![]() aap Implantate AGBerlinQ3/2016-BerichtKonzern-Zwischenbericht 20163. Quartal 9-MonatsberichtAusgewählte Kennzahlen
1)
Angaben beziehen sich auf den fortzuführenden Geschäftsbereich. Hinweis: Bei den im Quartalsbericht dargestellten Zahlenangaben können technische
Rundungsdifferenzen bestehen, die die Gesamtaussage nicht beeinträchtigen. Vorwort des VorstandesSehr geehrte Damen und Herren,sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,liebe Mitarbeiter und Geschäftspartner,im dritten Quartal 2016 konnten wir weitere wichtige Fortschritte im Hinblick auf
die Ziele unserer Management Agenda und unserer Strategieumsetzung erzielen, hatten
dabei gleichzeitig aber auch einige Herausforderungen zu meistern. Zunächst konnten wir unsere finanziellen Ziele im dritten Quartal 2016 sowohl umsatz-
als auch ergebnisseitig erreichen. So erzielten wir im Berichtszeitraum einen Umsatz
im fortzuführenden Geschäftsbereich in Höhe von 2,9 Mio. EUR, der damit innerhalb
der im August 2016 kommunizierten Guidance von 2,5 Mio. EUR bis 4,0 Mio. EUR liegt.
Das EBITDA des fortzuführenden Geschäftsbereichs lag im dritten Quartal bei -1,8 Mio.
EUR und somit ebenfalls innerhalb des prognostizierten Bereichs von -2,0 Mio. EUR
bis -1,2 Mio. EUR. Hierbei muss allerdings erwähnt werden, dass das EBITDA im Berichtszeitraum
von Einmaleffekten aus der Beendigung eines langfristigen Lizenzvertrags im Zusammenhang
mit der LOQTEQ® Technologie (0,3 Mio. EUR) sowie einer Wertkorrektur auf Kundenforderungen
(0,2 Mio. EUR) in Höhe von insgesamt rund 0,5 Mio. EUR belastet wurde. Bereinigt um
diese Effekte liegt das - recurring EBITDA - im dritten Quartal bei -1,3 Mio. EUR
und somit am oberen Ende der Guidance. Bei einer genaueren Analyse der bisherigen Umsatzentwicklung ergibt sich ein ambivalentes
Bild. Auf der einen Seite lässt sich positiv festhalten, dass wir bei der angestrebten
Fokussierung auf etablierte Märkte wie Nordamerika, die DACH-Region und weitere europäische
Länder weiterhin gute Fortschritte verzeichnen konnten. So ist es uns gelungen den
Umsatz in Nordamerika signifikant zu steigern und den Zugang zu Kunden in der DACH-Region
zu erweitern. In Nordamerika konnten wir im dritten Quartal mit lokalen Distributoren
und globalen Partnern, die unsere Produkte unter eigenem oder aap-Label in Nordamerika
vertreiben, einen Umsatz in Höhe von 0,7 Mio. EUR erzielen, was einer signifikanten
Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q3/2015: 0,1 Mio. EUR) entspricht. Insgesamt
realisierte aap in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres bereits einen
Umsatz in Nordamerika in Höhe von rund 2,0 Mio. EUR (9M/2015: 0,4 Mio. EUR), der damit
deutlich über unseren Erwartungen lag. Zudem verzeichneten wir im dritten Quartal
einen signifikanten Anstieg der Operationen mit unseren Traumaprodukten in nordamerikanischen
Krankenhäusern, Tendenz stark steigend. Hier sehen wir eine dynamische Entwicklung,
die sich in den kommenden Monaten fortsetzen sollte. Gleichzeitig konnten wir auch
bei der Neukundenakquise weitere Fortschritte verzeichnen. So haben wir in Puerto
Rico und Ecuador vielversprechende Abnehmer für unsere LOQTEQ® Produkte gewonnen,
mit denen bereits im dritten Quartal erste Umsätze erzielt werden konnten. Auf der anderen Seite hatten wir uns aber auch zum Ziel gesetzt, die Umsatzentwicklung
in den BRICS- und SMIT-Staaten zu stabilisieren. Hier stellt uns insbesondere China
weiterhin vor große Herausforderungen. China stellte in 2015 trotz gebremsten Wachstums
einen der Hauptabsatzmärkte dar und konnte jedoch in den ersten neun Monaten des aktuellen
Geschäftsjahres bislang keinen Umsatzbeitrag leisten. Wir befinden uns aktuell noch
immer in Verhandlungen über die Fortführung des Distributionsgeschäfts und erwarten
einen Abschluss sowie eine entsprechende Wiederbelebung des Geschäfts bis zum Ende
des Geschäftsjahres. Insgesamt konnten die im Geschäftsjahr 2016 realisierten erfreulichen
Umsatzzuwächse in Nordamerika die bislang fehlenden Umsatzbeiträge aus China nicht
kompensieren. Weitere Fortschritte konnten wir bei der geplanten Komplettierung unseres LOQTEQ®
Portfolios erzielen. Nach den entsprechenden Vorbereitungen im dritten Quartal wurden
in den letzten Wochen verschiedene Ergänzungen unseres Portfolios in den Markt eingeführt.
Dabei handelte es sich um das innovative periprothetische LOQTEQ® System und das polyaxiale
LOQTEQ® VA Sprunggelenkssystem. Hier planen wir in Kürze weitere Markteinführungen
verschiedener polyaxialer LOQTEQ® Systeme für unterschiedliche anatomische Regionen. Im Bereich unserer innovativen Silberbeschichtungstechnologie konnten wir im Rahmen
des laufenden CE-Konformitätsbewertungsverfahrens für eine silberbeschichtete LOQTEQ®
Platte im dritten Quartal insgesamt gute Fortschritte erzielen. Im Vordergrund stand
dabei auch weiterhin ein intensiver und konstruktiver Austausch mit der benannten
Stelle. Im Hinblick auf die angestrebte Zulassung in den USA laufen gleichzeitig die
Vorbereitungen für die Einreichung der erforderlichen Unterlagen bei der US-amerikanischen
Food and Drug Administration (FDA). Im Rahmen unserer Strategie aap zu einem "Pure Player" im Bereich Trauma mit IP-geschützten
innovativen Technologien zu transformieren, haben wir im Frühjahr mit dem Verkauf
der aap Biomaterials GmbH bereits den entscheidenden Meilenstein erreicht. Darüber
hinaus verfügen wir noch über eine letzte Minderheitsbeteiligung an der aap Joints
GmbH, die nicht zu unserem Kerngeschäft Trauma gehört und von der wir uns kurzfristig
trennen wollen. In diesem Zusammenhang haben wir am 23. September 2016 einen notariellen
Anteilskaufvertrag über die Veräußerung der verbliebenen Beteiligung in Höhe von 33
% an der aap Joints GmbH für 0,4 Mio. EUR geschlossen. Voraussetzung für den Vollzug
der Transaktion ist die erfolgreiche Rezertifizierung von drei Produkten bis zum Jahresende
2016. Hierbei ist anzumerken, dass die Verlängerung der CE-Zulassung eine sehr herausfordernde
Aufgabe ist, da es sich bei diesen Produkten um sogenannte Klasse III-Produkte handelt,
die sich in einem schwierigen Zulassungsumfeld mit stetig steigenden Anforderungen
und teils langen Reaktionszeiten der Zulassungsbehörden bewegen. Der Abschluss des
Vertrags führte im dritten Quartal 2016 zu einer Wertberichtigung auf die Beteiligung
an der aap Joints GmbH in Höhe von 0,4 Mio. EUR. Des Weiteren konnte sich aap im Berichtszeitraum mit einem Mitentwickler der LOQTEQ®
Technologie gütlich auf eine vorzeitige Beendigung eines bislang langfristig bestehenden
Lizenzvertrags einigen. Der Mitentwickler erhält als Kompensation eine Abstandszahlung,
die in 2016 in einer ersten Fixzahlung geleistet wird und in der Folge bei Erreichung
bestimmter Umsatzziele nur in den nächsten drei Jahren tranchenweise zur Auszahlung
kommt. Durch die Terminierung des Lizenzvertrages, dessen Laufzeit ursprünglich an
die Laufzeiten der LOQTEQ® Patente gebunden war, ist es aap gelungen, die Ergebnisebene
mittel- und langfristig sowie nachhaltig zu entlasten. Die erste Abstandszahlung in
Höhe von 0,3 Mio. EUR führt zu einer einmaligen Sonderbelastung des Ergebnisses im
dritten Quartal 2016. Gerne möchten wir an dieser Stelle noch einmal auf den Wechsel im Aufsichtsrat der
aap eingehen. Im September haben wir im Rahmen einer Pressemitteilung darüber informiert,
dass unser langjähriges Aufsichtsratsmitglied Ronald Meersschaert sein Amt aus persönlichen
Gründen niedergelegt hat. Seit Anfang Oktober ist nun Jacqueline Rijsdijk als Nachfolgerin
im Amt, die von der Hauptversammlung 2014 als Ersatzmitglied gewählt wurde. Mit Frau
Rijsdijk haben wir erneut eine ausgewiesene Wirtschafts- und Finanzexpertin gewonnen,
so dass wir in diesem Bereich im Aufsichtsrat auch weiterhin sehr gut aufgestellt
sind. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind uns sicher, dass aap von ihrem
exzellenten Netzwerk und großen Erfahrungsschatz profitieren wird. Gleichzeitig möchten
wir uns bei Ronald Meersschaert auch auf diesem Wege noch einmal für den großen Einsatz
und die hervorragende Arbeit in den letzten Jahren bedanken, die er für aap auf dem
Weg zu einem fokussierten Traumaunternehmen geleistet hat. Insgesamt sind wir der festen Überzeugung, dass wir mit den eingeleiteten und geplanten
Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind, um aap wieder zurück auf den Wachstumspfad zu
führen. Viele der erzielten Fortschritte spiegeln sich bislang allerdings noch nicht
in entsprechenden Ergebnissen wider. Die Verschiebung unserer Umsätze in die etablierten
Märkte wird sich weiter fortsetzen, wobei wir insbesondere in Nordamerika weiterhin
eine sehr dynamische Entwicklung erwarten. Gleichzeitig werden wir aber auch kontinuierlich
die erforderlichen Anstrengungen darauf verwenden, die wichtigen Märkte der BRICS-
und SMIT-Staaten zu stabilisieren, um auf einer diversifizierten Ebene wieder nachhaltig
wachsen zu können.
Die AktieAllgemeine Informationen zur Aktie der aap
Kennzahlen* der Aktie der aap
*
Datenquelle: Bloomberg. Kennzahlen beziehen sich auf XETRA-Tagesschlusskurse. Nach der Verunsicherung durch das Votum für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen
Union zeigten die globalen Aktienmärkte im dritten Quartal 2016 spürbare Erholungstendenzen.
Während die Stimmung der Anleger zu Beginn des Berichtszeitraums noch von den Sorgen
über die Folgen des Brexits geprägt war, dominierten fortan positive Signale und beruhigten
die Märkte. Neben dem weiterhin niedrigen Zinsumfeld und einem steigenden Ölpreis
unterstützen unter anderem verbesserte Konjunkturdaten in China und stabile Arbeitsmarkdaten
in den USA den Aufwärtstrend. Demgegenüber belasteten aufkommende Sorgen über die
Stabilität des europäischen Bankensektors oder politische Ereignisse wie der Putschversuch
in der Türkei das Marktsentiment nur temporär. Zu Beginn des dritten Quartals 2016 geriet die Aktie der aap zunächst unter Druck
und erreichte ausgehend vom XETRA-Schlusskurs am 1. Juli 2016 von 1,30 EUR am 8. Juli
2016 den Quartalstiefststand von 1,20 EUR. Im Anschluss verzeichnete die Aktie einen
temporären Aufwärtstrend und markierte sowohl am 14. als auch am 21. Juli 2016 den
Quartalshöchststand von 1,33 EUR. Die folgenden Wochen waren überwiegend von Kursrückgängen
geprägt, so dass am 9. August 2016 erneut der Quartalstiefststand von 1,20 EUR erreicht
wurde. Im weiteren Verlauf des Berichtszeitraums zeigte die Aktie leichte Erholungstendenzen,
die jedoch immer wieder von temporären Ausschlägen nach unten ausgebremst wurden.
Die Aktie schloss das dritte Quartal am 30. September 2016 mit einem XETRA-Schlusskurs
von 1,21 EUR und verlor damit im Berichtszeitraum insgesamt rund 7 % an Wert. Bei einer Betrachtung des Neunmonatszeitraums 2016 ergibt sich für das Kapitalmarktumfeld
ein höchst unterschiedliches Bild. Während die ersten beide Quartale von überwiegend
hohen Volatilitäten gekennzeichnet waren, beruhigten sich die Aktienmärkte im dritten
Quartal zunehmend. Zum Jahresanfang trübten insbesondere die fallenden Rohstoffpreise
und die Unsicherheiten bezüglich der Situation im Nahen Osten das Marktsentiment,
was zum Teil deutliche Kursrückgänge zur Folge hatte. Nach einem temporären Aufwärtstrend
sorgten im weiteren Verlauf des Berichtszeitraums neben den Spekulationen über eine
Veränderung des Leitzinses durch die US-Notenbank Fed insbesondere das Brexit-Votum
in Großbritannien für Verunsicherung. Die Folge waren erneut fallende Aktienkurse,
bevor im dritten Quartal deutliche Erholungstendenzen mit entsprechenden Kursgewinnen
zu verzeichnen waren. Im Neunmonatszeitraum 2016 wurde die Aktie der aap zu Beginn zunächst von einem Abwärtstrend
erfasst und erreichte ausgehend vom XETRA-Schlusskurs am 4. Januar 2016 von 1,33 EUR
am 9. Februar 2016 den Tiefststand der Berichtsperiode von 1,09 EUR. In den weiteren
Wochen bewegte sich die Aktie überwiegend seitwärts, bevor am 22. März 2016 in Reaktion
auf die Nachricht über die Veräußerung der aap Biomaterials GmbH ein signifikanter
Kursanstieg verzeichnet wurde. In der Folge markierte die Aktie einen Tag später den
bisherigen Jahreshöchststand von 1,67 EUR, der auch am 13. und 14. April 2016 nochmal
erreicht wurde. Im weiteren Verlauf der Berichtsperiode konnte die Aktie dieses Niveau
allerdings nicht halten und geriet zunehmend unter Druck. Trotz temporärer Ausschläge
nach oben gab die Aktie die zum Ende des ersten Quartals erzielten Kursgewinne wieder
ab und pendelte sich in den letzten Wochen des Berichtszeitraums zwischen 1,20 EUR
und 1,30 EUR ein. Der XETRA-Schlusskurs des Neunmonatszeitraums 2016 lag am 30. September
2016 bei 1,21 EUR, so dass die Aktie in dieser Periode insgesamt rund 9 % an Wert
einbüßte. Indizes Kursvergleich 9M | 2016![]() Peer Group Kursvergleich 9M | 2016![]() AnalystenempfehlungenAlle Researchberichte der Analysehäuser finden Sie im Internet unter www.aap.de/de/investoren/aktie/research.
Die Berichte der Edison Investment Research GmbH sind ausschließlich in englischer
Sprache verfügbar.
Investor RelationsZielsetzung der Investor Relations-Arbeit bei aap ist es eine faire Bewertung der
Aktie durch den Kapitalmarkt zu erreichen. Grundlage hierfür war auch im dritten Quartal
2016 ein kontinuierlicher und transparenter Dialog mit allen Marktteilnehmern sowie
die Bereitstellung präziser und bewertungsrelevanter Informationen. Neben der klassischen
IR-Kommunikation standen im Berichtszeitraum zahlreiche Meetings und Conference Calls
mit Investoren im Fokus. Der Höhepunkt des vierten Quartals ist das Deutsche Eigenkapitalforum in Frankfurt
am Main. aap wird am 22. November 2016 auf der bedeutenden Kapitalmarktveranstaltung
präsent sein. Neben der klassischen Unternehmenspräsentation stehen diverse One-on-One-Meetings
mit bestehenden und potentiellen neuen Investoren auf der Agenda des Vorstands. AktionärsstrukturIm dritten Quartal 2016 kam es zu keinen Veränderungen innerhalb der Aktionärsstruktur
der aap, so dass sich diese auch weiterhin durch ein hohes Maß an Stabilität mit einer
langfristig orientierten Investorenbasis kennzeichnet. Der Streubesitz lag zum 30.
September 2016 bei rund 46,80 %. Die folgende Übersicht zeigt alle Beteiligungen an der aap > 3 % zum 30. September
2016: ![]() *
Auf Basis eigener Berechnungen. Anteilsbesitz OrganeDie folgende Tabelle zeigt den direkten und indirekten Anteilsbesitz aller Mitglieder
des Aufsichtsrats und des Vorstands an der Gesellschaft per 30. September 2016:
KonzernzwischenlageberichtGeschäfts- und RahmenbedingungenOrganisatorische und rechtliche StrukturIn den Konzernabschluss sind neben der aap Implantate AG alle Unternehmen nach der
Methode der Vollkonsolidierung einbezogen worden, bei denen dem Mutterunternehmen
aap Implantate AG direkt oder indirekt über einbezogene Tochtergesellschaften die
Mehrheit der Stimmrechte zusteht.
Tochterunternehmenaap Implants Inc.Die aap Implants Inc. ist die Vertriebsgesellschaft der aap Implantate AG für den
nordamerikanischen Markt. Sitz der Gesellschaft ist Dover, Delaware, USA. Die logistische
Abwicklung sämtlicher Aufträge erfolgt über einen Service Provider in Atlanta, Georgia,
USA. MAGIC Implants GmbHDie MAGIC Implants GmbH ist eine Vorratsgesellschaft, in der potentiell sämtliche
Entwicklungs- und gegebenenfalls Vermarktungsaktivitäten im Bereich Magnesiumtechnologie
gebündelt werden sollen. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Beteiligungenaap Joints GmbHNach dem Verkauf von 67 % der Anteile im Juni 2013 bestand im dritten Quartal 2016
noch eine Beteiligung in Höhe von 33 % an der aap Joints GmbH. In der aap Joints GmbH
sind sämtliche Aktivitäten im Bereich Orthopädie (Knie, Hüfte und Schulter) zusammen
mit der C~Ment®-Linie gebündelt. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Am 23. September
2016 wurde ein notarieller Anteilskaufvertrag über die Veräußerung der verbliebenen
Beteiligung in Höhe von 33 % an der aap Joints GmbH geschlossen. Voraussetzung für
den Vollzug der Transaktion ist die erfolgreiche Rezertifizierung von drei Produkten. AEQUOS Endoprothetik GmbHAn der AEQUOS Endoprothetik GmbH besteht eine Beteiligung ohne maßgebenden Einfluss
auf die Geschäfts- und Finanzpolitik in Höhe von 4,57 %. Sitz der Gesellschaft ist
München. Frühere Tochterunternehmenaap Biomaterials GmbHIn der aap Biomaterials GmbH waren alle Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten im
Bereich Knochenzement und Zementierungstechniken sowie medizinischer Biomaterialien
zusammengefasst. Sitz der Gesellschaft ist Dieburg bei Frankfurt am Main. Am 22. März
2016 wurde ein notariell beurkundeter Anteilskaufvertrag mit Keensight Capital über
den Verkauf von 100 % der Geschäftsanteile an der aap Biomaterials GmbH unterzeichnet.
Die Transaktion wurde am 11. Mai 2016 abgeschlossen die ehemalige Tochtergesellschaft
wurde am selben Tag entkonsolidiert. Produkte, Märkte & VertriebDer Vertrieb der Produkte erfolgt überwiegend unter dem Markennamen "aap". Während
die Produkte im deutschsprachigen Raum direkt an Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften
und Verbundkliniken vertrieben werden, setzt das Unternehmen auf internationaler Ebene
auf ein breites Distributorennetzwerk in über 25 Ländern. Regional betrachtet liegen
die wichtigsten Absatzmärkte neben der DACH-Region und weiteren europäischen Märkten
insbesondere in den USA sowie in den BRICS- und SMIT-Staaten. Im Rahmen ihrer Marketing- und Vertriebsaktivitäten war aap im dritten Quartal 2016
unter anderem auf der 35. EBJIS Konferenz (European Bone and Joint Infection Society)
in Oxford, Großbritannien präsent. Die EBJIS hat sich dem Kampf gegen Infektionen
des Bewegungsapparats verpflichtet und sich in ihrer Jahrestagung mit über 500 Teilnehmern
schwerpunktmäßig dem Thema Patientenmanagement gewidmet. aap nutzte die Gelegenheit
und präsentierte ihre innovative antibakterielle Silberbeschichtungstechnologie sowie
antibakteriell wirksame Biomaterialien. Des Weiteren war die Gesellschaft im Berichtszeitraum
auf dem 57. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) in Frankfurt
am Main vertreten. Produktentwicklungen und ZulassungenIm Bereich Trauma lag der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im dritten
Quartal 2016 primär auf der Vorbereitung der Markteinführung weiterer Ergänzungen
des LOQTEQ® Portfolios. Dabei handelte es sich neben verschiedenen polyaxialen LOQTEQ®
Implantaten für die Versorgung von Sprunggelenks-, Ellenbogen und Fersenbeinfrakturen
um das innovative periprothetische LOQTEQ® System. Das System basiert auf einer neuartigen
zum Patent angemeldeten Fixationstechnologie und ermöglicht die Behandlung von Knochenfrakturen
in unmittelbarer Nähe bereits im Körper befindlicher Gelenkimplantate. Im Ergebnis
wurden im Oktober mehrere der Produkte auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und
Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin vorgestellt und stehen nun zum Verkauf zur Verfügung. Im Bereich Silberbeschichtungstechnologie konnten im Rahmen des laufenden CE-Konformitätsbewertungsverfahrens
für eine silberbeschichtete LOQTEQ® Platte im dritten Quartal 2016 insgesamt gute
Fortschritte erzielt werden. Dabei lag der Fokus auf einem intensiven und konstruktiven
Austausch mit der benannten Stelle. Bei erfolgreichem Verlauf des Konformitätsbewertungsverfahrens
plant aap die Zulassung auf weitere Trauma-Produkte zu erweitern. Im Hinblick auf
die angestrebte Zulassung in den USA laufen die Vorbereitungen für die Einreichung
der erforderlichen Unterlagen bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration
(FDA). Im Bereich der Magnesiumtechnologie konzentrierte sich aap im dritten Quartal 2016
primär auf die technologische Weiterentwicklung der resorbierbaren Implantate. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterZum Stichtag 30.09.2016 waren insgesamt 156 Mitarbeiter im fortzuführenden Geschäftsbereich
beschäftigt (31.12.2015: 179 Mitarbeiter). WirtschaftsberichtVorbemerkung zur Darstellung der KonzernergebnisrechnungDie aap Implantate AG hat am 22. März 2016 einen notariell beurkundeten Anteilskaufvertrag
mit Keensight Capital über den Verkauf von 100 % der Geschäftsanteile an ihrer Tochtergesellschaft
aap Biomaterials GmbH unterzeichnet. Der im Rahmen der Transaktion veräußerte Geschäftsbereich
besteht aus der aap Biomaterials GmbH, die auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung
von Knochenzementen, Mischsystemen und dazugehörigen Accessoires spezialisiert ist,
sowie dem Distributionsgeschäft der aap Implantate AG in diesem Bereich. Der verkaufte
Geschäftsbereich erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz in Höhe von 15,7 Mio.
EUR. Ausgehend von dieser Transaktion und durch Erfüllung der Voraussetzungen nach IFRS
5 im November 2015 wurde der veräußerte Geschäftsbereich erstmals im Konzernabschluss
zum 31.12.2015 als aufgegebener Geschäftsbereich dargestellt. Die Gesamtergebnisrechnung
des Konzerns ist daher in zwei Bereiche aufgespalten: Fortzuführender Geschäftsbereich
und Aufgegebener Geschäftsbereich. Der fortzuführende Geschäftsbereich umfasst die
Aktivitäten, die in der aap Implantate AG, Berlin, der aap Implants Inc., Dover, Delaware,
USA und der MAGIC Implants GmbH, Berlin gebündelt sind. Der aufgegebene Geschäftsbereich
umfasst für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 11. Mai 2016 und 2015 die aap Biomaterials
GmbH, Dieburg sowie das Distributionsgeschäft der aap Implantate AG im Bereich Knochenzemente,
Mischsysteme und dazugehörigen Accessoires. Der Vollzug der Transaktion erfolgte am 11. Mai 2016. Nach Berücksichtigung des Abgangs
von übernommenen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Veräußerung ergab sich
im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2016 ein Entkonsolidierungsgewinn von 23,3 Mio.
EUR, der in der Gesamtergebnisrechnung dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet
wurde. Insgesamt sind im Rahmen der Transaktion Veräußerungskosten von 1,6 Mio. EUR
entstanden, von denen zum 30. September 2016 bereits 1,1 Mio. EUR beglichen wurden.
Daneben steht dem Erwerber für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 11. Mai 2016
der erwirtschaftete Ergebnisanteil der aap Biomaterials GmbH in Höhe von 0,1 Mio.
EUR zu. Insgesamt realisierte der aufgegebene Geschäftsbereich ein EBITDA von 24,1
Mio. EUR, das neben dem Entkonsoliderungserfolg noch das laufende Ergebnis unter Beachtung
der Vorschriften von IFRS 5 für die Zeit vom 1. Januar bis 11. Mai 2016 enthält. Soweit nicht anders dargestellt, betreffen alle Ausführungen zur Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage den fortzuführenden Geschäftsbereich. ErtragslageUmsatzentwicklung und GesamtleistungDer Umsatz des fortzuführenden Geschäftsbereichs verringerte sich gegenüber dem dritten
Quartal 2015 um 15 % von 3,4 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR. Dabei sank der Umsatz mit
Traumaprodukten (Implantate und traumakomplementäre Biomaterialien) von 2,9 Mio. EUR
auf 2,3 Mio. EUR. In den ersten neun Monaten 2016 reduzierte sich der Umsatz des fortzuführenden
Geschäftsbereichs von 9,9 Mio. EUR auf 8,8 Mio. EUR, wobei der Umsatz mit Traumaprodukten
von 8,8 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR sank. Dabei ist zu beachten, dass im Umsatz des
ersten Quartals 2015 ein fakturierter Initialumsatz mit einem neuen iranischen Distributor
in Höhe von 0,7 Mio. EUR enthalten war, der im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses
2015 aufgrund nicht erfüllter Vertragspflichten rückabgewickelt wurde. Bei Herausrechnung
dieses Effekts ergibt sich für die ersten neun Monate beider Geschäftsjahre ein Rückgang
von 8,2 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR. Hierbei ist insbesondere anzumerken, dass China
sowohl im dritten Quartal als auch in den ersten neun Monaten 2016 keinen Umsatzbeitrag
leisten konnte. China stellte in 2015 trotz gebremsten Wachstums einen der Hauptabsatzmärkte
dar. Wir befinden uns aktuell noch immer in Verhandlungen über die Fortführung des
Distributionsgeschäfts und erwarten einen Abschluss sowie eine entsprechende Wiederbelebung
des Geschäfts bis zum Ende des Geschäftjahres. Erfreulich ist insbesondere die Entwicklung in Nordamerika, das einen der Kernmärkte
im Rahmen unserer Wachstumsstrategie darstellt. Hier konnten wir den Umsatz mit lokalen
Distributoren und globalen Partnern, die unsere Produkte unter eigenem oder aap-Label
in Nordamerika vertreiben, im dritten Quartal 2016 auf 0,7 Mio. EUR steigern (Q3/2015:
0,1 Mio. EUR). In den ersten neun Monaten 2016 realisierten wir somit in Nordamerika
bereits einen Umsatz von 2,0 Mio. EUR nach 0,4 Mio. EUR im Vorjahr. Zudem verzeichneten
wir im dritten Quartal einen deutlichen Anstieg der Operationen mit unseren Traumaprodukten
in nordamerikanischen Krankenhäusern, Tendenz stark steigend. Hier sehen wir eine
dynamische Entwicklung, die sich in den kommenden Monaten fortsetzen sollte. Aber
auch in den anderen Kernmärkten konnten wir Fortschritte erzielen. In der DACH-Region
haben wir durch zahlreiche Aktivitäten den Zugang zu Kunden erweitert. Auf internationaler
Ebene konnten neue Kunden u. a. in Puerto Rico und Ecuador gewonnen werden. Die Gesamtleistung enthält neben den Umsatzerlösen sowohl Bestandsveränderungen als
auch aktivierte Eigen- und Entwicklungsleistungen. Die Gesamtleistung des fortzuführenden
Geschäftsbereichs hat sich im dritten Quartal 2016 bei gesunkenen Umsatzerlösen auf
3,3 Mio. EUR verringert (Q3/2015: 4,6 Mio. EUR). Auch in den ersten neun Monaten 2016
sank die Gesamtleistung bei verminderten Umsatzerlösen von 13,0 Mio. EUR auf 10,4
Mio. EUR. Grund hierfür ist neben der Umsatzverringerung der Abbau an Vorräten, der
im dritten Quartal 2016 zu keiner weiteren Bestandserhöhung geführt hat. Der Aufbau
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in den ersten neun Monaten 2016 in Höhe von
0,4 Mio. EUR ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (9M/2015: 2,1 Mio. EUR) stark
vermindert und erfolgte vor allem zum Aufbau eines Sicherheitsbestands für die neu
in den Markt eingeführten LOQTEQ® Produkte. Diese Entwicklung ist sehr begrüßenswert,
da aap im Jahr 2015 den Vorratsbestand erheblich erhöht hatte und nun den Umsatz teilweise
aus vorhandenen Beständen realisieren kann. Gemäß IFRS aktiviert aap als entwicklungsintensives Unternehmen neben selbst produzierten
Anlagegütern auch Aufwendungen für Eigen- und Entwicklungsprojekte, für deren Zulassung
und ökonomisch erfolgreiche Vermarktung eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht. aap
hat im dritten Quartal 2016 0,3 Mio. EUR (Q3/2015: 0,2 Mio. EUR) und in den ersten
neun Monaten 2016 1,1 Mio. EUR (9M/2015: 1,0 Mio. EUR) an Eigen- und Entwicklungsleistungen
aktiviert. Die größten Zugänge betrafen dabei die Entwicklung unserer Silberbeschichtungstechnologie
sowie den Ausbau unseres LOQTEQ® Portfolios um weitere Plattensysteme für bestimmte
Indikationsregionen bzw. Funktionalitäten. Kostenstruktur und ErgebnisDie sonstigen betrieblichen Erträge sind von 0,3 Mio. EUR im dritten Quartal 2015
auf 0,1 Mio. EUR im Berichtszeitraum gesunken, während sich der Wert in den ersten
neun Monaten 2016 von 0,6 Mio. EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf 0,4
Mio. EUR vermindert hat. Ausgehend von den Regelungen des IFRS 5 werden ab 11. Mai
2016 nun auch wieder die Umlagen für Dienstleistungen, die aap für den aufgegebenen
Geschäftsbereich erbringt, im fortzuführenden Geschäftsbereich gezeigt. Bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt
erfolgte eine konsolidierte Darstellung, die zur Folge hatte, dass 0,4 Mio. EUR an
Erträgen des fortzuführenden Geschäftsbereichs und der selbe Betrag an Aufwendungen
im aufgegebenen Bereich nicht gezeigt wurden und somit zu einer EBITDA-Verschiebung
in den aufgegebenen Geschäftsbereich führten. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen) ist
im dritten Quartal 2016 signifikant von 47 % auf 32 % gesunken. Gleiches zeigt sich
mit Blick auf die Entwicklung in den ersten neun Monaten 2016: Hier verringerte sich
die Quote von 45 % auf 35 %. Auch absolut sanken die Materialaufwendungen im dritten
Quartal 2016 materiell von 2,1 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR, während in den ersten neun
Monaten 2016 ein Rückgang von 5,4 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR zu verzeichnen war. Hintergrund
dieser Entwicklung ist zum einen, dass zum Ende des zweiten Quartals nahezu sämtliche
Leiharbeitnehmer abgebaut waren und zum anderen sowohl im dritten Quartal als auch
in den ersten neun Monaten 2016 eine signifikante Reduktion an bezogenen Dienstleistungen
von Dritten erfolgte. Unser in 2015 begonnener und bereits in weiten Teilen umgesetzter
Maßnahmenplan verfolgt unter anderem das Ziel, die Herstellungskosten nachhaltig zu
senken. Dabei ist die Reduzierung des Fremdleistungsanteils hin zu einem höheren Ei-genfertigungsgrad
ein integraler Bestandteil um eine Margenverbesserung zu erreichen. In diesem Zusammenhang
konnten weitere Fortschritte verzeichnet werden: So verbesserte sich der Fremdleistungsanteil
im Materialaufwand im dritten Quartal 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
auf 12 % (Q3/2015: 33%), während in den ersten neun Monaten 2016 eine Verbesserung
von 32 % auf 18 % erfolgte. Der Personalaufwand sank leicht von 2,0 Mio. EUR im entsprechenden Vorjahreszeitraum
auf 1,9 Mio. EUR im dritten Quartal 2016. In den ersten neun Monaten 2016 sanken die
Personalkosten ebenfalls nur geringfügig von 6,7 Mio. EUR auf 6,6 Mio. EUR. In beiden
Neunmonats-Vergleichszeiträumen sind Sondereffekte enthalten: Während in den ersten
neun Monaten 2016 Einmalkosten aus Abfindungszahlungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR infolge
der Anpassung der Kostenstruktur an die verminderte Unternehmensgröße bei gleichzeitig
verminderten Aufwendungen für Aktienoptionen in Höhe von 0,2 Mio. EUR enthalten sind,
entstanden in den ersten neun Monaten 2015 einmalige Aufwendungen in Höhe von 0,2
Mio. EUR infolge der Neubewertung einzelner Aktienoptionsprogramme. Bei Eliminierung
dieser Effekte bleiben die Personalkosten im Neunmonatszeitraum unverändert bei 6,5
Mio. EUR. Die Personalkostenquote (bezogen auf die Gesamtleistung) erhöhte sich bei
leicht gesunkenen Personalkosten und stark verringerter Gesamtleistung im dritten
Quartal 2016 auf 59 % (Q3/2015: 43 %) sowie in den ersten neun Monaten 2016 von 51
% auf 64 %. Zum Stichtag 30.09.2016 waren insgesamt 156 Mitarbeiter im fortzuführenden
Geschäftsbereich beschäftigt (31.12.2015: 179 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im dritten Quartal 2016 gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,1 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR, während in
den ersten neun Monaten 2016 ebenfalls ein leichter Anstieg von 6,0 Mio. EUR auf 6,2
Mio. EUR zu verzeichnen war. Dabei ist festzuhalten, dass das dritte Quartal 2016
von zwei Sondereffekten in Höhe von insgesamt 0,5 Mio. EUR belastet wurde: aap konnte
sich im Berichtszeitraum mit einem Mitentwickler der LOQTEQ® Technologie gütlich auf
eine vorzeitige Beendigung eines bislang bestehenden langfristigen Lizenzvertrags
einigen. Der Mitentwickler erhält als Kompensation eine Abstandszahlung, die in 2016
in einer ersten Fixzahlung geleistet wird und in der Folge bei Erreichung bestimmter
Umsatzziele nur in den nächsten drei Jahren tranchenweise zur Auszahlung kommt. Durch
die Terminierung des Lizenzvertrages, dessen Laufzeit ursprünglich an die Laufzeiten
der LOQTEQ® Patente gebunden war, ist es aap gelungen, die Ergebnisebene mittel- und
langfristig sowie nachhaltig zu entlasten. Die erste Abstandszahlung in Höhe von 0,3
Mio. EUR führt zu einer einmaligen Sonderbelastung des Ergebnisses im dritten Quartal
2016. Daneben wurde auf eine Kundenforderung eine Risikovorsorge in Höhe von 0,2 Mio.
EUR genommen, da einem Distributor infolge von Vertragsverletzungen die außerordentliche
Kündigung seines Vertrages ausgesprochen wurde und der ausstehende Betrag an Forderungen
nun auf gerichtlichem Weg durchgesetzt wird. Bei Herausrechnung dieser Effekte verringerten
sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im dritten Quartal 2016 auf 1,8 Mio.
EUR (Q3/2015: 2,2 Mio. EUR) und in den ersten neun Monaten 2016 auf 5,7 Mio. EUR (9M/2015:
6,0 Mio. EUR). Insgesamt erhöhte sich infolgedessen die Quote der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen im dritten Quartal 2016 und auch in den ersten neun Monaten 2016 (bezogen
auf die Gesamtleistung) gegenüber dem Vorjahr von 47 % auf 69% beziehungsweise von
46 % auf 60 %. aap realisierte damit im dritten Quartal 2016 ein EBITDA in Höhe von -1,8 Mio. EUR
(Q3/2015: -1,4 Mio. EUR) sowie von -5,3 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2016 (9M/2015:
-4,5 Mio. EUR). Das um Einmaleffekte bereinigte - recurring EBITDA - liegt im dritten
Quartal 2016 bei -1,3 Mio. EUR sowie in den ersten neun Monaten 2016 bei -4,5 Mio.
EUR und zeigt damit ein diszipliniertes Kostenmanagement bei gesunkenen Umsatzerlösen. Ausgehend von den umfangreichen Investitionen in Maschinen und Anlagen im Rahmen des
Kapazitätsaufbaus in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 erhöhten sich die planmäßigen
Abschreibungen in den ersten neun Monaten 2016 von 1,3 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR,
während die Abschreibungen im dritten Quartal 2016 unverändert bei 0,5 Mio. EUR lagen.
Daneben haben wir am 23. September 2016 einen notariellen Anteilskaufvertrag über
die Veräußerung der verbliebenen Beteiligung in Höhe von 33 % an der aap Joints GmbH
für 0,4 Mio. EUR geschlossen. Voraussetzung für den Vollzug der Transaktion ist die
erfolgreiche Rezertifizierung von drei Produkten bis zum Jahresende 2016. Hierbei
ist anzumerken, dass die Verlängerung der CE-Zulassung eine sehr herausfordernde Aufgabe
ist, da es sich bei diesen Produkten um sogenannte Klasse III-Produkte handelt, die
sich in einem schwierigen Zulassungsumfeld mit stetig steigenden Anforderungen und
teils langen Reaktionszeiten der Zulassungsbehörden bewegen. Ausgehend von diesem
Vertrag wurde die Beteiligung an der aap Joints GmbH um eine außerplanmäßige Abschreibung
in Höhe von 0.4 Mio. EUR abgewertet. Die gesamten Abschreibungen lagen damit im dritten
Quartal 2016 bei 0,9 Mio. EUR (Q3/2015: 0,5 Mio. EUR) und in den ersten neun Monaten
2016 bei 1,9 Mio. EUR (9M/2015: 1,3 Mio. EUR). Das EBIT lag im dritten Quartal 2016 bei -2,7 Mio. EUR (Q3/2015: -1,8 Mio. EUR) sowie
in den ersten neun Monaten 2016 bei -7,2 Mio. EUR (9M/2015: -5,7 Mio. EUR). Das um
Einmaleffekte bereinigte - recurring EBIT - liegt im dritten Quartal bei -1,8 Mio.
EUR sowie in den ersten neun Monaten 2016 bei -6,0 Mio. EUR. Das Finanzergebnis veränderte sich nur leicht und hat wie auch im Vorjahr nur einen
äußerst geringen Einfluss auf die Ergebniskennziffern. Das Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen entfiel im Vorjahr komplett auf die aap
Joints GmbH. Mit Abschluss der Verträge im September 2015 wird die Beteiligung an
der aap Joints GmbH seit dem 31.12.2015 als zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert
ausgewiesen, in dessen Folge eine Fortschreibung nach der at-equity-Methode nicht
mehr vorgenommen wird. Insgesamt realisierte aap im dritten Quartal 2016 ein Periodenergebnis nach Steuern
von -2,7 Mio. EUR (Q3/2015: -1,9 Mio. EUR) und in den ersten neun Monaten 2016 von
-7,3 Mio. EUR (9M/2015: - 5,8 Mio. EUR). VermögenslageDurch die Entkonsoliderung der aap Biomaterials GmbH zum 11. Mai 2016 hat sich das
Bilanzbild der aap im Verhältnis zum 31.12.2015 stark verändert. So stieg die Bilanzsumme
zum 30.09.2016 von 54,9 Mio. EUR zum Jahresende des Geschäftsjahres 2015 um 21 % auf
66,7 Mio. EUR. Im Rahmen der Transaktion sind Vermögenswerte von 14,6 Mio. EUR (31.12.2015:
13,9 Mio. EUR) und Schulden von 2,8 Mio. EUR (31.12.2015: 2,2 Mio. EUR) abgegangen,
die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
und Schulden ausgewiesen wurden. Für weitere Details verweisen wir auf die Angaben
im Anhang. Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte zum 30.09.2016 um 0,3 Mio. EUR gegenüber
dem Ende des Geschäftsjahres 2015 resultiert aus den Investitionen in Entwicklungsprojekte
und Sachanlagen. Die aktivierten Entwicklungskosten haben sich gegenüber dem Bilanzstichtag
zum 31.12.2015 vor allem durch die Entwicklungsaktivitäten im Bereich Silberbeschichtungstechnologie
und die planmäßige Weiterentwicklung des LOQTEQ® Portfolios um 0,5 Mio. EUR erhöht.
Der Anteil der immateriellen Vermögenswerte an der Bilanzsumme beträgt nunmehr noch
16 % und ist damit im Vergleich zum Jahresende gesunken (31.12.2015: 19 %). Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen stark von 35,7 Mio. EUR zum 31.12.2015 auf
47,2 Mio. EUR zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums und wurden vor allem durch
den Liquiditätszufluss aus dem Verkauf der aap Biomaterials GmbH bei gleichzeitigem
Abgang der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte beeinflusst. Daneben stiegen
die Vorräte leicht von 9,7 Mio. EUR zum Jahresende 2015 um 0,4 Mio. EUR auf 10,1 Mio.
EUR zum 30.09.2016, was vor allem aus aufgebauten Sicherheitsbeständen neu in den
Markt eingeführter LOQTEQ® Produkte resultiert. Die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sanken zum 30.09.2016 von 5,8 Mio. EUR zum 31.12.2015 auf 4,5 Mio. EUR,
was vor allem aus einem konsequenten Forderungsabbau im dritten Quartal 2016 resultiert. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erhöhte sich zum 30.09.2016
deutlich auf 30,8 Mio. EUR (31.12.2015: 5,7 Mio. EUR; inklusive von 0,8 Mio. EUR,
die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen). Bedingt durch das Periodenergebnis von 16,7 Mio. EUR ist das Eigenkapital zum 30.09.2016
auf 57,0 Mio. EUR (31.12.2015: 40,3 Mio. EUR) gestiegen. Bei einer Bilanzsumme von
66,7 Mio. EUR zum 30.09.2016 (31.12.2015: 54,9 Mio. EUR) liegt die Eigenkapitalquote
bei 85 % (31.12.2015: 73 %). Die Finanzverbindlichkeiten sanken nach Zahlung der planmäßigen Tilgungsleistungen
in Höhe von 1,8 Mio. EUR von 3,3 Mio. EUR zum Jahresende 2015 auf 1,5 Mio. EUR zum
30.09.2016. Ebenfalls reduzierten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
von 4,1 Mio EUR zum 31.12.2015 auf 2,2 Mio. EUR zum 30.09.2016. Der Anstieg der sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten resultiert vor allem aus dem Abschluss der Vereinbarung
über die vorzeitige und einvernehmliche Beendigung eines bislang bestehenden langfristigen
Lizenzvertrags mit einem Mitentwickler der LOQTEQ® Technologie. Die Verbindlichkeiten
in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 2,2 Mio.
EUR (31.12.2015) gingen ebenfalls im Rahmen der Entkonsolidierung ab. FinanzlageAusgehend von einem Periodenergebnis von 16,7 Mio. EUR verringerte sich der operative
Cash-Flow der aap-Gruppe in den ersten neun Monaten 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres auf -5,0 Mio. EUR (9M/2015: -2,5 Mio. EUR). Die wesentlichen Veränderungen
im Jahresvergleich lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die adäquate Steuerung des Working Capitals (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) ist für aap
ein zentrales Element des Managements. Dabei wird insbesondere das Ziel verfolgt,
die Kapitalbindung im Vorratsvermögen sowie das durchschnittliche Kundenziel im Hinblick
auf die Wachstumsdynamik angemessen zu gestalten. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich in den ersten neun Monaten
2016 auf 32,1 Mio. EUR (9M/2015: -2,0 Mio. EUR). Maßgeblichen Einfluss hatte dabei
der aus dem Verkauf der aap Biomaterials GmbH generierte Zahlungsmittelzufluss, der
sich zum 30. September 2016 in der Konzernkapitalflussrechnung wie folgt darstellt:
Ausgehend von einer Kaufpreiszahlung für die Anteile an der aap Biomaterials GmbH
(Eigenkapitalwert) von 33 Mio. EUR flossen der Gesellschaft inklusive der Zahlung
von übernommenen Verbindlichkeiten (3,7 Mio. EUR) sowie abzüglich gezahlter Veräußerungskosten
(1,1 Mio. EUR) und abgehender Zahlungsmittelpositionen (1,4 Mio. EUR) insgesamt 34,1
Mio. EUR zu. Für weitere Details verweisen wir auf den Anhang. Daneben investierte
aap 0,9 Mio. EUR in Maschinen und Anlagen sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Weiterhin flossen 1,2 Mio. EUR in aktivierte Entwicklungsprojekte und dabei insbesondere
in die innovative Silberbeschichtungs- und die LOQTEQ® Technologie. Die wesentlichen Effekte im Bereich der Finanzierungstätigkeit lassen sich wie folgt
zusammenfassen:
Damit ergibt sich für die ersten neun Monate 2016 ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit
von insgesamt 2,1 Mio. EUR (9M/2015: Mittelzufluss von 4,0 Mio. EUR). Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich zum Bilanzstichtag 30.09.2016 auf 30,8
Mio. EUR (31.12.2015: 5,7 Mio. EUR; inklusive von 0,8 Mio. EUR, die auf den aufgegebenen
Geschäftsbereich entfallen). Das Nettoguthaben (Summe aller Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
abzüglich sämtlicher zinstragender Verbindlichkeiten) lag am 30.09.2016 bei 27,6 Mio.
EUR (31.12.2015: Nettoguthaben von 0,9 Mio. EUR; inklusive Guthaben von 0,8 Mio. EUR,
die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen). Ausgehend von dem signifikanten Zahlungszufluss aus dem Verkauf der aap Biomaterials
GmbH wurde der Rahmenvertrag über die Gewährung einer Betriebsmittellinie zum 31.
August 2016 beendet. Der aap-Gruppe standen zum 31.12.2015 vertraglich zugesicherte
Kreditlinien in Höhe von insgesamt 4,5 Mio. EUR zur Verfügung, die zu diesem Stichtag
nicht in Anspruch genommen wurden. Somit verfügte aap zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums
über eine nutzbare Liquidität (Summe aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
sowie frei verfügbaren Kreditlinien) in Höhe von 24,9 Mio. EUR (31.12.2015: 10,2 Mio.
EUR). Risiko- und ChancenberichtDie Risiko- und Chancensituation hat sich für die aap Implantate AG seit dem Jahresende
2015 nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken liegen auch weiterhin
nicht vor. Gegen ein ehemaliges Tochterunternehmen wird außergerichtlich eine Schadensersatzzahlung
in Höhe von ca. 0,5 Mio. EUR durch einen Vertragspartner geltend gemacht. Behauptet
wird, dass infolge einer bisher nicht erfolgten Rezertifizierung des vertragsgegenständlichen
Produkts Schadenersatzansprüche bestünden. Für die damit im Zusammenhang stehenden
zukünftig zu erwartenden Rechts- und Beratungskosten haben wir eine entsprechende
Risikovorsorge getroffen. Alle darüber hinaus bestehenden Risiken und Chancen sowie die Struktur und der Aufbau
des Risiko- und Chancenmanagements sind im Konsolidierten Jahresfinanzbericht 2015
umfassend dargestellt. PrognoseberichtIm vierten Quartal 2016 will aap weitere Fortschritte im Rahmen der Strategieumsetzung
realisieren. Hierbei fokussiert der Vorstand schwerpunktmäßig die folgenden Themen: Bei der Beschleunigung wertschaffender Innovationen wird aap die Erweiterung des LOQTEQ®-Portfolios
für bestimmte Indikationsregionen bzw. Funktionalitäten weiter gezielt vorantreiben
und plant die Markteinführung weiterer polyaxialer LOQTEQ® Systeme für unterschiedliche
anatomische Regionen. Im Bereich der Silberbeschichtungstechnologie wird bezüglich des laufenden CE-Konformitätsbewertungsverfahrens
die aktive Interaktion mit den Zulassungsbehörden weiter fortgesetzt. Für die US-amerikanische
Zulassung werden die erforderlichen Zulassungsunterlagen für die Einreichung bei der
US-Behörde vorbereitet. Die Erweiterung des Marktzugangs möchte die Gesellschaft durch zwei Ansätze realisieren:
Zum einen sollen die Vertriebsaktivitäten in den etablierten Märkten Nordamerikas
und Westeuropas weiter ausgebaut werden. Ausgehend von der sehr erfreulichen Umsatzentwicklung
in Nordamerika in den ersten neun Monaten 2016 erwarten wir eine Fortsetzung der Umsatzdynamik
im vierten Quartal 2016. Zum anderen werden weitere Anstrengungen unternommen, um
die Umsätze in Wachstumsmärkten wie den BRICS- und SMIT-Staaten zu stabilisieren. Nach der erfolgreichen Desinvestition der aap Biomaterials GmbH hat aap bereits umfangreiche
Maßnahmen zur Senkung der Personal- und Sachkosten eingeleitet um der verminderten
Unternehmensgröße Rechnung zu tragen. Diesen Prozess der Kostenoptimierung werden
wir in den nächsten Quartalen weiter forcieren. Basierend auf dem bisherigen Geschäftsverlauf und unter Berücksichtigung der Einmaleffekte
sowie der laufenden Verhandlungen, geht der Vorstand davon aus, dass Umsatz und EBITDA
am unteren Ende der Guidance für das Geschäftsjahr 2016 liegen werden.
KonzernzwischenabschlussKonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzerngesamtergebnisrechnung
Konzerngesamtergebnisrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
Konzernanhang zum Konzernzwischenabschluss1. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer ungeprüfte Zwischenabschluss zum 30.09.2016 wird nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Im Zwischenabschluss
werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2015 angewendet. Für weitere Informationen verweisen wir auf
den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015, der die Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss
darstellt. Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung gemäß
IAS 34 sind vom Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vorzunehmen sowie Annahmen
zu treffen, die die Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze im Konzern und den Ansatz,
Ausweis und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen
beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzwerten abweichen. Der Konzernzwischenabschluss berücksichtigt alle laufenden Geschäftsvorfälle und Abgrenzungen,
die nach Auffassung des Vorstands für eine zutreffende Darstellung des Zwischenergebnisses
notwendig sind. Der Vorstand ist der Überzeugung, dass die dargestellten Informationen
und Erläuterungen geeignet sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. 2. Neue und geänderte Standards und deren AnwendungMit Wirkung zum 01.01.2016 waren keine neuen bzw. geänderte Standards, die für den
Konzern relevant sein könnten, verpflichtend anzuwenden. Aus den Änderungen ergeben
sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns. 3. Änderungen in der Zusammensetzung des UnternehmensBis zum 30.09.2016 gab es nachfolgende Änderungen im Konsolidierungskreis der aap-Gruppe. aap Biomaterials GmbHDie aap Implantate AG hat am 22. März 2016 einen notariell beurkundeten Anteilskaufvertrag
mit Keensight Capital über den Verkauf von 100 % der Geschäftsanteile an ihrer Tochtergesellschaft
aap Biomaterials GmbH unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 11. Mai 2016 abgeschlossen
und die aap Biomaterials GmbH am selben Tag entkonsolidiert. Aus der Veräußerung resultiert ein Entkonsolidierungsgewinn in Höhe von 23,3 Mio.
EUR, der in der Gesamtergebnisrechnung dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet
wurde. Insgesamt sind Veräußerungskosten in Höhe von 1.600 TEUR angefallen. Daneben
erhält der Erwerber für den Zeitraum vom 01.01.2016 bis zum 11.05.2016 einen Ergebnisanteil
der aap Biomaterials GmbH in Höhe von 133 TEUR. Die aus dem Verkauf generierten Zahlungsmittelzuflüsse wurden in der Kapitalflussrechnung
unter dem Cashflow aus Investitionstätigkeit gezeigt. Der Zahlungsmittelzufluss zum
30.09.2016 ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
Da die aap Biomaterials GmbH am 11.05.2016 veräußert wurde, sind die zum 31.12.2015
als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Verbindung
mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten nicht mehr in der Bilanz zum Stichtag
enthalten. Die Hauptgruppen der Vermögenswerte und Schulden des aufgegebenen Geschäftsbereichs
setzten sich zum 11.05.2016 und 31.12.2015 wie folgt zusammen:
4. Aktienkursbasierte VergütungenIm Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde gesondert über das konzernweit bestehende
anteilsbasierte Vergütungssystem für die Mitarbeiter der aap Implantate AG und der
verbundenen Unternehmen berichtet. Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss
verwiesen. Zum 30.09.2016 waren 517.500 Optionen ausübbar. Die wesentlichen Bedingungen der in der Berichtsperiode gültigen Programme sind in
nachfolgender Übersicht zusammengefasst:
Alle Optionsprogramme wurden in zwei oder mehr Tranchen ausgegeben. In der Vergangenheit
wurden die realisierten Vergütungen durch Barausgleich erfüllt. Am 19.12.2014 hat
der Vorstand beschlossen, dass mit sofortiger Wirkung weitere Ausübungen nur durch
den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten möglich sind. Lediglich die an den ehemaligen
Vorstandsvorsitzenden und jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden gewährten Optionen werden
aufgrund der rechtlichen Anforderungen davon abweichend durch Barausgleich erfüllt.
Dessen zukünftig ausübbaren Aktienoptionen werden am Bilanzstichtag mit dem beizulegenden
Zeitwert der zukünftigen Abfindungsverpflichtung bewertet und als Rückstellung ausgewiesen. Zum Stichtag bestanden folgende Optionsprogramme, die noch nicht oder noch nicht vollständig
ausgeübt wurden:
Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Anzahl und die gewichteten Durchschnitte
der Ausübungspreise (GDAP) sowie die Entwicklung der Aktienoptionen während des Berichtszeitraumes:
Die Bandbreite der Ausübungspreise für die zum 30.09.2016 ausstehenden Aktienoptionen
beläuft sich auf 1,00 EUR bis 2,51 EUR (Vorjahr: 1,00 EUR bis 2,51 EUR). Die am Ende
des Berichtszeitraums ausstehenden Aktienoptionen haben eine gewichtete durchschnittliche
Restlaufzeit von 4,5 Jahren (Vorjahr: 5,7 Jahre). Der im Berichtszeitraum erfasste
Ertrag aus den laufenden Optionsprogrammen betrug insgesamt 47 TEUR (2015 Aufwand
gesamt: 110 TEUR), davon aus Programmen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente
18 TEUR und aus Programmen mit Ausgleich durch Barverpflichtung 27 TEUR zur Erhöhung
der Rückstellung, da das Ausübungswahlrecht der Gesellschaft zur Erfüllung in Eigenkapitalinstrumenten
in Bezug auf den Aufsichtsrat faktisch nicht mehr besteht. 5. Berichterstattung zu FinanzinstrumentenFolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente, die zum 30.09.2016 im Konzern bestanden.
Zusätzliche Informationen zu Finanzinstrumenten finden sich im Konzernjahresabschluss
zum 31. Dezember 2015.
davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 für den fortzuführenden Geschäftsbereich:
Der aap-Konzern verfügt nur über originäre Finanzinstrumente. Der Bestand an originären
Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte
entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Soweit Ausfallrisiken erkennbar sind, werden
diese durch Wertberichtigungen erfasst. Die beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln
und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen, von sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
und Finanzschulden entsprechen ihren Buchwerten, insbesondere aufgrund der kurzen
Laufzeit solcher Finanzinstrumente. Langfristige Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr werden auf der Basis verschiedener
Parameter wie Zinssätze, der individuellen Bonität des Kunden und der Risikostruktur
des Finanzierungsgeschäfts bewertet. Danach entsprechen die Buchwerte dieser Forderungen
abzüglich der gebildeten Wertberichtigungen annähernd ihren Barwerten. Der beizulegende Zeitwert von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden durch Abzinsung
der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit
vergleichbaren Restlaufzeiten marktüblichen Zinsen bewertet. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen die Anteile
an der AEQUOS Endoprothetik GmbH, die per 30.09.2014 erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewertet wurde. Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts benötigten
Informationen lagen zum Stichtag 31.12.2015 nicht vor. Daher wurde im Quartalsabschluss
per 30.09.2016 aufgrund eines fehlenden aktiven Markts und da der beizulegende Zeitwert
nicht verlässlich bestimmt werden kann die Beteiligung mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. 6. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen werden nach Personengruppen
dargestellt.
Alle Transaktionen unterscheiden sich grundsätzlich nicht von Liefer- und Leistungsbeziehungen
mit fremden Dritten.. 7. Sonstige EreignisseDie aap Implantate AG hat am 22. März 2016 einen notariell beurkundeten Anteilskaufvertrag
mit Keensight Capital über den Verkauf von 100 % der Geschäftsanteile an ihrer Tochtergesellschaft
aap Biomaterials GmbH unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 11. Mai 2016 abgeschlossen
und die aap Biomaterials GmbH am selben Tag entkonsolidiert. Die aap Implants Inc. hat ihre Geschäftstätigkeit als Vertriebsgesellschaft für den
nordamerikanischen Markt weiter erfolgreich ausgebaut. 8. Freigabe des KonzernabschlussesDer Vorstand der aap Implantate AG hat den Konzernzwischenabschluss für das dritte
Quartal 2016 am 14. November 2016 zur Vorlage an den Aufsichtsrat sowie zur anschließenden
Veröffentlichung freigegeben.
Unternehmenskalender2016• 21. - 23. November 2016 Deutsches Eigenkapitalforum 2016 (Analystenkonferenz) Frankfurt am Main Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen,
Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie ihm derzeit zur Verfügung stehender
Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Verschiedene
bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu
führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die
Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen.
Diese Faktoren schließen auch diejenigen ein, die aap in veröffentlichten Berichten
beschrieben hat. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem
sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten
zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen
anzupassen. ©aap Implantate AGLorenzweg 5 • 12099 Berlin • Germany Tel. +49 30 75019-133 Fax +49 30 75019-290 ir@aap.de www.aap.de Änderungen, Irrtümer und Druckfehler vorbehalten. Layout, Satz: deSIGN graphic - Wolfram Passlack aap Implantate AGLorenzweg 5 • 12099 Berlin • Germany Fon +49 30 75019-133 Fax +49 30 75019-290 ir@aap.de • www.aap.de |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||