![]() Deutsche Börse AGFrankfurt am MainHalbjahresabschluss 2019 DBAGHalbjahresfinanzbericht Q2/2019Q2/2019: Deutsche Börse AG setzt Wachstum wie geplant fortQuartalsergebnis im Überblick
Wesentliche Ereignisse im Überblick
Konzern-Zwischenlagebericht Q2/2019Grundlagen des KonzernsDie im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 28 bis 42 beschriebenen Grundlagen des
Konzerns sind grundsätzlich nach wie vor gültig. Vergleichbarkeit von AngabenVeränderungen im KonsolidierungskreisZum 29. Juni 2018 hat die Gruppe Deutsche Börse das GTX Electronic Communications
Network (ECN) übernommen. Im Rahmen der Transaktion hat die 360 Treasury Systems AG,
eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Deutsche Börse AG, das Tochterunternehmen
360TGTX, Inc. gegründet, welches GTX erworben hat. Die 360TGTX, Inc. wird seit dem
29. Juni 2018 in den Konzernabschluss der Deutsche Börse AG einbezogen. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 hat die Clearstream International S.A. 100 Prozent
der Anteile an der Swisscanto Funds Centre Ltd., London, Vereinigtes Königreich, erworben.
Die Gesellschaft wird seit diesem Zeitpunkt voll in den Konzernabschluss der Deutsche
Börse AG einbezogen. Inzwischen wurde das Geschäft in Clearstream Funds Centre umbenannt.
Mit der Transaktion erweitert Clearstream sein Dienstleistungsangebot im Investmentfondsbereich
um zusätzliche Distributionswege. Dank der neuen Dienstleistungen, die die Verwaltung
von Vertriebsverträgen und die Datenaufbereitung umfassen, kann Clearstream seine
globale Geschäftsstrategie weiter ausbauen. Im ersten Quartal 2019 hat die European Energy Exchange AG (EEX) den Erwerb der Anteile
an der Grexel Systems Oy, Helsinki, Finnland, erfolgreich abgeschlossen. Grexel Systems
ist der führende Anbieter von Registern für Herkunftsnachweise und andere Energiezertifikate
in Europa. Seit dem 1. Februar 2019 hält die EEX 100 Prozent der Anteile an dem Unternehmen.
Erlöse und Kosten werden im Segment EEX (Commodities) berichtet. Veränderungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzernbilanz durch
die Bilanzierung von Leasingverträgen gemäß IFRS 16 Die Gruppe Deutsche Börse hat die Bilanzierung von Leasingverträgen gemäß IFRS 16
zum 1. Januar 2019 angepasst. Sie erfasst nun die Aufwendungen für bestimmte Leasingverhältnisse
wie im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 207 bis 209 beschrieben. Diese werden
seit dem 1. Januar 2019 nicht mehr unter den operativen Kosten ausgewiesen, sondern
als Teil der Abschreibungen und im Finanzergebnis. Da die Vorjahreswerte nicht angepasst
werden, führt IFRS 16 dazu, dass die operativen Kosten im ersten und zweiten Quartal
2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sinken, EBITDA und Abschreibung steigen und
das Finanzergebnis sinkt. Die Bilanzsumme zum 1. Januar 2019 ist durch die Aktivierung
von Nutzungsrechten aus Leasingverträgen und unter Berücksichtigung der in diesem
Zusammenhang erfassten latenten Steuern insgesamt um 272,7 Mio. € gestiegen. Um die Ergebnisse des zweiten Quartals und des ersten Halbjahres 2019 mit den Werten
der entsprechenden Vorjahresperioden vergleichbar zu machen, gibt die folgende Tabelle
Schätzwerte für Q2/2018 und H1/2018 für die rückwirkende Anwendung von IFRS 16 an.
Diese Zahlen sind nicht gemäß nationalen oder internationalen Rechnungslegungsvorschriften
aufgestellt oder geprüft, sondern dienen lediglich der besseren Veranschaulichung
der Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Schätzwerte für die Verschiebungen von operativen Kosten zu den Abschreibungen und zum Finanzergebnis für Q2/2018 und H1/2018 aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16scroll
Wesentliche Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenDetails zu den wesentlichen Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und
Personen werden in Erläuterung 12 zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss aufgeführt. WirtschaftsberichtDie Geschäftstätigkeit der Gesellschaft hat sich im Vergleich zur Darstellung im Geschäftsbericht
2018 (Seite 28 bis 29) nicht wesentlich geändert. Die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum im Gesamtjahr 2019 haben sich auf nationaler
und globaler Ebene insgesamt leicht reduziert: Im April 2019 hat der internationale
Währungsfonds seine Prognose für das erwartete Wirtschaftswachstum 2019 verringert.
Für den Euroraum rechnet der IWF nunmehr nur noch mit 1,3 Prozent Wirtschaftswachstum,
nachdem im Januar 2019 noch ein Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozentpunkten erwartet
wurde. Die Prognose für Deutschland wurde um 0,5 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent Wachstum
reduziert. Für die USA rechnet der IWF aktuell noch mit 2,3 Prozent Wirtschaftswachstum
(Januar 2019: 2,5 Prozent). Auf globaler Ebene prognostiziert der IWF ebenfalls nur
noch ein Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent nach 3,5 Prozent im Januar. Nachdem die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve Bank (Fed) bereits im ersten
Quartal 2019 angekündigt hat, im Jahr 2019 wahrscheinlich keine weiteren Zinserhöhungen
durchzuführen, hält sie auch im zweiten Quartal 2019 an der Zielmarke für den Leitzins
von 2,25 bis 2,5 Prozent fest, verweist jedoch auf die gestiegene Unsicherheit hinsichtlich
der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung
der Wirtschaft könnte die Fed in Zukunft von ihrer bisherigen Zielmarke abweichen. Darüber hinaus haben sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen
im Vergleich zur Darstellung im Geschäftsbericht 2018 (Seite 43 bis 45) nicht wesentlich
geändert. Hinsichtlich der Unternehmenssteuerung gab es im zweiten Quartal 2019 keine Änderungen.
Für eine umfassende Darstellung derselben siehe den Geschäftsbericht 2018 (Seiten
35 bis 38). Forschung und EntwicklungAls Dienstleistungsunternehmen betreibt die Gruppe Deutsche Börse keine mit produzierenden
Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung. Daher entfällt ein detaillierter
Teilbericht. Allerdings entwickelt die Deutsche Börse die durch sie betriebenen Handels-
und Clearingsysteme sowie Systemlösungen für die Umsetzung ihrer strukturellen Wachstumsziele.
Vor diesem Hintergrund arbeitet das Unternehmen beständig daran, Technologieführerschaft
und Stabilität seiner elektronischen Systeme aufrechtzuerhalten und weiter zu steigern
- im Interesse seiner Kunden und im Interesse der systemischen Stabilität der Finanzmärkte.
So wurde im Berichtszeitraum der Request-for-Quote-Service Xetra EnLight für den Kassamarkt
eingeführt; der entsprechende Dienst für den Terminmarkt, Eurex EnLight, wurde erweitert.
Zudem gab es Verbesserungen in der Performance der Kunden-Gateways zu T7® und im Rahmen
seiner Wachstumsstrategie "Roadmap 2020" hat das Unternehmen damit begonnen, in neue
Technologien wie Cloud und Blockchan zu investieren. Kennzahlen zur Ertragslage der Gruppe Deutsche Börse (berichtet)scroll
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Kennzahlen zur Ertragslage der Gruppe Deutsche Börse (bereinigt)scroll
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ErtragslageErtragslage des Konzerns im zweiten Quartal 2019Nachdem im ersten Quartal 2019 verschiedene wirtschaftliche und politische Unsicherheiten
zu einem geringeren Handelsvolumen auf den Aktien- und Terminmärkten beigetragen hatten,
verbesserten sich die Rahmenbedingungen im zweiten Quartal leicht. Eine weitere Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China verbunden mit
steigenden Einfuhrzöllen, die Verschiebung des Austritts des Vereinigten Königreichs
aus der Europäischen Union auf Q4/2019 und die Unsicherheit über künftige Besetzungen
von Schlüsselpositionen innerhalb der EU haben sich unterschiedlich auf die Märkte
ausgewirkt. Hinzu kamen die Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi, dass möglicherweise
weitere Lockerungen der Geldpolitik notwendig seien, sowie die reduzierten Wachstumsprognosen
des IWF. Trotzdem lag die Aktienmarktvolatilität, gemessen am Volatilitätsindex VSTOXX®,
im zweiten Quartal 2019 ungefähr auf Vorjahresniveau. Insgesamt hat das Marktumfeld dazu geführt, dass an den Aktienmärkten im Vergleich
zum Vorjahr weniger gehandelt wurde. An den Terminmärkten hingegen zeichnete sich
ein gemischtes Bild ab. Während die Handelsvolumina von Produkten auf Aktien- und
Aktienindexderivaten leicht stiegen, sanken sie bei Produkten auf Zinsderivate nach
einem starken Vorjahr deutlich. Vor diesem Hintergrund verzeichnete die Gruppe Deutsche Börse ein Wachstum der Nettoerlöse
um 6 Prozent. Davon gehen 5 Prozent auf strukturelle Faktoren zurück, während die
zyklisch bedingten Faktoren in Summe rund 1 Prozent Wachstum beitrugen. Als Treiber
des strukturellen Wachstums erwiesen sich u. a. die Segmente Eurex (Finanzderivate)
inklusive dem außerbörslichen ("over the counter", OTC-) Clearing, EEX (Commodities)
sowie IFS (Investment Fund Services). Bei den zyklisch bedingten Nettoerlösen wurden
die positiven Effekte aus den höheren durchschnittlichen Zinsen im Segment Clearstream
(Nachhandel) zum größten Teil durch niedrigere Handelsvolumina in den Bereichen Eurex
(Finanzderivate) und Xetra (Wertpapierhandel) kompensiert. Der Wegfall von Nettoerlösen
durch den Ausstieg aus dem Geschäftsbereich "Third-Party Services" im Segment Clearstream
(Nachhandel) wurde durch Konsolidierungseffekte im Rahmen der Akquisitionen von GTX
im Segment 360T (Devisenhandel), Swisscanto im Segment IFS (Investment Fund Services)
und Grexel Systems im Segment EEX (Commodities) ausgeglichen. Durch die Umklassifizierung von Aufwendungen aufgrund des IFRS 16 ergeben sich Auswirkungen
auf die operativen Kosten und das EBITDA sowie auf die Abschreibungen und das Finanzergebnis.
Für Details siehe den Abschnitt "Veränderungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
und der Konzernbilanz durch die Bilanzierung von Leasingverträgen gemäß IFRS 16". Die bereinigten operativen Kosten lagen mit 260,0 Mio. € leicht unterhalb des Vergleichswertes
im Vorjahresquartal (Q2/2018: 262,9 Mio. €). Höhere Aufwendungen für Investitionen
in neue Technologien und Wachstumsinitiativen sowie Konsolidierungseffekte wurden
durch den Umstellungseffekt auf IFRS 16 überkompensiert. Die Sondereffekte betrugen
insgesamt 31,5 Mio. €; sie enthalten u. a. Kosten für Effizienzmaßnahmen im Rahmen
des Structural Performance Improvement-Programms (SPIP) in Höhe von 6,8 Mio. € sowie
Kosten für Unternehmenszusammenschlüsse und Übernahmen in Höhe von 8,9 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) der Gruppe Deutsche Börse
lag in der Berichtsperiode bei 434,0 Mio. € (Q2/2018: 371,2 Mio. €). Ohne die beschriebenen
Sondereffekte erzielte die Gruppe ein EBITDA von 465,5 Mio. €, was einem Anstieg von
9 Prozent gegenüber dem des Vorjahres entspricht (Q2/2018: 425,5 Mio. €). Abschreibung und Wertminderungsaufwand sind auf 55,4 Mio. € gesunken (Q2/2018: 58,4
Mio. €). Der Rückgang trotz der Umstellung auf IFRS 16 resultiert maßgeblich aus der
außerordentlichen Minderung des Wertes einer technologischen Infrastruktur in Q2/2018.
Bereinigt um diesen Sondereffekt lagen Abschreibung und Wertminderungsaufwand bei
54,7 Mio. € (Q2/2018: 42,1 Mio. €). Das Finanzergebnis der Gruppe belief sich auf -11,6 Mio. € (Q2/2018: -16,6 Mio. €).
Der Rückgang resultiert maßgeblich aus der Auflösung von Zinsrückstellungen auf erwartete
Steuernachzahlungen. Die effektive Gruppensteuerquote ging aufgrund einer internen
Reorganisation auf 26,0 Prozent zurück (Q2/2018: 27,0 Prozent). Insgesamt lag damit der den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnende Periodenüberschuss
deutlich über dem Wert des Vorjahresquartals. Um Sondereffekte bereinigt stieg der
Periodenüberschuss um 10 Prozent auf 288,4 Mio. € (Q2/2018: 261,9 Mio. €). Ertragslage des Konzerns im ersten Halbjahr 2019Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr deckte sich im Wesentlichen mit der im
zweiten Quartal. Bis auf die Segmente Xetra (Wertpapierhandel) und GSF (Sicherheitenmanagement)
konnten alle Segmente ihr Wachstum der Nettoerlöse steigern, teilweise deutlich. Hierzu
zählen insbesondere die Segmente 360T ( + 20 Prozent), EEX (+18 Prozent) sowie IFS
(+11 Prozent). Das Segment Eurex profitierte zudem von signifikant höheren Nettoerlösen
im OTC-Clearing ( + 64 Prozent). Hingegen setzte sich die Marktvolatilität im Vergleich
zur Vorjahresperiode auf einem niedrigeren Niveau fort. Dies zeigte sich v. a. in
einzelnen Anlageklassen im Handelsgeschäft bei Eurex und Xetra. Die Nettozinserträge
aus dem Bankgeschäft von Clearstream profitierten von höheren US-Leitzinsen in den
ersten beiden Quartalen 2019. Insgesamt lagen die Nettoerlöse der Gruppe Deutsche Börse im ersten Halbjahr 2019
um 5 Prozent über denjenigen der Vorjahresperiode. Die operativen Kosten sanken auf
Halbjahressicht um 5 Prozent; um Sondereffekte bereinigt um 2 Prozent; diese Sondereffekte
beliefen sich auf 56,1 Mio. € (H1/2018: 74,8 Mio. €). Sie setzen sich im Wesentlichen
zusammen aus Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen im Kontext der Roadmap 2020 sowie
Kosten für die Integration akquirierter Unternehmen. Das EBITDA der Gruppe Deutsche Börse stieg im ersten Halbjahr 201 9 um 12 Prozent.
Um Sondereffekte bereinigt stieg das EBITDA der Gruppe um 9 Prozent. Aufwendungen
für Abschreibungen und Wertminderungsaufwand nahmen durch IFRS 16 auf bereinigter
Basis um 30 Prozent zu. Das bereinigte Finanzergebnis der Gruppe belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf -28,5
Mio. € (H1/2018: -32,9 Mio. €). Kennzahlen der Aktie der Deutsche Börse AGscroll
1)
Schlusskurs des Vorhandelstages Segment Eurex (Finanzderivate)Kennzahlen des Segments Eurex (Finanzderivate)scroll
1)
u. a. Zinsertrage aus hinterlegten Sicherheiten für außerbörslich gehandelte Zinsswaps Zweites Quartal 2019Im Segment Eurex (Finanzderivate) berichtet die Gruppe Deutsche Börse über die Geschäftsentwicklung
im Handel und Clearing von Finanzderivaten an der Terminbörse Eurex Exchange. Das
Clearingvolumen von OTC-Zinsderivaten, einem der strukturellen Wachstumsfaktoren der
Gruppe Deutsche Börse, wird innerhalb des Segments als gesonderte Position ausgewiesen.
Die Geschäftsentwicklung des Segments Eurex wird im Wesentlichen durch die Handelsaktivität
institutioneller Investoren und den Eigenhandel professioneller Marktteilnehmer bestimmt. Im zweiten Quartal lag die Marktvolatilität - gemessen am Volatilitätsindex VSTOXX
- auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Trotz dieses insgesamt schwierigen Marktumfelds
konnte das Segment Eurex das Handelsvolumen bei Aktienindexderivaten im zweiten Quartal
2019 um 3 Prozent steigern. Hervorzuheben sind hier insbesondere die auf verschiedene
MSCI-Indizes basierenden Produkte mit wachsendem Kontraktvolumen. Mit insgesamt 12,7
Mio. gehandelten Aktienindexkontrakten erzielte die Eurex am 18. Juni 2019 einen neuen
Tagesrekord. Bei Derivaten auf Einzelaktien nahm das Handelsvolumen an der Eurex im zweiten Quartal
2019 um 9 Prozent zu. Das Geschäft profitierte von einem insgesamt erhöhten Vertrauen
in europäische Aktien. Das Handelsvolumen mit Zinsderivaten war dagegen im zweiten Quartal 2019 um 18 Prozent
rückläufig. Grund hierfür ist das Ausbleiben der - von vielen Marktteilnehmern ursprünglich
erwarteten - weiteren Zinserhöhung in den USA. Nach den jüngsten Äußerungen der US
Federal Reserve (Fed, US-Notenbank) rechnet ein Großteil des Marktes inzwischen sogar
mit einer Zinssenkung seitens der Fed. Dies führte auch in Europa zu einem neuerlichen
Rückgang der Handelsvolumen, insbesondere im Bereich langer Laufzeiten. Beim Vorjahresvergleich
ist auch die hohe Vergleichsbasis des zweiten Quartals 2018 zu berücksichtigen, in
dem der Handel mit Zinsderivaten auf Staatsanleihen ein sehr hohes Niveau erreicht
hatte. Über alle Produktgruppen hinweg sank das Handelsvolumen im Segment Eurex im
zweiten Quartal 2019 um 2 Prozent. Eine weiterhin sehr positive Entwicklung ist beim Partnerschaftsprogramm von Eurex
Clearing zu verzeichnen. Am 1. Februar 2019 wurde das Partnerschaftsprogramm auf das
Repo-Segment erweitert, mit dem Ziel die Auswahl und Effizienz für Marktteilnehmer
in Special Repos und General Collateral (GC)-Instrumenten zu erhöhen sowie die Akzeptanz
und das Wachstum im Repo-Geschäft zwischen Händlern und Kunden zu fördern. Zum Ende
des zweiten Quartals hatten sich insgesamt 39 Teilnehmer für das Partnerschaftsprogramm
registriert, davon beteiligen sich 34 Teilnehmer am Programm für außerbörsliche ("over
the counter", OTC) Zinsderivate und 29 Teilnehmer am Programm für Repo. Das erneut starke Wachstum bei der Verrechnung von Euro-denominierten Zinsderivaten
spiegelte sich in einem Anstieg des verrechneten Nominalvolumens um 90 Prozent (inklusive
Compression-Läufe zur Optimierung von Kundenportfolios) im Vergleich zum zweiten Quartal
2018. Das ausstehende Nominalvolumen nach zwei sehr erfolgreichen Compression-Läufen
lag Ende des zweiten Quartals 2019 bei 11,2 Bio. €, mit einem Marktanteil von rund
11 Prozent der weltweiten in Euro denominierten OTC-Zinsderivaten. Die gestiegene Nachfrage auf der Buy-Side ist ein starker Indikator für das erreichte
Vertrauen der Kunden in die Qualität des Euro-Clearings in Frankfurt. Insgesamt waren
zum Ende der Berichtsperiode mehr als 230 Endkunden an den OTC Zinsderivate Service
der Eurex Clearing angebunden - davon allein 100 zusätzliche Kunden im Jahr 2019. Die Nettoerlöse des Segments Eurex stiegen im Berichtsquartal leicht um 1 Prozent.
Das Wachstum war im Wesentlichen getrieben von den gestiegenen Erlösen in den Bereichen
Aktienindexderivate und OTC-Clearing sowie bei den Entgelten für hinterlegte Sicherheiten.
Das bereinigte EBITDA des Segments nahm um 5 Prozent zu. Erstes Halbjahr 2019Die Entwicklung des Handelsvolumens im ersten Halbjahr 2019 entsprach im Wesentlichen
der des zweiten Quartals. Während sich das Geschäft im Handel mit Zinsderivaten gegenüber
dem ersten Quartal marktbedingt weiter abschwächte, gewann der Handel mit Aktienindexderivaten
und Derivaten auf Einzelaktien an Dynamik. Dies war v. a. das Ergebnis des Zuwachses
von Handelsvolumen in Folge der Einführung innovativer Produkte über die letzten Jahre
hinweg und bestätigt, dass das strukturelle Wachstum im Segment Eurex weiterhin intakt
ist. Segment EEX (Commodities)Kennzahlen des Segments EEX (Commodities)scroll
1)
Inklusive Handelsvolumen der Nodal Exchange Zweites Quartal 2019Im Segment EEX (Commodities) berichtet die Gruppe Deutsche Börse über die Handelsaktivität
auf den Plattformen der EEX Group mit Standorten in Europa, Asien und Nordamerika.
Die EEX Group betreibt Marktplätze für Energie- und Commodity-Produkte und verbindet
mehr als 600 Handelsteilnehmer weltweit. Das Angebot umfasst Kontrakte auf Energie,
Metalle, Umwelt-, Fracht- und Agrarprodukte. Die wichtigsten Erlösträger des Segments
sind der Strom-Spotmarkt und -Terminmarkt sowie der Gasmarkt. Im Strom-Spotmarkt konnte die EEX Group das Handelsvolumen im zweiten Quartal 2019
leicht um 2 Prozent steigern. Das Wachstum resultierte v. a. aus höheren Volumina
in den Intraday-Märkten. Darüber hinaus wurden die Vorbereitungen für den Start der
Kopplung der verschiedenen europäischen Day-ahead-Märkte, d. h. der Märkte für den
Handel von Strom für den folgenden Tag, mit einem gemeinsamen Orderbuch abgeschlossen.
Die neue Plattform XBID ging planmäßig Anfang Juli 2019 an den Start. An den Strom-Terminmärkten der EEX Group wuchs das Handelsvolumen um 35 Prozent. Dabei
konnte die EEX ihren Marktanteil in nahezu allen europäischen Kernmärkten weiter ausbauen.
Zudem führte die EEX Anfang Juni neue Stromprodukte für Zentral- und Südosteuropa
ein. Diese umfassen finanziell erfüllte Strom-Futures für Bulgarien, Serbien und Slowenien.
Mit den neuen Produkten erstreckt sich das Angebot an Stromderivaten der EEX auf mittlerweile
20 europäische Marktgebiete. Die 2017 übernommene US-amerikanische Nodal Exchange
konnte ihr Handelsvolumen in einem starken Marktumfeld in Q2/2019 im Vergleich zum
Vorjahresquartal mehr als verdoppeln und erreichte den höchsten Marktanteil in ihrer
Geschichte. Der Gasmarkt verzeichnete im zweiten Quartal mit 57 Prozent ebenfalls ein hohes Wachstum
und erreichte dabei ein Rekordvolumen von 680,8 TWh. Dazu trugen zum einen Zuwächse
an den Spotmärkten sowie ein wachsendes Volumen am niederländischen TTF-Hub bei. Zusätzlich
zur Einführung des JKM LNG Futures war das zweite Quartal durch die Erweiterung des
PEGAS-Portfolios um das zehnte Land - Spanien - geprägt. Über alle Produktgruppen hinweg steigerte die EEX Group ihre Nettoerlöse im zweiten
Quartal 2019 um 17 Prozent. Das bereinigte EBITDA des Segments stieg um 28 Prozent. Erstes Halbjahr 2019Im ersten Halbjahr 2019 konnte die EEX Group an das hohe Wachstum der vergangenen
Jahre anknüpfen und sowohl im Strom- als auch im Gasgeschäft deutlich zweistellige
Zuwachsraten im Handelsvolumen erzielen. Während sich dabei die Wachstumsdynamik im
Strom-Terminmarkt im zweiten Quartal gegenüber dem sehr hohen Wert des Vorquartals
leicht abschwächte, verzeichnete das Gasgeschäft sequenziell ein deutliches Anspringen
der Handelsaktivität. Segment 360T (Devisenhandel)Kennzahlen des Segments 360T (Devisenhandel)scroll
1)
Inkl. Handelsvolumen der 360TGTX Inc. Zweites Quartal 2019Im Segment 360T (Devisenhandel) berichtet die Gruppe Deutsche Börse über die Geschäftsentwicklung
im Devisenhandel, der auf den Plattformen ihrer Tochtergesellschaften 360 Treasury
Systems AG und 360TGTX Inc. abgewickelt wird. Die Nettoerlöse des Segments 360T werden
im Wesentlichen durch die Handelsaktivität institutioneller Investoren und international
agierender Unternehmen sowie die Bereitstellung von Liquidität durch sog. Liquidity
Provider bestimmt. Die Volatilität an den Devisenmärkten blieb im Verlauf des zweiten Quartals 2019 niedrig.
Zudem war das Marktumfeld negativ beeinflusst durch zahlreiche Unsicherheitsfaktoren,
wie den Handelskrieg zwischen den USA und China, den bevorstehenden Brexit sowie die
Sorgen über eine Abschwächung der US-Wirtschaft und damit verbunden der Aussicht auf
mögliche Zinssenkungen seitens der Fed. Dank der Gewinnung und Anbindung zahlreicher Neukunden konnte das Segment 360T dennoch das
durchschnittliche tägliche Handelsvolumen auf seinen Plattformen im zweiten Quartal
2019 um 22 Prozent ausweiten. Solides Wachstum verzeichnete 360T v. a. bei Forward-
und Swaptransaktionen. Aufgrund des Produktmixes mit einem höheren Anteil an Produkten mit geringerer Marge
lag das Nettoerlöswachstum im zweiten Quartal mit 18 Prozent leicht unter dem Anstieg
des Handelsvolumens. Das im Vorjahr akquirierte GTX-Geschäft trug 15 Prozentpunkte
zu diesem Wachstum bei. Das bereinigte EBITDA des Segments 360T verbesserte sich um
16 Prozent. Erstes Halbjahr 2019Die Geschäftsentwicklung im Segment Devisenhandel entsprach im ersten Halbjahr 2019
weitgehend der des zweiten Quartals. Insgesamt konnten die Nettoerlöse in den ersten
sechs Monaten um 20 Prozent zulegen. Segment Xetra (Wertpapierhandel)Kennzahlen des Segments Xetra (Wertpapierhandel)scroll
Zweites Quartal 2019Im Segment Xetra (Wertpapierhandel) berichtet die Gruppe Deutsche Börse über die Entwicklung
auf ihren Handelsplätzen im Kassamarkt (Xetra®, Börse Frankfurt und Tradegate). Neben
Handel und Verrechnung (Clearing) erzielt das Segment Erlöse aus der bestehenden Notierung
von Unternehmen und Neuzulassungen (Listings) sowie aus der Anbindung von Kunden an
die Handelsplätze und durch Services für Partnerbörsen. Die anhaltend niedrige Aktienmarktvolatilität stellte im zweiten Quartal 2019 ungünstige
zyklische Rahmenbedingungen für das Kassamarktgeschäft der Gruppe Deutsche Börse dar.
Infolgedessen sank das Handelsvolumen auf Quartalssicht um 10 Prozent. Im Wettbewerb
mit paneuropäischen Handelsplätzen konnte Xetra seine Position als Referenzmarkt für
den Handel mit DAX®-Aktien dennoch weiter leicht ausbauen und den Marktanteil auf
70 Prozent steigern (Q2/2018: 69 Prozent). Auch das Handelsvolumen mit börsengehandelten
Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETFs) lag deutlich unter dem des Vorjahreswertes.
Das von den Emittenten über ETFs verwaltete Fondsvermögen summierte sich zum Stichtag
30. Juni 2019 auf 607,1 Mrd. € (Q2/2018: 570,3 Mrd. €). Im zweiten Quartal 2019 verzeichnete das Segment Xetra zwei IPOs. So fand Ende Juni der Börsengang der TRATON SE, der Nutzfahrzeugtochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns, mit einem Emissionsvolumen von 1,6 Mrd. € statt. Zuvor hatte bereits die österreichische Frequentis AG ihre Aktien im Rahmen eines Dual Listings im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB® ) eingeführt. Das weiterhin hohe Interesse an Gold als Anlageinstrument führte bei Xetra-Gold®,
der mit physischem Gold hinterlegten Inhaberschuldverschreibung, zu neuen Rekordwerten
sowohl bezüglich des Goldbestands als auch des verwahrten Vermögens. Zum Ende des
zweiten Quartals 2019 stieg der Goldbestand auf 194,3 Tonnen (Q2/2018: 181,4 Tonnen);
dies entspricht einem Gegenwert des verwahrten Goldes von rund 7,7 Mrd. € (Q2/2018:
6,3 Mrd. €). Xetra-Gold ist damit das führende physisch hinterlegte Gold-Wertpapier
in Europa. Von den auf Xetra handelbaren Rohstoffen (Exchange Traded Commodities,
ETCs) ist Xetra-Gold das mit Abstand umsatzstärkste Wertpapier. Im zweiten Quartal
2019 lag der Orderbuchumsatz bei 898 Mio. €. Die Nettoerlöse des Segments Xetra sanken im zweiten Quartal 2019 leicht um 1 Prozent.
Der im Vergleich zur Entwicklung des Handelsvolumens unterdurchschnittliche Erlösrückgang
resultierte aus dem Rabatt- und Preismodell der Deutschen Börse, d. h. bei niedrigeren
Handelsvolumina werden entsprechend geringere Mengenrabatte gewährt. Positiv auf die
Nettoerlöse wirkten sich auch die im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegenen Entgelte
für Listing und Konnektivität. Das bereinigte EBITDA des Segments stieg leicht um
2 Prozent. Erstes Halbjahr 2019Gegenüber dem ersten Quartal fiel der Rückgang des Handelsvolumens im zweiten Quartal
2019 moderater aus, so dass sich auf Halbjahressicht noch ein Minus von 17 Prozent
ergab. Die Nettoerlöse sanken im ersten Halbjahr um 3 Prozent. Bei dem Vergleich ist
ein Ertrag aus einer vorzeitigen Vertragsbeendigung zu berücksichtigen, der im ersten
Quartal 201 9 innerhalb der sonstigen Erlöse erfasst wurde. Segment Clearstream (Nachhandel)Kennzahlen des Segments Clearstream (Nachhandel)scroll
Zweites Quartal 2019Im Segment Clearstream (Nachhandel) bündelt die Gruppe Deutsche Börse die Abwicklung
(Settlement) und Verwahrung (Custody) von Wertpapieren. Mit der dem Handel nachgelagerten
Infrastruktur für Eurobonds und weitere Märkte begleitet und betreut Clearstream die
Emission, Abwicklung, Verwaltung und Verwahrung für Wertpapiere aus über 50 Märkten
weltweit. Die Nettoerlöse des Segments werden im Wesentlichen durch das Volumen und
den Wert der verwahrten Wertpapiere bestimmt - hierüber definieren sich die Depotentgelte.
Das Abwicklungsgeschäft hängt vorrangig von der Anzahl der Transaktionen ab, die Clearstream
über börsliche und außerbörsliche Handelsplätze abwickelt. Diesem Segment ebenfalls
zugeordnet werden die Nettozinserträge, die Clearstream im Bankgeschäft erzielt. Der Wert der über den nationalen Zentralverwahrer (Central Securities Depository,
CSD) und den internationalen Zentralverwahrer (International Central Securities Depository,
ICSD) verwahrten Wertpapiere stieg in Q2/2019 leicht um 2 Prozent an. Ausschlaggebend
dafür war hauptsächlich das höhere Volumen der beim ICSD verwahrten Anleihen. Dementsprechend
blieben die durch Verwahrleistungen generierten Nettoerlöse insgesamt weitgehend stabil;
niedrigere Erlöse des CSD wurden dabei von höheren ICSD-Erlösen ausgeglichen. Die
Zahl der Abwicklungstransaktionen nahm während des zweiten Quartals insbesondere im
ICSD-Geschäft deutlich zu. Auslöser dafür waren höhere Handelsvolumina an den OTC-Märkten,
wohingegen börsliche Volumina unter dem Vorjahresniveau lagen. Die durch Abwicklungsleistungen
generierten Nettoerlöse stiegen im zweiten Quartal entsprechend um 12 Prozent an. Wie schon im ersten Quartal 2019 blieben die im Bankgeschäft erzielten Nettozinserträge
mit einem Zuwachs von 29 Prozent auch im zweiten Quartal der wichtigste Wachstumstreiber
des Segments. Die höheren Nettozinserträge auf Bareinlagen waren bedingt durch Aufholeffekte
aus Zinserhöhungen in den USA im Vorjahr sowie höhere Einlagen in US-Dollar. Die Nettoerlöse
aus Third-Party Services hingegen lagen unter dem Vorjahresniveau. Solide Zuwächse
bei den Nettoerlösen im aufsichtsrechtlichen Berichtswesen über REGIS-TR konnten die
Rückgänge im Managed Services-Geschäft (aufgrund einer abnehmenden Anzahl von Kunden
im Rahmen des Ausstiegs aus diesem Geschäftsbereich) nicht vollständig ausgleichen. Insgesamt stiegen die Nettoerlöse des Segments Clearstream im zweiten Quartal 2019
um 8 Prozent. Das bereinigte EBITDA verzeichnete einen Zuwachs von 20 Prozent. Erstes Halbjahr 2019Der Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres entsprach weitgehend der Entwicklung des
zweiten Quartals, wobei die Abwicklungsaktivitäten und die verwahrten Vermögenswerte
im Zeitraum April bis Juni etwas zunahmen. Die Nettoerlöse stiegen in der ersten Jahreshälfte
2019 insgesamt um 7 Prozent. Segment IFS (Investment Fund Services)Kennzahlen des Segments IFS (Investment Fund Services)scroll
Zweites Quartal 2019Im Segment IFS (Investment Fund Services) fasst die Gruppe Deutsche Börse das Order-Routing
sowie die Abwicklung und Verwahrung von börsengehandelten Investment- und alternativen
Investmentfonds über Clearstream zusammen. Kunden können ihr gesamtes Fondsportfolio
über Vestima®, die Fondsverarbeitungsplattform von Clearstream, abwickeln und verwahren.
Die Nettoerlöse des Segments IFS werden im Wesentlichen vom Wert der verwahrten Wertpapiere
und der Anzahl der Transaktionen bestimmt - hierüber definieren sich die Entgelte. Das Umsatzwachstum im Segment IFS gewann im zweiten Quartal des Jahres an Dynamik.
Insgesamt stiegen die Nettoerlöse hier um 16 Prozent. Bedingt durch einen Zuwachs
der verwahrten Wertpapiere um 5 Prozent stieg der Nettoumsatz aus Verwahrleistungen
im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent an. Die Anzahl der Transaktionen im Abwicklungsgeschäft
stieg im zweiten Quartal - beflügelt von einer Mischung aus verbesserten Marktbedingungen
und einem Zugewinn von Kunden - um 12 Prozent an. Zusätzlich zum Neukundengeschäft
und dem insgesamt günstigen Marktumfeld wurde das Wachstum auch durch die Übernahme
der Swisscanto Funds Centre Ltd. im vierten Quartal 2018 getragen. Im Mai startete IFS den "Fund Desk" - einen Dienst zur Unterstützung im Fondsvertrieb.
Der im Zuge der Übernahme von Swisscanto Funds Centre erworbene Dienst wurde seither
in seinen Funktionalitäten erweitert und vollständig in die IFS-Produktpalette integriert.
Im Einzelnen umfassen die Dienstleistungen das Aushandeln von Vertriebsverträgen,
Compliance-Unterstützung im Zusammenhang mit Eignungsprüfung und Geldwäschebekämpfung,
Vorgaben zur Identifizierung und Legitimation von Kunden und Vertriebspartnern (Know
Your Customer - "KYC" bzw. Know Your Distributors - "KYD"), den Austausch von Fondsdaten
zwischen Vermögensverwaltern und Fondsvertriebsgesellschaften, sowie einen Service
zur Verwaltung von Vertriebsprovisionen. So unterstützt der Fund Desk Kunden bei der
Bewältigung der durch MiFID II verschärften regulatorischen Anforderungen hinsichtlich
Transparenz und Standardisierung im Fondsvertrieb. Ebenfalls im Mai verkündete IFS die Übernahme der Ausmaq Limited, dem spezialisierten
Fondsdienstleister der National Australia Bank Limited. Mit dieser Übernahme wird
sich IFS im australischen Markt engagieren und sein Angebot für Investmentfonds weiter
ausbauen. Im Hinblick auf verwaltete Vermögenswerte liegt der australische Fondsmarkt
auf Platz eins in der Region Asien-Pazifik und auf Platz vier weltweit und konnte
in den letzten Jahren ein stetes Wachstum verzeichnen. Die Übernahme ist ein weiterer
Schritt in der "Roadmap 2020"-Strategie der Gruppe Deutsche Börse. Die Transaktion,
die unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen (einschließlich aufsichtsrechtlicher
Genehmigungen) steht, soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen werden. Das bereinigte EBITDA des Segments steigerte sich im zweiten Quartal 2019 um 30 Prozent. Erstes Halbjahr 2019Nach einem relativ verhaltenen Jahresauftakt fiel das Nettoerlöswachstum im Segment
IFS in der ersten Jahreshälfte 2019 moderater aus als im zweiten Quartal. Gegenüber
dem ersten Quartal beschleunigte sich das Wachstum sowohl im Bereich der verwahrten
Wertpapiere als auch bei den Abwicklungstransaktionen im zweiten Quartal. Segment GSF (Sicherheitenmanagement)Kennzahlen des Segments GSF (Sicherheitenmanagement)scroll
Zweites Quartal 2019Im Segment GSF (Sicherheitenmanagement) betrachtet die Gruppe Deutsche Börse die Geschäftsentwicklung
von Clearstream-Leistungen im Bereich Sicherheitenmanagement und Wertpapierleihe.
Zum Sicherheitenmanagement (vormals "Repo-Geschäft") zählen neben der Sicherheitenverwaltung
das Tri-Party-Sicherheitenmanagement und das GC Pooling®-Geschäft. Das durchschnittliche ausstehende Volumen im Sicherheitenmanagement stieg im zweiten
Quartal 2019 moderat an, getrieben durch die Akquisition neuer Kunden sowie wachsende
Volumina im Bereich Tri-Party-Sicherheitenmanagement. Zuwächse wurden insbesondere
bei Angeboten verzeichnet, die die Segregation von Initial Margin gemäß der Europäischen
Marktinfrastrukturverordnung (EMIR) ermöglichen. Die Nettoerlöse aus dem Sicherheitenmanagement,
die in direkter Relation zum ausstehenden Volumen stehen, sind um 8 Prozent gestiegen. Die Marktbedingungen im Wertpapierleihgeschäft erwiesen sich im Berichtsquartal als
äußerst herausfordernd, die Volumina lagen in nahezu allen Anlageklassen unter dem
Vorjahresniveau. Eine Reihe von Zentralbanken sorgte für hohe Liquidität und übte
damit Druck auf die Nachfrage nach Wertpapierleihe sowie auf die Leihegebühren aus.
Zudem waren die Vorjahresvergleichswerte angesichts der höheren Nachfrage nach Wertpapierleihen
im Jahr 2018 herausfordernd. Die Nettoerlöse aus dem Wertpapierleihegeschäft sanken
im zweiten Quartal daher um 26 Prozent. Aufgrund der rückläufigen Nettoerlöse sank das bereinigte EBITDA im zweiten Quartal
um 13 Prozent. Erstes Halbjahr 2019Die im ersten Quartal beobachtete Marktentwicklung setzte sich im Wesentlichen im
zweiten Quartal fort, wenngleich der Rückgang der Erträge aus dem Wertpapierleihegeschäft
im zweiten Quartal stärker ausfiel. Insgesamt sanken die Nettoerlöse des Segments
in der ersten Jahreshälfte 2019 um 3 Prozent. Segment STOXX (Indexgeschäft)Kennzahlen des Segments STOXX (Indexgeschäft)scroll
Zweites Quartal 2019Im Segment STOXX (Indexgeschäft) berichtet die Gruppe Deutsche Börse über die Entwicklung
ihres Indexgeschäfts, das sie über ihre Tochtergesellschaft STOXX Ltd. betreibt. Das
Unternehmen bietet Emittenten mittels eines umfangreichen Indexangebots eine Vielzahl
von Möglichkeiten, Finanzprodukte für unterschiedlichste Investitionsstrategien aufzulegen.
Während die ETF-Lizenzerlöse von der Höhe des Vermögens abhängen, das weltweit in
börsengehandelten Indexfonds (Exchange-traded Funds, ETFs) auf STOXX®- und DAX-Indizes
investiert wird, bestimmen sich die Börsen-Lizenzerlöse maßgeblich durch das Handelsvolumen
in Indexderivaten auf STOXX- und DAX-Indizes an Eurex®. Lizenzerlöse aus strukturierten
Produkten werden unter den sonstigen Lizenzerlösen ausgewiesen. Der Abfluss von Anlagegeldern aus europäischen Aktienindizes setzte sich im zweiten
Quartal 2019 fort. Steigende Indexstände führten allerdings dazu, dass das verwaltete
Vermögen in ETFs auf STOXX- und DAX-Indizes im zweiten Quartal in etwa auf der Höhe
des Vorquartals lag. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ergab sich jedoch
ein Rückgang der Nettoerlöse von 9 Prozent. Analog zum annähernd unveränderten Handelsvolumen mit Indexderivaten an der Eurex
lagen auch die Börsen-Lizenzerlöse auf Quartalssicht auf Vorjahreshöhe. Dagegen stiegen die sonstigen Lizenzerlöse, insbesondere aus Buy-Side-Lizenzen, infolge
des Abschlusses einer Reihe neuer Verträge um 8 Prozent. Im Juni 2019 erhielt die STOXX Ltd. den Zuschlag bei der Ausschreibung zur Lizenzierung
von vier klimafreundlichen, globalen Nachhaltigkeitsindizes für die Pensionsfonds
von vier Bundesländern in Deutschland. Die Lizenzierung betrifft die Replikation der
Indizes durch Vermögenswerte im Wert von mehr als 7 Mrd. €. Das Mandat unterstreicht
die führende Position von STOXX im Bereich nachhaltiger Indexlösungen: Das Unternehmen
ist seit 2011 in diesem Bereich aktiv und bietet eine breite Palette von Indexlösungen:
Benchmarks, Bluechips, ESG Leader, Low Carbon, Climate Impact, ESG-Faktoren und ESG-X-Indizes. In Summe nahmen die Nettoerlöse des Segments im zweiten Quartal um 2 Prozent zu. Dies
war auch bedingt durch Einmalerträge im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA des Segments
sank um 5 Prozent. STOXX hat bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemäß Artikel
32 der EU Benchmark-Verordnung einen Antrag auf Anerkennung gestellt, um die Aufnahme
der von STOXX bereitgestellten Indizes in das ESMA-Benchmarks-Register zu erreichen.
Um im Indexgeschäft der Gruppe Deutsche Börse Synergien zu realisieren, plant die
Deutsche Böre AG die Administration (wie unter der EU Benchmark-Verordnung definiert)
ihrer Indizes (DAX, eb.rexx etc.) an STOXX zu übertragen. Im Zusammenhang mit dem
Erwerb der Axioma, Inc. beabsichtigt die Deutsche Börse AG, ihr Indexgeschäft auf
ein neues Unternehmen innerhalb der Gruppe Deutsche Börse zu übertragen. Erstes Halbjahr 2019Steigende Lizenzerlöse aus strukturierten Produkten und Buy-Side-Lizenzen überkompensierten
im ersten Halbjahr 2019 rückläufige ETF- sowie stagnierende Börsen-Lizenzerlöse, sodass
sich für den Sechsmonatszeitraum insgesamt ein leichter Anstieg der Nettoerlöse von
2 Prozent ergab. Segment Data (Datengeschäft)Kennzahlen des Segments Data (Datengeschäft)scroll
Zweites Quartal 2019Im Segment Data (Datengeschäft) berichtet die Gruppe Deutsche Börse über die Entwicklung
ihres Geschäfts mit der Vermarktung von Lizenzen für Handels- und Marktsignale in
Echtzeit sowie für die Bereitstellung von historischen Daten und Analytics. Die wichtigsten
Produkte sind Orderbuchdaten aus den Kassa- und Derivatemärkten, aber auch Referenzdaten
der Deutschen Börse sowie Daten ihrer Kooperationspartner. Das Segment erzielt einen
Großteil seiner Nettoerlöse auf Basis langfristiger Kundenbindungen und ist dabei
relativ unabhängig von den Handelsvolumina und der Volatilität an den Kapitalmärkten.
Dem Segment werden auch die Erlöse aus regulatorischen Dienstleistungen zugeordnet. Das Segment Data steigerte seine Nettoerlöse im zweiten Quartal 2019 um 7 Prozent.
Im Geschäft mit Daten aus den Kassa- und Terminmärkten konnte trotz strukturell bedingter
Rückgänge der Anzahl der Abonnements ein Erlösanstieg von 4 Prozent erzielt werden.
Die Nettoerlöse im Bereich der regulatorischen Dienstleistungen stiegen im zweiten
Quartal um 25 Prozent. Die Zuwachsraten in beiden Geschäftsfeldern waren durch Einmaleffekte
infolge von Umsatzabgrenzungen begünstigt. Das bereinigte EBITDA des Segments sank
um 3 Prozent, maßgeblich wegen höherer Restrukturierungskosten im Rahmen einer außerordentlichen
Wertminderung einer technologischen Infrastruktur im Vorjahresquartal. Erstes Halbjahr 2019Auf Halbjahressicht erzielte das Segment Data ein Erlösplus von 5 Prozent. Die Nettoerlöse
des ersten Quartals 2019 enthielten einen Ertrag aus einer vorzeitigen Vertragsbeendigung
im niedrigen einstelligen Millionenbereich. FinanzlageCashflowDie Gruppe Deutsche Börse erzielte im ersten Halbjahr 2019 einen Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit in Höhe von 466,5 Mio. € (H1/2018: 558,6 Mio. €) vor Veränderung
der stichtagsbezogenen CCP-Positionen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
enthält den deutlich gestiegenen Periodenüberschuss in Höhe von 557,6 Mio. € (H1/2018:
472,6 Mio. €). Demgegenüber reduzierte sich das Working Capital um 202,3 Mio. € v.
a. in Folge höherer Steuerzahlungen. Ferner wurden Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen mit 73,7 Mio. € (H1/2018: 66,6 Mio. €) getätigt und eine Dividende
für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 495,0 Mio. € (H1/2018: 453,3 Mio. €) ausgeschüttet. Der Finanzmittelbestand belief sich damit zum 30. Juni 2019 auf 1.720,5 Mio. € (30.
Juni 2018: 183,3 Mio. €). Der Kassenbestand sowie die Bankguthaben beliefen sich auf
943,5 Mio. € (30. Juni 2018: 1.042,6 Mio. €). KapitalmanagementGenerell erwarten die Kunden der Gesellschaft, dass diese konservative Zinsdeckungs-
und Verschuldungsgrade aufweist und gute Kreditratings erzielt. Seit 1. Januar 2019
nutzt die Gruppe Deutsche Börse neue Steuerungskennzahlen aus der Konzernbilanz, da
die Ratingagentur S&P Global Ratings (S&P) sowohl die betrachteten Kenngrößen als
auch deren Berechnungsmethodik angepasst hat. Die wesentlichen neuen Kenngrößen sind:
Um das mit einem AA-Rating konsistente "Minimal Financial Risk Profile" gemäß S&P-Methodik
zu erreichen, strebt das Unternehmen ein Verhältnis der FFO zur Nettoverschuldung
von mindestens 50 Prozent, eine Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA von nicht
größer als 1,75 und einen Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 14 an. Im ersten
Halbjahr 2019 hat die Gruppe Deutsche Börse dieses Ziel mit einem Verhältnis der FFO
zur Nettoverschuldung von 81 Prozent, einer Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA
von 0,9 sowie einem Zinsdeckungsgrad von 36 erreicht. Diesen Werten liegen annualisierte
Halbjahreszahlen für FFO in Höhe von rund 662 Mio. €, EBITDA in Höhe von rund 885
Mio. € und einer zum Jahresende erwarteten Nettoverschuldung in Höhe von rund 1,6
Mrd. € zugrunde. Details zur Ermittlung der Werte werden im Abschnitt "Finanzlage" im Geschäftsbericht
2018 auf den Seiten 76 bis 81 dargestellt. Das Unternehmen strebt ferner an, das starke AA-Kreditrating der Tochtergesellschaft
Clearstream Banking S.A. aufrechtzuerhalten, um den nachhaltigen Erfolg des in der
Wertpapierverwahrung und -abwicklung tätigen Segments Clearstream sicherzustellen.
Darüber hinaus verlangen die Aktivitäten der Tochtergesellschaft Eurex Clearing AG
eine hohe Bonität. Am 20. November 2018 bestätigte S&P zuletzt das AA-Kreditrating
der Deutsche Börse AG und das AA-Kreditrating der Clearstream Banking S.A. DividendeGenerell strebt die Gruppe Deutsche Börse eine Dividendenausschüttungsquote von 40
bis 60 Prozent des bereinigten Periodenüberschusses, der den Anteilseignern der Deutsche
Börse AG zuzurechnen ist, an. Innerhalb dieser Bandbreite steuert die Gruppe die tatsächliche
Ausschüttungsquote im Wesentlichen in Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung sowie
unter Berücksichtigung von Kontinuitätsgesichtspunkten. Darüber hinaus plant das Unternehmen,
die verbleibenden verfügbaren Mittel primär in die organische, aber auch in die komplementäre
externe Weiterentwicklung der Gruppe zu investieren. Sofern diese Mittel nicht durch
die Gruppe investiert werden können, stellen zusätzliche Ausschüttungen, insbesondere
in Form von Aktienrückkäufen, eine weitere Möglichkeit der Mittelverwendung dar. Für das Geschäftsjahr 2018 hat die Deutsche Börse AG am 13. Mai 2019 eine Dividende
von 2,70 € je Stückaktie ausgeschüttet (2018 für das Geschäftsjahr 2017: 2,45 €).
Die bereinigte Ausschüttungsquote betrug somit 49 Prozent (2018 für das Geschäftsjahr
2017: 53 Prozent, ebenfalls bereinigt). Bei 183,3 Mio. dividendenberechtigten Stückaktien
ergab sich damit eine Dividendensumme von 495,0 Mio. € (2018 für das Geschäftsjahr
2017: 456,4 Mio. €). Die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien ergibt sich aus
einem Grundkapital von 190,0 Mio. Aktien abzüglich 6,7 Mio. Aktien im Eigenbestand. VermögenslageIm Folgenden werden Auszüge aus der Konzernbilanz gezeigt und wesentliche Änderungen
in der Vermögenslage beschrieben. Die komplette Konzernbilanz finden Sie im verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss. Die Bilanzsumme ist nahezu auf dem Niveau vom 31. Dezember 2018, die Veränderung resultiert
überwiegend aus den Finanzinstrumenten der zentralen Kontrahenten, Forderungen und
Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft sowie Bardepots der Marktteilnehmer. Die Höhe
dieser Positionen ändert sich entsprechend den Bedürfnissen und Handlungen der Kunden
täglich. Konzernbilanz (Auszüge)scroll
NachtragsberichtWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten. RisikoberichtDie Gruppe Deutsche Börse stellt in ihrem Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 111
bis 136 Rahmenbedingungen, Strategie, Grundsätze, Organisation, Prozesse, Methoden
und Konzepte ihres Risikomanagements sowie Maßnahmen zur Steuerung bzw. Verringerung
von Risiken umfassend dar. Operationelle Risiken für die Gruppe Deutsche Börse bestehen hinsichtlich Verfügbarkeit,
Verarbeitung, materiellen Gütern sowie aus Rechtsstreitigkeiten und der Geschäftspraxis.
Details zu den operationellen Risiken und den Maßnahmen zu ihrer Minderung sind im
Geschäftsbericht 2018 der Gruppe Deutsche Börse auf den Seiten 121 bis 129 dargestellt.
Grundsätzlich hat sich das Risikoprofil der Gruppe in Bezug auf die operationellen
Risiken gegenüber 2018 nicht wesentlich geändert. Bei den Rechtsstreitigkeiten ergaben
sich im ersten Halbjahr 2019 folgende wesentliche Änderungen:
Für eine ausführliche Darstellung des aktuellen Standes der Rechtsstreitigkeiten siehe
Erläuterung 11 zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss. Zusätzlich zu den oben und in früheren Veröffentlichungen erwähnten Sachverhalten
ist die Gruppe Deutsche Börse von Zeit zu Zeit in verschiedene Rechtsstreitigkeiten
involviert, die sich aus dem Verlauf ihres normalen Geschäfts ergeben. Die Gruppe
bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Angelegenheiten,
wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, der Abfluss
von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich
ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. In solchen
Fällen kann sich ein Verlustrisiko ergeben, das höher ist als die entsprechenden Rückstellungen.
Wenn die oben genannten Bedingungen nicht erfüllt sind, bildet die Gruppe keine Rückstellungen.
Wenn sich eine Rechtsstreitigkeit oder eine aufsichtsrechtliche Angelegenheit entwickelt,
bewertet die Gruppe kontinuierlich, ob die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung
erfüllt sind. Die Gruppe kann eventuell nicht absehen, wie hoch der mögliche Verlust
oder die Verlustspanne im Hinblick auf diese Angelegenheiten sein wird. Auf der Basis
aktuell verfügbarer Informationen geht die Gruppe Deutsche Börse insgesamt nicht davon
aus, dass das Ergebnis eines dieser Verfahren die Finanzzahlen erheblich beeinträchtigen
wird. Finanzielle Risiken treten in der Gruppe Deutsche Börse als Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiko
in den Finanzinstituten der Clearstream Holding-Gruppe und Eurex Clearing AG auf.
Darüber hinaus sind die Geldanlagen und Forderungen der Gruppe mit einem Kreditrisiko
behaftet. Geldanlagen werden zum überwiegenden Teil über kurzfristige Geschäfte getätigt,
die besichert sind. Damit werden Liquiditätsrisiken sowie auch Marktpreisrisiken aus
der Geldanlage minimiert. Das Risikoprofil der Gruppe hat sich in Bezug auf die finanziellen
Risiken gegenüber 2018 nicht wesentlich geändert. Details zu den finanziellen Risiken
sind im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 129 bis 134 und 319 bis 331 dargestellt. Das Geschäftsrisiko spiegelt wider, dass die Gruppe von der gesamtwirtschaftlichen
und geopolitischen Entwicklung abhängig ist sowie von anderen äußeren Ereignissen
beeinflusst wird - wie Veränderungen des Wettbewerbsumfelds oder regulatorischen Änderungen.
Darüber hinaus umfasst es das unternehmensstrategische Risiko, worunter der Einfluss
von Risiken auf die Geschäftsstrategie und damit eine mögliche Anpassung dieser verstanden
wird. Zudem können sich externe Faktoren wie fehlendes Vertrauen der Investoren in
die Finanzmärkte auf die Ertragslage auswirken. In Bezug auf Geschäftsrisiken hat
sich das Risikoprofil der Gruppe Deutsche Börse gegenüber 2018 nicht wesentlich geändert.
Die Gruppe beobachtet potenzielle Geschäftsrisiken wie den Austritt Großbritanniens
aus der Europäischen Union sehr genau und sieht sich in Bezug auf ihre Geschäftsrisiken
gut aufgestellt. Details zu den Geschäftsrisiken sind im Geschäftsbericht 2018 auf
der Seite 134 bis 135 dargestellt. Die Gruppe bewertet fortlaufend ihre Risikosituation. Unter Berücksichtigung der vorgenommenen
Stresstestberechnungen, des erforderlichen ökonomischen Kapitals ("required economic
capital", REC) und der Earnings at Risk (risikobehaftete Erträge) sowie des von ihm
als wirksam eingestuften Risikomanagementsystems kommt der Vorstand der Deutsche Börse
AG zu dem Schluss, dass die Risikodeckungsmasse ausreichend ist. Diese Bewertung kann
auch für den Zeitraum des ersten Halbjahres 2019 vorgenommen werden. Durch verschiedene
Faktoren in übergreifenden Risikoklassen hat sich das REC der Gruppe Deutsche Börse
von 2.573 Mio. € im vierten Quartal 2018 auf 2.884 Mio. € im zweiten Quartal 2019
um 12 Prozent erhöht. Diesen Risiken steht weiterhin eine ausreichende Deckungsmasse
gegenüber. Eine wesentliche Änderung der im Geschäftsbericht 2018 beschriebenen Risikosituation
des Konzerns ist für den Vorstand daher derzeit nicht erkennbar. ChancenberichtSinn und Zweck des Chancenmanagements der Gruppe Deutsche Börse ist es, Chancen frühestmöglich
zu erkennen, zu bewerten zu ergreifen und in geschäftliche Erfolge zu verwandeln.
Eine ausführliche Beschreibung der Chancen und des Chancenmanagements ist im Geschäftsbericht
2018 auf den Seiten 136 bis 143 ausführlich beschrieben. Im Mai 2019 haben die Deutsche Börse AG und Microsoft einen Vertrag über die Nutzung
von Cloud-Dienstleistungen abgeschlossen. Mit dieser Vereinbarung etablieren die beiden
Partner neue Vertragsstandards in der europäischen Finanzbranche, die eine Nutzung
von Microsoft-Cloud-Dienstleistungen für wesentliche Auslagerungen erlauben. Hierzu
gehören Dienstleistungen, die Finanzinstitute in der Regel selbst erbringen und die
als wesentlich für ihr Kerngeschäft gelten. Solche Anwendungen in einer Cloud-Umgebung
zu betreiben, erfordert die Einhaltung nationaler und EU-weiter Regulierungsvorschriften.
Der Vertrag, den die Deutsche Börse und Microsoft abgeschlossen haben, adressiert
diese spezifischen regulatorischen Anforderungen. Damit positioniert sich die Deutsche
Börse an der Spitze der Cloud-Nutzung im europäischen Finanzdienstleistungssektor. Darüber hinaus ist eine wesentliche Änderung der Chancen für den Vorstand derzeit
nicht erkennbar. PrognoseberichtDer Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der Gruppe Deutsche
Börse im Geschäftsjahr 2019. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge,
die in der Zukunft liegen, und beruht auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens
zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten
Chancen, Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflussen den Erfolg,
die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen
außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollten Chancen oder Risiken eintreten
oder eine der Ungewissheiten Realität werden oder sollte sich erweisen, dass eine
der zugrunde liegenden Annahmen unzutreffend war, kann die tatsächliche Entwicklung
des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den
zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Prognoseberichts abweichen. Die Gruppe Deutsche Börse beabsichtigt in den kommenden Jahren keine grundlegende
Änderung ihrer Geschäftspolitik. Entwicklung der ErtragslageFür den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2019 erwartet die Gruppe Deutsche Börse
keine wesentliche Abweichung zur Prognose der Entwicklung der Rahmenbedingungen, wie
sie im Konzernjahresabschluss 2018 dargestellt wurde. Danach erwartet die Gruppe Deutsche Börse im Prognosezeitraum weiterhin einen Anstieg
der Nettoerlöse aus strukturellen Wachstumschancen von mindestens 5 Prozent. Dieses
Wachstum treibt die Gruppe durch Investitionen voran. Demgegenüber hängt die Entwicklung
der von zyklischen Faktoren abhängenden Geschäftsfelder maßgeblich vom Grad der Spekulation
hinsichtlich der künftigen Zinsentwicklung in Europa sowie der Höhe der Aktienmarktvolatilität
ab. Hierbei können sich sowohl weitere positive als auch negative Auswirkungen auf
das Wachstum der Nettoerlöse der Gruppe ergeben. Nach der Ankündigung der Fed, im Jahr 2019 wahrscheinlich keine weiteren Zinserhöhungen
durchzuführen, erwartet die Gruppe Deutsche Börse neben den höheren durchschnittlichen
Zinsen durch die 2018 schrittweise durchgeführten Zinserhöhungen in den USA keine
weiteren positiven Auswirkungen auf ihre Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft. Sollte
die Fed, wie von einem Großteil der Marktteilnehmer erwartet, die Leitzinsen 2019
reduzieren, könnte das Wachstum der Nettozinserträge im laufenden Jahr geringer ausfallen
als ursprünglich erwartet. Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie verfolgt die Gruppe Deutsche Börse klar definierte
Prinzipien zur Steuerung der operativen Kosten. Kernbestandteil dieser Prinzipien
ist es, die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells der Gruppe zu gewährleisten. Um dies
zu erreichen, steuert das Unternehmen die um Sondereffekte bereinigten operativen
Kosten kontinuierlich in Abhängigkeit von der Entwicklung der Nettoerlöse. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses zusammengefassten Lageberichts rechnet das
Unternehmen bei den operativen Kosten mit Sondereffekten im laufenden Geschäftsjahr
in Höhe von rund 120 Mio. €. Diese werden mehrheitlich auf Kosten für Restrukturierungs-
und Effizienzmaßnahmen, Kosten in Zusammenhang mit bestehenden strafrechtlichen Ermittlungen
sowie auf die Integration bereits akquirierter Unternehmen entfallen. Der Anstieg
gegenüber der Prognose im Konzernjahresabschluss 2018 ist maßgeblich durch die im
ersten Halbjahr 2019 angekündigten Akquisitionen wie den Erwerb der Axioma Inc. bedingt. Aufgrund des erwarteten Anstiegs der strukturell getriebenen Nettoerlöse von mindestens
5 Prozent, der Nachholeffekte insbesondere bei den Nettozinserträgen aus dem Bankgeschäft
und des effizienten Kostenmanagements wird für den bereinigten Periodenüberschuss,
der den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnen ist, im Prognosezeitraum
weiterhin mit einem Wachstum von rund 10 Prozent gerechnet. Sofern sich die zyklischen
Rahmenbedingungen im Gesamtjahr 2019 im Vergleich zu 2018 im weiteren Jahresverlauf
verbessern, könnte das Wachstum des bereinigten Periodenüberschusses auch etwas höher
ausfallen. Sollten sich die zyklischen Rahmenbedingungen weiter verschlechtern, könnte
das Wachstum des bereinigten Periodenüberschusses etwas niedriger ausfallen. Die der Prognose zugrunde liegenden Annahmen sowie die Überleitung der Nettoerlöse
und operativen Kosten (inkl. Abschreibungen) sind im Geschäftsbericht 2018 auf den
Seiten 144 bis 148 veröffentlicht. Entwicklung der FinanzlageDas Unternehmen erwartet, auch künftig einen deutlich positiven Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit zu generieren; er ist das primäre Finanzierungsinstrument der Gruppe
Deutsche Börse. In Bezug auf die Veränderung der Liquidität rechnet die Gruppe mit
zwei wesentlichen Einflussfaktoren im Prognosezeitraum. Zum einen plant das Unternehmen
rund 180 Mio. € auf Gruppenebene in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zu
investieren. Die Investitionen sollen hauptsächlich der Neu- und Weiterentwicklung
von Produkten und Dienstleistungen in den Segmenten Eurex (Finanzderivate) und Clearstream
(Nachhandel) dienen. Die Summe umfasst im Wesentlichen Investitionen in Handelsinfrastruktur
und Funktionalitäten im Bereich Risikomanagement. Generell strebt die Gruppe Deutsche Börse eine Dividendenausschüttungsquote von 40
bis 60 Prozent des bereinigten Periodenüberschusses, der den Anteilseignern der Deutsche
Börse AG zuzurechnen ist, an. Innerhalb dieser Bandbreite steuert die Gruppe die tatsächliche
Ausschüttungsquote im Wesentlichen in Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung sowie
unter Berücksichtigung von Kontinuitätsgesichtspunkten. Darüber hinaus plant das Unternehmen,
die verbleibenden verfügbaren Mittel primär in die organische, aber auch in die komplementäre
externe Weiterentwicklung der Gruppe zu investieren. Sofern diese Mittel nicht durch
die Gruppe investiert werden können, stellen zusätzliche Ausschüttungen, insbesondere
Aktienrückkäufe, eine weitere Möglichkeit der Mittelverwendung dar. Um die starken Kreditratings auf Gruppenebene zu erhalten, strebt das Unternehmen
ein Verhältnis der Nettoschulden zum EBITDA von höchstens 1,75 sowie der Free Funds
from Operations im Verhältnis zu den Nettoschulden von mind. 50 Prozent an. Die Muttergesellschaft Deutsche Börse AG plant im Prognosezeitraum Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von rund 50 bis 60 Mio. €. Verkürzter Zwischen-Konzernanhang und -abschluss Q2/2019Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| Anhang | 30.06.2019 | 2. Quartal zum 30.06.2018 |
30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
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| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | ||
| Umsatzerlöse | 747,7 | 719,5 | 1.496,2 | 1.452,7 | |
| Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft | 66,7 | 55,0 | 128,7 | 95,9 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3,0 | 3,3 | 4,7 | 8,3 | |
| Gesamterlöse | 817,4 | 777,8 | 1.629,6 | 1.556,9 | |
| Volumenabhängige Kosten | - 92,6 | - 90,8 | - 184,0 | - 178,3 | |
| Nettoerlöse (Gesamterlöse abzüglich volumenabhängiger Kosten) | 724,8 | 687,0 | 1.445,6 | 1.378,6 | |
| Personalaufwand | - 186,1 | - 199,9 | - 363,2 | - 374,0 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4 | - 105,4 | - 117,3 | - 201,5 | - 218,2 |
| Operative Kosten | - 291,5 | - 317,2 | - 564,7 | - 592,2 | |
| Ergebnis strategischer Beteiligungen | 0,7 | 1,4 | 4,0 | 2,4 | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 434,0 | 371,2 | 884,9 | 788,8 | |
| Abschreibung und Wertminderungsaufwand | - 55,4 | - 58,4 | - 108,5 | - 99,7 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 378,6 | 312,8 | 776,4 | 689,1 | |
| Finanzerträge | 2,4 | 0,6 | 2,8 | 5,6 | |
| Finanzaufwendungen | - 14,0 | - 17,2 | - 31,3 | - 38,5 | |
| Periodenergebnis vor Steuern (EBT) | 367,0 | 296,2 | 747,9 | 656,2 | |
| Sonstige Steuern | 0 | - 0,1 | 0 | - 0,4 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 93,0 | - 79,9 | - 190,3 | - 183,2 | |
| Periodenüberschuss | 274,0 | 216,2 | 557,6 | 472,6 | |
| davon den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnen | 266,9 | 210,3 | 542,1 | 459,3 | |
| davon den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnen | 7,1 | 5,9 | 15,5 | 13,3 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) (€) | 1,46 | 1,13 | 2,96 | 2,47 | |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) (€) | 1,46 | 1,13 | 2,96 | 2,47 |
| Anhang | 30.06.2019 | 2. Quartal zum 30.06.2018 |
30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | ||
| Periodenüberschuss laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 274,0 | 216,2 | 557,6 | 472,6 | |
| Posten, die künftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: | |||||
| Veränderung aus leistungsorientierten Verpflichtungen | - 36,4 | - 1,7 | - 54,6 | - 0,6 | |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Beteiligungen | 2,6 | 4,0 | - 4,1 | - 1,1 | |
| Latente Steuern | 9,4 | - 0,3 | 14,6 | - 0,4 | |
| - 24,4 | 2,0 | - 44,1 | - 2,1 | ||
| Posten, die künftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: | |||||
| Währungsdifferenzen | - 3,8 | 11,6 | 0,3 | 0,8 | |
| Sonstiges Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 0 | 0,3 | - 0,3 | - 4,4 | |
| Neubewertung der Cashflow-Hedges | 1,3 | - 2,4 | - 1,1 | - 1,0 | |
| Latente Steuern | - 0,3 | - 1,0 | 0,3 | 0,7 | |
| - 2,8 | 8,5 | - 0,8 | - 3,9 | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - 27,2 | 10,5 | - 44,9 | - 6,0 | |
| Gesamtergebnis | 246,8 | 226,7 | 512,7 | 466,6 | |
| davon Anteilseigner der Deutsche Börse AG | 240,2 | 218,5 | 496,9 | 452,2 | |
| davon nicht beherrschende Gesellschafter | 6,6 | 8,2 | 15,8 | 14,4 |
| Anhang | 30.06.2019 | 01.01.2019 | 31.12.2018 | 30.06.2018 (angepasst)1) |
|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | ||
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 5 | ||||
| Software | 290,1 | 321,0 | 321,0 | 362,4 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 2.868,6 | 2.865,6 | 2.865,6 | 2.823,5 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 90,8 | 52,3 | 52,3 | 40,6 | |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 940,6 | 952,7 | 952,7 | 920,4 | |
| 4.190,1 | 4.191,6 | 4.191,6 | 4.146,9 | ||
| Sachanlagen | 5 | ||||
| Grundstücke und Gebäude | 340,5 | 265,4 | 0 | 0 | |
| Einbauten in Gebäuden | 26,7 | 31,3 | 31,3 | 31,9 | |
| IT-Hardware, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fuhrpark | 85,2 | 89,3 | 84,8 | 75,1 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 19,5 | 14,8 | 14,8 | 5,6 | |
| 471,9 | 400,8 | 130,9 | 112,6 | ||
| Finanzanlagen | 6 | ||||
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Beteiligungen | 70,2 | 108,8 | 108,8 | 109,9 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldinstrumente | 711,6 | 1.057,1 | 1.057,1 | 1.353,0 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | |||||
| Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 6.635,4 | 9.985,4 | 9.985,4 | 6.283,8 | |
| Andere erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 26,1 | 17,3 | 17,3 | 17,7 | |
| 7.443,3 | 11.168,6 | 11.168,6 | 7.764,4 | ||
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 37,5 | 42,5 | 42,5 | 37,6 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 4,0 | 4,1 | 4,1 | 4,1 | |
| Latente Steueransprüche | 125,2 | 107,1 | 104,3 | 97,3 | |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 12.272,0 | 15.914,7 | 15.642,0 | 12.162,9 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldinstrumente | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 410,7 | 397,5 | 397,5 | 355,9 | |
| Andere zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 21.637,2 | 19.722,6 | 19.722,6 | 17.488,2 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | |||||
| Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 95.298,7 | 94.280,3 | 94.280,3 | 75.241,3 | |
| Derivative Finanzinstrumente | 0,1 | 4,7 | 4,7 | 64,6 | |
| Andere erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 0,4 | 0,4 | 0,4 | 0 | |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 118,3 | 55,9 | 55,9 | 93,3 | |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 444,8 | 639,8 | 639,8 | 456,9 | |
| 117.910,2 | 115.101,2 | 115.101,2 | 93.700,2 | ||
| Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | 31.363,8 | 29.833,6 | 29.833,6 | 28.747,1 | |
| Kassenbestand und sonstige Bankguthaben | 943,5 | 1.322,3 | 1.322,3 | 1.042,6 | |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 150.217,5 | 146.257,1 | 146.257,1 | 123.489,9 | |
| Summe Aktiva | 162.489,5 | 162.171,8 | 161.899,1 | 135.652,8 |
| Anhang | 30.06.2019 | 01.01.2019 | 31.12.2018 | 30.06.2018 (angepasst)1) |
|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | ||
| EIGENKAPITAL | |||||
| Gezeichnetes Kapital | 190,0 | 190,0 | 190,0 | 193,0 | |
| Kapitalrücklage | 1.340,4 | 1.340,4 | 1.340,4 | 1.332,3 | |
| Eigene Aktien | -477,7 | -477,7 | -477,7 | -498,6 | |
| Neubewertungsrücklage | -55,1 | -10,2 | -10,2 | 11,6 | |
| Angesammelte Gewinne | 3.834,7 | 3.779,4 | 3.787,4 | 3.630,8 | |
| Konzerneigenkapital | 4.832,3 | 4.821,9 | 4.829,9 | 4.669,1 | |
| Ausgleichsposten für Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 141,4 | 133,5 | 133,5 | 132,2 | |
| Summe Eigenkapital | 4.973,7 | 4.955,4 | 4.963,4 | 4.801,3 | |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 7 | 218,7 | 164,1 | 164,1 | 156,4 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 193,9 | 184,3 | 184,3 | 122,6 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 6 | 2.284,7 | 2.283,2 | 2.283,2 | 2.281,4 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 6 | 6.635,4 | 9.985,4 | 9.985,4 | 6.283,8 |
| Andere erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0,7 | 0,2 | 0,2 | 0,9 | |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 341,7 | 274,0 | 17,0 | 17,2 | |
| Latente Steuerschulden | 187,8 | 194,5 | 194,5 | 205,0 | |
| Summe langfristige Schulden | 9.862,9 | 13.085,7 | 12.828,7 | 9.067,3 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||||
| Steuerrückstellungen | 254,5 | 334,8 | 334,8 | 399,0 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 194,0 | 293,2 | 293,2 | 189,9 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6 | 157,4 | 195,0 | 195,0 | 115,9 |
| Andere zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 6 | 20.960,7 | 19.024,7 | 19.024,7 | 17.460,5 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 6 | 94.578,4 | 94.068,3 | 94.068,3 | 74.544,1 |
| Derivative Finanzinstrumente | 6 | 19,0 | 3,0 | 3,0 | 2,5 |
| Bardepots der Marktteilnehmer | 31.000,4 | 29.559,2 | 29.559,2 | 28.568,4 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 488,5 | 652,5 | 628,8 | 503,9 | |
| Summe kurzfristige Schulden | 147.652,9 | 144.130,7 | 144.107,0 | 121.784,2 | |
| Summe Schulden | 157.515,8 | 157.216,4 | 156.935,7 | 130.851,5 | |
| Summe Passiva | 162.489,5 | 162.171,8 | 161.899,1 | 135.652,8 |
| Anhang | 30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
|
| Mio. € | Mio. € | ||
| Periodenüberschuss | 557,6 | 472,6 | |
| Abschreibung und Wertminderungsaufwand | 109,5 | 99,7 | |
| Zunahme der langfristigen Rückstellungen | 9,6 | 13,9 | |
| Latente Steuererträge | - 11,0 | - 13,6 | |
| Übrige nicht zahlungswirksame Erträge | - 36,0 | - 53,7 | |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile: | - 162,5 | 39,8 | |
| Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | - 122,0 | - 66,4 | |
| Zunahme/(Abnahme) der kurzfristigen Schulden | - 38,5 | 106,5 | |
| Abnahme der langfristigen Schulden | - 2,0 | - 0,3 | |
| (Nettogewinn)/Nettoverlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | - 0,7 | - 0,1 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ohne CCP-Positionen | 466,5 | 558,6 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus CCP-Positionen | 1.735,2 | 14,4 | |
| Veränderung der Forderungen aus CCP-Positionen | - 1.956,2 | - 28,2 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 245,5 | 544,8 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | - 50,9 | - 46,4 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | - 22,8 | - 20,2 | |
| Auszahlungen für Investitionen in langfristige Finanzinstrumente | - 22,3 | - 20,2 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | - 0,5 | - 0,5 | |
| Auszahlungen im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen abzüglich erworbener Zahlungsmittel | - 8,2 | - 86,1 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 2,7 | 0 | |
| Nettoabnahme/(Nettozunahme) der kurzfristigen Forderungen und Wertpapiere aus dem Bankgeschäft mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als drei Monaten | 465,3 | - 318,5 | |
| Nettoabnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als drei Monaten | - 248,5 | 0 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzinstrumenten | 42,7 | 179,8 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 157,5 | - 312,1 | |
| Mittelabfluss aus dem Erwerb eigener Aktien | 0 | - 164,0 | |
| Mittelabfluss an nicht beherrschende Gesellschafter | - 6,7 | - 0,5 | |
| Mittelabfluss aus langfristiger Finanzierung | 0 | - 600,0 | |
| Mittelzufluss aus langfristiger Finanzierung | 0 | 592,4 | |
| Mittelabfluss aus Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 | - 18,8 | 0 | |
| Ausschüttung an Aktionäre | - 495,0 | - 453,3 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 520,5 | - 625,4 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | - 117,5 | - 392,7 | |
| Einfluss von Währungsdifferenzen | - 0,7 | - 4,2 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 1.839,0 | 580,2 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 1.720,8 | 183,3 | |
| Ergänzende Informationen zu im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthaltenen Zahlungsströmen: | |||
| Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge | 275,6 | 218,7 | |
| Erhaltene Dividenden | 3,9 | 3,9 | |
| Gezahlte Zinsen | - 143,4 | - 157,9 | |
| Ertragsteuerzahlungen | - 344,2 | - 117,8 |
| Den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnen |
Den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnen |
|||||
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Eigene Aktien | Neubewertungsrücklage | Angesammelte Gewinne | Konzerneigenkapital | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Bilanz zum 1. Januar 2018 | 193,0 | 1.332,3 | - 334,6 | 14,4 | 3.624,2 | 4.829,3 |
| Periodenüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 459,3 | 459,3 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern |
0 | 0 | 0 | - 2,8 | - 4,3 | - 7,1 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | - 2,8 | 455,0 | 452,2 |
| Währungsdifferenzen und sonstige Anpassungen |
0 | 0 | 0 | 0 | 4,9 | 4,9 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 | - 164,0 | 0 | 0 | - 164,0 |
| Veränderung aus Kapitalmaßnahmen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung an Aktionäre |
0 | 0 | 0 | 0 | - 453,3 | - 453,3 |
| Transaktionen mit Anteilseignern |
0 | 0 | - 164,0 | 0 | - 448,4 | - 612,4 |
| Bilanz zum 30. Juni 2018 | 193,0 | 1.332,3 | - 498,6 | 11,6 | 3.630,8 | 4.669,1 |
| Bilanz zum 1. Januar 2019 | 190,0 | 1.340,4 | - 477,7 | - 10,2 | 3.779,4 | 4.821,9 |
| Periodenüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 542,1 | 542,1 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | - 44,9 | - 0,3 | - 45,2 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | - 44,9 | 541,8 | 496,9 |
| Währungsdifferenzen und sonstige Anpassungen |
0 | 0 | 0 | 0 | 8,5 | 8,5 |
| Veränderung aus Kapitalmaßnahmen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung an Aktionäre | 0 | 0 | 0 | 0 | - 495,0 | - 495,0 |
| Transaktionen mit Anteilseignern |
0 | 0 | 0 | 0 | - 486,5 | - 486,5 |
| Bilanz zum 30. Juni 2019 | 190,0 | 1.340,4 | - 477,7 | - 55,1 | 3.834,7 | 4.832,3 |
| Ausgleichsposten für Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | Summe Eigenkapital | |
| Mio. € | Mio. € | |
| Bilanz zum 1. Januar 2018 | 118,1 | 4.947,4 |
| Periodenüberschuss | 13,3 | 472,6 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 1,1 | - 6,0 |
| Gesamtergebnis | 14,4 | 466,6 |
| Währungsdifferenzen und sonstige Anpassungen | 0,2 | 5,1 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | - 164,0 |
| Veränderung aus Kapitalmaßnahmen | - 0,5 | - 0,5 |
| Ausschüttung an Aktionäre | 0 | - 453,3 |
| Transaktionen mit Anteilseignern | - 0,3 | - 612,7 |
| Bilanz zum 30. Juni 2018 | 132,2 | 4.801,3 |
| Bilanz zum 1. Januar 2019 | 133,5 | 4.955,4 |
| Periodenüberschuss | 15,5 | 557,6 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,3 | - 44,9 |
| Gesamtergebnis | 15,8 | 512,7 |
| Währungsdifferenzen und sonstige Anpassungen | - 0,3 | 8,2 |
| Veränderung aus Kapitalmaßnahmen | - 7,6 | - 7,6 |
| Ausschüttung an Aktionäre | 0 | - 495,0 |
| Transaktionen mit Anteilseignern | - 7,9 | - 494,4 |
| Bilanz zum 30. Juni 2019 | 141,4 | 4.973,7 |
Die Deutsche Börse AG ("die Gesellschaft") ist eine in der Bundesrepublik Deutschland
eingetragene, börsennotierte Kapitalgesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft befindet
sich in Frankfurt am Main. Die Deutsche Börse AG als Mutterunternehmen der Gruppe
Deutsche Börse und ihre Tochtergesellschaften betreiben Kassa- und Derivatemärkte.
Ihre Geschäftsfelder reichen von Dienstleistungen im vorbörslichen Umfeld und der
Wachstumsfinanzierung sowie der Wertpapierzulassung über den Handel, die Verrechnung
und Abwicklung bis hin zur Verwahrung von Wertpapieren. Zudem werden IT-Dienstleistungen
erbracht und Marktinformationen vertrieben.
Der Konzernumsatz wird stärker durch die Volatilität und das Transaktionsvolumen auf
den Kapitalmärkten als durch saisonale Faktoren beeinflusst. Aufgrund einer Kostenkonzentration
für Projekte, die erst im vierten Quartal zum Abschluss gebracht werden, sind die
Kosten im vierten Quartal üblicherweise höher als in den ersten drei Quartalen des
Geschäftsjahres. Die Veränderung der Konzern-Bilanzsumme resultiert überwiegend aus
den Finanzinstrumenten der zentralen Kontrahenten, Forderungen und Verbindlichkeiten
aus dem Bankgeschäft sowie Bardepots der Marktteilnehmer. Die Höhe dieser Positionen
ändert sich entsprechend den Bedürfnissen und Handlungen der Kunden täglich.
Der Zwischenabschluss wurde im Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS) und den diesbezüglich veröffentlichten Interpretationen des Financial
Reporting Standards Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie gemäß der
Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung
internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Im vorliegenden Bericht wurde IAS 34 ("Zwischenabschluss") berücksichtigt. Der Ertragsteueraufwand
wurde in der Zwischenberichtsperiode anhand eines prognostizierten effektiven Gruppensteuersatzes
von 26 Prozent ermittelt. Die in die Ermittlung des Gruppensteuersatzes einbezogenen
nominalen Steuersätze betragen zwischen 12,5 und 36 Prozent. Für steuerliche Verlustvorträge
am Ende dieser Zwischenberichtsperiode wurden aktive latente Steueransprüche bilanziert,
soweit mit einer Realisierung über die nächsten fünf Steuerperioden zu rechnen ist.
Der Zwischenabschluss wurde entsprechend den Vorgaben des Wertpapierhandelsgesetzes
(WpHG) um einen Konzern-Zwischenlagebericht ergänzt. Beide Berichtsbestandteile unterliegen
einer prüferischen Durchsicht.
Neuer Rechnungslegungsstandard - im Berichtszeitraum umgesetzt
Der Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem geprüften und veröffentlichten Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2018 und dem darin veröffentlichten Anhang zu lesen. Die Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden, die der Konzern in diesem Zwischenabschluss angewandt hat,
entsprechen grundsätzlich denen, die im Konzernabschluss angewandt wurden. Zusätzlich
wurden alle von der Europäischen Kommission anerkannten und verpflichtend anzuwendenden
Standards und Interpretationen angewandt. Folgender Standard, der erstmalig angewandt
wurde, hat Einfluss auf die Darstellung des Zwischenabschlusses:
IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten von
Leasingverhältnissen. Er zielt darauf ab, dass Leasingnehmer und Leasinggeber relevante
Informationen hinsichtlich der Auswirkungen von Leasingverhältnissen zur Verfügung
stellen.
Die Gruppe Deutsche Börse wendet IFRS 16 "Leasing" erstmalig nach der modifizierten
retrospektiven Methode an. Gemäß den zulässigen Übergangsregelungen wurden die Vergleichszahlen
nicht angepasst. Die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die aus
der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 resultieren, sind im Folgenden beschrieben.
Für weitere Details zu den Auswirkungen auf den Zwischenabschluss der Deutsche Börse
AG siehe Erläuterung 2.
Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 kam es zu folgenden
Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:
Als Leasingnehmer nutzt die Gruppe Deutsche Börse Büroimmobilien, Rechenzentren und
Firmenwagen.
Leasingverhältnisse werden in der Bilanz des Leasingnehmers erfasst: zum einen das
Nutzungsrecht ("right-of-use asset"), d. h. das Recht des Leasingnehmers auf die Nutzung
des zugrunde liegenden Vermögenswertes; zum anderen die Schuld des Leasingnehmers
aus dem Leasingverhältnis, d. h. seine Verpflichtung zur Leistung von Leasingzahlungen.
Bei Leasingverhältnissen, die Verlängerungs -oder Kündigungsoptionen enthalten, bedarf
es der Beurteilung der Gruppe Deutsche Börse hinsichtlich der Laufzeit. Bei der Beurteilung,
ob die Ausübung einer Verlängerungs- oder Kündigungsoption als hinreichend sicher
gilt, werden alle maßgeblichen Fakten und Umstände zur Einschätzung betrachtet.
Die Gruppe Deutsche Börse macht von den Anwendungserleichterungen des IFRS 16 Gebrauch,
indem sie kurzfristige Leasingverhältnisse (Vertragslaufzeit weniger als zwölf Monate)
und Leasinggegenstände von geringem Wert nicht als Nutzungsrecht bzw. Leasingverbindlichkeit
erfasst.
Eine Leasingverbindlichkeit wird mit dem Barwert der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen
bewertet. Zur Ermittlung des Barwertes wird der Grenzfremdkapitalzinssatz der Gruppe
zum Beginn des Leasingverhältnissses verwendet. Die in den Leasingzahlungen enthaltene
Umsatzsteuer wird weder in die Leasingverbindlichkeiten noch in den Buchwert des Nutzungsrechts
einbezogen, unabhängig davon, ob die Gruppe Deutsche Börse zum Vorsteuerabzug berechtigt
ist.
In der Folge wird die Leasingverbindlichkeit um den Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeit
erhöht und um die geleisteten Leasingzahlungen verringert. Eine Neubewertung erfolgt,
wenn Änderungen der ausstehenden Leasingzahlungen einer Leasingverbindlichkeit zu
verzeichnen sind.
Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung
des Nutzungsrechtes werden die Anschaffungskosten um die kumulierten planmäßigen Abschreibungen
und den Wertminderungsaufwand vermindert.
| ― |
Aus den künftigen Leasingzahlungen wurde unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes der Barwert der Leasingverbindlichkeiten ermittelt. Für vergleichbar ausgestaltete Leasingverhältnisse wurde dieser einheitlich gewählt. |
| ― |
Die Bewertung des Nutzungsrechtes wurde auf Basis des einzelnen Vertrags entweder rückblickend unter Anwendung des Zinssatzes bei Erstanwendung oder auf Basis der angepassten Leasingverbindlichkeiten berechnet. Die kumulierten Effekte der erstmaligen Anwendung des neuen Standards wurden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Das Nutzungsrecht wurde um Rückstellungen aus der Belastung von Leasingverträgen angepasst. |
| ― |
Bezüglich der Behandlung von Verträgen mit einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten zum Umstellungszeitpunkt wurde eine Entscheidung auf Vertragsebene getroffen. |
| ― |
Alle bereits in der Vergangenheit als Leasingverhältnis identifizierten Verträge wurden auch weiterhin als Leasingverhältnis klassifiziert. |
| ― |
Anfängliche direkte Kosten wurden nicht im Nutzungsrecht berücksichtigt. |
Durch die Bilanzierung von Nutzungsrechten und den entsprechenden Leasingverbindlichkeiten
stieg die Bilanzsumme der Gruppe Deutsche Börse zum Zeitpunkt der Erstanwendung um
269,9 Mio. €. Im Eigenkapital (angesammelte Gewinne) wurden Effekte in Höhe von 10,8
Mio. € (8,0 Mio. € nach Abzug latenter Steuern) erfasst. Die Überleitung der Verpflichtungen
aus Leasingverträgen zum 1. Januar 2019 setzt sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2019 | |
| Mio. € | |
| Außerbilanzielle Leasing- und Mietverpflichtungen zum 31.12.2018 | 310,91) |
| Kurzfristige Leasingverhältnisse | 15,0 |
| Variable Leasingzahlungen | 5,3 |
| Mindest-Leasingzahlungen zum 01.01.2019 (Bruttobetrag ohne Diskontierung) | 290,6 |
| Mindest-Leasingzahlungen zum 01.01.2019 (diskontiert) | 280,7 |
| Leasingverbindlichkeiten durch die Erstanwendung von IFRS 16 zum 01.01.2019 | 280,7 |
1)
Die Vorjahreszahlen wurden rückwirkend angepasst.
Der gewichtete Grenzfremdkapitalsatz für die zum 1. Januar 2019 erstmals angesetzten
Leasingverbindlichkeiten betrug 1,4 Prozent p.a.
Die bilanzierten Buchwerte der Nutzungsrechte gehören zu folgenden Gruppen von Vermögenswerten:
| 30.06.2019 | |
| Mio. € | |
| Langfristige Nutzungsrechte | |
| Nutzungsrecht - Grundstücke u. Gebäude | |
| Anfangsbestand zum 01.01.2019 | 265,4 |
| Endbestand zum 30.06.2019 | 340,5 |
| Nutzungsrecht - IT-Hardware, Betriebs- u. Geschäftsausstattung sowie Fuhrpark | |
| Anfangsbestand zum 01.01.2019 | 4,5 |
| Endbestand zum 30.06.2019 | 4,3 |
| Summe | 344,8 |
Die Leasingverbindlichkeiten wurden wie folgt bilanziell erfasst:
| 30.06.2019 | |
| Mio. € | |
| Leasingverbindlichkeiten | |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 35,7 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 324,2 |
| Summe | 359,9 |
Ferner änderte sich zum 1. Januar 2019 die Art der Aufwendungen im Zusammenhang mit
diesen Leasingverhältnissen. Die Gruppe Deutsche Börse erfasst seitdem Abschreibungen
für Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten anstelle von
Miet- bzw. Leasingaufwendungen als Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Die Verschiebungen führen zu einer Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern
und Abschreibung (EBITDA).
Die European Energy Exchange AG, Leipzig, Deutschland, (eine 75-prozentige Tochtergesellschaft
der Deutsche Börse AG) erwarb mit Wirkung zum 1. Februar 2019 100 Prozent der Anteile
an der Grexel Systems Oy, Helsinki, Finnland, (Grexel Systems). Grexel Systems ist
der führende Anbieter von Registern für Herkunftsnachweise und andere Energiezertifikate
in Europa. Der aus dem Kaufpreis in Höhe von 9,4 Mio. € resultierende Geschäfts- oder
Firmenwert beträgt 2,9 Mio. €. Er ist dem Segment EEX (Commodities) zugeordnet und
spiegelt vorwiegend die erwarteten Kostensynergien wider.
Die Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main, Deutschland, und die Axioma, Inc., New York,
USA, (Axioma) gaben am 9. April 2019 bekannt, dass Axioma der Übernahme durch die
Deutsche Börse für 850 Mio. US$ in bar und schuldenfrei zugestimmt hat. Axioma wird
mit dem Indexgeschäft der Deutschen Börse zu einem neuen Unternehmen zusammengeführt.
Der Zusammenschluss wird einen vollintegrierten führenden Informationsanbieter für
institutionelle Investoren schaffen, der die wachsende Marktnachfrage nach Produkten
und Analysen bedient. Als Teil der Transaktion ist die Deutsche Börse eine strategische
Partnerschaft mit der General Atlantic Service Company L.P., New York, USA, (General
Atlantic), einem weltweit führenden Investor in Wachstumskapital, eingegangen. Die
Investition von General Atlantic in das neue Unternehmen (ca. 715 Mio. US$) wird für
die Finanzierung der Übernahme von Axioma verwendet. Nach Abschluss der Transaktion,
voraussichtlich im dritten Quartal 2019, wird Axioma erstmals in den Konsolidierungskreis
der Gruppe Deutsche Börse einbezogen.
Die Deutsche Börse AG schloss am 17. Mai 2019 eine Vereinbarung mit der National Australia
Bank Limited, Melbourne, Australien zur vollständigen Übernahme der Ausmaq Limited,
Sydney, Australien, einem spezialisierten Fondsdienstleister. Damit baut die Gruppe
Deutsche Börse ihr Angebot für Investmentfonds weiter aus und steigt in den australischen
Markt ein. Der Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal 2019 erwartet. Ab
diesem Zeitpunkt wird die Ausmaq Limited erstmalig in den Konsolidierungskreis der
Gruppe Deutsche Börse einbezogen.
| 30.06.2019 | 2. Quartal zum 30.06.2018 |
30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Kosten für IT-Dienstleister und sonstige Beratung | 42,1 | 35,2 | 78,0 | 63,8 |
| EDV-Kosten | 28,5 | 29,5 | 57,5 | 56,8 |
| Raumkosten | 7,5 | 22,1 | 14,1 | 39,7 |
| Nicht abzugsfähige Vorsteuer | 9,4 | 8,5 | 17,0 | 17,2 |
| Reise-, Bewirtungs- und Repräsentationsaufwendungen | 5,9 | 6,1 | 10,2 | 10,5 |
| Werbe- und Marketingkosten | 4,5 | 4,5 | 9,0 | 8,6 |
| Personalnebenkosten und freiwillige soziale Leistungen | 1,3 | 1,9 | 2,4 | 3,1 |
| Versicherungen, Beiträge und Gebühren | 2,9 | 4,1 | 5,8 | 7,5 |
| Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen | 0 | 0 | 0,1 | 0,2 |
| Vergütung des Aufsichtsrats | 1,1 | 1,0 | 1,9 | 2,0 |
| Aufwendungen aus Währungsdifferenzen | 0,1 | 0,5 | 0,5 | 0,5 |
| Übrige | 2,1 | 3,9 | 5,0 | 8,3 |
| Summe | 105,4 | 117,3 | 201,5 | 218,2 |
Die Kosten für IT-Dienstleister und sonstige Beratung betreffen im Wesentlichen Aufwendungen
im Zusammenhang mit der Entwicklung von Software. Ferner enthalten diese Kosten Aufwendungen
für strategische und rechtliche Beratungsdienstleistungen sowie für Prüfungstätigkeiten.
Zum 30. Juni 2019 beliefen sich die immateriellen Vermögenswerte auf 4.190,1 Mio.
€ (31. Dezember 2018: 4.191,6 Mio. €).
Der Posten enthält im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 2.868,6
Mio. € (31. Dezember 2018: 2.865,6 Mio. €), andere immaterielle Vermögenswerte (Lizenzen,
Markennamen und Kundenbeziehungen) in Höhe von 940,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 952,7
Mio. €) sowie selbst erstellte Software in Höhe von 256,5 Mio. € (31. Dezember 2018:
285,2 Mio. €).
Der Rückgang bei der selbst erstellten Software in Höhe von 28,7 Mio. € resultiert
im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen.
Der Bestand an Sachanlagen belief sich zum 30. Juni 2019 auf 471,9 Mio. € (31. Dezember
2018: 130,9 Mio. €). Der Zugang resultiert v. a. aus der Erstanwendung von IFRS 16,
wodurch sich die Position "Grundstücke und Gebäude" um 340,5 Mio. € erhöht hat.
Die Finanzanlagen (ausgenommen Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten) beliefen
sich zum 30. Juni 2019 auf 807,9 Mio. € (31. Dezember 2018: 1.183,2 Mio. €). Der Rückgang
betrifft in Höhe von 345,6 Mio. € die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten
Schuldinstrumente. Anleihen mit einem Buchwert von 365,5 Mio. € werden innerhalb des
nächsten Jahres fällig und wurden entsprechend als kurzfristig eingestuft.
Die von der Deutsche Börse AG ausgegebenen Euro-Schuldverschreibungen haben einen
Buchwert in Höhe von 2.284,7 Mio. € (31. Dezember 2018: 2.283,2 Mio. €) und werden
unter "Andere zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten"
ausgewiesen.
Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden, sind den folgenden drei Hierarchieebenen zuzuordnen: Der Ebene 1
sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis
für gleiche Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung
zur Ebene 2 erfolgt, sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes
zugrunde gelegt werden, entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputfaktoren darstellen.
Diese Inputfaktoren müssen auf Markterwartungen beruhen. Finanzielle Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten werden in der Ebene 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende Zeitwert
aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird.
Zum 30. Juni 2019 sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die
zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, den Hierarchieebenen 1 bis 3 wie folgt
zugeordnet:
| Beizulegender Zeitwert zum 30.06.2019 |
davon entfallen auf: | |||
| Ebene 1 | Ebene 2 | Ebene 3 | ||
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| VERMÖGENSWERTE | ||||
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete Beteiligungen | 70,2 | 19,9 | 0 | 50,3 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVPL) |
||||
| Langfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten |
6.635,4 | 0 | 6.635,4 | 0 |
| Langfristige erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente |
26,1 | 10,1 | 0 | 16,0 |
| Kurzfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten |
95.298,7 | 0 | 95.298,7 | 0 |
| Kurzfristige Derivate | 0,1 | 0 | 0,1 | 0 |
| Sonstige kurzfristige erfoglswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
0,4 | 0 | 0 | 0,4 |
| Summe | 101.960,7 | 10,1 | 101.934,2 | 16,4 |
| Summe Vermögenswerte | 102.030,9 | 30,0 | 101.934,2 | 66,7 |
| VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) |
||||
| Langfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten |
6.635,4 | 0 | 6.635,4 | 0 |
| Langfristige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) |
0,7 | 0 | 0 | 0,7 |
| Kurzfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 94.578,4 | 0 | 94.578,4 | 0 |
| Kurzfristige Derivate | 19,0 | 0 | 19,0 | 0 |
| Summe Verbindlichkeiten | 101.233,5 | 0 | 101.232,8 | 0,7 |
Zum 30. Juni 2018 waren die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die
zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, den Hierarchieebenen 1 bis 3 wie folgt
zugeordnet:
| Beizulegender Zeitwert zum 30.06.2018 |
davon entfallen auf: | |||
| Ebene 1 | Ebene 2 | Ebene 3 | ||
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| VERMÖGENSWERTE | ||||
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswert |
||||
| Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete Beteiligungen |
109,9 | 26,9 | 0 | 83,0 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVPL) |
||||
| Langfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten |
17,7 | 9,8 | 0 | 7,9 |
| Langfristige erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente |
6.283,8 | 0 | 6.283,8 | 0 |
| Kurzfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten |
75.241,3 | 0 | 75.241,3 | 0 |
| Kurzfristige Derivate | 64,6 | 0 | 64,6 | 0 |
| Summe | 81.607,4 | 9,8 | 81.589,7 | 7,9 |
| Summe Vermögenswerte | 81.717,3 | 36,7 | 81.589,7 | 90,9 |
| VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) |
||||
| Langfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten |
- 6.283,8 | 0 | - 6.283,8 | 0 |
| Lanfristige erfolgswikrsam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) |
- 0,9 | 0 | 0 | - 0,9 |
| Kurzfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten |
- 74.544,1 | 0 | - 74.544,1 | 0 |
| Kurzfristige Derivate | - 2,5 | 0 | - 2,5 | 0 |
| Summe Verbindlichkeiten | - 80.831,3 | 0 | - 80.830,4 | - 0,9 |
Die in Ebene 2 aufgeführten Derivate betreffen Devisentermingeschäfte. Grundlage für
die Ermittlung des Marktwertes der Devisentermingeschäfte bilden die Devisenterminkurse
zum Bilanzstichtag für die verbleibende Restlaufzeit.
Basis für die Marktwertermittlung der der Ebene 2 zugeordneten Finanzinstrumente der
zentralen Kontrahenten sind Markttransaktionen für identische oder ähnliche Vermögenswerte
auf nicht aktiven Märkten sowie Optionspreismodelle, die auf beobachtbaren Marktpreisen
basieren.
Der Ebene 3 sind zum Bilanzstichtag folgende Positionen zugeordnet, deren Bewertung
sich wie folgt darstellt:
| Vermögenswerte | Summe | |||
| Beteiligungen | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
||
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Stand zum 01.01.2019 | 89,7 | 9,1 | - 0,2 | 98,6 |
| Erwerb durch Unternehmenszusammenschluss | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugang | 0 | 4,7 | - 0,5 | 4,2 |
| Abgang | - 42,7 | 0 | 0 | - 42,7 |
| Umgliederung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eingliederung in Ebene 3 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Realisierte Gewinne/(Verluste) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ergebniswirksame unrealisierte Gewinne/(Verluste) | 0 | 2,6 | 0 | 2,6 |
| Ergebnis strategischer Beteiligungen | 0 | 2,6 | 0 | 2,6 |
| In der Neubewertungsrücklage erfasste Veränderungen | 3,2 | 0 | 0 | 3,2 |
| Erfolgsneutrale unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus der Währungsumrechnung | 0,1 | 0 | 0 | 0,1 |
| Stand zum 30.06.2019 | 50,3 | 16,4 | - 0,7 | 66,0 |
Der beizulegende Zeitwert der in Ebene 3 ausgewiesenen Beteiligungen wird vierteljährlich
mittels interner Bewertungsmodelle überprüft. Im ersten Halbjahr 2019 ergaben sich
aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutrale positive Effekte in Höhe
von 4,4 Mio. € und erfolgsneutrale negative Effekte in Höhe von 1,2 Mio. €.
Unter den langfristigen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten
sind Anteile an Investmentfonds enthalten. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
basiert auf dem vom Emittenten bestimmten Nettoinventarwert und führte zu erfolgswirksamen
positiven Effekten in Höhe von 2,8 Mio. € und zu erfolgswirksamen negativen Effekten
in Höhe von 0,3 Mio. €. Weiterhin sind in dieser Position zwei Wandelanleihen und
ein Wandeldarlehen enthalten, deren Marktwert anhand unternehmensinterner Bewertungsmodelle
ermittelt wird. Der beizulegende Zeitwert dieser Finanzinstrumente belief sich zum
30. Juni 2019 auf 3,5 Mio. €.
Des Weiteren enthielt die Position "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte" Finanzinstrumente aus einem Incentive-Programm der Eurex
Frankfurt AG. Die Finanzinstrumente werden regelmäßig zu den Quartalsstichtagen unter
Anwendung interner Modelle erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der
Buchwert dieser Finanzinstrumente betrug zum 30. Juni 2019 unverändert 0,4 Mio. €.
Da es sich um interne Modelle handelt, können die Parameter zum Erfüllungszeitpunkt
abweichen; allerdings werden die derivativen Finanzinstrumente einen Wert von 0,8
Mio. € nicht überschreiten. Diese Werte ergeben sich, wenn alle Begünstigten des Incentive-Programms
die Bedingungen erfüllen und eine Rückzahlung der Zuschüsse insoweit nicht mehr in
Betracht kommt.
Der beizulegende Zeitwert der in der Position "Langfristige erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesenen Kaufpreiskomponenten
stieg zum 30. Juni 2019 auf 0,7 Mio. €. Grund hierfür ist der Zugang einer weiteren
Kaufpreiskomponente in Höhe von 0,5 Mio. €. Die Bewertung der Kaufpreiskomponenten
basiert auf internen Discounted Cashflow-Modellen, welche die erwarteten künftigen
Zahlungsverpflichtungen mit risikoadäquaten Zinssätzen auf den Bewertungsstichtag
diskontieren.
Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden wie folgt ermittelt:
Die ausgegebenen Schuldverschreibungen haben einen beizulegenden Zeitwert in Höhe
von 2.477,7 Mio. € (31 .Dezember 2018: 2.422,9 Mio. €) und werden unter den "Anderen
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen.
Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus den Notierungen der Anleihen. Diese sind
dementsprechend der Ebene 2 zuzuordnen.
Die gehaltenen festverzinslichen Wertpapiere haben einen beizulegenden Zeitwert in
Höhe von 1.464,2 Mio. € (31. Dezember 2018: 1.627,0 Mio. €). Sie werden als Teil der
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schuldinstrumente erfasst. Der Marktwert
der Wertpapiere wurde unter Bezugnahme auf veröffentlichte Preisnotierungen in einem
aktiven Markt ermittelt. Die Wertpapiere wurden der Ebene 1 zugeordnet.
Für die folgenden Positionen stellt der jeweilige Buchwert eine angemessene Näherung
für den beizulegenden Zeitwert dar:
| ― |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte, die unter den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten lang- bzw. kurzfristigen finanziellen Schuldinstrumenten ausgewiesen werden |
| ― |
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung |
| ― |
Kassenbestand und sonstige Bankguthaben |
| ― |
Bardepots der Marktteilnehmer |
| ― |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
| ― |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
| ― |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die unter den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden |
Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwert-verfahren
gemäß IAS 19 bewertet. Zum 30. Juni 2019 betrug der Rechnungszins für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen in Deutschland und Luxemburg 1,15 Prozent (31. Dezember 2018:
1,75 Prozent; 30. Juni 2018: 1,80 Prozent), in der Schweiz wurde ein gegenüber dem
Jahresende 2018 unveränderter Rechnungszins von 1,0 Prozent (30. Juni 2018: 0,70 Prozent)
zugrunde gelegt.
| 30.06.2019 | 01.01.2019 | |
| Mio. € | Mio. € | |
| Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | 31.363,8 | 29.833,6 |
| Kassenbestand und sonstige Bankguthaben | 943,5 | 1.322,3 |
| Nettopositionen der Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 720,3 | 212,0 |
| Kurzfristige Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 21.637,2 | 19.722,6 |
| abzüglich Finanzinstrumente mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als 3 Monaten | - 1.091,7 | - 2.666,6 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | - 20.960,7 | - 19.024,7 |
| abzüglich Finanzinstrumente mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als 3 Monaten | 108,5 | 1.999,0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Bardepots der Marktteilnehmer | - 31.000,4 | - 29.559,2 |
| Finanzmittelbestand | 1.720,5 | 1.839,0 |
In Übereinstimmung mit IAS 33 wird das Ergebnis je Aktie ermittelt, indem der den
Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnende Periodenüberschuss durch die gewichtete
Durchschnittszahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.
Zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie werden der durchschnittlichen
Aktienanzahl die potenziell verwässernden Stammaktien zugerechnet, die im Rahmen der
aktienbasierten Vergütung erworben werden können. Hierbei werden zur Berechnung der
Zahl der potenziell verwässernden Stammaktien die Ausübungspreise um den beizulegenden
Zeitwert der Dienstleistungen, die noch zu erbringen sind, korrigiert.
Für die Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird - unabhängig von der
tatsächlichen Bilanzierung nach IFRS 2 - angenommen, dass alle Tranchen des langfristigen
Nachhaltigkeitsplans (LSI), für die keine Erfüllung durch Barausgleich beschlossen
wurde, durch Eigenkapitalinstrumente erfüllt werden.
Zum 30. Juni 2019 gab es folgende Bezugsrechte, die zu einer Verwässerung des Gewinns
je Aktie hätten führen können:
| Tranche | Ausübungspreis | Anpassung des Ausübungspreises nach IAS 33 |
Durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Bezugsrechte |
Durchschnittskurs für die Periode1) |
Zahl der potenziell verwässernden Stammaktien |
| € | € | 30.06.2019 | € | 30.06.2019 | |
| 20142) | 0 | 0 | 3.869 | 116,75 | 3.868 |
| 20193) | 0 | 0 | 13.607 | 116,75 | 13.607 |
1)
Volumengewichteter Durchschnittskurs der Aktie der Deutsche Börse AG auf Xetra in
der Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2019
2)
Hierbei handelt es sich um Bezugsrechte auf Aktien im Rahmen des langfristen Nachhaltigkeitsplans
(LSI) für leitende Angestellte.
3)
Hierbei handelt es sich um Bezugsrechte im Rahmen des Group Share Plans (GSP).
Da der volumengewichtete durchschnittliche Aktienkurs über den angepassten Ausübungspreisen
der Tranche 2014 lag, gelten diese Bezugsrechte zum 30. Juni 2019 im Sinne von IAS
33 als verwässernd.
| 30.06.2019 | 2. Quartal zum 30.06.2018 |
30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
|
| Zahl der Aktien, die sich am Anfang der Periode im Umlauf befanden | 183.346.965 | 185.075.293 | 183.347.045 | 186.610.158 |
| Zahl der Aktien, die sich zum Ende der Periode im Umlauf befanden | 183.346.965 | 185.013.738 | 183.346.965 | 185.013.738 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien im Umlauf | 183.346.965 | 185.015.091 | 183.346.991 | 185.597.258 |
| Zahl der potenziell verwässernden Stammaktien | 29.101 | 37.879 | 17.476 | 22.896 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie | 183.376.066 | 185.052.970 | 183.364.467 | 185.620.154 |
| Konzern-Periodenüberschuss (Mio. €) | 266,9 | 210,3 | 542,1 | 459,3 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) (€) | 1,46 | 1,13 | 2,96 | 2,47 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) (€) | 1,46 | 1,13 | 2,96 | 2,47 |
Zum 30. Juni 2019 lagen keine Bezugsrechte vor, die von der Berechnung des gewichteten
Durchschnitts der potenziell verwässernden Aktien ausgeschlossen wurden, da ihre Auswirkungen
im Berichtsjahr bis zum Bilanzstichtag nicht verwässernd waren.
| 30.06.2019 | 2. Quartal zum 30.06.2018 |
30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Umsatzerlöse mit fremden Dritten | ||||
| Eurex (Finanzderivate) | 246,1 | 236,1 | 489,5 | 476,6 |
| Aktienindexderivate | 130,1 | 124,0 | 262,3 | 259,1 |
| Zinsderivate | 54,7 | 63,5 | 110,9 | 123,0 |
| Aktienderivate | 16,4 | 13,8 | 31,6 | 26,6 |
| OTC-Clearing | 10,3 | 5,4 | 19,9 | 10,2 |
| Sonstige | 34,6 | 29,4 | 64,8 | 57,7 |
| EEX (Commodities) | 74,8 | 67,0 | 152,4 | 133,2 |
| Strom-Spotmarkt | 18,4 | 17,3 | 35,7 | 33,9 |
| Strom-Terminmarkt | 29,8 | 22,1 | 61,7 | 43,2 |
| Gas | 14,5 | 9,9 | 29,0 | 23,1 |
| Sonstige | 12,1 | 17,7 | 26,0 | 33,0 |
| 360T (Devisenhandel) | 23,4 | 18,4 | 45,9 | 36,2 |
| Handel | 18,2 | 15,9 | 36,0 | 31,0 |
| Sonstige | 5,2 | 2,5 | 9,9 | 5,2 |
| Clearstream (Nachhandel) | 195,9 | 191,2 | 388,6 | 384,2 |
| Verwahrung (Custody) | 132,0 | 130,1 | 260,0 | 257,2 |
| Abwicklung (Settlement) | 31,8 | 27,3 | 63,2 | 58,6 |
| Third-Party Services | 5,9 | 10,2 | 13,7 | 19,5 |
| Sonstige | 26,2 | 23,6 | 51,7 | 48,9 |
| IFS (Investment Fund Services) | 46,7 | 39,6 | 91,0 | 80,7 |
| Verwahrung (Custody) | 18,6 | 17,3 | 36,5 | 33,9 |
| Abwicklung (Settlement) | 14,4 | 13,0 | 27,9 | 27,1 |
| Sonstige | 13,7 | 9,3 | 26,6 | 19,7 |
| GSF (Sicherheitenmanagement) | 28,4 | 35,4 | 57,4 | 68,8 |
| Repo | 11,9 | 11,0 | 23,2 | 21,8 |
| Wertpapierleihe | 16,5 | 24,4 | 34,2 | 47,0 |
| Xetra (Wertpapierhandel) | 57,8 | 59,4 | 119,8 | 126,5 |
| Handel und Clearing | 42,7 | 45,9 | 85,4 | 98,8 |
| Listing | 4,9 | 3,8 | 9,1 | 7,5 |
| Sonstige | 10,2 | 9,7 | 25,3 | 20,2 |
| STOXX (Indexgeschäft) | 39,7 | 38,4 | 78,2 | 75,4 |
| ETF-Lizenzerlöse | 10,7 | 11,6 | 20,4 | 23,6 |
| Börsen-Lizenzerlöse | 8,4 | 8,3 | 17,4 | 17,6 |
| Sonstige Lizenzerlöse | 20,6 | 18,5 | 40,4 | 34,2 |
| Data (Datengeschäft) | 46,7 | 45,3 | 97,2 | 94,3 |
| Daten aus den Kassa- und Derivatemärkten | 30,6 | 29,3 | 61,4 | 61,4 |
| Regulatorische Dienstleistungen | 4,8 | 3,8 | 10,0 | 8,6 |
| Sonstige | 11,3 | 12,2 | 25,8 | 24,3 |
| Summe Umsatzerlöse mit fremden Dritten | 759,5 | 730,8 | 1.520,0 | 1.475,9 |
| Konsolidierung der Innenumsätze | - 11,8 | - 11,3 | - 23,8 | - 23,2 |
| Summe Umsatzerlöse | 747,7 | 719,5 | 1.496,2 | 1.452,7 |
| 30.06.2019 | 2. Quartal zum 30.06.2018 |
30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Eurex (Finanzderivate) | 12,7 | 13,3 | 22,2 | 18,7 |
| EEX (Commodities) | 2,9 | 2,0 | 6,4 | 3,3 |
| Clearstream (Nachhandel) | 51,1 | 39,7 | 100,1 | 73,9 |
| Summe | 66,7 | 55,0 | 128,7 | 95,9 |
| 30.06.2019 | 2. Quartal zum 30.06.2018 |
30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Eurex (Finanzderivate) | 242,6 | 239,6 | 480,2 | 476,6 |
| EEX (Commodities) | 71,3 | 61,1 | 144,9 | 122,9 |
| 360T (Devisenhandel) | 21,8 | 18,5 | 43,2 | 36,1 |
| Xetra (Wertpapierhandel) | 54,7 | 55,5 | 113,3 | 117,2 |
| Clearstream (Nachhandel) | 195,5 | 180,9 | 384,8 | 359,6 |
| IFS (Investment Fund Services) | 43,6 | 37,5 | 85,3 | 76,8 |
| GSF (Sicherheitenmanagement) | 19,3 | 21,0 | 38,7 | 40,1 |
| STOXX (Indexgeschäft) | 35,4 | 34,8 | 70,2 | 68,6 |
| Data (Datengeschäft) | 40,6 | 38,1 | 85,0 | 80,7 |
| Summe | 724,8 | 687,0 | 1.445,6 | 1.378,6 |
| 30.06.2019 | 2. Quartal zum 30.06.2018 |
30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Eurex (Finanzderivate) | 69,9 | 84,5 | 139,7 | 165,3 |
| EEX (Commodities) | 39,0 | 35,2 | 77,7 | 68,5 |
| 360T (Devisenhandel) | 16,9 | 14,0 | 29,8 | 25,3 |
| Xetra (Wertpapierhandel) | 24,0 | 28,9 | 47,5 | 54,3 |
| Clearstream (Nachhandel) | 72,8 | 84,8 | 139,1 | 149,3 |
| IFS (Investment Fund Services) | 26,6 | 26,5 | 50,3 | 47,3 |
| GSF (Sicherheitenmanagement) | 10,0 | 12,2 | 18,8 | 21,5 |
| STOXX (Indexgeschäft) | 16,7 | 14,5 | 30,5 | 27,2 |
| Data (Datengeschäft) | 15,6 | 16,6 | 31,3 | 33,5 |
| Summe | 291,5 | 317,2 | 564,7 | 592,2 |
| 30.06.2019 | 2. Quartal zum 30.06.2018 |
30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Eurex (Finanzderivate) | 173,0 | 154,9 | 343,3 | 310,8 |
| EEX (Commodities) | 32,2 | 25,9 | 67,0 | 54,4 |
| 360T (Devisenhandel) | 4,9 | 4,5 | 13,4 | 10,8 |
| Xetra (Wertpapierhandel) | 32,0 | 28,1 | 67,8 | 65,9 |
| Clearstream (Nachhandel) | 122,7 | 96,2 | 245,6 | 210,4 |
| IFS (Investment Fund Services) | 17,0 | 11,0 | 35,0 | 29,5 |
| GSF (Sicherheitenmanagement) | 8,5 | 8,8 | 19,5 | 18,6 |
| STOXX (Indexgeschäft) | 18,7 | 20,3 | 39,7 | 41,4 |
| Data (Datengeschäft) | 25,0 | 21,5 | 53,6 | 47,0 |
| Summe | 434,0 | 371,2 | 884,9 | 788,8 |
| 30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
|
| Mio. € | Mio. € | |
| Eurex (Finanzderivate) | 16,6 | 15,6 |
| EEX (Commodities) | 9,0 | 7,1 |
| 360T (Devisenhandel) | 3,2 | 1,4 |
| Xetra (Wertpapierhandel) | 4,0 | 2,9 |
| Clearstream (Nachhandel) | 23,5 | 27,3 |
| IFS (Investment Fund Services) | 10,7 | 3,2 |
| GSF (Sicherheitenmanagement) | 2,8 | 0,4 |
| STOXX (Indexgeschäft) | 1,0 | 3,8 |
| Data (Datengeschäft) | 2,9 | 4,9 |
| Summe | 73,7 | 66,6 |
In ihrem Unternehmensbericht 2012 nformierte die Gruppe Deutsche Börse über eine Sammelklage
Peterson vs. Clearstream Banking S.A., dem ersten Peterson-Verfahren, auf die Herausgabe
bestimmter Kundenpositionen im Sammeldepot der Lagerstelle der Clearstream Banking
S.A. bei Citibank NA sowie auf Schadenersatz gegen die Clearstream Banking S.A. in
Höhe von 250,0 Mio. US$. Ein Vergleich wurde zwischen der Clearstream Banking S.A.
und den Klägern geschlossen und die Schadenersatzforderungen gegen die Clearstream
Banking S.A. zurückgenommen.
Im Juli 2013 ordnete das US-Gericht in seinem Urteil die Herausgabe der Kundenpositionen
an die Kläger an und stellte fest, dass diese im Eigentum von Bank Markazi, der iranischen
Zentralbank, stünden. Bank Markazi legte Berufung ein. Die Entscheidung wurde am 9.
Juli 2014 von dem zuständigen Berufungsgericht (Second Circuit Court of Appeals) und
anschließend am 20. April 2016 vom Obersten US-Bundesgericht bestätigt. Sobald das
Verfahren über die Verteilung der Positionen an die Kläger abgeschlossen ist, sollte
auch der hieran angelehnte Fall Heiser vs. Clearstream Banking S.A., der die Herausgabe
derselben Positionen zum Gegenstand hat, abgeschlossen sein.
Am 30. Dezember 2013 erhoben verschiedene US-Kläger des ersten Peterson-Verfahrens
sowie weitere Kläger Klage, die auf die Herausgabe bestimmter Vermögenswerte, die
die Clearstream Banking S.A. als Verwahrer in Luxemburg hält, gerichtet ist. Die Beklagten
in diesem Verfahren, einschließlich der Clearstream Banking S.A., hatten 2014 Klageabweisung
beantragt. Am 19. Februar 2015 erließ das US-Gericht die Entscheidung, die Klage abzuweisen.
Die Kläger legten Berufung gegen die Entscheidung beim zuständigen Berufungsgericht
(Second Circuit Court of Appeals) ein, das am 21. November 2017 weite Teile der Entscheidung
des Ausgangsgerichts bestätigt hat. Das Berufungsgericht hat den Fall in einem anderen
Punkt an das Ausgangsgericht zurückverwiesen. Dieses soll beurteilen, ob die Vermögenswerte
in Luxemburg der Vollstreckung in den USA unterliegen. Die Clearstream Banking S.A.
hat hiergegen am 8. Mai 2018 Beschwerde vor dem Obersten US-Bundesgericht eingelegt.
Am 14. Oktober 2016 erhoben mehrere Kläger aus den USA Klage gegen die Clearstream
Banking S.A. und weitere juristische Personen; die Klage in diesem Verfahren (Havlish
vs. Clearstream Banking S.A.) basiert auf ähnlichen Vermögensgegenständen und Vorwürfen
wie in den Peterson-Verfahren. Die Klage ist auf die Herausgabe bestimmter Vermögensgegenstände
gerichtet, die die Clearstream Banking S.A. als Verwahrer in Luxemburg hält. Darüber
hinaus werden in der Klage direkte Forderungen gegen die Clearstream Banking S.A.
und weitere Beklagte auf Schadenersatz von bis zu rund 6,6 Mrd. US$ (zuzüglich Strafschadenersatz
und Zinsen) erhoben. Das Verfahren ist wegen der laufenden Beschwerde vor dem Obersten
US-Bundesgericht im zweiten Peterson-Verfahren ausgesetzt.
Die Clearstream Banking S.A. wurde am 2. April 2014 darüber informiert, dass der US-Staatsanwalt
des Southern District von New York (United States Attorney for the Southern District
of New York) gegen die Clearstream Banking S.A. ein Ermittlungsverfahren wegen der
Geschäftstätigkeit der Clearstream Banking S.A. mit dem Iran und anderen Ländern im
Hinblick auf US-Sanktionsvorschriften eingeleitet hat. Die Clearstream Banking S.A.
kooperiert mit dem US-Staatsanwalt.
Im Zusammenhang mit den laufenden Rechtsstreitigkeiten betreffend Vermögensgegenstände
der Bank Markazi ist der Clearstream Banking S.A. am 17. Januar 2018 eine Klage der
Bank Markazi zugestellt worden, in der die Banca UBAE S.P.A. und die Clearstream Banking
S.A. als Beklagte benannt sind. Die bei den luxemburgischen Gerichten eingereichte
Klage ist in erster Linie auf die Herausgabe von Vermögens gegenständen der Bank Markazi
über rund 4,9 Mrd. US$ zuzüglich Zinsen gerichtet, die gemäß Behauptung der Klage
auf Konten der Banca UBAE S.P.A. und der Bank Markazi bei der Clearstream Banking
S.A. gehalten werden. Alternativ verlangt die Bank Markazi Schadenersatz in gleicher
Höhe. Die verlangten Vermögensgegenstände betreffen Vermögen über rund 1,9 Mrd. US$,
das gemäß einem bindenden und vollstreckbaren Urteil eines US-amerikanischen Gerichts
aus dem Jahre 2013 im Rahmen eines Verfahrens, an dem die Bank Markazi als Partei
beteiligt war, an US-Kläger herausgegeben wurde. Die Klage betrifft auch Kundenvermögen
in Höhe von rund 2 Mrd. US$, das bei der Clearstream Banking S.A. gehalten wird und
das derzeit Gegenstand von durch US-Kläger erhobenen Klagen in den USA und Luxemburg
ist, sowie Vermögen, das bereits in der Vergangenheit von der Clearstream Banking
S.A. an die Banca UBAE S.RA. übertragen wurde.
Am 15. Juni 2018 hat die Banca UBAE S.p.A. Klage gegen die Clearstream Banking S.A.
vor den luxemburgischen Gerichten erhoben. Diese Rückgriffsklage steht mit der gegen
die Clearstream Banking S.A. und die Banca UBAE S.p.A. erhobenen Klage der Bank Markazi
in Verbindung und verlangt von der Clearstream Banking S.A., die Banca UBAE S.p.A.
für den Fall schadlos zu halten, dass die Banca UBAE S.p.A. in der Klage der Bank
Markazi unterliegt und zur Zahlung von Schadensersatz an die Bank Markazi verurteilt
wird.
Am 26. Dezember 2018 erhoben zwei Kläger aus den USA Klage gegen die Clearstream Banking
S.A. und weitere juristische Personen; die Kläger halten Forderungen gegen den Iran
und iranische Behörden und Personen in Höhe von rund 28,8 Mio. US$. Die Klage in diesem
Verfahren (Levin vs. Clearstream Banking S.A.) basiert auf ähnlichen Vermögensgegenständen
und Vorwürfen wie in dem zweiten Peterson- und dem Havlish-Verfahren. Die Klage ist
auf die Herausgabe bestimmter Vermögensgegenstände gerichtet, die die Clearstream
Banking S.A. als Verwahrer in Luxemburg hält. Darüber hinaus werden in der Klage direkte
Forderungen gegen die Clearstream Banking S.A. und weitere Beklagte auf Schadenersatz
von bis zu rund 28,8 Mio. US$ (zuzüglich Strafschadenersatz und Zinsen) erhoben. Das
Verfahren ist wegen der laufenden Beschwerde vor dem Obersten US-Bundesgericht im
zweiten Peterson-Verfahren ausgesetzt.
Beginnend am 16. Juli 2010 erhoben die Insolvenzverwalter der auf den Britischen Jungferninseln
domizilierten Fonds Fairfield Sentry Ltd. und Fairfield Sigma Ltd. Klagen vor einem
US-amerikanischen Insolvenzgericht (US Bankruptcy Court for the Southern District
of New York) gegen mehr als 300 Finanzinstitute gerichtet auf Rückgewähr von an Investoren
der Fonds gezahlte Beträge, die diese für die Rückgaben von Anteilen vor dem Dezember
2008 erhalten haben. Am 14. Januar 2011 erhoben die Insolvenzverwalter der Fonds gerichtlich
Ansprüche gegen Clearstream Banking S.A. in Höhe von 13,5 Mio. US$ auf Rückgewähr
von Zahlungen für die Rückgabe von Fondsanteilen, die die Fonds an Investoren unter
Nutzung des Abwicklungssystems der Clearstream Banking S.A. geleistet haben. Das Verfahren,
welches über mehrere Jahre ausgesetzt war, dauert an.
Bezüglich einer Anleihe der MBB Clean Energy AG (MBB), die durch die Clearstream Banking
AG verwahrt ist, ist es zu rechtlichen Auseinandersetzungen gekommen. MBB hat eine
erste Tranche der Anleihe im April 2013 und eine zweite Tranche der Anleihe im Dezember
2013 begeben. Die Globalurkunden für beide Tranchen der Anleihe wurden der Clearstream
Banking AG durch die Zahlstelle des Emittenten geliefert. Die rechtlichen Auseinandersetzungen
drehen sich darum, dass die Anleihe nicht bedient wurde und angeblich ungültig ist.
Die Rolle der Clearstream Banking AG im Kontext der angeblich ungültigen Anleihe der
MBB besteht vorrangig darin, die Globalurkunde als nationaler Zentralverwahrer zu
verwahren. Über den Emittenten MBB ist zwischenzeitlich das Insolvenzverfahren eröffnet
worden.
Bezüglich einer Anleihe der MBB Clean Energy AG (MBB), die durch die Clearstream Banking
AG verwahrt wird und die an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB®) gelistet war, hat
eine Erwerberin der MBB-Anleihe im März 2019 Klage auf Schadenersatz gegen die Clearstream
Banking AG, die Deutsche Börse AG sowie weitere Parteien vor einem niederländischem
Gericht erhoben.
Wie der Clearstream Banking AG und der Clearstream Banking S.A. im September 2017
bekannt wurde, führt die Staatsanwaltschaft Köln ein Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung
im Zusammenhang mit der Beteiligung eines Mitarbeiters der Clearstream Banking AG
an der Umsetzung von Transaktionen von Marktteilnehmern über den Dividendenstichtag
(Cum/Ex-Transaktionen). Mit Schreiben vom 22. Januar 2018 an die Clearstream Banking
AG hat die Staatsanwaltschaft Köln die Clearstream Banking AG und die Clearstream
Banking S.A. als mögliche Nebenbeteiligte angehört. Aufgrund des frühen Verfahrensstadiums
ist es nicht möglich, Zeitpunkt, Ausmaß und Umfang sowie Folgen einer etwaigen Entscheidung
vorherzusagen. Die Gesellschaften kooperieren mit den zuständigen Behörden.
Im November 2018 erhob ein Kunde eines Handelsteilnehmers der Frankfurter Wertpapierbörse
gegen die Deutsche Börse AG Klage vor dem Landgericht Frankfurt am Main. Der Kläger
fordert Schadenersatz in Höhe von ca. 2,6 Mio. € von der Deutsche Börse AG. Der behauptete
Schaden soll daraus entstanden sein, (i) dass die Deutsche Börse AG am 7. Juli 2016
über das Xetra-System ein unzutreffendes Ex-Dividendendatum bezüglich eines Finanzinstruments
veröffentlichte und (ii) dass ein Kunde des Klägers sich beim Abschließen von Transaktionen
auf diese unzutreffende Information verließ.
Am 19. Dezember 2018 übermittelte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) der Deutsche Börse AG in einem Bußgeldverfahren ein Anhörungsschreiben. Das
Bußgeldverfahren bezieht sich auf den Vorwurf einer angeblich unterbliebenen Selbstbefreiung
oder alternativ einer angeblich unterlassenen Ad-hoc-Mitteilung. Konkret habe es die
Deutsche Börse AG im Rahmen der Suche nach einem Nachfolger für Carsten Kengeter wenige
Tage vor der Bestellung von Dr. Theodor Weimer im November 2017 unterlassen, bereits
den Umstand, dass zwei geeignete und interessierte CEO-Kandidaten ermittelt worden
seien und eine Beschlussfassung über die Bestellung geplant war, als kursrelevanten
Zwischenschritt zu qualifizieren. Die Deutsche Börse AG ist auch nach Hinzuziehung
externer Experten der Auffassung, dass dieser Vorwurf unbegründet ist.
Zusätzlich zu den oben und in früheren Veröffentlichungen erwähnten Sachverhalten
ist die Gruppe Deutsche Börse von Zeit zu Zeit in verschiedene Rechtsstreitigkeiten
involviert, die sich aus dem Verlauf ihres normalen Geschäfts ergeben. Die Gruppe
bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Angelegenheiten,
wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, der Abfluss
von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich
ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. In solchen
Fällen kann sich ein Verlustrisiko ergeben, das höher ist als die entsprechenden Rückstellungen.
Wenn die oben genannten Bedingungen nicht erfüllt sind, bildet die Gruppe keine Rückstellungen.
Wenn sich eine Rechtsstreitigkeit oder eine aufsichtsrechtliche Angelegenheit entwickelt,
bewertet die Gruppe kontinuierlich, ob die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung
erfüllt sind. Die Gruppe kann eventuell nicht absehen, wie hoch der mögliche Verlust
oder die Verlustspanne im Hinblick auf diese Angelegenheiten sein wird. Auf der Basis
aktuell verfügbarer Informationen geht die Gruppe Deutsche Börse insgesamt nicht davon
aus, dass das Ergebnis eines dieser Verfahren die Finanzzahlen erheblich beeinträchtigen
wird.
Die Gruppe Deutsche Börse unterliegt aufgrund ihrer Tätigkeit in verschiedenen Ländern
Steuerrisiken. Zur Erfassung und Bewertung dieser Risiken wurde ein Prozess entwickelt,
bei dem diese zunächst in Abhängigkeit von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit erfasst
werden. In einem zweiten Schritt werden diese Risiken mit einem Erwartungswert bewertet.
Sofern mehr für als gegen die Eintrittswahrscheinlichkeit spricht, wird eine Steuerrückstellung
gebildet. Die Gruppe Deutsche Börse überprüft kontinuierlich, ob die Voraussetzungen
für die Bildung entsprechender Steuerrückstellungen erfüllt sind.
Als nahe stehend im Sinne von IAS 24 gelten die Organmitglieder der Deutsche Börse
AG sowie sämtliche als assoziiert eingestufte Unternehmen, Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht, und Unternehmen, die von Organmitgliedern beherrscht
oder maßgeblich beeinflusst werden.
Die folgende Tabelle zeigt die Transaktionen im Rahmen der Geschäftsbeziehungen mit
nahe stehenden Unternehmen der Deutsche Börse AG im ersten Halbjahr 2019. Sämtliche
Geschäfte erfolgten hierbei zu marktüblichen Bedingungen.
| Betrag der Geschäftsvorfälle | ||||||
| Ertrag 2. Quartal zum 30.06. | Aufwand 2. Quartal zum 30.06. | Ertrag 1. Halbjahr zum 30.06. | ||||
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Assoziierte Unternehmen | 3,2 | 2,3 | - 4,7 | - 4,7 | 6,1 | 5,1 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Beträge der Geschäftsvorfälle | 3,2 | 2,3 | - 4,7 | - 4,7 | 6,1 | 5,1 |
| Betrag der Geschäftsvorfälle | Ausstehende Salden | |||||
| Aufwand 1. Halbjahr zum 30.06. | Forderungen 30.06. | Verbindlichkeiten 30.06. | ||||
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Assoziierte Unternehmen | - 9,7 | - 9,7 | 1,3 | 1,4 | - 0,4 | - 1,0 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Beträge der Geschäftsvorfälle | - 9,7 | - 9,7 | 1,3 | 1,4 | - 0,4 | - 1,0 |
Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung
der Tätigkeiten der Gruppe Deutsche Börse direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich
sind. Hierzu zählen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Die European Commodity Clearing Luxembourg S.à r.l., Luxemburg (ECC Luxembourg), -
eine Tochtergesellschaft der European Commodity Clearing AG und somit ein Mitglied
der EEX Group - hat einen Dienstleistungsvertrag über die Ausübung der Geschäftsführertätigkeit
mit der IDS Lux S.ä r.l., Luxemburg, abgeschlossen. Gegenstand dieses Vertrags ist
es, eine natürliche Person in der Funktion des Geschäftsführers im Management der
ECC Luxembourg zu stellen. Dieser Geschäftsführer übt neben seinem Amt als Geschäftsführer
der ECC Luxembourg ebenfalls eine Schlüsselposition innerhalb der IDS Lux S.ä r.l.
aus. Im ersten Halbjahr 2019 hat die ECC Luxembourg Zahlungen in Höhe von rund 7,0
T € für diese Geschäftsführungstätigkeiten geleistet.
Innerhalb des Board of Directors der Powernext SAS, Paris, Frankreich, eines der Tochterunternehmen
der European Energy Exchange AG, Leipzig, Deutschland, sind Repräsentanten der Unternehmen
GRTgaz, Bois-Colombes, Frankreich, Mutterunternehmen der 3GRT S.ä r.l., Tarascon,
Frankreich, und der EDEV S.A., Courbevoie, Frankreich vertreten. Die Powernext SAS
erbrachte im ersten Halbjahr 2019 Dienstleistungen im Rahmen der Entwicklung und Instandhaltung
individueller Softwarelösungen für das Market Coupling und Balancing sowie einer elektronischen
Handelsplattform für 3GRT. Im Zuge dieser Dienstleistungen wurden im ersten Halbjahr
2019 Erlöse in Höhe von 245,9 T € erwirtschaftet. Zum 30. Juni 2019 bestanden Forderungen
in Höhe von 82,4 T €.
Im Verwaltungsrat des, aus Sicht der Gruppe Deutsche Börse, assoziierten Unternehmens
LuxCSD S.A., Luxemburg, besetzen zwei Mitglieder des Managements von vollkonsolidierten
Gesellschaften der Gruppe Deutsche Börse Schlüsselpositionen. Zur LuxCSD S.A. werden
Geschäftsbeziehungen seitens der Clearstream Banking S.A., Luxemburg, der Clearstream
Services S.A., Luxemburg, der Clearstream International S.A., Luxemburg, der Clearstream
Banking AG, Frankfurt am Main, Deutschland, und der Deutsche Börse AG, Frankfurt am
Main, Deutschland, gehalten. Im Rahmen dieser Verträge sind im ersten Halbjahr 2019
Erlöse in Höhe von 471,9 T € und Aufwendungen in Höhe von 595,8 T € angefallen.
Ferner übt ein Vorstandsmitglied der Clearstream Banking AG zeitgleich eine Führungsposition
innerhalb des, aus Sicht der Gruppe Deutsche Börse, assoziierten Unternehmens Deutsche
Börse Commodities GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, aus. Die Gruppe Deutsche Börse
hat im ersten Halbjahr 2019 Erlöse in Höhe von 2.683,4 T € sowie Aufwendungen in Höhe
von 7.952,0 T € aus der Geschäftsbeziehung mit der Deutsche Börse Commodities GmbH
erwirtschaftet.
Zwei Mitglieder des Managements der Deutsche Börse AG und Eurex Frankfurt AG sind
im Aufsichtsrat der China Europe International AG (CEINEX), Frankfurt am Main, Deutschland,
vertreten. Diese Aktiengesellschaft ist ein gemeinschaftlich gegründetes Unternehmen
der Shanghai Stock Exchange Ltd., Schanghai, China, der China Financial Futures Exchange,
Schanghai, China, und der Deutsche Börse AG. Im ersten Halbjahr 2019 wurden Erlöse
in Höhe von 106,4 T € sowie Aufwendungen in Höhe von 18,6 T € aus der Geschäftsbeziehung
mit CEINEX erwirtschaftet.
Ausgewählte Führungskräfte der Tochterunternehmen der Gruppe Deutsche Börse besetzen
ebenfalls Schlüsselpositionen innerhalb des Clearstream Pension Fund ("association
d´épargne pension", ASSEP). Der leistungsorientierte Pensionsplan zu Gunsten der luxemburgischen
Mitarbeiter der Clearstream International S.A., der Clearstream Banking S.A. sowie
der Clearstream Services S.A. wird durch Barzahlungen an eine ASSEP gemäß luxemburgischem
Recht finanziert.
| 30.06.2019 | 2. Quartal zum 30.06.2018 |
30.06.2019 | 1. Halbjahr zum 30.06.2018 |
|
| Im Periodendurchschnitt beschäftigt | 6.093 | 5.742 | 6.041 | 5.707 |
| Am Bilanzstichtag beschäftigt | 6.145 | 5.789 | 6.145 | 5.789 |
Unter Berücksichtigung von Teilzeitkräften betrug die Mitarbeiterkapazität im Quartalsdurchschnitt
5.650 Mitarbeiter (Q2/2018: 5.350).
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Frankfurt am Main, den 24. Juli 2019
Deutsche Börse AG
Der Vorstand
An die Deutsche Börse Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung,
Konzern-Eigenkapitalentwicklung sowie ausgewählten Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der Deutsche Börse Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1.
Januar bis 30. Juni 2019, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115
WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung",
wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht
beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft
und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung
erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben,
können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung",
wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Frankfurt am Main, den 24. Juli 2019
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Leitz | Pfeiffer |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |