![]() NanoFocus AGOberhausenGeschäftsbericht 2010Unternehmensentwicklung 2010NanoFocus baut und vertreibt Systeme zur optischen dreidimensionalen Oberflächenanalyse.
Auf diesem Gebiet sind wir technologisch führend. Unsere Systeme leisten schnelle und hochpräzise 3D-Messungen im Mikro- und Nanometerbereich.
NanoFocus-Technologie wird branchenübergreifend in der Produktionskontrolle, Qualitätssicherung
und Entwicklung eingesetzt. Kennzahlen 2010Rechnungslegung nach HGBscroll
Umsatzentwicklung 2007-2010 (in TEUR)![]() EBITDA-Marge 2007-2010 (in Prozent)![]() Flüssige Mittel 2007-2010 (in TEUR)![]() Umsatz pro Mitarbeiter 2007-2010 (in TEUR)![]() Umsatzverteilung nach Branchen![]() Umsatzverteilung nach Produkten![]() Umsatzverteilung nach Regionen![]() Umsatzverteilung nach Geschäftssegmenten![]() Aktionärsstruktur zum 31.12.2010![]() Headlines 2010/2011scroll
Vorwort
Brief an die AktionäreLiebe Aktionärinnen und Aktionäre,wenn ein Kunde ein Messsystem von NanoFocus nutzt, dann interessiert ihn nicht unbedingt,
wie es im Detail funktioniert und wie viel Entwicklungsarbeit darin steckt. Ihn interessiert
in erster Linie, ob die Technologie seinen Anforderungen genügt, ob sein Messproblem
gelöst wird, ob seine Produktionsqualität verbessert wird oder ob NanoFocus ihm wettbewerbsrelevante
Innovationen ermöglicht. Der Industriekunde denkt nutzenorientiert, seine Ziele sind
Umsatz und technologischer Vorsprung. Dies zur Grundlage der eigenen Geschäftspolitik zu machen ist für mittelständische
Technologieunternehmen ein wichtiger Entwicklungsschritt - weg vom reinen Ingenieursdenken,
hin zum Vertriebsdenken. Man muss lernen, die Probleme aus Sicht des Kunden zu sehen
und man muss bereit sein, seine Technologieplattform kontinuierlich auf die Wünsche
des Kunden auszurichten. In diesem Prozess hatte NanoFocus schon immer zwei große Vorteile: Wir haben die beste
Technik und die treuesten Kunden. Diese Stärken haben uns geholfen, die Krise der
letzten zwei Jahre glimpflich zu überstehen. Wir hatten sogar gehofft, bereits in
2010 wieder in die Gewinnzone zu kommen, doch diese Hoffnungen haben sich leider noch
nicht erfüllt. Zurückhaltende Investitionsbereitschaft nach der Krise und hoher Wettbewerbsdruck
waren die Hauptgründe hierfür. Wir sind aber dank vielversprechender Großaufträge
aus der Solar- und Halbleiterbranche fast wieder auf dem positiven Niveau von 2008
- fast, aber noch nicht ganz. Ich bin optimistisch, dass wir diesen Schritt gehen werden. Denn in vielerlei Hinsicht
sind wir heute sogar stärker und besser aufgestellt als vor der Krise. Wir haben die
zurückliegenden Monate genutzt, um zu lernen und uns bei Technologie und Vertrieb
entscheidend zu verbessern. Mehr denn je bilden die Geräte von NanoFocus die technologische
Speerspitze bei der optischen Sensorik im Mikro- und Nanobereich. Durch die Integration
der μsprint-Technologie eröffnete sich uns zusätzlich das große Feld der schnellen,
produktionsnahen Qualitätssicherung. Unsere Kunden arbeiten intensiv mit uns zusammen und bringen ihre Wünsche, aber auch
ihre Expertise kontinuierlich in unsere Entwicklung ein. Auf diese Weise haben wir
eine breite Palette von Applikationen entwickelt, die genau auf die unterschiedlichen
Branchenanforderungen abgestimmt sind. Wir haben also nicht nur die besten, wir haben
auch genau die richtigen Systeme. Diese Kundenvorteile auf dem Markt stärker sichtbar zu machen und den Kunden direkt
bei seinen speziellen Anforderungen anzusprechen gehört zu unseren wichtigsten Zielen
für 2011 und darüber hinaus. scroll
Interview mit dem Vorstand» Wir haben unsere Technologieführerschaft gestärkt und uns mehr denn ja auf den Anwendungsnutzen unserer Kunden konzentriert. Das waren in einer schwierigen Zeit genau die richtigen Entscheidungen. «Jürgen Valentin, CTO und Vorstandssprecher der NanoFocus AG |
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| Januar | Salutaris Round Table München | Juni | Spectaris Investorenkonferenz |
| März | 17. M:access-Analystenkonferenz | September | IPM Strategy Days |
Die Zeichen für weiteres Wachstum in 2011 stehen für die NanoFocus AG gut. Sowohl
im Solarbereich als auch in der Halbleiterindustrie bestehen gute Aussichten, insbesondere
durch unsere neue Technologieplattform μsprint. Im 1. Quartal 2011 konnten wir neue
Schlüsselkunden für die NanoFocus AG gewinnen. Darüber hinaus rechnen wir für dieses
Jahr mit einem Ende der Investitionszurückhaltung in der Automobilindustrie. Erste
Projekte mit großen Automobilunternehmen, die sich durch die Wirtschaftskrise verzögert
hatten, laufen bereits wieder erfolgreich an.
Die NanoFocus AG konnte die Krisenzeiten dazu nutzen, kontinuierlich an ihrem Portfolio
und ihren Technologieplattformen zu arbeiten, um das Geschäftsmodell marktgerecht
zu fokussieren. Wir verfügen heute über einen breiten Kundenstamm und eine mehrjährige
innovative Roadmap, durch die sich auch in Zukunft die Technologieführerschaft der
NanoFocus AG bestätigen wird.
Wir sehen die NanoFocus-Aktie mit einem guten bis sehr guten Potenzial für das weitere
Geschäftsjahr 2011/2012.
Die NanoFocus AG ist als optoelektronisches Hightech-Unternehmen spezialisiert auf
die Entwicklung, Produktion und Vermarktung weltweit führender optischer 3D-Oberflächenmesstechnik
zur Qualitätskontrolle, Steigerung von Effizienz in der Produktion und Produktionskontrolle.
Die Wachstumsmärkte der optischen Messtechnik und der Mikromechanik bilden die solide
Basis eines zweistellig wachsenden und zukunftsfähigen Geschäftsmodells. NanoFocus
hat mit Hilfe innovativer optoelektronischer Ingenieurdienstleistungen und modernster
Software erfolgreich den Einstieg in zahlreiche Industriebereiche vollzogen, darunter
Forensik, Medizintechnik, Solarindustrie und Automobil. Auch der wachsende Bedarf
an CleanTech, also an ressourcenschonenden und energieeffizienten Produkten und Herstellungsverfahren,
stellt einen zunehmenden Wachstumstreiber für die NanoFocus AG dar. Zwei Beispiele
für diesen Trend sind das neue System μsurf solar zur Verbesserung der Effizienz von
Solarzellen und der bereits etablierte μsurf cylinder zur Optimierung des Verschleißes
und zur Reduzierung des Benzinverbrauchs.
Der Schwerpunkt der NanoFocus AG liegt im nachhaltigen Projektgeschäft mit Schlüsselanwendern.
Hier besitzt das Unternehmen einen Marktvorsprung durch seine intensive Kundenbetreuung
und eine hohe branchenspezifische Entwicklungskompetenz, die sich von der Beratung
bis hin zur Konzeption kompletter Anlagen in der Produktion erstreckt. Das Wachstum
der NanoFocus AG generiert sich durch Wiederholkäufe großer Projektpartner, auf Grundlage
gemeinsamer Innovationen und einer langjährig gewachsenen engen Technologie-Partnerschaft.
Die Hauptzielrichtung der NanoFocus sind hierbei die produktionsnahen und produktionskontrollierenden
Bereiche bis hin zur Ausstattung ganzer Produktionslinien. Die neue Technologieplattform
μsprint ist ein wichtiger und weiterer Schritt in diese Richtung. Großunternehmen
aus den Branchen Automobil und Elektronik zeigen bereits großes Interesse an den NanoFocus-Lösungen
zur produktionsnahen Qualitätssicherung. Skaleneffekte beim Umsatz ergeben sich durch
den großen Investitionsbedarf vieler Industriekunden bei Qualitätskontrolle und Nanotechnologie
sowie durch Anwachsen der Projektvolumina. Die NanoFocus AG kann auf diese Weise deutlich
vom technologischen Fortschritt in ihren Zielbranchen profitieren. Der solide bestehende
Kundenstamm wird sukzessive erweitert und das Vertrauen unserer langjährigen Kunden
ausgebaut.
Aufgrund der guten Aussichten in den Bereichen Solar und Halbleiter sowie einer erwarteten
Investitionsbelebung im Automobilbereich rechnen wir für 2011 mit einem weiteren zweistelligen
Umsatzwachstum. Die Planungen der NanoFocus AG bewegen sich zwischen einem Worst Case
mit einem Umsatz von 8 Mio. Euro und einem Best Case von 9 bis 10 Mio. Euro. Der erwartete
Normal Case für 2011 liegt bei einem Umsatz von 8,5 Mio. Euro und einem EBIT von 10
%.
| Aktiengesamtzahl | 2.794.816 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien |
| Höhe des Grundkapitals | 2.794.816 EUR |
| Marktkapitalisierung | 10.271.655 EUR zum 17. Mai 2011 |
| Transparenzlevel | Entry Standard |
| Marktsegment | Open Market (Freiverkehr) |
| 52-Wochen-Hoch | 4,78 EUR |
| 52-Wochen-Tief | 3,46 EUR |
| Gehandelte Stückzahl aller Börsen inkl. Xetra auf Tagesbasis (1-Jahres-Basis) |
Ø 3.840 Stück pro Handelstag |
| Gründungsdatum | Gründung am 24. August 1994 in der Rechtsform der GmbH. Formwechselnde Umwandlung in eine AG durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 26. Oktober 2001 |
| Rechnungslegungsstandard | HGB / BilMoG |
| Ende des Geschäftsjahres | 31. Dezember |
| Handelsaufnahme | 14. November 2005, Wertpapierprospekt seit 2006 |
| Antragsteller und Deutsche-Börse-Listing-Partner | /BAADER/ Wertpapierhandelsbank AG, München |
| Handelsmodell | Continuous Auction/ Fortlaufende Auktion mit Spezialist |
| Wertpapierkennnummer/ISIN | 540066, DE 0005400667 |
| Bloomberg | N2F.GR |
| Gewichtung im Index/Entry All Share (Performance) | 0,81 % |
| Freefloat Market Cap | 4.989.970 EUR (per 17. Mai 2011) |
|
|
Xetra, Frankfurt im Open Market (Entry Standard), München M:access (seit 01.Februar 2007), Berlin, Bremen, Düsseldorf, Stuttgart (Freiverkehr) |
| Instrumentenart (Gattung) | Nennwertlose Inhaber-Stammaktien |
Ihr Ansprechpartner:
Joachim Sorg
Finanzvorstand, CFO
Tel. +49 208 62 000 54
Fax +49 208 62 000 99
ir@nanofocus.de
nanofocus.de
Die NanoFocus AG ist keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG.
Sie ist daher nicht verpflichtet, gemäß § 161 AktG eine Compliance - Erklärung zum
Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben.
Um das Vertrauen der Aktionäre, der Kunden und Mitarbeiter in die Leitung, Überwachung
und Transparenz der NanoFocus AG zu erhalten und weiter zu fördern, hat die Gesellschaft
dennoch beschlossen, eine freiwillige Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate
Governance Kodex abzugeben.
Gemeinsame Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der NanoFocus AG, Oberhausen
(nachfolgend auch "Gesellschaft" genannt), zu den Empfehlungen der "Regierungskommission
Deutscher Corporate Governance Kodex" (nachfolgend auch "DCGK") gemäß § 161 AktG:
Vorstand und Aufsichtsrat der NanoFocus AG erklären gemäß § 161 AktG, das den vom
Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers
bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance
Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 mit den in der Erklärung vom 29. Dezember
2009 genannten Ausnahmen entsprochen wurde.
Vorstand und Aufsichtsrat der NanoFocus AG erklären ferner gemäß § 161 AktG, dass
den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers
bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance
Kodex" in der am 02. Juli 2010 veröffentlichten Fassung vom 26. Mai 2010 mit Ausnahme
der nachfolgend erläuterten Abweichungen entsprochen wurde und künftig entsprochen
wird:
Abweichungen bezüglich Empfehlungen mit Begründung:
Die Satzung der Gesellschaft ermächtigt erst seit der Satzungsänderung vom 14. Juli
2010 in § 18 Absatz 3 der Satzung, den Vorstand vorzusehen, dass Aktionäre ihre Stimmen,
auch ohne an der Versammlung teilzunehmen, schriftlich oder im Wege elektronischer
Kommunikation abgeben dürfen (Briefwahl). Diese Regelung wird damit erstmals bei der
Einberufung der nächsten Hauptversammlung im Jahr 2011 anwendbar.
Die Empfehlung zur Unterstützung der Aktionäre bei der Briefwahl besteht erst seit
der ergänzten Fassung des DCGK vom 26. Mai 2010, wobei der DCGK jedoch keine Empfehlung
des Inhalts abgibt, dass eine Briefwahl generell angeboten werden soll, sondern lediglich
im Falle des Stattfindens einer Briefwahl eine Unterstützung der Aktionäre bei der
Briefwahl empfiehlt.
Der Vorstand wird vor der Einberufung der nächsten Hauptversammlung eingehend prüfen,
ob er von dieser neuen Regelung Gebrauch macht und eine Briefwahl vorsieht. Die praktische
Umsetzung der Briefwahl ist zurzeit - also zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung
- noch mit vielen Rechtsunsicherheiten behaftet. Die Briefwahl bringt zudem im Vergleich
zu der von der NanoFocus AG angebotenen Möglichkeit, dem weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter
der Gesellschaft eine Vollmacht mit entsprechenden Weisungen zu erteilen, den Aktionären
bei der persönlichen Wahrnehmung ihrer Rechte keinen erkennbaren Mehrwert. Sofern
von der Regelung Gebrauch gemacht wird, wird die Gesellschaft auf ihrer Internetseite
Formulare für die Briefwahl veröffentlichen und ihre Aktionäre bei der Briefwahl unterstützen.
Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass beim Abschluss
einer Haftpflichtversicherung für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der
Gesellschaft (D&O-Versicherung) ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden
soll. Entgegen der Empfehlungen zur D&O-Versicherung enthielt die bestehende D&O-Versicherung,
die die Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen hat, bis zum 30.
Juni 2010 keinen Selbstbehalt. Eine gesetzliche Verpflichtung zu einer Vertragsanpassung
der D&O-Versicherung für die Mitglieder des Vorstands gemäß § 93 Abs. 2 S. 3 AktG
i. V. m. § 23 Abs. 1 S. 1 EGAktG für laufende D&O-Versicherungsverträge bestand erst
seit dem 1. Juli 2010. Die D&O-Versicherung der NanoFocus AG sieht daher seit dem
1. Juli 2010 für den Vorstand einen Selbstbehalt von 10% des Schadens bis mindestens
zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vor.
Für die Mitglieder des Aufsichtsrats sieht die D&O-Versicherung auch künftig keinen
Selbstbehalt vor. Die NanoFocus AG ist diesbezüglich der Ansicht, dass verantwortungsvolles
Handeln für alle Organmitglieder eine selbstverständliche Pflicht ist und dass das
Engagement und die Verantwortung, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft
ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert werden
können.
Die Gesellschaft verfügt derzeit neben den Mitgliedern des Vorstands über lediglich
6 Mitarbeiter in Führungspositionen. Soweit sich aus dieser geringen Anzahl von Mitarbeitern
in Führungspositionen keine besonderen Sachzwänge bei der Besetzung von Führungsfunktionen
ergeben, wird der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen
auf Vielfalt ("Diversity") achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung
von Frauen anstreben.
Die Gesellschaft ist nicht börsennotiert im Sinne des Aktiengesetzes. Die variablen
Vergütungsbestandteile der Vorstandsbezüge haben daher keine mehrjährige Bemessungsgrundlage.
Für außerordentliche Entwicklungen ist keine Begrenzungsmöglichkeit vereinbart.
Die Gesellschaft legt die Gesamtbezüge aller Vorstandsmitglieder entsprechend der
gesetzlichen Regelung im Anhang des Jahresabschlusses offen und weist sie nicht im
Corporate Governance Bericht aus.
Der Vorstand der Gesellschaft besteht nur aus drei Mitgliedern. Soweit sich aus dieser
geringen Anzahl von Mitgliedern des Vorstands keine besonderen Sachzwänge bei der
Besetzung von Vorstandspositionen ergeben, wird der Aufsichtsrat bei der Besetzung
von Vorstandspositionen im Unternehmen auf Vielfalt ("Diversity") achten und dabei
insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus lediglich drei Mitgliedern.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat daher derzeit keine Ausschüsse gebildet. Der
Aufsichtsratsvorsitzende kann dementsprechend nicht Vorsitzender von Ausschüssen sein.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus lediglich drei Mitgliedern.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat daher derzeit keine Ausschüsse gebildet.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus lediglich drei Mitgliedern.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat daher aus Sachzwängen für seine Zusammensetzung
keine konkreten Ziele benannt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation
die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, eine
festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt ("Diversity")
berücksichtigen. Es war daher auch nicht möglich, bei diesen konkreten Zielen insbesondere
eine angemessene Beteiligung von Frauen vorzusehen. Aus diesem Grund können die Vorschläge
des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung diese Ziele nicht berücksichtigen und es
kann die Zielsetzung des Aufsichtsrats sowie der Stand der Umsetzung nicht veröffentlich
werden.
Da der Aufsichtsrat der Gesellschaft derzeit keine Ausschüsse gebildet hat, können
der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht gesondert bei der Vergütung
der Aufsichtsratsmitglieder berücksichtigt werden.
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder erfolgt ausschließlich nach festen Anteilen.
Um unabhängig arbeiten und Entscheidungen treffen zu können, wird der Aufsichtsrat
nicht variabel bzw. erfolgsorientiert vergütet.
Die Gesellschaft legt die Gesamtbezüge aller Aufsichtsratsmitglieder entsprechend
der gesetzlichen Regelung im Anhang des Jahresabschlusses offen und weist sie nicht
individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen im Corporate Governance Bericht
aus.
Die Gesellschaft ist nicht gemäß § 15 WpHG zur Veröffentlichung von Insiderinformationen
verpflichtet, da die Aktien nicht an einem organisierten Markt zugelassen sind.
Die unverzügliche Veröffentlichung erfolgt daher nur von im Tätigkeitsbereich des
Emittenten eingetretenen Tatsachen auf dessen Internetseiten, wenn diese wegen ihrer
Auswirkungen auf die Vermögens- oder Finanzlage oder auf den allgemeinen Geschäftsverlauf
des Emittenten geeignet sind, den Börsenpreis der Aktien des Emittenten erheblich
zu beeinflussen.
Die Gesellschaft unterliegt nicht den Mitteilungspflichten nach § 21 WpHG, da die
Aktien nicht zum Handel an einem organisierten Markt zugelassen sind.
Die Gesellschaft wird Veränderungen der an der Gesellschaft gehaltenen Beteiligung
daher nur dann veröffentlichen, wenn diese eine wesentliche Veränderung im Sinne des
§ 17 Abs. 2 lit. a) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen in der Fassung vom 25. August
2010 für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilbereich Entry Standard)
darstellen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Veränderung der an der Gesellschaft
gehaltenen Beteiligung geeignet ist, den Kurs der Aktie erheblich zu beeinflussen.
Die Gesellschaft ist nicht börsennotiert im Sinne des Aktiengesetzes. Sie ist daher
nicht verpflichtet, Zwischenmitteilungen oder Quartalsfinanzberichte zu veröffentlichen.
Die Gesellschaft folgt den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Freiverkehr an
der Frankfurter Wertpapierbörse in der Fassung vom 25. August 2010 (Teilbereich Entry
Standard). Gemäß § 17 Abs. 2 lit. b) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den
Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse veröffentlicht die Gesellschaft einen
geprüften Jahresabschluss samt Lagebericht nach den für die Gesellschaft geltenden
nationalen Rechnungslegungsvorschriften (GAAP) oder nach International Financial Reporting
Standard innerhalb von sechs Monaten nach Beendigung des für die Gesellschaft geltenden
Berichtszeitraums auf den Internetseiten der Gesellschaft.
Der geprüfte Jahresabschluss samt Lagebericht wird zusammen mit dem jeweiligen Bestätigungsvermerk
des Wirtschaftsprüfers oder dem Vermerk über dessen Versagung in deutscher oder englischer
Sprache veröffentlicht.
Gemäß § 17 Abs. 2 lit. c) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Freiverkehr
an der Frankfurter Wertpapierbörse veröffentlicht die Gesellschaft einen Halbjahresbericht
innerhalb von 3 Monaten nach dem Ende des ersten Halbjahres eines jeden Geschäftsjahres
auf den Internetseiten der Gesellschaft.
Abweichungen bezüglich Anregungen mit Begründung:
Durch den neu eingefügten § 120 Abs. 4 AktG kann künftig die Hauptversammlung von
börsennotierten Gesellschaften unverbindlich ein Votum über die Billigung oder Missbilligung
des System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen. Da die Gesellschaft
nicht börsennotiert im Sinne des Aktiengesetzes ist, ist diese Regelung für die Gesellschaft
nicht anwendbar. Die Gesellschaft sieht es daher auch künftig nicht vor, dass die
Hauptversammlung über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder
beschließt.
Die Gesellschaft verzichtet darauf, die Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien
wie zum Beispiel das Internet zu übertragen. Angesichts der Größe der Gesellschaft
und des überschaubaren Streubesitzes wäre der Aufwand unverhältnismäßig groß.
Ein mitbestimmter Aufsichtsrat liegt nicht vor. Die Regelung findet daher auf die
Gesellschaft keine Anwendung.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus lediglich drei Mitgliedern.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat daher derzeit keine Ausschüsse gebildet.
Der Besitz von Aktien von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern wird, auch wenn
er einen Anteil von 1% aller von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien übersteigt,
nicht im Corporate Governance Bericht angegeben. Die Gesellschaft gibt etwaigen Aktienbesitz
der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder im jährlichen Geschäftsbericht an.
Oberhausen, 30. Dezember 2010
| Für den Vorstand der NanoFocus AG | Für den Aufsichtsrat der NanoFocus AG |
| gez. Valentin | gez. Terheyden |
Diese Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der NanoFocus AG dauerhaft zugänglich
gemacht unter www.nanofocus.de. Die nächste Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate
Governance Kodex werden der Vorstand und der Aufsichtsrat im Dezember 2011 abgeben.
Ihr Ansprechpartner:
Joachim Sorg
Finanzvorstand, CFO
Tel. +49 208 62 000 54
Fax +49 208 62 000 99
sorg@nanofocus.de
nanofocus.de
ich möchte Sie als Vorsitzender des Aufsichtsrates auch in diesem Jahr über unsere
Arbeit informieren. Der Aufsichtsrat begleitet und berät die Arbeit des Vorstandes
und hat die Aufgabe, die Geschäftsentwicklung im Sinne der Anteilseigner zu kontrollieren.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kommt dieser Aufgabe eine besonders wichtige
Bedeutung zu.
Der Aufsichtsrat der NanoFocus AG hielt auch in 2010 einen engen Kontakt zur Unternehmensleitung.
Hierzu fanden fünf Aufsichtsratessitzungen statt, auf denen wir uns ein Bild über
die Lage des Unternehmens machen konnten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand umfassend
zu allen Fragen der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung informiert. Darüber
hinaus hielten wir einen regelmäßigen Kontakt zu den Mitgliedern des Vorstandes, um
aktuelle und strategische Entwicklungen des Unternehmens zu erörtern.
Wir waren jederzeit über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NanoFocus AG
informiert. Alle wichtigen Beschlüsse des Unternehmens wurden diskutiert und mit dem
Vorstand abgestimmt.
Technologische Fortschritte, die Verbesserung der internen Abläufe, die Straffung
der Kostenstrukturen und nicht zuletzt die gute Arbeit des neuen Vorstandes schufen
eine sehr gute Ausgangsbasis für einen erfolgreichen Geschäftsverlauf in 2011.
Der Aufsichtsrat teilt die Einschätzung der Geschäftsführung, dass sich sowohl die
internen als auch die externen Bedingungen für die NanoFocus AG in den letzten Monaten
erheblich verbessert haben und sich weiter verbessern werden. Die konjunkturellen
Voraussetzungen stimmen und auch technologisch hat sich die NanoFocus AG seit der
erfolgreichen Integration der μsprint-Technologie neue strategische Potenziale erschlossen.
Die erfolgreiche Platzierung einer Kapitalerhöhung von 1,27 Mio. Euro im Dezember
2010 bestätigte dies und zeigt, dass der Kapitalmarkt positiv auf die Erschließung
der neuen Wachstumsfelder reagiert.
Zu den Kernaufgaben des Aufsichtsrates gehören die Besetzung des Vorstandes und die
Sicherstellung seiner Funktionsfähigkeit. Der neue Vorstand zeigte in 2010 auf überzeugende
Weise, wie man Kontinuität und Verlässlichkeit mit einer pragmatischen Schärfung der
Geschäftspolitik verbinden kann. Der Aufsichtsrat unterstützt die vertriebsorientierte
Ausrichtung und das Ziel, das Unternehmen noch stärker an die Kundenwünsche anzupassen
und in allen Bereichen weiter zu professionalisieren.
Unsere Zusammenarbeit mit dem Vorstand war jederzeit ausgezeichnet. Der Vorstand genießt
unser uneingeschränktes Vertrauen und wir wünschen ihm auch weiterhin viel Erfolg.
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den mit
einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Prüfungsbericht des Abschlussprüfers
vorgelegt. In der Sitzung vom 19. April 2010 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss
und den Lagebericht unter Einbeziehung des Prüfungsberichts intensiv diskutiert. Der
den Prüfungsbericht unterschreibende Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat alle Auskünfte
erteilt und Fragen beantwortet. Einwendungen gegen den Jahresabschluss oder das Ergebnis
der Prüfung hat der Aufsichtsrat nicht erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand
aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht einstimmig gebilligt.
Der Jahresabschluss wurde damit einstimmig gemäß § 172 AktG festgestellt.
Ein Unternehmen ist kein abstraktes Konstrukt, es ist die Summe seiner Menschen und
sein Erfolg die Summe ihrer Bemühungen. Wirtschaftlicher Druck und schwierige Rahmenbedingungen
bedeuten deshalb besondere Belastungen und hohe Anforderungen für alle Beschäftigten.
Wir wissen dies und möchten uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der NanoFocus
AG für ihr Engagement und ihre Leistung in 2010 bedanken.
Der Aufsichtsrat ist zuversichtlich, dass sich die Verbesserung der Lage weiter fortsetzen
wird und dass die NanoFocus AG ihre Chancen und Möglichkeiten noch stärker als bisher
realisieren kann.
Wir freuen uns darauf, dem Unternehmen auch in Zukunft zur Seite zu stehen.
| Ralf Terheyden |
| Vorsitzender des Aufsichtsrates |
Die NanoFocus AG, nachfolgend auch "NanoFocus" genannt, ist ein operativ tätiges Unternehmen
auf dem Gebiet der prozessnahen optischen Oberflächenmesstechnik im Mikro- und Nanometerbereich.
Die Gesellschaft hält eine hundertprozentige Beteiligung an der NanoFocus Materialtechnik
GmbH in Oldenburg. Deren Geschäftsgegenstand ist die Betreuung der Schutzrechte im
Bereich Phasenmikroskopie. Darüber hinaus besteht seit 2006 die NanoFocus Inc. als
hundertprozentige Tochtergesellschaft der NanoFocus AG in Glen Allen/Virginia (USA).
Sie wird in einer ersten Phase als Vertriebsgesellschaft geführt und vermarktet die
NanoFocus-Produkte in Amerika.
In Asien wurde ebenfalls in 2006 ein Showroom eingerichtet, der von einem externen
Mitarbeiter betreut wird. Dieser unterstützt auch von dort die Vertriebspartner in
den asiatischen Ländern.
NanoFocus ist seit dem 14. November 2005 am Teilbereich des Entry Standard des Open
Markets in Frankfurt am Kapitalmarkt gelistet. Seit der Prospektbilligung im August
des Jahres 2006 ist die NanoFocus AG damit auch offiziell in den Handel eingebunden.
Die NanoFocus AG beschäftigte Ende 2010 einschließlich der drei Vorstandsmitglieder
insgesamt 65 Mitarbeiter inklusive Auszubildende, Diplomanden und Praktikanten.
Die Haupttätigkeiten der Gesellschaft sind die Entwicklung, die Fertigung und der
weltweite Vertrieb von Geräten für die berührungslose 3D-Oberflächenanalyse ("3D-Non-Contact")
zur Anwendung in allen Industriebranchen und betrieblichen Bereichen für die Qualitätssicherung
und Materialwissenschaft.
NanoFocus ist ein Ausrüster und Systempartner für Innovatoren im Mikro- bis Nanometerbereich
und damit Anbieter von 3D-Oberflächenanalysetools (sog. Nanotools) für Labor und Produktion.
Das Angebot umfasst die fünf Produktkategorien "Standard", "Modular", "Integration",
"Business Solution" und "Dienstleistungen". Basis dafür bildet die Technologieplattform
mit der flächenhaft bildgebenden NanoFocus-μsurf-Technologie (3D-Topometrie) und der
punktförmig scannenden NanoFocus-μscan-Technologie (2D/3D-Profilometrie). Seit 2009
ist die Produktfamilie ergänzt um die NanoFocus-μsprint-Technologie. Darüber hinaus
bietet die Gesellschaft ergänzende Dienstleistungen und die zum Betrieb notwendige
und sehr leistungsfähige, teils individuelle Systemsoftware an.
Das Unternehmen hat sich im Markt als Anbieter von 3D-Oberflächenanalysetools etabliert.
NanoFocus ist national und international in der Gruppe der technologisch führenden
Unternehmen im Bereich der berührungslosen 3D-Messtechnik zur hochauflösenden Charakterisierung
von Funktionsoberflächen positioniert. NanoFocus strebt eine technologische Partnerschaft
mit leistungsfähigen und innovativen internationalen Unternehmen an.
| ― |
Messstandards im industriellen Umfeld setzen und den Trend der Miniaturisierung weiter wirtschaftlich und technologisch erschließen |
| ― |
die Technologie- und Marktführerschaft in Nischenmärkten erlangen |
| ― |
die Herstellung und den Vertrieb innovativer 3D-Oberflächenanalysesysteme zur produktionsnahen und produktionsintegrierten Prozessüberwachung nachhaltig ausbauen |
| ― |
sich als Ausrüster und Wegbegleiter für die Mikro- und Nanotechnologie weiter etablieren |
| ― |
Erkenntnisgewinn zum Nutzen der NanoFocus-Kunden generieren |
| ― |
langfristig, nachhaltig und profitabel wachsen |
Deutschland hat im Jahr 2010 mit einer überdurchschnittlichen Erholung den Weg aus
der Krise gefunden. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs mit 3,6 % so stark wie noch nie
seit der Wiedervereinigung.
Der dynamische Aufschwung startete insbesondere im Zuge der weltwirtschaftlichen Erholung;
im zweiten Halbjahr kamen die Impulse durch die Binnenkonjunktur.
Allerdings war der konjunkturelle Einbruch im Jahr 2009 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts
von 4,7 % von beispiellosem Ausmaß. Insgesamt sind die bislang beobachteten Folgen
der Krise für Deutschland vergleichsweise gering ausgefallen. Der Aufholprozess bei
der Arbeitsproduktivität dürfte hingegen noch länger dauern. Rein rechnerisch ergibt
sich eine Periode von mehr als vier Jahren, in der keine gesamtwirtschaftliche Produktivitätssteigerung
gehoben werden kann.
Die wirtschaftliche Situation in Deutschland hat sich in 2010 im Vergleich zum Vorjahr
kontinuierlich verbessert. Seit dem 18-Jahres-Tiefstand auf 82,1 Punkte im März 2009
stieg der IFO-Geschäftsklimaindex kontinuierlich bis auf 111,2 Punkte im Februar 2011.
Die Geschäftserwartung wird ähnlich positiv gesehen und fällt mit 107,9 Punkten im
Februar 2011 etwas moderater aus.
Der ZEW-Index ist als Konjunkturindex eine Größe, um das Wirtschaftsvertrauen auf
Basis mittelfristiger Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung
zu ermitteln. Er gilt als richtungsweisend für den bedeutenderen IFO-Geschäftsklimaindex.
Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland waren im Berichtsjahr 2010 bis Mai auf
überdurchschnittlich hohem Niveau. Anschließend fiel die Konjunkturerwartung 7 Monate
linear bis in den negativen Bereich ab. Erst im Dezember konnte wieder ein erneuter
Anstieg verzeichnet werden, der sich bis in den Februar 2011 auf 15,7 Punkte fortsetzte.
Somit liegt der Index unter dem historischen Mittelwert von 26,7 Punkten.
Die Volkswirte des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e. V.) verzeichneten
nach einem schwachen Jahr 2009 einen rasanten Anstieg in 2010. Das reale Bruttoinlandsprodukt
(BIP) stieg im Jahresdurchschnitt 2010 um 3,6 %. Für das Gesamtjahr 2011 erwartet
die Bundesregierung einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 2,6 %.
Mit -22,6 % verzeichneten die Ausrüstungsinvestitionen in 2009 einen deutlichen Einbruch,
der in 2010 mit einem Plus von 9,4 % nur teilweise kompensiert werden konnte.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht von einem Anstieg der europäischen Wirtschaft
von 2,5 % aus. Für Deutschland werden 2,2 % Wachstum erwartet. Weltweit prognostiziert
man davon abweichende 4,4 %, insbesondere durch das Wachstum der Schwellenländer China
und Indien.
Der Euro hat im Berichtsjahr bei der Marke von 1,43 USD für 1 Euro gestartet und fiel
dann auf ein Tief von ca. 1,20 USD. Ab Oktober tendierte der Euro wieder stärker und
stand zuletzt im Februar 2011 bei 1,36 USD/Euro. Ein generelles Währungsrisiko besteht
für das operative Geschäft nur eingeschränkt, da zum einen die Rechnungen der NanoFocus
AG größtenteils in Euro fakturiert werden und zum anderen die Summe der Darlehen an
die NanoFocus Inc. auf Dollarbasis im überschaubaren Rahmen ist. Zusätzlich wird das
Währungsrisiko durch die Nutzung eines Dollarkontos reduziert. Das Asiengeschäft wird
zu einem großen Teil in Euro abgewickelt.
Die NanoFocus AG ist grundsätzlich in der Lage, alle industriellen Branchen mit Systemen
auszurüsten. Somit ist das Geschäft der NanoFocus AG grundsätzlich nicht von einzelnen
Branchen abhängig. Schwerpunktmäßig werden jedoch Geräte in die Bereiche Materialwissenschaft,
Solar, Fingerprint/Public Safety, Medizintechnik, Elektrotechnik/Halbleitertechnik,
Automotive sowie Maschinen- und Anlagenbau verkauft.
Die Produktion des gesamten deutschen Maschinen- und Anlagenbaus ist 2010 nach vorläufigen
Ergebnissen des statistischen Bundesamtes um 8,8 % gewachsen. Damit wurde das außerordentlich
hohe Vorkrisenniveau des Jahres 2008 um 18 % verfehlt.
Die Exporte dürften nach Schätzungen des VDMA um rund 10 % zugelegt und damit etwas
stärker als der Inlandsabsatz zur gesamten Produktion der Branche beigetragen haben.
Das Exportwachstum fußte auf einer regional breiten Basis.
Für das laufende Jahr rechnet der VDMA mit einem Wachstum der realen Maschinenproduktion
um rund 10 %. Mit dieser Prognose läge das 2011er Level der Produktion immer noch
rund 9 % unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2008.
Für das gesamte Jahr rechnet der VDMA mit einem Plus von rund 15 % für die gesamte
Investitionstätigkeit des Maschinenbaus.
(Quelle: VDMA, Stand: 8. Februar 2011)
NanoFocus hat in 2010 rund 14 % in diesem Bereich umgesetzt. Wir erwarten in 2011
Umsätze auf ansteigendem Niveau.
Laut Bericht der Branchenorganisation ZVEI hat sich der Umsatz in 2010 nach den Abwärtsbewegungen
in den Jahren 2008 und 2009 erstmals wieder mit einer Steigerung um 14 % positiv entwickelt.
Der Auftragseingang erholte sich sogar um 29 %.
Der zyklische Halbleiterbereich hat sich von der Krise erholt. Deutschland führt mit
einem Plus von 38 % die Rangliste an. Europa liegt bei einem Umsatzwachstum von 27
%, weltweit ist sogar ein Umsatzanstieg von 33 % realisiert worden.
Im Geschäftsjahr 2010 wurde das Geschäft von NanoFocus mit einem Geschäftsanteil von
11 % in dieser Branche erwartungsgemäß ausgeweitet. Durch den Zukauf der μsprint-Technologie
in 2009 wird sich dieser Anteil weiter erhöhen, insbesondere das Geschäft im Halbleitermarkt
wird weitere Bedeutung erhalten.
Die Bruttoanlageninvestitionen der Automobilindustrie sind im Berichtsjahr um ca.
7 % angestiegen. Die Nachfrage nach Forschung und Entwicklung ist ebenfalls um 3,1
% weiter angestiegen. Dies ist insbesondere eine Folge der Bemühungen um kraftstoffärmere,
alternative und effektive Antriebsarten sowie innovative Assistenzsysteme. Die deutsche
Automobilindustrie ist weltweiter Innovationstreiber.
Nach dem historischen Tiefwert in 2009 mit 3 % Umsatzanteil konnte sich dieser Bereich
in 2010 teilweise erholen. Mit 9 % ist der Anteil nach wie vor klar unterrepräsentiert
im üblichen NanoFocus-Geschäft.
Gleichwohl sehen wir uns im Automobil- und Zulieferbereich, insbesondere im zukunftsträchtigen
neuen Markt des Clean-Tech-Sektors, sehr gut positioniert. Die Schwerpunkte bei NanoFocus
für Anwendungen im Automotive-Bereich liegen in der Forschung und Entwicklung und
bei der immer bedeutenderen Qualitätssicherung neuer Technologien in der Produktion.
Erste Business Solutions des NanoFocus-Produkts μsurf cylinder wurden in der ersten
Generation bereits erfolgreich im Markt platziert. Nach einer Investitionspause in
2009/2010 erwartet NanoFocus für 2011 eine Umsatzsteigerung durch die mittlerweile
3. Generation der Zylinderinspektionslösung für modernste Motoren. NanoFocus bietet
die leistungsfähigsten Produkte in diesem Segment an. Mit dem neuen Produkt μsprint
hat sich NanoFocus zusätzliche Umsatzchancen innerhalb der automobilen Wertschöpfung
erarbeitet. Zusammenfassend erwarten wir hier wieder anziehende Umsätze im Geschäftsjahr
2011.
Als Schlüssel- und Querschnittstechnologie haben die Optischen Technologien 2010 einen
Umsatz in Höhe von ca. 22 Mrd. Euro realisiert und bewegen sich damit nach dem Konsolidierungsjahr
2009 (ca. 18 Mrd. Euro) wieder in Richtung des Rekordjahres 2007.
Im Bereich Medizintechnik konnte in 2010 wieder ein Umsatzplus von 10 % erreicht werden.
Die Gesamtbranche wird sich laut dem Fachverband Spectaris weiter erholen. Mit einem
erwarteten Wachstum von 7,7 % soll die Branche auf das bisher höchste Niveau (2007)
zurückkehren.
Der AMA-Fachverband für Sensorik e. V. rechnet ebenfalls mit einem deutlichen Investitionsschub
im laufenden Geschäftsjahr.
NanoFocus profitiert hiervon durch die gute Positionierung in dieser Branche in einem
großen Teilbereich dieses Marktes. Als Innovator im mechatronischen, medizintechnischen
und optoelektronischen Bereich sollten die positiven Bewegungen in den Teilmärkten
für die Unternehmensstrategie förderlich sein. Die wirtschaftliche Entwicklung im
Fachverband SPECTARIS ist neben der Entwicklung des VDMA Fachverbandes Mikroelektronik
maßgeblich als Benchmark für NanoFocus. Grundsätzlich beträgt dieser Anteil mehr als
50 % des Gesamtumsatzes, im Berichtsjahr ca. zwei Drittel.
Der VDMA-Fachverband Photovoltaik-Produktionsmittel verzeichnete in 2010 bereits einen
starken Umsatzanstieg von 21 % und für das Geschäftsjahr 2011 ebenfalls ein deutliches
Wachstum von 19 %. Für das laufende Jahr werden aufgrund des Effizienzdrucks weiter
anziehende Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erwartet.
NanoFocus profitiert von der Fokussierung der produzierenden Unternehmen auf die Effektivität
und Qualität der Solarzellen. Bisher standen primär Kapazitätsprobleme im Vordergrund.
Dank kontinuierlicher Senkung der Förderentgelte und deutlicher internationaler Verschärfung
des Wettbewerbs - insbesondere aus Asien - sind alle Unternehmen der Wertschöpfungskette
zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung von kristallinen und dünnschichtigen
Solarmodulen gezwungen. NanoFocus ist bereits jetzt ein führender Lösungsanbieter,
Innovationspartner und Wegbegleiter der Solartechnologie für die Bereiche F&E und
in Zukunft auch für die Produktionskontrolle. NanoFocus sieht sich durch neue Weiterentwicklungen
bestens positioniert, die zahlreichen aufgebauten Kundenbeziehungen, die in der solaren
Wertschöpfungskette tätig sind, zu unterstützen.
In 2010 wurden erwartungsgemäß die primär staatlich ausgelobten Budgets weiter aufgestockt.
Die Forschungseinrichtungen haben diese intensiv zu Investitionen genutzt.
Die gemeinsame Arbeit mit themenspezifischen Forschungsinstituten im strategischen
Verbund war und ist der Schlüssel zum Erfolg bei den zahlreichen Ausschreibungen,
die durch die Konjunkturprogramme intensiviert wurden.
Seit der Unternehmensgründung ist die Materialforschung ein Kernbereich des Umsatzerfolges.
Mit 37 % am Umsatzanteil hat sich dieser Bereich erwartungsgemäß überproportional
entwickelt. Die Materialwissenschaft bildet generell die Basis und Voraussetzung für
innovative Produktionstechniken und deren Optimierung. Durch die enge Beziehung zu
den insgesamt ca. 500 Kunden generiert NanoFocus ein stetiges Grundgeschäft.
Für alle genannten Branchen gelten die Risiken eines Ertragsrückgangs durch Verschiebung,
Verminderung oder sogar vollständigen Ausfall von Aufträgen. Außerdem kann ein starker
Euro die Exporterlöse beeinträchtigen, da Wettbewerbsnachteile entstehen können.
Nanotechnologie gilt als Zukunftstechnologie schlechthin. Nanotechnologie beschäftigt
sich mit Forschung und Konstruktion in sehr kleinen Dimensionen: Ein Nanometer entspricht
einem millionstel Millimeter. Anwendungen entstehen in folgenden Bereichen: Energietechnik
(Brennstoff- und Solarzellen), Umwelttechnik (Materialkreisläufe und Entsorgung),
Informationstechnik (Speicher und Prozessoren) und im Gesundheitsbereich. Die Anwendungsmöglichkeiten
dieser Technologie sind immens. An den meist forschungsgetriebenen Umsätzen in 2010
konnte NanoFocus teilweise partizipieren. Die weiteren Aussichten sind unverändert
sehr positiv. Die prognostizierten Wachstumsraten werden für die folgenden Jahre im
zweistelligen Bereich gesehen.
NanoFocus ist als Pionier und Ausrüster in dieser Schlüsseltechnologie hervorragend
positioniert und gehört zu den weltweiten Innovationstreibern. NanoFocus stellt einerseits
Geräte zur Charakterisierung von Mikro- und Nanostrukturen her, integriert aber andererseits
auch nanotechnologische Komponenten in die eigenen Produkte und profitiert von der
positiven Marktentwicklung. Weiterhin ist eine Erweiterung in der Wertschöpfungskette
in diesem Bereich geplant.
Bei Automobilzulieferern, in der Medizintechnik oder dem Informations- und Kommunikationssektor
- überall wird Mikrosystemtechnik (MST) gebraucht. Die Wachstumsrate beträgt laut
dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 10 % jährlich. Die Förderung
dieser Schlüsseltechnologie ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Hightech-Strategie
der Bundesregierung. Ein Micro-Electro-Mechanical System (MEMS) ist die Kombination
aus mechanischen Elementen, Sensoren, Aktoren und elektronischen Schaltungen auf einem
Substrat bzw. Chip (siehe auch System on Chip, SoC). Innerhalb des VDMA ist die Mikrosystemtechnik
(MST) eine Trendbranche. Ähnlich wie die Nanotechnologie ist die MST eine Schlüssel-
und Querschnittstechnologie.
Die Mikrosystemtechnik ist eine junge Branche mit kurzen Innovationszyklen; selbst
im Krisenjahr hat die Branche Wachstum generiert.
Die industriell geprägte Mikrosystemtechnik hat eine Brückenfunktion und erschließt
Nanotechnologie zunehmend für die Produktion. Analog der Nanotechnologie liefert NanoFocus
Produkte für den Trend der Miniaturisierung.
Die Sicherstellung der Qualität von mikro- und nanostrukturierten Produkten und Prozessen
ist weltweit für alle Unternehmen und Institutionen ein strategischer Vorteil im globalen
Wettbewerb. Produkt- und Prozessqualität erzeugen hohen Nutzen für den Anwender. Ungenügende
Qualität kann umgekehrt zu wirtschaftlichen Schäden und Imageverlusten führen. Normen
und Standards sind nicht nur ein Schlüssel für den Zugang zu Märkten, sie sind auch
ein wichtiges Instrument, um den Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Industrie
zu beschleunigen.
Das Bedürfnis der Anwender nach internationaler Konkurrenzfähigkeit, Marktdurchdringung
und der Vermeidung von Produktionsschäden sowie umsatzrelevanten Imageverlusten bildet
die Grundlage von NanoFocus als Ausrüster und Wegbereiter von High-End-3D-Qualitätssicherungssystemen.
NanoFocus bietet für höchste Ansprüche in der kompletten Wertschöpfungskette der Produktion
Beratungskompetenz und Produkte:
| ― |
Statistische Messungen und Auswertungen |
| ― |
Prozesskontrolle |
| ― |
Qualitative Aussagen auf 3D-Basis und Mikro- bzw. Nanometergenauigkeit |
| ― |
mit Übernahme des Siemens-Produktes SISCAN in 2009 eine hundertprozentige Produktionskontrolle im Mikro- und Nanometerbereich |
| ― |
Normen- und DIN-konforme Auswertungen |
Clean Tech ist mittlerweile ein etablierter Begriff, der Produkte, Strategien oder
Dienstleistungen beschreibt, welche die operationale Leistung, Produktivität oder
Effizienz steigern und gleichzeitig Kosten, natürliche Ressourcen, den Energieverbrauch,
Abfälle oder die Verschmutzung reduzieren.
Bereiche, in welchen der Begriff Clean Tech Verwendung findet, sind beispielhaft erneuerbare
Energien, Energiespeicherung, Energieinfrastruktur, Gebäude, Mobilität, Luft und Umwelt.
Beispiele von Technologien sind Energieeffizienz, nicht giftige Materialien, Wasserreinigung,
Solarenergie, Windenergie und neue Modelle in der Konservierung von Energie. Clean
Tech bedeutet, mit hocheffizienten Technologien und Innovationen die bestehenden industriellen
Verfahren zu optimieren und revolutionieren.
Energieeffizienz 2.0: In Europa und Deutschland entsprechen heute nur 10 % der verkauften
Antriebe der höchsten Effizienzklasse von Motoren (EFF1), und international gelten
noch höhere Effizienzstandards. Auch im Bereich Solar ist mittlerweile Performanceoptimierung
das zentrale Thema (Solar 2.0). NanoFocus-Produkte sind dabei zentrale Hilfsmittel.
NanoFocus ist als Innovationsführer ein idealer Partner der Industrie, die weiter
innovieren oder optimieren will. Internationale Premium-Automobilhersteller haben
z. B. das Produkt μsurf cylinder aus dem Hause NanoFocus als ein Effizienzsteigerungs-
und Qualitätskontrollwerkzeug der neuesten Motorengeneration entdeckt. NanoFocus hilft
hier, Material und Messzeiten einzusparen und Emissionen zu reduzieren. Insbesondere
der Bereich Materialforschung (Optimierung des Verbrauchs, der Funktionsoberflächen
und des Verschleißverhaltens) ist eine zentrale Anwendung im Wachstumssegment.
Im Vergleich zu den bisher in der Qualitätssicherung bereits etablierten und reifen
Verfahren (2D-Machine-Vision-Systemen) erfordert die Charakterisierung der Mikro-
und Nanotechnologie neuartige Methoden und Systeme.
NanoFocus steht mit seinem kompletten Produktangebot erst am Beginn der Wachstumsphase
des Produktlebenszyklus der neueren 3D-Verfahren. Bisher werden primär mit Machine-Vision-Systemen
100%-Kontrollen an jedem einzelnen Produkt durchgeführt. Diese Verfahren sind hinsichtlich
Auflösung und 3D-Präzision eingeschränkt. Durch die ultrapräzise, hochauflösende und
potenziell schnelle 3D-Messmöglichkeit wird eine Verlagerung des Qualitätssicherungsansatzes
erreicht. Die Genauigkeit der NanoFocus-Messtechnologien ermöglicht die komplette
Kontrolle und teilweise Regelung des Produktionsprozesses durch sehr genaue repräsentative
und selektive Messungen.
NanoFocus bietet 100 % der Wertschöpfungskette in diesem Bereich: Entwicklung von
Soft- und Hardware, Produktion, Beratung und Vertrieb sowie Service und Support. Damit
sind wir der kompetente Lösungsanbieter bei innovativen und herausfordernden Kundenprojekten.
Der Markt für die optoelektronische 3D-Oberflächenanalyse ist fragmentiert und durch
eine Vielzahl an Marktnischen und Applikationen gekennzeichnet.
Die unternehmerische Herausforderung ist die effektive Erschließung dieser vielfältigen
Teilmärkte. Diese Herausforderung beantwortet NanoFocus:
| ― |
durch intensive Kundenbetreuung und Technologie-Partnerschaften |
| ― |
mit der Strukturierung des Leistungsprogramms in Produktkategorien |
| ― |
durch ein leistungsfähiges Sortiment, dessen Umfang sich von der F&E-Anwendung bis zur Qualitätskontrolle in der Produktion erstreckt |
| ― |
durch eine auf Fachkenntnis ausgelegte Vertriebsstrategie und |
| ― |
durch Lösungskompetenz in den Industriebranchen |
| ― |
Strategisches Ziel von NanoFocus ist es, als leistungsfähiger Systempartner die Technologie- und Marktführerschaft in den als bedeutsam ausgewählten Marktsegmenten zu erlangen. |
Wichtige Merkmale und Elemente davon sind:
| ― |
die hohe Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter, die Vielfalt an Kompetenzen und deren Bündelung zur Lösung komplexer Aufgaben |
| ― |
permanentes Innovationsmanagement |
| ― |
leistungsfähiges Projektmanagement |
| ― |
höchster Qualitätsanspruch |
In 2010 hat die Erholung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise das politische und
wirtschaftliche Bild geprägt. Die Konjunkturpakete sind ausgelaufen. Die Kurzarbeitergeldregelung
wurde beibehalten und durch die ansteigende Industrieproduktion konnten die Konjunkturhilfeprogramme
beendet werden.
Die Umsätze sind in dem durch die Konsolidierung aus der Finanzkrise geprägten Berichtsjahr
2010 gestiegen. Sie betragen 6.477 TEUR und liegen damit um 29 % über den Vergleichszahlen
des Vorjahres in Höhe von 5.024 TEUR. Vom Umsatz entfallen 601 TEUR auf die Produktlinie
μscan (9 %), 2.883 TEUR auf die Produktlinie μsurf (45 %) und 306 TEUR auf die Produktlinie
μsprint (5 %). Als OEM-Umsätze wurden 836 TEUR (13 %) getätigt. Über die Geräteumsätze
wird mit korrespondierenden Dienstleistungen ein Umsatzanteil von 28 % erzielt. Dies
entspricht absolut 1.851 TEUR. Der Service umfasst Dienstleistungen an den Geräten
wie Auslieferung, Wartung, Aufrüstung von Soft- und Hardware sowie Mieten, Schulungen
und Messdienstleistungen.
In den Produktlinien wurden zusammen 65 komplette Stand-Alone- bzw. OEM-3D-Qualitätssicherungssysteme
und die damit zusammenhängenden Komponenten und Dienstleistungen verkauft. Somit blieb
die Anzahl der verkauften Systeme im Vergleich zum Vorjahr auf konstantem Niveau (+1).
Der Verkauf im Bereich μsurf inkl. OEM-Systemen blieb mit 52 Stück auf annähernd gleichem
Niveau (-1 zum Vorjahr). Der Anteil der hochpreisigen Komplettsysteme im Bereich μsurf
stieg allerdings um 6 Stück auf 33 Stück an. Der Verkauf in der Produktlinie μscan
blieb mit 11 Verkäufen in 2010 gegenüber 10 in 2009 ebenfalls konstant. Im Bereich
μsprint wurden 2 Systeme verkauft. Insgesamt wurde durch den zahlenmäßig stärkeren
Verkauf von Komplettsystemen in den Bereichen μsurf und μsprint ein sichtbar höherer
Preis pro System als 2009 erzielt. Zusätzlich wurde der Umsatz bei den Dienstleistungen
um 507 TEUR im Vergleich zu 2009 gesteigert.
Die Umsatzerlöse der NanoFocus AG unterteilen sich in die 5 Segmente "Standard", "Modular",
"Integration", "Business Solution" und "Dienstleistungen". Diese stellen sich wie
folgt dar:
Die Gesamtleistung, die sich aus den Komponenten Umsatz, Bestandserhöhungen und sonstige
Erträge zusammensetzt, stieg im Berichtsjahr 2010 von 5.612 TEUR auf 7.200 TEUR. NanoFocus
verzeichnete hier einen starken Anstieg von 28 %.
Die Umsatzverteilung nach Regionen hat sich insbesondere zu Gunsten des asiatischen
und des europäischen Handelsraums verschoben: Asien stieg von 2 % auf 22 %, Europa
(ohne Deutschland) stieg von 7 % auf 16 %. Analog zu dieser Ausweitung reduzierte
sich der Gesamtanteil des deutschen Geschäfts am Gesamtumsatz von 62 % auf 45 %. Lediglich
die Umsätze auf dem nordamerikanischen Markt waren weiter rückläufig.
Für das laufende Jahr geht NanoFocus von einem weiter wachsenden asiatischen Geschäft
aus. Das deutsche und europäische Geschäft erwarten wir stabil; neues Geschäft im
euro-asiatischen Raum soll etabliert werden. Der amerikanische Markt kämpft nach wie
vor mit restriktiven Investitionen.
Die aktuelle Verteilung stellt sich folgendermaßen dar:
|
|
2010 | 2009 | ||
|
|
TEUR | % | TEUR | % |
| Deutschland | 2.931 | 45 | 3.131 | 62 |
| Europa (außer Deutschland) | 1.051 | 16 | 336 | 7 |
| Asien | 1.403 | 22 | 90 | 2 |
| Nord-/Südamerika | 1.092 | 17 | 1.467 | 29 |
| Gesamt | 6.477 | 100 | 5.024 | 100 |
Die Entwicklung der Umsatzverteilung nach Branchen lässt sich wie folgt darstellen:
|
|
2010 | 2009 | Diff. |
|
|
% | % | Pp. |
| Materialwissenschaft | 37 | 14 | 23 |
| Fingerprint/Public Safety | 18 | 28 | -10 |
| Maschinen/Werkzeuge/Druck | 14 | 17 | -3 |
| Elektronik | 11 | 6 | 5 |
| Automotive | 9 | 3 | 6 |
| Solar | 6 | 13 | -7 |
| Medizintechnik | 4 | 3 | 1 |
| Chemie, Papier, Keramik, Kunststoffe | 1 | 6 | -5 |
| MEMS | 0 | 10 | -10 |
NanoFocus ist grundsätzlich durch die Branchenvielfalt der Kunden gut diversifiziert
und in allen industriellen Branchen vertreten. Durch den Verkauf in fast alle Industriebereiche
wird das Risikoprofil des Umsatzes gestreut. NanoFocus verzeichnete in 2010 im Bereich
Materialwissenschaft erwartungsgemäß einen Anstieg. Dieser fiel mit einem Umsatzanteil
von jetzt 37 % überproportional stark aus. In diesem Schwerpunktbereich erwartet NanoFocus
in 2011 eine Konsolidierung auf hohem Niveau. Der Bereich Public Safety zeigte sich
auch in dem umsatzstärkeren Jahr 2010 auf stabilem Niveau. Allerdings reduzierte sich
der prozentuale Anteil durch das größere Umsatzvolumen in 2010. Der Hauptkunde ist
der weltweit führende Anbieter für Geschossprüfmaschinen in der Forensik, FTI aus
Kanada. NanoFocus erwartet im laufenden Geschäftsjahr ein Auftragsvolumen auf gleich
bleibend hohem Niveau.
Der nächste Bereich ist die konjunkturzyklische Branche Maschinen/Werkzeuge/Druck
mit einem Umsatzanteil von 14 % (Vorjahr: 17 %). Diese Branche verzeichnete einen
Umsatzanstieg analog zum Gesamtumsatz bei NanoFocus. Hier erwarten wir auch für 2011
Erlöse auf stabilem Niveau.
Mit 9 % Umsatzanteil im Bereich Automotive hat NanoFocus wieder einen Anstieg verzeichnen
können. In 2010 waren noch viele Budgets im Bereich der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit
der Automobilindustrie blockiert. Wir erwarten für 2011 die Auflösung des Investitionsstaus
und somit steigende Umsätze.
Der Bereich Solar ist als Umsatzträger bei NanoFocus fest etabliert. Wir genießen
einen exzellenten Ruf in dieser Branche. 2010 war ein Konsolidierungsjahr dieses Segments.
Zuletzt standen wieder Innovationsthemen im Vordergrund und somit NanoFocus im Mittelpunkt.
Parallel dazu sank der Umsatzanteil von 13 % auf 6 %, allerdings ist für 2011 schon
eine verstärkte Gegenbewegung verbunden mit einem Umsatzwachstum spürbar.
Der Umsatzanteil in der stark konjunkturabhängigen Branche Elektronik/Elektrotechnik
war in 2010 mit 11 % deutlich angestiegen (2009: 6 %). Für 2011 gehen wir analog den
Prognosen des ZVEI von einer weiteren Belebung des Geschäfts aus.
Der Bereich Chemie, Papier, Keramik und Kunststoffe verzeichnete im Berichtsjahr einen
Rückgang um 5 Prozentpunkte auf 1 % Umsatzanteil. Durch Innovationsentwicklungen und
industrielle Trendthemen der Mikro- und Nanotechnologie in diesem Bereich wird NanoFocus
weitere Potenziale generieren.
Der Anteil der Medizintechnik am Umsatz war in 2010 auf unverändertem Niveau. Für
diese Wachstumsbranche ist NanoFocus insbesondere mit hervorragenden Einzellösungen
im Dentalbereich gut aufgestellt und sieht für 2011 und 2012 eine steigende Nachfrage.
NanoFocus intensiviert die Aktivitäten in den Ausbau dieser Ertragsquelle.
Der Bereich MEMS/Mikrotechnik ist stark geprägt durch den Halbleiterbereich für die
IT-Hardware und die Batterieforschung. Für NanoFocus war dieser Bereich bisher sehr
stark forschungsgetrieben. Die F&E-Budgets sind in der Wirtschaftskrise genutzt worden.
In 2010 waren Produktionsthemen Schwerpunkte der Investments. Die ersten Projekte
der produktionsrelevanten μsprint-Technologie wurden in benachbarten Schnittmengenbereichen
generiert (Materialwissenschaft und Elektronik). Daher wurde im Berichtsjahr vorübergehend
kein Umsatz in dieser Branche ausgewiesen. Wir sehen allerdings für 2011 und 2012
- insbesondere im stark wachsenden Halbleitermarkt - hohes Umsatzpotenzial sowohl
im Bereich F&E als auch in der Produktion.
NanoFocus hat die bis in das Geschäftsjahr 2010 globale Wirtschaftskrise gut überstanden.
Im Vergleich zu den relevanten Branchenkennzahlen von SPECTARIS und VDMA konnte NanoFocus
auch proportional an der Erholung partizipieren.
Technisch hervorzuheben sind die erfolgreiche Integration der SISCAN-Technologie und
die innovative Weiterentwicklung der μsurf-Technologie. Wirtschaftlich zu betonen
ist die Stärkung der Finanzkraft durch erneute Zuführung liquider Mittel (Kapitalmaßnahme).
Unternehmerisch waren die weitere Professionalisierung der Unternehmensorganisation
und die Gewinnung weiterer qualifizierter Arbeitskräfte von großer Bedeutung.
In Summe sehen wir dies als ideale Voraussetzungen, um in den wirtschaftlich besseren
Szenarien Marktanteile zu gewinnen und einen Umsatzzuwachs erzielen zu können.
Die Produktion bei NanoFocus ist gekennzeichnet durch eine flache Fertigungstiefe.
Einfache Komponenten werden zur Fertigung an externe Zulieferer vergeben. Wichtige
Kernkomponenten werden bei NanoFocus selbst gefertigt, integriert und nach abschließenden
Qualitätstests an die Kunden ausgeliefert. Auf diese Weise kann NanoFocus relativ
kurze Fertigungszeiten sicherstellen. Durch eine fortlaufende Professionalisierung
in den Organisationsabläufen und eine großzügigere Gestaltung der Betriebsflächen
ist die Aufstockung der Produktion bei Bedarf schnell möglich, insbesondere hinsichtlich
der OEM-Zulieferung der μsurf-Technologie. Die aktuelle Produktionskapazität lässt
eine Stückzahl bis zu 150 Systemen per anno zu.
Verfügbarkeit und Preise für eingekaufte Waren, Dienstleistungen und Fertigungskomponenten
lagen im Rahmen der Unternehmensplanung. Insbesondere durch den Ausbau der Servicedienstleistungen
in Relation zum Gesamtumsatz konnte die Rohertragsquote um ca. 1 Prozentpunkt auf
68,4 % gesteigert werden.
Die Preisentwicklungen im Einkauf waren 2010 stabil. Preisreduktionen bei einzelnen
Komponenten wurden durch Rahmenverträge erzielt.
Bestandsgefährdende Abhängigkeiten von Lieferanten bestehen bisher nicht. Bei möglichem
Ausfall stehen ausreichend Alternativen zur Verfügung, was vorübergehend mit einem
höheren monetären und zeitlichen Aufwand verbunden sein kann.
Die Grundlagen der Mitarbeiterführung sind bei NanoFocus in der Corporate Identity
als gemeinsame Unternehmenswerte festgelegt. Zur weiteren Verbesserung der Worklife-Balance
wurde in 2009 ein Förderprojekt gestartet (GeMiNa). Dieses beschäftigt sich schwerpunktmäßig
mit der Analyse und den Verbesserungsmöglichkeiten einer modernen und kreativen Mitarbeiterführungs-
und Organisationskultur.
NanoFocus versteht sich als ein in den Börsenhandel eingebundenes Familienunternehmen.
Es verbindet die Vorteile eines kapitalmarktorientierten Unternehmens mit familiär
geprägten Strukturen. Auf die Vielfalt der Kompetenzen wird Wert gelegt - NanoFocus
begreift sich als interdisziplinäres Team, um komplexe Aufgaben zu lösen. Die Verbesserung
der Unternehmenskommunikation und der gegenseitigen Wertschätzung aller betrieblichen
Ebenen bleibt eine permanente Herausforderung. Der gute Kommunikationsfluss wurde
durch regelmäßige Mitarbeiterversammlungen, Abteilungsleitersitzungen, Newsletter
und Betriebsveranstaltungen beibehalten. Auch für das kommende Jahr sind Aktivitäten
geplant, die die Identifizierung mit dem Unternehmen erhöhen. Durch das Förderprojekt
GeMiNa wurden unterschiedlichste Erwartungshaltungen der Mitarbeiter und der Führungsebene
abgefragt und in sog. Matching-Workshops zusammengeführt. Diese wurden weiter priorisiert
und werden im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2011 sukzessive umgesetzt. Die
innovative Unternehmenskultur spiegelt sich auch in der weiterentwickelten Corporate
Identity ("see more") wider. Sichtbare Ausprägungen dafür sind die aktualisierte Imagebroschüre,
der Geschäftsbericht, Unternehmenspräsentationen, ein einheitlicher Firmenauftritt,
neue Produktdatenblätter und ein exklusiver Kundennewsletter in deutscher und englischer
Sprache.
Neben Marketingmaßnahmen wie Messen und Kundendemonstrationen wurden in 2010 mehrere
lokale Roadshows/Workshops in Deutschland durchgeführt.
Ende 2010 waren insgesamt 65 Mitarbeiter einschließlich 3 Vorstandsmitglieder beschäftigt,
davon 46 in Vollzeit, 7 in Teilzeit, 2 Auszubildende und 7 Diplomanden bzw. Praktikanten.
Am Standort Oberhausen waren Ende 2010 insgesamt 57 Mitarbeiter tätig.
|
|
Anteil |
|
|
% |
| Vertrieb + Marketing | 22 |
| F&E | 18 |
| Kaufm. Abteilung/IT + Administration | 12 |
| Software | 12 |
| Fertigung | 12 |
| Service | 10 |
| Applikation | 9 |
| Vorstand | 5 |
Der Umsatz pro Mitarbeiter ist bezogen auf durchschnittlich 47 Vollbeschäftigte (Vorjahr:
41) mit ca. 138 TEUR im Jahr 2010 leicht angestiegen.
Die Vergütung des Vorstandes ist zum Teil erfolgsabhängig. Die Angemessenheit der
Konditionen wurde durch ein externes Gutachten belegt und in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat
im Dienstvertrag dokumentiert (siehe Anhang: Sonstige Angaben).
Etwa zwei Drittel der Mitarbeiter haben einen akademischen Abschluss, die Mehrzahl
im technischwissenschaftlichen Bereich. Weiterhin haben ca. 10 % für Fachbereiche
relevante Spezialabschlüsse. Dies sind entscheidende Grundlagen für die hohe technologische
Kompetenz der NanoFocus AG und für die zukünftige erfolgreiche Durchführung technologischer
Innovationen.
NanoFocus weist attraktive Merkmale für die Gewinnung hochqualifizierter und motivierter
Mitarbeiter auf: eine wertschätzende Unternehmenskultur, weitgehend eigenverantwortliche
Handlungsmöglichkeiten, Flexibilität in der Gestaltung der Arbeiten sowie technologische
und wirtschaftliche Herausforderungen. Die Attraktivität von NanoFocus als Arbeitgeber
äußert sich in proaktiven Bewerbungen für nicht ausgeschriebene Stellen. Zudem ist
Oberhausen durch die zentrale Lage im Ruhrgebiet ein Standort mit hervorragender Infrastruktur
und das Ruhrgebiet selbst als industrielles Ballungszentrum weist naturgemäß eine
hohe Dichte qualifizierter Menschen auf.
Die NanoFocus AG ist in den Industriebereichen optische, medizinische und mechatronische
Technologie tätig. Umweltschutzgefährdungen werden naturgemäß nicht gesehen, da lediglich
feine Strukturen durch Lichttechnologie berührungsfrei und ohne Einsatz von Hilfsmitteln
gemessen werden.
Risiken aus speziellen Gefährdungspotenzialen der Nanotechnologie werden immer wieder
von Experten diskutiert. Dies gilt jedoch in erster Linie für Nanopartikel. Da die
NanoFocus AG Funktionsoberflächen in nanoskaligen Dimensionen auf technischen Oberflächen
charakterisiert und diese mit dem Substratkörper in der Regel fest verbunden bzw.
in dieser Matrix eingebunden sind, ist für NanoFocus eine Gefährdung der Umwelt zum
gegenwärtigen Wissensstand nicht erkennbar.
Die wesentlichen Bauteile der NanoFocus-Systeme sind langlebig und können entweder
aufgerüstet, wiederverwertet oder kostenfrei an NanoFocus zurückgegeben werden.
NanoFocus kauft fertige Komponenten hinzu und achtet bei der Herstellerauswahl auf
Umweltverträglichkeit. Ein Großteil der Komponenten entstammt den ebenfalls reinen
Bereichen Feinmechanik und Optik. Im Rahmen der geplanten Zertifizierung nach ISO
9001 - Qualitätsmanagement - ist geplant, auch die Richtlinien für ISO 14001 - Umweltmanagement
- umzusetzen.
Die Produkte der NanoFocus AG sind komplex, jedoch größtenteils aus umweltverträglichen
Teilen und Komponenten hergestellt. Durch eigene Entwicklungsarbeiten konnte der naturgemäß
geringe Anteil kritischer Bauteile weiter verringert werden.
Umweltgefährdende Auswirkungen der NanoFocus-Geschäftstätigkeit sind aufgrund der
flachen Produktion mit vorgeplanten Arbeitsschritten sowie einer reinen Fertigung
(ohne Schmiermittel) nicht zu erwarten. Bleihaltige Komponenten sind in den Geräten
nicht enthalten. In geringem Maße wird Lötzinn zur Platinenfertigung eingesetzt. Primär
werden Stahl, Aluminium, optisches Glas, Granit, LEDs und Elektronikmaterial zur Herstellung
verwendet.
Die Benutzung der NanoFocus-Produkte birgt keinerlei Risiken für den Nutzer. Es wird
lediglich berührungslos und ohne Einsatz von Chemie unter normalen atmosphärischen
Bedingungen durch optische Systeme mit Softwareunterstützung gemessen.
Zurückgegebene Produkte und Baukomponenten werden, falls nötig, von NanoFocus entsprechend
den deutschen Umweltvorschriften entsorgt.
Die Strategie der intensiven Kundenbindung und der weitere Ausbau der Kundenbeziehungen
konnten erfolgreich in die Tat umgesetzt werden.
Die wichtigsten Vorgänge und Geschäftstätigkeiten in 2010:
| ― |
Die Technologieplattform wurde in der Breite und Tiefe erweitert: |
| ― |
Erfolgreiche Integration der μsprint-Technologie. Erste Aufträge und die Weiterentwicklung der μsprint-Produktfamilie konnten erfolgreich platziert werden. |
| ― |
Neues Produkt insbesondere für den Labor- und Forschungsbedarf gelauncht: μsurf basic. |
| ― |
Großauftrag: Entwicklung im Bereich Medizintechnik mit mittel- und langfristiger Bedeutung. |
| ― |
Durch Definition einer Softwareschnittstelle wurden weitere Sensoren in die μsurf-custom-Serie integriert. Dadurch wurde die Lateralauflösung bis in den Nanometerbereich erhöht. |
| ― |
Etablierung eines internationalen Universitätsprodukts. |
| ― |
Stetige Verbesserung der IT-Infrastruktur; Optimierungen innerhalb des ERP-Systems |
| ― |
Erfolgreiche Kapitalerhöhung: Schaffung von 321.293 neuer Aktien bzw. Zuführung von 1.285 TEUR Eigenkapital. |
| ― |
Aufhebung der Kurzarbeit im März 2010. |
| ― |
Nutzung von Fördermitteln in Höhe von 542 TEUR für die Entwicklung von Produktinnovationen. |
| ― |
Optimierung der D&O-Versicherung. |
| ― |
Vertriebliche Neuausrichtung des Geschäfts in den USA über die NanoFocus Inc.: Fokussierung auf Dienstleistungen und Auftragsmessungen. |
| ― |
Identifizierung neuer wachstumsträchtiger Anwendungen im Halbleiterbereich. |
| ― |
Identifizierung und Erschließung neuer Produktmärkte, insbesondere neuer internationaler Vertriebspartner und Key-Account-Spezialisten. |
| ― |
NanoFocus ist ein Pionier im Bereich Mikro- und Nanometrologie. |
| ― |
NanoFocus ist der technologisch führende Anbieter im Bereich prozessnaher 3D-Topometrie (Multipinhole-Technologie). |
| ― |
NanoFocus ist als Lösungsanbieter und Ausrüster für Produktion und Labor in nachhaltig wachsenden Marktsegmenten tätig. |
| ― |
Ein etablierter internationaler Kundenstamm aus unterschiedlichen Industriebranchen und Forschungsbereichen nutzt weltweit die NanoFocus-Produkte. |
| ― |
NanoFocus ist ein Spezialist für kundenorientierte Applikationen. Mit führenden Unternehmen und Instituten erfolgt ein fortlaufender wissenschaftlicher und technischer Informationsaustausch. |
| ― |
NanoFocus verfügt über ein weit reichendes und patentgeschütztes Know-how auf dem Gebiet der hochgenauen optischen dreidimensionalen Analyse- und Messverfahren für Mikro- und Nanostrukturen. |
| ― |
NanoFocus betreibt eigene Forschung und Entwicklung mit einem interdisziplinären Team. |
| ― |
Die Kernkompetenzen, Soft- und Hardware, kommen aus einer Hand. |
NanoFocus beschäftigt hochqualifizierte Mitarbeiter. Rund 75 % haben einen technisch-wissenschaftlichen
oder fachspezifischen Abschluss und arbeiten praxis- und lösungsorientiert.
Das NanoFocus-Management-Team deckt die notwendigen Führungskompetenzen im dreiköpfigen
Vorstand vollständig ab.
Ein Großteil der Aktien wird von ehemaligen Firmengründern und Vorstandsmitgliedern
gehalten. Sie haben ihre Soft-Lock-up-Vereinbarungen erneut freiwillig verlängert.
Durch die Listingaufnahme im Entry Standard (Freiverkehr) wurde mit der Aktie ein
alternativer Kapitalzugang zur Expansion des Geschäftes geschaffen:
Als ein in den Börsenhandel eingebundenes Unternehmen verfügt NanoFocus über die Möglichkeit,
die Aktie zur Finanzierung unternehmerischer Akquisitionen einzusetzen.
NanoFocus versteht sich als ein im Börsenhandel gelistetes Familienunternehmen. Es
verbindet die Vorteile eines kapitalmarktorientierten Unternehmens mit familiär geprägten
Strukturen.
| ― |
Der Grad der internationalen Marktbearbeitung ist noch zu gering. |
| ― |
Erfolgreiche Schlüsselanwendungen, insbesondere Standardprodukte, wurden bisher ungenügend skaliert. |
| ― |
Nischenmärkte wurden bisher nur unzureichend erschlossen. |
| ― |
Internationale Vergleichbarkeit ist durch die bisher fehlende IFRS-Bilanzierung nicht gegeben. |
| ― |
Durch die bisher noch relativ schwache Kapitalausstattung ist eine expansive Marktbearbeitung nur im möglichen finanziellen Rahmen verfolgt worden. Eine expansive Vertriebsstruktur bedeutet ein unverhältnismäßig hohes Unternehmensrisiko. |
| ― |
Noch vorhandene Ertragsschwäche, da sich das Unternehmen in der Wachstums- und Aufbauphase befindet. |
Die Aufbau- und Ablauforganisation von NanoFocus ist auf der Grundlage einer Projekt-Matrixorganisation
konzipiert. Die routinemäßig anfallenden Aufgaben werden im Rahmen einer Linienorganisation
durchgeführt, komplexe Projektaufgaben werden durch abteilungsübergreifende Teams
bearbeitet. Der Vorstand führt die Geschäfte im Rahmen einer Geschäftsordnung, die
eine Einbindung und Zustimmung des Aufsichtsrates bei außergewöhnlichen Geschäftsvorfällen
vorsieht. Im Berichtszeitraum handelte der Aufsichtsrat gemäß seiner Geschäftsordnung,
die im Einklang mit den Vorgaben des Corporate Governance Kodex steht. Den Erfüllungsgrad
der Corporate-Governance-Richtlinien veröffentlicht NanoFocus freiwillig auf der Website.
Vier Funktionsbereiche und ein Stab werden vom dreiköpfigen Vorstand geführt und sind
als Linienorganisation mit eindeutiger Aufgabenbeschreibung und funktionaler Einbindung
mit Über und Unterstellungen aufgebaut. Die Aufgaben des Tagesgeschäfts sind in Form
von Stellenbeschreibungen niedergelegt.
Strategische Projekte und Business Development werden in flexiblen Teamstrukturen
mit unabhängiger Weisungsbefugnis organisiert.
Die Ablauforganisation wichtiger Querschnittsaufgaben wie Auftragsbearbeitung oder
Produktinnovationen ist dokumentiert. Die ISO-9001 -Zertifizierung wurde aufgrund
von Kosteneinsparungen und Kurzarbeit um ein Jahr verschoben und soll in der Mitte
des laufenden Geschäftsjahres 2011 fertig gestellt sein. Im Rahmen dieses Prozesses
werden alle Abläufe auf Aktualität, Effektivität und Wirksamkeit überprüft.
Individuelle Zielvereinbarungen, die sich aus turnusmäßigen Mitarbeitergesprächen
ergeben, bilden neben dem monatlichen Controlling bzw. Reporting sowie den Abteilungsleitersitzungen
die Grundlagen für Managemententscheidungen.
Wichtige Beschlüsse werden im Rahmen der regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen und der
Vorstandssitzungen gefasst.
Wesentliches Element ist die jährliche Unternehmensplanung, die mit einer SWOT-Analyse
aller Unternehmensbereiche beginnt und Grundlage für die Aufstellung der kurz- und
mittelfristigen Ziele für das Gesamtunternehmen ist. Erstmals wurde in 2009 die Unternehmensplanung
mit Hilfe der mit den Ist-Daten aus dem abas-ERP-System verzahnten Planungssoftware
"Corporate Planner" erstellt, die für weitere Effektivität bei der Planung auf Kennzahlenebene
und bei der Unternehmenssteuerung sorgte. Diese ERP- und Planungsstruktur wurde systematisch
weiter planmäßig ausgebaut. Im Rahmen eines klar definierten Reporting- bzw. Controllingkatalogs
mit unterschiedlichen Berichtszeiträumen und Zuständigkeiten wird dem Vorstand berichtet.
Dieser Katalog beinhaltet eine vollständige Kosten- und Leistungsrechnung. Auch im
Vertrieb besteht eine entsprechende Strukturierung. Über ein CRM-System werden Interessenten
und Kunden klassifiziert und über Angebote und Aufträge in das ERP-System überführt.
NanoFocus wird im laufenden Jahr in regelmäßigen Abständen einen neu definierten Reportingkatalog
erstellen, der diese Komponenten beinhalten wird. Darüber hinaus werden zusätzliche
interne und externe Überwachungen und Evaluierungen in den Bereichen IT-Sicherheit,
Fachsicherheit und Qualitätssicherung durchgeführt. Einmal jährlich erfolgt die Prüfung
der versicherbaren Risiken und deren effektive Gestaltung in Form eines persönlichen
Gesprächs anhand einer definierten Checkliste und von Beratungsunterlagen.
Die bisherige Technologieplattform, bestehend aus μscan-, μsurf- und μsprint-Technologie,
ist vertieft worden. Daraus werden die fünf Geschäftssegmente abgeleitet, basierend
auf den vier Produktkategorien "Standard", "Modular", "Integration" und "Business
Solution" sowie den Dienstleistungen.
Der Hauptsitz der NanoFocus AG in Oberhausen beheimatet alle Unternehmensbereiche
einschließlich Stab und Vorstand. Zudem besteht ein Kundenzentrum in Ettlingen, ein
Büro in München und die NanoFocus Inc. als Vertriebsgesellschaft in Glen Allen/Virginia
(USA). Im Jahr 2006 war ein Showroom in Singapur eingerichtet worden, der von einem
externen Mitarbeiter betreut wird.
Im süddeutschen Kundenzentrum im badischen Ettlingen in der Nähe von Karlsruhe sind
6 Mitarbeiter mit dem Schwerpunkt Vertrieb, Service und Beratung tätig. Insbesondere
Kunden aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz sowie den angrenzenden EU-Staaten
werden von dort aus betreut. Ab 2010 hatte NanoFocus zudem erstmals eine Repräsentanz
im Münchner Technologiezentrum. Anlass dazu ist die intensivere Betreuung der bestehenden
μsprint-Kunden.
Als nicht finanzielle Leistungsmerkmale sind hervorzuheben:
| ― |
Diverse wissenschaftliche Veröffentlichungen über die NanoFocus-Technologien. |
| ― |
Einbindung des NanoFocus-Know-hows in Fachbücher und in zahlreiche wissenschaftliche Seminare. |
| ― |
Mitarbeit in Fachgremien wie z. B. VDMA, IVAM oder SPECTARIS. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der NanoFocus AG, Herr Dr. Schreier, ist seit dem Geschäftsjahr 2008 als stellvertretender Vorstand im Fachverband Mikrotechnologie der VDMA tätig; seit 2010 ist er zudem als Berater für die NanoFocus AG und für den Fachverband IVAM als Rechnungsprüfer tätig. |
| ― |
Integration von NanoFocus in größere strategische Projekte von Schlüsselkunden und Behörden. |
| ― |
Bereitstellung von Kapazitäten zur Förderung von Doktoranden, Diplomanden, Studenten, Praktikanten und Lehrlingen. |
| ― |
Die von NanoFocus entwickelten Produkte helfen, die öffentliche Sicherheit zu erhöhen. Gleichzeitig helfen sie, Ressourcen einzusparen und die Produktqualität zu verbessern. |
| ― |
Durch die Nutzung der NanoFocus-Produkte können andere Unternehmen den Nano- und Mikrokosmos erforschen und für ihre Zwecke nutzbar machen. Damit werden Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. |
| ― |
Der Verkauf von bislang rund 600 NanoFocus-3D-Oberflächenanalysetools weltweit stärkt das Image als Ausrüster für die Mikro- und Nanotechnologie. |
| ― |
NanoFocus-Technologien werden vielfach auch in Universitäten eingesetzt. Hieraus ergibt sich ein Multiplikatoreffekt für zukünftige wissenschaftliche Kunden. |
| ― |
Zahlreiche international erteilte und angemeldete Schutzrechte und Patente (derzeit ca. 110 Stück): "NanoFocus" "μsurf" "μscan" und "μsprint" sind eingetragene Warenzeichen. |
| ― |
Fortlaufende Entwicklung neuer Patente und Schutzrechte. |
| ― |
Mitarbeit der NanoFocus AG bei der Schaffung neuer Industriekennziffern (Normung). |
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2010 | 2009 | Veränderung | ||
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TEUR | % | TEUR | % | TEUR |
| Vermögen |
|
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| Erweiterungsaufwendungen | 0 | 0 | 25 | 0,3 | -25 |
| Immaterielle Anlagen | 2.582 | 20,2 | 2.518 | 26,1 | 64 |
| Sachanlagen | 464 | 3,6 | 131 | 1,4 | 333 |
| Finanzanlagen | 125 | 1,0 | 125 | 1,3 | 0 |
| Anlagevermögen | 3.171 | 24,8 | 2.799 | 29,0 | 372 |
| Vorräte | 2.031 | 15,9 | 2.355 | 24,4 | -324 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 2.964 | 23,2 | 2.472 | 25,6 | 492 |
| Liquide Mittel | 3.216 | 25,2 | 1.929 | 20,0 | 1.287 |
| Umlaufvermögen | 8.211 | 64,3 | 6.756 | 70,0 | 1.455 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 59 | 0,5 | 101 | 1,0 | -42 |
| Latente Steuern | 1.325 | 10,4 | 0 | 0 | 1.325 |
| Bilanzsumme | 12.766 | 100,0 | 9.656 | 100,0 | 3.110 |
| Kapital |
|
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| Gezeichnetes Kapital | 2.795 | 22,0 | 2.474 | 25,6 | 321 |
| Kapitalrücklage | 5.774 | 45,2 | 4.810 | 49,8 | 964 |
| Gewinnrücklage aus latenten Steuern | 1.165 | 9,1 | 0 | 0 | 1.165 |
| Verlust-/Gewinnvortrag | -514 | -4,0 | 210 | 2,2 | -724 |
| Jahresfehlbetrag | -58 | -0,5 | -724 | -7,5 | 666 |
| Eigenkapital | 9.162 | 71,8 | 6.770 | 70,1 | 2.392 |
| Rückstellungen | 193 | 1,5 | 275 | 2,8 | -82 |
| Verbindlichkeiten | 3.251 | 25,5 | 2.558 | 26,5 | 693 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3 | 0 | 53 | 0,5 | -50 |
| Passive latente Steuern | 157 | 1,2 | 0 | 0 | 157 |
| Fremdkapital | 3.604 | 28,2 | 2.886 | 29,9 | 718 |
| Bilanzsumme | 12.766 | 100,0 | 9.656 | 100,0 | 3.110 |
|
|
2010 | 2009 | Veränderung | |
|
|
TEUR | TEUR | % | absolut |
| Vermögen |
|
|
|
|
| langfristig gebundenes Vermögen | 4.496 | 2.799 | 61 | 1.697 |
| kurz-/mittelfristig gebundenes Vermögen | 8.270 | 6.857 | 21 | 1.413 |
| Bilanzsumme | 12.766 | 9.656 | 32 | 3.110 |
| Kapital |
|
|
|
|
| langfristige Finanzierung | 9.282 | 7.237 | 28 | 2.045 |
| mittelfristige Finanzierung | 1.920 | 1.027 | 87 | 893 |
| kurzfristige Finanzierung | 1.564 | 1.392 | 12 | 172 |
| Bilanzsumme | 12.766 | 9.656 | 32 | 3.110 |
Die in der Vermögensaufstellung zugrunde gelegten Fristigkeiten definieren sich wie
folgt:
| ― |
< 1 Jahr = kurzfristig |
| ― |
> 1 < 5 Jahre = mittelfristig |
| ― |
> 5 Jahre = langfristig |
Die Eigenkapitalquote ist auf hohem Niveau stabil und beträgt 71,8 %. Im kurzfristigen
Bereich beträgt die Verbindlichkeitenfinanzierung aktuell 1.564 TEUR und liegt um
172 TEUR höher als im Vorjahr.
Die Bilanzsumme hat sich um 3.110 TEUR erhöht. Neben der deutlich verbesserten Geschäftslage
im 4. Quartal 2010 ist dies im Wesentlichen die Folge der in 2010 durchgeführten Kapitalerhöhung,
des erstmaligen Ansatzes latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe
von TEUR 1.325 sowie des erstmaligen Ansatzes selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte
in Höhe von TEUR 487. Die beiden letzten Positionen resultieren aus der Inanspruchnahme
der durch das Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) geschaffenen Aktivierungswahlrechte.
Die Vorräte reduzierten sich um ca. 14 %. Dies ist größtenteils auf die Umgliederung
von Vorführgeräten aus dem Vorrats- in das Anlagevermögen zurückzuführen, da diese
Geräte künftig nur noch Demonstrations- bzw. Entwicklungstätigkeiten dienen sollen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen infolge der hohen Dezemberumsätze
um 36 %. Die Lieferforderungen gegen die NanoFocus Inc. konnten dagegen um 82 TEUR
auf 289 TEUR verringert werden.
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 1.871 | 1.480 |
| Jahresergebnis | -58 | -724 |
| Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen und Erträge ohne Liquiditätswirkung | 0 | -4 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 615 | 537 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle | 8 | -9 |
| Cashflow aus Umsatztätigkeit | 565 | -200 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -464 | 86 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -19 | -72 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 82 | -186 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 0 | 6 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -618 | -222 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -618 | -216 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 1.285 | 784 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Investitionsdarlehen | 1.000 | 0 |
| Einzahlungen aus Finanzierungsleasing | 0 | 267 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzierungsleasing | -59 | -41 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Investitionsdarlehen | -394 | -214 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 1.832 | 796 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | 1.296 | 394 |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderung des Fonds | 0 | -3 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 3.167 | 1.871 |
Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode betrifft den Saldo aus Zahlungsmitteln
(Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten) in Höhe von 3.216 TEUR
(Vorjahr: 1.929 TEUR) und jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
in Höhe von 49 TEUR (Vorjahr: 58 TEUR).
In 2010 konnte nach dem Krisenjahr 2009 wieder ein positiver Cashflow aus der Umsatztätigkeit
von 565 TEUR erzielt werden, da das um die Abschreibungen bereinigte Jahresergebnis
deutlich positiv ausfiel. Die Differenz zum Vorjahr beträgt +765 TEUR.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit 82 TEUR nur leicht positiv
ausgefallen, da die offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag
durch das umsatzstarke 4. Quartal 2010 deutlich über dem Niveau von 2009 lagen.
Die Investitionstätigkeiten in Höhe von 618 TEUR betrafen neben Anschaffungskosten
für Soft- und Hardware sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung insbesondere die Aktivierung
eigener Entwicklungsleistungen in Höhe von 487 TEUR.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt mit 1.832 TEUR um 1.036 TEUR über
dem Vorjahresergebnis. Dies resultiert vor allem aus der erfolgreich durchgeführten
Kapitalerhöhung mit einem Kapitalzufluss in Höhe von 1.285 TEUR und der Aufnahme eines
KfW-Konjunkturkredits in Höhe von 1.000 TEUR. Die Darlehenstilgungen schlagen mit
394 TEUR zu Buche.
Aus dem Sale & Lease Back der ERP-Software ergaben sich Zahlungen in Höhe von 59 TEUR.
Insgesamt ergibt sich zum 31. Dezember 2010 ein zum Vorjahr um 1.296 TEUR erhöhter
Finanzmittelbestand von 3.167 TEUR.
Grundsatz und wichtigstes Ziel ist die nachhaltige Sicherung der Unternehmensexistenz
durch Schaffung ausreichender Liquidität und einer guten Eigenkapitalausstattung.
Weiterhin wichtig ist der Zugang zum öffentlichen Kapitalmarkt, um Wachstumschancen
nutzen und nachhaltigen Cashflow generieren zu können. Eine angemessene Eigenkapitalrendite
bzw. Umsatzrendite sind mittelfristige fest verankerte Unternehmensziele.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juli 2010 wurde das Genehmigte Kapital
auf 1.237 TEUR erhöht und reduzierte sich nach einer teilweisen Ausschöpfung durch
eine Bezugsrechtkapitalerhöhung in Höhe von 321 TEUR auf 915 TEUR. Im Januar 2010
wurde außerdem im Rahmen des KfW-Programms ein Konjunkturkredit in Höhe von 1.000
TEUR aufgenommen. Aufgrund dieser Kapital- und Finanzierungsmaßnahmen war die Finanzierungsstruktur
in 2010 solide und wird für das in 2011 geplante Wachstum im Rahmen der Weiterentwicklung
der neuen Produktlinie μsprint ausreichend sein.
Die Vorfinanzierung der Aufträge erfolgt zum größten Teil aus eigenen Mitteln, aber
auch durch Anzahlungen in Höhe von bis zu 35 % des Kaufpreises. Etwaige betragsmäßig
und zeitlich befristete Anzahlungsbürgschaften wurden durch Avale abgesichert.
Forderungsausfälle sind in 2010 wie bereits in der Vergangenheit nicht aufgetreten
und werden auch zukünftig aufgrund der Erfahrungen nur eingeschränkt erwartet.
Die Investitionen lagen im planmäßigen Rahmen. Neben der Geschäftsausstattung waren
Softwarelizenzen Schwerpunkte der Investitionen. Aufgrund der flachen Fertigungsstruktur
ist die Investitionstätigkeit in der Produktion noch gering.
|
|
2010 | 2009 | Veränderung | |||
|
|
TEUR | % | TEUR | % | absolut | % |
| Umsatzerlöse | 6.477 | 90,0 | 5.024 | 89,5 | 1.453 | 28,9 |
| Bestandsveränderung | 57 | 0,8 | 175 | 3,1 | -118 | -67,4 |
| Sonstige Erträge | 666 | 9,3 | 413 | 7,4 | 253 | 61,3 |
| Gesamtleistung | 7.200 | 100,0 | 5.612 | 100,0 | 1.588 | 28,3 |
| Aktivierte Eigenleistung | 459 | 6,4 | 0 | 0,0 | 459 |
|
| Materialaufwand | 2.104 | 29,2 | 1.826 | 32,5 | 278 | 15,2 |
| Personalaufwand | 2.907 | 40,4 | 2.390 | 42,6 | 517 | 21,6 |
| Andere Aufwendungen | 1.961 | 27,2 | 1.501 | 26,7 | 460 | 30,6 |
| EBITDA | 687 | 9,5 | -105 | -1,9 | 792 |
|
| Abschreibungen | 615 | 8,5 | 537 | 9,6 | 78 | 14,5 |
| EBIT | 72 | 1,0 | -640 | -11,4 | 712 |
|
| Finanzerträge | 24 | 0,3 | 36 | 0,6 | -12 | -33,3 |
| Finanzaufwendungen | 157 | 2,2 | 118 | 2,1 | 39 | 33,1 |
| Finanzergebnis | -133 | -1,8 | -82 | -1,5 | -51 | 62,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -61 | -0,8 | -724 | -12,9 | 663 |
|
| Steuerergebnis | 3 | 0,0 | 0 | 0,0 | 3 |
|
| Jahresergebnis | -58 | -0,8 | -724 | -12,9 | 666 |
|
Der Umsatz erhöhte sich infolge des konjunkturellen Anstiegs um ca. 29 %. Die in den
sonstigen Erträgen von insgesamt 666 TEUR ausgewiesenen öffentlichen Fördermittel
erhöhten sich planmäßig um 154 TEUR auf 542 TEUR.
Die Materialaufwandsquote in Relation zur Gesamtleistung konnte um ca. 3 Prozentpunkte
verringert werden. Hauptgrund dafür waren stabile Einkaufspreise sowie der weitere
Ausbau der Servicedienstleistungen, die somit ihren Anteil am Gesamtumsatz ausbauen
konnten. Der Personalaufwand erhöhte sich absolut durch die Einstellung weiterer qualifizierter
Mitarbeiter um 517 TEUR auf 2.907 TEUR. Durch den Anstieg der Gesamtleistung im Vergleich
zum Vorjahr nahm die Personalaufwandsquote um ca. 2 Prozentpunkte ab. NanoFocus konnte
das Geschäftsjahr 2010 mit einem positiven Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT)
von 72 TEUR und somit einer Steigerung um 712 TEUR zu 2009 abschließen. Das EBITDA
stellt sich wie folgt dar:
|
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
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TEUR | TEUR |
| Ergebnis vor Steuern | -61 | -724 |
| Abschreibungen | 615 | 537 |
| Finanzergebnis | -133 | -82 |
| EBITDA | 687 | -105 |
Damit ist das EBITDA in 2010 um 792 TEUR höher als im Vorjahr ausgefallen. Der Hauptgrund
dafür ist primär der deutliche Umsatzanstieg.
Das Finanzergebnis sank durch die Inanspruchnahme des neuen KfW-Konjunkturkredits
um 51 TEUR auf -133 TEUR.
Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr auf erhöhtem Niveau (+78 TEUR). Dies
ist primär die Folge der Umgliederung der Entwicklungs- und Vorführgeräte von den
Vorräten in das Anlagevermögen. Hauptbestandteil ist weiterhin die jährliche Abschreibung
auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 350 TEUR.
Das Jahresergebnis ist um 666 TEUR auf -58 TEUR gestiegen.
Die NanoFocus AG ist ein international tätiges Technologieunternehmen und ist damit
einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Der Vorstand und die Mitarbeiter der NanoFocus
AG sind sich bewusst, dass unternehmensbezogene Risiken und Chancen systematisch erfasst
und beobachtet werden müssen. Eine kontinuierliche Risikoabschätzung ist seit Gründung
des Unternehmens fester Bestandteil des Geschäftsführungsprozesses von NanoFocus,
um das sich laufend ändernde Marktumfeld zu analysieren und Veränderungen der Geschäftsprozesse
zu gewährleisten. Nach § 91 Abs. 2 AktG ist NanoFocus verpflichtet, ein Überwachungssystem
einzurichten, mit dem Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können,
früh erkannt werden.
Ziele des Risikomanagements sind es, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und
notwendige Maßnahmen einzuleiten.
Die Risiken werden hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe identifiziert
und bewertet. Es werden notwendige Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Absicherung entwickelt
oder das Restrisiko akzeptiert.
In das Risikomanagement werden der Vorstand, die Abteilungsleiter, alle Mitarbeiter
sowie als Kontrollorgan der Aufsichtsrat einbezogen.
Das Risikomanagement erfolgt durch regelmäßige Überwachung der identifizierten Risiken,
ergänzt durch laufende Beobachtung relevanter Entwicklungen zur Identifikation von
neuen Risiken sowie durch punktuelle Risikoanalysen.
Die systematische Verfolgung der Risikoentwicklung und Berichterstattung erfolgt in
folgenden Controlling- und Berichtsinstrumenten:
| ― |
definierte Checklisten für internes Reporting |
| ― |
monatliches Controlling (insbesondere Vertriebsrisiken, finanzielle Risiken, IT-Risiken), gegebenenfalls auch in kürzeren Intervallen |
| ― |
externe Kommunikation (Lagebericht, Wertpapierprospekt, Reporting, Präsentationen, Corporate News, Geschäftsbericht) |
| ― |
Verfolgung von relevanten Branchenberichten als Frühindikatoren und Benchmarks (VDMA, SPECTARIS, ZVEI, Konjunkturberichte, Berichte über Trendmärkte) |
| ― |
jährlicher Versicherungscheck - ergänzt um mandatierte externe Beratung |
Die Überwachung der Risiken durch Informationen von Mitarbeitern erfolgt durch Interviews
und interne regelmäßige Besprechungen in folgenden Gremien und mit den aufgeführten
Kommunikationsmitteln:
| ― |
interner Newsletter |
| ― |
Vorstandssitzungen |
| ― |
monatliche Abteilungsleitermeetings |
| ― |
vierteljährliche interne Betriebsversammlung |
| ― |
jährliche Unternehmensplanung |
| ― |
technische Beratung durch den wissenschaftlichen Beirat |
| ― |
Versammlungen zu aktuellen unternehmenskritischen Themen |
Die Risiken werden in den genannten Sitzungen des Vorstands mit den Fachbereichsleitern
sowie den anderen genannten Gremien erörtert und beobachtet. Neben diesen regelmäßigen
Terminen sind die einzelnen Vorstandsmitglieder sowie die Fachbereichsleiter verpflichtet,
dem Vorstand im Bedarfsfall ad hoc über risikobehaftete Entwicklungen zu berichten.
Alle Mitarbeiter sind unter anderem durch den Newsletter sensibilisiert, über die
wesentlichen Entwicklungen in ihren Abteilungen sowie daraus resultierende Risiken
regelmäßig zu berichten. Die punktuelle Untersuchung von Risiken erfolgt durch externe
Gutachten und Prüfungen durch Dritte, z. B. Due-Diligence-Prüfungen im Rahmen von
Finanztransaktionen, technische Gutachten, Industrie- und Analystenresearches, Personal-
und Führungsaudits und juristische Gutachten.
Diese sind beim Vorstand verfügbar. Der Aufsichtsrat erhält monatlich eine Übersicht
über die wesentlichen finanziellen Kennzahlen sowie im Bedarfsfall explizite Informationen
zu Risiken oder Kennzahlen.
Die Identifikation und Verfolgung der vom Vorstand oder Aufsichtsrat der NanoFocus
AG als wesentlich angesehenen Risiken erfolgt in einer Risikoinventur und wird laufend
überwacht. Die umfassendste Risikoinventur fand im Zusammenhang mit der Wertpapierprospekterstellung
im August 2006 statt. Die dort aufgelisteten Risiken sowie deren Bewertung bilden
die Grundlage des aktuellen Risikomanagements. Zuvor erfolgte Risikomanagementprozesse
und -dokumentationen sind in diese Risikoinventur eingeflossen. Im Rahmen der Unternehmensplanung
2011 wurde die Risikoinventur erneut durchgeführt.
NanoFocus hat in der Risikomatrix folgende aktuelle und mögliche wesentliche Risiken
für das Unternehmen ermittelt:
| ― |
Risiken aus der Unternehmenstätigkeit: potenzieller Umsatzausfall, Geschäftsmodell |
| ― |
Generelle Risiken aus der Vertriebstätigkeit |
| ― |
Finanzierungsrisiko: Liquidität und Kosten |
| ― |
Marktrisiko: Investitionsverhalten der Kunden |
| ― |
Technologierisiko: Innovative Techniktrends werden nicht erkannt, Produkte könnten technisch nicht mehr zeitgemäß sein |
Kunden verstärken und verzögern oft ihre Investitionsausgaben oder versuchen, reaktiv
auf veränderte Geschäftsumfelder oder Märkte die Bestellungen zu stornieren oder zu
verschieben. Denkbar ist auch eine vollständige Aufgabe der Investitionsabsicht. Dies
kann zu Umsatzrückgängen und damit verbundenen Liquiditätsproblemen bei NanoFocus
führen. Durch erhöhte Vertriebstätigkeit, den Ausbau des Vertriebsnetzes, neue Kampagnen,
innovative Produkte und neue Zielmärkte versucht der Vertrieb, potenziellen Umsatzeinbußen
aktiv entgegenzuwirken.
Zur Stärkung der Liquidität hat der Vorstand bereits in der Vergangenheit umfangreiche
Maßnahmen ergriffen. Im Geschäftsjahr 2010 wurde durch umfangreiche Förderprojekte
das Grundgeschäft stabilisiert. Weiterhin wurden durch eine durchgeführte Kapitalmaßnahme
geplante Investitionen auf eine sichere Basis gestellt. Für die Zukunft wurden weitere
alternative Finanzierungsquellen identifiziert und evaluiert bzw. weiter vorbereitet.
Bestandsgefährdende Risiken können im Nachgang der weltweiten Wirtschaftskrise auftreten.
Zwar haben sich insbesondere die Kennzahlen der Produktion deutlich erholt, allerdings
kommen die Investitionsbudgets erst langsam zurück. Wir sehen aktuell eine weitere
Erholung, die aber jederzeit durch globale Ereignisse verzögert oder unterbrochen
werden kann.
Wenn sich Auftragseingänge verzögern, minimieren oder gar ganz ausfallen, können sich
die fehlenden Umsatzerlöse und die damit zusammenhängenden Liquiditätsströme im ungünstigsten
Fall so stark verringern, dass eine Bestandsgefährdung des Unternehmens auftreten
kann. Eine Bestandsgefährdung des Unternehmens wird auf Basis der aktuellen Auftragslage
als unwahrscheinlich eingeschätzt.
NanoFocus ist in einem Zukunftsmarkt mit großem Volumen und überproportionalem und
signifikantem Wachstum gut positioniert. Bei der berührungslosen 3D-Oberflächenanalyse
zählt das Unternehmen zu den führenden Ausrüstern weltweit. Es gibt durch die technologische
Komplexität hohe Markteintrittsbarrieren für andere Unternehmen. Der aktuelle Technologievorsprung
der NanoFocus AG beträgt nach wie vor geschätzte 3 bis 5 Jahre. Durch den Zukauf der
SISCAN-Technologie aus dem Hause der Siemens AG hat sich die technische Führungsrolle
im Bereich konfokaler und berührungsloser Messtechnik weiter verstärkt.
Durch rund 600 verkaufte Geräte und eine Marktpräsenz von über 15 Jahren ist ein stabiler
und großer Kundenstamm entstanden. Im Laufe der Zeit hat sich zudem ein umfangreiches
Partnernetzwerk mit führenden Institutionen, Verbänden und Experten aus Forschung
und Industrie entwickelt. Durch die Nutzung der guten Netzwerkmöglichkeiten mit Industrie
und Forschungsinstituten wird der Wissenstransfer in das Unternehmen überproportional
erhöht.
Die Aufnahme der Aktienkursnotierung im Jahr 2005 der NanoFocus AG, aber auch Präsentationen
im In- und Ausland sowie Messeteilnahmen haben den Bekanntheitsgrad des Unternehmens
weiter gesteigert. Die NanoFocus AG verfügt über ein außerordentlich gutes Markenimage.
Die Chancen auf Verkäufe und Geschäftsanbahnungen ohne Vertriebsaktivitäten sind damit
vorhanden. Hierdurch wird ein Grundgeschäft für NanoFocus gesichert.
Durch die fragmentierten Absatz- und Beschaffungsmärkte kann NanoFocus mit branchenerfahrenen
Partnern eine Vielzahl von Nischenmärkten und Spezialbranchen besetzen. In wirtschaftlich
schwierigen Zeiten kann dies umsatzstabilisierend und existenzsichernd sein.
Durch die Einbeziehung in den Börsenhandel wurden die Voraussetzungen für weitere
Finanzierungsmöglichkeiten geschaffen. NanoFocus hat die Chance auf bankenunabhängige
und großvolumigere Eigenkapitalfinanzierungen. Zudem kann im Rahmen von Mergers &
Acquisitions die eigene Aktie als Akquisewährung eingesetzt werden. Damit besteht
eine fortlaufende Option auf anorganisches Wachstum.
NanoFocus besitzt durch die Nutzung der physikalischen Welt der Nanotechnologie (optische
Innovationen und elektronische Verbesserungen bis hin in den Nanometerbereich) selbst
die Chance zur signifikanten Leistungssteigerung der eigenen Produkte.
Die Großindustrie hat starkes Interesse an dem Zielmarkt. Dadurch bestehen gute Möglichkeiten,
mit namhaften internationalen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Hinzu kommt, dass die
internationale Förderlandschaft für den Trendmarkt Nanotechnologie und Optoelektronik
für die Wachstumsthemen Clean Tech, Solar und Medizintechnik hervorragend ist und
kurz- bis mittelfristig genutzt werden kann.
Die Trends zur Miniaturisierung, zu mehr Hightech-Entwicklungen und zur vollständigen
Qualitätskontrolle sind gute Voraussetzungen, um das neue μsprint-Geschäft international
schnell auszubauen. Ebenfalls günstig sind die stark gestiegene Produktionsansprüche
in der Ein- und Ausgangskontrolle.
Das zunehmende Sicherheitsbewusstsein und die damit einhergehenden gesetzlichen Verschärfungen
schaffen ideale wirtschaftliche Grundvoraussetzungen für einen überproportionalen
Geräteabsatz im Bereich der "Fingerprint/Public-Safety"-Technologien. Die steigenden
Ansprüche an optische 3D-Technologien kommen NanoFocus zugute.
Die NanoFocus AG geht in der Unternehmensplanung von einem nachhaltigen, überproportionalen
quantitativen und qualitativen Wachstum im kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizont
aus, wobei die nachfolgend aufgeführten Randbedingungen und Annahmen als Prognosegrundlage
dienen.
Existenzgefährdende Risiken werden unter Voraussetzung weiterer vorbereiteter Finanzierungsmöglichkeiten
derzeit nicht gesehen. Es bestehen allerdings die Risiken im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit.
Sollten beispielsweise die antizipierten Parameter der Gesamtwirtschaft oder Einzelbranchen
nicht zutreffen, kann die daraus resultierende Investitionsneigung nachlassen und
den erwarteten Umsatz sowie die Kapitalzufuhr einschränken.
Im laufenden Geschäftsjahr bestehen insbesondere Risiken durch Nachläufer der Konjunktur-
und Wirtschaftskrise, die für NanoFocus auch einen wirtschaftlich nachteiligen Effekt
haben könnten. Den noch schwierig einzuschätzenden Investitionsgütermarkt und den
aktuell ständig schwankenden volks- und finanzwirtschaftlichen Bedingungen begegnet
NanoFocus weiterhin mit einer differenzierten Betrachtung in drei Szenarien (Real,
Worst und Best Case). NanoFocus wird zeitnah auf Änderungen reagieren, wenn sich die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern und Einfluss auf die Geschäftsentwicklung
nehmen sollten. Parallel werden auch kostenbewusst Möglichkeiten zur Aufstockung von
Personal- oder Produktionskapazitäten evaluiert. Die Controllinginstrumente sind sowohl
personell als auch strukturell etabliert und werden entsprechend weiter intensiviert,
um sehr zeitnah Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Bestehende Risiken durch neue technologische Entwicklungen, die das ganze Produktportfolio
gefährden, werden als gering erachtet, da NanoFocus stets mit führenden wissenschaftlichen
Instituten und Industriepartnern weltweit agiert und damit technologisch am Puls der
Zeit bleibt. Beschaffungsrisiken werden durch mehrere Lieferanten für kritische Bauteile
bzw. mögliche Eigenentwicklung und Fertigung begrenzt. Die Fertigung von größeren
Aufträgen ist mit der geschaffenen Struktur gut möglich. Dezentrale Auftragsvergaben
können die Risiken abmildern. In der Mikrobetrachtung stellt sich dies wie folgt dar:
| ― |
Gewinnung neuer Mitarbeiter in 2011 |
| ― |
attraktiver Arbeitgeber für qualifiziertes Personal |
| ― |
interdisziplinäres Team für Innovationen |
| ― |
innovative Produkte |
| ― |
strategische Ausrichtung in Wachstumsbranchen: Medizintechnik-, Solar-, Integration und Weiterentwicklung der μsprint-Produktionsmesstechnik (neu) |
| ― |
rund 600 Systeme platziert, 530 Kunden weltweit |
| ― |
Mehrfachverkäufe und Schlüsselanwender |
| ― |
Liquidität/Finanzierung für weiteres Wachstum vorhanden |
| ― |
Börsenlisting (alternative Finanzierungsmöglichkeiten) |
| ― |
Prozesse, Controlling und ERP-System erfolgreich etabliert |

NanoFocus hat das Wachstumsmodell aus 2007 weiterentwickelt und das Konzept "3-Dimensionales
Wachstum" (3D-Wachstum) auch als Planungsgrundlage für das Jahr 2011 und die folgenden
Jahre erstellt. Schwerpunkt und Kern des Modells ist der Innovationsansatz, der sich
auf alle Achsen bzw. Ebenen auswirkt.
Das bestehende Leistungsangebot stellt den kurzfristigen Treiber des Geschäftsmodells
dar (y-Achse).
Der weltweite Vertrieb ist der mittelfristige Wachstumstreiber. Neben einer intensiveren
Vertriebstätigkeit im deutschen Markt sollen europäische und ausgewählte internationale
Märkte für die NanoFocus AG erweitert werden. Neben den Aktivitäten über die NanoFocus
Inc. in den USA erhält Asien in diesem Expansionsprozess mittelfristig weiter eine
größere Bedeutung. NanoFocus wird in allen Regionen das Geschäft sukzessive ausbauen
(x-Achse).
Einen bedeutenden Wertschöpfungskanal stellt die z-Achse dar. Mit leistungssteigernden
und effektiven Innovationen kommt NanoFocus weiter in den wachstums- und margenstarken
betrieblichen Bereich der Produktion und Automation. Den Zugang in diese Märkte bietet
z. B. das Sensorgeschäft. NanoFocus liefert unter anderem Konfokalsensoren, die in
große und hochwertige Maschinen integriert werden. Einen weiteren Eintritt generiert
auch die neue Produktlinie μsprint, die eine Inline-Produktionsüberwachung mit hoher
Geschwindigkeit sicherstellt. Langfristig wird NanoFocus zusammen mit Industriepartnern
die Entwicklung von Innovationen weiter vorantreiben. Wichtig dabei ist der OEM-Gedanke
(Original Equipment Manufacturer). Als Hersteller fertiger Produkte betritt NanoFocus
durch die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern größere Wachstumsmärkte entlang
der Wertschöpfungskette. Die Partner setzen beispielsweise Sensorkomponenten von NanoFocus
zur Veredelung eigener Maschinen ein. Damit wird der Marktzugang indirekt, schnell
und effektiv hergestellt und es werden auf kapitalschonende Weise neue Umsatzpotenziale
erschlossen.
Wachstumstreiber werden folgende aktuelle Projekte sein:
| ― |
Medizintechnikprojekt | Automobilbereich - visuelle Wahrnehmung, 3D-Zylinderinspektion | Neue Techniken im Halbleitermarkt | Alternative Energien - Materialwirtschaft | Solarzulieferer/Solarzellenproduktion | Bildungspaket für BRIC-Staaten |
Die kurzfristige Prognose für das Geschäftsjahr 2011 liegt bei einem Umsatz von ca.
8 Mio. Euro. Der Gewinn pro Aktie (EPS) wird bei circa 0,21 Euro geplant; für das
Jahresergebnis bedeutet dies eine Gewinnerwartung von ca. 580 TEUR. Der Umsatz für
2012 ist mit mindestens 8,5 Mio. Euro geplant. Das Ergebnis sollte 2012 nachhaltig
positiv sein.
Ein strategischer Schwerpunkt für 2011/2012 bildet der kurz- bis mittelfristig wichtige
Bereich der produktnahen Auftragsentwicklung für Großkunden (Outsourcing), verbunden
mit dem Ziel, auch deren Produktion anschließend zu übernehmen oder alternativ durch
Lizenzierung zu profitieren. Die Meilensteine der bestehenden Vertragsvereinbarungen
mit langfristiger Ausrichtung wurden 2010 alle erfolgreich erfüllt und werden plangemäß
weitergeführt. Daraus resultierend konnte NanoFocus einen Großauftrag für die Produktentwicklung
aus der Medizintechnikbranche akquirieren. Dieser Auftrag ist Meilenstein einer langfristigen
Roadmap, die für NanoFocus großes Umsatzpotenzial birgt. Folgeprojekte dieser neuen
Sensorgeneration sind gestartet, wie z. B. ein Projekt im Bereich visuelle Wahrnehmung
in der Automobilbranche.
Das wirtschaftliche Klima hat sich bereits im Berichtsjahr nach der internationalen
Wirtschaftskrise verbessert und diese Erholungstendenz wird sich weiter fortsetzen.
Insbesondere die auch für NanoFocus relevanten Branchen Automotive und Solar sollten
davon profitieren.
Der Internetauftritt wird in 2011 komplett überarbeitet (Relaunch). NanoFocus wird
sich auf 20 wichtigen Messen und zahlreichen Fachveranstaltungen der Mikro- und Nanotechnik
präsentieren. Kundenworkshops sind wieder geplant. Auch in 2011 soll das Networking
im Rahmen der Verbandsmitgliedschaften beim VDMA und dem Deutschen Industrieverband
für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. (SPECTARIS) gepflegt
werden.
Die Produktplattform von NanoFocus ist durch die SISCAN-Übernahme weiter komplettiert
worden. Als Lösungsanbieter im Bereich der berührungslosen optischen 3D-Qualitätssicherung
auf konfokaler Basis bieten wir nun das komplette Sortiment für höchste Ansprüche.
Vom Einsatz in Forschung und Entwicklung über die statistische Prozesskontrolle bis
zur 100%-Prüfung mit höchsten Genauigkeiten ist NanoFocus der führende Innovator in
diesem Bereich und hat durch eine große Wertschöpfungskette zahlreiche betriebswirtschaftliche
Realoptionen. Dies bedeutet: Vom Entwicklungsauftrag für Großkonzerne über standardisierten
Geräteverkauf, OEM-Geschäft, Komponentenfertigung, komplexe Beratungsleistung bis
hin zur Individuallösung hat NanoFocus Möglichkeiten der betriebswirtschaftlichen
Nutzung und Verwertung. Dieses Dienstleistungssortiment und das bestehende Produktportfolio
sind eine starke Positionierung im Wettbewerb.
Die bisher favorisierte internationale Vermarktung durch starke Fokussierung auf weltweite
Reseller für standardisierte NanoFocus-Produkte wird mittelfristig nur noch wenig
Bedeutung für NanoFocus haben. Vielmehr wird NanoFocus mit Vertragshändlern zusammenarbeiten,
die über eine große Marktexpertise und entsprechende Branchen- und Kundenkenntnisse
verfügen. Nach wie vor wird die internationale Kundenbetreuung wichtig sein. Diese
wird in ausgewählten Ländern und Regionen verstärkt.
Wir sehen uns mit der veränderten internationalen Ausrichtung besser als bisher positioniert
und erwarten mittelfristig eine gute und profitable Unternehmensentwicklung.
Der langfristige Zeithorizont der NanoFocus AG orientiert sich primär am beschriebenen
"3D-Wachstumsmodell". Die konsequente Umsetzung dieses Modells bestimmt das langfristige
Handeln von NanoFocus. Das Eindringen neuer Wettbewerber bzw. die Ausbreitung bestehender
Wettbewerber wird durch den hohen Innovationsgrad der NanoFocus AG verhindert.
NanoFocus konzentriert sich auf das Kerngeschäft der innovativen Produktentwicklung
und strebt nachhaltiges, überproportionales Wachstum durch nahe, vertrauensvolle Zusammenarbeit
mit Industriekunden an. Technologische Innovation, Kompetenzvielfalt zur Lösung komplexer
technischer Aufgabenstellungen und Flexibilität bleiben die maßgeblichen Treiber und
Erfolgsfaktoren der NanoFocus AG.
NanoFocus positioniert sich als Ausrüster im Mikro- und Nanometerbereich mit patentierten
3D-Oberflächenanalysetools. Das Unternehmen profitiert von den Wachstumsmärkten in
der Optoelektronik. Innovative Unternehmen und Institutionen, die in Labor und Produktion
mit dem Trend der Miniaturisierung bis in den Nanometerbereich tätig sind, beflügelt
dies. NanoFocus strebt als leistungsfähiger Systempartner die Technologie- und Marktführerschaft
in ausgewählten Marktsegmenten an.
Das neue Geschäftsjahr ist planmäßig gestartet. Der Umsatz im 1. Quartal 2011 hat
sich im Vergleich zu dem von der Wirtschaftskrise geprägten Vorjahreszeitraum ungefähr
verdoppelt. Der Auftragseingang liegt in diesem Zeitraum um 15 % über dem Niveau von
2010. Zudem sind neue und größere Projekte, insbesondere auch im Geschäftsbereich
μsprint, in der Verhandlung und derzeit keine Verschiebungen erkennbar. Erste größere
Aufträge aus dem Solarbereich wurden akquiriert. Auch aus dem Automobilbereich sind
nach sehr verhaltener Investitionsbereitschaft in den letzten beiden Jahren schon
Aufträge gewonnen worden.
Der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) hat für NanoFocus strategische Bedeutung.
Dies gilt insbesondere für die eigene F&E-Abteilung, die dem Unternehmen die technologische
Marktführerschaft und Wegbereiterfunktion auf Dauer garantiert. Die zielgerichtete
Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen und Schlüsselkunden sichert den Zugriff
auf neues Wissen und schafft Akzeptanz im Hinblick auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit
der Ergebnisse.
Im Vordergrund der NanoFocus-F&E-Aktivitäten stehen Entwicklungen zur Leistungssteigerung
der Produkte, zur bedarfsgerechten Anwendung durch den Kunden sowie zur Kostenreduktion
der Fertigung.
Die Aufwendungen für F&E liegen bei NanoFocus konstant zwischen 15 % und 20 %, bezogen
auf den Gesamtumsatz (primär Personalkosten und Softwareentwicklungskosten). Im abgelaufenen
Geschäftsjahr ergibt sich eine F&E-Quote vom Umsatz von 18,3 %.
In 2010 wurden erneut bedeutende Innovationsvorhaben durchgeführt bzw. abgeschlossen.
Die hundertprozentige Tochtergesellschaft NanoFocus Inc. mit Sitz in Glen Allen/Virginia
(USA) wurde im Jahr 2005 gegründet.
In Ettlingen besteht seit dem Jahr 2001 eine Betriebsstätte, in München wurde im Geschäftsjahr
2010 eine Serviceniederlassung eröffnet.
Mit der NanoFocus Materialtechnik GmbH besteht ein exklusiver Lizenzvertrag.
Oberhausen, den 4. April 2011
Der Vorstand
Jürgen Valentin
Marcus Grigat
Joachim Sorg
|
|
31.12.2010 | Veränderung | 31.12.2009 | |
|
|
EUR | % | absolut | EUR |
| A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
0,00 | -100,00 | -25.450,12 | 25.450,12 |
| B. Anlagevermögen | 3.171.264,12 |
|
|
2.799.083,85 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1. Lizenzen | 350.128,02 | -17,42 | -73.873,98 | 424.002,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.744.730,00 | -16,67 | -348.946,00 | 2.093.676,00 |
| 3. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte |
486.826,84 |
|
486.826,84 | 0,00 |
|
|
2.581.684,86 |
|
|
2.517.678,00 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 305.263,12 | k/a | 282.990,00 | 22.273,12 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
159.384,96 | 46,56 | 50.633,53 | 108.751,43 |
|
|
464.648,08 |
|
|
131.024,55 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 124.931,18 | 0,00 | 0,00 | 124.931,18 |
| C. Umlaufvermögen | 8.211.226,77 |
|
|
6.756.163,20 |
| I. Vorräte |
|
|
|
|
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 919.103,83 | -3,89 | -37.214,53 | 956.318,36 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 347.632,58 | -6,52 | -24.234,77 | 371.867,35 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 763.934,16 | -25,57 | -262.424,56 | 1.026.358,72 |
|
|
2.030.670,57 |
|
|
2.354.544,43 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2.585.926,10 | 25,74 | 529.412,40 | 2.056.513,70 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
238.363,83 | 5,14 | 11.659,35 | 226.704,48 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 140.662,68 | -25,58 | -48.346,66 | 189.009,34 |
|
|
2.964.952,61 | 19,93 | 492.725,09 | 2.472.227,52 |
| III. Wertpapiere |
|
|
|
|
| Sonstige Wertpapiere |
|
|
|
|
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks |
3.215.603,59 | 66,66 | 1.286.212,34 | 1.929.391,25 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 58.843,27 | -41,51 | -41.754,66 | 100.597,93 |
| E. Aktive latente Steuern | 1.325.000,00 |
|
1.325.000,00 | 0,00 |
|
|
12.766.334,16 | 32,21 | 3.110.489,18 | 9.655.844,98 |
|
|
31.12.2010 | Veränderung | 31.12.2009 | |
|
|
EUR | % | absolut | EUR |
| A. Eigenkapital |
|
|
|
|
| I. Gezeichnetes Kapital | 2.794.816,00 | 13,0 | 321.293,00 | 2.473.523,00 |
| II. Kapitalrücklage | 5.774.118,46 | 20,0 | 963.879,00 | 4.810.239,46 |
| III. Gewinnrücklage aus latenten Steuern | 1.165.000,00 |
|
1.165.000,00 | 0,00 |
| IV. Gewinn-/Verlustvortrag | -571.589,77 | 11,2 | -57.557,94 | -514.031,83 |
|
|
9.162.344,69 | 35,34 | 2.392.614,06 | 6.769.730,63 |
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen | 0,00 |
|
0,00 | 0,00 |
| C. Rückstellungen |
|
|
|
|
| Sonstige Rückstellungen | 192.654,19 | -29,87 | -82.069,01 | 274.723,20 |
| D. Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.244.675,30 | 39,78 | 638.786,97 | 1.605.888,33 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 82.500,00 | 0,00 | 0,00 | 82.500,00 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 543.051,07 | 59,82 | 203.268,85 | 339.782,22 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 381.235,55 | -28,13 | -149.250,75 | 530.486,30 |
|
|
3.251.461,92 | 27,08 | 692.805,07 | 2.558.656,85 |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.750,00 | 100,00 | -49.984,30 | 52.734,30 |
| F. Passive latente Steuern | 157.123,36 |
|
157.123,36 | 0,00 |
|
|
12.766.334,16 | 32,21 | 3.110.489,18 | 9.655.844,98 |
|
|
|
31.12.2010 | Veränderung | 31.12.2009 | |
|
|
|
EUR | % | absolut | EUR |
| 1. | Umsatzerlöse | 6.476.799,19 | 28,9 | 1.452.850,03 | 5.023.949,16 |
| 2. | Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
57.515,46 | -67,1 | -117.077,05 | 174.592,51 |
| 3. | Andere aktivierte Eigenleistungen | 459.026,84 |
|
459.026,84 | 0,00 |
| 4. | Sonstige betriebliche Erträge | 666.261,91 | 61,3 | 253.164,76 | 413.097,15 |
| 5. | Materialaufwand | 2.103.838,89 | 15,2 | 277.913,83 | 1.825.925,06 |
|
|
davon a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
2.011.294,87 | 15,7 | 273.618,08 | 1.737.676,79 |
|
|
davon b) Aufwendungen für bezogene Leistungen |
92.544,02 | 4,9 | 4.295,75 | 88.248,27 |
| 6. | Personalaufwand | 2.907.375,54 | 21,7 | 517.792,67 | 2.389.582,87 |
|
|
davon a) Löhne und Gehälter | 2.488.173,52 | 20,7 | 427.094,55 | 2.061.078,97 |
|
|
davon b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
419.202,02 | 27,6 | 90.698,12 | 328.503,90 |
| 7. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
614.950,36 | 14,6 | 78.166,07 | 536.784,29 |
| 8. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.956.103,31 | 30,4 | 456.346,42 | 1.499.756,89 |
| 9. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 24.092,72 | -33,5 | -12.130,94 | 36.223,66 |
| 10. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 157.368,30 | 33,2 | 39.230,21 | 118.138,09 |
| 11. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -55.940,28 | -92,3 | 666.384,44 | -722.324,72 |
| 12. | Außerordentliche Aufwendungen | 0 |
|
0,00 | 0 |
| 13. | Außerordentliches Ergebnis | 0 |
|
0,00 | 0 |
| 14. | Neutrale Erträge | 0,00 |
|
0,00 | 0 |
| 15. | Neutrale Aufwendungen | -1.966,52 |
|
-1.966,52 | 0 |
| 16. | Steuerergebnis | 348,86 | -118,0 | 2.289,86 | -1.941,00 |
|
|
davon a) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0 |
|
0,00 | 0 |
|
|
davon b) Sonstige Steuern | 348,86 | -118,0 | 2.289,86 | -1.941,00 |
| 17. | Jahresfehlbetrag | 0 |
|
0,00 | 0 |
| 18. | Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 0 |
|
0,00 | 0 |
| 19. | Bilanzgewinn /-verlust | -57.557,94 | -92,1 | 666.707,78 | -724.265,72 |
|
|
30.12.2010 | Veränderung | 31.12.2009 |
|
|
TEUR | absolut | TEUR |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 1.871 | 391 | 1.480 |
| Jahresergebnis | -58 | 666 | -724 |
| Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen wesentliche Aufwendungen und Erträge ohne Liquiditätswirkung |
0 | 4 | -4 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 615 | 78 | 537 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle | 8 | 17 | -9 |
| Cashflow aus Umsatztätigkeit | 565 | 765 | -200 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva |
-464 | -550 | 86 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva |
-19 | 53 | -72 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 82 | 268 | -186 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 0 | -6 | 6 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -618 | -396 | -222 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -618 | -402 | -216 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 1.285 | 501 | 784 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Investitionsdarlehen | 1.000 | 1.000 | 0 |
| Einzahlungen aus Finanzierungsleasing | 0 | -267 | 267 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Tilgung von Finanzierungsleasing |
-59 | -18 | -41 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Investitionsdarlehen | -394 | -180 | -214 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 1.832 | 1.036 | 796 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands |
1.296 | 902 | 394 |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderung des Fonds |
0 | 3 | -3 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 3.167 | 1.296 | 1.871 |
|
|
31.12.2010 | Veränderung | 31.12.2009 | |
|
|
EUR | % | absolut | EUR |
| Vermögen |
|
|
|
|
| Erweiterungsaufwendungen | 0,00 | -100,0 | -25.450,12 | 25.450,12 |
| Immaterielle Anlagen | 2.581.684,86 | 2,5 | 64.006,86 | 2.517.678,00 |
| Sachanlagen | 464.648,08 | 254,6 | 333.623,53 | 131.024,55 |
| Finanzanlagen | 124.931,18 | 0,0 | 0,00 | 124.931,18 |
| Anlagevermögen | 3.171.264,12 | 13,3 | 372.180,27 | 2.799.083,85 |
| Vorräte | 2.030.670,57 | -13,8 | -323.873,86 | 2.354.544,43 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 2.964.952,61 | 19,9 | 492.725,09 | 2.472.227,52 |
| Wertpapiere | 0,00 |
|
0,00 | 0,00 |
| Liquide Mittel | 3.215.603,59 | 66,7 | 1.286.212,34 | 1.929.391,25 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 58.843,27 | -41,5 | -41.754,66 | 100.597,93 |
| Aktive latente Steuern | 1.325.000,00 |
|
1.325.000,00 | 0,00 |
| Umlaufvermögen* | 8.211.226,77 | 21,5 | 1.455.063,57 | 6.756.163,20 |
| Bilanzsumme | 12.766.334,16 | 32,2 | 3.110.489,18 | 9.655.844,98 |
| Kapital |
|
|
|
|
| Gezeichnetes Kapital | 2.794.816,00 | 13,0 | 321.293,00 | 2.473.523,00 |
| Kapitalrücklage | 5.774.118,46 | 20,0 | 963.879,00 | 4.810.239,46 |
| Gewinnrücklage aus latenten Steuern | 1.165.000,00 |
|
1.165.000,00 | 0,00 |
| Gewinn-/Verlustvortrag | -514.031,83 |
|
-724.265,72 | 210.233,89 |
| Bilanzgewinn/-verlust | -57.557,94 |
|
666.707,78 | -724.265,72 |
| Eigenkapital | 9.162.344,69 | 35,3 | 2.392.614,06 | 6.769.730,63 |
| Sonderposten für Investitionszulagen | 0,00 |
|
0,00 | 0,00 |
| Rückstellungen | 192.654,19 | -29,9 | -82.069,01 | 274.723,20 |
| Verbindlichkeiten | 3.251.461,92 | 27,1 | 692.805,07 | 2.558.656,85 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2.750,00 | -94,8 | -49.984,30 | 52.734,30 |
| Passive latente Steuern | 157.123,36 |
|
157.123,36 | 0,00 |
| Fremdkapital | 3.603.989,47 | 24,9 | 717.875,12 | 2.886.114,35 |
| Bilanzsumme | 12.766.334,16 | 32,2 | 3.110.489,18 | 9.655.844,98 |
*
= Umlaufvermögen (ohne RAP und ohne latente Steuern)
|
|
Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklage |
Bilanzgewinn/ verlust |
Eigenkapital |
|
|
EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| Eigenkapital per 01.01.2010 | 2.473.523,00 | 4.810.239,46 | 0,00 | -514.031,83 | 6.769.730,63 |
| Gewinnrücklagen (Umstellung BilMoG 01.01.2010) |
|
|
1.165.000,00 |
|
1.165.000,00 |
| Barkapitalerhöhung gem. Beschluss vom 29.11.2010 | 321.293,00 | 963.879,00 |
|
|
1.285.172,00 |
| Jahresergebnis |
|
|
|
-57.557,94 | -57.557,94 |
| Eigenkapital per 31.12.2010 | 2.794.816,00 | 5.774.118,46 | 1.165.000,00 | -571.589,77 | 9.162.344,69 |
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches
(HGB) in der Fassung des am 25. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
(BilMoG) aufgestellt. Die NanoFocus AG hat das Wahlrecht gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz
6 EGHGB nicht in Anspruch genommen und die Vorschriften des BilMoG dementsprechend
im Geschäftsjahr 2010 erstmalig angewandt. Die Vorjahreswerte wurden aufgrund der
Erstanwendung des BilMoG nicht angepasst.
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
NanoFocus unterliegt als Gesellschaft, die im Entry Standard als Teilbereich des Freiverkehrs
an der Frankfurter Wertpapierbörse in den Handel einbezogen ist, nicht den Angabepflichten
für börsennotierte Gesellschaften. NanoFocus hat den Anhang um verschiedene freiwillige
Angaben ergänzt, die nur für börsennotierte Gesellschaften verpflichtend sind, um
die Transparenz zu erhöhen. Hinsichtlich des Lageberichtes (§ 264 Abs. 1 Satz 3 und
4 HGB) und der Prüfung des Jahresabschlusses (§ 316 Abs. 1 Satz 1 HGB) verzichtet
NanoFocus auf die größenabhängigen Erleichterungen. Des Weiteren veröffentlicht NanoFocus
auf freiwilliger Basis eine Corporate-Governance-Erklärung (Homepage) und die individuellen
Vorstandsgehälter.
Für den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 ist das Gliederungsschema
der §§ 266 und 275 HGB für große Kapitalgesellschaften zugrunde gelegt worden.
Aufgrund elektronischer Rechenhilfen können sich bei den Angaben in TEUR Rundungsdifferenzen
ergeben. Eurobeträge werden gerundet ohne Nachkommastellen angegeben.
Nach § 269 HGB konnten Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes bis
zur verpflichtenden Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
(BilMoG) als Bilanzierungshilfe aktiviert werden. Die Abschreibung der vorhandenen
Position erfolgt seit 2007 über vier Jahre.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert
um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Soweit bei der Herstellung zur betriebsbereiten
Nutzung wesentliche interne Aufwendungen anfallen, werden diese zu Standardkostensätzen
als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich
3 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z. B. aufgrund
der Laufzeit eines Patents, ergibt. Individuell für Zwecke von NanoFocus erstellte
Software, ERP-Software sowie umfangreiche Steuerungssoftware wird entsprechend der
erwarteten Nutzungsdauer über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die im Zusammenhang mit
dem von der Siemens Electronics Assembly Systems GmbH & Co. KG übernommenen SISCAN-Geschäftszweig
aktivierten Schutzrechte und Softwareprogramme werden über einen Zeitraum von 10 Jahren
abgeschrieben. Der Abschreibungsdauer des Firmenwertes liegt ein Lebenszyklus der
im Rahmen der Verschmelzung mit der OM Engineering GmbH in 2001 erworbenen Technologie
von 20 Jahren zugrunde. Anhaltspunkt hierfür sind auch die Mindestlaufzeiten der zugehörigen
Patente. Aus Vorsichtsgründen wurde ein Abschlag von 5 Jahren vorgenommen und dem
Firmenwert eine planmäßige Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Soweit eine
dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Forschungskosten werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst. Auf bestimmte
Projekte entfallende Entwicklungskosten werden als selbst geschaffene immaterielle
Vermögensgegenstände aktiviert, wenn sicher ist, dass die Fertigstellung des immateriellen
Vermögenswertes technisch realisierbar ist und aus der Vermarktung zukünftige Überschüsse
entstehen. Die aktivierten Entwicklungskosten werden über den Zeitraum abgeschrieben,
in dem zukünftige Erlöse aus dem zugehörigen Entwicklungsprojekt erwartet werden.
Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase. Dies ist der Zeitpunkt,
ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Da eine Aktivierung der selbst erstellten
immateriellen Vermögensgegenstände in der Steuerbilanz unzulässig ist, entsteht gegenüber
der Handelsbilanz eine temporäre Differenz, die sich innerhalb der geschätzten Nutzungsdauer
auflösen wird. Auf diese Differenz werden passive latente Steuern abgegrenzt. Im Geschäftsjahr
2010 fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt 1.187 TEUR an.
Hiervon wurde ein Betrag von 487 TEUR unter den selbst geschaffenen immateriellen
Vermögensgegenständen aktiviert.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um
planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der
selbst erstellten Anlagen werden die direkt zurechenbaren Kosten einbezogen. Die Abschreibungen
werden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear vorgenommen; die Nutzungsdauer
beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 4 bis 8 Jahre, bei anderen Anlagen sowie
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Geringwertige Anlagegüter zwischen
150 und 1.000 Euro werden in einem Sammelkonto zusammengefasst und linear über 5 Jahre
abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis 150 Euro werden im Jahr ihres Zugangs
in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden erstmalig Messsysteme mit einem Buchwert von 344 TEUR,
die für die Entwicklungsarbeit und für Demonstrationszwecke benötigt werden, aus den
Fertigerzeugnissen in das Anlagevermögen (technische Anlagen und Maschinen) umgebucht.
Die Messsysteme werden unter Berücksichtigung des Herstellungsdatums seit dem 1. Januar
2010 linear über eine Nutzungsdauer von 8 Jahren abgeschrieben.
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips
angesetzt. Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verfügt über zukunftsweisende Patente
zur sog. Phasenmikroskopie, mit deren Hilfe die Grenzen des Lichts egalisiert werden
können.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens
über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch
außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit die
Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine
Wertaufholung vorgenommen.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger
Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
In die Herstellungskosten werden alle direkt zurechenbaren Kosten sowie die Fertigungs-
und Materialgemeinkosten einbezogen.
Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung der Forderungen
ausreichend Rechnung getragen.
Bei den latenten Steuern wird gemäß § 274 HGB eine Abgrenzung für die voraussichtlichen
zukünftigen Steuerbelastungen und Steuerentlastungen aufgrund handelsrechtlicher und
steuerrechtlicher Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede gebildet. Latente Steuerschulden
werden auf alle zukünftig zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet. Latente
Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede und nicht genutzte
steuerliche Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass
das zu versteuernde Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären
Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden
können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft
und in dem Umfang reduziert bzw. erhöht, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes
zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch
voraussichtlich verwendet werden kann. Latente Steueransprüche werden somit nur in
dem Umfang angesetzt, in dem die Realisierung des zukünftigen wirtschaftlichen Vorteils
wahrscheinlich ist. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nicht
miteinander saldiert.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen
Verpflichtungen im Hinblick auf ihren Erfüllungsbetrag.
Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen
bilanziert.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag mit
dem Devisenmittelkassakurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr werden in Fremdwährung erfasste Vermögenswerte höchstens mit ihren Anschaffungskosten
angesetzt; nicht realisierte Gewinne werden bei langfristigen Fremdwährungsposten
nicht erfasst.
Hinsichtlich der Entwicklung der Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung
des Geschäftsbetriebes sowie des Anlagevermögens, ausgehend von den historischen Anschaffungskosten,
verweisen wir auf den unter Punkt 2 dargestellten Anlagenspiegel.
Als Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes waren
Kosten für externe Messungen, Beratungs- und Ingenieurleistungen für technologische
Konzepte im Bereich von Nano-Maschinen ausgewiesen. NanoFocus hat gemäß § 269 HGB
a. F. die aktivierten Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes
fortgeführt. Die Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes wurden im
Jahr 2010 vollständig abgeschrieben.
|
|
Anschaffungskosten | Abschreibungen | ||||
|
|
Stand 01.01.2010 | Umbuchungen | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2010 | Afa-Stand 01.01.2010 |
| I. Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes | 101.800,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 101.800,00 | 76.349,88 |
| II. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene Lizenzen/Software | 893.246,23 | 0,00 | 42.794,81 | 0,00 | 936.041,04 | 469.244,23 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 5.234.190,22 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.234.190,22 | 3.140.514,22 |
| 3. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0,00 | 486.826,84 | 0,00 | 486.826,84 | 0,00 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 6.127.436,45 | 0,00 | 529.621,65 | 0,00 | 6.657.058,10 | 3.609.758,45 |
| III. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 113.417,40 | 0,00 | 359.274,79 | 0,00 | 472.692,19 | 91.144,28 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und | 745.488,23 | 0,00 | 98.234,19 | 0,00 | 843.722,42 | 636.736,80 |
| Geschäftsausstattung |
|
|
|
|
|
|
| Summe Sachanlagen | 858.905,63 | 0,00 | 457.508,98 | 0,00 | 1.316.414,61 | 727.881,08 |
| IV. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 124.931,18 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 124.931,18 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 124.931,18 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 124.931,18 | 0,00 |
| Gesamt | 7.213.073,26 | 0,00 | 987.130,63 | 0,00 | 8.200.203,89 | 4.413.989,41 |
|
|
Abschreibungen |
|
||||
|
|
Umbuchungen | Zuführung | Auflösung | Afa-Stand 31.12.2010 | Stand 31.12.2010 | Stand 31.12.2009 |
| I. Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes | 0,00 | 25.450,12 | 0,00 | 101.800,00 | 0,00 | 25.450,12 |
| II. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene Lizenzen/Software | 0,00 | 116.668,79 | 0,00 | 585.913,02 | 350.128,02 | 424.002,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 348.946,00 | 0,00 | 3.489.460,22 | 1.744.730,00 | 2.093.676,00 |
| 3. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 486.826,84 | 0,00 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 0,00 | 465.614,79 | 0,00 | 4.075.373,24 | 2.581.684,86 | 2.517.678,00 |
| III. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 76.284,79 | 0,00 | 167.429,07 | 305.263,12 | 22.273,12 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und | 0,00 | 47.600,66 | 0,00 | 684.337,46 | 159.384,96 | 108.751,43 |
| Geschäftsausstattung |
|
|
|
|
|
|
| Summe Sachanlagen | 0,00 | 123.885,45 | 0,00 | 851.766,53 | 464.648,08 | 131.024,55 |
| IV. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 124.931,18 | 124.931,18 |
| Summe Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 124.931,18 | 124.931,18 |
| Gesamt | 0,00 | 614.950,36 | 0,00 | 5.028.939,77 | 3.171.264,12 | 2.799.083,85 |
In den Forderungen gegen das verbundene Unternehmen NanoFocus Inc. sind Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 289 TEUR enthalten. Des Weiteren bestehen
Forderungen gegen NanoFocus Inc. mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe
von 238 TEUR (Darlehen und Zinsen).
Die Rechnungsabgrenzungsposten weisen ein Disagio in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr: 12
TEUR) auf.
Durch die Anwendung des BilMoG werden im Geschäftsjahr 2010 erstmalig aktive latente
Steuern in Höhe von 1.325 TEUR ausgewiesen. Dabei wurden zum 1. Januar 2010 die aktiven
latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 1.165 TEUR
erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt. Bis zum 31. Dezember 2010 erhöhten
sich die aktiven latenten Steuern aufgrund gestiegener Ergebnisprognosen um 160 TEUR.
Die Erhöhung wurde als Steuerertrag unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
erfasst. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Gesamtsteuersatz von 32,28%
zugrunde gelegt. Bei diesem Gesamtsteuersatz wurden der Körperschaftssteuersatz mit
15 % und der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftssteuer berücksichtigt.
Bei der Gewerbesteuer wurden ein Gewerbesteuermessbetrag von 3,5 % und ein Hebesatz
von 470 % für die Stadt Oberhausen verwendet.
Die aktiven und passiven latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:
|
|
2010 | ||
|
|
Tem- poräre Differenz |
Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
| Steuerlich nutzbare Verlustvorträge |
|
|
|
| - Körperschaftssteuer | 4.029 | 638 |
|
| - Gewerbesteuer | 4.179 | 687 |
|
| Aktivierte Entwicklungskosten |
487 |
|
157 |
Das Grundkapital beträgt 2.794.816 Euro und ist aufgegliedert in 2.794.816 auf den
Inhaber lautende Stückaktien mit einem Gegenwert von umgerechnet je 1,00 Euro. Das
gezeichnete Kapital hat sich im Geschäftsjahr infolge einer Kapitalerhöhung durch
Ausnutzung des genehmigten Kapitals wie folgt entwickelt:
|
|
Euro | Anzahl |
| Stand: 1. Januar 2010 | 2.473.523 | 2.473.523 |
| Barkapitalerhöhung | + 321.293 | + 321.293 |
| Stand: 31. Dezember 2010 | 2.794.816 | 2.794.816 |
Aus der Aktivierung der Entwicklungskosten als selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstand
sowie der Aktivierung latenter Steuern ergibt sich, nach Abzug der passiven latenten
Steuern in Höhe von 157 TEUR, ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von insgesamt
1.061 TEUR. Hiervon entfallen 330 TEUR auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
und 731 TEUR auf aktive latente Steuern.
Der Vorstand ist ermächtigt gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juli 2010,
bis zum 13. Juli 2015 mit der Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft
durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen
einmalig oder mehrmals, jedoch höchstens um bis zu insgesamt 1.236.761 Euro zu erhöhen
(Genehmigtes Kapital 2010). Das Genehmigte Kapital 2010 besteht nach teilweiser Ausschöpfung
noch in Höhe von 915.468 TEUR.
Die NanoFocus AG hat im Geschäftsjahr 2010 eine Bezugsrechtkapitalerhöhung abgeschlossen.
Bei deutschen und internationalen Investoren wurden 321.293 Aktien mit Gewinnanteilberechtigung
ab dem 1. Januar 2010 zum Preis von 4,00 Euro je Aktie platziert. Der Bruttomittelzufluss
für die Gesellschaft beträgt 1.285.172 Euro. Die Mittel aus der Kapitalerhöhung werden
zur Finanzierung konkreter Wachstumsprojekte aus den Bereichen Medizin- und Halbleitertechnik
verwendet. Das Grundkapital der Gesellschaft von 2.473.523 Euro, eingeteilt in 2.473.523
auf den Inhaber lautende Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je 1,00
Euro, wurde in diesem Zusammenhang um einen Betrag von 321.293 Euro auf 2.794.816
Euro erhöht.
|
|
Euro |
| Stand: 1. Januar 2010 | 4.810.239 |
| Einstellung aufgrund Kapitalerhöhung durch Bareinlagen | + 963.879 |
| Stand: 31. Dezember 2010 | 5.774.118 |
Durch die Anwendung des BilMoG wurden aufgrund der Aktivierung latenter Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge zum 1. Januar 2010 insgesamt 1.165 TEUR erfolgsneutral
in die Gewinnrücklagen eingestellt.
|
|
Euro |
| Urlaubsverpflichtungen | 32.200 |
| Abschlussprüfungs- und Beratungskosten | 28.000 |
| Erfindervergütungen | 420 |
| Archivierungskosten | 14.000 |
| Gewährleistungen | 28.686 |
| Berufsgenossenschaft | 14.800 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 15.875 |
| Bonuszahlungen | 29.500 |
| Variabler Kaufpreis SISCAN | 29.173 |
|
|
192.654 |
Im Juni 2010 wurden die von 2005 bis Juni 2010 passivierten Rückstellungen für Erfindervergütungen
ausbezahlt. Seitdem verzichten der ehemalige Vorstandsvorsitzende Herr Dr. Schreier
und die Vorstände Herr Grigat und Herr Valentin auf eine Vergütung ihrer Erfindungen.
Haftungsverhältnisse, insbesondere Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung
von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen,
sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
von Seiten der NanoFocus AG bestehen im Geschäftsjahr nicht.
|
|
|
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit | |||
|
|
|
von bis zu einem Jahr |
zwischen einem und fünf Jahren |
von mehr als fünf Jahren |
Gesamt |
|
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 467 | 1.658 | 120 | 2.245 |
| 2. | Erhaltene Anzahlungen | 83 | 0 | 0 | 83 |
| 3. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 531 | 0 | 0 | 531 |
| 4. | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 12 | 0 | 0 | 12 |
| 5. | Sonstige Verbindlichkeiten | 278 | 103 | 0 | 381 |
|
|
|
1.371 | 1.761 | 120 | 3.252 |
Stadtsparkasse Oberhausen
Kontokorrentverbindlichkeiten: 49 TEUR
Ein Kontokorrentrahmen besteht i. H. v. 100 TEUR.
| Darlehens-Nr. | Darlehensbetrag EUR |
Verbindlichkeiten zum Stichtag EUR |
Auszahlung | Zinssatz p.a. | Tilgung | Laufzeit |
| 6002650346 | 500.000 | 368.304 | 100 % | 5,87 % | monatlich | 10 Jahre |
|
|
|
|
|
|
ab 30.10.2007 | bis 30.09.2017 |
| Sicherung: |
|
erstrangiger Teilbetrag i. H. v. 200 TEUR aus dem Festgeldguthaben 2070060740 verpfändet | ||||
| 6002650353 | 895.000 | 659.265 | 100 % | 5,87 % | monatlich | 10 Jahre |
|
|
|
|
|
|
ab 30.10.2007 | bis 30.09.2017 |
| Sicherung: |
|
erstrangiger Teilbetrag i. H. v. 400 TEUR aus dem Festgeldguthaben 2070060740 verpfändet | ||||
| 6002650379 | 500.000 | 400.000 | 96 % | 4,35 % | halbjährlich | 6 Jahre |
|
|
|
|
|
|
ab 30.03.2009 | bis 30.09.2013 |
| 6002009352 | 1.000.000 | 833.320 | 96 % | 6,29 % | vierteljährlich | 6 Jahre |
|
|
|
|
|
|
ab 30.03.2010 | bis 30.12.2015 |
| Sicherung: |
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drittrangiger Teilbetrag i. H. v. 250 TEUR aus dem Festgeldguthaben 2070060740 verpfändet | ||||
Sicherung für alle vier Darlehen:
1) Sicherungsübereignung des Warenlagers in Oberhausen, 2) Abtretung von Außenständen
der Kunden A-Z (Globalzession)
Die Zinssätze der vier Darlehen sind für die gesamte Laufzeit festgeschrieben.
Zu Gunsten von NanoFocus gibt es zum 31. Dezember 2010 für Mietdeponatverbindlichkeiten
und erhaltene Anzahlungen Bankbürgschaften seitens verschiedener Kreditinstitute in
einer Gesamthöhe von rund 119 TEUR.
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
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TEUR | TEUR |
| μscan | 604 | 650 |
| μsurf | 2.890 | 1.950 |
| μsprint (ohne Ersatzteile und Wartung) | 306 | 60 |
| Systemvermietung | 260 | 313 |
| Auf- und Umrüstung | 26 | 2 |
| OEM | 836 | 1.028 |
| Software, Ersatzteile, Wartung | 819 | 624 |
| Sonstige Dienstleistungen | 751 | 405 |
| abzgl. Skonti, Rabatte und sonstiger Erlösschmälerungen | -15 | -8 |
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6.477 | 5.024 |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
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TEUR | TEUR |
| Deutschland | 2.931 | 3.131 |
| Europa (ohne Deutschland, mit Schweiz) | 1.051 | 336 |
| Asien | 1.403 | 90 |
| Nordamerika | 1.073 | 1.467 |
| Südamerika | 19 | 0 |
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6.477 | 5.024 |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
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TEUR | TEUR |
| Standard | 2.205 | 1.149 |
| Modular | 905 | 919 |
| Integration | 1.280 | 1.328 |
| Business Solution | 236 | 284 |
| Dienstleistungen | 1.851 | 1.344 |
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6.477 | 5.024 |
Als Honorare für den Abschlussprüfer wurde für das Geschäftsjahr 2010 für Abschlussprüfungsleistungen
ein Betrag in Höhe von 25 TEUR unter den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.
Ferner fielen weitere 1 TEUR für sonstige Leistungen an. Honorare für Bestätigungsleistungen
oder Steuerberatungsleistungen fielen seitens des Abschlussprüfers nicht an.
Für die Erstellung der Steuererklärungen 2010 wurden zu Gunsten des Steuerberaters
der Gesellschaft 3 TEUR zurückgestellt. Die sonstigen Rechts- und Beratungskosten
beliefen sich im Geschäftsjahr auf rund 178 TEUR.
Jürgen Valentin, Vorstandssprecher, Duisburg, Dipl.-Physiker - Forschung und Entwicklung
Marcus Grigat, Wesel, Dipl.-Ingenieur - Fertigung und Applikation
Joachim Sorg, Kalbach, Bankfachwirt - Administration, Finanzen, Controlling
Die Gesamtbezüge des Vorstandes belaufen sich im Berichtsjahr auf rund 363 TEUR, diese
gliedern sich wie folgt auf:
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EUR |
| Jürgen Valentin | 140.279 |
| Marcus Grigat | 117.482 |
| Joachim Sorg | 115.990 |
Für das Geschäftsjahr 2010 sind variable Vergütungen in Höhe von 19,5 TEUR und Sachbezüge
in Höhe von insgesamt 21,6 TEUR in den vorgenannten Vergütungen enthalten. Zusätzlich
wurden im Jahr 2010 Erfindervergütungen, für die bereits in den Jahren 2005 bis 2010
Rückstellungen gebildet wurden, an Herrn Valentin in Höhe von 25 TEUR und an Herrn
Grigat in Höhe von 2 TEUR ausgezahlt. An ehemalige Vorstandsmitglieder wurden Erfindervergütungen
in Höhe von 32 TEUR ausgezahlt.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich satzungsgemäß aus drei Mitgliedern zusammen:
Ralf Terheyden, Wirtschaftsprüfer, Bad Zwischenahn, Vorsitzender
Felix Krekel, Vorstand der DESIGN Bau AG, München, stellvertretender Vorsitzender
Gerd Mager, Geschäftsführer der Georg Noll Werkzeugmaschinen GmbH, Grevenbroich, Mitglied
des Aufsichtsrates
Prof. Dr.-Ing. Stefan Altmeyer, Fachhochschule Köln, Institut für Angewandte Optik
und Elektronik, Köln
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates belaufen sich im Geschäftsjahr 2010 auf rund 23
TEUR.
Sonstige Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren
Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2010):
Ralf Terheyden (*1965) studierte BWL an der Universität in Göttingen. Als Steuerberater
und Wirtschaftsprüfer bei einer der großen weltweit tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
konnte er eine fundierte Berufspraxis legen, um danach einen Schwerpunkt im Bereich
Corporate Finance zu intensivieren. Von 1997 bis 1999 standen daher Sanierungs- und
Beratungsaufgaben im Bereich M&A im Vordergrund. Im Jahr 2000 wechselte er zu einer
großen mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und leitete den Bereich Unternehmensfinanzierung.
Eine renommierte Sozietät in London war die nächste Station in der Vita.
Seit Mai 2003 ist Herr Terheyden als Wirtschaftsprüfer, Diplom-Kaufmann und Steuerberater
selbstständig als Gesellschafter und Geschäftsführer, seit September 2004 in eigener
Gesellschaft. Im März 2007 eröffnete Herr Terheyden ein zweites Büro.
Herr Terheyden unterstützt die Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg e. V.
Seit dem Jahr 2007 ist er im Aufsichtsrat der NanoFocus AG und steht diesem seit dem
28. Juni 2007 vor.
Seit Februar 2008 ist Herr Terheyden Beiratsmitglied der Breeze Four GmbH.
Felix Krekel (*1967) ist seit dem 28. Juni 2007 im Aufsichtsrat der NanoFocus AG.
Im Vorstand der im Entry Standard gelisteten DESIGN Bau AG verantwortet er als COO
die Bereiche Unternehmensorganisation, Personal sowie Investor Relations und Public
Relations. In der CD Deutsche Eigenheim AG, einem Joint Venture mit der börsennotierten
conwert Immobilien Invest SE, übt er darüber hinaus die Funktion des Vorstandsvorsitzenden
aus. Aus seiner 10-jährigen Tätigkeit für HSBC Trinkaus, zuletzt als Director Institutional
Equity Sales, bringt er umfangreichen Kapitalmarkthintergrund und Kontakte für NanoFocus
ein.
Herr Krekel ist Diplom-Kaufmann und Certified International Investment Analyst (CIIA).
Gerd Mager verstärkt seit dem 28. Juni 2007 den Aufsichtsrat der NanoFocus AG.
Mit einem betriebswirtschaftlichen Abschluss der Hochschule St. Gallen/Schweiz leitet
er als geschäftsführender Gesellschafter die Firma Georg Noll Werkzeugmaschinen GmbH
in Neuss.
Er bringt neben einem umfangreichen Hintergrund aus dem Bereich der Werkzeugmaschinen
wichtiges Know-how und Netzwerke aus dem Maschinenvertrieb ein. Herr Mager ist seit
vielen Jahren im operativen Geschäft verantwortlich und ist im Industriesegment ein
geschätzter und gestandener Unternehmer. Seine Kompetenz bringt er unter anderem auch
im Beirat des Fachverbands des Maschinen- und Werkzeug-Großhandels e. V. in Bonn ein.
Er ist bei einer kleinen, nicht börsennotierten Düsseldorfer Unternehmensberatung
als Aufsichtsratsvorsitzender tätig, der Compartner AG, Düsseldorf. Die Aktien befinden
sich nur in den Händen der beiden aktiven Geschäftsführer.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren darüber hinaus während der letzten fünf Jahre
weder Mitglied eines Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsratsorgans noch
Partner eines Unternehmens oder einer Gesellschaft.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind unter der Geschäftsanschrift der Gesellschaft:
Lindnerstr. 98, 46149 Oberhausen, erreichbar.
Die Gesellschaft hat den Mitgliedern des Aufsichtsrates derzeit weder Darlehen gewährt
noch Bürgschaften oder Gewährleistungen für sie übernommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates
sind und waren nicht an Geschäften außerhalb der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft
während des laufenden und des vorangegangenen Geschäftsjahres oder an derartigen Geschäften,
die noch nicht endgültig abgeschlossen sind, in weiter zurückliegenden Geschäftsjahren
beteiligt.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden sechs turnusmäßige Sitzungen durchgeführt.
Im Durchschnitt* wurden (entsprechend den Größenmerkmalen des Unternehmens nach § 267 HGB) folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
|
|
2010 | 2009 |
| Angestellte in Vollzeit | 41 | 33 |
| Angestellte in Teilzeit | 6 | 5 |
|
|
47 | 38 |
*
Zur Durchschnittsermittlung wurden Jahresanfangs- und -endbestand gemittelt.
Die NanoFocus AG beschäftigte außerdem durchschnittlich 3 Auszubildende in 2010 (2009:
4) und 7 Praktikanten/Diplomanden in 2010 (2009: 7).
Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verwaltet ausschließlich Schutzrechte, die NanoFocus
Inc. ist eine Vertriebsniederlassung. Zum 31. Dezember 2010 war die Gesellschaft an
den folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:
| Firma | Sitz | Beteiligungsart | Eigenkapital 31.12.2010 |
Anteile am Kapital | Jahresergebnis 2010 |
| NanoFocus Materialtechnik GmbH | Oldenburg | Stammanteile | 9,5 TEUR | 100 % | -2,2 TEUR |
| NanoFocus, Inc. | Glen Allen/Virginia | Stammanteile | -524,2 TUSD | 100 % | -204,5 TUSD |
|
|
TEUR |
| 2010 | 275 |
| 2011 | 294 |
| 2012 bis 2013 | 493 |
Ferner bestehen Verpflichtungen aus der Übernahme des SISCAN-Geschäftsbereichs dahingehend,
dass für die Geschäftsjahre 2011 bis 2017 weitere variable Kaufpreisraten zu zahlen
sind, die sich in Relation zu den mit den SISCAN-Produkten erzielten Umsatzerlösen
ermitteln.
NanoFocus ist im Entry Standard als ein Teilbereich des Open Market (Freiverkehr)
in den Börsenhandel einbezogen. Somit liegt grundsätzlich keine Verpflichtung zur
Abgabe einer Erklärung gemäß § 161 AktG vor. Bereits im Jahr 2006 wurde erstmals die
Entsprechenserklärung gemäß Corporate Governance auf freiwilliger Basis abgegeben.
Die freiwillige Unterwerfung soll zusätzliche Transparenz in die Unternehmenskommunikation
bringen.
Vorstand und Aufsichtsrat der NanoFocus AG haben die Erklärung nach § 161 AktG zur
Anwendung des Corporate Governance Kodex am 30. Dezember 2010 erneuert und den Aktionären
auf der Website www.nanofocus.de dauerhaft zugänglich gemacht.
Oberhausen, den 31. März 2011
NanoFocus AG
Der Vorstand
Jürgen Valentin
Marcus Grigat
Joachim Sorg
Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilten wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember
2010 sowie dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 der NanoFocus AG, Oberhausen,
den folgenden
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NanoFocus
AG, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten
Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung
und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und dem Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung
der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen
Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere
Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht
in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Köln, den 5. April 2011
Susat & Partner OHG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Graf von Kanitz | Schulz-Danso |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Wir erstatten diesen Prüfungsbericht nach § 321 HGB unter Beachtung der Grundsatze
ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen.
Susat & Partner OHG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
NanoFocus AG
Oberhausen
Entwicklung, Erstellung und Vertrieb von optoelektronischen Messsystemen und Qualitätssicherungssystemen
sowie die damit zusammenhängenden Mess-, Service- und Beratungsdienstleistungen.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung
des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb
und zur Veräußerung von Grundstücken, zur Errichtung von Tochtergesellschaften und
Zweigniederlassungen im In- und Ausland, zur Beteiligung an anderen Unternehmen gleicher
oder verwandter Art und anderen Unternehmen sowie zum Abschluss von Interessensgemeinschaftsverträgen.
Amtsgericht Duisburg, HRB 13864
26. Oktober 2001, zuletzt geändert durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 14.
Juli 2010
Kalenderjahr
2.794.816,00 EUR
Es handelt sich um 2.794.816 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 13. Juli 2015 das Grundkapital der Gesellschaft
mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 915.468,00
EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder
Sacheinlagen zu erhöhen.
Der Vorstand ist ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag
des Grundkapitals von insgesamt bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals oder -falls
dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorhandenen Ermächtigung
bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Juli 2015.
Erworbene eigene Aktien dürfen durch den Vorstand zum Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen
oder zur Tilgung von Verbindlichkeiten verwendet werden. Ferner können sie mit Zustimmung
des Aufsichtsrats an Dritte veräußert oder zur Herabsetzung des Grundkapitals eingezogen
werden.
Auf der Hauptversammlung am 14. Juli 2010 wurde
1. der vom Vorstand aufgestellte, von der Susat & Partner OHG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene und vom Aufsichtsrat
gebilligte und damit festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 nebst Lagebericht
und Bericht des Aufsichtsrats vorgelegt,
2. dem Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2009 Entlastung erteilt,
3. die Susat & Partner OHG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zum Abschlussprüfer
und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 gewählt,
4. der Vorstand ermächtigt, bis zum 13. Juli 2015 das Grundkapital der Gesellschaft
mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.236.761,00
EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder
Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats
über die Bedingungen der Aktienausgabe zu entscheiden,
5. der Vorstand ermächtigt, bis zum 13. Juli 2015 eigene Aktien mit einem anteiligen
Betrag von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben und erworbene Aktien zum Erwerb
von Unternehmen zu verwenden, an Dritte zu veräußern oder zur Herabsetzung des Grundkapitals
einzuziehen,
6. die Satzung in § 14 Abs. 1 um die Sätze 4 und 5 bezüglich der Aufsichtsratsvergütung
ergänzt und die §§ 17, 18 und 19 der Satzung im Hinblick auf die Vorgaben des Gesetzes
zur Umsetzung der Aktionärsrichtlinie (ARUG) angepasst.
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.
Jürgen Valentin, Duisburg, Vorsitzender
Markus Grigat, Wesel, Fertigung
Joachim Sorg, Kalbach, Finanzen
Die Vorstandsmitglieder sind gemeinschaftlich mit einem anderen Vorstand oder Prokuristen
zur Vertretung der Gesellschaft befugt.
Ralf Terheyden, Vorsitzender
Felix Krekel, stellvertretender Vorsitzender
Gerd Mager
Prof. Dr.-Ing. Stefan Altmeyer (Ersatzmitglied Aufsichtsrat, Fachbeirat)
| 04/2011 | 05/2011 | 07/2011 |
| 7. April Analystenkonferenz M:access, Frankfurt am Main |
24. Mai Analystenkonferenz Spectaris Fachverband |
13. Juli Hauptversammlung 2011 in Oberhausen |
| 09/2011 | 09/2011 | 11/2011 |
| September Gespräche mit institutionellen Investoren |
7. September Halbjahresbericht 2011 |
21.-23. November Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main |
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208 62 000 99
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Sitz der Gesellschaft: Oberhausen | USt.-ID-Nr. DE 169599353 | Registergericht: Duisburg
HRB 13864
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Ralf Terheyden | Vorstand: Jürgen Valentin (Vorstandssprecher),
Marcus Grigat, Joachim Sorg
Text und Konzeption: Michael Schneiberg, schneiberg.de | Design: Oliver Nicolay, nicolaygrafik.de
Fotografie: Mike Henning, henning-photographie.de | Druck und Produktion: Walter Perspektiven
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Text, Redaktion: NanoFocus AG | Bildnachweis: NanoFocus AG, Mike Henning
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