NanoFocus AG

Oberhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Finanzinformationen 2009

Bilanz Aktiva

scroll
  31.12.2009
EUR
% Veränderung absolut 31.12.2008
EUR
A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 25.450,12 -50,00 -25.449,96 50.900,08
B. Anlagevermögen 2.799.083,85     3.116.240,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Lizenzen 424.002,00 221,14 291.970,00 132.032,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.093.676,00 -14,29 -348.946,00 2.442.622,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 -100,00 -228.276,46 228.276,46
  2.517.678,00     2.802.930,46
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 22.273,12 -14,30 -3.716,00 25.989,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.751,43 -2,46 -2.738,00 111.489,43
  131.024,55     137.478,55
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 124.931,18 0,00 0,00 124.931,18
C. Umlaufvermögen 6.856.761,13     6.729.376,39
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 956.318,36 -15,17 -171.017,02 1.127.335,38
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 371.867,35 249,85 265.572,99 106.294,36
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.026.358,72 -8,14 -90.980,48 1.117.339,20
  2.354.544,43     2.350.968,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.056.513,70 -5,36 -116.363,23 2.172.876,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 226.704,48 -2,87 -6.698,71 233.403,19
3. Sonstige Vermögensgegenstände 189.009,34 15,34 25.141,80 163.867,54
  2.472.227,52 -3,81 -97.920,14 2.570.147,66
III. Wertpapiere        
Sonstige Wertpapiere        
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.929.391,25 12,55 215.130,90 1.714.260,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 100.597,93 7,02 6.598,49 93.999,44
  9.655.844,98 -1,93 -189.771,68 9.845.616,66
Bilanz Passiva        
  31.12.2009
EUR
% Veränderung absolut 31.12.2008
EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital 2.473.523,00 0 0 2.249.523,00
II. Kapitalrücklage 4.810.239,46 0 0 4.250.239,46
III. Gewinn-/Verlustvortrag -514.031,83 -344,50 -724.265,72 210.233,89
  6.769.730,63 0,89 59.734,28 6.709.996,35
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 0,00 -100,00 -8.992,27 8.992,27
C. Rückstellungen        
Sonstige Rückstellungen 274.723,20 14,21 34.173,20 240.550,00
D. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.605.888,33 -19,55 -390.339,51 1.996.227,84
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 82.500,00 -30,96 -37.000,00 119.500,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 339.782,22 -34,42 -178.298,85 518.081,07
4. Sonstige Verbindlichkeiten 530.486,30 141,17 310.526,85 219.959,451)
  2.558.656,85 -10,34 -295.111,51 2.853.768,36
E. Rechnungsabgrenzungsposten 52.734,30 100,00 20.424,62 32.309,68
  9.655.844,98 -1,93 -189.771,68 9.845.616,66

1) mit Berücksichtigung der nachträglichen Einbuchung der Ust 2008 i.H.v. -84,13 Euro. Bilanzsumme 2008 von berichteten 9.845.532,53 auf 9.845.616,66 gestiegen.

Gewinn- und Verlustrechnung

scroll
  31.12.2009
EUR
% Veränderung absolut 31.12.2008
EUR
1. Umsatzerlöse 5.023.949,16 -23,1 -1.510.908,38 6.534.857,54
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 174.592,51 -42,1 -126.976,76 301.569,27
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00   -35.117,17 35.117,17
4. Sonstige betriebliche Erträge 413.097,15 176,0 263.450,91 149.646,24
5. Materialaufwand 1.825.925,06 -24,2 -581.378,32 2.407.303,38
davon a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.737.676,79 -26,0 -611.442,00 2.349.118,79
davon b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 88.248,27 51,7 30.063,68 58.184,59
6. Personalaufwand 2.389.582,87 9,6 209.212,63 2.180.370,24
davon a) Löhne und Gehälter 2.061.078,97 9,1 172.476,56 1.888.602,41
davon b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 328.503,90 12,6 36.736,07 291.767,83
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 536.784,29 4,3 22.318,73 514.465,56
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.499.756,89 -10,0 -166.225,74 1.665.982,63
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.223,66 -51,6 -38.610,85 74.834,51
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 118.138,09 2,3 2.689,21 115.448,88
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -722.324,72 -440,0 -934.778,76 212.454,04
12. Außerordentliche Aufwendungen 0   0 0
13. Außerordentliches Ergebnis 0   0 0
14. Steuerergebnis -1.941,00 -12,6 279,15 -2.220,15
davon a) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0   -118,85 118,85
davon b) Sonstige Steuern -1.941,00 -17,0 398 -2.339,00
16. Jahresfehlbetrag 0   0 0
17. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0   0 0
18. Bilanzgewinn /-verlust -724.265,72   -934.499,61 210.233,89

Kapitalflussrechnung

scroll
  30.12.2009
TEUR
Veränderung absolut 31.12.2008
TEUR
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.480 -453 1.933
Jahresergebnis -724 -934 210
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen wesentliche Aufwendungen und Erträge ohne Liquiditätswirkung -4 -4 0
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 537 23 514
Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle -9 -5 -4
Cashflow aus Umsatztätigkeit -200 -920 720
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 86 1.190 -1.104
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -72 -353 281
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -186 -83 -103
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 6 6 0
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -222 25 -247
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -216 31 -247
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 784 784 0
Einzahlungen aus Finanzierungsleasing 267 267 0
Tilgung von Finanzierungsleasing -41 -41 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Investitionsdarlehen -214 -107 -107
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 796 903 -107
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 394 851 -457
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderung des Fonds -3 -7 4
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.871 391 1.480

Vermögenslage, Kapital

scroll
  31.12.2009
EUR
% Veränderung
absolut
31.12.2008
EUR
Vermögen        
Erweiterungsaufwendungen 25.450,12 -50,0 -25.449,96 50.900,08
Immaterielle Anlagen 2.517.678,00 -10,2 -285.252,46 2.802.930,46
Sachanlagen 131.024,55 -4,7 -6.454,00 137.478,55
Finanzanlagen 124.931,18 0,0 0,00 124.931,18
Anlagevermögen (+ Erweiterungsaufwendungen) 2.799.083,85 -10,2 -317.156,42 3.116.240,27
Vorräte 2.354.544,43 0,2 3.575,49 2.350.968,94
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.472.227,52 -3,8 -97.920,14 2.570.147,66
Wertpapiere 0,00   0,00 0,00
Liquide Mittel 1.929.391,25 12,5 215.130,90 1.714.260,35
Rechnungsabgrenzungsposten 100.597,93 7,0 6.598,49 93.999,44
Umlaufvermögen (+ RAP) 6.856.761,13 1,9 127.384,74 6.729.376,39
Bilanzsumme 9.655.844,98 -1,9 -189.771,68 9.845.616,66
Kapital        
Gezeichnetes Kapital 2.473.523,00 10,0 224.000,00 2.249.523,00
Kapitalrücklage 4.810.239,46 13,2 560.000,00 4.250.239,46
Gewinnvortrag 210.233,89   210.233,89 0,00
Bilanzgewinn/-verlust -724.265,72   -934.499,61 210.233,89
Eigenkapital 6.769.730,63 0,9 59.734,28 6.709.996,35
Sonderposten für Investitionszulagen 0,00 -100,0 -8.992,27 8.992,27
Rückstellungen 274.723,20 14,2 34.173,20 240.550,00
Verbindlichkeiten 2.558.656,85 -10,3 -295.111,51 2.853.768,36
Rechnungsabgrenzungsposten 52.734,30 100,0 20.424,62 32.309,68
Fremdkapital 2.886.114,35 -8,0 -249.505,96 3.135.620,31
Bilanzsumme 9.655.844,98 -1,9 -189.771,68 9.845.616,66

Eigenkapitalveränderungsrechnung

scroll
  Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Gewinnvortrag
EUR
Bilanzgewinn/ -verlust
EUR
Eigenkapital
EUR
Eigenkapital per 01.01.2008 2.249.523,00 4.250.239,46 0,00 0,00 6.499.762,46
Ausschüttung Dividenden       0,00 0,00
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen       0,00 0,00
Kauf/Verkauf eigener Aktien       0,00 0,00
Sachkapitalerhöhung gem. Beschluss vom 13.06.2007       0,00 0,00
Barkapitalerhöhung gem. Beschluss vom 13.06.2007       0,00 0,00
Jahresergebnis       210.233,89 210.233,89
Entnahmen Rücklagen       0,00 0,00
Eigenkapital per 31.12.2008 2.249.523,00 4.250.239,46 0,00 0,00 6.709.996,35
Eigenkapital per 01.01.2009 2.249.523,00 4.250.239,46 210.233,89   6.709.996,35
Ausschüttung Dividenden         0,00
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen         0,00
Kauf/Verkauf eigener Aktien         0,00
Sachkapitalerhöhung gem. Beschluss vom 13.06.2007         0,00
Barkapitalerhöhung gem. Beschluss vom 13.06.2007 224.000,00 560.000,00     784.000,00
Jahresergebnis       -724.265,72 -724.265,72
Entnahmen Rücklagen         0,00
Eigenkapital per 31.12.2009 2.473.523,00 4.810.239,46 210.233,89 -724.265,72 6.769.730,63

Anhang zum 31.12.2009

Allgemeines

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

NanoFocus unterliegt als Gesellschaft, die im Entry Standard als Teilbereich des Freiverkehrs an der Frankfurter Wertpapierbörse in den Handel einbezogen ist, nicht den Angabepflichten für börsennotierte Gesellschaften. NanoFocus hat den Anhang um verschiedene freiwillige Angaben ergänzt, die nur für börsennotierte Gesellschaften verpflichtend sind, um die Transparenz zu erhöhen. Hinsichtlich des Lageberichtes (§ 264 Abs. 1 Satz 3 HGB) und der Prüfung des Jahresabschlusses (§ 316 Abs. 1 Satz 1 HGB) verzichtet NanoFocus auf die größenabhängigen Erleichterungen. Des Weiteren veröffentlicht NanoFocus auf freiwilliger Basis eine Corporate-Governance-Erklärung (Homepage) und die individuellen Vorstandsgehälter.

Für den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2009 ist das Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB für große Kapitalgesellschaften zugrunde gelegt worden.

Aufgrund elektronischer Rechenhilfen können sich bei den Angaben in TEUR Rundungsdifferenzen ergeben. EUR-Beträge werden gerundet ohne Nachkommastellen angegeben.

Die durch das Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) eingeführten bzw. geänderten Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) werden nicht vorzeitig angewendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Nach § 269 HGB können Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes bis zur verpflichtenden Anwendung der Vorschriften des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) als Bilanzierungshilfe aktiviert werden. NanoFocus macht bis zu diesem Zeitpunkt von diesem Wahlrecht Gebrauch, wenn Projekte von großer strategischer Bedeutung durchgeführt werden und bedeutende Einnahmen in diesem Geschäftsgebiet erwartet werden. Die Abschreibung der vorhandenen Position erfolgt seit 2007 über 4 Jahre.

Der Abschreibungsdauer des Firmenwertes liegt ein Lebenszyklus der im Rahmen der Verschmelzung mit der OM Engineering GmbH in 2001 erworbenen Technologie von 20 Jahren zugrunde. Anhaltspunkt hierfür sind auch die Mindestlaufzeiten der zugehörigen Patente. Aus Vorsichtsgründen wurde ein Abschlag von 5 Jahren vorgenommen und dem Firmenwert eine planmäßige Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Soweit eine dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Andere erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Soweit bei der Herstellung zur betriebsbereiten Nutzung wesentliche interne Aufwendungen anfallen, werden diese zu Standardkostensätzen, die notwendige Gemeinkosten enthalten, als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich 3 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents, ergibt. Individuell für Zwecke von NanoFocus erstellte Software, ERP-Software sowie umfangreiche Steuerungssoftware wird entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die im Zusammenhang mit dem von der Siemens Electronics Assembly Systems GmbH & Co. KG übernommenen SISCAN-Geschäftszweig aktivierten Schutzrechte und Softwareprogramme werden über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden die direkt zurechenbaren Kosten einbezogen. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 4 bis 8 Jahre, bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Geringwertige Anlagegüter zwischen 150 und 1.000 EUR werden in einem Sammelkonto zusammengefasst und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis 150 EUR werden im Jahr ihres Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verfügt über zukunftsweisende Patente zur sog. Phasenmikroskopie, mit deren Hilfe die Grenzen des Lichts egalisiert werden können. In der Vergangenheit gab es bereits starkes Interesse am Erwerb dieser Schutzrechte.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Kosten sowie die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen.

Die im Geschäftsjahr 2009 von Siemens durch die Übernahme des Geschäftsbereichs SISCAN erworbenen Vorräte werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung der Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zu Rückzahlungsbeträgen bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls erfasst. Verluste aus Kursänderungen werden bei bestehenden Fremdwährungsforderungen zum Abschlussstichtag berücksichtigt.

VIII. Erläuterungen zur Bilanz

VIII.1 Aufwendungen für die Erweiterung

des Geschäftsbetriebes Hinsichtlich der Entwicklung der Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes sowie des Anlagevermögens, ausgehend von den historischen Anschaffungskosten, verweisen wir auf den unter Punkt VIII.2 dargestellten Anlagenspiegel.

Als Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes sind Kosten für externe Messungen, Beratungs- und Ingenieurleistungen für technologische Konzepte im Bereich von Nano-Maschinen ausgewiesen. NanoFocus verfolgt die Strategie, ihre bewährte Technologie neben der Nutzung im Bereich der optischen Messung für Zwecke der Qualitätssicherung auch im Bereich der kommerziellen Nutzung zur Herstellung von Nano-Maschinen einzusetzen.

VIII.2 Anlagenspiegel

scroll
  Anschaffungskosten
  Stand 01.01.2009
EUR
Umbuchungen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2009
EUR
I. Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes 101.800,00 0,00 0,00 0,00 101.800,00
II. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Lizenzen / Software 491.550,69 287.538,34 114.157,20 0,00 893.246,23
2. Firmenwert 5.234.190,22 0,00 0,00 0,00 5.234.190,22
3. Geleistete Anzahlung 228.276,46 -287.538,34 59.261,88 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.954.017,37 0,00 173.419,08 0,00 6.127.436,45
III. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 108.028,40 0,00 5.389,00 0,00 113.417,40
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 711.500,34 0,00 43.176,13 9.188,24 745.488,23
Summe Sachanlagen 819.528,74 0,00 48.565,13 9.188,24 858.905,63
IV. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 124.931,18 0,00 0,00 0,00 124.931,18
Summe Finanzanlagen 124.931,18 0,00 0,00 0,00 124.931,18
Gesamt 7.000.277,29 0,00 221.984,21 9.188,24 7.213.073,26
scroll
  Abschreibungen
  Afa-Stand 01.01.2009
EUR
Umbuchungen
EUR
Zuführung
EUR
Auflösung
EUR
Afa-Stand 31.12.2009
EUR
I. Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes 50.899,92 0,00 25.449,96 0,00 76.349,88
II. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Lizenzen / Software 359.518,69 0,00 109.725,54 0,00 469.244,23
2. Firmenwert 2.791.568,22 0,00 348.946,00 0,00 3.140.514,22
3. Geleistete Anzahlung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 3.151.086,91 0,00 458.671,54 0,00 3.609.758,45
III. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 82.039,28 0,00 9.105,00 0,00 91.144,28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.010,91 0,00 43.557,79 6.831,90 636.736,80
Summe Sachanlagen 682.050,19 0,00 52.662,79 6.831,90 727.881,08
IV. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 3.884.037,02 0,00 536.784,29 6.831,90 4.413.989,41
scroll
  Buchwert
  Stand 31.12.2009
EUR
Stand 31.12.2008
EUR
I. Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes 25.450,12 50.900,08
II. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Lizenzen / Software 424.002,00 132.032,00
2. Firmenwert 2.093.676,00 2.442.622,00
3. Geleistete Anzahlung 0,00 228.276,46
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.517.678,00 2.802.930,46
III. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 22.273,12 25.989,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.751,43 111.489,43
Summe Sachanlagen 131.024,55 137.478,55
IV. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 124.931,18 124.931,18
Summe Finanzanlagen 124.931,18 124.931,18
Gesamt 2.799.083,85 3.116.240,27

VIII.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (NanoFocus Inc.) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 370 TEUR enthalten. Des Weiteren bestehen Forderungen gegen NanoFocus Inc. mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 227 TEUR (Darlehen und Zinsen). Eine Wertabschreibung in Höhe von 4 TEUR, bedingt durch den Kursverlust USD-EUR, wurde zum Bilanzstichtag vorgenommen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten weisen ein Disagio in Höhe von 12 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR) auf.

VIII.4 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 2.473.523 EUR und ist aufgegliedert in 2.473.523 EUR auf den Inhaber lautender Stückaktien mit einem Gegenwert von umgerechnet je 1,00 EUR. Das gezeichnete Kapital hat sich im Geschäftsjahr infolge einer Kapitalerhöhung durch Ausnutzung des genehmigten Kapitals wie folgt entwickelt:

scroll
Stand EUR Anzahl
01.01.2009 2.249.523 2.249.523
Barkapitalerhöhung + 224.000 + 224.000
31.12.2009 2.473.523 2.473.523

VIII.5 Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26.06.2008, bis zum 25.06.2013 mit der Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, jedoch höchstens um bis zu insgesamt 900.760 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008, Stand 01.01.2010). Im Falle einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter Ausschluss der Bezugsrechte dürfen 10 % des Grundkapitals nicht überschritten werden.

Im Zuge der Nutzung des Genehmigten Kapitals 2008 wurde am 22.09.2009 eine Kapitalerhöhung um 224.000 EUR gegen Bareinlage (< 10 %) mit Bezugsrechtausschluss durchgeführt. Es wurden ausgewählte institutionelle Investoren mit strategischer Ausrichtung aufgenommen.

VIII.6 Kapitalrücklage

scroll
  EUR
Stand: 01.01.2009 4.250.239
Einstellung aufgrund Kapitalerhöhung durch Bareinlagen + 560.000
Stand: 31.12.2009 4.810.239

VIII.7 Sonderposten gemäß $ 6b EStG für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

scroll
  EUR
Stand: 01.01.2009 8.992
Zuführung in 2009 0
Auflösung in 2009 8.992
Stand: 31.12.2009 0

VIII.8 Sonstige Rückstellungen

scroll
  EUR
Urlaubsverpflichtungen 31.500
Abschlussprüfungs- und Beratungskosten 31.000
Erfindervergütungen 59.846
Archivierungskosten 14.000
Gewährleistungen 68.500
Berufsgenossenschaft 12.500
Aufsichtsratsvergütungen 12.875
Bonuszahlungen 40.800
Übrige 3.702
  274.723

VIII.9 Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse, insbesondere Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen, sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten von Seiten der NanoFocus AG bestehen im Geschäftsjahr nicht.

VIII.10 Verbindlichkeitenspiegel

scroll
    Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit  
  von bis zu einem Jahr
TEUR
zwischen einem und fünf Jahren
TEUR
von mehr als fünf Jahren
TEUR
Gesamt
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 278 860 468 1.606
2. Erhaltene Anzahlungen 83 0 0 83
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 340 0 0 340
4. Sonstige Verbindlichkeiten 363 167 0 530
  1.064 1.027 468 2.559

VIII.11 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Stadtsparkasse Oberhausen

Kontokorrentverbindlichkeiten: 58 TEUR

Kontokorrentrahmen besteht i. H. v. 350 TEUR.

scroll
Darlehens-Nr. Darlehensbetrag Verbindlichkeiten zum Stichtag Auszahlung Zinssatz p.a. Tilgung Laufzeit
6002650346 500.000 411.526 100 % 5,87 % monatlich 10 Jahre
          ab 30.10.2007 bis 30.09.2017
Sicherung: erstrangiger Teilbetrag i. H. v. 200 TEUR aus dem Festgeldguthaben 2070060740 verpfändet            
6002650353 895.000 736.632 100 % 5,87 % monatlich 10 Jahre
          ab 30.10.2007 bis 30.09.2017
Sicherung: erstrangiger Teilbetrag i. H. v. 400 TEUR aus dem Festgeldguthaben 2070060740 verpfändet            
6002650379 500.000 400.000 96 % 4,35 % halbjährlich 6 Jahre
          ab 30.03.2009 bis 30.09.2013

Sicherung für alle drei Darlehen:

Die Zinssätze der drei Darlehen sind für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Zugunsten von NanoFocus gibt es zum 31.12.2009 für Mietdeponatverbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen Bankbürgschaften seitens verschiedener Kreditinstitute in einer Gesamthöhe von rund 134 TEUR.

IX. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

IX.1 Umsatzerlöse

scroll
  2009
TEUR
2008
TEUR
Aufgliederung nach Produktgruppen    
scan 650 799
surf 1.950 3.168
sprint 60 0
Systemvermietung 313 232
Auf- und Umrüstung 2 94
OEM 1.028 1.000
Software, Ersatzteile, Wartung 624 756
Sonstige Dienstleistungen 405 492
abzgl. Skonti, Rabatte und sonstiger Erlösschmälerungen -8 -6
  5.024 6.535
scroll
  2009
TEUR
2008
TEUR
Aufgliederung nach Regionen    
Deutschland 3.131 3.824
Europa 336 802
Asien 90 281
Nordamerika 1.467 1.628
  5.024 6.535

Erstmalig werden die Umsatzerlöse in 2009 in die fünf Segmente "Standard", "Modular", "Integration", "Business Solution" und "Dienstleistungen" unterteilt.

scroll
  2009
TEUR
Aufgliederung nach Segmenten  
Standard 1.149
Modular 919
Integration 1.328
Business Solution 284
Dienstleistungen 1.344
  5.024

IX.2 Angabe der Prüfungshonorare und sonstiger Beratungen

Als Honorare für den Abschlussprüfer wurde für das Geschäftsjahr 2009 für Abschlussprüfungsleistungen ein Betrag in Höhe von 26 TEUR unter den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Ferner fielen weitere 4 TEUR für sonstige Leistungen an. Honorare für Bestätigungsleistungen oder Steuerberatungsleistungen fielen seitens des Abschlussprüfers nicht an.

Für die Erstellung der Steuererklärungen 2009 sowie die Erstellung der Gehaltsabrechnungen aus 2009 wurden zugunsten des Steuerberaters der Gesellschaft 5 TEUR zurückgestellt. Die sonstigen Rechts- und Beratungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr auf rund 102 TEUR.

IX.3 Periodenfremde Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge ausgewiesen:

scroll
  2009
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 14
Sonstige in der Höhe unwesentliche periodenfremde Erträge 0
Periodenfremde Erträge 14

IX.4 Organe der Gesellschaft

Vorstand

Dr. Hans Hermann Schreier, Oldenburg, Dipl.-Chemiker - Vorsitzender - Administration, Finanzen, Controlling, Marketing und Vertrieb (bis 31.12.2009)

Marcus Grigat, Wesel, Dipl.-Ingenieur, Fertigung und Applikation

Jürgen Valentin, Duisburg, Dipl.-Physiker Forschung und Entwicklung

Joachim Sorg, Kalbach, Bankfachwirt Administration, Finanzen, Controlling

X. Sonstige Angaben

Die Gesamtbezüge des Vorstandes belaufen sich im Berichtsjahr auf rund 460 TEUR, diese gliedern sich wie folgt auf:

scroll
  EUR
Dr. Hans Hermann Schreier 119.020
Marcus Grigat 114.081
Joachim Sorg 113.748
Jürgen Valentin 112.764

Es wurden für das Geschäftsjahr 2008 keine variablen Bezüge für Vorstandstätigkeiten ausgezahlt. Für das Geschäftsjahr 2009 sind variable Vergütungen in Höhe von insgesamt 40,8 TEU R in den vorgenannten Vergütungen enthalten. Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2009 auf Sachbezüge in Höhe von insgesamt 28,8 TEUR und Grundgehaltsbezüge in Höhe von insgesamt 7,5 TEUR verzichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich satzungsgemäß aus drei Mitgliedern zusammen:

Ralf Terheyden, Wirtschaftsprüfer, Bad Zwischenahn, Vorsitzender

Felix Krekel, Vorstand der DESIGN Bau AG, München, stellvertretender Vorsitzender

Gerd Mager, Geschäftsführer der Georg Noll Werkzeugmaschinen GmbH, Grevenbroich, Mitglied des Aufsichtsrates

Ersatzmitglied

Prof. Dr. Ing. Stefan Altmeyer, Fachhochschule Köln, Institut für Angewandte Optik und Elektronik, Köln

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates belaufen sich im Geschäftsjahr 2009 auf rund 20 TEUR. Auf Bezüge von insgesamt rund 3 TEUR wurde verzichtet.

X.1 Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat

Sonstige Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31.12.2009):

Aufsichtsrat

Ralf Terheyden

(Vorsitzender des Aufsichtsrates)

Ralf Terheyden (*1965) studierte BWL an der Universität in Göttingen. Als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei einer der großen weltweit tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften konnte er eine fundierte Berufspraxis legen, um danach einen Schwerpunkt im Bereich Corporate Finance zu intensivieren. Von 1997 bis 1999 standen daher Sanierungs- und Beratungsaufgaben im Bereich M&A im Vordergrund. Im Jahr 2000 wechselte er zu einer großen mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und leitete den Bereich Unternehmensfinanzierung. Eine renommierte Sozietät in London war die nächste Station in der Vita.

Seit Mai 2003 ist Herr Terheyden als Wirtschaftsprüfer, Diplom-Kaufmann und Steuerberater selbstständig als Gesellschafter und Geschäftsführer, seit September 2004 in eigener Gesellschaft. Im März 2007 eröffnete Herr Terheyden ein zweites Büro. Herr Terheyden unterstützt die Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg e.V. Seit dem Jahr 2007 ist er im Aufsichtsrat der NanoFocus AG und steht diesem seit dem 28.06.2007 vor. Seit Februar 2008 ist Herr Terheyden Beiratsmitglied der Breeze Four GmbH.

Felix Krekel

(stellvertretender Vorsitzender)

Felix Krekel (*1967) ist seit dem 28.06.2007 im Aufsichtsrat der NanoFocus AG. Im Vorstand der im Entry Standard gelisteten DESIGN Bau AG verantwortet er als COO die Bereiche Unternehmensorganisation, Personal sowie Investor Relations und Public Relations. In der CD Deutsche Eigenheim AG, einem Joint Venture mit der börsennotierten conwert Immobilien Invest SE, übt er darüber hinaus die Funktion des Vorstandsvorsitzenden aus. Aus seiner 10-jährigen Tätigkeit für HSBC Trinkaus, zuletzt als Director Institutional Equity Sales, bringt er umfangreichen Kapitalmarkthintergrund und Kontakte für NanoFocus ein. Herr Krekel ist

Diplom-Kaufmann und Certified International Investment Analyst (CIIA).

Gerhard Wilhelm Mager

Gerd Mager verstärkt seit dem 28.06.2007 den Aufsichtsrat der NanoFocus AG. Mit einem betriebswirtschaftlichen Abschluss der Hochschule St. Gallen/Schweiz leitet er als geschäftsführender Gesellschafter die Firma Georg Noll Werkzeugmaschinen GmbH in Neuss. Er bringt neben einem umfangreichen Hintergrund aus dem Bereich der Werkzeugmaschinen wichtiges Know-how und Netzwerke aus dem Maschinenvertrieb ein. Herr Mager ist seit vielen Jahren im operativen Geschäft verantwortlich und ist im Industriesegment ein geschätzter und gestandener Unternehmer. Seine Kompetenz bringt er unter anderem auch im Beirat des Fachverbands des Maschinen- und Werkzeug-Großhandels e. V. in Bonn ein.

Er ist bei einer kleinen, nicht börsennotierten Düsseldorfer Unternehmensberatung als Aufsichtsratsvorsitzender tätig, der Compartner AG, Düsseldorf. Die Aktien befinden sich nur in den Händen der beiden aktiven Geschäftsführer.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren darüber hinaus während der letzten fünf Jahre weder Mitglied eines Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsratsorgans noch Partner eines Unternehmens oder einer Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind unter der Geschäftsanschrift der Gesellschaft: Lindnerstr. 98, 46149 Oberhausen, erreichbar.

Die Gesellschaft hat den Mitgliedern des Aufsichtsrates derzeit weder Darlehen gewährt noch Bürgschaften oder Gewährleistungen für sie übernommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind und waren nicht an Geschäften außerhalb der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft während des laufenden und des vorhergehenden Geschäftsjahres oder an derartigen Geschäften, die noch nicht endgültig abgeschlossen sind, in weiter zurückliegenden Geschäftsjahren beteiligt.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden sechs turnusmäßige Sitzungen durchgeführt.

X.2 Arbeitnehmer

Im Durchschnitt* wurden folgende Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

scroll
  2009 2008
Angestellte in Vollzeit 33 31
Angestellte in Teilzeit 4 3
Leitende Angestellte (Vorstand) 4 3
  41 37

*) Zur Durchnittsermittlung wurden Jahresanfangs- und -endbestand gemittelt.

Die NanoFocus AG beschäftigte außerdem durchschnittlich 4 Auszubildende in 2009 (2008: 3) und 7 Praktikanten/Diplomanden in 2009 (2008: 5).

X.3 Anteilsbesitz

Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verwaltet ausschließlich Schutzrechte, die NanoFocus, Inc. ist eine Vertriebsniederlassung. Zum 31.12.2009 war die Gesellschaft an den folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

scroll
Firma Sitz Beteiligungsart Eigenkapital 31.12.2009 Anteile am Kapital Jahresergebnis 2009
NanoFocus Materialtechnik GmbH Oldenburg Stammanteile 12,1 TEUR 100 % 4,6 TEUR
NanoFocus, Inc. Glen Allen/Virginia Stammanteile -346,8 TUSD 100 % -71,3 TUS

X.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

scroll
  TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 2009 261
2010 288
2011 bis 2013 804

Ferner bestehen Verpflichtungen aus der Übernahme des SISCAN-Geschäftsbereichs dahingehend, dass für die Geschäftsjahre 2010 bis 2017 weitere variable Kaufpreisraten zu zahlen sind, die sich in Relation zu den mit den SISCAN-Produkten erzielten Umsatzerlösen ermitteln.

X.5 Entsprechenserklärung

NanoFocus ist im Entry Standard als ein Teilbereich des Open Market (Freiverkehr) in den Börsenhandel einbezogen. Somit liegt grundsätzlich keine Verpflichtung zur Abgabe einer Erklärung gemäß § 161 AktG vor. Bereits im Jahr 2006 wurde erstmals die Entsprechenserklärung gemäß Corporate Governance auf freiwilliger Basis abgegeben. Die freiwillige Unterwerfung soll zusätzliche Transparenz in die Unternehmenskommunikation bringen.

Vorstand und Aufsichtsrat der NanoFocus AG haben die Erklärung nach § 161 AktG zur Anwendung des Corporate Governance Kodex am 29.12.2009 erneuert und den Aktionären auf der Website www.nanofocus.de dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Oberhausen, den 20.04.2010

NanoFocus AG

Der Vorstand

Marcus Grigat

Jürgen Valentin

Joachim Sorg

XI. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

XI.I Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die Buchführung der Gesellschaft wurde unter Verwendung einer ERP-Software der Firma Abas erstellt. Dabei kamen die Module Finanz- und Anlagenbuchhaltung sowie Materialwirtschaft zum Einsatz. Die Personalbuchhaltung wurde über eine Steuerberatersozietät unter Einsatz der Software der DATEV e. G., Nürnberg, durchgeführt.

Wir haben uns von der Ordnungsmäßigkeit des Buchführungsverfahrens insgesamt und dessen praktischer Handhabung überzeugt. Die Belege sind ordnungsmäßig und zeitnah angewiesen, ausreichend erläutert und übersichtlich abgelegt. Buchführung und Belegwesen entsprechen nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sind beachtet. Vermögens- und Schuldposten sind ordnungsgemäß nachgewiesen.

Auch die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung beim Einsatz von EDV-Anlagen sind nach unseren Prüfungsfeststellungen beachtet.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir auch die Protokolle der Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres herangezogen. Gegenstand unserer Durchsicht waren ferner neu geschlossene wesentliche Verträge.

Eine steuerliche Außenprüfung fand bislang nicht statt.

XI.2 Jahresabschluss

Der Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2008 ist von uns geprüft und am 17. April 2009 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Er wurde durch den Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 30. April 2009 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 AktG durch Vorstand und Aufsichtsrat festgestellt.

Die Jahresbilanz zum 31. Dezember 2009 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 sind ordnungsgemäß aus der Buchführung abgeleitet. Die Gliederung entspricht den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Das Vermögen wurde uns durch Salden- und Depotauszüge, Inventurlisten, Saldenbestätigungen, Verzeichnisse, Karteien, Schriftwechsel und andere Unterlagen nachgewiesen, die in ihrer Gesamtheit das gesetzlich vorgeschriebene Inventar bilden.

Der Jahresabschluss der NanoFocus AG wurde nach den Vorschriften des HGB und des AktG sowie in Übereinstimmung mit der Satzung der Gesellschaft aufgestellt.

Die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Die von der Gesellschaft angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang dargestellt. Sie wurden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Der Grundsatz der Stetigkeit bei der Ausübung von Bewertungsmethoden und bei der Inanspruchnahme von Ausweiswahlrechten wurde beachtet.

Der Anhang entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Er enthält insbesondere alle erforderlichen Angaben, Darstellungen, Aufgliederungen, Erläuterungen und Begründungen hinsichtlich des Ausweises, der Bilanzierung und der Bewertung der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die notwendigen sonstigen Angaben. Die einzelnen Angaben haben wir im Zusammenhang mit den entsprechenden Posten des Jahresabschlusses und bei der Aufbereitung des Zahlenwerkes für die Berichterstattung geprüft und, soweit erforderlich, näher erläutert.

XI.3 Lagebericht

Der Lagebericht des Vorstandes enthält nach unseren Feststellungen die nach § 289 HGB erforderlichen Angaben. Er entspricht Gesetz und Satzung, ist inhaltlich plausibel, steht mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang und vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Unternehmens. Auch die wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sind nach unseren Prüfungsfeststellungen im Lagebericht zutreffend dargestellt. Der Vorstand hat über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, berichtet. Unsere Prüfung hat keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet wäre, der Jahresabschluss ist zutreffender Weise unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt worden. Nach dem Ergebnis unserer Prüfung waren abweichende Feststellungen nicht zu treffen.

XII. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

XII.1 Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Bedingt durch den Auftragseinbruch infolge der Wirtschaftskrise sanken die Umsatzerlöse der Nanofocus AG im Geschäftsjahr 2009 um TEUR 1.511 auf TEUR 5.024 und der Rohertrag um TEUR 1.057 auf TEUR 3.373. Diese Entwicklung war maßgeblich für den in 2009 erzielten Jahresfehlbetrag von TEUR 724.

Zum 31. Dezember 2009 verfügte die Gesellschaft über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 6.770, dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 70,1 %. Die frei verfügbaren liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.329, darüber hinaus bestanden Kreditlinien von bis zu TEUR 350.

Mit Vertrag vom 11. September 2009 erwarb die Nanofocus AG von der Siemens Electronics Assembly Systems GmbH & Co. KG, München, deren Betriebsteil "Optische 3D Inline Inspection" (im Folgenden: "SISCAN") für einen Festkaufpreis in Höhe von EUR 150.000,00 sowie einen variablen Kaufpreis, der sich in Abhängigkeit vom Umsatz des erworbenen Betriebsteils für die Jahre 2009 bis einschließlich 2017 bemisst. Der variablen Kaufpreis beträgt für die Geschäftsjahre 2009 bis 2011 4,5 % der durch Nanofocus künftig zu erzielende nicht konsolidierten Umsätze des erworbenen Betriebsteils abzüglich tatsächlich erbrachter Gewährleistungsaufwendungen sowie Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Patentverletzungen geleistet wurden. Für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 erhöht sich der Multiplikator auf 5,5 % und für die Jahre 2014 bis 2017 auf 6,5 %.

Mit Wirkung zum 1. April 2009 veräußerte die Nanofocus AG das von ihr genutzte Abas ERP-System einschließlich Lizenz und Customizing zu einem Preis von TEUR 267 an die Deutsche Leasing für Sparkassen und Mittelstand GmbH, Bad Homburg. Zur Sicherstellung der weiteren Nutzung des ERP-Systems vereinbarte die Nanofocus AG mit der Käuferin einen Leasingvertrag, der der Nanofocus AG die Nutzung des ERP-Systems auf unbestimmte Zeit sichert. Gemäß Leasingvertrag zahlt die Nanofocus AG für die Nutzung des ERP-Systems vom 1. April 2009 bis zum 30. März 2013 eine monatliche Rate von EUR 6.339,75 zuzüglich MwSt, die sich ab dem 1. April 2013 auf EUR 1.333,56 zuzüglich MwSt ermäßigt. Alternativ soll es der Nanofocus AG gestattet sein, das ERP-System zu einem noch auszuhandelnden Kaufpreis zurück zu erwerben. Die Sale & lease back Transaktion stellt sich aus Sicht der Nanofocus AG als Finanzierungsform dar. Da die Nanofocus AG nach wie vor als wirtschaftliche Eigentümerin des ERP-Systems anzusehen ist, bilanziert sie den Vermögensgegenstand unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von fünf Jahren weiterhin im Anlagevermögen. Gleichzeitig hat sie die Verpflichtungen aus dem Leasingvertrag zum Bilanzstichtag zum Barwert passiviert.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung vermittelt der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Ergänzende Anhangangaben sind insoweit nicht erforderlich.

Darüber hinaus haben wir im Rahmen unserer Prüfung keine wesentlichen Änderungen in den Bewertungsgrundlagen (Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten sowie Ausnutzung von Ermessensspielräumen) oder sachverhaltsgestaltende Maßnahmen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft festgestellt.

Einzelheiten zu rechtlichen und steuerlichen Grundlagen enthält die Anlage 3.

XII.2 Bewertungsgrundlagen

Die Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden sind entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen im Anhang angegeben. Ergänzend dazu gehen wir auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen wie folgt ein:

Im Rahmen der Übernahme des Geschäftsbereichs "SISCAN" erwarb die Gesellschaft insbesondere Schutzrechte, Software sowie Vorratsvermögen. Ferner übernahm sie einzeln spezifizierte Gewährleistungsverpflichtungen.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden auf Basis des in 2009 gezahlten Fix-Kaufpreises von TEUR 150 bewertet. Dabei wurden die übernommenen Gewährleistungsverpflichtungen mit TEUR 50 und die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Vorräte mit jeweils TEUR 100 bewertet. Die auf diese Weise ermittelten Anschaffungskosten wurden sodann auf Basis eines geeigneten Schlüssels auf die einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden heruntergebrochen.

Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes werden gemäß § 269 HGB als Bilanzierungshilfe vor dem Anlagevermögen aktiviert. Vorliegend handelt es sich um ein Projekt aus dem Geschäftsjahr 2006 zum Einstieg in den Fertigungsbereich von sogenannten "Nanomaschinen". Die Aufwendungen werden über einen Zeitraum von vier Jahren abgeschrieben.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Der ausgewiesene Firmenwert wird entsprechend der planmäßigen Nutzung über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Die jährlichen Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 349. Erforderliche interne Aufwendungen, um angeschaffte Vermögensgegenstände in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, werden zu Standardkosten einschließlich Gemeinkosten als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt.

Der Ansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Zum Bilanzstichtag gesunkene Wiederbeschaffungskosten wurden berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse sowie der Fertigerzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Diese enthalten neben den Materialeinzelkosten einen Materialgemeinkostenaufschlag von 20 %. Wie im Vorjahr wurden auch Fertigungsgemeinkosten von ca. TEUR 3 je System berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich Pauschalwertberichtigungen von TEUR 15 (1 % des Nettobetrags der Forderungen) bilanziert. Einzelwertberichtigungen wurden nicht gebildet.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Forderungen gegen die Tochtergesellschaft NanoFocus Inc., die den Vertrieb in den USA vornimmt. Die Forderungen setzen sich zusammen aus Darlehen nebst gestundeter Zinsen in Höhe von TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 234) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 371 (Vorjahr: TEUR 537). Die gewährten Darlehen dienen der Finanzierung der Anlaufverluste der in 2006 gegründeten Tochtergesellschaft. Die US-amerikanische Tochtergesellschaft erwirtschaftete in 2009 einen Jahresfehlbetrag von TUSD 44 und weist zum 31. Dezember 2009 ein negatives Eigenkapital von TUSD 320 aus. Auf Basis der Planungsrechnungen sowie der derzeitigen Auftragslage geht der Vorstand der NanoFocus AG davon aus, dass die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen gegen das US-amerikanische Tochterunternehmen in voller Höhe werthaltig sind. Zum Zeitpunkt der Beendigung unserer Prüfung beliefen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die NanoFocus Inc. noch auf insgesamt TEUR 233 und die Darlehensforderungen auf TEUR 227.

Der Zuschuss für die Anschaffung von zwei Softwareeinheiten im Geschäftsjahr 2006 durch öffentliche Fördergelder wurde in Höhe von TEUR 65 in den Sonderposten für Investitionszuschüsse eingestellt. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgte entsprechend der Abschreibungsdauer der geförderten Anlagegüter über drei Jahre. In 2009 wurde abschließend eine Auflösung des Sonderpostens in Höhe von TEUR 9 vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme der Leasingverbindlichkeiten mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten aus dem Sale-and-lease-back-Vertrag bezüglich der ERP-Software "Abas" werden in Höhe von TEUR 226 zum Barwert ausgewiesen.

XIII. Wirtschaftliche Verhältnisse

XIII.1 Allgemeines

Gegenstand des Unternehmens ist die Erstellung und der Vertrieb von optoelektronischen Mess- und Qualitätssicherungssystemen sowie die damit zusammenhängenden Mess-, Service- und Beratungsleistungen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb und zur Veräußerung von Grundstücken, zur Errichtung von Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen im In- und Ausland, zur Beteiligung an anderen Unternehmen gleicher oder verwandter Art und anderen Unternehmen sowie zum Abschluss von Interessensgemeinschaftsverträgen.

Die Gesellschaft ist in gemieteten Räumlichkeiten in Oberhausen und Ettlingen tätig.

Die Entwicklung des Unternehmens in den letzten fünf Jahren lassen die folgenden Zahlen erkennen.

scroll
  2009
TEUR
2008
TEUR
2007
TEUR
2006
TEUR
2005
TEUR
Umsatz 5.024 6.535 5.313 4.476 3.057
Rohertrag 3.373 4.430 3.466 2.850 1.888
Rohertragsquote % 67,2 67,8 65,2 63,7 61,8
EBIT -640 253 -372 -113 -218
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag -724 210 -955 -401 -497
Bilanzsumme 9.656 9.846 9.249 8.414 8.536
Eigenkapitalquote % 70,1 68,1 70,4 61,9 62,7
Arbeitnehmerzahl durchschnittlich 41 33 35 31 30

XIII.2 Ertragslage

In der nachfolgenden Übersicht haben wir die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung vom

1. Januar bis 31. Dezember 2009 nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt.

Bedingt durch die Wirtschaftskrise wurden zahlreiche Aufträge im Geschäftsjahr 2009 kundenseitig storniert oder verschoben. Aufgrund des Auftragsrückgangs sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 23,1 % auf TEU R 5.024 gesunken. Am stärksten wirkte sich diese Entwicklung im Bereich der: surf-Systeme aus, in dem sich die Umsätze von TEUR 3.168 um 38,4 % auf TEUR 1.950 verringerten. Rückläufig entwickelte sich auch das Geschäft mit : scan-Systemen, hier reduzierte sich der Umsatz um 18,6 % von TEUR 799 auf TEUR 650. Die durch den Verkauf von Software und Ersatzteilen sowie Wartungsarbeiten erzielten Erlöse sanken um TEUR 132 auf TEUR 624, aus der Vermietung von Systemen und sonstigen Dienstleistungen wurden insgesamt TEUR 720 (Vorjahr: TEUR 818) generiert. Allein der Absatz von OEM-Geräten stieg leicht um 2,8 % von TEUR 1.000 auf TEUR 1.028, aus dem neuen Geschäftszweig :sprint wurden TEUR 60 erlöst.

Der Rückgang der Bestandsveränderungen ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass der Bestand an Fertigerzeugnissen im Vorjahr planmäßig stark aufgebaut worden war. Im Geschäftsjahr 2009 stiegen insbesondere die unfertigen Erzeugnisse, da die Kapazitäten der Fertigungsabteilung im Dezember 2009 durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeit verringert worden waren.

scroll
  31.12.2009 31.12.2008 Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 5.024 100,0 6.535 100,0 -1.511
Bestandsveränderungen 175 3,5 302 4,6 -127
Materialaufwand -1.826 -36,3 -2.407 -36,8 581
Rohertrag 3.373 67,2 4.430 67,8 -1.057
Aktivierte Eigenleistungen 0 0,0 35 0,5 -35
Andere betriebliche Erträge 388 7,7 116 1,8 272
Personalaufwand -2.390 -47,6 -2.180 -33,4 -210
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte -537 -10,7 -514 -7,9 -23
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.492 -29,7 -1.648 -25,1 156
Erfolgsunabhängige Steuern -2 0,0 -2 0,0 0
Aufwendungen -4.421 -88,0 -4.344 -66,4 -77
Betriebsergebnis -660 -13,1 237 3,7 -897
Zinsergebnis -82 -1,6 -40 -0,6 -42
Ordentliches Unternehmensergebnis -742 -14,7 197 3,1 -939
Neutrales Ergebnis 18 0,4 13 0,2 5
Ertragsteuern 0 0,0 0 0,0 0
Jahresfehlbetrag/-überschuss -724 -14,3 210 3,3 -934

Der Rohertrag reduzierte sich korrespondierend zum Umsatzrückgang um TEUR 1.057 (-32,9 %) auf TEUR 3.373. Die Rohertragsquote sank um 0,6 Prozentpunkte auf 67,2 %. Der Rückgang der Rohertragsquote ist allein auf die gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen zurückzuführen. Gemessen an den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ergibt sich ein Anstieg der Rohertragsquote um 2,2 Prozentpunkte, der maßgeblich aus dem Abverkauf von Vorräten aus dem SISCAN-Bereich resultiert.

Die aktivierten Eigenleistungen entfielen im Vorjahr auf interne Leistungen im Zusammenhang mit dem Customizing für die ERP-Software.

Der Anstieg der anderen betrieblichen Erträge um insgesamt TEUR 272 ist in Höhe von TEUR 262 auf gestiegene Zuschüsse der öffentlichen Hand zurückzuführen.

Der Anstieg des Personalaufwands um TEUR 210 (+ 9,6 %) ist hauptsächlich auf den Mitarbeiteraufbau sowie die Anpassung der Vorstandsverträge einschließlich der variablen Vorstandsgehälter zurückzuführen.

Die Personalaufwandsquote stieg um 14,2 Prozentpunkte auf 47,6 %.

Die Abschreibungen liegen mit TEUR 537 leicht über Vorjahresniveau. Der Hauptteil der Abschreibungen entfällt mit TEUR 349 auf den Geschäfts- oder Firmenwert.

Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 156 (-9,5 %) ist insbesondere auf gesunkene Kosten für Beratung und Leiharbeiter (- TEUR 67), Abschluss- und Prüfungskosten (- TEUR 47) sowie gesunkene Lizenzaufwendungen (- TEUR 28) zurückzuführen. Gegenläufig entwickelten sich die Messekosten (+ TEUR 38). Die meisten übrigen Aufwendungen bewegen sich im Wesentlichen knapp unter Vorjahresniveau.

Das Zinsergebnis entwickelte sich wie folgt:

scroll
  2009
TEUR
2008
TEUR
Zinserträge    
Anlage von Festgeldern 25 65
Verbundene Unternehmen 11 10
  36 75
Zinsaufwendungen    
Darlehenszinsen -95 -107
Kontokorrentzinsen -7 -8
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten -16 0
  -118 -115
  -82 -40

Der Rückgang des Zinsergebnisses beruht auf dem gesunkenen Zinsniveau, welches zu niedrigeren Erträgen aus der Anlage von Festgeldern führte.

Das neutrale Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

scroll
  2009
TEUR
2008
TEUR
Neutrale Erträge    
Kursdifferenzen 5 17
Auflösung von Rückstellungen 14 13
Periodenfremde Erträge 0 4
Gewinne aus Anlagenverkäufen 6 0
  25 34
Neutrale Aufwendungen    
Kursverluste -5 -14
Verluste aus Anlagenabgängen -2 -7
  -7 -21
  18 13

Aufgrund des Jahresfehlbertrages sowie der vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge fielen für das Geschäftsjahr 2009 keine Ertragsteuern an.

XIII.3 Vermögenslage

In der folgenden Übersicht haben wir die Bilanz zum 31. Dezember 2009 zusammengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt.

scroll
  31.12.2009 31.12.2008 Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Aktiva Anlagevermögen          
Erweiterungsaufwendungen 25 0,3 51 0,5 -26
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.518 26,0 2.803 28,4 -285
Sachanlagen 131 1,4 137 1,4 -6
Finanzanlagen 125 1,3 125 1,3 0
  2.799 29,0 3.116 31,6 -317
Umlaufvermögen          
Vorräte 2.355 24,3 2.351 23,9 4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.686 17,5 1.624 16,5 62
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 597 6,2 783 8,0 -186
Sonstige Vermögensgegenstände (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) 290 3,0 258 2,6 32
Liquide Mittel 1.929 20,0 1.714 17,4 215
  6.857 71,0 6.730 68,4 127
  9.656 100,0 9.846 100,0 -190
Passiva Eigenkapital          
Gezeichnetes Kapital 2.474 25,6 2.250 22,9 224
Kapitalrücklage 4.810 49,8 4.250 43,1 560
Bilanzverlust/-gewinn -514 -5,3 210 2,1 -724
  6.770 70,1 6.710 68,1 60
Fremdkapital mittel- und kurzfristig          
Sonderposten 0 0,0 9 0,1 -9
Sonstige Rückstellungen 275 2,8 241 2,4 34
Bankverbindlichkeiten 1.606 16,7 1.996 20,3 -390
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen 422 4,4 638 6,5 -216
Übrige Verbindlichkeiten (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) 583 6,0 252 2,6 331
  2.886 29,9 3.136 31,9 -250
  9.656 100,0 9.846 100,0 -190

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um TEUR 190 (= 1,9 %) auf TEUR 9.656 gesunken. Auf der Aktivseite verringerten sich insbesondere der Geschäfts Firmenwert sowie die Forderungen gegen das US-amerikanische Tochterunternehmen bei einem Anstieg der liquiden Mittel. Auf der Passivseite verringerten sich insbesondere die Bankverbindlichkeiten und die Lieferantenverbindlichkeiten.

Das Anlagevermögen (einschließlich aktivierte Erweiterungsaufwendungen) ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 317 auf TEUR 2.799 gesunken. Im Einzelnen ergaben sich folgende Veränderungen:

scroll
  2009
TEUR
Stand am 1.1. 3.116
Zugänge  
Immaterielle Vermögensgegenstände 173
Sachanlagen 49
Abgänge 222
Abschreibungen -2
Stand am 31.12. 537
2.799  

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen mit TEUR 102 Software und Schutzrechte, die im Zusammenhang mit dem SISCAN-Geschäftsbereich erworben wurden. Die übrigen Zugänge entfallen auf die Erweiterung der ERP-Software Abas sowie das Planungstool "Corporate Planner".

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen entfallen mit TEUR 6 auf technische Anlagen, mit TEUR 14 auf Büro- und Geschäftsausstattung und mit TEUR 29 auf geringwertige Wirtschaftsgüter.

Die Abschreibungen entfallen mit TEUR 26 auf die aktivierten Erweiterungsaufwendungen, mit TEUR 349 auf den Geschäfts- oder Firmenwert, mit TEUR 110 auf sonstige immaterielle Vermögensgegenstände und mit TEUR 53 auf Sachanlagen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert weist zum Bilanzstichtag einen Buchwert von TEUR 2.094 auf. Er wird über eine Restnutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben.

Der Vorratsbestand wird nahezu unverändert mit TEUR 2.355 bewertet. Im Einzelnen sanken die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 171 auf TEUR 956 und die Fertigerzeugnisse um TEUR 91 auf TEUR 1.026. Gegenläufig stieg der Bestand an unfertigen Erzeugnissen um TEUR 266 auf TEUR 372. Die im Zusammenhang mit dem Geschäftsbereich "SISCAN" erworbenen Vorräte wurden zu anteiligen Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 100 bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind infolge der starken Dezemberumsätze um TEUR 62 auf TEUR 1.686 angestiegen. Unverändert zum Vorjahr besteht eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 15. Die Bildung von Einzelwertberichtigungen war nicht erforderlich.

Die Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 186 auf TEUR 597 betrifft den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen das US-amerikanische Tochterunternehmen Nanofocus Inc. Der Bestand der an das Tochterunternehmen ausgereichten Darlehen ist mit TEUR 221 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Zum Bilanzstichtag wurde eine wechselkursbedingte Abwertung in Höhe von TEUR 4 vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen neben Forderungen aus Förderprojekten in Höhe von insgesamt TEUR 101 insbesondere Rechnungsabgrenzungsposten für Versicherungsbeiträge und Messekosten.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen ist auf Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 50 zurückzuführen, die im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbereichs "SISCAN" übernommen wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen in Höhe von TEUR 1.548 auf drei langfristige Darlehen der Sparkasse Oberhausen. Die Darlehen wurden in 2009 entsprechend der in den Kreditverträgen vereinbarten Raten planmäßig getilgt. Ein Darlehen mit einem Ursprungsbetrag von TEUR 500 hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2013, es wird mit einem Zinssatz von 4,35 % p.a. verzinst. Die beiden weiteren Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 30. September 2017, die Verzinsung erfolgt mit 5,87 % p.a. Weitere TEUR 58 entfielen zum Bilanzstichtag auf Kontokorrentdarlehen bei der Sparkasse Oberhausen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt gesunken. Der Rückgang entfällt in Höhe von TEUR 37 auf Anzahlungen von Kunden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten neben Verpflichtungen aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 38) und Umsatzsteuerverbindlichkeiten (TEUR 220) insbesondere Leasingverbindlichkeiten aus der Sale-and-lease-back-Transaktion bezüglich der ERP-Software "Abas" in Höhe von TEUR 226.

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

scroll
  2009
TEUR
2008
TEUR
Liquide Mittel 1.929 1.714
Kontokorrentverbindlichkeiten -58 -234
  1.871 1.480

XIII.4 Finanzlage

Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Finanzierungsmittel.

scroll
  2009
TEUR
2008
TEUR
Finanzmittel am 1.1. 1.480 1.933
1. Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit    
Jahresergebnis -724 210
Korrektur zahlungsunwirksamer Aufwendungen und Erträge    
+ Abschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen 537 514
+/- Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -4 0
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen -9 -4
Cash Flow -200 720
Veränderungen der Bilanzposten (ohne liquide Mittel) durch laufende Geschäftstätigkeit    
+/- Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 86 -1.104
+/- Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -72 281
  -186 -103
2. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit    
+ Einzahlungen aus Anlagenabgängen 6 0
- Auszahlungen für Investitionen das Anlagevermögen -222 -247
  -216 -247
3. Mittelab/-zufluss aus Finanzierungstätigkeit    
+ Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen 784 0
+ Einzahlungen aus Sale-and-lease-back-Transaktionen 267 0
- Tilgung von Finanzierungsleasing -41 0
- Tilgung von Investitionsdarlehen -214 -107
  796 -107
4. Veränderung der Finanzmittel 394 -457
- Wechselkursbedingte Änderung der Finanzmittel -3 4
Finanzmittel am 31.12. 1.871 1.480

Weitere Informationen

XVI. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 sowie dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 der NanoFocus AG, Oberhausen, den folgenden

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NanoFocus AG, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die

Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und dem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, den 21. April 2010

Susat & Partner OHG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Graf von Kanitz , Wirtschaftsprüfer

Schulz-Danso, Wirtschaftsprüfer

XIV. Rechtliche und steuerliche Grundlagen

Firma:

NanoFocus AG

Sitz:

Oberhausen

Gegenstand des Unternehmens:

Entwicklung, Erstellung und Vertrieb von optoelektronischen Messsystemen und Qualitätssicherungssystemen sowie die damit zusammenhängenden Mess-, Service- und Beratungsdienstleistungen.

Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb und zur Veräußerung von Grundstücken, zur Errichtung von Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen im In- und Ausland, zur Beteiligung an anderen Unternehmen gleicher oder verwandter Art und anderen Unternehmen sowie zum Abschluss von Interessensgemeinschaftsverträgen.

Handelsregister:

Amtsgericht Duisburg, HR B 13864

Satzung:

26. Oktober 2001, zuletzt geändert durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juli 2009

Geschäftsjahr:

Kalenderjahr

Grundkapital:

EUR 2.473.523,00

Es handelt sich um 2.473.523 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.

Genehmigtes Kapital:

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 25. Juni 2013 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 900.760,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Eigene Aktien:

Der Vorstand ist ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu zehn Prozent des derzeitigen Grundkapitals oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorhandenen Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 21. Januar 2011. Erworbene eigene Aktien dürfen durch den Vorstand zum Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen oder zur Tilgung von Verbindlichkeiten verwendet werden. Ferner können Sie mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Dritte veräußert oder zur Herabsetzung des Grundkapitals eingezogen werden.

Hauptversammlung:

Auf der Hauptversammlung am 22. Juli 2009 wurde

1.

der vom Vorstand aufgestellte, von der Susat & Partner OHG Wirtschaftprüfungsgesellschaft geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene und vom Aufsichtsrat gebilligte und damit festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 nebst Lagebericht und Bericht des Aufsichtsrats vorgelegt,

2.

dem Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2008 Entlastung erteilt,

3.

die Susat & Partner OHG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 gewählt,

4.

der Vorstand ermächtigt, bis zum 21. Januar 2011 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals zu erwerben und erworbene Aktien zum Erwerb von Unternehmen zu verwenden, an Dritte zu veräußern oder zur Herabsetzung des Grundkapitals einzuziehen,

5.

die Satzung in den §§ 16 Abs. 2, 17 und 18 Abs.2 zwecks Anpassung an das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrichtlinie (ARUG) geändert und

6.

§ 22 Abs. 3 Satz 2 der Satzung dahingehend geändert, als die Einberufungsunterlagen zur Hauptversammlung künftig nicht mehr ausgelegt, sondern über die Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht werden.

Größe der Gesellschaft:

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Vorstand:

Dr. Hans Hermann Schreier, Oldenburg, Vorstandssprecher (bis 31. Dezember 2009)

Jürgen Valentin, Duisburg, Vorsitzender (seit 1. Januar 2010)

Markus Grigat, Wesel, Fertigung

Joachim Sorg, Kalbach, Finanzen

Dr. Hans Herrmann Schreier ist einzelvertretungsberechtigt. Die übrigen Vorstandsmitglieder sind gemeinschaftlich mit einem anderen Vorstand oder Prokuristen zur Vertretung der Gesellschaft befugt.

Aufsichtsrat:

Ralf Terheyden, Vorsitzender

Felix Krekel, stellvertretender Vorsitzender

Gerd Mager Prof. Dr.-Ing. Stefan Altmeyer (Ersatzmitglied Aufsichtsrat, Fachbeirat)

Steuerliche Verhältnisse:

Das Unternehmen wird beim Finanzamt Oberhausen-Nord unter der Steuernummer 123/5745/1778 geführt. Die Veranlagungen zur Körperschaftsteuer und zur Gewerbesteuer sind bis für das Jahr 2008 erfolgt.

Eine steuerliche Aussenprüfung hat bislang nicht stattgefunden. Zum 31. Dezember 2007 verfügte die Gesellschaft über einen körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag von TEUR 6.429.

Finanzkalender 2010

17. März

Vorabkennzahlen nach HGB 9. M:access Analystenkonferenz der Börse München in Frankfurt

25. Mai

Geschäftsbericht 2009 nach HGB

10. Juni

Baader Small und Midcap Konferenz, München

16. Juni

Deutsche Börse Spotlights: Unternehmen der Photonik-Industrie (Spectaris Fachverband) auf der OptaTEC in Frankfurt

Hauptversammlung 2009 in Oberhausen

19. August

Halbjahresbericht 2010 nach BilMoG/HGB

September

Individuelle Roadshowtermine in München, Stuttgart, Luxemburg und Zürich

Kontakt/Impressum

NanoFocus AG | Lindnerstraße 98 | D-46149 Oberhausen | Tel. +49 208-62 000-0 | Fax +49 208-62 000-99 info@nanofocus.de | www.nanofocus.de

Handelsregisternummer: RB 13864 Duisburg | Sitz der Gesellschaft: Oberhausen | USt.-ID-Nr.: DE 169599353 Vorstandsvorsitzender: Dr. Hans Hermann Schreier | Aufsichtsratsvorsitzender: Ralf Terheyden

Text und Redaktion: Michael Schneiberg, www.schneiberg.de | Design: Oliver Nicolay, www.nicolaygrafik.de

Photografie: Mike Henning, www.henning-photographie.de | Druck und Produktion: Walter Perspektiven GmbH, www.wa-p.net

Text, Redaktion: NanoFocus AG | Bildnachweis: NanoFocus AG, Mike Henning, Deutsche Börse AG, Fotolia, Getty, Shutterstock

NanoFocus AG

Lindnerstraße 98 | D-46149 Oberhausen | Tel. +49 (0) 208-62 000-0 | Fax +49 (0) 208-62 000-99 | info@nanofocus.de | www.nanofocus.de