![]() Deutsche Post AGBonnKonzern-Zwischenabschluss vom 01.01.2019 bis zum 30.09.2019
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT
GRUNDLAGENOrganisation Wie Ende Juni angekündigt, hat John Gilbert sein Vorstandsmandat zum 30. September 2019 niedergelegt. Das Vorstandsressort Supply Chain wird seit dem 1. Oktober 2019 von Oscar de Bok geleitet. Im September hat der Aufsichtsrat den Vertrag von Thomas Ogilvie, Arbeitsdirektor und Vorstand für Personal und Corporate Incubations, um fünf Jahre bis August 2025 verlängert.
Forschung und Entwicklung Da der Konzern als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, ist über nennenswerte Aufwendungen nicht zu berichten.
WIRTSCHAFTSBERICHTRahmenbedingungen Die Weltwirtschaft ist seit Beginn des Jahres 2019 nur mit einer schwachen Dynamik gewachsen - zuletzt getrübt unter anderem durch den erneuten Ausbruch des Handelskonflikts zwischen den USA und China sowie die Angriffe auf Ölförderanlagen in Saudi-Arabien. Auch das chinesische Wirtschaftswachstum hat weiter an Fahrt verloren. Die US-amerikanische Wirtschaft hat im dritten Quartal 2019 nicht mehr so dynamisch zugelegt wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Den sich abzeichnenden Wachstumsrisiken ist die US-Notenbank mit zwei kleinen Zinsschritten begegnet, durch die der Leitzinskorridor auf 1,75 % bis 2,00 % gesenkt wurde. Im Euroraum hat sich das Wachstumsmuster der Vorquartale - robuste Anlageinvestitionen bei schwächeren Konsumausgaben - fortgesetzt, jedoch weniger dynamisch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat das schwächere Wirtschaftsumfeld zum Anlass genommen, ihren Leitzins auf -0,50 % zu senken. In Deutschland hat der Außenhandel das Wachstum gebremst, während die Binnennachfrage und vor allem die Verbraucherausgaben weiter solide gestiegen sind. Die Unternehmensstimmung reflektiert diese beiden Seiten der deutschen Wirtschaft. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im September zwar leicht gestiegen, blieb aber unter seinem langjährigen Durchschnittswert.
Die Weltwirtschaft ist nur mit schwacher Dynamik gewachsen.
Wesentliche Ereignisse Im Februar haben wir den Verkauf unseres Supply-Chain-Geschäfts in China, Hongkong und Macau vollzogen und im Gegenzug 653 MIO € als Netto-Einzahlung erhalten. Seit dem dritten Quartal bieten wir im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland einem erweiterten Kreis von Angestellten die Option einer Einmalzahlung statt den Bezug einer lebenslangen Rente an. Hierdurch ergab sich ein Ertrag von 106 MIO € aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen, mit dem wir im Wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland kompensiert haben. Bis zum 30. September 2019 wurden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von netto 264 MIO € für ergebnisverbessernde Maßnahmen getätigt.
Ertragslage Portfolio weitestgehend unverändert Über den Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China hinaus hat sich unser Portfolio im Berichtszeitraum nicht wesentlich geändert.
Ausgewählte Kennzahlen zur Ertragslage
1 EBIT ÷ Umsatz 2 Nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen 3 Unverwässert
Konzernumsatz steigt auch währungsbedingt In den ersten neun Monaten 2019 stieg der Konzernumsatz um 1.761 MIO € auf 46.385 MIO €, auch weil positive Währungseffekte ihn um 547 MIO € erhöht haben. Der im Ausland erwirtschaftete Anteil am Umsatz stieg von 69,5 % auf 70,1 %. Im dritten Quartal wuchs der Umsatz um 703 MIO € auf 15.552 MIO €, ebenfalls gesteigert durch Währungseffekte in Höhe von 240 MIO €. Vor allem die Erträge aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China in Höhe von 439 MIO € erhöhten die sonstigen betrieblichen Erträge deutlich auf 1.787 MIO €.
Höherer Personalaufwand Neben Transportkosten erhöhten vor allem Währungseffekte den Materialaufwand von 23.025 MIO € auf 23.459 MIO €. Der Personalaufwand überstieg mit 16.021 MIO € das Niveau des Vorjahres um 559 MIO €, wofür vor allem ein Zuwachs an Mitarbeitern und die Tariferhöhung in Deutschland verantwortlich waren. Das Vorjahr enthielt Aufwand für das Vorruhestandsprogramm im heutigen Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland in Höhe von 400 MIO €. Die Abschreibungen lagen mit 2.718 MIO € ebenfalls deutlich über dem Vorjahresstand (2.414 MIO €), unter anderem weil Investitionen das geleaste Sachanlagevermögen spürbar erhöhten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 3.293 MIO € leicht über dem Niveau des Vorjahres (3.275 MIO €). Im Berichtszeitraum enthielten sie Restrukturierungsaufwendungen in den Unternehmensbereichen Post & Paket Deutschland, Supply Chain und eCommerce Solutions, im Vorjahr einen negativen Effekt aus Kundenkontrakten.
Konzern-EBIT verbessert sich erheblich Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) lag in den ersten neun Monaten 2019 mit 2.870 MIO € um 41,5 % erheblich über dem Vorjahreswert (2.028 MIO €). Unter anderem höhere Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten ließen das Finanzergebnis von -429 MIO € auf -474 MIO € sinken. Das Ergebnis vor Ertragsteuern wuchs um 797 MIO € auf 2.396 MIO €. Die Ertragsteuern sind auch aufgrund einer höheren Steuerquote um 303 MIO € auf 527 MIO € gestiegen.
Konzernperiodenergebnis deutlich über Vorjahresniveau Das Konzernperiodenergebnis lag in den ersten neun Monaten 2019 mit 1.869 MIO € deutlich über dem Vorjahreswert (1.375 MIO €). Davon stehen 1.765 MIO € den Aktionären der Deutsche Post AG und 104 MIO € den nicht beherrschenden Anteilseignern zu. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich: unverwässert von 1,03 € auf 1,43 €, verwässert von 1,01 € auf 1,41 €.
Entwicklung von Umsatz, sonstigen betrieblichen Erträgen und operativem Aufwand, 9M 2019
Höherer Gewinn nach Kapitalkosten Das EAC erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2019 von 207 MIO € auf 914 MIO €. Neben dem deutlich gestiegenen EBIT nahmen auch die kalkulatorischen Kapitalkosten zu, besonders aufgrund von Investitionen in das Sachanlagevermögen im Unternehmensbereich Express.
EBIT after Asset Charge (EAC, Gewinn nach Kapitalkosten)
Finanzlage Ausgewählte Kennzahlen zur Finanzlage
Weiterhin solide Liquiditätssituation Die im -> Geschäftsbericht 2018 ab Seite 43 dargestellten Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements gelten weiter und werden als Teil unserer Finanzstrategie verfolgt. Die Steuerungsgröße FFO to Debt ist in den ersten neun Monaten 2019 verglichen mit dem Stand am 31. Dezember 2018 gesunken, weil die Verschuldung gestiegen ist. Die berichteten Finanzschulden erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund höherer kurzfristiger Darlehen sowie gestiegener Leasingverbindlichkeiten. Die Anpassung auf Pensionen erhöhte sich aufgrund steigender Pensionsverpflichtungen trotz höherem Planvermögen. Die verfügbaren liquiden Mittel sanken, im Wesentlichen aufgrund der für das Geschäftsjahr 2018 gezahlten Dividende sowie aufgrund des negativen Free Cashflow in den ersten neun Monaten. Darin enthalten ist die Netto-Einzahlung aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China in Höhe von 653 MIO € sowie Auszahlungen für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte in Höhe von 988 MIO €.
FFO to Debt
1 Zum Stichtag 31. Dezember 2018 bzw. 30. September 2019 2 Ausgewiesene flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie jederzeit kündbare Investment Funds abzüglich operativ gebundener flüssiger Mittel
Unsere Kreditwürdigkeit wird von den Rating-Agenturen Fitch Ratings und Moody’s Investors Service unverändert gegenüber dem im -> Geschäftsbericht 2018 auf Seite 45 geschilderten Stand eingestuft und prognostiziert. Angesichts unserer soliden Liquidität wurde die fünfjährige syndizierte Kreditlinie mit einem Gesamtvolumen von 2 MRD € im Berichtszeitraum nicht in Anspruch genommen. Zum 30. September 2019 verfügte der Konzern über flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 2,2 MRD €.
Investitionen für erworbene Vermögenswerte gestiegen Die Investitionen in erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) beliefen sich in den ersten neun Monaten 2019 auf 2.572 MIO € (Vorjahr: 1.703 MIO €). Wie sich diese in Anlageklassen und nach Regionen aufteilen, zeigen wir im -> Anhang, Textziffer 10 und 15. Im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland entfiel der größte Anteil der Investitionen auf den Ausbau des Netzes. Im Unternehmensbereich Express haben wir in Gebäude und technische Ausstattung investiert. Ein weiterer Fokus lag auf der kontinuierlichen Instandhaltung und Erneuerung der Flugzeugflotte, inklusive weiterer Anzahlungen für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte. Im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight wurde in Lager, Bürogebäude und IT investiert. Im Unternehmensbereich Supply Chain wurden die Mittel überwiegend für Neugeschäft eingesetzt - mehrheitlich in Americas und EMEA (Europe, Middle East and Africa). Im Unternehmensbereich eCommerce Solutions entfiel der Großteil der Investitionen auf Infrastrukturprojekte in den Niederlanden und Polen. Investiert wurde zudem in Indien.
Im Bereich Corporate Functions wurden die gestiegenen Investitionen vermehrt für die Fahrzeugflotte, IT-Ausstattung sowie die Ausweitung der Produktion von StreetScooter-Elektrofahrzeugen getätigt.
Capex und Abschreibungen, 9M
1 -> Anhang, Textziffer 15 2 Inklusive Rundungen
Capex und Abschreibungen, Q3
1 -> Anhang, Textziffer 15 2 Inklusive Rundungen
Höhere Mittel aus operativer Geschäftstätigkeit Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit stieg in den ersten neun Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 242 MIO € auf 3.386 MIO €. Ausgehend vom EBIT, das mit 2.870 MIO € deutlich über dem Vorjahreswert (2.028 MIO €) lag, wurden sämtliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge korrigiert. Die Zahlungen aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China werden in der Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit gezeigt. Der Mittelabfluss aus der Veränderung des Working Capital verringerte sich von 1.038 MIO € auf 743 MIO €, vor allem weil der Mittelabfluss aus dem Aufbau der Vorräte gesunken ist. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ging von 1.296 MIO € auf 1.045 MIO € zurück. Maßgeblich hierfür waren die Netto-Einzahlungen aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China in Höhe von 653 MIO €. Für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sind 2.679 MIO € abgeflossen, 881 MIO € mehr als im Vorjahreszeitraum: Für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte sind im Geschäftsjahr 2019 bisher 988 MIO € gezahlt worden. Der Verkauf von Geldmarktfonds hat dagegen die Einzahlungen aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten um 309 MIO € auf 782 MIO € erhöht. Über die genannten Effekte hinaus sind mehr Zahlungsmittel für Leasing abgeflossen. Der Free Cashflow verschlechterte sich von -248 MIO € auf -296 MIO €. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit 3.198 MIO € um 521 MIO € deutlich über dem Vorjahreswert (2.677 MIO €). Im Vorjahr hatten wir Schuldscheindarlehen über 500 MIO € begeben. Davon haben wir 265 MIO € im Berichtszeitraum vorzeitig zurückgezahlt und gegenläufig Darlehen in Höhe von 527 MIO € aufgenommen. Der Bestand an flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ist von 3.017 MIO € zum 31. Dezember 2018 auf 2.230 MIO € zum 30. September 2019 gesunken.
Ermittlung des Free Cashflow
Vermögenslage Ausgewählte Kennzahlen zur Vermögenslage
1 In den ersten neun Monaten
Konzernbilanzsumme gestiegen Zum 30. September 2019 lag die Bilanzsumme des Konzerns mit 50.912 MIO € um 442 MIO € über dem Stand zum 31. Dezember 2018 (50.470 MIO €). Auf der Aktivseite nahmen die immateriellen Vermögenswerte von 11.850 MIO € auf 12.002 MIO € zu, weil Zugänge und positive Währungseffekte die Abschreibungen und Abgänge überstiegen. Das Sachanlagevermögen stieg von 19.202 MIO € auf 20.814 MIO €, vor allem weil für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte bereits 1 MRD € im Wesentlichen für geleistete Anzahlungen aktiviert wurden. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte sanken dagegen um 227 MIO € auf 126 MIO €, besonders weil Neubewertungen das Pensionsvermögen verringert haben. Da wir Geldmarktfonds verkauft haben, reduzierten sich die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte deutlich von 943 MIO € auf 140 MIO €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 8.247 MIO € auf 8.524 MIO €. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 434 MIO € auf 2.803 MIO €. Darin enthalten ist die Abgrenzung des im Voraus bezahlten Jahresbeitrags für die Beamtenpensionen an die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation, die zum Bilanzstichtag 104 MIO € betrug. Den Rückgang der flüssigen Mittel und Zahlungsmitteläquivalente um 787 MIO € auf 2.230 MIO € schildern wir in der -> Finanzlage, Seite 6. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte verringerten sich nach dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China um 361 MIO € auf 65 MIO €. Auf der Passivseite lag das den Aktionären der Deutsche Post AG zustehende Eigenkapital mit 12.225 MIO € spürbar unter dem Niveau zum 31. Dezember 2018 (13.590 MIO €): Es wurde durch das Konzernperiodenergebnis und Währungseffekte erhöht sowie durch versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen und die Dividendenzahlung verringert. Niedrigere Zinsen ließen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen deutlich um 1.789 MIO € auf 6.137 MIO € steigen. Per saldo erhöhten sich die Finanzschulden von 16.462 MIO € auf 17.219 MIO €. Wir haben Darlehen aufgenommen und gegenläufig drei Schuldscheindarlehen vorzeitig zurückgezahlt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von 7.422 MIO € auf 6.508 MIO € am Bilanzstichtag. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 615 MIO € auf 5.047 MIO €, vor allem weil die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern zugenommen haben. Nach dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China sind die zur Veräußerung gehaltenen Verbindlichkeiten auf 54 MIO € gesunken.
Nettofinanzverschuldung steigt auf 14.492 MIO € Unsere Nettofinanzverschuldung ist von 12.303 MIO € zum 31. Dezember 2018 auf 14.492 MIO € zum 30. September 2019 gestiegen. Die Eigenkapitalquote lag mit 24,5 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2018 (27,5 %). Die Kennzahl Net Interest Cover zeigt an, inwieweit die Nettozinsverpflichtung durch das EBIT gedeckt ist. Sie lag mit 7,9 über dem Vorjahresniveau (6,5). Das Net Gearing belief sich zum 30. September 2019 auf 53,7 %.
Nettofinanzverschuldung
1 Abzüglich Finanzschulden mit operativem Charakter
Geschäftsentwicklung in den Unternehmensbereichen Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland Kennzahlen Post & Paket Deutschland
1 -> Anhang, Textziffer 15 2 EBIT ÷ Umsatz
Umsatz über Vorjahresniveau In den ersten neun Monaten 2019 überstieg der Umsatz im Unternehmensbereich mit 11.194 MIO € den Vorjahreswert (10.919 MIO €) um 2,5 %. Im dritten Quartal 2019 erhöhte sich der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 5,5 %, unter anderem begünstigt durch einen zusätzlichen Arbeitstag.
Quartalsumsatz im Geschäftsfeld Post über Vorjahresniveau Im Geschäftsfeld Post lag der Umsatz in den ersten neun Monaten 2019 mit 7.040 MIO € um 1,3 % unter dem Niveau des Vorjahres (7.134 MIO €). Der Absatz ging um 2,5 % zurück. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 3,1 % auf 2.344 MIO €. Maßgeblich durch die Portoerhöhung zum 1. Juli erreichte der Umsatz im Bereich Brief Kommunikation in den ersten neun Monaten 2019 fast das Vorjahresniveau, obwohl die Volumina sanken. Im dritten Quartal überstieg der Umsatz begünstigt durch den zusätzlichen Arbeitstag und die höheren Preise das Niveau des Vorjahres. Der generelle Wachstumstrend bei warentragenden Briefen hält an. Im Dialog Marketing werden Aktivitäten zunehmend auf Onlinemedien verlagert. Obwohl wir Maßnahmen ergriffen haben, um die Umsätze mit E-Commerce-Unternehmen zu steigern, konnten Umsatz- und Absatzrückgänge nicht voll kompensiert werden.
E-Commerce lässt Geschäftsfeld Paket weiter wachsen Im Geschäftsfeld Paket überstieg der Umsatz in den ersten neun Monaten 2019 mit 4.320 MIO € den Vorjahreswert um 10,0 %. Auf Quartalsbasis betrug der Zuwachs 9,9 %. Das anhaltende E-Commerce-Wachstum ließ auch den Absatz weiter steigen - in den ersten neun Monaten um 6,8 % auf 1.118 Millionen Stück und im Quartal um 6,1 % auf 368 Millionen Stück. Die vergleichsweise höheren Umsatzsteigerungen sind auf Preiserhöhungen zurückzuführen.
Post & Paket Deutschland: Umsatz
1 -> Anhang, Textziffer 15
Post & Paket Deutschland: Absatz
1 -> Anhang, Textziffer 15
EBIT verbessert sich deutlich Das EBIT für den Unternehmensbereich verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2019 deutlich auf 708 MIO € (Vorjahr: 311 MIO €). Das Ergebnis des Vorjahres war durch einmalige Aufwendungen für das Vorruhestandsprogramm für Beamte sowie Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 443 MIO € stark belastet. Dem stand ebenfalls im Vorjahr ein positiver Einmaleffekt aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 108 MIO € gegenüber. Die Umsatzrendite stieg in den ersten neun Monaten 2019 von 2,8 % auf 6,3 %. Im dritten Quartal 2019 betrug das EBIT für den Unternehmensbereich 304 MIO € (Vorjahr: -202 MIO €). In der Vorjahreszahl waren Aufwendungen für das Vorruhestandsprogramm sowie für Restrukturierungen in Höhe von insgesamt 392 MIO € enthalten. Daneben fiel im dritten Quartal 2019 zwar ein Ertrag von 90 MIO € aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen an, dem aber zusätzlicher Restrukturierungsaufwand in gleicher Höhe gegenüberstand. Der operative Cashflow sank in den ersten neun Monaten 2019 vorwiegend durch die negative Working-Capital-Entwicklung auf 480 MIO €.
Unternehmensbereich Express Kennzahlen Express
1 EBIT ÷ Umsatz
Dynamik im internationalen Geschäft hält an Der Umsatz im Unternehmensbereich stieg in den ersten neun Monaten 2019 um 6,3 % auf 12.458 MIO € (Vorjahr: 11.724 MIO €). Dabei fielen positive Währungseffekte in Höhe von 208 MIO € an, ohne die der Umsatz um 4,5 % wuchs. Hierin schlägt sich auch nieder, dass die Treibstoffzuschläge in allen Regionen gegenüber dem Vorjahr höher ausfielen. Ohne Währungseffekte und Treibstoffzuschläge wuchs der Umsatz um 3,4 %. Im Produktbereich Time Definite International (TDI) stiegen die täglichen Umsätze in den ersten neun Monaten 2019 um 4,9 % und die täglichen Sendungsvolumina um 5,8 %. Im dritten Quartal 2019 erhöhten sich die täglichen Umsätze um 5,6 % und die Sendungsvolumina um 5,9 %. Im Produktbereich Time Definite Domestic (TDD) erhöhten sich die täglichen Umsätze in den ersten neun Monaten 2019 um 7,0 % und die täglichen Sendungsvolumina um 8,0 %. Im dritten Quartal betrugen die entsprechenden Zuwächse 9,8 % und 8,8 %.
Express: Umsatz nach Produkten
1 Zur besseren Vergleichbarkeit werden die Produktumsätze zu einheitlichen Währungskursen umgerechnet. Diese Umsätze liegen auch der gewichteten Ermittlung der Arbeitstage zugrunde.
Express: Volumina nach Produkten
Stabiles Wachstum in der Region Europe Der in der Region Europe erzielte Umsatz stieg in den ersten neun Monaten 2019 um 5,3 % auf 5.554 MIO € (Vorjahr: 5.273 MIO €). Darin enthalten waren negative Währungseffekte in Höhe von 16 MIO €, ohne die der Umsatz um 5,6 % wuchs. Im Produktbereich TDI legten die täglichen Umsätze um 5,0 % zu. Die täglichen TDI-Sendungsvolumina verbesserten sich um 7,8 %. Im dritten Quartal 2019 stiegen die Umsätze der internationalen Sendungen je Tag um 4,5 % und die Sendungsvolumina um 7,6 %.
Region Americas mit starkem internationalen Geschäft In der Region Americas erhöhte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2019 um 9,7 % auf 2.614 MIO € (Vorjahr: 2.383 MIO €). Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 81 MIO €, ohne die der Umsatz in der Region um 6,3 % stieg. Verglichen mit dem Vorjahr stiegen die TDI-Sendungen pro Tag um 4,1 %. Die täglichen Umsätze legten um 4,7 % zu. Im dritten Quartal 2019 betrugen die entsprechenden Zuwächse 6,1 % und 7,6 %.
Operatives Geschäft in der Region Asia Pacific legt weiter zu In der Region Asia Pacific stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten 2019 um 6,8 % auf 4.438 MIO € (Vorjahr: 4.155 MIO €). Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 108 MIO €, ohne die der Umsatz um 4,2 % wuchs. Im TDI-Bereich stiegen die täglichen Umsätze und Volumina um 4,8 % bzw. 4,2 %. Im dritten Quartal 2019 betrugen die entsprechenden Zuwächse 5,8 % und 5,7 %.
Umsätze je Tag in der Region MEA wachsen weiter In der Region MEA (Middle East and Africa) verbesserte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2019 um 8,0 % auf 909 MIO € (Vorjahr: 842 MIO €). Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 30 MIO €, ohne die der Umsatz um 4,4 % wuchs. Die täglichen TDI-Umsätze erhöhten sich um 5,8 % und die täglichen Volumina um 5,3 %. Im dritten Quartal 2019 stiegen die Umsätze der internationalen Sendungen je Tag um 3,0 % und die Sendungsvolumina verringerten sich um 5,9 %.
EBIT im dritten Quartal deutlich über Vorjahr Wie erwartet hat sich die EBIT-Verbesserung im Berichtszeitraum beschleunigt, vor allem da die Effekte aus der Portfoliobereinigung bei schwergewichtigen Sendungen das Ergebnis zunehmend weniger belasten. In den ersten neun Monaten 2019 stieg das EBIT für den Unternehmensbereich um 3,0 % auf 1.428 MIO € (Vorjahr: 1.387 MIO €). Die Umsatzrendite betrug 11,5 % (Vorjahr: 11,8 %). Im dritten Quartal verbesserte sich das EBIT um 11,0 % auf 454 MIO €, die Umsatzrendite stieg von 10,5 % auf 10,7 %. Der operative Cashflow stieg in den ersten neun Monaten 2019 auf 2.321 MIO € (Vorjahr: 2.168 MIO €).
Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight Kennzahlen Global Forwarding , Freight
1 Angepasste Vorjahreszahlen durch Umgliederungen 2 EBIT ÷ Umsatz
Umsatz wächst auch durch positive Währungseffekte Der Umsatz im Unternehmensbereich stieg in den ersten neun Monaten 2019 um 2,7 % auf 11.274 MIO € (Vorjahr: 10.976 MIO €). Ohne positive Währungseffekte in Höhe von 97 MIO € lag der Umsatz um 1,8 % über dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Im dritten Quartal 2019 überstieg der Umsatz den Vorjahreswert um 0,9 %. Im Geschäftsfeld Global Forwarding erhöhte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2019 um 2,2 % auf 7.956 MIO € (Vorjahr: 7.784 MIO €). Ohne positive Währungseffekte in Höhe von 114 MIO € betrug der Anstieg 0,7 %. Das Bruttoergebnis des Geschäftsfeldes lag mit 1.876 MIO € über dem Vorjahreswert von 1.820 MIO €.
Bessere Marge in der Luftfracht und solides Projektgeschäft In der Luftfracht verzeichneten wir in den ersten neun Monaten 2019 einen Volumenrückgang um 5,3 %, vor allem bedingt durch rückläufige Marktvolumina auf den wichtigsten Handelsrouten. Der Umsatz mit Luftfracht sank um 1,3 %. Das Bruttoergebnis verbesserte sich um 3,7 %. Im dritten Quartal 2019 sank der Umsatz mit Luftfracht um 4,7 %, während sich das Bruttoergebnis bei einem Volumenrückgang von 6,2 % um 2,1 % verbesserte. Die in der Seefracht transportierten Volumina lagen in den ersten neun Monaten 2019 um 0,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz mit Seefracht stieg um 6,2 %, während das Bruttoergebnis um 2,2 % zurückging. Im dritten Quartal stiegen die Volumina um 2,8 %, während der Umsatz mit Seefracht um 3,4 % zulegte und das Bruttoergebnis um 2,4 % zurückging. Das industrielle Projektgeschäft (in folgender Tabelle als ein Teil von „Sonstiges“ ausgewiesen) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil des Umsatzes unter „Sonstiges“, der auf Industrieprojekte entfällt, stieg von 30,0 % im Vorjahr auf nunmehr 34,5 %. Das Bruttoergebnis der Industrieprojekte verbesserte sich dabei um 32,7 %.
Global Forwarding : Umsatz
1 Angepasste Vorjahreszahlen durch Umgliederungen
Global Forwarding : Volumina
1 Twenty-foot Equivalent Unit (20-Fuß-Container-Einheit)
Umsatz im europäischen Landverkehrsgeschäft wächst Im Geschäftsfeld Freight stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten 2019 trotz negativer Währungseffekte in Höhe von 18 MIO € um 3,2 % auf 3.405 MIO € (Vorjahr: 3.298 MIO €). Das Volumenwachstum in Höhe von 9,9 % wurde in erster Linie durch das B2C-Geschäft in Schweden sowie das Stückgutgeschäft in Tschechien und Polen getrieben. Das Bruttoergebnis des Geschäftsfeldes stieg um 3,9 % auf 861 MIO € (Vorjahr: 829 MIO €).
Ergebnis deutlich verbessert In den ersten neun Monaten 2019 erhöhte sich das EBIT für den Unternehmensbereich deutlich von 281 MIO € auf 348 MIO €, vor allem dank der verbesserten Bruttoergebnismargen in der Luftfracht sowie kostenwirksamer Maßnahmen. Die Umsatzrendite stieg auf 3,1 % (Vorjahr: 2,6 %). Im dritten Quartal 2019 verbesserte sich das EBIT von 106 MIO € auf 124 MIO €; die Umsatzrendite belief sich auf 3,3 %. Der operative Cashflow betrug in den ersten neun Monaten 415 MIO € (Vorjahr: 237 MIO €).
Unternehmensbereich Supply Chain Kennzahlen Supply Chain
1 EBIT ÷ Umsatz
Umsatz wächst stabil Der Umsatz im Unternehmensbereich erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2019 um 2,7 % auf 9.865 MIO € (Vorjahr: 9.607 MIO €). Der Anstieg beruht besonders auf der guten Geschäftsentwicklung in der Region Americas. Überdies erhöhten positive Währungseffekte den Umsatz um 188 MIO €. Ohne Währungseffekte und Portfolioveränderungen - maßgeblich den Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China im ersten Quartal - stieg der Umsatz um 3,3 %. Im dritten Quartal 2019 erhöhte sich der Umsatz um 2,3 % auf 3.347 MIO € (Vorjahr: 3.271 MIO €). In den Regionen Americas und Asia Pacific, bereinigt um den Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China, wuchsen die Volumina in nahezu allen Sektoren. In der Region EMEA erzielten wir maßgeblich Zuwächse im Sektor „Engineering & Manufacturing“.
Supply Chain: Umsatz nach Sektoren und Regionen, 9M 2019 Gesamtumsatz: 9.865 MIO €
Neugeschäft im Wert von rund 694 MIO € abgeschlossen In den ersten neun Monaten 2019 wurden im Unternehmensbereich mit Neu- und Bestandskunden zusätzliche Verträge im Wert von rund 694 MIO € (Umsatz auf Jahresbasis) abgeschlossen. Der größte Teil des Neugeschäfts entfiel auf die Sektoren „Retail“ und „Consumer“. Die annualisierte Vertragsverlängerungsrate blieb konstant hoch.
Solide Geschäftsentwicklung lässt EBIT wachsen Das EBIT für den Unternehmensbereich belief sich in den ersten neun Monaten 2019 auf 735 MIO € (Vorjahr: 336 MIO €). Es war positiv beeinflusst von soliden Zuwächsen in fast allen Regionen sowie vom Verkauf des Chinageschäfts im ersten Quartal 2019. Dem standen negative Einmaleffekte in Höhe von 119 MIO € im Berichtszeitraum sowie 50 MIO € im ersten Quartal 2018 gegenüber. Ohne die genannten Effekte erhöhte sich das EBIT in den ersten neun Monaten 2019 um 10,9 %. Die Umsatzrendite betrug 7,5 % (Vorjahr: 3,5 %). Der operative Cashflow verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2019 von 386 MIO € auf 521 MIO €. Im dritten Quartal 2019 erhöhte sich das EBIT verglichen mit dem Vorjahresquartal um 5,9 % auf 162 MIO €. Ohne Einmaleffekte aus strategischen Maßnahmen in Höhe von -8 MIO € stieg das EBIT um 11,1 %. Die Umsatzrendite betrug im Quartal 4,8 % (Vorjahr: 4,7 %).
Unternehmensbereich eCommerce Solutions Kennzahlen eCommerce Solutions
1 EBIT ÷ Umsatz
Umsätze steigen weiter Der im Unternehmensbereich erzielte Umsatz überstieg trotz vereinzelter Portfoliobereinigungen in den ersten neun Monaten 2019 mit 2.958 MIO € den Vorjahreswert (2.769 MIO €) um 6,8 %, wozu alle Regionen beitrugen. Der Umsatz in der Region Americas erhöhte sich um 9,7 % auf 834 MIO € (Vorjahr: 760 MIO €). In der Region Europe wuchs der Umsatz um 5,5 % auf 1.696 MIO € (Vorjahr: 1.608 MIO €). In der Region Asia überstieg der Umsatz in den ersten neun Monaten mit 427 MIO € den Vorjahreswert um 5,4 %. Ohne positive Währungseffekte in Höhe von 58 MIO € betrug das Wachstum im Berichtszeitraum insgesamt 4,7 % gegenüber dem Vorjahr. Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs um 5,4 % auf 964 MIO € (Vorjahr: 915 MIO €).
EBIT verringert sich durch Restrukturierungsaufwendungen Das EBIT für den Unternehmensbereich verringerte sich in den ersten neun Monaten 2019 auf -40 MIO € (Vorjahr: -21 MIO €). Dazu haben vor allem Netto-Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 55 MIO € beigetragen, die unter anderem für Portfoliooptimierung, Overheadreduzierung und Wertberichtigungen anfielen. Die Umsatzrendite blieb aus diesem Grund mit -1,4 % (Vorjahr: -0,8 %) negativ. Der operative Cashflow lag mit 128 MIO € deutlich über dem Vorjahreswert, vor allem weil die operative Performance verbessert wurde und sich das Netto-Umlaufvermögen positiv entwickelt hat. Im dritten Quartal belief sich das EBIT auf 6 MIO € (Vorjahr: -7 MIO €) und reflektiert die positive Entwicklung des Kerngeschäfts sowie erste Erfolge aus Restrukturierungsmaßnahmen. Die Umsatzrendite betrug im Quartal 0,6 % (Vorjahr: -0,8 %).
PROGNOSEKünftige Rahmenbedingungen Die im -> Geschäftsbericht 2018 auf Seite 63 beschriebenen konjunkturellen Aussichten für 2019 haben sich im Jahresverlauf weiter eingetrübt. IHS Markit geht in seiner Oktober-Prognose von einem globalen Wachstum von 2,6 % aus (IWF im Oktober: 3,0 %) und rechnet mit einem Zuwachs des Welthandels um 2,0 % (IWF im Oktober: 1,1 %). Eine Erholung der Weltkonjunktur vor der zweiten Jahreshälfte 2020 erscheint derzeit unwahrscheinlich. Die politischen und wirtschaftlichen Abwärtsrisiken überwiegen - darunter die Lage im Nahen Osten und ihre Auswirkungen auf den Ölpreis, globale Handelskonflikte und ein deutlicher Abschwung in bedeutenden Volkswirtschaften. Die allmähliche Wachstumsverlangsamung der chinesischen Wirtschaft wird sich fortsetzen. IHS Markit rechnet für das Gesamtjahr 2019 mit einem Rückgang der Wachstumsrate auf 6,2 % (IWF im Oktober: 6,1 %). Die japanische Wirtschaft wird nach der Umsatzsteuererhöhung zum 1. Oktober kaum an Dynamik gewinnen (IHS Markit: 0,9 %; IWF im Oktober: 0,9 %). Neue Zölle werden das Wachstum in den USA bremsen, die US-Wirtschaft aber kaum in eine Rezession stürzen. Dazu dürfte auch die erneute Absenkung des US-Leitzinses auf 1,5 % bis 1,75 % beitragen. Für 2019 wird ein Wachstum von 2,3 % erwartet (IWF im Oktober: 2,4 %), deutlich langsamer als im Vorjahr. Die Wirtschaft des Euroraumes wird ebenfalls deutlich an Fahrt verlieren (IHS Markit: 1,1 %, IWF im Oktober: 1,2 %), wobei das verarbeitende Gewerbe und seine Zuliefersektoren unter der Schwäche der Weltmärkte leiden.
Politische und wirtschaftliche Abwärtsrisiken überwiegen.
Die deutsche Wirtschaft dürfte weiter unter der anhaltenden Konjunkturschwäche leiden und sich nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2020 nachhaltig erholen. IHS Markit erwartet für 2019 ein Wachstum von lediglich 0,4 % (IWF im Oktober: 0,5 %).
Ergebnisprognose Die im August angepasste Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigen wir nach Abschluss des dritten Quartals. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr 2019 ein Konzern-EBIT zwischen 4,0 MRD € und 4,3 MRD €. Dazu soll der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland zwischen 1,1 MRD € und 1,3 MRD € beitragen. Für die DHL-Unternehmensbereiche erwarten wir insgesamt ein Ergebnis zwischen 3,4 MRD € und 3,5 MRD €. Der Ergebnisbeitrag der Corporate Functions wird bei rund -0,5 MRD € erwartet.
Erwartete Finanzlage Die im -> Geschäftsbericht 2018 auf Seite 65 dargestellte erwartete Finanzlage für das Gesamtjahr 2019 bestätigen wir unverändert.
Entwicklung der weiteren steuerungsrelevanten Indikatoren Die im -> Geschäftsbericht 2018 auf Seite 65 dargestellte erwartete Entwicklung der steuerungsrelevanten Indikatoren EAC und Free Cashflow im Gesamtjahr 2019 bestätigen wir unverändert.
CHANCEN UND RISIKENDie Einführung einer Kapitaloption bei Pensionszusagen für Angestellte in Deutschland führt im Gesamtjahr 2019 zu einer Chance mittlerer Bedeutung. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus weiteren Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Post & Paket Deutschland. In Summe dieser Themen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis erwartet. Darüber hinaus hat sich die im -> Geschäftsbericht 2018 ab Seite 66 dargestellte und im -> Zwischenbericht zum 30. Juni 2019 auf Seite 14 aktualisierte Chancen- und Risikosituation des Konzerns in den ersten neun Monaten 2019 nicht wesentlich verändert. Es wurden keine neuen Risiken identifiziert, die sich potenziell kritisch auf das Ergebnis auswirken könnten. Aus dem konzernweiten Früherkennungssystem wie auch nach Einschätzung des Konzernvorstands waren im aktuellen Prognosezeitraum keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft.
Soweit der Konzern-Zwischenlagebericht auf Inhalte von Internetseiten verweist, sind diese Inhalte nicht Bestandteil des Konzern-Zwischenlageberichts.
KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS
Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1. Januar bis 30. September
1 Aus Transparenzgründen wurden die Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen aus den sonstigen betrieblichen Erträgen herausgelöst und separat dargestellt.
Gesamtergebnisrechnung 1. Januar bis 30. September
Bilanz
Kapitalflussrechnung 1. Januar bis 30. September
Eigenkapitalverändeurngsrechnung 1. Januar bis 30. September
AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABENGrundlagen und MethodenDie Deutsche Post AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Bonn, Deutschland. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Deutsche Post AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2019 und wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
1 Grundlagen der Rechnungslegung Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2019 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen verkürzten Zwischenabschluss erforderlich sind. Im Rahmen der Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die bisher im Geschäftsjahr 2019 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu. Die im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden basieren grundsätzlich auf denselben, die dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 zugrunde lagen. Abweichungen hierzu bilden die seit dem Geschäftsjahr 2019 erstmals verpflichtend anzuwendenden neuen bzw. überarbeiteten internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS, die jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzern-Zwischenabschluss gehabt haben. Ausführliche Erläuterungen zu den Inhalten finden sich im -> Geschäftsbericht 2018, Anhang, Textziffer 5. Der Ertragsteueraufwand wurde in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird. Der Steuersatz für 2019 erhöht sich, vor allem weil ein geringerer zusätzlicher Ansatz von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aufgrund der Nutzung steuerlicher Verluste im Vergleich zum Vorjahr erwartet wird.
2 Konsolidierungskreis Neben der Deutsche Post AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis die in folgender Tabelle aufgeführten Unternehmen: Konsolidierungskreis
Im dritten Quartal 2019 wurden 46 inländische DHL-Delivery-Gesellschaften auf die Deutsche Post AG verschmolzen. Neben den Unternehmensabgängen aus der Entkonsolidierung des Supply-Chain-Geschäfts in China, Hongkong und Macau, -> Textziffer 2.3, wurden weitere 4,9 %-Anteile an der At-Equity-Gesellschaft Relais Colis SAS, Frankreich, sowie die restlichen 10 %-Anteile an der Olimpo Holding S.A., Brasilien, erworben.
2.1 Unternehmenserwerbe 2019 Bis zum 30. September 2019 wurden keine Gesellschaften erworben.
2.2 Bedingte Gegenleistungen Die variablen Kaufpreise für die in Vorjahren erworbenen Unternehmen entwickelten sich wie folgt:
Bedingte Gegenleistungen
1 Im Geschäftsjahr 2018 aufgrund von Neueinschätzungen angepasst
Die Zahlung für die Suppla-Gruppe erfolgte in Höhe von 8 MIO € im Mai 2019, die Zahlung für Mitsafetrans S.r.l. mit 5 MIO € im Juli 2019.
2.3 Entkonsolidierungseffekte 2019 Die Gewinne werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, die Verluste unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Supply Chain Mitte Februar 2019 hat Deutsche Post DHL Group ihr Supply-Chain-Geschäft in China, Hongkong und Macau an die S.F. Holding, China, verkauft. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der betroffenen Gesellschaften waren zuvor als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Die folgende Tabelle zeigt die Effekte aus dem Abgang von zwölf vollkonsolidierten und drei nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften.
Entkonsolidierungseffekte
Weiterhin wird Deutsche Post DHL Group im Rahmen einer strategischen Partnerschaft in den kommenden zehn Jahren jährlich einen umsatzabhängigen Betrag vereinnahmen.
3 Wesentliche Geschäftsvorfälle Neben dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China, -> Textziffer 2, ergaben sich folgende wesentliche Transaktionen: Bis zum 30. September 2019 wurden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von netto 264 MIO € für ergebnisverbessernde Maßnahmen getätigt. Davon entfielen 119 MIO € auf den Unternehmensbereich Supply Chain, 90 MIO € auf Post & Paket Deutschland sowie 55 MIO € auf eCommerce Solutions. Seit dem dritten Quartal 2019 bietet der Konzern im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland einem erweiterten Kreis von Angestellten die Option einer Einmalzahlung statt den Bezug einer lebenslangen Rente an. Dadurch ergab sich ein im Personalaufwand ausgewiesener nachzuverrechnender Dienstzeitertrag in Höhe von insgesamt 106 MIO €.
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung4 Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern
1 Angepasste Vorjahreswerte aufgrund neuer Segmentstruktur, -> Textziffer 15
5 Sonstige betriebliche Erträge
Seit dem vierten Quartal 2018 werden die Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen in einem eigenen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, -> Textziffer 6. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die Erträge aus dem Abgang von Vermögenswerten erhöhten sich insbesondere durch den Verkauf des chinesischen Supply-Chain-Geschäfts, -> Textziffer 2. In den übrigen Erträgen ist eine Vielzahl von kleineren Einzelsachverhalten enthalten.
6 Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen
Seit dem vierten Quartal 2018 werden die Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen in einem eigenen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, -> Textziffer 5. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die Bestandsveränderungen entfielen im Wesentlichen auf Immobilienentwicklungsprojekte und auf die Produktion von StreetScooter-Elektrofahrzeugen. Die aktivierten Eigenleistungen betrafen vorrangig die StreetScooter GmbH.
7 Abschreibungen
1 Einschließlich als Finanzinvestition gehaltener Immobilien
Die gesamten Wertminderungen betrugen 38 MIO €. Davon entfielen 34 MIO € auf das Segment Supply Chain und betrafen mit 21 MIO € im Wesentlichen das Anlagevermögen des Power-Packaging-Geschäfts (Verpackungslogistik) in den USA.
8 Sonstige betriebliche Aufwendungen
In der Berichtsperiode wurde aus Transparenzgründen der Ausweis der personenbezogenen Versicherungsaufwendungen als Personalaufwand vereinheitlicht. Die Versicherungsaufwendungen verringerten sich entsprechend. In den übrigen Aufwendungen ist ein Teil der Restrukturierungsaufwendungen von Post & Paket Deutschland, Supply Chain und eCommerce Solutions enthalten. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 49 MIO € aufgrund negativer Effekte durch Kundenkontrakte im Unternehmensbereich Supply Chain.
9 Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 1,43 € im Berichtszeitraum (Vorjahr: 1,03 €). Unverwässertes Ergebnis je Aktie
Das verwässerte Ergebnis je Aktie liegt bei 1,41 € im Berichtszeitraum (Vorjahr: 1,01 €).
Verwässertes Ergebnis je Aktie
Erläuterungen zur Bilanz10 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Bis zum 30. September 2019 betrugen die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte), erworbene Sachanlagen und Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 4.555 MIO € (Vorjahr: 3.519 MIO €).
Investitionen
Die geleisteten Anzahlungen sind im Wesentlichen durch die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte gestiegen. Im Geschäftsjahr 2019 sind bisher 988 MIO € dafür gezahlt worden.
Die Firmenwerte entwickelten sich wie folgt: Firmenwertentwicklung
11 Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte verringerten sich im Wesentlichen durch den Verkauf von Geldmarktfonds. Bis zum 30. September 2019 betrugen die Nettowertminderungen -56 MIO € (Vorjahr: -76 MIO €).
12 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Die unter diesem Posten ausgewiesenen Beträge betreffen folgende Sachverhalte:
Deutsche Post DHL Group beabsichtigt den Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts der DHL Logistics (Schweiz) AG im vierten Quartal. Die Bewertung im Rahmen der Umgliederung in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten führte zu einer Wertminderung in Höhe von 1 MIO €. Der Verkauf des chinesischen Supply-Chain-Geschäfts an die S.F. Holding, China, wurde im Februar 2019 vollzogen, -> Textziffer 2. Der hier unterjährig ausgewiesene Verkauf von Vermögenswerten der DHL Paket (Austria) GmbH an die Österreichische Post im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft wurde im August 2019 vollzogen.
13 Gezeichnetes Kapital und Erwerb eigener Anteile Zum 30. September 2019 hielt die KfW Bankengruppe (KfW) 20,5 % am Grundkapital der Deutsche Post AG. Der restliche Aktienbestand befindet sich im Streubesitz.
Entwicklung von gezeichnetem Kapital und eigenen Anteilen
Das gezeichnete Kapital besteht aus 1.236.506.759 auf den Namen lautenden Stückaktien (Stammaktien) mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1 € und ist voll eingezahlt. Bis zum 30. September 2019 wurden die Ansprüche aus der Tranche 2014 des Share Matching Scheme sowie aus der Tranche 2015 des Performance Share Plans bedient. Am 30. September 2019 hielt die Deutsche Post AG eigene Aktien in Höhe von 982.995 Stück.
14 Kapitalrücklage
Segmentberichterstattung15 Segmentberichterstattung Segmente nach Unternehmensbereichen, 9M
1 Angepasste Vorjahreswerte 2 Inklusive Rundungen 3 Stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2018 und 30. September 2019 4 Im Durchschnitt (Teilzeitkräfte auf Vollzeitkräfte umgerechnet)
Segmente nach Unternehmensbereichen, Q3
1 Angepasste Vorjahreswerte 2 Inklusive Rundungen
Anpassung von Vorjahreswerten Zum 1. Januar 2019 wurde der Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel in eigenständige Divisionen und Vorstandsressorts für das deutsche und internationale Geschäft aufgeteilt. Das deutsche Geschäft ist umbenannt in Post & Paket Deutschland. Das internationale Geschäft ist eingebracht in den neuen Unternehmensbereich eCommerce Solutions. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Informationen über geografische Regionen
1 Stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2018 und 30. September 2019
Überleitungsrechnung
16 Angaben zu Finanzinstrumenten In der folgenden Tabelle werden die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente je Klasse hinsichtlich ihrer Methoden der Fair-Value-Ermittlung ausgewiesen:
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
1 Notierte Preise für identische Instrumente auf aktiven Märkten 2 Andere Bewertungsfaktoren als notierte Marktpreise, die für Instrumente direkt oder indirekt beobachtbar sind 3 Bewertungsfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
Unter Level 1 werden im Wesentlichen zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Eigenkapital- und Schuldinstrumente und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Schuldinstrumente ausgewiesen. Unter Level 2 fallen neben zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten auch Rohstoff-, Zins- und Fremdwährungsderivate. Die Marktwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte werden unter anderem mittels der Multiplikatormethode ermittelt. Die Bestimmung der Marktwerte der Derivate erfolgt auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows unter Berücksichtigung von Terminkursen für Währungen, Zinsen und Rohstoffe (Marktvergleichsverfahren). Dafür werden am Markt beobachtbare Preisnotierungen (Währungskurse, Zinsen und Rohstoffpreise) aus marktüblichen Informationsplattformen in das Treasury Management System importiert. Die Preisnotierungen spiegeln die tatsächlichen Transaktionen für ähnliche Instrumente am aktiven Markt wider. Gegebenenfalls vorhandene Devisenoptionen werden mittels des Optionspreismodells von Black-Scholes bewertet. Alle wesentlichen Inputfaktoren für die Bewertung der Derivate sind am Markt beobachtbar. Level 3 enthält im Wesentlichen Marktwerte von Unternehmensbeteiligungen und Derivaten, die im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen stehen. Die Bewertung erfolgt mittels anerkannter Bewertungsmodelle unter Berücksichtigung plausibler Annahmen. Die Marktwerte der Derivate sowie der Vermögenswerte und Schulden hängen maßgeblich von Finanzkennzahlen ab. Steigende Finanzkennzahlen führen zu höheren Marktwerten, sinkende zu niedrigeren Marktwerten. Zum 30. September 2019 ergaben sich aus den Level 3 zugeordneten Finanzinstrumenten Auswirkungen in Höhe von -20 MIO € im sonstigen Ergebnis sowie 2 MIO € Ertrag in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
17 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Eventualverbindlichkeiten und die weiteren finanziellen Verpflichtungen, wie das Bestellobligo, haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 nicht wesentlich verändert.
18 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen John Gilbert hat zum 30. September 2019 sein Vorstandsmandat niedergelegt. Oscar de Bok hat das Ressort Supply Chain am 1. Oktober 2019 übernommen. Dr. Tobias Meyer leitet seit dem 1. April 2019 das Ressort Post & Paket Deutschland. Darüber hinaus haben sich die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen gegenüber dem 31. Dezember 2018 nicht wesentlich verändert.
19 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag/Sonstiges Es gab keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bonn, 11. November 2019 Deutsche Post AG Der Vorstand
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die Deutsche Post AG Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzern-Zwischenlagebericht der Deutsche Post AG, Bonn, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2019, die Bestandteile des Quartalfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements „Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity“ (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Düsseldorf, 11. November 2019 PricewaterhouseCoopers GmbH Dietmar Prümm, Wirtschaftsprüfer
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge der Deutsche Post AG beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Fakten und werden mitunter durch Verwendung der Begriffe „glauben“, „erwarten“, „vorhersagen“, „beabsichtigen“, „prognostizieren“, „planen“, „schätzen“, „bestreben“, „voraussehen“, „annehmen“, „das Ziel verfolgen“ und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen und unterliegen daher Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser werden darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Zeitpunkt dieser Darstellung Gültigkeit haben. Die Deutsche Post AG beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts zu berücksichtigen. Personenbezogene Bezeichnungen werden im Zwischenbericht generell in der männlichen Form angeführt. Dies ist nicht geschlechtsspezifisch gemeint, sondern geschieht ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit. Begriffe wie „Mitarbeiter“ beziehen selbstverständlich alle Geschlechter ein.
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