![]() aap Implantate AGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Kennzahlen in Mio. EUR
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Angaben beziehen sich auf den fortgeführten
Geschäftsbereich Vorwort des VorstandsSehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Mitarbeiter und Geschäftspartner, im Geschäftsjahr 2014 konnte die aap Implantate AG ihre Wachstumsstrategie weiter umsetzen und Fortschritte bei der Fokussierung auf das Traumageschäft erzielen. Wir haben erhebliche Fortschritte gemacht um aap als ein Unternehmen mit innovativen, IP-geschützten Produkten aufzubauen. Zu den Fortschritten zählen unter anderem das signifikante Umsatzwachstum im Bereich Trauma, getrieben durch unser LOQTEQ®-Produktportfolio, die Weiterentwicklung neuer Produkttechnologien wie Silberbeschichtung, der Verkauf des Bereichs Auftragsfertigung (EMCM B.V.) zu Beginn des Jahres 2014 sowie die Veräußerung des verbliebenen 50%igen Anteils an dem Dental Joint Venture, aap BM productions GmbH. Ein weiteres wichtiges Ereignis war die Ernennung von Bruke Seyoum Alemu zum neuen CEO mit Wirkung zum 1. Juni 2014. Mit Abschluss des Verkaufs der niederländischen EMCM B.V. Ende April 2014 konnte aap einen weiteren Meilenstein bei der Transformation zu einem fokussierten Traumaunternehmen erreichen. Herr Biense Visser wurde nach Erfüllung der erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen auf der Hauptversammlung im Juni 2014 mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. aap hat damit den Stabwechsel unter Beibehaltung der Kontinuität im Management vollzogen. Der Vorstand möchte Herrn Visser an dieser Stelle nochmals für seine Verdienste in den letzten fünf Jahren danken. Unter Herrn Vissers starker Führung wurde aap erfolgreich von einem diversifizierten zu einem fokussierten Medtech-Unternehmen mit profitablen Wachstum und einer starken Bilanz transformiert. Ausgehend von der Management Agenda 2014, hat das neue Management der aap folgende fünf Handlungsfelder identifiziert, die im Einklang mit den in der Management Agenda für 2014 gesteckten strategischen und finanziellen Zielen stehen:
Die folgenden Highlights zeigen die Fortschritte bzgl. der Umsetzung der oben genannten Maßnahmen und fassen die wichtigsten Erfolge des Jahres 2014 zusammen:
Eine gute Corporate Governance aufrechtzuerhalten, hat bei aap hohe Priorität, was sich auch in unserer Entsprechenserklärung widerspiegelt. Zusätzlich unterstützen wir eine Diversity-Politik, um sicherzustellen, dass unsere Mitarbeiter Vielfalt in Alter, kulturellem Hintergrund, Geschlecht und Kompetenz aufweisen. Wir glauben, dass dies das Unternehmen stärkt und die Bedürfnisse unserer Kunden dadurch am besten erfüllt werden können. Evaluierung der Management Agenda 2014
Wir haben eine neue Management Agenda für das Geschäftsjahr 2015 erstellt, die es unseren Stakeholdern ermöglicht, die fortlaufende Implementierung unserer Strategie zu verfolgen. Die jeweiligen Quartalsberichte werden über die Fortschritte der Zielerreichung der Managementagenda berichten. Wir möchten uns bei unseren Mitarbeitern für ihren Einsatz, ihr Engagement und ihre Kreativität bedanken. Wir verpflichten uns, unsere Performance in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen weiter zu verbessern.
Bericht über die Lage des Konzerns 2014Im Folgenden wird über die Verhältnisse des Konzerns unter Verwendung der Begriffe "aap", "aap-Gruppe", "Gruppe", "Gesellschaft", "Unternehmen" oder "Unternehmensgruppe" berichtet. Die aap Implantate AG hat im Februar 2014 einen Anteilskaufvertrag mit einem Private Equity Unternehmen über den Verkauf des Tochterunternehmens EMCM B.V. unterzeichnet, der nach Vorliegen aller anderen Voraussetzungen Anfang März 2014 notariell beurkundet wurde. Wenn daher im Folgenden von "aap", "aap-Gruppe", "Gruppe", "Gesellschaft", "Unternehmen" oder "Unternehmensgruppe" die Rede ist, ist damit der gesamte Konzern gemeint, wobei die Ergebnisse der EMCM B.V. nur für die Monate Januar und Februar 2014 berücksichtigt wurden. Wenn hingegen der "fortzuführende bzw. fortgeführte Geschäftsbereich" erwähnt wird, ist damit ausschließlich die aap Implantate AG mit Sitz in Berlin nebst allen Tochterunternehmen und Beteiligungen (s.u.) gemeint. Analog ist vom "aufgegebenen Geschäftsbereich" die Rede, wenn die EMCM B.V. gemeint ist. Bei den nachfolgend dargestellten Zahlenangaben können technische Rundungsdifferenzen bestehen, die die Gesamtaussage nicht beeinträchtigen. A) Grundlagen des Konzerns1. Organisatorische und rechtliche StrukturDie aap Implantate AG ist Obergesellschaft der aap-Gruppe. Die aap-Gruppe verfügte zum 31. Dezember 2014 über folgende vollkonsolidierte Tochterunternehmen: aap Implantate AG, aap Biomaterials GmbH, MAGIC Implants GmbH und aap Implants Inc. aap Implantate AG, Berlin
Tochterunternehmenaap Biomaterials GmbHIn der aap Biomaterials GmbH sind alle deutschen Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten im Bereich Knochenzement und Zementierungstechniken sowie medizinischer Biomaterialien zusammengefasst. Sitz der Gesellschaft ist Dieburg bei Frankfurt/Main. MAGIC Implants GmbHDie MAGIC Implants GmbH ist eine Vorratsgesellschaft, in der sämtliche Entwicklungs- und gegebenenfalls Vermarktungsaktivitäten im Bereich Magnesiumtechnologie mit einem potentiellen Partner gebündelt werden. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. aap Implants Inc.Am 24.09.2014 ist die aap Implants Inc., Dover, Delaware, USA gegründet worden. Die aap Implantate AG hält sämtliche Anteile an der Gesellschaft. Es handelt sich um eine reine Vertriebsgesellschaft für den amerikanischen Markt. In 2014 gab es noch keine wirtschaftlichen Aktivitäten mit Wirkung auf den Konzern. Beteiligungenaap Joints GmbHNach dem Verkauf von 67 % der Anteile im Juni 2013 besteht eine Beteiligung in Höhe von 33 % an der aap Joints GmbH. In der aap Joints GmbH sind sämtliche Aktivitäten im Bereich Orthopädie (Knie, Hüfte und Schulter) zusammen mit der C~Ment®-Linie gebündelt. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. AEQUOS Endoprothetik GmbHDie aap Implantate AG hält eine Beteiligung von 4,57 % an der AEQUOS Endoprothetik GmbH. Die Gesellschaft hat bis Ende 2010 das durch die aap Implantate AG mitentwickelte und produzierte innovative Kniesystem AEQUOS®vertrieben. Zu Beginn des Jahres 2011 wurden sämtliche Vermögenswerte betreffend das AEQUOS®-Kniesystem gegen Gewährung von Aktien und einem umsatzabhängigen Lizenzmodell an eine italienische Unternehmensgruppe verkauft. Im Verlauf des Jahres 2012 wurden die überwiegenden Anteile an der italienischen Unternehmensgruppe an eine Investorengesellschaft verkauft. In diesem Zusammenhang sind die an die AEQUOS ausgegebenen Aktien zurückgekauft worden. Die der AEQUOS daraus zugeflossenen Mittel wurden im Zusammenspiel mit einer Kapitalherabsetzung zum Ausgleich aller finanziellen Verbindlichkeiten und der Rückzahlung der Eigenkapitalbeträge an die Gesellschafter genutzt. Die weitere Entwicklung der Gesellschaft wird nun einzig bestimmt von der Vermarktung des AEQUOS®-Kniesystems durch die italienische Unternehmensgruppe und der damit verbundenen Lizenzzahlungen an die Gesellschaft. Sitz der Gesellschaft ist München. OrganeVorstandDer Vorstand der aap Implantate AG besteht aus zwei Mitgliedern. Herr Bruke Seyoum Alemu (49) ist Vorstandsvorsitzender (CEO) und zeichnet sich für die Bereiche Corporate Development, Forschung & Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung und -kontrolle, Regulatory Affairs sowie Vertrieb und Marketing verantwortlich. Herr Marek Hahn (40) ist Chief Financial Officer (CFO) und verantwortet in der Unternehmensgruppe neben dem Bereich Finanzen/ Controlling auch die Bereiche Personal, IT, Legal Affairs, Administration sowie Investor und Public Relations. AufsichtsratDer Aufsichtsrat der aap Implantate AG besteht aus drei Mitgliedern. Aufsichtsratsvorsitzender ist Herr Biense Visser und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist Herr Ronald Meersschaert. 2. SegmenteBei aap werden keine Geschäftssegmente identifiziert für die eine regelmäßige Berichterstattung an den Vorstand erfolgen würde. Stattdessen ist die Erhöhung des Unternehmenswertes durch Entwicklung und Verkauf von IP-geschützten Produkten das Ziel der seit 2009 verfolgten Unternehmensstrategie. Das der Steuerung des Unternehmens dienende monatliche Berichtswesen umfasst ausschließlich die Konzernumsätze, den Fortschritt bei wesentlichen Entwicklungsprojekten des Konzerns, die Liquidität und das Working Capital des Gesamtkonzerns. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt auf Basis dieser Daten. Die aap-Gruppe wird daher sowohl nach innen als auch nach außen als ein Unternehmen ohne separate Segmente geführt. 3. Wichtige Produkte und GeschäftsprozesseIn Deutschland verfügt aap über zwei Produktionsstandorte: Berlin und Dieburg. In Berlin fertigt die aap Implantate AG Produkte der Osteosynthese (Trauma) und Endoprothetik. In Dieburg verfügt aap über einen der weltweit modernsten und leistungsfähigsten Produktionsstandorte für Knochenzemente. Hier befindet sich die Entwicklungs- und Produktionskapazität für den Bereich medizinischer Biomaterialien sowie Knochenzement und Zementierungstechnik. Neben dem Center of Excellence für die Bereiche Trauma, Marketing und Vertrieb am Hauptsitz von aap in Berlin befindet sich ein weiteres Center of Excellence für den Bereich Knochenzemente und Zementierungstechniken am Standort Dieburg. Ein standortübergreifendes Forschungs- und Entwicklungsgremium sowie ein Qualitätsmanagementgremium haben die Synergieeffekte zwischen Technologien aus den Bereichen Metallimplantate und Biomaterialien im Berichtszeitraum gefördert. Cross-Functional-Teams sorgen dafür, dass die Geschäftsprozesse kontinuierlich optimiert werden. Die Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten der Gesellschaft fokussieren sich auf die Bereiche Trauma und Biomaterialien (Knochenersatzmaterialien, Knochenzemente und Zementierungstechniken). Highlights des Geschäftsjahres 2014 waren die Serienfreigabe für die komplettierte LOQTEQ® Ellenbogen Versorgung inklusive Olekranon-System sowie die FDA-Marktfreigaben für das LOQTEQ®Klavikula-System, die LOQTEQ®Olekranon Platte, die LOQTEQ®Distale Anterolaterale Tibia Platte 3.5 und die optimierten Standardkortikalisschrauben 3.5 und 4.5. Im Geschäftsjahr 2015 und in den kommenden Jahren will aap beide Produktbereiche, Trauma und Biomaterialien, gezielt weiterentwickeln und insbesondere im Traumabereich das LOQTEQ®-Portfolio um weitere Indikationsregionen ergänzen und somit komplettieren. Zudem stehen die weitere Beschleunigung der Projekte Silberbeschichtung und Magnesiumtechnologie im Vordergrund, um die Wettbewerbsfähigkeit durch Innovationen nachhaltig zu stärken und auszubauen. 4. Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbspositionenaap nutzt für den Vertrieb ihrer Produkte drei unterschiedliche Kanäle. Im deutschsprachigen Raum erfolgt der Vertrieb der Produkte direkt an Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften und Verbundkliniken. Auf internationaler Ebene setzt das Unternehmen auf ein breites Distributorennetzwerk in über 60 Ländern. Darüber hinaus erfolgt der Vertrieb in OEM- und Private Label-Kooperationen mit einer Reihe ausgewählter internationaler Orthopädie- und Traumaunternehmen. Während die Produkte im Bereich Trauma überwiegend unter dem Markennamen "aap" direkt bzw. über Distributoren abgesetzt werden, dominiert im Bereich Biomaterialien der Vertrieb auf OEM- und Private Label-Basis. Der Direktvertrieb im deutschsprachigen Raum an Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften und Verbundkliniken hatte im Geschäftsjahr 2014 einen Anteil am Umsatz von rund 9 % (Vorjahr: knapp 9 %). Bezogen auf den fortgeführten Geschäftsbereich beträgt die Quote etwa 18 % (Vorjahr: knapp 25 %). In Deutschland hat aap den Direktvertrieb im Jahr 2014 um die Kooperation mit zwei ausgewiesenen Fachhändlern ergänzt, um so die Marktpräsenz der Produkte weiter zu erhöhen. So wurden zum Ende des Geschäftsjahres zwei erfahrene Dienstleister mit dem Exklusivvertrieb von aap-Produkten in Bayern bzw. Baden-Württemberg betraut. Die internationalen Vertriebsaktivitäten konzentrierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vorwiegend auf die sogenannten BRICS-Staaten, Europa und die USA. Mit der erfolgten Gründung eines Tochterunternehmens in den USA sowie ersten Gesprächen und Verhandlungen mit potentiellen Distributionspartnern, legte die Gesellschaft einen wichtigen Grundstein für ihre Präsenz und zukünftige Expansion auf diesem strategischen Schlüsselmarkt. Zudem gelang der Abschluss von Exklusivverträgen mit Polen, Nigeria und Skandinavien für unser Traumaportfolio. Das Unternehmen wird sich auch im Geschäftsjahr 2015 konsequent auf die Erschließung neuer Märkte fokussieren. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die BRICS- (insbesondere Brasilien), SMIT- und N10-Staaten sowie die USA. Bei der Entwicklung und Produktion für führende Orthopädie- und Traumaunternehmen, die die Produkte unter ihrem eigenen Label weltweit vertreiben, gelang es aap auch im Jahr 2014 einen neuen Partner für die Lieferung eines PMMA-Knochenzements für die Märkte USA, Kanada und Puerto Rico zu gewinnen. Mit Projekterlösen (z. B. Abschluss von Lizenz- und Liefervereinbarungen, Auslizenzierung von IP-geschützten Produkten bzw. Technologien) verfügt die Gesellschaft zudem noch über ein weiteres Standbein. Die aap-Gruppe konnte ihr IP-Portfolio insbesondere im Bereich der strategisch bedeutsamen LOQTEQ®-Produktfamilie im Geschäftsjahr 2014 weiter ausbauen. In diesem Zusammenhang ist unter anderem die Erteilung eines LOQTEQ®-Schlüsselpatents in den USA als ein signifikanter Fortschritt in der Umsetzung der IP-Strategie der aap zu werten. Darüber hinaus hat die Gesellschaft weitere Produkte und Technologien identifiziert, die durch ihre Alleinstellungsmerkmale zur Stärkung der Wettbewerbsposition und somit zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes beitragen können. aap hat auch im Jahr 2014 eine Vielzahl an Patenten zur Anmeldung gebracht. Insgesamt ist der kontinuierliche Aufbau eines strategischen IP-Portfolios auch weiterhin ein zentrales Element auf dem Weg zur Innovationsführerschaft und somit einem führenden europäischen Traumaunternehmen. Die aap-Gruppe präsentierte ihr Produktportfolio auch im Geschäftsjahr 2014 auf zahlreichen bedeutenden nationalen und internationalen Messen und Kongressveranstaltungen. So war die Gesellschaft beispielsweise auf der Medica in Düsseldorf, der Arab Health in Dubai, der Jahrestagung der AAOS (American Academy of Orthopaedic Surgeons) in New Orleans, dem 15. EFORT Kongress (European Federation of National Associations of Orthopaedics and Traumatology) in London und dem 15. ECTES Kongress (European Congress of Trauma & Emergency Surgery) in Frankfurt am Main vertreten. In Deutschland besuchte aap 2014 unter anderem den DKOU (Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie) in Berlin, den 21. DVSE Kongress (Deutsche Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie) in Wiesbaden sowie das 23. Thüringer Unfallchirurgisch-Orthopädische Symposium (VLOU) in Erfurt. Im Geschäftsjahr 2014 ist das Interesse am LOQTEQ®-Portfolio der aap-Gruppe weiter gestiegen, so dass zahlreiche Produktschulungen und Workshops durchgeführt wurden. Gleich zu Beginn des Jahres lud die Gesellschaft ihre wichtigsten Distributoren gemeinsam mit ihren einflussreichsten Ärzten aus der ganzen Welt nach Berlin ein. 43 Distributoren und 29 Ärzte aus insgesamt 26 Ländern waren auf der zweitägigen Veranstaltung vertreten, in der das gesamte LOQTEQ®-Portfolio vorgestellt und geschult wurde. Ebenfalls im Januar organisierte die Gesellschaft gemeinsam mit den Entwicklungsexperten des erfolgreichen LOQTEQ®-Osteotomiesystems einen neuen und eigenständigen Osteotomiekongress in Berlin, an dem 52 Ärzte aus ganz Deutschland an Vorträgen und Workshops teilnahmen. Im März fand dann bereits die zweite Schulungsveranstaltung zur Einführung in die allgemeinen Operationstechniken der Traumatologie und dem Umgang mit den LOQTEQ®-Systemen statt, die aap gemeinsam mit ihrem spanischen Distributor entwickelt hat. In diesem Zuge kamen 20 spanische Ärzte nach Berlin. Dieselbe Veranstaltung wurde aufgrund der positiven Resonanz im Juni und November dann nochmals mit jeweils 25 Kunden und Chirurgen aus Spanien durchgeführt. Aufgrund des Erfolgs dieser Veranstaltungsreihe werden die Schulungen künftig im Format eines wissenschaftlichen Programms durchgeführt, das für die gesamte internationale Ärzteschaft geöffnet sein wird. Im Mai organisierte die Gesellschaft unter der Leitung von drei namhaften Referenten aus deutschen Referenzkliniken eine Aus- und Fortbildungsveranstaltung inklusive eines Humanpräparate-Workshops in der Nähe von Berlin, an der 20 junge Ärzte aus Deutschland teilnahmen. Weitere Workshops mit einer Delegation aus sechs türkischen Professoren und Ärzten fanden im Juli in Berlin statt. Kurse mit deutschem sowie bosnischem und bulgarischem OP-Personal wurden im Oktober bzw. November in Berlin durchgeführt. Darüber hinaus pflegte die Gesellschaft auch im Berichtsjahr eine intensive, direkte Kooperation mit ihren Distributoren in den angestammten Märkten. Neben der Jahresauftaktveranstaltung organisierte die aap-Gruppe unter anderem eine Produktschulung für das LOQTEQ®-Portfolio für ihren tschechischen Exklusivhändler sowie zwei deutsche Fachhändler. Auf dem SICOT-Kongress (International Society of Orthopaedic Surgery and Traumatology) in Brasilien begleitete und unterstützte das Unternehmen außerdem einen Distributor vor Ort. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden unter anderem folgende Produkte in internationalen Wachstumsmärkten zugelassen bzw. registriert:
5. Wesentliche rechtliche und wirtschaftliche EinflussfaktorenIn allen Märkten der Welt sind behördliche Registrierungen und Zulassungen eine Voraussetzung für die Vermarktung von Medizinprodukten. Da die Produkte der aap grundsätzlich für eine weltweite Vermarktung bestimmt sind, basiert das Qualitätsmanagementsystem auf den Anforderungen international harmonisierter Normen und europäischer Richtlinien sowie nationalen und internationalen Gesetzen. Dementsprechend wird die aap-Gruppe regelmäßig auditiert und entsprechend zertifiziert, so dass die Produkte mit dem CE-Kennzeichen versehen und vertrieben werden dürfen. Darüber hinaus erfolgt die Produktion FDA-konform. Alle Gesellschaften sind nach der für Medizinproduktehersteller relevanten und aktuell gültigen EN ISO 13485:2012 und nach der europäischen Richtlinie für Medizinprodukte 93/42/EWG Anhang II zertifiziert. Zusätzlich sind alle Gesellschaften des Konzerns freiwillig nach EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit werden alle relevanten Umweltschutzvorschriften beachtet. Sowohl von der Produktion als auch den Produkten der aap gehen keine mittel- oder unmittelbaren Gefährdungen für die Umwelt aus. Die brasilianische Zulassungsbehörde ANVISA hat sich im Geschäftsjahr 2014 bei der aap Implantate AG am Standort Berlin von der Übereinstimmung mit ihren Anforderungen überzeugt. Zudem hat die aap Biomaterials GmbH im Berichtszeitraum die von der FDA durchgeführte "Inspection" ohne Abweichung absolviert. 6. Forschungs- und EntwicklungsaktivitätenDie Medizintechnik-Branche charakterisiert sich durch ein hohes Maß an Dynamik und Innovationskraft. Nach Ansicht des Branchenberichts Medizintechnologien 20141 des Bundesverbands Medizintechnologie e. V. (BVMed) gilt dies insbesondere für Deutschland, das sowohl hinsichtlich der Anzahl der Patente, als auch des Anteils am Welthandel, auf dem zweiten Platz hinter den USA rangiert. Des Weiteren investieren MedTech-Unternehmen, die aktiv Forschung betreiben, nach den Angaben im Branchenbericht durchschnittlich rund 9 % des Umsatzes in Forschung & Entwicklung. Dabei messen die Medizintechnologie-Unternehmen dem Innovations- und Forschungsstandort Deutschland eine besonders hohe Bedeutung bei. Im Vergleich dazu liegt der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Umsatz in der gemeinhin als innovativ geltenden Chemieindustrie bei etwa 5 % und in der verarbeitenden Industrie bei rund 3,8 %. Insgesamt betreiben in der MedTech-Branche rund 17 % aller Unternehmen Forschung und Entwicklung. Damit liegt die Branche nur geringfügig unterhalb des Industriedurchschnitts von etwa 20 %. Hintergrund ist die geringe Forschungs- und Entwicklungsaktivität vieler Kleinunternehmen (< 100 Mitarbeiter). Folglich wiesen die zehn größten Unternehmen der Industrie im Jahr 2000 rund 80 % der internen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen aus. Dennoch sind Kleinunternehmen in der Medizintechnik-Branche im Bereich der Forschung und Entwicklung immer noch wesentlich aktiver als der Durchschnitt der Kleinunternehmen im verarbeitenden Gewerbe. Auch ein Blick auf die Patente zeugt von der hohen Innovationskraft der MedTech-Unternehmen: So wurden im Jahr 2013 beim Europäischen Patentamt in München insgesamt 10.679 weltweite Patentanträge aus der Medizintechnik-Branche eingereicht und somit so viele wie aus keinem anderen Technologiebereich. a) Trends und Innovationsfelder in der MedizintechnologieDie Medizintechnologie kennzeichnet sich durch eine sehr dynamische Entwicklung. Dabei sind unterschiedliche Trends und Innovationsrichtungen erkennbar, die die MedTech-Branche in den kommenden Jahren prägen dürften. Wesentliche Trends der "Medizintechnik 2020" in Technologiefeldern, die als besonders zukunftsträchtig erachtet werden, sind nach Ansicht des Branchenberichts Medizintechnologien 2014 des BVMed:
Die Medizintechnik-Studie des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) sieht die Computerisierung, die Miniaturisierung und molekulare Funktionalitäten als die bedeutendsten Trends der Branche. Insgesamt sind Forschung und Entwicklung die maßgeblichen Aktivitäten für sämtliche Innovationsprozesse in der Medizintechnologie. Folglich schaffen förderliche Innovationsrahmenbedingungen die Basis für nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum in der MedTech-Branche. Diese Bedingungen sind für die Branche von übergeordneter Bedeutung, da bei hohen Exportquoten im internationalen Wettbewerb insbesondere Technologie- und Qualitätsführerschaft erfolgsentscheidend sind. Bei der Entwicklung von innovativen Medizinprodukten lassen sich nach den Angaben im Branchenbericht Medizintechnologien 2014 des BVMed fünf übergeordnete Innovationsrichtungen identifizieren:
Die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) sieht unter anderem in dem Bereich "Prothesen und Implantate" ein wichtiges Technologiefeld, welches sich durch ein vergleichsweise hohes Innovationspotenzial sowie einen entsprechenden Bedarf an Forschungs- und Entwicklungsleistungen charakterisiert. Genannt werden hierbei insbesondere:
In allen Feldern der Medizintechnik werden die USA als weltweiter Technologieführer genannt, in Europa gelten oftmals Deutschland und Großbritannien als führend. b) Forschungs- und Entwicklungsaktivitätenaap verzeichnete im fortgeführten Geschäftsbereich im Geschäftsjahr 2014 erneut signifikante Aufwendungen für den Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Insgesamt waren zum 31.12.2014 28 % der 216 Mitarbeiter der Gesellschaft in den Bereichen Forschung & Entwicklung (F&E), Clinical Affairs, Regulatory und Quality Management tätig (Vorjahr: 29 %). Das Unternehmen investierte ca. 10 % des Umsatzes in die Entwicklung neuer Produkte (Vorjahr: 10 %). Dabei betrug die Quote der aktivierten Kosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten 44 % (Vorjahr: 37 %). Darüber hinaus arbeitet die Gesellschaft im F&E-Bereich insbesondere bei der Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie im Rahmen klinischer Studien mit verschiedenen akademischen Institutionen wie z.B. Forschungsinstituten oder Unikliniken zusammen. Eine weitere zukunftsträchtige Säule für die Umsatz- und Ertragserzielung soll auf frühzeitigen Kooperationen mit den Marktführern in den Bereichen Orthopädie und Traumatologie basieren. Zudem sollen dadurch vorhandene Technologien proaktiv gesichert werden. Insgesamt verfolgt aap das Ziel einer nachhaltigen Innovationsführerschaft und Unternehmenswertentwicklung. Diesbezüglich treibt die Gesellschaft konsequent die Schaffung und den Ausbau sogenannter Plattformtechnologien voran. Das strategische IP-Portfolio ist auf die Sicherung dieser Technologien und der daraus resultierenden Produkte ausgerichtet:
Grundsätzlich entwickelt das Unternehmen alle Produkte in enger Kooperation mit ärztlichen Anwendern und oftmals sogar auf deren Initiative. Im Bereich Trauma lag der Fokus der aap im Geschäftsjahr 2014 insbesondere auf der Erweiterung und Komplettierung des LOQTEQ®-Plattenportfolios. Dabei verlief die Entwicklung weiterer LOQTEQ®-Plattensysteme der sogenannten "Phase 3" planmäßig. In Verbindung mit den bereits erfolgreich am Markt platzierten und etablierten Systemen wird damit die Indikationsabdeckung erweitert. Hier strebt die Gesellschaft an, über 90 % der gängigen Indikationen mit LOQTEQ®-Plattensystemen abzudecken. Relevante Produkte in der "Phase 3" sind vorrangig ein periprothetisches Plattensystem, weitere anatomische Platten zur Versorgung der unteren und oberen Extremitäten sowie ein polyaxiales LOQTEQ®-Radiusplattensystem. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2014 die Entwicklung von zwei weiteren Platten für das Klavikula-Plattensystem abgeschlossen. Damit ist das Klavikula Gesamtsystem nun vollständig am Markt verfügbar. Zudem wurde 2014 eine LOQTEQ®-Fibulaplatte entwickelt, die Anfang 2015 in den Markt kommt und damit die Versorgung des Sprunggelenkes komplettiert. aap hat im Berichtszeitraum darüber hinaus die LOQTEQ®-Siebe der meisten Systeme ganzheitlich modifiziert und erneuert. Zum einen wurden sämtliche Instrumenten- und Implantatesiebe zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit, Sterilisierbarkeit und Transportstabilität überarbeitet und zum anderen wurden Verbesserungsvorschläge aus den Daten einer LOQTEQ®-Studie implementiert. Die erste Auslieferung der neuen Siebe erfolgte zu Beginn des Jahres 2015. Im Bereich Biomaterialien wurden im Geschäftsjahr 2014 diverse Entwicklungsaufträge für namhafte Orthopädie-Unternehmen in den Feldern Knochenzemente und Zementierungstechniken planmäßig bearbeitet und vertraglich definierte Meilensteine erreicht. Des Weiteren hat die Gesellschaft die Zulassungsunterlagen für diverse Produkte aus dem Biomaterialienbereich in Ländern wie Mexiko, Türkei, Kolumbien, Taiwan und Neuseeland eingereicht. Zudem wurde die Marktzulassung für verschiedene Produkte unter anderem in Jordanien und in Indonesien weiter vorangetrieben. Eine klinische Studie an einer führenden deutschen Universitätsklinik zur Verkürzung der postoperativen Antibiotika-Gabe nach lokaler Antibiose mit Verwendung des Produktes PerOssal®bei infektiösen Wirbelsäulenerkrankungen verläuft nach wie vor planmäßig. Ein weiterer Fokus lag im Geschäftsjahr 2014 auf dem Projekt Silberbeschichtung. aap startete die ersten beiden Tierversuchsreihen und konnte dabei sehr vielversprechende Resultate erzielen. In der ersten Vier-Wochen-Gruppe konnte nachgewiesen werden, dass es zu keinem erhöhten Silbergehalt im Organismus kam. In der Langzeitgruppe (Sechs Monate) stehen die finalen Resultate zwar noch aus, die ersten Ergebnisse deuteten aber bereits daraufhin, dass es bislang zu keinen lokalen oder systemischen toxischen Effekten durch Silberbeschichtung gekommen ist. Des Weiteren wurden verschiedene biomechanische Tests mit ausgewählten silberbeschichteten LOQTEQ®-Produkten durchgeführt, die allesamt positiv verlaufen sind. Zudem konnte in zahlreichen etablierten Testverfahren in unabhängigen Laboren die hohe antibakterielle Wirksamkeit der Silberbeschichtung nachgewiesen werden. Parallel dazu wurde der IP-Schutz der Technologie durch Patenteinreichungen in wichtigen Märkten (z.B. USA, Japan oder Russland) vorangetrieben. Die Gesellschaft plant sämtliche zulassungsrelevante Arbeiten (CE) im Bereich Silbertechnologie bis Anfang des dritten Quartals 2015 durchzuführen und abzuschließen und im Anschluss den Zulassungsantrag für die Silbertechnologie einzureichen. aap konnte auch im Bereich der Magnesiumtechnologie weitere Fortschritte verzeichnen. Dabei liegt der Fokus zum einen auf der Auswahl des aktiven Materials und zum anderen auf der bevorzugten Beschichtung. Zudem wurden im Geschäftsjahr 2014 verschiedene Patentanträge für die Technologie geprüft. Zu Beginn des Jahres 2015 wurde bekannt gegeben, dass dem Unternehmen die Erteilung zweier Schlüsselpatente für die Entwicklung von resorbierbaren Implantaten aus Magnesium durch das Europäische Patentamt in Aussicht gestellt wird. Während das eine Patent einen effizienten Weg zur Herstellung von Magnesiumimplantaten schützen wird, wird sich der zweite Patentschutz auf eine Beschichtungstechnologie für die Implantate beziehen. B) WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenEinschätzung des Vorstands, wie sich die gesamtwirtschaftliche/branchenspezifische Entwicklung auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt hat. a) Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenInsgesamt hat sich der konjunkturelle Aufschwung der Weltwirtschaft im Jahr 2014 abgeschwächt. Hintergrund dieser Entwicklung ist zum einen die Ukraine-Krise, zum anderen aber auch die Situation im Nahen Osten, die auf globaler Ebene jeweils ein hohes Maß an geopolitischen Unsicherheiten verursacht haben. In der Folge trübte sich das Investitions- und Konsumklima deutlich ein und die entsprechenden Konjunkturindikatoren ließen ebenfalls auf ein verlangsamtes Wachstum schließen. Dementsprechend lag die Zuwachsrate des realen, preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2014 nach Angaben des Statistik-Portals statista bei rund 3,3 %2 und somit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Für das Jahr 2015 wird im Idealfall mit einem moderat höheren Wachstum der Weltwirtschaft gerechnet. Sollten die aktuellen Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten nicht weiter eskalieren sowie die skizzierten Unsicherheiten das Investitions- und Konsumklima nicht noch stärker belasten, wird nach Angaben des Statistik-Portals statista ein globales Wirtschaftswachstum von etwa 3,5 %3 prognostiziert. Im Euro-Raum nimmt die konjunkturelle Entwicklung nach wie vor einen überwiegend heterogenen Verlauf. Während einige Krisenländer wie Spanien, Portugal, Irland und -mit Abstrichen -auch Griechenland durchaus Fortschritte verzeichnen konnten, kennzeichneten sich Staaten wie Frankreich oder Italien durch Stagnation. Insgesamt wird das Wachstum im Euro-Raum durch den notwendigen Reformationsbedarf in mehreren Mitgliedstaaten gebremst. Im Ergebnis lag die Zuwachsrate des realen BIPs im Jahr 2014 bei 0,8 %. Für das Jahr 2015 wird aktuell mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 % gerechnet, wobei die Prognosen tendenziell sinken. Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2014 trotz der beschriebenen geopolitischen Turbulenzen ein solides Wachstum verzeichnen. Getragen wird die deutsche Konjunktur insbesondere von einem Anstieg der Binnennachfrage, die auf steigenden Einkommen und einem stabilen Arbeitsmarkt basiert. Allerdings wird die deutsche Volkswirtschaft auch von dem eher schwachen Wachstum der europäischen Nachbarn, das sich unmittelbar auf das Exportgeschäft auswirkt, sowie den Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten beeinflusst. Insgesamt wurde das Wirtschaftswachstum im Jahreswirtschaftsbericht 2015 der Bundesregierung im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr auf 1,5 %4 beziffert. Auch für das Jahr 2015 wird nach jüngsten Schätzungen der Bundesregierung eine Zuwachsrate des realen BIPs von 1,5 %5 prognostiziert. b) Branchenbezogene RahmenbedingungenDie Medizintechnik-Branche ist ein Wachstumsmarkt und wird dies auf absehbare Zeit auch bleiben. Laut des Branchenberichts Medizintechnologien 2014 des BVMed sieht die Studie "Innovationsimpulse in der Gesundheitswirtschaft" (2011) des Bundeswirtschaftsministeriums die weltweiten jährlichen Zuwachsraten in der Medizintechnologie bei rund 5 %. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch die jüngste BVMed-Herbstumfrage 2014: Aus den Umsatzangaben der befragten MedTech-Unternehmen ergibt sich hier ein weltweites Wachstum von 4,6 % für das Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr. Zwölf Monate zuvor lag dieser Wert noch bei 4,4 %.
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Internetquelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/ Auch für den deutschen Markt lassen sich nach den Angaben im Branchenbericht Medizintechnologien 2014 des BVMed positive Wachstumsaussichten ableiten. Auf Basis der Umsatzangaben der Umfrageteilnehmer resultiert für das Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr eine Zuwachsrate von 3,4 %. Im Jahr 2013 rechneten die Unternehmen noch mit 2,6 %, nachdem sich zuvor drei Jahre in Folge rückläufige Wachstumsraten ergeben hatten. Nach Schätzungen von ADvaMed (Advanced Medical Technology Association) und BVMed hat der Weltmarkt für Medizintechnologie ein Volumen von insgesamt rund 220 Mrd. EUR (2012). Dabei verfügen die USA mit 90 Mrd. EUR mit Abstand über den größten Weltmarktanteil, gefolgt von Japan mit 25 Mrd. EUR. Deutschland ist mit einer Marktgröße von 22 Mrd. EUR der drittgrößte MedTech-Markt der Welt. Dabei fließt das deutsche Volumen auch in den europäischen Markt mit ein, dem eine Größe von rund 70 Mrd. EUR attestiert wird. Eine Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) lässt zudem auf eine positive Nachfrageentwicklung in den kommenden Jahren schließen. Dabei zeigt sich insbesondere für die Schwellenländer ein positives Bild: So soll die Nachfrage nach Medizintechnik in diesen Ländern bis zum Jahr 2020 um durchschnittlich 9 bis 16 % pro Jahr steigen. Für die Industrieländer werden jährliche Wachstumsraten zwischen 3 und 4 % antizipiert. Abschluss oder Beendigung von Kooperationsvereinbarungen und anderen wichtigen VerträgenAm 04.03.2014 wurde mit Wirkung zum 28.02.2014 die Veräußerung der European Medical Contract Manufacturing B.V. (EMCM) zu einem Kaufpreis von 18 Mio. EUR an ein Private Equity Unternehmen notariell beurkundet. Damit wurde das gesamte Auftragsfertigungsgeschäft des aap-Konzerns verkauft, das in der EMCM gebündelt war. Aus der Veräußerung resultiert ein Entkonsolidierungsverlust in Höhe von 4.033 TEUR, der in der Gesamtergebnisrechnung dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet wurde. 4.015 TEUR des Veräußerungsverlustes wurden bereits zum 31.12.2013 als Wertberichtigung auf den Firmenwert in den Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erfasst. Die Forderung aus dem Kaufpreis wurde in drei Raten bis zum 30.04.2014 vollständig beglichen. Der Ausweis des Bereichs Auftragsfertigung erfolgte bereits im Rahmen des Konzernjahresabschlusses für das Jahr 2013 als aufgegebener Geschäftsbereich und ist auch im Konzernjahresabschluss 2014 in gleicher Art ausgewiesen. Mit notariellem Vertrag vom 30.05.2014 wurden die verbliebenen 50% der Geschäftsanteile an dem Dental Joint Venture, aap BM productions GmbH, für 1 Mio. EUR an die botiss medical AG verkauft. Als Ergebnis dieser Transaktion wird die aap Biomaterials GmbH zum OEM-Hersteller von Knochenzementen und Mischsystemen. Der Abschluss der Transaktion hat sich unmittelbar auf die Umsätze der aap Biomaterials GmbH ausgewirkt. Der daraus resultierende Umsatzrückgang lag im Geschäftsjahr 2014 bei rund 0,7 Mio. EUR. Ebenfalls im zweiten Quartal hat die Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH einen Liefervertrag über ein PMMA-Knochenzement mit einem führenden Dienstleister im US-amerikanischen Gesundheitswesen abgeschlossen. Vertragsgegenstand ist die Herstellung und Lieferung eines vor allem beim Gelenkersatz eingesetzten Knochenzementes unter Label des US-Partners. Die Laufzeit des Liefervertrages beträgt drei Jahre mit Verlängerungsoption, das Vertragsgebiet erstreckt sich auf die USA, Kanada und Puerto Rico. Im Mai 2014 hat aap zwei Kreditverträge mit einem festen Zinssatz in Höhe von je 1 Mio. EUR abgeschlossen. Sie dienen der Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln und haben eine Laufzeit bis Ende 2017. Die Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH hat Ende Dezember 2014 mit einem externen Unternehmen, mit dem bereits verschiedene vertragliche Beziehungen bestehen, ein Framework Agreement abgeschlossen. Dieses sieht unter bestimmten Voraussetzungen den Abschluss eines neuen Development Agreements und die Änderung des bestehenden Supply Agreements vor, welche die bisherigen Verträge ersetzen sollen. ErtragslageZu Beginn des Geschäftsjahres 2014 hat aap mit Wirkung zum 28.02.2014 ihr Auftragsfertigungsgeschäft, das in der niederländischen EMCM B.V. (EMCM) gebündelt war, an ein Private Equity Unternehmen verkauft. Aufgrund der daraus resultierenden Entkonsolidierung zu Ende Februar 2014 sind die Umsatzerlöse und Aufwendungen der EMCM in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung für 2014 nur für die Monate Januar und Februar enthalten. Im Vorjahr war die EMCM noch für das komplette Geschäftsjahr 2013 in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung enthalten. Daher sind die Entwicklungen beider Geschäftsjahre auf Basis der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung nicht vergleichbar. EMCM erzielte in den beiden ersten Monaten des Geschäftsjahres einen Umsatz von 1,2 Mio. EUR bei einem Gesamtergebnis nach Steuern von 0,1 Mio. EUR. Die nachfolgenden Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich vorwiegend auf den fortgeführten Geschäftsbereich. (1) Darstellung Ergebnisentwicklung/ErgebnisstrukturDie Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und aktivierten Eigen- und Entwicklungsleistungen) stieg infolge erhöhter Umsatzerlöse bei leichter Bestandserhöhung und erhöhtem Umfang an aktivierten Eigen- und Entwicklungsleistungen von 29,6 Mio. EUR um 11 % auf 32,8 Mio. EUR. Gemäß IFRS aktiviert aap als entwicklungsintensives Unternehmen neben selbst produzierten Anlagegütern auch Aufwendungen für Eigen- und Entwicklungsprojekte, für deren Zulassung und ökonomisch erfolgreiche Vermarktung eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht. aap hat im laufenden Geschäftsjahr 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR) an Eigen- und Entwicklungsleistungen aktiviert. Diese aktivierten Entwicklungskosten werden nach der Markteinführung der Produkte über deren wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich signifikant auf 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR) und enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungsunternehmen, Erträge aus Serviceleistungen für Beteiligungsunternehmen, Einnahmen aus Lizenzvereinbarungen, Erträge aus staatlichen bzw. europarechtlichen Zuwendungen sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verjährung von Verbindlichkeiten. Bei der Analyse der verschiedenen Kostenkategorien lässt sich Folgendes feststellen: Die Materialaufwendungen erhöhten sich infolge des gestiegenen Umsatzvolumens von 8,3 Mio. EUR auf 11,8 Mio. EUR bei ebenfalls gestiegenen Personalaufwendungen von 11,7 Mio. EUR (Vorjahr: 11,2 Mio. EUR) und erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 9,9 Mio. EUR (Vorjahr: 9,1 Mio. EUR). Die Abschreibungen sanken insbesondere infolge von außerplanmäßigen Wertberichtigungen auf Entwicklungsprojekte im Vorjahr auf 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR). Das EBITDA hat sich um 55 % von 5,1 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR verringert, das EBIT, oder operative Ergebnis, verringerte sich von 0,8 Mio. EUR auf -0,1 Mio. EUR. In beiden Geschäftsjahren sind Sondereffekte enthalten, die einen Vergleich auf dieser Basis erschweren. Zur besseren Vergleichbarkeit erfolgt die Darstellung des normalisierten EBITDA und EBIT, das die Einmal- und Projekteffekte separiert:
Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2014 ein Projektergebnis in Höhe von 0,8 Mio. EUR aus einem Entwicklungsauftrag für einen Knochenzement sowie ein dazugehöriges Mischsystem. Im Vorjahr realisierte die aap Implantate AG auf Basis des vorgenannten Vertrags sowie eines weiteren Vertrags über die Auslizensierung eines Knochenzements an einen chinesischen Partner ein Projektergebnis in Höhe von 4,4 Mio. EUR. Darüber hinaus waren die beiden vergangenen Geschäftsjahre durch Einmaleffekte gekennzeichnet: So verkaufte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014 den verbliebenen 50 %igen Anteil an ihrem Dental Joint Venture inklusive dazugehöriger Betriebsmittel, was zu einem EBITDA-Effekt in Höhe von 1,2 Mio. EUR führte. Zudem fielen im Berichtszeitraum einmalige Aufwendungen in etwa der gleichen Höhe an. Diese betreffen beispielsweise Vorlaufkosten für den geplanten Verkauf der aap Biomaterials GmbH, umfangreiche Verhandlungen über bereits bestehende Verträge mit verschiedenen Großkunden, Aufwendungen im Zusammenhang mit Strukturmaßnahmen auf Ebene der geschäftsleitenden Holding sowie Beratungskosten im Zusammenhang mit der laufenden Prüfung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung und Betriebsprüfungen aus den vergangenen Jahren. Die Sondereffekte, die im EBITDA des Geschäftsjahres 2013 enthalten sind, basieren auf einem positiven Effekt im Zusammenhang mit dem Verkauf des Anteils an der aap Joints GmbH (0,6 Mio. EUR) sowie den bereits aufgelaufenen Kosten im Rahmen der Veräußerung des Bereichs Auftragsfertigung (EMCM B.V.; 0,2 Mio. EUR). Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte ergibt sich für das normalisierte EBITDA im Geschäftsjahr 2014 ein Wert von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR), was einer Wachstumsrate von mehr als 100 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt lässt sich mit Blick auf die operative Entwicklung des fortgeführten Geschäftsbereichs festhalten, dass in den beiden Kernbereichen Trauma und Biomaterialien auf Basis der normalisierten Ergebnisse ein profitables Wachstum verzeichnet werden konnte.
Neben den bereits vorgenannten Projekt- und Einmaleffekten im EBITDA gab es im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögenswerte. Im Zuge des Veräußerungsprozesses der EMCM B.V. und im Rahmen der Unternehmensstrategie, sich auf das Trauma sowie das PMMA-Knochenzementgeschäft zu fokussieren, beschloss aap die Entwicklungsaktivitäten in anderen Bereichen nicht weiter fortzuführen. Dies führte zu einer einmaligen außerordentlichen Abschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten von 2,3 Mio. EUR. Das Beteiligungsergebnis verringerte sich leicht von 21 TEUR auf -49 TEUR und resultiert aus den Aktivitäten mit den Beteiligungsunternehmen aap Joints GmbH und aap BM productions GmbH. Das Finanzergebnis verbesserte sich von -0,2 Mio. EUR auf -0,1 Mio. EUR und resultiert vor allem aus gesunkenen Finanzierungsaufwendungen. Die ausgewiesenen Ertragsteuern in Höhe von -0,4 Mio. EUR resultieren aus tatsächlichen Steueraufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR und dem Aufwand aus der saldierten Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern. Zur Entwicklung der latenten Steuern verweisen wir auf die Angaben im Anhang. aap erzielte damit ein verringertes Gesamtergebnis nach Steuern von -0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR). Insgesamt lässt sich mit Blick auf die operative Entwicklung des fortgeführten Geschäftsbereichs festhalten, dass in den beiden Kernbereichen Trauma und Biomaterialien auf Basis der normalisierten Ergebnisse ein profitables Wachstum verzeichnet werden konnte. (2) Entwicklung von Umsatz- und AuftragslageIhren Gesamtumsatz erwirtschaftet die aap-Unternehmensgruppe auf zwei Wegen: Zum einen aus dem Produktumsatz mit unter eigenem Label vertriebenen sowie für OEM-Partner produzierten Biomaterialien und Implantaten und zum anderen aus Projektumsätzen (z.B. Auslizenzierungen).
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Umsatzerlöse EMCM B.V. 01-02/2014: 1,2 Mio.
EUR abzüglich Konsolidierungseffekte (0,2 Mio. EUR) Die aap Implantate AG konnte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz in Höhe von 31,6 Mio. EUR realisieren. Von den 31,6 Mio. EUR entfallen 30,6 Mio. EUR auf den fortgeführten Geschäftsbereich (aap-Gruppe ohne EMCM B.V.). Bedingt durch den Verkauf der EMCM B.V. am 28. Februar 2014 enthält der Umsatz des Geschäftsjahres 2014 Umsätze der EMCM B.V. nur aus den Monaten Januar und Februar von insgesamt 1,0 Mio. EUR. Der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2014 liegt mit 31,6 Mio. EUR innerhalb der im Oktober 2014 kommunizierten Guidance von 30 Mio. EUR bis 34 Mio. EUR. Der Gesamtumsatz des fortgeführten Geschäftsbereichs in Höhe von 30,6 Mio. EUR setzt sich für das Geschäftsjahr 2014 aus dem Umsatz mit Produkten und Dienstleistungen sowie einer im Geschäftsjahr abgeschlossenen Lizenzvereinbarung und den in Vorjahren abgeschlossenen Entwicklungsvereinbarungen zusammen. Nach Herausrechnung der Projektumsätze ergibt sich für 2014 ein vergleichbarer Umsatz auf Produktebene i. H. v. 29,5 Mio. EUR (Vorjahr: 25,8 Mio. EUR) und damit in 2014 eine Steigerung um 14 % gegenüber dem Vorjahr. Der im Jahresvergleich gestiegene Umsatz auf Produktebene von 3,7 Mio. EUR resultiert vor allem aus höheren Umsätzen aus der Kernkompetenz Trauma. Daneben trug das Geschäft mit aap's Biomaterialien mit einer Erhöhung um 1,4 Mio. EUR ebenfalls zum Wachstum bei. Der Produktbereich Trauma umfasst die Produkte der Frakturheilung für alle wesentlichen Skelettregionen. In 2014 stieg der Umsatz in diesem Bereich um 27 % auf 12,2 Mio. EUR (Vorjahr: 9,6 Mio. EUR). Der Anstieg in diesem Produktbereich ist maßgeblich geprägt durch den erfolgreichen Vertrieb unseres innovativen und patentgeschützten LOQTEQ®-Systems mit einem Umsatz von 8,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2014 (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR). Das signifikante LOQTEQ®-Wachstum von 63 % zeigt, dass sich die IP-geschützte Produktfamilie immer stärker am Markt etabliert und bei zahlreichen Kunden großen Anklang findet. Insgesamt zeugt die Wachstumsdynamik im Geschäftsjahr 2014 von der erfolgreichen Umsetzung der Strategie, die aap Implantate AG nachhaltig auf den Bereich Trauma auszurichten. Im Bereich Biomaterialien mit den Kernproduktbereichen Knochenzement/Zementierungstechniken, Infektionstherapie und Knochen- & Geweberegeneration erhöhte sich der Umsatz um 10 % von 15,0 Mio. EUR auf 16,4 Mio. EUR. Ausschlaggebend für diesen Anstieg waren erhöhte Umsätze mit Bestandskunden und dem im Geschäftsjahr abgeschlossenen Liefervertrag mit einem führenden US-amerikanischen Unternehmen für Gesundheitsdienstleistungen. Die Umsätze aus Projektgeschäften sanken im Jahresvergleich von 2,8 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR. Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2014 Projektumsätze in Höhe von 1,2 Mio. EUR vor allem aus einem Entwicklungsauftrag für einen Knochenzement sowie ein dazugehöriges Mischsystem sowie eines weiteren Entwicklungsauftrags für einen Knochenzement. Im Vorjahr realisierte die aap Implantate AG auf Basis beider vorgenannter Verträge sowie aus einem exklusiven Lizenz- und Distributionsvertrag über einen Knochenzement mit einem chinesischen Partner für den Vertrieb des Zements in China, Hongkong und Macau sowie die Nutzung des entsprechenden Markennamens Projektumsätze von insgesamt 2,8 Mio. EUR. Nach der Übertragung sämtlicher Vermögenswerte (IP, Know-How, Markennamen, Kundenbeziehungen und Vorratsvermögen) unseres Produktbereichs Orthopädie (Hüfte, Knie und Schulter) auf die aap Joints GmbH mit anschließendem Verkauf von 67 % der Anteile an einen chinesischen Private Equity Investor im zweiten Quartal 2013, fungiert aap nunmehr nur noch als Auftragshersteller und Dienstleister für bestimmte administrative Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2014 trug dieser Bereich mit einem Umsatz von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) zum Gesamtumsatz bei. Es ist klares Parteienverständnis, dass aap nur für einen Übergangszeitraum die Rolle des Auftragsfertigers einnehmen soll und das parallel zum Registrierungsprozess Produktionsmöglichkeiten zum Beispiel in China evaluiert werden. (3) Wesentliche Änderungen in der Struktur einzelner Aufwendungen und ErträgeDie Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie aktivierten Eigen- und Entwicklungsleistungen) stieg infolge erhöhter Umsatzerlöse bei einer geringen Bestandserhöhung und leicht gestiegenem Umfang an aktivierten Eigen- und Entwicklungsleistungen von 29,6 Mio. EUR um 4 % auf 32,8 Mio. EUR. Der absolute Anstieg der Bestandsveränderung um 0,9 Mio. EUR resultiert vor allem aus einem Sondereffekt zum Ende des Geschäftsjahres 2013. So realisierte unser Tochterunternehmen rund 42 % des Produktjahresumsatzes im vierten Quartal 2013, der mit einer starken Bestandsverringerung einherging. Es ist zu erwarten, dass im Jahr 2015 eine Bestandserhöhung ausgewiesen wird, hier vor allem vor der Zielsetzung, unseren Traumaumsatz um mindestens 20 % zu steigern und insbesondere um über eine adäquate Lieferbereitschaft zu verfügen. Die Aktivierung von Eigen- und Entwicklungsleistungen erhöhte sich leicht von 1,7 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR. Die größten Zugänge betrafen dabei die Entwicklung unserer Silbertechnologie sowie der Ausbau unseres LOQTEQ®-Systems um weitere Plattensysteme für bestimmte Indikationsregionen. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 1,3 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR. Darin enthalten sind zwei Sondereffekte: 1,2 Mio. EUR realisierte aap aus dem Verkauf der verbliebenen 50 %-Anteile an dem Dental Joint-Venture aap BM productions sowie diesem Geschäft zugehöriger Lagerrestbestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und 0,3 Mio. EUR aus der Vereinnahmung eines Vorabentgelts aus dem Abschluss des Liefervertrags für einen PMMA-Knochenzement mit einem führenden US-amerikanischen Unternehmen für Gesundheitsdienstleistungen. Im Vorjahr waren ebenfalls maßgebliche Sondereffekte enthalten: Zum einen erfolgte die Abbildung der Vereinnahmung einer Einmalzahlung für Forschungs- und Entwicklungsleistungen aus dem im ersten Quartal 2013 geschlossenen Lizenz- und Liefervertrag über ein Biomaterial und einer damit verbundenen Misch- und Applikationsvorrichtung in Höhe von 2,2 Mio. EUR. Zum anderen erzielte aap aus der Veräußerung von 67 % der Anteile an der aap Joints GmbH einen Erlös von 0,8 Mio. EUR. Nach Herausrechnung der vorgenannte Effekte in beiden Geschäftsjahren erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge leicht von 1,2 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR und enthalten im Wesentlichen Erträge aus Serviceleistungen für Beteiligungsunternehmen, Erträge aus staatlichen bzw. europarechtlichen Zuwendungen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verpflichtungen sowie Währungsdifferenzen. Die bereinigte Materialkostenquote (bezogen auf Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung) -ohne Berücksichtigung der Projektgeschäfte (Umsatzerlöse aus Projekten 2014 von 1,2 Mio. EUR sowie 2013 von 2,8 Mio. EUR) -liegt bei 40 % (Vorjahr: 33 %). Ursächlich für den Anstieg war vor allem eine veränderte Produktmix-/Umsatzstruktur mit höheren Materialeinsatzquoten als auch wesentlich gestiegene Fremdleistungsaufwendungen, die temporär notwendig waren, um die Lieferfähigkeit abzusichern. Wir erwarten, dass die Optimierung in den Produktionsabläufen in 2015 zu einer Verringerung der Fremdleistungsaufwendungen führt und damit zu einer verbesserten Materialaufwandsquote. Die Personalkostenquote sank bei erhöhter Gesamtleistung und nur leicht gestiegener absoluter Personalaufwendungen von 38 % auf 36 %. Bei Betrachtung der absoluten Werte stiegen die Personalaufwendungen von 11,2 Mio. EUR auf 11,7 Mio. EUR. Im Zuge des Verkaufs des Bereichs Auftragsfertigung verringerte sich die Mitarbeiterzahl von 290 (31.12.2013) auf 241 zum 31.12.2014. Für den fortgeführten Geschäftsbereich ergibt sich dabei eine Steigerung der Mitarbeiterzahl von 215 (31.12.2013) auf 241 zum Jahresende 2014. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau des Personalbestands in der Produktion sowie den produktionsnahen Bereichen. Trotz des absoluten Anstiegs der Mitarbeiterzahl um 26 stiegen die absoluten Personalaufwendungen nur von 11,2 Mio. EUR auf 11,7 Mio. EUR. Hintergrund ist, dass der überwiegende Teil der Neueinstellungen erst im zweiten Halbjahr 2014 erfolgte. Zur langfristigen Absicherung der Produktionsfähigkeiten bildet die aap Implantate AG nach wie vor eigene Facharbeiter aus. Auch für 2015 ist mit einem Anstieg der Personalaufwendungen zu rechnen, um insbesondere unsere ambitionierten Umsatzziele im Bereich Trauma erreichen zu können. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 9,1 Mio. EUR auf 9,9 Mio. EUR bei erhöhter Gesamtleistung. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sank dabei leicht von 31 % auf 30 %. Ursächlich für den absoluten Anstieg sind vor allem erhöhte Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit den Vorlaufkosten für den geplanten Verkauf der aap Biomaterials GmbH, dem Abschluss des Liefervertrags mit einem US-amerikanischen Dienstleister, umfangreichen Verhandlungen über bereits bestehende Verträge mit verschiedenen Großkunden, Aufwendungen im Zusammenhang mit Strukturmaßnahmen auf Ebene der geschäftsleitenden Holding, Kosten im Zusammenhang mit der laufenden Prüfung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung und Betriebsprüfungen vergangener Jahre, der Veräußerung der verbleibenden 50 % der Anteile an der aap productions GmbH sowie gestiegener Werbe- und Reisekosten im Zuge des weiteren Marktrollouts unseres LOQTEQ®-Plattensystems. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen leicht von 2,1 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR. Im Vorjahr führte die Einstellung der Entwicklungsaktivitäten im Biomaterialienbereich zusätzlich zu außerordentlichen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten von 2,3 Mio. EUR. Regelmäßig werden unsere Entwicklungsaktivitäten auf Übereinstimmung zu unserer Fokusstrategie auf die Bereiche Trauma und Knochenzement/-mischsysteme bzw. auf ihre wirtschaftliche Verwertbarkeit (Kosten/erwarteter Nutzen, Zulassung etc.) überprüft. So kann es auch in Zukunft zu weiteren Abschreibungen kommen, wenn die Entwicklungsprojekte nicht mehr die strengen Anforderungen von IAS 38 erfüllen. FinanzlageDer operative Cash-Flow der aap-Gruppe verringerte sich im Geschäftsjahr von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr fortgeführter Geschäftsbereich: 2,0 Mio. EUR) auf -2,9 Mio. EUR. Ausgehend von einem Periodenergebnis nach Steuern von -0,5 Mio. EUR ist diese Veränderung maßgeblich beeinflusst durch den signifikanten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Dienstleistungsaufträgen, der allein einen Effekt von -3,1 Mio. EUR darstellt. Der Anstieg der Forderungen resultiert aus dem außerordentlich starken vierten Quartal in dem ein Gesamtumsatz von 8,6 Mio. EUR realisiert werden konnte, wovon ca. 70 % allein auf den Dezember 2014 entfielen und dann in 2015 zu entsprechenden Einzahlungen führen. Daneben führten die Auszahlungen aus Aktienoptionen (Barausgleich) zu einem Abfluss von 1,4 Mio. EUR. Die Steuerung des Working Capital wird für aap auch in Zukunft ein zentrales Element des Managements darstellen, insbesondere mit dem Ziel die Kapitalbindung im Vorratsvermögen entsprechend der Wachstumsdynamik adäquat zu gestalten. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 13,2 Mio. EUR (Vorjahr fortgeführter Bereich: -1,4 Mio. EUR) war vor allem geprägt durch Investitionen in Entwicklungsprojekte, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Einzahlungen aus der Anteilsveräußerung von Tochterunternehmen und Beteiligungen. Die wesentlichen Effekte setzen sich dabei wie folgt zusammen: Im Rahmen der vor allem den Traumabereich betreffenden Kapazitätsausweitung wurden 3,2 Mio. EUR ins Sachanlagevermögen investiert. Daneben flossen 1,9 Mio. EUR ins immaterielle Anlagevermögen (vor allem aktivierte Entwicklungsprojekte) während insgesamt 17,7 Mio. EUR aus der Veräußerung der niederländischen EMCM B.V. (Auftragsfertigungsbereich) und aus der Veräußerung von 50 % der restlichen Anteile an der aap BM productions GmbH im Geschäftsjahr zuflossen. Der um 2,0 Mio. EUR auf -0,6 Mio. EUR (Vorjahr: -2,5 Mio. EUR) erhöhte Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert vor allem aus der im Geschäftsjahr planmäßig erbrachten Tilgungsleistungen auf Kredit-/Finanzierungsleasingverbindlichkeiten (-2,0 Mio. EUR), der kompletten Rückführung der im Vorjahr in Anspruch genommenen Kreditlinien (-0,8 Mio. EUR) sowie der Aufnahme von langfristigen und niedrig verzinsten Darlehen (+2,2 Mio. EUR) zur Finanzierung der Kapazitätsinvestitionen Trauma. Die Nettoverschuldung (Summe aller zinstragenden Verbindlichkeiten abzüglich Guthaben bei Kreditinstituten) veränderte sich insbesondere aufgrund der Einzahlungen aus dem Verkauf der EMCM B.V in ein Nettoguthaben von 7,7 Mio. EUR (Vorjahr: Nettoschulden von 3,4 Mio. EUR). aap wird die zugeflossenen Mittel aus dem Verkauf des Tochterunternehmens und der Beteiligung vor allem für die Finanzierung des organischen Wachstums im Traumabereich, der beschleunigten Entwicklung im Bereich Silberbeschichtung als auch zu Akquisitionen einsetzen. Die liquiden Mittel der Gruppe betrugen per 31.12.2014 12,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR, wovon 1,6 Mio. EUR auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen). Dieses, im Vergleich zum 31.12.2013 stark gestiegene Niveau ist vor allem auf die Einzahlungen aus den Beteiligungsverkäufen bei gleichzeitig höherer Bindung im Working Capital infolge des stark ausgeweiteten Geschäftsumfangs, zurückzuführen. Der aap-Gruppe standen zum 31.12.2014 vertraglich zugesicherte Kreditlinien in Höhe von 4,5 Mio. EUR zur Verfügung (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR). Diese wurden zum Stichtag nicht in Anspruch genommen (Vorjahr: Inanspruchnahme von 0,8 Mio. EUR). Zum 31.12.2014 verfügte aap über eine nutzbare Liquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie freiverfügbaren Kreditlinien) in Höhe von 16,7 Mio. EUR (Vorjahr fortgeführter Geschäftsbereich: 5,3 Mio. EUR).
Der aap-Gruppe stehen für das Jahr 2015 bis auf weiteres Kreditlinien im Gesamtbetrag von 4,5 Mio. EUR zur Verfügung. Unter Zugrundelegung des Budgets für 2015 ist die zum 31.12.2014 bestehende Liquiditätssituation komfortabel, um das geplante Wachstum in 2015 zu finanzieren. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass zur weiteren Sicherung des Umsatzwachstums erhöhte kurzfristige Working-Capital Finanzierungen innerhalb des Jahres 2015 notwendig werden. Erfreulich bleibt weiterhin die Entwicklung der für aap strategisch wichtigen Finanzierungskennzahlen Schuldendeckungsgrad und Zinsdeckungsgrad. So ergibt sich für den rollierenden Schuldendeckungsgrad (Basis: letzte vier Quartale) ein Wert von 2,0 (31.12.2013 fortgeführter Geschäftsbereich: 0,9) und für den rollierenden Zinsdeckungsgrad (Basis: letzte vier Quartale) ein Wert von 16,8 (31.12.2013 fortgeführter Geschäftsbereich: 22,7). Mit diesen Werten liegt aap auch weiterhin über den von den Banken üblicherweise geforderten Mindestwerten und bildet damit eine solide Basis zur weiteren Sicherung des profitablen Wachstums der aap-Gruppe. VermögenslageDas Bilanzbild der aap-Gruppe hat sich mit der Veräußerung der EMCM B.V. grundlegend verändert. So haben im Zusammenhang mit dem Verkauf der EMCM B.V. ca. 22,9 Mio. EUR an Vermögenswerten und ca. 5,5 Mio. EUR an Verbindlichkeiten die Konzernbilanz verlassen, die bereits in der Konzernbilanz zum 31.12.2013 gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen wurden. Die Bilanzsumme sank vor allem infolgedessen von 65,2 Mio. EUR auf 57,9 Mio. EUR. Der Erhöhung der langfristigen immateriellen Vermögenswerte von 14,5 Mio. EUR auf 15,2 Mio. EUR resultiert vor allem aus der Nettoerhöhung der aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Das Sachanlagevermögen hat sich um 1,8 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg ist vor allem auf die umfangreichen Kapazitätsinvestitionen im Bereich Trauma in 2014 zurück zu führen. Unter den Finanzanlagen wird nach Verkauf von 67 % der Anteile an der aap Joints GmbH in 2013 der Minderheitenanteil auf Basis der at-Equity-Methode gezeigt. Dieser wurde im Zeitpunkt des Zugangs im zweiten Quartal 2013 mit seinem fair value (1,4 Mio. EUR) bewertet. Die Vorräte blieben trotz eines stark gestiegenen Geschäftsvolumens unverändert bei 9,4 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive der Forderungen aus Dienstleistungsaufträgen stiegen um 3,2 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR. Hintergrund war das sehr starke vierte Quartal mit einem hohen Umsatzanteil im Dezember 2014. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich signifikant insbesondere infolge der Einzahlungen aus dem Verkauf der EMCM B.V. und der Veräußerung der restlichen 50 % an der aap BM productions GmbH von 1,6 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR. Wir verweisen auf die Erläuterungen zur Finanzlage für weitere Details zu dieser Entwicklung. Das Eigenkapital verringerte sich infolge des negativen Jahresergebnisses und des Barausgleichs auf Aktienoptionen von 47,0 Mio. EUR auf 45,4 Mio. EUR. Daneben erfolgte eine Anpassung des Bilanzergebnisses zum 31.12.2013 aufgrund der Änderung der Bilanzierungsmethode für die Aktivierung der latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 1,5 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 79 % (Vorjahr: 72 %). Der Betrag an lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierte sich vor allem infolge der Entkonsolidierung der EMCM B.V. durch Abgang der Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten von 18,2 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR. Der Bestand der aktivierten latenten Steuern blieb unverändert auf einem sehr geringen Niveau. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierung künftiger Steuervorteile mit hinreichender Sicherheit gewährleistet erscheint. Dabei werden u. a. die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit und die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen einbezogen. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden und damit die tatsächliche Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern kann allerdings von der Einschätzung im Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern deutlich abweichen. Die Entwicklung wesentlicher Posten der konsolidierten Bilanz zum 31.12.2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt ist in der nachfolgenden Grafik zusammengefasst: (4) Analyse der bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatorenaap als innovatives Wachstumsunternehmen betrachtet nachhaltig profitables Wachstum, den Aufbau langfristiger Partnerschaften mit führenden globalen Orthopädie-Unternehmen und die Entwicklung innovativer Produkte als primäre Leistungsindikatoren. Daneben stand im Zuge der weiteren Fokussierung auf die Bereiche Trauma sowie Knochenzemente und Zementierungstechniken der Fokus auf Kunden, Kosten sowie liquide Mittel. Im Rahmen der monatlichen und quartalsweisen Berichterstattung der aap-Gruppe nutzen wir vor allem folgende finanzielle Indikatoren zur Steuerung des Gesamtunternehmens:
Die Entwicklung und Vermarktung von IP-geschützten Produkten stellt einen integralen Bestandteil der Strategie der aap dar. Um die Innovationskraft der aap-Gruppe zu messen, wurde als Indikator der Freshness-Index eingeführt. Dieser misst den prozentualen Anteil vom gesamten Produktumsatz, den neu zugelassene Produkte in den USA und Europa in den letzten drei Jahren erzielt haben. aap, als Wachstumsunternehmen, ist angewiesen, stets über eine ausreichende finanzielle Ausstattung zu verfügen. Dazu gehören neben den Guthaben bei Kreditinstituten auch Vereinbarungen mit Banken über die Einräumung von täglich nutzbaren Kreditlinien. aap misst seinen finanziellen Spielraum unter Verwendung der sogenannten nutzbaren Liquidität, die die Inanspruchnahme von Kreditlinien abzüglich Guthaben auf Konten unter Kreditlinien und zuzüglich anderer Guthaben bei Kreditinstituten abbildet. Evaluierung Management Agenda 2014Fassen wir die wichtigsten Erfolge des Jahres 2014 zusammen:
Ausgehend von der Management Agenda 2015 sowie unserer strategischen Ausrichtung, die aap in ein fokussiertes Traumaunternehmen zu transformieren, werden im Jahr 2015 die folgenden Leistungsindikatoren im Vordergrund stehen:
Die Leistungsindikatoren Working Capital-Quote sowie Zins- und Schuldendeckungsgrad haben wir in der Management Agenda 2015 nicht mehr explizit aufgeführt. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2009 haben wir konsequent daran gearbeitet, aap in ein fokussiertes und finanziell gesundes Unternehmen zu transformieren. Dies ist uns über zahlreiche Maßnahmen und Transaktionen, zuletzt mit dem Verkauf des Bereichs Auftragsfertigung zu Beginn des Jahres 2014, erfolgreich gelungen. aap weist nun zum 31. Dezember 2014 eine Nettoguthabenposition auf und verfügt über eine gesunde Bilanzstruktur mit einem Zins- und Schuldendeckungsgrad der unter den üblicherweise geforderten Mindestwerten der Banken liegt. Somit sind die Voraussetzungen für die nächste Phase der Unternehmensentwicklung, nämlich zur Entwicklung der aap zu einem nachhaltig profitabel wachsenden reinen Traumaunternehmen, gegeben. Dieses Wachstum wird Investitionen in das Working Capital erfordern und zunächst gegebenenfalls zu einer Verschlechterung der Working Capital-Quote führen. Erst mit dem Erreichen einer kritischen Masse und einer damit verbundenen höheren Umschlagshäufigkeit unserer Vorräte wird dann wieder eine nachhaltige Steigerung der Working Capital-Quote möglich sein. Die Steuerung und Überwachung der Entwicklung des Working Capitals wird trotzdem ein zentraler Punkt des tagtäglichen Managements sein, insbesondere um die Kapitalbindung im Working Capital adäquat zu lenken. C) NachtragsberichtNach Abschluss des Geschäftsjahres bis zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses haben sich keine neuen Sachverhalte mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2014 ergeben. D) Risiko- und Chancenbericht1) Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess (Bericht gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)Das Ziel des internen Kontrollsystems (IKS) für den Rechnungslegungsprozess ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewähren, dass ein regelungskonformer Abschluss erstellt wird. Die aap Implantate AG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss der aap-Gruppe auf. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Die Steuerung der Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichterstellung erfolgen bei der aap durch den Zentralbereich Finanzen. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden kommuniziert und bilden zusammen mit dem gruppenweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. In der Organisation des IKS nimmt der Vorstand eine übergreifende Zuständigkeit auf Konzernebene wahr. Von den vielfältigen Kontrollprozessen in der Rechnungslegung sind einige als wesentlich hervorzuheben. Wesentliche Instrumentarien sind:
Alle beschriebenen Strukturen und Prozesse unterliegen der ständigen Überprüfung durch die jeweiligen Risikoverantwortlichen. Darüber hinaus betreibt aap ein aktives Benchmarking zu Best-Practice-Beispielen anderer Unternehmen. Identifizierte Verbesserungspotenziale setzen wir zielgerichtet um. 2) Risikomanagementsystemaap sieht sich als international ausgerichtete und tätige Unternehmensgruppe naturgemäß mit einer Vielzahl von Risiken und Chancen konfrontiert, die die Geschäftsentwicklung und folglich auch den Aktienkurs beeinflussen können. Daher hat die Gesellschaft ein umfassendes Risikomanagementsystem entwickelt und installiert. Dieses Risikomanagementsystem dient primär der Erreichung der folgenden Ziele:
Erläuterung des Risikomanagementprozesses:Das Risikomanagementsystem der aap ist ein fester und wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung und liegt daher im Verantwortungsbereich des Vorstands. Grundsätzlich werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses mögliche Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, regelmäßig erfasst, systematisiert und ausgewertet, wobei insbesondere die entsprechenden Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche Schadenspotentiale ermittelt werden. Die Chancenbetrachtung ist nicht Bestandteil des aap-Risikomanagementsystems. Im Rahmen der Risikomanagementstrategie werden anschließend konkrete Gegenmaßnahmen entwickelt. Mit Hilfe dieser Gegenmaßnahmen soll den einzelnen, identifizierten und bewerteten Risiken aktiv begegnet werden bzw. sollen diese auf ein vertretbares Maß im Rahmen der gewünschten Geschäftsentwicklung reduziert werden. Die konkrete Risikomanagementstrategie für das Geschäftsjahr 2014 ist daher dem folgenden Abschnitt 3) zu entnehmen. Die interne Risikoberichterstattung an den Vorstand der aap erfolgt im Rahmen der Abstimmung des operativen Tagesgeschäfts, in das der Vorstand stark eingebunden ist. Der Vorstand wird damit entsprechend zeitnah über Veränderungen und aktuelle Entwicklungen informiert und kann auf diese reagieren bzw. diese bei anstehenden Entscheidungen berücksichtigen. Neben dieser ins operative Geschäft eingebundenen Risikoberichterstattung gibt es bei der aap-Gruppe eine regelmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand, in der die Risiken anhand einer Risikomatrix dargestellt und bewertet werden (Eintrittswahrscheinlichkeit/Schadenshöhe). In einer zusammenfassenden Darstellung der Risiken werden weitergehende Informationen wie beispielswiese Zuständigkeiten, Kontrollmechanismen oder Kontrollinstrumente dargestellt. Diese Risikomatrix wird vom Vorstand für eigene Steuerungs- und Überwachungszwecke, aber auch als Information für den Aufsichtsrat erstellt. Darüber hinaus beinhaltet das Risikomanagementsystem der Gesellschaft noch zwei weitere Komponenten, die im Folgenden vorgestellt werden:
3) Beschreibung der einzelnen Risiken und Erläuterung konkreter GegenmaßnahmenIm folgenden Abschnitt werden die einzelnen, identifizierten Risiken, mit denen sich aap konfrontiert sieht, gemäß ihrer Kategorisierung dargestellt und erläutert. Eine Quantifizierung der Risiken erfolgt nur, wenn die entsprechenden Risiken auch im Rahmen der internen Steuerung quantitativ erfasst werden. Insgesamt wird bei der internen Risikoberichterstattung jedoch überwiegend auf qualitative Informationen zurückgegriffen. Daher erfolgt eine Quantifizierung der Risiken in diesem Abschnitt nur in Einzelfällen. Im Folgenden werden die einzelnen Risiken in einer Rangfolge nach ihrem Bruttorisiko geordnet, um deren relative Bedeutung für die Gesellschaft transparenter zu machen. Das Bruttorisiko stellt das Risikopotential dar, das ohne Berücksichtigung der bereits wirksamen Gegenmaßnahmen in der Natur des Geschäfts liegt. Dementsprechend wird das für die Unternehmensgruppe bedeutendste Risiko zuerst aufgeführt, während die nachfolgenden Risiken in ihrer relativen Bedeutung für die Gesellschaft abnehmen. Zudem wird für jedes einzelne Risiko die Bedeutung individuell herausgestellt. Des Weiteren werden in diesem Abschnitt für die einzelnen, identifizierten und bewerteten Risiken jeweils konkrete Gegenmaßnahmen genannt. Mit Hilfe dieser Gegenmaßnahmen soll den Risiken aktiv begegnet werden bzw. sollen diese auf ein vertretbares Maß im Rahmen der gewünschten Geschäftsentwicklung reduziert werden. Die im Folgenden genannten Risiken, die Auswirkungen auf die aap-Gruppe haben könnten, beschreiben nicht in jedem Fall alle Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist bzw. ausgesetzt sein kann. Risiken, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernjahresabschlusses nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingeschätzt werden, können jedoch die Ergebnis- und Finanzlage der aap zusätzlich beeinflussen. a) Markt, Wettbewerb, Neue Produkte und TechnologienDer Wettbewerb im Markt der Medizintechnik im Allgemeinen und im Markt orthopädischer und biologischer Implantate im Besonderen wird weiter zunehmen. Grundsätzlich besteht deshalb das Risiko, dass aap im Vergleich zu Wettbewerbern nicht rechtzeitig mit neuen Produkten bzw. mit Anpassungen bestehender Produkte auf Marktentwicklungen reagiert. Daraus können sich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage sowie eine Verschlechterung der Marktposition ergeben. Die Gesellschaft bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als schwerwiegend. aap begegnet diesem Risiko, indem erhebliche Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung getätigt werden sowie ein konstantes Markt- und Technologie-Screening betrieben wird. Darüber hinaus baut aap ein weltweites Expertennetzwerk auf, um so Markttrends aus Sicht der Anwender zu erkennen, zu verfolgen und bei ausreichendem Potential in entsprechende Neuentwicklungen umzusetzen. Weiterhin können sich staatliche Eingriffe in das Gesundheitssystem negativ auf das Umsatzvolumen und die Ertragslage der Gruppe auswirken. aap schätzt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel ein. Die Unternehmensgruppe begegnet diesem Risiko durch eine stetige Internationalisierung des Umsatzes sowie einer intensiven Beobachtung des deutschen Gesundheitssystems mit dem Ziel, negative Entwicklungen antizipieren und ihnen entgegensteuern zu können. Auf dem Weltmarkt findet nach wie vor eine Unternehmenskonsolidierung statt, durch die aap auch kundenseitig betroffen sein könnte. Die aap-Gruppe beurteilt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering. aap begegnet dem Risiko einer Branchenkonsolidierung durch die Kooperation mit einer Vielzahl von Unternehmen und baut konstant neue Partnerschaften auf. b) Zulassung der ProdukteIn der Medizintechnik und im Gesundheitswesen bestehen strenge und national unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen. Die Versagung oder die verzögerte Erteilung von Zulassungen für die Produkte des Unternehmens könnten sich negativ auf zukünftige Umsätze und Erträge der aap auswirken. Die Gesellschaft bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel. Die aap-Gruppe begegnet diesem Risiko, indem sie Entwicklungen auf dem Gebiet der Zulassungsvoraussetzungen äußerst genau verfolgt und regulatorische Änderungen im Rahmen ihres implementierten Qualitätsmanagementsystems sehr detailliert überwacht. Die Anforderungen für das erstmalige Inverkehrbringen von Medizinprodukten steigen stetig. Für Implantate, welche im Körper der Patienten verbleiben (Endoprothesen, Knochenzemente, resorbierbare Regenerationsmaterialien), werden Gutachten auf Basis klinischer Daten als Voraussetzung zur CE-Kennzeichnung verlangt. aap schätzt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel ein. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit einem weiteren Ausbau der Bereiche Regulatory und Clinical Affairs sowie der zunehmenden Internationalisierung der Umsätze, um damit erhöhte Aufwendungen durch höhere Produktionsvolumina abzudecken. c) Patente und geistiges EigentumEs kann nicht ausgeschlossen werden, dass Dritte Ansprüche aus Verletzung gewerblicher Schutzrechte gegenüber aap in der Zukunft geltend machen. Eine solche Verletzung könnte unter Umständen die Auslieferung von Produkten verzögern. Im Falle eines negativen Verfahrensausgangs könnte aap verpflichtet sein, Gebühren- oder Lizenzvereinbarungen einzugehen. Auf diese Weise könnte eine Klage wegen Verletzung gewerblicher Schutzrechte gegen aap die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe nachteilig beeinflussen. Die Gesellschaft beurteilt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel. aap begegnet diesem Risiko durch ein standortübergreifendes IP-Komitee, welches regelmäßig die aktuellen Entwicklungen im Patent- und Zulassungsmarkt überwacht und die eigenen Entwicklungen frühzeitig durch umfassenden Patentschutz absichert. Daneben wurde eine Richtlinie für den Umgang mit Arbeitnehmererfindungen implementiert, um auch auf diese Weise die Innovationskraft der Mitarbeiter der Gesellschaft zu fördern, gleichzeitig aber auch das geistige Eigentum der Mitarbeiter und der aap-Gruppe zu schützen. d) Abhängigkeit von Kunden und LieferantenNeben den eigenentwickelten und -produzierten Produkten vervollständigt aap das Produktportfolio auch durch Handelswaren (z.B. Instrumente, Lavage-Systeme, Zukauf eines Biomaterialprodukts). Verschiedene aap-Produkte werden, wenn die Produktionskompetenz nicht vorhanden ist, durch dritte Zulieferer hergestellt (z.B. Spritzguss, Polymere und Kollagen). Eine solche Partnerschaft bedeutet eine verstärkte Abhängigkeit von der Qualität und der Lieferbereitschaft dieses Lieferanten. Die Unternehmensgruppe bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich negativer Auswirkungen der Abhängigkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering. Die Gesellschaft nimmt dieses Risiko durch die strategische Zusammenarbeit mit wenigen qualifizierten Lieferanten und deren konstanter Qualifizierung zur Sicherung der Produktqualität in Kauf. aap erzielte 2014 30 % (Vorjahr: 24 %) des Umsatzes (inklusive der mit den jeweiligen Kunden realisierten Projekterlöse) mit den drei größten Kunden des Unternehmens In diesem Zusammenhang ist allerdings zu erwähnen, dass der Anstieg des Umsatzanteils der drei größten Kunden am Gesamtumsatz für den fortgeführten Geschäftsbereich gegenüber dem Vorjahr auf dem bewussten Ausbau des Geschäfts mit LOQTEQ®-Produkten mit bestehenden Kunden basiert. Demgegenüber standen die Jahre 2012 und 2013 nach dem Launch der Produktreihe im Zeichen der Neukundengewinnung, so dass der Umsatz mit den drei größten Kunden gemessen am gesamten Umsatz niedriger war. Im Geschäftsjahr 2015 wird sich das Unternehmen jedoch wieder verstärkt auf die Neukundengewinnung konzentrieren, so dass der risikobehaftete Umsatzanteil potentiell wieder sinken dürfte. Dennoch könnte der kurzfristige Wegfall oder eine mögliche Zahlungsunfähigkeit eines der drei größten Kunden die Ertrags- und Finanzlage des fortgeführten Geschäftsbereichs gefährden. aap schätzt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit von negativen Auswirkungen aufgrund der Kundenstruktur als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel ein. aap begegnet diesem Risiko durch den Ausbau der Vertriebsorganisation, der weiteren Internationalisierung und der Gewinnung weiterer Großkunden (Stabilität, Vertriebsstärke, Finanzkraft). e) ProdukthaftungsrisikoDie Produkte der aap-Gruppe sind für die Einbringung und teilweise für den Verbleib im menschlichen Körper bestimmt. Aufgrund unterschiedlichem Heilungsverhaltens, aber auch unterschiedlicher Erfahrung der anwendenden Ärzte kann eine Fehlfunktion dieser Produkte nicht völlig ausgeschlossen werden. Bis heute wurden keine bedeutenden Schadensersatzansprüche aus Produkthaftung gegen die Gesellschaft geltend gemacht; dieses kann jedoch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden. aap beurteilt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel. Die Unternehmensgruppe begegnet diesem Risiko durch eine hohe Qualitätskontrolle und eine Produkthaftpflichtversicherung im branchenüblichen Umfang. Dabei besteht ein Restrisiko, dass der bestehende Versicherungsschutz für die Absicherung potentieller Ansprüche speziell in den USA nicht ausreichend ist. f) Aktivierung von Entwicklungskostenaap aktiviert als entwicklungsintensives MedTech-Unternehmen neben selbst produzierten Anlagegütern auch Aufwendungen für Eigen- und Entwicklungsprojekte. Ausgehend von den unternehmenseigenen Erfahrungen, aber auch im Rahmen der Branchenanalyse zeigt sich, dass die durchschnittlichen Entwicklungszyklen für ein neues Medizinprodukt weiterhin zwischen drei und acht Jahren betragen. Der Ansatz von Entwicklungsprojekten als Vermögenswert muss erfolgen, wenn alle sechs Kriterien von IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" erfüllt sind. Alle sechs Kriterien gelten gleichwertig nebeneinander; eines der herausforderndsten Kriterien stellt die Erbringung des Nachweises dar, dass der Vermögenswert voraussichtlich einen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Sämtliche aktivierte Entwicklungsprojekte (eigenentwickelt und erworben) sind jährlich einem Werthaltigkeitstest zu unterziehen. Ein sich gegebenenfalls ergebender Wertminderungsbedarf ist im Jahr des Auftretens als außerplanmäßige Abschreibung in der Gewinn- und Verlustrechnung sofort zu erfassen. Aktivierte Entwicklungsprojekte müssen nach Abschluss ihrer Entwicklung und erstmaligen Verwendung planmäßig über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Derzeit betragen die Abschreibungsdauern zwischen zehn und 15 Jahren. Das Management evaluiert kontinuierlich, ob diese Abschreibungsdauern der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern entsprechen oder ggf. Anpassungen (z. B. kürzere Abschreibungszeiträume) vorzunehmen sind. Mit Blick auf die Entwicklung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, hier insbesondere der aktivierten Entwicklungsprojekte, zeigt sich, dass diese in den letzten Jahren aufgrund der erreichten Marktreife der Projekte kontinuierlich ansteigen. Verbunden mit dem Umsatz- und Ergebniswachstum zeigt sich darin der Beitrag der Entwicklungsprojekte zu der positiven Entwicklung dieser Kenngrößen. aap schätzt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit auftretender Fehlentwicklungen oder Projektabbrüche als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering ein. Um Fehlentwicklungen oder Projektabbrüche zu vermeiden, hat aap umfangreiche Maßnahmen und Prozesse implementiert. Diese umfassen u. a. die Schaffung von Centers of Excellence oder die Zusammenarbeit mit angesehenen und international führenden Wissenschaftlern und Medizinern bei zum Beispiel der Entwicklung von neuen Trauma-Plattensystemen, der Silberbeschichtung von Traumaprodukten oder der Entwicklung von Medizinprodukten aus Magnesium. Die Erwartung des Managements zum weiteren Beitrag der aktivierten Entwicklungsprojekte lässt sich an unserer Zielsetzung eines weiter steigenden Freshness Index für 2015/2016, vor allem durch steigende Umsätze mit LOQTEQ® und eigen entwickelten Knochenzementen und Mischsystemen, ablesen. Es ist unser klares Verständnis, dass zukünftig der Ergebniseffekt aus aktivierten Entwicklungsprojekten für den Zeitraum der Entwicklung bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer ausgeglichen sein soll. g) Personelle Risikenaap ist in vielen Bereichen seiner Geschäftstätigkeit von den spezialisierten Kenntnissen seiner Mitarbeiter abhängig. Insbesondere für die Entwicklung und Zulassung von IP-geschützten Medizinprodukten, aber auch beim Auf- und Ausbau neuer Geschäftsaktivitäten, ist aap auf das Wissen und die Kompetenzen besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen. Damit besteht das Risiko einer personellen Fluktuation von qualifizierten Mitarbeitern bzw. nicht genug qualifizierte Talente für die Gesellschaft gewinnen zu können. Die aap-Gruppe bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel. Die Unternehmensgruppe begegnet diesem Risiko, indem sie ein Arbeitsumfeld schafft, in dem alle Mitarbeiter ihr volles Potenzial einbringen können. Um dies zu gewährleisten, positioniert sich aap als attraktiver Arbeitgeber. Die Eckpfeiler der Personalarbeit sind Unterstützung berufsbegleitender Weiterbildungen, eine leistungsgerechte Entlohnung, eine positive Arbeitsatmosphäre und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Trotz dieser Maßnahmen und hoher Mitarbeiterzufriedenheit kann aap nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben oder sich in der notwendigen Form engagieren. h) DatenschutzGrößere Datenverluste könnten zu gravierenden Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs auch im Produktionsbereich führen. Datenmissbrauch könnte zudem zu einem Verlust von wichtigem Knowhow und somit von Wettbewerbsvorteilen der Gesellschaft führen. aap beurteilt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel. Die Unternehmensgruppe begegnet diesen Risiken durch die Beschäftigung eines externen Datenschutzbeauftragten und regelmäßigen Unterweisungen der Mitarbeiter. Der Datenschutzbeauftragte war im Geschäftsjahr 2014 an den Standorten der aap Implantate AG in Berlin und der aap Biomaterials GmbH in Dieburg tätig. An beiden Standorten wurde im Berichtszeitraum ein hohes Datenschutzniveau erreicht. Durch optimierte Prozesse konnte der Anteil der zur Verarbeitung kommenden personenbezogenen Daten reduziert werden. Ein Großteil der Beschäftigten wurde im Bereich Datenschutz unterwiesen. Eine wirksame Verpflichtung der Mitarbeiter auf das Datengeheimnis nach § 5 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ist gewährleistet. Dieser Prozess wird kontinuierlich fortgeführt, um das Datenschutzniveau dauerhaft auf einem hohen Level zu halten. Die Rechte der Betroffenen, insbesondere im Hinblick auf das Auskunftsrecht des Betroffenen, werden durch den Datenschutzbeauftragten in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachabteilungen gesetzeskonform umgesetzt. i) Rechtliche RisikenDie noch im Berichtsjahr 2013 dargestellten Rechtsstreitigkeiten zwischen der Gesellschaft und einem Lieferanten der aap Implantate AG wurden durch die Rücknahme der Berufung seitens des Lieferanten im Dezember 2014 beendet. Damit bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten. 4) Weitere Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b HGBaap sieht sich mit Preisänderungsrisiken auf der Abnehmerseite konfrontiert. Die Gesellschaft schätzt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering ein. Die Unternehmensgruppe begegnet diesen Risiken durch eine Verlagerung des Umsatzes hin zu eigenentwickelten und -produzierten Produktinnovationen mit höheren Margen. Darüber hinaus ist aap möglichen Risiken aus Ausfällen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft beurteilt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering. Die aap-Gruppe begegnet diesen Risiken durch ein aktives Forderungsmanagement. Darüber hinaus bildet aap hierfür regelmäßig eine ausreichende Risikovorsorge in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (2014: 237 TEUR, Vorjahr: 183 TEUR). Erfreulich bleibt weiterhin der Stand der für aap wichtigen Finanzierungskennzahlen Schuldendeckungsgrad und Zinsdeckungsgrad. So ergibt sich für den rollierenden Schuldendeckungsgrad (Basis: letzte vier Quartale) ein Wert von 2,0 (31.12.2013 fortgeführter Geschäftsbereich: 0,8) und für den rollierenden Zinsdeckungsgrad (Basis: letzte vier Quartale) ein Wert von 16,8 (31.12.2013 fortgeführter Geschäftsbereich: 22,7). Mit diesen Werten liegt aap auch weiterhin über den von den Banken üblicherweise geforderten Mindestwerten und bildet damit eine solide Basis zur weiteren Sicherung des profitablen Wachstums der aap-Gruppe. aap sieht sich mit Zinsrisiken konfrontiert, die aus Finanzschulden und Geldanlagen resultieren. Die Gesellschaft bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering. Die aap-Gruppe begegnet diesen Risiken durch ein konzernweites Cash-Management und den Abschluss originärer Finanzgeschäfte. Zins- und Preisänderungsrisiken werden durch die Mischung von Laufzeiten sowie von fest- und variabel verzinslichen Positionen gesteuert. Bei den zinstragenden Schulden des Konzerns sind bis auf die Kontokorrentlinie und ein Bankdarlehen in Höhe von 1 Mio. EUR sämtliche Verbindlichkeiten festverzinslich. Zum 31.12.2014 waren ca. 36 % (Vorjahr: 30 %) des Fremdkapitals des Konzerns festverzinslich. Marktzinssatzänderungen wirken sich hier nur aus, soweit diese Finanzinstrumente zum fair value zu bilanzieren wären. Dies ist jedoch nicht der Fall. Sensitivitätsanalysen wurden für die variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten vorgenommen. Hierbei wurde eine gleichartige Veränderung des Zinssatzes für alle Finanzverbindlichkeiten und alle Währungen unterstellt. Danach ergibt sich aus einer Veränderung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt eine Erhöhung des Ergebnisses vor Ertragsteuern um 7 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR) bzw. eine Verminderung um 7 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR). Darüber hinaus ist die Gesellschaft Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Diese resultieren u. a. aus einer mangelnden Verfügbarkeit von Finanzierungsquellen, die sich u. a. aus der Nichteinhaltung von sog. finanziellen Covenants, die im Rahmen der Kreditverträge eingehalten werden müssen, ergeben. Sollten diese finanziellen Covenants nicht eingehalten werden, hat die finanzierende Bank das Recht, die jeweiligen Kredite außerordentlich zu kündigen und sofort fällig zu stellen. Unter den derzeit laufenden langfristigen Kreditverträgen muss aap zum Beispiel bestimmte Höchst-/Mindestgrenzen hinsichtlich der Eigenmittelquote und der Nettoverschuldung einhalten. aap schätzt das Risiko der Nichteinhaltung der finanziellen Covenants, das aus der retrograden Ermittlung der jeweiligen finanzierenden Bank resultieren könnte, als gering ein. Die aap-Gruppe begegnet diesem Risiko durch eine sehr transparente und offene Kommunikationspolitik mit den Banken, die sie finanzieren, um frühzeitig mögliches Gefahrenpotenzial zu identifizieren und risikoadäquate Lösungen gemeinsam zu erarbeiten. Zudem werden die Covernant-Kennzahlen kontinuierlich von der aap überwacht. Im Geschäftsjahr 2014 schloss aap im Wesentlichen nur interne Fremdwährungssicherungsgeschäfte ab, da nur ein geringes Währungsrisiko bestand. Zukünftig plant aap jedoch, bei höheren Umsätzen auf US-Dollar-Basis, eine externe Absicherung dieser Forderungen vorzunehmen. 5) Gesamtaussage zur Risikosituation der GesellschaftInsgesamt haben die zuvor berichteten einzelnen Risiken keine Auswirkung auf das Fortbestehen von aap. Es gibt ferner keine Abhängigkeiten zwischen den Risiken in einem Umfang, dass aus den sich gegenseitig verstärkenden Effekten eine Bestandsgefährdung erwachsen könnte. Die Risikotragfähigkeit der aap-Gruppe ist somit gegeben. Der Vorstand wird die bestehenden und neu eintretenden Risiken auch in Zukunft kontinuierlich und sorgfältig beobachten, evaluieren und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen ergreifen, um Risiken in einem für aap angestrebten Rahmen zu halten. 6) ChancenNeben den Risiken identifiziert und bewertet aap regelmäßig die Chancen des Unternehmens. Grundsätzlich können sich Chancen durch die Weiterentwicklung medizinischer Standards oder durch die Markteinführung neuer Produkte ergeben. Durch den engen Dialog mit den Anwendern der Produkte der aap-Gruppe und der Tatsache, dass der Bereich Forschung und Entwicklung im Center of Excellence (CoE) der Gesellschaft am Standort Berlin integriert ist, wird aap Chancen auch weiterhin zügig nutzen und darüber hinaus neue Absatzmöglichkeiten schaffen. Chancen durch eine positive wirtschaftliche EntwicklungDie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von aap. Unsere Aussagen zur weiteren Entwicklung des Konzerns basieren auf dem im Prognosebericht beschriebenen zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Sollte sich die Weltwirtschaft dynamischer entwickeln als derzeit angenommen, können unsere Prognosen zur Umsatz- und Ertrags- sowie Finanzlage übertroffen werden. Chancen durch WachstumsstrategieKapazitätserweiterungen ermöglichen es uns, an der steigenden Nachfrage nach Produkten der Gesundheitsversorgung und Medizintechnik teilzuhaben. Die neuen, hochmodernen Produktionsprozesse verbessern unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter. Zudem können wir aufgrund unseres umfassenden Produktprogramms und unserer langjährigen Erfahrung effiziente Lösungen für unsere Kunden anbieten. Sollten sich die internationalen Gesundheitsmärkte schneller als derzeit erwartet entwickeln, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage sowie unsere Cashflows auswirken. Chancen durch Forschung und EntwicklungInnovationen auf Produkt- und Prozessebene sind Basis unserer Wachstumsstrategie. In engem Austausch mit unseren Kunden und den Anwendern arbeiten wir daran, neue und verbesserte Produkte auf den Markt zu bringen. Eine frühere Marktreife unserer Forschungs- und Entwicklungsprojekte, als derzeit erwartet, könnte unsere Umsatz- und Ertragslage sowie die Cashflows verbessern. Chancen durch internationale PräsenzDie Öffnung weiterer Gesundheitsmärkte (beispielsweise in Asien oder im Nahen Osten) für internationale Medizintechnikunternehmen kann weitere Chancen für aap darstellen. Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung und gezielter Initiativen in einzelnen Ländern (z.B. Marokko und Algerien) haben wir die Möglichkeit, an dieser Entwicklung teilzuhaben. Dies würde die Umsatz- und Ertragsentwicklung der aap-Gruppe nachhaltig verbessern. Finanzielle ChancenGünstige Wechselkursentwicklungen können zukünftig die Ergebnisentwicklung des Konzerns potentiell positiv beeinflussen. aap analysiert das Marktumfeld kontinuierlich, um diesbezügliche Chancen zu identifizieren und wahrzunehmen. Chancen durch MitarbeiterUnsere Mitarbeiter sind der Motor für unsere Innovationen und schaffen durch den engen Austausch mit Kunden, Anwendern und Patienten einen Mehrwert für aap. Ihre hohe Identifikation mit dem Unternehmen fördert ihre Motivation und Eigenverantwortlichkeit, die wir durch Maßnahmen der Personalentwicklung weiter stärken wollen. Sollten unsere Maßnahmen und Methoden schnellere und bessere Fortschritte erzielen als derzeit erwartet, könnte dies unsere Wettbewerbsposition zusätzlich stärken. Hieraus können sich positive Effekte auf die Umsatz- und Ertragslage sowie die Cashflows ergeben. E) Sonstige Angaben1. Zusammensetzung des Gezeichneten KapitalsZum 31. Dezember 2014 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 30.670.056,00 EUR und war in 30.670.056 voll eingezahlte Inhaberstückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung der Gesellschaft eine Stimme. Es bestehen nur die gesetzlichen Stimmrechtsbeschränkungen. Es gibt keine unterschiedlichen Stimmrechte. 2. Grundzüge des Vergütungssystems (Vergütungsbericht)VorstandsvergütungMit Beschluss des Aufsichtsrats vom 26.9.2012 wurden die am 31.12.2012 ablaufenden Amtszeiten aller drei Vorstandsmitglieder um weitere drei Jahre bis zum 31.12.2015 verlängert. Am 8.10.2012 wurden die neuen Vorstandsverträge mit Wirkung zum 1.1.2013 unterzeichnet. Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 28. April 2014 wurde der vorzeitigen Amtsniederlegung des bis dahin amtierenden Vorstandsvorsitzenden, Herr Biense Visser, zum 31. Mai 2014 zugestimmt und die Bestellung somit einvernehmlich aufgehoben. Mit Beschluss desselben Tages erfolgte die einvernehmliche Aufhebung der Bestellung des bis dahin amtierenden COO, Herr Bruke Alemu, unter gleichzeitiger Neubestellung zum Vorsitzenden des Vorstands bis zum 31. Dezember 2017. Alle Vorstandsverträge entsprechen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, die Vergütungsstruktur wurde gemäß dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG; § 87 Abs. 1 AktG) auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Ab dem 1.1.2013 gelten somit die folgenden Regelungen zur Vorstandsvergütung: Die Gesamtbarvergütung setzt sich aus einem fixen und einem erfolgsbezogenen variablen Bestandteil zusammen. Durch die fixen Bestandteile ist einerseits eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem einzelnen Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne dabei in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Demgegenüber stellen variable Bestandteile, die u. a. vom wirtschaftlichen Ergebnis des Unternehmens abhängen, eine langfristige Wirkung der Verhaltensanreize sicher. Die variable Vergütung bezieht sich sowohl auf die Erreichung qualitativer als auch quantitativer Ziele. Sie ist durch einen Maximalwert begrenzt und trägt durch einen dreijährigen Kontrollzeitraum auch der zukünftigen Unternehmensentwicklung Rechnung. Die qualitativen Ziele werden anhand der Management Agenda durch den Aufsichtsrat im Voraus im Rahmen der Genehmigung des Jahresbudgets festgelegt und gehen mit 10 % in den variablen Vergütungsbestandteil ein. Die quantitativen Ziele gehen mit 90 % ein. Die Bezugsgrößen für den quantitativen variablen Gehaltsbestandteil bilden die LOQTEQ®-Umsätze (Teilbonus 1 - Gewichtung 1/3) und die Cash-Flow-Zielerreichung (Teilbonus 2 - Gewichtung 2/3). In Abhängigkeit vom Grad der jeweiligen Zielerreichung ist die Höhe der Teilbeträge gestaffelt und durch einen Absolutwert begrenzt. Die Auszahlung des qualitativen Bonus erfolgt bei Zielerreichung vollständig eine Woche nach der ordentlichen Hauptversammlung des Folgejahres, während zum selben Zeitpunkt lediglich 50 % des quantitativen Bonus zur Auszahlung gelangen. Die Auszahlung der verbleibenden 50 % des quantitativen Bonus erfolgt jeweils zur Hälfte nach der ordentlichen Hauptversammlung des zweiten und dritten auf das Bonusjahr folgenden Jahres. Sofern die quantitativen Ziele des auf das Bonusjahr folgenden Jahres und/oder des zweiten auf das Bonusjahr folgenden Jahres um mehr als 30 % unterschritten werden, verfällt der zu diesem Zeitpunkt jeweils fällige quantitative Bonuseinbehalt. Dadurch ergäbe sich eine potentielle Kürzung des Bonus 2013 auf Basis einer Budgetunterschreitung 2015, eine potentielle Kürzung des Bonus 2014 auf Basis einer Budgetunterschreitung 2015 und 2016 sowie eine potentielle Kürzung des Bonus 2015 auf Basis einer Budgetunterschreitung 2016 und 2017. Der Verfall greift nur dann in voller Höhe, wenn sich die Unterschreitung auf beide quantitativen Teilziele erstreckt. Bei Vertragsbeginn oder Vertragsende während eines Geschäftsjahres wird der Bonus zeitanteilig gewährt, hierbei wird eine Zielerreichung von 100 % unterstellt. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, außerordentliche Geschäftsentwicklungen, die zu einmaligen, nicht auf eine Steigerung des operativen Geschäftes zurückzuführenden Mehrerlösen geführt haben, bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die quantitativen Ziele zu eliminieren. Für den Fall eines "Change of Control" bei der Gesellschaft steht den Vorständen ein Sonderkündigungsrecht zu, das sie nach Ablauf des zweiten Monats nach Eintritt des "Change of Control" (den Monat, in dem der Kontrollwechsel eintritt dabei nicht mitgerechnet) mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende ausüben können. Ein zur Ausübung des Sonderkündigungsrecht berechtigender "Change of Control" liegt in drei Fallgestaltungen vor: Ein derzeitiger Aktionär oder ein Dritter erwirbt mindestens 50 % der Stimmrechte und überschreitet damit die Pflichtangebotsschwelle gemäß dem WpÜG, die Gesellschaft schließt als abhängiges Unternehmen einen Unternehmensvertrag ab oder wird mit einem anderen Unternehmen verschmolzen. Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 betrugen:
AufsichtsratsvergütungDie Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine feste Vergütung in Höhe von 5.000 EUR je Sitzung des Aufsichtsrats. Für Telefonkonferenzen wird keine Vergütung gezahlt. Aktienoptionsprogramm 2008Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 29. September 2008 ist der Vorstand und -soweit Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft zu den berechtigten Personen gehören -der Aufsichtsrat der Gesellschaft ermächtigt, bis zum 28. September 2013 für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, ausgewählte Führungskräfte der Gesellschaft sowie Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer der Gesellschaft und der verbundenen Unternehmen Aktienoptionsprogramme aufzulegen und bis zu 1.200.000 Stück Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf jeweils eine Stückaktie der Gesellschaft mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren ab dem Ausgabetag zu gewähren. Ein Bezugsrecht der Aktionäre der Gesellschaft besteht nicht. Die Aktienoptionen können auch von einem Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie nach Weisung der Gesellschaft an die einzelnen, berechtigten Personen zu übertragen; auch in diesem Fall können die Optionen nur von der berechtigten Person selbst ausgeübt werden. Die Erfüllung der ausgeübten Optionsrechte kann nach Wahl der Gesellschaft entweder durch Ausnutzung des bedingten Kapitals 2008/I oder durch eigene Aktien der Gesellschaft erfolgen. Zu den weiteren Ausführungen verweisen wir auf den Anhang unter (12) Eigenkapital. Aktienoptionsprogramm 2010Der Vorstand und -soweit Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft zu den berechtigten Personen gehören -der Aufsichtsrat der Gesellschaft werden ermächtigt, bis zum 19.12.2011 für Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder der Gesellschaft sowie Mitarbeiter und Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen der Gesellschaft ein Aktienoptionsprogramm ("Aktienoptionsplan 2010") aufzulegen und bis zu 1.486.000 Stück Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf jeweils eine Stückaktie der Gesellschaft ("Bezugsrechte") mit einer Laufzeit von bis zu acht Jahren ab dem Tag nach der Ausgabe zu gewähren. Ein Bezugsrecht der Aktionäre der Gesellschaft besteht nicht. Die Bezugsrechte können auch von einem Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie nach Weisung der Gesellschaft an die einzelnen berechtigten Personen zu übertragen; auch in diesem Fall können die Bezugsrechte nur von der berechtigten Person selbst ausgeübt werden. Die Erfüllung der ausgeübten Bezugsrechte kann nach Wahl der Gesellschaft entweder durch Ausnutzung des bedingten Kapitals, durch eigene Aktien der Gesellschaft oder durch einen Barausgleich erfolgen. Zu den weiteren Ausführungen verweisen wir auf den Anhang unter (12) Eigenkapital. Aktienoptionsprogramm 2012Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, bis zum 19.12.2014 für Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter verbundener Unternehmen der Gesellschaft ein Aktienoptionsprogramm ("Aktienoptionsplan 2012") aufzulegen und bis zu 300.000 Stück Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf jeweils 1 Stückaktie der Gesellschaft ("Bezugsrechte") mit einer Laufzeit von bis zu acht Jahren ab dem Tag nach der Ausgabe zu gewähren. Ein Bezugsrecht der Aktionäre der Gesellschaft besteht nicht. Die Bezugsrechte können auch von einem Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie nach Weisung der Gesellschaft an die einzelnen berechtigten Personen zu übertragen; auch in diesem Fall können die Bezugsrechte nur von der berechtigten Person selbst ausgeübt werden. Die Erfüllung der ausgeübten Bezugsrechte kann nach Wahl der Gesellschaft entweder durch Ausnutzung des zur Beschlussfassung vorgeschlagenen bedingten Kapitals, durch eigene Aktien der Gesellschaft oder durch einen Barausgleich erfolgen. Zu den weiteren Ausführungen verweisen wir auf den Anhang unter (12) Eigenkapital. Aktienoptionsprogramm 2013Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, bis zum 19.12.2015 für Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter verbundener Unternehmen der Gesellschaft ein Aktienoptionsprogramm ("Aktienoptionsplan 2013") aufzulegen und bis zu 300.000 Stück Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf jeweils 1 Stückaktie der Gesellschaft ("Bezugsrechte") mit einer Laufzeit von bis zu acht Jahren ab dem Tag nach der Ausgabe zu gewähren. Ein Bezugsrecht der Aktionäre der Gesellschaft besteht nicht. Die Bezugsrechte können auch von einem Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie nach Weisung der Gesellschaft an die einzelnen berechtigten Personen zu übertragen; auch in diesem Fall können die Bezugsrechte nur von der berechtigten Person selbst ausgeübt werden. Die Erfüllung der ausgeübten Bezugsrechte kann nach Wahl der Gesellschaft entweder durch Ausnutzung des zur Beschlussfassung vorgeschlagenen bedingten Kapitals, durch eigene Aktien der Gesellschaft oder durch einen Barausgleich erfolgen. Zu den weiteren Ausführungen verweisen wir auf den Anhang unter (12) Eigenkapital. Aktienoptionsprogramm 2014Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, bis zum 18.12.2016 Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter verbundener Unternehmen der Gesellschaft ein Aktienoptionsprogramm ("Aktienoptionsplan 2014") aufzulegen und bis zu 300.000 Stück Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf jeweils 1 Stückaktie der Gesellschaft ("Bezugsrechte") mit einer Laufzeit von bis zu acht Jahren ab dem Tag nach der Ausgabe zu gewähren. Ein Bezugsrecht der Aktionäre der Gesellschaft besteht nicht. Die Bezugsrechte können auch von einem Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie nach Weisung der Gesellschaft an die einzelnen berechtigten Personen zu übertragen; auch in diesem Fall können die Bezugsrechte nur von der berechtigten Person selbst ausgeübt werden. Die Erfüllung der ausgeübten Bezugsrechte kann nach Wahl der Gesellschaft entweder durch Ausnutzung des zur Beschlussfassung vorgeschlagenen bedingten Kapitals, durch eigene Aktien der Gesellschaft oder durch einen Barausgleich erfolgen. 3. Direkte und indirekte Beteiligungen> 10 % der StimmrechteAn der aap Implantate AG wird nach unseren Kenntnissen zum 31. Dezember 2014 folgende direkte und indirekte Beteiligung von über 10 % am Grundkapital in Höhe von 30.670.056,00 EUR gehalten:
4. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen zur Ernennung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und über SatzungsänderungenDie Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84 f. AktG sowie der Satzung der Gesellschaft. Gemäß der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einem oder mehreren Mitgliedern. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder und bestellt diese. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat beruft die Mitglieder des Vorstands ab. Die Vorstandsmitglieder werden für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit für jeweils bis zu weiteren fünf Jahren ist zulässig. Aus wichtigem Grund kann der Aufsichtsrat die Bestellung eines Vorstandsmitglieds vor Ablauf von dessen Amtszeit widerrufen, etwa bei grober Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder wenn die Hauptversammlung dem Vorstandsmitglied das Vertrauen entzieht, es sei denn, der Vertrauensentzug erfolgte aus offenbar unsachlichen Gründen. Satzungsänderungen erfolgen nach den Regelungen der §§ 179 ff. AktG sowie der Satzung der Gesellschaft. Nach der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. 5. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von AktienDer Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juli 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 4.192.786,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010/I) und dabei, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Hierbei kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Juli 2017 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 4.182.279,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012/I) und dabei, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Hierbei kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 12. Juni 2019 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 6.959.963,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014/I) und dabei, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten; sie können auch von einem oder mehreren Kreditinstitut(en) oder einem oder mehreren ihnen gleichgestellten Institut(en) mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Die Hauptversammlung vom 16. Juli 2010 hat die Gesellschaft zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG und zum Ausschluss des Bezugsrechts ermächtigt. Es konnten eigene Aktien bis zu einem rechnerischen Anteil von insgesamt 1.000.000,00 EUR am Grundkapital erworben werden. Die von der Hauptversammlung vom 16. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung, am 15. Juli 2015 ausläuft, wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2014 vorzeitig aufgehoben und die Gesellschaft erneut zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG und zum Ausschluss des Bezugsrechts ermächtigt. Die Gesellschaft ist ermächtigt, eigene Aktien bis zu einem rechnerischen Anteil von insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Maßgebend für die Berechnung dieser 10 %-Grenze ist grundsätzlich die Höhe des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte auf Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 12. Juni 2019. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots. Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot oder eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Kaufangebots oder der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot oder die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der drei Börsenhandelstage vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot oder die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist oder im Fall einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. Die Vorschriften des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes sind zu beachten, sofern und soweit sie Anwendung finden. Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden: I. Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt. II. Die Aktien können in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. In diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien zusammen mit neuen Aktien, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss gemäß oder in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 S. 4 AktG begeben worden sind, insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Maßgebend für die Berechnung der 10 %-Grenze ist grundsätzlich die Höhe des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung. Sollte zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung die Grundkapitalziffer niedriger sein, ist dieser Wert maßgeblich. III. Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen, Zusammenschlüssen von Unternehmen (auch im Rahmen von Maßnahmen nach dem Umwandlungsgesetz) sowie sonstigen Vermögensgegenständen, soweit ein solcher Erwerb im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. IV. Die Aktien können anstelle der Ausnutzung eines bedingten Kapitals der Gesellschaft an Mitarbeiter der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen, einschließlich Mitglieder von Geschäftsführungsorganen verbundener Unternehmen, sowie Mitgliedern des Vorstands ausgegeben werden zur Bedienung von Rechten auf den Erwerb oder Pflichten zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft, und zwar nach Maßgabe der bestehenden Aktienoptions- oder Mitarbeiterbeteiligungsprogramme der Gesellschaft, die von den Hauptversammlungen vom 29. September 2008, 16. Juli 2010, 6. Juli 2012, 14. Juni 2013 und 13. Juni 2014 beschlossen wurden. Soweit eigene Aktien anstelle der Ausnutzung eines bedingten Kapitals der Gesellschaft hiernach an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben werden sollen, gilt diese Ermächtigung für den Aufsichtsrat. V. Der Vorstand der Gesellschaft wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien zur Bedienung von der Gesellschaft oder von ihr im Sinne des § 17 AktG abhängigen Gesellschaften begebener Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten zu verwenden. Die Ermächtigungen unter II. bis V. erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die auf Grund von § 71d S. 5 AktG erworben wurden. Die Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam, die Ermächtigungen gemäß II. bis V. können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter II. bis V. verwendet werden oder soweit dies, für den Fall einer Veräußerung an alle Aktionäre, erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen. Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass Maßnahmen des Vorstands auf Grund dieses Hauptversammlungsbeschlusses nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden dürfen. 6. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden WirkungenZwischen einem Tochterunternehmen und einem externen Unternehmen bestehen ein Service - und ein Distribution Agreement über die Erbringung bestimmter Dienstleistungen bzw. die Lieferung bestimmter Produkte, welche für die (Tochter-) Gesellschaft eine wesentliche Geschäftsbeziehung darstellen. Im Fall eines Kontrollwechsels steht dem externen Unternehmen ein Kündigungsrecht für den Fall zu, dass eine Änderung der Gesellschafterverhältnisse bei den Tochterunternehmen eintritt, im Rahmen derer eine andere Person, Gruppe oder Gesellschaft mehr als 50 % der Stimmrechte übernimmt, erwirbt oder festgestellt wird, dass sie diese hält. Zwischen einem Tochterunternehmen und einem weiteren externen Unternehmen besteht ein Supply-Agreement und ein Entwicklungs- und Liefervertrag über bestimmte Produkte des Tochterunternehmens, das für die (Tochter-) Gesellschaft eine wesentliche Geschäftsbeziehung darstellt. Im Fall eines Kontrollwechsels, steht dem externen Unternehmen ein Kündigungsrecht für den Fall zu, dass eine Änderung der Gesellschafterverhältnisse bei dem Tochterunternehmen eintritt, im Rahmen derer ein konkurrierendes Unternehmen mehr als 50 % der Stimmrechte übernimmt, erwirbt oder anderweitig in Besitz nimmt. Zwischen einem Tochterunternehmen und einem externen Unternehmen besteht ein Distribution und License sowie ein Development Agreement über bestimmte Produkte und Entwicklungsdienstleistungen des Tochterunternehmens, das für die (Tochter-) Gesellschaft eine wesentliche Geschäftsbeziehung darstellt. Im Fall eines Kontrollwechsels steht dem externen Unternehmen ein Kündigungsrecht zu. Sollte das externe Unternehmen sein Kündigungsrecht ausüben und der Erwerber der (Tochter-) Gesellschaft ein in diesem Vertrag in einer abschließenden Aufzählung genanntes Unternehmen sein, so hat aap sämtliche unter diesem Vertrag gezahlten einmaligen und umsatzabhängigen Lizenzentgelte zurückzuzahlen. Ein Kontrollwechsel unter diesem Distribution und License Agreement liegt vor, wenn eine Person oder Gesellschaft, oder verschiedene Personen oder Gesellschaften in einer bzw. mehreren Transaktionen die Kontrolle über die Gesellschaft erlangen oder Vermögenswerte erwerben, die einzeln oder zusammen wesentlich für die Erbringung der geschuldeten Leistung unter diesem Vertrag sind. Kontrolle meint hierbei das Innehaben (direkt oder indirekt) des Rechts zur Bestimmung der Geschäftspolitik und der Führung des Managements. Zwischen einem Tochterunternehmen und einem Vertriebspartner wurde im Dezember 2012 ein Joint Venture Vertrag geschlossen. Im Falle, dass ein Dritter mehr als 50 % der Geschäftsanteile an dem Tochterunternehmen erwirbt oder ein Dritter einen Stimmrechtsanteil an der Gesellschaft von 50 % überschreitet, der nicht bereits am Vollzugstag mindestens 10 % an der Gesellschaft hielt, besitzt der Vertriebspartner eine Call-Option für sämtliche Geschäftsanteile an dem Joint Venture. Diese Call-Option wurde am 30. Mai 2014 ausgeübt. Davon abgesehen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen. 7. Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten mit Mitgliedern des Vorstands oder ArbeitnehmernDen Vorständen steht im Falle eines "Change of Controls" ein Sonderkündigungsrecht zu und sie erhalten eine Zahlung i.H.v. 90 % ihrer kapitalisierten Jahresgesamtbezüge für die Restlaufzeit ihrer Dienstverträge, maximal im Umfang von drei Jahresgesamtvergütungen. F) PrognoseberichtZukunftsbezogene AussagenBei den hier getroffenen Aussagen über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Unternehmens handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können demnach wesentlich (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht) von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Gesamtwirtschaftliches UmfeldAufgrund der aktuellen geopolitischen Risiken sowie der gestiegenen Unsicherheiten im Hinblick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollte der Blick auf das Geschäftsjahr 2015 mit einem gewissen Maß an Vorsicht erfolgen. Insgesamt wird für das laufende Jahr bestenfalls mit einem moderat höheren Wachstum der Weltwirtschaft gerechnet. Unter der Voraussetzung, dass die aktuellen Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten nicht weiter eskalieren und das Investitions- und Konsumklima nicht noch stärker belasten, liegen die aktuellen Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum nach Angaben des Statistik-Portals statista bei rund 3,5 %6 . Im Euro-Raum ist auch für das Jahr 2015 mit einer überwiegend heterogenen Entwicklung zu rechnen. So wird aktuell, bei tendenziell sinkenden Prognosen, ein Wirtschaftswachstum von 1,2 % antizipiert. In Deutschland gestaltet sich die Situation hingegen etwas positiver. So hat die Bundesregierung im Rahmen ihres Jahreswirtschaftsberichts 2015 einen preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 %7 prognostiziert. Treiber ist hier insbesondere die Konsumnachfrage, die vom Mindestlohn sowie der Anhebung und Ausweitung der Rentenleistungen gestärkt wird. Die IKB Leasing sieht für die Industrieproduktion am Standort Deutschland in ihrem Bericht "Unternehmer Themen Februar 2015"8 mittelfristig durchaus positive Perspektiven. Während für 2015 ein moderates Produktionswachstum erwartet wird, sollte sich der Aufwärtstrend im Jahr 2016 weiter verstärken. Das MedTech-UmfeldFür die Medizintechnik-Branche existieren unterschiedliche Vorhersagen über die weitere Entwicklung, so dass es schwierig ist, eine eindeutige Prognose für das Geschäftsjahr 2015 abzugeben. Nach einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), über die im Branchenbericht Medizintechnologien 2014 des BVMed berichtet wird, wird die Nachfrage nach Medizintechnik in den Industrieländern bis zum Jahr 2020 jährlich um etwa 3 bis 4 % wachsen. Für die Schwellenländer wird im gleichen Zeitraum eine jährliche Zunahme um 9 bis 16 % antizipiert. Bei einer Analyse der jüngsten BVMed-Herbstumfrage 2014 ergibt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Erwartungen für den deutschen und den globalen MedTech-Markt. So erwarten nur 33 % der befragten Unternehmen für das Jahr 2015 eine positive Entwicklung im Inland. Demgegenüber rechnen 64 % der Teilnehmer mit einer weltweit günstigeren Geschäftslage im Jahr 2015. Diese Ergebnisse lassen den Rückschluss zu, dass international tätige MedTech-Unternehmen im Ausland ein deutlich stärkeres Wachstum verzeichnen könnten als in Deutschland.
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Internetquelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/ Insgesamt befinden sich die weltweiten Gesundheitsmärkte in einem signifikanten strukturellen Wandlungsprozess. Dies gilt insbesondere für die USA, die nach Schätzungen von ADvaMed und BVMed mit 90 Mrd. EUR mit Abstand über den größten Weltmarktanteil verfügen (Weltmarktvolumen insgesamt rund 220 Mrd. EUR im Jahr 2012). Im Folgenden werden die wichtigsten Faktoren dieses Wandels auf Basis der Informationen aus dem "2014 Annual Strategie Healthcare M&A Report"9 der Walden Group kurz skizziert: 1. ) Demografischer Wandel und neuer Gesundheitsbegriff als WachstumstreiberUnabhängig von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und politischen Entscheidungen werden die weltweiten Gesundheitssysteme zunehmend stärker von gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflusst. Der demografische Wandel schlägt sich in einer insgesamt alternden Bevölkerung nieder. Zudem werden die Menschen aufgrund des medizinischen Fortschritts immer älter und chronische Erkrankungen erlangen in höherem Alter eine wachsende Bedeutung. Bei diesen Krankheiten handelt es sich beispielsweise um Herzversagen, Krebs, Schlaganfälle, Diabetis, Fettleibigkeit, Arthritis, orthopädische Erkrankungen und Demenz. Medizintechnik-, Biopharmazie- und Diagnose-Unternehmen werden ihren Fokus in den kommenden Jahren weiterhin auf diese Märkte legen. 2. ) Konsolidierung des Gesundheitsmarkts könnte den Wettbewerb begrenzen und zu steigenden Kosten führenFusionen im Gesundheitsmarkt sind zum Teil von der Realisierung von Größenvorteilen, aber auch von der tendenziell höheren Verhandlungsmacht gegenüber den Kostenträgern im Gesundheitswesen getrieben. Aus der Sicht vieler Kritiker führt eine Konsolidierung in diesem Bereich nicht nur zu höheren Preisen und weniger Wettbewerb, sondern auch zu einer niedrigeren Qualität bei der Patientenversorgung, da die Ärzte bei niedrigerer Bezahlung eine höhere Arbeitsbelastung bewerkstelligen müssen. Große Konsortien im Gesundheitswesen reduzieren die Verhandlungsmacht der Lieferanten. Dies bedeutet im Umkehrschluss Vorteile für große Medizintechnikanbieter sowie etablierte Firmennetzwerke. Unter dem Strich entstehen zahlreiche Wettbewerbsvorteile gegenüber kleineren Anbietern. 3. ) Konsolidierung größerer Firmen schafft Innovationschancen für kleinere AnbieterDa sich große Unternehmen auf volumenstarke Produktlinien fokussieren, wird die Arbeit ihrer F&E-Abteilungen oftmals durch organisatorische Vorgaben eingeschränkt. Dadurch werden Gelegenheiten für kleinere, innovative Unternehmen geschaffen. Diese können die entstandenen Nischen besetzen und die entsprechenden Renten abschöpfen. Da junge, innovative Unternehmen Erfolg anhand klinischer Daten bewerten und sich insgesamt sehr dynamisch entwickeln, geraten sie wiederum auf das Akquisitions-Radar der etablierten großen Gesellschaften. 4. ) Gesundheitsreform mit weiterhin starkem Einfluss auf US-amerikanisches GesundheitswesenDurch die US-amerikanische Gesundheitsreform wurde die Gesundheitsversorgung von Millionen Menschen gewährleistet, die vorher nicht versichert waren. Doch die Finanzierung dieser Reform stellt das dortige Medicare-Programm, das für die Erstattung der Gesundheitsleistungen zuständig ist, vor große Herausforderungen. Die kontrovers diskutierte Steuer für Medizinprodukte hat ihren Tribut gezollt und neue Modelle mit hoher Selbstbeteiligung sind immer beliebter geworden, so dass Unternehmen und Arbeitnehmer höhere monatliche Beiträge entrichten müssen. Die Gesundheitsreform hat zu zahlreichen Fehlallokationen geführt, ohne die gestiegenen Kosten dabei direkt zu adressieren.
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Der "2014 Annual Strategie Healthcare M&A
Report" ist bei der Walden Group erhältlich. 5. ) Unsicherheit nach Wirtschaftskrise nimmt im Gesundheitswesen weiter abNach einer mehrjährigen Phase der Instabilität prognostizieren Analysten nun wieder höhere Wachstumsraten und einen geringeren Preisdruck im Orthopädie-Sektor. Das Volumen der gesamten Branche soll wieder steigen. 6. ) Phase der Unsicherheit hat Trennung von unprofitablen Unternehmensteilen gefördertViele größere Unternehmen haben sich zur Anpassung an ein kostensensitiveres Umfeld von unprofitablen Geschäftseinheiten oder Teilen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, getrennt. Dadurch wurden enorme Kosteneinsparungen realisiert und der Fokus liegt nun wieder stärker auf den eigentlichen Kernkompetenzen der Firmen. Im Jahr 2014 hat sich sowohl die Anzahl als auch der Gesamtwert der Fusionen und Übernahmen in der Gesundheitsbranche gegenüber dem Vorjahr erhöht. Insgesamt wurden 2014 mehr als 40 M&A-Transaktionen mit einem Wert von über 1 Mrd. US$ angekündigt oder abgeschlossen. Acht Transaktionen lagen sogar über der 10 Mrd. US$-Marke. In der Medizintechnikbranche ist dabei sicherlich die Akquisition des irischen Geräteherstellers Covidien plc durch Medtronic, Inc. für 42,9 Mrd. US$ hervorzuheben. Aber auch die Übernahme von Biomet, Inc., für 13,5 Mrd. US$ durch Zimmer Holdings, Inc. ist in diesem Zusammenhang eine Erwähnung wert. Strategie und langfristiger AusblickKernelement der Strategie des Vorstands ist es, aap in ein führendes europäisches Traumaunternehmen zu transformieren und sich auf diese Kernkompetenz zu konzentrieren. Basis ist nach wie vor die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch die Entwicklung und den Verkauf von IP-geschützten Produkten, die wertorientierte Innovationen ermöglichen. Wertorientiert heißt Innovationen sowohl mit klinischen als auch ökonomischen Vorteilen für den Patienten, den Anwender und den Kunden. Die Produkte des Unternehmens sollen zu einer besseren und kostengünstigeren Gesundheitspflege beitragen. Geografisch will sich aap neben der Festigung und Ausweitung bestehender Marktanteile insbesondere auf die Erschließung neuer Märkte fokussieren. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die BRICS- (insbesondere Brasilien), SMIT- und N10-Staaten sowie die USA. Im Geschäftsjahr 2014 konnte der Vorstand bezüglich der Strategieumsetzung gute Fortschritte erzielen. So wurde im Februar 2014 ein Anteilskaufvertrag mit einem Private Equity-Unternehmen über den Verkauf des Auftragsfertigungsgeschäfts der Gesellschaft geschlossen, das in dem niederländischen Tochterunternehmen European Medical Contract Manufacturing B.V. (EMCM) gebündelt war. Der Kaufpreis für sämtliche Anteile an EMCM lag bei 18 Mio. EUR. Zudem hat aap Anfang Juni 2014 bekannt gegeben, dass der verbliebene 50 %ige Anteil an dem Dental Joint Venture, aap BM productions GmbH, für 1 Mio. EUR an die botiss medical AG verkauft wurde. Nachdem die Verhandlungen mit einem Private Equity-Bieterkonsortium über den Verkauf der aap Biomaterials GmbH kurz vor Abschluss abgebrochen wurden, soll die Tochtergesellschaft nun wie ursprünglich geplant weiter ausgebaut werden. Die Fortschritte dieses Prozesses will aap im zweiten Halbjahr 2015 bewerten und daraus konkrete Handlungsoptionen ableiten. Auf dem Weg zu einem reinen Traumaunternehmen will aap den Bereich Trauma gezielt weiterentwickeln und insbesondere das LOQTEQ®-Portfolio um weitere Indikationsregionen ergänzen bzw. komplettieren. Zudem steht die weitere Beschleunigung des Projekts Silberbeschichtung von orthopädischen Implantaten im Vordergrund, um die Wettbewerbsfähigkeit durch Innovationen nachhaltig zu stärken und auszubauen. Im Geschäftsjahr 2015 will sich die aap-Gruppe insbesondere auf die nachhaltige Umsatzsteigerung mit ihren Traumaprodukten konzentrieren. Es ist das Ziel der Gesellschaft, in den nächsten Jahren im Bereich Trauma ein jährliches Umsatzwachstum von mehr als 20 % zu realisieren. Diese Wachstumsraten sollen insbesondere durch die Erschließung neuer Märkte generiert werden, was sich kurzfristig in höheren Kosten niederschlagen wird. Mit zunehmenden Umsätzen und dem Erreichen einer kritischen Masse wird dann auch eine spürbare Ergebnisverbesserung eintreten. Des Weiteren sondiert aap auch weiterhin den Markt im Hinblick auf mögliche Zieleunternehmen für kleinere, ergänzende Akquisitionen. Auf Basis der Management Agenda 2014 hat der Vorstand der Gesellschaft fünf Handlungsfelder identifiziert, die zur neuen Management Agenda für das Geschäftsjahr 2015 zusammengefasst sind: "Beschleunigung wertschaffender Innovationen", "Erweiterung des Marktzugangs", "Optimierung der operativen Effizienz", "Fokussierung auf Trauma" und "Ergänzung des organischen Wachstums durch Akquisitionen". Damit sollen die strategischen Ausrichtungen zusammengefasst werden, um Kapitalmarkt und Öffentlichkeit ein noch besseres Verständnis von dem Rahmen zu geben, in dem Ziele gesetzt und deren Umsetzungen evaluiert werden. Ziele der Management Agenda 2015Beschleunigung wertschaffender Innovationen Weiterer Ausbau des LOQTEQ®-Portfolios mit dem Ziel einer über 90%igen Indikationsabdeckung Durchführung und Abschluss sämtlicher zulassungsrelevanter Arbeiten (CE) im Bereich Silbertechnologie in H2/2015 sowie Einreichung des Zulassungsantrags für Silbertechnologie Aufrechterhaltung eines Freshness Index von mindestens 20 % Erweiterung des Marktzugangs Steigerung der Trauma-Umsätze um 20 % bis 25 % Erschließung des US-Marktes Ernennung von Distributoren in den bisher noch unbesetzten Ländern aus BRICS und SMIT Optimierung der operativen Effizienz Umsetzung des Maßnahmenplans zur Senkung der Herstellungskosten Umsetzung des Maßnahmenplans zur Verbesserung der zeitnahen Lieferfähigkeit Weitere Verbesserungen der ERP-Funktionalitäten sowie Umsetzung des Maßnahmenplans zur Verbesserung der IT-Infrastruktur und -Nutzung Fokussierung auf Trauma / Ergänzung des organischen Wachstums durch Akquisitionen Abschluss einer Transaktion für die aap Biomaterials GmbH (Knochenzemente und Mischsysteme sowie Biomaterialien) soweit unter Konditionen realisierbar, die den wahren Wert des Unternehmens auf Basis vergleichbarer Transaktionen widerspiegeln Desinvestition/Auslizenzierung von Produkten/IP/Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören Aktives Marktscreening nach geeigneten Akquisitionszielen (Unternehmen und Technologien) zur Beschleunigung des organischen Wachstums und ggf. Abschluss einer Transaktion Ausblick für 2015aap will auch im Geschäftsjahr 2015 die Wachstumsstrategie weiter umsetzen. Folglich strebt die Gesellschaft insbesondere ein starkes Umsatzwachstum im Bereich Trauma an, wobei die LOQTEQ®-Produktfamilie nach wie vor als Haupttreiber dieser Entwicklung fungieren wird. Der Bereich Biomaterialien soll ebenfalls mit einer Umsatzsteigerung von 10 % zum Gesamtumsatzwachstum beitragen. Der Vorstand hat sich für das Geschäftsjahr 2015 konkret die folgenden Ziele gesetzt:
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des UnternehmensAuf Basis der erläuterten Annahmen über die Entwicklung der Weltwirtschaft im Allgemeinen und der Medizintechnik-Branche im Besonderen erwarten wir insgesamt eine positive Geschäftsentwicklung der aap. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2015 und darüber hinaus mit steigenden Umsätzen und insbesondere mit einem starken Wachstum im Bereich Trauma. Unser klarer Fokus auf nachhaltige Innovationen und die kontinuierliche Verbesserung unserer Produkte und Prozesse ermöglichen es uns, an einer wachsenden Medizintechnik-Branche partizipieren zu können. Wir wollen die Mobilität der Patienten erhalten bzw. verbessern und damit einen entscheidenden Beitrag zu einer Erhöhung der Lebensqualität leisten.
Bruke Seyoum Alemu, Vorstandsvorsitzender/CEO Marek Hahn, Mitglied des Vorstands/CFO Konzern-Bilanz nach IFRS zum 31. Dezember 2014Aktiva
Konzern- Gesamtergebnisrechnung nach IFRS für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
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Anpassung aufgrund der Änderung der Bilanzierungsmethode
für die Aktivierung der latenten Steuern auf Verlustvorträge Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Anhang zum Konzernabschluss 31. Dezember 2014A. Informationen zum UnternehmenDie aap Implantate AG als Mutterunternehmen des Konzerns hat ihren Sitz in Deutschland, 12099 Berlin, Lorenzweg 5. Die Aktien der Gesellschaft werden an der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 506 660 gehandelt. Seit dem 16.05.2003 sind die Aktien der Gesellschaft unter der gleichen WKN im Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) zugelassen. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HR B 64083 geführt und wurde dort am 10.09.1997 in das Handelsregister eingetragen. Der Konzernabschluss für das Wirtschaftsjahr 01.01.2014 bis 31.12.2014 umfasst die aap Implantate AG und ihre Tochtergesellschaften. Der Konzern ist ein Unternehmen der Medizintechnikbranche. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns besteht in der Forschung, Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Implantaten, medizinischen Instrumenten, Knochenzementen und -ersatzwerkstoffen. Die Produktionsstandorte des Konzerns befinden sich bis einschließlich 2013 in Deutschland und in den Niederlanden, ab März 2014 nur noch in Deutschland. Die wesentlichen Absatzgebiete bilden die Europäische Union, Asien sowie die USA. B. RechnungslegungsmethodenGrundlagen der Aufstellung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss der aap Implantate AG zum 31. Dezember 2014 wurde unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Im Konzernabschluss werden grundsätzlich alle bis zum Bilanzstichtag verpflichtend in Kraft getretenen IFRS sowie alle Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) beachtet. Der Konzernabschluss besteht aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Bilanz, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie dem Konzern-Anhang. Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften zugrunde, die unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens nach dem Handelsgesetzbuch und dem Aktiengesetz aufgestellt wurden. Die Überleitung auf IFRS erfolgte auf Ebene der Einzelgesellschaften. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Ein Vermögenswert oder eine Schuld wird als kurzfristig eingestuft, wenn seine Realisierung, sein Verbrauch oder Verkauf innerhalb des üblichen Geschäftszyklus erwartet wird, der Vermögenswert oder die Schuld primär zu Handelszwecken gehalten wird oder die Realisierung innerhalb von 12 Monaten erwartet wird. Die Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 nach der indirekten Methode aufgestellt. Sie ist nach den betrieblichen Zahlungsströmen, den Investitionszahlungsströmen und den Zahlungsströmen der Finanzierungstätigkeit gegliedert. Befristete Verfügungsbeschränkungen bestehen nicht. Auswirkungen von Wechselkursänderungen werden gesondert aufgezeigt. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, nach kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Aufstellung des Konzernabschlusses der aap erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung. Die wesentlichen Rechnungslegungsmethoden werden nachfolgend erläutert. Die beschriebenen Methoden wurden, sofern nicht anders angegeben, stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet. Der Konzernabschluss enthält Vergleichsinformationen über die vorangegangene Berichtsperiode. Außerdem weist der Konzern eine zusätzliche Bilanz zu Beginn der frühesten Vergleichsperiode aus, wenn er eine Rechnungslegungsmethode rückwirkend anwendet oder Posten im Abschluss rückwirkend anpasst oder umgliedert. In diesem Konzernabschluss wurde aufgrund der rückwirkenden Anwendung einer Rechnungslegungsmethode eine zusätzliche Bilanz zum 1. Januar 2013 aufgenommen (siehe Änderungen von Rechnungslegungsmethoden). Für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist der Vorstand der aap Implantate AG verantwortlich. Das Management geht unverändert von einer Fortführung des Geschäftsbetriebes aus. KonsolidierungsgrundsätzeKonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen aap Implantate AG alle Tochterunternehmen einbezogen, die von der aap Implantate AG unmittelbar oder mittelbar über die Stimmrechtsmehrheit beherrscht werden. Konsolidierte Tochterunternehmen:
Für die Aufstellung des Lageberichts, die Offenlegung und die Prüfung des Jahresabschlusses hat die aap Biomaterials GmbH, die Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Die OSARTIS Verwaltungs-GmbH wurde zum 31.01.2014 liquidiert. Hinsichtlich des Verkaufs der European Medical Contract Manufacturing B.V. und der Gründung der aap Implants Inc. wird auf Abschnitt D verwiesen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt. Bei allen Tochterunternehmen entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Eventuelle Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- und FirmenwertUnternehmenszusammenschlüsse werden gemäß IFRS 3 "Untemehmenszusammenschlüsse" nach der Erwerbsmethode bilanziert. Danach erfolgt die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt durch Verrechnung des Kaufpreises mit dem neu bewerteten anteiligen Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens. Im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung werden die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Tochterunternehmen unabhängig von der Höhe des Minderheitenanteils mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden erst nach erneuter Überprüfung erfolgswirksam aufgelöst. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Geschäfts- und Firmenwert jährlich auf Wertminderung getestet. Dazu wird er der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die nach Einschätzung des Managements am meisten von dem Unternehmenszusammenschluss profitieren werden. Liegen Hinweise für eine Wertminderung vor, erfolgt ein außerplanmäßiger Werthaltigkeitstest. Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit kleiner als ihr Buchwert, wird der Wertminderungsaufwand zunächst dem Buchwert eines jeden der Einheit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts zugeordnet. Dann erfolgt eine anteilige Zuordnung auf die anderen Vermögenswerte auf Basis der Buchwerte eines jeden Vermögenswerts innerhalb der Einheit. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird in künftigen Perioden nicht aufgeholt. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der darauf entfallende Betrag des Geschäfts- oder Firmenwerts im Rahmen der Ermittlung des Abgangserfolges berücksichtigt. Wesentliche RechnungslegungsmethodenAnteile an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten UnternehmenEin Gemeinschaftsunternehmen ist eine vertragliche Vereinbarung, in der der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung unterliegt. Dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des gemeinschaftlichen Unternehmens verbundene strategische Finanz- und Geschäftspolitik die Zustimmung aller Parteien, die die Kontrolle teilen, erfordert. Der Konzern bilanziert seine Anteile an Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung nach der At-Equity-Methode. Die Anteile des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen, auf welches er maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden nach der At-Equity Methode bilanziert. Nach der At-Equity-Methode sind Anteile an Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten anzusetzen. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der At-Equity-Methode wird ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und deren Konzernanteil an den zu Zeitwerten bewerteten, identifizierbaren Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist Bestandteil des Buchwerts der Beteiligung und wird nicht gesondert auf das Vorliegen einer Wertminderung geprüft. Jedoch wird jährlich geprüft, ob eine Wertminderung für den gesamten Buchwert der Beteiligung zu berücksichtigen ist. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung berücksichtigt und im Ergebnis aus den At-Equity bilanzierten Beteiligungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Der Anteil des Konzerns am Ergebnis des At-Equity bewerteten Unternehmens wird erfolgswirksam erfasst. Veränderungen der Rücklagen sind anteilig in der Konzernrücklage zu erfassen. Die kumulierten Veränderungen werden mit dem Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Abschlüsse der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligung werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. GeschäftssegmenteBei aap werden keine Geschäftssegmente identifiziert für die eine regelmäßige Berichterstattung an den Vorstand erfolgen würde. Stattdessen ist die Erhöhung des Unternehmenswertes durch Entwicklung und Verkauf von IP geschützte Produkten Ziel der seit 2009 verfolgten Unternehmensstrategie. Das der Steuerung des Unternehmens dienende monatliche Berichtswesen umfasst ausschließlich die Konzernumsätze, den Fortschritt bei wesentlichen Entwicklungsprojekten, die Liquidität und das Working Capital des Gesamtkonzerns. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt ausschließlich auf Basis dieser Daten. Die aap Gruppe wird daher sowohl nach innen als auch nach außen als ein Unternehmen ohne separat Segmente geführt. WährungsumrechnungFremdwährungstransaktionen werden am Tag des Geschäftsvorfalls mit den gültigen Kassakursen in die funktionale Währung des Konzerns umgerechnet. Die funktionale Währung für den Konzernabschluss ist EUR. Salden von monetären Vermögenswerten und Schulden werden zum Bilanzstichtag mit dem am Stichtag gültigen Kassamittekurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung von monetären Bilanzposten in fremder Währung werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen berücksichtigt. Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse jeweils in der Landeswährung in der sie überwiegend wirtschaftlich tätig sind. ErtragsrealisierungDie Umsätze des Konzerns umfassen Verkäufe von Produkten, Lizenzentgelte sowie Dienstleistungen. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden ist bzw. die Werkverträge erfüllt worden sind. Dies ist bei Lieferungen der Fall, wenn die mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Der Gefahrenübergang wird ausgelöst entweder mit der physischer Auslieferung oder unter bestimmten engen Voraussetzzungen bei "bill and hold" Verträgen. Bei "bill and hold" Verträgen ist die Auslieferung der Waren auf Wunsch des Kunden noch nicht erfolgt. Die versandfertigen Produkte werden daraufhin separat gelagert und bis zur geplanten Lieferung besonders kenntlich gemacht. Ein Verkauf an anderen Kunden ist ausgeschlossen. Weiterhin müssen der wirtschaftliche Nutzen hinreichend wahrscheinlich und die angefallenen Kosten verlässlich bestimmbar sein. Werkverträge gelten als erfüllt, wenn alle Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen erbracht sind und der Kunde die Leistung als vertragsgemäß abgenommen hat. Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen von kundenspezifischen Entwicklungsprojekten werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 nach dem jeweiligen Fertigstellungsgrad des Projektes erfasst. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt auf Basis der angefallenen Projektkosten im Verhältnis zu den geplanten Auftragskosten (Cost-to-Cost-Methode). Sofern die Höhe der Erträge verlässlich geschätzt werden kann, werden Erträge entsprechend der Methode der Gewinnermittlung nach dem Fertigstellungsgrad (Percentage of Completion-Methode) erfasst. Andernfalls werden Erträge nur in Höhe der angefallenen Aufwendungen erfasst (Zero-Profit-Methode). Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, so wird der erwartete Verlust sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Zahlungen des Kunden, die den Gegenwert des Leistungsfortschrittes übersteigen oder vor Leistungserbringung erfolgen, werden als Verbindlichkeit gegenüber dem Kunden (Entwicklungsauftrag mit passivischem Saldo) ausgewiesen. Zahlungen aufgrund von Teilabrechnungen, die den Leistungsfortschritt nicht überschreiten, werden von den Forderungen gegenüber dem Kunden abgesetzt. Der die erhaltenen Zahlungen übersteigende Saldo der angefallenen Auftragskosten zuzüglich teilrealisierter Gewinne wird als Forderung aus Dienstleistungsaufträgen gesondert ausgewiesen. Werden Nutzungsrechte übertragen ist die Erlösrealisation nach dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarung zu beurteilen. Handelt es sich um eine zeitlich oder sachlich befristete Lizensierung werden die Lizenzerlöse periodengerecht vereinnahmt. Werden andererseits exklusive Nutzungsrechte an einer Technologie oder eine weltweite und unbefristete Lizenz vergeben, so dass aus dem zugrundeliegenden Vermögenswert kein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen mehr zu erwarten ist, ist die Einnahme sofort ergebniswirksam als sonstiger betrieblicher Ertrag zu erfassen. Soweit Erlöse von weiteren ungewissen zukünftigen Bedingungen abhängen, wie zum Beispiel von dem Überschreiten bestimmter Liefermengen, oder dem Erwerber Rücktrittsrechte zustehen, deren Ausübungswahrscheinlichkeit vom aap-Konzern nicht eingeschätzt werden kann, werden diese Erlöse erst mit Eintritt der Bedingung realisiert. Kundenskonti und -rabatte sowie Warenrückgaben werden periodengerecht entsprechend den zugrunde liegenden Umsatzerlösen berücksichtigt. SteuernDer Ertragsteueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der Steuervorschriften der Länder, in denen die Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, berechnet, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden. Das Management überprüft regelmäßig die Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (tax base) und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (sog. Verbindlichkeitenmethode). Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, Steuergutschriften und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als damit verbundene wirtschaftliche Vorteile mit hinreichender Sicherheit genutzt werden können. Aktive latente Steuern für Steuerminderungsansprüche aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge werden, aufgrund der in der Vergangenheit bestehenden Verlusthistorie, wie im Vorjahr nur berücksichtigt, soweit sie bereits am Bilanzstichtag durch passive latente Steuern aus temporären Differenzen gedeckt sind, auch wenn sich durch die steuerlichen Verlustvorträge eine höhere Nutzungsmöglichkeit ergibt. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene latente Steuervorteile, die die Kriterien für einen gesonderten Ansatz zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht erfüllen, werden in Folgeperioden angesetzt, sofern sich dies aus neuen Informationen über Fakten und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden, ergibt. Die Anpassung wird entweder als Minderung des Geschäfts- oder Firmenwerts behandelt, sofern diese während des Bewertungszeitraums entsteht und solange sie den Geschäfts- oder Firmenwert nicht übersteigt, oder im Ergebnis. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden nur dann erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen auch tatsächlich gewährt werden. Zugewendete Investitionszuschüsse und Investitionszulagen werden als Sonderposten für Investitionszuschüsse unter den Schulden passiviert. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt linear entsprechend der gewichteten Nutzungsdauer der begünstigten Vermögenswerte. Andere Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der nötig ist, um sie den entsprechenden Aufwendungen, für deren Ausgleich sie bestimmt sind, zuzuordnen. Zuwendungen, die für den Ausgleich von bereits entstandenen Aufwendungen vereinnahmt werden, werden erfolgswirksam in der Periode der Anspruchsentstehung erfasst. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene GeschäftsbereicheDie Klassifizierung kommt ausschließlich für langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten und Schulden (Disposal Group) zur Anwendung, die zur Veräußerung vorgesehen und verfügbar sind und deren zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen nicht in der fortgesetzten Nutzung besteht. Weitere Voraussetzungen für die Klassifizierung gem. IFRS 5.7 sind sowohl der Beschluss des Managements zur Veräußerung als auch die erwartete Umsetzung innerhalb eines Jahres. Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, es sei denn, die in der Disposal Group dargestellten Posten fallen nicht unter die Bewertungsregeln des IFRS 5. Soweit es sich um einen wesentlichen Geschäftszweig oder geographischen Geschäftsbereich handelt, der im Rahmen eines abgestimmten Planes veräußert wird, ist eine Darstellung als "aufgegebener Geschäftsbereich" geboten. Zudem muss es sich dabei um eine zahlungsmittelgenerierende Einheit oder eine Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten handeln. Alle betroffenen Vermögenswerte werden unmittelbar vor der Umklassifizierung einem Wertminderungstest unterzogen. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand wird zunächst dem Geschäfts- und Firmenwert und dann anteilig den abgehenden Vermögenswerten und Schulden zugerechnet. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Beizulegender ZeitwertDer beizulegende Zeitwert ist der Marktpreis den das Unternehmen im Rahmen einer regulären Transaktion am Bewertungsstichtag beim Verkauf des Vermögenswerts erhält oder der für die Übertragung einer Schuld entrichtet werden muss. Dabei wird als relevanter Markt entweder der Markt mit dem größten Umsatzvolumen oder der für das Unternehmen vorteilhafteste Markt unterstellt. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld berücksichtigt der aap-Konzern bestimmte Merkmale des Vermögenswerts oder der Schuld (bspw. Zustand und Standort des Vermögenswerts oder Verkaufs- und Nutzungsbeschränkungen), wenn Marktteilnehmer diese Merkmale bei der Preisfestsetzung für den Erwerb des jeweiligen Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld zum Bewertungsstichtag ebenfalls berücksichtigen würden. Im vorliegenden Konzernabschluss wird der beizulegende Zeitwert für die Bewertung grundsätzlich auf dieser Grundlage ermittelt. Davon ausgenommen sind u.a.:
Der beizulegende Zeitwert ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen, wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt nach folgender Maßgabe:•
Immaterielle VermögenswerteDie Immateriellen Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bilanziert. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, weisen eine begrenzte Nutzungsdauer auf und werden planmäßig linear abgeschrieben. Die unter den Sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden über eine Nutzungsdauer von drei bis zwölfeinhalb Jahren abgeschrieben; die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Kundenbeziehungen werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Entwicklungskosten für ein neues Produkt oder Verfahren werden als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern nachfolgende Voraussetzungen nachweisen kann:
Die aktivierten Entwicklungskosten beinhalten auch Fremdkapitalkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig linear über die Nutzungsdauer von zehn bis 15 Jahren ab dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Verwendungsmöglichkeit abgeschrieben. Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode ihrer Entstehung erfasst. Bei Geschäfts- oder Firmenwerten sowie bei aktivierten Entwicklungskosten, die noch nicht genutzt werden werden unabhängig von konkreten Anzeichen jährliche Wertminderungstests durchgeführt. Vermögenswerte, außer dem Geschäfts- und Firmenwert, werden zugeschrieben, soweit der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, wobei der durch die Zuschreibung erhöhte Buchwert die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht übersteigen darf. Wertminderungen und Zuschreibungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, es sei denn sie sind Ergebnis einer Neubewertung. Solche Wertminderungen und -steigerungen werden direkt im Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage erfasst. Immaterielle Vermögenswerte werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag der Vermögenswerte deren Buchwert unterschreitet. Immaterielle Vermögenswerte werden im Zeitpunkt des Abgangs oder, wenn kein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen mehr zu erwarten ist ausgebucht. SachanlagenSachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der Sachanlagen umfassen Vollkosten. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, soweit diese im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes stehen. Im Wege des Finanzierungsleasings finanzierte Sachanlagen werden in Höhe des beizulegenden Zeitwertes bzw. des niedrigeren Barwerts der Leasingraten aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder wenn aus der weiteren Nutzung oder der Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr zu erwartet ist. Der aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierende Gewinn oder Verlust wird als Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst. Sachanlagen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn die erzielbaren Beträge der Vermögenswerte deren Buchwerte unterschreiten. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der langfristigen Vermögenswerte werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und ggf. prospektiv angepasst. FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind alle Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Berichterstattung gem. IFRS 7 erfolgt unter G Finanzinstrumente. a) Finanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als
Die Zuordnung erfolgt im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes und hängt von der Art und Verwendung der finanziellen Vermögenswerte ab. Der Ansatz und die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt zum Handelstag, wenn es sich um Vermögenswerte handelt, deren Lieferung innerhalb des für den relevanten Markt üblichen Zeitrahmens erfolgt. Handelstag ist der Zeitpunkt, zu dem alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an dem Vermögenswert verbunden sind, übertragen werden oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert abgegeben wird. Die Erstbewertung erfolgt für alle Kategorien zum beizulegenden Zeitwert. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb von finanziellen Vermögenswerten zuzurechnen sind und die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten mindern die direkt zurechenbaren Transaktionskosten den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte hängt von ihrer Kategorisierung ab. Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Die Folgebewertung von Krediten und Forderungen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich eventueller Wertminderungen. Die Wertminderungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf gesonderten Wertberichtigungskonten erfasst. Erträge, die sich aus der Anwendung der Effektivzinsmethode ergeben, werden erfolgswirksam als Zinserträge ausgewiesen. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Die Folgebewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sofern dieser verlässlich ermittelbar ist Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden ergebnisneutral im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage) erfasst. Bei Veräußerung wird der Gewinn oder Verlust erfolgswirksam realisiert. Liegen objektive substanzielle Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben. Im Konzernabschluss der aap zum 31.12.2014 werden finanzielle Vermögenswerte als "Kredite und Forderungen" oder als "Zur Veräußerung verfügbar" ausgewiesen. Die in den finanziellen Vermögenswerten enthaltene Beteiligung, die nach IAS 39 als "zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert wurde, wird aufgrund eines fehlenden aktiven Marktes und da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes benötigten Informationen lagen abweichend zum Vorjahr nicht vor. b) Finanzielle VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder als
klassifiziert. Die Klassifizierung erfolgt beim erstmaligen Ansatz. Die Erstbewertung erfolgt stets zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten wird durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbaren Restlaufzeiten marktüblichen Zinsen bewertet. Die Ausführungen zur Behandlung der Transaktionskosten gelten sinngemäß auch für die finanziellen Verbindlichkeiten. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte hängt von ihrer Kategorisierung ab. Die Folgebewertung der Kategorie "Übrige finanzielle Verbindlichkeiten" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrundeliegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. In diesem Konzernabschluss werden ausschließlich "Übrige finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Der aap-Konzern verfügt nur über originäre Finanzinstrumente. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsorientierten Vollkosten; sie werden auf der Grundlage der Normalbeschäftigung ermittelt. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Produktionsgemeinkosten. Hierzu zählen die Material- und Fertigungsgemeinkosten und die produktionsbezogenen Verwaltungskosten sowie lineare Abschreibungen auf die Produktionsanlagen. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des FIFO-Verfahrens als Verbrauchsfolgefiktion. Bestandsrisiken, die sich aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte werden angesetzt. Der Nettoveräußerungspreis ist der geschätzte im normalen Geschäftsgang erzielbare Veräußerungserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der Vertriebskosten. Soweit bei in früheren Perioden abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert wieder gestiegen ist, wird die Wertaufholung als Bestandsveränderung erfasst. FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die sich auf qualifizierte immaterielle Vermögenswerte (aktivierte Entwicklungskosten) beziehen, werden aktiviert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDer Posten umfasst Kassenbestände und Bankguthaben. Anteilsbasierte VergütungDas konzerninterne Aktienoptionsprogramm wird als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Die an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung gewährten Aktienoptionen werden einerseits als Personalaufwand und andererseits als Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe des beizulegenden Zeitwerts erfasst. Die Zuführung in die Kapitalrücklage erfolgt über den Leistungszeitraum, der der vertraglich vereinbarten Sperrfrist von zwei Jahren bis fünf Jahren entspricht. Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen Aktienoptionen wird zum Zeitpunkt ihrer Gewährung (grant date) mit Hilfe eines Optionspreismodells ermittelt. Einzelheiten sind unter den F. 13 Anteilsbasierte Vergütungen erläutert. RückstellungenRückstellungen werden für am Bilanzstichtag bestehende rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die auf einem Ereignis der Vergangenheit beruhen, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Die ursprüngliche Schätzung der Kosten wird jährlich überprüft. Soweit der Abzinsungseffekt wesentlich ist, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Fall einer Abzinsung wird die durch den Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellung als Finanzaufwand erfasst. Sonstige Vermögenswerte und VerbindlichkeitenSonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beruhen nicht auf einer vertraglichen Grundlage zwischen Unternehmen oder werden nicht durch flüssige Mittel oder finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten beglichen. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten ggf. nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen, die sich an dem tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren, bilanziert. LeasingverhältnisseLeasingverhältnisse werden entweder als "finance lease" oder als "operating lease" klassifiziert. Transaktionen werden als "finance lease" behandelt, wenn der Konzern als Leasingnehmer alle Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstandes trägt und ihm daher das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist. In diesem Fall werden der Leasinggegenstand und die korrespondierende Verbindlichkeit bilanziert. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert der Leasingrate angesetzt. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungsaufwendungen und Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, sodass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz ergibt. Die Finanzierungsaufwendungen werden aufwandswirksam im Finanzergebnis erfasst. Im Rahmen des "operating lease" wird der Leasinggegenstand nicht aktiviert und die Leasingzahlungen werden zum Zeitpunkt ihrer wirtschaftlichen Verursachung aufwandswirksam erfasst. Eventualverbindlichkeiten; EventualforderungenEventualforderungen und -verbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Forderungen oder Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcenzu- oder -abfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie werden in der Bilanz nicht erfasst. Die angegebenen Verpflichtungsvolumina bei den Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Eventualforderungen bestanden zum Abschlussstichtag nicht. Änderungen der RechnungslegungsmethodenIm Geschäftsjahr 2014 wurde durch eine Verlautbarung des IFRS IC eine bislang von der aap für zulässig gehaltene Rechnungslegungsmethode zur Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge für nicht mehr anwendbar erklärt. Die Methode zur Aktivierung der steuerlichen Verlustvorträge wurde daher von der aap unter Berücksichtigung der in Deutschland geltenden Mindestbesteuerung angepasst. Zum 1.1.2013 wurde ein Betrag in Höhe von 1.819 TEUR aufgrund der Änderung der Bilanzierungsmethode erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Das Bilanzergebnis wurde damit zum 01.01.2013 von 749 TEUR auf -1.070 TEUR vermindert. Die Vorjahreszahlen für den nach der Saldierung mit aktivierten Verlustvorträgen bilanzierten Betrag der passiven latenten Steuern wurden unter Darstellung der Bilanz zum 1.1.2013 um 1.819 TEUR (von 2.090 TEUR auf 3.909 TEUR) auf und zum 31.12.2013 um 1.412 TEUR (von 0 TEUR auf 1.412 TEUR angepasst. In der Gesamtergebnisrechnung resultierte daraus im Geschäftsjahr 2013 ein Steuerertrag in Höhe von 407 TEUR, der ebenfalls in der Darstellung der Gesamtergebnisrechnung berücksichtig wurde. Neue und geänderte Standards und Interpretationen ohne Auswirkung auf den KonzernDie nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die neuen und geänderten Standards, die für den Konzern relevant sein könnten und die im Geschäftsjahr in EU-IFRS -Abschlüssen verbindlich anzuwenden waren (EU- Endorsement). Aus den Änderungen ergeben sich keine oder nur unwesentliche Auswirkungen auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Veröffentlichte, noch nicht verpflichtend anzuwendende StandardsDie nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über neue und geänderte Standards, die für den Konzern relevant sein könnten und die erst für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die nach dem 01.01.2014 beginnen. Die aap Implantate AG wendet diese noch nicht an. Die Auswirkungen der nachfolgenden Standards und Interpretationen auf den aap-Konzernabschluss werden derzeit geprüft.
C. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenDie vom Management getroffenen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Höhe der ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und (Eventual-)Schulden aus. Die damit verbundenen Unsicherheiten können in späteren Perioden zu Anpassungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten können entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" bewertete Verbindlichkeit angesetzt werden. aap bewertet grundsätzlich sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Die im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses vom Management getroffenen Schätzungen und Annahmen, für die ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich werden kann, werden nachfolgend erläutert. Die erstmalige Aktivierung von Entwicklungskosten basiert auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Bei der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge und für den jährlichen Wertminderungstest sind Annahmen über die Höhe der zu erwartenden künftigen Cash-Flows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens zu treffen. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten beträgt zum 31.12.2014 13.118 TEUR (Vorjahr: 12.074 TEUR). Die im Berichtsjahr erreichten Projektfortschritte und die bisherige Kundenresonanz bestätigen die Einschätzungen hinsichtlich der künftigen Erlöse. Unsicherheiten hinsichtlich künftiger Marktanteile und künftiger Gewinnmargen bestehen jedoch -auch vor dem Hintergrund der steigenden Zulassungsanforderungen - und können zu einem Anpassungsbedarf in den folgenden Geschäftsjahren führen. Weitere Hinweise sind auch dem Risikobericht im Lagebericht (unter Punkt D) zu entnehmen. Geschäfts- und Firmenwerte sowie aktivierte Entwicklungskosten, werden jährlich Wertminderungstests unterzogen. Für die Bestimmung möglicher Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE), welcher dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Für die Berechnungen des Nutzungswerts sind die künftigen Cash-Flows der ZGE und die geeigneten Abzinsungsfaktoren für die Barwertermittlung zu bestimmen. Dies ist notwendigerweise mit Schätzungen und Annahmen verbunden. Hierzu zählen vor allem Marktentwicklungen einschließlich der Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen, künftige medizinische Entwicklungen, Wachstumsraten, Verkaufspreise, gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten und Steuersätze. Die Cash-Flow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf den vom Management vorgenommenen Einschätzungen zukünftiger Entwicklungen. Diese Prämissen und die zugrundeliegende Methodik können erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und auf die Höhe möglicher Wertminderungen haben. Zum 31.12.2014 beträgt der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts 1.568 TEUR (Vorjahr: 1.568 TEUR). Die Ermittlung der Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen erfolgt in Abhängigkeit von der Altersstruktur sowie durch Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen über das kundenspezifische Kredit- und Ausfallrisiko. Wertberichtigungen sind zum Stichtag in Höhe von 237 TEUR ausgewiesen. Bei der Bemessung von Rückstellungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich zukünftiger Kostensteigerungen und hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit. Der Buchwert der Rückstellungen am 31.12.2014 beträgt 412 TEUR (Vorjahr: 257 TEUR). Der Personalaufwand aus der Gewährung anteilsbasierter Vergütungen wird im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die in das Bewertungsverfahren einfließenden Parameter wie Optionslaufzeit, Volatilität, Fluktuation oder Ausübungswert wurden Annahmen getroffen, die unter F. 12 Anteilsbasierte Vergütung detailliert dargestellt sind. Bei der Bilanzierung von Ertragsteuern bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften, Änderungen des Steuerrechts und der Auffassung der Finanzverwaltung. Darüber hinaus können die steuergesetzlichen Regelungen auch unterschiedlichen Interpretationen von Steuerpflichtigen und Finanzbehörden unterliegen, die ggf. erst durch höchstrichterliche Rechtsprechung entschieden werden. Es ist daher möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. der künftigen Änderungen solcher Annahmen Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Bei der Bilanzierung von Ertragsteuern bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften, Änderungen des Steuerrechts und der Auffassung der Finanzverwaltung. Darüber hinaus können die steuergesetzlichen Regelungen auch unterschiedlichen Interpretationen von Steuerpflichtigen und Finanzbehörden unterliegen, die ggf. erst durch höchstrichterliche Rechtsprechung entschieden werden. Es ist daher möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. der künftigen Änderungen solcher Annahmen Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierung künftiger Steuervorteile mit hinreichender Sicherheit gewährleistet erscheint. Dabei werden u. a. die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit und die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen einbezogen unter Berücksichtigung der in Deutschland geltenden Mindestbesteuerung. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden und damit die tatsächliche Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern kann allerdings von der Einschätzung im Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern deutlich abweichen. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen am Bilanzierungsstichtag und der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung des aap-Konzerns unter Berücksichtigung der als realistisch unterstellten künftigen Entwicklung seines wirtschaftlichen Umfeldes. Soweit sich diese Rahmenbedingungen abweichend entwickeln, werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Nach den Erkenntnissen im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen; eine notwendige Anpassung der Buchwerte der angesetzten Vermögenswerte und Schulden ist daher für das Geschäftsjahr 2015 nicht zu erwarten. D. Unternehmenszusammenschlüsse, Erwerb und Veräußerung von AnteilenGründung von TochterunternehmenAm 24.09.2014 ist die aap Implants Inc., Delaware, USA gegründet worden. Die aap Implantate AG hält sämtliche Anteile an der Gesellschaft. Es handelt sich um eine reine Vertriebsgesellschaft für den amerikanischen Markt. In 2014 gab es noch keine wirtschaftlichen Aktivitäten mit Wirkung auf den Konzern. Veräußerung von TochterunternehmenAm 04.03.2014 wurde mit Wirkung zum 28.02.2014 die Veräußerung der European Medical Contract Manufacturing B.V. (EMCM) zu einem Kaufpreis von 18 Mio. EUR an ein Private Equity Unternehmen notariell beurkundet. Damit wurde das gesamte Auftragsfertigungsgeschäft des aap-Konzerns verkauft, das in der EMCM gebündelt war. Aus der Veräußerung resultiert ein Entkonsolidierungsverlust in Höhe von 4.033 TEUR, der in der Gesamtergebnisrechnung dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet wurde. 4.015 TEUR des Veräußerungsverlustes wurden bereits zum 31.12.2013 als Wertberichtigung auf den Firmenwert in den Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erfasst. Die Forderung aus dem Kaufpreis wurde in drei Raten bis zum 30.04.2014 vollständig beglichen. Die aus dem Verkauf generierten Zahlungsmittelzuflüsse wurden in der Kapitalflussrechnung unter dem Cashflow aus Investitionstätigkeit gezeigt. Der Zahlungsmittelzufluss zum Stichtag ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
Da die EMCM am 28.02.2014 veräußert wurde, sind die zum 31.12.2013 als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten nicht mehr in der Bilanz zum Stichtag enthalten. Die Hauptgruppen der Vermögenswerte und Schulden des aufgegebenen Geschäftsbereichs setzten sich zum 28.02.2014 und 31.12.2013 wie folgt zusammen:
Liquidation von TochterunternehmenDie OSARTIS Verwaltungs-GmbH wurde mit Wirkung zum 31.01.2014 liquidiert. Aus der Entkonsolidierung ergibt sich ein Entkonsolidierungerfolg von 3 TEUR. Veränderungen von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten UnternehmenGemeinschaftsunternehmenMit notariellem Vertrag vom 30.05.2014 wurden die verbliebenen 50% der Geschäftsanteile an dem Dental Joint Venture, aap BM productions GmbH, für 1 Mio. EUR an die botiss medical AG verkauft. Als Ergebnis dieser Transaktion wird die aap Biomaterials GmbH zum OEM-Hersteller von Knochenzementen und Mischsystemen. E. Erläuterungen zur Konzern-GesamtergebnisrechnungAlle Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich ausschließlich auf den fortgeführten Bereich. 1. Umsatzerlöse
Im Geschäftsjahr 2014 entfallen Umsatzerlöse in Höhe von 9.512 TEUR (Vorjahr: 9.591 TEUR) auf drei Hauptkunden der Gesellschaft. 2. Aktivierte Eigen- und EntwicklungsleistungenBei den aktivierten Eigen- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 2.027 TEUR (Vorjahr: 1.742 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Aktivierungen im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten. 3. Sonstige betriebliche Erträge
4. Materialaufwand
5. Personalaufwand
Der aap-Konzern leistet beitragsorientierte Altersversorgungsaufwendungen aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen an staatliche Rentenversicherungsträger. Über diese Zahlungen hinaus bestehen für den Konzern keine weiteren Leistungsverpflichtungen.
*
Vorjahr um Auszubildende bereinigt 6. AbschreibungenAuf Sachanlagen entfallen planmäßige Abschreibungen im fortgeführten Geschäftsbereich in Höhe von 1.048 TEUR (Vorjahr: 881 TEUR) und auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.273 TEUR (Vorjahr: 1.142 TEUR). 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
8. Finanzergebnis
9. KursdifferenzenDie in der Rechnungsperiode ergebniswirksam verrechneten Kursdifferenzen betragen:
10. ErtragsteuernIn der Gewinn- und Verlustrechnung wurden nachfolgende Ertragsteuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen erfasst:
Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 30,2 % (Vorjahr: 30,2 %) herangezogen, der aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuerschuld und dem Gewerbeertragsteuersatz von 14,4 % resultiert. Der Ertragsteueraufwand nach IFRS lässt sich wie folgt auf den theoretischen Steueraufwand überleiten.
11. Ergebnis je Aktie nach IAS 33Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das auf die Aktien entfallende Ergebnis nach Steuern durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der Aktien dividiert wird. Ein verwässernder Effekt ergibt sich aus den anteilsbasierten Vergütungsprogrammen.
F. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz1. Immaterielle Vermögenswerte
Die langfristigen immateriellen Vermögenswerte befinden sich ausschließlich in Deutschland. Es bestehen keinerlei Verfügungs- oder Nutzungsbeschränkungen. Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus verschiedenen Akquisitionen in der Vergangenheit:
Die Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt jeweils im Erwerbszeitpunkt auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die den größten erwarteten Nutzen aus den Unternehmenszusammenschlüssen aufweisen. Alle im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Geschäfts- und Firmenwerte sind dem Bereich Biomaterialien zugeordnet. Der aap-Konzern prüft den bilanzierten Geschäfts- und Firmenwert durch Gegenüberstellung des Buchwerts und des erzielbaren Betrags aus den entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jährlich zum Stichtag 31.12. auf Werthaltigkeit. Der im Konzernabschluss in Höhe von 1.568 TEUR ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert ist der zahlungsmittelgenerierenden Einheit aap Biomaterials GmbH zugewiesen worden. Bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde auf den Nutzungswert abgestellt. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cash-Flows, die voraussichtlich mit einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden können. Für den danach verbleibenden Firmenwert in Höhe von 1.568 TEUR ist die Werthaltigkeit aufgrund der guten Ertragslage der aap Biomaterials GmbH hinreichend nachgewiesen. Zudem wurde die Werthaltigkeit auf Basis einer vier Jahresplanung und einem Diskontierungssatz von 11,0% analog zum Vorjahr getestet. Der Diskontierungszins nach Steuern beträgt 7,63 % (Vorjahr 7,2%). Hinweise auf einen Wertminderungsbedarf haben sich nicht ergeben. EntwicklungskostenDie Zugänge zu Entwicklungskosten im fortgeführten Geschäftsbereich beinhalten direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten in Höhe von 119 TEUR (Vorjahr: 186 TEUR), die auf Basis des durchschnittlichen Konzernfinanzierungskostensatzes von 2,64 % (Vorjahr: 4,41 %) ermittelt wurden. Die Zugänge bei den Entwicklungskosten betreffen im Wesentlichen die folgenden Projekte:
Darüber hinaus sind weitere Forschungs- und Entwicklungsleistungen entweder von externen Anbietern oder durch Einsatz eigener Personalkapazitäten in Höhe von 1.668 TEUR angefallen (Vorjahr: 1.802 TEUR). Daneben führte der aap-Konzern eine jährliche Prüfung auf Wertminderung der Entwicklungsprojekte zum 31.12.2014 durch Bestimmung der Nutzungswerte durch. Der Nutzungswert eines Entwicklungsprojekts ist der Barwert der künftigen Cash-Flows, die voraussichtlich mit dem Projekt künftig erzielt werden können. Er wird aus unternehmensinterner Sicht bestimmt. Der Bestimmung des Nutzungswerts liegen Cash-Flow-Planungen bis zum Ende der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde. Die antizipierten Umsätze basieren auf einem vom Vorstand genehmigten Planungshorizont von vier Jahren. Die Bruttogewinnmargen sind, soweit möglich aus den historischen Daten vergleichbarer Produkte abgeleitet oder beruhen auf Annahmen des Vorstands. Die verwendeten Diskontierungssätze wurden dem Risiko der zugrunde liegenden Entwicklungsprojekte vorhabenspezifisch aus Marktdaten abgeleitet und betragen zwischen 12,3 % und 23,7 % p.a. vor (Vorjahr : zwischen 11,8 % und 21,7 %) und zwischen 6,7 % und 9,84% p.a. nach Steuern (Vorjahr: zwischen 7,3 % und 11,7%). 2. Sachanlagen
Der Buchwert der geleasten Sachanlagen zum 31.12.2014 beträgt 274 TEUR (Vorjahr: 302 TEUR). Die Verpflichtungen des Konzerns aus diesen Finanzierungsleasingverhältnissen in Höhe von 190 TEUR (Vorjahr: 255 TEUR) sind durch Rechte der Leasinggeber an den Leasinggegenständen besichert. Der Buchwert der zur Sicherung von Verbindlichkeiten übertragenen Sachanlagen beträgt 2.082 TEUR (Vorjahr: 2.029 TEUR). Die Sachanlagen befinden sich im Geschäftsjahr ausschließlich in Deutschland. 3. Nach der At- Equity Methode bilanzierte FinanzanlagenDie Buchwerte der At-Equity bewerteten Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Anteile an der BM productions GmbH wurden im Berichtsjahr in vollem Umfang veräußert. Der Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen betrifft die aap Joints GmbH mit Sitz in Berlin. aap Implantate AG ist mit 33% an der aap Joints GmbH beteiligt. Die aap Joints GmbH führt das Engagement der aap Implantate AG im Bereich Endoprothetik fort und entwickelt das Produktportfolio weiter. Die nachfolgende Tabelle zeigt die 100%-Werte der Vermögenswerte und Schulden sowie die Erträge, die Aufwendungen und das Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen (Vorjahr: assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen).
4. Finanzielle VermögenswerteDie als Finanzielle Vermögenswerte ausgewiesene Beteiligung gehört der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" an.
Im Berichtsjahr erfolgten im Rahmen einer Kapitalherabsetzung Rückzahlungen in Höhe von 46 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). 5. Latente Steuerforderungen, Latente SteuerverbindlichkeitenDie latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den folgenden Bilanzposten:
Der Gesamtbetrag der nach Saldierung bilanzierten latenten Steuern gliedert sich wie folgt:
Der Betrag der körperschaftsteuerlichen bzw. gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche aktiviert wurden, beläuft sich zum Ende des Berichtsjahres auf rund 13,9 Mio. EUR bzw. 13,7 Mio. EUR (Vorjahr: 13,7 Mio. EUR bzw. 13,5 Mio. EUR). Diese steuerlichen Verlustvorträge verfallen nicht und können unter Berücksichtigung der Regelungen der Mindestbesteuerung zeitlich unbegrenzt mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen der Unternehmen, in denen die Verluste entstanden sind, oder mit zu versteuernden Einkommen anderer Konzerngesellschaften innerhalb des steuerlichen Organkreises verrechnet werden. Der steuerliche Organkreis umfasst im Berichtsjahr die aap Implantate AG und die aap Biomaterials GmbH. Die Verlustvorträge bestehen jedoch bei Konzernunternehmen mit einer Verlusthistorie. Diese Konzernunternehmen verfügen nicht über ausreichende zu versteuernde temporäre Differenzen oder Steuergestaltungsmöglichkeiten, die derzeit zu einem vollumfänglichen Ansatz latenter Steueransprüche führen könnten. Die im Zusammenhang mit der Konsolidierung entstehenden aktiven latenten Steuern wurden auf Basis eines durchschnittlichen Konzernsteuersatzes von 30,2 % (Vorjahr: 30,2 %) ermittelt. 6. Vorräte
Die Wertberichtigungen auf Vorräte, die in dem Materialaufwand ausgewiesen werden, entwickelten sich folgendermaßen:
Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt 532 TEUR (Vorjahr: 395 TEUR). Zur Sicherung von Verbindlichkeiten wurden keine Vorräte (Vorjahr: 0 TEUR) übertragen. Im Berichtsjahr 2014 fanden keine Wertaufholungen (Vorjahr: 114 TEUR) statt, da sich die Umstände, die in Vorjahren zu einer Wertminderung führten, geändert haben. 7. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Wertminderungen betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt 9.299 TEUR (Vorjahr: 7.036 TEUR). Davon waren, wie auch im Vorjahr, sämtliche Forderungen innerhalb eines Jahres fällig. Bei voraussichtlichen Zahlungsschwierigkeiten der Kunden werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen, bedingt durch allgemeine Zins-, Bearbeitungs- und Kreditrisiken gebildet. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden, entwickelten sich folgendermaßen:
Zum 31.12.2014 stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel gegenüber inländischen Kunden eine Fälligkeit von 30 bis 45 Tagen. Forderungen gegenüber im Ausland ansässigen Kunden haben in der Regel eine Fälligkeit von 45 bis 120 Tagen. Für die nicht wertgeminderten, jedoch überfälligen Forderungen liegen zum Abschlussstichtag keine Anzeichen vor, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Gegenwärtige und zukünftige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zur Besicherung der in Anspruch genommenen Betriebsmittelkreditlinie bis max. 4.500 TEUR abgetreten. Zum Bilanzstichtag betrug die Globalzession 0 TEUR (Vorjahr: 750 TEUR). 8. Forderungen aus DienstleistungsaufträgenDie Position enthält Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung.
Zum Stichtag waren 90% eines Teilauftrages (Definition der Design Anforderung) in Höhe von 1.112 TEUR für die Entwicklung eines vorgefertigten Mischsystems abgeschlossen. 9. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die Forderung aus Garantieverletzung des Vorjahres bestand gegenüber den einbringenden Gesellschaftern der Anteile an der CORIMED Kundenorientierte Medizinprodukte GmbH, der CORIPHARM Medizinprodukte-Verwaltungs-GmbH und der CORIPHARM Medizinprodukte GmbH & Co. KG. Diese wurde im Berichtsjahr eingefordert und vollständig ausgeglichen. Von den finanziellen Vermögenswerten waren 863 TEUR innerhalb eines Jahres fällig (Vorjahr: 1.403 TEUR). Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) sind innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig. Die Wertberichtigungen auf Sonstige finanzielle Vermögenswerte, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden entwickelten sich folgendermaßen:
Zum 31.12.2014 stellt sich die Altersstruktur der Sonstigen finanziellen Vermögenswerte wie folgt dar:
10. Sonstige Vermögenswerte
Die Steuererstattungsansprüche betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuerguthaben. Die Sonstigen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert. Die Forderungen aus Ertragsteuern belaufen sich zum 31. Dezember 2014 auf 8 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR). 11. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen auch für Zwecke der Kapitalflussrechnung ausschließlich Bank- und Kassenbestände in Höhe von 12.165 TEUR (Vorjahr: 1.580 TEUR). 12. EigenkapitalDas Gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum 31.12.2014 30.670.056,00 EUR (Vorjahr: 30.670.056,00 EUR) und war in 30.670.056 (Vorjahr: 30.670.056) Inhaberstückaktien zu einem Nennbetrag von 1,00 EUR (Vorjahr: 1,00 EUR) eingeteilt und voll eingezahlt. Die gesetzliche Rücklage beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 41.703,95 EUR und übersteigt gemeinsam mit der Kapitalrücklage den zehnten Teil des Grundkapitals. Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien, freiwillige Zuzahlungen von Gesellschaftern sowie Einlagen der Gesellschafter aus der Ausgabe von Aktienoptionen. Bedingtes KapitalZum 31. Dezember 2014 verfügte die aap Implantate AG über bedingtes Kapital von bis zu insgesamt nominal 2.849.100,00 EUR bzw. bis zu 2.849.100 Aktien zur Erfüllung von ausgeübten Aktienoptionen, die im Rahmen verschiedener Aktienoptionsprogramme ausgegeben wurden. Im Einzelnen: Die Hauptversammlung vom 29.09.2008 hatte die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.200.000. 00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.200.000 Stück neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft beschlossen. Die neuen Aktien sind gewinnberechtigt ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden (Bedingtes Kapital 2008/I). Zuletzt hat die Hauptversammlung vom 06.07.2012 das bedingte Kapital 2008/I teilweise aufgehoben. Das Grundkapital der Gesellschaft ist somit noch um bis zu 602.500 EUR durch Ausgabe von bis zu 602.500 Stück neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien der Gesellschaft bedingt erhöht. Das bedingte Kapital 2008/I dient der Erfüllung von ausgeübten Optionsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29.09.2008 bis zum 28.09.2013 gewährt wurden. Die Hauptversammlung vom 16.07.2010 hatte die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.486.000. 00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.486.000 Stück neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft beschlossen. Die neuen Aktien sind gewinnberechtigt ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden (Bedingtes Kapital 2010/I). Die Hauptversammlung vom 06.07.2012 hat das bedingte Kapital 2010/1 in Höhe von 139.400,00 EUR aufgehoben. Das Grundkapital der Gesellschaft ist somit noch um bis zu 1.346.600,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.346.600 Stück neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht. Das bedingte Kapital 2010/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16.07.2010 bis zum 19.12.2011 gewährt wurden. Die Hauptversammlung vom 06.07.2012 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 300.000. 00 EUR durch Ausgabe von bis zu 300.000 Stück neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft beschlossen. Die neuen Aktien sind gewinnberechtigt ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden (Bedingtes Kapital 2012/I). Das bedingte Kapital 2012/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 06.07.2012 bis zum 19.12.2014 gewährt wurden. Die Hauptversammlung vom 14.06.2013 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 300.000. 00 EUR durch Ausgabe von bis zu 300.000 Stück neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft beschlossen. Die neuen Aktien sind gewinnberechtigt ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden (Bedingtes Kapital 2013/I). Das bedingte Kapital 2013/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14.06.2013 bis zum 19.12.2015 gewährt werden. Die Hauptversammlung vom 13.06.2014 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 300.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 300.000 Stück neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft beschlossen. Die neuen Aktien sind gewinnberechtigt ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden (Bedingtes Kapital 2014/I). Das bedingte Kapital 2014/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 13.06.2014 bis zum 18.12.2016 gewährt werden. ErmächtigungenDurch Beschlüsse der Hauptversammlung vom 29.09.2008, 16.07.2010, 06.07.2012, 14.06.2013 und 13.06.2014 wurde der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat ermächtigt Aktienoptionsprogramme aufzulegen und innerhalb definierter Ausgabezeiträume an einen berechtigten Personenkreis Aktienoptionen auszugeben. Derzeit bestehen Ermächtigungen noch gemäß den Hauptversammlungsbeschlüssen vom 14.06.2013 und 13.06.2014. Die Ausübungsbedingungen werden unter F. 13. Anteilsbasierte Vergütungen dargestellt. Eigene AktienDurch Beschluss der Hauptversammlung vom 13.06.2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien bis zu einem rechnerischen Anteil von 10 % des zur Zeit der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte auf Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 12.06.2019. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots. Genehmigtes KapitalZum 31. Dezember 2014 verfügte die aap Implantate AG über genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 15.335.028 EUR, das in Teilbeträgen mit unterschiedlichen Befristungen von bis zu 15.335.028 Inhaberstückaktien ausgegeben werden kann. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13.06.2014 wurde das genehmigte Kapital 2007/I gestrichen, da es durch Zeitablauf erloschen ist, und das genehmigte Kapital 2009/I aufgehoben.
Die Voraussetzungen für die Erhöhung des genehmigten Kapitals sind in allen Tranchen annähernd identisch. Das Grundkapital der Gesellschaft kann einmalig oder mehrfach gegen Bar- oder Sacheinlagen erhöht werden. Genehmigtes Kapital 2010/I und 2012/I:Das Bezugsrecht der Aktionäre kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden a) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, b) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG), c) zur Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz), d) zur Ausgabe an strategische Partner, e) zur Bezahlung von Beratungsdienstleistungen, f) zur Ausgabe an Kreditgeber anstelle von Zinszahlungen in bar oder zusätzlich zu solchen (sog. "equity kicker"), insbesondere im Rahmen von Mezzanine- Finanzierungen, g) zur Tilgung von Darlehens- oder sonstigen Verbindlichkeiten. Genehmigtes Kapital 2014/I:Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten; sie können auch von einem oder mehreren Kreditinstitut(en) oder einem oder mehreren ihnen gleichgestellten Institut(en) mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden a) bis zu einem Betrag, der 10 % des bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Betrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese 10%-Grenze werden die Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung nach § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG erworben und unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Ferner sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden; b) zum Zwecke der Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere durch den Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder durch Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände, wenn der Erwerb oder die Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt und gegen die Ausgabe von Aktien vorgenommen werden soll; c) soweit es erforderlich ist, um Inhabern von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- bzw. Optionsrechts zustehen würde; d) um Spitzenbeträge auszugleichen. 13. Anteilsbasierte VergütungenDie wesentlichen Bedingungen der im Geschäftsjahr gültigen Programme sind in nachfolgender Übersicht zusammengefasst:
Alle Optionsprogramme wurden in zwei oder mehr Tranchen ausgegeben.
Die Bandbreite der Ausübungspreise für die zum 31.12.2014 ausstehenden Aktienoptionen beläuft sich auf 1,00 EUR bis 1,78 EUR (Vorjahr: 1,00 EUR bis 1,78 EUR). Die beizulegenden Zeitwerte wurden im Vorjahr mittels eines Binomialmodells ermittelt. Im Rahmen der Ermittlung wurden die folgenden Parameter berücksichtigt:
In die Ermittlung der voraussichtlichen Optionslaufzeit ist die beste Schätzung des Vorstands hinsichtlich folgender Einflussfaktoren eingegangen: Nichtübertragbarkeit, Ausübungseinschränkungen, einschließlich der Wahrscheinlichkeit, dass die an die Option geknüpften Marktbedingungen erfüllt werden, und Annahmen zum Ausübungsverhalten. Die Volatilität wurde auf Basis von Wochenrenditen ermittelt. Die erwartete Volatilität der Aktie basiert auf der Annahme, dass von historischen Volatilitäten auf künftige Trends geschlossen werden kann, wobei die tatsächlich eintretende Volatilität der Aktie von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Zur Berücksichtigung frühzeitiger Ausübungseffekte wurde angenommen, dass die Mitarbeiter ihre ausübungsfähigen Optionen ausüben, wenn der Aktienkurs dem 1,4- bis 1,5-fachen des Ausübungspreises entspricht. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Anzahl und die gewichteten, durchschnittlichen Ausübungspreise (GDAP) sowie die Entwicklung der Aktienoptionen während des Geschäftsjahres.
Die am Ende des Geschäftsjahres ausstehenden Aktienoptionen haben eine gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von 5,2 Jahren (Vorjahr: 4,8 Jahre). Der im Berichtszeitraum erfasste Aufwand aus anteilsbasierter Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente betrug insgesamt 232 TEUR (Vorjahr: 201 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden keine Aktienoptionen an leitende Angestellte oder andere Mitarbeiter ausgegeben. Mit Erfüllung der Ausübungsvoraussetzungen wurden im Geschäftsjahr aus dem Aktienoptionsprogramm 2008 (Tranche I und II) 540.625 Aktienoptionen und 2010 (Tranche I und II) 457.000 Aktienoptionen ausgeübt. Die realisierten Vergütungen wurden durch Barausgleich erfüllt. Die Differenz zwischen dem jeweiligen Ausübungspreisen im Zusagezeitpunkt und im Ausübungszeitpunkt wurden entsprechend IFRS 2.43(a) nicht aufwandswirksam berücksichtigt. Die Kapitalrücklage wurde in Höhe von 1.409 TEUR gemindert. Der gewichtete durchschnittliche Aktienkurs am Tag der Ausübung betrug: 2,36 EUR bis 3,17 EUR (Vorjahr: 1,98 EUR). Am 19.12.2014 hat der Vorstand beschlossen, dass mit sofortiger Wirkung weitere Ausübungen nur durch den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten möglich sind. 14. Rückstellungen
15. VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Von den langfristigen Verbindlichkeiten (RLZ> 1 Jahr) in Höhe von 3.285 TEUR (Vorjahr: 3.088 TEUR) waren 2.384 TEUR (Vorjahr: 2.334 TEUR) verzinslich. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten (RLZ < 1 Jahr) in Höhe von insgesamt 7.152 TEUR (Vorjahr: 7.495 TEUR) waren 2.060 TEUR (Vorjahr: 2.634 TEUR) verzinslich. Die durchschnittliche Zinsbelastung lag bei rd. 2,6 % (Vorjahr: 4,4 %). Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten der aap-Gruppe bestehen gegenüber Kreditinstituten und lauten auf Euro. Zum 31.12.2014 bestanden folgende Fremdwährungsverbindlichkeiten:
Zum 31.12.2013 bestanden folgende Fremdwährungsverbindlichkeiten:
16. Entwicklungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber KundenUnter dem Posten Entwicklungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden werden Auftragskosten inklusive der zugehörigen Ergebnisbeiträge erfasst, die saldiert mit den korrespondierenden Anzahlungen zu einem Passivsaldo führen. Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Entwicklungsaufträgen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 25 TEUR).
17. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Mitarbeiterboni und Tantiemen in Höhe von 712 TEUR (Vorjahr: 885 TEUR), Verkaufsprovisionen und Lizenzzahlungen in Höhe von 323 TEUR (Vorjahr: 201 TEUR) und Verbindlichkeiten für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 30 TEUR (Vorjahr: 75 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betreffen Maschinen und sind durch die geleasten Vermögenswerte gesichert. Die vereinbarte Laufzeit der jeweiligen Verträge liegt im Schnitt bei 48-60 Monaten. Vertragsverlängerungsoptionen bzw. Optionen zum vorzeitigen Kauf sind vertraglich nicht vorgesehen. Der Zinssatz wurde für die gesamte Laufzeit des Leasingverhältnisses fest vereinbart und beträgt durchschnittlich rd. 3,8 % (Vorjahr: 3,7 %). 18. Sonstige Verbindlichkeiten
Die Personalverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Urlaubsansprüche. Die Verbindlichkeiten aus Steuern abzuführende Lohnabzugssteuern. Alle Personalverbindlichkeiten sind zum 31.03.2015 ausgeglichen. 19. SteuerverbindlichkeitenDie Steuerverbindlichkeiten betreffen Ertragsteuern für Vorjahre und wurden im 1. Quartal 2015 ausgeglichen. 20. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Die künftigen Mietzahlungen für die Produktions- und Geschäftsräume enthalten vertragliche jährliche Mietsteigerungsklauseln in Höhe von 1,5 %. Der im Berichtszeitraum erfasste Aufwand aus den laufenden Mietverträgen und anderen Operate-Leasing-Verträgen betrug 1.554 TEUR (Vorjahr: 1.360 TEUR). Die künftigen Zahlungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen von 200 TEUR (Vorjahr: 273 TEUR) enthalten zukünftige Zinszahlungen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: 18 TEUR). Der bilanzierte Buchwert beträgt 190 TEUR (Vorjahr: 255 TEUR). 21. EventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 807 TEUR (Vorjahr: 48 TEUR) aufgrund erhaltener Investitionszuschüsse und -zulagen der öffentlichen Hand. Danach müssen die finanzierten Vermögenswerte mindestens 5 Jahre nach Abschluss des Investitionsvorhabens in der Berliner Betriebsstätte verbleiben. Aufgrund der betrieblichen Gegebenheiten geht der Vorstand davon aus, dass die Wirtschaftsgüter in der Berliner Betriebsstätte verbleiben und auch die übrigen Vorrausetzungen eingehalten werden und damit eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich ist. Im Rahmen der Beendigung eines Vertriebsvertrages hat ein ehemaliger Vertriebspartner der Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH Schadensersatzansprüche geltend gemacht und zum 30. Dezember 2010 eine Klageschrift über eine Forderung in Höhe von 350 TEUR eingereicht. Im Rahmen eines Vergleichs wurde sich auf eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 65 TEUR geeinigt. Die Zahlung erfolgte im Berichtsjahr. Die Eventualverbindlichkeit liegt somit nicht mehr vor (Vorjahr: 285 TEUR). G. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten1. Finanzinstrumente nach BewertungskategorienDie beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie von sonstigen finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten und Finanzschulden entsprechen insbesondere aufgrund der kurzen Laufzeit solcher Finanzinstrumente ihren Buchwerten. Die Wertansätze der einzelnen Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien zeigen die nachfolgenden Tabellen.
Davon aggregriert nach Bewertungskathegorien gem. IAS 39
davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 für den fortgeführten Geschäftsbereich:
Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen die Anteile an der AEQUOS Endoprothetik GmbH, die im Vorjahr erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Der beizulegende Zeitwert wurde im Vorjahr unter Anwendung einer Discounted Cashflow-Methode ermittelt. Dem Modell lag ein Vorsteuer WACC von 5,9 % und ein WACC nach Steuern von 10,0 % zugrunde. Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes benötigten Informationen lagen abweichend zum Vorjahr nicht vor. Daher wird im Geschäftsjahr aufgrund eines fehlenden aktiven Marktes und da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann die Beteiligung mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im Geschäftsjahr erfolgten im Rahmen einer Kapitalherabsetzung Rückzahlungen in Höhe von 46 TEUR. 2. Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten
Die Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten beliefen sich im Geschäftsjahr auf 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Die Wertminderungsaufwendungen betreffen Wertkorrekturen auf Forderungen und Effekte aus Währungsumrechnung. 3. Wertminderung finanzieller VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für Wertminderungen untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cash-Flows negativ verändert haben. Die Wertberichtigungen werden unter den jeweiligen Bilanzposten ausgewiesen und erläutert. 4. Management von FinanzrisikenDer aap-Konzern unterliegt aufgrund seiner operativen Tätigkeit den folgenden finanziellen Risiken:
Das Risikomanagement des Konzerns erfolgt durch die zentrale Finanzabteilung entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Leitlinien, mit dem Ziel, potentiell negative Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Hierfür werden finanzielle Risiken identifiziert, bewertet und in enger Abstimmung mit den operativen Einheiten des Konzerns abgesichert. Interne Richtlinien geben hierfür Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen verbindlich vor. Die Risiken des aap-Konzerns sowie Ziele und Prozesse des Risikomanagements werden im Lagebericht unter dem Punkt "Risikobericht" ausführlich erläutert (vgl. Abschnitt D)). MarktrisikenUnter einem Marktrisiko wird das Risiko verstanden, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cash-Flows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen Zinsrisiko, das Währungsrisiko und sonstige Preisrisiken, wie das Rohstoffrisiko oder das Aktienkursrisiko. ZinsrisikenZinsrisiken resultieren aus Finanzschulden und Geldanlagen. Die Gesellschaft bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering. Die aap-Gruppe begegnet diesen Risiken durch ein konzernweites Cash-Management und den Abschluss originärer Finanzgeschäfte. Zins- und Preisänderungsrisiken werden durch die Mischung von Laufzeiten sowie von fest- und variabel verzinslichen Positionen gesteuert. Bei den zinstragenden Schulden des Konzerns sind bis auf die Kontokorrentlinie und ein Bankdarlehen in Höhe von 1 Mio. EUR sämtliche Verbindlichkeiten festverzinslich. Zum 31.12.2014 waren ca. 36 % (Vorjahr: 30 %) des Fremdkapitals des Konzerns festverzinslich. Marktzinssatzänderungen wirken sich hier nur aus, soweit diese Finanzinstrumente zum fair value zu bilanzieren wären. Dies ist jedoch nicht der Fall. Sensitivitätsanalysen wurden für die variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten vorgenommen. Hierbei wurde eine gleichartige Veränderung des Zinssatzes für alle Finanzverbindlichkeiten und alle Währungen unterstellt. Danach ergibt sich aus einer Veränderung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt eine Erhöhung des Ergebnisses vor Ertragsteuern um 7 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR) bzw. eine Verminderung um 7 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR). FremdwährungsrisikenIm Geschäftsjahr 2014 schloss aap im Wesentlichen nur interne Fremdwährungssicherungsgeschäfte ab, da nur ein geringes Währungsrisiko bestand. Zukünftig plant aap jedoch, bei höheren Umsätzen auf US-Dollar-Basis, eine externe Absicherung dieser Forderungen vorzunehmen. Im Rahmen von Sensitivitätsanalysen wurde für Geschäfte in US Dollar, Schweizer Franken und Britische Pfund ermittelt, dass die Auswirkungen für andere Fremdwährungen des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Zum 31.12.2014 betrug der Bestand an Fremdwährungsforderungen rund 10,4 % (Vorjahr: 2,28 %) des Forderungsbestandes und entfiel ausschließlich auf Forderungen in US-Dollar. Die Verbindlichkeiten in Fremdwährung hatten einen Anteil am Fremdkapital des Konzerns von rd. 1,69 % (Vorjahr: 0,22 %). Der Anteil der Verbindlichkeiten in US-Dollar betrug rd. 1,53 % (Vorjahr: 0,04 %). Wenn sich der Kurs des Euros gegenüber den jeweiligen Fremdwährungen um 10 % verändert, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären, für die Berichtsperiode um 69 TEUR höher bzw. um 84 TEUR niedriger (Vorjahr: -20 TEUR bzw. 11 TEUR) ausgefallen. Hierfür wären im Wesentlichen die Währungsumrechnungsgewinne aus auf US-Dollar basierenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ursächlich gewesen. Vor diesem Hintergrund und einer Kosten-Nutzenabwägung hat der Konzern daher auf den Abschluss von Sicherungsgeschäften verzichtet. LiquiditätsrisikenLiquiditätsrisiken resultieren u. a. aus einer mangelnden Verfügbarkeit von Finanzierungsquellen, die sich u. a. aus der Nichteinhaltung von sog. finanziellen Covenants, die im Rahmen der Kreditverträge eingehalten werden müssen, ergeben. Sollten diese finanziellen Covenants nicht eingehalten werden, hat die finanzierende Bank das Recht, die jeweiligen Kredite außerordentlich zu kündigen und sofort fällig zu stellen. Unter den derzeit laufenden langfristigen Kreditverträgen muss aap zum Beispiel bestimmte Höchst-/Mindestgrenzen hinsichtlich der Eigenmittelquote und der Nettoverschuldung einhalten. aap schätzt das Risiko der Nichteinhaltung der finanziellen Covenants, das aus der retrograden Ermittlung der jeweiligen finanzierenden Bank resultieren könnte, als gering ein. Die aap-Gruppe begegnet diesem Risiko durch eine sehr transparente und offene Kommunikationspolitik mit den Banken, die sie finanzieren, um frühzeitig mögliches Gefahrenpotenzial zu identifizieren und risikoadäquate Lösungen gemeinsam zu erarbeiten. Zudem werden die Covernant-Kennzahlen kontinuierlich von der aap überwacht. Daneben begrenzt der Konzern dieses Risiko durch ein effektives und zentrales Cash-Management und die Vereinbarung von ausreichenden Kreditlinien. Der aap-Gruppe standen zum 31.12.2014 vertraglich zugesicherte Kreditlinien in Höhe von 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR) zur Verfügung, von denen zum Bilanzstichtag 0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,75 Mio. EUR) in Anspruch genommen wurden. Zum 31.12.2014 verfügte aap über eine nutzbare Liquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie freiverfügbaren Kreditlinien) in Höhe von 16,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR). Die vertraglich fixierten Zahlungen, wie Tilgungen und Zinsen, aus bilanzierten, finanziellen Verbindlichkeiten sind nachfolgend dargestellt:
KreditrisikenUnter einem Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners verstanden, was dazu führt, dass in der Konzern-Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögenswerte beschränkt. Kreditrisiken resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden vor Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Kreditrisiken verbleiben, da Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Der aap-Konzern begrenzt dieses Risiko durch eine regelmäßige Bonitätseinschätzung der Kunden und ein effizientes Forderungsmanagement. Darüber hinaus sind die Forderungen durch Eigentumsvorbehalte besichert, so dass bei nicht erfolgter Zahlung die Produkte zurückgefordert werden können und nach Prüfung und Aufarbeitung auch an andere Kunden der aap veräußert werden können. Die Ausfälle von Finanzforderungen betrugen im Berichtsjahr 11 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum 31. Dezember 2014 nicht wertberichtigt waren, lagen keine Anhaltspunkte für Zahlungsausfälle vor. 5. Kapitalmanagementaap steuert sein Kapital mit dem Ziel, die langfristige Entwicklung des Unternehmens, seine kurzfristige Zahlungsfähigkeit und einen ausreichend hohen Selbstfinanzierungsgrad sicherzustellen. Dabei wird gewährleistet, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Daneben ist es Ziel des Kapitalmanagements der aap sicherzustellen, dass zur Unterstützung ihrer Geschäftstätigkeit u. a. ein den Kreditverträgen entsprechendes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. aap überwacht ihr Kapital mithilfe des Schulden- und Zinsdeckungsgrads sowie des Nettoverschuldungsgrads. Dabei erachtet der Vorstand der aap einen Schuldendeckungsgrad größer 0 sowie kleiner als 2,0 und einen Zinsdeckungsgrad größer zehn als strategisch zu erreichende Zielgrößen. Schulden-/Zinsdeckungsgrad
NettoverschuldungsgradDer Nettoverschuldungsgrad der aap-Gruppe zum Jahresende stellt sich wie folgt dar:
Es bestand keine Nettoverschuldung zum Stichtag 31.12.2014. 6. KapitalflussrechnungIm operativen Cashflow sind u. a. enthalten:
Im Berichtsjahr wurden weder Ertragsteuern gezahlt (Vorjahr: 0 TEUR) noch erstattet (Vorjahr: 0 TEUR). H. Sonstige Angaben1. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen werden nach Personengruppen dargestellt.
1
Die Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand
werden in Punkt 2. gesondert dargestellt
1
Die Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand
werden in Punkt 2. gesondert dargestellt Die Transaktionen unterscheiden sich grundsätzlich nicht von Liefer- und Leistungsbeziehungen mit fremden Dritten. 2. Geschäftsführungsorgan, AufsichtsratVorstandsmitglieder der Gesellschaft waren im Berichtsjahr Herr Bruke Seyoum Alemu, Chief Executive Officer (seit 01.06.2014; Chief Operating Officer bis 31.05.2014), Berlin Herr Marek Hahn, Chief Financial Officer, Berlin Herr Biense Visser, Chief Executive Officer, Utrecht, Niederlande (bis 31.05.2014) Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 1.234 TEUR (Vorjahr: 1.061 TEUR). Die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht dargestellt. Dieser ist Bestandteil des Lageberichts.
Die Gesellschaft hat für die Geschäftsführung eine D & O-Versicherung abgeschlossen. Die Beiträge des Jahres 2014 betrugen 29 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR). Von den Mitgliedern des Vorstands hatte nur Herr Visser Aufsichtsratsmandate inne. Er nahm folgende Mandate wahr:
Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Berichtsjahr an: Herr Biense Visser (Vorsitzender), Kaufmann, Utrecht, Niederlande (seit dem 13.06.2014) Herr Ronald Meersschaert (stellvertretender Vorsitzender), Private Equity Investor, Arnhem, Niederlande Herr Rubino Di Girolamo, Delegierter des Verwaltungsrates, Oberägeri bei Zug, Schweiz Herr Prof. Prof. h.c. Dr. Dr. Dr. h.c. Reinhard Schnettler, Klinikdirektor, Gießen (bis zum 13.06.2014) Die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder erfolgte für die volle satzungsmäßige Amtszeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt. Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug im Geschäftsjahr insgesamt 80 TEUR (Vorjahr: 90 TEUR). Diese setzt sich wie folgt zusammen:
Im Berichtsjahr erfolgten Auszahlungen in Höhe von 125 TEUR (Vorjahr: 70 TEUR). Davon entfallen keine Auszahlungen an frühere Aufsichtsräte (Vorjahr: 0 TEUR). Zum 31.12.2014 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Aufsichtsrat in Höhe von 30 TEUR (Vorjahr: 75 TEUR). Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind neben ihrer Tätigkeit für die aap Implantate AG Mitglied in folgenden weiteren Kontrollgremien:
Der Anteilsbesitz der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands stellt sich wie folgt dar:
Die beizulegenden Zeitwerte der Optionen im Zeitpunkt der Gewährung liegen zwischen 0,87 EUR und 0,39 EUR (Vorjahr: 0,87 und 0,39 EUR). 3. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGGemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG werden nachfolgend, die der aap zugegangenen Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG mit der letzten, jeweilig gemeldeten Beteiligungsstufe wiedergegeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der aap Implantate AG durch Erwerb, Veräußerung oder sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen oder über- oder unterschreiten. 2014:Die Merval AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.10.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 13.10.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,13 % (das entspricht 960.000 Stimmrechten) betragen hat. Die Taaleritehdas Plc., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.08.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 19.08.2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0048 % (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) betragen hat. 5,0048 % der Stimmrechte (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund. Die Taaleritehdas Wealth Management Ltd., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.08.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 19.08.2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0048 % (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) betragen hat. 5,0048 % der Stimmrechte (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund. Die Taaleritehdas Fund Management Ltd., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.08.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 19.08.2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0048 % (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) betragen hat. 5,0048 % der Stimmrechte (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG jeweils 3 %oder mehr beträgt: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund. Die Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.08.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 19.08.2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0048 % (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) betragen hat. Marcel Martinus Jacobus Johannes Boekhoorn, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 20.05.2014 die Schwelle von 15 % unterschritten hat und an diesem Tag 14,41 % (das entspricht 4.418.860 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihm 14,41 % der Stimmrechte (das entspricht 4.418.860 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden Marcel Martinus Jacobus Johannes Boekhoorn, Niederlande, dabei Stimmrechte zugerechnet: Semper Fortuna N.V., Rhenen, Niederlande, vormals auch firmierend als Ramphastos Investments N.V., Arnhem, Niederlande; Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande, vormals auch firmierend als Boekhoorn M & A B.V., Arnhem, Niederlande; Elocin B.V., Bennekom, Niederlande, vormals auch firmierend als Elocin B.V., Arnhem, Niederlande. Semper Fortuna N.V., Rhenen, Niederlande, vormals auch firmierend als Ramphastos Investments N.V., Arnhem, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 20.05.2014 die Schwelle von 15 % unterschritten hat und an diesem Tag 14,41 % (das entspricht 4.418.860 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 14,41 % der Stimmrechte (das entspricht 4.418.860 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden Semper Fortuna N.V., Rhenen, Niederlande, dabei Stimmrechte zugerechnet: Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande, vormals auch firmierend als Boekhoorn M&A B.V., Arnhem, Niederlande; Elocin B.V., Bennekom, Niederlande, vormals auch firmierend als Elocin B.V., Arnhem, Niederlande. Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande, vormals auch firmierend als Boekhoorn M & A B.V., Arnhem, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 20.05.2014 die Schwelle von 15 % unterschritten hat und an diesem Tag 14,41 % (das entspricht 4.418.860 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 14,41 % der Stimmrechte (das entspricht 4.418.860 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande dabei Stimmrechte zugerechnet: Elocin B.V., Bennekom, Niederlande, vormals auch firmierend als Elocin B.V., Arnhem, Niederlande. Elocin B.V., Bennekom, Niederlande, vormals auch firmierend als Elocin B.V., Arnhem, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 20.05.2014 die Schwelle von 15 % unterschritten hat und an diesem Tag 14,41 % (das entspricht 4.418.860 Stimmrechten) betragen hat. FIL Investments International, Hildenborough, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06.05.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 05.05.2014 die Schwelle von 3 % und 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,53 % (das entspricht 1.695.000 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 5,53 % der Stimmrechte (das entspricht 1.695.000 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der FIL Investments International, Hildenborough, Großbritannien, dabei Stimmrechte zugerechnet: Fidelity Funds SICAV, Luxemburg, Luxemburg. FIL Holdings (UK) Limited, Hildenborough, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06.05.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 05.05.2014 die Schwelle von 3 % und 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,53 % (das entspricht 1.695.000 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 5,53 % der Stimmrechte (das entspricht 1.695.000 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der FIL Holdings (UK) Limited, Hildenborough, Großbritannien, dabei Stimmrechte zugerechnet: Fidelity Funds SICAV, Luxemburg, Luxemburg. FIL Limited, Hamilton, Bermuda, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06.05.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 05.05.2014 die Schwelle von 3 % und 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,53 % (das entspricht 1.695.000 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 5,53 % der Stimmrechte (das entspricht 1.695.000 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der FIL Limited, Hamilton, Bermuda, dabei Stimmrechte zugerechnet: Fidelity Funds SICAV, Luxemburg, Luxemburg. Fidelity Funds SICAV, Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06.05.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 05.05.2014 die Schwelle von 3 % und 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,53 % (das entspricht 1.695.000 Stimmrechten) betragen hat. Die Ennismore Fund Management Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 05.03.2014 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 4,18 % (1.282.556 Stimmrechte) beträgt. 4,18 % der Stimmrechte (das entspricht 1.282.556 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG u.a. von der Ennismore European Smaller Companies Fund, Dublin, Irland zuzurechnen. Herr William Geoffrey Oldfield, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 05.03.2014 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 4,18 % (1.282.556 Stimmrechte) beträgt. 4,18 % der Stimmrechte (das entspricht 1.282.556 Stimmrechten) sind Herrn Oldfield gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1, Satz 2 WpHG u.a. von der Ennismore European Smaller Companies Fund, Dublin, Irland zuzurechnen. Die Ennismore European Smaller Companies Fund, Dublin, Ireland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 05.03.2014 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,43 % (1.051.922 Stimmrechte) beträgt. Jan Albert de Vries, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 15.01.2014 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 14,72 % (das entspricht 4.514.706 Stimmrechten) betragen hat. 14,72 % der Stimmrechte (das entspricht 4.514.706 Stimmrechten) sind Herrn de Vries gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der Noes Beheer B.V. zuzurechnen. Die Noes Beheer B.V., Nijmegen, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 15.01.2014 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 14,72 % (das entspricht 4.514.706 Stimmrechten) betragen hat. 2009:Herr Jürgen W. Krebs, Schweiz, hat am 13. Januar 2009 die Schwellen von 30, 25, 20 und 15 % unterschritten. Herr Krebs hielt am 13. Januar 2009 3.287.200 Aktien (12,35 %), wovon ihm 346.000 Aktien (1,30 %) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Merval AG zugerechnet werden. Die Merval AG, Zug, Schweiz, hat am 13. Januar 2009 die Schwelle von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten. Die Merval AG hielt am 13. Januar 2009 346.000 Aktien (1,30 %). Herr Rubino di Girolamo, Schweiz, hat am 13. Januar 2009 die Schwellen von 30, 25, 20, 15 und 10 % unterschritten. Herr di Girolamo hielt am 13. Januar 2009 1.530.000 Aktien (5,75 %), wovon ihm 1.530.000 Aktien (5,75 %) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Deepblue Holding AG zugerechnet werden. Die Deepblue Holding AG, Zug, Schweiz, hat am 13. Januar 2009 die Schwellen von 30, 25, 20, 15 und 10 % unterschritten. Die Deepblue Holding AG hielt am 13. Januar 2009 1.530.000 Aktien (5,75 %). 2008:Die DZ Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.09.2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005066609, WKN: 506660 am 05.09.2008 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,8 % (das entspricht 1.267.357 Stimmrechten) betragen hat. 4. Honorar des AbschlussprüfersDie im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare für den Abschlussprüfer betrugen: a) für die Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss sowie sonstige Prüfung) 152 TEUR (Vorjahr: 115 TEUR) b) sonstige Leistungen 38 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR) 5. Ereignisse nach dem BilanzstichtagBerichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet. 6. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexDie aap Implantate AG hat die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zur Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf unserer Website (www.aap.de/de/Investoren/Corporate_Governance) zugänglich gemacht. 7. VeröffentlichungDer vorliegende Konzernabschluss zum 31.12.2014 wurde am 30. April 2015 durch den Vorstand der Gesellschaft zur Veröffentlichung freigegeben.
Berlin, 30. April 2015 Der Vorstand Bruke Seyoum Alemu, Vorstandsvorsitzender/CEO Marek Hahn, Mitglied des Vorstands/CFO Versicherung der gesetzlichen Vertreter (gemäß § 37y Nr. 1 WpHG)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Berlin, 30. April 2015 Der Vorstand Bruke Seyoum Alemu, Vorstandsvorsitzender/CEO Marek Hahn, Mitglied des Vorstands/CFO Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der aap Implantate AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2014 bis 31.12.2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der aap Implantate AG. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 30.04.2015 RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG Helmut Schuhmann, Wirtschaftsprüfer Ralf Bierent, Wirtschaftsprüfer Glossar
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