![]() aap Implantate AGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Konsolidierter Jahresfinanzbericht 2016A. Vorwort des VorstandsSehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Mitarbeiter und Geschäftspartner, wir konnten im Geschäftsjahr 2016 wesentliche Fortschritte im Rahmen unserer Strategie erzielen, aap zu einem fokussierten Traumaunternehmen zu entwickeln. In der ersten Jahreshälfte haben wir zunächst unsere Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH verkauft. Der Kaufpreis entsprach in etwa dem neunfachen des normalisierten unterliegenden EBITDA der Gesellschaft - ein sehr passabler Wert, wenn man dies mit Transaktionen ähnlicher Unternehmen vergleicht. Im zweiten Halbjahr konnten wir dann die verbliebene Beteiligung an der aap Joints GmbH veräußern und haben damit den letzten entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einem Pure Player im Bereich Trauma vollzogen. Jetzt sind wir mit unserer patentgeschützten Produkt- und Technologiebasis und unserer starken Liquiditätsposition gut aufgestellt, um die Chancen auf dem schnell wachsenden globalen Traumamarkt noch besser nutzen zu können. Unsere drei innovativen Plattformtechnologien LOQTEQ® , Silberbeschichtung und resorbierbares Magnesium adressieren bislang überwiegend nicht adäquat adressierte Bedürfnisse im Gesundheitssystem und bieten ein erhebliches Wachstumspotenzial. Mit Blick auf die Umsatzentwicklung ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein ambivalentes Bild. Einerseits konnten wir bei der angestrebten Fokussierung auf etablierte Märkte wie Nordamerika, die DACH-Region und weitere europäische Länder gute Fortschritte verzeichnen. In Nordamerika haben wir 2016 ein signifikantes Umsatzwachstum verzeichnet und in der DACH-Region konnten wir den Kundenzugang erweitern und sind jetzt beispielsweise wieder bei bedeutenden Klinikgruppen wie Helios und Asklepios gelistet. Insgesamt ist es uns gelungen, den auf Nordamerika und Europa gemeinsam entfallenden Umsatzanteil im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um rund 50 % zu steigern. Nordamerika, die DACH-Region und weitere europäische Länder stehen auch 2017 im Fokus unserer Vertriebsaktivitäten und sollen als Treiber des geplanten Umsatzwachstums fungieren, so dass wir uns hier auf einem guten Weg sehen. Andererseits war es aber auch unser Ziel, die Umsatzentwicklung in den BRICS- und SMIT-Staaten zu stabilisieren. Obgleich wir in Brasilien ein leichtes Umsatzwachstum verzeichnen konnten, stellte uns insbesondere China vor große Herausforderungen. China war 2015 trotz gebremsten Wachstums noch einer unserer Hauptabsatzmärkte und konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Umsatzbeitrag leisten. Letztlich konnten wir die Verhandlungen über die Fortführung des Distributionsgeschäfts zum Jahresende 2016 aber erfolgreich abschließen, so dass die Zusammenarbeit mit unserem chinesischen Partner in 2017 fortgesetzt wird. Dementsprechend erwarten wir in China eine langsame Wiederbelebung des Geschäfts. Insgesamt konnten die im Geschäftsjahr 2016 realisierten erfreulichen Umsatzzuwächse in Nordamerika und Europa jedoch die fehlenden Umsatzbeiträge aus China nicht kompensieren, so dass Umsatz und EBITDA unterhalb der ursprünglich prognostizierten Werte lagen. Die Beschleunigung wertschaffender Innovationen ist ein wichtiges Handlungsfeld unserer Management Agenda. Hier konnten wir bei der geplanten Komplettierung unseres LOQTEQ® Portfolios im letzten Jahr gute Fortschritte erzielen. Beispielhaft sei hier unser periprothetisches LOQTEQ® System genannt, das die Behandlung von Knochenfrakturen in unmittelbarer Nähe bereits im Körper befindlicher Gelenkimplantate ermöglicht. Zudem wurden verschiedene polyaxiale LOQTEQ® Systeme entwickelt, die kurz vor der Markteinführung stehen. Mit polyaxialen Implantaten können winkelstabile Schrauben in verschiedenen Winkeln gesetzt und Frakturen somit flexibel behandelt werden. Insgesamt können wir heute mit unserem Portfolio mehr als 90 % der Indikationen bei Großknochenbrüchen versorgen, was uns für Vollversorgerkliniken und Einkaufsgemeinschaften wesentlich attraktiver macht. Darüber hinaus erhielten wir in 2016 ein wichtiges US-Patent für unsere LOQTEQ® Technologie. Die Besonderheit dieses Schutzrechts besteht in einem umfassenden Schutz ("Umbrella Patent"), bei dem viele bereits erteilte Patente vereint und erweitert werden konnten. Mit der Einreichung des Design Dossiers für die Durchführung des CE-Konformitätsbewertungsverfahrens für unsere antibakterielle Silberbeschichtungstechnologie bei einer benannten Stelle konnten wir im letzten Jahr einen weiteren entscheidenden Meilenstein beim Ausbau unseres innovativen Produktportfolios erreichen. Im Jahresverlauf erfolgte dann ein intensiver und konstruktiver Austausch mit der Behörde. Gleichzeitig haben wir auch die erforderlichen Unterlagen für Pre-Submission Meetings bei der US-Zulassungsbehörde FDA eingereicht. Vor dem Hintergrund der gestiegenen regulatorischen Anforderungen und ausgehend von dem jüngsten Austausch mit den Zulassungsbehörden wird die Durchführung einer klinischen Studie notwendige Bedingung für die Erteilung einer CE- und FDA-Zulassung sein. Wir stimmen uns aktuell noch mit den Zulassungsbehörden über den Umfang der klinischen Studie ab und werden im zweiten Quartal 2017 über die Ergebnisse und die weitere Vorgehensweise berichten. Ein weiteres wichtiges Ziel im abgelaufenen Geschäftsjahr war es, die Kostenstruktur der neuen aap an die reduzierte Unternehmensgröße anzugleichen. In diesem Zusammenhang haben wir umfangreiche Personalmaßnahmen umgesetzt, die 2017 zu einer effektiven Ersparnis von ca. 1 Mio. EUR führen werden. Zudem konnten wir uns mit einem Mitentwickler der LOQTEQ® Technologie gütlich auf die Beendigung eines langfristigen Lizenzvertrags einigen. Der Vertrag verfügte ursprünglich über eine Laufzeit, die an die Laufzeiten der LOQTEQ® Patente gebunden war. Obgleich die Terminierung dieses Vertrags kurzfristig zu einer Sonderbelastung des EBITDA 2016 führte, ist es uns mit dieser Maßnahme gelungen, die Ergebnisebene mittel- bis langfristig nachhaltig zu entlasten. Zu guter Letzt möchten wir an dieser Stelle gerne noch ein paar Worte über den Wechsel im Aufsichtsrat der aap verlieren. Anfang Oktober 2016 endete die Tätigkeit unseres langjährigen Aufsichtsratsmitglieds Ronald Meersschaert, der sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hat. Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal für den großen Einsatz und die hervorragende Arbeit bedanken, die Herr Meersschaert in den letzten Jahren für aap auf dem Weg zu einem fokussierten Traumaunternehmen geleistet hat. Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir mit Jacqueline Rijsdijk erneut eine ausgewiesene Wirtschafts- und Finanzexpertin als Nachfolgerin gewinnen konnten, so dass wir in diesem Bereich im Aufsichtsrat auch weiterhin sehr gut aufgestellt sind. Damit konnten wir auch die Geschlechterdiversität dieses Gremiums erhöhen und verfügen nun über einen weiblichen Anteil von 33 %. Noch einmal ein herzliches Willkommen an Jacqueline Rijsdijk. Wir möchten uns ebenfalls bei unseren Mitarbeitern für ihren Einsatz, ihr Engagement und ihre Kreativität bedanken. Es ist unser Ziel, aap im Geschäftsjahr 2017 zurück auf den Wachstumspfad zu führen und wir sind zuversichtlich, dass uns dies mit der konsequenten Umsetzung der unter der Strategie abgeleiteten Maßnahmen gelingen wird. Im Fokus unserer Wachstumsstrategie stehen Nordamerika, die DACH-Region und weitere europäische Länder. Neben dem geplanten Umsatzwachstum streben wir 2017 eine Verbesserung des EBITDA durch eine Erhöhung der Bruttomarge aus Umsätzen in margenstärkeren Märkten bei gleichzeitiger Kostensenkung an. Es bleibt unser übergeordnetes Ziel, den inhärenten Wert unserer vielversprechenden Produkt- und Technologiebasis zu heben und damit einen Wert für unsere Aktionärinnen und Aktionäre zu schaffen.
Bruke Seyoum Alemu Vorstandsvorsitzender / CEO Marek Hahn Mitglied des Vorstands / CFO B. Zusammengefasster LageberichtIm Folgenden wird über die Verhältnisse des Konzerns unter Verwendung der Begriffe "aap", "aap-Konzern", "aap-Gruppe", "Gruppe", "Gesellschaft", "Unternehmen" oder "Unternehmensgruppe" berichtet. aap hat am 22. März 2016 einen notariell beurkundeten Anteilskaufvertrag mit Keensight Capital über den Verkauf von 100 % der Geschäftsanteile an ihrer Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 11. Mai 2016 abgeschlossen und die aap Biomaterials GmbH am selben Tag entkonsolidiert. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich sämtliche Angaben zu aap sowohl für das Geschäftsjahr 2016 als auch das Vorjahr auf den fortzuführenden Geschäftsbereich. Der fortzuführende Geschäftsbereich umfasst die Aktivitäten, die in der aap Implantate AG, Berlin, der aap Implants Inc., Dover, Delaware, USA, und der MAGIC Implants GmbH, Berlin, gebündelt sind. Bei den nachfolgend dargestellten Zahlenangaben können technische Rundungsdifferenzen bestehen, die die Gesamtaussage nicht beeinträchtigen. I. Grundlagen des Konzerns1. Geschäftsmodellaap ist ein global tätiges Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Berlin. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vermarktet Produkte für die Orthopädie im Bereich Trauma. Das patentgeschützte Portfolio umfasst neben dem innovativen anatomischen Plattensystem LOQTEQ® und traumakomplementären Biomaterialien ein weites Spektrum an Lochschrauben sowie Standard-Platten und -Schrauben. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über eine Innovationspipeline mit vielversprechenden Entwicklungsprojekten wie der antibakteriellen Silberbeschichtungstechnologie und Magnesium-basierten Implantaten. Diese Technologien adressieren kritische und bislang noch nicht adäquat gelöste Probleme in der Chirurgie. Die zwei wesentlichen Standorte der aap befinden sich in Berlin und Atlanta, Georgia, USA. In Berlin entwickelt, produziert und vermarktet die Gesellschaft alle Produkte unter einem Dach. In Atlanta, Georgia, USA, erfolgt die logistische Abwicklung sämtlicher Aufträge für den nordamerikanischen Markt über einen Service Provider der Vertriebsgesellschaft aap Implants Inc. Der Vertrieb der Produkte erfolgt überwiegend unter dem Markennamen "aap". Während die Produkte im deutschsprachigen Raum direkt an Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften und Verbundkliniken vertrieben werden, setzt das Unternehmen auf internationaler Ebene auf ein breites Distributorennetzwerk in über 25 Ländern. Innerhalb der Orthopädieindustrie adressiert aap das wachstumsstarke Segment Trauma. Gegenstand dieses Bereichs ist die Wiederherstellung von Knochenbrüchen durch Fixierung des Knochens, so dass dieser wieder seine ursprüngliche Position und Ausrichtung einnimmt. Dabei wird grundsätzlich zwischen extern angewendeten Produkten (externe Fixateure) und implantierten Produkten, wie beispielsweise Platten, Schrauben, Stiften, Drähten, Klammern und Marknägeln, unterschieden. Im Traumamarkt wurde im Geschäftsjahr 2015 weltweit ein Umsatzvolumen von rund 6,3 Mrd. US-Dollar erzielt1 . Dies entspricht etwa 14 % des gesamten Marktvolumens der Orthopädieindustrie. Der Traumamarkt wird insbesondere von den vier großen Unternehmen DePuy Synthes, Stryker, Zimmer Biomet und Smith & Nephew dominiert. Diese Unternehmen waren im Geschäftsjahr 2015 Schätzungen zufolge für insgesamt rund 73 % des gesamten globalen Umsatzvolumens verantwortlich. 2. KonzernstrategieEin wesentlicher Aspekt der bisherigen strategischen Ausrichtung war es, aap zu einem Pure Player im Bereich Trauma zu entwickeln. In diesem wachstumsstarken Segment der Orthopädie bieten sich aus Sicht des Vorstands gute Chancen durch Produktinnovationen und die Einführung neuer Technologien Marktanteile zu gewinnen. Im Rahmen der strategischen Zielsetzung hat sich aap in den vergangenen Jahren bereits von mehreren Tochtergesellschaften, Unternehmensbereichen und Produkten getrennt, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehörten. Zuletzt wurden im Geschäftsjahr 2016 die Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH und die verbliebene Beteiligung an der aap Joints GmbH veräußert. Damit vollzog die Gesellschaft die letzten Schritte auf dem Weg zu einem fokussierten Traumaunternehmen. Als Pure Player im Bereich Trauma verfügt aap über ein umfassendes patentgeschütztes Produkt- und Technologieportfolio und kann die Chancen auf dem schnell wachsenden globalen Traumamarkt mit ihrem fokussierten Geschäftsmodell noch besser nutzen. Dabei bieten die drei Plattformtechnologien LOQTEQ® , Silberbeschichtung und resorbierbares Magnesium kurz- bis mittelfristig ein erhebliches Wachstumspotenzial. Wesentliches Ziel der weiteren strategischen Entwicklung der aap ist es, den inhärenten Wert dieser innovativen Produkt- und Technologiebasis zu heben. Im Fokus der Wachstumsstrategie des Unternehmens stehen dabei insbesondere etablierte Märkte wie Nordamerika, die DACH-Region und weitere europäische Länder. Gleichzeitig soll die Umsatzentwicklung in den BRICS- und SMIT-Staaten stabilisiert werden. Der Vorstand spezifiziert seine Zielsetzungen für das Geschäftsjahr als Management Agenda im Rahmen von definierten strategischen und operativen Handlungsfeldern. Die Auswertung der Management Agenda 2016 finden Sie im Kapitel "Weitere Indikatoren". Die neue Management Agenda für das Geschäftsjahr 2017 wird im "Prognosebericht" vorgestellt. 3. OrganisationsstrukturDie aap Implantate AG ist die Muttergesellschaft des aap-Konzerns. Die Lageberichte für die aap Implantate AG und für den Konzern haben wir in diesem Bericht erstmalig zusammengefasst. Der aap-Konzern verfügte zum 31. Dezember 2016 über folgende vollkonsolidierte Tochterunternehmen: aap Implants Inc. und MAGIC Implants GmbH. Des Weiteren bestand zum Bilanzstichtag noch eine Beteiligung in Höhe von 4,57 % an der AEQUOS Endoprothetik GmbH.
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Quelle: "The Orthopaedic Industry Annual Report
2016"; auf Anfrage bei Orthoworld Inc. erhältlich. ![]() Tochterunternehmen
Die aap Implants Inc. ist die Vertriebsgesellschaft der aap Implantate AG für den nordamerikanischen Markt. Sitz der Gesellschaft ist Dover, Delaware, USA. Die logistische Abwicklung sämtlicher Aufträge erfolgt über einen Service Provider in Atlanta, Georgia, USA.
Die MAGIC Implants GmbH ist eine Vorratsgesellschaft, in der potentiell sämtliche Entwicklungs- und gegebenenfalls Vermarktungsaktivitäten im Bereich Magnesiumtechnologie gebündelt werden sollen. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Veränderungen im Geschäftsjahr 2016:
In der aap Biomaterials GmbH waren alle Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten im Bereich Knochenzement und Zementierungstechniken sowie medizinischer Biomaterialien zusammengefasst. Sitz der Gesellschaft ist Dieburg bei Frankfurt am Main. Am 22. März 2016 wurde ein notariell beurkundeter Anteilskaufvertrag mit Keensight Capital über den Verkauf von 100 % der Geschäftsanteile an der aap Biomaterials GmbH unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 11. Mai 2016 abgeschlossen und die Tochtergesellschaft am selben Tag entkonsolidiert. Beteiligungen
An der AEQUOS Endoprothetik GmbH besteht eine Beteiligung ohne maßgebenden Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik in Höhe von 4,57 %. Sitz der Gesellschaft ist München. Veränderungen im Geschäftsjahr 2016:
In der aap Joints GmbH waren sämtliche Aktivitäten im Bereich Orthopädie (Knie, Hüfte und Schulter) zusammen mit der C~Ment® -Linie gebündelt. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Am 23. September 2016 wurde ein notariell beurkundeter Anteilskaufvertrag über den Verkauf der verbliebenen Beteiligung in Höhe von 33 % an der aap Joints GmbH unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 14. Dezember 2016 abgeschlossen. Organe
Der Vorstand der aap besteht aus zwei Mitgliedern. Herr Bruke Seyoum Alemu (51) ist Vorstandsvorsitzender / CEO und ist für die Bereiche Corporate Development, Forschung & Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung und -kontrolle, Regulatory Affairs sowie Vertrieb und Marketing verantwortlich. Herr Marek Hahn (42) ist Mitglied des Vorstands / CFO und verantwortet in der Unternehmensgruppe neben dem Bereich Finanzen / Controlling auch die Bereiche Personal, IT, Legal Affairs, Administration sowie Investor und Public Relations.
Der Aufsichtsrat der aap besteht aus drei Mitgliedern. Aufsichtsratsvorsitzender ist Herr Biense Visser und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende ist Frau Jacqueline Rijsdijk. Veränderungen im Geschäftsjahr 2016:Im Geschäftsjahr 2016 kam es zu einem Wechsel im Aufsichtsrat der aap. Frau Jacqueline Rijsdijk folgte auf Herrn Ronald Meersschaert, der sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Seine Tätigkeit endete zum 5. Oktober 2016. Jacqueline Rijsdijk wurde bereits von der Hauptversammlung 2014 als Ersatzmitglied für Ronald Meersschaert bestimmt. Der Aufsichtsrat wählte sie am 6. Oktober 2016 einstimmig zur stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Weitere Informationen zum Aufsichtsrat der aap finden Sie im Konzernanhang und auf der Corporate Website des Unternehmens unter http://www.aap.de/de/investoren/gesellschaftsorgane. 4. SegmenteBei aap werden keine Geschäftssegmente identifiziert für die eine regelmäßige Berichterstattung an den Vorstand erfolgen würde. Stattdessen ist die Erhöhung des Unternehmenswertes durch Entwicklung und Verkauf von patentgeschützten Produkten das Ziel der Unternehmensstrategie. Das der Steuerung des Unternehmens dienende monatliche Berichtswesen umfasst ausschließlich die Konzernumsätze, den Fortschritt bei wesentlichen Entwicklungsprojekten des Konzerns, die Liquidität und das Working Capital des Gesamtkonzerns. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt auf Basis dieser Daten. Die aap-Gruppe wird daher sowohl nach innen als auch nach außen als ein Unternehmen ohne separate Segmente geführt. 5. Wesentliche StandorteWesentliche Standorte der aap-Gruppe sind Berlin und Atlanta (Georgia, USA). Die Muttergesellschaft aap Implantate AG hat ihren Sitz in Berlin. In Atlanta (Georgia, USA) erfolgt die logistische Abwicklung sämtlicher Aufträge für den nordamerikanischen Markt über einen Service Provider der Vertriebsgesellschaft aap Implants Inc. 6. Kunden und AbsatzmärkteIm deutschsprachigen Raum zählt aap hauptsächlich Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften und Verbundkliniken zu ihren Kunden, während auf internationaler Ebene primär Distributoren adressiert werden. Mit den drei größten Kunden erzielte aap im Berichtsjahr im fortzuführenden Geschäftsbereich ein Umsatzvolumen von rund 2,9 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2015: 5,8 Mio. EUR). Dies entspricht 28 % des im Geschäftsjahr 2016 erzielten Gesamtumsatzes (Vorjahr: 47 %). Regional betrachtet liegen die wichtigsten Absatzmärkte neben Nordamerika, der DACH-Region und weiteren europäischen Märkten insbesondere in den BRICS- und SMIT-Staaten. Im Berichtszeitraum war die DACH-Region mit einem Umsatzanteil von rund 39 % (Vorjahr: 32 %) das wichtigste Absatzgebiet des fortzuführenden Geschäftsbereichs der aap-Gruppe. Des Weiteren entfielen auf Nordamerika ca. 23 % (Vorjahr: 4 %), auf die Region RoW (Rest of World) rund 20 % (Vorjahr: 51 %) und auf die Region Europa (ohne DACH-Region) etwa 17 % (Vorjahr: 13 %) des Gesamtumsatzes. II. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungenNach einer Abschwächung im Jahr 2015 verlor die Weltwirtschaft auch im Jahr 2016 insgesamt leicht an Dynamik. Nach jüngsten Schätzungen lag die Zuwachsrate des realen, preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2016 bei rund 3,1 %. Damit ist das weltweite Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorjahr (3,2 %) erneut zurückgegangen2 . Dabei zeigt sich, dass die Konjunktur trotz einer anhaltend expansiven Geldpolitik insbesondere in den Industrieländern schwächelte. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs das reale BIP in der Gruppe der Industrieländer im Jahr 2016 um etwa 1,6 % und damit deutlich weniger stark als 2015 (2,1 %)3 . Demgegenüber lag die Wachstumsrate in den Schwellenländern 2016 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei 4,1 %. Obwohl ein kräftiger globaler Aufschwung bislang nicht in Sicht ist, sehen die Prognosen für das Jahr 2017 wieder etwas optimistischer aus. So rechnet der IWF 2017 mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von rund 3,4 %4 . Insgesamt stehen die Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft auch weiterhin unter dem Einfluss verschiedener Risiken. Diese betreffen neben der Unsicherheit über den zukünftigen politischen Kurs der USA auch die teilweise protektionistisch und nationalstaatlich ausgerichtete Wirtschaftspolitik einiger EU-Länder. Weitere Risiken bestehen beispielweise in einem konjunkturellen Abschwung in China und einem erneuten Rückgang der Öl- und Rohstoffpreise. Zudem besteht nach wie vor Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Brexit und die Auswirkungen auf die übrigen Mitgliedstaaten der EU. Im Euro-Raum wurde im Jahr 2016 ein moderates Wachstum der Wirtschaftsleistung verzeichnet. Positiv wirkten sich dabei insbesondere die weitere Verbesserung der Arbeitsmärkte und die anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen aus.
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Internetquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/ Nach Schätzungen des IWF erhöhte sich das reale BIP im Euro-Raum 2016 um etwa 1,7 %5 . Mittelfristig dürfte die europäische Wirtschaft allerdings von dem bevorstehenden Austritt Großbritanniens belastet werden, so dass für 2017 eine etwas niedrigere Wachstumsrate von rund 1,6 % antizipiert wird. Die Konjunktur in Deutschland kennzeichnete sich auch im Jahr 2016 durch ein solides und stetiges Wachstum. Nach dem Jahreswirtschaftsbericht 2017 der Bundesregierung stieg das preisbereinigte BIP im Berichtsjahr um rund 1,9 %6 . Diese Entwicklung wurde neben einem Anstieg der privaten Konsumausgaben insbesondere von deutlich erhöhten Ausgaben des Staates getragen. Für das Jahr 2017 wird in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von etwa 1,4 % antizipiert. Die gegenüber 2016 leicht rückläufige Wachstumsrate begründet die deutsche Bundesregierung überwiegend mit einer geringeren Anzahl von Arbeitstagen im Vergleich zum Vorjahr. Die US-Wirtschaft hat sich 2016 schwächer als erwartet entwickelt. Nach Angaben des IWF lag die Wachstumsrate des realen BIP im Berichtszeitraum bei etwa 1,6 %7 . Für das Jahr 2017 sieht die Prognose jedoch wieder deutlich positiver aus. Unterstützt von einem stabilen privaten Konsum, einer soliden Arbeitsmarktlage und niedrigen Zinsen wird in den USA für 2017 ein Wirtschaftswachstum von rund 2,3 % erwartet. Allerdings gilt es hier die genaue politische Ausrichtung unter Präsident Donald Trump abzuwarten, die sich wohl erst in den kommenden Monaten konkreter zeigen wird. 2. Branchenbezogene EntwicklungenDie Medizintechnik-Branche gilt gemeinhin als Wachstumsmarkt mit positiven Perspektiven. Der medizintechnische Fortschritt, die demografische Entwicklung und ein erweiterter Gesundheitsbegriff in Richtung mehr Lebensqualität sind einige Faktoren, die den Bedarf an Gesundheitsleistungen weiter steigen lassen dürften. Der Branchenbericht Medizintechnologien 2017 des Bundesverbands für Medizintechnologie e.V. (BVMed)8 verweist in diesem Zusammenhang auf die Studie "Innovationsimpulse in der Gesundheitswirtschaft" (2011) des Bundeswirtschaftsministeriums. Demnach werden für die Medizintechnologie weltweit jährliche Zuwachsraten von rund 5 % erwartet. Zumindest kurzfristig wird diese Perspektive auch durch die Ergebnisse der letzten BVMed-Herbstumfrage 2016 bestätigt. So antizipieren 87 % der 81 befragten MedTech-Unternehmen weltweit 2016 ein besseres Umsatzergebnis als im Vorjahr. Auf Basis der entsprechenden Umsatzangaben der Unternehmen errechnet sich für 2016 ein weltweites Wachstum der befragten Unternehmen von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr. 2015 lag die ermittelte Wachstumsrate noch bei 6,8 %. Mit Blick auf das Jahr 2017 erwarten 51 % der Unternehmen auf globaler Ebene eine günstigere Geschäftslage. Im deutschen Markt rechnen 82 % der Umfrageteilnehmer im Jahr 2016 mit einem besseren Umsatzergebnis als 2015. Damit ergibt sich für Deutschland 2016 ein Umsatzwachstum der BVMed-Unternehmen von 4,0 % gegenüber dem Vorjahr. 2015 war eine Wachstumsrate von 4,3 % errechnet worden. Ein deutlicher Unterschied zur weltweiten Geschäftslage ergibt sich beim Ausblick auf das Jahr 2017. Hier erwarten nur 26 % der befragten Unternehmen in Deutschland eine bessere Geschäftslage als 2016 während 20 % mit einer Verschlechterung rechnen. Hintergrund der vergleichsweise schlechteren Aussichten in Deutschland könnten u.a. die zunehmenden regulatorischen Hemmnisse durch die zusätzlichen Anforderungen der europäischen Medizinprodukte-Verordnung sein, die insbesondere von den kleinen und mittelgroßen Unternehmen als große Belastung wahrgenommen werden.
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Internetquelle: http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2017/update/01/ Der Weltmarkt für Medizintechnologien hatte nach Angaben des Branchenberichts Medizintechnologien 2017 des BVMed im Jahr 2014 ein Volumen von rund 310 Mrd. US-Dollar (Primärquelle: Spectaris-Jahrbuch). Bezogen auf die Inlandsproduktion von Medizinprodukten ist den USA dabei mit etwa 123 Mrd. US-Dollar bei weitem der größte Anteil (39,6 % am weltweiten MedTech-Produktionsvolumen) zuzurechnen. Auf den weiteren Plätzen folgen China (11,1 %), Deutschland (10,2 %) und Japan (6,1 %). Innerhalb der Europäischen Union waren deutsche Medizintechnikunternehmen mit knapp 26 Mrd. Euro mit Abstand für den größten Anteil am gesamten europäischen Umsatzvolumen (rund 75 Mrd. Euro) verantwortlich. Nach Schätzungen der Orthoworld Inc. lag das globale Umsatzvolumen in der Orthopädieindustrie 2015 bei 46,7 Mrd. US-Dollar9 . Dies entspricht einem Wachstum von rund 1 % gegenüber dem Vorjahr. Für die Jahre 2017 bis 2020 werden jährliche Wachstumsraten zwischen 1,6 und 2,3 % für die weltweite Umsatzentwicklung mit Orthopädieprodukten antizipiert. Innerhalb der Orthopädie wurde im Segment Trauma auf globaler Ebene 2015 ein Umsatzvolumen von etwa 6,3 Mrd. US-Dollar erzielt und somit rund 1 % mehr als im Vorjahr. In den Jahren 2017 bis 2020 werden die Zuwachsraten auf 1,8 bis 3,0 % geschätzt, so dass 2020 die 7 Mrd. US-Dollar Umsatzgrenze fallen sollte. Das Umsatzvolumen im Traumamarkt wird zu mehr als 70 % von den Top 4-Unternehmen DePuy Synthes, Stryker, Zimmer Biomet und Smith & Nephew bestimmt, so dass die antizipierten relativ niedrigen einstelligen Wachstumsraten in diesem Segment primär auf das erwartete Umsatzwachstum dieser Unternehmen zurückzuführen ist. Demgegenüber rechnet Orthoworld Inc. für einen Großteil der Traumaunternehmen auch weiterhin mit jährlichen Wachstumsraten zwischen 5 und 7 %. 3. Rechtliche RahmenbedingungenIn allen Märkten der Welt sind behördliche Registrierungen und Zulassungen eine Voraussetzung für die Vermarktung von Medizinprodukten. Da die Produkte der aap Implantate AG grundsätzlich für eine weltweite Vermarktung bestimmt sind, basiert das Qualitätsmanagementsystem auf den Anforderungen international harmonisierter Normen und europäischer Richtlinien sowie nationalen und internationalen Gesetzen. Dementsprechend wird die aap Implantate AG regelmäßig auditiert und entsprechend zertifiziert, so dass die Produkte mit dem CE-Kennzeichen versehen und vertrieben werden dürfen. Darüber hinaus erfolgt die Produktion FDA-konform. Die aap Implantate AG ist nach der für Medizinproduktehersteller relevanten und aktuell gültigen EN ISO 13485:2012 und nach der europäischen Richtlinie für Medizinprodukte 93/42/EWG zertifiziert. Zusätzlich ist die aap Implantate AG freiwillig nach den Qualitätsmanagementanforderungen der EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit werden alle relevanten Umweltschutzvorschriften beachtet. Sowohl von der Produktion als auch den Produkten der aap Implantate AG gehen keine mittel- oder unmittelbaren Gefährdungen für die Umwelt aus.
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Quelle: "The Orthopaedic Industry Annual Report
2016"; auf Anfrage bei Orthoworld Inc. erhältlich. Im Geschäftsjahr 2016 fand das jährliche Überwachungsaudit der Benannten Stelle DEKRA statt. Im Ergebnis behielten sämtliche Zertifikate der aap Implantate AG, die durch die benannte Stelle DEKRA ausgestellt wurden, ihre Gültigkeit. Insgesamt sieht sich die aap Implantate AG aktuell mit deutlich gestiegenen Anforderungen aus der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung (Medical Device Regulation - MDR) konfrontiert. Die erhöhten Anforderungen der Europäischen Verordnung werden nach Angaben des Branchenberichts Medizintechnologien 2017 des BVMed10 insbesondere von kleinen und mittelständischen Medizintechnikunternehmen als große Belastung wahrgenommen. Die aap Implantate AG adressiert dieses veränderte regulatorische Umfeld mit dem umfangreichen Qualitätsmanagement-Programm "Quality First". Das Programm wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 initiiert und soll zu einer nachhaltigen Verbesserung des gesamten Qualitätsmanagementsystems führen. III. WirtschaftsberichtVorbemerkung zur Darstellung der Konzernergebnisrechnung in fortzuführenden und aufgegebenen GeschäftsbereichDie aap Implantate AG hat am 22. März 2016 einen notariell beurkundeten Anteilskaufvertrag mit Keensight Capital über den Verkauf von 100 % der Geschäftsanteile an ihrer Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH unterzeichnet. Der im Rahmen der Transaktion veräußerte Geschäftsbereich besteht aus der aap Biomaterials GmbH, die auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Knochenzementen, Mischsystemen und dazugehörigen Accessoires spezialisiert ist, sowie dem Distributionsgeschäft der aap Implantate AG in diesem Bereich. Ausgehend von dieser Transaktion und durch Erfüllung der Voraussetzungen nach IFRS 5 im November 2015 wurde der veräußerte Geschäftsbereich erstmals im Konzernabschluss zum 31.12.2015 als aufgegebener Geschäftsbereich dargestellt. Die Gesamtergebnisrechnung des Konzerns ist daher in zwei Bereiche aufgespalten: "Fortzuführender Geschäftsbereich" und "Aufgegebener Geschäftsbereich". Der fortzuführende Geschäftsbereich umfasst die Aktivitäten die in der aap Implantate AG, Berlin, der aap Implants Inc., Dover, Delaware, USA, und der MAGIC Implants GmbH, Berlin, gebündelt sind. Der aufgegebene Geschäftsbereich umfasst für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 11. Mai 2016 und 2015 die aap Biomaterials GmbH, Dieburg, sowie das Distributionsgeschäft der aap Implantate AG im Bereich Knochenzemente, Mischsysteme und dazugehörigen Accessoires. Der Vollzug der Transaktion erfolgte am 11. Mai 2016. Nach Berücksichtigung des Abgangs von übernommenen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Veräußerung ergibt sich ein Entkonsolidierungsgewinn von 23,2 Mio. EUR, der in der Gesamtergebnisrechnung dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Insgesamt sind im Rahmen der Transaktion Veräußerungskosten von 1,7 Mio. EUR entstanden, von denen zum 31.12.2016 bereits 1,3 Mio. EUR beglichen waren. Daneben steht dem Erwerber für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 11. Mai 2016 der erwirtschaftete und nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelte Ergebnisanteil der aap Biomaterials GmbH in Höhe von 0,1 Mio. EUR zu. Die Umsatzerlöse im aufgegeben Geschäftsbereich betrugen nach Eliminierung der konzerninternen Leistungsbeziehungen 4,2 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) lag mit 43 % über den Werten des Geschäftsjahres 2015 (38 %). Daneben führten höhere Aufwendungen für Beratungskosten und Gewährleistungen zu höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der aufgegebene Geschäftsbereich realisierte insgesamt ein EBITDA von 23,9 Mio. EUR (GJ/2015: 4,9 Mio. EUR), wovon 23,2 Mio. EUR auf den Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der aap Biomaterials GmbH entfallen. Soweit nicht anders dargestellt, betreffen alle Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage den fortzuführenden Geschäftsbereich. 1. ErtragslageUmsatzentwicklung und GesamtleistungDer Umsatz des fortzuführenden Geschäftsbereichs verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 15 % von 12,3 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR. Dabei sank der Umsatz mit Traumaprodukten (Implantate und traumakomplementäre Biomaterialien) von 10,8 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR. Damit konnte aap insbesondere das für 2016 ursprünglich gesteckte Umsatzziel im Bereich Trauma nicht erfüllen. Daneben stieg der Umsatz mit außerhalb des Kernbereichs liegenden Produktverkäufen und Serviceleistungen leicht von 1,5 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR. aap erzielte dabei im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz aus dem Produktgeschäft mit der aap Joints GmbH in Höhe von 1,0 Mio. EUR sowie aus Vertriebsdienstleistungen für das ehemalige Tochterunternehmen aap Biomaterials GmbH in Höhe von 0,6 Mio. EUR. Ausgehend von den im Geschäftsjahr umgesetzten Desinvestitionen (Veräußerung der aap Biomaterials GmbH und des verbliebenen Anteils an der aap Joints GmbH) entfallen diese Umsätze in 2017. Mit Blick auf die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2016 ergibt sich ein ambivalentes Bild, das durch zwei gegenläufige Effekte wesentlich geprägt wurde. Auf der einen Seite konnte China, das in 2015 trotz gebremsten Wachstums einen der Hauptabsatzmärkte darstellte, im Geschäftsjahr 2016 keinen Umsatzbeitrag leisten (Umsatz GJ/2015: ca. 3,3 Mio. EUR). Die Verhandlungen über die Fortführung des Distributionsgeschäfts wurden Ende des Jahres 2016 abgeschlossen und die Zusammenarbeit wird in 2017 fortgesetzt. Dementsprechend erwartet aap in China eine langsame Wiederbelebung des Geschäfts. Daneben beschloss der Vorstand im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses 2016 als vorbeugende Maßnahme die Rückabwicklung eines im Geschäftsjahr fakturierten Initialumsatzes mit einem Distributionspartner. Hintergrund ist die nicht fristgerechte Zahlung des vertraglich geschuldeten Kaufpreises. Die Rückabwicklung des Initialgeschäfts führte zu einer Verringerung der im Februar 2017 kommunizierten vorläufigen Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2016 um 757 TEUR. Auf der anderen Seite konnte aap im Rahmen der angestrebten Fokussierung auf etablierte Märkte wie Nordamerika und Europa in 2016 substantielle Fortschritte erzielen. So hat sich der auf Nordamerika und Europa entfallende Umsatzanteil mit Traumaprodukten im Geschäftsjahr 2016 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um rund 50 % auf 6,8 Mio. EUR (GJ/2015: 4,5 Mio. EUR) erhöht. Insgesamt konnten die im Geschäftsjahr 2016 realisierten erfreulichen Umsatzzuwächse in Nordamerika und Europa jedoch die fehlenden Umsatzbeiträge aus China nicht kompensieren. In beiden Märkten sieht die Gesellschaft aktuell eine dynamische Entwicklung, die sich in den kommenden Monaten fortsetzen sollte. Nordamerika und Europa werden auch im Geschäftsjahr 2017 Hauptwachstumstreiber der geplanten Umsatzentwicklung bleiben. Erfreulich ist insbesondere die Entwicklung in Nordamerika, die einen der Kernmärkte im Rahmen unserer Wachstumsstrategie darstellt. Hier konnten wir den Umsatz 2016 mit mittlerweile 23 aktiven lokalen Distributoren über unser US-amerikanisches Tochterunternehmen und globalen Partnern, die unsere Produkte unter eigenem oder aap-Label in den USA vertreiben, signifikant auf 2,5 Mio. EUR steigern (GJ/2015: 0,5 Mio. EUR). Damit einhergehend verzeichnen wir eine wachsende Anzahl an wöchentlichen Operationen mit unseren LOQTEQ® -Produkten. Insgesamt liegt diese Entwicklung über unseren Erwartungen und wir erwarten hier eine weiter wachsende Dynamik für die nächsten Quartale. Aber auch in den anderen Kernmärkten konnten wir Fortschritte erzielen. In der DACH-Region haben wir durch zahlreiche Aktivitäten den Kundenzugang erweitert und sind jetzt beispielsweise wieder bei bedeutenden Klinikgruppen wie Helios und Asklepios gelistet, was im Geschäftsjahr 2017 auch in Umsatzzuwächsen messbar sein wird. Auf internationaler Ebene konnten neue Kunden u. a. in Puerto Rico und Ecuador gewonnen werden. Die Gesamtleistung enthält neben den Umsatzerlösen sowohl Bestandsveränderungen als auch aktivierte Eigen- und Entwicklungsleistungen. Die Gesamtleistung des fortzuführenden Geschäftsbereiches hat sich bei gesunkenen Umsatzerlösen um 5,7 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR (-31 %) vermindert. Grund hierfür ist neben der Umsatzverringerung der geringere Bestandsaufbau an Vorräten, der vor allem zum Aufbau eines Sicherheitsbestands für die neu in den Markt eingeführten LOQTEQ® Produkte erfolgte. Diese Entwicklung ist sehr begrüßenswert, da aap im Jahr 2015 den Vorratsbestand erheblich erhöht hatte und nun den Umsatz teilweise aus vorhandenen Beständen realisieren konnte. aap's erklärtes Ziel ist es, das geplante Umsatzwachstum im Jahr 2017 zu Teilen aus dem vorhandenen Bestand zu realisieren und einen Bestandabbau in der Gewinn- und Verlustrechnung 2017 auszuweisen. Gemäß IFRS aktiviert aap als entwicklungsintensives Unternehmen neben selbst produzierten Anlagegütern auch Aufwendungen für Eigen- und Entwicklungsprojekte, für deren Zulassung und ökonomisch erfolgreiche Vermarktung eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht. Im fortzuführenden Geschäftsbereich hat aap im Geschäftsjahr 2016 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) an Eigen- und Entwicklungsleistungen aktiviert. Die größten Zugänge betrafen dabei die Entwicklung unserer Silberbeschichtungstechnologie sowie den Ausbau unseres LOQTEQ® Systems um weitere Plattensysteme für bestimmte Indikationsregionen bzw. Funktionalitäten. Diese aktivierten Entwicklungskosten werden nach der Markteinführung der Produkte über deren wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Kostenstruktur und ErgebnisDie sonstigen betrieblichen Erträge sind im fortzuführenden Geschäftsbereich von 0,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015 auf 1,0 Mio. EUR im Berichtszeitraum gestiegen. Der Anstieg erklärt sich im Wesentlichen aus erbrachten Transitionsdienstleistungen für die aap Biomaterials GmbH nach Abschluss der Desinvestition der Gesellschaft. Ausgehend von den Regelungen des IFRS 5 wurden diese Dienstleistungen, die aap für den aufgegebenen Geschäftsbereich erbracht hat, ab 11. Mai 2016 wieder im fortzuführenden Geschäftsbereich gezeigt, während im Vorjahr und in den ersten viereinhalb Monaten des Geschäftsjahres eine konsolidierte Darstellung erfolgte, die zur Folge hatte, dass Erträge des fortzuführenden Geschäftsbereichs und der selbe Betrag an Aufwendungen im aufgegebenen Bereich nicht gezeigt wurden. Die im Geschäftsjahr 2016 in nicht unerheblichem Umfang realisierten Erträge aus zentralen Dienstleistungen für die aap Joints GmbH und die aap Biomaterials GmbH werden aufgrund der vollzogenen Desinvestitionen in 2017 nicht mehr realisiert werden und zu einer entsprechenden Verringerung in den sonstigen betrieblichen Erträgen führen. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen) im fortzuführenden Geschäftsbereich ist in 2016 signifikant auf 33 % (GJ/2015: 48 %) gesunken. Gleiches zeigt sich mit Blick auf die Entwicklung der absoluten Werte: Hierbei sanken die Materialaufwendungen ebenfalls stark von 7,8 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR. Hintergrund dieser Entwicklung ist zum einen, dass zum Beginn des zweiten Quartals nahezu sämtliche Leiharbeitnehmer abgebaut waren und zum anderen eine signifikante Reduktion an bezogenen Dienstleistungen von Dritten erfolgte. Unser in 2015 begonnener und bereits in weiten Teilen umgesetzter Maßnahmenplan verfolgt unter anderem das Ziel, die Herstellungskosten nachhaltig zu senken. Dabei ist die Reduzierung des Fremdleistungsanteils hin zu einem höheren Eigenfertigungsgrad ein integraler Bestandteil um eine Margenverbesserung zu erreichen. In diesem Zusammenhang konnten im Geschäftsjahr weitere Fortschritte verzeichnet werden: So verbesserte sich der Fremdleistungsanteil im Materialaufwand in 2016 gegenüber dem Vorjahr auf 16 % (GJ/2015: 32%). Obwohl die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter von 162 auf 148 gesunken ist, liegen die Personalkosten im fortzuführenden Geschäftsbereich leicht über dem Niveau des Vorjahres bei 8,7 Mio. EUR (GJ/2015: 8,6 Mio. EUR). Während die Personalkosten am Standort Berlin rückläufig waren, stiegen die Aufwendungen in Nordamerika im Zuge des Aufbaus des Vertriebsgeschäfts. Daneben sind Einmalkosten aus Abfindungszahlungen in Höhe von 0,35 Mio. EUR im Geschäftsjahr zu berücksichtigen, die im Rahmen der Anpassung der Kostenstruktur an die verminderte Unternehmensgröße anfielen. Die Personalreduktion erfolgte vor allem im Produktions- und im Verwaltungsbereich. Die Personalkostenquote (bezogen auf die Gesamtleistung) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 infolge der gesunkenen Gesamtleistung auf 70 % (GJ/2015: 48 %). Zum Stichtag 31.12.2016 waren insgesamt 155 Mitarbeiter im fortzuführenden Geschäftsbereich der aap beschäftigt (31.12.2015: 179 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des fortzuführenden Geschäftsbereichs verringerten sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. EUR auf 9,0 Mio. EUR. Die wesentlichen Gründe für den Rückgang sind vor allem verminderte Entwicklungsaufwendungen (0,5 Mio. EUR), reduzierte periodenfremde Aufwendungen (+0,3 Mio. EUR) sowie gesunkene Werbe- und Reisekosten (+0,2 Mio. EUR). Dagegen stiegen die Kosten der Warenabgabe (Ausgangsfrachten, Verpackungsmaterial und Verkaufsprovisionen) stark an und betrugen im Geschäftsjahr 2016 1,4 Mio. EUR (GJ/2015: 0,8 Mio. EUR). Hintergrund dieser Entwicklung ist zum einen eine Abstandszahlung für die vorzeitige und einvernehmliche Beendigung eines bislang bestehenden langfristigen Lizenzvertrags mit einem Mitentwickler der LOQTEQ® Technologie. Der Mitentwickler erhält als Kompensation weitere Zahlungen, die nur bei Erreichung bestimmter Umsatzziele in den nächsten drei Jahren tranchiert zur Auszahlung kommen. Daneben stiegen die Verkaufsprovisionen korrelierend zur dynamischen Umsatzentwicklung in Nordamerika signifikant in 2016 an. Insgesamt erhöhte sich die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im fortzuführenden Geschäftsbereich (bezogen auf die Gesamtleistung) gegenüber dem Vorjahr von 52 % auf 73 % im Geschäftsjahr 2016. aap realisierte damit im fortzuführenden Geschäftsbereich in 2016 ein EBITDA in Höhe von -7,9 Mio. EUR (GJ/2015: -6,8 Mio. EUR). Da in beiden Geschäftsjahren nicht unerhebliche Einmaleffekte enthalten sind, ist ein Vergleich nur auf Basis des Recurring EBITDA (EBITDA ohne Einmaleffekte) sinnvoll:
Ausgehend von den vorgenannten Entwicklungen beträgt das um Einmaleffekte bereinigte -Recurring EBITDA - für das Geschäftsjahr 2016 -5,6 Mio. EUR und spiegelt die angestrebte Entwicklung wider: Fokus auf etablierte Märkte mit höheren Ergebnismargen bei gleichzeitig diszipliniertem Kostenmanagement zur Verbesserung der operativen Performance. Diese Handlungsfelder werden auch im Geschäftsjahr 2017 von zentraler Bedeutung für das Management sein. Die planmäßigen Abschreibungen im fortzuführenden Geschäftsbereich erhöhten sich leicht von 1,8 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR. Daneben haben wir im dritten Quartal 2016 einen notariellen Anteilskaufvertrag über die Veräußerung der verbliebenen Beteiligung in Höhe von 33 % an der aap Joints GmbH zu einem Kaufpreis von 0,4 Mio. EUR geschlossen. Die Voraussetzung für den Vollzug der Transaktion war die Erfüllung bestimmter aufschiebender Bedingungen, die bis zum Jahresende erfolgten. Ausgehend von diesem Vertrag wurde die Beteiligung an der aap Joints GmbH im dritten Quartal 2016 um eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 0,4 Mio. EUR abgewertet. Das EBIT lag im fortzuführenden Geschäftsbereich im Geschäftsjahr 2016 bei -10,2 Mio. EUR (GJ/2015: -9,0 Mio. EUR). Das Finanzergebnis erhöhte sich auf 0,3 Mio. EUR nach einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis in 2015 und resultiert im Wesentlichen aus Kurserträgen aus konzerninternen Darlehensgewährungen in Fremdwährung. Das Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entfiel im Vorjahr komplett auf die aap Joints GmbH. Mit Abschluss der Verträge bereits im September 2015 wird die Beteiligung an der aap Joints GmbH seit dem 31.12.2015 als zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert ausgewiesen, in dessen Folge eine Fortschreibung nach der at-equity-Methode in 2016 nicht mehr vorgenommen wurde. Insgesamt realisierte aap im fortzuführenden Geschäftsbereich im Geschäftsjahr 2016 ein Periodenergebnis nach Steuern von -9,3 Mio. EUR (GJ/2015: -9,5 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung der Währungsdifferenzen im fortzuführenden Geschäftsbereich ergibt sich ein Gesamtergebnis des Konzerns von 14,6 Mio. EUR (GJ/2015: -5,3 Mio. EUR), wobei -9,3 Mio. EUR (GJ/2015: -9,5 Mio. EUR) auf den fortzuführenden Geschäftsbereich und 23,9 Mio. EUR (GJ/2015: 4,3 Mio. EUR) auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen. 2. VermögenslageDurch die Entkonsoliderung der aap Biomaterials GmbH zum 11. Mai 2016 hat sich das Bilanzbild der aap im Verhältnis zum 31.12.2015 stark verändert. So stieg die Bilanzsumme zum 31.12.2016 von 54,9 Mio. EUR zum Jahresende des Geschäftsjahres 2015 um 16 % auf 63,9 Mio. EUR. Im Rahmen der Transaktion sind Vermögenswerte von 14,7 Mio. EUR (31.12.2015: 13,9 Mio. EUR) und Schulden von 2,7 Mio. EUR (31.12.2015: 2,2 Mio. EUR) abgegangen, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen wurden. Daneben wurde zum 31.12.2015 die verbliebene Beteiligung an der aap Joints GmbH in Höhe von 0,8 Mio. EUR ebenfalls unter als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesen, die aufgrund der im September 2016 geschlossenen Verträge und mit Erfüllung der aufschiebenden Bedingung zum Jahresende 2016 auch abgegangen ist. Für weitere Details verweisen wir auf die Angaben im Anhang. Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte zum 31.12.2016 um 2,9 Mio. EUR gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2015 resultiert im Wesentlichen aus den Investitionen in Entwicklungsprojekte und Barunterlegungen für an Dritte ausgereichte Bankgarantien sowie verpfändeten Guthaben bei Kreditinstituten zur Sicherung von Finanzverbindlichkeiten, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Die aktivierten Entwicklungskosten haben sich gegenüber dem Bilanzstichtag zum 31.12.2015 vor allem durch die Entwicklungsaktivitäten im Bereich Silberbeschichtungstechnologie und die planmäßige Weiterentwicklung des LOQTEQ® Portfolios um 0,7 Mio. EUR erhöht. Der Anteil der immateriellen Vermögenswerte an der Bilanzsumme beträgt nunmehr noch 17 % und ist damit im Vergleich zum Jahresende 2015 gesunken (31.12.2015: 19 %). Daneben werden zum 31.12.2016 keine langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mehr ausgewiesen und führten daher zu einer Verminderung der langfristigen Vermögenswerte von 0,3 Mio. EUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen stark von 35,7 Mio. EUR zum 31.12.2015 auf 41,8 Mio. EUR zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums und wurden vor allem durch den Liquiditätszufluss aus dem Verkauf der aap Biomaterials GmbH bei gleichzeitigem Abgang der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte beeinflusst. Daneben stiegen die Vorräte von 9,7 Mio. EUR zum Jahresende 2015 auf 11,1 Mio. EUR zum 31.12.2016 infolge aufgebauter Sicherheitsbestände für neu in den Markt eingeführte LOQTEQ® Produkte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken zum 31.12.2016 signifikant von 5,8 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR, was vor allem aus einem konsequenten Debitorenmanagement im Geschäftsjahr 2016 resultiert. Die Veränderung in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten um 4,7 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus im Geschäftsjahr verpfändeten Guthaben bei Kreditinstituten zur Besicherung von finanziellen Verbindlichkeiten, Barunterlegungen für an Dritte ausgereichte Bankgarantien sowie dem Erhalt der ausstehenden Forderung aus dem Restkaufpreis für den Verkauf der Anteile an der aap Joints GmbH in Höhe von 0,4 Mio. EUR im ersten Quartal 2016. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 deutlich infolge des Zahlungszuflusses aus der Veräußerung der aap Biomaterials GmbH und betrug zum Bilanzstichtag 31.12.2016 23,8 Mio. EUR (31.12.2015: 4,9 Mio. EUR). Zusammen mit den unter den kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten gebundenen Liquiditätsbeständen, beträgt der Cash-Bestand zum 31.12.2016 28,9 Mio. EUR. Bedingt durch das Periodenergebnis nach Steuern von 14,6 Mio. EUR ist das Eigenkapital zum 31.12.2016 auf 54,8 Mio. EUR (31.12.2015: 40,3 Mio. EUR) gestiegen. Bei einer Bilanzsumme von 63,9 Mio. EUR zum 31.12.2016 (31.12.2015: 54,9 Mio. EUR) liegt die Eigenkapitalquote bei 86 % (31.12.2015: 73 %). Die Finanzverbindlichkeiten sanken nach Zahlung der planmäßigen Tilgungsleistungen in Höhe von 2,0 Mio. EUR von 3,3 Mio. EUR zum Jahresende 2015 auf 1,3 Mio. EUR zum 31.12.2016. Ebenfalls reduzierten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2016 von 4,1 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 2,2 Mio. EUR (31.12.2015) gingen ebenfalls im Rahmen der Entkonsolidierung ab. 3. FinanzlageAusgehend von einem Periodenergebnis nach Steuern von 14,6 Mio. EUR verringerte sich der operative Cash-Flow der aap-Gruppe in 2016 gegenüber dem Vorjahr auf -7,2 Mio. EUR (GJ/2015: -2,3 Mio. EUR). Die wesentlichen Veränderungen im Jahresvergleich lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die adäquate Steuerung des Working Capital (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) ist für aap weiterhin ein zentrales Element des Managements. Dabei wird insbesondere das Ziel verfolgt, die Kapitalbindung im Vorratsvermögen sowie das durchschnittliche Kundenziel im Hinblick auf die Wachstumsdynamik angemessen zu gestalten. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 auf 29,8 Mio. EUR (GJ/2015: -3,1 Mio. EUR). Maßgeblichen Einfluss hatte dabei der aus dem Verkauf der aap Biomaterials GmbH generierte Zahlungsmittelzufluss, der sich zum 31. Dezember 2016 in der Konzernkapitalflussrechnung wie folgt darstellt: Ausgehend von einer Kaufpreiszahlung für die Anteile an der aap Biomaterials GmbH (Eigenkapitalwert) von 33 Mio. EUR flossen der Gesellschaft inklusive der Zahlung von übernommenen Verbindlichkeiten (3,7 Mio. EUR) sowie abzüglich zum Bilanzstichtag gezahlter Veräußerungskosten (1,3 Mio. EUR) und abgehender Zahlungsmittelpositionen (1,4 Mio. EUR) insgesamt 33,9 Mio. EUR zu. Daneben erfolgten Barunterlegungen Höhe von 2,0 Mio. EUR als Sicherheit für eine im Rahmen der Transaktion gewährte Bankgarantie. Für weitere Details verweisen wir auf den Anhang. Daneben investierte aap 1,1 Mio. EUR in Maschinen und Anlagen sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Weiterhin flossen 1,4 Mio. EUR in aktivierte Entwicklungsprojekte und dabei insbesondere in die innovative Silberbeschichtungs- und die LOQTEQ® -Technologie. Die wesentlichen Effekte im Bereich der Finanzierungstätigkeit lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von insgesamt 4,6 Mio. EUR (GJ/2015: 1,1 Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erhöhte sich zum Bilanzstichtag 31.12.2016 auf 23,8 Mio. EUR (31.12.2015: 5,7 Mio. EUR; inklusive von 0,8 Mio. EUR die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen). Daneben werden 5,1 Mio. EUR an Guthaben bei Kreditinstituten unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, da diese im Rahmen der Sicherung von Finanzverbindlichkeiten an die finanzierende Bank verpfändet bzw. als Sicherheiten für an Dritte gewährte Bankgarantien hinterlegt wurden. Das Nettoguthaben (Summe aller Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich sämtlicher zinstragender Verbindlichkeiten) lag am 31.12.2016 bei 23,0 Mio. EUR (31.12.2015: Nettoguthaben von 0,9 Mio. EUR; inklusive Guthaben von 0,8 Mio. EUR die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen). Ausgehend von dem signifikanten Zahlungszufluss aus dem Verkauf der aap Biomaterials GmbH wurde der Rahmenvertrag über die Gewährung einer Betriebsmittellinie zum 31. August 2016 beendet. Der aap-Gruppe standen zum 31.12.2015 vertraglich zugesicherte Kreditlinien in Höhe von insgesamt 4,5 Mio. EUR zur Verfügung, die zu diesem Stichtag nicht in Anspruch genommen wurden. Somit verfügte aap zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums über eine nutzbare Liquidität (Summe aus freiverfügbaren Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie frei verfügbaren Kreditlinien) in Höhe von 23,8 Mio. EUR (31.12.2015: 10,2 Mio. EUR). IV. aap Implantate AG (Kurzfassung nach HGB)Ergänzend zur Berichterstattung über den aap-Konzern erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der aap Implantate AG. Die aap Implantate AG ist die Muttergesellschaft des aap-Konzerns und hat ihren Sitz in Berlin. Die Geschäftstätigkeit umfasst im Wesentlichen die Entwicklung, Produktion und weltweite Vermarktung von Produkten für die Orthopädie im Bereich Trauma sowie die Steuerung der Aktivitäten des aap-Konzerns. In Berlin entwickelt, produziert und vermarktet die Gesellschaft alle Produkte unter einem Dach. Der Vertrieb der Produkte erfolgt überwiegend unter dem Markennamen "aap". Während die Produkte im deutschsprachigen Raum direkt an Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften und Verbundkliniken vertrieben werden, setzt das Unternehmen auf internationaler Ebene auf ein breites Distributorennetzwerk in über 25 Ländern. Den nordamerikanischen Markt bedient die aap Implantate AG über ihre Tochtergesellschaft aap Implants Inc. mit Sitz in Dover, Delaware, USA. Der Jahresabschluss der aap Implantate AG wird nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Daraus resultieren Unterschiede bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese betreffen vor allem immaterielle Vermögensgegenstände, Rückstellungen und latente Steuern. Für die aap Implantate AG stellen Umsatz, EBITDA, Lagerumschlagshäufigkeit und DSO (Day Sales Outstanding = Umschlagshäufigkeit der Forderungen) die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dar. Die wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren des Geschäftsjahres 2016 ergeben sich aus der Management Agenda 2016. Diese finden Sie im Kapitel "Weitere Indikatoren". ErtragslageUmsatzentwicklung und GesamtleistungFür das Geschäftsjahr 2016 wurden erstmalig die Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) angewandt. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG sind infolge der geänderten Umsatzerlösdefinition die Vorjahreszahlen der Posten Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge nicht vergleichbar. Bei Anwendung des BilRUG im Vorjahr hätten sich Umsatzerlöse in Höhe von 17,6 Mio. EUR und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 0,7 Mio. EUR ergeben. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 sank von 16,2 Mio. EUR (GJ/2015 BilRUG: 17,6 Mio. EUR) auf 14,9 Mio. EUR. Darin enthalten sind Umsätze in Höhe von 4,2 Mio. EUR (Vorjahr berichtet: 2,4 Mio. EUR; Vorjahr BilRUG: 2,5 Mio. EUR) aus konzerninternen Lieferungen an die US-amerikanische Tochtergesellschaft aap Implants Inc., die dem Aufbau des Vertriebsgeschäfts mit Distributoren und Sales Agents in den USA dienen. Unter Herausrechnung der konzerninternen Transaktionen ergibt sich ein Umsatz von 10,7 Mio. EUR (Vorjahr berichtet: 13,8 Mio. EUR; Vorjahr BilRUG: 15,1 Mio. EUR). Hintergrund für den Umsatzrückgang ist vor allem der chinesische Markt, der im Geschäftsjahr 2015 noch einer der Hauptabsatzmärkte war (GJ/2015: 3,3 Mio. EUR) und im Berichtsjahr keinen Umsatzbeitrag leistete. Darüber hinaus war im Vorjahr noch das Vertriebsgeschäft mit Biomaterialien im Umfang von 2,1 Mio. EUR im Umsatz enthalten. Ein Großteil dieses Geschäfts wurde im Rahmen des Verkaufs der aap Biomaterials GmbH mitveräußert und belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 0,6 Mio. EUR. Daneben verringerte sich der Zulieferumsatz im Nichtkernbereich Recon (Hüfte, Knie und Schulter sowie C~Ment® -Linie) von 1,5 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR. Die Bestandsveränderung reduzierte sich drastisch von 3,3 Mio. EUR auf -0,7 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist nach dem starken Vorratsaufbau in 2015 sehr begrüßenswert, da Teile des Umsatzes im Geschäftsjahr aus vorhandenem Bestand realisiert wurden und in einem Abbau der Vorräte resultierten. Dieser Trend soll sich in 2017 fortsetzen. Ausgehend von leicht gesunkenen anderen aktivierten Eigenleistungen verringerte sich die Gesamtleistung vor allem infolge der gesunkenen Umsatzerlöse und der Bestandsminderung von 21,7 Mio. EUR nach BilRUG (Vorjahr berichtet 20,3 Mio. EUR) auf 14,8 Mio. EUR. Kostenstruktur und ErgebnisIn den sonstigen betrieblichen Erträgen von 29,0 Mio. EUR ist der Gewinn aus der Veräußerung der aap Biomaterials GmbH in Höhe von 28,1 Mio. EUR enthalten. Nach Herausrechnung dieses Effekts stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge nach BilRUG leicht von 0,7 Mio. EUR (GJ/2015 berichtet: 2,1 Mio. EUR) auf 0,9 Mio. EUR. Der Materialaufwand verringerte sich deutlich von 9,5 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR und resultiert im Wesentlichen aus dem kompletten Verzicht auf Leiharbeitnehmer ab Ende des ersten Quartals 2016 sowie drastisch reduzierten Fremdleistungen, dem Bestandsabbau und dem weggefallenen Einkauf von Biomaterialien als Folge der Veräußerung des Vertriebsgeschäfts im Rahmen des Verkaufs der aap Biomaterials GmbH. Die Verringerung des Personalaufwands von 8,4 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR resultiert vor allem aus der Reduktion der Mitarbeiterzahl im Rahmen der Anpassung der Kostenstruktur an die zukünftig zu erwartenden Umsatzströme und die verminderte Unternehmensgröße. Im Geschäftsjahr fiel dafür Aufwand für Abfindungen in Höhe von 349 TEUR an. Zum 31.12.2016 waren 151 Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt (31.12.2015: 177 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 8,4 Mio. EUR auf 9,7 Mio. EUR. Darin sind nicht wiederkehrende Sondereffekte enthalten: Im Rahmen des Verkaufs der aap Biomaterials GmbH fielen Veräußerungskosten von 1,7 Mio. EUR an. Daneben resultierte aus dem Verkauf der verbliebenen Beteiligung an der aap Joints GmbH ein Buchverlust von 0,4 Mio. EUR, während die vorzeitige Beendigung eines Lizenzvertrags mit einem Mitentwickler der LOQTEQ® Technologie zu Einmalaufwendungen von 0,4 Mio. EUR führte. Bei Herausrechnung dieser Effekte verringerten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 8,4 Mio. EUR auf 7,3 Mio. EUR. Während im Geschäftsjahr 2015 noch Erträge aus der Gewinnabführung der aap Biomaterials GmbH von 5,3 Mio. EUR vereinnahmt wurden, fielen infolge der Veräußerung der Gesellschaft im Berichtsjahr nur noch 0,1 Mio. EUR an, die unter der Transaktion an den Erwerber abgeführt werden mussten und in den oben aufgeführten Veräußerungskosten enthalten sind. Die um 0,2 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR gestiegenen Zinserträge resultieren vor allem aus der konzerninternen Darlehensgewährung an die US-amerikanische Tochtergesellschaft. Die aap Implantate AG realisierte damit im Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss von 21,2 Mio. EUR (GJ/2015: Jahresfehlbetrag von 1,0 Mio. EUR), der nach teilweiser Gewinnverwendung mit Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 14,5 Mio. EUR und unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrags von 1,8 Mio. EUR zu einem Bilanzgewinn per 31.12.2016 von 8,5 Mio. EUR führt. VermögenslageDas Bilanzbild der aap Implantate AG veränderte sich im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr in einigen Bereichen relativ stark. Dabei stieg die Bilanzsumme um 35 % auf 67,1 Mio. EUR. Das Anlagevermögen verringerte sich im Berichtszeitraum von 21,1 Mio. EUR auf 18,9 Mio. EUR und ist im Wesentlichen von folgenden Effekten gekennzeichnet: Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 1,0 Mio. EUR auf 9,7 Mio. EUR im Zuge der Aktivierung von Eigen- und Entwicklungsleistungen während infolge des Verkaufs der aap Biomaterials GmbH Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 3,3 Mio. EUR abgingen. Das Vorratsvermögen verminderte sich im Geschäftsjahr von 10,5 Mio. EUR auf 8,5 Mio. EUR infolge des Bestandsabbaus über den Umsatz sowie durch die Übertragung von Vorräten in Höhe von 1,5 Mio. EUR im Rahmen des Verkaufs der aap Biomaterials GmbH. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderte sich deutlich von 5,2 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR vor allem durch ein konsequentes Debitorenmanagement aber auch als Folge der verminderten Umsatzerlöse. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Guthaben bei Kreditinstituten von 5,1 Mio. EUR ausgewiesen, die im Geschäftsjahr als Sicherheit für Finanzverbindlichkeiten an Kreditgeber verpfändet bzw. als Barunterlegung zur Sicherung von an Dritte gewährte Bankgarantien hinterlegt wurden. Ausgehend von dem hohen Jahresüberschuss von 21,2 Mio. EUR stieg das Eigenkapital von 38,1 Mio. EUR auf 59,4 Mio. EUR zum 31.12.2016. Die Eigenkapitalquote liegt bei 88 % (31.12.2015: 77 %). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich von 3,5 Mio. EUR zum 31.12.2015 auf 1,8 Mio. EUR zum Ende des Berichtszeitraums und sind ein Spiegelbild der stark gesunkenen Gesamtleistung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken infolge der im Geschäftsjahr planmäßig geleisteten Tilgungsleistungen von 4,9 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR zum 31.12.2016. FinanzlageDie liquiden Mittel betrugen per 31.12.2016 23,6 Mio. EUR (31.12.2015: 4,8 Mio. EUR). Der signifikante Anstieg resultiert vor allem aus der Veräußerung der aap Biomaterials GmbH, der Reduzierung des Working Capitals bei gleichzeitiger Nutzung für die Finanzierung der Entwicklungsaktivitäten und des operativen Geschäfts der aap Implantate AG sowie den planmäßigen Tilgungsleistungen auf Kreditverbindlichkeiten. Zusammen mit den unter den sonstigen Vermögensgegenständen gebundenen Liquiditätsbeständen beträgt der Cash-Bestand zum 31.12.2016 28,9 Mio. EUR. aap verfügt damit über eine starke Finanzbasis, um das geplante Umsatzwachstum und Entwicklungsaktivitäten finanzieren zu können. Risiken und ChancenDie Geschäftsentwicklung der aap Implantate AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des aap-Konzerns. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die aap Implantate AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Risiken und Chancen sind im "Risiko- und Chancenbericht" dieses Berichts dargestellt. PrognoseberichtAufgrund der Verflechtungen der aap Implantate AG mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern verweisen wir auf unsere Aussagen im Kapitel "Prognosebericht", die insbesondere auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft widerspiegeln. Dies gilt ebenfalls für den Absatz und den Umsatz. Für das Jahr 2017 erwarten wir für die aap Implantate AG ein negatives EBITDA welches ohne die Berücksichtigung des Sondereffekts aus der Veräußerung der aap Biomaterials GmbH in 2016 deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2016 liegen soll. V. Weitere Indikatoren1. Forschung & EntwicklungForschung & Entwicklung in der MedizintechnikDer Medizintechnik-Branche wird im Allgemeinen ein hohes Maß an Innovationskraft zugeschrieben. In der Tat generieren beispielsweise deutsche Medizintechnikunternehmen nach Angaben des Branchenberichts Medizintechnologie 2017 des BVMed11 rund ein Drittel ihres Umsatzes mit Produkten, die höchstens drei Jahre alt sind. Des Weiteren investieren MedTech-Unternehmen rund 9 % ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Demgegenüber liegen die Anteile der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Umsatz in der ebenfalls als innovativ geltenden Chemiebranche bei etwa 5 % und in der verarbeitenden Industrie bei rund 3,8 %. Einen weiteren Indikator für die Innovationsstärke der Medizintechnik-Branche liefert die Anzahl der Patentanmeldungen. Demnach wurden im Jahr 2015 weltweit aus keinem anderen Technologiebereich mehr Patentanträge beim Europäischen Patentamt in München eingereicht als aus der Medizintechnik (12.474; +11 % vs. 2014). Nicht zuletzt kommt eine Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu dem Ergebnis, dass der Forschungs- und Entwicklungsanteil am Produktionswert in der Medizintechnologie insgesamt mehr als doppelt so hoch als im Bereich der Industriewaren ist. Forschung & Entwicklung bei aapEin zentrales Element der Unternehmensstrategie der aap ist die Entwicklung innovativer und patentgeschützter Technologien und Produkte, so dass der Bereich Forschung und Entwicklung schon seit jeher eine übergeordnete Bedeutung hat. Dementsprechend verzeichnete die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2016 signifikante Aufwendungen für ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Zum 31.12.2016 waren im fortzuführenden Geschäftsbereich insgesamt 19 % der 155 Mitarbeiter der aap in den Unternehmensbereichen Forschung & Entwicklung (F&E), Clinical Affairs sowie Regulatory und Quality Management tätig (Vorjahr: 18 % von 179 Mitarbeitern). Des Weiteren lag der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Umsatz im fortzuführenden Geschäftsbereich im Geschäftsjahr 2016 bei 17 % (Vorjahr: 15 %) und somit oberhalb des Branchendurchschnitts von 9 % (siehe oben). Die Quote der aktivierten Kosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten lag im fortzuführenden Geschäftsbereich im Berichtsjahr bei 67 % (Vorjahr: 66 %). Nach einer Studie der Universität Witten-Herdecke (2011) stammen bei 52 % der Medizinprodukte die Ideen für neue Produkte ursprünglich von den Anwendern12 . Konsequenterweise arbeiten nahezu alle Medizintechnikunternehmen mit offenen Innovationsprozessen und fast 90 % nutzen im Rahmen ihrer Produktentwicklungen häufig oder sehr häufig Anwenderideen. Auch aap legt im Bereich Forschung und Entwicklung besonderen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen akademischen Institutionen wie z.B. Forschungsinstituten oder Unikliniken. Dies geschieht insbesondere bei der Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie im Rahmen klinischer Studien. Oftmals werden Produkte auch auf Initiative der ärztlichen Anwender entwickelt. Eine weitere zukunftsträchtige Säule für die Umsatz- und Ertragserzielung soll auf frühzeitigen Kooperationen mit den Marktführern in den Bereichen Orthopädie und Trauma basieren. Gleichzeitig sollen durch diesen Ansatz vorhandene Technologien proaktiv gesichert werden. Innovationen bilden bei aap die Basis für eine kontinuierliche und nachhaltige Wertschaffung. Daher treibt die Gesellschaft konsequent die Entwicklung und den Ausbau sogenannter Plattformtechnologien voran. Das strategische Patentportfolio der aap ist auf die Sicherung dieser Technologien und der daraus resultierenden Produkte ausgerichtet:
Forschung & Entwicklung in den einzelnen UnternehmensbereichenIm Bereich Trauma konzentrierte sich aap im Geschäftsjahr 2016 im Rahmen ihrer Entwicklungsaktivitäten auf die Komplettierung des LOQTEQ® Portfolios, wobei der Fokus insbesondere auf der polyaxialen Fixationstechnologie sowie den Bereichen Fuß und Sprunggelenk lag. Nachdem das innovative periprothetische LOQTEQ® System im Rahmen von klinischen Erstanwendungen in Punkto Anwenderfreundlichkeit und Flexibilität überzeugen konnte, erfolgte die Markteinführung in der zweiten Jahreshälfte. Das periprothetische System basiert auf einer neuartigen zum Patent angemeldeten Fixationstechnologie und ermöglicht die Behandlung von Knochenfrakturen in unmittelbarer Nähe bereits im Körper befindlicher Gelenkimplantate. Zudem wurden verschiedene polyaxiale LOQTEQ® Systeme entwickelt, die kurz vor der Markteinführung stehen. Mit polyaxialen Implantaten können winkelstabile Schrauben in verschiedenen Winkeln gesetzt und Frakturen somit flexibel behandelt werden. Im Zuge der Fokussierung auf etablierte Märkte wie Nordamerika wurden aap im Berichtszeitraum wichtige Zulassungen der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) erteilt. Darüber hinaus erhielt die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 ein weiteres wichtiges US-Patent für ihre LOQTEQ® Technologie und konnte somit den nächsten bedeutenden Schritt beim Ausbau des Patentportfolios erreichen. Die Besonderheit dieses Schutzrechts besteht darin, dass es sich um einen umfassenden Schutz ("Umbrella Patent") handelt, bei dem viele bereits erteilte Patente vereint und erweitert werden konnten. Im Bereich Silberbeschichtungstechnologie konzentrierte sich aap im Geschäftsjahr 2016 auf die angestrebte CE- und FDA-Zulassung. Im Januar 2016 reichte die Gesellschaft das Design Dossier für die Durchführung des CE-Konformitätsbewertungsverfahrens für ihre antibakterielle Silberbeschichtungstechnologie bei einer Benannten Stelle ein. Dabei erfolgt das Konformitätsbewertungsverfahren zunächst für eine silberbeschichtete LOQTEQ® Platte. Bei erfolgreichem Verlauf der Konformitätsbewertung plant aap die Zulassung auf weitere Traumaprodukte zu erweitern. Im weiteren Jahresverlauf lag der Fokus dann auf einem intensiven und konstruktiven Austausch mit der benannten Stelle, im Rahmen dessen gute Fortschritte erzielt werden konnten. Im Hinblick auf die Zulassung in den USA hat aap zudem die erforderlichen Unterlagen für Pre-Submission Meetings bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) eingereicht. Vor dem Hintergrund der gestiegenen regulatorischen Anforderungen und ausgehend von dem jüngsten Austausch mit den Zulassungsbehörden wird die Durchführung einer klinischen Studie notwendige Bedingung für die Erteilung einer CE- und FDA-Zulassung sein. Da die Abstimmungen mit den Zulassungsbehörden über den Umfang der klinischen Studie noch laufen, wird aap über die diesbezügliche Vorgehensweise sowie den entsprechenden Zeitplan und die benötigten Ressourcen in einer gesonderten Mitteilung im zweiten Quartal 2017 berichten. Im Bereich Magnesiumtechnologie fokussierte sich aap im Geschäftsjahr 2016 insbesondere auf die technologische Weiterentwicklung der resorbierbaren Implantate. Darüber hinaus evaluierte die Gesellschaft im Rahmen verschiedener Gespräche die Kooperationsmöglichkeiten mit externen Partnern. 2. Marketing & Vertriebaap war im Rahmen ihrer Marketing- und Vertriebsaktivitäten im Geschäftsjahr 2016 mit ihrem Produktportfolio auf einer Reihe international bedeutender Messen und Fachkongressen vertreten. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang insbesondere die AAOS ("American Academy of Orthopaedic Surgeons") in Orlando, Florida, und der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2016 in Berlin, die beide zu den wichtigsten Veranstaltungen für aap gehören. Des Weiteren besuchte die Gesellschaft unter anderem die die Arab Health in Dubai, den 17. EFORT Kongress ("European Federation of National Associations of Orthopaedics and Traumatology") in Genf, die Medica in Düsseldorf, den 17. ESTES Kongress ("European Society for Trauma & Emergency Surgery") in Wien und die 35. EBJIS Konferenz ("European Bone and Joint Infection Society") in Oxford, Großbritannien. Darüber hinaus organisierte aap auch im Geschäftsjahr 2016 verschiedene Schulungsveranstaltungen und Workshops für ihre Kunden und Anwender der Produkte. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der "International Osteosynthesis Trauma Course", den die Gesellschaft im letzten Jahr aufgrund der positiven Resonanz von Ärzten und Distributoren in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Gießen unter der Schirmherrschaft von Universitätsprofessor Dr. Christian Heiß zwei Mal durchgeführt hat. Zudem organisierte aap im Berichtszeitraum in Berlin bereits zum achten und neunten Mal gemeinsam mit ihrem spanischen Distributor den Basiskurs Trauma Osteosynthese. Von besonderer Bedeutung war darüber hinaus das Distributorenmeeting der Gesellschaft in Berlin, im Rahmen dessen an zwei Tagen für 26 Ärzte und 41 Distributoren aus insgesamt 23 Ländern verschiedene Schulungen und Workshops durchgeführt wurden. 3. MitarbeiterZum 31.12.2016 waren insgesamt 155 Mitarbeiter im fortzuführenden Geschäftsbereich der aap beschäftigt und somit 24 weniger als noch zum Bilanzstichtag des Vorjahres (179 Mitarbeiter). 4. Abschluss oder Beendigung von Kooperationsvereinbarungen und anderen wichtigen VerträgenMit notariell beurkundetem Anteilskaufvertrag vom 22. März 2016 hat aap 100 % der Geschäftsanteile an ihrer Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH verkauft. Der Kaufpreis basiert auf einem angenommenen Unternehmenswert der aap Biomaterials GmbH von 36 Mio. EUR. Der Abschluss der Transaktion erfolgte am 11. Mai 2016. Mit einem Geschäftsanteils- und Übertragungsvertrag hat aap am 23. September 2016 die verbliebene Beteiligung in Höhe von 33 % an der aap Joints GmbH verkauft. Nach Erfüllung der im Rahmen des Vertrags vereinbarten Bedingungen konnte die Transaktion am 14. Dezember 2016 abgeschlossen werden. Zur vorzeitigen Ablösung eines langfristigen Lizenzvertrages hat aap am 26. September 2016 einen Aufhebungsvertrag mit einem Miterfinder der LOQTEQ® Technologie geschlossen. Als Kompensation ist dem Mitentwickler bereits eine Abstandszahlung zugeflossen. Er erhält weitere Zahlungen, die nur bei Erreichung bestimmter Umsatzziele in den nächsten drei Jahren tranchiert zur Auszahlung kommen. Im Dezember 2016 hat aap mit einem führenden Dienstleister im US-amerikanischen Gesundheitswesen einen Distributionsvertrag für ihre LOQTEQ® Produkte abgeschlossen. Gegenstand des Vertrages ist zunächst eine 12-monatige Pilotphase, in welcher der Vertragspartner die LOQTEQ® Produkte in einer Reihe ausgewählter Bundesstaaten in den USA vertreibt. Bei erfolgreichem Verlauf wird der Vertrieb sukzessive auf weitere Bundesstaaten erweitert werden. Ein mit einem führenden deutschen Geldinstitut geschlossener Kreditvertrag über eine Betriebsmittellinie in Höhe von 4,5 Mio. EUR vom 12. Juli 2005, zuletzt geändert am 16. März 2016, wurde zum 31. August 2016 beendet. Damit einhergehend ist auch ein Globalzessionsvertrag vom 21. Juli / 5. September 2005, mit dem eine Abtretung von Forderungen der aap aus Warenlieferungen und Leistungen gegen Dritte vereinbart wurde, beendet und alle Forderungen der aap sind somit frei von Rechten des Kreditinstitutes. 5. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenFinanzielle LeistungsindikatorenDie Vorstand der aap fokussierte sich im Geschäftsjahr 2016 bei der Steuerung der Unternehmensgruppe primär auf die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, EBITDA, Lagerumschlagshäufigkeit13 und DSO14 (Day Sales Outstanding = Umschlagshäufigkeit der Forderungen). Die Kennzahl DSO konnte im Geschäftsjahr 2016 durch ein konsequentes Debitorenmanagement, wie beabsichtigt, auf 102 Tage reduziert werden (GJ/2015: 173 Tage). Demgegenüber ist die Lagerumschlagshäufigkeit im Berichtsjahr entgegen der Zielsetzung leicht auf 1,01 zurückgegangen (GJ/2015: 1,29). Hintergrund sind die teilweise Vorproduktion für ursprünglich in 2016 geplante Umsätze, die sich nach 2017 verschoben haben, sowie der Aufbau eines Sicherheitsbestands für das dynamische Geschäft in Nordamerika und neu im Geschäftjahr gelaunchter LOQTEQ® -Produkte. Im Hinblick auf die Steuerungsgröße Umsatz hatte es sich aap zum Ziel gesetzt, im Geschäftsjahr 2016 ein Wachstum von 20 % mit Traumaprodukten gegenüber dem Vorjahr zu erreichen. Die Gesellschaft verzeichnete im Berichtszeitraum einen Umsatzrückgang im Bereich Trauma von 15 %, so dass dieses Ziel nicht erreicht werden konnte. Insgesamt ergibt sich mit Blick auf die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2016 ein ambivalentes Bild, das durch zwei gegenläufige Effekte wesentlich geprägt wurde. Auf der einen Seite konnte China, das in 2015 trotz gebremsten Wachstums einen der Hauptabsatzmärkte darstellte, im Geschäftsjahr 2016 keinen Umsatzbeitrag leisten (Umsatz GJ/2015: ca. 3,3 Mio. EUR). Die Verhandlungen über die Fortführung des Distributionsgeschäfts wurden zum Jahresende 2016 abgeschlossen und die Zusammenarbeit wird in 2017 fortgesetzt. Dementsprechend erwartet aap in China eine langsame Wiederbelebung des Geschäfts. Auf der anderen Seite konnte aap im Rahmen der angestrebten Fokussierung auf etablierte Märkte wie Nordamerika und Europa substantielle Fortschritte erzielen. So hat sich der auf Nordamerika und Europa gemeinsam entfallende Umsatzanteil im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um rund 50 % auf 6,8 Mio. EUR (GJ/2015: 4,5 Mio. EUR) erhöht. Insgesamt konnten die im Geschäftsjahr 2016 realisierten erfreulichen Umsatzzuwächse in Nordamerika und Europa jedoch die fehlenden Umsatzbeiträge aus China nicht kompensieren. Zudem kam es zu Verzögerungen bei der Umsatzentwicklung in verschiedenen Märkten, die zu einer Verschiebung der Umsätze in das Geschäftsjahr 2017 geführt haben. In der Konsequenz konnte aap (fortzuführender Geschäftsbereich) die ursprüngliche Umsatzprognose nicht erreichen und erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 10,5 Mio. EUR. Aufgrund der beschriebenen Umsatzentwicklung und zusätzlich belastender Einmaleffekte aus verschiedenen Maßnahmen verzeichnete die Gesellschaft im Berichtszeitraum ein EBITDA in Höhe von -7,9 Mio. EUR, das somit unterhalb des angestrebten Bereichs lag.
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Definition Lagerumschlagshäufigkeit: Lagerumschlagshäufigkeit
= Umsatz (pro Periode) / Durchschnittlicher Lagerbestand zu Einstandspreisen. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren des Geschäftsjahres 2016 ergeben sich aus der Management Agenda 2016, in der der Vorstand seine Zielsetzungen in fünf strategischen und operativen Handlungsfeldern spezifiziert hat. Im folgenden werden die gesetzten Ziele im Rahmen der Management Agenda skizziert sowie über die entsprechenden Ergebnisse berichtet: Beschleunigung wertschaffender Innovationen
Erweiterung des Marktzugangs
Optimierung der operativen Effizienz
Realisierung der finanziellen Ziele
VI. Risiko- und Chancenbericht1. Risikomanagementsystemaap sieht sich als international ausgerichtete und tätige Unternehmensgruppe naturgemäß mit einer Vielzahl von Risiken und Chancen konfrontiert, die die Geschäftsentwicklung und folglich auch den Aktienkurs beeinflussen können. Daher hat die Gesellschaft ein umfassendes Risikomanagementsystem entwickelt und installiert. Dieses Risikomanagementsystem dient primär der Erreichung der folgenden Ziele:
Erläuterung des Risikomanagementprozesses:Das Risikomanagementsystem der aap ist ein fester und wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung und liegt daher im Verantwortungsbereich des Vorstands. Grundsätzlich werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses mögliche Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, regelmäßig erfasst, systematisiert und ausgewertet, wobei insbesondere die entsprechenden Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche Schadenspotentiale ermittelt werden. Die Chancenbetrachtung ist nicht Bestandteil des aap-Risikomanagementsystems. Im Rahmen der Risikomanagementstrategie werden anschließend konkrete Gegenmaßnahmen entwickelt. Mit Hilfe dieser Gegenmaßnahmen soll den einzelnen, identifizierten und bewerteten Risiken aktiv begegnet werden bzw. sollen diese auf ein vertretbares Maß im Rahmen der gewünschten Geschäftsentwicklung reduziert werden. Die konkrete Risikomanagementstrategie für das Geschäftsjahr 2016 ist daher dem Abschnitt 3. Darstellung der wesentlichen Risiken und Chancen zu entnehmen. Die interne Risikoberichterstattung an den Vorstand der aap erfolgt im Rahmen der Abstimmung des operativen Tagesgeschäfts, in das der Vorstand stark eingebunden ist. Der Vorstand wird damit entsprechend zeitnah über Veränderungen und aktuelle Entwicklungen informiert und kann auf diese reagieren bzw. diese bei anstehenden Entscheidungen berücksichtigen. Neben dieser ins operative Geschäft eingebundenen Risikoberichterstattung gibt es bei der aap-Gruppe eine regelmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand, in der die Risiken anhand einer Risikomatrix dargestellt und bewertet werden (Eintrittswahrscheinlichkeit / Schadenhöhe). In einer zusammenfassenden Darstellung der Risiken werden weitergehende Informationen wie beispielsweise Zuständigkeiten, Kontrollmechanismen oder Kontrollinstrumente dargestellt. Diese Risikomatrix wird vom Vorstand für eigene Steuerungs- und Überwachungszwecke, aber auch als Information für den Aufsichtsrat erstellt. Darüber hinaus beinhaltet das Risikomanagementsystem der Gesellschaft noch zwei weitere Komponenten, die im Folgenden vorgestellt werden:
2. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessDas Ziel des internen Kontrollsystems (IKS) für den Rechnungslegungsprozess ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewähren, dass ein regelungskonformer Abschluss erstellt wird. Die aap Implantate AG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss der aap-Gruppe auf. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Die Steuerung der Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichterstellung erfolgen bei der aap durch den Zentralbereich Finanzen. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden kommuniziert und bilden zusammen mit dem gruppenweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. In der Organisation des IKS nimmt der Vorstand eine übergreifende Zuständigkeit auf Konzernebene wahr. Von den vielfältigen Kontrollprozessen in der Rechnungslegung sind einige als wesentlich hervorzuheben. Wesentliche Instrumentarien sind:
Alle beschriebenen Strukturen und Prozesse unterliegen der ständigen Überprüfung durch die jeweiligen Risikoverantwortlichen. Darüber hinaus betreibt aap ein aktives Benchmarking zu Best-Practice-Beispielen anderer Unternehmen. Identifizierte Verbesserungspotenziale setzen wir zielgerichtet um. 3. Darstellung der wesentlichen Risiken und ChancenA) RisikenIn diesem Abschnitt werden die einzelnen, identifizierten Risiken, mit denen sich aap konfrontiert sieht, gemäß ihrer Kategorisierung dargestellt und erläutert. Eine Quantifizierung der Risiken erfolgt nur, wenn die entsprechenden Risiken auch im Rahmen der internen Steuerung quantitativ erfasst werden. Insgesamt wird bei der internen Risikoberichterstattung jedoch überwiegend auf qualitative Informationen zurückgegriffen. Daher erfolgt eine Quantifizierung der Risiken in diesem Abschnitt nur in Einzelfällen. Im Folgenden werden die einzelnen Risiken innerhalb ihrer Kategorie in einer Rangfolge nach ihrem Bruttorisiko geordnet, um deren relative Bedeutung für die Gesellschaft transparenter zu machen. Das Bruttorisiko stellt das Risikopotential dar, das ohne Berücksichtigung der bereits wirksamen Gegenmaßnahmen in der Natur des Geschäfts liegt. Dementsprechend wird das für die Unternehmensgruppe bedeutendste Risiko innerhalb einer Kategorie zuerst aufgeführt, während die nachfolgenden Risiken in ihrer relativen Bedeutung für die Gesellschaft abnehmen. Zudem wird für jedes einzelne Risiko die Bedeutung individuell herausgestellt. Des Weiteren werden in diesem Abschnitt für die einzelnen, identifizierten und bewerteten Risiken jeweils konkrete Gegenmaßnahmen genannt. Mit Hilfe dieser Gegenmaßnahmen soll den Risiken aktiv begegnet werden bzw. sollen diese auf ein vertretbares Maß im Rahmen der gewünschten Geschäftsentwicklung reduziert werden. Die in diesem Abschnitt genannten Risiken, die Auswirkungen auf die aap-Gruppe haben könnten, beschreiben nicht in jedem Fall alle Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist bzw. ausgesetzt sein kann. Risiken, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernjahresabschlusses nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingeschätzt werden, können jedoch die Ergebnis- und Finanzlage der aap zusätzlich beeinflussen. Die einzelnen Risiken werden den folgenden Kategorien zugeordnet:
Markt, Wettbewerb, Neue Produkte und TechnologienDer Wettbewerb im Markt der Medizintechnik im Allgemeinen und im Markt orthopädischer und biologischer Implantate im Besonderen wird weiter zunehmen. Grundsätzlich besteht deshalb das Risiko, dass aap im Vergleich zu Wettbewerbern nicht rechtzeitig mit neuen Produkten bzw. mit Anpassungen bestehender Produkte auf Marktentwicklungen reagiert. Daraus können sich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie eine Verschlechterung der Marktposition ergeben. Die Gesellschaft bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als schwerwiegend. aap begegnet diesem Risiko, indem erhebliche Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung getätigt werden sowie ein konstantes Markt- und Technologie-Screening betrieben wird. Darüber hinaus baut aap ein weltweites Expertennetzwerk auf, um so Markttrends aus Sicht der Anwender zu erkennen, zu verfolgen und bei ausreichendem Potential in entsprechende Neuentwicklungen umzusetzen. Weiterhin können sich staatliche Eingriffe in das Gesundheitssystem negativ auf das Umsatzvolumen und die Ertragslage der Gruppe auswirken. aap schätzt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel ein. Die Unternehmensgruppe begegnet diesem Risiko durch eine stetige Internationalisierung des Umsatzes sowie einer intensiven Beobachtung des deutschen Gesundheitssystems mit dem Ziel, negative Entwicklungen antizipieren und ihnen entgegensteuern zu können. Auf dem Weltmarkt findet nach wie vor eine Unternehmenskonsolidierung statt, durch die aap auch kundenseitig betroffen sein könnte. Die aap-Gruppe beurteilt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering. aap begegnet dem Risiko einer Branchenkonsolidierung durch die Kooperation mit einer Vielzahl von Unternehmen und baut konstant neue Partnerschaften auf. Zulassung der ProdukteIn der Medizintechnik und im Gesundheitswesen bestehen strenge und national unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen. Die Anforderungen für das erstmalige Inverkehrbringen von Medizinprodukten steigen stetig und damit auch die Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem der aap. In diesem Zusammenhang sieht sich aap aktuell insbesondere mit strengeren Regularien aus der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung (Medical Device Regulation - MDR) konfrontiert. Gleichzeitig rechnet die Gesellschaft in Folge der Vorkommnisse rund um die fehlerhaften Brustimplantate und den TÜV Rheinland mit zunehmend intensiveren Kontroll- und Prüfmechanismen bei den benannten Stellen. Darüber hinaus erfordern sogenannte Hybridprodukte mit pharmazeutischem Charakter wie beispielswiese die innovative Silberbeschichtungstechnologie der aap im Rahmen des Zulassungsprozesses neben einer benannten Stelle auch die Konsultation einer pharmazeutischen Stelle, was die Anforderungen zusätzlich erhöht. Die Versagung, die verzögerte Erteilung oder die Entziehung von Zulassungen für die Produkte des Unternehmens könnten sich negativ auf zukünftige Umsätze und Erträge der aap auswirken. Die Gesellschaft bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel. Die aap-Gruppe begegnet diesem Risiko, indem sie Entwicklungen auf dem Gebiet der Zulassungsvoraussetzungen äußerst genau verfolgt und regulatorische Änderungen im Rahmen ihres implementierten Qualitätsmanagementsystems sehr detailliert überwacht. Beispielhaft sei hier das umfangreiche Qualitätsmanagement-Programm "Quality First" der aap erwähnt, das zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 initiiert wurde. Das Programm soll das veränderte regulatorische Umfeld vor dem Hintergrund der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung adressieren und zu einer nachhaltigen Verbesserung des gesamten Qualitätsmanagementsystems führen. Darüber hinaus begegnet aap dem Risiko mit einem weiteren Ausbau der Bereiche Regulatory und Clinical Affairs sowie der zunehmenden Internationalisierung der Umsätze, um damit erhöhte Aufwendungen durch höhere Produktionsvolumina abzudecken. Darüber hinaus konsultiert die Gesellschaft die Zulassungsbehörden bei neuen Produkten, die echte Innovationen darstellen, bereits vor Einreichung des Zulassungsantrags. Patente und geistiges EigentumEs kann nicht ausgeschlossen werden, dass Dritte Ansprüche aus Verletzung gewerblicher Schutzrechte gegenüber aap in der Zukunft geltend machen. Eine solche Verletzung könnte unter Umständen die Auslieferung von Produkten verzögern. Im Falle eines negativen Verfahrensausgangs könnte aap verpflichtet sein, Gebühren- oder Lizenzvereinbarungen einzugehen. Auf diese Weise könnte eine Klage wegen Verletzung gewerblicher Schutzrechte gegen aap die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe nachteilig beeinflussen. Die Gesellschaft beurteilt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel. aap begegnet diesem Risiko durch ein Patent-Komitee, welches regelmäßig die aktuellen Entwicklungen im Patent- und Zulassungsmarkt überwacht und die eigenen Entwicklungen frühzeitig durch umfassenden Patentschutz absichert. Daneben wurde eine Richtlinie für den Umgang mit Arbeitnehmererfindungen implementiert, um auch auf diese Weise die Innovationskraft der Mitarbeiter der Gesellschaft zu fördern, gleichzeitig aber auch das geistige Eigentum der Mitarbeiter und der aap-Gruppe zu schützen. Abhängigkeit von Kunden und Lieferantenaap erzielte 2016 im fortzuführenden Geschäftsbereich 28 % (Vorjahr: 47 %) des Umsatzes mit den drei größten Kunden des Unternehmens. Folglich könnte der kurzfristige Wegfall oder eine mögliche Zahlungsunfähigkeit eines der drei größten Kunden die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft gefährden. aap schätzt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit von negativen Auswirkungen aufgrund der Kundenstruktur als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel ein. aap begegnet diesem Risiko durch den Ausbau der Vertriebsorganisation, der weiteren Internationalisierung und der Gewinnung weiterer Neukunden (Stabilität, Vertriebsstärke, Finanzkraft). Zudem fokussiert sich die Gesellschaft im Rahmen ihrer Vertriebsaktivitäten zunehmend auf etablierte Märkte wie Nordamerika, die DACH-Region und weitere europäische Ländern. aap hat bis zum Ende des Geschäftsjahres 2015 im fortzuführenden Geschäftsbereich einen wachsenden Anteil des Gesamtumsatzes mit Kunden aus den BRICS- und SMIT-Staaten erzielt. Viele dieser Schwellenländer haben in den vergangenen beiden Jahren gegenüber den relativ hohen Wachstumsraten der Jahre davor einen vergleichsweise schwachen Konjunkturverlauf verzeichnet. Durch die makroökonomischen Entwicklungen in diesen Ländern können sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einzelne Kunden von aap verschlechtern, was zu einem Umsatzrückgang und einer Verschlechterung der Zahlungsmoral bis hin zu einem Zahlungsausfall führen kann. Die Gesellschaft beurteilt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel. aap begegnet diesem Risiko durch eine Fokussierung der Vertriebsaktivitäten auf etablierte Märkte wie Nordamerika, die DACH-Region und weitere europäische Länder. In diesem Zusammenhang ist es der Gesellschaft gelungen, den auf Nordamerika und Europa gemeinsam entfallenden Umsatzanteil im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um rund 50 % auf 6,8 Mio. EUR (GJ/2015: 4,5 Mio. EUR) zu steigern. Zudem achtet die Gesellschaft verstärkt auf eine vollständige oder weit überwiegende Absicherung der Zahlungsströme über Vorkasseleistungen, Bankbürgschaften oder Akkreditive. Neben den eigenentwickelten und -produzierten Produkten vervollständigt aap das Produktportfolio auch durch Handelswaren (traumakomplementäre Biomaterialien). Verschiedene aap-Produkte werden, wenn die Produktionskompetenz nicht vorhanden ist, durch dritte Zulieferer hergestellt (bestimmte Instrumente wie z.B. kohlefaserbasierte Zielgeräte). Darüber hinaus werden auch bestimmte Produktionsschritte durch Dritte als Serviceleistungen erbracht (z.B. das Schleifen von Bohrerrohlingen). Derartige Partnerschaften bedeuten eine verstärkte Abhängigkeit von der Qualität und der Lieferbereitschaft der Lieferanten. Die Unternehmensgruppe bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich negativer Auswirkungen der Abhängigkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering. Die Gesellschaft nimmt dieses Risiko durch die strategische Zusammenarbeit mit wenigen qualifizierten Lieferanten und deren konstanter Qualifizierung zur Sicherung der Produktqualität in Kauf. ProdukthaftungsrisikoDie Produkte der aap-Gruppe sind für die Einbringung und teilweise für den Verbleib im menschlichen Körper bestimmt. Aufgrund unterschiedlichem Heilungsverhaltens, aber auch unterschiedlicher Erfahrung der anwendenden Ärzte kann eine Fehlfunktion dieser Produkte nicht völlig ausgeschlossen werden. Bis heute wurden keine bedeutenden Schadensersatzansprüche aus Produkthaftung gegen die Gesellschaft geltend gemacht; dieses kann jedoch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden. aap beurteilt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel. Die Unternehmensgruppe begegnet diesem Risiko durch eine hohe Qualitätskontrolle und eine Produkthaftpflichtversicherung im branchenüblichen Umfang. Dabei besteht ein Restrisiko, dass der bestehende Versicherungsschutz für die Absicherung potentieller Ansprüche speziell in den USA nicht ausreichend ist. Da sich aap im Rahmen ihrer Vertriebsaktivitäten verstärkt auf etablierte Märkte wie Nordamerika fokussiert und dort einen wachsenden Umsatzanteil generiert, wird dieses Risiko weiter steigen. Aktivierung von Entwicklungskostenaap aktiviert als entwicklungsintensives MedTech-Unternehmen neben selbst produzierten Anlagegütern auch Aufwendungen für Eigen- und Entwicklungsprojekte. Ausgehend von den unternehmenseigenen Erfahrungen, aber auch im Rahmen der Branchenanalyse zeigt sich, dass die durchschnittlichen Entwicklungszyklen für ein neues Medizinprodukt weiterhin zwischen drei und acht Jahren betragen. Der Ansatz von Entwicklungsprojekten als Vermögenswert muss erfolgen, wenn alle sechs Kriterien von IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" erfüllt sind. Alle sechs Kriterien gelten gleichwertig nebeneinander; eines der herausforderndsten Kriterien stellt die Erbringung des Nachweises dar, dass der Vermögenswert voraussichtlich einen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Sämtliche aktivierte Entwicklungsprojekte (eigenentwickelt und erworben) sind jährlich einem Werthaltigkeitstest zu unterziehen. Ein sich gegebenenfalls ergebender Wertminderungsbedarf ist im Jahr des Auftretens als außerplanmäßige Abschreibung in der Gewinn- und Verlustrechnung sofort zu erfassen. Aktivierte Entwicklungsprojekte müssen nach Abschluss ihrer Entwicklung und erstmaligen Verwendung planmäßig über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Derzeit betragen die Abschreibungsdauern zwischen zehn und 15 Jahren. Das Management evaluiert kontinuierlich, ob diese Abschreibungsdauern der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern entsprechen oder ggf. Anpassungen (z. B. kürzere Abschreibungszeiträume) vorzunehmen sind. Mit Blick auf die Entwicklung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, hier insbesondere der aktivierten Entwicklungsprojekte, zeigt sich, dass diese in den letzten Jahren aufgrund der erreichten Marktreife der Projekte kontinuierlich ansteigen. aap schätzt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit auftretender Fehlentwicklungen oder Projektabbrüche als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering ein. Um Fehlentwicklungen oder Projektabbrüche zu vermeiden, hat aap umfangreiche Maßnahmen und Prozesse implementiert. Diese umfassen u. a. die Zusammenarbeit mit angesehenen und international führenden Wissenschaftlern und Medizinern bei zum Beispiel der Entwicklung von neuen Trauma-Plattensystemen, der Silberbeschichtung von Traumaprodukten oder der Entwicklung von Medizinprodukten aus resorbierbarem Magnesium. Die Erwartung des Managements zum weiteren Beitrag der aktivierten Entwicklungsprojekte lässt sich an unserer Zielsetzung der Aufrechterhaltung eines Freshness Indizes von mindestens 20 % für das Geschäftsjahr 2017 ablesen. Es ist unser klares Verständnis, dass zukünftig der Ergebniseffekt aus aktivierten Entwicklungsprojekten für den Zeitraum der Entwicklung bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer ausgeglichen sein soll. Insgesamt ist es aap nach den Desinvestitionen der letzte Jahre gelungen, den Anteil der immateriellen Vermögenswerte an der Bilanzsumme zum Jahresende 2016 auf 17 % zu reduzieren (31.12.2015: 19 %). Personelle Risikenaap ist in vielen Bereichen seiner Geschäftstätigkeit von den spezialisierten Kenntnissen seiner Mitarbeiter abhängig. Insbesondere für die Entwicklung und Zulassung von patentgeschützten Medizinprodukten, aber auch beim Auf- und Ausbau neuer Geschäftsaktivitäten, ist aap auf das Wissen und die Kompetenzen besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen. Damit besteht das Risiko einer personellen Fluktuation von qualifizierten Mitarbeitern bzw. nicht genug qualifizierte Talente für die Gesellschaft gewinnen zu können. Die aap-Gruppe bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel. Die Unternehmensgruppe begegnet diesem Risiko, indem sie ein Arbeitsumfeld schafft, in dem alle Mitarbeiter ihr volles Potenzial einbringen können. Um dies zu gewährleisten, positioniert sich aap als attraktiver Arbeitgeber. Die Eckpfeiler der Personalarbeit sind Unterstützung berufsbegleitender Weiterbildungen, eine leistungsgerechte Entlohnung, eine positive Arbeitsatmosphäre und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Trotz dieser Maßnahmen und hoher Mitarbeiterzufriedenheit kann aap nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben oder sich in der notwendigen Form engagieren. DatenschutzGrößere Datenverluste könnten zu gravierenden Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs auch im Produktionsbereich führen. Datenmissbrauch könnte zudem zu einem Verlust von wichtigem Knowhow und somit von Wettbewerbsvorteilen der Gesellschaft führen. aap beurteilt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als mittel. Die Unternehmensgruppe begegnet diesen Risiken durch die Beschäftigung eines externen Datenschutzbeauftragten und regelmäßigen Unterweisungen der Mitarbeiter. Dabei wurde im Berichtszeitraum ein hohes Datenschutzniveau erreicht. Durch optimierte Prozesse konnte der Anteil der zur Verarbeitung kommenden personenbezogenen Daten reduziert werden. Ein Großteil der Beschäftigten wurde im Bereich Datenschutz unterwiesen. Eine wirksame Verpflichtung der Mitarbeiter auf das Datengeheimnis nach § 5 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ist gewährleistet. Dieser Prozess wird kontinuierlich fortgeführt, um das Datenschutzniveau dauerhaft auf einem hohen Level zu halten. Die Rechte der Betroffenen, insbesondere im Hinblick auf das Auskunftsrecht des Betroffenen, werden durch den Datenschutzbeauftragten in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachabteilungen gesetzeskonform umgesetzt. Zudem wurde im Oktober 2015 ein neuer IT-Dienstleister unter Vertrag genommen, um sowohl die IT-Prozesse und als auch die -Infrastruktur weiter zu verbessern. In der Folge wurden im Geschäftsjahr 2016 umfangreiche Maßnahmen zur Datensicherheit umgesetzt. Zudem wurde eine erhebliche Stabilisierung der IT-Infrastruktur sowie eine deutliche Verbesserung der Nutzerzufriedenheit erreicht. Des Weiteren wird aap im Geschäftsjahr 2017 eine umfangreiche Erneuerung der gesamten IT-Infrastruktur vornehmen. Diese wird zu einer erheblichen Verbesserung der Datensicherheit, der Datenverfügbarkeit, der Validierbarkeit, des Desaster-Schutzes und einer Reduzierung des Pflegeaufwands führen. Rechtliche RisikenGegen ein ehemaliges Tochterunternehmen wird außergerichtlich eine Schadensersatzzahlung in Höhe von ca. 1,5 Mio. EUR durch einen Vertragspartner geltend gemacht. Behauptet wird, dass infolge einer bisher nicht erfolgten Rezertifizierung des vertragsgegenständlichen Produkts Schadenersatzansprüche bestünden. Für die damit in Zusammenhang stehenden zukünftig zu erwartenden Rechts- und Beratungskosten haben wir eine entsprechende Risikovorsorge getroffen. Weitere Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b HGBaap sieht sich mit Zinsrisiken konfrontiert, die aus Finanzschulden und Geldanlagen resultieren. Die Gesellschaft bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering. Die aap-Gruppe begegnet diesen Risiken durch ein konzernweites Cash-Management und den Abschluss originärer Finanzgeschäfte. Zins- und Preisänderungsrisiken werden durch die Mischung von Laufzeiten sowie von fest- und variabel verzinslichen Positionen gesteuert. Bei den zinstragenden Schulden des fortzuführenden Geschäftsbereichs sind sämtliche Verbindlichkeiten festverzinslich. Zum 31.12.2016 waren damit ca. 100 % (Vorjahr: 72 %) des Fremdkapitals des fortzuführenden Geschäftsbereichs festverzinslich. Marktzinssatzänderungen wirken sich hier nur aus, soweit diese Finanzinstrumente zum fair value zu bilanzieren wären. Dies ist jedoch nicht der Fall. Da zum 31.12.2016 sämtliche Verbindlichkeiten festverzinslich waren, wurden keine Sensitivitätsanalysen für die variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden hingegen Sensitivitätsanalysen durchgeführt: Dabei wurde eine gleichartige Veränderung des Zinssatzes für alle Finanzverbindlichkeiten und alle Währungen unterstellt. Danach ergab sich aus einer Veränderung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt eine Erhöhung des Ergebnisses vor Ertragsteuern um 7 TEUR bzw. eine Verminderung um 7 TEUR. Des Weiteren ist aap möglichen Risiken aus Ausfällen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft beurteilt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering. Die aap-Gruppe begegnet diesen Risiken durch ein aktives Forderungsmanagement. Hierfür bildet aap regelmäßig eine ausreichende Risikovorsorge in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (Fortzuführender Geschäftsbereich 2016: 539 TEUR, Vorjahr: 302 TEUR). Zudem fokussiert sich die Gesellschaft im Rahmen ihrer Vertriebsaktivitäten auf etablierte Märkte wie Nordamerika, die DACH-Region und weitere europäische Länder. aap sieht sich mit Preisänderungsrisiken auf der Abnehmerseite konfrontiert. Die Gesellschaft schätzt das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering ein. Die Unternehmensgruppe begegnet diesen Risiken durch eine Verlagerung des Umsatzes hin zu eigenentwickelten und -produzierten Produktinnovationen mit höheren Margen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Diese resultieren u. a. aus einer mangelnden Verfügbarkeit von Finanzierungsquellen. Einem Liquiditätsrisiko begegnen wir mit einem gesunden Mix an kurz - und langfristig zugesagten Krediten. Ausgehend von dem signifikanten Zahlungszufluss in 2016 ist die Gesellschaft mittelfristig nicht auf externe Finanzierung angewiesen. Das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering eingeschätzt. Im Geschäftsjahr 2016 schloss aap im Wesentlichen nur interne Fremdwährungssicherungsgeschäfte ab, da nur ein geringes Währungsrisiko bestand. Zukünftig plant aap jedoch, bei höheren Umsätzen auf US-Dollar-Basis, eine externe Absicherung dieser Forderungen vorzunehmen. Gesamtaussage zur Risikosituation der GesellschaftInsgesamt haben die zuvor berichteten einzelnen Risiken keine Auswirkung auf das Fortbestehen von aap. Es gibt ferner keine Abhängigkeiten zwischen den Risiken in einem Umfang, dass aus den sich gegenseitig verstärkenden Effekten eine Bestandsgefährdung erwachsen könnte. Die Risikotragfähigkeit der aap-Gruppe ist somit gegeben. Der Vorstand wird die bestehenden und neu eintretenden Risiken auch in Zukunft kontinuierlich und sorgfältig beobachten, evaluieren und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen ergreifen, um Risiken in einem für aap angestrebten Rahmen zu halten. Die wichtigsten Einzelrisiken für die aap-Gruppe und ihre Bewertung:
B) Chancen:Neben den Risiken identifiziert und bewertet aap regelmäßig die Chancen des Unternehmens. Grundsätzlich können sich Chancen durch die Weiterentwicklung medizinischer Standards oder durch die Markteinführung neuer Produkte ergeben. Durch den engen Dialog mit den Anwendern der Produkte der aap-Gruppe wird die Gesellschaft Chancen auch weiterhin zügig nutzen und darüber hinaus neue Absatzmöglichkeiten schaffen. Chancen durch eine positive wirtschaftliche EntwicklungDie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von aap. Unsere Aussagen zur weiteren Entwicklung des Konzerns basieren auf dem im Prognosebericht beschriebenen zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Sollte sich die Weltwirtschaft dynamischer entwickeln als derzeit angenommen, können unsere Prognosen zur Umsatz- und Ertrags- sowie Finanzlage übertroffen werden. Chancen durch WachstumsstrategieKapazitätserweiterungen ermöglichen es uns, an der steigenden Nachfrage nach Produkten der Gesundheitsversorgung und Medizintechnik teilzuhaben. Die neuen, hochmodernen Produktionsprozesse verbessern unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter. Zudem können wir aufgrund unseres umfassenden Produktprogramms und unserer langjährigen Erfahrung effektive Lösungen für unsere Kunden anbieten. Sollten sich die internationalen Gesundheitsmärkte schneller als derzeit erwartet entwickeln, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage sowie unsere Cashflows auswirken. Chancen durch Forschung und EntwicklungInnovationen auf Produkt- und Prozessebene sind Basis unserer Wachstumsstrategie. In engem Austausch mit unseren Kunden und den Anwendern arbeiten wir daran, neue und verbesserte Produkte auf den Markt zu bringen. Eine frühere Marktreife unserer Entwicklungsprojekte, als derzeit erwartet, könnte unsere Umsatz- und Ertragslage sowie die Cashflows verbessern. Chancen durch internationale PräsenzDie Öffnung weiterer Gesundheitsmärkte (beispielsweise in Asien oder im Nahen Osten) für internationale Medizintechnikunternehmen kann weitere Chancen für aap darstellen. Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung haben wir die Möglichkeit, an dieser Entwicklung teilzuhaben. Dies würde die Umsatz- und Ertragsentwicklung der aap-Gruppe nachhaltig verbessern. Finanzielle ChancenGünstige Wechselkursentwicklungen können zukünftig die Ergebnisentwicklung des Konzerns potentiell positiv beeinflussen. aap analysiert das Marktumfeld kontinuierlich, um diesbezügliche Chancen zu identifizieren und wahrzunehmen. Chancen durch MitarbeiterUnsere Mitarbeiter sind der Motor für unsere Innovationen und schaffen durch den engen Austausch mit Kunden, Anwendern und Patienten einen Mehrwert für aap. Ihre hohe Identifikation mit dem Unternehmen fördert ihre Motivation und Eigenverantwortlichkeit, die wir durch Maßnahmen der Personalentwicklung weiter stärken wollen. Sollten unsere Maßnahmen und Methoden schnellere und bessere Fortschritte erzielen als derzeit erwartet, könnte dies unsere Wettbewerbsposition zusätzlich stärken. Hieraus können sich positive Effekte auf die Umsatz- und Ertragslage sowie die Cashflows ergeben. VII. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht liefert einen Überblick über die Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands und beschreibt die Struktur und die Höhe der einzelnen Vorstandsbezüge. Darüber hinaus werden die Grundsätze des Vergütungssystems für die Mitglieder des Aufsichtsrats erläutert. VorstandsvergütungDas Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder von aap zielt primär auf die Schaffung von Anreizen für eine erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. In diesem Zusammenhang sollen die Mitglieder des Vorstands an einer langfristigen und nachhaltigen Wertsteigerung der Gesellschaft partizipieren. Dabei werden besonders gute Leistungen im Rahmen der Zielerreichung honoriert, während Zielverfehlungen zu einer reduzierten Vergütung führen. Alle gültigen Vorstandsverträge entsprechen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Vergütungsstruktur wurde gemäß dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG; § 87 Abs. 1 AktG) auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Der Vertrag des Vorstandsmitglieds Marek Hahn (CFO) wurde per Aufsichtsratsbeschluss vom 21. Juni 2015 vorzeitig um weitere zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2017 verlängert. Der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden (CEO) Bruke Seyoum Alemu läuft ebenfalls bis zum 31. Dezember 2017. Es gelten die folgenden Regelungen zur Vorstandsvergütung: Die Gesamtvergütung setzt sich aus einem fixen und einem erfolgsbezogenen variablen Bestandteil zusammen. Der erfolgsbezogene variable Bestandteil entspricht maximal 33 % der Gesamtvergütung. Durch die fixen Bestandteile ist einerseits eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem einzelnen Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne dabei in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Demgegenüber stellen variable Bestandteile, die u. a. vom wirtschaftlichen Ergebnis des Unternehmens abhängen, eine langfristige Wirkung der Verhaltensanreize sicher. Die variable Vergütung bezieht sich sowohl auf die Erreichung qualitativer als auch quantitativer Ziele. Sie ist durch einen Maximalwert begrenzt und trägt durch einen dreijährigen Kontrollzeitraum auch der zukünftigen Unternehmensentwicklung Rechnung. Die qualitativen Ziele werden anhand der Management Agenda durch den Aufsichtsrat im Voraus im Rahmen der Genehmigung des Jahresbudgets festgelegt und gehen mit 10 % in den variablen Vergütungsbestandteil ein. Die quantitativen Ziele gehen mit 90 % ein. Die Bezugsgrößen für den quantitativen variablen Gehaltsbestandteil bilden die für das Kalenderjahr 2016 festgelegten Umsatz- und Cash-Flow-Parameter mit einer Gewichtung von jeweils 50 %. Im Vorjahr waren als Parameter die Trauma Umsätze USA (Gewichtung 28 %), die Trauma Umsätze für den übrigen Markt (Gewichtung 28 %) sowie eine Cash-Flow Zielerreichung (Gewichtung 22 %) festgelegt. Daneben war eine variable Vergütung für die Einreichung der Zulassung für die Silberbeschichtungstechnologie vereinbart, die zu 22 % in den quantitativen Bonus eingeflossen ist. Die Auszahlung des qualitativen Bonus erfolgt bei Zielerreichung vollständig eine Woche nach der ordentlichen Hauptversammlung des Folgejahres, während zum selben Zeitpunkt lediglich 50 % des quantitativen Bonus zur Auszahlung gelangen. Die Auszahlung der verbleibenden 50 % des quantitativen Bonus erfolgt jeweils zur Hälfte nach der ordentlichen Hauptversammlung des zweiten und dritten auf das Bonusjahr folgenden Jahres. Sofern die quantitativen Ziele des auf das Bonusjahr folgenden Jahres und/oder des zweiten auf das Bonusjahr folgenden Jahres um mehr als 30 % unterschritten werden, verfällt der zu diesem Zeitpunkt jeweils fällige quantitative Bonuseinbehalt. Dadurch ergäbe sich eine potentielle Kürzung des Bonus 2016 auf Basis einer Budgetunterschreitung 2017 und 2018. Der Verfall greift nur dann in voller Höhe, wenn sich die Unterschreitung auf beide quantitativen Teilziele erstreckt. Bei Vertragsbeginn oder Vertragsende während eines Geschäftsjahres wird der Bonus zeitanteilig gewährt, hierbei wird eine Zielerreichung von 100 % unterstellt. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, außerordentliche Geschäftsentwicklungen, die zu einmaligen, nicht auf eine Steigerung des operativen Geschäftes zurückzuführenden Mehrerlösen geführt haben, bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die quantitativen Ziele zu eliminieren. Die Gesellschaft zahlt darüber hinaus für die Vorstandsmitglieder jährlich einen fixen Betrag in eine rückgedeckte Unterstützungskasse zum Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung ein (beitragsorientierte Leistungszusage ohne Mindestleistung). Der Vorstand erhält bereits vor Erreichen der gesetzlichen Unverfallbarkeit ein unwiderrufliches Bezugsrecht auf die Versicherungsleistung. Nach dem Vergütungssystem haben die Vorstände Anspruch auf einen Dienstwagen zur unbeschränkten Nutzung, auf eine Unfallversicherung sowie auf einen Zuschuss in Höhe der Hälfte der privaten Kranken- und Pflegeversicherungsprämien maximal in Höhe des Arbeitgeber-Höchstsatzes bei Bestehen gesetzlicher Kranken- und Pflegeversicherungspflicht. Herr Alemu erhält zusätzlich monatlich die Hälfte des jeweiligen höchsten Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die Mitglieder des Vorstands werden unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts in die Absicherung durch eine von der Gesellschaft abgeschlossene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) einbezogen. Für den Fall eines "Change of Control" bei der Gesellschaft steht den Vorständen ein Sonderkündigungsrecht zu, das sie nach Ablauf des zweiten Monats nach Eintritt des "Change of Control" (den Monat, in dem der Kontrollwechsel eintritt dabei nicht mitgerechnet) mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende ausüben können. Ein zur Ausübung des Sonderkündigungsrecht berechtigender "Change of Control" liegt in drei Fallgestaltungen vor: Ein derzeitiger Aktionär oder ein Dritter erwirbt mindestens 50 % der Stimmrechte und überschreitet damit die Pflichtangebotsschwelle gemäß dem WpÜG, die Gesellschaft schließt als abhängiges Unternehmen einen Unternehmensvertrag ab oder wird mit einem anderen Unternehmen verschmolzen. Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 betrugen:
Des Weiteren wurden beiden Vorstandsmitgliedern Aktienoptionen im Rahmen verschiedener Aktienoptionsprogramme gewährt. Im Einzelnen verfügten die beiden Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2016 über Aktienoptionen aus den folgenden Aktienoptionsprogrammen mit den entsprechenden Bedingungen: Aktienoptionsprogramm 2010Zum 31. Dezember 2016 verfügten Bruke Seyoum Alemu und Marek Hahn jeweils über 150.000 Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2010. Die wesentlichen Bedingungen des Aktienoptionsprogramms 2010 lauten wie folgt: Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2010 wurden Bezugsrechte an Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder der Gesellschaft sowie an Mitarbeiter und Mitglieder der Geschäftsführung der gemäß §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen der Gesellschaft ausgegeben. Die Gewährung des Bezugsrechts erfolgte durch Abschluss eines Optionsvertrags zwischen der Gesellschaft und dem jeweiligen Bezugsberechtigten. Jedes Bezugsrecht gewährt dem Inhaber das Recht zum Bezug je einer auf den Inhaber lautender Stückaktie der Gesellschaft gegen Zahlung des Ausübungspreises. Der Ausübungspreis der ausgegebenen Bezugsrechte ist der durchschnittliche Schlusskurs (arithmetisches Mittel) der aap-Aktie im elektronischen Handel (XETRA oder Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den fünf Handelstagen, die dem ersten Tag des Erwerbszeitraums vorangehen. Der Mindestausübungspreis ist in jedem Fall der geringste Ausgabebetrag im Sinne von § 9 Abs. 1 AktG. Der durch die Ausübung des Bezugsrechts erzielte Vermögensvorteil des Bezugsberechtigten (Differenz zwischen dem Schlussauktionspreis der aap-Aktie im XETRA-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem am Tag der Ausübung des Bezugsrechts und dem Ausübungspreis) darf das Vierfache des bei Ausgabe festgelegten Ausübungspreises nicht überschreiten. Die Bezugsrechte aus Aktienoptionen können erstmals nach Ablauf einer Wartezeit (vier Jahre ab Ausgabetag) und dann bis zum Ende der Optionslaufzeit (acht Jahre ab Ausgabetag) ausgeübt werden. Die Ausübung der Bezugsrechte ist jeweils nur innerhalb von vier Wochen beginnend am zweiten Handelstag an der Frankfurter Wertpapierbörse nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft und nach dem Tag, an dem die Geschäftsführung der Börse den Jahresfinanzbericht, den Halbjahresfinanzbericht oder den Zwischenbericht zum ersten oder dritten Quartal des Geschäftsjahres der Gesellschaft dem Publikum zur Verfügung gestellt hat, zulässig. Aus den Aktienoptionen können Bezugsrechte nur ausgeübt werden, wenn der Schlussauktionspreis der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse am letzten Handelstag vor dem Ausübungstag mindestens 10 % über dem Ausübungspreis liegt. Die Gesellschaft kann dem Bezugsberechtigten in Erfüllung des Bezugsrechts wahlweise anstelle von neuen Aktien unter Inanspruchnahme des bedingten Kapitals auch eigene Aktien oder einen Barausgleich gewähren. Aktienoptionsprogramm 2015Zum 31. Dezember 2016 verfügte Bruke Seyoum Alemu über 54.000 und Marek Hahn über 36.000 Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2015. Die wesentlichen Bedingungen des Aktienoptionsprogramms 2015 lauten wie folgt: Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2015 wurden Bezugsrechte an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Die Gewährung des Bezugsrechts erfolgte durch Abschluss eines Optionsvertrags zwischen der Gesellschaft und dem jeweiligen Bezugsberechtigten. Jedes Bezugsrecht gewährt dem Inhaber das Recht zum Bezug je einer auf den Inhaber lautender Stückaktie der Gesellschaft gegen Zahlung des Ausübungspreises. Der Ausübungspreis der ausgegebenen Bezugsrechte ist der durchschnittliche Schlusskurs (arithmetisches Mittel) der aap-Aktie im elektronischen Handel (XETRA oder Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den fünf Handelstagen, die dem ersten Tag des Erwerbszeitraums vorangehen. Der Mindestausübungspreis ist in jedem Fall der geringste Ausgabebetrag im Sinne von § 9 Abs. 1 AktG. Der durch die Ausübung des Bezugsrechts erzielte Vermögensvorteil des Bezugsberechtigten (Differenz zwischen dem Schlussauktionspreis der aap-Aktie im XETRA-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem am Tag der Ausübung des Bezugsrechts und dem Ausübungspreis) darf das Vierfache des bei Ausgabe festgelegten Ausübungspreises nicht überschreiten. Die Bezugsrechte aus Aktienoptionen können erstmals nach Ablauf einer Wartezeit (vier Jahre ab Ausgabetag) und dann bis zum Ende der Optionslaufzeit (acht Jahre ab Ausgabetag) ausgeübt werden. Die Ausübung der Bezugsrechte ist jeweils nur innerhalb von vier Wochen beginnend am zweiten Handelstag an der Frankfurter Wertpapierbörse nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft und nach dem Tag, an dem die Geschäftsführung der Börse den Jahresfinanzbericht, den Halbjahresfinanzbericht oder den Zwischenbericht zum ersten oder dritten Quartal des Geschäftsjahres der Gesellschaft dem Publikum zur Verfügung gestellt hat, zulässig. Aus den Aktienoptionen können Bezugsrechte nur ausgeübt werden, wenn der Schlussauktionspreis der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse am letzten Handelstag vor dem Ausübungstag mindestens EUR 3,50 beträgt. Die Gesellschaft kann dem Bezugsberechtigten in Erfüllung des Bezugsrechts wahlweise anstelle von neuen Aktien unter Inanspruchnahme des bedingten Kapitals auch eigene Aktien oder einen Barausgleich gewähren. In den nachfolgenden Tabellen sind für jedes Mitglied des Vorstands einerseits die für das Geschäftsjahr gewährten Zuwendungen, andererseits die Zuflüsse im bzw. für das Geschäftsjahr nach Maßgabe der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) individuell dargestellt. Die Summe der »gewährten Zuwendungen an den Vorstand gemäß DCGK« für das Geschäftsjahr 2016 berechnet sich aus
Die Summe der »gewährten Zuwendungen an den Vorstand gemäß DCGK« für das Geschäftsjahr 2015 berechnet sich aus
Die Summe der »Zuflüsse an den Vorstand gemäß DCGK« für das Geschäftsjahr 2016 berechnet sich aus
Die Summe der »Zuflüsse an den Vorstand gemäß DCGK« für das Geschäftsjahr 2015 berechnet sich aus
AufsichtsratsvergütungDie Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine feste Vergütung in Höhe von 5.000 EUR je Sitzung des Aufsichtsrats. Für Telefonkonferenzen wird keine Vergütung gezahlt. VIII. PrognoseberichtZukunftsbezogene AussagenBei den hier getroffenen Aussagen über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Unternehmens handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können demnach wesentlich (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht) von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Gesamtwirtschaftliches UmfeldDie Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft sehen für das Geschäftsjahr 2017 etwas positiver aus als im Berichtsjahr. So erwartet der internationale Währungsfonds (IWF) 2017 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,4 %, was einer leichten Steigerung gegenüber der im Jahr 2016 realisierten Wachstumsrate von 3,1 % entspricht15 . Allerdings gilt es in diesem Zusammenhang auch die verschiedenen Risiken zu erwähnen, die die Entwicklung der Weltwirtschaft maßgeblich beeinflussen könnten. Diese betreffen neben der Unsicherheit über den zukünftigen politischen Kurs der USA auch die teilweise protektionistisch und nationalstaatlich ausgerichtete Wirtschaftspolitik einiger EU-Länder. Weitere Risiken bestehen beispielweise in einem konjunkturellen Abschwung in China und einem erneuten Rückgang der Öl- und Rohstoffpreise. Zudem herrscht nach wie vor Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Brexit und die Auswirkungen auf die übrigen Mitgliedstaaten der EU. Der bevorstehende Austritt Großbritanniens dürfte insbesondere die europäische Wirtschaft belasten, so dass die Wachstumsprognose für den Euro-Raum trotz einer Verbesserung der Arbeitsmärkte und anhaltend günstiger Finanzierungsbedingungen mit 1,6 % leicht unterhalb des Werts für 2016 (1,7 %) liegt16 . Für Deutschland wird für das Jahr 2017 ein Wirtschaftswachstum von rund 1,4 % antizipiert17 . Die gegenüber 2016 leicht rückläufige Wachstumsrate begründet die deutsche Bundesregierung überwiegend mit einer geringeren Anzahl von Arbeitstagen im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt sieht sie eine Fortsetzung des Wachstumstrends, der 2016 insbesondere von einem Anstieg der privaten Konsumausgaben und deutlich erhöhten Ausgaben des Staates getragen wurde. Für die USA erwartet der IWF im Jahr 2017 eine Wachstumsrate von etwa 2,3 % und somit ein stärkeres Wachstum als im Berichtszeitraum (1,6 %)18 . Unterstützend wirken hierbei neben einem stabilen privaten Konsum eine solide Arbeitsmarktlage und weiterhin niedrigen Zinsen. Ein gewisses Maß an Unsicherheit verbleibt allerdings im Hinblick auf die genaue (wirtschafts-)politische Ausrichtung des Landes unter Donald Trump.
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Internetquelle: http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2017/update/01/ Das MedTech-UmfeldInsgesamt werden der Medizintechnik-Branche gemeinhin positive Perspektiven zugeschrieben. Der medizintechnische Fortschritt, die demografische Entwicklung und ein erweiterter Gesundheitsbegriff in Richtung mehr Lebensqualität sind einige Faktoren, die den Bedarf an Gesundheitsleistungen weiter steigen lassen dürften. Dem Branchenbericht Medizintechnologien 2017 des Bundesverbands für Medizintechnologie e.V. (BVMed)19 zufolge werden im Rahmen der Studie "Innovationsimpulse in der Gesundheitswirtschaft" (2011) des Bundeswirtschaftsministeriums weltweit jährliche Zuwachsraten von rund 5 % für die Medizintechnologie erwartet. Eine Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) differenziert zwischen Schwellen- und Industrieländern. Dabei wird für die Schwellenländer bis zum Jahr 2020 ein jährlicher durchschnittlicher Nachfrageanstieg um 9 bis 16 % und für die Industrieländer zwischen 3 und 4 % antizipiert. Weitere Einblicke in die Perspektiven der Branche gewährt die BVMed-Herbstumfrage 2016. Auf globaler Ebene erwarten 51 % der befragten Unternehmen 2017 eine günstigere Geschäftslage. Bezogen auf den deutschen Markt antizipieren dies nur 26 %, während 20 % mit einer Verschlechterung rechnen. Hintergrund der vergleichsweise schlechteren Aussichten in Deutschland könnten u.a. die zunehmenden regulatorischen Hemmnisse durch die zusätzlichen Anforderungen der europäischen Medizinprodukte-Verordnung sein, die insbesondere von den kleinen und mittelgroßen Unternehmen als große Belastung wahrgenommen werden. Orthoworld Inc. erwartet für die Jahre 2017 bis 2020 jährliche Wachstumsraten zwischen 1,6 und 2,3 % für die weltweite Umsatzentwicklung mit Orthopädieprodukten20 . Für einen Großteil der Traumaunternehmen rechnet das Unternehmen auch weiterhin mit jährlichen Wachstumsraten zwischen 5 und 7 %. Strategie und langfristiger AusblickEin wesentliches Ziel der Strategie ist es, aap zu einem fokussierten Traumaunternehmen zu entwickeln. In diesem wachstumsstarken Segment der Orthopädie bieten sich aus Sicht des Vorstands gute Chancen durch Produktinnovationen und die Einführung neuer Technologien Marktanteile zu gewinnen. Im Rahmen dieser strategischen Zielsetzung hat sich aap in den vergangenen Jahren bereits von mehreren Tochtergesellschaften, Unternehmensbereichen und Produkten getrennt, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehörten. Zuletzt wurden im Geschäftsjahr 2016 die Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH und die verbliebene Beteiligung an der aap Joints GmbH veräußert. Damit vollzog die Gesellschaft die letzten Schritte auf dem Weg zu einem Pure Player im Bereich Trauma. Einen weiteren Meilenstein konnte aap im Januar 2016 mit der Einreichung des Design Dossiers für die Durchführung eines CE-Konformitätsbewertungsverfahrens für ihre antibakterielle Silberbeschichtungstechnologie bei einer Benannten Stelle erreichen. Im Jahresverlauf erfolgte dann ein intensiver und konstruktiver Austausch mit der Behörde. Gleichzeitig wurden auch die erforderlichen Unterlagen für Pre-Submission Meetings bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) eingereicht. Die Silberbeschichtungstechnologie der aap verfügt als Plattformtechnologie über ein breites Anwendungsspektrum und kann somit auch in weiteren Bereichen wie beispielsweise der Kardiologie, der Zahnmedizin oder bei verschiedenen medizinischen Instrumenten zum Einsatz kommen.
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Der Branchenbericht Medizintechnologien 2017
des Bundesverbands Medizintechnologie e. V. (BVMed) ist auf Anfrage
beim Pressecenter des Verbands erhältlich. Nicht zuletzt konnte aap im Geschäftsjahr 2016 bei der Komplettierung ihres LOQTEQ® Portfolios gute Fortschritte erzielen. Insgesamt kann die Gesellschaft mit ihrem Portfolio mehr als 90 % der Indikationen bei Großknochenbrüchen versorgen, was sie für Vollversorgerkliniken und Einkaufsgemeinschaften wesentlich attraktiver macht. Die vorgenannten Fortschritte schaffen die Basis für die grundsätzliche und langfristige Ausrichtung und damit auch die Potentiale der aap. Als Pure Player im Bereich Trauma verfügt aap über ein umfassendes patentgeschütztes Produkt- und Technologieportfolio sowie eine starke Liquiditätsposition und kann die Chancen auf dem schnell wachsenden globalen Traumamarkt mit ihrem fokussierten Geschäftsmodell noch besser nutzen. Die drei innovativen Plattformtechnologien LOQTEQ® , Silberbeschichtung und resorbierbares Magnesium adressieren bislang überwiegend nicht adäquat adressierte Bedürfnisse im Gesundheitssystem und bieten ein erhebliches Wachstumspotential. Es ist ein wesentliches Ziel der weiteren strategischen Entwicklung der aap den inhärenten Wert dieser innovativen Produkt- und Technologiebasis zu heben. Grundsätzlich sind sämtliche Plattformtechnologien der Gesellschaft dazu prädestiniert, ihr volles Wertpotential in der Kooperation mit globalen Partnern zu entfalten. Daher arbeitet aap mit einem führenden Corporate-Finance-Unternehmen zusammen und erarbeitet und bewertet die verschiedenen Möglichkeiten der Wertgenerierung. Durch eine möglichst effiziente Monetarisierung der Produkte und Technologien soll ein nachhaltiger Wert für die Aktionäre der Gesellschaft geschaffen werden. Ausblick für 2017Für das Geschäftsjahr 2017 strebt aap die Rückkehr auf den Wachstumspfad an. Als Treiber der Umsatzsteigerung sollen im Einklang mit der strategischen Fokussierung insbesondere etablierte Märkte wie Nordamerika, die DACH-Region und weitere europäische Länder fungieren. Gleichzeitig soll die Umsatzentwicklung in den BRICS- und SMIT-Staaten stabilisiert werden. Insgesamt erwartet der Vorstand für die erste Jahreshälfte eine moderate Entwicklung und rechnet insbesondere im zweiten Halbjahr mit einem dynamischeren Wachstum. Ausgehend von den jüngsten Desinvestitionen wird aap im Geschäftsjahr 2017 eine veränderte Umsatzstruktur aufweisen. So erzielte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz aus dem Produktgeschäft mit der aap Joints GmbH (1,0 Mio. EUR) sowie aus Vertriebsdienstleistungen für das veräußerte ehemalige Tochterunternehmen aap Biomaterials GmbH (0,6 Mio. EUR) in Höhe von insgesamt rund 1,6 Mio. EUR. Diese Umsätze entfallen in 2017. Vor dem Hintergrund dieser Veränderungen erwartet der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 10,0 Mio. EUR bis 13,0 Mio. EUR. aap strebt für das Geschäftsjahr 2017 eine Verbesserung des EBITDA an. Dies soll durch eine Erhöhung der Bruttomarge bei einer gleichzeitigen Kostensenkung erreicht werden. Die Bruttomarge will aap insbesondere durch Umsatzwachstum in margenstärkeren Märkten wie Nordamerika und der DACH-Region steigern. Daneben plant aap im Geschäftsjahr 2017 den Abschluss eines Technologie-Deals (z.B. Co-Development Vereinbarung, Lizensierung, Vergabe von Vertriebsrechten etc.) für ihre LOQTEQ® - und/oder Silberbeschichtungstechnologie. Kostenseitig werden zum einen die bereits im Geschäftsjahr 2016 umgesetzten Personalmaßnahmen sowie die Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Effizienz im laufenden Geschäftsjahr ihre Wirkung entfalten. Zum anderen plant die Gesellschaft eine weitere Optimierung der Kostenstruktur mit dem Ziel der Realisierung zusätzlicher Einspareffekte. Demgegenüber hat aap zur nachhaltigen Verbesserung des gesamten Qualitätsmanagementsystems und vor dem Hintergrund der gestiegenen Anforderungen durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung das umfangreiche Qualitätsmanagement-Programm "Quality First" initiiert. Dieses wird im laufenden Jahr zu Einmalkosten von rund 0,5 Mio. EUR führen. Daneben muss erwähnt werden, dass aap im Geschäftsjahr 2016 in nicht unerheblichem Umfang Erträge aus zentralen Dienstleistungen für die aap Joints GmbH sowie Transitionsdienstleistungen für die aap Biomaterials GmbH erwirtschaftet hat, die als Teil der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen wurden und in diesem Jahr nicht mehr realisiert werden. Auf Basis der geplanten Maßnahmen und erwähnten Entwicklungen rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 mit einem EBITDA in Höhe von -6,5 Mio. EUR bis -4,5 Mio. EUR. Ausgehend von einer bereits erreichten Indikationsabdeckung von über 90 % bei der Versorgung von Großknochenbrüchen strebt aap im Geschäftsjahr 2017 die weitere Komplettierung des LOQTEQ® Portfolios an. Im Zentrum der Produktentwicklungsaktivitäten stehen dabei insbesondere die polyaxiale Fixationstechnologie sowie die Bereiche Fuß und Sprunggelenk. Vor dem Hintergrund der gestiegenen regulatorischen Anforderungen und ausgehend von dem jüngsten Austausch mit den Zulassungsbehörden wird die Durchführung einer klinischen Studie notwendige Bedingung für die Erteilung einer CE- und FDA-Zulassung für die Silberbeschichtungstechnologie sein. Da die Abstimmungen mit den Zulassungsbehörden über den Umfang der klinischen Studie noch laufen, wird aap über die diesbezügliche Vorgehensweise sowie den entsprechenden Zeitplan und die benötigten Ressourcen in einer gesonderten Mitteilung im zweiten Quartal 2017 berichten. Der Vorstand der aap hat seine Zielsetzungen für das Geschäftsjahr 2017 als Management Agenda im Rahmen von vier strategischen und operativen Handlungsfeldern spezifiziert: "Beschleunigung wertschaffender Innovationen", "Erweiterung des Marktzugangs", "Optimierung der operativen Effizienz" und "Realisierung der finanziellen Ziele". Damit sollen Kapitalmarkt und Öffentlichkeit ein besseres Verständnis von dem strategischen und operativen Rahmen erhalten, innerhalb dessen Ziele gesetzt und deren Umsetzungen evaluiert werden. Ziele der Management Agenda 2017Beschleunigung wertschaffender InnovationenLOQTEQ®: Komplettierung des LOQTEQ®Portfolios mit Fokus auf polyaxiale Fixationstechnologie sowie Fuß und Sprunggelenk Silberbeschichtungstechnologie - Anwendung auf LOQTEQ®: Entscheidende Schritte bezüglich CE- und FDA-Zulassung mit Fokus auf klinische Studie Silberbeschichtungstechnologie - Entwicklungsprojekte mit globalen Firmen: Initiierung gemeinsamer Produktentwicklungs- und Produktzulassungsprojekte Erweiterung des MarktzugangsEtablierte Länder: Fokus auf DACH, Westeuropa und Nordamerika als Schlüsselmärkte Schwellenländer: Stabilisierung der Umsatzentwicklung in den BRICS- und SMIT-Staaten Globale Partnerschaften: Distributionsnetzwerke und Lizensierungsgeschäfte mit globalen Orthopädieunternehmen Optimierung der operativen EffizienzQuality First: Umfangreiches Programm zur Verbesserung des gesamten Qualitätsmanagementsystems Produktionseffizienz: Senkung der Herstellungskosten und Steigerung der zeitnahen Lieferfähigkeit Working Capital: Optimierung des Working Capital Managements mit höherem Umschlag des Lagers und Verringerung der Kennzahl DSO (days sales outstanding) Realisierung der finanziellen ZieleUmsatz und EBITDA: Umsatz zwischen 10,0 Mio. EUR und 13,0 Mio. EUR sowie EBITDA zwischen -6,5 Mio. EUR und -4,5 Mio. EUR Kosten: Weitere Optimierung der Kostenstruktur mit dem Ziel der Realisierung zusätzlicher Einspareffekte Innovationen: Aufrechterhaltung eines Freshness Indizes von mindestens 20 % Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des UnternehmensAuf Basis der erläuterten Annahmen über die Entwicklung der Weltwirtschaft im Allgemeinen und der Medizintechnik-Branche im Besonderen erwarten wir insgesamt eine positive Geschäftsentwicklung der aap. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2017 und darüber hinaus mit steigenden Umsätzen und streben eine kontinuierliche Verbesserung des EBITDA an. Unser klarer Fokus auf nachhaltige Innovationen und die kontinuierliche Verbesserung unserer Produkte und Prozesse ermöglichen es uns, an einer wachsenden Medizintechnik-Branche partizipieren zu können. Die drei patentgeschützten Plattformtechnologien LOQTEQ® , Silberbeschichtung und resorbierbares Magnesium bieten erhebliches Wachstumspotenzial. Den inhärenten Wert dieser Technologien zu heben, ist ein wesentliches Ziel der weiteren strategischen Entwicklung des Unternehmens. Diese Zielsetzung ist allerdings mit einer Reihe von Risiken verbunden: So kann es zu Verzögerungen beim Eintritt in etablierte Märkte sowie beim Ausbau der bestehenden Märkte kommen. Zudem können Verzögerungen bis hin zu kompletten Versagungen bei Produktzulassungen insbesondere bei den Zukunftstechnologien Silberbeschichtung und resorbierbares Magnesium auftreten oder Zulassungen für bereits vermarktete Produkte entzogen werden. Der Vorstand ist zuversichtlich, mit der konsequenten Umsetzung der unter der Strategie abgeleiteten Maßnahmen aap wieder auf den Wachstumspfad zurückzuführen und den inhärenten Wert der innovativen Produkt- und Technologiebasis zu heben. IX. Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB und § 289 Abs. 4 HGB1. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsZum 31. Dezember 2016 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 30.832.156,00 EUR und war in 30.832.156 voll eingezahlte Inhaberstückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung der Gesellschaft eine Stimme. Es gibt keine unterschiedlichen Stimmrechte. Veränderung gegenüber dem 31. Dezember 2015: Zum 31. Dezember 2015 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 30.670.056,00 EUR und war in 30.670.056 voll eingezahlte Inhaberstückaktien eingeteilt. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2015 zur Erfüllung von Bezugsrechten aus ausgeübten Aktienoptionen 162.100 Stück Aktien ausgegeben. Die Anmeldung zur Eintragung im Handelsregister erfolgte am 27. Januar 2016. Die Eintragung und die wirksame Ausgabe war zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung für das Geschäftsjahr 2015 noch nicht erfolgt, so dass die Einzahlungen auf Aktien in dem Posten "Zur Durchführung der Kapitalerhöhung geleistete Einlagen" ausgewiesen wurden. Die Eintragung der 162.100 Stück Aktien in das Handelsregister erfolgte am 6. September 2016 und die Grundkapitalkennziffer erhöhte sich auf 30.832.156,00 EUR, eingeteilt in 30.832.156 voll eingezahlte Inhaberstückaktien. In der Folge wurde der Posten "Zur Durchführung der Kapitalerhöhung geleistete Einlagen" wieder aufgelöst. 2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenDer aap sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte betreffen. Für die Stimmrechtsausübung durch Aktionärsvereinigungen sowie durch Kreditinstitute und andere geschäftsmäßig handelnde Personen gelten die gesetzlichen Vorschriften. In diesem Zusammenhang findet insbesondere § 135 AktG Anwendung. Auch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen, sind aap nicht bekannt. 3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreitenNach Kenntnissen der aap bestanden zum 31. Dezember 2016 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital in Höhe von 30.832.156,00 EUR, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:
4. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse an der aap verleihen, existieren nicht. 5. Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausübenWenn Arbeitnehmer von aap am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, können sie die ihnen aus diesen Aktien zustehenden Kontrollrechte unmittelbar nach den Bestimmungen der Satzung und des Gesetzes ausüben. 6. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungDie Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84 f. AktG sowie der Satzung der Gesellschaft. Gemäß der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einem oder mehreren Mitgliedern. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder und bestellt diese. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat beruft die Mitglieder des Vorstands ab. Die Vorstandsmitglieder werden für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit für jeweils bis zu weiteren fünf Jahren ist zulässig. Aus wichtigem Grund kann der Aufsichtsrat die Bestellung eines Vorstandsmitglieds vor Ablauf von dessen Amtszeit widerrufen, etwa bei grober Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder wenn die Hauptversammlung dem Vorstandsmitglied das Vertrauen entzieht, es sei denn, der Vertrauensentzug erfolgte aus offenbar unsachlichen Gründen. Satzungsänderungen erfolgen nach den Regelungen der §§ 179 ff. AktG sowie der Satzung der Gesellschaft. Nach der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. 7. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDurch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2014 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 12. Juni 2019 ermächtigt, eigene Aktien bis zu einem rechnerischen Anteil von insgesamt 10 % des zur Zeit der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte auf Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots. Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den in der Ermächtigung genannten Zwecken, zu verwenden. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien zu in der Ermächtigung näher bestimmten Zwecken verwendet werden oder soweit dies, für den Fall einer Veräußerung an alle Aktionäre, erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. Juli 2017 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 4.182.279,00 EUR gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012/I) und dabei, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Hierbei kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats zu in der Ermächtigung näher bestimmten Zwecken ausgeschlossen werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 12. Juni 2019 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 6.959.963,00 EUR gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014/I) und dabei, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten; sie können auch von einem oder mehreren Kreditinstitut(en) oder einem oder mehreren ihnen gleichgestellten Institut(en) mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre zu in der Ermächtigung näher bestimmten Zwecken auszuschließen. Die Hauptversammlung vom 16. Juli 2010 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.486.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.486.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, beschlossen (Bedingtes Kapital 2010/I). Das bedingte Kapital 2010/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. Juli 2010 bis zum 19. Dezember 2011 gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien und keinen Barausgleich gewährt. Die Hauptversammlung vom 06. Juli 2012 hat das bedingte Kapital 2010/I in Höhe von 139.400,00 EUR aufgehoben. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 162.100 Aktienoptionen ausgeübt. Das Grundkapital der Gesellschaft ist somit noch um bis zu 1.184.500,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.184.500 Stück neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft bedingt erhöht. Die Hauptversammlung vom 06. Juli 2012 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 300.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 300.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, beschlossen (Bedingtes Kapital 2012/I). Das bedingte Kapital 2012/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 06. Juli 2012 bis zum 19. Dezember 2014 gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien und keinen Barausgleich gewährt. Die Hauptversammlung vom 14. Juni 2013 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 300.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 300.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, beschlossen (Bedingtes Kapital 2013/I). Das bedingte Kapital 2013/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14. Juni 2013 bis zum 19. Dezember 2015 gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien und keinen Barausgleich gewährt. Die Hauptversammlung vom 13. Juni 2014 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 300.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 300.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, beschlossen (Bedingtes Kapital 2014/I). Das bedingte Kapital 2014/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 13. Juni 2014 bis zum 18. Dezember 2016 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien und keinen Barausgleich gewährt. Die Hauptversammlung vom 12. Juni 2015 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 150.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 150.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, beschlossen (Bedingtes Kapital 2015/I). Das bedingte Kapital 2015/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 12. Juni 2015 bis einschließlich 19. Dezember 2017 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien und keinen Barausgleich gewährt. 8. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehenZur vorzeitigen Ablösung eines langfristigen Lizenzvertrages hat aap einen Aufhebungsvertrag geschlossen, der dem Vertragspartner über einen Zeitraum von drei Jahren Zahlungen gewährt, die hinsichtlich der Höhe von der Erreichung bestimmter Umsätze in der Zukunft abhängen. Dieser Aufhebungsvertrag sichert dem Vertragspartner für den Fall, dass sich die Aktionärsstruktur der aap dergestalt ändert, dass ein bisheriger oder neuer Aktionär direkt oder indirekt mehr als 50 % der Aktien hält, die sofortige Zahlung der noch ausstehenden Abstandszahlungen zu. aap hat eine Beteiligung in Höhe von 33 % an einer Gesellschaft auf Basis eines Geschäftsanteils- und Übertragungsvertrags veräußert. Bei einem Kontrollwechsel, bei dem eine Änderung der Gesellschafterverhältnisse bei der veräußerten Gesellschaft eintritt, im Rahmen derer eine Person, (mit Ausnahme solcher, die mehr als 50 % der Stimmrechte hält), mehr als 50 % der noch ausstehenden Stimmrechte erwirbt, steht der veräußerten Gesellschaft ein Kündigungsrecht der mit aap noch bestehenden Verträge zu. In den zwölf wichtigsten Kundenverträgen (Umsatz im Geschäftsjahr 2016 lag bei mindesten 100.000 EUR) der aap sind zugunsten des jeweiligen Vertragspartners Kündigungsrechte für den Fall vereinbart, dass sich die Beteiligungsverhältnisse der aap dergestalt ändern, dass mindestens 50 % der Anteile direkt oder indirekt erworben werden und dies geeignet ist, die Interessen der anderen Partei zu beeinträchtigen. Im übrigen steht dieses Recht auch der aap zu. 9. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder ArbeitnehmernDen Vorständen steht im Falle eines "Change of Controls" ein Sonderkündigungsrecht zu und sie erhalten eine Zahlung i.H.v. 90 % ihrer kapitalisierten Jahresgesamtbezüge (Jahresgrundgehalt, Zielbonus unter der Annahme 100 % Zielerfüllung bis zum Vertragsende und Nebenleistungen) für die Restlaufzeit ihrer Dienstverträge, maximal im Umfang von drei Jahresgesamtvergütungen. X. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGBDer Vorstand der aap Implantate AG hat mit Datum vom 31. März 2017 eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und diese auf der Internetseite unter www.aap.de/de/investoren/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung allgemein zugänglich gemacht.
Berlin, 31. März 2017 Der Vorstand Bruke Seyoum Alemu Vorstandsvorsitzender / CEO Marek Hahn Mitglied des Vorstands / CFO C. KonzernabschlussI. KonzernbilanzAktiva
II. Konzerngesamtergebnisrechnung
III. Konzernkapitalflussrechnung
IV. Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
V. KonzernanhangA. Informationen zum UnternehmenDie aap Implantate AG als Mutterunternehmen des Konzerns hat ihren Sitz in Deutschland, 12099 Berlin, Lorenzweg 5. Die Aktien der Gesellschaft werden an der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 506 660 gehandelt. Seit dem 16.05.2003 sind die Aktien der Gesellschaft unter der gleichen WKN im Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) zugelassen. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 64083 geführt und wurde dort am 10.09.1997 in das Handelsregister eingetragen. Der Konzernabschluss für das Wirtschaftsjahr 01.01.2016 bis 31.12.2016 umfasst die aap Implantate AG und ihre Tochtergesellschaften. Der Konzern ist ein Unternehmen der Medizintechnikbranche. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns besteht in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Produkten für die Orthopädie im Bereich Trauma. Der Produktionsstandort des Konzerns befindet sich in Deutschland. Die wesentlichen Absatzgebiete bilden die DACH-Region sowie die USA. B. RechnungslegungsmethodenGrundlagen der Aufstellung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss der aap Implantate AG zum 31. Dezember 2016 wurde unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Im Konzernabschluss werden grundsätzlich alle bis zum Bilanzstichtag verpflichtend in Kraft getretenen IFRS sowie alle Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) beachtet. Der Konzernabschluss besteht aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Bilanz, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie dem Konzern-Anhang. Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften zugrunde, die unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens nach dem Handelsgesetzbuch und dem Aktiengesetz aufgestellt wurden. Die Überleitung auf IFRS erfolgte auf Ebene der Einzelgesellschaften. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Ein Vermögenswert oder eine Schuld wird als kurzfristig eingestuft, wenn seine Realisierung, sein Verbrauch oder Verkauf innerhalb des üblichen Geschäftszyklus erwartet wird, der Vermögenswert oder die Schuld primär zu Handelszwecken gehalten wird oder die Realisierung innerhalb von 12 Monaten erwartet wird. Die Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 nach der indirekten Methode aufgestellt. Sie ist nach den betrieblichen Zahlungsströmen, den Investitionszahlungsströmen und den Zahlungsströmen der Finanzierungstätigkeit gegliedert. Befristete Verfügungsbeschränkungen bestehen nicht. Auswirkungen von Wechselkursänderungen werden gesondert aufgezeigt. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, nach kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Aufstellung des Konzernabschlusses der aap erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten. Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung. Die wesentlichen Rechnungslegungsmethoden werden nachfolgend erläutert. Die beschriebenen Methoden wurden, sofern nicht anders angegeben, stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet. Der Konzernabschluss enthält Vergleichsinformationen über die vorangegangene Berichtsperiode. Für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist der Vorstand der aap Implantate AG verantwortlich. Das Management geht unverändert von einer Fortführung des Geschäftsbetriebes aus. KonsolidierungsgrundsätzeKonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen aap Implantate AG alle Tochterunternehmen einbezogen, die von der aap Implantate AG unmittelbar oder mittelbar über die Stimmrechtsmehrheit beherrscht werden. Konsolidierte Tochterunternehmen:
Hinsichtlich des Verkaufs der aap Biomaterials GmbH wird auf Abschnitt D verwiesen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt. Bei allen Tochterunternehmen entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Eventuelle Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Wesentliche RechnungslegungsmethodenGeschäftssegmenteBei aap werden keine Geschäftssegmente identifiziert für die eine regelmäßige Berichterstattung an den Vorstand erfolgen würde. Stattdessen ist die Erhöhung des Unternehmenswertes durch Entwicklung und Verkauf von IP-geschützten Produkten Ziel der seit 2009 verfolgten Unternehmensstrategie. Das der Steuerung des Unternehmens dienende monatliche Berichtswesen umfasst ausschließlich die Konzernumsätze, den Fortschritt bei wesentlichen Entwicklungsprojekten, die Liquidität und das Working Capital des Gesamtkonzerns. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt ausschließlich auf Basis dieser Daten. Die aap Gruppe wird daher sowohl nach innen als auch nach außen als ein Unternehmen ohne separate Segmente geführt. WährungsumrechnungFremdwährungstransaktionen werden am Tag des Geschäftsvorfalls mit den gültigen Kassakursen in die funktionale Währung des Konzerns umgerechnet. Die funktionale Währung für den Konzernabschluss ist EUR. Salden von monetären Vermögenswerten und Schulden werden zum Bilanzstichtag mit dem am Stichtag gültigen Kassamittekurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung von monetären Bilanzposten in fremder Währung werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen berücksichtigt. Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse jeweils in der Landeswährung in der sie überwiegend wirtschaftlich tätig sind. ErtragsrealisierungDie Umsätze des Konzerns umfassen Verkäufe von Produkten, Lizenzentgelte sowie Dienstleistungen. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden ist bzw. die Werkverträge erfüllt worden sind. Dies ist bei Lieferungen der Fall, wenn die mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Der Gefahrenübergang wird ausgelöst entweder mit der physischen Auslieferung oder unter bestimmten engen Voraussetzzungen bei "bill and hold" Verträgen. Bei "bill and hold" Verträgen ist die Auslieferung der Waren auf Wunsch des Kunden noch nicht erfolgt. Die versandfertigen Produkte werden daraufhin separat gelagert und bis zur geplanten Lieferung besonders kenntlich gemacht. Ein Verkauf an andere Kunden ist ausgeschlossen. Weiterhin müssen der wirtschaftliche Nutzen hinreichend wahrscheinlich und die angefallenen Kosten verlässlich bestimmbar sein. Werkverträge gelten als erfüllt, wenn alle Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen erbracht sind und der Kunde die Leistung als vertragsgemäß abgenommen hat. Werden Nutzungsrechte übertragen ist die Erlösrealisation nach dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarung zu beurteilen. Handelt es sich um eine zeitlich oder sachlich befristete Lizensierung werden die Lizenzerlöse periodengerecht vereinnahmt. Werden andererseits exklusive Nutzungsrechte an einer Technologie oder eine weltweite und unbefristete Lizenz vergeben, so dass aus dem zugrundeliegenden Vermögenswert kein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen mehr zu erwarten ist, ist die Einnahme sofort ergebniswirksam als sonstiger betrieblicher Ertrag zu erfassen. Soweit Erlöse von weiteren ungewissen zukünftigen Bedingungen abhängen, wie zum Beispiel von dem Überschreiten bestimmter Liefermengen, oder dem Erwerber Rücktrittsrechte zustehen, deren Ausübungswahrscheinlichkeit vom aap-Konzern nicht eingeschätzt werden kann, werden diese Erlöse erst mit Eintritt der Bedingung realisiert. Kundenskonti und -rabatte sowie Warenrückgaben werden periodengerecht entsprechend den zugrunde liegenden Umsatzerlösen berücksichtigt. SteuernDer Ertragsteueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der Steuervorschriften der Länder, in denen die Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, berechnet, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden. Das Management überprüft regelmäßig die Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (tax base) und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (sog. Verbindlichkeitenmethode). Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, Steuergutschriften und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als damit verbundene wirtschaftliche Vorteile mit hinreichender Sicherheit genutzt werden können. Aktive latente Steuern für Steuerminderungsansprüche aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge werden, aufgrund der in der Vergangenheit bestehenden Verlusthistorie, wie im Vorjahr nur berücksichtigt, soweit sie bereits am Bilanzstichtag durch passive latente Steuern aus temporären Differenzen gedeckt sind, auch wenn sich durch die steuerlichen Verlustvorträge eine höhere Nutzungsmöglichkeit ergibt. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden nur dann erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen auch tatsächlich gewährt werden. Zugewendete Investitionszuschüsse und Investitionszulagen werden als Sonderposten für Investitionszuschüsse unter den Schulden passiviert. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt linear entsprechend der gewichteten Nutzungsdauer der begünstigten Vermögenswerte. Andere Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der nötig ist, um sie den entsprechenden Aufwendungen, für deren Ausgleich sie bestimmt sind, zuzuordnen. Zuwendungen, die für den Ausgleich von bereits entstandenen Aufwendungen vereinnahmt werden, werden erfolgswirksam in der Periode der Anspruchsentstehung erfasst. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene GeschäftsbereicheDie Klassifizierung kommt ausschließlich für langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten und Schulden (Disposal Group) zur Anwendung, die zur Veräußerung vorgesehen und verfügbar sind und deren zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen nicht in der fortgesetzten Nutzung besteht. Weitere Voraussetzungen für die Klassifizierung gem. IFRS 5.7 sind sowohl der Beschluss des Managements zur Veräußerung als auch die erwartete Umsetzung innerhalb eines Jahres. Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, es sei denn, die in der Disposal Group dargestellten Posten fallen nicht unter die Bewertungsregeln des IFRS 5. Soweit es sich um einen wesentlichen Geschäftszweig oder geographischen Geschäftsbereich handelt, der im Rahmen eines abgestimmten Planes veräußert wird, ist eine Darstellung als "aufgegebener Geschäftsbereich" geboten. Zudem muss es sich dabei um eine zahlungsmittelgenerierende Einheit oder eine Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten handeln. Alle betroffenen Vermögenswerte werden unmittelbar vor der Umklassifizierung einem Wertminderungstest unterzogen. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand wird zunächst dem Geschäfts- und Firmenwert und dann anteilig den abgehenden Vermögenswerten und Schulden zugerechnet. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Beizulegender ZeitwertDer beizulegende Zeitwert ist der Marktpreis den das Unternehmen im Rahmen einer regulären Transaktion am Bewertungsstichtag beim Verkauf des Vermögenswerts erhält oder der für die Übertragung einer Schuld entrichtet werden muss. Dabei wird als relevanter Markt entweder der Markt mit dem größten Umsatzvolumen oder der für das Unternehmen vorteilhafteste Markt unterstellt. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld berücksichtigt der aap-Konzern bestimmte Merkmale des Vermögenswerts oder der Schuld (bspw. Zustand und Standort des Vermögenswerts oder Verkaufs- und Nutzungsbeschränkungen), wenn Marktteilnehmer diese Merkmale bei der Preisfestsetzung für den Erwerb des jeweiligen Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld zum Bewertungsstichtag ebenfalls berücksichtigen würden. Im vorliegenden Konzernabschluss wird der beizulegende Zeitwert für die Bewertung grundsätzlich auf dieser Grundlage ermittelt. Davon ausgenommen sind u.a.:
Der beizulegende Zeitwert ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen, wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt nach folgender Maßgabe:
Immaterielle VermögenswerteDie Immateriellen Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bilanziert. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, weisen eine begrenzte Nutzungsdauer auf und werden planmäßig linear abgeschrieben. Die unter den anderen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden über eine Nutzungsdauer von zwei bis 20 Jahren abgeschrieben. Entwicklungskosten für ein neues Produkt oder Verfahren werden als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern nachfolgende Voraussetzungen nachweisen kann:
Die aktivierten Entwicklungskosten beinhalten in den Vorjahren auch Fremdkapitalkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig linear über die Nutzungsdauer von zehn bis 15 Jahren ab dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Verwendungsmöglichkeit abgeschrieben. Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode ihrer Entstehung erfasst. Bei aktivierten Entwicklungskosten, die noch nicht genutzt werden, werden unabhängig von konkreten Anzeichen jährliche Wertminderungstests durchgeführt. Vermögenswerte werden zugeschrieben, soweit der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, wobei der durch die Zuschreibung erhöhte Buchwert die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht übersteigen darf. Wertminderungen und Zuschreibungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, es sei denn sie sind Ergebnis einer Neubewertung. Solche Wertminderungen und -steigerungen werden direkt im Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage erfasst. Immaterielle Vermögenswerte werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag der Vermögenswerte deren Buchwert unterschreitet. Immaterielle Vermögenswerte werden im Zeitpunkt des Abgangs oder, wenn kein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen mehr zu erwarten ist ausgebucht. SachanlagenSachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der Sachanlagen umfassen Vollkosten. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, soweit diese im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes stehen. Im Wege des Finanzierungsleasings finanzierte Sachanlagen werden in Höhe des beizulegenden Zeitwertes bzw. des niedrigeren Barwerts der Leasingraten aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder wenn aus der weiteren Nutzung oder der Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr zu erwartet ist. Der aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierende Gewinn oder Verlust wird als Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst. Sachanlagen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn die erzielbaren Beträge der Vermögenswerte deren Buchwerte unterschreiten. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der langfristigen Vermögenswerte werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und ggf. prospektiv angepasst. FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind alle Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Berichterstattung gem. IFRS 7 erfolgt unter G Finanzinstrumente. a) Finanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als
klassifiziert. Die Zuordnung erfolgt im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes und hängt von der Art und Verwendung der finanziellen Vermögenswerte ab. Der Ansatz und die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt zum Handelstag, wenn es sich um Vermögenswerte handelt, deren Lieferung innerhalb des für den relevanten Markt üblichen Zeitrahmens erfolgt. Handelstag ist der Zeitpunkt, zu dem alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an dem Vermögenswert verbunden sind, übertragen werden oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert abgegeben wird. Die Erstbewertung erfolgt für alle Kategorien zum beizulegenden Zeitwert. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb von finanziellen Vermögenswerten zuzurechnen sind und die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten mindern die direkt zurechenbaren Transaktionskosten den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte hängt von ihrer Kategorisierung ab. Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Die Folgebewertung von Krediten und Forderungen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich eventueller Wertminderungen. Die Wertminderungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf gesonderten Wertberichtigungskonten erfasst. Erträge, die sich aus der Anwendung der Effektivzinsmethode ergeben, werden erfolgswirksam als Zinserträge ausgewiesen. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Die Folgebewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sofern dieser verlässlich ermittelbar ist. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden ergebnisneutral im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage) erfasst. Bei Veräußerung wird der Gewinn oder Verlust erfolgswirksam realisiert. Liegen objektive substanzielle Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben. Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für Wertminderungen untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cash-Flows negativ verändert haben. Objektive Hinweise können z.B. finanzielle Schwierigkeiten von Schuldnern oder der Ausfall von Zins- und Tilgungszahlungen sein. Bei objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung ermittelt sich der Wertminderungsaufwand aus der Differenz des Buchwertes zum Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Ändert sich die Höhe eines geschätzten Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines objektiv nach dem Zeitpunkt der Wertberichtigung eingetretenen Ereignisses, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn objektive Hinweise auf einen dauerhaften Rückgang des beizulegenden Zeitwertes unter den Anschaffungskostenansatz vorliegen. Die Wertminderung ermittelt sich aus der Differenz zwischen den ursprünglichen Anschaffungskosten (gemindert um eventuelle Tilgungen und Amortisationen) und dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows. Eventuelle Wertminderungsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Eine Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt zum Zeitpunkt des Erlöschens bzw. der Übertragung der Rechte auf Zahlungen aus dem Vermögenswert und somit zu dem Zeitpunkt, zu dem im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen wurden. Im Konzernabschluss der aap zum 31.12.2016 werden finanzielle Vermögenswerte als "Kredite und Forderungen" oder als "Zur Veräußerung verfügbar" ausgewiesen. Die in den finanziellen Vermögenswerten enthaltene Beteiligung, die nach IAS 39 als "zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert wurde, wird aufgrund eines fehlenden aktiven Marktes und da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann, mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. b) Finanzielle VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder als
klassifiziert. Die Klassifizierung erfolgt beim erstmaligen Ansatz. Die Erstbewertung erfolgt stets zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten wird durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbaren Restlaufzeiten marktüblichen Zinsen bewertet. Die Ausführungen zur Behandlung der Transaktionskosten bei den finanziellen Vermögenswerten gelten sinngemäß auch für die finanziellen Verbindlichkeiten. Die Folgebewertung finanzieller Verbindlichkeiten hängt von ihrer Kategorisierung ab. Die Folgebewertung der Kategorie "Übrige finanzielle Verbindlichkeiten" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrundeliegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. In diesem Konzernabschluss werden ausschließlich "Übrige finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Der aap-Konzern verfügt nur über originäre Finanzinstrumente. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsorientierten Vollkosten; sie werden auf der Grundlage der Normalbeschäftigung ermittelt. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Produktionsgemeinkosten. Hierzu zählen die Material- und Fertigungsgemeinkosten und die produktionsbezogenen Verwaltungskosten sowie lineare Abschreibungen auf die Produktionsanlagen. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des FIFO-Verfahrens als Verbrauchsfolgefiktion. Bestandsrisiken, die sich aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte werden angesetzt. Der Nettoveräußerungspreis ist der geschätzte im normalen Geschäftsgang erzielbare Veräußerungserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der Vertriebskosten. Soweit bei in früheren Perioden abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert wieder gestiegen ist, wird die Wertaufholung als Bestandsveränderung erfasst. FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die sich auf qualifizierte Vermögenswerte (insbesondere aktivierte Entwicklungskosten) beziehen, werden grundsätzlich aktiviert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen die Bilanzpositionen Kassenbestände und Bankguthaben ohne Termingelder mit einer vereinbarten Laufzeit zwischen drei und zwölf Monaten. Anteilsbasierte VergütungDas konzerninterne Aktienoptionsprogramm wird als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Die an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung gewährten Aktienoptionen werden einerseits als Personalaufwand und andererseits als Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe des beizulegenden Zeitwerts erfasst. Die Zuführung in die Kapitalrücklage erfolgt über den Leistungszeitraum, der der vertraglich vereinbarten Sperrfrist von zwei Jahren bis fünf Jahren entspricht. Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen Aktienoptionen wird zum Zeitpunkt ihrer Gewährung (grant date) mit Hilfe eines Optionspreismodells ermittelt. Einzelheiten sind unter den F. 12 Anteilsbasierte Vergütungen erläutert. RückstellungenRückstellungen werden für am Bilanzstichtag bestehende rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die auf einem Ereignis der Vergangenheit beruhen, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Die ursprüngliche Schätzung der Kosten wird jährlich überprüft. Soweit der Abzinsungseffekt wesentlich ist, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Fall einer Abzinsung wird die durch den Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellung als Finanzaufwand erfasst. Sonstige Vermögenswerte und VerbindlichkeitenSonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beruhen nicht auf einer vertraglichen Grundlage zwischen Unternehmen oder werden nicht durch flüssige Mittel oder finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten beglichen. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten ggf. nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen, die sich an dem tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren, bilanziert. LeasingverhältnisseLeasingverhältnisse werden entweder als "finance lease" oder als "operating lease" klassifiziert. Transaktionen werden als "finance lease" behandelt, wenn der Konzern als Leasingnehmer alle Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstandes trägt und ihm daher das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist. In diesem Fall werden der Leasinggegenstand und die korrespondierende Verbindlichkeit bilanziert. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert der Leasingrate angesetzt. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungsaufwendungen und Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, sodass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz ergibt. Die Finanzierungsaufwendungen werden aufwandswirksam im Finanzergebnis erfasst. Im Rahmen des "operating lease" wird der Leasinggegenstand nicht aktiviert und die Leasingzahlungen werden zum Zeitpunkt ihrer wirtschaftlichen Verursachung aufwandswirksam erfasst. Eventualverbindlichkeiten; EventualforderungenEventualforderungen und -verbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Forderungen oder Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen ein Ressourcen zu- oder -abfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie werden in der Bilanz nicht erfasst. Die angegebenen Verpflichtungsvolumina bei den Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Eventualforderungen bestanden zum Abschlussstichtag nicht. Neue und geänderte Standards und Interpretationen ohne wesentliche Auswirkung auf den KonzernDie nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die neuen und geänderten Standards, die für den Konzern relevant sein könnten und die im Geschäftsjahr in EU-IFRS-Abschlüssen verbindlich anzuwenden waren (EU-Endorsement). Aus den Änderungen ergeben sich keine oder nur unwesentliche Auswirkungen auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Veröffentlichte, noch nicht verpflichtend anzuwendende StandardsDie nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über neue und geänderte Standards, die für den Konzern relevant sein könnten und die erst für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die nach dem 01.01.2017 beginnen. Die aap Implantate AG wendet diese noch nicht an. Die Auswirkungen der nachfolgenden Standards und Interpretationen auf den aap-Konzernabschluss werden derzeit geprüft.
C. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenDie vom Management getroffenen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Höhe der ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und (Eventual-)Schulden aus. Die damit verbundenen Unsicherheiten können in späteren Perioden zu Anpassungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Die im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses vom Management getroffenen Schätzungen und Annahmen, für die ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich werden kann, werden nachfolgend erläutert. Die erstmalige Aktivierung von Entwicklungskosten basiert auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Bei der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge und für den jährlichen Wertminderungstest sind Annahmen über die Höhe der zu erwartenden künftigen Cash-Flows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens zu treffen. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten beträgt zum 31.12.2016 11.013 TEUR (Vorjahr: 10.293 TEUR; inklusive der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte: 14.163 TEUR). Die im Berichtsjahr erreichten Projektfortschritte und die bisherige Kundenresonanz bestätigen die Einschätzungen hinsichtlich der künftigen Erlöse. Unsicherheiten hinsichtlich künftiger Marktanteile und künftiger Gewinnmargen bestehen jedoch - auch vor dem Hintergrund der steigenden Zulassungsanforderungen - und können zu einem Anpassungsbedarf in den folgenden Geschäftsjahren führen. Weitere Hinweise sind auch dem Risikobericht im zusammengefassten Lagebericht (unter Punkt D) zu entnehmen. Im Geschäftsjahr 2016 waren keine Wertminderungen bei den Entwicklungskosten erforderlich. Aktivierte Entwicklungskosten werden jährlich Wertminderungstests unterzogen. Für die Berechnungen des Nutzungswerts sind die künftigen Cash-Flows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) und die geeigneten Abzinsungsfaktoren für die Barwertermittlung zu bestimmen. Dies ist notwendigerweise mit Schätzungen und Annahmen verbunden. Hierzu zählen vor allem Marktentwicklungen einschließlich der Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen, künftige medizinische Entwicklungen, Wachstumsraten, Verkaufspreise, gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten und Steuersätze. Die Cash-Flow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf den vom Management vorgenommenen Einschätzungen zukünftiger Entwicklungen. Diese Prämissen und die zugrundeliegende Methodik können erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und auf die Höhe möglicher Wertminderungen haben. Die Ermittlung der Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen erfolgt in Abhängigkeit von der Altersstruktur sowie durch Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen über das kundenspezifische Kredit- und Ausfallrisiko. Wertberichtigungen sind zum Stichtag in Höhe von 539 TEUR (Vorjahr: 302 TEUR) ausgewiesen. Darüber hinaus wurden Kundengutschriften für Umsätze früherer Jahre erfasst (0 TEUR, Vorjahr 287 TEUR). Abweichend zu den veröffentlichten Zwischenabschlüssen hat der Vorstand im März 2017 zudem entschieden Umsätze in Höhe von 756 TEUR im Konzernabschluss 2016 (Vorjahr: 721 TEUR) rückabzuwickeln, da der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachgekommen ist. Bei der Bemessung von Rückstellungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich zukünftiger Kostensteigerungen und hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit. Der Buchwert der Rückstellungen am 31.12.2016 beträgt 412 TEUR (Vorjahr: 298 TEUR). Der Personalaufwand aus der Gewährung anteilsbasierter Vergütungen wird im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die in das Bewertungsverfahren einfließenden Parameter wie Optionslaufzeit, Volatilität, Fluktuation oder Ausübungswert wurden Annahmen getroffen, die unter F.12 Anteilsbasierte Vergütung detailliert dargestellt sind. Bei der Bilanzierung von Ertragsteuern bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften, Änderungen des Steuerrechts und der Auffassung der Finanzverwaltung. Darüber hinaus können die steuergesetzlichen Regelungen auch unterschiedlichen Interpretationen von Steuerpflichtigen und Finanzbehörden unterliegen, die ggf. erst durch höchstrichterliche Rechtsprechung entschieden werden. Es ist daher möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. der künftigen Änderungen solcher Annahmen Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierung künftiger Steuervorteile mit hinreichender Sicherheit gewährleistet erscheint. Dabei werden u. a. die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit und die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen einbezogen unter Berücksichtigung der in Deutschland geltenden Mindestbesteuerung. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden und damit die tatsächliche Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern kann allerdings von der Einschätzung im Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern deutlich abweichen. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen am Bilanzierungsstichtag und der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung des aap-Konzerns unter Berücksichtigung der als realistisch unterstellten künftigen Entwicklung seines wirtschaftlichen Umfeldes. Soweit sich diese Rahmenbedingungen abweichend entwickeln, werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Nach den Erkenntnissen im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen; eine notwendige Anpassung der Buchwerte der angesetzten Vermögenswerte und Schulden ist daher für das Geschäftsjahr 2017 nicht zu erwarten. D. Unternehmenszusammenschlüsse, Erwerb und Veräußerung von AnteilenAufgegebener GeschäftsbereichBis zum 31. Dezember 2016 gab es nachfolgende Änderungen im Konsolidierungskreis der aap-Gruppe: aap Biomaterials GmbHDie aap Implantate AG hat am 22. März 2016 einen notariell beurkundeten Anteilskaufvertrag mit Keensight Capital über den Verkauf von 100 % der Geschäftsanteile an ihrer Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 11. Mai 2016 abgeschlossen und die aap Biomaterials GmbH am selben Tag entkonsolidiert. Aus der Veräußerung resultiert ein Entkonsolidierungsgewinn in Höhe von 23,2 Mio. EUR, der in der Gesamtergebnisrechnung dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet wurde. Insgesamt sind Veräußerungskosten in Höhe von 1.693 TEUR angefallen. Daneben erhält der Erwerber für den Zeitraum vom 01.01.2016 bis zum 11. Mai 2016 einen Ergebnisanteil der aap Biomaterials GmbH in Höhe von 133 TEUR. Die aus dem Verkauf generierten Zahlungsmittelzuflüsse wurden in der Kapitalflussrechnung unter dem Cashflow aus Investitionstätigkeit gezeigt. Der Zahlungsmittelzufluss Konzernabschluss 2016 ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
Da die aap Biomaterials GmbH am 11. Mai 2016 veräußert wurde, sind die zum 31. Dezember 2015 als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten nicht mehr in der Bilanz zum Stichtag enthalten. Die Hauptgruppen der Vermögenswerte und Schulden des aufgegebenen Geschäftsbereichs setzten sich zum 11. Mai 2016 und 31. Dezember 2015 wie folgt zusammen:
Zudem bestanden in der aap Biomaterials GmbH zum 11. Mai 2016 Verbindlichkeiten gegenüber der aap Implantate AG in Höhe von 3,8 Mio. EUR, bzw. zum 31. Dezember 2015 in Höhe von 3,6 Mio. EUR. aap Joints GmbHDie aap Implantate AG hat am 23. September 2016 einen notariell beurkundeten Anteilskaufvertrag über die Veräußerung der verbliebenen Beteiligung in Höhe von 33 % an der aap Joints GmbH geschlossen. Die Transaktion wurde am 14. Dezember 2016 abgeschlossen und der Anteilsübergang vollzogen. aap realisierte aus der Transaktion bis zum Jahresende 2016 einen Zufluss in Höhe von ca. 400 TEUR und ein Ergebnis von -400 TEUR. 2016 hat die Gesellschaft mit der aap Joints GmbH einen Umsatz von rund 1,2 Mio. EUR mit relativ geringem Margenanteil erzielt. Im Geschäftsjahr 2017 wird sich die Geschäftsbeziehung auf wenige Herstellungs- und Service-Dienstleistungen beschränken, die lediglich einen geringen Umsatzbeitrag leisten werden. E. Erläuterungen zur KonzerngesamtergebnisrechnungAlle Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich ausschließlich auf den fortzuführenden Geschäftsbereich. Die Vorjahresangaben wurden insoweit angepasst. 1. Umsatzerlöse
In den Umsatzerlösen in der DACH-Region sind Umsätze in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) mit der aap Joints GmbH und der aap Biomaterials GmbH enthalten, die aufgrund der Desinvestition beider Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 in 2017 entfallen werden. Im Geschäftsjahr 2016 entfallen Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren in Höhe von 2.887 TEUR (Vorjahr: 5.758 TEUR) auf die drei Hauptkunden der Gesellschaft. 2. Aktivierte Eigen- und EntwicklungsleistungenBei den aktivierten Eigen- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 1.370 TEUR (Vorjahr: 1.881 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Aktivierungen im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten. 3. Sonstige betriebliche Erträge
4. Materialaufwand
5. Personalaufwand
Der aap-Konzern leistet beitragsorientierte Altersversorgungsaufwendungen aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen an staatliche Rentenversicherungsträger. Über diese Zahlungen hinaus bestehen für den Konzern keine weiteren Leistungsverpflichtungen.
*
inkl. technische Angestellte 6. AbschreibungenAuf Sachanlagen entfallen planmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.255 TEUR (Vorjahr: 1.075 TEUR) und auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 639 TEUR (Vorjahr: 684 TEUR). Des Weiteren wurde die Beteiligung an der aap Joints GmbH vor deren Veräußerung um eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 400 TEUR (Vorjahr: 470 TEUR) abgewertet. 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
8. Finanzergebnis
9. Ergebnis aus GemeinschaftsunternehmenDas Ergebnis aus dem Gemeinschaftsunternehmen aap Joints GmbH (33 %-Anteil) betrug im vorherigen Geschäftsjahr -194 TEUR und entsprach dem anteiligen Verlust, der auf die aap Implantate AG entfiel. 10. KursdifferenzenDie in der Rechnungsperiode ergebniswirksam verrechneten Kursdifferenzen betragen:
11. ErtragsteuernIn der Gewinn- und Verlustrechnung wurden nachfolgende Ertragsteuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen erfasst:
Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 30,2 % (Vorjahr: 30,2 %) herangezogen, der aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuerschuld und dem Gewerbeertragsteuersatz von 14,4 % resultiert. Der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Ertragsteueraufwand aus fortgeführten Geschäftsbereichen lässt sich wie folgt auf den theoretischen Steueraufwand überleiten.
Der für die oben dargestellte Überleitungsrechnung angewendete Steuersatz entspricht dem von der Gesellschaft in Deutschland zu leistenden Unternehmenssteuersatz auf steuerbare Gewinne gemäß dem deutschen Steuerrecht. 12. Ergebnis je Aktie nach IAS 33Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das auf die Aktien entfallende Ergebnis nach Steuern durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der Aktien dividiert wird. Ein verwässernder Effekt ergibt sich aus den anteilsbasierten Vergütungsprogrammen.
F. Erläuterungen zur Konzernbilanz1. Immaterielle Vermögenswerte2016
2015
Die langfristigen immateriellen Vermögenswerte befinden sich ausschließlich in Deutschland. Es bestehen keinerlei Verfügungs- oder Nutzungsbeschränkungen. Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert des Vorjahres resultierte aus der Akquisitionen der OSARTIS GmbH & Co. KG und ADC Advanced Dental Care GmbH & Co. KG (seit 01.07.2008: ADC Advanced Dental Care GmbH) und ist mit dem Verkauf der aap Biomaterials GmbH an den Erwerber übergegangen. EntwicklungskostenIm Geschäftsjahr sind keine aktivierten Fremdkapitalkosten in den Zugängen enthalten. Die Zugänge bei den Entwicklungskosten betreffen die folgenden Projekte:
-*
in Entwicklung befindliche Entwicklungsprojekte Darüber hinaus sind weitere Forschungs- und Entwicklungsleistungen entweder von externen Anbietern oder durch den Einsatz eigener Personalkapazitäten in Höhe von 590 TEUR angefallen (Vorjahr: 764 TEUR). Daneben führte der aap Konzern eine jährliche Prüfung auf Wertminderung der Entwicklungsprojekte zum 31.12.2016 durch Bestimmung der Nutzungswerte durch. Der Nutzungswert eines Entwicklungsprojekts ist der Barwert der künftigen Cash-Flows, die voraussichtlich mit dem Projekt künftig erzielt werden können. Er wird aus unternehmensinterner Sicht bestimmt. Der Bestimmung des Nutzungswerts liegen Cash-Flow-Planungen bis zum Ende der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde. Die antizipierten Umsätze basieren auf einem vom Vorstand genehmigten Planungshorizont von vier Jahren. Die Bruttogewinnmargen sind, soweit möglich aus den historischen Daten vergleichbarer Produkte abgeleitet oder beruhen auf Annahmen des Vorstands. Die verwendeten Diskontierungssätze wurden dem Risiko der zugrunde liegenden Entwicklungsprojekte vorhabenspezifisch aus Marktdaten abgeleitet und betragen zwischen 8,50 % und 11,69 % p.a. (Vorjahr: zwischen 10,67 % und 13,52 %) und zwischen 5,95 % und 6,30 % nach Steuern (Vorjahr: zwischen 6,6 % und 7,0 %). 2. Sachanlagen2016
2015
Der Buchwert der geleasten Sachanlagen zum 31.12.2016 beträgt 2.088 TEUR (Vorjahr: 1.558 TEUR). Bei den Leasingverträgen handelt es sich um Finanzierungen für Produktionsanlagegüter. Die Raten sind in der Höhe von 1 TEUR - 46 TEUR und werden monatlich bzw. quartalsweise bezahlt. Die Laufzeit liegt zwischen 36 und 60 Monate. Die Verpflichtungen des Konzerns aus diesen Finanzierungsleasingverhältnissen in Höhe von 1.570 TEUR (Vorjahr: 1.666 TEUR) sind durch Rechte der Leasinggeber an den Leasinggegenständen besichert. Der Buchwert der zur Sicherung von Verbindlichkeiten übertragenen Sachanlagen beträgt 1.874 TEUR (Vorjahr: 1.927 TEUR). Die Sachanlagen befinden sich im Geschäftsjahr ausschließlich in Deutschland. 3. Finanzielle VermögenswerteDie als Finanzielle Vermögenswerte ausgewiesene Beteiligung gehört der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" an.
4. Latente Steuerforderungen. Latente Steuerverbindlichkeiten2016
*
Bei Saldierung aktiver und passiver Latenzen 2015
*
Bei Saldierung aktiver und passiver Latenzen Die latenten Steuerabgrenzungen im fortzuführenden Geschäftsbereich (Vorjahr: fortzuführender Geschäftsbereich) resultieren aus den folgenden Bilanzposten:
Der Gesamtbetrag der nach Saldierung bilanzierten latenten Steuern gliedert sich wie folgt:
Der Betrag der körperschaftsteuerlichen bzw. gewerbesteuerlichen Verlustvorträge im deutschen, steuerlichen Organkreis, für die keine latenten Steueransprüche aktiviert wurden, beläuft sich zum Ende des Berichtsjahres auf rund 21,6 Mio. EUR bzw. 22,3 Mio. EUR (Vorjahr: 17,4 Mio. EUR bzw. 18,1 Mio. EUR). Diese steuerlichen Verlustvorträge verfallen nicht und können, unter Berücksichtigung der Regelungen der Mindestbesteuerung zeitlich unbegrenzt mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen der Unternehmen, in denen die Verluste entstanden sind, verrechnet werden. Ungenutzte steuerliche verlustvorträge von Tochtergesellschaften in anderen Rechtskreisen, für die keine latenten Steueransprüche aktiviert wurden, belaufen sich auf T€ 2.058. Die Verlustvorträge bestehen bei Konzernunternehmen mit einer Verlusthistorie. Diese Konzernunternehmen verfügen nicht über ausreichende zu versteuernde temporäre Differenzen oder Steuergestaltungsmöglichkeiten, die derzeit zu einem vollumfänglichen Ansatz latenter Steueransprüche führen könnten. Die im Zusammenhang mit der Konsolidierung entstehenden aktiven latenten Steuern wurden auf Basis eines durchschnittlichen Konzernsteuersatzes von 30,2 % (Vorjahr: 30,2 %) ermittelt. 5. Vorräte
Die Wertberichtigungen auf Vorräte, die in dem Materialaufwand ausgewiesen werden, entwickelten sich folgendermaßen:
Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt 760 TEUR (Vorjahr: 1.021 TEUR). Zur Sicherung von Verbindlichkeiten wurden keine Vorräte (Vorjahr: 0 TEUR) übertragen. Im Berichtsjahr 2016 fanden wie im Vorjahr keine Wertaufholungen statt. 6. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Wertminderungen betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt 2.936 TEUR (Vorjahr: 5.826 TEUR). Davon waren im Berichtsjahr 2.936 TEUR (Vorjahr: 5.516 TEUR) innerhalb eines Jahres fällig. Bei voraussichtlichen Zahlungsschwierigkeiten der Kunden werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen, bedingt durch allgemeine Zins-, Bearbeitungs- und Kreditrisiken gebildet. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden, entwickelten sich folgendermaßen:
Zum 31.12.2016 stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel gegenüber inländischen Kunden eine Fälligkeit von durchschnittlich 30 Tagen. Forderungen gegenüber im Ausland ansässigen Kunden haben in der Regel eine Fälligkeit von 45 bis 200 Tagen. Für die nicht wertgeminderten, jedoch überfälligen Forderungen liegen zum Abschlussstichtag keine Anzeichen vor, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. 7. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die aap hat Termingelder in Höhe von 2.087 TEUR als Sicherheiten für finanzielle Verbindlichkeiten an die finanzierende Bank im Geschäftsjahr verpfändet. Zudem wurden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 2.999 TEUR als Sicherheiten für an Dritte ausgereichte Bankgarantien hinterlegt. Von den finanziellen Vermögenswerten waren 3.666 TEUR innerhalb eines Jahres fällig (Vorjahr: 723 TEUR). Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 1.802 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) sind innerhalb der nächsten vier Jahre fällig. Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden, entwickelten sich folgendermaßen:
Zum 31.12.2016 stellt sich die Altersstruktur der Sonstigen finanziellen Vermögenswerte wie folgt dar:
8. Sonstige Vermögenswerte
Die Steuererstattungsansprüche betreffen Umsatzsteuerguthaben und Forderungen aus Ertragssteuern. Die Sonstigen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert. Die Forderungen aus Ertragsteuern belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 7 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR). 9. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen ausschließlich Bank- und Kassenbestände und betragen 23.774 TEUR (Vorjahr: 4.941 TEUR). Für den aufgegebenen Geschäftsbereich beträgt der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 401 TEUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit entfällt in Höhe von - 99 TEUR auf Investitionen sowie in Höhe von 33.933 TEUR auf dem Verkauf der aap Biomaterials GmbH auf den aufgegebenen Geschäftsbereichs. 10. Zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteBis zum 31.12.2015 hielt die Gesellschaft 33 % der Anteile an der aap Joints GmbH, Berlin (Joints). Im Rahmen der notariellen Beurkundung diverser Vertragsänderungen mit der Joints wurde im September 2015 auch der Kaufvertrag für die verbleibenden 33 % Anteile beurkundet und im Geschäftsjahr 2016 vollzogen. 11. KapitalDas Gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum 31.12.2016 30.832.156,00 EUR (Vorjahr: 30.670.056,00 EUR) und war in 30.832.156 (Vorjahr: 30.670.056) Inhaberstückaktien zu einem Nennbetrag von 1,00 EUR (Vorjahr: 1,00 EUR) eingeteilt und voll eingezahlt. Die Kapitalerhöhung um 162.100,00 EUR betrifft die Ausgabe von 162.100,00 Stück Aktien zur Erfüllung von Bezugsrechten aus ausgeübten Aktienoptionen im Geschäftsjahr 2015. Die Anmeldung zur Eintragung im Handelsregister erfolgte am 27.01.2016. Die Eintragung und die wirksame Ausgabe waren zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung für das Geschäftsjahr 2015 noch nicht erfolgt, so dass die Einzahlungen auf Aktien in dem Posten "Zur Durchführung der Kapitalerhöhung geleistete Einlagen" ausgewiesen wurden. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 06.09.2016. Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien, freiwillige Zuzahlungen von Gesellschaftern sowie Einlagen der Gesellschafter aus der Ausgabe von Aktienoptionen. Im Geschäftsjahr wurden 0,00 EUR in die Kapitalrücklage eingestellt (Vorjahr: 101.578,26 EUR) und 104.171,85 EUR aus der Kapitalrücklage entnommen (Vorjahr: 95.545,93 EUR). Bedingtes KapitalZum 31. Dezember 2016 verfügte die aap Implantate AG über bedingtes Kapital von bis zu insgesamt nominal 2.234.500,00 EUR (Vorjahr: 2.234.500,00 EUR) bzw. bis zu 2.234.500 (Vorjahr: 2.234.500) Aktien zur Erfüllung von ausgeübten Aktienoptionen, die im Rahmen verschiedener Aktienoptionsprogramme ausgegeben wurden. Im Einzelnen: Die Hauptversammlung vom 16. Juli 2010 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.486.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.486.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, beschlossen (Bedingtes Kapital 2010/I). Das bedingte Kapital 2010/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. Juli 2010 bis zum 19. Dezember 2011 gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien und keinen Barausgleich gewährt. Die Hauptversammlung vom 06. Juli 2012 hat das bedingte Kapital 2010/I in Höhe von 139.400,00 EUR aufgehoben. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 162.100 Aktienoptionen ausgeübt. Das Grundkapital der Gesellschaft ist somit noch um bis zu 1.184.500,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.184.500 Stück neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft bedingt erhöht. Die Hauptversammlung vom 06. Juli 2012 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 300.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 300.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, beschlossen (Bedingtes Kapital 2012/I). Das bedingte Kapital 2012/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 06. Juli 2012 bis zum 19. Dezember 2014 gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien und keinen Barausgleich gewährt. Die Hauptversammlung vom 14. Juni 2013 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 300.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 300.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, beschlossen (Bedingtes Kapital 2013/I). Das bedingte Kapital 2013/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14. Juni 2013 bis zum 19. Dezember 2015 gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien und keinen Barausgleich gewährt. Die Hauptversammlung vom 13. Juni 2014 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 300.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 300.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, beschlossen (Bedingtes Kapital 2014/I). Das bedingte Kapital 2014/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 13. Juni 2014 bis zum 18. Dezember 2016 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien und keinen Barausgleich gewährt. Die Hauptversammlung vom 12. Juni 2015 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 150.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 150.000 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, beschlossen (Bedingtes Kapital 2015/I). Das bedingte Kapital 2015/I dient der Erfüllung von ausgeübten Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 12. Juni 2015 bis einschließlich 19. Dezember 2017 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien und keinen Barausgleich gewährt. ErmächtigungenDurch Beschlüsse der Hauptversammlung vom 16. Juli 2010, 06. Juli 2012, 14. Juni 2013, 13. Juni 2014 und 12. Juni 2015 (Vorjahr: 29. September 2008, 16. Juli 2010, 06. Juli 2012, 14. Juni 2013, 13. Juni 2014 und 12. Juni 2015) wurde der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat ermächtigt Aktienoptionsprogramme aufzulegen und innerhalb definierter Ausgabezeiträume an einen berechtigten Personenkreis Aktienoptionen auszugeben. Derzeit besteht noch eine Ermächtigung gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 12. Juni 2015 (Vorjahr: Ermächtigungen gemäß den Hauptversammlungsbeschlüssen vom 13. Juni 2014 und 12. Juni 2015). Die Ausübungsbedingungen werden unter (5) Aktienkursbasierte Vergütungen dargestellt. Eigene AktienDurch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2014 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 12. Juni 2019 ermächtigt, eigene Aktien bis zu einem rechnerischen Anteil von insgesamt 10 % des zur Zeit der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte auf Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots. Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den in der Ermächtigung genannten Zwecken, zu verwenden. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien zu in der Ermächtigung näher bestimmten Zwecken verwendet werden oder soweit dies, für den Fall einer Veräußerung an alle Aktionäre, erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen. Genehmigtes KapitalZum 31. Dezember 2016 verfügte die aap Implantate AG über genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 11.142.242,00 EUR (Vorjahr: 15.335.028 EUR), das in Teilbeträgen mit unterschiedlichen Befristungen von bis zu 11.142.242 (Vorjahr: 15.335.028) Inhaberstückaktien ausgegeben werden kann. Für das im Vorjahr noch ausgewiesene genehmigte Kapital 2010/I in Höhe von 4.192.786,00 EUR endete die Laufzeit der Ermächtigung am 15.07.2015.
Die Voraussetzungen für die Erhöhung des genehmigten Kapitals sind in allen Tranchen annähernd identisch. Das Grundkapital der Gesellschaft kann einmalig oder mehrfach gegen Bar- oder Sacheinlagen erhöht werden. Genehmigtes Kapital 2012/I:Das Bezugsrecht der Aktionäre kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden a) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, b) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG), c) zur Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz), d) zur Ausgabe an strategische Partner, e) zur Bezahlung von Beratungsdienstleistungen, f) zur Ausgabe an Kreditgeber anstelle von Zinszahlungen in bar oder zusätzlich zu solchen (sog. "equity kicker"), insbesondere im Rahmen von Mezzanine- Finanzierungen, g) zur Tilgung von Darlehens- oder sonstigen Verbindlichkeiten. Genehmigtes Kapital 2014/I:Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten; sie können auch von einem oder mehreren Kreditinstitut(en) oder einem oder mehreren ihnen gleichgestellten Institut(en) mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden a) bis zu einem Betrag, der 10 % des bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Betrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese 10%-Grenze werden die Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung nach § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG erworben und unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Ferner sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden; b) zum Zwecke der Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere durch den Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder durch Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände, wenn der Erwerb oder die Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt und gegen die Ausgabe von Aktien vorgenommen werden soll; c) soweit es erforderlich ist, um Inhabern von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- bzw. Optionsrechts zustehen würde; d) um Spitzenbeträge auszugleichen. 12. Anteilsbasierte VergütungenDie wesentlichen Bedingungen der im Geschäftsjahr gültigen Programme (SOP) sind in nachfolgender Übersicht zusammengefasst: Wesentliche Bedingungen der gültigen Optionsprogramme
Alle Optionsprogramme wurden in zwei oder mehr Tranchen ausgegeben. In der Vergangenheit wurden die realisierten Vergütungen durch Barausgleich erfüllt. Am 19.12.2014 hat der Vorstand beschlossen, dass mit sofortiger Wirkung weitere Ausübungen nur durch den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten möglich sind. Lediglich für die an den ehemaligen Vorstand und jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden gewährten Optionen werden aufgrund der rechtlichen Anforderungen davon abweichend durch Barausgleich erfüllt. Die im Vorjahr von diesen ausgeübten Aktienoptionen, wurden durch Barausgleich abgefunden. Dessen zukünftig ausübbaren Aktienoptionen werden am Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert der zukünftigen Abfindungsverpflichtung bewertet und als Rückstellung ausgewiesen. Auf der Hauptversammlung am 12. Juni 2015 wurde der Aufsichtsrat ermächtigt bis zum 19. Dezember 2017 für einen berechtigten Personenkreis einen Aktienoptionsplan von bis zu 150.000 Stück Aktienoptionen aufzulegen (Aktienoptionsprogramm 2015). Im Berichtsjahr wurden aus dem Aktienoptionsprogramm 2014 96.500 Optionen an Mitarbeiter der aap-Gruppe ausgegeben. Im Vorjahr wurden aus dem Aktienoptionsproramm 2013 75.500 Optionen, aus dem Aktienoptionsprogramm 2014 288.500 Optionen und aus dem Aktienoptionsprogramm 2015 90.000 Optionen, insgesamt 454.000 Optionen ausgegeben. Davon entfallen 364.000 auf Mitarbeiter der aap-Gruppe und 90.000 auf Mitglieder des Vorstandes. Die beizulegenden Zeitwerte wurden mittels eines Binomialmodells ermittelt. Im Rahmen der Ermittlung wurden die folgenden Parameter berücksichtigt:
In die Ermittlung der voraussichtlichen Optionslaufzeit ist die beste Schätzung des Vorstands hinsichtlich folgender Einflussfaktoren eingegangen: Nichtübertragbarkeit, Ausübungseinschränkungen, einschließlich der Wahrscheinlichkeit, dass die an die Option geknüpften Marktbedingungen erfüllt werden, und Annahmen zum Ausübungsverhalten. Die Volatilität wurde auf Basis von Wochenrenditen ermittelt. Die erwartete Volatilität der Aktie basiert auf der Annahme, dass von historischen Volatilitäten auf künftige Trends geschlossen werden kann, wobei die tatsächlich eintretende Volatilität der Aktie von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Zur Berücksichtigung frühzeitiger Ausübungseffekte wurde angenommen, dass die Mitarbeiter ihre ausübungsfähigen Optionen ausüben, wenn der Aktienkurs dem 1,4- bis 2,0-fachen des Ausübungspreises entspricht.
Im Berichtsjahr wurden keine Optionen ausgeübt. Mit Erfüllung der Ausübungsvoraussetzungen wurden im Vorjahr aus dem Aktienoptionsprogramm 2010 (Tranche 1 bis 3) 162.100 Optionen durch den Erwerb von Eigenkapital ausgeübt. Die Differenz zwischen dem jeweiligen Ausübungspreis im Zusagezeitpunkt und dem Schlusskurs der Aktie im Übertragungszeitpunkt wurde im Vorjahr in die Kapitalrücklage eingestellt (15 TEUR). Der durchschnittliche Aktienkurs am Tag der Ausübung lag im Vorjahr zwischen 2,18 EUR und 2,50 EUR. Die Bandbreite der Ausübungspreise für die zum 31.12.2016 ausstehenden Aktienoptionen beläuft sich auf 1,00 EUR bis 2,51 EUR (Vorjahr: 1,00 EUR bis 2,51 EUR). Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Anzahl und die gewichteten, durchschnittlichen Ausübungspreise (GDAP) sowie die Entwicklung der Aktienoptionen während des Geschäftsjahres.
Die am Ende des Geschäftsjahres ausstehenden Aktienoptionen haben eine gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von 4,4 Jahren (Vorjahr: 5,3 Jahre). Der im Berichtszeitraum erfasste Ertrag für laufende Optionsprogramme betrug insgesamt 107 TEUR (Vorjahr: Aufwand 91 TEUR), davon für Programme mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 107 TEUR (Vorjahr: Aufwand 68 TEUR) und für Programme mit Ausgleich durch Barverpflichtung 0 TEUR (Vorjahr: Aufwand 23 TEUR). Im Vorjahr wurde in Höhe der ursprünglichen Einstellungen für die durch Barausgleich erfüllten Aktienoptionen die Kapitalrücklage durch Ausübung um 35 TEUR gemindert. Darüber hinaus wurden im Vorjahr 45 TEUR aus der Kapitalrücklage in die Rückstellung umgegliedert, da das Ausübungswahlrecht der Gesellschaft zur Erfüllung in Eigenkapitalinstrumenten in Bezug auf den Aufsichtsrat faktisch nicht mehr besteht. 13. Rückstellungen2016
2015
14. VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: 2016
2015
Von den langfristigen Verbindlichkeiten (RLZ >1 Jahr) in Höhe von 2.129 TEUR (Vorjahr: 2.244 TEUR) waren 1.310 TEUR (Vorjahr: 1.320 TEUR) verzinslich. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten (RLZ <1 Jahr) in Höhe von insgesamt 5.268 TEUR (Vorjahr: 8.806 TEUR) waren 1.520 TEUR (Vorjahr: 3.586 TEUR) verzinslich. Die durchschnittliche Zinsbelastung lag bei rd. 2,4 % (Vorjahr: 2,7 %). Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten der aap-Gruppe bestehen gegenüber Kreditinstituten und lauten auf Euro. Es bestanden folgende Fremdwährungsverbindlichkeiten:
15. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten2016
2015
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Mitarbeiterboni und Tantiemen in Höhe von 315 TEUR (Vorjahr: 262 TEUR), Reisekosten in Höhe von 98 TEUR (Vorjahr: 98 TEUR), Abfindungen für Mitarbeiter in Höhe von 50 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und Verbindlichkeiten für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 85 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betreffen Maschinen und sind durch die geleasten Vermögenswerte gesichert. Die vereinbarte Laufzeit der jeweiligen Verträge liegt im Schnitt bei 36-60 Monaten. Vertragsverlängerungsoptionen bzw. Optionen zum vorzeitigen Kauf sind vertraglich nicht vorgesehen. Der Zinssatz wurde für die gesamte Laufzeit des Leasingverhältnisses fest vereinbart und beträgt durchschnittlich rd. 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %). 16. Sonstige Verbindlichkeiten2016
2015
Die Personalverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Urlaubsansprüche, die Verbindlichkeiten aus Steuern (abzuführende Lohnabzugssteuern). 17. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt: 2016
2015
Die künftigen Mietzahlungen für die Produktions- und Geschäftsräume enthalten vertragliche jährliche Mietsteigerungsklauseln in Höhe von 1,5 %. Der im Berichtszeitraum erfasste Aufwand aus den laufenden Mietverträgen und anderen Operate-Leasing-Verträgen betrug 837 TEUR (Vorjahr: 1.002 TEUR). Die künftigen Zahlungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen betragen 1.628 TEUR (Vorjahr: 1.870 TEUR) und enthalten zukünftige Zinszahlungen in Höhe von 58 TEUR (Vorjahr: 76 TEUR). Der bilanzierte Buchwert beträgt 1.570 TEUR (Vorjahr: 1.666 TEUR). 18. EventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 780 TEUR (Vorjahr: 793 TEUR) aufgrund erhaltener Investitionszuschüsse und -zulagen der öffentlichen Hand. Danach müssen die finanzierten Vermögenswerte mindestens 5 Jahre nach Abschluss des Investitionsvorhabens in der Berliner Betriebsstätte verbleiben. Aufgrund der betrieblichen Gegebenheiten geht der Vorstand davon aus, dass die Wirtschaftsgüter in der Berliner Betriebsstätte verbleiben und auch die übrigen Vorrausetzungen eingehalten werden und damit eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich ist. Gegen ein ehemaliges Tochterunternehmen wird außergerichtlich eine Schadensersatzzahlung in Höhe von ca. 1,5 Mio. EUR durch einen Vertragspartner geltend gemacht. Behauptet wird, dass in Folge einer bisher nicht erfolgten Rezertifizierung des vertragsgegenständlichen Produkts Schadensersatzansprüche bestünden. Für die damit im Zusammenhang stehenden zukünftig zu erwartenden Rechts- und Beratungskosten haben wir eine entsprechende Risikovorsorge getroffen. G. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten1. Finanzinstrumente nach BewertungskategorienDie beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie von sonstigen finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten und Finanzschulden entsprechen insbesondere aufgrund der kurzen Laufzeit solcher Finanzinstrumente ihren Buchwerten. Die Wertansätze der einzelnen Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien zeigen die nachfolgenden Tabellen: 2016
davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 für den fortgeführten Geschäftsbereich:
2015
davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 für den fortgeführten Geschäftsbereich:
Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen die Anteile an der AEQUOS Endoprothetik GmbH. Im Geschäftsjahr wurde wie im Vorjahr aufgrund eines fehlenden aktiven Marktes und da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann, die Beteiligung mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. 2. Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten
Die Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten beliefen sich im Geschäftsjahr auf 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Die Wertminderungsaufwendungen betreffen Wertkorrekturen auf Forderungen und Effekte aus Währungsumrechnung. 3. Management von FinanzrisikenDer aap-Konzern unterliegt aufgrund seiner operativen Tätigkeit den folgenden finanziellen Risiken:
Das Risikomanagement des Konzerns erfolgt durch die zentrale Finanzabteilung entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Leitlinien, mit dem Ziel, potentiell negative Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Hierfür werden finanzielle Risiken identifiziert, bewertet und in enger Abstimmung mit den operativen Einheiten des Konzerns abgesichert. Interne Richtlinien geben hierfür Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen verbindlich vor. Die Risiken des aap-Konzerns sowie Ziele und Prozesse des Risikomanagements werden im Lagebericht unter dem Punkt "Risikobericht" ausführlich erläutert (vgl. Abschnitt VI.). MarktrisikenUnter einem Marktrisiko wird das Risiko verstanden, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cash-Flows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen Zinsrisiko, das Währungsrisiko und sonstige Preisrisiken, wie das Rohstoffrisiko oder das Aktienkursrisiko. ZinsrisikenZinsrisiken resultieren aus Finanzschulden und Geldanlagen. Die Gesellschaft bewertet das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering. Die aap-Gruppe begegnet diesen Risiken durch ein konzernweites Cash-Management und den Abschluss originärer Finanzgeschäfte. Zins und Preisänderungsrisiken werden durch die Mischung von Laufzeiten sowie von fest und variabel verzinslichen Positionen gesteuert. Bei den zinstragenden Schulden des Konzerns sind sämtliche Verbindlichkeiten festverzinslich. Zum 31.12.2016 waren damit ca. 100 % (Vorjahr: 72 %) des Fremdkapitals des Konzerns festverzinslich. Marktzinssatzänderungen wirken sich hier nur aus, soweit diese Finanzinstrumente zum fair value zu bilanzieren wären. Dies ist jedoch nicht der Fall. Da zum 31.12.2016 sämtliche Verbindlichkeiten festverzinslich waren, wurden keine Sensitivitätsanalysen für die variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden hingegen Sensitivitätsanalysen durchgeführt: Dabei wurde eine gleichartige Veränderung des Zinssatzes für alle Finanzverbindlichkeiten und alle Währungen unterstellt. Danach ergab sich aus einer Veränderung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt eine Erhöhung des Ergebnisses vor Ertragsteuern um 7 TEUR bzw. eine Verminderung um 7 TEUR. FremdwährungsrisikenIm Rahmen von Sensitivitätsanalysen wurden diese für Geschäfte in US-Dollar ermittelt. Die Auswirkungen für andere Fremdwährungen des Konzerns sind von untergeordneter Bedeutung. Zum 31.12.2016 betrug der Bestand an Fremdwährungsforderungen rund 15 % (Vorjahr: 1,6 %) des Forderungsbestandes und entfiel ausschließlich auf Forderungen in US-Dollar. Die Verbindlichkeiten in Fremdwährung hatten einen Anteil am Fremdkapital des Konzerns von rd. 7,9 % (Vorjahr: 0,38 %). Der Anteil der Verbindlichkeiten in US-Dollar betrug rd. 7,4 % (Vorjahr: 0,17 %). Wenn sich der Kurs des Euros gegenüber den jeweiligen Fremdwährungen um 10 % verändert, wäre das Ergebnis vor Ertragsteuern, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären, für die Berichtsperiode um 18 TEUR höher bzw. um 22 TEUR niedriger (Vorjahr: 3 TEUR höher bzw. 2 TEUR niedriger) ausgefallen. Hierfür wären im Wesentlichen die Währungsumrechnungsgewinne aus auf US-Dollar basierenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ursächlich gewesen. Vor diesem Hintergrund und einer Kosten-Nutzenabwägung hat der Konzern daher auf den Abschluss von Sicherungsgeschäften verzichtet. LiquiditätsrisikenLiquiditätsrisiken resultieren u. a. aus einer mangelnden Verfügbarkeit von Finanzierungsquellen. Einem Liquiditätsrisiko begegnen wir mit einem gesunden Mix an kurz - und langfristig zugesagten Krediten. Ausgehend von dem signifikanten Zahlungszufluss in 2016 ist die Gesellschaft mittelfristig nicht auf externe Finanzierung angewiesen. Das Bruttorisiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering und hinsichtlich der Schadenhöhe als gering eingeschätzt. Daneben begrenzt der Konzern dieses Risiko durch ein effektives und zentrales Cash-Management und die Vereinbarung von ausreichenden Kreditlinien. Ausgehend von dem signifikanten Zahlungszufluss aus dem Verkauf der aap Biomaterials GmbH wurde der Rahmenvertrag über die Gewährung einer Betriebsmittellinie zum 31. August 2016 beendet. Der aap-Gruppe standen zum 31.12.2015 vertraglich zugesicherte Kreditlinien in Höhe von 4,5 Mio. EUR zur Verfügung, die zu diesem Stichtag nicht in Anspruch genommen wurden. Zum 31.12.2016 verfügte aap über eine nutzbare Liquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie freiverfügbaren Kreditlinien) in Höhe von 23,8 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2016 wurden Kredite von Banken in Höhe von 1.998 TEUR planmäßig getilgt. Die vertraglich fixierten Zahlungen, wie Tilgungen und Zinsen, aus bilanzierten, finanziellen Verbindlichkeiten sind nachfolgend dargestellt:
KreditrisikenUnter einem Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners verstanden, was dazu führt, dass in der Konzernbilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögenswerte beschränkt. Kreditrisiken resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden vor Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Kreditrisiken verbleiben, da Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Der aap Konzern begrenzt dieses Risiko durch eine regelmäßige Bonitätseinschätzung der Kunden und ein effizientes Forderungsmanagement. Darüber hinaus sind die Forderungen durch Eigentumsvorbehalte besichert, so dass bei nicht erfolgter Zahlung die Produkte zurückgefordert werden können und nach Prüfung und Aufarbeitung auch an andere Kunden der aap veräußert werden können. Die Ausfälle von Finanzforderungen betrugen im Berichtsjahr 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum 31. Dezember 2016 nicht wertberichtigt waren, lagen keine Anhaltspunkte für Zahlungsausfälle vor. 4. Kapitalmanagementaap steuert sein Kapital mit dem Ziel, die langfristige Entwicklung des Unternehmens, seine kurzfristige Zahlungsfähigkeit und einen ausreichend hohen Selbstfinanzierungsgrad sicherzustellen. Dabei wird gewährleistet, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Daneben ist es Ziel des Kapitalmanagements der aap sicherzustellen, dass zur Unterstützung ihrer Geschäftstätigkeit u. a. ein den Kreditverträgen entsprechendes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. aap überwacht ihr Kapital mithilfe des Schulden und Zinsdeckungsgrads sowie des Nettoverschuldungsgrads. Dabei erachtet der Vorstand der aap einen Schuldendeckungsgrad größer 0 sowie kleiner als 2,0 und einen Zinsdeckungsgrad größer zehn als strategisch zu erreichende Zielgrößen. Schulden/Zinsdeckungsgrad
NettoverschuldungDer Nettoverschuldungsgrad der aap-Gruppe zum Jahresende stellt sich wie folgt dar:
H. Sonstige Angaben1. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen werden nach Personengruppen dargestellt.
1
Die Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand
werden in Punkt 2. gesondert dargestellt
1
Die Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand
werden in Punkt 2. gesondert dargestellt Die Transaktionen unterscheiden sich grundsätzlich nicht von Liefer- und Leistungsbeziehungen mit fremden Dritten. 2. Geschäftsführungsorgan. AufsichtsratVorstandsmitglieder der Gesellschaft waren im Berichtsjahr Herr Bruke Seyoum Alemu, Chief Executive Officer, Berlin Herr Marek Hahn, Chief Financial Officer, Berlin Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 801 TEUR (Vorjahr: 787 TEUR). Die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht dargestellt. Dieser ist Bestandteil des Lageberichts.
Die Gesellschaft hat für den Vorstand eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Die Beiträge des Jahres 2016 betrugen 29 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR). Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Berichtsjahr an: Herr Biense Visser (Vorsitzender), Vorstandsvorsitzender bei Dümmen Orange, Egmond aan Zee, Niederlande Frau Jacqueline Rijsdijk (stellvertretende Vorsitzende), Mitglied in mehreren Aufsichtsräten, Leiderdorp, Niederlande (seit dem 06.10.2016) Herr Rubino Di Girolamo, Delegierter des Verwaltungsrates der Metalor Dental Holding AG, Oberägeri bei Zug, Schweiz Herr Ronald Meersschaert (stellvertretender Vorsitzender), Partner bei Ramphastos Investments Management B.V., Oisterwijk, Niederlande (bis zum 05.10.2016) Die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder erfolgte für die volle satzungsmäßige Amtszeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt. Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug im Geschäftsjahr insgesamt 85 TEUR (Vorjahr: 120 TEUR). Diese setzt sich wie folgt zusammen:
Im Berichtsjahr erfolgten Auszahlungen in Höhe von insgesamt 170 TEUR (Vorjahr: 65 TEUR) an:
Im Berichtsjahr erfolgten Auszahlungen in Höhe von 170 TEUR (Vorjahr: 65 TEUR). Davon entfallen keine Auszahlungen an frühere Aufsichtsräte (Vorjahr: 0 TEUR). Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind neben ihrer Tätigkeit für die aap Implantate AG Mitglied in folgenden weiteren Kontrollgremien:
Der Anteilsbesitz der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands stellt sich wie folgt dar:
Die beizulegenden Zeitwerte der Optionen im Zeitpunkt der Gewährung liegen zwischen 1,00 EUR und 0,40 EUR (Vorjahr: 1,00 und 0,40 EUR). 3. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGGemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG werden nachfolgend, die der aap zugegangenen Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG mit der letzten, jeweilig gemeldeten Beteiligungsstufe wiedergegeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der aap Implantate AG durch Erwerb, Veräußerung oder sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen oder über- oder unterschreiten. 2015: FIL Investments International, Hildenborough, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 1,47 % (das entspricht 453215 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind der FIL Investments International, Hildenborough, Großbritannien, 1,47 % der Stimmrechte (das entspricht 453215 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. FIL Holdings (UK) Limited, Hildenborough, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 1,47 % (das entspricht 453215 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind der FIL Holdings (UK) Limited, Hildenborough, Großbritannien, 1,47 % der Stimmrechte (das entspricht 453215 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. FIL Limited, Hamilton, Bermuda, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 1,47 % (das entspricht 453215 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind der FIL Limited, Hamilton, Bermuda, 1,47 % der Stimmrechte (das entspricht 453215 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Fidelity Funds SICAV, Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 1,47 % (das entspricht 453215 Stimmrechten) betragen hat. Die Ratio Capital Management B.V., Amsterdam, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 13,30 % (das entspricht 4100000 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind der Ratio Capital Management B.V., Amsterdam, Niederlande, 13,30 % der Stimmrechte (das entspricht 4100000 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der Ratio Capital Management B.V., Amsterdam, Niederlande, dabei Stimmrechte zugerechnet: Stichting Bewaarder Ratio Capital Partners, Amersfoort, Niederlande. Die Stichting Bewaarder Ratio Capital Partners, Amersfoort, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 29. Oktober 2015 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 13,30 % (das entspricht 4100000 Stimmrechten) betragen hat. FIL Investments International, Hildenborough, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 13. Oktober 2015 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,76 % (das entspricht 1468090 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 4,76 % der Stimmrechte (das entspricht 1468090 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der FIL Investments International, Hildenborough, Großbritannien, dabei Stimmrechte zugerechnet: Fidelity Funds SICAV, Luxemburg, Luxemburg. FIL Holdings (UK) Limited, Hildenborough, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 13. Oktober 2015 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,76 % (das entspricht 1468090 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 4,76 % der Stimmrechte (das entspricht 1468090 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der FIL Holdings (UK) Limited, Hildenborough, Großbritannien, dabei Stimmrechte zugerechnet: Fidelity Funds SICAV, Luxemburg, Luxemburg. FIL Limited, Hamilton, Bermuda, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 13. Oktober 2015 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,76 % (das entspricht 1468090 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 4,76 % der Stimmrechte (das entspricht 1468090 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der FIL Limited, Hamilton, Bermuda, dabei Stimmrechte zugerechnet: Fidelity Funds SICAV, Luxemburg, Luxemburg. Fidelity Funds SICAV, Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 13. Oktober 2015 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,73 % (das entspricht 1457187 Stimmrechten) betragen hat. Herr William Geoffrey Oldfield, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 30. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,89 % (das entspricht 887047 Stimmrechten) betragen hat. 2,89 % der Stimmrechte (das entspricht 887047 Stimmrechten) sind Herrn William Geoffrey Oldfield nach § 22 Abs. 1, S. 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die Ennismore Fund Management Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 30. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,89 % (das entspricht 887047 Stimmrechten) betragen hat. 2,89 % der Stimmrechte (das entspricht 887047 Stimmrechten) sind der Ennismore Fund Management Limited nach § 22 Abs. 1, S. 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die Ennismore European Smaller Companies Fund, Dublin 2, Irland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30. Januar 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 26.01.2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,97 % (das entspricht 909816 Stimmrechten) betragen hat. Marcel Martinus Jacobus Johannes Boekhoorn, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29. Januar 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 29. Januar 2015 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,80 % (das entspricht 1.474.075 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihm 4,80 % (das entspricht 1.474.075 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden Marcel Martinus Jacobus Johannes Boekhoorn, Niederlande, dabei Stimmrechte zugerechnet: Semper Fortuna N.V., Rhenen, Niederlande; Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande; Elocin B.V., Bennekom, Niederlande. Semper Fortuna N.V., Rhenen, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29. Januar 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 29. Januar 2015 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,80 % (das entspricht 1.474.075 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 4,80 % der Stimmrechte (das entspricht 1.474.075 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden Semper Fortuna N.V., Rhenen, Niederlande, dabei Stimmrechte zugerechnet: Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande; Elocin B.V., Bennekom, Niederlande. Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29. Januar 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 29. Januar 2015 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,80 % (das entspricht 1.474.075 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 4,80 % der Stimmrechte (das entspricht 1.474.075 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande dabei Stimmrechte zugerechnet: Elocin B.V., Bennekom, Niederlande. Elocin B.V., Bennekom, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29. Januar 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 29. Januar 2015 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,80 % (das entspricht 1.474.075 Stimmrechten) betragen hat. Die Ratio Capital Management B.V., Amsterdam, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 27. Januar 2015 die Schwelle von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 8,15 % (das entspricht 2500000 Stimmrechten) betragen hat. 8,15 % der Stimmrechte (das entspricht 2500000 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Stichting Bewaarder Ratio Capital Partners. Die Stichting Bewaarder Ratio Capital Partners, Amersfoort, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 27. Januar 2015 die Schwelle von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 8,15 % (das entspricht 2500000 Stimmrechten) betragen hat. Marcel Martinus Jacobus Johannes Boekhoorn, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 28. Januar 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 23. Januar 2015 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und an diesem Tag 5,46 % (das entspricht 1.674.075 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihm 5,46 % (das entspricht 1.674.075 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden Marcel Martinus Jacobus Johannes Boekhoorn, Niederlande, dabei Stimmrechte zugerechnet: Semper Fortuna N.V., Rhenen, Niederlande, vormals auch firmierend als Ramphastos Investments N.V., Arnhem, Niederlande; Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande, vormals auch firmierend als Boekhoorn M & A B.V., Arnhem, Niederlande; Elocin B.V., Bennekom, Niederlande, vormals auch firmierend als Elocin B.V., Arnhem, Niederlande. Semper Fortuna N.V., Rhenen, Niederlande, vormals auch firmierend als Ramphastos Investments N.V., Arnhem, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 28. Januar 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 23. Januar 2015 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und an diesem Tag 5,46 % (das entspricht 1.674.075 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 5,46 % der Stimmrechte (das entspricht 1.674.075 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden Semper Fortuna N.V., Rhenen, Niederlande, dabei Stimmrechte zugerechnet: Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande, vormals auch firmierend als Boekhoorn M & A B.V., Arnhem, Niederlande; Elocin B.V., Bennekom, Niederlande, vormals auch firmierend als Elocin B.V., Arnhem, Niederlande. Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande, vormals auch firmierend als Boekhoorn M & A B.V., Arnhem, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 28. Januar 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 23. Januar 2015 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und an diesem Tag 5,46 % (das entspricht 1.674.075 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind ihr 5,46 % der Stimmrechte (das entspricht 1.674.075 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden Ramphastos Participaties Coöperatief U.A., Rhenen, Niederlande dabei Stimmrechte zugerechnet: Elocin B.V., Bennekom, Niederlande, vormals auch firmierend als Elocin B.V., Arnhem, Niederlande. Elocin B.V., Bennekom, Niederlande, vormals auch firmierend als Elocin B.V., Arnhem, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 28. Januar 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, am 23. Januar 2015 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und an diesem Tag 5,46 % (das entspricht 1.674.075 Stimmrechten) betragen hat. 2014: Die Merval AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 13. Oktober 2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,13 % (das entspricht 960.000 Stimmrechten) betragen hat. Die Taaleritehdas Plc., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. August 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 19. August 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0048 % (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) betragen hat. 5,0048 % der Stimmrechte (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund. Die Taaleritehdas Wealth Management Ltd., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. August 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 19. August 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0048 % (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) betragen hat. 5,0048 % der Stimmrechte (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund. Die Taaleritehdas Fund Management Ltd., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. August 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 19. August 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0048 % (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) betragen hat. 5,0048 % der Stimmrechte (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende Aktionäre, deren Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund. Die Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. August 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 19. August 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0048 % (das entspricht 1.535.000 Stimmrechten) betragen hat. Jan Albert de Vries, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 15. Januar 2014 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 14,72 % (das entspricht 4.514.706 Stimmrechten) betragen hat. 14,72 % der Stimmrechte (das entspricht 4.514.706 Stimmrechten) sind Herrn de Vries gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der Noes Beheer B.V. zuzurechnen. Die Noes Beheer B.V., Nijmegen, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland am 15. Januar 2014 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 14,72 % (das entspricht 4.514.706 Stimmrechten) betragen hat. 2009: Herr Jürgen W. Krebs, Schweiz, hat am 13. Januar 2009 die Schwellen von 30, 25, 20 und 15 % unterschritten. Herr Krebs hielt am 13. Januar 2009 3.287.200 Aktien (12,35 %), wovon ihm 346.000 Aktien (1,30 %) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Merval AG zugerechnet werden. Die Merval AG, Zug, Schweiz, hat am 13. Januar 2009 die Schwelle von 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 % unterschritten. Die Merval AG hielt am 13. Januar 2009 346.000 Aktien (1,30 %). Herr Rubino di Girolamo, Schweiz, hat am 13. Januar 2009 die Schwellen von 30, 25, 20, 15 und 10 % unterschritten. Herr di Girolamo hielt am 13. Januar 2009 1.530.000 Aktien (5,75 %), wovon ihm 1.530.000 Aktien (5,75 %) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Deepblue Holding AG zugerechnet werden. Die Deepblue Holding AG, Zug, Schweiz, hat am 13. Januar 2009 die Schwellen von 30, 25, 20, 15 und 10 % unterschritten. Die Deepblue Holding AG hielt am 13. Januar 2009 1.530.000 Aktien (5,75 %). 2008: Die DZ Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09. September 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der aap Implantate AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005066609, WKN: 506660 am 05. September 2008 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,8 % (das entspricht 1.267.357 Stimmrechten) betragen hat. 4. Honorar des AbschlussprüfersDie im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare für den Abschlussprüfer betrugen: a) für die Abschlussprüfung (Einzel und Konzernabschluss sowie sonstige Prüfung) 120 TEUR (Vorjahr: 147 TEUR) b) sonstige Leistungen 31 TEUR (Vorjahr: 20 TEUR) 5. Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Rahmen der turnusmäßigen Revalidierung zur Transport- und Schutzverpackung kam es bei Tests zu Feststellungen, die das Sterilbarrieresystem bestimmter steril verpackter Produkte betreffen. Daraufhin wurden von aap vorbeugend freiwillige Produktrückrufe im Februar und März 2017 initiiert. Das generelle Risiko einer Unsterilität der vom Rückruf betroffenen Produkte wird als sehr gering eingeschätzt. Gründe dafür liegen zum einen in der Verwendung einer doppelten Sterilverpackung, die die Sterilität des Produkts selbst bei einer Beschädigung einer Folie weiterhin gewährleistet und zum anderen begründet auf der Tatsache, dass es zu keinen Kundenbeanstandungen trotz jahrelanger Verwendung dieser Verpackung kam. Unmittelbare bzw. langfristige gesundheitliche Folgen für Patienten sind nach unserer umfangreichen Risikoevaluation nicht zu erwarten. Auf Grundlage der heute verfügbaren Informationen können wir derzeit keine verlässliche Einschätzung zu möglichen finanziellen Implikationen geben. Sollte es hierbei zu Auswirkungen mit maßgeblicher Implikation auf die Vermögens- Finanz und Ertragslage kommen, werden wir entsprechend informieren. 6. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexDie aap Implantate AG hat die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zur Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf unserer Website (www.aap.de/de/Investoren/Corporate_Governance) zugänglich gemacht. 7. VeröffentlichungDer vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde am 31. März 2017 durch den Vorstand der Gesellschaft zur Veröffentlichung freigegeben.
Berlin, 31. März 2017 Der Vorstand Bruke Seyoum Alemu Vorstandsvorsitzender/CEO Marek Hahn Mitglied des Vorstands/CFO VI. Versicherung der gesetzlichen Vertreter (gemäß § 37y Nr. 1 WpHG)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem der mit dem Lagebericht der aap Implantate AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Berlin, 31. März 2017 Der Vorstand Bruke Seyoum Alemu Vorstandsvorsitzender, CEO Marek Hahn Mitglied des Vorstands, CFO Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016Überwachung und Beratung durch regelmäßigen Austausch mit dem VorstandDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen, die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten, seine Tätigkeiten fortwährend überwacht und sich stets von der Rechts-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Die Berichte beinhalteten alle relevanten Informationen zur Strategieentwicklung, zur Planung, zur unterjährigen Geschäftsentwicklung, den Risiken sowie zur Compliance. Außerdem standen neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch die anderen beiden Mitglieder des Aufsichtsrats zwischen den Sitzungen in einem engen und regelmäßigen Informationsaustausch mit den Vorstandsmitgliedern. Über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Profitabilität der Gesellschaft, das Risikomanagement, den Gang der Geschäfte und die Lage des Konzerns sowie über die Fragen der strategischen Unternehmensentwicklung war der Aufsichtsrat so umfassend und zeitnah informiert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand ebenfalls mit dem Aufsichtsrat ab. Über wichtige Erkenntnisse sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den genehmigten Plänen wurden spätestens auf der nächsten Sitzung vorgetragen, begründet und diskutiert. Der Aufsichtsrat erörterte mit dem Vorstand die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge sowie die Weiterentwicklung des Konzerns. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Beschlussvorlagen in den Sitzungen oder aufgrund von schriftlichen und mündlichen Informationen nach gründlicher Prüfung verabschiedet, sofern für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung erforderlich war. Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2016 zu insgesamt vier Sitzungen zusammen, und zwar am 29. Januar, 15. April, 14. November und 21. Dezember. Bei zwei Sitzungen wurde jeweils ein Mitglied telefonisch zugeschalten. Daneben wurden im Berichtsjahr am 20. Januar, 15. Februar, 17. März, 28. April und 11. August Telefonkonferenzen durchgeführt, an denen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen haben. Schwerpunkte der Beratungen im AufsichtsratIm Geschäftsjahr 2016 bestanden keine Ausschüsse, so dass Beratungen des Aufsichtsrats im Gesamtgremium stattgefunden haben. Neben der gesetzlichen Regelberichterstattung sind insbesondere folgende Schwerpunktthemen vom Aufsichtsrat intensiv beraten und geprüft worden:
Gegenstand regelmäßiger Beratungen war die Entwicklung von Umsatz, Ergebnis und Beschäftigung der aap Implantate AG, die Finanzlage, die strategischen Perspektiven, die Weiterentwicklung des Konzerns sowie die Investitionsplanung. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit der wirtschaftlichen Lage und mit der operativen und strategischen Entwicklung befasst und über die Weiterentwicklung des Konzerns beraten. Corporate GovernanceDer Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsetzung der Vorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Entwicklung der Corporate-Governance-Standards fortlaufend beobachtet. Im Januar 2017 wurde von Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Informationen zur Corporate Governance im Unternehmen sowie einen ausführlichen Bericht zur Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB bzw. im Vergütungsbericht des konsolidierten Jahresfinanzberichts 2016. Beide Dokumente stehen ebenfalls auf der Website der Gesellschaft zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2016 kam es zu einem Wechsel im Aufsichtsrat der aap Implantate AG. Frau Jacqueline Rijsdijk folgte auf Herrn Ronald Meersschaert, der sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Seine Tätigkeit endete zum 5. Oktober 2016. Jacqueline Rijsdijk wurde bereits von der Hauptversammlung 2014 als Ersatzmitglied für Ronald Meersschaert bestimmt. Der Aufsichtsrat wählte sie am 6. Oktober 2016 einstimmig zur stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Damit lag der Anteil an Frauen im Aufsichtsrat der aap Implantate AG zum 31. Dezember 2016 bei 33 %. Jahres- und Konzernabschluss, AbschlussprüfungDie von der Hauptversammlung am 17. Juni 2016 zum Prüfer der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2016 gewählte Roever Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, hat den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für den Einzel- und Konzernabschluss sowie den Konzernabschluss der aap Implantate AG zum 31. Dezember 2016 geprüft und erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Unter den Prüfungsschwerpunkten befanden sich die Umsatzrealisation und Erlösabgrenzung, die Bewertung der Forderungen und der Vorräte sowie die Entkonsolidierung der aap Biomaterials GmbH. Dem Aufsichtsrat sind neben dem Jahresabschluss und dem zusammengefassten Lagebericht für den Einzel- und Konzernabschluss auch der Konzernabschluss sowie die Berichte des Abschlussprüfers ausgehändigt worden. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden auf der Bilanzsitzung am 28. März 2017 ausführlich diskutiert. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der aap Implantate AG und des Konzerns erläutert. Der den Prüfungsbericht unterzeichnende Wirtschaftsprüfer hat an den Besprechungen des Aufsichtsrats und des Vorstands über die Vorlagen teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet und für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung gestanden. Nach eigener Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts für den Einzel- und Konzernabschluss hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGBDer Aufsichtsrat hat sich mit den Angaben und dem Bericht zu den Angaben im zusammengefassten Lagebericht für den Einzel- und Konzernabschluss gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB auseinandergesetzt. Die entsprechenden Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht für den Einzel- und Konzernabschluss hat der Aufsichtsrat geprüft und gebilligt. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr persönliches Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit in den zurückliegenden ereignisreichen Monaten unseres Unternehmens.
Der Aufsichtsrat Biense Visser, Vorsitzender VII. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der aap Implantate AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der aap Implantate AG zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der aap Implantate AG. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 31. März 2017 Roever Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer Ralf Bierent, Wirtschaftsprüfer |
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