NanoFocus AG

Oberhausen

Geschäftsbericht zum Jahresabschluss 01.01.2012-31.12.2012

Geschäftsbericht 2012

Lagebericht 2012

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur

Die NanoFocus AG ist auf dem Gebiet der prozessnahen optischen Oberflächenmesstechnik im Mikro- und Nanometerbereich tätig. Haupttätigkeiten der NanoFocus AG sind die Entwicklung, Fertigung sowie der weltweite Vertrieb von Messsystemen für die berührungslose 3D-Oberflächenanalyse. NanoFocus ist international als technologisch führendes Unternehmen im Bereich der hochauflösenden Charakterisierung von Funktionsoberflächen positioniert. NanoFocus-Messsysteme werden vor allem für die Qualitätssicherung eingesetzt und eignen sich für nahezu alle Industriebranchen. Durch ihre Technologie ermöglicht die NanoFocus AG Kunden und Partnerunternehmen die Herstellung innovativer Produkte und die Umsetzung effizienter Fertigungsverfahren. Die drei Hauptproduktlinien sind die Analysesysteme μsurf, μscan und μsprint. Daneben bietet die Gesellschaft ergänzende Dienstleistungen und die zum Betrieb notwendige Systemsoftware in der Produktlinie μsoft an.

Die NanoFocus AG ist seit dem 14.11.2005 am Teilbereich Entry Standard des Open Market in Frankfurt börsengelistet und hat zudem nachträglich im August 2006 einen Wertpapierprospekt herausgegeben.

Die Gesellschaft hält eine hundertprozentige Beteiligung an der NanoFocus Materialtechnik GmbH in Oldenburg. Weiterhin besteht die NanoFocus, Inc. als hundertprozentige Tochtergesellschaft der NanoFocus AG in Glen Allen/ Richmond, Virginia, USA. In 2012 wurde formell die hundertprozentige Tochter NanoFocus Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur gegründet. Von dort werden die rund zehn NanoFocus-Repräsentanten im asiatischen Raum koordiniert. Im süddeutschen Kundenzentrum in Ettlingen, nahe Karlsruhe, sind sechs Mitarbeiter für NanoFocus tätig.

Die NanoFocus AG beschäftigte Ende 2012 einschließlich der drei Vorstandsmitglieder insgesamt 73 Mitarbeiter inklusive Auszubildenden, Diplomanden und Praktikanten.

Weltwirtschaft

Das globale Wachstum hat 2012 weiter an Schwung verloren. Nach real 3,8 % Plus in 2011 ist das weltweite Bruttoinlandsprodukt 2012 nur um geschätzt real 3,2 % gestiegen. Belastet wurde die wirtschaftliche Entwicklung vor allem durch die anhaltende Staatsschulden- und Vertrauenskrise im Euroraum. Eine wechselhafte Konjunktur in den USA zusammen mit der bis November anhaltenden Unsicherheit über den Ausgang der Präsidentenwahl brachte ebenfalls keine Stabilität. Das fragile Konjunkturbild blieb 2012 aber nicht auf die Industrieländer begrenzt, sondern schloss auch aufstrebende Volkswirtschaften wie China ein. Dennoch dauerte die bereits seit Jahren bestehende Wachstumskluft zwischen Industrieländern auf der einen und aufstrebenden Volkswirtschaften auf der anderen Seite an: In den Industrieländern stieg das Bruttoinlandsprodukt nur um durchschnittlich 1,3 %, in den aufstrebenden Volkswirtschaften hingegen um durchschnittlich 5,1 %.

Quelle: BIP-Zahlen: WEO Update Januar 2013 und IWF-Datenbank

Wichtige Kundenmärkte

Europa befand sich auch 2012 im Bann der Staatsschuldenkrise der südlichen Euroländer. Im gesamten Jahresverlauf waren die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Krise und die Konsolidierungsmaßnahmen beherrschendes Thema und hemmten die wirtschaftliche Entwicklung. Den größten Einbruch erlebte 2012 abermals die Wirtschaft in Griechenland mit einem BIP-Rückgang um rund 6 %. Ferner herrschte in Portugal (-3 %), Italien (-2,1 %), Slowenien (-2,2 %) und Spanien (-1,4 %) Rezession. Zur Haushaltskonsolidierung wurden in den Ländern einschneidende Sparpakete geschnürt, die allerdings die Überwindung der Rezession erschweren. Auch Teile Mittel- und Osteuropas rutschten 2012 in die Rezession. Vergleichsweise günstig verlief die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich, Deutschland und Schweden mit einem Bruttoinlandszuwachs von jeweils rund 1 %. Die Fiskalpolitik war aufgrund der hohen Schuldenstandsquoten aber in nahezu allen Ländern restriktiv. In Russland litt der Rohstoffexport unter der Wachstumsschwäche des restlichen Europas. Das russische Wirtschaftswachstum blieb daher 2012 mit plus 3,6 % leicht hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurück.

Die Eurozone wird laut dem Frühindikator der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in den kommenden Monaten zu Wachstum zurückkehren. Die OECD-Daten deuten auch auf ein anziehendes Wachstum in den USA, Japan, Russland, Großbritannien und Deutschland hin.

Asien, die seit Jahren am schnellsten wachsende Wirtschaftsregion, entwickelte sich auch 2012 überdurchschnittlich. Aber auch hier stockte die wirtschaftliche Expansion. In China gesellte sich zu der 2011 bewusst eingeleiteten wirtschaftlichen Abschwächung eine schwache Exportnachfrage. Das chinesische Wirtschaftswachstum betrug daher "nur" 7,8 %, das sind 5 Prozentpunkte weniger als 2011. Auch die zweite gewichtige Volkswirtschaft in Asien, Indien, zeigte ein abgeschwächtes Wirtschaftswachstum. Der Zuwachs von 4,5 % liegt 3,5 Prozentpunkte unter dem Ergebnis von 2011. Neben der schwächeren Weltwirtschaft dämpften hausgemachte Probleme wie Mängel in der Infrastruktur, verschleppte Wirtschaftsreformen und verunsicherte Auslandsinvestoren das Wachstum.

Die japanische Wirtschaft hat sich vergleichsweise robust entwickelt, obgleich sie zum Jahresende etwas an Schwung verlor. Als eines der wenigen Industrieländer verfolgt Japan eine expansive Fiskalpolitik, wodurch die Staatsschuldenquote weiter ansteigt. Die Arbeitslosenquote konnte im Jahresverlauf weiter gesenkt werden.

In Amerika zeigte die US-Wirtschaft zwar ein differenziertes Konjunkturbild, mit Blick auf andere Industrieländer war die Entwicklung mit plus 2,3 % Wirtschaftswachstum aber vergleichsweise robust. Wie im Jahr zuvor waren die Investitionen wesentlicher Wachstumsmotor. In 2012 entwickelte sich auch der private Konsum etwas dynamischer, während die Ausgaben des Staates sich leicht negativ auswirkten. Da die Arbeitslosenquote nur langsam sank, blieb die Geldpolitik im expansiven Bereich. Die Unsicherheit über den künftigen Konsolidierungskurs belastete die konjunkturelle Entwicklung 2012, hält aber weiter an, da notwendige Maßnahmen bislang nicht ergriffen worden sind. Die wirtschaftliche Entwicklung in Lateinamerika entsprach in etwa dem Weltdurchschnitt. Wesentliche Ausnahme bildete Brasilien mit einen BIP-Wachstum von lediglich 1 %.

Quelle: VDMA 2013

Volkswirtschaft in Deutschland

Die globale Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre ist durch eine Abfolge von Krisen gekennzeichnet: Immobilienkrise, Finanz- und Wirtschaftskrise sowie Staatsschuldenkrise. Im Gegensatz zu vielen anderen Volkswirtschaften hat Deutschland dies alles relativ gut gemeistert. So blieb die deutsche Wirtschaft bis in dieses Jahr hinein auf Wachstumskurs. Gleichwohl haben die Eintrübung der Weltkonjunktur und die Abschwächung des Welthandels sowie die Rezession im Euroraum auch in Deutschland Spuren hinterlassen. In den ersten drei Quartalen 2012 war die deutsche Wirtschaft kontinuierlich gewachsen, die Dynamik ließ jedoch stetig nach. So hat sich das Wirtschaftswachstum im Laufe des Jahres spürbar abgeschwächt. In 2012 war das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,7 % höher als im Vorjahr, wobei der Export der wichtigste Wachstumsmotor war. Im Jahr 2011 hatte der Zuwachs noch 3 % betragen. Neben der Auslandsnachfrage wird inzwischen mehr und mehr auch die bisher noch recht robuste Binnennachfrage in Mitleidenschaft gezogen. Anlass zur Sorge gibt insbesondere die Zurückhaltung der Unternehmen bei den Investitionen. Der private Konsum und die Bautätigkeit waren dagegen bisher noch eine Stütze der Konjunktur.

Die Bundesregierung erwartet in diesem Jahr ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von rund 0,5 %. Sie geht bei dieser Prognose davon aus, dass die deutsche Wirtschaft nach einem schwachen Start im zweiten Halbjahr wieder deutlich schneller wachsen wird.

Quellen: HWWI, Aussichten für die deutsche Wirtschaft 2013 Sachverständigenrat Jahresgutachten 2012/2013, Statistisches Bundesamt.

dpa-AFX, Konjunktur-Roundup Deutsche Wirtschaft v. 14.02.2013, Jahreswirtschaftsbericht 2013 (Bundesregierung), Handelsblatt v. 15.01.2013

IFO

Das Geschäftsklima in Deutschland lag im März 2013 bei 106,7 Indexpunkten. Dies ist eine Abschwächung gegenüber Februar (107,4 Indexpunkte), jedoch ein Anstieg im Vergleich zum monatlich ermittelten Frühindikator der deutschen Wirtschaft im Januar (104,3 Indexpunkte). Das Februarniveau war der höchste Stand des IFO-Index seit April 2012.

Quellen: IFO Geschäftsklima Deutschland, 02+03/2013 Dow Jones Newswires, 22.02.2013

ZEW

Der ZEW-Index ist als Konjunkturindex eine Größe, um das Wirtschaftsvertrauen auf Basis mittelfristiger Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung zu ermitteln. Er gilt als richtungsweisend für den bedeutenderen IFO-Geschäftsklimaindex.

Der ZEW-Index Konjunkturerwartungen verbesserte sich seit dem Jahresende 2012 kontinuierlich bis zum März 2013 auf 48,5 Punkte. Im April schwächte sich der Erwartungsindex auf 36,3 Punkte ab. Er liegt aber nach wie vor über dem historischen Durchschnitt von 26,5 Punkten. Die Konjunkturlage in Deutschland dürfte sich in den kommenden Monaten verbessern. Der größte Risikofaktor ist und bleibt die Schuldenkrise im Euroraum.

Quellen: ZEW, 20.03.2013, 16.04.2013

Zielbranchen für NanoFocus

Maschinen- und Anlagenbau

Die wirtschaftliche Aufholjagd im deutschen Maschinenbau konnte in nur drei Jahren erfolgreich umgesetzt werden. Der Umsatz der gesamten Maschinenbauindustrie beläuft sich auf rund 209 Mrd. EUR (Schätzung) und übertrifft sogar das Rekordniveau aus 2008 (208 Mrd. EUR). Die Exporte konnten nominal geschätzt um rund 5 % gesteigert werden. Das Volumen dürfte sich damit auf rund 157 Mrd. EUR belaufen. Die Exporte in andere asiatische Länder oder Regionen wie die ASEAN-Staaten legten mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten zu. Auch die Lieferungen nach Amerika (USA und Lateinamerika) zogen an. Die Produktionskapazitäten waren im Durchschnitt des vergangenen Jahres zu 86,3 % ausgelastet. Das entspricht in etwa dem langjährigen Mittelwert der Branche (86,2 %). Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau des gesamten vergangenen Jahres lag 3 °% unter Vorjahr. Das Inlandsgeschäft verzeichnete mit minus 8 % einen größeren Rückgang.

Für das Gesamtjahr 2012 rechnet Deutsche Bank Research mit einem Rückgang der Industrieproduktion von 1 %, der insgesamt zu einem Unterhang beim Start in das Jahr 2013 führte. Im Januar des neuen Jahres wurde ein Rückgang des Auftragseingangs um 2 % verzeichnet.

Quellen: Statistisches Bundesamt 2013, VDMA Elektrotechnik- und Elektroindustrie 2013, Deutsche Bank Research 2013, SPECTARIS e. V. (Hochrechnung 2012)

Elektronikindustrie

Nach zwei wachstumsstarken Jahren sind 2012 sowohl der Umsatz als auch die Produktion der deutschen Elektro- und Elektronikindustrie geschrumpft. Der Zentralverband der deutschen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) verzeichnete einen Umsatzrückgang von 3 %. Positiver sah das Ergebnis beim Export mit einer Steigerung des Umsatzes um 2 % aus. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind um 3,5 % auf ein Rekordhoch gestiegen. Für das Jahr 2013 prognostiziert der Fachverband ein Wachstum von 1,5 % für die Gesamtbranche.

Optische Technologien

Der deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, SPECTARIS, geht für die Branche Photonik von einem Umsatzwachstum von 0,5 %bis 1,5 % in 2012 aus. SPECTARIS schätzt aus einer Mitgliederbefragung, dass die im Verband organisierten Photonikunternehmen um rund 3 % gewachsen sind, wobei der wesentliche Wachstumsimpuls hier aus dem Ausland kam. Laut SPECTARIS konnte auch die deutsche Medizintechnik, ein wichtiges Anwendungsfeld der Photonik, mit einem über diesem Durchschnittswert liegenden Plus zulegen. Als ein weiterer Indikator zur Einschätzung der Branchenlage kann der Weltmarktindex Optische Technologien herangezogen werden. Dieser stabilisierte sich nach einem Einbruch zu Beginn des Jahres 2012 im dritten Quartal wieder oberhalb von 200 Indexpunkten bei 203,2.

Verglichen damit hat die Photonikindustrie weit deutlicher zugelegt und damit erneut den Trend bestätigt, dass diese Hightech-Branche stärker wächst als BIP und Industrieproduktion gesamt.

Laut dem AMA Fachverband für Sensorik e. V. schließt die Branche der Sensorik und Messtechnik das zurückliegende Jahr mit leichtem Umsatzplus, weiteren Investitionen und steigendem Personalbedarf. Der Export ins europäische Ausland zeigt sich als wirtschaftliche Branchenbremse, der Export ins nichteuropäische Ausland zog wieder an. Der Verband ist für 2013 und darüber hinaus optimistisch, da der Bedarf an intelligenter Technik in allen Bereichen weiter zunimmt und dadurch die Nachfrage an Sensorik und Messtechnik überproportional steigen wird.

Quellen: AMA Fachverband für Sensorik e. V., Pressemitteilung Februar 2013 SPECTARIS e. V. (Hochrechnung 2012)

Medizintechnik

Die rund 1.160 deutschen Medizintechnikunternehmen konnten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das Jahr 2012 mit einem Umsatzplus von 4,2 % abschließen. Der Gesamtumsatz lag bei 22,3 Mrd. EUR. Die Umsatzsteigerung basierte dabei ausschließlich auf Zuwächsen beim Auslandsgeschäft, dem aufgrund einer Exportquote von inzwischen rund 68 % eine besondere Bedeutung zukommt. Das Geschäft im Inland zeigte sich dagegen schwach und lag um 0,8 % unter dem Vorjahresniveau.

Die hohe Akzeptanz deutscher Medizintechnik im In- und Ausland ist dabei ein klarer Beleg für die starke Innovationskraft der Branche, die durch überdurchschnittlich hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung gekennzeichnet ist. So liegt die F&E-Quote, also der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Gesamtumsatz, bei rund 9 %. Etwa 15 % der Beschäftigten sind im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Entsprechend hoch ist der Umsatzanteil innovativer Produkte, d. h. der Produkte, die jünger als drei Jahre sind, welcher bei fast 32 % liegt. Auf das kommende Jahr blicken die Unternehmen optimistisch. Während sie im Inland mit einem schwachen Plus von rund 1 % rechnen, wird beim Auslandsumsatz eine Steigerung in der Größenordnung von 5 % erwartet. Insgesamt würde der Umsatz damit in 2013 um knapp 4 % zulegen.

Quellen: SPECTARIS e. V., Statistisches Bundesamt

Automotive

Die internationalen Automobilmärkte präsentierten sich im Gesamtjahr 2012 laut VDA in stabiler Verfassung: Sowohl die USA als auch Brasilien, Russland, Indien und China verzeichneten solide Zuwächse, der japanische Pkw-Markt meldete mit rund 4,6 Mio. Neuwagen sogar das beste Neuzulassungsniveau seit 2006. Die Verkäufe in Westeuropa hingegen verbuchten ein Minus von 8 %.

In einem immer noch schwierigen wirtschaftlichen Umfeld steckt Europas größter Automobilhersteller von 2013 bis 2015 weltweit 50,2 Mrd. EUR - mehr als je zuvor - in neue Modelle, in umweltfreundliche Technologien und in seine Werte. Auf Sachinvestitionen entfallen 39,2 Mrd. EUR. 60 % der Mittel -23,5 Mrd. EUR - werden in Deutschland eingesetzt.

Quellen: VDA, Produktion - Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie v. 21.12.2012

Solar-/Halbleiterbereich

Die Photovoltaik-Zuliefererbranche leidet nach wie vor unter großen Überkapazitäten. Erschwerend hinzu kommen die anhaltenden Handelskonflikte. Die dadurch hervorgerufene Verunsicherung ist bei Photovoltaik-Herstellern weltweit zu spüren und forciert die ohnehin vorhandene Zurückhaltung bei Investitionen in neuestes Equipment und Technologie deutlich - so die aktuelle Einschätzung des VDMA Fachverbandes Photovoltaik-Produktionsmittel.

Die Analysten von Lux Research erwarten Innovationsinvestitionen, damit die bestehenden Solarunternehmen die noch andauernde Konsolidierung der Branche überleben. Trendmärkte für Solar seien China und Indien.

Quellen: Lux Research 2012, 2013 Nanotechnologie

Laut VDI/BMBF befassen sich immer mehr Institutionen in Deutschland mit der Forschung und Entwicklung, der Produktion und den Dienstleistungen im Bereich der Nanotechnologie. Die Nanotechnologie in Deutschland umfasst mittlerweile rund 1.800 Institutionen, davon ca. 40 % kleine und mittlere Unternehmen (KMU), 13 % Großunternehmen, 24 % Hochschulinstitutionen, 9 % institutionelle Forschungseinrichtungen sowie sonstige Einrichtungen wie Netzwerke, Behörden, Verbände und Finanzinstitutionen. Seit Ende 2008 ist die Zahl der Nanotechnologieakteure um ca. 50 % angestiegen. Die am stärksten vertretenen Nanotechnologieteilgebiete sind Nanomaterialien, Nanobeschichtungen sowie die Nanoanalytik.

Eine aktuelle Studie von RNCOS Industry Research Solutions vom Oktober 2012 beziffert die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate im globalen Nanotechnologiemarkt für die Zeit von 2012 bis 2014 auf 19 %. Das Wachstum werde durch massive staatliche und privatwirtschaftliche Investitionen in Forschung und Entwicklung getrieben.

Quellen: VDI, BMBF, RNCOS, 2012

Mikrosystemtechnik

Mit einer Wachstumsrate von 6,5 % in 2012 konnte die MEMS-Branche nicht an ihre Quote von 2011 (12,5 %) anknüpfen. Für 2013 wird ein leicht erhöhtes Wachstum von 7,4 % erwartet. Für 2014 wird laut Einschätzung des Marktforschers IHS iSuppli mit einem Wachstum im zweistelligen Prozentbereich gerechnet.

Quellen: IHS iSuppli

Qualitätssicherung, Standardisierung und Normung

Die Sicherstellung der Qualität von mikro- und nanostrukturierten Produkten ist für alle Unternehmen unverändert ein Positionierungsvorteil im globalen Wettbewerb. Moderne Produkte und innovative Herstellungsprozesse bedürfen sowohl in der Entwicklung als auch in der Fertigung höchster Genauigkeit. Der Trend zur anspruchsvollen Qualitätssicherung ist seit Jahren ungebrochen.

Quellen: VDMA

Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

3D-Messsystem μsurf custom gewinnt MEDTEC-Award (20.03.2012)

Die NanoFocus AG ist Preisträger des begehrten MEDTEC EMDT Innovations Award in der Kategorie "Outstanding Contribution to the Industry". Am 14.03.2012 hat UBM Canon, Veranstalter der MEDTEC Europe Messe und Konferenz in Stuttgart, ihn an NanoFocus verliehen. Anlass für die Auszeichnung sind die hervorragenden Eigenschaften des optischen 3D-Messsystems μsurf custom. Es erlaubt Herstellern und Anwendern medizintechnischer Komponenten eine qualitativ hochwertige, produktionsnahe und wirtschaftliche Oberflächeninspektion.

NanoFocus AG platziert erfolgreich Kapitalerhöhung (13.06.2012)

Die Kapitalmaßnahme wurde in Form einer Barkapitalerhöhung bei bestehenden institutionellen Investoren unter Federführung der Süddeutschen Aktienbank AG erfolgreich platziert.

Liquide Mittel in Höhe von 574.515 EUR wurden dem Unternehmen zugeführt.

Die Finanzierungsstruktur für Working Capital und Zukunftsprojekte wurde weiter gestärkt.

Der Vorstand der NanoFocus AG hat am 23.05.2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 25.05.2012 beschlossen, eine Kapitalerhöhung unter Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals durchzuführen. Im Zuge der Kapitalerhöhung konnten ausgewählte bestehende institutionelle Investoren mit strategischer Ausrichtung als Zeichner gewonnen werden.

NanoFocus AG stellt neu zusammengesetzten Aufsichtsrat vor (17.08.2012)

Die NanoFocus AG gibt die neue Zusammensetzung ihres Aufsichtsrats bekannt. Das Gremium wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 11.07.2012 um Dr. Hans Hermann Schreier als neues Mitglied ergänzt, nachdem Gerd Mager turnusgemäß seine Aufsichtsratsposition niedergelegt hatte. Der NanoFocus-Aufsichtsrat besteht damit weiterhin aus drei Mitgliedern.

NanoFocus AG erhält OHSAS 18001-Zertifikat

NanoFocus, Entwickler und Produzent von optischen 3D-Messsystemen und Software zur Charakterisierung von technischen Oberflächen, erfüllt mit seinen Maßnahmen zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes die Anforderungen der Occupational Health and Safety Assessment Series (OHSAS 18001). Die Zertifizierung des Arbeitsschutzmanagementsystems erfolgte durch den TÜV Rheinland.

OHSAS 18001 ist ein internationales System für Arbeitsschutz und Sicherheit mit dem Ziel, betriebliche Unfall- und Gesundheitsrisiken von Angestellten, Kunden und Besuchern zu minimieren. Anerkannt in mehr als 80 Ländern, ist OHSAS 18001 eines der bekanntesten Managementsysteme für den Arbeitsschutz.

II. Ertragslage

Umsatzentwicklung

Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt günstig verlaufen. Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2012 von 8.222 TEUR um 8,7 % auf 8.939 TEUR.

Umsatzverteilung nach Produktlinien

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  2012 Veränderung 2011
  TEUR % absolut % TEUR %
μsurf 4.407 49 1.135 34,7 3.272 40
Service, Software, Ersatzteile, Wartung 1.315 15 -65 -4,7 1.380 17
OEM 1.078 12 145 15,5 933 11
μsurf 717 8 -139 -16,2 856 10
μscan 625 7 -68 -9,8 693 9
Sonstige Dienstleistungen 584 7 -386 -39,8 970 12
Systemvermietung 213 2 95 80,5 118 1
  8.939 100     8.222 100

Die Umsätze sind im Jahr 2012 erneut gestiegen. Der Dienstleistungsbereich liegt bei einem Umsatzanteil von insgesamt 24 % (Vorjahr: 30 %). Dieser umfasst die Auslieferung, Wartung und Aufrüstung von Soft- und Hardware sowie Vermietungen, Schulungen und Auftragsmessungen.

Der Umsatzanteil der Produktlinie μsurf konnte in 2012 durch die positive Entwicklung im Automobilbereich ausgebaut und im Vergleich zu 2011 um ca. 35 % gesteigert werden. Der Bereich Service erzielte weiterhin hohe Umsätze, die allerdings um ca. 5 % unter dem Vorjahresergebnis lagen. Mit einer Zuwachsrate von ca. 16 % ist der Bereich OEM als konstanter Umsatzfaktor weiter ausgebaut worden. Die Produktlinien μsprint und μscan verzeichnen mit Einbußen von 16 % bzw. 10 % geringere Umsätze als in 2011.

Umsatzverteilung nach Regionen

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  2012 Veränderung 2011
  TEUR % absolut % TEUR %
Deutschland 4.216 47 420 11 3.796 46
Nord-/Südamerika 2.027 23 576 40 1.451 18
Asien 1.385 15 -268 -16 1.653 20
Europa (außer Deutschland) 1.311 15 -11 -1 1.322 16
  8.939 100     8.222 100

Nahezu die Hälfte des Gesamtumsatzes wird in Deutschland realisiert. Durch einen deutlichen Anstieg des Umsatzes vorwiegend in den USA und Kanada bei gleichzeitiger Stagnation in Asien hat sich das Umsatzverhältnis in 2012 zugunsten Nord- und Südamerikas verschoben.

Umsatzverteilung nach Branchen

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  2012 Veränderung 2011
  TEUR % absolut % TEUR %
Automobilindustrie 2.168 32 704 48 1.464 26
Materialwissenschaft 1.232 18 466 61 766 13
Fingerprint/Public Safety 938 14 49 6 889 16
Elektronik 855 12 30 4 825 14
Medizintechnik/MEMS 554 8 554   0 0
Maschinen/Werkzeuge 508 7 -296 -37 804 14
Chemie, Papier, Keramik, Kunststoffe 400 6 260 186 140 2
Solar 172 3 -695 -80 867 15
  * 6.827 100     ** 5.755 100

* gemessen am Umsatz mit Systemverkauf ohne DL - hier 6.827 TEUR
** gemessen am Umsatz mit Systemverkauf ohne DL - hier 5.755 TEUR

NanoFocus ist nicht wesentlich von einer Branche abhängig. Durch den Verkauf in unterschiedliche Industriebereiche wird das Risikoprofil des Umsatzes gestreut. Die Verschiebung der Branchenanteile ist abhängig von den konjunkturellen Entwicklungen und der Gewichtung von Forschung und Produktion innerhalb der jeweiligen Bereiche.

Mit 32 % Anteil war der Automobilbereich auch in 2012 die umsatzstärkste Branche. NanoFocus konnte seine bestehenden Geschäftsbeziehungen zu führenden Herstellern festigen und weiterhin ausbauen. Damit konnte der Umsatzanteil um 48 % erhöht werden.

Nach dem Umsatzeinbruch in 2011 durch signifikante Kürzungen der Fördermittel für Institute ist der Verkauf im Bereich der Materialwissenschaften in 2012 erwartungsgemäß auf das Niveau der Vorjahre angestiegen.

Der Bereich Fingerprint/Public Safety lieferte in 2012 dank der langjährigen Kundenbeziehungen konstante Umsätze.

Durch etablierte Kundenbeziehungen lieferte die Elektronikbranche gleich bleibende Umsätze.

Im Bereich Medizintechnik konnte NanoFocus sich in 2012 erfolgreich am Absatzmarkt platzieren. Weitere Entwicklungsprojekte sind ab 2014 für den Systemverkauf umsatzrelevant.

Im Maschinenbau verzeichnete NanoFocus ein Umsatzminus von 37 %. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf Projektverschiebungen durch Kunden zurückzuführen.

Der Umsatz in den Branchen Chemie, Papier, Keramik, Kunststoffe ist um 260 TEUR angestiegen. Dies ist maßgeblich auf ein deutliches Absatzplus im Bereich der Druckindustrie zurückzuführen.

In der Solarbranche ist der Umsatz erwartungsgemäß sehr stark zurückgegangen, da die Krise in dieser Branche weiter anhält.

Umsatzverteilung nach Geschäftssegmenten

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  2012 Veränderung 2011
  TEUR % absolut % TEUR %
Dienstleistungen 2.112 24 -355 -14 2.467 30
Modular 1.888 21 78 4 1.810 22
Standard 1.818 20 -81 -4 1.899 23
Business Solution 1.699 19 639 60 1.060 13
Integration 1.422 16 436 44 986 12
  8.939 100     8.222 100

Im Segment der Dienstleistungen musste NanoFocus durch den Rückgang des Umsatzes bei Kundenentwicklungen ein Minus von 14 % verzeichnen. Mit der Wiederaufnahme und Weiterführung von Investitionen in die industrielle Messtechnik gewinnen die von NanoFocus als Innovationstreiber angebotenen Business Solutions weiterhin eine stärkere Bedeutung. Insbesondere durch weitere Investitionen der Automobilbranche konnten zum Teil hohe Umsatzzuwächse in den Segmenten Modular und Business Solution erzielt werden.

Das Segment Integration konnte in 2012 durch die Akquise neuer Kunden sowie den Ausbau der bestehenden Kundenbeziehungen einen Umsatzzuwachs um 44 % erzielen.

Umsatz pro Mitarbeiter

Der Umsatz pro Mitarbeiter ist, bezogen auf durchschnittlich 61 Vollbeschäftigte, mit 147 TEUR leicht gestiegen. Im Vorjahr wurden bei durchschnittlich 58 Vollbeschäftigten 142 TEUR Umsatz pro Mitarbeiter erzielt.

Ergebnisentwicklung*

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  2012 Veränderung 2011
  TEUR % absolut TEUR
Umsatzerlöse 8.939 9 717 8.222
Gesamtleistung 9.033 2 179 8.854
Rohertrag 6.299 10 559 5.740
Personalaufwand 3.897 13 451 3.446
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.262 -3 -64 2.326
EBITDA 945 9 75 870
Abschreibungen** 679 4 29 650
Finanzergebnis -80 k. A. 26 -106
Steuerergebnis -37 k. A. 15 -52
Ergebnis 149 k. A. 87 62

* Ausgewählte Werte der Gewinn- und Verlustrechnung.
** Die Abschreibungen enthalten als Hauptbestandteil die jährliche Goodwill-Abschreibung nach HGB in Höhe von 349 TEUR.

Die Gesamtleistung, die sich aus Umsatz, Bestandserhöhungen und sonstigen betrieblichen Erträgen zusammensetzt, ist von 8.854 TEUR auf 9.033 TEUR gestiegen. Die NanoFocus AG verzeichnete hier einen leichten Anstieg von rund 2 %. Die aktivierten Eigenleistungen betragen 616 TEUR. Diese setzen sich zusammen aus Eigenleistungen für Entwicklungsprojekte in Höhe von 553 TEUR und die Aktivierung von Demosystemen in Höhe von 63 TEUR. Die Bestandsveränderungen reduzierten sich aufgrund des starken Jahresendgeschäfts im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 428 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge, die überwiegend Erlöse aus Förderprojekten beinhalten, reduzierten sich um 109 TEUR.

Nach Abzug der Materialaufwendungen in Höhe von 2.545 TEUR erhöhte sich der Rohertrag analog zu den Umsatzerlösen um 559 TEUR bzw. 10 %.

Auf der Kostenseite erhöhten sich die Personalaufwendungen aufgrund von Neueinstellungen um 13 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden vor allem infolge geringerer Werbe- und Messekosten um 3 % erwartungsgemäß reduziert.

Das EBITDA verbesserte sich aufgrund von Investitionen in die Vertriebs- und Personalstruktur lediglich moderat um 75 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. Das Steuerergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Veränderung aus aktiven und passiven latenten Steuern. Abzüglich der Abschreibungen des Finanz- und Steuerergebnisses wird mit 149 TEUR ein um 87 TEUR höheres Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr ausgewiesen.

Auftragsentwicklung

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  2012 Veränderung 2011
  TEUR % absolut TEUR
Auftragseingang 2012 8.792 4 338 8.454
Auftragsbestand (zum Periodenende) 663 -40 -435 1.098

Der Auftragseingang konnte in 2012 um 4 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Der Auftragsbestand zum 31.12.2012 ist um 435 TEUR geringer als im Vorjahr.

III. Vermögens- und Finanzlage

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  2012 Veränderung 2011
  TEUR % absolut TEUR
Anlagevermögen 3.579 5 174 3.405
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.965 7 183 2.782
Sachanlagen 473 -5 -25 498
Finanzanlagen 141 13 16 125
Umlaufvermögen 7.871 -3 -254 8.125
Vorräte 2.594 -3 -93 2.687
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.429 7 239 3.190
Liquide Mittel 1.848 -18 -400 2.248
Eigenkapital 9.948 8 723 9.225
Fremdkapital 3.260 -16 -599 3.859
Verbindlichkeiten 2.380 -27 -883 3.263

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 5 % gestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf um 573 TEUR höhere selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zurückzuführen. Die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwerts (Goodwill) reduziert das Anlagevermögen um 349 TEUR.

Die Forderungen haben sich analog zum Umsatzanstieg entwickelt und liegen stichtagsbedingt deutlich höher als im Jahresmittel. Die Eigenkapitalquote ist auf 75 % gestiegen. Die Verbindlichkeiten haben sich merklich um 883 TEUR reduziert, wobei die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch planmäßige Tilgung der Bankdarlehen mit 482 TEUR den größten Stellenwert einnahmen. Dementsprechend sind die liquiden Mittel um 400 TEUR gesunken.

Entwicklung des Cashflows und der liquiden Mittel

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Cashflow 2012
TEUR
Veränderung absolut 2011
TEUR
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 2.185 -982 3.167
Cashflow aus Umsatztätigkeit 864 146 718
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 431 -2 433
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -853 30 -883
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 85 617 -532
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -337 645 -982
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.848 -337 2.185

Der Cashflow aus Umsatztätigkeit hat sich aufgrund der positiven Entwicklung des Ergebnisses und konstanter Abschreibungen um 146 TEUR verbessert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bewegt sich durch ein höheres Forderungsniveau und einen niedrigeren Stand der Verbindlichkeiten auf dem Niveau des Vorjahres. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet insbesondere die Aktivierung der Entwicklungsprojekte in Höhe von 638 TEUR. Die Investitionen liegen auf dem Niveau des Vorjahres. In 2012 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von 575 TEUR durchgeführt. Dem gegenüber standen Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen und Finanzierungsleasing in Höhe von 489 TEUR.

Zusammenfassend lässt sich festhalten:

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit 431 TEUR positiv.

Die Investitionstätigkeit lag plangemäß bei 853 TEUR auf Vorjahresniveau.

Die Verschuldung wurde durch planmäßige Tilgung von Verbindlichkeiten gesenkt.

Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Die Abwicklungsfinanzierung der Tagesproduktion erfolgt aus eigenen Mitteln und bestehenden Kreditlinien, teils durch Vorauszahlungen und Anzahlungen. Etwaige betragsmäßig und zeitlich befristete Anzahlungsbürgschaften wurden durch Bankbürgschaften (Avale) hinterlegt.

Die NanoFocus AG plant auch weiterhin, die Finanzierungsstruktur für ein weiteres Wachstum auszubauen. Aktuell stehen Fremdkapitalmaßnahmen im Fokus.

Für strategische Maßnahmen zum Ausbau der Geschäftsbereiche Automobil und Medizintechnik sind auch Eigenkapitalmaßnahmen im Laufe des Jahres 2013 denkbar.

Forderungsausfälle sind im Geschäftsjahr 2012 wie bereits in der Vergangenheit nicht aufgetreten und werden auch aufgrund bisheriger Erfahrungen künftig nur eingeschränkt erwartet.

Investitionen

Investitionen wurden im Rahmen der Unternehmensplanung planmäßig durchgeführt. Schwerpunkte bildeten Investitionen in die Entwicklung neuer, marktnaher Produktfamilien. Bei der Aktivierungshöhe von rund 638 TEUR haben die internen Personalleistungen mit 553 TEUR den größten Anteil. In die Infrastruktur wurden zum einen rund 136 TEUR in Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie technische Anlagen investiert und zum anderen rund 16 TEUR für das Stammkapital der neuen Asienniederlassung NanoFocus Pte. Ltd. bereitgestellt.

Innovations- und Entwicklungsleistung

Im Geschäftsjahr 2012 investierte NanoFocus gezielt in den Ausbau der Entwicklungsleistung. Der Anstieg der Aufwendungen erhöhte sich in Anlehnung an den Umsatzzuwachs.

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Entwicklungskennzahlen 2012 Veränderung 2011
  TEUR % absolut TEUR
Entwicklungsinvestitionen und -aufwendungen 1.613 5,4 83 1.530
Entwicklungsintensität (Aufwand in Relation zum Umsatz) 18,0 %   -0,6 PP 18,6 %
Durchschnittliche Zahl der Entwicklungsmitarbeiter 20 11,1 2 18
Durchschnittliche Entwicklungsmitarbeiter in % (Basis: durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer) 32,8 %   +1,8 PP 31,0 %

Es wurden weitere Aktivitäten im Bereich der optischen 3D-Sensorentwicklung durchgeführt. Dabei wurden Folgeinvestitionen für die Performancesteigerung der μsprint-Produktlinie getätigt. NanoFocus wird weiterhin zunehmend als Entwicklungsdienstleister von namhaften Großunternehmen beauftragt.

Sonstige Darstellung

Mitarbeiter

Die NanoFocus AG beschäftigt 67 Voll- und Teilzeitkräfte sowie drei Vorstandsmitglieder. Weiterhin sind drei Diplomanden und Praktikanten beschäftigt. In Summe sind dies 73 Mitarbeiter (Stand: 31.12.2012).

Interne Organisation und Entscheidungsfindung

Die Aufbau- und Ablauforganisation von NanoFocus ist auf der Grundlage einer Projekt-Matrixorganisation konzipiert. Die routinemäßig anfallenden Aufgaben werden im Rahmen einer Linienorganisation durchgeführt, komplexe Projektaufgaben werden durch abteilungsübergreifende Teams bearbeitet. Der Vorstand führt die Geschäfte im Rahmen einer Geschäftsordnung, die eine Einbindung und Zustimmung des Aufsichtsrats bei außergewöhnlichen Geschäftsvorfällen vorsieht. Im Berichtszeitraum handelte der Aufsichtsrat gemäß seiner Geschäftsordnung, die im Einklang mit den Vorgaben des Corporate-Governance-Kodex steht. Den Erfüllungsgrad der Corporate-Governance-Richtlinien veröffentlicht NanoFocus freiwillig auf der Unternehmenswebsite.

Vier Funktionsbereiche und ein Stab werden vom dreiköpfigen Vorstand geführt und sind als Linienorganisation mit eindeutiger Aufgabenbeschreibung und funktionaler Einbindung mit Über- und Unterstellungen aufgebaut. Die Aufgaben des Tagesgeschäfts sind in Form von Stellenbeschreibungen niedergelegt.

Wichtige Beschlüsse werden im Rahmen der regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen und der Vorstandssitzungen gefasst. Der Aufsichtsrat besteht aus drei festen Mitgliedern und einem Ersatzmitglied.

Strategische Projekte und Business Development werden in flexiblen Teamstrukturen mit unabhängiger Weisungsbefugnis organisiert.

IV. Chancen- und Risikobericht

IV.1 Risikomanagementsystem

Die NanoFocus AG ist ein international tätiges Technologieunternehmen und ist damit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Der Vorstand und die Mitarbeiter der NanoFocus AG sind sich bewusst, dass unternehmensbezogene Risiken und Chancen systematisch erfasst und beobachtet werden müssen. Eine kontinuierliche Risikoabschätzung ist seit Gründung des Unternehmens fester Bestandteil des Geschäftsführungsprozesses von NanoFocus, um das sich laufend ändernde Marktumfeld zu analysieren und Anpassungen der Geschäftsprozesse zu gewährleisten. Nach § 91 Abs. 2 AktG ist NanoFocus verpflichtet, ein Überwachungssystem einzurichten, mit dem Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, früh erkannt werden.

IV.1.1 Ziele des Risikomanagements

Ziele des Risikomanagements sind es, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und notwendige Maßnahmen einzuleiten.

Die Risiken werden hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe identifiziert und bewertet. Es werden notwendige Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Absicherung entwickelt oder das Restrisiko akzeptiert.

IV.1.2 Aufbau des Risikomanagementsystems

In das Risikomanagement werden der Vorstand, die Abteilungsleiter, alle Mitarbeiter sowie als Kontrollorgan der Aufsichtsrat einbezogen.

Das Risikomanagement erfolgt durch regelmäßige Überwachung der identifizierten Risiken, ergänzt durch laufende Beobachtung relevanter Entwicklungen zur Identifikation von neuen Risiken sowie durch punktuelle Risikoanalysen.

Die systematische Verfolgung der Risikoentwicklung und Berichterstattung erfolgt in folgenden Controlling- und Berichtsinstrumenten:

definierte Checklisten für internes Reporting

monatliches Controlling (insbesondere Vertriebsrisiken, finanzielle Risiken, IT- Risiken), gegebenenfalls auch in kürzeren Intervallen

monatliche Abteilungsleitersitzung

quartalsmäßige Arbeitssicherheitssitzung

externe Kommunikation (Lagebericht, Wertpapierprospekt, Reporting (Halbjahresbericht, Geschäftsbericht), Präsentationen, Corporate News)

fortlaufende Verfolgung von relevanten Branchenberichten als Frühindikatoren und Benchmarks (VDMA, SPECTARIS, ZVEI, Konjunkturberichte, Berichte über Trendmärkte)

jährlicher Versicherungscheck - ergänzt um mandatierte externe Beratung

ISO 9001 Audits seit 2011; OHSAS 18001 Audits zur Arbeitssicherheit seit 2012; Planung und Vorbereitung: Zur Vereinfachung der Warenausfuhr wird der zollrechtliche Status "Ermächtigter Ausführer" für 2013 angestrebt.

gemeinschaftliche Vertretungsberechtigung im Vorstand (Vier-Augen-Prinzip)

Die Überwachung der Risiken durch Informationen von Mitarbeitern erfolgt durch Interviews und interne regelmäßige Besprechungen in folgenden Gremien und mit den aufgeführten Kommunikationsmitteln:

interner Newsletter

Vorstandssitzungen

monatliche Abteilungsleitersitzungen

vierteljährliche interne Betriebsversammlung

jährliche Unternehmensplanung

jährliche Mitarbeitergespräche

technische Beratung durch den wissenschaftlichen Beirat

Versammlungen zu aktuellen unternehmenskritischen Themen

Die Risiken werden in den genannten Sitzungen des Vorstands mit den Fachbereichsleitern sowie den anderen genannten Gremien erörtert und beobachtet. Neben diesen regelmäßigen Terminen sind die einzelnen Vorstandsmitglieder sowie die Fachbereichsleiter verpflichtet, dem Vorstand im Bedarfsfall ad hoc über risikobehaftete Entwicklungen zu berichten.

Alle Mitarbeiter sind unter anderem durch den Newsletter sensibilisiert, über die wesentlichen Entwicklungen in ihren Abteilungen sowie daraus resultierende Risiken regelmäßig zu berichten.

Die punktuelle Untersuchung von Risiken erfolgt durch externe Gutachten und Prüfungen durch Dritte, z. B. Due-Diligence-Prüfungen im Rahmen von Finanztransaktionen, technische Gutachten, Industrie- und Analystenresearches, Personal- und Führungsaudits und juristische Gutachten und Prüfungen. Diese sind beim Vorstand verfügbar. Der Aufsichtsrat erhält monatlich eine Übersicht über die wesentlichen finanziellen Kennzahlen sowie im Bedarfsfall explizite Informationen zu Risiken oder Kennzahlen.

IV.2 Risikoinventur

Die Identifikation und Verfolgung der vom Vorstand oder Aufsichtsrat der NanoFocus AG als wesentlich angesehenen Risiken erfolgt in einer Risikoinventur und wird laufend überwacht. Die bisher ausführlichste Risikoinventur fand im Zusammenhang mit der Wertpapierprospekterstellung im August 2006 statt. Die dort aufgelisteten Risiken sowie deren Bewertung bilden die Grundlage des aktuellen Risikomanagements. Zuvor erfolgte Risikomanagementprozesse und -dokumentationen sind in diese Risikoinventur eingeflossen. Im Rahmen der Unternehmensplanung 2013 wurde die Risikoinventur erneut durchgeführt.

Beurteilung der wesentlichen Risiken der Gesellschaft

NanoFocus hat in der Risikomatrix folgende aktuelle und mögliche wesentliche Risiken für das Unternehmen ermittelt:

Risiken aus der Unternehmenstätigkeit: potenzieller Umsatzausfall, Geschäftsmodell

Finanzielle Risiken aus den Investitionen in Vertriebstätigkeit

Finanzierungsrisiko: Liquidität und Kosten

Marktrisiko: Investitionsverhalten der Kunden

Technologierisiko: Innovative Techniktrends werden nicht erkannt, Produkte könnten technisch nicht mehr zeitgemäß sein

Beschreibung möglicher Risikointerdependenzen

Kunden verstärken und verzögern oft ihre Investitionsausgaben oder versuchen, reaktiv auf veränderte Geschäftsumfelder oder Märkte, Bestellungen zu stornieren oder zu verschieben. Denkbar ist auch eine vollständige Aufgabe der Investitionsabsicht. Dies kann zu Umsatzrückgängen und damit verbundenen Liquiditätsproblemen bei NanoFocus führen. Durch erhöhte Vertriebstätigkeit, den Ausbau des Vertriebsnetzes, neue Kampagnen, innovative Produkte und neue Zielmärkte versucht der Vertrieb, potenziellen Umsatzeinbußen aktiv entgegenzuwirken.

Zur Stärkung der Liquidität hat der Vorstand bereits in der Vergangenheit umfangreiche Maßnahmen ergriffen und Möglichkeiten der Liquiditätsbeschaffung identifiziert, evaluiert und weiter vorbereitet.

Daneben haben im Geschäftsjahr 2012 Förderprojekte das Grundgeschäft stabilisiert.

Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken können im Nachgang der weltweiten Wirtschaftskrise weiterhin auftreten. Zwar haben sich insbesondere die Kennzahlen der Produktion deutlich erholt, allerdings sind die Investitionsbudgets noch nicht vollständig zurück. Wir sehen aktuell eine weitere Erholung, die aber jederzeit durch globale wirtschaftliche und geopolitische Ereignisse verzögert oder unterbrochen werden kann.

Wenn sich Auftragseingänge verzögern, minimieren oder gar ganz ausfallen, können sich die fehlenden Umsatzerlöse und die damit zusammenhängenden Liquiditätsströme im ungünstigsten Fall so stark verringern, dass eine Bestandsgefährdung des Unternehmens auftreten kann. Eine Bestandsgefährdung des Unternehmens wird allerdings auf Basis der aktuellen Auftragslage als unwahrscheinlich eingeschätzt.

IV.3 Chancen

Technologische Marktführung

NanoFocus ist in einem Zukunftsmarkt mit großem Potenzial und überproportionalem Wachstum gut positioniert und technologisch führend. Bei der berührungslosen 3D-Oberflächenanalyse zählt das Unternehmen zu den innovativsten Ausrüstern weltweit. Es gibt durch die technologische Komplexität hohe Markteintrittsbarrieren für andere Unternehmen. Neue Produkte bzw. Produktfamilien, die intern in Entwicklung sind, bestätigen die technische Führungsrolle im Bereich konfokaler und berührungsloser industrieller Messtechnik.

Großer Kundenstamm und umfangreiches Partnernetzwerk

Durch weltweit mehr als 750 verkaufte Systeme und eine Marktpräsenz von über 17 Jahren ist ein stabiler und großer Kundenstamm entstanden. Im Laufe der Zeit hat NanoFocus zudem ein umfangreiches Partnernetzwerk mit führenden Institutionen, Verbänden und Experten aus Forschung und Industrie aufgebaut. Durch die Nutzung der guten Netzwerkmöglichkeiten mit Industrie und Forschungsinstituten wird der Wissenstransfer in das Unternehmen überproportional erhöht.

Gutes Markenimage - hohes Vertrauen

Die Aufnahme der Aktienkursnotierung der NanoFocus AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse im Jahr 2005, Präsentationen im In- und Ausland sowie Messeteilnahmen haben den Bekanntheitsgrad des Unternehmens weiter gesteigert. Die NanoFocus AG verfügt über ein außerordentlich innovatives Markenimage. Die Chancen auf Verkäufe und Geschäftsanbahnungen ohne direkte Vertriebsaktivitäten sind damit vorhanden. Hierdurch kann das Grundgeschäft für NanoFocus stabilisiert werden.

Große Branchenstreuung - indirekter Vertrieb

Durch die fragmentierten Absatz- und Beschaffungsmärkte kann NanoFocus mit branchenerfahrenen Partnern eine Vielzahl von Nischenmärkten und Spezialbranchen besetzen. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann dies umsatzstabilisierend und existenzsichernd sein.

Finanzierungsmöglichkeiten durch Listing der Aktie

Durch die Einbeziehung in den Börsenhandel wurden die Voraussetzungen für weitere Finanzierungsmöglichkeiten geschaffen. NanoFocus hat dadurch die Chance auf eine bankenunabhängige und großvolumigere Eigenkapitalfinanzierung.

Zudem kann im Rahmen von Mergers & Acquisitions die eigene Aktie als Akquisewährung eingesetzt werden. Damit besteht eine fortlaufende Option auf anorganisches Wachstum.

Leistungssteigerung durch Nanotechnologie

Der Trend zur Miniaturisierung ist mittlerweile industriell motiviert. Industrielle Wertsteigerungen finden zunehmend in mikro- und nanoskaligen Messbereichen statt.

Nutzung der Trendmärkte

Die Großindustrie hat die Zielmärkte von NanoFocus als Schlüssel für die Effizienz- und Leistungssteigerung identifiziert. Dadurch bestehen gute Möglichkeiten, mit namhaften internationalen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Hinzu kommt, dass die internationale Förderlandschaft für Nanotechnologie und Optoelektronik mit den Wachstumsthemen Cleantech/Effizienz, Solar-/Halbleitertechnik und Medizintechnik hervorragend ist und kurz- bis mittelfristig weiter genutzt werden kann.

100 %-Qualitätsbewusstsein in der produzierenden Industrie

Die Trends zur Miniaturisierung, zu mehr Hightech-Entwicklungen und zur vollständigen Qualitätskontrolle sind gute Voraussetzungen, um NanoFocus-Produkte international zu verkaufen. Ebenfalls begünstigend wirken sich die stark gestiegenen Produktionsansprüche in der Ein- und Ausgangskontrolle aus.

Förderliche gesetzliche Rahmenbedingungen

Das zunehmende internationale Sicherheitsbewusstsein und die damit einhergehenden gesetzlichen Verschärfungen schaffen ideale wirtschaftliche Grundvoraussetzungen für einen überproportionalen Systemabsatz im Bereich der "Fingerprint/Public Safety"-Technologien. Die steigenden Ansprüche an optische 3D-Technologien weltweit kommen NanoFocus zugute.

V. Prognosebericht

Trotz einer möglicherweise konjunkturellen Volatilität gehen wir erneut von einem Wachstumsjahr 2013 aus. Eine gute Voraussetzung dafür liefern technologische Entwicklungen, die ab dem laufenden Geschäftsjahr platziert werden sollen.

Zahlreiche internationale vertriebliche Aktivitäten mit ausgewiesenen Experten und Technologiepartnern, potenzielle vertriebsunterstützende Maßnahmen sowie insbesondere Großprojekte bei Key Accounts sind die Basis für die positive Prognose 2013: Wir planen ein zweistelliges Umsatzwachstum auf ca. 10 Mio. EUR. Der Gewinn pro Aktie (EPS) wird bei ca. 0,11 EUR geplant; für das Jahresergebnis bedeutet dies eine Gewinnerwartung von ca. 345 TEUR. Die NanoFocus AG wird sich auf der Produktseite schwerpunktmäßig den technisch-individuellen Messsystemen auf höchstem industriellem Niveau widmen. Internationale Auszeichnungen wie der Gewinn des MEDTEC-Awards im März 2012 sowie die Nominierung für den Preis 2013 des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) (Nachtragsbericht) unterstreichen dies. Neben dem Halbleitermarkt ist der Automobilbereich ein ausgezeichneter Innovationsmotor. Diese Innovationen fließen in die für NanoFocus relevanten Produktentwicklungen ein. Zusätzlich bestehen im Medizinsektor erfolgreiche und etablierte Partnerschaften, die in den Folgegeschäftsjahren erhebliche Umsatzimpulse liefern werden.

Die NanoFocus AG geht in der Unternehmensplanung von einem nachhaltigen, überproportionalen quantitativen und qualitativen Wachstum im kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizont aus, wobei die nachfolgend aufgeführten Randbedingungen und Annahmen als Prognosegrundlage dienen.

Existenzgefährdende Risiken werden unter Voraussetzung weiterer vorbereiteter Finanzierungsmöglichkeiten derzeit nicht gesehen. Es bestehen allerdings die Risiken im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit. Sollten beispielsweise die antizipierten Parameter der Gesamtwirtschaft oder Einzelbranchen nicht eintreten, kann die daraus resultierende Investitionsneigung nachlassen und den erwarteten Umsatz sowie die Kapitalzufuhr einschränken.

Im Geschäftsjahr 2013 bestehen insbesondere Risiken durch das höhere Working Capital, welches für das weitere Umsatzwachstum benötigt wird. Dem aktuell noch schwierig einzuschätzenden Investitionsgütermarkt und den aktuell ständig schwankenden volks- und finanzwirtschaftlichen Bedingungen begegnet NanoFocus weiterhin mit einer differenzierten Betrachtung in drei Szenarien (Real, Worst und Best Case). NanoFocus wird zeitnah auf Änderungen reagieren, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern und Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen sollten. Parallel werden auch kostenbewusst Möglichkeiten zur Aufstockung von Personal- oder Produktionskapazitäten evaluiert. Die Controlling-Instrumente sind sowohl personell als auch strukturell etabliert und werden entsprechend weiter intensiviert, um sehr zeitnah Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Bestehende Risiken durch neue technologische Entwicklungen, die das ganze Produktportfolio gefährden, werden als gering erachtet, da NanoFocus stets mit führenden wissenschaftlichen Instituten und innovativen Industriepartnern weltweit agiert und damit technologisch am Puls der Zeit bleibt. Beschaffungsrisiken werden durch mehrere Lieferanten für kritische Bauteile bzw. mögliche Eigenentwicklung und Fertigung begrenzt. Die Fertigung von größeren Aufträgen ist mit der geschaffenen Struktur gut möglich. Dezentrale Auftragsvergaben können die Risiken abmildern. In der Mikrobetrachtung stellt sich dies wie folgt dar:

1) Personalentwicklung

Gewinnung neuer Mitarbeiter 2012/2013; attraktiver Arbeitgeber für qualifiziertes Personal

interdisziplinäres Team für Innovationen

Auszeichnung als "Fair Company" (Handelsblatt)

Erfolgreiche Teilnahme am Förderprojekt GEMINA (Work-Life-Balance) und innerbetriebliche Umsetzung der Inhalte als Nachfolgeprojekt des Förderprojektes Diversity (Altersmix)

Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern

2) Produkte

Innovative und patentierte Produkte

strategische Ausrichtung in Wachstumsbranchen: Medizintechnik- und Automotive-Innovationen für internationale Marktführer

Weiterentwicklung der μsprint-Produktionsmesstechnik

Auszeichnungen: MEDTEC-Award, Nominierung für den Preis 2013 des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) (Nachtragsbericht)

3) Kundenstamm

über 750 Systeme platziert bei mehr als 550 Kunden weltweit

Mehrfachverkäufe und Schlüsselanwender

Tendenz des Kunden, NanoFocus in die produktionsnahe Bedarfs- und Werksplanung zu integrieren

4) Finanzbasis

Liquidität/Finanzierung für weiteres Wachstum vorhanden

Börsenlisting (alternative Finanzierungsmöglichkeiten)

5) Unternehmensorganisation

Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001

Arbeitsschutzmanagement nach OHSAS 18001 erstmalig in 2012 zertifiziert

ERP-System und IT-Infrastruktur wurden weiter plangemäß ausgebaut

Controlling- und Reportingstrukturen wurden in allen Unternehmensbereichen etabliert und fortgeführt

Nach einem zurückhaltenden Asiengeschäft in 2012 erwarten wir für 2013 neue Impulse. Insbesondere der Bereich Service/Applikation wird weiter forciert.

Auch für das folgende Geschäftsjahr 2014 gehen wir erneut von einem Wachstumsjahr aus. Technische Entwicklungen sind bis dahin entweder marktfähig oder technologisch weiterentwickelt und sollten NanoFocus zu einer größeren Wahrnehmung verhelfen. Insbesondere hervorzuheben sind dabei die Bereiche Automobil und Medizintechnik, in denen entscheidende Innovationen marktreif sein werden und daher erhebliches Potenzial besitzen. Somit planen wir beim Umsatz ein weiteres zweistelliges Wachstum bei einer weiteren Ergebnisverbesserung.

VI. Nachtragsbericht

Zum Jahresende 2012 wurde der Auftragsbestand nahezu vollständig abgearbeitet bzw. fakturiert. Dadurch liegt der Umsatz im April 2013 entsprechend niedriger als im Vorjahr. Das Neugeschäft ist im Berichtsjahr 2013 erwartungsgemäß gestartet. Der Auftragseingang zum Zeitpunkt der Erstellung (April 2013) entspricht dem Niveau des Vorjahres. Zahlreiche Großprojekte sind in Verhandlung und haben gute Umsatzchancen im zweiten Halbjahr. Auftragsstornierungen sind derzeit nicht erkennbar. Wichtige Vertriebs-, Service- und Applikationsmitarbeiter konnten zum Jahresanfang für die weitere Wachstumsstrategie gewonnen werden. NanoFocus wurde für den Preis 2013 des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) nominiert.

VII. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) hat für NanoFocus eine grundsätzliche und strategische Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die eigene F&E-Abteilung, die dem Unternehmen die technologische Marktführerschaft und Wegbereiterfunktion auf Dauer garantiert. Die zielgerichtete Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen und Schlüsselkunden sichert den Zugriff auf neues Wissen und schafft Akzeptanz im Hinblick auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit der Ergebnisse.

Im Vordergrund der NanoFocus-F&E-Aktivitäten stehen Entwicklungen zur Leistungssteigerung der Produkte, zur bedarfsgerechten Anwendung durch den Kunden sowie zur Kostenreduktion der Fertigung.

Die Aufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr für F&E liegen bei NanoFocus bezogen auf den Gesamtumsatz (primär Personalkosten und Softwareentwicklungskosten) bei 18 %.

VIII. Zweigniederlassungsbericht

Die hundertprozentige Tochtergesellschaft NanoFocus, Inc. mit Sitz in Glen Allen/Virginia, USA wurde im Jahr 2005 gegründet. Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein positives Ergebnis von 5 TUSD erwirtschaftet.

In Ettlingen besteht seit dem Jahr 2001 eine Betriebsstätte.

Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verwaltet Rechte und ist operativ nur eingeschränkt tätig. Es besteht ein exklusiver Lizenzvertrag mit der NanoFocus AG.

In 2012 wurde die hundertprozentige Tochter NanoFocus Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur gegründet.

 

Oberhausen, den 30.04.2013

NanoFocus AG

Der Vorstand

Jürgen Valentin

Marcus Grigat

Joachim Sorg

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

auf der konstituierenden Sitzung am 11.07.2012 2012 wurde der Aufsichtsrat der NanoFocus AG neu zusammengesetzt. Plangemäß schied Herr Mager nach langjähriger Mitgliedschaft aus dem Aufsichtsrat aus. Für seine gute Arbeit möchten wir ihm unseren Dank aussprechen. Als neuer Aufsichtsratsvorsitzender wurde der Firmengründer und ehemalige Vorstandsvorsitzende Dr. Hans Hermann Schreier berufen, nach zweijähriger Cooling-off-Periode gemäß der Corporate Governance Richtlinien. Als Stellvertreter fungiert der Wirtschaftsprüfer Ralf Terheyden. Ebenfalls weiterhin als Aufsichtsmitglieder tätig sind Felix Krekel, Geschäftsführer der Hanseatischen Immobilien Treuhand GmbH & Co. KG, und als stellvertretendes Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr.-Ing. Stefan Altmeyer von der Fachhochschule Köln.

Die Corporate-Governance-Erklärung können Sie hier nachlesen: www.nanofocus.de/investor-relations/corporate-governance/

Der Aufsichtsrat der NanoFocus AG zeichnet sich durch hohe technische, unternehmerische und finanzrechtliche Kompetenzen aus, durch die wir die verschiedenen Aspekte der strategischen und finanziellen Geschäftsführung qualifiziert begleiten und kontrollieren können.

Der Aufsichtsrat der NanoFocus AG zeichnet sich durch hohe technische, unternehmerische und finanzrechtliche Kompetenzen aus, durch die wir die verschiedenen Aspekte der strategischen und finanziellen Geschäftsführung qualifiziert begleiten und kontrollieren können.

Fortführung der bewährten Aufsichtsratstätigkeit

Als neuer Aufsichtsratsvorsitzender möchte ich die gute Arbeit von Ralf Terheyden fortführen und Sie in diesem Jahr über unsere Tätigkeiten und Aufgaben informieren. Die Schwerpunkte unserer Arbeit liegen sowohl in einer Überwachung und Aufsicht des Vorstands als auch in einer strategischen Beratung im Sinne von Chancennutzung und Risikovermeidung.

Aus diesem Grund fanden in 2012 unter anderem acht Aufsichtsratssitzungen statt, bei denen der Aufsichtsrat zu allen Fragen der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung informiert wurde. Hinzu kamen monatliche Controlling-Berichte, durch welche wir jederzeit über die Lage des Unternehmens im Bilde waren. Neben diesen turnusmäßigen Informationen fand ein regelmäßiger Austausch mit dem Vorstand statt, um die strategischen Unternehmensentwicklungen zu erörtern und wichtige Beschlüsse mit dem Aufsichtsrat abzustimmen.

Auf gutem Kurs für qualitatives Wachstum

Auch in 2012 konnte die NanoFocus AG wieder ein Umsatzplus verzeichnen - eine Entwicklung, die der Aufsichtsrat außerordentlich positiv bewertet und für die wir dem Vorstand und den Mitarbeitern große Anerkennung aussprechen. Nach unveränderter Auffassung des Aufsichtsrats muss deshalb in den nächsten fünf Jahren ein verstärkter Fokus auf die Steigerung von Ertragslage und Gewinn gelegt werden.

Auf der einen Seite wurden hierfür vom Vorstand strategisch wichtige Weichen gestellt, deren Tragweite und positive Wirkungen bereits spürbar sind. Der Fokus auf dem margenträchtigen Projektgeschäft zählt ebenso zu diesem qualitativen Wachstumsprozess wie der Ausbau von Dienstleistungen und Service sowie die verstärkte Zusammenarbeit mit großen, namhaften Schlüsselkunden in der Industrie.

Auf der anderen Seite liefert die Diversifizierung durch breit gestreute Anwendungsmöglichkeiten in zahlreichen Industriebranchen, von der Automobilherstellung bis zum Medizintechnikbereich, eine solide Absicherung lukrativer Zukunftschancen. Dieser erfolgreiche Weg aus Projektgeschäft, Innovationsfähigkeit und einer hohen Anwendungsvielfalt sollte mit Blick auf eine klare Gewinnsteigerung fortgesetzt werden.

Einstimmige Feststellung des Jahresabschlusses

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vorgelegt. In der Sitzung vom 08.05.2013 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht unter Einbeziehung des Prüfungsberichts intensiv diskutiert. Der den Prüfungsbericht unterzeichnende Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat alle Auskünfte erteilt und Fragen eingehend beantwortet. Einwendungen gegen den Jahresabschluss oder das Ergebnis der Prüfung hat der Aufsichtsrat nicht erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht einstimmig gebilligt.

Der Jahresabschluss wurde damit einstimmig gemäß § 172 AktG festgestellt.

In der turnusgemäßen Vertragsverhandlung hat der Aufsichtsrat den Vertrag mit dem Finanzvorstand Joachim Sorg verlängert. Joachim Sorg genießt das volle Vertrauen des Aufsichtsrats. Wir bedanken uns ausdrücklich für die bisher geleistete Arbeit. Die nächsten turnusgemäßen Vertragsverhandlungen mit den beiden anderen Vorstandsmitgliedern Jürgen Valentin und Marcus Grigat werden im Jahr 2014 durchgeführt.

Dank an Vorstand, Aktionäre und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt den Aktionärinnen und Aktionären für ihr Vertrauen in den Wachstumskurs der NanoFocus AG. Neben dem Vorstand, der auch in 2012 mit Einsatz und großem persönlichem Engagement ein Garant für den Unternehmenserfolg war, möchten wir ausdrücklich der gesamten Belegschaft der NanoFocus AG danken.

Nach unserer Überzeugung ist die NanoFocus AG technologisch und strategisch auf dem richtigen Weg für weiteres gewinnträchtiges Wachstum.

 

Dr. Hans Hermann Schreier, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Finanzinformationen 2012

Bilanz Aktiva

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  31.12.2012 Veränderung 31.12.2011
  EUR % absolut EUR
A. Anlagevermögen 3.578.763,89     3.404.686,94
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen 304.017,59 -11,84 -40.820,19 344.837,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.046.838,00 -25,00 -348.946,00 1.395.784,00
3. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 1.614.376,07 55,04 573.128,19 1.041.247,88
  2.965.231,66     2.781.869,66
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 285.422,12 -4,22 -12.581,00 298.003,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 187.314,98 -6,29 -12.568,00 199.882,98
  472.737,10     497.886,10
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 140.795,13 12,70 15.863,95 124.931,18
B. Umlaufvermögen 7.871.074,30     8.125.109,65
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.243.307,75 0,12 1.454,13 1.241.853,62
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 388.616,70 -25,82 -135.300,51 523.917,21
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 962.060,49 4,41 40.662,53 921.397,96
  2.593.984,94     2.687.168,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.081.832,16 9,60 269.820,51 2.812.011,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 234.892,72 -5,97 -14.916,13 249.808,85
3. Sonstige Vermögensgegenstände 112.222,84 -12,52 -16.059,67 128.282,51
  3.428.947,72 7,49 238.844,71 3.190.103,01
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.848.141,64 -17,78 -399.696,21 2.247.837,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 82.846,80 46,43 26.269,97 56.576,83
D. Aktive latente Steuern 1.675.000,00 11,82 177.000,00 1.498.000,00
  13.207.684,99 0,94 123.311,57 13.084.373,42

Bilanz Passiva

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  31.12.2012 Veränderung 31.12.2011
  EUR % absolut EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 7,3 205.184,00 2.794.816,00
II. Kapitalrücklage 6.143.449,66 6,4 369.331,20 5.774.118,46
III. Gewinnrücklagen 1.165.000,00 0,0 0,00 1.165.000,00
IV. Verlustvortrag -509.414,27 -10,9 62.175,50 -571.589,77
V. Jahresüberschuss 149.320,49 140,2 87.144,99 62.175,50
  9.948.355,88 7,85 723.835,69 9.224.520,19
B. Rückstellungen 306.514,91 35,47 80.253,69 226.261,22
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.297.219,84 -27,07 -481.532,43 1.778.752,27
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 -100,00 -117.600,00 117.600,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 769.784,41 -28,88 -312.651,17 1.082.435,58
4. Sonstige Verbindlichkeiten 313.360,92 10,26 29.159,27 284.201,65
  2.380.365,17 -27,05 -882.624,33 3.262.989,50
D. Rechnungsabgrenzungsposten 23.157,57 -32,95 -11.382,18 34.539,75
E. Passive latente Steuern 549.291,46 63,45 213.228,70 336.062,76
  13.207.684,99 0,94 123.311,57 13.084.373,42

Gewinn- und Verlustrechnung

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  31.12.2012 Veränderung 31.12.2011
  EUR % absolut EUR
1. Umsatzerlöse 8.939.013,67 8,7 716.963,17 8.222.050,50
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -94.637,98 -128,4 -428.386,41 333.748,43
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 616.498,25 2,1 12.754,04 603.744,21
4. Sonstige betriebliche Erträge 188.992,63 -36,6 -109.266,96 298.259,59
5. Materialaufwand 2.544.604,83 -9,6 -271.141,62 2.815.746,45
davon a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.408.706,08 -10,6 -284.338,14 2.693.044,22
davon b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 135.898,75 10,8 13.196,52 122.702,23
6. Personalaufwand 3.896.768,79 13,1 450.726,34 3.446.042,45
davon a) Löhne und Gehälter 3.312.180,06 12,8 375.150,53 2.937.029,53
davon b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 584.588,73 14,8 75.575,81 509.012,92
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 678.614,33 4,5 28.942,53 649.671,80
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.262.681,34 -2,7 -63.040,82 2.325.722,16
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.990,82 -37,0 -12.334,83 33.325,65
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 101.674,91 -27,3 -38.150,04 139.824,95
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 186.513,19 63,4 72.392,62 114.120,57
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -36.228,70 k/a -30.289,30 -5.939,40
13. Sonstige Steuern -964,00 k/a 45.041,67 -46.005,67
14. Jahresüberschuss 149.320,49 140,2 87.144,99 62.175,50

Kapitalflussrechnung

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  30.12.2012
TEUR
Veränderung
TEUR
30.12.2011
TEUR
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 2.185 -982 3.167
Jahresergebnis 149 87 62
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 679 29 650
Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle 36 30 6
Cashflow aus Umsatztätigkeit 864 146 718
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -173 707 -880
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -260 -855 595
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 431 -2 433
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 0 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -853 30 -883
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -853 30 -883
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 574 574 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Investitionsdarlehen 0 0 0
Auszahlung aus der Tilgung von Finanzierungsleasing -71 -7 -64
Auszahlungen aus der Tilgung von Investitionsdarlehen -418 50 -468
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 85 617 -532
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -337 645 -982
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderung des Fonds 0 0 0
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.848 -337 2.185

Vermögenslage, Kapital

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  31.12.2012 Veränderung 31.12.2011
  EUR % absolut EUR
Vermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.965.231,66 6,6 183.362,00 2.781.869,66
Sachanlagen 472.737,10 -5,1 -25.149,00 497.886,10
Finanzanlagen 140.795,13 12,7 15.863,95 124.931,18
Anlagevermögen 3.578.763,89 5,1 174.076,95 3.404.686,94
Vorräte 2.593.984,94 -3,5 -93.183,85 2.687.168,79
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.428.947,72 7,5 238.844,71 3.190.103,01
Liquide Mittel 1.848.141,64 -17,8 -399.696,21 2.247.837,85
Rechnungsabgrenzungsposten 82.846,80 46,4 26.269,97 56.576,83
Aktive latente Steuern 1.675.000,00 11,8 177.000,00 1.498.000,00
Umlaufvermögen 7.871.074,30 -3,1 -254.035,35 8.125.109,65
Bilanzsumme 13.207.684,99 0,9 123.311,57 13.084.373,42
Kapital        
Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 7,3 205.184,00 2.794.816,00
Kapitalrücklage 6.143.449,66 6,4 369.331,20 5.774.118,46
Gewinnrücklagen 1.165.000,00 0,0 0,00 1.165.000,00
Verlustvortrag -509.414,27 -10,9 62.175,50 -571.589,77
Periodenergebnis 149.320,49 k/a 87.144,99 62.175,50
Eigenkapital 9.948.355,88 7,8 723.835,69 9.224.520,19
Rückstellungen 306.514,91 35,5 80.253,69 226.261,22
Verbindlichkeiten 2.380.365,17 -27,0 -882.624,33 3.262.989,50
Rechnungsabgrenzungsposten 23.157,57 -33,0 -11.382,18 34.539,75
Passive latente Steuern 549.291,46 63,4 213.228,70 336.062,76
Fremdkapital 3.259.329,11 -15,6 -600.524,12 3.859.853,23
Bilanzsumme 13.207.684,99 0,9 123.311,57 13.084.373,42

Umlaufvermögen (ohne RAP und ohne Steuern)

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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  Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Gewinnrücklagen
EUR
Bilanzverlust
EUR
Eigenkapital
EUR
Eigenkapital per 01.01.2012 2.794.816,00 5.774.118,46 1.165.000,00 -509.414,27 9.224.520,19
Kapitalerhöhung gem. Beschluss vom 23.05.2012 205.184,00 369.331,20     574.515,20
Jahresergebnis       149.320,49 149.320,49
Eigenkapital per 31.12.2012 3.000.000,00 6.143.449,66 1.165.000,00 -360.093,78 9.948.355,88

Anhang zum 31.12.2012

Allgemeines

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

An den Abschlussstichtagen der Geschäftsjahre 2011 und 2012 wurden zwei der drei Größenkriterien (Jahresdurchschnitt der Arbeitnehmer und Bilanzsumme) überschritten, sodass NanoFocus eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB ist.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

NanoFocus unterliegt als Gesellschaft, die im Entry Standard als Teilbereich des Freiverkehrs an der Frankfurter Wertpapierbörse in den Handel einbezogen ist, nicht den Angabepflichten für börsennotierte Gesellschaften. NanoFocus hat den Anhang um verschiedene freiwillige Angaben ergänzt, die nur für börsennotierte Gesellschaften verpflichtend sind, um die Transparenz zu erhöhen. Des Weiteren veröffentlicht NanoFocus auf freiwilliger Basis eine Corporate-Governance-Erklärung (Homepage) und die individuellen Vorstandsgehälter.

Für den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2012 ist das Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB für große Kapitalgesellschaften zugrunde gelegt worden.

Aufgrund elektronischer Rechenhilfen können sich bei den Angaben in TEUR Rundungsdifferenzen ergeben. EUR-Beträge werden gerundet ohne Nachkommastellen angegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Soweit bei der Herstellung zur betriebsbereiten Nutzung wesentliche interne Aufwendungen anfallen, werden diese zu Standardkostensätzen als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents, ergibt. Individuell für Zwecke von NanoFocus erstellte Software, ERP-Software sowie umfangreiche Steuerungssoftware wird entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Die im Zusammenhang mit dem von der Siemens Electronics Assembly Systems GmbH & Co. KG übernommenen SISCAN-Geschäftszweig aktivierten Schutzrechte und Softwareprogramme werden über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Der Abschreibungsdauer des Firmenwertes liegt ein Lebenszyklus der im Rahmen der Verschmelzung mit der OM Engineering GmbH in 2001 erworbenen Technologie von 20 Jahren zugrunde. Anhaltspunkt hierfür sind auch die Mindestlaufzeiten der zugehörigen Patente. Aus Vorsichtsgründen wurde ein Abschlag von fünf Jahren vorgenommen und dem Firmenwert eine planmäßige Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Soweit eine dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Forschungskosten werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst. Auf bestimmte Projekte entfallende Entwicklungskosten werden als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert, wenn sicher ist, dass die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes technisch realisierbar ist und aus der Vermarktung zukünftige Überschüsse entstehen. Die aktivierten Entwicklungskosten werden über den Zeitraum abgeschrieben, in dem zukünftige Erlöse aus dem zugehörigen Entwicklungsprojekt erwartet werden. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase. Dies ist der Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Da eine Aktivierung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände in der Steuerbilanz unzulässig ist, entsteht gegenüber der Handelsbilanz eine temporäre Differenz, die sich innerhalb der geschätzten Nutzungsdauer auflösen wird. Auf diese Differenz werden passive latente Steuern abgegrenzt. Im Geschäftsjahr 2012 fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt 1.614 TEUR an. Hiervon wurde ein Betrag von 638 TEUR unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden die direkt zurechenbaren Kosten einbezogen. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen vier bis acht Jahre, bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Geringwertige Anlagegüter zwischen 150 und 1.000 EUR werden in einem Sammelkonto zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis 150 EUR werden im Jahr ihres Zugangs in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden zwei weitere Messsysteme mit einem Buchwert von 64 TEUR, die für die Entwicklungsarbeit und für Demonstrationszwecke benötigt werden, aus den Fertigerzeugnissen in das Anlagevermögen (technische Anlagen und Maschinen) umgebucht. Die beiden Messsysteme werden unter Berücksichtigung des Herstellungsdatums seit dem 01.12.2012 linear über eine Nutzungsdauer von acht Jahren abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verfügt über zukunftsweisende Patente zur sog. Phasenmikroskopie, mit deren Hilfe die Grenzen des Lichts egalisiert werden können. Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Tochtergesellschaft NanoFocus Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur gegründet und die Stammeinlage in Höhe von 16 TEUR im Finanzanlagevermögen aktiviert.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden alle direkt zurechenbaren Kosten sowie die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung der Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Bei den latenten Steuern wird gemäß § 274 HGB eine Abgrenzung für die voraussichtlichen zukünftigen Steuerbelastungen und Steuerentlastungen aufgrund handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede gebildet. Latente Steuerschulden werden auf alle zukünftig zu versteuernden temporären Differenzen gebildet. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede und nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass das zu versteuernde Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert bzw. erhöht, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch voraussichtlich verwendet werden kann. Latente Steueransprüche werden somit nur in dem Umfang angesetzt, in dem die Realisierung des zukünftigen wirtschaftlichen Vorteils wahrscheinlich ist. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nicht miteinander saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen im Hinblick auf ihren Erfüllungsbetrag.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenmittelkassakurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden in Fremdwährung erfasste Vermögenswerte höchstens mit ihren Anschaffungskosten angesetzt; nicht realisierte Gewinne werden bei langfristigen Fremdwährungsposten nicht erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagenspiegel 31.12.2012

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  Anschaffungskosten
  Stand
01.01.2012
EUR
Umbuchungen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand
31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 1.078.067,34 0,00 638.432,39 0,00 1.716.499,73
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/Software 1.044.611,55 0,00 62.341,91 0,00 1.106.953,46
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.234.190,22 0,00 0,00 0,00 5.234.190,22
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 7.356.869,11 0,00 700.774,30 0,00 8.057.643,41
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 551.167,73 0,00 74.505,86 0,00 625.673,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 948.530,49 0,00 61.547,17 0,00 1.010.077,66
Summe Sachanlagen 1.499.698,22 0,00 136.053,03 0,00 1.635.751,25
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 124.931,18 0,00 15.863,95 0,00 140.795,13
Summe Finanzanlagen 124.931,18 0,00 15.863,95 0,00 140.795,13
Gesamt 8.981.498,51 0,00 852.691,28 0,00 9.834.189,79
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  Abschreibungen
  AfA-Stand
01.01.2012
EUR
Umbuchungen
EUR
Zuführung
EUR
Auflösung
EUR
AfA-Stand
31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 36.819,46 0,00 65.304,20 0,00 102.123,66
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/Software 699.773,77 0,00 103.162,10 0,00 802.935,87
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.838.406,22 0,00 348.946,00 0,00 4.187.352,22
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.574.999,45 0,00 517.412,30 0,00 5.092.411,75
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 253.164,61 0,00 87.086,86 0,00 340.251,47
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 748.647,51 0,00 74.115,17 0,00 822.762,68
Summe Sachanlagen 1.001.812,12 0,00 161.202,03 0,00 1.163.014,15
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 5.576.811,57 0,00 678.614,33 0,00 6.255.425,90
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  Buchwert
  Stand
31.12.2012
EUR
Stand
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 1.614.376,07 1.041.247,88
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/Software 304.017,59 344.837,78
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.046.838,00 1.395.784,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.965.231,66 2.781.869,66
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 285.422,12 298.003,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 187.314,98 199.882,98
Summe Sachanlagen 472.737,10 497.886,10
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 140.795,13 124.931,18
Summe Finanzanlagen 140.795,13 124.931,18
Gesamt 3.578.763,89 3.404.686,94

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen das verbundene Unternehmen NanoFocus, Inc. sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Flöhe von 505 TEUR enthalten. Des Weiteren bestehen Forderungen gegen NanoFocus, Inc. mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 235 TEUR (Darlehen und Zinsen).

Die Rechnungsabgrenzungsposten weisen ein Disagio in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR) auf.

3. Latente Steuern

Im Geschäftsjahr 2012 erhöhten sich die aktiven latenten Steuern aufgrund gestiegener Ergebnisprognosen um 177 TEUR. Die Erhöhung wurde als Steuerertrag unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfasst. Der Bewertung liegt ein Körperschaftssteuersatz von 15,825 % und ein Gewerbesteuersatz von 18,2 % zugrunde.

Die aktiven und passiven latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

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  2012
  Temporäre Differenz Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Steuerlich nutzbare Verlustvorträge      
- Körperschaftsteuer 4.935 781  
- Gewerbesteuer 4.917 894  
Aktivierte Entwicklungskosten 1.614   549

4. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 3.000.000 EUR und ist aufgegliedert in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Gegenwert von umgerechnet je 1,00 EUR. Das gezeichnete Kapital hat sich im Geschäftsjahr infolge einer Kapitalerhöhung durch Ausnutzung des genehmigten Kapitals wie folgt entwickelt:

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  EUR Anzahl
Stand: 01.01.2012 2.794.816 2.794.816
Barkapitalerhöhung +205.184 +205.184
Stand: 31.12.2012 3.000.000 3.000.000

5. Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Aus der Aktivierung der Entwicklungskosten als selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstand sowie der Aktivierung latenter Steuern ergibt sich, nach Abzug der passiven latenten Steuern in Höhe von 549 TEUR, ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von insgesamt 2.740 TEUR. Hiervon entfallen 1.614 TEUR auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte und 1.126 TEUR auf aktive latente Steuern.

6. Genehmigtes Kapital/bedingtes Kapital

Die NanoFocus AG hat im Geschäftsjahr 2012 eine Bezugsrechtskapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital abgeschlossen. Der marktnahe Ausgabepreis der neuen Aktien hat 2,80 EUR betragen. Durch die Ausgabe von 205.184 neuen Aktien lag der Bruttomittelzufluss für die Gesellschaft bei ca. 575 TEUR. Die durch die Barkapitalerhöhung vereinnahmten Mittel werden bevorzugt für den Ausbau des wachstumsträchtigen Geschäfts im Bereich Medizintechnik sowie der Intensivierung der Inline-Produktionsmesstechnik im Automobilbereich verwendet.

Der Vorstand ist ermächtigt gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 11.07.2012, bis zum 10.07.2017 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, jedoch höchstens um bis zu insgesamt 1.500.000 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012).

Zum 31.12.2012 besteht ein bedingtes Kapital I in Höhe von 1.000.000 EUR, welches bis zum 10.07.2017 im Hinblick auf die Gewährung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen zur Verfügung steht. Darüber hinaus besteht ein bedingtes Kapital II in Höhe von 125.000 EUR, welches bis zum 10.07.2017 für Zwecke eines Aktienoptionsplanes verwendet werden kann. Zum 31.12.2012 waren keine Wandelschuldverschreibungen oder Aktienoptionen ausgegeben.

7. Kapitalrücklage

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  EUR
Stand: 01.01.2012 5.774.118
Einstellung aufgrund Kapitalerhöhung durch Bareinlagen +369.331
Stand: 31.12.2012 6.143.449

8. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen sind gegenüber 2011 unverändert.

9. Sonstige Rückstellungen

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  EUR
Urlaubsverpflichtungen 49.300
Abschlussprüfungs- und Beratungskosten 28.100
Erfindervergütungen 2.002
Archivierungskosten 14.000
Gewährleistungen 28.376
Berufsgenossenschaft/Schwerbehindertenabgabe 29.900
Bonuszahlungen 51.000
Provisionen 50.000
Variabler Kaufpreis SISCAN 48.337
Ausstehende Rechnungen 5.500
  306.515

10. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse, insbesondere Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen, sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten von Seiten der NanoFocus AG bestehen zum 31.12.2012 nicht.

11. Verbindlichkeitenspiegel

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  Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
  von bis zu einem Jahr
TEUR
zwischen einem und fünf Jahren
TEUR
von mehr als
fünf Jahren
TEUR
Gesamt
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 425 872 0 1.297
2. Erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 758 0 0 758
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12 0 0 12
5. Sonstige Verbindlichkeiten 313 0 0 313
  1.508 872 0 2.380

12. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Stadtsparkasse Oberhausen

Kontokorrentverbindlichkeiten: 0 EUR

Kontokorrentrahmen besteht i. H. v. 500 TEUR,

abzüglich der Absicherung der Avale.

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Darlehens-Nr. Darlehensbetrag/ Auszahlung Verbindlichkeiten zum Stichtag Zinssatz p.a. Tilgung Laufzeit
6002650346 500.000 EUR/ 100 % 245.905 EUR 5,87 % monatlich ab 30.10.2007 10 Jahre bis 30.09.2017
Sicherung: erstrangiger Teilbetrag i. H. v. 200 TEUR aus dem Festgeldguthaben 2070060740 verpfändet
6002650353 895.000 EUR/ 100 % 440.171 EUR 5,87 % monatlich ab 30.10.2007 10 Jahre bis 30.09.2017
Sicherung: erstrangiger Teilbetrag i. H. v. 200 TEUR aus dem Festgeldguthaben 2070060740 verpfändet
6002650379 500.000 EUR/ 96 % 100.000 EUR 4,35 % halbjährlich ab 30.03.2009 6 Jahre bis 30.09.2013
6002009352 1.000.000 EUR/ 96 % 499.960 EUR 6,29 % vierteljährlich ab 30.03.2010 6 Jahre bis 30.12.2015
Sicherung: zweitrangiger Teilbetrag i. H. v. 250 TEUR aus dem Festgeldguthaben 2070060740 verpfändet

Sicherung für alle vier Darlehen:

1) Sicherungsübereignung des Warenlagers in Oberhausen, 2) Abtretung von Außenständen der Kunden A-Z (Globalzession)

Die Zinssätze der vier Darlehen sind für die gesamte Laufzeit festgeschrieben.

Zugunsten von NanoFocus gibt es zum 31.12.2012 für Mietdeponatverbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen Bankbürgschaften seitens verschiedener Kreditinstitute in einer Gesamthöhe von rund 74 TEUR.

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Produktlinien

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  31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
μsurf 4.407 3.272
Software, Ersatzteile, Service, Wartung 1.315 1.380
Sonstige Dienstleistungen 584 970
OEM 1.078 933
μsprint 717 856
μscan 625 693
Systemvermietung 213 118
  8.939 8.222

Aufgliederung nach Segmenten

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  31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Dienstleistungen 2.112 2.467
Modular 1.888 1.810
Standard 1.818 1.899
Business Solution 1.699 1.060
Integration 1.422 986
  8.939 8.222

2. Angabe der Prüfungshonorare und sonstiger Beratungen

Als Honorare für den Abschlussprüfer wurde für das Geschäftsjahr 2012 für Abschlussprüfungsleistungen ein Betrag in Höhe von 25 TEUR unter den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Ferner fielen weitere 3 TEUR für sonstige Leistungen an. Honorare für Bestätigungsleistungen oder Steuerberatungsleistungen fielen seitens des Abschlussprüfers nicht an.

Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Vorstand

Jürgen Valentin, Vorstand Technologie (CTO) und Vorstandssprecher, Duisburg, Dipl.-Physiker

Marcus Grigat, Vorstand Operations (COO), Wesel, Dipl.-Ingenieur

Joachim Sorg, Vorstand Administration, Finanzen und Controlling (CFO), Kalbach, Bankfachwirt

Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich im Berichtsjahr auf rund 373 TEUR, diese gliedern sich wie folgt auf:

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  EUR
Jürgen Valentin 124.092
Marcus Grigat 124.503
Joachim Sorg 124.085

In den Gesamtbezügen des Vorstands sind variable Vergütungen in Flöhe von 24 TEUR und Sachbezüge in Höhe von insgesamt 32 TEUR enthalten.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich satzungsgemäß aus drei Mitgliedern zusammen:

Dr. Hans Hermann Schreier, Gründer und Vorstandsvorsitzender a. D., Oldenburg, Aufsichtsratsvorsitzender seit 11.07.2012

Ralf Terheyden, Wirtschaftsprüfer, Bad Zwischenahn, stellvertretender Vorsitzender

Felix Krekel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Hanseatischen Immobilien Treuhand GmbH & Co.

Gerd Mager, Geschäftsführer der Georg Noll Werkzeugmaschinen GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats bis 11.07.2012.

Ersatzmitglied

Prof. Dr.-Ing. Stefan Altmeyer, Fachhochschule Köln, Institut für Angewandte Optik und Elektronik, Köln

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf rund 33 TEUR.

2. Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat

Sonstige Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31.12.2012):

Aufsichtsrat

Dr. Hans Hermann Schreier (Aufsichtsratsvorsitzender)

Hans Hermann Schreier (*1946) ist Gründer und Vorstandsvorsitzender a. D. der NanoFocus AG. Hans Hermann Schreier hat sein berufliches Leben den technologieorientierten Unternehmungen gewidmet. Wissenschaftliche Erkenntnisse in Innovationen umzusetzen und die wirtschaftliche Nutzung unternehmerisch zu gestalten waren ihm Freude und Herausforderung zugleich. Als Geschäftsführer eines Technologie- und Gründerzentrums hat er technologieorientierte Unternehmer begleitend beraten.

Seit der Gründung des Hightech-Unternehmens NanoFocus AG im Jahr 1994 bis zum Jahr 2009 war er Vorstandsvorsitzender der börsengelisteten Gesellschaft. Seit dem 01.01.2010 ist Hans Hermann Schreier als Senior Advisor für ausgewählte strategische Projekte der Adrem Consulting GmbH verantwortlich und war auch seit dieser Zeit beratend für die Gesellschaft tätig.

Seit dem 11.07.2012 steht Herr Dr. Hans Hermann Schreier, nach einer zweijährigen Cooling-off-Phase gemäß ARUG/Corporate Governance, dem Aufsichtsrat der NanoFocus AG vor.

Ralf Terheyden (stellvertretender Vorsitzender)

Ralf Terheyden (*1965) studierte BWL an der Universität in Göttingen. Als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei einer der großen weltweit tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften konnte er eine fundierte Berufspraxis legen, um danach einen Schwerpunkt im Bereich Corporate Finance zu intensivieren. Von 1997 bis 1999 standen daher Sanierungs- und Beratungsaufgaben im Bereich M&A im Vordergrund. Im Jahr 2000 wechselte er zu einer großen mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und leitete den Bereich Unternehmensfinanzierung. Eine renommierte Sozietät in London war die nächste Station in der Vita.

Seit Mai 2003 ist Herr Terheyden als Wirtschaftsprüfer, Diplom-Kaufmann und Steuerberater selbstständig als Gesellschafter und Geschäftsführer, seit September 2004 in eigener Gesellschaft. Im März 2007 eröffnete Herr Terheyden ein zweites Büro.

Herr Terheyden unterstützt die Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg e. V. Seit dem Jahr 2007 ist er im Aufsichtsrat der NanoFocus AG und stand diesem zwischen 2007 und 2012 vor.

Felix Krekel

Felix Krekel (*1967) ist seit dem 28.06.2007 im Aufsichtsrat der NanoFocus AG. Seit Juli 2012 ist Herr Krekel stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Hanseatischen Immobilien Treuhand GmbH & Co.

Von November 2006 bis Oktober 2011 gehörte er dem Vorstand der im Entry Standard gelisteten DESIGN Bau AG an, die er zuletzt als Alleinvorstand führte. In der CD Deutsche Eigenheim AG, einem Joint Venture mit der börsennotierten conwert Immobilien Invest SE, übte er darüber hinaus die Funktion des Vorstandsvorsitzenden von Juli 2008 bis Mai 2012 aus. Aus seiner 10-jährigen Tätigkeit für HSBC Trinkaus, zuletzt als Director Institutional Equity Sales, bringt er umfangreichen Kapitalmarkthintergrund und Kontakte für NanoFocus ein. Herr Krekel ist Diplom-Kaufmann und Certified International Investment Analyst (CIIA).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren während der letzten fünf Jahre weder Mitglied eines Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsratsorgans noch Partner eines Unternehmens oder einer Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind unter der Geschäftsanschrift der Gesellschaft: Lindnerstraße 98, 46149 Oberhausen, erreichbar.

Die Gesellschaft hat den Mitgliedern des Aufsichtsrats derzeit weder Darlehen gewährt noch Bürgschaften oder Gewährleistungen für sie übernommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind und waren nicht an Geschäften außerhalb der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft während des laufenden und des vorangegangenen Geschäftsjahres oder an derartigen Geschäften, die noch nicht endgültig abgeschlossen sind, in weiter zurückliegenden Geschäftsjahren beteiligt.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden acht turnusmäßige Sitzungen durchgeführt.

3. Arbeitnehmer

Im Durchschnitt* wurden (entsprechend der Größenmerkmale des Unternehmens nach § 267 HGB) folgende Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

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  2012 2011
Angestellte in Vollzeit 57 51
Angestellte in Teilzeit 4 7
  61 58

* Zur Durchschnittsermittlung wurden Jahresanfangs- und -endbestand gemittelt.

Die NanoFocus AG beschäftigte außerdem durchschnittlich vier Praktikanten/Diplomanden in 2012 (2011: sechs).

4. Anteilsbesitz

Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verwaltet ausschließlich Schutzrechte, die NanoFocus, Inc. ist eine Vertriebsniederlassung. Im März 2012 wurde die hundertprozentige Tochtergesellschaft NanoFocus Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur gegründet. Zum 31.12.2012 war die Gesellschaft an den folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

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Firma Beteiligungsart Eigenkapital
31.12.2012
Anteile am Kapital Jahresergebnis
2012
NanoFocus Materialtechnik GmbH, Oldenburg Stammanteile 12,8 TEUR 100 % -0,7 TEUR
NanoFocus, Inc. Glen Allen/Virginia Stammanteile -435 TUSD 100 % 5 TUSD
NanoFocus Pte. Ltd., Singapur Stammanteile 25 TSGD 100 % *)

*) abweichendes Geschäftsjahr, erstmaliger Jahresabschluss 30.06.2013

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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  TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 2013 222
2014 bis 2017 407

Ferner bestehen Verpflichtungen aus der Übernahme des SISCAN-Geschäftsbereichs dahingehend, dass für die Geschäftsjahre 2013 bis 2018 weitere variable Kaufpreisraten zu zahlen sind, die sich in Relation zu den mit den SISCAN-Produkten erzielten Umsatzerlösen ermitteln.

6. Entsprechenserklärung

NanoFocus ist im Entry Standard als Teilbereich des Open Market (Freiverkehr) in den Börsenhandel einbezogen. Somit liegt grundsätzlich keine Verpflichtung zur Abgabe einer Erklärung gemäß § 161 AktG vor. Bereits im Jahr 2006 wurde erstmals die Entsprechenserklärung gemäß Corporate Governance auf freiwilliger Basis abgegeben. Die freiwillige Unterwerfung soll zusätzliche Transparenz in die Unternehmenskommunikation bringen.

Vorstand und Aufsichtsrat der NanoFocus AG haben die Erklärung nach § 161 AktG zur Anwendung des Corporate-Governance-Kodex am 20.12.2012 erneuert und den Aktionären auf der Website www.nanofocus.de dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Oberhausen, den 19.04.2013

NanoFocus AG

Der Vorstand

Jürgen Valentin

Marcus Grigat

Joachim Sorg

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilten wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2012 sowie dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 der NanoFocus AG, Oberhausen, den folgenden

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers.

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NanoFocus AG, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1.01. bis 31.12.2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und dem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Wir erstatten diesen Prüfungsbericht nach § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen.

Bei Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der als Anlage zu diesem Bericht beigefügten bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.

 

Köln, den 26.04.2013

RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Graf von Kanitz, Wirtschaftsprüfer

Schulz-Danso, Wirtschaftsprüfer

Rechtliche und steuerliche Grundlagen

Gegenstand des Unternehmens:

Entwicklung, Erstellung und Vertrieb von optoelektronischen Messsystemen und Qualitätssicherungssystemen sowie die damit zusammenhängenden Mess-, Service- und Beratungsdienstleistungen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb und zur Veräußerung von Grundstücken, zur Errichtung von Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen im In- und Ausland, zur Beteiligung an anderen Unternehmen gleicher oder verwandter Art und anderen Unternehmen sowie zum Abschluss von Interessensgemeinschaftsverträgen.

Handelsregister:

Amtsgericht Duisburg, HR B 13864

Satzung:

26.10.2001, zuletzt geändert durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 20.12.2012.

Geschäftsjahr:

Kalenderjahr

Grundkapital:

3.000.000,00 EUR

Es handelt sich um 3.000.000 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.

Genehmigtes Kapital:

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 10.07.2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.500.000,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Bedingtes Kapital:

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 1.000.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von je 1,00 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012/1). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie (i) die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungsrechten oder Optionsscheinen, die gemäß den von der Gesellschaft oder von unter Leitung der Gesellschaft stehenden Konzernunternehmen bis zum 10.07.2017 ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bestehen bzw. diesen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- und/oder Optionsrechten Gebrauch machen oder (ii) die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft bis zum 10.07.2017 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, in den Fällen (i) und (ii) jeweils soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um weitere 125.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 125.000 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von je 1,00 EUR bedingt erhöht (bedingtes Capital 2012/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber Aktienoptionen, die im Rahmen des Aktienoptionsplans 2012 in der Zeit bis zum 10.07.2017 ausgegeben werden, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.

Eigene Aktien:

Der Vorstand ist ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu zehn Prozent des derzeitigen Grundkapitals oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorhandenen Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 10.07.2017. Erworbene eigene Aktien dürfen durch den Vorstand zum Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen oder zur Tilgung von Verbindlichkeiten verwendet werden. Ferner können Sie mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Dritte veräußert oder zur Herabsetzung des Grundkapitals eingezogen werden.

Hauptversammlung:

Auf der Hauptversammlung am 11.07.2012 wurde der vom Vorstand aufgestellte, von der RBS RoeverBroennerSusat Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene und vom Aufsichtsrat gebilligte und damit festgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2011 nebst Lagebericht und Bericht des Aufsichtsrats vorgelegt, dem Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2011 Entlastung erteilt, die RBS RoeverBroennerSusat Wirtschaftprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 gewählt, Herr Dr. Hans Hermann Schreier, Herr Felix Krekel und Herr Ralf Terheyden zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt und Herr Prof. Dr.-Ing. Stefan Altmeyer zum Ersatzmitglied gewählt, der Vorstand ermächtigt, bis zum 10.07.2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.500.000,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2012) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe zu entscheiden, der Vorstand ermächtigt, bis zum 10.07.2017 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck zu erwerben, der Vorstand ermächtigt, bis zum 10.07.2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (zusammen "Schuldverschreibungen") mit oder ohne Laufzeitbeschränkung im Gesamtnennbetrag von bis zu 5.000.000,00 EUR zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte (auch mit Wandlungspflicht) für auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 1.000.000,00 EUR nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren, der Vorstand ermächtigt, bis zum 10.07.2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach näherer Maßgabe der Bestimmungen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2012 bis zu 125.000 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der NanoFocus AG mit einer Laufzeit von bis zu sieben Jahren auszugeben mit der Maßgabe, dass jede Aktienoption das Recht zum Bezug von einer Aktie der NanoFocus AG gewährt, wobei die Aktienoptionen ausschließlich zum Bezug durch Mitglieder des Vorstands der NanoFocus AG, ausgewählte Führungskräfte und sonstige Leistungsträger der NanoFocus AG bzw. verbundener Unternehmen bestimmt sind, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder neu geregelt.

Größe der Gesellschaft:

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Vorstand:

Jürgen Valentin, Duisburg, Vorstandssprecher

Marcus Grigat, Wesel, Fertigung

Joachim Sorg, Kalbach, Finanzen

Die Vorstandsmitglieder sind gemeinschaftlich mit einem anderen Vorstand oder Prokuristen zur Vertretung der Gesellschaft befugt.

Aufsichtsrat:

Dr. Hans Hermann Schreier, Vorsitzender (seit 11.07.2012)

Ralf Terheyden, stellvertretender Vorsitzender

Felix Krekel

Gerd Mager (bis 11.07.2012)

Prof. Dr.-Ing. Stefan Altmeyer (Ersatzmitglied Aufsichtsrat, Fachbeirat)

Steuerliche Verhältnisse:

Das Unternehmen wird beim Finanzamt Oberhausen-Nord unter der Steuernummer 123/5745/1778 geführt. Die Veranlagungen zur Körperschaftsteuer und zur Gewerbesteuer sind bis für das Jahr 2011 erfolgt.

Die letzte steuerliche Außenprüfung umfasste die Geschäftsjahre 2005 bis 2009. Zum 31.12.2011 verfügte die Gesellschaft über einen körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag von 6,2 Mio. EUR und über einen gewerbesteuerlichen Verlustvortrag von 4,9 Mio. EUR.