NanoFocus AG

Oberhausen

Geschäftsbericht 2011

Kennzahlen 2011

Rechnungslegung nach HGB

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31.12.2011 Veränderung 31.12.2010

TEUR % absolut TEUR
Umsatzerlöse 8.222 26,9 1.745 6.477
Gesamtleistung 8.854 23,0 1.654 7.200
Rohertrag 5.740 29,6 1.310 4.430
Personalaufwand 3.446 18,5 539 2.907
EBITDA 870 26,6 183 687
EBITDA-Marge 10,6% 0,0 0 PP. 10,6%
Abschreibungen 650 5,7 35 615
EBIT 221 206,9 149 72
Jahresergebnis 62
120 -58
Anlagevermögen 3.405 7,4 234 3.171
Investitionen 883 -10,5 -104 987
Umlaufvermögen 8.125 -1,0 -86 8.211
Flüssige Mittel 2.248 -30,1 -968 3.216
Eigenkapital 9.225 0,7 63 9.162
Fremdkapital 3.859 7,1 255 3.604
Verbindlichkeiten 3.263 0,4 12 3.251
Bilanzsumme 13.084 2,5 318 12.766
Cashflow aus Umsatztätigkeit 718 27,1 153 565
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 433 428,0 351 82
Cashflow aus Investitionstätigkeit -883
-265 -618
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -532
-2.364 1.832
Working Capital 4.753 10,3 443 4.310
Eigenkapitalquote 70,5% -1,8 -1,3 PP. 71,8%
Eigenkapitalrendite 0,7%
+1,3 PP. -0,6%
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 58 23,4 11 47
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,02
0,04 -0,02
Auftragseingang 2011 8.454 11,6 880 7.574
Auftragsbestand (zum Periodenende) 1.098 -20,4 -281 1.379
Entwicklungsaufwendungen 1.530 35,9 404 1.126
Entwicklungsintensität (Aufwand in Relation zum Umsatz) 18,6% 1,2 1,2 PP. 17,4%
Zahl der Entwicklungsmitarbeiter (Ø) 18 28,6 4 14
Durchschnittl. Entwicklungsmitarbeiter der durchschnittl. Arbeitnehmer 31,0%
+1,2 PP. 29,8%


Umsatzentwicklung
2008-2011 (in TEUR)

EBITDA-Marge
2008-2011 (in Prozent)

Flüssige Mittel
2008-2011 (in TEUR)

Umsatz pro Mitarbeiter
2008-2011 (in TEUR)

Umsatzverteilung nach Branchen

Umsatzverteilung nach Produkten

Umsatzverteilung nach Regionen

Umsatzverteilung nach Geschäftssegmenten

Aktionärsstruktur zum 31.12.2011

Corporate Governance

Ihr Ansprechpartner:

Joachim Sorg
Finanzvorstand, CFO
Tel. +49 208 62 000 54
sorg@nanofocus.de
nanofocus.de

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats zum Deutschen Corporate Governance Kodex 2011
der NanoFocus AG

ISIN-Kennnummer: DE 0005400667
Wertpapierkennnummer: 540 066, Entry Standard

Die NanoFocus AG ist keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG. Sie ist daher nicht verpflichtet, gemäß § 161 AktG eine Compliance-Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben.

Um das Vertrauen der Aktionäre, der Kunden und Mitarbeiter in die Leitung, Überwachung und Transparenz der NanoFocus AG zu erhalten und weiter zu fördern, hat die Gesellschaft dennoch beschlossen, eine freiwillige Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben.

Gemeinsame Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der NanoFocus AG, Oberhausen (nachfolgend auch "Gesellschaft" genannt) zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (nachfolgend auch "DCGK"genannt) gemäß § 161 AktG:

Vorstand und Aufsichtsrat der NanoFocus AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 26. Mai 2010 (bekannt gemacht am 2. Juli 2010) mit den in der Erklärung vom 30. Dezember 2010 genannten Ausnahmen entsprochen wurde.

Vorstand und Aufsichtsrat der NanoFocus AG erklären ferner gemäß § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der am 2. Juli 2010 veröffentlichten Fassung vom 26. Mai 2010 mit Ausnahme der nachfolgend erläuterten Abweichungen auch künftig entsprochen wird:

Abweichungen bezüglich Empfehlungen mit Begründung:

Ziffer 2.3.1, 2.3.3 (Briefwahl)

Die Empfehlung des DCGK zur Unterstützung der Aktionäre bei der Briefwahl besteht erst seit der ergänzten Fassung des DCGK vom 26. Mai 2010, wobei der DCGK jedoch keine Empfehlung des Inhalts abgibt, dass eine Briefwahl generell angeboten werden soll, sondern lediglich im Falle des Stattfindens einer Briefwahl eine Unterstützung der Aktionäre bei der Briefwahl empfiehlt.

Der Vorstand wird vor jeder Einberufung einer Hauptversammlung eingehend prüfen, ob er von dieser Regelung Gebrauch macht und eine Briefwahl vorsieht. Die praktische Umsetzung der Briefwahl ist zurzeit - also zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung - noch mit vielen Rechtsunsicherheiten behaftet. Die Briefwahl bringt zudem im Vergleich zu der von der NanoFocus AG angebotenen Möglichkeit, dem weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft eine Vollmacht mit entsprechenden Weisungen zu erteilen, den Aktionären bei der persönlichen Wahrnehmung ihrer Rechte keinen erkennbaren Mehrwert. Sofern von der Regelung Gebrauch gemacht wird, wird die Gesellschaft auf ihrer Internetseite Formulare für die Briefwahl veröffentlichen und ihre Aktionäre bei der Briefwahl unterstützen.

Ziffer 3.8 (D&O-Versicherung)

Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass beim Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft (D&O-Versicherung) ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden soll. Entgegen den Empfehlungen zur D&O-Versicherung enthält die bestehende D&O-Versicherung, die die Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen hat, keinen Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die NanoFocus AG ist diesbezüglich der Ansicht, dass verantwortungsvolles Handeln für alle Organmitglieder eine selbstverständliche Pflicht ist und dass das Engagement und die Verantwortung, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert werden können.

Ziffer 4.1.5 (Besetzung von Führungspositionen)

Die Gesellschaft verfügt derzeit neben den Mitgliedern des Vorstands über lediglich acht Mitarbeiter in Führungspositionen. Soweit sich aus dieser geringen Anzahl von Mitarbeitern in Führungspositionen keine besonderen Sachzwänge bei der Besetzung von Führungsfunktionen ergeben, wird der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt ("Diversity") achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.

Ziffer 4.2.3, 4.2.4 und 4.2.5 (Vergütung des Vorstands)

Die Gesellschaft ist nicht börsennotiert im Sinne des Aktiengesetzes. Die variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsbezüge haben daher keine mehrjährige Bemessungsgrundlage. Für außerordentliche Entwicklungen ist keine Begrenzungsmöglichkeit vereinbart.

Die Gesellschaft legt die Gesamtbezüge aller Vorstandsmitglieder entsprechend der gesetzlichen Regelung im Anhang des Jahresabschlusses offen und weist sie nicht im Corporate-Governance-Bericht aus.

Ziffer 5.1.2 (Aufgaben und Zuständigkeiten des Aufsichtsrats)

Der Vorstand der Gesellschaft besteht nur aus drei Mitgliedern. Soweit sich aus dieser geringen Anzahl von Mitgliedern des Vorstands keine besonderen Sachzwänge bei der Besetzung von Vorstandspositionen ergeben, wird der Aufsichtsrat bei der Besetzung von Vorstandspositionen im Unternehmen auf Vielfalt ("Diversity") achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.

Ziffer 5.2 (Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsratsvorsitzenden)

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus lediglich drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat daher derzeit keine Ausschüsse gebildet. Der Aufsichtsratsvorsitzende kann dementsprechend nicht Vorsitzender von Ausschüssen sein.

Ziffer 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.2 (Bildung von Aufsichtsratsausschüssen)

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus lediglich drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat daher derzeit keine Ausschüsse gebildet.

Ziffer 5.4.1 (Zusammensetzung des Aufsichtsrats)

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus lediglich drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat daher aus Sachzwängen für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt, die unter Beachtung der unternehmens-spezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt ("Diversity") berücksichtigen. Es war daher auch nicht möglich, bei diesen konkreten Zielen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorzusehen. Aus diesem Grund können die Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung diese Ziele nicht berücksichtigen und es kann die Zielsetzung des Aufsichtsrats sowie der Stand der Umsetzung nicht veröffentlicht werden.

Ziffer 5.4.6 (Vergütung des Aufsichtsrats)

Da der Aufsichtsrat der Gesellschaft derzeit keine Ausschüsse gebildet hat, können der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht gesondert bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder berücksichtigt werden.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder erfolgt ausschließlich nach festen Anteilen. Um unabhängig arbeiten und Entscheidungen treffen zu können, wird der Aufsichtsrat nicht variabel bzw. erfolgsorientiert vergütet.

Die Gesellschaft legt die Gesamtbezüge aller Aufsichtsratsmitglieder entsprechend der gesetzlichen Regelung im Anhang des Jahresabschlusses offen und weist sie nicht individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen im Corporate-Governance-Bericht aus.

Ziffer 6.1 (Veröffentlichung von Insiderinformationen)

Die Gesellschaft ist nicht gemäß § 15 WpHG zur Veröffentlichung von Insiderinformationen verpflichtet, da die Aktien nicht an einem organisierten Markt zugelassen sind.

Die unverzügliche Veröffentlichung erfolgt daher nur von im Tätigkeitsbereich des Emittenten eingetretenen Tatsachen auf dessen Internetseiten, wenn diese wegen ihrer Auswirkungen auf die Vermögens- oder Finanzlage oder auf den allgemeinen Geschäftsverlauf des Emittenten geeignet sind, den Börsenpreis der Aktien des Emittenten erheblich zu beeinflussen.

Ziffer 6.2 (Mitteilungspflichten bei Veränderungen von Anteilen)

Die Gesellschaft unterliegt nicht den Mitteilungspflichten nach § 21 WpHG, da die Aktien nicht zum Handel an einem organisierten Markt zugelassen sind.

Die Gesellschaft wird Veränderungen der an der Gesellschaft gehaltenen Beteiligungen daher nur dann veröffentlichen, wenn diese eine wesentliche Veränderung im Sinne des § 17 Abs. 2 lit. a) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen in der Fassung vom 23. Mai 2011 für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilbereich Entry Standard) darstellen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Veränderung der an der Gesellschaft gehaltenen Beteiligung geeignet ist, den Kurs der Aktie erheblich zu beeinflussen.

Ziffer 7.1.1 und 7.1.2. (Rechnungslegung)

Die Gesellschaft ist nicht börsennotiert im Sinne des Aktiengesetzes. Sie ist daher nicht verpflichtet, Zwischenmitteilungen oder Quartalsfinanzberichte zu veröffentlichen.

Die Gesellschaft folgt den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse in der Fassung vom 23. Mai 2011 (Teilbereich Entry Standard). Gemäß § 17 Abs. 2 lit. b) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse veröffentlicht die Gesellschaft einen geprüften Jahresabschluss samt Lagebericht nach den für die Gesellschaft geltenden nationalen Rechnungslegungsvorschriften (GAAP) oder nach International Financial Reporting Standards innerhalb von sechs Monaten nach Beendigung des für die Gesellschaft geltenden Berichtszeitraums auf den Internetseiten der Gesellschaft.

Der geprüfte Jahresabschluss samt Lagebericht wird zusammen mit dem jeweiligen Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers oder dem Vermerk über dessen Versagung in deutscher oder englischer Sprache veröffentlicht.

Gemäß § 17 Abs. 2 lit. c) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse veröffentlicht die Gesellschaft einen Halbjahresbericht innerhalb von drei Monaten nach dem Ende des ersten Halbjahres eines jeden Geschäftsjahres auf den Internetseiten der Gesellschaft.

Abweichungen bezüglich Anregungen mit Begründung:

Ziffer 2.2.1 (Billigung des Vergütungssystems)

Gemäß § 120 Abs. 4 AktG kann die Hauptversammlung von börsennotierten Gesellschaften unverbindlich ein Votum über die Billigung oder Missbilligung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen. Da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des Aktiengesetzes ist, ist diese Regelung für die Gesellschaft nicht anwendbar. Die Gesellschaft sieht es daher auch künftig nicht vor, dass die Hauptversammlung über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließt.

Ziffer 2.3.4 (Übertragung der HV über moderne Kommunikationsmedien)

Die Gesellschaft verzichtet darauf, die Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien wie zum Beispiel das Internet zu übertragen. Angesichts der Größe der Gesellschaft und des überschaubaren Streubesitzes wäre der Aufwand unverhältnismäßig groß.

Ziffer 3.6 Satz 1 (Aufsichtsrat mit Arbeitnehmer- bzw. Aktionärsvertretern)

Ein mitbestimmter Aufsichtsrat liegt nicht vor. Die Regelung findet daher auf die Gesellschaft keine Anwendung.

Ziffer 5.2 (Bildung von Aufsichtsratsausschüssen)

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus lediglich drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat daher derzeit keine Ausschüsse gebildet.

Ziffer 6.6 (Angaben zum Aktienbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern)

Der Besitz von Aktien von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern wird, auch wenn er einen Anteil von 1 % aller von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien übersteigt, nicht im Corporate-Governance-Bericht angegeben. Die Gesellschaft gibt etwaigen Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder im jährlichen Geschäftsbericht an.



Oberhausen, Dezember 2011


Für den Vorstand
der NanoFocus AG

gez. Valentin


Für den Aufsichtsrat
der NanoFocus AG

gez. Terheyden


Diese Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der NanoFocus AG dauerhaft zugänglich gemacht unter www.nanofocus.de. Die nächste Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex werden der Vorstand und der Aufsichtsrat im Dezember 2012 abgeben.


Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat der NanoFocus AG berät und begleitet den Vorstand des Unternehmens. Seine Aufgabe ist es, die Geschäftsentwicklung im Sinne der Anteilseigner zu kontrollieren. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats möchte ich Sie deshalb wie in jedem Jahr über unsere Tätigkeit informieren.

In 2011 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt und wir konnten uns ein umfassendes Bild über die Lage des Unternehmens machen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand zu allen Fragen der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung informiert. Neben den turnusmäßigen Sitzungen hielten wir einen regelmäßigen Kontakt zu den Mitgliedern des Vorstands, um aktuelle und strategische Entwicklungen des Unternehmens zu erörtern.

Auf diese Weise war der Aufsichtsrat jederzeit über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NanoFocus AG informiert. Alle wichtigen Beschlüsse des Unternehmens wurden im Vorfeld mit dem Aufsichtsrat diskutiert und abgestimmt.

Strategisch gut gerüstet für die Zukunft

Mit der diesjährigen Hauptversammlung endet die Amtszeit des bestehenden Aufsichtsrats. In diese Amtszeit fielen eine Reihe wesentlicher Ereignisse und Entscheidungen. Eine wichtige Zäsur war das Ausscheiden des Unternehmensgründers Dr. Hans Hermann Schreier aus dem operativen Geschäft. Der Aufsichtsrat hat diesen Übergang frühzeitig in die Wege geleitet und gestaltet. Der neue Vorstand konnte sich schnell etablieren. Er hat die volle Unterstützung des Aufsichtsrats und genießt sein uneingeschränktes Vertrauen.

Die letzten Jahre waren geprägt von zum Teil sehr schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Wirtschaftskrise stellte sicherlich die größte Bedrohung dar, die das Unternehmen in seiner bisherigen Geschichte zu bewältigen hatte. Die NanoFocus AG hat diese Zeit trotz zahlreicher Härten nicht nur gut gemeistert, sondern traf mit Unterstützung des Aufsichtsrats richtungsweisende Entscheidungen. Hervorzuheben ist hierbei die Akquisition der µsprint-Technologie, durch welche sich NanoFocus neues strategisches Potenzial erschließen konnte. Ebenso sehen wir hier die verstärkte enge Zusammenarbeit mit Kunden, für die spezifische Lösungen entwickelt werden.

Die letzten beiden Geschäftsjahre standen im Zeichen einer Anpassung des Geschäftsmodells. Mit der stärkeren Ausrichtung als Premiumhersteller für kundenspezifische Prozesswerkzeuge ergeben sich für das Unternehmen sehr gute Marktchancen und Wachstumsmöglichkeiten. Der Aufsichtsrat hat diese strategische Fokussierung sehr eng begleitet und wird diesen Prozess auch zukünftig im Sinne der Aktionäre unterstützen.

Ausrichtung auf Ertragskraft und Gewinnlage

Der Aufsichtsrat hat es immer als eine seiner wichtigsten Kontrollfunktionen angesehen, gegenüber dem Vorstand auf eine Stärkung von Ertragskraft und Gewinnlage einzuwirken. Die Wirtschaftskrise stellte eine wesentliche Unterbrechung der organischen Wachstumsentwicklung dar. Sie war die Ursache dafür, dass NanoFocus hinter den gesteckten Zielen zurückgeblieben ist. Seit dem Ende der Wirtschaftskrise verläuft die Unternehmensentwicklung der NanoFocus AG positiv. Vor diesem Hintergrund wird besonderes Augenmerk auf die Stärkung der Ertrags- und Finanzkraft des Unternehmens zu richten sein. Hier besteht aus Sicht des Aufsichtsrats und der Unternehmensführung noch erhebliches Potenzial. Dieses gilt es zu erschließen.

Einstimmige Feststellung des Jahresabschlusses

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vorgelegt. In der Sitzung vom 24. April 2012 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht unter Einbeziehung des Prüfungsberichts intensiv diskutiert. Der den Prüfungsbericht unterschreibende Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat alle Auskünfte erteilt und Fragen eingehend beantwortet. Einwendungen gegen den Jahresabschluss oder das Ergebnis der Prüfung hat der Aufsichtsrat nicht erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht einstimmig gebilligt. Der Jahresabschluss wurde damit einstimmig gemäß § 172 AktG festgestellt.

Besonderer Dank

Der Aufsichtsrat dankt den Aktionärinnen und Aktionären ausdrücklich für das entgegengebrachte Vertrauen in den letzten Jahren.

Wir möchten auch dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz unseren Dank aussprechen. Wir sind zuversichtlich, dass das Unternehmen die richtigen strategischen Weichen gestellt hat. Die Technologie von NanoFocus ist ausgereift und weltweit branchenübergreifend einsetzbar. Die NanoFocus AG ist ein stabiles Unternehmen mit guten Zukunftschancen.




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Ralf Terheyden
Vorsitzender des Aufsichtsrats


Lagebericht 2011

I. Wirtschaftsbericht

Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur

Die NanoFocus AG ist auf dem Gebiet der prozessnahen optischen Oberflächenmesstechnik im Mikro- und Nanometerbereich tätig. Haupttätigkeiten der NanoFocus AG sind die Entwicklung, Fertigung sowie der weltweite Vertrieb von Geräten für die berührungslose 3D-Oberflächenanalyse. NanoFocus ist international als technologisch führendes Unternehmen im Bereich der hochauflösenden Charakterisierung von Funktionsoberflächen positioniert. NanoFocus-Geräte werden vor allem für die Qualitätssicherung eingesetzt und eignen sich für nahezu alle Industriebranchen. Durch ihre Technologie ermöglicht die NanoFocus AG Kunden und Partnerunternehmen die Herstellung innovativer Produkte und die Umsetzung effizienter Fertigungsverfahren. Die drei Hauptproduktlinien sind die Analyse-Systeme µsurf, µscan und µsprint. Daneben bietet die Gesellschaft ergänzende Dienstleistungen und die zum Betrieb notwendige Systemsoftware an.

Die NanoFocus AG ist seit dem 14.11.2005 am Teilbereich Entry Standard des Open Market in Frankfurt börsengelistet und seit August 2006 durch die Begebung eines Wertpapierprospektes offiziell börsennotiert.

Die Gesellschaft hält eine hundertprozentige Beteiligung an der NanoFocus Materialtechnik GmbH in Oldenburg. Weiterhin besteht die NanoFocus, Inc als hundertprozentige Tochtergesellschaft der NanoFocus AG in Glen Allen/Richmond, Virginia, USA. In Singapur unterhält die NanoFocus AG seit 2006 einen Showroom, der durch zwei freie Mitarbeiter betreut wird. Von dort werden die rund zehn NanoFocus-Repräsentanten im asiatischen Raum koordiniert. Im süddeutschen Kundenzentrum in Ettlingen, nahe Karlsruhe, sind sechs Mitarbeiter und ein Diplomand für NanoFocus tätig. Seit 2010 hat NanoFocus eine Repräsentanz im Münchener Technologiezentrum.

Die NanoFocus AG beschäftigte Ende 2011 einschließlich der drei Vorstandsmitglieder insgesamt 69 Mitarbeiter inklusive Auszubildende, Diplomanden und Praktikanten.

Weltwirtschaft

Die Wirtschaft hatte sich zum Ende des Berichtszeitraumes eingetrübt. Allerdings gehen die weltweiten Einschätzungen massiv auseinander. Von einer Wiederholung bzw. sogar Ausweitung der Konjunkturkrise bis hin zu einer neuerlichen Erholung auf verhaltenem Niveau reichen die Prognosen. Die Konjunktur hat sich zum Zeitpunkt der Berichtserstellung (April 2012) weltweit wieder stabilisiert. Die einschlägigen Einkaufsmanagerindizes der Konjunktur signalisieren Erholungstendenzen. Die Unsicherheit durch die Staatsschuldenkrise ist weiterhin enorm hoch. Bis zu einer wirklichen Entschärfung bleibt das Risiko, dass die Finanzturbulenzen auf die Realwirtschaft durchschlagen, unverändert bestehen.

Volkswirtschaft in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft hat zum Jahresende 2011 einen kleinen Dämpfer erhalten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - im vierten Quartal 2011 nach vorläufigen Berechnungen um 0,2 % im Vergleich zum Vorquartal zurück. Das Ergebnis für das gesamte Jahr 2011 blieb unverändert bei + 3,0 % (kalenderbereinigt: + 3,1 %). Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich - preis-, saison- und kalenderbereinigt - lediglich von den Investitionen: Die Ausrüstungsinvestitionen - darunter fallen hauptsächlich Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - stagnierten auf dem Niveau des Vorquartals. Das Geschäftsklima im Mittelstand konnte sich beleben und die Erwartungen verbessern. Bei Großunternehmen hingegen wurde lediglich eine verhaltene Stimmungsverbesserung verzeichnet.

Nach einem einschneidenden Rückgang ab August 2011 konnte sich das KFW-IFO Mittelstandsbarometer anschließend wieder erheblich verbessern und lag ab Februar 2012 wieder auf dem Stand von Juli 2011. Die Erwartungshaltung hat sich ebenfalls wieder deutlich aufgehellt. Auch Großunternehmen zeigen sich besser gestimmt, allerdings fallen die Anstiege verhaltener aus (aktuelles Niveau: 16,0 Saldenpunkte). Für das Gesamtjahr 2012 erwartet die KFW ein preis- und kalenderbereinigtes BIP-Wachstum von 1,2 %. Trotz der zurückkehrenden konjunkturellen Zuversicht müssten die unverändert vorhandenen erheblichen Risiken berücksichtigt werden. Die Schwächephase sei zwar demnächst vorbei, die Anfälligkeit des Aufschwungs sei es aber nicht. Die größten Risiken gingen weiterhin von der Schuldenkrise in Europa aus. Aber auch die ungelöste Staatsschuldenproblematik in anderen global bedeutenden Industrieländern wie den USA, dem Vereinigten Königreich und Japan sowie der Konflikt um das iranische Atomprogramm, der durchaus zu einem Energiepreisschock führen könnte, dürften als potenzielle Belastungsfaktoren für die deutsche Volkswirtschaft nicht aus den Augen gelassen werden.

IFO

Deutsche Manager sind zum März 2012 wieder optimistisch. Der IFO-Index als wichtigster Industrieindikator hat sich im März überraschend aufgehellt und stieg auf ein hohes Niveau von 109,8 Punkten - damit bereits den fünften Monat in Folge.

ZEW

Der ZEW-Index ist als Konjunkturindex eine Größe, um das Wirtschaftsvertrauen auf Basis mittelfristiger Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung zu ermitteln. Er gilt als richtungsweisend für den bedeutenderen IFO-Geschäftsklimaindex.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen bessern sich deutlich und liegen per Ende März 2012 fast wieder so hoch wie vor zwei Jahren bei 22,3 Punkten. Die ZEW-Konjunkturerwartungen geben also zweifellos Anlass zu einem gewissen Optimismus, die Lage wird allerdings schon überraschend etwas schlechter bewertet. Dieses Barometer sank um 2,7 auf 37,6 Punkte. In der Tat liegen in der schwachen Konjunkturentwicklung vieler anderer europäischer Staaten weiterhin erhebliche Risiken für die deutsche Volkswirtschaft.

Zielbranchen für NanoFocus

Maschinen- und Anlagenbau

Der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau nahm nach rasantem Anstieg in 2011 wieder spürbar ab. Unter dem Strich stand jedoch ein Plus von 10 %. Die Produktion konnte um 12,1 % zulegen. Für 2012 erwartet der VDMA eine Stagnation auf gleich hohem Niveau - und damit kein Wachstum. Der Auftragseingang sei im Januar 2012 deutlich geschrumpft, allerdings machen andere Frühindikatoren Hoffnung auf eine Stabilisierung.

Elektrotechnik- und Elektroindustrie

Der Zentralverband der deutschen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) verzeichnet für das Geschäftsjahr 2011 einen Umsatzanstieg von 6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hauptanteil daran hatte die starke Inlandsnachfrage. Dieser Trend setzt sich auch zum Jahresbeginn fort. Die um 5 % niedrigeren Auftragseingänge im Januar 2012 zeichnen hingegen ein weniger positives Bild.

Optische Technologien

Der deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, SPECTARIS, erzielte ein Umsatzwachstum von 13,6 %, wobei für das Inland ein Plus von 9,9 % und für das Ausland ein Plus von 16,9 % erzielt wurde. Der Weltmarktindex für optische Technologien fiel mit dem abgelaufenen dritten Quartal 2011 erstmalig wieder unter 200 und erreichte mit 196 Indexpunkten ein Niveau wie zuletzt im dritten Quartal 2010.

Medizintechnik

Im Geschäftsjahr 2011 entwickelte sich der Weltmarktindex Medizintechnik des Fachverbandes SPECTARIS kontinuierlich von 106,4 auf zuletzt 122,6 Punkte. Die Medizintechnik-Branche wird langfristig ein Wachstumsmarkt bleiben. Dazu tragen unter anderem folgende Faktoren bei:

der medizinisch-technische Fortschritt

die demografische Entwicklung

der erweiterte Gesundheitsbegriff in Richtung mehr Lebensqualität

Automobilbranche

Der deutsche Automobilmarkt hat sich 2011 in einem schwieriger werdenden Umfeld stabiler gezeigt, als viele vermutet hatten. Laut VDA verzeichnete das Gesamtjahr ein Zulassungsplus von 9 %. Der Weltmarktanteil deutscher Automobilisten ist auf 20 % gestiegen. Der Verband ist für das Jahr 2012 vorsichtig optimistisch.

Solar-/Halbleiterbereich

Die fortschreitende Konsolidierung auf dem Solarmarkt setzt gerade deutsche Firmen unter massiven Druck. Knapp die Hälfte der von dem Beratungshaus Simon-Kucher untersuchten Unternehmen seien gut aufgestellt und würden über eine stabile Finanzkraft verfügen, allerdings würde rund die Hälfte der Solarunternehmen vom Markt verschwinden.

Die Lage innerhalb der Branche bleibt vor dem Hintergrund weltweiter Überkapazitäten, eines harten internationalen Wettbewerbs und der starken Förderkürzung angespannt. Trotz einer stabilen Nachfrage in Deutschland und einigen Auslandsmärkten bleiben Umsatz und Ergebnis 2011 hinter den Erwartungen vieler Unternehmen zurück. Die Branche hofft auf Besserung durch ein starkes Anziehen der Auslandsmärkte in den nächsten Jahren.

Die Analysten von Lux Research erwarten nach einem Einbruch in 2012 einen sehr starken Anstieg der Solarwirtschaft in den nächsten drei Jahren.

Nanotechnologie

Laut VDI/BMBF befassen sich immer mehr Institutionen in Deutschland mit der Forschung und Entwicklung, der Produktion und den Dienstleistungen im Bereich der Nanotechnologie. Die Nanotechnologie in Deutschland umfasst mittlerweile rund 1.800 Institutionen, davon ca. 40 % kleine und mittlere Unternehmen (KMU), 13 % Großunternehmen, 24 % Hochschulinstitutionen, 9 % institutionelle Forschungseinrichtungen sowie sonstige Einrichtungen wie Netzwerke, Behörden, Verbände und Finanzinstitutionen (Stand: Januar 2011). Seit Ende 2008 ist die Zahl der Nanotechnologieakteure um ca. 50 % angestiegen. Die am stärksten vertretenen Nanotechnologieteilgebiete sind Nanomaterialien, Nanobeschichtungen sowie die Nanoanalytik.

Eine aktuelle Studie von RNCOS Industry Research Solutions vom Januar 2012 beziffert die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate im globalen Nanotechnologiemarkt für die Zeit von 2011 bis 2014 auf 19 %. Das Wachstum werde durch massive staatliche und privatwirtschaftliche Investitionen in Forschung und Entwicklung getrieben.

Mikrosystemtechnik

Die MEMS-Branche konnte in 2011 trotz der Erdbeben in Japan ein Wachstum von 9,7 % erreichen. Für 2012 wird ein Wachstum von 11,5 % erwartet. Insbesondere der Consumer- und Automobilbereich ist laut Einschätzung des Marktforschers iSupply Garant für gute Wachstumschancen bis 2014. Qualitätssicherung, Standardisierung und Normung.

Die Sicherstellung der Qualität von mikro- und nanostrukturierten Produkten ist für alle Unternehmen unverändert ein Vorteil im globalen Wettbewerb. Gerade im Umgang mit nanotechnologischen Produkten und bei deren Herstellungsprozessen ist die Qualitätssicherung von besonderer und zunehmender Bedeutung.

Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Messtechnik zur 3D-Zylinderinspektion generiert weitere Aufträge mit der 3. Generation des µsurf cylinders

Die im März 2011 erstmals vorgestellte 3. Generation des Zylinderlaufflächen-Messgeräts µsurf cylinder ist weltweit vom Markt erfolgreich angenommen worden. In den ersten sechs Monaten nach Markteinführung konnte NanoFocus im Oktober 2011 diesbezüglich erfolgreich Aufträge in Höhe von 1,3 Mio. EUR generieren und baut somit die innovative Position im Automobilmarkt weiter aus. Die spezialisierte Branchenlösung für die Automobilindustrie findet bereits seit fünf Jahren weltweit erfolgreichen Einsatz bei Premium-Herstellern. Von der Verschleißuntersuchung und Defekterkennung bis hin zur DIN EN ISO konformen Berechnung von Flächenrauheitswerten leistet sie einen maßgeblichen Beitrag zur Herstellung leistungseffizienter und schadstoffärmerer Motoren.

NanoFocus erhielt zu Beginn 2011 strategischen Großauftrag aus dem Medizintechniksektor

Mit einem Großauftrag aus der Medizintechnikbranche startet die NanoFocus AG in die Produktentwicklung einer neuen Sensorgeneration. Die optischen Sensoren im High-End-Bereich werden Bestandteil einer neuen Produktfamilie sein, die auf einer modernsten technologischen Umsetzung basiert. Der Auftrag ist Meilenstein einer langfristigen Roadmap, die für NanoFocus ein großes Umsatzpotenzial birgt.

Neue 3D-Messsoftware µsoft metrology zur Leitmesse Control vorgestellt

Zur Branchenleitmesse Control stellte die NanoFocus AG ihre neue 3D-Messsoftware µsoft metrology vor. Die Entwicklung basiert auf einem neuen ergonomischen Interaktionsmodell, in das die Erfahrungen und Anregungen langjähriger Anwender der Vorgängersoftware µsoft control einflossen. In intuitiven Schritten führt die Software den Nutzer vom Einschalten des Messsystems bis zur Darstellung des optimalen normkonformen 3D-Messergebnisses. So maximiert sie Bedienkomfort und -sicherheit. Seit dem zweiten Halbjahr 2011 ist die µsoft metrology serienmäßig mit allen µsurf-Messsystemen erhältlich oder kann nachgerüstet werden.

NanoFocus nach ISO 9001 zertifiziert

NanoFocus hat die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 am 14.11.2011 vom TÜV Rheinland erhalten. Mit dem Zertifikat ist dokumentiert, dass das Qualitätsmanagement der NanoFocus international gültigen Standards entspricht. Die NanoFocus AG bestätigt damit ihren hohen Qualitätsanspruch gegenüber Kunden und Partnern.

NanoFocus im Juni 2011 mit Intersolar-Award ausgezeichnet

Die neue Generation des Messgeräts µsurf solar hat den international bedeutenden Intersolar-Award in der Kategorie PV-Produktionstechnik gewonnen. Die Fachjury überzeugte insbesondere die Möglichkeit einer optimalen Qualitätskontrolle von Solarzellen in Forschung und Produktion. Der Intersolar-Award prämiert wegweisende Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen und Institutionen der Solarwirtschaft. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der Intersolar, der weltweit führenden Solarmesse, verliehen.

Betriebsprüfung der Jahre 2005 bis 2009 erfolgreich durchgeführt

In 2011 wurde eine Betriebsprüfung für die Jahre 2005 bis 2009 bei NanoFocus erfolgreich durchgeführt. Für den geprüften Zeitraum hat NanoFocus insgesamt 53 TEUR an Steuernachforderungen und Zinsen an das Finanzamt Oberhausen abgeführt. Die Beträge sind ergebniswirksam unter den sonstigen Steuern bzw. den Zinsaufwendungen abgebildet.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2011 von 6.477 TEUR um 26,9 % auf 8.222 TEUR.

Umsatzverteilung nach Produktlinien

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2011 Veränderung 2010

TEUR % absolut % TEUR %
µsurf 3.272 40 389 13 2.883 45
Software, Ersatzteile, Wartung 1.380 17 539 64 841 13
Sonstige Dienstleistungen 970 12 220 29 750 11
OEM 933 11 97 12 836 13
µsprint 856 10 550 180 306 5
µscan 693 9 92 15 601 9
Systemvermietung 118 1 -142 -55 260 4

8.222 100

6.477 100


Die Umsätze sind im Jahr 2011 erwartungsgemäß gestiegen. Hervorzuheben ist hierbei der Dienstleistungsbereich mit einem Umsatzanteil von insgesamt 30 % (Vorjahr: 28 %). Dieser umfasst Auslieferung, Wartung, Aufrüstung von Soft- und Hardware sowie Vermietung, Schulungen und Auftragsmessungen.

Der Umsatzanteil der Produktlinie µsprint konnte in 2011 geplant ausgebaut und im Ergebnis sogar verdoppelt werden. Dies entspricht einer absoluten Steigerung von 180 %. Insbesondere der Bereich Service innerhalb des Segments erzielt konstante Umsätze. Des Weiteren konnten wie erwartet sowohl Neukunden akquiriert als auch das Bestandsgeschäft sukzessive ausgebaut werden.

In den Produktlinien µsurf, µscan und µsprint wurden im Geschäftsjahr 2011 insgesamt 80 Stand-Alone- bzw. OEM-3D-Qualitätssicherungssysteme verkauft - inklusive der damit zusammenhängenden Komponenten und Dienstleistungen.

Umsatzverteilung nach Regionen

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2011 Veränderung 2010

TEUR % absolut % TEUR %
Deutschland 3.796 46 865 30 2.931 45
Asien 1.653 20 250 18 1.403 22
Nord-/Südamerika 1.451 18 359 33 1.092 17
Europa (außer Deutschland) 1.322 16 271 26 1.051 16

8.222 100

6.477 100


Bei der Umsatzverteilung nach Regionen hat es nur geringfügige Schwankungen gegeben. Die Umsätze konnten in 2011 in allen Regionen entsprechend dem Gesamtumsatz zwischen 18 % (Asien) und 33 % (Nord- und Südamerika) gesteigert werden.

Umsatzverteilung nach Branchen

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2011 Veränderung 2010

TEUR % absolut % TEUR %
Automobil 1.464 26 1.045 249 419 9
Fingerprint, Public Safety 889 16 53 6 836 18
Solar 867 15 616 245 251 6
Elektronik 825 14 325 65 500 11
Maschinen, Werkzeuge, Druck 804 14 151 23 653 14
Materialwissenschaft 766 13 -964 -56 1.730 37
Chemie, Papier, Keramik, Kunststoffe 140 2 80 133 60 1
Medizintechnik, MEMS 0 0 -187 -100 187 4

5.755* 100

4.636** 100


* gemessen am Umsatz mit Systemverkauf ohne DL - hier 5.755 TEUR.
** gemessen am Umsatz mit Systemverkauf ohne DL - hier 4.636 TEUR.


NanoFocus ist nicht wesentlich von einer Branche abhängig. Durch den Verkauf in fast alle Industriebereiche wird das Risikoprofil des Umsatzes gestreut. Die Verschiebung der Branchenanteile ist abhängig von den konjunkturellen Entwicklungen und der Gewichtung von Forschung und Produktion innerhalb der jeweiligen Bereiche.

Der Automobilbereich verzeichnete in 2011 die höchsten Zuwachsraten und war mit 26 % Anteil die umsatzstärkste Branche für NanoFocus. Durch den Innovationsdrang dieser Branche und die Freigabe der nötigen Budgets konnten in 2011 die branchenspezifischen Messgeräte von NanoFocus erfolgreich bei führenden Herstellern platziert werden.

Durch stabile, langfristige Kundenbeziehungen lieferte der Bereich Fingerprint/Public Safety gleichbleibende Umsätze. Diese Entwicklung wird sich auch in 2012 fortsetzen.

Im Bereich Solar hat der stetig wachsende Effizienzdrang der Branche zu einem deutlichen Umsatzzuwachs geführt.

Der Umsatzanteil in der Elektronikbranche ist insbesondere durch den gezielten Ausbau und die Weiterentwicklung der Produktlinie µsprint gesteigert worden.

Die Systemverkäufe in den Maschinenbau haben sich bei NanoFocus analog zu den stabilen Branchenkennzahlen entwickelt.

Im Bereich der Materialwissenschaften ist der Umsatz erwartungsgemäß um mehr als die Hälfte zurückgegangen, da die Forschungsinstitute als wichtigster Kundenkreis im Vergleich zu den Vorjahren über deutlich reduzierte Fördermittel verfügten.

Die laufenden Entwicklungsprojekte im Bereich Medizintechnik sind zwar umsatzrelevant, werden aber in der Geräte-Branche-Verteilung nicht berücksichtigt, da in diesem Stadium noch keine Systeme verkauft wurden.

Umsatzverteilung nach Geschäftssegmenten

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2011 Veränderung 2010

TEUR % absolut % TEUR %
Dienstleistungen 2.467 30 616 33 1.851 28
Standard 1.899 23 -306 -14 2.205 34
Modular 1.810 22 905 100 905 14
Business Solution 1.060 13 824 349 236 4
Integration 986 12 -294 -23 1.280 20

8.222 100

6.477 100


Erwartungsgemäß wurde das Dienstleistungssegment absolut und prozentual ausgebaut. Mit der Wiederaufnahme von Investitionen in die industrielle Messtechnik gewinnen naturgemäß die von NanoFocus als Innovationsexperten angebotenen Business Solutions wieder eine stärkere Bedeutung. Insbesondere durch Investitionen der Automobilbranche konnten hohe Umsatzzuwächse in den Segmenten Modular und Business Solution erzielt werden.

Umsatz pro Mitarbeiter

Der Umsatz pro Mitarbeiter ist, bezogen auf durchschnittlich 58 Vollbeschäftigte, mit 142 TEUR leicht gestiegen. Im Vorjahr wurden bei durchschnittlich 47 Vollbeschäftigten 138 TEUR Umsatz pro Mitarbeiter erzielt.

Ergebnisentwicklung* )

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2011 Veränderung 2010

TEUR % absolut TEUR
Umsatzerlöse 8.222 27 1.745 6.477
Gesamtleistung 8.854 23 1.654 7.200
Rohertrag 5.740 30 1.310 4.430
Personalaufwand 3.446 19 539 2.907
Sonst. betr. Aufwendungen 2.326 19 368 1.958
EBITDA 870 27 183 687
Abschreibungen** 650 6 35 615
Finanzergebnis -106 k. A. 27 -133
Steuerergebnis -52 k. A. -52 0
Ergebnis 62 k. A. 120 -58


* Ausgewählte Werte der Gewinn-und Verlustrechnung.
** Die Abschreibungen enthalten als Hauptbestandteil die jährliche Goodwill-Abschreibung nach HGB in Höhe von 350 TEUR.



Die Gesamtleistung, die sich aus Umsatz, Bestandserhöhungen und sonstigen betrieblichen Erträgen zusammensetzt, ist von 7.200 TEUR auf 8.854 TEUR gestiegen. Die NanoFocus AG verzeichnete hier einen Anstieg von rund 23 %. Die aktivierten Eigenleistungen betragen 604 TEUR. Diese setzen sich zusammen aus Eigenleistungen für Entwicklungsprojekte in Höhe von 543 TEUR und die Aktivierung von Demosystemen in Höhe von 61 TEUR. Die Bestandsveränderungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 277 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge, die überwiegend Erlöse aus Förderprojekten beinhalten, reduzierten sich um 368 TEUR.

Nach Abzug der Materialaufwendungen in Höhe von 2.816 TEUR erhöhte sich der Rohertrag analog zu den Umsatzerlösen um 1.310 TEUR bzw. 30 %.

Auf der Kostenseite erhöhten sich sowohl die Personalaufwendungen aufgrund von Neueinstellungen als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um jeweils 19 %. Dieser geplante Mehraufwand wurde zu einem überwiegenden Teil in den Ausbau internationaler Vertriebsstrukturen investiert.

Das EBITDA verbesserte sich aufgrund Investitionen in die Vertriebs- und Personalstruktur lediglich moderat um 183 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. Das Steuerergebnis beinhaltet die Steuernachzahlung der Jahre 2005 bis 2009 resultierend aus der Betriebsprüfung in 2011 und die Differenz aus aktiven und passiven latenten Steuern. Abzüglich der Abschreibungen, des Finanz- und Steuerergebnisses wird mit 62 TEUR ein um 120 TEUR höheres Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr ausgewiesen.

Auftragsentwicklung

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2011 Veränderung 2010

TEUR % absolut TEUR
Auftragseingang 2011 8.454 12 880 7.574
Auftragsbestand (zum Periodenende) 1.098 -20 -281 1.379


Mit einem Plus von 12 % im Vergleich zum Vorjahr konnte NanoFocus beim Auftragseingang zulegen. Der Auftragsbestand zum 31.12.2011 ist um 281 TEUR geringer als im Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

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Ausgewählte Bilanzzahlen 2011 Veränderung 2010

TEUR % absolut TEUR
Anlagevermögen 3.405 7 234 3.171
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.782 8 200 2.582
Sachanlagen 498 7 34 464
Finanzanlagen 125 0 0 125
Umlaufvermögen 8.125 -1 -86 8.211
Vorräte 2.687 32 656 2.031
Forderungen u. sonst. Vermögensgegenstände 3.190 8 225 2.965
Liquide Mittel 2.248 -30 -968 3.216
Eigenkapital 9.225 1 63 9.162
Fremdkapital 3.859 7 255 3.604
Verbindlichkeiten 3.263 0 12 3.251


Das Anlagevermögen ist um 7 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 591 TEUR, Umbuchungen von Demonstrations- und Vorführgeräten in Höhe von 61 TEUR sowie auf die Aktivierung von Werkzeugen in Höhe von 17 TEUR in das Anlagevermögen zurückzuführen.

Die Forderungen haben sich analog zum Umsatzanstieg entwickelt und liegen stichtagsbedingt leicht höher. Die Eigenkapitalquote ist mit 71 % leicht gesunken. Die Verbindlichkeiten sind konstant geblieben, wobei sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöht und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch planmäßige Tilgung der Bankdarlehen reduziert haben.

Entwicklung des Cashflows und der liquiden Mittel

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Cashflow 2011 Veränderung 2010

TEUR absolut TEUR
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 3.167 1.296 1.871
Cashflow aus Umsatztätigkeit 718 153 565
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 433 351 82
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -883 -265 -618
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -532 -2.364 1.832
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -982 -2.278 1.296
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.185 -982 3.167


Der Cashflow aus Umsatztätigkeit hat sich aufgrund der positiven Entwicklung des Ergebnisses und konstanter Abschreibungen um 153 TEUR verbessert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 351 TEUR. Zwar wurden stichtagsbezogen insbesondere Vorräte aufgebaut, in leicht stärkerem Maße jedoch Zahlungsziele der Lieferanten genutzt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat sich analog der Umsatzausweitung entwickelt. Die Investitionen liegen um 265 TEUR höher als im Vorjahr. Entgegen dem Vorjahr wurden keine Finanzierungsmaßnahmen sowohl auf Eigenkapital- und Fremdkapitalbasis durchgeführt, so dass sich die liquiden Mittel insgesamt um 982 TEUR reduziert haben.

Zusammenfassend lässt sich festhalten:

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit 433 TEUR positiv.

Die Investitionstätigkeit wurde plangemäß auf 883 TEUR erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden um 480 TEUR reduziert (531 TEUR inklusive Tilgung aus Finanzierungsleasing).

Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Die Abwicklungsfinanzierung der Tagesproduktion erfolgt aus eigenen Mitteln und bestehenden Kreditlinien, teils durch Vorauszahlungen und Anzahlungen. Etwaige betragsmäßig und zeitlich befristete Anzahlungsbürgschaften wurden durch Bankbürgschaften (Avale) hinterlegt.

Die NanoFocus AG plant auch weiterhin, die Finanzierungsstruktur für ein weiteres Wachstum auszubauen. Aktuell stehen Fremdkapitalmaßnahmen im Fokus. Für strategische Maßnahmen zum Ausbau der Geschäftsbereiche Automobil und Medizintechnik sind auch Eigenkapitalmaßnahmen im Laufe des Jahres 2012 denkbar.

Forderungsausfälle sind im Geschäftsjahr 2011 wie bereits in der Vergangenheit nicht aufgetreten und werden auch aufgrund bisheriger Erfahrungen künftig nur eingeschränkt erwartet.

Investitionen

Investitionen wurden im Rahmen der Unternehmensplanung planmäßig durchgeführt. Schwerpunkte bildeten, bedingt durch die Erweiterung des Geschäftsbetriebes, die Büro- und Geschäftsausstattung und der weitere Ausbau der Infrastruktur für Service und internationalen Vertrieb sowie der Geschäftsbereich Medizintechnik.

Innovations- und Entwicklungsleistung

Im Geschäftsjahr 2011 investierte NanoFocus gezielt in den Ausbau der Entwicklungsleistung. Der Anstieg der Aufwendungen erhöhte sich analog zur Umsatzsteigerung.

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Entwicklungskennzahlen 2011 Veränderung 2010

TEUR % absolut TEUR
Entwicklungsaufwendungen 1.530 35,9 404 1.126
Entwicklungsintensität (Aufwand in Relation zum Umsatz) 18,6 % 1,2 1,2 PP. 17,4 %
Zahl der Entwicklungsmitarbeiter (Ø) 18 28,6 4 14
Durchschnittl. Entwicklungsmitarbeiter der durchschnittl. Arbeitnehmer 31,0 %
+1,2 PP. 29,8 %


Es wurden weitere Aktivitäten im Bereich der optischen 3D-Sensorentwicklung durchgeführt. Dabei wurden Folgeinvestitionen für die Performancesteigerung der µsprint-Familie getätigt. Somit ist die umfangreiche konzeptionelle Weiterentwicklung dieser Produktlinie eingeleitet worden, um die NanoFocus AG im Bereich der (Inline-)Produktionsmesstechnik als leistungsfähigen Ausrüster insbesondere im Elektronik- und Halbleiterbereich zu etablieren.

NanoFocus wird weiterhin zunehmend als Entwicklungsdienstleister von namhaften Großunternehmen beauftragt.

Sonstige Darstellung

Mitarbeiter

Die NanoFocus AG beschäftigt 62 Voll- und Teilzeitkräfte sowie drei Vorstandsmitglieder. Weiterhin sind vier Diplomanden und Praktikanten beschäftigt. In Summe sind dies 69 Mitarbeiter (Stand: 31.12.2011).

Interne Organisation und Entscheidungsfindung

Die Aufbau- und Ablauforganisation von NanoFocus ist auf der Grundlage einer Projektmatrixorganisation konzipiert. Die routinemäßig anfallenden Aufgaben werden im Rahmen einer Linienorganisation durchgeführt, komplexe Projektaufgaben werden durch abteilungsübergreifende Teams bearbeitet. Der Vorstand führt die Geschäfte im Rahmen einer Geschäftsordnung, die eine Einbindung und Zustimmung des Aufsichtsrats bei außergewöhnlichen Geschäftsvorfällen vorsieht. Im Berichtszeitraum handelte der Aufsichtsrat gemäß seiner Geschäftsordnung, die im Einklang mit den Vorgaben des Corporate Governance Kodex steht. Der Erfüllungsgrad der Corporate-Governance-Richtlinien veröffentlicht NanoFocus freiwillig auf der Website.

Vier Funktionsbereiche und ein Stab wurden vom dreiköpfigen Vorstand geführt und sind als Linienorganisation mit eindeutiger Aufgabenbeschreibung und funktionaler Einbindung mit Über- und Unterstellungen aufgebaut. Die Aufgaben des Tagesgeschäfts sind in Form von Stellenbeschreibungen niedergelegt.

Strategische Projekte und Business Development werden in flexiblen Teamstrukturen mit unabhängiger Weisungsbefugnis organisiert.

Der Vertrieb wurde weiter personell verstärkt, reorganisiert und strategisch auf den Bereich Produktionsmesstechnik fokussiert.

Planmäßig hat der vertriebsnahe Applikationsbereich eine wichtige Bedeutung erhalten. Die Betreuung von strategisch wichtigen Kunden wird hierdurch weiter intensiviert werden. Die Kernkompetenzen der NanoFocus, die sich neben der Applikation über Entwicklung, Programmierung und Fertigung erstrecken, werden damit ausgebaut.

Wichtige Beschlüsse werden im Rahmen der regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen und der Vorstandssitzungen gefasst.

Die NanoFocus AG geht davon aus, dass sich die folgenden Markttrends und Chancen der relevanten Endanwendermärkte positiv auf den weiteren Geschäftsverlauf auswirken werden:

Technologische Marktführung des Unternehmens mit ausgewählten Produkten und Produkteigenschaften bzw. Systemen

Großer Kundenstamm und umfangreiches Partnernetzwerk

Gutes Markenimage - hohes Vertrauen und regelmäßig wiederkehrende Umsätze

Große Branchenstreuung - umsatzstabilisierend und existenzsichernd

Optimierte Finanzierungsmöglichkeiten durch Listing der Aktie

Ungebrochener, allgemeiner Trend zur Leistungssteigerung in der Industrie mithilfe von Mikro- und Nanotechnologie

Zunehmender Trend und Kundenanspruch zur 100 %-Qualitätskontrolle in der produzierenden Industrie

Gute Positionierung in den Trendmärkten der Optoelektronik, Clean Tech, Solar-/Halbleiter- und Medizintechnik

Guter und breiter Zugang zum Automobilbereich durch innovative und große Bestandskunden

II. Risikobericht

II.1 Risikomanagementsystem

Die NanoFocus AG ist ein international tätiges Technologieunternehmen und ist damit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Der Vorstand und die Mitarbeiter der NanoFocus AG sind sich bewusst, dass unternehmensbezogene Risiken und Chancen systematisch erfasst und beobachtet werden müssen. Eine kontinuierliche Risikoabschätzung ist seit Gründung des Unternehmens fester Bestandteil des Geschäftsführungsprozesses von NanoFocus, um das sich laufend ändernde Marktumfeld zu analysieren und Veränderungen der Geschäftsprozesse zu gewährleisten. Nach § 91 Abs. 2 AktG ist NanoFocus verpflichtet, ein Überwachungssystem einzurichten, mit dem Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, früh erkannt werden.

II.1.1 Ziele des Risikomanagements

Ziele des Risikomanagements sind es, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und notwendige Maßnahmen einzuleiten.

Die Risiken werden hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe identifiziert und bewertet. Es werden notwendige Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Absicherung entwickelt oder das Restrisiko akzeptiert.

II.1.2 Aufbau des Risikomanagementsystems

In das Risikomanagement werden der Vorstand, die Abteilungsleiter, alle Mitarbeiter sowie als Kontrollorgan der Aufsichtsrat einbezogen.

Das Risikomanagement erfolgt durch regelmäßige Überwachung der identifizierten Risiken, ergänzt durch laufende Beobachtung relevanter Entwicklungen zur Identifikation von neuen Risiken sowie durch punktuelle Risikoanalysen.

Die systematische Verfolgung der Risikoentwicklung und Berichterstattung erfolgt in folgenden Controlling- und Berichtsinstrumenten:

definierte Checklisten für internes Reporting

monatliches Controlling (insbesondere Vertriebsrisiken, finanzielle Risiken, IT-Risiken), gegebenenfalls auch in kürzeren Intervallen

externe Kommunikation (Lagebericht, Wertpapierprospekt, Reporting, Präsentationen, Corporate News, Geschäftsbericht)

Verfolgung von relevanten Branchenberichten als Frühindikatoren und Benchmarks (VDMA, SPECTARIS, ZVEI, Konjunkturberichte, Berichte über Trendmärkte)

jährlicher Versicherungscheck - ergänzt um mandatierte externe Beratung

IS0-9001-Audits seit 2011

Planung und Vorbereitung: Zugelassener Ausfuhrberechtigter (AEO) für 2012

Gemeinschaftliche Vertretungsberechtigung im Vorstand (Vier-Augen-Prinzip)

Die Überwachung der Risiken durch Informationen von Mitarbeitern erfolgt durch Interviews und interne regelmäßige Besprechungen in folgenden Gremien und mit den aufgeführten Kommunikationsmitteln:

interner Newsletter

Vorstandssitzungen

monatliche Abteilungsleitersitzungen

vierteljährliche interne Betriebsversammlung

jährliche Unternehmensplanung

jährliche Mitarbeitergespräche

technische Beratung durch den wissenschaftlichen Beirat

Versammlungen zu aktuellen unternehmenskritischen Themen

Die Risiken werden in den genannten Sitzungen des Vorstands mit den Fachbereichsleitern sowie den anderen genannten Gremien erörtert und beobachtet. Neben diesen regelmäßigen Terminen sind die einzelnen Vorstandsmitglieder sowie die Fachbereichsleiter verpflichtet, dem Vorstand im Bedarfsfall ad hoc über risikobehaftete Entwicklungen zu berichten.

Alle Mitarbeiter sind unter anderem durch den Newsletter sensibilisiert, über die wesentlichen Entwicklungen in ihren Abteilungen sowie daraus resultierende Risiken regelmäßig zu berichten.

Die punktuelle Untersuchung von Risiken erfolgt durch externe Gutachten und Prüfungen durch Dritte, z. B. Due-Diligence-Prüfungen im Rahmen von Finanztransaktionen, technische Gutachten, Industrie- und Analystenresearches, Personal- und Führungsaudits und juristische Gutachten. Diese sind beim Vorstand verfügbar. Der Aufsichtsrat erhält monatlich eine Übersicht über die wesentlichen finanziellen Kennzahlen sowie im Bedarfsfall explizite Informationen zu Risiken oder Kennzahlen.

II.2 Risikoinventur

Die Identifikation und Verfolgung der vom Vorstand oder Aufsichtsrat der NanoFocus AG als wesentlich angesehenen Risiken erfolgt in einer Risikoinventur und wird laufend überwacht. Die umfassendste Risikoinventur fand im Zusammenhang mit der Wertpapierprospekterstellung im August 2006 statt. Die dort aufgelisteten Risiken sowie deren Bewertung bilden die Grundlage des aktuellen Risikomanagements. Zuvor erfolgte Risikomanagementprozesse und -dokumentationen sind in diese Risikoinventur eingeflossen. Im Rahmen der Unternehmensplanung 2012 wurde die Risikoinventur erneut durchgeführt.

Beurteilung der wesentlichen Risiken der Gesellschaft

NanoFocus hat in der Risikomatrix folgende aktuelle und mögliche wesentliche Risiken für das Unternehmen ermittelt:

Risiken aus der Unternehmenstätigkeit: potenzieller Umsatzausfall, Geschäftsmodell

Generelle Risiken aus der Vertriebstätigkeit

Finanzierungsrisiko: Liquidität und Kosten

Marktrisiko: Investitionsverhalten der Kunden

Technologierisiko: Innovative Techniktrends werden nicht erkannt, Produkte könnten technisch nicht mehr zeitgemäß sein

Beschreibung möglicher Risikointerdependenzen

Kunden verstärken und verzögern oft ihre Investitionsausgaben oder versuchen, reaktiv auf veränderte Geschäftsumfelder oder Märkte, die Bestellungen zu stornieren oder zu verschieben. Denkbar ist auch eine vollständige Aufgabe der Investitionsabsicht. Dies kann zu Umsatzrückgängen und damit verbundenen Liquiditätsproblemen bei NanoFocus führen. Durch erhöhte Vertriebstätigkeit, den Ausbau des Vertriebsnetzes, neue Kampagnen, innovative Produkte und neue Zielmärkte versucht der Vertrieb, potenziellen Umsatzeinbußen aktiv entgegenzuwirken.

Zur Stärkung der Liquidität hat der Vorstand bereits in der Vergangenheit umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Auch im Geschäftsjahr 2011 stabilisierten Förderprojekte das Grundgeschäft. Es werden fortlaufend alternative Finanzierungsquellen identifiziert, evaluiert und weiter vorbereitet.

Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken können im Nachgang der weltweiten Wirtschaftskrise weiterhin auftreten. Zwar haben sich insbesondere die Kennzahlen der Produktion deutlich erholt, allerdings sind die Investitionsbudgets noch nicht vollständig zurück. Wir sehen aktuell eine weitere Erholung, die aber jederzeit durch globale wirtschaftliche und geopolitische Ereignisse verzögert oder unterbrochen werden kann.

Wenn sich Auftragseingänge verzögern, minimieren oder gar ganz ausfallen, können sich die fehlenden Umsatzerlöse und die damit zusammenhängenden Liquiditätsströme im ungünstigsten Fall so stark verringern, dass eine Bestandsgefährdung des Unternehmens auftreten kann. Eine Bestandsgefährdung des Unternehmens wird auf Basis der aktuellen Auftragslage als unwahrscheinlich eingeschätzt.

III. Chancen und Risiken

Technologische Marktführung

NanoFocus ist in einem Zukunftsmarkt mit großem Volumen und überproportionalem und signifikantem Wachstum gut positioniert. Bei der berührungslosen 3D-0berflächenanalyse zählt das Unternehmen zu den führenden innovativen Ausrüstern weltweit. Es gibt durch die technologische Komplexität hohe Markteintrittsbarrieren für andere Unternehmen. Der aktuelle Technologievorsprung der NanoFocus AG beträgt in Teilbereichen geschätzte drei bis fünf Jahre. Durch den Zukauf der SISCAN-Technologie aus dem Hause der Siemens AG im Jahre 2009 hat sich die technische Führungsrolle im Bereich konfokaler und berührungsloser Messtechnik verstärkt. Neue Produkte bzw. Produktfamilien, die intern in Entwicklung sind, werden diesen Trend untermauern.

Großer Kundenstamm und umfangreiches Partnernetzwerk

Durch rund 680 verkaufte Systeme und eine Marktpräsenz von über 16 Jahren ist ein stabiler und großer Kundenstamm entstanden. Im Laufe der Zeit hat sich zudem ein umfangreiches Partnernetzwerk mit führenden Institutionen, Verbänden und Experten aus Forschung und Industrie entwickelt. Durch die Nutzung der guten Netzwerkmöglichkeiten mit Industrie und Forschungsinstituten wird der Wissenstransfer in das Unternehmen überproportional erhöht.

Gutes Markenimage - hohes Vertrauen

Die Aufnahme der Aktienkursnotierung im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse im Jahr 2005 der NanoFocus AG, aber auch Präsentationen im In- und Ausland sowie Messeteilnahmen haben den Bekanntheitsgrad des Unternehmens weiter gesteigert. Die NanoFocus AG verfügt über ein außerordentlich gutes Markenimage. Die Chancen auf Verkäufe und Geschäftsanbahnungen ohne Vertriebsaktivitäten sind damit vorhanden. Hierdurch wird ein Grundgeschäft für NanoFocus gesichert.

Große Branchenstreuung - indirekter Vertrieb

Durch die fragmentierten Absatz- und Beschaffungsmärkte kann NanoFocus mit branchenerfahrenen Partnern eine Vielzahl von Nischenmärkten und Spezialbranchen besetzen. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann dies umsatzstabilisierend und existenzsichernd sein.

Finanzierungsmöglichkeiten durch Listing der Aktie

Durch die Einbeziehung in den Börsenhandel wurden die Voraussetzungen für weitere Finanzierungsmöglichkeiten geschaffen. NanoFocus hat die Chance auf bankenunabhängige und großvolumigere Eigenkapitalfinanzierungen.

Zudem kann im Rahmen von Mergers & Acquisition die eigene Aktie als Akquisewährung eingesetzt werden. Damit besteht eine fortlaufende Option auf anorganisches Wachstum.

Leistungssteigerung durch Nanotechnologie

Der Trend der Miniaturisierung ist mittlerweile industriell motiviert.

Nutzung der Trendmärkte

Die Großindustrie hat die Zielmärkte von NanoFocus als Schlüssel für die Effizienz- und Leistungssteigerung identifiziert. Dadurch bestehen gute Möglichkeiten, mit namhaften internationalen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Hinzu kommt, dass die internationale Förderlandschaft für den Trendmarkt Nanotechnologie und Optoelektronik für die Wachstumsthemen Clean Tech, Solar-/Halbleitertechnik und Medizintechnik hervorragend ist und kurz- bis mittelfristig weiter genutzt werden kann.

100 %-Qualitätsbewusstsein in der produzierenden Industrie

Die Trends zur Miniaturisierung, zu mehr Hightech-Entwicklungen und zur vollständigen Qualitätskontrolle sind gute Voraussetzungen, um das neue µsprint-Geschäft international schnell auszubauen. Ebenfalls günstig sind die stark gestiegenen Produktionsansprüche in der Ein- und Ausgangskontrolle.

Günstige gesetzliche Rahmenbedingungen

Das zunehmende internationale Sicherheitsbewusstsein und die damit einhergehenden gesetzlichen Verschärfungen schaffen ideale wirtschaftliche Grundvoraussetzungen für einen überproportionalen Geräteabsatz im Bereich der "Fingerprint/Public Safety"-Technologien. Die steigenden Ansprüche an optische 3D-Technologien weltweit kommen NanoFocus zugute.

IV. Prognose

Trotz einer möglicherweise konjunkturellen Volatilität gehen wir erneut von einem Wachstumsjahr 2012 aus. Eine solide Basis bildet hierbei der gute Auftragsbestand, mit dem wir in das Jahr 2012 gestartet sind.

Zahlreiche internationale vertriebliche Aktivitäten mit ausgewiesenen Experten/Partnern, potenzielle vertriebsunterstützende Maßnahmen sowie insbesondere Großprojekte bei Key Accounts sind die Basis für die positive Prognose 2012: Wir planen ein zweistelliges Umsatzwachstum und liegen damit bei mind. 9 Mio. EUR. Der Gewinn pro Aktie (EPS) wird bei ca. 0,12 EUR geplant; für das Jahresergebnis bedeutet dies eine Gewinnerwartung von ca. 325 TEUR. Für das aktuelle und das geplante Unternehmenswachstum sind die weitere Erschließung des asiatischen Marktes sowie der BRIC-Staaten von großer Bedeutung.

Die NanoFocus AG wird sich auf der Produktseite schwerpunktmäßig den technisch-individuellen Messmaschinen auf höchstem industriellem Niveau widmen. Internationale Auszeichnungen wie der Gewinn des MEDTEC-Awards im März 2012 (Nachtragsbericht) unterstreichen dies. Neben dem Halbleitermarkt ist der Automobilbereich ein ausgezeichneter Innovationsmotor. Diese Innovationen fließen in für NanoFocus relevante Produktentwicklungen. Zusätzlich bestehen im Medizinsektor erfolgreiche und etablierte Partnerschaften, die in den Folgegeschäftsjahren erhebliche Umsatzimpulse liefern werden.

Die NanoFocus AG geht in der Unternehmensplanung von einem nachhaltigen, überproportionalen quantitativen und qualitativen Wachstum im kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizont aus, wobei die nachfolgend aufgeführten Randbedingungen und Annahmen als Prognosegrundlage dienen.

Existenzgefährdende Risiken werden unter Voraussetzung weiterer vorbereiteter Finanzierungsmöglichkeiten derzeit nicht gesehen. Es bestehen allerdings die Risiken im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit. Sollten beispielsweise die antizipierten Parameter der Gesamtwirtschaft oder Einzelbranchen nicht zutreffen, kann die daraus resultierende Investitionsneigung nachlassen und den erwarteten Umsatz sowie die Kapitalzufuhr einschränken.

Im Geschäftsjahr 2012 bestehen insbesondere Risiken durch das höhere Working Capital, welches für das weitere Umsatzwachstum benötigt wird. Dem aktuell noch schwierig einzuschätzenden Investitionsgütermarkt und den aktuell ständig schwankenden volks- und finanzwirtschaftlichen Bedingungen begegnet NanoFocus weiterhin mit einer differenzierten Betrachtung in drei Szenarien (Real, Worst und Best Case). NanoFocus wird zeitnah auf Änderungen reagieren, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern und Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen sollten. Parallel werden auch kostenbewusst Möglichkeiten zur Aufstockung von Personal- oder Produktionskapazitäten evaluiert. Die Controlling-Instrumente sind sowohl personell als auch strukturell etabliert und werden entsprechend weiter intensiviert, um sehr zeitnah Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Bestehende Risiken durch neue technologische Entwicklungen, die das ganze Produktportfolio gefährden, werden als gering erachtet, da NanoFocus stets mit führenden wissenschaftlichen Instituten und innovativen Industriepartnern weltweit agiert und damit technologisch am Puls der Zeit bleibt. Beschaffungsrisiken werden durch mehrere Lieferanten für kritische Bauteile bzw. mögliche Eigenentwicklung und Fertigung begrenzt. Die Fertigung von größeren Aufträgen ist mit der geschaffenen Struktur gut möglich. Dezentrale Auftragsvergaben können die Risiken abmildern. In der Mikrobetrachtung stellt sich dies wie folgt dar:

1) Human Capital

Gewinnung neuer Mitarbeiter 2012

attraktiver Arbeitgeber für qualifiziertes Personal

interdisziplinäres Team für Innovationen

Auszeichnung als "Fair Company" (Handelsblatt)

2) Produkte

innovative Produkte

strategische Ausrichtung in Wachstumsbranchen: Medizintechnik-, Automobil-Innovationen für Blue-Chip-Kunden, Integration und Weiterentwicklung der µsprint-Produktionsmesstechnik (neu), Solar-/Halbleiter

Auszeichnungen: Intersolar-Award, MEDTEC-Award

3) Kundenstamm

rund 680 Systeme platziert mit 530 Kunden weltweit

Mehrfachverkäufe und Schlüsselanwender

Trend des Kunden, NanoFocus in die Bedarfs- und Werksplanung zu integrieren

4) Finanzbasis

Liquidität/Finanzierung für weiteres Wachstum vorhanden

Börsenlisting (alternative Finanzierungsmöglichkeiten)

5) Unternehmensorganisation

Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001 wurde erfolgreich etabliert

ERP-System wurde weiter plangemäß ausgebaut

Controlling- und Reportingstrukturen wurden auf alle Unternehmensbereiche etabliert und fortgeführt

Zum Berichterstellungszeitpunkt im April 2012 liegt sowohl das Auftragsvolumen als auch der Auftragsbestand bei 1,2 Mio. EUR.

Die Auftragslage in Asien entwickelt sich weiter positiv. Zudem wurde der Bereich Service verstärkt und internationale Vertriebspartnerschaften erfolgreich geschlossen.

Auch für 2013 gehen wir erneut von einem Wachstumsjahr aus. Technische Entwicklungen sind bis dahin marktfähig und sollten NanoFocus zu einer größeren Wahrnehmung verhelfen. Insbesondere hervorzuheben sind dabei die Bereiche Automobil und Medizin, in denen entscheidende Innovationen marktreif sein werden und daher erhebliches Potenzial besitzen. Somit planen wir beim Umsatz ein zweistelliges Wachstum bei einer weiteren Ergebnisverbesserung.

V. Nachtragsbericht

Das neue Geschäftsjahr ist planmäßig gestartet. Der Auftragseingang im 1. Quartal 2012 ist im Vergleich zu 2011 zwar leicht rückläufig, es sind aber zahlreiche Großprojekte in Verhandlung, die zum Teil schon im 2. Quartal auftragsrelevant werden: Neben Bestellungsforecasts von Key Accounts und Vertriebspartnerschaften (Standardgeschäft, lokale Partner international, internationale Vertriebsorganisation) stehen technologische Roll-Outs in den Bereichen Automobil und Elektronik an. Auftragsverschiebungen sind derzeit nicht erkennbar.

Als Niederlassung für den Geschäftszweig in Asien wurde die hundertprozentige Tochter NanoFocus Ltd. mit Sitz in Singapur gegründet.

VI. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) hat für NanoFocus eine grundsätzliche und strategische Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die eigene F&E-Abteilung, die dem Unternehmen die technologische Marktführerschaft und Wegbereiterfunktion auf Dauer garantiert. Die zielgerichtete Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen und Schlüsselkunden sichert den Zugriff auf neues Wissen und schafft Akzeptanz im Hinblick auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit der Ergebnisse.

Im Vordergrund der NanoFocus-F&E-Aktivitäten stehen Entwicklungen zur Leistungssteigerung der Produkte, zur bedarfsgerechten Anwendung durch den Kunden sowie zur Kostenreduktion der Fertigung.

Die Aufwendungen für F&E liegen bei NanoFocus konstant zwischen 15 % und 20 %, bezogen auf den Gesamtumsatz (primär Personalkosten und Softwareentwicklungskosten). Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergibt sich eine F&E-Quote vom Umsatz von 18,6 %.

VII. Zweigniederlassungsbericht

Die hundertprozentige Tochtergesellschaft NanoFocus, Inc mit Sitz in Glen Allen/Virginia (USA) wurde im Jahr 2005 gegründet. Im Geschäftsjahr 2011 wurde ein positives Ergebnis von 84 TUSD erwirtschaftet.

In Ettlingen besteht seit dem Jahr 2001 eine Betriebsstätte, in München wurde im Geschäftsjahr 2010 eine Serviceniederlassung eröffnet. Die Repräsentanz in München wird zum 30.06.2012 aufgrund des finalen Technologietransfers der von Siemens erworbenen Technologie SISCAN planmäßig beendet.

Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verwaltet Rechte und ist operativ nur eingeschränkt tätig. Es besteht ein exklusiver Lizenzvertrag mit der NanoFocus AG.

In 2012 wurde die hundertprozentige Tochter NanoFocus Ltd. mit Sitz in Singapur gegründet.



Oberhausen, den 19. April 2012


NanoFocus AG


Der Vorstand


Finanzinformationen 2011

Bilanz Aktiva

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31.12.2011 Veränderung 31.12.2010


EUR % absolut EUR
A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des
Geschäftsbetriebs
0,00
0,00 0,00
B. Anlagevermögen 3.404.686,94

3.171.264,12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen 344.837,78 -1,51 -5.290,24 350.128,02

2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.395.784,00 -20,00 -348.946,00 1.744.730,00

3. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und
Werte
1.041.247,88
554.421,04 486.826,84


2.781.869,66

2.581.684,86
II. Sachanlagen




1. Technische Anlagen und Maschinen 298.003,12 k/a -7.260,00 305.263,12

2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.882,98 25,41 40.498,02 159.384,96


497.886,10

464.648,08
III. Finanzanlagen




Anteile an verbundenen Unternehmen 124.931,18 0,00 0,00 124.931,18
C. Umlaufvermögen 8.125.109,65

8.211.226,77
I. Vorräte




1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.241.853,62 35,12 322.749,79 919.103,83

2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 523.917,21 50,71 176.284,63 347.632,58

3. Fertige Erzeugnisse und Waren 921.397,96 20,61 157.463,80 763.934,16


2.687.168,79

2.030.670,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände




1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.812.011,65 8,74 226.085,55 2.585.926,10

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 249.808,85 4,80 11.445,02 238.363,83

3. Sonstige Vermögensgegenstände 128.282,51 -8,80 -12.380,17 140.662,68


3.190.103,01 7,59 225.150,40 2.964.952,61
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.247.837,85 -30,10 -967.765,74 3.215.603,59
D. Rechnungsabgrenzungsposten 56.576,83 -3,85 -2.266,44 58.843,27
E. Aktive latente Steuern 1.498.000,00 13,06 173.000,00 1.325.000,00


13.084.373,42 2,49 318.039,26 12.766.334,16


Bilanz Passiva

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31.12.2011 Veränderung 31.12.2010


EUR % absolut EUR
A. Eigenkapital



I. Gezeichnetes Kapital 2.794.816,00 0,0 0,00 2.794.816,00
II. Kapitalrücklage 5.774.118,46 0,0 0,00 5.774.118,46
III. Gewinnrücklagen 1.165.000,00
0,00 1.165.000,00
I V. Verlustvortrag -571.589,77 0,0 0,00 -571.589,77
V. Jahresfehlbetrag 62.175,50
62.175,50 0,00


9.224.520,19 0,68 62.175,50 9.162.344,69
B. Rückstellungen 226.261,22 17,44 33.607,03 192.654,19
C. Verbindlichkeiten




1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.778.752,27 -20,76 -465.923,03 2.244.675,30

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 117.600,00 42,55 35.100,00 82.500,00

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.082.435,58 99,32 539.384,51 543.051,07

4. Sonstige Verbindlichkeiten 284.201,65 -25,45 -97.033,90 381.235,55


3.262.989,50 0,35 11.527,58 3.251.461,92
D. Rechnungsabgrenzungsposten 34.539,75 100,00 31.789,75 2.750,00
E. Passive latente Steuern 336.062,76
178.939,40 157.123,36


13.084.373,42 2,49 318.039,26 12.766.334,16


Gewinn- und Verlustrechnung

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31.12.2011 Veränderung 31.12.2010


EUR % absolut EUR
1. Umsatzerlöse 8.222.050,50 26,9 1.745.251,31 6.476.799,19
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 333.748,43 480,3 276.232,97 57.515,46
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 603.744,21
144.717,37 459.026,84
4. Sonstige betriebliche Erträge 298.259,59 -55,2 -368.002,32 666.261,91
5. Materialaufwand 2.815.746,45 33,8 711.907,56 2.103.838,89

davon a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.638.840,43 31,2 627.545,56 2.011.294,87

davon ab) Materialkosten F&E 54.203,79



davon b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 122.702,23 32,6 30.158,21 92.544,02
6. Personalaufwand 3.446.042,45 18,5 538.666,91 2.907.375,54

davon a) Löhne und Gehälter 2.937.029,53 18,0 448.856,01 2.488.173,52

davon b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 509.012,92 21,4 89.810,90 419.202,02
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 649.671,80 5,6 34.721,44 614.950,36
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.325.722,16 18,8 367.652,33 1.958.069,83
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.325,65 38,3 9.232,93 24.092,72
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 139.824,95 -11,1 -17.543,35 157.368,30
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 114.120,57 k/a 172.027,37 -57.906,80
12. Steuerergebnis -51.945,07 k/a -52.293,93 348,86

davon a) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.939,40
-5.939,40 0,00

davon b) Sonstige Steuern -46.005,67 k/a -46.354,53 348,86
13. Bilanzgewinn/-verlust 62.175,50 k/a 119.733,44 -57.557,94


Kapitalflussrechnung

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30.12.2011 Veränderung 30.12.2010

TEUR absolut TEUR
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 3.167 1.296 1.871
Jahresergebnis 62 120 -58
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 650 35 615
Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle 6 -2 8
Cashflow aus Umsatztätigkeit 718 153 565
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva
-880 -416 -464
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 595 614 -19
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 433 351 82
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -883 -265 -618
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -883 -265 -618
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 -1.285 1.285
Einzahlungen aus der Aufnahme von Investitionsdarlehen 0 -1.000 1.000
Auszahlung aus der Tilgung von Finanzierungsleasing -64 -5 -59
Auszahlungen aus der Tilgung von Investitionsdarlehen -468 -74 -394
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -532 -2.364 1.832
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -982 -2.278 1.296
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.185 -982 3.167


Vermögenslage, Kapital

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31.12.2011 Veränderung 31.12.2010

EUR % absolut EUR
Vermögen



Immaterielle Vermögensgegenstände 2.781.869,66 7,8 200.184,80 2.581.684,86
Sachanlagen 497.886,10 7,2 33.238,02 464.648,08
Finanzanlagen 124.931,18 0,0 0,00 124.931,18
Anlagevermögen 3.404.686,94 7,4 233.422,82 3.171.264,12
Vorräte 2.687.168,79 32,3 656.498,22 2.030.670,57
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.190.103,01 7,6 225.150,40 2.964.952,61
Liquide Mittel 2.247.837,85 -30,1 -967.765,74 3.215.603,59
Rechnungsabgrenzungsposten 56.576,83 -3,9 -2.266,44 58.843,27
Aktive latente Steuern 1.498.000,00 13,1 173.000,00 1.325.000,00
Umlaufvermögen* 8.125.109,65 -1,0 -86.117,12 8.211.226,77
Bilanzsumme 13.084.373,42 2,5 318.039,26 12.766.334,16
Kapital



Gezeichnetes Kapital 2.794.816,00 0,0 0,00 2.794.816,00
Kapitalrücklage 5.774.118,46 0,0 0,00 5.774.118,46
Gewinnrücklage aus latenten Steuern 1.165.000,00 0,0 0,00 1.165.000,00
Verlustvortrag -571.589,77 11,2 -57.557,94 -514.031,83
Periodenergebnis 62.175,50 k/a 119.733,44 -57.557,94
Eigenkapital 9.224.520,19 0,7 62.175,50 9.162.344,69
Rückstellungen 226.261,22 17,4 33.607,03 192.654,19
Verbindlichkeiten 3.262.989,50 0,4 11.527,58 3.251.461,92
Rechnungsabgrenzungsposten 34.539,75 1156,0 31.789,75 2.750,00
Passive latente Steuern 336.062,76 113,9 178.939,40 157.123,36
Fremdkapital 3.859.853,23 7,1 255.863,76 3.603.989,47
Bilanzsumme 13.084.373,42 2,5 318.039,26 12.766.334,16


* Umlaufvermögen (ohne RAP und ohne Steuern)



Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn/ -verlust Eigenkapital

EUR EUR EUR EUR EUR
Eigenkapital per 01.01.2011 2.794.816,00 5.774.118,46 1.165.000,00 -571.589,77 9.162.344,69
Jahresergebnis


62.175,50 62.175,50
Eigenkapital per 31.12.2011 2.794.816,00 5.774.118,46 1.165.000,00 -509.414,27 9.224.520,19


Anhang zum 31. Dezember 2011

Allgemeines

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des am 25.05.2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

NanoFocus unterliegt als Gesellschaft, die im Entry Standard als Teilbereich des Freiverkehrs an der Frankfurter Wertpapierbörse in den Handel einbezogen ist, nicht den Angabepflichten für börsennotierte Gesellschaften. NanoFocus hat den Anhang um verschiedene freiwillige Angaben ergänzt, die nur für börsennotierte Gesellschaften verpflichtend sind, um die Transparenz zu erhöhen. Hinsichtlich des Lageberichtes (S 264 Abs. 1 Satz 3 und 4 HGB) und der Prüfung des Jahresabschlusses (S 316 Abs. 1 Satz 1 HGB) verzichtet NanoFocus auf die größenabhängigen Erleichterungen. Des Weiteren veröffentlicht NanoFocus auf freiwilliger Basis eine Corporate-Governance-Erklärung (Homepage) und die individuellen Vorstandsgehälter.

Für den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 ist das Gliederungsschema der §S 266 und 275 HGB für große Kapitalgesellschaften zugrunde gelegt worden.

Aufgrund elektronischer Rechenhilfen können sich bei den Angaben in TEUR Rundungsdifferenzen ergeben. EUR-Beträge werden gerundet ohne Nachkommastellen angegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Soweit bei der Herstellung zur betriebsbereiten Nutzung wesentliche interne Aufwendungen anfallen, werden diese zu Standardkostensätzen als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents, ergibt. Individuell für Zwecke von NanoFocus erstellte Software, ERP-Software sowie umfangreiche Steuerungssoftware wird entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Die im Zusammenhang mit dem von der Siemens Electronics Assembly Systems GmbH & Co. KG übernommenen SISCAN-Geschäftszweig aktivierten Schutzrechte und Softwareprogramme werden über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Der Abschreibungsdauer des Firmenwertes liegt ein Lebenszyklus der im Rahmen der Verschmelzung mit der OM Engineering GmbH in 2001 erworbenen Technologie von 20 Jahren zugrunde. Anhaltspunkt hierfür sind auch die Mindestlaufzeiten der zugehörigen Patente. Aus Vorsichtsgründen wurde ein Abschlag von fünf Jahren vorgenommen und dem Firmenwert eine planmäßige Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Soweit eine dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Forschungskosten werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst. Auf bestimmte Projekte entfallende Entwicklungskosten werden als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert, wenn sicher ist, dass die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes technisch realisierbar ist und aus der Vermarktung zukünftige Überschüsse entstehen. Die aktivierten Entwicklungskosten werden über den Zeitraum abgeschrieben, in dem zukünftige Erlöse aus dem zugehörigen Entwicklungsprojekt erwartet werden. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase. Dies ist der Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Da eine Aktivierung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände in der Steuerbilanz unzulässig ist, entsteht gegenüber der Handelsbilanz eine temporäre Differenz, die sich innerhalb der geschätzten Nutzungsdauer auflösen wird. Auf diese Differenz werden passive latente Steuern abgegrenzt. Im Geschäftsjahr 2011 fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt 1.530 TEUR an. Hiervon wurde ein Betrag von 591 TEUR unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden die direkt zurechenbaren Kosten einbezogen. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen vier bis acht Jahre, bei anderen Anlagen sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Geringwertige Anlagegüter zwischen 150 und 1.000 EUR werden in einem Sammelkonto zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis 150 EUR werden im Jahr ihres Zugangs in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden zwei weitere Messsysteme mit einem Buchwert von 59 TEUR, die für die Entwicklungsarbeit und für Demonstrationszwecke benötigt werden, aus den Fertigerzeugnissen in das Anlagevermögen (technische Anlagen und Maschinen) umgebucht. Die beiden Messsysteme werden unter Berücksichtigung des Herstellungsdatums seit dem 1. Juni 2011 linear über eine Nutzungsdauer von acht Jahren abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verfügt über zukunftsweisende Patente zur sog. Phasenmikroskopie, mit deren Hilfe die Grenzen des Lichts egalisiert werden können.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden alle direkt zurechenbaren Kosten sowie die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung der Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Bei den latenten Steuern wird gemäß § 274 HGB eine Abgrenzung für die voraussichtlichen zukünftigen Steuerbelastungen und Steuerentlastungen aufgrund handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede gebildet. Latente Steuerschulden werden auf alle zukünftig zu versteuernden temporären Differenzen gebildet. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede und nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass das zu versteuernde Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert bzw. erhöht, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch voraussichtlich verwendet werden kann. Latente Steueransprüche werden somit nur in dem Umfang angesetzt, in dem die Realisierung des zukünftigen wirtschaftlichen Vorteils wahrscheinlich ist. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nicht miteinander saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen im Hinblick auf ihren Erfüllungsbetrag.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenmittelkassakurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden in Fremdwährung erfasste Vermögenswerte höchstens mit ihren Anschaffungskosten angesetzt; nicht realisierte Gewinne werden bei langfristigen Fremdwährungsposten nicht erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagenspiegel 31.12.2011

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Anschaffungskosten


Stand
01.01.2011
Umbuchungen Zugänge Abgänge Stand
31.12.2011


TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 486.826,84 0,00 591.240,50 0,00 1.078.067,34

2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/Software 936.041,04 0,00 108.570,51 0,00 1.044.611,55

3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.234.190,22 0,00 0,00 0,00 5.234.190,22

Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.657.058,10 0,00 699.811,01 0,00 7.356.869,11
II. Sachanlagen





1. Technische Anlagen und Maschinen 472.692,19 0,00 78.475,54 0,00 551.167,73

2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 843.722,42 0,00 104.808,07 0,00 948.530,49

Summe Sachanlagen 1.316.414,61 0,00 183.283,61 0,00 1.499.698,22
III. Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen 124.931,18 0,00 0,00 0,00 124.931,18

Summe Finanzanlagen 124.931,18 0,00 0,00 0,00 124.931,18

Gesamt 8.098.403,89 0,00 883.094,62 0,00 8.981.498,51


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Abschreibungen


Afa-Stand
01.01.2011
Umbuchungen Zuführung Auflösung Afa-Stand
31.12.2011


TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 36.819,46 0,00 36.819,46

2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/Software 585.913,02 0,00 113.860,75 0,00 699.773,77

3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.489.460,22 0,00 348.946,00 0,00 3.838.406,22

Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.075.373,24 0,00 499.626,21 0,00 4.574.999,45
II. Sachanlagen





1. Technische Anlagen und Maschinen 167.429,07 0,00 85.735,54 0,00 253.164,61

2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 684.337,46 0,00 64.310,05 0,00 748.647,51

Summe Sachanlagen 851.766,53 0,00 150.045,59 0,00 1.001.812,12
III. Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Gesamt 4.927.139,77 0,00 649.671,80 0,00 5.576.811,57


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Buchwert


Stand 31.12.2011 Stand 31.12.2010


TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände


1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 1.041.247,88 486.826,84

2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/Software 344.837,78 350.128,02

3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.395.784,00 1.744.730,00

Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.781.869,66 2.581.684,86
II. Sachanlagen


1. Technische Anlagen und Maschinen 298.003,12 305.263,12

2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.882,98 159.384,96

Summe Sachanlagen 497.886,10 464.648,08
III. Finanzanlagen


Anteile an verbundenen Unternehmen 124.931,18 124.931,18

Summe Finanzanlagen 124.931,18 124.931,18

Gesamt 3.404.686,94 3.171.264,12


2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen das verbundene Unternehmen NanoFocus, Inc sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 427 TEUR enthalten. Des Weiteren bestehen Forderungen gegen die NanoFocus, Inc mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 250 TEUR (Darlehen und Zinsen).

Die Rechnungsabgrenzungsposten weisen ein Disagio in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR) auf.

3 Latente Steuern

Durch die Anwendung des BilMoG wurden im Geschäftsjahr 2010 erstmalig aktive latente Steuern in Höhe von 1.325 TEUR ausgewiesen. Dabei wurden zum 1. Januar 2010 die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 1.165 TEUR erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt. Im Geschäftsjahr 2011 erhöhten sich die aktiven latenten Steuern aufgrund gestiegener Ergebnisprognosen um 173 TEUR. Die Erhöhung wurde als Steuerertrag unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfasst.

Die aktiven und passiven latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

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2011

Temporäre Differenz Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Steuerlich nutzbare Verlustvorträge


- Körperschaftsteuer 4.565 722 -
- Gewerbesteuer 4.715 776 -
Aktivierte
Entwicklungskosten
1.041 - 336


4 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt unverändert zum Vorjahr 2.794.816 EUR und ist aufgegliedert in 2.794.816 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Gegenwert von umgerechnet je 1,00 EUR.

5 Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Aus der Aktivierung der Entwicklungskosten als selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstand sowie der Aktivierung latenter Steuern ergibt sich, nach Abzug der passiven latenten Steuern in Höhe von 336 TEUR, ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von insgesamt 1.548 TEUR. Hiervon entfallen 705 TEUR auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte und 843 TEUR auf aktive latente Steuern.

6 Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juli 2011 ermächtigt, bis zum 12. Juli 2016 mit der Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Baroder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, jedoch höchstens um bis zu insgesamt 1.397.408 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011).

7 Kapitalrücklage

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EUR
Stand: 1. Januar 2011 5.774.118
Stand: 31. Dezember 2011 5.774.118


8 Gewinnrücklagen

Durch die Anwendung des BilMoG wurden aufgrund der Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zum 1. Januar 2010 insgesamt 1.165 TEUR erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die Gewinnrücklagen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

9 Sonstige Rückstellungen

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EUR
Urlaubsverpflichtungen 52.150
Abschlussprüfungs- und Beratungskosten 28.000
Erfindervergütungen 6.450
Archivierungskosten 14.000
Gewährleistungen 30.973
Berufsgenossenschaft 17.000
Aufsichtsratsvergütungen 3.750
Bonuszahlungen 23.369
Variabler Kaufpreis SISCAN 42.769
Schwerbehindertenabgabe 4.800
Ausstehende Rechnungen 3.000

226.261


10 Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse, insbesondere Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen, sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten von Seiten der NanoFocus AG bestehen im Geschäftsjahr nicht.

11 Verbindlichkeitenspiegel

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von bis zu
einem Jahr
zwischen einem
und fünf Jahren
von mehr
als fünf Jahren
Gesamt


TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 482 1.297 0 1.779
2. Erhaltene Anzahlungen 118 0 0 118
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.066 0 0 1.066
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16 0 0 16
5. Sonstige Verbindlichkeiten 252 32 0 284


1.934 1.329 0 3.263


12 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Stadtsparkasse Oberhausen
Kontokorrentverbindlichkeiten: 63 TEUR
Ein Kontokorrentrahmen besteht i. H. v. 100 TEUR.

Die Zinssätze der vier Darlehen sind für die gesamte Laufzeit festgeschrieben.

Zugunsten von NanoFocus gibt es zum 31. Dezember 2011 für Mietdeponatverbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen Bankbürgschaften seitens verschiedener Kreditinstitute in einer Gesamthöhe von rund 74 TEUR.

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Darlehens-Nr. Darlehensbetrag/
Auszahlung
Verbindlichkeiten
zum Stichtag
Zinssatz p.a. Tilgung Laufzeit
6002650346 500.000 EUR/
100%
296.089 EUR 5,87 % monatlich
ab 30.10.2007
10 Jahre
bis 30.09.2017
Sicherung: erstrangiger Teilbetrag i. H. v. 200 TEUR aus dem Festgeldguthaben 2070060740 verpfändet
6002650353 895.000 EUR/
100%
529.999 EUR 5,87 % monatlich
ab 30.10.2007
10 Jahre
bis 30.09.2017
Sicherung: zweitrangiger Teilbetrag i. H. v. 400 TEUR aus dem Festgeldguthaben 2070060740 verpfändet
6002650379 500.000 EUR/
96%
200.000 EUR 4,35 % halbjährlich
ab 30.03.2009
6 Jahre
bis 30.09.2013
6002009352 1.000.000 EUR/
96%
666.640 EUR 6,29 % vierteljährlich
ab 30.03.2010
6 Jahre
bis 30.12.2015
Sicherung: drittrangiger Teilbetrag i. H. v. 250 TEUR aus dem Festgeldguthaben 2070060740 verpfändet


Sicherung für alle vier Darlehen: 1) Sicherungsübereignung des Warenlagers in Oberhausen, 2) Abtretung von Außenständen der Kunden A-Z (Globalzession)

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

1 Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Produktlinien

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31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR
µsurf 3.272 2.883
Software, Ersatzteile, Wartung 1.380 841
Sonstige Dienstleistungen 970 750
OEM 933 836
µsprint 856 306
µscan 693 601
Systemvermietung 118 260

8.222 6.477


Aufgliederung nach Regionen

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31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR
Deutschland 3.796 2.931
Asien 1.653 1.403
Nord-/Südamerika 1.451 1.092
Europa (außer Deutschland) 1.322 1.051

8.222 6.477


Aufgliederung nach Segmenten

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31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR
Dienstleistungen 2.467 1.851
Standard 1.899 2.205
Modular 1.810 905
Business Solution 1.060 236
Integration 986 1.280

8.222 6.477


2 Angabe der Prüfungshonorare und sonstiger Beratungen

Als Honorare für den Abschlussprüfer wurde für das Geschäftsjahr 2011 für Abschlussprüfungsleistungen ein Betrag in Höhe von 25 TEUR unter den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Ferner fielen weitere 1 TEUR für sonstige Leistungen an. Honorare für Bestätigungsleistungen oder Steuerberatungsleistungen fielen seitens des Abschlussprüfers nicht an.

Für die Erstellung der Steuererklärungen 2011 wurden zugunsten des Steuerberaters der Gesellschaft 3 TEUR zurückgestellt. Die sonstigen Rechts- und Beratungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr auf rund 151 TEUR.

Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Jürgen Valentin,
Vorstand Technologie (CTO) und Vorstandssprecher,
Duisburg, Dipl.-Physiker

Marcus Grigat,
Vorstand Operations (COO),
Wesel, Dipl.-Ingenieur

Joachim Sorg,
Vorstand Administration, Finanzen und Controlling (CFO),
Kalbach, Bankfachwirt

Die Gesamtbezüge des Vorstandes belaufen sich im Berichtsjahr auf rund 370 TEUR; diese gliedern sich wie folgt auf:

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EUR
Jürgen Valentin 122.744
Marcus Grigat 122.946
Joachim Sorg 124.683


In den Gesamtbezügen des Vorstandes sind variable Vergütungen in Höhe von 40,5 TEUR und Sachbezüge in Höhe von insgesamt 21,6 TEUR enthalten.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich satzungsgemäß aus drei Mitgliedern zusammen:

Ralf Terheyden,
Wirtschaftsprüfer, Bad Zwischenahn, Vorsitzender

Felix Krekel,
Vorstand der DESIGN Bau AG, München, stellvertretender Vorsitzender

Gerd Mager,
Geschäftsführer der Georg Noll Werkzeugmaschinen GmbH, Grevenbroich, Mitglied des Aufsichtsrates.

Ersatzmitglied

Prof. Dr.-Ing. Stefan Altmeyer,
Fachhochschule Köln, Institut für Angewandte Optik und Elektronik, Köln

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates belaufen sich im Geschäftsjahr 2011 auf rund 23 TEUR.

Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat

Sonstige Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2011):

Aufsichtsrat

Ralf Terheyden (Vorsitzender des Aufsichtsrates)

Ralf Terheyden (geb. 1965) studierte BWL an der Universität in Göttingen. Als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei einer der großen weltweit tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften konnte er eine fundierte Berufspraxis legen, um danach einen Schwerpunkt im Bereich Corporate Finance zu intensivieren. Von 1997 bis 1999 standen daher Sanierungs- und Beratungsaufgaben im Bereich M&A im Vordergrund. Im Jahr 2000 wechselte er zu einer großen mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und leitete den Bereich Unternehmensfinanzierung. Eine renommierte Sozietät in London war die nächste Station in der Vita.

Seit Mai 2003 ist Herr Terheyden als Wirtschaftsprüfer, Diplom-Kaufmann und Steuerberater selbstständig als Gesellschafter und Geschäftsführer, seit September 2004 in eigener Gesellschaft. Im März 2007 eröffnete Herr Terheyden ein zweites Büro.

Herr Terheyden unterstützt die Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg e. V. Seit dem Jahr 2007 ist er im Aufsichtsrat der NanoFocus AG und steht diesem seit dem 28. Juni 2007 vor.

Seit Februar 2008 ist Herr Terheyden Beiratsmitglied der Breeze Four GmbH.

Felix Krekel (stellvertretender Vorsitzender)

Felix Krekel (geb. 1967) ist seit dem 28. Juni 2007 im Aufsichtsrat der NanoFocus AG. Im Vorstand der im Entry Standard gelisteten DESIGN Bau AG verantwortete er als COO die Bereiche Unternehmensorganisation, Personal sowie Investor Relations und Public Relations bis zum 31. Oktober 2011. In der CD Deutsche Eigenheim AG, einem Joint Venture mit der börsennotierten conwert Immobilien Invest SE, übt er darüber hinaus die Funktion des Vorstandsvorsitzenden aus. Aus seiner 10-jährigen Tätigkeit für HSBC Trinkaus, zuletzt als Director Institutional Equity Sales, bringt er umfangreichen Kapitalmarkthintergrund und Kontakte für NanoFocus ein. Herr Krekel ist Diplom-Kaufmann und Certified International Investment Analyst (CIIA).

Gerhard Wilhelm Mager

Gerd Mager verstärkt seit dem 28. Juni 2007 den Aufsichtsrat der NanoFocus AG.

Mit einem betriebswirtschaftlichen Abschluss der Hochschule St. Gallen/Schweiz leitet er als geschäftsführender Gesellschafter die Firma Georg Noll Werkzeugmaschinen GmbH in Neuss.

Er bringt neben einem umfangreichen Hintergrund aus dem Bereich der Werkzeugmaschinen wichtiges Knowhow und Netzwerke aus dem Maschinenvertrieb ein. Herr Mager ist seit vielen Jahren im operativen Geschäft verantwortlich und ist im Industriesegment ein geschätzter und gestandener Unternehmer. Seine Kompetenz bringt er unter anderem auch im Beirat des Fachverbands des Maschinen- und Werkzeug-Großhandels e. V. in Bonn ein.

Er ist bei einer kleinen, nicht börsennotierten Unternehmensberatung als Aufsichtsratsvorsitzender tätig, der Compartner AG, Düsseldorf. Die Aktien befinden sich nur in den Händen der beiden aktiven Geschäftsführer.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren darüber hinaus während der letzten fünf Jahre weder Mitglied eines Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsratsorgans noch Partner eines Unternehmens oder einer Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind unter der Geschäftsanschrift der Gesellschaft: Lindnerstr. 98, 46149 Oberhausen, erreichbar.

Die Gesellschaft hat den Mitgliedern des Aufsichtsrates derzeit weder Darlehen gewährt noch Bürgschaften oder Gewährleistungen für sie übernommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind und waren nicht an Geschäften außerhalb der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft während des laufenden und des vorhergehenden Geschäftsjahres oder an derartigen Geschäften, die noch nicht endgültig abgeschlossen sind, in weiter zurückliegenden Geschäftsjahren beteiligt.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden fünf turnusmäßige Sitzungen durchgeführt.

Arbeitnehmer

Im Durchschnitt* wurden (entsprechend der Größenmerkmale des Unternehmens nach § 267 HGB) folgende Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

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2011 2010
Angestellte in Vollzeit 51 41
Angestellte in Teilzeit 7 6

58 47


* Zur Durchschnittsermittlung wurden Jahresanfangs- und -endbestand gemittelt.


Die NanoFocus AG beschäftigte außerdem durchschnittlich 1 Auszubildende in 2011 (2010: 3) und 6 Praktikanten/Diplomanden in 2011 (2010: 7).

Anteilsbesitz

Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verwaltet ausschließlich Schutzrechte, die NanoFocus, Inc ist eine Vertriebsniederlassung. Zum 31. Dezember 2011 war die Gesellschaft an den folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

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Firma Beteiligungsart Eigenkapital
31. Dezember 2011
Anteile
am Kapital
Jahresergebnis
2011
NanoFocus Materialtechnik GmbH, Oldenburg Stammanteile 13,6 TEUR 100 % 4,1 TEUR
NanoFocus, Inc, Glen Allen/Virginia Stammanteile -439,9 TUSD 100 % 84,3 TUSD


Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 2012 308
2013 bis 2016 642


Ferner bestehen Verpflichtungen aus der Übernahme des SISCAN-Geschäftsbereichs dahingehend, dass für die Geschäftsjahre 2011 bis 2017 weitere variable Kaufpreisraten zu zahlen sind, die sich in Relation zu den mit den SISCAN-Produkten erzielten Umsatzerlösen ermitteln.

Entsprechenserklärung

NanoFocus ist im Entry Standard als ein Teilbereich des Open Market (Freiverkehr) in den Börsenhandel einbezogen. Somit liegt grundsätzlich keine Verpflichtung zur Abgabe einer Erklärung gemäß § 161 AktG vor. Bereits im Jahr 2006 wurde erstmals die Entsprechenserklärung gemäß Corporate Governance Kodex auf freiwilliger Basis abgegeben. Die freiwillige Unterwerfung soll zusätzliche Transparenz in die Unternehmenskommunikation bringen.

Vorstand und Aufsichtsrat der NanoFocus AG haben die Erklärung nach § 161 AktG zur Anwendung des Corporate Governance Kodex am 15. Dezember 2011 erneuert und den Aktionären auf der Website www.nanofocus.de dauerhaft zugänglich gemacht.



Oberhausen, den 16. April 2012


NanoFocus AG


Der Vorstand


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Jürgen Valentin Marcus Grigat Joachim Sorg


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 der NanoFocus AG, Oberhausen, den folgenden Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers.

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NanoFocus AG, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Ver mögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäfts tätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und dem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.



Köln, den 18. April 2012


RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft


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Graf von Kanitz Schulz-Danso
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer


Rechtliche und steuerliche Grundlagen

Firma

NanoFocus AG

Sitz

Oberhausen

Gegenstand des Unternehmens

Entwicklung, Erstellung und Vertrieb von optoelektronischen Messsystemen und Qualitätssicherungssystemen sowie die damit zusammenhängenden Mess-, Service- und Beratungsdienstleistungen.

Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb und zur Veräußerung von Grundstücken, zur Errichtung von Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen im In- und Ausland, zur Beteiligung an anderen Unternehmen gleicher oder verwandter Art und anderen Unternehmen sowie zum Abschluss von Interessengemeinschaftsverträgen.

Handelsregister

Amtsgericht Duisburg, HR B 13864

Satzung

26. Oktober 2001, zuletzt geändert durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juli 2011

Geschäftsjahr

Kalenderjahr

Grundkapital

2.794.816,00 EUR

Es handelt sich um 2.794.816 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 12. Juli 2016 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.397.408,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Eigene Aktien

Der Vorstand ist ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorhandenen Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Juli 2015. Erworbene eigene Aktien dürfen durch den Vorstand zum Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen oder zur Tilgung von Verbindlichkeiten verwendet werden. Ferner können sie mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Dritte veräußert oder zur Herabsetzung des Grundkapitals eingezogen werden.

Hauptversammlung

Auf der Hauptversammlung am 13. Juli 2011 wurden

1. der vom Vorstand aufgestellte, von der RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene und vom Aufsichtsrat gebilligte und damit festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 nebst Lagebericht und Bericht des Aufsichtsrats vorgelegt,

2. dem Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2010 Entlastung erteilt,

3. die RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG, Köln, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 gewählt,

4. der Vorstand ermächtigt, bis zum 12. Juli 2016 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.397.408,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe zu entscheiden,

5. der § 16 der Satzung im Hinblick auf die Vorgaben des Gesetzes zur Umsetzung der Aktionärsrichtlinien (ARUG) ergänzt und

6. die Satzung in § 20 Abs. 1 zu Beschlussfassungen angepasst.

Größe der Gesellschaft

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Vorstand

Jürgen Valentin, Duisburg, Vorsitzender
Marcus Grigat, Wesel, Fertigung
Joachim Sorg, Kalbach, Finanzen

Die Vorstandsmitglieder sind gemeinschaftlich mit einem anderen Vorstand oder Prokuristen zur Vertretung der Gesellschaft befugt.

Aufsichtsrat

Ralf Terheyden, Vorsitzender
Felix Krekel, stellvertretender Vorsitzender
Gerd Mager
Prof. Dr.-Ing. Stefan Altmeyer (Ersatzmitglied Aufsichtsrat, Fachbeirat)

Steuerliche Verhältnisse

Das Unternehmen wird beim Finanzamt Oberhausen-Nord unter der Steuernummer 123/5745/1778 geführt. Die Veranlagungen zur Körperschaftsteuer und zur Gewerbesteuer sind bis für das Jahr 2010 erfolgt.

Die letzte steuerliche Außenprüfung umfasste die Geschäftsjahre 2005 bis 2009. Zum 31. Dezember 2010 verfügte die Gesellschaft über einen körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag von 6.421 TEUR und über einen gewerbesteuerlichen Verlustvortrag von 5.147 TEUR.

Finanzkalender 2012

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05 2012 06 2012 07 2012
23. Mai
Analystenkonferenz Spectaris
Fachverband
21. Juni
Analystenkonferenz M:access,
Frankfurt am Main
11. Juli
Hauptversammlung 2012,
Oberhausen


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08 2012 09 2012 11 2012
29. August
Halbjahresbericht 2012
5. September
Small & MidCap-Konferenz,
München
12.-14. November
Eigenkapitalforum,
Frankfurt am Main


Kontakt/Impressum

NanoFocus AG | Lindnerstraße 98 | 46149 Oberhausen | Tel. +49 208 62 000 0 | Fax +49 208 62 000 99 info@nanofocus.de | www.nanofocus.de
Sitz der Gesellschaft: Oberhausen | USt.-ID-Nr. DE 169599353 | Registergericht: Duisburg HRB 13864
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Ralf Terheyden | Vorstand: Jürgen Valentin (Vorstandssprecher), Marcus Grigat, Joachim Sorg
Design: Oliver Nicolay, nicolaygrafik.de | Druck und Produktion: JD Druck GmbH, jd-druck.de | Text, Redaktion: NanoFocus AG

NanoFocus AG

Lindnerstraße 98 | 46149 Oberhausen | Tel. +49 208 62 000 0 | Fax +49 208 62 000 99 | info@nanofocus.de | www.nanofocus.de