Deutsche Post AGBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017LageberichtGrundlagen Geschäftsmodell und Organisation Geschäftsfelder und Marktpositionen Ziele und Strategien Unternehmenssteuerung Übernahmerechtliche Angaben Forschung und Entwicklung Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat Erklärung zur Unternehmensführung und nichtfinanzieller Bericht Wirtschaftsbericht Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage Prognose-Ist-Vergleich Rahmenbedingungen Wesentliche Ereignisse Ertragslage Finanzlage Vermögenslage Deutsche-Post-Aktie Nichtfinanzielle Kennzahlen Mitarbeiter Gesundheit und Sicherheit Unternehmensverantwortung Kunden und Qualität Marken Prognose Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen wirtschaftlichen Lage Prognosezeitraum Künftige Rahmenbedingungen Umsatz- und Ergebnisprognose Erwartete Finanzlage Entwicklung der weiteren steuerungsrelevanten Indikatoren Chancen und Risiken Gesamtaussage des Vorstands zur Chancen- und Risikosituation Chancen- und Risikomanagement Chancen und Risiken in Kategorien GrundlagenGeschäftsmodell und Organisation Vier operative Unternehmensbereiche Die Deutsche Post AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Bonn, Deutschland. Der Konzern erbringt unter den Marken Deutsche Post und DHL ein internationales Serviceportfolio aus Brief- und Paketversand, Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und E-Commerce-Lösungen. Gegliedert ist er in die vier operativen Unternehmensbereiche Post - eCommerce - Parcel, Express, Supply Chain und Global Forwarding, Freight. Dabei spiegelt der Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG wider. Die DHL-Unternehmensbereiche des Konzerns haben auf die Deutsche Post AG indirekten Einfluss über das Beteiligungsergebnis. Interne Dienstleistungen haben wir konzernweit im Bereich Global Business Services (GBS) gebündelt. Aufgaben der Konzernführung werden im Corporate Center wahrgenommen. scroll
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Organisatorische Veränderungen Zum 1. Juni 2017 hat Tim Scharwath als Mitglied des Konzernvorstands die Leitung des Unternehmensbereichs Global Forwarding, Freight übernommen. Zum 1. September 2017 hat Thomas Ogilvie sein Mandat als Personalvorstand und Arbeitsdirektor des Konzerns aufgenommen. Die Verantwortung für den Bereich Customer Solutions & Innovation ist nach dem Bilanzstichtag auf Ken Allen übergegangen. Auf allen Kontinenten vertreten Die Standorte von Deutsche Post DHL Group sind der Anteilsbesitzliste, dpdhl.com/de/investoren, zu entnehmen. Die Grafik A.02 zeigt die Marktvolumina in den wichtigsten Regionen. Unsere jeweiligen Marktanteile schildern wir im folgenden Kapitel Geschäftsfelder und Marktpositionen. ![]() 1Regionale Volumina ergeben aufgrund von Rundungen nicht die globalen Volumina. 2 Daten basieren ausschließlich auf Export-Frachttonnen. Quelle: Seabury Cargo Advisory 3 Twenty-foot Equivalent Unit (20-Fuß-Container-Einheit); geschätzter Anteil des Gesamtmarktes, der von Speditionen kontrolliert wird. Daten basieren ausschließlich auf Export-Frachttonnen. Quelle: Unternehmensschätzungen, Seabury Cargo Advisory 4 Auf Basis von Transport Intelligence und Unternehmensschätzungen 5 Umfasst das Expressprodukt Time Definite International. Länderbasis: Amerika, Europa, Asien-Pazifik, AE, SA, ZA (Global); AR, BR, CA, CL, CO, MX, PA, US (Amerika); AT, CZ, DE, ES, FR, IT, NL, PL, RO, RU, SE, TR, UK (Europa); AU, CN, HK, IN, JP, KR, SG, TW (Asien-Pazifik). Quelle: Market Intelligence 2017, Geschäftsberichte und Sekundäranalysen 6 Nur Deutschland. Quelle: Unternehmensschätzung 7Umfasst alle Werbemedien mit externen Distributionskosten. Quelle: Unternehmensschätzung 8Marktvolumen umfasst 25 europäische Länder; ohne Schüttgut und Spezialtransporte. Quelle: Market Intelligence Study DHL 2017 auf der Basis eigener Berechnungen und von IHS Markit Group bereitgestellter Inhalte, Copyright © IHS Global Inc, 2017. All rights reserved. Geschäftsfelder und Marktpositionen Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel Fl ä chendeckendes Transport- und Zustellnetz in Deutschland 2017A.03 Die Post für Deutschland Etwa 59 Millionen Briefe, die wir in Deutschland an jedem Werktag zustellen, machen uns zum größten Postunternehmen Europas. Unser Angebot für Privat- und Geschäftskunden reicht vom physischen, hybriden oder elektronischen Brief über die Warensendung bis zu Zusatzleistungen wie Nachnahme, Einschreiben oder Wertbriefen. Der nationale Markt für Geschäftskommunikation belief sich im Berichtsjahr auf rund 4,5 Mrd € (Vorjahr: rund 4,5 Mrd €). Wir betrachten den wettbewerbsrelevanten Geschäftskundenmarkt und berücksichtigen dabei, wer den Geschäftskunden gegenüber als Dienstleister auftritt, also sowohl den End-to-End-Wettbewerb als auch den auf Teilleistungen bezogenen Konsolidierungswettbewerb. Unser Marktanteil ist mit 61,7 % gegenüber dem Vorjahr (61,3 %) leicht gestiegen). scroll
Zielgruppengenau und kanalübergreifend werben Der Bereich Dialogmarketing bietet Werbetreibenden auf Wunsch Komplettlösungen – von Adressleistungen über Tools für Konzeption und Kreation bis hin zu Druck, Versand und Evaluation. Dabei kann der Kundendialog kanalübergreifend, individuell und automatisiert erfolgen, sodass digitale und physische Sendungen ihre Empfänger streuverlustfrei, inhaltlich verknüpft und zeitlich koordiniert erreichen. Unsere digitalen Lösungen eröffnen Unternehmen einen kanalübergreifenden Kundendialog. Der Werbemarkt in Deutschland ist im Jahr 2017 um 1,3 % auf ein Volumen von 27,1 Mrd € gestiegen, vor allem weil Unternehmen ihre Werbeausgaben erhöht haben. Unser Anteil am stark fragmentierten Medienmarkt ist leicht auf 8,2 % gestiegen. Durch eine genauere Abfragemethodik für den Bereich der digitalen Medien hat sich das Gesamtmarktvolumen des Vorjahres rechnerisch um 2,4 Mrd € auf 26,8 Mrd € erhöht. Unser Marktanteil für das Vorjahr verringerte sich dadurch rechnerisch auf 7,9 %. scroll
Briefe und Waren international versenden Wir befördern Briefe und leichtgewichtige Warensendungen international und bieten Dialogmarketing-Lösungen grenzüberschreitend an. Für Geschäftskunden sind wir in bedeutenden europäischen Briefmärkten im internationalen Versand tätig. Für die wachsende E-Commerce-Branche entwickeln wir internationale Versandlösungen an private Empfänger (B2C). Unser Angebot umfasst auch Beratung und Services rund um physisches und digitales Dialogmarketing. Überdies bieten wir schriftliche Kommunikation für internationale Geschäftskunden physisch, hybrid und vollelektronisch an. Weltweit lag das Marktvolumen für den internationalen Briefverkehr im Jahr 2017 bei rund 5,9 Mrd € (Vorjahr: rund 5,8 Mrd €). Unser Marktanteil lag mit 16,4 % leicht über dem Niveau des Vorjahres. scroll
Weltweites Angebot von Paket- und E-Commerce-Dienstleistungen In Deutschland unterhalten wir ein dichtes Netz von Paketannahme- und abgabestellen. Unser Produkt- und Serviceportfolio ermöglicht Empfängern individuell zu wählen, ob sie ihre Pakete in einem bestimmten Zeitfenster, taggleich oder schnellstmöglich erhalten wollen. Sie können sich kurzfristig entscheiden, das Paket zu einer alternativen Adresse oder einer Filiale bzw. einem Paketshop liefern zu lassen. Geschäftskunden unterstützen wir dabei, im Online-Handel weiter zu wachsen. Auf Wunsch decken wir die gesamte Warenlogistik bis zum Retourenmanagement ab. Der deutsche Paketmarkt belief sich im Jahr 2017 auf ein Volumen von rund 10,8 Mrd € (Vorjahr: rund 10,1 Mrd €). Unseren Marktanteil konnten wir auf 45,4 % ausbauen (Vorjahr: 45,1 %). scroll
Unser grenzübergreifendes Angebot an E-Commerce-Leistungen haben wir im Berichtsjahr erweitert. In Europa wuchs das B2C-Netzwerk durch die Aufnahme unserer Geschäftstätigkeit in Großbritannien durch die Übernahme von UK Mail Ende 2016. Zu Beginn des Jahres 2017 kamen Spanien und Portugal durch Umhängung von Gesellschaften aus dem Unternehmensbereich Express hinzu. Daneben konnten wir durch Kooperationen in Irland, Rumänien, Kroatien und Bulgarien unser europäisches Paketgeschäft auf insgesamt 26 Länder einschließlich des deutschen Heimatmarktes ausweiten. Unseren Kunden stehen in Europa insgesamt mehr als 60.000 Abgabe- und Annahmestellen zur Verfügung. Außerhalb Europas wurden in Chile, Malaysia und Vietnam nationale Paketnetzwerke in Betrieb genommen. In den Vereinigten Staaten bieten wir Kunden in verschiedenen Metropolregionen besonders schnelle B2C-Zustellungen an. Das Netzwerk von Fulfillment Centern wurde um Standorte in Australien und Kolumbien ergänzt. In Indien pilotieren wir den Einsatz von Elektrofahrzeugen. Aufgrund des steigenden grenzüberschreitenden Versands haben wir unser internationales Paketnetzwerk überdies um ein neues Verteilzentrum in Japan verstärkt. Ziele und Strategien Konzernstrategie Die digitale Zukunft des Konzerns aktiv gestalten Mit der „Strategie 2020: Focus.Connect.Grow.“ untermauert der Konzern seinen globalen Führungsanspruch in der Logistikbranche. Da die zunehmende Digitalisierung, das beschleunigte Wachstum des E-Commerce-Bereiches und die Dynamik in den Entwicklungs- und Schwellenländern uns erhebliche Chancen bieten, haben wir folgende Prioritäten für Investitionen und Handeln gesetzt: Focus: Wir fokussieren uns auf unser Kerngeschäft Post und Logistik. Neben den drei Zielen, Anbieter, Arbeitgeber und Investment erster Wahl zu werden, arbeiten wir daran, Benchmark für verantwortungsvolles Geschäft zu werden. Um durchgängig sehr gute Leistungen für unsere Kunden zu erzielen, befragen wir sie kontinuierlich nach ihren Wünschen und richten unser Angebot danach aus. Wir verstehen uns als eine Familie von verschiedenen Unternehmensbereichen, von denen sich jeder auf definierte Märkte und Ziele fokussiert. Connect: Wir arbeiten daran, uns bereichsübergreifend kontinuierlich zu verbessern. Hierbei konzentrieren wir uns auf Initiativen, die für verschiedene Bereiche unseres Konzerns von Interesse sind, zum Beispiel umweltschonende Lösungen und eine optimierte IT-Landschaft. Mit der konzernweiten Initiative „Certified“ wollen wir Mitarbeiter noch besser qualifizieren. Rund 80 % der Mitarbeiter im Konzern sollen bis zum Jahr 2020 intern zertifiziert werden. Die damit geförderte Motivation und Kultur der Kundenorientierung sowie das verbesserte, gesamthafte Verständnis für die Geschäftsabläufe tragen weltweit zur Differenzierung unserer Dienstleistungen am Markt bei. Im Berichtsjahr haben wir neue Programm-Module entwickelt und weitere Mitarbeiter zertifiziert. Grow: Wir wollen vom Wachstum des E-Commerce-Bereiches und der Entwicklungs- und Schwellenländer profitieren. So haben wir in das nationale und grenzüberschreitende Paketgeschäft in Europa sowie in das bereits umfangreiche Expressnetz investiert. Zusätzlich haben wir im Bereich DHL eCommerce weitere Markteintritte in Malaysia, Vietnam und Chile vollzogen. Grundsätzlich werden wir unsere Präsenz dort verstärken, wo das Wachstumspotenzial langfristig am größten ist: Der Anteil am Konzernumsatz, der in Schwellenmärkten erzielt wird, soll im Jahr 2020 bei mindestens 30 % liegen. Wir gestalten die digitale Zukunft des Konzerns aktiv. Wichtige Bausteine sind beispielsweise die Frachtplattform „Saloodo!“ sowie unsere StreetScooter-Elektrofahrzeuge. Zudem haben wir ein internes Inkubator-Programm pilotiert und sind eine strategische Partnerschaft mit Plug and Play eingegangen. Als Accelerator dieser globalen Start-up- und Venture-Funding-Plattform wollen wir mit jungen Unternehmen neue Lösungen in den Bereichen Mobilität, Lieferkette und Logistik finden und umsetzen. Mit unserer Strategie streben wir im Jahr 2020 eine einzigartige Marktpräsenz an – sowohl geografisch als auch was die Leistungsfähigkeit unseres Portfolios betrifft. Wir wollen uns überall auf der Welt durch Qualitätsführerschaft und höchste Kundenorientierung auszeichnen. Wenn Menschen an Logistik denken, dann sollen sie an Deutsche Post DHL Group denken. Ziele u nd Strategien d es Unternehmensbereiches p ost – e commerce - p arcel Wir wollen unseren Kunden stets besten Service und höchste Qualität zu angemessenen Preisen bieten. Dazu erweitern wir das Angebot im Geschäftsfeld Post marktgerecht, bauen unser Leistungsspektrum im deutschen Paketgeschäft kontinuierlich aus und entwickeln digitale Serviceangebote. Im Rahmen der konzernweiten Initiative „Certified“ wollen wir unsere Mitarbeiter bis zum Jahr 2020 zu PeP-Experten zertifizieren. Denn engagierte und zufriedene Mitarbeiter sind für uns der Schlüssel zu qualitativ hoher Leistung. Zudem treiben wir die Vernetzung unseres Unternehmensbereichs durch Kooperationen mit Institutionen außerhalb des Konzerns sowie mit den anderen Divisionen systematisch voran. Um vom wachsenden E-Commerce zu profitieren, expandieren wir in neue Märkte und Segmente. In den Bestandsmärkten bauen wir unsere Netze und Produktangebote aus. Ferner engagieren wir uns in Wachstumsfeldern wie der Elektromobilität und der Lebensmittellogistik. Um weiterhin profitabel zu wachsen, gestalten wir unsere Kostenstruktur marktgerecht, indem wir unsere Netzwerke den dynamischen Rahmenbedingungen und Sendungsstrukturen anpassen. Wir sparen dort, wo es möglich und sinnvoll ist und investieren parallel in Technologien, Automation, Innovationen und Wachstumsfelder. Unternehmenssteuerung Finanzielle Leistungsindikatoren Einheitliche Steuerung Für das Mutterunternehmen Deutsche Post AG als legale Einheit gibt es keine eigenen steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren. Daher werden nachfolgend die nach den internationalen Rechnungslegungsstandards ermittelten Steuerungsgrößen des Konzerns Deutsche Post DHL Group beschrieben. Einfluss auf Managementgehälter Deutsche Post DHL Group nutzt finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung. Ihre monatliche, vierteljährliche und jährliche Veränderung wird mit Vorjahres- und Plandaten verglichen und entsprechend gesteuert. Die jährliche Entwicklung der hier dargestellten finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungsgrößen ist im Wesentlichen auch für die Bemessung der Managementvergütung relevant. Die finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sollen das Gleichgewicht zwischen Profitabilität, effizientem Einsatz von Ressourcen und ausreichender Liquidität wahren. Wie sich diese Kennzahlen im Berichtsjahr entwickelt haben, wird im Wirtschaftsbericht erläutert. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit misst Ertragskraft Die Profitabilität der Geschäftsbereiche des Konzerns wird mit dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) gemessen. Um das EBIT zu ermitteln, werden ausgehend von den Umsatzerlösen und den sonstigen betrieblichen Erträgen der Material- und Personalaufwand, die Abschreibungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgezogen sowie das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen ergänzt. Zinsen, sonstige Finanzierungsaufwendungen oder -erträge werden im Finanzergebnis berücksichtigt. EBIT after Asset Charge fördert effizienten Einsatz von Ressourcen Eine weitere wesentliche Steuerungsgröße im Konzern ist das EBIT after Asset Charge (EAC, Gewinn nach Kapitalkosten). Sie ergänzt das EBIT um eine Kapitalkostenkomponente, die als „Asset Charge“ abgezogen wird. Indem die Kapitalkosten in unternehmerische Entscheidungen einbezogen werden, wird der effiziente Einsatz der Ressourcen gefördert und das operative Geschäft auf nachhaltige Wertsteigerung und Mittelzufluss ausgerichtet. Die Grundlage zur Berechnung der Kapitalkosten bildet der Konzernkapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC), der aus dem gewichteten Durchschnitt der Nettokosten für verzinsliches Fremdkapital und Eigenkapital berechnet wird. Dabei werden gemäß „Capital Asset Pricing Model“ unternehmensspezifische Risikofaktoren berücksichtigt. Es wird ein für alle Unternehmensbereiche einheitlicher Kapitalkostensatz von 8,5 % verwendet, der zugleich auch eine Mindestzielgröße für Projekte und Investitionen im Konzern darstellt. Er wird grundsätzlich anhand der aktuellen Finanzmarktverhältnisse einmal jährlich überprüft. Um die Asset Charge mit denen der Vorjahre besser vergleichbar zu machen, wurde der WACC im Jahr 2017 verglichen mit den Vorjahren konstant gehalten. Die Berechnung der Asset Charge erfolgt monatlich, sodass auch unterjährige Schwankungen im betrieblichen Nettovermögen berücksichtigt werden. Grafik A.08 zeigt die Zusammensetzung der Nettovermögensbasis. Free Cashflow ermöglicht Steuerung der Liquidität Neben EBIT und EAC ist der Cashflow für das Konzernmanagement ein weiterer wesentlicher finanzieller Indikator. Damit wird auf eine ausreichende Liquidität abgezielt, um neben operativen Zahlungsverpflichtungen und Investitionen auch alle finanziellen Verpflichtungen des Konzerns aus Schuldentilgung und Dividende decken zu können. Der Cashflow wird mithilfe der Kapitalflussrechnung ermittelt. Der operative Cashflow (OCF) berücksichtigt alle Größen, die mit der unmittelbaren operativen Wertschöpfung verbunden sind. Er wird aus dem EBIT berechnet, korrigiert um Veränderungen der langfristigen Vermögenswerte (Abschreibungen, Zuschreibungen, Gewinne und Verluste aus Abgängen), sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, erhaltene Dividenden, Steuerzahlungen, Veränderung von Rückstellungen sowie sonstige langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Eine weitere wesentliche Einflussgröße des OCF ist das kurzfristige Nettovermögen (Net Working Capital). Effektives Management des kurzfristigen Nettovermögens ist für den Konzern ein wichtiger Hebel, um den Cashflow kurz- und mittelfristig zu verbessern. Der Free Cashflow (FCF) als steuerungsrelevanter Leistungsindikator basiert auf dem OCF und ergänzt diesen um Zahlungsmittelflüsse aus Investitionen, Akquisitionen und Desinvestitionen sowie Nettozinszahlungen. Er gibt an, wie viele Zahlungsmittel dem Unternehmen für Dividendenzahlungen oder Rückführung der Verschuldung aus dem Berichtszeitraum zur Verfügung stehen. BerechnungenA.08 1 Schließt kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf das EBIT ein. Nicht enthalten sind zum Beispiel Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf Steuern, Finanzierung und liquide Mittel. 2 Schließt sonstige langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf das EBIT ein. Nicht enthalten sind zum Beispiel Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf Steuern oder Bonds. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiterbefragungsergebnis als steuerungsrelevanter Indikator Unsere jährliche weltweite Mitarbeiterbefragung zeigt uns, wo wir als Konzern aus Sicht der Mitarbeiter stehen. Besonders bedeutsam ist dabei sowohl das Mitarbeiterengagement als auch, wie die Mitarbeiter das Führungsverhalten der Vorgesetzten einschätzen. Die Kennzahl „Aktive Führung“ fließt dementsprechend in die Bonusermittlung von Führungskräften ein. Die Ergebnisse der im Berichtsjahr durchgeführten Mitarbeiterbefragung schildern wir im Kapitel Mitarbeiter. Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern Wir wollen unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern, unsere CO2-Effizienz verbessern und Kosten senken. Die entsprechende Zielgröße unseres Umweltschutzprogramms „GoGreen“ lautet Treibhausgaseffizienz. Sie wird mithilfe eines CO2-Effizienz-Index (CEX) gemessen, der auf geschäftsfeldspezifischen Emissions-Intensitätskennzahlen basiert, die gegenüber dem Basisjahr indiziert sind. Die dem CEX zugrunde liegenden Treibhausgasemissionen berechnen wir nach den Prinzipien der Greenhouse Gas Protocol Standards und der DIN EN 16258 sowie für unsere europäischen Luftfahrtaktivitäten entsprechend den Anforderungen des europäischen Emissionshandelssystems (EU-ETS). Gemäß DIN EN 16258 erfolgt der Ausweis sämtlicher klimaschädlicher Gase in Form von CO2-Äquivalenten (CO2e). Die jeweiligen Emissionen werden so ins Verhältnis zu einer passenden Leistungsgröße gesetzt. Der CEX ist ein steuerungsrelevanter nichtfinanzieller Indikator im Konzern. Die für das Berichtsjahr ermittelten Werte zeigen wir im Kapitel Unternehmensverantwortung. Übernahmerechtliche Angaben Angaben nach §289a HGB und erläuternder Bericht Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von Aktien Zum 31. Dezember 2017 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 1.228.707.545 €, eingeteilt in ebenso viele auf den Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Jede Aktie gewährt die gleichen gesetzlich und/oder in der Satzung vorgesehenen Rechte und Pflichten und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu, insbesondere solche, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ausübung der Stimmrechte und die Übertragung der Aktien richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung. Die Satzung beschränkt weder die Ausübung der Stimmrechte noch die Übertragung von Aktien. Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 % Die KfW Bankengruppe (KfW), Frankfurt am Main, ist mit einer Beteiligung von 20,7 % am Grundkapital unser größter Aktionär. Die Bundesrepublik Deutschland ist mittelbar über die KfW an der Deutsche Post AG beteiligt. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen, vgl. §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 31 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG). Gemäß § 6 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern. Im Übrigen wird die Zahl der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestimmt. Satzungsänderungen Die Satzung kann gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 5, 179 Abs. 1 Satz 1 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Gemäß § 21 Abs. 2 der Satzung in Verbindung mit §§ 179 Abs. 2, 133 Abs. 1 AktG beschließt die Hauptversammlung über Satzungsänderungen grundsätzlich mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Soweit das Gesetz für Satzungsänderungen zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt, ist diese Mehrheit entscheidend. Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 160 Mio neue, auf den Namen lautende Stückaktien auszugeben (Genehmigtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus § 5 Abs. 2 der Satzung. Die Satzung ist auf der Internetseite der Gesellschaft und im elektronischen Unternehmensregister abrufbar. Sie kann ferner beim Handelsregister des Amtsgerichts Bonn eingesehen werden. Der Vorstand ist bzw. war ferner durch Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 25. Mai 2011 (zu Tagesordnungspunkt 6), vom 27. Mai 2014 (zu Tagesordnungspunkt 8) und vom 28. April 2017 (zu Tagesordnungspunkt 7) ermächtigt, Bezugsrechte auf Aktien auszugeben. Die Ermächtigungsbeschlüsse sind aus den notariellen Sitzungsniederschriften ersichtlich, die beim Handelsregister des Amtsgerichts Bonn einsehbar sind. Die Hauptversammlung hat zur Bedienung von noch auszugebenden oder bereits ausgegebenen Bezugsrechten bedingte Kapitalerhöhungen beschlossen. Die Einzelheiten sind in § 5 Abs. 3 bis 5 der Satzung bestimmt. Zum 31. Dezember 2017 sind Bezugsrechte ausgegeben, die bei Vorliegen der Voraussetzungen mit bis zu 37.625.184 Aktien der Deutsche Post AG zu bedienen sind. Unter den erteilten Ermächtigungen können bis zu 82.788.141 weitere Bezugsrechte ausgegeben werden. Die Hauptversammlung vom 28. April 2017 hat die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 27. April 2022 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Einzelheiten ergeben sich aus dem von der Hauptversammlung am 28. April 2017 (Tagesordnungspunkt 8) gefassten Ermächtigungsbeschluss. Ergänzend dazu hat die Hauptversammlung vom 28. April 2017 den Vorstand ermächtigt, in dem zu Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Rahmen eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben (Tagesordnungspunkt 9). Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses hat die Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2017 keine eigenen Aktien erworben. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern Es besteht ein Vertrag zwischen der Deutsche Post AG und einem Bankenkonsortium über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 2 Mrd €. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung zu verlangen. Weiterhin sehen die Anleihebedingungen der unter dem im März 2012 etablierten „Debt Issuance Programme“ emittierten Anleihen sowie der im Dezember 2012 und im Dezember 2017 begebenen Wandelanleihen Kontrollwechselbestimmungen vor. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne der Bedingungen gewähren diese den Gläubigern unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, die vorzeitige Rückzahlung der jeweiligen Schuldverschreibungen zu verlangen. Für den Fall eines Kontrollwechsels ist allen Mitgliedern des Vorstands das Recht eingeräumt, innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach dem Kontrollwechsel mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende ihr Amt jeweils aus wichtigem Grund niederzulegen und den Vorstandsvertrag zu kündigen (Sonderkündigungsrecht). Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts oder einvernehmlicher Aufhebung des Vorstandsvertrags innerhalb von neun Monaten seit Kontrollwechsel hat das Mitglied des Vorstands Anspruch auf Abfindung seiner Vergütungsansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags, begrenzt durch die vom Deutschen Corporate Governance Kodex in Nr. 4.2.3 empfohlenen Caps mit der im Vergütungsbericht dargestellten Präzisierung. Beim Jahresbonusplan mit Share Matching für Führungskräfte wird im Falle eines Kontrollwechsels der Gesellschaft die Haltefrist für die Aktien mit sofortiger Wirkung unwirksam. Die teilnehmenden Führungskräfte erhalten zeitnah die volle Zahl der ihrem Aktieneinsatz entsprechenden Matching Shares. In einem derartigen Fall trägt der Arbeitgeber alle nachteiligen steuerlichen Folgen, die sich aus der Verkürzung der Haltefrist ergeben. Davon ausgenommen sind Steuern, die normalerweise nach der Haltefrist anfallen. Forschung und Entwicklung Da die Deutsche Post AG als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, ist über nennenswerte Aufwendungen nicht zu berichten. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat Struktur der Vergütung des Konzernvorstands im Geschäftsjahr 2017 Das Vergütungssystem für den Vorstand ist an der Unternehmensstrategie ausgerichtet und zielt auf eine erfolgsorientierte und nachhaltige Unternehmensführung ab. Für die Vorstandsmitglieder wird ein Anreiz geschaffen, sich langfristig im und für das Unternehmen zu engagieren. Die Angemessenheit der Vergütung wird durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft. Kriterien für die Beurteilung der Angemessenheit der Vergütung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat das Verhältnis zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt, auch in der zeitlichen Entwicklung. Bei der Beurteilung der Angemessenheit der Vergütung wird der Aufsichtsrat von einem unabhängigen externen Vergütungsexperten unterstützt. Die Vergütung des Vorstands setzt sich zusammen aus einer erfolgsunabhängigen Komponente und variablen, das heißt erfolgsbezogenen Komponenten, die kurz-, mittel- und langfristig wirken. Hinzu kommen Versorgungszusagen sowie Nebenleistungen. Höchstgrenzen für die Vergütung Die Vergütung weist insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Bestandteile betragsmäßige Höchstgrenzen auf. Für die ab dem Geschäftsjahr 2017 gewährte Vergütung wurde über die bisher bestehenden Begrenzungen hinaus ein Gesamt-Cap von 8 Mio € für den Vorstandsvorsitzenden sowie von 5 Mio € für die ordentlichen Vorstandsmitglieder jeweils zuzüglich Nebenleistungen eingeführt, der den aus der Zielvergütung eines Geschäftsjahres erreichbaren Maximalbetrag zusätzlich begrenzt (Gesamt-Cap der gewährten Vergütung). Neben diesem Gesamt-Cap der in einem Geschäftsjahr gewährten Vergütung wird ab 2022 durch einen zweiten Gesamt-Cap sichergestellt, dass die in einem Geschäftsjahr zufließende Vergütung den Betrag von 8 Mio € für den Vorstandsvorsitzenden sowie von 5 Mio € für die ordentlichen Vorstandsmitglieder nicht überschreitet (Gesamt-Cap der Zuflussvergütung). Diese Grenzen gelten ebenfalls zuzüglich Nebenleistungen. Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsunabhängige Komponenten sind die Jahresfestvergütung (Grundgehalt) sowie Nebenleistungen. Die Jahresfestvergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten nachträglich zum Monatsende gezahlt. Nebenleistungen bestehen vor allem aus Firmenwagennutzung, Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung in entsprechender Anwendung von Vorschriften des Sozialgesetzbuches sowie besonderen Pauschalen und Leistungen bei Einsatz außerhalb des Heimatlandes. Erfolgsabhängige Komponenten Die variable Vergütung des Vorstands ist ganz überwiegend mehrjährig, das heißt mittel- und langfristig ausgerichtet. Die variable Zielvergütung 2017 besteht zu mehr als der Hälfte aus einem Long-Term-Incentive-Plan (LTIP) mit vierjähriger Bemessungsperiode und im Übrigen aus der an den jährlichen geschäftlichen Erfolg gebundenen Jahreserfolgsvergütung, von der wiederum 50 % in eine Mittelfristkomponente mit dreijährigem Bemessungszeitraum überführt werden (Deferral). Die variablen Vergütungskomponenten sind ausnahmslos zukunftsbezogen. Weniger als ein Viertel des variablen Vergütungsbestandteils wird auf Basis einer einjährigen Bemessungsgrundlage gewährt. Jahreserfolgsvergütung Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine Jahreserfolgsvergütung, deren individuelle Höhe sich nach dem Grad richtet, in dem vorab festgelegte Zielwerte erreicht, unter- oder überschritten werden. Sind die für das Geschäftsjahr auf Basis einer anspruchsvollen Zielsetzung festgelegten oberen Zielwerte realisiert, wird die maximale Jahreserfolgsvergütung gewährt. Soweit die für das Geschäftsjahr festgelegten Zielwerte nicht vollständig oder gar nicht erreicht werden, wird eine anteilige oder gar keine Jahreserfolgsvergütung gewährt. Der Aufsichtsrat beurteilt die Erreichung der vereinbarten Ziele anhand der festgelegten Zielkriterien. Die maximale Höhe der Jahreserfolgsvergütung ist auf den Betrag der Jahresfestvergütung begrenzt. Die Zielkriterien, nach denen die Höhe der Jahreserfolgsvergütung bemessen wird, sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Maßgebend ist für alle Mitglieder des Vorstands die Steuerungsgröße „EBIT after Asset Charge“ (Gewinn nach Kapitalkosten) einschließlich Kapitalkosten auf Goodwill und vor Wertminderung auf Goodwill (nachfolgend: EAC) des Konzerns. Für die Vorstände der Unternehmensbereiche Post - eCommerce - Parcel, Express, Global Forwarding, Freight und Supply Chain ist zusätzlich das EAC der jeweils verantworteten Division maßgeblich. Auch der berichtete Free Cashflow des Konzerns ist Bestandteil der Zielvereinbarungen aller Vorstandsmitglieder. Die Zielsetzung orientiert sich an der Kapitalmarktguidance. Zudem wird mit allen Vorstandsmitgliedern ein Mitarbeiterziel, basierend auf der jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragung, vereinbart. Im Geschäftsjahr 2017 wurde der KPI „Mitarbeiterengagement“ bei der Erfolgsmessung berücksichtigt. Wie in den Vorjahren werden mit den Vorstandsmitgliedern zudem weitere Ziele vereinbart, die im Einklang mit der Konzernstrategie deren Arbeitsschwerpunkte im jeweiligen Geschäftsjahr widerspiegeln. Die gewährte Jahreserfolgsvergütung besteht zu 75 % aus finanziellen und zu 25 % aus nichtfinanziellen Zielen. Deferral Die Jahreserfolgsvergütung wird, auch wenn die vereinbarten Ziele erreicht worden sind, nicht vollständig auf einmal ausgezahlt. 50 % der Jahreserfolgsvergütung werden in eine Mittelfristkomponente mit dreijährigem Bemessungszeitraum - ein Jahr Leistungsphase, zwei Jahre Nachhaltigkeitsphase - überführt (Deferral). Eine Auszahlung dieser Mittelfristkomponente erfolgt erst nach Ablauf der Nachhaltigkeitsphase und nur, wenn zusätzlich während der Nachhaltigkeitsphase das Nachhaltigkeitskriterium EAC erreicht wird. Das ist der Fall, wenn mindestens die Kapitalkosten verdient wurden. Anderenfalls entfällt die Zahlung ersatzlos. Die Regelung wirkt somit im Sinne eines Malussystems, das die Ausrichtung der Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens stärkt und langfristige Anreize setzt. Long-Term-Incentive Plan Die Gesellschaft gewährt den Vorständen seit dem Geschäftsjahr 2006 im Rahmen eines Long-Term-Incentive Plans (LTIP) eine aktienkursbasierte, langfristig orientierte Barvergütung durch Ausgabe von Stock Appreciation Rights (SAR). Zur Teilnahme am LTIP müssen die Vorstandsmitglieder ein Eigeninvestment in Höhe von 10 % des jährlichen Grundgehalts am Gewährungsstichtag erbringen, vorrangig in Aktien. Im Geschäftsjahr 2017 haben die Vorstandsmitglieder SAR im Wert eines Grundgehalts am Gewährungsstichtag erhalten. Ab dem Geschäftsjahr 2018 erhalten sie in Abhängigkeit von der Erreichung einjähriger strategischer Ziele SAR im Wert von 50 bis 150 % eines Grundgehalts am Gewährungsstichtag. Maßgebliche Zielkategorien für die Gewährung von SAR in 2018 sind die Aktienkursentwicklung im Vergleich zum Wettbewerb sowie strategische Individualziele einschließlich jeweils eines digitalen Transformationszieles. Die gewährten SAR können frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ganz oder teilweise ausgeübt werden, wenn am Ende der Wartezeit die absoluten bzw. relativen Erfolgsziele erreicht wurden. Die Ausübung muss innerhalb eines Zeitraums von weiteren zwei Jahren nach Ablauf der Wartezeit erfolgen (Ausübungsfrist), anderenfalls verfallen nicht ausgeübte SAR. Um zu ermitteln, ob und wie viele der gewährten SAR ausübbar sind, werden vier aktienkursbezogene (absolute) und zwei auf einen Vergleichsindex bezogene (relative) Erfolgsziele gemessen. Im Rahmen der absoluten Erfolgsziele wird jeweils ein Sechstel der gewährten SAR erdient, wenn der Endkurs der Deutsche-Post-Aktie am Ende der Wartezeit mindestens 10, 15, 20 oder 25 % über dem Ausgabepreis liegt. Die beiden relativen Erfolgsziele sind an die Performance der Aktie im Verhältnis zur Performance des STOXX Europe 600 Index (SXXP; ISIN EU0009658202) gekoppelt. Sie sind erreicht, wenn die Wertentwicklung der Aktie der des Indexes entspricht bzw. ihn um mehr als 10 % überschreitet. Um die Wertentwicklung zu ermitteln, werden der Durchschnittskurs der Deutsche-Post-Aktie bzw. der Durchschnittsindexwert während eines Referenz- und eines Performancezeitraums miteinander verglichen. Beim Referenzzeitraum handelt es sich um die letzten 20 aufeinanderfolgenden Handelstage vor dem Ausgabetag. Der Durchschnittskurs der Deutsche-Post-Aktie während des Referenzzeitraums der Tranche 2017 lag bei 34,72 € und der Durchschnittsindexwert bei 375,59 Punkten. Der Performancezeitraum betrifft die letzten 60 Handelstage vor Ablauf der Wartezeit. Der Durchschnittskurs (Endkurs) wird aus dem Durchschnitt der jeweiligen Schlusskurse der Deutsche-Post-Aktie im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG ermittelt. Werden zum Ablauf der Wartezeit absolute oder relative Erfolgsziele nicht erreicht, verfallen die darauf entfallenden SAR ersatz- und entschädigungslos. Jedes ausgeübte SAR berechtigt das Vorstandsmitglied zum Barausgleich in Höhe der Differenz zwischen dem Durchschnitt der Schlusskurse der Deutsche-Post-Aktie während der letzten fünf Handelstage vor dem Ausübungstag und dem Ausübungspreis der SAR. Der Erlös aus den Wertsteigerungsrechten ist auf einen Höchstbetrag beschränkt. Die Vergütung aus Wertsteigerungsrechten kann darüber hinaus durch den Aufsichtsrat bei außerordentlichen Entwicklungen begrenzt werden. Versorgungszusagen (Alters- und Hinterbliebenenversorgung) Die Vorstandsmitglieder erhalten eine Versorgungszusage auf der Basis eines beitragsorientierten Systems; Frank Appel und Jürgen Gerdes verfügen noch über Altzusagen. Im Rahmen der beitragsorientierten Leistungszusage schreibt das Unternehmen für jedes Vorstandsmitglied einen jährlichen Beitrag in Höhe von 35 % der Jahresfestvergütung auf einem virtuellen Versorgungskonto gut. Die Dauer der Beitragszahlung ist auf 15 Jahre begrenzt. Das Versorgungskapital wird bis zum Eintritt des Versorgungsfalls mit dem Zinssatz „iBoxx Corporates AA 10+ Annual Yield“ verzinst, mindestens jedoch in Höhe von 2,25 % jährlich. Die Versorgungsleistung wird als Kapital in Höhe des angesammelten Wertes des Versorgungskontos ausgezahlt. Der Leistungsfall tritt bei Erreichen der Altersgrenze (Vollendung des 62. Lebensjahres), bei Invalidität während der Amtsdauer oder bei Tod ein. Der Begünstigte hat im Versorgungsfall ein Rentenwahlrecht. Bei Ausübung wird das Kapital in eine Rente umgerechnet, wobei der durchschnittliche „iBoxx Corporates AA 10+ Annual Yield“ in den letzten zehn vollen Kalenderjahren vor Eintritt des Versorgungsfalls angewendet wird und weiterhin individuelle Daten der Hinterbliebenen sowie eine künftige Rentenanpassung von 1 % pro Jahr berücksichtigt werden. Frank Appel und Jürgen Gerdes wurden bei ihrer ersten Bestellung die damals in der Gesellschaft üblichen endgehaltsabhängigen unmittelbaren Pensionszusagen erteilt. Vorgesehen sind Versorgungsleistungen, wenn das Vorstandsmitglied wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit, Tod oder altersbedingt aus dem Dienst ausscheidet. Nach fünf Vorstandsdienstjahren bleiben die erworbenen Anwartschaften in vollem Umfang erhalten; sowohl Frank Appel als auch Jürgen Gerdes haben diese Mindestdienstzeit überschritten. In der Versorgungszusage von Frank Appel ist vorgesehen, dass Altersleistungen frühestens ab Vollendung des 55. Lebensjahres gewährt werden. Aufgrund seiner Bestellung über diesen Zeitpunkt hinaus hat er diese Regelung nicht in Anspruch genommen. Jürgen Gerdes werden Altersleistungen frühestens ab dem 62. Lebensjahr gewährt. Die Versorgung von Frank Appel und Jürgen Gerdes ist auf eine laufende Ruhegeldleistung gerichtet. Sie haben ein Wahlrecht und können stattdessen auch eine Kapitalzahlung wählen. Die Höhe der Leistungen ist abhängig von den pensionsfähigen Bezügen und dem Versorgungsgrad, der sich aus der Anzahl der Dienstjahre ergibt. Pensionsfähiges Einkommen ist die Jahresfestvergütung (Grundgehalt), berechnet nach dem Durchschnitt der letzten zwölf Kalendermonate der Beschäftigung. Sowohl Frank Appel als auch Jürgen Gerdes haben nach Ablauf einer Dienstzeit von zehn Jahren den maximalen Versorgungsgrad (50 %) erreicht. Die späteren Rentenleistungen werden entsprechend der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes für Deutschland erhöht oder ermäßigt. Regelungen zur Begrenzung der Abfindungshöhe gemäß Kodex-Empfehlung, Change-of-Control-Regelungen und nachvertragliches Wettbewerbsverbot Die Vorstandsverträge sehen entsprechend der Empfehlung des DCGK eine Vereinbarung vor, dass im Falle vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit nicht mehr als der Wert der Ansprüche für die Restlaufzeit des Vertrages vergütet wird. Dabei sind Zahlungen begrenzt auf den Wert von maximal zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen (Abfindungs-Cap). Der Abfindungs-Cap wird ohne etwaige Sondervergütungen oder Werte von zugewiesenen Rechten aus einem Long-Term-Incentive-Plan berechnet. Für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) ist allen Mitgliedern des Vorstands das Recht eingeräumt, innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach dem Kontrollwechsel mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende ihr Amt jeweils aus wichtigem Grund niederzulegen und den Vorstandsvertrag zu kündigen (Sonderkündigungsrecht). Nach der vertraglichen Regelung wird ein Kontrollwechsel unter der Voraussetzung angenommen, dass entweder ein Aktionär durch das Halten von mindestens 30 % der Stimmrechte – einschließlich der ihm nach § 30 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) zuzurechnenden Stimmrechte Dritter – die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG erworben hat oder mit der Gesellschaft als abhängigem Unternehmen ein Beherrschungsvertrag nach § 291 AktG geschlossen und wirksam geworden ist oder die Gesellschaft gemäß § 2 Umwandlungsgesetz mit einem anderen konzernfremden Rechtsträger verschmolzen wurde, es sei denn, der Wert des anderen Rechtsträgers beträgt ausweislich des vereinbarten Umtauschverhältnisses weniger als 50 % des Wertes der Gesellschaft. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts oder einvernehmlicher Aufhebung des Vorstandsvertrages innerhalb von neun Monaten seit Kontrollwechsel hat das Mitglied des Vorstands Anspruch auf Abfindung seiner Vergütungsansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages. Hierbei wird der Empfehlung des DCGK entsprochen und die Höhe der Abfindung auf 150 % des Abfindungs-Caps begrenzt. Der Abfindungsbetrag wird um 25 % gekürzt, wenn das Vorstandsmitglied bei seinem Ausscheiden noch nicht das 60. Lebensjahr vollendet hat. Sofern die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages weniger als zwei Jahre beträgt und das Vorstandsmitglied bei seinem Ausscheiden das 62. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, entspricht der Abfindungsbetrag dem Abfindungs-Cap. Dasselbe gilt, wenn der Vorstandsvertrag vor Vollendung des 62. Lebensjahres durch Zeitablauf endet, weil er im Zeitpunkt des Kontrollwechsels nur noch eine Laufzeit von weniger als neun Monaten hatte und nicht verlängert wurde. Geregelt ist darüber hinaus ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot. Als Karenzentschädigung werden während seiner einjährigen Dauer 100 % der zuletzt vertraglich vereinbarten monatlichen anteiligen Jahresfestvergütung (Grundgehalt) gezahlt, auf die anderweitiges Arbeitseinkommen angerechnet wird. Die Karenzzahlung selbst wird bei etwaigen Abfindungszahlungen oder Pensionszahlungen mindernd berücksichtigt. Die Gesellschaft kann vor oder gleichzeitig mit dem Ende des Vorstandsvertrages auf die Einhaltung des Wettbewerbsverbots mit der Wirkung verzichten, dass sie sechs Monate nach Zugang der Erklärung von der Verpflichtung befreit wird, die Karenzentschädigung zu zahlen. Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der Deutsche Post AG geregelt. Sie erhalten demnach eine ausschließlich feste jährliche Vergütung in Höhe von 70.000 € (wie Vorjahr). Für den Aufsichtsratsvorsitzenden sowie den Vorsitzenden eines Ausschusses erhöht sich die Vergütung um 100 %, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und für das Mitglied eines Ausschusses um 50 %. Dies gilt nicht für den Vermittlungs- und den Nominierungsausschuss. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen angehören bzw. die Funktion eines Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden haben, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten wie im Vorjahr ein Sitzungsgeld von 1.000 € für jede Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses, an der sie teilnehmen. Sie haben Anspruch auf Erstattung der ihnen bei der Ausübung ihres Amts entstehenden baren Auslagen. Umsatzsteuern auf Aufsichtsratsvergütung und Auslagen werden erstattet. Erklärung zur Unternehmensführung und nichtfinanzieller Bericht Die Erklärung zur Unternehmensführung finden Sie unter dpdhl.com/de/investoren sowie im Corporate-Governance-Bericht. Den gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht für die Deutsche Post AG und den Konzern mit den Angaben gemäß §§ 289b ff., 315b f. HGB finden Sie im Bericht zur Unternehmensverantwortung,dpdhl.de/cr-bericht2017. WirtschaftsberichtGesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage Die Deutsche Post AG weist für das Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 1,9 Mrd € aus. Im Unternehmensbereich Post – eCommerce – Parcel (PeP), der im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG widerspiegelt, wächst das deutsche Paketgeschäft unverändert dynamisch. Deutsche Post DHL Group konnte im Geschäftsjahr 2017 den Umsatz in allen Unternehmensbereichen steigern. Das Konzern-EBIT lag mit 3,74 Mrd € im Rahmen unserer Erwartungen. Prognose-Ist-Vergleich scroll
Rahmenbedingungen Weltwirtschaft belebt sich Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2017 verstärkt, vor allem dank der auf breiter Basis erhöhten konjunkturellen Dynamik. In den Industrieländern betrug der durchschnittliche Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2,3 %. In den aufstrebenden Volkswirtschaften stieg das Wachstum auf 4,7 %. In einigen großen Schwellenländern konnten zum Teil schwere Rezessionen überwunden werden. Insgesamt wuchs die globale Wirtschaftsleistung kaufkraftbereinigt um 3,7 % (Vorjahr: 3,2 %). Der Welthandel profitierte davon überproportional und legte so kräftig zu wie zuletzt vor mehreren Jahren (IWF: 4,7 %, OECD: 4,8 %). scroll
Die asiatischen Schwellenländer wiesen erneut die höchste wirtschaftliche Dynamik auf. Das BIP-Wachstum überstieg mit 6,5 % den Vorjahreswert von 6,4 % geringfügig. Dabei überraschte China mit einer leichten Wachstumsbeschleunigung auf 6,9 % (Vorjahr: 6,7 %) positiv. Die chinesische Wirtschaft konnte vor allem ihre Exporte kräftig ausweiten. In Japan belebte sich die Konjunktur spürbar. Der private Verbrauch wurde moderat, die Bruttoanlageinvestitionen hingegen wurden deutlich gesteigert. Kräftige Impulse kamen von den Exporten, die von einer zunehmenden Nachfrage sowie einem leicht schwächeren Yen profitierten. Insgesamt erhöhte sich das BIP-Wachstum auf 1,8 % (Vorjahr: 0,9 %). Die Konjunktur in den Vereinigten Staaten hat spürbar an Tempo gewonnen. Die Unternehmensinvestitionen stiegen kräftig. Der private Verbrauch wurde erneut beachtlich ausgeweitet und blieb wichtigster Wachstumsträger. Der Außenhandel dämpfte das Wachstum leicht, obwohl sich die Ausfuhren spürbar erhöhten. Insgesamt beschleunigte sich das BIP-Wachstum auf 2,3 % (Vorjahr: 1,5 %). Zugleich sank die Arbeitslosenquote auf bereits niedrigem Niveau nochmals spürbar. Im Euroraum hat sich der konjunkturelle Aufschwung im Berichtsjahr verstärkt. Kräftige Impulse kamen erneut von der Binnennachfrage. Privater Verbrauch und Bruttoanlageinvestitionen wurden wiederum deutlich gesteigert, während sich der Zuwachs beim Staatsverbrauch abschwächte. Der Außenhandel trug positiv zum Wirtschaftswachstum bei, nachdem er es im Vorjahr noch spürbar belastet hatte. Letztlich war dies für die Beschleunigung des BIP-Wachstums auf 2,5 % (Vorjahr: 1,8 %) verantwortlich. Zugleich stellte sich die konjunkturelle Entwicklung aus regionaler Perspektive ausgewogener dar als in den Vorjahren. Im Zuge des robusten Aufschwungs ging die durchschnittliche Arbeitslosenquote deutlich auf 9,1 % zurück. Nachhaltige Impulse für die deutsche Konjunktur kamen erneut von der Binnennachfrage. Der private Verbrauch legte dank kräftig steigender Einkommen deutlich zu, wohingegen der Staatsverbrauch nur noch moderat ausgeweitet wurde. Im Gegenzug verstärkte sich der Zuwachs bei den Ausrüstungsinvestitionen. Beachtliche Zuwachsraten waren auch bei Bauinvestitionen sowie Exporten zu verzeichnen. In der Folge verstärkte sich das BIP-Wachstum auf 2,2 % (Vorjahr: 1,9 %). Die Arbeitslosenquote fiel im Jahresdurchschnitt auf 5,7 % (Vorjahr: 6,1 %). Gleichzeitig erhöhte sich die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten auf 44,3 Mio (Vorjahr: 43,6 Mio). Preis für Rohöl steigt im Jahresverlauf Am Jahresende 2017 kostete ein Fass Rohöl der Sorte Brent 66,73 US-$ (Vorjahr: 55,21 US-$). Im Jahresdurchschnitt lag der Ölpreis mit gut 54 US-$ um rund 24 % höher als im Vorjahr. Im Jahresverlauf schwankte er zwischen 44 US-$ und 67 US-$. Nach einem Tiefststand im Juni ließ die zunehmende Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft die Nachfrage und die Notierungen kontinuierlich steigen. Kräftige Konjunktur im Euroraum stärkt den Euro Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Verlauf des Jahres 2017 eine vorsichtige Wende ihrer Geldpolitik eingeleitet. Im Frühjahr reduzierte sie das monatliche Volumen ihres Anleiheankaufprogramms um 20 Mrd € auf 60 Mrd €. Zudem beschloss sie im späteren Jahresverlauf eine weitere Reduzierung des monatlichen Volumens auf 30 Mrd €, die zu Beginn des Jahres 2018 wirksam geworden ist. Gleichwohl blieb die Geldpolitik im Euroraum sehr expansiv. Den Hauptrefinanzierungssatz beließ die EZB bei 0,00 %. Der Einlagensatz lag während des gesamten Jahres bei -0,40 %. Die US-Notenbank hat ihren allmählichen Ausstieg aus der krisenorientierten Geldpolitik fortgesetzt. Vor dem Hintergrund des soliden Konjunkturaufschwungs und der weiter sinkenden Arbeitslosigkeit hob sie ihren Leitzins in drei Schritten von jeweils 0,25 Prozentpunkten auf 1,25 % bis 1,50 % zum Jahresende an. Der Euro konnte 2017 gegenüber dem US-Dollar spürbar zulegen. Er profitierte vor allem vom Konjunkturaufschwung im Euroraum. Zum Jahresende wurde der Euro mit gut 1,20 US-$ gehandelt. Damit ist er im Jahresverlauf um 14,0 % gestiegen. Infolge der Erwartung des Austritts Großbritanniens aus der EU sowie der zäh verlaufenden Verhandlungen stand das Britische Pfund über weite Strecken des Jahres 2017 unter Abwertungsdruck, wurde dann aber durch eine Leitzinserhöhung seitens der Bank von England gestützt. Der Euro legte im Jahresverlauf um 4,0 % gegenüber dem Britischen Pfund zu. Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen deutlich rückläufig Die Anleihemärkte im Euroraum wurden im Jahr 2017 weiterhin von der expansiven Geldpolitik der EZB geprägt. Die Kapitalmarktzinsen blieben auf sehr niedrigem Niveau. Gegen Jahresende ließen die guten konjunkturellen Aussichten und die zunehmende Erwartung einer baldigen Straffung der EZB-Geldpolitik die Kapitalmarktzinsen leicht steigen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag zum Jahresende bei 0,43 % (Vorjahr: 0,21 %). Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten dagegen zum Jahresende mit 2,41 % um 0,03 Prozentpunkte unter dem Schlussstand des Vorjahres. Die Risikoaufschläge für Anleihen von Unternehmen mit guter Bonität lagen Ende 2017 deutlich unter ihrem Vorjahresschlussstand und zugleich auf einem im langjährigen Vergleich niedrigen Niveau. Die Notierungen an den Aktienmärkten stiegen im Jahresverlauf deutlich an, begünstigt durch die Beschleunigung des globalen BIP-Wachstums bei sehr niedrigen Zinsen. Viele Unternehmen konnten Umsatz und Gewinn steigern und so die Basis für steigende Kurse legen. Selbst die politischen Unsicherheiten, die von Wahlen im Euroraum oder den Brexit-Verhandlungen ausgingen, konnten den Aufwärtstrend nur vorübergehend bremsen. Der DAX beendete das Jahr 2017 bei 12.918 Punkten, womit er im Vorjahresvergleich um 12,5 % zulegte. Der EURO STOXX 50 erzielte nur ein Plus von 6,5 %, während in den USA der marktbreite S&P 500 sogar um 19,4 % stieg. Internationaler Handel legt deutlich zu Der für uns relevante Welthandel – in Containern verschickte Luft- und Seefracht, ohne flüssige Stoffe und Schüttgut – ist im Berichtsjahr um insgesamt 5,1 % gewachsen (Vorjahr: 1,7 %). Dabei entwickelten sich die Luftfrachtvolumina besonders stark. Die Seefracht- und Luftfrachtimporte nach Asien zeigten die höchsten Wachstumsraten. scroll
Quelle: Seabury Cargo Advisory, Stand: 28. November 2017; bezogen auf alle relevanten See- und Luftfrachthandelsvolumina in Tonnen, ohne flüssige Stoffe und Schüttgut. Sendungen innerhalb der EU-Freihandelszone sind nicht enthalten. Rechtliche Rahmenbedingungen Als Marktführer unterliegen viele unserer Dienstleistungen der sektorspezifischen Regulierung nach dem Postgesetz. Angaben hierzu sowie zu rechtlichen Risiken finden Sie im Abschnitt Chancen und Risiken. Wesentliche Ereignisse Mit Beschluss des Vorstands vom 21. März 2017 wurde eine Kapitalherabsetzung durch Einziehung eigener Anteile in Höhe von 27,3 Mio Stück durchgeführt. Im Dezember 2017 haben wir zwei Anleihen mit einem Gesamtnennbetrag von 1,5 Mrd € platziert: eine Wandelanleihe über 1,0 Mrd € mit einer Laufzeit von siebeneinhalb Jahren sowie eine klassische Anleihe über 500 Mio € mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Ertragslage Gestiegener Umsatz Die Umsatzerlöse sind insgesamt um 253 Mio € bzw 1,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, was im Wesentlichen auf den gestiegenen Umsatz im Geschäftsfeld eCommerce-Parcel zurückzuführen ist. Gesonderte Erläuterungen zu den Umsatzerlösen enthält der folgende Absatz „Analyse der Umsatzentwicklung“. scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge verzeichnen gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 94 Mio € bzw. 8,5 %. Die betrieblichen Aufwendungen (Material-, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) verminderten sich auf 14.210 Mio € (Vorjahr 14.516 Mio €). Die Materialaufwendungen stiegen überwiegend aufgrund höherer Aufwendungen für bezogene Leistungen zur Beförderung von Brief- und Paketsendungen um 45 Mio €. Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 148 Mio € auf 7.434 Mio € gesunken. Die Abweichung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem im Geschäftsjahr 2016 durchgeführten Vorruhestandsprogramm. Die Abschreibungen stiegen um 17 Mio €. Einen Rückgang gab es bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 220 Mio € auf 1.867 Mio €, der sich hauptsächlich durch geringere Kursdifferenzen begründet. Das Finanzergebnis in Höhe von 925 Mio € (Vorjahr 827 Mio €) setzt sich zusammen aus dem Beteiligungsergebnis von 1.276 Mio € und dem Zinsergebnis von -351 Mio €. Die Veränderung im Finanzergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Erträge aus Gewinnabführung von der Deutsche Post Beteiligung Holding GmbH um 409 Mio €, dem steht der erhöhte Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen in Höhe von 287 Mio € gegenüber. Im Vorjahr erfolgte die Umstellung des HGB Rechnungszinses bei den Pensionsrückstellungen von 7- auf 10-Jahres-Durchschnitt, was zu einem positiven Einmaleffekt in 2016 führte. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von -197 Mio € (Vorjahr 2 Mio €), die im Vorjahr durch einen Einmaleffekt geprägt waren, wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.886 Mio € (Vorjahr 1.492 Mio €) ausgewiesen. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr beträgt der Bilanzgewinn 6.103 Mio € (Vorjahr 5.487 Mio €). Die Umsatzrendite (auf Basis des Jahresüberschusses) beläuft sich auf 13% gegenüber 11% im Vorjahr. Das Ergebnis je im Umlauf befindlicher Aktie, unter Verwendung des Jahresüberschusses als Berechnungsgrundlage, beträgt 1,54 € nach 1,23 € im Vorjahr. Auf der Berechnungsgrundlage des Bilanzgewinns beträgt das Ergebnis je Aktie 4,99 € (Vorjahr 4,53 €). Weitere ausführliche Erläuterungen zum Jahresabschluss von Deutsche Post AG enthalten der nachfolgende Abschnitt sowie der Anhang. Analyse der Umsatzentwicklung Umsatz steigt um 1,8 % Im Berichtsjahr überstieg der Umsatz der Deutsche Post AG mit 14.333 Mio € den Vorjahreswert (14.080 Mio €) um 1,8 %, obwohl in Deutschland 2,9 Arbeitstage weniger anfielen. Der Großteil des Wachstums kam aus dem Geschäftsfeld eCommerce - Parcel. Umsatz im Geschäftsfeld Post auf Vorjahresniveau Im Geschäftsfeld Post lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 9.294 Mio € auf dem Niveau des Vorjahres (9.287 Mio €). Der Absatz ging um 0,3 % zurück. Zusätzliche Sendungsmengen durch Sonderereignisse wie Wahlen konnten die insgesamt rückläufigen Volumina im Bereich Brief Kommunikation nicht kompensieren. Im Bereich Dialog Marketing hingegen stiegen Umsatz und Absatz, unter anderem durch Kommunikation im Vorfeld von Wahlen. scroll
* angepasst aufgrund geänderter Produktzuordnungen scroll
* angepasst aufgrund geänderter Produktzuordnungen Geschäftsfeld eCommerce - Parcel wächst weiter Der Umsatz im Geschäftsfeld eCommerce - Parcel überstieg im Berichtsjahr mit 3.972 Mio € den Vorjahreswert (3.648 Mio €) um 8,9 %. Das Paketgeschäft in Deutschland wächst begünstigt durch den starken Online-Handel kontinuierlich. Der Umsatz bei Parcel Germany erhöhte sich im Berichtsjahr um 9 % auf 3.957 Mio € (Vorjahr: 3.629 Mio €). Der Absatz stieg um 9,2 % auf 1.378 Mio Stück. scroll
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Dividendenvorschlag: 1,15 € je Aktie Unsere Finanzstrategie sieht vor, grundsätzlich 40 % bis 60 % des Nettogewinns als Dividende auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher den Aktionären auf der Hauptversammlung am 24. April 2018 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von 1,15 € je Aktie (Vorjahr: 1,05 €) auszuschütten. Die Ausschüttungsquote bezogen auf den Nettogewinn, definiert als Konzernjahresergebnis nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen, beträgt 51,9 %. Berechnet auf den Jahresschlusskurs unserer Aktie ergibt sich eine Nettodividendenrendite von 2,9 %. Die Dividende wird am 27. April 2018 ausgezahlt und ist für inländische Investoren steuerfrei. Eine Steuererstattungs- oder Steueranrechnungsmöglichkeit ist mit der Dividende nicht verbunden. Ausschüttungssumme und Dividende je Stückaktie A.17 Finanzlage Finanzmanagement des Konzerns zentral steuern Das Finanzmanagement des Konzerns umfasst das Steuern von Liquidität, das Absichern von Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisschwankungen, die Konzernfinanzierung, die Vergabe von Bürgschaften und Patronatserklärungen sowie die Kommunikation mit den Rating-Agenturen. Die Verantwortung dafür trägt Corporate Finance in der Bonner Konzernzentrale, unterstützt durch drei regionale Treasury Center in Bonn (Deutschland), Weston, Florida (USA) und Singapur. Sie bilden die Schnittstelle zwischen der Zentrale und den operativen Gesellschaften, beraten diese in Fragen des Finanzmanagements und stellen sicher, dass die konzernweiten Vorgaben umgesetzt werden. Neben dem Erhalt der nachhaltigen finanziellen Stabilität und Flexibilität des Konzerns ist es Hauptaufgabe von Corporate Finance, die finanziellen Risiken und Kapitalkosten zu minimieren. Um auch in Zukunft ungehindert Zugang zu den Kapitalmärkten zu haben, strebt der Konzern weiterhin ein der Branche angemessenes Kredit-Rating an. Daher prüfen wir vor allem, wie sich unser operativer Cashflow im Verhältnis zur angepassten Verschuldung entwickelt. Diese entspricht den Nettofinanzverbindlichkeiten des Konzerns unter Berücksichtigung der nicht direkt mit Kapital unterlegten Pensionsverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus operativem Leasing. Finanzielle Flexibilität und niedrige Kapitalkosten erhalten Die Finanzstrategie des Konzerns baut auf den Grundsätzen und Zielen des Finanzmanagements auf und berücksichtigt neben den Interessen der Aktionäre auch die Ansprüche der Fremdkapitalgeber. Durch ein hohes Maß an Kontinuität und Berechenbarkeit für die Investoren sollen die finanzielle Flexibilität und niedrige Kapitalkosten für den Konzern erhalten bleiben. Wesentlicher Bestandteil der Strategie ist ein Ziel-Rating von „BBB+“, das über die dynamische Kennzahl „FFO to Debt“ (Funds from Operations to Debt, Finanzmittel aus dem operativen Geschäft im Verhältnis zur Verschuldung) gesteuert wird. Weitere Bestandteile der Strategie sind eine nachhaltige Dividendenpolitik und klare Prioritäten, wie überschüssige Liquidität verwendet wird. Sie sollte genutzt werden, um das Planvermögen von Pensionsplänen schrittweise zu erhöhen sowie Sonderdividenden auszuschütten oder Aktienrückkäufe zu tätigen. FinanzstrategieA.18 Die Flüssigen Mittel der Deutsche Post AG sind im Geschäftsjahr um 30 Mio € auf 1.756 Mio € leicht zurückgegangen. Die Verschuldung (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) der Deutsche Post AG hat sich im Vorjahresvergleich um 669 Mio € auf 19.469 Mio € erhöht. Der Anstieg resultiert aus der Ausgabe von einer neuen Wandelanleihe 2017 in Höhe von 1.000 Mio € sowie einer neuen klassischen Anleihe in Höhe von 500 Mio €, die zum großen Teil zur Finanzierung des Konzern-Cash-Managements verwendet wurden. Ein gegenläufiger Effekt ergab sich aus der Reduzierung der Wandelanleihe 2012 in Höhe von 309 Mio € durch Ausübung des Wandlungsrechtes von Investoren. Cash- und Liquiditätsmanagement erfolgt zentral Das Cash- und Liquiditätsmanagement der weltweit tätigen Tochtergesellschaften erfolgt zentral über das Corporate Treasury. 80 % des konzernexternen Umsatzes wird in Cash Pools konzentriert und zum internen Liquiditätsausgleich genutzt. In Ländern, in denen dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist, werden interne oder externe Kredite und Anlagen zentral vom Corporate Treasury gesteuert. Dabei achten wir auf eine ausgeglichene Bankenpolitik, um unabhängig von einzelnen Banken zu bleiben. Der konzerninterne Umsatz der Tochtergesellschaften wird ebenfalls konzentriert und über die Inhouse-Bank abgewickelt. So vermeiden wir externe Bankgebühren und -margen (Inter-Company Clearing). Der Zahlungsverkehr erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, mit standardisierten Abläufen und IT-Systemen. Dabei wird der externe Zahlungsverkehr vieler Konzerngesellschaften in der konzerninternen Payment Factory zentralisiert. Sie führt Zahlungen im Namen der Konzerngesellschaften über zentrale Konten der Deutsche Post AG aus. Marktpreisrisiken begrenzen Um Marktpreisrisiken zu begrenzen, nutzt der Konzern originäre und derivative Finanzinstrumente. Zinsrisiken werden nur mithilfe von Swaps abgesichert. Im Währungsbereich kommen zusätzlich auch Termingeschäfte, Cross-Currency Swaps und Optionen zum Einsatz. Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen geben wir weitgehend an unsere Kunden weiter, das Restrisiko steuern wir teilweise mit Rohstoffpreis-Swaps. Die für den Einsatz von Derivaten nötigen Rahmenbedingungen, Kompetenzen und Kontrollen sind in internen Richtlinien geregelt. Flexibel und stabil finanziert Der Konzern deckt seinen Finanzierungsbedarf langfristig durch Eigenkapital und Fremdkapital. Dadurch werden sowohl die finanzielle Stabilität als auch eine hinreichende Flexibilität sichergestellt. Unsere wichtigste Finanzierungsquelle ist grundsätzlich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus sichert uns die syndizierte Kreditlinie mit einem Gesamtvolumen von 2 Mrd € günstige Marktkonditionen und bildet eine langfristig sichere Liquiditätsreserve mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2020. Die syndizierte Kreditlinie enthält keine weiter gehenden Zusagen, was die Finanzkennziffern des Konzerns betrifft. Angesichts unserer soliden Liquidität wurde sie im Berichtsjahr nicht beansprucht. Bei unserer Bankenpolitik achten wir darauf, das zu vergebende Geschäftsvolumen breit zu streuen und mit den Kreditinstituten langfristige Geschäftsbeziehungen zu unterhalten. Den Fremdmittelbedarf decken wir außer über die Kreditlinien auch über andere unabhängige Finanzierungsquellen wie Anleihen und operatives Leasing. Die Fremdmittel werden weitgehend zentral aufgenommen, um Größen- und Spezialisierungsvorteile zu nutzen und so die Fremdkapitalkosten zu minimieren. Im Rahmen des im Jahr 2012 etablierten „Debt Issuance Programme“ mit einem Volumen von bis zu 8 Mrd € haben wir im Dezember 2017 eine Anleihe mit einem Volumen von 0,5 Mrd € begeben. Darüber hinaus wurde ebenfalls im Dezember 2017 eine Wandelanleihe über 1,0 Mrd € emittiert. Die im selben Monat zugeflossenen Barmittel wurden zur Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten sowie zur weiteren Ausfinanzierung der Pensionsverpflichtungen in Großbritannien in Höhe von 0,5 Mrd € genutzt. Die im Jahr 2012 begebene Wandelanleihe über 1 Mrd € wurde im Berichtsjahr in Höhe von 0,3 Mrd € gewandelt. Weitere Informationen zu den bestehenden Anleihen enthält der Anhang. Deutsche Post AG begibt Bürgschaften, Patronatserklärungen und Garantien Die Deutsche Post AG besichert bei Bedarf Kredit-, Leasing- oder Lieferantenverträge, die von Konzerngesellschaften, assoziierten Unternehmen oder Joint-Venture-Gesellschaften abgeschlossen werden, indem sie Bürgschaften, Patronatserklärungen oder Garantien begibt. Dadurch lassen sich lokal bessere Konditionen durchsetzen. Die Herauslage und Überwachung der Besicherungen erfolgt zentral. Kreditwürdigkeit des Konzerns /Unternehmens unverändert Unsere Kreditwürdigkeit wird von den beiden Rating-Agenturen Moody’s Investors Service (Moody’s) und Fitch Ratings (Fitch) unverändert mit „A3“ beziehungsweise „BBB+“ eingestuft. Auch der stabile Ausblick beider Rating-Agenturen ist weiterhin gültig. Mit diesen Ratings bleiben wir in der Transport- und Logistikbranche gut positioniert. Die folgende Tabelle zeigt die Bewertungen zum Bilanzstichtag sowie die zugrunde liegenden Faktoren. Die vollständigen und aktuellen Analysen der Rating-Agenturen sowie die Rating-Definitionen finden Sie auf dpdhl.com/de/investoren. scroll
Liquidität und Mittelherkunft Zum Bilanzstichtag verfügte die Deutsche Post AG über Flüssige Mittel in Höhe von 1,8 Mrd € (Vorjahr: 1,8 Mrd €). Die Flüssigen Mittel werden entweder zentral am Geldmarkt angelegt oder auf laufenden Bankkonten platziert. Das Volumen dieser Geldanlagen betrug zum Bilanzstichtag 1,7 Mrd € (Vorjahr: 1,7 Mrd €). Darüber hinaus bestand ein Geldmarktfonds von 0,5 Mrd € (Vorjahr: 0,2 Mrd €). Investitionen Die Investitionen in das Sachanlagevermögen sind im Berichtsjahr auf 390 Mio € (Vorjahr 375 Mio €) gestiegen und vor allem in Grundstücke und Gebäude (85 Mio €), Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (190 Mio €) sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (72 Mio €) geflossen. Neben den Investitionen in Brief- und Paketzentren, Förder- und Verteilanlagen wurde auch in die elektrobetriebene Fahrzeugflotte investiert. Vermögenslage Bilanz Deutsche Post AG Die Bilanzsumme stieg zum Bilanzstichtag um 4,6% auf 35.662 Mio € (im Vorjahr 34.081 Mio €) an. Das Anlagevermögen hat sich von 18.138 Mio € auf 18.404 Mio € erhöht. Erläuterungen zu den Investitionen enthält der vorstehende Abschnitt. Das Umlaufvermögen verzeichnete einen Anstieg von 1.329 Mio €, was sich zum großen Teil auf gestiegene Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.228 Mio € begründet. Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen und weist nun eine Höhe von 16.143 Mio € (Vorjahr 15.239 Mio €) aus. Der infolge des Vorjahresgewinns an die Anteilseigner ausgeschüttete Betrag in Höhe von 1.270 Mio € wurde durch den Jahresüberschuss 2017 in Höhe von 1.886 Mio € deutlich überkompensiert. Bei der Kapitalrücklage kam es im Wesentlichen durch das von Investoren ausgeübte Wandlungsrecht zur Ausübung der Wandelschuldverschreibung 2012 in neue Aktien und dem Wandlungsrecht durch Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung 2017 insgesamt zu einem Anstieg von 375 Mio €. Die Gewinnrücklage verringerte sich vor allem infolge des Aktienrückkaufprogrammes im Geschäftsjahr um 100 Mio €. Insgesamt hat sich die Eigenkapitalquote von 45,3 % im Berichtsjahr nach 44,7 % im Vorjahr leicht erhöht. Die Eigenkapitaldeckung des Anlagevermögens beläuft sich nun auf 88 % nach 84 % im Vorjahr. Die Rückstellungen stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht um 39 Mio €. Dabei erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 40 Mio €. Zudem werden höhere Steuerrückstellungen (129 Mio €) und geringere Sonstige Rückstellungen (130 Mio €) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten stiegen um 630 Mio € auf 15.161 Mio € an. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch die Ausgabe einer neuen Wandelschuldverschreibung 2017 in Höhe von 1.000 Mio € und einer neuen klassischen Anleihe in Höhe von 500 Mio € zur Finanzierung des Konzern-Cash-Managements bei einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus der Wandelanleihe 2012 in Höhe von 309 Mio € durch Ausübung des Wandlungsrechtes von Investoren und geringeren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 493 Mio €. Weitergehende Erläuterungen zur Bilanz der Deutsche Post AG enthält der Anhang. Deutsche-Post-Aktiescroll
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1 Über Xetra gehandeltes Volumen 2 Beta drei Jahre; Quelle: Bloomberg 3 Bezogen auf das Jahresergebnis nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen 4 Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 5 Jahresschlusskurs ÷ Ergebnis je Aktie 6 Jahresschlusskurs ÷ Cashflow je Aktie 7 Nach Anwendung von IAS 19R angepasst 8 Verringerung aufgrund des erfolgten Aktienrückkaufs 9 Ohne außerordentliche Effekte (NFE- und Streikeffekte, Beteiligungsverkäufe sowie weitere Einmaleffekte, teilweise auf Managementschätzungen basierend): 45,8 % 10 Vorschlag Stabiler Free Float Der Aktienanteil unseres größten Investors – der KfW Bankengruppe – liegt bei 20,7 % (Vorjahr: 20,5 %), der Streubesitz bei 79,3 %. Auf Basis der Zahlen unseres Aktienregisterführers liegt der Anteil der von Privataktionären gehaltenen ausstehenden Aktien bei 11,1 % (Vorjahr: 10,8 %). In der regionalen Verteilung der identifizierten institutionellen Investoren sind US-amerikanische Investoren mit einem Anteil von 15,8 % (Vorjahr: 13,9 %) am stärksten vertreten. Großbritannien liegt mit einem Anteil von 13,8 % (Vorjahr: 12,6 %) darunter. Der Anteil institutioneller Anleger aus Deutschland hat sich auf 12,0 % (Vorjahr: 12,4 %) verringert. Unsere 25 größten institutionellen Investoren halten insgesamt 38,9 % (Vorjahr: 41,3 %) der ausgegebenen Aktien. scroll
Nichtfinanzielle KennzahlenMitarbeiter Einer veränderten Arbeitswelt offen begegnen Wir fördern das Potenzial unserer Mitarbeiter und bieten ihnen ein wertschätzendes Arbeitsumfeld mit wettbewerbsfähiger Vergütung. In Zeiten der Digitalisierung heißt das, auch auf Veränderungen in unserer Arbeitsweise zu reagieren, kommende Herausforderungen offen und unvoreingenommen anzunehmen. Hier sind besonders unsere Führungskräfte gefragt, unterstützt durch gezielte Personalarbeit ihre Mitarbeiter in die Gestaltung dieser Veränderungen einzubinden. Mitarbeiter nach ihrer Meinung fragen Unsere jährliche konzernweite Mitarbeiterbefragung umfasst 41 Fragen, die sich zehn Themengebieten sowie einem Index zuordnen lassen. In fast allen Gebieten verzeichnen wir für das Jahr 2017 stabile oder verbesserte Ergebnisse. Fast alle Werte liegen auf der Höhe von oder über externen Referenzwerten. Die Akzeptanz dieses Instruments wird durch eine um zwei Prozentpunkte gestiegene Beteiligungsquote von 76 % verdeutlicht. scroll
Mitarbeiterzahl steigt weiterhin leicht Zum 31. Dezember 2017 haben wir, auf Vollzeitkräfte umgerechnet, 142.257 Mitarbeiter beschäftigt – das waren 2,4 % mehr als im Vorjahr. Die Kopfzahl betrug am Jahresende 168.834. scroll
Personalaufwand unter Vorjahresniveau Der Personalaufwand verringerte sich mit 7.434 Mio € gegenüber dem Vorjahreswert (7.582 Mio €). Details dazu schildern wir im Anhang. Leistung adäquat vergüten Eine leistungsbasierte und marktübliche Vergütung, die die langfristigen Anforderungen des Unternehmens abbildet, fördert unsere Attraktivität als Arbeitgeber. Mithilfe einer systematischen Stellenbewertung stellen wir eine angemessene und ausgewogene Vergütungsstruktur sicher. Darüber hinaus stärken wir Loyalität und Motivation unserer Mitarbeiter mit weiteren Leistungen wie Zuschüssen zu leistungs- und beitragsorientierten betrieblichen Altersversorgungssystemen. Altersgerecht und abgesichert arbeiten In Deutschland haben wir bereits im Jahr 2011 auf die absehbare demografische Entwicklung reagiert und zwischen Deutsche Post AG und Gewerkschaften einen Generationenvertrag geschlossen. Inzwischen führen 24.401 Arbeitnehmer ein Zeitwertkonto und 3.886 befinden sich in Altersteilzeit. Vergleichbare Regelungen bieten wir seit 2016 auch Beamten an, von denen bereits 3.629 ein Lebensarbeitszeitkonto eingerichtet und 1.076 mit der Altersteilzeit begonnen haben. Mitarbeiter gezielt entwickeln Eine Kultur der Kundenorientierung braucht ein gemeinsames Verständnis. Im Rahmen der konzernweiten Initiative Certified bieten wir den Mitarbeitern ein breites Kursangebot, in dem sie spezielles, für ihren Aufgabenbereich relevantes Wissen erwerben und mehr über den Konzern erfahren. Wichtiger Bestandteil der Entwicklungsmaßnahmen für unsere Führungskräfte ist die Weiterentwicklung ihres Führungsstils auf Basis der neu definierten Führungsattribute. Die Mehrheit der Zielgruppe hat mittlerweile am Certified-Logistics-Leader-Programm teilgenommen. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark bietet Deutsche Post DHL Group jungen Menschen Ausbildungsmöglichkeiten im dualen System aus betrieblicher Ausbildung und staatlicher Berufsschule. Allein in Deutschland kann dabei aus mehr als 15 staatlich anerkannten Ausbildungsberufen sowie zwölf Studiengängen im dualen System gewählt werden. Im Jahr 2017 haben wir 2.472 Ausbildungs- oder Studienplätze angeboten. Vielfalt stärkt eigene Innovationskraft Unsere Organisation vereint Menschen aus einer Vielzahl von Kulturkreisen mit verschiedenen Fähigkeiten, Erfahrungen und Sichtweisen. Diese Vielfalt stärkt unsere Innovationskraft und macht uns für Kunden und Mitarbeiter attraktiv. Wie in unserem Verhaltenskodex und einer Konzernerklärung festgeschrieben, fördern wir Inklusion und Chancengleichheit im Arbeitsalltag. Die Wirksamkeit unserer entsprechenden Maßnahmen wird mit einem konzernweiten Monitoring-System der Diversity-Kennzahlen verfolgt. Das Diversity Council hat im Berichtsjahr unter anderem über Maßnahmen beraten, die geeignet sind, Führungspositionen vermehrt mit Frauen zu besetzen. Der Frauenanteil im Management betrug zum 31. Dezember 2017 weltweit 21,5 % (Vorjahr: 21,1 %). Gesundheit und Sicherheit Arbeitssicherheit stets Vorrang gewähren Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter bilden die Grundlage für den geschäftlichen Erfolg des Unternehmens. Beides fördern wir durch ein unterstützendes Arbeitsumfeld mit besonderem Fokus auf Prävention. Die Anforderungen im Bereich des Arbeitsschutzes konkretisieren wir mit der Konzernrichtlinie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. scroll
1 Abdeckungsgrad: rund 99 % Die Entwicklung der Unfallrate beruht im Wesentlichen auf einem Anstieg im Bereich der Auslieferung. Zudem konnten wir im Berichtsjahr die Abdeckungsquote von 96 % auf über 99 % verbessern. Die Maßnahmen und Ziele im Bereich des Arbeitsschutzes sowie die Entwicklung der Unfalldaten in den Unternehmensbereichen berichten wir ausführlich im Bericht zur Unternehmensverantwortung. Gesundheit stärken Mit Gesundheitsprogrammen und lokal zugeschnittenen Maßnahmen machen wir die Mitarbeiter auf Gesundheitsrisiken aufmerksam. Ein Schwerpunkt im Berichtsjahr lag auf Stressbewältigung und dem Umgang mit psychischen Erkrankungen. Unser konzernweites Employee-Benefits-Programm bietet inzwischen in über 100 Ländern Ergänzungen zur gesetzlichen Krankenversicherung und ermöglicht so teilweise erst den Zugang zu einer hochwertigen und bezahlbaren Gesundheitsversorgung. Unternehmensverantwortung Gemeinsamen Werten verpflichtet Wir wollen zum Maßstab für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln werden; das ist Teil unserer Konzernstrategie. Verantwortung ist als Leitgedanke in unserem Verhaltenskodex festgeschrieben. Er orientiert sich an den Grundsätzen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, dem UN Global Compact und folgt allgemein anerkannten rechtlichen Standards. Daneben unterstützen wir die globalen Ziele nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen. Mit dem Handlungsfeld verantwortungsvolle Geschäftspraxis zielen wir darauf ab, unser Geschäft im Einklang mit geltendem Gesetz, ethischen Standards und internationalen Leitlinien zu betreiben. In einem konzernweiten Netzwerk werden die materiellen Themen und Aspekte übergreifend koordiniert. Durch kontinuierlichen Austausch mit unseren Anspruchsgruppen stellen wir sicher, dass ihre Erwartungen in sozialen und ökologischen Fragen angemessen berücksichtigt werden und unser Geschäft systematisch daran ausgerichtet wird. Im Berichtsjahr haben wir die vor zwei Jahren ermittelten materiellen Themen mithilfe qualitativer Interviews auf Aktualität und Vollständigkeit überprüft. Die Themen wurden im Wesentlichen bestätigt. Außerdem haben wir uns mit den neuen Anforderungen zur nichtfinanziellen Berichterstattung befasst. Die geforderten Angaben enthält der Bericht zur Unternehmensverantwortung, dpdhl.de/cr-bericht2017. Unsere Kompetenz als Post- und Logistikdienstleister setzen wir zum Nutzen von Gesellschaft und Umwelt ein und wir motivieren Mitarbeiter zu freiwilligem gesellschaftlichem Engagement. Wir leisten logistische Unterstützung nach Naturkatastrophen, setzen uns dafür ein, die Bildungs- und Berufschancen sozial benachteiligter junger Menschen zu verbessern und unterstützen lokale Umweltschutz- sowie Hilfsprojekte. Unsere Initiative zur beruflichen Integration und sprachlichen Förderung von Flüchtlingen in Deutschland haben wir 2017 fortgesetzt und haben zudem erste Maßnahmen in weiteren Ländern durchgeführt. Mit Maßnahmen zur Steigerung der CO2-Effizienz und umweltfreundlichen GoGreen-Services werden wir unserer Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft gerecht, schaffen Mehrwert für unsere Kunden und stärken zugleich unsere Marktposition. Im Berichtsjahr lag ein Schwerpunkt auf dem Ausbau der Elektromobilität in unserer Fahrzeugflotte. scroll
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1 Scope 1 bis 3 Effizienzziel übertroffen Unsere Treibhausgaseffizienz messen und steuern wir durch den CO2-Effizienz-Index (CEX). Im Jahr 2017 beliefen sich unsere direkten (Scope 1) und indirekten (Scope 2) Treibhausgasemissionen auf 6,34 Mio Tonnen CO2e (Vorjahr: 6,05 Mio Tonnen CO2e). Die indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 3) unserer Transportsubunternehmer beliefen sich auf 22,10 Mio Tonnen CO2e (Vorjahr, angepasst: 20,81 Mio Tonnen CO2e). Wir haben uns im Berichtsjahr neue Umweltziele gesetzt, unter anderem wollen wir bis 2025 den CEX gegenüber dem Basisjahr 2007 um 50 % verbessern. 2017 konnten wir bereits eine Verbesserung um 32 % gegenüber 2007 verzeichnen und haben damit unser Ziel übertroffen, den CEX um einen Indexpunkt gegenüber Vorjahr zu verbessern. Weitere Angaben zu unseren Umweltaktivitäten und Zielsetzungen enthält der Bericht zur Unternehmensverantwortung, dpdhl.de/cr-bericht2017 . scroll
1 Angepasst Kunden und Qualität scroll
Schnelle und zuverlässige Zustellung von Briefen und Paketen Kunden bewerten uns danach, ob ihre Sendungen schnell, zuverlässig und unbeschädigt ankommen. Nach Erhebungen des Qualitätsforschungsinstituts Quotas wurden 93 % der Briefe innerhalb Deutschlands, die uns während der täglichen Annahmezeiten oder bis zur letzten Briefkastenleerung erreicht haben, dem Empfänger bereits am nächsten Tag zugestellt. Nach zwei Tagen erreichen rund 99 % den Adressaten. Damit liegen wir weit über den gesetzlichen Vorgaben von 80 % (E+1) und 95 % (E+2). Das von Quotas betriebene Messsystem wird jährlich durch den Technischen Überwachungsverein (TÜV) Rheinland auf die Einhaltung der Anforderungen der EN 13850 überprüft und zertifiziert. Die Laufzeiten der internationalen Briefe werden von der International Post Corporation ermittelt. Hier zählen wir zur Spitzengruppe der Postunternehmen. Im Paketversand erreichen die Sendungen ihre Empfänger in 84 % der Fälle am nächsten Werktag. Gemessen werden Pakete, die wir bei gewerblichen Kunden abgeholt haben und die am nächsten Tag zugestellt wurden. Unser internes Laufzeitmesssystem für den Paketversand wird seit 2008 vom TÜV Rheinland zertifiziert. Im Briefbereich erreichen wir in der Sortierung eine hohe Automationsquote von mehr als 90 %. Im Paketnetz wurde die Sortierkapazität seit Beginn des „Produktionskonzepts Paket“ im Jahr 2012 um mehr als 50 % gesteigert. Dafür haben wir die Produktivität im Bestand gesteigert und die Infrastruktur flächendeckend ausgebaut. Mit 34 Paketzentren kommen wir auf eine Sortierkapazität von über einer Million Pakete je Stunde. Mehr als 75 mechanisierte Zustellbasen unterstützen den Produktionsbetrieb. Die durchschnittliche Wochenöffnungszeit unserer rund 27.000 Verkaufsstellen betrug 54 Stunden (Vorjahr: 53 Stunden). Die jährlich vom „Kundenmonitor Deutschland“ erhobene größte Privatkundenstudie in Deutschland bescheinigte den ausschließlich von Partnern betriebenen Filialen der Deutschen Post im Einzelhandel große Zustimmung: 93,9 % der Kunden waren mit Qualität und Service zufrieden (Vorjahr: 93,8 %). Außerdem haben neutrale Testkunden von TNS Infratest rund 30.000-mal im Jahr Postfilialen in Einzelhandelsgeschäften geprüft. Das Ergebnis: 94,3 % der Kunden wurden innerhalb von drei Minuten bedient (Vorjahr: 93,7 %). Ein weiteres zentrales Qualitätsmerkmal ist für uns der Umweltschutz, wie wir im Bericht zur Unternehmensverantwortung, dpdhl.de/cr-bericht2017schildern. Im Bereich der für uns strategisch wichtigen Elektromobilität haben wir im Berichtsjahr über 3.000 Fahrzeuge in Betrieb genommen und begonnen, die Zustellung auch in Berlin, München, Hannover, Frankfurt, Dresden, Herne und Essen ausschließlich darauf umzustellen. Neben dem Einsatz von StreetScootern im eigenen Betrieb bieten wir seit dem Berichtsjahr die Fahrzeuge auch Unternehmen und Kommunen zum Kauf an. Marken scroll
Wert der Marken erneut verbessert Wir führen die Marken Deutsche Post und DHL gemäß unserer Konzernstrategie und arbeiten stetig daran, Bekanntheit, Image und Wert unserer Marken weiter zu steigern. Unabhängige Studien bestätigen uns dabei im Berichtsjahr erneut Erfolg: Laut der BrandZ-Studie des Marktforschungsinstituts Millward Brown hat der Wert der Marke DHL im Jahr 2017 um 19,7 % auf 15,8 Mrd US-$ zugenommen (Vorjahr: 13,2 Mrd US-$). Auf der Liste der wertvollsten Marken der Welt verbesserte sich DHL damit um drei Plätze auf Rang 70. Millward Brown ermittelt die Markenwerte auf Basis der aktuellen Finanzlage sowie des Beitrags der Marke zum Geschäftserfolg des Unternehmens. Mit einer vergleichbaren Systematik erhebt die Beratungsgesellschaft Interbrand jährlich die wertvollsten Marken der Welt. In der Rangliste für 2017 verbesserte sich DHL um einen Platz auf Rang 76. Interbrand legt einen Markenwert von 5,7 Mrd US-$ (Vorjahr: 5,7 Mrd US-$) zu Grunde. Für die Marke Deutsche Post errechnete die Beratungsgesellschaft Brand Finance im Berichtsjahr einen Markenwert von 2,9 Mrd € (Vorjahr: 2,9 Mrd €). Sie verbesserte sich um einen Platz auf Rang 28 der „German Top 50“ und bestätigte Rang 13 unter den wertvollsten Logistikmarken der Welt. scroll
1 Quelle: Millward Brown, 2017 2 Quelle: Brand Finance, 2017 DHL lädt Marke mit Werbung und Partnerschaften auf Im Berichtsjahr hat DHL ihre Markenkampagne „The Power of Global Trade“ im dritten Jahr fortgesetzt. Leitmotiv war erneut der Beitrag von Handel und Logistik zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen. Print- und Online-Anzeigen, TV-Spots und Social-Media-Aktivitäten vermitteln emotionale Markenerlebnisse in der Zielgruppe. Die Reputation der Marke stärken wir zudem weltweit als Partner publikumsstarker Events. So haben wir im Jahr 2017 unsere Partnerschaften mit der Formel 1®, der Formel E und der Motorrad-Rennsportserie MotoGP™ weitergeführt. Darüber hinaus wurden bewährte globale DHL-Logistikpartnerschaften mit dem FC Bayern München, mit Fashion-Week-Organisationen, der World Touring Car Championship (WTCC) und dem Gewandhausorchester Leipzig fortgesetzt. Im August 2017 hat DHL eine neue Logistikpartnerschaft mit der weltweiten Drohnen-Rennsportserie DR1 Drone Racing League vereinbart. scroll
Sport-Sponsoring stärkt Marke Deutsche Post Die Deutsche Post lädt die Marke systematisch über das Sponsoring reichweitenstarker nationaler Sportevents auf. Schwerpunkt im Berichtsjahr war erneut die strategische Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund. Die Deutsche Post war im Umfeld der Nationalmannschaften, im DFB-Pokal sowie im Amateurfußball auf der Plattform FUSSBALL.DE präsent. Ebenfalls fortgeführt wurden die Partnerschaften mit der Rennserie Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) und dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD). Prognose In die internationale strategische Ausrichtung und der damit verbundenen Entwicklungsprognose des Konzerns ist auch die Deutsche Post AG umfassend eingebunden. Dabei spiegelt der Unternehmensbereich Post – eCommerce - Parcel im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG wider. Die DHL-Unternehmensbereiche haben insbesondere auf die Deutsche Post AG indirekten Einfluss über das Beteiligungsergebnis infolge von Ergebnisabführungsverträgen. Für die Deutsche Post AG als legale Einheit gibt es keine steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren. Der handelsrechtliche Abschluss ist relevant für die Bemessung der Dividende. Die Darstellung der Prognose der Gesellschaft erfolgt daher anhand der nach den internationalen Rechnungslegungsstandards ermittelten Steuerungsgrößen von Deutsche Post DHL Group. Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen wirtschaftlichen Lage Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2018 ein Konzern-EBIT in Höhe von rund 4,15 Mrd €. Dazu sollte der Unternehmensbereich Post - eCommerce – Parcel, der im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG widerspiegelt, rund 1,50 Mrd € beitragen. Ebenso erwarten wir für die DHL-Unternehmensbereiche insgesamt eine weitere Ergebnisverbesserung auf rund 3,00 Mrd €, zu der alle DHL-Divisionen beitragen sollten. Das Ergebnis von Corporate Center/Anderes sollte mit rund –0,35 Mrd € stabil gehalten werden. Aufgrund der Anpassungen im Zuge der Erstanwendung von IFRS 16 wird erwartet, dass die Kapitalkosten (Asset Charge) sich überproportional zum EBIT erhöhen. Deshalb sollte das EAC im Jahr 2018 zurückgehen. Für den Free Cashflow erwarten wir, dass er 1,5 Mrd € übersteigt. Prognosezeitraum Die Angaben im Prognosebericht beziehen sich grundsätzlich auf das Geschäftsjahr 2018. Künftige Rahmenbedingungen Günstige Aussichten für die Weltwirtschaft Es wird erwartet, dass sich das globale Wachstum im Jahr 2018 nochmals leicht beschleunigt. Die Industrieländer befinden sich in einem soliden Aufschwung, der durch die expansive Geldpolitik und voraussichtlich auch durch expansive fiskalische Impulse gestützt wird. Trotz der bestehenden politischen Risiken sowie allmählich schrumpfender freier Produktionskapazitäten dürfte das Wachstumstempo so hoch bleiben wie im Vorjahr. Für die Gruppe der aufstrebenden Volkswirtschaften wird ein höheres Wachstum erwartet. Dazu dürften vor allem Länder beitragen, die noch vor kurzem mit rezessiven Tendenzen zu kämpfen hatten. In den bereits wachstumsstarken Regionen wird hingegen mit einem leicht schwächeren Aufwärtstrend gerechnet. Risiken für diesen Ausblick resultieren weiterhin aus der Vielzahl geopolitischer Krisenherde. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass eine gegenseitige Verstärkung der zyklischen Auftriebskräfte das Wachstum der Weltwirtschaft deutlich beschleunigen könnte. scroll
Die Konjunktur in China wird sich wohl wieder abschwächen. Es wird erwartet, dass das BIP-Wachstum leicht zurückgeht (IWF: 6,6 %; OECD: 6,6 %). Die japanische Wirtschaft sollte sich nur verhalten entwickeln. Der Zuwachs der Wirtschaftsleistung sollte deutlich schwächer ausfallen als im Jahr 2017 (IWF: 1,2 %; OECD: 1,2 %). In den Vereinigten Staaten dürfte das BIP im Jahr 2018 stärker zulegen als im Vorjahr (IWF: 2,7 %; OECD: 2,5 %). Im Euroraum wird sich die konjunkturelle Erholung voraussichtlich fortsetzen. Das BIP-Wachstum sollte sich aber leicht abschwächen (IWF: 2,2 %; EZB: 2,3 %). Frühindikatoren signalisieren, dass der Aufschwung in Deutschland intakt bleibt. Insgesamt wird für 2018 eine Wachstumsrate in Höhe des Vorjahres erwartet (IWF: 2,3 %; Sachverständigenrat: 2,2 %). Die Notierungen für Rohöl sollten von ihrem derzeitigen Niveau aus eher leicht sinken. Die EZB wird ihren Leitzins sehr wahrscheinlich im Jahr 2018 auf dem aktuellen Niveau belassen. Zugleich dürfte sie bei anhaltend guter Konjunktur im Euroraum das Volumen ihres Anleiheankaufprogramms weiter senken oder dieses sogar auslaufen lassen. Die US-Notenbank sollte ihren Leitzins im Jahresverlauf weiter anheben. In der Folge könnten die Kapitalmarktzinsen moderat steigen. Welthandel wächst solide Nach starkem Anstieg im Jahr 2017 wird erwartet, dass das Wachstum des für uns relevanten Welthandels – in Containern verschickte Luft- und Seefracht, ohne flüssige Stoffe und Schüttgut – sich 2018 etwas abschwächen wird. Insgesamt wird ein Zuwachs in Höhe von 3,7 % erwartet. Anhaltendes Wachstum im Paketmarkt erwartet Der Markt für papiergebundene Briefkommunikation wird auch in Deutschland weiterhin zurückgehen. Das physische Briefaufkommen sinkt, vor allem weil zunehmend digital kommuniziert wird. Nach der Portoerhöhung für den Standardbrief zu Beginn des Jahres 2016 werden wir aufgrund des Maßgrößenverfahrens bis Ende 2018 im regulierten Ex-ante-Bereich keine weiteren Preismaßnahmen durchführen. Der deutsche Werbemarkt dürfte auch im Jahr 2018 sein Volumen ungefähr beibehalten. Werbebudgets werden weiterhin zugunsten von Online-Medien umverteilt. Der Trend zu automatisierten Dialogkampagnen bleibt ungebrochen. Der Paketmarkt wird in Deutschland, im europäischen und außereuropäischen Ausland sowie grenzüberschreitend weiter wachsen. Das internationale Briefgeschäft dürfte speziell durch den zunehmenden Warenversand insgesamt leicht wachsen. Umsatz- und Ergebnisprognose Neben einer – soweit absehbar – robusten Gesamtverfassung der weltwirtschaftlichen Aktivitäten sehen wir uns unverändert stark beeinflusst vom strukturellen Wachstum im Zusammenhang mit E-Commerce-Geschäften. Dieses Wachstum macht sich in allen Regionen und Unternehmensbereichen positiv bemerkbar, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Wir erwarten daher abermals eine positive Umsatzentwicklung für den Konzern. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir vor diesem Hintergrund ein Konzern-EBIT in Höhe von rund 4,15 Mrd €. Dazu sollte der Unternehmensbereich Post - eCommerce – Parcel, der im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG widerspiegelt, rund 1,50 Mrd € beitragen. Ebenso erwarten wir für die DHL-Unternehmensbereiche insgesamt eine Ergebnisverbesserung auf rund 3,00 Mrd €, zu der alle DHL-Divisionen beitragen sollten. Das Ergebnis von Corporate Center/Anderes sollte mit rund –0,35 Mrd € stabil gehalten werden. Der Konzernstrategie entsprechend, sehen wir den Schwerpunkt in organischem Wachstum und erwarten im Jahr 2018 erneut nur sehr selektiv Akquisitionen. Unsere Finanzstrategie sieht unverändert vor, grundsätzlich 40 % bis 60 % des Nettogewinns als Dividende auszuschütten. Wir beabsichtigen, den Aktionären auf der Hauptversammlung am 24. April 2018 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von 1,15 € (Vorjahr: 1,05 €) auszuzahlen. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2018 der Deutsche Post AG ein Ergebnis, das eine vergleichbare Dividendenzahlung ermöglicht. Erwartete Finanzlage Kreditwürdigkeit des Konzerns unverändert eingestuft Angesichts der Ergebnisprognose für das Jahr 2018 gehen wir von einer weitgehend stabilen Entwicklung der Kennzahl „FFO to Debt“ aus und erwarten, dass die Rating-Agenturen unsere Kreditwürdigkeit gegenüber dem aktuellen Stand unverändert einstufen werden. Liquidität weiterhin solide Aufgrund der jährlichen Pensionsvorauszahlung an die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation sowie der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2017 im April 2018 wird sich unsere Liquidität in der ersten Hälfte des Jahres 2018 erwartungsgemäß verringern. Wegen der üblicherweise guten Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte wird sich die operative Liquiditätssituation zum Jahresende jedoch wieder deutlich verbessern. Im Oktober 2018 wird eine Anleihe der Deutsche Post AG in Höhe von 0,5 Mrd € fällig. Investitionen von rund 2, 5 Mrd € im Konzern erwartet Um unsere strategischen Ziele und das weitere Wachstum zu unterstützen, beabsichtigen wir, die Investitionen (ohne Leasing) im Jahr 2018 auf rund 2,5 Mrd € zu erhöhen, wobei die Schwerpunkte denen der Vorjahre entsprechen. Entwicklung der weiteren steuerungsrelevanten Indikatoren EAC durch IFRS 16 im Konzern beeinflusst Aufgrund der Anpassungen im Zuge der Erstanwendung von IFRS 16 wird das EAC auf ein grundsätzlich niedrigeres Niveau zurückgehen, dadurch dass die Kapitalkosten (Asset Charge) sich überproportional zum EBIT erhöhen. Ohne diesen Effekt folgt das EAC tendenziell der jeweiligen Entwicklung des EBIT. Für den Free Cashflow erwarten wir, dass er 1,5 Mrd € übersteigt. Mitarbeiterbefragung mit weiterhin guten Ergebnissen Die guten Ergebnisse, die unsere Mitarbeiterbefragung im Berichtsjahr erzielt hat, wollen wir fortsetzen. Für das Jahr 2018 erwarten wir, dass die Zustimmung für die Kennzahl „Aktive Führung“ auf 76 % steigt. Treibhausgaseffizienz weiter verbessern Wir erwarten, dass der Konzern seine CO2-Effizienz weiter verbessert. Der CEX sollte sich im Geschäftsjahr 2018 um einen Indexpunkt erhöhen. Chancen und RisikenGesamtaussage des Vorstands zur Chancen- und Risikosituation Chancen zu erkennen und schnell zu ergreifen und Risiken entgegenzuwirken sind wichtige Ziele für unser Unternehmen. Die erwartete Wirkung möglicher Ereignisse und Entwicklungen wird bereits in der Geschäftsplanung berücksichtigt. Chancen und Risiken sind definiert als potenzielle Abweichungen vom prognostizierten Unternehmensergebnis. Unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsplans hat sich unsere Chancen- und Risikosituation im Vergleich zur Risikoberichterstattung im Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert. Es wurden keine neuen Risiken identifiziert, die sich nach derzeitiger Einschätzung potenziell kritisch auf das Ergebnis auswirken. Aus dem konzernweiten Früherkennungssystem wie auch nach Einschätzung des Konzernvorstands waren im aktuellen Prognosezeitraum keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft. Die Einschätzung eines stabilen bis positiven Ausblicks spiegelt sich auch in den Kredit-Ratings, wider. Da die Deutsche Post AG unter anderem durch Finanzierungs- und Garantiezusagen sowie durch mittel- und unmittelbare Investitionen in die Beteiligungsunternehmen weitgehend mit den Unternehmen des Konzerns Deutsche Post DHL Group verbunden ist, entspricht die Chancen- und Risikosituation der Deutsche Post AG im Wesentlichen der Chancen- und Risikosituation des Konzerns Deutsche Post DHL Group. Insoweit gelten die Aussagen zur Gesamtbewertung der Chancen- und Risikosituation durch die Unternehmensleitung auch als Zusammenfassung der Chancen- und Risikosituation der Deutsche Post AG. Chancen- und Risikomanagement Chancen- und Risikomanagement mit einheitlichem Berichtsstandard Als international tätiges Logistikunternehmen sind wir einer Reihe von Veränderungen ausgesetzt. Wir wollen die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken früh erkennen sowie erforderliche Maßnahmen in den im Einzelnen betroffenen Bereichen rechtzeitig ergreifen, um so den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Dieses Ziel unterstützen wir mit einem konzernweiten Chancen- und Risikomanagement. Quartalsweise schätzen Manager die Auswirkungen künftiger Szenarien ein, bewerten die Chancen und Risiken ihrer Bereiche und stellen geplante sowie bereits ergriffene Maßnahmen dar. Die Abfrage und Freigabe erfolgt hierarchisch, sodass das Management unterschiedlicher Ebenen in den Ablauf eingebunden ist. Chancen und Risiken können jederzeit auch ad hoc gemeldet werden. Unser Prozess zur Früherkennung verknüpft das Chancen- und Risikomanagement im Konzern zu einem einheitlichen Berichtsstandard. Die dabei eingesetzte IT-Anwendung entwickeln wir stetig weiter. Bei den Standardauswertungen nutzen wir darüber hinaus die Monte-Carlo-Simulation zur Chancen- und Risikoaggregation. Diese stochastische Methode berücksichtigt die Eintrittswahrscheinlichkeit der zugrunde liegenden Chancen und Risiken und basiert auf dem Gesetz der großen Zahl. Aus den Verteilungsfunktionen der einzelnen Chancen und Risiken werden 1 Mio Mal zufällig ausgewählte Szenarien – je Chance und Risiko eines – miteinander kombiniert. Die Ergebnisgrafik zeigt die Häufigkeitsdichte der daraus resultierenden Gesamtergebnisse. Folgende Grafik zeigt beispielhaft ein Simulationsergebnis: scroll
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Die wichtigsten Schritte unseres Chancen- und Risikomanagementprozesses:
Internes auf die Rechnungslegung bezogenes Kontroll- und Risikomanagementsystem (Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht) Die Deutsche Post stellt die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung mit Hilfe eines internen darauf bezogenen Kontrollsystems (IKS) sicher. Es soll gewährleisten, dass die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden und die interne wie externe Rechnungslegung im Hinblick auf die numerische Abbildung der Geschäftsprozesse valide ist. Der Buchungsstoff soll vollständig, zeitnah und richtig erfasst und verarbeitet werden. Fehler in der Rechnungslegung sollen grundsätzlich vermieden beziehungsweise eventuelle Fehler zeitnah aufgedeckt werden. Die Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems umfasst organisatorische und technische Maßnahmen, in die alle Organisationseinheiten des Unternehmens einbezogen sind. Eine zentral vorgegebene Bilanzierungsrichtlinie stellt sicher, dass die Bilanzierungsstandards nach HGB einheitlich und unternehmensweit angewendet werden. Die buchungsrelevanten Sachverhalte werden durch die Vorgaben eines zentralen Kontenplans geregelt. Daneben erfolgen weitergehende Regelungen durch eine Kontierungsrichtlinie. Die Hinterlegung erfolgt im Intranet, wodurch ein ständiger Zugriff durch die Nutzer gewährleistet ist. Für den Jahresabschlussprozess liegen detaillierte Aktivitätenpläne, Arbeitsanweisungen und Terminpläne den verantwortlichen Organisationseinheiten vor. Die wesentlichen Funktionen des Rechnungswesens der Deutsche Post werden von dem SSC (Shared Service Center) Accounting in Köln (Finance & HR Operations Deutschland) wahrgenommen. Hauptsächlich wurden hierfür die Abteilungen General Ledger, Accounting for Affiliated Companies, Master Data/Duty, Accounts Payable, Accounts Receivable, Cost Accounting Solutions & Services, Business Process Optimization, Performance & Quality Management sowie Corporate Treasury Services eingerichtet. Die rechnungslegungsrelevanten Vorgänge werden bei der Deutsche Post AG IT-gestützt abgewickelt. Hierzu bedient sich die Deutsche Post AG für die rechnungslegungsrelevanten Systeme der Dienstleistungen der Tochtergesellschaft Deutsche Post IT Services GmbH, die mit Haupt- und Ausweichzentrum in Prag für den Betrieb, die Wartung, die IT-Anwendungsentwicklung und Pflege verantwortlich ist. Bei den Anwendungssystemen im Bereich der Finanzbuchhaltung werden insbesondere Standardlösungen der Firma SAP AG genutzt. Darüber hinaus bedient sich die Deutsche Post AG der Dienstleistungen der T-Systems Enterprise Services GmbH (T-Systems), einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Jährliche IT-Kontrollen finden bei T-Systems durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft statt. Die Prüfungsinhalte und -ergebnisse werden in einer ISAE3402-Bescheinigung schriftlich dokumentiert. Automatische Plausibilitätsprüfungen und systemseitige Validierungen der Buchhaltungsdaten sind ein weiterer Bestandteil unseres Kontrollsystems. Daneben erfolgen regelmäßig manuelle Kontrollen auf dezentraler Ebene durch die lokalen Verantwortlichen und zentral im Corporate Center durch die Zentralbereiche Corporate Accounting & Controlling, Corporate Tax und Corporate Finance. Unter chronologischen Aspekten werden vor- und nachgelagerte Kontrollen und Analysen erstellt. Falls erforderlich, wird auf die Expertise externer Gutachter zurückgegriffen, zum Beispiel bei Pensionsrückstellungen. Schließlich garantiert die unternehmenseinheitlich gesteuerte Durchführung des Abschlussprozesses im Rahmen eines zentral verwalteten Abschlusskalenders einen strukturierten und effizient gestalteten Rechnungslegungsprozess. Über die genannten Strukturen des IKS und des Risikomanagements hinaus ist die Konzernrevision ein wesentliches Organ im Steuerungs- und Überwachungssystem des Konzerns. Im Rahmen ihrer risikoorientierten Prüfungshandlungen kontrolliert regelmäßig Corporate Internal Audit & Security die rechnungslegungsrelevanten Prozesse und berichtet dem Vorstand über die Ergebnisse. Berichterstattung und Bewertung von Chancen und Risiken Im Folgenden stellen wir primär Chancen und Risiken dar, die aus heutiger Sicht den Konzern im Prognosezeitraum über die bereits berücksichtigten Erwartungen hinaus wesentlich beeinflussen könnten. Sie werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Wirkung bewertet. Im Ergebnis unterscheiden wir Chancen und Risiken niedriger, mittlerer und hoher Bedeutung. Als wesentlich bewerten wir Chancen und Risiken von hoher oder mittlerer Bedeutung, die in Grafik A.35 schwarz beziehungsweise grau gekennzeichnet sind. Es gelten folgende Beurteilungsmaßstäbe: scroll
Die dargestellten Chancen und Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich dem Konzern eröffnen oder denen er ausgesetzt ist. Weitere Einflüsse, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die wir noch nicht als wesentlich einschätzen, könnten unsere Geschäftstätigkeiten ebenfalls beeinflussen. Chancen und Risiken werden in Deutsche Post DHL Group dezentral erfasst und bewertet. Über mögliche Planabweichungen einschließlich latenter Ereignischancen und -risiken wird überwiegend auf der Ebene von Ländern oder Regionen berichtet. Angesichts des Detaillierungsgrades der internen Berichte fassen wir hier die dezentral gemeldeten Chancen und Risiken zu den nachfolgenden Kategorien zusammen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich bei den zugrunde liegenden Einzelmeldungen wesentliche Korrelationen im Zusammenhang mit der Entwicklung der Weltkonjunktur und der Weltwirtschaftsleistung ergeben. Sofern nicht anders spezifiziert, wird den Einzelchancen und -risiken innerhalb der jeweiligen Kategorien und im betrachteten Prognosezeitraum 2018 eine niedrige Bedeutung beigemessen. Die Chancen und Risiken gelten grundsätzlich für alle Unternehmensbereiche, sofern nicht anders angegeben. Chancen und Risiken in Kategorien Chancen und Risiken aufgrund politischer, regulatorischer und rechtlicher Rahmenbedingungen Einige Risiken entstehen vor allem dadurch, dass der Konzern einen Teil seiner Dienstleistungen in einem regulierten Markt erbringt. Viele Postdienstleistungen der Deutsche Post AG und ihrer Tochtergesellschaften (insbesondere Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel) unterliegen der sektorspezifischen Regulierung nach dem Postgesetz durch die Bundesnetzagentur. Sie genehmigt oder überprüft Entgelte, gestaltet Bedingungen des Zugangs zu Teilleistungen und übt die besondere Missbrauchsaufsicht aus. Die von der Bundesnetzagentur im Jahr 2015 vorgegebenen Rahmenbedingungen für die im Price-Cap-Verfahren genehmigten Entgelte von Briefsendungen bis 1.000 Gramm, die so genannten Maßgrößen, sind bis zum 31. Dezember 2018 befristet. Sie werden von der Regulierungsbehörde im Jahr 2018 neu festgelegt. Mit Urteil vom 14. Juli 2016 hat das Gericht der Europäischen Union (EuG) auf Klage der Bundesrepublik Deutschland hin die Beihilfeentscheidung der EU-Kommission vom 25. Januar 2012 für nichtig erklärt. In der Beihilfeentscheidung hatte die EU-Kommission die Ansicht vertreten, bei der Finanzierung der Beamtenpensionen habe teilweise eine rechtswidrige Beihilfe vorgelegen, die an den Bund zurückgezahlt werden müsse, nähere Angaben, siehe Geschäftsberichte 2015 und 2016, Anhang „Rechtsverfahren“. Deutsche Post AG und Bund hatten in ihren Klagen vorgetragen, dass die Beihilfeentscheidung rechtswidrig ist. Diesem Vorbringen ist das EuG im erwähnten Urteil vom 14. Juli 2016 in der Klage des Bundes gefolgt. Das Klageverfahren der Deutsche Post AG gegen die Beihilfeentscheidung vom 25. Januar 2012 ist ebenfalls abgeschlossen: Durch Beschluss vom 17. März 2017 hat das EuG in der Klage der Deutsche Post AG antragsgemäß den Rechtsstreit für erledigt erklärt und der EU-Kommission die Kosten auferlegt. Da die unterlegene EU-Kommission gegen das Urteil des EuG vom 14. Juli 2016 kein Rechtsmittel eingelegt hat, ist es rechtskräftig. Damit ist die Beihilfeentscheidung der EU-Kommission endgültig nichtig und der Rückzahlungsverpflichtung die Grundlage entzogen. Der seinerzeit zur Umsetzung der Beihilfeentscheidung auf einem Treuhandkonto hinterlegte Betrag von 378 Mio € konnte freigegeben werden. Die von der Deutsche Post AG gegen den Ausweitungsbeschluss 2011 erhobene Klage ist nach wie vor anhängig. Deren Gegenstand ist die verfahrensrechtliche Frage der Wirksamkeit des Beschlusses, mit dem die EU-Kommission im Jahr 2011 ihr Beihilfeprüfverfahren ausweitete. In der anhängigen Klage hat die EU-Kommission die Rechtsansicht geäußert, das 1999 eröffnete Beihilfeverfahren sei für einen Teilbereich weiterhin offen, sodass sie einen neuen, das Verfahren abschließenden Beschluss erlassen könne. Zum möglichen Inhalt dieses Beschlusses machte die EU-Kommission keine Angaben. Nach Ansicht der Deutsche Post AG dagegen wurde jenes Verfahren durch die Beihilfeentscheidung der EU-Kommission vom 19. Juni 2002 vollumfänglich abgeschlossen. Letzteres hat der EuGH in seinem Urteil vom 24. Oktober 2013 ausdrücklich bestätigt. Die Beihilfeentscheidung der EU-Kommission vom 25. Januar 2012 bleibt endgültig nichtig. Weitere bedeutsame Rechtsverfahren beschreiben wir im folgenden Abschnitt „Weitere Rechtsverfahren“. Bei diesen Verfahren sehen wir jedoch keine Risiken von wesentlichen Planabweichungen für den Prognosezeitraum 2018. Risiken ergeben sich außerdem aus der intensiven Internationalisierung der Warenströme. Als weltweit tätiges Logistikunternehmen unterliegt Deutsche Post DHL Group den Ein- , Aus- und Durchfuhrbestimmungen von mehr als 220 Ländern und Territorien. Dazu gehören neben dem Zollrecht auch das Außenwirtschaftsrecht dieser Länder. Dabei ist nicht nur die Zahl und die Komplexität dieser Vorschriften einschließlich ihres Anwendungsbereichs über Landesgrenzen hinaus (so genannte extraterritoriale Wirkung) in den letzten Jahren ständig gestiegen; auch die Verfolgung und die Ahndung von Verfehlungen seitens der zuständigen Behörden hat deutlich zugenommen. Wir begegnen diesen Risiken mit einem gruppenweiten Compliance-Programm. Dazu gehört neben der gesetzlich gebotenen Überprüfung von Absendern und Empfängern, Lieferanten und Mitarbeitern anhand der anwendbaren Embargolisten insbesondere auch die gesetzlich erforderliche Überprüfung von Sendungen zur Durchsetzung geltender Ausfuhrverbote sowie von Ländersanktionen und –embargos. Dabei kooperiert Deutsche Post DHL Group mit den zuständigen Behörden sowohl präventiv als auch bei der Ermittlung von Verstößen zur Vermeidung bzw. Begrenzung etwaiger Sanktionen. Weitere Rechtsverfahren Weitere Risiken können sich unter anderem aus den verwaltungsgerichtlich anhängigen Klagen eines Verbandes gegen die im Rahmen des sog. Price-Cap-Verfahrens von der Bundesnetzagentur für die Jahre 2016 bis 2018 getroffenen Maßgrößenentscheidung und Preisgenehmigung ergeben. Nach Auffassung des Klägers sind die beiden Entscheidungen der Bundesnetzagentur aus verschiedenen Gründen rechtswidrig. Die Bundesnetzagentur und die Deutsche Post AG teilen die Auffassung des Klägers nicht. Die Bundesnetzagentur hat mit Beschluss vom 14. Juni 2011 festgestellt, dass die First Mail Düsseldorf GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutsche Post AG, und die Deutsche Post AG gegen das Abschlags- und Diskriminierungsverbot nach dem Postgesetz verstoßen. Den Gesellschaften wurde auferlegt, die festgestellten Verstöße abzustellen. Beide Gesellschaften haben gegen den Beschluss geklagt. Außerdem hat die First Mail Düsseldorf GmbH die Aussetzung der Vollziehung des Beschlusses bis zur Entscheidung des Hauptsacheverfahrens beantragt. Das Verwaltungsgericht Köln und das Oberverwaltungsgericht Münster haben diesen Antrag jeweils abgelehnt. Die First Mail Düsseldorf GmbH hat die Beförderung von Briefsendungen zum Ende des Jahres 2011 eingestellt und die Klage am 19. Dezember 2011 zurückgenommen. Die Deutsche Post AG verfolgt die Klage gegen den Beschluss der Bundesnetzagentur weiter. Mit Beschluss vom 30. April 2012 hat die Bundesnetzagentur festgestellt, dass die Deutsche Post AG gegen das Diskriminierungsverbot des Postgesetzes verstoße, indem sie inhaltsgleiche Rechnungen zu anderen Entgelten befördert als Rechnungen mit unterschiedlichen Rechnungsbeträgen. Die Deutsche Post AG wurde aufgefordert, die festgestellte Diskriminierung unverzüglich, spätestens zum 31. Dezember 2012, abzustellen. Der Beschluss wurde zum 1. Januar 2013 umgesetzt. Die Deutsche Post teilt die Rechtsauffassung der Bundesnetzagentur nicht und hat gegen den Beschluss Klage erhoben. Die Bundesnetzagentur hat mit Beschluss vom 28. Juni 2016 festgestellt, dass die Entgelte für das Dialogpostprodukt „Impulspost“ nicht den Entgeltmaßstäben des Postgesetzes gerecht werden und unverzüglich anzupassen sind (Anpassungsaufforderung). Nach Ansicht der Bundesnetzagentur deckten die Entgelte nicht die Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung und hatten wettbewerbsbehindernde Auswirkungen. Mit Beschluss vom 26. Juli 2016 hat die Bundesnetzagentur der Deutschen Post die Erhebung der Entgelte untersagt und die Entgelte für unwirksam erklärt (Untersagungsverfügung), da die Deutsche Post bis zu dem Zeitpunkt der Anpassungsaufforderung nicht gefolgt war. Die Deutsche Post teilt nicht die Rechtsauffassung der Bundesnetzagentur und hat gegen die Verfügungen der Behörde vor dem Verwaltungsgericht Köln Klage erhoben. Seit dem 1. Juli 2010 sind infolge einer Neufassung der einschlägigen Steuerbefreiungsvorschrift nur noch bestimmte Universaldienstleistungen in Deutschland von der Mehrwertsteuer befreit, die nicht auf der Grundlage individuell ausgehandelter Vereinbarungen oder zu Sonderkonditionen (Rabatten etc.) erbracht werden. Die Deutsche Post AG und die Finanzverwaltung vertreten hinsichtlich der umsatzsteuerlichen Behandlung einzelner Produkte unterschiedliche Auffassungen. Zur Klärung dieser Fragen sind Verfahren der Deutsche Post AG und von Wettbewerbern bei deutschen Finanzgerichten und beim Europäischen Gerichtshof anhängig. Mit Rücksicht auf die oben genannten laufenden oder angekündigten Rechtsverfahren werden keine weiteren Angaben zur bilanziellen Abbildung vorgenommen. Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken Makroökonomische und branchenspezifische Rahmenbedingungen beeinflussen maßgeblich unseren Geschäftserfolg. Daher verfolgen wir aufmerksam die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb den Regionen, derzeit insbesondere die möglichen Auswirkungen der US-Wirtschaftspolitik sowie die möglichen Folgen des Austritts Großbritanniens aus der EU. Neben anderen Aspekten ergeben sich für uns im Falle des so genannten Brexit Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus möglichen Veränderungen von Wechselkursen und Konjunktur, Flugrechten sowie bei der Zollabwicklung und aus Einflüssen auf unsere Kunden sowohl innerhalb als auch außerhalb Großbritanniens. Wir haben hierfür themenbezogene Arbeitsgruppen eingerichtet, um uns auf die Auswirkungen des Brexit bestmöglich vorbereiten zu können. Insgesamt sind die Nachfrage nach Logistikleistungen und damit verbundene Umsätze im Jahr 2017 trotz eines volatilen Umfelds gestiegen. Eine Reihe externer Größen eröffnet uns zahlreiche Chancen: Wir gehen von einem weltweiten Marktwachstum aus. Bei fortschreitender Globalisierung und weiterem Weltwirtschaftswachstum wird die Logistik auch in Zukunft wachsen. Dies gilt besonders für Asien, wo die Handelsströme mit anderen Regionen und speziell innerhalb des Kontinents weiter zunehmen werden. Davon können wir als Marktführer mit unseren DHL-Unternehmensbereichen überdurchschnittlich profitieren. Das gilt auch für weitere stark wachsende Länder in Regionen wie Südamerika oder dem Mittleren Osten, wo wir ebenfalls gut vertreten sind und die sich bietenden Marktchancen nutzen werden. Ob und in welchem Ausmaß der Logistikmarkt wächst, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Der Trend, dass Unternehmen Geschäftsabläufe auslagern, hält an. Die Lieferketten werden komplexer, internationaler, aber auch störungsanfälliger. Kunden wünschen deshalb stabile und integrierte Logistiklösungen, die wir mit unserem breiten Serviceportfolio anbieten. Besonders im Unternehmensbereich Supply Chain und auch durch die engere Zusammenarbeit aller Unternehmensbereiche sehen wir hier weiterhin Wachstumschancen. Der boomende Online-Handel ist eine weitere Chance für uns. Er schafft Bedarf für den Transport von Dokumenten und Waren. Vor allem der sich weiter gut entwickelnde digitale Einzelhandel lässt den B2C-Markt stark wachsen. Daraus entsteht für das nationale und internationale Paketgeschäft großes Wachstumspotenzial, das wir mit dem Ausbau unseres Paketnetzwerks erschließen wollen. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass sich die Konjunktur in einzelnen Wirtschaftsregionen eintrübt und die Transportmengen stagnieren oder rückläufig sind. Allerdings würde dies nicht in allen Geschäftsfeldern die Nachfrage mindern. So ist im Paketbereich auch ein gegenläufiger Effekt möglich, da Verbraucher aus Kostengründen häufiger online einkaufen könnten. Ebenso können Unternehmen gezwungen sein, ihre Kosten zu senken und daher ihre Transportleistungen auszulagern. Konjunkturell bedingte Risiken können sich in Größe und Zeitpunkt unterschiedlich auf unsere Unternehmensbereiche auswirken, was den Gesamteffekt mindern könnte. Die Bedeutung dieses Risikos bewerten wir insgesamt als mittel. Zudem haben wir in den vergangenen Jahren Maßnahmen ergriffen, um Kosten zu flexibilisieren und auf eine veränderte Nachfrage des Marktes schnell reagieren zu können. Deutsche Post und DHL stehen im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Die Entwicklung unseres Kundenbestands sowie die Höhe von Preisen und Margen auf unseren Märkten kann hierdurch signifikant beeinflusst werden. Wesentliche Erfolgsfaktoren im Brief- und Logistikgeschäft sind Qualität, Kundenvertrauen sowie wettbewerbsfähige Preise. Dank unserer hohen Qualität und der in den letzten Jahren erzielten Einsparungen sehen wir uns in der Lage, im Wettbewerb zu bestehen und mögliche Auswirkungen gering zu halten. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Als global tätiger Konzern sind wir zwangsläufig finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Im Wesentlichen ergeben sich diese aus der Schwankung von Währungskursen, Zinssätzen oder Rohstoffpreisen und dem Kapitalbedarf des Konzerns. Mithilfe operativer und finanzwirtschaftlicher Maßnahmen versuchen wir, die Volatilität von Finanzkennzahlen aufgrund finanzieller Risiken zu reduzieren. Währungsrisiken und -chancen können aus gebuchten oder zukünftig geplanten Fremdwährungstransaktionen resultieren. Wesentliche Währungsrisiken aus geplanten Transaktionen werden über 24 Monate rollierend als Nettoposition quantifiziert. Hoch korrelierte Währungen werden in Blöcken zusammengefasst. Die wichtigsten geplanten Nettoüberschüsse bestehen auf Konzernebene im US-Dollar-Block, Britischen Pfund, Japanischen Yen und in der Indischen Rupie, während die Tschechische Krone die einzige Währung mit einem wesentlichen Nettobedarf ist. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Währungssicherungen für geplante Fremdwährungstransaktionen. Eine Chance für die Ertragslage des Konzerns ergibt sich aus einer möglichen generellen Abwertung des Euro. Die Bedeutung dieser Chance bewerten wir auf Basis der derzeitigen makroökonomischen Prognosen als niedrig. Das wesentliche Risiko für die Ertragslage des Konzerns wäre eine generelle Aufwertung des Euro. Die Bedeutung wird als niedrig eingestuft, betrachtet man die Einzelrisiken aus den Entwicklungen der jeweiligen Währungen. In der Gesamtwirkung aller Währungseffekte für den Konzern sind diese momentan als Risiko mit niedriger Relevanz einzustufen. Für uns als Logistikkonzern resultieren die größten Rohstoffpreisrisiken aus der Veränderung von Treibstoffpreisen (Kerosin, Diesel und Schiffsdiesel). Diese Risiken werden in den DHL-Divisionen weitgehend über operative Maßnahmen (Treibstoffzuschläge) an die Kunden weitergegeben. Die wesentliche Steuerungsgröße für das Liquiditätsmanagement sind die zentral verfügbaren Liquiditätsreserven. Zum Bilanzstichtag verfügt Deutsche Post DHL Group über zentrale Liquiditätsreserven von 4,2 Mrd €, die sich aus zentralen Geldanlagen von 2,2 Mrd € und der syndizierten Kreditlinie in Höhe von 2 Mrd € zusammensetzen. Die Liquidität des Konzerns ist daher kurz- und mittelfristig gesichert. Darüber hinaus hat der Konzern aufgrund seines im Branchenvergleich guten Ratings ungehinderten Zugang zum Kapitalmarkt und ist in der Lage, den langfristigen Kapitalbedarf sicherzustellen. Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns belief sich per Ende 2017 auf 1,9 Mrd €. Der Anteil der Finanzschulden mit kurzfristiger Zinsbindung an den gesamten Finanzschulden in Höhe von 6,1 Mrd € beträgt circa 15 %. Weitere Informationen zur Finanzlage und Finanzstrategie des Konzerns sowie zum Management von Finanzrisiken finden sich im Wirtschaftsbericht. Chancen und Risiken aus der Unternehmensstrategie Der Konzern hat in den vergangenen Jahren sein Geschäft in den stark wachsenden Regionen und Märkten der Welt gut positioniert. Zudem arbeiten wir kontinuierlich daran, in allen Bereichen effiziente Strukturen zu schaffen, um Kapazitäten und Kosten flexibel an die Nachfrage anzupassen – Voraussetzungen für einen nachhaltig profitablen Geschäftserfolg. Bei der strategischen Ausrichtung konzentrieren wir uns auf unsere Kernkompetenzen im Brief- und Logistikgeschäft mit den Schwerpunkten organisches Wachstum und Vereinfachung unserer Prozesse zum Vorteil der Kunden. Hierbei spielt Digitalisierung eine Schlüsselrolle. Die digitale Transformation beinhaltet das Ineinandergreifen von neuen Technologien mit einer Unternehmenskultur, die Veränderungen im Umfeld zu ihrem Vorteil nutzt. Chancen ergeben sich beispielsweise aus neuen Vernetzungsmöglichkeiten von Infrastrukturen sowie aus digitalen Geschäftsmodellen. Entwicklungschancen aus unserer strategischen Ausrichtung werden regelmäßig in der Ergebnisplanung berücksichtigt. Im angegebenen Betrachtungszeitraum sind Risiken aus der aktuellen Unternehmensstrategie, die sich auf einen längerfristigen Zeitraum erstreckt, von niedriger Bedeutung für den Konzern. Darüber hinaus bestehen in den Unternehmensbereichen folgende Besonderheiten: Im Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel stellen wir uns den Herausforderungen des Strukturwandels vom physischen zum digitalen Geschäft. Wir begegnen den Risiken aus einer sich ändernden Nachfrage mit einem erweiterten Leistungsangebot. Wegen des boomenden Internethandels erwarten wir, dass das Paketgeschäft in den kommenden Jahren weiter stark wachsen wird. Daher bauen wir unser Paketnetzwerk aus. Darüber hinaus erweitern wir unser Angebot in der elektronischen Kommunikation, sichern die Qualitätsführerschaft und flexibilisieren, wo möglich, die Transport- und Zustellkosten. Wir beobachten die Marktentwicklung sehr genau und berücksichtigen sie bei der Ergebnisplanung. Für den angegebenen Prognosezeitraum sehen wir daraus keine wesentlichen negativen Abweichungspotenziale. Im DHL-Unternehmensbereich Express hängt der künftige Erfolg vor allem von allgemeinen Faktoren wie Wettbewerbs-, Kosten- und Verkehrsmengenentwicklung ab. Wir wollen im internationalen Geschäft weiter wachsen und erwarten, dass die Sendungsmengen zunehmen. Basierend auf diesen Annahmen investieren wir in unser Netzwerk, den Service, unsere Mitarbeiter und die Marke DHL. Vor dem Hintergrund der vergangenen Entwicklung und allgemeiner Prognosen sehen wir für den Unternehmensbereich Express keine über die im Abschnitt „Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken“ beschriebenen hinausgehenden wesentlichen strategischen Chancen und Risiken. Im DHL-Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight erbringen wir Transportleistungen nicht selbst, sondern kaufen diese bei Fluggesellschaften, Reedereien und Frachtführern ein. Im Regelfall sollte es uns gelingen, Transportleistungen günstiger einzukaufen. Es besteht somit die Chance, höhere Margen zu erzielen. Im ungünstigen Fall tragen wir das Risiko, Preiserhöhungen teilweise nicht an Kunden weitergeben zu können. Wie hoch Chancen und Risiken sind, hängt im Wesentlichen davon ab, wie sich Angebot, Nachfrage und Preise von Transportleistungen entwickeln, sowie von der Dauer unserer Verträge. Umfassende Kenntnisse beim Makeln von Transportleistungen helfen uns, sowohl Chancen zu realisieren als auch Risiken zu minimieren. Im DHL-Unternehmensbereich Supply Chain hängt unser Erfolg stark von der Geschäftsentwicklung der Kunden ab. Da wir weltweit Kunden verschiedener Branchen mit einem breit gefächerten Angebot versorgen, können wir unser Risikoportfolio diversifizieren und so entstehenden Risiken entgegenwirken. Unser künftiger Erfolg hängt zudem davon ab, inwieweit es uns gelingt, das bestehende Geschäft kontinuierlich zu verbessern und in unseren wichtigsten Märkten und Kundensegmenten zu wachsen. Für den Unternehmensbereich Supply Chain sehen wir keine über die im Abschnitt „Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken“ beschriebenen hinausgehenden wesentlichen strategischen Chancen und Risiken. Chancen und Risiken aus internen Prozessen Um unsere Dienstleistungen zu erbringen, müssen viele interne Abläufe verzahnt werden. Hierzu zählen neben den grundlegenden operativen Abläufen auch unterstützende Funktionen, wie Vertrieb und Einkauf sowie entsprechendes Management. Sofern es uns gelingt, interne Abläufe auf die Anforderungen der Kunden auszurichten und gleichzeitig Kosten zu senken, kann dies zu positiven Planabweichungen führen. Mithilfe unserer First-Choice-Initiativen verbessern wir interne Abläufe stetig. Dadurch steigt die Kundenzufriedenheit und wir sparen zugleich Kosten ein. In unserer Ergebnisprognose sind bereits erwartete Kosteneinsparungen berücksichtigt. Logistische Dienstleistungen sind zum größten Teil ein Massengeschäft und erfordern eine komplexe betriebliche Infrastruktur mit hohen Qualitätsstandards. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit kontinuierlich zu gewährleisten, heißt, die Abläufe reibungslos zu organisieren sowie technisch und personell abzusichern. Schwächen in einem der Bereiche Einlieferung, Sortierung, Transport, Lagerung oder Zustellung könnten die Wettbewerbsfähigkeit empfindlich beeinträchtigen. Um mögliche Störungen unserer Abläufe früh erkennen und notwendige Maßnahmen ergreifen zu können, haben wir ein globales Sicherheitsmanagementsystem eingeführt und die globale IT-Plattform „Resilience360“ entwickelt, die unsere Lieferketten und Standorte weltweit visualisiert und vernetzt. Informationen über sicherheitsrelevante Vorfälle fließen nahezu in Echtzeit in das System ein. Es dient im Störungsfall zudem als zentrale Kommunikationsplattform – insgesamt ein Wettbewerbsvorteil, der bereits auf reges Interesse von Sicherheitsbehörden und Kunden stößt. Chancen und Risiken aus der Informationstechnologie Die Sicherheit unserer Informationssysteme hat für uns einen besonders hohen Stellenwert. Ziel ist es, die IT-Systeme konstant zu betreiben sowie unberechtigte Zugriffe auf unsere System- und Datenbestände zu vermeiden. Dafür hat das „Information Security Committee“ als Unterausschuss („subcommittee“) des IT-Boards Richtlinien, Standards und Verfahren entwickelt, die der internationalen Norm ISO 27002 für das Management von Informationssicherheit entsprechen. IT-Risiken werden zudem kontinuierlich von Konzernrisikomanagement, IT-Revision, Datenschutz und Konzernsicherheit überwacht und bewertet. Damit unsere Prozesse stets reibungslos funktionieren, müssen die dafür benötigten IT-Systeme dauerhaft verfügbar sein. Dies stellen wir dadurch sicher, dass wir die Systeme so gestalten, dass Komplettausfälle in der Regel vermieden werden. Neben ausgelagerten Rechenzentren betreiben wir zentrale Rechenzentren in Tschechien, Malaysia und den Vereinigten Staaten. Dadurch sind die Systeme geografisch getrennt und können lokal repliziert werden. Wir beschränken den Zugang zu unseren Systemen und Daten so, dass die Mitarbeiter nur auf solche Daten zugreifen können, die sie für die ihnen übertragenen Aufgaben benötigen. Die Systeme und Daten werden regelmäßig gesichert, kritische Daten werden zudem in den Rechenzentren repliziert. Unsere gesamte Software wird regelmäßig aktualisiert, um mögliche Fehler zu beheben, Sicherheitslücken zu schließen und die Funktionalität zu erweitern. Risiken, die aus einer veralteten Software oder aus Software-Upgrades herrühren können, begegnen wir mit „Patch Management“ – einem definierten Prozess zur Aktualisierung von Software. Aufgrund der beschriebenen Maßnahmen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit eines signifikanten und folgenschweren Vorfalls im IT-Bereich als sehr gering ein. Chancen und Risiken aus dem Personalbereich Um langfristig erfolgreich zu sein, sind wir auf qualifizierte und motivierte Beschäftigte angewiesen. Demografischer Wandel kann allerdings dazu führen, dass die Zahl verfügbarer Kräfte in verschiedenen Märkten abnimmt. Diesem Risiko begegnen wir mit Maßnahmen, die unsere Beschäftigten motivieren, entwickeln und fördern sollen. Mit strategischer Personalplanung begegnen wir Alterungs- und Kapazitätsrisiken, die sich aus veränderten Alters- und Sozialstrukturen ergeben. Unser Analyse- und Planungsinstrument verbessern wir kontinuierlich anhand der damit gewonnenen Erfahrungen. Auch der in Deutschland mit den Gewerkschaften vereinbarte Generationenvertrag trägt dazu bei, die Berufserfahrung der Beschäftigten möglichst lange zu nutzen und zugleich jungen Menschen eine dauerhafte Perspektive zu bieten. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung unserer Geschäftstätigkeit ist die mögliche Zunahme chronischer wie akuter Krankheiten. Diesem Risiko begegnen wir mit Gesundheitsprogrammen, lokal zugeschnittenen Maßnahmen und bereichsübergreifender Kooperation. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge der Deutsche Post AG beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Fakten und werden mitunter durch Verwendung der Begriffe „glauben“, „erwarten“, „vorhersagen“, „beabsichtigen“, „prognostizieren“, „planen“, „schätzen“, „bestreben“, „voraussehen“, „annehmen“, „das Ziel verfolgen“ und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen und unterliegen daher Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser werden darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Zeitpunkt dieser Darstellung Gültigkeit haben. Die Deutsche Post AG beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts zu berücksichtigen. Soweit der Lagebericht auf Inhalte von Internetseiten verweist, sind diese Inhalte nicht Bestandteil des Lageberichts. Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung 01. Januar bis 31. Dezember 2017scroll
AnhangDeutsche Post AGGrundlagen der Darstellung(1) Angaben zur Identifikation der Kapitalgesellschaft Der Name der Firma lautet Deutsche Post AG. Sitz der Gesellschaft ist Bonn. Eingetragen ist die Deutsche Post AG im Handelsregister B des Amtsgerichts Bonn unter der Nummer HRB 6792. (2) Grundlagen der Rechnungslegung Die Deutsche Post AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde nach handelsrechtlichen (§§ 238 ff, §§ 264 ff HGB) und aktienrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Die Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) erfolgt seit dem 01. Januar 2016. Als Mutterunternehmen des Konzerns Deutsche Post DHL Group erstellt die Deutsche Post AG nach § 315e Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS). Daher wird ein Konzernabschluss nach handelsrechtlichen Vorschriften nicht aufgestellt. Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, die in den Konzernabschluss einbezogen sind. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. (3) Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Der Ausweis erfolgt in Millionen Euro. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert und erläutert. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert angewandt. Soweit unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden oder den Grundlagen der Darstellung nicht auf Änderungen eingegangen wird, sind sie in den entsprechenden Positionen erläutert. (4) Immaterielle Vermö gensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer sowie außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre und reduziert sich bei geringerer Vertragslaufzeit entsprechend. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wird das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB ausgeübt. Sie werden seit dem 01. Januar 2010 zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. (5) Sachanlagen Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Folgende Nutzungsdauern werden angewandt: Nutzungsdauer scroll
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Erhaltene Zuschüsse werden unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der Sachanlagen aufgelöst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als 150 Euro und bis zu 1.000 Euro betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 Euro (ohne Vorsteuerbetrag) werden im Zugangsjahr in voller Höhe als betrieblicher Aufwand erfasst. (6) Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sowie die Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Wegfall der dauerhaften Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung auf den beizulegenden Wert, jedoch höchstens bis zu den Anschaffungskosten. Anteile und Beteiligungen an ausländischen verbundenen Unternehmen in Fremdwährung werden mit dem aktuellen Umrechnungskurs zum Erwerbszeitpunkt bilanziert. Wurden Zugänge hinsichtlich ihres Währungsrisikos gesichert, werden diese mit dem Sicherungskurs angesetzt. Die Anschaffungskosten langfristiger unter- bzw. nicht verzinslicher Ausleihungen entsprechen grundsätzlich deren Barwert zum Ausgabezeitpunkt. Die übrigen Darlehen werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Aufzinsungsbeträge sind unter den Zugängen ausgewiesen. (7) Vorräte Unter den Vorräten werden Postwertzeichen und Ersatzteile für Förder- und Sortieranlagen in den Frachtzentren mit einem Festwert, die übrigen Hilfs- und Betriebsstoffe mit gleitenden bzw. gewogenen Durchschnittspreisen zum Bilanzstichtag angesetzt. Waren sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Soweit erforderlich, werden Wertberichtigungen in angemessenem Umfang unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten, die geleisteten Anzahlungen mit dem Zahlbetrag bewertet. (8) Forderungen und Sonstige Vermögens gegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird auf Basis von Erfahrungswerten durch die pauschalierte Einzelwertberichtigung abgedeckt. (9) Wertpapiere Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. (10) Flüssige Mittel Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände und Schecks werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsbestände werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. ( 11 ) Aktive Rechnungs abgrenzung Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht gemäß § 250 Abs. 3 HGB Gebrauch und aktiviert Disagien. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und ihrem Ausgabebetrag wird in den Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen, und planmäßig über die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit abgeschrieben. (12) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. (13) Rückstellungen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden anhand versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Als Rechnungsgrundlage für die Ermittlung der Rückstellungen dienen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Lohn- und Rentensteigerungen sowie die Fluktuation werden berücksichtigt. Die Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung der Abzinsung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Von dem Wahlrecht gem. Art. 28 Abs.1 EGHBG zur Passivierung mittelbarer Pensionsverpflichtungen wird Gebrauch gemacht. Für den aufgrund der Bewertungsvorgaben gemäß BilMoG zum 01. Januar 2010 entstandenen Zuführungsbetrag zur Rückstellung für Pensionen wird das Wahlrecht der ratierlichen Verteilung über 15 Jahre ausgeübt. Der Ausweis dieses jährlichen Zuführungsbetrages erfolgt ab dem 01. Januar 2016 aufgrund der Anwendung des BilRUG in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird das Vermögen, welches dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dient, als Deckungsvermögen zum Zeitwert bewertet und mit entsprechenden Rückstellungen verrechnet. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre. Dies gilt auch für die von den Mitarbeitern durch Arbeitszeit- und Gehaltsumwandlung finanzierten Zeitwertkonten. Es handelt sich dabei um wertpapiergebundene Verpflichtungen. Der Wert der Rückstellungen orientiert sich an der Wertentwicklung des von der Deutschen Post AG zu dotierenden Deckungsvermögens, dessen Bewertung zum Zeitwert erfolgt. Durch die Neufassung des IDW RS HFA 30 werden seit dem Berichtsjahr 2016 unter den Pensionsrückstellungen auch Pensionsverpflichtungen aus Schuldbeitritten ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wird der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Bei der DPAG existieren Altersteilzeitvereinbarungen mit variierenden Konditionen und Vertragsbedingungen sowohl nach dem Block- als auch nach dem Gleichverteilungsmodell. Zusätzlich werden Altersteilzeitzuschläge gewährt. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden. (14) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. In den Fällen, in denen der Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit höher ist als der Ausgabebetrag, wird der Unterschiedsbetrag aktiviert und auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. (15) Passive Rechn ungs abgrenzung Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. (16) Währungsum rechnungen Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Berücksichtigung von Bewertungseinheiten sowie deren Bilanzierung und Bewertung ist in Ziffer 50 erläutert. (17) Latente Steuern Latente Steuern ergeben sich aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, welche sich in zukünftigen Perioden wieder ausgleichen. Dabei werden von der Deutsche Post AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bzw. Personengesellschaften bestehen, an denen die Deutsche Post AG beteiligt ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, soweit eine Verlustverrechnung in den nächsten 5 Jahren zu erwarten ist. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,2 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die passiven latenten Steuern werden mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Der Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Erläuterungen zur BilanzAngaben zu den AktivaAktiva (18) Immaterielle Vermögensgegen stände Die Entwicklung und die Zusammensetzung der immateriellen Vermögensgegenstände sind aus dem Anlagengitter (Anlage 1) ersichtlich. Entwicklungskosten für eigenerstellte Software, mit deren Entwicklung nach dem 01. Januar 2010 begonnen wurde, werden aktiviert. Im Berichtsjahr wurden bei den selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt 27 Mio Euro aktiviert. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. (19) Sachanlagen Die Entwicklung und die Zusammensetzung des Sachanlagevermögens sind im Anlagengitter (Anlage 1) dargestellt. Die Zugänge bei den Grundstücken und Gebäuden in Höhe von 85 Mio Euro entfallen im Wesentlichen auf Mietereinbauten, Grundstücke für neue Frachtzentren, Bauten an Brief- und Frachtzentren sowie Erweiterungen von Außenanlagen diverser Betriebsgebäude. Die Investitionen in Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen überwiegend Vermögensgegenstände aus den Bereichen elektrobetriebene Fahrzeuge sowie geringwertige Wirtschaftsgüter. Die Zugänge bei Anlagen im Bau beinhalten im Wesentlichen Investitionen in Brief- und Paketzentren sowie Förder- und Verteilanlagen. (20) Finanzanlagen Die Entwicklung der Finanzanlagen ist aus Anlage 1 (Anlagengitter) ersichtlich. Eine Liste zum Anteilsbesitz ist dem Anhang als Anlage 3 beigefügt. Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich durch eine Zuschreibung um 120 Mio Euro erhöht. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2017 betreffen im Wesentlichen die Deutsche Post Beteiligungen Holding GmbH (6.400 Mio Euro), die DHL Global Management GmbH (1.400 Mio Euro) sowie die Deutsche Post Fleet GmbH (309 Mio Euro). Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens werden Fondsanteile ausgewiesen, die zur Sicherung von Pensionsrückstellungen von Tochtergesellschaften dienen. Es handelt sich um einen international anlegenden Multiassetfonds, der im Wesentlichen in Rentenpapieren investiert ist. Der Buchwert entspricht den Anschaffungskosten. Die Ausleihungen für Wohnungsbauförderung von 3 Mio Euro werden unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen. (21) Vorräte scroll
Der Posten Hilfs- und Betriebsstoffe beinhaltet u. a. Büromaterial, Betriebsstoffe, Ersatzteile und sonstiges Instandhaltungsmaterial. Unter dem Posten Waren werden Artikel der Philatelie und andere Handelswaren ausgewiesen. (22) Forderungen und s onstige Vermögensgegenstände scroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 4.520 Mio Euro (Vorjahr 3.631 Mio Euro) Forderungen aus dem konzerninternen Inhousebanking und mit 1.242 Mio Euro Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen (Vorjahr 842 Mio Euro). Darüber hinaus haben sich die kurzfristigen Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen auf 8.057 Mio Euro (Vorjahr 8.073 Mio Euro) reduziert. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Bareinlagen in Höhe von 87 Mio Euro (Vorjahr 101 Mio Euro) ausgewiesen. Es handelt sich dabei um langfristige Sicherheiten im Zusammenhang mit dem Verkauf von Wohnungsbaudarlehen. (23) Wertpapiere scroll
Der Anstieg resultiert aus dem Kauf von Geldmarktfonds. (24) Flüssige Mittel Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen flüssigen Mittel in Höhe von 1.756 Mio Euro (Vorjahr 1.786 Mio Euro) betreffen Kassenbestände, unterwegs befindliche Gelder und Guthaben bei Kreditinstituten. (25) Aktive Rechnungsab grenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 204 Mio Euro (Vorjahr 218 Mio Euro) sind zum Stichtag im Wesentlichen vorschüssig gezahlte Beamtenbezüge enthalten. Daneben sind in diesem Posten die Disagien aus ausgegebenen Anleihen in Höhe von 66 Mio Euro erfasst. Angaben zu den Passiva(26) Eigenkapital scroll
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2017 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr in Summe um 904 Mio Euro. Details zum Eigenkapital werden in den nachfolgenden Abschnitten erläutert. (27) Gezeichnetes Kapital Grundkapital Zum 31. Dezember 2017 beträgt das Grundkapital 1.228.707.545 (Vorjahr 1.240.915.883) auf den Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Die bedingte Kapitalerhöhung um 15.091.662 Euro erfolgte durch die Ausgabe neuer Aktien im Rahmen der Ausübung von Wandelschuldverschreibungen. Die Kapitalherabsetzung durch den Einzug von 27.300 Tsd. eigenen Aktien verminderte das Grundkapital um 27,3 Mio Euro. Zum 31. Dezember 2017 stellte sich die Aktionärsstruktur wie folgt dar: 970.332 Tsd. Aktien (79,3%) befinden sich im Streubesitz, davon 4.513 Tsd. eigene Aktien (0,37%). Der Anteil der KfW an der Deutschen Post AG beträgt 253.861 Tsd. Aktien (20,7%). Soweit eigene Aktien noch im Bestand sind, wurde der Nennbetrag der eigenen Anteile offen vom Grundkapital abgesetzt. Veröffentlichungen über Stimmrechtsveränderungen gemäß §§ 21 und 26 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sind in den Anlagen 4a und 4b zum Anhang dargestellt. scroll
Genehmigtes Kapital 2013 Der Vorstand war gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 28. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 240 Mio auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Das Grundkapital erhöhte sich in den Jahren 2014 und 2015 durch die teilweise Inanspruchnahme der Ermächtigung um 4 Mio Euro. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2017 wurde sie durch eine neue Ermächtigung (Genehmigtes Kapital 2017) ersetzt. Genehmigtes Kapital 2017 Der Vorstand ist gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. April 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 160 Mio auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf Aktien in den in der Ermächtigung geregelten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht. Bedingtes Kapital 2011 Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2011 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 24. Mai 2016 ein- oder mehrmals Options-, Wandel- und/oder Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechte unter Einschluss von Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu 1 Mrd Euro auszugeben und dabei Options- oder Wandlungsrechte auf bis zu 75 Mio Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 75 Mio Euro zu gewähren. Auf Grundlage dieser Ermächtigung hatte die Deutsche Post AG am 6. Dezember 2012 eine Wandelanleihe in Höhe von 1 Mrd Euro begeben, die das Recht zur Wandlung in bis zu 48 Mio Aktien der Deutsche Post AG verbrieft. Mit der Emission wurde diese Ermächtigung vollständig in Anspruch genommen. Das Grundkapital war zum 01. Januar 2016 um bis zu 75 Mio Euro bedingt erhöht. Das bedingte Kapital reduzierte sich nach Ausgabe von Bezugsaktien im Jahr 2015 um 4.832,00 €, im Jahr 2016 um 28.162.196,00 € sowie im Geschäftsjahr 2017 um 15.091.662,00 €. Bedingtes Kapital 2013 Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 28. Mai 2018 ein- oder mehrmals Options-, Wandel- und/oder Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechte unter Einschluss von Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu 1,5 Mrd Euro auszugeben und dabei Options- oder Wandlungsrechte auf bis zu 75 Mio Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 75 Mio Euro zu gewähren. Das Grundkapital ist um bis zu 75 Mio Euro bedingt erhöht. Von der Ermächtigung wurde kein Gebrauch gemacht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2017 wurde sie durch eine neue Ermächtigung (Bedingtes Kapital 2017) ersetzt. Bedingtes Kapital 2014 Die Hauptversammlung der Deutsche Post AG hat am 27. Mai 2014 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 40 Mio Euro durch die Ausgabe von bis zu 40 Mio neuen, auf den Namen lautende Stückaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an ausgewählte Führungskräfte des Konzerns. Die Bezugsrechte dürfen nur auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Mai 2014 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Aktien auf die gewährten Bezugsrechte ausgegeben werden und die Gesellschaft die Bezugsrechte nicht durch Barzahlung oder Lieferung von eigenen Aktien ablöst. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Das Grundkapital ist um bis zu 40 Mio Euro bedingt erhöht. Eine Inanspruchnahme dieser Ermächtigung erfolgte im Berichtsjahr nicht. Bedingtes Kapital 2017 Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2017 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 27. April 2022 ein- oder mehrmals Options-, Wandel- und/oder Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechte unter Einschluss von Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu 1,5 Mrd Euro auszugeben und dabei Options- oder Wandlungsrechte auf bis zu 75 Mio Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 75 Mio Euro zu gewähren. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Die Ermächtigung ist im Dezember 2017 durch die Begebung einer Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von 1 Mrd Euro teilweise in Anspruch genommen worden. Das Grundkapital ist um bis zu 75 Mio Euro bedingt erhöht. Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Die Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2017 ermächtigt, bis zum 27. April 2022 eigene Aktien in einem Umfang von bis zu 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand sie zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck ausüben kann, insbesondere zur Verfolgung der im Beschluss der Hauptversammlung genannten Ziele. Diese Ermächtigung ersetzt den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Mai 2014 zum Erwerb eigener Aktien. Die eigenen Aktien, die auf der Grundlage der Ermächtigung erworben werden, dürfen weiterhin unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auch zur Einführung an einer Börse im Ausland verwendet werden. Ebenso ist der Vorstand weiterhin ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben. Aktienrückkaufprogramm Das am 1. April 2016 begonnene Aktienrückkaufprogramm endete am 6. März 2017. Die zurückgekauften Aktien sollten entweder eingezogen, für die Bedienung von langfristigen Vergütungsprogrammen für Führungskräfte eingesetzt oder für die Erfüllung möglicher Verpflichtungen aufgrund der Ausübung von Rechten aus der Wandelschuldverschreibung 2012/2019 genutzt werden. scroll
Im ersten Quartal 2017 wurden für die Tranche III für 106 Mio Euro weitere 3,3 Mio Euro Stück Aktien zu einem Durchschnittskurs von 31,65 Euro erworben. Insgesamt wurden mit dem Aktienrückkaufprogramm 32,9 Mio Aktien zu Anschaffungskosten in Höhe von 911 Mio € zurückerworben. Mit Vorstandsbeschluss vom 21. März 2017 wurde eine Kapitalherabsetzung nach § 237 Abs. 3 Nr. 2 AktG durch Einziehung eigener Anteile in Höhe von 27,3 Mio Stück durchgeführt. Share Matching Scheme Für die Bedienung der Tranche 2016 des Share Matching Scheme wurden im März 2017 für 41 Mio Euro 1.297.200 Aktien zu einem Durchschnittskurs je Aktie von 31,60 Euro erworben. Im April wurden weitere 23.037 Stück zu einem Durchschnittspreis je Aktie von 31,67 Euro zugekauft. Die Ausgabe von 1.320.237 Aktien an die entsprechenden Führungskräfte erfolgte im April 2017. Im April 2017 erfolgte die Bedienung des Matching-Shares-Anspruchs aus der Tranche 2012. Dabei wurden 1.113.820 Aktien an die Führungskräfte ausgegeben. Am 31. Dezember 2017 hielt die Deutsche Post AG eigene Aktien in Höhe von 4.513.582 Stück. Dies entspricht 0,37% des Grundkapitals der Gesellschaft. In der Anlage 5 sind weitere Informationen zu den Erwerbsvorgängen dargestellt. (28) Rücklagen Kapitalrücklage Im Rahmen des 2009 eingeführten Share Matching Scheme wird der kurzfristige variable Vergütungsbestandteil (Jahreserfolgsvergütung) für ausgewählte Führungskräfte zum Teil in Aktien der Deutsche Post AG ausgezahlt (sogenannte Incentive Shares). Alle berechtigten Konzernführungskräfte können zudem individuell einen erhöhten Aktienanteil durch Umwandlung eines weiteren Teils des variablen Gehaltes erwerben (sogenannte Investment Shares). Nach Ablauf einer Ausübungssperrfrist (vier Jahre) erhalten die Führungskräfte zusätzlich die gleiche Anzahl an Aktien der Deutsche Post AG (sogenannte Matching Shares). Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB erhöhte sich um 2 Mio Euro für die im laufenden Geschäftsjahr erworbenen Ansprüche auf Incentive Shares. Die Bedienung dieser Rechte mit eigenen Aktien erfolgt im April des Folgejahres. Die im Vorjahr erworbenen Ansprüche (2 Mio Euro) wurden bei der Bedienung im Berichtsjahr der Kapitalrücklage wieder entnommen. Für die bisher erworbenen, aber noch nicht bedienten Ansprüche auf Matching Shares wurden im Berichtsjahr 3 Mio Euro der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB zugeführt. Aufgrund der Wertdifferenz zwischen dem Kauf- und dem Ausgabekurs der eigenen Anteile im Rahmen des Share Matching Scheme wurden 5 Mio Euro in der Kapitalrücklage passiviert (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB). Durch die Ausübung von Wandlungsrechten aus der Wandelanleihe 2012/2019 erhöhte sich die Kapitalrücklage um 287 Mio Euro (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB). Das Wandlungsrecht der Wandelanleihe 2017/2025 wurde der Kapitalrücklage in Höhe von 53 Mio Euro zugeführt (§ 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB). Des Weiteren erhöhte sich die Kapitalrücklage um 27,3 Mio Euro durch die Kapitalherabsetzung (§ 237 Abs. 5 AktG). Gewinnrücklagen Durch das Aktienrückkaufprogramm verringerten sich die Gewinnrücklagen um 102 Mio Euro. Die zur Bedienung der Ansprüche im Berichtsjahr aus dem Share Matching Scheme (Incentive Shares bzw. Investment Shares) im Berichtsjahr erworbenen Aktien reduzierten die Gewinnrücklagen um 41 Mio Euro. Durch die Ausgabe dieser Aktien an die berechtigten Mitarbeiter erhöhten sich die Gewinnrücklagen um 40 Mio Euro. Unter anderem wurden für die Ausübung der Rechte auf Matching Shares aus der Tranche 2012 im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2016/2017 eigene Aktien am Markt erworben. Durch Ausgabe dieser Aktien erhöhten sich die Gewinnrücklagen im Berichtsjahr um 35 Mio Euro. Aufgrund der Wertdifferenz zwischen dem Kauf- und dem Ausgabekurs der eigenen Anteile im Rahmen des Share Matching Scheme verringerten sich die Gewinnrücklagen um 5 Mio Euro. Des Weiteren verringerten sich die Gewinnrücklagen um 27,3 Mio Euro durch die Kapitalherabsetzung. In der Anlage 5 sind weitere Informationen zur Entwicklung der Gewinnrücklagen dargestellt. (29) Bilanzgewinn Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 28. April 2017 festgelegt, dass aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 von 5.487 Mio Euro eine Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 1.270 Mio Euro und ein Gewinnvortrag von 4.217 Mio Euro vorzunehmen ist. Die Ausschüttung ist im Geschäftsjahr 2017 abgeflossen. Zusammen mit dem Jahresüberschuss aus dem aktuellen Geschäftsjahr in Höhe von 1.886 Mio Euro ergibt sich der Bilanzgewinn von 6.103 Mio Euro für 2017. (30) Ausschüttungs gesperrte Beträge Ausschüttungsgesperrte Beträge resultieren zum 31. Dezember 2017 aus der Aktivierung selbsterstellter Software, der Bewertung des Deckungsvermögens zum Zeitwert sowie aus unterschiedlichen Bar-wertberechnungen der Pensionsrückstellungen (Unterschied zwischen 7- und 10- Jahresdurchschnittszins). Die von der Bundesregierung beschlossene Änderung des Zeitraums für die Durchschnittsbildung des Rechnungszinses für Pensionsrückstellungen von 7 auf 10 Jahre fand bei der Deutschen Post AG zum 31. Dezember 2016 erstmalig Anwendung. scroll
Die ausschüttungsgesperrten Beträge sind durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt. (31) Rückstellungen Die Rückstellungen gliedern sich in Rückstellungen für Pensionen, Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen. scroll
(32) Rückstellungen für Pensionen und ähn liche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen zum einen Verpflichtungen der DPAG gegenüber eigenen aktiven Mitarbeitern und Rentnern in Höhe von 2.588 Mio Euro (Vorjahr 2.548 Mio Euro). Daneben werden hier auch entsprechende Verpflichtungen in Höhe von 11 Mio Euro (Vorjahr 11 Mio Euro) von Tochtergesellschaften ausgewiesen, für die die DPAG Schuldbeitritte mit Erfüllungsübernahmen erklärt hat. Die Rückstellungen für Pensionen gegenüber aktiven und passiven Mitarbeitern der DPAG setzen sich wie folgt zusammen: scroll
* nach Saldierung mit Vermögen Die Pensionsrückstellungen umfassen zum einen Versorgungszusagen an Angestellte und Arbeiter, die einen unmittelbaren Versorgungsanspruch gegen die Deutsche Post AG begründen, zum anderen mittelbare Versorgungsverpflichtungen gegenüber dem Tarifpersonal. Bei der Neubewertung der Pensionsrückstellung zum 01. Januar 2010 aufgrund der Einführung des BilMoG wurde mittels versicherungsmathematischen Gutachten (Projected Unit Credit Method; Richttafeln Heubeck 2005 G) eine Zuführung von 507 Mio Euro errechnet. Davon entfielen 280 Mio Euro auf die unmittelbaren und 227 Mio Euro auf die mittelbaren Versorgungsverpflichtungen. Die Deutsche Post AG verteilt diese Zuführung gemäß Art. 67 (1) EGHGB auf 15 Jahre. Die Jahreszuführungen für diese Sachverhalte betragen insgesamt 34 Mio Euro und werden seit dem 01. Januar 2016 gemäß den Anforderungen des BilRUG in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. In den gesamten Zinsaufwendungen für Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 295 Mio Euro sind Erträge in Höhe von 250 Mio Euro aus dem Deckungsvermögen/Vermögen enthalten. Wesentliche Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen sind nicht angefallen. Mittelbare Pensionsverpflichtungen Die mittelbaren Versorgungsverpflichtungen werden über die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) und die DP Pensionsfonds AG gewährt und finanziert. Nach Verrechnung mit dem Vermögen verbleibt eine Rückstellung für mittelbare Verpflichtungen in Höhe von 48 Mio Euro. Für die mittelbaren Versorgungsverpflichtungen gegenüber Arbeitern und Angestellten sind zum Bilanzstichtag in ausreichender Höhe Rückstellungen passiviert worden. Unmittelbare Pensionsverpflichtungen Zum 31. Dezember 2017 bestehen Rückstellungen für unmittelbare Versorgungsverpflichtungen in Höhe von 2.540 Mio Euro. Die Deutsche Post AG verfügt zum Stichtag über ein Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von 3.962 Mio Euro (Zeitwert), das mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen in Höhe von 6.733 Mio Euro abzüglich des nichtbilanzierten Unterschiedsbetrages von 231 Mio Euro verrechnet wurde. Die Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen belaufen sich auf 3.854 Mio Euro. Schuldbeitritte mit Erfüllungsübernahmen In den Vorjahren hatte die Deutsche Post AG mit Tochtergesellschaften Verträge abgeschlossen, in denen sie den Schuldbeitritt zu einzelnen Pensionsverpflichtungen dieser Tochtergesellschaften erklärte. Die Höhe dieser Verpflichtungen beträgt zum Stichtag 11 Mio Euro. Die Berechnung der mittelbaren und unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen sowie der Schuldbeitritte erfolgte unter Verwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 HGB für die Gesellschaft erstmalig zum 31. Dezember 2016. Das Wahlrecht einer vorzeitigen Anwendung zum 31. Dezember 2015 wurde nicht ausgeübt. Der Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Pensionsverpflichtungen auf Basis des 7- bzw. 10-Jahresdurchschnittszins beträgt 822 Mio Euro. Die Effekte aus der Änderung des Rechnungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen folgende Annahmen zugrunde: scroll
(33) Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Steuerrückstellung Die Steuerrückstellungen betreffen Steueraufwendungen des laufenden Jahres sowie eventuelle Steuernachzahlungen aus laufenden Prüfungen der Finanzverwaltung, inklusive der hierauf entfallenden Zinsen. Restrukturierung Unter Restrukturierung sind im Wesentlichen Aufwendungen für Altersteilzeit passiviert. Zusätzlich zu den bereits existierenden individuell vereinbarten Altersteilzeitverträgen hatte die Deutsche Post AG Ende 2011 eine Kombination aus Altersteilzeit- und Zeitwertkontenmodell per Tarifvertrag eingeführt. Die in diesem Modell im Rahmen der Altersteilzeit anfallenden Aufstockungsleistungen werden als Rückstellung passiviert. Die vom Arbeitnehmer geleisteten Einzahlungen in das Zeitwertkonto werden zurückgestellt. Zu den aus den Zeitwertkonten resultierenden Verpflichtungen wurde eine Rückdeckungsversicherung (Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 HGB) abgeschlossen. Der Rückstellungsbedarf aus dem Zeitwertkonto und die Forderung aus der Rückdeckungsversicherung werden miteinander verrechnet. Die Grundlagen der Saldierung zeigt die nachfolgende Übersicht: scroll
Anschaffungskosten für die Versicherungen sind nicht entstanden, da die Einzahlungen der teilnehmenden Beschäftigten direkt an die Versicherung transferiert werden. Im Berichtsjahr betrugen die Erträge aus dem Deckungsvermögen 11 Mio Euro (Vorjahr: 10 Mio Euro). Für im Beamtenverhältnis beschäftigte Mitarbeiter besteht die Möglichkeit, Zeitguthaben in Lebensarbeitszeitkonten anzusammeln. Die Zeitguthaben werden als Rückstellung passiviert. Aktienoptionen Auf der Hauptversammlung vom 27. Mai 2014 wurde beschlossen, das bestehende aktienorientierte Vergütungssystem (SAR-Plan) für Führungskräfte durch einen neuen Performance Share Plan (PS-Plan) zu ersetzen. Alle früheren SAR-Tranchen aus dem alten SAR-Plan bleiben bestehen. Eine Teilnahme der Vorstandsmitglieder an dem PS-Plan ist nicht vorgesehen. Für den Vorstand bleibt der SAR-Plan unverändert bestehen. Die erfolgswirksame Erfassung erfolgt ratierlich über die vierjährige Sperrfrist. Postwertzeichen Die Rückstellung Postwertzeichen betrifft die am Stichtag bereits veräußerten Wertzeichen, für die eine Leistungserbringung noch aussteht. Die Berechnungen basieren auf Untersuchungen von Marktforschungsunternehmen zu Wertzeichenbeständen der Kunden. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Verbrauch der Vorjahresbestände von 242 Mio Euro unterstellt. Die Zuführung betrug 173 Mio Euro und erfolgte auf Basis von externen Gutachten aus dem Jahr 2015 und Fortschreibungen auf Basis interner Daten. Erfüllungsüb ernahmen In den Vorjahren hat die Deutsche Post AG Verträge abgeschlossen, in denen sie sich gegenüber mehreren Tochtergesellschaften zu Erfüllungsübernahmen im Innenverhältnis hinsichtlich bestimmter Versorgungsverpflichtungen dieser Tochtergesellschaften verpflichtete. Die von der Deutschen Post übernommenen Verpflichtungen betragen zum Stichtag 171 Mio Euro. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit dem für die durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtungen maßgeblichen Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst. (34) Verbindlichkeiten scroll
Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten hinsichtlich ihrer Restlaufzeiten ist aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2) ersichtlich. Zum 31. Dezember 2017 bestanden keine grundpfandrechtlichen Sicherungen. Im Dezember 2017 kam es zu einer Ausübung des Wandlungsrechts durch Investoren in Höhe von 309 Mio Euro (Vorjahr 580 Mio Euro), wodurch sich das verbleibende Nominalvolumen bei der Wandelanleihe zum 31. Dezember 2017 auf 111 Mio Euro (Vorjahr: 420 Mio Euro) reduzierte. Des Weiteren wurde im Dezember 2017 eine Wandelanleihe mit einem Gesamtvolumen von 1 Mrd Euro ausgegeben. Die Laufzeit dieser Wandelanleihe endet am 30. Juni 2025 und wird mit einem Zinssatz von 0,05% verzinst. Für die Emission der Wandelanleihe, die mit einem Ausschluss des Bezugsrechts verbunden ist, nutzte die Deutsche Post AG eine entsprechende Ermächtigung der Hauptversammlung im Jahr 2017. Das Wandlungsrecht ist mit 53 Mio Euro in der Kapitalrücklage erfasst. Das Disagio in Höhe von 49 Mio Euro ist als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst, und wird über die Restlaufzeit abgeschrieben. Darüber hinaus wurde ebenfalls im Dezember 2017 eine Anleihe in Höhe von 500 Mio. Euro mit einem Zinssatz von 1% und einer Laufzeit bis 13. Dezember 2027 ausgegeben. Die Differenz zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag (Disagio) von insgesamt 4 Mio Euro wird im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Eine Übersicht über die bestehenden Anleihen zeigt die folgende Darstellung: scroll
1 ) Wandlungsprämie: 30% Wandlungspreis: 20,47 € Wandlung in 2017: 309 Mio € 2 ) Wandlungsprämie: 40% Wandlungspreis: 55,69 € Detaillierte Informationen zur Entwicklung der Wandelanleihen enthält die nachfolgende Übersicht: scroll
1 Der nicht gerundete Wandlungspreis entspricht dem Ergebnis der Division des Nennbetrags von 100.000 Euro durch das angepasste Wandlungsverhältnis 2 Berechnungsstelle: Conv-Ex Advisors Limited Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind geprägt von Verbindlichkeiten aus dem Verkauf von Wohnungsbaudarlehen. Die Darlehen werden treuhänderisch verwaltet. Die erhaltenen Zahlungen werden nach einem festen Zins- und Tilgungsplan an die Darlehenskäufer (Kreditinstitute) weitergeleitet. Da die Darlehensnehmer Sondertilgungen leisten, verbleibt aufgrund des festgelegten Zins- und Tilgungsplans ein Teil der Gelder zunächst bei der Deutschen Post AG und wird zu einem späteren Zeitpunkt an die Darlehenskäufer weitergeleitet. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist daher ein Betrag in Höhe von 99 Mio Euro (Vorjahr 117 Mio Euro) aus den Sondertilgungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten überwiegend Verbindlichkeiten aus dem Konzern Cash-Management (Inhousebanking) in Höhe von 8.529 Mio Euro (Vorjahr 9.003 Mio Euro). (35) Passive Rechnungsab grenzungsposten Passive Rechnungs abgrenzungs posten In 2015 hatte die Gesellschaft im Rahmen einer Erfüllungsübernahme Verpflichtungen aus Pensionszusagen von Tochtergesellschaften entgeltlich übernommen. Die Differenz zwischen dem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag und dem Erfüllungsbetrag nach internationalen Rechnungslegungsstandards wurde in Höhe von 34 Mio in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt; die Auflösung erfolgt linear über die voraussichtliche, durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtungen. Zum 31. Dezember 2017 sind 29 Mio Euro in dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten. Daneben beinhaltet der passive Rechnungsabgrenzungsposten im Wesentlichen Investitionszuschüsse für elektrobetriebene Fahrzeuge. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(36) Umsatzerlöse Unternehmensbereich Post -e Commerce -Parcel Umsatz nach Geschäftsfeldern : scroll
* Vorjahreszahlen angepasst aufgrund geänderter Produktzuordnungen Umsatz nach geographischen Zonen: scroll
( 37 ) Verminderung des Bestandes an unfertige n Erzeugnisse n Bestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen werden in Höhe von 0 Mio Euro ausgewiesen (Vorjahr -23 Mio Euro). Die mechanisierten Zustellbasen wurden nach der Fertigstellung in 2016 an Dritte veräußert. (38) Andere aktivierte Eigenleistungen Andere aktivierte Eigenleistungen werden in Höhe von 27 Mio Euro ausgewiesen (Vorjahr 20 Mio Euro). Es handelt sich im Wesentlichen um Eigenleistungen im Zusammenhang mit der ab 01. Januar 2010 zulässigen Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände. (39) Sonstige betriebliche Erträge scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind wesentlich geprägt von den Erträgen aus Kursdifferenzen (557 Mio Euro) sowie Erträgen aus Derivaten (101 Mio Euro). Es wurde auf Anteile an verbundenen Unternehmen eine Zuschreibung in Höhe von 120 Mio Euro vorgenommen. Die Rückstellungsauflösungen in 2017 betreffen im Wesentlichen die Auflösung der Rückstellung für Derivate (55 Mio Euro). Neben der Auflösung von Rückstellungen sind periodenfremde Erträge nach § 277 Abs. 4 HGB in Höhe von 5 Mio Euro (Vorjahr 4 Mio Euro) ausgewiesen. (40) Materialaufwand Die Position Materialaufwand gliedert sich in die Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und in die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren scroll
Aufwendungen für bezogene Leistungen scroll
In der Unterposition Sonstiges sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit verbundenen Unternehmen enthalten. Im Geschäftsjahr 2017 betragen die Kosten nach § 285 Nr. 22 HGB 115 Mio Euro für IT Entwicklungen, davon wurden 27 Mio Euro aktiviert. (41) Personalaufwand/Mitarbeiter scroll
Der Aufwand für Löhne, Gehälter und Bezüge ist gegenüber dem Vorjahr um 199 Mio Euro gesunken. Der Vorjahresaufwand war wesentlich geprägt durch ein im Geschäftsjahr 2016 durchgeführtes Vorruhestandsprogramm. Der Anstieg der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 51 Mio Euro beruht im Wesentlichen auf höheren Sozialversicherungsabgaben. Seit dem Geschäftsjahr 2000 ist die Deutsche Post AG gesetzlich verpflichtet, Beiträge an die Beamtenversorgungskasse in Höhe von 33% der Bruttobezüge der bei ihr aktiv beschäftigten Beamten und der fiktiven Bruttobezüge der beurlaubten Beamten zu leisten. Die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost (BAnst-PT) nimmt die Aufgaben der Postbeamtenversorgungskasse wahr. Der Bund gewährleistet, dass die Postbeamtenversorgungskasse jederzeit in der Lage ist, die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Im Berichtsjahr wurden Beiträge in Höhe von 461 Mio Euro an die BAnst-PT berücksichtigt. Im Vorjahr betrug die Höhe der Beiträge 493 Mio Euro. Im Berichtsjahr waren nach Personalgruppen durchschnittlich beschäftigt: scroll
Die Zahl der Arbeitnehmer stieg zwischen den Stichtagen um 3.621 Personen. Die Zahl der Beamten sank um 2.508 Personen. Auf Vollzeitkräfte umgerechnet, betrug die Zahl der Beschäftigten zum Stichtag 142.257 (Vorjahr 138.985) Personen. Seit dem 1. Januar 1995 wird bei Neueinstellungen der Beamtenstatus nicht mehr gewährt. Mitarbeiter, die diesen Status zum Stichtag besaßen, sind Beamte auf Lebenszeit, die weiterhin den Vorschriften des Beamtenrechts unterliegen. (42) Abschreibungen a uf immaterielle Ver mögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen scroll
Im Berichtsjahr erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr 0 Mio Euro). (43) Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
Wesentlich für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Kursdifferenzen. Darüber hinaus erfolgte im Vorjahr eine Kostenübernahme der Deutschen Post AG gegenüber einer DHL-Tochtergesellschaft in Höhe von 70 Mio Euro aufgrund einer gesamtschuldnerischen Haftung gegenüber einer Behörde. Unter Sonstiges werden u. a. Versicherungsbeiträge, Telekommunikationsaufwendungen, Aufwendungen für Reinigung und Transport, Verluste aus Anlagenabgängen und Spenden erfasst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 11 Mio Euro (Vorjahr 8 Mio Euro). (44) Finanzergebnis scroll
Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis und dem Zinsergebnis zusammen. Die Veränderung im Beteiligungsergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Erträge aus Gewinnabführung von der Deutschen Post Beteiligungen Holding GmbH um 409 Mio Euro. Der Rückgang des Zinsergebnisses im Berichtsjahr resultiert im Wesentlichen aus der Umstellung des HGB Rechnungszinses bei den Pensionsrückstellungen von 7- auf 10-Jahres-Durchschnitt in 2016. Dies führte im Vorjahr zu einem positiven Einmaleffekt. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen des Berichtsjahres in Höhe von 545 Mio Euro wurde mit Erträgen aus Deckungsvermögen/Vermögen in Höhe von 250 Mio Euro saldiert. (45) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Berichtsjahr wird unter Ertragsteuern ein Aufwand von 197 Mio Euro ausgewiesen. Die Aufwendungen, die auf das Berichtsjahr entfallen, betragen 173 Mio Euro. Für Vorjahre ergeben sich Aufwendungen von 24 Mio Euro. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die aktiven latenten Steuern resultierten überwiegend aus dem unterschiedlichen Ansatz von Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Daneben ergaben sich aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, die entsprechend der Unternehmensplanung innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechnet werden können. Den latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 30,2 % zugrunde. (46) Gewinnvortrag aus dem Vorjahr Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt 4.217 Mio Euro. (47) Gewinnverwendung Nachfolgende Übersicht stellt die Gewinnverwendung des Bilanzgewinns aus dem Vorjahr durch Beschluss der Hauptversammlung dar: scroll
Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von 6.103 Mio Euro wird vom Vorstand die Ausschüttung einer Dividende von 1,15 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie vorgeschlagen. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung von 1.409 Mio Euro. Der nach Abzug der geplanten Dividendensumme verbleibende Betrag von 4.694 Mio Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab. Sonstige Angaben(48) Außerbilanzielle Geschäfte Treuhandverhältnisse Treuhandverhältnisse bestehen zum 31. Dezember 2017 für die Darlehensverwaltung im Rahmen der Wohnungsbauförderung und für die gemäß § 119 des sechsten Buches des Sozialgesetzbuches vereinbarten Aufgaben über die Wahrnehmung von Leistungen der Rentenversicherungsträger im Rahmen der Auszahlungen der Geldleistungen (Postrentendienst). Zum 31. Dezember 2017 beträgt der Bestand des Treuhandvermögens Rentenservice 53 Mio Euro (Vorjahr 39 Mio Euro). Der Bestand des Treuhandverhältnisses der Wohnungsbauförderung beläuft sich auf 110 Mio Euro (Vorjahr 129 Mio Euro). Zum 31. Dezember 2017 verwaltete die Deutsche Post AG aufgrund der verkauften Forderungen aus Auslandsabrechnung für die Postbank Factoring GmbH noch ein Treuhandvermögen in Höhe von 222 Mio Euro (Vorjahr 159 Mio Euro). Aus diesen Geschäften resultieren für die DPAG keine wesentlichen zukünftigen Vorteile und Risiken. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrugen zum Bilanzstichtag 2.509 Mio Euro. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen 2.240 Mio Euro. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen und aus Altersversorgungsverpflichtungen bestanden nicht. Im Vorjahr waren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2.224 Mio Euro, davon 1.961 Mio Euro gegenüber verbundenen Unternehmen auszuweisen. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Restlaufzeiten der sonstigen finanziellen Verpflichtungen: scroll
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Im Rahmen des Konzernmietmodells werden alle Immobilien der Deutsche Post AG von der als zentrale Immobilienvermietungsgesellschaft im Konzern agierenden Deutsche Post Immobilien GmbH angemietet. (49) Haftungsverhältnisse Die Deutsche Post AG hat eine Vielzahl von Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien zwecks Besicherung der von Konzerngesellschaften, assoziierten Unternehmen und Joint Venture-Gesellschaften abzuschließenden Kredit-, Leasing-, Lieferanten-, Leistungs- und Serviceverträge begeben. Hierdurch ließen sich lokal bessere Vertragskonditionen durchsetzen. Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des fortlaufenden Monitorings der Liquiditätssituation ihrer Gesellschaften ist das Risiko einer Inanspruchnahme nach Einschätzung der Deutsche Post AG als äußerst gering anzusehen. Eine Passivierung der Haftungsverhältnisse erscheint somit als nicht geboten. Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften nach § 765 BGB bestanden in Höhe von 693 Mio Euro (Vorjahr 509 Mio Euro) ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen. Garantieerklärungen wurden in Höhe von 7.295 Mio Euro (Vorjahr 7.214 Mio Euro) und Patronatserklärungen in Höhe von 273 Mio Euro (Vorjahr 302 Mio Euro) abgegeben. Hiervon wurden für verbundene Unternehmen Garantieerklärungen in Höhe von 7.211 Mio Euro (Vorjahr 7.155 Mio Euro) und Patronatserklärungen in Höhe von 259 Mio Euro (Vorjahr 298 Mio Euro) erteilt. Des Weiteren sind in den vorgenannten Zahlen auch Haftungsverhältnisse (ausschließlich Garantien gegenüber verbundenen Unternehmen) in Höhe von 239 Mio Euro (Vorjahr 663 Mio Euro) enthalten, welche speziell wegen Altersvorsorgeverpflichtungen begeben wurden. Zusätzlich zu den vorstehend genannten Haftungsverhältnissen hat die Deutsche Post AG gesamtschuldnerische Haftungserklärungen (§ 403-Verklaringen nach niederländischem Recht) für 23 niederländische Tochtergesellschaften abgegeben, um auf die Offenlegung der Abschlüsse verzichten zu können. Die Haftungserklärung umfasst alle Rechtsgeschäfte dieser Gesellschaften. (50) Sicherungspolitik und Finanzderivate Die Deutsche Post AG unterliegt als international tätiges Unternehmen zwangsläufig Finanzrisiken, beispielsweise aus der Schwankung von Wechselkursen, Zinsen oder Rohstoffpreisen. Im Rahmen des zentralen Risikomanagements übernimmt die Deutsche Post AG die Rolle der Inhouse-Bank im Konzern Deutsche Post DHL. In dieser Funktion werden die konzernweiten Finanzrisiken so weit wie möglich zentralisiert und zur Absicherung des Konzerns externe Sicherungsgeschäfte mit Banken abgeschlossen, die wiederum teilweise intern an Konzerngesellschaften durchgestellt werden. Es werden originäre und derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus Wechselkurs-, Zins- und Rohstoffpreisschwankungen auszugleichen. Einen Überblick über die eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und ihre Nominal- bzw. Marktwerte zum 31. Dezember 2017 gibt die folgende Tabelle: scroll
Das Nominalvolumen bestimmt sich aus der Summe der den einzelnen Geschäften zugrunde liegenden absoluten Beträge. Dabei werden konzerninterne Geschäfte (Inhouse-Bank-Funktion) und externe Geschäfte mit Banken unterschieden. Als Marktwerte werden die innerhalb unterschiedlicher Kategorien derivativer Finanzinstrumente nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Positionen ausgewiesen. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zins-Swaps wurden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows ermittelt und enthalten aufgelaufene Stückzinsen. Die Marktwertermittlung für diese Instrumente erfolgte durch das im Konzern eingesetzte Treasury-Management-System. Die Marktwerte der Rohstoffpreis-Swaps wurden von den entsprechenden Banken zur Verfügung gestellt, mit denen die Sicherungsgeschäfte ursprünglich abgeschlossen wurden. Nach HGB stellen Derivate schwebende Geschäfte dar, die in der Bilanz i. d. R. nicht angesetzt werden. Schwebende Geschäfte sind unter HGB imparitätisch zu bewerten. Für unrealisierte Verluste aus schwebenden Geschäften muss eine Drohverlustrückstellung gebildet werden, während unrealisierte Gewinne außer Ansatz bleiben. Demnach ist für Derivate, die zum Stichtag einen negativen Marktwert aufweisen, i. d. R. eine Drohverlustrückstellung auszuweisen. Als Ausnahme zu dieser Grundregel dürfen für Derivate unter bestimmten Voraussetzungen Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet werden. Im Fall der Bildung von Bewertungseinheiten werden Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken mit Finanzinstrumenten zusammengefasst. Dabei darf die Durchbuchungs- oder Einfrierungsmethode angewendet werden. Bei Anwendung der Durchbuchungsmethode werden die Marktwerte der Derivate erfolgswirksam im Jahresabschluss erfasst, während bei Anwendung der Einfrierungsmethode keine Anpassung der Bilanzausweise für Marktwertänderungen aus effektiven Sicherungsbeziehungen erfolgt. Zum Bilanzstichtag hat die Deutsche Post AG in folgenden Fällen das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten ausgeübt: Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus externen Banksalden, Inhouse-Bank-Salden, Darlehen (Grundgeschäfte) im Netto-Volumen von 1.045 Mio Euro wurden mit Devisentermingeschäften (Sicherungsgeschäfte) im Netto-Volumen von -1.045 Mio Euro zu homogenen Portfolio-Bewertungseinheiten je Währung unter Anwendung der Durchbuchungsmethode zusammengefasst, um das Währungsrisiko abzusichern. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt 9 Mio Euro. Bei Anwendung der Durchbuchungsmethode werden die positiven / negativen Marktwerte aus den betreffenden Derivaten in den Bilanzposten sonstige Vermögenswerte / sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Anpassung der entsprechenden Portfolien erfolgt laufend. Fällige Sicherungsgeschäfte werden - soweit notwendig - durch neue Sicherungsgeschäfte prolongiert. Aufgrund der unterschiedlichen Fälligkeiten von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten stehen den um 1 Mio Euro erhöhten Bilanzansätzen der Grundgeschäfte korrespondierend Sicherungsinstrumente mit einem positiven Marktwerte in Höhe von netto 9 Mio Euro gegenüber. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechende sonstige betriebliche Aufwands- und Ertragsbuchungen erfasst. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird prospektiv mittels der Critical-Term-Match Methode beurteilt und retrospektiv mit Hilfe der kumulativen Dollar-Offset Methode gemessen, wobei nur kassakursbedingte Wertänderungen einbezogen werden. Die erwartete Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung liegt bei 100%, da die wesentlichen bewertungsrelevanten Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften übereinstimmen. Für den Teil der Marktwerte der Sicherungsgeschäfte, der nicht durch Änderungen der Kassakurse bedingt und somit nicht Bestandteil der Sicherungsbeziehung war, wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 3 Mio Euro gebildet. Für folgende Sachverhalte wurden keine Bewertungseinheiten gebildet: Externe Devisengeschäfte mit einem Volumen von 2.691 Mio Euro (Marktwert netto 46 Mio Euro, davon positive Marktwerte 73 Mio Euro und negative Marktwerte -27 Mio Euro) und einer Laufzeit bis 2019 waren nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung, da die zugrunde liegenden Risiken nicht bei der Deutsche Post AG, sondern bei anderen Konzerngesellschaften liegen. Für die negativen Marktwerte dieser Transaktionen wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 27 Mio Euro gebildet. Für einen internen Zinsswap im Volumen von 500 Mio Euro (Marktwert -40 Mio Euro inklusive -7 Mio Euro abgegrenzter Zinsen) mit einer Laufzeit bis 2022 wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 33 Mio Euro gebildet. Für externe Rohstoffpreis-Swaps im Volumen von 8 Mio Euro (Marktwert netto: 1 Mio Euro) wurde keine Bewertungseinheit gebildet, da die betreffenden Risiken größtenteils nicht bei der Deutschen Post AG, sondern bei anderen Konzerngesellschaften liegen. Für diese Transaktionen war die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich. Die Höhe der insgesamt per 31. Dezember 2017 gebildeten Drohverlustrückstellungen für Derivate belief sich auf 63 Mio Euro (Vorjahr 118 Mio Euro). (51) Anteilsbesitz Die Anteilsbesitzliste nach § 285 Nr. 11, 11a und 11b HGB ist in Anlage 3 dargestellt. (52) Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Deutsche Post AG haben gemeinsam die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2017 abgegeben. Die Entsprechenserklärung ist im Internet unter www.corporate-governance-code.de und auf der Homepage www.dpdhl.com im Wortlaut dauerhaft öffentlich abrufbar (§ 161 Abs. 2 AktG). (53) Abschlussprüferhonorar Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind im Konzernabschluss der Deutsche Post AG enthalten. Auf die Veröffentlichung an dieser Stelle wird daher aufgrund der befreienden Konzernklausel des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Andere Bestätigungsleistungen wurden in Höhe von 1 Mio Euro in Anspruch genommen und betreffen insbesondere Honorare für die freiwillige Prüfung von Finanzinformationen. (54) Nachtragsbericht Es gab nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der DPAG auswirken könnten. (55) Vorstand und Aufsichtsrat Vergütung des Vorstands Die Gesamtvergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands inklusive der Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 18,76 Mio Euro (Vorjahr 18,51 Mio Euro). Von diesem Gesamtbetrag entfielen 7,57 Mio Euro auf erfolgsunabhängige Komponenten (6,43 Mio Euro Jahresfestvergütung, 1,14 Mio Euro Nebenleistungen) und 4,00 Mio Euro auf die ausgezahlte erfolgsabhängige Komponente. Weitere 3,06 Mio Euro der erfolgsbezogenen Komponente wurden in die Mittelfristkomponente überführt und kommen unter der Voraussetzung, dass das maßgebliche Nachhaltigkeitskriterium EAC erfüllt ist, im Jahr 2020 zur Auszahlung. Im Vorjahr entfielen 6,63 Mio Euro auf erfolgsunabhängige Komponenten (6,24 Mio Euro Jahresfestvergütung, 0,39 Mio Euro Nebenleistungen) und 5,63 Mio Euro auf die ausgezahlte erfolgsabhängige Komponente. Weitere 3,01 Mio Euro der erfolgsbezogenen Komponente wurden im Jahr 2016 in die Mittelfristkomponente überführt und kommen unter der Voraussetzung, dass das maßgebliche Nachhaltigkeitskriterium EAC erfüllt ist, im Jahr 2019 zur Auszahlung. Darüber hinaus erhielten die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2017 als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung auf Grundlage des Long-Term-Incentive-Plans 2006 insgesamt 2.003.970 Stück Stock-Appreciation-Rights mit einem Gesamtwert zum Ausgabezeitpunkt (1. September 2017) von 7,19 Mio Euro. Im Vorjahr wurden 1.202.376 Stück Stock-Appreciation-Rights mit einem Gesamtwert zum Ausgabezeitpunkt (1. September 2016) von 6,25 Mio Euro den Vorstandsmitgliedern gewährt. Vergütung aktiver Vorstandsmitglieder Individualausweis Vergütung aktiver Vorstandsmitglieder: (Geschäftsjahr 2017) scroll
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*) Auszahlung erfolgt 2020 und nur bei Erfüllung des Nachhaltigkeitskriteriums **) Darüber hinaus hat Herr Scharwath als Ausgleich für bei seinem Vorarbeitgeber entfallene Rechte aus der Langfristvergütung einen Betrag in Höhe von 750.664 € erhalten Individualausweis Vergütung aktiver Vorstandsmitglieder: (Geschäftsjahr 2016) scroll
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*) Auszahlung erfolgt 2019 und nur bei Erfüllung des Nachhaltigkeitskriteriums Beitragsorientierte Versorgungszusagen Individualausweis der beitragsorientierten Versorgungszusagen im Geschäftsjahr 2017 scroll
Individualausweis der beitragsorientierten Versorgungszusagen im Geschäftsjahr 2016 scroll
Endgehalt s abhängige Alt- Versorgungszusagen Individualausweis der endgehaltsabhängigen Alt-Versorgungszusagen im Geschäftsjahr 2017 scroll
Individualausweis der endgehaltsabhängigen Alt-Versorgungszusagen im Geschäftsjahr 2016 scroll
Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene betrugen im Geschäftsjahr 2017 7,01 Mio Euro (Vorjahr: 5,09 Mio Euro). Rückstellungen für laufende Pensionen bestehen in Höhe von 80,2 Mio Euro (Vorjahr: 78,2 Mio Euro). Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der Deutsche Post AG geregelt. Sie erhalten demnach eine ausschließlich feste jährliche Vergütung in Höhe von 70.000 Euro (wie Vorjahr). Für den Aufsichtsratsvorsitzenden sowie den Vorsitzenden eines Ausschusses erhöht sich die Vergütung um 100 %, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und für das Mitglied eines Ausschusses um 50 %. Dies gilt nicht für den Vermittlungs- und den Nominierungsausschuss. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen angehören bzw. die Funktion eines Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden haben, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten wie im Vorjahr ein Sitzungsgeld von 1.000 Euro für jede Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses, an der sie teilnehmen. Sie haben Anspruch auf Erstattung der ihnen bei der Ausübung ihres Amts entstehenden baren Auslagen. Umsatzsteuern auf Aufsichtsratsvergütung und Auslagen werden erstattet. Die Vergütung für das Jahr 2017 beträgt insgesamt 2.641.000 Euro (Vorjahr: 2.622.000 Euro) und ist in der folgenden Tabelle individuell ausgewiesen: scroll
1 Für sein Mandat im Aufsichtsrat der DHL Hub Leipzig GmbH erhält Stephan Teuscher 1.500 Euro/Jahr. Organe der Gesellschaft Mitglieder des Aufsichtsrats Geschäftsjahr 2017 Vertreter der Aktionäre - Stand 31.12.2017 scroll
Vertreter der Arbeitnehmer scroll
Mitglieder des Vorstands Geschäftsjahr 2017 scroll
Mandate von Mitgliedern des Aufsichtsrats in anderen Aufsichtsräten und Kontrollgremien Vertreter der Aktionäre scroll
Vertreter der Arbeitnehmer scroll
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Mandate von Mitgliedern des Vorstands in Aufsichtsräten und Kontrollgremien scroll
*konzernintern a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2017 bis 31.12.2017scroll
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Verbindlichkeitenspiegel in Mio. € zum 31.12.2017scroll
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Anteilsbesitzlistescroll
IFRS Werte gemäß Einzelabschluss 1 Nur Teilkonzerndaten vorhanden 2 Angaben aus 2015 3 Angaben aus 2014 4 Nicht verfügbar 5 Ruhend 6 Angaben nach Gewinnabführung 7a Einbezug aufgrund von Stimmrechtsmehrheit 7b Einbezug aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen 7c Einbezug aufgrund sonst. vertraglicher Vereinbarungen 8 In Liquidation 9 Angaben nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften 10 Stimmrechte 11 Angaben aus 2013 12 Angaben aus 2016 13 Nicht einbezogen, weil sie keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben 14 Unbeschränkt haftender Gesellschafter ist die Deutsche Post AG oder ein anderes einbezogenes Tochterunternehmen, gemäß § 313 (2) Nr. 6 HGB 15 Angaben aus 2017 Umrechnungskurse 2017scroll
Veröffentlichungen der Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 ff Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) in 2017 1scroll
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1 Veröffentlichungen bis 19.01.2017 sind im Anhang zum 31.12.2016 dargestellt. 2 Im Geschäftsjahr 2017 erfolgten keine weiteren Veröffentlichungen im Sinne von § 26 (1) WpHG scroll
Bestand eigener Anteile zum 31. Dezember 2017scroll
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Versicherung des VorstandsWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutsche Post AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Deutsche Post AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Deutsche Post AG beschrieben sind.
Bonn, den 19. Februar 2018 Deutsche Post AG Der Vorstand Dr. Frank Appel Ken Allen Dr. h. c. Jürgen Gerdes John Gilbert Melanie Kreis Dr. Thomas Ogilvie Tim Scharwath Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Deutsche Post AG, Bonn VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRES ABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Deutsche Post AG, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deutsche Post AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die beizulegenden Werte werden als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Finanzanlage. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergaben sich für das Geschäftsjahr Zuschreibungen von € 120 Mio. und kein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.
Die Bewertung der Verpflichtungen aus den unmittelbaren und mittelbaren Versorgungszusagen erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode. Dabei sind insbesondere Annahmen über die langfristigen Gehalts- und Rententrends, die durchschnittliche Lebenserwartung und die Fluktuation zu treffen. Die Bewertung des Deckungsvermögens der Gesellschaft sowie des Vermögens der externen Versorgungseinrichtungen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der wiederum mit Schätzungsunsicherheiten verbunden ist. Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. April 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. Juli 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2000 erstmals die Anforderungen als Unternehmen von öffentlichem Interesse i.s.d. § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB erfüllte als Abschlussprüfer der Deutsche Post AG, Bonn, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHE WIRTSCHAFTSPRÜFER IN Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Verena Heineke.
Düsseldorf, den 19. Februar 2018 PricewaterhouseCoopers GmbH Gerd Eggemann, Wirtschaftsprüfer Verena Heineke, Wirtschaftsprüferin Entsprechenserklärung 2017Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Post AG erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Fassung vom 5. Mai 2015 nach Abgabe der Entsprechenserklärung im Dezember 2016 weiterhin entsprochen wurde und künftig allen Empfehlungen des Kodex in der am 24. April/19. Mai 2017 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Fassung vom 7. Februar 2017 entsprochen werden soll. Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, 2017 war für Deutsche Post DHL Group ein gutes und wichtiges Geschäftsjahr, in dem ein starkes Fundament für künftigen Erfolg gelegt wurde. Der Aufsichtsrat hat Rechtmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der Geschäftstätigkeit des Vorstands überwacht und bedeutsame Aspekte der Geschäftsstrategie regelmäßig mit dem Vorstand erörtert. Der Vorstand hat uns über die Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle laufend informiert, den Vorsitzenden des Aufsichtsrats bzw. des Finanz und Prüfungsausschusses auch zwischen den Sitzungen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft und den Konzern waren wir rechtzeitig eingebunden. Mit allen wichtigen Geschäftsvorfällen, Unternehmensentwicklungen und Ergebnissen, Entscheidungen und Planungen einschließlich der mittel und langfristigen Entwicklung und Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit haben wir uns eingehend befasst und auseinandergesetzt. Soweit Geschäfte und Maßnahmen unserer Zustimmung bedurften, haben wir diese vorab intensiv mit dem Vorstand erörtert. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben an mehr als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen, mit Ausnahme von Dr. Ulrich Schröder, der aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte. Insgesamt lag die Teilnahmequote bei rund 92 %, individuell zeigen wir sie auf Seite 97. Im Berichtsjahr fanden sechs Sitzungen des Plenums und 22 der Ausschüsse statt. An den Plenumssitzungen nahmen die Mitglieder des Vorstands teil, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte. An den Ausschusssitzungen nahmen der Vorstandsvorsitzende und die jeweils verantwortlichen Ressortvorstände teil. Zu einzelnen Tagesordnungspunkten wurden auch Führungskräfte der ersten Ebene unterhalb des Vorstands und/oder Vertreter des Abschlussprüfers hinzugezogen. Wesentliche Themen der Aufsichtsratssitzungen In der Plenumssitzung am 7. März 2017 billigten wir nach eingehender Erörterung auf Empfehlung des Finanz und Prüfungsausschusses den Jahres und Konzernabschluss sowie die Lageberichte für das Geschäftsjahr 2016 und schlossen uns dem Beschlussvorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der Abschlussprüfer berichtete über die Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen zur Verfügung. Auf Grundlage der ermittelten Zielerreichung legten wir die Jahreserfolgsvergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr fest und verabschiedeten den Bericht des Aufsichtsrats, den Corporate GovernanceBericht sowie die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung. Zudem befassten wir uns mit den Ergebnissen der Effizienzprüfung unserer Tätigkeit. In der Sitzung am 23. Juni 2017 haben wir Thomas Ogilvie zum Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Gesellschaft bestellt sowie den Status der „IT Renewal Road map“ im Geschäftsfeld Global Forwarding erörtert. In der Sitzung am 26. September 2017 haben wir beschlossen, das Vergütungssystem für den Vorstand anzupassen. In der anschließenden Klausurtagung erörterten wir gemeinsam mit dem Vorstand den Stand der Umsetzung der „Strategie 2020“ sowie zukünftige strategische Herausforderungen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung, unter stützt durch externe Gastredner. In der letzten Aufsichtsratssitzung des Jahres 2017 am 12. Dezember behandelten wir die ECommerce und B2CStrategie im Unternehmensbereich Express sowie den Geschäftsverlauf in Europa. Wir stimmten darüber hinaus dem Konzerngeschäftsplan 2018 zu, legten die Ziele für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 fest und beschlossen, erneut eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung abzugeben. Gegenstand der außerordentlichen Sitzungen am 23. August und 28. November 2017 war die Veräußerung der Anteile an Williams Lea Tag. Wesentliche Themen der Ausschusssitzungen Die sechs Ausschüsse des Aufsichtsrats bereiten Entscheidungen des Plenums vor und beschließen in Angelegenheiten, die ihnen zur Entscheidung übertragen sind. Die Vorsitzenden der Ausschüsse unterrichten das Plenum über die Arbeit im Ausschuss. Der Präsidialausschuss tagte fünfmal. Er hat sich ins besondere mit Vorstandsangelegenheiten und der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen beschäftigt. Der Personalausschuss kam zu vier Sitzungen zusammen und befasste sich unter anderem mit den strategischen Prioritäten des Personalbereichs, der Personalentwicklung, der Förderung von Frauen in Führungspositionen, der Weiterentwicklung der konzernweiten Initiative „Certified“ zur Förderung von Mitarbeiterengagement und kulturellem Wandel sowie der jährlichen Mitarbeiterbefragung. Der Finanz und Prüfungsausschuss trat zu sieben Sitzungen zusammen. Er befasste sich in Anwesenheit des Abschlussprüfers mit den Abschlüssen und den Lageberichten für die Deutsche Post AG und den Konzern. Er erörterte die Quartalsfinanzberichte und den Halbjahresfinanzbericht nach prüferischer Durchsicht vor Veröffentlichung gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Düsseldorf, zum Abschlussprüfer für die Abschlüsse der Deutsche Post AG und des Konzerns sowie zum Prüfer für eine prüferische Durchsicht etwaiger Zwischenfinanzberichte zur Wahl vor zuschlagen, erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für das Berichtsjahr und bestimmte den Prüfungsschwerpunkt. Die erforderliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers lag dem Ausschuss vor. Darüber hinaus befasste sich der Ausschuss mit den von PwC erbrachten NichtPrüfungsleistungen, dem Rechnungslegungsprozess, dem Risikomanagementsystem und den Feststellungen der internen Revision. Über die Compliance und die Weiterentwicklung von ComplianceOrganisation und Management ließ sich der Ausschuss ausführlich vom Chief Compliance Officer berichten. Der Strategieausschuss tagte sechsmal und hat sich vor allem mit der strategischen Position der Geschäftsbereiche in ihrem jeweiligen Marktumfeld und der Umsetzung der „Strategie 2020“ befasst. Besondere Schwerpunkte bildeten das Thema Cyber Security sowie Strategie und Maßnahmen zur digitalen Transformation des Unternehmens. Nominierungsausschuss und Vermittlungsausschuss haben im Berichtsjahr nicht getagt. Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand Auf Seiten der Anteilseignervertreter gab es keine Veränderungen im Berichtsjahr. Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter wurde Ulrike LennartzPipenbacher mit Ausscheiden von Helga Thiel zum 1. Juli gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Tim Scharwath hat zum 1. Juni die Verantwortung für das Vorstandsressort Global Forwarding, Freight übernommen. Thomas Ogilvie wurde mit Wirkung zum 1. September 2017 zum Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutsche Post AG bestellt. Umgang mit Interessenkonflikten Keines der Aufsichtsratsmitglieder übt Organ oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens aus. Interessenkonflikte einzelner Mitglieder wurden dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtsjahr nicht mitgeteilt. Gesellschaft entspricht allen Kodex-Empfehlungen Vorstand und Aufsichtsrat haben im Dezember 2017 eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Hier können auch die Erklärungen der vergangenen Jahre eingesehen werden. Die Deutsche Post AG hat auch nach Abgabe der Entsprechenserklärung im Dezember 2016 weiterhin allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Fassung vom 5. Mai 2015 entsprochen. Den Empfehlungen der Regierungskommission DCGK in der am 24. April/19. Mai im Bundesanzeiger bekanntgemachten Fassung vom 7. Februar 2017 wurde ebenfalls entsprochen und soll es auch künftig werden. Die Anregungen der Regierungskommission setzen wir ebenfalls um – mit Ausnahme der Übertragung der gesamten Hauptversammlung im Internet. Im gleichnamigen Bericht (Seite 96 ff.) finden Sie weitere Informationen zur Corporate Governance des Unternehmens. Jahres- und Konzernabschluss 2017 geprüft Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Düsseldorf, hat den Jahres und Konzernabschluss einschließlich der jeweiligen Lageberichte für das Geschäftsjahr 2017 geprüft und uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Die prüferische Durchsicht der Quartalsfinanzberichte sowie des Halbjahresfinanzberichts erfolgte ebenfalls durch PwC. Nach eingehender Vorprüfung durch den Finanz und Prüfungsausschuss hat der Aufsichtsrat in der Sitzung am 6. März 2018 den Jahres und Konzernabschluss inklusive des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands sowie die Lageberichte und den nichtfinanziellen (Konzern)Bericht für das Geschäftsjahr 2017 geprüft. Die Abschlussunterlagen, die Prüfberichte des Abschlussprüfers und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands wurden eingehend mit dem Vorstand und den Vertretern des Abschlussprüfers diskutiert, die über die Ergebnisse ihrer Prüfung berichteten und für Fragen und Auskünfte zur Verfügung standen. Der Ausschussempfehlung folgend hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen und den Jahres sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Gewinnverwendungsvorschlags durch den Aufsichtsrat und den Finanz und Prüfungsausschuss waren keine Einwendungen zu erheben. Entsprechendes gilt für die Prüfung des nichtfinanziellen (Konzern)Berichts. Dem Vorschlag des Vorstands hinsichtlich der Gewinnverwendung und der Zahlung einer Dividende von 1,15 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an. Wir danken den Mitgliedern des Vorstands und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutsche Post AG und aller Konzerngesellschaften für ihren großen Einsatz und den damit wesentlichen Beitrag zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2017.
Bonn, 6. März 2018 Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Wulf von Schimmelmann Aufsichtsratsvorsitzender GewinnverwendungsvorschlagVorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 6.102.911.829,38 wie folgt zu verwenden: Verteilung an die Aktionäre durch Ausschüttung einer Dividende scroll
Da die Dividende in vollem Umfang aus dem steuerlichen Einlagekonto im Sinne des § 27 KStG (nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen) geleistet wird, erfolgt die Auszahlung ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende nicht der Besteuerung. Eine Steuererstattungs- oder Steueranrechnungsmöglichkeit ist mit der Dividende nicht verbunden. Die Ausschüttung gilt steuerlich als Rückgewähr von Einlagen und mindert - nach Auffassung der Finanzverwaltung - die Anschaffungskosten der Aktien. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet, der eine unveränderte Dividende pro dividendenberechtigter Stückaktie sowie einen entsprechend angepassten Gewinnvortrag vorsieht.‘ “ Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 6.3.2018 festgestellt. Anlage zum Lagebericht Deutsche Post AG (nicht Bestandteil des Jahresabschlusses/des Lageberichts)Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß §§ 21 ff. Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) für das Kalenderjahr 2016Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkung Chancengleichheit und Diversity gehören zur Unternehmenskultur unseres Konzerns und sind sowohl in unserem Verhaltenskodex als auch in der Erklärung zu Vielfalt und Inklusion bei Deutsche Post DHL Group deutlich hervorgehoben und als wichtiger Bestandteil fest verankert. Wir bieten Frauen und Männern die gleichen Chancen und beruflichen Perspektiven und arbeiten daran, die Berufsbilder und Arbeitsmodelle sowie Führungsaufgaben für Frauen attraktiver zu machen. Zum 31. Dezember 2016 lag der Anteil von Frauen im oberen und mittleren Management im Konzern Deutsche Post DHL Group bei 21,1 Prozent und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr erneut leicht gesteigert. In einem quartalsweisen Gender-Report kommunizieren wir intern den konzernweiten Anteil von Frauen in Führungspositionen, um weitere Handlungsfelder zu identifizieren. Wir informieren das HR Board und den Vorstand regelmäßig über die aktuelle Entwicklung des Frauenanteils in Führungspositionen und beraten darüber, wie der Anteil gesteigert werden kann. Sowohl für interne als auch externe Besetzungen gilt Chancengleichheit, wie wir es in unserem Verhaltenskodex festgeschrieben haben. Entscheidende Kriterien sind allein die fachliche und persönliche Eignung. Mit unterschiedlichen Maßnahmen wollen wir den Frauenanteil in Führungspositionen nachhaltig erhöhen, darunter Workshops zu Karriereplanung, Karriere-Coaching, Mentoring-Programme und Frauen-Netzwerke. Zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt es in Deutschland zudem das Angebot flexibler Arbeitsmodelle sowie Dienstleistungen rund um die Kinderbetreuung. Über einen bundesweiten Kooperationspartner erhalten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Betreuungsangeboten für Kinder oder auch pflegebedürftige Familienangehörige. Die familienfreundlichen Angebote umfassen unter anderem Beratung, Vermittlung, Notfallbetreuung und Ferienprogramme. Unsere Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Vielfalt und Chancengleichheit im täglichen Miteinander umzusetzen. Dementsprechend bieten wir für diese Zielgruppe maßgeschneiderte Schulungen an, um das Bewusstsein hierfür zu schärfen. Die Deutsche Post AG hat in 2015 zum sechsten Mal für die Dauer von drei Jahren das Total E-QUALITY-Prädikat für ihre vorbildlich an Chancengleichheit und Diversity ausgerichtete Personal- und Unternehmenspolitik erhalten. Bereits im Dezember 2007 hat der Konzern die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet und damit sein Engagement für Chancengleichheit und Diversity Management erneut unterstrichen. Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Deutsche Post AG im Jahresdurchschnitt 2016 scroll
Der Frauenanteil bei Deutsche Post AG in 2016 lag im Durchschnitt bei rund 47 Prozent. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer Der Konzern Deutsche Post DHL Group bietet eine leistungsbasierte und marktübliche Vergütung, die sich an den Unternehmenszielen orientiert und langfristige Anreize setzt. Über 70 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern stehen in einem Beschäftigungsverhältnis, das an Betriebsvereinbarungen, Tarifverträge oder gesetzlich vorgeschriebene Gehaltsregelungen gebunden ist. Die Vergütung unterliegt lokalen und stellenspezifischen Anforderungen und Vorschriften. In Deutschland ist die Vergütung überwiegend durch Firmen- oder Branchentarifverträge geregelt. Mithilfe einer systematischen Stellenbewertung stellen wir eine gerechte und ausgewogene Vergütungsstruktur sicher. Im Mutterunternehmen Deutsche Post AG stehen rund 78 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Beschäftigungsverhältnis, bei dem sich die Vergütung nach den mit den Gewerkschaften vereinbarten Tarifverträgen richtet. Die tarifvertraglichen Bezahlungsgrundsätze sind geschlechtsneutral gestaltet, so dass über die Anwendung der Tarifverträge das Gebot des gleichen Entgelts für Frauen und Männer bei Deutsche Post AG sichergestellt wird. Rund 20 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen in einem Beamtenverhältnis. Die Besoldung der Bundesbeamtinnen und -beamten ist gesetzlich geregelt, so dass auch hierdurch die Entgeltgleichheit sichergestellt wird. Rund 2 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutsche Post AG stehen in einem außertariflichen Arbeitsverhältnis. Der überwiegende Teil der außertariflichen Beschäftigungsverhältnisse ist an bestehende Betriebsvereinbarungen gebunden. Die systematische Stellenbewertung stellt eine diskriminierungsfreie Vergütung der außertariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicher. Die Bewertung richtet sich ausschließlich nach geschlechtsneutralen Kriterien, wie z. B. der Tätigkeitskategorie sowie dem Aufgabeninhalt und erfolgt im Einklang mit unseren Konzernwerten. |
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