NanoFocus AG

Oberhausen

Geschäftsbericht 2015

Kennzahlen zum 31.12.2015

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Rechnungslegung nach HGB 2015 Veränderung 2014
TEUR % absolut TEUR
Umsatzerlöse 10.799 -3,8 -422 11.221
Gesamtleistung 11.131 -2,0 -231 11.362
Rohertrag 6.855 -11,9 -923 7.778
Personalaufwand 5.147 0,8 41 5.106
EBITDA 17 -98,5 -1.084 1.101
EBITDA-Marge 0,2% -98,4 -9,6 PP. 9,8%
Abschreibungen 1.134 54,3 399 735
EBIT -1.117 -405,2 -1.483 366
Jahresergebnis -1.604 k. A. -2.289 685
Anlagevermögen 9.005 86,8 4.184 4.821
Investitionen 1.705 91,1 813 892
Umlaufvermögen 9.331 13,4 1.099 8.232
Flüssige Mittel 624 -18,5 -142 766
Eigenkapital 11.288 22,3 2.056 9.232
Fremdkapital 8.075 59,4 3.010 5.065
Verbindlichkeiten 6.015 54,2 2.113 3.902
Bilanzsumme 19.363 35,4 5.066 14.297
Cashflow aus Umsatztätigkeit 39 -96,8 -1.187 1.226
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.335 k. A. -1.730 395
Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.810 109,9 -1.471 -1.339
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3.524 149,2 2.110 1.414
Working Capital 6.740 16,8 971 5.769
Eigenkapitalquote 58,3% -9,7 -6,3 PP. 64,6%
Eigenkapitalrendite -14,2% k. A. -21,6 PP. 7,4%
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 79 2,6 2 77
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,38 -267,3 -0,61 0,23
Auftragseingang 2015 12.365 19,1 1.984 10.381
Auftragsbestand (zum Periodenende) 2.460 159,2 1.511 949
Entwicklungsaufwendungen 1.985 2,3 45 1.940
Entwicklungsintensität (Aufwand in Relation zum Umsatz) 18,4% 6,3 1,1 PP 17,3%
Durchschnittliche Zahl der Entwicklungsmitarbeiter 21 0,0 0 21
ø Entwicklungsmitarbeiter in % der ø Arbeitnehmer 26,6% -2,5 -0,7 PP. 27,3%

Umsatzentwicklung 2012-2015 (in TEUR)

Flüssige Mittel 2012-2015 (in TEUR)

Umsatz pro Mitarbeiter 2012-2015 (in TEUR)

EBITDA-Marge 2012-2015 (in Prozent)

Umsatzverteilung nach Business Units

Umsatzverteilung nach Regionen

Aktionärsstruktur zum 31.12.2015

Organe der Gesellschaft

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Dipl.-Phys. Jürgen Valentin Dipl.-Ing. Marcus Grigat Joachim Sorg
Vorstand Technologie (CTO) und Vorstandssprecher Vorstand Operations (COO) Vorstand Administration, Finanzen und Controlling (CFO)

Aufsichtsrat

Dr. Hans Hermann Schreier, Aufsichtsratsvorsitzender

Ralf Terheyden, stellvertretender Vorsitzender

Felix Krekel, Aufsichtsratsmitglied

Ersatzmitglied

Prof. Dr.-Ing. Stefan Altmeyer

Investor-Relations-Kontakt

Ihr Ansprechpartner:

Kevin Strewginski

Investor Relations

Tel. +49 208 62000-55

ir@nanofocus.de

www.nanofocus.de

Lagebericht 2015

I. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Die NanoFocus AG ist international als eines der technologisch führenden Unternehmen auf dem Gebiet der prozessnahen optischen und taktilen Oberflächenmesstechnik im Mikro- und Nanometerbereich tätig. Haupttätigkeiten der NanoFocus AG sind die Entwicklung, Fertigung sowie der weltweite Vertrieb von Geräten für die 3D-Oberflächenanalyse. NanoFocus-Geräte werden vor allem für die Qualitätssicherung eingesetzt und eignen sich für nahezu alle Industriebranchen. Durch seine Technologie ermöglicht NanoFocus Kunden und Partnerunternehmen die Herstellung innovativer Produkte und die Umsetzung effizienter Fertigungsverfahren. Die drei Hauptproduktlinien sind die Analysesysteme μsurf, μscan und μsprint. Daneben bietet die Gesellschaft ergänzende Dienstleistungen und die zum Betrieb notwendige Systemsoftware an.

Die NanoFocus AG bietet ihre Messlösungen und -systeme nicht nur konform zu nationalen und internationalen Standards an, sondern setzt das im Bereich der 3D-Messtechnik langjährig erworbene Expertenwissen auch in Normungsausschüssen ein. Durch diese zweigleisige Vorgehensweise werden eine hohe Qualität der Produkte und ein technologischer Fortschritt gegenüber dem Wettbewerb gewährleistet.

Die NanoFocus AG ist seit dem 14. November 2005 am Teilbereich Entry Standard des Open Market in Frankfurt börsengelistet. Die Gesellschaft ist nach ISO 9001, ISO 14001 (Umweltmanagement) sowie OHSAS 18001 (Arbeitssicherheit) zertifiziert. Die NanoFocus AG beschäftigte 2015 im Durchschnitt 79 Mitarbeiter.

Die Gesellschaft hält jeweils hundertprozentige Beteiligungen an der NanoFocus Materialtechnik GmbH in Oldenburg, der mikroskin GmbH in Oberhausen, der NanoFocus, Inc., Glen Allen/ Richmond, Virginia/USA, der NanoFocus Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur sowie der in 2015 erworbenen Breitmeier Messtechnik GmbH in Ettlingen. Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verwaltet Rechte und ist operativ nur eingeschränkt tätig. Es besteht ein exklusiver Lizenzvertrag mit der NanoFocus AG. Die mikroskin GmbH wurde in 2014 durch die NanoFocus AG gegründet und ist zuständig für die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Mess- und Auswerteverfahren zur Unterstützung der Erbringung von medizinischen und kosmetischen Leistungen im Hautbereich. Bei den beiden ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich um reine Vertriebsgesellschaften, welche die NanoFocus-Repräsentanten im US-amerikanischen und im asiatischen Raum koordinieren. In den USA werden aktuell zwei Mitarbeiter und in Singapur ein Mitarbeiter beschäftigt. Die Breitmeier Messtechnik GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von optischen sowie taktilen Oberflächenmessgeräten. Hauptanwendungsfeld ist der Automobil- und Nutzfahrzeugbereich. In Karlsruhe/ Technologiepark besteht eine Betriebsstätte, in welcher derzeit drei Mitarbeiter für NanoFocus tätig sind.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) hat für NanoFocus eine grundsätzliche und strategische Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die werkseigene F&E-Abteilung, die dem Unternehmen die technologische Marktführerschaft und Wegbereiterfunktion auf Dauer garantieren soll. Die zielgerichtete Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen und Schlüsselkunden sichert den Zugriff auf neues Wissen, Marktnähe und schafft Akzeptanz im Hinblick auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit der Ergebnisse.

Im Vordergrund der NanoFocus-F&E-Aktivitäten stehen Entwicklungen zur Leistungssteigerung der Produkte, zur bedarfsgerechten Anwendung durch den Kunden sowie zur Qualitätsoptimierung der Fertigung.

Die Aufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr für F&E (primär Personalkosten und Softwareentwicklungskosten) liegen bei NanoFocus bezogen auf den erzielten Gesamtumsatz bei 18%.

II. Wirtschaftsbericht

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die weltwirtschaftliche Dynamik blieb 2015 schwach. Wie schon in den Vorjahren wurden die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung nicht erfüllt. Prognosen wurden daher sukzessive nach unten angepasst - gesamtwirtschaftlich sowie in wichtigen Industriebranchen. War der Internationale Währungsfonds (IWF) im Oktober 2014 noch von einem globalen Wachstum von preisbereinigt 3,8% ausgegangen, dürfte der tatsächliche Zuwachs nur 3,1% betragen haben. In den Schwellen- und Entwicklungsländern hat sich das Wachstum voraussichtlich auf 4,0% abgeschwächt. In den Industrieländern erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich 1,9%.

Quelle: BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook Update January 2016. Weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, Dezember 2015

Zielbranchen für NanoFocus

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Das Jahr 2015 blieb für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau hinter den ursprünglich gehegten Erwartungen zurück. Statt des noch im Herbst 2014 von den VDMA-Volkswirten prognostizierten realen Produktionswachstums in der Größenordnung von 2% konnte die Produktion lediglich ein Nullwachstum erreichen, was der im Sommer 2015 revidierten Prognose entspricht. Der nicht preisbereinigte Umsatz kommt auf 218 Mrd. Euro.

Die Exporte von Maschinen und Anlagen erreichten ein Volumen von 155 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominalen, also nicht preisbereinigten Plus von 2,6% im Vergleich zum Vorjahr. Einen Zuwachs gab es für die Exporte in die EU-Partnerländer (+7%), in den Nahen und Mittleren Osten (+1%), nach Zentral- und Südasien (+11%), nach Nordamerika (+11%) sowie nach Lateinamerika (+9%). Die Maschinenausfuhren in das sonstige Europa(-10%), nach Afrika (-4%), nach Ostasien (-3%), nach Südostasien (-8%) und nach Australien (-6%) waren dagegen rückläufig. Wichtige Abnehmerregionen für NanoFocus sind neben Deutschland vor allem der Euroraum, Ostasien und Nordamerika.

Die Zahl der Beschäftigten wuchs im Anlagenbau gegenüber dem Vorjahr um 0,4%.

Der Auftragseingang übertraf 2015 sein Vorjahresniveau um real 1%. Dieser Zuwachs gilt gleichermaßen für die Inlands- sowie für die Auslandsnachfrage. Bei den Auslandsbestellungen gab es eine starke Spreizung: Während die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern ihr Vorjahresniveau um 3% verfehlten, konnten die Aufträge aus den Euro-Partnerländern um 15% zulegen.

Quelle: VDMA Statistik, VDMA Konjunkturbulletin

Entgegen der negativen Branchenpresse im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die deutschen Automobilisten ihre Ausgaben für Forschung & Entwicklung weiter um 8% erhöht. Der für NanoFocus strategisch wichtige Bereich Automotive hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr allerdings gegensätzlich entwickelt. Die Budgets im Bereich Qualitätssicherung wurden eingefroren und/oder auf 2016/17 verschoben. Die Weltautomobilproduktion deutscher Hersteller wuchs um insgesamt 6,1%. Für die deutsche Automobilindustrie wird auch für 2016 ein Wachstumstrend prognostiziert. Der Branchenverband VDA erwartet eine erneute Steigerung der FuE-Aufwendungen von 5%. Die Zulassungszahlen stiegen trotz der Affäre um manipulierte Abgaswerte europaweit um 13,7% laut Branchenverband ACEA. Branchenerfahrene Zulieferer wie z. B. ZF erwarten für 2016 ein optimistisches Umfeld, welches in Nordamerika erwartungsgemäß von einem stabilen und in West-Europa von einem moderaten Wachstum geprägt sein soll. Für China wird eine volatile Entwicklung erwartet, unter dem Strich wird China aber nach wie vor als Wachstumstreiber angesehen.

Quelle: VDA-Website, Manager Magazin (15.12.2015), Dow Jones News Wires (01/2016), Automobilwoche.de (01/2016)

Die Elektronikbranche konnte im vergangenen Jahr die Produktion um 0,6% steigern. Dynamisch stiegen die Aufträge aus dem Ausland um 16,2% an. Verhalten optimistisch blicken die Unternehmen der Elektroindustrie auf das neue Jahr. Der Branchenverband ZVEI erwartet ein Produktionswachstum um 1%.

Quelle: Website ZVEI (02/2016)

Der Halbleiterbereich erfuhr in 2015 ein weiteres Umsatzwachstum. Laut Branchenverband ZVEI nahmen die Halbleiterumsätze erneut um 5,7% zu. Auch für 2016 wird ein Wachstum von 3% erwartet. Das Equipment für die Waferinspektion hat in diesem Segment eine große Bedeutung. Die durchschnittlichen Wachstumszahlen betragen laut einer Analystenstudie von Technavio jährlich 11%. Die führende geografische Region bleibt APAC, größte regionale Märkte für AOI sind Deutschland und Großbritannien in Europa, Hauptanwendungen sind im Bereich Automotive und zukünftig Luftfahrt gemäß Analystenportal MRRSE (Market Research Search Engine).

Quelle: Elektronikpraxis Vogel (12/2015), ZVEI, MRRSE, Technavio.com

Die Branche Sensorik und Messtechnik blickt auf ein solides Wirtschaftsjahr mit einem Umsatzwachstum von 5%, verglichen mit dem Vorjahresergebnis, zurück.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2015 war am Anfang durch eine positive Grundstimmung geprägt. Zu Jahresbeginn wurde eine weitere vollautomatisierte Anlage von TDK Epcos bestellt sowie eine größere Bestellung im OEM-Bereich ausgelöst, welche sich in Summe auf über 1 Mio. EUR belief.

Gegen Ende des zweiten Quartals zeichnete sich die Verschiebung der Beauftragung von drei für 2015 fest eingeplanten Halbleiteranlagen mit einem Auftragsvolumen von rund 1,5 Mio. EUR ab, nachdem sich die Abnahme einer Pilotinstallation als Basisgeschäft verzögert hatte.

Neben den Auftragsverschiebungen im Semiconductorbereich zögerte sich auch der Bestellprozess für eine vollautomatisierte prozessnahe Anlage im Automobilbereich heraus. Das traditionell stärkere zweite Halbjahr stieg vom Auftragseingang her planmäßig an, bekam aber durch die Abgasthematik bei Volkswagen insbesondere im margenstärksten Bereich Automotive einen Dämpfer, welcher das Jahresergebnis stark belastet hat. Durch die zeitliche Verschiebung der Auftragserteilung und -abwicklung für drei größere Anlagen, insbesondere auch des strategisch wichtigen Projektes "vollautomatisiertes Messen", verlagerten sich Umsätze in Höhe von ca. 750 TEUR in das Jahr 2016. Planmäßig zulegen konnte hingegen der in den letzten Jahren umstrukturierte Bereich Standard/Labor. Hier wurden die geplanten Umsätze übertroffen.

Auf Gesamtjahresbasis konnte die NanoFocus AG die in das Geschäftsjahr 2016 verschobenen Aufträge in den Bereichen Automotive und Semiconductor nicht mehr kompensieren. Zwar hat sich der Auftragseingang mit über 12 Mio. EUR planmäßig entwickelt, die Umsatzerlöse sanken allerdings gegenüber dem Vorjahr von 11,2 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR. Vor allem aufgrund einer gestiegenen Materialquote durch eine Verschiebung des Produktmixes mit einem höheren Anteil im Semiconductor- und Standardbereich zulasten des margenstärksten Bereichs Automotive sank das EBITDA um 1,1 Mio. EUR auf 0 Mio. EUR; das Betriebsergebnis (EBIT) verschlechterte sich um 1,5 Mio. EUR auf -1,1 Mio. EUR. Damit wurden sowohl das Umsatz- als auch das Ergebnisziel deutlich verfehlt, der Geschäftsverlauf hat sich auf die Lage der Gesellschaft ungünstig ausgewirkt.

Zum strategischen Ausbau des Geschäftsbereichs Automotive hat die NanoFocus AG im April 2015 eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital durch Ausgabe von 300.000 neuen Aktien durchgeführt, die zu einem Erlös in Höhe von 960 TEUR führte.

Im November 2015 hat die NanoFocus AG die Breitmeier Messtechnik GmbH zu einem Maximalkaufpreis von rund 3,5 Mio. EUR erworben. Finanziert wurde diese Maßnahme über eine Barkapitalplatzierung mit Bezugsrecht, in der 900.000 neue Aktien zum Kurs von 3,00 EUR ausgegeben wurden. Die eingenommenen Mittel in Höhe von 2,7 Mio. EUR wurden überwiegend zur Kaufpreisfinanzierung verwendet. Ein Teil des Kaufpreises ist abhängig von der zukünftigen Erreichung bestimmter Umsatzziele. Die Breitmeier Messtechnik GmbH erwirtschaftete in 2015 einen Umsatz von ca. 2,7 Mio. EUR sowie eine EBIT-Marge von mehr als 10%. Die erworbene Gesellschaft hat insbesondere im Bereich Nutzfahrzeuge einen exzellenten Kundenzugang und ergänzt mit Technologien zur taktilen Messung von Zylinderlaufflächen das Produktportfolio von NanoFocus.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sanken im Geschäftsjahr 2015 von 11.221 TEUR um 4% auf 10.799 TEUR. Ein niedriger Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres sowie ein deutlicher Auftragsrückgang in der Schlüsselbranche Automotive sowie Auftragsverschiebungen im Semiconductorbereich waren die entscheidenden Faktoren für die Umsatzeinbußen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014.

Umsatz nach Business Unit

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2015 Veränderung 2014
TEUR % absolut % TEUR %
Standard/Labor 6.436 59 1.297 25 5.139 48
Semiconductor 2.465 23 -310 -11 2.775 26
OEM 1.033 10 80 8 953 9
Automotive 865 8 -1.489 -63 2.354 22
Gesamt 10.799 100 -422 -4 11.221 100

Die Umsatzerlöse lagen 2015 deutlich hinter der internen Planung. Während sich die Umsätze in den Bereichen Standard/Labor und OEM auf einem positiven Niveau entwickelten, blieben die Umsätze in den Bereichen Automotive und Semiconductor hinter den Erwartungen zurück.

Das Umsatzvolumen im Standardgeschäft hat sich nach der internen Umstrukturierung und Neuausrichtung des Vertriebs wie erwartet überproportional um 25% im Vergleich zu 2014 gesteigert. Somit hat der Standard- und Laborbereich inklusive Service und Dienstleistungen den Umsatzanteil auf nunmehr 59% ausgebaut.

Die Business Unit Semiconductor hat im Vergleich zu 2014 Einbußen von 310 TEUR bzw. 11% zu verzeichnen. Ursächlich für den Rückgang war vor allem die Ausweitung des Zeitplanes für ein großes Pilotprojekt mit einem strategischen Kunden zur Sicherstellung der kundenspezifischen Anforderungen. Aufgrund der Projektverlängerung konnten drei Folgebestellungen nicht in 2015 platziert werden. Die technische Abnahme der Pilotanlage und die Realisierung des Umsatzes erfolgten im April 2016. Das Geschäftsvolumen mit dem Bestandskunden TDK Epcos wurde in 2015 erfolgreich fortgeführt und wird erwartungsgemäß auch in 2016 stabilen Umsatz generieren.

Der Bereich OEM ist mit einem stabilen Umsatzplus von 8% auf 1.033 TEUR weiterhin ein konstanter Umsatzfaktor und wird im Geschäftsjahr 2016 erwartungsgemäß, dank der langjährigen Kundenbeziehungen in der Branche Fingerprint/Public Safety, stabilen Umsatz generieren.

Mit einem Umsatzminus von 1.489 TEUR und einem Umsatzanteil von 8% des Gesamtumsatzes hat die Business Unit Automotive im Vergleich zu 2014 klar ihr Umsatzziel verfehlt. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass sich NanoFocus in dieser Unit auf das Projektgeschäft mit großem Einzelumsatzvolumen konzentriert hat. Gegenüber dem traditionellen Geschäft benötigen die Projekte eine längere Planungs- und Vorlaufzeit. Die Umsatzrealisierung tritt in der Regel zeitlich verzögert ein. Dadurch sind bei drei Kunden Auftragsverschiebungen erfolgt. Zusätzlich sind durch das Thema "Abgasproblematik" bei unserem Kunden Volkswagen weitere für 2015 vorgesehene Projekte verschoben worden, die nunmehr in 2016 abgewickelt werden sollen.

Umsatzverteilung nach Regionen

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2015 Veränderung 2014
TEUR % absolut % TEUR %
Deutschland 5.236 49 -755 -13 5.991 53
Asien 2.155 20 222 11 1.933 17
Nord-/Südamerika 1.870 17 452 32 1.418 13
Europa (außer Deutschland) 1.538 14 -341 -18 1.879 17
Gesamt 10.799 100 -422 -4 11.221 100

NanoFocus realisierte wie in den vergangenen Jahren ca. die Hälfte des Gesamtumsatzes in Deutschland, allerdings konnten der asiatische und der nordamerikanische Markt den Umsatzanteil weiter vergrößern.

In Deutschland betrug der Umsatzrückgang 13% bzw. 755 TEUR. Sowohl Asien mit einem Umsatzplus von 222 TEUR und 11% als auch Amerika mit einem Zuwachs von 452 TEUR und 32% zeigten einen klaren Aufwärtstrend. Den größten Anteil des Umsatzes in Asien hat der Bereich Semiconductor mit ca. 60%, in Amerika ist der OEM-Bereich mit ca. 55% führend.

Der Umsatz pro Mitarbeiter ist, bezogen auf durchschnittlich 79 Vollbeschäftigte, auf 137 TEUR gesunken. Im Vorjahr wurden bei durchschnittlich 77 Vollbeschäftigten 146 TEUR Umsatz pro Mitarbeiter erzielt.

Ergebnisentwicklung*

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2015 Veränderung 2014
TEUR % absolut TEUR
Umsatzerlöse 10.799 -4 -422 11.221
Sonstige Erträge 333 51 112 221
Gesamtleistung 11.131 -2 -231 11.362
Rohertrag 6.855 -12 -923 7.778
Personalaufwand 5.147 1 41 5.106
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.766 9 231 2.535
EBITDA 17 k. A. -1.084 1.101
Abschreibungen** 1.134 54 399 735
Finanzergebnis -160 11 -16 -144
Außerordentliches Ergebnis 0 k. A. -1.027 1.027
Steuerergebnis -327 k. A. 237 -564
Ergebnis -1.604 k. A. -2.289 685

* ausgewählte Werte der Gewinn- und Verlustrechnung
** Die Abschreibungen enthalten letztmalig eine Goodwill-Abschreibung in Höhe von 349 TEUR.

Die Gesamtleistung, die sich aus Umsatz, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen zusammensetzt, ist um 2% auf 11.131 TEUR gesunken. Während die Umsatzerlöse um 4% rückläufig waren, entwickelten sich die sonstigen betrieblichen Erträge, die überwiegend Erlöse aus Förderprojekten beinhalten, mit +112 TEUR positiv.

Der Rohertrag sank überproportional zu den Umsatzerlösen um 923 TEUR bzw. 12%. Dies ist im Wesentlichen auf einen im Vergleich zur Planung und zum Vorjahr höheren Materialeinsatz zurückzuführen, welcher maßgeblich durch den zu geringen Umsatzanteil im Bereich Automotive im Vergleich zum Plan und zum Vorjahr hervorgerufen wurde. In dieser Unit ist die Materialquote im Durchschnitt deutlich geringer als in den anderen Bereichen.

Auf der Kostenseite blieben die Personalaufwendungen bei einem leichten Personalaufbau um durchschnittlich zwei Mitarbeiter auf konstantem Niveau (+1% zu Vorjahr). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigerten sich um 9% auf 2.766 TEUR. Hier sind vor allem Sonderausgaben, die mit der Akquisition der Breitmeier Messtechnik GmbH in Zusammenhang stehen, und Mehrkosten aus den Kapitalmaßnahmen als bestimmende Faktoren für die Steigerung zu nennen.

Das Finanzergebnis ist aufgrund gestiegener Zinsbelastungen für die im Laufe des Geschäftsjahres 2014 begebenen Wandelanleihe um 16 TEUR auf -160 TEUR gesunken.

Die Abschreibungen enthalten in 2015 letztmalig die jährliche Goodwill-Abschreibung in Höhe von 349 TEUR. Außerdem sind Forderungen gegen die mikroskin GmbH aus der Kostenbelastung eines Förderprojektes in Höhe von 278 TEUR abgeschrieben worden.

Das Steuerergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Veränderung aus aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von 326 TEUR, die insgesamt nicht zahlungswirksam sind.

Auftragsentwicklung

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2015 Veränderung 2014
TEUR % absolut TEUR
Auftragseingang 2015 12.365 19 1.984 10.381
Auftragsbestand (zum Periodenende) 2.460 159 1.511 949

Der Auftragseingang konnte in 2015 um 19% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Der Auftragsbestand am 31.12.2015 ist mit 2.460 TEUR um 1.511 TEUR deutlich höher als zum 31. Dezember 2014.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt überwiegend durch Eigenkapital und wird durch Bankdarlehen sowie eine Wandelanleihe ergänzt. Einzelne Aufträge werden auch durch Kundenanzahlungen vorfinanziert. Etwaige betragsmäßig und zeitlich befristete Anzahlungsbürgschaften werden - sofern erforderlich - durch Bürgschaften (Avale) im Rahmen einer Kautionsversicherung hinterlegt.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die NanoFocus AG zwei Kapitalerhöhungen erfolgreich platziert und hierdurch einen Gesamtbruttoemissionserlös von 3.660 TEUR vereinnahmt. Der Erlös aus der ersten Kapitalerhöhung in Höhe von rund 1,0 Mio. EUR wurde zur Finanzierung des operativen Geschäfts genutzt. Der Bruttoemissionserlös der zweiten Kapitalerhöhung in Höhe von rund 2,7 Mio. EUR diente überwiegend der Akquisition der Breitmeier Messtechnik GmbH.

In 2015 hat NanoFocus keine neuen Bankdarlehen aufgenommen. Die bestehenden Darlehen wurden in 2015 planmäßig um 333 TEUR getilgt. Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 213 TEUR.

Ferner finanziert sich die NanoFocus AG aus einer Wandelschuldverschreibung über 1.350 TEUR mit einer Laufzeit bis zum 6. Februar 2019. Der Rückzahlungsbetrag beläuft sich auf 115%, sofern das Wandlungsrecht bis zum Fälligkeitszeitpunkt nicht ausgeübt wurde.

Zum Bilanzstichtag verfügte die NanoFocus AG über liquide Mittel in Höhe von 624 TEUR, darüber hinaus konnte NanoFocus zum Stichtag auf nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 21 TEUR zugreifen. Alle Darlehensverpflichtungen unterliegen einer festen Verzinsung. Derivative Finanzinstrumente werden durch die NanoFocus AG nicht in Anspruch genommen. Es besteht ein umsatzabhängiger Lizenzvertrag im Bereich μsprint (SISCAN) mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017.

Investitionen

Die von der NanoFocus AG in 2015 durchgeführten Investitionen beliefen sich auf insgesamt 4.985 TEUR. Schwerpunkt bildete mit 3.493 TEUR die Übernahme der Breitmeier Messtechnik GmbH. Der Kaufpreis ist in mehreren Tranchen innerhalb von vier Jahren fällig. In 2015 wurde ein Teilbetrag in Höhe von 1.000 TEUR ausgezahlt, weitere 800 TEUR wurden zur Besicherung künftiger Kaufpreisraten als Festgeld längerfristig angelegt. Weiterhin wurden 465 TEUR in die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände, die sich sowohl auf die Weiterentwicklung bestehender Produkte als auch auf die Entwicklung neuer, marktnaher Produktfamilien beziehen, investiert. Ferner wurden 137 TEUR in erworbene Software, 44 TEUR in neue Demogeräte und 45 TEUR in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Entwicklung des Cashflows* und der liquiden Mittel

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2015
TEUR
Veränderung absolut 2014
TEUR
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 766 470 296
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.335 -1.730 395
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.810 -1.471 -1.339
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.524 2.110 1.414
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -621 -1.091 470
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 145 -621 766

* Die Kapitalflussrechnung wird 2015 erstmals nach DRS 21 aufgestellt. Somit wurden die Vergleichszahlen aus 2014 ebenfalls nach DRS 21 angepasst und differieren daher zu der Darstellung im Lagebericht 2014. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit reduzierte sich insbesondere aufgrund des operativen Verlusts um 1.730 TEUR auf -1.335 TEUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet neben der Auszahlung für Entwicklungsprojekte in Höhe von 465 TEUR insbesondere die bisher geleisteten Zahlungen aus der Akquisition der Breitmeier Messtechnik GmbH in Höhe von 1.013 TEUR sowie eine als sonstige Ausleihung ausgewiesene Festgeldanlage in Höhe von 800 TEUR mit einer Fristigkeit zwischen 2017 und 2019. Die Investitionen liegen somit um mehr als das Zweifache über dem Niveau des Vorjahres. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist durch die beiden platzierten Kapitalerhöhungen mit einem Bruttoemissionserlös von 3.660 TEUR deutlich gestiegen. Weiterhin wurden Förderzuschüsse in Höhe von 325 TEUR vereinnahmt. Abflüsse ergeben sich aus der Tilgung der Bankverbindlichkeiten mit 333 TEUR sowie gezahlten Zinsen in Höhe von 128 TEUR. Die Tilgungen und Zinszahlungen erfolgten - wie auch in Vorjahren - planmäßig.

Vermögenslage

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2015 Veränderung 2014
TEUR % absolut TEUR
Anlagevermögen 9.005 87 4.184 4.821
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.198 -1 -20 2.218
Sachanlagen 388 -19 -89 477
Finanzanlagen 6.419 202 4.293 2.126
Umlaufvermögen 9.331 13 1.100 8.231
Vorräte 3.519 9 289 3.230
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.188 23 953 4.235
Liquide Mittel 624 -19 -142 766
Aktive latente Steuern 899 -18 -200 1.099
Eigenkapital 11.288 22 2.056 9.232
Fremdkapital 8.075 59 3.010 5.065
Verbindlichkeiten 6.015 54 2.113 3.902

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 87% gestiegen. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen durch die Übernahme der Breitmeier Messtechnik GmbH im Geschäftsjahr 2015, wodurch 3.493 TEUR als Anschaffungskosten in den Finanzanlagen unter Anteile an verbundenen Unternehmen aktiviert wurden. Darüber hinaus wurden zur Absicherung eines von einem Kreditinstitut begebenen Avals insgesamt 800 TEUR in Formeines verzinslichen Festgelds mit einer Fristigkeit zwischen 2017 und 2019 angelegt. Der Betrag wird innerhalb der Finanzanlagen unter den sonstigen Ausleihungen mit seinem Nominalwert ausgewiesen.

Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände wurden Entwicklungskosten in Höhe von 465 TEUR aktiviert. Die kumulierten aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich am 31. Dezember 2015 auf insgesamt 1.781 TEUR. Planmäßig wurde der Geschäfts- und Firmenwert (Goodwill) um 349 TEUR abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist zum Stichtag 31. Dezember 2015 komplett abgeschrieben.

Die Vorräte sind um 289 TEUR angestiegen, da insbesondere für die Bestellung zweier vollautomatisierter Anlagen im Halbleiterbereich, welche NanoFocus im ersten Quartal 2016 fakturiert hat, zusätzliche Vorräte aufgebaut wurden.

Die Forderungen haben sich um 953 TEUR erhöht. Forderungen in Höhe von 2.518 TEUR betreffen verbundene Unternehmen. Forderungsausfälle sind im Geschäftsjahr 2015 kundenseitig nicht aufgetreten und werden auch aufgrund bisheriger Erfahrungen künftig nur eingeschränkt erwartet. Gegenüber dem verbundenen Unternehmen mikroskin GmbH wurden Forderungen in Höhe von 278 TEUR aus Vorsichtsgründen wertberichtigt.

Die auf steuerliche Verlustvorträge entfallenden aktiven latenten Steuern haben sich um 200 TEUR reduziert. Aus Gründen der Vorsicht hat NanoFocus aufgrund des schlechten Jahresergebnisses 2015 eine Wertberichtigung in Höhe von 200 TEUR vorgenommen. Im Hinblick auf die Ertragsaussichten der kommenden Jahre geht der Vorstand davon aus, dass die vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge im bilanzierten Umfang realisiert werden können.

Das Eigenkapital ist durch die Durchführung von zwei Kapitalerhöhungen gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist hingegen von 65% auf 58% gesunken, da zum einen die Verbindlichkeiten um 2.113 TEUR angestiegen sind, vor allem durch Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten resultierend aus der Übernahme der Breitmeier Messtechnik GmbH. Zum anderen wurden Rückstellungen in Höhe von 675 TEUR für den variablen Kaufpreis für die Breitmeier Messtechnik GmbH gebildet. Ebenso wurde unter den sonstigen Rückstellungen der variable Kaufpreis SISCAN mit 120 TEUR erfasst.

Bei einer Eigenkapitalquote von 58% und einem Anteil der langfristigen Vermögenswerte von 51% beurteilen wir die Vermögenslage weiterhin als solide.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen vor allem die Umsatzentwicklung, das EBITDA und das EBIT. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren betreffen insbesondere die Innovations- und Entwicklungsleistung sowie Mitarbeiterbelange.

Im Geschäftsjahr 2015 investierte NanoFocus neben dem Erwerb der Breitmeier Messtechnik GmbH weiterhin gezielt in den Ausbau der Entwicklungsleistung. Priorität hatte dabei vor allem die neue Softwaregeneration. Weiterhin wurden Aktivitäten im Bereich der optischen 3D-Sensorentwicklung und der Performancesteigerung der μsprint-Familie getätigt.

In Bezug auf die in 2015 erbrachten Entwicklungsleistungen ergaben sich folgende Kennzahlen:

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2015 Veränderung 2014
TEUR % absolut TEUR
Entwicklungsaufwendungen 1.985 2 45 1.940
Entwicklungsintensität (Aufwand in Relation zum Umsatz) 18,4% 6,3 1,1 PP. 17,3%
Durchschnittliche Zahl der Entwicklungsmitarbeiter 21 0 0 21
ø Entwicklungsmitarbeiter in % der ø Arbeitnehmer 26,6% -3 -0,7 PP. 27,3%

NanoFocus wird weiterhin zunehmend als Entwicklungsdienstleister von namhaften Großunternehmen beauftragt.

Die NanoFocus AG beschäftigte zum Bilanzstichtag 79 Voll- und Teilzeitkräfte sowie drei Vorstandsmitglieder. Weiterhin waren zwei Diplomanden und Praktikanten beschäftigt. In Summe sind dies 84 Mitarbeiter gegenüber 83 Mitarbeitern am Vorjahresstichtag.

Neben der Aufstellung von interdisziplinären Teams für Innovationen bietet NanoFocus insbesondere regelmäßige Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie firmenübergreifende, wissenschaftlich anspruchsvolle Projekte an. Insgesamt sieht sich die NanoFocus AG als attraktiver Arbeitgeber für qualifiziertes Personal.

III. Nachtragsbericht

Zum 15. April 2016 verzeichnet die NanoFocus AG einen Auftragseingang von 1.456 TEUR (-38% zu Vorjahr) sowie ein Auftragsobligo in Höhe von 2.129 TEUR. NanoFocus erwartet einen deutlichen Anstieg des Auftragseingangs bis Ende Mai 2016. Im April 2016 erfolgte die Abnahme eines großen Pilotprojekts für einen strategischen Kunden. Die Abnahme bildet die Basis für weitere Folgebestellungen in 2016. Im Februar 2016 ist die Gesellschaft in ein neues Mietobjekt umgezogen. Die neuen Räumlichkeiten sind besser auf die hohen Anforderungen an den Produktionsprozess im Zusammenhang mit der Anlagenfertigung zugeschnitten und eröffnen Spielräume für eine Erweiterung des Geschäftsvolumens.

Als Konsequenz aus dem Jahresergebnis 2015 wurden Maßnahmen zur Reduzierung der Personalkosten getroffen und die Personalstruktur angepasst.

Im April 2016 hat NanoFocus folgende Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität getroffen:

Ein zusätzlicher Darlehensvertrag und Schuldverschreibungen mit einer 6-monatigen Laufzeit in Höhe von insgesamt 750 TEUR wurden abgeschlossen. Diese Mittel sollen der NanoFocus AG noch im April 2016 zugeführt werden. Weiterhin wurde die Kontokorrentkreditlinie mit unserer Hausbank zunächst zeitlich befristet um 500 TEUR erweitert. Aktuell wird außerdem eine Eigenkapitalmaßnahme vorbereitet, deren Abwicklung für Mai 2016 geplant ist.

IV. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

Weltwirtschaft

Für 2016 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein moderates weltwirtschaftliches Wachstum um real 3,4%. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer in Summe wird - trotz der weiteren Wachstumsverlangsamung in China - ein leicht beschleunigtes Wachstum vorhergesagt.

In den Industrieländern dürfte sich das moderate Wachstum leicht beschleunigt fortsetzen. Möglich werden soll dies durch eine leichte Belebung in Japan, der Eurozone und Kanada. Sowohl die USA als auch das Vereinigte Königreich sollen ihr solides Wachstumstempo von 2015 beibehalten können.

Quelle: BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook Update January 2016. Weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, November 2015

Deutsche Konjunktur

Für 2016 rechnet der Sachverständigenrat für Deutschland mit einer Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,6%. Vom Außenbeitrag werden hierbei keine nennenswerten Impulse erwartet. Weiterhin wird mit einem starken privaten Konsum gerechnet, der zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts beiträgt. Die Beschäftigung dürfte in 2016 voraussichtlich um 300.000 Personen ansteigen. Die Erwartung an die Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen fällt mit 2,7% eher enttäuschend aus.

Quelle: Sachverständigenrat Jahresgutachten 2015/2016, Statistisches Bundesamt

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die VDMA-Volkswirte rechnen für 2016 damit, dass das Produktionsniveau des Vorjahres trotz vieler negativer Einflüsse seitens der weltweiten Nachfrage gehalten werden kann. Der Verfall vieler Rohstoffpreise kurbelt zwar die Konjunktur in den Verbraucherländern an, doch die Preise sind inzwischen so stark gefallen, dass viele der Förderländer inzwischen mit massiven Problemen kämpfen und die Investitionsgüternachfrage aus diesen Ländern daher stark geschrumpft ist. Die starke Abwertung des Euro hat in der Eurozone zunächst ebenfalls wie ein Konjunkturpaket gewirkt. Allmählich haben sich aber die Warenströme an die veränderten Wechselkursverhältnisse angepasst und eine der Kehrseiten der Medaille wird sichtbar: So ächzt das Verarbeitende Gewerbe in den USA unter dem hohen Dollarkurs. Das gilt nicht nur für deren Exporte, sondern auch für den Absatz auf dem amerikanischen Markt. Das trübt die Investitionsfreude der US-amerikanischen Industrie.

Vor dem Hintergrund der weiterhin niedrigen Zinsen erhofft sich der VDMA keine expansiven Effekte für die Investitionen mehr. Viele geopolitische Unruhen und Krisenherde sowie das Fehlen eines klaren Wachstumstrends sorgen für eine vorsichtige Haltung vieler potenzieller Investoren weltweit. Einer ganzen Reihe bedeutender Entwicklungs- und Schwellenländer, die in den vergangenen Jahren für ein hohes Exportwachstum im deutschen Maschinen- und Anlagenbau gesorgt haben, ist die Puste ausgegangen. Hier ist sogar mit weiteren Minusraten zu rechnen. Von den BRIC-Staaten traut der VDMA beispielsweise nur noch Indien zunehmende Maschinenimporte aus Deutschland zu.

Quelle: VDMA Maschinenbau Konjunktur aktuell

Der ZVEI hat eine Prognose für die Entwicklung der Elektroindustrie in Deutschland im Jahr 2016 vorgelegt. Demnach rechnet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie für das Gesamtjahr mit einem Anstieg der preisbereinigten deutschen Elektroproduktion von 1%bis 2%.

Quelle: ZVEI (01/2016)

Die Experten von Gartner Research prognostizieren, dass die Investitionsausgaben im Bereich Halbleiter 2016 um 4,7% auf 59,4 Mrd. US-Dollar sinken. Für 2017/18 allerdings wird kräftiges Wachstum signalisiert. In der Prognose des letzten Quartals wurde noch von einem Wachstum von 3,3% ausgegangen.

Quelle: Website ap-verlag.de/gartner-prognose (01/2016)

Die Mitglieder des Sensorikverbands des AMA investieren 6% mehr als im Vorjahr und planen für das Geschäftsjahr 2016 mit einem weiteren Investitionsanstieg um wiederum 6%. Im Bereich des Personals rechnet die Branche mit einem weiteren Ausbau von 2% im laufenden Jahr.

Quelle: Pressemitteilung AMA (03/2016)

Neben den konjunkturellen Erwartungen der Wirtschaftsinstitute und Fachverbände beruhen unsere Prognosen für das Geschäftsjahr 2016 auf unserer eigenen Unternehmensplanung. Hier wurden insbesondere die Auftragslage, aktuelle Kundenprojekte, erwartete Auftragsanbahnungen sowie Kostenentwicklungen betrachtet. Der Prognosezeitraum beläuft sich auf den Zeitraum von einem Jahr ab dem 31. Dezember 2015.

Der Vertrieb für den Bereich Standard/Labor wurde durch das neue, technisch leistungsfähige Produkt μsurf expert grundsätzlich gestärkt. Dieser Bereich wird sich weiter positiv entwickeln. Der strukturelle Ausbau der Business Units Standard/Labor, Automotive, Halbleiter und OEM wurde 2015 weiter fokussiert und auch in den Reportingstrukturen neu aufgestellt.

Semiconductor

Im Bereich Semiconductor erwarten wir für das Geschäftsjahr 2016 die Bestellung dreier automatisierter Prüfanlagen (AOI) von einem europäischen Halbleiterhersteller. Die Abnahme der ersten Pilotanlage wurde im April 2016 erfolgreich abgeschlossen; hieraus werden kurzfristig Folgebestellungen erwartet. Weiterhin planen wir für das laufende Geschäftsjahr noch die Gewinnung zweier weiterer Key Accounts, die jeweils eine Pilotanlage für neue Prozesse bestellen sollten. In den letzten drei Jahren haben wir über das Innovationsprojekt HICOS3D berichtet. Ziel war es, die bestehende Sensortechnologie (schnellster Konfokalsensor der Welt) um den Faktor 12 in der Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Einen erfolgreichen Abschluss der Performancesteigerung erwartet NanoFocus im dritten Quartal dieses Geschäftsjahres. Diese Weiterentwicklung soll für den Bereich Halbleiter die Grundlage zukünftigen überproportionalen Wachstums sein. In dem Bereich Semiconductor ist für 2016 ein Umsatzanstieg auf 3,1 Mio. EUR geplant.

Automotive

Im Bereich Automotive sehen wir nach wie vor Unsicherheiten im Zuge der Abgas-Thematik. Zwar erwarten wir im ersten Halbjahr 2016 die Bestellung der strategisch wichtigen Erstanlage (produktionsnahes Messen), bewerten die Gesamtbranche allerdings erst ab 2017 positiver. Wir planen gegenüber 2015 ein starkes Umsatzwachstum auf 2,3 Mio. EUR.

Standard/Labor

Der Bereich Standard/Labor entwickelte sich in 2015 überdurchschnittlich gut und ist für NanoFocus eine wichtige Säule, um den Eintritt zu Neukunden zu bekommen, die idealerweise weiter in den Bereichen Qualitätssicherung und Produktion betreut werden.

Der Wettbewerb ist hier zwar relativ hoch, allerdings konnten wir Boden gegenüber den Marktbegleitern wiedergutmachen. Dazu beigetragen hat der Launch des neuen Produkts μsurf expert, der NanoFocus technisch noch näher an die Kundenbedürfnisse rückt. Für 2016 erwartet NanoFocus einen stabilen Umsatz in Höhe von rund 6,5 Mio. EUR.

OEM

Im OEM-Bereich beliefert NanoFocus den Weltmarktführer für Kugelprüfmaschinen im Bereich Ballistik (Ultra Electronic Forensic Technology Inc). Der Absatzkanal ist über die Jahre hinweg stabil. Strategisches Ziel ist es, für 2016 einen weiteren OEM-Partner zu finden. Der Umsatz sollte im laufenden Geschäftsjahr 2016 mit 1,1 Mio. EUR stabil bleiben. Wachstum ist in dieser Business Unit ab 2017 geplant.

Auf Basis der vorgenannten Umsatzprognosen erwarten wir erhöhte Risiken aus der Vorfinanzierung der Projekte und des hierfür notwendigen Working Capitals. Dem unverändert schwierig einzuschätzenden Investitionsgütermarkt und den noch schwankenden globalen volks- und finanzwirtschaftlichen Bedingungen begegnet NanoFocus weiterhin mit einer differenzierten Betrachtung in drei Szenarien (Real, Worst und Best Case). NanoFocus wird zeitnah auf Änderungen reagieren, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern und Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen sollten. Parallel werden auch kostenbewusst Möglichkeiten zur Auf- und Abstockung von Personal- oder Produktionskapazitäten evaluiert. Die Controlling-Instrumente sind sowohl personell als auch strukturell etabliert und werden entsprechend weiter intensiviert, um sehr zeitnah Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Zur Erhöhung der Transparenz plant die NanoFocus AG für das Geschäftsjahr 2016 erstmals die Aufstellung eines Konzernabschlusses.

Gesamtaussage zur Prognose

Basierend auf den konjunkturellen Erwartungen sowie dem aktuellen Auftragsbestand und den erwarteten Geschäftsanbahnungen planen wir für das Geschäftsjahr 2016 einen Umsatzanstieg von 10,8 Mio. EUR auf 13 Mio. EUR bei einem EBITDA von 1,3 Mio. und einem EBIT von 0,7 Mio. EUR.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die NanoFocus AG ist ein international tätiges Technologieunternehmen und damit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Gemäß § 91 Abs. 2 AktG hat der Vorstand der NanoFocus AG ein Überwachungssystem eingerichtet, mit dem alle wesentlichen sowie bestandsgefährdenden Risiken frühzeitig erkannt werden. Das Risikomanagementsystem versetzt den Vorstand der NanoFocus AG in die Lage, die notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung oder Absicherung von Risiken einleiten zu können. In das Risikomanagement werden der Vorstand, die Abteilungsleiter, alle Mitarbeiter sowie als Kontrollorgan der Aufsichtsrat einbezogen.

Die systematische Verfolgung der Risikoentwicklung und Berichterstattung erfolgt in folgenden Controlling- und Berichtsinstrumenten:

definierte Checklisten für internes Reporting

monatliches Controlling (insbesondere Vertriebsrisiken, finanzielle Risiken, IT-Risiken), gegebenenfalls auch in kürzeren Intervallen

monatliche Abteilungsleitersitzung

quartalsmäßige Arbeitssicherheitssitzung

externe Kommunikation (Lagebericht, Wertpapierprospekt, Reporting (Halbjahresbericht, Geschäftsbericht), Präsentationen, Corporate News)

fortlaufende interne und externe Verfolgung von relevanten Branchenberichten als Frühindikatoren und Benchmarks (VDMA, SPECTARIS, ZVEI, Konjunkturberichte, Berichte über Trendmärkte)

jährlicher Versicherungscheck - ergänzt um mandatierte externe Beratung

ISO-9001-Audits seit 2011

OHSAS-18001 -Audits zur Arbeitssicherheit seit 2012

ISO-14001-Umweltaudits seit 2014

externes technisches Marktscreening

gemeinschaftliche Vertretungsberechtigung im Vorstand (4-Augen-Prinzip)

externe Strategieberatung und -überprüfung der formulierten Vorstandsstrategie durch den Aufsichtsrat

Wissenschaftlicher Beirat

Die Risiken werden in Sitzungen des Vorstandes mit den Fachbereichsleitern sowie den anderen genannten Gremien erörtert und beobachtet. Neben diesen regelmäßigen Terminen sind die einzelnen Vorstandsmitglieder sowie die Fachbereichsleiter verpflichtet, dem Vorstand im Bedarfsfall sofort über risikobehaftete Entwicklungen zu berichten.

Alle Mitarbeiter sind unter anderem durch einen Newsletter/ Blog sensibilisiert, über die wesentlichen Entwicklungen in ihren Abteilungen sowie daraus resultierende Risiken regelmäßig zu berichten.

Im Bedarfsfall erfolgt die Untersuchung von Risiken durch externe Gutachten und Prüfungen durch Dritte, z. B. Due-Diligence-Prüfungen im Rahmen von Finanztransaktionen. Der Aufsichtsrat erhält monatlich eine Übersicht über die wesentlichen finanziellen Kennzahlen sowie im Bedarfsfall explizite Informationen zu Risiken oder Kennzahlen.

Risikoinventur

Zum Bilanzstichtag war die NanoFocus AG im Wesentlichen folgenden Risiken ausgesetzt:

Umfeldrisiken

Die konjunkturelle Entwicklung und die Investitions- und Innovationsbereitschaft der Industrieunternehmen und der Forschungseinrichtungen haben wesentlichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung der Nanofocus AG. Die Verschiebung oder Stornierung von Aufträgen kann bei NanoFocus zu erheblichen Umsatz- und Ergebnisrückgängen führen. Durch die internationale Ausrichtung und die Präsenz in unterschiedlichen Zielbranchen wird die Abhängigkeit von einzelnen Märkten reduziert. Insgesamt haben sich die Umfeldrisiken seit dem 1. Januar 2015 im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Werden Umsatzerlöse nicht - wie geplant - realisiert, kann dies Einfluss auf die Werthaltigkeit der latenten Steuern haben. Im Falle fortlaufender Verluste bzw. zu geringer Gewinne müssten die aktiven latenten Steuern ggf. aufgelöst werden. Auf Basis der Neuausrichtung des Geschäfts, der aktuellen Aufträge und Geschäftsanbahnungen sowie der hierauf basierenden 5-Jahres-Planung geht der Vorstand der NanoFocus AG grundsätzlich davon aus, dass aktivierte steuerliche Verlustvorträge realisierbar sind. Aus Gründen der Vorsicht hat NanoFocus aufgrund des schlechten Jahresergebnisses 2015 eine Wertberichtigung in Höhe von 200 EUR vorgenommen und weist nunmehr aktive latente Steuern in Höhe von 899 TEUR aus.

Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Angesichts der in den vergangenen Geschäftsjahren erzielten Ertrags- und Ergebnisentwicklungen können Liquiditätsengpässe nicht ausgeschlossen werden. Gleichwohl ist es in der Vergangenheit zu keinem Zeitpunkt zu wesentlichen Zahlungsaufschüben oder -stockungen gekommen. Durch die im April 2015 durchgeführte Barkapitalerhöhung in Höhe von 10% des Grundkapitals flossen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von 960 TEUR zur Finanzierung von Working Capital zu. Die im Oktober 2015 durchgeführte Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht, bei der dem Unternehmen 2,7 Mio. EUR zuflossen, wurde überwiegend für den Zukauf der Breitmeier Messtechnik GmbH verwendet.

Basierend auf den Forderungsausfällen der Vergangenheit beurteilen wir das Forderungsausfallrisiko bei externen Kunden grundsätzlich als gering. Hinsichtlich des hohen Forderungsbestands gegen das US-amerikanische Tochterunternehmen von 1.313 TEUR (stichtagsbedingt erhöht) besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko. Die Zahlung der offenen Forderungen hängt vor allem von der Umsatzentwicklung des Tochterunternehmens ab. Angesichts der erwarteten und angebahnten Geschäftsabschlüsse gehen wir aktuell davon aus, dass die bestehenden Forderungen werthaltig sind, und rechnen damit, dass diese maßgeblich innerhalb der kommenden zwei Jahre zurückgeführt werden können. Die Forderungen gegen die übrigen Tochterunternehmen schätzen wir als unkritisch ein.

Nennenswerten Marktpreisrisiken ist die NanoFocus AG nicht ausgesetzt.

Derivative Finanzinstrumente kommen bei NanoFocus mit Ausnahme eines umsatzabhängigen Lizenzvertrages im μsprint-Bereich nicht zum Einsatz.

Technologie- und Entwicklungsrisiken

Technologische Risiken bestehen darin, dass innovative Technologietrends ggf. nicht erkannt werden, dass Produkte technisch veralten und nicht mehr zeitgemäß sind oder dass Entwicklungsleistungen nicht sachgerecht abgesichert bzw. zur Produktreife gebracht werden. NanoFocus wirkt diesem Risiko durch eine hohe Entwicklungstätigkeit, gut ausgebildete, innovative Mitarbeiter sowie eine enge Abstimmung mit Kunden und Forschungseinrichtungen im Hinblick auf die spezifischen Anforderungen der Industrie entgegen. Entwicklungsprojekte werden durch Qualitätsmaßnahmen und Dokumentationen begleitet, neue technologische Entwicklungen werden durch Patente geschützt. Bestehende Risiken durch neue technologische Entwicklungen, die das ganze Produktportfolio gefährden, werden als gering erachtet, da NanoFocus stets mit führenden wissenschaftlichen Instituten und innovativen Industriepartnern weltweit agiert und damit technologisch am Puls der Zeit bleibt.

Bilanzielle Risiken können aus der Umsetzung einzelner Projekte entstehen, wenn es nicht gelingt, die Projekte bis zur Marktreife zu entwickeln und in entsprechende Erträge umzusetzen. Aktuell betrifft dies insbesondere den Bereich der Medizintechnik (Hautsensorik), dessen Vermögen im Wege der Ausgliederung im Geschäftsjahr 2014 auf die zuvor gegründete mikroskin GmbH übertragen wurde. Durch die Transaktion ist das grundsätzlich mit den selbsterstellten Vermögensgegenständen verbundene Risiko auf die Anteile an der mikroskin GmbH übergegangen, die zum Bilanzstichtag mit 1.985 TEUR aktiviert sind.

Risiken aus der Vertriebstätigkeit

Eine mangelnde Qualifizierung des Vertriebspersonals und eine eingeschränkte regionale Präsenz des Vertriebs können dazu führen, dass Aufträge nicht an NanoFocus, sondern an Wettbewerber vergeben werden. Diesem Risiko ist die NanoFocus AG durch eine in 2013 eingeleitete produkttechnische und strategische Neuausrichtung des Vertriebs entgegengetreten.

Produktions- und Beschaffungsrisiken

Die Fertigungsqualität wird bei NanoFocus durch QS-Prozesse und Qualitätsmanagement sichergestellt. Beschaffungsrisiken werden durch mehrere Lieferanten für kritische Bauteile bzw. mögliche Eigenentwicklung und Fertigung begrenzt. Die Fertigung ist bereits im Vorjahr erfolgreich auf die Herstellung von automatisierten Anlagen ausgelegt worden. Damit ist insbesondere das Bearbeiten von großvolumigeren Aufträgen gut abzubilden. Dezentrale Auftragsvergaben wurden in die Wertschöpfungskette integriert.

Personalrisiken

Personelle Risiken können durch den Weggang oder die unzureichende Schulung von Mitarbeitern entstehen. NanoFocus begegnet diesem Risiko zum einen durch attraktive Arbeits- und Entgeltbedingungen und zum anderen durch kontinuierliche Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen.

Beschreibung möglicher Risikointerdependenzen

Kunden verstärken und verzögern oft ihre Investitionsausgaben oder versuchen, reaktiv auf veränderte Geschäftsumfelder oder Märkte, Bestellungen zu stornieren oder zu verschieben. Denkbar ist auch eine vollständige Aufgabe der Investitionsabsicht. Dies kann zu Umsatzrückgängen und damit verbundenen Liquiditätsproblemen bei NanoFocus führen. Durch erhöhte Vertriebstätigkeit, den Ausbau des Vertriebsnetzes, neue Kampagnen, innovative Produkte und neue Zielmärkte versucht der Vertrieb, potenziellen Umsatzeinbußen aktiv entgegenzuwirken.

Die verspätete Auslieferung von Pilotprojekten mit Großkunden sowie die Vorfinanzierung dieser Projekte können zu Liquiditätsengpässen führen.

Zur Stärkung der Liquidität hat der Vorstand bereits in der Vergangenheit umfangreiche Maßnahmen ergriffen und Möglichkeiten der Liquiditätsbeschaffung identifiziert, evaluiert und weiter vorbereitet.

Daneben wurde im Geschäftsjahr 2015 erneut ein umfangreiches Förderprojekt beantragt. Dieses wird im zweiten Quartal anlaufen und in den Folgejahren das Grundgeschäft weiter stabilisieren.

Bestandsgefährdende Risiken

Durch den in 2015 erzielten Verlust, die Finanzierung des gestiegenen Working Capitals und die kurz- bis mittelfristig fälligen Kaufpreisraten für den Erwerb der Breitmeier Messtechnik GmbH hat sich die Liquiditätssituation der NanoFocus AG verschärft. Eine Fortführung des Geschäfts ist unter Zugrundelegung der aktuellen Auftrags- und Umsatzplanung nur dann gewährleistet, wenn es der Gesellschaft gelingt, innerhalb der nächsten sechs Monate eine ausreichende Finanzierung sicherzustellen. Zu diesem Zweck plant die Gesellschaft die Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital. Alternativ wird die Begebung einer weiteren Wandelschuldverschreibung erwogen. Die erfolgreiche Durchführung einer dieser Maßnahmen und die weitgehende Erreichung der für 2016 gesteckten Umsatzziele wird als erforderlich, aber auch als ausreichend angesehen, um den Fortbestand der Gesellschaft für die kommenden zwölf Monate zu sichern. Der Vorstand geht aktuell davon aus, dass beide Finanzierungsmaßnahmen kurzfristig umgesetzt werden könnten und dass die Umsatzziele für 2016 erreicht werden. Vor diesem Hintergrund sieht der Vorstand eine Bestandsgefährdung des Unternehmens derzeit als nicht wahrscheinlich an.

Gesamtaussage zur Risikosituation der NanoFocus AG durch den Vorstand

Die Fixkostenstruktur hat sich aufgrund von strukturellen Maßnahmen zum Ausbau des Geschäftsbereichs Automotive und Semiconductor vergrößert und somit auch das Kostenrisiko erhöht. Das Working Capital ist durch die aktuelle Auftragslage gestiegen und wird auf Basis des für 2016 geplanten Geschäftsvolumens voraussichtlich weiter ansteigen. Das volatile Projektgeschäft im Bereich der produktionsnahen Anlagen bedingt unverändert eine breitere Working-Capital-Basis durch höhere Umsatzvolumina, längere Projektabwicklungszeiten und bei Pilotprojekten auch längere Zahlungsziele. Risikomindernd wirkte sich auch die in 2015 fortgesetzte Stabilisierung des Standard- und Laborgeschäfts aus.

Gestiegen ist gegenüber dem Vorjahr vor allem das Liquiditätsrisiko. Bestandsgefährdende Risiken werden unter der Voraussetzung der Durchführung weiterer vorbereiteter Finanzierungsmöglichkeiten sowie der weitgehenden Erreichung der gesteckten Umsatzziele derzeit nicht gesehen. Es bestehen allerdings die Risiken im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit. Sollten beispielsweise die angebahnten Geschäfte nicht wie erwartet eintreten, wird dies den finanziellen Handlungsspielraum der Gesellschaft entsprechend einschränken.

Chancenbericht

Technologische Marktführung

NanoFocus ist in einem Zukunftsmarkt mit großem Potenzial und überproportionalem Wachstum gut positioniert und technologisch führend. Bei der berührungslosen 3D-Oberflächenanalyse zählt das Unternehmen zu den innovativsten Ausrüstern weltweit. Es gibt durch die technologische Komplexität hohe Markteintrittsbarrieren für andere Unternehmen. Neue Produkte bzw. Produktfamilien, die intern in Entwicklung sind, bestätigen die technische Führungsrolle im Bereich konfokaler und berührungsloser industrieller Messtechnik. Es wurden zahlreiche innovative Produkte entwickelt, die in den kommenden Jahren marktreif werden.

Großer Kundenstamm und umfangreiches Partnernetzwerk

Durch ca. 900 verkaufte Systeme und eine Marktpräsenz von über 20 Jahren ist ein stabiler und großer Kundenstamm entstanden. Im Laufe der Zeit hat sich zudem ein umfangreiches Partnernetzwerk mit führenden Institutionen, Verbänden und Experten aus Forschung und Industrie entwickelt. Durch die Nutzung der guten Netzwerkmöglichkeiten mit Industrie und Forschungsinstituten wird der Wissenstransfer in das Unternehmen überproportional erhöht.

Gutes Markenimage - hohes Vertrauen

Die Aufnahme der Aktienkursnotierung im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse im Jahr 2005, Präsentationen im In- und Ausland sowie Messeteilnahmen haben den Bekanntheitsgrad des Unternehmens stetig gesteigert. Die NanoFocus AG verfügt über ein außerordentlich innovatives Markenimage. Die Chancen auf Verkäufe und Geschäftsanbahnungen ohne direkte Vertriebsaktivitäten sind damit vorhanden. Hierdurch kann das Grundgeschäft für NanoFocus stabilisiert werden.

Große Branchenstreuung - indirekter Vertrieb/ Nischenmärkte

Durch die fragmentierten Absatz- und Beschaffungsmärkte kann NanoFocus mit branchenerfahrenen Partnern eine Vielzahl von Nischenmärkten und Spezialbranchen besetzen. Dieser Marktzugang ist für größere Anbieter wenig zugänglich und finanziell nicht attraktiv. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten können diese Nischen für NanoFocus umsatzstabilisierend und existenzsichernd sein.

Finanzierungsmöglichkeiten durch Listing der Aktie

Durch die Einbeziehung in den Börsenhandel wurden die Voraussetzungen für weitere Finanzierungsmöglichkeiten geschaffen. NanoFocus hat dadurch die Chance auf eine bankenunabhängige Eigenkapitalfinanzierung.

Zudem kann die eigene Aktie als Zahlungsmittel für etwaige Unternehmenserwerbe eingesetzt werden. Damit besteht eine Option auf anorganisches Wachstum.

Leistungssteigerung durch Nanotechnologie

Der Trend zur Miniaturisierung ist mittlerweile industriell motiviert. Industrielle Wertsteigerungen finden zunehmend in mikro- und nanoskaligen Messbereichen in der Produktion und der Entwicklung neuer Produkte statt.

Nutzung der Trendmärkte

Die Großindustrie hat die Zielmärkte von NanoFocus als Schlüssel für die Effizienz- und Leistungssteigerung identifiziert. Dadurch bestehen gute Möglichkeiten, mit namhaften internationalen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Hinzu kommt, dass die internationale Förderlandschaft für Nanotechnologie und Optoelektronik mit den Wachstumsthemen Photonik, Cleantech/Effizienz, (Leistungs-) Halbleitertechnik und Medizintechnik hervorragend ist und kurz- bis mittelfristig weiter genutzt werden kann.

100-%-Qualitätsbewusstsein in der produzierenden Industrie

Die Trends zur Miniaturisierung, zu mehr Hightech-Entwicklungen und zur vollständigen Qualitätskontrolle sind gute Voraussetzungen, um NanoFocus-Produkte international zu verkaufen. Ebenfalls begünstigend wirken sich die stark gestiegenen Produktionsansprüche in der Ein- und Ausgangskontrolle aus. Die von NanoFocus entwickelten Technologien sind mittlerweile auf breiter industrieller Ebene relevant und bilden sich in der aktuellen Vertriebsstrategie ab.

Förderliche gesetzliche Rahmenbedingungen

Das zunehmende internationale Sicherheitsbewusstsein und die damit einhergehenden gesetzlichen Verschärfungen schaffen ideale wirtschaftliche Grundvoraussetzungen für einen überproportionalen Geräteabsatz im Bereich der "Fingerprint/Public-Safety"-Technologien. Innovative Förderschwerpunkte sind zunehmend im Bereich der Photonik und (Leistungs-)Halbleiter zu finden. Die steigenden Ansprüche an optische 3D-Technologien und funktionale Oberflächen kommen NanoFocus zugute.

 

Oberhausen, den 19. April 2016

NanoFocus AG

Der Vorstand

Jürgen Valentin

Marcus Grigat

Joachim Sorg

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2015 nicht zufrieden. Umsatz und Ergebnis der Nanofocus AG sind 2015 hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Gründe hierfür lagen in den Auswirkungen des Abgas-Skandals bei VW sowie in der verschobenen Abnahme einer Pilotanlage im Halbleiterbereich. Beide Projektverschiebungen stellen jedoch nach Auffassung des Aufsichtsrates den eingeschlagenen Weg der NanoFocus AG nicht infrage. Der Auftragseingang des Unternehmens lag zum Jahresende auf Rekordniveau und wir sehen Chancen, die verschobenen Umsatzpotenziale in 2016 zu realisieren. Positiv zu bewerten ist der große Erfolg der Business Unit Standard/Labor, die sich in 2015 über Plan entwickelt hat.

Die NanoFocus AG hat Ende 2015 in ein profitables Tochterunternehmen investiert und mit der Akquisition der Breitmeier Messtechnik GmbH (BMT) erfolgreich begonnen, Synergiepotenziale zu erschließen. Die Akquisition von BMT wurde ausführlich mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Aus Sicht des Aufsichtsrates stellt BMT eine technologische und strategische Ergänzung für die NanoFocus AG dar, die dem Unternehmen wichtige neue Umsatzchancen erschließt.

Kommunikation mit dem Vorstand

In 2015 fanden neun Sitzungen statt, auf denen sich der Aufsichtsrat ein umfassendes Bild von der Lage des Unternehmens machen konnte. Wir wurden vom Vorstand zu allen Fragen der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung informiert. Neben den turnusmäßigen Sitzungen hielten wir regelmäßigen Kontakt zu den Mitgliedern des Vorstandes, um aktuelle und strategische Unternehmensentwicklungen zu erörtern.

Medizintechnologie und alternative Antriebe

Zusätzlich zu den Schwerpunkten Automotive und Semiconductor sieht der Aufsichtsrat lukrative Perspektiven in der Medizintechnologie. Auch auf den Gebieten der Elektromobilität und der Brennstoffzellen gibt es nach unserer Einschätzung gute Chancen, das Know-how und Entwicklungspotenzial der NanoFocus AG gewinnbringend einzusetzen.

Neuer Firmensitz

Der Aufsichtsrat begrüßt den Umzug des Unternehmens in das neue, von NanoFocus konzipierte Firmengebäude. Der Umzug wurde nach detaillierter Planung von der NanoFocus AG effizient durchgeführt. Der neue Firmensitz ermöglicht deutlich verbesserte Produktions- und Kommunikationsabläufe. Das verwirklichte Raumkonzept ist identitätsstiftend, repräsentativ und kundenfreundlich.

Stärkung der Ertragskraft und Umsetzung der Strategie

Der Aufsichtsrat sieht es als eine seiner wichtigsten Kontrollfunktionen an, im Sinne der Anteilseigner auf eine solide Ertragskraft und positive Gewinnlage einzuwirken. Hier besteht aus Sicht des Aufsichtsrates noch erhebliches Potenzial, sowohl durch eine konsequente Skalierung der vorhandenen Umsatz- und Ertragsquellen als auch durch eine Optimierung der Fixkostenstruktur seitens des Unternehmens. Primäres Ziel muss ein organisches und nachhaltiges Wachstum bei vertretbaren Risiken sein.

Einstimmige Feststellung des Jahresabschlusses

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vorgelegt. Der den Prüfungsbericht unterschreibende Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat alle Auskünfte erteilt und Fragen eingehend beantwortet. Einwendungen gegen den Jahresabschluss oder das Ergebnis der Prüfung hat der Aufsichtsrat nicht erhoben. In der Sitzung vom 11.05.2016 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss einstimmig gebilligt. Der Jahresabschluss wurde damit einstimmig gemäß § 172 AktG festgestellt.

Ausblick und Dank

Der Geschäftsabschluss des Jahres 2015 macht deutlich, dass noch große Aufgaben vor der NanoFocus AG liegen. Wir sehen aber sehr gute Chancen, die Herausforderungen zu meistern.

Der Aufsichtsrat möchte dem Vorstand, dem Fachbeirat und dem gesamten Team bei NanoFocus für das große Engagement und die geleistete Arbeit in 2015 danken.

»Primäres Ziel der NanoFocus AG muss ein organisches und nachhaltiges Wachstum bei vertretbaren Risiken sein.«

 

Dr. Hans Hermann Schreier, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Finanzinformationen 2015

Bilanz

Aktiva

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31.12.2015 Veränderung 31.12.2014
EUR % absolut EUR
A. Anlagevermögen 9.004.697     4.820.729
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen 417.229 12,06 44.909 372.320
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1 -100,00 -348.945 348.946
3. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 1.780.505 18,96 283.832 1.496.673
  2.197.735     2.217.939
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 200.846 -18,12 -44.448 245.294
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 187.164 -19,22 -44.537 231.701
  388.010     476.995
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.618.951 164,32 3.493.156 2.125.795
2. Sonstige Ausleihungen 800.000 k. A. 800.000 0
  6.418.951     2.125.795
B. Umlaufvermögen 9.330.789     8.231.766
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.177.965 15,02 284.412 1.893.553
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 583.003 66,74 233.347 349.656
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 752.362 -23,78 -234.709 987.071
4. Geleistete Anzahlungen für Vorräte 5.379 k. A. 5.379 0
  3.518.709     3.230.280
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände*        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.553.156 17,25 375.596 2.177.560
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.517.633 29,19 568.881 1.948.752
3. Sonstige Vermögensgegenstände 117.760 8,22 8.945 108.815
  5.188.549     4.235.127
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 623.531 -18,64 -142.828 766.359
C. Rechnungsabgrenzungsposten 129.238 -11,57 -16.906 146.144
D. Aktive latente Steuern 898.632 -18,20 -200.000 1.098.632
  19.363.356 35,43 5.066.084 14.297.272

Passiva

       
  31.12.2015 Veränderung 31.12.2014
  EUR % absolut EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital 4.200.000 40,00 1.200.000 3.000.000
II. Kapitalrücklage 8.603.450 40,04 2.460.000 6.143.450
III. Gewinnrücklagen 1.165.000 0,00 0 1.165.000
IV. Verlustvortrag -1.076.241 -38,88 684.501 -1.760.742
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -1.604.593 -334,42 -2.289.094 684.501
  11.287.616     9.232.209
B. Rückstellungen        
1. Steuerrückstellungen 156.099 0,00 0 156.099
2. Sonstige Rückstellungen 1.197.366 159,49 735.927 461.439
  1.353.465     617.538
C. Verbindlichkeiten        
1. Anleihen konvertibel 1.350.000 0,00 0 1.350.000
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 692.798 26,70 145.984 546.814
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 75.755 k. A. -9.691 85.446
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.750.369 20,36 296.147 1.454.222
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.900 0,00 0 11.900
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.134.593 370,18 1.680.599 453.994
  6.015.415     3.902.376
D. Rechnungsabgrenzungsposten 71.708 99,70 35.801 35.907
E. Passive latente Steuern 635.152 24,72 125.909 509.243
  19.363.356 35,43 5.066.084 14.297.272

* Der Ausweis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dahingehend geändert, dass Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausschließlich in Position II.2 erfasst sind.

Gewinn- und Verlustrechnung

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31.12.2015 Veränderung 31.12.2014
EUR % absolut EUR
1. Umsatzerlöse 10.798.807 -3,8 -421.992 11.220.799
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.362 -98,3 77.615 -78.977
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 741.883 -0,3 -2.047 743.930
4. Sonstige betriebliche Erträge 333.297 51,1 112.773 220.524
5. Materialaufwand 3.942.977 17,2 579.125 3.363.852
davon a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.845.653 22,4 704.638 3.141.015
davon b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 97.325 -56,3 -125.511 222.836
6. Personalaufwand 5.146.924 0,8 40.921 5.106.003
davon a) Löhne und Gehälter 4.375.611 1,0 43.470 4.332.141
davon b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 771.313 -0,3 -2.549 773.862
7. Abschreibungen 1.134.238 54,3 399.286 734.952
davon a) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 801.065 9,0 66.113 734.952
davon b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 333.172 k. A. 333.172 0
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.766.179 9,1 230.697 2.535.482
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.047 22,7 4.079 17.968
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 182.133 12,2 19.811 162.322
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.277.780 k. A. -1.499.413 221.633
12. Außerordentlicher Ertrag/außerordentliches Ergebnis 0 k. A. -1.026.512 1.026.512*
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -325.909 k. A. 237.069 -562.978
14. Sonstige Steuern -904 k. A. -238 -666
15. Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.604.593 k. A. -2.289.094 684.501

* außerordentlicher Ertrag durch die Ausgliederung des Bereichs Hautsensorik an das 100-%-Tochteruntemehmen mikroskin GmbH

Kapitalflussrechnung

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30.12.2015
TEUR
Veränderung absolut 30.12.2014*TEUR
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 766 470 296
Periodenergebnis -1.605 -2.290 685
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 801 66 735
Abschreibungen auf Umlaufvermögen 333 333 0
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 19 -81 100
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 4 -22 26
Zinsaufwendungen/Zinserträge 161 17 144
Aufwendungen/Erträge aus außerordentlichen Posten 0 1.027 -1.027
Ertragsteueraufwand/-ertrag 326 -237 563
Cashflow aus Umsatztätigkeit 39 -1.187 1.226
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -1.572 -99 -1.473
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 198 -444 642
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.335 -1.730 395
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -928 235 -1.163
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagevermögen 0 -18 18
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -89 91 -180
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.813 -1.788 -25
Erhaltene Zinsen 20 9 11
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.810 -1.471 -1.339
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 3.660 3.660 0
Einzahlung aus Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 -1.350 1.350
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -333 -8 -325
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 325 -151 476
Gezahlte Zinsen -128 -41 -87
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.524 2.110 1.414
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -621 -1.091 470
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 145 -621 766

* Die Kapitalflussrechnung wird 2015 erstmals nach DRS 21 aufgestellt. Somit wurden die Vergleichszahlen aus 2014 nach DRS 21 angepasst und differieren daher mit der Darstellung im Lagebericht 2014.

Vermögenslage, Kapital

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31.12.2015 Veränderung 31.12.2014
EUR % absolut EUR
Vermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.197.735 -0,9 -20.204 2.217.939
Sachanlagen 388.010 -18,7 -88.985 476.995
Finanzanlagen 6.418.951 202,0 4.293.156 2.125.795
Anlagevermögen 9.004.697 86,8 4.183.968 4.820.729
Vorräte 3.518.708 8,9 288.428 3.230.280
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.188.549 22,5 953.422 4.235.127
Liquide Mittel 623.531 -18,6 -142.828 766.359
Rechnungsabgrenzungsposten 129.238 -11,6 -16.906 146.144
Aktive latente Steuern 898.632 -18,2 -200.000 1.098.632
Umlaufvermögen* 9.330.789 13,4 1.099.023 8.231.766
Bilanzsumme 19.363.356 35,4 5.066.084 14.297.272
Kapital        
Gezeichnetes Kapital 4.200.000 40,0 1.200.000 3.000.000
Kapitalrücklage 8.603.450 40,0 2.460.000 6.143.450
Gewinnrücklagen 1.165.000 0,0 0 1.165.000
Verlustvortrag -1.076.241 -38,9 684.501 -1.760.742
Periodenergebnis -1.604.593 k. A. -2.289.094 684.501
Eigenkapital 11.287.616 22,3 2.055.407 9.232.209
Rückstellungen 1.353.465 119,2 735.927 617.538
Verbindlichkeiten 6.015.415 54,1 2.113.039 3.902.376
Rechnungsabgrenzungsposten 71.708 99,7 35.801 35.907
Passive latente Steuern 635.152 24,7 125.909 509.243
Fremdkapital 8.075.740 59,4 3.010.677 5.065.063
Bilanzsumme 19.363.356 35,4 5.066.084 14.297.272

* Umlaufvermögen (ohne RAP und ohne Steuern)

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Gewinnrücklagen
EUR
Bilanzverlust
EUR
Eigenkapital
EUR
Eigenkapital per 01.01.2015 3.000.000 6.143.450 1.165.000 -1.076.241 9.232.209
Kapitalerhöhung gemäß Beschluss vom 22.04.2015 300.000 660.000     960.000
Kapitalerhöhung gemäß Beschluss vom 23.09.2015 900.000 1.800.000     2.700.000
Jahresergebnis       -1.604.593 -1.604.593
Eigenkapital per 31.12.2015 4.200.000 8.603.450 1.165.000 -2.680.834 11.287.616

Anhang

Allgemeines

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

NanoFocus ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

NanoFocus unterliegt als Gesellschaft, die im Entry Standard als Teilbereich des Freiverkehrs an der Frankfurter Wertpapierbörse in den Handel einbezogen ist, nicht den Angabepflichten für börsennotierte Gesellschaften. NanoFocus hat den Anhang um verschiedene freiwillige Angaben ergänzt, die nur für börsennotierte Gesellschaften verpflichtend sind, um die Transparenz zu erhöhen. Des Weiteren veröffentlicht NanoFocus auf freiwilliger Basis eine Corporate-Governance-Erklärung (Homepage) und die individuellen Vorstandsgehälter.

Für den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 ist das Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB für große Kapitalgesellschaften zugrunde gelegt worden.

Aufgrund elektronischer Rechenhilfen können sich bei den Angaben in TEUR Rundungsdifferenzen ergeben. EUR-Beträge werden gerundet ohne Nachkommastellen angegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Soweit bei der Herstellung zur betriebsbereiten Nutzung wesentliche interne Aufwendungen anfallen, werden diese zu Standardkostensätzen als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents, ergibt. Individuell für Zwecke von NanoFocus erstellte Software, ERP-Software sowie umfangreiche Steuerungssoftware wird entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Die im Zusammenhang mit dem von der Siemens Electronics Assembly Systems GmbH & Co. KG übernommenen SISCAN-Geschäftszweig aktivierten Schutzrechte und Softwareprogramme werden über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Der Abschreibungsdauer des Firmenwertes liegt ein Lebenszyklus der im Rahmen der Verschmelzung mit der OM Engineering GmbH in 2001 erworbenen Technologie von 20 Jahren zugrunde. Anhaltspunkt hierfür sind auch die Mindestlaufzeiten der zugehörigen Patente. Aus Vorsichtsgründen wurde ein Abschlag von fünf Jahren vorgenommen und dem Firmenwert eine planmäßige Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Forschungskosten werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst. Auf bestimmte Projekte entfallende Entwicklungskosten werden als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert, wenn sicher ist, dass die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes technisch realisierbar ist und aus der Vermarktung zukünftige Überschüsse entstehen. Werden die Entwicklungsprojekte durch öffentliche Zuschüsse gefördert, so werden die vereinnahmten Zuschüsse erfolgsneutral als Anschaffungskostenminderung erfasst. Die aktivierten Entwicklungskosten werden über den Zeitraum abgeschrieben, in dem zukünftige Erlöse aus dem zugehörigen Entwicklungsprojekt erwartet werden. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase. Dies ist der Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Da eine Aktivierung der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände in der Steuerbilanz unzulässig ist, entsteht gegenüber der Handelsbilanz eine temporäre Differenz, die sich innerhalb der geschätzten Nutzungsdauer auflösen wird. Auf diese Differenz werden passive latente Steuern abgegrenzt. Im Geschäftsjahr 2015 fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt 1.985 TEUR an. Hiervon wurde ein Betrag von 465 TEUR unter den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden die direkt zurechenbaren Kosten einbezogen. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen vier bis acht Jahre, bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Geringwertige Anlagegüter zwischen 150 und 1.000 EUR werden in einem Sammelkonto zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis 150 EUR werden im Jahr ihres Zugangs in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden zwei Messsysteme mit einem Buchwert von 44 TEUR, die für die Entwicklungsarbeit und für Demonstrationszwecke benötigt werden, aus den Fertigerzeugnissen in das Anlagevermögen (technische Anlagen und Maschinen) umgebucht. Die Messsysteme werden unter Berücksichtigung des jeweiligen Herstellungsdatums über eine Nutzungsdauer von acht Jahren abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verfügt über Patente zur sog. Phasenmikroskopie, mit deren Hilfe die Grenzen des Lichts egalisiert werden können. Die mikroskin GmbH umfasst den in 2014 ausgegliederten Bereich Hautsensorik. Durch die Übernahme der Breitmeier Messtechnik GmbH im Geschäftsjahr 2015 wurden 3.493 TEUR als Anschaffungskosten in den Finanzanlagen unter Anteile an verbundenen Unternehmen aktiviert. Die Breitmeier Messtechnik GmbH beliefert Hersteller und Zulieferer aus dem Nutzfahrzeugbereich mit automatisierten Inspektionssystemen und wird das Kunden- und Produktportfolio der NanoFocus AG erweitern.

Zur Absicherung eines von einem Kreditinstitut begebenen Avals hat die NanoFocus AG insgesamt 800 TEUR in Form eines verzinslichen Festgelds mit einer Fristigkeit zwischen 2017 und 2019 angelegt. Der Betrag wird innerhalb der Finanzanlagen unter den sonstigen Ausleihungen mit seinem Nominalwert ausgewiesen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden alle direkt zurechenbaren Kosten sowie die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Abschläge werden auf Vorräte in Abhängigkeit von ihrer Umschlagshäufigkeit sowie technischen Verwertbarkeit vorgenommen.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung der Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Bei den latenten Steuern wird gemäß § 274 HGB eine Abgrenzung für die voraussichtlichen zukünftigen Steuerbelastungen und Steuerentlastungen aufgrund handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede gebildet. Latente Steuerschulden werden auf alle zukünftig zu versteuernden temporären Differenzen gebildet. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede und nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass das zu versteuernde Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert bzw. erhöht, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch voraussichtlich verwendet werden kann. Latente Steueransprüche werden somit nur in dem Umfang angesetzt, in dem die Realisierung des zukünftigen wirtschaftlichen Vorteils wahrscheinlich ist. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nicht miteinander saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen im Hinblick auf ihren Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 (2) HGB mit dem ihrer jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst und zum Barwert ausgewiesen.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenmittelkassakurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden in Fremdwährung erfasste Vermögenswerte höchstens mit ihren Anschaffungskosten angesetzt; nicht realisierte Gewinne werden bei langfristigen Fremdwährungsposten nicht erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagenspiegel zum 31.12.2015

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Anschaffungskosten
Stand: 01.01.2015
EUR
Umbuchungen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand: 31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 1.796.019 0 465.166 0 2.261.185
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/ Software 1.359.632 0 137.379 0 1.497.011
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.234.190 0 0 0 5.234.190
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 8.389.841 0 602.545 0 8.992.386
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 769.006 0 43.959 0 812.965
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.220.294 0 45.373 0 1.265.667
Summe Sachanlagen 1.989.300 0 89.332 0 2.078.632
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.125.795 0 3.493.156 0 5.618.951
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 800.000 0 800.000
Summe Finanzanlagen 2.125.795 0 4.293.156 0 6.418.951
Gesamt 12.504.936 0 4.985.033 0 17.489.969
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Abschreibungen
AfA-Stand: 01.01.2015
EUR
Umbuchungen
EUR
Zuführung
EUR
Abgänge
EUR
Stand: 31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 299.346 0 181.333 0 480.679
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/ Software 987.312 0 92.470 0 1.079.782
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.885.244 0 348.945 0 5.234.189
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.171.902 0 622.749 0 6.794.651
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 523.712 0 88.407 0 612.119
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 988.593 0 89.910 0 1.078.503
Summe Sachanlagen 1.512.305 0 178.317 0 1.690.622
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 0 0 0 0 0
Gesamt 7.684.207 0 801.065 0 8.485.273
scroll
Buchwert
Stand: 31.12.2015
EUR
Stand: 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 1.780.505 1.496.673
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/ Software 417.229 372.320
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1 348.946
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.197.735 2.217.939
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 200.846 245.294
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 187.164 231.701
Summe Sachanlagen 388.010 476.995
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.618.951 2.125.795
2. Sonstige Ausleihungen 800.000 0
Summe Finanzanlagen 6.418.951 2.125.795
Gesamt 9.004.697 4.820.729

2. Forderungen und sonstigeVermögensgegenstände

In den Forderungen gegen die verbundenen Unternehmen NanoFocus Inc., NanoFocus Pte. Ltd. und Breitmeier Messtechnik GmbH sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.190 TEUR enthalten. Des Weiteren bestehen Forderungen gegen NanoFocus Inc. und NanoFocus Pte. Ltd. mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 328 TEUR (Darlehen inkl. Zinsen).

3. Latente Steuern

Der Bewertung der latenten Steuern liegen ein Körperschaftsteuersatz von 15,825% und ein Gewerbesteuersatz von 19,25% zugrunde.

Die aktiven und passiven latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

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2015
Temporäre Differenz Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Steuerlich nutzbare Verlustvorträge      
- Körperschaftsteuer 2.541 402  
- Gewerbesteuer 2.579 497  
Aktivierte Entwicklungskosten 1.781   635

Für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 4.788 TEUR und für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.285 TEUR wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

4. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 4.200.000 EUR und ist aufgegliedert in 4.200.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Gegenwert von umgerechnet je 1,00 EUR. Das gezeichnete Kapital hat sich im Geschäftsjahr infolge von zwei Kapitalerhöhungen durch Ausnutzung des genehmigten Kapitals wie folgt entwickelt:

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EUR Anzahl
Stand: 1. Januar 2015 3.000.000 3.000.000
Barkapitalerhöhung gemäß Beschluss vom 22.04.2015 +300.000 +300.000
Barkapitalerhöhung gemäß Beschluss vom 23.09.2015 +900.000 +900.000
Stand: 31. Dezember 2015 4.200.000 4.200.000

5. Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Aus der Aktivierung der Entwicklungskosten als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sowie der aktiven latenten Steuern ergibt sich, nach Abzug der passiven latenten Steuern in Höhe von 635 TEUR, ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von insgesamt 2.044 TEUR. Hiervon entfallen 1.145 TEUR auf selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände und 899 TEUR auf aktive latente Steuern.

6. Genehmigtes Kapital/Bedingtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 01.07.2015 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit der Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.06.2020 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.650.000 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015).

Die NanoFocus AG platzierte im Rahmen der am 22. April 2015 beschlossenen Kapitalerhöhung unter Bezugsrechtsausschluss insgesamt 300.000 neue Aktien zu einem Ausgabepreis von 3,20 EUR je Aktie. Das Grundkapital der NanoFocus AG erhöhte sich somit von bisher 3.000.000 EUR um 300.000 EUR auf 3.300.000 EUR. Die Kapitalerhöhung gegen Bareinlage hat 10% des Grundkapitals nicht überstiegen und der Ausgabebetrag hat den Börsenpreis zum Beschlusszeitpunkt nicht wesentlich unterschritten. Daher wurde entsprechend der von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung von der Möglichkeit des vereinfachten Bezugsrechtsausschlusses Gebrauch gemacht. Durch diese Kapitalmaßnahme floss der NanoFocus AG ein Bruttoemissionserlös von 960.000 EUR zu.

Zudem konnte mit der Zustimmung des Aufsichtsrates vom 23.09.2015 eine weitere Kapitalmaßnahme erfolgreich platziert werden. Die 900.000 ausgegebenen Stückaktien wurden zu einem Bezugspreis von 3,00 EUR pro neuer Aktie vollständig gezeichnet. Der Bruttoemissionserlös in Höhe von 2.700.000 EUR diente der Akquisition der Breitmeier Messtechnik GmbH. Im Zuge einer Nachfolgeregelung wurde das Unternehmen von der NanoFocus AG zu 100% übernommen. Durch die weitere Kapitalerhöhung stieg das Grundkapital der NanoFocus AG von 3.300.000 EUR um 900.000 EUR auf 4.200.000 EUR.

Das Genehmigte Kapital 2015 besteht nach dieser teilweisen Ausnutzung noch in Höhe von 750.000 EUR.

Im Februar 2014 hat die NanoFocus AG eine Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 1.350.000 EUR begeben. Die Wandelschuldverschreibung ist eingeteilt in 1.350 auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 1.000 EUR. Die Laufzeit der Teilschuldverschreibungen endet am 6. Februar 2019 (Endfälligkeitstermin). Die Teilschuldverschreibungen werden mit 5,0% p.a. verzinst. Sofern die Teilschuldverschreibungen nicht bis zum Endfälligkeitstermin zurückgezahlt, gewandelt, entwertet oder zurückerworben wurden, wird die NanoFocus AG diese am Endfälligkeitstermin zu 115% des Nennbetrags zurückzahlen. Das Wandlungsrecht für 300.000 Aktien kann bis zum Endfälligkeitstermin grundsätzlich jederzeit ausgeübt werden; der Wandlungspreis beläuft sich auf 4,50 EUR. Die Anzahl der Aktien und der Wandlungspreis können sich infolge der Regelungen zum Verwässerungsschutz künftig u. U. ändern.

Das Grundkapital ist gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juli 2015 um 1.225.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.225.000 neuen Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2015). Die Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Gläubiger von ihren Wandlungsrechten Gebrauch machen.

7. Kapitalrücklage

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EUR
Stand: 1. Januar 2015 6.143.450
Einstellung aufgrund Kapitalerhöhung durch Bareinlagen + 660.000
Einstellung aufgrund Kapitalerhöhung durch Bareinlagen + 1.800.000
Stand: 31. Dezember 2015 8.603.450

8. Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen sind gegenüber 2014 unverändert.

9. Sonstige Rückstellungen

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EUR
Urlaubsverpflichtungen 40.600
Ausstehende Rechnungen 25.963
Abschlussprüfungs- und Beratungskosten 28.400
Erfindervergütungen 2.208
Archivierungskosten 14.000
Gewährleistungen 69.500
Berufsgenossenschaft/ Schwerbehindertenabgabe 36.500
Bonuszahlungen 95.500
Provisionen 12.461
Variabler Kaufpreis SISCAN 120.030
Variabler Kaufpreis Breitmeier 675.309
Zinsen Wandelanleihe 76.895
Gesamt 1.197.366

10. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse, insbesondere Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen, sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten von Seiten der NanoFocus AG bestehen zum 31.12.2015 nicht.

11. Verbindlichkeitenspiegel

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Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
von bis zu einem Jahr
TEUR
zwischen einem und fünf Jahren
TEUR
von mehr als fünf Jahren
TEUR
gesamt
TEUR
1. Anleihen konvertibel 0 1.350 0 1.350
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 657 36 0 693
3. Erhaltene Anzahlungen 76 0 0 76
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.750 0 0 1.750
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12 0 0 12
6. Sonstige Verbindlichkeiten 329 1.805 0 2.134
Gesamt 2.824 3.191 0 6.015

12. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Stadtsparkasse Oberhausen

Kontokorrentverbindlichkeiten: 479 TEUR

Kontokorrentrahmen besteht in Höhe von 500 TEUR, abzüglich der Absicherung der Avale

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Nr. Darlehens-Nr. ursprünglicher Darlehensbetrag Verbindlichkeit zum Stichtag Zinssatz p. a. Tilgung Laufzeit
1. 6002650346 500.000 EUR 136.277 EUR 5,87 % monatlich seit 30.10.2007 10 Jahre bis 30.09.2017
2. 6002650353 895.000 EUR 243.937 EUR 5,87 % monatlich seit 30.10.2007 10 Jahre bis 30.09.2017
3. 6002009352 1.000.000 EUR 166.600 EUR 6,29 % vierteljährlich seit 30.03.2010 6 Jahre bis 30.12.2015

Sicherung für alle drei Darlehen:

1) Sicherungsübereignung des Warenlagers in Oberhausen

2) Abtretung von Außenständen der Kunden A-Z (Globalzession)

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinssätze der zwei Darlehen sind für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Zugunsten von NanoFocus gibt es zum 31.12.2015 für Mietdeponatverbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen Bankbürgschaften seitens verschiedener Kreditinstitute in einer Gesamthöhe von rund 200 TEUR, davon 100 TEUR besichert. Weiterhin besteht ein Kautionsversicherungsvertrag mit der R+V Versicherung zur Übernahme von Bürgschaften und Garantien, der mit 100 TEUR besichert ist.

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Business Units

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31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Standard/Labor 6.436 5.991
Semiconductor 2.465 1.933
OEM 1.033 1.418
Automotive 865 1.879
Gesamt 10.799 11.221

Aufgliederung nach Regionen

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31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Deutschland 5.236 5.991
Asien 2.155 1.933
Nord-/Südamerika 1.870 1.418
Europa (außer Deutschland) 1.538 1.879
Gesamt 10.799 11.221

2. Angabe der Prüfungshonorare und sonstiger Beratungsleistungen

Als Honorare für den Abschlussprüfer wurde im Geschäftsjahr 2015 für Prüfungsleistungen ein Betrag in Höhe von 27 TEUR und für sonstige Leistungen ein Betrag von 13 TEUR berücksichtigt, wobei ein Teilbetrag von 26 TEUR unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen wird. Honorare für Bestätigungsleistungen oder Steuerberatungsleistungen fielen seitens des Abschlussprüfers nicht an.

Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Vorstand

Jürgen Valentin, Vorstand Technologie (CTO) und Vorstandssprecher, Duisburg, Dipl.-Physiker

Marcus Grigat, Vorstand Operations (COO), Wesel, Dipl.-Ingenieur

Joachim Sorg, Vorstand Administration, Finanzen und Controlling (CFO), Kalbach, Bankfachwirt

Die Gesamtbezüge des Vorstandes belaufen sich im Berichtsjahr auf rund 515 TEUR; diese gliedern sich wie folgt auf:

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EUR
Jürgen Valentin 154.799
Marcus Grigat 170.178
Joachim Sorg 190.351

In den Gesamtbezügen des Vorstandes sind variable Vergütungen in Höhe von 84 TEUR und Sachbezüge in Höhe von insgesamt 50 TEUR enthalten.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich satzungsgemäß aus drei Mitgliedern zusammen:

Dr. Hans Hermann Schreier, Gründer und Vorstandsvorsitzender a. D., Oldenburg, Aufsichtsratsvorsitzender

Ralf Terheyden, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Bad Zwischenahn, stellvertretender Vorsitzender

Felix Krekel, Unternehmensberater u.a. im Bereich der Unternehmensfinanzierung tätig.

Ersatzmitglied

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf rund 45 TEUR.

2. Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat

Sonstige Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 31. Dezember 2015):

Aufsichtsrat

Dr. Hans Hermann Schreier (Aufsichtsratsvorsitzender)

Hans Hermann Schreier (*1946) ist Gründer und Vorstandsvorsitzender a. D. der NanoFocus AG. Hans Hermann Schreier hat sein berufliches Leben den technologieorientierten Unternehmungen TOU gewidmet. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in Innovationen umzusetzen und die wirtschaftliche Nutzung unternehmerisch zu gestalten waren Freude und Herausforderung zugleich. Als Geschäftsführer eines Technologie- und Gründerzentrums hat er technologieorientierte Unternehmer begleitend beraten.

Seit der Gründung des Hightech-Unternehmens NanoFocus im Jahr 1994 bis zum Jahr 2009 war er Vorstandsvorsitzender der börsengelisteten Gesellschaft. Seit dem 01.01.2010 ist Hans Hermann Schreier als Senior Advisor für ausgewählte strategische Projekte der Adrem Consulting GmbH verantwortlich und war auch seit dieser Zeit beratend für die Gesellschaft tätig.

Seit dem 11.07.2012 steht Herr Dr. Hans Hermann Schreier, nach einer zweijährigen Cooling-off-Phase gemäß ARUG/ Corporate Governance, dem Aufsichtsrat der NanoFocus AG vor.

Ralf Terheyden (stellvertretender Vorsitzender)

Ralf Terheyden (*1965) studierte BWL an der Universität in Göttingen. Als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei einer der großen weltweit tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften konnte er eine fundierte Berufspraxis legen, um danach einen Schwerpunkt im Bereich Corporate Finance zu intensivieren. Von 1997 bis 1999 standen daher Sanierungs- und Beratungsaufgaben im Bereich M&A im Vordergrund. Im Jahr 2000 wechselte er zu einer großen mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und leitete den Bereich Unternehmensfinanzierung. Eine renommierte Prüfungsgesellschaft in London war die nächste Station in der Vita.

Seit Mai 2003 ist Herr Terheyden als Wirtschaftsprüfer, Diplom-Kaufmann und Steuerberater selbstständig als Gesellschafter und Geschäftsführer, seit September 2004 in eigener Gesellschaft. Im März 2007 eröffnete Herr Terheyden ein zweites Büro.

Herr Terheyden unterstützt die Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg e. V. Seit dem Jahr 2007 ist er im Aufsichtsrat der NanoFocus AG und stand diesem zwischen 2007 und 2012 vor.

Felix Krekel

Felix J. Krekel (*1967) gehört seit dem 28.06.2007 dem Aufsichtsrat der NanoFocus AG an und ist als Unternehmensberater, u.a. im Bereich der Unternehmensfinanzierung tätig. Im Juni 2012 war er in die Geschäftsführung der Hanseatische Immobilien Treuhand GmbH + Co. eingetreten für die er rund dreieinhalb Jahre tätig war, zuletzt als Vorsitzender der Geschäftsführung. Zuvor gehörte er fünf Jahre dem Vorstand der seinerzeit im Entry Standard gelisteten DESIGN Bau AG an, die er zeitweise als Alleinvorstand führte. In der CD Deutsche Eigenheim AG, einem Joint Venture mit der börsennotierten conwert Immobilien Invest SE, übte er darüber hinaus für mehrere Jahre die Funktion des Vorstandsvorsitzenden aus. Aus seiner 10-jährigen Tätigkeit für HSBC Trinkaus bringt er umfangreiche Kapitalmarktkenntnisse und Kontakte für NanoFocus ein. Herr Krekel ist Bankkaufmann, Diplom-Kaufmann und Certified International Investment Analyst (CIIA).

Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren während der letzten fünf Jahre weder Mitglied eines Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsratsorgans noch Partner eines Unternehmens oder einer Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind unter der Geschäftsanschrift der Gesellschaft: Max-Planck-Ring 48, 46049 Oberhausen, erreichbar.

Die Gesellschaft hat den Mitgliedern des Aufsichtsrates derzeit weder Darlehen gewährt noch Bürgschaften oder Gewährleistungen für sie übernommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind und waren nicht an Geschäften außerhalb der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft während des laufenden und des vorhergehenden Geschäftsjahres oder an derartigen Geschäften, die noch nicht endgültig abgeschlossen sind, in weiter zurückliegenden Geschäftsjahren beteiligt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden neun turnusmäßige Sitzungen durchgeführt.

3. Arbeitnehmer

Im Durchschnitt* wurden (entsprechend der Größenmerkmale des Unternehmens nach § 267 HGB) folgende Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

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2015 2014
Angestellte in Vollzeit 73 71
Angestellte in Teilzeit 6 6
Gesamt 79 77

* Zur Durchschnittsermittlung wurden die jeweiligen Quartalsendbestände herangezogen.

Die NanoFocus AG beschäftigte außerdem durchschnittlich drei Praktikanten/Diplomanden in 2015 (2014: drei).

4. Anteilsbesitz

Zum 31. Dezember 2015 war die Gesellschaft an den folgenden Unternehmen mit mindestens 20% beteiligt:

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Firma Sitz Beteiligungsart Eigenkapital 31.12.2015 Anteile am Kapital
%
Jahresergebnis 2015
NanoFocus Materialtechnik GmbH Oldenburg Stammanteile 17 TEUR 100 1 TEUR
NanoFocus Inc. Glen Allen/Virginia Stammanteile -204 TUSD 100 147 TUSD
NanoFocus Pte. Ltd. Singapur Stammanteile -92 TSGD* 100 -12 TSGD*
mikroskin GmbH Oberhausen Stammanteile 1.934 TEUR 100 -38 TEUR
Breitmeier Messtechnik GmbH Ettlingen Stammanteile 367 TEUR 100 267 TEUR

* Werte zum 31.12.2014, da der Jahresabschluss zum 31.12.2015 noch nicht aufgestellt worden ist.

Die NanoFocus Materialtechnik GmbH verwaltet ausschließlich Schutzrechte, die NanoFocus, Inc. und die NanoFocus Pte. Ltd. sind Vertriebsniederlassungen. Die mikroskin GmbH ist zuständig für die Entwicklung, Produktion und für den Vertrieb von Mess- und Auswerteverfahren zur Unterstützung der Erbringung von medizinischen und kosmetischen Leistungen im Hautbereich. Die in 2015 erworbene Breitmeier Messtechnik GmbH beliefert Hersteller und Zulieferer aus dem Nutzfahrzeugbereich mit automatisierten Inspektionssystemen und wird das Kunden- und Produktportfolio der NanoFocus AG erweitern.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen - für das Geschäftsjahr 2016 544
- für die Geschäftsjahre 2017 bis 2020 1.825
- für die Geschäftsjahre ab 2021 3.732
Gesamt 6.101

Ferner bestehen Verpflichtungen aus der Übernahme des SISCAN-Geschäftsbereichs dahingehend, dass für die Geschäftsjahre 2014 bis 2017 weitere variable Kaufpreisraten zu zahlen sein werden, die sich in Relation zu den zukünftig mit den SISCAN-Produkten erzielten Umsatzerlösen ermitteln.

6. Entsprechenserklärung

NanoFocus ist im Entry Standard als ein Teilbereich des Open Market (Freiverkehr) in den Börsenhandel einbezogen. Somit liegt grundsätzlich keine Verpflichtung zur Abgabe einer Erklärung gemäß § 161 AktG vor. Bereits im Jahr 2006 wurde erstmals die Entsprechenserklärung gemäß Corporate Governance auf freiwilliger Basis abgegeben. Die freiwillige Unterwerfung soll zusätzliche Transparenz in die Unternehmenskommunikation bringen.

Vorstand und Aufsichtsrat der NanoFocus AG haben die Erklärung nach § 161 AktG zur Anwendung des Corporate Governance Kodex am 17.12.2015 erneuert und den Aktionären auf der Website www.nanofocus.de dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Oberhausen, den 18. April 2016

NanoFocus AG

Vorstand

Jürgen Valentin

Marcus Grigat

Joachim Sorg

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 sowie dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 der NanoFocus AG, Oberhausen, den folgenden Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers.

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NanoFocus AG, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durch zuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und dem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands zu bestandsgefährdenden Risiken im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt IV. "Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der Durchführung weiterer Kapital- bzw. Finanzierungsmaßnahmen und der weitgehenden Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele der Unternehmensplanung abhängig ist.

 

Köln, den 20. April 2016

Roever Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Graf von Kanitz, Wirtschaftsprüfer

Schulz-Danso, Wirtschaftsprüfer

Rechtliche und steuerliche Grundlagen

Firma

NanoFocus AG

Sitz

Oberhausen

Gegenstand des Unternehmens: Entwicklung, Erstellung und Vertrieb von optoelektronischen Messsystemen und Qualitätssicherungssystemen sowie die damit zusammenhängenden Mess-, Service- und Beratungsdienstleistungen.

Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb und zur Veräußerung von Grundstücken, zur Errichtung von Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen im In- und Ausland, zur Beteiligung an anderen Unternehmen gleicher oder verwandter Art und anderen Unternehmen sowie zum Abschluss von Interessensgemeinschaftsverträgen.

Handelsregister

Amtsgericht Duisburg, HR B 13864 Satzung

26. Oktober 2001, zuletzt geändert durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juli 2015. Geschäftsjahr

Kalenderjahr

Grundkapital

4.200.000,00 EUR

Es handelt sich um 4.200.000 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.

Genehmigtes Kapital: Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 30. Juni 2020 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.650.000,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren, das der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten Fällen ganz oder teilweise ausschließen kann. Das genehmigte Kapital 2015 bestand nach teilweiser Ausschöpfung zum 31. Dezember 2015 noch in Höhe von 750.000,00 EUR.

Bedingtes Kapital: Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 300.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 300.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von je 1,00 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012/1). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie (i) die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungsrechten oder Optionsscheinen, die gemäß den von der Gesellschaft oder von unter Leitung der Gesellschaft stehenden Konzernunternehmen bis zum 10. Juli 2017 ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen bestehen bzw. diesen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- und/oder Optionsrechten Gebrauch machen oder (ii) die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft bis zum 10. Juli 2017 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, in den Fällen (i) und (ii) jeweils soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um weitere 125.000. 00 EUR durch Ausgabe von bis zu 125.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von je 1,00 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber Aktienoptionen, die im Rahmen des Aktienoptionsplans 2012 in der Zeit bis zum 10. Juli 2017 ausgegeben werden, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um weitere 1.225.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.225.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von je 1,00 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2015). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungsrechten oder Aktienoptionen, die in der Zeit bis zum 30. Juni 2020 ausgegeben werden, von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.

Wandelschuldverschreibung

Die Gesellschaft hat im Februar 2014 eine Wandelschuldverschreibung in einem Gesamtnominalbetrag von 1.350.000,00 EUR begeben.

Die Wandelschuldverschreibung ist eingeteilt in 1.350 untereinander gleichrangige Teilschuldverschreibungen mit einem rechnerischen Nennbetrag von 1.000,00 EUR. Die Schuldverschreibung, deren Laufzeit am 6. Februar 2019 (Endfälligkeitstermin) endet, wird mit 5,0% p. a. verzinst.

Sofern die Teilschuldverschreibungen nicht bis zum Endfälligkeitstermin zurückgezahlt, gewandelt, entwertet oder zurückerworben wurden, wird die Gesellschaft diese am Endfälligkeitstermin zu 115% des Nominalbetrags zurückzahlen. Das Wandlungsrecht mit Anspruch auf insgesamt 300.000 Aktien bei einem Wandlungspreis von 4,50 EUR je Aktie kann bis zum Endfälligkeitstermin grundsätzlich jederzeit ausgeübt werden. Die Anzahl der Aktien und der Wandlungspreis unterliegt Regelungen zum Verwässerungsschutz und kann sich daher zukünftig noch ändern.

Eigene Aktien: Der Vorstand ist ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 10% des derzeitigen Grundkapitals oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorhandenen Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 10. Juli 2017. Erworbene eigene Aktien dürfen durch den Vorstand zum Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen oder zur Tilgung von Verbindlichkeiten verwendet werden. Ferner können sie mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Dritte veräußert oder zur Herabsetzung des Grundkapitals eingezogen werden.

Hauptversammlung

Auf der Hauptversammlung am 1. Juli 2015 wurde 1. der vom Vorstand aufgestellte, von der RBS Roever Broenner Susat Wirtschaftprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene und vom Aufsichtsrat gebilligte und damit festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 nebst Lagebericht und Bericht des Aufsichtsrats vorgelegt, 2. dem Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt, 3. die Roever Broenner Susat Mazars Wirtschaftprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 gewählt.

Größe der Gesellschaft: Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Vorstand

Jürgen Valentin, Duisburg, CTO, Vorstandssprecher

Marcus Grigat, Wesel, COO

Joachim Sorg, Kalbach, CFO

Die Vorstandsmitglieder sind gemeinschaftlich mit einem anderen Vorstand oder Prokuristen zur Vertretung der Gesellschaft befugt.

Prokura

Hildebrandt, Volker, Brüggen

Plehm, Birgit, Mülheim an der Ruhr

Die Prokuristen vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied.

Aufsichtsrat

Dr. Hans Hermann Schreier, Vorsitzender

Ralf Terheyden, stellvertretender Vorsitzender

Felix Krekel

Prof. Dr.-Ing. Stefan Altmeyer (Ersatzmitglied Aufsichtsrat, Fachbeirat)

Steuerliche Verhältnisse

Das Unternehmen wird beim Finanzamt Oberhausen-Nord unter der Steuernummer 123/5745/1778 geführt. Die Veranlagungen zur Körperschaftsteuer und zur Gewerbesteuer sind bis für das Jahr 2013 erfolgt.

Die letzte steuerliche Außenprüfung umfasste die Geschäftsjahre 2005 bis 2009.

Finanzkalender 2016

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16.03.2016 Family Office Technology Day Wien
27.04.2016 21. MKK - Münchner Kapitalmarkt Konferenz München
20.05.2016 Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2015 Oberhausen
29.06.2016 Hauptversammlung Oberhausen
31.08.2016 Veröffentlichung Halbjahresbericht 2016 Oberhausen
21.-23.11.2016 Eigenkapitalforum Frankfurt
07.12.2016 22. MKK - Münchner Kapitalmarkt Konferenz München

Kontakt/Impressum

NanoFocus AG | Max-Planck-Ring 48 | 46049 Oberhausen | Tel. +49 208 62000-0 | Fax +49 208 62000-99 info@nanofocus.de | www.nanofocus.de

Sitz der Gesellschaft: Oberhausen | Registergericht: Duisburg HRB 13864

Vorsitzender des Aufsichtsrates: Dr. Hans Hermann Schreier

Vorstand: Jürgen Valentin (Vorstandssprecher), Marcus Grigat, Joachim Sorg

Konzept/Text: Michael Schneiberg, schneiberg.de | Konzept/Design: Oliver Nicolay, nicolaygrafik.de

Fotografie: Mike Henning, Fotolia | Text/Redaktion: NanoFocus AG

Deutschland

Hauptsitz

NanoFocus AG

Max-Planck-Ring 48

46049 Oberhausen

Tel. +49 208 62000-0

Fax +49 208 62000-99

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Kundenzentrum Süd

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76131 Karlsruhe

Tel. +49 721 627733-0

Fax +49 721 627733-29

info@nanofocus.de

International

Niederlassung USA

NanoFocus, Inc.

1945 NE Baker St

McMinnville, OR 97128

Tel. +1 804 652 8970

Niederlassung Asien

NanoFocus Pte. Ltd.

5012, Ang Mo Kio Avenue 5,

05-06F, Techplace 2

Singapore 569876

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