Ad-hoc | 20 January 2000 07:47
Ad hoc-Service: Deutsche Telekom AG
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Ad hoc Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG
Bonn, 20. Januar 2000
Deutsche Telekom Konzern
Vorläufige Eckdaten für das Geschäftsjahr 1999
(01.01.1999 bis 31.12.1999)
– Der Vorstand wird eine unveränderte Dividende von 0,61 Euro (1,20 DM)
vorschlagen.
– Leichter Umsatzanstieg in 1999 trotz massiver Tarifsenkungen
durch Boom der Wachstumsbereiche und internationale
Akquisitionen auf 35,3 Mrd. Euro.
– Konzernüberschuss rückläufig durch Margenverfall im Festnetz,
Goodwill-Abschreibungen und Anlaufverluste bei Akquisitionen
sowie Kosten der Kapitalerhöhung.
– Mit 3,6 Millionen Neukunden führt T-Mobil beim Nettozuwachs
in 1999 .
– T-Online verdoppelt Neukunden-Zuwachs im vierten Quartal auf
200.000 pro Monat.
Die Deutsche Telekom AG gibt hiermit eine vorläufige Indikation
für die Resultate des Konzerns im Gesamtjahr 1999 bekannt.
Die Deutsche Telekom betont, dass es sich um Ergebnisse auf
Basis des aktuellen Kenntnisstandes handelt. Gegenüber der
Publikation der endgültigen Zahlen, die für den 19. April 1999
geplant ist, können sich Abweichungen ergeben.
Umsatz und Ergebnis vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
in Mrd. Euro Gesamtjahr 1999 Gesamtjahr 1998 Veränderung
Umsatz 35,3 35,2* 0,3%
Konzernüberschuss 1,2 2,2 – 45%
* darin nicht enthalten sind rund 524 Mio. Euro aus der
Fakturierung für Wettbewerber, die 1999 nicht mehr im Umsatz
berücksichtigt werden.
Die Deutsche Telekom konnte den Umsatz im abgelaufenen Geschäfts-
jahr gegenüber dem Vorjahr trotz der Tarifsenkungsmaßnahmen,
die die Telekom-Kunden mit über 3 Mrd. Euro entlastet haben,
konstant halten. Neben dem fortgesetzten Boom in den Wachstums-
bereichen Mobilfunk, Online, Anschluss und Systemlösungen ist
dies auf die erfolgreiche Internationalisierungsstrategie
zurückzuführen. So wurde die österreichische Mobilfunkgruppe
max.mobil seit dem 1. Januar 1999 mit einem Umsatz von rund
0,8 Mrd. Euro und das britische Mobilfunkunternehmen One2One
seit 1. Oktober 1999 mit rund 0,5 Mrd. Euro Umsatz erstmals
vollkonsolidiert. Selbst ohne Berücksichtigung dieser
Akquisitionen ist der Umsatzrückgang mit rund 3% wesentlich
moderater ausgefallen als noch zu Jahresbeginn erwartet wurde.
Wie mehrfach angekündigt, konnte der mit den Tarifsenkungs-
maßnahmen verbundene Margenrückgang in der Telefonnetz-
kommunikation nicht aufgefangen werden. Darüber hinaus sind
auch Goodwill-Abschreibungen sowie Anlaufverluste bei den
strategischen Beteiligungen One2One (anteilig seit 1. Oktober)
und max.mobil mit insgesamt rund 0,4 Mrd. Euro angefallen.
Im Vorjahresvergleich sind außerdem die Kosten aus der
Kapitalerhöhung im Juni 1999 mit rund 0,2 Mrd. Euro zu
berücksichtigen. So lag der Konzernüberschuss rund 1 Mrd. Euro
unter dem Vorjahresniveau. Wie bereits im vergangenen Quartals-
bericht dargelegt, ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu
keinem Teil-Verkauf des Breitbandkabelnetzes gekommen und daher
auch zu keinem Ergebnisbeitrag. Der Vorstand wird dennoch die
Ausschüttung einer unveränderten Dividende in Höhe von 0,61 Euro
(1,20 DM) pro Aktie (exklusive Steuergutschrift für Inländer)
vorschlagen.
Personal und Finanzverbindlichkeiten
31.12.99 31.12.98 Veränd. Veränd.
Personal
(ohne Matav /max.mobil/ 172.900 179.200 -6.300 -4 %
One2One/sonstige)
Personal
Gesamtkonzern 194.900 195.900 -1.000 -1 %
Finanzverbindlichkeiten
(ohne Matav/max.mobil/
One2One/sonstige)
in Mrd. Euro 38,2 39,3 -1,1 -3 %
Finanzverbindlichkeiten
Gesamtkonzern
in Mrd. Euro 42,4 39,9 2,5 +6 %
Zum 31.12.1999 reduzierte sich die Zahl der Beschäftigten im
Konzern (ohne Matav/max.mobil/One2One/sonstige) gegenüber dem
Stand zur gleichen Zeit des Vorjahres um ca. 4 % auf rund
172.900. 1999 konnten damit rund 6.300 Stellen sozialverträglich
abgebaut werden. Diese Zahl liegt unter der des Jahres 1998,
in dem es aufgrund von Veränderungen der steuerlichen Rahmen-
bedingungen für Abfindungszahlungen ab 1.1.1999 zu “Vorzieh-
effekten” gekommen ist. Im vierten Quartal verringerte sich
die Anzahl der Mitarbeiter um rund 1.800, was über dem
Durchschnitt der drei Vorquartale gelegen ist.
Die Finanzverbindlichkeiten (ohne Matav/max.mobil/One2One/sonstige)
sind um rund 1,1 Mrd. Euro gegenüber 31.12.1998 gesunken. Im Konzern
ergeben sich Finanzverbindlichkeiten von 42,4 Mrd. Euro
(mit Matav/max.mobil/ One2One/sonstige) gegenüber
39,9 Mrd. Euro (mit Matav) per 31.12.1998. Die liquiden Mittel
und Wertpapiere des Umlaufvermögens lagen bei 2,9 Mrd. Euro
per 31.12.1999. Der Mittelabfluss von 11,5 Mrd. Euro gegenüber
30.09.1999 resultiert im wesentlichen aus der Kaufpreiszahlung
für One2One. Die Finanzverbindlichkeiten im Konzern haben sich
gegenüber 30.09.1999 um rund 3,9 Mrd. Euro erhöht. Diese
resultieren im wesentlichen aus der erstmaligen Voll-
konsolidierung von One2One sowie der Kaufpreisfinanzierung für
den französischen Festnetzbetreiber Siris und den 35% Anteil
an der kroatischen Telekom.
Kundenentwicklung in ausgewählten Diensten
in Mio. 31.12.99 31.12.98 Veränd. Veränd.
in Mio.in %*
Telefonanschlüsse 47,8 46,5 1,3 3%
(inkl. ISDN-Kanäle)
davon: ISDN Kanäle gesamt 13,3 10,1 3,2 32 %
davon: Privatkunden 6,0 3,9 2,1 54 %
Geschäftskunden 7,3 6,2 1,1 18 %
T-Online-Kunden 4,2 2,7 1,5 54 %
Mobiltelefonkunden 9,2 5,8 3,4 58 %
(T-D1 und T-C-Tel)
davon: T-D1 9,1 5,5 3,6 65 %
*Prozentzahlen auf Basis der genauen Werte in Tausend
Das Jahr 1999 stellt ein Rekordjahr bei den Teilnehmerzahlen
in den Wachstumsbereichen der Deutschen Telekom dar. Mit einem
Neukundenzuwachs von rund 3,6 Mio. T-D1 Teilnehmern auf
9,1 Mio. führte T-Mobil in Deutschland im Nettozuwachs. Dazu
trug insbesondere der im Vergleich zu den Wettbewerbern
überproportionale Zuwachs bei Vertragskunden bei. In Europa
bediente der Telekom Konzern Ende 1999 über die Mehrheits-
beteiligungen T-Mobil in Deutschland, One2One in Großbritannien
und max.mobil in Österreich knapp 15 Mio. Kunden. Hinzu kommen
rund 5 Mio. Kunden, die bei europäischen Joint Ventures in
Polen, Ungarn, Tschechien, Russland, Italien und Ukraine mobil
telefonieren. Die Zahl der Kurznachrichten (SMS) stieg alleine
bei T-D1 im Dezember auf knapp 300 Mio. Besonders erfolgreich
beschleunigte T-Online das Wachstumstempo. Konnten in den ersten
9 Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres im Durchschnitt rund
100.000 neue Kunden (netto) generiert werden, hat sich diese
Zahl im vierten Quartal 1999 auf rund 200.000 pro Monat knapp
verdoppelt. Auch die Zahl neuer ISDN-Kunden wächst
kontinuierlich weiter. Der Anstieg lag 1999 bei 32%, wobei die
Zahl der Privatkunden sogar um 54% im Jahresvergleich
gesteigert werden konnte. Damit verfügt die Deutsche Telekom
über eine ISDN-Penetrationsrate von 28% aller Telefonkanäle,
die im internationalen Vergleich einmalig ist.
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