![]() aap Implantate AGBerlinHalbjahresfinanzbericht 2017Konzern-Zwischenbericht 2. Quartal
2017 HalbjahresberichtAusgewählte Kennzahlen (ungeprüft)
1)
Umsatz der letzten vier Quartale Hinweis: Bei den in diesem Quartalsbericht enthaltenen Zahlen handelt es sich um ungeprüfte
Werte. Bei den dargestellten Zahlenangaben können technische Rundungsdifferenzen bestehen,
die die Gesamtaussage nicht beeinträchtigen. Produktbild Titel: Distale Laterale Femur Platte Periprothetik Vorwort des VorstandesSehr geehrte Damen und Herren,sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Geschäftspartner,Im zweiten Quartal 2017 haben wir unsere finanziellen Ziele erreicht. Sowohl der Umsatz
als auch das EBITDA lagen im Berichtszeitraum innerhalb der Guidance. Erfreulich ist die Trauma-Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2017: Hier konnten
wir einen Anstieg von 14 % gegenüber der Vorjahresperiode verzeichnen. Im zweiten
Quartal 2017 realisierten wir dabei einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Unter
Berücksichtigung der im Vorjahr umgesetzten Desinvestionen (aap Joints und aap Biomaterials)
und des damit einhergehenden Wegfalls der mit diesen Unternehmen realisierten Umsatzerlöse,
sank der Gesamtumsatz im zweiten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode um 12 %, während
wir im ersten Halbjahr einen Anstieg von 5 % verzeichnen konnten. Die zuvor beschriebenen
Entwicklungen im Vorjahresvergleich ergeben sich nach Herausrechnung eines im Rahmen
der Aufstellung des Jahresabschlusses 2016 rückabgewickelten und im zweiten Quartal
2016 fakturierten Initialumsatzes mit einem Distributionspartner. Ein stärkerer Fokus auf etablierte Märkte wie Nordamerika und Europa ist eine wesentliche Zielsetzung unserer Management Agenda. Dabei konnten wir insbesondere in Nordamerika erneut gute Fortschritte verzeichnen. Ein Meilenstein war die im zweiten Quartal geschlossene Vertriebsvereinbarung mit Integra LifeSciences für unser LOQTEQ® Radiussystem. Die Partnerschaft mit diesem weltweit führenden US-Medizintechnikunternehmen wird die dynamische Entwicklung in Nordamerika unterstützen und damit einen Beitrag zum weiteren geplanten Umsatzwachstum leisten. In diesem strategisch wichtigen Markt konnten wir im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatzzuwachs von 26 % verzeichnen, während das zweite Quartal ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres lag. Dabei entwickelt sich der Umsatz, den unsere nordamerikanische Tochtergesellschaft direkt mit Distributionspartnern erzielt, weiterhin sehr erfreulich und lag zum Ende des ersten Halbjahres bereits über dem Wert des gesamten Vorjahres. Gleichzeitig zeigte die Umsatzentwicklung in den BRICS- und SMIT-Staaten im ersten Halbjahr einen positiven Trend zur Stabilisierung. Das EBITDA wollen wir im Geschäftsjahr 2017 zum einen durch eine Steigerung der Bruttomarge
und zum anderen durch Kostensenkungen verbessern. Dabei konnten wir auch im zweiten
Quartal eine gegenüber dem Vorjahr stark verbesserte Bruttomarge realisieren, die
insbesondere auf den wachsenden Umsatzanteil in etablierten Märkten zurückzuführen
ist. Kostenseitig setzte sich der Rückgang der Personalkosten als Folge der im letzten
Jahr umgesetzten Personalmaßnahmen auch im zweiten Quartal weiter fort, so dass wir
im ersten Halbjahr bereits eine spürbare Reduktion realisieren konnten. Gleichzeitig
wurde das EBITDA im zweiten Quartal aber auch durch Einmaleffekte belastet. Trotz
dieser Einmalbelastung lag das EBITDA im Rahmen der Guidance, was abermals unser stringentes
Kostenmanagement widerspiegelt. Eine gute Entwicklung haben wir auch beim Working Capital Management verzeichnet,
die positiv den operativen Cash-Flow des ersten Halbjahres beeinflusst hat. Neben
der teilweisen Umsatzrealisierung durch den Abbau an Vorräten konnten wir den Forderungsbestand
reduzieren und somit die Umschlagshäufigkeit der Forderungen (gemessen an der Kennzahl
DSO) gegenüber dem letzten Jahr deutlich verbessern. Im Hinblick auf die weitere Komplettierung des LOQTEQ® Portfolios lag der Fokus im zweiten Quartal primär auf den Vorbereitungen von Zulassungen weiterer polyaxialer LOQTEQ® Systeme sowie den fortgeführten Produktentwicklungsschritten zur Fertigstellung des aap -Fußsystems. Im Bereich Silberbeschichtungstechnologie stand insbesondere der weitere Abstimmungsprozess bezüglich Umfang und Design der klinischen Studie mit den involvierten Behörden im Vordergrund. Zudem wurde eine namhafte international agierende CRO (Clinical Research Organization) ausgewählt, die bereits über umfangreiche Erfahrungen mit Zulassungsstudien dieser Art verfügt. Ziel der kommenden Monate ist es, gemeinsam mit der CRO die notwendigen Schritte zum Start der Studie zu planen und diese nach behördlicher Abstimmung durchzuführen. Daneben wurde das für die Entwicklung und Zulassung der Silberbeschichtungstechnologie zuständige Team im Berichtszeitraum mit erfahrenen Fach- und Führungskräften von global führenden Unternehmen verstärkt. In den vergangenen Wochen haben wir zudem ein öffentliches Aktienrückkaufangebot durchgeführt.
Auf diesem Wege haben wir unsere Aktionäre an einem Teil der Erlöse aus dem Verkauf
der aap Biomaterials GmbH beteiligt. Gegenstand des freiwilligen Angebots war der
Erwerb von bis zu 2,25 Millionen unserer Aktien für 1,52 Euro je Aktie. Insgesamt
ist der Aktienrückkauf sehr erfolgreich verlaufen. Die Transaktion zeichnete sich
durch ein reges Interesse aus und war mit rund 3,9 Millionen zum Rückkauf angebotenen
Aktien überzeichnet. Nach Abschluss des Rückkaufs haben wir die rund 2,25 Millionen
erworbenen Aktien eingezogen und das Grundkapital um den entsprechenden Nominalbetrag
herabgesetzt. Nicht zuletzt blicken wir auf eine erfolgreiche Hauptversammlung zurück, die am 16.
Juni 2017 in Berlin stattfand. Alle Tagesordnungspunkte wurden mit großer Mehrheit
angenommen. Erfreulich war für uns dabei auch die Wiederwahl der drei bestehenden
Aufsichtsratsmitglieder Biense Visser, Jacqueline Rijsdijk und Rubino Di Girolamo.
aap setzt damit auch in den kommenden Jahren auf Kontinuität auf der Ebene des zentralen
Kontrollorgans. Für das zweite Halbjahr warten noch einige Herausforderungen auf uns, die es zu meistern
gilt, um die Ziele für das Geschäftsjahr zu erreichen. Wir sind zuversichtlich, dass
wir mit den eingeleiteten Maßnahmen aap wieder auf den angestrebten Wachstumskurs
zurückführen werden.
Die AktieAllgemeine Informationen zur Aktie der aap
Kennzahlen* der Aktie der aap
*
Datenquelle: Bloomberg. Kennzahlen beziehen sich auf XETRA-Tagesschlusskurse. Die internationalen Aktienmärkte kennzeichneten sich im ersten Halbjahr 2017 durch
ein überwiegend positives Stimmungsbild. Dementsprechend verzeichneten im Berichtszeitraum
sowohl die meisten deutschen als auch internationale Aktienindizes einen Aufwärtstrend.
Dabei wurde das Kapitalmarktumfeld neben den stabilen Konjunkturdaten insbesondere
im Euroraum auch vom Wahlsieg Manuel Macrons bei den französischen Präsidentschaftswahlen
gestützt. Zudem wirkte sich das anhaltend niedrige Zinsumfeld offenbar weiterhin positiv
auf das Investitionsverhalten der Anleger aus. Gegen Ende des Berichtszeitraums wurde
die Stimmung an den Aktienmärkten dann insbesondere durch eine Rede von EZB-Chef Mario
Draghi, in der er ein Ende der expansiven Geldpolitik andeutete, belastet. Gleichzeitig
sorgten die anhaltende Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar, erneut fallende
Erdölpreise und verschiedene geopolitische Konfliktherde für Verunsicherung. Diese
konnten das positive Gesamtbild des ersten Halbjahres jedoch nicht nachhaltig negativ
beeinflussen. Die Aktie der aap entwickelte sich im Berichtszeitraum analog zum Gesamtmarkt positiv.
Ausgehend von einem XETRA-Schlusskurs von 1,29 Euro am 2. Januar 2017 verzeichnete
die Aktie in den ersten Tagen des Jahres zunächst einen Kursanstieg bevor eine Seitwärtsbewegung
einsetzte. Gegen Ende des ersten Quartals wurde die Aktie dann von einem Abwärtstrend
erfasst und erreichte am 30. März 2017 den Halbjahrestiefststand von 1,06 Euro. In
den folgenden Wochen erholte sich der Aktienkurs zunehmend und stieg bis zum Ende
des Berichtszeitraums deutlich an. Positiven Einfluss dürften dabei neben den Ergebnissen
des ersten Quartals 2017 auch die Ankündigung eines freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebots
Anfang Mai gehabt haben. In der Folge erreichte die Aktie am 26. Juni 2017 den Halbjahreshöchststand
von 1,48 Euro. Der Schlusskurs der Berichtsperiode lag am 30. Juni 2017 bei 1,42 Euro.
Damit legte die Aktie der aap im ersten Halbjahr 2017 insgesamt rund 10 % zu und übertraf
somit beispielsweise auch den für sie relevanten Prime All Share Index, der im gleichen
Zeitraum mit etwa 8 % im Plus notierte. Indizes Kursvergleich H1 | 2017![]() Peer Group Kursvergleich H1 | 2017![]() ResearchDie aap Implantate AG wird aktuell von den folgenden Researchunternehmen gecovert:
Alle Researchberichte der Analysehäuser finden Sie im Internet unter www.aap.de/de/investoren/aktie/research.
Die Berichte der Edison Investment Research GmbH sind ausschließlich in englischer
Sprache verfügbar. Investor RelationsZielsetzung der Investor Relations-Arbeit bei aap ist es eine faire Bewertung der
Aktie durch den Kapitalmarkt zu erreichen. Grundlage hierfür war auch im ersten Halbjahr
2017 ein kontinuierlicher und transparenter Dialog mit allen Marktteilnehmern sowie
die Bereitstellung präziser und bewertungsrelevanter Informationen. Im Mittelpunkt
des Berichtszeitraums stand die 8. DVFA Frühjahrskonferenz in Frankfurt am Main. Hier
präsentierte der Vorstand aap und tauschte sich in mehreren 1on1-Meetings mit bestehenden
und insbesondere potentiellen neuen Investoren über die Equity Story und die aktuellen
Entwicklungen aus. Darüber hinaus wurden im ersten Halbjahr zahlreiche Conference
Calls mit Investoren geführt. Im weiteren Jahresverlauf wird aap im November auf dem Deutschen Eigenkapitalforum
in Frankfurt am Main präsent sein. HauptversammlungAm 16. Juni 2017 fand die ordentliche Hauptversammlung der aap im Ludwig Erhard Haus
in Berlin statt. Dabei wurden alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit angenommen.
Hervorzuheben ist sicherlich die Wiederwahl der drei Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft:
Biense Visser, Jacqueline Rijsdijk und Rubino Di Girolamo wurden für die Zeit bis
zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für
das Geschäftsjahr 2021 beschließt, erneut in das Gremium gewählt. Dabei bekleidet
Biense Visser nach wie vor das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats während Jacqueline
Rijsdijk als stellvertretende Vorsitzende agiert. Damit setzt aap auch in den kommenden
Jahren auf Kontinuität auf der Ebene des zentralen Kontrollorgans. Aktienrückkauf und KapitalherabsetzungAm 8. Mai 2017 hat aap die Durchführung eines freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebots
angekündigt und mit Mitteilung vom 15. Juni 2017 konkretisiert. Insgesamt bot aap
im Rahmen des Aktienrückkaufs an bis zu 2,25 Millionen Aktien für 1,52 Euro je Aktie
zu einem maximalen Gesamterwerbspreis (einschließlich Nebenkosten) von bis zu 3,5
Mio. EUR zu erwerben. Der Gesellschaft wurden innerhalb der Angebotsfrist vom 20.
Juni 2017 bis zum 10. Juli 2017 3.906.681 Aktien zum Rückkauf angeboten, so dass das
Aktienrückkaufangebot überzeichnet war. Dementsprechend wurden die Annahmeerklärungen
der Aktionäre verhältnismäßig berücksichtigt und es wurden 2.249.746 Aktien der aap
zurückgekauft. Damit lag die Annahmequote bei rund 58 %. Auf diesem Wege wurde die
bereits angekündigte teilweise Auskehr von Erlösen an die Aktionäre aus dem im letzten
Jahr erfolgten Verkauf der Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH umgesetzt. Mit
dem Aktienrückkauf hat sich die Gesellschaft für eine aktionärsfreundliche Maßnahme
entschieden, die auch dem Charakter einer einmaligen Sonderausschüttung am ehesten
gerecht wird. Am 19. Juli 2017 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, die
2.249.746 im Rahmen des Aktienrückkaufs erworbenen Aktien der aap einzuziehen und
das Grundkapital der Gesellschaft um den korrespondierenden Betrag von 2.249.746,00
EUR herabzusetzen. Damit beträgt das Grundkapital der aap nach der Kapitalherabsetzung
28.582.410,00 EUR und ist in 28.582.410 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammaktien
(Stückaktien) im anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Stückaktie eingeteilt. AktionärsstrukturIm ersten Halbjahr 2017 kam es lediglich zu einer geringfügigen Veränderung innerhalb
der Aktionärsstruktur der aap, so dass sich diese auch weiterhin durch ein hohes Maß
an Stabilität mit einer langfristig orientierten Investorenbasis kennzeichnet. Der
Streubesitz lag zum 30. Juni 2017 bei rund 46,96 %. Die folgende Übersicht zeigt alle Beteiligungen an der aap ≥ 3% zum 30. Juni 2017
nach den uns vorliegenden Informationen: ![]() *
Auf Basis eigener Berechnungen. Anteilsbesitz OrganeDie folgende Tabelle zeigt den direkten und indirekten Anteilsbesitz aller Mitglieder
des Aufsichtsrats und des Vorstands an der Gesellschaft per 30. Juni 2017:
Konzernzwischenlagebericht (ungeprüft)Geschäfts- und RahmenbedingungenOrganisatorische und rechtliche StrukturIn den Konzernabschluss sind neben der aap Implantate AG alle Unternehmen nach der
Methode der Vollkonsolidierung einbezogen worden, bei denen dem Mutterunternehmen
aap Implantate AG direkt oder indirekt über Tochtergesellschaften die Mehrheit der
Stimmrechte zusteht.
Tochterunternehmenaap Implants Inc.Die aap Implants Inc. ist die Vertriebsgesellschaft der aap Implantate AG für den
nordamerikanischen Markt. Sitz der Gesellschaft ist Dover, Delaware, USA. Die logistische
Abwicklung sämtlicher Aufträge erfolgt über einen Service Provider in Atlanta, Georgia,
USA. MAGIC Implants GmbHDie MAGIC Implants GmbH ist eine Vorratsgesellschaft, in der potentiell sämtliche
Entwicklungs- und gegebenenfalls Vermarktungsaktivitäten im Bereich Magnesiumtechnologie
gebündelt werden sollen. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. BeteiligungenAEQUOS Endoprothetik GmbHAn der AEQUOS Endoprothetik GmbH besteht eine Beteiligung ohne maßgebenden Einfluss
auf die Geschäfts- und Finanzpolitik in Höhe von 4,57 %. Sitz der Gesellschaft ist
München. Produkte, Märkte & VertriebDer Vertrieb der Produkte erfolgt überwiegend unter dem Markennamen "aap". Während
die Produkte im deutschsprachigen Raum direkt an Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften
und Verbundkliniken vertrieben werden, setzt das Unternehmen auf internationaler Ebene
auf ein breites Distributorennetzwerk in über 25 Ländern. Regional betrachtet liegen
die wichtigsten Absatzmärkte neben Nordamerika, der DACH-Region und weiteren europäischen
Märkten insbesondere in den BRICS- und SMIT-Staaten. Im Rahmen ihrer Marketing- und Vertriebsaktivitäten war aap im zweiten Quartal 2017
unter anderem auf dem 18. EFORT Kongress (European Federation of National Associations
of Orthopaedics and Traumatology) in Wien vertreten. Der internationale Kongress zählt
mit über 6.000 Teilnehmern zu den bedeutendsten europäischen Veranstaltungen in den
Bereichen Orthopädie und Trauma. Darüber hinaus organisierte die Gesellschaft gemeinsam
mit dem Universitätsklinikum Gießen unter der Schirmherrschaft von Klinikdirektor
und Universitätsprofessor Dr. Christian Heiß bereits zum vierten Mal den "International
Osteosynthesis Trauma Course". Die Veranstaltung erfreut sich nach wie vor großer
Beliebtheit und wurde von mehr als 40 Teilnehmern aus neun verschiedenen Ländern besucht. Produktentwicklungen und ZulassungenIm Bereich LOQTEQ® lag der Fokus im Hinblick auf die weitere Komplettierung des Portfolios im zweiten Quartal 2017 primär auf den Vorbereitungen von Zulassungen weiterer polyaxialer LOQTEQ® Systeme sowie den fortgeführten Produktentwicklungsschritten zur Fertigstellung des aap-Fußsystems. Mit polyaxialen Implantaten können winkelstabile Schrauben in verschiedenen Winkeln gesetzt und Frakturen somit flexibel behandelt werden. Im Bereich Silberbeschichtungstechnologie lag der Fokus im zweiten Quartal 2017 auf
dem Abstimmungsprozess bezüglich Design und Umfang der klinischen Studie mit den involvierten
Behörden. Zudem wurde im Berichtszeitraum eine namhafte international agierende CRO
(= Clinical Research Organization) ausgewählt, die bereits über umfangreiche Erfahrungen
mit Zulassungsstudien dieser Art verfügt. Ziel der kommenden Monate ist es, gemeinsam
mit der CRO die notwendigen Schritte zum Start der Studie zu planen und diese nach
behördlicher Abstimmung durchzuführen. Daneben wurde das für die Entwicklung und Zulassung
der Silberbeschichtungstechnologie zuständige Team bei aap im zweiten Quartal mit
erfahrenen Fach- und Führungskräften von global führenden Unternehmen verstärkt. Im Bereich Magnesiumtechnologie lag der Fokus im zweiten Quartal 2017 in erster Linie
auf der technologische Weiterentwicklung der resorbierbaren Implantate. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterZum Stichtag 30.06.2017 waren insgesamt 143 Mitarbeiter bei der aap beschäftigt (31.12.2016:
155 Mitarbeiter). WirtschaftsberichtVorbemerkungAusgehend von den berichteten Umsatzzahlen von 3,4 Mio. EUR im zweiten Quartal 2016
bzw. 5,9 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2016, ist zu beachten, dass der Vorstand im Rahmen
der Aufstellung des Jahresabschlusses 2016 als vorbeugende Maßnahme die Rückabwicklung
eines im zweiten Quartal 2016 fakturierten Initialumsatzes mit einem Distributionspartner
beschlossen hatte. Hintergrund war die nicht fristgerechte Zahlung des vertraglich
geschuldeten Kaufpreises. Bei Herausrechnung dieses Effekts ergibt sich für das zweite
Quartal 2016 ein vergleichbarer Gesamtumsatz von 2,7 Mio. EUR und von 5,2 Mio. EUR
für das erste Halbjahr 2016. Dementsprechend beträgt der vergleichbare Trauma-Umsatz
im zweiten Quartal 2016 2,3 Mio. EUR und 4,5 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten
2016. ErtragslageUmsatz- und Margenentwicklung sowie Gesamtleistungaap realisierte im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von
2,3 Mio. EUR (Q2/2016 vergleichbar: 2,7 Mio. EUR) und damit einen Wert innerhalb der
im Mai abgegebenen Prognose von 1,8 Mio. EUR bis 2,7 Mio. EUR. Im ersten Halbjahr
2017 erhöhte sich der Umsatz gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 5 %
auf 5,4 Mio. EUR (H1/2016 vergleichbar: 5,2 Mio. EUR). Dabei ist insbesondere zu beachten,
dass der Rückgang im zweiten Quartal, vor allem aber der Anstieg im ersten Halbjahr
2017, vor dem Hintergrund der im Vorjahr umgesetzten Desinvestitionen (aap Joints
und aap Biomaterials) und des damit einhergehenden fast vollständigen Wegfalls der
mit diesen Unternehmen realisierten Umsatzerlöse zu werten ist. aap erzielte in den
ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 einen Umsatz aus dem Produktgeschäft
mit der aap Joints GmbH sowie aus Vertriebsdienstleistungen für das veräußerte ehemalige
Tochterunternehmen aap Biomaterials GmbH in Höhe von insgesamt rund 0,7 Mio. EUR (H1/2017:
0,3 Mio. EUR), während der Umsatz im zweiten Quartal 2016 0,4 Mio. EUR (Q2/2017: 0,1
Mio. EUR) betrug. Erfreulich ist die Trauma-Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2017: Hier verzeichnete
die Gesellschaft einen Anstieg von 14 % gegenüber der Vorjahresperiode auf 5,2 Mio.
EUR (H1/2016 vergleichbar: 4,5 Mio. EUR), während der Umsatz im zweiten Quartal 2017
auf dem Niveau des Vorjahres lag (2,3 Mio. EUR). Im Hinblick auf die angestrebte Vertriebsfokussierung
auf etablierte Märkte erhöhte sich der auf Nordamerika und Europa gemeinsam entfallende
Umsatzanteil in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 3,7 Mio.
EUR (H1/2016: 3,6 Mio. EUR). Wachstumstreiber waren dabei insbesondere die strategisch
wichtigen Kernmärkte Nordamerika und die DACH-Region, die im ersten Halbjahr 2017
um 26 % beziehungsweise 10 % gewachsen sind. Gleichzeitig zeigte die Umsatzentwicklung
in den BRICS- und SMIT-Staaten in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres
einen positiven Trend zur Stabilisierung. Mit Blick auf die zuvor beschriebenen Entwicklungen lassen sich klar die Fortschritte
der aap im Rahmen der Vertriebsfokussierung auf etablierte Märkte wie Nordamerika,
die DACH-Region und weitere europäische Länder sowie bei der angestrebten Rückkehr
auf den Wachstumspfad ablesen. Die Gesamtleistung hat sich bei gesunkenen Umsatzerlösen um 0,4 Mio. EUR auf 2,9 Mio.
EUR (-13 %) im zweiten Quartal 2017 und um 1,2 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR (-17 %) im
ersten Halbjahr 2017 vermindert. Grund ist neben dem verminderten Umsatzvolumen zum
einen der Bestandsabbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im ersten Halbjahr
2017 (Q2/2017: Bestandsaufbau von 0,3 Mio. EUR) und zum anderem ein im Vergleich zur
Vorjahresperiode geringerer Umfang an aktivierten Eigen- und Entwicklungsleistungen.
Die Entwicklung im Bereich des Vorratsvermögens ist sehr begrüßenswert, da aap den
Umsatz in den ersten sechs Monaten 2017 teilweise aus vorhandenen Beständen realisieren
konnte. Der ausgewiesene Bestandsaufbau im zweiten Quartal 2017 erfolgte ausschließlich
zur weiteren Förderung des dynamisch wachsenden Geschäfts in Nordamerika. Die Materialaufwendungen sanken signifikant von 0,8 Mio. EUR im zweiten Quartal 2016
auf 0,4 Mio. EUR im Berichtszeitraum beziehungsweise von 2,3 Mio. EUR auf 1,1 Mio.
EUR im Halbjahresvergleich. Gleiches ergibt sich für die Materialaufwandsquote (bezogen
auf Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen), die sich ebenfalls stark auf 16 % (Q2/2016:
26 %) im zweiten Quartal 2017 und auf 20 % (H1/2016: 37 %) im ersten Halbjahr 2017
verminderte. Hintergrund dieser Entwicklung ist zum einen, dass im Vergleich zur jeweiligen
Vorjahresperiode keine Leiharbeitnehmer mehr beschäftigt wurden und zum anderen eine
signifikante Reduktion an bezogenen Dienstleistungen von Dritten erfolgte. Dies zeigt
weitere Erfolge des bereits in weiten Teilen umgesetzten Maßnahmenplans, der unter
anderem das Ziel verfolgt, die Herstellungskosten nachhaltig zu senken. Dabei ist
die Reduzierung des Fremdleistungsanteils hin zu einem höheren Eigenfertigungsgrad
ein integraler Bestandteil um eine Margenverbesserung zu erreichen. In diesem Zusammenhang
konnten im zweiten Quartal 2017 weitere Fortschritte verzeichnet werden: So verbesserte
sich der Fremdleistungsanteil im Materialaufwand gegenüber dem zweiten Quartal 2016
auf 6 % (Q2/2016: 13 %) und auf 5 % im ersten Halbjahr 2017 (H1/2016: 20 %). Ausgehend von den vorgenannten Entwicklungen und durch die realisierten Umsatzzuwächse
in etablierten und margenstärkeren Märkten, aber auch durch ein diszipliniertes Management
des Vorratsvermögens, erhöhte sich die Bruttomarge (bezogen auf Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen
und Materialaufwendungen) von 74 % auf 84 % im zweiten Quartal 2017 und von 63 % auf
80 % in den ersten sechs Monaten 2017. Kostenstruktur und ErgebnisDie rückläufigen Personalaufwendungen spiegeln die im zweiten Halbjahr 2016 umgesetzten
Personalmaßnahmen wider, die im Rahmen der Angleichung des Kostenniveaus an die zukünftig
erwarteten Umsatzströme und die verminderte Unternehmensgröße vollzogen wurden. Der
Personalaufwand sank infolgedessen von 2,4 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres
auf 2,0 Mio. EUR im zweiten Quartal 2017 und von 4,7 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR im
ersten Halbjahr 2017. Hierbei ist zu erwähnen, dass in den Personalaufwendungen des
zweiten Quartals 2016 0,3 Mio. EUR an Abfindungszahlungen enthalten sind. Die Personalkostenquote
(bezogen auf die Gesamtleistung) sank im zweiten Quartal von 72 % auf 68 % während
sich in den ersten sechs Monaten 2017 trotz stark gesunkener Gesamtleistung keine
Veränderung ergab (Personalkostenquote 67 %). Zum Stichtag 30.06.2017 waren insgesamt 143 Mitarbeiter bei der aap beschäftigt (31.12.2016:
155 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen sowohl im zweiten Quartal 2017 als
auch in den ersten sechs Monaten 2017 um 0,7 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR (Q2/2016: 1,8
Mio. EUR) beziehungsweise auf 4,6 Mio. EUR (H1/2016: 3,9 Mio. EUR). Dabei stiegen
die umsatzabhängigen Kosten der Warenabgabe (Ausgangsfrachten, Verpackungsmaterial
und Verkaufsprovisionen) korrelierend zur dynamischen Umsatzentwicklung vor allem
in Nordamerika an, während das zweite Quartal zusätzlich mit Einmaleffekten aus einer
Risikovorsorge im Zusammenhang mit den freiwillig initiierten Produktrückrufen im
Februar und März 2017 (0,4 Mio. EUR) sowie aus einer geänderten Ausweisdarstellung
von Fremdwährungseffekten (0,2 Mio. EUR) belastet war. Daneben entstanden erhöhte
Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem zu Beginn des Jahres initiierten umfangeichen
Programms zur Verbesserung des gesamten Qualitätsmanagementsystems (Projekt "Quality
First"), dem im Juni kommunizierten Aktienrückkaufangebot sowie den Zulassungsaktivitäten
rund um die Silberbeschichtungstechnologie. Dagegen wiesen die übrigen Kostenpositionen
einen rückläufigen Trend auf. Insgesamt erhöhte sich die Quote der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen (bezogen auf die Gesamtleistung) gegenüber dem Vorjahr von 53 % auf 84
% im zweiten Quartal 2017 und von 55 % auf 79 % im ersten Halbjahr 2017. Ausgehend von den beschriebenen Entwicklungen realisierte aap damit im zweiten Quartal
2017 ein EBITDA in Höhe von -1,6 Mio. EUR (Q2/2016: -1,4 Mio. EUR), das damit ebenfalls
innerhalb der im Mai abgegebenen Prognose von -1,7 Mio. EUR bis -1,3 Mio. EUR lag.
Trotz der zuvor genannten Einmalbelastungen realisierte die Gesellschaft in den ersten
sechs Monaten des Geschäftsjahres ein um 0,3 Mio. EUR verbessertes EBITDA von -3,3
Mio. EUR (H1/2016: -3,6 Mio. EUR), was vor allem aus der verbesserten Bruttomarge,
stark gesunkenen Personalkosten und leicht gestiegenen sonstigen Erträgen resultiert. Da in beiden Geschäftsjahren Einmaleffekte enthalten sind, ist ein Vergleich auf Basis
des Recurring EBITDA (EBITDA ohne Einmaleffekte) sinnvoll:
*
Aufwendungen in der Berichtsperiode <50k EUR
*
Aufwendungen in der Berichtsperiode <50k EUR Ausgehend von den vorgenannten Entwicklungen beträgt das um Einmaleffekte bereinigte
- Recurring EBITDA - für das zweite Quartal 2017 -1,1 Mio. EUR (Q2/2016: -1,5 Mio.
EUR) sowie für das erste Halbjahr 2017 -2,4 Mio. EUR (H1/2016: -3,6 Mio. EUR) und
spiegelt die angestrebte Entwicklung wider: Fokus auf etablierte Märkte mit höheren
Ergebnismargen bei gleichzeitig diszipliniertem Kostenmanagement zur Verbesserung
der operativen Performance. Diese Handlungsfelder sind im Geschäftsjahr 2017 von zentraler
Bedeutung für das Management. Das EBIT lag im zweiten Quartal 2017 bei -2,1 Mio. EUR (Q2/2016:-1,9 Mio. EUR) und
im ersten Halbjahr 2017 bei -4,3 Mio. EUR (H1/2016: -4,5 Mio. EUR). Insgesamt realisierte aap damit im zweiten Quartal 2017 ein Periodenergebnis nach
Steuern von -2,6 Mio. EUR (Q2/2016: -1,9 Mio. EUR) und im ersten Halbjahr 2017 von
-4,8 Mio. EUR (H1/2017: -4,6 Mio. EUR). VermögenslageDas Bilanzbild der aap hat sich zum Ende des ersten Halbjahres 2017 gegenüber dem
31.12.2016 nicht wesentlich geändert. So sank die Bilanzsumme von 63,9 Mio. EUR zum
Ende des Geschäftsjahres 2016 um 9 % auf 58,4 Mio. EUR zum 30.06.2017. Der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte zum 30.06.2017 um 0,5 Mio. EUR gegenüber
dem Ende des Geschäftsjahres 2016 resultiert im Wesentlichen aus im Verhältnis zu
den planmäßigen Abschreibungen geringeren Zugängen aus Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen sowie frei gewordenen Barunterlegungen für an Dritte
verpfändete Guthaben bei Kreditinstituten zur Sicherung von Finanzverbindlichkeiten,
die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Der Anteil der
immateriellen Vermögenswerte an der Bilanzsumme beträgt 19 % und ist damit im Vergleich
zum Jahresende 2016 leicht gestiegen (31.12.2016: 17 %). Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken von 41,8 Mio. EUR zum 31.12.2016 auf 36,8
Mio. EUR zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums und wurden vor allem durch den Abbau
an Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Verminderung der sonstigen
finanziellen Vermögenswerte sowie den Rückgang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
beeinflusst. Erfreulich ist neben der Minderung von gebundenem Kapital in den Vorräten
auch die Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum 30.06.2017
bei gestiegenen Umsatzerlösen in den ersten sechs Monaten 2017 auf 2,1 Mio. EUR verringert
werden konnten (Umsatzerlöse H1/2017 im Vergleich zu den vergleichbaren H1/2016 Umsätzen;
siehe Ausführungen unter Ertragslage - Umsatz- und Margenentwicklung sowie Gesamtleistung). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verringerte sich in
den ersten sechs Monaten 2017 und betrug zum Bilanzstichtag 20,3 Mio. EUR (31.12.2016:
23,8 Mio. EUR). Zusammen mit den unter den kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen
Vermögenswerten gebundenen Liquiditätsbeständen beträgt der Cash-Bestand zum 30.06.2017
24,8 Mio. EUR (31.12.2016: 28,9 Mio. EUR). Bedingt durch das Periodenergebnis nach Steuern von -4,8 Mio. EUR ist das Eigenkapital
zum 30.06.2017 auf 50,2 Mio. EUR (31.12.2016: 54,8 Mio. EUR) gesunken. Bei einer Bilanzsumme
von 58,4 Mio. EUR zum 30.06.2017 (31.12.2016: 63,9 Mio. EUR) liegt die Eigenkapitalquote
unverändert hoch bei 86 %. Die Finanzverbindlichkeiten sanken nach Zahlung der planmäßigen Tilgungsleistungen
(0,5 Mio. EUR) von 1,3 Mio. EUR zum Jahresende 2016 auf 0,8 Mio. EUR zum 30.06.2017.
Ebenfalls reduzierten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum
30.06.2017 von 2,5 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR während sich die sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten um 0,3 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR erhöhten. FinanzlageAusgehend von einem Periodenergebnis nach Steuern von -4,8 Mio. EUR erhöhte sich der
operative Cash-Flow der aap- Gruppe im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr
auf -2,9 Mio. EUR (H1/2016: -4,1 Mio. EUR). Die wesentlichen Veränderungen im Jahresvergleich
lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit verringerte sich in den ersten sechs Monaten
2017 signifikant auf -0,3 Mio. EUR (H1/2016: 33,0 Mio. EUR). Dabei standen Investitionen
in Entwicklungsprojekte (0,5 Mio. EUR) und Sachanlagen (0,4 Mio. EUR) Zuflüsse aus
Investitionszulagen in Höhe von 0,5 Mio. EUR gegenüber. Der Cash-Flow des Vorjahres
war wesentlich durch den hohen Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der aap Biomaterials
GmbH beeinflusst (Zufluss von 34,5 Mio EUR). Die wesentlichen Effekte im Bereich der Finanzierungstätigkeit lassen sich wie folgt
zusammenfassen:
Damit ergibt sich für das erste Halbjahr 2017 ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit
von insgesamt 0,1 Mio. EUR (H1/2016: -1,7 Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verringerte sich zum
Bilanzstichtag 30.06.2017 infolgedessen auf 20,3 Mio. EUR (31.12.2016: 23,8 Mio. EUR).
Daneben werden 4,4 Mio. EUR an Guthaben bei Kreditinstituten unter den kurz- und langfristigen
sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, da diese im Rahmen der Sicherung
von Finanzverbindlichkeiten an die finanzierende Bank verpfändet bzw. als Sicherheiten
für an Dritte gewährte Bankgarantien hinterlegt wurden. Das Nettoguthaben (Summe aller Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich
sämtlicher zinstragender Verbindlichkeiten) lag am 30.06.2017 bei 19,7 Mio. EUR (31.12.2016:
23,0 Mio. EUR). aap verfügte damit zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums über einen Cash-Bestand
(Summe aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den
unter den kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten gebundenen
Liquiditätsbeständen) in Höhe von 24,8 Mio. EUR (31.12.2016: 28,9 Mio. EUR). Risiko- und ChancenberichtDie Risiko- und Chancensituation hat sich für die aap Implantate AG seit dem Jahresende
2016 nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken liegen auch weiterhin
nicht vor. Alle bestehenden Risiken und Chancen sowie die Struktur und der Aufbau
des Risiko- und Chancenmanagements sind im Konsolidierten Jahresfinanzbericht 2016
umfassend dargestellt. Prognosebericht Für das dritte Quartal 2017 erwartet aap einen Umsatz im Bereich zwischen 1,8 Mio.
EUR und 3,0 Mio. EUR sowie ein EBITDA von -1,8 Mio. EUR bis -1,2 Mio. EUR.
KonzernzwischenabschlussKonzernbilanz (ungeprüft)AKTIVA
PASSIVA
Konzerngesamtergebnisrechnung (ungeprüft)GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (TEUR)
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (TEUR)
Konzernkapitalflussrechnung (ungeprüft)
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung (ungeprüft)
Konzernanhang zum Konzernzwischenabschluss (ungeprüft)1. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer ungeprüfte Zwischenabschluss zum 30.06.2017 wird nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Im Zwischenabschluss
werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2016 angewendet. Für weitere Informationen verweisen wir auf
den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016, der die Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss
darstellt. Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung gemäß
IAS 34 sind vom Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vorzunehmen sowie Annahmen
zu treffen, die die Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze im Konzern und den Ansatz,
Ausweis und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen
beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzwerten abweichen. Der Konzernzwischenabschluss berücksichtigt alle laufenden Geschäftsvorfälle und Abgrenzungen,
die nach Auffassung des Vorstands für eine zutreffende Darstellung des Zwischenergebnisses
notwendig sind. Der Vorstand ist der Überzeugung, dass die dargestellten Informationen
und Erläuterungen geeignet sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. 2. Neue und geänderte Standards und deren AnwendungMit Wirkung zum 01.01.2017 waren keine neuen bzw. geänderten Standards, die für den
Konzern relevant sein könnten, verpflichtend anzuwenden. Aus den anderen Änderungen
ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns. Wie bereits im Konzernabschluss 2016 beschrieben, hat der geänderte IFRS 15 Standard
keine Auswirkungen auf aap. Auswirkungen im Rahmen der Änderungen des IFRS 16 Standards, welcher den IAS 17 Standard
zum 01.01.2018 ablösen wird, werden derzeit untersucht und im Konzernabschluss 2017
dargestellt werden. 3. Änderungen in der Zusammensetzung des UnternehmensBis zum 30.06.2017 gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis der aap -Gruppe. 4. Aktienkursbasierte VergütungenIm Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde gesondert über das konzernweit bestehende
anteilsbasierte Vergütungssystem für die Mitarbeiter der aap und der verbundenen Unternehmen
berichtet. Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss verwiesen. Zum 30.06.2017 waren 552.500 Optionen ausübbar. Die wesentlichen Bedingungen der in der Berichtsperiode gültigen Programme sind in
nachfolgender Übersicht zusammengefasst: Wesentliche Bedingungen der gültigen Optionsprogramme
Alle Optionsprogramme wurden in zwei oder mehr Tranchen ausgegeben. In der Vergangenheit
wurden die realisierten Vergütungen durch Barausgleich erfüllt. Am 19.12.2014 hat
der Vorstand beschlossen, dass mit sofortiger Wirkung weitere Ausübungen nur durch
den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten möglich sind. Lediglich für die an den ehemaligen
Vorstandsvorsitzenden und jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden gewährten Optionen werden
aufgrund der rechtlichen Anforderungen davon abweichend durch Barausgleich erfüllt.
Dessen zukünftig ausübbaren Aktienoptionen werden am Bilanzstichtag mit dem beizulegenden
Zeitwert der zukünftigen Abfindungsverpflichtung bewertet und als Rückstellung ausgewiesen. Zum Stichtag bestanden folgende Optionsprogramme, die noch nicht oder noch nicht vollständig
ausgeübt wurden:
Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Anzahl und die gewichteten Durchschnitte
der Ausübungspreise (GDAP) sowie die Entwicklung der Aktienoptionen während des Berichtszeitraumes:
Die Bandbreite der Ausübungspreise für die zum 30.06.2017 ausstehenden Aktienoptionen
beläuft sich auf 1,00 EUR bis 2,51 EUR (30.06.2016: 1,00 EUR bis 2,51 EUR). Die am
Ende des Berichtszeitraums ausstehenden Aktienoptionen haben eine gewichtete durchschnittliche
Restlaufzeit von 3,7 Jahren (30.06.2016: 4,8 Jahre). Der im Berichtszeitraum erfasste
Aufwand für laufende Optionsprogramme betrug insgesamt 51 TEUR (30.06.2016: 63 TEUR),
davon für Programme mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 21 TEUR und für Programme
mit Ausgleich durch Barverpflichtung 30 TEUR zur Erhöhung der Rückstellung, da das
Ausübungswahlrecht der Gesellschaft zur Erfüllung in Eigenkapitalinstrumenten in Bezug
auf den Aufsichtsrat faktisch nicht mehr besteht. 5. Berichterstattung zu FinanzinstrumentenFolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente, die zum 30.06.2017 im Konzern bestanden.
Zusätzliche Informationen zu Finanzinstrumenten finden sich im Konzernjahresabschluss
zum 31. Dezember 2016.
Der aap-Konzern verfügt nur über originäre Finanzinstrumente. Der Bestand an originären
Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte
entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Soweit Ausfallrisiken erkennbar sind, werden
diese durch Wertberichtigungen erfasst. Die beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln
und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen, von sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
und Finanzschulden entsprechen ihren Buchwerten, insbesondere aufgrund der kurzen
Laufzeit solcher Finanzinstrumente. Langfristige Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr werden auf der Basis verschiedener
Parameter wie Zinssätze, der individuellen Bonität des Kunden und der Risikostruktur
des Finanzierungsgeschäfts, bewertet. Danach entsprechen die Buchwerte dieser Forderungen
abzüglich der gebildeten Wertberichtigungen annähernd ihren Barwerten. Der beizulegende Zeitwert von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden durch Abzinsung
der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit
vergleichbaren Restlaufzeiten marktüblichen Zinsen bewertet. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betreffen die Anteile
an der AEQUOS Endoprothetik GmbH. Eine erneute Verifizierung erfolgt im Rahmen der
Erstellung des Konzernabschlusses 2017. 6. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen werden nach Personengruppen
dargestellt.
Alle Transaktionen unterscheiden sich grundsätzlich nicht von Liefer- und Leistungsbeziehungen
mit fremden Dritten. 7. Sonstige EreignisseAm 8. Mai 2017 hat die aap Implantate AG im Rahmen einer Insiderinformation gemäß
Artikel 17 MAR den Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat über die beabsichtigte
Durchführung eines Aktienrückkaufs innerhalb der nächsten Monate bekannt gegeben.
Am 15. Juni 2017 wurden im Wege einer weiteren Insiderinformation gemäß Artikel 17
MAR die Details der Transaktion veröffentlicht. Der Vorstand hatte mit Zustimmung
des Aufsichtsrats beschlossen, bis zu 2,25 Millionen auf den Inhaber lautende Stückaktien
der Gesellschaft im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebots
gegen Zahlung einer Geldleistung in Höhe von 1,52 Euro je Stückaktie und insgesamt
zu einem maximalen Gesamterwerbspreis (einschließlich Nebenkosten) von bis zu 3,5
Mio. EUR zu erwerben. Die zum Erwerb angebotenen Aktien entsprachen dabei einem Anteil
von bis zu rund 7,3 % des damaligen Grundkapitals der Gesellschaft. Auf diesem Wege
wurde die angekündigte teilweise Auskehr der Erlöse aus dem im letzten Jahr erfolgten
Verkauf der Tochtergesellschaft aap Biomaterials GmbH an die Aktionäre umgesetzt. Am 12. Juli 2017 veröffentlichte die aap Implantate AG das Ergebnis des Aktienrückkaufs
in einer Insiderinformation gemäß Artikel 17 MAR. Der Gesellschaft wurden im Rahmen
der Angebotsfrist des freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebots vom 20. Juni
2017 bis zum 10. Juli 2017 insgesamt 3.906.681 auf den Inhaber lautende Stückaktien
der Gesellschaft zum Rückkauf angeboten. Damit war das Aktienrückkaufangebot der aap
Implantate AG überzeichnet und die Annahmeerklärungen der Aktionäre wurden gemäß Abschnitt
3.3 der Angebotsunterlage verhältnismäßig berücksichtigt. Schließlich hat die aap Implantate AG am 19. Juli 2017 im Rahmen einer Insiderinformation
gemäß Artikel 17 MAR den Beschluss des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats
bekannt gegeben, die im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebots
der aap Implantate AG erworbenen 2.249.746 Stückaktien einzuziehen und das Grundkapital
der Gesellschaft um den korrespondierenden Betrag von 2.249.746,00 EUR herabzusetzen.
Damit beträgt das Grundkapital der aap Implantate AG nach der Kapitalherabsetzung
28.582.410,00 EUR und ist in 28.582.410 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammaktien
(Stückaktien) im anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Stückaktie eingeteilt. 8. Freigabe des KonzernabschlussesDer Vorstand der aap Implantate AG hat den Konzernzwischenabschluss für das zweite
Quartal 2017 am 11. August 2017 zur Vorlage an den Aufsichtsrat sowie zur anschließenden
Veröffentlichung freigegeben. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt wird und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Unternehmenskalender2017• 14. November 2017Quartalsmitteilung 3. Quartal 2017 • 27. - 29. November 2017Deutsches Eigenkapitalforum 2017 (Analystenkonferenz) Frankfurt am Main Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen,
Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie ihm derzeit zur Verfügung stehender
Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Verschiedene
bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu
führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die
Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen.
Diese Faktoren schließen auch diejenigen ein, die aap in veröffentlichten Berichten
beschrieben hat. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem
sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten
zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen
anzupassen. © aap Implantate AGLorenzweg 5 • 12099 Berlin • Germany Tel. +49 30 75019-133
aap Implantate AGLorenzweg 5 • 12099 Berlin • Germany Fon +49 30 75019-133 ir@aap.de • www.aap.de |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||