NanoFocus AG

Oberhausen

Halbjahresbericht 2017 Konzern

Halbjahresbericht zum 30.06.2017

Aktie zum 30.06.2017

Kursverlauf und Analysteneinschätzung

Nach einem ruhigen Start in das Börsenjahr 2017 haben sich die Leitindizes im ersten Halbjahr deutlich positiv entwickelt. Der deutsche Leitindex DAX legte in den ersten sechs Monaten des Jahres um 7 % zu. Der Technologie-Index TecDax stieg sogar um 20,8 %.

Nach zwei schwierigen Jahren entwickelte sich die NanoFocus-Aktie im ersten Halbjahr 2017 sehr erfreulich. Ein starker Auftragseingang in den ersten Monaten und der Einstieg eines strategischen Investors aus der Industrie sorgten für Turnaround-Stimmung. In das Jahr 2017 startete die Aktie mit einem Kurs von 1,85 EUR. In den folgenden Monaten konnte sie deutlich zulegen und schloss am 30. Juni 2017 bei 2,91 EUR. Damit lag das Kursplus im Berichtszeitraum bei 57,3 %.

Kapitalerhöhung und strategischer Investor

Am 20. April 2017 hat die NanoFocus AG eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Unter teilweiser Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wurde das Grundkapital der Gesellschaft um 453.000 EUR auf 6.093.786 EUR erhöht. Gezeichnet wurden die neuen Aktien von der Carl Mahr Holding GmbH. Seitdem ist der neue strategische Investor mit rund 20 % an NanoFocus beteiligt. Die Mahr-Gruppe ist einer der weltweit führenden Komplettanbieter in der Fertigungsmesstechnik. Aus Sicht von NanoFocus ergeben sich mit der Mahr-Gruppe als weltweit tätigem Familienunternehmen mit mehr als 150 Jahren Erfahrung in der Messtechnik unterschiedlichste Anknüpfungspunkte für eine strategische Zusammenarbeit - insbesondere im Bereich Automotive. Details der Kooperation werden derzeit gemeinsam erarbeitet.

Investor Relations

Wir pflegen einen regelmäßigen Dialog mit dem Kapitalmarkt. Es ist im Interesse des Unternehmens, den Bekanntheitsgrad der NanoFocus AG weiter zu steigern, Kontakte zu pflegen und neue aufzubauen. Turnusmäßig werden daher Investorengespräche geführt. Am 26. April präsentierte sich die NanoFocus AG auf der 23. MKK in München. Im Jahresverlauf sind Teilnahmen an weiteren Konferenzen geplant.

Am 28. Juni 2017 fand die ordentliche Hauptversammlung der NanoFocus AG statt. Allen Tagesordnungspunkten wurde mit großer Mehrheit zugestimmt. Die anwesenden Aktionäre haben unter anderem einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Neu in das Gremium gewählt wurden die beiden Branchenexperten Stephan Gais, Vorsitzender der Geschäftsführung und Gesellschafter der Carl Mahr GmbH & Co. KG, und Hans Wörmcke, Gründungsgesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender der m-u-t AG. Ralf Terheyden, seit 2006 im Aufsichtsrat, und Prof. Dr. Ing. Stefan Altmeyer, seit 2007 stellvertretendes Aufsichtsratsmitglied, wurden wiedergewählt. Planmäßig aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind der langjährige Vorsitzende Dr. Hans Hermann Schreier und Felix Krekel. Unternehmensgründer Dr. Hans Hermann Schreier wurde von der Hauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

Der Vorstand der NanoFocus AG ging in seinem Bericht an die Hauptversammlung detailliert auf die schwierige Entwicklung im Jahr 2016 und den erstmals erstellten Konzernabschluss ein. Erzeigte sich zuversichtlich, dass die ergriffenen Kostensparmaßnahmen im laufenden Jahr greifen und der Turnaround gelingen wird.

Ausblick 2017

Unter Berücksichtigung des aktuellen Auftragsbestands und Auftragseingangs sowie der konjunkturellen Erwartungen und der aktuellen Geschäftsanbahnungen planen wir für das Geschäftsjahr 2017 unverändert eine Steigerung des Umsatzes auf über 13 Mio. EUR. Kernpunkte der Planung sind ein profitablerer Produkt-Mix, Kosteneinsparungen und der Wegfall von Einmaleffekten des Jahres 2016. Der Vorstand der NanoFocus AG erwartet nun mehr eine EBITDA-Marge von 8% und ein EBIT auf Break-Even-Niveau. Die EBIT-Marge reduziert sich aufgrund von nicht in der Ausgangsplanung berücksichtigten, planmäßigen Abschreibungen der Breitmeier Messtechnik GmbH und der mikroskin GmbH. Die bisherige Prognose lag für die EBITDA-Marge bei 10% und für die EBIT-Marge bei 5%.

Konzern-Lagebericht zum 30.06.2017

I. Grundlagen des Unternehmens und des Konzerns

Geschäftsmodell

Der NanoFocus-Konzern ist samt Tochtergesellschaften international als eines der technologisch führenden Unternehmen auf dem Gebiet der prozessnahen optischen und taktilen Oberflächenmesstechnik im Mikro- und Nanometerbereich tätig. Haupttätigkeiten des Unternehmens sind die Entwicklung, Fertigung sowie der weltweite Vertrieb von Geräten für die 3D-Oberflächenanalyse. NanoFocus-Geräte werden vor allem für die Qualitätssicherung eingesetzt und eignen sich für nahezu alle Industriebranchen. Durch ihre Technologie ermöglicht die NanoFocus AG Kunden und Partnerunternehmen die Herstellung innovativer Produkte und die Umsetzung effizienter Fertigungsverfahren. Die drei Hauptproduktlinien sind die Analysesysteme µsurf, µscan und µsprint. Daneben bietet die Gesellschaft ergänzende Dienstleistungen und die zum Betrieb notwendige Systemsoftware an.

Die NanoFocus AG bietet ihre Messlösungen und -systeme nicht nur konform zu nationalen und internationalen Standards an, sondern setzt das im Bereich der 3D-Messtechnik langjährig erworbene Expertenwissen auch in Normungsausschüssen ein. Durch diese zweigleisige Vorgehensweise wird eine hohe Qualität der Produkte und ein technologischer Fortschritt gegenüber dem Wettbewerb gewährleistet.

Der Hauptsitz der NanoFocus AG ist in Oberhausen. In Karlsruhe besteht eine weitere Betriebsstätte.

Die Gesellschaft hält jeweils hundertprozentige Kapitalbeteiligungen an den folgenden Tochterunternehmen:

Die Ende 2015 erworbene Breitmeier Messtechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen (nachfolgend "BMT" genannt) ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von optischen sowie taktilen Oberflächenmessgeräten. Hauptanwendungsfeld ist der Automobil- und Nutzfahrzeuge-Bereich. Die BMT beschäftigte zum 30. Juni 2017 neben einem Geschäftsführer zwölf Vollzeitkräfte, zwei Teilzeitkräfte und einen Praktikanten.

Zum 1. April hat die bisher nur mit Verwaltungsaufgaben und Grundlagen-IP-Management befasste 100-%-Tochter NanoFocus Materialtechnik GmbH einen neuen Geschäftsführer und eine neue operative, vertriebsorientierte Ausrichtung erhalten. Die neue Ausrichtung in Richtung Marktanalyse und schnelle Markterschließung von Trendthemen steuert das ehemalige Vorstandsmitglied für Technologie, Jürgen Valentin, als Geschäftsführer. Die Einheit wird als eigenes Profit-Center geführt. Im Zuge dessen fand eine Umfirmierung in die NanoFocus Analytics GmbH statt, die ihren Sitz in Duisburg hat.

Die mikroskin GmbH wurde 2014 durch die NanoFocus AG gegründet und ist am Standort Oberhausen mit einem Geschäftsführer vertreten. Das Tochterunternehmen ist zuständig für die Entwicklung von Mess- und Auswerteverfahren zur Unterstützung der Erbringung von medizinischen und kosmetischen Leistungen im Hautbereich.

Bei den beiden ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich um reine Vertriebsgesellschaften, die von den NanoFocus-Repräsentanten im US-amerikanischen und im asiatischen Raum koordiniert werden. Bei der NanoFocus Pte. Ltd. in Singapur ist neben dem Geschäftsführer ein Applikations- und Serviceingenieur beschäftigt. Bei der NanoFocus Inc. ist ein Geschäftsführer tätig.

Die NanoFocus AG wurde am 14. November 2005 am Teilbereich Entry Standard des Open Market in Frankfurt börsengelistet. Seitdem 1. März 2017 ist das Unternehmen im Basic Board (ein privatrechtliches Börsensegment der Börse Frankfurt innerhalb des gesetzlich definierten Freiverkehrs) gelistet. Es verpflichtet die Teilnehmer zu einem bestimmten Maß an Transparenz und liegt damit zwischen den niedrigen Anforderungen des Quotation Boards und den Transparenz- und Qualitätsstandards des Scale-Segments. Alle drei zusammen bilden den Frankfurter Open Market.

Die NanoFocus AG und die BMT sind nach ISO 9001 und OHSAS 18001 (Arbeitssicherheit) zertifiziert. Der NanoFocus-Konzern beschäftigte im Halbjahr 2017 im Durchschnitt 82 Mitarbeiter. Zum 30. Juni 2017 beträgt die absolute Mitarbeiterzahl auf Vollzeitbasis 68. Der vorliegende Halbjahresbericht 2017 enthält erstmals zum Halbjahr die Konzern-Zahlen. Die Entscheidung zur Erstkonsolidierung rückwirkend zum 01. Januar 2015 ist im dritten Quartal 2016 gefallen. Eine nachträgliche Erstellung des Zwischenabschlusses zum Vergleichszeitpunkt 30. Juni 2016 hätte eine sehr zeit- und kostenintensive Nacherfassung der Einzelbuchungen aller Tochterunternehmen erfordert. Aus diesem Grund haben wir auf eine Aufstellung der 6-Monats-Vergleichswerte vom 1.1. bis 30. Juni 2016 verzichtet.

Zur besseren Einschätzung der Zahlen des Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2017 haben wir diesem für Vergleichszwecke die 12-Monatswerte des Konzernabschlusses vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 gegenübergestellt. Zum nächsten Konzern-Halbjahr in 2018 werden wir wie gewohnt im direkten Vergleich berichten.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) hat für den NanoFocus-Konzern eine strategische Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die werkseigenen F&E-Abteilungen, die dem Unternehmen die technologische Marktführerschaft und Wegbereiter-Funktion auf Dauer garantieren sollen. Die zielgerichtete Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen und Schlüsselkunden sichert Marktnähe, den Zugriff auf neues Wissen und schafft Akzeptanz im Hinblick auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit der Ergebnisse. Zum Geschäftshalbjahr 2017 liegt eine umfangreiche Technologiebasis vor, der ein langjähriger Prozess vorangegangen ist. Die bisher hohen F&E-Aktivitäten werden aktuell auf ein betriebswirtschaftliches, sinnvolles Maß zur Sicherung der innovativen Position angepasst.

Im Vordergrund der NanoFocus-F&E-Aktivitäten stehen Entwicklungen zur Leistungssteigerung der Produkte zur bedarfsgerechten Anwendung durch den Kunden sowie zur Qualitätsoptimierung der Fertigung.

Die Aufwendungen im abgelaufenen Halbjahr für F&E (primär Personalkosten und Softwareentwicklungskosten) bezogen auf den erzielten Gesamtumsatz liegen bei NanoFocus bei 15,5%.

II. Wirtschaftsbericht

Weltwirtschaftliches Umfeld

Das DIW Konjunkturbarometer im Juli 2017 zeigt einen Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Die deutsche Wirtschaft wird wohl weiter kräftig zulegen, wenngleich mit etwas vermindertem Tempo. Der Geschäftsklimaindex kletterte auf 116,0 Punkte, nachdem er im Juni bei 115,2 Zählern gelegen hatte. Damit liegt der Index merklich über der 100-Punkte-Marke, die einen Zuwachs entsprechend dem langjährigen Mittel anzeigt. Die Wirtschaftsleistung dürfte im Durchschnitt der Monate April, Mai und Juni um 0,6% höher ausgefallen sein als im Schnitt der ersten drei Monate. Für das laufende dritte Vierteljahr zeichnet sich mit 0,5% ein etwas geringerer Zuwachs ab.

Quelle: DIW Berlin, Konjunkturbarometer vom 27 Juli 2017:

www.Spiegel.de, ifo-Geschäftsklima

Zielbranchen für NanoFocus

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

In den ersten Monaten des Jahres 2017 übertraf die Produktion im Maschinenbau das Vorjahresniveau nach vorläufigen Berechnungen um 2,3% Die Kapazitätsauslastung lag im April 2017 mit 85,6 % nur knapp unter dem langjährigen Branchendurchschnitt. Die Auslastungsquote ist damit wieder leicht gestiegen, nachdem sie mit Ausnahme des Julis 2014 seit Ende 2012 am unteren Rand stagniert hatte.

Quelle: VDMA, Konjunkturbulletin (07/2017)

Der Auftragseingang im Automotive-Bereich aus dem Inland erreichte im Juli das Niveau des Vorjahresmonats. Auch nach den ersten sieben Monaten liegen die inländischen Auftragseingänge auf Vorjahresniveau.

Quelle: VDA-Website, (08/2017)

Die Elektronikbranche verzeichnete einen Anstieg im Auftragseingang, der Produktion und beim Umsatz. Für das gesamte erste Halbjahr 2017 ist ein Bestellplus von 8,7 % gegenüber dem Vorjahr eingetreten. Die Auftragseingänge aus dem Inland (+7,8%) und aus dem Ausland (+9,4%) wuchsen nahezu gleichmäßig. Die Bestellungen aus der Eurozone legten mit 13,6% allerdings doppelt so stark zu wie die aus den Drittländern (+7 %).

Quelle: www.zvei.org, (08/2017)

Nach einem soliden Vorjahresergebnis von 4% Umsatzwachstum verzeichnete die Branche Sensorik und Messtechnik im ersten Quartal 2017 ein Umsatzplus von 9%. Die Auftragseingänge stiegen im Vergleich zum Vorquartal um 10%.

Quelle: www.elektroniknet.de, Quartalsumfrage Messtechnik und Sensorik

Geschäftsverlauf

Das Geschäftshalbjahr 2017 war noch geprägt durch die im Jahr 2016 eingeleitete Restrukturierung. Zwei technologische Neuentwicklungen standen im Fokus: die neueste Generation des µsurf explorer im Bereich Standard/Labor sowie die Finalisierung des Förderprojektes HICOS3D im Bereich Semiconductor.

Planmäßig wurde die Personal- und Sachkostenstruktur weitestgehend reduziert, gleichwohl wurden die Umsatz- und Ergebnis-Planzahlen im ersten Halbjahr nicht erreicht. Den aktuellen Auftragsbestand und den Vertriebsforecast bewertet der Vorstand positiv, erwartet ein stärkeres zweites Halbjahr und hält an der Geschäftsjahresplanung 2017 fest.

Technologischer Verlauf

Auf der Leitmesse Control in Stuttgart im Mai stellten sich die NanoFocus AG und die BMT gemeinsam als Anbieter für optische, taktile und interferometrische Oberflächenmesstechnik dar. Neben der konfokalen Kerntechnologie bietet der NanoFocus-Konzern auch taktile Rauheitsmesstechnik und erste Lösungen im Bereich Weißlichtinterferometrie an. Die Messsysteme der drei Produktlinien µsurf (hochauflösende flächenhaft messende 3D-Konfokalmikroskope), µscan (2D/3D-Profilometer für größere Messstrecken) und µsprint (extrem schnelle inlinefähige 3D-Konfokalsensoren) ergänzen sich mit Messlösungen von Breitmeier. Durch die Kombination der Technologien und Produkte bieten NanoFocus und BMT vollautomatische Inspektionslösungen an, die in Produktionsanlagen integriert oder fertigungsnah zur stichprobenhaften Einzel- oder Serienmessung eingesetzt werden können. Die Gruppe stellt damit eine große Palette an Lösungen für verschiedenste Messaufgaben zur Verfügung, etwa normkonforme 2D/3D-Rauheitsmessungen, Defekterkennung sowie die Bestimmung von Form, Welligkeit, Volumen, Stufenhöhen oder tribologischen Eigenschaften.

Die neueste Generation des µsurf explorer ist ein kompaktes Komplettpaket zur Messung und Analyse von Oberflächen. Dank seines robusten Aufbaus und seiner Unempfindlichkeit gegenüber Umgebungseinflüssen ist der µsurf explorer sowohl für den Einsatz im Test- und Prüflabor als auch für die Qualitätssicherung in Produktionsumgebungen geeignet. Messungen mit der Produktneuheit werden berührungsfrei vorgenommen, schnell und unkompliziert mit nur wenigen Funktionsschritten. Die neue Generation des µsurf explorer vereint bewährte Eigenschaften mit den Innovationen der µsurf-Technologie. Das Messsystem ist in der Neuauflage vollausgestattet mit einer HDR-Funktion, automatischer Objektiverkennung und Kollisionsdetektion in allen Raumrichtungen.

Der NanoFocus-Konzern präsentierte sich auf den folgenden Messen und Workshops:

► Februar 2017, MD&M West, USA-Medizintechnik-Messe

► März 2017, Maschinenmesser-Symposium, Deutschland - Vortrag

► März 2017, Semicon, Taiwan - Fachmesse Halbleiter

► Mai 2017, Leitmesse Control, Deutschland - Fachmesse Qualitätssicherung

► Juni 2017, Rauheitsworkshop, Deutschland - interner Kunden-Workshop

► Juni 2017, Met & Props, Schweden -Fachmesse für Metrologie

► Juni 2017, µsoft analysis Workshop, Deutschland - Kunden-Workshop

► Juni 2017, Innovationsforum Zerspanungstechnologie, Deutschland - Ausstellung

Im Bereich Semiconductor wurde Mitte Februar 2017 im Rahmen des Abschlusstreffens das dreijährige Entwicklungsprojekt "High Speed Confocal Sensor for 3D Inspection (HICOS3D)" offiziell abgeschlossen. Das HICOS3D-Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Förderinitiative "KMU-innovativ: Optische Technologien" im Rahmen des Programms "Photonik Forschung Deutschland" mit einem Betrag von rund 800.000 EUR gefördert. Zentrales Ziel des HICOS3D-Projektes war die Entwicklung des weltweit schnellsten konfokalen Sensors für die direkt in den Produktionsprozess integrierte 3D-Qualitätskontrolle von komplexen mikroelektronischen, mikromechanischen, mechatronischen oder optischen Produkten und Komponenten.

Durch die erfolgreiche Umsetzung der technologischen Ziele des HICOS3D-Projektes steht der NanoFocus AG heute ein deutlich verbessertes Produkt für den Geschäftsbereich Semiconductor zur Verfügung. Im Vergleich zu dem bei Projektstart schnellsten konfokalen Sensor bietet der im HICOS3D-Projekt neu entwickelte Sensor eine sowohl vierfach erhöhte laterale wie auch axiale Auflösung, wobei gleichzeitig die Messgeschwindigkeit um das 2,5-Fache gesteigert werden konnte. Der neue konfokale High-Speed-Sensor liefert mehr als 5 Mio. 3D-Messpunkte pro Sekunde und erfüllt damit das zu Projektstart gesetzte zentrale Ziel "weltweit schnellster konfokaler Sensor" mehr als deutlich. Die ersten Vorserien-Geräte sind aktuell in Produktion, erste Verwertungen des neuen Sensors sind für das vierte Quartal geplant.

NanoFocus entwickelte mit dem Key Account Federal Mogul ein leistungsstarkes optisches Messsystem zur Überprüfung der Rauheit auf Kolbenringen.

Diese teilautomatisierte Lösung soll von Deutschland in einer Kleinserie international ausgerollt werden.

Für Zylinderbohrungen mit kleinerem Durchmesser wurde die BMT-eigene Weißlichtinterferometrie-Technik redesigned. Auf der Leitmesse Control wurde ein automatisierter, mit kollaborativer Robotik unterstützter Messplatz für Miniprofiler vorgestellt, der hohes Interesse bei den Kunden weckt. Der Vertrieb der NanoFocus Business Unit Automotive wurde in die BMT integriert. Ein ZIM-Projekt im Bereich Softwareentwicklung wurde bewilligt und wird Investitionen im Bereich Software-Analytik mitfinanzieren.

Die Geschäftsentwicklung der NanoFocus Pte. Ltd. (Asien) läuft sehr zufriedenstellend. Im ersten Halbjahr stand bei der Vertriebsintensivierung die erfolgreiche Messeteilnahme an der Laser World of Photonics China 2017 in Shanghai im Vordergrund, im zweiten Halbjahr wird die Semicon Taiwan in Taipei mit der Ausstellung des neuesten µsurf-Vollautomaten im Mittelpunkt stehen. Es wurden bereits zwei automatisierte µsurf-Anlagen für die Produktion in Taiwan nachbestellt. Für die NanoFocus Pte. Ltd. wird im laufenden Geschäftsjahr ein neues Verlaufshoch im Auftragseingang erwartet.

Nach Umfirmierung und operativem Start der NanoFocus Analytics GmbH wurden unter anderem für die Unternehmen Ultra Electronics, AXETRIS, Mathys und ElringKlinger Consulting-Dienstleistungen erbracht. Daneben standen Aufgaben im Bereich IT-Analytik und Verkaufsermittlungen im Fokus. Im Bereich Business Development standen die Themen 3D-Druck, Mikrooptik, Medizintechnik und Brennstoffzelle (Messeteilnahme) auf der Agenda.

Wirtschaftlicher Verlauf

NanoFocus konnte die Ziele im Geschäftshalbjahr 2017 noch nicht erreichen. Die geplanten Umsatzerlöse wurden um ca. 10% verfehlt. Die Gründe für die Planverfehlungen lagen vor allem an der nicht mehr halbjahreskongruenten Umsatzfakturierung eines Großauftrages in Höhe von ca. 450 TEUR. Weiterhin lagen die Tochterunternehmen NanoFocus Inc. und BMT noch hinter den Erwartungen zum ersten Halbjahr zurück. Bei BMT entwickelte sich der Auftragseingang zwar positiv auf derzeit schon 1,8 Mio. EUR, die Faktura hängt zum Berichtsstichtag aber noch hinterher. Bei der NanoFocus Inc. war das Geschäft im ersten Halbjahr 2017 grundsätzlich schwach, wird sich allerdings im zweiten Halbjahr beleben. Das Konzern-EBITDA liegt damit bei -572 TEUR. Der Konzernfehlbetrag in Höhe von -1.292 TEUR beinhaltet die Abschreibung auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation (BMT) aktivierten Lizenzen mit 189 TEUR und die Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes mit 58 TEUR.

Wegen des noch erforderlichen Working Capitals hat NanoFocus zum einen die zur Sicherung der nötigen Liquidität erforderlichen Finanzierungsmaßnahmen (Kapitalerhöhung bei der NanoFocus AG und Finanzierung bei BMT) durchgeführt und zum anderen das 2016 initiierte Kostensparprogramm weitergeführt. Strukturen wurden optimiert, Personal- und Sachkosten weiter anteilig reduziert.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse liegen zum 30. Juni 2017 bei 5.089 TEUR und damit noch hinter der internen Planung um 10 % zurück.

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Jan.-Jun. 2017 Jan.-Dez. 2016
Umsatz nach Business Unit TEUR TEUR
Standard/Labor 2.985 6.665
Automotive 1.025 2.967
Semiconductor 412 1.740
OEM 668 945
Gesamt 5.089 12.317


Die Business Unit Standard/Labor verzeichnete einen Umsatz von 2.985 TEUR und liegt noch leicht hinter Plan zurück. Der Umsatz der Branche Automotive liegt aktuell bei 1.025 TEUR. Der Bereich Semiconductor liegt mit 412 TEUR noch deutlich hinter der Planung zurück. Der Bereich OEM liegt mit 668 TEUR auf Planlevel.

Umsatzverteilung nach Regionen

Die im europäischen Raum realisierten Umsatzerlöse liegen mit 2.649 TEUR erwartungsgemäß bei einem Schwerpunkt von 52 %. Dahinter schließen sich Asien mit 1.640 TEUR (32%) und Amerika mit 800 TEUR (16%) an.

Der Umsatz pro Mitarbeiter, bezogen auf durchschnittlich 82 Beschäftigte, beläuft sich auf 62 TEUR.

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Umsatz nach Jan.-Jun. 2017 Jan.-Dez. 2016
Regionen TEUR TEUR
Europa 2.649 7.428
Asien 1.640 3.083
Amerika 800 1.806
Gesamt 5.089 12.317


Ergebnisentwicklung *)

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Jan.-Jun. 2017 Jan.-Dez. 2016
Konzern-Ertragslage TEUR TEUR
Umsatzerlöse 5.089 12.317
Sonstige Erträge 74 293
Gesamtleistung 5.482 12.548
Rohertrag 3.357 7.821
Personalaufwand 2.680 5.709
Sonst. betr. Aufwendungen 1.699 3.961
EBITDA -572 -970
Abschreibungen 587 1.047
Finanzergebnis -158 -308
Steuerergebnis 25 -751
Ergebnis -1.292 -3.076


*) ausgewählte Werte der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung


Die Gesamtleistung, die sich aus Umsatz, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen zusammensetzt, beläuft sich auf 5.482 TEUR. Typischerweise bewegt sich die Umsatzverteilung bei 40-45 % im ersten Halbjahr und 55-60 % im zweiten Halbjahr. Mit dem Umsatz zum 30. Juni 2017 liegt der Konzern um ca. 500 TEUR hinter der Planung zurück. Die Gesamtleistung liegt mit 42,5% des geplanten Jahreswerts bereits im Plan. Die Materialquote hat sich mit 37 % gegenüber dem Vorjahr verbessert und liegt im Plan.

Der Rohertrag beträgt zum Stichtag 3.357 TEUR. Auch hier fehlt noch zur Erreichung der absoluten Planungsgröße des Rohertrags zum Halbjahr ein Umsatzvolumen von ca. 500 TEUR.

Auf der Kostenseite liegen die Personalaufwendungen bei 2.680 TEUR und damit leicht über Plan. Effekte aus der Personalrestrukturierung greifen teilweise erst im zweiten Halbjahr. NanoFocus hat zum Ende des zweiten Quartals das Planniveau erreicht. Zum 31. März 2017 wurde die Kurzarbeit bei der Konzern-Mutter beendet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.699 TEUR liegen rund 5,5 % über Plan. Die wesentlichen Gründe dafür sind Kosten im Zusammenhang mit der im April 2017 durchgeführten Kapitalmaßnahme, außerplanmäßige Beratungsleistungen im Bereich Semiconductor und Projektberatungskosten für den Vertrieb sowie Kosten im Zuge der ERP-Finalisierung BMT. Die Planüberschreitungen im Kostenbereich werden im dritten und vierten Quartal aufgeholt.

Die Abschreibungen belaufen sich in Summe auf 587 TEUR. Neben den 74 TEUR Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen entfallen 512 TEUR auf immaterielle Vermögenswerte, die sich wie folgt verteilen: 186TEURauf die im Rahmen der Kaufpreisallokation (BMT) aktivierten Lizenzen, 58 TEUR auf den Geschäfts- und Firmenwert und 268 TEUR auf Entwicklungsprojekte.

Das Finanzergebnis liegt bei -158 TEUR. Hiervon entfällt ein wesentlicher Teil auf die Zinsbelastungen aus der Wandelschuldverschreibung.

Das Steuerergebnis in Höhe von TEUR 25 entfällt im Wesentlichen auf die Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuerposten und ist damit nicht zahlungswirksam.

Auftragsentwicklung

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Auftragslage Jan.-Jun. 2017 Jan.-Dez. 2016

TEUR TEUR
Auftragseingang 6.560 11.470
Auftragsbestand zum 30.06.2017 3.404 1.933


Der Auftragseingang ist im ersten Halbjahr 2017 auf 6.560 TEUR angestiegen und beträgt damit mehr als die Hälfte des gesamten Auftragseingangs des Vorjahres. Der Auftragsbestand hat sich ebenfalls zum 30. Juni 2017 positiv auf 3.404 TEUR entwickelt.

Zum 21. August 2017 verzeichnet der NanoFocus-Konzern einen Auftragseingang von 8.056 TEUR sowie ein Auftragsbestand in Höhe von 3.994 TEUR.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt überwiegend durch Eigenkapital und wird durch einen Bank-Kontokorrentkredit, eine Wandelanleihe, einen mittelfristigen Working-Capital-Kredit und eine Inhaber-Schuldverschreibung ergänzt. Einzelne Aufträge werden auch durch Kundenanzahlungen vorfinanziert. Etwaige betragsmäßig und zeitlich befristete Anzahlungsbürgschaften werden -sofern erforderlich-durch Bürgschaften (Avale) im Rahmen einer Kautionsversicherung hinterlegt.

Im April 2017 wurde unter teilweiser Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals 2016 und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre eine Kapitalerhöhung um 453.000 Stückaktien durchgeführt. Platziert wurden die neuen Aktien bei einem strategischen Investor aus der Industrie zu einem Preis von 1,92 EUR je Aktie. Das Grundkapital der NanoFocus AG erhöhte sich damit von 5.640.786 EUR auf 6.093.786 EUR. Der Bruttoemissionserlös in Höhe von 869.760 EUR aus der Kapitalerhöhung dient im Wesentlichen dem Ausbau der Vertriebsaktivitäten.

Im ersten Halbjahr 2017 hat BMT eine Working-Capital-Kreditvereinbarung über 600 TEUR unterzeichnet, die gemäß Tilgungsvereinbarung über fünf Jahre zurückzuführen ist.

Die NanoFocus AG hat keine neuen Bankdarlehen aufgenommen. Die bestehenden Darlehen wurden 2017 vollständig zurückgeführt. Ferner finanziert sich die NanoFocus AG aus einer Wandelschuldverschreibung über 1.350 TEUR mit einer Laufzeit bis zum 6. Februar 2019. Der Rückzahlungsbetrag beläuft sich auf 115%, sofern das Wandlungsrecht bis zum Fälligkeitszeitpunkt nicht ausgeübt wurde. Der Strike-Price beträgt für die Wandlung 4,50 EUR.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine Inhaberschuldverschreibung über 1,0 Mio. EUR abgeschlossen, deren Rückzahlung im November 2017 vorgesehen ist.

Zum Bilanzstichtag verfügte der NanoFocus-Konzern über liquide Mittel in Höhe von 1.186 TEUR, darüber hinaus konnte NanoFocus zum Stichtag auf nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 500 TEUR zugreifen. Alle Darlehensverpflichtungen unterliegen einer festen Verzinsung. Derivative Finanzinstrumente werden durch die NanoFocus AG nicht in Anspruch genommen.

Investitionen

Die vom NanoFocus-Konzern im Geschäftshalbjahr 2017 durchgeführten Investitionen beliefen sich auf insgesamt 466 TEUR. Schwerpunkt bildeten mit 275 TEUR die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände, die sich sowohl auf die Weiterentwicklung bestehender Produkte als auch auf die Entwicklung neuer, marktnaher Produktfamilien beziehen. Ferner wurden 61 TEUR in erworbene Software, 20 TEUR in Miet- und Demosysteme und 110 TEUR in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Entwicklung des Cashflows und der liquiden Mittel

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Jan.-Jun. 2017 Veränderung Jan.-Dez. 2016

TEUR absolut TEUR
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 2.627 2.065 562
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -2.401 -2.414 13
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -404 1.308 -1.712
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.373 -2.388 3.761
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -1.432 -3.494 2.062
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.186 -1.441 2.627


Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum 31.Dezember 2016 um -2.414 TEUR auf -2.401 TEUR verändert. Das negative Periodenergebnis in Höhe von -1.292 TEUR war vor allem durch nicht zahlungswirksame Aufwendungen für Abschreibungen in Höhe von 587 TEUR geprägt. Darüber hinaus hat sich die Entwicklung des Working Capitals (Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) negativ auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewirkt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -404 TEUR enthält im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von 337 TEUR, die größtenteils auf aktivierte Entwicklungsleistungen entfallen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrifft insbesondere die Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 870 TEUR sowie eine Working-Capital-Kreditvereinbarung mit einem Liquiditätszufluss in Höhe von 570 TEUR. Zinsen wurden in Höhe von 109 TEUR gezahlt.

Die Tilgungen und Zinszahlungen erfolgten - wie auch in Vorjahren - planmäßig.

Vermögenslage

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30.06.2017
Veränderung 31.12.2016
Konzern-Vermögenslage TEUR % absolut
Anlagevermögen 7.584 -1,6 -120 7.704
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.158 -2,4 -176 7.334
Sachanlagen 426 15,0 56 370
Umlaufvermögen (inkl. ARAP + latente Steuern) 9.830 -10,4 -1.144 10.974
Vorräte 4.480 6,5 275 4.205
Forderungen u. sonst. Vermögensgegenstände 3.199 10,8 313 2.886
Liquide Mittel 1.186 -59,4 -1.736 2.922
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 139 6,6 9 130
Aktive latente Steuern 826 -0,5 -4 830
Eigenkapital 9.235 -5,0 -490 9.725
Fremdkapital 8.179 -8,7 -775 8.953
Verbindlichkeiten 5.045 -11,2 -636 5.681


Im Anlagevermögen sind unter den immateriellen Vermögensgegenständen Lizenzen in Höhe von 2.888 TEUR erfasst, die im Wesentlichen die im Rahmen der Akquisition (BMT) und der Kaufpreisallokation identifizierten und aktivierten Rechte an Entwicklungen in Höhe von 2.454 TEUR beinhaltet. An immateriellen Vermögensgegenständen wurden im Geschäftsjahr 2017 Entwicklungskosten in Höhe von 275 TEUR aktiviert. Die kumulierten aktivierten Entwicklungskosten (Restbuchwerte) belaufen sich am 30.Juni 2017 auf insgesamt 3.280 TEUR nach 3.191 TEUR im Vorjahr. Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum 31.Dezember 2016 um 2 % gesunken.

Die Vorräte liegen mit 4.480 TEUR leicht über Vorjahresniveau. Zum Stichtag 30.Juni 2017 wurde weiter der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen für Auslieferungen im zweiten Halbjahr 2017 aufgebaut.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.971 TEUR und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 228 TEUR enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Geschäftsjahresende 2016 um 285 TEUR gestiegen und innerhalb eines Jahres fällig. Externe kundenseitige Forderungsausfälle sind im Geschäftshalbjahr 2017 nicht aufgetreten und werden auch aufgrund bisheriger Erfahrungen künftig nur eingeschränkt erwartet. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen und Forderungen aus Förderprojekten.

Die aktiven latenten Steuern liegen bei 826 TEUR. Im Hinblick auf die positiven Ertragsaussichten der kommenden Jahre geht der Vorstand davon aus, dass die vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge im bilanzierten Umfang realisiert werden können.

Im ersten Halbjahr 2017 wurde eine Kapitalmaßnahme durchgeführt. Die Eigenkapitalquote ist trotz des Konzernfehlbetrages aufgrund der verringerten Bilanzsumme von 52,1 % auf 53,0% leicht gestiegen.

Die Verbindlichkeiten sind saldiert um 636 TEUR gesunken. Im ersten Halbjahr 2017 wurden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 36 TEUR planmäßig und somit vollständig getilgt. Weiterhin wurde die zum Ende 2016 in Anspruch genommene Kontokorrentlinie in Höhe von 295 TEUR ausgeglichen. Gegenfinanziert wurde dies unteranderem durch die Aufnahme einer Working-Capital-Kreditvereinbarung über600 TEUR. Die Verbindlichkeitenaus Lieferungen und Leistungen sind um 722 TEUR gesunken und belaufen sich auf 948 TEUR nach 1.670 TEUR zum Geschäftsjahresende 2016.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen vor allem die Umsatzentwicklung, das EBITDA und das EBIT. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren betreffen insbesondere die Innovations- und Entwicklungsleistung sowie Mitarbeiterbelange.

In Bezug auf die im ersten Halbjahr 2017 erbrachten Innovations- und Entwicklungsleistungen ergaben sich folgende Kennzahlen:

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Jan.-Jun. 2017 Veränderung Jan.-Dez. 2016
Entwicklungskennzahlen TEUR % absolut TEUR
Entwicklungsaufwendungen 788 k.A. k.A. 2.106
Entwicklungsintensität (Aufwand in Relation zum Umsatz) 15,5% -9,4 -1,6 PP. 17,1 %
Durchschnittliche Zahl der Entwicklungsmitarbeiter 20 -4,8 -1 21
o Entwicklungsmitarbeiter in % der o Arbeitnehmer 24,4% 7,0 +1,6 PP. 22,8%


NanoFocus wird weiterhin zunehmend als Entwicklungsdienstleister von namhaften Großunternehmen beauftragt.

Der NanoFocus-Konzern beschäftigte zum Bilanzstichtag 80 Voll- und Teilzeitkräfte sowie zwei Vorstandsmitglieder. Weiterhin waren insgesamt vier Diplomanden/Praktikanten beschäftigt. In Summe sind dies 86 Mitarbeiter gegenüber 95 Mitarbeitern zum 31. Dezember 2016. Neben der Aufstellung von interdisziplinären Teams für Innovationen bietet NanoFocus insbesondere regelmäßige Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie firmenübergreifende, wissenschaftlich anspruchsvolle Projekte an. Insgesamt sieht sich der NanoFocus-Konzern als attraktiver Arbeitgeber für qualifiziertes Personal.

III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht Weltwirtschaft

Die Weltkonjunktur hat sich seit Jahresmitte 2016 merklich robuster entwickelt als erwartet. Auch im ersten Quartal 2017 setzte sich die Erholung fort. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für das laufende Jahr ein globales BIP-Wachstum von 3,5% - immerhin 0,4 Prozentpunkte mehr als 2016. 2018 soll das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,6%, also in ähnlicher Größenordnung zulegen. Doch die Zusammensetzung des Zuwachses ändert sich offenbar: Während in den vergangenen Jahren hauptsächlich der private Konsum das gesamtwirtschaftliche Wachstum stützte, sollen 2017 endlich auch die Investitionen wieder zunehmen. Und auch regional tut sich etwas: Hinter den globalen Zuwachsraten steht nun ein synchronisierter Aufschwung in Industrie- und Schwellenländern.

Quelle: VDMA Konjunktur International, Juni 2017

Deutsche Konjunktur

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzt sich weiter fort. Der Sachverständigenrat hat seine Konjunkturprognose aktualisiert und die Prognose für das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) leicht nach oben revidiert. Für das laufende Jahr 2017 erwartet er nun einen Anstieg um 1,4%. Bereinigt um den negativen Kalendereffekt aufgrund der geringeren Zahl an Arbeitstagen in diesem Jahr entspricht dies einer Zuwachsrate von 1,7%. Für das Jahr 2018 wird ein Plus von 1,6% prognostiziert (kalenderbereinigt ebenfalls 1,6%). Die Wachstumsprognose für die Jahre 2017 und 2018 liegen oberhalb des mittelfristigen Potenzialwachstums: Die Überauslastung der Produktionskapazitäten nimmt damit zu.

Quelle: www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de, Konjunkturprognose 2017/2018 Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Der VDMA rechnet 2017 mit einem realen Plus in der deutschen Maschinenproduktion in Höhe von 4%. Wachstumstreiber dürften wieder China (+6 %), gefolgt von Japan (+4%), den USA und Deutschland (jeweils +3 %) sein. In diesen Ländern haben sich die harten Indikatoren wie Auftragseingang, Produktion und Umsatz verbessert.

Quelle: VDMA Konjunkturbulletin international (07/2017)

Der ZVEl hat eine Prognose für die Entwicklung der Elektroindustrie in Deutschland im Jahr 2017 und 2018 vorgelegt. Demnach rechnet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie für das Gesamtjahr 2017 und 2018 mit einem Wachstum von jeweils 4%.

Quelle: ZVEI (06/2017)

Die Experten von Gartner Inc. prognostizieren, dass die Halbleiter-Investitionsausgaben im Jahre 2017 um 10,2% auf 77,7 Mrd. US-Dollar ansteigen sollen. Gartner verbessert damit seine Prognose aus dem Vorjahr um 1,4%. Der Anstieg im Jahr 2017 basiert vor allem auf den Ausgaben für Memory (Speicher) und die führende Edge-Logik-Technologie.

Quelle: www.it-times.de , Gartner-Prognose (07/2017)

Die Mitglieder des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e. V. rechnen im Jahr 2017 mit einem Umsatzwachstum von 5%, planen, die Investitionen um 5% zu steigern und prognostizieren einen Personalausbau um 3 %.

Quelle: Pressemitteilung AMA (03/2017)

Neben den konjunkturellen Erwartungen der Wirtschaftsinstitute und Fachverbände beruhen unsere Prognosen für das Geschäftsjahr 2017 auf unserer eigenen Unternehmensplanung. Hier wurden insbesondere die Auftragslage, aktuelle Kundenprojekte, erwartete Auftragsanbahnungen sowie Kostenentwicklungen betrachtet. Der Prognosezeitraum beläuft sich auf den Zeitraum von einem Jahr ab dem 31. Dezember 2016.

Semiconductor

Im Bereich Semiconductor erwarten wir für das Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse in gleicher Höhe wie der Vorjahresumsatz mit ca. 1,6 Mio. EUR, allerdings bei einem moderat verbesserten Rohertrag. Bei dieser Planung sind Folgebestellungen, die im letzten Jahr erwartet wurden, explizit nicht berücksichtigt. Wir planen für das laufende Geschäftsjahr noch die Gewinnung zweier weiterer Key Accounts. Das Innovationsprojekt HICOS3D wurde erfolgreich beendet.

Automotive

Im Bereich Automotive sehen wir erste Erholungssignale in Form von Bestellungen nach den Unsicherheiten im Zuge der Abgasthematik. Wir planen gegenüber 2016 ein Umsatzwachstum von ca. 20%. Hauptwachstumstreiber ist das vollintegrierte Tochterunternehmen BMT. Wir sehen uns für die Zukunft produkttechnisch fertig aufgestellt, um insbesondere den Bereich "automatisiertes berührungsloses produktionsnahes Messen" bei den Key Accounts auszurollen.

Standard/Labor

Im Bereich Standard/Labor sehen wir unverändert eine wichtige Säule. Typischerweise kann NanoFocus erste Geräte im Bereich der Qualitäts- und Produktionssicherung bei den Kunden verkaufen. Aus diesem Bereich heraus ist es dann oft möglich, weitere Verkäufe bzw. Folgebestellungen zu platzieren.

Mit der neuesten Generation des µsurf explorer sieht sich NanoFocus gut aufgestellt, das Produkt international, insbesondere in Asien, verstärkt zu vertreiben. Für 2017 erwartet NanoFocus unverändert eine Umsatzsteigerung um 700 TEUR auf 7,3 Mio. EUR. Dies entspricht einem Wachstum von 10%.

OEM

Im OEM-Bereich beliefert NanoFocus den Weltmarktführer für Kugelprüfmaschinen im Bereich Ballistik. Der Absatzkanal ist über die Jahre hinweg stabil.

Es konnte ein weiterer OEM-Partner bei der Tochter BMT gewonnen werden. Strategisches Ziel ist es, für 2017 einen weiteren OEM-Partner für den Bereich Halbleiter zu finden. Der Umsatz sollte nach aktueller Einschätzung im laufenden Geschäftsjahr 2017 ansteigen.

Auf Basis der vorgenannten Umsatzprognosen für die vier Bereiche erwarten wir erhöhte Risiken aus der Vorfinanzierung der Projekte und des hierfür notwendigen Working Capitals. Dem unverändert schwierig einzuschätzenden Investitionsgütermarkt und den noch schwankenden globalen volks- und finanzwirtschaftlichen Bedingungen begegnet NanoFocus weiterhin mit einer differenzierten Betrachtung in drei Szenarien (Real-, Worst- und Best Case). NanoFocus wird zeitnah auf Veränderungen reagieren, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern und Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen sollten. Die Controlling-Instrumente sind sowohl personell als auch strukturell etabliert und werden entsprechend weiter intensiv eingesetzt, um sehr zeitnah Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Gesamtaussage zur Prognose

Das Erreichen einer nachhaltigen Profitabilität ist weiterhin im Fokus des Konzerns. Die Straffung der Organisation, die Optimierung der Abläufe sowie die Reduzierung von Personalkosten werden während des gesamten Jahres 2017 und darüber hinaus Schwerpunkte bleiben. Der Vorstand hatte zu Beginn des Jahres in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat Maßnahmen eingeleitet, die noch im laufenden Geschäftsjahr zu Kosteneinsparungen in Höhe von rund 2,0 Mio. EUR im Konzern führen werden. Zum Stichtag 30. Juni 2017 liegen die Personalaufwendungen noch um 9 % hinter der internen Kostensparplanung; weitere Effekte greifen im dritten Quartal. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten deutlich reduziert werden und liegen zum Halbjahresstichtag noch 5,5 % hinter Plan, im dritten Quartal dann auf Zielkurs. Die Materialeinsatzquote, die 2016 durch Einmalaufwendungen für die Entwicklung von Pilotanlagen in den Bereichen Automotive und Semiconductor belastet war, konnte sich bereits im ersten Halbjahr 2017 wieder normalisieren.

Unter Berücksichtigung des aktuellen Auftragsbestands und Auftragseingangs sowie der konjunkturellen Erwartungen und der aktuellen Geschäftsanbahnungen planen wir für das Geschäftsjahr 2017 unverändert eine Steigerung des Umsatzes auf über 13 Mio. EUR. Kernpunkte der Planung sind ein profitablerer Produkt-Mix, Kosteneinsparungen und der Wegfall von Einmaleffekten des Jahres 2016. Der Vorstand der NanoFocus AG erwartet nunmehr eine EBIT-DA-Marge von 8% und ein EBIT auf Break-Even-Niveau.

Die EBIT-Marge reduziert sich aufgrund von nicht in der Ausgangsplanung berücksichtigten, planmäßigen Abschreibungen der Breitmeier Messtechnik GmbH und der mikroskin GmbH. Die bisherige Prognose lag für die EBITDA-Marge bei 10% und für die EBIT-Marge bei 5%.

Risiko- und Chancenbericht

NanoFocus ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die detailliert im Risikobericht des Geschäftsberichts 2016 beschrieben sind (Seiten 42 bis 50). Der aktuelle Geschäftsbericht 2016 steht auf der Website der NanoFocus AG unter www.nanofocus.de in der Rubrik "Investor/Publikationen" zum Download bereit.

Gesamtaussage zur Risikosituation der NanoFocus AG durch den Vorstand

Der angespannten Liquiditätssituation im Geschäftsjahr 2016 wurde durch geeignete Finanzierungsmaßnahmen begegnet. So wurden im Frühjahr 2017 eine Kapitalmaßnahme bei der NanoFocus AG sowie eine Working Capital-Finanzierung bei dem Tochterunternehmen BMT durchgeführt. Das Kostenrisiko ist durch die Reduzierung der Fixkosten weiter reduziert worden. Bestandsgefährdende Risiken werden bei weitgehender Erreichung der gesteckten Ziele 2017 unverändert derzeit nicht gesehen. Es bestehen allerdings die Risiken im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit. Sollten beispielsweise die angebahnten Geschäfte nicht wie erwartet eintreten, wird dies den finanziellen Handlungsspielraum der Gesellschaft entsprechend einschränken.


Oberhausen, den 21. August 2017

NanoFocus AG

Der Vorstand

Konzern-Bilanz

Aktiva

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30.06.2017 Veränderung 31.12.2016


EUR % absolut EUR
A. Anlagevermögen 7.584.228

7.704.462
I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 3.279.863 2,80 89.239 3.190.624
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen 2.887.798 -6,68 -206.810 3.094.608
3. Geschäfts- oder Firmenwert 990.524 -5,56 -58.266 1.048.790


7.158.185

7.334.022
II. Sachanlagen



1. Technische Anlagen und Maschinen 183.213 -6,89 -13.561 196.774
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.831 39,83 69.166 173.665


426.043

370.440
B. Umlaufvermögen 8.865.165

10.013.371
I. Vorräte



1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.147.988 -5,02 -113.563 2.261.551
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.203.749 22,19 218.644 985.105
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.055.907 10,53 100.613 955.294
4. Geleistete Anzahlungen für Vorräte 72.311 k.A. 69.200 3.111


4.479.955

4.205.061
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.971.022 10,62 285.249 2.685.773
2. Sonstige Vermögensgegenstände 227.941 13,79 27.623 200.318


3.198.963

2.886.091
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.186.246 -59,41 -1.735.973 2.922.219
C. Rechnungsabgrenzungsposten 138.806 6,64 8.643 130.163
D. Aktive latente Steuern 825.756 -0,53 -4.375 830.131


17.413.955 -6,77 -1.264.172 18.678.127


Passiva

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30.06.2017 Veränderung 31.12.2016


EUR % absolut EUR
A. Eigenkapital



I. Gezeichnetes Kapital 6.093.786 8,03 453.000 5.640.786
II. Kapitalrücklage 10.381.299 4,18 416.760 9.964.539
III. Gewinnrücklagen 1.165.000 0,00 0 1.165.000
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -124.029 k.A. -67.270 -56.759
V. Verlustvortrag -6.988.588 78,60 -3.076.291 -3.912.297
VI. Jahresfehlbetrag -1.292.123 -58,00 1.784.168 -3.076.291


9.235.345 -5,03 -489.633 9.724.978
B. Rückstellungen



1. Steuerrückstellungen 25.788 -53,75 -29.966 55.754
2. Sonstige Rückstellungen 1.116.713 -9,95 -123.346 1.240.059


1.142.500 -11,83 -153.313 1.295.813
C. Verbindlichkeiten



1. Anleihen (konvertibel) 1.350.000 0,00 0 1.350.000
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 -100,00 -331.370 331.370
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 514.514 -16,81 -103.980 618.494
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 948.179 -43,22 -721.775 1.669.954
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.231.968 30,47 521.238 1.710.730


5.044.661 -11,19 -635.887 5.680.548
D. Rechnungsabgrenzungsposten 95.243 36,02 25.221 70.022
E. Passive latente Steuern 1.896.204 -0,55 -10.562 1.906.766


17.413.955 -6,77 -1.264.172 18.678.127


Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

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Jan.-Jun. 2017 Jan.-Dez. 2016


EUR EUR
1. Umsatzerlöse 5.089.238 12.316.544
2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 319.258 -61.680
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 376.381 585.609
4. Sonstige betriebliche Erträge 73.977 293.214
5. Materialaufwand 2.051.879 4.433.660
5a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.032.119 4.225.995
5b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.759 207.665
6. Personalaufwand 2.679.864 5.708.875
6a. Löhne und Gehälter 2.255.096 4.762.941
6b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 424.768 945.934
7. Abschreibungen 586.567 1.047.410
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.699.478 3.960.799
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 912
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 158.253 309.317
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -26.593 747.309
12. Ergebnis nach Steuern -1.290.594 -3.072.771
13. Sonstige Steuern 1.529 3.520
14. Jahresfehlbetrag -1.292.123 -3.076.291


Aufgrund der erstmaligen Aufstellung des Konzern-Halbjahresberichts zum 30.06.2017 existieren keine Vergleichszahlen für den entsprechenden Vorjahreszeitraum. In den Finanztabellen werden zur verbesserten Einordnung jedoch die Vorjahreszahlen des Geschäftsjahres zum 31.12.2016 (Werte für 12 Monate) ausgewiesen.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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Jan.-Jun. 2017 Veränderung Jan.-Dez. 2016

TEUR absolut TEUR
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 2.627 2.065 562
Periodenergebnis -1.292 1.784 -3.076
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 587 -460 1.047
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -160 -46 -114
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 12 -42 54
Zinsaufwendungen/Zinserträge 158 -151 309
Ertragsteueraufwand/-ertrag -27 -774 747
Ertragsteuerzahlungen 0 156 -156
Cashflow aus Umsatztätigkeit -722 467 -1.189
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -829 -1.797 968
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -850 -1.084 234
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -2.401 -2.414 13
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -367 556 -923
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagevermögen 0 -800 800
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -37 102 -139
Auszahlungen zur Tilgung von Kaufpreisverbindlichkeiten bereits konsolidierter Einheiten 0 1.450 -1.450
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -404 1.308 -1.712
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 870 -1.932 2.802
Einzahlung aus Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 600 -1.370 1.970
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -66 1.111 -1.177
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 78 -288 366
Gezahlte Zinsen -109 91 -200
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.373 -2.388 3.761
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -1.432 -3.494 2.062
Wechselkursbedingte Änderung des Fonds -9 -12 3
Liquide Mittel 1.186 -1.736 2.922
Kontokorrentverbindlichkeiten 0 295 -295
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.186 -1.441 2.627


Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen EK-Differenz aus der Währungsumrechnung Bilanzverlust Konzern-Eigenkapital

EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Eigenkapital per 01.01.2017 5.640.786 9.964.539 1.165.000 -56.759 -6.988.588 9.724.978
Kapitalerhöhungen





Kapitalerhöhung gegen Bareinlage (April 2017) 453.000 416.760


869.760
Währungsumrechnung


-67.270
-67.270
Jahresergebnis



-1.292.123 -1.292.123
Eigenkapital per 30.06.2017 6.093.786 10.381.299 1.165.000 -124.029 -8.280.711 9.235.345


Konzern-Anhang zum 30.06.2017

1. Konsolidierung und Konzernstruktur

Aufgrund der erstmaligen Aufstellung des Konzern-Halbjahresberichts zum 30. Juni 2017 existieren keine Vergleichszahlen für den entsprechenden Vorjahreszeitraum, in den Finanztabellen werden zur besseren Einordnung jedoch die Werte des zum 31. Dezember 2016 endenden Geschäftsjahres (12 Monate) ausgewiesen. In die Konsolidierung wurden die Gesellschaften NanoFocus Analytics GmbH (Duisburg), mikroskin GmbH (Oberhausen), NanoFocus, Inc., (Glen Allen/Richmond, Virginia/USA), NanoFocus Pte. Ltd. (Singapur) und die Breitmeier Messtechnik GmbH (Ettlingen) einbezogen. Die NanoFocus AG hält an allen Tochterunternehmen eine hundertprozentige Beteiligung am Kapital.

2. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind unverändert und können im Konzern-Geschäftsbericht 2016 unter den Finanzinformationen (Seiten 60-63) eingesehen werden.

Aufgrund elektronischer Rechenhilfen können sich bei den Angaben in EUR Rundungsdifferenzen ergeben. Euro-Beträge werden gerundet ohne Nachkommastellen angegeben.

3. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ist aus dem nachfolgenden Konzern-Anlagenspiegel ersichtlich:

Anlagenspiegel zum 30. Juni 2017

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Anschaffungskosten

Stand: 01.01.2017 Währungsdifferenz Umbuchungen Zugänge Abgänge Stand: 30.06.2017

EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 3.912.438 0 0 274.796 0 4.187.234
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/Software 4.701.589 0 0 61.505 0 4.763.094
3. Geschäfts- oder Firmenwert 6.399.511 0 0 0 0 6.399.511
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 15.013.538 0 0 336.301 0 15.349.839
II. Sachanlagen





1. Technische Anlagen und Maschinen 888.660 0 0 20.290 0 908.950
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.426.135 -7.392 0 109.873 521 1.528.095
Summe Sachanlagen 2.314.795 -7.392 0 130.163 521 2.437.045
Gesamt 17.328.332 -7.392 0 466.464 521 17.786.883


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Abschreibungen

AfA-Stand: 01.01.2017 Währungsdifferenz Umbuchungen Zuführung Abgänge AfA-Stand: 30.06.2017

EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 721.814 0 0 185.557 0 907.371
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/Software 1.606.980 0 0 268.316 0 1.875.296
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.350.721 0 0 58.266 0 5.408.987
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 7.679.515 0 0 512.139 0 8.191.654
II. Sachanlagen





1. Technische Anlagen und Maschinen 691.886 0 0 33.851 0 725.737
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.252.469 -7.261 0 40.577 521 1.285.264
Summe Sachanlagen 1.944.355 -7.261 0 74.428 521 2.011.001
Gesamt 9.623.870 -7.261 0 586.567 521 10.202.655


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Buchwert

Stand: 30.06.2017 Stand: 31.12.2016

EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 3.279.863 3.190.624
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen/Software 2.887.798 3.094.608
3. Geschäfts- oder Firmenwert 990.524 1.048.790
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 7.158.185 7.334.023
II. Sachanlagen

1. Technische Anlagen und Maschinen 183.213 196.774
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.831 173.665
Summe Sachanlagen 426.043 370.440
Gesamt 7.584.228 7.704.462


3.1. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 6.093.786 EUR und ist aufgegliedert in 6.093.786 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Gegenwert von umgerechnet je 1,00 EUR. Das gezeichnete Kapital hat sich im ersten Halbjahr 2017 infolge einer Kapitalerhöhung durch Ausnutzung des genehmigten Kapitals wie folgt entwickelt:

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EUR Anzahl
Stand: 01. Januar 2017 5.640.786 5.640.786
Barkapitalerhöhung gem. Beschluss vom 21.04.2017 453.000 453.000
Stand: 30. Juni 2017 6.093.786 6.093.786


3.2. Genehmigtes Kapital/Bedingtes Kapital

Im April 2017 wurde unter teilweiser Ausnutzung des bestehenden alten genehmigten Kapitals 2016 und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre eine Kapitalerhöhung um 453.000 Stückaktien durchgeführt. Platziert wurden die neuen Aktien bei einem strategischen Investor aus der Industrie zu einem Preis von 1,92 EUR je Aktie. Das Grundkapital der NanoFocus AG erhöhte sich damit von 5.640.786 EUR auf 6.093.786 EUR. Der Bruttoemissionserlös in Höhe von 869.760 EUR aus der Kapitalerhöhung dient im Wesentlichen dem Ausbau der Vertriebsaktivitäten.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2017 ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 27. Juni 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 3.046.893,00 durch ein-oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 3.046.893 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017).

Das Bedingte Kapital wurde neu geschaffen: Bedingtes Kapital 2017/1 in Höhe von 500 TEUR für die Ausgabe von Aktienoptionen und das Bedingte Kapital 2017/II in Höhe von 2 Mio. EUR für die Ausgabe von Wandel- und/ oder Optionsschuldverschreibungen.

3.3. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage erhöhte sich aufgrund der im Zuge der Kapitalerhöhung erzielten Aufgelder im ersten Halbjahr 2017 um 417 TEUR auf 10.381 TEUR.

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EUR
Stand: 01. Januar 2017 9.964.539
Einstellung aufgrund Kapitalerhöhung durch Bareinlagen (April 2017) 416.760
Stand: 30. Juni 2017 10.381.299


3.4. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital dienen der Erfassung von Differenzen, die aus der Währungsumrechnung des Abschlusses der ausländischen Tochtergesellschaft NanoFocus Inc. nach der modifizierten Stichtagskursmethode entstehen.

Folgende Wechselkurse waren für die Währungsumrechnung maßgebend:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
30.06.2017 31.12.2016
1-6/2017 1-12/2016
0,8763 0,9487 0,9233 0,9034


Wechselkurse: 1 USD = EUR

Die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung beträgt zum 30. Juni 2017 -124 TEUR.

3.5. Sonstige Rückstellungen

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30.06.2017 31.12.2016
Urlaubsverpflichtungen 115.400 41.680
Ausstehende Rechnungen 17.227 4.080
Abschlusserstellungs-/ prüfungs- und Beratungskosten 42.840 52.075
Gewährleistungen 52.000 82.600
Berufsgenossenschaft/ Schwerbehindertenabgabe 21.338 35.590
Aufsichtsratsvergütungen 10.000 0
Archivierungskosten 17.300 17.300
Bonuszahlungen 44.491 152.226
Provisionen 26.500 15.206
Variabler Kaufpreis SISCAN 93.955 190.684
Zinsen Wandelanleihe 137.589 117.505
Variabler Kaufpreis Breitmeier 538.073 531.113
Steuerrückstellung 25.788 0
Gesamt 1.142.500 1.240.059


3.6. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten ist ein Teilbetrag von TEUR 550 durch die Verpfändung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und ein Teilbetrag von TEUR 1.000 durch Sicherungsübereignung von Miet- und Demogeräten besichert.

Zum 30. Juni 2017 bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 5.045 TEUR. Davon weisen 1.930 TEUR eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und 3.115 TEUR eine Laufzeit von weniger als einem Jahr auf. Zum Stichtag bestehen keine Bankverbindlichkeiten.

3.7. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse, insbesondere Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten vonseiten der NanoFocus AG bestehen zum 30. Juni 2017 nicht.

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Umsatz nach Jan.-Jun. 2017 Jan.-Dez. 2016
Regionen TEUR TEUR
Europa 2.649 7.428
Asien 1.640 3.083
Amerika 800 1.806
Gesamt 5.089 12.317


Oberhausen, den 21. August 2017

NanoFocus AG

Der Vorstand

4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

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Umsatz nach Jan.-Jun. 2017 Jan.-Dez. 2016
Business Unit TEUR TEUR
Standard/Labor 2.985 6.665
Automotive 1.025 2.967
Semiconductor 412 1.740
OEM 668 945
Gesamt 5.089 12.317


Deutschland


Hauptsitz

NanoFocus AG

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46049 Oberhausen

Tel. +49 208 62000-0

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Niederlassung USA

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1945 NE Baker St

McMinnville, OR 97128

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Niederlassung Asien

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25 International Business Park

#04-61 German Centre

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