Ad-hoc | 22 October 1998 18:01
Ad hoc-Service: Drillisch AG
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Ad hoc-Service: Drillisch AG
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Drillisch AG: Anhaltendende Gewinndynamik auch im 3. Quartal 1998
Termin für Unterzeichnung Interconnection-Vertrag am 3.Nov.1998
Am 23. Oktober findet eine außerordentliche Hauptversammlung zu der geplanten
Integration des Mobilfunk Service Provider Alphatel statt.
Die Veröffentlichung der Quartalszahlen, die ursprünglich für den
25. November 1998 vorgesehen war, haben wir auf den 22. Oktober 1998 vorgezogen,
um auf der Hauptversammlung unsere Aktionäre über den aktuellen und äußerst
erfolgreichen Geschäftsverlauf informieren zu können.
Die Fakten – Drillisch-Konzern ohne Alphatel
I-III/1998 I-III/1997 Veränderung
Mio DM Mio DM in %
Umsatzerlöse 132,5 77,9 70,0
Mobiltelefonie und Mobilfunkendgeräte 119,2 65,9 80,9
Festnetztelefonie und -dienstleistungen 0,7 0,0 –
Intelligente Technologien und Systeme 12,6 12,0 5,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7,9 4,4 79,5
Jahresüberschuß bereinigt um einmalige Börsen-
gangkosten (3,1 Mio DM) und darauf
entfallende Steuern (1,5 Mio DM) 3,9 1,2 225,0
Cash Flow 4,6 3,1 48,4
Mitarbeiterzahl zum 30.09. 121 101 19,8
Teilnehmerzahl zum 30.09. (in Tausend,
ausschließlich Kreditkunden) 56 37 51,3
Der Drillisch-Konzern hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäfts-
jahres einen Umsatz von 132,5 Mio DM erzielt, ein Plus von 70,0 Prozent im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 77,9 Mio DM. Noch stärker zugelegt haben
die Gewinne. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um
signifikante 79,5 Prozent auf 7,9 Mio DM.
Integration Alphatel-Gruppe (mit einem garantierten Jahresüberschuß 1998 nach
Steuern von 3,2 Mio DM)
Auf der o. g. außerordentlichen Hauptversammlung werden wir unsere Aktionäre
bitten, einem – wie die Analysten der WestLB formulieren – ‘geschickt aus-
gehandelten und wasserdichten Integrationsvertrag mit einem garantierten Jahres-
überschuß 1998 von mindestens 3,2 Mio DM bei Vollthesaurierung’ zuzustimmen. Bei
der Alphatel-Gruppe handelt es sich um ‘ein unbekanntes Juwel unter den Service-
Providern’. Alphatel ist seit 1994 als Service Provider im Mobilfunk tätig,
zunächst für Mannesmann (D2) und seit Juni 1998 auch für die Telekom (D1).
Die Fakten – Alphatel-Gruppe
I-III/1998 1997
Mio DM Mio DM
Umsatzerlöse 43,5 43,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5,0 1,0
Jahresüberschuß 2,1 0,5
Cash Flow 2,6 2,0
Mitarbeiterzahl zum 30.09. (Vj. 31.12.) 56 45
Teilnehmerzahl zum 30.09. (Vj. 31.12., in Tausend,
einschließlich prepaid Teilnehmer-Verhältnisse) 59 28
Die Umsatzerlöse zum 30. September 1998 belaufen sich auf 43,5 Mio DM und haben
damit das Niveau des Gesamtjahres 1997 bereits erreicht. Die Umsätze setzen sich
überwiegend aus Gesprächsgebühren im Mobilfunk und aus Provisionen der
Netzbetreiber zusammen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt
5,0 Mio DM und hat sich im Vergleich zum Gesamtjahr 1997 verfünffacht. Gründe
für diesen starken Anstieg sind insbesondere eine Reduzierung des
Materialaufwandes und eine Senkung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Der Jahresüberschuß beträgt 2,1 Mio DM und wird bei weiterem planmäßigen Verlauf
das garantierte Ergebnis von 3,2 Mio DM für das Gesamtjahr 1998 übertreffen.
Die Fakten – Drillisch und Alphatel zusammen: Ergebnisregionen des Jahres 2000
Das um Sondereffekte (einmalige Börsengangkosten, Abschreibung Firmenwert)
bereinigte Ergebnis 1998 der beiden Serviceprovider zusammengerechnet wird sich
in Ergebnisregionen bewegen, die für Drillisch beim Börsengang erst für das Jahr
2000 prognostiziert wurden.
Integration und Synergien
Die Integration der Alphatel-Gruppe wird neben dem Erfolgsbeitrag eine
nachhaltige Erhöhung der Vertriebskraft des neuen Konzerns bringen. Die Anzahl
der konzerneigenen ‘Shops’ soll von derzeit 33 auf ca. 100 im Jahr 2000
verdreifacht werden. Durch gemeinsame Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten
werden aufgrund von Kostendegressionen erhebliche Synergien erzielt werden,
die die Produktivität weiter steigern werden.
Der Mobilfunkbereich
Im Kerngeschäftsfeld der beiden Service-Provider wurden im laufenden
Geschäftsjahr hohe Teilnehmerzuwächse erzielt. So konnte Drillisch in den ersten
9 Monaten ca. 16.000 neue Teilnehmer (fast ausschließlich Kreditkunden mit
24-Monatsverträgen) akquirieren und Alphatel ca. 31.000 neue Teilnehmer
(einschließlich prepaid-Teilnehmer-Verhältnissen). Der gemeinsame
Teilnehmerbestand beträgt damit zum 30.09.1998 ca. 115.000.
Der Festnetzbereich
Unterzeichnung Interconnection-Vertrag voraussichtlich am 3. November 1998
Drillisch hat Mitte des Jahres die Lizenzklasse 4 für das gesamte
Bundesgebiet erhalten. Nach umfangreichen Vertragsverhandlungen am
22.10.1998 mit der Telekom AG in Bonn wurde ein Termin für die Vertragsunter-
zeichnung am 3.11.1998 im Hause der Telekom AG vereinbart. Wir gehen davon aus,
daß der Vertrag am 3.11.1998 geschlossen wird. Ungeachtet dessen verläuft der
Auf- und Ausbau der Netzinfrastruktur planmäßig. Die Telekom AG hat unserer
Netzplanung auf Basis der heutigen Erkenntnisse im Hause der Telekom AG und den
derzeitigen Vorstellungen der Regulierungsbehörde zugestimmt. Wir gehen davon
aus, daß bei etwaigen Modifikationen der Netzplananforderungen seitens der
Regulierungsbehörde unsererseits keine Anpassungsprobleme auftreten werden.
Die nach Unterzeichnung des Interconnection-Vertrages notwendigen Inter-
operabilitätstests werden sich mit Unterstützung der Firma Nokia (der Lieferant
unserer Vermittlungsstellen) auf einen kurzen Zeitraum beschränken, so daß
einem Start mit 8 Vermittlungsstellen ab Jahresbeginn 1999 dann nichts mehr im
Wege steht – oder wie es die Analysten der WestLB formulieren ‘ein Durchstarten
mit einer state of the art-Netzinfrastruktur – Drillisch wird mit einer
qualitativ und kapazitativ hochwertigen Netzplattform Maßstäbe setzen’.
Daneben ist Drillisch als Service-Provider für O.tel.O und Star Telekom tätig,
Alphatel ist Inhaber eines Diensteanbietervertrages mit Mannesmann Arcor.
Mobilfunk und Festnetz – mit konversionsfähigen Produkten ganz vorne
Wir erwarten in den nächsten Jahren eine deutliche Verschiebung der Gewichtung
von Festnetz und Mobilfunk. Der Kunde der Zukunft wird seine Kommunikations-
bedürfnisse über integrierte Fest- und Mobilfunknetze befriedigen, dabei
zeichnet sich ein deutlicher Trend des Kunden vom Festnetz in den Mobilfunk ab,
der in Paketen von mobilen und festnetzgebundenen Produktspezifikationen schon
heute seinen Ausdruck findet. Wir werden diesen Trend antizipieren, indem wir
auf eine Differenzierung zwischen Festnetzminute und Mobilfunkminute verzichten
werden. Außerdem werden wir über eine ‘intelligente Network-Plattform’ auf
unseren Vermittlungsstellen konversionsfähige Features anbieten. In dem Angebot
von konversionsfähigen Produkten sehen wir einen großen Wettbewerbsvorteil
insbesondere gegenüber all denjenigen Anbietern, die nur über ein Netz verfügen.
Ausblick
Mit der Integration der Alphatel-Gruppe und dem konsequenten Aufbau des eigenen
Festnetzes werden entscheidende Weichen für eine weitere erfolgreiche und
dynamische Entwicklung in der Zukunft gestellt. Der Start des eigenen Festnetzes
wird zu Umsatzschüben und Ertragssteigerungen im Jahr 1999 führen, die
Integration der Alphatel-Gruppe wird zu Synergien in Einkauf, Verwaltung und
Vertrieb mit deutlicher Ertragswirkung führen.
Drillisch AG – Investor Relations
Dipl. Volksw. Charlotte C. Heidrich
Horbeller Str. 33, D-50858 Köln
Tel.: 02234/92 04-0, Fax: -106
e-mail: bwirtz@drillisch.de / Internet: http://www.drillisch.de
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