![]() Deutsche Post AGBonnKonzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2019KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTGRUNDLAGENOrganisation Tobias Meyer leitet seit dem 1. April 2019 das Ressort Post & Paket Deutschland. Im Juni 2019 wurden das Mandat und der Vertrag von Tim Scharwath als Mitglied des Vorstands bis Mai 2025 verlängert. Ende Juni hat John Gilbert gegenüber dem Aufsichtsrat erklärt, dass er sein Vorstandsmandat zum 30. September 2019 niederlegt. Das Vorstandsressort Supply Chain wird ab dem 1. Oktober 2019 von Oscar de Bok, derzeit Chief Executive Officer (CEO) DHL Supply Chain Mainland Europe, Middle East & Africa, übernommen. Forschung und Entwicklung Da der Konzern als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, ist über nennenswerte Aufwendungen nicht zu berichten. WIRTSCHAFTSBERICHTRahmenbedingungen Das globale Wachstum hat sich in der ersten Jahreshälfte 2019 weiter verlangsamt. Dies galt besonders in einigen Industrieländern. In den asiatischen Schwellenländern gab die wirtschaftliche Dynamik auf hohem Niveau etwas nach. Auch in China schwächte sich die Konjunktur leicht ab, während Japan die Wirtschaftsleistung erneut nur sehr verhalten steigerte. In den USA setzte sich der Aufschwung fort. Nach einem guten Jahresauftakt ließ die konjunkturelle Dynamik im zweiten Quartal jedoch spürbar nach. Insgesamt nahmen die Bruttoanlageinvestitionen weiter zu und der private Verbrauch blieb wichtigster Wachstumsträger. Die US-Notenbank beließ ihren Leitzins bei 2,25 % bis 2,50 %. Im Euroraum war das Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr mäßig. Dabei erwies sich jedoch der Aufschwung bei den Bruttoanlageinvestitionen als robust. Der private Verbrauch wurde weiter gesteigert, ohne dass er jedoch eine größere Dynamik entwickeln konnte. Vom Außenhandel gingen im Vorjahresvergleich negative Impulse auf das Wirtschaftswachstum aus. Die Europäische Zentralbank beließ ihren Leitzins bei 0,00 % und bekundete überdies die Absicht, diesen bis ins Jahr 2020 hinein konstant zu halten. In der deutschen Wirtschaft stagnierte das Wachstum im zweiten Quartal 2019. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe gab spürbar nach, vor allem belastet durch die außenwirtschaftlichen Unsicherheiten. Zwar wurden die Exporte leicht gesteigert, in Summe bremste aber der Außenhandel die Konjunktur. Zugleich wurden die Bruttoanlageinvestitionen weiterhin solide ausgeweitet, während der private Verbrauch moderat wuchs. Die konjunkturelle Schwäche schlug sich auch in der Unternehmensstimmung nieder. Im Juni fiel der ifo-Geschäftsklimaindex auf seinen tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren.
Wesentliche Ereignisse Im Februar haben wir den Verkauf unseres Supply-Chain-Geschäfts in China, Hongkong und Macau vollzogen und im Gegenzug 653 MIO € als Netto-Einzahlung erhalten. Ertragslage Portfolio weitestgehend unverändert Über den Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China hinaus hat sich unser Portfolio im Berichtszeitraum nicht geändert. scroll
Konzernumsatz steigt auch währungsbedingt Im ersten Halbjahr 2019 stieg der Konzernumsatz um 1.058 MIO € auf 30.833 MIO €, auch weil positive Währungseffekte ihn um 307 MIO € erhöht haben. Der im Ausland erwirtschaftete Anteil am Umsatz stieg von 69,2 % auf 69,9 %. Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz um 454 MIO € auf 15.480 MIO €, ebenfalls gesteigert durch Währungseffekte in Höhe von 96 MIO €. Vor allem die Erträge aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China in Höhe von 439 MIO € ließen die sonstigen betrieblichen Erträge deutlich auf 1.349 MIO € steigen. scroll
Deutlich höherer Personalaufwand Neben Transportkosten erhöhten vor allem Währungseffekte den Materialaufwand um 346 MIO € auf 15.598 MIO €. Der Personalaufwand überstieg mit 10.824 MIO € das Niveau des Vorjahres deutlich um 672 MIO €, wofür vor allem ein Zuwachs an Mitarbeitern im Halbjahresdurchschnitt und die Tariferhöhung in Deutschland verantwortlich waren. Die Abschreibungen lagen mit 1.801 MIO € ebenfalls erheblich über dem Vorjahresstand (1.576 MIO €), unter anderem weil Investitionen das geleaste Sachanlagevermögens spürbar erhöhten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 2.174 MIO € leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2.197 MIO €). Im ersten Halbjahr 2019 enthielten sie Restrukturierungsaufwendungen in den Unternehmensbereichen Supply Chain und eCommerce Solutions, im Vorjahr einen negativen Effekt aus Kundenkontrakten. Konzern-EBIT verbessert sich um 16,7 % Das EBIT des Konzerns lag im ersten Halbjahr 2019 mit 1.928 MIO € um 16,7 % über dem Vorjahreswert (1.652 MIO €). Unter anderem höhere Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten ließen das Finanzergebnis von –270 MIO € auf –301 MIO € sinken. Das Ergebnis vor Ertragsteuern wuchs um 245 MIO € auf 1.627 MIO €. Die Ertragsteuern sind auch aufgrund einer höheren Steuerquote um 165 MIO € auf 358 MIO € gestiegen. scroll
Konzernperiodenergebnis über Vorjahresniveau Das Konzernperiodenergebnis lag im ersten Halbjahr 2019 mit 1.269 MIO € über dem Vorjahreswert (1.189 MIO €). Davon stehen 1.204 MIO € den Aktionären der Deutsche Post AG und 65 MIO € den nicht beherrschenden Anteilseignern zu. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich: unverwässert von 0,91 € auf 0,98 €, verwässert von 0,89 € auf 0,96 €. scroll
Höherer Gewinn nach Kapitalkosten Das EAC erhöhte sich im ersten Halbjahr 2019 von 452 MIO € auf 637 MIO €. Die kalkulatorischen Kapitalkosten stiegen besonders aufgrund von Investitionen in das Sachanlagevermögen, vor allem im Unternehmensbereich Express. scroll
Finanzlage scroll
Weiterhin solide Liquiditätssituation Die im –> Geschäftsbericht 2018 ab Seite 43 dargestellten Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements gelten weiter und werden als Teil unserer Finanzstrategie unverändert verfolgt. Die Steuerungsgröße FFO to Debt ist im ersten Halbjahr 2019 verglichen mit dem Stand am 31. Dezember 2018 gesunken, weil sich die Verschuldung erhöht hat und die Finanzmittel aus dem operativen Geschäft abgenommen haben. Die berichteten Finanzschulden vergrößerten sich im Wesentlichen aufgrund von höheren kurzfristigen Darlehen sowie gestiegenen Leasingverbindlichkeiten. Die Anpassung auf Pensionen ist aufgrund vermehrter Pensionsverpflichtungen trotz höherem Planvermögen gestiegen. Die verfügbaren liquiden Mittel sanken, im Wesentlichen aufgrund der für das Geschäftsjahr 2018 gezahlten Dividende sowie aufgrund des negativen Free Cashflow im ersten Halbjahr. Darin enthalten ist die Netto-Einzahlung aus dem Verkauf des Suppy-Chain-Geschäfts in China in Höhe von 653 MIO €, Auszahlungen für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte in Höhe von 743 MIO € sowie die jährliche Vorauszahlung für Beamtenpensionen an die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation. scroll
Unsere Kreditwürdigkeit wird von den Rating-Agenturen Fitch Ratings und Moody’s Investors Service unverändert gegenüber dem im –> Geschäftsbericht 2018 auf Seite 45 geschilderten Stand eingestuft und prognostiziert. Angesichts unserer soliden Liquidität wurde die fünfjährige syndizierte Kreditlinie mit einem Gesamtvolumen von 2 MRD € im Berichtszeitraum nicht in Anspruch genommen. Zum 30. Juni 2019 verfügte der Konzern über flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 2,2 MRD €. Deutlich höhere Investitionen für erworbene Vermögenswerte Die Investitionen in erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) beliefen sich im ersten Halbjahr 2019 auf 1.718 MIO € (Vorjahr: 876 MIO €). Wie sich diese in Anlageklassen und nach Regionen aufteilen, zeigen wir im –> Anhang, Textziffer 10 und 15. Im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland entfiel der größte Anteil der Investitionen auf den Ausbau des Netzes. Im Unternehmensbereich Express wurde in Gebäude und technische Ausstattung investiert, zum Beispiel an den Standorten Köln, Istanbul, Stavanger und Mailand. Ein weiterer Fokus lag auf der kontinuierlichen Instandhaltung und Erneuerung der Flugzeugflotte, insbesondere wurden weitere Zahlungen für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte geleistet. Im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight wurde in Lager, Bürogebäude und IT investiert. Im Unternehmensbereich Supply Chain wurden die Mittel überwiegend für Neugeschäft eingesetzt – mehrheitlich in den Regionen Americas und EMEA (Europe, Middle East and Africa). Im Unternehmensbereich eCommerce Solutions entfiel der Großteil der Investitionen auf ein neues Terminal in den Niederlanden sowie Investitionen in Indien. Im Bereich Corporate Functions wurden die Investitionen für IT-Ausstattung, die Erneuerung und Ausweitung der Fahrzeugflotte sowie die Produktion von StreetScooter-Elektrofahrzeugen getätigt. scroll
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Geringere Mittel aus operativer Geschäftstätigkeit Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit sank im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 206 MIO € auf 1.517 MIO €. Ausgehend vom EBIT, das mit 1.928 MIO € deutlich über dem Vorjahreswert (1.652 MIO €) lag, wurden sämtliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge korrigiert. Die Zahlungen aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China werden in der Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit gezeigt. Der Mittelabfluss aus der Veränderung des Working Capital erhöhte sich von 1.083 MIO € auf 1.198 MIO €, vor allem weil die Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte zugenommen haben. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verringerte sich von 580 MIO € auf 295 MIO €. Maßgeblich waren die Netto-Einzahlungen aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China in Höhe von 653 MIO €. Für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sind 1.863 MIO € abgeflossen, 798 MIO € mehr als im Vorjahreszeitraum. Für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte sind im Geschäftsjahr 2019 bisher 743 MIO € gezahlt worden. Der Free Cashflow verschlechterte sich deutlich, im Halbjahr von –391 MIO € auf –803 MIO €. Über die genannten Effekte hinaus sind mehr Zahlungsmittel für Leasing abgeflossen. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit 2.073 MIO € um 159 MIO € unter dem Vorjahreswert (2.232 MIO €), vor allem weil wir Bankdarlehen aufgenommen haben. Der Bestand an flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ist von 3.017 MIO € zum 31. Dezember 2018 auf 2.220 MIO € zum 30. Juni 2019 gesunken. scroll
Vermögenslage scroll
Konzernbilanzsumme gesunken Zum 30. Juni 2019 lag die Bilanzsumme des Konzerns mit 50.139 MIO € um 331 MIO € unter dem Stand zum 31. Dezember 2018 (50.470 MIO €). Auf der Aktivseite lagen die immateriellen Vermögenswerte mit 11.878 MIO € auf dem Niveau des Vergleichsstichtags (11.850 MIO €). Beim Sachanlagevermögen überstiegen Zugänge und positive Währungseffekte die Abschreibungen und Abgänge, sodass es von 19.202 MIO € auf 20.036 MIO € zunahm. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte sanken dagegen um 200 MIO € auf 153 MIO €, vor allem weil versicherungsmathematische Verluste das Pensionsvermögen verringert haben. Da wir Geldmarktfonds verkauft haben, reduzierten sich die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte deutlich von 943 MIO € auf 158 MIO €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 8.247 MIO € auf 8.485 MIO €. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 609 MIO € auf 2.978 MIO €. Darin enthalten ist die Abgrenzung des im Voraus bezahlten Jahresbeitrags für die Beamtenpensionen an die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation, die zum Bilanzstichtag 207 MIO € betrug. Den Rückgang der flüssigen Mittel und Zahlungsmitteläquivalente um 797 MIO € auf 2.220 MIO € schildern wir in der –> Finanzlage, Seite 6. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte verringerten sich nach dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China um 415 MIO € auf 11 MIO €. Auf der Passivseite lag das den Aktionären der Deutsche Post AG zustehende Eigenkapital mit 12.140 MIO € spürbar unter dem Niveau zum 31. Dezember 2018 (13.590 MIO €): Es wurde durch das Konzernperiodenergebnis und Währungseffekte erhöht sowie durch versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen und die Dividendenzahlung verringert. Niedrigere Zinsen ließen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen deutlich um 1.199 MIO € auf 5.547 MIO € steigen. Die kurzfristigen Finanzschulden erhöhten sich von 2.593 MIO € auf 3.342 MIO €, weil wir Darlehen aufgenommen haben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von 7.422 MIO € auf 6.543 MIO € am Bilanzstichtag. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 295 MIO € auf 4.727 MIO €, vor allem weil die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, zum Beispiel Urlaubsansprüche, zugenommen haben. Nach dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China halten wir keine Verbindlichkeiten zur Veräußerung mehr. Nettofinanzverschuldung steigt auf 14.558 MIO € Unsere Nettofinanzverschuldung ist von 12.303 MIO € zum 31. Dezember 2018 auf 14.558 MIO € zum 30. Juni 2019 gestiegen. Die Eigenkapitalquote lag mit 24,9 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2018 (27,5 %). Die Kennzahl Net Interest Cover zeigt an, inwieweit die Nettozinsverpflichtung durch das EBIT gedeckt ist. Sie lag mit 7,7 auf dem Vorjahresniveau (7,8). Das Net Gearing belief sich zum 30. Juni 2019 auf 53,9 %. scroll
Geschäftsentwicklung in den Unternehmensbereichen UNTERNEHMENSBEREICH POST & PAKET DEUTSCHLAND scroll
Umsatz über Vorjahresniveau Im ersten Halbjahr 2019 überstieg der Umsatz im Unternehmensbereich mit 7.481 MIO € den Vorjahreswert (7.399 MIO €) um 1,1 %, obwohl in Deutschland ein Arbeitstag weniger anfiel. Im zweiten Quartal 2019 erhöhte sich der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 1,5 %. Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Post Im Geschäftsfeld Post lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 mit 4.696 MIO € um 3,4 % unter dem Niveau des Vorjahres (4.861 MIO €). Der Absatz ging um 3,5 % zurück. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 3,2 % auf 2.253 MIO € (Vorjahr: 2.328 MIO €). Umsatz und Volumina im Bereich Brief Kommunikation blieben aufgrund elektronischer Substitution und eines fehlenden Arbeitstages wie erwartet insgesamt rückläufig. Im Bereich Dialog Marketing verringerten sich Umsatz und Absatz, da Werbeaktivitäten zunehmend auf Online-Medien verlagert werden. Obwohl wir Maßnahmen ergriffen haben, um die Umsätze mit E-Commerce-Unternehmen zu steigern, konnten Rückgänge nicht vollständig kompensiert werden. Da leichtgewichtige Warensendungen nunmehr teilweise als Päckchen versendet werden, sank der Umsatz im grenzüberschreitenden Briefgeschäft. Der generelle Wachstumstrend bei warentragenden Briefen hält unverändert an. E-Commerce lässt Geschäftsfeld Paket weiter wachsen Im Geschäftsfeld Paket überstieg der Umsatz im ersten Halbjahr mit 2.892 MIO € den Vorjahreswert um 10,0 %. Im zweiten Quartal betrug der Zuwachs sogar 10,5 %. Das anhaltende E-Commerce-Wachstum ließ auch den Absatz weiter steigen – im Halbjahr um 7,1 % auf 750 Millionen Stück und im Quartal um 6,6 % auf 373 Millionen Stück. Die vergleichsweise höheren Umsatzsteigerungen sind auf Preiserhöhungen zurückzuführen. scroll
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EBIT verringert sich im Halbjahr Das EBIT für den Unternehmensbereich verringerte sich im ersten Halbjahr 2019 um 21,2 % auf 404 MIO € (Vorjahr: 513 MIO €). Dazu haben vor allem gestiegene Material- und Personalkosten beigetragen, während die Portoerhöhung erst ab dem 1. Juli 2019 wirksam wurde. Tariferhöhungen ließen die Personalkosten steigen. Darüber hinaus war im Vorjahr ein positiver Einmaleffekt aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 108 MIO € enthalten. Gegenläufig wirkten ebenfalls im Vorjahr einmalige Aufwendungen für das Vorruhestandsprogramm für Beamte in Höhe von 51 MIO €. Die Umsatzrendite sank im ersten Halbjahr 2019 von 6,9 % auf 5,4 %. Im zweiten Quartal 2019 betrug das EBIT für den Unternehmensbereich 177 MIO € (Vorjahr 108 MIO €). Lässt man die Aufwendungen für das Vorruhestandsprogramm von 51 MIO € im Vorjahresquartal unberücksichtigt, stieg das EBIT im zweiten Quartal 2019 um 18 MIO €. Der operative Cashflow sank im Halbjahr vorwiegend durch die negative Working-Capital-Entwicklung auf 126 MIO €. UNTERNEHMENSBEREICH EXPRESS scroll
Internationales Geschäft wächst weiterhin Der Umsatz im Unternehmensbereich stieg im ersten Halbjahr 2019 um 5,0 % auf 8.211 MIO € (Vorjahr: 7.818 MIO €). Dabei fielen positive Währungseffekte in Höhe von 111 MIO € an, ohne die der Umsatz um 3,6 % wuchs. Hierin schlägt sich auch nieder, dass die Treibstoffzuschläge in allen Regionen gegenüber dem Vorjahr höher ausfielen. Ohne Währungseffekte und höhere Treibstoffzuschläge wuchs der Umsatz um 2,4 %. Im Produktbereich Time Definite International (TDI) stiegen die täglichen Umsätze im ersten Halbjahr 2019 um 4,6 % und die täglichen Sendungsvolumina um 5,8 %. Im zweiten Quartal 2019 erhöhten sich die täglichen Umsätze um 5,6 % und die Sendungsvolumina um 6,6 %. Im Produktbereich Time Definite Domestic (TDD) erhöhten sich die täglichen Umsätze im ersten Halbjahr 2019 um 4,5 % und die täglichen Sendungsvolumina um 7,7 %. Im zweiten Quartal betrugen die entsprechenden Zuwächse 9,1 % und 10,8 %. scroll
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Dynamische Voluminasteigerungen in der Region Europe Der in der Region Europe erzielte Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 4,2 % auf 3.696 MIO € (Vorjahr: 3.548 MIO €). Darin enthalten waren negative Währungseffekte in Höhe von 20 MIO €, die vornehmlich in der Türkei anfielen. Ohne diese Effekte wuchs der Umsatz um 4,7 %. Im Produktbereich TDI legten die täglichen Umsätze um 5,2 % zu. Die täglichen TDI-Sendungsvolumina verbesserten sich um 7,9 %. Im zweiten Quartal 2019 stiegen die Umsätze der internationalen Sendungen je Tag um 5,4 % und die Sendungsvolumina um 8,2 %. Operatives Geschäft in der Region Americas verbessert In der Region Americas erhöhte sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 um 8,4 % auf 1.703 MIO € (Vorjahr: 1.571 MIO €). Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 54 MIO €, die vorwiegend aus den Vereinigten Staaten stammten. Ohne diese Effekte stieg der Umsatz in der Region um 5,0 %. Verglichen mit dem Vorjahr stiegen die TDI-Sendungen pro Tag um 3,1 %. Die täglichen Umsätze legten um 3,2 % zu. Im zweiten Quartal 2019 betrugen die entsprechenden Zuwächse 6,0 % und 4,8 %. Stabiles Umsatzwachstum in der Region Asia Pacific In der Region Asia Pacific stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 um 5,2 % auf 2.913 MIO € (Vorjahr: 2.770 MIO €). Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 54 MIO €, die hauptsächlich aus Hongkong und Japan stammten. Ohne diese Effekte wuchs der Umsatz um 3,2 %. Im TDI-Bereich stiegen die täglichen Umsätze und Volumina um 4,3 % bzw. 3,4 %. Im zweiten Quartal 2019 betrugen die entsprechenden Zuwächse 6,0 % und 4,8 %. TDI-Volumina in der Region MEA wachsen weiter In der Region MEA (Middle East and Africa) verbesserte sich der Umsatz im ersten Halbjahr um 6,7 % auf 603 MIO € (Vorjahr: 565 MIO €). Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 20 MIO €, die vor allem in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien anfielen. Ohne diese Effekte wuchs der Umsatz um 3,2 %. Die täglichen TDI-Umsätze erhöhten sich um 7,2 % und die täglichen Volumina um 11,5 %. Im zweiten Quartal 2019 stiegen die Umsätze der internationalen Sendungen je Tag um 8,1 % und die Sendungsvolumina um 6,9 %. EBIT im zweiten Quartal über Vorjahr Im ersten Halbjahr 2019 lag das EBIT für den Unternehmensbereich mit 974 MIO € leicht unter dem Niveau des Vorjahres (978 MIO €). Gründe dafür waren negative Währungseffekte, erwartete Mix-Effekte aus der Portfoliobereinigung sowie das zu Jahresbeginn verhaltene Sendungswachstum. Die Umsatzrendite betrug 11,9 % (Vorjahr: 12,5 %). Im zweiten Quartal verbesserte sich das EBIT um 0,8 % auf 521 MIO €, die Umsatzrendite sank von 12,8 % auf 12,3 %. Der operative Cashflow stieg im ersten Halbjahr auf 1.423 MIO € (Vorjahr: 1.374 MIO €). UNTERNEHMENSBEREICH GLOBAL FORWARDING, FREIGHT scroll
Währungseffekte unterstützen Umsatzzuwächse Der Umsatz im Unternehmensbereich stieg im ersten Halbjahr 2019 um 3,6 % auf 7.558 MIO € (Vorjahr: 7.293 MIO €). Ohne positive Währungseffekte in Höhe von 40 MIO € lag der Umsatz um 3,1 % über dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Im zweiten Quartal 2019 überstieg der Umsatz den Vorjahreswert um 2,5 %. Im Geschäftsfeld Global Forwarding erhöhte sich der Umsatz im ersten Halbjahr um 3,2 % auf 5.311 MIO € (Vorjahr: 5.144 MIO €). Lässt man positive Währungseffekte in Höhe von 56 MIO € unberücksichtigt, betrug der Anstieg 2,2 %. Das Bruttoergebnis des Geschäftsfeldes lag mit 1.239 MIO € über dem Vorjahreswert von 1.201 MIO €, ebenfalls zum Teil unterstützt durch positive Währungseffekte. Bessere Margen in der Luftfracht und solides Projektgeschäft In der Luftfracht verzeichneten wir im ersten Halbjahr 2019 einen Volumenrückgang um 4,9 %, vor allem bedingt durch derzeit rückläufige Marktvolumina auf den wichtigsten Handelsrouten. Dennoch lag der Umsatz mit Luftfracht im Berichtszeitraum um leichte 0,5 % über dem Vorjahresniveau. Das Bruttoergebnis verbesserte sich um 4,5 %. Im zweiten Quartal sank der Umsatz mit Luftfracht um 2,4 %, während sich das Bruttoergebnis bei einem Volumenrückgang von 5,8 % um 4,8 % verbesserte. Die in der Seefracht transportierten Volumina lagen im ersten Halbjahr 2019 um 0,8 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz stieg um 7,6 %, während das Bruttoergebnis um 2,1 % zurückging. Im zweiten Quartal lagen die Volumina auf Vorjahresniveau (+0,2 %), während der Umsatz mit Seefracht um 8,9 % zulegte und das Bruttoergebnis um 3,0 % zurückging. Das industrielle Projektgeschäft (in folgender Tabelle als ein Teil von „Sonstiges“ ausgewiesen) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil des Umsatzes unter „Sonstiges“, der auf Industrieprojekte entfällt, überstieg mit 34,1 % das Vorjahresniveau von 29,7 %. Das Bruttoergebnis der Industrieprojekte verbesserte sich dabei um 26,7 %. scroll
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Umsatzzuwachs im europäischen Landverkehrsgeschäft Im Geschäftsfeld Freight stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 bei einem negativen Währungseffekt in Höhe von 16 MIO € um 4,2 % auf 2.315 MIO € (Vorjahr: 2.222 MIO €). Das Volumenwachstum in Höhe von 9,5 % wurde in erster Linie durch das B2C-Geschäft in Schweden sowie das Stückgutgeschäft in Tschechien und Polen getrieben. Das Bruttoergebnis des Geschäftsfeldes stieg um 4,1 % auf 584 MIO € (Vorjahr: 561 MIO €). Ergebnis deutlich verbessert Im ersten Halbjahr 2019 erhöhte sich das EBIT für den Unternehmensbereich deutlich von 175 MIO € auf 224 MIO €, vor allem dank der verbesserten Bruttoergebnismargen in der Luftfracht sowie kostenwirksamer Maßnahmen. Die Umsatzrendite stieg auf 3,0 % (Vorjahr: 2,4 %). Im zweiten Quartal verbesserte sich das EBIT von 105 MIO € auf 124 MIO €; die Umsatzrendite belief sich auf 3,3 %. Der operative Cashflow betrug im Halbjahr 240 MIO € (Vorjahr: 170 MIO €). UNTERNEHMENSBEREICH SUPPLY CHAIN scroll
Umsatzwachstum kompensiert Verkauf des Chinageschäfts Der Umsatz im Unternehmensbereich stieg im ersten Halbjahr 2019 um 2,9 % auf 6.518 MIO € (Vorjahr: 6.336 MIO €). Der Anstieg basiert maßgeblich auf dem Umsatzzuwachs in der Region Americas, der den Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China kompensiert hat. Zudem erhöhten positive Währungseffekte den Umsatz im ersten Halbjahr um 120 MIO €. Ohne Währungseffekte und maßgeblich den Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China stieg der Umsatz um 3,0 %. Im zweiten Quartal erhöhte sich der Umsatz um 1,2 % auf 3.251 MIO € (Vorjahr: 3.212 MIO €). Die Regionen Americas und Asia Pacific verzeichneten Zuwächse in fast allen Sektoren. In der Region EMEA wuchsen die Volumina überwiegend in den Sektoren „Engineering & Manufacturing“ sowie „Retail“. scroll
Neugeschäft im Wert von rund 435 MIO € abgeschlossen Im ersten Halbjahr 2019 wurden im Unternehmensbereich mit Neu- und Bestandskunden zusätzliche Verträge im Wert von rund 435 MIO € (Umsatz auf Jahresbasis) abgeschlossen. Der größte Teil des Neugeschäfts entfiel auf die Sektoren „Retail“, „Consumer“ und „Life Sciences & Healthcare“. Die annualisierte Vertragsverlängerungsrate blieb konstant hoch. Zuwächse und Verkauf des Chinageschäfts beeinflussen EBIT Das EBIT für den Unternehmensbereich belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf 573 MIO € (Vorjahr: 183 MIO €). Es war positiv beeinflusst vom wachsenden Geschäft sowie vom Verkauf des Chinageschäfts im ersten Quartal 2019. Teilweise wurde dies durch strategische Kostenmaßnahmen in Höhe von 111 MIO € kompensiert, die maßgeblich für Restrukturierungen in Europa getätigt wurden. Das erste Quartal des Vorjahres war zudem durch negative Einmaleffekte in Höhe von 50 MIO € aus Kundenkontrakten belastet. Ohne die genannten Effekte erhöhte sich das EBIT im ersten Halbjahr 2019 um 10,7 %. Die Umsatzrendite betrug 8,8 % (Vorjahr: 2,9 %). Der operative Cashflow verbesserte sich im ersten Halbjahr 2019 von 133 MIO € auf 151 MIO €. Im zweiten Quartal verringerte sich das EBIT verglichen mit dem Vorjahresquartal maßgeblich durch Kostenmaßnahmen in Höhe von 53 MIO € um 32,0 % auf 87 MIO €. Ohne diesen Effekt und obwohl wir das Chinageschäft veräußert haben, stieg das EBIT um 9,4 %. Die Umsatzrendite betrug im Quartal 2,7 % (Vorjahr: 4,0 %). UNTERNEHMENSBEREICH ECOMMERCE SOLUTIONS scroll
Internationales Domestic- und Crossborder-Geschäft Im Unternehmensbereich sind die ehemaligen Geschäftsfelder DHL eCommerce und Parcel Europe mit ihren Domestic- und Crossborder-Geschäften außerhalb Deutschlands zusammengefasst. Im laufenden Geschäftsjahr wird der Unternehmensbereich in Teilen neu ausgerichtet. Umsatzplus im ersten Halbjahr Der im Unternehmensbereich erzielte Umsatz überstieg im ersten Halbjahr 2019 mit 1.994 MIO € den Vorjahreswert (1.854 MIO €) um 7,6 %, wozu alle Regionen beitrugen. Der Umsatz in der Region Americas erhöhte sich um 10,7 % auf 561 MIO € (Vorjahr: 507 MIO €). In der Region Europe wuchs der Umsatz um 6,8 % auf 1.155 MIO € (Vorjahr: 1.081 MIO €). In der Region Asia überstieg der Umsatz im ersten Halbjahr mit 279 MIO € den Vorjahreswert um 3,7 %. Ohne positive Währungseffekte in Höhe von 38 MIO € betrug das Wachstum im Halbjahr insgesamt 5,5 % gegenüber dem Vorjahr. Im zweiten Quartal erhöhte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs um 6,2 % auf 995 MIO € (Vorjahr: 937 MIO €). EBIT verringert sich durch Restrukturierungsaufwendungen Das EBIT für den Unternehmensbereich verringerte sich im ersten Halbjahr 2019 auf –46 MIO € (Vorjahr: –14 MIO €). Dazu haben vor allem Netto-Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 51 MIO € beigetragen, die unter anderem für Portfoliooptimierung, Overheadreduzierung und Wertberichtigungen anfielen. Die Umsatzrendite sank aus diesem Grund auf –2,3 % (Vorjahr: –0,8 %). Der operative Cashflow lag vor allem aufgrund einer positiven Entwicklung im Netto-Umlaufvermögen mit 48 MIO € oberhalb des Vorjahres. Im zweiten Quartal belief sich das EBIT auf –18 MIO € (Vorjahr: 0 MIO €). Die Umsatzrendite betrug –1,8 % (Vorjahr: 0,0 %). PROGNOSEKünftige Rahmenbedingungen Die im –> Geschäftsbericht 2018 auf Seite 63 beschriebenen konjunkturellen Aussichten für das Gesamtjahr 2019 haben sich im Jahresverlauf weiter eingetrübt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht nur noch von einem Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung um 3,2 % aus. Die Prognose für das Wachstum des Welthandelsvolumens wurde deutlich auf 2,5 % reduziert. Zudem rechnet der IWF auch nicht mehr explizit mit einer Belebung des Wachstums in der zweiten Jahreshälfte. Die Risiken für diesen Ausblick liegen im Wesentlichen auf der Unterseite. Sie resultieren insbesondere aus den anhaltenden Spannungen in der Handelspolitik sowie einer potenziellen Unruhe an den Finanzmärkten. In China wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wohl schwächer steigen als im Vorjahr (IWF: 6,2 %). In Japan sollte der BIP-Zuwachs verhalten ausfallen und in etwa das Vorjahresergebnis erreichen (IWF: 0,9 %; IHS: 0,7 %). In den USA dürfte der konjunkturelle Aufschwung intakt bleiben, das BIP aber etwas schwächer zulegen als im Vorjahr (IWF: 2,6 %; OECD: 2,8 %). Im Euroraum sollten die Auftriebskräfte deutlich nachlassen. Das BIP dürfte nur noch moderat wachsen (IWF: 1,3 %; EZB: 1,2 %).
Frühindikatoren signalisieren, dass die konjunkturelle Schwächephase in Deutschland noch für einige Zeit anhält. Es wird deshalb nicht nur mit einer deutlich geringeren Dynamik als im Vorjahr gerechnet, sondern auch in absoluter Betrachtung ein schwaches BIP-Wachstum erwartet (IWF: 0,7 %; Sachverständigenrat: 0,8 %). Ergebnisprognose Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2019 berücksichtigt nunmehr die Auswirkungen der im Mai erfolgten Entscheidung im Maßgrößenverfahren zur Ermittlung des Preiserhöhungsspielraums für das der Ex-ante-Regulierung unterliegende Umsatzvolumen innerhalb des Unternehmensbereiches Post & Paket Deutschland. Der aktuelle Price-Cap-Maßgrößenbeschluss der Bundesnetzagentur räumt bei den im Price-Cap-Verfahren regulierten Produkten für den Zeitraum 1. Juli 2019 bis 31. Dezember 2021 einen maximalen Preiserhöhungsspielraum von 10,6 % ein. Mit den für diesen Zeitraum von der Bundesnetzagentur genehmigten Preisen wird dieser vollumfänglich ausgeschöpft. Wir haben das untere Ende der Ergebnisspanne angehoben und erwarten nunmehr das Ergebnis dieses Unternehmensbereiches zwischen 1,1 MRD € und 1,3 MRD € (zuvor zwischen 1,0 MRD € und 1,3 MRD €). Die Ergebniserwartung der übrigen Unternehmensbereiche sowie der Corporate Functions behalten wir unverändert bei. Damit erwarten wir für das Jahr 2019 nunmehr ein Konzern-EBIT zwischen 4,0 MRD € und 4,3 MRD € (zuvor zwischen 3,9 MRD € und 4,3 MRD €). Die übrigen Elemente der Ergebnisprognose, wie im –> Geschäftsbericht 2018 auf Seite 64 f. dargestellt, bestätigen wir unverändert. Erwartete Finanzlage Die im –> Geschäftsbericht 2018 auf Seite 65 dargestellte erwartete Finanzlage für das Gesamtjahr 2019 bestätigen wir unverändert. Entwicklung der weiteren steuerungsrelevanten Indikatoren Die im –> Geschäftsbericht 2018 auf Seite 65 dargestellte erwartete Entwicklung der steuerungsrelevanten Indikatoren EAC und Free Cashflow im Gesamtjahr 2019 bestätigen wir unverändert. CHANCEN UND RISIKENRisiken aus dem Price-Cap-Verfahren bestehen nicht mehr. Die Bundesnetzagentur hat die Rahmenbedingungen für die Genehmigung der Entgelte von Briefsendungen bis 1.000 Gramm, die so genannten Maßgrößen, für die Jahre 2019 bis 2021 festgelegt und die bis zum 31. Dezember 2021 gültigen Preise vorläufig genehmigt. Auf Klage der Deutsche Post AG hin hat das Gericht der Europäischen Union mit Urteil vom 10. April 2019 den Beschluss aufgehoben, mit dem die EU-Kommission im Jahr 2011 ihr Beihilfeprüfverfahren ausweitete, –> Geschäftsbericht 2018, Seite 69. Die EU-Kommission legte gegen die Entscheidung kein Rechtsmittel ein, das Urteil ist rechtskräftig. Darüber hinaus hat sich die im –> Geschäftsbericht 2018 ab Seite 66 dargestellte Chancen- und Risikosituation des Konzerns im ersten Halbjahr 2019 nicht wesentlich verändert. Es wurden keine neuen Risiken identifiziert, die sich potenziell kritisch auf das Ergebnis auswirken könnten. Aus dem konzernweiten Früherkennungssystem wie auch nach Einschätzung des Konzernvorstands waren im aktuellen Prognosezeitraum keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft.
Soweit der Konzern-Zwischenlagebericht auf Inhalte von Internetseiten verweist, sind diese Inhalte nicht Bestandteil des Konzern-Zwischenlageberichts. KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSSGewinn-und-Verlust-Rechnung 1. Januar bis 30. Juniscroll
Gesamtergebnisrechnung 1. Januar bis 30. Juniscroll
Bilanz zum 30. Juni 2019scroll
Kapitalflussrechnung 1. Januar bis 30. Juniscroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung 1. Januar bis 30. Juniscroll
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AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABENGrundlagen und Methoden Die Deutsche Post AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Bonn, Deutschland. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Deutsche Post AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2019 und wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. 1 Grundlagen der Rechnungslegung Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2019 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen verkürzten Zwischenabschluss erforderlich sind. Im Rahmen der Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die bisher im Geschäftsjahr 2019 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu. Die im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden basieren grundsätzlich auf denselben, die dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 zugrunde lagen. Abweichungen hierzu bilden die seit dem Geschäftsjahr 2019 erstmals verpflichtend anzuwendenden neuen bzw. überarbeiteten internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS, die jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzern-Zwischenabschluss gehabt haben. Ausführliche Erläuterungen zu den Inhalten finden sich im –> Geschäftsbericht 2018, Anhang, Textziffer 5. Der Ertragsteueraufwand wurde in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird. Der Steuersatz für 2019 erhöht sich, vor allem weil ein geringerer zusätzlicher Ansatz von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aufgrund der Nutzung steuerlicher Verluste im Vergleich zum Vorjahr erwartet wird. 2 Konsolidierungskreis Neben der Deutsche Post AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis die in folgender Tabelle aufgeführten Unternehmen: scroll
Neben den Unternehmensabgängen aus der Entkonsolidierung des Supply-Chain-Geschäfts in China, Hongkong und Macau, –> Textziffer 2.3, wurden weitere 4,9 %-Anteile an der At-Equity-Gesellschaft Relais Colis SAS, Frankreich, sowie die restlichen 10 %-Anteile an der Olimpo Holding S.A., Brasilien, erworben. 2.1 Unternehmenserwerbe 2019 Im ersten Halbjahr 2019 wurden keine Akquisitionen getätigt. 2.2 Bedingte Gegenleistungen Für bestimmte in Vorjahren erworbene Unternehmen wurden variable Kaufpreise vereinbart: scroll
Im Mai 2019 erfolgte die vereinbarte Zahlung in Höhe von 8 MIO € für den variablen Kaufpreisbestandteil der Suppla-Gruppe. 2.3 Abgangs- und Entkonsolidierungseffekte 2019 Die Gewinne werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, die Verluste unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Supply Chain Mitte Februar 2019 hat Deutsche Post DHL Group ihr Supply-Chain-Geschäft in China, Hongkong und Macau an die S.F. Holding, China, verkauft. Die folgende Tabelle zeigt die Effekte aus dem Abgang von zwölf vollkonsolidierten und drei nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften. scroll
Weiterhin wird Deutsche Post DHL Group im Rahmen einer strategischen Partnerschaft in den kommenden zehn Jahren jährlich einen umsatzabhängigen Betrag vereinnahmen. 3 Wesentliche Geschäftsvorfälle Neben dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China, –> Textziffer 2, ergaben sich folgende wesentliche Transaktionen: Im ersten Halbjahr 2019 wurden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 111 MIO € im Unternehmensbereich Supply Chain sowie in Höhe von 51 MIO € im Unternehmensbereich eCommerce Solutions für ergebnisverbessernde Maßnahmen getätigt. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung 4 Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern scroll
5 Sonstige betriebliche Erträge scroll
Seit dem vierten Quartal 2018 werden die Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen in einem eigenen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, –> Textziffer 6. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die Erträge aus dem Abgang von Vermögenswerten erhöhten sich insbesondere durch den Verkauf des chinesischen Supply-Chain-Geschäfts, –> Textziffer 2. In den übrigen Erträgen ist eine Vielzahl von kleineren Einzelsachverhalten enthalten. 6 Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen scroll
Seit dem vierten Quartal 2018 werden die bisher in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen in einem eigenen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, –> Textziffer 5. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die Bestandsveränderungen entfallen im Wesentlichen auf Immobilienentwicklungsprojekte. Die aktivierten Eigenleistungen betreffen vorrangig die Produktion von Elektrofahrzeugen der StreetScooter GmbH. 7 Abschreibungen scroll
Die gesamten Wertminderungen betragen 32 MIO €. Davon entfallen 25 MIO € auf das Segment Supply Chain und betreffen im Wesentlichen mit 17 MIO € das Anlagevermögen des Power-Packaging-Geschäfts (Verpackungslogistik) in den USA. Weitere 6 MIO € Wertminderungen entfallen auf den Bereich eCommerce Solutions. Darin enthalten ist die Wertminderung des Firmenwerts, die im Zusammenhang mit der letztmaligen Bewertung vor Umgliederung in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte der DHL Paket (Austria) GmbH, –> Textziffer 12, steht. 8 Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
In der Berichtsperiode wurde aus Transparenzgründen der Ausweis der personenbezogenen Versicherungsaufwendungen als Personalaufwand vereinheitlicht. Die Versicherungsaufwendungen verringerten sich entsprechend. In den übrigen Aufwendungen ist ein Teil der Restrukturierungsaufwendungen von Supply Chain und eCommerce Solutions enthalten. 9 Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,98 € im Berichtszeitraum (Vorjahr: 0,91 €). scroll
Das verwässerte Ergebnis je Aktie liegt bei 0,96 € im Berichtszeitraum (Vorjahr: 0,89 €). scroll
Erläuterungen zur Bilanz 10 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Im ersten Halbjahr 2019 betrugen die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte), erworbene Sachanlagen und Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 2.965 MIO € (Vorjahr: 1.979 MIO €). scroll
Die Investitionen in geleistete Anzahlungen sind im Wesentlichen durch die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte gestiegen. Im Geschäftsjahr 2019 sind bisher 743 MIO € dafür gezahlt worden. Die Firmenwerte entwickelten sich wie folgt: scroll
In den Abgängen ist der Verkauf des chemischen Warentransportgeschäfts (Asset Deal) der DHL Supply Chain Limited, Großbritannien, enthalten. Die Wertminderungen betreffen das amerikanische Power-Packaging-Geschäft sowie die DHL Paket (Austria) GmbH, –> Textziffer 12. 11 Finanzielle Vermögenswerte scroll
Die Verringerung der finanziellen Vermögenswerte resultierte im Wesentlichen aus dem Verkauf von Geldmarktfonds. Die Nettowertminderungen für das erste Halbjahr 2019 betrugen –42 MIO € (Vorjahr: –53 MIO €). 12 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Die unter diesem Posten ausgewiesenen Beträge betreffen folgende Sachverhalte: scroll
Der Verkauf des chinesischen Supply-Chain-Geschäfts an die S.F. Holding, China, wurde im Februar 2019 vollzogen, –> Textziffer 2. Mit der Vereinbarung einer langfristigen Partnerschaft zwischen Deutsche Post DHL Group und der Österreichischen Post wurde ein Teil der Vermögenswerte der DHL Paket (Austria) GmbH, die nach Abschluss der Transaktion an die Österreichische Post verkauft werden, in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten umgegliedert. Die letztmalige Bewertung vor Umgliederung führte zu einer Wertminderung in Höhe von 2 MIO €. Die Wettbewerbsbehörden haben der Transaktion zugestimmt. Zum 1. August 2019 hat die Österreichische Post drei Logistikzentren und zehn Zustelldepots sowie einen Großteil der Mitarbeiter der DHL Paket (Austria) GmbH in Österreich übernommen. Damit werden Standard-Paketsendungen von Deutsche Post DHL Group an private Empfänger in Österreich über die Österreichische Post zugestellt. 13 Gezeichnetes Kapital und Erwerb eigener Anteile Zum 30. Juni 2019 hielt die KfW Bankengruppe (KfW) 20,5 % am Grundkapital der Deutsche Post AG. Der restliche Aktienbestand befindet sich im Streubesitz. scroll
Das gezeichnete Kapital besteht aus 1.236.506.759 auf den Namen lautenden Stückaktien (Stammaktien) mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1 € und ist voll eingezahlt. Im zweiten Quartal wurden im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms für 8 MIO € 282.500 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 28,07 € für die Bedienung der Tranche 2019 des Share Matching Scheme erworben. Weiterhin wurden im April 2019 die Matching-Share-Ansprüche aus der Tranche 2014 bedient und 903.452 Aktien an die Führungskräfte ausgegeben. Am 30. Juni 2019 hielt die Deutsche Post AG eigene Aktien in Höhe von 2.999.873 Stück. 14 Kapitalrücklage scroll
Segmentberichterstattung 15 Segmentberichterstattung scroll
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Anpassung von Vorjahreswerten Seit dem 1. Januar 2019 sind folgende Änderungen in der Segmentstruktur in Kraft getreten: Der Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel wurde in eigenständige Divisionen und Vorstandsressorts für das deutsche und internationale Geschäft aufgeteilt. Das deutsche Geschäft ist umbenannt in Post & Paket Deutschland und wird seit dem 1. April 2019 von Dr. Tobias Meyer geleitet. Ken Allen hat den neuen Unternehmensbereich eCommerce Solutions übernommen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. scroll
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16 Angaben zu Finanzinstrumenten In der folgenden Tabelle werden die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente je Klasse hinsichtlich ihrer Methoden der Fair-Value-Ermittlung ausgewiesen: scroll
Unter Level 1 werden im Wesentlichen zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Eigenkapital- und Schuldinstrumente und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Schuldinstrumente ausgewiesen. Unter Level 2 fallen neben zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten auch Rohstoff-, Zins- und Fremdwährungsderivate. Die Marktwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte werden unter anderem mittels der Multiplikatormethode ermittelt. Die Bestimmung der Marktwerte der Derivate erfolgt auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows unter Berücksichtigung von Terminkursen für Währungen, Zinsen und Rohstoffe (Marktvergleichsverfahren). Dafür werden am Markt beobachtbare Preisnotierungen (Währungskurse, Zinsen- und Rohstoffpreise) aus marktüblichen Informationsplattformen in das Treasury Management System importiert. Die Preisnotierungen spiegeln die tatsächlichen Transaktionen für ähnliche Instrumente am aktiven Markt wider. Gegebenenfalls vorhandene Devisenoptionen werden mittels des Optionspreismodells von Black-Scholes bewertet. Alle wesentlichen Inputfaktoren für die Bewertung der Derivate sind am Markt beobachtbar. Level 3 enthält im Wesentlichen Marktwerte von Unternehmensbeteiligungen und Derivaten, die im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen stehen. Die Bewertung erfolgt mittels anerkannter Bewertungsmodelle unter Berücksichtigung plausibler Annahmen. Die Marktwerte der Derivate sowie der Vermögenswerte und Schulden hängen maßgeblich von Finanzkennzahlen ab. Steigende Finanzkennzahlen führen zu höheren Marktwerten, sinkende zu niedrigeren Marktwerten. Zum 30. Juni 2019 ergaben sich keine Ergebnisauswirkungen aus den Level 3 zugeordneten Finanzinstrumenten. 17 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Eventualverbindlichkeiten und die weiteren finanziellen Verpflichtungen, wie das Bestellobligo, haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 nicht wesentlich verändert. 18 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Dr. Tobias Meyer leitet seit 1. April 2019 das bisher vom Vorstandsvorsitzenden, Dr. Frank Appel, in Personalunion geführte Ressort Post & Paket Deutschland. Darüber hinaus haben sich im ersten Halbjahr 2019 die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen gegenüber dem 31. Dezember 2018 nicht wesentlich verändert. John Gilbert wird zum 30. September 2019 sein Vorstandsmandat niederlegen. Das Ressort Supply Chain wird ab dem 1. Oktober 2019 von Oscar de Bok übernommen. 19 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag/Sonstiges Auf Klage der Deutsche Post AG hin hat das Gericht der Europäischen Union mit Urteil vom 10. April 2019 den Beschluss aufgehoben, mit dem die EU-Kommission im Jahr 2011 ihr Beihilfeprüfverfahren ausweitete, –> Geschäftsbericht 2018, Anhang, Textziffer 46. Die EU-Kommission legte gegen die Entscheidung kein Rechtsmittel ein, damit ist das Urteil rechtskräftig geworden. Im Rahmen des Verfahrens First Mail Düsseldorf GmbH, –> Geschäftsbericht 2018, Anhang, Textziffer 46, wurde die Klage der Deutsche Post AG gegen den Beschluss der Bundesnetzagentur vom Verwaltungsgericht Köln zurückgewiesen. Die Deutsche Post AG hat kein Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Weiterhin wurde die Klage bezüglich inhaltsgleicher Rechnungen vom Verwaltungsgericht Köln zurückgewiesen. Die Deutsche Post AG hat auf Rechtsmittel verzichtet. Es gab keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bonn, 5. August 2019 Deutsche Post AG Der Vorstand Dr. Frank Appel Ken Allen John Gilbert Melanie Kreis Dr. Tobias Meyer Dr. Thomas Ogilvie John Pearson Tim Scharwath BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die Deutsche Post AG Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss – bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzern-Zwischenlagebericht der Deutsche Post AG, Bonn, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements „Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity“ (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Düsseldorf, 5. August 2019 PricewaterhouseCoopers GmbH Dietmar Prümm, Wirtschaftsprüfer Verena Heineke, Wirtschaftsprüferin
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge der Deutsche Post AG beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Fakten und werden mitunter durch Verwendung der Begriffe „glauben“, „erwarten“, „vorhersagen“, „beabsichtigen“, „prognostizieren“, „planen“, „schätzen“, „bestreben“, „voraussehen“, „annehmen“, „das Ziel verfolgen“ und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen und unterliegen daher Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser werden darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Zeitpunkt dieser Darstellung Gültigkeit haben. Die Deutsche Post AG beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts zu berücksichtigen. Personenbezogene Bezeichnungen werden im Zwischenbericht generell in der männlichen Form angeführt. Dies ist nicht geschlechtsspezifisch gemeint, sondern geschieht ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit. Begriffe wie „Mitarbeiter“ beziehen selbstverständlich alle Geschlechter ein. |
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