Deutsche Post AGBonnJahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013LageberichtGRUNDLAGEN Geschäftsmodell und Organisation Geschäftsfelder und Marktpositionen Ziele und Strategien Unternehmenssteuerung Übernahmerechtliche Angaben Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat Forschung und Entwicklung WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage Prognose-Ist-Vergleich Rahmenbedingungen Wesentliche Ereignisse Ertragslage Finanzlage Vermögenslage Erklärung zur Unternehmensführung DEUTSCHE-POST-AKTIE NICHTFINANZIELLE KENNZAHLEN Mitarbeiter Gesundheit und Sicherheit Unternehmensverantwortung Beschaffung Kunden und Qualität Marken NACHTRAG CHANCEN UND RISIKEN Gesamtaussage des Vorstands zur Chancen- und Risikosituation Chancen- und Risikomanagement Chancen Risiken PROGNOSE Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen wirtschaftlichen Lage Prognosezeitraum Künftige Organisation Künftige Rahmenbedingungen Umsatz- und Ergebnisprognose Erwartete Finanzlage Entwicklung der weiteren steuerungsrelevanten Indikatoren GRUNDLAGENDeutsche Post DHL ist der weltweit führende Post - und Logistikdienstleister. Die Konzernmarken Deutsche Post und DHL stehen für ein einzigartiges Portfolio rund um Logistik (DHL) und Kommunikation (Deutsche Post). Wir bieten unseren Kunden sowohl einfach zu handhabende Standardprodukte als auch maßgeschneiderte , innovative Lösungen - vom Dialogmarketing bis zur industriellen Versorgungskette. Dabei bilden die rund 480.000 Mitarbeiter in mehr als 220 Ländern und Territorien ein globales Netzwerk, das auf Service, Qualität und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Mit Programmen in den Bereichen Umweltschutz, Katastrophenmanagement und Bildung übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung. Geschäftsmodell und Organisation Vier operative Unternehmensbereiche Die Deutsche Post AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Bonn, Deutschland. Der Konzern Deutsche Post DHL ist in vier operative Unternehmensbereiche gegliedert, die durch eigene Zentralen (Divisional Headquarters) gesteuert werden und für die die Berichtsstruktur in Geschäftsfelder gegliedert sind. Dabei spiegelt der Unternehmensbereich BRIEF im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG wieder, zudem sind abgesehen von Paket Deutschland unwesentliche Tätigkeitsfelder in eigene legale Einheiten ausgelagert. Die DHL-Unternehmensbereiche des Konzerns haben auf die Deutsche Post AG indirekten Einfluss über das Beteiligungsergebnis. Wir sind der einzige postalische Universaldienstleister in Deutschland. Im Unternehmensbereich BRIEF befördern wir bundesweit sowie international Briefe und Pakete, sind Spezialist für Dialogmarketing, die flächendeckende Verteilung von Presseprodukten und elektronische Dienstleistungen rund um den Briefversand. Im DHL-Unternehmensbereich EXPRESS bieten wir Kurier und Expressdienstleistungen für Geschäfts und Privatkunden in mehr als 220 Ländern und Territorien. Unser Netzwerk ist damit das weltweit umfassendste. Im DHL-Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT befördern wir Güter über Schiene, Straße, Luft und See. Unsere Leistungen reichen von standardisierten Containertransporten über branchenspezifische Transporte bis zu spezialisierten Komplettlösungen für Industrieprojekte. Im DHL-Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN erbringen wir Lager, Transport und Mehrwertleistungen entlang der gesamten Lieferkette für Kunden verschiedener Branchen. Überdies bieten wir mit Williams Lea speziell auf unsere Kunden zugeschnittene Gesamtlösungen für das Informations und Kommunikationsmanagement in Unternehmen. Interne Dienstleistungen wie Finanzen, IT, Einkauf und Recht haben wir konzernweit im Bereich Global Business Services (GBS) gebündelt. Dadurch können wir unsere Ressourcen noch effizienter nutzen und zugleich auf die sich schnell ändernden An-forderungen unseres Geschäfts und unserer Kunden flexibel reagieren. Aufgaben der Konzernführung werden im Corporate Center wahrgenommen. scroll
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Organisation im Vorstandsbereich Personal angepasst Wir haben im Berichtsjahr das Vorstandsressort Personal organisatorisch angepasst, um den gewandelten Anforderungen über alle Geschäftsfelder hinweg gerecht zu werden. Es umfasst nun die Funktionen „HR MAIL”, „HR EXPRESS”, „HR GLOBAL FORWARDING, FREIGHT”, „HR SUPPLY CHAIN”, „HR Headquarters & International Services, GBS & CSI“, „Corporate Executives & Talent Management”, „Industrial Relations, Civil Servants“, „Compensation & Benefits” sowie „HR Performance & Programs”. Auf allen Kontinenten vertreten Der Konzern Deutsche Post DHL ist auf allen Kontinenten der Erde vertreten. Die wichtigsten Standorte zeigt die Übersichtskarte. Die Grafik A.02 zeigt die Marktvolumina in den wichtigsten Regionen. Unsere Marktanteile daran schildern wir im Kapitel Geschäftsfelder und Marktpositionen. ![]() Geschäftsfelder und Marktpositionen UNTERNEHMENSBEREICH BRIEF Die Post für Deutschland Als größtes Postunternehmen Europas stellen wir allein in Deutschland an jedem Werktag mehr als 64 Millionen Briefe zu. Privat und Geschäftskunden bieten wir ein vielfältiges Angebot - vom physischen, hybriden oder elektronischen Brief über die Warensendung bis zu Zusatzleistungen wie Nachnahme oder Einschreiben. Unser E-Postbrief ist eine sichere, vertrauliche und verlässliche elektronische Kommunikationsplattform. Unternehmen, Verwaltungen und Privatkunden kommunizieren damit sicher und senken zugleich ihre Prozesskosten. Zum 1. Januar 2013 haben wir erstmals seit 15 Jahren die Preise für Standard- und Maxibrief erhöht. Im Vorjahr hatte uns die Bundesnetzagentur aufgefordert, die Zugangsbedingungen anzupassen, nach denen inhaltsgleiche Rechnungen befördert werden. Infolgedessen haben wir das Produkt „Infobrief “ eingestellt. Stattdessen versenden Kunden seither teilweise klassische Briefsendungen. Dadurch hat sich der Umsatz im nationalen Markt für Briefkommunikation erhöht. Der Markt für Geschäftskommunikation belief sich im Berichtsjahr auf rund 4,5 Mrd € (Vorjahr: 4,2 Mrd €). Um ein genaues Bild der tatsächlichen Marktverhältnisse zu geben, betrachten wir den wettbewerbsrelevanten Geschäftskundenmarkt. Dabei berücksichtigen wir, wer den Geschäftskunden gegenüber als Dienstleister auftritt, also sowohl den End-to-End-Wettbewerb als auch den auf Teilleistungen bezogenen Konsolidierungswettbewerb. Unser Marktanteil lag mit 64,7 % leicht über dem Niveau des Vorjahres (62,7 %), vornehmlich weil Kunden vermehrt klassische Briefe versenden, seitdem das Produkt Infobrief eingestellt wurde. ![]() Zielgruppengenau und medienübergreifend werben Mit unseren Lösungen können Unternehmen ihre Werbepost selbst gestalten und drucken sowie zu einem angemessenen Preis mit uns versenden. Wir stellen unseren Kunden OnlineTools und Dienstleistungen bereit, mit denen die Adressqualität gesichert wird und sich Zielgruppen effizient ermitteln lassen. Bei Bedarf können Unternehmen Adressen in der ermittelten Zielgruppe für eigene Werbemaßnahmen von uns mieten. Zudem bieten wir ein breites Portfolio an digitalen Lösungen an, mit denen Kunden medienübergreifend und zielgruppengerecht werben können. Der deutsche Markt für Dialogmarketing umfasst Werbepost, Telefon- und E-Mail-Marketing. Er ist im Jahr 2013 um 2,8 % auf ein Volumen von 17,2 Mrd € (Vorjahr: 17,7 Mrd €) geschrumpft. Vor allem der Versandhandel hat seine Werbeausgaben deutlich verringert. Spürbar waren auch die Insolvenzen von Neckermann und der Baumarktkette Praktiker. Unser Anteil in diesem stark fragmentierten Markt ist auf 12,8 % (Vorjahr: 13,5 %) gesunken, auch weil der „Infobrief“ eingestellt wurde. ![]() Versand von Presseprodukten In Deutschland stellen wir flächendeckend und auf den Tag genau Zeitungen und Zeitschriften zu. Dazu bieten wir unseren Kunden im Geschäftsfeld Presse Services zwei Hauptprodukte an: Mit dem Postvertriebsstück versenden Verlage traditionell ihre abonnierten Druckauflagen. Die Pressesendung wird vorwiegend von Unternehmen genutzt, die Kunden- oder Mitarbeiterzeitschriften über uns verteilen. Daneben vertreiben wir mit dem Deutsche-Post-Leserservice als Partner der Verlage erfolgreich Abonnements von mehr als 500 Presseprodukten on und offline. Das Gesamtvolumen des deutschen Marktes für Pressepost betrug im Jahr 2013 14,8 Mrd Stück, 2,0 % weniger als im Vorjahr. Vor allem Publikums- und Fachzeitschriften haben an Auflage verloren. Unsere Wettbewerber sind vornehmlich die Zustellgesellschaften der regionalen Tageszeitungsverlage. In einem schrumpfenden Gesamtmarkt konnten wir unseren Anteil von 11,4 % weiterhin stabil halten. ![]() Beim Paketversand steht der Kundenwunsch im Mittelpunkt Mit über 13.000 Filialen, rund 2.650 Packstationen und rund 1.000 Paketboxen bieten wir unseren Kunden das dichteste Abgabenetz in Deutschland. Es wurde im Berichtsjahr um weitere 10.000 Paketshops ergänzt; bis Ende 2014 sollen erneut bis zu 10.000 folgen. Insgesamt befördern wir an jedem Werktag mehr als 3,4 Millionen Pakete und Päckchen innerhalb Deutschlands. Das Volumen wächst, gleichzeitig aber auch die Ansprüche der Kunden. Bei unseren Innovationen im Paketversand steht der Kunde stets im Mittelpunkt. Die Empfänger können wählen, wohin ihr Paket geschickt werden soll. Sie werden benachrichtigt, an welchem Tag und in vielen Regionen auch zu welcher Zeit die Lieferung erfolgen wird. Und mit unserem Kurierservice erhalten Kunden ihre Pakete sogar taggleich oder in einem auswählbaren Zeitfenster am Abend. Für Geschäftskunden erweitern wir die logistische Plattform, im OnlineHandel noch schneller zu wachsen: Kleinere und mittlere Händler erhalten mit unserem Shopping Portal MeinPaket.de einen zusätzlichen Verkaufskanal. Auf Wunsch decken wir sogar die gesamte Warenlogistik bis zum Retourenmanagement ab. Mit Allyouneed.com entwickeln wir das Segment des Lebensmittel-Handels im Internet und das 2-Mann-Handling bietet eine Lösung für den Online-Möbelversand. Der deutsche Paketmarkt belief sich im Jahr 2013 auf ein Volumen von rund 8,2 Mrd €, knapp 5,1 % mehr als im Vorjahr. E-Commerce ist seit Jahren der wichtigste Wachstumstreiber. Im Jahr 2013 ist das Geschäftskundenaufkommen erneut sehr stark gewachsen und hat das Wachstum des Distanzhandels und der Paketdienste positiv beeinflusst. Insgesamt betrug unser Marktanteil im Berichtsjahr rund 42,3 %. ![]() Internationaler Versand von Briefen und Paketen Wir befördern Briefe und Pakete international und bieten unsere Dialogmarketing Lösungen grenzüberschreitend an. Für Geschäftskunden sind wir in bedeutenden nationalen Brief und Paketmärkten tätig, darunter in den USA und China. Von unseren Wettbewerbern unterscheiden wir uns durch innovative Produkte. So entwickeln wir für die wachsende E-Commerce-Branche internationale Versandlösungen an private Empfänger (B2C). Dazu gehört eine Retourenlösung für mittlerweile 24 europäische Länder. Beratung und Services rund um physisches und digitales Dialogmarketing sind ebenfalls Teil des Angebots. Überdies bieten wir schriftliche Kommunikation für internationale Geschäftskunden physisch, hybrid und vollelektronisch an - je nach Kundenwunsch. Kunden mit Sitz im Ausland nutzen außerdem unser spezielles Wissen und unsere Erfahrungen, um auf dem deutschen Markt erfolgreich zu handeln. Weltweit lag das Marktvolumen für den internationalen Briefverkehr im Jahr 2013 bei rund 6,7 Mrd € (Vorjahr: 6,8 Mrd €). Der Rückgang bei leichtgewichtigen Briefen und Presseerzeugnissen konnte nur teilweise durch die Zunahme an Sendungen höheren Gewichts aufgefangen werden. Unser Marktanteil blieb stabil auf dem Vorjahresniveau von 15,8 %. ![]() Ziele und Strategien KONZERNSTRATEGIE „Strategie 2015“ als konzernweiter Rahmen Im Jahr 2009 haben wir unsere „Strategie 2015“ vorgestellt. Sie bildet den konzernweiten Rahmen für unsere Vision und Mission sowie für Werte und Zielsetzungen. Unser Leitbild lautet, die Post für Deutschland zu bleiben und das Logistikunternehmen für die Welt zu werden. In dem damit verbundenen Handlungsauftrag spiegeln sich unsere Werte und das Kundenversprechen wider: Wir wollen unsere Kunden, Mitarbeiter und Investoren erfolgreicher machen. Wir zeigen stets Respekt, ohne Kompromisse bei den Resultaten zu machen. Wir wollen das Leben unserer Kunden einfacher machen. Und: Wir wollen dazu beitragen, dass unsere Welt lebenswerter wird. Um das zu erreichen, verfolgen wir drei Ziele: Wir wollen bevorzugter Anbieter für Kunden, präferierter Arbeitgeber für aktuelle und zukünftige Mitarbeiter und attraktives Investment für Aktionäre werden. Unseren Fortschritt messen wir regelmäßig anhand steuerungsrelevanter Indikatoren. Im Berichtsjahr wurden konzernweit erneut entscheidende Fortschritte erreicht, wie unter anderem Kundenzufriedenheitswerte, die Ergebnisse unserer jährlichen Mitarbeiterbefragung sowie die Entwicklung zentraler finanzieller Kennzahlen wie EBIT, EAC und operativer Cashflow belegen. Wie zufrieden Kunden und Mitarbeiter mit dem Konzern Deutsche Post DHL sind, spiegelt sich auch in der Liste der „Fortune World’s most admired companies 2013“ wider: Hier sind wir das beste Unternehmen unserer Branche. Im Jahr 2014 werden wir uns vor allem darauf konzentrieren, die Ertragskraft zu steigern und die Liquidität zu erhöhen. ![]() Konzernweite Initiativen ergänzen Geschäftsstrategien Die divisionalen Geschäftsstrategien werden um konzernweite strategische Initiativen ergänzt, die als besondere Hebel dazu beitragen sollen, unsere Ziele zu erreichen. Der Managementansatz „First Choice“ hilft uns, interne Abläufe kontinuierlich zu verbessern. Konzernweit wurden inzwischen über 30.000 Mitarbeiter in dieser Methodik zertifiziert. ZIELE UND STRATEGIEN DER UNTERNEHMENSBEREICHE Strategische Prioritäten In den divisionalen Geschäftsstrategien sind die Prioritäten der operativen Unternehmensbereiche verankert. Auch hier liegt der Schwerpunkt auf einer Stärkung unserer Ertragskraft. ![]() Unternehmensbereich BRIEF Mit folgenden strategischen Ansätzen stellen wir uns den aktuellen und künftigen Herausforderungen unseres Geschäfts. Kostenflexibilisieren: Um dieses Ziel zu erreichen, passen wir unsere Netzwerke den sich ändernden Rahmenbedingungen und Sendungsstrukturen an. Wir sparen überall dort, wo es möglich und sinnvoll ist, investieren aber parallel in Wachstumsfelder. Wir wollen die Qualität unserer Produkte weiter erhöhen und dabei gleichzeitig die Umwelt schonen. Beispielsweise haben wir ein elektrisches Zustellfahrzeug entwickeln lassen, das genau die Bedürfnisse der Zusteller erfüllt, zugleich die CO2-Bilanz verbessert und obendrein Betriebskosten senkt. Mit dem „Produktionskonzept Paket 2012“ sortieren und transportieren wir effizienter und sparen so Kosten ein. Kunden höchste Qualität bieten: Wir wollen unseren Kunden stets besten Service und höchste Qualität zu angemessenen Preisen bieten. So werden Sortiertechnik und ITStrukturen in unserem Briefnetzwerk kontinuierlich modernisiert. Wir investieren in unser Paketnetz und passen es stetig den steigenden Mengen an. Ziel ist es, auch im Paketbereich 95 % aller Sendungen in Deutschland am nächsten Tag den Kunden zuzustellen. Zudem bieten wir den Empfängern stetig mehr Dienstleistungen an, beispielsweise Sendungsankündigung, Versandstatus und Wunschort. Kundennähe ist uns wichtig, daher betreiben wir das mit Abstand größte stationäre Vertriebsnetz in Deutschland. Unsere erfolgreiche Kooperation mit dem Handel bauen wir, speziell durch unsere Paketshops, weiter aus. Mitarbeiter motivieren: Zufriedene und engagierte Mitarbeiter sind für uns der Schlüssel zu qualitativ hoher Leistung. So statten wir unsere Mitarbeiter mit modernen Arbeits- und Betriebsmitteln aus, stellen den Briefzustellern eBikes und eTrikes zur Verfügung, beraten in Gesundheitsfragen und bieten an ausgewählten Standorten Kinderbetreuung an. Mit dem jüngsten Tarifabschluss steigen auch die Löhne erneut spürbar und liegen nun noch deutlicher über dem Niveau unserer Wettbewerber. On - und offline neue Märkte erschließen: Wir übertragen unsere Kompetenz in der physischen Kommunikation auf die digitale Welt. Schon heute erleichtert das Internet Kunden den Zugang zu unseren Leistungen erheblich: So können sie online und mobil Porto kalkulieren, frankieren, Filialen und Packstationen suchen. Zusätzlich investieren wir in zukünftige Wachstumsfelder aller Geschäftsbereiche: Neben dem E-Postbrief beteiligen wir uns am wachsenden Online-Werbemarkt. Wir betreiben Europas größte Plattform für Targeting, vermarkten Werbeflächen im Internet, bieten die größte deutsche Online-Plattform für journalistische Inhalte an und betreiben als erster Paketdienstleister in Deutschland eigene Shopping-Portale. So haben wir mit Allyouneed.com einen Online-Supermarkt etabliert, erproben mit Kunden aus dem Einzelhandel die taggleiche Zustellung von Lebensmitteln und bieten mit MeinPaket.de einen der größten Online-Marktplätze in Deutschland. Mit dem „ADAC-Postbus“ setzen wir unsere Kompetenz bei Transport und Netzmanagement im liberalisierten deutschen Fernbusmarkt ein. Im Jahr 2014 werden wir weitere Strecken bedienen und beabsichtigen, diesen Service künftig deutschlandweit anzubieten. Unternehmenssteuerung FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Einheitliche Steuerung Für die Unternehmensteuerung von Deutsche Post AG werden im Wesentlichen die internationalen Steuerungsgrößen des Konzerns Deutsche Post DHL einheitlich angewendet. Einfluss auf Managementgehälter Der Konzern Deutsche Post DHL nutzt finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung. Ihre monatliche, vierteljährliche und jährliche Veränderung wird mit Vorjahres- und Plandaten verglichen und entsprechend gesteuert. Die jährliche Entwicklung der hier dargestellten finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungsgrößen ist auch für die Bemessung der Managementvergütung relevant. Die finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sollen das Gleichgewicht zwischen Profitabilität, effizientem Einsatz von Ressourcen und ausreichender Liquidität wahren. Wie sich diese Kennzahlen im Berichtsjahr entwickelt haben, wird im Wirtschaftsbericht erläutert. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit misst Ertragskraft Die Profitabilität der Geschäftsbereiche des Konzerns wird mit dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) gemessen. Ausgehend von den Umsatzerlösen und den sonstigen betrieblichen Erträgen werden der Material und Personalaufwand, die Abschreibungen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgezogen, um das EBIT zu ermitteln. Zinsen, sonstige Finanzierungsaufwendungen oder -erträge werden im Finanzergebnis berücksichtigt. Zur Vergleichbarkeit von Geschäftsbereichen wird die Umsatzrendite als Verhältnis von EBIT zu Umsatzerlösen errechnet. ![]() EBIT after Asset Charge fördert effizienten Einsatz von Ressourcen Seit dem Jahr 2008 verwendet der Konzern Deutsche Post DHL das „EBIT after Asset Charge“ (EAC, Gewinn nach Kapitalkosten) als eine weitere wesentliche Steuerungsgröße. Sie ergänzt das EBIT um eine Kapitalkostenkomponente, die als „Asset Charge“ abgezogen wird. Indem die Kapitalkosten in unternehmerische Entscheidungen einbezogen werden, wird der effiziente Einsatz der Ressourcen in allen Unternehmensbereichen gefördert und das operative Geschäft auf nachhaltige Wertsteigerung und Mittelzufluss ausgerichtet. Um die Kapitalkosten zu ermitteln, wird das betriebliche Nettovermögen mit dem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz („Weighted Average Cost of Capital“, WACC) multipliziert. Dies geschieht monatlich, sodass auch unterjährige Schwankungen im betrieblichen Nettovermögen berücksichtigt werden. Die Nettovermögensbasis ist für alle Unternehmensbereiche einheitlich definiert. Die wesentlichen Größen des operativen Vermögens sind immaterielle Vermögensgegenstände einschließlich Firmenwert, Sachanlagen und kurzfristiges Nettoumlaufvermögen (Net Working Capital). Bei der Berechnung der Nettovermögensbasis werden operative Rückstellungen und operative Verbindlichkeiten abgezogen. Der Konzernkapitalkostensatz (WACC) wird aus dem gewichteten Durchschnitt der Nettokosten für verzinsliches Fremdkapital und Eigenkapital berechnet. Dabei werden gemäß „Capital Asset Pricing Model“ unternehmensspezifische Risikofaktoren berücksichtigt. Es wird ein für alle Unternehmensbereiche einheitlicher Kapitalkostensatz von 8,5 % verwendet, der zugleich auch eine Mindestzielgröße für Projekte und Investitionen im Konzern darstellt. Dieser Kapitalkostensatz wird grundsätzlich anhand der aktuellen Finanzmarktverhältnisse einmal jährlich überprüft. Allerdings ist es hierbei nicht das Ziel, alle kurzfristigen Veränderungen nachzuvollziehen. Stattdessen werden nur längerfristige Trends verfolgt . Um den EAC mit den Vorjahren besser vergleichbar zu machen, wurde er im Jahr 2013 wie auch schon im Vorjahr konstant gehalten. ![]() ![]() Ausreichende Liquidität wahren Im Berichtsjahr wurde der Mittelzufluss (Cashflow) bei der Managementvergütung als zusätzlicher finanzieller Leistungsindikator berücksichtigt. Diese Steuerungsgröße zielt auf die ausreichende Liquidität ab, um neben operativen Zahlungsverpflichtungen und Investitionen auch alle finanziellen Verpflichtungen des Konzerns aus Schuldentilgung und Dividende decken zu können. Der Cashflow wird mithilfe der Kapitalflussrechnung ermittelt. Neben EBIT und EAC ist der operative Cashflow (OCF) für das Konzernmanagement die wesentliche Steuerungs und Incentivierungsgröße. Der OCF berücksichtigt alle Größen, die mit der unmittelbaren operativen Wertschöpfung verbunden sind. Er wird aus dem EBIT berechnet, korrigiert um Veränderungen von Gegenständen des Anlagevermögens (Abschreibungen, Zuschreibungen, Gewinnen und Verlusten aus Abgängen), sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, Steuerzahlungen, Veränderungen von Rückstellungen sowie sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Das Nettovermögen (Net Working Capital) bleibt als Treiber des OCF übrig. Effektives Management des Nettovermögens ist für den Konzern ein wichtiger Hebel, um den OCF kurz und mittelfristig zu steuern. ![]() NICHTFINANZIELLER LEISTUNGSINDIKATOR Mitarbeiterbefragungsergebnis als steuerungsrelevanter Indikator Unsere jährliche konzernweite Mitarbeiterbefragung misst nicht nur, wie erfolgreich wir dem Ziel näherkommen, bevorzugter Arbeitgeber zu werden. Insbesondere die Kennzahl „Aktive Führung“ fließt als zentrales Managementinstrument ebenfalls in die Berechnung der variablen Gehaltsbestandteile unserer Führungskräfte ein. Diese Kennzahl spiegelt wider, wie Mitarbeiter die Führungskompetenzen ihrer direkten Vorgesetzten wahrnehmen, beispielsweise wie sie auf Erwartungen ihrer Mitarbeiter reagieren und wie sie zu motivieren verstehen. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung im Berichtsjahr schildern wir im Kapitel Mitarbeiter. Übernahmerechtliche Angaben Angaben nach §§ 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von Aktien Zum 31. Dezember 2013 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 1.209.015.874 €, eingeteilt in ebenso viele auf den Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Jede Aktie gewährt die gleichen gesetzlich vorgesehenen Rechte und Pflichten und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte, insbesondere solche, die Kontrollbefugnisse verleihen, zu. Die Ausübung der Stimmrechte und die Übertragung der Aktien richten sich nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft, die bei des nicht beschränkt. § 19 der Satzung bestimmt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um als Aktionär an der Hauptversammlung teilzunehmen und sein Stimmrecht auszuüben. Gegenüber der Gesellschaft gilt als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die das Stimmrecht oder die Aktienübertragung beschränken. Mitglieder des Vorstands erhalten als langfristige Vergütungskomponente im Rahmen des LongTermIncentivePlans jährlich Stock Appreciation Rights (SAR) unter der Voraussetzung, dass sie für jede Tranche ein Eigeninvestment in Geld oder in Aktien der Deutsche Post AG leisten. Veräußert ein Vorstandsmitglied Aktien des Eigeninvestments einer Tranche oder wird über das Eigeninvestment in Geld vor Ablauf der vorgesehenen Wartezeit von vier Jahren verfügt, verfallen sämtliche SAR aus der entsprechenden Tranche. Im Rahmen des aktienorientierten Vergütungssystems (Share Matching Scheme) sind die teilnehmenden Führungskräfte verpflichtet, von einem Teil ihres jährlichen Bonus Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Für diese gilt nach den zugrunde liegenden Bedingungen eine vierjährige Veräußerungssperre. Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 % Die KfW Bankengruppe (KfW), Frankfurt am Main, ist mit einer Beteiligung von rund 21,0 % am Grundkapital unser größter Aktionär. Die Bundesrepublik Deutsch-land ist mittelbar über die KfW an der Deutsche Post AG beteiligt. KfW und Bund sind gemäß den uns vorliegenden Mitteilungen nach §§ 21 ff. WpHG die einzigen Aktionäre, die direkt oder indirekt mehr als 10 % des Grundkapitals halten. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen (§§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG). Gemäß § 84 AktG, § 31 MitbestG er folgt die Bestellung durch den Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zu lässig. Gemäß § 6 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern. Im Übrigen wird die Zahl der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestimmt, der auch einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen kann. Satzungsänderungen Die Satzung kann gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 5, 179 Abs. 1 Satz 1 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Gemäß § 21 Abs. 2 der Satzung in Verbindung mit §§ 179 Abs. 2, 133 Abs. 1 AktG beschließt die Hauptversammlung über Satzungsänderungen grundsätzlich mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Soweit das Gesetz für Satzungsänderungen zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt, ist diese Mehrheit entscheidend. Gemäß § 14 Abs. 7 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 28. Mai 2018 bis zu 240 Mio neue, auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar und/oder Sacheinlagen auszugeben und hierdurch das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 240 Mio € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013, § 5 Abs. 2 der Satzung). Den Aktionären steht bei Ausgabe von neuen Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2013 grundsätzlich ein Bezugsrecht zu, das nur unter den in § 5 Abs. 2 der Satzung genannten Voraussetzungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden kann. Die Einzelheiten dazu ergeben sich aus § 5 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft. Das Genehmigte Kapital 2013 ist ein Finanzierungs- und Akquisitionsinstrument entsprechend den internationalen Standards, das der Gesellschaft die Möglichkeit gibt, schnell, flexibel und kostengünstig Eigenkapital aufzunehmen. Das genehmigte Kapital entspricht einem Anteil von weniger als 20 % des Grundkapitals. Der Vorstand hat die Ermächtigung bisher nicht in Anspruch genommen. Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2011 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. Mai 2016 einmal oder mehrmals Options-, Wandel- und/oder Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechte unter Einschluss von Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu 1 Mrd € auszugeben und dabei Options- oder Wandlungsrechte auf bis zu 75 Mio Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 75 Mio € zu gewähren. Die Ermächtigung ist im Dezember 2012 durch die Begebung einer Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 1 Mrd € in voller Höhe in Anspruch genommen worden. Im Geschäftsjahr 2013 sind keine Aktien an die Inhaber der Teilschuldverschreibungen ausgegeben worden. Das Grundkapital war zum 31. Dezember 2013 noch um bis zu 75 Mio € bedingt erhöht, um den Inhabern bzw. Gläubigern von aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 25. Mai 2011 begründeten Options- oder Wandlungsrechten oder Wandlungspflichten nach Ausübung ihrer Rechte zur Bedienung der Rechte bzw. in Erfüllung von Wandlungspflichten Aktien zu gewähren (Bedingtes Kapital 2011, § 5 Abs. 3 der Satzung). Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 28. Mai 2018 einmal oder mehrmals Options, Wandel und/oder Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechte unter Einschluss von Kombinationen dieser Instrumente (nachfolgend zusammen „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 1,5 Mrd € auszugeben und dabei Options oder Wandlungsrechte auf bis zu 75 Mio Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 75 Mio € zu gewähren. Die Schuldverschreibungsbedingungen können auch eine Pflicht zur Ausübung von Options oder Wandlungsrechten oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, den Inhabern bzw. Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung eines geschuldeten Geldbetrages Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und zwar zum Ende der Laufzeit oder zu anderen Zeitpunkten. Das Grundkapital ist um bis zu 75 Mio € bedingt erhöht, um den Inhabern bzw. Gläubigern der Schuldverschreibungen Aktien nach Ausübung ihrer Options oder Wandlungsrechte bzw. in Erfüllung ihrer Options oder Wandlungspflichten zu gewähren oder um ihnen gemäß den Schuldverschreibungsbedingungen Aktien anstelle von Geldzahlungen zu gewähren (Bedingtes Kapital 2013, § 5 Abs. 4 der Satzung). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen nur unter den in dem vorgenannten Ermächtigungsbeschluss aufgeführten Voraussetzungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Einzelheiten dazu ergeben sich aus dem von der Hauptversammlung beschlossenen Beschlussvorschlag zu Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013. Die Ermächtigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen entspricht der üblichen Praxis bei börsennotierten Aktiengesellschaften. Sie eröffnet der Gesellschaft die Möglichkeit, ihre Aktivitäten flexibel und zeitnah zu finanzieren, und gibt den notwendigen Handlungsspielraum, um günstige Marktsituationen kurzfristig und schnell zu nutzen, indem beispielsweise Schuldverschreibungen mit Options oder Wandlungsrechten oder Wandlungspflichten auf Aktien der Gesellschaft im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, beim Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen als Gegenleistung angeboten werden können. Der Vorstand hat die Ermächtigung bisher nicht in Anspruch genommen. Schließlich hat die Hauptversammlung vom 28. April 2010 die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 27. April 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei gilt die Maßgabe, dass die so erworbenen Aktien zusammen mit Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals darstellen dürfen. Der Erwerb der Aktien kann über die Börse, aufgrund eines öffentlichen Kaufangebots, mittels einer an die Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder auf andere Weise nach Maßgabe des § 53a AktG erfolgen. Die Ermächtigung kann zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck ausgeübt werden; insbesondere ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen. Die Einzelheiten ergeben sich aus dem von der Hauptversammlung beschlossenen Beschlussvorschlag zu Tagesordnungspunkt 6 der Hauptversammlung vom 28. April 2010. Ergänzend dazu hat die Hauptversammlung vom 28. April 2010 den Vorstand ermächtigt, in dem zu Tagesordnungspunkt 6 der Hauptversammlung vom 28. April 2010 beschlossenen Rahmen eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben, nämlich in Erfüllung von Optionsrechten, die die Gesellschaft zum Erwerb der eigenen Aktien bei Ausübung der Option verpflichten („PutOptionen“), in Ausübung von Optionsrechten, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, eigene Aktien bei Ausübung der Option zu erwerben („Call-Optionen“), oder unter Einsatz einer Kombination von Put- und Call-Optionen. Dabei sind alle Aktienerwerbe unter Einsatz der vorgenannten Optionen auf höchstens 5 % des bei Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals beschränkt. Die Laufzeiten der Optionen dürfen nicht mehr als 18 Monate betragen, müssen spätestens am 27. April 2015 enden und so gewählt werden, dass der Erwerb der eigenen Aktien in Ausübung der Optionen nicht nach dem 27. April 2015 erfolgen kann. Die Einzelheiten ergeben sich aus dem von der Hauptversammlung beschlossenen Beschlussvorschlag zu Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 28. April 2010. Ergänzend dazu hat die Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 den Vorstand ermächtigt, auf der Grundlage dieser Ermächtigungen erworbene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auch zur Einführung der Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse zu verwenden, an der die Aktien bisher nicht zum Handel in einem regulierten Markt zugelassen sind. Die Einzelheiten ergeben sich aus dem von der Hauptversammlung beschlossenen Beschlussvorschlag zu Tagesordnungspunkt 6 der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012. Die Erteilung einer Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien durch die Hauptversammlung entspricht einer verbreiteten Praxis bei börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien unter Einsatz von Derivaten soll das Instrumentarium des Aktienrückkaufs lediglich ergänzen und der Gesellschaft die Gelegenheit geben, einen Rückkauf optimal zu strukturieren. Die Ermächtigung, die Aktien zur Einführung an einer ausländischen Börse zu verwenden, soll der Gesellschaft die Möglichkeit eröffnen, ihrer globalen Ausrichtung entsprechend ihre Aktionärsbasis auch im Ausland zu verbreitern. Bei öffentlichen Angeboten zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft gelten ausschließlich Gesetz und Satzung einschließlich der Bestimmungen des deutschen Wert-papiererwerbs- und Übernahmegesetzes. Die Hauptversammlung hat den Vorstand nicht zur Vornahme von in ihre Zuständigkeit fallenden Handlungen ermächtigt, um den Erfolg von etwaigen Übernahmeangeboten zu verhindern. Wesentliche Vereinbarungen, die unt er der Bedingung eines Kontroll wechsels infolge eines Übernahmeange bots stehen, und Entschädigungs vereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern Die Deutsche Post AG hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 2 Mrd € abgeschlossen. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrages hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung zu verlangen. Weiterhin sehen die Anleihebedingungen der unter dem im März 2012 etablierten „Debt Issuance Programme“ emittierten Anleihen sowie der im Dezember 2012 begebenen Wandelanleihe Kontrollwechselbestimmungen vor. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne der Bedingungen gewähren diese den Gläubigern unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, die vorzeitige Rückzahlung der jeweiligen Schuldverschreibungen zu verlangen. Außerdem besteht ein Rahmenvertrag über die Lieferung von Treibstoff, auf dessen Grundlage im Berichtsjahr Treibstoff im Gegenwert eines hohen zweistelligen Millionenbetrags abgerufen wurde und der dem Lieferanten für den Fall eines Kontrollwechsels ein Recht zur sofortigen Beendigung der Geschäftsbeziehung einräumt. Für den Fall eines Kontrollwechsels ist allen Mitgliedern des Vorstands das Recht eingeräumt, innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach dem Kontrollwechsel mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende ihr Amt jeweils aus wichtigem Grund niederzulegen und den Vorstandsvertrag zu kündigen (Sonderkündigungsrecht). Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts oder einvernehmlicher Aufhebung des Vorstandsvertrags innerhalb von neun Monaten seit Kontrollwechsel hat das Mitglied des Vorstands Anspruch auf Abfindung seiner Vergütungsansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags, begrenzt durch die vom Deutschen Corporate Governance Kodex (Ziff. 4.2.3 in der Fassung vom 13. Mai 2013) empfohlenen Caps mit der im Vergütungsbericht dargestellten Präzisierung. Im Hinblick auf Optionen aus dem LongTermIncentivePlan wird das Vorstandsmitglied so behandelt, als ob die Wartezeit für sämtliche Optionen bei Beendigung des Vorstandsvertrags bereits abgelaufen wäre. Die ausübbaren Optionen können dann innerhalb von sechs Monaten nach Vertragsbeendigung ausgeübt werden. Beim ShareMatchingSystem für Führungs-kräfte wird im Falle eines Kontrollwechsels der Gesellschaft die Haltefrist für die Aktien mit sofortiger Wirkung unwirksam. In einem derartigen Fall trägt der Arbeitgeber alle nachteiligen steuerlichen Folgen, die sich aus der Verkürzung der Haltefrist ergeben. Davon ausgenommen sind Steuern, die normalerweise nach der Haltefrist anfallen. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat Vergütung des Vorstands Struktur der Vergütung des Konzernvorstands im Geschäftsjahr 2013 Die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 hat der Aufsichtsrat festgelegt. Er hat über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente beraten und beschlossen. Dafür wurde die Expertise eines unabhängigen Vergütungsberaters eingeholt. Die Vorstandsvergütung orientiert sich an der Größe und der globalen Ausrichtung des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie im internationalen und nationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit einen Anreiz für engagierte und erfolgreiche Arbeit bietet. Die Vergütung des Vorstands im Jahr 2013 ist marktüblich, angemessen und leistungsorientiert; sie setzt sich zusammen aus erfolgsunabhängigen und variablen, das heißt erfolgsbezogenen Komponenten mit kurz-, mittel- und langfristiger Wirkung. Sie weist insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsbestandteile betragsmäßige Höchstgrenzen auf. Erfolgsunabhängige Komponenten sind die Jahresfestvergütung (Grundgehalt), Nebenleistungen und Pensionszusagen. Die Jahresfestvergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten nachträglich zum Monatsende gezahlt. Nebenleistungen bestehen vor allem aus Firmenwagennutzung, Zuschüssen zu Versicherungen sowie besonderen Pauschalen und Leistungen bei Einsatz außerhalb des Heimatlandes. Die variable Vergütung des Vorstands ist ganz überwiegend mittel- und langfristig ausgerichtet. Sie besteht zur einen Hälfte aus einem Long-Term-Incentive-Plan mit vierjähriger Bemessungsperiode und zur anderen Hälfte aus der an den jährlichen geschäftlichen Erfolg gebundenen Jahreserfolgsvergütung, von der wiederum 50 % in eine Mittelfristkomponente mit dreijährigem Bemessungszeitraum überführt werden (Deferral). Damit werden nur 25 % des variablen Vergütungsbestandteils auf Basis einer einjährigen Bemessungsgrundlage ausgezahlt. Die Höhe der Jahreserfolgsvergütung wird durch den Aufsichtsrat auf der Grundlage der Geschäftsentwicklung des Unternehmens nach pflichtgemäßem Ermessen festgelegt. Die individuelle Höhe der Jahreserfolgsvergütung richtet sich nach dem Grad, in dem vorab festgelegte Zielwerte erreicht, unter- oder überschritten werden. Die maximale Höhe der Jahreserfolgsvergütung ist auf den Betrag der Jahresfestvergütung begrenzt. Die maßgeblichen Zielkriterien, nach denen die Höhe der Jahreserfolgsvergütung bemessen wird, wurden im Berichtsjahr ergänzt: In die Zielvereinbarung aller Vorstandsmitglieder wurde zusätzlich der berichtete Free Cashflow des Konzerns aufgenommen. Maßgebend ist darüber hinaus wie in den Vorjahren für alle Mitglieder des Vorstands die Steuerungsgröße „EBIT after Asset Charge“ (Gewinn nach Kapitalkosten) einschließlich Kapitalkosten auf Goodwill und vor Wertminderung auf Goodwill (nachfolgend: EAC) des Konzerns. Für die Vorstände der Bereiche BRIEF, GLOBAL FORWARDING, FREIGHT, EXPRESS und SUPPLY CHAIN ist zusätzlich das EAC des jeweils verantworteten Unternehmensbereichs maßgeblich. Zudem werden mit allen Vorstandsmitgliedern ein Mitarbeiterziel, basierend auf der jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragung, sowie weitere Ziele vereinbart. Sind die für das Geschäftsjahr auf Basis einer anspruchsvollen Zielsetzung festgelegten oberen Zielwerte realisiert, wird die maximale Jahreserfolgsvergütung gewährt. Soweit die für das Geschäftsjahr festgelegten Zielwerte nicht vollständig oder gar nicht erreicht werden, wird eine anteilige oder gar keine Jahreserfolgsvergütung gewährt. Darüber hinaus kann der Aufsichtsrat bei außergewöhnlichen Leistungen einen angemessenen Sonderbonus beschließen. Die Jahreserfolgsvergütung wird, auch wenn die vereinbarten Ziele erreicht worden sind, nicht vollständig auf einmal ausgezahlt. 50 % der Jahreserfolgsvergütung werden in eine Mittelfristkomponente mit dreijährigem Bemessungszeitraum (ein Jahr Leistungsphase, zwei Jahre Nachhaltigkeitsphase) überführt. Eine Auszahlung dieser Mittelfristkomponente erfolgt erst nach Ablauf der Nachhaltigkeitsphase und nur, wenn das Nachhaltigkeitskriterium EAC während der Nachhaltigkeitsphase erreicht wird. Anderenfalls entfällt die Zahlung ersatzlos. Die Regelung wirkt somit im Sinne eines Malussystems, das die Ausrichtung der Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens stärkt und langfristige Anreize setzt. Auf Grundlage des vom Aufsichtsrat im Jahr 2006 beschlossenen Long-Term-Incentive-Plans (LTIP 2006) werden Stock Appreciation Rights (SAR) als langfristige Vergütungskomponente gewährt. Jedes SAR berechtigt zum Barausgleich in Höhe der Differenz zwischen dem Durchschnitt der Schlusskurse der Deutsche-Post-Aktie während der letzten fünf Handelstage vor dem Ausübungstag und dem Ausübungspreis der SAR. Die Mitglieder des Vorstands haben im Jahr 2013 ein Eigeninvestment in Höhe von 10 % ihrer Jahresfestvergütung geleistet. Die Wartezeit für die Ausübung der Rechte beträgt vier Jahre ab Gewährung. Die SAR können nach Ende der Wartezeit innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren ganz oder teilweise ausgeübt werden, wenn am Ende der Wartezeit die absoluten beziehungsweise relativen Erfolgsziele erreicht wurden. Nach Ablauf des Ausübungszeitraums verfallen nicht ausgeübte SAR. Um zu ermitteln, ob und wie viele der gewährten SAR ausübbar sind, werden der Durchschnittskurs beziehungsweise der Durchschnittsindexwert während Referenz und Performance-Zeitraum miteinander verglichen. Beim Referenzzeitraum handelt es sich um die letzten 20 aufeinanderfolgenden Handelstage vor dem Ausgabetag. Der Performance-Zeitraum betrifft die letzten 60 Handelstage vor Ablauf der Wartezeit. Der Durchschnittskurs (Endkurs) wird aus dem Durchschnitt der jeweiligen Schlusskurse der Deutsche-Post-Aktie im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG ermittelt. Von je sechs SAR können maximal vier über das absolute Erfolgsziel und maximal zwei über das relative Erfolgsziel „verdient“ werden. Wird zum Ablauf der Wartezeit kein absolutes oder relatives Erfolgsziel erreicht, verfallen die darauf entfallenden SAR der entsprechenden Tranche ersatz- und entschädigungslos. Jeweils ein SAR wird verdient, wenn der Endkurs der Deutsche-Post-Aktie mindestens 10, 15, 20 oder 25 % über dem Ausgabepreis liegt. Das relative Erfolgsziel ist an die Performance der Aktie im Verhältnis zur Performance des STOXX Europe 600 Index (SXXP, ISIN EU0009658202) gekoppelt. Es ist erreicht, wenn die Wertentwicklung der Aktie der des Indexes entspricht oder die Outperformance mindestens 10 % beträgt. Die Vergütung aus den Wertsteigerungsrechten ist auf 300 % der Zielbarvergütung (Jahresfestvergütung zuzüglich Zieljahreserfolgsvergütung) beschränkt. Sie kann darüber hinaus durch den Aufsichtsrat bei außerordentlichen Entwicklungen begrenzt werden. Vergütung des Aufsichtsrats Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats besteht gemäß § 17 der von der Hauptversammlung beschlossenen Satzung der Deutsche Post AG in der bis zum 31. Dezember 2013 geltenden Fassung aus einer vom Erfolg des Unternehmens unabhängigen Komponente (Fixum), einer variablen, auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichteten Komponente sowie dem Sitzungsgeld. Das Fixum beträgt wie im Vorjahr 40.000 €. Die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 errechnet sich aus 1.000 € für jeweils 0,02 €, um die der Konzerngewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2015 den Konzerngewinn je Aktie des Geschäftsjahres 2012 übersteigt. Dieser variable Vergütungsanteil wird mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 fällig. Die variable Vergütung darf 50 % des Fixums nicht übersteigen (Cap-Regelung). Für den Aufsichtsratsvorsitzenden sowie den Vorsitzenden eines Ausschusses erhöhen sich Fixum und variable Vergütung um 100 %, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und für das Mitglied eines Ausschusses um 50 %. Dies gilt nicht für den Vermittlungs- und den Nominierungsausschuss. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen angehören beziehungsweise die Funktion eines Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden haben, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten wie im Vorjahr ein Sitzungsgeld von 1.000 € für jede Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses, an der sie teilnehmen. Sie haben Anspruch auf Erstattung der ihnen bei der Ausübung ihres Amts entstehenden baren Auslagen. Umsatzsteuern auf Aufsichtsratsvergütung und Auslagen werden erstattet Forschung und Entwicklung Da die Deutsche Post AG als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, ist über nennenswerte Aufwendungen nicht zu berichten. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage Ergebnis und operativer Cashflow gesteigert Dank einer verbesserten Marge hat der Konzern Deutsche Post DHL im Geschäftsjahr 2013 das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit bei leicht rückläufigem Umsatz nach IFRS um 7,4 % gesteigert. Auch das weiterhin stark wachsende Paketgeschäft in Deutschland führte im Unternehmensbereich BRIEF zu einem Ergebnis am oberen Ende unserer Prognose. In den DHLUnternehmensbereichen wurde die Entwicklung durch starke Währungseffekte gebremst. Bei geringerem Umsatz konnten die DHL-Unternehmensbereiche EXPRESS und SUPPLY CHAIN mit striktem Kostenmanagement dennoch ihre Ergebnisse verbessern. Erfreulich zugelegt hat auch der operative Cashflow: Er stieg auf rund 3 Mrd €, sodass die finanzielle Lage des Konzerns aus Sicht des Vorstands gut ist. Prognose - Ist - Vergleich scroll
1 Prognose unterjährig angehoben 2 Prognose unterjährig eingegrenzt 3 Vorjahreswert aufgrund einer überarbeiteten Berechnungsgrundlage angepasst 4 Erläuterung Leistungsindikatoren Rahmenbedingungen Weltwirtschaft wächst sehr verhalten Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2013 nur sehr verhalten gewachsen. Sowohl in den Industrieländern als auch in den aufstrebenden Volkswirtschaften blieben die Wachstumsraten noch hinter den bereits mäßigen Ergebnissen des Vorjahres zurück. Der Grund war eine Schwächeperiode gleich zu Jahresbeginn. Danach erholte sich die Konjunktur zwar wieder - in einigen Industrieländern sogar deutlich - insgesamt aber ist die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2013 kaufkraftbereinigt nur noch um 3,0 % gewachsen (Vorjahr: 3,1 %). Der Welthandel konnte leicht um knapp 3 % zulegen (IWF: 2,7 %, OECD: 3,0 %). scroll
Daten teilweise geschätzt, Stand: 5. Februar 2014 Quellen: Postbank, nationale Statistiken Die asiatischen Länder wiesen erneut die höchste wirtschaftliche Dynamik auf. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 6,5 % (Vorjahr: 6,4 %). In China ließ die anziehende Nachfrage in einigen Industrieländern die Exporte steigen. Zugleich bemühte sich die Regierung weiter, die Binnennachfrage anzuregen. Insgesamt blieb das BIPWachstum mit 7,7 % auf dem Niveau des Vorjahres (7,7 %). Die japanische Wirtschaft wuchs infolge einer expansiven Geld und Fiskalpolitik in der ersten Jahreshälfte stark. Im weiteren Verlauf ließen die Impulse nach, sodass sich der Aufschwung etwas abschwächte. Zuwächse bei privatem Verbrauch und Staatskonsum sowie anziehende Investitionen ließen die Binnennachfrage deutlich steigen. Die Exporte legten im Jahresdurchschnitt leicht zu. Trotz des kräftigen Aufschwungs erhöhte sich das BIP aufgrund einer niedrigen Ausgangsbasis nur um 1,7 % (Vorjahr: 1,4 %). Die US-Wirtschaft wurde zu Jahresbeginn von staatlichen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen belastet, gewann ab dem Frühjahr aber deutlich an Schwung. Private Verbraucher erhöhten ihre Konsumausgaben, positive Impulse gingen zudem von den Bruttoanlageinvestitionen und von den Wohnungsbauinvestitionen aus. Der Außenhandel beeinträchtigte das Wachstum nicht, der deutlich rückläufige Staatsverbrauch dagegen spürbar. Das BIP ist um 1,9 % (Vorjahr: 2,8 %) gestiegen. Im Euroraum ist die Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr um 0,4 % (Vorjahr: -0,7 %) zurückgegangen. Sie litt zu Jahresbeginn weiter unter der Staatsschuldenkrise. Die in einigen Ländern ergriffenen Konsolidierungsmaßnahmen dämpften nicht nur den Staatskonsum, sondern auch den privaten Verbrauch. Er sank im Jahresdurchschnitt um 0,6 % bei einer außergewöhnlich hohen Arbeitslosenquote. Die Bruttoanlageinvestitionen gaben um 3,5 % nach, die Binnennachfrage um 0,9 %. Der moderat aus geweitete Außenhandel dämpfte den Rückgang des BIP um 0,5 Prozentpunkte. Gleich wohl hat sich die konjunkturelle Lage im Jahresverlauf gebessert. Seit dem zweiten Quartal wurden wieder positive Wachstumsraten erzielt - im Jahresverlauf sogar in fast allen Krisenländern. Die deutsche Konjunktur hat sich nach einem schwachen Beginn im Verlauf des Jahres 2013 belebt. Das BIP stieg um 0,4 % (Vorjahr: 0,7 %). Als Belastungsfaktor erwies sich der Außenhandel: Die Nachfrage aus dem Euroraum war schwach, die Ausfuhren in andere Regionen mäßig. Die Exporte wuchsen deshalb nur um 0,6 % (Vorjahr: 3,2 %), während die Importe gut doppelt so stark zulegten. Die Bruttoanlageinvestitionen gaben im Jahresdurchschnitt um 0,8 % nach (Vorjahr: -2,1 %). Gestützt wurde das Wachstum durch den privaten Verbrauch, der um 0,9 % (Vorjahr: 0,8 %) stieg. Der deutsche Arbeitsmarkt blieb weitgehend stabil. Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen auf 41,8 (Vorjahr: 41,6) Millionen. Preis für Rohöl gibt leicht nach Am Jahresende 2013 kostete ein Fass Rohöl der Sorte Brent 110,20 US$ (Vorjahr: 111,48 US$). Der Ölpreis lag im Jahresdurchschnitt mit knapp 109 US$ um etwa 3 % unter dem des Vorjahres. Im Jahresverlauf schwankte er zwischen 96 US$ und 119 US$. In der ersten Jahreshälfte dämpfte die schwache Weltkonjunktur die Nachfrage und ließ damit das Preisniveau sinken. Zudem weiteten Staaten, die nicht zur Organisation erdölexportierender Länder zählen, ihre Produktion stetig aus - allen voran die USA. Dies drückte ebenfalls auf die Notierungen. Nachfolgend ließen die sich verbessernden Wachstumsperspektiven den Ölpreis wieder steigen. ![]() Stabilere Konjunktur stützt den Euro Die schwache Konjunktur und die deutlich rückläufige Inflationsrate im Euroraum veranlasste die Europäische Zentralbank (EZB) in den Monaten Mai und November, ihren Leitzins um jeweils 0,25 Prozentpunkte auf zuletzt 0,25 % zu senken. Zudem kündigte die EZB an, den Leitzins noch für längere Zeit auf dem aktuellen oder aber einem noch niedrigeren Niveau zu belassen. Die USNotenbank hielt an ihrer sehr expansiven Geldpolitik fest. Sie möchte den Leitzins von derzeit 0 % bis 0,25 % frühestens anheben, wenn die Arbeitslosenquote 6,5 % unterschreitet. Im Dezember beschloss sie allerdings, das Volumen für ihre Ankäufe von Staatsanleihen und hypothekenbesicherten Anleihen, die die Konjunktur zusätzlich unterstützen sollen, leicht zu reduzieren. Zu Beginn des Jahres 2013 standen die Kurse von Euro und US-Dollar noch unter dem Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise, die sich auf Zypern ausweitete. Dies und die schwache Wirtschaft des Euroraums ließen den Euro bis März auf sein Jahrestief von knapp 1,28 US$ sinken. Dank der sich allmählich bessernden Konjunktur im Euroraum ebbte im Jahresverlauf auch die Furcht davor ab, dass die Staatsschuldenkrise sich erneut verschärfen könnte. Hiervon profitierte der Euro. Bis zum Jahresende stieg sein Kurs um 4,2 % auf gut 1,37 US$. Gegenüber dem Britischen Pfund wertete er um 2,4 % auf. Mäßige Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen Die Anleihemärkte standen in den ersten Monaten 2013 unter dem dominierenden Einfluss von Konjunkturschwäche und EWUStaatsschuldenkrise. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel bis Mai auf ihr Jahrestief von 1,17 %. Trotz der Leitzinssenkungen durch die EZB zogen die Kapitalmarktzinsen im weiteren Jahresverlauf aber an und lagen zum Jahresende bei 1,93 % (Vorjahr: 1,32 %). Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gab zunächst ebenfalls nach. Die anziehende US-Konjunktur und die Aussicht auf eine geringere Anzahl von Anleihekäufen durch die US-Notenbank ließen die Rendite nachfolgend aber kräftig steigen. Zum Jahresende lag sie mit 3,03 % um 1,27 Prozentpunkte über dem Stand des Vorjahres. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen bewegten sich im Berichtsjahr auf einem vergleichsweise mäßigen Niveau. Internationaler Handel wächst in den aufstrebenden Märkten weiter Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2013 verhalten gewachsen. Infolgedessen sind die Handelsvolumina (transportierte Menge in Tonnen) im Berichtsjahr nur noch um etwa 1,7 % gestiegen. Die geringe Nachfrage nach Gütern führte vor allem zu einem Rückgang der europäischen Importe. Der Handel zwischen den aufstrebenden Märkten der Regionen Asien-Pazifik, Lateinamerika und Mittlerer Osten/Afrika hat hingegen weiterhin zugenommen. scroll
Quelle: Copyright © IHS Global Insight GmbH, 2013. All rights reserved, Stand: 31. Dezember 2013 ![]() Rechtliche Rahmenbedingungen Als Marktführer unterliegen viele unserer Dienstleistungen der sektorspezifischen Regulierung nach dem Postgesetz. Angaben hierzu sowie zu rechtlichen Risiken finden Sie im Abschnitt Chancen und Risiken. Wesentliche Ereignisse Keine wesentlichen Ereignisse Im Geschäftsjahr 2013 gab es keine Ereignisse, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Deutsche Post AG ausgewirkt haben. Ertragslage Gewinn - und Verlustrechnung von Deutsche Post AG Im Geschäftsjahr 2013 verzeichneten wir aufgrund der positiven Entwicklung eine Steigerung der Umsatzerlöse um 0,4 Mrd €. Das betriebliche Ergebnis bestehend aus dem Saldo der Gesamterträge und -aufwendungen vor Finanzergebnis, außerordentliches Ergebnis und Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,5 Mrd € angestiegen. Im Ergebnis wird ein Bilanzgewinn in Höhe von 1,7 Mrd € ausgewiesen, der sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 1,2 Mrd Euro und dem Gewinnvortrag in Höhe von 0,5 Mrd € zusammensetzt. Weitere ausführliche Erläuterungen zum Jahresabschluss der Deutschen Post AG enthalten der nachfolgende Abschnitt sowie der Anhang, der Bestandteil des Jahresabschlusses ist. scroll
Die Umsatzerlöse sind um 398 Mio € bzw 3,2 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Gesonderte Erläuterungen zu den Umsatzerlösen enthält der Absatz „Analyse der Umsatzentwicklung“. Die sonstigen betrieblichen Erträge verzeichnen gegenüber dem Vorjahr einen leichten Anstieg um 29 Mio € bzw. 2,2 % und sind im Wesentlichen gekennzeichnet durch höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 108 Mio € und geringeren Erträgen aus Fremdwährungskursdifferenzen von 80 Mio €. Die betrieblichen Aufwendungen (Material-, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) reduzierten sich um 108 Mio € bzw. 1% auf 13.429 Mio €. Während sich die Materialaufwendungen im Wesentlichen aufgrund höherer Aufwendungen für bezogene Leistungen Dritter um 127 Mio € erhöhten, verzeichneten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen Rückgang von 292 Mio € vornehmlich infolge einer einmaligen Umsatzsteuernachzahlung in 2012. Das Finanzergebnis in Höhe von 220 Mio € (Vorjahr 284 Mio €) setzt sich zusammen aus dem Beteiligungsergebnis mit 657 Mio € und dem Zinsergebnis mit - 437 Mio €. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellt eine Zwischensumme aller Ertrags- und Aufwandsposten mit Ausnahme des außerordentlichen Ergebnisses und des Steueraufwands dar und beträgt im Berichtsjahr 1.205 Mio €. Unter Berücksichtigung des außerordentlichen Ergebnisses in Höhe von -34 Mio € und der positiven Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 87 Mio € wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.258 Mio € ausgewiesen. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr beträgt der Bilanzgewinn 1.726 Mio € (Vorjahr 1.314 Mio €) Die Umsatzrendite (auf Basis des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) beläuft sich auf 9,3% gegenüber 5,7% im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie, ermittelt auf der Berechnungsgrundlage Jahresüberschuss beträgt 1,04 € nach 0,53 € im Vorjahr. Auf der Berechnungsgrundlage des Bilanzgewinns würde das Ergebnis je Aktie 1,43 € (Vorjahr 1,09 €) betragen. Dividende von 0,80 € je Aktie vorgeschlagen Unsere Finanzstrategie sieht vor, grundsätzlich 40 % bis 60 % des Nettogewinns im Konzern als Dividende auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher den Aktionären auf der Hauptversammlung am 27. Mai 2014 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 0,80 € je Aktie (Vorjahr: 0,70 €) auszuschütten. Die Dividende wird am 28. Mai 2014 ausgezahlt und ist für inländische Investoren steuerfrei. ![]() Analyse der Umsatzentwicklung Umsatz wächst um 3,2 % Im Berichtsjahr lag der Umsatz im Unternehmensbereich BRIEF mit 13.006 Mio € deutlich über dem Niveau des Vorjahres (12.608 Mio €), obwohl 0,6 Arbeitstage fehlten. Operativ haben sich die Umsatzerlöse insgesamt positiv entwickelt, besonders in den Geschäftsfeldern Brief Kommunikation und Paket Deutschland. Im ersten Halbjahr 2013 haben wir einen Teil der Rückstellung für Postwertzeichen verbraucht, woraus ein positiver Effekt von 50 Mio € resultierte. Volumina steigen verlagerungsbedingt Im Geschäftsfeld Brief Kommunikation ist die Sendungsmenge im Jahr 2013 um insgesamt 1,0 % gestiegen, obwohl das Privatkundenvolumen um 2,6 % gesunken ist. Seitdem wir das Produkt Infobrief eingestellt haben, versenden Geschäftskunden stattdessen vermehrt klassische Briefe. Im regulierten Bereich haben wir erstmals seit 15 Jahren die Preise unter der Maßgabe des Price-Cap-Verfahrens erhöht. Der Umsatz im Geschäftsfeld ist im Berichtsjahr um 6,6 % von 5.188 Mio € (Vorjahr angepasst) auf 5.531 Mio € gewachsen. Für das Jahr 2014 wurde eine weitere Preissteigerung genehmigt. scroll
Unadressierte Werbesendungen legen zu Im Geschäftsfeld Dialog Marketing sind die Absatzmengen insgesamt gesunken. Während die unadressierten Werbesendungen zulegten, sank das adressierte Werbeaufkommen, weil wir das Produkt Infobrief eingestellt haben. Der Versandhandel hielt sich mit Werbeausgaben weiterhin zurück. Überdies haben sich die Insolvenzen unserer Kunden Neckermann und Praktiker negativ ausgewirkt. Der Umsatz im Geschäftsfeld ist im Berichtsjahr um 8,3 % auf 2.192 Mio € (Vorjahr: 2.390 Mio €) gesunken. scroll
Niedrigerer Umsatz mit Pressepost Im Geschäftsfeld Presse Services lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 700 Mio € um 1,0 % unter dem Wert des Vorjahres (707 Mio €). Auf dem deutschen Markt für Pressepost sind die Auflagen erneut gesunken und weitere Titel eingestellt worden. Paketgeschäft wächst anhaltend stark Der im Geschäftsfeld Paket Deutschland erzielte Umsatz übertraf im Berichtsjahr mit 3.295 Mio € den Vorjahreswert von 3.045 Mio € um deutliche 8,2 %. Mit erweitertem Angebot und verbessertem Service schaffen wir die logistische Grundlage für ein ungebrochen starkes Wachstum des Online-Handels. scroll
Filialen verzeichnen Umsatzplus Der in den mehr als 26.000 Verkaufsstellen erzielte Umsatz lag im Berichtsjahr mit 184 Mio € um 4,5 % über dem Niveau des Vorjahres (176 Mio €). Internationales Briefgeschäft entwickelt sich weiterhin positiv Im Geschäftsfeld Global Mail sind die Volumina im Berichtsjahr gesunken, während der Umsatz um 1,6 % auf 1.014 Mio € gestiegen ist. In allen Regionen hält der Trend an, dass Kunden von leicht- zu schwergewichtigeren Sendungen wechseln. Besonders gut haben sich grenzüberschreitende Sendungen aus bzw. nach Deutschland entwickelt. scroll
Finanzlage Finanzmanagement des Konzerns zentral steuern Die zentrale Steuerung des Finanzmanagements im Konzern Deutsche Post DHL wird im Wesentlichen durch das Corporate Finance bei Deutsche Post AG vorgenommen. Das Finanzmanagement des Konzerns Deutsche Post DHL umfasst das Steuern von Cash und Liquidität, das Absichern von Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken, die Konzernfinanzierung, die Vergabe von Bürgschaften und Patronatserklärungen sowie die Kommunikation mit den Rating-Agenturen. Wir steuern die Abläufe zentral und können so effizient arbeiten und Risiken erfolgreich kontrollieren. Die Verantwortung dafür trägt Corporate Finance in der Bonner Konzernzentrale, unterstützt durch drei regionale Treasury Center in Bonn (Deutschland), Weston (USA) und Singapur. Sie bilden die Schnittstelle zwischen der Zentrale und den operativen Gesellschaften, beraten diese in allen Fragen des Finanzmanagements und stellen sicher, dass die konzernweiten Vorgaben umgesetzt werden. Hauptaufgabe von Corporate Finance ist es, finanzielle Risiken und Kapitalkosten zu minimieren und dabei die nachhaltige finanzielle Stabilität und Flexibilität des Konzerns zu erhalten. Um auch in Zukunft ungehindert Zugang zu den Kapitalmärkten zu haben, strebt der Konzern weiterhin ein der Branche angemessenes Kredit-Rating an. Daher prüfen wir vor allem, wie sich unser operativer Cashflow im Verhältnis zur angepassten Verschuldung entwickelt. Diese entspricht den Nettofinanzverbindlichkeiten des Konzerns unter Berücksichtigung der nicht direkt mit Kapital unterlegten Pensionsverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus operativem Leasing. Finanzielle Flexibilität und niedrige Kapitalkosten erhalten ![]() Wesentlicher Bestandteil der Strategie ist ein ZielRating von „BBB+“, das über die dynamische Kennzahl „FFO to Debt“ (Funds from Operations to Debt, Finanzmittel aus dem operativen Geschäft im Verhältnis zur Verschuldung) gesteuert wird. Weitere Bestandteile der Strategie sind eine nachhaltige Dividendenpolitik und klare Prioritäten, wie überschüssige Liquidität verwendet wird. Sie sollte zur schrittweisen Erhöhung des Planvermögens deutscher Pensionspläne sowie für Sonderdividenden oder Aktienrückkäufe genutzt werden. Cash - und Liquiditätsmanagement erfolgt zentral Das Cash und Liquiditätsmanagement der weltweit tätigen Tochtergesellschaften erfolgt zentral über das Corporate Treasury. Mehr als 80 % des konzernexternen Umsatzes wird in Cash Pools konzentriert und zum internen Liquiditätsausgleich genutzt. In Ländern, in denen dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist, werden interne oder externe Kredite und Anlagen zentral vom Corporate Treasury vermittelt. Dabei achten wir auf eine ausgeglichene Bankenpolitik, um unabhängig von einzelnen Banken zu bleiben. Der konzerninterne Umsatz der Tochtergesellschaften wird ebenfalls konzentriert und über die Inhouse-Bank abgewickelt. So vermeiden wir externe Bankgebühren und -margen (Inter-Company Clearing). Der Zahlungsverkehr erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, mit standardisierten Abläufen und IT-Systemen. Im Rahmen der SEPA-Umstellung wurde der externe Zahlungsverkehr vieler Konzerngesellschaften in der internen Payment Factory zentralisiert. Sie führt Zahlungen im Namen der Konzerngesellschaften über zentrale Konten der Deutschen Post AG aus. Marktpreisrisiken begrenzen Um Marktpreisrisiken zu begrenzen, nutzt der Konzern originäre und derivative Finanzinstrumente. Zinsrisiken werden nur mit Hilfe von Swaps abgesichert. Im Währungsbereich kommen zusätzlich auch Termingeschäfte, Cross-Currency Swaps und Optionen zum Einsatz. Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen geben wir weitgehend an unsere Kunden weiter, das Restrisiko steuern wir teilweise mit RohstoffpreisSwaps. Die für den Einsatz von Derivaten nötigen Rahmenbedingungen, Kompetenzen und Kontrollen sind in internen Richtlinien geregelt. Flexibel und stabil finanziert Der Konzern Deutsche Post DHL deckt seinen Finanzierungsbedarf langfristig durch ein ausgewogenes Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital. Dadurch werden sowohl die finanzielle Stabilität als auch eine hinreichende Flexibilität sichergestellt. Unsere wichtigste Finanzierungsquelle ist grundsätzlich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Wir haben im Berichtsjahr die mit einem Konsortium aus nationalen und internationalen Banken im Jahr 2010 vereinbarte fünfjährige Kreditlinie in Höhe von 2 Mrd € frühzeitig und zu verbesserten Konditionen bis 2018 erneuert. Zudem wurden zwei Verlängerungsoptionen von jeweils einem Jahr vereinbart. Die vereinbarte Kreditlinie sichert uns günstige Marktkonditionen und bildet eine langfristig sichere Liquiditätsreserve. Sie enthält keine weitergehenden Zusagen, was die Finanzkennziffern des Konzerns betrifft. Angesichts unserer soliden Liquidität wurde diese syndizierte Kreditlinie im Berichtsjahr nicht beansprucht. Bei unserer Bankenpolitik achten wir darauf, das zu vergebende Geschäftsvolumen breit zu streuen und mit den Kreditinstituten langfristige Geschäftsbeziehungen zu unterhalten. Den Fremdmittelbedarf decken wir neben den Kreditlinien auch über andere unabhängige Finanzierungsquellen, wie Anleihen und operatives Leasing. Die Fremdmittel werden weitgehend zentral aufgenommen, um Größen- und Spezialisierungsvorteile zu nutzen und so die Kapitalkosten zu minimieren. Im Rahmen des im Jahr 2012 etablierten „Debt Issuance Programme“ mit einem Volumen von bis zu 5 Mrd € haben wir das günstige Kapitalmarktumfeld genutzt und im Oktober 2013 zwei Anleihen mit einem Volumen von jeweils 0,5 Mrd € begeben. Weitere Informationen zu den verschiedenen Anleihen enthält der Anhang. Deutsche Post AG begibt Bürgschaften, Patronatserklärungen und Garantien Die Deutsche Post AG besichert bei Bedarf Kredit, Leasing oder Lieferantenverträge, die von Konzerngesellschaften, assoziierten Unternehmen oder Joint-Venture- Gesellschaften abgeschlossen werden, indem sie Patronatserklärungen, Bürgschaften oder Garantien begibt. Dadurch lassen sich lokal bessere Konditionen durchsetzen. Die Herauslage und Überwachung der Besicherungen erfolgt zentral. Kreditwürdigkeit des Unternehmens unverändert angemessen Kredit-Ratings stellen ein unabhängiges und aktuelles Urteil über die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens dar. Dazu werden der Geschäftsbericht sowie entsprechende Plandaten quantitativ analysiert und bewertet. Zusätzlich werden qualitative Faktoren wie Branchenspezifika, Marktposition sowie Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens berücksichtigt. Moody’s Investors Service stuft die Kreditwürdigkeit unseres Konzerns weiterhin mit „Baa1“ mit positivem Ausblick ein. Auch Fitch hat das Rating von „BBB+“ mit stabilem Ausblick im Berichtsjahr bestätigt. Die Fähigkeit unseres Konzerns, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, wird somit unverändert als angemessen eingestuft. Mit diesem Rating ist Deutsche Post DHL in der Transport- und Logistikbranche gut positioniert. Die folgende Tabelle zeigt die Bewertungen zum Bilanzstichtag sowie die zugrunde liegenden Faktoren. Die vollständigen und aktuellen Analysen der Rating-Agenturen sowie die Rating-Definitionen finden Sie auf unserer Website. scroll
Liquidität und Mittelherkunft Zum Bilanzstichtag verfügte die Deutsche Post AG über flüssige Mittel in Höhe von 2,3 Mrd € (Vorjahr: 1,1 Mrd €). Die flüssigen Mittel werden weitgehend zentral am Geldmarkt angelegt. Das Volumen dieser kurzfristigen Geldmarktanlagen betrug zum Bilanzstichtag 2,0 Mrd €. Zusätzlich sind 0,6 Mrd € in kurzfristigen Geldmarktfonds investiert. Investitionen leicht über Vorjahresniveau Die Investitionen im Sachanlagevermögen sind im Berichtsjahr auf 333 Mio € gestiegen und vor allem in Technische Anlagen und Maschinen (65 Mio €), Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (95 Mio €) und Anlagen im Bau (143 Mio €) geflossen. BRIEF erweitert Paketkapazitäten Der größte Anteil der Investitionen daran entfiel auf das „Produktionskonzept Paket 2012“. Damit wollen wir unsere Kapazitäten den ansteigenden Sendungsvolumina anpassen. Im Bereich E-Post haben wir die Funktionalitäten der Plattform erweitert. Zusätzlich wurden unsere Produktionsanlagen und Infrastruktur instand gehalten sowie die Bereiche Brief und Paket mit neuen Handscannern ausgestattet. Vermögenslage Bilanz der Deutschen Post AG Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 29,5 Mrd € (im Vorjahr 27,7 Mrd €). Erläuterungen zu den Investitionen enthält der vorstehende Abschnitt. Das Anlagevermögen hat sich von 16,4 Mrd € auf 16,5 Mrd € nur leicht erhöht. Das Umlaufvermögen verzeichnet dagegen einen Anstieg von 1,7 Mrd €. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus höheren Wertpapieranlagen von 0,6 Mrd € und einem höheren Bestand an Flüssigen Mitteln von 1,2 Mrd €. Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen und weist nun eine Höhe von 11,6 Mrd € (Vorjahr 11,2 Mrd €) aus. Der infolge des Vorjahresgewinns an die Anteilseigner ausgeschütteten Betrag in Höhe von 0,85 Mrd € wurde durch den Jahresüberschuss 2013 in Höhe von 1,26 Mrd € mehr als kompensiert. Insgesamt hat sich die Eigenkapitalquote von 39,3 % im Berichtsjahr nach 40,5 % im Vorjahr etwas reduziert. Die Eigenkapitaldeckung des Anlagevermögens erhöhte sich auf 70 % nach 69 % im Vorjahr. Die Rückstellungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mrd €, bedingt durch geringere Steuer- und Sonstige Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 2,0 Mrd € auf 13,0 Mrd €. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch die Ausgabe von neuen Anleihen im Volumen von 1,0 Mrd € und höheren Verbindlichkeiten aus dem Konzern Cash-Management gegenüber verbundenen Unternehmen von 0,8 Mrd €. Die Kapitalflussrechnung von Deutsche Post AG wird im Anhang abgebildet und erläutert. Weitergehende Erläuterungen zur Bilanz der Deutsche Post AG enthält der Anhang. Erklärung zur Unternehmensführung Unsere Erklärung zur Unternehmensführung haben wir auf unserer Internetseite unter dpdhl.com/de/investoren/corporate_governance/corporate_governance_bericht.html öffentlich zugänglich gemacht. DEUTSCHE-POST-AKTIEAktienmärkte profitieren von Geldpolitik Die Aktienmärkte haben sich im Jahr 2013 abermals positiv entwickelt. Die Stimmung wurde zu Jahresbeginn noch von Sorgen um das drohende Abgleiten Frankreichs in die Rezession und die schwierige Lage in Italien, Spanien, Portugal und Zypern getrübt. Der DAX erreichte mit 7.460 Punkten am 19. April 2013 sein Jahrestief. Eine gute Berichtssaison sowie die Leitzinssenkung durch die EZB im Mai bescherten den Märkten eine Erholung, die zum Ende des ersten Halbjahres durch Spekulationen um ein Ende der expansiven Geldpolitik der US-Notenbank gebremst wurde. Während der DAX das erste Halbjahr dank einer weiterhin wachsenden deutschen Wirtschaft positiv abschloss, lag der EURO STOXX 50 am 24. Juni auf seinem Jahrestief von 2.512 Punkten. Im zweiten Halbjahr verzeichneten beide Indizes einen stetigen Aufwärtstrend, wozu die Einigung über den US-Staatshaushalt sowie die Entscheidung der EZB, den Leitzins ein weiteres Mal zu senken, beitrugen. Nach leichten Korrekturen belebten sich die Märkte zum Jahresende noch einmal. Der DAX erreichte am 27. Dezember ein neues Allzeithoch mit 9.589 Punkten; der EURO STOXX 50 erreichte am selben Tag sein Jahreshoch mit 3.111 Punkten. Der DAX schloss das Jahr 2013 mit 9.552 Punkten, einem Plus von 25,5 %. Der EURO STOXX 50 hat im Jahresvergleich 18,4 % gewonnen. scroll
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1 Erhöhung aufgrund der Ausübung von Aktienoptionen 2 Beta drei Jahre; Quelle: Bloomberg 3 Bezogen auf das Jahresergebnis nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen 4 Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 5 Jahresschlusskurs ÷ Ergebnis je Aktie 6 Jahresschlusskurs ÷ Cashflow je Aktie 7 Nach Anwendung von IAS 19R angepasst 8 Vorschlag 9 Ohne außerordentliche Effekte: 48,9 % scroll
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![]() Deutsche - Post - Aktie drittes Jahr in Folge stärker als der DAX Die Deutsche-Post-Aktie hat im Verlauf des Jahres 2013 erneut stark zugelegt. Von ihrem Jahrestief bei 16,51 € am 8. Januar erholte sie sich schnell, schloss sich dann aber zwischenzeitlich der uneinheitlichen Markttendenz an. Nach Vorlage der Geschäftszahlen für das Jahr 2012 am 5. März setzte sich unsere Aktie deutlich vom Markt ab und baute diesen Vorsprung nach Vorlage der Quartalszahlen am 14. Mai 2013 weiter aus. Bis Ende Juli erhöhte sich der Streubesitz unserer Aktie progressiv auf 79,0 %, da eine von der KfW-Bankengruppe begebene Wandelanleihe vollständig umgetauscht wurde. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal am 6. August bescherte unserer Aktie erneute Kursgewinne und eine steigende Marktkapitalisierung. Nicht zuletzt deshalb wurde sie am 23. September in den EURO STOXX 50 aufgenommen. Im restlichen Jahresverlauf verzeichneten wir weitere Kurszuwächse durch die gestiegene Nachfrage sowie die Vorlage abermals solider Zahlen für das dritte Quartal am 12. November. Der anschließenden kurzen Kurskorrektur folgte eine Jahresendrally auf ein neues Allzeithoch von 26,71 € am 27. Dezember. Mit einem Schlusskurs von 26,50 € erzielte unsere Aktie ein Plus von 59,6 % und entwickelte sich damit das dritte Jahr in Folge stärker als der DAX. Sowohl im deutschen Leitindex als auch im EURO STOXX 50 schloss die Deutsche-Post-Aktie als jeweils zweitstärkster Wert. Das durchschnittlich je Börsentag über Xetra gehandelte Volumen lag mit 4,1 Mio Stück auf dem Niveau des Vorjahres. Analysten empfehlen Aktie mehrheitlich zum Kauf Am Ende des Jahres 2013 empfahlen 18 Analysten unsere Aktie zum Kauf - sechs weniger als vor einem Jahr. Aufgrund der starken Kursentwicklung betrachten mehr Analysten unsere Aktie als angemessen bewertet. Die Zahl der neutralen Empfehlungen stieg deshalb von elf auf 14. Nur drei Analysten rieten zum Verkauf, einer mehr als im Jahr zuvor. Das durchschnittliche Kursziel ist von 17,44 € im Jahresverlauf auf 26,13 € gestiegen. ![]() Free Float erneut gestiegen Die von der KfW-Bankengruppe am 23. Juli 2009 begebene Wandelanleihe auf 54,1 Mio Deutsche-Post-Aktien wurde von den Gläubigern aufgrund der starken Kursentwicklung bis Ende Juli komplett umgetauscht. Damit verringerte sich der KfW-Anteil vor Ablauf der Wandlungsfrist am 30. Juli 2014 um 4,5 % auf 21,0 % bzw. der Streubesitz erhöhte sich auf 79,0 %. Der Anteil der von Privataktionären gehaltenen Aktien ist auf 11,2 % (Vorjahr 10,8 %) gestiegen. In der regionalen Verteilung der identifizierten institutionellen Investoren ist Großbritannien mit einem Anteil von 14,8 % (Vorjahr: 13,8 %) erneut am stärksten vertreten. Der Anteil US-amerikanischer Investoren hat sich auf 13,8 % (Vorjahr 12,3 %), der der institutionellen Anleger aus Deutschland auf 12,3 % (Vorjahr: 11,7 %) erhöht. Unsere 25 größten institutionellen Investoren halten insgesamt 30,5 % der ausgegebenen Aktien. ![]() Gezielte Kapitalmarktkommunikation gewürdigt Im Berichtsjahr konnten wir erneut dem Kapitalmarkt die Potenziale unseres Unternehmens und seiner Geschäftsbereiche verdeutlichen. Im Rahmen von zwei Capital Markets Tutorial Workshops, die im April in London und Frankfurt stattfanden, haben wir eine hohe Transparenz bezüglich Pensionen und anderen Rückstellungen sowie deren Auswirkungen auf den Jahresabschluss und den Free Cashflow geschaffen. In weiteren Tutorial Workshops im September in Leipzig und London haben wir Investoren und Analysten das Geschäftsmodell des DHL-Unternehmensbereichs EXPRESS nähergebracht und damit das Vertrauen in seine finanziellen Ziele gestärkt. Im DHL-Unternehmensbereich BRIEF standen die mittelfristigen Gewinnerwartungen und die Wachstumsperspektiven des Paketgeschäfts im Fokus unserer Gespräche, im DHL-Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT die Umsetzung des strategischen Projekts NFE und im DHL-Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN die Perspektiven für Wachstum und Profitabilität. Wir haben unser Investoren-Targeting weiterentwickelt. Insgesamt führten wir 566 Einzelgespräche auf nationalen und internationalen Konferenzen und Roadshows, an 104 davon waren Mitglieder des Vorstands beteiligt. Diese Arbeit wurde bei der jährlichen Umfrage des Branchenmagazins „Institutional Investor“ gewürdigt: Bei der Befragung der Sell-Side-Analysten belegten unser Vorstandsvorsitzender sowie das IR Team jeweils den ersten Platz im Transportsektor. Auch die Buy Side sah Frank Appel und Lawrence Rosen unter den führenden Vorständen des Sektors. Unsere Investor-Relations-Website hat in den „IR Global Rankings“ unter über 300 teilnehmenden Unternehmen den ersten Platz in der Kategorie „IR Website“ belegt. Seit Juni 2013 bieten wir zudem Aktuelles aus den Bereichen IR und Financial Media für das iPad an. Die kostenfreie „DPDHL IR App“ wurde bereits im Berichtsjahr mehr als 2.000 Mal heruntergeladen. NICHTFINANZIELLE KENNZAHLENDer K onzern Deutsche Post DH L will nicht nur ein attraktives Investment für Aktionäre, sondern auch präferierter Arbeitgeber für Mitarbeiter und bevorzugter Anbieter für Kunden werden. Unsere Leistungen auf den Gebieten Personalarbeit , Diversity , Gesundheitsmanagement, Arbeitssicherheit , Service und Qualität tragen maßgeblich dazu bei . Mit Programmen in den Bereichen Umweltschutz , Katastrophenmanagement und Bildung übernimmt der Konzern über dies gesellschaftliche Verantwortung. Mitarbeiter „ One HR“ - Personalarbeit neu gestalten Mit guter Personalarbeit wollen wir zur Leistungsfähigkeit des Konzerns und seiner Unternehmensbereiche beitragen. Dabei soll das Gleichgewicht zwischen konzernweiter Harmonisierung und divisionaler wie regionaler Eigenständigkeit gewahrt bleiben. Im Jahr 2012 haben wir begonnen, mit dem Programm „One HR“ unsere Personalarbeit inhaltlich und strukturell neu auszurichten. Als wichtige Schritte auf dem Weg zu einer global integrierten Personalarbeit wurden im Berichtsjahr zentrale wie divisionale Arbeitsstrukturen neu gestaltet, ein übergreifendes Entscheidungsgremium für HR-Themen einberufen und ein weltweit gültiger Rahmen für HR-Abläufe geschaffen. Künftig sollen auf allen Gebieten der Personalarbeit konzernweite Strategien und Standards eingeführt werden. Zudem wollen wir auf zehn erfolgskritischen Feldern - beispielsweise Talentmanagement, Diversity oder Führungskräfteentwicklung - mit strategischen Maßnahmen Erfolge erzielen. Die Veränderungen innerhalb des Personalbereichs begleiten wir mit einem Bündel von Maßnahmen, beispielsweise einem dafür eingerichteten Netzwerk von Multiplikatoren sowie einem neuen Trainingsprogramm, das sich an alle HR-Mitarbeiter des Konzerns richtet. Mitarbeiterbefragung mit guten Ergebnissen Die jährlichen Ergebnisse unserer globalen Mitarbeiterbefragung sind steuerungs-relevante Indikatoren. Ziel ist es, das Mitarbeiterengagement im Konzern zu messen und durch geeignete Maßnahmen zu fördern. Dabei ist das Verhalten der Vorgesetzten von großer Bedeutung, weshalb die Kennzahl „Aktive Führung“ bonusrelevant ist. Insgesamt waren die Ergebnisse konzernzweit gut: Alle Themenbereiche wurden besser oder ähnlich wie im Vorjahr bewertet. Die Beteiligung lag im Berichtsjahr leicht unter der des Vorjahres, weil wir die Kommunikations und Berichtswege angepasst haben. scroll
Mitarbeiterzahl steigt weiter leicht scroll
Personalaufwand auf Vorjahresniveau Der Personalaufwand ist mit 7.182 Mio € auf dem Niveau des Vorjahres (7.152 Mio €) geblieben. Entgelttarifvertrag für Deutsche Post AG abgeschlossen Im April 2013 hat die Deutsche Post AG mit den Gewerkschaften einen Tarifvertrag für rund 130.000 Beschäftigte abgeschlossen. Ein wesentliches Ergebnis ist die lange Laufzeit von 26 Monaten. Damit haben wir nicht nur eine angemessene Entlohnung beschlossen, sondern auch Planungssicherheit und Stabilität für das Unternehmen bis Mitte 2015 geschaffen. Zudem wurden die Postzulage für Beamte sowie die Vergütung von Auszubildenden und BA-Studenten neu geregelt. Der im Jahr 2011 zwischen Deutsche Post AG und den Gewerkschaften abgeschlossene „Generationenvertrag“ wurde von unseren Beschäftigten auch im Berichtsjahr gut angenommen. Bis Jahresende haben 1.429 Beschäftigte mit der Altersteilzeit begonnen und bereits 16.737 ein Zeitwertkonto eingerichtet. Wir stehen weiterhin im Austausch mit den zuständigen Regelungsgebern, um auch unseren Beamten ein vergleichbares Instrument zum altersgerechten Arbeiten anbieten zu können. Mitarbeiter systematisch entwickeln und fördern Wir entwickeln und fördern Mitarbeiter aller Ebenen im Konzern Deutsche Post DHL in einem mehrstufigen System. Führungskräfte des obersten, oberen und mittleren Managements erfahren auf mehrtägigen Schulungen, wie sie ihren persönlichen Führungsansatz auf Basis einer übergreifenden Philosophie weiterentwickeln können. Bis zum Ende des Berichtsjahres haben 1.128 Führungskräfte ein solches Training besucht. Eine Weiterentwicklung sowie flankierende Maßnahmen sind für 2014 geplant. Der Erfolg zeigt sich auch in der internen Besetzungsquote für das obere und mittlere Management. Sie lag im Berichtsjahr bei 90,3 % (Vorjahr: 92,9 %). 11,0 % (Vorjahr: 5,7 %) der internen Stellenbesetzungen für diese Positionen waren im Jahr 2013 bereichsübergreifend. Eine einheitliche Grundlage für funktionale und geschäftsbereichsspezifische Trainings aller Mitarbeiter bildet das Schulungskonzept „Certified International Specialist/ Professional/Manager). Es wurde im Berichtsjahr auf den Personalbereich übertragen. Es wird die 5.500 HR-Mitarbeiter ab dem Jahr 2014 bei den anstehenden Veränderungen unterstützen und ihre Fachkenntnisse in allen wichtigen Feldern mehrstufig vertiefen. Als Trainer werden dabei ausschließlich eigene Mitarbeiter eingesetzt. Die systematische Entwicklung und Qualifizierung unserer Belegschaft beginnt mit der Ausbildung. In mehr als 20 Ausbildungsberufen und 15 dualen Studiengängen haben wir im Berichtsjahr über 2.148 Nachwuchskräfte eingestellt. Damit ist Deutsche Post DHL einer der größten Ausbildungsbetriebe in Deutschland. Unsere Auszubildenden motivieren wir auch durch Leistungsanreize: Die besten 5 % werden mit dem Talentprogramm „TopAzubi“ gefördert. Sie werden durch sogenannte Paten zusätzlich betreut, erhalten spezielle Seminare sowie eine Übernahmegarantie. Insgesamt haben im Jahr 2013 rund 1.371 junge Menschen einen Anschlussvertrag in Vollzeit erhalten. Gute Ideen auszeichnen Das konzernweite Ideenmanagement fördert unsere Innovationskraft und damit auch unsere Wettbewerbsfähigkeit. Mittlerweile können sich Mitarbeiter in 37 Ländern daran beteiligen. scroll
Vielfalt als Potenzial verstehen Mit unserem Diversity Management fördern wir Vielfalt. Sie ist Teil unserer Unternehmensidentität und trägt zu einer offenen Unternehmenskultur bei. Wie wichtig dem Konzernvorstand das Thema Diversity ist, belegt seine Erklärung zum Thema „Vielfalt & Inklusion“. Sie wurde im Sommer 2013 verabschiedet und weltweit kommuniziert. Wir wollen bei den Mitarbeitern das Bewusstsein dafür schärfen, welches Potenzial Vielfalt für unser Unternehmen bietet. Dafür haben wir unter anderem Trainingsprogramme für die Führungskräfte entwickelt, die in die bestehenden Entwicklungsprogramme integriert werden. scroll
1 Gemäß § 80 Sozialgesetzbuch IX 2 Angepasst Seit Ende 2011 ergreifen wir Maßnahmen, um den Anteil von Frauen in Führungspositionen nachhaltig zu steigern: Wir haben eine Selbstverpflichtung bezüglich der Besetzung von Führungspositionen abgegeben, ein Kennzahlensystem eingeführt, Mentoringprogramme aufgesetzt, Frauen-Netzwerke unterstützt und ein konzernweites Diversity-Training für Führungskräfte mit diesem Schwerpunkt zur Verfügung gestellt. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Anteil von Frauen in Führungspositionen weltweit 19,6 % - eine Steigerung gegenüber 17,6 % im Jahr 2011. ![]() Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wesentlicher Aspekt unserer Attraktivität als Arbeitgeber. Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und einem stetig verbesserten Angebot zur Kinderbetreuung entsprechen wir den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter. scroll
1 Umfasst Mitarbeiter der Deutsche Post AG 2 Ohne Beschäftigte inAltersteilzeit in der Freistellungsphase Die Beschäftigungsquote von Mitarbeitern mit Schwerbehinderung liegt bei der Deutsche Post AG im Jahresdurchschnitt mit 8,7 % für das Jahr 2013 erneut deutlich über der vergleichbaren Quote der privaten Wirtschaft in Deutschland (4,0 % im Jahr 2011, Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Gesundheit und Sicherheit Konzernweite Gesundheits- und Sicherheitsstrategie verabschiedet Im Berichtsjahr haben wir eine konzernweite Gesundheits- und Sicherheitsstrategie verabschiedet, die auf dem Modell „Healthy Workplace“ der Weltgesundheitsorganisation basiert. Sie integriert die vier Bereiche Arbeitsplatzgestaltung, Unternehmenskultur, Stärkung der individuellen Gesundheitsressourcen sowie Unterstützung der Gesamtgesellschaft. Mit Prävention begegnen wir Erkrankungs- und Produktivitätsrisikenund wollen zugleich einen Anstieg bei den Versicherungs- und Behandlungskosten begrenzen. So arbeiten wir zum Beispiel in Deutschland seit vielen Jahren mit einer Managementsystematik, die über lokale Arbeitskreise Gesundheit eine Vielzahl von Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit und zur Verhinderung von Unfällen einschließt. Mit unserer Arbeits- und Gesundheitsschutzorganisation werden allein auf diesem Wege jährlich bis zu 40.000 Maßnahmen der Gesundheitsförderung initiiert. Dem allgemeinen Trend folgend ist auch in unserem Unternehmen der Krankenstand in Deutschland auf 8,4 % (Vorjahr: 7,6 %) angestiegen. Gründe dafür waren der steigende Anteil älterer Mitarbeiter, eine schwere Grippewelle und - bedingt durch den strengen Winter - mehr Unfälle. ![]() Zu einem sicheren Arbeitsumfeld beitragen Wir wollen Risiken in der Arbeitsumwelt vermeiden und diese für unsere Mitarbeiter sicher und gesund gestalten. Dafür analysieren wir beispielsweise Unfälle genau und leiten daraus geeignete Präventionsmaßnahmen ab. Für uns als Logistikunter nehmen stehen störungsfreie und sichere Transportabläufe auf Betriebshöfen aber auch die Sicherheit im Straßenverkehr im Mittelpunkt. Abläufe müssen immer wieder kritisch überprüft werden. scroll
1 Umfasst Mitarbeiter der Deutsche Post AG 2 Unfälle mit mindestens einem Ausfalltag, einschließlich Unfällen auf dem Weg von und zur Arbeitsstätte 3 Angepasst 4 Stand: 2. Januar 2014. Änderungen durch Nachmeldung möglich Unternehmensverantwortung Unternehmerische Verantwortung im Fokus Unternehmerische Verantwortung wahrzunehmen ist Bestandteil unserer Konzernstrategie. Hier gilt es, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit miteinander zu verknüpfen. Wie bedeutsam dies für unsere Geschäftstätigkeit ist, zeigt unser Verhaltenskodex (Code of Conduct). Er orientiert sich an den Grundsätzen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, dem UN Global Compact, dem Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie den OECDLeitsätzen für multinationale Unternehmen. Wir berücksichtigen die verschiedenen Belange unserer Stakeholder. Um ihre Interessen noch besser zu verstehen, haben wir sie im Berichtsjahr erstmals systematisch befragt. Die Ergebnisse wurden in einer Materialitätsanalyse zusammengefasst und werden im Bericht zur Unternehmensverantwortung 2013 dargestellt. Mit Aktivitäten im Bereich Umwelt und Klimaschutz sowie nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen verfolgen wir den Wertschöpfungsansatz: Geschäftsaktivitäten zum Nutzen von Gesellschaft und Umwelt einzusetzen und zugleich unsere Markt-positionen zu festigen. Zudem beobachten wir systematisch und kontinuierlich Entwicklungen auf Feldern wie Arbeit, Gesundheit, Sicherheit, Beschaffung und Compliance, um Chancen und Risiken für unser Geschäft schneller und umfassender zu erkennen. Der Bereich „Corporate Citizenship“ umfasst Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Soforthilfe bei Naturkatastrophen sowie lokale Umweltschutz und Hilfsprojekte, in denen Mitarbeiter sich engagieren. Leicht höherer Treibhausgasausstoß durch hohe Auslastung eigener Flugzeuge Wir wollen unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern, unsere CO2-Effizienz verbessern und Kosten senken. Mit dem Umweltschutzprogramm „GoGreen“ haben wir diese Ziele im gesamten Unternehmen verankert. Unsere „grünen“ Produkte und Leistungen unterstützen die Kunden dabei, ihre eigenen Umweltschutzziele zu erreichen und erschließen uns gleichzeitig neue Geschäftschancen. Bis zum Jahr 2020 wollen wir die CO2-Effizienz unserer eigenen Aktivitäten und der unserer Transportsubunternehmer im Vergleich zum Basisjahr 2007 um 30 % verbessern. Wir berechnen die Treibhausgasemissionen nach den Prinzipien des GHG Protocol Corporate Standard und der DIN EN 16258. Für unsere europäischen Luftfahrtaktivitäten geschieht dies zudem in Übereinstimmung mit den Anforderungen des europäischen Emissionshandelssystems (EUETS). Gemäß DIN EN 16258 erfolgt der Ausweis sämtlicher klimaschädlicher Gase in Form von CO2Äquivalenten (CO2e). Die Berechnungsgrundlagen unserer CO2-Emissionen, die Entwicklung unserer CO2-Effizienz sowie die detaillierten Verbrauchsdaten stellen wir im Bericht zur Unternehmensverantwortung dar. Know-how und Netzwerk für gesellschaftliches Engagement nutzen Mit dem Konzernprogramm „GoHelp“ unterstützen wir die Vereinten Nationen im Rahmen einer Public Private Partnership unentgeltlich im Katastrophenmanagement. In mehrtägigen „GetAirportsReadyforDisaster“Workshops bereiten unsere Logistikspezialisten die Mitarbeiter von Flughäfen, die gemeinsam mit der UN ausgewählt wurden, auf Katastrophenfälle vor. Die Workshops entwickeln eine Risikoanalyse und bereiten Maßnahmen vor, mit denen Kapazität und Effizienz des Flughafens im Katastrophenfall erhöht werden kann. Im Jahr 2013 wurden sechs Flughäfen in El Salvador, auf den Philippinen, in Armenien und Panama begutachtet. „Disaster Response Teams“ leisten in Katastrophenfällen Soforthilfe vor Ort. Unser weltweites Netzwerk besteht aus mehr als 400 ehrenamtlich tätigen Logistikexperten, die binnen 72 Stunden nach Abruf durch die UN im Katastrophengebiet tätig werden können. Dort übernehmen sie die Flughafenlogistik und unterstützen so die Hilfsorganisationen vor Ort. Im Jahr 2013 waren unsere Teams nach Waldbränden in Chile und dem verheerenden Taifun Haiyan auf den Philippinen im Einsatz. Als einer der weltweit größten Arbeitgeber wollen wir die Bildungs und Berufschancen junger Menschen verbessern. Wir sind Partner der Organisation „Teach For All“ und „SOS-Kinderdörfer“. Im Berichtsjahr wurden 21 Länderorganisationen unterstützt. Wir sind neue Partnerschaften mit den SOS-Kinderdörfern in Uganda, Äthiopien, Jordanien, Marokko, Peru, Costa Rica und Panama eingegangen. Der Kooperationsvertrag zwischen Deutsche Post DHL und „Teach For All“ wurde im Jahr 2013 um weitere drei Jahre verlängert. Neu ist die Zusammenarbeit mit „Teach for the Philippines“. Im Rahmen lokaler Partnerschaften wird unsere finanzielle Unterstützung durch das Engagement unserer Mitarbeiter ergänzt. Mit dem „Global Volunteer Day“ - im Rahmen dessen im Berichtsjahr rund 100.000 Mitarbeiter aktiv waren - und dem „Living Responsibility Fund“ fördern wir das ehrenamtliche Engagement unserer Mitarbeiter. Über den Hilfsfonds „We Help Each Other“ können Mitarbeiter für Kollegen in Katastrophengebieten spenden. Unsere Unternehmensverantwortung - weltweit anerkannt Wie nachhaltig Unternehmen wirtschaften, wird auch von den internationalen Kapitalmärkten beobachtet und bewertet. Aufgrund unseres Engagements waren wir im Berichtsjahr erneut in den Nachhaltigkeitsindizes FTSE4Good und MSCI sowie mit einem sehr guten Platz im „CDP Global 500 Climate Disclosure Leadership Index“ vertreten. MSCI stufte uns im Jahr 2013 als einziges Unternehmen unserer Branche auf die Bestmarke „AAA“ hoch. Außerdem bewertet das renommierte Nachhaltigkeits-Research-Unternehmen Sustainalytics unsere Aktivitäten in der Unternehmensverantwortung insgesamt wie auch im Bereich Umwelt als „Industry Leader“. Daneben bewerten weitere unabhängige Institutionen unsere Aktivitäten: So wurde unser Umweltschutzprogramm „GoGreen“ im Jahr 2013 mit dem internationalen ÖkoSiegel „Green Brands“ ausgezeichnet. Im „Good Company Ranking“ der Kommunikationsagentur Kirchhoff Consult AG stehen wir auf Rang 23 von 70 internationalen Konzernen. Weitere Ergebnisse stellen wir im Bericht zur Unternehmensverantwortung dar. Beschaffung Ausgaben auf Vorjahresniveau Die Deutsche Post AG ist umfassend in den zentralen Einkauf des Konzerns Deutsche Post DHL eingebunden. Der Konzern hat im Berichtsjahr Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 9,4 Mrd € (Vorjahr: 9,5 Mrd €) zentral eingekauft. Der Einkauf hilft den Unternehmensbereichen, Ausgaben zu senken und Investitionen kosteneffizient zu tätigen. Seit Jahren unterstützt er den DHL-Unternehmensbereich EXPRESS im Bereich „Aviation“. Im Berichtsjahr wurde das benötigte Kerosin global ausgeschrieben. Im Ergebnis sanken die Kosten um rund 3,6 Mio €. Weitere 4,5 Mio € wurden beim Neukauf von Luftfahrtbodengeräten gespart. Der Unternehmensbereich BRIEF wurde erneut bei der Auswahl und Bestellung von Sortierlösungen unterstützt. Für den Kapazitätsausbau des Paketnetzes wurde in 20 Standorten die Technik erweitert oder erneuert. Daneben haben wir Lieferanten ausgewählt, mit denen verschiedene technische Lösungen getestet werden. Der Einkauf hat zudem das Projektteam ADAC Postbus in den Vertragsverhandlungen unterstützt. Die eingangs kalkulierten Kosten konnten dadurch gesenkt werden. Global ausgeschrieben hat der Konzern den Erwerb von ITHardware. Dadurch konnten wir sowohl die Preise senken, als auch die Produktqualität steigern. Die Lieferantenbasis wurde erweitert und die Hardware standardisiert. Einkaufsorganisation den regionalen Erfordernissen angepasst Der Einkauf wird im Konzern Deutsche Post DHL zentral gesteuert. Die Einkaufsorganisation wurde im Berichtsjahr um die Abteilung „Global Sourcing IT and Telecommunications“ erweitert. Damit bündeln wir unsere Kompetenzen in der strategisch immer bedeutsameren ITSparte. Das Materialgruppenmanagement besteht nun aus drei GlobalSourcingBereichen, die eng mit den vier Einkaufsregionen zusammenarbeiten. Beide berichten an den Leiter des Konzerneinkaufs. In Asien haben wir das katalogbasierte Bestellwesen an einen externen Anbieter ausgelagert, der nunmehr die elf Länder mit der höchsten Beschaffungsquote im asiatischpazifischen Raum vom Standort Nanhai, China, aus bedient. Damit können wir noch flexibler und schneller auf das starke Wachstum in diesem Markt reagieren. In Amerika und Europa haben wir dagegen unseren operativen Einkauf in je drei regionalen Zentren intern gebündelt. Umweltaspekte beim Einkauf berücksichtigen Umweltaspekte werden beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen für die verschiedenen Materialgruppen und Regionen berücksichtigt. Wir wollen den Anteil von umweltfreundlichem Strom an unserem Energieverbrauch steigern. Dazu haben wir im Berichtsjahr begonnen, die notwendigen vertraglichen Grundlagen zu schaffen. Neben einigen Ländern in Europa wird gegenwärtig auch in den Vereinigten Staaten sukzessive auf „grünen“ Strom umgestellt. Auch im Berichtsjahr wurde die Fahrzeugflotte für den operativen Betrieb modernisiert. Für Deutschland wurden 8.956 emissionseffiziente Fahrzeuge der Euroklassen 5 und 6 in Betrieb genommen. Überdies wurden insgesamt 121 Elektrofahrzeuge und drei Erdgasfahrzeuge beschafft, deren Einsatz in der Zustellung erprobt wird. Einzelne Projekte und dadurch erzielte CO2-Einsparungen schildern wir im Bericht zur Unternehmensverantwortung. Einkaufssysteme weiter ausgebaut Der Einsatz von IT-Anwendungen, mit denen Waren und Dienstleistungen effizienter beschafft werden können, wurde im Berichtsjahr wiederum verstärkt. So ist unsers elektronisches Bestellsystem „GeT“ jetzt in den 46 Ländern mit der höchsten Beschaffungsquote verfügbar. Damit verbessern wir unseren Einkauf weltweit. Lieferanten müssen Verhaltenskodex einhalten Ein wesentlicher Bestandteil der Verträge mit unseren Lieferanten ist der Verhaltenskodex für Lieferanten. Im Kodex sind die ethischen und ökologischen Standards des Konzerns festgelegt. Explizit umfasst dies ein Verbot von Kinder und Zwangsarbeit. Außerdem verpflichtet sich der Lieferant dazu, geltende Umwelt, Arbeits und Gesundheitsschutzbestimmungen, die international gültigen Antikorruptionsstandards aus dem „Global Compact“ der Vereinten Nationen sowie lokale Antikorruptionsgesetze einzuhalten und jegliche Diskriminierung aufgrund von Rasse, Religion, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung oder Geschlecht zu unterlassen. Kunden und Qualität Innovative Technik als Wettbewerbsvorteil im Brief- und Paketgeschäft Wir betreiben in Deutschland ein flächendeckendes Transport und Zustellnetz mit 82 Brief und 33 Paketzentren, in denen werktäglich 64 Millionen Briefe und mehr als 3,4 Millionen Pakete qualitativ hochwertig, effizient und umweltschonend bearbeitet werden. Die hohe Automationsquote von mehr als 90 % im Briefbereich ist im Berichtsjahr weiter leicht gestiegen. Im Paketnetz wurde die Sortierkapazität mittlerweile um insgesamt fast 30 % erhöht. Dafür haben wir bestehende Anlagen aufgerüstet. Unsere Kunden bewerten uns danach, ob ihre Sendungen schnell, zuverlässig und unbeschädigt ankommen. Bei der Laufzeit von Briefen, die innerhalb Deutschlands verschickt werden, haben wir erneut einen sehr guten Wert erzielt: Nach Erhebungen des Qualitätsforschungsinstituts Quotas wurden 94 % der Briefe, die uns während der täglichen Annahmezeiten oder bis zur letzten Briefkastenleerung erreicht haben, dem Empfänger bereits am nächsten Tag zugestellt. Damit liegen wir weit über der gesetzlichen Vorgabe von 80 %. Um dieses Niveau dauerhaft zu sichern, beruht unser Qualitätsmanagement auf einem System, das jährlich vom Technischen Überwachungsverein (TÜV) Nord zertifiziert wird. Im Paketversand erreichen die Sendungen ihre Empfänger in der Regel am nächsten Werktag. Gemessen werden Pakete, die wir bei gewerblichen Kunden abgeholt haben und die am nächsten Tag zugestellt wurden. Unser internes Laufzeitmesssystem für den Paketversand wird seit 2008 vom TÜV Rheinland zertifiziert. Die Laufzeiten der internationalen Briefe werden von der International Post Cooperation ermittelt. Hier zählen wir zur Spitzengruppe der Postunternehmen. Der E-Postbrief wurde im Jahr 2013 zur E-POST mit einer Reihe von benutzerfreundlichen Services weiterentwickelt: Kleine und mittelständische Unternehmen können mit der E-POST Sendungen direkt aus ihrer gewohnten Unternehmenssoftware digital oder auf dem klassischen Postweg versenden, Privatkunden Schriftstücke digitalisieren, sicher ablegen und Rechnungen mittels Rechnungserkennung bezahlen. Die durchschnittliche Wochenöffnungszeit unserer mehr als 26.000 Verkaufsstellen betrug im Berichtsjahr 55 Stunden (Vorjahr: 52 Stunden). Auch die jährlich vom „Kundenmonitor Deutschland“ erhobene größte Privatkundenstudie in Deutsch land bescheinigte den ausschließlich von Partnern betriebenen Filialen der Deutschen Post große Zustimmung: Über 91 % der Kunden waren mit Qualität und Service zu frieden (Vorjahr: 92 %). Außerdem haben neutrale Testkunden von TNS Infratest rund 26.000 Mal im Jahr Postfilialen in Einzelhandelsgeschäften geprüft. Das Ergebnis: 94 % der Kunden wurden innerhalb von drei Minuten bedient. Ein zentrales Qualitätsmerkmal ist für uns auch der Umweltschutz. In Deutschland arbeiten wir deshalb im Brief und Paketbereich mit einem vom TÜV Nord zertifizierten Umweltmanagementsystem. Privat und Geschäftskunden bieten wir mit GoGreen Produkten einen klimaneutralen Versand an. Mit über 200 Fahrzeugen betreiben wir eine der größten Elektrofahrzeugflotten weltweit. Am Konzernsitz in Bonn haben wir begonnen, den gesamten Zustellbetrieb auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Daneben setzen wir innovative Technologien wie zum Beispiel LED in unseren Gebäuden und betrieblichen Anlagen ein und nutzen verstärkt erneuerbare Energien. Marken ![]() Wert der Marke DHL-abermals gestiegen Um „Die Post für Deutschland“ zu bleiben und „Das Logistikunternehmen für die Welt“ zu werden, wollen wir die Reputation und Kraft unserer Marken Deutsche Post und DHL stärken. Dies ist uns im Berichtsjahr erneut gelungen, wie unabhängige Studien belegen. Nach der BrandZ-Studie des Marktforschungsinstituts Millward Brown hat sich DHL auf der Liste der wertvollsten Marken der Welt um zwei Plätze auf Rang 98 verbessert und der Markenwert hat sich um 17,6 % auf 8,9 Mrd US$ erhöht. Millward Brown ermittelt die Markenwerte auf Basis der aktuellen Finanzlage sowie des Beitrags der Marke zum Geschäftserfolg des Unternehmens. Für die Marke Deutsche Post errechnete das Beratungsunternehmen Semion Brand-Broker im Jahr 2013 einen unveränderten Wert von 13.067 Mio €. Sie erreichte damit erneut den sechsten Platz im Ranking der wertvollsten deutschen Marken. Analysiert wurden unter anderem Finanzwert, Markenschutz, Markenimage und Markenstärke. Insgesamt haben wir im Konzern im Berichtsjahr rund 341 Mio € (Vorjahr: 341 Mio €) in den weltweiten Auf- und Ausbau unserer Marken investiert. Sport stärkt Verbundenheit mit der Marke Deutsche Post Motivierte Mitarbeiter verstehen es, als „Markenbotschafter“ Kunden dauerhaft für Marken einzunehmen. Bei der Deutschen Post stärkt die interne Motivationsplattform „FC (Fan Club) Deutsche Post“ die Verbundenheit mit der Marke erheblich. Wir unterstützen die Teilnahme unserer Mitarbeiter an Breitensport-Veranstaltungen und gemeinsamen Fan-Aktionen. Nach fünf Jahren können wir auf eine beeindruckende Resonanz innerhalb der Belegschaft verweisen: mehr als 10.000 Fußballer, fast 9.000 Läufer und rund 3.200 Radsportler waren im Berichtsjahr aktiv. Zudem besuchten zahlreiche Mitarbeiter im Kreis von Kollegen von der Deutschen Post gesponserte DFB-Pokalspiele, Fußball-Länderspiele und Rennen des Kooperationspartners Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM). Als Teampartner von BMW fuhr die Marke Deutsche Post beim DTM-Finale 2013 auf dem Hockenheimring ihren ersten Sieg ein. Erfolgreich war auch die Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB): Die Frauen-Nationalmannschaft gewann 2013 die Europameisterschaft und das Herren-Team qualifizierte sich für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™. Neue Produkte im Portfolio Wir erweitern unser Geschäft systematisch, wie wir es im Kapitel Ziele und Strategien schildern. So wird der Online-Supermarkt Allyouneed.com als moderne Variante des klassischen Lebensmitteleinzelhandels positioniert. Im Berichtsjahr haben wir durch Marktforschung die Potenziale dieses Angebots ermitteln lassen. Bekanntheit und Reichweite in der Zielgruppe haben wir mit gezielten PR und Marketingmaßnahmen bereits gesteigert. Mit dem „ADAC Postbus“ sind wir seit Oktober 2013 im liberalisierten Markt für Fernbusse vertreten. Neben der auffälligen Gestaltung der Busse in Postgelb setzen wir in der Startphase vor allem auf regionale Kommunikation, die dem Ausbau des Liniennetzes folgt. Globale DHL-Markenkampagne im Internet Aufbauend auf der im Vorjahr entwickelten weltweiten digitalen Strategie für die Marke DHL setzt unsere globale Markenkampagne neue Online-Akzente: Seit Herbst 2013 bewerben wir unter anderem auf Bannern in internationalen Business-Magazinen das „Benchmarking Online-Tool“, mit dem vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen wertvolle Erkenntnisse für ihr internationales Geschäft gewinnen und zugleich an die Marke DHL gebunden werden. Sponsoring belegt logistische Kompetenz von DHL Sponsoring folgt bei DHL immer dem Grundsatz, neben finanzieller Unterstützung unsere logistische Kompetenz zu unterstreichen. Über die bestehenden globalen Logistikpartnerschaften - wie mit der Formel1™, den IMG Fashion Weeks und dem Gewandhausorchester Leipzig - hinaus haben wir die Marke DHL im Jahr 2013 im Umfeld von 130 Veranstaltungen in mehr als 40 Ländern präsentiert. Für das Jahr 2014 sind wir eine globale Logistikpartnerschaft mit der neuen FIA Formel E Weltmeisterschaft für die weltweit erste Rennserie mit vollelektrischen Rennwagen eingegangen. Ab September 2014 wird DHL für effiziente und umweltschonende Transporte von Fahrzeugen und Ausrüstung an die zehn weltweiten Austragungsorte sorgen. NACHTRAGOrdentliche Kapitalerhöhung beschlossen Am 20. Februar 2014 hat der Vorstand unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, eine ordentliche Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2013 in Höhe von rund 656.915 Stückaktien für die Bedienung der am 1. April 2014 fälligen Tranche 2009 des aktienorientierten Vergütungssystems für Führungskräfte (Share Matching Scheme) durchzuführen. Damit wird sich die geplante Dividendenzahlung um 525.532 € erhöhen. CHANCEN UND RISIKENGesamtaussage des Vorstands zur Chancen- und Risikosituation Keine Gefährdung des Unternehmens absehbar Chancen und Risiken zu erkennen und schnell zu ergreifen oder ihnen entgegenzuwirken ist ein wichtiges Ziel für unser Unternehmen. So wird jedes Jahr die aktuell erwartete Wirkung möglicher Ereignisse und Entwicklungen bereits in der Geschäftsplanung berücksichtigt. Die hier berichteten Chancen und Risiken sind als darüber hinausgehend potenzielle Abweichung vom prognostizierten Unternehmensergebnis definiert. Unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsplans hat sich unsere Chancen und Risikosituation im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert. Es wurden keine neuen Risiken identifiziert, die sich potenziell kritisch auf das Ergebnis auswirken könnten. Aus dem konzernweiten Früherkennungssystem wie auch nach Einschätzung des Vorstands waren im aktuellen Prognosezeitraum keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft. Die Einschätzung eines stabilen bis positiven Ausblicks spiegelt sich auch in den Kredit-Ratings wider. Da die DPAG unter anderem durch Finanzierungs- und Garantiezusagen sowie durch mittel- und unmittelbare Investitionen in die Beteiligungsunternehmen weitgehend mit den Unternehmen des Konzerns verbunden ist, ist die Chancen- und Risikosituation der DPAG wesentlich von der Chancen- und Risikosituation des Konzerns abhängig. Insoweit gelten die Aussagen zur Gesamtbewertung der Chancen- und Risikosituation durch die Unternehmensleitung auch als Zusammenfassung der Chancen- und Risikosituation der DPAG Chancen- und Risikomanagement Chancen- und Risikomanagement mit einheitlichem Berichtsstandard Als international tätiges Logistikunternehmen sind wir einer Reihe von Veränderungen ausgesetzt. Wir wollen die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken früh erkennen sowie erforderliche Maßnahmen in den im Einzelnen betroffenen Bereichen rechtzeitig ergreifen, um so den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Dieses Ziel unterstützen wir mit einem konzernweiten Chancen und Risikomanagement. Quartalsweise schätzen Manager die Auswirkungen künftiger Szenarien ein, bewerten die Chancen und Risiken ihrer Bereiche und stellen geplante sowie bereits ergriffene Maßnahmen dar. Die Abfrage und Freigabe erfolgt hierarchisch, sodass das Management unterschiedlicher Ebenen in den Ablauf eingebunden ist. Chancen und Risiken können jederzeit auch ad hoc gemeldet werden. Unser Prozess zur Früherkennung verknüpft das Risikomanagement im Konzern zu einem einheitlichen Berichtsstandard. Die dabei eingesetzte IT-Anwendung entwickeln wir stetig weiter. Bei den Standardauswertungen nutzen wir darüber hinaus die Monte-Carlo-Simulation zur Chancen- und Risikoaggregation. Diese stochastische Methode berücksichtigt die Eintrittswahrscheinlichkeit der zugrunde liegenden Chancen und Risiken und basiert auf dem Gesetz der großen Zahlen. Aus den Verteilungsfunktionen der einzelnen Chancen und Risiken werden eine Million mal zufällig ausgewählte Szenarien - je Chance und Risiko eins - miteinander kombiniert. Die Ergebnisgrafik zeigt die Häufigkeitsdichte der daraus resultierenden Gesamtergebnisse. Folgende Grafik zeigt beispielhaft ein Simulationsergebnis: ![]() Die wichtigsten Schritte unseres Chancen und Risikomanagementprozesses: 1 Erkennen und bewerten: Chancen und Risiken sind definiert als potenzielle Abweichung vom geplanten Unternehmensergebnis. Quartalsweise schätzen Führungskräfte aller Unternehmensbereiche und Regionen unsere Chancen und Risikosituation ein und dokumentieren entsprechende Maßnahmen. Sie bewerten in Form von Szenarien beste, erwartete und schlechteste Fälle. Für jedes identifizierte Risiko wird mindestens ein Verantwortlicher benannt, der es bewertet, überwacht, mögliche Vorgehensweisen benennt, um es zu steuern, und darüber berichtet. Dies gilt ebenso für die Chancen. Die Ergebnisse werden in einer Datenbank dokumentiert. 2 Aggregieren und berichten: Die verantwortlichen Controllingeinheiten sammeln diese Ergebnisse, werten sie aus und prüfen ihre Plausibilität. Sollten sich einzelne finanzielle Effekte überschneiden, so wird dies in unserer Datenbank vermerkt und beim Bündeln berücksichtigt. Nach Freigabe durch den Bereichsverantwortlichen werden alle Ergebnisse an die nächste Hierarchieebene weitergegeben. Bereichsverantwortlichen werden alle Ergebnisse an die nächste Hierarchieebene weitergegeben. Auf der letzten Stufe berichtet das Konzerncontrolling dem Konzernvorstand über die wesentlichen Chancen und Risiken sowie über die möglichen Gesamteffekte je Unternehmensbereich. Dazu erfolgt eine Chancen- und Risikoaggregation für wesentliche Organisationsebenen. Wir gehen nach zwei Methoden vor: Zum einen ermitteln wir eine mögliche Bandbreite des Bereichsergebnisses und summieren die jeweiligen Szenarien auf. So geben die Summen der „schlechtesten“ und der „besten“ Fälle die Gesamtbandbreite für das Ergebnis des Bereichs an. Innerhalb dieser Extremszenarien zeigt die Summe der „erwarteten Fälle“ die aktuelle Erwartung an. Zum anderen setzen wir die Monte-Carlo-Simulation ein. Deren Ergebnisse auf Ebene der Unternehmensbereiche sind regelmäßiger Bestandteil der Chancen und Risikoberichte an den Gesamtvorstand. 3 Gesamtstrategie: Der Konzernvorstand legt fest, nach welcher Systematik Chancen und Risiken zu analysieren und zu berichten sind. Die Berichte des Konzerncontrollings bieten dem Vorstand eine zusätzliche regelmäßige Informationsbasis für die Gesamtsteuerung des Konzerns. 4 Operative Maßnahmen: Innerhalb der einzelnen Bereiche werden Maßnahmen festgelegt, mit denen Chancen und Risiken gesteuert werden. Anhand von Kosten-Nutzen-Analysen wird bewertet, ob Risiken vermieden, verringert oder auf Dritte übertragen werden können. 5 Kontrolle: Für wichtige Chancen und Risiken sind Frühwarnindikatoren definiert, die von den Verantwortlichen kontinuierlich beobachtet werden. Ob die Vorgaben des Vorstands dabei eingehalten werden, überwacht in seinem Auftrag die Konzernrevision. Sie prüft auch die Qualität des gesamten Chancen und Risikomanagements. Die Controllingeinheiten analysieren regelmäßig alle Bestandteile des Prozesses sowie die Prüfberichte der Internen Revision und des Abschlussprüfers auf mögliche Verbesserungspotenziale und passen sie, wo nötig, an. Internes auf die Rechnungslegung bezogenes Kontroll- und Risikomanagementsystem (Angaben nach § 289 Abs. 5 HGB und erläuternder Bericht) Die Deutsche Post stellt die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung mit Hilfe eines internen darauf bezogenen Kontrollsystems (IKS) sicher. Es soll gewährleisten, dass die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden und die interne wie externe Rechnungslegung im Hinblick auf die numerische Abbildung der Geschäftsprozesse valide ist. Der Buchungsstoff soll vollständig und richtig erfasst und verarbeitet werden. Fehler in der Rechnungslegung sollen grundsätzlich vermieden beziehungsweise eventuelle Fehlbewertungen zeitnah aufgedeckt werden. Die Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems umfasst organisatorische und technische Maßnahmen, in die alle Organisationseinheiten des Unternehmens einbezogen sind. Eine zentral vorgegebene Bilanzierungsrichtlinie stellt sicher, dass die Bilanzierungsstandards nach HGB einheitlich und unternehmensweit angewendet werden. Die buchungsrelevanten Sachverhalte werden durch die Vorgaben eines zentralen Kontenplans geregelt. Daneben erfolgen weitergehende Regelungen durch eine Kontierungsrichtlinie. Der Änderungsprozess erfolgt IT-gesteuert. Die Hinterlegung erfolgt im Intranet, wodurch ein ständiger Zugriff durch die Nutzer gewährleistet ist. Für den Jahresabschlussprozess liegen detaillierte Aktivitätenpläne, Arbeitsanweisungen und Terminpläne den verantwortlichen Organisationseinheiten vor. Die wesentlichen Funktionen des Rechnungswesens der Deutsche Post werden von dem SSC (Shared Service Center) Accounting in Köln wahrgenommen. Hauptsächlich wurden hierfür die Abteilungen Haupt- und Anlagenbuchhaltung, Kreditorenbuchhaltung, Beteiligungsbuchhaltung, Stammdaten/Zoll, Forderungsmanagement, Retail Finance Services, Kosten- und Ergebnisrechnung sowie Global Treasury Accounting eingerichtet. Die rechnungslegungsrelevanten Vorgänge werden bei Deutsche Post AG IT-gestützt abgewickelt. Hierzu bedient sich die Deutsche Post der Dienstleistungen der T-Systems Enterprise Services GmbH (T-Systems), einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Neben dem Betrieb von Anwendungen leistet sie auch eine Notfallversorgung in einem Ausweichzentrum. Jährliche IT-Kontrollen finden bei T-Systems durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft statt. Die Prüfungsinhalte und -ergebnisse werden in einer ISAE3402-Bescheinigung schriftlich dokumentiert. Für die IT-Anwendungsentwicklung, Wartung und Pflege der rechnungslegungsrelevanten Systeme bedient sich die Deutsche Post der Serviceleistungen der Tochtergesellschaft Deutsche Post IT Service GmbH. Bei den Anwendungssystemen werden Standardlösungen der Fa. SAP AG genutzt. Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere die Anwendung SAP R/3 eingesetzt. Automatische Plausibilitätsprüfungen und systemseitige Validierungen der Buchhaltungsdaten sind ein weiterer Bestandteil unseres Kontrollsystems. Daneben erfolgen regelmäßig manuelle Kontrollen auf dezentraler Ebene durch die lokalen Verantwortlichen und zentral im Corporate Center durch die Zentralbereiche Konzernrechnungslegung, Konzernrevision, Steuern und Treasury. Über die genannten Strukturen des IKS und des Risikomanagements hinaus ist die Konzernrevision ein wesentliches Organ im Steuerungs- und Überwachungssystem des Konzerns. Im Rahmen ihrer risikoorientierten Prüfungshandlungen kontrolliert sie regelmäßig die rechnungslegungsrelevanten Prozesse und berichtet dem Vorstand über die Ergebnisse. Unter chronologischen Aspekten werden vor- und nachgelagerte Kontrollen und Analysen der gemeldeten Daten erstellt. Falls erforderlich, wird auf die Expertise externer Gutachter zurückgegriffen, zum Beispiel bei Pensionsrückstellungen. Schließlich garantiert die unternehmenseinheitlich gesteuerte Durchführung des Abschlussprozesses im Rahmen eines zentral verwalteten Abschlusskalenders einen strukturierten und effizient gestalteten Rechnungslegungsprozess. Berichterstattung von Chancen und Risiken Chancen und Risiken zu erkennen und schnell zu ergreifen oder ihnen entgegenzuwirken ist ein zentrales Ziel für unser Unternehmen. So wird die erwartete Wirkung möglicher Ereignisse und Entwicklungen bereits in der Geschäftsplanung sowie in der Umsatz- und Ergebnisprognose berücksichtigt. Im Folgenden stellen wir primär Chancen und Risiken dar, die aus heutiger Sicht den Konzern im aktuellen Prognosezeitraum über die bereits in der Prognose berücksichtigten Erwartungen hinaus wesentlich positiv wie negativ beeinflussen könnten. Chancen und Risiken werden nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Wirkung bewertet. Daraus resultierend unterscheiden wir Chancen und Risiken niedriger, mittlerer und hoher Bedeutung. Als wesentlich werden Chancen und Risiken von mittlerer und hoher Bedeutung bezeichnet. Die dargestellten Chancen und Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich dem Konzern eröffnen oder denen er ausgesetzt ist. Weitere Einflüsse, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die wir noch nicht als wesentlich einschätzen, könnten unsere Geschäftstätigkeiten ebenfalls beeinflussen. Chancen und Risiken werden im Konzern Deutsche Post DHL dezentral erfasst und bewertet. Über mögliche Planabweichungen einschließlich latenter Ereignischancen und -risiken wird überwiegend auf der Ebene von Ländern oder Regionen berichtet. Angesichts des Detailierungsgrades der internen Berichte fassen wir hier die dezentral gemeldeten Chancen und Risiken zu den nachfolgenden Kategorien zusammen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die zugrundeliegenden Einzelmeldungen - mit Ausnahme von Weltkonjunktur und Weltwirtschaftsleistung - zumeist nicht bis gering korrelieren. Es ist als eher unwahrscheinlich anzusehen, dass mehrere größere Risiken einer Kategorie oder kategorieübergreifend gleichzeitig auftreten. Sofern nicht anders spezifiziert, wird den Einzelchancen und -risiken eine niedrige und den jeweiligen Kategorien eine mittlere Bedeutung beigemessen. Die Chancen und Risiken gelten grundsätzlich für alle Unternehmensbereiche, sofern nicht anders angegeben. Chancen Chancen aus der Marktentwicklung und unserer Positionierung Eine Reihe externer Größen eröffnet uns zahlreiche Chancen: Wir gehen von einem weltweiten Marktwachstum aus. Durch die fortschreitende Globalisierung wird die Logistik auch in Zukunft in gleichem Maße oder stärker als die Weltwirtschaft insgesamt wachsen. Dies gilt besonders für Asien, wo die Handelsströme mit anderen Regionen und speziell innerhalb des Kontinents weiter zunehmen werden. Davon können wir als Marktführer mit unseren DHL-Unternehmensbereichen überdurchschnittlich profitieren. Das gilt auch für weitere stark wachsende Regionen wie Südamerika oder den Mittleren Osten. In den aufstrebenden BRIC+M-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China und Mexiko) sind wir ebenfalls gut vertreten und werden sich bietende Marktchancen nutzen. Ob und in welchem Ausmaß der Logistikmarkt wächst, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Der Trend, dass Unternehmen Geschäftsabläufe auslagern, hält an. Dadurch werden die Lieferketten komplexer, internationaler, aber auch störungsanfälliger. Kunden wünschen deshalb stabile und integrierte Logistiklösungen, die wir mit unserem breiten Serviceportfolio anbieten. Besonders durch die engere Zusammenarbeit aller Unternehmensbereiche sehen wir hier weiterhin Wachstumschancen. Der boomende Online-Handel ist eine weitere Chance für uns. Er schafft Bedarf für den Transport von Dokumenten und Waren. Vor allem der stark wachsende digitale Einzelhandel lässt den B2C-Markt zweistellig wachsen. Daraus entsteht für das nationale und internationale Paketgeschäft großes Wachstumspotenzial, das wir mit dem Ausbau unseres Paketnetzwerkes erschließen wollen. Unsere Kunden wollen ihre CO2-Effizienz verbessern und Angaben zu ihren CO2-Emissionen erhalten. Das gestiegene Umweltbewusstsein bietet uns neue Geschäftspotenziale: Auf den Gebieten energieeffizienter Transporte, transparenter Emissionsberichte und klimaneutraler Produkte sind wir nicht nur mit Angeboten für Brief, Paket und Expressprodukte sowie Luft und Seefrachttransporte führend in unserer Branche, sondern bieten zudem auch kundenspezifische Lösungen zur Reduzierung von CO2-Emissionen an. Chancen aus verbesserten internen Abläufen Volumina und Kosten beeinflussen maßgeblich das Unternehmensergebnis. Sofern es uns gelingt, interne Abläufe auf die Anforderungen der Kunden auszurichten und gleichzeitig Kosten zu senken, kann dies zu positiven Planabweichungen führen. Mit Hilfe unserer First-Choice-Initiativen verbessern wir interne Abläufe stetig. Dadurch steigt die Kundenzufriedenheit und wir sparen zugleich Kosten ein. In unserer Ergebnisprognose sind bereits erwartete Kosteneinsparungen berücksichtigt. Chancen aus anhängigen Rechtsverfahren In dem am 12. September 2007 eröffneten förmlichen Beihilfeverfahren hat die EUKommission am 25. Januar 2012 ihre Entscheidung getroffen. Der Deutsche Post AG sei eine rechtswidrige Beihilfe gewährt worden, die von ihr an die Bundesrepublik Deutschland zurückzuzahlen sei; zudem sei sicherzustellen, dass auch künftig kein beihilferechtlich relevanter Vorteil mehr entstehe. Die Deutsche Post AG ist der Auffassung, dass die Beihilfeentscheidung rechtswidrig ist, und hat dagegen Klage beim Europäischen Gericht erhoben. Die Bundesrepublik Deutschland hat ebenfalls Klage eingereicht. Um die Beihilfeentscheidung umzusetzen, hat die Bundesregierung die Deutsche Post AG am 29. Mai 2012 aufgefordert, 298 Mio € einschließlich Zinsen zu zahlen. Die Deutsche Post AG hat den Betrag am 1. Juni 2012 an einen Treuhänder bezahlt und gegen den Rückforderungsbescheid Klage vor dem Verwaltungsgericht erhoben. Diese Klage ist allerdings bis zum Abschluss des Verfahrens vor dem Europäischen Gericht ruhend gestellt worden. Am 2. Januar 2013 sowie am 2. Januar 2014 hat sie weitere Zahlungen in Höhe von 19,4 Mio € bzw. 15,6 Mio € an den Treuhänder geleistet. Die geleisteten Zahlungen wurden in der Bilanz im Finanzanlagevermögen erfasst, die Ertragslage blieb davon unberührt. Nähere Informationen zu dem Beihilfeprüfverfahren und den daraus resultierenden Risiken sowie zu weiteren Rechtsverfahren finden sich im Abschnitt Risiken aus anhängigen Rechtsverfahren. Es besteht andererseits die Chance auf Rückzahlung der 298 Mio € sowie der zusätzlich gezahlten (19,4 Mio € und 15,6 Mio €) und zukünftig noch zu zahlenden Aufstockungsbeträge von rund 19 Mio € jährlich, sofern die Klagen der Deutsche Post AG oder der Bundesregierung gegen die Beihilfeentscheidung erfolgreich sind. Eine Rückzahlung würde sich nur auf die Liquidität der Deutsche Post AG auswirken, die Ertragslage bliebe davon unberührt. Finanzwirtschaftliche Chancen Als global tätigem Konzern eröffnen sich Deutsche Post DHL auch finanzwirtschaftliche Chancen. Für den angegebenen Betrachtungszeitraum sind dies im Wesentlichen Chancen aus der Schwankung von Währungskursen, die aus gebuchten oder zukünftig geplanten Fremdwährungstransaktionen stammen. Wesentliche Währungsrisiken aus geplanten Transaktionen werden über 24 Monate rollierend als Nettoposition quantifiziert. Hoch korrelierte Währungen werden in Blöcken zusammengefasst. Die ermittelten Risiken werden über 24 Monate durchschnittlich bis zu 50 % über Derivate abgesichert. Die wichtigsten geplanten Netto-überschüsse bestehen auf Konzernebene im Britischen Pfund, Japanischen Yen und Koreanischen Won, während die Tschechische Krone die einzige Währung mit einem wesentlichen Nettobedarf ist. Durch die Verrechnung des Nettobedarfs im US-Dollar mit Überschüssen in anderen hoch korrelierten Währungen ist das Nettorisiko im USD Block auf Konzernebene nahezu ausgeglichen und wird daher nicht aktiv gesteuert. Der durchschnittliche Sicherungsgrad für das Jahr 2014 lag zum Bilanzstichtag bei rund 48 %. Eine Chance für die Ertragslage des Konzerns ergibt sich aus einer möglichen Abwertung des Euro. Nach derzeitigen makroökonomischen Einschätzungen bewerten wir die Bedeutung dieser Chance als niedrig. Weitere Informationen zur Finanzlage und Finanzstrategie des Konzerns sowie zum Management von Finanzrisiken finden sich im Wirtschaftsbericht. Risiken Risiken aufgrund politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen Umfeldrisiken entstehen vor allem dadurch, dass der Konzern einen Teil seiner Dienstleistungen in einem regulierten Markt erbringt. Viele Postdienstleistungen der Deutsche Post AG und ihrer Tochtergesellschaften unterliegen der sektorspezifischen Regulierung nach dem Postgesetz durch die Bundesnetzagentur. Sie genehmigt oder überprüft Entgelte, gestaltet Bedingungen des Zugangs zu Teilleistungen und übt die besondere Missbrauchsaufsicht aus. Die Bundesnetzagentur hat am 14. November 2013 die Rahmenbedingungen festgelegt, unter denen die entgeltgenehmigungspflichtigen Briefentgelte von Januar 2014 bis Dezember 2018 im Price-Cap-Verfahren reguliert werden. Danach ist für die genehmigungspflichtigen Briefpreise im Wesentlichen die gesamtwirtschaftliche Preissteigerungsrate abzüglich der von der Regulierungsbehörde vorgegebenen Produktivitäts-fortschrittsrate (X-Faktor) in Höhe von 0,2 % pro Jahr maßgeblich. Preissenkungen wären erforderlich, sofern die Inflationsrate im Referenzzeitraum unter der vorgegebenen Produktivitätsfortschrittsrate liegt. Preiserhöhungen sind möglich, wenn die Inflationsrate im Referenzzeitraum über der vorgegebenen Produktivitätsfortschrittsrate liegt. Die Bundesnetzagentur hat am 2. Dezember 2013 die erhöhten Entgelte genehmigt, die im Jahr 2014 für die im Price-Cap-Verfahren regulierten Produkte erhoben werden, sodass insoweit kein Risiko mehr besteht. Die Bundesnetzagentur hat am 8. Juni 2013 ein Missbrauchsverfahren gegen die Deutsche Post InHaus Services GmbH wegen diskriminierender Zugangsbedingungen für Sortier und Konsolidierungsleistungen eröffnet, dem eine Beschwerde eines Wett-bewerbers der Gesellschaft zugrunde liegt. Der Beschwerdeführer erhebt insbesondere den Vorwurf, die Gesellschaft würde anderen Anbietern von Postdienstleistungen bessere Einlieferungsbedingungen anbieten als ihm. Die Gesellschaft hat die Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen. Die Ermittlungen der Bundesnetzagentur dauern an. Sollte die Behörde wider Erwarten einen Missbrauch feststellen, muss die Gesellschaft diesen abstellen. Mit Rücksicht auf das laufende Missbrauchsverfahren nehmen wir keine Risikoeinstufung vor. Risiken aus markt- und branchenspezifischen Rahmenbedingungen Markt und branchenspezifische Rahmenbedingungen beeinflussen maßgeblich unseren Geschäftserfolg. Daher verfolgen wir aufmerksam die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Regionen. Die Nachfrage nach Logistikleistungen und die damit verbundenen Umsätze sind im Jahr 2013 trotz eines volatilen Umfeldes gestiegen. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass sich die Konjunktur in einzelnen Wirtschafts-regionen eintrübt und die Transportmengen stocken oder sinken. Allerdings würde dies nicht in allen Geschäftsfeldern die Nachfrage nach unseren Leistungen sinken lassen. So ist im Paketbereich auch ein gegenläufiger Effekt möglich, da Verbraucher häufiger online einkaufen. Ebenso können Unternehmen gezwungen sein, ihre Kosten zu senken und daher ihre Transportleistungen auszulagern. Konjunkturell bedingte Risiken können sich in Größe und Zeitpunkt unterschiedlich auf unsere Unternehmensbereiche auswirken, was den Gesamteffekt mindert. Seine Bedeutung bewerten wir damit bestenfalls als mittel. Zudem haben wir in den vergangenen Jahren Maßnahmen ergriffen, um Kosten zu flexibilisieren und auf eine veränderte Nachfrage des Marktes schnell reagieren zu können. Deutsche Post und DHL stehen im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Die Entwicklung unseres Kundenbestands sowie die Höhe von Preisen und Margen auf unseren Märkten kann hierdurch signifikant beeinflusst werden. Wesentliche Erfolgsfaktoren im Brief und Logistikgeschäft sind Qualität, Kundenvertrauen sowie wettbewerbsfähige Preise. Dank unserer hohen Qualität und der in den letzten Jahren erzielten Einsparungen sehen wir uns in der Lage, im Wettbewerb zu bestehen und mögliche Auswirkungen gering zu halten. Risiken aus der Informationstechnologie Die Sicherheit unserer Informationssysteme hat für uns einen besonders hohen Stellenwert. Ziel ist es, die IT-Systeme konstant zu betreiben sowie unberechtigte Zugriffe auf unsere System und Datenbestände zu vermeiden. Dafür hat das „Information Security Committee“ als Unterausschuss („subcommittee“) des IT-Boards Standards, Verfahren und Richtlinien entwickelt, die der internationalen Norm ISO 27001 für das Management von Informationssicherheit entsprechen. IT-Risiken werden zudem kontinuierlich von Konzernrisikomanagement, IT-Revision, Datenschutz und Konzernsicherheit überwacht und bewertet. Damit unsere Prozesse stets reibungslos funktionieren, müssen die dafür benötigten IT-Systeme dauerhaft verfügbar sein. Dies stellen wir dadurch sicher, dass wir die Systeme so gestalten, dass Komplettausfälle in der Regel vermieden werden. Neben ausgelagerten Rechenzentren betreiben wir zwei zentrale Rechenzentren in Tschechien und Malaysia. Dadurch sind die Systeme geografisch getrennt und können lokal repliziert werden. Wir beschränken den Zugang zu unseren Systemen und Daten. Zugriff haben die Mitarbeiter nur auf solche Daten, die sie für die ihnen übertragenen Aufgaben benötigen. Die Systeme und Daten werden regelmäßig gesichert, kritische Daten werden zudem in den Rechenzentren repliziert. Unsere gesamte Software wird regelmäßig aktualisiert, um mögliche Fehler zu beheben, Sicherheitslücken zu schließen und die Funktionalität zu erweitern. Risiken, die aus einer veralteten Software oder aus SoftwareUpgrades herrühren können, begegnen wir mit „Patch Management“ - einem definierten Prozess zur Aktualisierung von Software. Aufgrund der beschriebenen Maßnahmen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit eines signifikanten und folgenschweren Vorfalls im ITBereich als sehr unwahrscheinlich ein, sodass das Risiko eine insgesamt niedrige Bedeutung hat. Für die Produkte der E-POST, allen voran den E-Postbrief, sind Sicherheit und Datenschutz ein Leistungsversprechen. Im Jahr 2013 wurde die entsprechende Plattform nach IT-Grundschutz durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erneut zertifiziert. Zudem wurde sie erneut von der TÜV Informationstechnik GmbH gemäß den Kriterien der Trusted-Site-Privacy erneut dafür zertifiziert, rechtskonform zu sein und Datenschutzvorgaben einzuhalten. Risiken aus internen Prozessen Logistische Dienstleistungen sind zum größten Teil ein Massengeschäft und er-fordern eine komplexe betriebliche Infrastruktur mit hohen Qualitätsstandards. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit kontinuierlich zu gewährleisten, heißt, die Abläufe reibungslos zu organisieren sowie technisch und personell abzusichern. Schwächen in einem der Bereiche Einlieferung, Sortierung, Transport, Lagerung oder Zustellung könnten die Wettbewerbsfähigkeit empfindlich beeinträchtigen. So passen wir Abläufe bei Bedarf den aktuellen Gegebenheiten an. Gleichzeitig wollen wir Unterbrechungen oder Störungen unserer betrieblichen Abläufe durch vorbeugende Maßnahmen vermeiden. Sollte es doch zu Störungen kommen, treten Notfallpläne in Kraft, die deren Folgen minimieren. Einige Risiken aus Betriebsunterbrechungen werden auch durch Versicherung abgeschwächt. Zudem verbessern wir mit Hilfe der First-Choice-Methodik unsere Abläufe kontinuierlich und richten sie noch stärker an den Anforderungen der Kunden aus. Sofern dies mit Investitionen verbunden ist, entscheidet der Gesamtvorstand über Beträge von mehr als 25 Mio €. Über Investitionen von mehr als 10 Mio € entscheiden Ausschüsse des Gesamtvorstands, im Bereich Corporate Center/Anderes gilt dies bereits ab 5 Mio €. Die Vorstände werden über Investitionen regelmäßig informiert und können so wesentliche Risiken früh erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen. Als Dienstleistungsunternehmen betreiben wir keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne, sodass in diesem Bereich über keine wesentlichen Risiken zu berichten ist. Da unser operatives Geschäft dezentral organisiert ist und Notfallpläne bestehen, wurde zu internen Prozessen kein für den Konzern wesentliches Risiko aus Betriebsunterbrechung berichtet. Risiken aus dem Umweltmanagement Das konzernweite Risikomanagement erstreckt sich auch auf umweltpolitische Rahmenbedingungen. Derzeit sind keine Umweltrisiken bekannt, die sich wesentlich auf den Konzern auswirken können. Risiken aus dem Personalbereich Es sind unsere Mitarbeiter, die durch ihre Motivation und Qualifikation die Kunden überzeugen und damit unseren langfristigen Erfolg prägen. Im Zuge des demographischen Wandels und des verschärften Wettbewerbs um qualifizierte Fach und Führungskräfte nimmt die Zahl potenzieller Nachwuchskräfte ab, besonders in unserem Kernmarkt Deutschland. Deshalb besteht grundsätzlich das Risiko, geeignete Mitarbeiter nicht in ausreichender Zahl zu gewinnen und an uns zu binden. Mit verschiedenen Maßnahmen wollen wir dieses Risiko verringern. So legen wir großen Wert auf ein motivierendes Arbeitsumfeld sowie adäquate Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Alters und Sozialstrukturen der Erwerbsbevölkerung verändern sich in vielen Ländern spürbar. Um die daraus entstehenden Alterungs- und Kapazitätsrisiken angemessen zu erfassen und dagegen vorzugehen, haben wir mit dem „Strategic Workforce Management“ ein Analyse- und Planungsinstrument entwickelt, das auf Fakten beruhende, strategisch fundierte Antworten liefert. Speziell auf die demographischen Bedingungen in Deutschland zielt der von der Deutsche Post AG mit den Gewerkschaften vereinbarte „Generationenvertrag“. Damit gewährleisten wir die Arbeitsfähigkeit älterer Mitarbeiter und verbessern zugleich die Beschäftigungsmöglichkeiten junger Menschen. Nach Einschätzungen von Vereinten Nationen und Weltwirtschaftsforum besteht das Risiko, dass chronische beziehungsweise nicht übertragbare Erkrankungen weltweit erheblich zunehmen. Diesem Risiko begegnen wir mit einem Gesundheitsmanagement, das wir kontinuierlich weiterentwickeln. Finanzwirtschaftliche Risiken Als global tätiger Konzern ist Deutsche Post DHL zwangsläufig finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Im Wesentlichen sind dies Risiken aus der Schwankung von Währungskursen, Zinssätzen oder Rohstoffpreisen. Mithilfe operativer und finanzwirtschaftlicher Maßnahmen wird versucht, die Volatilität von Finanzkennzahlen aufgrund finanzieller Risiken zu reduzieren. Währungsrisiken können aus gebuchten oder zukünftig geplanten Fremdwährungstransaktionen resultieren. Wesentliche Währungsrisiken aus geplanten Transaktionen werden über 24 Monate rollierend als Nettoposition quantifiziert. Hoch korrelierte Währungen werden in Blöcken zusammengefasst. Die ermittelten Risiken werden über 24 Monate durchschnittlich bis zu 50 % über Derivate abgesichert. Die wichtigsten geplanten Nettoüberschüsse bestehen auf Konzernebene im Britischen Pfund, Japanischen Yen und Koreanischen Won, während die Tschechische Krone die einzige Währung mit einem wesentlichen Nettobedarf ist. Durch die Verrechnung des Nettobedarfs im US-Dollar mit Überschüssen in anderen hoch korrelierten Währungen ist das Nettorisiko im USD-Block auf Konzernebene nahezu ausgeglichen und wird daher nicht aktiv gesteuert. Der durchschnittliche Sicherungsgrad für das Jahr 2014 lag zum Bilanzstichtag bei rund 48 %. Das wesentliche Risiko für die Ertragslage des Konzerns wäre eine generelle Aufwertung des Euro. Derzeit bewerten wir die Bedeutung der Einzelrisiken aus den Entwicklungen der jeweiligen Währungen als niedrig, die der Kategorie Währungsrisiken in Summe als mittel. Die wesentliche Steuerungsgröße für das Liquiditätsmanagement sind die zentral verfügbaren Liquiditätsreserven, die 2 Mrd Euro nicht unterschreiten sollen. Zum Bilanzstichtag verfügt Deutsche Post DHL über zentrale Liquiditätsreserven von 4,6 Mrd Euro, die sich aus zentralen Geldanlagen von 2,6 Mrd Euro und der syndizierten Kreditlinie in Höhe von 2 Mrd Euro zusammensetzen. Die Liquidität des Konzerns ist daher kurz und mittelfristig gesichert. Darüber hinaus hat der Konzern aufgrund seines im Branchenvergleich guten Ratings ungehinderten Zugang zum Kapitalmarkt und ist in der Lage, den langfristigen Kapitalbedarf sicherzustellen. Die Netto-Finanzverschuldung des Konzerns beläuft sich per Ende 2013 auf lediglich 1,5 Mrd Euro. Unter Berücksichtigung bestehender Zinssicherungsgeschäfte beträgt der Anteil der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten an den langfristigen Finanzschulden in Höhe von 4,6 Mrd Euro circa 36 %. Derzeit bewerten wir die Bedeutung von Liquiditäts- und Zinsrisiken als niedrig. Für Deutsche Post DHL als Logistikkonzern resultieren die wesentlichen Rohstoffpreisrisiken aus der Veränderung von Treibstoffpreisen (Kerosin, Diesel und Schiffsdiesel). Diese Risiken werden in den DHL Divisionen weitgehend über operative Maßnahmen (Treibstoffzuschläge) an die Kunden weitergegeben. Lediglich für den Bereich BRIEF gibt es nennenswerte Sicherungsgeschäfte für den Einkauf von Diesel. Derzeit bewerten wir die Bedeutung von Rohstoffpreisrisiken als niedrig. Risiken aus anhängigen Rechtsverfahren Am 5. November 2012 hat das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen die Deutsche Post wegen des Verdachts missbräuchlichen Verhaltens bei Verträgen über die Briefbeförderung mit Großkunden eingeleitet. Die Behörde hat aufgrund von Eingaben von Wettbewerbern der Deutsche Post AG und Kundenbefragungen den Verdacht, dass die Gesellschaft gegen Vorgaben des deutschen und europäischen Kartellrechts verstoßen hat. Diese Auffassung teilt die Deutsche Post AG nicht. Sollte die Behörde den Verdacht jedoch bestätigt sehen, kann sie gegenüber der Deutsche Post AG bestimmte Unterlassungen anordnen oder auch Bußgelder verhängen. In dem am 12. September 2007 eröffneten förmlichen Beihilfeverfahren hat die EU-Kommission am 25. Januar 2012 ihre Entscheidung getroffen. Die EU-Kommission hat darin festgestellt, dass die Deutsche Post AG für die in den Jahren 1989 bis 2007 erbrachten Universaldienstleistungen nicht durch staatliche Mittel überkompensiert wurde. Auch die vom Bund übernommenen Bürgschaften für Altverbindlichkeiten hat sie nicht beanstandet. Dagegen hat sie bei der Finanzierung der Beamtenpensionen teilweise eine rechtswidrige Beihilfe festgestellt. Die Berücksichtigung von Pensionslasten bei den behördlichen Preisgenehmigungen der Bundesnetzagentur habe dazu geführt, dass der Deutsche Post AG ein Vorteil entstanden sei, der von ihr an die Bundesrepublik Deutschland zurückzuzahlen sei; zudem sei sicherzustellen, dass auch künftig kein beihilferechtlich relevanter Vorteil mehr entstehe. Die exakte Summe des zurückzuzahlenden Betrags müsse noch von der Bundesrepublik berechnet werden. In einer Pressemitteilung hatte die EU-Kommission einen Betrag von 500 Mio € bis 1 Mrd € genannt. Die Deutsche Post AG ist der Auffassung, dass die Beihilfeentscheidung der EU-Kommission vom 25. Januar 2012 rechtswidrig ist, und hat dagegen Klage beim Europäischen Gericht in Luxemburg erhoben. Die Bundes-republik Deutschland hat ebenfalls Klage eingereicht. Um die Beihilfeentscheidung umzusetzen, hat die Bundesregierung die Deutsche Post AG am 29. Mai 2012 aufgefordert, 298 Mio € einschließlich Zinsen zu zahlen. Die Deutsche Post AG hat den Betrag am 1. Juni 2012 an einen Treuhänder bezahlt und gegen den Rückforderungsbescheid Klage vor dem Verwaltungsgericht erhoben. Diese Klage ist allerdings bis zum Abschluss des Verfahrens vor dem Europäischen Gericht ruhend gestellt worden. Am 2. Januar 2013 sowie am 2. Januar 2014 hat sie weitere Zahlungen in Höhe von 19,4 Mio € bzw. 15,6 Mio € an den Treuhänder geleistet. Die geleisteten Zahlungen wurden in der Bilanz im Finanzanlagevermögen erfasst, die Ertragslage blieb davon unberührt. Die EU-Kommission hat die Berechnung der Beihilferückforderung nicht abschließend akzeptiert. Am 17. Dezember hat sie Klage gegen die Bundesrepublik beim Europäischen Gerichtshof erhoben, um eine höhere Rückzahlungsforderung zu erwirken. Obwohl die Beihilfeentscheidung nach Auffassung von Deutsche Post AG und Bundesregierung rechtswidrig ist, kann dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Deutsche Post AG abschließend zu einer gegebenenfalls höheren Zahlung verpflichtet wird und es zu einer Belastung des Ergebnisses kommt. Weitere Rechtsverfahren Viele Postdienstleistungen der Deutsche Post AG und ihrer Tochtergesellschaften unterliegen der sektorspezifischen Regulierung nach dem Postgesetz durch die Bundesnetzagentur. Als Regulierungsbehörde genehmigt oder überprüft diese Entgelte, gestaltet Bedingungen des Zugangs zu Teilleistungen und übt die besondere Missbrauchsaufsicht aus. Aus diesem allgemeinen Regulierungsrisiko können sich im Falle negativer Entscheidungen Umsatz- und Ergebniseinbußen ergeben. Rechtliche Risiken resultieren unter anderem aus den verwaltungsgerichtlich anhängigen Klagen eines Verbandes sowie eines Wettbewerbers gegen die Preisgenehmigungsentscheidungen im Rahmen des Price-Cap-Verfahrens für die Jahre 2003, 2004 und 2005 sowie des Verbandes zusätzlich gegen die entsprechenden Entscheidungen für das Jahr 2008 und 2013. Die Klagen gegen die Preisgenehmigungen der Jahre 2003 bis 2005 hat das Oberverwaltungsgericht Münster in der Berufungsinstanz zurückgewiesen, jedoch wurde Revision beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Über die Klagen gegen die Preisgenehmigungen für die Jahre 2008 und 2013 hat das Verwaltungsgericht Köln noch nicht entschieden. Ebenso resultieren rechtliche Risiken aus Klagen der Deutsche Post AG gegen weitere Entgeltgenehmigungsentscheidungen der Regulierungsbehörde. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Klagen gegen die Entgeltgenehmigungen für den Zugang von Wettbewerbern zu den Postfachanlagen und Adressänderungsinformationen der Deutsche Post AG. Rechtliche Risiken stehen im Zusammenhang mit den Teilleistungsrabatten, die die Deutsche Post AG zum 1. Juli 2010 erhöht hatte. Gegen diese Rabatterhöhungen hatten Wettbewerber der Deutsche Post AG und deren Verbände Beschwerden bei der Bundesnetzagentur erhoben. Nach Ansicht der Beschwerdeführer widersprechen die Rabatterhöhungen insbesondere den regulatorischen Vorgaben. Die Bundesnetzagentur hat jedoch in ihrem Überprüfungsverfahren keinen Verstoß gegen die einschlägigen Vorgaben festgestellt und das Verfahren durch Mitteilung vom 15. September 2010 eingestellt. Mehrere Wettbewerber der Deutsche Post AG haben im Oktober 2011 Klage gegen die Bundesnetzagentur mit dem Ziel erhoben, die Rabatterhöhung rückgängig zu machen. Nach Ansicht der Deutsche Post AG entsprechen die Teilleistungsentgelte und die Rabatterhöhungen den regulatorischen und den sonstigen rechtlichen Vorgaben. Nach Verhandlung des Verwaltungsgerichts Köln am 25. November 2013 haben die Kläger die Klage zurückgezogen. Damit ist die Entscheidung der Bundesnetzagentur vom 15. November 2010 bestandskräftig. Die Bundesnetzagentur hat mit Beschluss vom 14. Juni 2011 festgestellt, dass die First Mail Düsseldorf GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutsche Post AG, und die Deutsche Post AG gegen das Abschlags- und Diskriminierungsverbot nach dem Postgesetz verstoßen. Den Gesellschaften wurde auferlegt, die festgestellten Verstöße abzustellen. Beide Gesellschaften haben gegen den Beschluss geklagt. Außerdem hat die First Mail Düsseldorf GmbH die Aussetzung der Vollziehung des Beschlusses bis zur Entscheidung des Hauptsacheverfahrens beantragt. Das Verwaltungsgericht Köln und das Oberverwaltungsgericht Münster haben diesen Antrag jeweils abgelehnt. Die First Mail Düsseldorf GmbH hat die Beförderung von Briefsendungen zum Ende des Jahres 2011 eingestellt und die Klage am 19. Dezember 2011 zurückgenommen. Die Deutsche Post AG verfolgt die Klage gegen den Beschluss der Bundesnetzagentur weiter. Mit Beschluss vom 30. April 2012 hat die Bundesnetzagentur festgestellt, dass die Deutsche Post AG gegen das Diskriminierungsverbot des Postgesetzes verstoße, indem sie inhaltsgleiche Rechnungen zu anderen Entgelten befördert als Rechnungen mit unterschiedlichen Rechnungsbeträgen. Die Deutsche Post AG wurde aufgefordert, die festgestellte Diskriminierung unverzüglich, spätestens zum 31. Dezember 2012, abzustellen. Der Beschluss wurde zum 1.1.2013 umgesetzt. Die Deutsche Post teilt die Rechtsauffassung der Bundesnetzagentur nicht und hat gegen den Beschluss Klage erhoben. Seit dem 1. Juli 2010 sind infolge einer Neufassung der einschlägigen Steuerbefreiungsvorschrift nur noch bestimmte Universaldienstleistungen in Deutschland von der Mehrwertsteuer befreit, die nicht auf der Grundlage individuell ausgehandelter Vereinbarungen oder zu Sonderkonditionen (Rabatte etc.) erbracht werden. Diese Gesetzesänderung entspricht nach Ansicht der Deutsche Post AG nicht vollständig den zu beachtenden Vorgaben des europäischen Gemeinschaftsrechts. Aufgrund der mit der neuen gesetzlichen Regelung entstandenen Rechtsunsicherheit bemüht sich die Deutsche Post AG um eine notwendige Klärung einzelner Fachfragen mit den Finanzbehörden. Obwohl die Deutsche Post AG die erforderlichen Maßnahmen weitgehend umsetzt, werden unterschiedliche Rechtsansichten zwischen der Deutsche Post AG und der Finanzverwaltung gerichtlich geklärt. Mit Rücksicht auf die angekündigten Rechtsverfahren nehmen wir keine Risikoeinstufung vor. Risiken aus der Unternehmensstrategie Der Konzern Deutsche Post DHL hat in den vergangenen Jahren sein Geschäft in den stark wachsenden Regionen und Märkten der Welt gut positioniert. Zudem wurden effiziente Strukturen in allen Bereichen geschaffen, um Kapazitäten und Kosten flexibel an die Nachfrage anzupassen - Voraussetzungen für einen nachhaltig profitablen Geschäftserfolg. Bei der strategischen Ausrichtung konzentrieren wir uns auf unsere Kernkompetenzen im Brief und Logistikgeschäft mit den Schwerpunkten organisches Wachstum und Vereinfachung unserer Prozesse zum Vorteil der Kunden. Im angegebenen Betrachtungszeitraum sind Risiken aus der aktuellen Unternehmensstrategie, welche sich auf einen längerfristigen Zeitraum erstreckt, von niedriger Bedeutung für den Konzern. Darüber hinaus bestehen in den Unternehmensbereichen folgende Besonderheiten: Im Unternehmensbereich BRIEF stellen wir uns den Herausforderungen des Strukturwandels vom physischen zum digitalen Geschäft. Wir begegnen den Risiken aus einer sich ändernden Nachfrage mit einem erweiterten Leistungsangebot. Durch den boomenden Internethandel erwarten wir, dass das Paketgeschäft in den kommenden Jahren weiter stark wachsen wird. Daher bauen wir unser Paketnetzwerk aus. Darüber hinaus erweitern wir unser Angebot in der elektronischen Kommunikation, sichern die Qualitätsführerschaft und flexibilisieren, wo möglich, die Transport- und Zustellkosten. Wir beobachten die Marktentwicklung sehr genau und berücksichtigen diese bei der Ergebnisplanung. Für den angegebenen Prognosezeitraum sehen wir daraus keine wesentlichen negativen Abweichungspotenziale. Im DHL-Unternehmensbereich EXPRESS hängt der künftige Erfolg vor allem von allgemeinen Faktoren wie Wettbewerbs-, Kosten- und Verkehrsmengenentwicklung ab. Nachdem wir in den vergangenen Jahren unser Geschäft erfolgreich umgebaut und Kostenstrukturen erheblich verbessert haben, wollen wir im internationalen Geschäft weiter wachsen. Wir erwarten, dass die Sendungsmengen zunehmen. Basierend auf diesen Annahmen investieren wir in unser Netzwerk, den Service, unsere Mitarbeiter und die Marke DHL. Vor dem Hintergrund der vergangenen Entwicklung und allgemeiner Prognosen sehen wir für den DHL-Unternehmensbereich EXPRESS keine über die im Abschnitt „Risiken aus markt- und branchenspezifischen Rahmenbedingungen“ hinausgehenden wesentlichen strategischen Risiken. Da wir im DHL-Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT Transportleistungen nicht selbst erbringen, sondern bei Fluggesellschaften, Reedereien und Frachtführern einkaufen, tragen wir im ungünstigen Fall das Risiko, Preiserhöhungen teilweise nicht an Kunden weitergeben zu können. Wie hoch das Risiko ist, hängt im Wesentlichen davon ab, wie sich Angebot, Nachfrage und Preise von Transportleistungen entwickeln sowie von der Dauer unserer Verträge. Umfassende Kenntnisse beim Makeln von Transportleistungen helfen uns, das Risiko zu minimieren sodass dessen Bedeutung als niedrig bewertet wird. Im DHL-Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN versorgen wir Kunden verschiedener Branchen mit Lösungen entlang der Logistikkette. Unser Erfolg hängt stark von der Geschäftsentwicklung der Kunden ab. Da wir weltweit den Kunden ein breit gefächertes Angebot in verschiedenen Branchen bieten, können wir unser Risikoportfolio diversifizieren und so entstehenden Risiken entgegenwirken. Unser künftiger Erfolg hängt zudem davon ab, inwieweit es uns gelingt, das bestehende Geschäft kontinuierlich zu verbessern und in unseren wichtigsten Märkten und Kundensegmenten zu wachsen. PROGNOSEIn die Internationale strategische Ausrichtung und der damit verbundenen Entwicklungsprognose des Konzerns ist auch die Deutsche Post AG umfassend eingebunden. Dabei spiegelt der Unternehmensbereich BRIEF im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG wieder. Die DHL-Unternehmensbereiche haben auf die Deutsche Post AG indirekten Einfluss über das Beteiligungsergebnis infolge von Ergebnisabführungsverträgen. Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt anhand der IFRS-Kennzahlen. Der handelsrechtliche Abschluss hat für die Bemessung der Dividende Relevanz. Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen wirtschaftlichen Lage Unsere starke Position als Marktführer im deutschen Brief und Paketgeschäft und in fast allen Geschäftsfeldern des Logistikbereichs ist die beste Voraussetzung für weiteres Wachstum. Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2014 ein Konzern-EBIT (nach IFRS) in Höhe von 2,9 Mrd € bis 3,1 Mrd €. Wir nehmen an, dass das Wachstum der Weltwirtschaft allenfalls in geringem Maß über dem des Vorjahres liegen wird. Der Welthandel dürfte sich ähnlich entwickeln. Zum Konzern-EBIT sollte der Unternehmensbereich BRIEF rund 1,2 Mrd € beitragen. Gegenüber dem Vorjahr erwarten wir für die DHL-Unternehmensbereiche insgesamt eine weitere Ergebnis-verbesserung auf 2,1 Mrd € bis 2,3 Mrd €. Das Ergebnis von Corporate Center/Anderes sollte besser als -0,4 Mrd € ausfallen. Wir erwarten, dass sich das „EBIT after Asset Charge“ und der operative Cashflow weiterhin positiv entwickeln und damit tendenziell der Entwicklung des EBIT folgen. Prognosezeitraum Ausblick bezieht sich grundsätzlich auf 2014 Die Angaben im Prognosebericht beziehen sich grundsätzlich auf das Geschäftsjahr 2014. In einigen Bereichen blicken wir freiwillig darüber hinaus. Künftige Organisation Teile des Paketgeschäfts außerhalb Deutschlands im Briefbereich gebündelt Das bestehende nationale Paketgeschäft in Polen, Belgien und den Niederlanden, das bisher den Unternehmensbereichen EXPRESS und GLOBAL FORWARDING, FREIGHT zugeordnet war, wird mit Wirkung zum 1. Januar 2014 im Unternehmensbereich BRIEF gebündelt. Künftige Rahmenbedingungen Wachstum der Weltwirtschaft beschleunigt sich Zu Beginn des Jahres 2014 beschleunigt sich das Wachstum der Weltwirtschaft. In vielen Industrieländern scheint die Konjunkturschwäche überwunden. Unterstützt wird diese Entwicklung von der weiterhin expansiven Geldpolitik. Zudem hat der fiskalische Konsolidierungsdruck abgenommen. Vom Aufschwung in den Industrieländern sollten auch die aufstrebenden Länder mit einem starken Exportsektor profitieren. Insgesamt dürften diese auch weiterhin deutlich höhere Wachstumsraten erzielen. Risiken für das globale Wachstum könnten vor allem von den Finanzmärkten ausgehen, falls diese vorzeitig Zinserhöhungen durch die Notenbanken in die Kurse einpreisen. Eine erneute Staatsschuldenkrise im Euroraum würde das Wachstum ebenfalls erheblich dämpfen. Auf der anderen Seite könnten die globalen Auftriebskräfte eine stärkere Eigendynamik entwickeln als derzeit erwartet. scroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Update Januar 2014. Wachstumsraten sind auf Basis von Kaufkraftparität ermittelt. Die anziehende globale Nachfrage sollte der chinesischen Exportwirtschaft zugute kommen. Zudem hat die Regierung eine Reihe von Reformmaßnahmen beschlossen, die das Wachstum beschleunigen sollen. Hingegen könnten Überkapazitäten die Investitionen belasten. Die Prognosen für das BIP-Wachstum sind daher uneinheitlich (IWF: 7,5 %; OECD: 8,2 %; Global Insight: 8,0 %). In Japan sollte sich die Exporttätigkeit im Jahr 2014 deutlich verstärken. Auch die Binnennachfrage sollte sich weiter beleben. Die anstehende kräftige Mehrwertsteuererhöhung hingegen dürfte den privaten Verbrauch zwischenzeitlich belasten. Das BIP wird deshalb voraussichtlich etwa so kräftig wachsen wie im Vorjahr (IWF: 1,7 %; OECD: 1,5 %; Global Insight: 1,8 %). In den Vereinigten Staaten dürfte sich die Lage am Arbeitsmarkt deutlich verbessern, was dem privaten Verbrauch zugute käme. Deutliche Impulse sind erneut von Bau und Unternehmensinvestitionen zu erwarten. Auch der Außenhandel sollte sich beleben. Insgesamt wird sich das BIP-Wachstum voraussichtlich spürbar beschleunigen (IWF: 2,8 %; OECD: 2,9 %; Global Insight: 2,5 %). Im Euroraum dürfte sich die Konjunktur allmählich weiter erholen. Das verbesserte Umfeld wird den Export wachsen lassen. Die privaten Haushalte sollten nicht mehr so stark von Steuer und Abgabenerhöhungen belastet werden, was den privaten Verbrauch fördern sollte. Auch die Unternehmen dürften wieder etwas mehr investieren als zuletzt. Insgesamt wird aber mit einem moderaten BIP-Wachstum gerechnet (IWF: 1,0 %; EZB: 1,1 %; Global Insight: 0,8 %). Frühindikatoren deuten darauf hin, dass sich der Aufschwung in Deutschland fortsetzt. Die Exporte beleben sich und Unternehmen investieren wieder vermehrt. In der Folge könnten Ausrüstungs- und Bauinvestitionen steigen, die Zahl der Erwerbstätigen zunehmen und die Arbeitslosigkeit sinken. Dies schafft günstige Voraussetzungen für steigende Einkommen und - bei einer weiterhin sehr niedrigen Inflationsrate - für eine Zunahme des privaten Verbrauchs. Das BIP dürfte deshalb deutlich wachsen (IWF: 1,6 %; Sachverständigenrat: 1,6 %; Global Insight: 1,8 %). Bei einem ausgewogenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage dürfte der Ölpreis im Jahr 2014 weitgehend stabil bleiben. Die US-Notenbank dürfte sukzessive weniger Staatsanleihen ankaufen. Es ist nicht zu erwarten, dass sie ihren Leitzins anhebt. Auch die EZB dürfte ihren Leitzins noch länger auf dem derzeitigen Niveau belassen. Die zunehmende wirtschaftliche Dynamik und die verringerten Anleihekäufe durch die US-Notenbank könnten aber die Kapitalmarktzinsen dennoch moderat steigen lassen. Welthandel wächst vor allem durch Asien Auch für das Jahr 2014 ist davon auszugehen, dass die aufstrebenden asiatischen Märkte stärker zum globalen Handelswachstum beitragen werden. Durch die leicht verbesserte konjunkturelle Lage in den Industrieländern sollten die weltweiten Handelsvolumina (transportierte Menge in Tonnen) im Jahr 2014 insgesamt mit 3 % stärker wachsen als im Jahr 2013. Das Briefgeschäft im digitalen Zeitalter Wir rechnen damit, dass der Markt für papiergebundene Briefkommunikation zwar schrumpft, der Kommunikationsbedarf aber weiter steigt. Wir haben mit der Einführung des E-Postbriefs begonnen, unsere Kompetenz in der physischen Kommunikation auf die elektronische zu übertragen und damit neues Geschäft zu entwickeln. Zudem haben wir uns auf anhaltend hohe Wettbewerbsintensität eingestellt. Zu Beginn des Jahres 2014 haben wir nach dem Price-Cap-Verfahren das Porto für den Standardbrief erhöht. Die höheren Preise spiegeln die allgemeine Kostenentwicklung wider. Der konjunkturabhängige deutsche Werbemarkt wird nach Prognosen des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft auch im Jahr 2014 weitestgehend stabil bleiben. Doch Werbeausgaben werden zunehmend umverteilt, von klassischen zu digitalen Medien. Der Trend zu zielgruppenorientierter Werbung und zur Kombination mit Internetangeboten dürfte anhalten. Überdies werden Unternehmen verstärkt auf billigere Werbeformen zurückgreifen. Im liberalisierten Markt für papiergebundene Werbung wollen wir unsere Position sichern, im gesamten Werbemarkt durch Kombination mit Online-Marketing sogar ausbauen. Der Markt für Pressepost dürfte weiter leicht zurückgehen, weil verstärkt digitale Medien genutzt werden. Dies wird sich auf Abonnementzahlen und Durchschnitts gewichte gedruckter Publikationen auswirken und so unseren Umsatz mitbestimmen. Künftig werden wir auch hier vermehrt digitale Produkte anbieten. Der internationale Briefmarkt wiederum profitiert von der wachsenden E-Commerce-Branche. Wir wollen hier neue Geschäftsfelder rund um unsere Kernkompetenz Brief, Päckchen und Pakete erschließen. Der Paketmarkt wird sowohl in Deutschland als auch grenzüberschreitend weiter wachsen. Mit eigenen Portalen, Versand und Zustellleistungen werden wir diese Entwicklung weiter vorantreiben und unsere Marktposition auch international weiter ausbauen. Umsatz- und Ergebnisprognose Nachdem die Weltwirtschaft im Berichtsjahr abermals unterdurchschnittlich gewachsen ist, erwarten wir allenfalls eine geringe konjunkturelle Beschleunigung für das Jahr 2014. Das für unser Geschäft relevante weltweite Handelsvolumen dürfte sich ähnlich entwickeln. Wir rechnen mit einem entsprechenden Anstieg und Verlauf der Umsätze, besonders der DHL-Unternehmensbereiche. Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir vor diesem Hintergrund ein Konzern-EBIT in Höhe von 2,9 Mrd € bis 3,1 Mrd €. Dazu sollte der Unternehmensbereich BRIEF, der im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG wiederspiegelt, rund 1,2 Mrd € beitragen. Gegenüber dem Vorjahr erwarten wir für die DHL-Unternehmensbereiche insgesamt eine weitere Ergebnisverbesserung auf 2,1 Mrd € bis 2,3 Mrd €. Das Ergebnis von Corporate Center/Anderes sollte besser als -0,4 Mrd € ausfallen. Unserer Konzernstrategie entsprechend, setzen wir auf organisches Wachstum und erwarten im Jahr 2014 erneut nur sehr wenige, kleine Akquisitionen. Unsere für das Jahr 2015 gesetzten Ziele wollen wir weiterhin erreichen. Nach der Zuordnung von Teilen des Paketgeschäfts außerhalb Deutschlands zum Unternehmensbereich BRIEF seit dem 1. Januar 2014 passen wir die erwarteten Ergebnisbeiträge für das Jahr 2015 wie folgt an: Im Unternehmensbereich BRIEF erwarten wir statt bisher mindestens 1 Mrd € nun mindestens 1,1 Mrd €. Entsprechend erwarten wir für die DHL-Unternehmensbereiche nun einen Ergebnisbeitrag zwischen 2,6 Mrd € und 2,8 Mrd €. Unsere Finanzstrategie sieht vor, grundsätzlich 40 % bis 60 % des Nettogewinns als Dividende auszuschütten. Wir beabsichtigen, den Aktionären auf der Hauptversammlung am 27. Mai 2014 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 0,80 € (Vorjahr: 0,70 €) auszuzahlen. Erwartete Finanzlage Kreditwürdigkeit des Konzerns mindestens angemessen Angesichts der Ergebnisprognose für das Jahr 2014 gehen wir von einer weitgehend stabilen Entwicklung der Steuerungsgröße „FFO to Debt“ aus und erwarten, dass die Rating-Agenturen unsere Kreditwürdigkeit als angemessen oder sogar besser einstufen werden. Liquidität weiterhin solide Aufgrund der jährlichen Vorauszahlung an den Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation sowie der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2013 im Mai 2014 wird sich unsere Liquidität in der ersten Hälfte des Jahres 2014 erwartungsgemäß verschlechtern. Wegen der üblicherweise guten Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte wird sich die operative Liquiditätssituation zum Jahresende jedoch wieder deutlich verbessern. Für 2014 planen wir derzeit keine Kapitalmarkttransaktionen. Investitionen von rund 1,9 Mrd € im Konzern Deutsche Post DHL erwartet Wir beabsichtigen, die Investitionen im Jahr 2014 auf rund 1,9 Mrd € zu erhöhen. Im Mittelpunkt bleiben IT, Maschinen und Transportausstattung. Im Unternehmensbereich BRIEF liegt der Fokus weiterhin auf dem Ausbau des Paketnetzes. Zusätzlich werden wir weitere Zustelloptionen - wie Packstation, Paketkasten und Paketbox - ausbauen. Insgesamt werden die Investitionen im Jahr 2014 über denen des Berichtsjahres liegen, vor allem weil wir vermehrt mechanisierte Zustellbasen aufbauen und in neue Paketzentren investieren wollen. Entwicklung der weiteren steuerungsrelevanten Indikatoren EAC und operativer Cashflow des Konzerns Deutsche Post DHL entwickeln sich positiv Hinsichtlich der finanziellen Steuerungsgrößen „EBIT after Asset Charge“ und operativer Cashflow erwarten wir, dass sie sich im Geschäftsjahr 2014 weiterhin positiv entwickeln und damit tendenziell der jeweiligen Entwicklung des EBIT folgen. Dabei kann das anhaltend steigende Geschäftsvolumen zu einer Ausweitung des Working Capital in einzelnen Unternehmensbereichen führen. Mitarbeiterbefragung mit weiterhin guten Ergebnissen Die guten Ergebnisse, die unsere Mitarbeiterbefragung im Berichtsjahr erzielt hat, wollen wir fortführen. Für das Jahr 2014 erwarten wir, dass die Zustimmung für die Kennzahl „Aktive Führung“ leicht auf 71 % steigt. Treibhausgas-Effizienz transparent darstellen Da Treibhausgas-Effizienz die Zielgröße unseres Umweltschutzprogramms „GoGreen“ ist, werden wir die Transparenz dazu erhöhen. Sie wird mit Hilfe eines CO2-Effizienz-Indices (CEX) gemessen, der auf divisions- und geschäftsfeldspezifischen Emissions-Intensitätskennzahlen basiert, welche die jeweiligen Emissionen ins Verhältnis zu einer passenden Leistungsgröße setzen. Künftig werden wir regelmäßig über diese Kenngröße berichten und sie als weiteren steuerungsrelevanten nichtfinanziellen Indikator betrachten. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge der Deutsche Post AG beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Fakten und werden mitunter durch Verwendung der Begriffe „glauben“, „erwarten“, „vorhersagen“, „beabsichtigen“, „prognostizieren“, „planen“, „schätzen“, „bestreben“, „voraus- sehen“, „annehmen“, „das Ziel verfolgen“ und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen und unterliegen daher Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser werden darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Zeitpunkt dieser Darstellung Gültigkeit haben. Die Deutsche Post AG beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts zu berücksichtigen. Soweit der Lagebericht auf Inhalte von Internetseiten verweist, sind diese Inhalte nicht Bestandteil des Lageberichts. BilanzAktiva scroll
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AnhangGRUNDLAGEN DER DARSTELLUNG(1) Grundlagen der Rechnungslegung Die Deutsche Post AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde nach handelsrechtlichen (§§ 238 ff, §§ 264 ff HGB) und aktienrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Als Mutterunternehmen des Konzerns Deutsche Post DHL erstellt die Deutsche Post AG nach § 315a Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS). Daher wird ein Konzernabschluss nach handelsrechtlichen Vorschriften nicht aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. (2) Gliederung der Bilanz und der Gewinn-und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Der Ausweis erfolgt in Millionen Euro. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert und erläutert. Die Kapitalflussrechnung und die Eigenkapitalentwicklungsrechnung sind dem Anhang als Anlagen beigefügt. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert angewandt. Soweit unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nicht auf Ausweisänderungen eingegangen wird, sind sie in den entsprechenden Positionen erläutert. (3) Immaterielle Vermö gensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer sowie außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre und reduziert sich bei geringerer Vertragslaufzeit entsprechend. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wird das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB ausgeübt. Sie werden seit dem 01. Januar 2010 zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. (4) Sachanlagen Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Folgende Nutzungsdauern werden angewandt: scroll
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Erhaltene Zuschüsse werden unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der Sachanlagen aufgelöst. Anschaffungs- und Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe grundsätzlich als betrieblicher Aufwand erfasst. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut dürfen jedoch 150 Euro, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als 150 Euro und bis zu 1.000 Euro betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. (5) Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Anteile und Beteiligungen an ausländischen verbundenen Unternehmen in Fremdwährung werden mit dem aktuellen Umrechnungskurs zum Erwerbszeitpunkt bilanziert. Wurden Zugänge hinsichtlich ihres Währungsrisikos gesichert, werden diese mit dem Sicherungskurs angesetzt. Die Anschaffungskosten langfristiger unter- bzw. nicht verzinslicher Ausleihungen entsprechen grundsätzlich deren Barwert zum Ausgabezeitpunkt. Die übrigen Darlehen werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Aufzinsungsbeträge sind unter den Zugängen ausgewiesen. (6) Vorräte Unter den Vorräten werden Postwertzeichen und Ersatzteile für Förder- und Sortieranlagen in den Frachtzentren mit einem Festwert, die übrigen Hilfs- und Betriebsstoffe mit gleitenden bzw. gewogenen Durchschnittspreisen oder den niedrigeren Tagespreisen zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Waren sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Soweit erforderlich, werden Wertberichtigungen in angemessenem Umfang angesetzt. (7) Forderungen und Sonstige Vermögens gegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch die pauschalierte Einzelwertberichtigung abgedeckt. (8) Wertpapiere Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. (9) Flüssige Mittel Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände und Schecks werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsbestände werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. (10) Aktive Rechnungsabgrenzung Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht gemäß § 250 Abs. 3 HGB Gebrauch und aktiviert Disagien. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und ihrem Ausgabebetrag wird in den Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen, und planmäßig über die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit abgeschrieben. (11) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. (12) Rückstellungen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden anhand versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Als Rechnungsgrundlage für die Ermittlung der Rückstellungen dienen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung der Abzinsung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Für den aufgrund der neuen Bewertungsvorgaben gemäß BilMoG zum 01. Januar 2010 entstandenen Zuführungsbetrag zur Rückstellung für Pensionen wird das Wahlrecht der ratierlichen Verteilung über 15 Jahre ausgeübt. Der Ausweis erfolgt im außerordentlichen Ergebnis. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird das Vermögen, welches dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dient, als Deckungsvermögen mit entsprechenden Rückstellungen verrechnet. Dies gilt entsprechend für die von den Mitarbeitern durch Arbeitszeit- und Gehaltsumwandlung finanzierten Zeitwertkonten. Es handelt sich dabei um wertpapiergebundene Verpflichtungen. Der Wert der Rückstellungen orientiert sich an der Wertentwicklung des von der Deutsche Post AG zu dotierenden Deckungsvermögens, dessen Bewertung zum Zeitwert erfolgt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit abzuschätzende Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die zu einem Vermögensabfluss führen werden. Sie sind der Höhe nach bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. (13) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. In den Fällen, in denen der Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit höher ist als der Ausgabebetrag, wird der Unterschiedsbetrag aktiviert und auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. (14) Passive Rechnungsabgrenzung Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Zahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. (15) Währungsumrechnungen Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. (16) Latente Steuern Latente Steuern ergeben sich aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Dabei werden von der Deutsche Post AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bzw. Personengesellschaften bestehen, an denen die Deutsche Post AG beteiligt ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die passiven latenten Steuern werden mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Der Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZANGABEN ZU DEN AKTIVA (17) Immaterielle Vermögensgegen stände Die Entwicklung und die Zusammensetzung der immateriellen Vermögensgegenstände sind aus dem Anlagengitter (Anlage 1) ersichtlich. Entwicklungskosten für eigenerstellte Software mit deren Entwicklung nach dem 01. Januar 2010 begonnen wurde, werden aktiviert. Im Berichtsjahr fielen Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt 36 Mio Euro an, die bei den selbsterstellten immateriellen Vermögengegenständen aktiviert wurden. (18) Sachanlagen Die Entwicklung und die Zusammensetzung des Sachanlagevermögens sind im Anlagengitter (Anlage 1) dargestellt. Die Zugänge entfallen mit 8 Mio Euro auf den Erwerb von Grundstücken im Rahmen der Mechanisierung von Zustellbasen als Teil des neuen Paketkonzepts. Daneben wurden 8 Mio Euro in die Herrichtung von Außenanlagen für Wechselbehälter-Stellplätze investiert. Die Zugänge von 65 Mio Euro bei den technischen Anlagen und Maschinen betreffen im Wesentlichen Förder- und Verteilanlagen. Bei Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung war ein Zugang von 95 Mio Euro zu verzeichnen sowie 143 Mio Euro bei Anlagen im Bau. Die Investitionen in Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen überwiegend Vermögensgegenstände aus den Bereichen IT sowie sonstige und geringwertige Wirtschaftsgüter. (19) Finanzanlagen Die Entwicklung der Finanzanlagen ist aus Anlage 1 (Anlagengitter) ersichtlich. Eine Liste zum Anteilsbesitz ist dem Anhang als Anlage 5 beigefügt. Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Rückgang bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen (18 Mio Euro) resultiert überwiegend aus dem Verkauf der ITG GmbH Internationale Spedition und Logistik. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2013 betrafen unverändert im Wesentlichen die Deutsche Post Beteiligungen Holding GmbH (6.403 Mio Euro). Die Ausleihungen an die Deutsche Post Fleet GmbH wurden um 57 Mio Euro erhöht. Ebenfalls unter dieser Position ausgewiesen wird die im Rahmen der Beihilfeentscheidung der EU-Kommission von der Bundesregierung geforderte Zahlung in Höhe von 318 Mio Euro (Vorjahr 298 Mio Euro) inklusive Zinsen. Der Betrag wurde in Abstimmung mit der Bundesregierung auf ein Treuhandkonto eingezahlt. (20) Vorräte scroll
Die Vorratsposition Hilfs- und Betriebsstoffe beinhaltet u. a. Büromaterial, Betriebsstoffe, Ersatzteile und sonstiges Instandhaltungsmaterial. Unter der Position Waren werden Artikel der Philatelie und andere Handelswaren ausgewiesen. (21) Forderungen und sonstige Vermögens gegenstände scroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 3.475 Mio Euro (Vorjahr 3.540 Mio Euro) Forderungen aus dem konzerninternen Inhousebanking und mit 663 Mio Euro (Vorjahr 730 Mio Euro) Forderungen aus Unternehmensverträgen. Darüber hinaus haben sich die kurzfristigen Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen auf 4.524 Mio Euro (Vorjahr 4.554 Mio Euro) verringert. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Bareinlagen in Höhe von 102 Mio Euro (Vorjahr 120 Mio Euro) ausgewiesen. Es handelt sich dabei um langfristige Sicherheiten im Zusammenhang mit dem Verkauf von Wohnungsbaudarlehen. (22) Wertpapiere scroll
Der Anstieg resultiert aus der Anlage überschüssiger finanzieller Mittel in Geldmarktfonds. (23) Flüssige Mittel Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen flüssigen Mittel in Höhe von 2.305 Mio Euro (Vorjahr 1.088 Mio Euro) betreffen mit 2.046 Mio Euro (Vorjahr 740 Mio Euro) kurzfristige Geldmarktanlagen bei Drittbanken. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung (Anlage 3 zum Anhang) zeigt die dem Unternehmen zugeflossenen Finanzierungsmittel sowie deren Verwendung. Hierbei entspricht der Finanzmittelfond den in der Bilanz ausgewiesenen Flüssigen Mitteln. Das Ergebnis vor Änderung Nettoumlaufvermögen/Cash Flow I (Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit) hat sich aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung um 613 Mio Euro auf 1.525 Mio Euro erhöht. Unter Berücksichtigung der Zunahme des Umlaufvermögens, der Abnahme der Rückstellungen sowie der Verbindlichkeiten und des passiven Rechnungsabgrenzungspostens ergab sich im Berichtsjahr ein Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 274 Mio Euro (Vorjahr -2.356 Mio Euro). Der Rückgang des Cash Flow aus Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der Einzahlungen aus Finanzanlageabgängen (-1.372 Mio Euro) bei gleichzeitig um 401 Mio Euro geringere Auszahlungen für Investitionen. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit erhöhte sich um 139 Mio Euro. Dabei verringerte sich sowohl die Aufnahme von Finanzschulden (164 Mio Euro) als auch die Tilgung von Finanzschulden (303 Mio Euro). Die Ausschüttung betrug unverändert 846 Mio Euro. ANGABEN ZU DEN PASSIVA (24) Eigenkapital scroll
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2013 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr in Summe um 411 Mio Euro. Die Veränderungen sind im Eigenkapitalspiegel (Anlage 4) dargestellt. Details zum Eigenkapital werden in den nachfolgenden Abschnitten erläutert. (25) Gezeichnetes Kapital Grundkapital Das Grundkapital ist gegenüber dem Vorjahr unverändert in 1.209.015.874 auf den Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt. Zum 31. Dezember 2013 stellte sich die Aktionärsstruktur wie folgt dar: 955.154.438 Aktien (79%; Vorjahr: 74,5%) befinden sich im Streubesitz. Der Anteil der KfW an der Deutsche Post AG verringerte sich in 2013 aufgrund des Umtauschs der Anleihe aus dem Jahr 2009 auf 253.861.436 Aktien (21%; Vorjahr: 25,5%). Veröffentlichungen über Stimmrechtsveränderungen gemäß § 26 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) im Geschäftsjahr 2013: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vom 18. November 2013: Die BlackRock Advisors Holdings, Inc., New York, NY, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12.11.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Deutsche Post AG, Bonn, Deutschland am 08.11.2013 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,01% (das entspricht 60.574.232 Stimmrechten) betragen hat. 5,01% der Stimmrechte (das entspricht 60.574.232 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 zuzurechnen. Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vom 29. Juli 2013: Die BlackRock International Holdings, Inc., New York, NY, U.S.A, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Deutsche Post AG am 22.7.2013 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,06% (36.962.694 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 3,06% (36.962.694 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BR Jersey International Holdings L.P., St. Heller, Jersey, Channel Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Deutsche Post AG am 22.7.2013 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,06% (36.962.694 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 3,06% (36.962.694 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock Group Limited, London, U.K., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Deutsche Post AG am 24.7.2013 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,02% (36.515.675 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 3,02% (36.515.675 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vom 25. Juli 2013: Die BlackRock, Inc., New York, NY, U.S.A, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Deutsche Post AG am 16.7.2013 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,01% (60.512.289 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 5,01% (60.512.289 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Deutsche Post AG am 18.7.2013 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,02% (60.678.117 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 5,02% (60.678.117 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Deutsche Post AG am 18.7.2013 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,02% (60.678.117 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 5,02% (60.678.117 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG vom 10. April 2013: Die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Finanzen, Berlin, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Deutsche Post AG am 09.04.2013 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und zu diesem Tag 24,89 % (300.894.984 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 24,89 % (300.894.984 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und zugleich Nr. 2 WpHG zuzurechnen. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Deutsche Post AG 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main, Deutschland. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Deutsche Post AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten: KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main, Deutschland. Die KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Deutsche Post AG am 09.04.2013 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und zu diesem Tag 24,89 % (300.894.984 Stimmrechte) beträgt. Die KfW hat die Meldeschwelle von 25 % durch Bedienung von Umtauschrechten aus der 5-jährigen Umtauschanleihe unterschritten, die die KfW im Juli 2009 begeben hat. Genehmigtes Kapital 2009 Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 21. April 2009 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 20. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtrats durch Ausgabe von bis zu 240 Mio auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand hat diese Ermächtigung bisher nicht in Anspruch genommen. Da diese Ermächtigung am 20. April 2014 ausläuft, wurde in der Hauptversammlung am 29. Mai 2013 beschlossen, diese durch eine neue Ermächtigung (Genehmigtes Kapital 2013) in gleicher Höhe zu ersetzen. Von der Ermächtigung wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht. Genehmigtes Kapital 2013 Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 28. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 240 Mio auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf Aktien in den in der Ermächtigung geregelten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht. Bedingtes Kapital 2011 Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2011 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 24. Mai 2016 ein- oder mehrmals Options-, Wandel- und/oder Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechte unter Einschluss von Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu 1 Mrd Euro auszugeben und dabei Options- oder Wandlungsrechte auf bis zu 75 Mio Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 75 Mio Euro zu gewähren. Das Grundkapital ist um bis zu 75 Mio Euro bedingt erhöht. Auf Grundlage dieser Ermächtigung hatte die Deutsche Post AG am 6. Dezember 2012 eine Wandelanleihe in Höhe von 1 Mrd Euro begeben, die das Recht zur Wandlung in bis zu 48 Mio Aktien der Deutsche Post AG verbrieft. Mit der Emission wurde diese Ermächtigung vollständig in Anspruch genommen. Bedingtes Kapital 2013 Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 28. Mai 2018 ein- oder mehrmals Options-, Wandel- und/oder Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechte unter Einschluss von Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu 1,5 Mrd Euro auszugeben und dabei Options- oder Wandlungsrechte auf bis zu 75 Mio Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 75 Mio Euro zu gewähren. Das Grundkapital ist um bis zu 75 Mio Euro bedingt erhöht. Von der Ermächtigung wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht. Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Die Gesellschaft ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. April 2010 ermächtigt, bis zum 27. April 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand sie zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck ausüben kann, insbesondere zur Verfolgung der im Beschluss der Hauptversammlung genannten Ziele. Auf der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 erfolgte eine Ergänzung zur Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile. Künftig sollen die eigenen Aktien, die auf der Grundlage der Ermächtigung erworben werden, unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auch zur Einführung an einer Börse im Ausland verwendet werden können. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben. Am 31. Dezember 2013 hielt die Deutsche Post AG wie zum Vorjahresstichtag keine eigenen Aktien. (26) Rücklagen Im Rahmen des 2009 eingeführten Share Matching Scheme wird der kurzfristige variable Vergütungsbestandteil (Jahreserfolgsvergütung) für ausgewählte Führungskräfte teilweise in Aktien der Deutsche Post AG ausgezahlt (sogenannte Incentive Shares). Alle Konzernführungskräfte können zudem individuell einen erhöhten Aktienanteil durch Umwandlung eines weiteren Teils des variablen Gehaltes für das Geschäftsjahr bestimmen (sogenannte Investment Shares). Bei Erfüllung bestimmter Bedingungen erhält die Führungskraft nach Ablauf der Ausübungssperrfrist (vier Jahre) zusätzlich die gleiche Anzahl an Aktien der Deutsche Post AG (sogenannte Matching Shares). Für den in Aktien ausgezahlten Anteil der Jahreserfolgsvergütung 2012 wurden in 2013 insgesamt 1.299.692 eigene Aktien erworben (entspricht 1.299.692 Aktien zum Nennbetrag von je 1,- Euro; der Anteil am Grundkapital beträgt 0,11%) und an die berechtigten Führungskräfte übertragen. Der durchschnittliche Zugangskurs bei Kauf der eigenen Aktien belief sich auf 17,90 Euro. Die Weitergabe an die Führungskräfte erfolgte entsprechend den Planregeln des Share Matching Scheme im April 2013 zum Wert von 18,22 Euro pro Aktie. Aufgrund der Bewertungsdifferenz zwischen dem durchschnittlichen Zugangskurs bei Kauf der Aktien und dem Wert bei Übertragung an die Führungskräfte erhöhte sich die Kapitalrücklage um 0,4 Mio Euro. Darüber hinaus wurden für ausgeschiedene Teilnehmer des Share Matching Scheme noch 14.035 Aktien erworben (entspricht 14.035 Aktien zum Nennbetrag von je 1,- Euro; der Anteil am Grundkapital ist kleiner als 0,01%). Der durchschnittliche Zugangskurs bei Kauf der eigenen Aktien belief sich auf 21,68 Euro. Die Weitergabe an die Führungskräfte erfolgte zum Wert von 15,48 Euro pro Aktie. Aufgrund der Bewertungsdifferenz zwischen dem durchschnittlichen Zugangskurs bei Kauf der Aktien und dem Wert bei Übertragung an die Führungskräfte verringerte sich die Gewinnrücklage um 0,1 Mio Euro. Für die erworbenen Ansprüche auf Matching Shares wurde in Summe ein Betrag in Höhe von 4 Mio Euro der Kapitalrücklage zugeführt. Darüber hinaus erhöhte sich die Kapitalrücklage um 2 Mio Euro für die im laufenden Geschäftsjahr gewährten Incentive Shares. Die Bedienung dieser Rechte mit eigenen Aktien erfolgt im April des Folgejahres. Der entsprechende Betrag des Vorjahres (7 Mio Euro) wurde bei Bedienung dieser Incentive Shares wieder entnommen. (27) Bilanzgewinn Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 29. Mai 2013 festgelegt, dass aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012 eine Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 846 Mio Euro und ein Gewinnvortrag von 468 Mio Euro vorzunehmen ist. Die Ausschüttung ist im Geschäftsjahr 2013 abgeflossen. (28) Ausschüttungsgesperrte Beträge Im Eigenkapital sind zum 31. Dezember 2013 ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 64 Mio Euro enthalten (Vorjahr 23 Mio Euro). Davon betreffen 41 Mio Euro selbsterstellte Software. Aus der Differenz der Zeitwerte der Deckungsvermögen zu deren Anschaffungskosten sind 23 Mio Euro zu berücksichtigen. (29) Rückstellungen Die Rückstellungen gliedern sich in Rückstellungen für Pensionen, Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen. (30) Rückstellungen für Pensionen und ähn liche Verpflichtungen Insgesamt bestehen zum 31. Dezember 2013 Rückstellungen für Pensionen aus mittelbaren und unmittelbaren Verpflichtungen in Höhe von 2.990 Mio Euro. scroll
Die Pensionsrückstellungen umfassen zum einen Versorgungszusagen an Angestellte und Arbeiter, die einen unmittelbaren Versorgungsanspruch gegen die Deutsche Post AG begründen, zum anderen mittelbare Versorgungsverpflichtungen gegenüber dem Tarifpersonal. Bei der Neubewertung der Pensionsrückstellung zum 01. Januar 2010 aufgrund der Einführung des BilMoG wurde mittels versicherungsmathematischer Gutachten (Projected Unit Credit Method; Richttafeln Heubeck 2005 G) eine Zuführung von 507 Mio Euro errechnet. Davon entfielen 280 Mio Euro auf die unmittelbaren und 227 Mio Euro auf die mittelbaren Versorgungsverpflichtungen. Die Deutsche Post AG verteilt diese Zuführung gemäß Art. 67 (1) EGHGB auf 15 Jahre. Die Jahreszuführung beträgt 34 Mio Euro und wird im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen. Davon entfallen 19 Mio Euro auf die unmittelbaren und 15 Mio Euro auf die mittelbaren Versorgungsverpflichtungen. Die mittelbaren Versorgungsverpflichtungen werden über die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP), über die Unterstützungskasse Deutsche Post Betriebsrenten Service e.V. (DPRS) und die DP Pensionsfonds AG gewährt und finanziert. Zum 31. Dezember 2013 bestehen mittelbare Versorgungsverpflichtungen in Höhe von 2.037 Mio Euro. Von dem zum 01. Januar 2010 errechneten verteilungsfähigen Zuführungsbedarf gemäß Art. 67 (1) EGHGB in Höhe von 227 Mio Euro wurden seit dem Geschäftsjahr 2010 jährlich 15 Mio Euro zugeführt. Es verbleibt ein Zuführungsbetrag von insgesamt 167 Mio Euro. Somit bestanden zum 31. Dezember 2013 für mittelbare Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 1.870 Mio Euro (Vorjahr 1.774 Mio Euro). Für die mittelbaren Versorgungsverpflichtungen gegenüber Arbeitern und Angestellten, die über die VAP Abrechnungsverband 2 und den DPRS finanziert werden, sind zum Bilanzstichtag in ausreichender Höhe Rückstellungen passiviert worden. Für die Verpflichtungen, die über die VAP Abrechnungsverband 3 und die DP Pensionsfonds AG finanziert werden, sind zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen zu passivieren, da das Vermögen die Verpflichtungen übersteigt. Zum 31. Dezember 2013 bestehen unmittelbare Versorgungsverpflichtungen in Höhe von 3.297 Mio Euro. Von dem zum 01. Januar 2010 errechneten verteilungsfähigen Zuführungsbedarf gemäß Art. 67 (1) EGHGB in Höhe von 280 Mio Euro wurden seit dem Geschäftsjahr 2010 jährlich 19 Mio Euro zugeführt. Es verbleibt ein Zuführungsbetrag von insgesamt 205 Mio Euro. Die Deutsche Post AG verfügt zum Stichtag über ein positives Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB, das mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen zu verrechnen ist. Zum 31. Dezember 2013 wurde Deckungsvermögen in Höhe von 1.972 Mio Euro (Zeitwert) mit der Rückstellung verrechnet. Die Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen belaufen sich auf 1.940 Mio Euro. Den Zinsaufwendungen in Höhe von 234 Mio Euro standen bis zum Stichtag Erträge in Höhe von 32 Mio Euro aus dem Deckungsvermögen gegenüber. Unter Berücksichtigung der sonstigen Verbräuche und Zuführungen bestehen somit zum 31. Dezember 2013 für unmittelbare Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 1.120 Mio Euro (Vorjahr 1.194 Mio Euro). Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Abzinsungssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren berechnet. Der Zinssatz beträgt zum Berechnungszeitpunkt 4,87%. Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen folgende Annahmen zugrunde: jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen: 1,45 bis 2,5% jährliche Rentensteigerungen: 1,0 bis 2,0%. Der Fluktuationsansatz wird im Mittel mit 1% berücksichtigt. Im Oktober 2011 hatten die Deutsche Post AG und die Gewerkschaften einen Generationenvertrag geschlossen. Auf dieser Basis wurde ein Demografiefonds für Tarifmitarbeiter eingerichtet. Damit soll es den Mitarbeitern ermöglicht werden, auf ein vom Unternehmen geführtes Zeitwertkonto durch Umwandlung von Arbeitszeit und Gehaltsbestandteilen ein Zeitwertguthaben einzubringen. Darüber soll zu einem späteren Zeitpunkt ein Freizeitausgleich (Freistellungsphase) ermöglicht werden. Der Demografiefonds ist Teil des jährlichen Personalaufwands für geleistete Arbeit. Eigentümer des Demografiefonds ist die Deutsche Post AG. Es erfolgen regelmäßig Einzahlungen in Rückdeckungsversicherungen in Höhe der zugesagten Beträge zum Demografiefonds und in Höhe der dotierten Zeitwertkonten. Der Zeitwert der Altersversorgungsverpflichtung entspricht dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen. Die entsprechenden Rückstellungen und die Forderungen aus dem Planvermögen werden, da die Wertpapiere Deckungsvermögen i. S. v. § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB darstellen, miteinander verrechnet. Die Grundlagen der Saldierung zeigt die nachfolgende Übersicht: scroll
Anschaffungskosten für die Versicherungen sind nicht entstanden, da die Einzahlungen der teilnehmenden Beschäftigten direkt an die Versicherung transferiert werden. Im Berichtsjahr betrugen die Erträge 3,6 Mio Euro, die Aufwendungen weniger als 0,1 Mio Euro. (31) Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen scroll
Die Steuerrückstellungen betreffen Steueraufwendungen des laufenden Jahres sowie eventuelle Steuernachzahlungen aus laufenden Prüfungen der Finanzverwaltung. Im Berichtsjahr wurde die Rückstellung für Zinsen für Steuernachforderung ergebnisneutral in die Steuerrückstellungen umgegliedert. In der Restrukturierungsrückstellung sind im Wesentlichen Aufwendungen für Altersteilzeit passiviert. Die Rückstellung für Stock Appreciation Rights (SAR) wurde in Höhe von 128 Mio Euro aufgelöst. Der auf die bei Tochtergesellschaften beschäftigten Führungskräfte entfallende Anteil an der Rückstellung für SAR wurde bisher bei der Deutsche Post AG bilanziert. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte eine Übernahme dieser Verpflichtung durch die betreffenden Tochtergesellschaften. Die Bewertung der ausgegebenen SAR erfolgt auf Basis eines finanzmathematischen Optionspreismodells. Die Rückstellung Postwertzeichen betrifft die am Stichtag bereits veräußerten Wertzeichen, für die eine Leistungserbringung noch aussteht. Die Berechnung basiert auf Untersuchungen eines Marktforschungsunternehmens zu Wertzeichenbeständen der Kunden. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte ein Verbrauch von 450 Mio Euro. Die Zuführung erfolgte auf Basis eines Gutachtens und betrug 400 Mio Euro. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit dem für die durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtungen maßgeblichen Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst. (32) Verbindlichkeiten scroll
Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten hinsichtlich ihrer Restlaufzeiten ist aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2) ersichtlich. Grundpfandrechtliche Sicherungen bestanden zum 31. Dezember 2013 nicht. Im Rahmen des in 2012 etablierten „Debt Issuance Programme“ mit einem Volumen von bis zu 5.000 Mio Euro hat die Deutsche Post AG im Oktober 2013 zwei weitere langfristige Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 1.000 Mio Euro ausgegeben. Es handelt sich um Standardanleihen über jeweils 500 Mio Euro mit einer Laufzeit von 5 bzw. 10 Jahren und einem Zinssatz von 1,5 % (Laufzeit bis 2018) bzw. 2,75 % (Laufzeit bis 2023). Die Differenz zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag (Disagio) von insgesamt 8 Mio Euro ist im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die in 2012 begebene Wandelanleihe läuft bis zum 06. Dezember 2019. Ungeachtet dessen hat die DPAG das Recht, die Anleihe ab dem 06. Dezember 2017 vorzeitig zurückzuzahlen. Voraussetzung dafür ist, dass der Kurs nachhaltig um mehr als 30% über dem Wandlungspreis liegt. Seit dem 16. Januar 2013 können die Anleihen im Nennwert von je hunderttausend Euro in Aktien der Deutsche Post AG zu einem Preis von 20,7418 Euro pro Aktie gewandelt werden. Dies entspricht 4.821,18 Aktien je Teilschuldverschreibung. Eine Übersicht über die bestehenden Anleihen zeigt die folgende Darstellung: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind geprägt von Verbindlichkeiten aus dem Verkauf von Wohnungsbaudarlehen. Die Darlehen werden treuhänderisch verwaltet. Die erhaltenen Zahlungen werden nach einem festen Zins- und Tilgungsplan an die Darlehenskäufer (Kreditinstitute) weitergeleitet. Da die Darlehensnehmer in zunehmenden Umfang Sondertilgungen leisten, verbleibt aufgrund des festgelegten Zins- und Tilgungsplans ein Teil der Gelder zunächst bei der Deutsche Post AG, und wird zu einem späteren Zeitpunkt an die Darlehenskäufer weitergeleitet. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist daher ein Betrag in Höhe von 121 Mio. Euro aus den Sondertilgungen ausgewiesen. Diese wurden bisher unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten überwiegend Verbindlichkeiten aus dem Konzern Cash-Management (Inhousebanking) in Höhe von 8.173 Mio Euro (Vorjahr 7.351 Mio Euro). (33) Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 232 Mio Euro sind zum Stichtag im Wesentlichen vorschüssige Beamtenbezüge in Höhe von 117 Mio Euro aktiviert. Im Vorjahr waren unter diesem Posten 241 Mio Euro auszuweisen, davon ebenfalls 119 Mio Euro vorschüssige Beamtenbezüge. Daneben sind in dieser Position die Disagien aus den im Geschäftsjahr aufgenommenen Anleihen erfasst. Aus den klassischen Anleihen von insgesamt 1.000 Mio Euro beträgt die Differenz zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag 8 Mio Euro. Die Disagien aus den in 2012 begebenen Anleihen von insgesamt 1.000 Mio Euro betragen zum Stichtag 4 Mio Euro (Vorjahr 5 Mio Euro). Das Wandlungsrecht aus der in 2012 begebenen Wandelanleihe von 1.000 Mio Euro ist in Höhe von 63 Mio Euro berücksichtigt (Vorjahr 74 Mio Euro). Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Investitionszuschüsse der Deutsche Postbank AG. Diese werden linear über die geplante Nutzungsdauer der Anlagegüter aufgelöst. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG( 34 ) Umsatzerlöse Unternehmensbereich BRIEF Umsatz nach Geschäftsfeldern : scroll
* In 2013 Wegfall des Geschäftsfeldes "Geschäftsprozesse", Anpassung der Vorjahreszahlen in "Brief Kommunikation" und "Sonstige Leistungen" Umsatz nach geographischen Zonen: scroll
( 35 ) Andere aktivierte Eigenleistungen Andere aktivierte Eigenleistungen werden in Höhe von 36 Mio Euro ausgewiesen (Vorjahr 26 Mio Euro). Es handelt sich im Wesentlichen um Eigenleistungen im Zusammenhang mit der ab 01. Januar 2010 zulässigen Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände. ( 36 ) Sonstige betriebliche Erträge scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind wesentlich geprägt von den Erträgen aus Kursdifferenzen (397 Mio Euro). Die Rückstellungsauflösungen in 2013 betreffen zum einen die teilweise Auflösung der Rückstellung für SAR. Der auf die bei Tochtergesellschaften beschäftigten Führungskräfte entfallende Anteil an der Rückstellung wurde bisher bei der Deutsche Post AG bilanziert. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte eine Übernahme der Verpflichtung durch die betreffenden Tochtergesellschaften. Die ergebniswirksame Auflösung bei der Deutsche Post AG betrug 128 Mio Euro. Daneben waren wesentlich Auflösungen von Rückstellungen für Derivate (45 Mio Euro) und Restrukturierungen (22 Mio Euro). In der Unterposition Sonstiges sind u. a. Erträge aus Schadenersatzleistungen und aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten enthalten. ( 37 ) Materialaufwand Die Position Materialaufwand gliedert sich in die Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und in die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren scroll
Aufwendungen für bezogene Leistungen scroll
In der Unterposition Sonstiges sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit verbundenen Unternehmen enthalten. ( 38 ) Personalaufwand/Mitarbeiter scroll
Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 30 Mio Euro gestiegen. Seit dem Geschäftsjahr 2000 ist die Deutsche Post AG gesetzlich verpflichtet, Beiträge an die Unterstützungskasse in Höhe von 33% der Bruttobezüge der bei ihr aktiv beschäftigten Beamten und der fiktiven Bruttobezüge der beurlaubten Beamten zu leisten. Seit dem 01. Januar 2013 nimmt die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost (BAnst-PT) die Aufgaben der Beamtenversorgungskasse wahr. Bis zum 31. Dezember 2012 war der Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e.V. gemäß § 15 Abs. 1 bzw. § 16 Abs. 1 Postpersonalrechtsgesetz als Unterstützungskasse für die Versorgungs- und Beihilfeleistungen an pensionierte Beamte zuständig. Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse, und den damit einhergehenden Änderungen des Postpersonalrechtsgesetz, sind die Aufgaben der Postbeamtenversorgungskasse auf die BAnst-PT übertragen worden. Im Berichtsjahr wurden Beiträge in Höhe von 538 Mio Euro an die BAnst-PT berücksichtigt. Im Vorjahr betrug die Höhe der gegenüber dem Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e.V. berücksichtigten Beiträge 543 Mio Euro. Der Bund gewährleistet, dass die Unterstützungskasse jederzeit in der Lage ist, die gegenüber ihren Trägerunternehmen übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Im Berichtszeitraum waren nach Personalgruppen durchschnittlich beschäftigt: scroll
Auf Vollzeitkräfte umgerechnet, betrug die Zahl der Beschäftigten zum Stichtag 144.388 (Vorjahr 142.433) Personen. Die Zahl der Arbeitnehmer stieg zwischen den Stichtagen um 1.955 Personen. Die Zahl der Beamten sank um 2.298 Personen. Seit dem 1. Januar 1995 wird bei Neueinstellungen der Beamtenstatus nicht mehr gewährt. Mitarbeiter, die diesen Status zum Stichtag besaßen, sind Beamte auf Lebenszeit, die weiterhin den Vorschriften des Beamtenrechts unterliegen. ( 39 ) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen scroll
Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten im Berichtsjahr in Höhe von 1 Mio Euro auf Grundstücke und Gebäude (Vorjahr 8 Mio Euro) und mit 14 Mio Euro auf erworbene Software. ( 40 ) Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
Wesentlich für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die sonstigen betrieblichen Steuern. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Steuern resultiert aus der Umsatzsteuernachzahlung des letzten Jahres. Unter Sonstiges werden u. a. Versicherungsbeiträge, Telekommunikationsaufwendungen, Verluste aus Anlagenabgängen und Soziale Leistungen erfasst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten weitere periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 7 Mio Euro (Vorjahr 16 Mio Euro). (41) Finanzergebnis scroll
Die Veränderung im Finanzergebnis resultiert wesentlich aus dem Rückgang der Erträge aus der Gewinnabführung in Höhe von 67 Mio Euro und der Zinserträge in Höhe von 40 Mio Euro, teilweise kompensiert durch einen Rückgang bei den Zinsaufwendungen in Höhe von 49 Mio Euro. (42) Außerordentliches Ergebnis Außerordentliche Erträge werden zum 31. Dezember 2013 nicht ausgewiesen. Die außerordentlichen Aufwendungen betragen wie im Vorjahr 34 Mio Euro. Sie resultieren aus der ratierlichen Verteilung der aufgrund der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetztes (BilMoG) zum 01. Januar 2010 entstandenen Zuführungsbeträge zu den Pensionsrückstellungen. (43) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Berichtsjahr wird unter Ertragsteuern ein positiver Betrag von 87 Mio Euro ausgewiesen. Die Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 65 Mio Euro und Vorjahre in Höhe von 41 Mio Euro wurden durch die Auflösung von Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Gewerbeertragsteuer von 193 Mio Euro überkompensiert. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs, 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die aktiven latenten Steuern resultierten überwiegend aus dem unterschiedlichen Ansatz von Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Daneben ergaben sich aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, die entsprechend der Unternehmensplanung innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechnet werden können. Den latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 29,8% zugrunde. (44) Gewinnvortrag aus dem Vorjahr Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt 468 Mio Euro. (45) Gewinnverwendung Nachfolgende Übersicht stellt die Gewinnverwendung des Bilanzgewinns aus dem Vorjahr durch Beschluss der Hauptversammlung dar: scroll
SONSTIGE ANGABEN(46) Außerbilanzielle Geschäfte Treuhandverhältnisse Treuhandverhältnisse bestehen zum 31. Dezember 2013 für die Darlehensverwaltung im Rahmen der Wohnungsbauförderung und für die gemäß § 119 des sechsten Buches des Sozialgesetzbuches vereinbarten Aufgaben über die Wahrnehmung von Leistungen der Rentenversicherungsträger im Rahmen der Auszahlungen der Geldleistungen (Postrentendienst). Zum 31. Dezember 2013 beträgt der Bestand des Treuhandvermögens Rentenservice 52 Mio Euro (Vorjahr 33 Mio Euro). Der Bestand des Treuhandverhältnisses der Wohnungsbauförderung beläuft sich auf 188 Mio Euro (Vorjahr 208 Mio Euro). Der Factoringvertrag über den Verkauf der Forderungen für den Bereich Postagenturen wurde zum 31. März 2012 gekündigt. Nach diesem Zeitpunkt wurden keine weiteren Forderungen mehr verkauft. Zum 31. Dezember 2013 verwaltete die Deutsche Post AG aufgrund der verkauften Forderungen aus REIMS II für die Postbank Factoring GmbH noch ein Treuhandvermögen in Höhe von 127 Mio Euro (Vorjahr 151 Mio Euro). Aus diesen Geschäften resultieren für die DPAG keine wesentlichen zukünftigen Vorteile und Risiken. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrugen zum Bilanzstichtag 2.190 Mio Euro. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen 1.674 Mio Euro. Im Vorjahr waren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2.669 Mio Euro, davon 2.119 Mio Euro gegenüber verbundenen Unternehmen, auszuweisen. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Restlaufzeiten der sonstigen finanziellen Verpflichtungen: scroll
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Im Rahmen des Konzernmietmodells werden alle Immobilien der Deutsche Post AG von der als zentrale Immobilienvermietungsgesellschaft im Konzern agierenden Deutsche Post Immobilien GmbH angemietet. (47) Haftungsverhältnisse Die Deutsche Post AG hat eine Vielzahl von Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien zwecks Besicherung der von Konzerngesellschaften, assoziierten Unternehmen und JV-Gesellschaften abzuschließenden Kredit-, Leasing-, Lieferanten-, Leistungs- und Serviceverträge begeben. Hierdurch ließen sich lokal bessere Vertragskonditionen durchsetzen. Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des fortlaufenden Monitorings der Liquiditätssituation ihrer Gesellschaften ist das Risiko einer Inanspruchnahme nach Einschätzung der Deutsche Post AG als äußerst gering anzusehen. Eine Passivierung der Haftungsverhältnisse erscheint somit als nicht geboten. Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften nach § 765 BGB bestanden in Höhe von 225 Mio Euro (Vorjahr 180 Mio Euro) ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen. Garantieerklärungen wurden in Höhe von 6.318 Mio Euro (Vorjahr 6.073 Mio Euro) und Patronatserklärungen in Höhe von 326 Mio Euro (Vorjahr 277 Mio Euro) abgegeben. Hiervon wurden für verbundene Unternehmen Garantieerklärungen in Höhe von 6.235 Mio Euro (Vorjahr 5.972 Mio Euro) und Patronatserklärungen in Höhe von 322 Mio Euro (Vorjahr 273 Mio Euro) erteilt. Zusätzlich zu den vorstehend genannten Haftungsverhältnissen hat die Deutsche Post AG gesamtschuldnerische Haftungserklärungen (§ 403-Verklaringen nach niederländischem Recht) für ihre niederländischen Tochtergesellschaften abgegeben, um auf die Offenlegung der Abschlüsse verzichten zu können. (48) Sicherungspolitik und Finanzderivate Die Deutsche Post AG unterliegt als international tätiges Unternehmen zwangsläufig Finanzrisiken aus der Schwankung von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen. Im Rahmen des zentralen Risikomanagements übernimmt die Deutsche Post AG zusätzlich die Rolle der Inhouse-Bank im Konzern Deutsche Post DHL. Im Rahmen dieser Funktion werden zur Absicherung der Risiken des Konzerns externe Sicherungsgeschäfte mit Banken abgeschlossen und teilweise intern an Konzerngesellschaften durchgestellt. Dafür werden originäre und derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus Wechselkurs-, Zins- und Rohstoffpreisschwankungen auszugleichen. Einen Überblick über die eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und ihre Nominal- bzw. Marktwerte zum 31. Dezember 2013 zeigt folgende Tabelle: scroll
Das Nominalvolumen bestimmt sich aus der Summe der den einzelnen Geschäften zugrunde liegenden absoluten Beträge. Dabei werden konzerninterne Geschäfte (Inhouse-Bank-Funktion) und externe Geschäfte mit Banken unterschieden. Als Marktwerte werden die innerhalb unterschiedlicher Kategorien derivativer Finanzinstrumente nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Positionen ausgewiesen. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zins- sowie der Cross-Currency-Swaps wurden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows ermittelt und enthalten aufgelaufene Stückzinsen. Die Marktwertermittlung für diese Instrumente erfolgte durch das im Konzern eingesetzte Treasury-Management-System. Die Marktwerte der Rohstoffpreis-Swaps wurden von den entsprechenden Banken zur Verfügung gestellt, mit denen die Sicherungsgeschäfte ursprünglich abgeschlossen wurden. Nach HGB stellen Derivate schwebende Geschäfte dar, die in der Bilanz i. d. R. nicht angesetzt werden. Schwebende Geschäfte sind unter HGB imparitätisch zu bewerten. Für unrealisierte Verluste aus schwebenden Geschäften muss eine Drohverlustrückstellung gebildet werden, während unrealisierte Gewinne außer Ansatz bleiben. Demnach ist für Derivate, die zum Stichtag einen negativen Marktwert aufweisen, i. d. R. eine Drohverlustrückstellung auszuweisen. Als Ausnahme zu dieser Grundregel dürfen für Derivate unter bestimmten Voraussetzungen Bewertungseinheiten gebildet werden. Im Fall der Bildung von Bewertungseinheiten darf die Durchbuchungs- oder Einfrierungsmethode angewendet werden. Bei Anwendung der Durchbuchungsmethode werden die Marktwerte der Derivate erfolgswirksam im Jahresabschluss erfasst, während bei Anwendung der Einfrierungsmethode keine Anpassung der Bilanzausweise für Marktwertänderungen aus effektiven Sicherungsbeziehungen erfolgt. Zum Bilanzstichtag hat die Deutsche Post AG in folgenden Fällen das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten ausgeübt: Externe Zinsswaps (Sicherungsgeschäfte) mit einem Volumen von 326 Mio Euro (Marktwert: 13 Mio Euro inklusive 12 Mio Euro abgegrenzter Zinsen) wurden mit konzerninternen Zinsswaps (Grundgeschäfte) im Volumen von 326 Mio Euro (Marktwert: -29 Mio Euro inklusive -28 Mio Euro abgegrenzter Zinsen) zu einer Makro-Bewertungseinheit unter Anwendung der Einfrierungsmethode zusammengefasst, um das Zinsrisiko abzusichern. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt 1 Mio Euro. Die Transaktionen haben eine Laufzeit bis 2014. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird mit der Critical-Term-Match Methode gemessen. Es wird ein zukünftiger Wertausgleich von 100% erwartet, da die wesentlichen bewertungsrelevanten Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften übereinstimmen. Ausserdem wurden externe Zinsswaps (Sicherungsgeschäfte) mit einem Volumen von 500 Mio Euro (Marktwert: -4 Mio Euro inklusive 0 Mio Euro abgegrenzter Zinsen) mit externen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 500 Mio Euro zu einer Mikro-Bewertungseinheit unter Anwendung der Einfrierungsmethode zusammengefasst, um das Fair-Value-Risiko aus Zinsänderungen abzusichern. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt 4 Mio Euro. Die Transaktionen haben eine Laufzeit bis 2018. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird mit der Critical-Term-Match Methode gemessen. Es wird ein zukünftiger Wertausgleich von 100% erwartet, da die wesentlichen bewertungsrelevanten Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften übereinstimmen. Externe Zinsswaps (Sicherungsgeschäfte) mit einem Volumen von 300 Mio Euro (Marktwert: -2 Mio Euro inklusive 0 Mio Euro abgegrenzter Zinsen) und externe Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 300 Mio Euro wurden zu einer Mikro-Bewertungseinheit unter Anwendung der Einfrierungsmethode zusammengefasst, um das Fair-Value-Risiko aus Zinsänderungen abzusichern. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt 2 Mio Euro. Die Transaktionen haben eine Laufzeit bis 2020. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird mit der Critical-Term-Match Methode gemessen. Es wird ein zukünftiger Wertausgleich von 100% erwartet, da die wesentlichen bewertungsrelevanten Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften übereinstimmen. Für interne Zinsswaps im Volumen von 600 Mio Euro (Marktwert -13 Mio Euro inklusive -11 Mio Euro abgegrenzter Zinsen) mit einer Laufzeit bis 2014 wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 2 Mio Euro gebildet. Für einen weiteren internen Zinsswap im Volumen von 500 Mio Euro (Marktwert 2 Mio Euro inklusive -7 Mio Euro abgegrenzter Zinsen) mit einer Laufzeit bis 2022 musste keine Drohverlustrückstellung gebildet werden. Außerdem wurden externe Cross-Currency-Swaps (Sicherungsgeschäfte) mit einem Volumen von 200 Mio USD (Marktwert: 14 Mio Euro inklusive -3 Mio Euro abgregrenzter Zinsen) mit konzerninternen Cross-Currency-Swaps (Grundgeschäfte) mit entsprechendem Nominalwert von 200 Mio USD (Marktwert: -14 Mio Euro inklusive 3 Mio Euro abgregrenzter Zinsen) zu einer Makro-Bewertungseinheit unter Anwendung der Einfrierungsmethode zusammengefasst, um das Zins- und Währungsrisiko abzusichern. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt 17 Mio Euro. Die Transaktionen haben eine Laufzeit bis 2014. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird mit der Critical-Term-Match Methode gemessen. Es wird ein Wertausgleich von 100% erwartet, da die wesentlichen bewertungsrelevanten Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften übereinstimmen. Des Weiteren wurden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus externen Banksalden, Inhouse-Bank-Salden, Darlehen und Währungsrisiken aus einem konzerninternen Cross-Currency-Swap (Grundgeschäfte) im Netto-Volumen von 2.068 Mio Euro mit Devisentermingeschäften (Sicherungsgeschäfte) im Netto-Volumen von 2.068 Mio Euro zu homogenen Portfolio-Bewertungseinheiten je Währung unter Anwendung der Durchbuchungsmethode zusammengefasst, um das Währungsrisiko abzusichern. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt 32 Mio Euro. Bei Anwendung der Durchbuchungsmethode werden die positiven / negativen Marktwerte aus den betreffenden Derivaten in den Bilanzposten sonstige Vermögenswerte / sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Anpassung der entsprechenden Portfolien erfolgt laufend. Fällige Sicherungsgeschäfte werden - soweit notwendig - durch neue Sicherungsgeschäfte prolongiert. Aufgrund der unterschiedlichen Fälligkeiten von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten stehen den um 69 Mio Euro reduzierten Bilanzansätzen der Grundgeschäfte korrespondierend Sicherungsinstrumente mit einem positiven Marktwert in Höhe von netto 32 Mio Euro gegenüber. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechende sonstige betriebliche Aufwands- und Ertragsbuchungen erfasst. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird prospektiv mittels der Critical-Term-Match Methode beurteilt und retrospektiv mit Hilfe der kumulativen Dollar-Offset Methode gemessen, wobei nur kassakursbedingte Wertänderungen einbezogen werden. Die erwartete Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung liegt bei 100%, da die wesentlichen bewertungsrelevanten Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften übereinstimmen. Für den Teil der Marktwerte der Sicherungsgeschäfte, der nicht durch Änderungen der Kassakurse bedingt und somit nicht Bestandteil der Sicherungsbeziehung war, wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 6 Mio Euro gebildet. Externe Devisengeschäfte mit einem Volumen von 1.870 Mio Euro (Marktwert +64 Mio Euro) und einer Laufzeit bis 2016 waren nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung, da die zugrunde liegenden Risiken nicht bei der Deutsche Post AG, sondern bei anderen Konzerngesellschaften liegen. Für diese Transaktionen wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 26 Mio Euro gebildet. Externe Rohstoffpreis-Swaps im Volumen von 52 Mio Euro (Marktwert 0 Mio Euro) wurden unter Anwendung der Einfrierungsmethode mit zukünftigen hochwahrscheinlichen Transaktionen zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst, um das Rohstoffpreis-Risiko abzusichern. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt 0 Mio Euro. Bei den zukünftigen Transaktionen handelt es sich um geplante Diesel-Käufe mit entsprechendem Nominalwert von 52 Mio Euro im Zeitraum bis Ende Dezember 2014. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird mit Hilfe einer Regressionsanalyse gemessen, die aufgrund der hohen Korrelation der Risiko-Parameter einen nahezu vollständigen Wertausgleich erwarten lässt. Für externe Rohstoffpreis-Swaps im Volumen von 4 Mio Euro (Marktwert: 0 Mio Euro) wurde keine Bewertungseinheit gebildet, da die betreffenden Risiken nicht bei der Deutsche Post AG, sondern bei anderen Konzerngesellschaften liegen. Für diese Transaktionen musste keine Drohverlustrückstellung gebildet werden. Insgesamt resultierte aus negativen Marktwerten von Derivaten, die nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung / Bewertungseinheit waren, per 31. Dezember 2013 eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 34 Mio Euro (Vorjahr 78 Mio Euro). (49) Anteilsbesitz Die Beteiligungsliste nach § 285 Satz 1 Nr. 11 und 11a HGB ist in Anlage 5 dargestellt. (50) Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance -Kodex Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Deutsche Post AG haben gemeinsam die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2013 abgegeben. Die Entsprechenserklärung ist im Internet unter www.corporate-governance-code.de und auf der Homepage www.dp-dhl.com im Wortlaut abrufbar. (51) Abschlussprüferhonorar Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind im Konzernabschluss der Deutsche Post AG enthalten. Auf die Veröffentlichung an dieser Stelle wird daher aufgrund der befreienden Konzernklausel des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. (52) Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen nach Art der Beziehung und Art und Wert der Geschäfte gemäß § 285 Nr. 21 HGB stellen sich wie folgt dar: scroll
(53) Vorstand und Aufsichtsrat Vergütung des Vorstands Die Gesamtvergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 10,48 Mio Euro (Vorjahr 10,97 Mio Euro). Von diesem Gesamtbetrag entfielen 6,27 Mio Euro auf erfolgsunabhängige Komponenten (5,94 Mio Euro Jahresfestvergütung, 0,33 Mio Euro Nebenleistungen) und 4,21 Mio Euro auf die ausgezahlte erfolgsabhängige Komponente. Weitere 2,71 Mio Euro der erfolgsbezogenen Komponente wurden in die Mittelfristkomponente überführt und kommen unter der Voraussetzung, dass das maßgebliche Nachhaltigkeitskriterium EAC erfüllt ist, im Jahr 2016 zur Auszahlung. Im Vorjahr entfielen 6,11 Mio Euro auf erfolgsunabhängige Komponenten (5,8 Mio Euro Jahresfestvergütung, 0,31 Mio Euro Nebenleistungen) und 4,86 Mio Euro auf die ausgezahlte erfolgsabhängige Komponente. Weitere 2,21 Mio EUR der erfolgsbezogenen Komponente wurden in die Mittelfristkomponente überführt und kommen unter der Voraussetzung, dass das maßgebliche Nachhaltigkeitskriterium EAC erfüllt ist, im Jahr 2015 zur Auszahlung. Darüber hinaus erhielten die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2013 als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung auf Grundlage des Long-Term-Incentive-Plans 2006 insgesamt 1.984.818 Stück Stock-Appreciation-Rights mit einem Gesamtwert zum Ausgabezeitpunkt (01. August 2013) von 7,30 Mio Euro. Im Vorjahr wurden 2.108.466 Stück Stock-Appreciation-Rights mit einem Gesamtwert zum Ausgabezeitpunkt (01. Juli 2012) von 7,04 Mio Euro den Vorstandsmitgliedern gewährt. Individualausweis Vergütung aktiver Vorstandsmitglieder: (Geschäftsjahr 2013) scroll
*) Auszahlung erfolgt 2016 und nur bei Erfüllung des Nachhaltigkeitskriteriums **) nur Anteil Deutsche Post AG Individualausweis Vergütung aktiver Vorstandsmitglieder: (Geschäftsjahr 2012) scroll
*) Auszahlung erfolgt 2015 und nur bei Erfüllung des Nachhaltigkeitskriteriums **) nur Anteil Deutsche Post AG ***) Im Geschäftsjahr 2012 wurden ferner 209.000 € der im Geschäftsbericht 2009 dargestellten Kompensationszahlung für entfallene Rechte infolge des Wechsels zur Deutsche Post AG ausgezahlt. ****) Im Geschäftsjahr 2012 wurde ferner die nachfolgend dargestellte Kompensationszahlung für entfallene Rechte infolge des Wechsels zur Deutsche Post AG in Höhe von 538.835 € ausgezahlt. Begrenzung der Abfindungshöhe gemäß Kodex-Empfehlung, Change- of -Control-Regelungen und nachvertragliches Wettbewerbsverbot in Verträgen Die Vorstandsverträge sehen entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex (Ziff. 4.2.3 in der Fassung vom 13. Mai 2013) eine Vereinbarung vor, dass im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit nicht mehr als der Wert der Ansprüche für die Restlaufzeit des Vertrages vergütet wird. Dabei sind Zahlungen begrenzt auf den Wert von maximal zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen (Abfindungs-Cap). Der Abfindungs-Cap wird ohne etwaige Sondervergütungen oder Werte von zugewiesenen Rechten aus einem Long-Term-Incentive-Plan berechnet. Für den Fall eines Kontrollwechsels ist das Recht eingeräumt, innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach dem Kontrollwechsel mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende das Amt als Mitglied des Vorstands jeweils aus wichtigem Grund niederzulegen und den Vorstandsvertrag zu kündigen (Sonderkündigungsrecht). Nach der vertraglichen Regelung wird ein Kontrollwechsel unter der Voraussetzung angenommen, dass entweder ein Aktionär durch das Halten von mindestens 30% der Stimmrechte - einschließlich der ihm nach § 30 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) zuzurechnenden Stimmrechte Dritter - die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG erworben hat oder mit der Gesellschaft als abhängigem Unternehmen ein Beherrschungsvertrag nach § 291 AktG geschlossen und wirksam geworden ist, oder die Gesellschaft gemäß § 2 Umwandlungsgesetz mit einem anderen konzernfremden Rechtsträger verschmolzen wurde, es sei denn, der Wert des anderen Rechtsträgers beträgt ausweislich des vereinbarten Umtauschverhältnisses weniger als 50 % des Werts der Gesellschaft. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts oder einvernehmlicher Aufhebung des Vorstandsvertrages innerhalb von neun Monaten seit Kontrollwechsel hat das Mitglied des Vorstands Anspruch auf Abfindung seiner Vergütungsansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages. Hierbei wird der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen und die Höhe der Abfindung auf 150% des Abfindungs-Caps begrenzt. Der Abfindungsbetrag wird um 25% gekürzt, wenn das Vorstandsmitglied bei seinem Ausscheiden noch nicht das 60. Lebensjahr vollendet hat. Sofern die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages weniger als 2 Jahre beträgt und das Vorstandsmitglied bei seinem Ausscheiden das 62. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, entspricht der Abfindungsbetrag dem Abfindungs-Cap. Dasselbe gilt, wenn der Vorstandsvertrag vor Vollendung des 62. Lebensjahres durch Zeitablauf endet, weil er im Zeitpunkt des Kontrollwechsels nur noch eine Laufzeit von weniger als neun Monaten hatte und nicht verlängert wurde. Geregelt ist darüber hinaus ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot. Als Karenzentschädigung werden während der einjährigen Dauer 100 % der zuletzt vertraglich vereinbarten monatlichen anteiligen Jahresfestvergütung (Grundgehalt) gezahlt, auf die anderweitiges Arbeitseinkommen angerechnet wird. Die Karenzzahlung selbst wird bei etwaigen Abfindungszahlungen oder Pensionszahlungen mindernd berücksichtigt. Die Gesellschaft kann vor oder gleichzeitig mit dem Ende des Vorstandsvertrages auf die Einhaltung des Wettbewerbsverbots mit der Wirkung verzichten, dass sie sechs Monate nach Zugang der Erklärung von der Verpflichtung befreit wird, die Karenzentschädigung zu zahlen. Abgesehen von den dargestellten Regelungen sind keinem Vorstandsmitglied weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit zugesagt worden. Versorgungszusagen nach altem System Dr. Frank Appel und Jürgen Gerdes verfügen über einzelvertragliche endgehaltsabhängige unmittelbare Pensionszusagen. Vorgesehen sind Versorgungsleistungen, wenn das Vorstandsmitglied wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit, Tod oder altersbedingt aus dem Dienst ausscheidet. Bei Ablauf des Vorstandsvertrages nach mindestens fünf Vorstandsdienstjahren bleiben die erworbenen Anwartschaften in vollem Umfang aufrechterhalten. Voraussetzung für Leistungen wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit ist eine erbrachte Dienstzeit von mindestens fünf Jahren. Altersleistungen werden frühestens ab Vollendung des 55. Lebensjahres gewährt, bei Jürgen Gerdes ab dem 62. Lebensjahr. Die Vorstände haben ein Wahlrecht zwischen laufender Ruhegeldleistung und Kapitalzahlung. Die Höhe der Leistungen ist abhängig von den pensionsfähigen Bezügen und dem Versorgungsgrad, der sich aus der Anzahl der Dienstjahre ergibt. Pensionsfähiges Einkommen ist die Jahresfestvergütung (Grundgehalt), berechnet nach dem Durchschnitt der letzten zwölf Kalendermonate der Beschäftigung. Die Vorstände erhalten nach fünf Jahren Dienstzeit als Vorstand einen Versorgungsgrad von 25 %, der maximale Versorgungsgrad (50 %) wird nach einer Dienstzeit von zehn Jahren erreicht. Die späteren Rentenleistungen werden entsprechend der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes für Deutschland erhöht oder ermäßigt. Individualausweis der Versorgungszusagen nach altem System im Geschäftsjahr 2013 scroll
Individualausweis der Versorgungszusagen nach altem System im Geschäftsjahr 2012 scroll
*) Bei Eintritt eines Versorgungsfalls im aktiven Anstellungsverhältnis wird mindestens eine Versorgung nach den Bestimmungen der Versorgungsordnung Post (VersOPost) auf Basis eines Gehaltes von 525.000 € gezahlt. Versorgungszusagen nach neuem System Seit dem 4. März 2008 neu berufene Vorstände erhalten statt der bisherigen endgehaltsbezogenen Pensionszusage eine Zusage auf der Basis eines beitragsorientierten Systems. Im Rahmen der beitragsorientierten Leistungszusage schreibt das Unternehmen für die betreffenden Mitglieder des Vorstands einen jährlichen Beitrag in Höhe von 35 % der Jahresfestvergütung auf einem virtuellen Versorgungskonto gut. Die Dauer der Beitragszahlung ist auf 15 Jahre begrenzt. Das Versorgungskapital wird bis zum Eintritt des Versorgungsfalles mit dem „iBoxx Corporates AA 10+ Annual Yield“ verzinst, mindestens jedoch in Höhe von 2,25% pro Jahr. Die Versorgungsleistung wird als Kapital in Höhe des angesammelten Wertes des Versorgungskontos ausgezahlt. Der Leistungsfall tritt bei Erreichen der Altersgrenze (Vollendung des 62. Lebensjahres), bei Invalidität oder bei Tod als Aktiver ein. Der Begünstigte hat im Versorgungsfall ein Rentenwahlrecht. Bei Ausübung wird das Kapital in eine Rente umgerechnet, wobei die durchschnittliche „iBoxx Corporates AA 10+ Annual Yield“ in den letzten 10 vollen Kalenderjahren vor Eintritt des Versorgungsfalls angewendet wird und weiterhin individuelle Daten der Hinterbliebenen und eine künftige Rentenanpassung von 1 % pro Jahr berücksichtigt werden. Individualausweis der Versorgungszusagen nach neuem System im Geschäftsjahr 2013 scroll
Individualausweis der Versorgungszusagen nach neuem System im Geschäftsjahr 2012 scroll
*Anteiliger Betrag für acht Monate zuzüglich 360.000 EUR Startbaustein. Der Startbaustein entfällt, sofern Frau Titzrath vor Vollendung des 60. Lebensjahres auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheidet oder über das 60. Lebensjahr hinaus für das Unternehmen tätig ist. Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene betrugen 4,38 Mio Euro (Vorjahr 4,57 Mio Euro). Rückstellungen für laufende Pensionen bestehen in Höhe von 63,0 Mio Euro (Vorjahr 65,7 Mio Euro). Vergütung des Aufsichtsrats Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats besteht gemäß § 17 der von der Hauptversammlung beschlossenen Satzung der Deutsche Post AG in der bis zum 31. Dezember 2013 geltenden Fassung aus einer vom Erfolg des Unternehmens unabhängigen Komponente (Fixum), einer variablen, auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichteten Komponente sowie dem Sitzungsgeld. Das Fixum beträgt wie im Vorjahr 40.000 Euro. Die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 errechnet sich aus 1.000 Euro für jeweils 0,02 Euro, um die der Konzerngewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2015 den Konzerngewinn je Aktie des Geschäftsjahres 2012 übersteigt. Dieser variable Vergütungsanteil wird mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 fällig. Die variable Vergütung darf 50 % des Fixums nicht übersteigen (Cap-Regelung). Für den Aufsichtsratsvorsitzenden sowie den Vorsitzenden eines Ausschusses erhöhen sich Fixum und variable Vergütung um 100 %, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und für das Mitglied eines Ausschusses um 50 %. Dies gilt nicht für den Vermittlungs- und den Nominierungsausschuss. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen angehören beziehungsweise die Funktion eines Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden haben, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten wie im Vorjahr ein Sitzungsgeld von 1.000 Euro für jede Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses, an der sie teilnehmen. Sie haben Anspruch auf Erstattung der ihnen bei der Ausübung ihres Amts entstehenden baren Auslagen. Umsatzsteuern auf Aufsichtsratsvergütung und Auslagen werden erstattet. Die Vergütung, bestehend aus Fixum und Sitzungsgeld, für das Jahr 2013 beträgt insgesamt 1.416.833 Euro (Vorjahr: 1.461.500 Euro) und ist in der folgenden Tabelle individuell ausgewiesen: scroll
1 Wird nach Feststellung des Konzerngewinns je Aktie im Geschäftsjahr 2015 berechnet und mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 fällig. Die Hauptversammlung hat am 29. Mai 2013 beschlossen, die Vergütung des Aufsichtsrats zum 1. Januar 2014 zu ändern und § 17 der Satzung der Deutsche Post AG entsprechend angepasst. Demnach entfällt künftig die erfolgsbezogene Vergütungskomponente und das Fixum erhöht sich auf 70.000 Euro. Alle anderen Regelungen wie das Sitzungsgeld und die prozentualen Erhöhungen für den Aufsichtsratsvorsitz, den stellvertretenden Vorsitz sowie Ausschussvorsitz und -mitgliedschaft bleiben unverändert. Für das Geschäftsjahr 2011 wird mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2014 die Auszahlung der variablen Vergütung fällig, vorausgesetzt der Konzerngewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2013 übersteigt den Konzerngewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2010. Da diese Voraussetzung nicht erfüllt wurde, wird für das Geschäftsjahr 2011 keine erfolgsorientierte Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung ausgezahlt. Für das Vorjahr (2012) ist die Aufsichtsratsvergütung, bestehend aus Fixum und Sitzungsgeld, in der folgenden Tabelle individuell ausgewiesen: scroll
1 Wird nach Feststellung des Konzerngewinns je Aktie im Geschäftsjahr 2014 berechnet und mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 fällig. Im Vorjahr (2012) wurde außerdem die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2010 mit einem Gesamtbetrag von 465.000 Euro ausgezahlt (41.875 Euro für ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder und 423.125 Euro für amtierende Aufsichtsratsmitglieder, wie in der folgenden Tabelle individuell ausgewiesen ist): scroll
1 Kein Aufsichtsratsmitglied im Geschäftsjahr 2010 ORGANE DER GESELLSCHAFTMITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS GESCHÄFTSJAHR 2013 VERTRETER DER AKTIONÄRE scroll
VERTRETER DER ARBEITNEHMER scroll
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Anlagen zum AnhangEntwicklung des Anlagevermögensscroll
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IFRS Werte gemäß Einzelabschluss 1 Nur Teilkonzerndaten vorhanden 2 Angaben aus 2012 3 Angaben aus 2011 4 Nicht Verfügbar 5 Ruhend 6 Angaben nach Gewinnabführung 7a Einbezug IAS 27.14 7b Einbezug IAS 27.13 (b-d) 8 In Liquidation 9 Angaben nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften 10 Stimmrechte 11 Angaben aus 2010 12 Angaben aus 2009 13 Einbezug nach SIC 12 (Zweckgesellschaft) 14 Nicht einbezogen, weil sie keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben scroll
Versicherung des VorstandsWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutsche Post AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Deutsche Post AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Deutsche Post AG beschrieben sind.
Bonn, den 20. Februar 2014 Deutsche Post AG Der Vorstand Dr. Frank Appel Ken Allen Roger Crook Bruce A. Edwards Jürgen Gerdes Lawrence A. Rosen Angela Titzrath Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Deutsche Post AG, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 20. Februar 2014 PricewaterhouseCoopers Gerd Eggemann, Wirtschaftsprüfer Dietmar Prümm, Wirtschaftsprüfer Entsprechenserklärung 2013Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Post AG erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 seit Abgabe der Entsprechenserklärung im Dezember 2012 entsprochen wurde und die Absicht besteht, künftig sämtlichen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 zu entsprechen. GewinnverwendungsvorschlagDer Aufsichtsrat fasst den folgenden Beschluss: „Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von 1.726.404.491,18 Euro wie folgt zu verwenden: scroll
Da die Dividende in vollem Umfang aus dem steuerlichen Einlagekonto im Sinne des § 27 KStG (nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen) geleistet wird, erfolgt die Auszahlung ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende nicht der Besteuerung. Eine Steuererstattungs- oder Steueranrechnungsmöglichkeit ist mit der Dividende nicht verbunden. Die Ausschüttung gilt steuerlich als Rückgewähr von Einlagen und mindert - nach Auffassung der Finanzverwaltung - die Anschaffungskosten der Aktien. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet werden, der eine unveränderte Dividende pro dividendenberechtigter Stückaktie sowie einen entsprechend angepassten Gewinnvortrag vorsieht.“ Bericht des AufsichtsratsSEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE, der Konzern Deutsche Post DHL hat sich im Geschäftsjahr 2013 in einem anhaltend herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich entwickelt als bevorzugter Anbieter, attraktives Investment und präferierter Arbeitgeber in seinem Markt. Den Vorstand beraten und überwacht Der Aufsichtsrat hat sich im Jahr 2013 in fünf Aufsichtsratssitzungen und auf einer Klausurtagung intensiv mit der Strategie und den Ergebnissen des Konzerns und seiner Unternehmensbereiche vor dem Hintergrund der weltweiten konjunkturellen Lage befasst. Dazu wurde er vom Vorstand zeitnah und umfassend über Lage und Geschäftsentwicklung des Konzerns, über strategische Maßnahmen und wichtige Geschäftsvorgänge, über die Entwicklung der Akquisitionen und das Compliance-Management, über Risikolage und -management sowie alle wichtigen Fragen der Planung und ihrer Umsetzung informiert - der Aufsichtsratsvorsitzende auch laufend zwischen den Aufsichtsratssitzungen. Besonders ausführlich beraten wurden Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen - auch vorab in den zuständigen Ausschüssen. Die Ergebnisse der Diskussionen wurden von den jeweiligen Ausschussvorsitzenden in den Plenumssitzungen vorgestellt. Fünf Sitzungen im Berichtsjahr Im ersten Halbjahr fanden drei, im zweiten Halbjahr zwei Aufsichtsratssitzungen statt. Alle Mitglieder haben an mindestens der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Teilnahmequote lag insgesamt über 90 %. In der Bilanzsitzung am 4. März 2013 wurden der Jahres- und den Konzernabschluss sowie die Lageberichte für das Geschäftsjahr 2012 in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer eingehend erörtert und gebilligt. Dem Beschlussvorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2012 haben wir uns nach eingehender Prüfung angeschlossen. In dieser Sitzung ist auch die Zielerreichung des Vorstands im Geschäftsjahr 2012 festgesetzt und die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sind verabschiedet worden. Darüber hinaus haben wir die Ergebnisse der Effizienzprüfung unserer Aufsichtsratstätigkeit diskutiert. Ferner hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung intensiv mit dem Thema „Luftverkehrsstrategie EXPRESS“ befasst. In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung, die aus Anlass der Wiederwahl verschiedener Aufsichtsratsmitglieder unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung der Deutsche Post AG am 29. Mai 2013 stattfand, haben die Aufsichtsratsmitglieder Andrea Kocsis zur stellvertretenden Vorsitzenden und mich zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats wiedergewählt. Alle Ausschussmitglieder wurden bestätigt. Die aktuelle Besetzung der Aufsichtsratsausschüsse ist weiter unten dargestellt. In der Aufsichtsratssitzung am 27. Juni 2013 haben wir Maßnahmen zur Optimierung des Beteiligungsportfolios der Deutsche Post AG diskutiert. Außerdem wurden Vorstandsangelegenheiten behandelt, insbesondere Fragen zur Vorstandsvergütung sowie die Mandats- und Vertragsverlängerung von Roger Crook um fünf Jahre. Intensiv haben wir uns mit dem strategischen Projekt „New Forwarding Environment“ (NFE) des Geschäftsfelds Global Forwarding befasst. Mit dem neuen IT-basierten Betriebsmodell wird Global Forwarding zu einer weltweit einheitlichen Organisation mit klarem Kundenfokus, effizienten Abläufen und hohen Qualitätsstandards. Der Directors’ Day am 24. September 2013 diente der Aus- und Fortbildung der Aufsichtsratsmitglieder durch ausgewählte Referenten. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung wurden vor allem Änderungen im regulatorischen Umfeld erörtert. Ferner diskutierte der Aufsichtsrat - unterstützt von externen Gastreferenten aus den Bereichen Kunden, Investoren, Medien und Arbeitsmarkt - das Profil des Konzerns im Markt. Der 25. September 2013 hatte den aktuellen Stand der Umsetzung der „Strategie 2015“ im Konzern und in den Unternehmensbereichen zum Inhalt. In der letzten Aufsichtsratssitzung des Jahres 2013 am 13. Dezember haben wir nach ausführlicher Erörterung den Geschäftsplan 2014 verabschiedet und verschiedene Aspekte der Vorstandsvergütung behandelt. Außerdem wurden die Zielvereinbarungen 2014 für den Vorstand festgelegt und die Bildung eines Strategieausschusses wurde beschlossen. Nach ausführlicher Erörterung haben wir erneut eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Ausschüsse haben intensiv gearbeitet Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr viermal. Tagesordnungspunkte waren vor allem Vorstandsangelegenheiten sowie die Vorbereitung der jeweiligen Aufsichtsratssitzungen. Der Personalausschuss ist ebenfalls zu vier Sitzungen zusammengekommen und hat sich mit der Neuordnung des Personalressorts, dem Diversity Management und Maßnahmen im Bereich Bildung, Gesundheit und Mitarbeiterengagement befasst. Über den jeweiligen Stand des Programms „One HR“, mit dem die Personalarbeit des Konzerns inhaltlich und strukturell neu ausgerichtet wird, hat er sich fortlaufend berichten lassen. Darüber hinaus wurde über die Vergütungsstruktur von Führungskräften diskutiert. Ein weiteres Thema war die jährliche Mitarbeiterbefragung. Der Finanz- und Prüfungsausschuss trat zu sieben Sitzungen zusammen. Hero Brahms, der Vorsitzende des Ausschusses, und Dr. Stefan Schulte sind Finanzexperten im Sinne der §§ 100 Abs. 5, 107 Abs. 4 Aktiengesetz (AktG). Der Ausschuss prüfte in der Februarsitzung den Jahres- und Konzernabschluss 2012 und empfahl dem Aufsichtsratsplenum, die Abschlüsse zu billigen. Die Wirtschaftsprüfer haben an dieser Sitzung teilgenommen und darin auch die Ergebnisse der durch den Ausschuss festgesetzten Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2012 sowie daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen im Einzelnen erläutert. Im Anschluss an die Hauptversammlung hat der Finanz- und Prüfungsausschuss den Wirtschaftsprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2013 sowie des Halbjahresfinanzberichts beauftragt und Prüfungsschwerpunkte festgelegt. Die Quartalsfinanzberichte und der Halbjahresfinanzbericht wurden nach prüferischer Durchsicht vor ihrer Veröffentlichung im Ausschuss gemeinsam mit dem Vorstand und dem Wirtschaftsprüfer erörtert. In der Februarsitzung wurden außerdem turnusmäßig die Hauptrisikofaktoren für den Konzern diskutiert. In seiner Sitzung am 20. Juni 2013 hat der Finanz- und Prüfungsausschuss geplante Erwerbe von Unternehmen beziehungsweise Unternehmensanteilen zur Optimierung des Beteiligungsportfolios der Deutsche Post AG behandelt und sich im Jahresverlauf über weitere Erwerbe und Verkäufe kontinuierlich informieren lassen. Unter anderem hat sich der Ausschuss mit dem Erwerb der optivo GmbH, eines führenden deutschen Dienstleisters für E-Mail-Marketing, befasst. Außerdem hat der Ausschuss die Prüfungsergebnisse der Internen Revision diskutiert. In seiner Sitzung am 13. September 2013 hat sich der Finanz- und Prüfungsausschuss vom Chief Compliance Officer einen ausführlichen Bericht zur Weiterentwicklung der Compliance-Organisation und des Compliance-Managements geben lassen. Außerdem wurden wiederum Hauptrisikofaktoren für den Konzern diskutiert. Am 4. Dezember 2013 hat sich der Finanz- und Prüfungsausschuss mit der Anlagestrategie für Vermögen zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen sowie mit Eigenkapitalmaßnahmen im Konzern beschäftigt. Des Weiteren hat er sich mit dem Geschäftsplan für das Jahr 2014 befasst, den Prüfungsplan der Internen Revision für das Jahr 2014 zustimmend zur Kenntnis genommen und dem Verkauf einer Immobilie in Hamburg zugestimmt. Der Ausschuss hat sich regelmäßig mit der Geschäftsentwicklung des Konzerns und dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem auseinandergesetzt. Die Angemessenheit des Rechnungswesens im Konzern hat der Ausschuss gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer diskutiert. Der im Dezember 2013 neu eingerichtete Strategieausschuss wird erstmals im Jahr 2014 zu einer Sitzung zusammentreten. Der Nominierungsausschuss trat im Jahr 2013 einmal zusammen, um über den Wahlvorschlag für die Hauptversammlung 2014 zu beraten. Über die Erörterungen in den Ausschusssitzungen hat der jeweilige Vorsitzende in der folgenden Plenumssitzung informiert. Es gab im Jahr 2013 keine Sitzung des gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) gebildeten Vermittlungsausschusses. Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand unverändert Im Jahr 2013 gab es weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat personelle Veränderungen. Die Hauptversammlung der Deutsche Post AG hat mich am 29. Mai 2013 als Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat wiedergewählt. Mit Ablauf der Hauptversammlung begann auch die neue Amtszeit der im April 2013 gemäß Mitbestimmungsgesetz von der Delegiertenversammlung wiedergewählten Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. In seiner unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung abgehaltenen außerordentlichen Sitzung hat der Aufsichtsrat Andrea Kocsis zur stellvertretenden Vorsitzenden und mich zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats wiedergewählt. Des Weiteren wurden alle Ausschussmitglieder in ihren bisherigen Positionen in den Ausschüssen bestätigt. Die aktuelle Besetzung der Aufsichtsratsausschüsse ist weiter unten dargestellt. Umgang mit Interessenkonflikten Im Berichtsjahr traten keine Interessenkonflikte auf. Gesellschaft folgt allen Kodex-Empfehlungen Vorstand und Aufsichtsrat haben im Dezember 2013 eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Hier können auch die Erklärungen der vergangenen Jahre eingesehen werden. Die Deutsche Post AG hat im Geschäftsjahr 2013 allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 entsprochen und beabsichtigt, auch allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 zu entsprechen. Im Corporate-Governance-Bericht finden Sie weitere Informationen zur Corporate Governance des Unternehmens sowie den Vergütungsbericht. Jahres- und Konzernabschluss geprüft Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Düsseldorf, hat den Jahres- und Konzernabschluss einschließlich der jeweiligen Lageberichte für das Geschäftsjahr 2013 geprüft und uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Die prüferische Durchsicht der Quartalsfinanzberichte sowie des Halbjahresfinanzberichts erfolgte ebenfalls durch PwC. Nach eingehender Vorprüfung durch den Finanz- und Prüfungsausschuss hat der Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung am 11. März 2014 den Jahres- und Konzernabschluss sowie die Lageberichte für das Geschäftsjahr 2013 geprüft. Der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands wurde in die Prüfung einbezogen. Allen Aufsichtsratsmitgliedern lagen die Prüfberichte vor. Diese wurden eingehend mit dem Vorstand und den anwesenden Wirtschaftsprüfern diskutiert. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen und den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Gewinnverwendungsvorschlags durch den Aufsichtsrat sowie den Finanz- und Prüfungsausschuss sind Einwendungen nicht zu erheben. Dem Vorschlag des Vorstands hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns und der Zahlung einer Dividende von 0,80 € je Aktie schließt sich der Aufsichtsrat an. Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und ihr nachhaltiges Bestreben, unser Unternehmen auf Erfolgskurs zu halten. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass der Konzern auf einem guten Weg ist, seine Ertragskraft langfristig zu sichern und die starke Marktposition auszubauen.
Bonn, 11. März 2014 Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Wulf von Schimmelmann, Aufsichtsratsvorsitzender |
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