![]() Deutsche Börse AGFrankfurt am MainKonzernhalbjahresabschluss DBAG 2020HalbjahresfinanzberichtQuartal 2/2020Q2/2020: Gruppe Deutsche Börse setzt strukturelles Wachstum wie geplant fortQuartalsergebnis im Überblick
Wesentliche Ereignisse im Überblick
Konzern-Zwischenlagebericht Q2/2020Grundlagen des Konzerns Die im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 18 bis 28 beschriebenen Grundlagen des
Konzerns sind grundsätzlich nach wie vor gültig. Vergleichbarkeit von Angaben Mit Wirkung zum ersten Quartal 2020 hat die Gruppe Deutsche Börse die Segmentberichterstattung
angepasst, um die Wachstumsbereiche der Gruppe besser hervorzuheben.
Wesentliche Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Details zu den wesentlichen Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und
Personen werden in Erläuterung 13 zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss aufgeführt. Wirtschaftsbericht Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft hat sich im Vergleich zur Darstellung im
Geschäftsbericht 2019 (Seite 18) nicht wesentlich geändert. Das erste Halbjahr 2020 wurde primär durch die weltweit andauernde COVID-19-Pandemie
und die damit zusammenhängende Verunsicherung der Marktteilnehmer bezüglich der global-ökonomischen
Auswirkungen geprägt. Im Zuge der damit einhergehenden ökonomischen Belastungen hat
der Internationale Währungsfonds (IWF) im Juni seine Prognose für das erwartete Wirtschaftswachstum
im Gesamtjahr 2020 sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene deutlich reduziert.
Demnach erwartet der IWF ein globales Negativwachstum von 4,9 Prozent. Für den Euroraum
beträgt das erwartete Negativwachstum 10,2 Prozent, wobei die Prognose für Deutschland
bei -7,8 Prozent liegt. Weltweit versuchen Regierungen und Notenbanken mit beispiellosen Konjunkturpaketen
und Notkrediten sowie Leitzinssenkungen und Anleihekaufprogrammen, den ökonomischen
Folgen der COVID-19-Pandemie entgegenzuwirken. So senkte u. a. die US-amerikanische
Notenbank Federal Reserve Bank (Fed) bereits Mitte März ihren Zielkorridor für den
Leitzins in den USA auf 0,00 Prozent bis 0,25 Prozent, während die Europäische Zentralbank
(EZB) das Notkaufprogramm für Staats- und Unternehmenspapiere auf 1,35 Bio. € aufstockte
und eine Verlängerung der Mindestlaufzeit beschloss. Die Volatilität, gemessen am VSTOXX Index, verringerte sich bis Ende Juni, verglichen
mit den Höchstständen Mitte März, um rund 70 Prozent, lag jedoch noch auf doppelt
so hohem Niveau wie vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Über die beschriebenen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie hinaus, haben sich die
gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Vergleich zur Darstellung
im Geschäftsbericht 2019 (Seite 28) nicht wesentlich geändert. Hinsichtlich der Unternehmenssteuerung gab es im zweiten Quartal 2020 keine Änderungen.
Für eine umfassende Darstellung derselben ↖siehe den Geschäftsbericht 2019 (Seiten
23 bis 24). ErtragslageKennzahlen der Ertragslage der Gruppe Deutsche Börse (berichtet)scroll
Kennzahlen der Ertragslage der Gruppe Deutsche Börse (bereinigt)scroll
Ertragslage des Konzerns im zweiten Quartal 2020 Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal war sehr stark durch die pandemische Ausbreitung
des Coronavirus (SARS-CoV2 - COVID-19) und die damit zusammenhängende Verunsicherung
der Marktteilnehmer bezüglich der Auswirkungen auf das global-ökonomische Umfeld geprägt.
So überstieg die Volatilität, gemessen am VSTOXX Index, sogar das Niveau in der Finanzkrise
2009, was zu einem signifikanten Anstieg der Handelsvolumina in allen Märkten führte.
Im zweiten Quartal 2020 stiegen weltweit die Herausforderungen im Umgang mit der COVID-19-Pandemie,
sowohl bei ihrer Eindämmung als auch bei Entscheidungen über Lockerungsmaßnahmen.
Die in diesem Kontext entstandene Unsicherheit der Marktteilnehmer, gerade in Bezug
auf die wirtschaftlichen Folgen, spiegelte sich entsprechend im Verlauf der Volatilitätskurve
und wirkte unterschiedlich auf die Handelsaktivität an den verschiedenen Märkten.
Während die Handelsaktivität am Kassamarkt in allen Monaten des zweiten Quartals teils
deutlich über der des Vorjahresquartals lag, zeichnete sich an den Terminmärkten ein
gemischtes Bild ab. So übertraf das Handelsvolumen in Aktienindexderivaten nur im
Juni die Vorjahreswerte. Produkte im Bereich der Zinsderivate blieben unterdessen
vor dem Hintergrund eines sich weiter einengenden Zinsumfelds hinter den Vorjahreswerten
zurück. Das durchschnittlich niedrigere Zinsumfeld wirkte sich im Segment Clearstream
(Nachhandel) zudem belastend auf die im Bankgeschäft erzielten Nettozinserträge auf
Bareinlagen in US-Dollar aus. Die Gruppe Deutsche Börse konnte dennoch ein Wachstum der Nettoerlöse um 7 Prozent
auf 777,5 Mio. € (Q2/2019: 724,8 Mio. €) erzielen, da das strukturelle Wachstum wie
geplant mit 7 Prozent fortgesetzt werden konnte. Zyklische Faktoren, aufgrund der
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, haben das Wachstum um -2 Prozent verlangsamt.
Ferner stehen 2 Prozent des Wachstums im Zusammenhang mit Konsolidierungseffekten.
Als Treiber des strukturellen Wachstums erwiesen sich u. a. eine gestiegene Nachfrage
nach neuen Produkten und Dienstleistungen im Segment Eurex (Finanzderivate), ein höheres
Volumen der verwahrten Anleihen im Segment Clearstream (Nachhandel) und neue Kunden
im Segment IFS (Investment Fund Services). Das zyklische Wachstum wurde durch niedrigere
durchschnittliche Zinsen und dadurch rückläufige Nettozinserträge auf Bareinlagen
im Segment Clearstream (Nachhandel) belastet und nur teilweise durch einen starken
Handel in Aktien und Aktienindexderivaten in den Segmenten Xetra (Wertpapierhandel)
und Eurex (Finanzderivate) kompensiert. Das durch Konsolidierungseffekte bedingte
Wachstum ist überwiegend auf die Akquisition von Axioma (Q3/2019) im Segment Qontigo
(Index- und Analytikgeschäft) zurückzuführen. Die operativen Kosten lagen bei 342,6 Mio. € (Q2/2019: 291,5 Mio. €). Abzüglich der
Sondereffekte in Höhe von 42,4 Mio. €, welche u. a. Aufwendungen für Maßnahmen zur
Senkung der strukturellen Kosten, die im Rahmen der "Roadmap 2020" initiiert wurden,
Kosten für Unternehmensübernahmen sowie die Inanspruchnahme von Beratungsleistungen
bei Rechtsstreitigkeiten beinhalten, ergaben sich bereinigte operative Kosten von
300,2 Mio. € (Q2/2019: 260,0 Mio. €), ein Anstieg von 15 Prozent. Dies ist im Wesentlichen
auf höhere Investitionen und Personalaufwendungen (u.a. variable und aktienbasierte
Vergütung), aber auch zusätzliche IT-Kosten zur Umsetzung von Regulierungsanforderungen
sowie Kosten im Zusammenhang mit der Corona-Situation zurückzuführen (insgesamt +8
Prozent). Zudem führten Konsolidierungseffekte zu einem Anstieg der operativen Kosten
(+ 7 Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Gruppe Deutsche
Börse lag in der Berichtsperiode bei 440,7 Mio.€ (Q2/2019: 434,0 Mio. €). Ohne die
beschriebenen Sondereffekte erzielte die Gruppe ein um 4 Prozent höheres EBITDA von
483,1 Mio. € gegenüber dem des Vorjahres (Q2/2019: 465,5 Mio. €). Die Abschreibungen und Wertminderungen sind infolge einer höheren Investitionstätigkeit
auf 62,6 Mio. € (Q2/2019: 55,4 Mio. €) gestiegen. Bereinigt um Sondereffekte lagen
die Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bei 62,3 Mio. € (Q2/2019: 54,7 Mio.
€). Das Finanzergebnis der Gruppe belief sich auf -18,4 Mio. € (Q2/2019: -11,6 Mio. €).
Dieser Rückgang resultiert maßgeblich aus der Auflösung von Zinsrückstellungen auf
erwartete Steuernachzahlungen in der Vorjahresperiode sowie aus Kosten im Zusammenhang
mit der Begebung einer Hybridanleihe im Juni 2020. Insgesamt lag damit der den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnende Periodenüberschuss
bei 256,7 Mio. € (Q2/2019: 266,9 Mio. €). Um Sondereffekte bereinigt, wie bereits
im obigen Abschnitt sowie der Quartalsmitteilung Q1/2020 beschrieben, lag der Periodenüberschuss
mit 288,1 Mio. € (Q2/2019: 288,4 Mio. €) auf dem Niveau des Vorjahres. Gregor Pottmeyer, Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, kommentiert das Ergebnis
wie folgt: "Auch in einem Umfeld mit leichtem zyklischem Gegenwind im zweiten Quartal
konnten wir erneut unser geplantes strukturell bedingtes Nettoerlöswachstum erreichen.
Um auch in Zukunft weiter aus eigener Kraft zu wachsen investieren wir nach wie vor
verstärkt in organisches Wachstum, neue Technologien und Regulierungsanforderungen." Ertragslage des Konzerns im ersten Halbjahr 2020 Insgesamt stiegen die Nettoerlöse der Gruppe Deutsche Börse im ersten Halbjahr 2020
gegenüber der Vorjahresperiode um 17 Prozent auf 1.692,3 Mio. € (H1/2019: 1.445,6
Mio. €). Alle Segmente konnten dabei teils deutlich ihre Nettoerlöse steigern. Hierzu
zählen insbesondere die Segmente Eurex ( + 22 Prozent), 360T ( + 19 Prozent), Xetra
( + 18 Prozent) sowie IFS ( + 25 Prozent). Die operativen Kosten stiegen auf 661,0 Mio. € (H1/2019: 564,7 Mio. €). Um Sondereffekte
von 69,7 Mio. € (H1/2019: 56,1 Mio. €) bereinigt lagen die operativen Kosten bei 591,3
Mio. € (H1/2019: 508,6 Mio. €), ein Anstieg von 16 Prozent. Das EBITDA der Gruppe Deutsche Börse stieg auf 1.033,2 Mio. € (H1/2019: 884,9 Mio.
€). Um Sondereffekte bereinigt stieg das EBITDA der Gruppe um 17 Prozent auf 1.102,9
Mio. € (H1/2019: 941,0 Mio. €). Aufwendungen für Abschreibungen und Wertminderungsaufwand
nahmen auf bereinigter Basis um 15 Prozent auf 124,0 Mio. € zu (H1/2019: 107,6 Mio.
€). Das bereinigte Finanzergebnis der Gruppe belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf
-34,9 Mio. € (H1/2019: -28,5 Mio. €). Insgesamt stieg damit der den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnende
Periodenüberschuss auf 623,9 Mio. € (H1/2019: 542,1 Mio. €). Der um Sondereffekte
bereinigte Periodenüberschuss stieg um 16 Prozent auf 675,5 Mio. € (H1/2019: 580,3
Mio. €). Segment Eurex (Finanzderivate)Kennzahlen des Segments Eurex (Finanzderivate)scroll
1)
Vorjahreszahlen angepasst Zweites Quartal 2020 Im zweiten Quartal 2020 ließ die im Laufe des ersten Quartals stark angestiegene
Marktvolatilität - gemessen am Volatilitätsindex VSTOXX - wieder spürbar nach, was
mit einem allgemeinen Rückgang der Handelsaktivitäten in Finanzderivaten verbunden
war. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte der Handel mit Aktienindexderivaten
jedoch noch von einer relativ höheren Marktvolatilität profitieren, was zu einem Anstieg
des Handelsvolumens um 6 Prozent führte. Positiv war hierbei ein wachsendes Kontraktvolumen
in neuen Produkten wie bspw. Dividenden-Futures oder Total-Return-Futures. Verglichen
mit dem relativ hohen Vorjahreswert wirkten sich aber die ökonomischen Belastungen
der COVID-19-Pandemie, bspw. durch geringere oder ausbleibende Dividendenzahlungen
von Unternehmen, mit einem Rückgang des Handelsvolumens in Derivaten auf Einzelaktien
um 51 Prozent aus. Ebenso führten die globalen geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken
sowie die Liquiditätsversorgung von Unternehmen durch Staatsregierungen zu einem neuerlichen
Rückgang der Handelsvolumen in Zinsderivaten um 18 Prozent, insbesondere im Bereich
langer Laufzeiten. Mit insgesamt 436 Mio. gehandelten Finanzderivaten über alle Produktgruppen
hinweg nahm das Kontraktvolumen im zweiten Quartal um 16 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr ab. Weiterhin sehr positiv entwickelte sich das Wachstum bei der Verrechnung von Euro-denominierten
Zinsderivaten. Das verrechnete Nominalvolumen stieg im zweiten Quartal 2020 im Vergleich
zum Vorjahr um 28 Prozent auf 9,1 Bio. € (inklusive Compression-Läufen zur Optimierung
von Kundenportfolios). Das ausstehende Nominalvolumen lag Ende des zweiten Quartals
bei 18,9 Bio. €, ein Anstieg um 37 Prozent. Dies entspricht einem Marktanteil der
weltweit in Euro-denominierten OTC-Zinsderivate von rund 18 Prozent. Insgesamt waren
zum Ende der Berichtsperiode mehr als 360 Endkunden an den OTC-Zinsderivate-Service
der Eurex Clearing angebunden. Die Nettoerlöse des Segments Eurex stiegen im Berichtsquartal um 6 Prozent. Das Wachstum
war im Wesentlichen getrieben von den gestiegenen Erlösen im Bereich Aktienindexderivate
sowie bei den Entgelten für hinterlegte Sicherheiten. Das bereinigte EBITDA des Segments
nahm um 4 Prozent zu. Erstes Halbjahr 2020 Die Geschäftsentwicklung im Segment Eurex verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 ein
deutliches Nettoerlöswachstum von 22 Prozent. Wesentliche Treiber hierfür waren insbesondere
im ersten Quartal ein starker Anstieg der Marktvolatilität, verbunden mit höheren
Handelsvolumina sowie gestiegenen Entgelten für hinterlegte Sicherheiten. Der Ausbau
von Marktanteilen der weltweit in Euro-denominierten OTC-Zinsderivate und ein Anstieg
der Nachfrage nach neuen Produkten unterstreichen dabei erneut den intakten strukturellen
Wachstumstrend im Segment. Das bereinigte EBITDA stieg um 23 Prozent. Segment EEX (Commodities)Kennzahlen des Segments EEX (Commodities)scroll
1)
u. a. Konnektivität, Gebühren der Marktteilnehmer, Emissionshandel Zweites Quartal 2020 Im Strom-Spotmarkt konnte die EEX Group das Handelsvolumen im zweiten Quartal 2020
leicht um 2 Prozent steigern. Nach dem Start des Intraday-Handels für die nordische
Region Ende Mai sind Anfang Juni auch die Day-Ahead-Märkte in Dänemark, Finnland,
Norwegen und Schweden gestartet, wodurch das Angebot für Skandinavien ausgebaut wurde.
Die Einführung von neuen Incentivierungsmodellen für Marktteilnehmer auf den Strom-Spotmärkten
wirkte sich im Quartal reduzierend auf das Nettoerlöswachstum aus. Das Wachstum an den Strom-Terminmärkten der EEX, die mittlerweile 20 europäische
Marktgebiete sowie den neu gestarteten japanischen Markt umfassen, setzte sich im
zweiten Quartal fort. Insgesamt konnte das Handelsvolumen der EEX Group um 37 Prozent
gesteigert werden, wobei insbesondere die deutschen, französischen, ungarischen und
spanischen Märkte ein hohes Wachstum verzeichneten. Auf dem US-Markt kam es unterdessen
zu einem Rückgang im Handel mit Stromderivaten um 8 Prozent. Als wichtiger Meilenstein
für Stromderivate gilt der Eintritt in den japanischen Markt. Im Mai startete die
EEX einen Clearingservice für das erste asiatische Marktgebiet auf der EEX-Plattform.
Global steigerte die EEX Group das Handelsvolumen an den Strom-Terminmärkten um 20
Prozent. Das Handelsvolumen auf den Gasmärkten verringerte sich um 13 Prozent. Dies ist einerseits
auf ein geringeres Gesamtmarktvolumen auf den Spotmärkten zurückzuführen, andererseits
auf einen starken Wettbewerbsdruck in den Gas-Terminmärkten, insbesondere im niederländischen
Marktgebiet TTF. Über alle Produktgruppen hinweg hielt die EEX Group ihre Nettoerlöse im zweiten Quartal
2020 stabil. Das bereinigte EBITDA des Segments reduzierte sich jedoch maßgeblich
aufgrund höherer Investitionen leicht um 3 Prozent. Erstes Halbjahr 2020 Im ersten Halbjahr 2020 konnte die EEX Group nahezu an das hohe Wachstum der vergangenen
Jahre anknüpfen. Insbesondere an den Strom-Terminmärkten zeigten sich abermals deutlich
zweistellige Zuwachsraten im Handelsvolumen. Die Wachstumsdynamik im Strom-Terminmarkt
sowie im Gasgeschäft ließ im zweiten Quartal gegenüber dem sehr hohen Wert des Vorquartals
jedoch teils spürbar nach. Insgesamt stiegen die Nettoerlöse des Segments EEX um 6
Prozent, das bereinigte EBITDA des Segments um 9 Prozent. Segment 360T (Devisenhandel)Kennzahlen des Segments 360T (Devisenhandel)scroll
1)
u. a. Konnektivität und Gebühren der Marktteilnehmer Zweites Quartal 2020 Das Marktumfeld im Segment 360T war im zweiten Quartal gekennzeichnet durch geringere
Handelsaktivität basierend auf einem weniger volatilen Devisenmarkt. Das Marktgeschehen
war vor allem beeinflusst durch globale Unsicherheitsfaktoren nach dem Ausbruch der
COVID-19-Pandemie, wie z. B. stark reduzierte Wirtschaftsaktivität, diesbezügliche
Stabilisierungsprogramme auf nationaler und internationaler Ebene sowie etwaige globale
geldpolitische Maßnahmen der Zentralbanken. Dank der Gewinnung und Anbindung neuer Kunden konnte das Segment 360T dennoch das
durchschnittliche tägliche Handelsvolumen auf seinen Plattformen im Vergleich zum
Vorjahr stabil halten. Wachstum verzeichnete 360T bei Swaptransaktionen sowie dem
360TGTX-Geschäft auf dem US-Markt. Aufgrund des Produktmixes konnte das Segment aber
ein Wachstum der Nettoerlöse von 8 Prozent erzielen. Das bereinigte EBITDA des Segments
stieg um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Erstes Halbjahr 2020 Die Geschäftsentwicklung im Segment Devisenhandel im ersten Halbjahr 2020 war durch
zwei stark unterschiedliche Quartale geprägt in Hinsicht auf das Marktgeschehen und
die Handelsaktivität. Nach dem außerordentlichen ersten Quartal, das durch den Ausbruch
der COVID-19-Pandemie und die daraus resultierende Volatilität mit starken Handelsumsätzen
einherging, hat sich der Devisenhandel im zweiten Quartal beruhigt. Das Segment 360T
konnte in Summe im ersten Halbjahr ein starkes Nettoerlöswachstum von 19 Prozent sowie
ein bereinigtes EBITDA-Wachstum von 20 Prozent erzielen. Zudem wuchs das Geschäft mit FX-Derivaten an der Eurex trotz der jüngsten globalen
Ereignisse weiter. Insbesondere das Open Interest und das durchschnittliche tägliche
Handelsvolumen erreichen im ersten Halbjahr 2020 neue Höchststände. Seit Jahresbeginn
wurden im ersten Halbjahr rund 370.000 Kontrakte gehandelt - mit einem neuen Tagesrekord
im Juni 2020 mit rund 130.000 Kontrakten. Das monatliche durchschnittliche Open Interest
stieg im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um 40 Prozent (per
Juni 6,5 Mrd. EUR). Im zweiten Halbjahr wird die Eurex FX-Optionen im europäischen
Stil einführen und zahlreiche neue Clearing-Mitglieder, Liquidity Provider und Handelsteilnehmer,
die sich bereits im Onboarding Prozess befinden, zum Handel und Clearing aktivieren.
Außerdem befinden sich weitere Clearing Member derzeit in der Anbindung für das Clearing
OTC gehandelter FX-Transaktionen. Segment Xetra (Wertpapierhandel)Kennzahlen des Segments Xetra (Wertpapierhandel)scroll
1)
Vorjahreszahlen angepasst Zweites Quartal 2020 Eine höhere Marktvolatilität im Vergleich zum Vorjahr führte auch im Kassamarktgeschäft
im zweiten Quartal 2020 zu einem um 35 Prozent höheren Handelsvolumen. Im Wettbewerb
mit paneuropäischen Handelsplätzen konnte Xetra außerdem seine Position als Referenzmarkt
für den Handel mit DAX-Aktien weiter ausbauen und den Marktanteil auf 75 Prozent steigern
(Q2/2019: 70 Prozent). Auch das Handelsvolumen mit börsengehandelten Indexfonds (Exchange
Traded Funds, ETFs) lag mit einem Zuwachs von 73 Prozent deutlich über dem Vergleichsquartal
des Vorjahres. Das von den Emittenten über ETFs verwaltete Fondsvermögen summierte
sich zum Stichtag 30. Juni 2020 auf 678,0 Mrd. € (30. Juni 2019: 605,7 Mrd. €). Trotz der erschwerten Bedingungen durch die COVID-19-Pandemie verzeichnete das Segment
Xetra im zweiten Quartal 2020 zwei Börsengänge (IPOs). So fand Mitte Juni der Börsengang
der bayerischen Pharmafirma PharmaSGP Holding SE im Prime Standard statt. Im Mai hatte
bereits der Nürnberger Datenbank-Anbieter Exasol seine Aktien im Wachstumssegment
Scale der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB®) eingeführt. Das weiterhin hohe Interesse an Gold als Anlageinstrument führte bei Xetra-Gold®,
der mit physischem Gold hinterlegten Inhaberschuldverschreibung, zu neuen Höchstwerten
sowohl bezüglich des Goldbestands als auch des verwahrten Vermögens. Zum Ende des
zweiten Quartals 2020 stieg der Goldbestand auf 221,7 Tonnen (Q2/2019: 194,3 Tonnen);
dies entspricht einem Gegenwert von rund 11,3 Mrd. € (Q2/2019: 7,7 Mrd. €). Xetra-Gold
ist damit weiterhin eines der führenden physisch hinterlegten GoldWertpapiere in Europa.
Von den auf Xetra handelbaren Rohstoffen (Exchange Traded Commodities, ETCs) ist Xetra-Gold
das mit Abstand umsatzstärkste Wertpapier. Die Nettoerlöse des Segments Xetra stiegen im zweiten Quartal 2020 insbesondere durch
das gestiegene Handelsgeschäft um 19 Prozent. Das bereinigte EBITDA des Segments stieg
um 25 Prozent. Erstes Halbjahr 2020 Das Segment Xetra verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 ein deutliches Nettoerlöswachstum
von 18 Prozent. Gegenüber einem starken ersten Quartal fiel das Handelsvolumen im
zweiten Quartal 2020 aufgrund der gesunkenen Marktvolatilität etwas moderater aus,
blieb aber weiterhin auf hohem Niveau. Das bereinigte EBITDA stieg um 25 Prozent. Segment Clearstream (Nachhandel)Kennzahlen des Segments Clearstream (Nachhandel)scroll
1)
Vorjahreszahlen angepasst Zweites Quartal 2020 Der Wert der über den nationalen Zentralverwahrer (Central Securities Depository,
CSD) und den internationalen Zentralverwahrer (International Central Securities Depository,
ICSD) verwahrten Wertpapiere stieg im zweiten Quartal 2020 leicht um 3 Prozent an.
Hauptsächlich war dies auf das höhere Volumen der beim ICSD verwahrten Anleihen zurückzuführen,
während das Volumen der beim CSD verwahrten Wertpapiere nahezu stabil blieb. Die Anzahl
der Abwicklungstransaktionen stieg hingegen insgesamt um 33 Prozent deutlich an. Ausschlaggebend
hierfür waren die stark gestiegenen börslichen Volumina infolge einer höheren Marktvolatilität. Bereits Mitte März senkte die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve Bank (Fed)
ihren Zielkorridor für den Leitzins in den USA auf 0,00 Prozent bis 0,25 Prozent,
was sich wiederum negativ auf die im Bankgeschäft erzielten Nettozinserträge auf Bareinlagen
in US-Dollar auswirkte. Auch die Einführung einer Bearbeitungsgebühr zur Abwicklung
von Bareinlagen in US-Dollar konnte den Zinseffekt nur bedingt kompensieren. Insgesamt
reduzierten sich die Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft im zweiten Quartal 2020
im Vergleich zum Vorjahr um rund die Hälfte. Die Nettoerlöse aus Third-Party Services
lagen auf Vorjahresniveau, da der Ausstieg aus dem Managed Services Geschäft durch
höhere Erlöse aus Dienstleistungen zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Meldepflichten
über REGIS-TR kompensiert werden konnte. Das durchschnittliche ausstehende Volumen im Sicherheitenmanagement und Wertpapierleihgeschäft
stieg im zweiten Quartal 2020 insgesamt um rund 25 Prozent. Während im Sicherheitenmanagement
die Nettoerlöse in direkter Relation zum ausstehenden Volumen stehen, führten geldpolitische
Maßnahmen von Zentralbanken zu einer erneut hohen Versorgung der Märkte mit Liquidität
und übten somit Druck auf die Leihegebühren aus. Insgesamt lagen die Nettoerlöse des Segments Clearstream im zweiten Quartal 2020
nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Das bereinigte EBITDA verzeichnete einen leichten
Rückgang von 5 Prozent. Erstes Halbjahr 2020 Ausgenommen der rückläufigen Nettozinserträge auf Bareinlagen im Bankgeschäft entsprach
der Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres weitgehend der Entwicklung des zweiten
Quartals, womit die Nettoerlöse sowie das bereinigte EBITDA in der ersten Jahreshälfte
2020 jeweils um 6 Prozent stiegen. Segment IFS (Investment Fund Services)Kennzahlen des Segments IFS (Investment Fund Services)scroll
1)
u. a. Konnektivität, Order Routing, Gebühren für Reporting Zweites Quartal 2020 Im zweiten Quartal 2020 verzeichnete das Segment IFS (Investment Fund Services) erneut
einen leichten Zuwachs der verwahrten Wertpapiere um 2 Prozent. Die Anzahl der Transaktionen
aus dem Abwicklungsgeschäft stiegt aufgrund der marktbedingt hohen Handelsaktivitäten
deutlich um 42 Prozent an. Zusätzlich zu dem günstigen Marktumfeld verzeichnete der
im Zuge der Übernahme von Swisscanto Fonds Centre Ltd. gegründete Fund Desk - ein
Dienst zur Unterstützung im Fondsvertrieb - ein positives Wachstum. Ebenfalls mit
positivem Wachstumstrend zeigte sich die Geschäftsentwicklung der im Mai 2019 übernommenen
Ausmaq Limited, des spezialisierten Fondsdienstleisters der National Australia Bank
Limited. Der bereits im Januar 2020 verkündete Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Fondcenter
AG, der Fondsvertriebsplattform der UBS, stellt einen weiteren strategisch wichtigen
Schritt in der "Roadmap 2020"-Strategie der Gruppe Deutsche Börse dar. Durch die Kombination
von Fondcenter mit Clearstream Fund Desk entsteht einer der führenden Anbieter für
Fondsdienstleistungen. Der Abschluss der Transaktion wird zum Ende des dritten Quartals
2020 erwartet. Die Nettoerlöse des Segments IFS stiegen im zweiten Quartal 2020 um 17 Prozent. Das
bereinigte EBITDA des Segments stieg um 21 Prozent. Erstes Halbjahr 2020 Nach einem relativ starken Jahresauftakt fiel das Nettoerlöswachstum im Segment IFS
im zweiten Quartal 2020 moderater aus. Die Nettoerlöse stiegen im ersten Halbjahr
jedoch deutlich um 25 Prozent. Das EBITDA verzeichnete sogar einen Anstieg von 38
Prozent. Segment Qontigo (Index- und Analytikgeschäft)Kennzahlen des Segments Qontigo (Index- und Analytikgeschäft)scroll
1)
u. a. Lizenzen auf strukturierte Produkte Zweites Quartal 2019 Der Abfluss von Anlagegeldern aus europäischen Aktienindizes sowie durchschnittlich
niedrigere Indexstände im Vergleich zum Vorjahresquartal führten im zweiten Quartal
2020 zu einem Rückgang des verwalteten Vermögens in ETFs auf STOXX- und DAX-Indizes
um 11 Prozent. Aufgrund der Einführung eines neuen Lizenzmodells im zweiten Quartal sanken die Börsen-Lizenzerlöse
trotz eines Anstiegs des Handelsvolumens von Aktienindexderivaten an der Eurex im
Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen Lizenzerlöse, insbesondere aus Buy-Side-Lizenzen,
stiegen um 16 Prozent. Mit der Etablierung von Climate Benchmark Indices - STOXX Paris-Aligned Benchmark
(PAB) Indices und STOXX Climate Transition Benchmark (CTB) Indices - unterstreicht
Qontigo abermals seine Position im Bereich nachhaltiger Indexlösungen. Seit 2011 ist
das Unternehmen in diesem Bereich aktiv und bietet eine breite Palette von Indexlösungen:
Benchmarks, Bluechips, ESG Leader, Low Carbon, Climate Impact, ESG-Faktoren und ESG-X-Indizes. Die für das zweite Quartal erstmals ausgewiesenen Nettoerlöse aus dem Analytikgeschäft
in Höhe von 14,2 Mio. € repräsentieren das durch den Zusammenschluss mit Axioma neu
hinzugekommene Geschäft mit Portfoliomanagement- und Risikoanalyse-Software. In Summe nahmen die Nettoerlöse des Segments im zweiten Quartal um 38 Prozent zu.
Das bereinigte EBITDA des Segments stieg um 5 Prozent. Ohne Berücksichtigung des Axioma-Geschäfts
lagen die Nettoerlöse nahezu auf dem Vorjahresniveau, das bereinigte EBITDA hingegen
stieg um 11 Prozent. Erstes Halbjahr 2020 Im ersten Quartal profitierte das Segment einerseits im Bereich der Börsen-Lizenzerlöse
von einem starken Handel in Aktienindexderivaten an der Eurex, andererseits durch
die Gewinnung neuer Vertragsbeziehungen im Analytikgeschäft. Im zweiten Quartal reduzierten
sich die Börsen-Lizenzerlöse infolge einer moderateren Handelsaktivität. Zudem führten
aufgrund der COVID-19-Pandemie erlassene Einschränkungen zu Herausforderungen in der
Vertriebs- und Implementierungsaktivität im Analytikgeschäft. Für den Sechsmonatszeitraum
ergab sich ein Anstieg der Nettoerlöse von 56 Prozent, das bereinigte EBITDA stieg
um 14 Prozent. Ohne Berücksichtigung des Axioma-Geschäfts stiegen die Nettoerlöse
um 10 Prozent, das bereinigte EBITDA um 13 Prozent. FinanzlageCashflow Die Gruppe Deutsche Börse erzielte im ersten Halbjahr 2020 einen Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit in Höhe von 815,3 Mio. € (H1/2019: 466,5 Mio. €) vor Veränderung
der stichtagsbezogenen CCP-Positionen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
resultierte maßgeblich aus dem deutlich gestiegenen Periodenüberschuss in Höhe von
647,0 Mio. € (H1/2019: 557,6 Mio. €) sowie aus deutlich geringeren Zahlungsmittelabflüssen
aus der Veränderung des Working Capital (H1/2020: -1,0 Mio. €; H1/2019: -162,5 Mio.
€), die insbesondere aus geringeren Ertragssteuerzahlungen resultierten. Der Cashflow
aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen die Ausschüttung einer Dividende
für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 531,9 Mio. € (H1/2019: 495,0 Mio. €) sowie
die Emission einer neuen Hybridanleihe in Höhe von 600,0 Mio. €, die mit dem Teil-Rückkauf
einer bestehenden Anleihe in Höhe von 284,9 Mio. € einherging. Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten
von -227,9 Mio. € (H1/2019: 157,5 Mio. €) ist maßgeblich beeinflusst durch Schwankungen
zwischen kurz- und langfristigen Anlagen der Kundengelder. Für das Unternehmen selbst
ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen, da Investitionen in immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen auf dem Niveau des Vorjahres liegen (H1/2020: 78,9 Mio. €; H1/2019:
73,7 Mio. €). Der Finanzmittelbestand belief sich damit zum 30. Juni 2020 auf 2.396,9 Mio. € (30.
Juni 2019: 1.720,5 Mio. €). Der Kassenbestand sowie die Bankguthaben beliefen sich
auf 1.030,8 Mio. € (30. Juni 2019: 943,5 Mio. €). Kapitalmanagement Generell erwarten die Kunden der Gesellschaft, dass diese konservative Zinsdeckungs-
und Verschuldungsgrade aufweist und gute Kreditratings erzielt. Um das mit einem AA-Rating
konsistente "Minimal Financial Risk Profile" gemäß S&P-Methodik zu erreichen, strebt
das Unternehmen ein Verhältnis der FFO zur Nettoverschuldung von mindestens 50 Prozent,
eine Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA von nicht größer als 1,75 und einen
Zinsdeckungsgrad in Höhe von mindestens 14 an. Im ersten Halbjahr 2020 hat die Gruppe
Deutsche Börse dieses Ziel mit einem Verhältnis der FFO zur Nettoverschuldung von
93 Prozent, einer Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA von 0,8 sowie einem Zinsdeckungsgrad
von 38 erreicht. Diesen Werten liegen annualisierte Halbjahreszahlen für FFO in Höhe
von rund 790 Mio. €, ein EBITDA in Höhe von rund 1.035 Mio. € und eine zum Jahresende
erwartete Nettoverschuldung in Höhe von rund 1,7 Mrd. € zugrunde. Details zur Ermittlung
der Werte werden im Abschnitt "Finanzlage" im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten
45 bis 48 dargestellt. Das Unternehmen strebt ferner an, das starke AA-Kreditrating
der Tochtergesellschaft Clearstream Banking S.A. aufrechtzuerhalten, um den nachhaltigen
Erfolg des in der Wertpapierverwahrung und -abwicklung tätigen Segments Clearstream
sicherzustellen. Dividende Generell strebt die Gruppe Deutsche Börse eine Dividendenausschüttungsquote von 40
bis 60 Prozent des bereinigten Periodenüberschusses, der den Anteilseignern der Deutsche
Börse AG zuzurechnen ist, an. Innerhalb dieser Bandbreite steuert die Gruppe die tatsächliche
Ausschüttungsquote im Wesentlichen in Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung sowie
unter Berücksichtigung von Kontinuitätsgesichtspunkten. Darüber hinaus plant das Unternehmen,
die verbleibenden verfügbaren Mittel primär in die komplementäre externe Weiterentwicklung
der Gruppe zu investieren. Sofern diese Mittel nicht durch die Gruppe investiert werden
können, stellen zusätzliche Ausschüttungen, insbesondere in Form von Aktienrückkäufen,
eine weitere Möglichkeit der Mittelverwendung dar. Für das Geschäftsjahr 2019 hat die Deutsche Börse AG am 22. Mai 2020 eine Dividende
von 2,90 € je Stückaktie ausgeschüttet (2019 für das Geschäftsjahr 2018: 2,70€). Die
bereinigte Ausschüttungsquote betrug somit 48 Prozent (2019 für das Geschäftsjahr
2018: 49 Prozent, ebenfalls bereinigt). Bei 183,4 Mio. dividendenberechtigten Stückaktien
ergab sich damit eine Dividendensumme von 531,9 Mio. € (2019 für das Geschäftsjahr
2018: 495,0 Mio. €). Vermögenslage Im Folgenden werden Auszüge aus der Konzernbilanz angeführt und wesentliche Änderungen
in der Vermögenslage beschrieben. Die komplette Konzernbilanz finden Sie im a verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss. Im Zuge der hohen Volatilität der Handelsaktivität auf den Kassa- und Terminmärkten
ist die Bilanzsumme gegenüber 31. Dezember 2019 stark angestiegen. Die Veränderung
resultiert überwiegend aus den Finanzinstrumenten der zentralen Kontrahenten, Forderungen
und Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft sowie Bardepots der Marktteilnehmer. Die
Höhe dieser Positionen ändert sich entsprechend den Bedürfnissen und Handlungen der
Kunden täglich. Konzernbilanz (Auszüge)scroll
Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten. Risikobericht Die Gruppe Deutsche Börse stellt in ihrem ↖Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 71
bis 93 Rahmenbedingungen, Strategie, Grundsätze, Organisation, Prozesse, Methoden
und Konzepte ihres Risikomanagements sowie Maßnahmen zur Steuerung bzw. Verringerung
von Risiken umfassend dar. Operationelle Risiken für die Gruppe Deutsche Börse bestehen hinsichtlich Verfügbarkeit,
Verarbeitung materieller Güter sowie aus Rechtsstreitigkeiten und der Geschäftspraxis.
Details zu den operationellen Risiken und den Maßnahmen zu ihrer Minderung sind im
↖Geschäftsbericht 2019 der Gruppe Deutsche Börse auf den Seiten 78 bis 86 dargestellt.
Grundsätzlich hat sich das Risikoprofil der Gruppe in Bezug auf die operationellen
Risiken gegenüber 2019 nicht wesentlich geändert. Bei der Eurex Clearing kam es jedoch
aufgrund stark gestiegener Marginanforderungen zu einer Erhöhung des ökonomischen
Kapitalbedarfs für operationelle Risiken. Dem steht aber eine ausreichende Deckungsmasse
gegenüber. Im Januar 2020 erklärte die WHO den Ausbruch der COVID-19-Pandemie zum globalen Notstand
im Bereich der öffentlichen Gesundheit, da weltweit mehr als 9.000 Fälle gemeldet
wurden, darunter 18 Länder außerhalb Chinas. Da sich die Krankheit weiterhin weltweit
ausbreitet, wurden zentral Vorsichtsmaßnahmen koordiniert und eingesetzt, um die Kontinuität
der Geschäftsprozesse der Gruppe Deutsche Börse sowie die Gesundheit und Sicherheit
der Mitarbeiter zu gewährleisten. Dazu gehören unter anderem die Einführung von Reiseverbotsregeln,
die Umsetzung von Maßnahmen zur sozialen Distanzierung und die allmähliche Umstellung
auf Fernzugriff für alle Bereiche. Ende April 2020 leitete die Gruppe Deutsche Börse
eine schrittweise und koordinierte Rückkehr ins Büro ein, wobei die Entwicklung der
lokalen CO-VID-19-Bedrohungsstufen an den Standorten der verschiedenen Konzerne in
der ganzen Welt berücksichtigt wurde. Das Management der Situation erfolgt auf der
Grundlage des Incident- und Krisenmanagementprozesses der Gruppe, um eine kontinuierliche
Überwachung aller Unternehmen und Standorte der Gruppe weltweit zu gewährleisten.
Trotz der COVID-19 Situation gab es keine Einschränkungen bei der Verfügbarkeit der
Mitarbeiter. Bei den Rechtsstreitigkeiten ergaben sich im ersten Halbjahr 2020 folgende wesentliche
Änderungen: Am 6. Februar 2020 reichte ein Kläger eine Klage ein, in der die Clearstream Banking
AG und eine weitere Gesellschaft als Beklagte genannt wurden. Die Klage, die beim
Gericht in Frankfurt eingereicht wurde, zielt in erster Linie auf Auskunftsansprüche
und die Herausgabe von Dividenden in Höhe von ca. 4,1 Mio. € zuzüglich Zinsen ab. Für eine ausführliche Darstellung des aktuellen Standes der Rechtsstreitigkeiten
siehe ↖Geschäftsbericht 2019 der Gruppe Deutsche Börse auf den Seiten 79 bis 82. Zusätzlich zu den oben und in früheren Veröffentlichungen erwähnten Sachverhalten
ist die Gruppe Deutsche Börse von Zeit zu Zeit in verschiedene Rechtsstreitigkeiten
involviert, die sich aus dem Verlauf ihres normalen Geschäfts ergeben. Die Gruppe
bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Angelegenheiten,
wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, der Abfluss
von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich
ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. In solchen
Fällen kann sich ein Verlustrisiko ergeben, das höher ist als die entsprechenden Rückstellungen.
Wenn die oben genannten Bedingungen nicht erfüllt sind, bildet die Gruppe keine Rückstellungen.
Wenn sich eine Rechtsstreitigkeit oder eine aufsichtsrechtliche Angelegenheit entwickelt,
bewertet die Gruppe kontinuierlich, ob die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung
erfüllt sind. Die Gruppe kann eventuell nicht absehen, wie hoch der mögliche Verlust
oder die Verlustspanne im Hinblick auf diese Angelegenheiten sein wird. Auf der Basis
aktuell verfügbarer Informationen geht die Gruppe Deutsche Börse insgesamt nicht davon
aus, dass das Ergebnis eines dieser Verfahren die Finanzzahlen erheblich beeinträchtigen
wird. Finanzielle Risiken treten in der Gruppe Deutsche Börse als Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiko
in den Finanzinstituten der Clearstream-Holding-Gruppe und Eurex Clearing AG auf.
Darüber hinaus sind die Geldanlagen und Forderungen der Gruppe mit einem Kreditrisiko
behaftet. Geldanlagen werden zum überwiegenden Teil über kurzfristige Geschäfte getätigt,
die besichert sind. Damit werden Liquiditätsrisiken sowie Marktpreisrisiken aus der
Geldanlage minimiert. Das Risikoprofil der Gruppe hat sich in Bezug auf die finanziellen
Risiken gegenüber 2019 grundsätzlich nicht geändert. Jedoch unterlag im ersten Halbjahr
2020 das Kreditrisiko höheren Schwankungen - ausgelöst insbesondere durch höhere Transaktionen
bei Clearstream und daraus zeitweise resultierenden höheren Salden bei Korrespondenzbanken.
Details zu den finanziellen Risiken sind im 5 Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten
86 bis 91 dargestellt. Das Geschäftsrisiko spiegelt wider, dass die Gruppe von der gesamtwirtschaftlichen
und geopolitischen Entwicklung abhängig ist sowie von anderen äußeren Ereignissen
beeinflusst wird - wie Veränderungen des Wettbewerbsumfelds oder regulatorischen Änderungen.
Darüber hinaus umfasst es das unternehmensstrategische Risiko, worunter der Einfluss
von Risiken auf die Geschäftsstrategie und damit deren mögliche Anpassung verstanden
wird. Zudem können sich externe Faktoren wie fehlendes Vertrauen der Investoren in
die Finanzmärkte auf die Ertragslage auswirken. In Bezug auf Geschäftsrisiken hat
sich das Risikoprofil der Gruppe Deutsche Börse gegenüber 2019 nicht wesentlich geändert.
Die Gruppe beobachtet potenzielle Geschäftsrisiken wie eine mögliche Verschlechterung
des wirtschaftlichen Umfelds oder Änderungen regulatorischer Vorgaben sehr genau und
sieht sich in Bezug auf ihre Geschäftsrisiken gut aufgestellt. Details zu den Geschäftsrisiken
sind im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 91 bis 92 dargestellt. Die Gruppe bewertet fortlaufend ihre Risikosituation. Unter Berücksichtigung der
vorgenommenen Stresstestberechnungen, des erforderlichen ökonomischen Kapitals ("required
economic capital", REC) und der Earnings at Risk (risikobehaftete Erträge) sowie des
von ihm als wirksam eingestuften Risikomanagementsystems kommt der Vorstand der Deutsche
Börse AG zu dem Schluss, dass die Risikodeckungsmasse ausreichend ist. Diese Bewertung
kann auch für den Zeitraum des ersten Halbjahres 2020 vorgenommen werden. Durch verschiedene
Faktoren in unterschiedlichen Risikoklassen hat sich das REC der Gruppe Deutsche Börse
von 2.696 Mio. € im vierten Quartal 2019 auf 3.294 Mio. € im zweiten Quartal 2020
um 22 Prozent erhöht. Den Risiken steht also weiterhin eine ausreichende Deckungsmasse
gegenüber. Eine wesentliche Änderung der im Geschäftsbericht 2019 beschriebenen Risikosituation
des Konzerns ist für den Vorstand daher derzeit nicht erkennbar. Chancenbericht Sinn und Zweck des Chancenmanagements der Gruppe Deutsche Börse ist es, Chancen frühestmöglich
zu erkennen, zu bewerten, zu ergreifen und in geschäftliche Erfolge zu verwandeln.
Eine ausführliche Beschreibung der Chancen und des Chancenmanagements ist im Geschäftsbericht
2019 auf den Seiten 93 bis 96 zu finden. Die Gruppe Deutsche Börse verfügt über ein sehr breites Produkt- und Dienstleistungsportfolio,
mit dem sie alle Bereiche der Wertschöpfungskette eines Marktinfrastrukturanbieters
abdeckt. Damit ist die Gruppe eine der am breitesten aufgestellten Börsenorganisationen
weltweit. Um diese Position zu behaupten und auszubauen, verfolgt das Unternehmen
unter anderem organische Wachstumschancen. Die Gruppe unterscheidet grundsätzlich
zwischen strukturellen und zyklischen Chancen: Strukturelle Chancen entstehen beispielsweise
durch regulatorische Änderungen, durch neue Kundenbedürfnisse wie die steigende Nachfrage
nach börslichen Lösungen für außerbörslich getätigte Geschäfte oder durch den Trend,
dass immer mehr Anlagevermögen in passiven Anlagestrategien (z. B. Indexfonds) allokiert
wird. Diese Chancen kann das Unternehmen aktiv nutzen. Zyklische Chancen hingegen
sind nicht direkt durch das Unternehmen beeinflussbar und ergeben sich durch makroökonomische
Veränderungen. Zudem sieht die Gruppe Deutsche Börse langfristig Chancen für sich,
die aus der technologischen Transformation resultieren. Prognosebericht Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Gruppe Deutsche Börse trotz des starken
Jahresauftakts und der andauernden weltweiten COVID-19-Pandemie keine wesentliche
Abweichung zur Prognose der Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage, wie sie im Geschäftsbericht
2019 auf den Seiten 96 bis 99 dargestellt wurde. Danach erwartet die Gruppe Deutsche Börse im Prognosezeitraum weiterhin einen Anstieg
der Nettoerlöse aus strukturellen Wachstumschancen von mindestens 5 Prozent. Dieses
Wachstum treibt die Gruppe durch Investitionen voran. Für den bereinigten Periodenüberschuss,
der den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnen ist, rechnet das Unternehmen
im Prognosezeitraum weiterhin mit einem Anstieg auf rund 1,20 Mrd. €. Dies basiert
auf der Erwartung, dass die volatilitätsbedingt höher als erwartet ausgefallene Geschäftsaktivität
im ersten Quartal 2020 durch Rückgänge in einzelnen Geschäftsbereichen, wie bei den
Nettozinserträgen im Segment Clearstream, im weiteren Jahresverlauf größtenteils kompensiert
wird. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2. Quartal zum | 1. Halbjahr zum | ||||
| Anhang | 30.06.2020 | 30.06.2019 | 30.06.2020 | 30.06.2019 | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | ||
| Umsatzerlöse | 4 | 837,8 | 747,7 | 1.797,0 | 1.496,2 |
| Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft | 50,4 | 66,7 | 118,0 | 128,7 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4,7 | 3,0 | 8,3 | 4,7 | |
| Gesamterlöse | 892,9 | 817,4 | 1.923,3 | 1.629,6 | |
| Volumenabhängige Kosten | - 115,4 | - 92,6 | - 231,0 | - 184,0 | |
| Nettoerlöse (Gesamterlöse abzüglich volumenabhängiger Kosten) | 777,5 | 724,8 | 1.692,3 | 1.445,6 | |
| Personalaufwand | -220,0 | - 186,1 | -416,1 | - 363,2 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5 | - 122,6 | - 105,4 | - 244,9 | - 201,5 |
| Operative Kosten | - 342,6 | - 291,5 | -661,0 | - 564,7 | |
| Ergebnis strategischer Beteiligungen | 5,8 | 0,7 | 1,9 | 4,0 | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 440,7 | 434,0 | 1.033,2 | 884,9 | |
| Abschreibung und Wertminderungsaufwand | - 62,6 | - 55,4 | - 124,6 | - 108,5 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 378,1 | 378,6 | 908,6 | 776,4 | |
| Finanzerträge | 2,2 | 2,4 | 3,7 | 2,8 | |
| Finanzaufwendungen | - 20,6 | - 14,0 | - 38,6 | - 31,3 | |
| Periodenergebnis vor Steuern (EBT) | 359,7 | 367,0 | 873,7 | 747,9 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 93,3 | - 93,0 | - 226,7 | - 190,3 | |
| Periodenüberschuss | 266,4 | 274,0 | 647,0 | 557,6 | |
| davon den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnen | 256,7 | 266,9 | 623,9 | 542,1 | |
| davon den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnen | 9,7 | 7,1 | 23,1 | 15,5 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) (€) | 1,40 | 1,46 | 3,40 | 2,96 | |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) (€) | 1,40 | 1,46 | 3,40 | 2,96 | |
| 2. Quartal zum | 1. Halbjahr zum | ||||
| Anhang | 30.06.2020 | 30.06.2019 | 30.06.2020 | 30.06.2019 | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | ||
| Periodenüberschuss laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 266,4 | 274,0 | 647,0 | 557,6 | |
| Posten, die künftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: | |||||
| Veränderung aus leistungsorientierten Verpflichtungen | - 1,6 | - 36,4 | -32,2 | - 54,6 | |
| Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete Beteiligungen | 3,3 | 2,6 | 1,1 | - 4,1 | |
| Latente Steuern | 0,4 | 9,4 | 7,9 | 14,6 | |
| 2,1 | - 24,4 | - 23,2 | - 44,1 | ||
| Posten, die künftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: | |||||
| Währungsdifferenzen | - 12,1 | - 3,8 | - 3,1 | 0,3 | |
| Sonstiges Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 0 | 0 | - 0,4 | - 0,3 | |
| Neubewertung der Cashflow-Hedges | - 2,2 | 1,3 | 0,3 | - 1,1 | |
| Latente Steuern | - 0,3 | - 0,3 | 0,2 | 0,3 | |
| - 14,6 | - 2,8 | - 3,0 | - 0,8 | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - 12,5 | - 27,2 | - 26,2 | - 44,9 | |
| Gesamtergebnis | 253,9 | 246,8 | 620,8 | 512,7 | |
| davon Anteilseigner der Deutsche Börse AG | 246,7 | 240,2 | 597,4 | 496,9 | |
| davon nicht beherrschende Gesellschafter | 7,2 | 6,6 | 23,4 | 15,8 | |
| Anhang | 30.06.2020 Mio. € |
31.12.2019 Mio. € |
|
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 6 | ||
| Software | 377,9 | 404,5 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 3.470,2 | 3.470,5 | |
| Geleistete Anzahlungen und Software in Entwicklung | 122,7 | 92,5 | |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 1.026,8 | 1.040,9 | |
| 4.997,7 | 5.008,4 | ||
| Sachanlagen | 6 | ||
| Grundstücke und Gebäude | 345,7 | 346,5 | |
| Einbauten in Gebäuden | 40,0 | 39,8 | |
| IT-Hardware, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fuhrpark | 88,1 | 95,9 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 15,0 | 15,8 | |
| 488,8 | 498,0 | ||
| Finanzanlagen | 7 | ||
| Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente | |||
| Strategische Beteiligungen | 90,3 | 66,3 | |
| Schuldinstrumente | 4,7 | 0 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldinstrumente | 938,8 | 698,7 | |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente | |||
| Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 9.834,9 | 5.234,2 | |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 39,5 | 28,4 | |
| 10.908,2 | 6.027,6 | ||
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 46,6 | 44,5 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 4,0 | 4,0 | |
| Latente Steueransprüche | 118,7 | 124,4 | |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 16.564,0 | 11.706,9 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldinstrumente | 7 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 493,0 | 447,3 | |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 20.613,1 | 15.381,6 | |
| Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | 50.607,9 | 29.988,7 | |
| Kassenbestand und sonstige Bankguthaben | 1.030,9 | 888,1 | |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente | 7 | ||
| Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 138.589,3 | 78.301,5 | |
| Derivative Finanzinstrumente | 7,6 | 1,4 | |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 0,4 | 0,4 | |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 116,5 | 108,5 | |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 268,2 | 340,9 | |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 211.726,8 | 125.458,4 | |
| Summe Aktiva | 228.290,9 | 137.165,3 |
| Anhang | 30.06.2020 Mio. € |
31.12.2019 Mio. € |
|
| EIGENKAPITAL | |||
| Gezeichnetes Kapital | 190,0 | 190,0 | |
| Kapitalrücklage | 1.344,7 | 1.344,7 | |
| Eigene Aktien | - 471,8 | - 471,8 | |
| Neubewertungsrücklage | - 74,8 | - 52,1 | |
| Gewinnrücklagen | 4.815,9 | 4.724,5 | |
| Konzerneigenkapital | 5.804,0 | 5.735,3 | |
| Ausgleichsposten für Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 387,5 | 375,3 | |
| Summe Eigenkapital | 6.191,5 | 6.110,6 | |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 8 | 231,6 | 193,5 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 214,4 | 225,2 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 7 | 2.629,9 | 2.627,2 |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 7 | ||
| Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 9.834,9 | 5.234,2 | |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 80,3 | 84,3 | |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 13,9 | 19,7 | |
| Latente Steuerschulden | 219,6 | 226,3 | |
| Summe langfristige Schulden | 13.224,6 | 8.610,4 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Steuerrückstellungen | 240,9 | 231,8 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 209,9 | 250,7 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 7 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 196,1 | 206,7 | |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 19.793,8 | 14.225,4 | |
| Bardepots der Marktteilnehmer | 50.375,1 | 29.755,8 | |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 7 | ||
| Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 137.605,3 | 77.411,5 | |
| Derivative Finanzinstrumente | 36,7 | 25,9 | |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 3,6 | 3,6 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 413,4 | 332,9 | |
| Summe kurzfristige Schulden | 208.874,7 | 122.444,3 | |
| Summe Schulden | 222.099,3 | 131.054,7 | |
| Summe Passiva | 228.290,9 | 137.165,3 |
| 1. Halbjahr zum | |||
| Anhang | 30.06.2020 | 30.06.2019 | |
| Mio. € | Mio. € | ||
| Periodenüberschuss | 647,0 | 557,6 | |
| Abschreibung und Wertminderungsaufwand | 6 | 124,6 | 109,5 |
| Zunahme/(Abnahme) der langfristigen Rückstellungen | -4,9 | 9,6 | |
| Latente Steuererträge | 8,1 | - 11,0 | |
| Übrige nicht zahlungswirksame Erträge | 41,5 | - 36,0 | |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile: | - 1,0 | - 162,5 | |
| (Zunahme)/Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | - 110,7 | - 122,0 | |
| Zunahme/(Abnahme) der kurzfristigen Schulden | 109,9 | - 38,5 | |
| Zunahme/(Abnahme) der langfristigen Schulden | - 0,2 | - 2,0 | |
| Nettogewinn aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 0 | - 0,7 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ohne CCP-Positionen | 815,3 | 466,5 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus CCP-Positionen | - 361,2 | 1.735,2 | |
| Veränderung der Forderungen aus CCP-Positionen | 283,4 | - 1.956,2 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 737,5 | 245,5 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | - 61,5 | - 50,9 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | - 17,4 | - 22,8 | |
| Auszahlungen für Investitionen in langfristige Finanzinstrumente | - 358,9 | - 22,3 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -4,7 | - 0,5 | |
| Auszahlungen im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen abzüglich erworbener Zahlungsmittel | -2,7 | - 8,2 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 0 | 2,7 | |
| Nettozunahme der kurzfristigen Forderungen und Wertpapiere aus dem Bankgeschäft mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als drei Monaten | - 244,7 | 465,3 | |
| Nettoabnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als drei Monaten | 93,8 | - 248,5 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzinstrumenten | 368,1 | 42,7 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten | 0,1 | 0 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 227,9 | 157,5 | |
| Mittelabfluss aus dem Erwerb eigener Aktien | - 3,2 | 0 | |
| Mittelabfluss an nicht beherrschende Gesellschafter | - 11,8 | - 6,7 | |
| Mittelzufluss aus langfristiger Finanzierung | 603,6 | 0 | |
| Mittelabfluss aus kurzfristiger Finanzierung | - 292,9 | 0 | |
| Nettoauszahlung im Rahmen von Leasingverhältnissen (IFRS 16) | - 20,3 | - 18,8 | |
| Ausschüttung an Aktionäre | - 531,9 | - 495,0 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 256,5 | - 520,5 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | 253,0 | - 117,5 | |
| Einfluss von Währungsdifferenzen | - 1,5 | - 0,7 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 2.145,4 | 1.839,0 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 9 | 2.396,9 | 1.720,8 |
| Ergänzende Informationen zu im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthaltenen Zahlungsströmen: | |||
| Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge | 293,1 | 275,6 | |
| Erhaltene Dividenden | 4,2 | 3,9 | |
| Gezahlte Zinsen | - 158,7 | - 143,4 | |
| Ertragsteuerzahlungen | - 218,2 | - 344,2 | |
| Den Anteilseignern der Deutschen Börse AG zuzurechnen | Den Anteilseignern der Deutschen Börse AG zuzurechnen | |||||
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage | Eigene Aktien | Neubewertungs- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Konzern- eigenkapital |
|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Bilanz zum 1. Januar 2019 | 190,0 | 1.340,4 | - 477,7 | - 10,2 | 3.779,4 | 4.821,9 |
| Periodenüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 542,1 | 542,1 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | - 44,9 | - 0,3 | - 45,2 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | - 44,9 | 541,8 | 496,9 |
| Währungsdifferenzen und sonstige Anpassungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 8,5 | 8,5 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung aus Kapitalmaßnahmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung an Aktionäre | 0 | 0 | 0 | 0 | - 495,0 | - 495,0 |
| Transaktionen mit Anteilseignern | 0 | 0 | 0 | 0 | - 486,5 | - 486,5 |
| Bilanz zum 30. Juni 2019 | 190,0 | 1.340,4 | - 477,7 | - 55,1 | 3.834,7 | 4.832,3 |
| Bilanz zum 1. Januar 2020 | 190,0 | 1.344,7 | - 471,8 | - 52,1 | 4.724,5 | 5.735,3 |
| Periodenüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 623,9 | 623,9 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | - 22,7 | - 3,8 | - 26,5 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | - 22,7 | 620,1 | 597,4 |
| Währungsdifferenzen und sonstige Anpassungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 3,2 | 3,2 |
| Veränderung aus Kapitalmaßnahmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung an Aktionäre | 0 | 0 | 0 | 0 | - 531,9 | - 531,9 |
| Transaktionen mit Anteilseignern | 0 | 0 | 0 | 0 | - 528,7 | - 528,7 |
| Bilanz zum 30. Juni 2020 | 190,0 | 1.344,7 | - 471,8 | - 74,8 | 4.815,9 | 5.804,0 |
| Ausgleichsposten für Anteile nicht beherrschender Gesellschafter |
Summe Eigenkapital |
|
| Mio. € | Mio. € | |
| Bilanz zum 1. Januar 2019 | 133,5 | 4.955,4 |
| Periodenüberschuss | 15,5 | 557,6 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0,3 | - 44,9 |
| Gesamtergebnis | 15,8 | 512,7 |
| Währungsdifferenzen und sonstige Anpassungen | - 0,3 | 8,2 |
| Erwerb eigener Aktien | - 7,6 | - 7,6 |
| Veränderung aus Kapitalmaßnahmen | 0 | 0 |
| Ausschüttung an Aktionäre | 0 | - 495,0 |
| Transaktionen mit Anteilseignern | - 7,9 | - 494,4 |
| Bilanz zum 30. Juni 2019 | 141,4 | 4.973,7 |
| Bilanz zum 1. Januar 2020 | 375,3 | 6.110,6 |
| Periodenüberschuss | 23,1 | 647,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,3 | - 26,2 |
| Gesamtergebnis | 23,4 | 620,8 |
| Währungsdifferenzen und sonstige Anpassungen | 0,6 | 3,8 |
| Veränderung aus Kapitalmaßnahmen | - 11,8 | - 11,8 |
| Ausschüttung an Aktionäre | 0 | - 531,9 |
| Transaktionen mit Anteilseignern | - 11,2 | - 539,9 |
| Bilanz zum 30. Juni 2020 | 387,5 | 6.191,5 |
Die Deutsche Börse AG ist das Mutterunternehmen der Gruppe Deutsche Börse. Die Deutsche
Börse AG ("die Gesellschaft") mit Sitz in Frankfurt am Main wird im Handelsregister
B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 32232 geführt. Die Deutsche
Börse AG und ihre Tochtergesellschaften betreiben Kassa- und Derivatemärkte. Ihre
Geschäftsfelder reichen von Dienstleistungen im vorbörslichen Umfeld und der Wachstumsfinanzierung
sowie der Wertpapierzulassung über den Handel, die Verrechnung und Abwicklung bis
hin zur Verwahrung von Wertpapieren. Zudem werden IT-Dienstleistungen erbracht und
Marktinformationen vertrieben. Des Weiteren besitzen bestimmte Tochtergesellschaften
der Deutsche Börse AG eine Banklizenz und bieten Bankdienstleistungen für Kunden an.
Der Konzernumsatz wird stärker durch die Volatilität und das Transaktionsvolumen
auf den Kapitalmärkten als durch saisonale Faktoren beeinflusst. Aufgrund einer Konzentration
der Kosten für Projekte, die erst im vierten Quartal zum Abschluss gebracht werden,
sind die Kosten im vierten Quartal üblicherweise höher als in den ersten drei Quartalen
des Geschäftsjahres. Die Veränderung der Konzern-Bilanzsumme resultiert überwiegend
aus den Finanzinstrumenten der zentralen Kontrahenten, Forderungen und Verbindlichkeiten
aus dem Bankgeschäft sowie Bardepots der Marktteilnehmer. Die Höhe dieser Positionen
ändert sich entsprechend den Bedürfnissen und Handlungen der Kunden täglich.
Der Zwischenabschluss wurde im Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS) und den diesbezüglich veröffentlichten Interpretationen des International
Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie gemäß der
Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung
internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Der Zwischenabschluss wurde entsprechend den Vorgaben des Wertpapierhandelsgesetzes
(WpHG) sowie in Übereinstimmung mit den International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung"
aufgestellt und unterliegt einer prüferischen Durchsicht. Es wurde im Einklang mit
IAS 34 ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber des Konzernabschlusses zum 31. Dezember
2019 gewählt. Der Zwischenabschluss der Deutsche Börse AG wurde in Euro, der funktionalen
Währung der Deutsche Börse AG, aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle
Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Aufgrund von kaufmännischen Rundungen
können sich Abweichungen zu den nicht gerundeten Beträgen und zu angegebenen Summen
ergeben. Daraus können sich ebenfalls leichte Abweichungen zu den veröffentlichten
Vorjahreszahlen ergeben.
Der Ertragsteueraufwand wurde in der Zwischenberichtsperiode anhand eines prognostizierten
effektiven Gruppensteuersatzes von 26 Prozent ermittelt. Die in die Ermittlung des
Gruppensteuersatzes einbezogenen nominalen Steuersätze betragen zwischen 10 und 34,6
Prozent. Auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente
Steuern nur in dem Umfang gebildet, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges
zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die der Konzern in diesem Zwischenabschluss
angewandt hat, entsprechen denen, die im Konzernabschluss angewandt und dargestellt
wurden.
Der Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem geprüften und veröffentlichten
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 und dem darin veröffentlichten Anhang zu lesen.
Zusätzlich wurden alle von der Europäischen Kommission anerkannten und verpflichtend
anzuwendenden Standards und Interpretationen angewandt.
| Anwendungszeitpunkt | Auswirkungen auf die Gruppe Deutsche Börse |
||
| IFRS 3 | Änderungen der Definition eines Geschäftsbetriebs | 01.01.2020 | unwesentlich |
| IAS 1, IAS 8 | Änderungen der Definition von wesentlich | 01.01.2020 | unwesentlich |
| Überarbeitetes Rahmenkonzept | 01.01.2020 | unwesentlich | |
| IFRS 9, IAS 39, IFRS 7 | Änderungen: IBOR Reform | 01.01.2020 | unwesentlich |
Das IASB hat folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen verabschiedet,
die im Berichtsjahr nicht angewendet wurden, da eine Übernahme durch die EU noch aussteht
oder eine verpflichtende Anwendung noch nicht besteht. Die neuen und geänderten Standards
und Interpretationen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Anwendungszeitpunkt
beginnen. Eine vorzeitige Anwendung erfolgt für gewöhnlich nicht, auch wenn einzelne
Standards dies zulassen.
| Anwendungs- zeitpunkt |
Auswirkungen auf die Gruppe Deutsche Börse |
||
| IFRS 4 | Änderungen an Versicherungsverträge | 01.01.2021 | keine Auswirkung |
| IFRS 16 | Änderungen an IFRS 16: Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit COVID- 19 | 01.06.2020 | keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
| IFRS 3 | Änderungen an Unternehmenszusammenschlüssen | 01.01.2022 | derzeit in Analyse |
| IAS 16 | Änderungen an Sachanlagen | 01.01.2022 | derzeit in Analyse |
| IAS 37 | Änderungen an Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen | 01.01.2022 | derzeit in Analyse |
| IAS 1 | Änderungen an Darstellung des Abschlusses: Klassifizierung von Schulden als kurz- od. langfristig | 01.01.2022 | derzeit in Analyse |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 01.01.2023 | siehe Text unter Tabelle |
IFRS 17 regelt Ansatz, Bewertung und Ausweis sowie Angaben für Versicherungsverträge.
Ziel ist die Bereitstellung relevanter Informationen durch die bilanzierenden Unternehmen,
was zu einer glaubwürdigen Darstellung der Versicherungsverträge führen soll. Der
Standard sieht eine Bewertung der Versicherungsverbindlichkeiten zum aktuellen Erfüllungswert
statt historischer Anschaffungskosten vor. Des Weiteren soll eine einheitliche Grundlage
in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Anhangangaben für Versicherungsverträge
geschaffen werden. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von
der EU übernommen. Derzeit werden die möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss
der Gruppe Deutsche Börse analysiert. Es werden keine wesentlichen Änderungen der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
Das erste Halbjahr 2020 wurde primär durch die weltweit andauernde COVID-19-Pandemie
und die damit zusammenhängende Verunsicherung der Marktteilnehmer bezüglich den massiven
globalökonomischen Auswirkungen geprägt, wobei die damit verbundene Volatilität einer
der Hauptreiber der Handelsaktivität auf den Kassa- und Terminmärkten ist. Aktuell
erwartet die Gruppe Deutsche Börse daraus keine signifikanten Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, da sich die übrigen Rahmenbedingungen im Vergleich
↖zur Darstellung im Geschäftsbericht 2019 (Seite 28) nicht wesentlich geändert haben.
Ein im zweiten Quartal 2020 außerplanmäßig durchgeführter Werthaltigkeitstest der
nichtfinanziellen langfristigen Vermögenswerten führte zu keinem Wertminderungsaufwand.
Der dabei ermittelte erzielbare Betrag lag für alle untersuchten zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten über dem entsprechenden Buchwert. Des Weiteren sind zum jetzigen Zeitpunkt
auch keine Forderungsausfälle über das normale Maß hinaus erkennbar, die das Ergebnis
der Gruppe Deutsche Börse beeinflussen könnten. Zudem hat die Gruppe Deutsche Börse
keinerlei staatlichen Unterstützungsleistungen in Anspruch genommen.
Am 21. Januar 2020 gab die Gruppe Deutsche Börse bekannt, dass sich Clearstream,
der Nachhandelsdienstleister der Gruppe Deutsche Börse, und UBS auf eine Partnerschaft
im Fondsdienstleistungsbereich verständigt haben. Die Unternehmen haben eine Vereinbarung
geschlossen, nach der die Clearstream Holding AG, Frankfurt, Deutschland, 51 Prozent
der Fondsvertriebsplattform Fondcenter AG, Zürich, Schweiz, zum Kaufpreis von 389
Mio. CHF von UBS übernehmen wird. UBS behält eine Minderheitsbeteiligung von 49 Prozent.
Die neu entstandene Gesellschaft wird zum Kompetenzzentrum für Fondsvertriebsdienstleistungen
innerhalb der Gruppe Deutsche Börse und durch die Kombination mit dem bestehenden
Angebot von Clearstream Fund Desk (vormals Swisscanto Funds) entsteht ein führender
Anbieter für Fondsdienstleistungen - mit erheblichem Nutzen für Kunden von UBS und
Clearstream.
Der Abschluss der Transaktion wird zum Ende des dritten Quartals 2020 erwartet. Nach
Vollzug der Transaktion wird die Gruppe Deutsche Börse Beherrschung über das Geschäft
der Fondcenter erlangen und das Unternehmen in den Konsolidierungskreis einbeziehen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Zwischenabschlusses liegen noch keine detaillierten
Informationen bezüglich der Kaufpreisallokation vor.
Darüber hinaus gab es im ersten Halbjahr 2020 keine wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse
in der Gruppe Deutsche Börse.
Die Gruppe Deutsche Börse berichtet ihre Umsatzerlöse auf Basis der Segmentstruktur.
Mit Wirkung zum ersten Quartal 2020 hat die Gruppe Deutsche Börse die Segmentberichterstattung
angepasst. Das ehemalige Segment GSF (Sicherheitenmanagement) wurde vollständig dem
Segment Clearstream (Nachhandel) zugeordnet. Über das ehemalige Segment Data (Datengeschäft)
wird nun innerhalb der Segmente Xetra (Wertpapierhandel) und Eurex (Finanzderivate)
berichtet. Die entsprechenden Vorjahreszahlen wurden angepasst.
| 30.06.2020 | 2. Quartal zum 30.06.20191) |
30.06.2020 | 1. Halbjahr zum 30.06.20191) |
|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Xetra (Wertpapierhandel) | ||||
| Handel und Clearing | 61,5 | 42,7 | 131,7 | 85,4 |
| Listing | 3,8 | 4,9 | 8,2 | 9,1 |
| Xetra Data | 31,6 | 31,4 | 63,2 | 66,7 |
| Sonstige | 11,2 | 10,2 | 22,0 | 25,3 |
| 108,1 | 89,2 | 225,1 | 186,5 | |
| Eurex (Finanzderivate) | ||||
| Aktienindexderivate | 143,9 | 130,1 | 357,4 | 262,3 |
| Zinsderivate | 45,3 | 54,7 | 107,6 | 110,9 |
| Aktienderivate | 13,8 | 16,4 | 30,8 | 31,6 |
| OTC-Clearing | 12,1 | 10,3 | 24,1 | 19,9 |
| Entgelte für hinterlegte Sicherheiten | 7,4 | 4,4 | 12,8 | 8,2 |
| Infrastruktur | 20,7 | 19,2 | 40,7 | 37,4 |
| Eurex Data | 15,5 | 15,3 | 31,0 | 30,5 |
| Sonstige | 9,3 | 11,0 | 18,2 | 19,2 |
| 268,0 | 261,4 | 622,6 | 520,0 | |
| EEX (Commodities) | ||||
| Strom-Terminmarkt | 36,6 | 29,8 | 76,9 | 61,7 |
| Strom-Spotmarkt | 19,0 | 18,4 | 38,4 | 35,7 |
| Gas | 13,3 | 14,5 | 29,0 | 29,0 |
| Sonstige | 10,2 | 12,1 | 25,9 | 26,0 |
| 79,1 | 74,8 | 170,2 | 152,4 |
| 2. Quartal zum | 1. Halbjahr zum | |||
| 30.06.2020 | 30.06.20191) | 30.06.2020 | 30.06.20191) | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| 360T (Devisenhandel) | ||||
| Handel | 19,0 | 18,2 | 42,2 | 36,0 |
| Sonstige | 6,1 | 5,2 | 12,5 | 9,9 |
| 25,1 | 23,4 | 54,7 | 45,9 | |
| Clearstream (Nachhandel) | ||||
| Verwahrung (Custody) | 142,8 | 132,0 | 286,1 | 260,0 |
| Abwicklung (Settlement) | 47,1 | 31,8 | 93,9 | 63,2 |
| Third-Party Services | 5,9 | 5,9 | 13,7 | 13,7 |
| GSF | 29,0 | 28,4 | 56,6 | 57,4 |
| Sonstige | 31,0 | 26,2 | 61,1 | 51,7 |
| 255,8 | 224,3 | 511,4 | 446,0 | |
| IFS (Investment Fund Services) | ||||
| Verwahrung (Custody) | 21,3 | 18,6 | 43,3 | 36,5 |
| Abwicklung (Settlement) | 18,1 | 14,4 | 38,2 | 27,9 |
| Sonstige | 15,1 | 13,7 | 32,3 | 26,6 |
| 54,5 | 46,7 | 113,8 | 91,0 | |
| Qontigo (Index- & Analytikgeschäft) | ||||
| ETF-Lizenzerlöse | 8,6 | 10,7 | 17,9 | 20,4 |
| Börsen-Lizenzerlöse | 7,5 | 8,4 | 20,8 | 17,4 |
| Axioma | 17,9 | 0 | 41,6 | 0 |
| Sonstige Lizenzerlöse | 27,0 | 23,9 | 54,0 | 47,2 |
| 61,0 | 43,0 | 134,3 | 85,0 | |
| Summe | 851,6 | 762,8 | 1.832,1 | 1.526,8 |
| Konsolidierung der Innenumsätze | - 13,8 | - 15,1 | - 35,1 | - 30,6 |
| Konzern | 837,8 | 747,7 | 1.797,0 | 1.496,2 |
| 2. Quartal zum | 1. Halbjahr zum | |||
| 30.06.2020 | 30.06.2019 | 30.06.2020 | 30.06.2019 | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Kosten für IT-Dienstleister und sonstige Beratung | 52,3 | 42,1 | 105,6 | 78,0 |
| IT-Kosten | 33,2 | 28,5 | 65,5 | 57,5 |
| Raumkosten | 7,3 | 7,01) | 14,1 | 13,21) |
| Nicht abzugsfähige Vorsteuer | 5,5 | 9,4 | 16,4 | 17,0 |
| Reise-, Bewirtungs- und Repräsentationsaufwendungen | 0,6 | 5,9 | 3,2 | 10,2 |
| Werbe- und Marketingkosten | 3,2 | 4,5 | 7,7 | 9,0 |
| Freiwillige soziale Leistungen | 0,9 | 1,3 | 2,0 | 2,4 |
| Versicherungen, Beiträge und Gebühren | 5,6 | 2,9 | 8,5 | 5,8 |
| Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen | 0,1 | 0 | 0,1 | 0,1 |
| Vergütung des Aufsichtsrats | 1,4 | 1,1 | 1,8 | 1,9 |
| Kurzfristige Leasingverhältnisse | 0,8 | 0,51) | 1,5 | 1,01) |
| Aufwendungen aus Währungsdifferenzen | 1,8 | 0,1 | 2,1 | 0,5 |
| Übrige | 9,9 | 2,1 | 16,3 | 5,0 |
| Summe | 122,6 | 105,4 | 244,9 | 201,5 |
1)
Kurzfristige Leasingverhältnisse wurden im Vorjahr in den Raumkosten ausgewiesen.
Die Kosten für IT-Dienstleister und sonstige Beratung betreffen im Wesentlichen Aufwendungen
im Zusammenhang mit der Entwicklung von Software. Ferner enthalten diese Kosten Aufwendungen
für strategische und rechtliche Beratungsdienstleistungen sowie für Prüfungstätigkeiten.
Der Posten immaterielle Vermögenswerte enthält im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte
in Höhe von 3.470,2 Mio. € (31. Dezember 2019: 3.470,5 Mio. €), andere immaterielle
Vermögenswerte (Lizenzen, Markennamen und Kundenbeziehungen) in Höhe von 1.026,8 Mio.
€ (31. Dezember 2019: 1.040,9 Mio. €) sowie selbst erstellte Software in Höhe von
263,3 Mio. € (31. Dezember 2019: 278,6 Mio. €).
Der Bestand an Sachanlagen belief sich zum 30. Juni 2020 auf 488,8 Mio. € (31. Dezember
2019: 498,0 Mio. €). Die Gruppe Deutsche Börse mietet eine Vielzahl unterschiedlicher
Vermögenswerte. Darunter fallen Gebäude, Rechenzentren, Personenkraftwagen und Einbauten
in Grundstücke und Gebäude. Als Leasingnehmer aus einem Operating-Leasingvertrag weist
der Konzern das Leasingobjekt als Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten
in den Sachanlagen aus. Die entsprechenden Buchwerte sind in der unten stehenden Tabelle
abgebildet:
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
| Mio. € | Mio. € | |
| Grundstücke u. Gebäude | 345,7 | 346,5 |
| IT-Hardware, Betriebs- u. Geschäftsausstattung sowie Fuhrpark | 5,6 | 7,0 |
| Summe | 351,3 | 353,5 |
Die Finanzanlagen (ausgenommen Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten) beliefen
sich zum 30. Juni 2020 auf 1.073,3 Mio. € (31. Dezember 2019: 793,4 Mio. €).
Im zweiten Quartal unterbreitete die Deutsche Börse AG den Investoren einer Anleihe
(DE000A161W62) ein Rückkaufangebot. Im Zuge dieses Rückkaufangebots wurden 284,9 Mio.
€ zu einem Kaufpreis von jeweils 101,0 Prozent zurückerworben, hieraus entstand ein
erfolgswirksam erfasster negativer Effekt in Höhe von 3,2 Mio. €. Zur Refinanzierung
dieser Anleihe wurde eine neue Hybridanleihe (DE000A289N78) mit einem Nominalvolumen
in Höhe von 600,0 Mio. € begeben. Diese Hybridanleihe hat eine Laufzeit von 27 Jahren
und einen Zinskupon in Höhe von 1,25 Prozent.
Der Bestand an Leasingverbindlichkeiten der Gruppe Deutsche Börse beläuft sich auf
382,5 Mio. € (31. Dezember 2019: 380,1 Mio. €).
Die zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden sind den folgenden
drei Hierarchieebenen zugeordnet:
| ― |
Ebene 1: Finanzinstrumente, bei denen ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. |
| ― |
Ebene 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt vorliegen und deren Fair Value anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbaren Marktparametern basieren (z. B. OTC-Derivate). |
| ― |
Ebene 3: Finanzinstrumente, bei denen der Fair Value aus einem oder mehreren nicht beobachtbaren signifikanten Inputparametern ermittelt wird. Dies gilt für nicht notierte Eigenkapitalinstrumente. |
Im Berichtsjahr fanden keine Verschiebungen zwischen den Ebenen für wiederkehrend
zum Fair Value bewertete Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten statt.
Zur Ermittlung des Fair Values eines Finanzinstruments werden quotierte Marktpreise
herangezogen, sofern diese verfügbar sind. Sofern keine Börsenpreise vorliegen, finden
beobachtbare Marktpreise beispielsweise für Zinssätze oder Devisenkurse Verwendung.
Diese beobachtbaren Marktparameter dienen dann als Inputfaktoren für finanzmathematische
Modelle, z. B. Optionspreismodelle, Discounted Cashflow-Modelle und Nettoinventarwert.
In Einzelfällen wird der Fair Value ausschließlich auf Basis interner Bewertungsmodelle
ermittelt.
| Fair Value zum 30.06.2020 |
davon entfallen auf: | |||
| Ebene 1 | Ebene 2 | Ebene 3 | ||
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Wiederkehrend zum Fair Value bewertet | ||||
| VERMÖGENSWERTE | ||||
| Erfolgsneutral zum Fair Value im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVOCI) | ||||
| Strategische Beteiligungen | 90,3 | 10,4 | 0 | 79,9 |
| Schuldinstrumente | 4,7 | 4,7 | 0 | 0 |
| Summe | 95,0 | 15,1 | 0 | 79,9 |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVPL) | ||||
| Langfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 9.834,9 | 0 | 9.834,9 | 0 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 39,5 | 13,7 | 0 | 25,8 |
| Kurzfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 138.589,3 | 0 | 138.589,3 | 0 |
| Kurzfristige Derivate | 7,6 | 0 | 7,6 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 0,4 | 0 | 0 | 0,4 |
| Summe | 148.471,7 | 13,7 | 148.431,8 | 26,1 |
| Summe Vermögenswerte | 148.566,7 | 28,8 | 148.431,8 | 106,1 |
| VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) | ||||
| Langfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | - 9.834,9 | 0 | - 9.834,9 | 0 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | - 80,3 | 0 | 0 | - 80,3 |
| Kurzfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | - 137.605,3 | 0 | -137.605,3 | 0 |
| Kurzfristige Derivate | - 36,7 | 0 | - 36,7 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | - 3,6 | 0 | 0 | -3,6 |
| Summe Verbindlichkeiten | - 147.560,8 | 0 | -147.476,9 | - 83,9 |
| Fair Value zum 30.06.2019 |
davon entfallen auf: | |||
| Ebene 1 | Ebene 2 | Ebene 3 | ||
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Wiederkehrend zum Fair Value bewertet | ||||
| VERMÖGENSWERTE | ||||
| Erfolgsneutral zum Fair Value im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswert (FVOCI) | ||||
| Strategische Beteiligungen | 70,2 | 19,9 | 0 | 50,3 |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVPL) | ||||
| Langfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 6.635,4 | 0 | 6.635,4 | 0 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 26,1 | 10,1 | 0 | 16,0 |
| Kurzfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 95.298,7 | 0 | 95.298,7 | 0 |
| Kurzfristige Derivate | 0,1 | 0 | 0,1 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 0,4 | 0 | 0 | 0,4 |
| Summe | 101.960,7 | 10,1 | 101.934,2 | 16,4 |
| Summe Vermögenswerte | 102.030,9 | 30,0 | 101.934,2 | 66,7 |
| VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) | ||||
| Langfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | - 6.635,4 | 0 | -6.635,4 | 0 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) | - 0,7 | 0 | 0 | - 0,7 |
| Kurzfristige Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | - 94.578,4 | 0 | -94.578,4 | 0 |
| Kurzfristige Derivate | - 19,0 | 0 | - 19,0 | 0 |
| Summe Verbindlichkeiten | - 101.233,5 | 0 | -101.232,8 | -0,7 |
| Finanzielle Vermögenswerte | Finanzielle Verbindlichkeiten |
Summe | ||
| Strategische Beteiligungen |
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet |
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet |
||
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Stand zum 01.01.2020 | 53,8 | 17,5 | - 87,9 | - 16,6 |
| Akquisitionen aus Unternehmenszusammenschluss | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugang | 23,0 | 8,7 | 0 | 31,7 |
| Abgang | 0 | - 0,5 | 3,2 | 2,7 |
| Erfolgswirksame unrealisierte Gewinne/(Verluste) | 0 | 0,4 | 0,8 | 1,2 |
| Finanzergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ergebnis strategischer Beteiligungen | 0 | 0,4 | 0 | 0,4 |
| Personalaufwand | 0 | 0 | 0,8 | 0,8 |
| In der Neubewertungsrücklage erfasste Veränderungen | 3,2 | 0 | 0 | 3,2 |
| Erfolgsneutrale unrealisierte Gewinne/(Verluste) aus der Währungsumrechnung | - 0,1 | 0 | 0 | - 0,1 |
| Stand zum 30.06.2020 | 79,9 | 26,1 | - 83,9 | 22,1 |
Der Fair Value der in Ebene 3 ausgewiesenen Beteiligungen wird vierteljährlich mittels
interner Bewertungsmodelle geprüft.
Im ersten Halbjahr wurden Fondsanteile in Höhe von 5,1 Mio. € erworben. Aus der Bewertung
der Investmentfondsanteile zum Fair Value resultierte ein erfolgswirksamer Effekt
in Höhe von 0,4 Mio. €, der im Ergebnis aus strategischen Beteiligungen erfasst wurde.
Die Bewertung zum Fair Value basiert auf dem vom Emittenten bestimmten Nettoinventarwert.
Im ersten Halbjahr 2020 wurde eine Wandelanleihe erworben, deren Marktwert anhand
unternehmensinterner Bewertungsmodelle ermittelt wird. Weiterhin ist in dieser Position
eine Wandelanleihe enthalten, deren Marktwert anhand unternehmensinterner Bewertungsmodelle
ermittelt wird. Der Fair Value der Anleihe belief sich zum 30. Juni 2020 auf 3,6 Mio.
€.
Infolge der Axioma Inc. Übernahme wurden der Unternehmensleitung bestimmte Optionsrechte
gewährt, die in den erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten
enthalten sind. Aus deren Bewertung resultierte ein negativer erfolgswirksamer Bewertungseffekt
in Höhe von 0,8 Mio. €, der im Personalaufwand erfasst wurde.
Weitere wesentliche Veränderungen der der Ebene 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten haben sich im ersten Halbjahr nicht ergeben. Eine Änderung der
nicht am Markt beobachtbaren Parameter unter Berücksichtigung realistischer alternativer
Annahmen hätte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Buchwerte der erfolgswirksam
zum Fair Value bewerteten nicht börsennotierten Eigenkapitaltitel zum Berichtsstichtag
gehabt.
Die Fair Values der übrigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum
Fair Value bewertet werden, werden wie folgt ermittelt:
Die ausgegebenen Schuldverschreibungen haben einen Fair Value in Höhe von 2.739,5
Mio. € (31.Dezember 2019: 2.451,1 Mio.€) und werden unter den "Andere zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Der Fair
Value ergibt sich aus den Notierungen der Anleihen. Diese sind dementsprechend der
Ebene 1 zuzuordnen. Der Anstieg gegenüber dem 31. Dezember 2019 ist im Wesentlichen
auf den teilweisen Rückkauf einer Anleihe und der Neuemission der oben genannten Anleihe
zurückzuführen.
Die gehaltenen festverzinslichen Wertpapiere haben einen Fair Value in Höhe von 1.277,1
Mio. € (31. Dezember 2019: 1.360,1 Mio.€). Sie werden als Teil der zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Schuldinstrumente erfasst. Der Marktwert der Wertpapiere
wurde unter Bezugnahme auf veröffentlichte Preisnotierungen in einem aktiven Markt
ermittelt. Die Wertpapiere wurden der Ebene 1 zugeordnet.
Für die folgenden Positionen stellt der jeweilige Buchwert eine angemessene Näherung
des Fair Values dar:
| ― |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte, die unter den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten lang- bzw. kurzfristigen finanziellen Schuldinstrumenten ausgewiesen werden |
| ― |
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung |
| ― |
Kassenbestand und sonstige Bankguthaben |
| ― |
Bardepots der Marktteilnehmer |
| ― |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
| ― |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
| ― |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die unter den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden |
Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwert-verfahren
gemäß IAS 19 bewertet. Zum 30. Juni 2020 betrug der Rechnungszins für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen in Deutschland und Luxemburg 0,9 Prozent (31. Dezember 2019:
1,0 Prozent; 30. Juni 2019: 1,15 Prozent).
| 30.06.2020 Mio. € |
30.06.2019 Mio. € |
|
| Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | 50.607,9 | 31.363,8 |
| Kassenbestand und sonstige Bankguthaben | 1.030,8 | 943,5 |
| Nettopositionen der Finanzinstrumente der zentralen Kontrahenten | 984,0 | 720,3 |
| Kurzfristige Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 20.613,1 | 21.637,2 |
| abzüglich Finanzinstrumente mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als 3 Monaten | - 1.782,9 | - 1.091,7 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | - 19.487,5 | - 20.960,7 |
| abzüglich Finanzinstrumente mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als 3 Monaten | 806,6 | 108,5 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Bardepots der Marktteilnehmer | - 50.375,1 | - 31.000,4 |
| Finanzmittelbestand | 2.396,9 | 1.720,5 |
In Übereinstimmung mit IAS 33 wird das Ergebnis je Aktie ermittelt, indem der den
Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnende Periodenüberschuss durch die gewichtete
Durchschnittszahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.
Zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie werden der durchschnittlichen
Aktienanzahl die potenziell verwässernden Stammaktien zugerechnet, die im Rahmen der
aktienbasierten Vergütung erworben werden können. Hierbei werden zur Berechnung der
Zahl der potenziell verwässernden Stammaktien die Ausübungspreise um den Fair Value
der Dienstleistungen, die noch zu erbringen sind, korrigiert.
Für die Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird - unabhängig von der
tatsächlichen Bilanzierung nach IFRS 2 - angenommen, dass alle Tranchen des langfristigen
Nachhaltigkeitsplans (LSI), für die keine Erfüllung durch Barausgleich beschlossen
wurde, durch Eigenkapitalinstrumente erfüllt werden.
Zum 30. Juni 2020 gab es folgende Bezugsrechte, die zu einer Verwässerung des Gewinns
je Aktie hätten führen können:
| Tranche | Ausübungspreis | Anpassung des Ausübungspreises nach IAS 33 |
Durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Bezugsrechte |
Durchschnittskurs für die Periode1) |
Zahl der potenziell verwässernden Stammaktien |
| € | € | 30.06.2020 | € | 30.06.2020 | |
| 20142) | 0 | 0 | 568 | 143,27 | 568 |
1)
Durchschnittskurs der Aktie der Deutsche Börse AG auf Xetra in der Zeit vom 1. Januar
bis 30. Juni 2020
2)
Hierbei handelt es sich um Bezugsrechte auf Aktien im Rahmen des langfristen Nachhaltigkeitsplans
(LSI) für leitende Angestellte.
Da der durchschnittliche Aktienkurs über den angepassten Ausübungspreisen der Tranche
2014 lag, gelten diese Bezugsrechte zum 30. Juni 2020 im Sinne von IAS 33 als verwässernd.
| 2. Quartal zum | 1. Halbjahr zum | |||
| 30.06.2020 | 30.06.2019 | 30.06.2020 | 30.06.2019 | |
| Zahl der Aktien, die sich am Anfang der Periode im Umlauf befanden | 183.428.970 | 183.346.965 | 183.429.035 | 183.347.045 |
| Zahl der Aktien, die sich zum Ende der Periode im Umlauf befanden | 183.428.970 | 183.346.965 | 183.428.970 | 183.346.965 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien im Umlauf | 183.428.970 | 183.346.965 | 183.429.002 | 183.346.991 |
| Zahl der potenziell verwässernden Stammaktien | 163 | 29.101 | 568 | 17.476 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie | 183.429.133 | 183.376.066 | 183.429.570 | 183.364.467 |
| Konzern-Periodenüberschuss (Mio. €) | 256,7 | 266,9 | 623,9 | 542,1 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) (€) | 1,40 | 1,46 | 3,40 | 2,96 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) (€) | 1,40 | 1,46 | 3,40 | 2,96 |
Zum 30. Juni 2020 lagen keine Bezugsrechte vor, die von der Berechnung des gewichteten
Durchschnitts der potenziell verwässernden Aktien ausgeschlossen wurden, da ihre Auswirkungen
im Berichtsjahr bis zum Bilanzstichtag nicht verwässernd waren.
Die Gruppe Deutsche Börse gliedert ihr Geschäft in sieben Segmente. Diese Struktur
dient der internen Konzernsteuerung und ist die Basis für die Finanzberichterstattung
(Details der Zuordnung der verschiedenen Geschäftsfelder zu den einzelnen Segmenten
siehe Grundlagen des Konzerns im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 18 bis 28 sowie
die Anpassungen der Segmentberichterstattung ↖siehe Vergleichbarkeit von Angaben im
Konzern-Zwischenlagebericht Q2/2020). Die entsprechenden Vorjahreszahlen wurden angepasst.
| 2. Quartal zum | 1. Halbjahr zum | |||
| 30.06.2020 | 30.06.20191) | 30.06.2020 | 30.06.20191) | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Eurex (Finanzderivate) | 271,5 | 255,3 | 617,8 | 505,6 |
| EEX (Commodities) | 71,2 | 71,3 | 153,0 | 144,9 |
| 360T (Devisenhandel) | 23,6 | 21,8 | 51,2 | 43,2 |
| Xetra (Wertpapierhandel) | 94,4 | 79,3 | 195,8 | 166,1 |
| Clearstream (Nachhandel) | 212,6 | 214,8 | 448,3 | 423,5 |
| IFS (Investment Fund Services) | 50,8 | 43,6 | 106,4 | 85,3 |
| Qontigo (Index- und Analytikgeschäft) | 53,4 | 38,7 | 119,8 | 77,0 |
| Summe | 777,5 | 724,8 | 1.692,3 | 1.445,6 |
| 2. Quartal zum | 1. Halbjahr zum | |||
| 30.06.2020 | 30.06.20191) | 30.06.2020 | 30.06.20191) | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Eurex (Finanzderivate) | 92,3 | 74,8 | 175,8 | 149,3 |
| EEX (Commodities) | 44,2 | 39,0 | 86,8 | 77,7 |
| 360T (Devisenhandel) | 13,1 | 16,9 | 27,9 | 29,8 |
| Xetra (Wertpapierhandel) | 39,5 | 34,7 | 73,9 | 69,2 |
| Clearstream (Nachhandel) | 92,5 | 82,8 | 172,8 | 157,9 |
| IFS (Investment Fund Services) | 32,0 | 26,6 | 58,6 | 50,3 |
| Qontigo (Index- und Analytikgeschäft) | 29,0 | 16,7 | 65,2 | 30,5 |
| Summe | 342,6 | 291,5 | 661,0 | 564,7 |
| 2. Quartal zum | 1. Halbjahr zum | |||
| 30.06.2020 | 30.06.20191) | 30.06.2020 | 30.06.20191) | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Eurex (Finanzderivate) | 184,1 | 180,3 | 442,1 | 358,1 |
| EEX (Commodities) | 26,9 | 32,2 | 66,0 | 67,0 |
| 360T (Devisenhandel) | 10,5 | 4,9 | 23,3 | 13,4 |
| Xetra (Wertpapierhandel) | 56,1 | 46,4 | 124,6 | 99,8 |
| Clearstream (Nachhandel) | 119,9 | 131,2 | 274,8 | 265,1 |
| IFS (Investment Fund Services) | 18,8 | 17,0 | 47,8 | 35,0 |
| Qontigo (Index- und Analytikgeschäft) | 24,4 | 22,0 | 54,6 | 46,5 |
| Summe | 440,7 | 434,0 | 1.033,2 | 884,9 |
| 2. Quartal zum | 1. Halbjahr zum | |||
| 30.06.2020 | 30.06.20191) | 30.06.2020 | 30.06.20191) | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Eurex (Finanzderivate) | 12,7 | 14,9 | 26,0 | 29,2 |
| EEX (Commodities) | 9,1 | 7,7 | 17,8 | 14,9 |
| 360T (Devisenhandel) | 5,1 | 4,7 | 10,0 | 9,4 |
| Xetra (Wertpapierhandel) | 4,8 | 4,1 | 9,6 | 8,2 |
| Clearstream (Nachhandel) | 17,9 | 17,2 | 35,8 | 33,7 |
| IFS (Investment Fund Services) | 5,7 | 4,9 | 11,4 | 9,4 |
| Qontigo (Index- und Analytikgeschäft) | 7,3 | 1,9 | 14,0 | 3,7 |
| Summe | 62,6 | 55,4 | 124,6 | 108,5 |
| 2. Quartal zum | 1. Halbjahr zum | |||
| 30.06.2020 | 30.06.20191) | 30.06.2020 | 30.06.20191) | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Eurex (Finanzderivate) | 171,4 | 165,4 | 416,1 | 328,9 |
| EEX (Commodities) | 17,8 | 24,5 | 48,2 | 52,1 |
| 360T (Devisenhandel) | 5,4 | 0,2 | 13,3 | 4,0 |
| Xetra (Wertpapierhandel) | 51,3 | 42,3 | 115,0 | 91,6 |
| Clearstream (Nachhandel) | 102,0 | 114,0 | 239,0 | 231,4 |
| IFS (Investment Fund Services) | 13,1 | 12,1 | 36,4 | 25,6 |
| Qontigo (Index- und Analytikgeschäft) | 17,1 | 20,1 | 40,6 | 42,8 |
| Summe | 378,1 | 378,6 | 908,6 | 776,4 |
| 30.06.2020 | 31.12.20191) | |
| Eurex (Finanzderivate) | 1.414 | 1.244 |
| EEX (Commodities) | 798 | 734 |
| 360T (Devisenhandel) | 257 | 241 |
| Xetra (Wertpapierhandel) | 674 | 681 |
| Clearstream (Nachhandel) | 1.924 | 1.836 |
| IFS (Investment Fund Services) | 816 | 782 |
| Qontigo (Index- und Analytikgeschäft) | 544 | 323 |
| Summe | 6.427 | 5.841 |
Die Gruppe Deutsche Börse beschreibt Details der Rechtsstreitigkeiten im zusammengefassten
Lagebericht (→siehe Erläuterungen im Risikobericht).
Die Gruppe Deutsche Börse unterliegt aufgrund ihrer Tätigkeit in verschiedenen Ländern
Steuerrisiken. Zur Erfassung und Bewertung dieser Risiken wurde ein Prozess entwickelt,
bei dem diese zunächst in Abhängigkeit von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit erfasst
werden. In einem zweiten Schritt werden diese Risiken mit einem Erwartungswert bewertet.
Sofern mehr für als gegen die Eintrittswahrscheinlichkeit spricht, wird eine Steuerschuld
gebildet. Die Gruppe Deutsche Börse überprüft kontinuierlich, ob die Voraussetzungen
für die Bildung entsprechender Steuerrückstellungen erfüllt sind.
Als nahe stehend im Sinne von IAS 24 gelten die Organmitglieder der Deutsche Börse
AG sowie sämtliche als assoziiert eingestufte Unternehmen, Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht, und Unternehmen, die von Organmitgliedern beherrscht
oder maßgeblich beeinflusst werden.
Die folgende Tabelle zeigt die Transaktionen im Rahmen der Geschäftsbeziehungen mit
nicht konsolidierten Unternehmen der Deutsche Börse AG im ersten Halbjahr 2020. Sämtliche
Geschäfte erfolgten hierbei zu marktüblichen Bedingungen und im ordentlichen Geschäftsgang.
| Betrag der Geschäftsvorfälle | ||||||
| Ertrag - 2. Quartal zum 30.06. |
Aufwand - 2. Quartal zum 30.06. |
Ertrag - 1. Halbjahr zum 30.06. |
||||
| 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Assoziierte Unternehmen | 4,1 | 3,2 | - 6,6 | - 4,7 | 7,8 | 6,1 |
| Summe Beträge der Geschäftsvorfälle | 4,1 | 3,2 | -6,6 | - 4,7 | 7,8 | 6,1 |
| Betrag der Geschäftsvorfälle | Ausstehende Salden | |||||
| Aufwand - 1. Halbjahr zum 30.06. |
Forderungen 30.06. |
Verbindlichkeiten 30.06. |
||||
| 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Assoziierte Unternehmen | - 12,6 | - 9,7 | 2,0 | 1,3 | - 1,9 | - 0,4 |
| Summe Beträge der Geschäftsvorfälle | - 12,6 | - 9,7 | 2,0 | 1,3 | - 1,9 | - 0,4 |
Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung
der Tätigkeiten der Gruppe Deutsche Börse direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich
sind. Für die Gruppe zählen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für
Zwecke des IAS 24 zu Personen in Schlüsselpositionen.
Die European Commodity Clearing Luxembourg S.à r.l., Luxemburg (ECC Luxembourg),
- eine Tochtergesellschaft der European Commodity Clearing AG und somit ein Mitglied
der EEX Gruppe - hat einen Dienstleistungsvertrag über die Ausübung der Geschäftsführertätigkeit
mit der IDS Lux S.à r.l., Luxemburg, abgeschlossen. Gegenstand dieses Vertrags ist
es, eine natürliche Person in der Funktion des Geschäftsführers im Management der
ECC Luxembourg zu stellen. Dieser Geschäftsführer übt neben seinem Amt als Geschäftsführer
der ECC Luxembourg ebenfalls eine Schlüsselposition innerhalb der IDS Lux S.à r.l.
aus. Im ersten Halbjahr 2020 hat die ECC Luxembourg Zahlungen in Höhe von rund 7,0
T € für diese Geschäftsführungstätigkeiten geleistet.
Im Verwaltungsrat des aus Sicht der Gruppe Deutsche Börse assoziierten Unternehmens
LuxCSD S.A., Luxemburg, besetzen zwei Mitglieder des Managements von vollkonsolidierten
Gesellschaften der Gruppe Deutsche Börse Schlüsselpositionen. Zur LuxCSD S.A. werden
Geschäftsbeziehungen seitens der Clearstream Banking S.A., Luxemburg, der Clearstream
Services S.A., Luxemburg, der Clearstream International S.A., Luxemburg, der Clearstream
Banking AG, Frankfurt am Main, Deutschland, der Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main,
Deutschland, und der Eurex Clearing AG, Frankfurt am Main, Deutschland, gehalten.
Im Rahmen dieser Verträge sind im ersten Halbjahr 2020 Erlöse in Höhe von 606,7 T
€ und Aufwendungen in Höhe von 864,0 T € angefallen.
Ferner übt ein Vorstandsmitglied der Clearstream Banking AG gleichzeitig eine Führungsposition
innerhalb des, aus Sicht der Gruppe Deutsche Börse, assoziierten Unternehmens Deutsche
Börse Commodities GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, aus. Die Gruppe Deutsche Börse
hat im ersten Halbjahr 2020 Erlöse in Höhe von 2.983,3 T € sowie Aufwendungen in Höhe
von 10.974,7 T € aus der Geschäftsbeziehung mit der Deutsche Börse Commodities GmbH
erwirtschaftet.
Zwei Mitglieder des Managements der Deutsche Börse AG und Eurex Frankfurt AG sind
im Aufsichtsrat der China Europe International AG (CEINEX), Frankfurt am Main, Deutschland,
vertreten. Diese Aktiengesellschaft ist ein gemeinschaftlich gegründetes Unternehmen
der Shanghai Stock Exchange Ltd., Schanghai, China, der China Financial Futures Exchange,
Schanghai, China, und der Deutsche Börse AG. Im ersten Halbjahr 2020 wurden Aufwendungen
in Höhe von 24,3 T € aus der Geschäftsbeziehung mit CEINEX erwirtschaftet.
Ein Mitglied des Managements der Axioma Inc., New York, USA, sowie eine diesem nahestehende
Person, welche Beherrschung über das Unternehmen Cloud9 Smart, New York, USA, ausübt,
stehen in einer Geschäftsbeziehung zueinander. Im Zuge der erbrachten Dienstleistung
von Cloud9 Smart und Axioma Inc. sind im ersten Halbjahr 2020 Aufwendungen in Höhe
von 75,1 T € angefallen. Zum 30. Juni 2020 bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von
31,4 T €.
Ausgewählte Führungskräfte der Unternehmen der Gruppe Deutsche Börse besetzen ebenfalls
Schlüsselpositionen innerhalb des Clearstream Pension Fund ("association d'épargne-pension",
ASSEP). Der leistungsorientierte Pensionsplan zu Gunsten der luxemburgischen Mitarbeiter
der Clearstream International S.A., der Clearstream Banking S.A. sowie der Clearstream
Services S.A. wird durch Barzahlungen an eine ASSEP gemäß luxemburgischem Recht finanziert.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Frankfurt am Main, den 29. Juli 2020
Deutsche Börse AG
Der Vorstand
| Dr. Theodor Weimer | Dr. Christoph Böhm | Dr. Thomas Book |
| Heike Eckert | Dr. Stephan Leithner | Gregor Pottmeyer |
An die Deutsche Börse Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz,
Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung,
Konzern-Eigenkapitalentwicklung sowie ausgewählten Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der Deutsche Börse Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1.
Januar bis 30. Juni 2020, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115
WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung",
wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht
beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft
und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung
erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben,
können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung",
wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Frankfurt am Main, den 29. Juli 2020
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Leitz | Pfeiffer |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Investor Relations
Telefon +49-(0) 69-2 11-1 16 70
Fax +49-(0) 69-2 11-1 46 08
E-Mail ir@deutsche-boerse.com
www.deutsche-boerse.com/ir
29. Juli 2020
Geschäftsberichte
www.deutsche-boerse.com/geschaeftsbericht
Zwischenberichte
www.deutsche-boerse.com/dbg-de/investor-relations/finanzberichte/zwischenberichte
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers
Die folgenden Namen oder Bezeichnungen sind eingetragene Marken der Deutsche Börse
AG oder einer Konzerngesellschaft der Gruppe Deutsche Börse:
C7®, DAX®, Deutsche Börse Venture Network®, ERS®, Eurex®, Eurex Bonds®, Eurex Clearing Prisma®, Eurex Repo®, F7®, FWB®, GC Pooling®, M7®, MDAX®, ÖkoDAX®, SDAX®, T7®, TecDAX®, VDAX®, Vestima®, Xetra® und Xetra-Gold® sind eingetragene Marken der Deutsche Börse AG. 360T® ist eine eingetragene Marke der 360 Treasury Systems AG. EURO STOXX®, EURO STOXX 50®, iSTOXX® und STOXX® Europe 600 Financials sind eingetragene Marken der STOXX Ltd. TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank.
CFF®, Vestima® und Xemac® sind eingetragene Marken der Clearstream International S.A. EEX® ist eine eingetragene Marke der European Energy Exchange AG.