![]() Deutsche Post AGBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018LageberichtGrundlagen Geschäftsmodell Geschäftsfelder Strategie Steuerung Übernahmerechtliche Angaben Forschung und Entwicklung Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat Erklärung zur Unternehmensführung und nichtfinanzieller Bericht Wirtschaftsbericht Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Prognose-Ist-Vergleich Rahmenbedingungen Wesentliche Ereignisse Ertragslage Finanzlage Vermögenslage DEUTSCHE-POST-AKTIE Nichtfinanzielle Kennzahlen Mitarbeiter Sicherheit und Gesundheit Unternehmensverantwortung Qualität Marken Prognose Gesamtaussage zur künftigen wirtschaftlichen Lage Prognosezeitraum Künftige Rahmenbedingungen Ergebnisprognose Erwartete Finanzlage Entwicklung der weiteren steuerungsrelevanten Indikatoren Chancen und Risiken Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation Chancen- und Risikomanagement Chancen und Risiken in Kategorien GrundlagenGesch ä f tsmodell Ein internationales Serviceportfolio Die Deutsche Post AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Bonn, Deutschland. Der Konzern Deutsche Post DHL Group erbringt unter den Marken Deutsche Post und DHL ein internationales Serviceportfolio aus Brief- und Paketversand, Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und E-Commerce-Lösungen. Gegliedert war er zum 31. Dezember 2018 in die vier operativen Unternehmensbereiche Post - eCommerce - Parcel, Express, Supply Chain und Global Forwarding, Freight. Die Unternehmensbereiche werden durch eigene Zentralen (Divisional Headquarters) gesteuert und sind für die Berichtsstruktur in Funktionen, Geschäftsfelder oder Regionen gegliedert. Dabei spiegelt der Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG wider. Die DHL-Unternehmensbereiche des Konzerns haben auf die Deutsche Post AG indirekten Einfluss über das Beteiligungsergebnis. Interne Dienstleistungen sind konzernweit im Bereich Global Business Services gebündelt. Aufgaben der Konzernführung werden im Bereich Corporate Functions wahrgenommen. scroll
Organisatorische Veränderungen Zum 1. Februar 2018 ist die Zuständigkeit für den Bereich Customer Solutions & Innovation (CSI) auf Ken Allen übergegangen. Seit dem 4. April 2018 hat der Vorstandsvorsitzende, Frank Appel, zusätzlich die Leitung des Unternehmensbereichs Post - eCommerce - Parcel in Personalunion übernommen. Im April 2018 wurde zudem ein neues Vorstandsressort Corporate Incubations geschaffen, für das Thomas Ogilvie zusätzlich zu seinem Mandat als Personalvorstand und Arbeitsdirektor nunmehr die Verantwortung trägt. Am 12. Juni 2018 hat Jürgen Gerdes sein Vorstandsmandat niedergelegt. Im September 2018 wurden das Mandat und der Vertrag von Ken Allen als Mitglied des Vorstands bis Juli 2022 verlängert. Außerdem hat der Aufsichtsrat folgende Änderungen beschlossen, die zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten sind: Der Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel wurde in eigenständige Divisionen und Vorstandsressorts für das deutsche und internationale Geschäft aufgeteilt. Das deutsche Geschäft ist umbenannt in Post & Paket Deutschland und wird weiterhin kommissarisch vom Vorstandsvorsitzenden geleitet. Um den Konzern optimal auf den globalen E-Commerce-Markt einzustellen, wird unter der Leitung von Ken Allen ein neuer Unternehmensbereich DHL eCommerce Solutions geschaffen. Ken Allen behält zudem weiterhin die Verantwortung für CSI. Der Unternehmensbereich Express wird seit dem 1. Januar 2019 von John Pearson geleitet. Auf allen Kontinenten vertreten Die Standorte von Deutsche Post DHL Group sind der Anteilsbesitzliste, dpdhl.com/de/investoren, zu entnehmen. Die Grafik A.02 zeigt die Marktvolumina in den wichtigsten Regionen. Unsere jeweiligen Marktanteile schildern wir im folgenden Kapitel Geschäftsfelder. Marktvolumina 1 A.02 ![]() scroll
AR, BR, CA, CL, CO, MX, PA, US (Amerika); AT, CZ, DE, ES, FR, IT, NL, PL, RO, RU, SE, TR, UK (Europa); AU, CN, HK, IN, JP, KR, SG, TW (Asien-Pazifik). Quelle: Market Intelligence 2017, Geschäftsberichte und Sekundäranalysen
Geschäftsfelder Unternehmensbereich POST-ECOMMERCE-PARCEL ![]() Die Post für Deutschland Etwa 57 Millionen Briefe, die wir in Deutschland an jedem Werktag zustellen, machen uns zum größten Postunternehmen Europas. Das Angebot für Privat- und Geschäftskunden reicht vom physischen, hybriden oder elektronischen Brief über spezielle Produkte für den Warenversand bis zu Zusatzleistungen wie Nachnahme, Einschreiben oder Wertbriefen. Der deutsche Markt für Geschäftskommunikation belief sich im Berichtsjahr auf rund 4,3 Mrd € (Vorjahr: rund 4,5 Mrd €). Wir betrachten den wettbewerbsrelevanten Geschäftskundenmarkt und berücksichtigen dabei, wer den Geschäftskunden gegenüber als Dienstleister auftritt, also sowohl den End-to-End-Wettbewerb als auch den auf Teilleistungen bezogenen Konsolidierungswettbewerb. Unser Marktanteil ist mit 63,4 % gegenüber dem Vorjahr (61,7 %) gestiegen. scroll
Quelle: Unternehmensschätzung Kanalübergreifender Kundendialog Der Bereich Dialog Marketing bietet Werbetreibenden auf Wunsch Komplettlösungen - von Adressleistungen über Tools für Konzeption und Kreation bis hin zu Druck, Versand und Evaluation. Dabei erfolgt der Kundendialog kanalübergreifend, individuell und automatisiert, sodass digitale und physische Sendungen ihre Empfänger streuverlustfrei, inhaltlich verknüpft und zeitlich koordiniert erreichen. Der Werbemarkt in Deutschland ist im Jahr 2018 leicht um 0,6 % auf ein Volumen von 27,3 Mrd € gestiegen. Unser Anteil an diesem stark fragmentierten Markt ist auf 7,6 % gesunken (Vorjahr: 8,2 %). scroll
1 Umfasst alle Werbemedien mit externen Distributionskosten; die Schaltungskosten werden ins Verhältnis zueinander gesetzt. Quelle: Unternehmensschätzung Briefe und Waren international versenden Wir befördern Briefe und leichtgewichtige Warensendungen international und bieten Dialog Marketing-Lösungen grenzüberschreitend an. Für Geschäftskunden sind wir in bedeutenden europäischen Briefmärkten im internationalen Versand tätig. Für die wachsende E-Commerce-Branche entwickeln wir internationale Versandlösungen an private Empfänger (B2C). Unser Angebot umfasst auch Beratung und Services rund um physisches und digitales Dialog Marketing. Überdies bieten wir schriftliche Kommunikation für internationale Geschäftskunden physisch, hybrid und vollelektronisch an. Weltweit lag das Marktvolumen für den internationalen Briefverkehr im Jahr 2018 bei rund 7,9 Mrd € (Vorjahr: rund 7,5 Mrd €). Unser Marktanteil betrug 12,3 % (Vorjahr: 12,8 %). Marktgröße und -anteile haben sich gegenüber der Vorjahresdarstellung geändert, da Daten aus externen Quellen angepasst wurden. scroll
Quelle: Unternehmensschätzung Weltweites Angebot von Paket- und E-Commerc e- Dienstleistungen In Deutschland unterhalten wir ein dichtes Netz von Paketannahme- und -abgabestellen. Unser Portfolio ermöglicht es Empfängern, individuell zu wählen, ob sie ihre Pakete in einem bestimmten Zeitfenster, taggleich oder schnellstmöglich erhalten wollen. Sie können sich kurzfristig entscheiden, das Paket zu einer alternativen Adresse oder einer Filiale bzw. einem Paketshop liefern zu lassen. Geschäftskunden unterstützen wir dabei, im Online-Handel weiter zu wachsen. Auf Wunsch decken wir die gesamte Warenlogistik bis zum Retourenmanagement ab. Der deutsche Paketmarkt belief sich im Jahr 2018 auf ein Volumen von rund 11,6 Mrd € (Vorjahr: rund 10,8 Mrd €). Unseren Marktanteil konnten wir in einem wettbewerbsintensiven Markt mit 45,5 % bestätigen (Vorjahr: 45,4 %). scroll
Quelle: Unternehmensschätzung Unser grenzübergreifendes Angebot an E-Commerce-Leistungen haben wir im Berichtsjahr erweitert. In Europa beläuft sich das B2C-Netzwerk auf insgesamt 27 Länder einschließlich Deutschlands. Unseren Kunden stehen in Europa mehr als 65.000 Abgabe- und Annahmestellen zur Verfügung. In den Vereinigten Staaten bieten wir in fünf Metropolregionen eine besonders schnelle Zustellung an. In Indien beliefert unser Tochterunternehmen Blue Dart nahezu alle verfügbare Postleitzahlen und hat zusätzlich rund 970 Verkaufspunkte eröffnet. Unser Netzwerk in Südostasien umfasst mehr als 2.000 Standorte, an denen Online-Händler Pakete einliefern können. Wie im Kapitel Geschäftsmodelldargestellt, wird das deutsche und das internationale Geschäft künftig in eigenständigen Divisionen und Vorstandsressorts geleitet. Strategie KONZERNSTRATEGIE Kernziele der Konzernstrategie A.08 ![]() Drei Kernziele im Fokus Die zunehmende Digitalisierung, der weiterhin boomende E-Commerce und die Dynamik in den Schwellenländern bieten uns erhebliche Wachstumschancen. Wie im Kapitel Geschäftsfelder, beschrieben, zählen wir auch dank unserer globalen Präsenz in den Märkten, in denen wir tätig sind, zu den führenden Anbietern. Überdies sind wir gemäß der Magic-Quadranten-Methode von Gartner 2018 in den Bereichen "Vision" und "Umsetzung" der fortschrittlichste Logistikspezialist für 3PL-Anbieter. Den Umsetzungsgrad unserer Strategie messen wir anhand der drei Kernziele, die die Grafik A.08 zeigt. Erste Wahl als Arbeitgeber: Da wir engagierte und qualifizierte Mitarbeiter als Schlüssel zu guter Leistung und profitablem Wachstum sehen, bietet der Konzern eine Vielzahl von Initiativen zur Weiterentwicklung und Motivation an, darunter die konzernweite Initiative "Certified". Mit der jährlichen Mitarbeiterbefragung, Steuerung, fördern wir den internen Dialog. Diese Maßnahmen haben unter anderem dazu beigetragen, dass unser Unternehmensbereich Express im Jahr 2018 von Great Place to Work(r) und FORTUNE als weltweit sechstbester Arbeitgeber ausgezeichnet wurde. Erste Wahl als Anbieter: Bei allem, was wir tun, steht der Kunde im Mittelpunkt. Deshalb haben wir den Anspruch, für eine jederzeit positive Erfahrung der Kunden im Umgang mit unserem Unternehmen zu sorgen. Diese Kundenorientierung spiegelt sich auch in dem Wert unserer Marken wider, Marken. Das Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung ist fest in den betrieblichen Alltag integriert. Dazu nutzen wir unsere an Six Sigma, Lean- und Change-Management angelehnte First-Choice-Methodik, die von knapp 36.000 zu First-Choice-Experten ausgebildeten Mitarbeitern vermittelt wird. Wir befragen die Kunden regelmäßig, wie gut wir unseren Qualitätsanspruch erfüllen und wo wir noch besser werden können, Qualität. Erste Wahl als Investment: Mit einem selektiven und fokussierten Ansatz wollen wir profitables Wachstum generieren. Dabei konzentrieren wir uns darauf, den profitablen Kern jedes unserer Geschäftsbereiche auszubauen. Wir messen kontinuierlich operative und finanzielle Leistungsindikatoren und fokussieren uns in allen Unternehmensbereichen auf ein diszipliniertes Ertragsmanagement. Wir nutzen Potenziale für operative Effizienzsteigerungen und wahren eine strikte Kostendisziplin. Über die drei Kernziele hinaus sind Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung fest in unserer Strategie verankert, wie im Bericht zur Unternehmensverantwortung, dpdhl.de/cr-bericht2018, dargelegt. Strategien des Unternehmensbereiches Post - eCommerce - Parcel Das deutsche Post- und Paketgeschäft befindet sich mitten in einem Veränderungsprozess, in dem wir derzeit vor allem an der Verbesserung der Qualität, der Erträge, der Produktivität und der Kosten arbeiten. Darüber hinaus erweitern wir das Angebot im Geschäftsfeld Post marktgerecht, bauen unser Leistungsspektrum im deutschen Paketgeschäft kontinuierlich aus und entwickeln digitale Serviceangebote. Im Rahmen der konzernweiten Initiative "Certified" wollen wir einen Großteil unserer Mitarbeiter bis zum Jahr 2020 zertifizieren. Unsere Netzwerke passen wir den dynamischen Rahmenbedingungen und den Sendungsstrukturen an. Wir sparen dort, wo es möglich und sinnvoll ist, und investieren parallel in Technologien, Automation, Innovationen und Wachstumsfelder. Steuerung Finanzielle Leistungsindikatoren Einheitliche Steuerung Für das Mutterunternehmen Deutsche Post AG als legale Einheit gibt es keine eigenen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren. Daher werden nachfolgend die nach den internationalen Rechnungslegungsstandards ermittelten Steuerungsgrößen des Konzerns Deutsche Post DHL Group beschrieben. Einfluss auf Managementgehälter Deutsche Post DHL Group nutzt finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung. Ihre monatliche, vierteljährliche und jährliche Veränderung wird mit Vorjahres- und Plandaten verglichen und entsprechend gesteuert. Die jährliche Entwicklung der hier dargestellten finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungsgrößen ist im Wesentlichen auch für die Bemessung der Managementvergütung relevant. Die finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sollen das Gleichgewicht zwischen Profitabilität, effizientem Einsatz von Ressourcen und ausreichender Liquidität wahren. Wie sich diese Kennzahlen im Berichtsjahr entwickelt haben, wird im Wirtschaftsbericht erläutert. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit misst Ertragskraft Die Profitabilität der Geschäftsbereiche des Konzerns wird mit dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) gemessen. Um das EBIT zu ermitteln, werden ausgehend von den Umsatzerlösen und den sonstigen betrieblichen Erträgen der Material- und Personalaufwand, die Abschreibungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgezogen sowie das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen ergänzt. Zinsen, sonstige Finanzierungsaufwendungen oder -erträge werden im Finanzergebnis berücksichtigt. EBIT after Asset Charge fördert effizienten Einsatz von Ressourcen Eine weitere wesentliche Steuerungsgröße im Konzern ist das EBIT after Asset Charge (EAC, Gewinn nach Kapitalkosten). Sie ergänzt das EBIT um eine Kapitalkostenkomponente, die als "Asset Charge" abgezogen wird. Indem die Kapitalkosten in unternehmerische Entscheidungen einbezogen werden, wird der effiziente Einsatz der Ressourcen gefördert und das operative Geschäft auf nachhaltige Wertsteigerung und Mittelzufluss ausgerichtet. Die Grundlage zur Berechnung der Kapitalkosten bildet der Konzernkapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC), der aus dem gewichteten Durchschnitt der Nettokosten für verzinsliches Fremdkapital und Eigenkapital berechnet wird. Dabei werden gemäß "Capital Asset Pricing Model" unternehmensspezifische Risikofaktoren berücksichtigt. Es wird ein für alle Unternehmensbereiche einheitlicher Kapitalkostensatz von 8,5 % verwendet, der zugleich auch eine Mindestzielgröße für Projekte und Investitionen im Konzern darstellt. Er wird grundsätzlich anhand der aktuellen Finanzmarktverhältnisse einmal jährlich überprüft. Um die Asset Charge mit denen der Vorjahre besser vergleichbar zu machen, wurde der WACC im Jahr 2018 verglichen mit den Vorjahren konstant gehalten. Die Berechnung der Asset Charge erfolgt monatlich, sodass auch unterjährige Schwankungen im betrieblichen Nettovermögen berücksichtigt werden. Grafik A.09 zeigt die Zusammensetzung der Nettovermögensbasis. Free Cashflow ermöglicht Steuerung der Liquidität Neben EBIT und EAC ist der Cashflow für das Konzernmanagement ein weiterer wesentlicher finanzieller Indikator. Damit wird auf eine ausreichende Liquidität abgezielt, um neben operativen Zahlungsverpflichtungen und Investitionen auch alle finanziellen Verpflichtungen des Konzerns aus Schuldentilgung und Dividende decken zu können. Der Cashflow wird mithilfe der Kapitalflussrechnung ermittelt. Der operative Cashflow (OCF) berücksichtigt alle Größen, die mit der unmittelbaren operativen Wertschöpfung verbunden sind. Er wird aus dem EBIT berechnet, korrigiert um Veränderungen der langfristigen Vermögenswerte (Abschreibungen, Zuschreibungen, Gewinne und Verluste aus Abgängen), sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, erhaltene Dividenden, Steuerzahlungen, Veränderung von Rückstellungen sowie sonstige langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Eine weitere wesentliche Einflussgröße des OCF ist das kurzfristige Nettovermögen (Net Working Capital). Effektives Management des kurzfristigen Nettovermögens ist für den Konzern ein wichtiger Hebel, um den Cashflow kurz- und mittelfristig zu verbessern. Der Free Cashflow (FCF) als steuerungsrelevanter Leistungsindikator basiert auf dem OCF und ergänzt diesen um Zahlungsmittelflüsse aus Investitionen, Leasing, Akquisitionen und Desinvestitionen sowie Nettozinszahlungen. Er gibt an, wie viele Zahlungsmittel dem Unternehmen für Dividendenzahlungen oder Rückführung der Verschuldung aus dem Berichtszeitraum zur Verfügung stehen. scroll
1 Schließt kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf das EBIT ein. Nicht enthalten sind zum Beispiel Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf Steuern, Finanzierung und liquide Mittel. 2 Schließt sonstige langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf das EBIT ein. Nicht enthalten sind zum Beispiel Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf Steuern oder Bonds. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiterbefragungsergebnis als steuerungsrelevanter Indikator Unsere jährliche weltweite Mitarbeiterbefragung zeigt uns, wo wir als Konzern aus Sicht der Mitarbeiter stehen. Besonders bedeutsam ist dabei sowohl das Mitarbeiterengagement als auch, wie die Mitarbeiter das Führungsverhalten der Vorgesetzten einschätzen. Die Kennzahl "Aktive Führung" fließt dementsprechend in die Bonusermittlung von Führungskräften ein. Die Ergebnisse der im Berichtsjahr durchgeführten Mitarbeiterbefragung schildern wir im Kapitel Mitarbeiter. Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern Wir wollen unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern, unsere CO2-Effizienz verbessern und Kosten senken. Die entsprechende Zielgröße unseres Umweltschutzprogramms "GoGreen" lautet Treibhausgaseffizienz. Sie wird mithilfe eines CO2-Effizienz-Index (CEX) gemessen, der auf geschäftsfeldspezifischen Emissions-Intensitätskennzahlen basiert, die gegenüber dem Basisjahr indiziert sind. Die dem CEX zugrunde liegenden Treibhausgasemissionen berechnen wir nach den Prinzipien der Greenhouse Gas Protocol Standards und der DIN EN 16258 sowie für unsere europäischen Luftfahrtaktivitäten entsprechend den Anforderungen des europäischen Emissionshandelssystems (EU-ETS). Gemäß DIN EN 16258 erfolgt der Ausweis sämtlicher klimaschädlicher Gase in Form von CO2-Äquivalenten (CO2e). Die jeweiligen Emissionen werden so ins Verhältnis zu einer passenden Leistungsgröße gesetzt. Der CEX ist ein steuerungsrelevanter nichtfinanzieller Indikator im Konzern. Die für das Berichtsjahr ermittelten Werte zeigen wir im Kapitel Unternehmensverantwortung. ceX (CO2-Effizienz-Index) Ein steuerungsrelevanter nichtfinanzieller Indikator Übernahmerechtliche Angaben Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von Aktien Zum 31. Dezember 2018 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 1.236.506.759 €, eingeteilt in ebenso viele auf den Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Jede Aktie gewährt die gleichen gesetzlich und/oder in der Satzung vorgesehenen Rechte und Pflichten und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu, insbesondere solche, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ausübung der Stimmrechte und die Übertragung der Aktien richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung. Die Satzung beschränkt weder die Ausübung der Stimmrechte noch die Übertragung von Aktien. Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 % Die KfW Bankengruppe (KfW), Frankfurt am Main, ist mit einer Beteiligung von 20,53 % am Grundkapital unser größter Aktionär. Die Bundesrepublik Deutschland ist mittelbar über die KfW an der Deutsche Post AG beteiligt. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen, vgl. §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 31 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG). Gemäß § 6 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern. Im Übrigen wird die Zahl der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestimmt. Satzungsänderungen Die Satzung kann gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 5, 179 Abs. 1 Satz 1 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Gemäß § 21 Abs. 2 der Satzung in Verbindung mit §§ 179 Abs. 2, 133 Abs. 1 AktG beschließt die Hauptversammlung über Satzungsänderungen grundsätzlich mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Soweit das Gesetz für Satzungsänderungen zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt, ist diese Mehrheit entscheidend. Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 160 Mio neue, auf den Namen lautende Stückaktien auszugeben (Genehmigtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus § 5 Abs. 2 der Satzung. Die Satzung ist auf der Internetseite der Gesellschaft, dpdhl.com/de/investoren, und im elektronischen Unternehmensregister abrufbar. Sie kann ferner beim Handelsregister des Amtsgerichts Bonn eingesehen werden. Der Vorstand ist bzw. war ferner durch Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 27. Mai 2014 (zu Tagesordnungspunkt 8), vom 28. April 2017 (zu Tagesordnungspunkt 7) und vom 24. April 2018 (zu Tagesordnungspunkten 6 und 7) ermächtigt, Bezugsrechte auf Aktien auszugeben. Die Ermächtigungsbeschlüsse sind aus den notariellen Sitzungsniederschriften ersichtlich, die beim Handelsregister des Amtsgerichts Bonn einsehbar sind. Die Hauptversammlung hat zur Bedienung von noch auszugebenden oder bereits ausgegebenen Bezugsrechten bedingte Kapitalerhöhungen beschlossen. Die Einzelheiten sind in § 5 der Satzung bestimmt. Zum 31. Dezember 2018 sind Bezugsrechte ausgegeben, die bei Vorliegen der Voraussetzungen mit bis zu 31.284.326 Aktien der Deutsche Post AG zu bedienen sind. Unter den erteilten Ermächtigungen können bis zu 41.680.692 weitere Bezugsrechte ausgegeben werden. Die Hauptversammlung vom 28. April 2017 hat die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 27. April 2022 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Einzelheiten hierzu einschließlich der Möglichkeiten der Verwendung der aufgrund dieser oder einer vorangehenden Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien ergeben sich aus dem von der Hauptversammlung am 28. April 2017 (Tagesordnungspunkt 8) gefassten Ermächtigungsbeschluss. Ergänzend dazu hat die Hauptversammlung vom 28. April 2017 den Vorstand ermächtigt, in dem zu Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Rahmen eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben (Tagesordnungspunkt 9). Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 1.284.619 eigene Aktien erworben. Zum 31. Dezember 2018 hielt die Gesellschaft 3.628.651 eigene Aktien. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern Es besteht ein Vertrag zwischen der Deutsche Post AG und einem Bankenkonsortium über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 2 Mrd €. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung zu verlangen. Weiterhin sehen die Anleihebedingungen der unter dem im März 2012 etablierten "Debt Issuance Programme" emittierten Anleihen sowie der im Dezember 2017 begebenen Wandelanleihe Kontrollwechselbestimmungen vor. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne der Bedingungen gewähren diese den Gläubigern unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, die vorzeitige Rückzahlung der jeweiligen Schuldverschreibungen zu verlangen. Für den Fall eines Kontrollwechsels ist allen Mitgliedern des Vorstands das Recht eingeräumt, innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach dem Kontrollwechsel mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende ihr Amt jeweils aus wichtigem Grund niederzulegen und den Vorstandsvertrag zu kündigen (Sonderkündigungsrecht). Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts oder einvernehmlicher Aufhebung des Vorstandsvertrags innerhalb von neun Monaten seit Kontrollwechsel hat das Mitglied des Vorstands Anspruch auf Abfindung seiner Vergütungsansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags, begrenzt durch die vom Deutschen Corporate Governance Kodex in Nr. 4.2.3 empfohlenen Caps mit der im Vergütungsbericht dargestellten Präzisierung. Beim Jahresbonusplan mit Share Matching für Führungskräfte wird im Falle eines Kontrollwechsels der Gesellschaft die Haltefrist für die Aktien mit sofortiger Wirkung unwirksam. Die teilnehmenden Führungskräfte erhalten zeitnah die volle Zahl der ihrem Aktieneinsatz entsprechenden Matching Shares. In einem derartigen Fall trägt der Arbeitgeber alle nachteiligen steuerlichen Folgen, die sich aus der Verkürzung der Haltefrist ergeben. Davon ausgenommen sind Steuern, die normalerweise nach der Haltefrist anfallen. Forschung und Entwicklung Da die Deutsche Post AG als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, ist über nennenswerte Aufwendungen nicht zu berichten. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat Vergütung des Vorstands Struktur der Vergütung des Konzernvorstands im Geschäftsjahr 2018 Das Vergütungssystem für den Vorstand ist an der Unternehmensstrategie ausgerichtet und zielt auf eine erfolgsorientierte und nachhaltige Unternehmensführung ab. Für die Vorstandsmitglieder wird ein Anreiz geschaffen, sich langfristig im und für das Unternehmen zu engagieren. Die Angemessenheit der Vergütung wird durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft. Kriterien für die Beurteilung der Angemessenheit der Vergütung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, seine Erfahrung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat das Verhältnis zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt, auch in der zeitlichen Entwicklung. Bei der Beurteilung der Angemessenheit der Vergütung wird der Aufsichtsrat von einem unabhängigen externen Vergütungsexperten unterstützt. Das aktuelle Vergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2018 mit 88,56 % der abgegebenen Stimmen gebilligt. Die Vergütung des Vorstands setzt sich zusammen aus einem Grundgehalt und variablen, das heißt erfolgsbezogenen Komponenten, die kurz-, mittel- und langfristig wirken. Hinzu kommen Nebenleistungen sowie Versorgungszusagen. Grundgehalt Das Grundgehalt ist ein fixer Vergütungsbestandteil und wird in zwölf gleichen Monatsraten nachträglich zum Monatsende gezahlt Variable Vergütung Die variable Vergütung des Vorstands ist ganz überwiegend mehrjährig, das heißt mittel- und langfristig ausgerichtet. Die variable Zielvergütung 2018 besteht zu mehr als der Hälfte aus einer Langfristkomponente mit vierjähriger Bemessungsperiode und im Übrigen aus der Jahreserfolgsvergütung, von der wiederum 50 % in eine Mittelfristkomponente mit dreijährigem Bemessungszeitraum überführt werden (Deferral). Die variablen Vergütungskomponenten sind ausnahmslos zukunftsbezogen. Weniger als ein Viertel des variablen Vergütungsbestandteils wird auf Basis einer einjährigen Bemessungsgrundlage gewährt. Jahreserfolgsvergütung Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine Jahreserfolgsvergütung, deren individuelle Höhe sich nach dem Grad richtet, in dem vorab festgelegte Zielwerte erreicht, unter- oder überschritten werden. Die gewährte Jahreserfolgsvergütung besteht zu 75 % aus finanziellen und zu 25 % aus nichtfinanziellen Zielen. Die maximale Höhe der Jahreserfolgsvergütung ist auf den Betrag der Jahresfestvergütung begrenzt. Die Zielkriterien, nach denen die Höhe der Jahreserfolgsvergütung bemessen wird, sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Maßgebend ist für alle Mitglieder des Vorstands die Steuerungsgröße "EBIT after Asset Charge" (Gewinn nach Kapitalkosten) einschließlich Kapitalkosten auf Goodwill und vor Wertminderung auf Goodwill (nachfolgend: EAC) des Konzerns. Für die Vorstände der Unternehmensbereiche Post - eCommerce - Parcel, Express, Global Forwarding, Freight und Supply Chain ist zusätzlich das EAC der jeweils verantworteten Division maßgeblich. Auch der berichtete Free Cashflow des Konzerns ist Bestandteil der Zielvereinbarungen aller Vorstandsmitglieder. Die Zielsetzung orientiert sich an der Kapitalmarktguidance. Zudem wird mit allen Vorstandsmitgliedern ein Mitarbeiterziel, basierend auf der jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragung, vereinbart. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der KPI "Mitarbeiterengagement" bei der Erfolgsmessung berücksichtigt. Wie in den Vorjahren werden mit den Vorstandsmitgliedern zudem weitere Ziele vereinbart, die im Einklang mit der Konzernstrategie deren Arbeitsschwerpunkte im jeweiligen Geschäftsjahr widerspiegeln. Mittelfristkomponente (Deferral) Die Jahreserfolgsvergütung wird, auch wenn die vereinbarten Ziele erreicht worden sind, nicht vollständig auf einmal ausgezahlt. 50 % der Jahreserfolgsvergütung werden in eine Mittelfristkomponente mit dreijährigem Bemessungszeitraum ein Jahr Leistungsphase, zwei Jahre Nachhaltigkeitsphase überführt (Deferral). Eine Auszahlung dieser Mittelfristkomponente erfolgt erst nach Ablauf der Nachhaltigkeitsphase und nur, wenn zusätzlich während der Nachhaltigkeitsphase das Nachhaltigkeitskriterium EAC erreicht wird. Das ist der Fall, wenn mindestens die Kapitalkosten verdient wurden. Anderenfalls entfällt die Zahlung ersatzlos. Die Regelung wirkt somit im Sinne eines Malussystems, das die Ausrichtung der Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens stärkt und langfristige Anreize setzt. Langristkomponente Die Gesellschaft gewährt den Vorständen seit dem Geschäftsjahr 2006 im Rahmen eines Long-Term-Incentive Plans (LTIP) eine aktienkursbasierte, langfristig orientierte Barvergütung durch Ausgabe von Stock Appreciation Rights (SAR). Zur Teilnahme am LTIP müssen die Vorstandsmitglieder ein Eigeninvestment in Höhe von 10 % des jährlichen Grundgehalts am Gewährungsstichtag erbringen, vorrangig in Aktien. Der Wert der den Vorstandsmitgliedern jeweils gewährten SAR kann dem Anhang entnommen werden. Die gewährten SAR können frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ganz oder teilweise ausgeübt werden, wenn am Ende der Wartezeit die absoluten bzw. relativen Erfolgsziele erreicht wurden. Um zu ermitteln, ob und wie viele der gewährten SAR ausübbar sind, werden vier aktienkursbezogene (absolute) und zwei auf einen Vergleichsindex bezogene (relative) Erfolgsziele gemessen. Im Rahmen der absoluten Erfolgsziele wird jeweils ein Sechstel der gewährten SAR erdient, wenn der Endkurs der Deutsche-Post-Aktie am Ende der Wartezeit mindestens 10, 15, 20 oder 25 % über dem Ausgabepreis liegt. Die beiden relativen Erfolgsziele sind an die Performance der Aktie im Verhältnis zur Performance des STOXX Europe 600 Index (SXXP; ISIN EU0009658202) gekoppelt. Sie sind erreicht, wenn die Wertentwicklung der Aktie der des Indexes entspricht bzw. ihn um mehr als 10 % überschreitet. Um die Wertentwicklung zu ermitteln, werden der Durchschnittskurs der Deutsche-Post-Aktie bzw. der Durchschnittsindexwert während eines Referenz- und eines Performancezeitraums miteinander verglichen. Beim Referenzzeitraum handelt es sich um die letzten 20 aufeinanderfolgenden Handelstage vor dem Ausgabetag. Der Performancezeitraum betrifft die letzten 60 Handelstage vor Ablauf der Wartezeit. Der Durchschnittskurs (Endkurs) wird aus dem Durchschnitt der jeweiligen Schlusskurse der Deutsche-Post-Aktie im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG ermittelt. Werden zum Ablauf der Wartezeit absolute oder relative Erfolgsziele nicht erreicht, verfallen die darauf entfallenden SAR ersatz- und entschädigungslos. Die Ausübung muss innerhalb eines Zeitraums von weiteren zwei Jahren nach Ablauf der Wartezeit erfolgen (Ausübungsfrist), anderenfalls verfallen nicht ausgeübte SAR. Jedes ausgeübte SAR berechtigt das Vorstandsmitglied zum Barausgleich in Höhe der Differenz zwischen dem Durchschnitt der Schlusskurse der Deutsche-Post-Aktie während der letzten fünf Handelstage vor dem Ausübungstag und dem Ausübungspreis der SAR. Der Erlös aus den Wertsteigerungsrechten ist auf einen Höchstbetrag beschränkt. Die Vergütung aus Wertsteigerungsrechten kann darüber hinaus durch den Aufsichtsrat bei außerordentlichen Entwicklungen begrenzt werden. Nebenleistungen Die den Vorstandsmitgliedern gewährten Nebenleistungen bestehen vor allem aus Firmenwagennutzung, Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung in entsprechender Anwendung von Vorschriften des Sozialgesetzbuches sowie besonderen Pauschalen und Leistungen bei Einsatz außerhalb des Heimatlandes. Versorgungszusagen (Alters- und Hinterbliebenenversorgung) Die Vorstandsmitglieder erhalten eine Versorgungszusage auf der Basis eines beitragsorientierten Systems. Der Vorstandsvorsitzende verfügt noch über eine Altzusage. Im Rahmen der beitragsorientierten Leistungszusage schreibt das Unternehmen für jedes Vorstandsmitglied einen jährlichen Beitrag in Höhe von 35 % der Jahresfestvergütung auf einem virtuellen Versorgungskonto gut. Die Dauer der Beitragszahlung ist auf 15 Jahre begrenzt. Das Versorgungskapital wird bis zum Eintritt des Versorgungsfalls mit dem Zinssatz "iBoxx Corporates AA 10+ Annual Yield" verzinst, mindestens jedoch in Höhe von 2,25 % jährlich. Die Versorgungsleistung wird als Kapital in Höhe des angesammelten Wertes des Versorgungskontos ausgezahlt. Der Leistungsfall tritt bei Erreichen der Altersgrenze (Vollendung des 62. Lebensjahres), bei Invalidität während der Amtsdauer oder bei Tod ein. Der Begünstigte hat im Versorgungsfall ein Rentenwahlrecht. Bei Ausübung wird das Kapital in eine Rente umgerechnet, wobei der durchschnittliche "iBoxx Corporates AA 10+ Annual Yield" in den letzten zehn vollen Kalenderjahren vor Eintritt des Versorgungsfalls angewendet wird und weiterhin individuelle Daten der Hinterbliebenen sowie eine künftige Rentenanpassung von 1 % pro Jahr berücksichtigt werden. Dem Vorstandsvorsitzenden wurde bei seiner ersten Bestellung die damals in der Gesellschaft übliche endgehaltsabhängige unmittelbare Pensionszusage erteilt. Vorgesehen sind Versorgungsleistungen, wenn er wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit, Tod oder altersbedingt aus dem Dienst ausscheidet. Es ist vorgesehen, dass Altersleistungen frühestens ab Vollendung des 55. Lebensjahres gewährt werden. Diese Regelung wurde nicht in Anspruch genommen. Die Versorgung des Vorstandsvorsitzenden ist auf eine laufende Ruhegeldleistung gerichtet. Er hat ein Wahlrecht und kann stattdessen eine Kapitalzahlung wählen. Die Höhe der Leistungen ist abhängig von den pensionsfähigen Bezügen und dem Versorgungsgrad, der sich aus der Anzahl der Dienstjahre ergibt. Pensionsfähiges Einkommen ist das Grundgehalt, berechnet nach dem Durchschnitt der letzten zwölf Kalendermonate der Beschäftigung. Der Vorstandsvorsitzenden hat nach Ablauf einer Dienstzeit von zehn Jahren den maximalen Versorgungsgrad (50 %) erreicht. Die späteren Rentenleistungen werden entsprechend der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes für Deutschland erhöht oder ermäßigt. Höchstgrenzen für die Vergütung Die Vergütung weist insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Bestandteile betragsmäßige Höchstgrenzen auf. Über die Einzelbegrenzungen der variablen Vergütungsbestandteile hinaus enthält das Vergütungssystem Gesamt-Caps, die die Auszahlungshöhe weiter begrenzen: Aus der in einem Geschäftsjahr gewährten Vergütung kann der Vorstandsvorsitzende seit 2017 maximal 8 Mio € und die ordentlichen Vorstandsmitglieder maximal 5 Mio € (jeweils zuzüglich Nebenleistungen) erzielen (Gesamt-Cap der gewährten Vergütung). Ab 2022 wird durch einen zweiten Gesamt-Cap sichergestellt, dass die in einem Geschäftsjahr zufließende Vergütung den Betrag von 8 Mio € für den Vorstandsvorsitzenden sowie von 5 Mio € für die ordentlichen Vorstandsmitglieder nicht überschreitet (Gesamt-Cap der Zuflussvergütung). Diese Grenzen gelten ebenfalls zuzüglich Nebenleistungen. Regelungen zur Begrenzung der Abfindungshöhe gemäß Kodex-Empfehlung, Change-of-Control-Regelungen und nachvertragliches Wettbewerbsverbot Die Vorstandsverträge sehen entsprechend der Empfehlung des DCGK eine Vereinbarung vor, dass im Falle vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit nicht mehr als der Wert der Ansprüche für die Restlaufzeit des Vertrages vergütet wird. Dabei sind Zahlungen begrenzt auf den Wert von maximal zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen (Abfindungs-Cap). Der Abfindungs-Cap wird ohne etwaige Sondervergütungen oder Werte von zugewiesenen bzw. ausgeübten Rechten aus einem Long-Term-Incentive-Plan berechnet. Für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) ist den Mitgliedern des Vorstands das Recht eingeräumt, innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach dem Kontrollwechsel mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende ihr Amt jeweils aus wichtigem Grund niederzulegen und den Vorstandsvertrag zu kündigen (Sonderkündigungsrecht). Nach der vertraglichen Regelung wird ein Kontrollwechsel unter der Voraussetzung angenommen, dass entweder ein Aktionär durch das Halten von mindestens 30 % der Stimmrechte - einschließlich der ihm nach § 30 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) zuzurechnenden Stimmrechte Dritter - die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG erworben hat oder mit der Gesellschaft als abhängigem Unternehmen ein Beherrschungsvertrag nach § 291 AktG geschlossen und wirksam geworden ist oder die Gesellschaft gemäß § 2 Umwandlungsgesetz mit einem anderen konzernfremden Rechtsträger verschmolzen wurde, es sei denn, der Wert des anderen Rechtsträgers beträgt ausweislich des vereinbarten Umtauschverhältnisses weniger als 50 % des Wertes der Gesellschaft. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts oder einvernehmlicher Aufhebung des Vorstandsvertrages innerhalb von neun Monaten seit Kontrollwechsel hat das Mitglied des Vorstands Anspruch auf Abfindung seiner Vergütungsansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages. Der Empfehlung des DCGK entsprechend wird die Höhe der Abfindung auf 150 % des Abfindungs-Caps (Berechnung s.o.) begrenzt. Der Abfindungsbetrag wird um 25 % gekürzt, wenn das Vorstandsmitglied bei seinem Ausscheiden noch nicht das 60. Lebensjahr vollendet hat. Sofern die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages weniger als zwei Jahre beträgt und das Vorstandsmitglied bei seinem Ausscheiden das 62. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, entspricht der Abfindungsbetrag dem Abfindungs-Cap. Dasselbe gilt, wenn der Vorstandsvertrag vor Vollendung des 62. Lebensjahres durch Zeitablauf endet, weil er im Zeitpunkt des Kontrollwechsels nur noch eine Laufzeit von weniger als neun Monaten hatte und nicht verlängert wurde. Geregelt ist darüber hinaus ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot. Als Karenzentschädigung werden während seiner einjährigen Dauer 100 % des zuletzt vertraglich vereinbarten anteiligen Grundgehalts monatlich gezahlt, auf die anderweitiges Arbeitseinkommen angerechnet wird. Die Karenzzahlung selbst wird bei etwaigen Abfindungszahlungen oder Pensionszahlungen mindernd berücksichtigt. Die Gesellschaft kann vor oder gleichzeitig mit dem Ende des Vorstandsvertrages auf die Einhaltung des Wettbewerbsverbots mit der Wirkung verzichten, dass sie sechs Monate nach Zugang der Erklärung von der Verpflichtung befreit wird, die Karenzentschädigung zu zahlen. Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der Deutsche Post AG geregelt. Sie erhalten demnach eine ausschließlich feste jährliche Vergütung in Höhe von 70.000 € (wie Vorjahr). Für den Aufsichtsratsvorsitzenden sowie den Vorsitzenden eines Ausschusses erhöht sich die Vergütung um 100 %, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und für das Mitglied eines Ausschusses um 50 %. Dies gilt nicht für den Vermittlungs- und den Nominierungsausschuss. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen angehören oder die Funktion eines Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden ausüben, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten wie im Vorjahr ein Sitzungsgeld von 1.000 € für jede Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses, an der sie teilnehmen. Sie haben Anspruch auf Erstattung der ihnen bei der Ausübung ihres Amts entstehenden baren Auslagen. Umsatzsteuern auf Aufsichtsratsvergütung und Auslagen werden erstattet. Erklärung zur Unternehmensführung und nichtfinanzieller Bericht Die Erklärung zur Unternehmensführung finden Sie unter dhl.com/de/investoren sowie im Corporate-Governance-Bericht. Den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht für die Deutsche Post AG und den Konzern mit den Angaben gemäß §§ 289b ff., 315b f. HGB finden Sie im Bericht zur Unternehmensverantwortung, dpdhl.de/cr-bericht2018. WirtschaftsberichtGesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Deutsche Post AG weist im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 959 Mio € aus. Im Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel (PeP), der im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG widerspiegelt, wächst das deutsche Paketgeschäft unverändert dynamisch, während das Postgeschäft leicht rückläufig ist. Deutsche Post DHL Group konnte im Geschäftsjahr 2018 den Konzernumsatz steigern, obwohl sich starke Währungseffekte deutlich negativ ausgewirkt haben. Nachdem wir im Juni 2018 die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr für den Unternehmensbereich PeP von rund 1,50 Mrd € auf rund 0,6 Mrd € und für den Konzern von rund 4,15 Mrd € auf rund 3,2 Mrd € angepasst hatten, lag das Konzern-EBIT im Rahmen unserer angepassten Erwartungen. Im Unternehmensbereich PeP belasteten vor allem Restrukturierungsaufwendungen das Ergebnis deutlich. Prognose-Ist-Vergleich scroll
1 Prognose unterjährig gesenkt 2 Prognose unterjährig angehoben Rahmenbedingungen Weltwirtschaft wächst erneut solide Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2018 solide gewachsen, wobei der Höhepunkt der konjunkturellen Dynamik zur Jahresmitte überschritten wurde. In den Industrieländern gab der durchschnittliche Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 2,3 % nach. In den Emerging Markets verringerte sich das Wachstum leicht auf 4,6 %. Insgesamt wuchs die globale Wirtschaftsleistung um 3,7 % und damit etwas schwächer als im Vorjahr. Der Welthandel, gemessen am Wert von Waren und Dienstleistungen, wurde erneut beachtlich ausgeweitet, aber nicht mehr so stark wie im Vorjahr (IWF: 4,0 %, OECD: 3,9 %). scroll
Daten geschätzt, Stand: 1. Februar 2019 Quelle: Postbank, nationale Statistiken Die asiatischen Länder wiesen erneut die höchste wirtschaftliche Dynamik auf. Das BIP-Wachstum lag mit 6,5 % auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei schwächte sich das Wachstum in China jedoch auf 6,6 % (Vorjahr: 6,9 %) ab. Zwar weitete die Wirtschaft ihre Exporte kräftig aus, die Industrieproduktion verlor aber an Schwung. Der Aufwärtstrend der japanischen Wirtschaft verringerte sich deutlich. Privater Verbrauch und Bruttoanlageinvestitionen stiegen nur mäßig. Die Exporte legten solide zu, jedoch gingen vom Außenhandel insgesamt keine nennenswerten Wachstumsimpulse aus. Insgesamt reduzierte sich das BIP-Wachstum auf 0,7 % (Vorjahr: 1,9 %). Die Konjunktur in den USA hat deutlich an Tempo gewonnen. Die Unternehmensinvestitionen wurden kräftig ausgeweitet. Wichtigster Wachstumsträger blieb der private Verbrauch. Der Außenhandel dämpfte das Wachstum leicht, obwohl die Exporte zulegten. Insgesamt beschleunigte sich das BIP-Wachstum auf 2,9 % (Vorjahr: 2,2 %). Zugleich sank die Arbeitslosenquote auf bereits sehr niedrigem Niveau nochmals spürbar. Im Euroraum hat sich der konjunkturelle Aufschwung im Berichtsjahr abgeschwächt. Kräftige Impulse kamen weiterhin von der Binnennachfrage. Vor allem die Bruttoanlageinvestitionen wurden deutlich gesteigert. Der Zuwachs des privaten Verbrauchs ließ zwar leicht nach, behauptete aber immer noch ein solides Niveau. Der Staatsverbrauch wurde moderat ausgeweitet. Der Außenhandel trug zwar immer noch positiv zum Wirtschaftswachstum bei, jedoch in deutlich geringerem Ausmaß als im Vorjahr. Letztlich war dies für den Rückgang des BIP-Wachstums auf 1,8 % (Vorjahr: 2,4 %) verantwortlich. Im Zuge des anhaltenden Aufschwungs gab die durchschnittliche Arbeitslosenquote deutlich auf 8,2 % nach. Die deutsche Konjunktur verlor in der zweiten Jahreshälfte 2018 an Kraft. Während deutliche Impulse weiterhin von den Bruttoanlageinvestitionen ausgingen, schwächte sich der Zuwachs beim privaten Verbrauch spürbar ab, obwohl die Einkommen erneut kräftig stiegen. Auch die Zunahme des Staatsverbrauchs blieb hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurück. Deutlich abgeschwächt hat sich vor dem Hintergrund eines schwieriger werdenden internationalen Umfeldes aber vor allem die Dynamik bei den Exporten. Insgesamt belastete der Außenhandel das Wirtschaftswachstum, nachdem er im Vorjahr noch einen positiven Beitrag geleistet hatte. In Summe führte dies zu einem Rückgang des BIP-Wachstums auf 1,5 % (Vorjahr: 2,2 %). Dessen ungeachtet fiel die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt auf 5,2 % (Vorjahr: 5,7 %). Gleichzeitig erhöhte sich die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten auf 44,8 Mio (Vorjahr: 44,3 Mio). Preis für Rohöl steigt im Jahresdurchschnitt Am Jahresende 2018 kostete ein Fass Rohöl der Sorte Brent 50,56 US-$ (Vorjahr: 66,73 US-$). Im Jahresdurchschnitt lag der Ölpreis aber mit rund 71 US-$ um fast 31 % höher als im Vorjahr. Im Jahresverlauf schwankte er zwischen 50 und 86 US-$. Nach einem Jahreshoch im Oktober ließen zunehmende Sorgen um die globale Konjunktur die Notierungen für Rohöl bis zum Jahresende kräftig nachgeben. Nachlassende Dynamik im Euroraum belastet den Euro leicht Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Jahr 2018 die vorsichtige Wende ihrer Geldpolitik fortgesetzt. Sie reduzierte das monatliche Volumen ihres Anleiheankaufprogramms von 30 Mrd € zu Jahresbeginn auf 15 Mrd € ab Oktober, bevor sie das Programm zum Jahresende auslaufen ließ. Gleichwohl blieb die Geldpolitik im Euroraum sehr expansiv. Den Hauptrefinanzierungssatz beließ die EZB bei 0,00 %. Der Einlagensatz lag während des gesamten Jahres bei -0,40 %. Die US-Notenbank wiederum hat ihre Geldpolitik weiter gestrafft. Vor dem Hintergrund des kräftigen Konjunkturaufschwungs und der weiter sinkenden Arbeitslosigkeit hob sie ihren Leitzins in vier Schritten von jeweils 0,25 Prozentpunkten auf 2,25 bis 2,50 % zum Jahresende an. Angesichts der ausgeweiteten Leitzinsdifferenz und der geringeren konjunkturellen Dynamik im Euroraum gab der Euro 2018 gegenüber dem US-Dollar leicht nach. Zum Jahresende wurde der Euro mit knapp 1,15 US-$ gehandelt. Damit ist sein Kurs im Jahresverlauf um 4,7 % gesunken. Trotz der zähen Verhandlungen über die Bedingungen des Austritts Großbritanniens aus der EU sowie der Unsicherheit, ob das Parlament dem Abkommen zustimmen wird, hielten sich die Kursveränderungen in engen Grenzen. Der Euro legte im Jahresverlauf um 1,1 % gegenüber dem Britischen Pfund zu. Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen steigen deutlich an Die Anleihemärkte im Euroraum wurden im Jahr 2018 von politischen Unsicherheiten sowie wechselnden Konjunkturerwartungen geprägt. Zu Jahresbeginn zogen die Kapitalmarktzinsen zunächst spürbar an. Nachfolgend ließen die zunehmenden Risiken auf internationaler Ebene jedoch die Risikoneigung der Anleger wieder sinken. Gegen Jahresende wurde dies durch die schwächere Konjunktur noch verstärkt. Die Kapitalmarktzinsen gaben deutlich nach. Zum Jahresende lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen bei 0,24 % (Vorjahr: 0,43 %). Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten dagegen zum Jahresende mit 2,68 % um 0,28 Prozentpunkte über dem Schlussstand des Vorjahres. Die Risikoaufschläge für Anleihen von Unternehmen mit guter Bonität lagen Ende 2018 deutlich über ihrem Vorjahresschlussstand. Die Notierungen an den Aktienmärkten gaben im Jahresverlauf spürbar nach. Insbesondere ab Jahresmitte lasteten vielfältige politische Risiken auf der Kursentwicklung europäischer Dividendenwerte. Im Herbst wurde der Abwärtsdruck durch Konjunktursorgen noch verstärkt. Zudem wurden die Erwartungen an die Unternehmensgewinne sukzessive nach unten korrigiert. Der DAX beendete das Jahr 2018 bei 10.559 Punkten, womit er im Vorjahresvergleich 18,3 % einbüßte. Der EURO STOXX 50 verzeichnete einen Rückgang um 14,3 %. In den USA geriet der marktbreite S&P 500 erst gegen Jahresende deutlich unter Druck und fiel im Vorjahresvergleich nur um 6,2 %. 18,3 % büßte der DAX im Vorjahresvergleich 2018 ein Internationaler Handel wächst weiter Der für uns relevante Welthandel - in Containern verschickte Luft- und Seefracht, ohne flüssige Stoffe und Schüttgut - ist im Berichtsjahr um insgesamt 4,8 % gewachsen (Vorjahr: 5,1 %). Dabei entwickelten sich die Luft- und Seefrachtvolumina etwa gleich stark. Die Importe nach Lateinamerika und Asien zeigten die höchsten Wachstumsraten. scroll
Quelle: Seabury Consulting , Stand: 28. November 2018; bezogen auf alle relevanten See- und Luftfrachthandelsvolumina in Tonnen, ohne flüssige Stoffe und Schüttgut. Sendungen innerhalb der EU-Freihandelszone sind nicht enthalten. Rechtliche Rahmenbedingungen Als Marktführer unterliegen viele unserer Dienstleistungen der sektorspezifischen Regulierung nach dem Postgesetz. Angaben hierzu sowie zu rechtlichen Risiken befinden sich im Abschnitt Chancen und Risiken. Wesentliche Ereignisse Um der deutlich gewordenen negativen Ergebnisentwicklung im Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel (PeP) entgegenzuwirken, hat der Vorstand Anfang Juni Maßnahmen zur Sicherung eines nachhaltigen Ergebniswachstums im Unternehmensbereich PeP beschlossen. Mit den beschlossenen Maßnahmen sollen die Produktivität und die indirekten Kosten sowie das Ertragsmanagement im Post- und Paketgeschäft weiter verbessert werden. Für ein Vorruhestandsprogramm, das sich an Beamte in indirekten Funktionen richtet, sind im Berichtszeitraum bereits 400 Mio € aufgewendet worden. Daneben wurden, wie im Juni avisiert, rund 100 Mio € für weitere Restrukturierungsmaßnahmen im Konzern investiert. Ende Oktober hat der Konzern DPDHL Group beschlossen, im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit dem Logistikdienstleister S.F. Holding, China, sein DHL-Supply-Chain-Geschäft in China, Hongkong und Macau zu veräußern. Im Gegenzug erhalten wir einmalig rund 700 Mio € sowie in den kommenden zehn Jahren jährlich einen umsatzabhängigen Betrag. Ertragslage Umsatz konstant Die Umsatzerlöse sind insgesamt leicht um 20 Mio € bzw. 0,1 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, was im Wesentlichen auf den gestiegenen Umsatz im Geschäftsfeld eCommerce-Parcel zurückzuführen ist. Gesonderte Erläuterungen zu den Umsatzerlösen enthält der folgende Absatz "Analyse der Umsatzentwicklung". scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge verzeichnen gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 446 Mio € bzw. 44,2%. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf geringeren Erträgen aus Kursdifferenzen (247 Mio €) und einer im Vorjahr vorgenommenen Zuschreibung zu Anteilen an verbundenen Unternehmen (120 Mio €). Die betrieblichen Aufwendungen (Material-, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) erhöhten sich auf 14.848 Mio € (Vorjahr 14.210 Mio €). Die Materialaufwendungen stiegen um 247 Mio €, überwiegend aufgrund höherer Aufwendungen für bezogene Leistungen zur Beförderung von Brief- und Paketsendungen (165 Mio €), auf 4.897 Mio € an. Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 612 Mio € auf 8.046 Mio € gestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem im Geschäftsjahr 2018 durchgeführten Vorruhestandsprogramm in Höhe von 400 Mio € sowie den gestiegenen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 88 Mio €. Die Abschreibungen stiegen um 15 Mio €. Einen Rückgang gab es bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 236 Mio € auf 1.631 Mio €, der sich hauptsächlich durch geringere Kursdifferenzen begründet. Das Finanzergebnis in Höhe von 1.000 Mio € (Vorjahr 925 Mio €) setzt sich zusammen aus dem Beteiligungsergebnis von 1.779 Mio € (Vorjahr 1.276 Mio €) und dem Zinsergebnis von -779 Mio € (Vorjahr -351 Mio €). Die Veränderung im Beteiligungsergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Erträge aus Gewinnabführung von der Deutsche Post Beteiligungen Holding GmbH um 543 Mio €. Der Rückgang des Zinsergebnisses resultiert aus einem höheren Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von -155 Mio € (Vorjahr -197 Mio €) wird ein Jahresüberschuss in Höhe von 959 Mio € (Vorjahr 1.886 Mio €) ausgewiesen. Die im Vergleich geringeren Steueraufwendungen resultieren im Wesentlichen aus dem Rückgang des Ergebnisses vor Steuern. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr beträgt der Bilanzgewinn 5.653 Mio € (Vorjahr 6.103 Mio €). Die Umsatzrendite (auf Basis des Jahresüberschusses) beläuft sich auf 7% gegenüber 13% im Vorjahr. Das Ergebnis je im Umlauf befindlicher Aktie, unter Verwendung des Jahresüberschusses als Berechnungsgrundlage beträgt 0,78 € nach 1,54 € im Vorjahr. Auf der Berechnungsgrundlage des Bilanzgewinns beträgt das Ergebnis je Aktie 4,59 € (Vorjahr 4,99 €). Weitere ausführliche Erläuterungen zum Jahresabschluss der Deutsche Post AG enthalten der nachfolgende Abschnitt sowie der Anhang. Dividendenvorschlag : 1,15 € je Aktie Unsere Finanzstrategie sieht vor, grundsätzlich 40 % bis 60 % des Nettogewinns als Dividende auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher den Aktionären auf der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 1,15 € je Aktie (Vorjahr: 1,15 €) auszuschütten. Die Ausschüttungsquote bezogen auf das Konzernjahresergebnis, das auf die Aktionäre der Deutsche Post AG entfällt, beträgt 68,4 %. Angepasst um Einmaleffekte liegt die Ausschüttungsquote bei 55,4 %. Berechnet auf den Jahresschlusskurs unserer Aktie ergibt sich eine Dividendenrendite von 4,8 %. Die Dividende wird am 20. Mai 2019 ausgezahlt und ist für inländische Investoren steuerfrei. Eine Steuererstattungs- oder Steueranrechnungsmöglichkeit ist mit der Dividende nicht verbunden. ![]() Analyse der Umsatzentwicklung Umsatz auf Vorjahresniveau Im Berichtsjahr überstieg der Umsatz der Deutsche Post AG mit 14.353 Mio € leicht den Vorjahreswert (14.333 Mio €) um 0,1 %, obwohl in Deutschland 0,7 Arbeitstage weniger anfielen. Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Post Im Geschäftsfeld Post lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 9.162 Mio € unter dem Niveau des Vorjahres (9.406 Mio €). Der Absatz verringerte sich um 4,6 %. Fortschreitende elektronische Substitution und weniger Sonderereignisse als im Vorjahr ließen die Volumina in der Brief Kommunikation wie erwartet sinken. Im Dialog Marketing führte der Wegfall von Sonderereignissen wie Wahlen ebenfalls zu sinkendem Umsatz und Absatz. scroll
angepasst aufgrund geänderter Produktzuordnungen* scroll
angepasst aufgrund geänderter Produktzuordnungen* Geschäftsfeld eCommerce - Parcel wächst weiter Der Umsatz im Geschäftsfeld eCommerce - Parcel überstieg im Berichtsjahr mit 4.226 Mio € den Vorjahreswert (3.972 Mio €) um 6,4 %. Begünstigt durch den starken Online-Handel wächst das Paketgeschäft in Deutschland weiterhin kontinuierlich. Der Umsatz bei Parcel Germany erhöhte sich im Berichtsjahr um 6,5 % auf 4.213 Mio € (Vorjahr: 3.956 Mio €). Der Absatz stieg um 7,4 % auf 1.480 Mio Stück. scroll
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Finanzlage Finanzmanagement des Konzerns zentral steuern Das Finanzmanagement des Konzerns umfasst das Steuern von Liquidität, das Absichern von Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisschwankungen, die Konzernfinanzierung, die Vergabe von Bürgschaften und Patronatserklärungen sowie die Kommunikation mit den Rating-Agenturen. Die Verantwortung dafür trägt Corporate Finance in der Bonner Konzernzentrale, unterstützt durch drei regionale Treasury Center in Bonn (Deutschland), Weston, Florida (USA) und Singapur. Sie bilden die Schnittstelle zwischen der Zentrale und den operativen Gesellschaften, beraten diese in Fragen des Finanzmanagements und stellen sicher, dass die konzernweiten Vorgaben umgesetzt werden. Neben dem Erhalt der nachhaltigen finanziellen Stabilität und Flexibilität des Konzerns ist es Hauptaufgabe von Corporate Finance, die finanziellen Risiken und Kapitalkosten zu minimieren. Um auch in Zukunft ungehindert Zugang zu den Kapitalmärkten zu haben, strebt der Konzern an, weiterhin ein der Branche angemessenes Kredit-Rating beizubehalten. Finanzielle Flexibilität und niedrige Kapitalkosten erhalten Die Finanzstrategie des Konzerns baut auf den Grundsätzen und Zielen des Finanzmanagements auf und berücksichtigt neben den Interessen der Aktionäre auch die Ansprüche der Fremdkapitalgeber. Durch ein hohes Maß an Kontinuität und Berechenbarkeit für die Investoren sollen die finanzielle Flexibilität und niedrige Kapitalkosten für den Konzern erhalten bleiben. Wesentlicher Bestandteil der Strategie ist ein Ziel-Rating von "BBB+", das über die dynamische Kennzahl "FFO to Debt" (Funds from Operations to Debt, Finanzmittel aus dem operativen Geschäft im Verhältnis zur Verschuldung) gesteuert wird. Weitere Bestandteile der Strategie sind eine nachhaltige Dividendenpolitik und klare Prioritäten, wie überschüssige Liquidität verwendet wird. Sie sollte genutzt werden, um Sonderdividenden auszuschütten oder Aktienrückkäufe zu tätigen. scroll
Die Flüssigen Mittel der Deutsche Post AG sind im Geschäftsjahr um 155 Mio € auf 1.601 Mio € zurückgegangen. Die Verschuldung (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) der Deutsche Post AG hat sich im Vorjahresvergleich um 1.445 Mio € auf 20.914 Mio € erhöht. Die Abweichung begründet sich im Wesentlichen auf höhere Pensionsrückstellungen (611 Mio €) sowie Veränderungen bei Anleihen und Schuldscheindarlehen (632 Mio €) im Geschäftsjahr 2018. Die Kreditaufnahmen erhöhten sich durch die Anleiheemission im Dezember in Höhe von 750 Mio € und die Begebung von Schuldscheindarlehen in Höhe von 500 Mio € im September. Gegenläufig war die Rückzahlung einer Anleihe über 500 Mio € im Oktober sowie die Wandlung und Rückzahlung von Anteilen an der im Jahr 2012 begebenen Wandelschuldverschreibung in Höhe von 111 Mio €. Cash- und Liquiditätsmanagement erfolgt zentral Das Cash- und Liquiditätsmanagement der weltweit tätigen Tochtergesellschaften erfolgt zentral über das Corporate Treasury. 80 % des konzernexternen Umsatzes wird in Cash Pools konzentriert und zum internen Liquiditätsausgleich genutzt. In Ländern, in denen dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist, werden interne oder externe Kredite und Anlagen zentral vom Corporate Treasury gesteuert. Dabei achten wir auf eine ausgeglichene Bankenpolitik, um unabhängig von einzelnen Banken zu bleiben. Der konzerninterne Umsatz der Tochtergesellschaften wird ebenfalls konzentriert und über die Inhouse-Bank abgewickelt. So vermeiden wir externe Bankgebühren und -margen (Inter-Company Clearing). Der Zahlungsverkehr erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, mit standardisierten Abläufen und IT-Systemen. Dabei wird der externe Zahlungsverkehr vieler Konzerngesellschaften in der konzerninternen Payment Factory zentralisiert. Sie führt Zahlungen im Namen der Konzerngesellschaften über zentrale Konten der Deutsche Post AG aus. Marktpreisrisiken begrenzen Um Marktpreisrisiken zu begrenzen, nutzt der Konzern originäre und derivative Finanzinstrumente. Zinsrisiken werden nur mithilfe von Swaps abgesichert. Im Währungsbereich kommen zusätzlich auch Termingeschäfte, Cross-Currency Swaps und Optionen zum Einsatz. Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen geben wir weitgehend an unsere Kunden weiter, das Restrisiko steuern wir teilweise mit Rohstoffpreis-Swaps. Die für den Einsatz von Derivaten nötigen Rahmenbedingungen, Kompetenzen und Kontrollen sind in internen Richtlinien geregelt. Flexibel und stabil finanziert Der Konzern deckt seinen Finanzierungsbedarf langfristig durch Eigenkapital und Fremdkapital. Dadurch werden sowohl die finanzielle Stabilität als auch eine hinreichende Flexibilität sichergestellt. Unsere wichtigste Finanzierungsquelle ist grundsätzlich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus sichert uns die syndizierte Kreditlinie mit einem Gesamtvolumen von 2 Mrd € günstige Marktkonditionen und bildet eine langfristig sichere Liquiditätsreserve. Sie ist im Berichtsjahr frühzeitig neu verhandelt worden und läuft nun bis zum Jahr 2023. Zudem beinhaltet die syndizierte Kreditlinie zwei Verlängerungsoptionen von jeweils einem Jahr. Sie enthält keine weiter gehenden Zusagen, was die Finanzkennziffern des Konzerns betrifft, und wurde angesichts unserer soliden Liquidität im Berichtsjahr nicht beansprucht. Bei unserer Bankenpolitik achten wir darauf, das zu vergebende Geschäftsvolumen breit zu streuen und mit den Kreditinstituten langfristige Geschäftsbeziehungen zu unterhalten. Den Fremdmittelbedarf decken wir außer über die Kreditlinien auch über andere unabhängige Finanzierungsquellen wie Anleihen, Schuldscheindarlehen und Leasing. Die Fremdmittel werden weitgehend zentral aufgenommen, um Größen- und Spezialisierungsvorteile zu nutzen und so die Fremdkapitalkosten zu minimieren. Im Rahmen des im Jahr 2012 etablierten "Debt Issuance Programme" mit einem Volumen von bis zu 8 Mrd € haben wir im Dezember 2018 eine Anleihe mit einem Volumen von 0,75 Mrd € begeben. Darüber hinaus hat die Deutsche Post AG im September erstmals Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 0,5 Mrd € platziert. Mit den zugeflossenen Barmitteln wurden bestehende Finanzverbindlichkeiten refinanziert und Flugzeuge im Konzern erworben. Im Berichtsjahr wurde eine Anleihe über 0,5 Mrd € zurückgezahlt. Das noch ausstehende Volumen in Höhe von 0,1 Mrd € der im Jahr 2012 begebenen Wandelanleihe wurde vollständig gewandelt bzw. zurückgezahlt. Weitere Informationen zu Anleihen enthält der Anhang. Bürgschaften, Patronatserklärungen und Garantien Die Deutsche Post AG besichert bei Bedarf Kredit-, Leasing- oder Lieferantenverträge, die von Konzerngesellschaften, assoziierten Unternehmen oder Joint-Venture-Gesellschaften abgeschlossen werden, indem sie Bürgschaften, Patronatserklärungen oder Garantien begibt. Dadurch lassen sich lokal bessere Konditionen durchsetzen. Die Herauslage und Überwachung der Besicherungen erfolgt zentral. Kreditwürdigkeit des Konzerns unverändert Unsere Kreditwürdigkeit wird von den beiden Rating-Agenturen Moody's Investors Service (Moody's) und Fitch Ratings (Fitch) unverändert mit "A3" beziehungsweise "BBB+" eingestuft. Auch der stabile Ausblick beider Rating-Agenturen ist weiterhin gültig. Mit diesen Ratings bleiben wir in der Transport- und Logistikbranche gut positioniert. Die folgende Tabelle zeigt die Bewertungen zum Bilanzstichtag sowie die zugrunde liegenden Faktoren. Die vollständigen und aktuellen Analysen der Rating-Agenturen sowie deren Definitionen finden Sie auf dpdhl.com/ de/investoren. Kreditwürdigkeit des Konzerns unverändert mit BBB+ und A3 eingestuft scroll
Liquidität und Mittelherkunft Zum Bilanzstichtag verfügte die Deutsche Post AG über flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 1,6 Mrd € (Vorjahr: 1,8 Mrd €). Die flüssigen Mittel werden entweder zentral am Geldmarkt angelegt oder auf laufenden Bankkonten platziert. Das Volumen dieser zentralen kurzfristigen Geldanlagen betrug zum Bilanzstichtag 1,5 Mrd € (Vorjahr: 1,7 Mrd €). Darüber hinaus bestand ein Geldmarktfonds von 0,8 Mrd € (Vorjahr 0,5 Mrd €), der unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesen ist. Investitionen Die Investitionen in das Sachanlagevermögen sind im Berichtsjahr auf 479 Mio € (Vorjahr 390 Mio €) gestiegen und vor allem in Grundstücke und Gebäude (70 Mio €), Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (255 Mio €) sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (123 Mio €) geflossen. Neben den Investitionen in Brief- und Paketzentren, Förder- und Verteilanlagen wurde auch in die elektrobetriebene Fahrzeugflotte investiert. Vermögenslage Bilanz Deutsche Post AG Die Bilanzsumme stieg zum Bilanzstichtag um 3,4% auf 36.864 Mio € (im Vorjahr 35.662 Mio €) an. Das Anlagevermögen hat sich von 18.404 Mio € auf 18.839 Mio € erhöht. Erläuterungen zu den Investitionen enthält der voranstehende Abschnitt. Darüber hinaus sind die Anteile an verbundenen Unternehmen aufgrund einer Kapitalerhöhung bei einem verbundenen Unternehmen um 150 Mio € gestiegen. Das Umlaufvermögen verzeichnete einen Anstieg von 725 Mio €, was sich zum großen Teil auf gestiegene Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 331 Mio € und höhere Bestände an Wertpapieren in Höhe von 300 Mio € begründet. Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen und weist nun eine Höhe von 15.893 Mio € (Vorjahr 16.143 Mio €) aus. Der infolge des Vorjahresgewinns an die Anteilseigner ausgeschüttete Betrag in Höhe von 1.409 Mio € konnte durch den Jahresüberschuss 2018 in Höhe von 959 Mio € nicht vollständig kompensiert werden. Der Anstieg der Kapitalrücklage in Höhe von 169 Mio € beruht im Wesentlichen auf dem von Investoren ausgeübten Wandlungsrecht zur Ausübung der Wandelschuldverschreibung 2012 in neue Aktien. Die Erhöhung der Gewinnrücklage um 22 Mio € beruht vor allem auf der Ausgabe von Aktien zur Bedienung der Ansprüche aus dem Share Matching Scheme. Insgesamt hat sich die Eigenkapitalquote von 43,1 % im Berichtsjahr nach 45,3 % im Vorjahr leicht reduziert. Die Eigenkapitaldeckung des Anlagevermögens beläuft sich nun auf 84 % nach 88 % im Vorjahr. Die Rückstellungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 830 Mio €. Dabei erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 611 Mio €. Zudem werden höhere Steuerrückstellungen (59 Mio €) und höhere sonstige Rückstellungen (160 Mio €) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten stiegen um 615 Mio € auf 15.776 Mio € an. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen auf Veränderungen bei den Anleihen und Schuldscheindarlehen (632 Mio €) im Geschäftsjahr 2018. Der Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 293 Mio € steht der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 287 Mio € gegenüber, der im Wesentlichen aus Immobilienverkäufen resultiert. Weitergehende Erläuterungen zur Bilanz der Deutsche Post AG enthält der Anhang. DEUTSCHE-POST-AKTIEMehrjahresübersic h t Deutsch e - P os t -A k tie (Konzernergebnis nach IFRS)A.21 scroll
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1 Über Xetra gehandeltes Volumen 2 Beta drei Jahre; Quelle: Bloomberg 3 Bezogen auf das Jahresergebnis nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen 4 Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 5 Jahresschlusskurs ÷ Ergebnis je Aktie 6 Jahresschlusskurs ÷ Cashflow je Aktie 7 Nach Anwendung von IAS 19R angepasst 8 Verringerung aufgrund des erfolgten Aktienrückkaufs 9 Ohne außerordentliche Effekte: 45,8 % 10 Vorschlag 11 Ohne außerordentliche Effekte: 55,4 % Stabiler Free Float Der Aktienanteil unseres größten Investors - der KfW Bankengruppe - liegt bei 20,5 % (Vorjahr: 20,7 %), der Streubesitz bei 79,5 %. Auf Basis der Zahlen unseres Aktienregisterführers liegt der Anteil der von Privataktionären gehaltenen ausstehenden Aktien bei 12,7 % (Vorjahr: 11,1 %). In der regionalen Verteilung der identifizierten institutionellen Investoren sind US-amerikanische Investoren mit einem Anteil von 15,8 % (Vorjahr: 15,8 %) am stärksten vertreten. Großbritannien liegt mit einem Anteil von 12,2 % (Vorjahr: 13,8 %) darunter. Der Anteil institutioneller Anleger aus Deutschland hat sich auf 11,3 % (Vorjahr: 12,0 %) verringert. Unsere 25 größten institutionellen Investoren halten insgesamt 32,7 % (Vorjahr: 38,9 %) der ausgegebenen Aktien. ![]() Nichtfinanzielle KennzahlenMitarbeiter Veränderungen in der Arbeitswelt begegnen Durch die digitale Transformation der Arbeitswelt ändern sich Aufgabenprofile und entstehen neue Aufgabenfelder. Unsere Mitarbeiter bereiten wir auf neue Möglichkeiten und veränderte Anforderungen in ihrem Arbeitsumfeld bestmöglich vor und binden sie in den Veränderungsprozess ein. Dabei sind besonders die Führungskräfte gefragt, denen wir mit Führungsprinzipien die notwendige Orientierung geben, wie sie ein wertschätzendes und motivierendes Arbeitsumfeld schaffen und eine offene Kommunikation fördern können. Ausgewählte Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung Unsere jährliche konzernweite Mitarbeiterbefragung umfasst 41 Fragen, die sich zehn Themengebieten sowie einem Index zuordnen lassen. Im Berichtsjahr verzeichneten wir in jedem Gebiet Ergebnisse, die denen des Vorjahres entsprachen oder darüber lagen. Zudem überstiegen sie fast durchweg externe Referenzwerte. Die Akzeptanz dieses Instruments wurde erneut durch eine stabile Beteiligungsquote von 76 % verdeutlicht. scroll
Mitarbeiterzahl steigt weiter Zum 31. Dezember 2018 haben wir, auf Vollzeitkräfte umgerechnet, 145.628 Mitarbeiter beschäftigt - das waren 2,4 % mehr als im Vorjahr. Die Kopfzahl betrug am Jahresende 172.836. Im Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel haben wir vor allem für das weiterhin stark wachsende Geschäftsfeld eCommerce - Parcel in Deutschland neue Mitarbeiter eingestellt. In Deutschland und einigen Nachbarländern bieten wir Ausbildungsmöglichkeiten im dualen System aus betrieblicher Ausbildung und staatlicher Berufsschule. Im Jahr 2018 haben wir 2.670 Ausbildungs- oder Studienplätze angeboten. Nach jetzigem Planungsstand wird unsere Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2019 weiter steigen. scroll
Personalaufwand steigt Der Personalaufwand erhöhte sich mit 8.046 Mio € gegenüber dem Vorjahreswert (7.434 Mio €). Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus einem im Geschäftsjahr 2018 durchgeführten Vorruhestandsprogramm in Höhe von 400 Mio €. Weitere Details sind dem Anhang zu entnehmen. Leistungsbasierte und marktübliche Vergütung Eine leistungsbasierte und marktübliche Vergütung, unter anderem ergänzt um Zuschüsse zu leistungs- und beitragsorientierten betrieblichen Altersversorgungssystemen, fördert die Loyalität und Motivation der Mitarbeiter. Im April 2018 wurde für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutsche Post AG ein Tarifabschluss erzielt, der erstmalig die Wahl bietet, sich aktiv dafür zu entscheiden, ob man mehr Freizeit haben oder von der Lohnsteigerung profitieren möchte. Diese Option bestand im Oktober 2018 und wird im Oktober 2019 bestehen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 28 Monaten und läuft bis zum 31. Mai 2020. Weitere Details zu Vergütungskomponenten stellen wir im Bericht zur Unternehmensverantwortung, dpdhl.de/cr-bericht2018,vor. Auf demografischen Wandel reagieren Als Reaktion auf die demografische Entwicklung in Deutschland und zur Gestaltung altersgerechter Arbeit haben wir mit den Gewerkschaften einen Generationenvertrag abgeschlossen. Insgesamt 25.464 Arbeitnehmer führen im Rahmen dieses bewährten Modells ein Zeitwertkonto und 4.115 befinden sich in Altersteilzeit. Durch einen Tarifabschluss im Jahr 2018 konnten die Bedingungen der Altersteilzeit nochmals deutlich verbessert werden. Vergleichbare Regelungen bieten wir seit 2016 auch Beamten an, von denen bereits 4.017 ein Lebensarbeitszeitkonto eingerichtet und 1.317 mit der Altersteilzeit begonnen haben. Für ein Vorruhestandsprogramm, das sich an Beamte in indirekten Funktionen im Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel richtet, sind im Berichtsjahr 400 Mio € aufgewendet worden. Wesentliche Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme des "Engagierten Ruhestands" sind, dass der Beamte in einem Bereich mit Personalüberhang tätig ist und eine anderweitige Beschäftigung im Unternehmen oder bei Verwaltungen nicht möglich ist. Des Weiteren dürfen keine betrieblichen oder betriebswirtschaftlichen Belange entgegenstehen. Darüber hinaus muss sich der Beamte verpflichten, innerhalb der ersten drei Jahre nach Beginn des Ruhestands ein gesellschaftliches Engagement abzuleisten. Sicherheit und Gesundheit Arbeitssicherheit stets Vorrang gewähren Unser Schwerpunkt im Bereich Sicherheit und Gesundheit liegt auf der systematischen Prävention. In der Konzernrichtlinie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz werden die Anforderungen dafür konkretisiert. scroll
Die meisten Unfälle ereignen sich in den Bereichen Abholung und Auslieferung. Im Berichtsjahr sank die Unfallrate des Konzerns leicht. Über die Maßnahmen und Ziele im Arbeitsschutz sowie die Entwicklung der Unfalldaten in den Unternehmensbereichen und Regionen berichten wir ausführlich im Bericht zur Unternehmensverantwortung, dpdhl.de/cr-bericht2018. Gesundheit stärken Mit Gesundheitsprogrammen und lokalen Maßnahmen fördern wir das Bewusstsein der Mitarbeiter für einen gesunden Lebensstil. Die Themen Stressbewältigung und Umgang mit psychischen Erkrankungen standen im Berichtsjahr erneut im Fokus. Mitarbeitern außerhalb Deutschlands ermöglichen wir über das konzernweite Employee-Benefits-Programm primäre oder ergänzende Krankenversicherungsleistungen. Der weltweite Krankenstand betrug im Berichtsjahr 5,3 % (Vorjahr: 5,2 %). Unternehmensverantwortung Gemeinsamen Werten verpflichtet Wir betreiben unser Geschäft im Einklang mit geltendem Gesetz, gemäß ethischen und ökologischen Standards sowie unter Beachtung internationaler Leitlinien. Durch kontinuierlichen Austausch mit unseren Stakeholdern stellen wir sicher, dass ihre Erwartungen in sozialen und ökologischen Fragen angemessen berücksichtigt werden und unser Geschäft systematisch daran ausgerichtet wird. Unsere Kompetenz als Post- und Logistikdienstleister setzen wir zum Nutzen von Gesellschaft und Umwelt ein, etwa indem wir logistische Unterstützung nach Naturkatastrophen leisten, Flughäfen auf entsprechende Szenarien vorbereiten, die Berufschancen sozial benachteiligter junger Menschen zu verbessern helfen und lokale Projekte unserer Mitarbeiter unterstützen. Mit Maßnahmen zur Steigerung der CO2-Effizienz und einer umweltfreundlichen Produktpalette werden wir unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht und stärken zugleich unsere Marktposition. Im Berichtsjahr lag ein Fokus auf dem weiteren Ausbau der Elektromobilität unserer Fahrzeugflotte. ![]() Effizienzziel erreicht Unsere Treibhausgaseffizienz messen und steuern wir durch den CO2-Effizienz-Index (CEX), Steuerung. Im Jahr 2018 beliefen sich unsere direkten (Scope 1) und indirekten (Scope 2) Treibhausgasemissionen im Konzern auf 6,57 Mio Tonnen CO2e (Vorjahr: 6,34 Mio Tonnen CO2e). Die indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 3) unserer Transportsubunternehmer beliefen sich auf 22,91 Mio Tonnen CO2e (Vorjahr, angepasst: 22,52 Mio Tonnen). Wir haben uns unter anderem das Umweltziel gesetzt, bis 2025 den CEX gegenüber dem Basisjahr 2007 um 50 % zu verbessern. 2018 konnten wir bereits eine Verbesserung um 33 % gegenüber 2007 verzeichnen und haben damit unser Ziel erreicht, den CEX um einen Indexpunkt gegenüber Vorjahr zu verbessern. Effizienzverbesserungen im Straßentransport und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen sowie ein effizienteres Seefrachtgeschäft, das in diesem Jahr erstmalig einen Umwegeaufschlag gemäß der Empfehlung der Clean Cargo Working Group (CCWG) berücksichtigt, trugen zu diesem Ergebnis bei. Weitere Angaben zu unseren Umweltaktivitäten und Zielsetzungen enthält der Bericht zur Unternehmensverantwortung, dpdhl.de/cr-bericht2018. scroll
Qualität Schnelle und zuverlässige Zustellung von Briefen und Paketen Nach Erhebungen des Qualitätsforschungsinstituts Quotas wurden im Berichtsjahr rund 93 % der Briefe innerhalb Deutschlands, die uns während der täglichen Annahmezeiten oder bis zur letzten Briefkastenleerung erreicht haben, dem Empfänger bereits am nächsten Tag zugestellt. Nach zwei Tagen erreichen rund 99 % den Adressaten. Damit liegen wir weit über den gesetzlichen Vorgaben von 80 % (E+1) und 95 % (E+2). Das von Quotas betriebene Messsystem wird jährlich durch den Technischen Überwachungsverein (TÜV) überprüft und zertifiziert. Die Laufzeiten der internationalen Briefe werden von der International Post Corporation ermittelt. Hier zählen wir zur Spitzengruppe der Postunternehmen. ![]() Die durchschnittliche Wochenöffnungszeit unserer rund 27.000 Verkaufsstellen betrug 54 Stunden (Vorjahr: 54 Stunden). Die jährlich vom "Kundenmonitor Deutschland" erhobene größte Privatkundenstudie in Deutschland bescheinigte den ausschließlich von Partnern betriebenen Filialen der Deutschen Post im Einzelhandel große Zustimmung: 94,3 % der Kunden waren mit Qualität und Service zufrieden (Vorjahr: 93,9 %). Außerdem haben neutrale Testkunden von TNS Infratest rund 28.000-mal im Jahr Postfilialen in Einzelhandelsgeschäften geprüft. Das Ergebnis: 93,5 % der Kunden wurden innerhalb von drei Minuten bedient (Vorjahr: 94,3 %). ![]() Im Paketversand erreichten die Sendungen ihre Empfänger im Berichtsjahr in rund 82 % der Fälle am nächsten Werktag. Gemessen wurden Pakete, die bei gewerblichen Kunden abgeholt und am nächsten Tag zugestellt wurden. Unser internes Laufzeitmesssystem für den Paketversand wird seit 2008 vom TÜV zertifiziert. Im Briefbereich beträgt die Automatisierungsquote in der Sortierung mehr als 90 %. Im Paketnetz wurde die Sortierkapazität seit dem Jahr 2012 um mehr als 50 % gesteigert, wofür die Produktivität im Bestand erhöht und die Infrastruktur flächendeckend ausgebaut wurde. Im Berichtsjahr haben wir das Warehouse im Güterverkehrszentrum Bremen zu einem weiteren Paketzentrum mit einer Sortierleistung von 40.000 Sendungen in der Stunde umgebaut. Mit den nun 35 Paketzentren bearbeiten wir je Werktag rund 5 Millionen Sendungen. Mehr als 80 mechanisierte Zustellbasen unterstützen den Produktionsbetrieb ![]() Ein weiteres zentrales Qualitätsmerkmal ist für uns der Umweltschutz, wie wir im Bericht zur Unternehmensverantwortung, dpdhl.de/cr-bericht2018, schildern. In der für uns strategisch wichtigen Elektromobilität haben wir im Berichtsjahr rund 4.000 Fahrzeuge in Betrieb genommen. Dadurch haben wir die emissionsfreie Zustellung insbesondere in Aachen, Bonn, Essen, Hamburg, Köln und Stuttgart ausgebaut. Seit dem Berichtsjahr kommen auch der StreetScooter Work XL als E-Fahrzeug für die Paketzustellung sowie erste E-LKW für die Zustellung bei Großkunden zum Einsatz. ![]() Marken ![]() Marken des Konzerns gewinnen erneut an Wert Der Wert der Marken Deutsche Post und DHL ist unabhängigen Studien gemäß im Jahr 2018 erneut gestiegen. Für DHL errechnete das Marktforschungsinstitut Kantar Millward Brown einen Markenwert von 20,6 Mrd US-$ (Vorjahr: 15,8 Mrd US-$). Unter den 100 wertvollsten Marken der Welt verbesserte sich DHL um acht Plätze auf Rang 62. Die Studie berücksichtigt Finanzkennzahlen sowie Daten der Markt- und Verbraucherforschung. In der jährlichen Interbrand-Studie belegt DHL auf Basis eines auf 5,9 Mrd US-$ gestiegenen Markenwertes (Vorjahr: 5,7 Mrd US-$) Rang 79 (Vorjahr: Rang 76). Für die Marke Deutsche Post ermittelte die Beratungsgesellschaft Brand Finance im Jahr 2018 einen Markenwert von 3,6 Mrd € (Vorjahr: 2,9 Mrd €). Sie verbessert sich auf Rang 21 der wertvollsten deutschen Marken. Zum ersten Mal veröffentlichte Kantar Millward Brown im Berichtsjahr eine Rangliste der wertvollsten deutschen Marken. Die Marktforscher führten die Deutsche Post darin mit einem Markenwert von 3,7 Mrd US-$ auf Rang 18. Partnerschaften und Events laden unsere Marken auf Präsenz im Umfeld reichweitenstarker Sportereignisse stärkt die emotionale Verbundenheit mit unseren Marken. Im Berichtsjahr führten wir für die Marke Deutsche Post unter anderem die Partnerschaften mit dem Deutschen Fußball-Bund, der Rennserie Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) und dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland fort. Für die Marke DHL setzten wir weiter auf die langjährigen Logistikpartnerschaften mit der Formel 1(c) und der ABB FIA Formel E Meisterschaft im internationalen Automobilsport. Seit Mai 2018 hat DHL zudem als Versand- und Logistikpartner der ESL One Series die Eventlogistik für E-Sport-Turniere auf mehreren Kontinenten übernommen. scroll
PROGNOSEIn die internationale strategische Ausrichtung und der damit verbundenen Entwicklungsprognose des Konzerns ist auch die Deutsche Post AG umfassend eingebunden. Dabei spiegelt der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG wider. Die DHL-Unternehmensbereiche haben insbesondere auf die Deutsche Post AG indirekten Einfluss über das Beteiligungsergebnis infolge von Ergebnisabführungsverträgen. Für die Deutsche Post AG als legale Einheit gibt es keine steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren. Der handelsrechtliche Abschluss ist relevant für die Bemessung der Dividende. Die Darstellung der Prognose der Gesellschaft erfolgt daher anhand der nach den internationalen Rechnungslegungsstandards ermittelten Steuerungsgrößen von Deutsche Post DHL Group. Gesamtaussage zur künftigen wirtschaftlichen Lage Einschließlich Sonderfaktoren aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China sowie weiteren Effekten in den Unternehmensbereichen Supply Chain und eCommerce Solutions erwarten wir für das Geschäftsjahr 2019 ein Konzern-EBIT zwischen 3,9 Mrd € und 4,3 Mrd €. Dazu sollte der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland, der im Wesentlichen das Kerngeschäft von Deutsche Post AG widerspiegelt, zwischen 1,0 Mrd € und 1,3 Mrd € beitragen. Für die DHL-Unternehmensbereiche inklusive des neuen Unternehmensbereichs eCommerce Solutions erwarten wir insgesamt ein EBIT zwischen 3,4 Mrd € und 3,5 Mrd €. Darin sind die oben genannten Sonderfaktoren enthalten. Der Ergebnisbeitrag der Corporate Functions wird bei rund -0,5 Mrd € erwartet. Im Einklang mit dem prognostizierten EBIT-Anstieg erwarten wir, dass auch das EAC im Jahr 2019 steigen wird. Für den Free Cashflow erwarten wir, dass er 0,5 Mrd € übersteigt. Prognosezeitraum Die Angaben im Prognosebericht beziehen sich grundsätzlich auf das Geschäftsjahr 2019. Künftige Rahmenbedingungen Unsichere Aussichten für die Weltwirtschaft Es wird erwartet, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2019 schwächer wächst als im Berichtsjahr. Gestützt wird sie zwar durch eine immer noch expansive Geldpolitik sowie durch expansive fiskalische Impulse, deren Effekte aber tendenziell nachlassen. Vor diesem Hintergrund wird damit gerechnet, dass sich das Wachstum in den Industrieländern leicht abschwächt. In den Emerging Markets dürfte die Dynamik nahezu stabil bleiben. Gleichzeitig sind die Risiken derzeit ungewöhnlich hoch. Unsicherheit geht vor allem von den internationalen Handelskonflikten aus. Europa könnte negativ von den Folgen eines EU-Austritts Großbritanniens ohne Austrittsabkommen getroffen werden. Verschlechterten sich die internationalen Finanzierungsbedingungen, zum Beispiel infolge kräftiger Erhöhungen des US-Leitzinses, würde dies besonders die Emerging Markets belasten. Sollten sich diese Risiken in größerem Umfang materialisieren, könnte das globale Wachstum deutlich schwächer ausfallen als derzeit erwartet. Dies würde den internationalen Handel überproportional belasten. scroll
1 Gemessen am Wert von Waren und Dienstleistungen Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Oktober 2018. Wachstumsraten sind auf Basis von Kaufkraftparitäten ermittelt. Die Konjunktur in China wird sich wohl weiter abschwächen. Es wird erwartet, dass das BIP-Wachstum nochmals zurückgeht (IWF: 6,2 %; OECD: 6,3 %). Der Zuwachs der japanischen Wirtschaftsleistung sollte nur etwas höher ausfallen als im Jahr 2018 (IWF: 1,1 %; OECD: 1,0 %). In den Vereinigten Staaten dürfte das BIP nicht mehr so stark zulegen wie 2018 (IWF: 2,5 %; OECD: 2,7 %). Im Euroraum sollte sich die Konjunktur weiter erholen, allerdings bei verminderter Dynamik. Das BIP-Wachstum wird wohl leicht hinter dem des Vorjahres zurückbleiben (IWF: 1,6 %; EZB: 1,7 %). Frühindikatoren signalisieren, dass sich der Aufschwung in Deutschland in abgeschwächtem Tempo fortsetzt. Insgesamt wird für 2019 ein Rückgang der Wachstumsrate erwartet (IWF: 1,3 %; Sachverständigenrat: 1,5 %). Die Notierungen für Rohöl sollten von ihrem derzeitigen Niveau aus eher leicht steigen. Die EZB könnte ihren Leitzins gegen Ende des Jahres 2019 erstmals im laufenden Zyklus leicht anheben, stark abhängig davon, wie sich Inflation und Konjunktur entwickeln. Die US-Notenbank könnte ihren Leitzins im Jahresverlauf weiter anheben, aber nicht mehr so stark wie im Vorjahr. Infolgedessen könnten die Kapitalmarktzinsen moderat steigen. Welthandel wächst solide Nach zwei starken Jahren in Folge wird erwartet, dass das Wachstum des für uns relevanten Welthandels - in Containern verschickte Luft- und Seefracht (Tonnen), ohne flüssige Stoffe und Schüttgut - sich 2019 etwas abschwächen wird. Insgesamt wird ein Zuwachs in Höhe von 3,6 % erwartet. Anhaltendes Wachstum im deutschen Paketmarkt erwartet Der deutsche Markt für papiergebundene Briefkommunikation wird weiter zurückgehen, vor allem weil zunehmend digital kommuniziert wird. Für das Jahr 2019 streben wir eine Portoerhöhung im regulierten Ex-ante-Bereich an. Der deutsche Werbemarkt dürfte im Jahr 2019 sein Volumen ungefähr beibehalten. Werbebudgets werden weiterhin zugunsten von Online-Medien umverteilt. Der Trend zu automatisierten Dialogkampagnen bleibt ungebrochen. Das internationale Briefgeschäft dürfte speziell durch den zunehmenden Warenversand insgesamt leicht wachsen. Der deutsche Paketmarkt wird weiter wachsen. Ergebnisprognose Unsere Erwartungen an den Geschäftsverlauf des Konzerns im Jahr 2019 gehen von einem anhaltenden, wenn auch gegenüber den Vorjahren langsameren Wachstum der Weltwirtschaft aus. Dabei sollten insbesondere Bereiche, die von strukturellem Wachstum im E-Commerce Impulse erhalten, weiterhin überdurchschnittliche Zuwachsraten sehen. Bei DHL eCommerce Solutions in seinem ersten Jahr als eigenständiger Unternehmensbereich wird ein Betrag von rund 60 Mio € aufgewendet werden, um die Ertragskraft der Division in den Folgejahren zu stärken. Einschließlich der Sonderfaktoren, die in Summe bei gut 200 Mio € liegen, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2019 ein Konzern-EBIT zwischen 3,9 Mrd € und 4,3 Mrd €. Das Maßgrößenverfahren zur Ermittlung des Preiserhöhungsspielraums für das der Ex-ante-Regulierung unterliegende Umsatzvolumen innerhalb des Unternehmensbereiches Post & Paket Deutschland wird voraussichtlich nicht vor dem zweiten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Das Ergebnis dieses Verfahrens hat Einfluss auf die weitere Ergebnisentwicklung. Angesichts des noch offenen Ausgangs dieses Verfahrens und den gegebenenfalls notwendigen weiteren Maßnahmen erwarten wir das Ergebnis im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland zwischen 1,0 Mrd € und 1,3 Mrd €. Für die DHL-Unternehmensbereiche inklusive des neuen Unternehmensbereichs eCommerce Solutions erwarten wir insgesamt ein EBIT zwischen 3,4 Mrd € und 3,5 Mrd €. Darin sind Sonderfaktoren in Höhe von 200 Mio € enthalten. Der Ergebnisbeitrag der Corporate Functions wird bei rund -0,5 Mrd € erwartet. Unsere Finanzstrategie sieht unverändert vor, grundsätzlich 40 % bis 60 % des Nettogewinns als Dividende auszuschütten. Im Rahmen der Finanzstrategie besteht die Möglichkeit, in geeigneten Fällen den berichteten Nettogewinn im Interesse der Dividendenkontinuität um außerordentliche Faktoren zu bereinigen. Dies wenden wir für das Geschäftsjahr 2018 an und beabsichtigen, den Aktionären auf der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 vorzuschlagen, eine Dividende von 1,15 € (Vorjahr: 1,15 €) auszuzahlen. Damit liegt die Ausschüttungsquote bezogen auf den bereinigten Nettogewinn bei 55 %. Erwartete Finanzlage Kreditwürdigkeit des Konzerns unverändert eingestuft Angesichts der Ergebnisprognose für das Jahr 2019 gehen wir von einer weitgehend stabilen Entwicklung der Kennzahl "FFO to Debt" aus und erwarten, dass die Rating-Agenturen unsere Kreditwürdigkeit gegenüber dem aktuellen Stand unverändert einstufen werden. Liquidität weiterhin solide Aufgrund der jährlichen Pensionsvorauszahlung an die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation sowie der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2018 im Mai 2019 wird sich unsere Liquidität in der ersten Hälfte des Jahres 2019 erwartungsgemäß verringern. Darüber hinaus werden die nicht durch Fremdmittel gedeckten Zahlungen zur Erneuerung der Flugzeugflotte im Unternehmensbereich Express die Liquidität reduzieren. Demgegenüber werden die Einnahmen aus der Veräußerung des Supply-Chain-Geschäfts in China die Liquidität im ersten Halbjahr erhöhen. Wegen der üblicherweise guten Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte wird sich die operative Liquiditätssituation zum Jahresende wieder verbessern. Investitionen im Konzern von rund 3,7 Mrd € erwartet Um unsere strategischen Ziele und das weitere Wachstum zu unterstützen, beabsichtigen wir, die Investitionen (ohne Leasing) im Jahr 2019 auf rund 3,7 Mrd € zu erhöhen, wobei die Schwerpunkte denen der Vorjahre entsprechen. Die Gesamtzahl beinhaltet rund 1,1 Mrd € für die im Wesentlichen fremdfinanzierte Erneuerung der Express-Interkontinentalflotte. Entwicklung der weiteren steuerungsrelevanten Indikatoren EAC und Free Cashflow steigen Im Einklang mit dem prognostizierten EBIT-Anstieg erwarten wir, dass auch das EAC im Jahr 2019 steigen wird. In den Unternehmensbereichen wird das EAC den gleichen Einflüssen unterliegen wie im EBIT-Ausblick aufgeführt. Allerdings könnte der Anstieg durch unsere fortlaufende Investitionstätigkeit insgesamt etwas geringer ausfallen als der des EBIT. Für den Free Cashflow erwarten wir, dass er 0,5 Mrd € übersteigt. Dies berücksichtigt bereits die Zahlung der rund 1,1 Mrd € für die im Wesentlichen fremdfinanzierte Erneuerung der Express-Interkontinentalflotte. Mitarbeiterbefragung mit weiterhin guten Ergebnissen Die guten Ergebnisse, die unsere Mitarbeiterbefragung im Berichtsjahr erzielt hat, wollen wir fortsetzen. Für das Jahr 2019 erwarten wir, dass die Zustimmung für die Kennzahl "Aktive Führung" auf 77 % steigt. Treibhausgaseffizienz weiter verbessern Wir erwarten, dass der Konzern seine CO2-Effizienz weiter verbessert. Der CEX sollte sich im Geschäftsjahr 2019 um einen Indexpunkt erhöhen. Chancen und RisikenGesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation Chancen zu erkennen und schnell zu ergreifen und Risiken entgegenzuwirken sind wichtige Ziele für unser Unternehmen. Die erwartete Wirkung möglicher Ereignisse und Entwicklungen wird bereits in der Geschäftsplanung berücksichtigt. Chancen und Risiken sind definiert als potenzielle Abweichungen vom prognostizierten Unternehmensergebnis. Unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsplans hat sich unsere Chancen- und Risikosituation im Vergleich zur Risikoberichterstattung im Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert. Es wurden keine neuen Risiken identifiziert, die sich nach derzeitiger Einschätzung potenziell kritisch auf das Ergebnis auswirken. Aus dem konzernweiten Früherkennungssystem wie auch nach Einschätzung des Konzernvorstands waren im aktuellen Prognosezeitraum keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft. Die Einschätzung eines stabilen bis positiven Ausblicks spiegelt sich auch in den Kredit-Ratings, wider. Da die Deutsche Post AG unter anderem durch Finanzierungs- und Garantiezusagen sowie durch mittel- und unmittelbare Investitionen in die Beteiligungsunternehmen weitgehend mit den Unternehmen des Konzerns Deutsche Post DHL Group verbunden ist, entspricht die Chancen- und Risikosituation der Deutsche Post AG im Wesentlichen der Chancen- und Risikosituation des Konzerns Deutsche Post DHL Group. Insoweit gelten die Aussagen zur Gesamtbewertung der Chancen- und Risikosituation durch die Unternehmensleitung auch als Zusammenfassung der Chancen- und Risikosituation der Deutsche Post AG. Chancen- und Risikomanagement Chancen- und Risikomanagement mit einheitlichem Berichtsstandard Als international tätiges Logistikunternehmen sind wir einer Reihe von Veränderungen ausgesetzt. Wir wollen die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken früh erkennen sowie erforderliche Maßnahmen in den im Einzelnen betroffenen Bereichen rechtzeitig ergreifen, um so den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Dieses Ziel unterstützen wir mit einem konzernweiten Chancen- und Risikomanagement. Quartalsweise schätzen Manager die Auswirkungen künftiger Szenarien ein, bewerten die Chancen und Risiken ihrer Bereiche und stellen geplante sowie bereits ergriffene Maßnahmen dar. Die Abfrage und Freigabe erfolgt hierarchisch, sodass das Management unterschiedlicher Ebenen in den Ablauf eingebunden ist. Chancen und Risiken können jederzeit auch ad hoc gemeldet werden. Unser Prozess zur Früherkennung verknüpft das Chancen- und Risikomanagement im Konzern zu einem einheitlichen Berichtsstandard. Die dabei eingesetzte IT-Anwendung entwickeln wir stetig weiter. Bei den Standardauswertungen nutzen wir darüber hinaus die Monte-Carlo-Simulation zur Chancen- und Risikoaggregation. Diese stochastische Methode berücksichtigt die Eintrittswahrscheinlichkeit der zugrunde liegenden Chancen und Risiken und basiert auf dem Gesetz der großen Zahl. Aus den Verteilungsfunktionen der einzelnen Chancen und Risiken werden 1 Mio Mal zufällig ausgewählte Szenarien - je Chance und Risiko eines - miteinander kombiniert. Die Ergebnisgrafik zeigt die Häufigkeitsdichte der daraus resultierenden Gesamtergebnisse. Folgende Grafik zeigt beispielhaft ein Simulationsergebnis: ![]() ![]() Die wichtigsten Schritte unseres Chancen- und Risikomanagementprozesses:
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht) Die Deutsche Post stellt die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung mit Hilfe eines internen darauf bezogenen Kontrollsystems (IKS) sicher. Es soll gewährleisten, dass die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden und die interne wie externe Rechnungslegung im Hinblick auf die numerische Abbildung der Geschäftsprozesse valide ist. Der Buchungsstoff soll vollständig, zeitnah und richtig erfasst und verarbeitet werden. Fehler in der Rechnungslegung sollen grundsätzlich vermieden beziehungsweise eventuelle Fehler zeitnah aufgedeckt werden. Die Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems umfasst organisatorische und technische Maßnahmen, in die alle Organisationseinheiten des Unternehmens einbezogen sind. Eine zentral vorgegebene Bilanzierungsrichtlinie stellt sicher, dass die Bilanzierungsstandards nach HGB einheitlich und unternehmensweit angewendet werden. Die buchungsrelevanten Sachverhalte werden durch die Vorgaben eines zentralen Kontenplans geregelt. Daneben erfolgen weitergehende Regelungen durch eine Kontierungsrichtlinie. Die Hinterlegung erfolgt im Intranet, wodurch ein ständiger Zugriff durch die Nutzer gewährleistet ist. Für den Jahresabschlussprozess liegen detaillierte Aktivitätenpläne, Arbeitsanweisungen und Terminpläne den verantwortlichen Organisationseinheiten vor. Die wesentlichen Funktionen des Rechnungswesens der Deutsche Post werden von dem SSC (Shared Service Center) Accounting in Köln (Finance & HR Operations Deutschland) wahrgenommen. Hauptsächlich wurden hierfür die Abteilungen General Ledger, Accounting for Affiliated Companies, Master Data/Duty, Accounts Payable, Accounts Receivable, Cost Accounting Solutions & Services, Business Process Optimization, Performance & Quality Management, Center of Digitalization sowie Corporate Treasury Services eingerichtet. Die rechnungslegungsrelevanten Vorgänge werden bei der Deutsche Post AG IT-gestützt abgewickelt. Hierzu bedient sich die Deutsche Post AG für die rechnungslegungsrelevanten Systeme der Dienstleistungen der Tochtergesellschaft Deutsche Post IT Services GmbH, die mit Haupt- und Ausweichzentrum in Prag für den Betrieb, die Wartung, die IT-Anwendungsentwicklung und Pflege verantwortlich ist. Bei den Anwendungssystemen im Bereich der Finanzbuchhaltung werden insbesondere Standardlösungen der Firma SAP AG genutzt. Darüber hinaus bedient sich die Deutsche Post der Dienstleistungen der T-Systems Enterprise Services GmbH (T-Systems), einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Jährliche IT-Kontrollen finden bei T-Systems durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft statt. Die Prüfungsinhalte und -ergebnisse werden in einer ISAE3402-Bescheinigung schriftlich dokumentiert. Automatische Plausibilitätsprüfungen und systemseitige Validierungen der Buchhaltungsdaten sind ein weiterer Bestandteil unseres Kontrollsystems. Daneben erfolgen regelmäßig manuelle Kontrollen auf dezentraler Ebene durch die lokalen Verantwortlichen und zentral im Corporate Center durch die Zentralbereiche Corporate Accounting & Controlling, Corporate Tax und Corporate Finance. Unter chronologischen Aspekten werden vor- und nachgelagerte Kontrollen und Analysen erstellt. Falls erforderlich, wird auf die Expertise externer Gutachter zurückgegriffen, zum Beispiel bei Pensionsrückstellungen. Schließlich garantiert die unternehmenseinheitlich gesteuerte Durchführung des Abschlussprozesses im Rahmen eines zentral verwalteten Abschlusskalenders einen strukturierten und effizient gestalteten Rechnungslegungsprozess. Über die genannten Strukturen des IKS und des Risikomanagements hinaus ist die Konzernrevision ein wesentliches Organ im Steuerungs- und Überwachungssystem des Konzerns. Im Rahmen ihrer risikoorientierten Prüfungshandlungen kontrolliert regelmäßig Corporate Internal Audit & Security die rechnungslegungsrelevanten Prozesse und berichtet dem Vorstand über die Ergebnisse. Berichterstattung und Bewertung von Chancen und Risiken Im Folgenden stellen wir primär Chancen und Risiken dar, die aus heutiger Sicht den Konzern im Prognosezeitraum über die bereits berücksichtigten Erwartungen hinaus wesentlich beeinflussen könnten. Sie werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Wirkung bewertet. Im Ergebnis unterscheiden wir Chancen und Risiken niedriger, mittlerer und hoher Bedeutung. Als wesentlich bewerten wir Chancen und Risiken von hoher oder mittlerer Bedeutung, die in Grafik A.34 schwarz beziehungsweise grau gekennzeichnet sind. Es gelten folgende Beurteilungsmaßstäbe: ![]() Die dargestellten Chancen und Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich dem Konzern eröffnen oder denen er ausgesetzt ist. Weitere Einflüsse, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die wir noch nicht als wesentlich einschätzen, könnten unsere Geschäftstätigkeiten ebenfalls beeinflussen. Chancen und Risiken werden in Deutsche Post DHL Group dezentral erfasst und bewertet. Über mögliche Planabweichungen einschließlich latenter Ereignischancen und -risiken wird überwiegend auf der Ebene von Ländern oder Regionen berichtet. Angesichts des Detaillierungsgrades der internen Berichte fassen wir hier die dezentral gemeldeten Chancen und Risiken zu den nachfolgenden Kategorien zusammen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich bei den zugrunde liegenden Einzelmeldungen wesentliche Korrelationen im Zusammenhang mit der Entwicklung der Weltkonjunktur und der Weltwirtschaftsleistung ergeben. Sofern nicht anders spezifiziert, wird den Einzelchancen und -risiken innerhalb der jeweiligen Kategorien und im betrachteten Prognosezeitraum 2019 eine niedrige Bedeutung beigemessen. Die Chancen und Risiken gelten grundsätzlich für alle Unternehmensbereiche, sofern nicht anders angegeben. Chancen und Risiken in Kategorien Chancen und Risiken aufgrund politischer, regulatorischer und rechtlicher Rahmenbedingungen Einige Risiken entstehen vor allem dadurch, dass der Konzern einen Teil seiner Dienstleistungen in einem regulierten Markt erbringt. Viele Postdienstleistungen der Deutsche Post AG und ihrer Tochtergesellschaften (insbesondere Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel bzw. seit dem 1. Januar 2019 Post & Paket Deutschland) unterliegen der sektorspezifischen Regulierung nach dem Postgesetz durch die Bundesnetzagentur. Sie genehmigt oder überprüft Entgelte, gestaltet Bedingungen des Zugangs zu Teilleistungen und übt die besondere Missbrauchsaufsicht aus. Risiken können unter anderem aus dem Price-Cap-Verfahren entstehen. Die von der Bundesnetzagentur im Jahr 2015 vorgegebenen Rahmenbedingungen für die in diesem Verfahren genehmigten Entgelte von Briefsendungen bis 1.000 Gramm, die so genannten Maßgrößen, wird die Regulierungsbehörde im Jahr 2019 neu festlegen. Mit Urteil vom 14. Juli 2016 hat das Gericht der Europäischen Union (EuG) auf Klage der Bundesrepublik Deutschland hin die Beihilfeentscheidung der EU-Kommission vom 25. Januar 2012 für nichtig erklärt. Einzelheiten dazu schildern wir im Geschäftsbericht 2016, Anhang, Textziffer 48, dpdhl.com/de/investoren. Das Urteil des EuG ist rechtskräftig. Damit ist die Beihilfeentscheidung der EU-Kommission endgültig nichtig und der Rückzahlungsverpflichtung die Grundlage entzogen. Der seinerzeit zur Umsetzung der Beihilfeentscheidung auf einem Treuhandkonto hinterlegte Betrag von 378 Mio € konnte freigegeben werden. Die von der Deutsche Post AG gegen den Ausweitungsbeschluss 2011 erhobene Klage ist nach wie vor anhängig. Deren Gegenstand ist die verfahrensrechtliche Frage der Wirksamkeit des Beschlusses, mit dem die EU-Kommission im Jahr 2011 ihr Beihilfeprüfverfahren ausweitete. In der anhängigen Klage hat die EU-Kommission die Rechtsansicht geäußert, das 1999 eröffnete Beihilfeverfahren sei für einen Teilbereich weiterhin offen, sodass sie einen neuen, das Verfahren abschließenden Beschluss erlassen könne. Zum möglichen Inhalt dieses Beschlusses machte die EU-Kommission keine Angaben. Nach Ansicht der Deutsche Post AG dagegen wurde jenes Verfahren durch die Beihilfeentscheidung der EU-Kommission vom 19. Juni 2002 vollumfänglich abgeschlossen. Letzteres hat der EuGH in seinem Urteil vom 24. Oktober 2013 ausdrücklich bestätigt. Die Beihilfeentscheidung der EU-Kommission vom 25. Januar 2012 bleibt endgültig nichtig. Risiken ergeben sich außerdem aus der intensiven Internationalisierung der Warenströme. Als weltweit tätiges Logistikunternehmen unterliegt Deutsche Post DHL Group den Ein-, Aus- und Durchfuhrbestimmungen von mehr als 220 Ländern und Territorien. Dazu gehört neben dem Zollrecht auch das Außenwirtschaftsrecht dieser Länder. Dabei ist nicht nur die Zahl und die Komplexität dieser Vorschriften einschließlich ihres Anwendungsbereichs über Landesgrenzen hinaus (so genannte extraterritoriale Wirkung) in den letzten Jahren ständig gestiegen; auch die Verfolgung und die Ahndung von Verfehlungen seitens der zuständigen Behörden hat deutlich zugenommen. Wir begegnen diesen Risiken mit einem gruppenweiten Compliance-Programm. Dazu gehört neben der gesetzlich gebotenen Überprüfung von Absendern und Empfängern, Lieferanten und Mitarbeitern anhand der anwendbaren Embargolisten insbesondere auch die gesetzlich erforderliche Überprüfung von Sendungen zur Durchsetzung geltender Ausfuhrverbote sowie von Ländersanktionen und -embargos. Dabei kooperiert Deutsche Post DHL Group mit den zuständigen Behörden sowohl präventiv als auch bei der Ermittlung von Verstößen zur Vermeidung bzw. Begrenzung etwaiger Sanktionen. Weitere Rechtsverfahren Weitere Risiken können sich unter anderem aus den verwaltungsgerichtlich anhängigen Klagen eines Verbandes gegen die im Rahmen des so genannten Price-Cap-Verfahrens von der Bundesnetzagentur für die Jahre 2016 bis 2018 getroffene Maßgrößenentscheidung und Preisgenehmigung ergeben. Die Klagen sind in der ersten Instanz vom Verwaltungsgericht Köln mit Urteilen vom 4. Dezember 2018 abgewiesen worden. Der Kläger hat dagegen Sprungrevision beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Nach Auffassung des Klägers sind die beiden Entscheidungen der Bundesnetzagentur aus verschiedenen Gründen rechtswidrig. Die Bundesnetzagentur und die Deutsche Post AG teilen die Auffassung des Klägers nicht. Die Bundesnetzagentur hat mit Beschluss vom 14. Juni 2011 festgestellt, dass die First Mail Düsseldorf GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutsche Post AG, und die Deutsche Post AG gegen das Abschlags- und Diskriminierungsverbot nach dem Postgesetz verstoßen. Den Gesellschaften wurde auferlegt, die festgestellten Verstöße abzustellen. Beide Gesellschaften haben gegen den Beschluss geklagt. Außerdem hat die First Mail Düsseldorf GmbH die Aussetzung der Vollziehung des Beschlusses bis zur Entscheidung des Hauptsacheverfahrens beantragt. Das Verwaltungsgericht Köln und das Oberverwaltungsgericht Münster haben diesen Antrag jeweils abgelehnt. Die First Mail Düsseldorf GmbH hat die Beförderung von Briefsendungen zum Ende des Jahres 2011 eingestellt und die Klage am 19. Dezember 2011 zurückgenommen. Die Deutsche Post AG verfolgt die Klage gegen den Beschluss der Bundesnetzagentur weiter, eine mündliche Verhandlung beim Verwaltungsgericht Köln ist für den 26. März 2019 terminiert. Mit Beschluss vom 30. April 2012 hat die Bundesnetzagentur festgestellt, dass die Deutsche Post AG gegen das Diskriminierungsverbot des Postgesetzes verstoße, indem sie inhaltsgleiche Rechnungen zu anderen Entgelten befördert als Rechnungen mit unterschiedlichen Rechnungsbeträgen. Die Deutsche Post AG wurde aufgefordert, die festgestellte Diskriminierung unverzüglich, spätestens zum 31. Dezember 2012, abzustellen. Der Beschluss wurde zum 1. Januar 2013 umgesetzt. Die Deutsche Post AG teilt die Rechtsauffassung der Bundesnetzagentur nicht und hat gegen den Beschluss Klage erhoben. Die Bundesnetzagentur hat mit Beschluss vom 28. Juni 2016 festgestellt, dass die Entgelte für das Dialogpostprodukt "Impulspost" nicht den Entgeltmaßstäben des Postgesetzes gerecht werden und unverzüglich anzupassen sind (Anpassungsaufforderung). Nach Ansicht der Bundesnetzagentur deckten die Entgelte nicht die Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung und hatten wettbewerbsbehindernde Auswirkungen. Mit Beschluss vom 26. Juli 2016 hat die Bundesnetzagentur der Deutsche Post die Erhebung der Entgelte untersagt und die Entgelte für unwirksam erklärt (Untersagungsverfügung), da die Deutsche Post AG bis zu dem Zeitpunkt der Anpassungsaufforderung nicht gefolgt war. Die Deutsche Post AG teilt nicht die Rechtsauffassung der Bundesnetzagentur und hat gegen die Verfügungen der Behörde vor dem Verwaltungsgericht Köln Klage erhoben. Seit dem 1. Juli 2010 sind infolge einer Neufassung der einschlägigen Steuerbefreiungsvorschrift nur noch bestimmte Universaldienstleistungen in Deutschland von der Mehrwertsteuer befreit, die nicht auf der Grundlage individuell ausgehandelter Vereinbarungen oder zu Sonderkonditionen (Rabatten etc.) erbracht werden. Die Deutsche Post AG und die Finanzverwaltung vertreten hinsichtlich der umsatzsteuerlichen Behandlung einzelner Produkte unterschiedliche Auffassungen. Zur Klärung dieser Fragen sind Verfahren der Deutsche Post AG und von Wettbewerbern bei deutschen Finanzgerichten und beim Europäischen Gerichtshof anhängig. Mit Rücksicht auf die oben genannten laufenden oder angekündigten Rechtsverfahren werden keine weiteren Angaben zur bilanziellen Abbildung vorgenommen. Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken Makroökonomische und branchenspezifische Rahmenbedingungen beeinflussen maßgeblich unseren Geschäftserfolg. Daher verfolgen wir aufmerksam die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der Regionen, derzeit insbesondere die möglichen Auswirkungen der US-Wirtschaftspolitik sowie die möglichen Folgen des Austritts Großbritanniens aus der EU. Neben anderen Aspekten ergeben sich für uns im Falle des so genannten Brexits Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus möglichen Veränderungen von Wechselkursen und Konjunktur, Flugrechten sowie bei der Zollabwicklung und aus Einflüssen auf unsere Kunden sowohl innerhalb als auch außerhalb Großbritanniens. Wir haben hierfür themenbezogene Arbeitsgruppen eingerichtet, um uns auf die Auswirkungen des Brexits bestmöglich vorbereiten zu können. Insgesamt sind die Nachfrage nach Logistikleistungen und damit verbundene Umsätze im Jahr 2018 trotz eines volatilen Umfelds gestiegen. Eine Reihe externer Größen eröffnet uns zahlreiche Chancen: Wir gehen von einem weltweiten Marktwachstum aus. Bei fortschreitender Globalisierung und weiterem Weltwirtschaftswachstum wird die Logistik auch in Zukunft wachsen. Dies gilt besonders für Asien, wo die Handelsströme mit anderen Regionen und speziell innerhalb des Kontinents weiter zunehmen werden. Davon können wir als Marktführer mit unseren DHL-Unternehmensbereichen überdurchschnittlich profitieren. Das gilt auch für weitere stark wachsende Länder in Regionen wie Südamerika oder dem Mittleren Osten, wo wir ebenfalls gut vertreten sind und die sich bietenden Marktchancen nutzen werden. Ob und in welchem Ausmaß der Logistikmarkt wächst, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Der Trend, dass Unternehmen Geschäftsabläufe auslagern, hält an. Die Lieferketten werden komplexer, internationaler, aber auch störungsanfälliger. Kunden wünschen deshalb stabile und integrierte Logistiklösungen, die wir mit unserem breiten Serviceportfolio anbieten. Besonders im Unternehmensbereich Supply Chain und auch durch die engere Zusammenarbeit aller Unternehmensbereiche sehen wir hier weiterhin Wachstumschancen. Der boomende Online-Handel ist eine weitere Chance für uns. Der boomende Online-Handel ist eine weitere Chance für uns. Er schafft Bedarf für den Transport von Dokumenten und Waren. Vor allem der sich weiter gut entwickelnde digitale Einzelhandel lässt den B2C-Marktstark wachsen. Daraus entsteht für das nationale und internationale Paketgeschäft großes Wachstumspotenzial, das wir mit dem Ausbau unseres Paketnetzwerks erschließen wollen. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass sich die Konjunktur in einzelnen Wirtschaftsregionen eintrübt und die Transportmengen stagnieren oder rückläufig sind. Allerdings würde dies nicht in allen Geschäftsfeldern die Nachfrage mindern. So ist im Paketbereich auch ein gegenläufiger Effekt möglich, da Verbraucher aus Kostengründen häufiger online einkaufen könnten. Ebenso können Unternehmen gezwungen sein, ihre Kosten zu senken und daher ihre Transportleistungen auszulagern. Konjunkturell bedingte Risiken können sich in Größe und Zeitpunkt unterschiedlich auf unsere Unternehmensbereiche auswirken, was den Gesamteffekt mindern könnte. Die Bedeutung dieses Risikos bewerten wir insgesamt als mittel. Zudem haben wir in den vergangenen Jahren Maßnahmen ergriffen, um Kosten zu flexibilisieren und auf eine veränderte Nachfrage des Marktes schnell reagieren zu können. Deutsche Post und DHL stehen im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Die Entwicklung unseres Kundenbestands sowie die Höhe von Preisen und Margen auf unseren Märkten kann hierdurch signifikant beeinflusst werden. Wesentliche Erfolgsfaktoren im Brief- und Logistikgeschäft sind Qualität, Kundenvertrauen sowie wettbewerbsfähige Preise. Dank unserer hohen Qualität und der in den letzten Jahren erzielten Einsparungen sehen wir uns in der Lage, im Wettbewerb zu bestehen und mögliche Auswirkungen gering zu halten. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Als global tätiger Konzern sind wir zwangsläufig finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Im Wesentlichen ergeben sich diese aus der Schwankung von Währungskursen, Zinssätzen oder Rohstoffpreisen und dem Kapitalbedarf des Konzerns. Mithilfe operativer und finanzwirtschaftlicher Maßnahmen versuchen wir, die Volatilität von Finanzkennzahlen aufgrund finanzieller Risiken zu reduzieren. Währungsrisiken und -chancen können aus gebuchten oder zukünftig geplanten Fremdwährungstransaktionen resultieren. Wesentliche Währungsrisiken aus geplanten Transaktionen werden über 24 Monate rollierend als Nettoposition quantifiziert. Hoch korrelierte Währungen werden in Blöcken zusammengefasst. Die wichtigsten geplanten Nettoüberschüsse bestehen auf Konzernebene im US-Dollar-Block, Britischen Pfund, Japanischen Yen und im Koreanischen Won, während die Tschechische Krone die einzige Währung mit einem wesentlichen Nettobedarf ist. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Währungssicherungen für geplante Fremdwährungstransaktionen. Eine Chance für die Ertragslage des Konzerns ergibt sich aus einer möglichen generellen Abwertung des Euro. Die Bedeutung dieser Chance bewerten wir auf Basis der derzeitigen makroökonomischen Prognosen als niedrig. Das wesentliche Risiko für die Ertragslage des Konzerns wäre eine generelle Aufwertung des Euro. Die Bedeutung wird als niedrig eingestuft, betrachtet man die Einzelrisiken aus den Entwicklungen der jeweiligen Währungen. In der Gesamtwirkung aller Währungseffekte für den Konzern sind diese momentan als Risiko mit niedriger Relevanz einzustufen. Für uns als Logistikkonzern resultieren die größten Rohstoffpreisrisiken aus der Veränderung von Treibstoffpreisen (Kerosin, Diesel und Schiffsdiesel). Diese Risiken werden in den DHL-Divisionen weitgehend über operative Maßnahmen (Treibstoffzuschläge) an die Kunden weitergegeben. Die wesentliche Steuerungsgröße für das Liquiditätsmanagement sind die zentral verfügbaren Liquiditätsreserven. Zum Bilanzstichtag verfügt Deutsche Post DHL Group über zentrale Liquiditätsreserven von 4,3 Mrd €, die sich aus zentralen Geldanlagen von 2,3 Mrd € und der syndizierten Kreditlinie in Höhe von 2 Mrd € zusammensetzen. Die Liquidität des Konzerns ist daher kurz- und mittelfristig gesichert. Darüber hinaus hat der Konzern aufgrund seines im Branchenvergleich guten Ratings ungehinderten Zugang zum Kapitalmarkt und ist in der Lage, den langfristigen Kapitalbedarf sicherzustellen. Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns belief sich per Ende 2018 auf 12,3 Mrd €. Der Anteil der Finanzschulden mit kurzfristiger Zinsbindung an den gesamten Finanzschulden in Höhe von 16,5 Mrd € beträgt circa 17 %. Weitere Informationen zur Finanzlage und Finanzstrategie des Konzerns sowie zum Management von Finanzrisiken finden sich im Wirtschaftsbericht. Chancen und Risiken aus der Unternehmensstrategie Der Konzern hat in den vergangenen Jahren sein Geschäft in den stark wachsenden Regionen und Märkten der Welt gut positioniert. Zudem arbeiten wir kontinuierlich daran, in allen Bereichen effiziente Strukturen zu schaffen, um Kapazitäten und Kosten flexibel an die Nachfrage anzupassen - Voraussetzungen für einen nachhaltig profitablen Geschäftserfolg. Bei der strategischen Ausrichtung konzentrieren wir uns auf unsere Kernkompetenzen im Brief- und Logistikgeschäft mit den Schwerpunkten organisches Wachstum und Vereinfachung unserer Prozesse zum Vorteil der Kunden. Hierbei spielt Digitalisierung eine Schlüsselrolle. Die digitale Transformation beinhaltet das Ineinandergreifen von neuen Technologien mit einer Unternehmenskultur, die Veränderungen im Umfeld zu ihrem Vorteil nutzt. Chancen ergeben sich beispielsweise aus neuen Vernetzungsmöglichkeiten von Infrastrukturen sowie aus digitalen Geschäftsmodellen. Entwicklungschancen aus unserer strategischen Ausrichtung werden regelmäßig in der Ergebnisplanung berücksichtigt. Im angegebenen Betrachtungszeitraum sind Risiken aus der aktuellen Unternehmensstrategie, die sich auf einen längerfristigen Zeitraum erstreckt, von niedriger Bedeutung für den Konzern. Darüber hinaus bestehen in den Unternehmensbereichen folgende Besonderheiten: Im deutschen Post- und Paketgeschäft stellen wir uns den Herausforderungen des Strukturwandels vom physischen zum digitalen Geschäft. Wir begegnen den Risiken aus einer sich ändernden Nachfrage mit einem erweiterten Leistungsangebot. Wegen des boomenden Internethandels erwarten wir, dass das Paketgeschäft in den kommenden Jahren weiter stark wachsen wird. Daher bauen wir unser Paketnetzwerk aus. Darüber hinaus erweitern wir unser Angebot in der elektronischen Kommunikation, sichern die Qualitätsführerschaft und flexibilisieren, wo möglich, die Transport- und Zustellkosten. Wir beobachten die Marktentwicklung sehr genau und berücksichtigen sie bei der Ergebnisplanung. Für den angegebenen Prognosezeitraum sehen wir daraus keine wesentlichen negativen Abweichungspotenziale. Im DHL-Unternehmensbereich Express hängt der künftige Erfolg vor allem von allgemeinen Faktoren wie Wettbewerbs-, Kosten- und Verkehrsmengenentwicklung ab. Wir wollen im internationalen Geschäft weiter wachsen und erwarten, dass die Sendungsmengen zunehmen. Basierend auf diesen Annahmen investieren wir in unser Netzwerk, den Service, unsere Mitarbeiter und die Marke DHL. Vor dem Hintergrund der vergangenen Entwicklung und allgemeiner Prognosen sehen wir für den Unternehmensbereich Express keine strategischen Chancen und Risiken, die wesentlich über die im Abschnitt "Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken" beschriebenen hinausgehen. Im DHL-Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight erbringen wir Transportleistungen nicht selbst, sondern kaufen diese bei Fluggesellschaften, Reedereien und Frachtführern ein. Im Regelfall sollte es uns gelingen, Transportleistungen günstiger einzukaufen. Es besteht somit die Chance, höhere Margen zu erzielen. Im ungünstigen Fall tragen wir das Risiko, Preiserhöhungen teilweise nicht an Kunden weitergeben zu können. Wie hoch Chancen und Risiken sind, hängt im Wesentlichen davon ab, wie sich Angebot, Nachfrage und Preise von Transportleistungen entwickeln, sowie von der Dauer unserer Verträge. Umfassende Kenntnisse beim Makeln von Transportleistungen helfen uns, sowohl Chancen zu realisieren als auch Risiken zu minimieren. Im DHL-Unternehmensbereich Supply Chain hängt unser Erfolg stark von der Geschäftsentwicklung der Kunden ab. Da wir weltweit Kunden verschiedener Branchen mit einem breit gefächerten Angebot versorgen, können wir unser Risikoportfolio diversifizieren und so entstehenden Risiken entgegenwirken. Unser künftiger Erfolg hängt zudem davon ab, inwieweit es uns gelingt, das bestehende Geschäft kontinuierlich zu verbessern, Neugeschäft reibungslos zu implementieren und in unseren wichtigsten Märkten und Kundensegmenten zu wachsen. Für den Unternehmensbereich Supply Chain sehen wir keine strategischen Chancen und Risiken, die wesentlich über die im Abschnitt "Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken" beschriebenen hinausgehen. Im Geschäftsjahr 2019 werden wir unser grenzüberschreitendes Angebot an E-Commerce-Leistungen und internationalem Paketversand neu ausrichten. Dazu wurde zum 1. Januar 2019 der Unternehmensbereich eCommerce Solutions geschaffen. Mittelfristig sollen seine Produktivität und Profitabilität steigen. Dem grundsätzlichen Risiko eines zunehmenden Kostendrucks steuern wir entgegen, indem Abläufe weiter standardisiert, Netzwerkeffizienzen erhöht und Kosten flexibilisiert werden. Darüber hinaus erwarten wir für den neuen DHL-Unternehmensbereich keine strategischen Chancen und Risiken, die wesentlich über die im Abschnitt "Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken" beschriebenen hinausgehen. Aktuell sehen wir im Bereich der Unternehmensstrategie keine spezifischen Chancen und Risiken mit einer wesentlichen Bedeutung. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen. Chancen und Risiken aus internen Prozessen Um unsere Dienstleistungen zu erbringen, müssen viele interne Abläufe verzahnt werden. Hierzu zählen neben den grundlegenden operativen Abläufen auch unterstützende Funktionen, wie Vertrieb und Einkauf sowie entsprechendes Management. Sofern es uns gelingt, interne Abläufe auf die Anforderungen der Kunden auszurichten und gleichzeitig Kosten zu senken, kann dies zu positiven Planabweichungen führen. Mithilfe unserer First-Choice-Initiativen verbessern wir interne Abläufe stetig. Dadurch steigt die Kundenzufriedenheit und wir sparen zugleich Kosten ein. In unserer Ergebnisprognose sind bereits erwartete Kosteneinsparungen berücksichtigt. Logistische Dienstleistungen sind zum größten Teil ein Massengeschäft und erfordern eine komplexe betriebliche Infrastruktur mit hohen Qualitätsstandards. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit kontinuierlich zu gewährleisten, heißt, die Abläufe reibungslos zu organisieren sowie technisch und personell abzusichern. Schwächen in einem der Bereiche Einlieferung, Sortierung, Transport, Lagerung oder Zustellung könnten die Wettbewerbsfähigkeit empfindlich beeinträchtigen. Um mögliche Störungen unserer Abläufe früh erkennen und notwendige Maßnahmen ergreifen zu können, haben wir ein globales Sicherheitsmanagementsystem eingeführt und die globale IT-Plattform "Resilience360" entwickelt, die unsere Lieferketten und Standorte weltweit visualisiert und vernetzt. Informationen über sicherheitsrelevante Vorfälle fließen nahezu in Echtzeit in das System ein. Es dient im Störungsfall zudem als zentrale Kommunikationsplattform - insgesamt ein Wettbewerbsvorteil, der bereits auf reges Interesse von Sicherheitsbehörden und Kunden stößt. Chancen und Risiken aus der Informationstechnologie Die Sicherheit unserer Informationssysteme hat für uns einen besonders hohen Stellenwert. Ziel ist es, die IT-Systeme konstant zu betreiben sowie unberechtigte Zugriffe auf unsere System- und Datenbestände zu vermeiden. Dafür hat das "Information Security Committee" als Unterausschuss ("subcommittee") des IT-Boards Richtlinien, Standards und Verfahren entwickelt, die der internationalen Norm ISO 27002 für das Management von Informationssicherheit entsprechen. IT-Risiken werden zudem kontinuierlich von Konzernrisikomanagement, IT-Revision, Datenschutz und Konzernsicherheit überwacht und bewertet. Damit unsere Prozesse stets reibungslos funktionieren, müssen die dafür benötigten IT-Systeme dauerhaft verfügbar sein. Dies stellen wir dadurch sicher, dass wir die Systeme so gestalten, dass Komplettausfälle in der Regel vermieden werden. Neben ausgelagerten Rechenzentren betreiben wir zentrale Rechenzentren in Tschechien, Malaysia und den Vereinigten Staaten. Dadurch sind die Systeme geografisch getrennt und können lokal repliziert werden. Wir beschränken den Zugang zu unseren Systemen und Daten so, dass die Mitarbeiter nur auf solche Daten zugreifen können, die sie für die ihnen übertragenen Aufgaben benötigen. Die Systeme und Daten werden regelmäßig gesichert, kritische Daten werden zudem in den Rechenzentren repliziert. Unsere gesamte Software wird regelmäßig aktualisiert, um mögliche Fehler zu beheben, Sicherheitslücken zu schließen und die Funktionalität zu erweitern. Risiken, die aus einer veralteten Software oder aus Software-Upgrades herrühren können, begegnen wir mit "Patch Management" - einem definierten Prozess zur Aktualisierung von Software. Aufgrund der beschriebenen Maßnahmen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit eines signifikanten und folgenschweren Vorfalls im IT-Bereich als sehr gering ein. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union schreibt eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten sowie umgehende und umfangreiche Reaktionen und Meldepflichten von Datenverlusten (unberechtigte Zugriffe Dritter) vor. Auf diese haben wir uns vorbereitet und Umsetzungsprogramme für alle Divisionen etabliert. Eventuelle Verstöße könnten durch die Datenschutzaufsichtsbehörden mit Bußgeldern geahndet werden. Chancen und Risiken aus dem Personalbereich Um langfristig erfolgreich zu sein, sind wir auf qualifizierte und motivierte Beschäftigte angewiesen. Demografischer Wandel kann allerdings dazu führen, dass die Zahl verfügbarer Kräfte in verschiedenen Märkten abnimmt. Diesem Risiko begegnen wir mit Maßnahmen, die unsere Beschäftigten motivieren, entwickeln und fördern sollen. Mit strategischer Personalplanung begegnen wir Alterungs- und Kapazitätsrisiken, die sich aus veränderten Alters- und Sozialstrukturen ergeben. Unser Analyse- und Planungsinstrument verbessern wir kontinuierlich anhand der damit gewonnenen Erfahrungen. Auch der in Deutschland mit den Gewerkschaften vereinbarte Generationenvertrag trägt dazu bei, die Berufserfahrung der Beschäftigten möglichst lange zu nutzen und zugleich jungen Menschen eine dauerhafte Perspektive zu bieten. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung unserer Geschäftstätigkeit ist die mögliche Zunahme chronischer wie akuter Krankheiten. Diesem Risiko begegnen wir mit Gesundheitsprogrammen, lokal zugeschnittenen Maßnahmen und bereichsübergreifender Kooperation. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge der Deutsche Post AG beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Fakten und werden mitunter durch Verwendung der Begriffe "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussehen", "annehmen", "das Ziel verfolgen" und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen und unterliegen daher Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser werden darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Zeitpunkt dieser Darstellung Gültigkeit haben. Die Deutsche Post AG beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung dieses Lageberichts zu berücksichtigen. Personenbezogene Bezeichnungen werden im Lagebericht generell in der männlichen Form angeführt. Dies ist nicht geschlechtsspezifisch gemeint, sondern geschieht ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit. Begriffe wie "Mitarbeiter" beziehen selbstverständlich alle Geschlechter ein. Soweit der Lagebericht auf Inhalte von Internetseiten verweist, sind diese Inhalte nicht Bestandteil des Lageberichts. Bilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung 01. Januar bis 31. Dezember 2018scroll
AnhangDeutsche Post AGGrundlagen der Darstellung(1) Angaben zur Identifikation der Kapitalgesellschaft Der Name der Firma lautet Deutsche Post AG. Sitz der Gesellschaft ist Bonn. Eingetragen ist die Deutsche Post AG im Handelsregister B des Amtsgerichts Bonn unter der Nummer HRB 6792. (2) Grundlagen der Rechnungslegung Die Deutsche Post AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde nach handelsrechtlichen (§§ 238 ff, §§ 264 ff HGB) und aktienrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Als Mutterunternehmen des Konzerns Deutsche Post DHL Group erstellt die Deutsche Post AG nach § 315e Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS). Daher wird ein Konzernabschluss nach handelsrechtlichen Vorschriften nicht aufgestellt. Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, die in den Konzernabschluss einbezogen sind. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. (3) Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Der Ausweis erfolgt in Millionen Euro (Mio Euro). Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert und erläutert. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert angewandt. Soweit unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden oder den Grundlagen der Darstellung nicht auf Änderungen eingegangen wird, sind sie in den entsprechenden Positionen erläutert. (4) Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer sowie außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre und reduziert sich bei geringerer Vertragslaufzeit entsprechend. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wird das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB ausgeübt. Sie werden seit dem 01. Januar 2010 zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert und generell über 5 Jahre oder die längere Nutzungsdauer abgeschrieben. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. (5) Sachanlagen Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Folgende Nutzungsdauern werden angewandt: Nutzungsdauer scroll
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Erhaltene Zuschüsse werden unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der Sachanlagen aufgelöst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als 250 Euro (bis 31. Dezember 2017: 150 Euro) und bis zu 1.000 Euro betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 Euro (ohne Vorsteuerbetrag; bis 31. Dezember 2017: 150 Euro) werden im Zugangsjahr in voller Höhe als betrieblicher Aufwand erfasst. (6) Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sowie die Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Wegfall der dauerhaften Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung auf den beizulegenden Wert, jedoch höchstens bis zu den Anschaffungskosten. Anteile und Beteiligungen an ausländischen verbundenen Unternehmen in Fremdwährung werden mit dem aktuellen Umrechnungskurs zum Erwerbszeitpunkt bilanziert. Wurden Zugänge hinsichtlich ihres Währungsrisikos gesichert, werden diese mit dem Sicherungskurs angesetzt. Die Anschaffungskosten langfristiger unter- bzw. nicht verzinslicher Ausleihungen entsprechen grundsätzlich deren Barwert zum Ausgabezeitpunkt. Die übrigen Darlehen werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Aufzinsungsbeträge sind unter den Zugängen ausgewiesen. (7) Vorräte Unter den Vorräten werden Postwertzeichen und Ersatzteile für Förder- und Sortieranlagen in den Frachtzentren mit einem Festwert, die übrigen Hilfs- und Betriebsstoffe mit gleitenden bzw. gewogenen Durchschnittspreisen zum Bilanzstichtag angesetzt. Waren sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Soweit erforderlich, werden Wertberichtigungen in angemessenem Umfang unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten, die geleisteten Anzahlungen mit dem Zahlbetrag bewertet. (8) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird auf Basis von Erfahrungswerten durch die pauschalierte Einzelwertberichtigung abgedeckt. (9) Wertpapiere Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. (10) Flüssige Mittel Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände und Schecks werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsbestände werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. (11) Aktive Rechnungsabgrenzung Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht gemäß § 250 Abs. 3 HGB Gebrauch und aktiviert Disagien. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und ihrem Ausgabebetrag wird in den Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen, und planmäßig über die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit abgeschrieben. (12) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. (13) Rückstellungen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden anhand versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Als Rechnungsgrundlage für die Ermittlung der Rückstellungen dienen ab dem 01. Januar 2018 die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Vorjahr: Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck). Die Lohn- und Rentensteigerungen sowie die Fluktuation werden berücksichtigt. Die Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung der Abzinsung auf Basis des von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Von dem Wahlrecht gem. Art. 28 Abs.1 EGHGB zur Passivierung mittelbarer Pensionsverpflichtungen wird Gebrauch gemacht. Für den aufgrund der Bewertungsvorgaben gemäß BilMoG zum 01. Januar 2010 entstandenen Zuführungsbetrag zur Rückstellung für Pensionen wird das Wahlrecht der ratierlichen Verteilung über 15 Jahre ausgeübt. Der Ausweis dieses jährlichen Zuführungsbetrages erfolgt in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird das Vermögen, welches dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dient, als Deckungsvermögen zum Zeitwert bewertet und mit entsprechenden Rückstellungen verrechnet. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre. Dies gilt auch für die von den Mitarbeitern durch Arbeitszeit- und Gehaltsumwandlung finanzierten Zeitwertkonten. Es handelt sich dabei um wertpapiergebundene Verpflichtungen. Der Wert der Rückstellungen orientiert sich an der Wertentwicklung des von der Deutschen Post AG zu dotierenden Deckungsvermögens, dessen Bewertung zum Zeitwert erfolgt. Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten auch Pensionsverpflichtungen aus Schuldbeitritten. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wird der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Bei der DPAG existieren Altersteilzeitvereinbarungen mit variierenden Konditionen und Vertragsbedingungen sowohl nach dem Block- als auch nach dem Gleichverteilungsmodell. Zusätzlich werden Altersteilzeitzuschläge gewährt. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden. (14) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. In den Fällen, in denen der Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit höher ist als der Ausgabebetrag, wird der Unterschiedsbetrag aktiviert und auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. (15) Passive Rechnungsabgrenzung Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. (16) Währungsumrechnungen Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Berücksichtigung von Bewertungseinheiten sowie deren Bilanzierung und Bewertung ist in Ziffer 49 erläutert. (17) Latente Steuern Latente Steuern ergeben sich aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, welche sich in zukünftigen Perioden wieder ausgleichen. Dabei werden von der Deutsche Post AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bzw. Personengesellschaften bestehen, an denen die Deutsche Post AG beteiligt ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, soweit eine Verlustverrechnung in den nächsten 5 Jahren zu erwarten ist. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,5 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die passiven latenten Steuern werden mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Der Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Erläuterungen zur BilanzAngaben zu den Aktiva (18) Immaterielle Vermögensgegen stände Die Entwicklung und die Zusammensetzung der immateriellen Vermögensgegenstände sind aus dem Anlagengitter (Anlage 1) ersichtlich. Entwicklungskosten für eigenerstellte Software, werden aktiviert. Im Berichtsjahr wurden bei den selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt 47 Mio Euro aktiviert. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. (19) Sachanlagen Die Entwicklung und die Zusammensetzung des Sachanlagevermögens sind im Anlagengitter (Anlage 1) dargestellt. Die Zugänge bei den Grundstücken und Gebäuden in Höhe von 70 Mio Euro entfallen im Wesentlichen auf Mietereinbauten, Bauten an Brief- und Frachtzentren sowie Erweiterungen von Außenanlagen. Die Investitionen in Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 255 Mio Euro betreffen überwiegend elektrobetriebene Fahrzeuge. Die Zugänge bei Anlagen im Bau in Höhe von 123 Mio Euro beinhalten im Wesentlichen Investitionen in Brief- und Paketzentren sowie Förder- und Verteilanlagen. (20) Finanzanlagen Die Entwicklung der Finanzanlagen ist aus Anlage 1 (Anlagengitter) ersichtlich. Eine Liste zum Anteilsbesitz ist dem Anhang als Anlage 3 beigefügt. Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind aufgrund einer Kapitalerhöhung bei einem verbundenen Unternehmen um 150 Mio Euro gestiegen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2018 betreffen im Wesentlichen die Deutsche Post Beteiligungen Holding GmbH (6.400 Mio Euro), die DHL Global Management GmbH (1.400 Mio Euro) sowie die Deutsche Post Fleet GmbH (323 Mio Euro). Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens werden Fondsanteile ausgewiesen, die zur Sicherung von Pensionsrückstellungen von Tochtergesellschaften dienen. Es handelt sich um einen international anlegenden Multiassetfonds, der im Wesentlichen in Rentenpapieren investiert ist. Der Buchwert entspricht den Anschaffungskosten. Die Ausleihungen für Wohnungsbauförderung von 2 Mio Euro werden unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen. (21) Vorräte scroll
Der Posten Hilfs- und Betriebsstoffe beinhaltet u. a. Büromaterial, Betriebsstoffe, Ersatzteile und sonstiges Instandhaltungsmaterial. Unter dem Posten Waren werden Artikel der Philatelie und andere Handelswaren ausgewiesen. (22) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 4.424 Mio Euro (Vorjahr 4.520 Mio Euro) Forderungen aus dem konzerninternen Inhousebanking und mit 1.779 Mio Euro Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen (Vorjahr 1.242 Mio Euro). Darüber hinaus haben sich die kurzfristigen Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen auf 7.932 Mio Euro (Vorjahr 8.057 Mio Euro) verringert. (23) Wertpapiere scroll
Der Anstieg resultiert aus dem Kauf von Geldmarktfonds. (24) Flüssige Mittel Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen flüssigen Mittel in Höhe von 1.601 Mio Euro (Vorjahr 1.756 Mio Euro) betreffen Kassenbestände, unterwegs befindliche Gelder und Guthaben bei Kreditinstituten. (25) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 246 Mio Euro (Vorjahr 204 Mio Euro) sind zum Stichtag im Wesentlichen vorschüssig gezahlte Beamtenbezüge enthalten. Daneben sind in diesem Posten die Disagien aus ausgegebenen Anleihen in Höhe von 61 Mio Euro erfasst. Angaben zu den Passiva(26) Eigenkapital scroll
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2018 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr in Summe um 250 Mio Euro. Details zum Eigenkapital werden in den nachfolgenden Abschnitten erläutert. (27) Gezeichnetes Kapital Grundkapital Zum 31. Dezember 2018 beträgt das Grundkapital 1.236.506.759 (Vorjahr 1.228.707.545) auf den Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Die bedingten Kapitalerhöhungen um insgesamt 7.799.214 Euro erfolgten durch die Ausgabe neuer Aktien im Rahmen der Ausübung von Wandelschuldverschreibungen sowie des Performance Share Programms für Führungskräfte. Zum 31. Dezember 2018 stellte sich die Aktionärsstruktur wie folgt dar: 982.645 Tsd. Aktien (79,5%) befinden sich im Streubesitz, davon 3.629 Tsd. eigene Aktien (0,29%). Der Anteil der KfW an der Deutschen Post AG beträgt 253.861 Tsd. Aktien (20,5%). Soweit eigene Aktien noch im Bestand sind, wurde der Nennbetrag der eigenen Anteile offen vom Grundkapital abgesetzt. Veröffentlichungen über Stimmrechtsveränderungen gemäß §§ 33 und 40 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sind in den Anlagen 4a und 4b zum Anhang dargestellt. Genehmigtes/Bedingtes Kapital zum 31. Dezember 2018 scroll
Genehmigtes Kapital 2017 Der Vorstand ist gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. April 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 160 Mio auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf Aktien in den in der Ermächtigung geregelten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht. Bedingtes Kapital 2011 Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2011 war der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 24. Mai 2016 ein- oder mehrmals Options-, Wandel- und/oder Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechte unter Einschluss von Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu 1 Mrd Euro auszugeben und dabei Options- oder Wandlungsrechte auf bis zu 75 Mio Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 75 Mio Euro zu gewähren. Die Ermächtigung ist im Dezember 2012 durch die Begebung einer Wandelanleihe in Höhe von 1 Mrd Euro vollständig in Anspruch genommen worden. Das Grundkapital ist um bis zu 75 Mio Euro bedingt erhöht. In den Jahren 2015 bis 2018 wurden 48,6 Mio Bezugsrechte ausgegeben. Am 27. März 2018 erfolgte die Rückzahlung der noch ausstehenden Schuldverschreibungen mit einem Nominalvolumen von 0,7 Mio Euro. Bedingtes Kapital 2014 Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 40 Mio Euro durch die Ausgabe von bis zu 40 Mio neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an ausgewählte Führungskräfte des Konzerns. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Aktien auf die gewährten Bezugsrechte ausgegeben werden und die Gesellschaft die Bezugsrechte nicht durch Barzahlung oder Lieferung von eigenen Aktien ablöst. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Das Grundkapital ist um bis zu 40 Mio Euro bedingt erhöht. Eine Inanspruchnahme dieser Ermächtigung erfolgte im dritten Quartal 2018 mit der Bedienung der Ansprüche aus der Tranche 2014 des Performance Share Plans. Mit der bedingten Kapitalerhöhung wurden 2,4 Mio neue Aktien geschaffen, die im September 2018 an die Führungskräfte ausgegeben wurden. Das bedingte Kapital 2014 beläuft sich auf 37,6 Mio Euro. Bedingtes Kapital 2017 Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2017 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 27. April 2022 ein- oder mehrmals Options-, Wandel- und/oder Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechte unter Einschluss von Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu 1,5 Mrd Euro auszugeben und dabei Options- oder Wandlungsrechte auf bis zu 75 Mio Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 75 Mio Euro zu gewähren. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Die Ermächtigung ist im Dezember 2017 durch die Begebung der Wandelanleihe 2017/2025 im Gesamtnennbetrag von 1 Mrd Euro teilweise in Anspruch genommen worden. Eine weitere Inanspruchnahme dieser Ermächtigung erfolgte im Berichtsjahr nicht. Das Grundkapital ist um bis zu 75 Mio Euro bedingt erhöht. Bedingtes Kapital 2018/1 Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. April 2018 wurde das Grundkapital um bis zu 12 Mio Euro durch die Ausgabe von bis zu 12 Mio auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an ausgewählte Führungskräfte des Konzerns (Performance Share Units). Die Aktien werden an die Bezugsberechtigten auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses ausgegeben. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Eine Inanspruchnahme dieser Ermächtigung erfolgte im Berichtsjahr nicht. Bedingtes Kapital 2018/2 Das Grundkapital ist um bis zu 33 Mio Euro durch die Ausgabe von bis zu 33 Mio auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Options- oder Wandlungsrechten oder der Bedienung von Wandlungspflichten sowie der Gewährung von Aktien anstelle von Geldzahlungen an die Inhaber von Schuldverschreibungen, die die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften in Übereinstimmung mit dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 24. April 2018 ausgeben. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Eine Inanspruchnahme dieser Ermächtigung erfolgte im Berichtsjahr nicht. Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Die Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2017 ermächtigt, bis zum 27. April 2022 eigene Aktien in einem Umfang von bis zu 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand sie zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck ausüben kann, insbesondere zur Verfolgung der im Beschluss der Hauptversammlung genannten Ziele. Die eigenen Aktien, die auf der Grundlage der Ermächtigung erworben werden, dürfen weiterhin unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auch zur Einführung an einer Börse im Ausland verwendet werden. Ebenso ist der Vorstand weiterhin ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben. Share Matching Scheme Für die Bedienung der Tranche 2017 des Share Matching Scheme wurden im März 2018 für 46 Mio Euro 1.284.619 Aktien zu einem Durchschnittskurs je Aktie von 36,20 Euro erworben. Die Ausgabe von 1.213.609 Aktien an berechtigte Mitarbeiter erfolgte im April 2018. Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2016/2017 wurden für die Bedienung von langfristigen Vergütungsprogrammen für Führungskräfte eigene Aktien am Markt erworben. Im April 2018 erfolgte damit die Bedienung des Matching-Shares-Anspruchs aus der Tranche 2013. Dabei wurden 870.551 Aktien an berechtigte Mitarbeiter ausgegeben. Die nicht zur Bedienung der Ansprüche aus dem Share Matching Scheme benötigten eigenen Aktien (71.870) wurden am Markt verkauft. Performance Share Plan Zur Bedienung der Ansprüche aus der Tranche 2014 des Performance Share Plans erfolgte im September eine bedingte Kapitalerhöhung. Darüber hinaus wurden 13.520 eigene Aktien, die unter anderem im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2016/2017 am Markt erworben wurden, an berechtigte Mitarbeiter ausgegeben. In der Anlage 5 sind weitere Informationen zu Veränderungen der eigenen Aktien dargestellt. (28) Rücklagen Kapitalrücklage Share Matching Scheme Im Rahmen des 2009 eingeführten Share Matching Scheme wird der kurzfristige variable Vergütungsbestandteil (Jahreserfolgsvergütung) für berechtigte Mitarbeiter zum Teil in Aktien der Deutsche Post AG ausgezahlt (sogenannte Incentive Shares). Alle berechtigten Mitarbeiter können zudem individuell einen erhöhten Aktienanteil durch Umwandlung eines weiteren Teils des variablen Gehaltes erwerben (sogenannte Investment Shares). Nach Ablauf einer Ausübungssperrfrist (vier Jahre) erhalten die berechtigten Mitarbeiter zusätzlich die gleiche Anzahl an Aktien der Deutsche Post AG (sogenannte Matching Shares). Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB erhöhte sich um 2 Mio Euro für die im laufenden Geschäftsjahr erworbenen Ansprüche auf Deferred Incentive Shares. Die Bedienung dieser Rechte mit eigenen Aktien erfolgt im April des Folgejahres. Die im Vorjahr erworbenen Ansprüche (2 Mio Euro) wurden bei der Bedienung im Berichtsjahr der Kapitalrücklage wieder entnommen. Für die bisher erworbenen, aber noch nicht bedienten Ansprüche auf Matching Shares wurden im Berichtsjahr 2 Mio Euro der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB zugeführt. Aufgrund der Wertdifferenz zwischen dem Kauf- und dem Ausgabekurs der eigenen Anteile im Rahmen des Share Matching Scheme wurden 7 Mio Euro in der Kapitalrücklage passiviert (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB). Performance Share Plan 2014 wurde das bisherige Stock Appreciation Rights (SAR) Programm durch das neu eingeführte Performance Share Programm (PSP) abgelöst. Performance Share Units sind am Aktienkurs orientierte Rechte, die am Ende der Wartezeit mit Aktien der Gesellschaft bedient werden. Durch die Bedienung der Rechte aus der Tranche 2014 erhöhte sich die Kapitalrücklage um 50 Mio Euro (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) sowie 8 Mio Euro (§ 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB). Wandelanleihe 2012/2019 Durch die Ausübung von Wandlungsrechten aus der Wandelanleihe 2012/2019 erhöhte sich die Kapitalrücklage um 102 Mio Euro (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB). Gewinnrücklagen Share Matching Scheme Die zur Bedienung der Ansprüche aus dem Share Matching Scheme (Incentive Shares bzw. Investment Shares) im Berichtsjahr erworbenen Aktien reduzierten die Gewinnrücklagen um 45 Mio Euro. Durch die Ausgabe dieser Aktien an die berechtigten Mitarbeiter erhöhten sich die Gewinnrücklagen um 41 Mio Euro. Unter anderem wurden im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2016/2017 für die Ausübung der Rechte auf Matching Shares aus der Tranche 2013 eigene Aktien am Markt erworben. Durch die Ausgabe dieser Aktien zur Bedienung der Ansprüche aus dem Share Matching Scheme erhöhten sich die Gewinnrücklagen im Berichtsjahr um 30 Mio Euro. Die nicht zur Bedienung der Ansprüche aus dem Share Matching Scheme benötigten eigenen Aktien wurden am Markt verkauft. Hierdurch erhöhten sich die Gewinnrücklagen um 3 Mio Euro. Aufgrund der Wertdifferenz zwischen dem Kauf- und dem Ausgabekurs der eigenen Anteile im Rahmen des Share Matching Scheme verringerten sich die Gewinnrücklagen um 7 Mio Euro. Performance Share Plan Zur Bedienung der Ansprüche aus der Tranche 2014 des Performance Share Plans erfolgte im September eine bedingte Kapitalerhöhung. Darüber hinaus wurden 13.520 eigene Aktien an die berechtigten Mitarbeiter ausgegeben. Hierdurch erhöhten sich die Gewinnrücklagen im Berichtsjahr um 0,4 Mio Euro. In der Anlage 5 sind weitere Informationen zur Entwicklung der Gewinnrücklagen dargestellt. (29) Bilanzgewinn Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 24. April 2018 festgelegt, dass aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017 von 6.103 Mio Euro eine Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 1.409 Mio Euro und ein Gewinnvortrag von 4.694 Mio Euro vorzunehmen ist. Die Ausschüttung ist im Geschäftsjahr 2018 abgeflossen. Zusammen mit dem Jahresüberschuss aus dem aktuellen Geschäftsjahr in Höhe von 959 Mio Euro ergibt sich der Bilanzgewinn von 5.653 Mio Euro für 2018. (30) Ausschüttungs gesperrte Beträge Ausschüttungsgesperrte Beträge resultieren zum 31. Dezember 2018 aus der Aktivierung selbsterstellter Software, der Bewertung des Deckungsvermögens zum Zeitwert sowie aus unterschiedlichen Barwertberechnungen der Pensionsrückstellungen (Unterschied zwischen 7- und 10- Jahresdurchschnittszins). scroll
Die ausschüttungsgesperrten Beträge sind durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt. (31) Rückstellungen Die Rückstellungen gliedern sich in Rückstellungen für Pensionen, Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen. scroll
(32) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen zum einen Verpflichtungen der DPAG gegenüber eigenen aktiven Mitarbeitern und Rentnern in Höhe von 3.198 Mio Euro (Vorjahr 2.588 Mio Euro). Daneben werden hier auch entsprechende Verpflichtungen in Höhe von 12 Mio Euro (Vorjahr 11 Mio Euro) von Tochtergesellschaften ausgewiesen, für die die DPAG Schuldbeitritte mit Erfüllungsübernahmen erklärt hat. Die Rückstellungen für Pensionen gegenüber aktiven und passiven Mitarbeitern der DPAG setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Pensionsrückstellungen umfassen zum einen Versorgungszusagen an Angestellte und Arbeiter, die einen unmittelbaren Versorgungsanspruch gegen die Deutsche Post AG begründen, zum anderen mittelbare Versorgungsverpflichtungen gegenüber dem Tarifpersonal. Bei der Neubewertung der Pensionsrückstellung zum 01. Januar 2010 aufgrund der Einführung des BilMoG wurde mittels versicherungsmathematischen Gutachten (Projected Unit Credit Method; Richttafeln Heubeck 2005 G) eine Zuführung von 507 Mio Euro errechnet. Davon entfielen 280 Mio Euro auf die unmittelbaren und 227 Mio Euro auf die mittelbaren Versorgungsverpflichtungen. Die Deutsche Post AG verteilt diese Zuführung gemäß Art. 67 (1) EGHGB auf 15 Jahre. Die Jahreszuführungen für diese Sachverhalte betragen insgesamt 34 Mio Euro und werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. In den gesamten Zinsaufwendungen für Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 689 Mio Euro sind Aufwendungen in Höhe von 10 Mio Euro aus dem Deckungsvermögen/Vermögen enthalten. Mittelbare Pensionsverpflichtungen Die mittelbaren Versorgungsverpflichtungen werden über die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) und die DP Pensionsfonds AG gewährt und finanziert. Nach Verrechnung mit dem Vermögen verbleibt eine Rückstellung für mittelbare Verpflichtungen in Höhe von 101 Mio Euro. Für die mittelbaren Versorgungsverpflichtungen gegenüber Arbeitern und Angestellten sind zum Bilanzstichtag in ausreichender Höhe Rückstellungen passiviert worden. Unmittelbare Pensionsverpflichtungen Zum 31. Dezember 2018 bestehen Rückstellungen für unmittelbare Versorgungsverpflichtungen in Höhe von 3.097 Mio Euro. Die Deutsche Post AG verfügt zum Stichtag über ein Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von 3.756 Mio Euro (Zeitwert), das mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen in Höhe von 7.051 Mio Euro abzüglich des nichtbilanzierten Unterschiedsbetrages von 198 Mio Euro verrechnet wurde. Die Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen belaufen sich auf 3.729 Mio Euro. Schuldbeitritte mit Erfüllungsübernahmen In den Vorjahren hatte die Deutsche Post AG mit Tochtergesellschaften Verträge abgeschlossen, in denen sie den Schuldbeitritt zu einzelnen Pensionsverpflichtungen dieser Tochtergesellschaften erklärte. Die Höhe dieser Verpflichtungen beträgt zum Stichtag 12 Mio Euro. Die Berechnung der mittelbaren und unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen sowie der Schuldbeitritte erfolgte unter Verwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 HGB für die Gesellschaft erstmalig zum 31. Dezember 2016. Das Wahlrecht einer vorzeitigen Anwendung zum 31. Dezember 2015 wurde nicht ausgeübt. Der Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Pensionsverpflichtungen auf Basis des 7- bzw. 10-Jahresdurchschnittszins beträgt 939 Mio Euro. Die Effekte aus der Änderung des Rechnungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen folgende Annahmen zugrunde: scroll
(33) Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Steuerrückstellung Die Steuerrückstellungen betreffen Steueraufwendungen des laufenden Jahres sowie eventuelle Steuernachzahlungen aus laufenden Prüfungen der Finanzverwaltung, inklusive der hierauf entfallenden Zinsen. Restrukturierung Unter Restrukturierung sind im Wesentlichen die Aufwendungen für ein Vorruhestandsprogramm für Beamte aus 2018 in Höhe von 352 Mio Euro enthalten. Darüber hinaus sind insbesondere Aufwendungen für Altersteilzeit und Abfindungen passiviert. Der Vorstand hat in 2018 beschlossen, die gesetzliche Regelung für den Vorruhestand für Beamte in indirekten Funktionen im Rahmen eines beschlossenen Budgets anzuwenden. Die durch die vorzeitige Zurruhesetzung der Beamten entstehenden Mehrkosten müssen der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost (BAnst PT) erstattet werden. Auf Basis der erwarteten Inanspruchnahme wurden im Geschäftsjahr Rückstellungen gebildet. Ende 2011 hatte die Deutsche Post AG als ein besonderes Modell der Alterszeit eine Kombination aus Altersteilzeit- und Zeitwertkontenmodell per Tarifvertrag eingeführt. Die in diesem Modell im Rahmen der Altersteilzeit anfallenden Aufstockungsleistungen werden als Rückstellung passiviert. Die vom Arbeitnehmer geleisteten Einzahlungen in das Zeitwertkonto werden zurückgestellt. Zu den aus den Zeitwertkonten resultierenden Verpflichtungen wurde eine Rückdeckungsversicherung (Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 HGB) abgeschlossen. Der Rückstellungsbedarf aus dem Zeitwertkonto und die Forderung aus der Rückdeckungsversicherung werden miteinander verrechnet. Die Grundlagen der Saldierung zeigt die nachfolgende Übersicht: scroll
Anschaffungskosten für die Versicherungen sind nicht entstanden, da die Einzahlungen der teilnehmenden Beschäftigten direkt an die Versicherung transferiert werden. Im Berichtsjahr betrugen die Erträge aus dem Deckungsvermögen 11 Mio Euro (Vorjahr: 11 Mio Euro). Erfüllungsübernahmen In den Vorjahren hat die Deutsche Post AG Verträge abgeschlossen, in denen sie sich gegenüber mehreren Tochtergesellschaften zu Erfüllungsübernahmen im Innenverhältnis hinsichtlich bestimmter Versorgungsverpflichtungen dieser Tochtergesellschaften verpflichtete. Die von der Deutschen Post übernommenen Verpflichtungen betragen zum Stichtag 209 Mio Euro. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit dem für die durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtungen maßgeblichen Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst. Postwertzeichen Die Rückstellung Postwertzeichen betrifft die am Stichtag bereits veräußerten Wertzeichen, für die eine Leistungserbringung noch aussteht. Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Verbrauch der Vorjahresbestände von 173 Mio Euro unterstellt. Die Zuführung betrug 137 Mio Euro und erfolgte auf Basis von externen Gutachten aus dem Jahr 2015 und Fortschreibungen auf Basis interner Daten. (34) Verbindlichkeiten scroll
Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten hinsichtlich ihrer Restlaufzeiten ist aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2) ersichtlich. Zum 31. Dezember 2018 bestanden keine grundpfandrechtlichen Sicherungen. Die im Dezember 2012 begebene Wandelanleihe wurde bis zum 31. März 2018 nahezu vollständig gewandelt (110 Mio Euro). Der verbliebene Betrag von 1 Mio Euro wurde zum Nennwert zurückgezahlt. Die Anleihe 2013/2018 wurde im Oktober 2018 planmäßig getilgt (500 Mio Euro). Im Dezember 2018 wurde eine Anleihe in Höhe von 750 Mio. Euro mit einem Zinssatz von 1,625% und einer Laufzeit bis Dezember 2028 ausgegeben. Die Differenz zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag (Disagio) von 7 Mio Euro wird im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Eine Übersicht über die bestehenden Anleihen zeigt die folgende Darstellung: scroll
1 Wandlungsprämie: 40% Wandlungspreis: 55,69 € Detaillierte Informationen zur Entwicklung der Wandelanleihe 2017/2025 enthält die nachfolgende Übersicht: scroll
1 Der nicht gerundete Wandlungspreis entspricht dem Ergebnis der Division des Nennbetrags von 100.000 Euro durch das angepasste Wandlungsverhältnis 2 Berechnungsstelle: Conv-Ex Advisors Limited Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind geprägt von Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen (500 Mio Euro) und dem Verkauf von Wohnungsbaudarlehen. Die Wohnungsbaudarlehen werden treuhänderisch verwaltet. Die erhaltenen Zahlungen werden nach einem festen Zins- und Tilgungsplan an die Darlehenskäufer (Kreditinstitute) weitergeleitet. Da die Darlehensnehmer Sondertilgungen leisten, verbleibt aufgrund des festgelegten Zins- und Tilgungsplans ein Teil der Gelder zunächst bei der Deutschen Post AG und wird zu einem späteren Zeitpunkt an die Darlehenskäufer weitergeleitet. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist daher ein Betrag in Höhe von 80 Mio Euro (Vorjahr 99 Mio Euro) aus den Sondertilgungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten überwiegend Verbindlichkeiten aus dem Konzern Cash-Management (Inhousebanking) in Höhe von 8.226 Mio Euro (Vorjahr 8.529 Mio Euro). Aufgrund von aufschiebenden Bedingungen im Zusammenhang mit Immobilienverkäufen steht den vereinnahmten Kaufpreiszahlungen in Höhe von 239 Mio Euro eine sonstige Verbindlichkeit gegenüber. (35) Passive Rechnungsabgrenzungsposten Passive Rechnungsabgrenzungsposten In 2015 hatte die Gesellschaft im Rahmen einer Erfüllungsübernahme Verpflichtungen aus Pensionszusagen von Tochtergesellschaften entgeltlich übernommen. Die Differenz zwischen dem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag und dem Erfüllungsbetrag nach internationalen Rechnungslegungsstandards wurde in Höhe von 34 Mio Euro in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt; die Auflösung erfolgt linear über die voraussichtliche, durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtungen. Zum 31. Dezember 2018 sind 27 Mio Euro in dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten. Daneben beinhaltet der passive Rechnungsabgrenzungsposten im Wesentlichen Investitionszuschüsse für elektrobetriebene Fahrzeuge. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(36) Umsatzerlöse Unternehmensbereich Post - e Commerce - Parcel Umsatz nach Geschäftsfeldern : scroll
* Vorjahreszahlen angepasst aufgrund geänderter Produktzuordnungen Umsatz nach geographischen Zonen: scroll
(37) Andere aktivierte Eigenleistungen Andere aktivierte Eigenleistungen werden in Höhe von 47 Mio Euro ausgewiesen (Vorjahr 27 Mio Euro). Es handelt sich im Wesentlichen um Eigenleistungen im Zusammenhang mit der ab 01. Januar 2010 zulässigen Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände. (38) Sonstige betriebliche Erträge scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind wesentlich geprägt von den Erträgen aus Kursdifferenzen (310 Mio Euro), Erträgen aus Derivaten (63 Mio Euro) sowie der Auflösung von Rückstellungen (53 Mio Euro). (39) Materialaufwand Die Position Materialaufwand gliedert sich in die Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und in die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren scroll
Aufwendungen für bezogene Leistungen scroll
In der Unterposition Sonstiges sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen mit verbundenen Unternehmen enthalten. Im Geschäftsjahr 2018 betragen die Kosten nach § 285 Nr. 22 HGB 135 Mio Euro für IT Entwicklungen, davon wurden 47 Mio Euro aktiviert. (40) Personalaufwand/Mitarbeiter scroll
Der Aufwand für Löhne, Gehälter und Bezüge ist gegenüber dem Vorjahr um 524 Mio Euro gestiegen. Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus einem im Geschäftsjahr 2018 durchgeführten Vorruhestandsprogramm in Höhe von 400 Mio Euro. Darüber hinaus sind Aufwendungen für ein Abfindungsprogramm in 2018 in Höhe von 61 Mio Euro angefallen. Der Anstieg der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 88 Mio Euro beruht im Wesentlichen auf höheren Sozialversicherungsabgaben sowie höheren Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. In den Zuführungen zu Pensionsrückstellung sind aufgrund der Anwendung der neuen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Vorjahr: Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) einmalige Aufwendungen in Höhe von 78 Mio Euro enthalten. Gegenläufig wirkte sich in 2018 die Einräumung einer Abfindungsoption "Einmalzahlung" für bestimmte Arbeitnehmergruppen im Bereich der betrieblichen Altersversorgung in Höhe von 62 Mio Euro aus. Seit dem Geschäftsjahr 2000 ist die Deutsche Post AG gesetzlich verpflichtet, Beiträge an die Beamtenversorgungskasse in Höhe von 33% der Bruttobezüge der bei ihr aktiv beschäftigten Beamten und der fiktiven Bruttobezüge der beurlaubten Beamten zu leisten. Die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost (BAnst PT) nimmt die Aufgaben der Postbeamtenversorgungskasse wahr. Der Bund gewährleistet, dass die Postbeamtenversorgungskasse jederzeit in der Lage ist, die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Im Berichtsjahr wurden Beiträge in Höhe von 449 Mio Euro an die BAnst PT berücksichtigt. Im Vorjahr betrug die Höhe der Beiträge 461 Mio Euro. Im Berichtsjahr waren nach Personalgruppen durchschnittlich beschäftigt: scroll
Die Zahl der Arbeitnehmer stieg zwischen den Stichtagen um 6.398 Personen. Die Zahl der Beamten sank um 1.750 Personen. Auf Vollzeitkräfte umgerechnet, betrug die Zahl der Beschäftigten zum Stichtag 145.628 (Vorjahr 142.257) Personen. Seit dem 1. Januar 1995 wird bei Neueinstellungen der Beamtenstatus nicht mehr gewährt. Mitarbeiter, die diesen Status zum Stichtag besaßen, sind Beamte auf Lebenszeit, die weiterhin den Vorschriften des Beamtenrechts unterliegen. (41) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen scroll
Im Berichtsjahr erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr 0 Mio Euro). (42) Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
Wesentlich für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Kursdifferenzen. Unter Sonstiges werden u. a. Aufwendungen für Reinigung und Transport, Versicherungsbeiträge, Spenden und Telekommunikationsaufwendungen erfasst. (43) Finanzergebnis scroll
Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis und dem Zinsergebnis zusammen. Die Veränderung im Beteiligungsergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Erträge aus Gewinnabführung von der Deutsche Post Beteiligungen Holding GmbH um 543 Mio Euro. Der Rückgang des Zinsergebnisses resultiert aus einem höheren Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen des Berichtsjahres in Höhe von 679 Mio Euro wurde um Aufwendungen aus Deckungsvermögen/Vermögen in Höhe von 10 Mio Euro erhöht. Im Zinsergebnis sind periodenfremde Erträge in Höhe von 53 Mio Euro aufgrund der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Wert enthalten. (44) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Berichtsjahr wird unter Ertragsteuern ein Aufwand von 155 Mio Euro ausgewiesen. Die Aufwendungen, die auf das Berichtsjahr entfallen, betragen 127 Mio Euro. Für Vorjahre ergeben sich Aufwendungen von 28 Mio Euro. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die aktiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus dem unterschiedlichen Ansatz von Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Daneben ergaben sich aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, die entsprechend der Unternehmensplanung innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechnet werden können. Den latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 30,5 % zugrunde. (45) Gewinnvortrag aus dem Vorjahr Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt 4.694 Mio Euro. (46) Gewinnverwendung Nachfolgende Übersicht stellt die Gewinnverwendung des Bilanzgewinns aus dem Vorjahr durch Beschluss der Hauptversammlung dar: scroll
Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 5.653 Mio Euro wird vom Vorstand die Ausschüttung einer Dividende von 1,15 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie vorgeschlagen. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung von 1.419 Mio Euro. Der nach Abzug der geplanten Dividendensumme verbleibende Betrag von 4.234 Mio Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab. Sonstige Angaben(47) Außerbilanzielle Geschäfte Treuhandverhältnisse Treuhandverhältnisse bestehen zum 31. Dezember 2018 für die Darlehensverwaltung im Rahmen der Wohnungsbauförderung und für die gemäß § 119 des sechsten Buches des Sozialgesetzbuches vereinbarten Aufgaben über die Wahrnehmung von Leistungen der Rentenversicherungsträger im Rahmen der Auszahlungen der Geldleistungen (Postrentendienst). Zum 31. Dezember 2018 beträgt der Bestand des Treuhandvermögens Rentenservice 92 Mio Euro (Vorjahr 53 Mio Euro). Der Bestand des Treuhandverhältnisses der Wohnungsbauförderung beläuft sich auf 91 Mio Euro (Vorjahr 110 Mio Euro). Zum 31. Dezember 2018 verwaltete die Deutsche Post AG aufgrund der verkauften Forderungen aus Auslandsabrechnung für die Postbank Factoring GmbH noch ein Treuhandvermögen in Höhe von 164 Mio Euro (Vorjahr 222 Mio Euro) sowie erstmalig für die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ein Treuhandvermögen von 32 Mio Euro aus verkauften Forderungen gegenüber Geschäftskunden. Aus diesen Geschäften resultieren für die DPAG keine wesentlichen zukünftigen Vorteile und Risiken. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrugen zum Bilanzstichtag 2.557 Mio Euro. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen 2.303 Mio Euro. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen und aus Altersversorgungsverpflichtungen bestanden nicht. Im Vorjahr waren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2.509 Mio Euro, davon 2.240 Mio Euro gegenüber verbundenen Unternehmen auszuweisen. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Restlaufzeiten der sonstigen finanziellen Verpflichtungen: scroll
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Im Rahmen des Konzernmietmodells werden alle Immobilien der Deutsche Post AG von der als zentrale Immobilienvermietungsgesellschaft im Konzern agierenden Deutsche Post Immobilien GmbH angemietet. (48) Haftungsverhältnisse Die Deutsche Post AG hat eine Vielzahl von Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien zwecks Besicherung der von Konzerngesellschaften, assoziierten Unternehmen und Joint Venture-Gesellschaften abzuschließenden Kredit-, Leasing-, Lieferanten-, Leistungs- und Serviceverträge begeben. Hierdurch ließen sich lokal bessere Vertragskonditionen durchsetzen. Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des fortlaufenden Monitorings der Liquiditätssituation ihrer Gesellschaften ist das Risiko einer Inanspruchnahme nach Einschätzung der Deutsche Post AG als äußerst gering anzusehen. Eine Passivierung der Haftungsverhältnisse erscheint somit als nicht geboten. Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften nach § 765 BGB bestanden in Höhe von 843 Mio Euro (Vorjahr 693 Mio Euro) ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen. Garantieerklärungen wurden in Höhe von 7.583 Mio Euro (Vorjahr 7.295 Mio Euro) und Patronatserklärungen in Höhe von 302 Mio Euro (Vorjahr 273 Mio Euro) abgegeben. Hiervon wurden für verbundene Unternehmen Garantieerklärungen in Höhe von 7.568 Mio Euro (Vorjahr 7.211 Mio Euro) und Patronatserklärungen in Höhe von 298 Mio Euro (Vorjahr 259 Mio Euro) erteilt. Des Weiteren sind in den vorgenannten Zahlen auch Haftungsverhältnisse (ausschließlich Garantien gegenüber verbundenen Unternehmen) in Höhe von 105 Mio Euro (Vorjahr 239 Mio Euro) enthalten, welche speziell wegen Altersvorsorgeverpflichtungen begeben wurden. Zusätzlich zu den vorstehend genannten Haftungsverhältnissen hat die Deutsche Post AG gesamtschuldnerische Haftungserklärungen (§ 403-Verklaringen nach niederländischem Recht) für 23 niederländische Tochtergesellschaften abgegeben, um auf die Offenlegung der Abschlüsse verzichten zu können. Die Haftungserklärung umfasst alle Rechtsgeschäfte dieser Gesellschaften. (49) Sicherungspolitik und Finanzderivate Die Deutsche Post AG unterliegt als international tätiges Unternehmen zwangsläufig Finanzrisiken, beispielsweise aus der Schwankung von Wechselkursen, Zinsen oder Rohstoffpreisen. Im Rahmen des zentralen Risikomanagements übernimmt die Deutsche Post AG die Rolle der Inhouse-Bank im Konzern Deutsche Post DHL. In dieser Funktion werden die konzernweiten Finanzrisiken so weit wie möglich zentralisiert und zur Absicherung des Konzerns externe Sicherungsgeschäfte mit Banken abgeschlossen, die wiederum teilweise intern an Konzerngesellschaften durchgestellt werden. Es werden originäre und derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus Wechselkurs-, Zins- und Rohstoffpreisschwankungen auszugleichen. Einen Überblick über die eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und ihre Nominal- bzw. Marktwerte zum 31. Dezember 2018 gibt die folgende Tabelle: scroll
Das Nominalvolumen bestimmt sich aus der Summe der den einzelnen Geschäften zugrunde liegenden absoluten Beträge. Dabei werden konzerninterne Geschäfte (Inhouse-Bank-Funktion) und externe Geschäfte mit Banken unterschieden. Als Marktwerte werden die innerhalb unterschiedlicher Kategorien derivativer Finanzinstrumente nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Positionen ausgewiesen. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zins-Swaps wurden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows ermittelt und enthalten aufgelaufene Stückzinsen. Die Marktwertermittlung für diese Instrumente erfolgte durch das im Konzern eingesetzte Treasury-Management-System. Die Marktwerte der Rohstoffpreis-Swaps wurden von den entsprechenden Banken zur Verfügung gestellt, mit denen die Sicherungsgeschäfte ursprünglich abgeschlossen wurden. Nach HGB stellen Derivate schwebende Geschäfte dar, die in der Bilanz i. d. R. nicht angesetzt werden. Schwebende Geschäfte sind unter HGB imparitätisch zu bewerten. Für unrealisierte Verluste aus schwebenden Geschäften muss eine Drohverlustrückstellung gebildet werden, während unrealisierte Gewinne außer Ansatz bleiben. Demnach ist für Derivate, die zum Stichtag einen negativen Marktwert aufweisen, i. d. R. eine Drohverlustrückstellung auszuweisen. Als Ausnahme zu dieser Grundregel dürfen für Derivate unter bestimmten Voraussetzungen Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet werden. Im Fall der Bildung von Bewertungseinheiten werden Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken mit Finanzinstrumenten zusammengefasst. Dabei darf die Durchbuchungs- oder Einfrierungsmethode angewendet werden. Bei Anwendung der Durchbuchungsmethode werden die Marktwerte der Derivate erfolgswirksam im Jahresabschluss erfasst, während bei Anwendung der Einfrierungsmethode keine Anpassung der Bilanzausweise für Marktwertänderungen aus effektiven Sicherungsbeziehungen erfolgt. Zum Bilanzstichtag hat die Deutsche Post AG in folgenden Fällen das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten ausgeübt: Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus externen Banksalden, Inhouse-Bank-Salden, Darlehen (gebuchte Grundgeschäfte) im Netto-Volumen von 1.921 Mio Euro wurden mit Devisentermingeschäften (Sicherungsgeschäfte) im Netto - Volumen von -1.921 Mio Euro zu homogenen Portfolio-Bewertungseinheiten je Währung unter Anwendung der Durchbuchungsmethode zusammengefasst, um das Währungsrisiko abzusichern. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt 17 Mio Euro. Bei Anwendung der Durchbuchungsmethode werden die positiven / negativen Marktwerte aus den betreffenden Derivaten in den Bilanzposten sonstige Vermögenswerte / sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Anpassung der entsprechenden Portfolien erfolgt laufend. Fällige Sicherungsgeschäfte werden - soweit notwendig - durch neue Sicherungsgeschäfte prolongiert. Aufgrund der unterschiedlichen Fälligkeiten von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten stehen den um -1 Mio Euro reduzierten Bilanzansätzen der Grundgeschäfte korrespondierend Sicherungsinstrumente mit einem positiven Marktwerte in Höhe von netto 17 Mio Euro gegenüber. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechende sonstige betriebliche Aufwands- und Ertragsbuchungen erfasst. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird prospektiv mittels der Critical-Term-Match Methode beurteilt und retrospektiv mit Hilfe der kumulativen Dollar-Offset Methode gemessen, wobei nur kassakursbedingte Wertänderungen einbezogen werden. Die erwartete Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung liegt bei 100%, da die wesentlichen bewertungsrelevanten Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften übereinstimmen. Für den Teil der Marktwerte der Sicherungsgeschäfte, der nicht durch Änderungen der Kassakurse bedingt und somit nicht Bestandteil der Sicherungsbeziehung war, wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 1 Mio Euro gebildet. Für folgende Sachverhalte wurden keine Bewertungseinheiten gebildet: Externe Devisengeschäfte mit einem Volumen von 1.071 Mio Euro (Marktwert netto 0 Mio Euro, davon positive Marktwerte 14 Mio Euro und negative Marktwerte -14 Mio Euro) und einer Laufzeit bis 2019 waren nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung, da die zugrunde liegenden Risiken nicht bei der Deutsche Post AG, sondern bei anderen Konzerngesellschaften liegen. Für die negativen Marktwerte dieser Transaktionen wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 14 Mio Euro gebildet. Für einen internen Zinsswap im Volumen von 500 Mio Euro (Marktwert -38 Mio Euro inklusive -8 Mio Euro abgegrenzter Zinsen) mit einer Laufzeit bis 2022 wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 30 Mio Euro gebildet. Für externe Rohstoffpreis-Swaps im Volumen von 14 Mio Euro (Marktwert netto: -3 Mio Euro) wurde keine Bewertungseinheit gebildet, da die betreffenden Risiken größtenteils nicht bei der Deutschen Post AG, sondern bei anderen Konzerngesellschaften liegen. Für diese Transaktionen wurde daher eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 3 Mio Euro gebildet. Die Höhe der insgesamt per 31. Dezember 2018 gebildeten Drohverlustrückstellungen für Derivate belief sich auf 48 Mio Euro (Vorjahr 63 Mio Euro). (50) Anteilsbesitz Die Anteilsbesitzliste nach § 285 Nr. 11, 11a und 11b HGB ist in Anlage 3 dargestellt. ( 51) Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Deutsche Post AG haben gemeinsam die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2018 abgegeben. Die Entsprechenserklärung ist im Internet unter www.corporate-governance-code.de und auf der Homepage www.dpdhl.com im Wortlaut dauerhaft öffentlich abrufbar (§ 161 Abs. 2 AktG). (52) Abschlussprüferhonorar Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind im Konzernabschluss der Deutsche Post AG enthalten. Auf die Veröffentlichung an dieser Stelle wird daher aufgrund der befreienden Konzernklausel des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Andere Bestätigungsleistungen wurden in Höhe von 0,4 Mio Euro in Anspruch genommen und betreffen insbesondere Honorare für die Erteilung von Comfort Letter sowie für Bescheinigungen zum Internen Kontrollsystem. (53) Nachtragsbericht Es gab nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der DPAG auswirken könnten. (54) Vorstand und Aufsichtsrat Vergütung des Vorstands Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands belief sich im Geschäftsjahr 2018 insgesamt auf 11,37 Mio Euro (Vorjahr: 11,57 Mio Euro). Davon entfielen 8,12 Mio Euro auf erfolgsunabhängige Komponenten (Vorjahr: 7,57 Mio Euro) und 3,25 Mio Euro auf die ausgezahlte Jahreserfolgsvergütung als erfolgsbezogene Komponente (Vorjahr: 4,00 Mio Euro). Weitere 0,58 Mio Euro der Jahreserfolgsvergütung wurden in die Mittelfristkomponente (Deferral) überführt und werden im Jahr 2021 ausgezahlt, vorausgesetzt, dass das maßgebliche Nachhaltigkeitskriterium EAC erfüllt ist. Die Vorstandsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 1.191.840 Stück SAR, die zum Ausgabezeitpunkt einen Wert von 5,43 Mio Euro (Vorjahr: 7,19 Mio Euro) hatten. Vergütung aktiver Vorstandsmitglieder Individualausweis Vergütung aktiver Vorstandsmitglieder: (Geschäftsjahr 2018) scroll
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* Auszahlung erfolgt 2021 und nur bei Erfüllung des Nachhaltigkeitskriteriums. ** Frank Appel hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf eine aus der Feststellung der Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2018 sich ergebende Jahreserfolgsvergütung (inkl. Deferral) verzichtet. *** Zur Abgeltung seiner anstellungsvertraglichen Ansprüche hat Herr Gerdes zusätzlich eine Zahlung in Höhe von 4.288.805 Euro erhalten. **** Melanie Kreis hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf eine aus der Feststellung der Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2018 sich ergebende Jahreserfolgsvergütung (inkl. Deferral) verzichtet. ***** Darüber hinaus hat Herr Scharwath als Ausgleich für bei seinem Vorarbeitgeber entfallene Rechte aus der Langfristvergütung einen Betrag in Höhe von 783.460 Euro erhalten. Individualausweis Vergütung aktiver Vorstandsmitglieder: (Geschäftsjahr 2017) scroll
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* Auszahlung erfolgt 2020 und nur bei Erfüllung des Nachhaltigkeitskriteriums. ** Darüber hinaus hat Herr Scharwath als Ausgleich für bei seinem Vorarbeitgeber entfallene Rechte aus der Langfristvergütung einen Betrag in Höhe von 750.664 Euro erhalten. Beitragsorientierte Versorgungszusagen Individualausweis der beitragsorientierten Versorgungszusagen im Geschäftsjahr 2018 scroll
Individualausweis der beitragsorientierten Versorgungszusagen im Geschäftsjahr 2017 scroll
Endgehalt s abhängige Alt-Versorgungszusagen Individualausweis der endgehaltsabhängigen Alt-Versorgungszusagen im Geschäftsjahr 2018 scroll
Individualausweis der endgehaltsabhängigen Alt-Versorgungszusagen im Geschäftsjahr 2017 scroll
Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene betrugen im Geschäftsjahr 2018 9,61 Mio Euro (Vorjahr: 7,01 Mio Euro). Rückstellungen für laufende Pensionen bestehen in Höhe von 84,6 Mio Euro (Vorjahr: 80,2 Mio Euro). Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der Deutsche Post AG geregelt. Sie erhalten demnach eine ausschließlich feste jährliche Vergütung in Höhe von 70.000 Euro (wie Vorjahr). Für den Aufsichtsratsvorsitzenden sowie den Vorsitzenden eines Ausschusses erhöht sich die Vergütung um 100 %, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und für das Mitglied eines Ausschusses um 50 %. Dies gilt nicht für den Vermittlungs- und den Nominierungsausschuss. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen angehören oder die Funktion eines Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden ausüben, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten wie im Vorjahr ein Sitzungsgeld von 1.000 Euro für jede Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses, an der sie teilnehmen. Sie haben Anspruch auf Erstattung der ihnen bei der Ausübung ihres Amts entstehenden baren Auslagen. Umsatzsteuern auf Aufsichtsratsvergütung und Auslagen werden erstattet. Die Vergütung für das Jahr 2018 beträgt insgesamt 2.733.167 Euro (Vorjahr: 2.641.000 Euro) und ist in der folgenden Tabelle individuell ausgewiesen: scroll
1 Für sein Mandat im Aufsichtsrat der DHL Hub Leipzig GmbH erhält Stephan Teuscher 1.500 Euro/Jahr. Organe der Gesellschaft Mitglieder des Aufsichtsrats Geschäftsjahr 2018 Vertreter der Aktionäre - Stand 31.12. 2018 scroll
Vertreter der Arbeitnehmer scroll
Mitglieder des Vorstands Geschäftsjahr 2018 scroll
Mandate von Mitgliedern des Aufsichtsrats in anderen Aufsichtsräten und Kontrollgremien Vertreter der Aktionäre scroll
Vertreter der Arbeitnehmer scroll
a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Mandat e von Mitgliedern des Vorstands in Aufsichtsräten und Kontrollgremien scroll
a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2018 bis 31.12.2018scroll
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Verbindlichkeitenspiegel in Mio. € zum 31.12.2018scroll
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Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2018scroll
IFRS Werte gemäß Einzelabschluss 1) Nur Teilkennzahlen vorhanden 2) Angaben aus 2017 3) Angaben aus 2016 4) Angaben nach Gewinnabführung 5) Einbezug aufgrund von Stimmrechtsmehrheit 6) Einbezug aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen 7) Einbezug aufgrund sonst. vertraglicher Regelungen 8) in Liquidation 9) Angaben nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften 10) Stimmrechte 11) Angaben aus 2015 12) Angaben aus 2014 13) Nicht einbezogen, weil sie keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben 14) Unbeschränkt haftender Gesellschafter ist die Deutsche Post AG oder ein anderes einbezogenes Tochterunternehmen gemäß § 313 (2) Nr. 6 HGB Umrechnungskurse 2018scroll
Veröffentlichungen der Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 33 ff Wertpapierhand elsgesetz (WpHG) in 2018 1 scroll
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1 Veröffentlichungen bis 19.02.2018 sind im Anhang zum 31.12.2017 dargestellt. 2 Im Geschäftsjahr 2018 erfolgten keine weiteren Veröffentlichungen im Sinne von § 40 (1) WpHG Veröffentlichungen der Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) in Vorjahrenscroll
1 Weitere Veröffentlichungen in den Jahren 2014, 2015, 2016 und 2017 betrafen zwar Veränderungen in den Stimmrechtsanteilen, führten jedoch nicht zu neuen Schwellenberührungen im Sinne des § 40 Abs. 1 WpHG (bis 31.12.2017: § 26 Abs. 1 WpHG). 2 Zum Stichtag 31.12.2018 beträgt der Stimmrechtsanteil der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Finanzen, 20,5%. Bestand eigener Anteile zum 31. Dezember 2018 scroll
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1) Bonusjahr 2017 - Ausgabe 2018 2) Bonusjahr 2013 - Ausgabe 2018 3) Bonusjahr 2014 - Ausgabe 2018 Versicherung des Vorstands Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutsche Post AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Deutsche Post AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Deutsche Post AG beschrieben sind.
Bonn, den 15. Februar 2019 Deutsche Post AG Der Vorstand Dr. Frank Appel Ken Allen John Gilbert Melanie Kreis Dr. Thomas Ogilvie John Pearson Tim Scharwath Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Deutsche Post AG, Bonn VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Deutsche Post AG, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deutsche Post AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: (1) Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen (2) Pensionsrückstellungen Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: ① Sachverhalt und Problemstellung ② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse ③ Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: (1) Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen ① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 7.319 Mio. (19,9 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die beizulegenden Werte werden als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Finanzanlage. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. ② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen. ③ Die Angaben der Gesellschaft zu den Finanzanlagen sind in Textziffer 20 des Anhangs enthalten. (2) Pensionsrückstellungen ① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" Pensionsrückstellungen in Höhe von € 3.210 Mio. (8,7 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen ergeben sich als Saldo aus dem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag der unmittelbaren Verpflichtungen gegenüber den eigenen Mitarbeitern und Rentnern der Gesellschaft in Höhe von € 7.051 Mio. (abzüglich des nicht bilanzierten Unterschiedsbetrages von € 198 Mio. aus der BilMoG-Umstellung) und dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von € 3.756 Mio. und beinhalten des Weiteren die passivierten mittelbaren Verpflichtungen aus der Unterdeckung von externen Versorgungseinrichtungen in Höhe von € 101 Mio. Unter dem Bilanzposten sind außerdem entsprechende Verpflichtungen in Höhe von € 12 Mio. ausgewiesen, für welche die Gesellschaft Schuldbeitritte mit Erfüllungsübernahmen im Innenverhältnis erklärt hat. Die Bewertung der Verpflichtungen aus den unmittelbaren und mittelbaren Versorgungszusagen erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode. Dabei sind insbesondere Annahmen über die langfristigen Gehalts- und Rententrends, die durchschnittliche Lebenserwartung und die Fluktuation zu treffen. Die Bewertung des Deckungsvermögens der Gesellschaft sowie des Vermögens der externen Versorgungseinrichtungen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der wiederum mit Schätzungsunsicherheiten verbunden ist. Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren. ② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten und die fachliche Qualifikation der externen Gutachter gewürdigt. Ferner haben wir uns unter anderem mit den spezifischen Besonderheiten der versicherungsmathematischen Berechnungen befasst und das Mengengerüst, die versicherungsmathematischen Parameter sowie das den Bewertungen zugrundeliegende Bewertungsverfahren auf Angemessenheit überprüft. Darauf aufbauend haben wir unter anderem die Rückstellungsberechnung sowie die Darstellung in Bilanz und Anhang nachvollzogen. Für die Prüfung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens und des Vermögens der externen Versorgungseinrichtungen haben wir Bank- und Fondsbestätigungen eingeholt, die der jeweiligen Bewertung zugrundeliegenden Verfahren sowie die angewandten Bewertungsparameter in Stichproben überprüft und die Immobilienwertgutachten prüferisch gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind. ③ Die Angaben der Gesellschaft zu den Pensionsrückstellungen sind in Textziffer 32 des Anhangs enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. April 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. August 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seitdem die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2000 erstmals die Anforderungen als Unternehmen von öffentlichem Interesse i.s.d. § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB erfüllte als Abschlussprüfer der Deutsche Post AG, Bonn, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHE WIRTSCHAFTSPRÜFERIN Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Verena Heineke.
Düsseldorf, den 15. Februar 2019 PricewaterhouseCoopers GmbH Dietmar Prümm, Wirtschaftsprüfer Verena Heineke, Wirtschaftsprüferin GewinnverwendungsvorschlagVorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 5.652.974.286,83 wie folgt zu verwenden: scroll
Da die Dividende in vollem Umfang aus dem steuerlichen Einlagekonto im Sinne des § 27 KStG (nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen) geleistet wird, erfolgt die Auszahlung ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag. Bei inländischen Aktionären unterliegt die Dividende nicht der Besteuerung. Eine Steuererstattungs- oder Steueranrechnungsmöglichkeit ist mit der Dividende nicht verbunden. Die Ausschüttung gilt steuerlich als Rückgewähr von Einlagen und mindert - nach Auffassung der Finanzverwaltung - die Anschaffungskosten der Aktien. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet, der eine unveränderte Dividende pro dividendenberechtigter Stückaktie sowie einen entsprechend angepassten Gewinnvortrag vorsieht. Entsprechenserklärung 2018Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Post AG erklären, dass allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der am 24. April/19. Mai 2017 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Fassung vom 7. Februar 2017 nach Abgabe der Entsprechenserklärung im Dezember 2017 entsprochen wurde und auch künftig allen Empfehlungen des Kodex in der am 24. April/19. Mai 2017 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Fassung vom 7. Februar 2017 entsprochen werden soll. Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, 2018 war ein Geschäftsjahr mit besonderen Herausforderungen, in dem Weichen für den künftigen nachhaltigen Geschäftserfolg des Konzerns gestellt wurden. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und überwacht, Personalentscheidungen auf Vorstandsebene getroffen, über die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Gestaltung der Unternehmenspolitik mit den Mitgliedern des Vorstands beraten und an den für das Unternehmen wesentlichen Entscheidungen mitgewirkt. Der Vorstand hat uns über die Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle laufend informiert. Grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität, der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und die Geschäftsentwicklung wurden nach Vorbereitung in den Ausschüssen in den Sitzungen intensiv erörtert. Zwischen den Sitzungen führte ich Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden Frank Appel über Vorstandsangelegenheiten und aktuelle Entwicklungen. Ein regelmäßiger Austausch fand auch außerhalb der regulären Sitzungen zwischen Stefan Schulte, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, und Melanie Kreis, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für das Ressort Finanzen, statt. Nur wenige Mitglieder konnten nicht an allen Sitzungen teilnehmen. Bei unvermeidbarer Abwesenheit haben sie in der Regel durch Abgabe einer Stimmbotschaft an den Entscheidungen mitgewirkt. Insgesamt lag die Teilnahmequote bei 95 %. Eine Übersicht der Teilnahme einzelner Mitglieder an den Sitzungen zeigen wir auf Seite 84. Im Berichtsjahr fanden zehn Sitzungen des Plenums und 26 der Ausschüsse statt. Die Mitglieder des Vorstands haben - soweit nicht Personalentscheidungen getroffen wurden - an den Plenumssitzungen teilgenommen und über die Geschäftsentwicklung in ihren Verantwortungsbereichen berichtet. An den Ausschusssitzungen haben der Vorstandsvorsitzende und die jeweils verantwortlichen Vorstandsmitglieder teilgenommen. Zu einzelnen Tagesordnungspunkten wurden auch Führungskräfte der ersten Ebene unterhalb des Vorstands und Vertreter des Abschlussprüfers hinzugezogen. Wesentliche Themen der Plenumssitzungen In der Sitzung im März 2018 haben wir uns mit dem Jahres und dem Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte und dem gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht befasst. Die Abschlüsse haben wir nach dem Bericht des Prüfers über die Ergebnisse seiner Prüfung auf Empfehlung des Finanz und Prüfungsausschusses gebilligt. Dem Beschlussvorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns angeschlossen. Einwendungen gegen den nichtfinanziellen Bericht waren nach dem Ergebnis der Prüfung nicht zu erheben. Die Jahreserfolgsvergütung der aktiven Vorstandsmitglieder setzten wir auf Grundlage der Zielerreichungsgrade und entsprechender Empfehlungen des Strategie und Präsidialausschusses fest. Die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung 2018 einschließlich des Vorschlags für die Dividende verabschiedeten wir ebenfalls in dieser Sitzung. Überdies haben wir die Ergebnisse der Effizienzprüfung unserer Tätigkeit erörtert. Anfang April haben wir die Geschäftsverteilung im Vorstand behandelt und gebilligt, Innovationsthemen wie die Entwicklung des StreetScooters im neuen Vorstandsressort Corporate Incubations zu bündeln. Die Leitung des neuen Ressorts wurde zunächst Jürgen Gerdes übertragen, während Frank Appel kommissarisch die Leitung von Post eCommerce Parcel übernommen hat. Anfang Mai haben wir nach Vorbereitung durch den Finanz und Prüfungsausschuss dem Kauf von 14 Frachtflugzeugen des Typs Boeing 777 zur Erneuerung der ExpressInterkontinentalflotte zugestimmt. Im Juni haben wir uns mit dem Ausscheiden von Jürgen Gerdes aus dem Vorstand befasst und Thomas Ogilvie, Vorstandsmitglied für das Ressort Personal und Arbeitsdirektor der Gesellschaft, zusätzlich die Verantwortung für das Ressort Corporate Incubations übertragen. Im September haben wir uns mit der Erreichung der strategischen Ziele der Mitglieder des Vorstands als Grundlage der Zuteilung der LongTermIncentiveKomponente für 2018 befasst und neue strategische Ziele für die Gewährung der Tranche 2019 beschlossen. In der nachfolgenden Klausurtagung erörterten wir gemeinsam mit dem Vorstand den Stand der Umsetzung der "Strategie 2020" sowie künftige strategische Herausforderungen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung, unterstützt durch externe Gastredner. Daran anschließend hat eine Sitzung des Aufsichtsrats ohne die Vorstandsmitglieder stattgefunden. Im Oktober haben wir den im Rahmen einer strategischen Partnerschaft erfolgten Verkauf des SupplyChainGeschäfts in China, Hongkong und Macau an die S. F. Holding genehmigt. In der letzten Aufsichtsratssitzung des Jahres im Dezember haben wir dem Konzerngeschäftsplan für 2019 zugestimmt, die Ziele für die variable Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 festgelegt und beschlossen, erneut eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung abzugeben. Wesentliche Themen der Ausschusssitzungen Die sechs Ausschüsse des Aufsichtsrats bereiten im Wesentlichen die Entscheidungen des Plenums vor. Wenige Angelegenheiten sind ihnen zur abschließenden Entscheidung übertragen, so die Zustimmung zu Nebentätigkeiten der Vorstandsmitglieder und zu Immobilientransaktionen. Die Vorsitzenden unterrichten das Plenum umfassend über die Arbeit in den Ausschüssen. Einzelheiten zur Zusammensetzung der Ausschüsse finden Sie auf Seite 78. Der Präsidialausschuss tagte sechsmal und hat sich vor allem mit Vorstandsangelegenheiten und der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen befasst. Der Personalausschuss kam zu vier Sitzungen zusammen und hat schwerpunktmäßig die Themen Personalentwicklung, Förderung von Frauen in Führungspositionen, Weiterentwicklung der konzernweiten Initiativen sowie Ergebnisse der jährlichen Mitarbeiterbefragung behandelt. Der Finanz und Prüfungsausschuss trat zu acht Sitzungen zusammen. Er befasste sich mit den Abschlüssen und den Lageberichten für die Gesellschaft und den Konzern. Er erörterte die Quartalsfinanzberichte und den Halbjahresfinanzbericht nach prüferischer Durchsicht vor Veröffentlichung gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer und bestimmte den Prüfungsschwerpunkt. Darüber hinaus befasste sich der Ausschuss mit den vom Abschlussprüfer erbrachten Nicht-Prüfungsleistungen, dem Rechnungslegungsprozess, dem Risikomanagement und den Feststellungen der internen Revision. Über die Compliance und die Weiterentwicklung von Compliance-Organisation und Management ließ sich der Ausschuss ausführlich vom Chief Compliance Officer berichten. Der Strategieausschuss tagte sechsmal und hat sich vor allem mit der strategischen Position der Geschäftsbereiche in ihrem jeweiligen Marktumfeld und der Umsetzung der "Strategie 2020" befasst. Besondere Schwerpunkte bildeten die Fortschritte der digitalen Transformation des Unternehmens sowie regelmäßige Status-Updates einzelner Unternehmensbereiche. Der Nominierungsausschuss tagte zweimal. Im März hat er dem Aufsichtsrat empfohlen, Günther Bräunig und Mario Daberkow der Hauptversammlung zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen, im Dezember wurde der Empfehlungsbeschluss gefasst, Heinrich Hiesinger der Hauptversammlung 2019 zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Der Vermittlungsausschuss hat im Berichtsjahr nicht getagt. Veränderungen im Aufsichtsrat Auf Seiten der Anteilseignervertreter sind Wulf von Schimmelmann und Ulrich Schröder aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Wulf von Schimmelmann, der über viele Jahre den Vorsitz im Aufsichtsrat innehatte, hat sich nach mehr als zwei vollen Amtszeiten nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung gestellt. Ulrich Schröder hatte sein Mandat aufgrund einer schweren Erkrankung niedergelegt. Die Hauptversammlung 2018 hat Günther Bräunig und Mario Daberkow neu in den Aufsichtsrat gewählt, beide für eine fünfjährige Amtszeit. Im Anschluss an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte mich zum Vorsitzenden und Andrea Kocsis zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Wegen des bevorstehenden Ablaufs der Amtszeit der Arbeitnehmervertreter hat die Delegiertenversammlung die Vertreter der Arbeitnehmer im März 2018 für fünf Jahre, beginnend mit Ablauf der Hauptversammlung 2018, (wieder)gewählt. Eine Übersicht der aktuellen Mitglieder des Aufsichtsrats finden Sie auf Seite 77. Veränderungen im Vorstand Jürgen Gerdes, der im April das Vorstandsressort Post eCommerce Parcel abgegeben und zunächst das neue Vorstandsressort Corporate Incubations übernommen hatte, hat sein Vorstandsmandat am 12. Juni 2018 aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Schwerpunktsetzung des Unternehmens niedergelegt und es zum 30. Juni 2018 verlassen. Die Verantwortung für Corporate Incubations haben wir auf Thomas Ogilvie übertragen, nachdem Frank Appel bereits im April - kommissarisch - die Verantwortung für Post eCommerce Parcel übernommen hatte. Ken Allen wurde zum 1. Januar 2019 die Verantwortung für den neu geschaffenen Unternehmensbereich eCommerce Solutions übertragen und sein Mandat bis Juli 2022 verlängert. Als Nachfolger für das Vorstandsressort Express wurde John Pearson zum 1. Januar 2019 für zunächst drei Jahre in den Vorstand bestellt. In unserer heutigen Sitzung haben wir Tobias Meyer ab 1. April 2019 für zunächst drei Jahre in den Vorstand berufen und ihm die Verantwortung für das Ressort Post & Paket Deutschland übertragen. Umgang mit Interessenkonflikten Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens aus. Interessenkonflikte einzelner Mitglieder wurden dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtsjahr nicht angezeigt. Gesellschaft entspricht allen Kodex-Empfehlungen Vorstand und Aufsichtsrat haben im Dezember eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Hier können auch die Erklärungen der vergangenen Jahre eingesehen werden. Die Gesellschaft hat auch nach Abgabe der Entsprechenserklärung im Dezember 2017 allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der am 24. April / 19. Mai im Bundesanzeiger bekanntgemachten Fassung vom 7. Februar 2017 entsprochen und beschlossen, es auch künftig zu tun. Die Anregungen der Regierungskommission setzen wir ebenfalls um - mit Ausnahme der Übertragung der gesamten Hauptversammlung im Internet. Im gleichnamigen Bericht (Seite 83 ff.) finden Sie weitere Informationen zur Corporate Governance des Unternehmens. Jahres- und Konzernabschluss 2018 geprüft Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Düsseldorf, hat den Jahres und Konzernabschluss einschließlich der jeweiligen Lageberichte für das Geschäftsjahr 2018 geprüft und uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Auch die prüferische Durchsicht der Quartalsfinanzberichte und des Halbjahresfinanzberichts sowie die im Auftrag des Finanz und Prüfungsausschusses erfolgte Prüfung des nichtfinanziellen Berichts wurde von PwC ohne Beanstandungen abgeschlossen. Auf Empfehlung des Finanz und Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung den Jahres und Konzernabschluss einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands, die Lageberichte und den zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern)Bericht für das Geschäftsjahr 2018 behandelt und eingehend mit dem Vorstand erörtert. Die Abschlussprüfer haben über die Ergebnisse ihrer Prüfung im Finanz und Prüfungsausschuss sowie im Plenum berichtet und standen für Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Ausschussempfehlung folgend hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen und den Jahres sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte und des Gewinnverwendungsvorschlags durch den Aufsichtsrat und den Finanz und Prüfungsausschuss waren keine Einwendungen zu erheben. Entsprechendes gilt für die Prüfung des zusammengefassten nichtfinanziellen Berichts. Dem Vorschlag des Vorstands hinsichtlich der Gewinnverwendung und der Zahlung einer Dividende von 1,15 € je Aktie haben wir uns angeschlossen. Wir danken den Mitgliedern des Vorstands und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihren überzeugenden Einsatz im zurückliegenden herausfordernden Geschäftsjahr.
Bonn, 6. März 2019 Der Aufsichtsrat Dr. Nikolaus von Bomhard, Aufsichtsratsvorsitzender Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde am 6. März 2019 festgestellt. |
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