![]() Deutsche Lufthansa AGKöln3. Zwischenbericht 2015Lufthansa Group3. Zwischenbericht Januar - September 2015Die Lufthansa Groupscroll
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Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend der neuen Ausweissystematik angepasst. Veröffentlichungstag: 29. Oktober 2015. An unsere AktionäreBrief des VorstandsSehr geehrte Damen und Herren,ein halbes Jahr ist vergangen, seit die Lufthansa Group von der größten Katastrophe
ihrer Unternehmensgeschichte getroffen wurde. Niemand von uns wird den Absturz der
4U 9525 am 24. März 2015 jemals vergessen. Dem Schmerz der Angehörigen stehen wir
nach wie vor in Demut gegenüber. Der Flugbetrieb und der gesamte Aviation-Konzern
konnten und durften jedoch auch nach dem tragischen Unglück nicht stillstehen. Denn
nach Sicherheit ist die Zukunftsfähigkeit oberste Priorität der Lufthansa Group. Im September haben wir daher eine umfangreiche Reorganisation beschlossen. Die Organisation
wird über alle Geschäftsfelder hinweg in den kommerziellen, operativen und administrativen
Funktionen enger verzahnt und deutlich stärker funktional ausgerichtet. Dabei soll
die Steuerung der Netz-Airlines künftig nach einheitlichen Prozessen erfolgen, damit
den Kunden der Lufthansa Group über Drehkreuze und Fluggesellschaften hinweg ein nahtloses
Reiseerlebnis geboten werden kann. Gleichzeitig schafft die Neuausrichtung wichtige
Voraussetzungen, um die neue Eurowings als Zweitmarke zu etablieren und in unseren
Heimatmärkten als führende Punkt-zu-Punkt-Airline zu positionieren. Die Service-Gesellschaften
sollen auch weiterhin die Wachstumschancen, vor allem in den Bereichen Technik, Catering
und Financial Services, aktiv erschließen und werden aus diesem Grund nach wie vor
eigenständig gesteuert werden. Dass wir mit unserer strategischen Weiterentwicklung auf dem richtigen Weg sind, bestätigt
die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung während der ersten neun Monate des laufenden
Geschäftsjahres. Trotz des nach wie vor sehr volatilen Marktumfelds und der erneuten
Streiks der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ist es uns gelungen, eine solide
Ergebnisverbesserung zu erreichen. Das Adjusted EBIT, unsere führende Kennzahl für
die operative Entwicklung der Lufthansa Group, haben wir in den ersten neun Monaten
des Geschäftsjahres um mehr als 70 Prozent auf 1,7 Mrd. EUR gesteigert. Die deutliche Verbesserung der Ergebnisse resultiert in erster Linie aus der positiven
Entwicklung der Passagier-Airlines, die ihren Umsatz und ihr Ergebnis deutlich steigern
konnten. Maßgeblich dazu beigetragen haben die nach wie vor niedrigen Treibstoffkosten,
die Produktverbesserungen bei Lufthansa Passage sowie eine deutliche Ergebnisverbesserung
bei Germanwings. Lufthansa Technik und LSG Sky Chefs zeigten erneut eine stabile Ergebnisentwicklung,
während Lufthansa Cargo bedingt durch eine wachsende Überkapazität im Markt eine rückläufige
Ergebnisentwicklung verzeichnete. Nach heutigem Stand werden wir auch in den beiden kommenden Jahren deutlich von niedrigeren
Treibstoffpreisen profitieren. Dies kann und darf die strukturelle Verbesserung unserer
Kostenposition im Wettbewerb allerdings nicht ersetzen. Deshalb konzentrieren sich
die Passagier-Airlines in der Lufthansa Group auch weiterhin vornehmlich auf eine
Verbesserung ihrer Marge. Wachstum in der Flotte soll erst wieder stattfinden, wenn
hier zukunftsfähige Strukturen erreicht worden sind. Stattdessen wird die neue Eurowings
der Wachstumsmotor in der Lufthansa Group und ein wichtiger Baustein für die Stärkung
unserer Wettbewerbsfähigkeit sein. In diesem Kontext stehen auch unsere Gespräche mit allen Tarifpartnern. Unser Ziel
sind Abschlüsse, die die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens sichern. Ein wichtiges
Element ist dabei auch die Einigung auf eine zeitgemäße und damit für das Unternehmen
günstigere betriebliche Alters- und Übergangsversorgung. Mit Blick auf das laufende Geschäft erwarten wir nach dem erfreulichen Verlauf insbesondere
des dritten Quartals nun für das Geschäftsjahr 2015 ein Adjusted EBIT von 1,75 bis
1,95 Mrd. EUR. Kosten für mögliche Streiks im vierten Quartal sind in dieser Prognose
nicht enthalten. Treiber und wesentliche Einflussgrößen auf die Ergebnisentwicklung
bleiben vor allem der Ölpreis und die Entwicklung des Jet Fuel Crack sowie die Wechselkursentwicklung
des Euros insbesondere zum US-Dollar und zum Schweizer Franken. Sehr geehrte Damen und Herren, die Lufthansa Group erwartet in diesem Jahr das beste
operative Ergebnis ihrer Geschichte. Wir sind stolz auf diese Entwicklung, lassen
uns aber nicht davon ablenken, auch weiter hart an der Zukunftsfähigkeit des größten
Aviation-Konzerns der Welt zu arbeiten. Schenken Sie uns auch weiterhin Ihr Vertrauen. scroll
Lufthansa AktieDie Lufthansa Aktie verzeichnete im dritten Quartal 2015 einen Anstieg um 5,4 Prozent.
Der Vergleichsindex DAX fiel im selben Zeitraum um 15,5 Prozent. Mit einem Kurs von
12,43 EUR zum 30. September lag die Aktie zwar noch immer um 10,2 Prozent unter dem
Wert des Jahresbeginns, die schwache Entwicklung in der ersten Jahreshälfte konnte
aber teilweise wieder aufgeholt werden. Zum Quartalsende empfahlen neun Analysten die Lufthansa Aktie zum Kauf, zehn Analysten
empfahlen, die Aktie zu halten, und zehn zu verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel
lag bei 13,24 EUR. Per Ende September 2015 befand sich die Lufthansa Aktie zu 100 Prozent in Streubesitz.
70,8 Prozent der Aktien wurden dabei von deutschen Investoren gehalten. Der größte
Einzelaktionär war unverändert Templeton Global Advisors Limited mit 5,00 Prozent. Aktionärsstruktur nach Nationalitäten Stand zum 30.09.2015 in %![]() Streubesitz: 100 % Aktuelle Informationen zur Aktionärsstruktur werden regelmäßig auf der Webseite www.lufthansagroup.com/investor-relations
zur Verfügung gestellt. Kursverlauf der Lufthansa Aktie, indiziert auf 31.12.2014, im Vergleich zum DAX und zu Wettbewerbern, in %![]() ZwischenlageberichtWirtschaftliche Rahmenbedingungen und BranchenentwicklungBIP-Wachstum 2015 gegenüber Vorjahrscroll
Quelle: Global Insight World Overview per 15.10.2015. Gesamtwirtschaftliche LageDie Weltwirtschaft ist im dritten Quartal 2015 um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr
gewachsen. Das Wachstum im Vorjahreszeitraum betrug 2,7 Prozent. Die am stärksten
wachsende Weltregion war Asien/Pazifik mit einer Wachstumsrate von 4,5 Prozent (Vorjahr:
4,4 Prozent). In Nordamerika wuchs die Wirtschaft um 2,0 Prozent (Vorjahr: 2,9 Prozent).
Die wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern der Europäischen Union hat sich stabilisiert
und betrug im dritten Quartal 2015 1,9 Prozent (Vorjahr: 1,3 Prozent). Die Wirtschaftsleistung
in Lateinamerika schrumpfte um 0,7 Prozent (Vorjahr: +0,8 Prozent). Der Treibstoffpreis ist ein zentraler Faktor in der Kostenentwicklung der Lufthansa
Group. Um die sich daraus ergebenden Risiken zu begrenzen, betreibt das Unternehmen
für den Treibstoff ein systematisches Risikomanagement mit regelbasierter Sicherungsstrategie
mit einem Zeithorizont von bis zu 24 Monaten. Dadurch gibt es auch Zeiträume, in denen
keine positiven Ergebnisbeiträge aus der Treibstoffpreissicherung erzielt werden. Seit Anfang des Jahres ist der Ölpreis von 57,33 USD/bbl auf 48,37 USD/bbl zum 30.
September 2015 gefallen. Der Durchschnittspreis betrug in den ersten drei Quartalen
56,59 USD/bbl und lag um 47,1 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Gleichzeitig bewegte
sich der Jet Fuel Crack, die Preisdifferenz zwischen Rohöl und Kerosin, auf einem
7,7 Prozent niedrigeren Niveau als im Vorjahr. Insgesamt sank der durchschnittliche
Kerosinpreis um 42,4 Prozent gegenüber Vorjahr. So führte das Preissicherungsergebnis
im Betrachtungszeitraum zu einer Belastung des Ergebnisses um 679 Mio. EUR. Insgesamt
sanken die Treibstoffkosten in den ersten neun Monaten um 13,2 Prozent auf 4,5 Mrd.
EUR. Der Euro wertete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gegenüber allen für die Lufthansa
Group relevanten Währungen ab. Auf der Kostenseite wirkte sich der um 17,8 Prozent
aufgewertete US-Dollar negativ aus. Die allgemeine Euro-Schwäche hatte demgegenüber
auf der Erlösseite eine positive Auswirkung zur Folge. Durchschnittlich wertete der
Euro gegenüber dem Japanischen Yen um 3,4 Prozent, gegenüber dem Schweizer Franken
um 12,8 Prozent, gegenüber dem Chinesischen Renminbi um 16,7 Prozent und gegenüber
dem Britischen Pfund um 10,4 Prozent ab. Insgesamt belasteten Währungseffekte das
EBIT in den ersten neun Monaten mit 176 Mio. EUR. Rohöl-, Kerosin- und Währungsentwicklungscroll
Der für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen relevante Rechnungszins stieg seit
Jahresbeginn von 2,6 Prozent auf 2,9 Prozent zum 30. September 2015. Im Wesentlichen
bedingt durch diesen stichtagsbezogenen Bewertungseffekt fielen die Pensionsrückstellungen
gegenüber dem Jahresabschluss 2014 um 4,8 Prozent auf 6,9 Mrd. EUR. BranchenentwicklungDas anhaltende weltweite Wirtschaftswachstum wirkte sich positiv auf die Nachfrage
nach Flugreisen aus. So stiegen nach Berechnungen der International Air Transport
Association (IATA) die weltweit verkauften Passagierkilometer in den ersten acht Monaten
des Jahres um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Fluggesellschaften
aus dem Mittleren Osten wiesen nach wie vor das stärkste Wachstum aus und konnten
in den ersten acht Monaten des Jahres 12,6 Prozent mehr Passagierkilometer als im
Vorjahr absetzen. Airlines aus Asien wuchsen um 9,1 Prozent, Airlines aus Lateinamerika
um 6,4 Prozent. Europäische Fluggesellschaften konnten ein Wachstum von 5,3 Prozent
erzielen, während nordamerikanische Airlines um 3,8 Prozent zulegten. Mit einem weltweiten
Wachstum von 4,3 Prozent entwickelte sich auch das Premium-Segment positiv. Das globale Frachtgeschäft entwickelte sich unverändert schwächer als das Passagiergeschäft.
Die weltweit verkauften Tonnenkilometer stiegen in den ersten acht Monaten zwar um
2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, regional war die Entwicklung jedoch
noch stärker differenziert als im Passagierverkehr. Airlines aus dem Mittleren Osten
erzielten mit 13,4 Prozent auch hier das größte Wachstum. Anbieter aus Asien konnten
um 3,6 Prozent zulegen. Europäische Fluggesellschaften lagen um 0,4 Prozent unter
dem Vorjahresniveau. Anbieter aus Nordamerika verzeichneten einen Rückgang um 1,5
Prozent, Airlines aus Lateinamerika um 6,8 Prozent. Das Geschäft mit Wartungs-, Reparatur- und Überholungsdienstleistungen an Flugzeugen
entwickelte sich wie bereits im Vorjahr auch im aktuellen Jahr positiv. 2014 wuchs
der Markt um 2,4 Prozent. Regional war das Wachstum in Asien mit 4,4 Prozent besonders stark ausgeprägt. In
Amerika ließ das geringe Flottenwachstum die Nachfrage mit 0,2 Prozent unterdurchschnittlich
ausfallen. Das Wachstum in den Regionen Europa, Afrika und Mittlerer Osten lag bei
3,1 Prozent und wurde im Wesentlichen durch den Wachstumsmarkt Mittlerer Osten bestimmt. Mit dem weltweiten Passagierwachstum stieg die Nachfrage nach Bordservicekonzepten,
wie sie von LSG Sky Chefs angeboten werden. Das Nachfragewachstum fiel jedoch regional
unterschiedlich aus. Zudem erwarteten Airline-Kunden in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen
Geschäftsmodell zunehmend differenzierte Bordservicekonzepte. Diese reichen von erlössteigernden
Bordverkaufsprogrammen über flexible Hybridlösungen bis hin zu imageprägenden Premium-Angeboten. Air France beabsichtigt nach dem Scheitern von Verhandlungen mit der Pilotengewerkschaft
SNPL über höhere Produktivitäten, ihre Langstreckenflotte in den kommenden Jahren
zu verkleinern, Flugverbindungen zu streichen und die Anzahl der Mitarbeiter entsprechend
zu reduzieren. Der konkrete Abbau soll in weiteren Gesprächen nun ausgestaltet werden.
Der Vorstand von Air France wies allerdings darauf hin, dass dieses Vorgehen noch
unterbunden werden kann, falls die Verhandlungen konstruktiv weitergeführt werden
und Ergebnisse im Sinne der Profitabilitätssteigerung des Unternehmens erzielt werden
können. Air France-KLM und China Southern Airlines sind eine Frachtpartnerschaft eingegangen.
Die Cargo-Sparte von Air France-KLM, Martinair Cargo, wird dadurch über das Frachtdrehkreuz
Guangzhou Zugriff auf die wichtigsten Städte in Australien haben. Zugleich kann sie
auf Kapazitäten in Frachtfliegern auf den Strecken zwischen Guangzhou nach Hanoi oder
Ho-Chi-Minh-Stadt zugreifen. Turkish Airlines und die polnische Fluggesellschaft LOT wollen eine strategische Partnerschaft
eingehen. Beide Unternehmen einigten sich in einer Absichtserklärung auf die Zusammenarbeit
auf dem türkischen und polnischen Markt sowie darüber hinaus. Die Partnerschaft könnte
zukünftig in einem Joint Venture münden. Air Berlin arbeitet momentan an einem Sanierungskonzept. Geschäftsmodell und Streckennetz
sollen neu ausgerichtet werden. Offen ist derzeit, ob die gemeinsame Vermarktung von
Etihad- und Air Berlin-Flügen, welche das Kernelement der Kooperation beider Airlines
darstellt, vom deutschen Bundesverkehrsministerium nach Januar 2016 weiter erlaubt
wird. Ryanair beabsichtigt, ihren Marktanteil in Deutschland weiter zu steigern und in den
nächsten Jahren hinter Lufthansa Passage einschließlich Germanwings die Nummer zwei
in Deutschland zu werden. Ab Oktober 2015 soll in Berlin die sechste deutsche Ryanair-Basis
eröffnet werden. Auch andere Low-Cost-Airlines haben umfangreiche Wachstumspläne für
Deutschland angekündigt. Die Star Alliance, die am längsten bestehende und größte Airline-Allianz weltweit,
wurde vom Australian Business Traveller zur besten Airline-Allianz der Welt ausgezeichnet. GeschäftsverlaufDie Lufthansa Group verzeichnete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres eine
erfreuliche Entwicklung. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vor allem
währungsbedingt deutlich an. Das Adjusted EBIT konnte erheblich gesteigert werden.
Die Verbesserung beruhte insbesondere auf der positiven Entwicklung der Fluggesellschaften
der Passage Airline Gruppe. Maßgeblich hierfür waren niedrige Treibstoffkosten und
eine, vor allem durch Währungseffekte erzielte, positive Entwicklung der Verkehrserlöse.
Weitere Treiber der positiven Geschäftsentwicklung waren der Abschluss des Einbaus
der neuen First Class- und Business Class-Sitze bei Lufthansa Passage sowie eine deutliche
Ergebnisverbesserung bei Germanwings. Lufthansa Cargo litt in den letzten Monaten
unter der steigenden Überkapazität im Markt und verzeichnete im Betrachtungszeitraum
rückläufige Ergebnisse. Lufthansa Technik und LSG Sky Chefs konnten hingegen eine
solide Ergebnisverbesserung in den ersten neun Monaten des Jahres erzielen. Wesentliche EreignisseEin halbes Jahr nach dem tragischen Unglück des Germanwings-Flugs 4U 9525 betreut
die Lufthansa Group nach wie vor die Angehörigen der Opfer und koordiniert die Arbeiten
zur Sanierung der Unglücksstelle. Eine Gedenktafel für die Opfer wurde vor der Germanwings-Zentrale
in Köln errichtet. Des Weiteren haben der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Group,
Herr Carsten Spohr, und der Sprecher der Germanwings-Geschäftsführung, Herr Thomas
Winkelmann, in Begleitung des Vorsitzenden des Lufthansa Konzernbetriebsrats, Herrn
Jürgen Jennerke, und des Vorsitzenden der Flugbegleitergewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter
(UFO), Herrn Nicoley Baublies, einen Kranz an der Absturzstelle im französischen Le
Vernet niedergelegt. Nach einem Streik der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) auf allen Kurzstreckenverbindungen
von Lufthansa Passage und Germanwings am 9. September 2015, der einem Streik der Langstreckenflüge
von Lufthansa Passage und Lufthansa Cargo am Tag zuvor folgte, hat das Landesarbeitsgericht
am selben Tag per einstweiliger Verfügung entschieden, diesen Streik mit sofortiger
Wirkung zu untersagen. Das Landesarbeitsgericht bezeichnete den Streik der VC als
"evident rechtswidrig". Die VC verfolge mit ihrem Streik nicht nur den Abschluss eines
neuen Tarifvertrags Übergangsversorgung, sondern als wesentliches Streikziel zumindest
auch die Verhinderung des Auf- und Ausbaus des sogenannten Wings-Konzepts. Die Neugründung
sowie der Ausbau der neuen Eurowings seien aber "kein tariflich regelbares Streikziel".
Der Lufthansa Konzern und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) streben
an, bis Ende November 2015 für rund 30.000 Bodenmitarbeiter des Konzerns in Deutschland
einen Tarifabschluss zu erzielen. Für das Geschäftsjahr 2015 hat der Lufthansa Konzern
eine Einmalzahlung für die von der Tarifverhandlung betroffenen Bodenmitarbeiter vorgeschlagen.
Die Tarifpartner wollen darüber hinaus ein zukunftsfähiges System zur betrieblichen
Altersversorgung vereinbaren. Auf dieser Basis soll dann über die Vergütungsentwicklung
im Geschäftsjahr 2016 verhandelt werden. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation
(UFO) hat den für den 1. Juli 2015 angekündigten Streik am 30. Juni 2015 abgesagt.
Lufthansa hatte der UFO am 30. Juni 2015 ein neues Angebot vorgelegt. Anschließend haben Lufthansa und die Gewerkschaft ihre Verhandlungen zu zahlreichen
Tarifthemen fortgesetzt. Der Aufsichtsrat der Lufthansa Group hat am 16. September 2015 die vom Vorstand beschlossene
Reorganisation des Konzerns genehmigt. Die Organisation wird über alle Geschäftsfelder
hinweg in den kommerziellen, operativen und administrativen Funktionen enger verzahnt
und deutlich stärker funktional ausgerichtet. Dabei soll die Steuerung der Netz-Airlines
künftig nach einheitlichen Prozessen erfolgen, sodass den Kunden der Lufthansa Group
über Drehkreuze und Fluggesellschaften hinweg ein nahtloses Reiseerlebnis geboten
werden kann. Gleichzeitig schafft die Neuausrichtung wichtige Voraussetzungen, um
die neue Eurowings als Zweitmarke zu etablieren und in den Heimatmärkten der Lufthansa
Group als marktführende Punkt-zu-Punkt-Airline zu positionieren. Die Service-Gesellschaften
sollen auch weiterhin die Wachstumschancen, vor allem in den Bereichen Technik, Catering
und Financial Services, aktiv erschließen und werden aus diesem Grund nach wie vor
eigenständig gesteuert werden. Im September konnte das umfangreiche Kabinenerneuerungsprogramm bei Lufthansa Passage
abgeschlossen werden. Bei der Airline sind nur noch Flugzeuge mit neuester Kabinenausstattung
im Liniendienst unterwegs. In den vergangenen drei Jahren wurden 106 Langstrecken-Flugzeuge
der Lufthansa Passage in der Business und Economy Class mit einer modernisierten Kabine
und neuen Sitzen ausgestattet. In 76 Flugzeugen wurde zudem die neue First Class-Kabine
eingebaut. Die Nachrüstung der Premium Economy Class wird noch im vierten Quartal
bei allen 106 Lufthansa Langstreckenflugzeugen abgeschlossen werden. Die weitere Entwicklung und Implementierung von neuen, direkten Buchungswegen im Rahmen
der Modernisierung der Vertriebsstrukturen der Lufthansa Group schreitet voran. Seit
1. September 2015 werden die Kosten für Buchungen über globale Reservierungssysteme
(GDS) transparent und verursachungsgerecht verteilt. Die "Distribution Cost Charge" (DCC) in Höhe von 16,00 EUR wird für jedes über ein
GDS ausgestellte Ticket berechnet. Kunden der Lufthansa Group können ihre Flugtickets
jedoch weiterhin ohne dieses neue Entgelt erwerben, indem sie direkt über die Websites
der Airlines, über die Service Center oder an den Ticketschaltern der Flughäfen buchen.
Den Reisebüros und Firmenkunden steht ein Onlineportal als alternativer Buchungsweg
zur Verfügung. Mitarbeiter und ManagementDer Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG hat am 16. September 2015 eine neue Geschäftsverteilung
für den Vorstand genehmigt. Mitglieder des Vorstands werden auch weiterhin Herr Carsten
Spohr, Herr Karl Ulrich Garnadt, Herr Harry Hohmeister, Frau Simone Menne und Frau
Dr. Bettina Volkens sein. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung Herrn Harry Hohmeister
und Frau Dr. Bettina Volkens jeweils für weitere fünf Jahre als Vorstandsmitglied
und Frau Dr. Bettina Volkens darüber hinaus als Arbeitsdirektorin bestellt. Der Vorsitz
des Vorstands obliegt weiterhin Herrn Carsten Spohr. Herr Harry Hohmeister wird ab
1. Januar 2016 im Vorstandsressort Hub Management die kommerzielle Steuerung der Drehkreuze
der Lufthansa Group mit ihren Premium-Airlines Lufthansa Passage, SWISS und Austrian
Airlines funktional verantworten. Die Punkt-zu-Punkt-Verkehre mit der Verantwortung
für die Eurowings Group werden in dem neuen Vorstandsressort Eurowings und Aviation
Services angesiedelt, das Herr Karl Ulrich Garnadt übernehmen wird. Frau Simone Menne
führt weiterhin das Ressort Finanzen, welches um die Konzern-IT ergänzt wird. Die
Verantwortung für das Ressort Personal und Recht verbleibt bei Frau Dr. Bettina Volkens. Im Rahmen der Reorganisation wurde ebenfalls beschlossen, den Passagevorstand als
Führungsgremium der Lufthansa Passage aufzulösen. Die Lufthansa Passage soll jeweils
durch einen Hub Manager in Frankfurt und München geführt und funktional von den Mitgliedern
des Vorstands in ihrer jeweiligen Rolle verantwortet werden. Die Reorganisation zielt
auf eine stärker funktionale Ausrichtung der Organisationsstruktur ab. In diesem Zusammenhang
wird die Anzahl der Führungsebenen unterhalb des Vorstands von vier auf drei reduziert.
Die Anzahl der Führungspositionen soll um insgesamt rund 15 Prozent verringert werden.
Die Umsetzung der Reorganisation wird am 1. Januar 2016 beginnen und ermöglicht das
Heben von Kosten- und Erlössynergien, die bei vollständiger Umsetzung voraussichtlich
ab dem Geschäftsjahr 2019 einen Ergebnisbeitrag von rund 500 Mio. EUR pro Jahr liefern
sollen. Weitere Informationen zur Reorganisation sind auf der Internetseite www.lufthansagroup.com/investor-relations
verfügbar. Änderungen im Berichtsstandard und KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum nicht wesentlich
verändert. Die einzelnen Veränderungen gegenüber dem Jahresende 2014 beziehungsweise
30. September 2014 sind in der Tabelle auf S. 30 dargestellt. Sie hatten keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Konzernbilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum. Auch aus den erstmals ab 1. Januar 2015 verpflichtend anzuwendenden Standards und
Interpretationen haben sich keine wesentlichen Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage ergeben. Weitere Informationen befinden sich im Anhang ab S. 30. Im Zuge der Aufspaltung der zuvor in eine GmbH & Co. KG umgewandelten Lufthansa Systems
AG auf die Bereiche Airline Solutions, Industry Solutions und IT-Infrastruktur und
des vereinbarten Verkaufs der IT-Infrastruktur an die IBM-Gruppe wurde IT Services
als eigenständiges strategisches Geschäftsfeld der Lufthansa Group zu Anfang des Jahres
2015 aufgegeben. Für weitere Informationen wird auf die veränderte Segmentberichterstattung
im Anhang ab S. 35 verwiesen. Mit erstmaliger Wirkung für das Geschäftsjahr 2015 hat die Lufthansa Group im Vorjahr
die Ablösung des CVA als zentrale Steuerungsgröße im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung
beschlossen. Nach Abwägung verschiedener Alternativen hat der Vorstand der Deutschen
Lufthansa AG entschieden, den CVA durch die Kennzahlen Earnings After Cost of Capital
(EACC) und Return On Capital Employed (ROCE) abzulösen, welche die Wertorientierung
im Unternehmen noch stärker verankern sollen. Für weitere Informationen wird auf S.
30 f. des Geschäftsberichts 2014 verwiesen. Als absolute Wertbeitragsgröße wird das
EACC ausgehend von einem in der Berichtsperiode erzielten Earnings Before Interest
and Taxes (EBIT) ermittelt. Als führende Gewinngröße für die Unternehmensprognose
dient ab dem Geschäftsjahr 2015 das Adjusted EBIT. Es bereinigt das EBIT um Ergebniseffekte
aus der Bewertung und Veräußerung von Vermögenswerten des Anlagevermögens sowie Bewertungseffekte
aus Pensionsrückstellungen und außerplanmäßigen Abschreibungen. Mit Einführung der neuen Steuerungs- und Ergebnisgrößen ergeben sich auch Auswirkungen
auf die Struktur und Erläuterung der Ertragslage. Die grundsätzliche Kommentierung
der Ertrags- und Aufwandsentwicklung in der Berichtsperiode erfolgt nunmehr auf der
Grundlage des EBIT mit einer sich daran anschließenden Erläuterung der Überleitungen
auf das Adjusted EBIT. Im Zuge dieser Umstellung wurden zum Zwecke einer besseren
Nachvollziehbarkeit der wesentlichen Ergebnisgrößen die nachfolgend dargestellten
Änderungen im Ausweis innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen. Das Ergebnis
aus Beteiligungen wird seit Anfang des Jahres als Bestandteil des EBIT ausgewiesen.
Die früher im betrieblichen Ergebnis erfassten Ergebniseffekte aus der Bewertung und
Realisierung von Finanzschulden werden seitdem in den übrigen Finanzposten erfasst
und damit gemeinsam mit den darauf abgeschlossenen Zins- beziehungsweise Währungssicherungen
in einer Ergebniszeile ausgewiesen. Die früher unter den übrigen Finanzposten erfassten
außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen werden mit dem Geschäftsjahr 2015
wie die außerplanmäßigen Abschreibungen auf sonstige Vermögenswerte im betrieblichen
Ergebnis dargestellt. Darüber hinaus werden die bisher unter den sonstigen betrieblichen
Erträgen erfassten Ergebnisse aus dem Verkauf kurzfristiger Finanzinvestitionen ab
2015 innerhalb des Zinsergebnisses ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend
der neuen Ausweissystematik angepasst. ErtragslageLeistungsdaten der Luftverkehrsgesellschaften in der Lufthansa Group*scroll
Umsatz und ErträgeDie Fluggesellschaften der Lufthansa Group erhöhten in den ersten neun Monaten des
Geschäftsjahres 2015 die Verkehrsleistung im Passagiergeschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Angebot und Absatz im Passagiergeschäft konnten um 3,0 Prozent beziehungsweise 3,6
Prozent gesteigert werden. Es wurden mit 83,0 Mio. um 2,3 Prozent mehr Passagiere
befördert als im Vorjahreszeitraum. Die Verkehrsleistung im Frachtgeschäft ging demgegenüber
zurück. Die beförderte Fracht und Post verminderte sich auf 1,4 Mio. Tonnen (- 2,0
Prozent). Die individuellen Leistungskennzahlen der einzelnen Segmente werden in den
jeweiligen Kapiteln erläutert. Umsatz und Erträgescroll
Die Verkehrserlöse des Konzerns stiegen um insgesamt 5,0 Prozent auf 19,4 Mrd. EUR.
Neben einer um 3,0 Prozent gestiegenen Menge war diese Entwicklung vor allem auf positive
Währungseffekte (+ 6,4 Prozent) zurückzuführen. Geringere Preise (- 4,4 Prozent) wirkten
sich demgegenüber erlösmindernd aus. Von den Verkehrserlösen entfielen 17,4 Mrd. EUR
(+ 5,8 Prozent) auf die Passage Airline Gruppe und 1,7 Mrd. EUR (- 0,8 Prozent) auf
das Geschäftsfeld Logistik. Mit 4,9 Mrd. EUR lagen die anderen Betriebserlöse - ebenfalls teils währungsbedingt
- um 18,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Davon erwirtschaftete das Geschäftsfeld
Technik 2,4 Mrd. EUR (+19,1 Prozent), Catering 1,8 Mrd. EUR (+18,7 Prozent) und Sonstige
199 Mio. EUR (-1,0 Prozent). Auf die Gesellschaften der Passage Airline Gruppe und
des Geschäftsfelds Logistik entfielen 583 Mio. EUR (+ 20,2 Prozent) der anderen Betriebserlöse. Anteil der Geschäftsfelder am Außenumsatz in % (zum 30.09.2015)![]() Insgesamt legten die Umsatzerlöse des Konzerns um 7,4 Prozent auf 24,3 Mrd. EUR zu.
Dieser Anstieg ist mit 1,6 Mrd. EUR beziehungsweise 7,0 Prozent auf positive Währungseinflüsse
zurückzuführen. In der folgenden Grafik ist die Umsatzentwicklung der letzten fünf
Jahre dargestellt. Der Anteil der Passage Airline Gruppe am Gesamtumsatz verminderte
sich in den ersten neun Monaten auf 75,0 Prozent (-1,0 Prozentpunkte). Die Umsatzverteilungen
nach Geschäftsfeldern und Regionen finden sich in der Segmentberichterstattung ab
S. 35. Umsatz in Mio. € (Jan. - Sept.)![]() Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 709 Mio. EUR auf 2,0 Mrd. EUR.
Ausschlaggebend hierfür waren vor allem erhöhte Kursgewinne (+ 645 Mio. EUR), denen
korrespondierend gestiegene Kursverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
gegenüberstanden. Darüber hinaus sind die um 24 Mio. EUR auf 56 Mio. EUR erhöhten
Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen erwähnenswert. Darin enthalten sind
Buchgewinne von 8 Mio. EUR aus dem Abgang der Anteile an JetBlue sowie Erträge aus
Kaufpreisanpassungen von 43 Mio. EUR im Zusammenhang mit dem im Vorjahr geschlossenen
Vertrag über den Verkauf der IT-Infrastruktur der ehemaligen Lufthansa Systems AG.
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen erhöhten sich um 18 Mio. EUR. Die
übrigen Einzelpositionen zeigten keine nennenswerten Abweichungen zum Vorjahreszeitraum. Die gesamten betrieblichen Erträge erhöhten sich somit um 2,4 Mrd. EUR oder 9,9 Prozent
auf 26,5 Mrd. EUR. AufwendungenDie betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt
1,8 Mrd. EUR (+7,8 Prozent) auf 24,9 Mrd. EUR. Dabei verzeichnete die Lufthansa Group
beim Materialaufwand eine Zunahme um insgesamt 2,3 Prozent auf 13,3 Mrd. EUR. Innerhalb
des Materialaufwands sanken die Treibstoffkosten um 13,2 Prozent auf 4,5 Mrd. EUR.
Den (nach Sicherung) um 37,7 Prozent geringeren Treibstoffpreisen standen dabei die
Entwicklung des US-Dollars (+ 21,8 Prozent) und die gestiegene Menge (+ 2,7 Prozent)
aufwandserhöhend gegenüber. Die Aufwendungen für die übrigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen im Wesentlichen
aufgrund mengen- und währungsbedingter Aufwandssteigerungen in den Geschäftsfeldern
Technik und Catering um 15,2 Prozent auf 2,3 Mrd. EUR. Aufwendungenscroll
Die Gebühren erhöhten sich insgesamt um 8,5 Prozent auf 4,3 Mrd. EUR. Dabei wirkten
sich sowohl Mengen- und Preiseffekte als auch die Währungsentwicklung aufwandserhöhend
aus. Im Einzelnen stiegen vor allem Flugsicherungsgebühren um 9,6 Prozent, Start-
und Landegebühren um 12,0 Prozent, Abfertigungsgebühren um 8,4 Prozent und Sicherheitsgebühren
um 19,0 Prozent. Der Aufwand für die Luftverkehrsteuer lag mit 275 Mio. EUR um 2,2
Prozent über dem Vorjahreswert. Die übrigen bezogenen Leistungen stiegen insbesondere
aufgrund erhöhter Technikleistungen (+ 21,4 Prozent) um 18,8 Prozent auf 2,2 Mrd.
EUR. Der Personalaufwand legte um 8,2 Prozent auf 5,9 Mrd. EUR zu. Ausgehend von einer
nahezu unveränderten durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (119.155) ist dies vor allem
auf wechselkursbedingte Aufwandssteigerungen sowie auf erhöhte Zuführungen zu den
Pensionsrückstellungen aufgrund des von 3,75 Prozent auf 2,60 Prozent gesunkenen Diskontierungszinssatzes
zurückzuführen. Die Abschreibungen stiegen insgesamt um 19,1 Prozent auf 1,3 Mrd. EUR. Die planmäßigen
Abschreibungen auf Flugzeuge erhöhten sich vor allem aufgrund der im Laufe des Vorjahres
neu zugegangenen Flugzeuge um 14,0 Prozent auf 929 Mio. EUR. Darüber hinaus waren
zum 30. September 2015 außerplanmäßige Abschreibungen von insgesamt 112 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
15 Mio. EUR) vorzunehmen. Diese entfielen mit 65 Mio. EUR auf bereits getätigte Investitionen
im Zusammenhang mit dem Projektaufwand für ein mögliches neues Frachtzentrum am Flughafen
Frankfurt. Vor dem Hintergrund der Begrenzung des Investitionsvolumens wurde beschlossen,
die Entscheidung über einen möglichen Bau um mindestens zwei Jahre zu verschieben.
Als Folge dieser Entscheidung war die Werthaltigkeit der bereits getätigten Investitionen
nicht mehr gegeben. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen betrafen gewährte Darlehen
(16 Mio. EUR), Abwertungen der LSG Belgium N.V. (12 Mio. EUR) aufgrund von Strukturveränderungen
in der Produktion sowie Abschreibungen auf jeweils zum Verkauf vorgesehene zwei Boeing
747-400 und elf B737 (12 Mio. EUR). Darüber hinaus waren aktivierte Planungskosten
für ein nicht mehr weiterbetriebenes Bauvorhaben (7 Mio. EUR) außerplanmäßig abzuschreiben.
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden weitere 3 Mio. EUR außerplanmäßige
Abwertungen auf zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte erfasst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 844 Mio. EUR auf 4,5 Mrd. EUR.
Wesentlicher Treiber dieser Zunahme waren die deutlich erhöhten Kursverluste (+ 649
Mio. EUR). Darüber hinaus sind gestiegene indirekte Personalaufwendungen (+ 37 Mio.
EUR) und Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (+ 37 Mio. EUR) sowie erhöhte Kosten
für EDV-Vertriebssysteme (+ 43 Mio. EUR) erwähnenswert. Die übrigen Positionen zeigen
im Einzelnen keine nennenswerten Veränderungen zum Vorjahr. ErgebnisentwicklungDas Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit erhöhte sich in der laufenden Berichtsperiode
um 593 Mio. EUR auf 1,5 Mrd. EUR. Das Beteiligungsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Mio. EUR auf
116 Mio. EUR. Auch das Zinsergebnis verbesserte sich vor allem aufgrund geringerer
Zinsaufwendungen auf -124 Mio. EUR (Vorjahr: -189 Mio. EUR). Das Ergebnis aus den übrigen Finanzposten erhöhte sich auf 456 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
-225 Mio. EUR). Davon entfielen 503 Mio. EUR auf die Realisierung bisher erfolgsneutral
zu erfassender Zuschreibungen auf die Anteile an JetBlue sowie 61 Mio. EUR auf gestiegene
Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten, die nach IAS 39 als Handelsgeschäfte
anzusehen sind. Demgegenüber führte die Bewertung von Finanzschulden in Fremdwährung
zu einer Ergebnisbelastung von 108 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zeigt die Entwicklungen des betrieblichen
und des Beteiligungsergebnisses und betrug zum Ende der ersten neun Monate 1,7 Mrd.
EUR (Vorjahr: 1,0 Mrd. EUR). Die Bereinigung um Ergebniseffekte aus der Bewertung
von Pensionsrückstellungen, der Bewertung und dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens
sowie vorzunehmenden außerplanmäßigen Abschreibungen führte in der Summe zu keinen
nennenswerten Anpassungen bei der Überleitung auf das Adjusted EBIT, welches sich
auf ebenfalls 1,7 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,0 Mrd. EUR) belief. Überleitung Ergebnissescroll
Adjusted EBIT und Konzernergebnis in Mio. € (Jan. - Sept.)![]() Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) erhöhte sich um 1,4 Mrd. EUR auf 2,0 Mrd. EUR.
Unter Berücksichtigung steuerfreier Erträge insbesondere im Zusammenhang mit dem Abgang
der Anteile an JetBlue führten die Ertragsteuern zu einer Ergebnisbelastung von 227
Mio. EUR (Vorjahr: 136 Mio. EUR). Nach Abzug von Minderheitsanteilen (20 Mio. EUR;
Vorjahr: 16 Mio. EUR) ergab sich ein Konzernergebnis von 1,7 Mrd. EUR (Vorjahr: 482
Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,05 EUR
auf 3,78 EUR. Cashflow und InvestitionenBis Ende September 2015 konnte der Konzern einen operativen Cashflow von 3,2 Mrd.
EUR erwirtschaften, 1,1 Mrd. EUR mehr als im Vorjahr. Ausgehend von einem um 1,4 Mrd.
EUR höheren Ergebnis vor Ertragsteuern ergaben sich aus der Eliminierung zahlungsunwirksamer
Abschreibungen sowie der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnender
Ergebnisse Entlastungen des operativen Cashflows von 113 Mio. EUR. Die Bereinigung
des Ergebnisses um erfolgs-, aber nicht zahlungswirksame Bewertungen von Finanzinstrumenten
- und hier insbesondere die Ergebniseffekte im Zusammenhang mit dem Abgang der Anteile
an JetBlue - führte im Vorjahresvergleich zu einer deutlichen Minderung in der Überleitung
zum operativen Cashflow um insgesamt 703 Mio. EUR. Die Veränderung des Working Capitals
(+ 330 Mio. EUR) wirkte sich im Vergleich zum Vorjahr positiv auf den operativen Cashflow
des laufenden Geschäftsjahres aus. Die Bruttoinvestitionen in den ersten neun Monaten 2015 lagen mit 1,9 Mrd. EUR deutlich
um 13,6 Prozent unter dem Vorjahr. Davon entfielen 1,6 Mrd. EUR auf insgesamt 18 Flugzeuge:
zwei Airbus A380, vier Boeing 747-8, eine B777F, fünf A320-200 und zwei A321-200.
Zwei A320 und zwei A319 wurden aufgrund von Vertragsverlängerungen von Operating Lease
in Finance Lease umklassifiziert. Außerdem sind in diesem Investitionsvolumen auch
Flugzeuganzahlungen und -überholungen enthalten. In übrige Sachanlagen wurden weitere
203 Mio. EUR investiert. Von den übrigen Investitionen entfielen 64 Mio. EUR auf immaterielle
Vermögenswerte. Investitionen in Finanzanlagen von insgesamt 54 Mio. EUR betrafen
nahezu ausschließlich Darlehensgewährungen und Anlagen in langfristigen Wertpapieren.
Aus Zu- und Abgängen bei den reparaturfähigen Ersatzteilen ergaben sich Nettoabflüsse
von 257 Mio. EUR. Der Finanzmittelbedarf wurde teilweise durch Zins- und Dividendeneinnahmen (insgesamt
239 Mio. EUR) sowie durch Einnahmen aus der Veräußerung von Vermögenswerten - insbesondere
aus dem Verkauf von Flugzeugen - in Höhe von 75 Mio. EUR gedeckt. Aus dem Erwerb und
der Veräußerung kurzfristiger Wertpapiere und Fonds ergaben sich Mittelabflüsse von
1,1 Mrd. EUR. Für die Investitionstätigkeit und Geldanlagen wurden somit insgesamt
Nettozahlungsmittel von 3,1 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,5 Mrd. EUR) eingesetzt. Der Free Cashflow, der sich aus dem operativen Cashflow abzüglich der Nettoinvestitionen
ermittelt, lag bei 1,2 Mrd. EUR und damit 1,0 Mrd. EUR über dem Vorjahreswert. Aus dem Saldo aller Finanzierungsmaßnahmen ergab sich insgesamt ein Abfluss von Nettozahlungsmitteln
in Höhe von 83 Mio. EUR. Einer Neuaufnahme von Finanzmitteln (700 Mio. EUR) standen
Tilgungen von 565 Mio. EUR, Zinsausgaben in Höhe von 209 Mio. EUR und Gewinnausschüttungen
an Minderheitsgesellschafter von 9 Mio. EUR gegenüber. Die Aufnahme von Finanzmitteln
in Höhe von 494 Mio. EUR bildet eine im August 2015 begebene Hybrid-Anleihe ab. In der Folge erhöhten sich die Zahlungsmittel um insgesamt 7 Mio. EUR auf 835 Mio.
EUR. Darin enthalten sind wechselkursbedingte Aufwertungen des Zahlungsmittelbestands
von 15 Mio. EUR. Die Innenfinanzierungsquote lag bei 163,6 Prozent (Vorjahr: 91,8
Prozent). Die flüssigen Mittel inklusive kurzfristiger Wertpapiere stiegen zum Ende
des dritten Quartals auf 3,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 3,5 Mrd. EUR). Die detaillierte Kapitalflussrechnung
befindet sich auf S. 29. Cashflow und Investitionen in Mio. € (zum 30.09.2015)![]() Finanz- und VermögenslageDie Konzernbilanzsumme erhöhte sich zum Ende des dritten Quartals 2015 deutlich um
2,7 Mrd. EUR oder 8,8 Prozent gegenüber dem Jahresabschluss 2014. Dabei stiegen die
langfristigen Vermögenswerte um 786 Mio. EUR und die kurzfristigen Vermögenswerte
um 1,9 Mrd. EUR. Im langfristigen Vermögen stieg die Position Flugzeuge und Reservetriebwerke um 901
Mio. EUR auf 14,5 Mrd. EUR. Die reparaturfähigen Flugzeugersatzteile erhöhten sich
um 230 Mio. EUR auf 1,3 Mrd. EUR. Der Rückgang in der Position Übrige Beteiligungen
um 613 Mio. EUR ist fast vollständig auf den Abgang nahezu sämtlicher von der Lufthansa
Group bisher gehaltenen Anteile an JetBlue zurückzuführen. Mit Wirkung zum 26. März
2015 haben 99,99 Prozent der Gläubiger einer von Lufthansa im Geschäftsjahr 2012 begebenen
Wandelanleihe auf die von ihr gehaltenen Anteile an der JetBlue Airways Corporation
(Buchwert zum 31. Dezember 2014: 610 Mio. EUR) das Angebot auf vorzeitige Ausübung
ihres Wandlungsrechts angenommen. Mit Lieferung der entsprechenden Aktien an die Gläubiger
der Wandelanleihe wurden die Verbindlichkeiten aus der Anleihe und die damit verbundenen
Wandlungsoptionen getilgt. Der deutliche Anstieg der derivativen Finanzinstrumente um 549 Mio. EUR entfällt mit
494 Mio. EUR auf höhere Marktwerte aus Devisensicherungen infolge des gegenüber dem
Euro gestiegenen US-Dollars. Der Rückgang der Ansprüche aus aktiven latenten Steuern
um 401 Mio. EUR ist neben dem deutlich positiven Ergebnis vor Ertragsteuern auf die
Verminderung der Pensionsrückstellungen, vor allem aufgrund des von 2,6 Prozent auf
2,9 Prozent gestiegenen Diskontierungssatzes, zurückzuführen. Innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich die Forderungen um insgesamt
697 Mio. EUR auf 4,7 Mrd. EUR. Wesentlicher Hintergrund für diesen Anstieg war neben
der saison- und abrechnungsbedingten Zunahme dieser Position die Erfassung von Erstattungsansprüchen
gegenüber Versicherungen für zu erwartende Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem
am 24. März 2015 verunglückten Flugzeug der Germanwings in Höhe von insgesamt 277
Mio. EUR (300 Mio. USD). Diese Erstattungsansprüche basieren auf der ersten Einschätzung
des führenden Versicherers und erfassen alle Haftpflichtansprüche aus dem Flugzeugunglück
wie zum Beispiel Bergungs- und Reinigungskosten an der Unfallstelle, Betreuungs- und
Überführungskosten, Schadensersatzansprüche sowie den Kaskowert des zerstörten Flugzeugs.
Bis zum 30. September 2015 waren bereits 14 Mio. EUR an Versicherungsansprüchen abgerechnet
worden. Den zu Beginn insgesamt erfassten Versicherungsansprüchen von 277 Mio. EUR
standen - nach Abzug des Versicherungswerts des verunglückten Flugzeugs von 6 Mio.
EUR - Rückstellungen für die insgesamt zu erwartenden Verpflichtungen aus dem Flugzeugunglück
in entsprechender Höhe gegenüber. Die Einschätzung der zum 30. September 2015 bestehenden
Verpflichtungen basiert dabei auf den Angaben des Versicherungskonsortiums, das für
dieses Flugzeugunglück als ein in diesen Dingen erfahrener Sachverständiger eine Reservierung
von insgesamt 277 Mio. EUR (300 Mio. USD) vorgenommen hat. Bis zum Ende des dritten
Quartals hat die Lufthansa Group Soforthilfen an Angehörige der Passagiere in Höhe
von 7 Mio. EUR ausgezahlt. Darüber hinaus sind bislang weitere erstattungsfähige Wrackbeseitigungs-
und sonstige Kosten von insgesamt 21 Mio. EUR angefallen. Zum 30. September 2015 bestanden
somit Rückstellungen für noch ausstehende Verpflichtungen in Höhe von 243 Mio. EUR. Konzernflotte - Bestand VerkehrsflugzeugeLufthansa Passage inklusive Germanwings und Regionalgesellschaften (LH), SWISS (LX), Austrian Airlines (OS) und Lufthansa Cargo (LCAG) am 30.09.2015scroll
scroll
Der Anstieg der kurzfristigen Finanzderivate (+ 42 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen
aus höheren Marktwerten aus Devisen- und Zinssicherungen. Die flüssigen Mittel - bestehend
aus kurzfristigen Wertpapieren sowie Bankguthaben und Kassenbeständen - erhöhten sich
aufgrund des positiven Free Cashflows um insgesamt 1,1 Mrd. EUR auf 3,9 Mrd. EUR.
Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme verminderte sich von
72,9 Prozent zum Jahresende 2014 auf nunmehr 69,4 Prozent. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital (inklusive der Anteile der Minderheitsgesellschafter)
zum Ende des dritten Quartals um 2,2 Mrd. EUR auf 6,2 Mrd. EUR. Ausgehend von einem
positiven Nachsteuerergebnis von 1,8 Mrd. EUR resultierte dieser Anstieg mit 419 Mio.
EUR aus dem erfolgsneutralen Rückgang der Pensionsrückstellungen. Darüber hinaus führten
positive Effekte aus der Währungsumrechnung (+194 Mio. EUR) ebenfalls zu einem Anstieg
des Eigenkapitals. Innerhalb der Marktbewertungsrücklage für Finanzinstrumente standen
einem deutlichen Rückgang von 491 Mio. EUR aus dem Abgang der Anteile an JetBlue insbesondere
höhere Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten (+ 329 Mio. EUR) gegenüber. Bei
einer gleichzeitig um 8,8 Prozent gestiegenen Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote
damit gegenüber dem Jahresende 2014 von 13,2 Prozent auf 18,6 Prozent. Die langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen verzeichneten einen Rückgang
um 1,4 Mrd. EUR auf 14,1 Mrd. EUR, während die kurzfristigen Fremdmittel um 1,9 Mrd.
EUR auf 12,9 Mrd. EUR zulegten. Innerhalb der langfristigen Fremdmittel sanken die
Pensionsrückstellungen vor allem aufgrund des von 2,6 Prozent auf 2,9 Prozent gestiegenen
Diskontierungszinssatzes um 345 Mio. EUR auf nunmehr 6,9 Mrd. EUR. Die Finanzschulden
verminderten sich insgesamt um 633 Mio. EUR. Einer Neuaufnahme von Finanzmitteln durch
die Begebung einer Hybrid-Anleihe von 494 Mio. EUR standen dabei insbesondere die
vorzeitige Tilgung der Wandelanleihe auf die JetBlue-Anteile sowie fristigkeitsbedingte
Umgliederungen in kurzfristige Finanzschulden (davon 750 Mio. EUR aus einer im Juli
2016 fälligen Euro-Anleihe) gegenüber. Die Verminderung der derivativen Finanzinstrumente
(- 480 Mio. EUR) ist neben dem Abgang der Wandlungsoptionen auf die Anteile an JetBlue
insbesondere auf geringere negative Marktwerte von Devisensicherungen zurückzuführen. Innerhalb der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen erhöhten sich die
sonstigen Rückstellungen um 36 Mio. EUR. Dem Anstieg aufgrund der noch ausstehenden
Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem verunglückten Flugzeug der Germanwings (243
Mio. EUR) standen dabei geringere Rückstellungen im Zusammenhang mit dem im Vorjahr
geschlossenen Vertrag über den Verkauf der IT-Infrastruktur der ehemaligen Lufthansa
Systems AG sowie Auszahlungen im Rahmen des Programms SCORE gegenüber. Der Anstieg
der kurzfristigen Finanzschulden (+ 845 Mio. EUR) resultierte im Wesentlichen aus
fristigkeitsbedingten Umgliederungen. Vor allem saison- und abrechnungsbedingt erhöhten
sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten (+ 291 Mio. EUR) sowie die Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen
Flugdokumenten (+ 651 Mrd. EUR). Die negativen Marktwerte derivativer Finanzinstrumente
stiegen überwiegend aus Treibstoffpreis- und Devisensicherungen um insgesamt 208 Mio.
EUR. Die Nettokreditverschuldung lag zum 30. September 2015 bei 2,3 Mrd. EUR (Jahresende
2014: 3,4 Mrd. EUR). Die Dynamische Tilgungsquote als Verhältnis eines adjustierten
operativen Cashflows zur Nettokreditverschuldung inklusive Pensionsrückstellungen
belief sich auf 32,7 Prozent (Vorjahr: 22,8 Prozent) und nähert sich damit dem von
der Lufthansa Group gesetzten Mindestwert von 35 Prozent deutlich an. Der angestrebte
Zielwert liegt unverändert bei 45 Prozent. Berechnung Nettokreditverschuldungscroll
Geschäftsfeld Passage Airline Gruppescroll
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1)
Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge. Geschäftstätigkeit und StrategieZum Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe gehören die Lufthansa Passage (inklusive
Germanwings), SWISS und Austrian Airlines. Brussels Airlines und SunExpress ergänzen
als weitere strategische Beteiligungen das Portfolio. Die Finanzbeteiligung an JetBlue
endete am 26. März 2015 mit der vorzeitigen Ausübung des Umtauschrechts der Gläubiger
auf eine Umtauschanleihe auf die in der Lufthansa Group gehaltenen Stammaktien der
JetBlue Airways Corporation. Der Airline-Verbund schafft hohe Synergien aufgrund gegenseitiger Abstimmung, welche
durch die verstärkt funktionale Ausrichtung des Konzerns noch erweitert werden soll.
Durch die Multi-Hub-Strategie bietet die Passage Airline Gruppe den Passagieren ein
umfassendes Flugplanangebot in Verbindung mit höchster Reiseflexibilität an. Über
die internationalen Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich und Wien bediente der Airline-Verbund
im Sommerflugplan 2015 weltweit ein Streckennetz mit 297 Destinationen in 89 Ländern. Markt und WettbewerbIn Europa halten die großen Netzwerk-Carrier Lufthansa Group, Air France-KLM und die
Fluggesellschaften der IAG gemeinsam mit den großen Low-Cost-Carriern Ryanair und
easyJet nur rund 42 Prozent Marktanteil. Die Netzwerk-Carrier haben sich in den vergangenen
Jahren vollständig aus den dezentralen Verkehren außerhalb ihrer Drehkreuze zurückgezogen.
Punkt-zu-Punkt-Fluggesellschaften wie Germanwings/Eurowings sind aber weiterhin integraler
Bestandteil der traditionellen Airline-Gruppen. Sie stehen außerhalb der Drehkreuze
im direkten Wettbewerb mit Low-Cost-Carriern wie easyJet und Ryanair. Gerade in den
vergangenen Monaten ist ein Trend zu beobachten, dass sich Low-Cost-Carrier zunehmend
auch an Primärflughäfen und Drehkreuzen etablieren wollen, um Zugang zu höherwertigen
Kundengruppen zu erreichen. Die Wettbewerbsintensität und Durchlässigkeit zwischen
den Systemen wird deshalb auch in Zukunft weiter steigen. Nach wie vor wird die Profitabilität des Langstreckengeschäfts, insbesondere zwischen
Europa und Asien, von den aggressiv expandierenden, staatlichen Fluggesellschaften
aus der Golf- und Bosporusregion und den daraus resultierenden Überkapazitäten belastet.
Die Passage Airline Gruppe begegnet dieser Entwicklung mit umfangreichen Maßnahmen. Im Rahmen des strategischen Arbeitsprogramms "7to1 - Our Way Forward" soll die Steuerung
der Netz-Airlines künftig nach einheitlichen Prozessen erfolgen, sodass den Kunden
der Lufthansa Group über alle Drehkreuze und Fluggesellschaften hinweg ein durchgängiges
Reiseerlebnis geboten wird. Gleichzeitig werden wichtige Voraussetzungen geschaffen,
um die neue Eurowings als europäische Zweitmarke zu etablieren und in den Heimatmärkten
der Lufthansa Group als marktführende Punkt-zu-Punkt-Airline zu positionieren. Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group modernisieren auch ihre Vertriebsstrukturen.
In den vergangenen Wochen wurden Kooperationen mit verschiedenen Partnern im Vertrieb
erfolgreich vorangetrieben. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die weitere Entwicklung
und Implementierung von neuen, direkten Buchungswegen. Kosten für Buchungen über globale
Reservierungssysteme (GDS) werden seit dem 1. September 2015 transparent und verursachungsgerecht
verteilt. Die "Distribution Cost Charge" (DCC) in Höhe von 16,00 EUR wird für jedes
über ein GDS ausgestellte Ticket berechnet. Kunden der Lufthansa Group können ihre
Flugtickets jedoch weiterhin ohne dieses neue Entgelt erwerben, indem sie direkt über
die Websites der Airlines, über die Service Center oder an den Ticketschaltern der
Flughäfen buchen. Den Reisebüros und Firmenkunden steht ein Onlineportal als alternativer
Buchungsweg zur Verfügung. Mit Technologiepartnern wird derzeit die Etablierung weiterführender
Lösungen verhandelt, um die Buchungen über direkte Vertriebskanäle künftig noch attraktiver
zu gestalten und den Nutzerkomfort zu erhöhen. Die Lufthansa Group hat in Europa für Lufthansa Passage, SWISS und Austrian Airlines
ein neues Preiskonzept für Flugtickets eingeführt. Die neuen Economy Class-Tarifoptionen
"Light", "Classic" und "Flex" gelten ab dem 1. Oktober 2015 auf europäischen Strecken
und beinhalten preislich abgestufte Leistungs- und Servicepakete. Fluggäste können
damit innerhalb der Economy Class gezielt Leistungen nach ihren individuellen Wünschen
buchen. Der gewählte Tarif kann zudem individuell um zusätzliche Services ergänzt
werden, indem der Kunde weitere Optionen hinzubucht. Die verschiedenen Tarifoptionen
unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Möglichkeit einer vorzeitigen Sitzplatzreservierung,
Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeiten sowie der Mitnahme von Freigepäck. Eurowings bietet unter anderem mit Germanwings ab dem Winterflugplan 2015/2016 beziehungsweise
dem 1. November 2015 ein umfangreiches Flugangebot zu 105 Destinationen in 31 Ländern
an. Im November 2015 nimmt die neue Eurowings von Köln Langstreckenflüge mit Flugzeugen
vom Typ Airbus A330-200 auf. Die erste von insgesamt sechs angeflogenen Interkontinental-Destinationen
wird Varadero auf Kuba sein. Weitere Flugziele sind Phuket und Bangkok in Thailand,
Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Puerto Plata und Punta Cana in
der Dominikanischen Republik. Geschäftsverlauf und operative EntwicklungDie im Verbund agierenden Passagier-Airlines konnten in den ersten neun Monaten des
Geschäftsjahres 2015 vor allem vom im Vorjahresvergleich niedrigeren Ölpreis profitieren
und durchweg ihr Ergebnis steigern. Lufthansa Passage, SWISS und Austrian Airlines
verzeichneten jeweils einen deutlichen Anstieg des Adjusted EBIT um 533 Mio. EUR,
163 Mio. EUR und 68 Mio. EUR. Einschließlich der Beteiligungen an Brussels Airlines
und SunExpress stieg das Adjusted EBIT der Passage Airline Gruppe um 801 Mio. EUR. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 konnten die Fluggesellschaften
der Passage Airline Gruppe die Zahl der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 2,3 Prozent auf 83,0 Mio. steigern. Die Zahl der Flüge erhöhte sich leicht um 0,2
Prozent. Die angebotenen Sitzkilometer stiegen um 3,0 Prozent, vornehmlich durch den
Einsatz von größeren Flugzeugen. Die verkauften Sitzkilometer lagen um 3,6 Prozent
über dem Vorjahresniveau. Der Sitzladefaktor stieg auf 81,2 Prozent (+ 0,6 Prozentpunkte). Die Durchschnittserlöse stiegen im Wesentlichen währungsbedingt um 2,1 Prozent. Die
Verkehrserlöse erhöhten sich um 5,8 Prozent. In fast allen Verkehrsgebieten konnten Absatz, Verkehrserlöse und Durchschnittserlöse
gesteigert werden. Im Verkehrsgebiet Europa lag der Absatz um 1,6 Prozent über Vorjahr.
Die Durchschnittserlöse sanken um 0,4 Prozent. Die Verkehrserlöse erhöhten sich um
1,2 Prozent. In der Region Amerika konnte der Absatz um 4,8 Prozent erhöht werden.
Gepaart mit im Wesentlichen währungsbedingt höheren Durchschnittserlösen (+ 8,0 Prozent)
konnten die Verkehrserlöse um 13,2 Prozent gesteigert werden. In der Region Asien/Pazifik
lag der Absatz um 5,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Hier konnten die Verkehrserlöse
um 8,0 Prozent gesteigert werden. Die Durchschnittserlöse erhöhten sich ebenfalls
im Wesentlichen währungsbedingt um 2,2 Prozent. In der Region Nahost/Afrika stieg
der Absatz um 1,1 Prozent. Die Verkehrserlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 1,7 Prozent aufgrund einer im Wesentlichen währungsbedingten Erhöhung der Durchschnittserlöse
um 0,7 Prozent. Umsatz und ErgebnisentwicklungAusgehend von einer in verfügbaren Passagierkilometern gemessenen um 3,0 Prozent erhöhten
Verkehrsleistung verzeichnete das Geschäftsfeld in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
einen Absatzanstieg um 3,6 Prozent. Bei gleichzeitig positiven Währungseffekten (+
6,4 Prozent) und geringeren Preisen (- 4,2 Prozent) ergab sich in der Folge eine Zunahme
der Verkehrserlöse um 5,8 Prozent auf 17,4 Mrd. EUR. Entwicklung der Verkehrsgebiete*Passage Airline Gruppescroll
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Die übrigen betrieblichen Erträge legten um 294 Mio. EUR auf 1,0 Mrd. EUR zu. Der
Anstieg war nahezu ausschließlich auf die um 310 Mio. EUR erhöhten Kursgewinne zurückzuführen,
während sich die Zuschreibungen auf Anlagevermögen um 29 Mio. EUR verminderten. Die
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen erhöhten sich um 22 Mio. EUR. Die betrieblichen
Gesamterträge stiegen um 7,3 Prozent auf 19,8 Mrd. EUR. Die betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich um 3,3 Prozent auf 18,5
Mrd. EUR. Dabei erhöhte sich der Materialaufwand nur geringfügig um 0,7 Prozent auf
insgesamt 11,5 Mrd. EUR. Während die Treibstoffkosten vor allem preisbedingt um 12,1
Prozent sanken, stiegen die Gebühren insgesamt um 8,4 Prozent an. Hier sind insbesondere
die erhöhten Aufwendungen aus Flugsicherungsgebühren (+ 9,5 Prozent), Start- und Landegebühren
(+12,4 Prozent), Abfertigungsgebühren (+ 8,0 Prozent) sowie Sicherheitsgebühren (+19,0
Prozent) zu nennen. Ursache für den Anstieg der übrigen bezogenen Leistungen (+12,9
Prozent) waren vor allem die erhöhten Aufwendungen für bezogene Technikleistungen
(+14,0 Prozent). Ausgehend von einer um 1,0 Prozent reduzierten durchschnittlichen Mitarbeiterzahl
stieg der Personalaufwand im Wesentlichen aufgrund wechselkursbedingter Aufwandssteigerungen
sowie erhöhter Zuführungen zu Pensionsrückstellungen um 8,0 Prozent auf 3,4 Mrd. EUR. Die Abschreibungen stiegen insbesondere aufgrund der im Laufe des Vorjahres neu zugegangenen
Flugzeuge um 12,9 Prozent auf 971 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um insgesamt 151 Mio. EUR auf 2,5
Mrd. EUR. Diese Zunahme ist fast vollständig auf erhöhte Kursverluste (+145 Mio. EUR)
und gestiegene indirekte Personalaufwendungen (+ 24 Mio. EUR) zurückzuführen, denen
unter anderem geringere Aufwendungen für Werbung und Verkaufsförderung (- 21 Mio.
EUR) gegenüberstanden. Die Verbesserung des Beteiligungsergebnisses auf 67 Mio. EUR (Vorjahr: 38 Mio. EUR)
resultiert vor allem aus den Ergebnisbeiträgen von SunExpress (40 Mio. EUR; Vorjahr:
27 Mio. EUR) und SN Airholding (20 Mio. EUR; Vorjahr: - 4 Mio. EUR). Insgesamt ergab sich daraus ein EBIT von 1,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 582 Mio. EUR). Nach
Bereinigung um Ergebniseffekte aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen, der Bewertung
und dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens sowie vorzunehmenden Impairments
führte dies zu einem Adjusted EBIT von ebenfalls 1,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 549 Mio. EUR). Die Segmentinvestitionen lagen mit 1,7 Mrd. EUR um 5,5 Prozent unter dem Vorjahreswert
und wurden im Wesentlichen für neues Fluggerät geleistet. Im Rahmen der fortlaufenden
Flottenmodernisierung gingen der Passage Airline Gruppe in den ersten neun Monaten
13 neue Flugzeuge zu. Detaillierte Erläuterungen dazu sind ab S. 35 zu finden. Lufthansa PassageLufthansa Passage (einschließlich Germanwings) ist die nach Umsatz größte Organisationseinheit
innerhalb der Lufthansa Group. Lufthansa Passage bedient an den Drehkreuzen Frankfurt
und München ihre Kunden mit einem Premium-Angebot. Germanwings betreibt bis November
2015 den Punkt-zu-Punkt-Verkehr in Deutschland und Europa noch eigenständig. Anschließend
übernimmt die Eurowings die kommerzielle Verantwortung unter anderem auch für die
von Germanwings für Eurowings ausgeführten Flüge. Im Sommerflugplan 2015 wurden insgesamt
258 Ziele in 80 Ländern angeboten. Lufthansa Passage hat das größte Kabinenerneuerungsprogramm in ihrer Geschichte erfolgreich
abgeschlossen. Sämtliche Flugzeuge der Airline sind mit den neuesten Kabinen ausgestattet.
In den vergangenen drei Jahren wurden 106 Langstreckenflugzeuge der Lufthansa Passage
in der Business und Economy Class mit einer modernisierten Kabine und neuen Sitzen
ausgestattet. In 76 Flugzeugen wurde zudem die neue First Class-Kabine eingebaut.
Der Einbau der Premium Economy Class wird noch im vierten Quartal bei allen 106 Lufthansa
Langstreckenflugzeugen abgeschlossen sein. Lufthansa Passage konnte in diesem Jahr
bereits zahlreiche bedeutende Auszeichnungen entgegennehmen, zuletzt bei den World
Travel Awards als "Europe's Leading Airline" und für die Lounges am Flughafen Frankfurt
als "Europe's Leading Airline Lounge". Lufthansa Passage wird als erste Netzwerkfluggesellschaft Europas Internet an Bord
von Kurz- und Mittelstreckenflügen anbieten. Die ersten Flugzeuge werden im Frühsommer
2016 mit der neuen Technologie ausgestattet. Auch der Ausbau des Privatreisesegments
schreitet voran. Lufthansa Passage hat Ende September 2015 ein speziell auf Privatreisende
zugeschnittenes Interkontinentalflugprogramm gestartet. Die erste Strecke wurde am
25. September 2015 nach Tampa, Florida, mit drei Reiseklassen aufgenommen und wird
in den nächsten Monaten um weitere Destinationen ergänzt. Zudem steht die neue Eurowings
vor einem Start im Segment preisgünstiger Langstreckenflüge. Im November 2015 wird
das kubanische Varadero als erstes von insgesamt sechs Langstreckenzielen im Winterflugplan
2015/2016 angeflogen. Eurowings baut auf dem Konzept der Schwestergesellschaft Germanwings
auf, die als innovative Qualitäts-Low-Cost-Airline positioniert ist. Das Angebot von
Eurowings wird auf der Kurz- und Langstrecke sukzessive ausgebaut. Im Juli 2015 wurde
eine Rahmenvereinbarung zur Beendigung der Eigenabfertigung an den dezentralen deutschen
Stationen mit den Mitbestimmungsgremien unterzeichnet. Die Verhandlungen zu den lokalen
Interessenausgleichen und Sozialplänen finden derzeit statt und wurden für die Standorte
Hannover und Bremen bereits abgeschlossen. Die weiteren Standorte sollen bis Mitte
Dezember 2015 folgen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte Anfang September 2015 an zwei Tagen
jeweils zu einem eintägigen Ausstand der Piloten aufgerufen. 1.144 Flüge und 180.000
Passagiere waren von dem Streik betroffen. Das Landesarbeitsgericht hat den Streik
am zweiten Tag als rechtswidrig untersagt. Trotz frühzeitiger Umbuchungen, Sonderflugplan
und umfangreicher Informationen führten auch diese Streiktage zu einer weiteren Ergebnisbelastung.
Zusammen mit den bereits im ersten Halbjahr von der Pilotengewerkschaft Vereinigung
Cockpit initiierten Streiks von Piloten bei verschiedenen Konzerngesellschaften belaufen
sich die Streikkosten für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 auf insgesamt
130 Mio. EUR. Im Rahmen des strategischen Arbeitsprogramms "7to1 - Our Way Forward" werden kontinuierlich
Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung identifiziert und umgesetzt. Maßgebliche Projekte
umfassen hierbei vor allem die Einführung der Premium Economy Class und den Ausstieg
aus dem 70-Sitzer-Segment. Lufthansa Passage konnte in den ersten neun Monaten des
Geschäftsjahres die Verkehrsleistung gegenüber Vorjahr deutlich steigern. So lagen
die Anzahl der Fluggäste um 3,2 Prozent über Vorjahr, die angebotenen Sitzkilometer
um 3,3 Prozent und die verkauften Sitzkilometer um 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert.
Der Sitzladefaktor stieg um 0,9 Prozentpunkte auf 80,9 Prozent bei annähernd gleicher
Anzahl der Flüge (+ 0,2 Prozent). In Verbindung mit gestiegenen Durchschnittserlösen
(+ 0,9 Prozent) führte dies zu höheren Verkehrserlösen (+ 5,4 Prozent). Lufthansa Passage erzielte in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 13,8 Mrd. EUR.
Dies ist ein vornehmlich währungsbedingter Anstieg um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die sonstigen operativen Erträge erhöhten sich deutlich um 24,9 Prozent. Der Anstieg
resultierte vor allem aus höheren Kursgewinnen. Die Gesamterlöse stiegen um 6,7 Prozent
auf 14,5 Mrd. EUR. Die betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber Vorjahr um 3,1 Prozent auf 13,7 Mrd.
EUR. Die Treibstoffkosten sanken preisbedingt deutlich. Gegenläufig wirkten weiterhin
der starke US-Dollar, höhere Technikaufwendungen im Rahmen der neuen Kabinenausstattung,
der preis- und mengenbedingte Anstieg der Gebühren und Entgelte sowie gestiegene Abschreibungen
vor allem durch Flugzeugzugänge. Die Personalkosten lagen im Wesentlichen bedingt
durch die Rückstellungen für die Schließung der dezentralen Stationen und gestiegenen
Altersvorsorgeaufwendungen ebenfalls deutlich über Vorjahr. Wie bereits im Vorjahr wirkten sich erneut die Devisenbeschränkungen in Venezuela,
durch die der Devisentransfer aus Ticketverkäufen stark eingeschränkt ist, belastend
auf das Ergebnis aus. Es wurden Kapazitäts- und Vertriebsmaßnahmen eingeführt, um
Währungsbestände in Venezuela so gering wie möglich zu halten. Der niedrige Ölpreis
hat die Devisensituation auch in anderen erdölexportierenden Staaten verschlechtert.
Lufthansa Passage rechnet für die Zukunft auch hier mit einer Zunahme an blockierten
Bankguthaben, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau als in Venezuela. Das EBIT stieg im Vorjahresvergleich signifikant von 340 Mio. EUR auf 834 Mio. Das
Adjusted EBIT beträgt für die ersten neun Monate dieses Jahres 853 Mio. EUR (Vorjahr:
320 Mio. EUR). Germanwings konnte seit der Übernahme des dezentralen Lufthansa Verkehrs
(ab Mitte 2013) im Laufe des dritten Quartals 2015 erstmalig ein positives kumuliertes
EBIT ausweisen. SWISSSWISS1)scroll
1)
Inkl. Edelweiss Air. SWISS ist die nationale Fluggesellschaft der Schweiz und bedient gemeinsam mit ihrer
Schwestergesellschaft Edelweiss Air ab den Flughäfen Zürich und Genf ein weltweites
Streckennetz. Im Sommerflugplan 2015 wurden 137 Destinationen in 53 Ländern angeflogen.
Die Fluggesellschaften stehen für traditionelle Schweizer Werte und verpflichten sich
zu höchster Produkt- und Servicequalität. Nach wie vor operiert SWISS in einem herausfordernden Marktumfeld. Low-Cost-Airlines
und Anbieter aus der Golfregion sorgen für einen anhaltend hohen Wettbewerbsdruck.
Die im Januar 2015 von der Schweizer Nationalbank beschlossene Entkoppelung des Schweizer
Franken vom Euro setzte SWISS zusätzlich unter Druck und wirkt sich unverändert negativ
auf die Erlöse aus. Demgegenüber steht jedoch ein positiver Effekt aufgrund des niedrigen
Ölpreises. In den ersten neun Monaten überkompensierten die günstigen Treibstoffpreise
die währungsbedingte Belastung. Positiv wirkte sich auch die Währungssicherung aus. SWISS treibt auch 2015 das Zukunftsprogramm SCORE im Rahmen des strategischen Arbeitsprogramms
"7to1 - Our Way Forward" weiterhin erfolgreich voran. Seit 2012 wurden insgesamt 370
Maßnahmen initiiert, von denen bislang 169 umgesetzt wurden. Dazu gehören etwa die
Maßnahmen im Bereich der Treibstoffeffizienz sowie die Anpassung der Marktpräsenz
in Genf. Im Zuge der im September 2015 angekündigten Neuausrichtung der Lufthansa Group wurde
Herr Thomas Klühr als Nachfolger von Herrn Harry Hohmeister als CEO der SWISS bestellt.
Er übernimmt sein Amt am 1. Februar 2016. Im Juni 2015 hat SWISS als Erstbestellerin der C Series von Bombardier erstmals Details
zu ihrem zukünftigen Flugzeugtyp für Kurz- und Mittelstrecken präsentiert. Im Rahmen
des Kurzbesuchs eines Testflugzeugs in Zürich wurden die attraktive Kabinenausstattung
und der innovative Sitz vorgestellt. SWISS erwartet die Auslieferung der ersten Flugzeuge
Mitte 2016. Insgesamt wurden 30 Flugzeuge des Typs bestellt. Im Juli 2015 präsentierte SWISS Kabinenprodukt und Streckennetz ihres neuen Flaggschiffs
Boeing 777-300ER (Extended Range). Insgesamt neun B777-300ER mit drei Reiseklassen
werden ab Anfang 2016 in die Flotte integriert. Zum fünften Mal in Folge belegte SWISS bei der Verleihung der World Travel Awards
2015 den ersten Platz in der Kategorie "Europe's Leading Airline Business Class".
Die Auszeichnung umfasst sowohl die Kurz- als auch die Langstreckenflüge. In den ersten neun Monaten des Jahres beförderte SWISS weltweit 13,4 Mio. Passagiere.
Das Angebot an Sitzkilometern wurde gegenüber Vorjahr um 2,8 Prozent ausgeweitet,
die verkauften Sitzkilometer sind um 2,3 Prozent angestiegen. Der Sitzladefaktor ist
um 0,4 Prozentpunkte gesunken. In den ersten neun Monaten stiegen die Umsatzerlöse von SWISS größtenteils währungsbedingt
auf 3,5 Mrd. EUR (+ 8,4 Prozent). Das EBIT stieg von 211 Mio. EUR auf 407 Mio. EUR,
vor allem bedingt durch niedrigere Treibstoffkosten. Das Adjusted EBIT betrug 375
Mio. EUR (Vorjahr: 212 Mio. EUR). Die Differenz zwischen EBIT und Adjusted EBIT bei
SWISS resultiert aus Pensionskassenplanänderungen im Zuge der neu abgeschlossenen
Cockpit- und Kabinen-Gesamtarbeitsverträge und damit einhergehendem Minderaufwand. Austrian AirlinesAustrian Airlines1)scroll
1)
Weitere Informationen zu Austrian Airlines unter www.austrian.com. Austrian Airlines ist Österreichs größte Fluggesellschaft und betreibt mit ihrer 80
Flugzeuge umfassenden Bestandsflotte ein weltweites Streckennetz von 119 Destinationen
in 51 Ländern. Der Heimatflughafen Wien ist durch seine günstige geografische Lage
im Herzen Europas eine ideale Drehscheibe zwischen Ost und West. Im März 2015 wurde die Tyrolean Airways Luftfahrzeuge Technik GmbH als eigene Gesellschaft
neu aufgestellt. Das Unternehmen ist auf die Wartung von Bombardier Dash 8-Flugzeugen
spezialisiert. Mit der Verschmelzung der Tyrolean Airways Tiroler Luftfahrt GmbH auf die Austrian
Airlines AG am 1. April 2015 wurde der Flugbetrieb der Austrian Airlines Group bei
Austrian Airlines gebündelt. Der angespannten Wettbewerbssituation am Drehkreuz Wien begegnet Austrian Airlines
mit fortlaufendem Kapazitätsmanagement und der neuen Tarifstruktur im Europaverkehr.
Diese bietet den Passagieren seit 1. Oktober 2015 mehr Wahlfreiheit bei der Buchung
von Zusatzleistungen und Services. Ab April 2016 wird Austrian Airlines die Destination Shanghai wieder in ihr Langstreckenprogramm
aufnehmen. Damit wird neben Peking ein zweites Flugziel in China angeboten. Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Einflottung der 17 Embraer-Jets wurde in
diesem Sommer die Regelmäßigkeit des Flugverkehrs leicht beeinträchtigt. Austrian
Airlines reagierte unter anderem mit der Anmietung von externer Kapazität, sodass
die operationelle Situation weitgehend stabilisiert werden konnte. In den ersten neun Monaten des Jahres beförderte Austrian Airlines 8,4 Mio. Passagiere
(- 3,5 Prozent). Das Angebot lag auf Vorjahresniveau (+ 0,4 Prozent). Die Krisen im
Nahen Osten, in Russland und der Ukraine bewirkten jedoch einen Nachfragerückgang,
weshalb der Absatz um 1,0 Prozent zurückging. Die Auslastung der Flüge lag von Januar
bis September bei 78,8 Prozent (-1,1 Prozentpunkte). Dem verringerten Passagieraufkommen
wirkte hierbei die spürbar gesteigerte Erlösqualität entgegen. Der Umsatz von Austrian Airlines lag von Januar bis Ende September 2015 mit 1,6 Mrd.
EUR um 1,1 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Die Gesamterlöse sind um 3,4 Prozent
auf 1,7 Mrd. EUR gestiegen. Die Aufwände waren mit 1,6 Mrd. EUR leicht unter Vorjahr
(- 0,5 Prozent). Geringeren Treibstoffkosten standen höhere Technikkosten sowie Mehrkosten
durch den stärkeren US-Dollar gegenüber. Das EBIT betrug in den ersten neun Monaten
61 Mio. EUR und lag damit um 65 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Das Adjusted EBIT
betrug in den ersten neun Monaten ebenfalls 61 Mio. EUR (+ 68 Mio. EUR). Geschäftsfeld LogistikKennzahlen Logistikscroll
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*
Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge. Geschäftstätigkeit und StrategieDie Lufthansa Cargo AG ist der Spezialist für das Logistikgeschäft der Lufthansa Group.
Neben Lufthansa Cargo gehören die auf Luftfrachtcontainer spezialisierte Jettainer
Gruppe sowie die Beteiligung an der Frachtfluggesellschaft AeroLogic GmbH zum Geschäftsfeld
Logistik. Lufthansa Cargo hält darüber hinaus Beteiligungen an verschiedenen Abfertigungsgesellschaften.
Neben den eigenen Frachtflugzeugen und gecharterten Frachterkapazitäten vermarktet
Lufthansa Cargo auch die Frachtkapazitäten der Passagierflugzeuge von Lufthansa Passage
und Austrian Airlines. Markt und WettbewerbDer leichte Aufschwung gegen Jahresende 2014 setzte sich im Berichtszeitraum 2015
zunächst fort. Die Nachfrage an den weltweiten Luftfrachtmärkten verbesserte sich
im ersten Quartal 2015, verlor im zweiten und dritten Quartal jedoch an Fahrt. Der
globale Luftfrachtmarkt bleibt weiterhin hart umkämpft. Vor allem Airlines aus dem
Mittleren Osten und der Türkei erhöhen ihre Frachtkapazitäten - insbesondere durch
zahlreiche neue Passagierflugzeuge. In diesem Marktumfeld setzt Lufthansa Cargo auf
höchste Qualität und ein flexibles Kapazitätsmanagement. Einzelne Airlines haben zu Beginn des Jahres eine Änderung ihrer Preismodelle und
den Schritt zu sogenannten "All-in-Raten" eingeführt, bei denen der Treibstoffzuschlag
nicht mehr separat ausgewiesen wird. Lufthansa Cargo hat nach sorgfältiger Analyse
ebenfalls eine Änderung des Preismodells beschlossen. Ab dem Winterflugplan 2015/2016
wird Lufthansa Cargo nur noch zwei Preiskomponenten erheben: eine Nettorate sowie
eine angepasste "Airfreight Surcharge". Damit entfallen die bislang unterschiedlichen
Zuschläge für Treibstoff und Sicherheit. Die neue Airfreight Surcharge wird dabei
deutlich niedriger ausfallen als die Summe der derzeit erhobenen Zuschläge. Die Nettoraten
werden entsprechend angepasst, sodass aus der Umstellung der Preisstruktur keine Veränderung
der Gesamtraten erfolgt. Die neue Preisstruktur wird weniger komplex und soll zum
Beispiel negative Basisraten vermeiden. Geschäftsverlauf und operative EntwicklungLufthansa Cargo bietet ihren Kunden ein hochfrequentes Angebot an, das Verbindungen
zu mehr als 300 Zielen in rund 100 Ländern umfasst. Im Zuge der anhaltend schwierigen
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird Lufthansa Cargo ihre Flotte allerdings leicht
reduzieren. Neben den fünf Boeing 777-Frachtern sollen künftig noch zwölf MD-11 anstatt
der bisher 14 im Streckennetz von Lufthansa Cargo fliegen. Im Februar stieß die fünfte B777F zur Flotte. Diese Frachter zeichnen sich durch einen
geringen Treibstoffverbrauch, eine große Reichweite und hohe Zuverlässigkeit aus.
Das Unternehmen hat damit nun alle fünf bestellten B777F erfolgreich in die Flotte
integriert. Die Entscheidung über den Neubau des Logistikzentrums LCCneo wurde im April 2015 um
mindestens zwei Jahre verschoben. Damit einhergehend werden nun Maßnahmen geprüft,
um das bestehende Frachtzentrum kosteneffizient zu ertüchtigen. Die Implementierung einer neuen IT-Infrastruktur für die Frachtabfertigung geht weiter
voran. Das größte IT-Projekt in der Unternehmensgeschichte soll bis Ende des Jahres
abgeschlossen werden. Die Kooperation mit der japanischen All Nippon Airways (ANA) verläuft seit Dezember
2014 erfolgreich. Die Kapazitäten auf den unter die Kooperation fallenden Strecken
werden von beiden Partnern gemeinsam vermarktet, wodurch den Kunden attraktivere und
flexiblere Angebote unterbreitet werden können. Bereits in den ersten Monaten hat
sich diese Partnerschaft bewährt. Lufthansa Cargo setzt das Zukunftsprogramm SCORE im Rahmen des strategischen Arbeitsprogramms
"7to1 - Our Way Forward" auch 2015 mit unverminderter Anstrengung fort. Zudem hat
das Unternehmen ein neues Kostensenkungsprogramm beschlossen. Die jährlichen Betriebsaufwendungen
sollen bis 2018, vor allem im Personalbereich, um mindestens 40 Mio. EUR reduziert
werden. Bei Lufthansa Cargo war die transportierte und abgesetzte Frachtmenge in den ersten
neun Monaten des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig. Die
beförderte Tonnage ging geringfügig um 0,9 Prozent zurück. Die angebotenen Tonnenkilometer
wurden um 3,0 Prozent erhöht, davon 5,0 Prozent in den Frachträumen der Passagierflugzeuge
und 0,9 Prozent in den Frachtflugzeugen. Die transportierten Tonnenkilometer sanken
hingegen um 1,8 Prozent, sodass sich der Nutzladefaktor im Vergleich zum Vorjahr um
3,2 Prozentpunkte verringerte. Im Verkehrsgebiet Amerika stiegen die Frachtmengen gegenüber Vorjahr um 1,4 Prozent.
Die angebotenen Tonnenkilometer wurden um 4,6 Prozent erhöht, die transportierten
Tonnenkilometer gingen nur leicht um 0,2 Prozent zurück. Somit sank die Auslastung
um 3,1 Prozentpunkte. Das Wachstum wurde auf den Nordatlantik-Strecken primär durch
Erhöhung der Frachterkapazität generiert. Auf den Südatlantik-Strecken wurde ein starkes
Wachstum bei den Frachtkapazitäten der Passagierflugzeuge durch gleichzeitige Reduzierung
von Frachterkapazität kompensiert. Im Bereich Asien/ Pazifik sanken die Frachtmengen
im Vorjahresvergleich (-1,4 Prozent). Das Angebot wurde um 2,0 Prozent erhöht, die
transportierten Tonnenkilometer gingen hingegen um 3,3 Prozent zurück, sodass sich
der Nutzladefaktor um 4,1 Prozentpunkte verringerte. In Nahost/Afrika stiegen die
beförderten Tonnagen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur geringfügig (+ 0,2 Prozent).
Das Angebot wurde um 0,3 Prozent erhöht, die transportierten Tonnenkilometer gingen
hingegen um 1,5 Prozent zurück. Dadurch sank die Auslastung um 1,0 Prozentpunkte.
Die Frachtmengen innerhalb Europas sanken um 3,0 Prozent. Da die angebotenen Tonnenkilometer
um 1,4 Prozent erhöht wurden und die transportierten Tonnenkilometer um 3,1 Prozent
sanken, lag der Ladefaktor in diesem Verkehrsgebiet um 2,2 Prozentpunkte unter Vorjahresniveau. Umsatz- und ErgebnisentwicklungDie Umsatzerlöse blieben bei Lufthansa Cargo in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2015 mit 1,8 Mrd. EUR in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (- 0,2 Prozent). Die anderen
Betriebserlöse stiegen vornehmlich aufgrund der Zunahme von Abfertigungserlösen auf
50 Mio. EUR (+ 25,0 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen insbesondere
wegen eines geringeren Fremdwährungsergebnisses mit 32 Mio. EUR um 47,5 Prozent unter
Vorjahresniveau. Die betrieblichen Gesamterlöse verringerten sich auf insgesamt 1,8
Mrd. EUR (-1,8 Prozent). Die betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich ebenfalls zum Teil
währungsbedingt um 4,6 Prozent auf 1,9 Mrd. EUR. Der Materialaufwand nahm um 5,1 Prozent
auf 1,2 Mrd. EUR ab. Innerhalb dieser Position reduzierte sich der Treibstoffaufwand
vor allem preisbedingt auf 243 Mio. EUR (- 28,3 Prozent). Der Technikaufwand stieg
im Wesentlichen aufgrund einer höheren Anzahl an Wartungsereignissen auf 98 Mio. EUR
(+ 6,5 Prozent). Der Charteraufwand fiel geringfügig um 0,8 Prozent auf 514 Mio. EUR,
die Gebühren stiegen insbesondere währungsbedingt auf 224 Mio. EUR (+11,4 Prozent). Der Personalaufwand erhöhte sich zum Vorjahr um 6,9 Prozent auf 310 Mio. EUR. Dieser
Anstieg beruhte im Wesentlichen auf Währungs- und Tarifeffekten sowie erhöhtem Dienstzeitaufwand
für Pensionsverpflichtungen. Die Gesellschaften im Geschäftsfeld Logistik beschäftigten
im Berichtszeitraum durchschnittlich 4.654 Mitarbeiter. Die Abschreibungen stiegen
um 86 Mio. EUR auf 132 Mio. EUR. Neben der Zunahme der planmäßigen Abschreibungen
durch den Zugang der neuen B777F-Flugzeuge sind in diesem Betrag auch außerplanmäßige
Abschreibungen auf Projektkosten im Zusammenhang mit der Verschiebung des geplanten
Neubaus des Frachtterminals (LCCneo) und auf Planungskosten für den Bau eines Verwaltungsgebäudes
in Höhe von insgesamt 73 Mio. EUR enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich vor allem aufgrund von gestiegenen
Kursverlusten auf 221 Mio. EUR (+ 22,1 Prozent). Das Beteiligungsergebnis stieg hauptsächlich aufgrund von positiven Ergebnisbeiträgen
der nach der Equity-Methode bilanzierten Tochtergesellschaften um 8 Mio. EUR auf 21
Mio. EUR. Das Geschäftsfeld Logistik erzielte in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres
2015 ein durch außerplanmäßige Abschreibungen belastetes EBIT in Höhe von - 38 Mio.
EUR (Vorjahr: 69 Mio. EUR). Das Adjusted EBIT lag bei 35 Mio. EUR (Vorjahr: 69 Mio.
EUR). Die Investitionen verringerten sich im Berichtszeitraum um 42,4 Prozent auf 106 Mio.
EUR (Vorjahr: 184 Mio. EUR), was vor allem aus geringeren An- und Abschlusszahlungen
im Zusammenhang mit dem Kauf der B777F-Flugzeuge resultierte. Entwicklung der VerkehrsgebieteLufthansa Cargoscroll
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Geschäftsfeld TechnikKennzahlen Technikscroll
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Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge. Geschäftstätigkeit und StrategieLufthansa Technik ist der weltweit führende herstellerunabhängige Anbieter von Wartungs-,
Reparatur- und Überholungsleistungen (Maintenance, Repair & Overhaul - MRO) für zivile,
kommerzielle Flugzeuge. Zur Lufthansa Technik Gruppe gehören weltweit 31 technische
Instandhaltungsbetriebe mit insgesamt rund 20.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen ist
direkt und indirekt an 53 Gesellschaften beteiligt. Wichtigstes strategisches Ziel der Lufthansa Technik ist weiterhin profitables Wachstum
durch den Ausbau der internationalen Präsenz und von Innovationen in Produkt und Technologie.
Ein wichtiger Schritt dazu war die termingerechte Eröffnung eines neuen Betriebs zur
Flugzeugüberholung in Puerto Rico. Seit dem dritten Quartal 2015 ist Lufthansa Technik Philippines als Teil des Lufthansa
Technik Entwicklungsbetriebs dazu berechtigt, selber kleinere Modifikationen zu entwickeln
und so die Effizienz bei der Bearbeitung von Kundenaufträgen weiter zu steigern. Lufthansa Bombardier Aviation Services baut gemeinsam mit OHS Aviation Services ihre
Zusammenarbeit im Bereich Business-Jetkabine mit internationaler Ausrichtung aus und
bietet zukünftig mehr Dienstleistungen aus einer Hand an. Markt und WettbewerbSeit Jahresbeginn stellten weltweit 13 Airlines mit insgesamt 43 Flugzeugen den Flugbetrieb
ein, 18 Start-ups mit 39 Flugzeugen nahmen den Betrieb auf. Die immer noch angespannte
Finanzlage vieler Fluggesellschaften sowie wachsende MRO-Kapazitäten führen weiterhin
zu hohem Preisdruck im MRO-Geschäft. Zu den wichtigsten Wettbewerbern der Lufthansa
Technik zählen Flugzeug-, Triebwerks- und Geräte-Original Equipment Manufacturer (OEM)
sowie MRO-Betriebe anderer Fluggesellschaften und unabhängige Anbieter. Geschäftsverlauf und operative EntwicklungLufthansa Technik konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 16 neue Kunden
gewinnen und 214 neue Verträge mit einem Vertragsvolumen von 2,0 Mrd. EUR für 2015
und die Folgejahre abschließen. Im Berichtszeitraum wurde die Anzahl der im Rahmen von Exklusivverträgen betreuten
Flugzeuge leicht auf 3.652 erhöht. Dazu gehört auch ein Vertrag mit der privaten spanischen
Airline Air Europa Lineas Aéreas S.A.U. Lufthansa Technik wird künftig die bis zu
22 Flugzeuge umfassende Boeing 787-Flotte der Airline langfristig mit Komponenten
versorgen. Damit ist die Airline der erste B787-Kunde der Lufthansa Technik in Europa.
Der Vertrag tritt im März 2016 mit Eintreffen der ersten B787 in Kraft. Im Rahmen des strategischen Arbeitsprogramms "7to1 - Our Way Forward" setzt Lufthansa
Technik weiterhin konsequent Maßnahmen zur Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit und
nachhaltigen Ergebnissteigerung des Unternehmens um, die unter SCORE begonnen wurden.
Wie im Vorjahr werden diese Maßnahmen wesentlich zum Unternehmensergebnis beitragen.
Darüber hinaus richtet sich der Blick bereits auf die Entwicklung weiterer Wachstums-,
Produktivitäts- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen für die Folgejahre. Umsatz- und ErgebnisentwicklungDie Umsatzerlöse erhöhten sich im Berichtszeitraum insbesondere währungsbedingt um
16,3 Prozent auf 3,7 Mrd. EUR. Es konnten sowohl die Umsätze mit den Konzerngesellschaften
um 11,9 Prozent auf 1,4 Mrd. EUR als auch der Außenumsatz um 19,1 Prozent auf 2,4
Mrd. EUR gesteigert werden. Die übrigen betrieblichen Erträge lagen mit 207 Mio. EUR
auf dem Niveau des Vorjahres. Die betrieblichen Aufwendungen lagen mit 3,5 Mrd. EUR analog zu den Umsatzerlösen
über dem Vorjahreswert (+16,5 Prozent). Der Materialaufwand stieg deutlich um 21,1
Prozent auf 1,9 Mrd. EUR, der Personalaufwand lag über dem Vorjahresniveau (+ 6,5
Prozent). Im Berichtszeitraum erzielte die Lufthansa Technik ein EBIT von 399 Mio. EUR und lag
damit über dem Vorjahresergebnis (375 Mio. EUR). Das Adjusted EBIT betrug 398 Mio.
EUR und lag ebenso über dem Vorjahreswert (348 Mio. EUR). Die Segmentinvestitionen beliefen sich auf 74 Mio. EUR (- 9 Mio. EUR). Geschäftsfeld CateringKennzahlen Cateringscroll
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Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge. Geschäftstätigkeit und StrategieDie LSG Sky Chefs-Gruppe setzt sich aus 155 Unternehmen zusammen. Mit ihrem Kerngeschäft
Airline-Catering ist die Gruppe an 210 Flughäfen in 50 Ländern präsent und damit Weltmarktführer.
Weiteres Wachstum soll in den Bereichen Bordverkaufsprogramme, Bordserviceequipment,
Equipmentlogistik und Flughafenlounges erzielt werden. Die strategische Positionierung
wurde in den vergangenen Jahren gezielt um Servicekonzepte für Bahnunternehmen und
Lieferungen an den Einzelhandel erweitert. Markt und WettbewerbWeltweit steigende Passagiervolumina schlagen sich wegen Veränderungen des überproportionalen
Wachstums von Low-Cost-Carriern und der Umstellung der Servicekonzepte bei Netzwerk-Carriern
nur bedingt in einer erhöhten Nachfrage nach Bordservices nieder. Die in den reifen
Märkten Europas bestehenden Überkapazitäten im Catering sowie der intensive Wettbewerb
der Airlines sorgen für einen starken Preis- und Wettbewerbsdruck auch im Airline-Catering. Geschäftsverlauf und operative EntwicklungLSG Sky Chefs hat umfangreiche Aktivitäten eingeleitet, um den veränderten Kundenbedürfnissen
zu begegnen. Mit der Bündelung der Managementverantwortung für Europa wurde die Durchgängigkeit
des Kundenservice maßgeblich erhöht. Das Leistungsportfolio wird konsequent um Kompetenzen
in Bordverkaufskonzepten angereichert, die Konsumentenforschung, Wissen um Einzelhandelsangebote
sowie technologisches und logistisches Know-how umfassen. Die Zusammenführung dieser
Aktivitäten befähigt das Unternehmen, die andauernde Transformation der Märkte zu
meistern. In Tampa eröffnete LSG Sky Chefs einen neuen Betrieb und begann mit dem Bau einer
Produktionsstätte in Santiago de Chile. In Litauen hat sich LSG Sky Chefs hingegen
aus dem schrumpfenden Airline-Catering-Markt zurückgezogen. Wichtige Cateringverträge mit Airlines wurden erneuert und gewonnen. Dazu zählen die
Vertragsverlängerung mit Delta Airlines an ihrem Hub Detroit, die Erweiterung der
Geschäftsbeziehung mit Air New Zealand sowie die Ausweitung der Belieferung von Azul
Airlines auf internationalen Strecken. Die LSG Sky Chefs Lounge GmbH übernahm Anfang
Oktober die Lufthansa Lounges am Flughafen New York JFK und wird ab Frühjahr 2016
auch die Lufthansa First Class-Lounges im Münchner Satelliten-Terminal betreiben.
Im Einzelhandelsgeschäft wurde die Geschäftsbeziehung mit Starbucks auf Chile und
China ausgeweitet. Zukünftig werden auch mehr als 1.000 Filialen der amerikanischen
Einzelhandelskette Circle K in den USA beliefert. Die im Rahmen des strategischen Arbeitsprogramms "7to1 - Our Way Forward" aufgesetzten
Projekte werden konsequent umgesetzt. Umsatz- und ErgebnisentwicklungDer Umsatz des Geschäftsfelds Catering hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres
2015 in fast allen Regionen positiv entwickelt und erhöhte sich insgesamt gegenüber
dem Vorjahreszeitraum vor allem währungsbedingt um 15,2 Prozent auf 2,3 Mrd. EUR.
Veränderungen im Kreis der einbezogenen Gesellschaften trugen mit 11 Mio. EUR zum
Umsatzanstieg bei. Der Außenumsatz stieg um 18,7 Prozent, der Innenumsatz um 4,1 Prozent. Die sonstigen Erträge lagen mit 48 Mio. EUR um 12 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Dies ist vor allem auf gestiegene Wechselkursgewinne zurückzuführen. Insgesamt erhöhten
sich die Gesamterlöse um 310 Mio. EUR auf 2,3 Mrd. EUR. Die betrieblichen Gesamtaufwendungen waren mit 2,2 Mrd. EUR 15,5 Prozent höher als
der Vorjahreswert. Der Material- und Personalaufwand stieg mengen- und währungsbedingt
um 13,0 Prozent auf 974 Mio. EUR beziehungsweise um 17,2 Prozent auf 826 Mio. EUR.
Die Abschreibungen lagen hauptsächlich wegen außerplanmäßiger Abschreibungen auf Anlagevermögen
mit 60 Mio. EUR um 12 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen haben sich ebenfalls mengen- und währungsbedingt auf 388 Mio. EUR (+17,2
Prozent) erhöht. Das Beteiligungsergebnis lag mit 10,6 Mio. EUR über Vorjahresniveau (Vorjahr: 6,2
Mio. EUR). Das EBIT konnte um 13 Mio. EUR auf 69 Mio. EUR gesteigert werden. Das Adjusted
EBIT lag mit 76 Mio. EUR (Vorjahr: 57 Mio. EUR) vor allem aufgrund eines Wertminderungsaufwandes
über dem EBIT. Die Segmentinvestitionen fielen mit 70 Mio. EUR um 17 Mio. EUR geringer
aus als im Vorjahreszeitraum. SonstigeSonstigescroll
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Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge. Der Bereich Sonstige umfasst die übrigen Service- und Finanzgesellschaften der Lufthansa
Group. Dazu gehören unter anderem AirPlus und die in der Lufthansa Group verbliebenen
Gesellschaften des vormaligen Geschäftsfelds IT Services sowie weitere Einzelgesellschaften
und die Konzernfunktionen. Entwicklung GesellschaftenAirPlus ist einer der weltweit führenden Anbieter von Lösungen, die das Bezahlen und
Auswerten von Geschäftsreisen ermöglichen. Auch im dritten Quartal 2015 blieb das
Geschäftsreisewachstum weltweit stabil. AirPlus-Kunden haben in den ersten neun Monaten
des Geschäftsjahres 9,6 Prozent mehr für Geschäftsreisen ausgegeben als im Vorjahreszeitraum.
Maßgeblich für die internationale Entwicklung ist die Kategorie "Flug". Hier haben
Unternehmen 4,5 Prozent mehr geschäftliche Flugreisen gebucht und dafür 8,4 Prozent
mehr ausgegeben. Das EBIT im Berichtszeitraum lag mit 47,0 Mio. EUR um 51,6 Prozent über Vorjahr. Gründe
waren neben der positiven Entwicklung des Abrechnungsvolumens auch positive Währungseffekte.
Das Adjusted EBIT lag ebenfalls bei 47,0 Mio. EUR. Die Nachfolgegesellschaften des vormaligen Geschäftsfelds IT Services sind in unterschiedlichen
Branchen tätig. Bei Lufthansa Systems lag neben der Entwicklung von Applikationen
zur Optimierung von Geschäftsprozessen für ihre mehr als 300 Airline-Kunden ein Schwerpunkt
auf Beratungs- und Dienstleistungen im Bereich Digitale Transformation. Die im Airline-Markt
zunehmend wichtigen Kompetenzen im Bereich Data Analytics (Big Data) wurden in der
ZeroG GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft von Lufthansa Systems, gebündelt.
Ein weiterer Fokus lag auf der Weiterentwicklung der WiFi-Plattform BoardConnect.
Neben einer Partnerschaft zum Thema Connectivity an Bord soll eine neue Variante mit
dem Namen BoardConnect Portable zusätzliche Zielgruppen im Bereich Low-Cost-Operations
ansprechen und somit den Marktanteil weiter erhöhen. Lufthansa Industry Solutions steigerte das Neugeschäftsvolumen in den ersten neun
Monaten des Geschäftsjahres deutlich. Für die Kunden des IT-Dienstleisters ist Big
Data eines der wichtigsten Themen der Digitalen Transformation. Lufthansa Industry
Solutions hat deshalb das Data Insight Lab eingerichtet, in dem Experten für Business
Analysis, Data Science und Data Architecture arbeiten. Sie unterstützen Kunden unterschiedlicher
Branchen dabei, Mehrwert aus der Strukturierung und Analyse ihrer Daten ziehen zu
können. Unter Einbeziehung der zugehörigen Beteiligungen erzielten die Nachfolgegesellschaften
der Lufthansa Systems im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 62 Mio. EUR und lagen
damit 36 Mio. EUR über dem Vorjahreszeitraum. Diese signifikante Erhöhung des EBIT
ist im Wesentlichen auf eine Kaufpreisanpassung im Rahmen des Verkaufs des Infrastrukturbereichs
der ehemaligen Lufthansa Systems AG an die IBM-Gruppe zurückzuführen. Das Adjusted
EBIT lag bei 21 Mio. EUR (Vorjahr: 26 Mio. EUR). Die Gesamterlöse der Konzernfunktionen lagen mit 949 Mio. EUR über dem Vorjahreswert
(+ 89,4 Prozent). Die betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 1,2 Mrd. EUR (+ 95,3
Prozent). Das EBIT belief sich auf - 285 Mio. EUR (Vorjahr: -131 Mio. EUR), das Adjusted
EBIT erreichte - 285 Mio. EUR (Vorjahr: -131 Mio. EUR). Das niedrigere Ergebnis ist
im Wesentlichen durch höhere Kursverluste im Vergleich zum Vorjahr bedingt. Umsatz- und ErgebnisentwicklungFür den gesamten Bereich Sonstige war der Berichtszeitraum weiterhin geprägt durch
ein negatives Kursergebnis, welches in diesem Segment verbucht wird. Die Gesamterlöse
stiegen auf 1,9 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,4 Mrd. EUR), während die betrieblichen Aufwendungen
auf 2,0 Mrd. EUR stiegen (Vorjahr: 1,5 Mrd. EUR). Der Anstieg in den Erlösen wie auch
in den Aufwendungen ist bedingt durch stark erhöhte Kursgewinne und -verluste. Das
EBIT betrug -150 Mio. EUR (Vorjahr: - 43 Mio. EUR), das Adjusted EBIT -191 Mio. EUR
(Vorjahr: - 44 Mio. EUR). Risiko- und ChancenberichtDie Lufthansa Group ist gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen und unternehmerischen
Risiken und Chancen ausgesetzt. Die stets aktuellen Managementsysteme sorgen für frühzeitiges
Erkennen und Steuern von Risiken und Chancen. Weitere Informationen zum Risiko- und
Chancenmanagement-System und zur Risiko- und Chancensituation der Lufthansa Group
finden Sie im "Geschäftsbericht 2014" ab S. 100. Geopolitische Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt und verschiedenen
Konflikten in Nahost, die Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise sowie Unsicherheiten
im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung in China könnten sich negativ
auf die weltwirtschaftliche Entwicklung und damit auf die Umsatzentwicklung einzelner
Unternehmen auswirken. Die wirtschaftliche Entwicklung vieler erdölimportierender Länder profitiert von den
aktuell niedrigen Ölpreisen. Eine Rückkehr des Ölpreises zu vorherigen Niveaus würde
den Wachstumspfad negativ beeinflussen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen ist weiterhin sehr volatil. Im Jahresverlauf
2015 hat sich zwar die Erhöhung des Bewertungszinssatzes für die zu bilanzierenden
Pensionsverpflichtungen entlastend ausgewirkt. Nachhaltige, langfristige Entlastungen
hängen aber von den angestrebten neuen Versorgungsmodellen als Gegenstand der laufenden
Tarifverhandlungen ab. Aufgrund des Unfalls der Germanwings-Maschine am 24. März 2015 dauern behördliche
Ermittlungen zumindest in Deutschland, Frankreich und Spanien weiter an. Deshalb ist
weiterhin offen, ob strafrechtliche Ansprüche dort oder gegebenenfalls in den USA
erhoben werden. Für Lufthansa Passage und Lufthansa Cargo besteht auch nach der aktuellen Entscheidung
des hessischen Landesarbeitsgerichts zu möglichen Streikgründen ein hohes Risiko von
Arbeitskämpfen in Deutschland, weil noch zahlreiche offene Tarifverträge Anlass für
neue Streikmaßnahmen bieten. Vor allem im Bereich der Alters- und Übergangsversorgung
gestalten sich die Gespräche mit den Gewerkschaften sehr anspruchsvoll. Neben der
Schädigung der Reputation der Lufthansa Group als zuverlässigem Dienstleister bergen
Arbeitskämpfe auch das Risiko erheblicher Erlösausfälle und streikbedingter Zusatzkosten. Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte werden gegenwärtig keine Risiken
identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Lufthansa
Group gefährden. NachtragsberichtSeit dem 30. September 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu
erwarten ist, die nicht bereits berichtet wurden. PrognoseberichtBIP-Wachstumscroll
Quelle: Global Insight World Overview per 15.10.2015. Gesamtwirtschaftlicher AusblickNach einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent im Jahr 2014 wird für das
Geschäftsjahr 2015 mit einem Wachstum von 2,5 Prozent gerechnet. Ursache für dieses
leicht geringere Wachstum sind schwächere Entwicklungen in Entwicklungs- und Schwellenländern,
die von den stabilen wirtschaftlichen Entwicklungen in Nordamerika und Europa nicht
vollständig kompensiert werden. Insgesamt gilt die weltwirtschaftliche Lage jedoch
als stabil. Die am stärksten wachsende Weltregion ist weiterhin Asien/Pazifik mit
einer erwarteten Wachstumsrate von 4,5 Prozent, gefolgt von Afrika mit 2,9 Prozent
Wachstum. Für Nordamerika wird ein Wachstum von 2,4 Prozent erwartet, während für
Südamerika mit einem Rückgang der Wirtschaft um 0,4 Prozent gerechnet wird. Für die Europäische Union wird 2015 ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent prognostiziert.
Zu den wachstumsstarken Ländern der Europäischen Union werden Irland mit einer derzeit
erwarteten Wachstumsrate von 6,1 Prozent, Spanien mit 3,2 Prozent und Schweden mit
3,0 Prozent zählen. Für Deutschland wird eine Wachstumsrate von 1,7 Prozent prognostiziert.
Griechenland und Finnland sind die beiden einzigen Länder der Europäischen Union,
für die 2015 mit -1,3 Prozent beziehungsweise - 0,1 Prozent eine negative Wachstumsrate
erwartet wird. Hinsichtlich der Ölpreisentwicklung deuten die Terminkurse auf eine Erwartung leicht
steigender Preise hin. Insgesamt dürfte das Ölpreisniveau jedoch weiterhin durch geopolitische
Entwicklungen beeinflusst werden. Es ist daher auch für das restliche Jahr 2015 mit
volatilen Kerosinpreisen zu rechnen. Die Entwicklung des Euros wird voraussichtlich weiterhin von den Maßnahmen der Zentralbanken
bestimmt. Bis Jahresende ist mit einer Fortsetzung der allgemeinen Euro-Schwäche zu
rechnen. Sollte die erwartete Leitzinserhöhung in den USA erfolgen, ist mit einem
stärkeren US-Dollar zu rechnen. Die Entwicklung des Chinesischen Renminbi ist stark
von der wirtschaftlichen Entwicklung in China abhängig. Derzeit bestehen unterschiedliche
Meinungen zur weiteren Entwicklung in China. Der Analystenkonsens sagt für die anderen
relevanten Währungen ein in etwa gleichbleibendes Niveau voraus. Für den Schweizer
Franken werden leichte Schwankungen um das aktuelle Wechselkursniveau erwartet. BranchenausblickDie IATA rechnet unter Berücksichtigung der Prognosen für das weltweite Wirtschaftswachstum
mit einem Wachstum der weltweit verkauften Passagierkilometer um 6,7 Prozent für 2015
(Vorjahr: 6,0 Prozent), welches sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich darstellen
soll. Der Branchenverband prognostiziert das höchste Wachstum für den Mittleren Osten
(12,9 Prozent), gefolgt von Asien/Pazifik (8,1 Prozent), Europa (6,8 Prozent), Lateinamerika
(5,1 Prozent) und Nordamerika (3,0 Prozent). Ausblick Lufthansa GroupIn den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres haben sich die Ergebnisse der Lufthansa
Group in einem von volatilen Einflussfaktoren geprägten Umfeld im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
sehr gut entwickelt. Diese erfreuliche Ergebnisentwicklung wurde maßgeblich von den
Passage Airlines getrieben. Lufthansa Technik und LSG Sky Chefs konnten ihre Ergebnisse
ebenfalls deutlich steigern. Lediglich Lufthansa Cargo musste eine schwächere Ergebnisentwicklung
als noch im Vorjahreszeitraum verzeichnen. Das Segment Sonstige zeigte ebenfalls eine
deutlich negative Ergebnisentwicklung. Die Airlines der Lufthansa Group profitierten erheblich von deutlich gesunkenen Treibstoffkosten.
Diese überkompensierten die insgesamt negativen Währungseinflüsse. Besonders hervorzuheben
sind auch die positive Wirkung aus dem nun abgeschlossenen Einbau der neuen First
und Business Class bei Lufthansa Passage, der auf einzelnen Strecken bereits zu spürbaren
Erlössteigerungen führte, sowie die deutliche Ergebnisverbesserung bei Germanwings.
Umfangreiche Streiks bei Lufthansa Passage (inklusive Germanwings) und Lufthansa Cargo
sowie Ergebnisbelastungen aus der Abwertung des Venezolanischen Bolivars verhinderten
eine noch bessere Ergebnisentwicklung bei Lufthansa Passage. Die Lufthansa Group bewegte sich in den ersten neun Monaten im Rahmen der operativen
und finanziellen Prognose vom Beginn des Geschäftsjahres. Entwicklung der Passage Airline Gruppe wird zum Jahresende schwächerDie Nachfrage wird sich für die Passage Airline Gruppe auch weiterhin regional unterschiedlich
entwickeln. Das gilt ebenso für die Durchschnittserlöse. Nach dem sehr erfreulichen
Geschäftsverlauf im dritten Quartal ist nun damit zu rechnen, dass sich die Stückerlöse
wieder deutlich negativ gegenüber dem Vorjahreszeitraum entwickeln. Eine relative
Verbesserung der Kennzahlen gegenüber dem Vorjahr wird zum Jahresende 2015 auch aufgrund
einer guten Vergleichsbasis im Vorjahr zunehmend anspruchsvoller. Prognose operative Kennzahlen Passage Airline Gruppescroll
Für das Gesamtjahr erwartet Lufthansa Passage unverändert eine deutliche Steigerung
des Ergebnisniveaus. Zum jetzigen Zeitpunkt ist jedoch davon auszugehen, dass sich
die Rekordergebnisse des dritten Quartals nicht bis zum Jahresende fortsetzen lassen.
Die stark positiven Trends des Sommers haben sich bereits im September abgekühlt.
Ergebnisbelastungen aus möglichen Streiks verschiedener Tarifgruppen sind weiterhin
möglich. Deren etwaige Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung können zu diesem Zeitpunkt
jedoch nicht sinnhaft abgeschätzt werden und sind daher auch nicht Teil der Prognose. SWISS rechnet unverändert mit einem Adjusted EBIT, das deutlich über Vorjahresniveau
liegt. Der starke Schweizer Franken wird die Erträge zwar weiterhin belasten. Gestützt
wird die Erwartung jedoch durch die nachhaltige Wirkung des Zukunftsprogramms "7to1
- Our Way Forward" und durch begünstigende Effekte aus dem niedrigen Ölpreis. Austrian Airlines erwartet 2015 weitere ergebnisverbessernde Effekte aus dem erfolgreich
laufenden Restrukturierungsprogramm. Die deutliche Anpassung von Kapazitäten und Vermarktungsaktivitäten
trägt dazu bei, die Durchschnittserlöse zu stärken. Austrian Airlines erwartet für
2015 unverändert eine deutliche Steigerung des Adjusted EBIT. Die Ergebnisverbesserung der einzelnen Airlines wird ganz wesentlich von der Differenz
zwischen Einsparungen aus gesunkenen Treibstoffkosten und währungsbereinigt sinkenden
Durchschnittserlösen bestimmt werden. Alle Airlines der Passage Airline Gruppe sind
in der Lage, ihre Kapazitäten an nachhaltige Veränderungen in der Nachfrage anzupassen.
Volatile Ölpreise, Wechselkursrisiken, Kapazitäts- und Preisentwicklung im Markt sowie
Streikrisiken werden das Ergebnisniveau letztendlich bestimmen. Die im Geschäftsbericht
2014 genannten Annahmen für die operative Entwicklung der Passage Airline Gruppe bestehen
nahezu unverändert fort. Angepasst wurde hier lediglich die nun leicht steigende Anzahl
von Flügen. Die prognostizierte leichte Senkung der Stückkosten lässt sich voraussichtlich
nur erreichen, wenn im Jahresverlauf keine weiteren Streiks auftreten. Übrige Geschäftsfelder erwarten stark unterschiedliche ErgebnisentwicklungLufthansa Cargo geht aufgrund der Geschäftsentwicklung im zweiten und dritten Quartal
und der weiterhin schwachen konjunkturellen Dynamik im Welthandel für 2015 unverändert
von einem Adjusted EBIT deutlich unter Vorjahresniveau aus. Das EBIT wird wegen außerplanmäßiger
Abschreibungen zusätzlich belastet. Die Umsatzerlöse werden das Vorjahresniveau voraussichtlich
ebenfalls nicht erreichen. Lufthansa Technik erwartet trotz erhöhter Aufwendungen für innovative Produktentwicklungen,
Wachstumsprojekte und dem Ausbau der Verbundstruktur für 2015 nun ein Adjusted EBIT
deutlich über Vorjahr. Die Umsatzentwicklung entspricht dem Marktwachstum. LSG Sky Chefs rechnet für das Gesamtjahr 2015 unverändert mit einem Umsatz und einem
Adjusted EBIT deutlich über Vorjahr. Zur mittel- und langfristigen Ergebnissteigerung
sollen die laufenden Programme zur Effizienzverbesserung sowie Veränderungen des Geschäftsmodells,
insbesondere in den Märkten Europas und Nordamerikas, maßgeblich beitragen. Lufthansa Group erwartet nun ein Adjusted EBIT von 1,75 bis 1,95 Mrd. EURNach dem erfreulichen Verlauf insbesondere des dritten Quartals erwartet die Lufthansa
Group für das Geschäftsjahr 2015 nun ein Adjusted EBIT von 1,75 bis 1,95 Mrd. EUR.
Es ist wahrscheinlich, dass das Ergebnis des vierten Quartals durch Restrukturierungskosten
belastet wird. Diese Belastungen sind im genannten Prognoserahmen allerdings bereits enthalten. Kosten
für mögliche Streiks im vierten Quartal sind in dieser Prognose hingegen nicht enthalten. Treiber und wesentliche Einflussgrößen auf die Ergebnisentwicklung bleiben vor allem
der Ölpreis und die Entwicklung des Jet Fuel Crack, die Wechselkurse des Euros insbesondere
zum US-Dollar und zum Schweizer Franken, die Durchschnittserlöse der Passage Airline
Gruppe sowie der weitere Verlauf der Tarifverhandlungen bei Lufthansa Passage in Deutschland.
Für die Lufthansa Passage kommt insbesondere das weitere Nachfrageverhalten der Kunden
als Ergebnisrisiko hinzu. Ergebnisprognosen 2015 Lufthansa Group und Geschäftsfelderscroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Januar - September 2015scroll
*
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend der neuen Ausweissystematik angepasst. Konzern-Gesamtergebnisrechnung Januar - September 2015scroll
Konzernbilanz
|
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| in Mio. € | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2014 |
| Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer* | 1 229 | 1 197 | 1 205 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 399 | 390 | 389 |
| Flugzeuge und Reservetriebwerke | 14 473 | 13 572 | 13 461 |
| Reparaturfähige Flugzeugersatzteile | 1 313 | 1 083 | 1 041 |
| Übriges Sachanlagevermögen | 2 080 | 2 109 | 2 107 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 526 | 445 | 459 |
| Übrige Beteiligungen | 163 | 776 | 560 |
| Langfristige Wertpapiere | 29 | 10 | 20 |
| Ausleihungen und Forderungen | 520 | 515 | 457 |
| Derivative Finanzinstrumente | 1 148 | 599 | 352 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 12 | 11 | 17 |
| Effektive Ertragsteuerforderungen | 33 | 31 | 32 |
| Latente Ertragsteuer-Erstattungsansprüche | 1 088 | 1 489 | 1 276 |
| Langfristige Vermögenswerte | 23 013 | 22 227 | 21 376 |
| Vorräte | 732 | 700 | 668 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 4 692 | 3 995 | 4 570 |
| Derivative Finanzinstrumente | 498 | 456 | 354 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 163 | 147 | 162 |
| Effektive Ertragsteuerforderungen | 147 | 122 | 114 |
| Wertpapiere | 2 962 | 1 785 | 2 711 |
| Bankguthaben und Kassenbestände | 919 | 953 | 934 |
| Zum Verkauf stehende Vermögenswerte | 33 | 89 | 72 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 10 146 | 8 247 | 9 585 |
| Bilanzsumme | 33 159 | 30 474 | 30 961 |
*
Inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte.
| in Mio. € | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2014 |
| Gezeichnetes Kapital | 1 185 | 1 185 | 1 180 |
| Kapitalrücklage* | 170 | 170 | 886 |
| Gewinnrücklagen* | 1 711 | 1 237 | 730 |
| Übrige neutrale Rücklagen | 1 295 | 1 321 | 1 381 |
| Konzernergebnis | 1 748 | 55 | 482 |
| Anteile der Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital | 6 109 | 3 968 | 4 659 |
| Minderheitenanteile | 73 | 63 | 60 |
| Eigenkapital | 6 182 | 4 031 | 4 719 |
| Pensionsrückstellungen | 6 886 | 7 231 | 7 397 |
| Sonstige Rückstellungen | 570 | 601 | 592 |
| Finanzschulden | 4 731 | 5 364 | 5 192 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 90 | 136 | 146 |
| Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 1 268 | 1 179 | 1 199 |
| Derivative Finanzinstrumente | 239 | 719 | 353 |
| Latente Ertragsteuerverpflichtungen | 331 | 239 | 207 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 14 115 | 15 469 | 15 086 |
| Sonstige Rückstellungen | 989 | 953 | 779 |
| Finanzschulden | 1 439 | 594 | 666 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 4 926 | 4 635 | 5 202 |
| Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten | 3 499 | 2 848 | 3 164 |
| Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 913 | 924 | 948 |
| Derivative Finanzinstrumente | 974 | 766 | 196 |
| Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | 120 | 228 | 201 |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus zum Verkauf stehenden Vermögensgruppen | 2 | 26 | - |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 12 862 | 10 974 | 11 156 |
| Bilanzsumme | 33 159 | 30 474 | 30 961 |
| in Mio. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage* | Marktbewertung Finanzinstrumente |
Unterschiedsbetrag aus Währungs- umrechnung |
Neubewertungs- rücklage (Sukzessiverwerbe) |
Sonstige neutrale Rücklagen |
| Stand am 31.12.2013 | 1 180 | 886 | 332 | 270 | 236 | 328 |
| Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen | - |
- |
- |
- |
- |
- |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividenden an Lufthansa Aktionäre / Minderheiten | - | - | - | - | - | - |
| Transaktionen mit Minderheiten | - | - | - | - | - | - |
| Konzern- / Minderheitenergebnis |
- | - | - | - | - | - |
| Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge | - | - | 140 | 67 | - | 8 |
| Stand am 30.09.2014 | 1 180 | 886 | 472 | 337 | 236 | 336 |
| Stand am 31.12.2014 | 1 185 | 170 | 407 | 364 | 236 | 314 |
| Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen | - |
- |
- |
- |
- |
- |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividenden an Lufthansa Aktionäre / Minderheiten | - | - | - | - | - | - |
| Transaktionen mit Minderheiten | - | - | - | - | - | - |
| Konzern- / Minderheitenergebnis |
- | - | - | - | - | - |
| Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge | - | - | - 224 | 194 | - | 4 |
| Stand am 30.09.2015 | 1 185 | 170 | 183 | 558 | 236 | 318 |
| in Mio. € | Summe übrige neutrale Rücklagen |
Gewinnrücklagen* | Konzernergebnis | Anteil der Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital | Minderheitenanteile | Gesamt Eigenkapital |
| Stand am 31.12.2013 | 1 166 | 2 511 | 313 | 6 056 | 52 | 6 108 |
| Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen | - |
- |
- |
- |
- |
- |
| Umbuchungen | - | 106 | -106 | - | - | - |
| Dividenden an Lufthansa Aktionäre / Minderheiten | - | - | - 207 | - 207 | -12 | - 219 |
| Transaktionen mit Minderheiten | - | - | - | - | 1 | 1 |
| Konzern- / Minderheitenergebnis |
- | - | 482 | 482 | 16 | 498 |
| Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge | 215 | - 1 887 | - | -1 672 | 3 | - 1 669 |
| Stand am 30.09.2014 | 1 381 | 730 | 482 | 4 659 | 60 | 4 719 |
| Stand am 31.12.2014 | 1 321 | 1 237 | 55 | 3 968 | 63 | 4 031 |
| Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen | - |
- |
- |
- |
- |
- |
| Umbuchungen | - | 55 | - 55 | - | - | - |
| Dividenden an Lufthansa Aktionäre / Minderheiten | - | - | - | - | - 9 | - 9 |
| Transaktionen mit Minderheiten | - | - | - | - | - 1 | - 1 |
| Konzern- / Minderheitenergebnis |
- | - | 1 748 | 1 748 | 20 | 1 768 |
| Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge | - 26 | 419 | - | 393 | - | 393 |
| Stand am 30.09.2015 | 1 295 | 1 711 | 1 748 | 6 109 | 73 | 6 182 |
| in Mio. € | Jan. - Sept. 2015 | Jan. - Sept. 2014 | Juli - Sept. 2015 | Juli - Sept. 2014 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 01.01. | 828 | 1 407 | 1 123 | 830 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 1 995 | 634 | 1 014 | 693 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen (saldiert mit Zuschreibungen) | 1 244 | 1 055 | 397 | 366 |
| Abschreibungen auf Umlaufteile (saldiert mit Zuschreibungen) | 42 | 9 | 2 | - 19 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | - 46 | - 24 | 0 | 1 |
| Beteiligungsergebnis | - 116 | - 94 | - 83 | - 72 |
| Zinsergebnis | 124 | 189 | 70 | 67 |
| Erstattete / Gezahlte Ertragsteuern | - 208 | - 215 | - 69 | - 109 |
| Erfolgswirksame Bewertung von Finanzderivaten | - 564 | 139 | 104 | - 6 |
| Veränderung des Working Capitals1) | 689 | 359 | - 802 | - 613 |
| Operativer Cashflow | 3 160 | 2 052 | 633 | 308 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | - 1 876 | - 2 173 | - 429 | - 679 |
| lnvestitionen in Finanzanlagen | - 53 | - 49 | - 4 | - 3 |
| Zugänge /Abgänge an reparaturfähigen Flugzeugersatzteilen | - 257 | - 81 | - 72 | - 30 |
| Einnahmen aus Verkäufen von nicht konsolidierten Anteilen | 0* | 47 | 0* | 0* |
| Einnahmen aus Verkäufen von konsolidierten Anteilen | - 86 | 0* | - 2 | 0* |
| Ausgaben aus Käufen von nicht konsolidierten Anteilen | - 1 | - 8 | 0* | - 4 |
| Ausgaben aus Käufen von konsolidierten Anteilen | - 1 | - 5 | 0* | - 1 |
| Einnahmen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sach- und sonstigen Finanzanlagen | 75 | 128 | 19 | 24 |
| Zinseinnahmen | 203 | 224 | 43 | 58 |
| Erhaltene Dividenden | 36 | 94 | - 8 | 10 |
| Nettozu-/-abflüsse aus der Investitionstätigkeit | - 1 960 | - 1 823 | - 453 | - 625 |
| Erwerb von Wertpapieren / Geldanlagen in Fonds | - 1 211 | - 694 | - 719 | - 142 |
| Veräußerung von Wertpapieren / Geldanlagen in Fonds | 86 | 1 062 | 19 | 148 |
| Nettozu-/-abflüsse aus der Investitionstätigkeit und Geldanlagen | - 3 085 | - 1 455 | - 1 153 | - 619 |
| Kapitalerhöhung | - | - | - | - |
| Aufnahme langfristiger Finanzschulden | 700 | 783 | 499 | 635 |
| Rückführung langfristiger Finanzschulden | - 565 | - 1 419 | - 131 | - 191 |
| Gewinnausschüttung | - 9 | - 219 | - 2 | - 6 |
| Zinsausgaben | - 209 | - 336 | - 115 | - 145 |
| Nettozu-/-abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit | - 83 | - 1 191 | 251 | 293 |
| Nettoab-/-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten | - 8 | - 594 | - 269 | - 18 |
| Veränderung Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen | 15 | 6 | - 19 | 7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 30.09.2) | 835 | 819 | 835 | 819 |
| Wertpapiere | 2 962 | 2 711 | 2 962 | 2 711 |
| Flüssige Mittel | 3 797 | 3 530 | 3 797 | 3 530 |
| Nettozu-/-abnahme der flüssigen Mittel | 1 184 | - 1 023 | 414 | - 77 |
*
Gerundet unter 1 Mio. EUR.
1)
Das Working Capital besteht aus Vorräten, Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen.
2)
Enthält keine Termingelder mit vereinbarter Laufzeit zwischen drei und zwölf Monaten
(2015: in Höhe von 84 Mio. EUR, 2014: in Höhe von 115 Mio. EUR).
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente
des Lufthansa Konzerns im Berichtsjahr verändert haben. Dabei wurden die Zahlungsströme
entsprechend IAS 7 nach dem operativen Cashflow, der dem Mittelzufluss aus der laufenden
Geschäftstätigkeit entspricht, nach der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit
gegliedert. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente
umfassen die Bilanzposition Bankguthaben und Kassenbestände ohne Termingelder mit
vereinbarter Laufzeit zwischen drei und zwölf Monaten. Der Bestand an flüssigen Mitteln
im weiteren Sinne ergibt sich unter Hinzurechnung der kurzfristigen Wertpapiere.
Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde
nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations
Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.
Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. September 2015 wurde dabei in Übereinstimmung
mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt; die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die zum 1. Januar 2015 gültigen
Standards und Interpretationen angewendet. Der Zwischenabschluss zum 30. September
2015 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 zugrunde
lagen. Die erstmals ab 1. Januar 2015 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen
hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises hatten ebenfalls keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
| Name, Sitz | Zugang zum | Abgang zum | Grund |
| Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe | |||
| Lufthansa Leasing Austria GmbH & Co. OG Nr. 27, Salzburg, Österreich | 07.10.14 | Gründung | |
| Muller Leasing Co., Ltd., Tokio, Japan | 19.12.14 | Gründung | |
| SMFL Y Lease, Tokio, Japan | 19.12.14 | Gründung | |
| Lahm Leasing Co., Ltd., Tokio, Japan | 19.12.14 | Gründung | |
| Hummels Leasing Co. Ltd., Tokio, Japan | 19.12.14 | Gründung | |
| Mitsubishi UFJ Lease & Finance Ltd., Tokio, Japan | 29.01.15 | Gründung | |
| IBJ Leasing, Ltd., Tokio, Japan | 29.01.15 | Gründung | |
| NTT Finance, Ltd., Tokio, Japan | 29.01.15 | Gründung | |
| Lufthansa Leasing Austria GmbH & Co. OG Nr. 30, Salzburg, Österreich | 26.02.15 | Gründung | |
| Lufthansa Leasing Austria GmbH & Co. OG Nr. 29, Salzburg, Österreich | 26.02.15 | Gründung | |
| Tyrolean Airways Luftfahrzeuge Technik GmbH, Wien, Österreich | 01.03.15 | Erstmals konsolidiert | |
| Lufthansa Leasing Austria GmbH & Co. OG Nr. 11, Salzburg, Österreich | 11.12.14 | Fusion | |
| AUA 2006 MSN 263 Ltd., George Town, Grand Cayman, Kaimaninseln | 15.12.14 | Liquidation | |
| Lufthansa Leasing GmbH & Co. Foc-Golf oHG, Grünwald | 01.01.15 | Fusion | |
| Lufthansa Leasing Austria GmbH & Co. OG Nr. 8, Salzburg, Österreich | 20.02.15 | Fusion | |
| Tyrolean Airways Tiroler Luftfahrt GmbH, Innsbruck, Österreich | 01.04.15 | Fusion | |
| Geschäftsfeld Logistik | |||
| Jettainer Americas, Inc., Wilmington, USA | 01.10.14 | Erstmals konsolidiert | |
| LHAMIC LIMITED, Dublin, Irland | 31.07.15 | Erstmals konsolidiert | |
| Geschäftsfeld Technik | |||
| Lufthansa Technik Puerto Rico LLC, San Juan, Puerto Rico | 01.01.15 | Erstmals konsolidiert | |
| Geschäftsfeld Catering | |||
| LSG Linearis S.A.S., Paris, Frankreich | 15.10.14 | Gründung | |
| LSG Sky Chefs Kenya Limited, Nairobi, Kenia | 01.11.14 | Gründung | |
| Material Marketing Solutions Limited, West Drayton, Großbritannien | 20.05.15 | Liquidation | |
| UAB Airo Catering Services Lietuva, Vilnius, Litauen | 21.07.15 | Verkauf | |
| LSG Sky Chefs Nürnberg GmbH, Neu-Isenburg | 01.09.15 | Fusion | |
| Sonstige | |||
| LSY GmbH, Kelsterbach | 18.11.14 | Gründung | |
| Lufthansa Industry Solutions GmbH & Co. KG, Kelsterbach | 16.12.14 | Gründung | |
| INF Services GmbH & Co. KG, Kelsterbach | 16.12.14 | Gründung | |
| Lufthansa Systems GmbH & Co. KG, Raunheim | 17.12.14 | Gründung | |
| LHAMIH LIMITED, Dublin, Irland | 31.07.15 | Erstmals konsolidiert | |
| Lufthansa Systems GmbH & Co. KG, Kelsterbach | 19.03.15 | Aufspaltung | |
| INF Services GmbH & Co. KG, Kelsterbach | 01.04.15 | Verkauf |
| in Mio. € | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2014 |
| Vermögenswerte | |||
| Flugzeuge und Reservetriebwerke | 19 | 54 | 61 |
| Finanzanlagevermögen | - | - | - |
| Sonstiges | 14 | 35 | 11 |
| Eigenkapital / Schulden in Verbindung mit Vermögenswerten, die zum Verkauf stehen | |||
| Eigenkapital | - | - | - |
| Schulden | 2 | 26 | - |
Detaillierte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, zur Bilanz, zur Kapitalflussrechnung
und zur Segmentberichterstattung sind darüber hinaus im Lagebericht auf S. 3 - 24
zu finden.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist vor allem durch das Geschäftsfeld Passage
Airline Gruppe saisonalen Einflüssen ausgesetzt. So sind die Umsätze im ersten und
vierten Quartal wegen des schwächeren Reiseverkehrs in der Regel niedriger, während
im zweiten und dritten Quartal regelmäßig höhere Umsatzerlöse und operative Gewinne
erzielt werden.
| in Mio. € | 30.09.2015 | 31.12.2014 |
| Aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften | 927 | 889 |
| Aus Gewährleistungsverträgen | 1 103 | 1 046 |
| Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 44 | 47 |
| Rechtliche Risiken | 51 | 66 |
| Sonstige Eventualverbindlichkeiten | 3 | 55 |
| 2 128 | 2 103 |
Wegen geringer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wurde auf die Bildung von Rückstellungen
für rechtliche Risiken beziehungsweise für sonstige Eventualverbindlichkeiten mit
einer gesamten möglichen finanziellen Ergebnisauswirkung von 51 Mio. EUR (zum 31.12.2014:
66 Mio. EUR) beziehungsweise 3 Mio. EUR (zum 31.12.2014: 55 Mio. EUR) verzichtet.
Aus bereits zum Jahresende 2014 fest kontrahierten Flugzeugkaufverträgen über neun
Canadair Regional Jet 700 ergaben sich bis zum 30. September 2015 finanzielle Zuflüsse
von 40 Mio. EUR.
Aus bereits fest kontrahierten Verträgen über den Verkauf von zwei weiteren Canadair
Regional Jet 700 werden bis zum Jahresende 2015 finanzielle Zuflüsse von 9 Mio. EUR
erwartet.
Ende September 2015 besteht ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen
und für immaterielle Vermögenswerte von 17,2 Mrd. EUR. Zum 31. Dezember 2014 betrug
das Bestellobligo 16,5 Mrd. EUR.
Seit dem 30. September 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu
erwarten ist, die nicht bereits berichtet wurden.
In der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die einzelnen
Stufen sind dabei folgendermaßen definiert:
Stufe 1: Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert
für die Bewertung übernommen wurden.
Stufe 2: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete
Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.
Stufe 3: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete
Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate | - | 262 | - | 262 |
| Finanzielle Vermögenswerte über Gewinn- und Verlustrechnung gesamt | - | 262 | - | 262 |
| Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind | - | 1 384 | - | 1 384 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Eigenkapitalinstrumente | 234 | 61 | - | 295 |
| Fremdkapitalinstrumente | - | 2 672 | - | 2 672 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gesamt | 234 | 2 733 | - | 2 967 |
| Vermögenswerte gesamt | 234 | 4 379 | - | 4 613 |
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung |
- | 154 | - | 154 |
| Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind | - | 1 059 | - | 1 059 |
| Verbindlichkeiten gesamt | - | 1 213 | - | 1 213 |
Zum 31. Dezember 2014 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate | - | 204 | - | 204 |
| Finanzielle Vermögenswerte über Gewinn- und Verlustrechnung gesamt | - | 204 | - | 204 |
| Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind | - | 851 | - | 851 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Eigenkapitalinstrumente | 847 | 58 | - | 905 |
| Fremdkapitalinstrumente | - | 1 494 | - | 1 494 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gesamt | 847 | 1 552 | - | 2 399 |
| Vermögenswerte gesamt | 847 | 2 607 | - | 3 454 |
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | - | 517 | - | 517 |
| Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind | - | 968 | - | 968 |
| Verbindlichkeiten gesamt | - | 1 485 | - | 1 485 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate entsprechen dem jeweiligen Marktwert,
der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter
künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche
Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente. Devisentermingeschäfte und
-swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der
entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen
sowie den Optionen, die im Rahmen der Treibstoffpreissicherung verwendet werden, werden
über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Fremdkapitalinstrumente entsprechen dem jeweiligen
Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung
erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche
Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente.
Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen,
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist
der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen.
Die nachfolgende Tabelle enthält die Buch- und Marktwerte der einzelnen Klassen von
Finanzschulden. Bei den Anleihen entsprechen die Marktwerte den Börsennotierungen.
Die Marktwerte für die übrigen Finanzschulden wurden auf Basis der am Bilanzstichtag
gültigen Zinssätze für entsprechende Restlaufzeiten/ Tilgungsstrukturen unter Zugrundelegung
von zugänglichen Marktinformationen (Reuters) ermittelt.
| 30.09.2015 | 31.12.2014 | |||
| in Mio. € | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert |
| Anleihen | 1 746 | 1 781 | 1 468 | 1 535 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1 092 | 1 099 | 1 057 | 1 061 |
| Leasingverbindlichkeiten und sonstige Darlehen | 3 332 | 3 506 | 3 433 | 3 584 |
| 6 170 | 6 386 | 5 958 | 6 180 | |
| 30.09.2015 | 30.09.2014 | ||
| "Unverwässertes" Ergebnis je Aktie | € | 3,78 | 1,05 |
| Konzernergebnis | Mio. € | 1 748 | 482 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl | 462 772 266 | 461 074 941 | |
| "Verwässertes" Ergebnis je Aktie | € | 3,78 | 1,05 |
| Konzernergebnis | Mio. € | 1 748 | 482 |
| + Zinsaufwand Wandelanleihe | Mio. € | 0 | 0 |
| - Laufende und latente Steuern | Mio. € | 0 | 0 |
| Berichtigtes Periodenergebnis | Mio. € | 1 748 | 482 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl | 462 772 266 | 461 074 941 |
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2014 wurde der Vorstand ermächtigt,
bis zum 28. April 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft
um bis zu 29.000.000 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien
an die Mitarbeiter (Genehmigtes Kapital B) gegen Bareinlage zu erhöhen. Das Bezugsrecht
der Aktionäre ist ausgeschlossen.
Im Vergleich zum Konzernabschluss 2014 wurde die Segmentberichterstattung im Hinblick
auf die konzernweite Einführung von neuen Steuerungskennzahlen angepasst. Anstelle
der bisher verwendeten Ergebniskennzahlen "operatives Ergebnis" und "Segmentergebnis"
treten "EBIT" (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit zuzüglich Beteiligungsergebnis)
und "Adjusted EBIT" (EBIT um fest definierte Bewertungs- und Abgangsergebnisse korrigiert).
Als vermögensorientierte Kennzahl wird nunmehr das "gebundene Kapital" (Bilanzsumme
im Wesentlichen korrigiert um nicht zinstragende Verbindlichkeiten) anstelle der bisherigen
Größen "Segmentvermögen" und "Segmentschulden" angegeben.
Weiterhin wird das bisherige Segment "IT Services" aufgrund des Abgangs des darin
enthaltenen Bereichs "IT-Infrastrukturleistungen" seit Beginn des Geschäftsjahres
nicht mehr als separat berichtetes operatives Segment dargestellt. Die verbleibenden
IT-Funktionen gehen in den "Service- und Finanzfunktionen" auf und werden als Teil
der "Sonstige" dargestellt.
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend dargestellt beziehungsweise angepasst.
| in Mio. € | Passage Airline Gruppe |
Logistik | Technik | Catering | Summe berichtspflichtige operative Segmente |
Sonstige |
| Außenumsätze | 18 226 | 1 744 | 2 362 | 1 773 | 24 105 | 199 |
| davon Verkehrserlöse | 17 360 | 1 701 | - | - | 19 061 | - |
| Konzerninnenumsätze | 513 | 19 | 1 361 | 485 | 2 378 | 174 |
| Umsatzerlöse | 18 739 | 1 763 | 3 723 | 2 258 | 26 483 | 373 |
| Übrige betriebliche Erträge | 1 011 | 32 | 207 | 48 | 1 298 | 1 490 |
| Betriebliche Erträge | 19 750 | 1 795 | 3 930 | 2 306 | 27 781 | 1 863 |
| Betriebliche Aufwendungen | 18 460 | 1 854 | 3 543 | 2 248 | 26 105 | 2 018 |
| davon Materialaufwand | 11 546 | 1 191 | 1 897 | 974 | 15 608 | 119 |
| davon Personalaufwand | 3 428 | 310 | 960 | 826 | 5 524 | 385 |
| davon Abschreibungen | 971 | 132 | 75 | 60 | 1 238 | 26 |
| davon sonstige Aufwendungen | 2 515 | 221 | 611 | 388 | 3 735 | 1 488 |
| Beteiligungsergebnis | 67 | 21 | 12 | 11 | 111 | 5 |
| davon Ergebnis Equity-Bewertung | 69 | 18 | 11 | 10 | 108 | - |
| EBIT | 1 357 | - 38 | 399 | 69 | 1 787 | -150 |
| davon Überleitungspositionen | ||||||
| Außerplanmäßige Abschreibung/ Zuschreibung | - 26 | -73 | 1 | - 6 | -104 | - 2 |
| Pensionssondereffekte | 32 | - | - | - | 32 | - |
| Ergebnis Anlagenabgang | 1 | 0* | 0* | - 1 | 0* | 43 |
| Adjusted EBIT1) | 1 350 | 35 | 398 | 76 | 1 859 | -191 |
| Summe der Adjustments | ||||||
| Übriges Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | ||||||
| Gebundenes Kapital2) | 11 319 | 1 150 | 3 197 | 1 308 | 16 974 | 1 022 |
| davon aus At-Equity-Beteiligungen | 138 | 52 | 200 | 131 | 521 | 6 |
| Segmentinvestitionen3) | 1 709 | 106 | 74 | 70 | 1 959 | 10 |
| davon aus At-Equity-Beteiligungen | - | - | - | - | - | - |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 54 945 | 4 639 | 20 397 | 33 623 | 113 604 | 5 787 |
| in Mio. € | Überleitung | Konzern |
| Außenumsätze | - | 24 304 |
| davon Verkehrserlöse | 326 | 19 387 |
| Konzerninnenumsätze | - 2 552 | - |
| Umsatzerlöse | - 2 552 | 24 304 |
| Übrige betriebliche Erträge | - 604 | 2 184 |
| Betriebliche Erträge | - 3 156 | 26 488 |
| Betriebliche Aufwendungen | - 3 182 | 24 941 |
| davon Materialaufwand | - 2 424 | 13 303 |
| davon Personalaufwand | -7 | 5 902 |
| davon Abschreibungen | 1 | 1 265 |
| davon sonstige Aufwendungen | -752 | 4 471 |
| Beteiligungsergebnis | - | 116 |
| davon Ergebnis Equity-Bewertung | - | 108 |
| EBIT | 26 | 1 663 |
| davon Überleitungspositionen | ||
| Außerplanmäßige Abschreibung/ Zuschreibung | - 2 | - 108 |
| Pensionssondereffekte | - | 32 |
| Ergebnis Anlagenabgang | 3 | 46 |
| Adjusted EBIT1) | 25 | 1 693 |
| Summe der Adjustments | - 30 | |
| Übriges Finanzergebnis | 332 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 1 995 | |
| Gebundenes Kapital2) | 1 001 | 18 997 |
| davon aus At-Equity-Beteiligungen | - 1 | 526 |
| Segmentinvestitionen3) | - 38 | 1 931 |
| davon aus At-Equity-Beteiligungen | - | - |
| Mitarbeiter zum Stichtag | - | 119 391 |
*
Gerundet unter 1 Mio. EUR.
1)
Zur detaillierten Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT siehe Seite 8 des Zwischenlageberichts.
2)
Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme korrigiert um nicht betriebliche
Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich der nicht verzinslichen
Verbindlichkeiten (unter anderem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).
3)
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen sowie in at equity
bewertete Beteiligungen - unter "Konzern" sind sämtliche Investitionen ausgewiesen.
| in Mio. € | Passage Airline Gruppe |
Logistik | Technik | Catering | Summe berichtspflichtige operative Segmente |
Sonstige |
| Außenumsätze | 17 197 | 1 748 | 1 984 | 1 494 | 22 423 | 201 |
| davon Verkehrserlöse | 16 405 | 1 715 | - | - | 18 120 | - |
| Konzerninnenumsätze | 497 | 19 | 1 216 | 466 | 2 198 | 277 |
| Umsatzerlöse | 17 694 | 1 767 | 3 200 | 1 960 | 24 621 | 478 |
| Sonstige Erträge | 717 | 61 | 203 | 36 | 1 017 | 908 |
| Gesamterlöse | 18 411 | 1 828 | 3 403 | 1 996 | 25 638 | 1 386 |
| Betriebliche Aufwendungen | 17 868 | 1 772 | 3 042 | 1 946 | 24 628 | 1 451 |
| davon Materialaufwand | 11 470 | 1 255 | 1 567 | 862 | 15 154 | 153 |
| davon Personalaufwand | 3 174 | 290 | 901 | 705 | 5 070 | 390 |
| davon Abschreibungen | 860 | 46 | 68 | 48 | 1 022 | 40 |
| davon sonstige Aufwendungen | 2 364 | 181 | 506 | 331 | 3 382 | 868 |
| Beteiligungsergebnis | 39 | 13 | 14 | 6 | 72 | 22 |
| davon Ergebnis Equity-Bewertung | 43 | 11 | 12 | 5 | 71 | - |
| EBIT | 582 | 69 | 375 | 56 | 1 082 | - 43 |
| davon Überleitungspositionen | ||||||
| Außerplanmäßige Abschreibung/ Zuschreibung | 15 | - | 5 | - | 20 | - |
| Pensionssondereffekte | - | - | 15 | - | 15 | - |
| Ergebnis Anlagenabgang | 18 | - | 7 | - 1 | 24 | 1 |
| Adjusted EBIT1) | 549 | 69 | 348 | 57 | 1 023 | - 44 |
| Summe der Adjustments | ||||||
| Übriges Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | ||||||
| Gebundenes Kapital2) | 10 319 | 1 197 | 2 844 | 1 259 | 15 619 | 1 422 |
| davon aus At-Equity-Beteiligungen | 112 | 44 | 177 | 119 | 452 | 6 |
| Segmentinvestitionen3) | 1 808 | 184 | 83 | 87 | 2 162 | 21 |
| davon aus At-Equity-Beteiligungen | - | - | 1 | - | 1 | - |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 55 400 | 4 675 | 20 003 | 32 693 | 112 771 | 6 252 |
| in Mio. € | Überleitung | Konzern |
| Außenumsätze | - | 22 624 |
| davon Verkehrserlöse | 340 | 18 460 |
| Konzerninnenumsätze | - 2 475 | - |
| Umsatzerlöse | -2 475 | 22 624 |
| Sonstige Erträge | - 449 | 1 476 |
| Gesamterlöse | -2 924 | 24 100 |
| Betriebliche Aufwendungen | -2 933 | 23 146 |
| davon Materialaufwand | - 2 305 | 13 002 |
| davon Personalaufwand | - 5 | 5 455 |
| davon Abschreibungen | - | 1 062 |
| davon sonstige Aufwendungen | - 623 | 3 627 |
| Beteiligungsergebnis | 0* | 94 |
| davon Ergebnis Equity-Bewertung | - | 71 |
| EBIT | 9 | 1 048 |
| davon Überleitungspositionen | ||
| Außerplanmäßige Abschreibung/ Zuschreibung | 1 | 21 |
| Pensionssondereffekte | - | 15 |
| Ergebnis Anlagenabgang | - 1 | 24 |
| Adjusted EBIT1) | 9 | 988 |
| Summe der Adjustments | 60 | |
| Übriges Finanzergebnis | - 414 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 634 | |
| Gebundenes Kapital2) | 684 | 17 725 |
| davon aus At-Equity-Beteiligungen | 1 | 459 |
| Segmentinvestitionen3) | 52 | 2 235 |
| davon aus At-Equity-Beteiligungen | - | 1 |
| Mitarbeiter zum Stichtag | - | 119 023 |
*
Gerundet unter 1 Mio. EUR.
1)
Zur detaillierten Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT siehe Seite 8 des Zwischenlageberichts.
2)
Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme korrigiert um nicht betriebliche
Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich der nicht verzinslichen
Verbindlichkeiten (unter anderem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).
3)
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen sowie in at equity
bewertete Beteiligungen -unter "Konzern" sind sämtliche Investitionen ausgewiesen.
| in Mio. € | Europa | davon Deutschland |
Nordamerika | davon USA |
Mittel- und Südamerika | Asien / Pazifik |
| Verkehrserlöse* | 12 032 | 5 554 | 3 389 | 2 877 | 630 | 2 469 |
| Andere Betriebserlöse | 1 949 | 765 | 1 344 | 1 045 | 253 | 903 |
| Umsatzerlöse | 13 981 | 6 319 | 4 733 | 3 922 | 883 | 3 372 |
| in Mio. € | Nahost | Afrika | Summe |
| Verkehrserlöse* | 569 | 298 | 19 387 |
| Andere Betriebserlöse | 237 | 231 | 4 917 |
| Umsatzerlöse | 806 | 529 | 24 304 |
*
Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.
| in Mio. € | Europa | davon Deutschland |
Nordamerika | davon USA |
Mittel- und Südamerika | Asien / Pazifik |
| Verkehrserlöse* | 11 999 | 5 405 | 2 766 | 2 486 | 607 | 2 291 |
| Andere Betriebserlöse | 1 817 | 631 | 1 035 | 841 | 138 | 742 |
| Umsatzerlöse | 13 816 | 6 036 | 3 801 | 3 327 | 745 | 3 033 |
| in Mio. € | Nahost | Afrika | Summe |
| Verkehrserlöse* | 516 | 281 | 18 460 |
| Andere Betriebserlöse | 255 | 177 | 4 164 |
| Umsatzerlöse | 771 | 458 | 22 624 |
*
Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.
Wie im Konzernanhang 2014 unter "Erläuterung 43" ab S. 217 dargestellt, erbringen
die Geschäftsfelder des Lufthansa Konzerns im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit
zahlreiche Leistungen auch für nahestehende Unternehmen und nehmen andererseits auch
Leistungen von diesen in Anspruch. Diese umfangreichen Liefer- und Leistungsbeziehungen
werden unverändert zu Marktpreisen abgewickelt. Wesentliche Veränderungen zum Bilanzstichtag
haben sich nicht ergeben. Auch die im "Vergütungsbericht" des Geschäftsberichts 2014
ab S. 132 und unter "Erläuterung 44" ab S. 219 des Konzernanhangs 2014 beschriebenen
vertraglichen Beziehungen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen unverändert
fort, sind aber für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Der Vorstand, 28. Oktober 2015
| Carsten Spohr Vorstandsvorsitzender |
Simone Menne Mitglied des Vorstands Finanzen und Aviation Services |
Karl Ulrich Garnadt Mitglied des Vorstands Lufthansa Passage |
Dr. Bettina Volkens Mitglied des Vorstands Personal und Recht |
Harry Hohmeister Mitglied des Vorstands Verbund-Airlines, Logistik und IT |
Deutsche Lufthansa AG
Von-Gablenz-Str. 2- 6
50679 Köln
Registereintragung:
Amtsgericht Köln HRB 2168
Andreas Hagenbring (Ltg.)
Anne Katrin Brodowski
Patrick Winter
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg
ISSN 1616-0231
+ 49 69 696-28001
+ 49 69 696-28013
+ 49 69 696 - 28003
Deutsche Lufthansa AG
Investor Relations
LAC, Airportring
60546 Frankfurt am Main
Telefon: + 49 69 696 - 28001
Telefax: + 49 69 696 - 90990
E-Mail: investor.relations@dlh.de
Geschäftsberichte in deutscher und englischer Sprache können über unseren Bestellservice
im Internet - www.lufthansagroup.com/investor-relations - oder unter oben genannter
Adresse angefordert werden.
Aktuelle Finanzinformationen im Internet: www.lufthansagroup.com/investor-relations
| 17. März | Bilanz-Pressekonferenz und Analystenkonferenz zum Jahresergebnis 2015 |
| 28. April | Hauptversammlung in Hamburg |
| 3. Mai | Veröffentlichung Zwischenbericht Januar - März 2016 |
| 2. Aug. | Veröffentlichung Zwischenbericht Januar - Juni 2016 |
| 2. Nov. | Veröffentlichung Zwischenbericht Januar - September 2016 |
Bei den in unserem 3. Zwischenbericht 2015 veröffentlichten Angaben, die sich auf
die zukünftige Entwicklung der Lufthansa Group und ihrer Gesellschaften beziehen,
handelt es sich lediglich um Prognosen und Einschätzungen und damit nicht um feststehende
historische Tatsachen. Sie dienen allein informatorischen Zwecken und sind gekennzeichnet
durch Begriffe wie "glauben" "erwarten", "vorhersagen" "beabsichtigen", "prognostizieren",
"planen", "schätzen", "rechnen mit" oder "bestreben". Diese zukunftsgerichteten Aussagen
beruhen auf allen uns derzeit erkennbaren und verfügbaren Informationen, Fakten und
Erwartungen. Sie können daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit beanspruchen.
Da zukunftsgerichtete Aussagen naturgemäß mit Ungewissheiten und in ihren Auswirkungen
nicht einschätzbaren Risikofaktoren - wie etwa einer Änderung der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen - behaftet sind oder zugrunde gelegte Annahmen nicht oder abweichend
eintreffen können, besteht die Möglichkeit, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse
und die Entwicklung des Unternehmens von den Prognosen wesentlich unterscheiden. Lufthansa
ist stets bemüht, die veröffentlichten Daten zu kontrollieren und auf dem aktuellen
Stand zu halten. Dennoch kann seitens des Unternehmens keine Verpflichtung übernommen
werden, zukunftsgerichtete Aussagen an später eintretende Ereignisse bzw. Entwicklungen
anzupassen. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit
dieser Daten und Informationen wird demnach weder ausdrücklich noch konkludent übernommen.
Die Begriffe "Lufthansa Group", "Lufthansa Konzern" sowie "Konzern" werden in diesem
Zwischenbericht als Synonyme verwendet.
Zur Vereinfachung der Sprache haben wir in unserem Bericht die maskuline Form verwendet.
www.lufthansa.com
www.lufthansagroup.com/investor-relations
www.lufthansagroup.com/verantwortung