![]() aap Implantate AGBerlinQ1/2016-BerichtKonzern-Zwischenbericht 20161. QuartalAusgewählte Kennzahlen
1)
Angaben beziehen sich auf den fortzuführenden Geschäftsbereich. Hinweis: Bei den im Quartalsbericht dargestellten Zahlenangaben können technische
Rundungsdifferenzen bestehen, die die Gesamtaussage nicht beeinträchtigen. Produktbild Titel: Produktübersicht »LOQTEQ-man« Vorwort des VorstandesSehr geehrte Damen und Herren, das erste Quartal 2016 war ein sehr spannendes Quartal, in dem wir wesentliche Meilensteine
im Rahmen unserer Strategieumsetzung realisieren konnten. Mit einem Umsatz der aap-Gruppe im Berichtszeitraum von 5,1 Mio. EUR bei einem EBITDA
von -1,9 Mio. EUR haben wir unsere Prognose aus dem Februar erfüllen können. Der fortzuführende
Geschäftsbereich mit unseren Traumaprodukten trug dabei mit 2,5 Mio. EUR zum Umsatz
bei. Mit Blick auf die negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen der BRICS- und
SMIT-Staaten im letzten Jahr und unserem Ziel in 2016 wieder auf den Wachstumspfad
zurückzukehren, haben wir verschiedene Maßnahmen ergriffen und bereits umgesetzt:
Wir haben unseren Fokus stärker auf etablierte Märkte gelegt, uns mit erfahrenen Vertriebsleitern
verstärkt, die zuvor für global führende Unternehmen tätig waren und bereits zahlreiche
Vertriebsaktivitäten in diesen Märkten gestartet. Insgesamt erwarten wir, dass die
Maßnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2016 ihre Wirkung entfalten werden, was sich
dann in einer spürbar dynamischeren Umsatzentwicklung widerspiegeln sollte. Erfreulich
ist dabei unter anderem, dass unser US-amerikanisches Tochterunternehmen nach keinen
nennenswerten Umsätzen im Geschäftsjahr 2015 im ersten Quartal 2016 bereits mit 0,2
Mio. EUR zum Umsatz beitrug. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund bedeutend,
dass nun regelmäßig Operationen mit unserem LOQTEQ®-Produkten durchgeführt werden
und wir somit direkt oder über unsere Distributoren Zugang zu den Krankenhäusern haben. Ein weiteres Highlight des ersten Quartals war die Einreichung des Design Dossiers
für die Durchführung des CE-Konformitätsbewertungsverfahrens für das erste silberbeschichtete
Implantat Ende Januar 2016 bei einer benannten Stelle. Mit unserer Silberbeschichtungstechnologie
adressieren wir eines der kritischen und bislang noch nicht adäquat gelösten Probleme
in der Chirurgie: die Reduktion von Infektionsrisiken beim Einsatz von Metallimplantaten.
Hier erfolgt nun im zweiten Quartal die Begutachtung der eingereichten Unterlagen
und der interaktive Austausch mit der benannten Stelle. Daneben haben wir im ersten Quartal weitere Fortschritte bei der Komplettierung unseres
LOQTEQ®-Portfolios gemacht und unter anderem Implantate für den Bereich der unteren
Extremitäten entwickelt und das periporthetische Versorgungssystem gelauncht. Ein wesentliches Ziel unserer Strategie ist es, aap zu einem "Pure Player" im Bereich
Trauma mit IP-geschützten innovativen Technologien zu transformieren. In diesem Zusammenhang
konnten wir Ende März 2016 den Abschluss eines Anteilskaufvertrages über den Verkauf
unserer Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH vermelden. Basierend auf einem angenommenen
Unternehmenswert der aap Biomaterials GmbH von 36 Mio. EUR konnten wir die Transaktion
nun im zweiten Durchgang zu vorteilhaften Konditionen abschließen. Danach wird aap
ein Betrag von rund 36,6 Mio. EUR zufließen, der nach Abzug von geschätzten Transaktionskosten
netto bei etwa 35 Mio. EUR liegt. Einen Teil der Erlöse werden wir zur Finanzierung
des weiteren Wachstums verwenden und einen Teil wollen wir an unsere Aktionäre auskehren.
Dazu prüfen wir derzeit verschiedene Möglichkeiten, ohne bereits eine Maßnahme näher
in Erwägung gezogen oder beschlossen zu haben. Denkbar erscheinen beispielsweise die
Auflegung eines Aktienrückkaufprogramms im laufenden Geschäftsjahr und / oder eine
Dividendenzahlung im Geschäftsjahr 2017 auf Basis des Jahresabschlusses 2016. Ausgehend von der "neuen" aap als "Pure Player" im Bereich Trauma müssen wir nun die
Kostenstruktur des Unternehmens an die reduzierte Unternehmensgröße angleichen. Einen
entsprechenden Maßnahmenplan haben wir erarbeitet und werden diesen ab dem zweiten
Quartal 2016 konsequent umsetzen. Unser Ziel ist es dabei, einen annualisierten Einspareffekt von 2,0 Mio. EUR zu erreichen. Unsere für 2016 gesetzten Ziele sehen insbesondere die Rückkehr auf den Wachstumspfad
mit einem geplanten Umsatzwachstum unserer Traumaprodukte von 20 % bei einer gleichzeitigen
Anpassung der Kostenstruktur vor. Darüber hinaus ist ein wesentliches Ziel unserer
weiteren strategischen Ausrichtung, den inhärenten Wert unserer drei IP-geschützten
Plattformtechnologien LOQTEQ®, Silberbeschichtung und Magnesium zu heben. Dazu arbeiten
wir derzeit mit einem führenden Corporate-Finance-Unternehmen zusammen und erarbeiten
und bewerten verschiedene Möglichkeiten der Wertgenerierung. Für die nächsten neun Monate liegt noch eine aufregende Zeit vor uns, um die für 2016
gesetzten Ziele zu erreichen. Wir sind optimistisch mit den eingeleiteten und geplanten
Maßnahmen diese Ziele im laufenden Geschäftsjahr realisieren zu können. Nicht zuletzt
freuen wir uns darauf, möglichst viele unserer Aktionäre auf unserer Hauptversammlung
in Berlin am 17. Juni 2016 begrüßen zu dürfen.
Die AktieAllgemeine Informationen zur Aktie der aap
Kennzahlen* der Aktie der aap
*
Kennzahlen beziehen sich auf XETRA-Tagesschlusskurse. Das neue Jahr startete an den internationalen Börsen überwiegend mit hohen Volatilitäten.
Die Börsenstimmung war in den ersten Wochen des Berichtszeitraums von fallenden Rohstoffpreisen
und Unsicherheiten bezüglich der Situation im Nahen Osten geprägt, was zum Teil deutliche
Kursrückgänge zur Folge hatte. Im weiteren Verlauf setzte ein spürbarer Aufwärtstrend
mit steigenden Aktienkursen ein, da insbesondere die eher negativen Prognosen zur
weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft nicht bestätigt wurden. Die Aktie der aap konnte sich dem negativen Trend zu Beginn des ersten Quartals zunächst
nicht entziehen. So geriet die Aktie ausgehend vom XETRA-Schlusskurs am 4. Januar
2016 von 1,33 EUR unter Druck und erreichte am 9. Februar 2016 den Quartalstiefststand
von 1,09 EUR. In der Folge verzeichnete die Aktie dann einen kurzen Aufwärtstrend,
bevor sich der Kurs in den nächsten Wochen überwiegend seitwärts bewegte. In Reaktion
auf die Meldung bezüglich des unterzeichneten Anteilskaufvertrags über die Veräußerung
der aap Biomaterials GmbH kam es dann am 22. März 2016 zu einem deutlichen Kurssprung,
bevor einen Tag später der Quartalshöchststand von 1,67 EUR erreicht wurde. Der Schlusskurs
des ersten Quartals lag am 31. März 2016 bei 1,57 EUR. Insgesamt legte die Aktie der
aap im Berichtszeitraum rund 18 % zu und übertraf damit sowohl ihre Vergleichsindizes
als auch die Peer Group. Indizes Kursvergleich Q1 | 2016![]() Peer Group Kursvergleich Q1 | 2016![]() Analystenempfehlungen
Alle Researchberichte der Analysehäuser finden Sie im Internet unter www.aap.de/de/investoren/aktie/research.
Die Berichte der Edison Investment Research GmbH sind ausschließlich in englischer
Sprache verfügbar. Investor Relationsaap legte im Rahmen ihrer Investor Relations-Arbeit auch im ersten Quartal 2016 großen
Wert auf eine kontinuierliche und transparente Kommunikation gegenüber ihren Stakeholdern.
So nahm der Vorstand viele Gespräche und Treffen mit bestehenden und potentiellen
neuen Investoren wahr und tauschte sich intensiv über die Equity Story und die die
Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr aus. Im Mittelpunkt des zweiten Quartals 2016 steht insbesondere die 7. DVFA Frühjahrskonferenz
in Frankfurt am Main. AktionärsstrukturIm ersten Quartal 2016 kam es zu keinen Veränderungen innerhalb der Aktionärsstruktur
der aap, so dass sich diese auch weiterhin durch einen hohen Anteil an langfristig
orientierten Investoren kennzeichnet. Der Streubesitz lag zum 31. März 2016 bei rund
46,61 %. Die folgende Übersicht zeigt alle Beteiligungen an der aap ≥ 3% zum 31. März 2016: ![]() *
Auf Basis eigener Berechnungen. Anteilsbesitz OrganeDie folgende Tabelle zeigt den direkten und indirekten Anteilsbesitz aller Mitglieder
des Aufsichtsrats und des Vorstands an der Gesellschaft per 31. März 2016:
KonzernzwischenlageberichtGeschäfts- und RahmenbedingungenOrganisatorische und rechtliche StrukturIn den Konzernabschluss sind neben der aap Implantate AG alle Unternehmen nach der
Methode der Vollkonsolidierung einbezogen worden, bei denen dem Mutterunternehmen
aap Implantate AG direkt oder indirekt über einbezogene Tochtergesellschaften die
Mehrheit der Stimmrechte zusteht.
Tochterunternehmenaap Biomaterials GmbHIn der aap Biomaterials GmbH waren im ersten Quartal 2016 alle Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten
im Bereich Knochenzement und Zementierungstechniken sowie medizinischer Biomaterialien
zusammengefasst. Sitz der Gesellschaft ist Dieburg bei Frankfurt am Main. Am 22. März
2016 wurde ein notariell beurkundeter Anteilskaufvertrag mit einem führenden europäischen
Private-Equity-Unternehmen über den Verkauf von 100 % der Geschäftsanteile an der
aap Biomaterials GmbH unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 11. Mai 2016 vollzogen. aap Implants Inc.Die aap Implants Inc. ist die Vertriebsgesellschaft der aap Implantate AG für den
US-amerikanischen Markt. Die logistische Abwicklung sämtlicher Aufträge erfolgt über
einen Service Provider in Atlanta, Georgia, USA. Sitz der Gesellschaft ist Dover,
Delaware, USA. MAGIC Implants GmbHDie MAGIC Implants GmbH ist eine Vorratsgesellschaft, in der potentiell sämtliche
Entwicklungs- und gegebenenfalls Vermarktungsaktivitäten im Bereich Magnesiumtechnologie
gebündelt werden sollen. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Beteiligungenaap Joints GmbHNach dem Verkauf von 67 % der Anteile im Juni 2013 bestand im ersten Quartal 2016
noch eine Beteiligung in Höhe von 33 % an der aap Joints GmbH. In der aap Joints GmbH
sind sämtliche Aktivitäten im Bereich Orthopädie (Knie, Hüfte und Schulter) zusammen
mit der C~Ment®-Linie gebündelt. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Am 21. September
2015 wurde in einem notariellen Vertrag vereinbart, dass die verbliebene Beteiligung
in Höhe von 33 % an der aap Joints GmbH im Falle der erfolgreichen Rezertifizierung
von acht Produkten veräußert wird. Derzeit sind bereits sieben Rezertifizierungen
erfolgt. AEQUOS Endoprothetik GmbHAn der AEQUOS Endoprothetik GmbH besteht eine Beteiligung ohne maßgebenden Einfluss
auf die Geschäfts- und Finanzpolitik in Höhe von 4,57 %. Sitz der Gesellschaft ist
München. Produkte, Märkte & VertriebDer Vertrieb der Produkte erfolgt überwiegend unter dem Markennamen "aap". Während
die Produkte im deutschsprachigen Raum direkt an Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften
und Verbundkliniken vertrieben werden, setzt das Unternehmen auf internationaler Ebene
auf ein breites Distributorennetzwerk in über 60 Ländern. Regional betrachtet liegen
die wichtigsten Absatzmärkte neben der DACH-Region und weiteren europäischen Märkten
insbesondere in den USA sowie in den BRICS- und SMIT-Staaten. Zudem bediente aap im
ersten Quartal 2016 über ihre Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH auch globale
Orthopädieunternehmen. Hier dominierte der Vertrieb auf OEM- und Private Label-Basis. Im ersten Quartal 2016 war aap im Rahmen ihrer Marketing- und Vertriebsaktivitäten
unter anderem auf der 41. Arab Health in Dubai vertreten. Die Veranstaltung gilt mit
130.000 Besuchern aus 163 Ländern und 4.000 Ausstellern aus 70 Ländern als die wichtigste
Messe für den Gesundheitssektor im Nahen Osten und Asien. Zudem präsentierte aap ihr
Produktportfolio auf dem jährlichen Kongress der "American Academy of Orthopaedic
Surgeons" (AAOS) in Orlando, Florida. Der AAOS Kongress adressiert insbesondere orthopädische
Chirurgen und anderes Fachpersonal aus dem Gesundheitswesen und umfasst neben Bildungsveranstaltungen
auch eine umfangreiche Industrieausstellung, die international immer mehr an Bedeutung
gewinnt. Hervorzuheben ist überdies der Basiskurs Trauma Osteosythese, den die Gesellschaft
gemeinsam mit ihrem spanischen Distributor bereits zum achten Mal in Berlin durchführte.
Die Veranstaltung war mit mehr als 30 Ärzten und rund zehn Mitarbeitern des Distributors
gut besucht. Produktentwicklungen und ZulassungenIm Bereich Trauma lag der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im ersten
Quartal 2016 insbesondere auf der geplanten Komplettierung des LOQTEQ®-Portfolios.
Dabei konzentrierte sich die Gesellschaft zum einen auf die Entwicklung von Implantaten
für den Bereich der Extremitäten. Hier ist die Markteinführung verschiedener Platten
noch für das laufende Geschäftsjahr geplant. Zum anderen lag ein Schwerpunkt auf dem
Launch des patentierten periprothetischen Versorgungssystems. Sowohl die anatomische
Passform, die Funktionsfähigkeit als auch die Stabilität des neuen CE gekennzeichneten
Systems konnten in umfangreichen Workshops und mechanischen Tests mit guten Ergebnissen
überzeugen. Die Implantate wurden nun an eine Reihe ausgewählter Krankenhäuser für
eine Erstanwenderphase übergeben, bevor der weltweite Launch bis zum Jahresende erfolgen
soll. Im Bereich Silberbeschichtungstechnologie lag der Fokus im ersten Quartal 2016 auf
dem erfolgreichen Abschluss der zulassungsrelevanten Arbeiten und der angestrebten
CE-Kennzeichnung. Im Januar reichte aap dann das Design Dossier für die Durchführung
eines CE-Konformitätsbewertungsverfahrens für die antibakterielle Silberbeschichtungstechnologie
bei einer auf dem Gebiet der Medizinprodukte führenden benannten Stelle ein. Dabei
erfolgt das Konformitätsbewertungsverfahren zunächst für eine silberbeschichtete LOQTEQ®-Platte.
Bei erfolgreichem Verlauf der Konformitätsbewertung plant die Gesellschaft die Zulassung
auf weitere Trauma-Produkte zu erweitern. Des Weiteren wurden bereits erste Schritte
für einen Zulassungsprozess bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration
(FDA) initiiert. Im Bereich Magnesiumtechnologie standen im Berichtszeitraum primär Analysen zu den
Beschaffungsmöglichkeiten verschiedener Rohstoffe im Fokus. Darüber hinaus evaluiert
aap weiterhin verschiedene Kooperationsmöglichkeiten mit externen Unternehmen. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterZum Stichtag 31.03.2016 waren insgesamt 175 Mitarbeiter im fortzuführenden Geschäftsbereich
beschäftigt (31.12.2015: 179 Mitarbeiter). Im aufgegeben Geschäftsbereich lag die
Zahl der Mitarbeiter zum 31.03.2016 bei 67 (31.12.2015: 67 Mitarbeiter). WirtschaftsberichtVorbemerkung zur Darstellung der KonzernergebnisrechnungDie aap Implantate AG hat am 22. März 2016 einen notariell beurkundeten Anteilskaufvertrag
mit einem führenden europäischen Private-Equity-Unternehmen über den Verkauf von 100
% der Geschäftsanteile an ihrer Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH mit Sitz
in Dieburg unterzeichnet. Der im Rahmen der Transaktion veräußerte Geschäftsbereich
besteht aus der aap Biomaterials GmbH, die auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung
von Knochenzementen, Mischsystemen und dazugehörigen Accessoires spezialisiert ist,
sowie dem Distributionsgeschäft der aap Implantate AG in diesem Bereich. Der verkaufte
Geschäftsbereich erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz in Höhe von 15,7 Mio.
EUR. Ausgehend von dieser Transaktion und durch Erfüllung der Voraussetzungen nach IFRS
5 im November 2015 wurde der veräußerte Geschäftsbereich erstmals im Konzernabschluss
zum 31.12.2015 als aufgegebener Geschäftsbereich dargestellt. Die Gesamtergebnisrechnung
des Konzerns ist daher in zwei Bereiche aufgespalten: Fortzuführender Geschäftsbereich
und Aufgegebener Geschäftsbereich. Der fortzuführende Geschäftsbereich umfasst die
Aktivitäten die in der aap Implantate AG, Berlin, der aap Implants Inc., Dover, Delaware,
USA und der MAGIC Implants GmbH, Berlin gebündelt sind. Der aufgegebene Geschäftsbereich
umfasst für das erste Quartal 2016 und 2015 die aap Biomaterials GmbH, Dieburg sowie
das Distributionsgeschäft der aap Implantate AG im Bereich Knochenzemente, Mischsysteme
und dazugehörigen Accessoires. Der Vollzug der Transaktion unterliegt marktüblichen
aufschiebenden Bedingungen, die zum 31.03.2016 noch nicht erfüllt waren. Soweit nicht anders dargestellt, betreffen alle Ausführungen zur Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage den fortzuführenden Geschäftsbereich.. ErtragslageUmsatzentwicklung und GesamtleistungDer Umsatz des fortzuführenden Geschäftsbereiches verringerte sich im ersten Quartal
2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 14 % von 2,9 Mio. EUR auf 2,5
Mio. EUR. Dabei sank der Umsatz mit Traumaprodukten (Implantate und traumakomplementäre
Biomaterialien) von 2,6 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR. In diesem Zusammenhang ist zu beachten,
dass im Umsatz des ersten Quartals 2015 ein fakturierter Initialumsatz mit einem neuen
iranischen Distributor in Höhe von 0,7 Mio. EUR enthalten war, der im Rahmen der Aufstellung
des Jahresabschlusses 2015 aufgrund nicht erfüllter Vertragspflichten rückabgewickelt
wurde. Bei Herausrechnung dieses Effekts ergibt sich ein Umsatzwachstum mit Traumaprodukten
von 1,9 Mio. EUR im ersten Quartal des Vorjahres auf 2,2 Mio. EUR im Berichtszeitraum.
Erfreulich ist, dass unser US-amerikanisches Tochterunternehmen nach nahezu keinen
nennenswerten Umsätzen im Geschäftsjahr 2015 mit 0,2 Mio. EUR zum Umsatz des ersten
Quartals 2016 beitrug. In Reaktion auf die Geschäftsentwicklung der vergangenen Quartale hat aap ihre Vertriebsorganisation
deutlich ausgebaut. So wurde der Vertrieb mit mehreren Führungskräften verstärkt,
die durch ihre langjährigen Tätigkeiten für namhafte internationale Medizintechnikunternehmen
über umfangreiche Erfahrungen und eine ausgewiesene Branchenexpertise verfügen. Wir
erwarten, dass diese und die weiteren bereits eingeleiteten Vertriebsmaßnahmen ab
der zweiten Jahreshälfte 2016 ihre Wirkung entfalten werden, was sich dann in einer
spürbar dynamischeren Umsatzentwicklung mit unseren Traumaprodukten widerspiegeln
sollte. Der Zulieferumsatz im Nichtkernbereich Recon (Hüfte, Knie und Schulter sowie C~Ment®-Linie)
blieb im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres unverändert
bei 0,3 Mio. EUR. Der Umsatz im aufgegebenen Geschäftsbereich sank von 4,2 Mio. EUR im ersten Quartal
2015 auf 2,5 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Hintergrund dafür ist eine reine Quartalsschwankung,
die primär auf das Bestellverhalten der Großkunden für Knochenzemente und Mischsysteme
zurückzuführen ist. Die Gesamtleistung enthält neben den Umsatzerlösen sowohl Bestandsveränderungen als
auch aktivierte Eigen- und Entwicklungsleistungen. Die Gesamtleistung des fortzuführenden
Geschäftsbereiches blieb im ersten Quartal 2016 bei gesunkenen Umsatzerlösen unverändert
bei 3,7 Mio. EUR. Grund hierfür ist die temporäre Bestandserhöhung aufgrund der Vorproduktion
für größere Aufträge im zweiten Quartal 2016 sowie dem notwendigen Sicherheitsbestand
an neuen LOQTEQ®-Produkten, die in den letzten Monaten gelauncht wurden. Gemäß IFRS aktiviert aap als entwicklungsintensives Unternehmen neben selbst produzierten
Anlagegütern auch Aufwendungen für Eigen- und Entwicklungsprojekte, für deren Zulassung
und ökonomisch erfolgreiche Vermarktung eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht. Im fortzuführenden
Geschäftsbereich hat aap im ersten Quartal 2016 0,4 Mio. EUR (Q1/2015: 0,5 Mio. EUR)
an Eigen- und Entwicklungsleistungen aktiviert. Die größten Zugänge betrafen dabei
die Entwicklung unserer Silberbeschichtungstechnologie sowie den Ausbau unseres LOQTEQ®-Portfolios
um weitere Plattensysteme für bestimmte Indikationsregionen bzw. Funktionalitäten. Für den aufgegebenen Geschäftsbereich ergibt sich im ersten Quartal 2016 eine gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,5 Mio. EUR gesunkene Gesamtleistung von
2,9 Mio. EUR, die bei leicht verringerten aktivierten Eigen- und Entwicklungsleistungen
und einer höheren Bestandsveränderung vor allem aus dem starken Umsatzrückgang resultiert. Kostenstruktur und ErgebnisDie sonstigen betrieblichen Erträge sind im fortzuführenden Geschäftsbereich von 0,2
Mio. EUR im ersten Quartal 2015 auf 0,1 Mio. EUR im Berichtszeitraum gesunken. Der
Rückgang resultiert aus nicht wiederkehrenden Effekten im ersten Quartal 2015: So
wurden einmalige Erträge aus der Währungsumrechnung infolge der Vereinnahmung eines
signifikanten US-Dollar-Betrags realisiert und höhere Gebühren für Serviceleistungen
an Beteiligungsunternehmen vereinnahmt. Im aufgegebenen Geschäftsbereich sanken die sonstigen betrieblichen Erträge im ersten
Quartal 2016 von 0,3 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 0,1 Mio. EUR.
Hintergrund sind vor allem auch hier einmalige Erträge aus der Währungsumrechnung. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen) verbesserte
sich im fortzuführenden Geschäftsbereich im ersten Quartal 2016 von 51 % auf 46 %.
Auch sanken die Materialaufwendungen leicht von 1,6 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR. Unser
in 2015 begonnener und bereits in weiten Teilen umgesetzter Maßnahmenplan verfolgt
unter anderem das Ziel, die Herstellungskosten nachhaltig zu senken. Dabei ist die
Reduzierung des Fremdleistungsanteils hin zu einem höheren Eigenfertigungsgrad ein
integraler Bestandteil um eine Margenverbesserung zu erreichen. In diesem Zusammenhang
konnten bereits weitere Fortschritte verzeichnet werden: So verbesserte sich der Fremdleistungsanteil
am Materialaufwand im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
auf 24 % (Q1/2015: 23 %). Die Materialaufwandsquote des aufgegebenen Geschäftsbereichs stieg von 30 % im Vergleichszeitraum
des Vorjahres auf 44 % im ersten Quartal 2016. Dieser Anstieg basiert primär auf einer
veränderten Produktmix-/Umsatzstruktur mit höherem Materialaufwand und im ersten Quartal
2015 enthaltenen höheren Projekterlösen ohne korrespondierenden Materialaufwand. Der Personalaufwand im fortzuführenden Geschäftsbereich erhöhte sich im ersten Quartal
2016 von 2,1 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 2,3 Mio. EUR aufgrund
des gestiegenen durchschnittlichen Bestands an Mitarbeitern. aap hat im vierten Quartal
2015 und im ersten Quartal 2016 die Vertriebsorganisation gezielt erweitert um das
geplante Umsatzwachstum für 2016 realisieren zu können. Die Personalkostenquote (bezogen
auf die Gesamtleistung) erhöhte sich infolge der gestiegenen Personalkosten bei gleichbleibender
Gesamtleistung daher im ersten Quartal 2016 auf 62 % (Q1/2015: 57 %). Zum Stichtag 31.03.2016 waren insgesamt 175 Mitarbeiter im fortzuführenden Geschäftsbereich
beschäftigt (31.12.2015: 179 Mitarbeiter). Im aufgegebenen Geschäftsbereich lag der Personalaufwand im ersten Quartal 2016 gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres unverändert bei 0,9 Mio. EUR. Zum 31.03.2016
waren 67 Mitarbeiter im aufgegebenen Geschäftsbereich beschäftigt (31.12.2015: 67
Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des fortzuführenden Geschäftsbereichs erhöhten
sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,2 Mio.
EUR auf 2,1 Mio. EUR. Die wesentlichen Gründe für den Anstieg sind weitere Vorlaufkosten
im Zusammenhang mit dem Aufbau des US-Geschäfts, erhöhte Personalbeschaffungskosten
vor allem für die Gewinnung erfahrener Vertriebsmitarbeiter und die temporäre mietweise
Nutzung einer Maschine. Insgesamt erhöhte sich die Quote der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen im fortzuführenden Geschäftsbereich (bezogen auf die Gesamtleistung)
im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 52 % auf
57 %. Ein Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird über die Konzernumlage
auch in den aufgegebenen Geschäftsbereich weiterbelastet. Es ist jedoch anzumerken,
dass die Kostenstruktur im fortzuführenden Geschäftsbereich ebenfalls zentrale Verwaltungskosten
enthält, die nach Vollzug der Veräußerung der aap Biomaterials GmbH auf ein adäquates
Maß für den dann verbleibenden Unternehmensteil nach unten angepasst werden muss. Im aufgegebenen Geschäftsbereich sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im
ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht um 29 TEUR. aap realisierte damit im fortzuführenden Geschäftsbereich im ersten Quartal 2016 ein
EBITDA in Höhe von -2,2 Mio. EUR (Q1/2015: -1,8 Mio. EUR). Die Verringerung des EBITDA
resultiert insbesondere aus dem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge aufgrund
von Sondereffekten im Vorjahr, dem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
infolge der Vorlaufkosten für den Vertrieb in den USA sowie den Aufwendungen für die
Personalbeschaffung und gestiegenen Personalkosten aufgrund des leicht höheren durchschnittlichen
Mitarbeiterbestands. Das EBITDA im aufgegebenen Geschäftsbereich verringerte sich im ersten Quartal 2016
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres signifikant von 2,0 Mio. EUR auf 0,3
Mio. EUR, vor allem infolge der stark verminderten Umsatzerlöse und gesunkenen sonstigen
betrieblichen Erträgen aufgrund von Sondereffekten im Vorjahr bei gleichbleibendem
Gesamtkostenniveau. Ausgehend von den umfangreichen Investitionen in Maschinen und Anlagen im Rahmen des
Kapazitätsaufbaus in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 erhöhten sich die planmäßigen
Abschreibungen im fortzuführenden Geschäftsbereich gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres von 0,4 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR im ersten Quartal 2016. Aufgrund des Aussetzens der Abschreibung unter Anwendung von IFRS 5 ist die Abschreibung
im aufgegebenen Geschäftsbereich von 0,2 Mio. EUR im ersten Quartal 2015 auf 0,0 Mio.
EUR im Berichtszeitraum gesunken. Das EBIT lag im fortzuführenden Geschäftsbereich im ersten Quartal 2016 bei -2,7 Mio.
EUR (Q1/2015: -2,2 Mio. EUR) sowie im aufgegebenen Geschäftsbereich bei 0,3 Mio. EUR
(Q1/2015: 1,7 Mio. EUR). Das Finanzergebnis veränderte sich sowohl im fortzuführenden als auch im aufgegebenen
Geschäftsbereich nur leicht und hat wie auch im ersten Quartal 2015 nur einen äußerst
geringen Einfluss auf die Ergebniskennziffern. Das Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen erhöhte sich
im fortzuführenden Geschäftsbereich von -34 TEUR im ersten Quartal 2015 auf -5 TEUR
im ersten Quartal 2016 und entfällt komplett auf die aap Joints GmbH. Insgesamt realisierte aap im fortzuführenden Geschäftsbereich im ersten Quartal 2016
ein Periodenergebnis nach Steuern von -2,7 Mio. EUR (Q1/2015: -1,8 Mio. EUR) und im
aufgegebenen Geschäftsbereich von 0,3 Mio. EUR (Q1/2015: 1,3 Mio. EUR). VermögenslageIm Zusammenhang mit dem bevorstehenden Verkauf der aap Biomaterials GmbH werden zum
31.03.2016 Vermögenswerte in Höhe von 13,7 Mio. EUR und Verbindlichkeiten in Höhe
von 2,2 Mio. EUR als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Das Bilanzbild der aap-Gruppe veränderte sich im Verhältnis zum 31.12.2015 nur leicht.
So sank die Bilanzsumme von 54,9 Mio. EUR um 3 % auf 53,1 Mio. EUR zum 31.03.2016. Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte resultiert aus den Investitionen in Entwicklungsprojekte
und Sachanlagen. Die aktivierten Entwicklungskosten haben sich gegenüber dem Bilanzstichtag
zum 31.12.2015 vor allem durch die Entwicklungsaktivitäten im Bereich Silberbeschichtungstechnologie
und die planmäßige Weiterentwicklung des LOQTEQ®-Port-folios um 0,4 Mio. EUR erhöht.
Der Anteil der immateriellen Vermögenswerte an der Bilanzsumme beträgt nunmehr noch
20 % und ist damit im Vergleich zum Jahresende leicht gestiegen (31.12.2015: 19 %).
Der Anstieg im Sachanlagevermögen resultiert aus den Anschaffungen von Maschinen zum
Ende des Jahres 2015, die erst im ersten Quartal 2016 abgenommen und für die Schlusszahlungen
geleistet wurden. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich von 35,7 Mio. EUR auf 33,3 Mio.
EUR zum 31.03.2016. Hierbei stiegen die Vorräte leicht von 9,7 Mio. EUR um 0,6 Mio.
EUR auf 10,3 Mio. EUR, die die temporäre Bestandserhöhung aufgrund der Vorproduktion
für größere Aufträge im zweiten Quartal 2016 sowie den Aufbau an notwendigen Sicherheitsbestand
für die neuen LOQTEQ®-Produkte, die in den letzten Monaten gelauncht wurden, widerspiegeln.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt leicht von
5,8 Mio. EUR auf 6,1 Mio. EUR zum 31.03.2016. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verringerte sich zum
31.03.2016 auf 1,6 Mio. EUR (31.12.2015: 4,9 Mio. EUR). Bedingt durch das Periodenergebnis von -2,7 Mio. EUR ist das Eigenkapital zum 31.03.2016
auf 38,0 Mio. EUR (31.12.2015: 40,3 Mio. EUR) gesunken. Bei einer Bilanzsumme von
53,1 Mio. EUR zum 31.03.2016 (31.12.2015: 54,9 Mio. EUR) liegt die Eigenkapitalquote
bei 72 % (31.12.2015: 73 %). Die Finanzverbindlichkeiten stiegen nach Zahlung der planmäßigen Tilgungsleistungen
in Höhe von 0,3 Mio. EUR durch Hereinnahme eines Kurzfristdarlehens in Höhe von 1,2
Mio. EUR von 3,2 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR zum 31.03.2016. Gegenläufig entwickelten
sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und reduzierten zum 31.03.2016
von 4,1 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR. FinanzlageAusgehend von einem negativen Periodenergebnis von -2,7 Mio. EUR verringerte sich
der operative Cash-Flow der aap-Gruppe im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres auf -2,7 Mio. EUR (Q1/2015: 0,1 Mio. EUR). Die wesentlichen Veränderungen
im Quartalsvergleich lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit lag im ersten Quartal 2016 bei -1,0 Mio.
EUR (Q1/2015: -0,9 Mio. EUR). aap investierte 0,6 Mio. EUR in Maschinen und Anlagen
um die Produktionskapazitäten im Bereich Trauma zu erhöhen, wobei 0,3 Mio. EUR Investitionen
des Vorjahres betreffen, die erst zu einem Mittelabfluss in 2016 führten. Daneben
flossen 0,4 Mio. EUR in aktivierte Entwicklungsprojekte und dabei insbesondere in
die innovative Silberbeschichtungstechnologie und die LOQTEQ®-Technologie. Die wesentlichen Effekte im Bereich der Finanzierungstätigkeit lassen sich wie folgt
zusammenfassen:
Damit ergibt sich für das erste Quartal 2016 ein Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit
von insgesamt 0,9 Mio. EUR (Q1/2015: 1,7 Mio. EUR). Der Bestand an liquiden Mitteln im Konzern (inklusive von 1,4 Mio. EUR die auf den
aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen) verringerte sich zum Bilanzstichtag auf 3,0
Mio. EUR (31.12.2015: 5,7 Mio. EUR). Die Nettoverschuldung (Summe aller Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich sämtlicher zinstragender Verbindlichkeiten
inklusive des aufgegebenen Geschäftsbereichs) lag am 31.03.2016 bei 1,7 Mio. EUR (31.12.2015:
Nettoguthaben von 0,9 Mio. EUR). Der aap-Gruppe standen zum 31.03.2016 vertraglich zugesicherte Kreditlinien in Höhe
von insgesamt 4,5 Mio. EUR (31.12.2015: 4,5 Mio. EUR) zur Verfügung, die zum Stichtag
in Höhe von 1,2 Mio. EUR in Anspruch genommen wurden (31.12.2015: keine Inanspruchnahme).
Somit verfügte aap zum 31.03.2016 über eine nutzbare Liquidität (Summe aus Zahlungsmitteln
und Zahlungsmitteläquivalenten sowie frei verfügbaren Kreditlinien) in Höhe von 6,3
Mio. EUR (31.12.2015: 10,2 Mio. EUR). Risiko- und ChancenberichtDie Risiko- und Chancensituation hat sich für die aap Implantate AG seit dem Jahresende
2015 nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken liegen auch weiterhin
nicht vor. Alle bestehenden Risiken und Chancen sowie die Struktur und der Aufbau
des Risiko- und Chancenmanagements sind im Konsolidierten Jahresfinanzbericht 2015
umfassend dargestellt. PrognoseberichtIm zweiten Quartal 2016 will aap weitere Fortschritte im Rahmen der Strategieumsetzung
erreichen. Hierbei fokussiert der Vorstand schwerpunktmäßig die folgenden Themen: Bei der Beschleunigung wertschaffender Innovationen wird aap die Erweiterung des LOQTEQ®-Portfolios
für bestimmte Indikationsregionen bzw. Funktionalitäten weiter gezielt vorantreiben.
Im Bereich der Silberbeschichtungstechnologie wird bezüglich des laufenden Zulassungsprozesses
eine aktive Interaktion mit den Zulassungsbehörden angestrebt. Die Erweiterung des Marktzugangs möchte die Gesellschaft durch zwei Ansätze realisieren:
Zum einen sollen die Vertriebsaktivitäten in den etablierten Märkten Westeuropas sowie
in den USA weiter ausgebaut werden. Zum anderen werden weitere Anstrengungen unternommen,
um die Umsätze in Wachstumsmärkten wie den BRICS- und SMIT-Staaten zu stabilisieren. Nach der erfolgreichen Desinvestition der aap Biomaterials GmbH wird sich aap im zweiten
Quartal außerdem auf die Optimierung der operativen Effizienz konzentrieren. Hierbei
steht die Anpassung der Kostenstruktur auf die neue Unternehmensgröße im Vordergrund. Der Abschluss der Transaktion über den Verkauf der aap Biomaterials GmbH wird nach
vorläufigen Berechnungen zu einem einmaligen positiven Gesamteffekt auf Ertragsebene
im zweiten Quartal 2016 in Höhe von rund 19,6 Mio. EUR führen. Somit bestätigt der Vorstand seine Prognose für das Gesamtjahr 2016: Die Gesellschaft
antizipiert für das EBITDA des Konzerns (fortzuführender und aufgegebener Geschäftsbereich)
inklusive Entkonsolidierungserfolg einen Wert zwischen 14,1 Mio. EUR und 15,7 Mio.
EUR. Für den fortzuführenden Geschäftsbereich wird nach wie vor ein Umsatz zwischen
13,0 Mio. EUR und 15,0 Mio. EUR sowie ein EBITDA zwischen -5,5 Mio. EUR und -3,9 Mio.
EUR erwartet. Für das zweite Quartal 2016 erwartet aap für den fortzuführenden Geschäftsbereich
einen Umsatz im Bereich zwischen 2,5 Mio. EUR und 3,5 Mio. EUR sowie ein EBITDA von
-2,0 Mio. EUR bis -1,5 Mio. EUR.
KonzernzwischenabschlussKonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
KonzerngesamtergebnisrechnungGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Konzernkapitalflussrechnung
*
Korrektur Darstellung Entkonsolidierung EMCM analog Jahresabschluss zum 31.12.2014 Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
Konzernanhang zum Konzernzwischenabschluss1. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer ungeprüfte Zwischenabschluss zum 31.03.2016 wird nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Im Zwischenabschluss
werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2015 angewendet. Für weitere Informationen verweisen wir auf
den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015, der die Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss
darstellt. Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung gemäß
IAS 34 sind vom Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vorzunehmen sowie Annahmen
zu treffen, die die Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze im Konzern und den Ansatz,
Ausweis und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen
beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzwerten abweichen. Der Konzernzwischenabschluss berücksichtigt alle laufenden Geschäftsvorfälle und Abgrenzungen,
die nach Auffassung des Vorstands für eine zutreffende Darstellung des Zwischenergebnisses
notwendig sind. Der Vorstand ist der Überzeugung, dass die dargestellten Informationen
und Erläuterungen geeignet sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. 2. Neue und geänderte Standards und deren AnwendungMit Wirkung zum 01.01.2016 waren keine neuen bzw. geänderten Standards, die für den
Konzern relevant sein könnten, verpflichtend anzuwenden. Aus den Änderungen ergeben
sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns. 3. Änderungen in der Zusammensetzung des UnternehmensBis zum 31.03.2016 gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis der aap-Gruppe. aap Joints GmbHAm 21. September 2015 wurde in einem notariellen Vertrag vereinbart, dass die verbliebene
Beteiligung in Höhe von 33 % an der aap Joints GmbH im Falle der erfolgreichen Rezertifizierung
von acht Produkten veräußert wird. Im ersten Quartal 2016 wurde die Rezertifizierungen
der acht Produkte noch nicht vollständig abgeschlossen. aap Biomaterials GmbHAm 22. März 2016 konnte ein notariell beurkundeter Anteilskaufvertrag mit einem führenden
europäischen Private-Equity-Unternehmen über den Verkauf von 100 % der Geschäftsanteile
an der aap Biomaterials GmbH unterzeichnet werden. Ausgehend von dieser Transaktion
und durch Erfüllung der Voraussetzungen nach IFRS 5 im November 2015 wurde der veräußerte
Geschäftsbereich im Konzernabschluss zum 31.12.2015 erstmals als aufgegebener Geschäftsbereich
dargestellt. Der im Rahmen der Transaktion veräußerte Geschäftsbereich (aufgegebener
Geschäftsbereich) besteht aus der aap Biomaterials GmbH sowie dem Distributionsgeschäft
der aap im Bereich Knochenzemente, Mischsysteme und dazugehörige Accessoires. Der
Vollzug der Transaktion unterliegt marktüblichen aufschiebenden Bedingungen, die zum
Stichtag 31.03.2016 noch nicht erfüllt waren. Der Abschluss der Transaktion erfolgte
am 11. Mai 2016. 4. Aktienkursbasierte VergütungenIm Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde gesondert über das konzernweit bestehende
anteilsbasierte Vergütungssystem für die Mitarbeiter der aap Implantate AG und der
verbundenen Unternehmen berichtet. Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss
verwiesen. Zum 31.03.2016 waren 532.500 Optionen ausübbar. Die wesentlichen Bedingungen der in der Berichtsperiode gültigen Programme sind in
nachfolgender Übersicht zusammengefasst:
Im Rahmen der Aktienoptionsprogramme wurden alle Aktienoptionen in zwei oder mehr
Tranchen ausgegeben. In der Vergangenheit wurden die realisierten Vergütungen durch
Barausgleich erfüllt. Am 19.12.2014 hat der Vorstand beschlossen, dass mit sofortiger
Wirkung weitere Ausübungen nur durch den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten möglich
sind. Lediglich die an den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden gewährten Optionen werden
aufgrund der rechtlichen Anforderungen davon abweichend durch Barausgleich erfüllt.
Die von ihm ausgeübten Aktienoptionen wurden durch Barausgleich abgefunden. Dessen
zukünftig ausübbaren Aktienoptionen werden am Bilanzstichtag mit dem beizulegenden
Zeitwert der zukünftigen Abfindungsverpflichtung bewertet und als Rückstellung ausgewiesen. Zum Stichtag bestanden folgende Optionsprogramme, die noch nicht oder noch nicht vollständig
ausgeübt wurden:
Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Anzahl und die gewichteten Durchschnitte
der Ausübungspreise (GDAP) sowie die Entwicklung der Aktienoptionen während des Berichtszeitraumes:
Die Bandbreite der Ausübungspreise für die zum 31.03.2016 ausstehenden Aktienoptionen
beläuft sich auf 1,00 EUR bis 2,51 EUR (Vorjahr: 1,00 EUR bis 1,78 EUR). Die am Ende
des Berichtszeitraums ausstehenden Aktienoptionen haben eine gewichtete durchschnittliche
Restlaufzeit von 5,1 Jahren (Vorjahr: 4,9 Jahre). Der im Berichtszeitraum erfasste
Aufwand für laufende Optionsprogramme betrug insgesamt 63 TEUR (2015 gesamt: 110 TEUR),
davon für Programme mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 32 TEUR und für Programme
mit Ausgleich durch Barverpflichtung 31 TEUR zur Erhöhung der Rückstellung, da das
Ausübungswahlrecht der Gesellschaft zur Erfüllung in Eigenkapitalinstrumenten in Bezug
auf den Aufsichtsrat faktisch nicht mehr besteht. 5. Berichterstattung zu FinanzinstrumentenFolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente, die zum 31.03.2016 im Konzern bestanden.
Zusätzliche Informationen zu Finanzinstrumenten finden sich im Konzernjahresabschluss
zum 31. Dezember 2015.
davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 für den fortzuführenden Geschäftsbereich:
Der aap-Konzern verfügt nur über originäre Finanzinstrumente. Der Bestand an originären
Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte
entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Soweit Ausfallrisiken erkennbar sind, werden
diese durch Wertberichtigungen erfasst. Die beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln
und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen, von sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
und Finanzschulden entsprechen ihren Buchwerten, insbesondere aufgrund der kurzen
Laufzeit solcher Finanzinstrumente. Langfristige Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr werden auf der Basis verschiedener
Parameter wie Zinssätzen, der individuellen Bonität des Kunden und der Risikostruktur
des Finanzierungsgeschäfts bewertet. Danach entsprechen die Buchwerte dieser Forderungen
abzüglich der gebildeten Wertberichtigungen annähernd ihren Barwerten. Der beizulegende Zeitwert von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden durch Abzinsung
der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit
vergleichbaren Restlaufzeiten marktüblichen Zinsen bewertet. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen die Anteile
an der AEQUOS Endoprothetik GmbH, die per 30.06.2014 erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewertet wurde. Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts benötigten
Informationen lagen zum Stichtag 31.12.2015 nicht vor. Daher wurde im Quartalsabschluss
per 31.03.2016 aufgrund eines fehlenden aktiven Markts und da der beizulegende Zeitwert
nicht verlässlich bestimmt werden kann die Beteiligung mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. 6. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen werden nach Personengruppen
dargestellt. Unternehmen über den Verkauf von 100 % der Geschäftsanteile an der aap Biomaterials
GmbH unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion erfolgte am 11. Mai 2016.
Alle Transaktionen unterscheiden sich grundsätzlich nicht von Liefer- und Leistungsbeziehungen
mit fremden Dritten. 7. Sonstige EreignisseAm 22. März 2016 wurde ein notariell beurkundeter Anteilskaufvertrag mit einem führenden
europäischen Private-Equity- 8. Freigabe des KonzernabschlussesDer Vorstand der aap Implantate AG hat den Konzernzwischenabschluss für das erste
Quartal 2016 am 13. Mai 2016 zur Vorlage an den Aufsichtsrat sowie zur anschließenden
Veröffentlichung freigegeben. Unternehmenskalender2016
Ordentliche Hauptversammlung Berlin
Konzern-Zwischenbericht 2. Quartal 2016
Konzern-Zwischenbericht 3. Quartal 2016
Deutsches Eigenkapitalforum 2016 (Analystenkonferenz) Frankfurt am Main Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen,
Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie ihm derzeit zur Verfügung stehender
Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Verschiedene
bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu
führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die
Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen.
Diese Faktoren schließen auch diejenigen ein, die aap in veröffentlichten Berichten
beschrieben hat. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem
sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten
zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen
anzupassen. ©aap Implantate AGLorenzweg 5 • 12099 Berlin • Germany Tel. +49 30 75019-133 Fax +49 30 75019-290 ir@aap.de www.aap.de Änderungen, Irrtümer und Druckfehler vorbehalten. Layout, Satz: deSIGN graphic - Wolfram
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