INTENSE
AG
Würzburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
Lagebericht
1. Grundlagen des Unternehmens
Die INTENSE AG ist ein Beratungsunternehmen mit Sitz in
Würzburg und besteht seit 1999. Das
Geschäftsmodell der INTENSE AG besteht in der Beratung
von Kunden zur Konzeption, Planung, Umsetzung, Wartung/
Weiterentwicklung und Migration von IT-Systemen (mit Fokus
auf SAP-basierten Anwendungen und Anwendungen für die
Cloud). Zudem sind strategische, fachliche und
organisatorische Fragestellungen der Kunden im Fokus der
Unterstützung. Die Beratungsleistungen werden nach
Aufwand oder im Rahmen von Festpreisprojekten abgerechnet.
Zusätzlich werden Beratungserfahrungen und
Eigenentwicklungen in sogenannten SAP AddOns gebündelt
und zum Kauf angeboten. Darüber hinaus werden
cloudbasierte Analyse-Anwendungen entwickelt, zum einen um
energieintensive Fertigungsbetriebe bei der Optimierung des
Ressourceneinsatzes zu unterstützen, zum anderen um
Cloud-basierte Migrationen für verschiedenste Quell-
und Zielsysteme weitgehend automatisiert
durchzuführen.
Die Kernbranche der INTENSE AG ist, mit über 80%
Umsatzanteil, die Energiewirtschaft. Das Kundenportfolio
erstreckt sich von kleineren Stadtwerken bis hin zu
Energiekonzernen. Diese sind zum größten Teil in
Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum ansässig.
Weitere Zielbranchen sind die Automobilindustrie und die
Fertigungsindustrie.
Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Schnitt 74,25
Berater:innen, 21,0 Interne und 3,5 sonstige
Mitarbeiter:innen beschäftigt. Neben dem Hauptsitz
Würzburg und den Niederlassungen in Köln und
Saarbrücken wurde Anfang 2021 ein weiterer Standort in
Leipzig eröffnet.
Die Aktien der INTENSE AG befanden sich bis zum
31.12.2021 zu 100% und zu gleichen Teilen im Besitz von
drei GmbHs. Der Vorstand der INTENSE AG setzt sich
vollständig aus den Allein-Gesellschaftern dieser drei
Gesellschaften zusammen. Am 31.12.2021 hat die M3
Management Consulting GmbH rund 25,1% Anteile an der
INTENSE AG erworben. Der Anteil der übrigen drei GmbHs
AG reduzierte sich dadurch jeweils auf gerundet 24,97%, die
Besetzung des Vorstands der INTENSE AG veränderte sich
nicht.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische
Rahmenbedingungen
Allgemein
Das Jahr 2021 war für die deutsche Wirtschaft
weiterhin geprägt durch die Auswirkungen der
COVID-19-Pandemie. Dies spiegelt sich auch in den
wirtschaftlichen Kennzahlen wider. Dennoch ist das
preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der
Bundesrepublik Deutschland basierend auf Analysen des
statistischen Bundesamts im vergangenen Jahr um 2,7% im
Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Laut dem statistischen Bundesamt erholte sich der
Außenhandel in 2021 von dem starken Rückgang im
Vorjahr. Somit konnten preisbereinigt 9,4% mehr Waren und
Dienstleistungen exportiert werden. Die privaten
Konsumausgaben stabilisierten sich auf dem niedrigen Niveau
aus dem Vorjahr, die staatlichen Konsumausgaben hingegen
stiegen um weiter 3,4 % nach bereits hohen Ausgaben im Jahr
2021 aufgrund der Pandemiebekämpfung.
Trotz des weiterhin schwierigen Umfeldes hat sich der
Arbeitsmarkt in 2021 robust gezeigt. Die Zahl der
Erwerbstätigen ist in Deutschland mit insgesamt 44,9
Millionen nahezu auf Vorjahresniveau geblieben. Es gab
jedoch Verschiebungen aus Handel und Gastgewerbe in andere
Wirtschaftsbereiche.
Im Jahresdurchschnitt 2021 erhöhten sich die
Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2020
deutlich um 3,1%. Somit hatten wir die höchste
Inflationsrate seit 1993. Vor allem im zweiten Halbjahr
stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahr um zum Teil
mehr als 5%. Diese Entwicklung setzt sich auch aktuell in
2022 weiter fort.
Energiewirtschaft
Durch den hohen Kundenanteil von Unternehmen der
Energiewirtschaft muss die INTENSE AG auf die Entwicklungen
in diesem Branchensegment in besonderem Maße
eingehen.
Im Vergleich zu anderen Branchen waren die
Auswirkungen durch die Corona-Pandemie auf den
Energiesektor moderat. Zwar gingen sowohl Strom- als auch
Gaskonsum durch Industrie und Handel deutlich zurück,
dies konnte jedoch durch erhöhten Bedarf des
Privatbereichs zum Teil ausgeglichen werden. Dadurch
konnten die wirtschaftlichen Folgen in dieser Branche
vergleichsweise gut aufgefangen werden.
Aktuell steht die Energiewirtschaft vor großen
Herausforderungen. Die Energiepreise sind in 2021 mit 10,4%
noch deutlicher gestiegen als die restlichen
Verbraucherpreise und nicht zuletzt durch den aktuellen
Krieg in der Ukraine verschärft sich diese Entwicklung
in 2022 weiter. Die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen
sind daher aktuell nur sehr schwer absehbar.
Darüber hinaus wird die Energiewirtschaft in
Zukunft weiterhin sowohl durch die Energiewende (als
Reaktion auf den Atomausstieg, den geplanten Kohleausstieg
sowie der geplanten Unabhängigkeit von fossilen
Energieträgern) als auch durch die zunehmenden
Digitalisierungsanforderungen - vom Gesetzgeber sowie vom
Endkunden - geprägt. Dies führt zu weitreichenden
Veränderungen in der Aufstellung am Markt, den
Geschäftsmodellen der Unternehmen als auch in der
technologischen Entwicklung. Intelligente Messsysteme im
Stromsektor (Digitalisierung der Energiewende) und
veränderte Berechnungsgrundlagen der Gasabrechnung
sind hier bekannte Beispiele. Zudem ist das Thema
Sektorkopplung (also die energietechnische und
energiewirtschaftliche Verknüpfung von Strom,
Wärme, Mobilität und industriellen Prozessen
sowie deren Infrastrukturen) ein wichtiges Thema in der
Branche und somit auch für die INTENSE AG strategisch
relevant.
Wirtschaftlich geht die Energiebranche weiterhin
durch eine Phase, die geprägt ist von hohem
Investitionsbedarf und strukturellen Veränderungen,
auch in den IT-Systemlandschaften und den Betriebsmodellen.
Der in allen Bereichen der Wirtschaft gestiegene Bedarf an
Digitalisierung der Geschäfts- und
Kommunikationsprozesse wird die Nachfrage nach
Unterstützung im Bereich IT voraussichtlich deutlich
erhöhen.
2.2. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2021 konnten, im Vergleich zum
Vorjahr, folgende Erträge erwirtschaftet werden (in
T€):
Die Umsatzerlöse in 2021 betrugen 16.514 T€
und liegen somit 945 T€ unter dem Vorjahreswert.
Verantwortlich hierfür ist hauptsächlich der von
externen Partnerunternehmen erwirtschaftete Umsatz, der von
ca. 6.900 T€ auf ca. 4.300 T€ gesunken ist. Da
jedoch die entgegenstehenden Kosten für die
Partnerunternehmen im Materialaufwand analog um ca. 2.600
T€ gesunken sind, hat dies keine negativen
Auswirkungen auf das Jahresergebnis, es konnte sogar die
Marge der mit Partnerunternehmen erwirtschafteten
Umsätze gesteigert werden.
Der Umsatz durch internen Berater:innen und Produkte
konnte von ca. 10.500 T€ auf ca. 12.200 T€
ausgebaut werden. Hier zeigt sich das weitere Wachstum
sowie die Steigerung des durchschnittlichen Tagessatzes.
Das Wachstum des Personalbestandes führt ebenso zu
einer Erhöhung der Personalkosten um ca. 1.385
T€.
In 2021 konnten die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen leicht auf 2.068 T€ gesenkt werden.
Aufgrund der gestiegenen Umsätze sowie den gesunkenen
Kosten konnte eine Steigerung des Jahresergebnisses nach
Steuern auf 875 T€ erreicht werden konnte.
2.3. Finanzlage
Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr
leicht von ca. 43% auf ca. 46% gestiegen. Das gezeichnete
Kapital, die gesetzlichen Rücklagen sowie die
Gewinnrücklagen haben sich zum Vorjahr hierbei nicht
verändert. Der Bilanzgewinn ist jedoch um ca. 325
T€ gestiegen. Dies hat die Eigenkapitalquote positiv
beeinflusst.
Zum 31.12.2021 bestanden keine Verbindlichkeiten
gegenüber Banken. Das verfügbare Bankguthaben
konnte zum Stichtag leicht auf ca. 730 T€ erhöht
werden.
Die Sicherung der Liquidität bestand in 2021 aus
einer Kontokorrent-Linie in einer maximalen Höhe von
750 T€ und wurde nur in wenigen Fällen
kurzfristig zur Bedienung von Verbindlichkeiten genutzt.
2.4. Vermögenslage
Die Vermögenslage stellt sich, im Vergleich zum
Vorjahr, folgendermaßen dar (in T€):
Aufgrund unseres Geschäftsmodells ist das
Anlagevermögen der INTENSE AG
erwartungsgemäß niedrig und liegt mit rund 528
T€ bei ca. 12% der Bilanzsumme. Im Vergleich zum
Vorjahr ist hier jedoch ein Anstieg zu erkennen. Dies
resultiert aus dem Rückkauf der Namensrechte der
INTENSE AG.
Das Umlaufvermögen stellt mit rund 3.604 T€
den Großteil der Bilanzsumme dar. Die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sind hiervon mit 2.686 T€
der größte Anteil. Der Bilanzposten
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten liegt mit 730
T€ leicht über dem Vorjahreswert von 614 T€.
Im Passiva resultiert die gestiegene Bilanzsumme zum
einen aus dem höheren Eigenkapital, zum anderen aus
den gestiegenen Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten
sind hingegen um 185 T€ gesunken. Die Bilanzsumme
insgesamt ist dadurch um 432 T€ auf 4.296 T€
gestiegen.
2.5. Gesamtaussage zur Lage des
Unternehmens
Beurteilung des Geschäftsverlaufs und Lage der
Gesellschaft
Das Jahr 2021 stand im Zeichen einer
Professionalisierung in den bestehenden Handlungsfeldern
und weiterhin einem deutlichen Mitarbeiteraufbau. Die
Entwicklung eigener Software-Produkte im Kontext der
Energiebranche sowie eines Cloud-basierten
Migrationswerkzeugs wurden kontinuierlich ausgebaut und
kamen vermehrt in Kundenkontexten zum Einsatz.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Umsetzung der
neuen Cluster-Organisation gelegt, um den Anforderungen an
eine innovative, effektive und selbstlernende Organisation
gerecht zu werden.
In 2021 wurde ein weiterer deutlicher
Mitarbeiterzuwachs erreicht, der sich sowohl im Umsatz als
auch in den gestiegenen Personalkosten widerspiegelt.
Die Ausgaben für Lizenz- und
Markenrechtsgebühren sowie Vertriebsprovisionen
konnten durch den gewachsenen Umsatz gut kompensiert
werden. Durch den Kauf der Markenrechten in 2021 und die
Veränderung der Vertriebsstrategie werden sich diese
Kosten in 2022 sehr deutlich reduzieren. Trotz der
schwierigen Rahmenbedingungen im Kontext der
COVID-19-Pandemie im Verlauf des Geschäftsjahres
konnte der Beratungs- und Produktumsatz durch eine gute
Auslastung im gesamten Jahresverlauf gesteigert werden. Der
Umsatz der internen Berater:innen stieg dabei in 2021
insgesamt um ca. 1.700 T€. Wie oben bereits
erwähnt ist ein Großteil hiervon durch den
Personalaufbau begründet. Darüber hinaus hat sich
die Erhöhung des durchschnittlichen Tagessatzes
positiv ausgewirkt.
Durch die genannten Effekte ist die wirtschaftliche
Lage und die Vermögenssituation (ohne nennenswerte
Verbindlichkeiten) der INTENSE AG als stabil zu betrachten.
Zudem werden alle Aktivitäten der weiteren Entwicklung
und strategischen Ausrichtung gebündelt unter der
Vision: INTENSE AG ist führender Anbieter von
SAP-basierten Effizienzlösungen. Diese Vision wird
zunehmend zum Markenzeichen der INTENSE AG am Markt mit
hohem Wiedererkennungswert.
Einschätzung der zukünftigen Entwicklung
Im Veränderungsdruck auf die Energiebranche und
in der deutlich gestiegenen Nachfrage nach
Digitalisierungslösungen liegen für die INTENSE
AG ein hohes Potential für den Ausbau der
Beratungsaktivitäten und den Produktumsätzen, da
sowohl organisatorische Umstrukturierungen, Anpassungen der
IT-Systeme als auch Digitalisierung der Prozesse mit diesen
Veränderungen notwendig werden. Zudem ist geplant, in
2022 mit der Lizensierung und dem Verkauf von
Produktlizenzen, Migrationsunterstützung sowie neuen
Beratungsansätzen zusätzliche Umsatzoptionen zu
realisieren. Auch der Ausbau von Partnerschaften mit
Unternehmen, mit denen gemeinsam mehr Projektgeschäfts
möglich ist, wird weiter vorangebracht. Hierbei
besteht auch die Möglichkeit, die
Geschäftstätigkeit in weitere Branchen und
Kompetenzbereiche auszuweiten. Die Beteiligung der M3
Management Consulting GmbH ist hierfür ein sehr gutes
Beispiel. Auf Basis der neuen Kooperation erweitert sich
der ganzheitliche Utility-Beratungsansatz deutlich. Das
Ziel ist eine Bündelung der Kompetenzen der
beteiligten Unternehmen, um gemeinsam ihren Kunden ein
vollständiges Beratungs- und Lösungsportfolio von
der Strategie bis zur Umsetzung der Digitalisierung in
spezifischen Märkten zu bieten. Die
Eigenständigkeit der Unternehmen bleibt erhalten.
Aufgrund hoher Komplexität von Fachlichkeit und
Prozessen und insbesondere in der IT-technischen Abbildung
der Anforderungen der Digitalisierung sehen wir gute
Chancen die INTENSE AG zu positionieren und den Marktanteil
weiter auszubauen. In 2021 wurden weitere neue Ansätze
identifiziert, um mit innovativen Themen und Produkten das
Geschäft der INTENSE AG in 2022 und darüber
hinaus nachhaltig weiterzuentwickeln und auszubauen.
3. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des
Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
4.1. Prognosebericht
Auf Basis der gesetzlich vorgeschriebenen Umsetzung der
Digitalisierung und der Sektorkopplung in der
Energiebranche sowie der laufenden Novellierung des EEG und
den daraus resultierenden Anforderungen an die Branche geht
der Vorstand davon aus, dass die Branche weiterhin
umfangreich in entsprechende Umsetzungsthemen investieren
wird. Noch nicht bewertbar sind die langfristigen
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie insbesondere auf die
Energiebranche, hier werden die Unternehmen ggf. die
Priorisierung bei der Umsetzung von IT-Themen
verändern. Auch der im Februar 2022 ausgebrochene
Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen
gegen Russland mit Auswirkungen auf die Beschaffung von
fossilen Energieträgern wird die Energieversorger
intensiv beschäftigen. Inwieweit sich dadurch kurz-
und mittelfristige Investitionen verändern, ist nicht
abzuschätzen.
Die INTENSE AG wird über die Beratungs- und
Umsetzungsthemen hinaus die Bereiche Steigerung der
Energieeffizienz und Umsetzung von Cloud-Architekturen
weiter ausbauen. Ziel ist es, über Eigenentwicklungen
und Kooperationen mit Partnern diese Themen inhaltlich
auszubauen, mit weiteren (Neu-)Kunden umzusetzen und die
Ergebnisse als SAP-AddOns oder eigenständige Produkte
mit entsprechenden Einführungs- und
Beratungsleistungen zu verkaufen. Der Vorstand erwartet
hier (auch aufgrund regulatorischer Anforderungen) im
laufenden Jahr eine weiter ansteigende Nachfrage, die auch
zu einer hohen Auslastung der Berater:innen der INTENSE AG
führen wird. Für 2022 ist geplant, das Produkt-
und Lizenzgeschäft weiter auszubauen und weitere
Module fertig zu stellen. Hier sei erwähnt, dass in
diesem Kontext in 2021 ein umfangreiches Forschungsprojekt
genehmigt wurde, in dem aktuell weitere innovative
Lösungen untersucht und entwickelt werden.
In 2022 und darüber hinaus wird die INTENSE AG
weiterhin für Bestands- sowie Neukunden Projekte zur
Umsetzung der Digitalisierung in der Energiebranche
durchführen und die Service-Angebote für den
Betrieb und die Migration von Cloud-Systemen anbieten. Die
in der Branche zu beobachtenden Neuausrichtungen hin zu
innovativen digitalen Geschäftsmodellen werden wir mit
unserer Methoden- und Technologiekompetenz intensiv
unterstützen, genauso wie die Umstellung bestehender
Anwendungslandschaften auf neue Produktversionen (speziell
SAP S/4).
Für das Jahr 2022 wird erwartet, dass sich
Technologien und Themen wie Cloudlösungen, IoT, neue
Abrechnungsprozesse oder der Einsatz von S/4 weiter
durchsetzen. Daraus wird sich die Nachfrage unserer Kunden
nach geeigneten Lösungen, Umstellungsprojekten und
Migrationskompetenz weiter erhöhen.
Die Beratungsleistungen der INTENSE AG sind in weiten
Teilen auch auf andere Branchen übertragbar.
Insbesondere im Bereich Digitalisierung, Umstellung von
Betriebsmodellen (Cloud-Anwendungen) und Migrationen sind
wir schon heute in der Lage, auch in anderen Branchen aktiv
zu werden. Diese Option wird sich insbesondere über
die Partnerschaft mit der M3 Management Consulting GmbH und
intensiven Vertriebsaktivitäten in 2022 verstärkt
ergeben.
Die Anzahl der Mitarbeiter:innen soll auch in 2022
für den Beratungs- und Entwicklungsbedarf in den
bestehenden und neuen Themen gesteigert werden. Ziel ist
es, 2022 den Mitarbeiterstamm weiter deutlich auszubauen.
Hierbei stehen sowohl Berufsneueinsteiger:innen als auch
erfahrene Berater:innen und Entwickler:innen im Fokus der
Recruiting-Aktivitäten.
Zudem sind umfangreiche interne Maßnahmen der
Personalentwicklung, der Organisationsentwicklung und der
Flexibilisierung des Arbeitsalltags umgesetzt worden, um
die Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen zu sichern und zu
steigern und die Marke INTENSE AG am Bewerbermarkt
attraktiv aufzustellen.
Für 2022 wird ein Umsatz mit eigenen Ressourcen
und Produkten von 14.000 T€ geplant. Insgesamt ist ein
Umsatz von 18.000 T€ vorgesehen. Die darin enthaltene
Höhe des Umsatzes der Partnerunternehmen von 4.000
T€ ist jedoch nur schwer abschätzbar, hat aber
auch nur marginalen Einfluss auf das Jahresergebnis der
INTENSE AG. Da in den letzten Jahren immer erfolgreicher
eigenes Personal eingesetzt werden konnte, wurde der
geplante Umsatz der Partnerunternehmen weiter reduziert.
Die INTENSE AG strebt durch Beraterausbildung,
Besetzung innovativer und digitaler Themen sowie der
Weiterentwicklung und Vermarktung eigener Lösungen
eine Festigung der Position als eines der führenden
Beratungshäusern im Energiemarkt in Deutschland an,
zudem sollen weitere Branchen von der Kompetenz der INTENSE
AG und ihren Lösungen profitieren können. Wir
rechnen darum mit einem Betriebsergebnis vor Steuern in
einer Größenordnung von 1.873 T€. Die
beiden Steuerungsgrößen operativer Cashflow und
Zahlungsmittelbestand werden sich in 2022 korrespondierend
hierzu entwickeln.
4.2. Risiko- und Chancenbericht
Die Gesellschaft ist im Projektgeschäft bekannten
aber beherrschbaren operativen Risiken ausgesetzt. Dazu
gehören besonders auch Einflüsse wie die
wirtschaftliche Gesamtsituation in der Branche
(Änderung gesetzlicher Rahmenbedingungen,
konjunkturelle Rahmenbedingungen, Mergers oder
Akquisitionen der Versorgungsunternehmen) sowie die
Konkurrenzsituation mit anderen Beratungshäusern. Wie
bereits erwähnt können die Auswirkungen der
COVID-19-Pandemie und des Ukraine-Kriegs auf das
Projektgeschäft und die Priorisierung der Kunden nicht
genau vorhergesagt werden.
Darüber hinaus kann das Auslaufen eines
bestehenden Rahmenvertrags kurzfristig zu einem deutlich
reduzierten Absatz führen. Aus diesem Grund werden -
im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagements -
kontinuierlich Risikopotenziale identifiziert, bewertet und
durch geeignete Maßnahmen gesteuert und
überwacht. Vor diesem Hintergrund wird von einer
ausreichenden Absicherung der INTENSE in Bezug auf die
operativen Risiken aus dem Projektgeschäft
ausgegangen.
Das Projektgeschäft ist inhärenten
Erfüllungsrisiken ausgesetzt, die von Unsicherheiten
zum Zeitpunkt der Angebotslegung bis hin zu
vertragskonformen Projektdurchführung reichen
können. Zum Management dieser Risiken bestehen
geschäftsspezifische Projektmanagement-Richtlinien und
interne Richtlinien. Diese Richtlinien und Prozesse werden
im Rahmen der erfolgreichen Zertifizierung zu ISO 9001:2015
sichergestellt. Projekte mit besonderen Risikoindikatoren
werden in einem speziellen Projekt-Reporting erfasst und
unterliegen regelmäßigen Reviews durch das
Controlling und Risikomanagement. In diesem Zusammenhang
werden mittelfristig keine wesentlichen Risiken für
die Geschäftsentwicklung gesehen.
Bedingt durch stetig steigende Anforderungen im Markt
für Energieversorgung und zunehmende Diversifizierung
der Geschäftsmodelle, Produkte, Kundensegmente und
Absatzchancen, nimmt auch der Bedarf an Beratungsleistungen
zu. Insbesondere durch die eingeschränkte
Verfügbarkeit von geeigneten Mitarbeiter:innen am
Arbeitsmarkt ist das Potential für
Beratungsunternehmen als hoch einzuschätzen,
gleichwohl sich die INTENSE AG hier in einem stark
umkämpften Bewerbermarkt bewegt. Dabei verfügt
die INTENSE AG über Know-how, Projekte zu steuern und
zum Erfolg zu führen, als auch die Unternehmensleitung
des Kunden bei der Entwicklung und strategischen
Ausrichtung des Geschäfts zu unterstützen. Das
fachliche und technische Know-how ist dabei strategisch
breit aufgestellt. Dabei werden kontinuierlich intern viel
Zeit und Ressourcen in die Weitergabe, den Ausbau und die
Vertiefung unserer Kompetenzen investiert. Dieses Know-how
verschafft der INTENSE einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Zusätzlich ist es mit Hilfe der AddOns und
Produkte möglich, das technische und fachliche
Know-how über die Beratungsleistung hinaus verkaufen
zu können bzw. weiteres Potential zu
erschließen.
Die INTENSE AG erscheint somit im Markt gut
aufgestellt und adäquat gerüstet, um im
Wettbewerb zu bestehen.
5. Risikoberichterstattung in Bezug auf die
Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten
zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten
und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen
solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die
absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige
Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten
Zahlungsfristen gezahlt.
Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die
Gesellschaft überwiegend über Kreditlinien
verschiedener Banken.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der
Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs
gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management
der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine
konservative Risikopolitik.
Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird
generell ein Liquiditätsplan erstellt, der einen
Überblick über die Geldaus- und -eingänge
vermittelt und ein Forecast der Liquiditätsentwicklung
ermöglicht.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall-
und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden
entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur
Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen
über ein adäquates Debitorenmanagement.
Darüber hinaus wird vor dem Aufbau neuer
Geschäftsbeziehungen stets die Bonität der Kunden
überprüft.
6. Bericht über Zweigniederlassung
Die INTENSE AG hat neben dem Hauptsitz in Würzburg
drei weitere Standorte in Köln, Saarbrücken und
Leipzig. Dem Hauptsitz sind zum 01.03.2022 insgesamt 62
Mitarbeiter:innen zugeordnet. Diese setzen sich
folgendermaßen zusammen:
- 1 Vorstand
- 42 Berater:innen und Manager:innen
- 5 Entwickler:innen
- 7 interne Mitarbeiter:innen
- 1 Aushilfe
- 6 Werksstudent:innen/ Praktikant:innen
Dem Standort Köln sind insgesamt 26
Mitarbeiter:innen mit folgender Zusammensetzung zugeordnet:
- 1 Vorstand
- 22 Berater:innen und Manager:innen
- 1 Entwickler:innen
- 1 interne Mitarbeiterin
- 1 Werksstudent/ Praktikant
Dem Standort Saarbrücken sind insgesamt 13
Mitarbeiter:innen mit folgender Zusammensetzung zugeordnet:
- 1 Vorstand
- 8 Berater:innen und Manager:innen
- 2 Entwickler:innen
- 2 interne Mitarbeiterinnen
Dem Standort Leipzig sind insgesamt 9
Mitarbeiter:innen mit folgender Zusammensetzung zugeordnet:
- 8 Berater:innen und Manager:innen
- 1 Werksstudent/ Praktikant
Die Zuordnung der Berater:innen und Manager:innen hat
im Wesentlichen organisatorische Gründe, da diese
Mitarbeiter:innen den größten Teil ihrer
Arbeitszeit bei Kunden oder im HomeOffice tätig sind.
Handelsbilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer mittelgroßen
Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264 und 267
Abs. 1 HGB auf.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021
der INTENSE AG wurde nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften
des AktG-Gesetzes in den jeweils gültigen Fassungen
aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Angaben der Zahlen des Jahresabschlusses erfolgt
in Euro (EUR) oder Tausend Euro (TEUR).
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und
Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können,
sind insgesamt im Anhang aufgeführt.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hat die
Gesellschaft von den größenabhängigen
Erleichterungen der §§ 267, 276 und 288 HGB
Gebrauch gemacht.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
Firmenname laut Registergericht: INTENSE
AG
Firmensitz laut Registergericht: Würzburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Würzburg
Register-Nr.: HRB 6792
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021
wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und
Bewertungsvorschriften des Dritten Buches des HGB
aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das
Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller
erkennbaren Risiken bewertet.
Die
liquiden Mittel wurden zum Nominalwert bewertet.
Für Ausgaben, die Aufwendungen für
Folgejahre darstellen, wurden
aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.
Die
aktiven latenten Steuern basieren auf
Bewertungsdifferenzen zu den steuerlichen Ansätzen aus
der Auslagerung einer Pensionszusage sowie auf Unterschiede
bei der Bewertung von Personalrückstellungen.
Das
gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum
Nennbetrag angesetzt.
Die
Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern.
Die
sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei
wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der
Ansatz erfolgte mit dem Betrag, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der
Verbindlichkeiten erforderlich ist.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Grundlagen für die Umrechnung von
Fremdwährungsposten in Euro
Der Jahresabschluss enthält auf fremde
Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet
wurden.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder
Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am
Bilanzstichtag bewertet.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der
Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn
des Geschäftsjahres: TEUR 439,3
Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des
Geschäftsjahres: TEUR 415,8
Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit
Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe
des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:
Von den kumulierten Abschreibungen entfallen TEUR 0
auf die Abgänge des Geschäftsjahres.
Angaben über die Gattung der Aktien
Das Grundkapital ist eingeteilt in Stück 50.004
auf den Namen lautende Stückaktien mit einem auf die
einzelne Aktie entfallenden anteiligen Nennbetrag des
Grundkapitals von je EUR 1,00. Die Aktien können nur
mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Die
Zustimmung erteilt der Vorstand. Über die Erteilung
der Zustimmung entscheidet die Hauptversammlung nach freiem
Ermessen. Die Angabe von Gründen über die
Entscheidung der Hauptversammlung kann nicht verlangt
werden.
Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser
Ergebnisverwendung
Bei Aufstellung der Bilanz unter
Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung
wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 4.443,20
einbezogen.
Ausschüttungssperre
Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der
Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt
65.780,00 EUR
Betroffen ist ausschließlich die Aktivierung
von latenten Steuern.
Unterlassene Rückstellungsbildung für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Zu einer in Vorjahren ausgelagerten
Pensionsverpflichtung hat der externe
Versorgungsträger über eine ausreichende
Bedeckung des erforderlichen Barwertes zum Bilanzstichtag
informiert. Die Überprüfung der
Rückstellungsbildung für eine eventuelle
mittelbare Verpflichtung in Verbindung mit Artikel 28 Abs.
1 EGHGB entfällt damit zum Bilanzstichtag.
Angaben und Erläuterungen zu
Rückstellungen
Im Posten sonstige Rückstellungen sind in nicht
unerheblichem Umfang personalbezogene Rückstellungen
in Höhe von TEUR 716,5 enthalten.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit >
5 Jahre und der Sicherungsrechte
Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten
mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten,
die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
sind, beträgt 0 EUR.
Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEUR 1.241,1
(Vorjahr: TEUR 1.425,9).
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Es bestehen Bankbürgschaften in Höhe von
TEUR 54,2 als Sicherheit für Mietkautionen. Weitere
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestanden
nicht.
Es bestehen Zahlungsverpflichtungen aus
Mietverträgen für das Jahr 2022 i.H.v.
TEUR 237,6. Die Laufzeiten der Mietverträge
betragen für Köln bis 31.07.2024, für
Würzburg bis 30.09.2024, für Saarbrücken bis
31.01.2023 und für den im November 2020
abgeschlossenen Mietvertrag für Leipzig vom 01.03.2021
bis 28.02.2026. Damit umfasst die finanzielle Verpflichtung
mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr
TEUR 439,1.
Des Weiteren bestehen Zahlungsverpflichtungen aus
Leasingverträgen für Firmenwägen und
-fahrräder für 2022 i.H.v. TEUR 205,2. Die
finanzielle Verpflichtung, mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt daraus
TEUR 114,6.
Zudem bestehen finanzielle Verpflichtungen aus
Leasingverträgen für EDV-Server in Höhe von
TEUR 25,2 für 2022 und mit einer Restlaufzeit von
über einem Jahr in Höhe von TEUR 4,7.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von
außergewöhnlicher Größenordnung
oder
außergewöhnlicher Bedeutung
Bei den Erträgen von
außergewöhnlicher Größenordnung oder
außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in
Betrag und Art im Einzelnen um: Forschungszuschüsse in
Höhe von TEUR 161,1.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Namen der Mitglieder des Vorstands und des
Aufsichtsrats
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Der Vorstand Herr Nils Jensen war bis zum 21.12.2021
(Eintragung Handelsregister) auch Vorsitzender des
Vorstandes. Durch Satzungsänderung vom 15.12.2021
wurde die Vertretungsregelung neu gefasst.
Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr
folgende Personen an:
Herr Trayser und Herr Schrader legten ihr Mandat als
Aufsichtsratsmitglied zum 31.12.2021 nieder.
Dem Aufsichtsrat gehören danach aktuell folgende
Personen an:
Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des
Aufsichtsrats
Auf Grund der gleichen Vergütungshöhe aller
Vorstände wird von der Schutzklausel nach § 286
Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Für die Aufsichtsratsvergütung wird
ebenfalls von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB
Gebrauch gemacht.
Vorgänge von besonderer Bedeutung
Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine
weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher
Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung
des Unternehmens führen könnten.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit
den Aktionären die folgende Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresüberschuss beträgt
874.083,22 EUR.
Einschließlich des zu berücksichtigenden
Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von
878.526,42 EUR, der zu verwenden ist.
Zur Ausschüttung ist ein Betrag von
876.000,00 EUR vorgesehen.
Auf neue Rechnung werden 2.526,42 EUR
vorgetragen.
Durch die vorgeschlagenen Gewinnausschüttung
verbleiben der Gesellschaft frei verfügbare
Rücklagen nebst dem Gewinnvortrag in einer Höhe,
die den Betrag der Ausschüttungssperre nach § 268
Abs. 8 HGB aus der Aktivierung aktiver latenter Steuern
übersteigen.
Über die Gewinnverwendung entscheidet
endgültig die Hauptversammlung
Unterschrift der Vorstände
Würzburg, den
27.04.2022
Nils
Jensen
Michael
Heinze
Kai
Vogel
Bericht des Aufsichtsrats
Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung
Im Berichtsjahr 2021 hat sich der Aufsichtsrat (AR)
der INTENSE AG mit der weiteren Entwicklung des
Unternehmens befasst. Der AR ist dabei den ihm, nach Gesetz
und Satzung, obliegenden Aufgaben nachgekommen. Der AR hat
seine Beratungsaufgaben, als auch die Überwachung
gemäß § 111 AktG, wahrgenommen. Im Rahmen
der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens,
informierte der Vorstand in den AR Sitzungen über die
Umsetzung der getroffenen strategischen Ausrichtung.
Die grundsätzliche strategische Ausrichtung hat
sich als tragfähig bewiesen, nur die Umsetzung der
angestrebten Kundenlösungen IRES im Rahmen von SAP
Produktentwicklung mit anschließendem Produktverkauf
und Wartungsgeschäft ist nicht im geplanten Umfang
erfolgt. Diese Strategie hat bisher nur mit dem Kunden
Gerolsteiner Wasser und Sandler funktioniert und konnte
noch nicht wie geplant zu einer weiteren Säule des
Geschäfts werden. Mit verschiedenen
Forschungsprojekten, einer Migrationslösung als
Produkt und neuen IRES-Produktideen ist hier aber weiterhin
das Ziel, Produktentwicklung als wichtigen
Geschäftsbereich der INTENSE AG zu etablieren.
Vertrieblich wurde diese Kapazitätslücke mit den
neuen Partnern und Beratungsgeschäft zum Thema
PowerCloud kompensiert. Dennoch freut sich der AR über
den personellen Zuwachs, welche die Wachstumsstrategie
stützt.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat auch
regelmäßig informiert über das Vorhaben,
Anteile der INTENSE AG an die m3 management consulting GmbH
zu veräußern. Dieses Vorhaben ist zum Stichtag
31.12.2021, mit der Veräußerung von 25,1% der
INTENSE-Aktien an die m3 management consulting GmbH,
erfolgreich abgeschlossen worden.
Weiterhin hat der Aufsichtsrat sich im
Geschäftsjahr 2021 durch Berichte des Vorstands, gem.
§ 90 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1-4, Satz 3 AktG,
regelmäßig über die Tätigkeit des
Vorstands und die Situation der Gesellschaft informiert.
Dies fand hauptsächlich im Rahmen der
Aufsichtsratssitzungen statt und wurde bei Bedarf durch
schriftliche und mündliche Berichte ergänzt. So
hat der Vorstand den Aufsichtsrat kontinuierlich, zeitnah
(monatliche Telefonkonferenzen) und umfänglich
über Fragen der Unternehmens-, Finanz-,
Liquiditätsplanung und der aktuellen
Geschäftsentwicklung, der Marktlage, des Controlling
Berichtes, der strategischen Vorhaben und der Risikolage
unterrichtet. Der Vorstand ist somit seiner
Informationspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat in
ausreichendem Maße nachgekommen.
Der Aufsichtsrat hat sich von der
Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und
Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung
überzeugt.
Folgende wichtige Beschlüsse wurden u. a. vom
Aufsichtsrat mit dem Vorstand erörtert und dann
gebilligt:
- Zustimmung des AR zu den Zielen des Vorstandes
2021
- Feststellung des Jahresabschlusses und
Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr
2020
- Zustimmung zu der Planung 2022
- Zielerreichung des Vorstandes im Jahr 2021
- Beschluss bzgl. der Bestellung eines
Wirtschaftsprüfers (WP) zur Prüfung des
Jahresabschlusses 2021
Jahresabschluss 2021
Die PKS Stahl & Partner mbB Würzburg hat den
Jahresabschluss zum 31.12.2021, im Auftrag des Vorstandes,
nach HGB-Grundsätzen erstellt. Parallel hierzu hat der
Aufsichtsrat in 2021 noch die Bestellung des
Wirtschaftsprüfers Hr. Ralf Spiesmacher vollzogen.
Diese Prüfung ist gem. Aktiengesetz notwendig, da ein
Umsatz über zwei Jahre hinweg über 10 Mio. €
erzielt wurde und über 50 Mitarbeiter seit 2014 im
Unternehmen beschäftigt waren.
Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses 2021
und der entsprechenden Lageberichte, sowie nach eingehender
Aussprache mit dem Vorstand, hat der Aufsichtsrat der
INTENSE AG dem in der Aufsichtsratssitzung vom 27.04.2022
zugestimmt. Prüfungs- und Erörterungsgegenstand
waren sowohl die Rechtmäßigkeit als auch die
Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und
Wirtschaftlichkeit der Abschlüsse. Auch der Bericht
und die Feststellungen des Steuerberaters wurden auf
Übereinstimmung mit den bestehenden gesetzlichen
Anforderungen geprüft und mit dem Vorstand besprochen.
Es bestehen keine Zweifel an der Richtigkeit der vom
Steuerberater vorgelegten Ergebnisse, so dass der
Aufsichtsrat nach der abschließenden Prüfung
keine Einwendungen hat. Die Prüfung des WP Hr. Ralf
Spiesmacher ist ebenfalls ohne Befund, so dass dieser
ebenfalls dem Beschluss des AR zur Entlastung des
Vorstandes beigefügt wird.
Die Liquidität des Unternehmens hat sich in 2021
weiter stabilisiert und es konnte trotz hoher laufender
Zahlungen ohne die Inanspruchnahme von Krediten gearbeitet
werden. Die Gefahr einer Insolvenzverschleppung bestand zu
keinem Zeitpunkt und wurde durch das etablierte Controlling
bestens gemanagt.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 27.04.2022
den Jahresabschluss gebilligt. Damit ist der
Jahresabschluss festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den
Mitarbeitern für ihre erfolgreiche Arbeit im Jahr 2021
und freut sich auf die Fortsetzung im Jahr 2022.
Würzburg,
27.04.2022
Der
Aufsichtsrat
Dr.
Gerd Spiesmacher
(AR Vorsitzender)
Einladung / TO Hauptversammlung
Beschluss zur Gewinnverwendung aus dem
Geschäftsjahr 2021 während der Hauptversammlung
vom 27. April 2022
Der durch den Aufsichtsrat festgestellte
Jahresabschluss 2021 liegt vor. Der Bilanzgewinn
beträgt, einschließlich des
Jahresüberschusses 2021 in Höhe von
874.083,22€ sowie dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in
Höhe von 4.443,20€, insgesamt 878.526,42€.
Die Hauptversammlung beschließt die Gewinnverwendung
mit 50.004 Stimmen bei 0 Gegenstimmen und keiner Enthaltung
folgendermaßen:
o Gewinnausschüttung in Höhe von
insgesamt 876.000,00€ in drei Teilen an die drei
Aktionäre aus dem Jahre 2021:
· Quadrat-M GmbH: 292.000,00€
· J-Quadrat GmbH: 292.000,00€
· Asstela GmbH: 292.000,00€
o Vortrag auf neue Rechnung 2.526,42€.
Der Vorsitzende stellt fest, dass der Beschluss mit
der notwendigen Mehrheit gefasst wurde. Dieser Beschluss
ist unter Verzicht auf alle durch Gesetz und
Gesellschaftsvertrag vorgeschriebenen Formen und Fristen
für die Einberufung getroffen worden.
Würzburg, den
27.04.2022
Aufsichtsratsvorsitzender
INTENSE AG
Herr
Dr. Gerd Spiesmacher
Aktionärin
M3 Management Consulting GmbH,
vertreten
durch Herrn Michael Dusch
Aktionärin
Quadrat-M GmbH,
vertreten
durch Herrn Michael Heinze
Aktionärin
J-Quadrat GmbH,
vertreten
durch Herrn Nils Jensen
Aktionärin
Asstela GmbH,
vertreten
durch Herrn Kai Vogel
sonstige Berichtsbestandteile
Würzburg, den
27.04.2022
gez.
Nils
Jensen
Kai
Vogel
Michael
Heinze
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 27.04.2022 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
An die INTENSE AG, Würzburg:
Ich habe den Jahresabschluss der INTENSE AG,
Würzburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember
2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INTENSE
AG, Würzburg, für das Geschäftsjahr vom 01.
Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und
Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie
ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.
Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Meine
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften
und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen
erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir
erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für meine
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu
ermöglichen, der frei von
wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig,
anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür
verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem
nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist,
und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen
wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den
bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in
Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften
entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie
einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche
falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder
Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifiziere und beurteile ich die
Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder
unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für meine
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass
wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher
als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinne ich ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen,
die unter den gegebenen Umständen angemessen sind,
jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur
Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteile ich die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
· ziehe ich Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit
Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame
Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
können. Falls ich zu dem Schluss kommen, dass
eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum meines
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können
jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteile ich die Gesamtdarstellung,
den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrundeliegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteile ich den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
· führe ich Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehe ich dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden
Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Ich erörtere mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung
feststelle.
Nürnberg, 08. April
2022
Dipl.-Kfm.
Ralf H. Spiesmacher, Wirtschaftsprüfer
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