Avemio AG (vormals: Palgon AG)

Wiesbaden (vormals: Düsseldorf)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz

Aktiva

scrollen
2023 2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte 609.709,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 1.092.751,92 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 920.712,21 0,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 18.026.207,25 0,00
5. Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 124.874,26 0,00
20.774.254,64 0,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 259.638,70 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 11.450,73 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 958.198,17 0,00
1.229.287,60 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 114.712,92 0,00
3. Beteiligungen 66.000,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 50.050,00 0,00
5. übrige sonstige Finanzanlagen 47.339,50 0,00
278.103,42 0,00
22.281.645,66 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.480,00 0,00
2. in Arbeit befindliche Aufträge 5.000,00 0,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 15.101.538,31 0,00
4. geleistete Anzahlungen 20.039,17 0,00
15.129.057,48 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.497.986,03 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.962.724,99 0,00
7.460.711,02 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (Finanzmittelfonds) 5.426.726,05 166.280,27
28.016.494,55 166.280,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 283.714,38 0,00
Aktiva 50.581.854,59 166.280,27

Passiva

scrollen
2023 2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 3.832.150,00 300.000,00
2. Kapitalrücklage 22.855.850,00 0,00
3. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 46.130,84 0,00
4. Bilanzverlust -3.422.539,07 -138.942,79
5. nicht beherrschende Anteile 3.034.911,99 0,00
26.346.503,76 161.057,21
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.975,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 222.103,76 0,00
3. sonstige Rückstellungen 548.486,39 502,25
789.565,15 502,25
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.988.055,38 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 917.554,94 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.213.270,98 4.720,81
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.773.104,23 0,00
Davon sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr - aus Steuern : 518.944,09 EUR (0,00 EUR)
Davon sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr - im Rahmen der sozialen Sicherheit : 21.411,45 EUR (0,00 EUR)
22.891.985,53 4.720,81
D. Rechnungsabgrenzungsposten 132.203,08 0,00
E. Passive latente Steuern 421.597,07 0,00
Passiva 50.581.854,59 166.280,27

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

scrollen
2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 99.154.251,81 0,00
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -13.920,00 0,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 753.908,88 0,00
Gesamtleistung (GKV) 99.894.240,69 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 796.685,04 30.000,00
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -78.960.333,67 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.770.823,44 -2.652,74
-81.731.157,11 -2.652,74
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.974.012,13 0,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.280.031,38 0,00
Davon für Altersversorgung: -187.285,88 EUR (0,00 EUR)
-12.254.043,51 0,00
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.557.076,52 0,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.753.664,77 -34.161,51
Betriebsergebnis (EBIT) -2.605.016,18 -6.814,25
9. Erträge aus assoziierten Unternehmen 108.462,92 0,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67.386,68 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -722.316,06 0,00
Finanzergebnis -546.460,20 0,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -289.968,19 0,00
13. Ergebnis nach Steuern -3.441.444,57 -6.814,25
14. sonstige Steuern -9.217,03 0,00
15. Jahresfehlbetrag -3.450.661,60 -6.814,25
16. Verlustvortrag -138.942,79 -132.128,54
17. Nicht beherrschende Anteile 167.065,32 0,00
18. Bilanzverlust -3.422.539,07 -138.942,79

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Allgemeine Erläuterungen

Die Avemio AG ist die Muttergesellschaft der Avemio-Gruppe. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt unter HRB 133838.

Der Konzernabschluss wurde erstmalig aufgestellt, da die Gesellschaft zum 01.01.2023 Mutterunternehmen geworden ist.

Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) sowie den einschlägigen Bestimmungen der Satzung aufgestellt.

Die Angaben im Anhang sind zwecks Übersichtlichkeit zulässigerweise in TEUR erfolgt.

Grundsätze der Rechnungslegung

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, auf welche die Avemio AG mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, sind in den Konzernabschluss einbezogen und wurden voll konsolidiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der konsolidierungspflichtigen Anteile mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens. Der Wert des Eigenkapitals wurde durch Neubewertung der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist (Neubewertungsmethode). Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ein verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wurde nach dem Eigenkapital in der Bilanz als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" gesondert ausgewiesen.

Die Kapitalkonsolidierung der zu Beginn der Konzernrechnungslegungspflicht vorhandenen Tochterunternehmen erfolgte nach § 301 HGB Abs. 2 Satz 1 und Satz 5 HGB auf Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt, zu dem die jeweiligen Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind.

Wesentliche Beteiligungen werden, wenn die Avemio AG einen maßgeblichen Einfluss auf das Beteiligungsunternehmen ausüben konnte (assoziierte Unternehmen), nach der Equity-Methode bilanziert. Die Beteiligungsbuchwerte der konsolidierten assoziierten Unternehmen wurden entsprechend dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens fortgeführt (Buchwertmethode).

Forderungen und Verbindlichkeiten, die am Stichtag zwischen den voll konsolidierten Unternehmen bestehen, wurden im Wege der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Aufwendungen und Erträge, die zwischen den voll konsolidierten Unternehmen im Geschäftsjahr angefallen sind, wurden im Wege der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Konzerninterne Gewinne wurden im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung storniert. Latente Steuern sind durch die Konsolidierung nicht angefallen.

Werden Anteile an einem bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen erworben (Aufstockung) oder veräußert (Abstockung), ohne dass der Status als Tochterunternehmen verloren geht, wird dieses als Erwerbs- bzw. Veräußerungsvorgang erfasst.

Im Falle der Aufstockung werden die Vermögensgegenstände und Schulden jeweils anteilig in Höhe des Zuerwerbs neu bewertet. Ein sich nach der Verrechnung der Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden neubewerteten Eigenkapital ergebender Unterschiedsbetrag wird nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 301 Absatz 3 und 309 HGB behandelt. Bei der Abstockung wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis der Anteile und dem hierauf entfallenden Anteil des Eigenkapitals erfolgswirksam behandelt. Der auf die verkauften Anteile entfallende Anteil des Eigenkapitals wird als "nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird in Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten beibehalten.

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens gemäß § 299 Abs. 1 HGB aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft insgesamt sechzehn inländische Unternehmen, an denen die Avemio AG direkt oder indirekt mit mehr als 20,0 % der Stimmrechte beteiligt ist.

Davon wurden die folgenden fünfzehn Tochterunternehmen voll konsolidiert:

scrollen
Stammkapital Unmittelbarer oder mittelbarer Beteiligungsanteil am Stammkapital
EUR %
Teltec AG, Mainz-Kastel 3.297.000,00 95,00
VDH Video Data Handels GmbH, Hamburg (*) 76.800,00 100,00
VDT Video Data Technik GmbH, Hamburg (*) 25.000,00 100,00
VCT Videocation Creative Tools GmbH, Hamburg (*) 102.400,00 100,00
Avemio Solutions GmbH, München (**) 51.129,19 100,00
avemio.digital GmbH, München (*) 25.564,59 100,00
BPM Broadcast & Professional Media GmbH, Hamburg (*) 25.000,00 100,00
MoovIT GmbH, Köln 25.000,00 100,00
MoovIT Software Products GmbH, Köln 25.000,00 100,00
Janusz Rupik Professionelle Videotechnik Polska, Siemianowice ?l?skie, Polen (*) 942.536,76 100,00
Inventive Studios GmbH, Mainz (***) 25.000,00 51,00
avemio.systems GmbH, Mainz-Kastel (***) 25.000,00 51,00
ObviousFuture GmbH, Berlin (***) 25.000,00 51,00
avemio.tech GmbH, Ensdorf (***) 25.000,00 51,00
Förderguru Subsidix GmbH, Frankfurt am Main (***) 27.000,00 51,00

(*) Mittelbare Beteiligung über Teltec AG
(**) Mittelbare Beteiligung über VCT Videocation Creative Tools GmbH
(***) Mittelbare Beteiligung über avemio.digital GmbH

Die folgende Gesellschaft wurde nach der Equity-Methode konsolidiert:

scrollen
Unmittelbarer oder mittelbarer Beteiligungsanteil
EUR %
Vandors GmbH, München (*) 26.316,00 29,00

(*) Mittelbare Beteiligung über VCT Videocation Creative Tools GmbH

Anwendung der Befreiungsvorschrift §264 Abs. 3 HGB

Die Teltec AG, Mainz-Kastel, hat von den Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB Gebraucht gemacht.

Änderungen des Konsolidierungskreises

Im Berichtsjahr wurden die durch Einbringung im Rahmen einer Kapitalerhöhung erworbenen Anteile der Teltec AG und den von ihr gehaltenen Tochtergesellschaften sowie die von der Avemio AG erworbenen Anteile der MoovIT GmbH und der MoovIT Software Products GmbH erstmals voll konsolidiert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Neubewertung der in den Konzernabschluss einbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden der voll konsolidierten Tochterunternehmen erfolgte nach dem beizulegenden Wert, der anhand der Wiederbeschaffungskosten abzüglich der Normalabschreibungen ermittelt wurde. Auf die Aufwertungsbeträge wurden die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Ein sich aus der Erstkonsolidierung ergebender Geschäfts- oder Firmenwert wird über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Passivische Unterschiedsbeträge werden unter dem Posten "Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen und in den Folgejahren im Falle von eingetretenen Verlusten mit diesen verrechnet.

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Entwicklungskosten für Software werden als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Sie werden mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Eine Aktivierung erfolgt, wenn sicher ist, dass die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes technisch realisierbar ist und aus der Vermarktung zukünftige Überschüsse entstehen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt mit den Anschaffungskosten.

Die Bewertung der Fertigerzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassakurs (Briefkurs bzw. Geldkurs) am Entstehungstag des Geschäftsvorfalls in Euro bewertet. Am Bilanzstichtag erfolgte die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Die aus der Stichtagsbewertung resultierenden Gewinne und Verluste sind erfolgswirksam in der GuV-Rechnung erfasst (§ 256a S.1 HGB); Kursgewinne jedoch nur insoweit, als sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen (§ 256a S. 2 HGB)

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Sofern Ansatz- und Bewertungsanpassungen sowie Konsolidierungsmaßnahmen zu Abweichungen bei den Wertansätzen geführt haben, werden latente Steuern angesetzt. Dabei werden aktive und passive latente Steuern verrechnet.

Passive latente Steuern werden für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten angesetzt, soweit sich in späteren Geschäftsjahren daraus eine Steuerbelastung ergibt.

Angaben zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ergeben sich aus dem als Anlage beigefügten Konzernanlagenspiegel.

Die aus der erstmaligen Konsolidierung von Tochterunternehmen resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte wurden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr 2023 fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 754 an. Dieser Betrag wurde unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 0) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Die Eigenkapitalentwicklung ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel.

Das Grundkapital des Mutterunternehmens Avemio AG lautet auf EUR 3.832.150,00 eingeteilt in 3.832.150, Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien zu einem rechnerischen Nennbetrag von EUR 1,00. Das Grundkapital wurde im Berichtsjahr um EUR 3.532.150,00 erhöht.

Der auf neue Rechnung vorgetragene Jahresfehlbetrag beträgt EUR -3.450.661,60. Der Bilanzverlust erhöht sich auf EUR -3.422.539,07.

Die Position "nicht beherrschende Anteile" enthält drei stillen Beteiligungen von Beteiligungsgesellschaften des Bundeslandes Hessen an der Konzerntochtergesellschaft Teltec AG:

scrollen

Hessen Kapital I GmbH in Höhe von EUR 270.000,00,

MBG H Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen mbH, Wiesbaden in Höhe von EUR 1.000.000,00 und

TF H III Technologiefonds Hessen GmbH in Höhe von EUR 1.000.000,00.

Weiterhin sind unter dieser Position die 5% Aktienanteile an der Teltec AG ausgewiesen, die von außenstehenden Aktionären der Teltec AG gehalten werden und für die die Avemio AG die Anteile treuhänderisch verwaltet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren bewertet.

Grundlegende Annahmen der Berechnung sind der durchschnittliche Marktzinssatz von 1,82 % für die vergangenen 10 Jahre (Vorjahr: n.a.), die Rentendynamik von 2,00 % sowie die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck, Köln 2018 G. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, den notwendigen Zuführungsbetrag aufgrund der BilMoG-Umstellung auf 15 Jahre zu verteilen.

Die Zuführungsbeträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Zum Bilanzstichtag beträgt der noch nicht erfasste Zuführungsbetrag (Unterdeckung) EUR 1.042,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Nach dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2016 ist der Rechnungszinssatz für Pensionsverpflichtungen als 10 Jahres-Durchschnitt zu berechnen und nicht mehr auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnitts. Der Entlastungseffekt in der Höhe des jeweiligen Differenzbetrags ist ausschüttungsgesperrt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

scrollen
2023 2022
TEUR TEUR
Personal 105 0
Gewährleistung 108 0
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 151 0
Aufbewahrung 64 0
Sonstige 120 1
Gesamt 548 1

Verbindlichkeiten

Die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten (Restlaufzeiten, Besicherung) ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.

scrollen
Stand 31.12.2023 davon unter 1 Jahr davon 2 bis 5 Jahre davon über 5 Jahre davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.988 613 11.875 1.500 0
2. erhaltene Anzahlungen 918 918 0 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.213 6.213 0 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.773 1.773 0 0 0
Gesamt 22.892 9.517 11.875 1.500 0

Bis auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die durch Warenkreditversicherung und Factoring abgesichert sind, existieren keine weiteren Besicherungen.

Für Bankdarlehen wurden keine Sicherheiten gegeben.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 519 und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 21 enthalten.

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 422 resultieren aus selbst geschaffener Software in Höhe von TEUR 1.301 aus der Erstkonsolidierung, den laufenden Zugängen und abzüglich planmäßiger Abschreibungen, die in der Steuerbilanz nicht angesetzt werden kann. Der Steuersatz beträgt 32,45 %.

Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Der jeweilige Anteil der Umsatzerlöse, die im Inland und im Ausland erwirtschaftet werden, bestimmt sich wie folgt:

scrollen
2023 2022
TEUR in % TEUR in %
Inland 77,8 84,5 0,0 0,0
EU 18,1 15,4 0,0 0,0
Drittland 3,2 0,2 0,0 0,0
Umsatzerlöse 99,1 100,0 0,0 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 10 und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 16.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung) in Höhe von TEUR 1.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus der Erstattung von Körperschaftsteuer aus Vorjahren (TEUR -138) und Gewerbesteuer des Geschäftsjahres (TEUR 62).

Aufwendungen aus latenten Steuern aus Ansatz- und Bewertungsanpassungen sowie Konsolidierungsmaßnahmen nach § 306 S. 3 HGB führten zu einem Steueraufwand von TEUR 361 (Vorjahr: TEUR 0).

Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode nach DRS 21 aufgestellt.

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrentverbindlichkeiten) zusammen.

Nachtragsbericht

Bis auf die Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (siehe Risikobericht im Konzernlagebericht) haben sich Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag nicht ereignet.

Sonstige Angaben

Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte

Zum Stichtag bestehen beim Mutterunternehmen sowie bei den einbezogenen Tochterunternehmen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.366 die sich folgendermaßen zusammensetzen:

scrollen
aus Mietverträgen aus Leasingverträgen
TEUR TEUR
Laufzeit bis 31.12.2024 471 149
Laufzeit bis 31.12.2025 421 67
Laufzeit bis 31.12.2026 und später 1.226 32
Summe 2.118 248

Der Vorteil dieser Geschäfte liegt in der verminderten Kapitalbindung. Es besteht aber das Risiko, dass die Vermögensgegenstände vor Ablauf des jeweiligen Vertrags nicht mehr in vollem Umfang benötigt werden.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden von Kreditinstituten bzw. Kreditversicherern Bürgschaften für einzelne Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 101.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesen Bürgschaften wird von der Geschäftsführung als gering erachtet, da die über die Bürgschaften abgesicherten Verträge in der Vergangenheit ordnungsgemäß erfüllt wurden und die Bürgschaften nicht in Anspruch genommen wurden.

Ausschüttungssperre

Bei den einbezogenen Tochterunternehmen sind gemäß § 268 Abs. 8 HGB aufgrund der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 1.301 (Vorjahr TEUR 0) sowie der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 0) ausschüttungsgesperrt.

Vorstand und Geschäftsleitung, Angaben zu den Bezügen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte die Führung der Geschäfte der Muttergesellschaft Avemio AG durch

scrollen

Ralf P. Pfeffer, Dipl.-Bw., Vorsitzender des Vorstands (CEO)

Steffen Schenk, Dipl.-Ing., Operativchef (COO), seit 01.09.2023

Norbert Gunkler, Dipl.-Kfm., Finanzvorstand (CFO), seit 01.05.2023

Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführung wurden nicht gewährt.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsleitung des Mutterunternehmens Avemio AG betrugen im Geschäftsjahr TEUR 350.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft besteht aus den folgenden Mitgliedern:

scrollen

Herrn Dr. Erwin Herresthal, Dipl.-Vw., Steuerberater, Wirtschaftsprüfer (Vorsitzender)

Herrn Dr. Yann Samson, Rechtsanwalt (stellvertretender Vorsitzender)

Herrn Helge Haase, Dipl.-Bw.

Herrn Prof. Michael Erkelenz, Dipl.-Ing., MBA.

Der Aufsichtsrat hat für seine Tätigkeit eine Vergütung in Höhe von TEUR 14 erhalten.

Arbeitnehmer.innen

Im abgelaufenen Konzerngeschäftsjahr waren bei den voll konsolidierten Gesellschaften durchschnittlich 267 Arbeitnehmer beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 68 und betrifft in voller Höhe Abschlussprüfungsleistungen.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens Avemio AG auf neue Rechnung vorzutragen.

Übrige Angaben

Soweit dieser Konzernanhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff., 284 ff., 290 ff., 313 f. HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.

 

Frankfurt am Main, den 27. Juni 2024

gez. Ralf P. Pfeffer, Vorsitzender des Vorstands, CEO

gez. Norbert Gunkler, Vorstand, CFO

gez. Steffen Schenk, Vorstand, COO

Anlagenspiegel

scrollen
Anschaffungskosten/​ Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge (davon FK-Zinsen)
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte 0,00 382.485,56 359.888,64
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 698.731,68 394.020,24
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.031.874,03 16.593,36
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 22.255.216,48 8.069,87
5. Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 124.874,26
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 25.368.307,75 903.446,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 306.109,40 29.994,63
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 173.328,66 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.054.018,42 451.638,87
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 98.154,27 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 4.631.610,75 481.633,50
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 5.876,25
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 6.250,00 108.462,92
3. Beteiligungen 0,00 66.000,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 50.050,00
5. übrige sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 47.339,50
Summe Finanzanlagen 0,00 72.250,00 211.728,67
Summe Anlagevermögen 0,00 30.072.168,50 1.596.808,54
scrollen
Anschaffungskosten/​ Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen Währungs differenz Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 742.374,20
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 1.092.751,92
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -32.527,13 0,00 431,19 2.016.371,45
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 22.263.286,35
5. Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 124.874,26
Summe immaterielle Vermögensgegenstände -32.527,13 0,00 431,19 26.239.658,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -24.438,09 106.003,00 6.554,73 424.223,67
2. technische Anlagen und Maschinen -5.997,71 0,00 296,42 167.627,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -445.735,06 0,00 252,72 4.060.174,95
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 -106.003,00 7.848,73 0,00
Summe Sachanlagen -476.170,86 0,00 14.952,60 4.652.025,99
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 5.876,25
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 114.712,92
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 66.000,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 50.050,00
5. übrige sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 47.339,50
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 283.978,67
Summe Anlagevermögen -508.697,99 0,00 15.383,79 31.175.662,84
scrollen
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte 0,00 27.726,89 104.938,31
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 930.218,22 197.966,15
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2.366.411,26 1.870.667,84
5. Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 3.324.356,37 2.173.572,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 179.290,45 9.731,61
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 154.316,61 7.851,74
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.101.101,22 360.045,62
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 3.434.708,28 377.628,97
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 5.875,25
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
5. übrige sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 5.875,25
Summe Anlagevermögen 0,00 6.759.064,65 2.557.076,52
scrollen
Abschreibungen
Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 132.665,20
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -32.525,13 0,00 1.095.659,24
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 4.237.079,10
5. Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände -32.525,13 0,00 5.465.403,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -24.437,09 0,00 164.584,97
2. technische Anlagen und Maschinen -5.991,71 0,00 156.176,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -359.170,06 0,00 3.101.976,78
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen -389.598,86 0,00 3.422.738,39
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 5.875,25
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
5. übrige sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 5.875,25
Summe Anlagevermögen -422.123,99 0,00 8.894.017,18
scrollen
Buchwerte
Zuschreibung Wirtschaftsjahr Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte 0,00 609.709,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.092.751,92 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 920.712,21 0,00
4. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 18.026.207,25 0,00
5. Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 124.874,26 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 20.774.254,64 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 259.638,70 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 11.450,73 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 958.198,17 0,00
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.229.287,60 0,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 114.712,92 0,00
3. Beteiligungen 66.000,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 50.050,00 0,00
5. übrige sonstige Finanzanlagen 0,00 47.339,50 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 278.103,42 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 22.281.645,66 0,00

Kapitalflussrechnung

scrollen
2023 2022
EUR EUR
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/​-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -3.450.661,95 -6.814,25
2. +/​- Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.557.076,52 0,00
3. +/​- Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen -129.689,60 -7.058,36
4. -/​+ Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -696.839,98 40.000,00
5. +/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.196.529,66 184,80
6. -/​+ Gewinn/​Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -37.003,79 0,00
7. +/​- Zinsaufwendungen/​Zinserträge 654.929,38 0,00
8. - Sonstige Beteiligungserträge -108.469,00 0,00
9. +/​- Ertragsteueraufwand/​-ertrag 289.968,19 0,00
10. -/​+ Ertragsteuerzahlungen -1.504.757,11 0,00
11. = Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.621.977,00 26.312,19
12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 1,00 0,00
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -903.877,19 0,00
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 123.576,79 0,00
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -496.586,10 0,00
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -103.265,67 0,00
17. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 3.054.879,69 0,00
18. + Erhaltene Zinsen 67.386,68 0,00
19. + Erhaltene Dividenden 6,26 0,00
20. = Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -4.367.637,92 0,00
21. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter -90.000,00 0,00
22. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz- )Krediten 4.500.000,00 0,00
23. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -3.074.601,00 0,00
24. - Gezahlte Zinsen -722.316,06 0,00
25. = Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 613.082,94 0,00
26. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -7.376.531,98 26.312,19
27. +/​- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 27.191,38 0,00
28. +/​- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 12.609.786,47 0,00
29. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 166.280,27 139.968,08
30. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.426.726,14 166.280,27

Eigenkapitalspiegel

scrollen
Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn rücklagen
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2022 300.000,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhungen 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2022 300.000,00 0,00 0,00
Stand am 01.01.2023 300.000,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhungen 3.532.150,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 22.855.850,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2023 3.832.150,00 22.855.850,00 0,00
scrollen
Mutterunternehmen
Rücklagen gesamt Eigenkapitalbeteiligungen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2022 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhungen 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2022 0,00 0,00 0,00
Stand am 01.01.2023 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhungen 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 22.855.850,00 0,00 46.130,84
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2023 22.855.850,00 0,00 46.130,84
scrollen
Mutterunternehmen
Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2022 -132.128,54 0,00 167.871,46
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhungen 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 -6.814,25 -6.814,25
Stand am 31.12.2022 -132.128,54 -6.814,25 161.057,21
Stand am 01.01.2023 -138.942,79 0,00 161.057,21
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhungen 0,00 0,00 3.532.150,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 22.901.980,84
Konzernjahresüberschuss -3.283.596,28 0,00 -3.283.596,28
Stand am 31.12.2023 -3.422.539,07 0,00 23.311.591,77
scrollen
Nicht beherrschende Anteile Konzern-Eigenkapital
Nicht beherreschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile enfallende Gewinne Summe Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2022 0,00 0,00 0,00 167.871,46
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhungen 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 -6.814,25
Stand am 31.12.2022 0,00 0,00 0,00 161.057,21
Stand am 01.01.2023 0,00 0,00 0,00 161.057,21
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhungen 0,00 0,00 0,00 3.532.150,00
Sonstige Veränderungen 3.201.977,31 0,00 3.201.977,31 26.103.958,15
Konzernjahresüberschuss 0,00 -167.065,32 -167.065,32 -3.450.661,60
Stand am 31.12.2023 3.201.977,31 -167.065,32 3.034.911,99 26.346.503,76

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlage des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Die Avemio AG hat zum Stichtag 1.1.2023 nach Einbringung der Teltec AG als Sacheinlage in die bestehende Palgon AG - umfirmiert in Avemio AG - ihre operative Geschäftstätigkeit aufgenommen. Die Palgon AG als Mantelgesellschaft war seit 2018 an der Börse Düsseldorf notiert, sodass die Transaktion einen Reverse IPO darstellt, mit dem Ziel der Teltec-Gruppe den Einstieg in den Kapitalmarkt zu ermöglichen.

Die Teltec-Gruppe ist ein Systemlieferant für professionelle Bewegtbildanwendungen. Sie setzt sich neben der Teltec AG aus zwölf voll konsolidierten operativen Gesellschaften mit insgesamt 174 Mitarbeitern im Jahr 2022 zusammen.

Der Teltec Konzern entstand aus der im Jahre 1993 gegründeten Teltec, der es seit 2017 gelang, alle wesentlichen Wettbewerber im deutschsprachigen Handelsbereichs unter einem Dach zu vereinen und mit eigenen Niederlassungen eine lokale Präsenz an allen maßgeblichen deutschen und österreichischen Medienstandorten zu etablieren.

Überall dort wo Technik für die Produktion, Nachbearbeitung, Archivierung und Ausstrahlung von Film- , TV- und Videoinhalten professionell eingesetzt wird, ist die Unternehmensgruppe in der Lage, alle hierfür notwendigen Investitionsgüter, Zubehörartikel und Verbrauchsmaterialien der wichtigsten Hersteller der Branche zu liefern, diese zu integrieren und technischen Service bereitzustellen. In Deutschland und Österreich existieren zehn Vertriebsniederlassungen an den wichtigsten Medienstandorten.

Die Integration verkaufter Komponenten, aber auch Pre-Sales-Mehrwerte wie z.B. Planungen gewinnen einen höheren Stellenwert. Auch der technische Service wird wichtiger. Beide Bereiche erfordern personelle und infrastrukturelle Investitionen. Sie führen zu einer tieferen Wertschöpfung, verbessern die Margen und generieren weitere Alleinstellungsmerkmale.

Als strategische Ausrichtung soll zukünftig eine Wachstumsstory, die auf 3 Säulen gestützt ist, etabliert werden:

scrollen

Langfristiges organisches Wachstum im Handelsgeschäft

Buy-and-Build-Strategie durch gezielte Akquisitionen speziell im internationalen Bereich

Aufbau eines Medientechnologiekonzerns durch Akquisitionen, Unternehmensgründungen und digitale Eigenentwicklungen

Nachdem durch starkes organisches Wachstum in den letzten Jahren sowie einer Reihe von Unternehmenszukäufen im Handelsbereich in Deutschland die unangefochtene Marktführerschaft im deutschsprachigen Bereich erreicht wurde, soll in den nächsten Jahren die vakante Position des europäischen Marktführers angestrebt werden.

Da das Management feststellen musste, dass Wachstumsfinanzierungen der erforderlichen Dimension zur Umsetzung der Strategie durch Banken, Private Equity oder Private Debt schwer realisierbar waren, wurde nach umfassenden Diskussionen und Abwägung verschiedener Optionen entschieden, den Gang an die Börse zu wählen. Die Potentiale geeignete Finanzierungspartner zu finden und damit die Unternehmensziele langfristig realisieren zu können, erscheinen deutlich größer als im Private Equity Umfeld. Eine Voraussetzung dafür ist ein positives Sentiment im Börsensegment Small- und Mid-Caps sowie eine erfolgreiche Vermittlung der Unternehmensstory in den Kapitalmarkt.

Als Vehicle zum Eintritt in das Börsensegment Freihandel wurde der Reverse IPO als bester Weg angesehen. Dieses Vorgehen erschien besonders wegen der Möglichkeit sich schrittweise an den Kapitalmarkt anzunähern und alle Strukturen und Prozesse im Konzern auf die Anforderungen einer Börsenlistung umzustellen, die beste zu sein. Außerdem war es kostengünstiger im Vergleich zum klassischen IPO. Als "Mantelfirma" wurde die Palgon AG ausgewählt, die seit 2018 an der Börse Düsseldorf gelistet war. Nach Abschluss der Verhandlungen mit den Eigentümern der Palgon AG wurde am 18.11.2022 ein Einbringungs- und Kaufvertrag zwischen der Teltec AG und deren Hauptaktionärinnen BuCon GmbH und TFM GmbH sowie der Palgon AG und deren Hauptaktionärinnen Milaco GmbH und Trimax Capital SA geschlossen.

In einer Hauptversammlung der Palgon AG am 30.12.2022 wurden alle Beschlussfassungen realisiert, die zum Start des in Avemio AG umbenannten Unternehmens an der Börse Düsseldorf zum 01.01. 2023 erforderlich waren.

Danach sind 95% der Aktien an der Teltec-AG in die Palgon AG eingebracht worden. 5% werden treuhänderisch von der Avemio AG gehalten.

Anfang Mai 2023 wurde die Avemio AG in den Primärmarkt der Börse Düsseldorf aufgenommen und der Xetra-Handel der Aktien begonnen. Ein Designated Sponsoring mit der ICF Bank wurde gestartet.

Wegen der vereinbarten Lock-Up-Fristen waren lediglich 25.000 Aktien handelbar.

Das Management der Avemio AG, die Herren Ralf P. Pfeffer als CEO und Norbert Gunkler, der zum 01.05.2023 neu in das Unternehmen eingetreten ist, als CFO begann mit ersten Präsentationen und Investorenansprachen bei Kapitalmarktkonferenzen, um das Geschäftsmodell und die Wachstumsstory zu erläutern. Unterstützt wurde das Unternehmen dabei von der Investor Relations Beratung Cross Alliance und der ICF Investmentbank als Kapitalmarktpartner. Zum 01.08.2023 wurde der Vorstand um Steffen Schenk als COO erweitert, der zuvor bereits als Operativchef der Teltec AG fungierte.

Erste Schritte zur Umsetzung der Buy-and-Build-Strategie des Avemio Konzerns wurden mit zwei Unternehmensakquisitionen im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich realisiert. Der Erwerb der Fa. Janusz Rupik Professionelle Videotechnik Polska (PVP) in Polen, ein im lokalen Markt seit einigen Jahren tätiges Handelsunternehmen für Bewegtbildequipment, ist als Eintritt in die Internationalisierungsstrategie zu betrachten. Die Markterweiterung im Kerngeschäft wurde damit eingeleitet.

Der Weg zum Aufbau eines Medientechnologiekonzerns konnte mit dem Kauf der beiden Unternehmen MoovIT GmbH und MoovIT Software Partners GmbH mit Sitz in Köln beschritten. Das Geschäft der Fa. MoovIT lässt sich als Workflowoptimierung bei Bewegtbildproduktionen mittels Software und individuelle Dienstleistungen beschreiben. Mit einer cloudbasierten Neuentwicklung der Software soll das Unternehmen in den nächsten Jahren hohe Wachstumsraten erzielen.

2. Innovationen sowie Forschung & Entwicklung

Gegenstand der Tätigkeit ist die Realisierung technisch profunder Produkt- und Systemlösungen, so auch die Entwicklung innovativer Vertriebstools, Prozesse und Technologien.

Im Jahr 2021 erhielt die Teltec AG von der Staatskanzlei Hessen die Zusage für eine Subvention in Höhe von T€ 500,0. Es handelt sich um einen nicht zurückzahlbaren Zuschuss im Rahmen des Innovation-Förderprogramms Distr@l. Gegenstand der Förderung war eine digitale Produktinnovation mit der Bezeichnung "Conversational Expert System". Ziel des Projektes war die KI-basierte Unterstützung des B2B-Beratungsprozesses über eine Online-Konfigurationsplattform der Teltec. Die automatisierte Beratung der Kunden soll in möglichst natürlicher Sprache sowie unter Einbezug bereits geführter Dialoge (Gesprächshistorie von Bestandskunden) und der Informationen der vielen Bestands-Produkten erfolgen. Durch diese Prozessoptimierung wird das Personal der Teltec entlastet (nicht ersetzt), dem akuten Fachkräftemangel entgegengewirkt und der kundenorientierte Beratungsprozess sinnvoll ergänzt.

Die Entwicklung des "Conversational Expert Systems" legte den Grundstein für den Kl- Kompetenzaufbau. Es wurden Kl-Experten engagiert, um eigene Programmierungsressourcen und - Know-how zu schaffen. Mit diesen eigenen personellen Kapazitäten, aber durch die Start-ups geschaffene Ressourcen entsteht eine digitale Plattform mit dem Namen "TT-Connect", die auch die Aufgabe hat, verschiedene ERP-Systeme miteinander zu vernetzen, um SO unternehmensübergreifende Informationen zur Verfügung zu stellen.

Die Kosten für das Projekt betragen insgesamt ca. 1 Mio. €, d.h. über die o.g. Förderung hinaus, werden T€ 500 Eigenleistung erbracht. In dem Projekt sind 6 Mitarbeiter tätig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung war auch im Geschäftsjahr 2023 von den Nachwirkungen der Corona- Krise, insbesondere durch die hierdurch verursachten Einschränkungen in den Lieferketten, geprägt. Der andauernde Krieg durch den Angriff Russlands auf die Ukraine führte zu einer erheblichen Verlangsamung des globalen Wachstums.

Die durch den Krieg verursachte Inflation und die Ängste einer Ausweitung führten zu äußerst zurückhaltenden Investitionen in den meisten Branchen.

Dem Statistischem Bundesamt zufolge war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland mit einem Wert von -0,2% im Jahr 2023 leicht rückläufig. Für das Jahr 2024 wird nach derzeitiger Prognose mit - 0,4% eine anhaltend negative Entwicklung erwartet. In den Folgejahren werden sehr moderate Steigerungen zwischen 1 und 2% prognostiziert

Laut einer Studie von Fortune Business Insights aus dem Jahr 2023 wird in den nächsten Jahren die weltweite Nachfrage nach Broadcast-Equipment jährlich durchschnittlich um 17,6% wachsen und das Umsatzvolumen von 2,97 Mrd. USD im Jahr 2023 auf 3,37 Mrd. USD im Jahr 2024 auf 10,07 Mrd. US- Dollar in 2032 steigen.

Die Beratungsgesellschaft PwC analysiert in ihrer Studie "German Entertainment and Media Outlook 2023-2027" den deutschen Medien- und Unterhaltungsmarkt im Bereich der digitalen Angebote - einem der Zielmärkte des Konzerns.

Nach Angaben von PwC liegt das deutsche Umsatzvolumen im Jahr 2022 bei knapp 62,4 Milliarden Euro. Der Umsatz im Jahr 2020 lag im Vergleich dazu noch bei 57,4 Milliarden Dollar. Einen weiteren Anstieg auf 73,1 Milliarden Euro prognostiziert PwC bis 2027. Weltweit beläuft sich das Umsatzvolumen der Unterhaltungs- und Medienindustrie im Jahr 2022 auf rund 2,32 Billionen US-Dollar. Für den deutschen Unterhaltungs- und Medienmarkt wird bis 2027 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 2,1% erwartet. Hierbei ist die Digitalisierung der entscheidende Wachstumstreiber der Branche. Im Prognosezeitraum wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,5% erwartet.

Mit "Gaming" entstand in den vergangenen Jahren ein komplett neues Marktsegment, das über ein enormes Wachstumspotential verfügt und erst angefangen hat, den Bedarf nach professioneller Videotechnik zu entwickeln.

Darüber hinaus werden Wertschöpfungsketten verkürzt. Endkunden wie z.B. Kliniken und Theater benötigen nicht länger spezialisierte Systemhäuser zur Realisierung ihrer AV-Technik. Sie kaufen direkt beim qualifizierten Fachhandel ein und erhalten im Bedarfsfall sogar die Integrationsleistung aus der Unternehmensgruppe. Traditionelle Print-Unternehmen (Bild, Spiegel, Welt, Zeit etc.) steigen verstärkt in die Produktion und Distribution von Video-Content ein und digitalisieren ihre Vertriebswege und Geschäftsmodelle

Im Geschäftsjahr 2023 war wegen der dargestellten politischen und wirtschaftlichen Krisen eine Zurückhaltung bei Investitionen in weiten Teilen der Wirtschaft, aber auch speziell im Bewegtbildmarkt festzustellen. In den Budgets der Großkunden wurden signifikante Kürzungen vorgenommen, die zu rückläufigen Umsätzen insbesondere bei hochpreisigen Kameras aber auch bei anderem Equipment führten. Speziell zum Jahresende waren diese Effekte deutlich spürbar. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch den Streik der Autoren und Schauspieler in den USA, der einen deutlichen Rückgang von Kino- und Filmproduktionen nach sich zog und auch in Europa den Markt negativ beeinflusste.

Darüber hinaus wurden von den Herstellern im Jahr 2023 relativ wenige Innovationen in den Markt gebracht. Die Kaufanreize bei Kunden haben, auch vor dem Hintergrund knapper Budgets dadurch einen zusätzlichen Dämpfer erhalten.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

Das Geschäftsjahr 2023 des Avemio Konzerns war im Kerngeschäft des Handels mit Bewegtbildequipment als schwierig zu bezeichnen. Sowohl die allgemeine wirtschaftliche Lage als auch branchenbezogene Probleme beeinträchtigten die Geschäftsentwicklung negativ. Während im ersten Halbjahr ein relativ stabiles Geschäft im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen war, brach der Umsatz insbesondere zum Jahresende deutlich ein. Dies war vor dem Hintergrund einer im 4. Quartal saisonal ansteigenden Erlösentwicklung besonders signifikant. Wesentliche Gründe dafür waren, neben den bereits dargestellten ungünstigen Bedingungen im wirtschaftlichen Umfeld, die niedrigeren Investitionsbudgets speziell bei größeren Kunden, die zum Jahresende bereits ausgeschöpft waren. Das wichtige Geschäft mit hochpreisigen Kameras litt dadurch besonders. Diese Entwicklung war branchenspezifisch und kann nicht als individuelles Problem der Avemio Group gesehen werden.

Dennoch konnte Avemio mit einem Handelsumsatz in Höhe von 96,1 Mio. € zwar den Vorjahreswert von 108,7 Mio. € (Vergleichswert der Teltec-Gruppe 2022) nicht erreichen, schloss aber mit einem positiven EBIT von 0,6 Mio. € für den Bereich ab. Unter Berücksichtigung des negativen Ergebnisses der neu akquirierten polnischen Firma PVP, die sich in einer Umstrukturierungsphase befindet, zeigt sich damit eine anhaltende Profitabilität des Kerngeschäfts auch in schwierigen Zeiten. Die wichtige Kennzahl der Rohertragsmarge im Handelsgeschäft erweist sich mit einem Wert von 16,7% vom Umsatz (Vorjahr: 17,1 %) als stabil. Es zeigt sich, dass es keinen Preisverfall in der Branche gegeben hat, was in derartigen Situationen z.B. durch Dumping-Aktionen generell als Gefahr entstehen könnte. Die im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2023 erstellte Gesamtjahresplanung von 110 Mio. € für den Handel wurde klar verfehlt und führte wegen des um über 14 Mio. € niedrigeren Umsatzes zu einem geringeren Rohertrag von 2,4 Mio. €, der sich annähernd in gleicher Höhe im EBIT niederschlug.

Im Jahr 2022 wurde die zukunftsweisende Entscheidung getroffen, als zweites Standbein neben dem Handelsgeschäft in Start-ups im Software- und Cloudsegment zu investieren. Der Fokus lag auf innovativen Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf die Bewegtbildproduktion bzw. deren Unterstützung ausgerichtet ist. Die Beteiligungen sind alle mehrheitlich, sodass im Rahmen des Avemio Konzernabschlusses eine Vollkonsolidierung erfolgt. Alle Unternehmen befanden sich im Geschäftsjahr 2023 in der Einstiegsphase in das operative Geschäft bzw. im Fall der Fa. Obvious Future GmbH noch in der Produktentwicklung.

Hinzu kamen mit wirtschaftlicher Übernahme zum 01.09.2023 die beiden Unternehmen MoovIT GmbH und MoovIT Software Products GmbH mit Sitz in Köln. MoovIT ist seit mehr als zehn Jahren im Markt für den optimierten Workflow bei Bewegtbildproduktionen tätig. Eine Softwareneuentwicklung, vorgestellt im Frühjahr 2024, lässt signifikante Umsatzsteigerungen in den kommenden Jahren erwarten. Der Jahresüberschuss von 0,1 Mio. € wurde an die Muttergesellschaft ausgeschüttet, während die Konsolidierung zum Tag des wirtschaftlichen Übergangs anteilig begonnen wurde. Somit wurden von 5,4 Mio. € Jahresumsatz 1,8 Mio. € in der GuV konsolidiert.

Insgesamt erzielte der Software Bereich € 2,9 Mio. Umsatz und ein negatives EBIT in Höhe von 1,1 Mio. €. Dieser Wert ist im Wesentlichen bedingt durch, analog zum Handelsgeschäft, rückläufige Geschäfte im 2. Halbjahr und erhöhte Produktentwicklungsaufwendungen. Auch in diesem Geschäftsfeld sind in 2024 Maßnahmen zur deutlichen Verbesserung der Ertragslage eingeleitet worden. Außerdem konnte die Fa. Obvious Future erste Umsätze realisieren.

Die Avemio AG fungiert als Managementgesellschaft, in der alle mit dem Börsengang und den damit verbundenen Aktivitäten enthalten sind. Das EBIT belief sich auf - 0,5 Mio. €.

Bei der Berechnung des operativen EBITs im Avemio Konzern ist zu berücksichtigen, dass von den Abschreibungen in Höhe von insgesamt 2,6 Mio. €, 1,7 Mio. € planmäßige Abschreibungen auf den Goodwill, der bei Akquisitionen in den vergangenen Jahren entstanden ist sowie durch die Einbringung der Teltec-Gruppe in die Palgon AG (ab 1.1.2023 Avemio AG) aktiviert wurde, resultieren.

Somit wurde ein Konzernumsatz von 99,2 Mio. € und ein operatives EBIT von -1 Mio. € erzielt. Das EBITDA belief sich auf 0 Mio. €.

Der Jahresfehlbetrag im Konzern in Höhe von 3,4 Mio. € beträgt bezogen auf das operative Ergebnis 1,8 Mio. €.

Diese Ergebnisse liegen aus den o.g. Gründen deutlich unter den Planungen, die im 1. Halbjahr 2023 für das Geschäftsjahr erstellt wurden. Die veröffentlichten Erwartungen lagen bei einem Umsatz von 120 Mio. € (bei ganzjähriger Konsolidierung der Firmen MoovIT und MSP) und einem EBITDA von 5 Mio. €. Der Vorstand hat am 23.01.2024 nach Vorliegen erster Teilergebnisse eine Prognoseanpassung publiziert und im Rahmen eines Conference Calls gegenüber von interessierten Aktionären erläutert. Am 24.06.2024 wurde nach der Finalisierung der Jahreszahlen eine weitere Anpassung per Ad Hoc- Mitteilung veröffentlicht.

Ertragslage

Die Ertragslage des Konzerns stellt sich nach wirtschaftlichen Kriterien wie folgt dar:

scrollen
2023
TEUR in %
Umsatzerlöse 99.154 100,0
Bestandsveränderung -14 0,0
Gesamtleistung 99.140 100,0
Andere aktivierte Eigenleistungen 754 0,1
sonstige betriebliche Erträge 797 0,1
Materialaufwand -81.731 -82,4
Rohertrag 18.960 19.1
Personalaufwand -12.254 -12,4
Abschreibungen -2.557 -2,6
sonstige betriebliche Aufwendungen -6.754 -6,8
Betriebsergebnis (EBIT) -2.605 -2,6
Finanzergebnis -546 -0,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -290 -0,3
sonstige Steuern -9 0,0
Jahresüberschuss/​-fehlbetrag -3.450 .3,4

Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich nach wirtschaftlichen Kriterien wie folgt dar:

scrollen
31.12.2023 31.12.2022
TEUR in % TEUR in %
Immaterielle Vermögensgegenstände 20.774 41,1 0 0,0
Sachanlagen 1.229 2,4 0 0,0
Finanzanlagen 279 0,5 0 0,0
Anlagevermögen 22.282 44,0 0 0,0
Vorräte 15.129 29,9 0 0,0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.460 14,7 0 0,0
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei 5.427 10,8 166 100,0
Umlaufvermögen 28.016 55,5 166 100,0
Rechnungsabgrenzungsposten 284 0,5 0 0,0
Aktiva 50.582 100,0 166 100,0
Eigenkapital 26.346 52,1 161 97,0
Rückstellungen 790 1.6 0 0,0
Verbindlichkeiten 22.892 45,3 5 3,0
Rechnungsabgrenzungsposten 132 0,2 0 0,0
Passive latente Steuern 422 0,8 0 0,0
Passiva 50.582 100.0 166 100,0

Zum 1.1.2023 wurde die Teltec-Gruppe als Sacheinlage in die Palgon AG mit einem konservativ berechneten Wert von insgesamt 23,4 Mio. € zu 95% eingebracht. Das Unternehmen wurde in Avemio AG umbenannt. Dieser Betrag spaltet sich im Eigenkapital in das eingebrachte Stammkapital, die Kapitalrücklage und den Gewinnvortrag auf. Der darüberhinausgehende Wert erhöht den Geschäfts- und Firmenwert um 11,3 Mio. €, sodass eine Gesamtsumme von 18,0 Mio. € inklusive der bereits bestehenden Aktivierungen von zurückliegenden Unternehmensakquisitionen der Teltec AG sowie der MoovIT und MSP entsteht. Die Abschreibungsperiode für den Geschäfts- und Firmenwert beträgt 10 Jahre.

Es besteht weiterhin die stille Beteiligung der BMH in Höhe von 2,2 Mio. €, die als Minderheitsbeteiligung neben den 5% Anteilen an der Teltec AG für außenstehende Aktionäre in der Position "nicht beherrschende Anteile" im Eigenkapital ausgewiesen wird.

Das Eigenkapital des Avemio Konzerns beträgt 26,3 Mio. €, sodass sich eine Eigenkapitalquote von 52,1 % errechnet. Damit besteht eine sehr solide Basis für den Konzern und dessen zukünftige Entwicklung.

Das Working Capital, berechnet aus der Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von 13,4 Mio. € bewegt sich auf einem stabilen Niveau im Vergleich zu den Vorjahreswerten der Teltec Gruppe. Die Kennzahl "Days Sales Outstanding" im Bezug auf die Kundenforderungen liegt mit 16,6 Tagen äußerst niedrig. Z.T. ist dies durch eine Inanspruchnahme von Factoring bei einigen Kunden zu begründen. Andererseits sind die Zahlungsziele grundsätzlich niedrig.

Das Vorratsvermögen als wesentliche Zahl im überwiegend vom Handel geprägtem Geschäft des Avemio Konzerns ist mit 15,1 Mio. € relativ hoch. Das Dispositionsverhalten war im Jahr 2023 noch geprägt von Lieferkettenproblemen in den zurückliegenden Jahren, sodass entsprechend vorsichtig agiert wurde, um keine Umsätze wegen zu später oder nicht möglicher Lieferfähigkeit zu verlieren. Die Kennzahl der Lagerumschlagshäufigkeit, also der Materialeinsatz bezogen auf den Lagerbestand zum Jahresende ist mit einem Wert von 5,3 in Anbetracht der großen Zahl von Produkten im Sortiment als gut einzustufen. Das Abwertungsrisiko bei längeren Lagerdauern einzelner Artikel kann als gering bewertet werden, weil die Innovationsrate der Hersteller nicht sehr groß ist und ein sehr zeitnahes Überwachungssystem praktiziert wird, das zu schnellen Abverkäufen von älteren Artikeln führt, bevor diese obsolet werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 14,0 Mio. €. Es handelt sich größtenteils um langfristige Darlehen bei drei Geschäftsbanken, von denen zwei planmäßig getilgt wurden, während ein neuer Kredit aus dem Jahr 2023 noch nicht in der Rückzahlungsphase war. Bei einem Liquiditätsbestand von 5,4 Mio. € waren nicht beanspruchte Kontokorrentlinien von 2,3 Mio € vorhanden. Insgesamt kann die bilanzielle Lage des Konzerns somit als solide und stabil betrachtet werden.

Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

scrollen
2023 2022
TEUR in % TEUR in %
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/​-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -3.451 100 -7 100
Abschreibungen/​Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.557 -74,1 0 0
Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen -130 3,8 -7 100
Zunahme/​Abnahme kurzfristiger Aktiva -697 20,2 40 -571,4
Zunahme/​Abnahme kurzfristiger Verbindlichkeiten -1.197 34,7 0 0
Gewinn/​Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -37 1,1 0 0
Zinsaufwendungen/​Zinserträge 655 -19 0 0
Sonstige Beteiligungserträge -108 3,1 0 0
Ertragsteueraufwand/​-ertrag 290 -8,4 0 0
Ertragsteuerzahlungen -1.505 43,6 0 0
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.623 105 26 -371,4
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens -904 26,2 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 124 -3,6 0 0
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens -497 14,4 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -103 3 0 0
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -3.054 88,5 0 0
Erhaltene Zinsen 67 -1,9 0 0
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -4.367 126,5 0 0
Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter -90 2,6 0 0
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 4.500 -130,4 0 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -3.075 89,1 0 0
Gezahlte Zinsen -722 20,9 0 0
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 613 -17,8 0 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -7.376 213,7 26 -371,4
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 27 0
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 12.610 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 166 140
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.427 166

Mit der Ausstattung an Finanzmitteln in Höhe von 5,4 Mio. € bei 2,3 Mio. € freien Kontokorrentlinien ist die bereits beschriebene Stabilität des Konzerns gewährleistet. Die Reduzierung der liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2023 lag mit 7,4 Mio. € auf einem sehr hohen Niveau. Im Einzelnen resultierte diese Entwicklung aus folgenden Bereichen:

scrollen

Der negative Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 3,6 Mio. € resultiert im Wesentlichen mit 1 Mio. € aus dem Jahresverlust abzüglich der Abschreibungen, aus einer Erhöhung der Bestände und Forderungen mit 0,7 Mio. € und Verminderung der Verbindlichkeiten aus L+L und anderen Positionen von 1,1 Mio. € sowie hohen Ertragssteuerzahlungen durch die Gewinne der Vorjahre von 1,5 Mio. €.

Der Cash Flow für Investitionen lag mit 4,3 Mio. € sehr hoch. Die Auszahlungen für akquirierte Unternehmen in Höhe von 3,0 Mio. € waren dabei der deutliche größte Anteil, während die Sachanlageinvestitionen mit 0,5 Mio. € auf normal niedrigem Niveau lagen und die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenständen; im Wesentlichen selbsterstelle Softwareprodukte mit 0,9 Mio. betrugen.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit mit 0,6 Mio. € war vergleichsweise gering. Im Geschäftsjahr 2023 erhielt der Konzern ein Darlehen in Höhe von 4,5 Mio. € von der VR Bank. Andererseits wurden bei den beiden bestehenden Krediten insgesamt 2,5 Mio. € planmäßig getilgt.

III. Operative Steuerungs- und Controlling-Maßnahmen und Risiko-Management- Systeme

Ziel der organischen und anorganischen Wachstumsstrategie ist die Verbesserung der Profitabilität des Konzerns. Dabei ist die Strategie darauf ausgerichtet zum einen im Handelsgeschäft die Erträge durch Optimierung der Strukturen und Prozesse sowie durch profitable Akquisitionen zu verbessern, zum anderen vermehrt in IT- und Kl-basierte Geschäftsmodelle zu investieren, da in dieses Marktsegment ertragsstärker und zugleich komplementär zu dem bestehenden Handelsschwerpunkt ist.

Um eine Bestandsgefährdung des Konzerns zu vermeiden, werden Chancen und Risiken mit Sorgfalt geprüft und die jeweiligen Maßnahmen darauf abstimmt. Das operative Geschäft wird im Rahmen eines monatlichen Abgleichs der Ist-Zahlen mit der Planung gesteuert und wann immer notwendig an die Gegebenheiten angepasst, um die Auswirkungen vorauszusehen und ggf. Justierungen vorzunehmen.

Mit einer zeitnahen Liquiditätsplanung werden die Cash-Positionen gesteuert, dies wird um einen regemäßigen Bankenspiegel ergänzt.

IV. Prognosebericht

Die Unternehmensgruppe hat im Geschäftsjahr 2023, wie dargelegt, einen erheblichen Rückgang der Erlöse und einen Einbruch der Profitabilität hinnehmen müssen. Dennoch wurde die finanzielle Stabilität gesichert, sodass die Umsetzung der Strategie weiterhin aktiv verfolgt werden kann.

Die Coronakrise beschleunigte den strukturellen Wandel der Medienindustrie, von dem der Konzern als Technologielieferant mit seiner herstellerunabhängigen Marktpositionierung profitierte. Weitere Expansion, insbesondere die Internationalisierung des Geschäftsmodells, ist geplant. Übernahmeziele sind bereits identifiziert. Im Zuge der Internationalisierung sind weitere Unternehmenszukäufe im Rahmen der Buy-and-Build-Strategie vorgesehen.

Die Umsetzung des Reverse IPO wurde im Jahr 2023 realisiert und der Eintritt in den Primärmarkt der Börse Düsseldorf erreicht.

Der Vorsitzende des Vorstands der Teltec AG wurde zum Vorstandsvorsitzenden der Avemio AG berufen. Auch der Operativchef der Teltec, Steffen Schenk, übernahm zwischenzeitlich in der nunmehrigen Konzernmutter die Position des COO. Die beiden Vorstände behalten ihre Organstellung in der Teltec AG, sie werden im Vorstand der Avemio AG von Herrn Norbert Gunkler in der Funktion des Finanzvorstands ergänzt. Damit ist der Konzern personell gut aufgestellt.

Mit der erfolgreichen Übernahme der polnischen PVP konnte ein erster Schritt zur Internationalisierung im Bereich des Handels in das nicht deutschsprachige Ausland umgesetzt werden. Die Transformation von Handelsgruppe zum Medientechnologiekonzern wurde mit der Akquisition der MoovIT GmbH und MoovIT Software Partners GmbH erfolgreich eingeleitet.

Die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen mahnen zur Vorsicht. Durch den Ukrainekrieg, dem damit einhergehenden gestiegenen Zinsniveau und den erwartbaren konjunkturellen Eintrübungen können die organischen Wachstumserwartungen für 2024 nur sehr zurückhaltend beurteilt werden.

Die aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten erhöhen den Konsolidierungsdruck im hoch fragmentierten europäischen Marktumfeld. Wie bereits in den Jahren 2017 bis 2023 erfolgreich praktiziert, wird im Rahmen der nunmehr international vorangetriebenen Buy-and-Build-Strategie die Konsolidierung in Europa umgesetzt und die damit einhergehende europäische Marktführerschaft angestrebt.

Unter Berücksichtigung des unsicheren konjunkturellen Umfelds und der damit verbundenen Investitionszurückhaltung wird im Geschäftsjahr 2024 für das Handelsgeschäft eher eine weitere Reduzierung des Umsatzes im Vergleich zu 2023 in einer Bandbreite bis zu 2% erwartet. Im Medientechnologiebereich kann durch eine gute Auftragslage andererseits mit einer erheblichen Steigerung gerechnet werden.

Insgesamt wird lt. Planung ein Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr von rund 1 bis 4 % verbessert erwartet.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden eine Reihe von Maßnahmen zur Kostenreduzierung ergriffen, um der anhaltend schwierigen konjunkturellen Lage zu begegnen. Die Integration der in den letzten Jahren akquirierten Unternehmen wird deutlich beschleunigt, um weitere Synergiepotentiale im Kostenbereich zu heben. Die daraus resultierenden Einsparungen erstrecken sich über alle Funktionen der Unternehmen, besonders in der Logistik, dem Einkauf und dem kaufmännischen Bereich. Ziel ist, im Jahr 2025 eine nahezu vollständige Integration sowohl organisatorisch und als auch gesellschaftsrechtlich aller Handelsunternehmen auf die Teltec AG zu erreichen. Dabei wird dem Umstand Rechnung getragen, dass ein zukünftiges Unternehmenswachstum in der schlankeren Kostenstruktur möglich ist. Wegen verschiedener Sonderkosten im Zuge der Restrukturierung des Handelsbereichs wird die Kosteneinsparung im Jahr 2024 noch auf geringem Niveau erwartet und erst ab 2025 in vollem Umfang ergebnisrelevant werden.

Das Konzernergebnis soll danach auf EBIT-Basis im Break-Even-Bereich liegen.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a. Weltwirtschaftliche und globale Risiken

Ereignisse, die zu weltwirtschaftlichen Eruptionen und damit verbundenen Verwerfungen führen könnten, waren in unseren Erwartungen der vergangenen Jahre stets vorhanden. Sie wurden von uns identifiziert, bleiben latent, wurden durch die Coronakrise und den sich anschließenden Ukrainekrieg forciert. Damit verbunden ist eine generelle Verunsicherung und Vorsicht in den meisten wirtschaftlichen Segmenten, die sich auch in die Branche Medien deutlich bemerkbar machte

Der Ukraine-Krieg führte ab März 2022 unmittelbar zu einer angebotsinduzierten Erhöhung der Preise, vor allem im Energiebereich. Die Inflation hatte allerdings bereits zuvor durch die pandemiebedingten Lieferkettenprobleme durch Angebotsverknappungen an Fahrt aufgenommen. Die weltweite Geldpolitik der Zentralbanken, insbesondere der EZB, haben im Rahmen der Bewältigung vieler Krisen in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit ihrer Geldmengenausweitung nachfrageseitig einen Nährboden bereitet, auf dem nunmehr über eine längere Zeit mit größeren Preissteigerungen gerechnet werden muss. Diese Entwicklung hat zu einem hohen Zinsniveau geführt, das Investitionszurückhaltungen zur Folge hat und insbesondere in Europa die konjunkturelle Entwicklung bremst.

Es muss damit gerechnet werden, dass es in den kommenden Jahren sogar zu einem Schrumpfen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kommt. Diese Phase sogenannter Stagflation wird von nachhaltigen Restrukturierungsmaßnahmen der nationalen und internationalen Wirtschaft begleitet sein. Dies mahnt zum einen zu vorsichtigem Geschäftsgebaren, bietet andererseits dem Marktführer im deutschsprachigen Bereich aber auch Chancen.

Die USA und China, können - jeweils einzeln - die Weltwirtschaft in einen Abwärts-Sog ziehen, wenn die Prognosen weniger optimistisch ausfallen und/​oder das Vertrauen in das politische Führungspersonal verloren geht. Politisch autoritäre Strömungen bedrohen Demokratien und damit auch die Stabilität damit verbundener Politik- und Wirtschaftsordnungen.

Diese Tendenzen mahnen zur Vorsicht. Es ist nicht auszuschließen, dass es selbst bei zeitnaher Beendigung der Kriegshandlungen auf europäischem Boden zu einer mittelfristigen Eintrübung des konjunkturellen Umfelds kommt. Notwendige Bereinigungen und Restrukturierungen ganzer Branchen, Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten sowie die Anstrengungen, die dem Klimawandel entgegenwirken sollen und müssen, werden die Konjunktur mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren tendenziell negativ beeinflussen. Es bleibt auch zukünftig das Credo der Unternehmensgruppe, das weitere Wachstum aus einer soliden Eigenkapital- und Liquiditätsposition heraus zu betreiben. Allerdings wird auch der Mindset aufrechterhalten, die Chancen zu nutzen, die sich aus jeder Krise ergeben.

b. Branchenspezifische Risiken

Die Medienbranche befindet sich im Wandel. Für jede/​n Einzelne/​n ist die rasante Veränderung spürbar, denn sie dringt in unserer aller Alltag. Dazu zählen nicht nur die Veränderungen in der Art und Weise wie klassisches Fernsehen konsumiert wird (Smart-TV-Apps, Netflix, YouTube etc.).

Die gesamte Medienrezeption verändert sich. Fernsehen, Tablet, Computer und Handy. Monitore mit Bewegtbildinhalten sind für Konsumenten bereits allgegenwärtig. Social Media-Angebote, die heute ohne Bewegtbild nicht mehr auskommen, werden zunehmend kommerzialisiert und monetarisiert. Die voranschreitende Virtualisierung unseres Alltags (Stichwort: Metaverse) bedarf professioneller Produktion mit den von uns angebotenen Technologien.

Grundsätzlich existiert das Risiko, dass Trends verpasst werden. Die eruptiven Veränderungen in der Covid 19-Krise haben allerdings eindrucksvoll gezeigt, dass man als Single-Source-Anbieter auch auf drastische Veränderungen der Nachfrage mit einem hochflexiblen Geschäftsmodell und einem sehr breiten Produktportfolio schnell reagieren konnte.

c. Ertragsorientierte Risiken

Die Restrukturierungen der Branche, die Änderungen von Marktstrukturen, die geringere Anzahl von Händlern und eine unaufhaltsame Internationalisierung bergen Risiken. Es könnte im Rahmen dieses Konzentrationsprozesses, aus dem wenige große Händler hervorgehen und viele kleine Anbieter vom Markt verschwinden werden, zu einem Preiswettbewerb kommen, der sich negativ auf die Margen auswirkt. Hierdurch würde der Konzentrationsprozess der Handelsstrukturen beschleunigt, von dem die Unternehmensgruppe als größter kontinental-europäischer Handelspartner mit seiner Wachstumsstrategie profitieren würde.

Das größte Risiko besteht darin, sich den unabwendbaren Veränderungen durch Nichtstun zu entziehen. Insoweit sollen die stattfindenden Prozesse eher angeführt werden, als ihnen hinterherzulaufen oder sich ihnen gar zu verschließen.

Im Rahmen notwendiger Organisationszusammenführung von akquirierten Unternehmen ergeben sich latente Risiken, die darin bestehen, dass es durch die erforderlichen Maßnahmen kurzfristig zu einer Defokussierung des Managements kommt, wodurch das organische Wachstumspotential des Konzerns nicht ausreichend ausgeschöpft werden könnte.

Diese organisatorische Zusammenführung von Konzerneinheiten und damit zusammenhängende personelle Veränderungen werden nicht völlig friktionsfrei verlaufen. Jedoch, mit der Anzahl der Führungskräfte und dem im Management vorhandenen Know-how sieht die Unternehmensgruppe dieser Herausforderung optimistisch und gelassen entgegen.

d. Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Mit einem Planungssystem und einem regelmäßigen Soll-Ist-Abgleich kann zeitnah auf Veränderungen reagiert werden. Es können abrupte externe Erschütterungen in Szenarioanalysen durchgerechnet und zeitnah auf Planabweichungen reagiert werden, wie dies zuletzt in der Corona- Krise passiert ist.

Es bestehen ausreichend dimensionierte Kontokorrentlinien für kurzfristige Maßnahmen. Darüber hinaus steht das Instrumentarium mittelfristiger Darlehensaufnahmen und Einwerbung von weiterem Eigenkapital zur Verfügung.

2. Chancenbericht

Die erreichte Marktposition des Avemio-Konzerns, insbesondere durch ihre herstellerunabhängige Aufstellung, hält viele Wachstumschancen bereit. Von Marktteilnehmern werden zunehmend professionelle Unternehmensstrukturen verlangt, die kleinere, meist allzu techniklastige Wettbewerber nicht ausreichend leisten können. Die Veränderungen der Branche werden durch externe Ereignisse, wie den Ukrainekrieg, Konjunkturabschwächungen o.ä. beschleunigt.

Eine Internationalisierung der Handelsstrukturen des Broadcast-Marktes ist jetzt erst möglich, weil sich u.a. nationale und regionale Sendestandards durch die Digitalisierung und damit einhergehenden Deregulierungen erst kürzlich vereinheitlichten. Gleichzeitig verschwinden Abgrenzungen einzelner Marktsegmente, die vor Kurzem noch autarke Hersteller-, Distributions-, und Händlerstrukturen hatten. Es entsteht ein einziger, großer Bewegtbildmarkt mit etablierten sowie vielen neuen und innovativen Herstellern.

Die Unternehmensgruppe profitiert mit ihrer Strategie von der ohnehin stattfindenden Konsolidierung der Branche und dem gleichzeitigen Zusammenwachsen verschiedener Marktsegmente im Bewegtbildsektor, aber auch von der Abschwächung der Konjunktur, der kleinere Unternehmen kaum etwas entgegenzusetzen haben. Das Management sammelte in den 30 Jahren ausreichende Krisenerfahrung, um auch schwierige Situationen zu beherrschen und gestärkt daraus hervorzugehen.

Als deutscher Marktführer bestehen nunmehr gute Chancen, die vakante Position eines europäischen Marktführers einzunehmen und zu einem internationalen Player zu avancieren. Hierzu ist eine Wachstumsstrategie notwendig, die bisher bei noch keinem europäischen Wettbewerber identifiziert werden konnte. Die administrativen und steuerrechtlichen Hürden sind hoch. Diese zu überwinden, verschafft neben dem Faktor Größe, der damit verbundenen Einkaufsmacht sowie den einhergehenden Skaleneffekten weitere Wettbewerbsvorteile.

Die Digitalisierung interner Unternehmensprozesse erfolgte durch die Einführung und kontinuierliche Weiterentwicklung eines neuen, konzernweit eingesetzten Warenwirtschaftssystems (ERP). Dies ermöglicht eine organisatorische Zusammenführung der Konzernunternehmen. Im Rahmen dieser Prozessoptimierung werden nicht unerhebliche Kosteneinsparpotentiale durch die Zentralisierung bisheriger Unternehmenseinheiten (Management, Einkauf, Marketing, Buchhaltung, Lager und Logistik etc.) identifiziert.

Die Digitalisierung und damit verbundene Optimierung von Prozessen werden von Investitionen in KI- Prozesse unterstützt. Es werden große Anstrengungen unternommen, um von der marktdominierenden deutschen Handelsgruppe in einen international agierenden Medientechnologiekonzern zu transformieren.

 

Frankfurt am Main, den 27. Juni 2024

gez. Ralf P. Pfeffer, Vorsitzender des Vorstands, CEO

gez. Norbert Gunkler, Vorstand, CFO

gez. Steffen Schenk, Vorstand, COO

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Avemio AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Avemio AG, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Avemio AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

scrollen

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

scrollen

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher, als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Kreuznach, 27.06.2024

RGW CONTENT GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Niclas Reiniger, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

gemäß § 171 AktG für die Avemio AG

1. Ergebnis der Prüfung

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss zum 31.12.2023 geprüft.

Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss der Avemio AG für das Geschäftsjahr 2023; der Konzernabschluss ist damit festgestellt.

2. Prüfung der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat hat sich aufgrund regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichterstattung durch den Vorstand gemäß § 90 AktG über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft laufend informiert. Inhaltlich wurden die Handlungen des Vorstands in Bezug auf Rechtmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft. Die Überprüfung der Geschäftsführung ergab keine Beanstandungen.

 

Frankfurt, den 27. Juni 2024

gez. Dr. Erwin Herresthal, Aufsichtsratsvorsitzender