![]() Deutsche Post AGBonnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Zusammengefasster LageberichtDieser Bericht umfasst den Konzernlagebericht von Deutsche Post DHL Group sowie den Lagebericht der Deutsche Post AG. Die Darstellung betrifft grundsätzlich den Konzern. Informationen, die sich nur auf die Deutsche Post AG beziehen, sind als solche gekennzeichnet. GRUNDLAGENGeschäftsmodell Ein internationales Serviceportfolio Die Deutsche Post AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Bonn, Deutschland. Der Konzern Deutsche Post DHL Group erbringt unter den Marken Deutsche Post und DHL ein internationales Serviceportfolio aus Brief- und Paketversand, Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und E-Commerce-Lösungen. Gegliedert ist er in die fünf operativen Unternehmensbereiche Post & Paket Deutschland, Express, Global Forwarding, Freight, Supply Chain und eCommerce Solutions, deren Leistungsangebot im >Kapitel Geschäftsfelder, Seite 6 ff., dargestellt wird. Die Unternehmensbereiche werden durch eigene Zentralen (Divisional Headquarters) gesteuert und sind für die Berichtsstruktur in Funktionen, Geschäftsfelder oder Regionen gegliedert. Interne Dienstleistungen sind konzernweit im Bereich Global Business Services gebündelt. Aufgaben der Konzernführung werden im Bereich Corporate Functions wahrgenommen. scroll
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Organisatorische Veränderungen Am 1. Januar 2019 hat Ken Allen die Verantwortung für den neu geschaffenen Unternehmensbereich eCommerce Solutions übernommen. Der Unternehmensbereich Express wird seit dem 1. Januar 2019 von John Pearson geleitet. Tobias Meyer verantwortet seit dem 1. April 2019 das zuvor vom Vorstandsvorsitzenden, Frank Appel, in Personalunion geführte Ressort Post & Paket Deutschland. Im Juni 2019 wurden das Mandat und der Vertrag von Tim Scharwath als Mitglied des Vorstands bis Mai 2025 verlängert. Im September hat der Aufsichtsrat den Vertrag von Thomas Ogilvie, Arbeitsdirektor und Vorstand für Personal und Corporate Incubations, um fünf Jahre bis August 2025 verlängert. Nachdem John Gilbert sein Vorstandsmandat zum 30. September 2019 aus persönlichen Gründen niedergelegt hat, wird das Vorstandsressort Supply Chain seit dem 1. Oktober 2019 von Oscar de Bok verantwortet. Auf allen Kontinenten vertreten Die Standorte von Deutsche Post DHL Group sind der @Anteilsbesitzliste, dpdhl.com/de/investoren, zu entnehmen. Die folgende Grafik zeigt die Marktvolumina in den wichtigsten Regionen. Unsere jeweiligen Marktanteile schildern wir im folgenden Kapitel Geschäftsfelder. ![]() scroll
1 Regionale Volumina ergeben aufgrund von Rundungen nicht die globalen Volumina. 2 Daten basieren ausschließlich auf Export-Frachttonnen. Quelle: Seabury Consulting 3 Twenty-foot Equivalent Unit (20-Fuß-Container-Einheit); geschätzter Anteil des Gesamtmarktes, der von Speditionen kontrolliert wird. Daten basieren ausschließlich auf Export-Frachttonnen. Quelle: Unternehmensschätzungen, Seabury Consulting 4Auf Basis von Unternehmensschätzungen 5 Umfasst das Expressprodukt Time Definite International. Länderbasis: Amerika, Europa, Asien-Pazifik, AE, SA, ZA (Global); AR, BR, CA, CL, CO, MX, PA, US (Amerika); AT, CZ, DE, ES, FR, IT, NL, PL, RO, RU, SE, TR, UK (Europa); AU, CN, HK, IN, JP, KR, SG, TW (Asien-Pazifik). Quelle: Market Intelligence 2017, Geschäftsberichte und Sekundäranalysen 6 Nur Geschäftskommunikation. Quelle: Unternehmensschätzung 7 Umfasst alle Werbemedien mit externen Distributionskosten. Quelle: Unternehmensschätzung 8 Marktvolumen umfasst 25 europäische Länder; ohne Schüttgut und Spezialtransporte. Quelle: Market Intelligence Study DHL 2018 auf der Basis eigener Berechnungen und von IHS Markit Group bereitgestellter Inhalte, Copyright (c)IHS Global Inc, 2019. All rights reserved. Geschäftsfelder UNTERNEHMENSBEREICH POST & PAKET DEUTSCHLAND ![]() Die Post für Deutschland Als größtes Postunternehmen Europas stellen wir in Deutschland an jedem Werktag etwa 55 Millionen Briefe zu. Unser Angebot für Privat- und Geschäftskunden erstreckt sich von physischen und hybriden Briefen über spezielle Produkte für den Warenversand bis zu Zusatzleistungen wie Einschreiben, Nachnahme oder Wertbriefen. Im Berichtsjahr belief sich der deutsche Markt für Briefkommunikation Geschäftskunden auf rund 4,2 MRD € (Vorjahr: rund 4,3 MRD €). Wir betrachten den wettbewerbsrelevanten Geschäftskundenmarkt und berücksichtigen dabei, wer den Geschäftskunden gegenüber als Dienstleister auftritt, also sowohl den End-to-End-Wettbewerb als auch den auf Teilleistungen bezogenen Konsolidierungswettbewerb. Unser Marktanteil ist mit 62,2 % gegenüber dem Vorjahr (63,4 %) leicht gesunken. scroll
Kanalübergreifender Kundendialog Der Bereich Dialogmarketing bietet Werbetreibenden auf Wunsch Komplettlösungen - von Adressleistungen über Tools für Konzeption und Kreation bis hin zu Druck, Versand und Evaluation. Dabei erfolgt der Kundendialog kanalübergreifend, individuell und automatisiert, sodass digitale und physische Sendungen ihre Empfänger streuverlustfrei, inhaltlich verknüpft und zeitlich koordiniert erreichen. Der Werbemarkt in Deutschland ist im Jahr 2019 leicht um 0,1 % auf ein Volumen von 26,9 MRD € zurückgegangen. Unser Anteil an diesem stark fragmentierten Markt ist auf 7,5 % gesunken (Vorjahr: 7,8 %). scroll
1 Umfasst alle Werbemedien mit externen Distributionskosten; die Schaltungskosten werden ins Verhältnis zueinander gesetzt. Quelle: Unternehmensschätzung Dichtes Paketnetz weiter ausgebaut In Deutschland unterhalten wir ein dichtes Netz von Paketannahme- und -abgabestellen, das im Berichtsjahr weiter ausgebaut wurde. Unser Portfolio an Empfängerservices ermöglicht es unseren Kunden, ihre Pakete individuell und bequem zu erhalten. Sie können sich kurzfristig entscheiden, das Paket zu einer alternativen Adresse oder einer Filiale bzw. einem Paketshop liefern zu lassen. Geschäftskunden unterstützen wir dabei, im Online-Handel weiter zu wachsen. Auf Wunsch decken wir die gesamte Warenlogistik bis zum Retourenmanagement ab. Der deutsche Paketmarkt unterliegt weiter wettbewerbsgetriebenen strukturellen Veränderungen. So sind zu den Angeboten der etablierten Anbieter auch die Leistungen neuer Akteure getreten, die zumindest teilweise im Rahmen eines eigenen E-Commerce-Angebotes die Zustellung von Sendung erbringen. Das insgesamt größere Marktvolumen einschließlich dieser Zustellungen kann nur geschätzt werden; wir sehen unseren Anteil an diesem Volumen im Jahr 2019 bei gut 40 % und damit in etwa unverändert gegenüber 2018. UNTERNEHMENSBEREICH EXPRESS Ein globales Expressnetzwerk Im Unternehmensbereich Express befördern wir eilige Dokumente und Waren zuverlässig und zeitgenau von Tür zu Tür. Unser globales Netzwerk umspannt mehr als 220 Länder und Territorien, in denen rund 105.000 Mitarbeiter Dienstleistungen für rund 2,7 Millionen Kunden erbringen. Zeitgenaue internationale Sendungen als Kerngeschäft Mit dem Hauptprodukt Time Definite International (TDI) erbringen wir Dienste mit vorab definiertem Zustellungszeitpunkt. Unsere Expertise in der Zollabfertigung ermöglicht uns durchgängige Transporte, ein wichtiger Bestandteil für schnellen und zuverlässigen Service von Tür zu Tür. Ergänzt wird das Angebot um industriespezifische Dienstleistungen. Im Rahmen der Transportlösung "Medical Express" bieten wir beispielsweise speziell für Kunden im Sektor "Life Sciences & Healthcare" verschiedene Thermoverpackungen für temperaturkontrollierte, gekühlte oder gefrorene Inhalte an. Unsere virtuelle Fluggesellschaft Unser globales Luftfrachtnetzwerk besteht aus mehreren Fluggesellschaften, von denen wir einige zu 100 % besitzen. Durch die Kombination von eigenen und zugekauften Kapazitäten können wir flexibel auf Nachfrageschwankungen reagieren. Die folgende Grafik zeigt, wie der verfügbare Frachtraum der uns zugeordneten Flüge aufgeteilt und am Markt angeboten wird. Der Frachtraum wird größtenteils für unser Hauptprodukt TDI genutzt. Bleibt auf eigenen Flügen freier Frachtraum verfügbar, wird er an Kunden in der Luftfrachtbranche verkauft. Größter Abnehmer dafür ist das DHL-Geschäftsfeld Global Forwarding. ![]() Interkontinentalflotte wird modernisiert Im Jahr 2018 haben wir mit Boeing einen Vertrag über den Ankauf von 14 neuen Maschinen des Typs 777F geschlossen, um unsere Interkontinentalflotte zu modernisieren. Im Berichtsjahr wurden die ersten vier Flugzeuge geliefert und in das Netzwerk aufgenommen. Die nächsten sechs Maschinen werden voraussichtlich 2020 folgen. Internationales Expressgeschäft profitiert vom Handel Das internationale Expressgeschäft profitiert vom grenzüberschreitenden E-Commerce und von der steigenden Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen in diesem Segment. Um profitabel zu wachsen, fokussieren wir uns dabei auf einen selektiven Kundenmix und kosteneffiziente Zustellung. Europäisches Netzwerk weiter ausbauen und modernisieren In der Region Europe stärken wir unser Netzwerk mit dem kontinuierlichen Ausbau der Infrastruktur und der Modernisierung der Flotte. So wurden in den vergangenen zwei Jahren insgesamt fünf Airbus A330-200 der Flotte hinzugefügt. Außerdem fliegt Aerologic in unserem Auftrag seit Oktober 2019 direkt zwischen Köln/Bonn und Hongkong. Im November 2019 wurde das neu gebaute Logistikzentrum am Flughafen Köln/Bonn offiziell in Betrieb genommen. Weitere Projekte sind angestoßen, unter anderem die Eröffnung der neuen bzw. erweiterten Hubs in Mailand-Malpensa, Istanbul und Paris. Service in der Region Americas erweitern In der Region Americas wurde unsere Flotte um drei Boeing-Maschinen des Typs 767-300 erweitert, die zuvor vom Passagier- zum Frachtflugzeug umgebaut wurden. In den USA wurde unter anderem ein neues Gateway in Chicago eröffnet und das Sortiersystem in unserem Gateway am Flughafen John F. Kennedy in New York modernisiert. In Kanada investieren wir in ein neues Gateway in Hamilton, das einer unserer größten Inbound-Standorte weltweit werden soll. In Lateinamerika haben wir die Infrastruktur in Brasilien und Mexiko kontinuierlich verbessert. Weiter in Asien investieren Es wurden neue Standorte in Sri Lanka, Indonesien, Malaysia, Vietnam, Neuseeland, Australien, Taiwan, Japan und Thailand eröffnet. Im Oktober haben wir außerdem die Erweiterung des südkoreanischen Incheon Gateways bekannt gegeben. Zusätzlich wurde der dritte umgebaute Airbus A330-300 in Betrieb genommen. Um schnell wachsende Regionen auf den Philippinen zu beliefern, wurde ein zusätzlicher Direktflug eingerichtet. In China haben wir eine strategische Partnerschaft mit dem Drohnenhersteller EHang geschlossen. Gemeinsam wollen wir vollkommen automatisierte und intelligente Zustelllösungen für die Ballungsgebiete Chinas entwickeln. Verlässlicher Partner in der Region MEA In der Region MEA (Middle East and Africa) litt der Nahe und Mittlere Osten auch im Jahr 2019 unter der teilweise instabilen politischen Situation. Dennoch konnten wir den Betrieb unter Wahrung der Sicherheit unserer Mitarbeiter aufrechterhalten. UNTERNEHMENSBEREICH GLOBAL FORWARDING, FREIGHT Spediteur für Luftfracht, Seefracht und Landverkehr Unsere Speditionsleistungen für Luftfracht, Seefracht und Landverkehr umfassen standardisierte Transporte sowie multimodale und branchenspezifische Lösungen und individualisierte Industrieprojekte. Dabei beruht unser Geschäftsmodell darauf, Transportleistungen zwischen Kunden und Frachtunternehmen zu vermitteln. Mit der weltweiten Präsenz unseres Netzwerks bieten wir eine effiziente Routenführung und multimodale Transporte. Wir betreiben unser operatives Geschäft mit einem niedrigen Anlagevermögen im Vergleich zu den anderen Unternehmensbereichen. Marktführerschaft in der Luftfracht Die weltweit geflogenen Frachttonnenkilometer sind laut internationalem Luftfahrtverband IATA im Berichtsjahr um 4 % gesunken. Dabei zeigten die größten Luftfrachtmärkte USA und China den stärksten Rückgang. Wir sind im Jahr 2018 mit rund 2,2 MIO transportierten Export-Frachttonnen Marktführer in der Luftfracht geblieben, wie folgende Grafik verdeutlicht. scroll
1 Daten basieren ausschließlich auf Export-Frachttonnen. 2 Wurde im Jahr 2019 von DSV übernommen Quelle: Geschäftsberichte, Veröffentlichungen und Unternehmensschätzungen Konsolidierung auf dem Seefrachtmarkt hält an Im Jahr 2019 ist der Seefrachtmarkt weiterhin leicht gewachsen, wobei die Konsolidierung auf Seiten der Frachtführer anhielt. Im Markt für Containerschiffe gab es erneut Überkapazitäten und es wird davon ausgegangen, dass sich dieser Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Mit einem Volumen von rund 3,2 MIO transportierten 20-Fuß-Container-Einheiten sind wir im Jahr 2018 der zweitgrößte Anbieter in der Seefracht geblieben, wie die folgende Grafik zeigt. scroll
1 Twenty-foot Equivalent Unit (20-Fuß-Container-Einheit) 2 Wurde im Jahr 2019 von DSV übernommen Quelle: Geschäftsberichte, Veröffentlichungen und Unternehmensschätzungen Europäischer Landverkehrsmarkt wächst moderat Das Wachstum im Markt für Straßentransport verlangsamte sich ab dem zweiten Halbjahr 2019, vor allem getrieben durch geringere Volumenanstiege. In einem fragmentierten und wettbewerbsintensiven Umfeld blieb DHL Freight mit einem Marktanteil von 2,2 % im Jahr 2018 zweitgrößter Anbieter. scroll
1 Gesamtmarkt für 25 europäische Länder; ohne Schüttgut- und Spezialtransporte Quelle: Market Intelligence Study DHL 2019 auf Basis eigener Berechnungen und von IHS Markit Group bereitgestellter Inhalte. Copyright (c) IHS Global Inc., 2019. All rights reserved. UNTERNEHMENSBEREICH SUPPLY CHAIN Kundenorientierte Kontraktlogistiklösungen Als weltweit führender Kontraktlogistikanbieter steuern wir die Lieferketten unserer Kunden, um deren Komplexität zu reduzieren. Zu diesem Kerngeschäft zählen neben Lagerverwaltung und Transport auch Mehrwertleistungen wie Lead Logistics Partner (LLP), > Glossar, Seite 166, Immobilienlösungen, Servicelogistik, Verpackung und E-Fulfillment für relevante Industriesektoren. Darüber hinaus entwickeln wir innovative und nachhaltige Lösungen. Weitere Automatisierung und Digitalisierung der Lieferkette Im Sinne unserer Kunden stellen wir sicher, dass unsere Standardwerkzeuge fest in die betrieblichen Abläufe eingebettet sind. Um die Effizienz weiter zu steigern, werden vermehrt flexible Automatisierungstechnologien wie tragbare Geräte, so genannte Wearables, und kollaborative Roboter eingeführt. Insgesamt geht es stets darum, durch Standardisierung und den Einsatz neuer Technologien die gesamte Lieferkette effizienter zu gestalten. Das ist für alle Sektoren von Vorteil, wird aber von Retail und Consumer, die rund die Hälfte der Bereichsumsätze erwirtschaften, am meisten nachgefragt. Um noch agiler zu werden, führen wir die in der Grafik auf >Seite 10 dargestellten Automatisierungstechnologien in allen Regionen ein. Führende Position in der Kontraktlogistik Das Volumen des Kontraktlogistikmarktes wird auf rund 217 MRD € geschätzt. Mit einem Marktanteil von 6,1 % (2018) und Geschäftstätigkeit in mehr als 50 Ländern bleibt DHL darin weltweit führend. scroll
Quelle: Unternehmensschätzungen; Transport Intelligence; Marktanteile auf Basis der divisionalen Umsätze ![]() UNTERNEHMENSBEREICH ECOMMERCE SOLUTIONS Internationale Zustellung für den E-Commerce-Sektor Seit dem Geschäftsjahr 2019 bündeln wir die internationale Paketzustellung des Konzerns im neuen Unternehmensbereich eCommerce Solutions. Er ist darauf ausgerichtet, vor allem Kunden im wachstumsstarken E-Commerce-Sektor mit hochwertigen Lösungen zu bedienen. Unsere Kernaktivitäten sind die nationale Paketzustellung auf der letzten Meile in ausgewählten Ländern Europas und Asiens sowie in den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus erbringen wir grenzüberschreitende Nicht-TDI-Services, vor allem nach und aus Europa sowie innerhalb Europas. Geführt wird das Geschäft nach den Regionen, in denen wir tätig sind. ![]() Strategie KONZERNSTRATEGIE ![]() Strategie 2025 - Spitzenleistungen in einer digitalen Welt erbringen Auf dem Fundament der Strategie 2025 wollen wir unseren profitablen Wachstumskurs in der Zukunft fortsetzen. Die vier Trends Globalisierung, E-Commerce, Digitalisierung und Nachhaltigkeit bleiben wichtige Wachstumstreiber der Logistikindustrie und finden ihren Ausdruck in unserer Konzernstrategie. Unser Ziel: die dauerhafte Branchenführerschaft Unser Unternehmenszweck (Purpose) besteht darin, Menschen zu verbinden und ihr Leben zu verbessern, indem wir Handel ermöglichen und Unternehmen helfen zu wachsen. Im Einklang mit der Vision, DAS Logistikunternehmen für die Welt zu sein, strebt Deutsche Post DHL Group die dauerhafte Branchenführerschaft in einer zunehmend digitalisierten Welt an. Die Grundwerte Respekt und Resultate sind und bleiben ein fester Bestandteil unserer Strategie. Erste Wahl als Arbeitgeber, Anbieter und Investment werden Unser Kundenversprechen "Excellence. Simply delivered." definiert sich anhand der drei Zieldimensionen, erste Wahl als Arbeitgeber, Anbieter und Investment zu werden. Wir betrachten engagierte und qualifizierte Mitarbeiter als Schlüssel zu guter Leistung und profitablem Wachstum. Unser Arbeitsalltag ist geprägt durch eine gemeinsame DNA, die Verhaltensweisen, Instrumente und Programme umfasst. Um ein gemeinsames Verständnis dafür zu sichern, erweitern wir die konzernweite Initiative "Certified" ständig, unter anderem um Module für Führungskräfte. Fortschritte messen wir im Rahmen der jährlichen Mitarbeiterbefragung, >Mitarbeiter, Seite 55. Wir befragen unsere Kunden regelmäßig dazu, wie gut wir unseren Qualitätsanspruch erfüllen und wo wir noch besser werden können, >Qualität, Seite 58 f. Wir legen den Fokus auf profitables langfristiges Wachstum unserer Geschäftsbereiche. Die First-Choice-Methodik bleibt ein wesentlicher Hebel für kontinuierliche Verbesserungen. Über die drei Zieldimensionen hinaus sind Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung fest in unserer Strategie verankert, >Nachhaltigkeitsbericht, dpdhl.de/nachhaltigkeitsbericht2019. Strategisch diversifiziertes Logistikportfolio Mit klar abgegrenzten Profilen und Serviceangeboten bilden die fünf Unternehmensbereiche den Kern des Konzerns. Deshalb ist unsere Strategie mehrdivisional strukturiert. Wir konzentrieren uns auf die spezifischen Wachstumstreiber, um den profitablen Kern jedes unserer Geschäftsbereiche zu stärken. So sollen branchenführende Margen in allen Segmenten erzielt werden. Digitalisierung als wichtiger Hebel Wir betrachten die systematische unternehmensweite Digitalisierung als wichtigen Hebel für Fortschritte. Daher investieren wir in Initiativen, mit denen das Kunden- und Mitarbeitererlebnis verbessert und die operative Leistung gesteigert werden soll. Wir modernisieren IT-Systeme, führen neue Technologien ein und verbessern dadurch Leistungen, Abläufe und Standards kontinuierlich. Die Investitionen in die Digitalisierung sollen bis 2025 rund 2 MRD € betragen und sollen bis 2025 einen jährlichen Ergebnisbeitrag von mindestens 1,5 MRD € liefern. STRATEGIEN DER UNTERNEHMENSBEREICHE Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland Wir verbinden die Menschen in Deutschland durch das Transportieren, Sortieren und Zustellen von Sendungen - Dokumenten und Waren. Hierzu zählt auch die digitale Übermittlung von Informationen - sendungsbegleitend oder als Sendungsinhalt. Unsere Kunden vertrauen zu Recht darauf, dass wir unser Kundenversprechen erfüllen: Wir sind zuverlässig, halten die Laufzeiten ein und tragen Sorge, dass Sendungen nicht beschädigt werden oder verloren gehen. Mit uns ist es einfach, zu versenden und zu empfangen. Wir handeln nachhaltig und sozial verantwortlich und haben den Anspruch, uns kontinuierlich zu verbessern. Mit qualifizierten Mitarbeitern und hoher Servicequalität wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und den Brief- und Paketversand in Deutschland nachhaltig zu gestalten. Mit dem Programm "Certified" schaffen wir eine gemeinsame Basis. Wir vermitteln unseren Mitarbeitern, wie das Unternehmen funktioniert, wie wir unser Kundenversprechen definieren und einhalten und welche Fähigkeiten eine Führungskraft erfolgreich machen. Unternehmensbereich Express Wir konzentrieren uns auf Sendungen, deren Gewicht und Größe optimal auf unser Netzwerk abgestimmt sind, und fördern im Rahmen unserer Preispolitik globale Abstimmung und Disziplin. Gleichzeitig verbessern wir kontinuierlich die Kundenansprache. Mit globalen Kampagnen richten wir uns gezielt an Unternehmen kleiner und mittlerer Größe, die oft stark vom Export profitieren können. Mit dem Trainingsprogramm "Certified International Specialist" stellen wir sicher, dass unsere Mitarbeiter über das im internationalen Expressgeschäft notwendige Wissen verfügen, gegenseitiges Verständnis entwickeln und dauerhaft motiviert bleiben. Unsere Umsatzrendite steigt, wenn wachsende Volumina zu Skaleneffekten im Netzwerk führen, Innovationen und Automatisierung die Produktivität erhöhen und Kosten strikt kontrolliert werden. Wir verschlanken schrittweise die IT-Systemlandschaft und achten besonders bei Betriebsstätten und -mitteln darauf, globale Standards einzuhalten. Der größte Anteil unserer Kosten entfällt auf das Luft- und Bodennetzwerk. Alte Flugzeuge werden durch neuere, effizientere und damit kostensparendere Maschinen ersetzt. Freien Frachtraum verkaufen wir an Fracht- und Speditionsunternehmen. So verbessern wir die Auslastung unseres Netzwerkes und senken Kosten. Am Boden werden Abläufe automatisiert und standardisiert. Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight Wir legen den Schwerpunkt auf Kundenorientierung und eine durchgängig branchenführende Qualität. Im Geschäftsfeld Global Forwarding werden IT-Systeme verbessert bzw. ersetzt und dabei branchenerprobte Lösungen integriert. Die Schwerpunkte liegen auf einer verbesserten Sendungsvisibilität, elektronischem Dokumentenmanagement und einem neuen Transportmanagementsystem. Darüber hinaus entwickeln wir mit myDHLi ein einheitliches Kundenportal, um eine führende Position im digitalen Speditionsmarkt zu erlangen und ein Kundenerlebnis zu schaffen, das auf dem neuesten Stand der Technik ist.
Das Trainingsprogramm "Certified International Forwarder" wird kontinuierlich um neue Module erweitert. Außerdem entwickeln wir unser Talentmanagement fort und konzentrieren uns dabei unter anderem auf die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Im Geschäftsfeld Global Forwarding wollen wir die Konversionsrate der Bruttomarge in das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit weiter verbessern und mittelfristig auf das Niveau der führenden Wettbewerber heben. Dazu steigern wir die Profitabilität von Aufträgen und bringen die Kosten in Einklang mit der Geschäftsentwicklung. Im Geschäftsfeld Freight wird die Strategie "FREIGHT 2025" den bislang eingeschlagenen Weg fortführen. Um weiter profitabel zu wachsen, stützen wir uns auf Mitarbeiterengagement, Kundenfokus und Digitalisierung. Wir bauen auf ein effizientes Netzwerk, hohe Ansprüche an unsere Servicequalität, verbesserte IT-Systeme und Datentransparenz sowie nachhaltige Logistikleistungen. Mit digitalen Angeboten wie der Online-Frachtplattform Saloodo! entwickeln wir zukunftsfähige Lösungen. Unternehmensbereich Supply Chain Wir haben standardisierte Abläufe und verbessern unsere operative Leistung kontinuierlich, um die marktführende Position zu sichern. Entscheidend dafür ist unser "Operations Management System First Choice" sowie ein herausragender Service und eine hohe Qualität, über die wir uns differenzieren. Wir nutzen unsere breitgefächerten Kompetenzen, um Mehrwert für Kunden zu generieren und dadurch die Grundlage für langfristige, wachsende Kundenbeziehungen zu schaffen. Durch strukturierte Feedbackprozesse im Rahmen unseres Kundenerfahrungsmanagements wissen wir, was die Kunden benötigen, und können schneller auf deren Erwartungen reagieren. Mit unseren Certified-Programmen entwickeln wir motivierte und engagierte Experten, die als diverse Teams zusammenarbeiten und die Zukunft der Logistik mitgestalten. Die Auswahl, Entwicklung und Bindung von Mitarbeitern zählt zu unseren wichtigsten Differenzierungsfaktoren am Markt für Kontraktlogistik. Als Vorreiter der digitalen Transformation und durch den breiten Einsatz innovativer Technologien stärken wir unsere führende Position im komplexen Kontraktlogistikmarkt. Mit unserem "Accelerated Digitalization"-Programm machen wir kollaborative Roboter, Data Analytics und die Prozessautomatisierung zu festen Bestandteilen betrieblicher Abläufe. Wir wollen die digitale Lieferkette real werden lassen, das Angebot an nachhaltigen Lösungen erweitern und neue Partnerschaften eingehen. Darin sehen wir die Grundlage für beschleunigtes Wachstum. Unternehmensbereich eCommerce Solutions Durch effektive Nutzung von internationaler Präsenz, Ressourcen und Services des gesamten Konzerns wollen wir eine Plattform für grenzüberschreitende, nicht zeitkritische Lösungen aufbauen und mit den kosteneffizientesten Netzwerken für die Zustellung auf der letzten Meile verbinden. Dabei liegt der Fokus auf profitablem Wachstum über alle Branchen und Kundensegmente hinweg. Wir differenzieren uns über hochwertige Lösungen für die Paketzustellung, eine umfassende Reichweite und hohe Qualität im Wettbewerb. Das Produkt Parcel Connect, mit dem wir unsere Services mit denen anderer Postgesellschaften und privater Dienstleister verknüpfen, befindet sich auf einem sehr guten Wachstumspfad. Das damit erzielte Volumenwachstum ermöglicht es uns, weiter in den Netzausbau zu investieren und die Qualität nachhaltig zu steigern. Wir können unsere Ziele dann am besten erreichen, wenn wir durch motivierte und geschulte Mitarbeiter eine Servicequalität erbringen, die die Erwartungen unserer Kunden stets erfüllt. Unsere Certified-Programme sind auf die lokalen Gegebenheiten der Märkte zugeschnitten, in denen wir tätig sind. Gemeinsame Werte, Begeisterung und ein klarer Fokus auf Qualität bilden die Basis für Mitarbeiter und Führungskräfte. Wir haben mit der Einführung der Certified-Programme begonnen und werden den Rollout in allen Ländern, in denen wir tätig sind, mit hoher Priorität vorantreiben. Steuerung FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Einfluss auf Managementgehälter Deutsche Post DHL Group nutzt finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung. Ihre monatliche, vierteljährliche und jährliche Veränderung wird mit Vorjahres- und Plandaten verglichen und entsprechend gesteuert. Die jährliche Entwicklung der hier dargestellten finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungsgrößen ist im Wesentlichen auch für die Bemessung der Managementvergütung relevant. Die finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sollen das Gleichgewicht zwischen Profitabilität, effizientem Einsatz von Ressourcen und ausreichender Liquidität wahren. Wie sich diese Kennzahlen im Berichtsjahr entwickelt haben, wird im >Wirtschaftsbericht, Seite 34 ff.,erläutert. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit misst Ertragskraft Die Profitabilität der Geschäftsbereiche des Konzerns wird mit dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) gemessen. Um das EBIT zu ermitteln, werden ausgehend von den Umsatzerlösen und den sonstigen betrieblichen Erträgen der Material- und Personalaufwand, die Abschreibungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgezogen sowie das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen ergänzt. Zinsen, sonstige Finanzierungsaufwendungen oder -erträge werden im Finanzergebnis berücksichtigt. EBIT after Asset Charge fördert effizienten Einsatz von Ressourcen Eine weitere wesentliche Steuerungsgröße im Konzern ist das EBIT after Asset Charge (EAC, Gewinn nach Kapitalkosten). Sie ergänzt das EBIT um eine Kapitalkostenkomponente, die als "Asset Charge" abgezogen wird. Indem die Kapitalkosten in unternehmerische Entscheidungen einbezogen werden, wird der effiziente Einsatz der Ressourcen gefördert und das operative Geschäft auf nachhaltige Wertsteigerung und Mittelzufluss ausgerichtet. Die Grundlage zur Berechnung der Kapitalkosten bildet der Konzernkapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC), der aus dem gewichteten Durchschnitt der Nettokosten für verzinsliches Fremdkapital und Eigenkapital berechnet wird. Dabei werden gemäß "Capital Asset Pricing Model" unternehmensspezifische Risikofaktoren berücksichtigt. Es wird ein für alle Unternehmensbereiche einheitlicher Kapitalkostensatz von 8,5 % verwendet, der zugleich auch eine Mindestzielgröße für Projekte und Investitionen im Konzern darstellt. Er wird grundsätzlich anhand der aktuellen Finanzmarktverhältnisse einmal jährlich überprüft. Um die Asset Charge mit denen der Vorjahre besser vergleichbar zu machen, wurde der hier verwendete WACC im Jahr 2019 verglichen mit den Vorjahren konstant gehalten. Die Berechnung der Asset Charge erfolgt monatlich, sodass auch unterjährige Schwankungen im betrieblichen Nettovermögen berücksichtigt werden. Die Grafik "Berechnungen" zeigt die Zusammensetzung der Nettovermögensbasis. Free Cashflow ermöglicht Steuerung der Liquidität Neben EBIT und EAC ist der Cashflow für das Konzernmanagement ein weiterer wesentlicher finanzieller Indikator. Damit wird auf eine ausreichende Liquidität abgezielt, um neben operativen Zahlungsverpflichtungen und Investitionen auch alle finanziellen Verpflichtungen des Konzerns aus Schuldentilgung und Dividende decken zu können. Der Cashflow wird mithilfe der Kapitalflussrechnung ermittelt. Der operative Cashflow (OCF) berücksichtigt alle Größen, die mit der unmittelbaren operativen Wertschöpfung verbunden sind. Er wird aus dem EBIT berechnet, korrigiert um Veränderungen der langfristigen Vermögenswerte (Abschreibungen, Zuschreibungen, Gewinne und Verluste aus Abgängen), sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, erhaltene Dividenden, Steuerzahlungen, Veränderung von Rückstellungen sowie sonstige langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Eine weitere wesentliche Einflussgröße des OCF ist das kurzfristige Nettovermögen (Net Working Capital). Effektives Management des kurzfristigen Nettovermögens ist für den Konzern ein wichtiger Hebel, um den Cashflow kurz- und mittelfristig zu verbessern. Der Free Cashflow (FCF) als steuerungsrelevanter Leistungsindikator basiert auf dem OCF und ergänzt diesen um Zahlungsmittelflüsse aus Investitionen, Leasing, Akquisitionen und Desinvestitionen sowie Nettozinszahlungen. Er gibt an, wie viele Zahlungsmittel dem Unternehmen für Dividendenzahlungen oder Rückführung der Verschuldung aus dem Berichtszeitraum zur Verfügung stehen. scroll
1 Schließt kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf das EBIT ein. Nicht enthalten sind zum Beispiel Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf Steuern, Finanzierung und liquide Mittel. 2 Schließt sonstige langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf das EBIT ein. Nicht enthalten sind zum Beispiel Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Bezug auf Steuern oder Bonds. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Jährliche weltweite Mitarbeiterbefragung Unsere jährliche weltweite Mitarbeiterbefragung, deren Ergebnisse aus dem Berichtsjahr wir im Kapitel >Mitarbeiter, Seite 55, schildern, zeigt uns, wo wir als Konzern aus Sicht der Mitarbeiter stehen und wie diese das Führungsverhalten der Vorgesetzten einschätzen. In die Bonusermittlung von Führungskräften im Berichtsjahr fließt wie in den Vorjahren die Kennzahl "Aktive Führung" ein. Ab dem Jahr 2020 wollen wir uns auf das Mitarbeiterengagement fokussieren und werden diesen Gesamtwert zur Steuerung nutzen und in die Bonusberechnung der Führungskräfte einbeziehen,>Prognose, Seite 63. Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern Wir wollen unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern, unsere CO2-Effizienz verbessern und Kosten senken. Die entsprechende Zielgröße unseres Umweltschutzprogramms "GoGreen" lautet Treibhausgaseffizienz. Sie wird mithilfe eines CO2-Effizienz-Index (CEX) gemessen, der auf geschäftsfeldspezifischen Emissions-Intensitätskennzahlen basiert, die gegenüber dem Basisjahr indiziert sind. Die dem CEX zugrunde liegenden Treibhausgasemissionen berechnen wir nach den Prinzipien der Greenhouse Gas Protocol Standards und der DIN EN 16258 sowie für unsere europäischen Luftfahrtaktivitäten entsprechend den Anforderungen des europäischen Emissionshandelssystems (EU-ETS). Gemäß DIN EN 16258 erfolgt der Ausweis sämtlicher klimaschädlicher Gase in Form von CO2-Äquivalenten (CO2e). Die jeweiligen Emissionen werden so ins Verhältnis zu einer passenden Leistungsgröße gesetzt. Der CEX ist ein steuerungsrelevanter nichtfinanzieller Indikator im Konzern. Die für das Berichtsjahr ermittelten Werte zeigen wir im Kapitel >Nachhaltigkeit, Seite 57. Übernahmerechtliche Angaben Angaben nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von Aktien Zum 31. Dezember 2019 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 1.236.506.759 €, eingeteilt in ebenso viele auf den Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Jede Aktie gewährt die gleichen gesetzlich und/oder in der Satzung vorgesehenen Rechte und Pflichten und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu, insbesondere solche, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ausübung der Stimmrechte und die Übertragung der Aktien richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung. Die Satzung beschränkt weder die Ausübung der Stimmrechte noch die Übertragung von Aktien. Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 % Die KfW Bankengruppe (KfW), Frankfurt am Main, ist mit einer Beteiligung von 20,53 % am Grundkapital unser größter Aktionär. Die Bundesrepublik Deutschland ist mittelbar über die KfW an der Deutsche Post AG beteiligt. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen, vgl. §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 31 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG). Gemäß § 6 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern. Im Übrigen wird die Zahl der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestimmt. Satzungsänderungen Die Satzung kann gemäß §§ 119 Abs. 1 Ziff. 6, 179 Abs. 1 Satz 1 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Gemäß § 21 Abs. 2 der Satzung in Verbindung mit §§ 179 Abs. 2, 133 Abs. 1 AktG beschließt die Hauptversammlung über Satzungsänderungen grundsätzlich mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Soweit das Gesetz für Satzungsänderungen zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt, ist diese Mehrheit entscheidend. Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 160 MIO neue, auf den Namen lautende Stückaktien auszugeben (Genehmigtes Kapital). Die Einzelheiten ergeben sich aus § 5 Abs. 2 der Satzung. Die Satzung ist auf der Internetseite der Gesellschaft,@dpdhl.com/de/investoren, und im elektronischen Unternehmensregister abrufbar. Sie kann ferner beim Handelsregister des Amtsgerichts Bonn eingesehen werden. Der Vorstand ist bzw. war ferner durch Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 27. Mai 2014 (zu Tagesordnungspunkt 8), vom 28. April 2017 (zu Tagesordnungspunkt 7) und vom 24. April 2018 (zu Tagesordnungspunkten 6 und 7) ermächtigt, Bezugsrechte auf Aktien auszugeben. Die Ermächtigungsbeschlüsse sind aus den notariellen Sitzungsniederschriften ersichtlich, die beim Handelsregister des Amtsgerichts Bonn einsehbar sind. Die Hauptversammlung hat zur Bedienung von noch auszugebenden oder bereits ausgegebenen Bezugsrechten bedingte Kapitalerhöhungen beschlossen. Die Einzelheiten sind in § 5 der Satzung bestimmt. Zum 31. Dezember 2019 sind Bezugsrechte ausgegeben, die bei Vorliegen der Voraussetzungen mit bis zu 30.633.575 Aktien der Deutsche Post AG zu bedienen sind. Unter den erteilten Ermächtigungen können bis zu 38.133.756 weitere Bezugsrechte ausgegeben werden. Die Hauptversammlung vom 28. April 2017 hat die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 27. April 2022 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Einzelheiten hierzu einschließlich der Möglichkeiten der Verwendung der aufgrund dieser oder einer vorangehenden Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien ergeben sich aus dem von der Hauptversammlung am 28. April 2017 (Tagesordnungspunkt 8) gefassten Ermächtigungsbeschluss. Ergänzend dazu hat die Hauptversammlung vom 28. April 2017 den Vorstand ermächtigt, in dem zu Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Rahmen eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben (Tagesordnungspunkt 9). Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 384.421 eigene Aktien erworben. Zum 31. Dezember 2019 hielt die Gesellschaft 983.694 eigene Aktien. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern Es besteht ein Vertrag zwischen der Deutsche Post AG und einem Bankenkonsortium über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 2 MRD €. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung zu verlangen. Weiterhin sehen die Anleihebedingungen der unter dem im März 2012 etablierten "Debt Issuance Programme" emittierten Anleihen sowie der im Dezember 2017 begebenen Wandelanleihe Kontrollwechselbestimmungen vor. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne der Bedingungen gewähren diese den Gläubigern unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, die vorzeitige Rückzahlung der jeweiligen Schuldverschreibungen zu verlangen. Schließlich besteht im Zusammenhang mit Vertriebskooperationen ein Factoringvertrag im Volumen von maximal 70 MIO €, der im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags vom Factor außerordentlich gekündigt werden kann. Für den Fall eines Kontrollwechsels ist allen Mitgliedern des Vorstands das Recht eingeräumt, innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach dem Kontrollwechsel mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende ihr Amt jeweils aus wichtigem Grund niederzulegen und den Vorstandsvertrag zu kündigen (Sonderkündigungsrecht). Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts oder einvernehmlicher Aufhebung des Vorstandsvertrags innerhalb von neun Monaten seit Kontrollwechsel hat das Mitglied des Vorstands Anspruch auf Abfindung seiner Vergütungsansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags, begrenzt durch die vom Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 in Nr. 4.2.3 empfohlenen Caps mit der im Vergütungsbericht dargestellten Präzisierung. Beim Jahresbonusplan mit Share Matching für Führungskräfte wird im Falle eines Kontrollwechsels der Gesellschaft die Haltefrist für die Aktien mit sofortiger Wirkung unwirksam. Die teilnehmenden Führungskräfte erhalten zeitnah die volle Zahl der ihrem Aktieneinsatz entsprechenden Matching Shares. In einem derartigen Fall trägt der Arbeitgeber alle nachteiligen steuerlichen Folgen, die sich aus der Verkürzung der Haltefrist ergeben. Davon ausgenommen sind Steuern, die normalerweise nach der Haltefrist anfallen. Forschung und Entwicklung Da der Konzern als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, ist über nennenswerte Aufwendungen nicht zu berichten. Vergütungsbericht Der Vergütungsbericht stellt die Grundsätze der Vergütungssysteme für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder dar und informiert über die im Geschäftsjahr 2019 gewährten und zugeflossenen Bezüge der Mitglieder des Vorstands sowie die Vergütung des Aufsichtsrats. Er ist entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und nach den Erfordernissen des Handelsgesetzbuchs (HGB), der Deutschen Rechnungslegungsstandards sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt worden. VERGÜTUNG DES VORSTANDS Grundsätze des Vergütungssystems für den Vorstand Das Vergütungssystem für den Vorstand ist an der Unternehmensstrategie ausgerichtet und trägt zu einer erfolgsorientierten, nachhaltigen und langfristigen Unternehmensführung bei. Es dient als ein zentrales Steuerungselement, um die Interessen der Vorstandsmitglieder mit denen der Gesellschaft und der Aktionäre zu verknüpfen, und setzt wichtige Anreize für die Umsetzung der Geschäftsstrategie. Die Gesellschaft definiert auf Unternehmens- und Geschäftsbereichsebene eine Kombination aus strategischen Zielen und operativen Kennzahlen, die die drei Zieldimensionen, erste Wahl als Arbeitgeber, Anbieter und Investment zu werden, sowie die fest in der Strategie verankerten Werte Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung berücksichtigt. Diese werden auch für die Bemessung der variablen Komponenten der Vorstandsvergütung herangezogen. Die Angemessenheit der Vergütung wird durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft. Kriterien dafür sind Aufgaben, persönliche Leistung und Erfahrung der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie wirtschaftliche Lage, Erfolg und Zukunftsaussichten des Unternehmens und die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten im Unternehmen gilt. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat das Verhältnis zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt, auch in der zeitlichen Entwicklung. Zur Frage, ob die Vergütung marktüblich ist, wird die Gruppe der DAX-Unternehmen herangezogen. Bei der Beurteilung der Angemessenheit der Vergütung wird der Aufsichtsrat von einem unabhängigen externen Vergütungsexperten unterstützt. Das aktuelle Vergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2018 mit 88,56 % der abgegebenen Stimmen gebilligt. Das Vergütungssystem im Überblick Die Vergütung des Vorstands setzt sich im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten zusammen: scroll
Vergütungsbestandteile und Ziel-Gesamtvergütung Den Großteil der Vergütung der Vorstandsmitglieder machen die variablen, erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile aus, deren Höhe sich anhand der Leistung der Vorstandsmitglieder und des Unternehmenserfolgs bemisst. Alle Leistungskriterien der variablen Vergütung werden vor jedem Geschäftsjahr durch den Aufsichtsrat mit Zielwerten hinterlegt, deren Erreichungsgrad die Höhe der tatsächlichen Auszahlung bestimmt. Der Aufsichtsrat achtet bei der Festlegung der Zielwerte, der unteren und der oberen Schwellenwerte darauf, dass diese adäquat und ambitioniert sind. Werden die unteren Schwellenwerte unterschritten, reduziert sich die variable Vergütung auf null. Bei einem Übertreffen der oberen Schwellenwerte ist die variable Vergütung auf einen Höchstbetrag begrenzt. Somit ergibt sich ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Profil in der Vergütung. Die Summe aus festen Vergütungsbestandteilen, dem Zielbetrag für die Jahreserfolgsvergütung sowie dem Gewährungswert der SAR ergibt die Ziel-Gesamtvergütung: ![]() ![]() Vergütungsstruktur der Ziel-Gesamtvergütung Gemäß der Empfehlung des DCGK achtet der Aufsichtsrat bei der Festlegung der variablen Vergütung auf eine mehrjährige Ausgestaltung, das heißt, die mittel- und langfristigen variablen Vergütungskomponenten übersteigen die kurzfristigen. Damit wird die langfristige Entwicklung der Gesellschaft unterstützt. Gleichzeitig verbleibt durch die kurzfristige variable Vergütung ein hinreichender Fokus auf den operativen jährlichen Zielen, deren Erreichung die Grundlage für die zukünftige Entwicklung bildet. Die Ziel-Gesamtvergütungsstruktur der Vorstandsmitglieder gestaltet sich am Beispiel einer Grundvergütung von 930.000 € wie folgt: scroll
1 Die feste Vergütung besteht aus Grundvergütung, Versorgungsbeitrag und Nebenleistungen; Nebenleistungen kalkuliert mit dem Durchschnittsbetrag 2019. Maximal-Gesamtvergütung Neben den betragsmäßigen Höchstgrenzen der einzelnen Vergütungsbestandteile ist die Auszahlungshöhe insgesamt durch ein Gesamt-Cap begrenzt. Dabei ist zum einen die Vergütung begrenzt, die sich aus der Gewährung eines Jahres ergibt (Gewährungs-Cap). Zum anderen ist ab dem Geschäftsjahr 2022 zusätzlich der Zufluss innerhalb eines Jahres durch einen Höchstbetrag begrenzt (Zufluss-Cap). Für ordentliche Vorstandsmitglieder belaufen sich diese Caps auf 5 MIO € und für den Vorstandsvorsitzenden auf 8 MIO € (jeweils zuzüglich Nebenleistungen). scroll
1 Der Zuflusszeitpunkt der Tranchen ist abhängig vom Zeitpunkt der Ausübung innerhalb der zweijährigen Ausübungsfrist. ![]() VERGÜTUNGSBESTANDTEILE IM DETAIL 1. Feste Vergütungsbestandteile GRUNDGEHALT Das Grundgehalt wird in gleichen Monatsraten gezahlt. Es dient zur Sicherung eines angemessenen, nicht variablen Einkommens, auch um das Eingehen unangemessener Risiken zu verhindern. NEBENLEISTUNGEN Die Gesellschaft gewährt ihren Vorstandsmitgliedern Nebenleistungen, die ordnungsgemäß als geldwerter Vorteil versteuert werden. Sie bestehen vor allem aus Firmenwagennutzung, Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung in entsprechender Anwendung der sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften sowie Leistungen bei Einsatz außerhalb des Heimatlandes. VERSORGUNGSZUSAGEN Die Vorstandsmitglieder erhalten eine Versorgungszusage auf der Basis eines beitragsorientierten Systems. Der Vorstandsvorsitzende verfügt noch über eine Altzusage in Form einer endgehaltsabhängigen unmittelbaren Versorgungszusage. Im Rahmen der beitragsorientierten Leistungszusage schreibt das Unternehmen für jedes Vorstandsmitglied einen jährlichen Beitrag in Höhe von 35 % des Grundgehalts auf einem virtuellen Versorgungskonto gut. Die Dauer der Beitragszahlung ist auf 15 Jahre begrenzt. Das Versorgungskapital wird bis zum Eintritt des Versorgungsfalls mit dem Zinssatz "iBoxx Corporates AA 10+ Annual Yield" verzinst, mindestens jedoch in Höhe von 2,25 % jährlich. Die Versorgungsleistung wird als Kapital in Höhe des angesammelten Werts des Versorgungskontos ausgezahlt. Der Leistungsfall tritt frühestens bei Erreichen der Altersgrenze (Vollendung des 62. Lebensjahres), bei Invalidität während der Amtsdauer oder bei Tod ein. Der Begünstigte hat im Versorgungsfall ein Rentenwahlrecht. Dem Vorstandsvorsitzenden wurde bei seiner ersten Bestellung die damals in der Gesellschaft übliche endgehaltsabhängige unmittelbare Pensionszusage erteilt. Vorgesehen sind Versorgungsleistungen, wenn er wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit, Tod oder altersbedingt aus dem Dienst ausscheidet. Altersleistungen können frühestens ab Vollendung des 55. Lebensjahres gewährt werden. Diese Regelung wurde nicht in Anspruch genommen. Die Versorgung des Vorstandsvorsitzenden ist auf eine laufende Ruhegeldleistung gerichtet. Er hat ein Wahlrecht und kann stattdessen eine Kapitalzahlung wählen. Die Höhe der Leistungen ist abhängig von den pensionsfähigen Bezügen und dem Versorgungsgrad, der sich aus der Anzahl der Dienstjahre ergibt. Pensionsfähiges Einkommen ist das Grundgehalt, berechnet nach dem Durchschnitt der letzten zwölf Kalendermonate der Beschäftigung. Der Vorstandsvorsitzende hat nach Ablauf einer Dienstzeit von zehn Jahren den maximalen Versorgungsgrad in Höhe von 50 % des letzten Grundgehalts erreicht. Die späteren Rentenleistungen werden entsprechend der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes für Deutschland erhöht oder ermäßigt. 2. Variable Vergütungsbestandteile Die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt mithilfe von ausgewählten strategischen Leistungskriterien und ambitioniert gesetzten operativen Zielen die richtigen Anreize, um die Gesellschaft im Einklang mit der Geschäftsstrategie sowie im Sinne der Aktionäre und weiteren Stakeholder zu führen. Dabei legt die Jahreserfolgsvergütung den Fokus auf die operativen Ziele der Gesellschaft und schafft damit die Basis für die zukünftige Entwicklung. Während die Mittelfristkomponente die Verstetigung der operativen Ziele sicherstellt, konzentriert sich die variable Vergütung in Form des LTIP auf eine langfristige Steigerung des Unternehmenswertes und damit die Verknüpfung der Interessen des Vorstands und der Aktionäre. JAHRESERFOLGSVERGÜTUNG INKLUSIVE MITTELFRISTKOMPONENTE (DEFERRAL) Die für die Bemessung der Leistung der Vorstandsmitglieder festgelegten Leistungskriterien der Jahreserfolgsvergütung richten sich in der Regel zu 75 % an finanziellen und zu 25 % an nichtfinanziellen Zielen aus. Um neben der kollektiven Leistung des Vorstands zusätzlich die individuelle Leistung eines Vorstandsmitglieds in seine Vergütung einfließen zu lassen, werden zudem individuelle Ziele definiert. Dabei unterstützt jedes Leistungskriterium die Umsetzung der unternehmerischen Ziele der Gesellschaft und ihrer Divisionen im Sinne der strategischen Zieldimensionen. Einzelheiten zu den verwendeten Bemessungskriterien und deren Gewichtung können der Tabelle "Leistungskriterien" auf >Seite 24 entnommen werden. Die tatsächliche Höhe der Jahreserfolgsvergütung beträgt maximal 100 % des Grundgehalts. Der Zielbetrag ist auf 80 % des Grundgehalts festgelegt. 50 % der auf Basis der Zielerreichung festgelegten variablen Vergütung werden nach Abschluss des Geschäftsjahres ausbezahlt (Kurzfristkomponente). Die übrigen 50 % werden in die Mittelfristkomponente (Deferral) überführt. Eine Auszahlung aus dieser Mittelfristkomponente erfolgt erst nach Ablauf einer zweijährigen Nachhaltigkeitsphase und nur, wenn zusätzlich während dieses Zeitraums das Nachhaltigkeitskriterium EBIT after Asset Charge (EAC) erreicht wird. Eine Übererfüllung führt nicht zu einer Erhöhung des Betrags. Wird das Nachhaltigkeitskriterium nicht erreicht, wird das Deferral nicht ausgezahlt; es verfällt ersatzlos. LANGFRISTKOMPONENTE (LONG-TERM-INCENTIVE-PLAN, LTIP) Die Gesellschaft gewährt den Vorstandsmitgliedern seit dem Geschäftsjahr 2006 als Langfristkomponente eine aktienkursbasierte Barvergütung durch Ausgabe von Stock Appreciation Rights (SAR). Der LTIP setzt mit einer Laufzeit von sechs Jahren Anreize für eine langfristige Unternehmensentwicklung. Zur Teilnahme am LTIP müssen die Vorstandsmitglieder vor der Gewährung der jeweiligen Tranche ein Eigeninvestment in Höhe von 10 % des jährlichen Grundgehalts erbringen, vorrangig in Aktien der Gesellschaft. Zu Beginn der Laufzeit wird eine Anzahl von SAR mit einer vierjährigen Sperrfrist gewährt, die ab der Tranche 2020 einem Wert in Höhe von 100 % des Grundgehalts entspricht. Aus den gewährten SAR fließt den Vorstandsmitgliedern frühestens nach Ablauf dieser Sperrfrist eine Vergütung zu. Zunächst wird ermittelt, ob die vorab festgelegten Erfolgsziele erreicht wurden. Im Sinne unserer strategischen Zieldimension, erste Wahl als Investment zu werden, sind die Erfolgsziele aktienkursbezogen. Vier Sechstel der gewährten SAR sind verdient, wenn der Endkurs der Deutsche-Post-Aktie am Ende der Sperrfrist mindestens 10 %, 15 %, 20 % oder 25 % über dem Ausgabepreis liegt (absolute Aktienkursziele). Hierdurch wird die Wichtigkeit der langfristigen Entwicklung der Gesellschaft sowie die Steigerung des Unternehmenswertes betont und die Vergütung des Vorstands spürbar am Interesse der Aktionäre ausgerichtet. Weitere zwei Sechstel der gewährten SAR sind an die Performance der Aktie im Verhältnis zur Performance des STOXX Europe 600 Index gekoppelt. Sie sind verdient, wenn die Wertentwicklung der Aktie der des Index entspricht bzw. ihn um mehr als 10 % überschreitet (relative Aktienkursziele). Somit wird auch der Erfolg der Gesellschaft im Vergleich zur Marktentwicklung in den Fokus gerückt. ![]() Die SAR können innerhalb einer Ausübungsfrist von zwei Jahren nach Ablauf der Sperrfrist zu einem oder mehreren Zeitpunkten unter Beachtung der insiderrechtlichen Regelungen ausgeübt werden, innerhalb dieser Frist nicht ausgeübte SAR verfallen. Ein SAR berechtigt das Vorstandsmitglied während der zweijährigen Ausübungsfrist zum Barausgleich in Höhe der Differenz zwischen dem Durchschnitt der Schlusskurse der Deutsche-Post-Aktie während der letzten fünf Handelstage vor dem Ausübungstag und dem zu Beginn der vierjährigen Sperrfrist festgelegten Ausgabepreis. Das Vorstandsmitglied erhält daher nur dann eine Zahlung, wenn der Aktienkurs den Ausgabepreis der SAR übersteigt. Somit schafft der LTIP für bis zu sechs Jahre einen Anreiz, den Kurs der Deutsche-Post-Aktie zu steigern. Die Auszahlung aus den SAR ist auf einen Höchstbetrag in Höhe des 4-Fachen (bzw. des 2,5-Fachen für den Vorstandsvorsitzenden) des Gewährungsbetrags begrenzt. Darüber hinaus kann der Aufsichtsrat die Vergütung aus dem LTIP bei außerordentlichen Entwicklungen zusätzlich begrenzen. Nicht ausübbare SAR verfallen ersatzlos. Bereits verdiente SAR können jedoch bis zum Ende der jeweiligen Ausübungsfrist ausgeübt werden, wenn ein Vorstandsmitglied auf Veranlassung der Gesellschaft vor Ablauf der vereinbarten Vertragslaufzeit ausscheidet oder das Dienstverhältnis nach Ablauf der vereinbarten Vertragsdauer endet, ohne dass die Gesellschaft ihm ein Angebot zur Verlängerung gemacht hat. Das Gleiche gilt bei Eintritt in den Ruhestand oder den vorzeitigen Ruhestand. 3. Sonstige Vertragsbestimmungen VERTRAGSLAUFZEIT Die Vertragslaufzeit für Vorstandsmitglieder beträgt in der Regel drei Jahre bei Erstbestellung und fünf Jahre bei Wiederbestellung. VORZEITIGE VERTRAGSBEENDIGUNG UND KONTROLLWECHSEL Die Vorstandsverträge sehen entsprechend der Empfehlung des DCGK in der Fassung vom 7. Februar 2017 eine Vereinbarung vor, dass im Fall vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit nicht mehr als der Wert der Ansprüche für die Restlaufzeit des Vertrags vergütet wird. Dabei sind Zahlungen begrenzt auf den Wert von maximal zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen (Abfindungs-Cap). Der Abfindungs-Cap wird ohne Werte von zugewiesenen oder ausgeübten Rechten aus einem LTIP berechnet. Für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) ist den Mitgliedern des Vorstands das Recht eingeräumt, innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach dem Kontrollwechsel mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende ihr Amt aus wichtigem Grund niederzulegen und den Vorstandsvertrag zu kündigen (Sonderkündigungsrecht). Nach der vertraglichen Regelung wird ein Kontrollwechsel unter der Voraussetzung angenommen, dass entweder ein Aktionär durch das Halten von mindestens 30 % der Stimmrechte - einschließlich der ihm nach § 30 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) zuzurechnenden Stimmrechte Dritter - die Kontrolle im Sinne von § 29 Abs. 2 WpÜG erworben hat oder mit der Gesellschaft als abhängigem Unternehmen ein Beherrschungsvertrag nach § 291 AktG geschlossen und wirksam geworden ist oder die Gesellschaft gemäß § 2 Umwandlungsgesetz mit einem anderen konzernfremden Rechtsträger verschmolzen wurde, es sei denn, der Wert des anderen Rechtsträgers beträgt ausweislich des vereinbarten Umtauschverhältnisses weniger als 50 % des Wertes der Gesellschaft. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts oder einvernehmlicher Aufhebung des Vorstandsvertrages innerhalb von neun Monaten seit Kontrollwechsel hat das Mitglied des Vorstands Anspruch auf Abfindung seiner Vergütungsansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags. Die Höhe der Abfindung ist auf 150 % des Abfindungs-Caps (Berechnung siehe oben) begrenzt. Der Abfindungsbetrag wird um 25 % gekürzt, wenn das Vorstandsmitglied bei seinem Ausscheiden noch nicht das 60. Lebensjahr vollendet hat. Sofern die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags weniger als zwei Jahre beträgt und das Vorstandsmitglied beim Ausscheiden das 62. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, entspricht der Abfindungsbetrag dem Abfindungs-Cap. Dasselbe gilt, wenn der Vorstandsvertrag vor Vollendung des 62. Lebensjahres durch Zeitablauf endet, weil er im Zeitpunkt des Kontrollwechsels nur noch eine Laufzeit von weniger als neun Monaten hatte und nicht verlängert wurde. Im Fall einer Beendigung des Vorstandsvertrags durch das Sonderkündigungsrecht kann das Vorstandsmitglied die bereits zugeteilten SAR nach Ablauf der vierjährigen Sperrfrist bei Vorliegen der in den jeweils geltenden Planbedingungen geregelten Ausübungsvoraussetzungen bis zum Ende der jeweiligen Ausübungsfrist ausüben. Es besteht nach Beendigung des Vorstandsvertrags kein Anspruch auf die Einräumung weiterer SAR. Für den Fall, dass es nach der Übernahme keine Börsennotierung mehr gibt, wird die Gesellschaft mit den Vorstandsmitgliedern eine angemessene Ausgleichsregelung treffen. WETTBEWERBSVERBOT Geregelt ist darüber hinaus ein Wettbewerbsverbot. Als Karenzentschädigung werden während seiner einjährigen Dauer 100 % des zuletzt vertraglich vereinbarten anteiligen Grundgehalts monatlich gezahlt, auf das anderweitiges Arbeitseinkommen angerechnet wird. Die Karenzzahlung wird bei etwaigen Pensionszahlungen mindernd berücksichtigt. Erhält ein Vorstandsmitglied eine Abfindung seiner Vergütungsansprüche, wird für den abgegoltenen Zeitraum keine zusätzliche Karenzentschädigung für das Wettbewerbsverbot gezahlt. Die Gesellschaft kann vor oder gleichzeitig mit dem Ende des Vorstandsvertrags auf die Einhaltung des Wettbewerbsverbots mit der Wirkung verzichten, dass sie sechs Monate nach Zugang der Erklärung von der Verpflichtung befreit wird, die Karenzentschädigung zu zahlen. GEHALTSFORTZAHLUNG Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, die durch Krankheit, Unfall oder aus einem anderen vom Vorstandsmitglied nicht verschuldeten Grund eintritt, werden die Bezüge für die Dauer von zwölf Monaten, längstens bis zur Beendigung des Vorstandsvertrags, fortgezahlt. Wird ein Vorstandsmitglied während der Laufzeit des Vorstandsvertrags dauernd arbeitsunfähig, endet der Vorstandsvertrag mit dem Ablauf des Quartals, in dem die dauernde Arbeitsunfähigkeit festgestellt worden ist. Endet der Vorstandsvertrag durch Tod oder dauernde Arbeitsunfähigkeit, so werden das Grundgehalt sowie die maximale Jahreserfolgsvergütung jeweils pro rata temporis für die Dauer von sechs Monaten nach dem Ablauf des Monats fortgezahlt, in dem der Vorstandsvertrag endet, längstens jedoch bis zu dem vorgesehenen Vertragsende. Im Falle des Vertragsendes durch Tod erfolgt die Zahlung an die anspruchsberechtigten Hinterbliebenen als Gesamtgläubiger. CLAWBACK Nach der Empfehlung G.11 des neuen DCGK soll eine variable Vergütung in begründeten Fällen einbehalten oder zurückgefordert werden können (Clawback). Der Empfehlung kommt die Gesellschaft nach, da sowohl die mittel- als auch die langfristig ausgerichteten Bestandteile der variablen Vergütung einbehalten werden können. 50 % der sich aus der Zielerreichung ergebenden Jahreserfolgsvergütung werden in der Mittelfristkomponente mit einer zweijährigen Nachhaltigkeitsphase verknüpft (Deferral). Diese Mittelfristkomponente wird, auch wenn sie dem Grunde nach verdient ist, wieder eingezogen und verfällt ersatzlos, wenn das Nachhaltigkeitskriterium EAC während der Nachhaltigkeitsphase nicht erreicht wird. Die gewährten SAR werden eingezogen und verfallen ersatzlos, wenn und soweit die absoluten oder relativen Erfolgsziele während der vierjährigen Sperrfrist nicht erreicht werden. Die Gewährung der SAR erfolgt zudem mit der Maßgabe, dass der Aufsichtsrat den Auszahlungsbetrag im Fall außergewöhnlicher Entwicklungen begrenzen kann. Innerhalb der gesetzlichen Verjährungsfristen finden zusätzlich die gesetzlichen Clawback-Vorschriften Anwendung. SHARE OWNERSHIP Die Vorstandsvergütung ist aufgrund der aktienbasierten Zielorientierung des LTIP sehr weitreichend und unmittelbar mit dem Aktionärsinteresse verknüpft und ein Gleichlauf mit diesem sichergestellt. Je SAR-Tranche kann ein Vorstandsmitglied (vorbehaltlich des vorherigen Eingreifens des Gesamt-Caps) aus jeder einzelnen Tranche maximal das 2,5-Fache (Vorstandsvorsitzender) bzw. das 4-Fache (ordentliche Vorstandsmitglieder) des Zuteilungswerts erlösen. Schon bei der Betrachtung nur eines Jahres führt dies zu einer aktienkursorientierten Anreizwirkung, die weit über einem Jahresgrundgehalt liegt. In der Mehrjahresbetrachtung kumuliert sich dieser Effekt. Darüber hinaus müssen die Vorstandsmitglieder zur Teilnahme am LTIP je Tranche ein Eigeninvestment in Höhe von 10 % ihres Jahresgrundgehalts leisten, das vorrangig in Aktien der Gesellschaft zu erbringen ist. Eine Vereinbarung noch weiter reichender Share Ownership Guidelines erscheint daher nicht erforderlich. SONSTIGES Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite. Vergütung des Konzernvorstands im Geschäftsjahr 2019 1. Grundgehalt Das Grundgehalt der ordentlichen Vorstandsmitglieder beläuft sich grundsätzlich im ersten Vertragsjahr auf 715.000 €, ab dem dritten Vertragsjahr auf 860.000 € und ab dem vierten Vertragsjahr auf 930.000 €. Danach wird es nach Ablauf von drei weiteren Jahren oder bei einer Vertragsverlängerung überprüft. Die individuelle Höhe des Grundgehalts kann der Tabelle "Gewährte Zuwendungen gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (DCGK)" auf >Seite 27 ff. entnommen werden. 2. Zielerreichung der Jahreserfolgsvergütung inklusive Deferral Die Leistungskriterien, nach denen die Höhe der Jahreserfolgsvergütung bemessen wird, sowie deren Gewichtung sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Es wurden folgende Leistungskriterien verwendet: scroll
1 EBIT after Asset Charge (EAC) einschließlich Kapitalkosten auf Goodwill und vor Wertminderung auf Goodwill 2 Bei Ken Allen wurde aufgrund der Übernahme der Verantwortung für einen neuen Unternehmensbereich in 2019 auf die Vereinbarung eines Individualziels verzichtet und sein divisionales EAC-Ziel entsprechend prozentual erhöht. Die Berechnung der Höhe der Jahreserfolgsvergütung erfolgt nach folgender Formel: ![]() scroll
1 Einschließlich Kapitalkosten auf Goodwill und vor Wertminderung auf Goodwill Zur Messung der Zielerreichung wurden mit den Vorstandsmitgliedern jeweils drei Hürden vereinbart, die für die Bemessung der Höhe der individuellen Jahreserfolgsvergütung maßgeblich sind: Bis zum Erreichen der unteren Hürde erfolgt keine Auszahlung; bei Erreichen der unteren Hürde werden 50 % des auf dieses Ziel entfallenden Maximalbetrags gezahlt. Bei Erreichen des Zielwertes werden 80 % und bei Erreichen der oberen Hürde werden 100 % des Maximalbetrags gezahlt. Aus jedem Ziel kann maximal ein Betrag erreicht werden, der der dargestellten Gewichtung entspricht (Beispiel: Für das Zielkriterium Free Cashflow kann maximal eine Auszahlung in Höhe von 10 % eines Grundgehalts erreicht werden). Der Zielwert der finanziellen Ziele EAC und Free Cashflow des Konzerns entspricht dem Planwert für das Geschäftsjahr. Bei den Einzelzielen lag der Zielerreichungsgrad zwischen 62,5 % und 125 %. Das Mitarbeiterziel wurde zu 112,50 % erreicht. Aufgrund der festgestellten Zielerreichung betrug die durchschnittliche Höhe der Jahreserfolgsvergütung (einschließlich Deferral) 75,71 % eines Grundgehalts. Die Höhe der ausbezahlten Jahreserfolgsvergütung kann auf individueller Basis der Tabelle "Zufluss gemäß DCGK" entnommen werden. Voraussetzung für die Auszahlung des in 2017 aufgeschobenen Anteils der Jahreserfolgsvergütung (Deferral) war, dass das EAC nach Ablauf der Nachhaltigkeitsphase höher liegen musste als im Ausgangsjahr oder dass der EAC-Wert während der Nachhaltigkeitsphase kumuliert positiv war, das heißt, dass mindestens die Kapitalkosten (inklusive Kapitalkosten auf Goodwill) verdient wurden. Letzteres war während der Nachhaltigkeitsphase der Fall. Die individuellen Auszahlungsbeträge können der Tabelle "Zufluss gemäß DCGK" entnommen werden. 3. SAR-Zielerreichung Am 31. August 2019 endete die Wartezeit der vor vier Jahren gewährten SAR-Tranche 2015. Die absolute Performance der Deutsche-Post-Aktie lag bei 11,70 %. Damit wurde eines von vier absoluten Teilzielen erreicht. Die relative Performance gegenüber dem STOXX Europe 600 lag bei 11,07 %, sodass beide relativen Teilziele erreicht wurden. Insgesamt wurden somit drei von sechs Teilzielen erreicht, sodass die Hälfte der im Geschäftsjahr 2015 gewährten SAR ausübbar geworden ist. Die Vorstandsmitglieder können diese SAR bis zum 31. August 2021 ausüben. Zum 1. September 2019 wurden den Vorstandsmitgliedern als Tranche 2019 erneut SAR gewährt. Um den Gewährungswert zu ermitteln, hat der Aufsichtsrat mit den Vorstandsmitgliedern für den Zeitraum von zwölf Monaten vor dem Gewährungsstichtag eine Vereinbarung über strategische Ziele geschlossen. Maßgebliche Zielkategorien waren die Aktienkursentwicklung im Vergleich zum Wettbewerb, strategische Individualziele sowie jeweils ein Ziel aus dem Bereich der digitalen Transformation. Die Zielkategorien wurden mit jeweils einem Drittel gewichtet. Für die Aktienkursentwicklung im Vergleich zum Wettbewerb wurden für die operativen Divisionen des Konzerns eigene Vergleichsgruppen mit zwei bis drei Unternehmen gebildet. Im Rahmen der digitalen Transformation wurden weitere Umsetzungsschritte der divisionalen Strategie vereinbart. Bei den weiteren Individualzielen lag der Fokus insbesondere auf Kunden und Mitarbeitern. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Rahmen der Tranche 2019 im Durchschnitt SAR gewährt, die 139 % ihres Grundgehalts am Gewährungsstichtag entsprachen. Ab der Tranche 2020 erfolgt eine Gewährung von SAR für alle Vorstandsmitglieder einheitlich nur noch in Höhe von 100 % des individuellen Grundgehalts am Gewährungsstichtag. Die Zielerreichung der für die Gewährung im Jahr 2019 maßgeblichen Teilziele wurde wie folgt festgestellt: scroll
Der Startwert des Index betrug 371,81 Punkte. Der Ausgabepreis betrug 28,88 €. Zahlungen aus der Tranche 2019 erfolgen frühestens ab dem 1. September 2023 unter der Voraussetzung, dass die aktienkursbasierten Teilziele zumindest teilweise erreicht werden. Wird kein Teilziel erreicht, verfallen die SAR ersatzlos, das heißt, hieraus erfolgen zu keinem Zeitpunkt Zahlungen. Der individuelle Wert der im Geschäftsjahr 2019 den einzelnen Vorstandsmitgliedern gewährten SAR kann der Tabelle "Gewährte Zuwendungen gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (DCGK)" auf >Seite 27 ff., die Anzahl der gewährten SAR der Tabelle "Long-Term-Incentive-Plan: Anzahl gewährter SAR" entnommen werden. scroll
1 Mit Ausscheiden verfallen 4. Höhe der Vergütung Aufgrund der vorgenannten Festsetzungen des Aufsichtsrats betrug die Vergütung der Mitglieder des Vorstands nach den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 13,62 MIO € (Vorjahr: 11,37 MIO €). Davon entfielen 8,15 MIO € auf erfolgsunabhängige Komponenten (Vorjahr: 8,12 MIO €) und 5,47 MIO € auf die ausgezahlte Jahreserfolgsvergütung (inklusive Deferral 2017) als erfolgsbezogene Komponente (Vorjahr: 3,25 MIO €). Weitere 2,88 MIO € der Jahreserfolgsvergütung wurden in die Mittelfristkomponente (Deferral) überführt (Vorjahr: 0,58 MIO €) und werden im Jahr 2022 ausgezahlt, vorausgesetzt, dass das maßgebliche Nachhaltigkeitskriterium EAC erfüllt ist. Die Vorstandsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 2.322.978 Stück SAR, die zum Ausgabezeitpunkt einen Wert von 9,90 MIO € (Vorjahr: 5,43 MIO €) hatten. Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder ist in den folgenden Tabellen individualisiert ausgewiesen. Dabei wurden zusätzlich zu den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen auch die Empfehlungen des DCGK berücksichtigt. scroll
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1 Mit Ausscheiden verfallen scroll
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1 Verzicht auf die Jahreserfolgsvergütung (inklusive Deferral) 2018 2 Zuzüglich einer Ausgleichszahlung in Höhe von 783.460 € im Jahr 2018 scroll
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1 Verzicht auf die Jahreserfolgsvergütung (inklusive Deferral) 2018 2 Mit Ausscheiden verfallen 3 Inklusive einer Ausgleichszahlung in Höhe von 783.460 € im Jahr 2018 scroll
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Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstands Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene betrugen im Geschäftsjahr 2019 6,3 MIO € (Vorjahr: 9,6 MIO €). Der nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Verpflichtungsumfang (DBO) für laufende Pensionen beläuft sich auf 100 MIO € (Vorjahr: 94 MIO €). VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der Deutsche Post AG geregelt. Sie erhalten demnach wie im Vorjahr eine ausschließlich feste jährliche Vergütung in Höhe von 70.000 €. Für den Aufsichtsratsvorsitzenden sowie den Vorsitzenden eines Ausschusses erhöht sich die Vergütung um 100 %, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und für das Mitglied eines Ausschusses um 50 %. Dies gilt nicht für den Vermittlungs- und den Nominierungsausschuss. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen angehören oder die Funktion eines Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden ausüben, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten wie im Vorjahr ein Sitzungsgeld von 1.000 € für jede Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses, an der sie teilnehmen. Sie haben Anspruch auf Erstattung der ihnen bei der Ausübung ihres Amts entstehenden baren Auslagen. Umsatzsteuern auf Aufsichtsratsvergütung und Auslagen werden erstattet. Die Vergütung für das Jahr 2019 beträgt insgesamt 2,6 MIO € (Vorjahr: 2,7 MIO €). Beide Summen sind in der folgenden Tabelle individuell ausgewiesen. scroll
1 Für sein Mandat im Aufsichtsrat der DHL Hub Leipzig GmbH erhält Stephan Teuscher 1.500 € pro Jahr. Erklärung zur Unternehmensführung und nichtfinanzieller Bericht Die Erklärung zur Unternehmensführung finden Sie unter @dpdhl.com/de/investoren. Den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht für die Deutsche Post AG und den Konzern mit den Angaben gemäß §§ 289b ff., 315b f. HGB finden Sie im @Nachhaltigkeitsbericht, dpdhl.de/nachhaltigkeitsbericht2019. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtaussage Deutsche Post DHL Group konnte im Geschäftsjahr 2019 den Umsatz in allen Unternehmensbereichen steigern. Mit einem Konzern-EBIT von 4,1 MRD € haben wir die unterjährig angehobene Ergebnisprognose erreicht. Die Restrukturierungsmaßnahmen im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland zeigen Wirkung und haben das Ergebnis deutlich verbessert. Die Unternehmensbereiche Global Forwarding, Freight und Supply Chain konnten dank einer verbesserten Profitabilität das Ergebnis ebenfalls steigern. Im neuen Unternehmensbereich eCommerce Solutions haben Restrukturierungsaufwendungen das Ergebnis belastet. Express ist unverändert stark gewachsen. Die angelaufene Erneuerung der Express-Interkontinentalflotte wird die bereits hohe Produktivität in diesem Unternehmensbereich noch weiter steigern. Angesichts von Investitionen in Höhe von 3,6 MRD € sind wir mit der Entwicklung des Free Cashflow sehr zufrieden. Insgesamt bewertet der Vorstand die finanzielle Lage des Konzerns weiterhin als sehr solide. Prognose-Ist-Vergleich scroll
1 Prognose unterjährig angehoben 2 Vor Effekten aus dem Coronavirus sowie Aufwendungen im Zuge der Neuausrichtung von StreetScooter 3 Vor Effekten aus dem Coronavirus 4 Einschließlich Effekten aus dem Coronavirus sowie der StreetScooter-Neuausrichtung Rahmenbedingungen Weltwirtschaft verliert deutlich an Schwung Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2019 deutlich an Schwung verloren. In den Industrieländern gab der durchschnittliche Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1,7 % nach. In den Emerging Markets verringerte sich das Wachstum leicht auf 4,2 %. Die globale Produktionsleistung wuchs um 2,6 % und damit deutlich langsamer als im Vorjahr (3,2 %). Das Welthandelsvolumen erhöhte sich leicht gegenüber 2018. Allerdings war der Anstieg so gering wie zuletzt in den Jahren 2008 und 2009 (IHS Markit: 1,9 %, IWF: 1,1 %; OECD: 1,2 %). Asien erwies sich erneut als wichtigster Motor der Weltwirtschaft. Auch hier hat das BIP-Wachstum jedoch nachgelassen und erreichte 2019 nur noch 4,4 %. Ein Grund dafür war der erneute Wachstumsrückgang in China, dessen Wirtschaft nach 6,8 % im Jahr 2018 nur noch mit einer Rate von 6,2 % wuchs. Belastet wurde das Wachstum vor allem durch den Handelskonflikt mit den USA. Die japanische Wirtschaft ist im Jahr 2019 mit 1,1 % zwar stärker gewachsen (Vorjahr: 0,3 %), wurde aber von der Umsatzsteuererhöhung im Oktober leicht gebremst. Das BIP-Wachstum in den USA hat sich im Jahr 2019 leicht auf solide 2,3 % abgeschwächt (Vorjahr: 2,9 %). Positiven Faktoren wie dem privaten Verbrauch und Wohnbauinvestitionen standen negative Auswirkungen des Handelskonfliktes mit China gegenüber. So gingen die US-Exporte volumenmäßig sogar leicht zurück, während die Importe erneut stiegen. Die Wirtschaft im Euroraum hat 2019 an Dynamik verloren, was sich am deutlichsten bei den stärker exportorientierten Mitgliedstaaten der Währungsunion bemerkbar machte. Auch die Binnennachfrage hat zuletzt an Dynamik verloren. Die weiterhin unsicheren Aussichten führten zu vermehrtem Vorsichtssparen und dämpften die Unternehmensinvestitionen. Für den Rückgang des BIP-Wachstums im Euroraum auf 1,2 % (Vorjahr: 1,9 %) waren vor allem die Exporte verantwortlich. Nach einem guten Jahresbeginn stagnierte die deutsche Wirtschaft im weiteren Verlauf des Jahres 2019. Der private Verbrauch wird weiterhin gestützt von einem erhöhten Verbrauchervertrauen, einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote und überdurchschnittlichen Lohn- und Rentenerhöhungen. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug 45,3 MIO (Vorjahr: 44,8 MIO). Unterdessen wurde der Staatsverbrauch 2019 wieder deutlich ausgeweitet. Die Anlageinvestitionen zeigten sich ebenfalls robust und trotzten den Sorgen der Unternehmen in Bezug auf den Brexit und die weltweiten protektionistischen Tendenzen. Insgesamt verlangsamte sich das BIP-Wachstum in Deutschland von 1,5 % im Jahr 2018 auf 0,5 %. Ölpreis sinkt im Jahresdurchschnitt Der Ölpreis wurde 2019 von einer schwachen globalen Nachfrage in Verbindung mit einer erneuten Ausweitung der Rohölproduktion in den USA bestimmt. Risikoereignisse wie der Angriff auf die saudi-arabische Ölförderanlage in Abqaiq im September führten zu kurzfristigen Preisschüben. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent ging aber im Jahresdurchschnitt von 71 US-$ im Jahr 2018 auf 64 US-$ zurück. Euro-Schwäche gegenüber Dollar dauert an Durch den schlechteren Wirtschaftsausblick sah sich die Europäische Zentralbank (EZB) zu einem erneuten geldpolitischen Kurswechsel veranlasst. Sie beschloss, ab November wieder Nettoankäufe von Anleihen in einem monatlichen Umfang von 20 MRD € zu tätigen. Der Leitzins blieb bei 0,00 % und der Einlagenzins wurde auf -0,50 % gesenkt. Die US-Notenbank läutete 2019 ebenfalls die geldpolitische Trendwende ein. Angesichts des mit größeren Unsicherheiten behafteten Ausblicks senkte sie den Zielsatz für den US-Leitzins in drei Schritten um insgesamt einen Dreiviertelprozentpunkt auf 1,75 %. Die relative Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar hielt 2019 an. Dennoch liegt der nominale effektive Wechselkurs des Euro gegenüber einer breiten Gruppe von Währungen weiterhin deutlich über dem langfristigen Durchschnitt, vor allem aufgrund seiner Aufwertung gegenüber den Währungen Chinas und Großbritanniens. Staatsanleiherenditen tendieren ins Minus Im ersten Halbjahr 2019 kam es an den Anleihemärkten im Euroraum zu einem deutlichen Anstieg der Risikoprämien, wozu unter anderem die politische Situation in Italien und die Verunsicherung rund um den Brexit beitrugen. Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen fiel erstmals in den negativen Bereich und schloss das Jahr mit -0,15 % (Vorjahr: 0,25 %). Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ging 2019 ebenfalls zurück, lag aber weiterhin klar im positiven Bereich. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten Ende 2019 mit 1,92 % (Vorjahr: 2,68 %). Trotz des vor allem für europäische Unternehmen schwierigen Geschäftsumfelds konnten sich die Aktienmärkte 2019 deutlich erholen. Als wichtigste Kurstreiber erwiesen sich die Erwartungen an einen konjunkturellen Aufschwung, das Ende der Brexit-bedingten Verunsicherung und die allgemeine Marktliquidität. In die Unternehmensgewinne war der schwächere Geschäftsausblick bereits weitgehend eingepreist. Der DAX schloss das Jahr 2019 bei 13.249 Punkten, was einem Anstieg um 25,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der EURO STOXX 50 legte um 24,8 % zu. Der STOXX Sustainability Index verzeichnete einen Wertzuwachs von 26,2 %. In den USA schloss der S&P 500 Index das Jahr mit einem Plus von 28,9 %. scroll
Quelle: Seabury Consulting, Stand: 3. Februar 2020; bezogen auf alle relevanten See- und Luftfrachthandelsvolumina in Tonnen, ohne flüssige Stoffe und Schüttgut. Sendungen innerhalb der EU-Freihandelszone sind nicht enthalten. Handelswachstum stagniert Der für uns relevante Welthandel - in Containern verschickte Luft- und Seefracht, ohne flüssige Stoffe und Schüttgut - ist im Berichtsjahr um 0,4 % zurückgegangen (Vorjahr: +4,3 %). Das Luftfrachtvolumen ist aufgrund des Handelskonflikts und des sich abschwächenden Welthandels um 4,6 % zurückgegangen, während das Seefrachtvolumen um 0,4 % abnahm. Besonders Nordamerika und Asien waren vom Volumenrückgang betroffen. Rechtliche Rahmenbedingungen Als Marktführer unterliegen viele unserer Dienstleistungen der sektorspezifischen Regulierung nach dem Postgesetz. Angaben hierzu sowie zu rechtlichen Risiken finden Sie im>Anhang, Textziffer 44. Wesentliche Ereignisse Im Februar haben wir den Verkauf unseres Supply-Chain-Geschäfts in China, Hongkong und Macau vollzogen, was zu einer Netto-Einzahlung von 653 MIO € und zu einem Entkonsolidierungsergebnis in Höhe von 439 MIO € geführt hat. Seit dem dritten Quartal bieten wir im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland einem erweiterten Kreis von Angestellten die Option einer Einmalzahlung statt den Bezug einer lebenslangen Rente an. Im vierten Quartal haben wir diesen Personenkreis noch einmal erweitert. Hierdurch ergab sich insgesamt ein Ertrag von 258 MIO € aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen, mit dem wir im Wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland kompensiert haben. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von netto 481 MIO € für ergebnisverbessernde Maßnahmen getätigt. Ertragslage Portfolio weitestgehend unverändert Über den Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China hinaus hat sich unser Portfolio im Berichtsjahr nicht wesentlich geändert. Konzernumsatz steigt auch währungsbedingt Im Geschäftsjahr 2019 stieg der Konzernumsatz um 1.791 MIO € auf 63.341 MIO €, auch weil positive Währungseffekte ihn um 746 MIO € erhöht haben. Der im Ausland erwirtschaftete Anteil am Umsatz veränderte sich von 69,5 % auf 69,9 %. Im vierten Quartal 2019 wuchs der Umsatz um 30 MIO € auf 16.956 MIO €, ebenfalls gesteigert durch Währungseffekte in Höhe von 199 MIO €. Das Vorjahresquartal enthielt noch die Umsätze des Supply-Chain-Geschäfts in China. Vor allem die Erträge aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China in Höhe von 439 MIO € ließen die sonstigen betrieblichen Erträge deutlich auf 2.351 MIO € steigen. scroll
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1 EBIT ÷ Umsatz 2 Nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen 3 Unverwässert 4 Vorschlag Höherer Personalaufwand Vor allem Währungseffekte erhöhten den Materialaufwand um 397 MIO € auf 32.070 MIO €. Der Personalaufwand überstieg mit 21.610 MIO € das Niveau des Vorjahres um 785 MIO €, wofür vor allem ein Zuwachs an Mitarbeitern und die Tariferhöhung in Deutschland seit dem 1. Oktober 2018 verantwortlich waren. Das Vorjahr enthielt einen Aufwand für das Vorruhestandsprogramm im heutigen Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland in Höhe von 400 MIO €. Im Berichtsjahr waren es 123 MIO €. Die Abschreibungen stiegen von 3.292 MIO € auf 3.684 MIO €, unter anderem weil Investitionen das geleaste Sachanlagevermögen spürbar erhöhten. Zum Anstieg trug auch der Kauf von Flugzeugen im Rahmen der Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte bei. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 166 MIO € auf 4.431 MIO €. Im Berichtsjahr enthielten sie Restrukturierungsaufwendungen in den Unternehmensbereichen Post & Paket Deutschland, Supply Chain und eCommerce Solutions, im Vorjahr einen negativen Effekt aus Kundenkontrakten. Konzern-EBIT steigt um 30,6 % Das EBIT des Konzerns lag im Berichtsjahr mit 4.128 MIO € um 966 MIO € über dem Vorjahreswert (3.162 MIO €). Im vierten Quartal überstieg das EBIT mit 1.258 MIO € den vergleichbaren Vorjahreswert um 10,9 %. Vor allem höhere Belastungen aus der Bewertung der Stock Appreciation Rights (SAR) zum beizulegenden Zeitwert und höhere Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten ließen das Finanzergebnis von -576 MIO € auf -654 MIO € sinken. Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg um 888 MIO € auf 3.474 MIO €. Die Ertragsteuern erhöhten sich um 336 MIO € auf 698 MIO €. scroll
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Konzernjahresergebnis erheblich verbessert Das Konzernjahresergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2019 deutlich von 2.224 MIO € auf 2.776 MIO €. Davon stehen 2.623 MIO € den Aktionären der Deutsche Post AG und 153 MIO € den nicht beherrschenden Anteilseignern zu. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich: unverwässert von 1,69 € auf 2,13 €, verwässert von 1,66 € auf 2,09 €. Dividendenvorschlag: 1,25 € je Aktie Unsere Finanzstrategie sieht vor, grundsätzlich 40 % bis 60 % des Nettogewinns als Dividende auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher den Aktionären auf der Hauptversammlung am 13. Mai 2020 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 1,25 € je Aktie (Vorjahr: 1,15 €) auszuschütten. Die Ausschüttungsquote bezogen auf das Konzernjahresergebnis, das auf die Aktionäre der Deutsche Post AG entfällt, beträgt 59 %. Berechnet auf den Jahresschlusskurs unserer Aktie ergibt sich eine Dividendenrendite von 3,7 %. Die Dividende wird am 18. Mai 2020 ausgezahlt und ist für inländische Investoren zum Teil steuerfrei. Eine Steuererstattungs- oder Steueranrechnungsmöglichkeit ist mit der Dividende nicht verbunden. ![]() Gewinn nach Kapitalkosten steigt deutlich Das EAC stieg im Jahr 2019 von 716 MIO € auf 1.509 MIO €. Während das EBIT sich deutlich erhöhte, stiegen die kalkulatorischen Kapitalkosten nur moderat. scroll
Die Nettovermögensbasis zum Bilanzstichtag ist um rund 1,9 MRD € auf 30.484 MIO € gestiegen. Vornehmlich die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich, insbesondere durch den Erwerb von Frachtflugzeugen sowie Investitionen in Lagerhäuser, Sortieranlagen und den Fuhrpark. Die operativen Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr, während die sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zurückgingen. scroll
1 Die Definition der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entspricht der Segmentberichterstattung, >Anhang, Textziffer 9. Finanzlage scroll
Finanzmanagement des Konzerns zentral steuern Das Finanzmanagement des Konzerns umfasst das Steuern von Liquidität, das Absichern von Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisschwankungen, die Konzernfinanzierung, die Vergabe von Bürgschaften und Patronatserklärungen sowie die Kommunikation mit den Rating-Agenturen. Die Verantwortung dafür trägt Corporate Finance in der Bonner Konzernzentrale, unterstützt durch drei regionale Treasury Center in Bonn (Deutschland), Weston, Florida (USA) und Singapur. Sie bilden die Schnittstelle zwischen der Zentrale und den operativen Gesellschaften, beraten diese in Fragen des Finanzmanagements und stellen sicher, dass die konzernweiten Vorgaben umgesetzt werden. Neben dem Erhalt der nachhaltigen finanziellen Stabilität und Flexibilität des Konzerns ist es Hauptaufgabe von Corporate Finance, die finanziellen Risiken und Kapitalkosten zu minimieren. Um auch in Zukunft ungehindert Zugang zu den Kapitalmärkten zu haben, strebt der Konzern an, weiterhin ein der Branche angemessenes Kredit-Rating beizubehalten. Finanzielle Flexibilität und niedrige Kapitalkosten erhalten Die Finanzstrategie des Konzerns baut auf den Grundsätzen und Zielen des Finanzmanagements auf und berücksichtigt neben den Interessen der Aktionäre auch die Ansprüche der Fremdkapitalgeber. Durch ein hohes Maß an Kontinuität und Berechenbarkeit für die Investoren sollen die finanzielle Flexibilität und niedrige Kapitalkosten für den Konzern erhalten bleiben. Wesentlicher Bestandteil der Strategie ist ein Ziel-Rating von "BBB+", das über die dynamische Kennzahl "FFO to Debt" (Funds from Operations to Debt, Finanzmittel aus dem operativen Geschäft im Verhältnis zur Verschuldung) gesteuert wird. Weitere Bestandteile der Strategie sind eine nachhaltige Dividendenpolitik und klare Prioritäten, wie überschüssige Liquidität verwendet wird. Sie sollte genutzt werden, um Sonderdividenden auszuschütten oder Aktienrückkäufe zu tätigen. ![]() scroll
1 Ausgewiesene flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie jederzeit kündbare Investment Funds abzüglich operativ gebundener flüssiger Mittel Finanzmittel aus dem operativen Geschäft (Funds from Operations, FFO) stellen den um Pensionen korrigierten operativen Cashflow vor Veränderungen des kurzfristigen Nettovermögens zuzüglich erhaltener Zinsen und abzüglich gezahlter Zinsen dar, wie die Berechnung "FFO to Debt" zeigt. Die Verschuldung (Debt) schließt neben den Finanzschulden und verfügbaren liquiden Mitteln auch rückstellungsfinanzierte Pensionsverbindlichkeiten ein. Die Steuerungsgröße "FFO to Debt" ist im Berichtsjahr verglichen mit dem Vorjahr gesunken, weil die Finanzmittel aus dem operativen Geschäft gesunken und die Verschuldung gestiegen ist. Die Finanzmittel aus dem operativen Geschäft verringerten sich um 205 MIO € auf 5.709 MIO €. Die erhaltenen Zinsen sind im Wesentlichen aufgrund von Zinseinnahmen aus Währungsabsicherungsgeschäften gestiegen. Die gezahlten Zinsen erhöhten sich durch gestiegene Zinszahlungen für Leasing und Anleihen sowie Zinszahlungen im Zusammenhang mit Steuernachzahlungen. Die Anpassung auf Pensionen ist vorwiegend aufgrund niedrigerer Rentenzahlungen aus dem Planvermögen gesunken. Die Verschuldung hat sich im Vorjahresvergleich um 2.056 MIO € auf 19.907 MIO € erhöht. Die berichteten Finanzschulden erhöhten sich, weil Leasingverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gestiegen sind. Gegenläufig wurden Schuldscheindarlehen in Höhe von 265 MIO € im Berichtsjahr vorzeitig zurückgezahlt. Die Anpassung auf Pensionen erhöhte sich, da Pensionsverpflichtungen stärker stiegen als das Planvermögen. Die verfügbaren liquiden Mittel sanken trotz des Free Cashflow von 867 MIO €, vornehmlich aufgrund gezahlter Dividenden. Cash- und Liquiditätsmanagement erfolgt zentral Das Cash- und Liquiditätsmanagement der weltweit tätigen Tochtergesellschaften erfolgt zentral über das Corporate Treasury. Mehr als 80 % des konzernexternen Umsatzes wird in Cash Pools konzentriert und zum internen Liquiditätsausgleich genutzt. In Ländern, in denen dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist, werden interne oder externe Kredite und Anlagen zentral vom Corporate Treasury gesteuert. Dabei achten wir auf eine ausgeglichene Bankenpolitik, um unabhängig von einzelnen Banken zu bleiben. Der konzerninterne Umsatz der Tochtergesellschaften wird ebenfalls konzentriert und über die Inhouse-Bank abgewickelt. So vermeiden wir externe Bankgebühren und -margen (Inter-Company Clearing). Der Zahlungsverkehr erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, mit standardisierten Abläufen und IT-Systemen. Dabei wird der externe Zahlungsverkehr vieler Konzerngesellschaften in der konzerninternen Payment Factory zentralisiert. Sie führt Zahlungen im Namen der Konzerngesellschaften über zentrale Konten der Deutsche Post AG aus. Marktpreisrisiken begrenzen Um Marktpreisrisiken zu begrenzen, nutzt der Konzern originäre und derivative Finanzinstrumente. Zinsrisiken werden nur mithilfe von Swaps abgesichert. Im Währungsbereich kommen zusätzlich auch Termingeschäfte, Cross-Currency Swaps und Optionen zum Einsatz. Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen geben wir weitgehend an unsere Kunden weiter, das Restrisiko steuern wir teilweise mit Rohstoffpreis-Swaps. Die für den Einsatz von Derivaten nötigen Rahmenbedingungen, Kompetenzen und Kontrollen sind in internen Richtlinien geregelt. Flexibel und stabil finanziert Der Konzern deckt seinen Finanzierungsbedarf langfristig durch Eigenkapital und Fremdkapital. Dadurch werden sowohl die finanzielle Stabilität als auch eine hinreichende Flexibilität sichergestellt. Unsere wichtigste Finanzierungsquelle ist grundsätzlich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus sichert uns die syndizierte Kreditlinie mit einem Gesamtvolumen von 2 MRD € günstige Marktkonditionen und bildet eine langfristig sichere Liquiditätsreserve. Sie ist im Berichtsjahr verlängert worden und läuft nun bis zum Jahr 2024. Zudem beinhaltet die syndizierte Kreditlinie eine weitere Verlängerungsoption von einem Jahr. Sie enthält keine weiter gehenden Zusagen, was die Finanzkennziffern des Konzerns betrifft, und wurde angesichts unserer soliden Liquidität im Berichtsjahr nicht beansprucht. Bei unserer Bankenpolitik achten wir darauf, das zu vergebende Geschäftsvolumen breit zu streuen und mit den Kreditinstituten langfristige Geschäftsbeziehungen zu unterhalten. Den Fremdmittelbedarf decken wir außer über die Kreditlinien auch über andere unabhängige Finanzierungsquellen wie Anleihen, Schuldscheindarlehen und Leasing. Die Fremdmittel werden weitgehend zentral aufgenommen, um Größen- und Spezialisierungsvorteile zu nutzen und so die Fremdkapitalkosten zu minimieren. Im Berichtsjahr wurden Schuldscheindarlehen über 0,3 MRD € vorzeitig zurückgezahlt. Informationen zu Anleihen enthält der >Anhang, Textziffer 38. Bürgschaften, Patronatserklärungen und Garantien Die Deutsche Post AG besichert bei Bedarf Kredit-, Leasing- oder Lieferantenverträge, die von Konzerngesellschaften, assoziierten Unternehmen oder Joint-Venture-Gesellschaften abgeschlossen werden, indem sie Bürgschaften, Patronatserklärungen oder Garantien begibt. Dadurch lassen sich lokal bessere Konditionen durchsetzen. Die Herauslage und Überwachung der Besicherungen erfolgt zentral. Kreditwürdigkeit des Konzerns unverändert Unsere Kreditwürdigkeit wird von den beiden Rating-Agenturen Fitch Ratings (Fitch) und Moody's Investors Service (Moody's) unverändert mit "BBB+" beziehungsweise "A3" eingestuft. Auch der stabile Ausblick beider Rating-Agenturen ist weiterhin gültig. Mit diesen Ratings bleiben wir in der Transport- und Logistikbranche gut positioniert. Die folgende Tabelle zeigt die Bewertungen zum Bilanzstichtag sowie die zugrunde liegenden Faktoren. Die vollständigen und aktuellen Analysen der Rating-Agenturen sowie deren Definitionen finden Sie auf@dpdhl.com/de/investoren.
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Liquidität und Mittelherkunft Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern über flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 2,9 MRD € (Vorjahr: 3,0 MRD €). Die zentral verfügbaren flüssigen Mittel werden entweder kurzfristig am Geld- und Kapitalmarkt angelegt oder auf laufenden Bankkonten platziert. Das Volumen dieser zentralen kurzfristigen Geldanlagen betrug zum Bilanzstichtag 1,5 MRD € (Vorjahr: 2,3 MRD €). Wie sich die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzschulden gliedern, zeigt die folgende Tabelle. Weitere Angaben dazu enthält der >Anhang, Textziffer 38. scroll
Investitionen für erworbene Vermögenswerte deutlich gestiegen Die Investitionen in erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.617 MIO € (Vorjahr: 2.648 MIO €). Wie sich diese in Anlageklassen und nach Regionen aufteilen, zeigen wir im>Anhang, Textziffer 9, 21, 22. scroll
1 >Anhang, Textziffer 9 2 Inklusive Rundungen scroll
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1 >Anhang, Textziffer 9 2 Inklusive Rundungen Im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland entfiel der größte Anteil der Investitionen auf den Ausbau des Netzes. Im Unternehmensbereich Express haben wir in Gebäude und technische Ausstattung investiert. Ein weiterer Fokus lag auf der kontinuierlichen Instandhaltung und Erneuerung der Flugzeugflotte, inklusive weiterer Anzahlungen für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte. Im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight wurde in Lager, Bürogebäude und IT investiert. Im Unternehmensbereich Supply Chain wurden die Mittel überwiegend für Neugeschäft in allen Regionen eingesetzt - mehrheitlich in den Regionen Americas und EMEA. Im Unternehmensbereich eCommerce Solutions entfiel der Großteil der Investitionen auf ein neues Terminal in den Niederlanden sowie Investitionen in Indien und den USA. Im Bereich Corporate Functions wurden die gestiegenen Investitionen im Berichtszeitraum vermehrt in die Fahrzeugflotte, IT-Ausstattung sowie in die Produktionsausweitung der StreetScooter-Elektrofahrzeuge getätigt. Höhere Mittel aus operativer Geschäftstätigkeit Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit stieg im Geschäftsjahr 2019 um 253 MIO € auf 6.049 MIO €. Ausgehend vom EBIT, das mit 4.128 MIO € deutlich über dem Vorjahreswert (3.162 MIO €) lag, wurden sämtliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge korrigiert. Die Zahlungen aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China werden in der Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit gezeigt. Die Abschreibungen stiegen investitionsbedingt von 3.292 MIO € auf 3.684 MIO €. Die Veränderung der Rückstellungen entwickelte sich von 282 MIO € auf -506 MIO €, bedingt durch das Vorruhestandsprogramm im ehemaligen Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel. Die Einkommensteuerzahlungen sind um 264 MIO € auf 843 MIO € gestiegen. Der operative Mittelzufluss vor Änderungen des kurzfristigen Nettovermögens verringerte sich leicht um 34 MIO € auf 6.045 MIO €. Aus der Veränderung des Working Capital resultierte ein Mittelzufluss in Höhe von 4 MIO €. Dem stand im Vorjahr ein Mittelabfluss von 283 MIO € gegenüber, vor allem weil wir Mittel für den Aufbau von Vorräten verwendet haben, die im Berichtsjahr wieder abgebaut wurden. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ging von 2.777 MIO € auf 2.140 MIO € deutlich zurück. Maßgeblich hierfür waren die Netto-Einzahlungen aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China in Höhe von 653 MIO €. Zudem hat der Verkauf von Geldmarktfonds die Einzahlungen aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten um 800 MIO € erhöht. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sind um 963 MIO € auf 3.612 MIO € gestiegen; für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte wurden 1,1 MRD € gezahlt. scroll
Der Free Cashflow verschlechterte sich von 1.059 MIO € auf 867 MIO €, auch weil über die zuvor genannten Effekte hinaus mehr Zahlungsmittel für Leasing abgeflossen sind. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit 4.112 MIO € um 1.073 MIO € spürbar über dem Vorjahreswert (3.039 MIO €). Im Vorjahr hatten wir eine Anleihe über 750 MIO € begeben und Schuldscheindarlehen in Höhe von 500 MIO € platziert. Davon haben wir 265 MIO € im Berichtsjahr vorzeitig zurückgezahlt. Gegenläufig haben wir Darlehen in Höhe von 349 MIO € aufgenommen. Der Bestand an flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ist im Vergleich zum 31. Dezember 2018 von 3.017 MIO € auf 2.862 MIO € gesunken. Vermögenslage scroll
Konzernbilanzsumme erhöht Zum 31. Dezember 2019 lag die Bilanzsumme des Konzerns mit 52.169 MIO € um 1.699 MIO € über dem Stand zum 31. Dezember 2018 (50.470 MIO €). Auf der Aktivseite nahmen die immateriellen Vermögenswerte von 11.850 MIO € auf 11.987 MIO € zu, weil Zugänge und positive Währungseffekte die Abschreibungen und Abgänge überstiegen. Das Sachanlagevermögen stieg von 19.202 MIO € auf 21.303 MIO €, vor allem weil für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte bereits 1,1 MRD € - auch für geleistete Anzahlungen - aktiviert wurden. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte stiegen leicht um 42 MIO € auf 395 MIO €. Da wir per saldo Geldmarktfonds verkauft haben, reduzierten sich die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte deutlich von 943 MIO € auf 394 MIO €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 314 MIO € auf 8.561 MIO €. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 229 MIO € auf 2.598 MIO €, wozu viele kleinere Sachverhalte beitrugen. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte verringerten sich nach dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China deutlich um 417 MIO € auf 9 MIO €. Auf der Passivseite lag das den Aktionären der Deutsche Post AG zustehende Eigenkapital mit 14.117 MIO € über dem Niveau zum 31. Dezember 2018 (13.590 MIO €): Es wurde durch das Konzernjahresergebnis und Währungseffekte erhöht sowie durch versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen und die Dividendenzahlung verringert. Niedrigere Zinsen ließen die Rückstellungen für Pensionen und sonstige Verpflichtungen um 754 MIO € auf 5.102 MIO € steigen. Die Finanzverbindlichkeiten sind von 16.462 MIO € auf 16.974 MIO € gestiegen, vor allem weil die Leasingverbindlichkeiten durch Investitionen um 442 MIO € zugenommen haben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von 7.422 MIO € auf 7.225 MIO €. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 481 MIO € auf 4.913 MIO € spürbar an, vor allem weil die personalbezogenen Verbindlichkeiten zugenommen haben. Nach dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China sind die zur Veräußerung gehaltenen Verbindlichkeiten auf 14 MIO € gesunken. Nettofinanzverschuldung steigt auf 13.367 MIO € Auch aufgrund höherer Leasingverbindlichkeiten ist unsere Nettofinanzverschuldung von 12.303 MIO € zum 31. Dezember 2018 auf 13.367 MIO € zum 31. Dezember 2019 gestiegen. Die Eigenkapitalquote lag mit 27,6 % leicht über dem Vorjahreswert von 27,5 %. Die Kennzahl Net Interest Cover zeigt an, inwieweit die Nettozinsverpflichtung durch das EBIT gedeckt ist. Sie lag mit 7,8 über dem Vorjahresniveau (6,7). Das Net Gearing belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 48,2 %. scroll
1 Abzüglich Finanzschulden mit operativem Charakter 2 In der Bilanz ausgewiesen unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten scroll
Unternehmensbereiche UNTERNEHMENSBEREICH POST & PAKET DEUTSCHLAND scroll
1 Anhang, Textziffer 9 2 EBIT ÷ Umsatz Umsatz über Vorjahresniveau Im Berichtsjahr überstieg der Umsatz im Unternehmensbereich dank der guten Geschäftsentwicklung im Paketgeschäft mit 15.484 MIO € den Vorjahreswert (15.108 MIO €) um 2,5 %. Im vierten Quartal 2019 erhöhte sich der Umsatz im Unternehmensbereich verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 2,4 %. Moderater Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Post Im Geschäftsfeld Post lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 9.640 MIO € um 1,2 % unter dem Niveau des Vorjahres (9.760 MIO €). Der Absatz ging um 2,5 % zurück. Im vierten Quartal sank der Umsatz um 1,0 % auf 2.600 MIO €. Wie erwartet, ließ die fortschreitende elektronische Substitution die Volumina im Bereich Brief Kommunikation weiter sinken. Durch die Portoerhöhung zum 1. Juli 2019 ging der Umsatz im Gesamtjahr jedoch nur moderat zurück. Im Dialog Marketing werden Aktivitäten zunehmend auf Online-Medien verlagert. Wir haben zwar Maßnahmen ergriffen, um die Umsätze mit E-Commerce-Unternehmen zu steigern, konnten jedoch Umsatz- und Absatzrückgänge damit erwartungsgemäß nicht voll kompensieren. E-Commerce lässt Geschäftsfeld Paket weiter wachsen Im Geschäftsfeld Paket überstieg der Umsatz im Berichtsjahr mit 6.073 MIO € den Vorjahreswert um 9,3 %. Auf Quartalsbasis betrug der Zuwachs 7,7 %. Das anhaltende E-Commerce-Wachstum ließ auch den Absatz weiter steigen - im Berichtsjahr um 5,9 % auf 1.567 MIO Stück und im Quartal um 3,9 % auf 449 MIO Stück. Die vergleichsweise höheren Umsatzsteigerungen sind auf Preiserhöhungen zurückzuführen. scroll
1 >Anhang, Textziffer 9 scroll
1 >Anhang, Textziffer 9 EBIT verbessert sich gegenüber belastetem Vorjahr deutlich Das EBIT für den Unternehmensbereich verbesserte sich 2019 deutlich auf 1.230 MIO € (Vorjahr: 683 MIO €). Das Ergebnis des Vorjahres war durch einmalige Aufwendungen für das Vorruhestandsprogramm für Beamte sowie Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 502 MIO € stark belastet. Dem stand ebenfalls im Vorjahr ein positiver Einmaleffekt aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 108 MIO € gegenüber. Im Berichtsjahr fiel ein Ertrag von 234 MIO € aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen an, dem zusätzlicher Restrukturierungsaufwand in gleicher Höhe gegenüberstand. Die Umsatzrendite stieg im Berichtsjahr von 4,5 % auf 7,9 %. Im vierten Quartal 2019 betrug das EBIT für den Unternehmensbereich 522 MIO € (Vorjahr: 372 MIO €). In der Vorjahreszahl waren Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von insgesamt 59 MIO € enthalten. Daneben fiel im vierten Quartal 2019 zwar ein Ertrag von 144 MIO € aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen an, dem aber zusätzlicher Restrukturierungsaufwand in gleicher Höhe gegenüberstand. Der operative Cashflow stieg im Berichtsjahr vorwiegend durch die gute operative Entwicklung des Working Capital auf 1.137 MIO €. UNTERNEHMENSBEREICH EXPRESS scroll
1 EBIT ÷ Umsatz scroll
1 Zur besseren Vergleichbarkeit werden die Produktumsätze zu einheitlichen Währungskursen umgerechnet. Diese Umsätze liegen auch der gewichteten Ermittlung der Arbeitstage zugrunde. scroll
Internationales Geschäft wächst stabil Der Umsatz im Unternehmensbereich verbesserte sich im Berichtsjahr um 5,9 % auf 17.101 MIO € (Vorjahr: 16.147 MIO €). Dabei fielen positive Währungseffekte in Höhe von 281 MIO € an, ohne die der Umsatz um 4,2 % wuchs. Hierin schlägt sich auch nieder, dass die Treibstoffzuschläge in allen Regionen gegenüber dem Vorjahr höher ausfielen. Ohne Währungseffekte und Treibstoffzuschläge wuchs der Umsatz um 3,5 %. Im Produktbereich Time Definite International (TDI) stiegen die täglichen Umsätze im Berichtsjahr um 4,5 % und die täglichen Sendungsvolumina um 5,7 %. Im vierten Quartal 2019 erhöhten sich die täglichen Umsätze um 3,6 % und die Sendungsvolumina um 5,4 %. Im Produktbereich Time Definite Domestic (TDD) steigerten sich die täglichen Umsätze im Berichtsjahr um 9,1 % und die täglichen Sendungsvolumina um 7,9 %. Im vierten Quartal 2019 betrugen die entsprechenden Zuwächse 6,1 % und 7,7 %. Anhaltende Dynamik in der Region Europe In der Region Europe erhöhte sich der Umsatz im Berichtsjahr um 5,6 % auf 7.650 MIO € (Vorjahr: 7.245 MIO €). Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 5 MIO €, ohne die der Umsatz um 5,5 % wuchs. Die täglichen Umsätze im Produktbereich TDI legten im Berichtsjahr um 4,8 % zu und die täglichen TDI-Sendungsvolumina um 7,8 %. Im vierten Quartal 2019 stiegen die Umsätze der internationalen Sendungen je Tag um 4,6 % und die Sendungsvolumina um 7,9 %. Starkes Volumenplus in der Region Americas im vierten Quartal In der Region Americas erhöhte sich der Umsatz im Berichtsjahr um 9,2 % auf 3.599 MIO € (Vorjahr: 3.296 MIO €). Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 95 MIO €, ohne die der Umsatz um 6,3 % stieg. Im Bereich TDI wurde im Jahr 2019 täglich 4,5 % mehr Umsatz erzielt. Die Volumina je Tag verbesserten sich um 5,4 %. Im vierten Quartal 2019 erhöhten sich die täglichen Umsätze um 3,9 % und die Volumina um ein starkes Plus von 8,7 %. Stabiles Geschäft in der Region Asia Pacific In der Region Asia Pacific stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 6,2 % auf 6.097 MIO € (Vorjahr: 5.740 MIO €). Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 140 MIO €, ohne die der Umsatz im Berichtsjahr um 3,8 % wuchs. Im TDI-Bereich verbesserten sich die täglichen Umsätze und Volumina um 4,1 % bzw. 3,7 %. Im vierten Quartal 2019 betrugen die entsprechenden Zuwächse 2,3 % und 2,4 %. Gestiegene Umsätze in der Region MEA Der Umsatz in der Region MEA (Middle East and Africa) verbesserte sich im Berichtsjahr um 7,6 % auf 1.229 MIO € (Vorjahr: 1.142 MIO €). Darin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 35 MIO €, ohne die der Umsatz um 4,6 % stieg. Im TDI-Bereich erhöhten sich die täglichen Umsätze um 5,5 % und die täglichen Volumina um 2,9 %. Im vierten Quartal 2019 stiegen die Umsätze der internationalen Sendungen je Tag um 4,6 %, während sich die Sendungsvolumina um 4,1 % verringerten. Ergebnisverbesserung beschleunigt sich Im Geschäftsjahr 2019 stieg das EBIT für den Unternehmensbereich um 4,2 % auf 2.039 MIO € (Vorjahr: 1.957 MIO €). Die Umsatzrendite betrug 11,9 % (Vorjahr: 12,1 %). Im vierten Quartal 2019 beschleunigte sich die EBIT-Verbesserung auf 7,2 %, die Umsatzrendite stieg von 12,9 % auf 13,2 %. Der operative Cashflow belief sich im Berichtsjahr auf 3.291 MIO € (Vorjahr: 3.073 MIO €). UNTERNEHMENSBEREICH GLOBAL FORWARDING, FREIGHT scroll
1 Angepasste Vorjahreswerte durch Umgliederungen 2 EBIT ÷ Umsatz scroll
1 Angepasste Vorjahreswerte durch Umgliederungen scroll
1 Twenty-foot Equivalent Unit (20-Fuß-Container-Einheit) scroll
1 Twenty-foot Equivalent Unit (20-Fuß-Container-Einheit) Bruttoergebnis über Vorjahr Der Umsatz im Unternehmensbereich stieg im Berichtsjahr um 1,0 % auf 15.128 MIO € (Vorjahr: 14.978 MIO €). Ohne positive Währungseffekte in Höhe von 125 MIO € lag der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Im vierten Quartal 2019 sank der Umsatz um 3,7 % auf 3.854 MIO €. Im Geschäftsfeld Global Forwarding blieb der Umsatz im Berichtsjahr mit 10.680 MIO € auf dem Niveau des Vorjahres (10.668 MIO €). Ohne positive Währungseffekte in Höhe von 146 MIO € sank der Umsatz um 1,3 %. Das Bruttoergebnis überstieg mit 2.524 MIO € den Vorjahreswert (2.487 MIO €) um 1,5 %. Es ist definiert als Umsatz aus Transport- oder sonstigen Dienstleistungen abzüglich direkt zuordenbarer Kosten. Diese enthalten Transportkosten für Luft- und Seefracht, Straßen- und Eisenbahntransporte sowie Aufwendungen für Provisionen, Versicherungen, Zollabfertigung und sonstige umsatzbezogene Aufwendungen. Bessere Marge in der Luftfracht und solides Projektgeschäft In der Luftfracht sanken die Volumina im Berichtsjahr um 4,7 %, vor allem bedingt durch rückläufige Marktvolumina auf den wichtigsten Handelsrouten. In der Folge sank auch der Umsatz mit Luftfracht, und zwar um 3,1 %. Dank verbesserter Margen stieg das Bruttoergebnis der Luftfracht trotz des Volumenrückgangs im Berichtsjahr leicht um 0,7 %. Im vierten Quartal 2019 sank der Umsatz mit Luftfracht um 7,8 %. Auch das Bruttoergebnis ging bei einem Volumenrückgang von 3,1 % im Quartal um 6,7 % zurück. Die in der Seefracht transportierten Volumina lagen im Berichtsjahr um 0,6 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz mit Seefracht stieg um 2,9 %, während das Bruttoergebnis um 3,0 % zurückging. Im vierten Quartal sank der Umsatz mit Seefracht um 6,2 %. Das Bruttoergebnis lag bei einem Volumenrückgang um 3,5 % ebenfalls um 5,2 % unter dem Vorjahresniveau. Das industrielle Projektgeschäft (in der Tabelle "Global Forwarding: Umsatz" als ein Teil von "Sonstiges" im Geschäftsfeld Global Forwarding ausgewiesen) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich. Der Anteil des Umsatzes unter "Sonstiges", der auf Industrieprojekte entfällt, stieg von 30,0 % im Vorjahr auf 34,3 %. Das Bruttoergebnis der Industrieprojekte verbesserte sich dabei um 33,6 %. Umsatzplus im europäischen Landverkehrsgeschäft Im Geschäftsfeld Freight stieg der Umsatz im Berichtsjahr trotz negativer Währungseffekte in Höhe von 21 MIO € um 2,5 % auf 4.565 MIO € (Vorjahr: 4.453 MIO €). Das Volumenwachstum in Höhe von 8,4 % wurde in erster Linie durch das B2C-Geschäft in Schweden sowie das Stückgutgeschäft in Tschechien und Polen getrieben. Das Bruttoergebnis des Geschäftsfeldes stieg um 3,0 % auf 1.150 MIO € (Vorjahr: 1.117 MIO €). EBIT deutlich erhöht Das EBIT für den Unternehmensbereich erhöhte sich im Berichtsjahr um 17,9 % von 442 MIO € auf 521 MIO € deutlich, vor allem dank des verbesserten Projektgeschäfts sowie kostenwirksamer Maßnahmen. Die Umsatzrendite stieg von 3,0 % auf 3,4 %. Im vierten Quartal 2019 verbesserte sich das EBIT von 161 MIO € auf 173 MIO €; die Umsatzrendite stieg auf 4,5 %. Der operative Cashflow betrug im Berichtsjahr 801 MIO € (Vorjahr: 523 MIO €). UNTERNEHMENSBEREICH SUPPLY CHAIN scroll
1 EBIT ÷ Umsatz scroll
Umsatz steigt trotz Verkauf des Chinageschäfts Der Umsatz im Unternehmensbereich erhöhte sich im Berichtsjahr um 0,6 % auf 13.436 MIO € (Vorjahr: 13.350 MIO €), besonders dank der guten Geschäftsentwicklung in der Region Americas. Überdies erhöhten positive Währungseffekte den Umsatz um 268 MIO €. Dem standen Veränderungen im Portfolio gegenüber, darunter mehrheitlich der Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China im ersten Quartal. Ohne diese Effekte stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 1,5 %. Im vierten Quartal 2019 verringerte sich der Umsatz um 4,6 % auf 3.571 MIO € (Vorjahr: 3.743 MIO €). Dies ist auf höhere Erlöse aus dem Verkauf von Immobilien im Vorjahresquartal zurückzuführen. In den Regionen Americas und Asia Pacific, bereinigt um den Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China, wuchsen die Volumina in nahezu allen Sektoren. In der Region EMEA verzeichnete der Sektor "Engineering & Manufacturing" die höchsten Zuwächse. Neugeschäft im Wert von 1.212 MIO € abgeschlossen Im Unternehmensbereich wurden im Jahr 2019 mit Neu- und Bestandskunden zusätzliche Verträge im Wert von 1.212 MIO € (Umsatz auf Jahresbasis) abgeschlossen. Der größte Teil des Neugeschäfts entfiel auf die Sektoren "Retail" und "Consumer", wovon 23 % auf E-Fulfillment entfallen. Die annualisierte Vertragsverlängerungsrate blieb konstant hoch. Solide Geschäftsentwicklung lässt Ergebnis wachsen Das EBIT für den Unternehmensbereich belief sich im Berichtsjahr auf 912 MIO € (Vorjahr: 520 MIO €). Es war positiv beeinflusst durch Nettoerträge in Höhe von 426 MIO € aus dem Verkauf des Chinageschäfts im ersten Quartal. Dem standen negative Einmaleffekte in Höhe von 151 MIO € im Berichtsjahr gegenüber. Im Vorjahr war das EBIT durch negative Einmaleffekte in Höhe von 50 MIO € aus Kundenkontrakten und 42 MIO € aus Pensionsverpflichtungen belastet. Ohne die genannten Effekte verbesserte sich das EBIT im Jahr 2019 aufgrund von Zuwächsen in nahezu allen Regionen um 4,1 %. Die Umsatzrendite betrug 6,8 % (Vorjahr: 3,9 %). Der operative Cashflow belief sich im Berichtsjahr auf 1.330 MIO € (Vorjahr: 1.322 MIO €). Im vierten Quartal 2019 belief sich das EBIT auf 177 MIO € (Vorjahr: 184 MIO €). Die Umsatzrendite im Quartal betrug 5,0 % (Vorjahr: 4,9 %). UNTERNEHMENSBEREICH ECOMMERCE SOLUTIONS scroll
1 EBIT ÷ Umsatz Umsätze steigen trotz Portfoliobereinigungen Der im Unternehmensbereich erzielte Umsatz überstieg trotz vereinzelter Portfoliobereinigungen im Berichtsjahr mit 4.045 MIO € den Vorjahreswert (3.834 MIO €) um 5,5 %, wozu alle Regionen beitrugen. Der Umsatz in der Region Americas erhöhte sich um 8,4 % auf 1.153 MIO € (Vorjahr: 1.064 MIO €). In der Region Europe wuchs der Umsatz um 4,1 % auf 2.307 MIO € (Vorjahr: 2.216 MIO €). In der Region Asia überstieg der Umsatz im Berichtsjahr mit 586 MIO € den Vorjahreswert um 4,6 %. Ohne positive Währungseffekte in Höhe von 77 MIO € betrug das Wachstum im Berichtsjahr insgesamt 3,5 % gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal 2019 erhöhte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs um 2,1 % auf 1.087 MIO € (Vorjahr: 1.065 MIO €). EBIT verringert sich durch Restrukturierungsaufwendungen Das EBIT für den Unternehmensbereich verringerte sich im Berichtsjahr auf -51 MIO € (Vorjahr: -27 MIO €). Dazu haben vor allem Netto-Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 80 MIO € beigetragen, die unter anderem für Portfoliooptimierung, Overheadreduzierung und Wertberichtigungen anfielen. Die Umsatzrendite blieb aus diesem Grund mit -1,3 % (Vorjahr: -0,7 %) negativ. Der operative Cashflow lag mit 161 MIO € leicht über dem Vorjahreswert. Im vierten Quartal 2019 belief sich das EBIT auf -11 MIO € (Vorjahr: -6 MIO €). Die Umsatzrendite betrug im Quartal -1,0 % (Vorjahr: -0,6 %). DEUTSCHE POST AG (HGB)Deutsche Post AG als Mutterunternehmen Ergänzend zur Berichterstattung über den Konzern wird im Folgenden die Entwicklung der Deutsche Post AG erläutert. Die Deutsche Post AG als Muttergesellschaft des Konzerns Deutsche Post DHL Group stellt ihren Jahresabschluss nach den Grundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf. Der handelsrechtliche Abschluss ist relevant für die Bemessung der Dividende. Für das Mutterunternehmen Deutsche Post AG als legale Einheit gibt es keine eigenen steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren. Daher gelten die dargelegten Ausführungen für den Konzern Deutsche Post DHL Group auch für die Deutsche Post AG. Im Geschäftsjahr 2019 wurden 46 DHL Delivery Regionalgesellschaften auf die Deutsche Post AG verschmolzen und damit die Paketzustellung zur Deutsche Post AG zurückverlagert. Chancen und Risiken Da die Deutsche Post AG unter anderem durch Finanzierungs- und Garantiezusagen sowie durch mittel- und unmittelbare Investitionen in die Beteiligungsunternehmen weitgehend mit den Unternehmen des Konzerns Deutsche Post DHL Group verbunden ist, entspricht die Chancen- und Risikosituation der Deutsche Post AG im Wesentlichen der Chancen- und Risikosituation des Konzerns, >Chancen und Risiken, Seite 63 ff. Dabei spiegelt der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland im Wesentlichen das Kerngeschäft der Deutsche Post AG wider. Die DHL-Unternehmensbereiche des Konzerns haben auf die Deutsche Post AG indirekten Einfluss über das Beteiligungsergebnis. Mitarbeiter Auf Vollzeitkräfte umgerechnet, betrug die Zahl der Beschäftigten bei der Deutsche Post AG zum Stichtag 156.989 (Vorjahr: 145.628) Personen. Wesentlich für den Anstieg waren die Verschmelzung von DHL Delivery Regionalgesellschaften auf die Deutsche Post AG und die damit verbundene Übernahme von Mitarbeitern im Jahr 2019. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind insgesamt um 604 MIO € bzw. 4,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, was im Wesentlichen auf den höheren Umsatz im Geschäftsfeld Paket zurückzuführen ist. Im Geschäftsfeld Post lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 9.010 MIO € um 1,6 % unter dem Vorjahresniveau von 9.160 MIO €. Dabei verteilten sich die Umsätze auf die Bereiche Brief Kommunikation mit 5.173 MIO € (Vorjahr: 5.153 MIO €), Dialog Marketing mit 2.013 MIO € (Vorjahr: 2.087 MIO €) und auf sonstige Leistungen mit 1.824 MIO € (Vorjahr: 1.920 MIO €). Die Entwicklung im Bereich Brief Kommunikation wurde beeinflusst durch die Portoerhöhung zum 1. Juli 2019. Der Umsatz im Geschäftsfeld Paket überstieg im Berichtsjahr mit 4.913 MIO € den Vorjahreswert von 4.213 MIO € um 16,6 %, wobei neben Mengensteigerungen auch die Verschmelzung der DHL Delivery Regionalgesellschaften auf die Deutsche Post AG von Bedeutung war. scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 63 MIO € bzw. 11,2 %. Überwiegend aufgrund höherer Aufwendungen für bezogene Leistungen zur Beförderung von Brief- und Paketsendungen erhöhten sich die Materialaufwendungen um 52 MIO €. Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 328 MIO € angestiegen. Ausschlaggebend waren die Verschmelzung der DHL Delivery Regionalgesellschaften auf die Deutsche Post AG rückwirkend zum 1. Januar 2019 und die damit verbundene Übernahme von Mitarbeitern. Die Abschreibungen stiegen um 36 MIO €, insbesondere bei technischen Anlagen und Maschinen. Der Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 230 MIO € resultiert hauptsächlich aus höheren Service-Level-Agreements (61 MIO €) und höheren Aufwendungen aus Währungsumrechnung (52 MIO €). Das Finanzergebnis in Höhe von 2.215 MIO € (Vorjahr: 1.000 MIO €) setzt sich zusammen aus dem Beteiligungsergebnis von 2.581 MIO € und dem Zinsergebnis von -366 MIO €. Die Veränderung im Finanzergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Erträge aus Gewinnabführung von der Deutsche Post Beteiligungen Holding GmbH um 746 MIO € und der Verbesserung des Zinsergebnisses um 413 MIO €, das überwiegend aus höheren Erträgen aus Deckungsvermögen stammt. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von -85 MIO € (Vorjahr: -155 MIO €) wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.250 MIO € (Vorjahr: 959 MIO €) ausgewiesen. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr beträgt der Bilanzgewinn 6.484 MIO € (Vorjahr: 5.653 MIO €). Vermögens- und Finanzlage Bilanzsumme gestiegen Die Bilanzsumme stieg zum Bilanzstichtag auf 38.315 MIO € (Vorjahr: 36.864 MIO €) an. Das Anlagevermögen hat sich von 18.839 MIO € auf 19.169 MIO € erhöht, wobei Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 384 MIO € (Vorjahr: 479 MIO €) geflossen sind und dort vor allem in Grundstücke und Gebäude (100 MIO €), andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (94 MIO €) sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (134 MIO €) investiert wurde. Neben den Investitionen in Brief- und Paketzentren, Förder- und Verteilanlagen wurde auch in die elektrobetriebene Fahrzeugflotte investiert. Aufgrund höherer Ausleihungen an verbundene Unternehmen erhöhten sich zudem die Finanzanlagen um 250 MIO €. scroll
Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 1.081 MIO €, was sich vor allem durch gestiegene Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.847 MIO € und niedrigere Bestände an Wertpapieren in Höhe von 799 MIO € begründet. Das Eigenkapital ist gegenüber 15.893 MIO € im Vorjahr auf 16.795 MIO € gestiegen. Der infolge des Vorjahresgewinns an die Anteilseigner ausgeschüttete Betrag von 1.419 MIO € konnte durch den Jahresüberschuss 2019 von 2.250 MIO € mehr als vollständig kompensiert werden. Der Anstieg der Kapitalrücklage um 6 MIO € und der Gewinnrücklage um 62 MIO € beruht auf der Bedienung und Zusage von Aktien für Vergütungsprogramme von Führungskräften. Insgesamt hat sich die Eigenkapitalquote von 43,1 % im Vorjahr auf 43,8 % im Berichtsjahr leicht erhöht. Die Rückstellungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 249 MIO €. Dabei erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 100 MIO €. Gegenläufig wurden niedrigere Steuerrückstellungen (202 MIO €) und niedrigere sonstige Rückstellungen (147 MIO €) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 792 MIO € auf 16.568 MIO €. Dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 657 MIO € standen geringere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (200 MIO €) gegenüber. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 272 MIO € resultiert im Wesentlichen aus der Umsetzung von Vorruhestandsprogrammen. Finanzmittel zurückgegangen Die Finanzmittel der Deutsche Post AG sind im Geschäftsjahr 2019 um 286 MIO € auf 1.315 MIO € zurückgegangen. Verschuldung Die Verschuldung (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) der Deutsche Post AG hat sich im Vorjahresvergleich um 543 MIO € auf 21.457 MIO € erhöht. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (657 MIO €) im Geschäftsjahr 2019 und resultiert aus dem konzerninternen Cash-Management (Inhouse Banking). Prognose In die internationale strategische Ausrichtung und die damit verbundene Entwicklungsprognose des Konzerns ist auch die Deutsche Post AG umfassend eingebunden. Das Kapitel >Prognose, Seite 61 ff., beinhaltet auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft. Dabei spiegelt der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland im Wesentlichen das Kerngeschäft der Deutsche Post AG wider. Die DHL-Unternehmensbereiche haben auf die Deutsche Post AG indirekten Einfluss über das Beteiligungsergebnis infolge von Ergebnisabführungsverträgen. Damit beeinflussen die zukünftigen operativen Ergebnisse der Töchter auch das zukünftige Ergebnis der Deutsche Post AG. Der handelsrechtliche Abschluss ist relevant für die Bemessung der Dividende. Wir erwarten im Geschäftsjahr 2020 für die Deutsche Post AG ein Ergebnis, das eine Dividendenzahlung im Einklang mit unserer Finanzstrategie ermöglicht. NICHTFINANZIELLE KENNZAHLENMitarbeiter, Kunden und Investoren beziehen zunehmend Nachhaltigkeitsaspekte wie Klima- und Umweltschutz, soziale Verantwortung und Unternehmensführung in ihre Entscheidung für unser Unternehmen ein. Im Folgenden stellen wir die für uns wesentlichen Kennzahlen dieser Bereiche vor. Mehr dazu finden Sie im @Nachhaltigkeitsbericht, dpdhl.de/nachhaltigkeitsbericht 2019, der auch den gesonderten nichtfinanziellen Bericht umfasst. Mitarbeiter Veränderungen in der Arbeitswelt begegnen Durch die digitale Transformation der Arbeitswelt ändern sich Aufgabenprofile und entstehen neue Aufgabenfelder. Unsere Mitarbeiter bereiten wir auf neue Möglichkeiten und veränderte Anforderungen in ihrem Arbeitsumfeld bestmöglich vor und binden sie in den Veränderungsprozess ein. Dabei sind besonders die Führungskräfte gefragt, denen wir mit Führungsprinzipien die notwendige Orientierung geben, wie sie ein wertschätzendes und motivierendes Arbeitsumfeld schaffen und eine offene Kommunikation fördern können. Ausgewählte Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung Unsere jährliche konzernweite Mitarbeiterbefragung umfasst 41 Fragen, die sich zehn Themengebieten sowie einem Index zuordnen lassen. Im Berichtsjahr verzeichneten wir in jedem Gebiet Ergebnisse, die denen des Vorjahres entsprachen oder darüber lagen. Zudem überstiegen sie fast durchweg externe Referenzwerte. Mit einem Zustimmungswert von 78 % zum KPI "Aktive Führung" haben wir unsere Zielgröße für das Berichtsjahr übertroffen, >Prognose-Ist-Vergleich, Seite 34. Die Beteiligungsquote verdeutlicht mit 77 % erneut eine hohe Akzeptanz dieses Instruments. scroll
Mitarbeiterzahl stabil Zum 31. Dezember 2019 haben wir, auf Vollzeitkräfte umgerechnet, 499.250 Mitarbeiter beschäftigt - etwa so viel wie im Vorjahr. Die Kopfzahl betrug am Jahresende 546.924. Davon sind weltweit 34,4 % Frauen; sie besetzen 22,2 % der oberen und mittleren Führungspositionen (Vorjahr: 22,1 %). Die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung nutzten 17 % (Vorjahr: 18 %) aller Beschäftigten. Im Verlauf des Jahres schieden 9,0 % (Vorjahr: 9,2 %) der Beschäftigten ungeplant aus dem Konzern aus. Im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland verringerte sich die Mitarbeiterzahl im Berichtsjahr insbesondere aufgrund von Sondereffekten wie das Vorruhestandsprogramm sowie gestiegener Produktivität, obwohl die Paketvolumina nach wie vor stark wachsen und neue Stellen geschaffen worden sind. Die Mitarbeiterzahl im Unternehmensbereich Express ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, und zwar vornehmlich im Bereich Betrieb aufgrund der gestiegenen Sendungsvolumina. Im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight blieb die Mitarbeiterzahl nahezu unverändert. Im Unternehmensbereich Supply Chain wuchs die Beschäftigung durch neues und erweitertes Geschäft, obwohl das Supply-Chain-Geschäft in China verkauft wurde. Die Mitarbeiterzahl im Unternehmensbereich eCommerce Solutions ist in allen Regionen vor allem durch Portfoliobereinigungen zurückgegangen. In Amerika und den übrigen Regionen ist die Mitarbeiterzahl gestiegen. Deutschland ist aber nach wie vor die mitarbeiterstärkste Region. In Deutschland und einigen Nachbarländern bieten wir Ausbildungsmöglichkeiten im dualen System aus betrieblicher Ausbildung und staatlicher Berufsschule. Im Jahr 2019 haben wir rund 2.000 Ausbildungs- oder Studienplätze angeboten. Nach jetzigem Planungsstand wird unsere Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2020 leicht steigen. scroll
1 Ohne Auszubildende 2 Angepasste Vorjahreswerte aufgrund neuer Segmentstruktur, Anhang, Textziffer 9 3 Mit Auszubildenden scroll
Leistungsbasierte und marktübliche Vergütung Der Personalaufwand überstieg mit 21.610 MIO € das Niveau des Vorjahres (20.825 MIO €). Details dazu schildern wir im >Anhang, Textziffer 14. Eine leistungsbasierte und marktübliche Vergütung, unter anderem ergänzt um Zuschüsse zu leistungs- und beitragsorientierten betrieblichen Altersversorgungssystemen, fördert die Loyalität und Motivation der Mitarbeiter. Auf Basis des im Vorjahr abgeschlossenen Tarifvertrags konnten sich die Tarifbeschäftigten der Deutsche Post AG erstmals im Oktober 2018 sowie erneut im Oktober 2019 entscheiden, ob sie von mehr Freizeit oder einer Lohnsteigerung profitieren möchten. Insgesamt haben sich mit Stand 31. Dezember 2019 16,9 % unserer Tarifbeschäftigten für die Freizeitoption entschieden und profitieren damit von bis zu 13 zusätzlichen freien Tagen pro Jahr. Weitere Details zu Vergütungskomponenten stellen wir im @Nachhaltigkeitsbericht, dpdhl.de/nachhaltigkeitsbericht2019, vor. Auf demografischen Wandel reagieren Als Reaktion auf die demografische Entwicklung in Deutschland und zur Gestaltung altersgerechter Arbeit haben wir mit den Gewerkschaften einen Generationenvertrag abgeschlossen. Zum 1. März 2019 wurden die Konditionen der Altersteilzeit darin nochmals deutlich verbessert. Der Generationenvertrag ermöglicht es Arbeitnehmern, ab einem Alter von 55 Jahren Arbeitszeit zu reduzieren. Insgesamt 28.444 Arbeitnehmer führen im Rahmen dieses bewährten Modells ein Zeitwertkonto und 4.929 befinden sich in Altersteilzeit. Vergleichbare Regelungen bieten wir seit 2016 auch Beamten an, von denen bereits 4.172 ein Lebensarbeitszeitkonto eingerichtet und 1.322 mit der Altersteilzeit begonnen haben. Ein im Vorjahr begonnenes Vorruhestandsprogramm, das sich vor allem an Beamte in indirekten Funktionen im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland richtet, ist im Berichtsjahr fortgeführt worden. Wesentliche Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme des "engagierten Ruhestands" sind, dass der Beamte in einem Bereich mit Personalüberhang tätig ist und eine anderweitige Beschäftigung im Unternehmen oder bei Verwaltungen nicht möglich ist. Des Weiteren dürfen keine betrieblichen oder betriebswirtschaftlichen Belange entgegenstehen. Darüber hinaus muss sich der Beamte verpflichten, innerhalb der ersten drei Jahre nach Beginn des Ruhestands ein gesellschaftliches Engagement abzuleisten. Sicherheit und Gesundheit Safety-first-Kultur stärken Unser Schwerpunkt im Bereich Sicherheit und Gesundheit liegt auf der systematischen Prävention. So haben wir es uns im Rahmen der Strategie 2025 zur Aufgabe gemacht, die Safety-first-Kultur konzernweit zu stärken. In der Konzernrichtlinie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz werden die Anforderungen dafür konkretisiert. scroll
Die meisten Unfälle ereignen sich in den Bereichen Abholung und Zustellung. Im Berichtsjahr sank die Unfallrate des Konzerns leicht. Über die Maßnahmen und Ziele im Arbeitsschutz sowie die Unfalldaten in den Unternehmensbereichen und Regionen berichten wir ausführlich im @Nachhaltigkeitsbericht, dpdhl.de/nachhaltigkeitsbericht2019. Gesundheit stärken Mit Gesundheitsprogrammen und lokalen Maßnahmen fördern wir das Bewusstsein der Mitarbeiter für einen gesunden Lebensstil. Die Themen Stressbewältigung und Umgang mit psychischen Erkrankungen standen im Berichtsjahr erneut im Fokus. Mitarbeitern außerhalb Deutschlands ermöglichen wir über das konzernweite Employee-Benefits-Programm primäre oder ergänzende Krankenversicherungsleistungen. Der weltweite Krankenstand lag im Berichtsjahr mit 5,3 % auf dem Vorjahresniveau. Über den Krankenstand in den Unternehmensbereichen und Regionen berichten wir ausführlich im @Nachhaltigkeitsbericht, dpdhl.de/nachhaltigkeitsbericht2019. Nachhaltigkeit Gemeinsamen Werten verpflichtet Wir betreiben unser Geschäft im Einklang mit geltendem Gesetz, gemäß ethischen und ökologischen Standards sowie unter Beachtung internationaler Leitlinien. Durch kontinuierlichen Austausch mit unseren Stakeholdern stellen wir sicher, dass ihre Erwartungen in sozialen und ökologischen Fragen angemessen berücksichtigt werden und unser Geschäft systematisch daran ausgerichtet wird. Unsere Kompetenz als Post- und Logistikdienstleister setzen wir zum Nutzen von Gesellschaft und Umwelt ein, etwa indem wir logistische Unterstützung nach Naturkatastrophen leisten, Flughäfen auf entsprechende Szenarien vorbereiten, die Berufschancen junger Menschen zu verbessern helfen und lokale Projekte unserer Mitarbeiter unterstützen. Mit Maßnahmen zur Steigerung der CO2-Effizienz und einer umweltfreundlichen Produktpalette werden wir unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht und stärken zugleich unsere Marktposition. Im Berichtsjahr lag der Fokus auf dem weiteren Ausbau der Elektromobilität unserer Fahrzeugflotte in Deutschland und auch außerhalb Deutschlands. Effizienzziel übertroffen Unsere Treibhausgaseffizienz messen und steuern wir durch den CO2-Effizienz-Index (CEX), >Steuerung, Seite 16. Im Jahr 2019 beliefen sich unsere direkten (Scope 1) und indirekten (Scope 2) Treibhausgasemissionen auf 6,59 MIO Tonnen CO2e (Vorjahr: 6,57 MIO Tonnen CO2e). Die indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 3) unserer Transportsubunternehmer beliefen sich auf 22,36 MIO Tonnen CO2e (Vorjahr, angepasst: 22,89 MIO Tonnen). ![]() Wir haben uns unter anderem das Umweltziel gesetzt, bis 2025 den CEX gegenüber dem Basisjahr 2007 um 50 % zu verbessern. 2019 konnten wir den CEX um zwei Indexpunkte auf 35 % verbessern, >Prognose-Ist-Vergleich, Seite 34. Diese Entwicklung konnte vor allem durch Verbesserungen im Seefrachtgeschäft und in den Straßentransporten des Unternehmensbereichs Global Forwarding, Freight sowie in den Straßentransporten des Unternehmensbereichs Supply Chain erzielt werden. Außerdem trug die Nutzung von Ökostrom an den Standorten der Unternehmensbereiche Express und Supply Chain zu dem Ergebnis bei. Ausführliche Angaben über die Entwicklung der CO2-Effizienz und unsere weiteren Umweltaktivitäten und Zielsetzungen enthält der @Nachhaltigkeitsbericht, dpdhl.de/nachhaltigkeitsbericht2019. scroll
Qualität Schnelle und zuverlässige Zustellung von Briefen und Paketen Nach Erhebungen des Qualitätsforschungsinstituts Quotas wurden im Berichtsjahr rund 92 % der Briefe innerhalb Deutschlands, die uns während der täglichen Annahmezeiten oder bis zur letzten Briefkastenleerung erreicht haben, dem Empfänger bereits am nächsten Tag zugestellt. Nach zwei Tagen erreichen rund 99 % den Adressaten. Damit liegen wir weit über den gesetzlichen Vorgaben von 80 % (E+1) und 95 % (E+2). Das von Quotas betriebene Messsystem wird jährlich durch den Technischen Überwachungsverein (TÜV) überprüft und zertifiziert. Die Laufzeiten der internationalen Briefe werden von der International Post Corporation ermittelt. Hier zählen wir zu den führenden Postunternehmen, die sich für Laufzeitverbesserungen in den postalischen Netzwerken einsetzen.
Im Paketversand erreichten die Sendungen ihre Empfänger im Berichtsjahr in rund 83 % der Fälle am nächsten Werktag. Gemessen wurden Pakete, die bei gewerblichen Kunden abgeholt und am nächsten Tag zugestellt wurden. Unser internes Laufzeitmesssystem für den Paketversand wird seit 2008 vom TÜV zertifiziert. Wir investieren kontinuierlich in die Leistungsfähigkeit unseres Paketnetzwerks, um auch weiterhin die konstant steigenden Paketmengen zuverlässig zustellen und somit den Service für unsere Kunden verbessern zu können. Im Berichtsjahr haben wir auf dem ehemaligen Opelgelände in Bochum unser 36. Paketzentrum erfolgreich in Betrieb genommen. Nach dem Erreichen der vollen Kapazität können dort bis zu 50.000 Sendungen je Stunde bearbeitet werden. Ein weiteres neues Paketzentrum entsteht in Ludwigsfelde bei Berlin und wird 2021 in Betrieb gehen. Die durchschnittliche Wochenöffnungszeit unserer rund 26.000 Verkaufsstellen betrug 55 Stunden (Vorjahr: 54 Stunden). Die jährlich vom "Kundenmonitor Deutschland" erhobene größte Privatkundenstudie in Deutschland bescheinigte den ausschließlich von Partnern betriebenen Filialen der Deutschen Post im Einzelhandel große Zustimmung: 94,5 % der Kunden waren mit Qualität und Service zufrieden (Vorjahr: 94,3 %). Außerdem haben neutrale Testkunden von Kantar TNS (zuvor TNS Infratest) rund 24.000-mal im Jahr Postfilialen in Einzelhandelsgeschäften geprüft. Das Ergebnis: 94,2 % der Kunden wurden innerhalb von drei Minuten bedient (Vorjahr: 93,5 %).
Ein weiteres zentrales Qualitätsmerkmal ist für uns der Umweltschutz, wie wir im @Nachhaltigkeitsbericht, dpdhl.de/nachhaltigkeitsbericht2019, schildern. In der für uns strategisch wichtigen Elektromobilität haben wir im Berichtsjahr rund 2.500 E-Fahrzeuge sowie knapp 1.500 E-Bikes in Betrieb genommen.
Servicequalität und absolute Kundenorientierung im Expressgeschäft Als globaler Netzwerkbetreiber mit standardisierten Abläufen verbessern wir kontinuierlich unseren Service, um die Zusagen gegenüber den Kunden einzuhalten. Daher verfolgen wir die sich ständig ändernden Kundenanforderungen, zum Beispiel mit dem Programm "Insanely Customer Centric Culture" und im Rahmen des "Net Promoter Approach". Unsere Führungskräfte sprechen dabei Kunden persönlich an, um Kundenkritik laufend in Verbesserungen umzusetzen. Über das Portal MyDHL+ und die Rubrik "Small Business Solution" auf unserer Internetseite können vor allem Geschäftskunden kleiner und mittlerer Größe ihre Sendungen einfach verschicken und Informationen rund um das Thema Versand erhalten. Globalen Kunden in Europa können wir mit dem "European Key Account Support" einen zentralen Ansprechpartner zur Seite stellen. Auf Wunsch werden Sendungsinformationen sogar direkt in deren Systemen aktualisiert. In Zentren zur Qualitätskontrolle verfolgen wir Sendungen weltweit und passen unsere Abläufe dazu dynamisch an. Alle Premiumprodukte werden standardmäßig bis zu ihrer Zustellung verfolgt. Seit dem Berichtsjahr ist unser "On Demand Delivery Service" bereits in mehr als 110 Ländern und 46 Sprachen verfügbar. Zudem haben wir unser Paketboxnetzwerk auf rund 13.000 "Service Point Lockers" weltweit ausgebaut. Betriebliche Sicherheit, die Einhaltung von Standards sowie die Servicequalität unserer Standorte werden in Zusammenarbeit mit Behörden regelmäßig überprüft. Ungefähr 360 Standorte, über 100 davon in der Region Asien, sind von der Sicherheitsorganisation "Transported Asset Protection Association" (TAPA) zertifiziert worden. Damit sind wir auf diesem Gebiet führend. Seit dem Jahr 2010 sind wir global nach ISO 9001:2008 zertifiziert, seit 2018 sogar nach dem aktuellen Standard ISO 9001:2015. Darüber hinaus sind wir weiterhin in bestimmten Regionen und Ländern in den Bereichen Umweltschutz und Energiemanagement zertifiziert, wie wir im @Nachhaltigkeitsbericht, dpdhl.de/nachhaltigkeitsbericht2019, schildern.
Systematisches Kundenfeedback im Forwardinggeschäft Wir verbessern unsere Leistung im Geschäftsfeld Global Forwarding kontinuierlich anhand von Kundenrückmeldungen. Mithilfe des "Net Promoter Approach" nehmen wir diese systematisch auf. Im Berichtsjahr wurden rund 40 Projekte zur kontinuierlichen Verbesserung und mehr als 1.700 Problemlösungs-Workshops durchgeführt. Dadurch verbesserten sich Abläufe, Pünktlichkeit, Berichterstattung und Rechnungsstellung für die Kunden spürbar. Die operative Entwicklung wird ebenfalls stetig überwacht und durch regelmäßige Initiativen, wie die Performance-Dialoge, bei Bedarf angepasst. Im Geschäftsfeld Freight haben wir auch im Jahr 2019 das Feedback unserer Kunden in mehr als 30 Ländern abgefragt und aus den Ergebnissen über 200 Maßnahmen definiert, um unsere Produkte und Leistungen kontinuierlich zu verbessern. Mit unserem Freight Quotation Tool und dem Online-Kundenportal haben wir die Erreichbarkeit für unsere Kunden erweitert. Die End-to-end-Servicequalität konnte im gesamten Netzwerk weiter verbessert werden. Qualitätsführer in der Kontraktlogistik Wir bauen unsere Position als Qualitätsführer in der Kontraktlogistik kontinuierlich aus. Dabei wenden wir unser "Operations Management System First Choice" an und stellen so sicher, dass wir die Qualitätserwartungen der Kunden erfüllen oder übertreffen. Im Rahmen unseres Programms für operative Exzellenz misst ein Leistungsindikator für Servicequalität regelmäßig, ob unsere Standorte die definierten Kundenanforderungen erfüllen. Die Befragungsmethode, nach der Kundenbindung und -zufriedenheit kontinuierlich gemessen werden, basiert auf dem "Net Promoter Approach". Das Programm wurde weltweit eingeführt und deckt einen erheblichen Anteil unserer Geschäftstätigkeit ab. Im Berichtsjahr haben sich die gemessenen Werte positiv entwickelt. Tatsächlich hat sich gezeigt, dass die für jeden Kunden eingeleiteten Folgemaßnahmen enormen Einfluss auf die Zufriedenheit und Loyalität haben. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden verstärkt nachhaltige Lösungen an. Ein Beispiel dafür ist die Lagerverwaltung auf Basis erneuerbarer Energien.
Zufriedene Kunden und hohe Zustellqualität im Bereich eCommerce Solutions Wir begreifen die Kundenzufriedenheit in den Segmenten B2B und B2C als die wichtigste Erfolgskomponente in den Märkten, in denen wir tätig sind. Unsere Zustellqualität konnte 2019 in den meisten Ländern wie den USA und Indien sowie im Raum Asien-Pazifik signifikant gesteigert werden. Auch in Europa ist es uns gelungen, unser Qualitätsversprechen gegenüber großen Kunden zu erfüllen bzw. weiter zu verbessern. Hier erreichen wir mit grenzüberschreitenden Lösungen Kundenzufriedenheitswerte von 95 %. In den USA haben wir durch unsere Verpflichtung zu Qualität und Zuverlässigkeit neue, anspruchsvolle Kunden gewonnen. Wir sind sicher, dass selbst in einem herausfordernden geschäftlichen Umfeld unsere hohe Zustellqualität von über 97 % im Berichtsjahr auch in Zukunft gute Wachstumsmöglichkeiten bietet. In Indien haben wir die Zustellqualität trotz herausfordernder Geografie und teilweise schwieriger Infrastruktur um rund 10 % steigern können. Insgesamt erzielten wir im Raum Asien-Pazifik 2019 eine Zustellqualität von 96 % bis 98 %. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Qualität auf hohem Niveau zu halten und dadurch eine hohe Kundenzufriedenheit sicherzustellen. So sichern wir unseren Anspruch als Qualitätsführer in all unseren Märkten. Marken ![]() Marken des Konzerns mit stabilem Wert Der Wert der Marken Deutsche Post und DHL ist unabhängigen Studien gemäß seit Jahren auf einem vergleichsweise stabilen Niveau. Für DHL errechnete das Marktforschungsinstitut Kantar Millward Brown im Berichtsjahr einen Markenwert von 16,6 MRD US-$ (Vorjahr: 20,6 MRD US-$). Dieser Wert liegt etwa auf dem Durchschnittsniveau der vergangenen fünf Jahre. In der jährlichen Interbrand-Studie verbesserte sich der Markenwert von DHL gegenüber dem Vorjahr von rund 5,9 MRD US-$ auf rund 6 MRD US-$. Für die Marke Deutsche Post ermittelte die Beratungsgesellschaft Brand Finance im Jahr 2019 einen Markenwert von 4,5 MRD € (Vorjahr: 3,6 MRD €). Sie erreichte Rang 20 der wertvollsten deutschen Marken. DHL gelangte mit einem Wert von 9,6 MRD € in dieser Rangliste auf Platz 12. 50 Jahre DHL 2019 war für DHL ein Jubiläumsjahr, in dem wir bereits auf ein halbes Jahrhundert erfolgreiche DHL-Markengeschichte zurückblicken konnten. Gefeiert wurde unter anderem im Rahmen der offiziellen Logistikpartnerschaft zur "Shine A Light" World Tour 2019 von Bryan Adams. Digitale Markenführung 2019 ging der "Brand Hub" live. Mit der digitalen Plattform steuern wir weltweit effizient unsere Marken. Sie ermöglicht es den Mitarbeitern, standardisiert und zeitsparend zu arbeiten sowie markengetreu zu gestalten. Den Ansprüchen unserer Kunden gemäß wurde dabei das Brand Design der digitalen Umgebung angepasst und emotionalisiert. scroll
PROGNOSEGesamtaussage Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2020 ein Konzern-EBIT in Höhe von mehr als 5,0 MRD €. Dabei gehen wir im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland von einem EBIT von mehr als 1,6 MRD € aus. Für die DHL-Unternehmensbereiche erwarten wir insgesamt ein EBIT von mehr als 3,7 MRD €. Der Ergebnisbeitrag der Corporate Functions wird voraussichtlich bei rund -0,35 MRD € liegen. Unsere Ergebnisprognose versteht sich seit dem 28. Februar 2020 vorbehaltlich eines noch nicht abschließend quantifizierbaren Effekts aus den Auswirkungen des Coronavirus sowie vor Aufwendungen aus der Entscheidung, StreetScooter in einen Bestandsflottenbetreiber umzuwandeln. Im Einklang mit dem prognostizierten EBIT-Anstieg erwarten wir, dass auch das EAC im Jahr 2020 steigen wird. Den Free Cashflow erwarten wir bei rund 1,4 MRD € inklusive der StreetScooter-Neuausrichtung sowie einer Zahlung von rund 500 MIO € für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte. Prognosezeitraum Die Angaben im Prognosebericht beziehen sich grundsätzlich auf das Geschäftsjahr 2020. Künftige Rahmenbedingungen Weltwirtschaft unter dem Eindruck der Auswirkungen des Coronavirus Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft wird im laufenden Jahr stark unter dem Eindruck der Auswirkungen des Coronavirus stehen. In ihrer Konjunkturprognose vom 2. März 2020 erwartet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im günstigsten Fall nur noch ein Wachstum der globalen Wirtschaft von 2,4 %. Eine breitere Ansteckungswelle im asiatisch-pazifischen Raum und den Industrieländern würde sich laut OECD noch deutlicher auf die Weltkonjunktur auswirken. Anhaltendes Wachstum im deutschen Paketmarkt erwartet Der deutsche Markt für papiergebundene Briefkommunikation wird weiter moderat zurückgehen, da zunehmend digital kommuniziert wird. Der deutsche Werbemarkt dürfte im Jahr 2020 sein Volumen ungefähr beibehalten. Werbebudgets werden weiterhin zugunsten von Online-Medien umverteilt. Der Trend zu automatisierten Dialogkampagnen bleibt ungebrochen. Im internationalen Briefgeschäft sollten die rückläufigen Mengen kleinformatiger Dokumente durch die steigenden Warensendungen zu einem großen Teil kompensiert werden. Der deutsche Paketmarkt wird weiter wachsen. Internationaler Expressmarkt stark konjunkturabhängig Erfahrungsgemäß hängt das Wachstum des internationalen Expressmarktes gerade im Hinblick auf das B2B-Geschäft stark von der Konjunktur ab. Im kontinuierlich zunehmenden grenzüberschreitenden E-Commerce sehen wir auch im Jahr 2020 einen Wachstumstreiber für den internationalen Expressmarkt. Luft- und Seefrachtgeschäft von Normalisierung der Güterströme abhängig Insbesondere für das Kerngeschäft Luft- und Seefracht sind die Wachstumsraten in hohem Maße davon abhängig, wann und wie schnell sich die internationalen Güter- und Warenströme wieder normalisieren. Für den europäischen Straßentransportmarkt erwarten wir 2020 in den meisten europäischen Märkten ein geringeres Volumenwachstum. Die Preise dürften moderat steigen. Markt für Kontraktlogistik wächst kontinuierlich weiter Der Trend zur Fremdvergabe von Lagerhaltung und Distribution sowie die Nachfrage nach Mehrwertleistungen in der Logistik halten an. Der Bedarf an E-Fulfillment-Lösungen wird voraussichtlich ebenfalls weiter zunehmen, weshalb unsere Kunden sich im Jahresverlauf mit stark schwankenden Bestellmengen konfrontiert sehen. Es wird erwartet, dass der Markt für Kontraktlogistik in den nächsten fünf Jahren mit rund 4 % weiterhin kontinuierlich wächst. eCommerce Solutions mit guten Wachstumsaussichten Im Bereich eCommerce Solutions hängt das Wachstum stark von den lokalen Konjunkturentwicklungen ab. Wir sind davon überzeugt, dass unser Produktportfolio und die Fokussierung auf Qualität und kundenorientierte Lösungen auch für das Jahr 2020 zu einem insgesamt guten Wachstum beitragen werden. Ergebnisprognose Seitdem die chinesische Regierung Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eingesetzt hat, beobachten wir fortlaufend die Entwicklung der Waren- und Güterströme in unseren Netzwerken. In den vergangenen Wochen kam es zu einer Abschwächung des Güter- und Warenverkehrs nicht nur von und nach China, sondern auch in anderen Regionen Asiens und Europas; mit Produktionseinschränkungen auch außerhalb Chinas ist in wachsendem Maße zu rechnen. Der Konzern hat im Januar einen sehr guten Start in das Jahr verzeichnet und war für Februar auf die üblichen Effekte rund um das chinesische Neujahrsfest vorbereitet, als die Maßnahmen der chinesischen Regierung eingeführt wurden. Seitdem blieb das Geschäft des Bereichs Post & Paket Deutschland sowie das der Unternehmensbereiche Supply Chain und eCommerce Solutions davon nur marginal betroffen. Dagegen sehen wir momentan deutlichere Effekte für das Geschäftsfeld Global Forwarding und den Unternehmensbereich Express, deren Geschäft im grenzüberschreitenden Güterverkehr aktuell vor allem von und nach China beeinträchtigt ist. Konzernweit belaufen sich die negativen Ergebnisauswirkungen der Corona-Krise im Monat Februar auf etwa 60 MIO € bis 70 MIO € gegenüber dem ursprünglichen internen Planwert. Die Auswirkungen auf das Jahresergebnis des Konzerns Deutsche Post DHL Group werden letztlich von verschiedenen Faktoren, die sich in der Phase der Wiederaufnahme der Produktion auch gegenläufig positiv auswirken könnten, bestimmt sein. Derzeit ist nicht abzusehen, über welchen Zeitraum, in welchen Unternehmensbereichen und in welchem Maße es zu negativen Effekten kommen wird und inwieweit diese durch gegenläufige positive Effekte ausgeglichen werden können. Bei einem längeren Anhalten oder einer Verschärfung der aktuellen Situation über mehrere Monate hinweg, dürften jedoch die negativen Folgen überwiegen. Der konkrete Ergebniseffekt wird sich letztlich erst nach einer Normalisierung der Situation bestimmen lassen. Ebenfalls vor dem Hintergrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Unsicherheiten haben wir uns entschlossen, die Sondierungen für eine Partnerschaft mit den StreetScooter-Aktivitäten nicht weiter aktiv zu verfolgen. Mit der Umwandlung von StreetScooter in einen Bestandsflottenbetreiber sind ebenfalls im laufenden Jahr außerhalb des Kerngeschäfts einmalige Anpassungsaufwendungen zwischen 300 MIO € und 400 MIO € zu erwarten. Die Auswirkungen auf den Cashflow werden dagegen gering sein. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2020 ein Konzern-EBIT in Höhe von mehr als 5,0 MRD €. Dabei gehen wir im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland von einem EBIT von mehr als 1,6 MRD € aus. Für die DHL-Unternehmensbereiche erwarten wir insgesamt ein EBIT von mehr als 3,7 MRD €. Der Ergebnisbeitrag der Corporate Functions wird voraussichtlich bei rund -0,35 MRD € liegen. Unsere Ergebnisprognose versteht sich seit dem 28. Februar 2020 vorbehaltlich eines noch nicht abschließend quantifizierbaren Effekts aus den Auswirkungen des Coronavirus sowie vor den genannten Aufwendungen aus der StreetScooter-Entscheidung. Unsere Finanzstrategie sieht unverändert vor, grundsätzlich 40 % bis 60 % des Nettogewinns als Dividende auszuschütten. Im Rahmen der Finanzstrategie besteht die Möglichkeit, in geeigneten Fällen den berichteten Nettogewinn im Interesse der Dividendenkontinuität um außerordentliche Faktoren zu bereinigen. Dies wenden wir auch für das Geschäftsjahr 2019 an und beabsichtigen, den Aktionären auf der Hauptversammlung am 13. Mai 2020 vorzuschlagen, eine Dividende von 1,25 € je Aktie (Vorjahr: 1,15 € je Aktie) auszuzahlen. Damit liegt die Ausschüttungsquote bezogen auf den bereinigten Nettogewinn bei 59,4 %. Erwartete Finanzlage Kreditwürdigkeit des Konzerns unverändert eingestuft Angesichts der Ergebnisprognose für das Jahr 2020 gehen wir von einer weitgehend stabilen Entwicklung der Kennzahl "FFO to Debt" aus und erwarten, dass die Rating-Agenturen unsere Kreditwürdigkeit gegenüber dem aktuellen Stand unverändert einstufen werden. Liquidität weiterhin solide Aufgrund der jährlichen Pensionsvorauszahlung an die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation sowie der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019 im Mai 2020 wird sich unsere Liquidität in der ersten Hälfte des Jahres 2020 erwartungsgemäß verringern. Darüber hinaus werden die nicht durch Fremdmittel gedeckten Zahlungen zur Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte die Liquidität reduzieren. Wegen der üblicherweise guten Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte wird sich die operative Liquiditätssituation zum Jahresende wieder verbessern. Investitionen von rund 2,6 MRD € erwartet Um unsere strategischen Ziele und das weitere Wachstum zu unterstützen, beabsichtigen wir, die Investitionen (ohne Leasing) im Jahr 2020 auf rund 2,6 MRD € zu erhöhen, wobei die Schwerpunkte denen der Vorjahre entsprechen. Hinzu kommen rund 500 MIO € für die Erneuerung interkontinentalen Express-Flugzeugflotte. Diese Zielgröße versteht sich einschließlich der noch zu beziffernden Auswirkungen des Coronavirus sowie der StreetScooter-Neuausrichtung. Weitere steuerungsrelevante Indikatoren EAC und Free Cashflow steigen Im Einklang mit dem prognostizierten EBIT-Anstieg erwarten wir, dass auch das EAC im Jahr 2020 steigen wird. In den Unternehmensbereichen wird das EAC den gleichen Einflüssen unterliegen wie im EBIT-Ausblick aufgeführt. Allerdings könnte der Anstieg durch unsere fortlaufende Investitionstätigkeit insgesamt etwas geringer ausfallen als der des EBIT. Den Free Cashflow erwarten wir bei rund 1,4 MRD € inklusive der Zahlung von rund 500 MIO € für die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte. Auch diese Zielgröße versteht sich vorbehaltlich der noch zu beziffernden Auswirkungen des Coronavirus; berücksichtigt allerdings die Streetscooter-Neuausrichtung. Mitarbeiterengagement rückt in den Fokus Im Rahmen der Entwicklung der Strategie 2025 haben wir unsere Konzepte bewertet und dabei festgestellt, dass der Fokus auf ein einzelnes Element der Mitarbeiterbefragung als Steuerungsgröße nicht länger sinnvoll erscheint. Vielmehr werden wir ab 2020 das Mitarbeiterengagement insgesamt als Steuerungsgröße einführen und diese Kennzahl in die Bonusberechnung der Führungskräfte einbeziehen. Bis 2025 wollen wir hier konzernweit 80 % Zustimmung erreichen. Im Jahr 2020 soll die Zustimmung bei 78% liegen. Treibhausgaseffizienz weiter verbessern Wir erwarten, dass der Konzern seine CO2-Effizienz weiter verbessert. Der CEX sollte sich im Geschäftsjahr 2020 um einen Indexpunkt erhöhen. CHANCEN UND RISIKENGesamtaussage Chancen zu erkennen und schnell zu ergreifen und Risiken entgegenzuwirken sind wichtige Ziele für unser Unternehmen. Die erwartete Wirkung möglicher Ereignisse und Entwicklungen wird bereits in der Geschäftsplanung berücksichtigt. Chancen und Risiken sind definiert als potenzielle Abweichungen vom prognostizierten Unternehmensergebnis. Unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsplans hat sich unsere Chancen- und Risikosituation im Vergleich zur Risikoberichterstattung im Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert. Es wurden keine neuen Risiken identifiziert, die sich nach derzeitiger Einschätzung potenziell kritisch auf das Ergebnis auswirken. Aus dem konzernweiten Früherkennungssystem wie auch nach Einschätzung des Konzernvorstands waren im aktuellen Prognosezeitraum keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft. Die Einschätzung eines stabilen bis positiven Ausblicks spiegelt sich auch in den >Kredit-Ratings, Seite 41f., wider. Chancen- und Risikomanagement Chancen- und Risikomanagement mit einheitlichem Berichtsstandard Als international tätiges Logistikunternehmen sind wir einer Reihe von Veränderungen ausgesetzt. Wir wollen die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken früh erkennen sowie erforderliche Maßnahmen in den im Einzelnen betroffenen Bereichen rechtzeitig ergreifen, um so den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Dieses Ziel unterstützen wir mit einem konzernweiten Chancen- und Risikomanagement. Quartalsweise schätzen Manager die Auswirkungen künftiger Szenarien ein, bewerten die Chancen und Risiken ihrer Bereiche und stellen geplante sowie bereits ergriffene Maßnahmen dar. Die Abfrage und Freigabe erfolgt hierarchisch, sodass das Management unterschiedlicher Ebenen in den Ablauf eingebunden ist. Chancen und Risiken können jederzeit auch ad hoc gemeldet werden. Unser Prozess zur Früherkennung verknüpft das Chancen- und Risikomanagement im Konzern zu einem einheitlichen Berichtsstandard. Die dabei eingesetzte IT-Anwendung entwickeln wir stetig weiter. Bei den Standardauswertungen nutzen wir darüber hinaus die Monte-Carlo-Simulation zur Chancen- und Risikoaggregation. Diese stochastische Methode berücksichtigt die Eintrittswahrscheinlichkeit der zugrunde liegenden Chancen und Risiken und basiert auf dem Gesetz der großen Zahl. Aus den Verteilungsfunktionen der einzelnen Chancen und Risiken werden eine Million Mal zufällig ausgewählte Szenarien - je Chance und Risiko eines - miteinander kombiniert. Die Ergebnisgrafik zeigt die Häufigkeitsdichte der daraus resultierenden Gesamtergebnisse. Folgende Grafik zeigt beispielhaft ein Simulationsergebnis: ![]() ![]() Die wichtigsten Schritte unseres Chancen- und Risikomanagementprozesses: 1 Erkennen und bewerten: Quartalsweise schätzen Führungskräfte aller Unternehmensbereiche und Regionen unsere Chancen- und Risikosituation ein und dokumentieren entsprechende Maßnahmen. Sie bewerten in Form von Szenarien beste, erwartete und schlechteste Fälle. Für jedes identifizierte Risiko wird mindestens ein Verantwortlicher benannt, der es bewertet, überwacht, mögliche Vorgehensweisen benennt, um es zu steuern, und darüber berichtet. Dies gilt ebenso für die Chancen. Die Ergebnisse werden in einer Datenbank dokumentiert. 2 Aggregieren und berichten: Die Controllingeinheiten sammeln diese Ergebnisse, werten sie aus und prüfen ihre Plausibilität. Sollten sich einzelne finanzielle Effekte überschneiden, so wird dies in unserer Datenbank vermerkt und beim Bündeln berücksichtigt. Nach Freigabe durch den Bereichsverantwortlichen werden alle Ergebnisse an die nächste Hierarchieebene weitergegeben. Auf der letzten Stufe berichtet das Konzerncontrolling dem Konzernvorstand über die wesentlichen Chancen und Risiken sowie über die möglichen Gesamteffekte je Unternehmensbereich. Dazu erfolgt eine Chancen- und Risikoaggregation für wesentliche Organisationsebenen. Wir gehen nach zwei Methoden vor: Zum einen ermitteln wir eine mögliche Bandbreite des Bereichsergebnisses und summieren die jeweiligen Szenarien auf. So geben die Summen der "schlechtesten" und der "besten" Fälle die Gesamtbandbreite für das Ergebnis des Bereichs an. Innerhalb dieser Extremszenarien zeigt die Summe der "erwarteten Fälle" die aktuelle Erwartung an. Zum anderen setzen wir die Monte-Carlo-Simulation ein. Deren Ergebnisse auf Ebene der Unternehmensbereiche sind regelmäßiger Bestandteil der Chancen- und Risikoberichte an den Gesamtvorstand. 3 Gesamtstrategie: Der Konzernvorstand legt fest, nach welcher Systematik Chancen und Risiken zu analysieren und zu berichten sind. Die Berichte des Konzerncontrollings bieten dem Vorstand eine zusätzliche regelmäßige Informationsbasis für die Gesamtsteuerung des Konzerns. 4 Operative Maßnahmen: Innerhalb der einzelnen Bereiche werden Maßnahmen festgelegt, mit denen Chancen und Risiken gesteuert werden. Anhand von Kosten-Nutzen-Analysen wird bewertet, ob Risiken vermieden, verringert oder auf Dritte übertragen werden können. 5 Kontrolle: Für wichtige Chancen und Risiken sind Frühwarnindikatoren definiert, die von den Verantwortlichen kontinuierlich beobachtet werden. Ob die Vorgaben des Vorstands dabei eingehalten werden, überwacht in seinem Auftrag die Konzernrevision. Sie prüft auch die Qualität des gesamten Chancen- und Risikomanagements. Die Controllingeinheiten analysieren regelmäßig alle Bestandteile des Prozesses sowie die Prüfberichte der internen Revision und des Abschlussprüfers auf mögliche Verbesserungspotenziale und passen sie, wo nötig, an. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht) Als Teil des Risikomanagementsystems verfügt Deutsche Post DHL Group über ein auf die Rechnungslegung bezogenes internes Kontrollsystem (IKS). Ziel des IKS ist es, die Ordnungsmäßigkeit der (Konzern-)Rechnungslegung sowie der Finanzberichterstattung sicherzustellen. Dabei soll insbesondere gewährleistet werden, dass alle Geschäftsvorfälle auf Basis geltender Normen, Rechnungslegungsvorschriften sowie interner Konzernregelungen zeitnah, einheitlich und korrekt buchhalterisch erfasst werden. Fehler in der Rechnungslegung sollen grundsätzlich vermieden beziehungsweise wesentliche Fehlbewertungen zeitnah aufgedeckt werden. Das IKS ist in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk für interne Kontrollsysteme des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) konzipiert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und ist verpflichtender und integraler Bestandteil des Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesses der Gesellschaften des Konzerns. Der Ansatz des rechnungslegungsbezogenen IKS beinhaltet zusammengefasst:
Neben der ausgeführten Konzeption des IKS sind ergänzend organisatorische und technische Maßnahmen, in die alle Gesellschaften des Konzerns einbezogen sind, getroffen worden. Zentral vorgegebene Bilanzierungsrichtlinien regeln die Überleitung der lokalen Abschlüsse und stellen sicher, dass die Bilanzierungsstandards nach EU-IFRS einheitlich und konzernweit angewendet werden. Zudem ist für die Deutsche Post AG und andere nach HGB bilanzierende Gesellschaften eine HGB-Bilanzierungsrichtlinie maßgebend. Ein einheitlicher Kontenrahmen ist für alle Konzerngesellschaften verpflichtend. Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung werden von uns zeitnah auf Relevanz überprüft und ihre Umsetzung wird frühzeitig beispielsweise in monatlichen Newslettern angekündigt. Vielfach wird die Rechnungslegung in Shared-Service-Centern gebündelt, um Abläufe zu zentralisieren und zu standardisieren. Die IFRS-Abschlüsse der einzelnen Konzerngesellschaften werden in einem einheitlichen System, basierend auf einer SAP-Software, erfasst und dann in einer einstufigen Konsolidierung an einem zentralen Standort verarbeitet. Automatische Plausibilitätsprüfungen und systemseitige Validierungen der Buchhaltungsdaten sind weitere qualitätssichernde Maßnahmen. Daneben erfolgen regelmäßig manuelle Kontrollen zentral im Corporate Center durch die Zentralbereiche Corporate Accounting & Controlling, Steuern und Corporate Finance. Falls erforderlich, wird auf die Expertise externer Gutachter zurückgegriffen. Schließlich garantiert die konzerneinheitlich gesteuerte Durchführung des Abschlussprozesses im Rahmen eines zentral verwalteten Abschlusskalenders einen strukturierten und effizient gestalteten Prozess der Rechnungslegung. Über IKS und Risikomanagement hinaus ist die Konzernrevision ein wesentliches Organ im Steuerungs- und Überwachungssystem des Konzerns. Im Rahmen ihrer risikoorientierten Prüfungshandlungen kontrolliert sie regelmäßig die für die Rechnungslegung relevanten Prozesse und berichtet dem Vorstand über die Ergebnisse. Grundsätzlich ist jedoch zu berücksichtigen, dass ein IKS, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Berichterstattung und Bewertung von Chancen und Risiken Im Folgenden stellen wir primär Chancen und Risiken dar, die aus heutiger Sicht den Konzern im Prognosezeitraum über die bereits berücksichtigten Erwartungen hinaus wesentlich beeinflussen könnten. Sie werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Wirkung bewertet. Im Ergebnis unterscheiden wir Chancen und Risiken niedriger, mittlerer und hoher Bedeutung. Als wesentlich bewerten wir Chancen und Risiken von hoher oder mittlerer Bedeutung, die in der nachfolgenden Grafik schwarz beziehungsweise grau gekennzeichnet sind. Es gelten folgende Beurteilungsmaßstäbe: ![]() Die dargestellten Chancen und Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich dem Konzern eröffnen oder denen er ausgesetzt ist. Weitere Einflüsse, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die wir noch nicht als wesentlich einschätzen, könnten unsere Geschäftstätigkeiten ebenfalls beeinflussen. Chancen und Risiken werden in Deutsche Post DHL Group dezentral erfasst und bewertet. Über mögliche Planabweichungen einschließlich latenter Ereignischancen und -risiken wird überwiegend auf der Ebene von Ländern oder Regionen berichtet. Angesichts des Detaillierungsgrades der internen Berichte fassen wir hier die dezentral gemeldeten Chancen und Risiken zu den nachfolgenden Kategorien zusammen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich bei den zugrunde liegenden Einzelmeldungen wesentliche Korrelationen im Zusammenhang mit der Entwicklung der Weltkonjunktur und der Weltwirtschaftsleistung ergeben. Sofern nicht anders spezifiziert, wird den Einzelchancen und -risiken innerhalb der jeweiligen Kategorien und im betrachteten Prognosezeitraum 2020 eine niedrige Bedeutung beigemessen. Die Chancen und Risiken gelten grundsätzlich für alle Unternehmensbereiche, sofern nicht anders angegeben. Chancen und Risiken in Kategorien Chancen und Risiken aufgrund politischer, regulatorischer und rechtlicher Rahmenbedingungen Einige Risiken entstehen vor allem dadurch, dass der Konzern einen Teil seiner Dienstleistungen in regulierten Märkten erbringt. Viele Postdienstleistungen der Deutsche Post AG und ihrer Tochtergesellschaften (insbesondere des Unternehmensbereichs Post & Paket Deutschland) unterliegen der sektorspezifischen Regulierung nach dem Postgesetz, >Glossar, Seite 166, durch die Bundesnetzagentur, >Glossar, Seite 166. Sie genehmigt oder überprüft Entgelte, gestaltet die Bedingungen des Zugangs zu Teilleistungen und übt die besondere Missbrauchsaufsicht aus. Umsatz- und Ergebnisrisiken können sich insbesondere aus dem Price-Cap-Verfahren ergeben, durch dessen Anwendung speziell die Entgelte für die Beförderung von Briefeinzelsendungen genehmigt werden. Die aktuelle Price-Cap-Entgeltgenehmigung ist bis zum 31. Dezember 2021 befristet. Die Bundesregierung beabsichtigt eine Novelle des Postgesetzes und seiner Verordnungen mit dem Ziel, Postdienstleistungen von guter Qualität sicherzustellen, eine positive Wettbewerbsentwicklung zu gewährleisten und unnötige Regulierung abzubauen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 1. August 2019 dazu Eckpunkte veröffentlicht. Mit der Einleitung eines Gesetzgebungsverfahrens für ein neues Postgesetz ist im Laufe des Jahres 2020 zu rechnen. Je nach Ausgestaltung des neuen Regulierungsrahmens können Chancen und Risiken für die regulierten Bereiche des Unternehmens entstehen. Bedeutsame Rechtsverfahren beschreiben wir im >Anhang, Textziffer 44. Bei diesen Verfahren sehen wir jedoch keine Risiken von wesentlichen Planabweichungen für den Prognosezeitraum 2020. Risiken ergeben sich außerdem aus der intensiven Internationalisierung der Warenströme. Als weltweit tätiges Logistikunternehmen unterliegt Deutsche Post DHL Group den Ein-, Aus- und Durchfuhrbestimmungen von mehr als 220 Ländern und Territorien. Dazu gehört neben dem Zollrecht auch das Außenwirtschaftsrecht dieser Länder. Dabei ist nicht nur die Zahl und die Komplexität dieser Vorschriften einschließlich ihres Anwendungsbereichs über Landesgrenzen hinaus (so genannte extraterritoriale Wirkung) in den letzten Jahren ständig gestiegen; Verfehlungen werden seitens der zuständigen Behörden auch deutlich mehr verfolgt und geahndet. Wir begegnen diesen Risiken mit einem gruppenweiten Compliance-Programm. Dazu gehört neben der gesetzlich gebotenen Überprüfung von Absendern und Empfängern, Lieferanten und Mitarbeitern anhand der anwendbaren Embargolisten insbesondere auch die gesetzlich erforderliche Überprüfung von Sendungen zur Durchsetzung geltender Ausfuhrverbote sowie von Ländersanktionen und -embargos. Dabei kooperiert Deutsche Post DHL Group mit den zuständigen Behörden sowohl präventiv als auch bei der Ermittlung von Verstößen zur Vermeidung bzw. Begrenzung etwaiger Sanktionen. Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken Makroökonomische und branchenspezifische Rahmenbedingungen beeinflussen maßgeblich unseren Geschäftserfolg. Daher verfolgen wir aufmerksam die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der Regionen, derzeit vor allem die möglichen Auswirkungen der US-Handelspolitik, die möglichen Folgen des Austritts Großbritanniens aus der EU sowie mögliche Auswirkungen des Coronavirus. Neben anderen Aspekten ergeben sich für uns durch den Brexit Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus möglichen Veränderungen von Wechselkursen und Konjunktur, Flugrechten sowie bei der Zollabwicklung und aus Einflüssen auf unsere Kunden sowohl innerhalb als auch außerhalb Großbritanniens. Wir haben hierfür themenbezogene Arbeitsgruppen eingerichtet und sind auf die Auswirkungen des Brexits bestmöglich vorbereitet. Auf mögliche Auswirkungen des Coronavirus gehen wir im Prognosebericht ein. Eine Reihe externer Größen eröffnet uns zahlreiche Chancen: Wir gehen von einem weltweiten Marktwachstum aus. Bei weiterem Weltwirtschaftswachstum wird die Logistik auch in Zukunft wachsen. Obwohl sich der Welthandel durch den Handelsstreit zwischen den USA und China abgeschwächt hat, profitieren wir als globaler Marktführer mit unseren DHL-Unternehmensbereichen unter anderem von einer erhöhten Nachfrage nach komplexen Logistiklösungen. Durch unsere starke Position in allen Regionen können wir Rückgänge auf einzelnen Handelsrouten durch Wachstum in anderen kompensieren. Ob und in welchem Ausmaß der Logistikmarkt wächst, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Der Trend, dass Unternehmen Geschäftsabläufe auslagern, hält an. Die Lieferketten werden komplexer, internationaler, aber auch störungsanfälliger. Kunden wünschen deshalb stabile und integrierte Logistiklösungen, die wir mit unserem breiten Serviceportfolio anbieten. Besonders im Unternehmensbereich Supply Chain und auch durch die engere Zusammenarbeit aller Unternehmensbereiche sehen wir hier weiterhin Wachstumschancen.
Der boomende Online-Handel ist eine weitere Chance für uns. Er schafft Bedarf für den Transport von Dokumenten und Waren. Vor allem der sich weiter gut entwickelnde digitale Einzelhandel lässt den B2C-Markt, >Glossar, Seite 166, stark wachsen. Daraus entsteht für das nationale und internationale Paketgeschäft großes Wachstumspotenzial, das wir mit dem Ausbau unseres Paketnetzwerks erschließen wollen. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass sich die Konjunktur in einzelnen Wirtschaftsregionen eintrübt und die Transportmengen stagnieren oder rückläufig sind. Allerdings gehen wir davon aus, dass dies nicht in allen Geschäftsfeldern die Nachfrage mindern würde. So ist im Paketbereich auch ein gegenläufiger Effekt möglich, da Verbraucher aus Kostengründen häufiger online einkaufen könnten. Ebenso können Unternehmen gezwungen sein, ihre Kosten zu senken und daher ihre Transportleistungen auszulagern. Konjunkturell bedingte Risiken können sich in Größe und Zeitpunkt unterschiedlich auf unsere Unternehmensbereiche auswirken, was den Gesamteffekt mindern könnte. Die Bedeutung dieses Risikos bewerten wir insgesamt als mittel. Zudem haben wir in den vergangenen Jahren Maßnahmen ergriffen, um Kosten zu flexibilisieren und auf eine veränderte Nachfrage des Marktes schnell reagieren zu können. Deutsche Post und DHL stehen im Wettbewerb mit anderen Anbietern und neuen Wettbewerbern, die in den Markt drängen. Die Entwicklung unseres Kundenbestands sowie die Höhe von Preisen und Margen auf unseren Märkten kann hierdurch signifikant beeinflusst werden. Wesentliche Erfolgsfaktoren im Brief- und Logistikgeschäft sind Qualität, Kundenvertrauen sowie wettbewerbsfähige Preise. Dank unserer hohen Qualität und der in den letzten Jahren erzielten Einsparungen sehen wir uns in der Lage, im Wettbewerb zu bestehen und mögliche Auswirkungen gering zu halten. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Als global tätiger Konzern sind wir zwangsläufig finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Im Wesentlichen ergeben sich diese aus der Schwankung von Währungskursen, Zinssätzen oder Rohstoffpreisen und dem Kapitalbedarf des Konzerns. Mithilfe operativer und finanzwirtschaftlicher Maßnahmen versuchen wir, die Volatilität von Finanzkennzahlen aufgrund finanzieller Risiken zu reduzieren. Währungsrisiken und -chancen können aus gebuchten oder zukünftig geplanten Fremdwährungstransaktionen resultieren. Wesentliche Währungsrisiken aus geplanten Transaktionen werden über 24 Monate rollierend als Nettoposition quantifiziert. Hoch korrelierte Währungen werden in Blöcken zusammengefasst. Die wichtigsten geplanten Nettoüberschüsse bestehen auf Konzernebene im US-Dollar-Block, Britischen Pfund, Japanischen Yen und im Koreanischen Won, während die Tschechische Krone die einzige Währung mit einem wesentlichen Nettobedarf ist. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Währungssicherungen für geplante Fremdwährungstransaktionen. Eine Chance für die Ertragslage des Konzerns ergibt sich aus einer möglichen generellen Abwertung des Euro. Die Bedeutung dieser Chance bewerten wir auf Basis der derzeitigen makroökonomischen Prognosen als niedrig. Das wesentliche Risiko für die Ertragslage des Konzerns wäre eine generelle Aufwertung des Euro. Die Bedeutung wird als niedrig eingestuft, betrachtet man die Einzelrisiken aus den Entwicklungen der jeweiligen Währungen. In der Gesamtwirkung aller Währungseffekte für den Konzern erwarten wir daraus eine Chance mit niedriger Relevanz. Für uns als Logistikkonzern resultieren die größten Rohstoffpreisrisiken aus der Veränderung von Treibstoffpreisen (Kerosin, Diesel und Schiffsdiesel). Diese Risiken werden in den DHL-Divisionen weitgehend über operative Maßnahmen (Treibstoffzuschläge) an die Kunden weitergegeben. Die wesentliche Steuerungsgröße für das Liquiditätsmanagement sind die zentral verfügbaren Liquiditätsreserven. Zum Bilanzstichtag verfügte Deutsche Post DHL Group über zentrale Liquiditätsreserven von 3,5 MRD €, die sich aus zentralen Geldanlagen von 1,5 MRD € und der syndizierten Kreditlinie in Höhe von 2 MRD € zusammensetzen. Die Liquidität des Konzerns ist daher kurz- und mittelfristig gesichert. Darüber hinaus hat der Konzern aufgrund seines im Branchenvergleich guten Ratings ungehinderten Zugang zum Kapitalmarkt und ist in der Lage, den langfristigen Kapitalbedarf sicherzustellen. Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns belief sich per Ende 2019 auf 13,4 MRD €. Der Anteil der Finanzschulden mit kurzfristiger Zinsbindung an den gesamten Finanzschulden in Höhe von 17,0 MRD € beträgt circa 19 %. Weitere Informationen zur Finanzlage und Finanzstrategie des Konzerns sowie zum Management von Finanzrisiken finden sich im Wirtschaftsbericht und im >Anhang, Textziffer 42. Detaillierte Angaben zu Risiken im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Altersversorgungsplänen des Konzerns finden sich im >Anhang, Textziffer 36. Chancen und Risiken aus der Unternehmensstrategie Der Konzern hat in den vergangenen Jahren sein Geschäft in den stark wachsenden Regionen und Märkten der Welt gut positioniert. Zudem arbeiten wir kontinuierlich daran, in allen Bereichen effiziente Strukturen zu schaffen, um Kapazitäten und Kosten flexibel an die Nachfrage anzupassen - Voraussetzungen für einen nachhaltig profitablen Geschäftserfolg. Bei der strategischen Ausrichtung konzentrieren wir uns auf unsere Kernkompetenzen im Brief- und Logistikgeschäft mit den Schwerpunkten organisches Wachstum und Vereinfachung unserer Prozesse zum Vorteil der Kunden. Hierbei spielt Digitalisierung eine Schlüsselrolle. Die digitale Transformation beinhaltet das Ineinandergreifen von neuen Technologien mit einer Unternehmenskultur, die Veränderungen im Umfeld zu ihrem Vorteil nutzt. Chancen ergeben sich beispielsweise aus neuen Vernetzungsmöglichkeiten von Infrastrukturen sowie aus digitalen Geschäftsmodellen. Entwicklungschancen aus unserer strategischen Ausrichtung werden regelmäßig in der Ergebnisplanung berücksichtigt. Im angegebenen Betrachtungszeitraum sind Risiken aus der aktuellen Unternehmensstrategie, die sich auf einen längerfristigen Zeitraum erstreckt, von niedriger Bedeutung für den Konzern. Darüber hinaus bestehen in den Unternehmensbereichen folgende Besonderheiten: Im deutschen Post- und Paketgeschäft stellen wir uns den Herausforderungen des Strukturwandels vom physischen zum digitalen Geschäft. Wir begegnen den Risiken aus einer sich ändernden Nachfrage mit einem erweiterten Leistungsangebot. Wegen des boomenden Internethandels erwarten wir, dass das Paketgeschäft in den kommenden Jahren weiter wachsen wird. Daher bauen wir unser Paketnetzwerk aus. Ferner erweitern wir unser Angebot in der elektronischen Kommunikation, sichern die Qualitätsführerschaft und flexibilisieren, wo möglich, die Transport- und Zustellkosten. Wir beobachten die Marktentwicklung sehr genau und berücksichtigen sie bei der Ergebnisplanung. Für den angegebenen Prognosezeitraum sehen wir für den Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland keine wesentlichen negativen Abweichungspotenziale. Im Unternehmensbereich Express hängt der künftige Erfolg vor allem von allgemeinen Faktoren wie Wettbewerbs-, Kosten- und Verkehrsmengenentwicklung ab. Wir wollen im internationalen Geschäft weiter wachsen und erwarten, dass die Sendungsmengen zunehmen. Basierend auf diesen Annahmen investieren wir in unser Netzwerk, den Service, unsere Mitarbeiter und die Marke DHL. Vor dem Hintergrund der vergangenen Entwicklung und allgemeiner Prognosen sehen wir für den Unternehmensbereich Express keine strategischen Chancen und Risiken, die wesentlich über die im Abschnitt "Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken" beschriebenen hinausgehen. Im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight erbringen wir Transportleistungen nicht selbst, sondern kaufen diese bei Fluggesellschaften, Reedereien und Frachtführern ein. Im Regelfall sollte es uns gelingen, Transportleistungen günstiger einzukaufen. Es besteht somit die Chance, höhere Margen zu erzielen. Im ungünstigen Fall tragen wir das Risiko, Preiserhöhungen teilweise nicht an Kunden weitergeben zu können. Wie hoch Chancen und Risiken sind, hängt im Wesentlichen davon ab, wie sich Angebot, Nachfrage und Preise von Transportleistungen entwickeln, sowie von der Dauer unserer Verträge. Umfassende Kenntnisse beim Makeln von Transportleistungen helfen uns, sowohl Chancen zu realisieren als auch Risiken zu minimieren. Für den Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight sehen wir keine strategischen Chancen und Risiken, die wesentlich über die im Abschnitt "Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken" beschriebenen hinausgehen. Im Unternehmensbereich Supply Chain hängt unser Erfolg stark von der Geschäftsentwicklung der Kunden ab. Da wir weltweit Kunden verschiedener Branchen mit einem breit gefächerten Angebot versorgen, können wir unser Risikoportfolio diversifizieren und so entstehenden Risiken entgegenwirken. Unser künftiger Erfolg hängt zudem davon ab, inwieweit es uns gelingt, das bestehende Geschäft kontinuierlich zu verbessern, Neugeschäft reibungslos zu implementieren und in unseren wichtigsten Märkten und Kundensegmenten zu wachsen. Für den Unternehmensbereich Supply Chain sehen wir keine strategischen Chancen und Risiken, die wesentlich über die im Abschnitt "Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken" beschriebenen hinausgehen. Der Unternehmensbereich eCommerce Solutions bündelt die internationale Paketzustellung des Konzerns und bedient vor allem Kunden im wachstumsstarken E-Commerce-Bereich. Durch die Nutzung unseres internationalen Ressourcen und Services wollen wir eine Plattform für grenzüberschreitende Lösungen und mit den kosteneffizientesten Netzwerken für die Zustellung auf der letzen Meile verbinden. Wir wollen in allen Branchen und Kundensegmenten profitabel wachsen. Das Jahr 2019 war durch hohe Restrukturierungsaufwendungen geprägt. Wir haben Maßnahmen ergriffen, mit denen wir dem grundsätzlichen Risiko eines zunehmenden Kostendrucks entgegensteuern, die Effizienz der Netzwerke steigern und Kosten flexibilisieren wollen. Darüber hinaus erwarten wir für den Unternehmensbereich eCommerce Solutions keine strategischen Chancen und Risiken, die wesentlich über die im Abschnitt "Makroökonomische und industriespezifische Chancen und Risiken" beschriebenen hinausgehen. Aktuell sehen wir im Bereich der Unternehmensstrategie keine spezifischen Chancen oder Risiken mit einer wesentlichen Bedeutung. Chancen und Risiken aus internen Prozessen Um unsere Dienstleistungen zu erbringen, müssen viele interne Abläufe verzahnt werden. Hierzu zählen neben den grundlegenden operativen Abläufen auch unterstützende Funktionen, wie Vertrieb und Einkauf sowie entsprechendes Management. Sofern es uns gelingt, interne Abläufe auf die Anforderungen der Kunden auszurichten und gleichzeitig Kosten zu senken, kann dies zu positiven Planabweichungen führen. Mithilfe unserer First-Choice-Initiativen verbessern wir interne Abläufe stetig. Dadurch steigt die Kundenzufriedenheit und wir sparen zugleich Kosten ein. In unserer Ergebnisprognose sind bereits erwartete Kosteneinsparungen berücksichtigt.
Logistische Dienstleistungen sind zum größten Teil ein Massengeschäft und erfordern eine komplexe betriebliche Infrastruktur mit hohen Qualitätsstandards. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit kontinuierlich zu gewährleisten, heißt, die Abläufe reibungslos zu organisieren sowie technisch und personell abzusichern. Schwächen in einem der Bereiche Einlieferung, Sortierung, Transport, Lagerung oder Zustellung könnten die Wettbewerbsfähigkeit empfindlich beeinträchtigen. Um mögliche Störungen unserer Abläufe früh erkennen und notwendige Maßnahmen ergreifen zu können, haben wir ein globales Sicherheitsmanagementsystem eingeführt und die globale IT-Plattform "Resilience360" entwickelt, die unsere Lieferketten und Standorte weltweit visualisiert und vernetzt. Informationen über sicherheitsrelevante Vorfälle fließen nahezu in Echtzeit in das System ein. Es dient im Störungsfall zudem als zentrale Kommunikationsplattform - insgesamt ein Wettbewerbsvorteil, der auf reges Interesse von Sicherheitsbehörden und Kunden stößt. Chancen und Risiken aus der Informationstechnologie Die Sicherheit unserer Informationssysteme hat für uns einen besonders hohen Stellenwert. Ziel ist es, die IT-Systeme konstant zu betreiben sowie unberechtigte Zugriffe auf unsere System- und Datenbestände zu vermeiden. Dafür haben wir Richtlinien, Standards und Verfahren entwickelt, die auf der internationalen Norm ISO 27002 für das Management von Informationssicherheit basieren. IT-Risiken werden zudem kontinuierlich von Konzernrisikomanagement, IT-Revision, Datenschutz und Konzernsicherheit überwacht und bewertet. Damit unsere Geschäftsprozesse stets reibungslos funktionieren, müssen die dafür benötigten IT-Systeme dauerhaft verfügbar sein. Deshalb haben wir unsere Systeme so gestaltet, dass Komplettausfälle in der Regel vermieden werden. Wir beschränken den Zugang zu unseren Systemen und Daten so, dass die Mitarbeiter nur auf solche Daten zugreifen können, die sie für die ihnen übertragenen Aufgaben benötigen. Die Systeme und Daten werden regelmäßig gesichert, kritische Daten werden zudem zwischen den Rechenzentren repliziert. Neben ausgelagerten Rechenzentren betreiben wir zentrale Rechenzentren in Tschechien, Malaysia und den Vereinigten Staaten. Dadurch sind die Systeme geografisch getrennt und können lokal repliziert werden. Unsere gesamte Software wird regelmäßig aktualisiert, um mögliche Fehler zu beheben, Sicherheitslücken zu schließen und die Funktionalität zu erweitern. Risiken, die aus einer veralteten Software oder aus Software-Upgrades herrühren können, begegnen wir mit "Patch Management" - einem definierten Prozess zur Aktualisierung von Software. Weiterhin ergreifen wir kontinuierlich Maßnahmen zur Risikominderung, wie die umfassende Überwachung der Netzwerke und Informationssysteme durch unser Cyber Defense Center sowie regelmäßige Information-Security-Incident-Simulationen. Diese sind auf die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter beschränkt. Aufgrund der beschriebenen Maßnahmen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit eines signifikanten und folgenschweren Vorfalls im IT-Bereich als sehr gering ein. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union schreibt eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten sowie umgehende und umfangreiche Reaktionen und Meldepflichten von Datenverlusten (unberechtigte Zugriffe Dritter) vor. Eventuelle Verstöße könnten durch die Datenschutzaufsichtsbehörden mit Bußgeldern geahndet werden. Wir haben für alle Divisionen Umsetzungsprogramme etabliert und die Anforderungen der DSGVO bestmöglich umgesetzt. Chancen und Risiken aus dem Personalbereich Um langfristig erfolgreich zu sein, sind wir auf qualifizierte und motivierte Beschäftigte angewiesen. Demografischer Wandel kann allerdings dazu führen, dass die Zahl verfügbarer Kräfte in verschiedenen Märkten abnimmt. Diesem Risiko begegnen wir mit Maßnahmen, die unsere Beschäftigten motivieren, entwickeln und fördern sollen. Mit strategischer Personalplanung begegnen wir Alterungs- und Kapazitätsrisiken, die sich aus veränderten Alters- und Sozialstrukturen ergeben. Unser Analyse- und Planungsinstrument verbessern wir kontinuierlich anhand der damit gewonnenen Erfahrungen. Auch der in Deutschland mit den Gewerkschaften vereinbarte Generationenvertrag,>Seite 56, trägt dazu bei, die Berufserfahrung der Beschäftigten möglichst lange zu nutzen und zugleich jungen Menschen eine dauerhafte Perspektive zu bieten. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung unserer Geschäftstätigkeit ist die mögliche Zunahme chronischer wie akuter Krankheiten. Diesem Risiko begegnen wir mit Gesundheitsprogrammen, lokal zugeschnittenen Maßnahmen und bereichsübergreifender Kooperation. Soweit der zusammengefasste Lagebericht auf Inhalte von Internetseiten verweist, sind diese Inhalte nicht Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1. Januar bis 31. Dezemberscroll
Gesamtergebnisrechnung 1. Januar bis 31. Dezemberscroll
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Kapitalflussrechnung 1. Januar bis 31. Dezemberscroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung 1. Januar bis 31. Dezemberscroll
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KonzernanhangGrundlagen und MethodenDeutsche Post DHL Group ist ein weltweit tätiger Post- und Logistikkonzern. Die Konzernmarken Deutsche Post und DHL stehen für ein Portfolio rund um Logistik (DHL) und Kommunikation (Deutsche Post). Das Geschäftsjahr der Deutsche Post AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Bonn eingetragene Deutsche Post AG (HRB 6792) hat ihren Sitz in Bonn, Deutschland. 1 Grundlagen der Rechnungslegung Als börsennotiertes Unternehmen hat die Deutsche Post AG ihren Konzernabschluss unter Anwendung von § 315 e HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt und vermitteln ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernabschluss umfasst die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die Gesamtergebnisrechnung, die Bilanz, die Kapitalflussrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie den Anhang (Notes). Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss 2018 zugrunde lagen. Ausnahmen bilden hier die unter >Textziffer 4 aufgeführten Änderungen in der internationalen Rechnungslegung nach IFRS, die vom Konzern seit dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwenden sind. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unter>Textziffer 6 erläutert. Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit Beschluss des Vorstands der Deutsche Post AG vom 14. Februar 2020 zur Veröffentlichung freigegeben. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in Millionen Euro (MIO €) angegeben. 2 Konsolidierungskreis In den Konsolidierungskreis werden alle Unternehmen einbezogen, die von der Deutsche Post AG beherrscht werden. Beherrschung besteht dann, wenn die Deutsche Post AG über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und ihr Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und sie infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Die Konzernunternehmen werden beginnend mit dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem Deutsche Post DHL Group die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Sofern Deutsche Post DHL Group weniger als die Mehrheit der Stimmrechte hält, können andere Vereinbarungen dazu führen, dass der Konzern das Beteiligungsunternehmen beherrscht. Mit DHL Sinotrans International Air Courier Ltd. (Sinotrans), China, gibt es eine wesentliche Gesellschaft, die trotz fehlender Stimmrechtsmehrheit vollkonsolidiert wird. Sinotrans ist im Bereich der nationalen und internationalen Express- und Transportdienstleistungen tätig und dem Segment Express zugeordnet. Die Gesellschaft ist vollständig in das weltweite DHL-Netzwerk eingebunden und ausschließlich für Deutsche Post DHL Group tätig. Aufgrund der Vereinbarungen im Network-Agreement ist Deutsche Post DHL Group in der Lage, sich bei den Entscheidungen bezüglich der relevanten Tätigkeiten durchzusetzen. Deshalb wird Sinotrans vollkonsolidiert, obwohl Deutsche Post DHL Group nur 50 % der Kapitalanteile hält. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 bis 6 und Abs. 3 HGB ist unter >Textziffer 51 aufgeführt. Neben der Deutsche Post AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis die in folgender Tabelle aufgeführten Unternehmen: scroll
Im Geschäftsjahr wurden 46 inländische DHL Delivery Gesellschaften auf die Deutsche Post AG verschmolzen. Unternehmensabgänge ergaben sich aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China, Hongkong und Macau, >Textziffer 2.3. Daneben wurden weitere 4,9 %-Anteile an der At-Equity-Gesellschaft Relais Colis SAS, Frankreich, sowie die restlichen 10 %-Anteile an der Olimpo Holding S.A., Brasilien, erworben. 2.1 Unternehmenserwerbe 2019 Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Gesellschaften erworben. 2.2 Bedingte Gegenleistungen Die variablen Kaufpreise für die in Vorjahren erworbenen Unternehmen entwickelten sich wie folgt: scroll
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1 In 2018 unterjährig angepasst aufgrund von Neueinschätzungen Die Zahlung für die Suppla-Gruppe erfolgte in Höhe von 8 MIO € im Mai 2019, die Zahlung für Mitsafetrans S.r.l. mit 5 MIO € im Juli 2019. 2.3 Entkonsolidierungseffekte 2019 Die Gewinne werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, die Verluste unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Supply Chain Mitte Februar 2019 hat Deutsche Post DHL Group ihr Supply-Chain-Geschäft in China, Hongkong und Macau an die S.F. Holding, China, verkauft. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der betroffenen Gesellschaften waren zuvor als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Die folgende Tabelle zeigt die Effekte aus dem Abgang von zwölf vollkonsolidierten und drei nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften. scroll
Inklusive Transaktionskosten in Höhe von 13 MIO € ergab sich ein Netto-Abgangsergebnis von 426 MIO €. Weiterhin wird Deutsche Post DHL Group im Rahmen einer strategischen Partnerschaft über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich einen umsatzabhängigen Betrag vereinnahmen. 2.4 Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit werden gemäß den Vorschriften des IFRS 11 entsprechend ihrem Anteil konsolidiert. Einziges Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit ist Aerologic GmbH (Aerologic), Deutschland, mit Sitz in Leipzig. Die Frachtfluggesellschaft ist dem Segment Express zugeordnet und wurde gemeinsam von Lufthansa Cargo AG und Deutsche Post Beteiligungen Holding GmbH mit einem Kapital- bzw. Stimmrechtsanteil von jeweils 50 % gegründet. Die Anteilseigner der Aerologic sind gleichzeitig die Kunden und verfügen somit über die Kapazitäten der Frachtmaschinen. Im Wesentlichen fliegt Aerologic montags bis freitags im Expressnetz der DHL Express und am Wochenende im Netzwerk der Lufthansa Cargo. Die Vermögenswerte und Schulden sowie die Aufwendungen und Erträge werden abweichend von den Kapital- und Stimmrechtsanteilen auf Grundlage des vorgenannten Nutzungsverhältnisses verteilt. 3 Wesentliche Geschäftsvorfälle Neben dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China, >Textziffer 2, ergaben sich folgende wesentliche Transaktionen: Im Geschäftsjahr 2019 wurden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von netto 481 MIO € für ergebnisverbessernde Maßnahmen getätigt. Davon entfielen 234 MIO € auf Post & Paket Deutschland, 151 MIO € auf den Unternehmensbereich Supply Chain, 80 MIO € auf eCommerce Solutions sowie 16 MIO € auf Corporate Functions. Seit dem dritten Quartal 2019 bietet der Konzern im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland einem erweiterten Kreis von Angestellten die Option einer Einmalzahlung statt den Bezug einer lebenslangen Rente an. Im vierten Quartal ist dieser Personenkreis noch einmal erweitert worden. Dadurch ergab sich insgesamt ein im Personalaufwand ausgewiesener Ertrag in Höhe von 258 MIO €, getrieben durch einen nachzuverrechnenden Dienstzeitertrag in Höhe von 271 MIO €, dem ein zusätzlicher laufender Dienstzeitaufwand gegenübersteht. 4 Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung nach IFRS Neue Rechnungslegungsvorschriften, die im Geschäftsjahr 2019 verpflichtend anzuwenden sind Folgende Standards, Änderungen an Standards und Interpretationen sind seit dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwenden: scroll
Neue Rechnungslegungsvorschriften, die durch die EU anerkannt wurden, deren verpflichtende Anwendung in der Zukunft liegt Folgende Standards, Änderungen zu Standards und Interpretationen sind bereits durch die EU anerkannt worden. Eine verpflichtende Anwendung ist jedoch erst für die Zukunft vorgesehen. scroll
Neue Rechnungslegungsvorschriften, bei denen die Anerkennung durch die EU noch aussteht (Endorsement-Verfahren) Der IASB und das IFRIC haben im Geschäftsjahr 2019 sowie in den Vorjahren weitere Standards, Änderungen zu Standards und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2019 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung dieser IFRS setzt voraus, dass die noch ausstehende Anerkennung durch die EU erfolgt. scroll
5 Währungsumrechnung Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ausländischer Gesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in dem sie hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Innerhalb des Konzerns entspricht die funktionale Währung im Wesentlichen der lokalen Währung. Entsprechend werden im Konzernabschluss die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die periodischen Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den monatlichen Stichtagskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 wurden 275 MIO € (Vorjahr: 76 MIO €) im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital ausgewiesen, >siehe Gesamtergebnisrechnung. Durch Unternehmenszusammenschlüsse nach dem 1. Januar 2005 entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte des erworbenen Unternehmens behandelt und entsprechend in dessen funktionaler Währung geführt. Die Kurse der für den Konzern wesentlichen Währungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Grundsätzlich werden bei wesentlichen konsolidierten Unternehmen, die ihre Geschäfte in hochinflationären Volkswirtschaften betreiben, die bilanziellen Wertansätze der nichtmonetären Vermögenswerte gemäß IAS 29 indexiert und spiegeln damit die aktuelle Kaufkraft am Bilanzstichtag wider. In den in lokaler Währung aufgestellten Abschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich in Höhe von 184 MIO € Erträge (Vorjahr: 213 MIO €) und 179 MIO € Aufwendungen (Vorjahr: 207 MIO €) aus Währungsumrechnungsdifferenzen. Abweichend davon werden Währungsumrechnungsdifferenzen, die auf Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb beruhen, im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. 6 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme bestimmter Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert auszuweisen sind. Ertrags- und Aufwandsrealisierung Die gewöhnliche Geschäftstätigkeit von Deutsche Post DHL Group liegt in der Erbringung von logistischen Dienstleistungen in den Bereichen Brief- und Paketversand in Deutschland, Expressversand, Frachttransport, Supply-Chain-Management und eCommerce-Lösungen. Alle Erträge, die im Zusammenhang mit der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stehen, werden als Umsatzerlöse in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt. Alle anderen Erträge werden als sonstige betriebliche Erträge gezeigt. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Verfügungsgewalt über Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht, das heißt, wenn der Kunde die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus zieht. Voraussetzung dabei ist, dass ein Vertrag mit durchsetzbaren Rechten und Pflichten besteht und unter anderem der Erhalt der Gegenleistung - unter Berücksichtigung der Bonität des Kunden - wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse entsprechen dem Transaktionspreis, zu dem der Konzern voraussichtlich berechtigt ist. Variable Gegenleistungen sind im Transaktionspreis enthalten, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Rücknahme der Umsatzerlöse kommt, und sofern die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Der Konzern geht nicht von der Existenz von Verträgen aus, bei denen der Zeitraum zwischen der Übertragung der versprochenen Güter bzw. Dienstleistungen auf den Kunden und der Zahlung durch den Kunden ein Jahr überschreitet. Entsprechend wird die zugesagte Gegenleistung nicht um den Zeitwert des Geldes angepasst. Für jede Leistungsverpflichtung werden Umsatzerlöse entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum realisiert. Die Verpflichtung zur Erbringung von Transportdienstleistungen wird über einen bestimmten Zeitraum erfüllt und die Umsatzrealisierung erfolgt über den Leistungszeitraum. Erlöse aus der Erbringung von anderen logistischen Dienstleistungen werden in der Berichtsperiode erfasst, in der die Dienstleistungen erbracht werden. Sobald Dritte an der Erbringung der Dienstleistung beteiligt sind, ist eine Unterscheidung zwischen Prinzipal und Agent vorzunehmen. Ist Deutsche Post DHL Group als Prinzipal tätig, dann werden die Umsatzerlöse in Höhe des Bruttobetrages erfasst. Agiert der Konzern als Agent, wird hingegen auf den Nettobetrag abgestellt. Der Transaktionspreis für diese spezifische Dienstleistung ist auf die Höhe der zu erhaltenden Provision begrenzt. In Bezug auf die Transportleistungen ist Deutsche Post DHL Group in der Regel als Prinzipal tätig. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte, die originäre und erworbene immaterielle Vermögenswerte und erworbene Firmenwerte umfassen, werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert, wenn durch die Herstellung der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist und die Kosten zuverlässig ermittelt werden können. Im Konzern betrifft dies selbst entwickelte Software. Sind die Aktivierungskriterien nicht erfüllt, werden die Aufwendungen im Jahr der Entstehung sofort ergebniswirksam erfasst. Die Herstellungskosten der selbst entwickelten Software enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Gegebenenfalls anfallende Fremdkapitalkosten sind bei qualifizierten Vermögenswerten Bestandteil der Herstellungskosten. Die im Zusammenhang mit der Anschaffung oder Herstellung von immateriellen Vermögenswerten anfallenden Umsatzsteuern gehen insoweit in die Anschaffungs- und Herstellungskosten ein, wie sie nicht als Vorsteuer in Abzug gebracht werden können. Aktivierte Software wird entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Die immateriellen Vermögenswerte (außer Firmenwerte) werden ihrer Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen/Wertminderungen folgen den unter dem Punkt "Wertminderungen" beschriebenen Grundsätzen. Die Nutzungsdauern der wesentlichen immateriellen Vermögenswerte betragen: scroll
1 Es handelt sich hierbei um die vom Konzern vorgegebenen Maximalwerte. Die tatsächlichen Nutzungsdauern können aufgrund bestimmter Faktoren, wie vertraglicher Regelungen, regionaler und zeitlicher Gegebenheiten, unterhalb dieser Vorgaben liegen. Immaterielle Vermögenswerte, für die keine rechtlichen, wirtschaftlichen, vertraglichen oder sonstigen Faktoren vorliegen, die eine Nutzungsdauer beschränken könnten, haben eine unbestimmte Nutzungsdauer. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf Wertminderungsbedarf geprüft. Hierunter fallen z. B. grundsätzlich Markennamen aus Unternehmenszusammenschlüssen und Firmenwerte. Der Werthaltigkeitstest unterliegt den Grundsätzen, die unter dem Punkt "Wertminderungen" beschrieben werden. Sachanlagen Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten Abschreibungen und Wertberichtigungen. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung zugeordnet werden können, werden aktiviert. Die im Zusammenhang mit der Anschaffung oder Herstellung der Sachanlagegegenstände anfallenden Umsatzsteuern gehen insoweit in die Anschaffungs- und Herstellungskosten ein, wie sie nicht als Vorsteuer in Abzug gebracht werden können. Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Anlageklassen sind in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
1 Es handelt sich hierbei um die vom Konzern vorgegebenen Maximalwerte. Die tatsächlichen Nutzungsdauern können aufgrund bestimmter Faktoren, wie vertraglicher Regelungen, regionaler und zeitlicher Gegebenheiten, unterhalb dieser Vorgaben liegen. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor, ist ein Werthaltigkeitstest durchzuführen, siehe Punkt "Wertminderungen". Wertminderungen Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien daraufhin geprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Hinweise vor, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Hierbei wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts ermittelt und dem entsprechenden Buchwert gegenübergestellt. Nach IAS 36 entspricht der erzielbare Betrag dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert (Barwert der erwarteten Free Cashflows vor Steuern). Maßgeblich ist der höhere Wert. Als Diskontierungszinssatz wird für den Nutzungswert ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die Cash Generating Unit (CGU) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann und die unabhängig Cashflows generiert. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertminderung des Vermögenswerts. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswerts oder der CGU, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrags. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen von vorgenommenen Wertminderungen auf Firmenwerte sind nicht zulässig. Seit Januar 2005 werden Firmenwerte gemäß IFRS 3 nach dem so genannten Impairment-only Approach bilanziert. Dieser legt fest, dass ein Firmenwert im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich gegebenenfalls kumulierter Korrekturen aus außerplanmäßigen Wertminderungen zu bewerten ist. Damit darf ein erworbener Firmenwert nicht mehr planmäßig abgeschrieben werden, sondern muss, ebenso wie immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer, unabhängig vom Vorliegen von Indikatoren für eine mögliche Wertminderung jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36 unterzogen werden. Daneben bleibt die Verpflichtung zu einer Werthaltigkeitsprüfung bei Vorliegen von Anzeichen für eine Wertminderung bestehen. Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden den CGU bzw. Gruppen von CGU zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene dar, auf der das Management den Firmenwert für interne Steuerungszwecke kontrolliert. Der Buchwert einer CGU, die einen Firmenwert enthält, wird jährlich auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Im Falle von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit CGU, die einen Firmenwert enthalten, werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertminderungsbedarf den Buchwert des Firmenwerts, wird die Differenz auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der CGU verteilt. Leasingverhältnisse Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts (des Leasinggegenstands) für einen vereinbarten Zeitraum gegen Entgelt überträgt. Seit dem 1. Januar 2018 bilanziert der Konzern als Leasingnehmer grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu Barwerten. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten folgende Leasingzahlungen:
Leasingzahlungen werden mit dem Zinssatz abgezinst, der dem Leasingverhältnis implizit zugrunde liegt, sofern dieser bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Nutzungsrechte werden mit den Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Abschreibung auf Nutzungsrechte wird linear über den Zeitraum des Vertragsverhältnisses vorgenommen. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht und die Zahlungen linear als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Des Weiteren werden die Vorschriften nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewendet. Bei Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf eine Trennung dieser Komponenten zu verzichten, außer bei Immobilien- und Flugzeug-Leasingverhältnissen. Daneben werden konzerninterne Leasingverhältnisse - der internen Steuerung entsprechend - gemäß IFRS 8 in der Segmentberichterstattung grundsätzlich wie operative Mietverhältnisse nach IAS 17 dargestellt. Eine Reihe von Leasingverträgen, insbesondere von Immobilien, enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Derartige Vertragskonditionen bieten dem Konzern eine größtmögliche betriebliche Flexibilität. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind. Als Leasinggeber bei einem Operating Lease weist der Konzern das Leasingobjekt als Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Sachanlagen aus. Die in der Periode vereinnahmten Leasingraten werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt. Als Leasinggeber bei einem Finanzierungsleasing setzt der Konzern die Vermögenswerte in der Bilanz an und weist sie als Forderungen in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis aus. Beteiligungen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen Die Beteiligungen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen umfassen die assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Sie werden gemäß IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Veränderungen im Eigenkapital der assoziierten Gesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen erhöht bzw. vermindert, soweit diese auf die Anteile der Deutsche Post AG bzw. auf deren einbezogene Tochterunternehmen entfallen. Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen werden inklusive der im Beteiligungsbuchwert enthaltenen Firmenwerte außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Die Erfassung der Erträge und Verluste aus dem Abgang von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen sowie die Zuschreibungen und Wertberichtigungen erfolgen in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und Forderungen sowie derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen eine vertragliche Verpflichtung, Zahlungsmittel oder einen anderen finanziellen Vermögenswert an ein anderes Unternehmen abzugeben. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Anleihen und Leasing sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Bewertung Der Konzern bewertet einen finanziellen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der direkt auf den Erwerb dieses Vermögenswertes entfallenden Transaktionskosten, falls dieser in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Transaktionskosten von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten werden als Aufwand erfasst. Für finanzielle Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Fair Value Option bewertet werden, wird der Teil der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, der auf Veränderungen des eigenen Kreditrisikos zurückzuführen ist, im sonstigen Ergebnis und nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Klassifizierung Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Bewertungskategorien eingestuft. Die Klassifizierung der Schuldinstrumente ist abhängig vom jeweiligen Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte und von deren vertraglichen Zahlungsströmen. SCHULDINSTRUMENTE, DIE ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET WERDEN Schuldinstrumente, die dem Geschäftsmodell "Halten zur Erzielung vertraglicher Zahlungsströme" zugeordnet werden und deren Zahlungsströme ausschließlich aus Zins und Tilgung bestehen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und bilanziert. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in den Finanzerträgen ausgewiesen. SCHULDINSTRUMENTE, DIE ERFOLGSNEUTRAL ZUM FAIR VALUE BEWERTET WERDEN (Fair Value through Other Comprehensive Income, FVOCI) Schuldinstrumente, die dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" zugeordnet werden, sind zum Fair Value zu bewerten und zu bilanzieren. Gewinne und Verluste aus der Fair Value-Bewertung werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Ausbuchung des finanziellen Vermögenswertes sind die kumulierten Gewinne und Verluste in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umzugliedern. SCHULDINSTRUMENTE, DERIVATE UND EIGENKAPITALINSTRUMENTE, DIE ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTET WERDEN (FAIR VALUE THROUGH PROFIT AND LOSS, FVTPL) Schuldinstrumente, Derivate und Eigenkapitalinstrumente, die erworben werden, um deren Zahlungsströme durch kurzfristige und mittelfristige Verkäufe zu maximieren, sind dem Geschäftsmodell "Verkaufen" zugeordnet. Sie sind zum Fair Value zu bewerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung gezeigt. EIGENKAPITALINSTRUMENTE, DIE ALS FVOCI KLASSIFIZIERT WERDEN Im Wesentlichen werden Eigenkapitalinstrumente, in die der Konzern aus strategischen Gründen investiert, der Bewertungskategorie FVOCI zugeordnet. Sie sind zum Fair Value zu bewerten. Effekte aus der Änderung des Fair Values dieser Eigenkapitalinstrumente sind im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Bei Ausbuchung werden diese Effekte nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Dividenden aus solchen Instrumenten werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den sonstigen Erträgen erfasst. Wertminderungen Seit dem 1. Januar 2018 beurteilt der Konzern die erwarteten Kreditverluste von Schuldinstrumenten auf zukunftsgerichteter Basis (Expected-Credit-Loss-Modell). Expected-Credit-Loss (ECL) im Sinne von IFRS 9 ist die wahrscheinlichkeitsgewichtete Schätzung von Kreditverlusten über die erwartete Laufzeit eines Finanzinstruments. Ein Kreditverlust (Zahlungsausfall) ist die Differenz zwischen den Zahlungsströmen, die dem Konzern gemäß Vertrag zustehen, und den Zahlungsströmen, die der Konzern erwartet. Die erwarteten Kreditverluste berücksichtigen die Höhe und den Zeitpunkt der Zahlungen. Danach entsteht ein Kreditverlust auch dann, wenn der Konzern erwartet, dass er vollständig, aber später als bei vertraglicher Fälligkeit bezahlt wird. Der Konzern unterscheidet zwei Arten von finanziellen Vermögenswerten, deren Kreditverlust mittels des ECL-Modells zu ermitteln ist. Das sind zum einen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Vertragsvermögenswerte und zum anderen die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schuldinstrumente. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen ebenfalls den Wertminderungsvorschriften des IFRS 9. Der identifizierte Wertminderungsaufwand ist jedoch unwesentlich. Der ECL wird auf Einzelpositionsebene, in Ausnahmefällen auf kollektiver Portfolioebene gemessen (gruppierte Forderungen auf der Grundlage gemeinsamer Kreditrisikomerkmale). Dazu sieht der Standard ein Dreistufenmodell, den "allgemeinen Ansatz", zur Ermittlung des Kreditverlustes vor. Ausgenommen davon sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte. Gemäß dem Dreistufenmodell sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldinstrumente bei Ersterfassung der Stufe 1 zuzuordnen. Der erwartete Verlust entspricht dem Wert, der aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag entstehen kann. Wenn seit der Ersterfassung eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos der Gegenpartei verzeichnet wurde, ist der finanzielle Vermögenswert von Stufe 1 in Stufe 2 zu transferieren. Das Ausfallrisiko ist unter anderem dann signifikant erhöht, wenn der Schuldner kurzfristig seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt bzw. sich eine tatsächliche oder erwartete Verschlechterung der Geschäftsergebnisse des Schuldners abzeichnet. Das Ausfallrisiko wird dann anhand der Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD) über die gesamte Restlaufzeit (Lifetime PD) bemessen. Die Wertminderung entspricht dem Wert, der aus möglichen Ausfallereignissen während der Restlaufzeit des finanziellen Vermögenswertes entstehen kann. Ein Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 hat spätestens dann zu erfolgen, wenn die vertraglichen Zahlungen seit mehr als 30 Tagen überfällig sind. Liegt ein objektiver Hinweis vor, dass eine Wertminderung bei einem finanziellen Vermögenswert vorliegt, so ist dieser in Stufe 3 zu transferieren. Sind die Zahlungen seit mehr als 90 Tagen überfällig, so besteht die Vermutung, dass der Schuldner erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat und ein objektiver Hinweis auf einen Kreditausfall besteht. Der finanzielle Vermögenswert muss in Stufe 3 transferiert werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schuldinstrumente gelten als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet". Die in der Periode erfasste Wertberichtigung wurde deshalb auf den erwarteten Kreditverlust innerhalb von zwölf Monaten begrenzt. Das Management sieht den Tatbestand des "geringen Ausfallrisikos" bei notierten Schuldverschreibungen als erfüllt an, wenn ein Investment-Grade-Rating mindestens einer der großen Rating-Agenturen vorliegt. Andere Instrumente gelten als mit geringem Ausfallrisiko behaftet, wenn das Risiko der Nichterfüllung gering ist und der Schuldner jederzeit in der Lage ist, seine vertraglichen Zahlungsverpflichtungen kurzfristig zu erfüllen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Vertragsvermögenswerte sind in der Regel kurzfristiger Natur und enthalten keine wesentliche Zinskomponente. Nach dem vereinfachten Wertminderungsverfahren des IFRS 9 ist für alle Instrumente unabhängig von ihrer Kreditqualität eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen. Der Konzern ermittelt den erwarteten Verlust mittels Wertberichtigungstabellen für die einzelnen Divisionen. In die Verlustschätzung, dokumentiert durch die Ausfallraten, fließen alle verfügbaren Informationen, darunter historische Daten, derzeitige wirtschaftliche Verhältnisse sowie belastbare Prognosen künftiger wirtschaftlicher Verhältnisse (makroökonomische Faktoren), ein. Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst, Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen im sonstigen betrieblichen Ertrag. Zu weiteren Einzelheiten siehe>Textziffer 42. Derivate und Sicherungsbeziehungen Um Ergebnisschwankungen aus Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten zu vermeiden, wird - soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll - Hedge Accounting angewandt. Gewinne und Verluste aus Grundgeschäft und Derivat werden zeitgleich im Ergebnis erfasst. Nach Art des Grundgeschäfts und des zu sichernden Risikos werden im Konzern Fair Value und Cashflow Hedges designiert. Ein Fair Value Hedge sichert den beizulegenden Zeitwert von bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Die Änderung des Zeitwerts der Derivate sowie die Marktwertänderung des Grundgeschäfts, die auf dem abgesicherten Risiko basiert, werden zeitgleich ergebniswirksam erfasst. Ein Cashflow Hedge sichert die Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten und Schulden (im Fall von Zinsrisiken), geplante und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende künftige Transaktionen und fest kontrahierte, bilanzunwirksame Verpflichtungen, aus denen ein Währungsrisiko resultiert. Der effektive Teil eines Cashflow Hedges ist in der Hedge-Rücklage im Eigenkapital zu erfassen. Ineffektivitäten aus der Wertänderung des Sicherungsinstruments sind erfolgswirksam zu buchen. Die mit den Sicherungsmaßnahmen verbundenen Gewinne und Verluste bleiben zunächst im Eigenkapital stehen und sind später in der Periode erfolgswirksam zu erfassen, in der der finanzielle Vermögenswert oder die finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Resultiert eine Absicherung einer fest kontrahierten Transaktion später im Ansatz eines nichtfinanziellen Vermögenswerts, sind die im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste dem Vermögenswert bei Zugang zuzurechnen (Basis-Adjustment). Absicherungen von Nettoinvestitionen (Net Investment Hedges) in ausländische Gesellschaften werden wie Cashflow Hedges behandelt. Der Gewinn oder Verlust aus dem effektiven Teil des Sicherungsgeschäfts wird im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst; der Gewinn oder Verlust des ineffektiven Teils ist unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen. Die erfolgsneutral erfassten Gewinne oder Verluste verbleiben bis zum Abgang oder Teilabgang der Nettoinvestition im Eigenkapital. Ausführliche Angaben zu den Sicherungsgeschäften finden sich unter >Textziffer 42. Ansatz und Ausbuchung Die Erfassung von finanziellen Vermögenswerten im Rahmen von marktüblichen Käufen und Verkäufen erfolgt zum Erfüllungstag, ausgenommen hiervon sind insbesondere Derivate. Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die Rechte auf den Erhalt der Cashflows aus dem Vermögenswert ausgelaufen oder übertragen worden sind und der Konzern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken aus dem Eigentum übertragen hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die Zahlungsverpflichtungen daraus ausgelaufen sind. Saldierung Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden aufgrund von Nettingvereinbarungen (Globalverrechnungsverträgen) nur dann saldiert, wenn am Bilanzstichtag ein durchsetzbarer Rechtsanspruch auf Verrechnung besteht und ein Ausgleich auf Nettobasis beabsichtigt ist. Ist ein Anspruch auf Saldierung im gewöhnlichen Geschäftsverlauf nicht durchsetzbar, werden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag mit ihren Bruttobeträgen in der Bilanz ausgewiesen. Der Globalverrechnungsvertrag schafft dann nur einen bedingten Anspruch auf Verrechnung. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) sind gemäß IAS 40 solche Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zur Wertsteigerung gehalten werden und nicht zur Erbringung von Dienstleistungen oder für Verwaltungszwecke bzw. zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens genutzt werden. Die Bewertung erfolgt nach dem Anschaffungskostenprinzip. Die abnutzbaren Investment Properties werden über eine Laufzeit von 20 bis 50 Jahren linear abgeschrieben. Der beizulegende Zeitwert wird anhand von Gutachten ermittelt. Die Wertminderungen folgen den unter dem Punkt "Wertminderungen" beschriebenen Grundsätzen. Vorräte Vorräte sind Vermögenswerte, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden, die sich in der Herstellung befinden oder die im Zuge der Herstellung von Produkten bzw. der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden. Sie sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Wertberichtigungen werden für veraltete Vorräte sowie Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit vorgenommen. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 zu ihrem beizulegenden Zeitwert nur dann erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuwendungen werden erfolgswirksam behandelt und grundsätzlich in den Perioden verrechnet, in denen die Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, anfallen. Erfolgen die Zuwendungen für die Anschaffung oder Herstellung von Vermögenswerten, werden die Zuwendungen passivisch abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der Vermögenswerte als Ertrag erfasst. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten Bei den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten handelt es sich um Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Die Veräußerung muss erwartungsgemäß innerhalb von einem Jahr ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung als abgeschlossener Verkauf in Betracht kommen. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen), um Unternehmensbestandteile bzw. um ein ausschließlich mit Weiterveräußerungsabsicht erworbenes Tochterunternehmen handeln (aufgegebene Geschäftsbereiche). Verbindlichkeiten, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe oder eines aufgegebenen Geschäftsbereichs und werden als "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" ebenfalls gesondert ausgewiesen. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Ergebnisse aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung stehender Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden bis zur endgültigen Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus der Bewertung von zur Veräußerung bestimmten Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden als Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen. Dies gilt auch für Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit bzw. aus der Veräußerung dieser Unternehmensbereiche. Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen sowie andere kurzfristige liquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten und sind zum Nennwert angesetzt. Ausgenutzte Kontokorrentkredite werden in der Bilanz als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gezeigt. Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile stellen die proportionalen Minderheitsanteile am Eigenkapital der Tochterunternehmen dar und werden zum Buchwert angesetzt. Werden Anteile von anderen Gesellschaftern erworben bzw. veräußert, ohne Auswirkung auf das bestehende Beherrschungsverhältnis zu haben, wird dies als Eigenkapitaltransaktion dargestellt. Die Differenz zwischen dem von anderen Gesellschaftern erworbenen bzw. an andere Gesellschafter veräußerten anteiligen Nettovermögen und dem Kaufpreis wird direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Bei der Erhöhung der nicht beherrschenden Anteile um das anteilige Nettovermögen wird diesem kein Anteil am Firmenwert zugeordnet. Anteilsbasierte Vergütung für Führungskräfte Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird bei anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente mit international anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt. Die Bewertung der anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich (Stock Appreciation Rights, SAR) erfolgt gemäß IFRS 2 auf Basis eines finanzmathematischen Optionspreismodells. Die SAR werden zu jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag bewertet. Der ermittelte Wert der voraussichtlich ausübbar werdenden SAR wird als Personalaufwand entsprechend der im Erdienungszeitraum (Sperrfrist) erbrachten Gegenleistung zeitratierlich erfolgswirksam erfasst. In gleichem Umfang werden Rückstellungen gebildet. Wertschwankungen aus Veränderungen des Aktienkurses, die nach dem Datum der Gewährung eintreten, werden im Finanzergebnis in den sonstigen Finanzaufwendungen ausgewiesen. Altersversorgungspläne In vielen Ländern bestehen Vereinbarungen (Pläne), nach denen der Konzern seinen Mitarbeitern Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gewährt. Diese Leistungen umfassen Renten (Pensions), Kapitalzahlungen bei Renteneintritt und sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Sie werden im Folgenden Altersversorgung, Pensionen und ähnliche Leistungen oder Pensionen genannt. Es sind leistungsorientierte (Defined Benefit) und beitragsorientierte (Defined Contribution) Pläne zu unterscheiden. LEISTUNGSORIENTIERTE ALTERSVERSORGUNGSPLÄNE DES KONZERNS Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt nach der in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method). Hierbei sind bestimmte versicherungsmathematische Annahmen zu treffen. Die Finanzierung erfolgt in der Mehrzahl der Fälle zumindest teilweise über externe Planvermögen. Verbleibende Nettoschulden werden über Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen finanziert, anzusetzende Nettovermögenswerte gesondert als Pensionsvermögen gezeigt. Beim Ansatz eines Pensionsvermögens ist gegebenenfalls eine Vermögensobergrenze zu beachten. Von den Kostenkomponenten fließt der Dienstzeitaufwand in den Personalaufwand, der Nettozinsaufwand in das Finanzergebnis und die Neubewertungen außerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung in das sonstige Ergebnis. Beim Vorliegen von Erstattungsansprüchen werden diese gesondert unter den finanziellen Vermögenswerten gezeigt. BEITRAGSORIENTIERTE ALTERSVERSORGUNGSPLÄNE FÜR BEAMTE IN DEUTSCHLAND Die Deutsche Post AG leistet für Beamte in Deutschland aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Beiträge zu Altersversorgungsplänen, bei denen es sich für das Unternehmen um beitragsorientierte Altersversorgungspläne handelt. Diese Beiträge werden im Personalaufwand erfasst. Nach den Vorschriften des Gesetzes zum Personalrecht der Beschäftigten der früheren Deutschen Bundespost (PostPersRG) erbringt die Deutsche Post AG über die Postbeamtenversorgungskasse (PVK) bei der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation (BAnst PT) Versorgungs- und Beihilfeleistungen an im Ruhestand befindliche Mitarbeiter und deren Hinterbliebene, denen aus einem Beamtenverhältnis Versorgungsleistungen zustehen. Die Höhe der Zahlungsverpflichtungen der Deutsche Post AG ist in § 16 PostPersRG geregelt. Die Deutsche Post AG ist danach verpflichtet, einen jährlichen Beitrag in Höhe von 33 % der Bruttobezüge ihrer aktiven Beamten und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltfähig beurlaubten Beamten an die PVK zu zahlen. Nach § 16 PostPersRG gleicht der Bund Unterschiedsbeträge zwischen laufenden Zahlungsverpflichtungen der PVK einerseits und laufenden Zuwendungen der Trägerunternehmen oder anderweitigen Vermögenserträgen andererseits aus und gewährleistet, dass die PVK jederzeit in der Lage ist, die gegenüber ihren Trägerunternehmen übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Soweit der Bund danach Zahlungen an die PVK erbringt, kann er von der Deutsche Post AG keine Erstattung verlangen. BEITRAGSORIENTIERTE ALTERSVERSORGUNGSPLÄNE FÜR ARBEITNEHMER DES KONZERNS Insbesondere in Großbritannien, den USA und den Niederlanden bestehen beitragsorientierte Altersversorgungspläne für Arbeitnehmer des Konzerns. Die Beiträge zu diesen Plänen werden ebenfalls im Personalaufwand erfasst. Dies beinhaltet auch Beiträge zu gemeinschaftlichen Altersversorgungsplänen mehrerer Arbeitgeber (multi-employer plans), die grundsätzlich als leistungsorientierte Altersversorgungspläne zu charakterisieren sind, insbesondere in den USA und den Niederlanden. Hier stellen die Einrichtungen den teilnehmenden Unternehmen allerdings keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, um diese Pläne wie leistungsorientierte Pläne bilanzieren zu können. Aus diesem Grund werden diese Pläne entsprechend den Vorschriften für beitragsorientierte Altersversorgungspläne berücksichtigt. Hinsichtlich dieser gemeinschaftlichen Altersversorgungspläne in den USA werden Beiträge entrichtet, die auf tariflichen Vereinbarungen zwischen dem Arbeitgeber und der lokalen Gewerkschaft mit Beteiligung der Versorgungseinrichtung beruhen. Es gibt keine arbeitgeberseitige Verpflichtung gegenüber irgendeinem der Pläne, die über die vereinbarten Beitragssätze hinausgeht, außer im Falle eines Ausscheidens nach bestimmten Kriterien, was dann eine Haftung für die Verpflichtungen anderer Unternehmen gemäß den Regelungen der Bundesgesetze in den USA beinhalten könnte. Die erwarteten Arbeitgeberbeiträge an die Versorgungseinrichtungen für das Folgejahr 2020 betragen 56 MIO € (tatsächliche Arbeitgeberbeiträge im Berichtsjahr 54 MIO €, im Vorjahr 47 MIO €). Einige der Pläne, an denen Deutsche Post DHL Group beteiligt ist, sind gemäß den Informationen, die die Versorgungseinrichtungen zur Verfügung stellen, unterkapitalisiert. Dem Konzern liegen keine Informationen vor, die auf eine Änderung der Beitragssätze, die in den aktuellen tariflichen Vereinbarungen festgelegt wurden, hinweisen würden. Auf Deutsche Post DHL Group entfällt kein wesentlicher Anteil an den Beiträgen an eine der Versorgungseinrichtungen, mit Ausnahme eines Plans, bei dem Deutsche Post DHL Group den größten Beitragszahler darstellt. Hinsichtlich eines gemeinschaftlichen Altersversorgungsplans in den Niederlanden werden vom Leitungsorgan der Versorgungseinrichtung mit Beteiligung der niederländischen Zentralbank jährlich kostendeckungsbasierte Beitragssätze festgelegt. Diese Sätze sind für alle beteiligten Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils gleich. Es gibt keine arbeitgeberseitige Verpflichtung gegenüber der Versorgungseinrichtung, die über die Entrichtung der festgelegten Beiträge hinausgeht, auch nicht im Falle des Ausscheidens oder von unerfüllten Verpflichtungen anderer Unternehmen. Eine anschließende Unterkapitalisierung führt letztendlich zur Kürzung der Ansprüche der Begünstigten und/oder zum Ausbleiben von Erhöhungen ihrer Ansprüche. Die erwarteten Arbeitgeberbeiträge an die Versorgungseinrichtung für das Folgejahr 2020 betragen 23 MIO € (tatsächliche Arbeitgeberbeiträge im Berichtsjahr 23 MIO €, im Vorjahr 22 MIO €). Der Kapitalisierungsgrad des Plans lag am 31. Dezember 2019 gemäß den Informationen, die die Versorgungseinrichtung zur Verfügung stellt, über 100 %, aber unter einem geforderten Minimum von ca. 105 %. Auf Deutsche Post DHL Group entfällt kein wesentlicher Anteil an den Beiträgen an die Versorgungseinrichtung. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung (Best Estimate) ermittelten Betrag angesetzt werden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen abgezinst, die der Region und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen. Die Zinssätze lagen im Geschäftsjahr zwischen -0,20 % und 7,50 % (Vorjahr: 0,0 % bis 11,50 %). Effekte aus der Veränderung von Zinssätzen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden unter Berücksichtigung der oben genannten allgemeinen Ansatzkriterien gebildet, wenn ein detaillierter formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Die versicherungstechnischen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für bekannte Schäden sowie Spätschadenrückstellungen. Bei den Rückstellungen für bekannte Schäden handelt es sich um geschätzte Beträge für Verpflichtungen aus bekannten Schadenfällen bzw. bekannten Vorfällen, die voraussichtlich zu Schadenfällen werden. Diese bekannten oder voraussichtlichen Schadenfälle sind dem Unternehmen mitgeteilt, jedoch noch nicht vollständig abgewickelt und zur Zahlung vorgelegt worden. Die Rückstellungen für bekannte Schäden basieren auf individuellen Bewertungen von Schadenfällen, die vom Unternehmen oder von dessen Erstversicherern durchgeführt werden. Die Spätschadenrückstellungen basieren auf geschätzten Beträgen für Verpflichtungen aus Vorfällen, die am oder vor dem Bilanzstichtag eintreten und dem Unternehmen bisher nicht mitgeteilt wurden. Diese Rückstellungen beinhalten auch Rückstellungen für mögliche Fehler bei der Erfüllung von Verpflichtungen aus bekannten Schäden. Das Unternehmen führt die Beurteilung künftig zahlbarer Verluste anhand versicherungsmathematischer Methoden selbst durch und gibt darüber hinaus jedes Jahr eine unabhängige versicherungsmathematische Prüfung dieser Beurteilung in Auftrag, um die Angemessenheit seiner Schätzungen zu verifizieren. Finanzschulden Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. Als Zeitwert wird der auf einem preiseffizienten und liquiden Markt festgestellte Preis oder ein mittels des im Konzern eingesetzten Treasury-Risk-Management-Systems ermittelter Zeitwert eingesetzt. In den Folgeperioden werden die Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Jede Differenz zwischen Auszahlungsbetrag und Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Angaben zu Finanzschulden aus Leasingverhältnissen finden sich im Abschnitt "Leasingverhältnisse". WANDELANLEIHE AUF AKTIEN DER DEUTSCHE POST AG Die Wandelanleihe auf Aktien der Deutsche Post AG wird aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung in eine Eigenkapital- und eine Fremdkapitalkomponente unterteilt. Die Fremdkapitalkomponente wird unter den Finanzschulden (Anleihen) als Verbindlichkeit abzüglich der Emissionskosten passiviert und über die Laufzeit mittels der Effektivzinsmethode auf den Ausgabebetrag aufgezinst. Der Wert der Call-Option, die der Deutsche Post AG eingeräumt worden ist, um die Anleihe vorzeitig bei Erreichen eines bestimmten Kurses zu kündigen, wird gemäß IAS 32.31 der Fremdkapitalkomponente zugerechnet. Das Wandlungsrecht ist als Eigenkapitalderivat zu klassifizieren. Es wird in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Buchwerts wird dem Wandlungsrecht der Restwert zugewiesen, der sich nach Abzug des getrennt für die Fremdkapitalkomponente ermittelten Betrags vom beizulegenden Zeitwert des gesamten Instruments ergibt. Die anteiligen Transaktionskosten werden in Abzug gebracht. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben überwiegend eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten entspricht näherungsweise dem Buchwert. Latente Steuern Die latenten Steuern werden gemäß IAS 12 für temporäre Bewertungsunterschiede zwischen der IFRS-Bilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten künftigen Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung wahrscheinlich ist. Die Werthaltigkeit dieser Steuerminderungsansprüche wird auf Grundlage der unternehmensindividuellen Ergebnisplanungen, die aus der Konzernplanung abgeleitet werden, unter Berücksichtigung steuerlicher Anpassungseffekte beurteilt. Der Planungshorizont beträgt fünf Jahre. Auf die temporären Differenzen zwischen Wertansätzen in der IFRS- und der Steuerbilanz der Deutsche Post AG wurden unter Beachtung des IAS 12.24 (b) bzw. IAS 12.15 (b) nur insoweit aktive bzw. passive latente Steuern gebildet, wie die Differenzen nach dem 1. Januar 1995 entstanden sind. Auf Wertdifferenzen, die aus der Erstverbuchung in der steuerlichen Eröffnungsbilanz der Deutsche Post AG zum 1. Januar 1995 resultieren, werden keine latenten Steuern gebildet. Weitere Angaben zu den latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, >Textziffer 27. Die latenten Steuern werden gemäß IAS 12 auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag gelten oder für den Zeitpunkt angekündigt sind, in dem die latenten Steueransprüche und -schulden realisiert werden. Der für deutsche Konzernunternehmen angewandte Steuersatz liegt unverändert bei 30,5 %. Er setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz zuzüglich des Solidaritätszuschlags sowie einem Gewerbesteuersatz, der als Durchschnitt aus den unterschiedlichen Gewerbesteuersätzen ermittelt wurde. Die ausländischen Konzerngesellschaften verwenden bei der Berechnung der latenten Steuerposten ihren individuellen Ertragsteuersatz. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften betragen bis zu 38 % (Vorjahr: 39 %). Ertragsteuern Ertragsteueransprüche bzw. -verpflichtungen sind grundsätzlich anzusetzen, wenn sie wahrscheinlich sind. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, in dessen Höhe eine Erstattung von der bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Werden unsichere Steuerpositionen angesetzt, weil sie wahrscheinlich sind, werden sie mit dem wahrscheinlichsten Betrag bewertet. Steuerlich induzierte Strafen werden dann innerhalb der Ertragsteuern ausgewiesen, wenn sie durch Berücksichtigung in der Steuerbemessungsgrundlage und/oder durch Berücksichtigung im Steuersatz in die Berechnung der Ertragsteuerverpflichtungen eingehen. Sämtliche Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen sind kurzfristig und haben Fälligkeiten von unter einem Jahr. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten stellen zum einen mögliche Verpflichtungen dar, deren tatsächliche Existenz aber erst noch durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse, die nicht vollständig beeinflusst werden können, bestätigt werden muss. Zum anderen sind darunter bestehende Verpflichtungen zu verstehen, die aber wahrscheinlich zu keinem Vermögensabfluss führen oder deren Vermögensabfluss sich nicht zuverlässig quantifizieren lässt. Die Eventualverbindlichkeiten sind gemäß IAS 37 nicht in der Bilanz zu erfassen, >Textziffer 43. 7 Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung eines im Einklang mit den IFRS stehenden Konzernabschlusses erfordert Ermessensentscheidungen. Sämtliche Ermessensentscheidungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Dies gilt z. B. für Vermögenswerte, die veräußert werden sollen. Hier ist zu bestimmen, ob sie in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und ihre Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Ist das der Fall, sind die Vermögenswerte und die zugehörigen Schulden als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" auszuweisen und zu bewerten. Schätzungen und Beurteilungen des Managements Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert vom Management, in einem bestimmten Umfang Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angaben der Eventualverbindlichkeiten auswirken können. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen, Schätzungen und Ausübungen von Ermessensspielräumen finden sich z. B. bei der Bildung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, bei der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und Kaufpreisallokationen, Steuern und Rechtsverfahren. Angaben zu den Annahmen im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Altersversorgungsplänen des Konzerns finden sich unter >Textziffer 36. Der Konzern ist weltweit tätig und unterliegt den örtlichen Steuergesetzen. Das Management hat zur Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern in den jeweiligen Ländern einen Beurteilungsspielraum. Obwohl das Management davon ausgeht, steuerliche Unwägbarkeiten vernünftig eingeschätzt zu haben, kann nicht zugesichert werden, dass sich der tatsächliche Ausgang solcher steuerlicher Unwägbarkeiten mit der ursprünglichen Einschätzung deckt. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von dieser Einschätzung ab, könnte sich dies in der jeweiligen Periode, in der die Angelegenheit endgültig entschieden wird, auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern auswirken. Die angesetzten aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Einschätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken. Als Folge von Unternehmenszusammenschlüssen entstehen regelmäßig Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs sind alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag anzusetzen. Eine der wesentlichen Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel durch unabhängige Gutachter bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, kann in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswerts und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts auf das Gutachten eines unabhängigen externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen werden, der den beizulegenden Zeitwert unter Verwendung einer angemessenen Bewertungsmethodik ermittelt, deren Basis üblicherweise die künftig erwarteten Cashflows sind. Diese Bewertungen sind außer von den Annahmen über die Entwicklung künftiger Cashflows auch wesentlich beeinflusst von den verwendeten Diskontierungszinssätzen. Der Werthaltigkeitstest für Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Konzern führt diese Tests jährlich durch und zusätzlich bei Anlässen, bei denen ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass eine Wertminderung der Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der CGU zu ermitteln. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswerts beinhaltet die Vornahme von Annahmen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen - z. B. Verringerung der EBIT-Marge, Anstieg der Kapitalkosten oder Rückgang der langfristigen Wachstumsrate - zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte. Unter >Textziffer 44 werden anhängige Rechtsverfahren des Konzerns ausgewiesen, deren Ausgang einen wesentlichen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnte. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte hinzugezogen. Bei der Entscheidung, ob eine Rückstellung notwendig ist, berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage, die formale Geltendmachung eines Anspruchs gegen den Konzern oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko gebildet wurde. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld in den Branchen und Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Zum Beispiel könnten sich durch den Brexit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben, siehe >Zusammengefasster Lagebericht, Chancen und Risiken, Seite 67. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können sich die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten unterscheiden. In solchen Fällen werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen, sodass aus gegenwärtiger Sicht keine wesentliche Anpassung der angesetzten Vermögenswerte und Schulden im Geschäftsjahr 2020 zu erwarten ist. 8 Konsolidierungsmethoden Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 31. Dezember 2019 erstellten IFRS-Abschlüsse der Deutsche Post AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen, der Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit sowie der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen. Für in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen wird die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Anschaffungsnebenkosten werden aufwandswirksam erfasst. Bedingte Kaufpreisbestandteile (Contingent Considerations) werden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Bei Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit werden gemäß IFRS 11 Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen dieser Unternehmen entsprechend der Anteilsquote an diesen Tätigkeiten in den Konzernabschluss einbezogen. Die anteilige Kapitalkonsolidierung und die Behandlung von Firmenwerten erfolgen analog der Vorgehensweise bei der Einbeziehung von Tochterunternehmen. Gemeinschaftsunternehmen bzw. Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (assoziierte Unternehmen), werden gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode in Form der Buchwertmethode bewertet. Vorhandene Firmenwerte werden unter den Beteiligungen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen ausgewiesen. Bei einem sukzessiven Erwerb wird der zuvor gehaltene Eigenkapitalanteil zu dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden Zeitwert neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Umsätze, die sonstigen betrieblichen Erträge und die Aufwendungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den vollkonsolidierten und anteilig erfassten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, die nicht durch Veräußerung an Dritte realisiert sind, werden herausgerechnet. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Geschäftsvorfällen mit nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden anteilig eliminiert. Segmentberichterstattung 9 Segmentberichterstattung scroll
1 Angepasste Vorjahreswerte 2 Inklusive Rundungen 3 Im Durchschnitt (Teilzeitkräfte auf Vollzeitkräfte umgerechnet) scroll
1 Angepasste Vorjahreswerte 2 Inklusive Rundungen 3 Im Durchschnitt (Teilzeitkräfte auf Vollzeitkräfte umgerechnet) scroll
1 Angepasste Vorjahreswerte 2 Inklusive Rundungen 3 Im Durchschnitt (Teilzeitkräfte auf Vollzeitkräfte umgerechnet) Anpassung von Vorjahreswerten Zum 1. Januar 2019 wurde der Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel in eigenständige Divisionen und Vorstandsressorts für das deutsche und internationale Geschäft aufgeteilt. Das deutsche Geschäft wurde in Post & Paket Deutschland und das internationale Geschäft in eCommerce Solutions umbenannt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. scroll
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9.1 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Deutsche Post DHL Group berichtet im Geschäftsjahr 2019 über fünf operative Segmente, die entsprechend der Art der angebotenen Produkte und Dienstleistungen, Marken, Vertriebswege und Kundenprofile eigenständig von segmentverantwortlichen Gremien geführt werden. Die Bestimmung von Unternehmensbestandteilen als Geschäftssegment basiert auf der Existenz von ergebnisverantwortlichen Segmentmanagern, die direkt an das oberste Führungsgremium von Deutsche Post DHL Group berichten. Der Außenumsatz repräsentiert den Umsatz der Unternehmensbereiche mit Konzernexternen. Der Innenumsatz zeigt die Umsätze mit anderen Unternehmensbereichen. Existieren für intern angebotene Dienstleistungen oder Produkte vergleichbare externe Marktpreise, werden diese Marktpreise oder marktorientierte Preise als interner Verrechnungspreis herangezogen (At-Arm's-Length-Prinzip). Den Verrechnungspreisen für nicht marktfähige Leistungen liegen grundsätzlich inkrementelle Kosten zugrunde. Die Aufwendungen für die in den IT-Service-Centern erbrachten Dienstleistungen werden verursachungsgemäß den Unternehmensbereichen belastet. Zusätzliche Aufwendungen, die aus der Universaldienstleistungsverpflichtung für Postdienstleistungen der Deutsche Post AG (flächendeckendes Filialnetz, werktägliche Zustellung) und der Übernahme der Vergütungsstruktur als Rechtsnachfolgerin der Deutschen Bundespost resultieren, werden im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland berücksichtigt. In Übereinstimmung mit der internen Berichterstattung wird die Capital Expenditure (Capex) ausgewiesen. Hierbei werden die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten (ohne Firmenwerte) und Sachanlagen einschließlich Nutzungsrechten ausgewiesen. Die Abschreibungen betreffen das den einzelnen Unternehmensbereichen zugeordnete Segmentvermögen. Zu den sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen zählen im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen. Die Profitabilität der Geschäftsbereiche des Konzerns wird mit dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) gemessen. 9.2 Segmente nach Unternehmensbereichen Der dominierenden Organisationsstruktur des Konzerns entsprechend, orientiert sich die primäre Berichterstattung an den Unternehmensbereichen. Folgende Unternehmensbereiche werden im Konzern unterschieden: Post & Paket Deutschland Der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland transportiert, sortiert und stellt Dokumente und Waren innerhalb Deutschlands und im Export zu. Hierzu zählt auch die Übermittlung von Informationen in digitaler Form, sendungsbegleitend oder als Sendungsinhalt. Express Der Unternehmensbereich Express bietet zeitgenaue Kurier- und Expressdienstleistungen für Geschäfts- und Privatkunden an. Er ist in die Regionen Europe, Americas, Asia Pacific und MEA (Middle East and Africa) eingeteilt. Global Forwarding, Freight Der Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight beinhaltet den Straßen-, Luft- und Seetransport von Gütern. Die Geschäftsfelder heißen Global Forwarding und Freight. Supply Chain Der Unternehmensbereich erbringt für Kunden maßgeschneiderte Lieferkettenlösungen, die auf weltweit standardisierten Modulen wie Lagerhaltung, Transport und Mehrwertleistungen beruhen. eCommerce Solutions Im Unternehmensbereich wird die internationale Paketzustellung des Konzerns gebündelt. Zu den Kernaktivitäten zählen die nationale Paketzustellung in ausgewählten Ländern Europas, den Vereinigten Staaten und Asien sowie der grenzüberschreitende Nicht-TDI-Service nach und aus Europa sowie innerhalb Europas. Zusätzlich zu den zuvor genannten berichteten Segmenten werden in der Segmentberichterstattung noch folgende Kategorien dargestellt: Corporate Functions Corporate Functions umfasst die Bereiche Corporate Center/Anderes sowie Corporate Incubations. Corporate Center/Anderes beinhaltet die Global Business Services (GBS), das Corporate Center, Tätigkeiten aus dem nicht operativen Bereich sowie andere Geschäftstätigkeiten. Das Ergebnis von GBS wird auf die operativen Segmente verteilt, Vermögen und Verbindlichkeiten verbleiben bei GBS (asymmetrische Verteilung). Das Vorstandsressort Corporate Incubations ist Inkubator für Mobilitätslösungen, digitale Plattformen, Automatisierung sowie weitere technologische Innovationen. Konsolidierung Die Daten zu den Unternehmensbereichen werden nach Konsolidierung der Beziehungen innerhalb der Unternehmensbereiche dargestellt. Die Beziehungen zwischen den Unternehmensbereichen werden in der Spalte Konsolidierung eliminiert. 9.3 Informationen über geografische Regionen Die wesentlichen geografischen Regionen, in denen der Konzern tätig ist, sind Deutschland, Europa, Amerikas, Asien-Pazifik und übrige Regionen. Für diese Regionen werden Außenumsätze, langfristige Vermögenswerte sowie Capex dargestellt. Die Zuordnung der Umsätze, der Vermögenswerte und Capex zu den einzelnen Regionen erfolgt nach dem Sitz der berichtenden Gesellschaft. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen sowie sonstigen langfristigen Vermögenswerte. 9.4 Überleitung der Segmentzahlen Überleitung der Segmen t- auf Konzernzahlen scroll
1 Angepasste Vorjahreswerte 2 Inklusive Rundungen scroll
1 Angepasste Vorjahreswerte 2 Inklusive Rundungen Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Gesamtvermögens von Deutsche Post DHL Group auf das Segmentvermögen. Dabei werden die finanziellen Vermögenswerte, die Ertragsteueransprüche, die latenten Steuern, die flüssigen Mittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie weitere Teile der Vermögenswerte in Abzug gebracht. scroll
1 Angepasste Vorjahreswerte 2 Inklusive Rundungen Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Gesamtverbindlichkeiten von Deutsche Post DHL Group auf die Segmentverbindlichkeiten. Dabei werden Teile der Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie die Ertragsteuerverpflichtungen und die latenten Steuern in Abzug gebracht. scroll
1 Angepasste Vorjahreswerte 2 Inklusive Rundungen Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung 10 Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern scroll
1 Angepasste Vorjahreswerte aufgrund neuer Segmentstruktur, >Textziffer 9 Darin sind Umsatzerlöse aus Leistungsverpflichtungen in Höhe von 10 MIO € (Vorjahr: 13 MIO €) enthalten, die in früheren Perioden erfüllt wurden. Die Umsatzveränderung resultiert aus folgenden Faktoren: scroll
1 >Textziffer 2und 41 Die Zuordnung der Umsatzerlöse zu geografischen Regionen ist der Segmentberichterstattung zu entnehmen. 11 Sonstige betriebliche Erträge scroll
Die Erträge aus dem Abgang von Vermögenswerten erhöhten sich insbesondere durch den Verkauf des chinesischen Supply-Chain-Geschäfts, >Textziffer 2. Die Zuschüsse betreffen die Zuwendungen für die Anschaffung oder Herstellung von Vermögenswerten. Dabei werden die Zuwendungen passivisch abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der Vermögenswerte als Ertrag erfasst. In den übrigen Erträgen ist eine Vielzahl von kleineren Einzelsachverhalten enthalten. 12 Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen scroll
Die Bestandsveränderungen entfielen im Wesentlichen auf Immobilienentwicklungsprojekte sowie auf die Produktion von StreetScooter-Elektrofahrzeugen. Die aktivierten Eigenleistungen betrafen vorrangig die StreetScooter GmbH. 13 Materialaufwand scroll
Der Anstieg des Materialaufwands resultiert aus Währungseffekten und höheren Transportkosten. Von den sonstigen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren entfielen 188 MIO € (Vorjahr: 257 MIO €) auf die Produktion von Elektrofahrzeugen. Darüber hinaus ist in den sonstigen Aufwendungen eine Vielzahl von Einzelsachverhalten enthalten. 14 Personalaufwand/Mitarbeiter scroll
Den überwiegenden Teil der Aufwendungen für Personal stellen die Entgelte dar, die die Löhne, Gehälter, Bezüge und alle sonstigen Vergütungen für im Geschäftsjahr geleistete Arbeiten der Mitarbeiter des Konzerns umfassen. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus Gehaltserhöhungen und Neueinstellungen sowie aus den Aufwendungen für das Vorruhestandsprogramm im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland. Unter den sozialen Abgaben werden die vom Unternehmen zu tragenden gesetzlichen Pflichtabgaben, insbesondere die Beiträge zur Sozialversicherung, ausgewiesen. Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen zum einen den Dienstzeitaufwand im Zusammenhang mit leistungsorientierten Altersversorgungsplänen. Zum anderen sind Aufwendungen durch Beiträge zu beitragsorientierten Altersversorgungsplänen enthalten, und zwar für Beamte in Deutschland in Höhe von 409 MIO € (Vorjahr: 449 MIO €) sowie für Arbeitnehmer des Konzerns in Höhe von insgesamt 347 MIO € (Vorjahr: 307 MIO €), >Textziffer 6. Zum Rückgang der Aufwendungen für Altersversorgung siehe >Textziffer 36. Im Berichtsjahr waren im Konzern nach Personengruppen differenziert durchschnittlich beschäftigt: scroll
1 Mit Auszubildenden Für Gesellschaften, die während des Geschäftsjahres hinzugekommen oder abgegangen sind, wurde das Personal zeitanteilig einbezogen. Die auf Vollzeitkräfte umgerechnete Anzahl der Mitarbeiter der einbezogenen Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit betrug zum 31. Dezember 2019 anteilig 326 (Vorjahr: 276). 15 Abschreibungen scroll
In den Abschreibungen sind 44 MIO € Wertminderungen enthalten, die sich wie folgt aufteilen: scroll
Die Wertminderungen im Segment Supply Chain betrafen im Wesentlichen mit 21 MIO € das Anlagevermögen des Power-Packaging-Geschäfts (Verpackungslogistik) in den USA, das im vierten Quartal 2019 veräußert wurde. Weitere 12 MIO € entfielen auf die Vermögenswerte, die im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit der Österreichischen Post (Segment eCommerce Solutions) abgegangen sind. Im Vorjahr entfielen die Wertminderungen im Wesentlichen mit 10 MIO € auf die All you need GmbH, die in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten umgegliedert worden war. 16 Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
Im Geschäftsjahr wurde aus Transparenzgründen der Ausweis der personenbezogenen Versicherungsaufwendungen als Personalaufwand vereinheitlicht. Die Versicherungsaufwendungen verringerten sich um 195 MIO €. In den übrigen Aufwendungen ist ein Teil der Restrukturierungsaufwendungen von Post & Paket Deutschland, Supply Chain und eCommerce Solutions enthalten. Andere Steuern als die von Einkommen und Ertrag werden entweder unter den zugehörigen Aufwandsposten oder, soweit eine individuelle Zuordnung nicht möglich ist, unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. In den übrigen Aufwendungen ist eine Vielzahl von kleineren Einzelsachverhalten enthalten. 17 Finanzergebnis scroll
Die Verschlechterung des Finanzergebnisses resultiert im Wesentlichen aus höheren Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen sowie niedrigeren Erträgen aus den Stock Appreciation Rights (SAR). Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Anleihen, die aus der Anwendung der Effektivzinsmethode resultieren, lagen bei 12 MIO € (Vorjahr: 12 MIO €). Die Zinserträge und Zinsaufwendungen resultieren aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Informationen zur Aufzinsung der Nettopensionsrückstellungen finden sich unter >Textziffer 36. 18 Ertragsteuern scroll
Ausgehend vom Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern und der rechnerischen Ertragsteuer gestaltet sich die Überleitung auf den tatsächlichen Ertragsteueraufwand wie folgt: scroll
Der Unterschied aus auf Initial Differences nicht gebildeten aktiven latenten Steuern resultiert aus abweichenden Wertansätzen in der steuerlichen Eröffnungsbilanz der Deutsche Post AG gegenüber den Wertansätzen nach IFRS zum 1. Januar 1995 (Initial Differences). Gemäß IAS 12.15 (b) und IAS 12.24 (b) hat der Konzern keine aktiven latenten Steuern auf diese temporären Differenzen, die im Wesentlichen das Sachanlagevermögen, die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen betrafen, gebildet. Die verbleibenden temporären Differenzen zwischen den fortgeführten ursprünglichen IFRS- und den steuerlichen Wertansätzen belaufen sich zum 31. Dezember 2019 noch auf 139 MIO € (Vorjahr: 245 MIO €). Die Effekte aus auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen nicht gebildeten aktiven latenten Steuern inländischer Konzerngesellschaften betreffen im Wesentlichen die Deutsche Post AG und deren Organgesellschaften. Effekte aus auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen nicht gebildeten aktiven latenten Steuern ausländischer Gesellschaften resultieren überwiegend aus der Region Amerikas. Die Effekte aus auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen nicht gebildeten aktiven latenten Steuern beinhalten in Höhe von 3 MIO € (Vorjahr: 4 MIO €) die Minderung des tatsächlichen Ertragsteueraufwands aufgrund der Nutzung von bisher nicht mit aktiven latenten Steuern belegten steuerlichen Verlustvorträgen und temporären Differenzen. Des Weiteren minderte sich der latente Steueraufwand aufgrund des Ansatzes bisher nicht aktivierter latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und abzugsfähiger temporärer Differenzen einer früheren Periode um 391 MIO € (Vorjahr: 526 MIO €) und resultierte überwiegend aus der Region Amerikas. Effekte aus nicht gebildeten aktiven latenten Steuern entfallen in Höhe von 3 MIO € (Vorjahr: 13 MIO €) auf die Wertberichtigung eines latenten Steueranspruchs. Die übrigen Effekte aus nicht gebildeten aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern angesetzt wurden. Für Gesellschaften, die im Vorjahr oder in der laufenden Periode ein negatives Ergebnis gezeigt haben, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 11 MIO € aktiviert, da die Realisierung des Steueranspruchs aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung insoweit wahrscheinlich ist. Im Geschäftsjahr 2019 ergab sich bei inländischen Konzerngesellschaften kein Effekt aus einer Steuersatzänderung. Die Steuersatzänderung in einigen ausländischen Steuerjurisdiktionen führte nicht zu wesentlichen Effekten. Im tatsächlichen Steueraufwand sind periodenfremde Steuererträge von in- und ausländischen Unternehmen in Höhe von 39 MIO € Ertrag (Vorjahr: 34 MIO € Aufwand) enthalten. Die folgende Tabelle stellt die steuerlichen Effekte auf die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses (Other Comprehensive Income) dar: scroll
19 Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) wird nach IAS 33 (Earnings per Share) mittels Division des Konzerngewinns durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien ermittelt. Bei den ausgegebenen Aktien handelt es sich um das gezeichnete Kapital vermindert um die gehaltenen eigenen Anteile. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2019 bei 2,13 € (Vorjahr: 1,69 €). scroll
Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Hierbei werden sowohl die den Führungskräften aus den aktienbasierten Vergütungssystemen (Performance Share Plan und Share Matching Scheme) zustehenden Rechte an Aktien (zum 31. Dezember 2019: 4.887.495 Stück; Vorjahr: 3.810.357 Stück) berücksichtigt als auch die Stammaktien, die bei Ausübung der Wandlungsrechte aus der im Dezember 2017 begebenen Wandelanleihe maximal ausgegeben werden können. Das auf die Aktionäre der Deutsche Post AG entfallende Konzernjahresergebnis wird um die für die Wandelanleihe aufgewendeten Beträge erhöht. Das verwässerte Ergebnis je Aktie (Diluted Earnings per Share) liegt bei 2,09 € im Berichtsjahr (Vorjahr: 1,66 €). scroll
20 Dividende je Aktie Für das Geschäftsjahr 2019 wird eine Dividende je Aktie von 1,25 € (Vorjahr: 1,15 €) vorgeschlagen. Weitere Erläuterungen zur Ausschüttung, >Textziffer 34. Erläuterungen zur Bilanz 21 Immaterielle Vermögenswerte 21.1 Übersicht scroll
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Die Firmenwertabgänge im Vorjahr entfielen in erster Linie mit 92 MIO € auf die Umgliederung des Supply-Chain-Geschäfts in China in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden,>Textziffer 2. Unter den erworbenen immateriellen Vermögenswerten werden erworbene Software, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte ausgewiesen. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte betreffen Entwicklungskosten für selbst erstellte Software. 21.2 Firmenwertallokation auf Cash Generating Units (CGU) scroll
1 Im Zuge der Aufteilung des Segments PeP in die Segmente Post & Paket Deutschland sowie eCommerce Solutions erfolgte zum 1. Januar 2019 eine neue Zuordnung des Firmenwerts auf die entsprechenden Segmente. Für Zwecke des jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests nach IAS 36 ermittelt der Konzern den erzielbaren Betrag einer CGU auf Basis eines Nutzungswerts (Value-in-Use-Konzept) bzw. auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Diese Berechnungen beruhen auf Prognosen von Free Cashflows, die zunächst mit einem Kapitalkostensatz nach Steuern diskontiert werden. Diskontierungssätze vor Steuern werden auf Basis eines iterativen Prozesses ermittelt. Die Cashflow-Prognosen basieren auf vom Management verabschiedeten Detailplanungen für das EBIT, Abschreibungen/Investitionen sowie der Entwicklung des Net Working Capital und berücksichtigen unternehmensinterne Erfahrungswerte sowie externe ökonomische Rahmendaten. Methodisch umfasst die Detailplanungsphase einen dreijährigen Planungszeitraum von 2020 bis 2022. Abweichend hiervon wird für die CGU eCommerce Solutions und Corporate Incubations eine verlängerte Planungsphase von bis zu acht Jahren angesetzt. Für den Wertbeitrag ab 2023 bzw. für den Wertbeitrag nach der verlängerten Planungsphase wird die Planung ergänzt um die ewige Rente. Diese wird über eine langfristige Wachstumsrate ermittelt, die für jede CGU einzeln festgelegt wird und deren Höhe - für CGU, deren Buchwert signifikant im Vergleich zum Gesamtbuchwert des Firmenwerts ist - der nebenstehenden Tabelle entnommen werden kann. Die angesetzten Wachstumsraten orientieren sich am langfristigen realen Wachstum der relevanten Volkswirtschaften, an den Wachstumserwartungen der einschlägigen Branchen und an den langfristigen Inflationserwartungen in jenen Ländern, in denen die jeweiligen CGU ihre Geschäftstätigkeit ausüben. Den Cashflow-Prognosen liegen sowohl Erfahrungen aus der Vergangenheit als auch Einflüsse aus der zukünftig erwarteten generellen Marktentwicklung zugrunde. Außerdem werden für die Prognosen das Wachstum der jeweiligen geografischen Teilmärkte und des Welthandels sowie die zunehmende Auslagerung der Logistikaktivitäten berücksichtigt. Die prognostizierte Entwicklung der Kosten für das Transportnetzwerk und Dienstleistungen hat ebenfalls einen Einfluss auf den Nutzungswert. Eine für den Impairment-Test wesentliche Planungsannahme ist zudem die EBIT-Marge in der ewigen Rente. Der Kapitalkostensatz vor Steuern basiert auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital). Den Diskontierungssatz (vor Steuern) für die wesentlichen CGU sowie die für die ewige Rente unterstellten jeweiligen Wachstumsraten zeigt folgende Tabelle: scroll
Auf Basis dieser Annahmen und der durchgeführten Werthaltigkeitstests für die einzelnen CGU, denen ein Firmenwert zugeordnet wurde, wurde festgestellt, dass die erzielbaren Beträge bei sämtlichen CGU die entsprechenden Buchwerte der jeweiligen CGU übersteigen. Ein Wertminderungsbedarf für Firmenwerte wurde zum 31. Dezember 2019 für keine CGU festgestellt. Im Rahmen des Impairment-Tests hat Deutsche Post DHL Group nach den Anforderungen des IAS 36.134 für wesentliche CGU Sensitivitätsanalysen für die EBIT-Marge, den Diskontierungszinssatz und die Wachstumsrate durchgeführt. Ein Abwertungsrisiko des Firmenwerts ließ sich auch auf Basis dieser Analysen bei Variation der wesentlichen Bewertungsparameter innerhalb angemessener Bandbreiten nicht erkennen. 22 Sachanlagen Übersicht Sachanlagen inklusive Nutzungsrechten Anhangangaben zu den Nutzungsrechten an Vermögenswerten finden sich unter >Textziffer 40. scroll
1 Enthält auch eine Quotenänderung aus gemeinschaftlicher Tätigkeit scroll
1 Enthält auch eine Quotenänderung aus gemeinschaftlicher Tätigkeit Die Abgänge im Vorjahr betrafen in erster Linie die Umgliederung des chinesischen Supply-Chain-Geschäfts in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Abgänge von Nutzungsrechten durch Laufzeitänderungen und Kündigungen. Unter den geleisteten Anzahlungen werden nur Anzahlungen für Sachanlagen ausgewiesen, wenn im Rahmen eines schwebenden Geschäfts Vorleistungen seitens des Konzerns erbracht wurden. Sie sind im Wesentlichen durch die Erneuerung der interkontinentalen Express-Flugzeugflotte gestiegen. Im Geschäftsjahr wurden dafür 1.100 MIO € gezahlt. Als Anlagen im Bau sind Sachanlagen aktiviert, für deren Herstellung bereits Kosten aus Eigen- oder Fremdleistung angefallen sind, die bis zum Bilanzstichtag aber noch nicht fertiggestellt wurden. 23 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien scroll
Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich vorwiegend um vermietete Erbbaurechtgrundstücke, bebaute und unbebaute Grundstücke. Die auf diese Immobilien entfallenden Mieteinnahmen betragen 4 MIO € (Vorjahr: 3 MIO €), die Aufwendungen liegen bei 3 MIO € (Vorjahr: 1 MIO €). Der beizulegende Zeitwert beträgt 50 MIO € (Vorjahr: 48 MIO €). 24 Beteiligungen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen Die Entwicklung des Konzernbuchwerts sowie ausgewählte Finanzdaten der Unternehmen, die einzeln und in Summe nicht von wesentlicher Bedeutung für den Konzern sind, zeigen sich wie folgt: scroll
Die Zugänge betreffen im Wesentlichen den Erwerb von weiteren 4,9 %-Anteilen an der At-Equity-Gesellschaft Relais Colis SAS, Frankreich. 25 Finanzielle Vermögenswerte scroll
Die zu Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte erhöhten sich durch den Kauf von Schuldscheindarlehen, gleichzeitig verringerten sich die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte im Wesentlichen durch den Verkauf von Geldmarktfondsanteilen. Die Ausleihungen für Wohnungsbauförderungen sind gegenüber dem am 31. Dezember 2019 geltenden Marktzins für vergleichbare langfristige finanzielle Vermögenswerte mehrheitlich unterverzinslich oder unverzinslich. In der Bilanz werden sie mit einem Barwert von 2 MIO € (Vorjahr: 3 MIO €) erfasst. Der Nominalwert dieser Ausleihungen beträgt 2 MIO € (Vorjahr: 3 MIO €). Die Nettowertminderungen betrugen -69 MIO € (Vorjahr: -93 MIO €). Angaben zur Einschränkung der Veräußerbarkeit finden sich unter >Textziffer 42.2. 26 Sonstige Vermögenswerte Der Anstieg der sonstigen Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Steuerforderungen, höheren Vertragsvermögenswerten, die im Zusammenhang mit Immobilienentwicklungsprojekten bestehen, sowie dem Anstieg der Vermögenswerte aus Versicherungsverträgen. Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte bestanden nicht. Die Steuerforderungen betreffen mit 420 MIO € (Vorjahr: 368 MIO €) Umsatzsteuer, mit 91 MIO € (Vorjahr: 70 MIO €) Zölle und Abgaben sowie mit 43 MIO € (Vorjahr: 36 MIO €) sonstige Steuerforderungen. Informationen zum Pensionsvermögen finden sich unter >Textziffer 36. In den anderen Vermögenswerten ist eine Vielzahl von Einzelsachverhalten enthalten. scroll
27 Latente Steuern scroll
Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge entfallen mit 1.422 MIO € (Vorjahr: 1.551 MIO €) auf inländische sowie mit 535 MIO € (Vorjahr: 406 MIO €) auf ausländische Verlustvorträge (überwiegend aus der Region Amerikas). Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 4,2 MRD € (Vorjahr: 5,0 MRD €) überwiegend aus der Region Amerikas und auf temporäre Wertdifferenzen von rund 3,5 MRD € (Vorjahr: 2,2 MRD €) überwiegend aus Deutschland wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da davon auszugehen ist, dass die steuerlichen Verlustvorträge und temporären Differenzen im Rahmen der steuerlichen Ergebnisplanung wahrscheinlich nicht genutzt werden können. Die Verlustvorträge aus der Region Amerikas, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden verfallen nicht vor dem Jahr 2027. Für aufgelaufene Ergebnisse in- und ausländischer Tochtergesellschaften wurden, in Höhe von 528 MIO € (Vorjahr: 510 MIO €) keine latenten Steuern gebildet, da es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. 28 Vorräte Wertberichtigungen wurden in angemessenem Umfang berücksichtigt. scroll
29 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen scroll
Angaben zu den Wertminderungen, den Ausfallrisiken und Altersstrukturen, >Textziffer 42. 30 Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente scroll
Von den 2.862 MIO € flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten waren zum Bilanzstichtag 1.054 MIO € (Vorjahr: 977 MIO €) für den Konzern nur eingeschränkt verfügbar. Davon entfielen 979 MIO € (Vorjahr: 905 MIO €) auf Länder mit Devisenverkehrskontrollen oder anderen gesetzlichen Einschränkungen (im Wesentlichen China, Indien und Thailand) und 75 MIO € (Vorjahr: 72 MIO €) hauptsächlich auf Unternehmen mit nicht beherrschenden Anteilseignern. 31 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Die unter diesem Posten ausgewiesenen Beträge betreffen im Wesentlichen folgende Sachverhalte: scroll
Der Verkauf der CSG.PB GmbH, die im Bereich des Facility-Managements Dienstleistungen erbringt, ist für Ende März 2020 vorgesehen. Die letztmalige Bewertung vor Umgliederung in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten führte zu keiner Wertminderung. scroll
Der Verkauf des chinesischen Supply-Chain-Geschäfts an die S.F. Holding, China, wurde im Februar 2019 vollzogen, >Textziffer 2. Unterjährig waren die beabsichtigten Verkäufe des schweizerischen DHL-Supply-Chain-Geschäfts und der Vermögenswerte der DHL Paket (Austria) GmbH (Segment eCommerce Solutions) im Rahmen des Asset Deals mit der Österreichischen Post ausgewiesen. Die Verkäufe wurden mittlerweile vollzogen, >Textziffer 15 und 41. 32 Gezeichnetes Kapital und Erwerb eigener Anteile Zum 31. Dezember 2019 hielt die KfW Bankengruppe (KfW) unverändert zum Vorjahr 20,5 % am Grundkapital der Deutsche Post AG. 79,4 % des Aktienbestandes befanden sich im Streubesitz, die restlichen 0,1 % der Aktien im Besitz der Deutsche Post AG. Die KfW hält die Anteilsscheine treuhänderisch für die Bundesrepublik Deutschland. 32.1 Entwicklung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete Kapital beträgt 1.237 MIO €. Es besteht aus 1.236.506.759 auf den Namen lautenden Stückaktien (Stammaktien) mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1 € und ist voll eingezahlt. scroll
32.2 Genehmigtes und bedingtes Kapital scroll
Genehmigtes Kapital 2017 Der Vorstand ist gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. April 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 160 MIO auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf Aktien in den in der Ermächtigung geregelten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht. Bedingtes Kapital 2014 Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 40 MIO € durch die Ausgabe von bis zu 40 MIO neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung diente der Gewährung von Bezugsrechten an ausgewählte Führungskräfte des Konzerns. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Aktien auf die gewährten Bezugsrechte ausgegeben werden und die Gesellschaft die Bezugsrechte nicht durch Barzahlung oder Lieferung von eigenen Aktien ablöst. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Mit der Inanspruchnahme der Ermächtigung im Jahr 2018 wurden 2,4 MIO neue Aktien geschaffen, die im September 2018 an die Führungskräfte ausgegeben wurden. Im Geschäftsjahr 2019 wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht. Das bedingte Kapital 2014 beläuft sich auf 37,6 MIO €. Bedingtes Kapital 2017 Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2017 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 27. April 2022 ein- oder mehrmals Options-, Wandel- und/oder Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechte unter Einschluss von Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu 1,5 MRD € auszugeben und dabei Options- oder Wandlungsrechte auf bis zu 75 MIO Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 75 MIO € zu gewähren. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Die Ermächtigung ist im Dezember 2017 durch die Begebung der Wandelanleihe 2017/2025 im Gesamtnennbetrag von 1 MRD € teilweise in Anspruch genommen worden. Das Grundkapital ist um bis zu 75 MIO € bedingt erhöht. Im Geschäftsjahr 2019 wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht. Bedingtes Kapital 2018/1 Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. April 2018 wurde das Grundkapital um bis zu 12 MIO € durch die Ausgabe von bis zu 12 MIO auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an ausgewählte Führungskräfte des Konzerns (Performance Share Units). Die Aktien werden an die Bezugsberechtigten auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses ausgegeben. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Eine Inanspruchnahme dieser Ermächtigung erfolgte im Berichtsjahr nicht. Bedingtes Kapital 2018/2 Das Grundkapital ist um bis zu 33 MIO € durch die Ausgabe von bis zu 33 MIO auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Options- oder Wandlungsrechten oder der Bedienung von Wandlungspflichten sowie der Gewährung von Aktien anstelle von Geldzahlungen an die Inhaber von Schuldverschreibungen, die die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften in Übereinstimmung mit dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 24. April 2018 ausgeben. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Eine Inanspruchnahme dieser Ermächtigung erfolgte im Berichtsjahr nicht. 32.3 Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Die Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2017 ermächtigt, bis zum 27. April 2022 eigene Aktien in einem Umfang von bis zu 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand sie zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck ausüben kann, insbesondere zur Verfolgung der im Beschluss der Hauptversammlung genannten Ziele. Die eigenen Aktien, die auf der Grundlage der Ermächtigung erworben werden, dürfen weiterhin unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auch zur Einführung an einer Börse im Ausland verwendet werden. Ebenso ist der Vorstand weiterhin ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben. Erwerb und Ausgabe eigener Anteile Im Geschäftsjahr 2019 wurden rund 385 Tausend Aktien für 11 MIO € zu einem Durchschnittskurs je Aktie von 28,27 € erworben. Zusammen mit vorhandenen eigenen Anteilen wurden insgesamt 1,3 MIO Aktien an die Führungskräfte für die Bedienung des Share Matching Scheme ausgegeben. Im dritten Quartal wurden weitere 1,7 MIO Aktien aus dem Bestand an eigenen Anteilen an die Führungskräfte für die Bedienung des Performance Share Plan ausgegeben. Am 31. Dezember 2019 hielt die Deutsche Post AG eigene Aktien in Höhe von 983.694 Stück (Vorjahr: 3.628.651 Stück eigene Aktien). 32.4 Angaben zum unternehmerischen Kapital Im Geschäftsjahr 2019 lag die Eigenkapitalquote bei 27,6 % (Vorjahr: 27,5 %). Die Kontrolle des unternehmerischen Kapitals erfolgt über die Net Gearing Ratio, die definiert ist als Nettofinanzverschuldung dividiert durch das Gesamtkapital, wobei dies der Summe aus Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung entspricht. scroll
1 Betrifft zum Beispiel Verbindlichkeiten aus Überzahlungen 33 Kapitalrücklage scroll
34 Aktionären der Deutsche Post AG zuzuordnendes Eigenkapital Das den Aktionären der Deutsche Post AG zuzuordnende Eigenkapital im Geschäftsjahr 2019 beträgt 14.117 MIO € (Vorjahr: 13.590 MIO €). Ausschüttungen Für Ausschüttungen an die Aktionäre der Deutsche Post AG ist der Bilanzgewinn der Deutsche Post AG in Höhe von 6.484 MIO € nach deutschem Handelsrecht maßgeblich. Der Vorstand schlägt die Ausschüttung einer Dividende von 1,25 € je dividendenberechtigte Stückaktie vor. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung von 1.546 MIO €. Der nach Abzug der geplanten Dividendensumme verbleibende Betrag von 4.938 MIO € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab. scroll
35 Nicht beherrschende Anteile Dieser Bilanzposten beinhaltet Ausgleichsposten für Anteile fremder Gesellschafter am konsolidierungspflichtigen Kapital aus der Kapitalkonsolidierung sowie die ihnen zustehenden Gewinne und Verluste. Die folgende Tabelle zeigt die Unternehmen, die die nicht beherrschenden Anteile betreffen: scroll
Folgende zwei Gesellschaften verfügen über wesentliche nicht beherrschende Anteile: DHL Sinotrans International Air Courier Ltd. (Sinotrans), China, erbringt nationale und internationale Express- und Transportdienstleistungen und ist dem Segment Express zugeordnet. An dieser Gesellschaft ist Deutsche Post DHL Group mit 50 % Kapitalanteil beteiligt. An der dem Segment eCommerce Solutions zugeordneten Blue Dart Express Limited (Blue Dart), Indien, ist die Deutsche Post AG mit 75 % Kapitalanteil beteiligt. Blue Dart ist im Bereich der Kurierdienstleistungen tätig. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über deren aggregierte Finanzdaten: scroll
Das auf die nicht beherrschenden Anteile entfallende sonstige Ergebnis betrifft im Wesentlichen die Währungsumrechnungsrücklage. Die Entwicklung wird in der folgenden Tabelle gezeigt: scroll
36 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die gewichtigsten leistungsorientierten Altersversorgungspläne des Konzerns bestehen in Deutschland und Großbritannien. Sonstige leistungsorientierte Altersversorgungspläne des Konzerns befinden sich in unterschiedlichen Ausprägungen in den Niederlanden, der Schweiz, den USA und einer Vielzahl von weiteren Ländern. Es gibt spezifische Risiken und Maßnahmen zu deren Begrenzung im Zusammenhang mit diesen Plänen. 36.1 Merkmale der Pläne Deutschland In Deutschland gibt es bei der Deutsche Post AG eine tarifvertraglich vereinbarte betriebliche Altersversorgung, die offen ist für neue Arbeitnehmer. Dabei werden jährlich in Abhängigkeit von Wochenarbeitszeit und Entgeltgruppe für jeden Arbeitnehmer Versorgungsbausteine gebildet und einem individuellen Versorgungskonto gutgeschrieben. Neu zugeteilte Bausteine enthalten jeweils eine Erhöhung um 2,5 % gegenüber dem Vorjahr. Mit Eintritt in die gesetzliche Rente kann der Arbeitnehmer wählen, ob er eine Einmal-/Ratenzahlung oder eine entsprechende lebenslange Monatsrente mit einer jährlichen Dynamik von 1 % erhalten möchte. Arbeitnehmer, die bereits am 31. Dezember 2015 beschäftigt waren, wurden grundsätzlich in dieses System überführt. Seit dem Vorjahr wird die zusätzliche Auszahlungsoption "Einmalzahlung" anstatt einer entsprechenden lebenslangen Monatsrente auch bestimmten Arbeitnehmergruppen (z. B. ausgeschiedenen Arbeitnehmern mit unverfallbarer Anwartschaft), die bisher noch keine solche Wahlmöglichkeit hatten, angeboten. Der weitaus größere Teil der Verpflichtungen der Deutsche Post AG betrifft ältere Besitzstände von Arbeitnehmern sowie Altzusagen von Ausgeschiedenen und Betriebsrentnern. Darüber hinaus gibt es Altersversorgungsregelungen für Führungskräfte unterhalb der Vorstandsebene und für bestimmte Mitarbeitergruppen insbesondere im Rahmen von Entgeltumwandlung. Seit dem dritten bzw. vierten Quartal 2019 bietet der Konzern auch den Führungskräften unterhalb der Vorstandsebene sowie den Mitarbeitern, die an der zentral geregelten Entgeltumwandlung teilnehmen, die Option einer Einmalzahlung statt den Bezug einer lebenslangen Rente an. Durch diese Änderungen ergaben sich jeweils nachzuverrechnender Dienstzeitertrag sowie veränderter laufender Dienstzeitaufwand und Nettozinsaufwand für den Rest des Berichtsjahres. Zu den Altersversorgungsregelungen für den Vorstand siehe Zusammengefasster Lagebericht, >Seite 21 f. Für die externe Finanzierung der entsprechenden Pensionsverpflichtungen der Deutsche Post AG besteht in erster Linie eine eigene Treuhandeinrichtung, in die auch ein Pensionsfonds eingebunden ist. Die Dotierung erfolgt bei der Treuhandeinrichtung fallweise im Einklang mit der Finanzstrategie des Konzerns, während beim Pensionsfonds die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Dotierungsanforderungen grundsätzlich ohne zusätzliche Arbeitgeberbeiträge realisiert werden kann. Ein Teil des Planvermögens besteht aus Immobilien, die langfristig an den Konzern vermietet werden. Für einen Teil der Altzusagen wird daneben eine gemeinschaftliche Pensionskasse der Postnachfolgeunternehmen, die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP), genutzt. Bei den Tochtergesellschaften in Deutschland gibt es vereinzelte Altersversorgungspläne, die im Zusammenhang mit Akquisitionen und Betriebsübergängen erworben wurden und nicht für Neueintritte offen sind. Für drei Tochtergesellschaften bestehen Treuhandvereinbarungen zur externen Finanzierung. Großbritannien In Großbritannien sind die leistungsorientierten Altersversorgungsregelungen des Konzerns für Neueintritte und für weitere Dienstzeitzuwächse geschlossen. Eine Regelung, die als Ausnahme bis zum 31. März 2019 teilweise offen war, wurde dann auch für Neueintritte und weitere Dienstzeitzuwächse geschlossen. Die entsprechende Entscheidung wurde bereits im Vorjahr getroffen. Im Berichtsjahr ist anschließend bestimmten aktiven Mitgliedern dieser Regelung die Option eingeräumt worden, ihre erdienten Leistungen an eine externe Altersversorgungsregelung zu übertragen. Dies führte zu Planabgeltungseffekten im Berichtsjahr, und entsprechende Planabgeltungszahlungen werden im Jahr 2020 erwartet. Des Weiteren gab es im Vorjahr eine Gerichtsentscheidung (High Court Ruling) zur Angleichung von garantierten Mindestrenten (Guaranteed Minimum Pensions - GMP), die es erfordert, dass alle betroffenen Pläne die GMP von männlichen und weiblichen Begünstigten angleichen. Die leistungsorientierten Altersversorgungsregelungen des Konzerns in Großbritannien sind im Wesentlichen in einen einzigen so genannten Group Plan mit verschiedenen Sektionen für die teilnehmenden Unternehmensbereiche integriert worden. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über einen so genannten Group Trust. Die Höhe der Arbeitgeberbeiträge ist in so genannten Funding Valuations mit dem Treuhänder auszuhandeln. Die begünstigten Arbeitnehmer beteiligten sich im Falle der bis zum 31. März 2019 offenen leistungsorientierten Regelung bis dahin mit eigenen Beiträgen an der Finanzierung. Sonstige In den Niederlanden nehmen aufgrund verpflichtender tarifvertraglicher Vereinbarungen diejenigen Mitarbeiter, die nicht von einem Branchenplan erfasst werden, an einem eigenen leistungsorientierten Altersversorgungsplan teil. Dieser sammelt jährliche Zuwächse an, wobei eine Kappung des anrechenbaren Gehalts berücksichtigt wird. Er sieht monatliche Rentenzahlungen vor, deren Dynamisierung sich einerseits an der Inflation und andererseits an den hierfür zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln orientiert. In der Schweiz erhalten die Mitarbeiter aufgrund gesetzlicher Vorschriften eine betriebliche Altersversorgung, die sich nach den eingezahlten Beiträgen, einer jährlich festgelegten Verzinsung, bestimmten Verrentungsfaktoren und eventuell festgelegten Rentendynamisierungen bemisst. Für bestimmte höhere Vergütungsbestandteile gibt es einen separaten Plan, der Kapitalzahlungen anstatt Altersrenten vorsieht. In den USA sind die eigenen leistungsorientierten Altersversorgungspläne für Neueintritte geschlossen und die erreichten Anwartschaften eingefroren. Im Berichtsjahr wurde dort ausgeschiedenen Mitgliedern eine sofortige Kapitalzahlung statt des Bezugs einer zukünftigen Rente angeboten, was im Wesentlichen zu Planabgeltungsgewinnen und -zahlungen führte. Für die Finanzierung der eigenen leistungsorientierten Altersversorgungspläne in diesen drei Ländern nutzen die Konzerngesellschaften hauptsächlich jeweilige gemeinsame Einrichtungen. In den Niederlanden und der Schweiz beteiligen sich neben dem Arbeitgeber auch die Arbeitnehmer an der Finanzierung. In den USA fallen insofern aktuell keine regelmäßigen Beiträge an. 36.2 Finanzielle Entwicklung der Pläne und Ermittlung der Bilanzposten Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen, der Zeitwert des Planvermögens und die Nettopensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
1 Inklusive anderer Verwaltungskosten nach IAS 19.130 aus Planvermögen Zum 31. Dezember 2019 gab es Auswirkungen von Vermögensobergrenzen in Höhe von 5 MIO €, die vereinfachend durch Abzug vom Zeitwert des Planvermögens berücksichtigt wurden (1. Januar 2019 bzw. 31. Dezember 2018: 2 MIO €; 1. Januar 2018: 3 MIO €). Im Berichtsjahr ergab sich der nachzuverrechnende Dienstzeitertrag im Wesentlichen aufgrund von Planänderungen in Deutschland im Zusammenhang mit der Ausdehnung der Option Einmalzahlung auf zwei weitere Altersversorgungsregelungen, die 271 MIO € hierzu beitrugen. Die Planabgeltungseffekte ergaben sich im Wesentlichen durch Maßnahmen in Großbritannien und den USA, wobei in den USA bereits auch Planabgeltungszahlungen anfielen. Im Vorjahr ergab sich nachzuverrechnender Dienstzeitertrag im Wesentlichen aufgrund von Planänderungen in Deutschland bei der Deutsche Post AG, begrenzt insbesondere durch gegenläufige Auswirkungen der Gerichtsentscheidung in Großbritannien. Die erfahrungsbedingten Anpassungen waren im Wesentlichen infolge einer neuen "Funding Valuation" in Großbritannien angefallen. Bei den Leistungszahlungen hatte es in Deutschland einen erhöhten Anteil, der aus Planvermögen gezahlt wurde, gegeben. In Bezug auf die Nettopensionsrückstellungen werden im Jahr 2020 insgesamt Zahlungen in Höhe von 332 MIO € erwartet. Hiervon entfallen 288 MIO € auf direkte erwartete Leistungszahlungen des Unternehmens und 44 MIO € auf erwartete Arbeitgeberbeiträge an Pensionsfondseinrichtungen. Die Gliederung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen, des Zeitwerts des Planvermögens und der Nettopensionsrückstellungen sowie die Ermittlung der Bilanzposten stellen sich wie folgt dar: scroll
Im Bereich Sonstige betragen die Anteile der Niederlande, der Schweiz und der USA am entsprechenden Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 44 %, 20 % bzw. 11 % (Vorjahr: 43 %, 21 % bzw. 12 %). In Deutschland gab es im Konzern ferner separat unter den finanziellen Vermögenswerten anzusetzende Erstattungsansprüche gegenüber ehemaligen Konzerngesellschaften in Höhe von ca. 14 MIO € (Vorjahr: 19 MIO €). Die entsprechenden Leistungszahlungen werden direkt von den ehemaligen Konzerngesellschaften übernommen. 36.3 Zusätzliche Informationen zum Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen Bei den finanziellen Annahmen handelt es sich im Wesentlichen um folgende Daten: scroll
Der Abzinsungssatz für die leistungsorientierten Verpflichtungen in der Eurozone und in Großbritannien wurde unter Berücksichtigung der Bestandszusammensetzung bzw. der Duration jeweils aus einer Zinsstrukturkurve, die sich aus Renditen von Unternehmensanleihen mit AA-Rating ergibt, abgeleitet. Für die übrigen Länder wurde, sofern ein ausreichend liquider Markt für Unternehmensanleihen mit AA-Rating (oder teilweise AA- und AAA-Rating) vorhanden war, der Abzinsungssatz für die leistungsorientierten Verpflichtungen in ähnlicher Weise bestimmt. Für Länder, die nicht über einen ausreichend liquiden Markt für solche Unternehmensanleihen verfügen, wurden stattdessen die Renditen von Staatsanleihen zugrunde gelegt. Seit dem Vorjahr werden die Abzinsungssätze jeweils auf volle 0,10 %-Punkte (zuvor: 0,25 %-Punkte) gerundet. Bei der jährlichen Rentensteigerung für Deutschland sind neben den gezeigten Annahmen insbesondere fest vereinbarte Sätze zu berücksichtigen. Der effektive gewichtete Durchschnitt beträgt daher 1,00 % (Vorjahr: 1,00 %). Die wichtigsten demografischen Annahmen beziehen sich auf die Lebenserwartung bzw. Sterblichkeit. Bei den deutschen Konzernunternehmen basieren sie seit dem Vorjahr auf den HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G. Für die britischen Pensionspläne wird die Lebenserwartung seit dem Vorjahr hauptsächlich auf die S2PMA/S2PFA-Tafeln der Continuous Mortality Investigation (CMI) des Institute and Faculty of Actuaries mit Anpassung zur Berücksichtigung der planspezifischen Sterblichkeit gemäß der letzten "Funding Valuation" gestützt. Dabei wurden aktuelle Projektionen für zukünftige Sterblichkeitsverbesserungen basierend auf dem so genannten CMI Core Projection Model berücksichtigt. In den sonstigen Ländern wurden jeweils aktuell übliche landesspezifische Sterbetafeln verwendet. Bei Änderung einer der wesentlichen finanziellen Annahmen würde sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wie folgt verändern: scroll
Es handelt sich hierbei um effektive gewichtete Veränderungen des jeweiligen Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen, z. B. unter Berücksichtigung der weitgehenden Festschreibungen bei der Rentensteigerung für Deutschland. Eine Verlängerung der Lebenserwartung um ein Jahr, bezogen auf einen 65-jährigen Begünstigten, würde den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen in Deutschland um 4,95 % (Vorjahr: 4,59 %) und in Großbritannien um 4,39 % (Vorjahr: 3,60 %) erhöhen. Bezüglich der sonstigen Länder würde die entsprechende Erhöhung bei 3,00 % (Vorjahr: 2,80 %) liegen und insgesamt bei 4,49 % (Vorjahr: 4,04 %). Zur Bestimmung der Sensitivitätsangaben wurden die Barwerte mit demselben Verfahren berechnet, das zur Berechnung der Barwerte am Bilanzstichtag verwendet wurde. Die Darstellung berücksichtigt nicht die Interdependenzen der Annahmen, sondern unterstellt, dass sich die Annahmen jeweils einzeln ändern. In der Praxis wäre dies unüblich, da die Annahmen oft korrelieren. Die gewichtete durchschnittliche Duration der leistungsorientierten Verpflichtungen des Konzerns betrug am 31. Dezember 2019 in Deutschland 14,6 Jahre (Vorjahr: 14,2 Jahre) und in Großbritannien 16,7 Jahre (Vorjahr: 16,4 Jahre). In den sonstigen Ländern lag sie bei 17,9 Jahren (Vorjahr: 17,0 Jahre) und insgesamt bei 15,7 Jahren (Vorjahr: 15,3 Jahre). Vom Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen entfielen insgesamt 31,5 % (Vorjahr: 30,6 %) auf aktive Anwärter, 19,0 % (Vorjahr: 18,4 %) auf ausgeschiedene Anwärter und 49,5 % (Vorjahr: 51,0 %) auf Leistungsempfänger. 36.4 Zusätzliche Informationen zum Zeitwert des Planvermögens Der Zeitwert des Planvermögens lässt sich wie folgt aufgliedern: scroll
1 Beinhaltet überwiegend so genannte "Absolute-Return-Produkte" Für ca. 70 % der gesamten Planvermögenszeitwerte (Vorjahr: 73 %) bestehen Marktpreisnotierungen in einem aktiven Markt. Die restlichen Werte ohne solche Marktpreisnotierungen verteilen sich im Wesentlichen auf die Immobilien mit 14 % (Vorjahr: 14 %), Renten mit 9 % (Vorjahr: 6 %), Versicherungen mit 5 % (Vorjahr: 5 %) und Alternatives mit 2 % (Vorjahr: 2 %). Die Investitionen auf den aktiven Märkten erfolgen überwiegend global diversifiziert mit gewissen landesspezifischen Schwerpunkten. Immobilien des Planvermögens in Deutschland mit einem Zeitwert von 1.502 MIO € (Vorjahr: 1.424 MIO €) werden durch den Konzern selbst genutzt. Der diesjährige Anstieg im Vermögenswert der Renten ergab sich vorwiegend aus der Veränderung der relevanten Marktzinsen. Im Vorjahr führten Sicherungsmaßnahmen, ausgelöst durch die Kapitalmarktentwicklung, zu einer Reduktion der Aktien- und einer Erhöhung der Bargeldquote. In Deutschland, Großbritannien und z. B. auch in den Niederlanden, der Schweiz und den USA werden zwecks Abstimmung der Aktiv- und Passivseite in regelmäßigen Abständen Asset-Liability-Studien durchgeführt, und die strategische Vermögensallokation für das Planvermögen wird entsprechend angepasst. Im Rahmen der Anlage des Planvermögens werden zunehmend nachhaltige Ansätze angewendet, die vorwiegend auf einer Integration von so genannten ESG-Kriterien beruhen. 36.5 Risiken Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Altersversorgungsplänen gibt es spezifische Risiken. Dadurch kann sich eine (negative oder positive) Veränderung des Eigenkapitals von Deutsche Post DHL Group über das sonstige Ergebnis ergeben, deren Bedeutung insgesamt als mittel bis hoch eingestuft wird. Dagegen wird den kurzfristigen Folgeauswirkungen hinsichtlich Personalaufwand und Finanzergebnis eine niedrige Bedeutung beigemessen. Die Möglichkeiten zur Risikobegrenzung werden in Abhängigkeit von den planspezifischen Gegebenheiten genutzt. ZINSRISIKO Ein Absinken (Ansteigen) des entsprechenden Abzinsungssatzes führt zu einer Erhöhung (Verminderung) des Barwerts der Gesamtverpflichtung und wird grundsätzlich von einer Erhöhung (Verminderung) des Zeitwerts der Renteninstrumente des Planvermögens begleitet. Weitere Absicherungen werden zum Teil durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente vorgenommen. INFLATIONSRISIKO Pensionsverpflichtungen können, insbesondere bei Endgehaltsbezogenheit oder aufgrund von in der Rentenauszahlungsphase vorzunehmenden Dynamisierungen, indirekt oder direkt an die Entwicklung der Inflation gekoppelt sein. Dem Risiko ansteigender Inflationsraten bezüglich des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen ist dadurch begegnet worden, dass z. B. für Deutschland auf ein Versorgungsbausteinsystem umgestellt worden ist und in Großbritannien die leistungsorientierten Regelungen geschlossen worden sind. Außerdem sind Dynamisierungen festgeschrieben bzw. teilweise begrenzt und/oder Kapitalzahlungen vorgesehen worden. Darüber hinaus besteht eine positive Korrelation mit den Zinsen. INVESTITIONSRISIKO Die Kapitalanlage ist grundsätzlich mit vielfältigen Risiken behaftet, insbesondere kann sie Marktpreisschwankungen ausgesetzt sein. Eine Steuerung wird vornehmlich durch breite Streuung und durch Einsatz von Absicherungsinstrumenten vorgenommen. LANGLEBIGKEITSRISIKO Ein Langlebigkeitsrisiko kann sich aufgrund zukünftig steigender Lebenserwartung in Bezug auf die zukünftig anfallenden Leistungen ergeben. Ihm wird insbesondere dadurch Rechnung getragen, dass bei der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen aktuell übliche Sterbetafeln verwendet werden, die z. B. in Deutschland und Großbritannien bereits Zuschläge für eine zukünftig steigende Lebenserwartung beinhalten. 37 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich in folgende wesentliche Rückstellungsarten: scroll
37.1 Entwicklung der sonstigen Rückstellungen scroll
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In der Rückstellung "Sonstige Personalleistungen" sind im Wesentlichen Aufwendungen für Personalreduzierung (Abfindungen, Überbrückungsgelder, Altersteilzeit etc.), aktienbasierte Bonusverpflichtungen (SAR) und Jubiläumsverpflichtungen passiviert. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus dem Verbrauch für das Vorruhestandsprogramm bzw. aus der entsprechenden Umbuchung in die Verbindlichkeiten. Die Restrukturierungsrückstellungen umfassen im Wesentlichen Kosten der Schließung von Terminals und Leistungsverpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern anlässlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen für bekannte Schäden sowie Spätschadenrückstellungen, nähere Angaben finden sich unter >Textziffer 6. Die Rückstellung für Flugzeuginstandhaltung umfasst die Verpflichtungen aus der großen Flugzeugwartung und Triebwerksinstandhaltung durch externe Firmen. Die Steuerrückstellungen enthalten 60 MIO € Umsatzsteuer (Vorjahr: 53 MIO €), 34 MIO € Zölle und Abgaben (Vorjahr: 31 MIO €) sowie 53 MIO € sonstige Steuerrückstellungen (Vorjahr: 46 MIO €). Die übrigen Rückstellungen, die eine Vielzahl von Einzelsachverhalten enthalten, gliedern sich wie folgt: scroll
37.2 Fälligkeitsstruktur Die Fälligkeitsstruktur zu den im Geschäftsjahr 2019 bilanzierten Rückstellungen stellt sich wie folgt dar: scroll
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38 Finanzschulden scroll
1 Erläuterungen unter >Textziffer 40 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen kurzfristige Kontokorrentkredite gegenüber verschiedenen Banken. Die unter dem Posten "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten" ausgewiesenen Beträge betreffen überwiegend negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente. Die Verringerung der sonstigen Finanzschulden, die eine Vielzahl von Einzelsachverhalten enthalten, resultiert aus der Teilrückzahlung von Schuldscheindarlehen. 38.1 Anleihen Die Anleihe der Deutsche Post Finance B.V. ist in voller Höhe durch die Deutsche Post AG garantiert. scroll
1 Zeitwert der Fremdkapitalkomponente; der Zeitwert der Wandelanleihe 2017/2025 betrug 1.024 MIO € (Vorjahr: 956 MIO €) scroll
1 Zeitwert der Fremdkapitalkomponente; der Zeitwert der Wandelanleihe 2017/2025 betrug 1.024 MIO € (Vorjahr: 956 MIO €) Wandelanleihe Die emittierte Wandelanleihe ist mit einem Wandlungsrecht ausgestattet, das die Inhaber berechtigt, eine Wandlung der Schuldtitel in eine vorab spezifizierte Anzahl von Aktien der Deutsche Post AG vorzunehmen. Daneben wurde der Deutsche Post AG eine Call-Option eingeräumt mit dem Recht, die Anleihe vorzeitig zum Nominalbetrag zuzüglich der aufgelaufenen Stückzinsen zu kündigen, wenn der Aktienkurs der Deutsche-Post-Aktie 130 % des dann jeweils gültigen Wandlungspreises nachhaltig übersteigt. Die Wandelanleihe ist in eine Fremd- und eine Eigenkapitalkomponente aufgeteilt. Der Buchwert der Anleihe ist in den Folgejahren erfolgswirksam mittels der Effektivzinsmethode an den Ausgabebetrag anzupassen. scroll
1 Ohne Berücksichtigung von möglichen bedingten Wandlungszeiträumen gemäß den Anleihebedingungen 2 Unter Berücksichtigung von Transaktionskosten und eingeräumter Call-Option 3 Ausweis erfolgt unter Kapitalrücklage 4 Nach Dividendenzahlung 39 Sonstige Verbindlichkeiten scroll
Von den Steuerverbindlichkeiten betreffen 648 MIO € Umsatzsteuer (Vorjahr: 629 MIO €), 427 MIO € Zölle und Abgaben (Vorjahr: 399 MIO €) sowie 180 MIO € sonstige Steuerverbindlichkeiten (Vorjahr: 168 MIO €). Die Verbindlichkeiten aus dem Verkauf von Wohnungsbaudarlehen betreffen Verpflichtungen der Deutsche Post AG zur Zahlung von Zinssubventionen an Darlehensnehmer zum Ausgleich von Konditionsnachteilen im Zusammenhang mit den in Vorjahren erfolgten Forderungsabtretungen sowie Verpflichtungen aus weiterzuleitenden Tilgungen und Zinsen für verkaufte Wohnungsbaudarlehen. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist eine Vielzahl von Einzelsachverhalten enthalten. 39.1 Fälligkeitsstruktur scroll
Für die sonstigen Verbindlichkeiten ergeben sich aufgrund kurzer Laufzeiten bzw. einer marktnahen Verzinsung keine signifikanten Unterschiede zwischen den bilanziellen Buch- und Zeitwerten. Es besteht kein signifikantes Zinsrisiko, da sie größtenteils marktnah variabel verzinslich sind. Erläuterungen zum Leasing 40 Erläuterungen zum Leasing Die Erträge aus der Währungsumrechnung von Leasingverbindlichkeiten betragen 30 MIO € (Vorjahr: 27 MIO €), die Aufwendungen 32 MIO € (Vorjahr: 56 MIO €). Die folgende Tabelle zeigt die separat dargestellten Nutzungsrechte an Vermögenswerten, die im Rahmen eines Leasings im Anlagevermögen bilanziert sind: scroll
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Der Konzern mietet im Bereich Immobilien vor allem Lagerhäuser, Bürogebäude sowie Brief- und Paketzentren. Die gemieteten Flugzeuge werden im Wesentlichen im Luftnetzwerk des Segments Express eingesetzt. Gemietete Transportausstattung umfasst auch den gemieteten Fuhrpark. Längerfristige Leasingverträge bestehen insbesondere bei Immobilien. Zum 31. Dezember 2019 waren rund 64 Immobilienverträge mit Restlaufzeiten von mehr als zwanzig Jahren abgeschlossen (Vorjahr: 65 Immobilienverträge). Flugzeugleasingverträge haben Restlaufzeiten bis zu elf Jahren. Leasingverträge können Verlängerungs- und Kündigungsoptionen haben,>Textziffer 6. Die Leasingvertragskonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen zeigt die folgende Tabelle: scroll
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Finanzschulden aus Leasingverhältnissen in Höhe von 1.894 MIO € (Vorjahr: 1.722 MIO €) getilgt sowie 416 MIO € (Vorjahr: 376 MIO €) an Zinsen für Leasing gezahlt. Zum Bilanzstichtag ergaben sich künftige Mittelabflüsse in Höhe von 13 MRD € (Vorjahr: 12 MRD €), >Textziffer 42. Mögliche zukünftige Mittelabflüsse in Höhe von 1,5 MRD € (Vorjahr: 1,3 MRD €) wurden nicht in die Leasingverbindlichkeiten einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert (oder nicht gekündigt) werden. Aus Leasingverhältnissen, die der Konzern als Leasingnehmer eingegangen ist, die aber noch nicht begonnen haben, ergeben sich zukünftige mögliche Zahlungsabflüsse von 0,2 MRD € (Vorjahr: 0,4 MRD €). Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 41 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Änderungen von Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit entsprechend den Anforderungen nach IFRS: scroll
1 Die Abweichungen zu den in >Textziffer 38 dargestellten Finanzschulden (sonstige Finanzschulden und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten) in Höhe von 373 MIO € (Vorjahr: 237 MIO €) ergeben sich aus Sachverhalten, die in anderen Cashflow-Posten dargestellt werden, z. B. Derivate, bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben oder Finanzverbindlichkeiten mit operativem Charakter. 2 Die Abweichungen der zahlungswirksamen Änderungen zu dem sich insgesamt ergebenden Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (-4.112 MIO €; Vorjahr: -3.039 MIO €) resultieren neben den Zahlungen in Bezug auf Eigenkapitaltransaktionen im Wesentlichen aus den Zinszahlungen. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zinszahlungen beinhalten auch Zahlungen, die sich nicht auf die Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit beziehen. Zum Abschlussstichtag gab es keine Sicherungsgeschäfte, die ausschließlich auf die Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit zurückzuführen sind. Die Auswirkungen auf den Cashflow aus Hedges sind in der Cashflow-Position "Sonstige Finanzierungstätigkeit" in Höhe von 40 MIO € dargestellt. 41.1 Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit lag mit 6.049 MIO € um 253 MIO € über dem Vorjahreswert (5.796 MIO €). Die Einzahlungen aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China werden in den Mittelveränderungen aus Investitionstätigkeit gezeigt. Die Veränderung der Rückstellungen entwickelte sich von 282 MIO € auf -506 MIO €, bedingt durch das Vorruhestandsprogramm im ehemaligen Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel. Die zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen stellen sich wie folgt dar: scroll
41.2 Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ist von 2.777 MIO € auf 2.140 MIO € gesunken. Aus dem Verkauf des Supply-Chain-Geschäfts in China sind netto 653 MIO € zugeflossen. Darüber hinaus wurden 49 MIO € im Wesentlichen aus den Verkäufen des Power-Packaging-Geschäfts in den USA, des Supply-Chain-Geschäfts in der Schweiz, des kolumbianischen Dokumentengeschäfts sowie Verkäufen im Rahmen einer Partnerschaft mit der Österreichischen Post erlöst: scroll
Aus dem Verkauf von Geldmarktfonds wurden weitere 800 MIO € erzielt. Für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind 3,6 MRD € abgeflossen, davon 1,1 MRD € für die Erneuerung der Express-Interkontinentalflotte. 41.3 Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit Mit 4.112 MIO € lag der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit um 1.073 MIO € deutlich über dem Vorjahreswert, der Emissionserlöse von insgesamt 1,2 MRD € aus der Begebung von Schuldscheindarlehen und einer Anleihe enthielt. Im Berichtsjahr sind dagegen 349 MIO € aus der Aufnahme von Darlehen zugeflossen. Weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung und zum Free-Cashflow finden sich im >zusammengefassten Lagebericht, Seite 44 f. Sonstige Erläuterungen 42 Risiken und Finanzinstrumente des Konzerns 42.1 Risikomanagement Aufgrund seiner operativen Geschäftstätigkeit sieht sich der Konzern mit Finanzrisiken konfrontiert, die aus der Änderung von Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Zinssätzen entstehen können. Diese Risiken werden bei Deutsche Post DHL Group zentral gesteuert. Dabei werden originäre und derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Letztere finden lediglich zur Begrenzung originärer Finanzrisiken Verwendung und sollten hinsichtlich ihrer Marktwertschwankungen nicht isoliert vom Grundgeschäft betrachtet werden. Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten und die notwendigen Kontrollen für den Einsatz von Derivaten sind in der internen Risikorichtlinie des Konzerns geregelt. Die Erfassung, die Bewertung und die Abwicklung der Finanztransaktionen erfolgen mithilfe einer geprüften Risikomanagementsoftware, mit der auch regelmäßig die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen dokumentiert wird. Derivateportfolios werden regelmäßig mit den betreffenden Banken abgeglichen. Um das aus dem Abschluss von Finanztransaktionen potenziell resultierende Kontrahentenrisiko zu begrenzen, dürfen diese Kontrakte nur mit Banken erstklassiger Bonität abgeschlossen werden. Der Rahmen der den Banken individuell zugeordneten Kontrahentenlimits wird täglich überwacht. Der Konzernvorstand wird intern in regelmäßigen Abständen über die existierenden Finanzrisiken und die zur Risikosteuerung eingesetzten Sicherungsgeschäfte informiert. Die Bilanzierung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt gemäß IFRS 9. Der Konzern hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Vorschriften zum Hedge Accounting des IAS 39 weiterhin anzuwenden. Angaben zu Risiken und deren Begrenzung im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Altersversorgungsplänen des Konzerns finden sich unter >Textziffer 36.5. Liquiditätsmanagement Das wichtigste Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit von Deutsche Post DHL Group und aller Konzerngesellschaften. Deshalb wird die Liquidität im Konzern so weit wie möglich über Cash Pools zentralisiert und im Corporate Center gesteuert. Die wesentliche Steuerungsgröße sind die zentral verfügbaren Liquiditätsreserven (Funding Availability), die sich aus den zentralen kurzfristigen Geldanlagen und den fest zugesagten Kreditlinien zusammensetzen. Angestrebt wird die Verfügbarkeit einer zentralen Kreditlinie von mindestens 2 MRD €. Am 31. Dezember 2019 verfügte der Konzern über zentrale Liquiditätsreserven von 3,5 MRD € (Vorjahr: 4,3 MRD €), die sich aus zentralen Geldanlagen in Höhe von 1,5 MRD € und einer syndizierten Kreditlinie in Höhe von 2 MRD € zusammensetzten. Die Fälligkeitsstruktur der originären finanziellen Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IFRS 7 basierend auf Cashflows stellt sich wie folgt dar: scroll
1 Die Wandelanleihe 2025 wurde im Band "Über 5 Jahre" berücksichtigt. Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente basierend auf Cashflows stellt sich wie folgt dar: scroll
Die vertragliche Gestaltung legt fest, ob die Vertragsparteien ihre Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten durch Netto- oder Bruttoausgleich zu erfüllen haben. WÄHRUNGSRISIKO UND WÄHRUNGSMANAGEMENT Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit von Deutsche Post DHL Group können Währungsrisiken aus bereits bilanzierten sowie aus geplanten zukünftigen Transaktionen entstehen: Bilanzielle Währungsrisiken entstehen aus der Bewertung und Erfüllung von bilanzierten Fremdwährungspositionen, wenn der Kurs am Bewertungsstichtag oder Erfüllungstag vom Einbuchungskurs abweicht. Die daraus resultierenden Fremdwährungsdifferenzen wirken sich unmittelbar auf das Ergebnis aus. Um diese Effekte weitestgehend zu reduzieren, werden alle wesentlichen bilanziellen Fremdwährungsrisiken im Konzern im Rahmen der Inhouse-Bank-Funktion der Deutsche Post AG zentralisiert. Die zentralisierten Fremdwährungsrisiken werden vom Corporate Treasury zu einer Nettoposition je Währung zusammengefasst und auf Basis von Value-at-Risk-Limits extern gesichert. Der währungsbezogene Value at Risk (95 %/ein Monat Haltedauer) für das Portfolio betrug zum Stichtag insgesamt 3 MIO € (Vorjahr: 5 MIO €) bei einem Limit von aktuell maximal 5 MIO €. Der Nominalwert der zur Steuerung bilanzieller Fremdwährungsrisiken eingesetzten Devisentermingeschäfte und -Swaps betrug zum Stichtag 2.980 MIO € (Vorjahr: 2.293 MIO €) bei einem Marktwert von -1 MIO € (Vorjahr: 23 MIO €). Auf eine Abbildung von Hedge Accounting wurde verzichtet. Die Derivate werden als Trading-Derivate (freistehende Derivate) bilanziert. Aus geplanten Fremdwährungstransaktionen entstehen Währungsrisiken, wenn die Abwicklung der zukünftigen Transaktionen zu Kursen erfolgt, die von den ursprünglichen Planungskursen abweichen. Auch diese Währungsrisiken werden im Corporate Treasury zentral erfasst. Die Sicherung der Währungsrisiken der geplanten oder fest kontrahierten Transaktionen erfolgt selektiv. Die jeweiligen Grundgeschäfte und Sicherungsderivate werden im Rahmen von Cashflow Hedge Accounting abgebildet, >Textziffer 42.3. Fremdwährungsrisiken entstehen auch aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzernwährung (Translationsrisiken). Am Bilanzstichtag waren keine Translationsrisiken gesichert. Zum Stichtag waren Devisentermingeschäfte und -Swaps mit einem Nominalwert von 3.377 MIO € (Vorjahr: 3.363 MIO €) ausstehend. Die Marktwerte beliefen sich auf 3 MIO € (Vorjahr: 23 MIO €). Von den zum 31. Dezember 2019 im Eigenkapital erfassten unrealisierten Ergebnissen aus währungsbezogenen Derivaten werden voraussichtlich 4 MIO € (Vorjahr: 2 MIO €) im Verlauf des folgenden Jahresergebniswirksam. IFRS 7 fordert eine quantitative Risikoindikation, die die Auswirkungen von Wechselkursänderungen am Bilanzstichtag auf die Gewinn- und-Verlust-Rechnung und das Eigenkapital darstellt. Dazu werden die im Bestand befindlichen Finanzinstrumente in fremder Währung im Rahmen einer Value-at-Risk-Berechnung (95 % Konfidenz/ein Monat Haltedauer) auf die Auswirkungen von Wechselkursänderungen untersucht. Es wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Folgende Annahmen werden der Sensitivitätsanalyse zugrunde gelegt: Originäre Fremdwährungsinstrumente von Konzerngesellschaften werden über die Inhouse-Bank der Deutsche Post AG gesichert. Die Deutsche Post AG fixiert monatlich die Währungskurse und garantiert diese den Gesellschaften. Änderungen der Währungskurse haben daher keinen Einfluss auf die Gewinn- und-Verlust-Rechnung und das Eigenkapital der Konzerngesellschaften. Können Konzerngesellschaften aus rechtlichen Gründen am Inhouse Banking nicht teilnehmen, werden deren Währungsrisiken aus originären Finanzinstrumenten durch Sicherungsderivate zu 100 % lokal gesichert. Sie haben damit keine Auswirkung auf die Risikoposition des Konzerns. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse für den währungsbezogenen Value at Risk: scroll
1 Aufgrund gegenseitiger Abhängigkeiten ist der Gesamtwert geringer als die Summe der einzelnen Werte. ZINSRISIKO UND ZINSMANAGEMENT Zum Stichtag waren keine Zinssicherungsgeschäfte zu bilanzieren. Der Anteil der Finanzschulden mit kurzfristiger Zinsbindung, >Textziffer 38, an den gesamten Finanzschulden beträgt zum Bilanzstichtag 19 % (Vorjahr: 17 %). Der Einfluss einer möglichen Zinsänderung auf die Finanzlage des Konzerns ist weiterhin unbedeutend. MARKTPREISRISIKO Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen wurden weitgehend über operative Maßnahmen an die Kunden weitergegeben, das gilt insbesondere für Preisschwankungen bei Kerosin und Schiffsdiesel. Da die entsprechenden Treibstoffzuschläge (Fuel Surcharges) erst mit einer Zeitverzögerung (ein bis zwei Monate) weitergegeben werden, können bei erheblichen kurzfristigen Treibstoffpreisveränderungen vorübergehende Ergebniseffekte entstehen. Verbleibende Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen werden in geringem Umfang mittels Dieselswaps und Schiffsdieselswaps gesichert. Der Einfluss von Marktpreisänderungen auf die Sicherungsderivate und damit auf das Ergebnis des Konzerns ist unbedeutend. KREDITRISIKO Kreditrisiken entstehen für den Konzern aus operativer Geschäftstätigkeit und aus Finanztransaktionen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht der Summe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte. Um das Kreditrisiko aus operativer Geschäftstätigkeit und Finanztransaktionen zu minimieren, werden Vertragspartnern individuelle Limits zugeordnet, deren Inanspruchnahme ständig überwacht wird. Eine Risikokonzentration besteht aufgrund der heterogenen Kundenstruktur nicht. Finanztransaktionen werden nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgewickelt. An den Bilanzstichtagen wird geprüft, ob aufgrund von Bonitätsänderungen eine Wertminderung der finanziellen Vermögenswerte und der positiven Marktwerte der Derivate notwendig ist. Zum 31. Dezember 2019 war dies bei keinem Kontrahenten der Fall. Das Kreditrisiko finanzieller Vermögenswerte aus der operativen Geschäftstätigkeit wird von den Divisionen gemanagt. Grundsätzlich sind finanzielle Vermögenswerte, hinsichtlich eines zu erwartenden Kreditverlustes zu untersuchen. Auf Basis des Expected-Credit-Loss-Modells (Wertminderungsmodell) ist eine entsprechende Vorsorge für den möglichen Kreditausfall zu antizipieren, >Textziffer 6. Das Wertminderungsmodell ist für lang- und kurzfristige Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und auf Leasingforderungen anzuwenden. Die Schuldinstrumente umfassen im Wesentlichen Deposits, gegebene Sicherheiten und Darlehen an Dritte. Die folgende Tabelle zeigt die Bruttowerte der finanziellen Vermögenswerte, für die das Wertminderungsmodell heranzuziehen ist: scroll
Die Cashflows der Schuldinstrumente wurden im Geschäftsjahr weder modifiziert, noch wurden Modelländerungen zur Ableitung von Risikoparametern durchgeführt. Die Inputparameter wurden nicht neu bewertet. Alle Schuldinstrumente und Leasingforderungen waren zum Bilanzstichtag in Stufe 1 zu erfassen, sie waren weder überfällig noch wertgemindert. Zum Stichtag gab es keine Anzeichen für eine schlechte Performance der Schuldinstrumente und Leasingforderungen. Eine Umgliederung innerhalb der Stufen erfolgte im Geschäftsjahr nicht. Aus Kundenbeziehungen bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.561 MIO € (Vorjahr: 8.247 MIO €), die innerhalb eines Jahres fällig sind. Sie werden primär mit der Zielsetzung gehalten, den Nominalwert der Forderungen zu vereinnahmen. Damit sind sie dem Geschäftsmodell "Halten zur Vereinnahmung vertraglicher Cashflows" zuzuordnen und zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die nachfolgende Tabelle gewährt einen Überblick über die Bandbreite der Ausfallraten, die im Konzern für das abgelaufene Geschäftsjahr zur Anwendung kamen: scroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist. Ein Indikator ist ein Zahlungsverzug von mehr als 360 Tagen. Im Geschäftsjahr 2019 bestanden Factoring-Vereinbarungen, auf deren Basis die Banken zum Ankauf bestehender und zukünftiger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verpflichtet waren. Die Ankaufsverpflichtungen der Banken erstreckten sich auf einen maximalen Forderungsbestand von 836 MIO €. Deutsche Post DHL Group kann frei entscheiden, ob und in welchem Umfang das revolvierende Nominalvolumen ausgenutzt wird. Die für den Abgang der Forderungen maßgeblichen Risiken betreffen das Kreditrisiko und das Risiko der verspäteten Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das Kreditrisiko stellt im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen dar und wird gegen Zahlung einer fixen Delkrederegebühr vollständig auf die Bank übertragen. Ein wesentliches Spätzahlungsrisiko besteht nicht. Die Forderungen wurden daher vollständig ausgebucht. Aus dem anhaltenden Engagement hat der Konzern Programmgebühren (Zinsen, Delkredere) in Höhe von 3 MIO € (Vorjahr: 2 MIO €) aufwandswirksam im Geschäftsjahr 2019 erfasst. Das Nominalvolumen der zum 31. Dezember 2019 verkauften Forderungen betrug 365 MIO €. 42.2 Sicherheiten scroll
Die Sicherheiten beziehen sich im Wesentlichen auf die sonstigen finanziellen Vermögenswerte. 42.3 Derivative Finanzinstrumente FAIR VALUE HEDGES Zum 31. Dezember 2019 bestanden wie im Vorjahr keine Fair Value Hedges. Aus der Auflösung von Zinsswaps ergaben sich zum Stichtag noch zu amortisierende Buchwertanpassungen in Höhe von 13 MIO € (Vorjahr: 21 MIO €), die in den kurzfristigen Finanzschulden (3 MIO €) und langfristigen Finanzschulden (10 MIO €) enthalten sind. Die Buchwertanpassungen werden über die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten bis 2022 mittels der Effektivzinsmethode amortisiert und reduzieren den zukünftigen Zinsaufwand. CASHFLOW HEDGES Cashflow-Risiken aus zukünftigen operativen Fremdwährungsumsätzen und -aufwendungen werden im Konzern mit Devisentermingeschäften und -Swaps abgesichert. Der Nominalwert dieser Devisentermingeschäfte und -Swaps belief sich zum Stichtag auf 396 MIO € (Vorjahr: 1.071 MIO €) bei einem Zeitwert von 4 MIO € (Vorjahr: 0 MIO €). Die gesicherten Grundgeschäfte werden bis 2024 Cashflow-wirksam. Die zum Stichtag im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste aus offenen Sicherungsgeschäften belaufen sich auf 4 MIO €. Ineffektivitäten waren nicht zu erfassen. Aufgrund der ergebniswirksamen Realisierung des Grundgeschäfts wurden aus Cashflow Hedges für Währungsrisiken im Geschäftsjah netto 6 MIO € realisierte Verluste im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Die folgende Tabelle zeigt die zum Stichtag offenen Netto-Sicherungspositionen in den Währungspaaren mit den höchsten Nettopositionen und deren gewichteten Sicherungskurs. scroll
Die Buchwerte der derivativen Vermögenswerte (5 MIO €) und der derivativen Verbindlichkeiten (-1 MIO €) im Rahmen des Cashflow Hedges führten nicht zu Ineffektivitäten aufgrund der relevanten Fair-Value-Änderungen innerhalb der Periode, da sich die Wertänderungen von Grundgeschäften (-5 MIO €) und Sicherungsgeschäften (5 MIO €) ausgeglichen haben. scroll
1 Ohne latente Steuern NET INVESTMENT HEDGES Fremdwährungsrisiken aus der Umrechnung von ausländischen Unternehmenseinheiten wurden 2019 nicht mehr abgesichert. Aus beendeten Net Investment Hedges stand zum Stichtag noch ein positiver Betrag von 25 MIO € in der Währungsumrechnungsrücklage. 42.4 Zusätzliche Angaben zu den im Konzern eingesetzten Finanzinstrumenten Im Konzern werden Finanzinstrumente analog zu den jeweiligen Bilanzposten klassifiziert. Die folgende Übersicht zeigt die Überleitung der Finanzinstrumente auf die Kategorien und deren Marktwerte am Bilanzstichtag: scroll
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1 Betrifft Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Leasing 2 Für die Angabe des beizulegenden Zeitwerts wird angenommen, dass dieser dem Buchwert entspricht (IFRS 7.29a). Für diese Finanzinstrumente entfällt die Levelangabe. 3 Die in den langfristigen Finanzschulden enthaltenen Anleihen der Deutsche Post AG und der Deutsche Post Finance B.V. werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Soweit erforderlich wurden für die aufgelösten Zinsswaps Buchwertanpassungen vorgenommen. Die Bilanzierung erfolgt damit weder vollständig zum Zeitwert noch zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Wandelanleihe der Deutsche Post AG, die im Dezember 2017 emittiert wurde, hatte am Stichtag einen Zeitwert von 1.024 MIO €. Der Zeitwert der Fremdkapitalkomponente betrug am Bilanzstichtag 990 MIO €. scroll
1 Betrifft Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Leasing 2 Für die Angabe des beizulegenden Zeitwerts wird angenommen, dass dieser dem Buchwert entspricht (IFRS 7.29a). Für diese Finanzinstrumente entfällt die Levelangabe. 3 Die in den langfristigen Finanzschulden enthaltenen Anleihen der Deutsche Post AG und der Deutsche Post Finance B.V. werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Soweit erforderlich wurden für die aufgelösten Zinsswaps Buchwertanpassungen vorgenommen. Die Bilanzierung erfolgt damit weder vollständig zum Zeitwert noch zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Wandelanleihe der Deutsche Post AG, die im Dezember 2017 emittiert wurde, hatte am Stichtag einen Zeitwert von 1.024 MIO €. Der Zeitwert der Fremdkapitalkomponente betrug am Bilanzstichtag 990 MIO €. scroll
1 Betrifft Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Leasing 2 Für die Angabe des beizulegenden Zeitwerts wird angenommen, dass dieser dem Buchwert entspricht (IFRS 7.29a). Für diese Finanzinstrumente entfällt die Levelangabe. 3 Die in den langfristigen Finanzschulden enthaltenen Anleihen der Deutsche Post AG und der Deutsche Post Finance B.V. werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Soweit erforderlich wurden für die aufgelösten Zinsswaps Buchwertanpassungen vorgenommen. Die Bilanzierung erfolgt damit weder vollständig zum Zeitwert noch zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Wandelanleihe der Deutsche Post AG, die im Dezember 2017 emittiert wurde, hatte am Stichtag einen Zeitwert von 1.024 MIO €. Der Zeitwert der Fremdkapitalkomponente betrug am Bilanzstichtag 990 MIO €. scroll
1 Betrifft Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Leasing 2 Für die Angabe des beizulegenden Zeitwerts wird angenommen, dass dieser dem Buchwert entspricht (IFRS 7.29a). Für diese Finanzinstrumente entfällt die Levelangabe. 3 Die in den langfristigen Finanzschulden enthaltenen Anleihen der Deutsche Post AG und der Deutsche Post Finance B.V. werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Soweit erforderlich wurden für die aufgelösten Zinsswaps Buchwertanpassungen vorgenommen. Die Bilanzierung erfolgt damit weder vollständig zum Zeitwert noch zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Wandelanleihe der Deutsche Post AG, die im Dezember 2017 emittiert wurde, hatte am Stichtag einen Zeitwert von 1.024 MIO €. Der Zeitwert der Fremdkapitalkomponente betrug am Bilanzstichtag 990 MIO €. Der Fair Value eines Finanzinstruments wird durch den Markt- bzw. Börsenpreis am Bilanzstichtag bestimmt, soweit ein liquider Markt (z. B. eine Wertpapierbörse) existiert. Lässt sich der Fair Value am aktiven Markt nicht ablesen, werden zur Bewertung notierte Marktpreise für ähnliche Instrumente oder anerkannte Bewertungsmodelle zur Ermittlung der Marktwerte herangezogen. Gemäß IFRS 13 sind die finanziellen Vermögenswerte dem jeweiligen Level der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen: Unter Level 1 werden zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Eigenkapitalinstrumente und Schuldinstrumente und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Schuldinstrumente ausgewiesen, deren beizulegende Zeitwerte sich am Markt auf Basis notierter Marktpreise ablesen lassen. Unter Level 2 fallen neben zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten auch Rohstoff-, Zins- und Fremdwährungsderivate. Die Marktwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Vermögenswerte werden unter anderem mittels der Multiplikatormethode ermittelt. Die Bestimmung der Marktwerte der Derivate erfolgt auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows unter Berücksichtigung von Terminkursen für Währungen, Zinsen und Rohstoffe (Marktvergleichverfahren). Dafür werden am Markt beobachtbare Preisnotierungen (Währungskurse, Zinsen und Rohstoffpreise) aus marktüblichen Informationsplattformen in das Treasury-Management-System importiert. Die Preisnotierungen spiegeln die tatsächlichen Transaktionen für ähnliche Instrumente am aktiven Markt wider. Alle wesentlichen Inputfaktoren für die Bewertung der Derivate sind am Markt beobachtbar. Level 3 enthält im Wesentlichen Marktwerte von Unternehmensbeteiligungen und Derivaten, die im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen stehen. Die Ermittlung der Fair Values erfolgt mittels anerkannter Bewertungsmodelle unter Berücksichtigung plausibler Annahmen. Im Geschäftsjahr ergaben sich aus Level 3 zugeordneten Finanzinstrumenten Auswirkungen auf das sonstige Ergebnis in Höhe von -20 MIO €. Weitere 2 MIO € wirkten sich als Ertrag in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aus. Im Geschäftsjahr 2019 wurden, wie auch im Vorjahr, keine Finanzinstrumente zwischen den Leveln transferiert. Die nachfolgende Tabelle dokumentiert die Nettoergebnisse der Kategorien der Finanzinstrumente: scroll
Die Nettoergebnisse berücksichtigen im Wesentlichen Effekte aus der Fair-Value-Bewertung, der Wertberichtigung und der Veräußerung der Finanzinstrumente. Dividenden und Zinsen werden bei den erfolgswirksam zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumenten nicht berücksichtigt. Erträge und Aufwendungen aus Zinsen und Aufwendungen aufgrund von Provisionsvereinbarungen, die sich auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente beziehen, werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung separat erfasst. In den folgenden Tabellen werden die bilanziellen Auswirkungen von Nettingvereinbarungen aufgrund von Master-Nettingvereinbarungen oder ähnlichen Verträgen auf die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag dargestellt: scroll
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1 Ohne M&A-Derivate Zur Sicherung von Cashflow- und Fair-Value-Risiken geht die Deutsche Post AG mit einer Vielzahl von Finanzdienstleistungsinstituten Finanztermingeschäfte ein. Diesen Verträgen liegt ein standardisierter Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte zugrunde. Aus dem Vertrag lässt sich ein bedingter Anspruch auf Verrechnung ableiten, der zu einem Bruttoausweis der Finanztermingeschäfte am Bilanzstichtag führt. Der bedingte Verrechnungsanspruch ist in den Tabellen dargestellt. Abrechnungsprozesse aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Postzustellung unterliegen dem Weltpostvertrag und dem Interconnect Remuneration Agreement Europa (IRAE-Vertrag). Die Vereinbarungen, insbesondere die Abrechnungsmodalitäten, sind für alle so genannten Public Postal Operators in den jeweils beschriebenen Vertragskonstellationen verbindlich. Importe und Exporte eines jeden Kalenderjahres zwischen den Vertragsparteien werden in einer Jahresrechnung zusammengefasst und sind bei der jährlichen Schlussrechnung saldiert darzustellen. Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen des Weltpostvertrags und des IRAE-Vertrags werden am Bilanzstichtag netto dargestellt. Daneben werden Finanzmittel saldiert ausgewiesen, wenn im gewöhnlichen Geschäftsverkehr ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung besteht. Die Tabellen zeigen die Forderungen und Verbindlichkeiten vor und nach Verrechnung. 43 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen scroll
Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen für den Konzern. Die sonstigen Eventualverbindlichkeiten beinhalten unter anderem eine mögliche Verpflichtung für Ausgleichszahlungen in den USA, die sich im Jahr 2014 im Wesentlichen durch geänderte Einschätzungen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen in den USA ergeben hatte, sowie weitere steuerliche Sachverhalte. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen wie das Bestellobligo für Investitionen in langfristige Vermögenswerte betragen 1.068 MIO € (Vorjahr: 1.366 MIO €). 44 Rechtsverfahren Viele Postdienstleistungen der Deutsche Post AG und ihrer Tochtergesellschaften unterliegen der sektorspezifischen Regulierung nach dem Postgesetz durch die Bundesnetzagentur. Als Regulierungsbehörde genehmigt oder überprüft diese Entgelte, gestaltet Bedingungen des Zugangs zu Teilleistungen und übt die besondere Missbrauchsaufsicht aus. Aus diesem allgemeinen Regulierungsrisiko können sich im Falle negativer Entscheidungen Umsatz- und Ergebniseinbußen ergeben. Risiken können sich unter anderem aus der verwaltungsgerichtlich anhängigen Klage eines Verbandes gegen die im Rahmen des so genannten Price-Cap-Verfahrens von der Bundesnetzagentur für die Jahre 2016 bis 2018 getroffene Preisgenehmigung ergeben. Die Klage ist in der ersten Instanz vom Verwaltungsgericht Köln mit Urteil vom 4. Dezember 2018 abgewiesen worden. Der Kläger hat dagegen Sprungrevision beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Nach Auffassung des Klägers ist die Entscheidung der Bundesnetzagentur aus verschiedenen Gründen rechtswidrig. Die Bundesnetzagentur und die Deutsche Post AG teilen die Auffassung des Klägers nicht. Die Bundesnetzagentur hat mit Beschluss vom 28. Juni 2016 festgestellt, dass die Entgelte für das Dialogpostprodukt "Impulspost" nicht den Entgeltmaßstäben des Postgesetzes gerecht werden und unverzüglich anzupassen sind (Anpassungsaufforderung). Nach Ansicht der Bundesnetzagentur deckten die Entgelte nicht die Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung und hatten wettbewerbsbehindernde Auswirkungen. Mit Beschluss vom 26. Juli 2016 hat die Bundesnetzagentur der Deutschen Post die Erhebung der Entgelte untersagt und die Entgelte für unwirksam erklärt (Untersagungsverfügung), da die Deutsche Post AG bis zu dem Zeitpunkt der Anpassungsaufforderung nicht gefolgt war. Die Deutsche Post AG teilt nicht die Rechtsauffassung der Bundesnetzagentur und hat gegen die Verfügungen der Behörde vor dem Verwaltungsgericht Köln Klage erhoben. Die Klagen wurden vom Verwaltungsgericht Köln zurückgewiesen. Soweit die Klage gegen die Anpassungsaufforderung abgewiesen wurde, hat die Deutsche Post AG Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster eingereicht. Seit dem 1. Juli 2010 sind infolge einer Neufassung der einschlägigen Steuerbefreiungsvorschrift nur noch bestimmte Universaldienstleistungen in Deutschland von der Mehrwertsteuer befreit, die nicht auf der Grundlage individuell ausgehandelter Vereinbarungen oder zu Sonderkonditionen (Rabatten etc.) erbracht werden. Die Deutsche Post AG und die Finanzverwaltung vertreten hinsichtlich der umsatzsteuerlichen Behandlung einzelner Produkte unterschiedliche Auffassungen. Zur Klärung dieser Fragen sind Verfahren der Deutsche Post AG beim zuständigen Finanzgericht anhängig, >Textziffer 43. Am 30. Juni 2014 erhielt DHL Express France von der französischen Wettbewerbsbehörde eine Beschwerdemitteilung über wettbewerbswidriges Verhalten in Bezug auf Treibstoffzuschläge und Preisfestsetzung im inländischen Expressgeschäft, einem Geschäft, das im Juni 2010 veräußert worden war. Die französische Wettbewerbsbehörde hat am 15. Dezember 2015 eine Entscheidung getroffen. Die Entscheidung, über DHL ein Bußgeld zu verhängen, wurde am 19. Juli 2018 vom Pariser Berufungsgericht bestätigt. DHL Express France hat bei der Cour de Cassation (oberstes Gericht) Rechtsmittel eingelegt. Mit Rücksicht auf die oben genannten laufenden oder angekündigten Rechtsverfahren werden keine weiteren Angaben zur bilanziellen Abbildung vorgenommen. 45 Anteilsbasierte Vergütung In die Bewertung der anteilsbasierten Vergütungssysteme für Führungskräfte fließen Annahmen zur Aktienkursentwicklung der Aktie der Deutsche Post AG sowie Annahmen zur Mitarbeiterfluktuation ein. Alle Annahmen werden quartalsweise überprüft. Der Personalaufwand wird entsprechend der im Erdienungszeitraum (Sperrfrist) erbrachten Gegenleistung zeitratierlich erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 112 MIO € als Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung erfasst, davon entfielen 50 MIO € auf Barausgleich sowie 62 MIO € auf den Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. 45.1 Anteilsorientiertes Vergütungssystem für Führungskräfte (Share Matching Scheme) Das anteilsorientierte Vergütungssystem für Führungskräfte (Share Matching Scheme) sieht vor, dass bestimmte Konzernführungskräfte einen Teil ihres variablen Gehalts für das Geschäftsjahr im Folgejahr in Aktien der Deutsche Post AG erhalten (so genannte Deferred Incentive Shares). Alle Konzernführungskräfte können individuell einen erhöhten Aktienanteil durch Umwandlung eines weiteren Teils des variablen Gehalts für das Geschäftsjahr bestimmen (so genannte Investment Shares). Nach Ablauf einer vierjährigen Haltefrist, in der die Führungskraft im Konzern beschäftigt sein muss, erhält sie nochmals die gleiche Anzahl an Aktien der Deutsche Post AG (so genannte Matching Shares). Zudem werden Annahmen bezüglich des Verhaltens der Führungskräfte zur weiteren Wandlung von Anteilen ihres Bonusanspruchs getroffen. Da es sich um ein jährlich aufgelegtes Programm der aktienorientierten Vergütung handelt, sind die jeweiligen Gewährungstage jeder Jahrestranche der 1. Januar (bis zum Jahr 2014) bzw. 1. Dezember (seit Geschäftsjahr 2015) des jeweiligen Jahres sowie der 1. April des Folgejahres. Während die Incentive und Matching Shares als anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente kategorisiert werden, handelt es sich bei den Investment Shares um zusammengesetzte Finanzinstrumente, bei denen die Schuld- und die Eigenkapitalkomponente grundsätzlich getrennt zu bewerten sind. Aufgrund der Bedingungen des Share Matching Scheme wird gemäß IFRS 2.37 ausschließlich der Schuldkomponente ein Wert zugewiesen. Damit werden die Investment Shares wie eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich behandelt. Im ersten Quartal 2019 wurde entschieden, für das Geschäftsjahr 2018 keinen variablen Gehaltsbestandteil für Führungskräfte (ohne Mitglieder des Vorstands) zu gewähren. Damit entfiel die Tranche 2018 des Share Matching Scheme. Als Ersatzprogramm wurde den Führungskräften ein freiwilliges Investment in Aktien der Deutsche Post AG gewährt. Dieses Investment konnte als Einzahlung oder in Form von im Depot befindlichen, frei verfügbaren Aktien der Deutsche Post AG erfolgen. Das Bereitstellungsdatum war der 1. Juli 2019. Von den Aufwendungen aus dem Share Matching Scheme entfielen 37 MIO € (Vorjahr: 37 MIO €) auf den Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. 25 MIO € betrafen den Barausgleich bei Investment Shares (Vorjahr: 27 MIO €), die zum 31. Dezember 2019 vollständig verfallbar waren. Weitere Angaben zur Bedienung und Gewährung finden sich unter den >Textziffer 32und 33. scroll
1 Vorläufiger, geschätzter Wert, wird am 1. April 2020 festgestellt 2 Erwartete Anzahl scroll
1 Vorläufiger, geschätzter Wert, wird am 1. April 2020 festgestellt 2 Erwartete Anzah 45.2 Long-Term-Incentive-Plan (LTIP 2006) für Vorstandsmitglieder Die Gesellschaft gewährt den Vorstandsmitgliedern seit dem Geschäftsjahr 2006 im Rahmen eines Long-Term-Incentive-Plans (LTIP) eine aktienkursbasierte, langfristig orientierte Barvergütung durch Ausgabe von Stock Appreciation Rights (SAR). Zur Teilnahme am LTIP müssen die Vorstandsmitglieder vor der Gewährung der jeweiligen Tranche ein Eigeninvestment in Höhe von 10 % des jährlichen Grundgehalts erbracht haben, vorrangig in Aktien. Die gewährten SAR können frühestens nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren ganz oder teilweise ausgeübt werden, wenn am Ende der Sperrfrist die absoluten bzw. relativen Erfolgsziele erreicht wurden. Die Ausübung muss innerhalb eines Zeitraums von weiteren zwei Jahren nach Ablauf der Sperrfrist erfolgen (Ausübungsfrist), anderenfalls verfallen nicht ausgeübte SAR. Um zu ermitteln, ob und wie viele der gewährten SAR ausübbar sind, werden vier aktienkursbezogene (absolute) und zwei auf einen Vergleichsindex bezogene (relative) Erfolgsziele gemessen. Im Rahmen der absoluten Erfolgsziele wird jeweils ein Sechstel der gewährten SAR erdient, wenn der Endkurs der Deutsche-Post-Aktie am Ende der Wartezeit mindestens 10, 15, 20 oder 25 % über dem Ausgabepreis liegt. Die beiden relativen Erfolgsziele sind an die Performance der Aktie im Verhältnis zur Performance des STOXX Europe 600 Index (SXXP; ISIN EU0009658202) gekoppelt. Sie sind erreicht, wenn die Wertentwicklung der Aktie der des Indexes entspricht bzw. ihn um mehr als 10 % überschreitet. Um die Wertentwicklung zu ermitteln, werden der Durchschnittskurs der Deutsche-Post-Aktie bzw. der Durchschnittsindexwert während eines Referenz- und eines Performancezeitraums miteinander verglichen. Beim Referenzzeitraum handelt es sich um die letzten 20 aufeinanderfolgenden Handelstage vor dem Ausgabetag. Der Performancezeitraum betrifft die letzten 60 Handelstage vor Ablauf der Sperrfrist. Der Durchschnittskurs (Endkurs) wird aus dem Durchschnitt der jeweiligen Schlusskurse der Deutsche-Post-Aktie im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG ermittelt. Werden zum Ablauf der Sperrfrist absolute oder relative Erfolgsziele nicht erreicht, verfallen die darauf entfallenden SAR ersatz- und entschädigungslos. Jedes ausgeübte SAR berechtigt das Vorstandsmitglied zum Barausgleich in Höhe der Differenz zwischen dem Durchschnitt der Schlusskurse der Deutsche-Post-Aktie während der letzten fünf Handelstage vor dem Ausübungstag und dem Ausübungspreis der SAR. scroll
1 Für den Gewährungsstichtag 1. November 2018 (John Gilbert) lag der Ausgabepreis bei 28,69 €, die Wartezeit endet am 31. Oktober 2022. Die Vorstandsmitglieder erhielten insgesamt 2.322.978 Stück SAR (Vorjahr: 1.191.840 Stück SAR) im Gesamtwert zum Ausgabezeitpunkt von 9,90 MIO € (Vorjahr: 5,43 MIO €). Mit einem stochastischen Simulationsmodell wird für die SAR aus dem LTIP 2006 ein Zeitwert ermittelt. Daraus ergab sich für das Geschäftsjahr 2019 ein Aufwand in Höhe von 26 MIO € (Vorjahr: 50 MIO € Ertrag) sowie zum Bilanzstichtag eine Rückstellung in Höhe von 23 MIO € (Vorjahr: 8 MIO €), die mit dem Auslaufen der letzten Tranche für die Führungskräfte im Juli 2019 vollständig auf die Vorstände entfällt (Vorjahr: 6 MIO €). Die Rückstellung für vom Vorstand ausübbare Rechte betrug zum Stichtag 17 MIO € (Vorjahr: 5 MIO €). Weitere Angaben zur aktienbasierten Vergütung der Vorstandsmitglieder finden sich unter >Textziffer 46.2. 45.3 SAR-Plan für Führungskräfte Von Juli 2006 bis August 2013 erhielten ausgewählte Führungskräfte in jährlichen Tranchen SAR aus dem SAR-Plan. Danach hatten die Führungskräfte die Möglichkeit, nach Erfüllung von anspruchsvollen Erfolgszielen (siehe Angaben zu LTIP 2006 für Vorstandsmitglieder) innerhalb eines festgelegten Zeitraums eine Barzahlung in Höhe der Differenz zwischen dem jeweiligen Kurs der Deutsche-Post-Aktie und dem jeweils festgelegten Ausgabepreis zu erhalten. Seit 2014 werden aus dem SAR-Plan keine SAR mehr an Führungskräfte ausgegeben. Die Ausübungsperiode der letzten SAR-Tranche 2013 ist am 31. Juli 2019 abgelaufen, sodass es keine Verpflichtungen mehr aus dem SAR-Plan für Führungskräfte gibt. Der Performance Share Plan für Führungskräfte (PSP) ersetzt den SAR-Plan. 45.4 Performance Share Plan für Führungskräfte Auf der Hauptversammlung vom 27. Mai 2014 wurde die Einführung des Performance Share Plans für Führungskräfte (PSP) beschlossen. Dieser Plan ersetzt das bisherige aktienorientierte Vergütungssystem für Führungskräfte (d.h. den SAR-Plan). Während es sich bei dem SAR-Plan um eine aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich handelte, werden im Rahmen des PSP am Ende der Wartezeit Aktien an die Teilnehmer gewährt. Auch beim PSP ist die Gewährung der Aktien am Ende der Wartezeit an die Erreichung anspruchsvoller Performanceziele geknüpft. Die Performanceziele des PSP sind identisch mit den Erfolgszielen des LTIP für Vorstandsmitglieder. Zum 1. September 2014 wurden erstmals Performance Share Units (PSUs) nach dem PSP an ausgewählte Führungskräfte ausgegeben. Eine Teilnahme der Vorstandsmitglieder am PSP ist nicht vorgesehen. Der Long-Term-Incentive-Plan (LTIP 2006) für Vorstandsmitglieder bleibt weiterhin bestehen. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 ist für den Plan insgesamt ein Betrag in Höhe von 25 MIO € (Vorjahr: 26 MIO €) der Kapitalrücklage und entsprechend dem Personalaufwand zugeführt worden. Die Bewertung des PSP erfolgt anhand finanzmathematischer Methoden auf der Grundlage von Optionspreismodellen (Fair-Value-Bewertung). Zukünftige Dividenden wurden mit einer moderat ansteigenden Dividendenauszahlung über den jeweiligen Bewertungszeitraum berücksichtigt. Die durchschnittliche Restlaufzeit der am 31. Dezember 2019 ausstehenden PSUs beträgt 27 Monate. scroll
46 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 46.1 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und der Bundesrepublik Deutschland Sämtliche nahestehenden Unternehmen, die vom Konzern beherrscht werden oder auf die vom Konzern ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, können der Anteilsbesitzliste, >Textziffer 51, entnommen werden. Die Deutsche Post AG unterhält vielfältige Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland (Bund) und zu anderen von der Bundesrepublik Deutschland kontrollierten Unternehmen. Der Bund ist Kunde der Deutsche Post AG und nimmt als solcher Dienste des Unternehmens in Anspruch. Die Geschäftsbeziehungen der Deutsche Post AG bestehen jeweils unmittelbar zu den einzelnen Behörden und sonstigen staatlichen Stellen als voneinander unabhängigen Einzelkunden; die diesen gegenüber erbrachten Leistungen sind jeweils nicht erheblich für die Gesamteinnahmen der Deutsche Post AG. BEZIEHUNGEN ZUR KFW Die KfW unterstützt den Bund bei der Fortsetzung der Privatisierung von Unternehmen wie der Deutsche Post AG oder der Deutsche Telekom AG. Im Jahre 1997 entwickelte die KfW zusammen mit dem Bund das so genannte Platzhaltermodell als Instrumentarium für Privatisierungen des Bundes. Nach diesem Modell verkauft der Bund ganz oder teilweise seine Beteiligungen an die KfW mit dem Ziel der vollständigen Privatisierung dieser staatlichen Unternehmen. Seit 1997 hat die KfW auf dieser Grundlage in mehreren Schritten Aktien der Deutsche Post AG vom Bund gekauft und verschiedene Kapitalmarkttransaktionen mit diesen Aktien durchgeführt. Der Anteil der KfW am Grundkapital der Deutsche Post AG beträgt aktuell 20,5 %. Die Deutsche Post AG gilt als assoziiertes Unternehmen des Bundes. BEZIEHUNGEN ZUR BUNDESANSTALT FÜR POST UND TELEKOMMUNIKATION (BANST PT) Die BAnst PT ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und steht unter Fach- und Rechtsaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Die Bundesanstalt führt die Sozialeinrichtungen wie die Postbeamtenkrankenkasse, das Erholungswerk, die Postbeamtenversorgungskasse (PVK), die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) und das Betreuungswerk für Deutsche Post AG, Deutsche Postbank AG, Deutsche Telekom AG weiter. Die Aufgaben werden auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen wahrgenommen. Im Jahr 2019 wurden der Deutsche Post AG für Leistungen der BAnst PT Abschlagszahlungen in Höhe von 137 MIO € (Vorjahr: 129 MIO €) in Rechnung gestellt. Weitere Angaben zur PVK und zur VAP finden sich unter >Textziffer 6bzw. 36. BEZIEHUNGEN ZUM BUNDESMINISTERIUM DER FINANZEN Zwischen dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) und der Deutsche Post AG wurde im Geschäftsjahr 2001 eine Vereinbarung getroffen, die die Modalitäten der Abführung der Einnahmen der Deutsche Post AG aus der Erhebung der Ausgleichszahlung nach den Gesetzen über den Abbau der Fehlsubventionierung im Wohnungswesen der Postwohnungsfürsorge regelt. Ein einmaliger Betrag wird jährlich an den Bund nach Prüfung abgeführt. Mit Vertrag vom 30. Januar 2004 hat die Deutsche Post AG mit dem BMF eine Vereinbarung bezüglich der Überleitung von Beamten zu Bundesbehörden getroffen. Danach werden Beamte mit dem Ziel der Versetzung für sechs Monate abgeordnet und bei Bewährung anschließend versetzt. Die Deutsche Post AG beteiligt sich nach vollzogener Versetzung durch Zahlung eines Pauschalbetrags an der Kostenbelastung des Bundes. Für das Jahr 2019 ergaben sich hieraus 57 Versetzungen (Vorjahr: 22) und 5 Abordnungen mit dem Ziel der Versetzung im Jahr 2020 (Vorjahr: 22). BEZIEHUNGEN ZUR BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT Mit Vertrag vom 12. Oktober 2009 hat die Deutsche Post AG mit der Bundesagentur für Arbeit einen Vertrag über die Versetzung von Beamtinnen und Beamten der Deutsche Post AG zur Bundesagentur für Arbeit geschlossen. Für das Jahr 2019 ergaben sich hieraus 3 Versetzungen (Vorjahr: 35). BEZIEHUNGEN ZUR DEUTSCHE BAHN AG UND ZU DEREN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN Die Deutsche Bahn AG ist ein 100 %iges Tochterunternehmen des Bundes. Durch dieses Beherrschungsverhältnis gilt die Deutsche Bahn AG als der Deutsche Post AG nahestehendes Unternehmen. Deutsche Post DHL Group unterhält mit dem Deutsche-Bahn-Konzern verschiedene Geschäftsbeziehungen, im Wesentlichen handelt es sich dabei um Transportleistungsverträge. BEZIEHUNGEN ZU PENSIONSFONDS Immobilien im rechtlichen Eigentum der Deutsche Post Pensions-Treuhand GmbH & Co. KG, der Deutsche Post Altersvorsorge Sicherung e.V. & Co. Objekt Gronau KG sowie der Deutsche Post Grundstücks-Vermietungsgesellschaft beta mbH Objekt Leipzig KG mit einem - als Planvermögen saldierungsfähigen - Zeitwert von 1.502 MIO € (Vorjahr: 1.424 MIO €) werden an die Deutsche Post Immobilien GmbH vermietet. Zum 31. Dezember 2019 bestanden aufgrund dieser Beziehungen Leasingverbindlichkeiten von 509 MIO € (Vorjahr: 493 MIO €). Die Deutsche Post Immobilien GmbH hat in 2019 in Höhe von 21 MIO € Leasingverbindlichkeiten getilgt sowie 17 MIO € an Zinsen gezahlt. Die Deutsche Post Pensions-Treuhand GmbH & Co. KG ist zu 100 % Eigentümerin der Deutsche Post Pensionsfonds AG. Weitere Angaben zu Pensionsfondseinrichtungen finden sich unter>Textziffer 6und 36. BEZIEHUNGEN ZU NICHT EINBEZOGENEN UNTERNEHMEN, NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTEN UNTERNEHMEN UND UNTERNEHMEN MIT GEMEINSCHAFTLICHER TÄTIGKEIT Außer mit den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht der Konzern unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit nicht einbezogenen Unternehmen, nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen und Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit, die als nahestehende Unternehmen des Konzerns gelten, in Beziehung. Im Geschäftsjahr 2019 wurden mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen Geschäfte getätigt, die zu folgenden Posten im Konzernabschluss geführt haben: scroll
1 Betreffen Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge 2 Betreffen Material- und Personalaufwand Die Deutsche Post AG hat Verpflichtungserklärungen für diese Gesellschaften in Höhe von 7 MIO € (Vorjahr: 8 MIO €) übernommen. Davon entfielen 2 MIO € (Vorjahr: 3 MIO €) auf nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen, 1 MIO € (Vorjahr: 1 MIO €) auf Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit sowie 4 MIO € (Vorjahr: 4 MIO €) auf nicht einbezogene Unternehmen. 46.2 Beziehungen zu nahestehenden Personen Gemäß IAS 24 berichtet der Konzern auch über Geschäftsvorfälle zwischen ihm und den ihm nahestehenden Personen bzw. deren Familienangehörigen. Als nahestehende Personen wurden Vorstand, Aufsichtsrat und deren Familienangehörige definiert. Im Geschäftsjahr 2019 lagen für diesen Personenkreis keine berichtspflichtigen Geschäftsvorfälle und Rechtsgeschäfte vor. Insbesondere wurden nahestehenden Personen von der Gesellschaft keine Kredite gewährt. Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und des Aufsichtsrats. Die aktiven Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet: scroll
1 Im Geschäftsjahr 2018 handelte es sich um einen Ertrag aus der Auflösung der SAR-Rückstellung aufgrund der damaligen Aktienkursentwicklung. Die beim Konzern beschäftigten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat erhalten außer den vorgenannten Leistungen für ihre Aufsichtsratstätigkeit noch reguläre Gehälter für ihre Tätigkeit im Unternehmen. Diese Gehälter richten sich nach der ausgeübten Funktion bzw. Tätigkeit im Unternehmen und sind ihrer Höhe nach angemessen. Als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird der aus den Pensionsrückstellungen für die aktiven Vorstandsmitglieder resultierende Dienstzeitaufwand (Service Cost) ausgewiesen. Die entsprechende Verpflichtung beträgt zum Stichtag 38 MIO € (Vorjahr: 41 MIO €). Die Angabe der aktienbasierten Vergütung bezieht sich auf den für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 erfassten Aufwand für die aktienbasierte Vergütung, weitere Angaben finden sich unter >Textziffer 45.2und 46.3. Der Aufwand wird in der folgenden Tabelle individualisiert dargestellt: scroll
1 Im Geschäftsjahr 2018 handelte es sich um einen Ertrag aus der Auflösung der SAR-Rückstellung aufgrund der damaligen Aktienkursentwicklung. 46.3 Vergütungsangaben nach HGB VERGÜTUNG DES VORSTANDS Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands belief sich im Geschäftsjahr 2019 insgesamt auf 13,6 MIO € (Vorjahr: 11,4 MIO €). Davon entfielen 8,2 MIO € (Vorjahr: 8,1 MIO €) auf erfolgsunabhängige Komponenten (Fixum und Nebenleistung) und 5,5 MIO € (Vorjahr: 3,3 MIO €) auf die ausgezahlte Jahreserfolgsvergütung als erfolgsbezogene Komponente. Weitere 2,9 MIO € (Vorjahr: 0,6 MIO €) der Jahreserfolgsvergütung wurden in die Mittelfristkomponente (Deferral) überführt. Die Vorstandsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr 2.322.978 Stück SAR (Vorjahr: 1.191.840 Stück), die zum Ausgabezeitpunkt einen Wert von 9,9 MIO € (Vorjahr: 5,4 MIO €) hatten. EHEMALIGE MITGLIEDER DES VORSTANDS Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene betrugen 6,3 MIO € (Vorjahr: 9,6 MIO €). Der nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Verpflichtungsumfang (DBO) für laufende Pensionen beläuft sich auf 100 MIO € (Vorjahr: 94 MIO €). VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS Im Geschäftsjahr 2019 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 2,6 MIO € (Vorjahr: 2,7 MIO €), davon entfielen wie im Vorjahr 2,4 MIO € auf das Fixum sowie 0,2 MIO € (Vorjahr: 0,3 MIO €) auf Sitzungsgelder. Weitere Angaben zur individualisierten Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Konzernlageberichts ist. AKTIENBESITZ DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Post AG halten am 31. Dezember 2019 Aktien der Gesellschaft im Umfang von weniger als 1 % des Grundkapitals der Gesellschaft. MELDEPFLICHTIGE TRANSAKTIONEN Die der Deutsche Post AG gemäß Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung gemeldeten Transaktionen von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern mit Wertpapieren der Gesellschaft sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter @dpdhl.com/de/investoren einsehbar. 47 Honorare des Abschlussprüfers Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Geschäftsjahr 2019 als Aufwand erfasste Honorar beträgt 10 MIO €. scroll
1 Gerundet unter 1 MIO € Die Kategorie "Abschlussprüfungsleistungen" umfasst die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung des Jahresabschlusses der Deutsche Post AG und ihrer deutschen Tochterunternehmen. Weiterhin werden hier die Honorare für die prüferische Durchsicht der Zwischenberichte, die prüferische Begleitung im Zusammenhang mit der Umsetzung der neuen Rechnungslegungsvorschriften und die Honorare für freiwillige Prüfungen, die über den gesetzlichen Prüfungsauftrag hinausgehen, wie Prüfungen des internen Kontrollsystems (IKS), gezeigt. Andere Bestätigungsleistungen betrafen insbesondere freiwillige Prüfungen von Finanzinformationen sowie Bescheinigungen zum internen Kontrollsystem. Bei den sonstigen Leistungen handelte es sich im Wesentlichen um Dienstleistungen im Rahmen der Weiterentwicklung der internen Kontrollsysteme außerhalb der Finanzorganisation. 48 Befreiungsvorschriften nach HGB und ausländischer lokaler Gesetzgebung Folgende deutsche Tochterunternehmen nehmen für das Geschäftsjahr 2019 die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB und gegebenenfalls des § 291 HGB in Anspruch:
Folgende Gesellschaften aus Großbritannien nehmen die Regelung zur Prüfungsbefreiung nach 479A Companies Act (Aktiengesetz) in Anspruch:
49 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Deutsche Post AG haben gemeinsam die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2019 abgegeben. Die Entsprechenserklärung ist im Internet unter dcgk.de und auf der Internetseite unter @dpdhl.com/de/investoren im Wortlaut abrufbar. 50 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und Sonstiges Seitdem die chinesische Regierung zu Anfang des Jahres 2020 Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eingesetzt hat, kam es in den darauffolgenden Wochen zu einer Abschwächung des Güter- und Warenverkehrs nicht nur von und nach China, sondern auch in anderen Ländern Asiens; mit Produktionseinschränkungen auch außerhalb Chinas ist zu rechnen. Im Konzern sind deutlichere Effekte für das Geschäftsfeld Global Forwarding und den Unternehmensbereich Express zu erkennen, deren Geschäft im grenzüberschreitenden Güterverkehr aktuell vor allem von und nach China beeinträchtigt ist. Die anderen Geschäftsfelder des Konzerns blieben bisher nur marginal betroffen. Die Auswirkungen auf das Jahresergebnis des Konzerns sind aktuell nicht konkret abzuschätzen. Bei einem längeren Anhalten oder einer Verschärfung der aktuellen Situation in den kommenden Monaten dürften die negativen Folgen jedoch überwiegen. Es wurde am 28. Februar 2020 beschlossen, dass sich der Konzern auf den Betrieb der aktuellen StreetScooter-Bestandsflotte konzentrieren wird. Mit dieser Neuausrichtung von StreetScooter werden im aktuellen Jahr außerhalb des Konzernkerngeschäftes Aufwendungen zwischen 300 MIO € und 400 MIO € erwartet, die neben dem Ergebnis aus dem laufenden StreetScooter-Betrieb im Wesentlichen aus Abschreibungen und Wertberichtigungen auf das Anlage- und Umlaufvermögen sowie Restrukturierungsaufwendungen bestehen. Weitere wesentliche berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor. 51 Anteilsbesitzliste scroll
IFRS Werte gemäß Einzelabschluss 1 Nur Teilkonzerndaten vorhanden 2 Angaben aus 2017 3 Angaben aus 2016 4 Nicht verfügbar 5 Ruhend 6 Angaben nach Gewinnabführung 7a Einbezug aufgrund von Stimmrechtsmehrheit 7b Einbezug aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen 7c Einbezug aufgrund sonst. vertraglicher Vereinbarungen 8 In Liquidation 9 Angaben nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften 10 Stimmrechte 11 Angaben aus 2015 12 Angaben aus 2018 13 Nicht einbezogen, weil sie keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben 14 Unbeschränkt haftender Gesellschafter ist die Deutsche Post AG oder ein anderes einbezogenes Tochterunternehmen, gemäß § 313 (2) Nr. 6 HGB 15 Strukturiertes Unternehmen Versicherung der Gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Lagebericht der Deutsche Post AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Bonn, 14. Februar 2020 Ergänzung von Konzernanhang und Konzernlagebericht um Angaben zu wesentlichen Ereignissen nach dem Abschlussstichtag: Diese Ereignisse nach dem Bilanzstichtag betreffen die Auswirkungen des Coronavirus auf die Ergebnisprognose 2020 sowie die Entscheidung, StreetScooter als einen Bestandsflottenbetreiber auszurichten.
Bonn, 9. März 2020 Deutsche Post AG Der Vorstand Dr. Frank Appel Ken Allen Oscar de Bok Melanie Kreis Dr. Tobias Meyer Dr. Thomas Ogilvie John Pearson Tim Scharwath Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Deutsche Post AG, Bonn Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Deutsche Post AG, Bonn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Deutsche Post AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1 Werthaltigkeit der Firmenwerte 1 Im Konzernabschluss der Deutsche Post AG werden unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" Firmenwerte in Höhe von € 11,3 MRD ausgewiesen, die damit rund 22 % der Bilanzsumme und 81 % des bilanziellen Eigenkapitals des Konzerns repräsentieren. Die Firmenwerte werden jährlich zum Bilanzstichtag oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest ("Impairment Test") unterzogen. Der Werthaltigkeitstest der Firmenwerte erfolgt anhand des erzielbaren Betrags ("Recoverable Amount"), der mittels eines Bewertungsmodells nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt wird. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet, weswegen dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung war. 2 Von der Angemessenheit der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir uns unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat der Gesellschaft gebilligten Drei-Jahresplanung sowie durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen überzeugt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten erzielbaren Betrags haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter einschließlich der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Costs of Capital") geprüft und das Berechnungsschema der Gesellschaft nachvollzogen. Aufgrund der materiellen Bedeutung der Firmenwerte sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung derselben auch von volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeit der Gesellschaft liegen, haben wir ergänzend eigene Sensitivitätsanalysen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringer Überdeckung (erzielbarer Betrag im Vergleich zum Buchwert) durchgeführt und festgestellt, dass die jeweiligen Firmenwerte ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse gedeckt sind. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind insgesamt nachvollziehbar. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Firmenwerten sind in Textziffer 21 des Anhangs enthalten. 2 Pensionsverpflichtungen und Planvermögen 1 Im Konzernabschluss der Deutsche Post AG werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" insgesamt € 5,1 MRD ausgewiesen. Die Nettopensionsrückstellungen von € 4,9 MRD (nach Berücksichtigung des aktivisch ausgewiesenen Pensionsvermögen von € 0,2 MRD) ergeben sich aus dem Barwert der Verpflichtungen in Höhe von € 18,6 MRD und dem hiermit saldierten und zum Zeitwert bewerteten Planvermögen von € 13,7 MRD. Die Bewertung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen erfolgt nach der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19. Dabei sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Rententrend sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Ferner ist der Abzinsungssatz zum Bilanzstichtag aus der Rendite hochwertiger, währungskongruenter Unternehmensanleihen mit vergleichbaren Laufzeiten abzuleiten. Änderungen dieser Bewertungsannahmen sind als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Aus veränderten Bewertungsparametern ergeben sich versicherungsmathematische Verluste von € 2,1 MRD. Diese Sachverhalte waren aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung, da die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens in einem hohen Maße auf den Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basiert. 2 Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf den Konzernabschluss haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze, insbesondere der Bewertungsparameter zur Berechnung der Pensionsrückstellungen, unter anderem anhand uns vorgelegter Gutachten und unter Einbezug der Fachkenntnisse unserer internen Spezialisten für Pensionsbewertungen beurteilt. Für die Prüfung der Zeitwerte des Planvermögens lagen uns insbesondere Bankbestätigungen, andere Vermögensnachweise und Immobilienbewertungsgutachten vor. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der betragsmäßig bedeutsamen Pensionsrückstellungen zu rechtfertigen. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind in Textziffer 36 des Anhangs enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. August 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seitdem die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2000 erstmals die Anforderungen als Unternehmen von öffentlichem Interesse i.S.d. § 319 a Abs. 1 Satz 1 HGB erfüllte als Konzernabschlussprüfer der Deutsche Post AG, Bonn, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Hinweis zur Nachtragsprüfung Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Konzernabschluss und geänderten Konzernlagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 14. Februar 2020 abgeschlossenen Prüfung, und unserer am 9. März 2020 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Ergänzung von Konzernanhang und Konzernlagebericht um Angaben zu wesentlichen Ereignissen nach dem Abschlussstichtag bezog. Diese Ereignisse nach dem Bilanzstichtag betreffen die Auswirkungen des Coronavirus auf die Ergebnisprognose 2020 sowie die Entscheidung, StreetScooter als einen Bestandsflottenbetreiber auszurichten. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Konzernanhang, Textziffer 50 "Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und Sonstiges", sowie im geänderten Konzernlagebericht, Abschnitte "Wirtschaftsbericht", "Prognosebericht" und "Chancen und Risiken", wird verwiesen. Verantwortliche Wirtschaftsprüferin Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Verena Heineke.
Düsseldorf, 14. Februar 2020 / begrenzt auf die PricewaterhouseCoopers GmbH Dietmar Prümm, Wirtschaftsprüfer Verena Heineke, Wirtschaftsprüferin Entsprechenserklärung 2019"Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Post AG erklären, dass allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der am 24. April/19. Mai 2017 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Fassung vom 7. Februar 2017 auch nach Abgabe der Entsprechenserklärung im Dezember 2018 entsprochen wurde und auch künftig allen Empfehlungen des Kodex in der am 24. April/19. Mai 2017 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Fassung vom 7. Februar 2017 entsprochen werden soll." Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der weltweite Logistikkonzern Deutsche Post DHL Group hat seinen Wachstumskurs im Jahr 2019 fortgesetzt. Alle operativen Unternehmensbereiche haben sich trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds positiv entwickelt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und überwacht, Personalentscheidungen auf Vorstandsebene getroffen, über die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Gestaltung der Unternehmenspolitik mit den Mitgliedern des Vorstands beraten und an den für das Unternehmen wesentlichen Entscheidungen mitgewirkt. Besonders bedeutend war die Strategie 2025, die nach umfassender Erörterung in den Gremien im Herbst 2019 verabschiedet wurde und die Grundlage für weiteren nachhaltigen Erfolg durch Konzentration auf die profitablen Kerngeschäfte und konsequente Digitalisierung bildet. Der Vorstand hat uns über die Geschäftsentwicklung, wesentliche Geschäftsvorfälle und seine Überlegungen hierzu laufend informiert. Auch Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität und den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit haben wir in den Ausschüssen und im Plenum intensiv erörtert. Darüber hinaus habe ich zwischen den Sitzungen regelmäßig Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden Frank Appel geführt. Stefan Schulte, Vorsitzender des Finanz- und Prüfungsausschusses, hat sich zu aktuellen Entwicklungen regelmäßig mit Melanie Kreis, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für das Ressort Finanzen, ausgetauscht. Mitglieder, die nicht an allen Sitzungen teilnehmen konnten, haben in der Regel durch Abgabe einer Stimmbotschaft an den Entscheidungen mitgewirkt. Insgesamt lag die Teilnahmequote mit 98 % im Berichtsjahr wieder auf einem sehr hohen Niveau, wie die folgende Tabelle individualisiert zeigt. scroll
Im Berichtsjahr fanden vier Sitzungen des Plenums und zwanzig der Ausschüsse statt. Die Mitglieder des Vorstands haben regelmäßig an den Plenumssitzungen teilgenommen und über die Geschäftsentwicklung in ihren Verantwortungsbereichen berichtet. An den Ausschusssitzungen haben der Vorstandsvorsitzende und die jeweils verantwortlichen Vorstandsmitglieder teilgenommen. Zu einzelnen Tagesordnungspunkten wurden auch Führungskräfte der ersten Ebene unterhalb des Vorstands und Vertreter des Abschlussprüfers hinzugezogen. Für das Geschäftsjahr 2020 werde ich zu Fragen, die in der Verantwortung des Aufsichtsrats liegen, Gespräche mit wichtigen Investoren und Stimmrechtsberatern führen. Wesentliche Themen der Plenumssitzungen In der Sitzung im März 2019 haben wir uns mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte und dem gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht befasst. Die Abschlüsse haben wir nach dem Bericht des Abschlussprüfers über die Ergebnisse seiner Prüfung auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses gebilligt. Dem Beschlussvorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns angeschlossen. Einwendungen gegen den nichtfinanziellen Bericht waren nach dem Ergebnis der Prüfung nicht zu erheben. Die Jahreserfolgsvergütung der aktiven Vorstandsmitglieder haben wir auf Grundlage der Zielerreichungsgrade und entsprechender Empfehlungen des Strategie- und Präsidialausschusses festgesetzt. Die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung 2019 einschließlich des Vorschlags für die Dividende haben wir ebenfalls in dieser Sitzung verabschiedet. Zudem beriefen wir Tobias Meyer ab 1. April 2019 für zunächst drei Jahre in den Vorstand und übertrugen ihm die Verantwortung für das Ressort Post & Paket Deutschland. Im Juni haben wir uns mit dem Ausscheiden von John Gilbert aus dem Vorstand befasst und Oscar de Bok zu seinem Nachfolger bestellt. Das Mandat und den Anstellungsvertrag von Tim Scharwath haben wir bis 2025 verlängert. Die Konzernstrategie und die Entwicklung von StreetScooter waren weitere Gegenstände der Sitzung. Nach Vorbefassung im Juni haben wir uns im September intensiv mit der Strategie 2025 befasst und gemeinsam mit dem Vorstand die wesentlichen Schwerpunkte in den Unternehmensbereichen erörtert. Das Mandat und den Anstellungsvertrag von Thomas Ogilvie haben wir bis 2025 verlängert und die Zielerreichung mit Blick auf die strategischen Ziele der LTI-Tranche 2019 für alle Mitglieder des Vorstands beschlossen. Im Zusammenhang mit der Sitzung und Klausurtagung im September fand unser jährlicher Directors' Day statt. Interne und externe Referenten haben zu aktuellen Themen und Entwicklungen vorgetragen und standen für Fragen und Erörterungen zur Verfügung. In der letzten Aufsichtsratssitzung des Jahres im Dezember haben wir dem Konzerngeschäftsplan für 2020 zugestimmt, die Ziele für die variable Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020 festgelegt und beschlossen, erneut eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung abzugeben. Wesentliche Themen der Ausschusssitzungen Die sechs Ausschüsse des Aufsichtsrats bereiten die Entscheidungen des Plenums vor. Wenige Angelegenheiten sind ihnen zur abschließenden Entscheidung übertragen, so die Zustimmung zu Nebentätigkeiten der Vorstandsmitglieder und zu Immobilientransaktionen. Die Vorsitzenden unterrichten das Plenum umfassend über die Arbeit in den Ausschüssen. Wie die Ausschüsse zusammengesetzt sind, zeigen wir in der Erklärung zur Unternehmensführung, Seite 82 ff. Der Präsidialausschuss hat viermal getagt und sich vor allem mit Vorstandsangelegenheiten und der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen befasst. Der Personalausschuss kam ebenfalls zu vier Sitzungen zusammen und behandelte schwerpunktmäßig die Themen Personalentwicklung, Förderung von Frauen in Führungspositionen sowie die Weiterentwicklung der konzernweiten Initiativen im Personalbereich. Der Finanz- und Prüfungsausschuss trat zu sieben Sitzungen zusammen. Er befasste sich mit den Abschlüssen und den Lageberichten für die Gesellschaft und den Konzern. Er hat die Quartalsfinanzberichte und den Halbjahresfinanzbericht nach prüferischer Durchsicht vor Veröffentlichung gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer erörtert. Ferner hat er den Prüfungsauftrag an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer erteilt und den Prüfungsschwerpunkt bestimmt. Darüber hinaus hat sich der Ausschuss mehrfach mit der Ausschreibung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 befasst und den Prozess intensiv begleitet. Gegenstand der Sitzungen waren auch die vom Abschlussprüfer erbrachten Nicht-Prüfungsleistungen, der Rechnungslegungsprozess, das Risikomanagement und die Feststellungen der internen Revision. Über die Compliance und die Weiterentwicklung von Compliance-Organisation und -Management ließ sich der Ausschuss ausführlich vom Chief Compliance Officer berichten. Der Strategieausschuss tagte viermal und befasste sich vor allem mit der strategischen Position der Geschäftsbereiche in ihrem jeweiligen Marktumfeld, der Umsetzung der Strategie 2020 und der Strategie 2025. Besondere Schwerpunkte bildeten auch die Fortschritte der digitalen Transformation des Unternehmens sowie regelmäßige Status-Updates einzelner Unternehmensbereiche. Der Nominierungsausschuss hat einmal getagt. Im Dezember hat er dem Aufsichtsrat empfohlen, Lawrence Rosen der Hauptversammlung zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Der Vermittlungsausschuss hat im Berichtsjahr nicht getagt. Veränderungen im Aufsichtsrat Auf Seiten der Anteilseignervertreter ist Henning Kagermann mit Ablauf der Hauptversammlung 2019 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Er hat den Aufsichtsrat mit seiner Erfahrung und hohem Engagement mehr als zehn Jahre unterstützt und den Vorstand vor allem im Bereich Digitalisierung und Technologie mit großer Weitsicht beraten. Die Hauptversammlung 2019 hat Heinrich Hiesinger neu in den Aufsichtsrat gewählt. Er ergänzt als international erfahrener Manager mit besonderer Expertise rund um Fragen der Strategie, Innovation und Digitalisierung das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats. Eine Übersicht der aktuellen Mitglieder des Aufsichtsrats finden Sie auf Seite 79. Veränderungen im Vorstand Zum 1. Januar 2019 hat Ken Allen die Verantwortung für den neu geschaffenen Unternehmensbereich eCommerce Solutions übernommen. John Pearson, zunächst für drei Jahre in den Vorstand bestellt, trat seine Nachfolge für den Unternehmensbereich Express an. Tobias Meyer hat am 1. April 2019 zunächst ebenfalls für drei Jahre die Verantwortung für den Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland übernommen. Zum 30. September 2019 hat John Gilbert sein Vorstandsmandat aus persönlichen Gründen niedergelegt. Die Leitung des Unternehmensbereichs Supply Chain haben wir Oscar de Bok übertragen und auch ihn für zunächst drei Jahre zum Mitglied des Vorstands bestellt; er war zuvor Chief Executive Officer von DHL Supply Chain Mainland Europe, Middle East and Africa. Umgang mit Interessenkonflikten Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens aus oder stehen zu diesen in einer persönlichen Beziehung. Interessenkonflikte einzelner Mitglieder wurden dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtsjahr nicht angezeigt. Gesellschaft entspricht allen Kodex-Empfehlungen Vorstand und Aufsichtsrat haben im Dezember eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Hier können auch die Erklärungen der vergangenen Jahre eingesehen werden. Die Gesellschaft hat auch nach Abgabe der Entsprechenserklärung im Dezember 2018 allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der am 24. April/19. Mai 2017 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Fassung vom 7. Februar 2017 entsprochen und beschlossen, es auch künftig zu tun. Die Anregungen der Regierungskommission haben wir ebenfalls umgesetzt - mit Ausnahme der Übertragung der gesamten Hauptversammlung im Internet. In der Erklärung zur Unternehmensführung (S. 82 ff.) finden Sie weitere Informationen zur Corporate Governance des Unternehmens. Jahres- und Konzernabschluss 2019 geprüft Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Düsseldorf, hat den Jahres- und Konzernabschluss einschließlich des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2019 geprüft und uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Auch die prüferische Durchsicht der Quartalsfinanzberichte und des Halbjahresfinanzberichts sowie die im Auftrag des Finanz- und Prüfungsausschusses erfolgte Prüfung des nichtfinanziellen Berichts wurde von PwC ohne Beanstandungen abgeschlossen. Auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung den Jahres- und Konzernabschluss einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands, den zusammengefassten Lagebericht und den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr 2019 behandelt und eingehend mit dem Vorstand erörtert. Die Abschlussprüfer haben über die Ergebnisse ihrer Prüfung im Finanz- und Prüfungsausschuss sowie im Plenum berichtet und standen für Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Ausschussempfehlung folgend hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen und den Jahres- sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts und des Gewinnverwendungsvorschlags durch den Aufsichtsrat und den Finanz- und Prüfungsausschuss waren keine Einwendungen zu erheben. Entsprechendes gilt für die Prüfung des zusammengefassten nichtfinanziellen Berichts. Dem Vorschlag des Vorstands hinsichtlich der Gewinnverwendung und der Zahlung einer Dividende von 1,25 € je Aktie haben wir uns angeschlossen. Wir danken den Mitgliedern des Vorstands und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihren engagierten und erfolgreichen Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr.
Bonn, 9. März 2020 Der Aufsichtsrat Dr. Nikolaus von Bomhard, Aufsichtsratsvorsitzender Der Konzernabschluss zum 31.12.2019 wurde am 09.032020 gebilligt. |
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