Deutsche Lufthansa AG

Köln

3. Zwischenbericht 2022

NEW NORMAL.

NEW STRENGTH.

3. Zwischenbericht
Januar - September 2022

lufthansagroup.com
investor-relations.lufthansagroup.com

Die Lufthansa Group

KENNZAHLEN

scrollen
Jan. -
Sept.
2022
Jan. -
Sept.
2021
Verände-
rung in %
Juli -
Sept.
2022
Juli -
Sept.
2021
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Mio. € 23.893 10.978 118 10.068 5.207
davon Verkehrserlöse Mio. € 18.891 7.550 150 8.230 3.913
Operative Aufwendungen 1) Mio. € 24.593 13.685 80 9.629 5.415
Adjusted EBITDA 1) Mio. € 2.636 60 4.293 1.706 810
Adjusted EBIT 1) Mio. € 934 -1.624 1.132 251
EBIT Mio. € 826 -2.123 1.126 -9
Konzernergebnis Mio. € 484 -1.877 809 -72
Kennzahlen zur Bilanz und Kapital-
flussrechnung
Bilanzsumme Mio. € 47.559 41.903 13 - -
Eigenkapital Mio. € 9.181 3.694 149 - -
Eigenkapitalquote % 19,3 8,8 10,5 P. - -
Nettokreditverschuldung Mio. € 6.190 9.006 -31 - -
Netto-Pensionsverpflichtungen Mio. € 2.075 2.764 -25 - -
Operativer Cashflow 1) Mio. € 5.328 513 939 887 466
Bruttoinvestitionen 2) Mio. € 1.816 967 88 448 355
Nettoinvestitionen Mio. € 1.753 785 123 372 342
Adjusted Free Cashflow 1) Mio. € 3.312 -528 410 43
Rentabilitätskennziffern
Adjusted EBITDA-Marge 1) % 11,0 0,5 10,5 P. 16,9 15,6
Adjusted EBIT-Marge 1) % 3,9 -14,8 18,7 P. 11,2 4,8
EBIT-Marge % 3,5 -19,3 22,8 P. 11,2 -0,2
Lufthansa Aktie
Schlusskurs (30. Sept.) 5,92 5,94 0 - -
Ergebnis pro Aktie 0,40 -3,17 0,68 -0,15
Mitarbeitende
Mitarbeitende (30. Sept.) Anzahl 107.970 106.684 - -
Leistungsdaten 3)
Flüge Anzahl 615.603 291.329 111 245.173 170.553
Fluggäste Tsd. 75.722 29.664 155 33.340 19.623
Angebotene Sitzkilometer Mio. 193.307 94.073 105 77.690 49.883
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 152.868 55.967 173 66.927 34.341
Sitzladefaktor % 79,1 59,5 19,6 P. 86,1 68,8
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Mio. 10.456 8.458 24 3.789 3.089
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer Mio. 6.355 6.139 4 2.104 2.065
Fracht-Nutzladefaktor % 60,8 72,6 -11,8 P. 55,5 66,8
scrollen
Verände-
rung in %
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse 93
davon Verkehrserlöse 110
Operative Aufwendungen 1) 78
Adjusted EBITDA 1) 111
Adjusted EBIT 1) 351
EBIT
Konzernergebnis
Kennzahlen zur Bilanz und Kapital-
flussrechnung
Bilanzsumme
Eigenkapital
Eigenkapitalquote
Nettokreditverschuldung
Netto-Pensionsverpflichtungen
Operativer Cashflow 1) 90
Bruttoinvestitionen 2) 26
Nettoinvestitionen 9
Adjusted Free Cashflow 1) 853
Rentabilitätskennziffern
Adjusted EBITDA-Marge 1) 1,3 P.
Adjusted EBIT-Marge 1) 6,4 P.
EBIT-Marge 11,4 P.
Lufthansa Aktie
Schlusskurs (30. Sept.)
Ergebnis pro Aktie
Mitarbeitende
Mitarbeitende (30. Sept.)
Leistungsdaten 3)
Flüge 44
Fluggäste 70
Angebotene Sitzkilometer 56
Verkaufte Sitzkilometer 95
Sitzladefaktor 17,3 P.
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer 23
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer 2
Fracht-Nutzladefaktor -11,3 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, S. 34.
2) Ohne Erwerb von Anteilen.
3) Vorjahreszahlen angepasst.

Veröffentlichungstag: 27. Oktober 2022.

Geschäftsverlauf

GESCHÄFTSVERLAUF IM ÜBERBLICK

Geschäftsverlauf der Lufthansa Group verbessert sich im Laufe des Berichtsjahres deutlich

scrollen

Die Entwicklung der Lufthansa Group verbesserte sich im Verlauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2022 deutlich; während die ersten Monate des Jahres noch von der Ausbreitung der Omikron-Variante belastet waren, zeigte sich im weiteren Verlauf des Jahres ein signifikanter Anstieg der Nachfrage nach Flugreisen; entsprechend wurde die Kapazität der Passagier-Airlines im Laufe des Jahres kontinuierlich ausgebaut; insgesamt lag sie im Berichtszeitraum um 105% über Vorjahresniveau und damit bei 70% des Vorkrisenniveaus im Jahr 2019.

Die Umsatzerlöse der Lufthansa Group stiegen dementsprechend gegenüber Vorjahr um 118% auf 23.893 Mio. EUR (Vorjahr: 10.978 Mio. EUR).

Der Krieg in der Ukraine wirkte sich durch den erheblichen Anstieg der Kerosinpreise belastend auf das Ergebnis der Lufthansa Group aus; die Nachfrage war jedoch kaum beeinflusst.

Die Lufthansa Group konnte im Berichtszeitraum wieder ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 934 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: -1.624 Mio. EUR); die Adjusted EBIT-Marge lag bei 3,9% (Vorjahr: -14,8%).

Positiv zum Ergebnis trugen vor allem die Geschäftsfelder Logistik und Technik bei; im Segment Passagier-Airlines erzielten SWISS und Austrian Airlines ein positives Ergebnis, während die anderen Konzern-Airlines aufgrund des schwierigen Marktumfelds am Jahresanfang einen operativen Verlust verzeichneten.
↗ Geschäftsfelder, S. 9.

Die Umsetzung des Restrukturierungsprogramms machte weitere Fortschritte; die bis zum 30. September 2022 implementierten Maßnahmen sorgen für rund 90% der insgesamt 3,5 Mrd. EUR an jährlichen Einsparungen, die ab dem Jahr 2024 erzielt werden sollen.

Der Adjusted Free Cashflow betrug 3.312 Mio. EUR (Vorjahr: -528 Mio. EUR) und profitierte vor allem von der Ergebnissteigerung, Verbesserungen im Management des Working Capitals, starken Buchungseingängen und damit verbundenen Vorauszahlungen für Flugreisen sowie einer disziplinierten Investitionstätigkeit.
↗ Finanzielle Entwicklung, S. 4.

WESENTLICHE EREIGNISSE

Kühne Aviation GmbH hält 17,5% des Grundkapitals

scrollen

Die Kühne Aviation GmbH hat der Deutschen Lufthansa AG per Stimmrechtsmitteilung vom 6. Juli 2022 mitgeteilt, dass ihr Anteil an den Aktien der Deutschen Lufthansa AG am 5. Juli 2022 die Schwelle von 15% des Grundkapitals überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 15,01% betrug; die Beteiligung wurde im dritten Quartal auf 17,5% weiter erhöht.

WSF verkauft verbliebene Aktien und beendet Stabilisierung

scrollen

Die Bundesrepublik Deutschland hat der Deutschen Lufthansa AG per Stimmrechtsmitteilung vom 14. September 2022 mitgeteilt, dass der verbliebene Anteil des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) an den Aktien der Deutschen Lufthansa AG am 13. September 2022 komplett veräußert wurde.

Damit enden sämtliche noch verbliebene Auflagen aus den Stabilisierungsmaßnahmen.

Nach der erfolgten Beendigung der Stabilisierungsmaßnahmen hat die Deutsche Lufthansa AG zum 10. Oktober 2022 die Zinsrückstände der Hybridanleihe 2015 nachgezahlt.

Lufthansa Group schließt neue Vereinbarungen mit ver.di und Vereinigung Cockpit

scrollen

Am 4. August 2022 haben sich die Lufthansa Group und die Gewerkschaft ver.di auf einen neuen Vergütungstarifvertrag für die rund 20.000 tariflichen Bodenmitarbeitenden der Lufthansa geeinigt; die Einigung sieht eine mehrstufige Erhöhung der Grundvergütung vor allem in den unteren Vergütungsgruppen vor und hat eine Laufzeit von 18 Monaten; zuvor hatte ver.di zu einem eintägigen Streik Ende Juli aufgerufen.

Die Lufthansa Group und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit haben am 12. September 2022 unter anderem vereinbart, die Grundvergütung der Pilot:innen der Lufthansa und Lufthansa Cargo um insgesamt 980 EUR zu erhöhen; die Vereinbarung beinhaltet auch eine Friedenspflicht für den Vergütungs- und Manteltarifvertrag bis Ende Juni 2023; zuvor haben die Piloten nach Aufruf der Vereinigung Cockpit einen eintägigen Streik am 2. September 2022 durchgeführt.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Piloten von Eurowings Deutschland streiken

Die Piloten von Eurowings Deutschland haben nach Aufruf der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am 6. Oktober 2022 einen eintägigen Streik und vom 17. Oktober bis 19. Oktober 2022 einen dreitägigen Streik durchgeführt, um ihre Forderung unter anderem nach mehr freien Tagen, stärkerer Begrenzung der Arbeitszeit und längeren Ruhezeiten durchzusetzen; infolge des Streiks konnten nur rund 50% der täglich geplanten Flüge durchgeführt werden.

SWISS und Aeropers einigen sich auf Eckpunkte eines neuen Gesamtarbeitsvertrags

scrollen

SWISS und der Pilotenverband Aeropers haben sich am 24. Oktober 2022 auf die Eckpunkte eines neuen Gesamtarbeitsvertrags (GAV) geeinigt; diese beinhalten unter anderem Verbesserungen in den Bereichen Planbarkeit des Soziallebens und Vergütung; der neue GAV steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Mitglieder von Aeropers.

Finanzielle Entwicklung

ERTRAGSLAGE

Verkehrserlöse steigen deutlich gegenüber Vorjahr

scrollen

Das Angebot (angebotene Sitzkilometer) der Passagier-Airlines der Lufthansa Group wurde in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 um 105% gegenüber Vorjahr ausgebaut; im Vergleich zum Vorkrisenniveau, also den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019, lag das Angebot bei 70%; der Absatz (verkaufte Sitzkilometer) stieg um 173%; der Sitzladefaktor stieg um 19,6 Prozentpunkte auf 79,1%; die Verkehrserlöse im Passagiergeschäft stiegen auch aufgrund deutlich höherer Durchschnittserlöse um 10.181 Mio. EUR bzw. 216% auf 14.899 Mio. EUR (Vorjahr: 4.718 Mio. EUR).

Das Frachtgeschäft der Lufthansa Group entwickelte sich im Berichtszeitraum weiterhin äußerst positiv; aufgrund der globalen Lieferkettenstörungen blieb die Nachfrage nach Luftfrachttransport groß, was sich angesichts des immer noch eingeschränkten Angebots in weiterhin hohen Frachtraten niederschlägt; das Angebot (angebotene Fracht-Tonnenkilometer) lag aufgrund gesteigerter Belly-Kapazitäten um 24% über Vorjahr; im Vergleich zum Vorkrisenniveau lag das Angebot bei 80%; der Absatz (verkaufte Fracht-Tonnenkilometer) stieg gegenüber Vorjahr um 4%; der Nutzladefaktor lag jedoch mit 60,8% um 11,8 Prozentpunkte unter Vorjahr; die Verkehrserlöse im Frachtgeschäft stiegen um 1.160 Mio. EUR bzw. 41% auf 3.992 Mio. EUR (Vorjahr: 2.832 Mio. EUR).

Insgesamt stiegen die Verkehrserlöse der Lufthansa Group Airlines in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 gegenüber Vorjahr um 11.341 Mio. EUR bzw. 150% auf 18.891 Mio. EUR (Vorjahr: 7.550 Mio. EUR).

ANTEIL DER GESCHÄFTSFELDER AM KONZERNAUSSENUMSATZ
in % (Jan. - Sept. 2022)

Umsatzerlöse gegenüber Vorjahr mehr als verdoppelt

scrollen

Die anderen Betriebserlöse stiegen um 1.574 Mio. EUR bzw. 46% auf 5.002 Mio. EUR (Vorjahr: 3.428 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch die gestiegene Geschäftstätigkeit und damit einhergehend höhere Erlöse in den Geschäftsfeldern Technik und Catering.

In der Summe von Verkehrserlösen und anderen Betriebserlösen stiegen die Umsatzerlöse um 12.915 Mio. EUR bzw. 118% auf 23.893 Mio. EUR (Vorjahr: 10.978 Mio. EUR); die sonstigen operativen Erträge stiegen um 547 Mio. EUR bzw. 50% auf 1.633 Mio. EUR (Vorjahr: 1.086 Mio. EUR), insbesondere bedingt durch Fremdwährungsgewinne; die operativen Erträge stiegen um 13.462 Mio. EUR bzw. 112% auf 25.526 Mio. EUR (Vorjahr: 12.064 Mio. EUR).

Operative Aufwendungen steigen gegenüber Vorjahr

scrollen

Die operativen Aufwendungen der Lufthansa Group stiegen im Berichtszeitraum gegenüber Vorjahr um 10.908 Mio. EUR bzw. 80% auf 24.593 Mio. EUR (Vorjahr: 13.685 Mio. EUR), vor allem aufgrund der Erholung des Gesamtgeschäfts.

Der operative Materialaufwand der Lufthansa Group lag mit 13.630 Mio. EUR um 7.800 Mio. EUR bzw. 134% über Vorjahr (Vorjahr: 5.830 Mio. EUR); dabei stiegen die Aufwendungen für Treibstoff um 4.169 Mio. EUR bzw. 289% auf 5.613 Mio. EUR (Vorjahr: 1.444 Mio. EUR); die Veränderung basiert auf höheren Preisen sowohl für Rohöl als auch für Jet Crack (Preisdifferenz zwischen Rohöl und Kerosin); daneben machten sich die gestiegene Menge und negative Währungseffekte bemerkbar; die Auswirkung des deutlich gestiegenen Preisniveaus wurde durch Preissicherungsmaßnahmen verringert; das Preissicherungsergebnis betrug 817 Mio. EUR.

Der operative Personalaufwand stieg um 1.694 Mio. EUR bzw. 40% auf 5.894 Mio. EUR (Vorjahr: 4.200 Mio. EUR); der Anstieg resultiert insbesondere aus geringeren Effekten aus der Kurzarbeit, aus gestiegenen variablen Gehaltsbestandteilen sowie aus dem Wegfall der Einsparungen aus den Krisentarifverträgen; im Berichtszeitraum wurden staatliche Unterstützungsleistungen für Kurzarbeit in Höhe von 94 Mio. EUR (Vorjahr: 762 Mio. EUR) in Anspruch genommen; teilweise kompensierend wirkte sich die um 2% niedrigere durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden aus.

Die planmäßigen Abschreibungen lagen mit 1.702 Mio. EUR annähernd auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 1.684 Mio. EUR) und entfielen im Wesentlichen auf Flugzeuge und Reservetriebwerke.

Die sonstigen operativen Aufwendungen stiegen um 1.396 Mio. EUR bzw. 71% auf 3.367 Mio. EUR (Vorjahr: 1.971 Mio. EUR), insbesondere aufgrund höherer Fremdwährungsverluste, gestiegener Vertriebs- und Marketingkosten sowie höherer Reisekosten.

Positives Adjusted EBIT in Höhe von 934 Mio. EUR im Berichtszeitraum erzielt

scrollen

Die Lufthansa Group erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 934 Mio. EUR (Vorjahr: -1.624 Mio. EUR); dabei belief sich das Ergebnis im dritten Quartal 2022 auf 1.132 Mio. EUR (Vorjahr: 251 Mio. EUR); die Adjusted EBIT-Marge, also das Verhältnis von Adjusted EBIT zum Umsatz, lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres bei 3,9% (Vorjahr: -14,8%).

Das EBIT lag im Berichtszeitraum bei 826 Mio. EUR (Vorjahr: -2.123 Mio. EUR); im Unterschied zum Adjusted EBIT sind darin unmittelbar mit dem Ukraine-Krieg in Verbindung stehende Aufwendungen in Höhe von 118 Mio. EUR sowie ein Nettoertrag von 55 Mio. EUR im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen enthalten (Vorjahr: Nettoaufwand von 454 Mio. EUR); der Nettoertrag resultiert aus der Saldierung von Restrukturierungsaufwendungen mit der Auflösung von nicht genutzten Rückstellungen nach dem erfolgreichen Abschluss von Restrukturierungsmaßnahmen.

Das Zinsergebnis stieg gegenüber Vorjahr um 8% auf -307 Mio. EUR (Vorjahr: -332 Mio. EUR).

Die übrigen Finanzposten verbesserten sich um 64% auf 225 Mio. EUR (Vorjahr: 137 Mio. EUR) und betrafen insbesondere positive Effekte aus der erfolgswirksamen Bewertung der Wandelanleihe, der strategischen Zins-Swaps und des Währungshedgings.

Die Ertragsteuern beliefen sich auf -252 Mio. EUR (Vorjahr: Ertrag von 431 Mio. EUR); bei Gesellschaften mit Verlusthistorie wurden für Verluste des laufenden Geschäftsjahres keine latenten Steuern aktiviert; hierdurch lag die effektive Steuerquote bei 34%.

Das auf die Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG entfallende Konzernergebnis lag im Berichtszeitraum bei 484 Mio. EUR (Vorjahr: -1.877 Mio. EUR).

Das Ergebnis je Aktie betrug 0,40 EUR (Vorjahr: -3,17 EUR).

ENTWICKLUNG UMSATZ, ADJUSTED EBIT in Mio. € (Jan. - Sept.) UND ADJUSTED EBIT-MARGE in % (Jan. - Sept.)

UMSATZ, ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

scrollen
in Mio. € Jan. - Sept.
2022
Jan. - Sept.
2021
Veränderung
in %
Verkehrserlöse 18.891 7.550 150
Andere Betriebserlöse 5.002 3.428 46
Umsatzerlöse 23.893 10.978 118
Sonstige operative Erträge 1.633 1.086 50
Summe operative Erträge 25.526 12.064 112
Materialaufwand 13.630 5.830 134
davon Treibstoff 5.613 1.444 289
davon übrige RHB und bezogene
Waren
2.022 1.190 70
davon Gebühren 2.753 1.390 98
davon Fremdleistungen Technik 1.261 794 59
Personalaufwand 1) 5.894 4.200 40
Planmäßige Abschreibungen 1.702 1.684 1
Sonstiger operativer Aufwand 3.367 1.971 71
Summe operative Aufwendungen 1) 24.593 13.685 80
Operatives Beteiligungsergebnis 1 -3
Adjusted EBIT 1) 934 -1.624
Summe Überleitung EBIT 1) -108 -499 78
EBIT 826 -2.123
Zinsergebnis -307 -332 8
Übrige Finanzposten 225 137 64
Ergebnis vor Ertragsteuern 744 -2.318
Ertragsteuern -252 431
Ergebnis nach Ertragsteuern 492 -1.887
Auf Minderheiten entfallendes
Ergebnis
-8 10
Auf Aktionär:innen der Deutschen
Lufthansa AG entfallendes
Konzernergebnis
484 -1.877

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, S. 34.

ÜBERLEITUNG ERGEBNISSE

scrollen
Jan. - Sept. 2022 Jan. - Sept. 2021
in Mio. € GuV Überleitung
Adjusted EBIT
GuV Überleitung
Adjusted EBIT
Umsatzerlöse 23.893 10.978
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 230 72
Sonstige betriebliche Erträge 1.521 1.064
davon Erträge aus Buchgewinnen -36 -19
davon Zuschreibungen Anlagevermögen bzw. Vermögenswerte zum Verkauf -3 -30
davon Auflösung aus Rückstellungen für Restrukturierung/​M&A Projekten und wesentliche Rechtsstreitigkeiten -79 -
Summe betriebliche Erträge 25.644 -118 12.114 -49
Materialaufwand -13.673 -5.830
davon außerordentlicher Materialaufwand 43 -
Personalaufwand -5.934 -4.652
davon aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand/​Planabgeltung 15 -2
davon Aufwendungen aus Restrukturierung 1) 24 454
Abschreibungen -1.726 -1.736
davon außerplanmäßige Abschreibungen 24 52
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.469 -2.016
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögen zum Verkauf 15 13
davon Aufwendungen aus Buchverlusten 15 31
davon Aufwendungen aus wesentlichen Rechtsstreitigkeiten 4 -
davon Aufwendungen aus M&A Projekten 27 -
davon außerordentliche sonstige betriebliche Aufwendungen 42 -
Summe betriebliche Aufwendungen -24.802 209 -14.234 548
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 842 -2.120
Beteiligungsergebnis -16 -3
davon außerplanmäßige Abschreibung auf At-Equity Beteiligungsbuchwerte 17 -
EBIT 826 -2.123
Summe Überleitung Adjusted EBIT 1) 108 499
Adjusted EBIT 1) 934 -1.624
Planmäßige Abschreibungen 1.702 1.684
Adjusted EBITDA 1) 2.636 60

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, S. 34.

FINANZLAGE

Investitionsvolumen steigt gegenüber Vorjahr

scrollen

Die Bruttoinvestitionen der Lufthansa Group stiegen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 gegenüber Vorjahr um 849 Mio. EUR bzw. 88% auf 1.816 Mio. EUR (Vorjahr: 967 Mio. EUR) und betrafen im Wesentlichen Anzahlungen auf zukünftige Flugzeugerwerbe, aktivierte Großwartungsereignisse sowie Schlusszahlungen für acht zugegangene Flugzeuge.

Die Nettoinvestitionen betrugen unter Berücksichtigung insbesondere von Zahlungen für Flugzeugersatzteile und Erlösen aus Anlagenverkäufen, vor allem Flugzeugen, 1.753 Mio. EUR (Vorjahr: 785 Mio. EUR).

Positiver Operativer Cashflow von 5.328 Mio. EUR erzielt

scrollen

Die Lufthansa Group konnte im Berichtszeitraum einen positiven Operativen Cashflow in Höhe von 5.328 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: 513 Mio. EUR); die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr basiert im Wesentlichen auf der Verbesserung des EBITDA und dem gestiegenen Zufluss aus der Veränderung des Working Capital (2.559 Mio. EUR, Vorjahr: 917 Mio. EUR).

Der Zufluss aus der Veränderung des Working Capitals stand im Zusammenhang mit höheren Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten und einem strikten Management von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen; die Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten stiegen im Berichtszeitraum um 2.236 Mio. EUR (Vorjahr: 1.009 Mio. EUR); die operative Erholung führte zu einem Anstieg von sowohl Forderungen als auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen; der Anstieg der Verbindlichkeiten (1.831 Mio. EUR) überstieg jedoch den Anstieg der Forderungen (1.264 Mio. EUR).

Adjusted Free Cashflow liegt bei 3.312 Mio. EUR

scrollen

Der Adjusted Free Cashflow stieg im Berichtszeitraum auf 3.312 Mio. EUR (Vorjahr: -528 Mio. EUR); die Verbesserung ist primär bedingt durch den Anstieg des Operativen Cashflows, teilweise kompensiert durch den Anstieg der Nettoinvestitionen.

ADJUSTED FREE CASHFLOW in Mio. € (Jan. - Sept. 2022)

1) Tilgungsanteil operative Leasingverbindlichkeiten im Finanzierungs-Cashflow.

Finanzierungstätigkeit führt zu Mittelabfluss

scrollen

Der Saldo der Finanzierungstätigkeit resultierte in einem Abfluss an Nettozahlungsmitteln in Höhe von -1.569 Mio. EUR (Vorjahr: Zufluss von 2.032 Mio. EUR).

Dieser resultierte aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und der Rückzahlung von Stabilisierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 1.877 Mio. EUR; dabei wurden neben den regelmäßigen Tilgungen aus Flugzeugfinanzierungen vier Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 525 Mio. EUR getilgt; darüber hinaus wurden die von der LSG Group im Rahmen des US CARES Act erhaltenen Darlehen in Höhe von 156 Mio. EUR und der staatliche Kredit in der Schweiz in Höhe von 418 Mio. EUR jeweils vollständig zurückgezahlt und der staatliche Kredit in Österreich um 30 Mio. EUR getilgt; außerdem wurde der ungenutzte Teil des staatlichen Kredits in der Schweiz in Höhe von 1.074 Mio. EUR gekündigt.

Demgegenüber stand der Mittelzufluss aus neuen Finanzierungsmaßnahmen am Kapitalmarkt in Höhe von 591 Mio. EUR; dabei handelte es sich insbesondere um zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 165 Mio. EUR, Japanese Operating Leases für sechs Flugzeuge in Höhe von 304 Mio. EUR und Asset Backed Securities (ABS)-Finanzierungsmaßnahmen von AirPlus in Höhe von 90 Mio. EUR.

Verfügbare Gesamtliquidität liegt bei 11,8 Mrd. EUR

scrollen

Die bilanzielle Liquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und kurzfristigen Wertpapieren und Termingeldern) lag zum 30. September 2022 bei 9.723 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 7.666 Mio. EUR); davon waren 8.090 Mio. EUR zentral bei der Deutschen Lufthansa AG verfügbar.

Darüber hinaus bestanden ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 2.060 Mio. EUR; davon 2.000 Mio. EUR über die im April 2022 abgeschlossene revolvierende Kreditlinie.

Insgesamt standen dem Unternehmen damit zum 30. September 2022 11.783 Mio. EUR an Liquidität zur Verfügung (31. Dezember 2021: 9.445 Mio. EUR).

VERMÖGENSLAGE

Langfristige Vermögenswerte steigen um 505 Mio. EUR

scrollen

Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum 30. September 2022 mit 29.568 Mio. EUR um 2% über dem Niveau vom Jahresende 2021 (31. Dezember 2021: 29.063 Mio. EUR); dabei wurde der Wertzuwachs bei derivativen Finanzinstrumenten (+1.194 Mio. EUR), der Anstieg von Flugzeugen und Reservetriebwerken (+767 Mio. EUR) sowie Ausleihungen und Forderungen (+343 Mio. EUR) teilweise durch den Rückgang von aktivierten latenten Steuern aufgrund der Steuereffekte aus bewertungsbedingt gesunkenen Pensionsverpflichtungen (-1.870 Mio. EUR) kompensiert.

Der Wert der Flugzeuge und Reservetriebwerke stieg auf 16.085 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 15.318 Mio. EUR); dabei wurden Anzahlungen auf bestehende Bestellungen sowie Investitionen in Großwartungsereignisse und neue Flugzeuge (eine Boeing 787, eine B777F, vier Airbus A321 und acht A320) getätigt; die Flotte der Lufthansa Group umfasste zum 30. September 2022 insgesamt 709 Flugzeuge.

Kurzfristige Vermögenswerte steigen um rund 4,5 Mrd. EUR

scrollen

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen zum 30. September 2022 um 4.516 Mio. EUR auf 17.991 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 13.475 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch die Erhöhung der liquiden Mittel inklusive kurzfristiger Wertpapiere (+2.057 Mio. EUR), den Anstieg von kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Forderungen (+1.277 Mio. EUR) sowie dem Anstieg von derivativen Finanzinstrumenten (+1.034 Mio. EUR).

Die zum Verkauf stehenden Vermögenswerte in Höhe von 221 Mio. EUR betrafen im Wesentlichen vier Flugzeuge.

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten sinken um rund 4,2 Mrd. EUR

scrollen

Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sanken zum 30. September 2022 um 4.245 Mio. EUR auf 19.121 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 23.366 Mio. EUR).

Die langfristigen Finanzschulden lagen mit 14.547 Mio. EUR um 494 Mio. EUR unter dem Wert vom Jahresende 2021 (31. Dezember 2021: 15.041 Mio. EUR); der Rückgang basiert im Wesentlichen auf der Rückzahlung der langfristigen Stabilisierungsmaßnahmen im Rahmen des US CARES Act und der staatlich garantierten Kredite in der Schweiz. Finanzlage, ↗ S. 7.

Die Netto-Pensionsverpflichtungen, also die Pensionsrückstellungen abzüglich Vermögensüberhängen bei einzelnen Pensionsplänen, welche separat in den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden, sanken um 4.465 Mio. EUR auf 2.075 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 6.540 Mio. EUR); die Pensionsrückstellungen sanken um 4.116 Mio. EUR auf 2.560 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 6.676 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund des um 2,5 Prozentpunkte auf 3,8% gestiegenen Zinssatzes zur Abzinsung von Pensionsverpflichtungen in Deutschland und Österreich; der Effekt wurde teilweise durch die rückläufige Wertentwicklung der Planvermögen kompensiert.

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten steigen um rund 4,6 Mrd. EUR

scrollen

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten stiegen zum 30. September 2022 um 4.575 Mio. EUR auf 19.257 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 14.682 Mio. EUR), primär bedingt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus noch nicht genutzten Flugtickets (+2.236 Mio. EUR), höhere kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie höhere sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (+2.191 Mio. EUR).

Eigenkapital steigt um rund 4,7 Mrd. EUR

scrollen

Das Eigenkapital ist zum 30. September 2022 gegenüber Jahresende 2021 um 4.691 Mio. EUR auf 9.181 Mio. EUR gestiegen (31. Dezember 2021: 4.490 Mio. EUR), primär bedingt durch positive ergebnisneutrale Bewertungseffekte bei den Pensionen und Finanzinstrumenten sowie den Gewinn in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres.

Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber Jahresende 2021 um 8,7 Prozentpunkte auf 19,3% (31. Dezember 2021: 10,6%).

Die Nettokreditverschuldung lag aufgrund des positiven Free Cashflows mit 6.190 Mio. EUR um 2.833 Mio. EUR unter dem Niveau vom Jahresende 2021 (31. Dezember 2021: 9.023 Mio. EUR); das Adjusted Net Debt, die Summe von Nettokreditverschuldung und Netto-Pensionsverpflichtungen abzüglich 50% der 2015 begebenen Hybridanleihe, sank gegenüber Jahresende 2021 um 7.298 Mio. EUR auf 8.018 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 15.316 Mio. EUR).

Die Kennzahl Adjusted Net Debt/​Adjusted EBITDA lag damit bei 2,5.

BERECHNUNG NETTOKREDITVERSCHULDUNG

scrollen
30.09.2022 31.12.2021 Veränderung
in Mio. € in Mio. € in %
Verbindlichkeiten Kreditinstitute -1.750 -2.461 29
Anleihen -6.583 -6.697 2
Leasingverbindlichkeiten -2.566 -2.370 -8
Übrige langfristige Finanzschulden -4.981 -5.142 3
-15.880 -16.670 5
Übrige Bankverbindlichkeiten -33 -19 -74
Konzernkreditverschuldung -15.913 -16.689 5
Bankguthaben und Kassenbestände 2.447 2.307 6
Wertpapiere 7.276 5.359 36
Nettokreditverschuldung -6.190 -9.023 31
Pensionsrückstellungen -2.560 -6.676 62
Pensionsüberschüsse 485 136 257
Netto-Pensionsverpflichtungen -2.075 -6.540 68
Nettokreditverschuldung und Netto-Pensionsverpflichtungen -8.265 -15.563 47

Geschäftsfelder

GESCHÄFTSFELD PASSAGIER-AIRLINES 1)

KENNZAHLEN

scrollen
Jan. - Sept.
2022
Jan. - Sept.
2021
Veränderung
in %
Juli - Sept.
2022
Juli - Sept.
2021
Umsatz Mio. € 16.450 5.764 185 7.474 3.319
davon Verkehrserlöse Mio. € 14.899 4.718 216 6.962 2.934
Operative Erträge Mio. € 17.145 6.178 178 7.790 3.395
Operative Aufwendungen 2) Mio. € 17.652 8.940 97 7.136 3.655
Adjusted EBITDA 2) Mio. € 832 -1.433 1.154 246
Adjusted EBIT 2) Mio. € -491 -2.758 82 709 -193
EBIT Mio. € -471 -3.022 84 696 -305
Adjusted EBIT-Marge 2) % -3,0 -47,8 44,8 P. 9,5 -5,8
Segmentinvestitionen Mio. € 1.525 756 102 430 221
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 56.008 57.701 -3 - -
Flüge 3) Anzahl 608.816 285.391 113 242.765 168.596
Fluggäste 3) Tsd. 75.722 29.664 155 33.340 19.623
Angebotene Sitzkilometer 3) Mio. 193.307 94.073 105 77.690 49.883
Verkaufte Sitzkilometer 3) Mio. 152.868 55.967 173 66.927 34.341
Sitzladefaktor 3) % 79,1 59,5 19,6 P. 86,1 68,8
scrollen
Veränderung
in %
Umsatz 125
davon Verkehrserlöse 137
Operative Erträge 129
Operative Aufwendungen 2) 95
Adjusted EBITDA 2) 369
Adjusted EBIT 2)
EBIT
Adjusted EBIT-Marge 2) 15,3 P.
Segmentinvestitionen 95
Mitarbeitende zum 30.09.
Flüge 3) 44
Fluggäste 3) 70
Angebotene Sitzkilometer 3) 56
Verkaufte Sitzkilometer 3) 95
Sitzladefaktor 3) 17,3 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der Änderung in der Segmentberichterstattung ^ Anhang, S. 34.
2) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, S. 34.
3) Vorjahreszahlen angepasst.

scrollen

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2022 wurde die finanzielle Berichterstattung dahingehend umgestellt, dass die Passagier-Airlines der Lufthansa Group in einem Geschäftsfeld zusammengefasst werden; dieses umfasst die vormalig separat berichteten Geschäftsfelder Network Airlines und Eurowings. Anhang, ↗ S. 34.

Die operative Performance der Passagier-Airlines der Lufthansa Group hat sich im Verlauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2022 deutlich verbessert; nachdem die Passagier-Airlines im ersten Quartal 2022 nachfrageseitig noch stark von der Ausbreitung der Omikron-Variante belastet waren, stieg die Nachfrage nach Flugreisen im weiteren Verlauf des Jahres trotz des Krieges in der Ukraine und der anhaltenden Reisebeschränkungen in Asien stark an.

Der entsprechende Ausbau des Angebots führte im Sommer zu einer zeitweiligen Überlastung des Luftfahrtsystems; um das System zu entlasten strichen die Passagier-Airlines ebenso wie viele Wettbewerber Flüge; zusammen mit zahlreichen operativen Maßnahmen zur Optimierung des Flugbetriebs, die in Abstimmung mit den Systempartnern umgesetzt wurden, konnte damit im Verlauf des dritten Quartals eine deutliche Verbesserung erzielt werden.

Die angebotene Kapazität der Passagier-Airlines lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 um 105% über Vorjahr und damit bei 70% des Vorkrisenniveaus im Jahr 2019; die Zahl der Flüge stieg gegenüber Vorjahr um 113%; der Absatz nahm um 173% zu; der Sitzladefaktor lag mit 79,1% um 19,6 Prozentpunkte über Vorjahr.

Die Verkehrserlöse der Passagier-Airlines stiegen aufgrund der ausgebauten Verkehrsleistung im Berichtszeitraum gegenüber Vorjahr um 10.181 Mio. EUR bzw. 216% auf 14.899 Mio. EUR (Vorjahr: 4.718 Mio. EUR); die Umsatzerlöse lagen mit 16.450 Mio. EUR um 10.686 Mio. EUR bzw. 185% über Vorjahresniveau (Vorjahr: 5.764 Mio. EUR); die Durchschnittserlöse stiegen währungsbereinigt um 14,2%.

Die währungsbereinigten Stückerlöse stiegen aufgrund der höheren Durchschnittserlöse und der gestiegenen Auslastung gegenüber Vorjahr um 30,3%; dabei lagen sie 11,0% über dem Vorkrisenniveau im Jahr 2019.

Die operativen Aufwendungen stiegen um 8.712 Mio. EUR bzw. 97% auf 17.652 Mio. EUR (Vorjahr: 8.940 Mio. EUR); insbesondere lagen die Aufwendungen für Treibstoff aufgrund des ausgeweiteten Flugbetriebs und trotz der Absicherung höherer Kerosinpreise deutlich über Vorjahr (+3.978 Mio. EUR); die Gebühren lagen mengenbedingt über Vorjahr (+1.352 Mio. EUR); die Personalaufwendungen stiegen trotz der um 5% geringeren durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitenden insbesondere aufgrund der stark reduzierten Kurzarbeit (+1.116 Mio. EUR).

Die währungsbereinigten Stückkosten ohne Treibstoff- und Emissionsaufwendungen sanken aufgrund positiver Skaleneffekte infolge der gesteigerten Verkehrsleistung und weiteren Fortschritten bei der Umsetzung des Kostensenkungsprogramms um 25,2% gegenüber Vorjahr; gegenüber dem Vorkrisenniveau lagen sie um 12,4% höher.

Das Adjusted EBIT lag im Berichtszeitraum bei -491 Mio. EUR (Vorjahr: -2.758 Mio. EUR); im dritten Quartal 2022 konnten die Passagier-Airlines ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 709 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: -193 Mio. EUR).

Das EBIT betrug im Berichtszeitraum -471 Mio. EUR (Vorjahr: -3.022 Mio. EUR); die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert im Wesentlichen aus Nettoerträgen aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen nach Abschluss der jeweiligen Maßnahmen sowie gegenläufig außerplanmäßigen Abschreibungen auf Flugzeuge.

Die Segmentinvestitionen stiegen um 769 Mio. EUR bzw. 102% auf 1.525 Mio. EUR (Vorjahr: 756 Mio. EUR) und wurden im Wesentlichen für Anzahlungen auf Bestellungen, Großwartungsereignisse und neue Flugzeuge geleistet.

Die Anzahl der Mitarbeitenden sank zum 30. September 2022 um 3% gegenüber Vorjahr auf 56.008 (Vorjahr: 57.701), vor allem aufgrund von Freiwilligenprogrammen zum Abbau von Mitarbeitenden und Fluktuation.

OPERATIVE KENNZAHLEN

scrollen
Jan. - Sept. 2022 Jan. - Sept. 2021 Veränderung in % Währungsbereinigte
Veränderung in %
Juli - Sept. 2022
Durchschnittserlöse € Cent 8,9 7,5 18,9 14,2 9,6
Stückerlöse (RASK) € Cent 8,6 6,4 36,0 30,3 9,8
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissions-
aufwendungen
€ Cent 6,1 7,9 -22,5 -25,2 5,9
scrollen
Juli - Sept. 2021 Veränderung in % Währungsbereinigte
Veränderung in %
Durchschnittserlöse 7,7 24,7 18,6
Stückerlöse (RASK) 6,8 43,5 36,1
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissions-
aufwendungen
5,9 -1,1 -5,3

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSGEBIETE

scrollen
Verkehrserlöse Fluggäste Angebotene Sitzkilometer
Jan. - Sept. 2022 Veränderung Jan. - Sept. 2022 Veränderung Jan. - Sept. 2022 Veränderung
in Mio. € in % in Tsd. in % in Mio. in %
Europa 6.538 180 61.872 148 79.834 110
Amerika 4.442 333 7.408 227 70.067 118
Asien/​Pazifik 1.162 268 1.869 269 18.654 89
Nahost/​Afrika 1.440 186 4.573 140 24.752 77
Nicht zuordenbar 1.317 145
Gesamtverkehr 14.899 216 75.722 155 193.307 105
scrollen
Verkaufte Sitzkilometer Sitzladefaktor
Jan. - Sept. 2022 Veränderung Jan. - Sept. 2022 Veränderung
in Mio. in % in % in P.
Europa 62.746 134 78,6 8,3 P.
Amerika 56.270 225 80,3 26,5 P.
Asien/​Pazifik 14.485 283 77,6 39,4 P.
Nahost/​Afrika 19.367 139 78,2 20,2 P.
Nicht zuordenbar
Gesamtverkehr 152.868 173 79,1 19,6 P.

Lufthansa German Airlines 1)

scrollen
KENNZAHLEN Jan. - Sept.
2022
Jan. - Sept.
2021
Veränderung
in %
Umsatz Mio. € 9.411 3.094 204
Operative Erträge Mio. € 9.828 3.403 189
Operative Aufwendungen 2) Mio. € 10.393 5.274 97
Adjusted EBITDA 2) Mio. € 80 -1.241
Adjusted EBIT 2) Mio. € -574 -1.893 70
EBIT Mio. € -546 -2.143 75
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 34.272 36.240 -5
Flüge Anzahl 301.723 140.541 115
Fluggäste Tsd. 38.147 14.374 165
Angebotene Sitzkilometer Mio. 111.113 53.554 107
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 87.893 30.747 186
Sitzladefaktor % 79,1 57,4 21,7 P.

1) Inkl. Regionalpartnern und Eurowings Discover.
2) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, ↗ S. 34.

scrollen

Lufthansa German Airlines treibt die Modernisierung ihrer Flotte weiter voran; so wurde am 30. August 2022 die erste von 32 bestellten Boeing 787 "Dreamliner" in Frankfurt in Empfang genommen.

Seit 1. August 2022 ist die Deutsche Bahn der erste intermodale Partner der Star Alliance und bietet damit ein Angebot für klimafreundliche An- und Abreisen zu Flugreisen.

Seit 1. September 2022 ist Karl-Hermann Brandes neuer Chief Operating Officer von Lufthansa German Airlines als Nachfolger von Ola Hansson.

Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Nachfrage nach Flugreisen und höherer Stückerlöse stiegen die Umsatzerlöse von Lufthansa German Airlines im Berichtszeitraum gegenüber Vorjahr um 6.317 Mio. EUR bzw. 204% auf 9.411 Mio. EUR (Vorjahr: 3.094 Mio. EUR).

Die operativen Aufwendungen lagen mit 10.393 Mio. EUR um 5.119 Mio. EUR bzw. 97% über Vorjahresniveau (Vorjahr: 5.274 Mio. EUR), primär aufgrund des mengen-, preis- und währungsbedingten Anstiegs der Aufwendungen für Treibstoff und Gebühren sowie höherer Personalaufwendungen infolge der stark reduzierten Kurzarbeit.

Das Adjusted EBIT lag im Berichtszeitraum bei -574 Mio. EUR (Vorjahr: -1.893 Mio. EUR); dabei konnte Lufthansa German Airlines im dritten Quartal 2022 erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 224 Mio. EUR (Vorjahr: -320 Mio. EUR) erwirtschaften.

Das EBIT betrug im Berichtszeitraum -546 Mio. EUR (Vorjahr: -2.143 Mio. EUR); die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert hauptsächlich aus Nettoerträgen aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen nach Abschluss der Maßnahmen sowie gegenläufig außerplanmäßigen Abschreibungen auf Flugzeuge.

SWISS 1)

scrollen
KENNZAHLEN Jan. - Sept.
2022
Jan. - Sept.
2021
Veränderung
in %
Umsatz Mio. € 3.467 1.330 161
Operative Erträge Mio. € 3.580 1.395 157
Operative Aufwendungen 2) Mio. € 3.301 1.773 86
Adjusted EBITDA 2) Mio. € 615 -45
Adjusted EBIT 2) Mio. € 279 -378
EBIT Mio. € 278 -391
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 8.788 9.173 -4
Flüge Anzahl 90.584 42.307 114
Fluggäste Tsd. 11.063 4.528 144
Angebotene Sitzkilometer Mio. 32.177 16.994 89
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 25.260 9.103 177
Sitzladefaktor % 78,5 53,6 24,9 P.

1) Inkl. Edelweiss Air.
2) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, S. 34.

scrollen

Die Umsatzerlöse von SWISS stiegen im Berichtszeitraum gegenüber Vorjahr aufgrund des ausgeweiteten Flugbetriebs und höherer Stückerlöse um 2.137 Mio. EUR bzw. 161% auf 3.467 Mio. EUR (Vorjahr: 1.330 Mio. EUR).

Die operativen Aufwendungen stiegen gegenüber Vorjahr um 1.528 Mio. EUR bzw. 86% auf 3.301 Mio. EUR (Vorjahr: 1.773 Mio. EUR); mengen-, preis- und währungsbedingt höhere Aufwendungen für Treibstoff sowie höhere Gebühren und Personalaufwendungen konnten durch erfolgreiche Restrukturierungsmaßnahmen teilweise kompensiert werden.

Somit konnte SWISS in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 ein positives operatives Ergebnis erzielen, das Adjusted EBIT lag bei 279 Mio. EUR (Vorjahr: -378 Mio. EUR); das EBIT betrug 278 Mio. EUR (Vorjahr: -391 Mio. EUR).

Austrian Airlines

scrollen
KENNZAHLEN Jan. - Sept.
2022
Jan. - Sept.
2021
Veränderung
in %
Umsatz Mio. € 1.366 491 178
Operative Erträge Mio. € 1.428 516 177
Operative Aufwendungen 1) Mio. € 1.424 712 100
Adjusted EBITDA 1) Mio. € 94 -92
Adjusted EBIT 1) Mio. € 4 -196
EBIT Mio. € -2 -198 99
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 5.557 5.917 -6
Flüge Anzahl 70.079 38.237 83
Fluggäste Tsd. 8.195 3.441 138
Angebotene Sitzkilometer Mio. 16.192 7.393 119
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 12.765 4.675 173
Sitzladefaktor % 78,8 63,2 15,6 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, S. 34.

scrollen

Austrian Airlines hat Mitte September die erste von insgesamt vier Airbus A320neo in Empfang genommen; die A320neo zeichnet sich im Vergleich zu Vorgängermodellen durch effizientere Triebwerke und geringere Lärmemissionen aus.

Die Umsatzerlöse von Austrian Airlines stiegen im Berichtszeitraum gegenüber Vorjahr aufgrund der ausgeweiteten Verkehrsleistung und höherer Stückerlöse um 875 Mio. EUR bzw. 178% auf 1.366 Mio. EUR (Vorjahr: 491 Mio. EUR).

Die operativen Aufwendungen lagen mit 1.424 Mio. EUR um 712 Mio. EUR bzw. 100% über Vorjahresniveau (Vorjahr: 712 Mio. EUR), insbesondere aufgrund mengen-, preis- und währungsbedingt gestiegener Aufwendungen für Treibstoff und mengenbedingt gestiegener Aufwendungen für Gebühren.

Austrian Airlines konnte somit im Berichtszeitraum ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 4 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: -196 Mio. EUR); das EBIT betrug -2 Mio. EUR (Vorjahr: -198 Mio. EUR).

Brussels Airlines

scrollen
KENNZAHLEN Jan. - Sept.
2022
Jan. - Sept.
2021
Veränderung
in %
Umsatz Mio. € 888 380 134
Operative Erträge Mio. € 943 402 135
Operative Aufwendungen 1) Mio. € 980 543 80
Adjusted EBITDA 1) Mio. € 45 -57
Adjusted EBIT 1) Mio. € -37 -141 74
EBIT Mio. € -37 -142 74
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 3.199 3.020 6
Flüge Anzahl 38.769 18.495 110
Fluggäste Tsd. 5.022 2.209 127
Angebotene Sitzkilometer Mio. 12.277 7.174 71
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 9.506 4.778 99
Sitzladefaktor % 77,4 66,6 10,8 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, S. 34.

scrollen

Seit 1. Juli 2022 ist Tilman Reinshagen Mitglied des Vorstands von Brussels Airlines als Chief Operating Officer.

Brussels Airlines hat sein Sanierungsprogramm Reboot Plus offiziell abgeschlossen, nachdem die angestrebte Kostenposition erreicht wurde.

Brussels Airlines hat ihre Flotte um zwei Mittelstreckenflugzeuge erweitert, um auf die rasche Erholung der Nachfrage nach Freizeitreisen zu reagieren.

Die Umsatzerlöse von Brussels Airlines stiegen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 aufgrund des ausgeweiteten Flugbetriebs und höherer Stückerlöse gegenüber Vorjahr um 508 Mio. EUR bzw. 134% auf 888 Mio. EUR (Vorjahr: 380 Mio. EUR).

Entsprechend des Ausbaus des Flugbetriebs stiegen die operativen Aufwendungen um 437 Mio. EUR bzw. 80% auf 980 Mio. EUR (Vorjahr: 543 Mio. EUR), primär aufgrund des mengen-, preis- und währungsbedingten Anstiegs der Aufwendungen für Treibstoff und mengenbedingt gestiegener Aufwendungen für Gebühren.

Das Adjusted EBIT lag im Berichtszeitraum bei -37 Mio. EUR (Vorjahr: -141 Mio. EUR); dabei konnte Brussels Airlines im dritten Quartal 2022 ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 52 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: 2 Mio. EUR); das EBIT lag im Berichtszeitraum ebenfalls bei -37 Mio. EUR (Vorjahr: -142 Mio. EUR).

Eurowings

scrollen
KENNZAHLEN Jan. - Sept.
2022
Jan. - Sept.
2021
Veränderung
in %
Umsatz Mio. € 1.427 530 169
Operative Erträge 1.572 608 159
Operative Aufwendungen 1) Mio. € 1.733 777 123
Adjusted EBITDA 1) Mio. € 4 9 -56
Adjusted EBIT 1) Mio. € -136 -143 5
EBIT Mio. € -138 -141 2
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 4.192 3.351 25
Flüge Anzahl 107.661 45.911 134
Fluggäste Tsd. 13.294 5.117 160
Angebotene Sitzkilometer Mio. 21.547 8.962 140
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 17.444 6.664 162
Sitzladefaktor % 81,0 74,4 6,6 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, S. 34.

scrollen

Aufgrund der steigenden Nachfrage stockt Eurowings ihr Angebot für Business-Reisende deutlich auf; gleichzeitig erweitert die Lufthansa-Tochter die Kapazität ihres BIZclass Angebots auf zahlreichen Strecken.

Die Umsatzerlöse von Eurowings lagen im Berichtszeitraum mit 1.427 Mio. EUR mengenbedingt und aufgrund höherer Durchschnittserlöse um 897 Mio. EUR bzw. 169% über Vorjahresniveau (Vorjahr: 530 Mio. EUR).

Die operativen Aufwendungen stiegen um 956 Mio. EUR bzw. 123% auf 1.733 Mio. EUR (Vorjahr: 777 Mio. EUR); dabei stiegen die Treibstoffkosten mengen-, preis- und währungsbedingt deutlich, die Aufwendungen für Gebühren stiegen vor allem mengenbedingt; die Aufwendungen für Personal stiegen infolge des Personalaufbaus, der aus der neuerlichen Ausweitung des Flugprogramms nach der Krise sowie der Beendigung der Kurzarbeit resultierte; die Aufwendungen für Flugzeugcharter stiegen im Zuge der saisonalen Einbindung externer Wet-Lease Partner.

Das Adjusted EBIT von Eurowings lag im Berichtszeitraum bei -136 Mio. EUR (Vorjahr: -143 Mio. EUR); die Verbesserung um 7 Mio. EUR gegenüber Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung des Flugprogramms sowie geringerer Stückkosten; im dritten Quartal 2022 erzielte Eurowings ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 103 Mio. EUR (Vorjahr: 108 Mio. EUR); das EBIT betrug im Berichtszeitraum -138 Mio. EUR (Vorjahr: -141 Mio. EUR).

GESCHÄFTSFELD LOGISTIK

KENNZAHLEN

scrollen
Jan. - Sept. 2022 Jan. - Sept. 2021 Veränderung
in %
Juli - Sept. 2022 Juli - Sept. 2021
Umsatz Mio. € 3.567 2.542 40 1.141 871
davon Verkehrserlöse Mio. € 3.426 2.429 41 1.091 834
Operative Erträge Mio. € 3.638 2.587 41 1.168 884
Operative Aufwendungen 1) Mio. € 2.346 1.661 41 842 589
Adjusted EBITDA 1) Mio. € 1.433 1.050 36 374 339
Adjusted EBIT 1) Mio. € 1.308 943 39 331 302
EBIT Mio. € 1.286 946 36 330 303
Adjusted EBIT-Marge 1) % 36,7 37,1 -0,4 P. 29,0 34,7
Segmentinvestitionen Mio. € 233 147 59 12 119
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 4.087 4.201 -3 - -
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer 2) Mio. 8.743 7.273 20 3.186 2.601
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer 2) Mio. 5.363 5.234 2 1.794 1.753
Nutzladefaktor 2) % 61,3 72,0 -10,7 P. 56,3 67,4
scrollen
Veränderung
in %
Umsatz 31
davon Verkehrserlöse 31
Operative Erträge 32
Operative Aufwendungen 1) 43
Adjusted EBITDA 1) 10
Adjusted EBIT 1) 10
EBIT 9
Adjusted EBIT-Marge 1) -5,7 P.
Segmentinvestitionen -90
Mitarbeitende zum 30.09.
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer 2) 22
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer 2) 2
Nutzladefaktor 2) -11,1 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, S. 34.
2) Vorjahreszahlen angepasst.

scrollen

Die Entwicklung im Geschäftsfeld Logistik bleibt weiter auf Rekordniveau; das marktweite Angebot von Frachtkapazitäten ist infolge der Corona-Pandemie weiterhin durch den Wegfall von Kapazitäten in den Bellys der Passagierflugzeuge reduziert; die Nachfrage nach Frachtkapazitäten bleibt auf einem hohen Niveau; die operative Stabilität konnte trotz widriger Rahmenbedingungen wie Lockdowns in China und Umwegen, verursacht durch das Umfliegen des russischen Luftraums, gewährleistet werden.

Die Frachtkapazität wurde im Berichtszeitraum durch einen zweiten dauerhaft umgebauten Airbus A321F erweitert; mit dem Ausbau der Frachtkapazität für das Kurz- und Mittelstreckensegment reagiert Lufthansa Cargo auf die steigende Nachfrage der eCommerce-Branche und kann Kunden somit noch mehr Kapazitäten für Sameday-Lieferungen anbieten; darüber hinaus wurden bis 2024 laufende Leasingvereinbarungen über zwei Frachtflugzeuge vom Typ Boeing 777F um jeweils sieben Jahre bis 2031 verlängert.

Als weitere Investition in die Kapazitätserweiterung der Frachterflotte hat Lufthansa Cargo bereits im zweiten Quartal 2022 drei B777F der aktuellen Technologie sowie sieben B777-8F der kommenden Boeing-Frachtergeneration bestellt; die erste B777F wurde bereits im Juni 2022 ausgeliefert.

Das Angebot von Lufthansa Cargo lag im Berichtszeitraum vor allem aufgrund der Erholung des Passagierflugbetriebs um 20% über Vorjahr, der Absatz stieg um 2%; der Nutzladefaktor sank um 10,7 Prozentpunkte auf 61,3%; die währungsbereinigten Durchschnittserlöse stiegen in allen Verkehrsgebieten von Lufthansa Cargo und lagen insgesamt um 32,7% über Vorjahr; sie erreichten damit einen neuen Höchststand in der Geschichte der Lufthansa Cargo.

Auch die Verkehrserlöse legten in allen Verkehrsgebieten aufgrund des gestiegenen Absatzes und der höheren Durchschnittserlöse um 997 Mio. EUR bzw. 41% auf 3.426 Mio. EUR zu (Vorjahr: 2.429 Mio. EUR); die Umsatzerlöse stiegen um 1.025 Mio. EUR bzw. 40% auf 3.567 Mio. EUR (Vorjahr: 2.542 Mio. EUR).

Die operativen Aufwendungen stiegen insbesondere aufgrund höherer Treibstoffkosten und höherer Belly-Aufwendungen gegenüber Konzerngesellschaften um 685 Mio. EUR bzw. 41% auf 2.346 Mio. EUR (Vorjahr: 1.661 Mio. EUR).

Das Adjusted EBIT verbesserte sich vor allem aufgrund der höheren Durchschnittserlöse bei gleichzeitig gestiegenem Absatz um 365 Mio. EUR bzw. 39% auf 1.308 Mio. EUR (Vorjahr: 943 Mio. EUR); damit erzielte Lufthansa Cargo im Berichtszeitraum erneut ein Rekordergebnis.

Das EBIT verbesserte sich um 340 Mio. EUR bzw. 36% auf 1.286 Mio. EUR (Vorjahr: 946 Mio. EUR); die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert hauptsächlich aus Restrukturierungsaufwendungen sowie aus Wertberichtigungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg.

Die Segmentinvestitionen lagen im Berichtszeitraum bei 233 Mio. EUR (Vorjahr: 147 Mio. EUR).

Die Anzahl der Mitarbeitenden ging zum 30. September 2022 um 3% auf 4.087 zurück (Vorjahr: 4.201).

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSGEBIETE

scrollen
Verkehrserlöse Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer
Jan. - Sept. 2022 Veränderung Jan. - Sept. 2022 Veränderung Jan. - Sept. 2022 Veränderung
in Mio. € in % in Mio. in % in Mio. in %
Europa 217 39 442 28 195 10
Amerika 1.602 38 4.735 35 2.658 9
Asien/​Pazifik 1.389 46 2.842 -1 2.122 -6
Nahost/​Afrika 218 37 724 35 388 10
Gesamtverkehr 3.426 41 8.743 20 5.363 2
scrollen
Fracht-Nutzladefaktor
Jan. - Sept. 2022 Veränderung
in % in P.
Europa 44,1 -6,9 P.
Amerika 56,1 -13,2 P.
Asien/​Pazifik 74,7 -4,2 P.
Nahost/​Afrika 53,5 -12,2 P.
Gesamtverkehr 61,3 -10,7 P.

GESCHÄFTSFELD TECHNIK

KENNZAHLEN

scrollen
Jan. - Sept.
2022
Jan. - Sept.
2021
Veränderung
in %
Juli - Sept.
2022
Juli - Sept.
2021
Umsatz Mio. € 4.013 2.746 46 1.422 1.029
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 1.093 590 85 382 234
Operative Erträge Mio. € 4.275 3.002 42 1.512 1.111
Operative Aufwendungen 1) Mio. € 3.838 2.704 42 1.321 958
Adjusted EBITDA 1) Mio. € 530 417 27 221 193
Adjusted EBIT 1) Mio. € 397 284 40 177 149
EBIT Mio. € 337 123 174 184 22
Adjusted EBIT-Marge 1) % 9,9 10,3 -0,4 P. 12,4 14,5
Segmentinvestitionen Mio. € 59 56 5 31 17
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 20.233 21.107 -4 - -
scrollen
Veränderung
in %
Umsatz 38
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group 63
Operative Erträge 36
Operative Aufwendungen 1) 38
Adjusted EBITDA 1) 15
Adjusted EBIT 1) 19
EBIT 736
Adjusted EBIT-Marge 1) -2,1 P.
Segmentinvestitionen 82
Mitarbeitende zum 30.09.

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, S. 34.

scrollen

Der positive Geschäftsverlauf von Lufthansa Technik setzte sich auch im dritten Quartal weiter fort; die steigende Nachfrage nach Flugreisen insbesondere in den Sommermonaten führte zu einer steigenden Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen, was sich ebenso positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirkte wie die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro; herausfordernd wirkten sich steigende Rohstoff-, Material- und Lohnkosten sowie die Materialknappheiten am Weltmarkt aus.

Seit 1. Juli 2022 ist Sören Stark neuer Vorstandsvorsitzender von Lufthansa Technik und Harald Gloy neuer Chief Operating Officer und Arbeitsdirektor.

Die Umsatzerlöse von Lufthansa Technik stiegen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 1.267 Mio. EUR bzw. 46% auf 4.013 Mio. EUR (Vorjahr: 2.746 Mio. EUR).

Die operativen Aufwendungen stiegen um 1.134 Mio. EUR bzw. 42% auf 3.838 Mio. EUR (Vorjahr: 2.704 Mio. EUR), im Wesentlichen getrieben durch die preis- und mengenbedingte Erhöhung des Materialaufwands und den Anstieg des Personalaufwands aufgrund verminderter Kurzarbeit.

Das Adjusted EBIT verbesserte sich um 113 Mio. EUR bzw. 40% auf 397 Mio. EUR (Vorjahr: 284 Mio. EUR); das EBIT lag, beeinflusst von Wertminderungen infolge der Sanktionen gegen Russland, bei 337 Mio. EUR (Vorjahr: 123 Mio. EUR).

Die Segmentinvestitionen stiegen um 3 Mio. EUR bzw. 5% auf 59 Mio. EUR (Vorjahr: 56 Mio. EUR).

Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. September 2022 sank gegenüber Vorjahr um 4% auf 20.233 (Vorjahr: 21.107).

GESCHÄFTSFELD CATERING

KENNZAHLEN

scrollen
Jan. - Sept.
2022
Jan. - Sept.
2021
Veränderung
in %
Juli - Sept.
2022
Juli - Sept.
2021
Umsatz Mio. € 1.415 766 85 558 319
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 42 19 121 19 7
Operative Erträge Mio. € 1.445 979 48 563 393
Operative Aufwendungen 1) Mio. € 1.447 913 58 557 354
Adjusted EBITDA 1) Mio. € 51 114 -55 26 55
Adjusted EBIT 1) Mio. € -7 54 6 35
EBIT Mio. € -28 29 5 34
Adjusted EBIT-Marge 1) % -0,5 7,0 -7,5 P. 1,1 11,0
Segmentinvestitionen Mio. € 21 12 75 9 4
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 19.707 15.637 26 - -
scrollen
Veränderung
in %
Umsatz 75
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group 171
Operative Erträge 43
Operative Aufwendungen 1) 57
Adjusted EBITDA 1) -53
Adjusted EBIT 1) -83
EBIT -85
Adjusted EBIT-Marge 1) -9,9 P.
Segmentinvestitionen 125
Mitarbeitende zum 30.09.

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition ^ Anhang, S. 34.

scrollen

Die LSG Group verzeichnete im dritten Quartal 2022 weitere Umsatzzuwächse; auf dem nordamerikanischen Markt war der Anstieg, auch bedingt durch Währungseffekte, besonders stark; auch in Lateinamerika und in der Region Emerging Markets zeigte sich eine zunehmende Markterholung; in Asien hingegen erholte sich das Geschäft aufgrund weiter bestehender Restriktionen nur zögerlich.

Im Verlauf des dritten Quartals 2022 konnte die LSG Group wesentliche neue Verträge abschließen beziehungsweise verlängern; unter anderem mit Copa Airlines an 22 Stationen sowie mit China Southern Airlines in Thailand und GOL in Brasilien; Retail inMotion verlängerte den wichtigen Onboard Retail-Vertrag mit Aer Lingus und führte das Boutique-Geschäft (Inflight Shopping) auf allen Interkontinentalflügen von Lufthansa German Airlines mit neuem Sortiment ein.

scrollen

Die Umsatzerlöse der LSG Group stiegen im Berichtszeitraum aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in allen Regionen, insbesondere in Nordamerika, um 649 Mio. EUR bzw. 85% auf 1.415 Mio. EUR (Vorjahr: 766 Mio. EUR).

Die sonstigen Erträge sanken vor allem aufgrund des Wegfalls von Zuschüssen, die im Vorjahr im Rahmen des US Cares-Act vereinnahmt wurden, um 183 Mio. EUR bzw. 86% auf 30 Mio. EUR (Vorjahr: 213 Mio. EUR).

Die operativen Aufwendungen stiegen primär aufgrund von mengen- und preisbedingt höheren Material- und Personalaufwendungen sowie gestiegener umsatzabhängiger Flughafenentgelte um 534 Mio. EUR bzw. 58% auf 1.447 Mio. EUR (Vorjahr: 913 Mio. EUR).

Das Adjusted EBIT lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 aufgrund des Wegfalls der Zuschüsse im Rahmen des US Cares-Act bei -7 Mio. EUR (Vorjahr: 54 Mio. EUR); ohne Berücksichtigung dieser Zuschüsse im Vorjahr hätte das Adjusted EBIT den Vorjahreswert übertroffen.

Das EBIT lag bei -28 Mio. EUR (Vorjahr: 29 Mio. EUR); die Differenz zum Adjusted EBIT resultiert vorrangig aus außerplanmäßigen Abschreibungen und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg standen.

Die Segmentinvestitionen lagen bei 21 Mio. EUR (Vorjahr: 12 Mio. EUR).

Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. September 2022 stieg aufgrund der Geschäftserholung um 26% gegenüber Vorjahr auf 19.707 (Vorjahr: 15.637).

WEITERE GESELLSCHAFTEN UND KONZERNFUNKTIONEN

KENNZAHLEN

scrollen
Jan. - Sept.
2022
Jan. - Sept.
2021
Veränderung
in %
Juli - Sept.
2022
Juli - Sept.
2021
Operative Erträge Mio. € 1.919 1.301 48 783 63
Operative Aufwendungen 1) Mio. € 2.138 1.471 45 859 99
Adjusted EBITDA 1) Mio. € -117 -82 -43 -39 -13
Adjusted EBIT 1) Mio. € -204 -168 -21 -69 -40
EBIT Mio. € -226 -219 -3 -66 -60
Segmentinvestitionen Mio. € 30 29 3 7 -3
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 7.935 8.038 -1 - -
scrollen
Veränderung
in %
Operative Erträge 1.143
Operative Aufwendungen 1) 768
Adjusted EBITDA 1) -200
Adjusted EBIT 1) -73
EBIT -10
Segmentinvestitionen
Mitarbeitende zum 30.09.

1) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition Anhang, S. 34.

scrollen

Die operativen Erträge der weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen stiegen im Berichtszeitraum aufgrund höherer Währungsgewinne sowie gestiegener Umsatzerlöse insbesondere der AirPlus-Gesellschaften gegenüber Vorjahr um 618 Mio. EUR bzw. 48% auf 1.919 Mio. EUR (Vorjahr: 1.301 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen um 667 Mio. EUR bzw. 45% auf 2.138 Mio. EUR (Vorjahr: 1.471 Mio. EUR), primär aufgrund höherer Währungsverluste und der gestiegenen Geschäftsaktivität der Gesellschaften.

Das Adjusted EBIT lag bei -204 Mio. EUR (Vorjahr: -168 Mio. EUR); dabei wurden die höheren Aufwendungen bei den Konzernfunktionen aufgrund des Wegfalls von Kurzarbeit und gestiegener IT-Aufwendungen durch den Rückgang des Verlusts bei AirPlus teilweise kompensiert; das EBIT betrug -226 Mio. EUR (Vorjahr: -219 Mio. EUR).

Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. September 2022 sank gegenüber Vorjahr um 1% auf 7.935 (Vorjahr: 8.038); in den Konzernfunktionen sank die Zahl der Mitarbeitenden um 7%.

Chancen- und Risikobericht

Im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2021 ausführlich dargestellten Chancen und Risiken haben sich folgende wesentliche Konkretisierungen beziehungsweise Entwicklungen ergeben:

scrollen

Im Kontext der Corona-Pandemie hat sich der internationale Flugverkehr wieder stabilisiert und internationale Reisebeschränkungen sind weitgehend abgebaut. Selbst bei einer erneuten Verschlechterung der Lage sind weltweite unkoordinierte Grenzschließungen unwahrscheinlich, allenfalls punktuelle, regionale Einschränkungen bleiben möglich. Im Falle einer erneuten Verschlechterung der Lage würde sich die Lufthansa Group im Dialog mit der nationalen, europäischen und internationalen Politik für abgestimmte risiko- und evidenzbasierte Maßnahmen einsetzen. Insgesamt hat sich das Risiko für die Lufthansa Group damit reduziert.

Die operativen Beeinträchtigungen, die im Sommer insbesondere auch aufgrund fehlenden Personals im Gesamtsystem Luftverkehr auftraten, konnten seitdem mit den Maßnahmen, die seitens der Lufthansa Group und ihrer Systempartner ergriffen wurden, deutlich reduziert werden. Herausfordernd ist weiterhin die Pünktlichkeit der Flüge, die bei nahezu allen europäischen Fluggesellschaften deutlich unter 80% liegt. Dies birgt weiterhin das Risiko von Reputationsschäden sowie steigenden Kosten für die Entschädigung und Unterstützung betroffener Passagiere.

Krisenbedingte Flugstreichungen können einen Verlust von Start- und Landerechten (Slots) zur Folge haben. Im Zusammenhang mit der Nutzung von Slots gilt grundsätzlich die Regelung, dass das Recht auf Wiederzuteilung in der Folgeperiode verloren geht, wenn sie in einer Flugperiode zu weniger als 80% genutzt wurden. Diese Regel wurde von Behörden weltweit aufgrund des Corona-bedingten Einbruchs des Flugaufkommens zunächst bis März 2021 ausgesetzt und für die nächsten Perioden abgesenkt. In Fällen konkreter Flug- und/​oder Reisebeschränkungen können zusätzlich Flugstreichungen mit "Force Majeure" begründet werden. Für den Winter 2022/​2023 hat die EU 75% als Minimum-Slot-Nutzungsrate festgelegt, und die EU Kommission ermächtigt, diese unter bestimmten Umständen während der Periode anzupassen. Abhängig von der Verkehrslage besteht das Risiko, dass zum Slot-Erhalt unterausgelastete Flüge geflogen werden müssen. Die EU-Regelung ist teilweise restriktiver als in anderen Weltregionen, mit dem Risiko, dass dort reziprok die EU-Regelungen (nur) für EU-Gesellschaften angewendet werden. Für den Sommer 2023 werden die gleichen Ausnahmeregeln ("Force Majeure") wie im Winter 2022/​2023 gelten; allerdings mit einer 80%-Slot-Nutzungsquote.

Aufgrund verschiedener offener Tarifverträge im Konzern, hoher Inflationsraten und der operativen Herausforderungen im Nachgang der Corona-Pandemie, welche die Mitarbeiterschaft weiterhin belasten, besteht auch im weiteren Jahresverlauf ein Streikrisiko in verschiedenen Gesellschaften der Lufthansa Group. Mit der Grundsatzeinigung für die Cockpitbeschäftigten der Deutschen Lufthansa AG und der Lufthansa Cargo AG sowie der Einigung mit Ver.di für die rund 20.000 tariflichen Bodenmitarbeitenden der Deutschen Lufthansa AG, der Lufthansa Technik AG und der Lufthansa Cargo AG sowie für weitere Tochtergesellschaften der Lufthansa hat sich das Streikrisiko für die von diesen Verträgen umfassten Beschäftigten bis zum 30. Juni 2023 beziehungsweise dem 31. Dezember 2023 jedoch merklich reduziert. Die Durchsetzung der gewerkschaftlichen Forderungen kann zu einer Steigerung der Personalkosten führen. Auch können Streiks zu Reputationsschäden und spürbaren wirtschaftlichen Belastungen führen.

Der Rohölpreis wies in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 eine hohe Volatilität auf und erreichte an einzelnen Tagen Preise von mehr als 120 USD/​bbl. Gleichzeitig ist die Preisdifferenz zwischen Rohöl und Kerosin, der sogenannte Jet Fuel Crack, gestiegen. Weitere Erhöhungen würden zu höheren Treibstoffaufwänden für die Lufthansa Group führen. Die Lufthansa Group hat begonnen, auch Jet Fuel Crack-Sicherungen durchzuführen, um die Effekte aus einem weiteren Anstieg abzumildern. Außerdem gibt sie steigende Kosten in Form von höheren Preisen an die Kund:innen weiter.

Der US-Dollar hat gegenüber dem Euro stark an Wert gewonnen. Da die Lufthansa Group einen Netto-US-Dollar Bedarf hat, würden sich eine weitere Stärkung des US-Dollar negativ auf das Ergebnis auswirken.

Aufgrund der steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten besteht die Möglichkeit, dass das Konsumverhalten belastet wird und sich auch die Nachfrage nach Flügen reduziert, mit einem entsprechend negativen Einfluss auf die Erlöse der Lufthansa Group.

Eine Verknappung der Energie- und Rohstoffversorgung Deutschlands und insbesondere eine Einschränkung von Energielieferungen an Flughäfen, Fluggesellschaften und Zulieferbetriebe als kritische Infrastruktur könnte Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit einiger Geschäftsfelder der Lufthansa Group und somit indirekt auch Einfluss auf den Flugbetrieb haben.

Einige Lieferanten wie beispielsweise im Bereich der Ersatzteileversorgung der Flugzeuge sind von Engpässen in der Lieferkette betroffen. Um Risiken aus Material- und Serviceengpässen zu mitigieren, werden gegensteuernde Maßnahmen wo immer möglich ergriffen. Hierzu zählen eine Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Lieferanten und Maßnahmen, die die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette und Versorgungssicherheit erhöhen.

Das Land Niedersachsen hat eine Bundesratsinitiative initiiert, die auf ein Verbot der Vorkasse-Praxis abzielt. Zusätzlich hat sich das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) ebenso für eine Anpassung der Praxis ausgesprochen. Ausgangspunkt für die Vorschläge waren die operativen Beeinträchtigungen - insbesondere die Rückzahlungsdauer der Entschädigungszahlungen. Ein mögliches Verbot der Vorkasse-Praxis hätte grundlegenden Einfluss auf die Zahlungsströme, das Pricing und im Ergebnis auf die Liquidität der Lufthansa Group. Zusätzlich wären Preissteigerungen von Flugtickets die Folge, was bei einer deutschen Einzellösung zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen führen würde. In der öffentlichen Diskussion weist die Lufthansa Group regelmäßig auf diese Folgen hin.

Auf Basis der deutlich verbesserten Geschäftsentwicklung, der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen und der in der Finanzplanung unterstellten Szenarien sieht der Vorstand den Fortbestand der Lufthansa Group nicht gefährdet.

Prognosebericht

scrollen

Der Finanzausblick des Konzerns ist nach wie vor mit einem hohen Maß an Prognoseunsicherheit behaftet; diese Unsicherheit wird unter anderem durch das Rezessionsrisiko in den aktuellen Aussichten für die Weltwirtschaft, dem Fortgang des Ukraine-Kriegs und seiner Auswirkungen auf die Energieversorgung in Westeuropa und der ungewissen weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie verursacht; all dies hat potenziell erheblichen Einfluss auf das Konsumentenvertrauen und die Nachfrage nach Flugreisen; auch der weitere Fortgang der Verhandlungen mit den Sozialpartnern und etwaige Arbeitskämpfe sowie heute noch nicht vorhersehbare Ereignisse können die finanzielle Entwicklung des Konzerns im weiteren Jahresverlauf beeinflussen.

Die Lufthansa Group geht davon aus, das Flugangebot ihrer Airlines im Jahr 2022 gegenüber Vorjahr ausbauen zu können; der Kapazitätsausbau wird dabei insbesondere durch die touristisch geprägten Kurzstrecken in Europa getrieben; auch auf der Langstrecke und im Segment der Geschäftsreisen rechnet die Lufthansa Group mit einer fortgesetzten Erholung, wenn auch auf niedrigerem Niveau.

Insgesamt erwartet die Lufthansa Group, vorbehaltlich der oben genannten Unsicherheiten, dass die angebotene Kapazität der Passagier-Airlines im Geschäftsjahr 2022 bei rund 75% der Vorkrisenkapazität liegen wird.

Vor allem aufgrund der Erholung bei den Passagier-Airlines, der weiterhin günstigen Angebots- und Nachfragedynamik im Geschäftsfeld Logistik und eines fortgesetzten Aufschwungs im Geschäftsfeld Technik rechnet die Lufthansa Group mit einem Anstieg der Umsatzerlöse im Jahr 2022; das Erlösniveau der Vorkrisenzeit wird jedoch im Jahr 2022 voraussichtlich noch nicht erreicht.

Aufgrund der positiven Entwicklung im dritten Quartal, der aktuellen Buchungslage, die eine weiterhin starke Nachfrage nach Flugreisen auch in den nächsten Monaten zeigt, und anhaltend hoher Frachtraten im Segment Logistik hebt die Lufthansa Group die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an; die Lufthansa Group geht nun davon aus, im Gesamtjahr 2022 ein Adjusted EBIT von über 1 Mrd. EUR erreichen zu können.

Das Ergebnis im Geschäftsfeld Logistik sollte das Rekordniveau des Vorjahres übertreffen; auch für das Geschäftsfeld Technik wird ein Anstieg des Adjusted EBIT gegenüber Vorjahr erwartet; der Adjusted EBIT-Verlust im Segment Passagier-Airlines wird voraussichtlich im Vergleich zum Vorjahr deutlich schrumpfen; weitere Fortschritte bei der Umsetzung des Kostensenkungsprogramms in allen Bereichen des Konzerns werden die Ergebnisentwicklung unterstützen.

Die Lufthansa Group erwartet außerdem, einen Adjusted Free Cashflow von über 2 Mrd. EUR im Jahr 2022 zu erwirtschaften; dazu werden voraussichtlich die erwartete Ergebnisverbesserung, Mittelzuflüsse aus der starken Buchungsnachfrage, Verbesserungen im Management des Working Capitals und eine disziplinierte Investitionstätigkeit beitragen.

Weitere Details zum Finanzausblick des Konzerns finden sich im ↗ Geschäftsbericht 2021, ab S. 136 und im ↗ 2. Zwischenbericht 2022, auf S. 20.

Zwischenabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

scrollen
in Mio. € Jan. - Sept. 2022 Jan. - Sept. 2021 Juli - Sept. 2022 Juli - Sept. 2021
Erlöse aus den Verkehrsleistungen 18.891 7.550 8.230 3.913
Andere Betriebserlöse 5.002 3.428 1.838 1.294
Umsatzerlöse 23.893 10.978 10.068 5.207
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 230 72 50 23
Sonstige betriebliche Erträge 1) 1.521 1.064 608 409
Materialaufwand -13.673 -5.830 -5.574 -2.626
Personalaufwand -5.934 -4.652 -2.166 -1.745
Abschreibungen 2) -1.726 -1.736 -578 -601
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3) -3.469 -2.016 -1.335 -737
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 842 -2.120 1.073 -70
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen -39 -10 41 61
Übriges Beteiligungsergebnis 23 7 12 -
Zinserträge 27 -1 8 1
Zinsaufwendungen -334 -331 -103 -120
Übrige Finanzposten 225 137 47 44
Finanzergebnis -98 -198 5 -14
Ergebnis vor Ertragsteuern 744 -2.318 1.078 -84
Ertragsteuern -252 431 -265 10
Ergebnis nach Ertragsteuern 492 -1.887 813 -74
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 8 -10 4 -2
Davon auf Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis 484 -1.877 809 -72
"Unverwässertes"/​"Verwässertes" Ergebnis je Aktie in € 0,40 -3,17 0,68 -0,15

1) Im Kumulativwert sind 33 Mio. EUR (Vorjahr: 62 Mio. EUR) aus der Auflösung von Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten.
2) Im Kumulativwert sind 2 Mio. EUR (Vorjahr: 3 Mio. EUR) aus Abschreibungen auf langfristige Forderungen enthalten.
3) Im Kumulativwert sind 48 Mio. EUR (Vorjahr: 47 Mio. EUR) aus der Bildung von Wertberichtigungen auf kurzfristige Forderungen enthalten.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

scrollen
in Mio. € Jan. - Sept. 2022 Jan. - Sept. 2021 Juli - Sept. 2022 Juli - Sept. 2021
Ergebnis nach Ertragsteuern 492 -1.887 813 -74
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung 337 83 175 53
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert -70 -21 -31 -8
Folgebewertung Hedges - Cashflow Hedge Reserve 2.323 816 339 263
Folgebewertung Hedges - Kosten der Absicherung -157 119 -42 59
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen - 4 -1 2
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -4 -4 1 -3
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern -488 -209 -88 -75
1.941 788 353 291
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 4.525 2.600 588 491
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert - 2 - -
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen - - - -
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 61 - 3 -
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern -1.528 -539 -238 -77
3.058 2.063 353 414
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (Other Comprehensive Income) nach Ertragsteuern 4.999 2.851 706 705
Gesamte Aufwendungen und Erträge (Total Comprehensive Income) 5.491 964 1.519 631
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge 30 -9 7 -1
Davon auf Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge 5.461 973 1.512 632

KONZERNBILANZ - AKTIVA

scrollen
in Mio. € 30.09.2022 31.12.2021 30.09.2021
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer 1) 1.223 1.189 1.171
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 390 419 420
Flugzeuge und Reservetriebwerke 16.085 15.318 15.487
Reparaturfähige Flugzeugersatzteile 1.957 1.847 1.803
Übriges Sachanlagevermögen 2) 3.335 3.354 3.391
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen 408 434 426
Übrige Beteiligungen 231 245 253
Langfristige Wertpapiere 37 38 38
Ausleihungen und Forderungen 868 525 428
Derivative Finanzinstrumente 2.088 894 763
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 89 74 79
Effektive Ertragsteuerforderungen 66 65 36
Latente Ertragsteuererstattungsansprüche 2.791 4.661 4.672
Langfristige Vermögenswerte 29.568 29.063 28.967
Vorräte 790 675 661
Vertragsvermögenswerte 225 179 197
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 4.963 3.686 3.764
Derivative Finanzinstrumente 1.576 542 470
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 325 208 252
Effektive Ertragsteuerforderungen 168 249 233
Wertpapiere 7.276 5.359 5.153
Bankguthaben und Kassenbestände 2.447 2.307 2.105
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 221 270 101
Kurzfristige Vermögenswerte 17.991 13.475 12.936
Bilanzsumme 47.559 42.538 41.903

1) Inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte.
2) Darin sind als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien in Höhe von 30 Mio. EUR (zum 31.12.2021: 30 Mio. EUR) enthalten.

KONZERNBILANZ - PASSIVA

scrollen
in Mio. € 30.09.2022 31.12.2021 30.09.2021
Gezeichnetes Kapital 3.060 3.060 1.530
Kapitalrücklage 956 956 378
Stille Beteiligung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds - - 1.500
Gewinnrücklagen 1.336 491 204
Übrige neutrale Rücklagen 3.275 2.134 1.928
Konzernergebnis 484 -2.191 -1.877
Anteile der Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital 9.111 4.450 3.663
Minderheitenanteile 70 40 31
Eigenkapital 9.181 4.490 3.694
Pensionsrückstellungen 2.560 6.676 7.210
Sonstige Rückstellungen 812 703 608
Finanzschulden 14.547 15.041 14.291
Vertragsverbindlichkeiten 31 30 35
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 78 67 78
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 29 30 35
Derivative Finanzinstrumente 510 290 270
Latente Ertragsteuerverpflichtungen 554 529 531
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 19.121 23.366 23.058
Sonstige Rückstellungen 945 1.255 1.030
Finanzschulden 1.333 1.629 1.956
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6.377 4.186 4.099
Vertragsverbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten 5.576 3.340 3.074
Übrige Vertragsverbindlichkeiten 2.663 2.609 2.826
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 829 648 1.250
Derivative Finanzinstrumente 788 247 232
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 746 705 657
Passiva im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten - 63 27
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 19.257 14.682 15.151
Bilanzsumme 47.559 42.538 41.903

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

scrollen
in Mio. € Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Stille
Beteiligung I
Marktbewertung
Finanzinstrumente
Unterschiedsbetrag aus
Währungsumrechnung
Neubewertungsrücklage
(Sukzessiverwerbe)
Stand am 01.01.2021 1.530 378 - 305 396 236
Kapitalerhöhungen/​-herabsetzungen - - 1.500 - - -
Umbuchungen - - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - - 707 83 -
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen
Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse
- - - -158 - -
Stand am 30.09.2021 1.530 378 1.500 854 479 236
Stand am 01.01.2022 3.060 956 - 946 589 236
Umbuchungen - - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - - 1.608 337 -
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen
Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse
- - - -800 - -
Stand am 30.09.2022 3.060 956 - 1.754 926 236
scrollen
in Mio. € Sonstige
neutrale
Rücklagen
Summe
übrige
neutrale
Rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Konzern-
ergebnis
Anteil der
Aktionär:innen
der Deutschen
Lufthansa AG
am Eigenkapital
Nicht
beherrschende
Anteile
Stand am 01.01.2021 359 1.296 4.868 -6.725 1.347 40
Kapitalerhöhungen/​-herabsetzungen - - - - 1.500 -
Umbuchungen - - -6.725 6.725 - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - -1.877 -1.877 -9
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - 790 2.061 - 2.851 -
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen
Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse
- -158 - - -158 -
Stand am 30.09.2021 359 1.928 204 -1.877 3.663 31
Stand am 01.01.2022 363 2.134 491 -2.191 4.450 40
Umbuchungen - - -2.191 2.191 - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - 484 484 8
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -4 1.941 3.036 - 4.977 22
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen
Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse
- -800 - - -800 -
Stand am 30.09.2022 359 3.275 1.336 484 9.111 70
scrollen
in Mio. € Gesamt
Eigenkapital
Stand am 01.01.2021 1.387
Kapitalerhöhungen/​-herabsetzungen 1.500
Umbuchungen -
Konzern-/​Minderheitenergebnis -1.886
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 2.851
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen
Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse
-158
Stand am 30.09.2021 3.694
Stand am 01.01.2022 4.490
Umbuchungen -
Konzern-/​Minderheitenergebnis 492
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 4.999
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen
Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse
-800
Stand am 30.09.2022 9.181

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

scrollen
in Mio. € Jan. -
Sept.
2022
Jan. -
Sept.
2021
Juli -
Sept.
2022
Juli -
Sept.
2021
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente zu Periodenbeginn 2.305 1.804 2.702 2.042
Ergebnis vor Ertragsteuern 744 -2.318 1.078 -84
Abschreibungen auf Anlagevermögen (saldiert mit Zuschreibungen) 1.721 1.708 578 574
Abschreibungen auf Umlaufteile (saldiert mit Zuschreibungen) -12 -14 -25 6
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen -20 15 -7 -4
Beteiligungsergebnis 16 3 -53 -61
Zinsergebnis 307 332 95 119
Erstattete/​Gezahlte Ertragsteuern -34 -52 65 20
Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen/​Erträge -373 -246 -90 -86
Veränderung Trade Working Capital 2.559 917 -618 267
Veränderung übriger Aktiva/​Passiva 2) 420 168 -136 -285
Operativer Cashflow 2) 5.328 513 887 466
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1.807 -956 -445 -352
Investitionen in Finanzanlagen -9 -11 -3 -3
Zugänge/​Abgänge an reparaturfähigen Flugzeugersatzteilen -78 40 10 -30
Einnahmen aus Verkäufen von nicht konsolidierten Anteilen 25 2 21 2
Einnahmen aus Verkäufen von konsolidierten Anteilen -4 - - -
Ausgaben aus Käufen von nicht konsolidierten Anteilen -25 -15 -12 -8
Ausgaben aus Käufen von konsolidierten Anteilen - - - -
Einnahmen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten,
Sach- und sonstigen Finanzanlagen
111 145 41 46
Zinseinnahmen 11 1 5 1
Erhaltene Dividenden 23 9 11 2
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit -1.753 -785 -372 -342
Erwerb von Wertpapieren/​Geldanlagen in Fonds -5.283 -4.527 -2.299 -1.676
Veräußerung von Wertpapieren/​Geldanlagen in Fonds 2) 3.365 3.029 1.680 1.126
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit und Geldanlagen 2) -3.671 -2.283 -991 -892
Kapitalerhöhung/​Stille Beteiligung I - 1.500 - -
Aufnahme Finanzschulden 591 3.996 157 1.132
Rückführung Finanzschulden -1.877 -3.262 -271 -590
Gewinnausschüttung - - - -
Zinsausgaben -283 -202 -66 -82
Nettozu-/​-abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit -1.569 2.032 -180 460
Nettoab-/​-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten 88 262 -284 34
Veränderung Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen 48 18 23 8
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 30.09.2022 1) 2.441 2.084 2.441 2.084
Wertpapiere 7.276 5.153 7.276 5.153
Flüssige Mittel 9.717 7.237 9.717 7.237
Nettozu-/​-abnahme der flüssigen Mittel 2.053 1.779 358 592

1) Abweichung gegenüber den in der Bilanz ausgewiesenen Bankguthaben und Kassenbeständen ergibt sich aus Termingeldern
mit vereinbarter Laufzeit zwischen vier und zwölf Monaten in Höhe von 6 Mio. EUR (Vorjahr: 21 Mio. EUR).
2) Vorjahreszahlen aufgrund der geänderten Darstellung für Pensionen geändert.

Anhang

1 Angewendete Standards, Konsolidierungskreisveränderungen und Bilanzierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. September 2022 wurde dabei in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt; die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die zum 1. Januar 2022 gültigen Standards und Interpretationen angewendet. Der Zwischenabschluss zum 30. September 2022 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 zugrunde lagen. Die erstmals ab dem 1. Januar 2022 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und es ergab sich somit keine Notwendigkeit von rückwirkenden Anpassungen.

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis.

2 Für den Zwischenabschluss bedeutsame Sachverhalte und Aussage zur Unternehmensfortführung

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaften der Lufthansa Group war in den ersten neun Monaten in 2022 weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie von den wirtschaftlichen Folgen der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine betroffen. Aufgrund steigender Immunitätsquoten und milder Krankheitsverläufe wurden in den Heimatmärkten der Lufthansa Group, und vielen weiteren Staaten die coronabedingten Regularien gelockert oder teilweise ganz aufgehoben. Infolgedessen nahm die Nachfrage nach Flugreisen deutlich zu, was im Verlauf des Geschäftsjahres mit hohen Buchungszuwächsen einherging. Durch den sehr steilen Anstieg der Passagiernachfrage entstanden allerdings Engpässe im Betrieb und bei den Systempartnern. Diese führten wiederum dazu, dass die gesteigerte Nachfrage nicht in vollem Umfang und zum Teil nur unter Qualitätseinbußen bedient werden konnte. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen konnten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum signifikant gesteigert werden. Gleichzeitig waren deutliche Kostensteigerungen insbesondere im Zusammenhang mit dem starken Anstieg des Treibstoffpreises infolge des Kriegs in der Ukraine zu verzeichnen. Unter anderem bedingt durch die hohen Inflationsraten ergaben sich insbesondere aufgrund von tariflichen Vereinbarungen zudem Kostensteigerungen bei den Personalaufwendungen.

Auf die Liquiditätslage wirkt sich das stark gestiegene Geschäftsvolumen positiv aus, wobei im Berichtszeitraum aus der Ergebnisentwicklung und insbesondere aufgrund gestiegener Zuflüsse aus Ticketverkäufen ein deutlich positiver Operativer Cashflow erreicht wurde.

Für den Lufthansa-Konzern ergeben sich weiterhin Auswirkungen aus den in 2020 in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Belgien und den USA vereinbarten Stabilisierungsmaßnahmen.

Der deutsche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) hat im dritten Quartal seine verbliebenen Aktien der Deutschen Lufthansa AG auf dem Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens an verschiedene Investoren veräußert. Zuletzt hielt der WSF noch rund 6,2% am Grundkapital des Unternehmens (74,4 Mio. Aktien). Die ursprüngliche Aktienbeteiligung von 20% am Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG hatte der WSF im Sommer 2020 für 306 Mio. EUR erworben. Mit dem Verkauf endeten auch sämtliche noch verbliebenen Auflagen aus den Stabilisierungsmaßnahmen des WSF.

Mit den Tilgungen in Höhe von insgesamt 420 Mio. CHF im ersten Halbjahr 2022 wurden die im Rahmen der Stabilisierungsmaßnahmen in der Schweiz gewährten, staatlich gesicherten Kreditlinien vollständig und vor Ende der Laufzeit zurückgezahlt und im Anschluss gekündigt. Hiermit entfielen auch die sonstigen Auflagen -insbesondere das sogenannte "Ringfencing"- die mit der staatlichen Unterstützungsmaßnahme verbunden waren.

Der ursprüngliche Darlehensrahmen von 300 Mio. EUR aus den in Österreich vereinbarten Unterstützungsmaßnahmen hat sich zum Stichtag infolge der im Vorjahr vorgenommenen Rückzahlungen in Höhe von 60 Mio. EUR und einer weiteren Tilgung von 30 Mio. EUR im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf 210 Mio. EUR reduziert.

Der Kreditrahmen in Höhe von 287 Mio. EUR des mit der belgischen Regierung vereinbarten Stabilisierungspakets war zum Stichtag vollständig ausgeschöpft.

Die LSG Group hat im ersten Quartal 2022 die in den USA im Rahmen der CARES Act l-lll zur Verfügung gestellten Darlehen inklusive Zinsen in Höhe von insgesamt 164 Mio. USD vollständig zurückgezahlt.

Zum 30. September 2022 betrug die zentral der Deutschen Lufthansa AG zur Verfügung stehende Liquidität 8,1 Mrd. EUR. Die dezentralen Bank- und Kassenbestände beliefen sich auf 1,6 Mrd. EUR. Im zweiten Quartal hat die Deutsche Lufthansa AG eine syndizierte revolvierende Kreditlinie mit einem Volumen von 2,0 Mrd. EUR mit einem Bankenkonsortium vereinbart und sich damit einen weiteren flexibel nutzbaren Liquiditätsspielraum geschaffen. Einschließlich dieser Kreditlinie, die zum 30. September 2022 nicht in Anspruch genommen war, beläuft sich die verfügbare Liquidität der Lufthansa Group damit auf 11,7 Mrd. EUR.

Auf Basis der weiterhin bestehenden Unsicherheiten bezüglich Reisemöglichkeiten und Kundenverhalten aktualisiert die Lufthansa Group regelmäßig ihre rollierende Liquiditätsplanung im Hinblick auf sich verändernde Rahmenparameter für die erwartete Geschäftsentwicklung. Daneben stellen die direkten Auswirkungen im Zusammenhang mit den militärischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine sowie die zusätzlichen Unsicherheiten (zum Beispiel die Auswirkungen drohender Einschränkungen in der Energieversorgung) ein Risiko für die weitere Entwicklung des Geschäfts dar. Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2022 und darüber hinaus wird weiterhin durch den Verlauf der Pandemie sowie das Ausmaß der wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und das von diesen Faktoren signifikant beeinflusste Erholungspotenzial für den Luftverkehr maßgeblich geprägt werden. Vor allem stark gestiegene Preise für Energie, insbesondere für Rohöl beziehungsweise Kerosin wirken sich zwangsläufig direkt auf die Lufthansa Group aus. Weitere wesentliche Risikofaktoren bestehen in der Bewältigung operativer Probleme bedingt durch Personalengpässe in der Flugverkehrsbranche und in den potenziellen Auswirkungen der allgemeinen Preissteigerungen und Lieferkettenprobleme auf die weitere Wirtschaftsentwicklung.

Unter Berücksichtigung der geplanten Geschäftsentwicklung, die für 2022 und 2023 weiterhin von einer durchschnittlich angebotenen Kapazität von rund 75% beziehungsweise über 85% des Niveaus von 2019 ausgeht, sowie der daraus resultierenden Liquiditätsplanung und weiteren potenziellen Finanzierungsmaßnahmen sieht der Vorstand der Gesellschaft die Liquidität des Konzerns auch unter Berücksichtigung der bestehenden Unsicherheiten über den weiteren Geschäftsverlauf für die nächsten 18 Monate als gesichert an. Auch Unsicherheiten, welche im Zusammenhang mit der öffentlichen und politischen Klimaschutzdiskussion bestehen, gefährden nach Auffassung des Managements diese Einschätzung nicht. Der Zwischenabschluss wurde dementsprechend unter den Bewertungsprämissen der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

3 Erläuterungen zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung

Der Ausbruch der Corona-Pandemie und die weltweit erforderlichen staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben die Geschäftstätigkeit des Konzerns in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 massiv beeinträchtigt. Die weltweit zunehmenden Lockerungen der internationalen Reisebeschränkungen und Quarantäneregelungen führen im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres zu einer deutlichen Ausweitung des Flugverkehrs der Lufthansa Group Gesellschaften. Dem entsprechend sind die Erträge und Aufwendungen des Jahres 2022 nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Weiterhin waren vor allem die Aufwendungen von den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs betroffen, zum Beispiel durch gestiegene Kerosinpreise.

UMSATZERLÖSE

VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

scrollen
in Mio. € 2022 Europa 1) Nord-
amerika 1)
Mittel-
und Süd-
amerika 1)
Asien und
Pazifik 1)
Nahost 1)
Passagier-Airlines 15.465 10.769 2.853 354 854 342
Lufthansa German Airlines 8.533
SWISS 2) 3.378
Austrian Airlines 1.294
Brussels Airlines 830
Eurowings 2) 1.430
Logistik 3.426 1.809 375 119 1.024 39
Summe 18.891
scrollen
in Mio. € Afrika 1)
Passagier-Airlines 293
Lufthansa German Airlines
SWISS 2)
Austrian Airlines
Brussels Airlines
Eurowings 2)
Logistik 60
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.
2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte ausgewiesen.

VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

scrollen
in Mio. € 2021 Europa 1) Nord-
amerika 1)
Mittel-
und Süd-
amerika 1)
Asien und
Pazifik 1)
Nahost 1)
Passagier-Airlines 3) 5.121 3.581 822 92 368 126
Lufthansa German Airlines 2.547
SWISS 2) 1.255
Austrian Airlines 446
Brussels Airlines 341
Eurowings 2) 532
Logistik 2.429 1.227 257 85 788 27
Summe 7.550
scrollen
in Mio. € Afrika 1)
Passagier-Airlines 3) 132
Lufthansa German Airlines
SWISS 2)
Austrian Airlines
Brussels Airlines
Eurowings 2)
Logistik 45
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.
2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte
ausgewiesen.
3) Werte angepasst.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

scrollen
in Mio. € 2022 Europa 1) Nord-
amerika 1)
Mittel-
und Süd-
amerika 1)
Asien und
Pazifik 1)
Nahost 1)
Technik 2.920 1.080 1.058 79 515 157
Technikleistungen 2.530
Sonstige Betriebserlöse 390
Catering 1.373 199 950 85 87 25
Cateringleistungen 1.129
Erlöse Bordverkauf 152
Sonstige Leistungen 92
Passagier-Airlines 302 253 22 2 15 6
Logistik 108 61 43 - - 4
Weitere Gesellschaften
und Konzernfunktionen
299 207 27 13 32 13
EDV-Leistungen 116
Reisemanagement 136
Übrige 47
Summe 5.002
scrollen
in Mio. € Afrika 1)
Technik 31
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Catering 27
Cateringleistungen
Erlöse Bordverkauf
Sonstige Leistungen
Passagier-Airlines 4
Logistik -
Weitere Gesellschaften
und Konzernfunktionen
7
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe

1) Aufteilung der anderen betrieblichen Erlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

scrollen
in Mio. € 2021 Europa 1) Nord-
amerika 1)
Mittel-
und Süd-
amerika 1)
Asien und
Pazifik 1)
Nahost 1)
Technik 2.156 888 678 60 380 104
Technikleistungen 1.841
Sonstige Betriebserlöse 315
Catering 747 61 557 43 53 13
Cateringleistungen 628
Erlöse Bordverkauf 60
Sonstige Leistungen 59
Passagier-Airlines 209 182 8 1 10 6
Logistik 93 54 33 - 2 3
Weitere Gesellschaften
und Konzernfunktionen
223 150 24 6 29 9
EDV-Leistungen 118
Reisemanagement 62
Übrige 43
Summe 3.428
scrollen
in Mio. € Afrika 1)
Technik 46
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Catering 20
Cateringleistungen
Erlöse Bordverkauf
Sonstige Leistungen
Passagier-Airlines 2
Logistik 1
Weitere Gesellschaften
und Konzernfunktionen
5
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe

1) Aufteilung der anderen betrieblichen Erlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 79 Mio. EUR enthalten, die im Wesentlichen auf Maßnahmen der Deutschen Lufthansa AG entfallen.

AUßERPLANMÄßIGE WERTMINDERUNGEN

Aufgrund von Anpassungen der Verkaufsverträge mit Airbus für sechs Airbus A380 wurden die Bewertungen dieser weiterhin stillgelegten Flugzeuge um 22 Mio. EUR reduziert; davon werden 15 Mio. EUR unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Des Weiteren wurden Reservetriebwerke, auf die der Konzern keinen Zugriff mehr hat, in Höhe von 14 Mio. EUR abgeschrieben. Weitere 3 Mio. EUR betrafen sonstiges Anlagevermögen.

Der Buchwert eines nach der at-Equity-Methode bilanzierten Joint Ventures wurde um 17 Mio. EUR außerplanmäßig wertgemindert. Dieser Betrag ist Bestandteil des Ergebnisses aus at equity bewerteten Beteiligungen.

STAATLICHE UNTERSTÜTZUNGSMAßNAHMEN

Vom 1. Januar 2022 bis zum 30. September 2022 wurden staatliche Zuschüsse in Höhe von insgesamt 105 Mio. EUR vereinnahmt. Sie entfallen im Wesentlichen auf die Erstattung von gezahlten Lohnersatzleistungen und Sozialversicherungsabgaben im Zusammenhang mit Kurzarbeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Darin sind 14 Mio. EUR Zuschüsse zu Sozialabgaben enthalten, die als Unterstützungsleistungen zu qualifizieren sind. Weitere 10 Mio. EUR pauschalisierte Unterstützungsmittel wurden innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen.

Im Rahmen des Stabilisierungspakets des belgischen Staates wurden Darlehen zu vergünstigten Konditionen gewährt. Die hierauf entfallenen Zinszuschüsse in Höhe von 3 Mio. EUR, die das laufende Geschäftsjahr betrafen, werden im Zinsaufwand saldiert ausgewiesen.

ÄNDERUNG VON SONSTIGEN SCHÄTZUNGEN

Aufgrund des Ukraine-Kriegs bestehen Unsicherheiten in Bezug auf die Nutzung von Vermögenswerten, insbesondere bei der Lufthansa Technik sowie im Bereich Catering. Hieraus resultieren insgesamt Aufwendungen für Wertberichtigungen, Abschreibungen sowie drohende Kompensationszahlungen in Höhe von 118 Mio. EUR.

Auf Basis der aktuellen Ergebnisprognosen und insbesondere des deutlich gestiegenen Zinsniveaus wurden die Impairmenttests des Jahresabschlusses 31.12.2021 für wesentliche Geschäftseinheiten dahingehend analysiert, ob sich aus den Parameter- und Cashflowplanungsveränderungen ein Wertminderungsbedarf ergeben könnte. Hierbei geht das Management für die mittel- und langfristige Entwicklung weiterhin von der Erreichung der Zielwerte aus den letztjährigen Planungen aus. Der aktuellen Änderungen der Zinskurven wurde durch eine Erhöhung der Diskontierungssätze um 1,7%-Punkte Rechnung getragen. Aus den aktualisierten Werthaltigkeitsüberprüfungen ergaben sich keine Abwertungen bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

FLUGZEUGE UND RESERVETRIEBWERKE

Im Berichtszeitraum wurden 14 neu erworbene Flugzeuge aktiviert. Für sieben neu zugegangene Flugzeuge wurden Nutzungsrechte in Höhe von 213 Mio. EUR erfasst.

Die Lufthansa Group hat im laufenden Geschäftsjahr neu aufgenommene Darlehensmittel im Rahmen von Flugzeugfinanzierungsmodellen in Höhe von 304 Mio. EUR durch sechs Flugzeuge gesichert.

LATENTE STEUERN

Der Nettobetrag der aktivierten latenten Steuern hat sich insbesondere durch den Rückgang der Pensionsverpflichtungen signifikant verringert. Die aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge aus Vorjahren wurden weiterhin als werthaltig eingestuft, da die Verluste aufgrund eines temporär wirkenden exogenen Schocks entstanden sind und das Unternehmen davon ausgeht, dass eine Nutzung durch ausreichende positive steuerliche Ergebnisse in absehbarer Zukunft möglich sein wird. Auch unter Berücksichtigung der weiteren Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg sieht das Unternehmen diese Gesamtbeurteilung weiterhin als zutreffend an. Steuerliche Verlustvorträge unterliegen in Deutschland keiner zeitlichen Nutzungsbegrenzung.

ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

ZUM VERKAUF STEHENDE VERMÖGENSWERTE UND ZUGEHÖRIGE PASSIVA

scrollen
in Mio. € 30.09.2022 31.12.2021 30.09.2021
Vermögenswerte
Flugzeuge und Reservetriebwerke 210 216 89
Grundstücke und Bauten 11 9 -
Finanzanlagevermögen - 11 -
Sonstige Vermögenswerte - 34 12
221 270 101
Passiva
Pensionsrückstellungen - 6 1
Sonstige Rückstellungen - 21 9
Finanzschulden - 1 1
Übrige Verbindlichkeiten - 35 16
- 63 27

Zum 30. September 2022 bestanden Veräußerungsabsichten für Vermögenswerte mit einem Buchwert von 221 Mio. EUR. In dieser Position waren vier zur Veräußerung Airbus A380-Flugzeuge mit einem Buchwert von 210 Mio. EUR enthalten. Die Grundstücke und Bauten betrafen Gebäude der Lufthansa Aviation Training Germany GmbH und der LSG Sky Chefs South Africa (Proprietary) Ltd.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Der Zinssatz, der zur Ermittlung der Verpflichtungen in Deutschland verwendet wurde, betrug 3,8%. Zum 31. Dezember 2021 betrug dieser Zinssatz 1,3%. Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen in der Schweiz wurde ein Zinssatz von 2,4% (31. Dezember 2021: 0,3%) verwendet. Der Rückgang der Pensionsrückstellungen resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg des Rechnungszinses. Gegenläufig wirkten Wertverluste bei den Marktwerten des Planvermögens.

VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren zum Stichtag 309 Mio. EUR (Vorjahr: 16 Mio. EUR) enthalten, die Lieferanten im Rahmen des Supply Chain Finance-Programms an den Plattformbetreiber verkauft haben. Zu weiteren Details zum Programm Erläuterung 41 des Anhangs zum Konzernabschluss 2021 (Geschäftsbericht 2021, S. 217).

OPERATIVER CASHFLOW

Ab dem Jahr 2022 werden alle Zahlungen im Zusammenhang mit Pensionszusagen im operativen Cashflow erfasst. Bisher wurden geleistete Einzahlungen in und Erstattungen aus Planvermögen im Cashflow aus der Investitionstätigkeit gezeigt, während Rentenzahlungen unter dem operativen Cashflow ausgewiesen wurden, um den operativen Cashflow nicht mit dem Aufbau von Planvermögen für in der Vergangenheit erteilte Pensionszusagen zu belasten. Da zukünftig regelmäßige Entnahmen aus dem Planvermögen für geleistete Rentenzahlungen geplant sind, sollen die daraus resultierenden Effekte unter dem operativen Cashflow zusammengeführt werden. Die Kapitalflussrechnung für das Vorjahr wurde dementsprechend angepasst. Aufgrund dieser Anpassung hat sich der operative Cashflow des Vorjahres um 53 Mio. EUR erhöht, während sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit und Geldanlagen um diesen Betrag reduziert hat.

4 Saisonalität

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist vor allem im Geschäftsfeld Passagier-Airlines saisonalen Einflüssen ausgesetzt. So sind die Umsätze im ersten und vierten Quartal wegen des schwächeren Reiseverkehrs üblicherweise niedriger, während im zweiten und dritten Quartal regelmäßig höhere Umsatzerlöse und operative Gewinne erzielt werden. Diese saisonalen Effekte werden derzeit durch die Auswirkungen von Lockerungen bei den pandemiebedingten Reiserestriktionen zum Teil überlagert.

5 Erfolgsunsicherheiten und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

scrollen
in Mio. € 30.09.2022 31.12.2021
Aus Bürgschaften. Wechsel- und Scheckbürgschaften 1.228 1.063
Aus Gewährleistungsverträgen 268 204
Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 4 6
1.500 1.273

Wegen geringer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wurde auf die Bildung von Rückstellungen für sonstige Eventualverbindlichkeiten mit einer gesamten möglichen finanziellen Ergebnisauswirkung von 73 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2021: 74 Mio. EUR) verzichtet.

Der Rahmenvertrag mit dem WSF sah neben Informations- und Prüfrechten für den WSF auch umfassende Verhaltensverpflichtungen für die Lufthansa Group unter anderem in Bezug auf die Aussetzung von Dividendenzahlungen, den Verzicht auf Beteiligungserwerbe sowie das Verbot der Quersubventionierung von Unternehmen, die bereits am 31. Dezember 2019 in Schwierigkeiten im Sinne der EU VO Nr. 651/​2014 waren, vor. Bezüglich der vorgenannten Verhaltensverpflichtungen bestehen potentielle Risiken aus einer möglichen unterschiedlichen Auslegung durch das Unternehmen und die EU-Kommission. Der Informationsaustausch (einschließlich der Bereitstellung entsprechender Unterlagen} zwischen der Lufthansa Group und der EU-Kommission zur vollständigen Aufklärung der Sachverhalte dauert an. Zum Ausgang der Gespräche können aber derzeit keine belastbaren Aussagen getroffen werden. Es ist daher nicht auszuschließen, dass sich über die im Konzernabschluss 2021 getroffene Risikovorsorge hinaus, weitere wesentliche finanzielle Risiken für das Unternehmen aus letztendlich festgestellten Verstößen gegen vereinbarte Verhaltensverpflichtungen ergeben.

Zum 30. September 2022 beliefen sich die steuerlichen Risiken, für die keine Rückstellungen gebildet wurden, auf rund 450 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2021: 200 Mio. EUR}. Die Erhöhung der Risikoposition im dritten Quartal resultiert aus einer mündlichen Stellungnahme der Finanzbehörde im Rahmen der laufenden Betriebsprüfung, die die Besteuerung von bestimmten ausländischen Einkünften nach Außensteuergesetz in Frage stellt. Das Unternehmen geht allerdings weiterhin davon aus, dass die bisherige steuerliche Behandlung korrekt ist.

Ende September 2022 bestand ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen inklusive reparaturfähiger Ersatzteile sowie für immaterielle Vermögenswerte von 17,8 Mrd. EUR. Zum 31. Dezember 2021 betrug das Bestellobligo 14,6 Mrd. EUR. Die Veränderung ergab sich im Wesentlichen aus der Bestellung von jeweils sieben B789 und B777-8F sowie aus der Fremdwährungsbewertung bestehender auf USD lautender Bestellungen. Gegenläufig wirkten An- und Schlusszahlungen für bestehende Bestellungen.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Die Piloten von Eurowings Deutschland haben nach Aufruf der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am 6. Oktober 2022 einen eintägigen Streik und vom 17. Oktober bis 19. Oktober 2022 einen dreitägigen Streik durchgeführt, um ihre Forderung unter anderem nach mehr freien Tagen, stärkerer Begrenzung der Arbeitszeit und längeren Ruhezeiten durchzusetzen. Infolge des Streiks konnten nur rund 50% der täglich geplanten Flüge durchgeführt werden.

SWISS und der Pilotenverband Aeropers haben sich am 24. Oktober 2022 auf die Eckpunkte eines neuen Gesamtarbeitsvertrags (GAV) geeinigt. Diese beinhalten unter anderem Verbesserungen in den Bereichen Planbarkeit des Soziallebens und Vergütung. Der neue GAV steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Mitglieder von Aeropers.

6 Finanzinstrumente und Finanzschulden

FINANZINSTRUMENTE

In den nachfolgenden Tabellen sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die einzelnen Stufen sind dabei folgendermaßen definiert:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Stufe 2: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Stufe 3: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Zum 30. September 2022 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 30.09.2022

scrollen
in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die GuV 6.152 116 26 6.294
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 94 - 94
Wertpapiere 6.152 22 - 6.174
Beteiligungen - - 26 26
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer
Sicherungsbeziehung sind
- 3.570 - 3.570
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value 13 1.088 - 1.101
Eigenkapitalinstrumente 13 12 - 25
Fremdkapitalinstrumente - 1.076 - 1.076
Vermögenswerte gesamt 6.165 4.774 26 10.965

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 30.09.2022

scrollen
in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert über GuV - -548 - -548
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -2 - -2
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer
Sicherungsbeziehung sind
- -1.295 - -1.295
Verbindlichkeiten gesamt - -1.845 - -1.845

Bei den Beteiligungen in Stufe 3 werden aus Wesentlichkeitsgründen die Anschaffungskosten als beste Schätzung des Fair Value angesehen.

Im Geschäftsjahr wurde die Sicherung von Crack-Spreads durch Termingeschäfte auf begrenztem Niveau aufgenommen. Das Volumen liegt bei 38% des Exposure der kommenden 12 Monate.

Im Geschäftsjahr wurden weitere Bestände in Höhe von 85 Mio. EUR an CO2-Emissionszer-tifikaten im Rahmen von sogenannten "Repo-Geschäften" am Markt veräußert und gleichzeitig auf Termin wieder zurückgekauft, so dass das wirtschaftliche Eigentum weiterhin besteht. Weiterhin wurden aus entsprechenden auslaufenden Repo-Geschäften 27 Mio. EUR zurückgezahlt sowie laufende Repo-Geschäfte in Höhe von 100 Mio. EUR vorzeitig zurück-gekauft. Zum 30. September belief sich das Volumen der Repo-Geschäfte auf 132 Mio. EUR.

Zum 31. Dezember 2021 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 31.12.2021

scrollen
in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die GuV 4.201 12 24 4,237
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 12 - 12
Wertpapiere 4.201 - - 4.201
Beteiligungen - - 24 24
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer
Sicherungsbeziehung sind
- 1.424 - 1.424
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value 13 1.170 - 1.183
Eigenkapitalinstrumente 13 12 - 25
Fremdkapitalinstrumente - 1.158 - 1.158
Vermögenswerte gesamt 4.214 2.606 24 6.844

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 31.12.2021

scrollen
in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert über GuV - -647 - -647
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -29 - -29
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer
Sicherungsbeziehung sind
- -508 - -508
Verbindlichkeiten gesamt - -1,184 - -1,184

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente. Devisentermingeschäfte und -swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen sowie den Optionen, die im Rahmen der Treibstoffpreissicherung verwendet werden, werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Fremdkapitalinstrumente entsprechen ebenfalls dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente.

Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen.

FINANZSCHULDEN

Die nachfolgende Tabelle enthält die Buch- und Marktwerte der einzelnen Klassen von Finanzschulden. Bei den Anleihen entsprechen die Marktwerte den Börsennotierungen. Die Marktwerte für die übrigen Finanzschulden wurden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze für entsprechende Restlaufzeiten/​Tilgungsstrukturen unter Zugrundelegung zugänglicher Marktinformationen (Bloomberg) ermittelt.

Zu den erhaltenen Darlehensmittel im Rahmen der staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen vgl. die Ausführungen zur Angabe 2.

FINANZSCHULDEN

scrollen
30.09.2022 31.12.2021
in Mio. € Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
Anleihen 6.583 5.740 6.697 6.719
Commercial Paper - - - -
Schuldscheindarlehen 1.264 1.235 1.626 1.803
Kreditlinien - - - -
Staatlich garantierte Kredite 501 460 1.082 1.072
Flugzeugfinanzierungen 4.802 4.655 4.464 4.586
Übrige Finanzschulden 164 353 431 521
Leasingverbindlichkeiten 2.566 - 2.370 -
Summe 15.890 12.443 16.670 14.701

7 Ergebnis je Aktie

ERGEBNIS JE AKTIE

scrollen
30.09.2022 30.09.2021
"Unverwässertes"/​"Verwässertes" Ergebnis je Aktie 0,40 -3,17
Konzernergebnis Mio. € 484 -1.877
Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl 1.195.485.644 597.742.822

8 Gezeichnetes Kapital

GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG beträgt 3.060.443.248,64 EUR. Es ist in 1.195.485.644 vinkulierte, auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 EUR eingeteilt.

GENEHMIGTES KAPITAL

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2022 wurde der Vorstand dazu ermächtigt, bis zum 9. Mai 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 1.000.000.000 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital A). Das Bezugsrecht der Aktionärinnen kann in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um 30.000.000 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Aktien an die Mitarbeitenden (Genehmigtes Kapital B) gegen Bareinlage zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionärinnen ist ausgeschlossen. Bis zum 30. September 2022 wurde das Grundkapital aufgrund dieser Ermächtigung um insgesamt 7.637.831,68 EUR erhöht, sodass das Genehmigte Kapital B zum Bilanzstichtag noch 22.362.168,32 EUR beträgt.

Der Vorstand ist ermächtigt, im Falle des Eintritts der Voraussetzungen des § 4 Abs. 3 Luft-NaSiG mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage um bis zu 10% zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionärinnen auszuschließen. Der Ausgabebetrag der neuen Aktien ist im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzulegen und darf den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreiten. Von der Ermächtigung darf nur in dem Umfang Gebrauch gemacht werden, als dies zu einem Entfall der in § 4 Abs. 3 LuftNaSiG genannten Voraussetzungen erforderlich ist.

Der Vorstand ist ermächtigt, unter den Voraussetzungen des § 5 Abs. 2 LuftNaSiG mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktionärinnen in dem Umfang, wie es zur Erfüllung der Anforderungen für die Aufrechterhaltung der luftverkehrsrechtlichen Befugnisse erforderlich ist, und in der Reihenfolge des § 5 Abs. 3 LuftNaSiG unter Setzung einer angemessenen Frist mit Hinweis auf die andernfalls mögliche Rechtsfolge, der Aktien nach Maßgabe des § 5 Abs. 7 LuftNaSiG verlustig zu gehen, aufzufordern, sämtliche oder einen Teil der von ihnen gehaltenen Aktien zu veräußern und die Veräußerung der Gesellschaft unverzüglich nachzuweisen.

BEDINGTES KAPITAL

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2020 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 122.417.728 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandel-und/​oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die bis zum 4. Mai 2025 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden können. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionärinnen in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2022 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 306.044.326,40EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandel- und/​oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die bis zum 9. Mai 2027 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden können. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionärinnen in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB EIGENER AKTIEN

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 6. Mai 2024 zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Der Erwerb ist auf 10% des derzeitigen Grundkapitals beschränkt und kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionärinnen gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand sie insbesondere zur Verfolgung der im Beschluss der Hauptversammlung genannten Zwecke verwenden kann. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2019 ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben und entsprechende Derivatgeschäfte abzuschließen.

9 Segmentberichterstattung

Die Segmentierung wurde gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 geändert. Seit dem 1. Januar 2022 wird das Geschäftsfeld Eurowings nicht mehr separat, sondern im Geschäftsfeld Passagier-Airlines berichtet. Hintergrund ist die Angleichung der Geschäftsmodelle und die einheitliche Steuerung aller Passagier-Airlines durch den Vorstand der Lufthansa Group.

Weiterhin wurde die Ergebniskennzahl Adjusted EBIT in der Berichterstattung geändert. Neben den bisherigen Überleitungsposition zwischen EBIT und Adjusted EBIT (außerplanmäßige Abschreibungen /​ Zuschreibungen, Abgangsergebnisse, Effekte aus Änderungen von Pensionsplänen) werden seit diesem Geschäftsjahr Aufwendungen für personalbezogene Restrukturierungsmaßnahmen, wesentliche außerordentliche, nicht aus der normalen Geschäftstätigkeit herrührende Rechtskosten, wesentliche Kosten im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen sowie wesentliche sonstige Aufwendungen, die auf außerordentlichen, externen Ereignissen beruhen, aus der Ergebnisgröße für den operativen Erfolg herausgerechnet. Die Umstellung erfolgte im Hinblick auf eine bessere Vergleichbarkeit mit der Berichterstattung von Branchenunternehmen und zur Erhöhung der Transparenz hinsichtlich nicht nachhaltiger Ergebniselemente. Im laufenden Geschäftsjahr wurden die direkt durch den Ukraine-Krieg entstandenen Aufwendungen für Wertberichtigungen, Abschreibungen und drohende Kompensationsleistungen als wesentlicher Sachverhalt behandelt, der aus der Adjusted EBIT Ermittlung ausgeschlossen wurde. Die Vorjahresvergleichsgrößen wurden entsprechend angepasst (relevant in 2021: Restrukturierungskosten).

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN Jan. - Sept. 2022

scrollen
in Mio. € Passagier-
Airlines
Logistik Technik Catering Summe berichtspflichtiger
operativer Segmente
Weitere Gesellschaften
und Konzernfunktionen
Außenumsätze 15.767 3.534 2.920 1.373 23.594 299
davon Verkehrserlöse 14.899 3.426 - - 18.325 -
Konzerninnenumsätze 683 33 1.093 42 1.851 166
Umsatzerlöse 16.450 3.567 4.013 1.415 25.445 465
Übrige operative Erträge 695 71 262 30 1.058 1.454
Operative Erträge 17.145 3.638 4.275 1.445 26.503 1.919
Operative Aufwendungen 17.652 2.346 3.838 1.447 25.283 2.138
davon Materialaufwand 10.580 1.723 2.166 569 15.038 189
davon Personalaufwand 3.378 307 1.013 620 5.318 579
davon Abschreibungen 1.323 125 133 58 1.639 87
davon sonstige Aufwendungen 2.371 191 526 200 3.288 1.283
Operatives Beteiligungsergebnis 16 16 -40 -5 -13 15
davon Ergebnis Equity-Bewertung 25 2 -44 -6 -23 -
Adjusted EBIT 1) -491 1.308 397 -7 1.207 -204
Überleitungspositionen 20 -22 -60 -21 -83 -22
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung -27 - -14 -16 -57 2
Pensionssondereffekte & Restrukturierung 56 -17 5 -1 43 -4
Ergebnis Anlagenabgang -3 -1 21 -2 15 12
Sonstige Überleitungsposten -6 -4 -72 -2 -84 -32
EBIT -471 1.286 337 -28 1.124 -226
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital 2) 8.259 2.513 4.400 860 16.032 7.865
davon aus Equity-Beteiligungen 124 41 193 49 407 -
Segmentinvestitionen 1.525 233 59 21 1.838 30
davon aus Equity-Beteiligungen - - 20 - 20 -
Mitarbeitende zum Stichtag 56.008 4.087 20.233 19.707 100.035 7.935
scrollen
in Mio. € Überleitung Konzern
Außenumsätze - 23.893
davon Verkehrserlöse 566 18.891
Konzerninnenumsätze -2.017 -
Umsatzerlöse -2.017 23.893
Übrige operative Erträge -879 1.633
Operative Erträge -2.896 25.526
Operative Aufwendungen -2.828 24.593
davon Materialaufwand -1.597 13.630
davon Personalaufwand -3 5.894
davon Abschreibungen -24 1.702
davon sonstige Aufwendungen -1.204 3.367
Operatives Beteiligungsergebnis -1 1
davon Ergebnis Equity-Bewertung 1 -22
Adjusted EBIT 1) -69 934
Überleitungspositionen -3 -108
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung 1 -54
Pensionssondereffekte & Restrukturierung 1 40
Ergebnis Anlagenabgang -5 22
Sonstige Überleitungsposten - -116
EBIT -72 826
Übriges Finanzergebnis -82
Ergebnis vor Ertragsteuern 744
Gebundenes Kapital 2) -165 23.732
davon aus Equity-Beteiligungen 1 408
Segmentinvestitionen -27 1.841
davon aus Equity-Beteiligungen - 20
Mitarbeitende zum Stichtag - 107.970

1) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 6, im Zwischenlagebericht.
2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich der nicht verzinslichen Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN Jan. - Sept. 2021 4)

scrollen
in Mio. € Passagier-
Airlines 3)
Logistik Technik Catering Summe berichtspflichtiger
operativer Segmente
Weitere Gesellschaften
und Konzernfunktionen
Außenumsätze 5.330 2.522 2.156 747 10.755 223
davon Verkehrserlöse 4.718 2.429 - - 7.147 -
Konzerninnenumsätze 434 20 590 19 1.063 112
Umsatzerlöse 5.764 2.542 2.746 766 11.818 335
Übrige operative Erträge 414 45 256 213 928 966
Operative Erträge 6.178 2.587 3.002 979 12.746 1.301
Operative Aufwendungen 8.940 1.661 2.704 913 14.218 1.471
davon Materialaufwand 3.924 1.147 1.417 277 6.765 137
davon Personalaufwand 2.262 273 787 446 3.768 433
davon Abschreibungen 1.325 107 133 60 1.625 86
davon sonstige Aufwendungen 1.429 134 367 130 2.060 815
Operatives Beteiligungsergebnis 4 17 -14 -12 -5 2
davon Ergebnis Equity-Bewertung 7 12 -16 -12 -9 -
Adjusted EBIT 1) -2.758 943 284 54 -1.477 -168
Überleitungspositionen -264 3 -161 -25 -447 -51
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung 16 - -38 -1 -23 -13
Pensionssondereffekte & Restrukturierung -289 -1 -121 -2 -413 -38
Ergebnis Anlagenabgang 9 4 -2 -22 -11 -
Sonstige Überleitungsposten - - - - - -
EBIT -3.022 946 123 29 -1.924 -219
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital 2) 11.421 2.362 3.453 932 18.168 5.240
davon aus Equity-Beteiligungen 103 65 180 77 425 -
Segmentinvestitionen 756 147 56 12 971 29
davon aus Equity-Beteiligungen - - 12 - 12 -
Mitarbeitende zum Stichtag 57.701 4.201 21.107 15.637 98.646 8.038
scrollen
in Mio. € Überleitung Konzern
Außenumsätze - 10.978
davon Verkehrserlöse 403 7.550
Konzerninnenumsätze -1.175 -
Umsatzerlöse -1.175 10.978
Übrige operative Erträge -808 1.086
Operative Erträge -1.983 12.064
Operative Aufwendungen -2.004 13.685
davon Materialaufwand -1.072 5.830
davon Personalaufwand -1 4.200
davon Abschreibungen -27 1.684
davon sonstige Aufwendungen -904 1.971
Operatives Beteiligungsergebnis - -3
davon Ergebnis Equity-Bewertung -1 -10
Adjusted EBIT 1) 21 -1.624
Überleitungspositionen -1 -499
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung 1 -35
Pensionssondereffekte & Restrukturierung -1 -452
Ergebnis Anlagenabgang -1 -12
Sonstige Überleitungsposten - -
EBIT 20 -2.123
Übriges Finanzergebnis -195
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.318
Gebundenes Kapital 2) -155 23.253
davon aus Equity-Beteiligungen 1 426
Segmentinvestitionen -18 982
davon aus Equity-Beteiligungen - 12
Mitarbeitende zum Stichtag - 106.684

1) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 6, im Zwischenlagebericht.
2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) und abzüglich der nicht verzinslichen Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).
3) Werte angepasst.
4) Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition n Anhang, S. 34.

AUßENUMSÄTZE NACH REGIONEN Jan. - Sept. 2022

scrollen
2022 2021
in Mio. € Verkehrserlöse 1) Andere
Betriebserlöse
Umsatzerlöse Verkehrserlöse 1) Andere
Betriebserlöse
Umsatzerlöse
Europa 12.578 1.800 14.378 4.808 1.335 6.143
davon Deutschland 5.665 711 6.376 2.239 540 2.779
Nordamerika 3.228 2.100 5.328 1.079 1.300 2.379
davon USA 2.848 1.878 4.726 991 1.166 2.157
Mittel- und Südamerika 473 179 652 177 110 287
Asien/​Pazifik 1.878 649 2.527 1.156 474 1.630
Nahost 381 205 586 153 135 288
Afrika 353 69 422 177 74 251
Summe 18.891 5.002 23.893 7.550 3.428 10.978

1) Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.

10 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Wie im Anhang zum Konzernabschluss 2021 unter Erläuterung 50 (Geschäftsberichts 2021, S. 245 ff.) dargestellt, erbringen die Geschäftsfelder des Lufthansa Konzerns im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen auch für nahestehende Unternehmen und nehmen andererseits auch Leistungen von diesen in Anspruch. Diese umfangreichen Liefer- und Leistungsbeziehungen werden unverändert zu Marktpreisen abgewickelt. Wesentliche Veränderungen zum Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. Auch die im

Vergütungsbericht 2021 (Geschäftsberichts 2021, S. 271 ff.} und unter Erläuterung 51 des Anhangs zum Konzernabschluss 2021 (Geschäftsbericht 2021, S. 248} beschriebenen vertraglichen Beziehungen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen unverändert fort, sind aber für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.

11 Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Die vom IASB bis zum Veröffentlichungsdatum dieses Berichts verabschiedeten Rechnungslegungsstandardänderungen, die für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die nach dem 1. Januar 2022 beginnen, haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Weitere Informationen zu den bis zum Aufstellungszeitpunkt des Zwischenabschluss beschlossenen Änderungen sind im Konzernanhang zum Konzernabschluss 2021 in Erläuterung 3 (Geschäftsbericht 2021, S.162 ff.) dargestellt.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Frankfurt, den 25. Oktober 2022

Der Vorstand

scrollen
Carsten Spohr
Vorsitzender des Vorstands
Christina Foerster
Mitglied des Vorstands
Markenführung & Nachhaltigkeit
Harry Hohmeister
Mitglied des Vorstands
Netzmanagement & Vertrieb
Detlef Kayser
Mitglied des Vorstands
Flotte & Technologie
Michael Niggemann
Mitglied des Vorstands
Personal & Infrastruktur, Arbeitsdirektor
Remco Steenbergen
Mitglied des Vorstands
Finanzen

Impressum

Herausgeber

Deutsche Lufthansa AG
Venloer Straße 151 - 153
50672 Köln

Registereintragung: Amtsgericht Köln HRB 2168

Redaktion

Dennis Weber (Ltg.)
Patrick Winter
Malte Happel

Kontakt

Dennis Weber

+ 49 69 696 - 28008

Svenja Lang

+ 49 69 696 - 28025

Deutsche Lufthansa AG
Investor Relations
LAC, Airportring
60546 Frankfurt am Main
Telefon: + 49 69 696 - 28008
E-Mail: investor.relations@dlh.de

Aktuelle Finanzinformationen im Internet:
↗ www.lufthansagroup.com/​investor-relations

Finanzkalender 2023

scrollen
3. März Veröffentlichung Geschäftsbericht 2022
3. Mai Veröffentlichung 1. Zwischenbericht Januar - März 2023
9. Mai Lufthansa Hauptversammlung 2023
3. August Veröffentlichung 2. Zwischenbericht Januar - Juni 2023
2. November Veröffentlichung 3. Zwischenbericht Januar - September 2023

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Bei den in unserem 3. Zwischenbericht 2022 veröffentlichten Angaben, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Lufthansa Group und ihrer Gesellschaften beziehen, handelt es sich lediglich um Prognosen und Einschätzungen und damit nicht um feststehende Tatsachen. Sie dienen allein informatorischen Zwecken und sind erkennbar an zukunftsgerichteten Begriffen wie zum Beispiel "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit", "können", "könnten", "sollten" oder "bestreben". Diese zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtig erkennbaren und verfügbaren Informationen, Fakten und Erwartungen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere im Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Die Realisierung eines oder mehrerer dieser Risiken oder ein Nichteintritt der zugrundeliegenden Erwartungen oder Annahmen könnte die tatsächlichen Ergebnisse erheblich (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse und die Entwicklung des Unternehmens von den in den zukunftsgerichteten Aussagen vorhergesehenen Ergebnissen wesentlich unterscheiden. Lufthansa übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen an später eintretende Ereignisse beziehungsweise Entwicklungen anzupassen. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Daten und Informationen wird demnach weder ausdrücklich noch konkludent übernommen.

Hinweis

Die Begriffe "Lufthansa Group", "Lufthansa Konzern" sowie "Konzern" werden in diesem Geschäftsbericht als Synonyme verwendet.

Sämtliche Veränderungsangaben beziehen sich auf den Vorjahresvergleichszeitraum, sofern nicht anderweitig angegeben. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.