![]() aap Implantate AGBerlinQuartalsmitteilung 3. Quartal 2018Ausgewählte Kennzahlen (ungeprüft)
1)
Umsatz der letzten vier Quartale Hinweis: Bei den in dieser Quartalsmitteilung enthaltenen Zahlen handelt es sich um
ungeprüfte Werte. Bei den dargestellten Zahlenangaben können technische Rundungsdifferenzen
bestehen, die die Gesamtaussage nicht beeinträchtigen. GeschäftsverlaufVorwort des VorstandsSehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Mitarbeiter und Geschäftspartner,Umsatz und EBITDA lagen im dritten Quartal 2018 im Rahmen unserer Prognose, so dass
wir die finanziellen Ziele im Berichtszeitraum erreicht haben. Mit Blick auf die Umsatzentwicklung haben wir sowohl im dritten Quartal als auch im
Neunmonatszeitraum gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum verzeichnet. Dabei konnten wir
in Deutschland an die positive Entwicklung der Vorquartale anknüpfen und in beiden
Betrachtungszeiträumen im Vorjahresvergleich deutlich zulegen. Demgegenüber ist die
Umsatzentwicklung in Nordamerika im dritten Quartal und damit in den ersten neun Monaten
hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. So konnten wir in diesem Markt im bisherigen
Jahresverlauf keine weiteren Verträge mit globalen Partnern abschließen und wurden
im Distributionsgeschäft temporär durch den Verlust einzelner Distributoren belastet.
Wir haben auf diese Entwicklung bereits reagiert und unser Vertriebsteam vor Ort verstärkt.
Im Ergebnis konnten wir in den letzten Monaten bereits zwölf neue Verträge mit Distributoren
schließen, die sich in den kommenden Quartalen in einer entsprechenden Umsatzdynamik
widerspiegeln sollten. Eine weiterhin positive Entwicklung sehen wir in unserem internationalen
Geschäft. Hier konnten wir sowohl im dritten Quartal als auch im Neunmonatszeitraum
zweistellige Wachstumsraten verzeichnen. Wachstumstreiber waren der Ausbau des Geschäfts
mit bestehenden Kunden und die Gewinnung neuer Kunden, u.a. in Südafrika und Chile. Ergebnisseitig konnten wir das EBITDA sowohl im dritten Quartal als auch im Neunmonatszeitraum
gegenüber dem Vorjahr verbessern. Hintergrund dieser Entwicklung ist zum einen die
Bruttomarge, die sich immer noch auf einem guten Niveau befindet. Neben dem Umsatzanstieg
trugen rückläufige sonstige betriebliche Aufwendungen zu der Ergebnisverbesserung
bei. Bezogen auf unser LOQTEQ® Portfolio lag der Fokus unserer Entwicklungsaktivitäten
im dritten Quartal unter anderem auf verschiedenen polyaxialen LOQTEQ® Systemen. Während
einige dieser Systeme bereits über eine Zulassung für den US-Markt verfügen und dort
auch vertrieben werden, arbeiten wir aktuell an der Registrierung für den europäischen
Markt. Darüber hinaus haben wir im Berichtszeitraum Zulassungsanträge für weitere
Produkte, wie beispielsweise das Fuß- und das periprothetische System, bei der US-amerikanischen
Zulassungsbehörde FDA eingereicht. Zudem lag weiterhin ein Schwerpunkt auf der Umstellung
von Prozessen und Unterlagen auf die neuen regulatorischen Anforderungen, während
die Entwicklung von Sterilverpackungen für Implantate weiter vorangetrieben wurde. Hinsichtlich der angestrebten CE- und FDA-Zulassung unserer innovativen antibakteriellen
Silberbeschichtungstechnologie arbeiten wir weiterhin mit Hochdruck auf den Start
der klinischen Humanstudie hin. Hier haben wir im Berichtszeitraum in mehreren Bereichen
wesentliche Fortschritte erzielt. Hervorzuheben ist sicherlich die Tierstudie, die
wir gemeinsam mit dem renommierten AO Research Institute Davos durchgeführt haben.
Die Ergebnisse waren durchweg überzeugend und lieferten den Nachweis, dass unsere
Silberbeschichtung keinen negativen Einfluss auf die Knochenheilung hat. Damit haben
wir eine der zentralen Forderungen der regulatorischen Behörden erfüllt und einen
wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Start der klinischen Humanstudie erreicht. Insgesamt
befinden wir uns in der Finalisierungsphase der notwendigen Validierungen und Dokumente
für die Einreichung zur Zulassung der Studie. Auf Basis des aktuellen Standes der
Vorbereitungen sowie insbesondere vor dem Hintergrund der schwer abschätzbaren notwendigen
Zeit für die Interaktion mit den regulatorischen Behörden streben wir den Start der
klinischen Humanstudie im ersten Halbjahr 2019 an. Eine weitere erfreuliche Nachricht
war der positive Förderbescheid des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Demnach sollen wir zunächst Zuwendungen für anfallende Kosten im Rahmen der Vorbereitung
der klinischen Humanstudie erhalten. Auch diese Förderung unterstreicht erneut den
innovativen Charakter unserer Silberbeschichtungstechnologie und ihr Potential, Gesundheitssysteme
auf der Kostenebene deutlich zu entlasten. Nicht zuletzt haben wir im dritten Quartal unser Compliance Management System weiter
ausgebaut und mit weiteren Instrumenten ergänzt. So haben wir mit unserem neuen Code
of Conduct einen verbindlichen und unternehmensweit gültigen Verhaltenskodex eingeführt,
der allen Mitarbeitern einen konkreten Leitfaden für ihr tägliches Handeln geben soll.
Zudem wurde ein elektronisch geschütztes Hinweisgebersystem implementiert, das unseren
Mitarbeitern und externen Stakeholdern die Möglichkeit gibt, mutmaßliche Unregelmäßigkeiten
geschützt und sicher an uns zu übermitteln. Der Zugang zu diesem System ist genauso
wie der Code of Conduct über unseren Internetauftritt abrufbar. Wir sind zuversichtlich, dass sich mit den getroffenen Maßnahmen in Nordamerika in
den kommenden Quartalen wieder eine entsprechende Umsatzdynamik zeigen wird. Gleichzeitig
wollen wir die positive Entwicklung in Deutschland und auf internationaler Ebene fortsetzen.
Daneben arbeiten wir verstärkt an diversen Maßnahmen zur beschleunigten Umsetzung
der Strategie, aap zu einem nachhaltig wachsenden Pure Player im Bereich Trauma zu
entwickeln und den inhärenten Wert der vielversprechenden und innovativen Produkt-
und Technologiebasis zu heben.
Wesentliche EreignisseInnerhalb des dritten Quartals 2018 gab es keine Ereignisse mit einer wesentlichen
Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- oder Finanzlage der aap Implantate AG. Wesentliche EntwicklungsaktivitätenIm Bereich LOQTEQ® lag der Fokus im dritten Quartal 2018 auf der weiteren Komplettierung
des Portfolios. Im Vordergrund standen dabei unter anderem verschiedene polyaxiale
LOQTEQ® Systeme. Während einige dieser Systeme bereits über eine Zulassung für den
US-Markt verfügen und dort auch vertrieben werden, arbeitet aap aktuell an der Registrierung
für den europäischen Markt. Zudem wurden im dritten Quartal Zulassungsanträge für
weitere Produkte, wie beispielsweise das Fuß- und das periprothetische System, bei
der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA eingereicht. Des Weiteren konzentrierte
sich aap im Berichtszeitraum auf die Umstellung von Prozessen und Unterlagen auf die
neuen regulatorischen Anforderungen. Nicht zuletzt wurde die Entwicklung von Sterilverpackungen
für Implantate weiter vorangetrieben. Im Bereich Silberbeschichtungstechnologie standen im dritten Quartal 2018 die Vorbereitungsarbeiten
für die klinische Humanstudie für die angestrebte CE- und FDA-Zulassung im Vordergrund.
In diesem Zusammenhang konnte aap in einer mit dem renommierten AO Research Institute
Davos durchgeführten Tierstudie überzeugende Ergebnisse erzielen. So konnte nachgewiesen werden, dass die von aap entwickelte Silberbeschichtung keinen negativen
Einfluss auf die Knochenheilung hat. Damit erfüllt die Gesellschaft eine der zentralen
Forderungen der regulatorischen Behörden und erreicht einen wichtigen Meilenstein
auf dem Weg zum Start einer klinischen Humanstudie als Voraussetzung für die angestrebte
Marktzulassung. aap befindet sich nun in der Finalisierungsphase der notwendigen Validierungen
und Dokumente für die Einreichung zur Zulassung der klinischen Humanstudie. Auf Basis
des aktuellen Standes der Vorbereitungen sowie insbesondere vor dem Hintergrund der
schwer abschätzbaren notwendigen Zeit für die Interaktion mit den regulatorischen
Behörden strebt die Gesellschaft den Studienbeginn im ersten Halbjahr 2019 an. Des
Weiteren hat aap bekannt gegeben, dass ihre Silberbeschichtungstechnologie vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung gefördert wird. Dabei soll die Gesellschaft zunächst Zuwendungen
für anfallende Kosten im Rahmen der Vorbereitung der klinischen Humanstudie von bis
zu rund 0,7 Mio. EUR erhalten. Die Förderung bezieht sich insbesondere auf Aufwendungen
im Zusammenhang mit der Konzeption und Qualifizierung der Studie. In einem nächsten
Schritt strebt aap auch eine Förderung für die Durchführung der klinischen Humanstudie
an, die jedoch einer erneuten Antragstellung bedarf. Im Bereich der resorbierbaren Magnesiumimplantat-Technologie konzentrierte sich aap
im dritten Quartal 2018 in erster Linie auf die weitere Entwicklung der Implantate. ErtragslageUmsatz- und Margenentwicklung sowie Gesamtleistungaap realisierte im dritten Quartal 2018 einen gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Umsatz
von 2,7 Mio. EUR (Q3/2017: 2,6 Mio. EUR) und damit einen Wert innerhalb der im August
abgegebenen Prognose von 2,0 Mio. EUR bis 3,8 Mio. EUR. In den ersten neun Monaten
des aktuellen Geschäftsjahres erhöhte sich der Umsatz gegenüber der Vergleichsperiode
des Vorjahres um 2 % auf 8,2 Mio. EUR (9M/2017: 8,0 Mio. EUR). Mit Blick auf den Trauma-Umsatz verzeichnete aap im dritten Quartal und im Neunmonatszeitraum
gegenüber den jeweiligen Vergleichszeiträumen des Vorjahres ein Wachstum von 7 % bzw.
6 % auf 2,8 Mio. EUR (Q3/2017: 2,6 Mio. EUR) bzw. 8,2 Mio. EUR (9M/2017: 7,8 Mio.
EUR). Dabei konnte die Gesellschaft die positive Entwicklung der Vorquartale in Deutschland
fortsetzen und steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 8 % und in den ersten neun
Monaten um 12 %. Demgegenüber ist die Umsatzentwicklung in Nordamerika im dritten
Quartal und damit in den ersten neun Monaten 2018 hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
So konnte aap in diesem Markt im Geschäftsjahr 2018 bislang keine weiteren Verträge
mit globalen Partnern abschließen und wurde im Distributionsgeschäft temporär durch
den Verlust einzelner Distributoren belastet. Als Reaktion auf die aktuelle Entwicklung
des Distributionsgeschäfts in Nordamerika hat die Gesellschaft ihr Vertriebsteam verstärkt
und konnte in den vergangenen Monaten bereits zwölf neue Verträge mit Distributoren
schließen, die sich in den kommenden Quartalen in einer entsprechenden Umsatzdynamik
widerspiegeln sollten. Positiv entwickelte sich im Berichtszeitraum hingegen weiterhin
das internationale Geschäft: Hier konnte aap sowohl im dritten Quartal als auch im
Neunmonatszeitraum ein Wachstum von jeweils 28 % verzeichnen. Wachstumstreiber waren
der Ausbau des Geschäfts mit bestehenden Kunden und die Gewinnung neuer Kunden, u.a.
in Südafrika und Chile. Unter der Annahme konstanter Wechselkurse (US$/EUR) erhöhte
sich der Umsatz im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten 2018 gegenüber den
jeweiligen Vergleichszeiträumen des Vorjahres um 5 % bzw. 3 %. Die sonstigen Umsätze im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten 2017 stammten
aus dem Produktgeschäft sowie aus Vertriebsleistungen für die ehemaligen Beteiligungen
/ Tochterunternehmen aap Joints GmbH und aap Biomaterials GmbH, die aufgrund der in
den Vorjahren vollzogenen Desinvestitionen in diesem Jahr ersatzlos entfallen. Die Gesamtleistung hat sich bei gestiegenen Umsatzerlösen und einer gestiegenen Bestandserhöhung
(Neunmonatszeitraum in etwa auf unverändertem Niveau) vor allem aufgrund eines deutlich
erhöhten Umfangs an aktivierten Eigen- und Entwicklungsleistungen im dritten Quartal
und im Neunmonatszeitraum 2018 um 0,7 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR (+25 %) bzw. 9,2 Mio.
EUR (+8 %) erhöht. Die Materialaufwendungen stiegen von 0,3 Mio. EUR im dritten Quartal 2017 auf 0,6
Mio. EUR bzw. von 1,4 Mio. EUR im Neunmonatszeitraum des Vorjahres auf 1,7 Mio. EUR.
Die Materialaufwandsquote (bezogen auf Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen) erhöhte
sich im dritten Quartal 2018 auf 20 % (9M/2017: 13 %) und in den ersten neun Monaten
auf 22 % (9M/2017: 18 %). Hintergrund dieser Entwicklung ist ein veränderter Produkt-/
Markt-/ Kundenmix mit höheren Materialaufwendungen, unter anderem temporär beeinflusst
durch den verminderten Anteil hochmargiger US-Umsätze an den Gesamtumsätzen, ein erhöhter
Umfang an bezogenen Dienstleistungen von Dritten und ein verstärkter Einsatz von Leiharbeitnehmern. Ausgehend von den vorgenannten Entwicklungen reduzierte sich die Bruttomarge (bezogen
auf Umsatzerlöse, Veränderungen des Bestands anfertigen und unfertigen Erzeugnissen
und Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen) von 87 % auf 80 % im drittem
Quartal 2018 und von 82 % auf 78 % im Neunmonatszeitraum 2018. Kostenstruktur und ErgebnisDer Personalaufwand hat sich sowohl im dritten Quartal als auch in den ersten neun
Monaten 2018 gegenüber den jeweiligen Vergleichszeiträumen des Vorjahres leicht auf
2,1 Mio. EUR (Q3/2017: 1,9 Mio. EUR) bzw. 6,0 Mio. EUR (9M/2017: 5,8 Mio. EUR) erhöht.
Dieser Anstieg resultiert aus dem Gesamtjahreseffekt aus den zum Ende des Jahres 2017
vorgenommenen Personaleinstellungen um vor allem den gestiegenen regulatorischen Anforderungen
zu entsprechen. Die Personalkostenquote (bezogen auf die Gesamtleistung) sank im dritten
Quartal von 69 % auf 61 % und im Neunmonatszeitraum von 68 % auf 65 %. Zum Stichtag 30.09.2018 waren insgesamt 154 Mitarbeiter bei der aap beschäftigt (31.12.2017:
141 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im dritten Quartal 2018 leicht auf 2,3
Mio. EUR (Q3/2017: 2,2 Mio. EUR) gestiegen, während in den ersten neun Monaten 2018
ein Rückgang auf 6,5 Mio. EUR (9M/2017: 6,8 Mio. EUR) verzeichnet werden konnte. Dabei
sanken die umsatzabhängigen Kosten der Warenabgabe (Ausgangsfrachten, Verpackungsmaterial
und Verkaufsprovisionen) korrelierend zur Umsatzentwicklung in Nordamerika, während
die Kosten für externe Mitarbeiter, für qualitätssichernde Maßnahmen vor dem Hintergrund
der strengeren regulatorischen Anforderungen sowie Entwicklungskosten vor allem für
unsere Silbertechnologie gestiegen sind. Daneben haben Sonderkosten im Zuge von ausgeweiteten
Maßnahmen zur beschleunigten Strategieumsetzung das Ergebnis belastet. In den weiteren
Kostenpositionen gab es in Summe keine erwähnenswerten Veränderungen. Insgesamt reduzierte
sich die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (bezogen auf die Gesamtleistung)
gegenüber dem Vorjahr von 69 % auf 61 % im dritten Quartal 2018 und von 80 % auf 70
% in den ersten neun Monaten 2018. Ausgehend von den beschriebenen Entwicklungen realisierte aap damit im dritten Quartal
2018 ein gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verbessertes EBITDA in Höhe
von -1,5 Mio. EUR (Q3/2017: -1,6 Mio. EUR), das damit ebenfalls innerhalb der im August
veröffentlichten Prognose von -1,8 Mio. EUR bis -0,9 Mio. EUR lag. In den ersten neun
Monaten des laufenden Geschäftsjahres verbesserte sich das EBITDA gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum auf -4,6 Mio. EUR (9M/2017: -4,9 Mio. EUR). Da in beiden Geschäftsjahren Einmaleffekte enthalten sind, ist ein Vergleich auf Basis
des Recurring EBITDA (EBITDA ohne Einmaleffekte) sinnvoll:
*
Aufwendungen in der Berichtsperiode <50k EUR
*
Aufwendungen in der Berichtsperiode <50k EUR Ausgehend von den vorgenannten Entwicklungen beträgt das um Einmaleffekte bereinigte
- Recurring EBITDA - für das dritte Quartal 2018 -1,2 Mio. EUR (Q3/2017: -1,3 Mio.
EUR) sowie für die ersten neun Monate 2018 -3,9 Mio. EUR (9M/2017: -3,7 Mio. EUR). Das EBIT lag im drittem Quartal 2018 bei -1,9 Mio. EUR (Q3/2017: -2,0 Mio. EUR) und
in den ersten neun Monaten 2018 bei -5,9 Mio. EUR (9M/2017: -6,3 Mio. EUR). Das Finanzergebnis erhöhte sich im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten
2018 auf 0,1 Mio. EUR (Q3/2017: -0,3 Mio. EUR) bzw. 0,3 Mio. EUR (9M/2017: -0,9 Mio.
EUR). Hintergrund ist der Ausweis unrealisierter Währungseffekte aus konzerninternen
Transaktionen innerhalb des Finanzergebnisses (US$/EUR-Kurs 30.09.2018: 1,1576 vs.
US$/EUR-Kurs 30.09.2017: 1,1806 und US$/EUR-Kurs 30.06.2018: 1,1658 vs. US$/EUR-Kurs
30.06.2017: 1,1412). Insgesamt realisierte aap damit im drittem Quartal 2018 ein Periodenergebnis nach
Steuern von -1,9 Mio. EUR (Q3/2017: -2,3 Mio. EUR) und in den ersten neun Monaten
2018 von -5,5 Mio. EUR (9M/2017: -7,1 Mio. EUR). Vermögenslage
Das Bilanzbild der aap hat sich zum Ende der ersten neun Monate 2018 gegenüber dem
31.12.2017 nicht wesentlich geändert. So sank die Bilanzsumme von 50,5 Mio. EUR zum
Ende des Geschäftsjahres 2017 um 12 % auf 44,6 Mio. EUR zum 30.09.2018. Die langfristigen Vermögenswerte haben sich zum 30.09.2018 gegenüber dem 31.12.2017
leicht auf 22,0 Mio. EUR erhöht (31.12.2017: 21,7 Mio. EUR). Dieser Anstieg resultiert
im Wesentlichen aus höheren Zugängen aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte,
während das Sachanlagevermögen aufgrund im Verhältnis zu den planmäßigen Abschreibungen
geringeren Zugängen aus Investitionen gesunken ist. Des Weiteren reduzierten sich
die sonstigen finanziellen Vermögenswerte infolge frei gewordener Barunterlegungen
für an Dritte verpfändete Guthaben bei Kreditinstituten zur Sicherung von Finanzverbindlichkeiten.
Der Anteil der immateriellen Vermögenswerte an der Bilanzsumme lag zum 30.09.2018
bei 29 % und ist damit im Vergleich zum Jahresende 2017 gestiegen (31.12.2017: 23
%). Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken von 28,8 Mio. EUR zum 31.12.2017 auf 22,6
Mio. EUR zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums und wurden vor allem durch den Abbau
an Vorräten, die Verminderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie den
Rückgang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten beeinflusst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt gegenüber
dem Jahresende 2017 leicht auf 2,8 Mio. EUR (31.12.2017: 2,5 Mio. EUR) erhöht. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verringerte sich in
den ersten neun Monaten 2018 und betrug zum 30.09.2018 7,3 Mio. EUR (31.12.2017: 13,3
Mio. EUR). Zusammen mit den unter den kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen
Vermögenswerten gebundenen Liquiditätsbeständen beträgt der Cash-Bestand zum Bilanzstichtag
10,3 Mio. EUR (31.12.2017: 17,1 Mio. EUR). Bedingt durch das Periodenergebnis nach
Steuern von -5,5 Mio. EUR ist das Eigenkapital zum 30.09.2018 auf 37,2 Mio. EUR (31.12.2017:
42,6 Mio. EUR) gesunken. Bei einer Bilanzsumme von 44,6 Mio. EUR zum 30.09.2018 (31.12.2017:
50,5 Mio. EUR) liegt die Eigenkapitalquote unverändert hoch bei 83 %. Die Finanzverbindlichkeiten sanken nach Zahlung der planmäßigen Tilgungsleistungen
von 0,3 Mio. EUR zum Jahresende 2017 auf 0,1 Mio. EUR zum 30.09.2018. Die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum 30.09.2018 auf 2,1 Mio. EUR (31.12.2017:
1,8 Mio. EUR), während sich die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 0,6 Mio.
EUR auf 2,1 Mio. EUR verringerten. FinanzlageAusgehend von einem Periodenergebnis nach Steuern von -5,5 Mio. EUR verbesserte sich
der operative Cash-Flow der aap-Gruppe in den ersten neun Monaten 2018 gegenüber dem
Vorjahr auf -3,7 Mio. EUR (9M/2017: -4,4 Mio. EUR). Die wesentlichen Veränderungen
im Jahresvergleich lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich in den ersten neun Monaten
2018 auf -2,1 Mio. EUR (9M/2017: -0,9 Mio. EUR). Dabei entfielen auf Investitionen
in Entwicklungsprojekte 1,7 Mio. EUR (9M/2017: 0,9 Mio. EUR) und Sachanlagen 0,4 Mio.
EUR (9M/2017: 0,6 Mio. EUR), während im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch Zuflüsse
aus Investitionszulagen in Höhe von 0,5 Mio. EUR enthalten waren. Die wesentlichen Effekte im Bereich der Finanzierungstätigkeit lassen sich wie folgt
zusammenfassen:
Damit ergibt sich für die ersten neun Monate 2018 ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit
in Höhe von insgesamt -0,2 Mio. EUR (9M/2017: -3,6 Mio. EUR). Dabei war im Vorjahreszeitraum
die Auszahlung für die unter dem freiwilligen Aktienrückkaufprogramm erworbenen eigenen
Aktien in Höhe von 3,4 Mio. EUR (inkl. Nebenkosten) enthalten. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verringerte sich zum
Bilanzstichtag 30.09.2018 infolgedessen auf 7,3 Mio. EUR (31.12.2017: 13,3 Mio. EUR).
Daneben werden 3,1 Mio. EUR an Guthaben bei Kreditinstituten unter den kurz- und langfristigen
sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, da diese im Rahmen der Sicherung
von Finanzverbindlichkeiten an die finanzierende Bank verpfändet bzw. als Sicherheiten
für an Dritte gewährte Bankgarantien hinterlegt wurden. Das Nettoguthaben (Summe aller Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich
sämtlicher zinstragender Verbindlichkeiten) lag am 30.09.2018 bei 6,8 Mio. EUR (31.12.2017:
12,7 Mio. EUR). aap verfügte damit zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums über einen Cash-Bestand
(Summe aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den
unter den kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten gebundenen
Liquiditätsbeständen) in Höhe von 10,3 Mio. EUR (31.12.2017: 17,1 Mio. EUR). Risiko- und ChancenberichtIm Risiko- und Chancenbericht des Konsolidierten Jahresfinanzberichts 2017 wurde erwähnt,
dass gegen ein ehemaliges Tochterunternehmen seit Ende 2016 außergerichtlich ein Schadensersatzanspruch
in Höhe von ca. 2,0 Mio. US$ durch einen Vertragspartner geltend gemacht werde. Für
weitere Einzelheiten verweisen wir an dieser Stelle auf die entsprechende Risikobeschreibung
im Konsolidierten Jahresfinanzbericht 2017. Nunmehr wurde gegen das Tochterunternehmen
am 2. August 2018 Klage erhoben. Der Streitwert liegt bei 3,1 Mio. US$. aap hat ausgehend
von entsprechenden vertraglichen Regelungen die Verteidigung gegenüber den angeblichen
Ansprüchen übernommen und führt im Wege der Prozessstandschaft als Hauptpartei das
Verfahren anstelle des ehemaligen Tochterunternehmens. Für die in diesem Zusammenhang
zu erwartenden Rechts- und Beratungskosten haben wir bereits zum 31.12.2016 eine entsprechende
Risikovorsorge getroffen. Des Weiteren wurde im Risiko- und Chancenbericht des Konsolidierten Jahresfinanzberichts
2017 erwähnt, dass ein ehemaliger Distributor der Gesellschaft im Dezember 2017 Klage
auf Rückabwicklung und Schadensersatz in Höhe von ca. 1,3 Mio. EUR gegen die Gesellschaft
erhoben habe. Für weitere Einzelheiten verweisen wir an dieser Stelle auf die entsprechende
Risikobeschreibung im Konsolidierten Jahresfinanzbericht 2017. In erster Instanz wurde
die Klage am 25. Juni 2018 vollständig abgewiesen. Der ehemalige Distributor hat daraufhin
am 16. August 2018 Berufung eingelegt. Für die in diesem Zusammenhang zu erwartenden
Rechts- und Beratungskosten haben wir eine entsprechende Risikovorsorge getroffen. Darüber hinaus hat sich die Risiko- und Chancensituation für aap seit dem Jahresende
2017 nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken liegen auch weiterhin
nicht vor. Alle bestehenden Risiken und Chancen sowie die Struktur und der Aufbau
des Risiko- und Chancenmanagements sind im Konsolidierten Jahresfinanzbericht 2017
umfassend dargestellt. Prognoseberichtaap hat am 2. November 2018 den Ausblick für Umsatz und EBITDA für das Geschäftsjahr
2018 angepasst. Die Gesellschaft erwartet nunmehr einen Umsatz im Bereich zwischen
10,0 Mio. EUR und 11,7 Mio. EUR (zuvor: 13 Mio. EUR bis 15 Mio. EUR) sowie ein EBITDA
von -6,9 Mio. EUR bis -5,9 Mio. EUR (zuvor: -5 Mio. EUR bis -3,4 Mio. EUR). Ausgewählte FinanzinformationenKonzernbilanz (ungeprüft)AKTIVA (TEUR)
PASSIVA (TEUR)
Konzerngesamtergebnisrechnung (ungeprüft)GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (TEUR)
Konzernkapitalflussrechnung (ungeprüft)
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung (ungeprüft)
Unternehmenskalender201826. - 28. November 2018Deutsches Eigenkapitalforum 2018 (Analystenkonferenz) Frankfurt am Main Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen,
Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie ihm derzeit zur Verfügung stehender
Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Verschiedene
bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu
führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die
Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen.
Diese Faktoren schließen auch diejenigen ein, die aap in veröffentlichten Berichten
beschrieben hat. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem
sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten
zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen
anzupassen. © aap Implantate AG Lorenzweg 5 • 12099 Berlin • Germany Tel. +49 30 75019-133 Fax +49 30 75019-290 ir@aap.de www.aap.de Änderungen, Irrtümer und Druckfehler vorbehalten. Layout, Satz: deSIGN graphic - Wolfram
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