![]() Deutsche Lufthansa AGKöln2. Zwischenbericht 20182. ZWISCHENBERICHT Januar - Juni 2018Starkes Wachstum aller Airlines prägt Entwicklung der Lufthansa Group im ersten Halbjahr
| Adjusted EBIT der Lufthansa Group von 1.008 Mio. EUR trotz deutlich höherer Treibstoffkosten
nur knapp unter Vorjahr | Ausblick für Stückerlöse angehoben, Ergebnisprognose bestätigt:
Adjusted EBIT für Gesamtjahr 2018 nur leicht unter Vorjahr Die Lufthansa Group
KENNZAHLEN LUFTHANSA GROUP
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Ohne Erwerb von Anteilen. Sehr geehrte Damen und Herren,die Lufthansa Group kann auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2018 zurückblicken,
mit einem Ergebnis, das nur geringfügig unter dem Rekordergebnis des Vorjahres liegt.
Sowohl die Passagierzahlen als auch die Zahl und die Auslastung der Flüge haben neue
Höchststände erreicht. Wesentliche Treiber dieser guten Entwicklung waren erneut die Network Airlines. Wir
freuen uns besonders, dass unsere Premium-Airlines nicht nur eine gute Umsatz- und
Ergebnisentwicklung erzielt haben, sondern auch ihre Stückkosten weiter gesenkt haben.
Damit können sie auch künftig nachhaltig steigende Ergebnisniveaus sichern - trotz
der aktuell deutlich gestiegenen Treibstoffkosten. Die Integration der im Rahmen der Insolvenz von Air Berlin übernommenen Flugzeuge
hat Eurowings ein arbeitsintensives und aufreibendes erstes Halbjahr beschert. Aufgrund
unterschiedlicher Ereignisse und Entwicklungen, auf die wir teilweise keinen Einfluss
hatten, sind wir hier langsamer und leider auch nicht so störungsfrei wie geplant
vorangekommen. Wir bedauern sehr, dass die daraus resultierenden Unregelmäßigkeiten
wie Verspätungen und Flugausfälle zu Unannehmlichkeiten für viele Fluggäste führten.
Das Euro-wings-Team arbeitet mit Hochdruck an der weiteren Integration und hat bereits
zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den operativen Betrieb weiter zu stabilisieren.
Davon soll nicht zuletzt auch die Ergebnisentwicklung von Eurowings profitieren. Die Aviation Services haben erneut einen positiven Beitrag zum Ergebnis der Lufthansa
Group geleistet. Insbesondere das Geschäftsfeld Logistik entwickelte sich im Berichtszeitraum
überdurchschnittlich gut. Auch das Geschäftsfeld Catering hat höhere Gewinne erzielt.
Das Ergebnis des Geschäftsfelds Technik lag - bedingt durch den anhaltenden Rückgang
im Bereich der Triebwerkswartung - unter dem des Vorjahres. Unser Ziel ist es, für die gesamte Lufthansa Group nachhaltiges Wachstum zu sichern.
Dazu verbessern wir auch das Kundenerlebnis kontinuierlich. Die jüngsten Auszeichnungen
für unsere Premium-Airlines unterstreichen, dass unsere Investitionen in Produkte
und Services von unseren Kunden honoriert werden. So wurde etwa Lufthansa German Airlines
von der auf Luftfahrt spezialisierten britischen Unternehmensberatung Skytrax im Rahmen
einer weltweit angelegten Passagierbefragung zum zweiten Mal in Folge als "Best Airline
in Europe" ausgezeichnet. Auszeichnungen wie diese und viele andere sind Verpflichtung
und Ansporn, auch weiterhin eine Führungsrolle in unserer Branche einzunehmen. Politische
Entwicklungen, die Konjunktur oder den Ölpreis können wir nicht beeinflussen. Aber
mit der konsequenten Umsetzung unserer Strategie können wir wesentlich dazu beitragen,
die Ziele, die wir uns für die gesamte Lufthansa Group gesetzt haben, zu erreichen.
Wir gehen in unserer Prognose unverändert davon aus, dass das Adjusted EBIT, unsere
führende Ergebniskennzahl, im Gesamtjahr nur leicht unter dem guten Niveau des Vorjahres
liegen wird. Bitte schenken Sie uns auch weiterhin Ihr Vertrauen und bleiben Sie uns gewogen. Frankfurt, den 27. Juli 2018 Der Vorstand scroll
Lufthansa AktieDie Lufthansa Aktie notierte zum Ende des ersten Halbjahres 2018 bei 20,60 EUR. Gegenüber
Jahresende 2017 sank ihr Kurs damit um 32,9 Prozent. Einschließlich der im Juni 2018
ausgeschütteten Dividende von 0,80 EUR je Aktie lag der Total Shareholder Return bei
-30,3 Prozent. Der Vergleichsindex DAX fiel im gleichen Zeitraum um 4,7 Prozent. Der
Stoxx Europe Total Market Airlines Index ist im gleichen Zeitraum um 11,1 Prozent
gesunken. Zum 30. Juni 2018 empfahlen 14 Analysten die Lufthansa Aktie zum Kauf, sechs Analysten
empfahlen die Aktie zu halten und drei zu verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel
lag bei 28,81 EUR. Die Lufthansa Aktie befand sich zum Ende des ersten Halbjahres 2018 unverändert zu
100 Prozent in Streubesitz. 63.2 Prozent der Aktien wurden von deutschen Investoren
gehalten. Größte Einzelaktionäre waren BlackRock, Inc. mit 5.02 Prozent und Lansdowne
Partners International Ltd. mit 3,62 Prozent. ![]() Streubesitz: 100 % Aktuelle Informationen zur Aktionärsstruktur werden regelmäßig auf der Webseite www.lufthansagroup.com/
investor-relations zur Verfügung gestellt. KURSVERLAUF DER LUFTHANSA AKTIE JAN.- JUNI 2018indiziert auf 31.12.2017, im Vergleich zum DAX und zu Wettbewerbern, in %BÖRSENKURS DER LUFTHANSA AKTIE ZUM 30.06.2018 20,60 €![]() Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und BranchenentwicklungGESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGEBIP-WACHSTUM 2018 GEGENÜBER VORJAHRscroll
Quelle: Global Insight World Overview per 15.07.2018. Die Weltwirtschaft ist im zweiten Quartal 2018 gemäß den von Global Insight zur Verfügung
gestellten Daten um 3,3 Prozent gegenüber Vorjahr gewachsen. Die am stärksten wachsende
Weltregion war Asien/Pazifik mit einer Wachstumsrate von 4,9 Prozent. Die wirtschaftliche
Entwicklung der europäischen Länder fiel mit einem Wachstum von 2,3 Prozent leicht
schwächer aus als im Vorjahr. Der Ölpreis ist im ersten Halbjahr 2018 von 66,87 USD/bbl am 31. Dezember 2017 auf
79,44 USD/bbl am Ende der Berichtsperiode gestiegen. Der Durchschnittspreis betrug
71,15 USD/bbl. Er lag damit um 34,9 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Der Jet Fuel
Crack, der die Preisdifferenz zwischen Rohöl und Kerosin abbildet, lag 45,7 Prozent
über Vorjahr. Insgesamt stieg der durchschnittliche Kerosinpreis damit um 36,7 Prozent
gegenüber Vorjahr. ROHÖL-, KEROSIN- UND WÄHRUNGSENTWICKLUNGscroll
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wertete der Euro gegenüber allen für die Lufthansa
Group relevanten Fremdwährungen auf. Besonders zu Beginn des Halbjahres zeigte der
Euro eine starke Entwicklung gegenüber dem US-Dollar, zum Ende des ersten Halbjahres
2018 gewann der US-Dollar jedoch wieder deutlich an Wert. Im Vergleich zu den durchschnittlichen
Kursen des Vorjahres wertete der Euro gegenüber dem US-Dollar um 11,8 Prozent auf.
Gegenüber dem Britischen Pfund wertete der Euro um 2,3 Prozent, gegenüber dem Japanischen
Yen um 8,2 Prozent und gegenüber dem Schweizer Franken um 8,7 Prozent auf. Gegenüber
dem Chinesischen Renminbi wertete der Euro um 3,6 Prozent auf, wobei die chinesische
Währung in den letzten Wochen des Halbjahres vor allem durch den drohenden Handelskrieg
mit den USA belastet wurde. BRANCHENENTWICKLUNGABSATZENTWICKLUNG IN DER LUFTFAHRT JAN.- MAI 2018scroll
Quelle: IATA Air Passenger/Air Freight Market Analysis (5/2018). Das anhaltende weltweite Wirtschaftswachstum wirkte sich positiv auf die globale Nachfrage
nach Flugreisen aus. Gemäß den Berechnungen der International Air Transport Association
(IATA) wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 6,8 Prozent mehr Passagierkilometer
als im Vorjahr verkauft. Das Wachstum hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr etwas
abgeschwächt (Gesamtjahr 2017: 8,1 Prozent). Den stärksten Zuwachs wiesen Fluggesellschaften
aus der Region Asien/ Pazifik auf. Sie konnten in den ersten fünf Monaten des Jahres
9,4 Prozent mehr Passagierkilometer als im Vorjahr absetzen. Fluggesellschaften aus
Europa erzielten ein Wachstum von 6,5 Prozent. Der europäische Markt für Flugreisen war im ersten Halbjahr 2018 deutlich durch die
Marktkonsolidierung aufgrund der Insolvenz von Air Berlin geprägt. Die dadurch entstandene
Kapazitätslücke wurde in Europa sukzessive geschlossen und ist mittlerweile überkompensiert. In Nordamerika zahlen sich die Marktkonsolidierung und die Kapazitätsdisziplin der
Marktteilnehmer, insbesondere innerhalb der drei großen kommerziellen Joint Ventures,
nach wie vor aus. Hingegen ist das Wachstum von Low-Cost-Anbietern auf der Langstrecke
spürbar und führt zu einem überproportionalen Angebotswachstum. Das Angebot von Transatlantik-Verbindungen
aus Deutschland, das durch den Marktaustritt von Air Berlin wegfiel, wurde jedoch
noch nicht vollständig ersetzt. Auf Strecken nach Asien haben die staatlichen Fluggesellschaften aus der Golf- und
Bosporusregion ihr Wachstum im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht erhöht. Es liegt
jedoch weiterhin deutlich unter den sehr hohen Wachstumsraten der Vergangenheit. Auch das Frachtgeschäft legte deutlich zu, wuchs aber etwas moderater als das Passagiergeschäft.
Gemäß den Berechnungen der IATA stiegen die weltweit verkauften Tonnenkilometer in
den ersten fünf Monaten des Jahres um 5,3 Prozent (Gesamtjahr 2017: 9,7 Prozent).
Regional war die Entwicklung noch stärker differenziert als im Passagiergeschäft:
Airlines aus Lateinamerika erzielten mit 10,9 Prozent das größte Wachstum. Anbieter
aus Europa konnten um 4,5 Prozent zulegen. Die Wettbewerbssituation im globalen Luftfrachtmarkt bleibt weiterhin intensiv. Wettbewerber
von Lufthansa Cargo sind andere Fluggesellschaften mit bedeutenden Frachtkapazitäten
in den Passagierflugzeugen ihrer Langstreckenflotten, Airlines mit einem Mix aus Fracht-
und Passagierflugzeugen sowie reine Betreiber von Frachtflugzeugen. Die Wachstumsgeschwindigkeit
der Frachtkapazität im Bereich der Passagierflugzeugflotten, insbesondere der Fluggesellschaften
aus dem Mittleren Osten und der Golfregion, ist zurückgegangen. Die Markterholung,
die im Jahr 2017 eingesetzt hat, ist nun abgeschlossen. Nach einer ausgeglichenen
Angebots- und Nachfrageentwicklung gab es zuletzt Anzeichen für ein überdurchschnittlich
steigendes Angebot in der Luftfracht. Die positive Entwicklung im Markt für Wartungs-, Reparatur- und Überholungsleistungen
an Flugzeugen (Maintenance, Repair &Overhaul - MRO) setzt sich fort. Für das Jahr
2018 wird ein Marktwachstum von 8,3 Prozent gegenüber Vorjahr erwartet. Zu den wichtigsten
Wettbewerbern von Lufthansa Technik zählen Flugzeug-, Triebwerks- und Geräte-OEM (Original
Equipment Manufacturer) sowie MRO-Betriebe anderer Fluggesellschaften und unabhängige
Anbieter. Zunehmende Kapazitäten im MRO-Markt, unter anderem durch Wachstumsbestrebungen der
OEM, führen zu einem anhaltend hohen Preisdruck im MRO-Geschäft. Der MRO-Markt ist
verstärkt von Konsolidierungen geprägt, sowohl auf der Kunden- als auch auf der Anbieterseite.
Zudem konsolidieren sich Geräte-OEM zu wenigen marktbeherrschenden Teilnehmern, Flugzeughersteller
reduzieren die Anzahl ihrer Zulieferer und produzieren bestimmte Systeme wieder selbst. Das anhaltende Wachstum der Passagierzahlen in der globalen Airline-Branche wirkt
sich weiterhin positiv auf die Nachfrage sowohl nach klassischem Catering als auch
nach Bordverkaufsprogrammen aus. Insgesamt geht das Unternehmen von einem Marktwachstum
im Bordservice von rund 3 Prozent jährlich aus. Neben der LSG Group gibt es einen
globalen Wettbewerber sowie eine überschaubare Anzahl ehemals regionaler Anbieter,
die zunehmend expandieren. Mit steigendem Kostendruck auf die Airlines, beispielsweise
durch Erhöhung der Kerosinpreise, wird der kontinuierliche Preisdruck auf die Caterer
intensiviert. Diese sind zunehmend gefordert, innovative und ganzheitliche Bordservicekonzepte
anzubieten, die es den Airlines ermöglichen, sich über das Passagiererlebnis zu differenzieren.
Preorder- und Preselect-Angebote für den Bordservice gewinnen zunehmend an Bedeutung,
da sie zum einen dazu beitragen, individuelle Passagierwünsche besser zu erfüllen,
und zum anderen dabei helfen, die Abfallvolumina zu reduzieren. GeschäftsverlaufDie Lufthansa Group verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 eine positive Entwicklung.
Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 67 Millionen Passagiere befördert, so viele wie
nie zuvor. Ebenso erreichten Angebot, Absatz und Sitzladefaktor neue Höchstwerte.
Bereinigt um die Effekte der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 (Erlöse
aus Kundenverträgen) stieg der Umsatz um 5,2 Prozent gegenüber Vorjahr. Entsprechend
der Erwartung sind das Adjusted EBIT und das EBIT trotz höherer Treibstoffkosten und
Einmalbelastungen bei Eurowings gegenüber Vorjahr leicht um 3,3 Prozent auf 1.008
Mio. EUR beziehungsweise um 2,0 Prozent auf 1.010 Mio. EUR gesunken. Mit Ausnahme
der Geschäftsfelder Eurowings und Technik konnten alle Geschäftsfelder ihr Ergebnis
steigern. Die Network Airlines lieferten den größten absoluten Ergebnisbeitrag, wobei
Lufthansa German Airlines und SWISS positiv zu dem Ergebnis beitrugen. Das Ergebnis
von Eurowings entwickelte sich vor allem aufgrund erheblicher Aufwendungen im Zusammenhang
mit der Integration übernommener Flugbetriebe negativ. Der operative Cashflow ist
um 6,4 Prozent auf 3.018 Mio. EUR gesunken. Der Free Cashflow lag aufgrund deutlich
gestiegener Investitionen mit 977 Mio. EUR um 53,5 Prozent unter Vorjahr. Die Eigenkapitalquote
ist gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozentpunkte auf 25,0 Prozent gestiegen. WESENTLICHE EREIGNISSELufthansa Group und ver.di schließen langfristigen TariffriedenAm 7. Februar 2018 haben die Lufthansa Group und die Gewerkschaft ver.di für die rund
28.000 Bodenmitarbeiter von Lufthansa German Airlines, Lufthansa Cargo, Lufthansa
Technik und der LSG Group in Deutschland langfristige Tarifverträge geschlossen. Der
Vergütungstarifvertrag sieht eine Erhöhung der Vergütung von insgesamt 4,9 bis zu
6,1 Prozent innerhalb von 33 Monaten vor. Die Erhöhung erfolgt abhängig von der geschäftsfeldspezifischen
Adjusted EBIT-Marge, wobei eine Steigerung von mindestens 4,9 Prozent unabhängig von
der erreichten Marge garantiert wird. Damit trägt der Tarifabschluss der wirtschaftlichen
Entwicklung der Konzerngesellschaften Rechnung. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit
vom 1. Januar 2018 bis zum 30. September 2020. Carsten Spohr für weitere fünf Jahre zum Vorstandsvorsitzenden bestelltAm 14. März 2018 hat der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG Carsten Spohr für
weitere fünf Jahre zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Der Vertrag von Carsten Spohr,
der seit 2011 Mitglied im Vorstand der Deutschen Lufthansa AG und seit 2014 dessen
Vorsitzender ist, wurde bis Ende Dezember 2023 verlängert. Lufthansa Group investiert weiterhin in Modernisierung der FlotteAm 7. Mai 2018 hat der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa der Bestellung von insgesamt
bis zu 16 weiteren Flugzeugen zugestimmt. Die Auslieferung ist sukzessive bis 2022
geplant. Die Bestellung umfasst zwei Langstreckenflugzeuge vom Typ Boeing 777-300ER
für SWISS, die dort voraussichtlich ab Anfang 2020 die bestehende Flotte ergänzen
und zur Erweiterung des Streckennetzes genutzt werden. Zusätzlich werden zwei Boeing
777F für Lufthansa Cargo bestellt. Der Aufsichtsrat hat außerdem der Bestellung von
bis zu zwölf Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen der Airbus A320-Familie zugestimmt. Neue Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Deutschen Lufthansa AGAm 8. Mai 2018 hat sich der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG im Anschluss an
die Hauptversammlung in seiner neuen Zusammensetzung zu seiner konstituierenden Sitzung
getroffen. Dr. Karl-Ludwig Kley wurde zum Vorsitzenden gewählt. Zu seiner Stellvertreterin
wurde erneut Christine Behle gewählt. Die neuen Mitglieder der Kapitalseite wurden
zuvor von den Aktionären in das Gremium gewählt. https://investor-relations.lufthansagroup.com/de/
corporate-governance/aufsichtsrat.html Finanzielle EntwicklungDie Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 (Erlöse aus Kundenverträgen)
führt zu wesentlichen Veränderungen im Ausweis einzelner Erlös- und Kostenpositionen
in den Geschäftsfeldern Network Airlines und Eurowings. So werden die bisher brutto
ausgewiesenen Verkehrserlöse und passagierabhängigen Flughafengebühren in Höhe von
1,1 Mrd. EUR im ersten Halbjahr 2018 nun saldiert ausgewiesen. Außerdem wurden Trainings-
und Reisemanagementerträge in Höhe von 180 Mio. EUR aus den sonstigen betrieblichen
Erträgen in die Umsatzerlöse umklassifiziert. Entsprechend den gewählten Übergangsvorschriften wurden die Vorjahreszahlen nicht
angepasst. Aus Zwecken der Vergleichbarkeit werden die Entwicklungen der betroffenen
Ertrags- und Aufwandspositionen sowie daraus abgeleiteter Kennzahlen auch bereinigt,
also ohne die Saldierungseffekte im Jahr 2018, dargestellt. ERTRAGSLAGEUMSATZ, ERTRÄGE UND AUFWENDUNGENscroll
1)
Ohne Zuschreibungen Anlagevermögen, Buchgewinne/-verluste. ![]() Umsatz und operative Erträge steigen bereinigt um IFRS 15-EffekteBereinigt um die Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 wuchsen die Verkehrserlöse
um 7,0 Prozent, im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Beförderungsmengen bei
währungsbedingt niedrigeren Durchschnittserlösen. Die Umsatzerlöse stiegen bereinigt
um den IFRS 15-Effekt um 5,2 Prozent, die operativen Gesamterträge stiegen bereinigt
um 4,3 Prozent. Die um Währungs- und IFRS 15-Effekte bereinigten Stückerlöse der Passagierfluggesellschaften (RASK1) ) stiegen um 1.3 Prozent bei einem um 8,2 Prozent erweiterten Angebot. Operative Aufwendungen steigen bereinigt um IFRS 15-EffekteDie operativen Aufwendungen stiegen bereinigt um den IFRS 15-Effekt in den Gebühren
insgesamt um 4,8 Prozent. Die bereinigten Materialaufwendungen nahmen um 6,1 Prozent zu. Wesentlicher Treiber
hierfür waren die um 8,4 Prozent auf 2,8 Mrd. EUR gestiegenen Treibstoffkosten. Höhere
Durchschnittspreise nach Sicherung (+13,4 Prozent) sowie gestiegene Mengen (+5,7 Prozent)
wurden durch Währungseffekte (-10,7 Prozent) teilweise kompensiert. Das Preissicherungsergebnis
der Lufthansa Group entlastete das Ergebnis mit 336 Mio. EUR (Vorjahr: -93 Mio. EUR).
Der bereinigte Gebührenanstieg um 6,0 Prozent resultierte aus den gestiegenen Passagierzahlen
und dem Anstieg der Frachtvolumina. Die Charter- und Leasingaufwendungen erhöhten
sich um 18,4 Prozent unter anderem durch extern bezogene Flugkapazitäten aufgrund
der starken Angebotsausweitung bei Eurowings. Andere bezogene Leistungen wuchsen um
10.3 Prozent, unter anderem aufgrund erhöhter Kompensationszahlungen an Passagiere
im Zusammenhang mit Flugverspätungen und -ausfällen. Der Personalaufwand stieg um 1,8 Prozent. Hierbei wurde der Anstieg der durchschnittlichen
Mitarbeiterzahl um 4,0 Prozent zum Teil durch gegenläufige Währungseffekte und niedrigere
laufende Pensionsaufwendungen ausgeglichen. Von den Abschreibungen entfielen 732 Mio. EUR (+7,6 Prozent) auf Flugzeuge und Reservetriebwerke.
Der Anstieg spiegelt die Flottenerneuerung und deren Wachstum wider. 2018 fielen keine
außerplanmäßigen Abschreibungsaufwendungen auf Flugzeuge an. Die währungs- und IFRS 15-bereinigten Stückkosten ohne Treibstoff der Passagierfluggesellschaften (CASK2) ) sanken um 0,6 Prozent. Höhere Aufwendungen bei Eurowings im Zusammenhang mit der Integration der von Air Berlin übernommenen Aktivitäten und mit - teilweise damit verbundenen - operativen Störungen im Flugbetrieb hatten dabei einen deutlich negativen Einfluss. Die Network Airlines hingegen verbuchten deutliche Kostensenkungen, die im ersten Halbjahr sogar das langfristige Kostensenkungsziel von 1 bis 2 Prozent übertrafen. Ergebnis liegt annähernd auf dem hohen Niveau des VorjahresDie mengenbedingte Umsatz- und Aufwandsentwicklung führte zu einem Adjusted EBIT,
das mit 1.008 Mio. EUR annähernd das gute Vorjahresniveau erreichte. Das preisbedingte
Wachstum der Treibstoffkosten wurde durch Effizienzsteigerungen beinahe vollständig
kompensiert. ENTWICKLUNG UMSATZ, ADJUSTED EBIT in Mio. € (Jan. - Juni)
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| Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | |||
| in Mio. € | GuV | Überleitung Adjusted EBIT | GuV | Überleitung Adjusted EBIT |
| Umsatzerlöse | 16.938 | - | 16.951 | - |
| Bestandsveränderungen | 26 | - | 75 | - |
| Sonstige betriebliche Erträge | 848 | - | 1.099 | - |
| davon Erträge aus Buchgewinnen | - | -8 | - | -30 |
| davon Zuschreibungen Anlagevermögen | - | -2 | - | -6 |
| davon Badwill | - | - | - | - |
| Summe betriebliche Erträge | 17.812 | -10 | 18.125 | -36 |
| Materialaufwand | -8.764 | - | -9.269 | - |
| Personalaufwand | -4.339 | - | -4.294 | - |
| davon nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand/Planabgeltung | - | 1 | - | 32 |
| Abschreibungen | -898 | -860 | ||
| davon außerplanmäßige Abschreibungen | - | 0* | - | 13 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.844 | -2.715 | ||
| davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögen zum Verkauf | - | 0* | - | 0* |
| davon Aufwendungen aus Buchverlusten | - | 7 | - | 2 |
| Summe betriebliche Aufwendungen | -16.845 | 8 | -17.138 | 47 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 967 | - | 987 | - |
| Beteiligungsergebnis | 43 | - | 44 | - |
| EBIT | 1.010 | 1.031 | ||
| Summe Überleitung Adjusted EBIT | - | -2 | - | 11 |
| Adjusted EBIT | 1.008 | 1.042 | ||
| Abschreibungen (aus betrieblichem Ergebnis) | 898 | - | 860 | - |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen, Wertpapiere und Vermögenswerte zum Verkauf | 0* | - | 0* | - |
| EBITDA | 1.908 | - | 1.891 | - |
Das Zinsergebnis von -85 Mio. EUR (+48 Mio. EUR gegenüber Vorjahr) verbesserte sich
aufgrund des Wegfalls von Sonderbelastungen durch Zinsen auf Steuernachzahlungen aus
Betriebsprüfungen im Vorjahr. Die übrigen Finanzposten stiegen ebenfalls um 46 Mio.
EUR auf 30 Mio. EUR, vor allem aufgrund positiver Bewertungseffekte aus Sicherungsgeschäften,
die gemäß IFRS 9 im Ergebnis zu erfassen sind.
Nach Ertragsteuern (260 Mio. EUR) und auf Minderheiten entfallenden Ergebnisanteilen
(18 Mio. EUR) belief sich das Konzernergebnis auf 677 Mio. EUR (Vorjahr: 672 Mio.
EUR).

Der operative Cashflow sank gegenüber Vorjahr um 6,4 Prozent auf 3.018 Mio. EUR. Bei
einem gestiegenen Vorsteuerergebnis resultierte der Rückgang vor allem aus zahlungswirksamen
bilanziellen Veränderungen sonstiger Aktiva/Passiva, wie zum Beispiel Abgrenzungen
für erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile und Pensionsrückstellungen.
Der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Nettoinvestitionen) ging insbesondere
aufgrund der gesteigerten Investitionstätigkeit um 53,5 Prozent auf 977 Mio. EUR zurück.
Die Bruttoinvestitionen (ohne Erwerb von Anteilen und Veränderungen im Bestand der
reparaturfähigen Ersatzteile) stiegen um 530 Mio. EUR auf 1.927 Mio. EUR. Aus dem
Erwerb von Anteilen ergaben sich Mittelabflüsse von 29 Mio. EUR, denen im Vorjahr
Mittelzuflüsse in Höhe von 190 Mio. EUR im Wesentlichen aus übernommenen flüssigen
Mitteln von Brussels Airlines gegenüberstanden. Die Investitionen in Flugzeuge und
Reservetriebwerke lagen mit 1.732 Mio. EUR um 525 Mio. EUR über dem Vorjahr. Sie betrafen
insbesondere 32 Flugzeugerwerbe (inklusive Finanzierungsleasing) und 30 Anzahlungen.
Aus dem Anstieg von kurzfristigen Wertpapieren und Fonds inklusive der Dotierung von
Pensionsvermögen ergaben sich Mittelabflüsse von 311 Mio. EUR.
Im Vorjahr belief sich der Abfluss auf 1,8 Mrd. EUR und stand wesentlich im Zusammenhang
mit der damals noch ausstehenden Dotierung eines Initialbetrags zum neuen Übergangsversorgungssystem
der Kabinenmitarbeiter von Lufthansa German Airlines.
Aus der Finanzierungstätigkeit ergaben sich Nettoabflüsse im Wesentlichen aus planmäßigen
Finanzschuldentilgungen und Dividendenzahlungen von 591 Mio. EUR. Die Nettozuflüsse
des Vorjahres (112 Mio. EUR) standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der geplanten
Dotierung der Versorgungssysteme für die Kabinenmitarbeiter.
Die Kennzahl Adjusted Net Debt1) /Adjusted EBITDA verbesserte sich gegenüber Jahresende 2017 um 0,1 auf 1,6.
Die Gesamtbilanzsumme stieg insbesondere aufgrund der Investitionen und saisonal bedingt
im Vergleich zum Jahresende 2017 um 8,2 Prozent auf 39,3 Mrd. EUR. Dabei wuchs der
Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte aufgrund eines Anstiegs des Working Capitals
sowie der höheren Marktwerte kurzfristiger Derivate infolge steigender Kerosinpreise
auf 32,2 Prozent.
Der Anteil der kurzfristigen Schulden/Verbindlichkeiten an der Finanzierung stieg
auf 42,0 Prozent aufgrund von IFRS 15-Umgliederungseffekten, die Verpflichtungen aus
Kundenbindungsprogrammen betreffen (1,2 Mrd. EUR von lang- in kurzfristig), sowie
aufgrund der saisonbedingt ansteigenden Working Capital-Positionen.
Die Nettokreditverschuldung sank gegenüber Jahresende 2017 um 11,4 Prozent auf 2,6 Mrd. EUR. Das Adjusted Net Debt1 sank um 0,4 Prozent auf 7,7 Mrd. EUR.
Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte um 1,4 Mrd. EUR resultierte überwiegend
aus der Investitionstätigkeit in Fluggerät und reparaturfähige Ersatzteile sowie dem
Anstieg der Marktwerte langfristiger Sicherungsinstrumente aufgrund der Erholung des
US-Dollars gegen Ende der Berichtsperiode sowie gestiegener Treibstoffpreise.
Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um 1,6 Mrd. EUR resultierte im Wesentlichen
aus den saisonal höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive der
Vertragsvermögenswerte (Anstieg um 840 Mio. EUR auf 4,8 Mrd. EUR) sowie den treibstoffpreisbedingt
höheren Marktwerten der Sicherungsgeschäfte (+406 Mio. EUR).
Das Eigenkapital stieg trotz ergebnisneutraler Bewertungseffekte bei Pensionen (-367
Mio. EUR) und der Anpassungen durch die Erstanwendung von IFRS 15 und IFRS 9 (Finanzinstrumente)
(kumuliert -318 Mio. EUR) aufgrund des positiven Konzernergebnisses und der positiven
Marktwertentwicklung der Sicherungsgeschäfte (+525 Mio. EUR) gegenüber Jahresende
2017 um insgesamt 2,4 Prozent auf 9,8 Mrd. EUR.
Die Eigenkapitalquote sank aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme um 1,5 Prozentpunkte
auf 25,0 Prozent. Im Vergleich zum 30. Juni 2017 stieg die Eigenkapitalquote um 5,6
Prozentpunkte. Dieser Anstieg beruht auf den positiven Ergebnisbeiträgen in den letzten
zwölf Monaten und der positiven Entwicklung der Marktbewertungsrücklage bei gleichzeitigem
Anstieg der Bilanzsumme um 3,6 Prozent.
Die Pensionsrückstellungen stiegen vor allem aufgrund des von 2,0 Prozent auf 1,9
Prozent gesunkenen Diskontierungszinssatzes sowie einer negativen Planvermögensentwicklung
um 5,9 Prozent auf 5,4 Mrd. EUR. Die langfristigen Finanzschulden gingen überwiegend
durch fristigkeitsbedingte Umgliederungen um 231 Mio. EUR auf 5,9 Mrd. EUR zurück.
Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten stiegen im Wesentlichen saisonbedingt
um 48,6 Prozent auf 5,6 Mrd. EUR. Im Vergleich zum 30. Juni des Vorjahres ergab sich
aufgrund der gestiegenen Geschäftsaktivität ein Anstieg um 11,3 Prozent.
Die Anpassungen im Zusammenhang mit der Erstanwendung des IFRS 15 führten zum 1. Januar
2018 zu erhöhten Abgrenzungen für Verpflichtungen aus Kundenbindungsprogrammen und
aus vereinnahmten Gebühren in Höhe von 413 Mio. EUR. Daneben sieht IFRS 15 separate
Positionen für kurz- beziehungsweise langfristige Vertragsverbindlichkeiten vor (2,3
Mrd. EUR), die bisher unter den nicht finanziellen Verbindlichkeiten und erhaltenen
Anzahlungen ausgewiesen waren. Hierunter fallen Verpflichtungen aus Kundenbindungsprogrammen
(insgesamt 2,2 Mrd. EUR) und Vertragsanzahlungen.
| 30. 06.2018 | 31.12.2017 |
Veränderung |
|
| in Mio. € |
in Mio. € |
in % |
|
| Verbindlichkeiten Kreditinstitute | 2.032 | 2.044 | -0,6 |
| Anleihen | 1.006 | 1.005 | 0,1 |
| Übrige langfristige Finanzschulden | 3.594 | 3.765 | -4,5 |
| 6.632 | 6.814 | -2,7 | |
| Übrige Bankverbindlichkeiten | 26 | 18 | 44,4 |
| Konzernkreditverschuldung | 6.658 | 6.832 | -2,5 |
| Bankguthaben und Kassenbestände | 1.534 | 1.397 | 9,8 |
| Wertpapiere | 2.570 | 2.551 | 0,7 |
| Nettokreditverschuldung | 2.554 | 2.884 | -11,4 |
| Pensionsrückstellungen | 5.418 | 5.116 | 5,9 |
| Nettokreditverschuldung und Pensionsrückstellungen | 7.972 | 8.000 | -0,4 |
Lufthansa German Airlines inklusive Regionalgesellschaften (LH), SWISS inklusive Edelweiss
(LX), Austrian Airlines (OS), Eurowings inklusive Germanwings (EW), Brussels Airlines
(SN) und Lufthansa Cargo (LCAG) am 30.06.2018
| Hersteller/Typ | LH | LX | OS | EW | SN | LCAG |
| Airbus A319 | 30 | 5 | 7 | 51 | 22 | |
| Airbus A320 | 79 | 28 | 23 | 68 | 16 | |
| Airbus A321 | 63 | 9 | 6 | 5 | ||
| Airbus A330 | 19 | 16 | 7 | 14 | ||
| Airbus A340 | 37 | 9 | 21) | |||
| Airbus A350 | 11 | |||||
| Airbus A380 | 14 | |||||
| Boeing 747 | 32 | |||||
| Boeing 767 | 6 | |||||
| Boeing 777 | 10 | 6 | 5 | |||
| Boeing MD-11F | 12 | |||||
| Bombardier CRJ | 35 | |||||
| Bombardier C Series | 23 | |||||
| Bombardier Q Series | 18 | 20 | ||||
| Avro RJ | ||||||
| Embraer | 26 | 17 | ||||
| Fokker F70 | ||||||
| Fokker F100 | ||||||
| Flugzeuge gesamt | 346 | 100 | 83 | 153 | 52 | 17 |
| Hersteller/Typ | Konzernflotte | davon Finance Lease | davon Operating Lease | Veränderung zum 31.12.2017 | Veränderung zum 30.06.2017 |
| Airbus A319 | 115 | 24 | 15 | 1 | 8 |
| Airbus A320 | 214 | 27 | 7 | 5 | 32 |
| Airbus A321 | 83 | 2 | 1 | 5 | |
| Airbus A330 | 56 | 9 | 8 | 4 | 5 |
| Airbus A340 | 48 | -3 | -3 | ||
| Airbus A350 | 11 | 5 | 8 | ||
| Airbus A380 | 14 | - | - | ||
| Boeing 747 | 32 | - | - | ||
| Boeing 767 | 6 | 2 | - | - | |
| Boeing 777 | 21 | 2 | 3 | 3 | |
| Boeing MD-11F | 12 | - | -2 | ||
| Bombardier CRJ | 35 | - | - | ||
| Bombardier C Series | 23 | 8 | 14 | ||
| Bombardier Q Series | 38 | 20 | - | 20 | |
| Avro RJ | - | -7 | |||
| Embraer | 43 | - | - | ||
| Fokker F70 | - | -2 | |||
| Fokker F100 | -1 | -4 | |||
| Flugzeuge gesamt | 751 | 66 | 50 | 23 | 77 |
1)
An Brussels Airlines (SN) vermietet.
| Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | Veränderung in % | April - Juni 2018 | April - Juni 2017 | ||
| Umsatz | Mio. € | 10.668 | 11.097 | -3,9 | 5.940 | 6.168 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | Mio. € | 342 | 319 | 7,2 | 176 | 174 |
| Adjusted EBITDA | Mio. € | 1.559 | 1.360 | 14,6 | 1.142 | 1.099 |
| Adjusted EBIT | Mio. € | 951 | 757 | 25,6 | 837 | 797 |
| EBIT | Mio. € | 955 | 744 | 28,4 | 836 | 797 |
| Adjusted EBIT-Marge | % | 8,9 | 6,8 | 2,1 P. | 14,1 | 12,9 |
| Segmentinvestitionen | Mio. € | 1.319 | 879 | 50,1 | 829 | 315 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | Anzahl | 51.381 | 49.476 | 3,9 | 51.381 | 49.476 |
| Fluggäste1) | Tsd. | 49.025 | 45.266 | 8,3 | 27.823 | 25.624 |
| Flüge1) | Anzahl | 431.672 | 408.579 | 5,7 | 233.504 | 219.168 |
| Angebotene Sitzkilometer1) | Mio. | 136.816 | 129.952 | 5,3 | 74.828 | 71.003 |
| Verkaufte Sitzkilometer1) | Mio. | 109.141 | 103.076 | 5,9 | 60.944 | 57.969 |
| Sitzladefaktor | % | 79,8 | 79,3 | 0,5 P. | 81,4 | 81,6 |
| Durchschnittserlöse2) | € Cent | 9,0 | 9,2 | -2,63) | 9,0 | 9,2 |
| Stückerlöse (RASK)2) | € Cent | 7,9 | 8,1 | -2,75) | 8,0 | 8,2 |
| Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff2) | € Cent | 5,6 | 5,9 | -5,37) | 5,3 | 5,6 |
| Veränderung in % | |
| Umsatz | -3,7 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | 1,1 |
| Adjusted EBITDA | 3,9 |
| Adjusted EBIT | 5,0 |
| EBIT | 4,9 |
| Adjusted EBIT-Marge | 1,2 P. |
| Segmentinvestitionen | 163,2 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | 3,9 |
| Fluggäste1) | 8,6 |
| Flüge1) | 6,5 |
| Angebotene Sitzkilometer1) | 5,4 |
| Verkaufte Sitzkilometer1) | 5,1 |
| Sitzladefaktor | -0,2 P. |
| Durchschnittserlöse2) | -1,74) |
| Stückerlöse (RASK)2) | -2,46) |
| Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff2) | -4,98) |
1)
Vorjahreszahlen angepasst.
2)
Auf vergleichbarer Basis, auch Vorjahr inklusive IFRS 15-Effekte.
3)
Währungsbereinigte Veränderung: 1,4 %.
4)
Währungsbereinigte Veränderung: 1,4 %.
5)
Währungsbereinigte Veränderung: 1,4 %.
6)
Währungsbereinigte Veränderung: 1,3 %.
7)
Währungsbereinigte Veränderung: -2,1%.
8)
Währungsbereinigte Veränderung: -2,3%.
Zum Geschäftsfeld Network Airlines gehören die Fluggesellschaften Lufthansa German
Airlines, SWISS und Austrian Airlines. Die drei Airlines sind im Premium-Segment positioniert,
um das Erlöspotenzial in ihren Heimatmärkten bestmöglich mit einem hochwertigen Produkt
für ihre Kunden zu erschließen. Intensive Abstimmung sowie die stetig optimierte konzernweite
Steuerung der Network Airlines erlauben dem Verbund, hohe Synergien zu schaffen. Mittels
ihrer Multi-Hub-Strategie bieten die Network Airlines ihren Passagieren ein umfassendes
Streckenangebot, verbunden mit größtmöglicher Reiseflexibilität. Im Sommerflugplan
2018 umfasste das über die internationalen Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich und
Wien bediente Streckennetz 287 Destinationen in 86 Ländern.
Kommerzielle Joint Ventures mit führenden internationalen Airlines stärken die Attraktivität
der Verbindungen für die Kunden, unter anderem durch die Aufnahme zusätzlicher Destinationen
in das Streckennetz der Network Airlines. Die Joint Ventures decken die wesentlichen
Langstreckenmärkte und damit über 60 Prozent der Erlöse auf den Interkontinentalverbindungen
der Network Airlines ab.
Die Network Airlines fokussieren sich dauerhaft auf nachhaltige Kostensenkungen und
die bestmögliche Ausschöpfung von Erlöspotenzialen. Dazu wird die organisatorische
Verschlankung der kommerziellen Funktionen bei den Airlines stetig vorangetrieben.
Bei allen Airlines wird die Flottenerneuerung und -optimierung fortgeführt. So sollen
beispielsweise ab 2019 die neu ausgelieferten Airbus A320-Flugzeuge sämtlicher Airlines
der Lufthansa Group standardisiert sein. Neben der Modernisierung der Flotte optimieren
die Network Airlines ihr Netzportfolio und implementieren Maßnahmen zur Reduktion
der Treibstoffkosten.
Seit dem Sommerflugplan 2018 können Passagiere der Lufthansa Group Airlines auf Strecken
nach Nordamerika erstmals einen sogenannten Economy "Light"-Tarif buchen. Der neue
Tarif bietet als Basistarif die günstigste Wahl für preisbewusste Passagiere, die
ausschließlich mit Handgepäck reisen und keine Ticketflexibilität benötigen. Gepäckstücke
oder ein gewünschter Sitzplatz können individuell hinzugebucht werden. Mahlzeiten
und Getränke sind für die Passagiere an Bord weiterhin kostenlos.
Die Network Airlines konnten die Zahl der Fluggäste im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich
zum Vorjahr um 8,3 Prozent auf 49 Mio. steigern. Die Zahl der Flüge ist um 5,7 Prozent
gestiegen. Das Angebot (angebotene Sitzkilometer) wurde um 5,3 Prozent erhöht. Der
Absatz (verkaufte Sitzkilometer) ist um 5,9 Prozent gestiegen. Der Sitzladefaktor
ist um 0,5 Prozentpunkte auf 79,8 Prozent gestiegen. Die währungsbereinigten Durchschnittserlöse
sind um 1,4 Prozent gestiegen. Die Verkehrserlöse sind um 4,4 Prozent auf 9,8 Mrd.
EUR gesunken.
Angebot und Absatz wurden in allen Verkehrsgebieten gesteigert. Besonders deutlich
war der Anstieg in Europa. Der Sitzladefaktor stieg mit Ausnahme von Asien/Pazifik
in allen Verkehrsgebieten. Die größte Zunahme zeigte auch hier das Verkehrsgebiet
Europa. Die währungsbereinigten Durchschnittserlöse sind in den Verkehrsgebieten Europa
und Amerika gestiegen, in den Verkehrsgebieten Asien/ Pazifik und Nahost/Afrika sind
sie gesunken.
Die Umsatzerlöse der Network Airlines sanken im ersten Halbjahr 2018 um 3,9 Prozent
auf 10,7 Mrd. EUR. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt lagen die Umsatzerlöse um 3,2 Prozent
über Vorjahr. Die währungsbereinigten Stückerlöse (RASK) stiegen aufgrund erhöhter
Auslastung und gestiegener Durchschnittserlöse um 1,4 Prozent.
Die operativen Aufwendungen sanken um 6,7 Prozent auf 10.1 Mrd. EUR. Bereinigt um
den IFRS 15-Effekt lagen die operativen Aufwendungen um 0,6 Prozent über Vorjahr.
Die währungsbereinigten Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff sanken um 2,1 Prozent.
Der Materialaufwand sank gegenüber Vorjahr um 10,3 Prozent auf 5,7 Mrd. EUR. Um IFRS
15-Effekte bereinigt stieg der Materialaufwand um 2,1 Prozent. Die Treibstoffkosten
stiegen mengenbedingt um 4,2 Prozent auf 2,2 Mrd. EUR. Die Gebühren sanken aufgrund
des IFRS 15-Effekts auf 1,6 Mrd. EUR. Bereinigt entspricht dies einem Wachstum von
2,2 Prozent.
Die Personalaufwendungen lagen mit 2,0 Mrd. EUR auf Vorjahresniveau. Der Mitarbeiteranstieg
von durchschnittlich 3,7 Prozent wurde im Wesentlichen durch geringere Pensionsaufwendungen
aufgrund neuer Pensionspläne in Deutschland kompensiert.
Das Adjusted EBIT stieg um 25,6 Prozent auf 951 Mio. EUR. Das EBIT stieg um 28,4 Prozent
auf 955 Mio. EUR. Die Adjusted EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend um 2.1 Prozentpunkte
auf 8,9 Prozent. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt betrug die Verbesserung 1,5 Prozentpunkte.
Die Segmentinvestitionen stiegen um 50,1 Prozent auf 1,3 Mrd. EUR und wurden im Wesentlichen
für neues Fluggerät geleistet. Hierbei gingen im ersten Halbjahr 20 Flugzeuge zu beziehungsweise
wurden Finance-Lease-Verträge abgeschlossen.
| Nettoverkehrserlöse Außenumsatz | Fluggäste | Angebotene Sitzkilometer | ||||
| Jan. - Juni 2018 | Veränderung1) | Jan. - Juni 2018 | Veränderung | Jan. - Juni 2018 | Veränderung | |
| in Mio. € | in % | in Tsd. | in % | in Mio. | in % | |
| Europa | 4.127 | 8,4 | 37.863 | 9,6 | 40.001 | 8,3 |
| Amerika | 3.183 | 0,8 | 5.479 | 5,1 | 51.470 | 4,1 |
| Asien/Pazifik | 1.782 | -0,7 | 3.378 | 4,0 | 33.105 | 4,9 |
| Nahost/Afrika | 682 | -5,1 | 2.304 | 2,6 | 12.241 | 1,9 |
| Gesamtverkehr | 9.774 | 3,1 | 49.025 | 8,3 | 136.816 | 5,3 |
| Verkaufte Sitzkilometer | Sitzladefaktor | |||
| Jan. - Juni 2018 | Veränderung | Jan. - Juni 2018 | Veränderung | |
| in Mio. | in % | in % | in P. | |
| Europa | 30.182 | 10,2 | 75,5 | 1,3 |
| Amerika | 42.132 | 5,1 | 81,9 | 0,8 |
| Asien/Pazifik | 27.392 | 3,7 | 82,7 | -1,0 |
| Nahost/Afrika | 9.434 | 3,0 | 77,1 | 0,8 |
| Gesamtverkehr | 109.141 | 5,9 | 79,8 | 0,5 |
| Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | Veränderung in % | ||
| Umsatz | Mio. € | 7.494 | 7.840 | -4,4 |
| Adjusted EBITDA | Mio. € | 1.065 | 973 | 9,5 |
| Adjusted EBIT | Mio. € | 660 | 569 | 16,0 |
| EBIT | Mio. € | 660 | 547 | 20,7 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | Anzahl | 34.445 | 33.239 | 3,6 |
| Fluggäste2' | Tsd. | 33.426 | 31.069 | 7,6 |
| Flüge | Anzahl | 280.960 | 264.176 | 6,4 |
| Angebotene Sitzkilometer2' | Mio. | 95.276 | 91.007 | 4,7 |
| Verkaufte Sitzkilometer2' | Mio. | 76.141 | 72.734 | 4,7 |
| Sitzladefaktor | % | 79,9 | 79,9 | 0,0 P. |
1)
Inkl. Regionalpartnern.
2)
Vorjahreszahlen angepasst.
Lufthansa German Airlines ist mit ihren Drehkreuzen Frankfurt und München die größte
deutsche Fluggesellschaft. Auch die Regionalfluggesellschaften CityLine und Air Dolomiti
sind Teil von Lufthansa German Airlines. Insgesamt bedienen die Fluglinien von Lufthansa
German Airlines ein Streckennetz von 209 Zielen in 74 Ländern.
Lufthansa German Airlines strebt die Qualitätsführerschaft in ihren Märkten an. Dafür
werden kontinuierlich Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Kundenservices entlang der
gesamten Reisekette umgesetzt. Seit Dezember 2017 ist Lufthansa German Airlines die
einzige Fluggesellschaft außerhalb Asiens, die von der auf Luftfahrt spezialisierten
britischen Unternehmensberatung Skytrax als Five Star Airline ausgezeichnet wurde.
Sie ist damit eine von insgesamt nur zehn Fluggesellschaften weltweit, die dieses
Qualitätssiegel für Premium-Service und Spitzenkomfort besitzen. Am 17. Juli 2018
wurde Lufthansa German Airlines erneut als beste Airline Europas durch Skytrax ausgezeichnet.
Im zweiten Quartal 2018 ist die Verlagerung von fünf Airbus A380 von Frankfurt nach
München erfolgreich abgeschlossen worden. Damit werden nun die Destinationen Los Angeles,
Hongkong und Peking mit dem größten Verkehrsflugzeug ab München angeflogen.
Am 1. Juni 2018 hat Lufthansa German Airlines zudem den zehnten A350-900 in München
stationiert. Das weltweit modernste und umweltfreundlichste Langstreckenflugzeug verbraucht
25 Prozent weniger Kerosin, erzeugt gleichermaßen weniger Emissionen und ist bei Start
und Landung wesentlich leiser als vergleichbare Flugzeugtypen. Sowohl mit der Verlagerung
der A380 als auch mit dem Einsatz der neuen A350 unterstreicht Lufthansa German Airlines
das Wachstum in München.
Lufthansa German Airlines hat in beiden Hubs ihr Streckenportfolio im ersten Halbjahr
2018 weiter ausgebaut. So wurden beispielsweise Langstreckenverbindungen von Frankfurt
nach San Diego und San José (Costa Rica) neu und nach Shenyang wieder aufgenommen.
Ab München sind im Sommerflugplan 2018 Singapur und Chicago neu im Angebot. Darüber
hinaus wurden auch im Kontinentalverkehr viele neue Destinationen aufgenommen. Mit
Beginn der Sommerferien 2018 hat Lufthansa German Airlines außerdem ihr Entertainmentprogramm
auf der Langstrecke signifikant aufgewertet. So haben Fluggäste nun in allen Klassen
rund 30 Prozent mehr Kinofilme zur Auswahl.
Eine Herausforderung im ersten Halbjahr 2018 war die operative Stabilität des Flugbetriebs.
So kam es in ganz Europa zu langen Wartezeiten, Flugstreichungen und Unregelmäßigkeiten.
Dazu haben unter anderem der Streik der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am 10.
April 2018, der Systemausfall bei Fraport am 16. Mai 2018, Kapazitätsengpässe in der
europäischen Flugsicherung und unvorhersehbare Wettereinflüsse beigetragen. Lufthansa
German Airlines hat Maßnahmen ergriffen, um die entstandenen Störungen durch Verbesserung
der eigenen Prozesse so weit wie möglich zu begrenzen.
Lufthansa German Airlines hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 7,6
Prozent mehr Passagiere befördert. Die Zahl der Flüge ist um 6,4 Prozent gestiegen.
Angebot und Absatz sind jeweils um 4,7 Prozent gestiegen. Die Verkehrserlöse sind
um 5,2 Prozent auf 6,9 Mrd. EUR gesunken. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt stiegen
die Verkehrserlöse um 3,3 Prozent.
Die Umsatzerlöse von Lufthansa German Airlines sind im ersten Halbjahr 2018 um 4,4
Prozent auf 7,5 Mrd. EUR gesunken. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt lagen die Umsatzerlöse
primär mengenbedingt um 3,4 Prozent über Vorjahr. Die operativen Aufwendungen sind
um 7,5 Prozent auf 7,1 Mrd. EUR gesunken. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt lagen die
operativen Aufwendungen um 0,6 Prozent über Vorjahr. Überproportional stiegen die
Treibstoffkosten um 3,8 Prozent und die Kosten für Technikleistungen um 5,8 Prozent,
im Wesentlichen bedingt durch eine höhere Zahl von Triebwerksüberholungen. Das Adjusted
EBIT stieg um 16,0 Prozent auf 660 Mio. EUR. Das EBIT lag ebenfalls bei 660 Mio. EUR
und damit um 20,7 Prozent über Vorjahr.
| Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | Veränderung in % | ||
| Umsatz | Mio. € | 2.303 | 2.271 | 1,4 |
| Adjusted EBITDA | Mio. € | 434 | 325 | 33,5 |
| Adjusted EBIT | Mio. € | 293 | 187 | 56,7 |
| EBIT | Mio. € | 294 | 190 | 54,7 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | Anzahl | 9.818 | 9.524 | 3,1 |
| Fluggäste2) | Tsd. | 9.548 | 8.703 | 9,7 |
| Flüge2) | Anzahl | 82.940 | 80.297 | 3,3 |
| Angebotene Sitzkilometer2) | Mio. | 28.828 | 26.826 | 7,5 |
| Verkaufte Sitzkilometer2) | Mio. | 23.368 | 21.435 | 9,0 |
| Sitzladefaktor | % | 81,1 | 79,9 | 1,2 P. |
1)
Inkl. Edelweiss Air. Weitere Informationen zur SWISS unter www.swiss.com.
2)
Vorjahreszahlen angepasst.
Die Schweizer Fluggesellschaft SWISS bedient gemeinsam mit ihrer Schwestergesellschaft
Edelweiss ab den Flughäfen Zürich, Genf und Lugano ein Streckennetz von weltweit 155
Destinationen in 56 Ländern. Die separat geführte FrachtDivision Swiss WorldCargo
bietet mit den Frachträumen der SWISS-Flugzeuge umfassende Airport-to-Airport-Dienst-leistungen
für hochwertige Güter und betreuungsintensive Fracht zu 130 Destinationen in über
80 Ländern an.
Im ersten Halbjahr hat SWISS ihre Flottenerneuerung erfolgreich fortgesetzt und auf
der Langstrecke zwei weitere Flugzeuge des Typs Boeing 777-300ER eingeflottet sowie
zwei zusätzliche B777-300ER bestellt. Letztere werden voraussichtlich Anfang 2020
in Betrieb genommen und insbesondere zur Erweiterung des Streckennetzes eingesetzt.
Auf der Kurzstrecke wurden acht Bombardier C Series eingeführt, insgesamt verfügt
SWISS nun über 23 Flugzeuge dieses Typs.
Zudem hat SWISS weiter in das Reiseerlebnis ihrer Passagiere am Boden und an Bord
investiert. Im März 2018 eröff-nete SWISS die neue First Lounge A am Flughafen Zürich.
Die 650 Quadratmeter große Lounge verfügt unter anderem über ein Check-in, eine eigene
Sicherheitskontrolle, ein Ä-la-carte-Restaurant sowie eine Barista-Bar.
Auf Europaflügen ab Genf hat SWISS das neue Premium-Verpflegungskonzept SWISS Saveurs
eingeführt. Alle Gäste der Economy Class haben damit die Möglichkeit, gegen Aufpreis
aus einem hochwertigen und mit traditionellen Schweizer Produkten erweiterten Speisen-
und Getränkeangebot auszuwählen und ihr Basisangebot individuell zu erweitern.
Die Anzahl der beförderten Passagiere ist in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
um 9,7 Prozent gestiegen. Die Zahl der Flüge stieg um 3,3 Prozent. Das Angebot wurde
um 7,5 Prozent ausgeweitet, der Absatz legte um 9,0 Prozent zu. Die Verkehrserlöse
stiegen um 0,8 Prozent auf 2,0 Mrd. EUR. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt lagen die
Verkehrserlöse um 2,4 Prozent über Vorjahr.
Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr 2018 im Wesentlichen mengenbedingt um
1,4 Prozent auf 2,3 Mrd. EUR gegenüber Vorjahr. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt lagen
die Umsatzerlöse um 2,8 Prozent über Vorjahr. Die operativen Aufwendungen sind um
2,1 Prozent auf 2,1 Mrd. EUR gesunken. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt lagen die operativen
Aufwendungen um 0,6 Prozent unter Vorjahr. Unter anderem trugen Effizienzgewinne aus
der Flottenerneuerung zu dieser Entwicklung bei. Das Adjusted EBIT ist um 56,7 Prozent
auf 293 Mio. EUR gestiegen. Das EBIT lag mit 294 Mio. EUR um 54,7 Prozent über Vorjahr.
| Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | Veränderung in % | ||
| Umsatz | Mio. € | 1.008 | 1.091 | -7,6 |
| Adjusted EBITDA | Mio. € | 60 | 66 | -9,1 |
| Adjusted EBIT | Mio. € | -3 | 3 | |
| EBIT | Mio. € | 1 | 8 | -87,5 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | Anzahl | 7.118 | 6.713 | 6,0 |
| Fluggäste2) | Tsd. | 6.355 | 5.785 | 9,8 |
| Flüge | Anzahl | 72.009 | 68.278 | 5,5 |
| Angebotene Sitzkilometer | Mio. | 12.896 | 12.298 | 4,9 |
| Verkaufte Sitzkilometer | Mio. | 9.775 | 9.045 | 8,1 |
| Sitzladefaktor2) | % | 75,8 | 73,5 | 2,3 P. |
1)
Weitere Informationen zu Austrian Airlines unter www.austrian.com.
2)
Vorjahreszahlen angepasst.
Austrian Airlines ist die größte Fluggesellschaft Österreichs und betreibt ein weltweites
Streckennetz von 117 Destinationen in 47 Ländern.
Austrian Airlines hat ihr Streckennetz weiter ausgebaut. Auf der Langstrecke wurde
die Destination Tokio neu aufgenommen. Die Langstreckenflotte wurde dabei um eine
zusätzliche Boeing 777 erweitert, die im Mai 2018 nach Wien überstellt wurde. Auf
der Kurz- und Mittelstrecke verstärkt Austrian Airlines ihre Verbindungen nach Berlin,
Düsseldorf, Stuttgart und Tel Aviv. Ebenso werden die Verbindungen in Urlaubsdestinationen
in Italien sowie Griechenland ausgebaut.
Im März 2018 hat Austrian Airlines die Premium Economy Class auf der Langstrecke eingeführt.
Diese bietet den Fluggästen Sitze mit größerem Neigungswinkel, mehr Sitzabstand, breiterer
Sitzfläche und einem größeren Bildschirm für das On-Demand-Entertainment sowie ein
höherwertiges Catering im Vergleich zur Economy Class.
Der Aufsichtsrat der Austrian Airlines AG hat in seiner Sitzung vom 20. Juni 2018
einstimmig Dr. Alexis von Hoensbroech als neuen CEO und Vorstandsvorsitzenden von
Austrian Airlines bestellt. Er folgt ab 1. August 2018 auf Kay Kratky. Wolfgang Jani
trat zum 16. April 2018 die Nachfolge von Heinz Lachinger als CFO an.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres beförderte Austrian Airlines 9,8 Prozent
mehr Passagiere als im Vorjahr. Die Zahl der Flüge stieg um 5,5 Prozent. Das Angebot
wurde um 4,9 Prozent erweitert. Der Absatz konnte um 8,1 Prozent gesteigert werden.
Die Verkehrserlöse sanken um 8,6 Prozent auf 906 Mio. EUR. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt
stiegen die Verkehrserlöse um 5,5 Prozent.
Die Umsatzerlöse von Austrian Airlines sind um 7,6 Prozent auf 1,0 Mrd. EUR gegenüber
Vorjahr gesunken. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt lagen die Umsatzerlöse um 5,2 Prozent
über Vorjahr. Die operativen Aufwendungen sind um 7,4 Prozent auf 1,1 Mrd. EUR gesunken.
Bereinigt um den IFRS 15-Effekt lagen die operativen Aufwendungen um 4,9 Prozent über
Vorjahr. Dies ist primär bedingt durch höhere Treibstoffaufwendungen und Kosten, die
durch Schlechtwetterlagen, flugsicherungsbedingte Verzögerungen sowie Unterbrechungen
bedingt durch Betriebsversammlungen verursacht wurden. Das Adjusted EBIT ist im ersten
Halbjahr 2018 um 6 Mio. EUR auf -3 Mio. EUR gesunken. Das EBIT lag mit 1 Mio. EUR
um 7 Mio. EUR unter Vorjahr.
| Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | Veränderung | April - Juni 2018 | April - Juni 2017 | ||
| in % | ||||||
| Umsatz | Mio. € | 1.935 | 1.772 | 9,2 | 1.142 | 1.089 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | Mio. € | - | - | 2 | - | |
| Adjusted EBITDA | Mio. € | -65 | 12 | 73 | 101 | |
| Adjusted EBIT | Mio. € | -199 | -77 | -158,4 | 4 | 55 |
| EBIT | Mio. € | -199 | -77 | -158,4 | 5 | 56 |
| Adjusted EBIT-Marge | % | -10,3 | -4,3 | -6,0 P. | 0,4 | 5,1 |
| Segmentinvestitionen | Mio. € | 328 | 350 | -6,3 | 151 | 229 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | Anzahl | 9.357 | 7.128 | 31,3 | 9.357 | 7.128 |
| Fluggäste | Tsd. | 17.883 | 14.505 | 23,3 | 10.509 | 8.957 |
| Flüge | Anzahl | 153.474 | 130.617 | 17,5 | 85.597 | 75.448 |
| Angebotene Sitzkilometer | Mio. | 29.979 | 24.260 | 23,6 | 17.197 | 14.335 |
| Verkaufte Sitzkilometer | Mio. | 23.918 | 18.778 | 27,4 | 13.936 | 11.441 |
| Sitzladefaktor | % | 79,8 | 77,4 | 2,4 P. | 81,0 | 79,8 |
| Durchschnittserlöse1) | € Cent | 7,8 | 8,0 | -1,52 ' | 8,0 | 8,0 |
| Stückerlöse (RASK)1) | € Cent | 6,7 | 6,6 | 1,94 ' | 6,9 | 6,8 |
| Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff1) | € Cent | 5,9 | 5,5 | 6,96 ' | 5,4 | 5,1 |
| Veränderung | |
| in % | |
| Umsatz | 4,9 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | |
| Adjusted EBITDA | -27,7 |
| Adjusted EBIT | -92,7 |
| EBIT | -91,1 |
| Adjusted EBIT-Marge | -4,7 P. |
| Segmentinvestitionen | -34,1 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | 31,3 |
| Fluggäste | 17,3 |
| Flüge | 13,5 |
| Angebotene Sitzkilometer | 20,0 |
| Verkaufte Sitzkilometer | 21,8 |
| Sitzladefaktor | 1,2 P. |
| Durchschnittserlöse1) | -0,93 ' |
| Stückerlöse (RASK)1) | 1,55 ' |
| Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff1) | 6,37 ' |
1)
Auf vergleichbarer Basis, auch Vorjahr inklusive IFRS 15-Effekte.
2)
Währungsbereinigte Veränderung: -0,6%.
3)
Währungsbereinigte Veränderung: 0,7 %.
4)
Währungsbereinigte Veränderung: 3,4 %.
5)
Währungsbereinigte Veränderung: 3,6 %.
6)
Währungsbereinigte Veränderung: 8,0%.
7)
Währungsbereinigte Veränderung: 7,7 %.
Das Geschäftsfeld Eurowings besteht aus den Flugbetrieben Eurowings, Germanwings,
Eurowings Europe, Brussels Airlines und der Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW). Darüber
hinaus zählt die Beteiligung an SunExpress zum Geschäftsfeld. Im Sommerflugplan 2018
umfasste das von insgesamt 13 Standorten bediente Streckennetz des Geschäftsfelds
Eurowings 197 Destinationen in 62 Ländern.
Mit Eurowings verfügt die Lufthansa Group über ein innovatives und wettbewerbsfähiges
Angebot für preissensible und serviceorientierte Kunden im wachsenden Segment der
Direktverkehre. Das Konzept beruht neben hoher Effizienz und wettbewerbsfähigen Kosten
auf einer skalierbaren Unternehmensstruktur, die eine flexible Integration neuer Partner
mit unterschiedlichen Kooperationsmodellen ermöglicht. Das Eurowings-Konzept setzt
dabei auf eine zentrale Steuerung verschiedener Flugbetriebe. Damit ist das Geschäftsfeld
Eurowings in der Lage, neben organischem Wachstum vor allem auch andere Fluggesellschaften
zu konsolidieren und somit Überkapazitäten im Markt abzubauen. In den nächsten Jahren
soll Eurowings zu einem europaweit führenden Anbieter von Direktflügen auf- und ausgebaut
werden.
Am 9. Januar 2018 hat die Lufthansa Group sämtliche Anteile an der LGW übernommen.
Der Erwerb basierte auf einem zwischen der Lufthansa Group und der Air Berlin-Gruppe
am 13. Oktober 2017 geschlossenen Vertrag.
Im Verlauf des ersten Halbjahres 2018 kam es vermehrt zu Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb
in Form von Verspätungen und Flugausfällen, welche umfangreiche Anpassungen im Sommerflugplan
2018 von Eurowings erforderten. Ursache dafür waren insbesondere die von der EU-Kommission
nicht genehmigte Übernahme der NIKI Luftfahrt GmbH und die Beendigung der Kooperation
mit der Nachfolgegesellschaft Laudamotion. Des Weiteren trug die, bedingt durch das
Zertifizierungsverfahren für Verkehrsflugzeuge des Luftfahrtbundesamts, verzögerte
Einflottung von Flugzeugen der vormaligen Flotte von Air Berlin dazu bei. Externe
Faktoren wie Fluglotsenstreiks, personelle Einschränkungen bei den europäischen Flugsicherungen
und wetterbedingte Ausfälle haben zusätzlich das operative Geschäft von Eurowings
beeinträchtigt.
Inzwischen zeigen die durch Eurowings ergriffenen Maßnahmen Wirkung, sodass die Zahl
der Verspätungen und Flugausfälle deutlich verringert werden konnte. Bis Mitte August
2018 wird die Freigabe des Luftfahrtbundesamts für die letzten zwei von insgesamt
77 vormaligen Air Berlin Flugzeugen erwartet. Dies wird zur weiteren Stabilisierung
des Flugbetriebs beitragen. Der Einfluss externer Faktoren, insbesondere der Personalengpass
bei Flugsicherungen, bleibt aber für die gesamte Branche eine Herausforderung. Deshalb
ist auch in den kommenden Monaten immer wieder mit Unregelmäßigkeiten im europäischen
Luftverkehr zu rechnen, welchen Eurowings jedoch in absehbarer Zeit mit einem gestärkten
Flugbetrieb begegnen kann.
Zur weiteren Optimierung soll die Steuerung der Interkontinentalflüge des Geschäftsfelds
Eurowings durch Brussels Airlines übernommen werden. Die Umstellung soll im Laufe
des Jahres 2019 erfolgen. Der Flugbetrieb Eurowings mit Sitz in Köln fokussiert sich
auf den europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehr und übernimmt die Steuerung des Kontinentalverkehrs.
Die Airlines des Geschäftsfelds Eurowings konnten im ersten Halbjahr 2018 die Anzahl
der Passagiere im Vergleich zum Vorjahr um 23,3 Prozent auf 17,9 Mio. steigern. Die
Zahl der Flüge erhöhte sich um 17,5 Prozent. Das Angebot stieg um 23,6 Prozent, im
Wesentlichen aufgrund des Zugangs von Flugzeugen im Rahmen der Insolvenz von Air Berlin
inklusive der Übernahme der LGW sowie der Übernahme von Thomas Cook Belgium durch
Brussels Airlines. Der Absatz konnte um 27,4 Prozent gesteigert werden. Der Sitzladefaktor
stieg um 2,4 Prozentpunkte auf 79,8 Prozent. Die währungsbereinigten Durchschnittserlöse
sanken um 0,6 Prozent. Die Verkehrserlöse erhöhten sich um 9,1 Prozent auf 1,9 Mrd.
EUR.
Regional zeigte sich eine unterschiedliche Entwicklung. Auf der Kurzstrecke stiegen
Angebot, Absatz und Sitzladefaktor. Die währungsbereinigten Durchschnittserlöse waren
rückläufig. Auf der Langstrecke stiegen Angebot und Absatz, der Sitzladefaktor ging
zurück. Die währungsbereinigten Durchschnittserlöse stiegen.
Die Umsatzerlöse von Eurowings stiegen im Verlauf der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres
um 9,2 Prozent auf 1,9 Mrd. EUR. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt lagen die Umsatzerlöse
um 25,2 Prozent über Vorjahr. Die operativen Erträge stiegen um 11,5 Prozent auf 2,1
Mrd. EUR. Die währungsbereinigten Stückerlöse (RASK) stiegen um 3,4 Prozent.
Die operativen Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich um 17,1 Prozent auf 2,2
Mrd. EUR. Bereinigt um den IFRS 15-Effekt lagen die operativen Aufwendungen um 31,9
Prozent über Vorjahr. Die währungsbereinigten Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff sind
um 8,0 Prozent gestiegen.
Der Materialaufwand stieg um 12,0 Prozent auf insgesamt 1,5 Mrd. EUR. Um IFRS 15-Effekte
bereinigt stieg der Materialaufwand um 33,1 Prozent. Innerhalb des Materialaufwands
verzeichneten die Treibstoffkosten einen preis- und mengenbedingten Anstieg von 30,4
Prozent auf 433 Mio. EUR.
Die Aufwendungen für Operating Leases erhöhten sich wachstumsbedingt um 100,0 Prozent
auf 40 Mio. EUR. Darüber hinaus belasteten außergewöhnlich hohe Aufwendungen für Kompensationszahlungen
infolge von Verspätungen und Streichungen (+45 Mio. EUR) sowie zusätzliche Wet-Leases
zur Abdeckung fehlender Kapazitäten (+36 Mio. EUR) aufgrund des verzögerten Aufbaus
eigener Kapazitäten das Ergebnis von Eurowings gegenüber Vorjahr.
Der Personalaufwand stieg ausgehend von einer um 33,2 Prozent erhöhten durchschnittlichen
Mitarbeiterzahl um 28,8 Prozent auf 304 Mio. EUR. Die Abschreibungen stiegen ebenfalls
wachstumsbedingt um 50,6 Prozent auf 134 Mio. EUR. Dies resultierte im Wesentlichen
aus einem Anstieg der planmäßigen Flugzeugabschreibungen von 54,9 Prozent.
Das Beteiligungsergebnis sank um 100,0 Prozent auf -14 Mio. EUR.
Das Adjusted EBIT und das EBIT sanken jeweils um 158,4 Prozent auf -199 Mio. EUR.
Darin spiegelt sich der deutliche Anstieg der operativen Aufwendungen wider, der vor
allem von einmaligen Integrationskosten im Zusammenhang mit den getätigten Übernahmen
und den Herausforderungen im operativen Flugbetrieb getrieben wurde. Der Erlöszuwachs
konnte mit diesem Anstieg im ersten Halbjahr 2018 nicht Schritt halten.
Die Segmentinvestitionen fielen um 6,3 Prozent auf 328 Mio. EUR.
| Nettoverkehrserlöse Außenumsatz | Fluggäste | Angebotene Sitzkilometer | ||||
| Jan. - Juni 2018 in Mio. € | Veränderung1) in % | Jan. - Juni 2018 in Tsd. | Veränderung in % | Jan. - Juni 2018 in Mio. | Veränderung in % | |
| Kurzstrecke | 1.445 | 27,2 | 16.398 | 23,1 | 19.680 | 22,7 |
| Langstrecke | 428 | 19,9 | 1.484 | 25,0 | 10.299 | 25,3 |
| Gesamtverkehr | 1.873 | 25,5 | 17.883 | 23,3 | 29.979 | 23,6 |
| Verkaufte Sitzkilometer | Sitzladefaktor | |||
| Jan. - Juni 2018 in Mio. | Veränderung in % | Jan. - Juni 2018 in % | Veränderung in P. | |
| Kurzstrecke | 15.588 | 29,4 | 79,2 | 4,1 |
| Langstrecke | 8.330 | 23,7 | 80,9 | -1,0 |
| Gesamtverkehr | 23.918 | 27,4 | 79,8 | 2,4 |
| Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | Veränderung in % | April - Juni 2018 | April - Juni 2017 | ||
| Umsatz | Mio. € | 1.301 | 1.158 | 12,3 | 660 | 589 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | Mio. € | 16 | 14 | 14,3 | 8 | 7 |
| Adjusted EBITDA | Mio. € | 166 | 119 | 39,5 | 80 | 66 |
| Adjusted EBIT | Mio. € | 125 | 78 | 60,3 | 60 | 45 |
| EBIT | Mio. € | 125 | 84 | 48,8 | 60 | 51 |
| Adjusted EBIT-Marge | % | 9,6 | 6,7 | 2,9 P. | 9,1 | 7,6 |
| Segmentinvestitionen | Mio. € | 153 | 14 | 992,9 | 149 | 8 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | Anzahl | 4.316 | 4.476 | -3,6 | 4.316 | 4.476 |
| Angebotene Fracht-Tonnenkilometer1) | Mio. | 6.574 | 6.201 | 6,0 | 3.488 | 3.281 |
| Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer1) | Mio. | 4.400 | 4.294 | 2,5 | 2.258 | 2.247 |
| Nutzladefaktor1) | % | 66,9 | 69,2 | -2,3 P. | 64,7 | 68,5 |
| Veränderung in % | |
| Umsatz | 12,1 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | 14,3 |
| Adjusted EBITDA | 21,2 |
| Adjusted EBIT | 33,3 |
| EBIT | 17,6 |
| Adjusted EBIT-Marge | 1,5 P. |
| Segmentinvestitionen | 1.762,5 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | -3,6 |
| Angebotene Fracht-Tonnenkilometer1) | 6,3 |
| Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer1) | 0,5 |
| Nutzladefaktor1) | -3,7 P. |
Lufthansa Cargo ist der Spezialist für das Logistikgeschäft der Lufthansa Group. Das
Geschäftsfeld Logistik umfasst neben Lufthansa Cargo auch die auf das Management von
Luftfrachtcontainern spezialisierte Jettainer Gruppe, die auf besonders eilige Sendungen
spezialisierte Tochter time:matters und die Beteiligung an der Frachtfluggesellschaft
AeroLogic GmbH. Lufthansa Cargo hält darüber hinaus Beteiligungen an verschiedenen
Abfertigungsgesellschaften.
Neben eigenen und gecharterten Frachterkapazitäten werden insbesondere auch die Frachträume
der Passagierflugzeuge von Lufthansa German Airlines, Austrian Airlines sowie der
Langstreckenflüge des Flugbetriebs Eurowings vermarktet. Insgesamt bietet Lufthansa
Cargo Verbindungen zu mehr als 300 Zielen in rund 100 Ländern an. Ab 1. September
2018 werden auch die Frachtkapazitäten von Brussels Airlines durch Lufthansa Cargo
vermarktet.
Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Lufthansa Cargo liegt im Airport-to-Airport-Luftfrachtgeschäft.
Das Produktportfolio umfasst sowohl Standard- als auch Expressfracht und Spezialprodukte,
wie den Transport von lebenden Tieren, Wertfracht, Post und Gefahrgut sowie die Beförderung
von temperatursensibler Fracht.
Lufthansa Cargo baut ihre Partnerschaften weiter aus.
So startete im Mai 2018 eine neue Kooperation mit United Airlines. Bis Herbst 2018
sollen alle Stationen in den USA und Europa angebunden werden.
Der globale Luftfrachtmarkt bleibt trotz einer im historischen Vergleich aktuell guten
Marktlage volatil und herausfordernd. Das im Jahr 2016 aufgesetzte strategische Effizienzprogramm
wird bei Lufthansa Cargo weiterhin konsequent umgesetzt. Das Ziel, bis Ende 2018 Kosten
im Umfang von 80 Mio. EUR nachhaltig einzusparen, wurde bereits nahezu erreicht.
Ende des Jahres 2017 ist die Nachfrage nach Luftfrachtdienstleistungen marktweit außergewöhnlich
stark angestiegen. Lufthansa Cargo hat davon überdurchschnittlich profitiert. Auch
im ersten Halbjahr 2018 entwickelte sich die Nachfrage in diesem Geschäftsbereich
besser als erwartet.
Das Frachtzentrum in Frankfurt wird kontinuierlich modernisiert. Neben einer damit
einhergehenden Vergrößerung wird die gesamte Infrastruktur des Cool Centers für temperatursensible
Luftfrachtsendungen weiter verbessert. Zudem wurde ein Konzept erarbeitet, das eine
modulare Modernisierung des Logistikzentrums vorsieht. Die Ertüchtigung des Hubs Frankfurt
soll Ende 2018 starten.
Im Frühjahr 2019 werden zwei weitere Boeing 777F in die Flotte integriert. Die Flugzeuge
vom Typ B777F zeichnen sich durch geringen Treibstoffverbrauch, große Reichweite und
hohe Zuverlässigkeit aus. Sie sollen mittelfristig die MD-11F-Frachter ablösen und
so die Modernisierung der Flotte vorantreiben.
Digitalisierung ist eine wichtige Säule im Rahmen des strategischen Programms Cargo
Evolution. Seit Januar 2018 werden die Themen um die digitale Transformation bei Lufthansa
Cargo mit noch stärkerem Fokus bearbeitet. Themenschwerpunkte sind dabei die Automatisierung
von Prozessen, Konnektivität und neue Geschäftsmodelle. In den kommenden Jahren will
sich das Unternehmen mit allen Partnern der Transportkette von der Buchung bis zur
Auslieferung digital vernetzen. Die Kunden profitieren langfristig von einer höheren
Transparenz und Geschwindigkeit, verbesserter Qualität und Flexibilität sowie mehr
Effizienz.
Lufthansa Cargo weitete das Angebot (angebotene FrachtTonnenkilometer) im ersten Halbjahr
2018 um 6,0 Prozent aus. Der Absatz (verkaufte Fracht-Tonnenkilometer) stieg um 2,5
Prozent. Der Nutzladefaktor verringerte sich zwar um 2,3 Prozentpunkte auf 66,9 Prozent,
entsprechend dem aktuellen strategischen Fokus sind die währungsbereinigten Durchschnittserlöse
jedoch um 16,5 Prozent gestiegen. Die Verkehrserlöse stiegen um 12,6 Prozent auf 1,2
Mrd. EUR.
Die Angebotserhöhung erfolgte ausschließlich in den für Lufthansa Cargo wichtigsten
Verkehrsgebieten Asien/Pazifik und Amerika. Auch der Absatz entwickelte sich in diesen
Verkehrsgebieten positiv, wenn auch nicht ganz so stark wie das Angebot. Damit war
der Nutzladefaktor in allen Verkehrsgebieten leicht rückläufig. Die währungsbereinigten
Durchschnittserlöse entwickelten sich in allen Verkehrsgebieten positiv, insbesondere
in Asien/Pazifik und Amerika.
Die Umsatzerlöse des Geschäftsfelds Logistik stiegen im ersten Halbjahr 2018 mengen-
und preisbedingt gegenüber Vorjahr um 12,3 Prozent auf 1,3 Mrd. EUR. Die operativen
Erträge stiegen um 9,6 Prozent auf insgesamt 1,3 Mrd. EUR.
Die operativen Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich um 6,6 Prozent auf 1,2 Mrd.
EUR. Der Anstieg erfolgte im Materialaufwand, der um 9,9 Prozent auf 840 Mio. EUR
zunahm. Innerhalb dieser Position erhöhte sich der Treibstoffaufwand vor allem preisbedingt
um 17,6 Prozent auf 180 Mio. EUR. Der Charteraufwand nahm um 20,1 Prozent auf 389
Mio. EUR zu, während der Personalaufwand mit 210 Mio. EUR annähernd auf dem Niveau
des Vorjahres lag. Die Abschreibungen blieben konstant bei 41 Mio. EUR.
Das Beteiligungsergebnis stieg, bedingt durch die positive Entwicklung der Shanghai
Pudong International Airport Cargo Terminal Co. Ltd., um 50,0 Prozent auf 18 Mio.
EUR.
Das Adjusted EBIT stieg um 60,3 Prozent auf 125 Mio. EUR. Das EBIT stieg um 48,8 Prozent
auf 125 Mio. EUR.
Die Segmentinvestitionen sind um 139 Mio. EUR auf 153 Mio. EUR gestiegen. Darin enthalten
sind die Anzahlungen auf zwei bestellte B777-Frachter in Höhe von 139 Mio. EUR.
| Nettoverkehrserlöse Außenumsatz | Angebotene Fracht-Tonnenkilometer | Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer | ||||
| Jan. - Juni 2018 | Veränderung | Jan. - Juni 2018 | Veränderung | Jan. - Juni 2018 | Veränderung | |
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | |
| Europa | 96 | 3,2 | 333 | 0,4 | 159 | -5,5 |
| Amerika | 517 | 14,6 | 3.015 | 6,5 | 1.935 | 4,2 |
| Asien/Pazifik | 532 | 16,2 | 2.713 | 10,3 | 2.051 | 3,5 |
| Nahost/Afrika | 78 | -7,1 | 514 | -11,3 | 254 | -11,5 |
| Gesamtverkehr | 1.223 | 12,6 | 6.574 | 6,0 | 4.400 | 2,5 |
| Fracht Nutzladefaktor | ||
| Jan. - Juni 2018 | Veränderung | |
| in % | in P. | |
| Europa | 47,9 | -3,0 |
| Amerika | 64,2 | -1,4 |
| Asien/Pazifik | 75,6 | -4,9 |
| Nahost/Afrika | 49,5 | -0,1 |
| Gesamtverkehr | 66,9 | -2,3 |
| Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | Veränderung in % | April - Juni 2018 | April - Juni 2017 | ||
| Umsatz | Mio. € | 2.852 | 2.754 | 3,6 | 1.424 | 1.299 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | Mio. € | 999 | 901 | 10,9 | 498 | 424 |
| Adjusted EBITDA | Mio. € | 277 | 279 | -0,7 | 145 | 114 |
| Adjusted EBIT | Mio. € | 218 | 222 | -1,8 | 115 | 85 |
| EBIT | Mio. € | 220 | 223 | -1,3 | 117 | 85 |
| Adjusted EBIT-Marge | % | 7,6 | 8,1 | -0,5 P. | 8,1 | 6,5 |
| Segmentinvestitionen | Mio. € | 106 | 98 | 8,2 | 72 | 51 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | Anzahl | 22.209 | 20.877 | 6,4 | 22.209 | 20.877 |
| Veränderung in % | |
| Umsatz | 9,6 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | 17,5 |
| Adjusted EBITDA | 27,2 |
| Adjusted EBIT | 35,3 |
| EBIT | 37,6 |
| Adjusted EBIT-Marge | 1,6 P. |
| Segmentinvestitionen | 41,2 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | 6,4 |
Lufthansa Technik ist der weltweit führende herstellerunabhängige Anbieter von Wartungs-,
Reparatur- und Überholungsleistungen (Maintenance, Repair &Overhaul - MRO) für zivile,
kommerzielle Flugzeuge.
Profitables organisches Wachstum sowie Wachstum durch strategische Partnerschaften
und Akquisitionen zählen zu den zentralen Zielen von Lufthansa Technik. Vor diesem
Hintergrund wurde mit Pepperl + Fuchs das Joint Venture 3D.aero GmbH zur Erforschung,
Entwicklung und zum Vertrieb innovativer Automatisierungslösungen für die Flugzeugindustrie
gegründet. Zudem soll mit EME Aero in Polen ein Joint Venture von Lufthansa Technik
und MTU Aero Engines zur Instandhaltung von Getriebefan-Triebwerken entstehen.
Digitalisierung und künstliche Intelligenz verändern die MRO-Branche nachhaltig. Die
Beherrschung neuer Technologien bei Flugzeugen und Triebwerken sowie moderner Herstellungsverfahren
wie Additive Manufacturing wird für den Erfolg im MRO-Markt essenziell. Hier sieht
sich Lufthansa Technik dank stetiger Technologieentwicklungen in einer guten Position.
Lufthansa Technik konnte im ersten Halbjahr 2018 elf neue Kunden gewinnen und 149
neue Verträge mit einem Vertragsvolumen von 1,6 Mrd. EUR für 2018 und die Folgejahre
abschließen. Im Berichtszeitraum wurde die Anzahl der im Rahmen von Exklusivverträgen
betreuten Flugzeuge auf knapp 5.000 erhöht.
Unter anderem haben Lufthansa Technik und Asiana Airlines eine Vereinbarung zur Komponenteninstandhaltung
geschlossen. Der Zehn-Jahres-Vertrag betrifft neun Boeing 777-200ER. Daneben haben
Lufthansa Technik Philippines und Asiana Airlines einen Fünf-Jahres-Vertrag zur Flugzeugüberholung
unterzeichnet. Dieser umfasst 14 Checks an den Airbus A380-Flugzeugen der südkoreanischen
Fluggesellschaft. Zudem wurde Lufthansa Technik von der südkoreanischen Fluggesellschaft
Eastar Jet mit der Komponentenversorgung ihrer Kurz- und Mittelstreckenflotte beauftragt.
Eastar Jet setzt zurzeit 18 Boeing 737NG ein; weitere Flugzeuge des Typs sind bestellt.
Die Umsatzerlöse des Geschäftsfelds Technik stiegen im ersten Halbjahr 2018 um 3,6
Prozent auf 2,9 Mrd. EUR gegenüber Vorjahr. Während der Umsatz mit konzernexternen
Kunden stabil blieb, konnte der Umsatz mit konzerninternen Kunden um 10,9 Prozent
gesteigert werden. Dies ist maßgeblich auf einen Ausbau des Triebwerkwartungsgeschäfts
mit Lufthansa German Airlines sowie auf die Wartung von Flugzeugen und Komponenten
von Eurowings zurückzuführen. Die operativen Erträge stiegen um 2,1 Prozent auf auf
3,0 Mrd. EUR.
Die operativen Aufwendungen erhöhten sich um 2,3 Prozent auf 2,8 Mrd. EUR. Dies ist
im Wesentlichen auf einen Anstieg des Materialaufwands um 2,6 Prozent auf 1,6 Mrd.
EUR sowie des Personalaufwands um 5,0 Prozent auf 710 Mio. EUR zurückzuführen. Die
Abschreibungen sind um 3,5 Prozent auf 59 Mio. EUR angestiegen.
Das Beteiligungsergebnis sank gegenüber Vorjahr um 41,7 Prozent auf 7 Mio. EUR.
Das Adjusted EBIT sank im Berichtszeitraum um 1,8 Prozent auf 218 Mio. EUR. Das EBIT
verringerte sich um 1,3 Prozent auf 220 Mio. EUR. Ursächlich hierfür sind vor allem
die Einlastungsentwicklung im Triebwerksgeschäft und das im Vergleich zum Vorjahr
geringere Beteiligungsergebnis.
Die Segmentinvestitionen stiegen um 8,2 Prozent auf 106 Mio. EUR.
| Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | Veränderung in % | April - Juni 2018 | April - Juni 2017 | ||
| Umsatz | Mio. € | 1.552 | 1.597 | -2,8 | 830 | 828 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | Mio. € | 335 | 321 | 4,4 | 180 | 172 |
| Adjusted EBITDA | Mio. € | 70 | 45 | 55,6 | 54 | 31 |
| Adjusted EBIT | Mio. € | 40 | 13 | 207,7 | 39 | 15 |
| EBIT | Mio. € | 40 | 14 | 185,7 | 39 | 16 |
| Adjusted EBIT-Marge | % | 2,6 | 0,8 | 1,8 P. | 4,7 | 1,8 |
| Segmentinvestitionen | Mio. € | 24 | 28 | -14,3 | 14 | 15 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | Anzahl | 35.937 | 35.353 | 1,7 | 35.937 | 35.353 |
| Veränderung in % | |
| Umsatz | 0,2 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | 4,7 |
| Adjusted EBITDA | 74,2 |
| Adjusted EBIT | 160,0 |
| EBIT | 143,8 |
| Adjusted EBIT-Marge | 2,9 P. |
| Segmentinvestitionen | -6,7 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | 1,7 |
Die LSG Group bietet ein vollständiges Portfolio von Produkten und Dienstleistungen
rund um den Bordservice an. Mit der etablierten Marke LSG Sky Chefs, dem weltweit
größten Küchen-Netzwerk und ihrer Expertise ist sie Branchenführer für hochwertige
Bordverpflegung. Darüber hinaus bietet LSG Sky Chefs auch Cateringleistungen für Zugbetreiber
und Lounges an. Weitere etablierte Expertenmarken wie Retail inMotion, dem Spezialisten
für Entwicklung und Management von Bordverkaufsprogrammen, SPIRIANT, zuständig für
Design und Beschaffung von Bordserviceequipment, sowie Evertaste, ein Hersteller von
Convenience Food, ergänzen das Portfolio.
Das Geschäftsmodell der LSG Group verändert sich fortlaufend. Im klassischen Geschäftsfeld
Airline Catering werden die Produktionskapazitäten zunehmend zentralisiert und die
Reichweite des Netzwerks durch Logistikkonzepte und Partnerschaften flexibilisiert
und ausgedehnt. Gleichzeitig hat sich das Unternehmen als führender Anbieter für Bordverkaufsprogramme
positioniert und weist in diesem Bereich deutliche Wachstumsraten auf. Die Geschäfte
mit Bordserviceequipment und Convenience Food werden zunehmend global ausgerichtet.
Das anhaltende globale Passagierwachstum begünstigt die Entwicklung der LSG Group.
Im ersten Halbjahr 2018 verlängerte LSG Sky Chefs umfassende Airline-Cateringverträge
mit United Airlines, American Airlines, LATAM und Cathay Dragon, während Retail inMotion
den Auftrag zum Management des Bordverkaufs für Etihad Airways erhielt. Das Catering-Joint-Venture
in Luanda, Angola, wurde vorzeitig verlängert.
Die weltweite prozessorientierte Neuausrichtung der LSG Group wird aktiv vorangetrieben.
Mit dem im ersten Halbjahr 2018 beschlossenen Bau zweier regionaler Produktionsstätten
in Tschechien und im Westen Deutschlands wurde ein wesentlicher Meilenstein beim Umbau
der Produktionslandschaft in Europa erreicht.
Die Umsatzerlöse des Geschäftsfelds Catering reduzierten sich in der ersten Jahreshälfte
2018 währungsbedingt gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 1,6 Mrd. EUR. Der Außenumsatz
sank um 4,6 Prozent auf 1,2 Mrd. EUR.
Der Innenumsatz wuchs um 4,4 Prozent auf 335 Mio. EUR. Insgesamt verringerten sich
die operativen Erträge um 2,4 Prozent auf 1,6 Mrd. EUR.
Die operativen Aufwendungen waren mit 1,6 Mrd. EUR um 4,1 Prozent niedriger als im
Vorjahr. Der Materialaufwand sank vor allem währungsbedingt um 5,3 Prozent auf 657
Mio. EUR. Der Personalaufwand sank ebenfalls primär währungsbedingt sowie aufgrund
verringerter Aufwendungen für Abfindungen um 5,2 Prozent auf 588 Mio. EUR. Die Abschreibungen
lagen mit 30 Mio. EUR um 6,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Das Beteiligungsergebnis sank gegenüber Vorjahr um 10,0 Prozent auf 9 Mio. EUR.
Das Adjusted EBIT stieg in der ersten Jahreshälfte primär bedingt durch gesunkene
Transformationsaufwendungen um 207,7 Prozent auf 40 Mio. EUR. Das EBIT stieg um 185,7
Prozent auf 40 Mio. EUR.
Die Segmentinvestitionen sanken um 14,3 Prozent auf 24 Mio. EUR.
| Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | Veränderung in % | April - Juni 2018 | April - Juni 2017 | ||
| Umsatz | Mio. € | 496 | 216 | 129,6 | 252 | 109 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | Mio. € | 174 | 88 | 97,7 | 86 | 45 |
| Adjusted EBITDA | Mio. € | -52 | 68 | -41 | 61 | |
| Adjusted EBIT | Mio. € | -78 | 41 | -53 | 47 | |
| EBIT | Mio. € | -80 | 39 | -54 | 39 | |
| Segmentinvestitionen | Mio. € | 21 | 32 | -34,4 | 10 | 27 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | Anzahl | 11.199 | 11.162 | 0,3 | 11.199 | 11.162 |
| Veränderung in % | |
| Umsatz | 131,2 |
| davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group | 91,1 |
| Adjusted EBITDA | |
| Adjusted EBIT | |
| EBIT | |
| Segmentinvestitionen | -63,0 |
| Mitarbeiter zum 30.06. | 0,3 |
Der Bereich umfasst die Service- und Finanzgesellschaften sowie die Konzernfunktionen
der Lufthansa Group. Dazu zählen insbesondere AirPlus, Lufthansa Aviation Training
sowie die IT-Gesellschaften.
AirPlus ist ein führender internationaler Anbieter von Lösungen für das tägliche Management
von Geschäftsreisen. Die Gesellschaft bietet unter der Marke AirPlus International
marktspezifische Produkte in über 60 Ländern an. Insgesamt betreute das Unternehmen
im ersten Halbjahr 51.000 Firmenkunden. AirPlus realisiert mit der Umstellung der
heutigen IT-Landschaft bis Ende 2019 die bisher größte Transformation der Firmengeschichte.
Ziel ist es, durch konsequente Digitalisierung von Produkten und Prozessen die Marktführerschaft
im Business Travel Management auszubauen.
Lufthansa Aviation Training (LAT) gehört zu den weltweit führenden Unternehmen im
Bereich Flight Training. Die derzeit größte Herausforderung der LAT besteht in dem
sehr hohen Bedarf an Pilotennachwuchs, weshalb der Fokus in den nächsten beiden Jahren
auf der Rekrutierung, der Auswahl und der Ausbildung von Pilotinnen und Piloten liegt,
um die strategischen Pläne der Lufthansa Group zu unterstützen.
Lufthansa Systems spielt eine wichtige Rolle bei der IT-Trans-formation der Lufthansa
Group. Gleichzeitig stellt der Aviation Campus als gemeinsame Plattform für Innovation
einen Eckpfeiler der Digitalisierungsstrategie der Lufthansa Group dar. Lufthansa
Systems baut ihre marktführende Position im weltweiten Luftverkehrsmarkt mit rund
350 Airline-Kunden weiter aus.
Lufthansa Industry Solutions gehört zu den 25 führenden IT-Beratungshäusern in Deutschland.
Der Dienstleister profitiert im Zuge der digitalen Transformation von der starken
Nachfrage nach IT-Beratung und Systemintegration von Kunden innerhalb und außerhalb
der Lufthansa Group. Entsprechend erweitert Lufthansa Industry Solutions ihre Kompetenzen
in Kernthemen wie IT-Sicherheit, Industrie 4.0, Data Analytics und Cloud Solutions.
Bei AirPlus sind das Adjusted EBIT sowie das EBIT im Berichtszeitraum um 66,7 Prozent
auf 7 Mio. EUR gesunken. Aufwendungen für die Modernisierung der IT- und Prozesslandschaft
überkompensierten die mengenbedingt gestiegenen Erträge.
Die LAT weitete ihre Ausbildungs- und Trainingsaktivitäten im ersten Halbjahr 2018
deutlich aus. Aufgrund höherer Aufwendungen im Bereich der Pilotenausbildung sank
das Adjusted EBIT jedoch um 48,6 Prozent auf 18 Mio. EUR. Das EBIT sank um 56,4 Prozent
auf 17 Mio. EUR.
Lufthansa Systems und Lufthansa Industry Solutions erzielten unter Einbeziehung der
zugehörigen Beteiligungen im Berichtszeitraum ein kumuliertes Adjusted EBIT von 12
Mio. EUR, das mit 29,4 Prozent unter Vorjahr lag. Das EBIT sank um 25,0 Prozent auf
12 Mio. EUR.
Bei den Konzernfunktionen sanken die operativen Erträge um 13,4 Prozent auf 671 Mio.
EUR. Die operativen Aufwendungen gingen um 2,7 Prozent auf 796 Mio. EUR zurück. Das
Adjusted EBIT sank um 190,7 Prozent auf -125 Mio. EUR. Das EBIT sank um 152,0 Prozent
auf -126 Mio. EUR. Die Entwicklung ist im Wesentlichen bedingt durch den Wegfall von
Kursgewinnen im Vorjahr.
Im Bereich Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen insgesamt sanken die operativen
Erträge um 4,7 Prozent auf 1,4 Mrd. EUR, während die operativen Aufwendungen um 3,6
Prozent auf 1,5 Mrd. EUR anstiegen. Das Adjusted EBIT sank vor allem aufgrund der
negativen Ergebnisentwicklung im Bereich Konzernfunktionen um 119 Mio. EUR auf -78
Mio. EUR. Das EBIT verminderte sich um 119 Mio. EUR auf -80 Mio. EUR.
Die Lufthansa Group sieht sich vielfältigen Chancen und Risiken ausgesetzt. Stets
aktuelle Managementsysteme sorgen dafür, dass diese frühzeitig erkannt und gesteuert
werden können. Ausführliche Informationen zum Chancen- und Risikomanagement-System
und zur Chancen- und Risikosituation der Lufthansa Group finden Sie im Geschäftsbericht
2017, ab S. 64.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 haben sich im Vergleich dazu folgende
wesentliche Veränderungen ergeben:
Die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland und der Eurozone in den
kommenden Jahren haben sich deutlich eingetrübt. Protektionismus, geopolitische Spannungen
und mögliche internationale Handelskonflikte führen zu steigenden Risiken.
Steigende Treibstoffkosten belasten die Lufthansa Group einerseits, andererseits ergeben
sich dadurch Chancen durch weitere Marktkonsolidierung, da finanziell schwächere Marktteilnehmer
überdurchschnittlich unter dem Preisverfall leiden könnten.
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat bisher nicht zu den befürchteten Abmahnwellen
geführt. Die mit der neuen DSGVO verbundenen Rechtsunsicherheiten bergen jedoch Risiken
für den Umgang mit personenbezogenen Daten.
Die Brexit-Verhandlungen befinden sich aktuell in einer entscheidenden Phase. Über
deren Auswirkungen besteht weiterhin Unsicherheit für die Lufthansa Group wie für
die gesamte Luftverkehrsbranche, insbesondere verkehrs-sowie luftverkehrsrechtliche
Aspekte betreffend.
Unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte werden gegenwärtig keine Risiken
identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Lufthansa
Group gefährden.
Gemäß den von Global Insight zur Verfügung gestellten Daten wird nach einem weltweiten
Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent im Jahr 2017 für das Geschäftsjahr 2018 derzeit
mit einem Wachstum auf gleichem Niveau gerechnet. Asien/Pazifik ist mit einer erwarteten
Wachstumsrate von 5.0 Prozent immer noch die am stärksten wachsende Weltregion. Für
Europa wird ein Wirtschaftswachstum von 2.1 Prozent prognostiziert.
Prognose 2018 bis 2022 gegenüber Vorjahr
| in % |
2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
| Welt | 3,3 | 3,1 | 2,9 | 2,9 | 3,1 |
| Europa | 2,1 | 1,8 | 1,8 | 1,8 | 1,7 |
| Deutschland | 2,2 | 1,8 | 1,7 | 1,6 | 1,5 |
| Nordamerika | 3,0 | 2,6 | 1,7 | 1,5 | 1,7 |
| Südamerika | 1,1 | 1,1 | 1,9 | 2,5 | 3,1 |
| Asien/Pazifik | 5,0 | 4,8 | 4,7 | 4,8 | 4,8 |
| China | 6,7 | 6,3 | 6,1 | 6,0 | 6,0 |
| Naher Osten | 2,3 | 3,1 | 3,4 | 3,6 | 3,5 |
| Afrika | 3,7 | 3,7 | 3,8 | 3,8 | 3,8 |
Quelle: Global Insight World Overview per 15.07.2018.
Hinsichtlich der Ölpreisentwicklung deuten die Terminkurse auf leicht fallende Preise
hin. Insgesamt wird das Ölpreisniveau jedoch weiterhin durch geopolitische Entwicklungen
beeinflusst werden. Daher ist auch für das restliche Jahr 2018 mit volatilen Kerosinpreisen
zu rechnen.
Die Währungsentwicklung bis zum Jahresende wird von den außen- und geldpolitischen
Entwicklungen in den USA und Europa bestimmt werden. Auf politischer Ebene besteht
die größte Unsicherheit in der weiteren Eskalation des Handelsstreits. Der Konflikt
hat bereits zu einer signifikanten Schwächung des Chinesischen Renminbi geführt. Sollte
sich der Streit verschärfen, könnte sich diese Entwicklung fortsetzen. In der Geldpolitik
werden weitere Zinsschritte der Federal Reserve Bank in den USA erwartet, die Entwicklung
des Euros wird vor allem von den weiteren Maßnahmen der Europäischen Zentralbank abhängen.
Der Analystenkonsens erwartet den US-Dollar zum Jahresende 2018 auf aktuellem Niveau.
Unter Berücksichtigung der Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum prognostiziert
die IATA einen Anstieg der weltweit verkauften Passagierkilometer, der mit 7,0 Prozent
für das Jahr 2018 jedoch voraussichtlich unter dem Vorjahreswert von 8,1 Prozent liegen
wird. Für die Region Asien/Pazifik wird mit 9,5 Prozent das höchste Wachstum erwartet,
gefolgt von Europa mit 7,0 Prozent, Lateinamerika mit 6,5 Prozent, dem Mittleren Osten
mit 5,9 Prozent, Afrika mit 4,5 Prozent und Nordamerika mit 4,0 Prozent. Der von der
IATA für das Frachtgeschäft erwartete Anstieg der weltweit verkauften Tonnenkilometer
für 2018 liegt mit 4,0 Prozent ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahres in Höhe von
9,7 Prozent.
Nach dem insgesamt den Erwartungen entsprechenden Verlauf des ersten Halbjahres erwartet
die Lufthansa Group für das Geschäftsjahr 2018 unverändert einen um IFRS 15-Effekte
bereinigten Umsatz deutlich über und ein Adjusted EBIT leicht unter Vorjahr.
Gegenüber der erstmaligen Veröffentlichung der Prognose im Geschäftsbericht 2017 haben
sich allerdings einige Einflussgrößen und Parameter der Umsatz- und Ergebnisentwicklung
verändert. So erwartet das Unternehmen nunmehr ein Kapazitätswachstum von 8 Prozent.
Darin enthalten ist die Erwartung eines organischen Wachstums von 6 Prozent. Diese
niedrigere Wachstumsannahme im Vergleich zur ursprünglichen Prognose spiegelt vor
allem die Verzögerungen in der Integration der von Air Berlin übernommenen Fluggeräte
sowie die erhöhte Anzahl von Flugausfällen vor allem im zweiten Quartal des Jahres
2018 wider.
Die Lufthansa Group geht außerdem vor dem Hintergrund der Steigerung in der ersten
Jahreshälfte und des positiven Ausblicks auf die zweite Jahreshälfte davon aus, nun
die Stückerlöse auf währungsbereinigter Basis leicht gegenüber Vorjahr steigern zu
können.
Kostenseitig prognostiziert das Unternehmen angesichts des gestiegenen Ölpreises einen
Anstieg der Treibstoffkosten von rund 850 Mio. EUR gegenüber Vorjahr. Ferner erwartet
die Lufthansa Group, die Stückkosten auf währungsbereinigter Basis um rund 1 Prozent
gegenüber Vorjahr senken zu können. Die Network Airlines werden dazu einen überdurchschnittlichen
Beitrag leisten. Die Kostenentwicklung von Eurowings wird von Aufwendungen, die im
Zusammenhang mit der Integration der im Rahmen der Insolvenz von Air Berlin übernommenen
Fluggeräte anfallen, sowie den Folgekosten von operativen Störungen im Flugbetrieb
stärker als ursprünglich prognostiziert belastet werden.
Dementsprechend hat sich auch der Ergebnisausblick von Eurowings gegenüber der ursprünglichen
Erwartung verschlechtert. Ebenso wird für die Geschäftsfelder Technik und Weitere
Gesellschaften und Konzernfunktionen eine leicht schwächere Ergebnisentwicklung erwartet.
Die Ergebnisprognose für SWISS hat sich hingegen verbessert. Einzelheiten sind der
unten stehenden Tabelle zu entnehmen.
Über die hier dargestellten Änderungen hinaus gelten die Angaben im Prognosebericht
des Geschäftsberichts 2017, S. 78 - 82, auf den hier verwiesen wird.
| Ergebnis 2017 | Prognose 2018 | |
| Kapazität (ASK) | 322.821 | +8,0 % inklusive 6,0 % organisches Wachstum1) |
| Stückerlöse (RASK, währungsbereinigt) | + 1,9% | leicht über Vorjahr1) |
| Stückkosten (CASK, um Währungseffekte und Treibstoffkosten bereinigt) | -0,4% | rund 1,0 % unter Vorjahr1) |
1)
Prognose gegenüber Geschäftsbericht 2017 geändert.
| Ergebnis 2017 | Prognose 2018 | |
| Bruttoinvestitionen | 3,0 Mrd. € | 3,4 Mrd. € |
| Adjusted ROCE | 11,6 % | leicht unter Vorjahr |
| EACC | 1,8 Mrd. € | deutlich positiv |
| Adjusted Net Debt/ Adjusted EBITDA | 1,7 | deutlich unter 3,5 |
| Umsatz | Adjusted EBIT | |||
| Umsatz 2017 | Prognose für 20181 | Adjusted EBIT 2017 | Prognose für 2018 | |
| in Mio.€ | in Mio.€ | |||
| Lufthansa German Airlines | 16.441 | 1.627 | leicht unter Vorjahr | |
| SWISS | 4.727 | 542 | stabil bis leicht über Vorjahr2) | |
| Austrian Airlines | 2.358 | 94 | leicht unter Vorjahr | |
| Network Airlines | 23.317 | leicht über Vorjahr | 2.263 | leicht unter Vorjahr |
| Eurowings | 4.041 | deutlich über Vorjahr | 94 | negativ2) |
| Logistik | 2.524 | leicht über Vorjahr | 242 | leicht unter Vorjahr |
| Technik | 5.404 | deutlich über Vorjahr | 415 | in etwa stabil2) |
| Catering | 3.219 | leicht unter Vorjahr | 66 | leicht über Vorjahr |
| Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen | 446 | -130 | unter Vorjahr2) | |
| Innenumsätze/Überleitung | -3.372 | 23 | ||
| Lufthansa Group berichtet | 35.579 | deutlich über Vorjahr | 2.973 | leicht unter Vorjahr |
1)
Jeweils bereinigt um Effekte aus der erstmaligen Anwendung des Rechnungslegungsstandards
IFRS 15.
2)
Prognose gegenüber Geschäftsbericht 2017 geändert.
| in Mio. € | Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | April - Juni 2018 | April - Juni 2017 |
| Erlöse aus den Verkehrsleistungen | 13.156 | 13.293 | 7.371 | 7.485 |
| Andere Betriebserlöse | 3.782 | 3.658 | 1.927 | 1.775 |
| Umsatzerlöse | 16.938 | 16.951 | 9.298 | 9.260 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | 26 | 75 | 2 | 20 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 848 | 1.099 | 467 | 593 |
| Materialaufwand | -8.764 | -9.269 | -4.681 | -4.883 |
| Personalaufwand | -4.339 | -4.294 | -2.233 | -2.213 |
| Abschreibungen | -898 | -860 | -452 | -438 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.844 | -2.715 | -1.458 | -1.362 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 967 | 987 | 943 | 977 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 29 | 28 | 28 | 23 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 14 | 16 | 12 | 15 |
| Zinserträge | 27 | 36 | 18 | 19 |
| Zinsaufwendungen | -112 | -169 | -62 | -75 |
| Übrige Finanzposten | 30 | -16 | 55 | -22 |
| Finanzergebnis | -12 | -105 | 51 | -40 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 955 | 882 | 994 | 937 |
| Ertragsteuern | -260 | -191 | -250 | -187 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 695 | 691 | 744 | 750 |
| Auf Minderheiten entfallendes Ergebnis | -18 | -19 | -10 | -10 |
| Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis | 677 | 672 | 734 | 740 |
| "Unverwässertes"/"Verwässertes" Ergebnis je Aktie in € | 1,44 | 1,43 | 1,56 | 1,58 |
| in Mio. € | Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | April - Juni 2018 | April - Juni 2017 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 695 | 691 | 744 | 750 |
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge | ||||
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung | 33 | -181 | 65 | -172 |
| Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | -6 | 61 | - | 5 |
| Folgebewertung von Hedges - Cashflow Hedge-Reserve | 776 | -746 | 932 | -413 |
| Folgebewertung von Hedges - Kosten der Absicherung | -75 | -43 | ||
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen | 1 | 3 | - | 1 |
| Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge | 0* | -16 | -1 | -12 |
| Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern | -172 | 169 | -219 | 100 |
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | -422 | 470 | 98 | 599 |
| Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge | 2 | 0* | 2 | 0* |
| Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern | 55 | -40 | -28 | -116 |
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (Other Comprehensive Income) nach Ertragsteuern | 192 | -280 | 806 | -8 |
| Gesamte Aufwendungen und Erträge (Total Comprehensive Income) | 887 | 411 | 1.550 | 742 |
| Auf Minderheiten entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge | -18 | -11 | -12 | 0* |
| Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge | 869 | 400 | 1.538 | 742 |
| in Mio. € | 30.06.2018 | 31.12.2017 | 30.06.2017 |
| Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer1) | 1.369 | 1.343 | 1.367 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 496 | 492 | 511 |
| Flugzeuge und Reservetriebwerke | 16.877 | 15.959 | 15.486 |
| Reparaturfähige Flugzeugersatzteile | 1.950 | 1.758 | 1.687 |
| Übriges Sachanlagevermögen | 2.186 | 2.186 | 2.177 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 595 | 585 | 528 |
| Übrige Beteiligungen | 233 | 221 | 211 |
| Langfristige Wertpapiere | 38 | 32 | 25 |
| Ausleihungen und Forderungen | 449 | 475 | 532 |
| Derivative Finanzinstrumente | 891 | 642 | 909 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 11 | 9 | 10 |
| Effektive Ertragsteuerforderungen | 15 | 12 | 10 |
| Latente Ertragsteuer-Erstattungsansprüche | 1.517 | 1.523 | 1.521 |
| Langfristige Vermögenswerte | 26.627 | 25.237 | 24.974 |
| Vorräte | 932 | 907 | 870 |
| Vertragsvermögenswerte2) | 185 | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 6.065 | 5.314 | 5.339 |
| Derivative Finanzinstrumente | 1.006 | 600 | 212 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 292 | 197 | 224 |
| Effektive Ertragsteuerforderungen | 42 | 58 | 34 |
| Wertpapiere | 2.570 | 2.551 | 4.402 |
| Bankguthaben und Kassenbestände | 1.534 | 1.397 | 1.716 |
| Zum Verkauf stehende Vermögenswerte | 5 | 6 | 130 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 12.631 | 11.030 | 12.927 |
| Bilanzsumme | 39.258 | 36.267 | 37.901 |
1)
Inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte.
2)
Ausweis erfolgt erstmalig separat ab Geschäftsjahr 2018 gemäß IFRS 15.
| in Mio. € | 30.06.2018 | 31.12.2017 | 30.06.2017 |
| Gezeichnetes Kapital | 1.213 | 1.206 | 1.204 |
| Kapitalrücklage | 313 | 263 | 242 |
| Gewinnrücklagen | 5.533 | 4.141 | 3.521 |
| Übrige neutrale Rücklagen | 1.990 | 1.521 | 1.611 |
| Konzernergebnis | 677 | 2.364 | 672 |
| Anteile der Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital | 9.726 | 9.495 | 7.250 |
| Minderheitenanteile | 100 | 103 | 97 |
| Eigenkapital | 9.826 | 9.598 | 7.347 |
| Pensionsrückstellungen | 5.418 | 5.116 | 8.127 |
| Sonstige Rückstellungen | 547 | 601 | 557 |
| Finanzschulden | 5.911 | 6.142 | 6.556 |
| Vertragsverbindlichkeiten1) | 43 | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 193 | 243 | 131 |
| Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 62 | 1.289 | 1.312 |
| Derivative Finanzinstrumente | 166 | 190 | 108 |
| Latente Ertragsteuerverpflichtungen | 628 | 449 | 445 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 12.968 | 14.030 | 17.236 |
| Sonstige Rückstellungen | 827 | 990 | 958 |
| Finanzschulden | 721 | 672 | 659 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.724 | 5.250 | 5.023 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten | 5.605 | 3.773 | 5.036 |
| Übrige Vertragsverbindlichkeiten1) | 2.254 | - | - |
| Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 444 | 992 | 1.041 |
| Derivative Finanzinstrumente | 57 | 124 | 191 |
| Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | 832 | 838 | 410 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 16.464 | 12.639 | 13.318 |
| Bilanzsumme | 39.258 | 36.267 | 37.901 |
1)
Ausweis erfolgt erstmalig separat ab Geschäftsjahr 2018 gemäß IFRS 15.
| in Mio. € |
Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Marktbewertung Finanzinstrumente |
Unterschieds- betrag aus Währungs- umrechnung |
Neubewertungs- rücklage (Sukzessiverwerbe) |
Sonstige neutrale Rücklagen |
| Stand am 31.12.2016 | 1.200 | 222 | 1.081 | 670 | 236 | 326 |
| Kapitalerhöhungen/ -herabsetzungen | 4 | 20 | - | - | - | - |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividenden an Lufthansa Aktionäre/Minderheiten | - | - | - | - | - | - |
| Transaktionen mit Minderheiten | - | - | - | - | - | - |
| Konzern-/Minderheitenergebnis | - | - | - | - | - | |
| Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge | - | - | -516 | -181 | - | -5 |
| Stand am 30.06.2017 | 1.204 | 242 | 565 | 489 | 236 | 321 |
| Stand am 31.12.2017 | 1.206 | 263 | 693 | 266 | 236 | 326 |
| Restatement IFRS 9 | - | - | -90 | - | - | |
| Restatement IFRS 15 | - | - | - | - | - | |
| Angepasster Stand am 01.01.2018 | 1.206 | 263 | 603 | 266 | 236 | 326 |
| Kapitalerhöhungen/ -herabsetzungen | 7 | 50 | - | - | - | - |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividenden an Lufthansa Aktionäre/Minderheiten | - | - | - | - | - | - |
| Transaktionen mit Minderheiten | - | - | - | - | - | - |
| Konzern-/Minderheitenergebnis | - | - | - | - | - | |
| Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge | - | - | 525 | 33 | - | 1 |
| Stand am 30.06.2018 | 1.213 | 313 | 1.128 | 299 | 236 | 327 |
| in Mio. € |
Summe übrige neutrale Rücklagen | Gewinnrücklagen | Konzernergebnis | Anteil der Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital | Minderheitenanteile | Gesamt Eigenkapital |
| Stand am 31.12.2016 | 2.313 | 1.549 | 1.776 | 7.060 | 89 | 7.149 |
| Kapitalerhöhungen/ -herabsetzungen | - | - | - | 24 | - | 24 |
| Umbuchungen | - | 1.542 | -1.542 | - | - | - |
| Dividenden an Lufthansa Aktionäre/Minderheiten | - | - | -234 | -234 | -14 | -248 |
| Transaktionen mit Minderheiten | - | - | - | - | 11 | 11 |
| Konzern-/Minderheitenergebnis | - | - | 672 | 672 | 19 | 691 |
| Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge | -702 | 430 | - | -272 | -8 | -280 |
| Stand am 30.06.2017 | 1.611 | 3.521 | 672 | 7.250 | 97 | 7.347 |
| Stand am 31.12.2017 | 1.521 | 4.141 | 2.364 | 9.495 | 103 | 9.598 |
| Restatement IFRS 9 | -90 | 82 | - | -8 | - | -8 |
| Restatement IFRS 15 | - | -310 | - | -310 | - | -310 |
| Angepasster Stand am 01.01.2018 | 1.431 | 3.913 | 2.364 | 9.177 | 103 | 9.280 |
| Kapitalerhöhungen/ -herabsetzungen | - | - | - | 57 | - | 57 |
| Umbuchungen | - | 1.987 | -1.987 | - | - | - |
| Dividenden an Lufthansa Aktionäre/Minderheiten | - | - | -377 | -377 | -21 | -398 |
| Transaktionen mit Minderheiten | - | - | - | - | - | - |
| Konzern-/Minderheitenergebnis | - | - | 677 | 677 | 18 | 695 |
| Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge | 559 | -367 | - | 192 | - | 192 |
| Stand am 30.06.2018 | 1.990 | 5.533 | 677 | 9.726 | 100 | 9.826 |
| in Mio. € | Jan. - Juni 2018 | Jan. - Juni 2017 | April - Juni 2018 | April - Juni 2017 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 01.01. | 1.218 | 1.138 | 1.401 | 1.533 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 955 | 882 | 994 | 937 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen (saldiert mit Zuschreibungen) | 896 | 855 | 450 | 434 |
| Abschreibungen auf Umlaufteile (saldiert mit Zuschreibungen) | 11 | 47 | -5 | 40 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | -2 | -27 | 1 | -4 |
| Beteiligungsergebnis | -43 | -44 | -40 | -38 |
| Zinsergebnis | 85 | 133 | 44 | 56 |
| Erstattete/Gezahlte Ertragsteuern | -92 | -92 | -47 | -65 |
| Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge | -111 | 3 | -125 | 15 |
| Veränderung Trade Working Capital | 1.610 | 1.547 | 220 | 393 |
| Veränderung übriger Aktiva/Passiva | -291 | -78 | -99 | -190 |
| Operativer Cashflow | 3.018 | 3.226 | 1.393 | 1.578 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -1.913 | -1.377 | -1.205 | -630 |
| lnvestitionen in Finanzanlagen | -14 | -20 | -8 | -12 |
| Zugänge/Abgänge an reparaturfähigen Flugzeugersatzteilen | -198 | -136 | -51 | -26 |
| Einnahmen aus Verkäufen von nicht konsolidierten Anteilen | 1 | 0* | 0* | 0* |
| Einnahmen aus Verkäufen von konsolidierten Anteilen | - | 0* | - | 0* |
| Ausgaben aus Käufen von nicht konsolidierten Anteilen | -17 | -1 | -10 | -1 |
| Ausgaben aus Käufen von konsolidierten Anteilen | -12 | 191 | - | -7 |
| Einnahmen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sach- und sonstigen Finanzanlagen | 56 | 85 | 37 | 32 |
| Zinseinnahmen | 29 | 103 | 16 | 46 |
| Erhaltene Dividenden | 27 | 29 | 15 | 26 |
| Nettozu-/-abflüsse aus der Investitionstätigkeit | -2.041 | -1.126 | -1.206 | -572 |
| Erwerb von Wertpapieren/Geldanlagen in Fonds | -2.142 | -1.869 | -1.305 | -786 |
| Veräußerung von Wertpapieren/Geldanlagen in Fonds | 1.831 | 50 | 1.491 | 23 |
| Nettozu-/-abflüsse aus der Investitionstätigkeit und Geldanlagen | -2.352 | -2.945 | -1.020 | -1.335 |
| Kapitalerhöhung | - | - | - | - |
| Transaktionen durch Minderheiten | - | - | - | - |
| Aufnahme langfristiger Finanzschulden | 100 | 1.072 | 25 | 379 |
| Rückführung langfristiger Finanzschulden | -320 | -617 | -184 | -355 |
| Gewinnausschüttung | -342 | -225 | -329 | -217 |
| Zinsausgaben | -29 | -118 | -5 | -47 |
| Nettozu-/-abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit | -591 | 112 | -493 | -240 |
| Nettoab-/-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten | 75 | 393 | -120 | 3 |
| Veränderung Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen | -7 | -16 | 5 | -21 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 30.06.11 | 1.286 | 1.515 | 1.286 | 1.515 |
| Wertpapiere | 2.570 | 4.402 | 2.570 | 4.402 |
| Flüssige Mittel | 3.856 | 5.917 | 3.856 | 5.917 |
| Nettozu-/-abnahme der flüssigen Mittel | 87 | 2.098 | -616 | 652 |
*
Gerundet unter 1 Mio. EUR.
1)
Enthält keine Termingelder mit vereinbarter Laufzeit zwischen drei und zwölf Monaten
(2018: in Höhe von 248 Mio. EUR, 2017: in Höhe von 201 Mio. EUR).
Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde
nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations
Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.
Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. Juni 2018 wurde dabei in Übereinstimmung mit
den Vorschriften des IAS 34 erstellt; die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die zum 1. Januar 2018 gültigen
Standards und Interpretationen angewendet. Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018
wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 zugrunde
lagen. Die erstmals ab dem 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwendenden Standards und
Interpretationen, insbesondere IFRS 9, Finanzinstrumente, und IFRS 15, Erlöse aus
Verträgen mit Kunden, hatten die nachfolgend beschriebenen Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Auf Basis der modifizierten retrospektiven Methode wurden die Umstellungseffekte zum
1. Januar 2018 kumulativ in den Gewinnrücklagen erfasst. Die folgende Tabelle fasst
die Anpassungseffekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 auf die Gewinnrücklagen
zum 1. Januar 2018 zusammen:
| in Mio. € | Auswirkungen der Anwendung von IFRS 15 zum 1. Januar 2018 |
| Verschiebung Realisationszeitpunkt Gebühren | 29 |
| Meilenprogramm | 385 |
| Steuern | -104 |
| Auswirkungen zum 1. Januar 2018 | 310 |
IFRS 15 hat zu einer Verschiebung des Realisationszeitpunkts für bestimmte Nebenerlöse
(insbesondere Umbuchungsgebühren) vom Transaktions- zum Ausnutzungszeitpunkt geführt.
Auch für die Bilanzierung des Meilenverfalls aus dem Meilenprogramm wirkt sich die
Verschiebung des Realisationszeitpunkts aus. Dieser wird nicht mehr direkt im Jahr
der Ansammlung erfolgswirksam erfasst, sondern ratierlich realisiert. Weiterhin beinhaltet
der Betrag Anpassungsbuchungen aus der Einführung eines neu konzipierten Datenmodells
für den gesamten Meilenbestand im Zusammenhang mit der Einführung von IFRS 15.
Bilanziell sind nunmehr nicht vollständig erfüllte Vertragspositionen als Vertragsvermögenswerte
beziehungsweise -verbindlichkeiten (jeweils kurz- und langfristig) auszuweisen. Die
Verpflichtungen aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten werden weiterhin separat ausgewiesen.
Unter den kurzfristigen sonstigen Vertragsverbindlichkeiten werden ab dem 1. Januar
2018 insbesondere die Verpflichtungen aus Kundenbindungsprogrammen erfasst. Diese
sind bisher unter den nicht finanziellen Verbindlichkeiten und Abgrenzungsposten (lang-
und kurzfristig) ausgewiesen worden. Da der Zeitpunkt der Erfüllung dieser Verpflichtungen
nicht in der Verfügungsmacht der Gesellschaft steht, werden sie gemäß IFRS 15 vollständig
als kurzfristig erfasst. Hierdurch ergibt sich zum 1. Januar 2018 eine Umgliederung
von lang- in kurzfristige Schulden in Höhe von 1,2 Mrd. EUR. Daneben wurde der kurzfristige
Anteil der Kundenbindungsprogramme, der vorher unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten
in Höhe von 292 Mio. EUR erfasst wurde, in die sonstigen Vertragsverbindlichkeiten
umgegliedert. Ausgewiesen wurden des Weiteren Verpflichtungen aus unfertigen Leistungen
im Zusammenhang mit längerfristigen Fertigungs- beziehungsweise Dienstleistungsaufträgen.
Hier erfolgte eine Umgliederung von den erhaltenen Anzahlungen und sonstigen Rückstellungen
in Höhe von 92 Mio. EUR zum 1. Januar 2018.
Seit 2018 werden im Bereich der Ticketerlöse die vereinnahmten Flughafenentgelte mit
den korrespondierenden Flughafenabrechnungen nicht mehr in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst. Dieses Vorgehen führte im ersten Halbjahr 2018 zu einer Reduktion der Umsatzerlöse
und Aufwendungen in Höhe von 1.072 Mio. EUR. Darüber hinaus ergaben sich keine materiellen
Unterschiede zwischen dem Umsatzausweis nach IFRS 15 und dem Ausweis nach IAS 11 beziehungsweise
IAS 18. Im Zusammenhang mit IFRS 15 ist auch eine Umgliederung von bisher in den sonstigen
betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Erträgen aus Schulungen und aus Reisemanagement
in die Umsatzerlöse vorgenommen worden. Dieser Effekt führte im ersten Halbjahr 2018
zu einer Erhöhung der Umsatzerlöse in Höhe von 180 Mio. EUR. Im Vorjahreszeitraum
wurden 172 Mio. EUR unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Die Lufthansa Group hat im Einklang mit den Übergangsvorschriften des IFRS 9, Finanzinstrumente,
auf die Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet und die Übergangseffekte kumulativ
zum 1. Januar 2018 in den Gewinnrücklagen erfasst.
Im Bereich der Phase I ("Klassifizierung") ergibt sich durch den Übergang von Aktienpositionen
im Wertpapierbereich von der IAS 39-Kategorie "Available for Sale" (AfS) zur IFRS
9-Kategorie "Erfolgswirksam zum Fair Value" lediglich eine Verschiebung innerhalb
der Rücklagen zwischen kumulierter Marktbewertungsrücklage und Gewinnrücklage (43
Mio. EUR). Daneben entstehen Effekte aus der Umwidmung der Klassifizierung von Aktienpositionen
von AfS zu erfolgsneutral zum Fair Value (ohne Recycling) (12 Mio. EUR). Gehaltene
Fremdkapitalinstrumente werden in der Regel weiterhin erfolgsneutral zum Fair Value
klassifiziert. Für Ausleihungen und Forderungen ergeben sich aus der Phase I ebenfalls
keine Umstellungseffekte, diese werden weiterhin zu Amortised Cost bilanziert.
Im Rahmen der Phase II ("Wertminderungsvorschriften") entsteht durch die Erstanwendung
des Expected Loss Models nach IFRS 9 ein zusätzlicher Wertminderungsbedarf, der zum
1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital in Höhe von 8 Mio. EUR (nach Steuern)
erfasst wurde. Die ergebniswirksamen Auswirkungen hieraus waren im ersten Halbjahr
2018 nicht materiell.
Im Bereich der Treibstoffsicherungsgeschäfte wendet der Konzern den Komponentenansatz
an, mit Rohöl als designierter Komponente und einem regelmäßigen Rebalancing. Dies
führt zu einer Reduzierung der Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung aus
Marktwertänderungen von Derivaten. Durch die erfolgsneutrale Bilanzierung von Zeitwerten
von Optionen unter IFRS 9 wurden zum 1. Januar 2018 die bisher erfolgswirksam erfassten
Zeitwertänderungen zum Jahresende 2017 innerhalb des Eigenkapitals in die Marktbewertungsrücklage
umgewidmet (-46 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr 2018 waren die Auswirkungen hieraus
nicht materiell. Aus Gründen der Wesentlichkeit wird im Zwischenbericht auf eine Anpassung
der Vorjahreszahlen in Bilanz, GuV und Gesamtergebnisrechnung verzichtet. Zum 1. Januar
2017 würde sich die Marktbewertungsrücklage durch die Umstellung um 58 Mio. EUR auf
1.023 Mio. EUR reduzieren, entsprechend würde sich die Gewinnrücklage auf 1.607 Mio.
EUR erhöhen. Das Finanzergebnis würde sich im ersten Halbjahr 2017 um 24 Mio. EUR
auf -81 Mio. EUR, das Ergebnis nach Ertragsteuern um 18 Mio. EUR auf 709 Mio. EUR
verbessern. Es ergäbe sich ein um 0,04 EUR verbessertes Ergebnis je Aktie von 1,47
EUR.
Im Bereich der Devisensicherung mit Forwardkontrakten wendet die Lufthansa Group ab
dem 1. Januar 2018 die Spot-to-Spot-Methode an. Dabei wird die Spot-Komponente eines
Forwardkontrakts als Sicherungsinstrument designiert. Die weiteren Komponenten des
Forwards, die Terminkomponente und der Basis-Spread, werden in einer separaten Position
in der Marktbewertungsrücklage, dem Cost of Hedging, erfasst. Hieraus ergeben sich
keine materiellen Auswirkungen auf Bilanz, GuV und Gesamtergebnisrechnung.
Mit Wirkung zum 9. Januar 2018 hat die Lufthansa Commercial Holding GmbH sämtliche
Anteile an der Luftfahrtgesellschaft Walter mbH übernommen. Der Erwerb basiert dabei
auf dem zwischen der Lufthansa Group und der Air Berlin-Gruppe am 13. Oktober 2017
geschlossenen Kaufvertrag. Der Kaufpreis beläuft sich auf 24 Mio. EUR. Die Gesellschaft
erbringt innerhalb des Geschäftsfelds Eurowings als Plattform mit eigener Betriebserlaubnis
(AOC) im Rahmen von Wet-Lease-Vereinbarungen über derzeit 20 Bombardier DH-8 Q400
und 13 Airbus A320/A319 Flugleistungen für Eurowings. Die Gesellschaft, die ohne eigene
Flotte und nur innerhalb von Eurowings agiert, weist zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
ein Bruttovermögen von 19 Mio. EUR und ein Nettovermögen von 1 Mio. EUR auf. Der aus
der Kaufpreisallokation resultierende Unterschiedsbetrag von 23 Mio. EUR wurde aufgrund
der Eigenart der übernommenen Geschäftsaktivität vollständig als Goodwill klassifiziert
und auf Ebene von Eurowings zugeordnet. Die Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns
sind aufgrund der ausschließlich konzerninternen Leistungserbringung nicht materiell.
Die übrigen Veränderungen des Konsolidierungskreises haben keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
| in Mio. € | 30.06.2018 | 31.12.2017 | 30.06.2017 |
| Vermögenswerte | |||
| Flugzeuge und Reservetriebwerke | - | - | 125 |
| Finanzanlagevermögen | - | - | |
| Sonstiges | 5 | 6 | 5 |
In den folgenden Tabellen sind die Umsatzerlöse nach geografischen Hauptmärkten und
wichtigen Tätigkeitsbereichen des Konzerns aufgeschlüsselt.
| in Mio.€ | 2018 | Europa1) | Nordamerika1) | Mittel- und Südamerika1) | Asien/Pazifik1) | Nahost1) |
| Network Airlines | 10.0133) | 6.659 | 1.695 | 271 | 1.021 | 247 |
| Lufthansa German Airlines | 6.866 | |||||
| SWISS | 2.2413) | |||||
| Austrian Airlines | 906 | |||||
| Eurowings | 1.9203) | 1.731 | 75 | 4 | 27 | 13 |
| Logistik | 1.223 | 643 | 125 | 51 | 367 | 12 |
| Summe | 13.156 |
| in Mio.€ | Afrika1) | 20172) |
| Network Airlines | 120 | 10.4493) |
| Lufthansa German Airlines | 7.245 | |
| SWISS | 2.2133) | |
| Austrian Airlines | 991 | |
| Eurowings | 70 | 1.7583) |
| Logistik | 25 | 1.086 |
| Summe | 13.293 |
1)
Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.
2)
Anwendung des modifiziert retrospektiven Ansatzes; Ermittlung der Umsätze für 2017
erfolgte nach IAS 11 und IAS 18.
3)
Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Bellyerlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung
in der Überleitungsspalte ausgewiesen.
| in Mio. € | 2018 | Europa | Nordamerika | Mittel- und Südamerika | Asien/Pazifik | Nahost |
| Technik | 1.853 | 801 | 404 | 77 | 387 | 65 |
| Technikleistungen | 1.673 | |||||
| Sonstige Betriebserlöse | 181 | |||||
| Catering | 1.217 | 233 | 593 | 81 | 266 | 26 |
| Cateringleistungen | 986 | |||||
| Erlöse Bordverkauf | 67 | |||||
| Sonstige Leistungen | 164 | |||||
| Network Airlines | 314 | 251 | 25 | 3 | 27 | 4 |
| Eurowings | 15 | 11 | 1 | - | - | - |
| Logistik | 61 | 35 | 23 | - | - | 3 |
| Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen | 322 | 249 | 25 | 5 | 32 | 8 |
| EDV-Leistungen | 144 | |||||
| Reisemanagement | 138 | |||||
| Übrige | 40 | |||||
| Summe | 3.782 |
| in Mio. € | Afrika | 20171) |
| Technik | 119 | 1.853 |
| Technikleistungen | 1.588 | |
| Sonstige Betriebserlöse | 265 | |
| Catering | 18 | 1.276 |
| Cateringleistungen | 1.059 | |
| Erlöse Bordverkauf | 44 | |
| Sonstige Leistungen | 173 | |
| Network Airlines | 4 | 325 |
| Eurowings | 3 | 13 |
| Logistik | - | 62 |
| Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen | 3 | 128 |
| EDV-Leistungen | 128 | |
| Reisemanagement | - | |
| Übrige | - | |
| Summe | 3.658 |
Detaillierte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, zur Bilanz, zur Kapitalflussrechnung
und zur Segmentberichterstattung sind darüber hinaus im Zwischenlagebericht, S. 3
- 23, zu finden.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist vor allem durch die Geschäftsfelder Network
Airlines und Eurowings saisonalen Einflüssen ausgesetzt. So sind die Umsätze im ersten
und vierten Quartal wegen des schwächeren Reiseverkehrs in der Regel niedriger, während
im zweiten und dritten Quartal regelmäßig höhere Umsatzerlöse und operative Gewinne
erzielt werden.
| in Mio. € | 30.06.2018 | 31.12.2017 |
| Aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften | 894 | 881 |
| Aus Gewährleistungsverträgen | 340 | 354 |
| Aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 41 | 39 |
| 1.275 | 1.274 |
Wegen geringer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wurde auf die Bildung von Rückstellungen
für sonstige Eventualverbindlichkeiten mit einer gesamten möglichen finanziellen Ergebnisauswirkung
von 65 Mio. EUR (zum 31.12.2017: 80 Mio. EUR) verzichtet.
Ende Juni 2018 besteht ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen
inklusive reparaturfähiger Ersatzteile und für immaterielle Vermögenswerte von 12,6
Mrd. EUR. Zum 31. Dezember 2017 betrug das Bestellobligo 13,0 Mrd. EUR.
Aus bereits zum 31. Dezember 2017 fest kontrahierten Flugzeugverkaufsverträgen wurden
bis zum 30. Juni 2018 Gewinne und finanzielle Zuflüsse von unter 1 Mio. EUR realisiert.
Seit dem 30. Juni 2018 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von
denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten
ist, die nicht bereits berichtet wurden.
In den nachfolgenden Tabellen sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert.
Die einzelnen Stufen sind dabei folgendermaßen definiert:
Stufe 1: Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert
für die Bewertung übernommen wurden.
Stufe 2: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete
Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.
Stufe 3: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete
Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.
Zum 30. Juni 2018 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate | - | 32 | - | 32 |
| Wertpapiere | 900 | 2 | - | 902 |
| Finanzielle Vermögenswerte über die Gewinn- und Verlustrechnung gesamt | 900 | 34 | - | 934 |
| Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind | - | 1.866 | - | 1.866 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value | 13 | 1.499 | - | 1.512 |
| Eigenkapitalinstrumente | 13 | 15 | - | 28 |
| Fremdkapitalinstrumente | - | 1.484 | - | 1.484 |
| Vermögenswerte gesamt | 913 | 3.399 | - | 4.312 |
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | - |
37 |
- |
37 |
| Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind | - | 186 | - | 186 |
| Verbindlichkeiten gesamt | - | 223 | - | 223 |
Zum 31. Dezember 2017 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate | - | 131 | - | 131 |
| Wertpapiere | - | - | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte über die Gewinn- und Verlustrechnung gesamt | - | 131 | - | 131 |
| Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind | - | 1.110 | - | 1.110 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value | 410 | 2.173 | - | 2.583 |
| Eigenkapitalinstrumente | 410 | 13 | - | 423 |
| Fremdkapitalinstrumente | - | 2.160 | - | 2.160 |
| Vermögenswerte gesamt | 410 | 3.414 | - | 3.824 |
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | - | 123 | - | 123 |
| Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind | - | 191 | - | 191 |
| Verbindlichkeiten gesamt | - | 314 | - | 314 |
Seit Jahresbeginn erfolgt aufgrund der vereinfachten Nachweismöglichkeiten der Effektivität
unter IFRS 9 die Designation als Hedging-Instrument für Cross Currency Swaps, die
zur ökonomischen Sicherung von Fremdwährungsverbindlichkeiten eingesetzt werden. Die
Cross Currency Swaps sind dabei sowohl in Fair Value Hedges als auch in Cashflow Hedges
designiert. Hierdurch reduzieren sich sowohl die Marktwert- als auch die Ergebnisposition
aus freistehenden Derivaten sowie der Kurseffekt aus Finanzschulden, dem der gegenläufige
Kurseffekt aus den Cross Currency Swaps als Sicherungsgeschäft gegenübersteht.
Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate entsprechen dem jeweiligen Marktwert,
der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter
künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche
Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente. Devisentermingeschäfte und
-swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der
entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen
sowie den Optionen, die im Rahmen der Treibstoffpreissicherung verwendet werden, werden
über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Fremdkapitalinstrumente entsprechen ebenfalls dem
jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch
Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt
marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente.
Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen,
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist
der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen.
Die nachfolgende Tabelle enthält die Buch- und Marktwerte der einzelnen Klassen von
Finanzschulden. Bei den Anleihen entsprechen die Marktwerte den Börsennotierungen.
Die Marktwerte für die übrigen Finanzschulden wurden auf Basis der am Bilanzstichtag
gültigen Zinssätze für entsprechende Restlaufzeiten/Tilgungsstrukturen unter Zugrundelegung
zugänglicher Marktinformationen (Reuters) ermittelt.
| 30.06.2018 | 31.12.2017 | |||
| in Mio. € | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert |
| Anleihen | 1.006 | 1.046 | 1.005 | 1.063 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.032 | 2.073 | 2.044 | 2.113 |
| Leasingverbindlichkeiten und sonstige Darlehen | 3.594 | 3.505 | 3.765 | 3.722 |
| Summe | 6.632 | 6.624 | 6.814 | 6.898 |
| 30.06.2018 | 30.06.2017 | ||
| "Unverwässertes" Ergebnis je Aktie | € | 1,44 | 1,43 |
| Konzernergebnis | Mio. € | 677 | 672 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl | 471.565.559 | 468.583.254 | |
| "Verwässertes" Ergebnis je Aktie | € | 1,44 | 1,43 |
| Konzernergebnis | Mio. € | 677 | 672 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl | 471.565.559 | 468.583.254 |
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2014 wurde der Vorstand ermächtigt,
bis zum 28. April 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft
um bis zu 29.000.000 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien
an die Mitarbeiter (Genehmigtes Kapital B) gegen Bareinlage zu erhöhen. Das Bezugsrecht
der Aktionäre ist ausgeschlossen.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2015 wurde der Vorstand gemäß §
71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 28. April 2020 zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt.
Der Erwerb ist auf 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals beschränkt. Der Vorstand
ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 ermächtigt, eigene Aktien
auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben und entsprechende Derivatgeschäfte abzuschließen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. April 2015 wurde der Vorstand
dazu ermächtigt, bis zum 28. April 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital
der Gesellschaft um bis zu 561.160.092 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von
neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen zu erhöhen
(Genehmigtes Kapital A). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann in bestimmten Fällen mit
Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Mai 2018 wurde der im Jahresabschluss
2017 ausgewiesene Bilanzgewinn von 377 Mio. EUR ausgeschüttet. Dies entspricht einer
Dividende von 0,80 EUR je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2017.
Die Dividendenansprüche konnten unter Berücksichtigung eines Sockeldividendenbetrags
in neue Aktien gewandelt werden. In diesem Zusammenhang wurden 2,4 Mio. neue Aktien
im Wert von 55,9 Mio. EUR ausgegeben.
Entsprechend der internen Managementberichterstattung, die sich nunmehr stärker an
der Ergebniskennzahl Adjusted EBIT ausrichtet, wurde die Segmentberichterstattung
ebenfalls angepasst. Die einzeln aufgeführten Aufwands- und Ertragskategorien enthalten
nicht mehr die Überleitungsposten (insbesondere außerplanmäßige Abschreibungen und
Pensionsbewertungseffekte). Die resultierende Ergebnisgröße ist folglich das Adjusted
EBIT. Als zusätzliche Information werden dann die Überleitungspositionen und das sich
hieraus ergebende EBIT ausgewiesen. Die Vorjahreswerte sind korrespondierend dargestellt.
Die Segmentierung wurde unverändert zum Jahresabschluss 31. Dezember 2017 fortgeführt.
| in Mio. € | Network Airlines | Eurowings | Logistik | Technik | Catering | Summe berichtspflichtiger operativer Segmente |
| Außenumsätze | 10.326 | 1.935 | 1.285 | 1.853 | 1.217 | 16.616 |
| davon Verkehrserlöse | 9.774 | 1.873 | 1.223 | - | - | 12.870 |
| Konzerninnenumsätze | 342 | 0* | 16 | 999 | 335 | 1.692 |
| Umsatzerlöse | 10.668 | 1.935 | 1.301 | 2.852 | 1.552 | 18.308 |
| Übrige operative Erträge | 338 | 127 | 18 | 121 | 30 | 634 |
| Operative Erträge | 11.006 | 2.062 | 1.319 | 2.973 | 1.582 | 18.942 |
| Operative Aufwendungen | 10.070 | 2.247 | 1.212 | 2.762 | 1.551 | 17.842 |
| davon Materialaufwand | 5.712 | 1.505 | 840 | 1.602 | 657 | 10.316 |
| davon Personalaufwand | 2.029 | 304 | 210 | 710 | 588 | 3.841 |
| davon Abschreibungen | 608 | 134 | 41 | 59 | 30 | 872 |
| davon sonstige Aufwendungen | 1.721 | 304 | 121 | 391 | 276 | 2.813 |
| Beteiligungsergebnis | 15 | -14 | 18 | 7 | 9 | 35 |
| davon Ergebnis Equity-Bewertung | 14 | -14 | 16 | 4 | 9 | 29 |
| Adjusted EBIT | 951 | -199 | 125 | 218 | 40 | 1.135 |
| davon Überleitungspositionen Außerplanmäßige Abschreibung/ Zuschreibung | -1 | -2 | -3 | |||
| Pensionssondereffekte | 0* | - | - | - | - | - |
| Ergebnis Anlagenabgang | -3 | 0* | 0* | 0* | 0* | -3 |
| EBIT1) | 955 | -199 | 125 | 220 | 40 | 1.141 |
| Summe der Adjustments | ||||||
| Übriges Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | ||||||
| Gebundenes Kapital zum Stichtag2) | 8.664 | 2.072 | 1.255 | 4.727 | 1.284 | 18.002 |
| davon aus Equity-Beteiligungen | 65 | 108 | 43 | 259 | 136 | 611 |
| Segmentinvestitionen | 1.319 | 328 | 153 | 106 | 24 | 1.930 |
| davon aus Equity-Beteiligungen | - | - | - | 16 | - | 16 |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 51.381 | 9.357 | 4.316 | 22.209 | 35.937 | 123.200 |
| in Mio. € | Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen | Überleitung | Konzern |
| Außenumsätze | 322 | - | 16.938 |
| davon Verkehrserlöse | - | 286 | 13.156 |
| Konzerninnenumsätze | 174 | -1.866 | - |
| Umsatzerlöse | 496 | -1.866 | 16.938 |
| Übrige operative Erträge | 880 | -650 | 864 |
| Operative Erträge | 1.376 | -2.516 | 17.802 |
| Operative Aufwendungen | 1.462 | -2.467 | 16.837 |
| davon Materialaufwand | 127 | -1.679 | 8.764 |
| davon Personalaufwand | 501 | -4 | 4.338 |
| davon Abschreibungen | 26 | 0* | 898 |
| davon sonstige Aufwendungen | 808 | -784 | 2.837 |
| Beteiligungsergebnis | 8 | 0* | 43 |
| davon Ergebnis Equity-Bewertung | - | - | 29 |
| Adjusted EBIT | -78 | -49 | 1.008 |
| davon Überleitungspositionen Außerplanmäßige Abschreibung/ Zuschreibung | 2 | -1 | -2 |
| Pensionssondereffekte | 0* | 1 | 1 |
| Ergebnis Anlagenabgang | 0* | 2 | -1 |
| EBIT1) | -80 | -51 | 1.010 |
| Summe der Adjustments | -2 | ||
| Übriges Finanzergebnis | -55 | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 955 | ||
| Gebundenes Kapital zum Stichtag2) | 2.902 | -467 | 20.437 |
| davon aus Equity-Beteiligungen | 6 | -22 | 595 |
| Segmentinvestitionen | 21 | 5 | 1.956 |
| davon aus Equity-Beteiligungen | - | - | 16 |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 11.199 | - | 134.399 |
*
Gerundet unter 1 Mio. EUR.
1)
Zur Überleitung vom EBIT zum Adjusted EBIT S. 7 des Zwischenlageberichts.
2)
Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme korrigiert um nicht betriebliche
Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich der nicht verzinslichen
Verbindlichkeiten (u. a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus
nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).
| in Mio. € | Network Airlines | Eurowings | Logistik | Technik | Catering | Summe berichtspflichtiger operativer Segmente |
| Außenumsätze | 10.778 | 1.772 | 1.144 | 1.853 | 1.276 | 16.823 |
| davon Verkehrserlöse | 10.223 | 1.716 | 1.086 | - | - | 13.025 |
| Konzerninnenumsätze | 319 | 0* | 14 | 901 | 321 | 1.555 |
| Umsatzerlöse | 11.097 | 1.772 | 1.158 | 2.754 | 1.597 | 18.378 |
| Übrige operative Erträge | 442 | 77 | 45 | 157 | 24 | 745 |
| Operative Erträge | 11.539 | 1.849 | 1.203 | 2.911 | 1.621 | 19.123 |
| Operative Aufwendungen | 10.791 | 1.919 | 1.137 | 2.701 | 1.618 | 18.166 |
| davon Materialaufwand | 6.367 | 1.344 | 764 | 1.561 | 694 | 10.730 |
| davon Personalaufwand | 2.033 | 236 | 207 | 676 | 620 | 3.772 |
| davon Abschreibungen | 603 | 89 | 41 | 57 | 32 | 822 |
| davon sonstige Aufwendungen | 1.788 | 250 | 125 | 407 | 272 | 2.842 |
| Beteiligungsergebnis | 9 | -7 | 12 | 12 | 10 | 36 |
| davon Ergebnis Equity-Bewertung | 7 | -7 | 9 | 9 | 9 | 27 |
| Adjusted EBIT | 757 | -77 | 78 | 222 | 13 | 993 |
| davon Überleitungspositionen | ||||||
| Außerplanmäßige Abschreibung/ Zuschreibung | 1 | - | -6 | -1 | - | -6 |
| Pensionssondereffekte | 32 | - | - | - | - | 32 |
| Ergebnis Anlagenabgang | -20 | 0* | 0* | 0* | -1 | -21 |
| EBIT1) | 744 | -77 | 84 | 223 | 14 | 988 |
| Summe der Adjustments | ||||||
| Übriges Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | ||||||
| Gebundenes Kapital zum Stichtag2) | 9.186 | 1.657 | 1.090 | 3.966 | 1.318 | 17.217 |
| davon aus Equity-Beteiligungen | 40 | 92 | 57 | 209 | 127 | 525 |
| Segmentinvestitionen | 879 | 350 | 14 | 98 | 28 | 1.369 |
| davon aus Equity-Beteiligungen | - | - | - | 1 | - | 1 |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 49.476 | 7.128 | 4.476 | 20.877 | 35.353 | 117.310 |
| in Mio. € | Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen | Überleitung | Konzern |
| Außenumsätze | 128 | - | 16.951 |
| davon Verkehrserlöse | - | 268 | 13.293 |
| Konzerninnenumsätze | 88 | -1.643 | - |
| Umsatzerlöse | 216 | -1.643 | 16.951 |
| Übrige operative Erträge | 1.228 | -834 | 1.139 |
| Operative Erträge | 1.444 | -2.477 | 18.090 |
| Operative Aufwendungen | 1.411 | -2.485 | 17.092 |
| davon Materialaufwand | 104 | -1.565 | 9.269 |
| davon Personalaufwand | 492 | -2 | 4.262 |
| davon Abschreibungen | 27 | -2 | 847 |
| davon sonstige Aufwendungen | 788 | -916 | 2.714 |
| Beteiligungsergebnis | 7 | 1 | 44 |
| davon Ergebnis Equity-Bewertung | 1 | - | 28 |
| Adjusted EBIT | 41 | 8 | 1.042 |
| davon Überleitungspositionen | |||
| Außerplanmäßige Abschreibung/ Zuschreibung | 11 | 2 | 7 |
| Pensionssondereffekte | - | - | 32 |
| Ergebnis Anlagenabgang | -9 | 2 | -28 |
| EBIT1) | 39 | 4 | 1.031 |
| Summe der Adjustments | 11 | ||
| Übriges Finanzergebnis | -149 | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 882 | ||
| Gebundenes Kapital zum Stichtag2) | 4.585 | -76 | 21.726 |
| davon aus Equity-Beteiligungen | 6 | -3 | 528 |
| Segmentinvestitionen | 32 | -194 | 1.207 |
| davon aus Equity-Beteiligungen | - | - | 1 |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 11.162 | - | 128.472 |
*
Gerundet unter 1 Mio. EUR.
1)
Zur Überleitung vom EBIT zum Adjusted EBIT S. 7 des Zwischenlageberichts.
2)
Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme korrigiert um nicht betriebliche
Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich der nicht verzinslichen
Verbindlichkeiten (u. a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus
nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).
| in Mio. € | Europa | davon Deutschland | Nordamerika | davon USA | Mittel- und Südamerika | Asien/Pazifik |
| Verkehrserlöse1) | 9.034 | 4.221 | 1.895 | 1.706 | 326 | 1.414 |
| Andere Betriebserlöse | 1.581 | 507 | 1.071 | 905 | 166 | 711 |
| Umsatzerlöse | 10.615 | 4.728 | 2.966 | 2.611 | 492 | 2.125 |
| in Mio. € | Nahost | Afrika | Summe |
| Verkehrserlöse1) | 271 | 216 | 13.156 |
| Andere Betriebserlöse | 105 | 148 | 3.782 |
| Umsatzerlöse | 376 | 364 | 16.938 |
1)
Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.
| in Mio. € | Europa | davon Deutschland | Nordamerika | davon USA | Mittel- und Südamerika | Asien/Pazifik |
| Verkehrserlöse1) | 8.805 | 4.011 | 2.101 | 1.903 | 345 | 1.488 |
| Andere Betriebserlöse | 1.444 | 483 | 1.044 | 886 | 150 | 733 |
| Umsatzerlöse | 10.249 | 4.494 | 3.145 | 2.789 | 495 | 2.221 |
| in Mio. € | Nahost | Afrika | Summe |
| Verkehrserlöse1) | 319 | 235 | 13.293 |
| Andere Betriebserlöse | 180 | 107 | 3.658 |
| Umsatzerlöse | 499 | 342 | 16.951 |
1)
Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.
Wie im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2017 unter Erläuterung 46, S. 177 ff.,
dargestellt, erbringen die Geschäftsfelder des Lufthansa Konzerns im Rahmen ihrer
normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen auch für nahestehende Unternehmen
und nehmen andererseits auch Leistungen von diesen in Anspruch. Diese umfangreichen
Liefer- und Leistungsbeziehungen werden unverändert zu Marktpreisen abgewickelt. Wesentliche
Veränderungen zum Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. Auch die im Vergütungsbericht
des Geschäftsberichts 2017, S. 87 ff., und unter Erläuterung 47, S. 180, des Konzernanhangs
2017 beschriebenen vertraglichen Beziehungen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen
unverändert fort, sind aber für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.
IFRS 16, Leasingverhältnisse, ist verpflichtend ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden.
Bisher sind die Zahlungsverpflichtungen für Operating-Leasingverhältnisse lediglich
im Anhang anzugeben. Künftig sind die aus diesen Leasingverhältnissen resultierenden
Rechte und Verpflichtungen als Vermögenswert (Nutzungsrecht am Leasinggegenstand)
und Schuld (Leasingverbindlichkeit) verpflichtend in der Bilanz anzusetzen. Die Lufthansa
Group wird den Standard modifiziert rückwirkend einführen. Bei dieser Einführungsmethode
sind die Vorjahresvergleichszahlen nicht anzupassen, Umstellungseffekte sind demzufolge
grundsätzlich als Anpassung der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 darzustellen. Außerdem
wird die Lufthansa Group die Nutzungsrechte auf Basis der zugehörigen Leasingverbindlichkeiten
im Erstanwendungszeitpunkt erfassen und nicht in Höhe der fortgeführten Buchwerte
der Leasingverbindlichkeiten zu Vertragsbeginn, sodass sich aus IFRS 16 keine Eigenkapitaleffekte
zum 1. Januar 2019 ergeben werden. Kurz laufende Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit
von unter zwölf Monaten (und ohne Kaufoption) sowie Leasingvereinbarungen, bei denen
der dem Leasingvertrag zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, werden
nicht bilanziert werden. Gleiches gilt für Verträge, die zum Erstanwendungszeitpunkt
nur noch eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben werden.
Die Lufthansa Group hat ein konzernübergreifendes Projekt zur Implementierung des
neuen Leasingstandards aufgesetzt und ein konzernweites IT-System ausgerollt. Der
Konzern befindet sich derzeit in der Analyse der erhobenen Daten für bestehende Leasingverhältnisse.
Auf Basis der gegenwärtig abgeschlossenen Verträge erwartet der Konzern auf der Grundlage
einer noch vorläufigen Bewertung eine Erhöhung der Bilanzsumme um ca. 2,0 Mrd. EUR.
Aufgrund laufender Verhandlungen wesentlicher Mietverträge sowie potenziell neu abzuschließender
Mietverträge ist eine Erhöhung dieses Betrags bis zum Jahresende zu erwarten. Bezogen
auf die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 würde sich aus der IFRS 16-Erstanwendung
nach derzeitigem Stand der Verträge eine Verringerung der Eigenkapitalquote um ca.
1,4 Prozentpunkte ergeben.
In der Gewinn- und Verlustrechnung wird der Aufwand aus Operating Lease-Verhältnissen
bislang unter den Posten Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen dargestellt.
Zukünftig werden stattdessen Abschreibungen auf das Nutzungsrecht und Zinsaufwendungen
für die Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Diese Änderungen im Ausweis werden voraussichtlich
zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)
führen, während das Zinsergebnis hieraus im mittleren zweistelligen Millionenbereich
belastet werden wird.
Aus der geänderten Darstellung der Leasingaufwendungen aus Operating Lease-Verhältnissen
wird sich zudem eine Verschiebung zwischen dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
zugunsten des Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit ergeben, da die Leasingzahlungen
nicht mehr den operativen Cashflow belasten, sondern als Zins- und Tilgungszahlungen
im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Nach derzeitigem Vertragsstand
wird dieser Effekt zwischen 300 und 400 Mio. EUR p. a. betragen.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Frankfurt, den 27. Juli 2018
Der Vorstand
| Carsten Spohr |
Thorsten Dirks |
Harry Hohmeister |
| Vorstandsvorsitzender | Mitglied des Vorstands | Mitglied des Vorstands |
| Eurowings und Aviation Services | Hub Management | |
| Ulrik Svensson | Dr. Bettina Volkens | |
| Mitglied des Vorstands | Mitglied des Vorstands | |
| Finanzen | Personal und Recht |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der Deutschen Lufthansa AG, Köln, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018,
die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach
den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des
Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzern-zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und
dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlage-berichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Düsseldorf, den 27. Juli 2018
PricewaterhouseCoopers
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Petra Justenhoven | Eckhard Sprinkmeier |
| Wirtschaftsprüferin | Wirtschaftsprüfer |
Deutsche Lufthansa AG
Linnicher Str. 48
50933 Köln
Registereintragung: Amtsgericht Köln HRB 2168
Dennis Weber (Ltg.)
Anne Katrin Brodowski
Patrick Winter
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg
ISSN 1616-0231
+49 69 696 - 28001
+49 69 696 - 28013
+49 69 696 - 28003
Deutsche Lufthansa AG
Investor Relations
LAC, Airportring
60546 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 696 - 28001
Telefax: +49 69 696 - 90990
E-Mail: investor.relations@dlh.de
Geschäftsberichte in deutscher Sprache können über unseren Bestellservice im Internet
-www.lufthansagroup.com/investor-relations - oder unter oben genannter Adresse angefordert
werden.
Aktuelle Finanzinformationen im Internet: www.lufthansagroup.com/investor-relations
30. Okt. Veröffentlichung Zwischenbericht Januar - September 2018
14. März Veröffentlichung Geschäftsbericht 2018
30. April Veröffentlichung Zwischenbericht Januar - März 2019
7. Mai Hauptversammlung
30. Juli Veröffentlichung Zwischenbericht Januar - Juni 2019
29. Okt. Veröffentlichung Zwischenbericht Januar - September 2019
Bei den in unserem 2. Zwischenbericht 2018 veröffentlichten Angaben, die sich auf
die zukünftige Entwicklung der Lufthansa Group und ihrer Gesellschaften beziehen,
handelt es sich lediglich um Prognosen und Einschätzungen und damit nicht um feststehende
Tatsachen. Sie dienen allein informatorischen Zwecken und sind erkennbar an zukunftsgerichteten
Begriffen wie zum Beispiel "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen",
"prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit", "können", "könnten", "sollten"
oder "bestreben". Diese zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtig erkennbaren
und verfügbaren Informationen, Fakten und Erwartungen. Sie unterliegen daher einer
Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere
im Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts - beschrieben werden, sich aber
nicht auf solche beschränken. Die Realisierung eines oder mehrerer dieser Risiken
oder ein Nichteintritt der zugrunde liegenden Erwartungen oder Annahmen könnte die
tatsächlichen Ergebnisse erheblich (sowohl positiv als auch negativ' beeinflussen.
Es besteht die Möglichkeit, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse und die Entwicklung
des Unternehmens von den in den zukunftsgerichteten Aussagen vorhergesehenen Ergebnissen
wesentlich unterscheiden. Lufthansa übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt
nicht, zukunftsgerichtete Aussagen an später eintretende Ereignisse bzw. Entwicklungen
anzupassen. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit
dieser Daten und Informationen wird demnach weder ausdrücklich noch konkludent übernommen.
Die Begriffe "Lufthansa Group", "Lufthansa Konzern" sowie "Konzern" werden in diesem
Geschäftsbericht als Synonyme verwendet. Zur Vereinfachung der Sprache haben wir in
unserem Bericht die maskuline Form verwendet. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Sämtliche Veränderungsangaben beziehen sich auf den Vorjahresvergleichszeitraum, sofern
nicht anderweitig angegeben. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne
Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben
nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.
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60546 Frankfurt am Main
Deutschland
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