WSP Deutschland AGMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016WSP Deutschland AG, München - im Folgenden kurz: WSP AG oder Gesellschaft -1. Grundlagen der Gesellschaft1.1. Organisatorische und rechtliche Struktur Die WSP Deutschland AG ist ein führender deutscher Anbieter von spezialisierten und integrierten Ingenieurleistungen für Gebäude und natürliche Umwelt. Von sechs Standorten in Deutschland (München, Düsseldorf, Hamburg, Würzburg, Frankfurt, Berlin) aus erbringt die Gesellschaft mit rd. 176 Mitarbeitern, davon rd. 104 Ingenieuren und Architekten, Planungs-, Beratungs- und Managementleistungen für Bauprojekte aller Größenordnungen. Die WSP AG ist ein Konzernunternehmen der WSP Global Inc, Montreal, Kanada, einem internationalen börsennotierten Planungs- und Beratungskonzern mit rd. 39.000 Mitarbeitern in über 500 Büros auf allen fünf Kontinenten. Die WSP AG bietet überwiegend ihre Dienstleistungen Drittkunden außerhalb des Konzernverbundes im Inland an. Rechtliche Grundlage für die Geschäftstätigkeit bildet dabei in Deutschland insbesondere die Honorarordnung der Architekten und Ingenieure (HOAI). Als Alleinvorstand ist Petr Bilek bestellt, er ist zugleich Chief Operating Officer der WSP Central Europe. Die negative Entwicklung der Ertragslage in den Vorjahren machte eine umfassende Restrukturierung der Gesellschaft unumgänglich. Neben der Straffung des Angebotsportfolios und der Reduzierung der Standorte sowie einem verbesserten Risiko- und Projektmanagement wurde die Anzahl der Mitarbeiter an die neuen Strukturen angepasst. Die vorgenommenen Restrukturierungsmaßnahmen haben sich auch auf die Ertragslage im Geschäftsjahr 2016 ausgewirkt. Durch die Neuausrichtung wird sich die Gesellschaft zukünftig auf die Kernkompetenzen höherwertiger Dienstleistungen bei erfahrungsbasierten Beratungsleitungen im Ingenieurbereich fokussieren. Die WSP AG war im Geschäftsjahr 2016 jeweils als Alleingesellschafterin an der WSP CBP Airport GmbH, München, an der WSP Consult GmbH, Frankfurt am Main, und an der WSP CBP Ingenieurbau GmbH, München, beteiligt. Die WSP CBP Airport GmbH und die WSP Consult GmbH wurden auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 21. Juli 2017 sowie des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen der übertragenden Gesellschaften vom 21. Juli 2017 mit der WSP AG als übernehmendem Rechtsträger verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 5. September 2017 in das Handelsregister eingetragen. 1.2. Niederlassungen, Geschäftsfelder und Dienstleistungen Die WSP Deutschland AG deckt derzeit das gesamte Spektrum der Ingenieurleistungen im Zusammenhang mit Gebäuden in den Geschäftsbereichen Baumanagement, Projektmanagement, Technische Ausrüstung sowie Energie und Umwelt ab. Es werden Planungsleistungen für Neu- und Umbaumaßnahmen, Altbausanierungen und Bestandsaufnahmen sowie Gutachten und Zertifizierungen angeboten. Die Dienstleistungen erstrecken sich dabei über alle Leistungsphasen der HOAI. Die Niederlassungen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, München und Würzburg werden jeweils als eigene Profit Center geführt. Die Angebotspalette umfasste alle bedeutenden Sektoren in der Bauwirtschaft: Bahn & Schiene, Bildung, Büro & Verwaltung, Bund & Länder, Flughäfen, Forschung, Gesundheit, Handel & Logistik, Hotel & Gastronomie, Industrie & Anlagen, Infrastruktur und Erschließung, Kultur, Sport & Freizeit, Wohnungsbau sowie Umwelt. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft befindet sich trotz des schwierigen internationalen Umfeldes in einer guten Verfassung. Im Jahr 2016 ist das Bruttoinlandsprodukt gegenüber den Vorjahren preisbereinigt um 1,9 Prozent gestiegen. Die mit der wirtschaftlichen Entwicklung verbundenen positiven Effekte auf dem Arbeitsmarkt - z. B. durch steigende Einkommen - bilden bei einem gemäßigten Anstieg der Verbraucherpreise günstige Rahmenbedingungen für die privaten Haushalte. Diese haben gegenüber den letzten Jahren ihre Konsumausgaben deutlich erhöht und investieren verstärkt in Wohnbauten. Dem gegenüber erzielte der Staatshaushalt im Jahr 2016 einen Überschuss in Höhe von 0,6 Prozent in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt. Die verbesserte Lage der öffentlichen Haushalte ermöglicht steigende Ausgaben des Staates für Konsum und Investitionen. Der Staat setzt neben öffentlichen Sanierungs- und Neubauprojekten verstärkt auf Investitionen in die Verkehrswege, um Wohlstand und Wirtschaftswachstum durch eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur zu sichern. Der Welthandel bleibt dagegen verhalten und könnte zudem durch protektionistische Strömungen beeinträchtigt werden. Bedeutsame Risiken ergeben sich insbesondere aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld. Dies dämpft die Aussichten für die Exporte und damit auch die Investitionsneigung der Unternehmen in Ausrüstungen und Gebäude. Die allgemeine konjunkturelle Situation wirkt sich unmittelbar auf die Bauwirtschaft aus und hat dadurch Einfluss auf die Nachfragesituation von Ingenieurdienstleistungen. Die Nachfrage auf dem Markt der Planungsunternehmen für Gebäude und Infrastruktur spiegelt sich durch die längeren Projektlaufzeiten in der Regel zeitverzögert zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wider. 2.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Typisch für das Geschäft der WSP Deutschland sind langfristige Projekte, die im Wesentlichen über Werkverträge abgewickelt werden und erst bei vollumfänglicher Erbringung der werkvertraglichen Leistung umsatzerlöswirksam werden. Dadurch können sich erhebliche Schwankungen der Umsatzerlöse ergeben. Branchenbedingt zeigt die Betriebsleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung) die wirtschaftliche Wertschöpfung eines Jahres, da sie neben den Umsatzerlösen der schlussgerechneten Projekte auch die Veränderungen der unfertigen Leistungen einschließt. Der Geschäftsverlauf im Jahr 2016 entwickelte sich insgesamt in Bezug auf die Betriebsleistung positiv gegenüber dem Vorjahr. Besonders erfreulich war die Geschäftslage in der Niederlassung Düsseldorf, in welcher mit stabilem Personalstamm interessante neue Aufträge sowohl bei bestehenden Kunden als auch bei Neukunden akquiriert und umgesetzt werden konnten. Auch für die Standorte Frankfurt und Hamburg entwickelte sich die Betriebsleistung sowie das Betriebsergebnis positiv gegenüber dem Vorjahr, während die Standorte München, Berlin und Würzburg, vor allem bedingt durch einige verlustträchtige Alt-Projekte und Wechsel im Personalstamm, hinter unseren Erwartungen geblieben sind. Auftragseingang Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Auftragsbestand zum Jahresende 2016 um 0,8 Mio. EUR auf rd. Mio. EUR 14,5 vermindert. Die vertrieblichen Strukturen (Business Development) wurden bereits im vergangenen Jahr neu ausgerichtet, werden aber im Jahr 2017 nochmals organisatorisch verändert und fokussiert. 2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung des Unternehmens sind die Betriebsleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen) und das Betriebsergebnis. Im Rahmen der Führung des Unternehmens werden weitere finanzielle Indikatoren auf Projektebene erhoben. Die wesentlichen einzelprojektbezogenen Kennzahlen sind Anteil der bezogenen Leistungen je Projekt, Fakturierungsgrad und Anzahlungsquote je Projekt.
Die prognostizierte Betriebsleistung konnte erreicht werden. Die für das Geschäftsjahr 2016 prognostizierte deutliche Verbesserung des Betriebsergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist nicht eingetreten, da immer noch Verluste aus einigen älteren Großprojekten zu verzeichnen sind. Der Break Even des Betriebsergebnisses wird planmäßig jedoch erst nach dem Geschäftsjahr 2017 erwartet. Vermögens-, Finanz und Ertragslage Vermögenslage Die Vermögenslage zeigt einen Rückgang der Aktiva um TEUR 1.442 auf TEUR 6.048; vgl. unten angefügte Tabelle. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die Umgliederung einer passivischen Wertberichtigung von TEUR 1.089 als aktivische Abwertung der Unfertigen Leistungen (Net-WIP) verursacht. Die übrigen Veränderungen der Aktiva stellen sich wie folgt dar: Das Anlagevermögen hat sich bei weitgehend konstanten Abschreibungen und Reinvestitionen nur geringfügig um TEUR 11 erhöht. Die Kundenforderungen erhöhten sich stichtagsbedingt um TEUR 131 durch eine gegenüber dem im Vorjahr höhere Anzahl von Schlussrechnungen von Projekten (und dadurch verbunden mit einer Verminderung der Unfertigen Leistungen). Die Forderungen im Konzern stiegen im Wesentlichen aufgrund von Forderungen aus Umsatzsteuerorganschaft (mit WSP CBP Airport GmbH, WSP CBP Ingenieurbau GmbH sowie WSP Consult GmbH) um TEUR 1.204 auf TEUR 2.244 an. Dem gegenüber nahmen die Flüssigen Mittel stichtagsbedingt um TEUR 1.217 auf TEUR 1.500 und das sonstige Umlaufvermögen aufgrund einer Rückerstattung von Kapitalertragsteuern um TEUR 858 auf TEUR 477 ab. Zusammengefasst stellt sich die Vermögenslage (Aktivseite) in betriebswirtschaftlicher Gliederung wie folgt dar:
Finanzlage Die Rückstellungen nahmen um TEUR 2.376 auf TEUR 5.064 ab. Ursache dafür war im Wesentlichen ein Rückgang der Projektrückstellungen für Garantien und Schadensfälle um TEUR 342 (neben der vorgenommenen Umgliederung von Rückstellungen zum 31. Dezember 2016 in Höhe von TEUR 1.089 als aktivische Abwertung der Vorräte) und der sonstigen Rückstellungen um TEUR 945. Der Rückgang der Rückstellungen steht in Zusammenhang mit der Beendigung einiger Altprojekte. Die vereinnahmten Anzahlungen führten zum Jahresende 2016 zu einem Passivüberhang der Nettobestände von TEUR 260, während im Vorjahr noch ein Aktivüberhang von TEUR 1.020 bestand. Die Lieferantenverbindlichkeiten verminderten sich um TEUR 126 auf TEUR 278. Dem gegenüber erhöhten sich die Verbindlichkeiten im Konzern im Wesentlichen aufgrund von Darlehensaufnahmen von TEUR 3.032 auf TEUR 8.254. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich stichtagsbedingt durch eine höhere Umsatzsteuerzahllast um TEUR 703 auf TEUR 1.125 erhöht. Zusammengefasst stellt sich die Finanzslage (Passivseite) wie folgt dar:
Die Finanzierung des langfristigen operativen Projektgeschäfts erfolgt im Wesentlichen über Kundenanzahlungen. Bei Bedarf werden Darlehen innerhalb des Konzernverbundes in Anspruch genommen. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung liegt trotz des negativen bilanziellen Eigenkapitals nicht vor, da die Muttergesellschaft WSP Europe AB, Stockholm / Schweden, eine Patronatserklärung mit Rangrücktrittsvereinbarung bei Inanspruchnahme zugunsten der WSP Deutschland AG abgegeben hat. Die WSP Europe AB stellt bei Bedarf der WSP Deutschland AG bis zu TEUR 11.000 finanzielle Mittel zur Verfügung, um ihre fälligen Verbindlichkeiten bedienen zu können. Die Finanzierung der Gesellschaft ist dadurch bis Ende 2021 gesichert. Ertragslage Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:
Die Betriebsleistung ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.746 bzw. 19,1% auf TEUR 17.159 gestiegen. Der Anteil der bezogenen Leistungen (Subunternehmer und freie Mitarbeiter) an der Betriebsleistung blieb auf einem niedrigen Niveau von 18,6% (Vorjahr: 17,0%). Die Bestandsprojekte werden überwiegend durch eigene Mitarbeiter abgewickelt. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Betriebsleistung) ist mit 66,8% gegenüber 65,7% im Vorjahr weitgehend konstant. Der Anstieg des Personalaufwandes ist hauptsächlich bedingt durch den Anstieg des Personals um ca. 20 Mitarbeiter. Die sonstige Aufwandsquote (sonstiger betrieblicher Aufwand / Betriebsleistung) erhöhte sich von 50,9% auf 59,4%. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zuführung einer Einzelwertberichtigung auf die Kundenforderung eines Großprojektes im Frankfurter Raum. Dem gegenüber haben sich die Aufwendungen zur Gewährleistungsvorsorge und für Schadensfälle sowie die Rechts- und Beratungskosten nach dem Auslaufen der Restrukturierungsmaßnahmen reduziert, während die Fixkosten wie Miet- und Leasingaufwendungen weitgehend konstant bleiben. Insgesamt endete das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -2.936 nach TEUR -1.967 im Vorjahr. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Das wirtschaftliche Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 war von der Stabilisierung der Ertragslage und dem Auslaufen der Restrukturierungsmaßnahmen der vorangegangenen Jahre geprägt. Einmalige Aufwendungen zur Umstrukturierung des Unternehmens sowie Verluste im Zusammenhang mit Großprojekten haben auch im Geschäftsjahr 2016 wiederum zu einem Verlust geführt. Wegen Nachlaufkosten in Altprojekten und einem hohen Wertberichtigungsbedarf von Kundenforderungen konnte der Break-Even im Geschäftsjahr 2016 noch nicht erreicht werden. Für das Jahr 2017 wird mit einer deutlichen Verbesserung sowohl der Betriebsleistung als auch des Ergebnisses gerechnet; zum einen bedingt durch die Verschmelzung der bisherigen Töchter WSP CBP Airport GmbH und WSP Consult GmbH, zum anderen durch die weitere Stabilisierung des Geschäftes und neuer, nachhaltig positiver Auftragseingänge. Die Steigerung der Betriebsleistung 2017 wird in einer Größenordnung von 25% erwartet. 3. AbhängigkeitsberichtDer Vorstand der Gesellschaft erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG Folgendes: "Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr bei allen im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und anderen Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden.“ 4. Chancen- und RisikoberichtDie WSP Deutschland AG ist im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Gesellschaft verfolgt systematisch die Entwicklung aller relevanten Risiken und ist ebenfalls in das konzernweite Risikomanagement der WSP Group eingebunden. Die Geschäftsführung setzt Steuerungs- und Kontrollsysteme ein, um drohende Risiken laufend zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten. Gleichzeitig werden sich bietende Chancen erschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Im Einzelnen stellen sich Risiken und Chancen wie folgt dar: 4.1. Volkswirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken Unverändert bestehen im Euroraum Unsicherheiten über den Fortgang der konjunkturellen Entwicklung. Die Nachfrage nach Planungsleitungen ist stark konjunkturabhängig, wobei sich die Auswirkungen durch längere Projektlaufzeiten erst zeitverzögert auswirken. Daraus resultierende Auslastungsrisiken müssen durch eine kurzfristige Anpassung der Kapazitäten im Hinblick auf zeitweise stark schwankende Auftragslagen vermieden werden. Zudem kann die hohe Verschuldung der staatlichen Haushalte die Nachfrage nach Bauleistungen im öffentlichen Bereich dämpfen. Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als „mittel“ eingestuft. 4.2. Finanzrisiken Die WSP Deutschland ist als Dienstleistungsunternehmen verschiedenen Finanzrisiken ausgesetzt. Die Risiken umfassen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zins- und Währungskursschwankungen. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken wird die Bonität des Kunden vor Projektabschluss überprüft. Ausstehende Honorarforderungen sind mit der kaufmännisch notwendigen Vorsicht in die Bilanz eingeflossen. Einzelrisiken wurde mit der Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Vermeidung von Liquiditätsrisiken werden für die Projekte Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über die Zahlungsausgänge an Personal und Fremdleistungen vermitteln. Bei Unterdeckung werden im Rahmen des Debitorenmanagements Anzahlungen von den Kunden angefordert. Risiken aus Wechselkursschwankungen bestehen nur in unbedeutenden Umfang, da die Gesellschaft nur in Euro fakturiert. Lediglich Eingangsrechnungen in ausländischer Währung wurden vereinzelt an die WSP Deutschland AG gestellt. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Zinsrisiken bestehen in geringem Umfang. Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit erfolgt im Wesentlichen über Anzahlungen von Kunden. Darüber hinaus werden lediglich Darlehen von Konzerngesellschaften der WSP Group in Anspruch genommen. Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als „mittel“ eingestuft. 4.3. Personalrisiken Die stetige Rekrutierung von qualifiziertem Personal sowie die Fortbildung der Mitarbeiter sichern die Verfügbarkeit des notwendigen Knowhows und die Unternehmensentwicklung. Mangelnde Verfügbarkeit und Fluktuation von qualifiziertem Personal kann die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als „mittel“ eingestuft. 4.4. Risiken aus Großprojekten Größere Projekte bergen auf Grund ihrer höheren Komplexität auch größere Abwicklungsrisiken. Diese sind insbesondere die Fähigkeit zur Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen, die Gefahr unvergüteter Mehrleistungen und das Auslastungsrisiko nach Ende großer Projekte. Durch eine kontinuierliche Beobachtung der Projekte erkennen wir etwaige Probleme frühzeitig und können unmittelbar Gegenmaßnahmen ergreifen. Zur Risikovorsorge werden bei Bedarf in einzelnen Projekten Wertberichtigungen vorgenommen bzw. Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. Potentielle Gewährleistungsrisiken sind grundsätzlich bis auf einen geringen Selbstbehalt über die Berufshaftpflichtversicherung abgedeckt. Darüber hinaus werden bei erhöhten Risiken gesonderte Projektversicherungen abgeschlossen. Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als „hoch“ eingestuft. 4 .5. Going Concern Die Neuausrichtung der Gesellschaft, verbunden mit der Restabwicklung verlustträchtiger Altprojekte erfordert erhebliche finanzielle Mittel, die ggf. nicht vollständig aus den eigen erwirtschafteten Cash-Flows gedeckt werden können. Die WSP AG ist deshalb mittelfristig auf die weitere finanzielle Unterstützung durch ihre Gesellschafterin bzw. den Konzernverbund angewiesen. Die Gewährung dieser finanziellen Unterstützung wird durch einen „letter of comfort“ (Patronatserklärung) mit einer Laufzeit bis Ende 2021 in Höhe von Mio. EUR 11,0 deutlich untermauert. Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als „gering“ eingestuft. 4 .6. Chancen der künftigen Entwicklung Für Großprojekte sind Frühindikatoren implementiert, um Schieflagen rechtzeitig zu erkennen und ggf. gegensteuern zu können. Dies beinhaltet auch die Chance, frühzeitig Potentiale für Nachverhandlungen zu erkennen. Ebenso wird die Verbesserung der Effizienz in den Projekten sich positiv auf die Ertragslage auswirken. Durch die Übertragung von mehr Verantwortung und Kontrolle auf die operativen Projektmanager soll die Leistung und Flexibilität in den Projekten in Zukunft gesteigert werden. Der einheitliche Marktauftritt unter dem globalen Netzwerk der WSP ermöglicht uns eine deutliche Verbesserung in der Projektgewinnung und -abwicklung. Die WSP Deutschland AG konzentriert sich insbesondere auf beratungsintensive Dienstleitungen und wird zukünftig den Fokus verstärkt auf Industriekunden richten. Durch den im ersten Quartal 2016 beendeten Mietvertrag in der Parkstadt Schwabing können die Fixkosten zukünftig erheblich reduziert werden. Die neuen bereits bezogenen Räumlichkeiten befinden sich nahe des Münchener Ostbahnhofs im Werksviertel. 4 .7. Gesamteinschätzung In Bezug auf die vorgenommene Kategorisierung zeigt sich ein Schwerpunkt der Risiken im Zusammenhang mit größeren und langfristigen Projekten. Die WSP Deutschland hat ein Frühwarnsystem eingerichtet. Es informiert das Management, die bestehenden Risiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnamen einzuleiten. Dabei werden fortlaufend die externen und internen Einflussfaktoren - insbesondere Auftragsbestand, Auftragsreichweite, Zahlungsverhalten, Liquiditätsstatus, Kostenentwicklung und Angebotspotentiale - überprüft und Chancen und Risiken für alle unternehmerischen Entscheidungen und Aktivitäten abgewogen. Wir überprüfen in regelmäßigen Abständen unsere Aktivitäten und Systeme zur Erkennung und Überwachung von geschäftsspezifischen Risiken und haben festgestellt, dass diese geeignet sind zur Erkennung und Gegensteuerung von Risiken, die die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Auf Grund der Patronatserklärung in Höhe von TEUR 11.000 durch die WSP Europe AB sind angemessene finanzielle Mittel zur Bedienung der fälligen Verbindlichkeiten vorhanden. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts sind keine entwicklungsbeeinträchtigen bzw. bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Die Risiken im allgemeinen Geschäftsverlauf bewegen sich insgesamt im branchenüblichen Rahmen. 5. Prognosebericht5.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Bundesregierung geht derzeit von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 2,0% für 2017 und 1,9% für 2018 aus. Die Baukonjunktur 2017 läuft besser als noch zu Jahresbeginn erwartet. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie e.V., Berlin, hat deshalb die Jahresauftaktprognose für 2017 über die Entwicklung der baugewerblichen Umsätze im Bauhauptgewerbe nominal von 5 auf 6 % angehoben (real: 4 %). Für 2018 wird mit einem weiteren Umsatzplus von 5,5 % gerechnet. Wie im Vorjahr kurbeln zwei Sondereffekte die Bauwirtschaft an. Zum einen der weiterhin hohe Bedarf an zusätzlichem Wohnraum, zum anderen die öffentliche Investitionswende, die inzwischen auch die kommunalen Investitionen erfasst. ![]() Quelle: Hauptverband der deutschen Bauindustrie e. V. 5.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die noch nicht zufriedenstellende Wirtschaftlichkeit des Unternehmens bedingt eine weitere Verbesserung der operativen Abläufe zur Senkung des Aufwandes in unseren Projekten. Maßnahmen zur Kostensenkung und Budgetierung bei den Gemeinkosten sowie die Verschlankung administrativer Abläufe werden unverändert vorangetrieben. Das gesteigerte Akquisitionsengagement der Gesellschaft sowie ein allgemein unverändert positives Investitionsumfeld (Nullzinspolitik) werden voraussichtlich zu einem Auftragseingang über dem Vorjahresniveau führen. Für 2017 und 2018 gehen wir daher von einer moderaten Steigerung der Auftragseingänge aus. Unser integrativer Planungsansatz ermöglicht uns, die Aufgabenstellungen weitestgehend über alle Leistungsphasen hinweg wahrzunehmen. Durch die Bündelung unserer Aktivitäten in Sektoren und die damit verbundenen Kompetenzen aus vorangegangenen Referenzprojekten können wir einen Großteil der Aufgabenstellungen mit eigenen Knowhow abdecken. Bei Spezialkenntnissen können wir auf die weltweiten Ressourcen der WSP Group zugreifen. Aufgrund des sich schnell veränderbaren Marktumfeldes ist eine Prognose von zukünftigen Entwicklungen mit Unsicherheiten behaftet. Mit dem vorhandenen Auftragsbestand von rd. Mio. EUR 12,8 (Stand Jahresende 2017) und den überwiegend langfristigen Projekten haben wir jedoch eine gute Basisauslastung. Bedingt durch die Verschmelzung der WSP CBP Airport GmbH und der WSP Consult GmbH auf die WSP Deutschland AG rückwirkend zum 01. Januar 2017 erwarten wir eine Betriebsleistung von rd. Mio. EUR 26,5 bei um ca. 80 Mitarbeiter erhöhtem Personalbestand und zusätzlichen Fremdleistungen. Für das Geschäftsjahr 2018 rechnen wir mit ca. Mio. EUR 26 bis 27 Betriebsleistung. Auf Basis vorläufiger (ungeprüfter) Zahlen für 2017 rechnet der Vorstand der WSP mit einem Betriebsergebnis von TEUR -1.600, welches sich noch immer im negativen Bereich befindet, jedoch stark verbessert gegenüber 2016. Für 2018 rechnen wir mit einer weiteren Verbesserung des Betriebsergebnisses. Diesen positiven Aussichten steht die weitere Bewältigung diverser Altlasten entgegen, die in den vergangenen Jahren nach dem jeweils vorliegenden Kenntnisstand bilanziell berücksichtigt wurden, das Unternehmen in Zukunft aber zumindest liquiditätsmäßig belasten können. Personal Die Qualifikation unserer Mitarbeiter stellt für die WSP Deutschland eine wichtige Ressource dar. Mit gezielten Recruiting-Aktivitäten für qualifiziertes Fachpersonal und Weiterbildungsmaßnahmen stellt das Unternehmen sicher, den stetig wachsenden Kundenanforderungen gerecht zu werden. Spezialisierte Fachkompetenz, langjährige Erfahrung und persönlicher Einsatz machen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem bedeutenden Faktor für unseren Unternehmenserfolg. Gesamtaussage über die voraussichtliche Entwicklung Wir werden weiterhin alle strukturellen Maßnahmen ergreifen, um die Effizienz im Unternehmen zu verbessern und bedeutende Risiken zu erkennen, zu bewerten und adäquat darauf zu reagieren. Die kundenorientierte Marktbearbeitung und die Nutzung der globalen Infrastruktur der WSP Group ermöglichen uns ein umfangreiches Wachstumspotential. Durch unsere Reorganisationsmaßnahmen der letzten Jahre haben wir uns trotz Verzögerungen auf dem Markt gut positioniert und werden positiv gestimmt die Herausforderungen der kommenden Jahre angehen.
München, 21. Februar 2018 WSP Deutschland AG Petr Bilek Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2016Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die WSP Deutschland AG mit Sitz in München ist beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 169832 im Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne liegt jedoch nicht vor, da die Muttergesellschaft WSP Europe AB, Stockholm / Schweden, eine Patronatserklärung mit Rangrücktrittsvereinbarung in Höhe von TEUR 11.000 zugunsten der WSP Deutschland AG abgegeben hat. Darüber hinaus sind in den bestehenden Projekten stille Reserven enthalten. Entsprechend wurde gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB der Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Durch das BilRUG wurden die in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Zwischensumme „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ gestrichen. Gleichzeitig wurde eine Zwischensumme „Ergebnis nach Steuern“ zwischen den Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ und dem Posten „Sonstige Steuern“ ergänzt. Aufgrund der durch BilRUG angestoßenen Überprüfung der „Sonstige betrieblichen Erträge“ bzw. „Sonstige betrieblichen Aufwendungen“ erfolgten einige Umgliederungen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Daraus ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr bzw. zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 folgende Beträge:
Infolge der Streichung des Postens „außerordentliche Erträge“ wurden der im Vorjahr unter dieser Position ausgewiesene Betrag in Höhe von T€ 8 in den Posten „sonstige betriebliche Erträge“ umgegliedert. Nach dem Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung in der Fassung des BilRUG ergibt sich für das Vorjahr für das Zwischenergebnis „Ergebnis nach Steuern“ ein Betrag in Höhe von T€ 1.967. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. In den Geschäftsjahren 2008 und 2009 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 aus Vereinfachungsgründen in einem jährlichen Sammelposten aktiviert und über die Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen für immaterielle Vermögenswerte 3 bis 5 Jahre und für Sachanlagen 3 bis 15 Jahre. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die in Arbeit befindlichen Aufträge sind mit ihren Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Kosten der allgemeinen Verwaltung (angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten) bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Anteilige Fremdkapitalzinsen wurden nicht mit angesetzt. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen sind netto mit ihrem Auszahlungsbetrag ausgewiesen. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abzusetzen. Ein nach Verrechnung verbleibender passivischer Saldo wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalbeträgen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Vom Ansatzwahlrecht aktiver latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist mit den Nennwerten angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Rückstellungen sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem gültigen Zinssatz der Bundesbank abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr aus Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die vertraglich geschuldeten Leistungen durch Kundenabnahme bzw. die vertragliche Dokumentation vorliegen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr bis auf den folgenden Sachverhalt nicht geändert. Projektrisiken wurden, abweichend zu den Vorjahren, durch Abwertung der Unfertigen Leistungen erfasst. In den Vorjahren wurden diese Risiken in den Sonstigen Rückstellungen abgebildet. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an Unternehmen, von denen die Gesellschaft mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt, betreffen:
*) verschmolzen auf die WSP Deutschland AG mit Wirkung zum 1. Januar 2017 (Eintragung am 5. September 2017) Im Gegensatz zu den Vorjahren wurden Risiken aus Projekten durch Abwertungen im Vorratsbestand berücksichtigt. Dadurch ist die Höhe der Rückstellungen um TEUR 1.089 gesunken. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Kautionen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 17) Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.244 setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 125 und sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 2.119 zusammen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2016 unverändert in 500.000 Stück auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien mit einem Nennbetrag von je 1,00 EUR pro Stück eingeteilt. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr zum 31. Dezember 2016 TEUR 17.950. Der Bilanzverslust von TEUR 27.840 beinhaltet einen Verlustvortrag von TEUR 24.904. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden entsprechend dem Wahlrecht des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.254 setzen sich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 525, Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEUR 7.179 und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 550 zusammen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gesellschaft erbringt Ingenieurleistungen und erzielt ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen im Inland. Periodenfremde Erträge / Aufwendungen und solche von außergewöhnlicher Größe sind in folgenden Posten enthalten:
Sonstige AngabenEs bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen wie folgt:
Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 157 Angestellte (Vorjahr 169), davon 20 Führungskräfte, 110 technische und 15 administrative Angestellte und 12 Aushilfen, Studenten oder Praktikanten beschäftigt. Zum 31.12.2016 betrug die Anzahl der Mitarbeiter 176. KonzernzugehörigkeitDie WSP Europe AB, Arenavägen 7, SE 12188 Stockholm-Globen / Königreich Schweden, hat uns im Oktober 2007 gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien der WSP Deutschland AG, München (damals firmierend als CBP Consulting Engineers AG), und zwar eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Abs. 1 AktG, unmittelbar gehört. Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft, das einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen veröffentlicht, ist die WSP Global Inc., Montreal / Kanada. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage www.wspgroup.com veröffentlicht. Der kleinste Konsolidierungskreis wird durch den Abschluss der WSP Europe AB, Stockholm, Schweden, aufgestellt. Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der WSP besteht nicht, da die Größenkriterien des § 293 HGB nicht erfüllt sind. Organe der GesellschaftAls Mitglied des Vorstands war im Geschäftsjahr bestellt:
Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Der Aufsichtsrat besteht laut Satzung aus drei Mitgliedern. Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr waren:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit keine Vergütung. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzverlust von insgesamt TEUR 27.840 auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)Die WSP CBP Airport GmbH mit dem Sitz in München (Amtsgericht München HRB 154826) und die WSP Consult GmbH mit dem Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 84017) sind auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 21. Juli 2017 sowie des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen der übertragenden Gesellschaften vom 21. Juli 2017 mit der WSP Deutschland AG als übernehmendem Rechtsträger verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 5. September 2017 in das Register des übernehmenden Rechtsträgers eingetragen.
München, den 21. Februar 2018 Petr Bilek, Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens 2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der WSP Deutschland AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 26. März 2018 PricewaterhouseCoopers GmbH Holger Graßnick, Wirtschaftsprüfer Norbert Heinzelmann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss ist noch nicht festgestellt. |
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