Deutsche Telekom AGKonzernabschluss zum 31. Dezember 2009Inhalt. Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG Konzernabschluss.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Anlage. Konzern-Bilanz.Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Konzern-Kapitalflussrechnung.
Konzern-Anhang.Grundlagen und Methoden.Allgemeine Angaben. Der Deutsche Telekom Konzern (im Nachfolgenden „Deutsche Telekom“ oder „Konzern“ genannt) ist eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikations- und Informationstechnologiebranche. Mit den fünf operativen Segmenten Deutschland, USA, Europa, Süd- und Osteuropa, Systemgeschäft sowie der Konzernzentrale & Shared Services deckt die Deutsche Telekom das gesamte Spektrum der modernen Telekommunikations- und Informationstechnologiedienstleistungen ab. Die Gesellschaft wurde am 2. Januar 1995 unter der Firma Deutsche Telekom AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HRB 6794) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bonn, Deutschland. Die Anschrift lautet: Deutsche Telekom AG, Friedrich-Ebert-Allee 140, 53113 Bonn. Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Diese Entsprechenserklärung kann auch über die Internetseite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) unter dem Pfad: Investor Relations/ Corporate Governance/Entsprechenserklärung, eingesehen werden. Neben Frankfurt am Main und anderen deutschen Börsen, sowie Tokio, werden die Aktien der Deutschen Telekom in Form von American Depositary Shares (ADS) auch an der New York Stock Exchange (NYSE) gehandelt. Der von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, und der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der aufgrund der Notierung der T-Aktie an der New York Stock Exchange bei der SEC eingereichte ,,Annual Report on Form 20-F“ kann zusätzlich zum Geschäftsbericht bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations, angefordert bzw. auf der Website www.telekom.com eingesehen werden. Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom für das Geschäftsjahr 2009 wurde am 8. Februar 2010 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Grundlagen der Bilanzierung. Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Deutschen Telekom angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom entspricht damit auch den durch das IASB veröffentlichten IFRS. Im Folgenden wird daher einheitlich der Begriff IFRS verwendet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. In der Konzern-Bilanz werden aufgrund einer Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Vergleichszahlen für zwei Abschlussstichtage angegeben. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung werden Vergleichszahlen für zwei Vorjahre angegeben. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die grundsätzlich den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Abschlüsse der Deutschen Telekom AG und deren Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen. Die Deutsche Telekom hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewandt, die wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows haben:
Weitere Erläuterungen zu den Auswirkungen dieser erstmaligen Anwendungen sind dem Abschnitt „Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ zu entnehmen. Alle in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten, vom IASB herausgegebenen Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen, die im Geschäftsjahr 2009 erstmalig anzuwenden sind, hatten keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom.
Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen. Im Januar 2008 hat das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3 “Business Combinations“ und IAS 27 “Consolidated and Separate Financial Statements“ veröffentlicht. Die Standards sind das Ergebnis der zweiten Phase des gemeinsam mit dem Financial Accounting Standards Board (FASB) durchgeführten Projekts zur Reformierung der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen. Die überarbeiteten Fassungen von IFRS 3 und IAS 27 wurden im Juni 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung des IFRS 3 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung des IAS 27 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die neue Fassung des IFRS 3 ist prospektiv auf Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden, deren Erwerbszeitpunkt in jährliche Berichtsperioden fällt, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt, jedoch begrenzt auf jährliche Berichtsperioden, die am oder nach dem 30. Juni 2007 beginnen. Die Änderungen des IAS 27 sind auf jährliche Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine frühere Anwendung eines der beiden Standards setzt jedoch die gleichzeitige frühere Anwendung des jeweils anderen Standards voraus. Die Deutsche Telekom wird die Änderungen des IFRS 3 und des IAS 27 erstmalig für Unternehmenszusammenschlüsse und Transaktionen mit Tochterunternehmen ab dem 1. Januar 2010 anwenden. Im Juli 2008 veröffentlichte das IASB eine Änderung des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement“. Die Änderung von IAS 39 wurde im September 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Durch die Änderung „Eligible Hedged Items“ wird konkretisiert, dass auch allein Cash-Flow- oder Fair-Value-Änderungen eines Grundgeschäfts über- oder unterhalb eines bestimmten Preises bzw. einer anderen Variablen als Hedge designiert werden können. Die Änderung des IAS 39 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Vorschriften sind retrospektiv anzuwenden. Aus der Änderung des Standards werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom ergeben. Im November 2008 hat das IASB eine überarbeitete Fassung des IFRS 1 "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards“ veröffentlicht. Die überarbeitete Fassung wurde im November 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Darüber hinaus wurde der IFRS 1 im Juli 2009 um zwei zusätzliche Ausnahmen für Erstanwender ergänzt. Diese wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Im Januar 2010 wurde der IFRS 1 abermals gerinfügig ergänzt. Die Ergänzung wurde ebenfalls noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und ist verpflichtend ab dem 1. Juli 2010 anzuwenden. Sämtliche Änderungen des IFRS 1 sind für die Finanzberichterstattung der Deutschen Telekom nicht relevant. Im November 2008 veröffentlichte das IFRIC die Interpretation IFRIC 17 "Distribution of Non-Cash Assets to Owners“. IFRIC 17 wurde im November 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation betrifft den Ansatz und die Bewertung von Verbindlichkeiten aus Ausschüttungen in Form von Sachdividenden (z.B. Sachanlagen) und klärt die Frage, wie ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der ausgeschütteten Vermögenswerte und dem Zeitwert der gezahlten Dividende zu bilanzieren ist. IFRIC 17 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Aus der Anwendung von IFRIC 17 werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom ergeben. Im April 2009 hat das IASB "Improvements to IFRSs" veröffentlicht - eine Sammlung von nicht dringenden, jedoch notwendigen Änderungen von bestehenden IFRSs. Es handelt sich hierbei um die zweite im Rahmen des Annual Improvements Project veröffentlichte Verlautbarung, die Änderungen an zwölf bestehenden Standards und Interpretationen enthält. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Sofern im jeweiligen Standard nichts anderes bestimmt ist, sind die Änderungen für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Änderungen haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom. Das IASB hat im Juni 2009 Änderungen zu IFRS 2 "Share-based Payment" veröffentlicht. Diese wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen betreffen die Bilanzierung von 'group-settled share-based payment'-Transaktionen, bei denen ein Tochterunternehmen Güter oder Dienstleistungen von Arbeitnehmern oder Lieferanten erhält, die vom Mutterunternehmen oder einem anderen Konzernunternehmen bezahlt werden. Ein Unternehmen, das Güter oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält, muss diese bilanzieren, unabhängig davon, welches Unternehmen im Konzern die zugehörige Verpflichtung erfüllt, und unabhängig davon, ob die Verpflichtung in Anteilen oder in bar erfüllt wird. Das Board hat weiterhin klargestellt, dass der Begriff 'group' in IFRS 2 die gleiche Bedeutung hat wie in IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements". Mit den Änderungen von IFRS 2 werden auch Regelungen in den Standard aufgenommen, die vormals in IFRIC 8 " Scope of IFRS 2" und IFRIC 11 "IFRS 2- Group and Treasury Share Transactions" enthalten waren. Daher hat das IASB IFRIC 8 und IFRIC 11 zurückgezogen. Die Änderungen in IFRS 2 sind rückwirkend erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom haben. Das IASB hat im Oktober 2009 eine Ergänzung des Standards IAS 32 "Financial Instruments: Presentation“ veröffentlicht. Diese Ergänzung wurde im Dezember 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Diese betrifft die Klarstellung der Klassifizierung von Bezugsrechten als Eigen- oder Fremdkapital, wenn die Bezugsrechte auf eine andere Währung als die funktionale Währung des Emittenten lauten. Bislang wurden solche Rechte als derivative Verbindlichkeiten bilanziert. Die Ergänzung sieht vor, dass solche Bezugsrechte, die zu einem festgelegten Währungsbetrag anteilig an die Anteilseigner eines Unternehmens ausgegeben werden, als Eigenkapital zu klassifizieren sind. Die Währung des Ausübungspreises ist dabei nicht von Belang. Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Die Ergänzung wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom haben. Das IASB hat im November 2009 Änderungen zu IAS 24 "Related Party Disclosures" veröffentlicht. Bisher mussten Unternehmen, die staatlich kontrolliert oder bedeutend beeinflusst sind, Informationen zu allen Geschäftsvorfällen mit Unternehmen, die vom gleichen Staat kontrolliert oder bedeutend beeinflusst werden, offenlegen. Nach dem geänderten Standard sind weiterhin Angaben erforderlich, die für Adressaten von Abschlüssen wichtig sind. Jedoch sind von nun an Informationen ausgenommen, die nur mit hohem Kostenaufwand zur Verfügung gestellt werden können oder von wenig Wert für die Adressaten sind. Dies wird dadurch erreicht, dass nur Angaben zu solchen Geschäftsvorfällen gefordert sind, die einzeln oder zusammen genommen von Bedeutung sind. Weiterhin wurde die Definition für ein nahe stehendes Unternehmen oder eine nahe stehende Person vereinfacht und Unstimmigkeiten beseitigt. Diese Änderungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der überarbeitete Standard ist rückwirkend für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom haben. Das IASB hat im November 2009 den IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der Standard ist das Ergebnis der ersten von drei Phasen des Projektes zum Ersatz des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" durch IFRS 9. IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Die übrigen Phasen des Projektes, in denen die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten, die Wertminderung von Finanzinstrumenten und das Hedge Accounting überarbeitet werden, sowie ein weiteres Projekt bzgl. Ausbuchung von Finanzinstrumenten wurden noch nicht finalisiert. Das IASB strebt einen vollständigen Ersatz des IAS 39 bis Ende 2010 an. IFRS 9 schreibt vor, dass finanzielle Vermögenswerte einer der folgenden zwei Bewertungskategorien zuzuordnen sind: "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" oder "Zum Fair Value". Zudem gewährt IFRS 9 ein Wahlrecht der Bewertung zum Fair Value, indem er gestattet, finanzielle Vermögenswerte, die normalerweise der Kategorie "at amortized cost" zuzuordnen wären, der Kategorie "at fair value" zuzuordnen, wenn dies Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz beseitigt oder erheblich verringert. Eigenkapitalinstrumente sind zwingend der Kategorie "at fair value" zuzuordnen. Der Standard gestattet jedoch beim erstmaligen Ansatz von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken erworben wurden, das unwiderrufliche Wahlrecht auszuüben diese erfolgsneutral direkt im Eigenkapital "Zum Fair Value" zu designieren. Hieraus erhaltene Dividenden werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Vorschriften sind retrospektiv abzubilden. Die Deutsche Telekom prüft derzeit die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows. Das IASB hat im November 2009 eine Änderung der Vorschriften zur Bilanzierung von Pensionsplänen herausgegeben. Die Änderung wurde bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Sie betrifft die Interpretation IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement“, die ihrerseits eine Auslegung von IAS 19 „Employee Benefits“ darstellt. Die Änderung gilt unter den begrenzten Umständen, unter denen ein Unternehmen Mindestfinanzierungsvorschriften unterliegt und eine Vorauszahlung der Beiträge leistet, die diesen Anforderungen genügen. Die Änderung erlaubt es Unternehmen, den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert anzusetzen. Die Änderung tritt verpflichtend zum 1. Januar 2011 in Kraft. Eine retrospektive Anwendung ist vorgeschrieben. Die Deutsche Telekom prüft derzeit die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows. Das IASB hat im November 2009 die Interpretation IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" veröffentlicht. IFRIC 19 wurde bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation bietet Hilfestellung bei der Auslegung von IFRS für Kreditnehmer, die im Rahmen von Neuverhandlungen mit einem Kreditgeber erreichen, dass dieser Eigenkapitalinstrumente zur vollständigen oder partiellen Tilgung der finanziellen Verbindlichkeiten akzeptiert. IFRIC 19 stellt klar, dass die Eigenkapitalinstrumente, die an den Kreditgeber ausgegeben werden, als "gezahltes Entgelt" anzusehen sind, um die finanzielle Verbindlichkeit vollständig oder partiell auszubuchen. Des Weiteren sind diese Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Ist dieser nicht verlässlich ermittelbar, werden die Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der getilgten finanziellen Verbindlichkeit bewertet. Eine etwaige Differenz zwischen dem Buchwert der finanziellen Verbindlichkeit und dem erstmaligen Bewertungsbetrag der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Interpretation tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Aus der Anwendung des IFRIC 19 werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom ergeben. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Deutsche Telekom hat im Geschäftsjahr 2009 Anpassungen an der Struktur der operativen Segmente vorgenommen. Daneben wurden folgende wesentliche Änderungen an den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen, die hauptsächlich aus der Anwendung von erstmals anzuwendenden Verlautbarungen oder Änderungen von Verlautbarungen resultieren. Änderungen an der Struktur der operativen Segmente.
Änderungen an den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Im September 2007 veröffentlichte das IASB eine Änderung des IAS 1 „Presentation of Financial Statements“. Die Änderungen des IAS 1 wurden im Dezember 2008 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Deutsche Telekom hat entsprechend den Anforderungen des IAS 1 die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie folgt retrospektiv angepasst:
IAS 1 fordert zudem die Angabe des jeweiligen Betrags an Ertragsteuern pro Bestandteil des „Sonstiges Ergebnis” und die Darstellung der Umklassifizierungsbeträge in das „Sonstiges Ergebnis”. Die Änderungen des IAS 1 wurden von der Deutschen Telekom im Geschäftsjahr 2009 angewandt, und die Darstellung des Abschlusses wurde entsprechend angepasst. Im Rahmen des ersten „Annual Improvements Projects“ hat das IASB im Mai 2008 einen Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS veröffentlicht. Es handelt sich dabei um eine Vielzahl kleinerer Änderungen an bestehenden Standards, deren Realisierung zwar als notwendig, jedoch nicht als dringend angesehen wurde. Der Standard wurde im Januar 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. In diesem Sammelstandard hat das IASB klargestellt, dass derivative Finanzinstrumente, die als „zu Handelszwecken gehalten“ (held for trading) eingestuft sind, in der Bilanz nicht zwingend als „kurzfristig“ (current) ausgewiesen werden müssen. Seit dem 1. Januar 2009 weist die Deutsche Telekom daher ihre als „zu Handelszwecken gehalten“ eingestuften derivativen Finanzinstrumente in Abhängigkeit von der Fälligkeit des jeweiligen Kontrakts entweder als „kurzfristig“ oder als „langfristig“ aus. Die Vergleichsstichtage wurden entsprechend angepasst. Die retrospektive Änderung des Ausweises von derivativen Finanzinstrumenten, die als „zu Handelszwecken gehalten“ (held for trading) eingestuft sind, hatte folgende Auswirkungen auf die Darstellung der Konzern-Bilanzen zum 31. Dezember 2008 und 2007:
Alle übrigen Bilanzposten sind nicht von dieser Änderung betroffen. In allen Anhangangaben, in denen die hier dargestellten Posten enthalten sind, wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst. Die übrigen Änderungen der IFRS durch den Sammelstandard hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash-Flows der Deutschen Telekom. Die Deutsche Telekom hat in 2009 die Darstellung der Kapitalflussrechnung geändert. Nettozahlungen aus dem Abschluss und der Auflösung von Zinsswaps werden im Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit innerhalb des operativen Cash-Flow ausgewiesen und nicht mehr im Cash-Flow aus Investitionstätigkeit. Diese Änderung bildet nach Auffassung der Deutschen Telekom den wirtschaftlichen Charakter der Transaktion besser ab. Im März 2007 veröffentlichte das IASB eine Änderung des IAS 23 „Borrowing Costs“. IAS 23 wurde im Dezember 2008 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die wesentliche Änderung des Standards betrifft die Streichung des Wahlrechts, Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, als Aufwand zu erfassen. Gemäß den Bilanzierungsgrundsätzen der Deutschen Telekom sind qualifizierte Vermögenswerte, Bauprojekte oder andere Vermögenswerte, für die notwendigerweise mindestens 12 Monate erforderlich sind, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Fremdkapitalkosten für Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und für Vorräte, die regelmäßig in großen Mengen hergestellt oder produziert werden, auch wenn der Zeitraum bis zum verkaufsfähigen Zustand wesentlich ist, dürfen nicht aktiviert werden. Weitere Erläuterungen sind der Angabe 21 zu entnehmen. Das IASB hat am 5. März 2009 Änderungen zu IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" veröffentlicht. Die Änderungen tragen den Titel "Improving Disclosures about Financial Instruments - Amendments to IFRS 7" und beinhalten auch kleinere Änderungen von IFRS 4 "Insurance Contracts". Diese Änderungen wurden im November 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen des IFRS 7 betreffen Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie zu Angaben des Liquiditätsrisikos. Die Angaben zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts werden dahingehend spezifiziert, dass eine tabellarische Aufgliederung für jede Klasse von Finanzinstrumenten anhand einer dreistufigen „Fair Value-Hierarchie“ eingeführt und der Umfang der Angabepflichten darüber hinaus erweitert wird. Hierbei wird zwischen drei Bewertungskategorien unterschieden:
Darüber hinaus werden die Angaben zum Liquiditätsrisiko klargestellt und erweitert. So sind Angaben zu Fälligkeiten getrennt nach nicht-derivativen und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten anzugeben. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, anzuwenden. Weitere Erläuterungen sind der Angabe 21 zu entnehmen. Ansatz und Bewertung. Immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) mit bestimmbarer Nutzungsdauer, einschließlich der UMTS-Lizenzen, werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Derartige Vermögenswerte sind im Wert gemindert, wenn der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – niedriger ist als der Buchwert. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (Mobilfunklizenzen der Federal Communications Commission in den USA (FCC-Lizenzen)) werden zu Anschaffungskosten bewertet. Obwohl die FCC-Lizenzen grundsätzlich für eine vertraglich definierte Zeit vergeben werden, werden sie regelmäßig zu vernachlässigbaren Kosten erneuert. Daneben liegen keine sonstigen rechtlichen, regulatorischen, vertraglichen, wettbewerbsbedingten, wirtschaftlichen oder andere Faktoren vor, die die Nutzungsdauer der Lizenzen beschränken. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte bis auf den Wert zugeschrieben, der sich ergeben hätte, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderungen erfasst worden wären. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethode der immateriellen Vermögenswerte werden mindestens an jedem Jahresabschlussstichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen erfasst. Die planmäßige Abschreibung von Mobilfunklizenzen beginnt, sobald das zugehörige Netz betriebsbereit ist. Die Nutzungsdauern von Mobilfunklizenzen werden auf der Grundlage verschiedener Faktoren festgelegt, u.a. der Laufzeit der von der jeweiligen nationalen Regulierungsbehörde gewährten Lizenzen, der Verfügbarkeit und der erwarteten Kosten für die Erneuerung der Lizenzen sowie der Entwicklung künftiger Technologien. Die Restnutzungsdauern der Mobilfunklizenzen des Unternehmens sind wie folgt:
Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Forschungsausgaben werden nicht aktiviert, sondern werden im Entstehungszeitpunkt verursachungsgemäß als Aufwand erfasst. Der Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf der Basis des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Goodwill zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht („Impairment Only“-Ansatz). Im Rahmen der Überprüfung auf Wertminderung wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Goodwill jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien aus dem Zusammenschluss profitiert. Der Werthaltigkeitstest ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Goodwill zugewiesen wurde, deren erzielbaren Betrag, ist der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Goodwill in Höhe des Differenzbetrags wertzumindern. Wertminderungen des Goodwill dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Goodwill, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird anhand ihres beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt, sofern nicht ein höherer Nutzungswert bestimmt werden kann. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten errechnet sich in der Regel unter Anwendung des Discounted-Cash-Flow-(DCF)-Verfahrens. Diesen DCF-Berechnungen liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen für zehn Jahre beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Cash-Flows, die über den 10-Jahres-Zeitraum hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten durch das Management beruht, gehören Annahmen bezüglich Umsatzentwicklung, Kundengewinnung und Kosten für die Kundenbindung, Kündigungsrate, Investitionen, Marktanteil, Wachstumsraten sowie Diskontierungszinssatz. Die Cash-Flow-Berechnungen werden durch externe Informationsquellen abgesichert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und gegebenenfalls Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig abgeschrieben. Die Restbuchwerte, die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethode der Vermögenswerte werden mindestens an jedem Jahresabschlussstichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen bilanziert. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktions- bzw. leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis und den direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu dem Standort und in den erforderlichen, vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand zu bringen, auch die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen des Gegenstands und die Wiederherstellung des Standorte, an dem er sich befindet. Besteht ein Vermögenswert des Sachanlagevermögens aus mehreren Bestandteilen mit unterschiedlichen Nutzungsdauern, werden die einzelnen wesentlichen Bestandteile über ihre individuellen Nutzungsdauern abgeschrieben. Wartungs- und Reparaturkosten werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst. Vereinnahmte Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten derjenigen Vermögenswerte, für die der Zuschuss gewährt wurde. Bei Abgang eines Gegenstands des Sachanlagevermögens oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung oder seinem Abgang zu erwarten ist, wird der Buchwert des Gegenstands ausgebucht. Der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang einer Sachanlage ist die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Gegenstands und wird im Zeitpunkt der Ausbuchung in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Mietereinbauten werden entweder über ihre jeweilige Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens werden durch den Vergleich des Buchwertes mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Können den einzelnen Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu testen. An jedem Abschlussstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert möglicherweise wertgemindert ist. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, ist der erzielbare Betrag des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer (FCC-Lizenzen) wird darüber hinaus ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte bis auf den Wert zugeschrieben, der sich ergeben hätte, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cash-Flow-(DCF)-Verfahrens ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cash-Flows angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Die ermittelten Cash-Flows spiegeln Annahmen des Managements wider und werden durch externe Informationsquellen abgesichert. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind. Trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber in der Bilanz angesetzt. Die Bewertung des Leasinggegenstands richtet sich nach den für den Leasinggegenstand einschlägigen Bilanzierungsvorschriften. Die Leasingraten werden erfolgswirksam erfasst. Der Leasingnehmer in einem Operating Lease erfasst während des Zeitraums des Leasingverhältnisses gezahlte Leasingraten erfolgswirksam. Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand in der Bilanz anzusetzen. Der Leasinggegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung wird erfolgswirksam erfasst. Der Leasingnehmer setzt im Zugangszeitpunkt zugleich eine Leasingverbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasinggegenstands entspricht. Die Leasingverbindlichkeit wird in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Der Leasinggeber in einem Finance Lease setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis an. Die Leasingerträge werden in Tilgungen der Leasingforderung und Finanzerträge aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasingverhältnis wird nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Wenn eine Sale-and-Leaseback-Transaktion zu einem Finance Lease führt, wird ein Überschuss der Verkaufserlöse über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Vermögenszuwächsen gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und werden als „zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ klassifiziert. Diese Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen werden für diese Vermögenswerte grundsätzlich nur dann erfasst, wenn der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unterhalb des Buchwerts liegt. Im Fall einer späteren Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ist die zuvor erfasste Wertminderung rückgängig zu machen. Die Zuschreibung ist auf die zuvor für die betreffenden Vermögenswerte erfassten Wertminderungen begrenzt. Sind die Voraussetzungen zur Klassifizierung von Vermögenswerten als „zur Veräußerung gehalten“ nicht mehr erfüllt, sind die Vermögenswerte nicht mehr als zur Veräußerung gehalten auszuweisen. Die Vermögenswerte sind zu bewerten mit dem niedrigeren Wert aus dem Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn der Vermögenswert nicht als zur Veräußerung gehalten klassifiziert worden wäre, und dem erzielbaren Betrag zum Zeitpunkt, zu dem die Voraussetzungen zur Klassifizierung als „zur Veräußerung gehalten“ nicht mehr erfüllt sind. Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Nettoveräußerungswert und Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Deutsche Telekom verkauft Endgeräte separat sowie in Verbindung mit Dienstleistungsverträgen. Als Teil der Strategie zur Gewinnung neuer Kunden verkauft das Unternehmen gelegentlich Endgeräte in Verbindung mit einem Dienstleistungsvertrag zu einem Preis, der unter den Anschaffungskosten liegt. Da die Endgerätesubvention Teil der Unternehmensstrategie zur Gewinnung neuer Kunden ist, wird dieser Verlust aus dem Endgeräteverkauf zum Zeitpunkt des Verkaufs erfasst und grundsätzlich unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen. Der Konzern unterhält in verschiedenen Ländern leistungsorientierte Altersversorgungssysteme („Defined Benefit Pension Plans“) auf der Grundlage der ruhegehaltsfähigen Vergütung der Mitarbeiter und ihrer Dienstzeiten. Diese Versorgungssysteme werden teilweise über externe Pensionsfonds finanziert. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach den vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Dabei werden sowohl die am Abschlussstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen wurde auf der Grundlage der Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen des jeweiligen Währungsraums ermittelt. In Ländern ohne liquiden Markt für solche Anleihen wurden stattdessen Schätzungen auf der Basis von Renditen für Staatsanleihen verwendet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst (Gewinnrücklagen). Die Erträge aus dem Planvermögen werden als Zinsertrag ausgewiesen. Der Dienstzeitaufwand wird als betrieblicher Aufwand klassifiziert. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird erfasst, sofern die Anwartschaften unverfallbar sind; andernfalls werden sie linear über den durchschnittlich verbleibenden Erdienungszeitraum vereinnahmt. Die Mehrzahl der leistungsorientierten Versorgungszusagen des Konzerns bezieht sich auf Versorgungssysteme in Deutschland. Darüber hinaus werden signifikante Versorgungspläne in der Schweiz, in Griechenland und in einigen anderen Ländern der Europäischen Union angeboten. Die Versorgungsverpflichtungen des Konzerns in Deutschland gegenüber nicht beamteten Arbeitnehmern beruhen auf unmittelbaren und auf mittelbaren Versorgungszusagen; darüber hinaus bestehen Verpflichtungen gemäß Artikel 131 des Grundgesetzes (GG). Seit 1996 beruhen die Versorgungszusagen in Deutschland auf direkten Pensionszusagen in Form von Gutschriften auf arbeitnehmerbezogenen Kapitalkonten. Im Rahmen einer Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 1997 wurden Altzusagen unter Wahrung einer vereinbarten Besitzstandsregelung in diese Kapitalkonten überführt. Die Ansprüche von Rentnern und rentennahen Jahrgängen wurden unverändert fortgeführt. Einzelne Konzerngesellschaften gewähren ihren Mitarbeitern beitragsorientierte Zusagen („Defined Contribution Plans“). Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht der Arbeitgeber über die Entrichtung von Beitragszahlungen an einen externen Versorgungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Höhe der zukünftigen Pensionsleistungen richtet sich ausschließlich nach der Höhe der Beiträge, die der Arbeitgeber (und ggf. auch dessen Arbeitnehmer) an den externen Versorgungsträger gezahlt hat, einschließlich der Erträge aus der Anlage dieser Beiträge. Die zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Verpflichtung zur Zahlung der Beträge entsteht, und als Bestandteil der betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Pensionsregelungen für Beamte der Deutschen Telekom. Nach den Vorschriften des Postneuordnungsgesetzes (PTNeuOG) erbringt der BPS-PT (Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e.V. für aktive und früher beamtete Mitarbeiter) Versorgungs- und Beihilfeleistungen an im Ruhestand befindliche Mitarbeiter und deren Hinterbliebene, denen aus einem Beamtenverhältnis Versorgungsleistungen zustehen. Die Höhe der Zahlungsverpflichtungen der Deutschen Telekom AG an ihre Unterstützungskasse ist in § 16 Postpersonalrechtsgesetz geregelt. Die Deutsche Telekom AG ist gesetzlich verpflichtet, seit dem Jahr 2000 einen jährlichen Beitrag in Höhe von 33 % der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Unterstützungskasse zu leisten. Altersteilzeitvereinbarungen basieren überwiegend auf dem sog. Blockmodell. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet werden und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv-/Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung und wird unmittelbar bei Entstehen der Verpflichtung in voller Höhe erfasst. Rückstellungen für Abfindungen für Angestellte und Rückstellungen im Zusammenhang mit der Regelung zum vorzeitigen Ruhestand für Beamte werden angesetzt, wenn die Deutsche Telekom nachweislich zur Erbringung dieser Leistungen verpflichtet ist. Dies ist der Fall, wenn die Deutsche Telekom einen detaillierten formalen Plan für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses besitzt und keine realistische Möglichkeit hat, sich dem zu entziehen. Die Leistungen aus Anlass der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen werden auf der Basis der Anzahl von Beschäftigten, die voraussichtlich betroffen sein werden, bewertet. Sind die Leistungen mehr als zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag fällig, ist der erwartete Erfüllungsbetrag auf den Abschlussstichtag abzuzinsen. Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und dürfen nicht mit Erstattungen verrechnet werden. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Änderungen der Schätzungen der Höhe oder des zeitlichen Anfalls von Auszahlungen oder Änderungen des Zinssatzes zur Bewertung von Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnlichen Verpflichtungen werden entsprechend der Veränderung des Buchwerts des korrespondierenden Vermögenswerts erfasst. Für den Fall, dass eine Minderung der Rückstellung den Buchwert des korrespondierenden Vermögenswerts überschreitet, ist der überschießende Betrag unmittelbar erfolgswirksam als Ertrag zu erfassen. Für externe Rechtsberatungsgebühren im Zusammenhang mit Prozessrisiken werden Rückstellungen gebildet. Erfolgsunsicherheiten (Eventualschulden und -forderungen) sind mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter Kontrolle der Deutschen Telekom stehen. Eventualschulden sind zudem gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, unwahrscheinlich ist oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden. Nicht im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommene Eventualschulden werden nicht angesetzt. Eventualforderungen werden nicht angesetzt. Ist die Realisation von Erträgen jedoch so gut wie sicher, ist der betreffende Vermögenswert nicht mehr als Eventualforderung anzusehen und wird als Vermögenswert angesetzt. Sofern ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Konzern-Anhang Angaben zu Eventualschulden gemacht. Gleiches gilt für Eventualforderungen, sofern der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden angesetzt, sobald die Deutsche Telekom Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen (Käufe oder Verkäufe im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Markts festgelegt wird) ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag relevant, d.h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch die Deutsche Telekom geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Sofern Verträge zum Kauf oder Verkauf nicht finanzieller Vermögenswerte in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden sie gemäß den Regelungen dieses Standards bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward-Rates ermittelten Cash-Flows mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Zur Anwendung kommen die Mittelkurse. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden – gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit dem Buchwert im Zeitpunkt des Zugangs abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt. Bei der dazu notwendigen Ermittlung der erwarteten künftigen Cash-Flows der Portfolios werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt. Die Cash-Flows werden auf Basis des gewichteten Durchschnitts der ursprünglichen Effektivzinssätze der im jeweiligen Portfolio enthaltenen finanziellen Vermögenswerte abgezinst. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Aufgrund unterschiedlicher operativer Segmente sowie unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen obliegt diese Beurteilung den einzelnen Portfolioverantwortlichen. Sonstige langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als „zu Handelszwecken gehalten“ klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei bestimmten Finanzinvestitionen ist sowohl beabsichtigt als auch wirtschaftlich mit hinreichender Verlässlichkeit zu erwarten, dass diese bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese finanziellen Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die anderen originären finanziellen Vermögenswerte sind als „zur Veräußerung verfügbar“ kategorisiert und werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (gegebenenfalls abzüglich Wertminderungen) bewertet. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte („Financial Assets at Fair Value Through Profit or Loss“) zu designieren, hat die Deutsche Telekom bislang keinen Gebrauch gemacht. Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Markts für den finanziellen Vermögenswert, eine bedeutende Veränderung des technologischen, ökonomischen, rechtlichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Emittenten, ein andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerte des finanziellen Vermögenswerts unter die fortgeführten Anschaffungskosten) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zu überführen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe zurückgenommen. Bei Schuldinstrumenten wird diese Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert von Wertpapieren, die bis zur Endfälligkeit zu halten sind, sowie der beizulegende Zeitwert der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entsprechen dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cash-Flows. Der beizulegende Zeitwert von mit den Anschaffungskosten bewerteten nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten ergibt sich als Barwert der erwarteten künftigen Cash-Flows, diskontiert mit dem aktuellen Zinssatz, welcher der speziellen Risikolage der Investition entspricht. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten („Financial Liabilities at Fair Value Through Profit or Loss“) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht. Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als „zu Handelszwecken gehalten“ einzustufen und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten zu bewerten. Sind die beizulegenden Zeitwerte negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Die Deutsche Telekom setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken ein. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Liegen keine Marktwerte vor, müssen die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet werden. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse und Zinssätze der Vertragspartner berechnet. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem „Clean Price“ und dem „Dirty Price“ unterschieden. Im Unterschied zum „Clean Price“ umfasst der „Dirty Price“ auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem „Full Fair Value“ bzw. dem „Dirty Price“. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte – erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutrale Erfassung im Eigenkapital – ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist. Liegen keine Sicherungsgeschäfte (Hedge Accounting) gemäß IAS 39 vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert. Die Deutsche Telekom wendet Vorschriften zu Hedge Accounting zur Sicherung von Bilanzposten und künftigen Zahlungsströmen an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts ist zwischen „Fair Value Hedge“, „Cash-Flow Hedge“ und „Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation“ zu unterscheiden. Ein Fair Value Hedge dient der Besicherung der beizulegenden Zeitwerte von in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten, in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten oder noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtungen. Jede Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats, ist erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen; der Buchwert des Grundgeschäfts ist um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn oder Verlust erfolgswirksam anzupassen (Basis Adjustment). Die Anpassungen des Buchwerts werden erst ab Auflösung der Hedge-Beziehung amortisiert. Mittels eines Cash-Flow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus festen Verpflichtungen (im Fall von Währungsrisiken) oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Zur Absicherung des Währungsrisikos einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung nutzt die Deutsche Telekom das Wahlrecht und bilanziert diese nicht als Fair Value Hedge, sondern als Cash-Flow Hedge. Liegt ein Cash-Flow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments ist erfolgswirksam zu erfassen. Führt die Absicherung einer erwarteten Transaktion später zur Erfassung von finanziellen oder nicht finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten, so verbleiben die mit der Sicherungsmaßnahme verbundenen kumulierten Gewinne und Verluste zunächst im Eigenkapital und sind später in denselben Perioden erfolgswirksam zu erfassen, in denen der erworbene finanzielle Vermögenswert bzw. die übernommene finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Die Deutsche Telekom hat sich somit bei der Absicherung von geplanten Transaktionen mit Entstehung von nicht finanziellen Bilanzpositionen gegen das Wahlrecht zur Anpassung des Erstbuchwerts (Basis Adjustment) entschieden. Wird eine Nettoinvestition in eine ausländische Einheit durch einen Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation besichert, werden alle Wertänderungen des effektiven Teils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemeinsam mit dem Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst; auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst. Erst mit dem Abgang des Investments werden die zuvor kumuliert im Eigenkapital erfassten Bewertungsänderungen des Sicherungsinstruments und die Umrechnungsergebnisse des Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accounting. Diese werden von der Deutschen Telekom wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst. Die Deutsche Telekom führt auch Sicherungsmaßnahmen durch, die nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accounting erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet die Deutsche Telekom ebenfalls kein Hedge Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Erfolgsrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden. Aktienoptionen (aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente) werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst. Ausübungsbedingungen, die nicht an Marktverhältnisse gebunden sind, werden in den Annahmen zur Anzahl von Optionen berücksichtigt, für die eine Ausübung erwartet wird. Die Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich werden als Verbindlichkeit angesetzt und am Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Aufwendungen werden über den Erdienungszeitraum erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird sowohl bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente als auch bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich mit international anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt, z. B. dem Black-Scholes-Modell oder dem Monte-Carlo-Modell. Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit der Deutschen Telekom resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden abgeführte Steuern ausgewiesen. Sie werden zeitraumbezogen nach dem Realisationsprinzip erfasst. Bereitstellungsentgelte werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt, es sei denn, sie sind Teil eines Mehrkomponentenvertrags; in diesem Fall sind sie Bestandteil des vom Kunden zu entrichtenden Entgelts für das Mehrkomponentengeschäft. Kosten der Bereitstellung und mit der Gewinnung von Kunden verbundene Kosten werden bis zu dem Betrag der abgegrenzten Bereitstellungsentgelte abgegrenzt und über die durchschnittliche Kundenbindungsdauer erfasst. Bei Mehrkomponentenverträgen ist die Umsatzerfassung für jede der identifizierten Bewertungseinheiten (Komponenten) gesondert zu bestimmen. Hierbei wird der Umsatz auf Basis der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Komponenten realisiert. Vereinbarungen, die die Lieferung von gebündelten Produkten bzw. die Erbringung von gebündelten Dienstleistungen enthalten, sind in einzelne Komponenten zu trennen, wobei für jede Komponente ein gesonderter Erlösbeitrag zu bestimmen ist. Der Preis für das gesamte Mehrkomponentengeschäft wird auf der Grundlage der anteiligen beizulegenden Zeitwerte auf die verschiedenen Komponenten aufgeteilt (d.h., der beizulegende Zeitwert jeder einzelnen Komponente wird ins Verhältnis zum gesamten beizulegenden Zeitwert der gebündelten Leistungen gesetzt). Der anteilige beizulegende Zeitwert einer einzelnen Komponente und damit der realisierte Umsatz für diese Bewertungseinheit wird jedoch durch den Teil der vom Kunden zu erbringenden Gegenleistung für das gesamte Mehrkomponentengeschäft begrenzt, dessen Zahlung nicht von der Erbringung weiterer Leistungen abhängig ist. Wenn der beizulegende Zeitwert der erbrachten Einzelleistungen nicht verlässlich bestimmt werden kann, aber der beizulegende Zeitwert der nicht erbrachten Einzelleistungen verlässlich bestimmt werden kann, wird zur Aufteilung des Gesamtpreises für das Mehrkomponentengeschäft der beizulegende Zeitwert der erbrachten Leistungen als Differenz zwischen der vom Kunden zu erbringenden Gegenleistung für das gesamte Mehrkomponentengeschäft und den verlässlich bestimmbaren beizulegenden Zeitwerten der nicht erbrachten Einzelleistungen bestimmt. Zahlungen an Kunden einschließlich Zahlungen an Händler und Vermittler (Rabatte, Provisionen) werden grundsätzlich als Erlösminderung erfasst. Hat die Gegenleistung einen eigenständigen Nutzen und ist zuverlässig bewertbar, werden die Zahlungen als Aufwendungen erfasst. Umsatzerlöse aus Systemintegrationsverträgen, die die Lieferung spezifisch entwickelter Produkte erfordern, werden nach Maßgabe des Fertigstellungsgrads erfasst, der anhand des Verhältnisses der bisher angefallenen Projektkosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten bestimmt wird, wobei die Schätzungen über die Vertragslaufzeit regelmäßig geprüft werden. Eine Gruppe von Verträgen – mit einem oder mehreren Kunden – wird als einheitlicher Vertrag behandelt, wenn die Gruppe von Verträgen als ein einziges Paket verhandelt worden ist, die Verträge wirtschaftlich eng miteinander verbunden sind und die in den Verträgen vereinbarten Leistungen gleichzeitig oder unmittelbar aufeinander folgend durchgeführt werden. Umfasst ein Vertrag mehrere Einzelleistungen, so ist jede Einzelleistung separat zu behandeln, wenn getrennte Angebote für jede Einzelleistung unterbreitet wurden, über jede Einzelleistung separat verhandelt wurde, der Kunde jede Einzelleistung separat akzeptieren oder ablehnen konnte und wenn die Kosten und Umsatzerlöse jeder einzelnen vertraglichen Leistung getrennt ermittelt werden können. Forderungen aus diesen Verträgen werden innerhalb des Bilanzpostens „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen“ ausgewiesen. Forderungen aus diesen Verträgen sind der Saldo aus erfassten Kosten und Gewinnen abzüglich Erlösschmälerungen und etwaiger Auftragsverluste; ein etwaiger negativer Saldo je Vertrag wird unter „Verbindlichkeiten“ ausgewiesen. Übersteigen die tatsächlichen und die geschätzten Gesamtaufwendungen die Umsatzerlöse aus einem bestimmten Vertrag, wird der Verlust sofort erfasst. Im Einzelnen gestaltet sich die Umsatzrealisierung in der Deutschen Telekom wie folgt: Mobilfunkgeschäft in den operativen Segmenten Deutschland, USA, Europa und Süd- und Osteuropa. Im Mobilfunkgeschäft der operativen Segmente Deutschland, USA, Europa und Süd- und Osteuropa werden Umsätze durch das Angebot von Mobilfunkdiensten, einmalige Bereitstellungsentgelte sowie den Verkauf mobiler Endgeräte und Zubehör generiert. Umsätze aus Mobilfunkdiensten enthalten monatliche Leistungsentgelte, Entgelte für Sondermerkmale sowie Verbindungs- und Roaming-Entgelte, die sowohl T-Mobile-Kunden als auch anderen Mobilfunkbetreibern in Rechnung gestellt werden. Umsätze aus Mobilfunkdiensten werden auf Basis in Anspruch genommener Nutzungsminuten oder anderer vereinbarter Tarifmodelle realisiert abzüglich Gutschriften und Anpassungen aufgrund von Preisnachlässen. Der aus dem Verkauf mobiler Telefone, mobiler Datengeräte und Zubehör generierte Umsatz und die damit verbundenen Aufwendungen werden realisiert, sobald die Produkte geliefert und vom Kunden abgenommen wurden. Festnetzgeschäft in den operativen Segmenten Deutschland und Süd- und Osteuropa. Das Festnetzgeschäft in den operativen Segmenten Deutschland und Süd- und Osteuropa umfasst schmal- und breitbandige Zugänge zum Festnetz sowie Internet. Der aus diesen Zugängen erzielte Umsatz aus der Nutzung für Sprach- /Datenkommunikation wird mit Erbringung der vereinbarten Dienstleistung realisiert. Die erbrachten Dienstleistungen beziehen sich dabei entweder auf die Nutzung durch den Kunden (z.B. Telefonminuten), den Zeitablauf (z.B. monatliche Servicegebühren) oder andere vereinbarte Tarifmodelle. Darüber hinaus werden Telekommunikationseinrichtungen verkauft, vermietet und gewartet. Der Umsatz und die mit dem Verkauf von Telekommunikationseinrichtungen und Zubehör verbundenen Aufwendungen werden erfasst, sobald die Produkte geliefert werden und soweit keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens bestehen, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Umsätze aus Vermietungen sowie Mieten und Leasingraten für nicht aktivierte Gegenstände werden monatlich mit Entstehung des Anspruchs auf die Entgelte realisiert. Umsätze aus Bereitstellungsentgelten werden über die durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt. Weitere Umsatzerlöse resultieren aus Entgelten für Werbung und E-Commerce. Werbeumsätze werden in der Periode erfasst, in der die Werbung gezeigt wird. Transaktionsumsätze werden realisiert, sobald der Kunde mitteilt, dass eine entsprechende Transaktion stattgefunden hat und eine Einziehung der entsprechenden Forderung weitgehend gesichert ist. Operatives Segment Systemgeschäft. Im operativen Segment Systemgeschäft werden Umsatzerlöse erfasst, wenn substanzielle Hinweise für eine Kaufvereinbarung vorliegen, die Produkte geliefert oder Dienstleistungen erbracht werden, der Verkaufspreis oder die Entgelte fest oder bestimmbar sind und die Einbringlichkeit angemessen gesichert ist. Umsatzerlöse aus Computing & Desktop Services werden mit Bereitstellung der Leistung unter Anwendung eines sog. „Proportional Performance“-Modells erfasst. Bei Verträgen auf Basis von Festpreisen werden Umsatzerlöse anteilig über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags erfasst und bei allen anderen Dienstleistungsverträgen auf Basis der erbrachten Dienstleistung oder auf Nutzungsbasis. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechneten Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware bzw. verkaufsartigen Miet- und Leasinggeschäften werden realisiert, sobald das Produkt an den Kunden versandt wurde und soweit es keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens gibt, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Sämtliche Kosten aus diesen Verpflichtungen werden bei der Realisierung des entsprechenden Umsatzerlöses erfasst. Umsatzerlöse aus Vermietungen sowie Mieten und Leasingraten werden linear über den Mietzeitraum erfasst. Umsatzerlöse aus Systemintegrationsverträgen, die die Lieferung spezifisch entwickelter Produkte erfordern, werden nach Maßgabe des Fertigstellungsgrads erfasst, der anhand des Verhältnisses der bisher angefallenen Projektkosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten bestimmt wird, wobei die Schätzungen über die Vertragslaufzeit regelmäßig geprüft werden. Bei Verträgen auf Basis von Meilensteinplänen werden Umsatzerlöse erst dann erfasst, wenn die Dienstleistungen für den jeweiligen Meilenstein erbracht und vom Kunden abgenommen wurden und die abrechnungsfähigen Beträge nicht von der Erbringung weiterer Dienstleistungen abhängen. „Telecommunications (TK) Services" umfassen „Network Services“ sowie „Hosting & ASP-Services“. Verträge für „Network Services“, die aus der Errichtung und dem Betrieb von Kommunikationsnetzen für Kunden bestehen, haben eine durchschnittliche Laufzeit von ca. drei Jahren. Bereitstellungsentgelte und die zugehörigen Kosten werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt. Umsatzerlöse aus Sprachdiensten und Datendiensten werden im Rahmen solcher Verträge realisiert, sobald sie vom Kunden in Anspruch genommen werden. Wenn eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird dieses Leasingverhältnis gemäß IFRIC 4 und IAS 17 getrennt bilanziert. Umsatzerlöse aus „Hosting & ASP-Services“ werden mit Bereitstellung der Leistungen erfasst. Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern. Die Steuerverbindlichkeiten/-forderungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen/Ansprüche für in- und ausländische Ertragsteuern. Diese umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen/Ansprüche aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten/Forderungen werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet und berücksichtigen alle uns bekannten Sachverhalte. Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Passive latente Steuern werden gebildet bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen, außer wenn der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenz zu steuern, und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Außerdem werden keine latenten Steuern angesetzt, wenn diese aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld im Rahmen eines Geschäftsvorfalls resultieren, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt, und wenn dadurch weder das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch das steuerrechtliche Ergebnis beeinflusst wird. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten. Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend aufgeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der Auswirkungen, die diese Schätzungen, Annahmen und Unsicherheiten auf den Konzernabschluss haben könnten. Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn diese im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Im Rahmen der Ermittlung der Wertminderung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten werden auch Schätzungen vorgenommen, die sich u.a. auf Ursache, Zeitpunkt und Höhe der Wertminderung beziehen. Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Wachstums der Telekommunikationsbranche, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, in vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt. Der erzielbare Betrag und die beizulegenden Zeitwerte werden in der Regel unter Anwendung der „Discounted Cash-Flow“-Methode ermittelt, in die angemessene Annahmen von Marktteilnehmern einfließen. Die Identifizierung von Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung hindeuten, die Schätzung von künftigen Cash-Flows sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten (oder von Gruppen von Vermögenswerten) sind mit wesentlichen Einschätzungen verbunden, die das Management hinsichtlich der Identifizierung und Überprüfung von Anzeichen für eine Wertminderung, der erwarteten Cash-Flows, der zutreffenden Abzinsungssätze, der jeweiligen Nutzungsdauern sowie der Restwerte zu treffen hat. Insbesondere geht die Schätzung der den beizulegenden Zeitwerten zugrunde liegenden Cash-Flows aus dem Mobilfunkgeschäft von anhaltenden Investitionen in unsere Netzinfrastruktur aus, die notwendig sind, um durch das Angebot neuer Datenprodukte und -dienste ein Erlöswachstum zu generieren. Hierzu liegen nur in begrenztem Umfang historische Informationen über die Kundennachfrage vor. Wenn die Nachfrage nach diesen Produkten und Diensten sich nicht so entwickelt wie erwartet, würde dies die Erlöse und Cash-Flows reduzieren und möglicherweise zu Wertminderungsaufwendungen in Verbindung mit der Abschreibung dieser Investitionen auf ihre beizulegenden Zeitwerte führen. Dies könnte sich negativ auf die künftige Ertragslage auswirken. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist mit Schätzungen durch das Management verbunden. Zu den verwendeten Methoden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten zählen Methoden auf der Grundlage von Discounted Cash-Flows und Methoden, die als Basis notierte Marktpreise verwenden. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten durch das Management beruht, gehören Annahmen bezüglich Umsatzentwicklung, Kundengewinnung und Kosten für die Kundenbindung, Kündigungsrate, Investitionen und Marktanteil. Diese Schätzungen, einschließlich der verwendeten Methoden, können auf die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowie letztlich auf die Höhe der Abschreibungen auf den Geschäftswert wesentliche Auswirkungen haben. Unter den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden Beteiligungen an ausländischen Telekommunikationsanbietern, auf die der Konzern keinen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, ausgewiesen, die hauptsächlich in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Internet und Datenkommunikation tätig sind. Einige dieser Unternehmen sind an öffentlichen Märkten notiert und von stark schwankenden Aktienkursen gekennzeichnet. Wenn der Buchwert einer Beteiligung den Barwert ihrer geschätzten künftigen Cash-Flows übersteigt, ist grundsätzlich ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Die Berechnung des Barwerts der geschätzten künftigen Cash-Flows sowie die Einschätzung, ob die Wertminderung nicht nur vorübergehend eingetreten ist, sind von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruhen in hohem Maße auf der Einschätzung der künftigen Entwicklungsaussichten der Beteiligungsgesellschaft durch das Management. Zur Ermittlung von Wertminderungen werden, soweit verfügbar, Börsenkurse bzw. andere Bewertungsparameter auf der Grundlage von Informationen der Beteiligungsgesellschaft verwendet. Bei der Feststellung, ob eine Wertminderung nicht nur vorübergehender Natur ist, wird die Fähigkeit und Absicht beurteilt, die Anteile an der Beteiligungsgesellschaft über einen vertretbaren Zeitraum zu halten, der ausreichend ist, um den beizulegenden Zeitwert bis zur Höhe des Buchwerts (oder darüber hinaus) zu realisieren. Dies schließt auch eine Beurteilung von Faktoren wie beispielsweise der Dauer sowie der Höhe der Differenz des Buchwerts über dem Marktwert, den vorhergesagten künftigen Ergebnissen der Beteiligungsgesellschaft, dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld sowie der Branchensituation ein. Künftige nachteilige Veränderungen der Marktbedingungen, insbesondere ein Abschwung in der Telekommunikationsbranche oder schlechte operative Ergebnisse von Beteiligungsunternehmen, könnten zu Verlusten führen oder eine Realisierung des Buchwerts der Beteiligungen unmöglich machen, was unter Umständen nicht im aktuellen Buchwert einer Beteiligung berücksichtigt ist. Dies könnte zu Wertminderungsaufwendungen führen, was sich nachteilig auf die künftige Ertragslage auswirken könnte. Das Management bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen. Ertragsteuern sind für jede Steuerjurisdiktion zu schätzen, in der der Konzern tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdiktion ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen, wobei ggf. gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der maximalen Verlustvortragsperiode zu berücksichtigen sind. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z.B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen, Verlustvortragsperioden, Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern - entsprechend der ursprünglichen Bildung - erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. wertberichtigte aktive latente Steuern erfolgswirksam oder erfolgsneutral zu aktivieren. Die Pensionsverpflichtungen für Leistungen an nicht beamtete Arbeitnehmer sind grundsätzlich durch leistungsorientierte Pläne gedeckt. Die Aufwendungen für Altersversorgung für nicht beamtete Arbeitnehmer werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt, die auf Annahmen hinsichtlich des Zinssatzes, der Lebenserwartung und gegebenenfalls der erwarteten Erträge aus Planvermögen beruhen. Unsere Annahmen in Bezug auf die erwarteten Erträge aus Planvermögen werden unter Berücksichtigung langfristiger historischer Renditen in der Vergangenheit, der Anlagestrategie sowie von Schätzungen langfristiger Anlageerträge auf einheitlicher Basis getroffen. Falls Änderungen der Annahmen in Bezug auf Zinssätze oder die erwarteten Erträge aus Planvermögen erforderlich sind, könnte dies wesentliche Auswirkungen auf die künftige Höhe der Aufwendungen für Altersversorgung haben. Gemäß dem Gesetz zur Reorganisation der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost ist die Deutsche Telekom verpflichtet, ihren Anteil an der Deckungslücke zwischen den Einnahmen der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) und ihren Leistungen auszugleichen. Die PBeaKK erbringt für ihre Mitglieder (aktive oder frühere Beamte der Deutschen Telekom AG, der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG) und deren Angehörige Leistungen in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen. Die PBeaKK wurde mit Inkrafttreten der Postreform II in ihrem Bestand geschlossen. Die von der PBeaKK vereinnahmten Versicherungsbeiträge dürfen die von alternativen Anbietern privater Krankenversicherung berechneten Versicherungsbeiträge für vergleichbare Leistungen nicht überschreiten. Daher wird die sich ändernde Altersstruktur der Mitglieder in der PBeaKK nicht in den Versicherungsbeiträgen berücksichtigt. In Höhe des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechneten Barwerts des Anteils der Deutschen Telekom an den künftigen Deckungslücken werden Rückstellungen gebildet. Dabei werden Abzinsungssätze verwendet sowie Annahmen bezüglich der Lebenserwartungen und Prognosen hinsichtlich der Beiträge und der künftigen Steigerungen der Gesundheitskosten in Deutschland vorgenommen. Da die Berechnung dieser Rückstellung mit langfristigen Prognosen über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren verbunden ist, kann sich der Barwert der Verbindlichkeit schon bei geringfügigen Schwankungen der der Berechnung zugrunde liegenden Annahmen erheblich ändern. Ansatz und Bewertung der Rückstellungen und der Höhe der Eventualschulden im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Vermittlungs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren bzw. sonstiger Eventualschulden sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch die Deutsche Telekom verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Für Verbindlichkeiten werden Rückstellungen gebildet, wenn Verluste aus schwebenden Geschäften drohen, ein Verlust wahrscheinlich ist und dieser Verlust verlässlich geschätzt werden kann. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem ist die Ermittlung von Rückstellungen für Steuern, Umweltverbindlichkeiten und Rechtsrisiken mit erheblichen Schätzungen verbunden. Diese Schätzungen können sich aufgrund neuer Informationen ändern. Bei der Einholung neuer Informationen nutzt die Deutsche Telekom hauptsächlich die Dienste interner Experten sowie die Dienste externer Berater wie beispielsweise Versicherungsmathematiker oder Rechtsberater. Änderungen der Schätzungen dieser drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften können sich erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken. Umsatzrealisierung. Einmalige Bereitstellungsentgelte. Die operativen Segmente Deutschland, USA, Europa und Süd- und Osteuropa erhalten von Neukunden Entgelte für die erstmalige Bereitstellung und die Freischaltung ihres Anschlusses. Diese Entgelte (sowie die zugehörigen direkt zurechenbaren Kosten) werden abgegrenzt und über die erwartete Dauer der Kundenbeziehung verteilt. Die Schätzung der erwarteten durchschnittlichen Dauer der Kundenbeziehung basiert auf der historischen Kunden-Fluktuationsrate. Bei einer Änderung der Schätzungen durch das Management können sich wesentliche Unterschiede in Betrag und Zeitpunkt der Umsätze für nachfolgende Perioden ergeben. Serviceverträge. Ein Teil des Geschäftsvolumens des operativen Segments Systemgeschäft bezieht sich auf langfristige Verträge mit Kunden. Bei diesen Verträgen werden die Umsätze nach dem Leistungsfortschritt erfasst. Die Bestimmung des Leistungsfortschritts ist zu schätzen. In Abhängigkeit von der zur Feststellung des Leistungsfortschritts verwendeten Methode enthalten diese Schätzungen ggf. die gesamten Auftragskosten, die restlichen Kosten bis zur Fertigstellung, die gesamten Auftragserlöse, Auftragsrisiken und sonstige Beurteilungen. Sämtliche Schätzungen, die im Zusammenhang mit solchen langfristigen Aufträgen vorgenommen werden, werden von uns regelmäßig überprüft und im Bedarfsfall angepasst. Mehrkomponentenverträge. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von einzelnen Bewertungseinheiten von gebündelten Produkten bzw. Dienstleistungen ist komplex, da bestimmte Komponenten preissensibel sind und daher in einem von Wettbewerb geprägten Marktumfeld Schwankungen unterliegen. Änderungen der Schätzungen dieser anteiligen beizulegenden Zeitwerte können die Aufteilung des Preises für das gesamte Mehrkomponentengeschäft auf die einzelnen Bewertungseinheiten erheblich beeinflussen und sich daher auf die künftige Ertragslage auswirken. Konsolidierungskreis. In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der Deutschen Telekom beherrscht und voll konsolidiert werden. Die Existenz und Auswirkung von potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, einschließlich von anderen Unternehmen gehaltener potenzieller Stimmrechte, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, über die mit anderen Unternehmen die gemeinsame Führung ausgeübt wird. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Deutsche Telekom maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochterunternehmen noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie die Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konsolidierungskreis veränderte sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt:
Unternehmenszusammenschlüsse. Im Folgenden werden die wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse des Geschäftsjahres 2009 erläutert. OTE. Am 16. Mai 2008 erwarb die Deutsche Telekom von der Marfin Investment Group knapp unter 20 % der Gesellschaftsanteile der Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE) zu einem Preis von 2,6 Mrd. €. Ferner schloss die Deutsche Telekom am 14. Mai 2008 mit der Hellenischen Republik eine Gesellschaftervereinbarung, die eine Aufstockung dieses Anteils auf 25 % plus eine Stimme vorsah – eine Aktie entspricht einer Stimme – und der Deutschen Telekom nach Abschluss aller erforderlichen Schritte der Transaktion die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik der OTE (im Sinne von IAS 27) gewährt. In diesem Zusammenhang wurde am 14. Mai 2008 zwischen der Deutschen Telekom und der Hellenischen Republik ein Anteilskaufvertrag über den Erwerb von zusätzlichen 3 % der Anteile zum Preis von 0,4 Mrd. € abgeschlossen. Darüber hinaus räumte die Deutsche Telekom der Hellenischen Republik im Rahmen des Anteilskaufvertrags zwei Verkaufsoptionen für weitere 5 % (Verkaufsoption I) sowie 10 % (Verkaufsoption II) der Anteile ein. Wirtschaftlich waren die Anteile der Verkaufsoption I der Deutschen Telekom bereits mit Wirksamkeit des Anteilskaufvertrags zuzuordnen, so dass der vereinbarte Kaufpreis von 0,7 Mrd. € als Anschaffungskosten erfasst wurde. Am 31. Juli 2009 übte die Hellenischen Republik die Verkaufsoption I aus. Die Verkaufsoption II kann ab dem 10. November 2009 für zwölf Monate zum jeweils gültigen Marktpreis mit einem Aufschlag von zunächst 20 % und danach bis zum 31. Dezember 2011 mit einem Aufschlag von 15 % ausgeübt werden. Voraussetzung für den Vollzug der Gesellschaftervereinbarung und des Anteilskaufvertrags war darüber hinaus der Erwerb von zusätzlichen 2 % der Anteile der OTE durch die Deutsche Telekom am Markt, der am 17. Juli 2008 zu einem Gesamtwert von 0,1 Mrd. € abgeschlossen wurde. Mit den bis Anfang November 2008 vollständig erteilten Zustimmungen der zuständigen nationalen und internationalen Aufsichtsbehörden wurde der Anteilskaufvertrag rechtlich wirksam. Entsprechend hat die Deutsche Telekom am 5. November 2008 die zusätzlichen 3 % der Anteile an der OTE von der Hellenischen Republik erworben und damit die Rechtswirksamkeit der Gesellschaftervereinbarung herbeigeführt. Als Folge der genannten Transaktionen hält die Deutsche Telekom damit einen Anteil von 30 % plus einer Aktie an der OTE. Die für die vollständige Umsetzung der Gesellschaftervereinbarung erforderlichen Satzungsänderungen der OTE wurden im Rahmen einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung der OTE am 6. Februar 2009 beschlossen. In Folge dessen hat die Deutsche Telekom die Kontrolle über 50 % plus zwei stimmberechtigte Aktien und damit Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik erlangt. Mit der Umsetzung der Gesellschaftervereinbarung am 6. Februar 2009 wurde die OTE nicht mehr nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, sondern erstmals voll konsolidiert. Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE wurde die Verkaufsoption II als bedingte Kaufpreiszahlung erfasst, was zur Berücksichtigung einer Verbindlichkeit sowie entsprechenden Anschaffungskosten in Höhe von 0,6 Mrd. € führte. Als Folge ist der Deutschen Telekom damit ein Anteil von 40 % plus einer Stimme zuzurechnen. Die mit diesem Anteilserwerb verbundenen Anschaffungskosten inklusive der Kosten, die der Transaktion direkt zurechenbar sind, belaufen sich auf 4,4 Mrd. €, davon waren 3,7 Mrd. € bis zum 31. Dezember 2009 zahlungswirksam. Der Kaufpreis zum Erwerbszeitpunkt wird in der folgenden Tabelle dargestellt:
Die gesamten Verbindlichkeiten für die Verkaufsoption II betreffen die von der Option abgedeckten, zum Marktpreis bewerteten Anteile sowie den Aufschlag auf den Marktpreis der Anteile. Die Buchwerte der Verbindlichkeiten werden für die Verkaufsoption II im Fall von Marktpreisänderungen in jeder Periode angepasst; dies erfolgt ebenso im Falle der Nichtausübung. Zum Abschlussstichtag belaufen sich die um Marktpreisveränderungen angepassten Verbindlichkeiten für die Verkaufsoption II auf 0,6 Mrd. €; der Goodwill reduziert sich im Vergleich zum Erwerbszeitpunkt dementsprechend um 0,1 Mrd. € auf 2,4 Mrd. €. Aus dem Unternehmenszusammenschluss mit der OTE ergibt sich zum Erwerbszeitpunkt ein Goodwill in Höhe von 2,5 Mrd. €. Der Goodwill wird durch Synergien bestimmt, die aus den beiden Gesellschaften erwartet werden, insbesondere im Einkauf sowie aufgrund der integrierten Marktpositionierung. Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der OTE sowie deren Buchwerte unmittelbar vor dem Unternehmenszusammenschluss sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Im Rahmen der endgültigen Kaufpreisallokation wurde im vierten Quartal 2009 die Bewertung der erworbenen Sachanlagen abgeschlossen.
Aufgrund der Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im vierten Quartal 2008 und der damit verbundenen höheren Volatilität der Diskontierungszinssätze führte die Deutsche Telekom zum Jahresende 2008 einen Werthaltigkeitstest der OTE-Beteiligung durch. Als Folge dieses Tests erfasste die Deutsche Telekom eine Wertminderung auf den Buchwert der OTE in Höhe von 0,5 Mrd. €, der im Zuge der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE als Minderung des Goodwills ausgewiesen wurde. Im vierten Quartal 2009 wurde eine weitere Wertminderung des Goodwills von 0,4 Mrd. € erfasst. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich unter Angabe 5. Die Zustimmung der Aufsichtsbehörden zur Beteiligung an der OTE erfolgte vorbehaltlich der Veräußerung der Cosmofon, OTEs mazedonischer Tochtergesellschaft. Zum 12. Mai 2009 wurde die Cosmofon veräußert und ist daher zum Abschlussstichtag nicht mehr in der Konzern-Bilanz enthalten. OTE wurde erstmals zum 6. Februar 2009 vollständig in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Der Konzernumsatz der Berichtsperiode erhöhte sich aufgrund des Erwerbs der OTE um 5.426 Mio. €. Hätte sich der Unternehmenszusammenschluss bereits am 1. Januar 2009 ereignet, wäre der Umsatz des Konzerns um 499 Mio. € höher ausgefallen. Im Gewinn der laufenden Berichtsperiode des Konzerns ist ein Verlust der OTE in Höhe von 378 Mio. € enthalten. Wenn der Unternehmenszusammenschluss bereits am 1. Januar 2009 erfolgt wäre, hätte sich der Gewinn entsprechend um 24 Mio. € erhöht. Übrige. Die übrigen Akquisitionen der Deutschen Telekom des Jahres 2009 haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die übrigen Zugänge zum Konzern-Goodwill betrugen insgesamt 65 Mio. € (im Wesentlichen Telemobil S.A. (Zapp) und Metrolico). Pro-forma-Angaben. Die folgende Pro-forma-Rechnung stellt Finanzdaten der Deutschen Telekom einschließlich der wesentlichen in den Geschäftsjahren 2007 bis 2009 erworbenen voll konsolidierten Konzernunternehmen unter der Annahme dar, dass diese bereits zu Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres in den Konzernabschluss einbezogen worden wären.
Wesentliche Tochterunternehmen. Die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
1
Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss bzw.
Konzernabschluss. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzern-Anhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Sie kann bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations, angefordert werden. Des Weiteren enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes auch eine abschließende Aufzählung aller Tochterunternehmen, die von Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. von der Offenlegungserleichterung gemäß § 264b HGB Gebrauch machen. Konsolidierungsgrundsätze. Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden – unabhängig von der Beteiligungshöhe – in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill angesetzt. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst. Beim Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Unternehmen, die bereits als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden, wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem anteiligen erworbenen Eigenkapital als Goodwill angesetzt. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens und seinem Buchwert, einschließlich der kumulierten Umrechnungsdifferenzen, die im Eigenkapital erfasst wurden, wird zum Zeitpunkt der Veräußerung in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung als Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Tochterunternehmens erfasst. Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb mit ihren anteiligen neu bewerteten Vermögenswerten (zuzüglich etwaiger Goodwills), Schulden und Eventualschulden bilanziert. Der Goodwill aus der Anwendung der Equity-Methode wird nicht planmäßig abgeschrieben. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Geschäftsvorfällen mit diesen Unternehmen werden anteilig eliminiert. Die Werthaltigkeit des aus der Anwendung der Equity-Methode resultierenden Buchwerts der Beteiligung wird untersucht, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern der Buchwert der Beteiligung ihren erzielbaren Betrag übersteigt, ist in Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der erzielbare Betrag wird durch den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der Beteiligung bestimmt. Währungsumrechnung. Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am Abschlussstichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet, nicht monetäre Posten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden von der jeweiligen Landeswährung in Euro mit den Mittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Mittelkurse entsprechen den durchschnittlichen Geld- und Briefkursen zum Ende der jeweiligen Stichtage. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden wie die entsprechenden Jahresergebnisse zu Durchschnittskursen des Berichtszeitraums umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral erfasst. Die Wechselkurse wichtiger Währungen entwickelten sich wie folgt:
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz.1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die hier ausgewiesenen Vermögenswerte haben eine ursprüngliche Laufzeit von bis zu drei Monaten und enthalten überwiegend Festgeldanlagen bei Kreditinstituten. Daneben sind hier in geringem Umfang Kassenbestände sowie Schecks enthalten. Zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen hat die Deutsche Telekom auf Basis von Collateralverträgen Barsicherheiten in Höhe von 578 Mio. € erhalten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich in der Berichtsperiode um 2,0 Mrd. € auf 5,0 Mrd. €. Ursächlich für diesen Anstieg war zum einen der Zugang von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten aus der erstmaligen vollständigen Einbeziehung der OTE in Höhe von 1,6 Mrd. €. Daneben wirkten sich der Free Cash-Flow von 7,0 Mrd. € erhöhend, Dividendenausschüttungen in Höhe von 4,3 Mrd. €, Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an vollkonsolidierten Gesellschaften in Höhe von 1,0 Mrd. €, sowie netto Rückzahlungen von Finanzierungen in Höhe von 0,8 Mrd. € vermindernd aus. Weitere Einzelheiten der Entwicklung sind der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Zum 31. Dezember 2009 hat der Konzern 0,6 Mrd. € als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen, die von Tochterunternehmen in den Ländern Kroatien, Mazedonien und Montenegro gehalten werden. Diese unterliegen Devisenverkehrskontrollen und anderen gesetzlichen Einschränkungen. Die Verfügbarkeit über diese Bestände durch das Mutterunternehmen und andere Konzernunternehmen ist daher eingeschränkt. 2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen.
Vom Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Auftragsfertigung sind 6.715 Mio. € (31. Dezember 2008: 7.391 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig.
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Eingang von ausgebuchten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt:
Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen. 3 Vorräte.
Von den am 31. Dezember 2009 angesetzten Vorräten wurden Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 33 Mio. € (2008: 53 Mio. €; 2007: 55 Mio. €) vorgenommen. Die Wertminderungen wurden erfolgswirksam erfasst. Der Buchwert der Vorräte, der während der Periode als Aufwand erfasst wurde, beträgt 6.311 Mio. € (2008: 6.188 Mio. €; 2007: 5.713 Mio. €). 4 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen. Zum 31. Dezember 2009 sind in den kurzfristigen Vermögenswerten der Konzern-Bilanz 6,5 Mrd. € als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sowie im direkten Zusammenhang stehende Schulden in Höhe von 1,4 Mrd. € ausgewiesen. In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte der Hauptgruppen der Vermögenswerte und Schulden, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft wurden, dargestellt:
Die hier dargestellten Vermögenswerte und Schulden, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, sowie Vermögenswerte und Schulden von Veräußerungsgruppen sind in den weiteren Angaben im Anhang nicht enthalten oder als Überleitung dargestellt. T-Mobile UK. Die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. haben am 5. November 2009 einen Vertrag zur Zusammenlegung der T-Mobile UK und der Orange UK in einem Joint Venture abgeschlossen, an dem beide Gesellschaften einen 50 %-igen Anteil halten werden. Nach dem Abschluss der Transaktion wird die Deutsche Telekom AG die Anteile am Joint Venture at equity bilanzieren. Die gesamte Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die entsprechenden Wettbewerbsbehörden. Neben den in der vorstehenden Tabelle ausgewiesenen Vermögenswerten und Schulden entfällt von dem zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen kumulierten sonstigen Konzernergebnis ein Betrag in Höhe von minus 2,2 Mrd. € (Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen) auf die T-Mobile UK. Daneben wird die T-Mobile UK zum Abschlussstichtag in Höhe von 1,3 Mrd. € von der Deutschen Telekom finanziert. Dieser Betrag ist in den oben dargestellten Schulden nicht enthalten, da es sich hierbei um eine konzerninterne Finanzierung handelt. Zum Abschlussstichtag bestehende Verpflichtungen aus Operating-Leasing der T-Mobile UK in Höhe von 1,1 Mrd. € wurden nicht in die künftigen Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen (Angabe 33) einbezogen. Daneben hat sich die T-Mobile UK in Höhe von 0,3 Mrd. € vertraglich zum Erwerb von Sachanlagen verpflichtet. Immobilienvermögen. Im Rahmen der Flächenoptimierungen insbesondere für Technikflächen wurden zum Abschlussstichtag Immobilien in der Konzern-Bilanz als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen (31. Dezember 2008: 0,4 Mrd. €). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Immobilien der Deutschen Telekom AG. Im Zusammenhang mit der Umklassifizierung von Immobilien wurden in 2009 Wertminderungen von 0,2 Mrd. € als Aufwand erfasst. Aufgrund des gegenwärtig schwierigen Marktumfelds für Immobilien sieht die Deutsche Telekom keine Möglichkeit, einen Teil der zum Verkauf bestimmten Grundstücke und Gebäude kurzfristig zu veräußern. Gemäß den relevanten Bilanzierungsvorschriften (IFRS 5) durften diese Immobilien der Konzernzentrale & Shared Services nicht mehr als zur Veräußerung gehalten in der Konzern-Bilanz ausgewiesen werden, sondern mussten in die langfristigen Vermögenswerte umgegliedert und dort mit dem niedrigeren Wert aus fortgeführten Anschaffungs-/Herstellungskosten oder dem erzielbaren Betrag bilanziert werden. Die hieraus entstandenen Bewertungsunterschiede in Höhe von 0,1 Mrd. € wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 5 Immaterielle Vermögenswerte.
Der Nettobuchwert der UMTS-Lizenzen in Höhe von 6.637 Mio. € entfällt im Wesentlichen auf T-Mobile Deutschland. Zum Abschlussstichtag hat sich die Deutsche Telekom in Höhe von 0,3 Mrd. € vertraglich zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten verpflichtet. Diese stehen vor allem im Zusammenhang mit dem Netzausbau bei T-Mobile USA und T-Mobile Deutschland. Die Buchwerte der Goodwills sind den operativen Segmenten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt zugeordnet:
Im Geschäftsjahr haben sich folgende wesentliche Entwicklungen der Buchwerte der Goodwills zahlungsmittelgenerierender Einheiten ergeben: Europa. Der Goodwill der T-Mobile UK im operativen Segment Europa hat sich aufgrund einer im ersten Quartal 2009 notwendig gewordenen Wertminderung in Höhe von 1,8 Mrd. € verringert. Die Ereignisse oder Umstände, die zu dieser Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit T-Mobile UK im ersten Quartal 2009 geführt haben, waren im Wesentlichen die starke Konjunkturabkühlung und der verschärfte Wettbewerb in Großbritannien. Die Umsätze zum Zeitpunkt der Wertberichtigung waren durch geringere Roaming-Umsätze sowie durch die neue Regulierung von Roaming- und Terminierungsentgelten belastet. Gestiegene Terminierungsentgelte für die Nutzung fremder Mobilfunknetze und zusätzlich hohe Ausgaben für die Kundengewinnung und -bindung führten zu Steigerungen auf der Kostenseite. Der verbliebene Goodwill wird aufgrund der Ausweisänderung der T-Mobile UK zum 30. September 2009 „als zur Veräußerung gehalten“ nicht mehr in den immateriellen Vermögenswerten, sondern in „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ ausgewiesen (Angabe 4). Daneben hat sich der Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit T-Mobile Austria Gruppe durch eine am Jahresende notwendig gewordene Wertminderung reduziert. Süd- und Osteuropa. Durch die erstmalige vollständige Einbeziehung der OTE-Gruppe in den Konzernabschluss entstand ein Goodwill von insgesamt 2,5 Mrd. €. Dieser wurde im Wesentlichen den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Griechenland – Festnetz, Griechenland – Mobilfunk, Bulgarien – Mobilfunk und Rumänien - Mobilfunk zugeordnet. Neben Wechselkurseffekten haben sich die Buchwerte der Goodwills im operativen Segment Süd- und Osteueropa im Wesentlichen durch zum Jahresende notwendig gewordene Wertminderungen verändert. Alle übrigen Goodwills veränderten sich im Wesentlichen aufgrund von Wechselkurseffekten. Angaben zu Werthaltigkeitstests Die Deutsche Telekom führte zum 31. Dezember 2009 ihre jährlichen Werthaltigkeitstests für die bilanzierten Goodwills durch. Die nachfolgende Tabelle enthält eine Übersicht der vom Konzern angewandten Perioden für die Cash-Flow-Prognosen, die zur Extrapolation der Cash-Flow-Prognosen genutzen Wachstumsraten und die auf die Cash-Flow-Prognosen angewandten Diskontierungszinssätze, gegliedert nach operativen Segmenten:
Den Bewertungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Cash-Flows, die über den Planungshorizont hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten durch das Management beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelte Annahmen, die hauptsächlich vergangene Erfahrungen widerspiegeln: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt. Sollten sich künftig wesentliche Veränderungen in den oben aufgeführten Annahmen ergeben, so würde dies Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben. Diese möglichen Veränderungen von Annahmen könnten sich bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in den Ländern des operativen Segments Süd- und Osteuropa durch zukünftige Entwicklungen der angespannten makroökonomischen Lage, des anhaltend harten Wettbewerbs, sowie die in einigen dieser Länder neu erhobenen bzw. angehobenen Mobilfunksteuern stärker und gegebenenfalls negativ auswirken. Auf Basis der zum Abschlussstichtag vorliegenden Erkenntnisse und Erwartungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds, ergaben die Werthaltigkeitstests zum Jahresende für folgende zahlungsmittelgenerierende Einheiten Wertminderungsbedarf:
Die Wertminderungen resultieren im Wesentlichen aus dem länderspezifischen Risiko im Zusammenhang mit der aktuellen Finanz- und Staatskrise in Griechenland. Darüber hinaus waren hauptsächlich die negativen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise ursächlich für die weiteren Wertminderungen. Wären bei den Werthaltigkeitstests der Goodwills der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, bei denen am Jahresende Wertminderungen in Höhe von insgesamt 0,5 Mrd. € erfasst wurden, die zu Grunde gelegten Diskontierungssätze um 0,5%-Punkte höher gewesen, hätten sich um 0,5 Mrd. € höhere Wertminderungen ergeben. Wären die Diskontierungssätze hingegen um 0,5%-Punkte niedriger gewesen, hätten sich um 0,4 Mrd. € niedrigere Wertminderungen ergeben. Wären die bei diesen Werthaltigkeitstests zu Grunde gelegten Wachstumsraten um 0,5%-Punkte niedriger gewesen, hätte dies eine um 0,3 Mrd. € höhere Wertminderung und bei 0,5%-Punkte höheren Wachstumsraten eine um 0,3 Mrd. € niedrigere Wertminderung zur Folge gehabt. 6 Sachanlagen.
Zum 31. Dezember 2009 wurden Rückbauverpflichtungen in Höhe von 0,2 Mrd. € (31. Dezember 2008: 0,2 Mrd. €) aktiviert. Die Deutsche Telekom hat sich zum Abschlussstichtag in Höhe von 0,9 Mrd. € vertraglich zum Erwerb von Sachanlagen verpflichtet. 7 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen. Die wesentlichen Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
1
Beizulegender Zeitwert (Börsenwert) zum
31. Dezember 2008: 1.750 Mio. € Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu den nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf die auf den Konzern Deutsche Telekom entfallenden Anteile, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.
Eine zusammenfassende Darstellung aggregierter Eckdaten der nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom auf Basis der jeweiligen Beteiligungsquote ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
8 Sonstige finanzielle Vermögenswerte.
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der ausgereichten Darlehen und Forderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Forderungen in Höhe von 337 Mio. € (31. Dezember 2008: 28 Mio. €) wurden im Rahmen von Collateralverträgen zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen eingesetzt. Darüber hinaus ist zum Abschlussstichtag ein Betrag in Höhe von 309 Mio. € auf einem Treuhandkonto – hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Kauf der Strato AG - hinterlegt und ist derzeit daher für die Deutsche Telekom nicht frei verfügbar. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte (AfS) enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren und die daher am 31. Dezember 2009 in Höhe von 411 Mio. € (31. Dezember 2008: 288 Mio. €) zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Im Geschäftsjahr 2009 wurden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte um 8 Mio. € (2008: 12 Mio. €) erfolgswirksam im Wert gemindert, da die Wertminderungen dauerhaft oder wesentlich waren. 9 Finanzielle Verbindlichkeiten.
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten werden überwiegend von der Deutschen Telekom International Finance B.V., einer 100%-igen Tochtergesellschaft der Deutsche Telekom AG, emittiert. Die Deutsche Telekom AG garantiert für alle von der Deutschen Telekom International Finance B.V. emittierten Verbindlichkeiten in uneingeschränkter und unwiderruflicher Form. Am 31. Dezember 2009 standen der Deutschen Telekom standardisierte bilaterale Kreditlinien mit 24 Banken mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 14,4 Mrd. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2009 wurde keine dieser Banklinien in Anspruch genommen. Die Konditionen sind gemäß den Kreditverträgen abhängig vom Rating der Deutschen Telekom. Die bilateralen Kreditverträge haben eine ursprüngliche Laufzeit von 36 Monaten und können jeweils nach 12 Monaten um weitere 12 Monate auf wiederum 36 Monate prolongiert werden. In 2008 sowie Anfang 2009 machte sich die Finanzmarktkrise bei der Prolongation der bilateralen Kreditlinien bemerkbar. Insbesondere Institute, die aufgespalten beziehungsweise von anderen Banken übernommen wurden oder eine zu schwache Eigenkapitaldecke hatten, verlängerten die Kreditlinien nicht mehr. Von vier fusionierten Banken wurde jeweils eine Kreditlinie in 2009 aufgehoben. Hierdurch nahm die Anzahl der der Deutschen Telekom zur Verfügung stehenden Fazilitäten im Jahresverlauf von 28 auf 24 ab, von denen 19 zum Zeitpunkt des letzten Verlängerungsantrags von den jeweiligen Banken verlängert wurden. Diese 19 Kreditlinien stehen der Deutschen Telekom im Falle der Nichtverlängerung jeweils für weitere zwei Jahre ab der Nichtverlängerung zur Verfügung. Aus den folgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit positivem und negativem beizulegenden Zeitwert der Deutschen Telekom ersichtlich:
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2009 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht einbezogen. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2009 gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Gemäß § 2 Abs. 4 PostUmwG trägt der Bund die Gewährleistung für die Erfüllung der Verbindlichkeiten, die am 1. Januar 1995 bereits bestanden. Diese beliefen sich zum 31. Dezember 2009 auf nominal 1,9 Mrd. € (31. Dezember 2008: 2,1 Mrd. €). 10 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sind 6.300 Mio. € (31. Dezember 2008: 7.064 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. 11 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen. Die nachstehenden Angaben über Pensionsverpflichtungen zum Stichtag umfassen nicht die Pensionsverpflichtungen der als zur Veräußerung gehaltenen T-Mobile UK in Höhe von 147 Mio. € zum 31. Dezember 2009 (454 Mio. € Defined Benefit Obligation abzüglich 307 Mio. € Plan Assets). Diese Verpflichtungen werden in den nachfolgenden Tabellen jeweils in der Zeile „Umgliederung gemäß IFRS 5“ eliminiert. Leistungsorientierte Versorgungszusagen. Die Versorgungsverpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Herleitung der Pensionsrückstellungen (Defined Benefit Liability / Defined Benefit Asset):
Aufteilung der Pensionsrückstellungen netto in Defined Benefit Liability/ Defined Benefit Asset:
Das Defined Benefit Asset ist in der Konzern-Bilanz unter den Übrigen langfristigen Vermögenswerten erfasst. Zu den jeweiligen Stichtagen lagen den Berechnungen die folgenden Annahmen zugrunde: Annahmen für die Bewertung der Verpflichtungen (Defined Benefit Obligation) zum 31.12. des Jahres:
Für die deutschen Konzernunternehmen erfolgt die Bewertung der Pensionsverpflichtungen unter Verwendung der biometrischen Rechnungsgrundlagen Heubeck Richttafel 2005G. In den anderen Ländern wurden landesspezifische Richttafeln verwendet. Annahmen für die Ermittlung der Pensionsaufwendungen (Pension Expense) für Jahre, die am 31.12. geendet haben:
Entwicklung der Pensionsverpflichtungen im Berichtsjahr (Defined Benefit Obligation):
Unter Berücksichtigung ausgegliederter Vermögenswerte (Plan Assets) sind die Versorgungsverpflichtungen vollständig ausgewiesen. Entwicklung der ausgegliederten Vermögenswerte im Berichtsjahr (Plan Asset):
Zusammensetzung ausgegliederter Vermögenswerte nach Anlagekategorien:
Die Anlagenstruktur wird mit Hilfe von Asset-Liability-Studien definiert, gesteuert und regelmäßig überprüft. Die sich ergebenden Zielallokationen für die Planvermögen der jeweiligen Pensionspläne berücksichtigen daher unter anderem die Duration (Fälligkeitsstruktur) der Verpflichtungen, den Verpflichtungsumfang, die Mindestanforderungen an das Deckungskapital und gegebenenfalls weitere Faktoren. Die ausgegliederten Vermögenswerte enthalten zum 31. Dezember 2009 1,0 Mio. € in Aktien (31. Dezember 2008: 1,7 Mio. € in Aktien), die von der Deutschen Telekom AG ausgegeben worden sind. Weitere eigene Finanzinstrumente sind in den dargestellten Jahren nicht enthalten. Bestimmung der erwarteten Renditen der wesentlichen ausgegliederten Vermögenswerte: Den erwarteten Renditen liegen Konsensus-Prognosen der jeweiligen Asset-Klassen sowie Bankengespräche zugrunde. Die Prognosen basieren auf Erfahrungswerten, Wirtschaftsdaten, Zinsprognosen und Erwartungen am Aktienmarkt. Die Pensionsaufwendungen (Pension Expense) für die jeweilige Periode setzen sich wie folgt zusammen und sind in den jeweils angegebenen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesen:
a
Einschließlich sonstigem betrieblichem Aufwand Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung beinhaltet folgende Beträge:
Von den zum Abschlussstichtag ausgewiesenen kumulierten im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen in Höhe von 589 Mio. € entfallen 62 Mio. € auf die T-Mobile UK, die als „zur Veräußerung gehalten“ ausgewiesen wird. Erwartete Arbeitgeberbeiträge an externe Versorgungsträger für das Folgejahr werden wie folgt geschätzt:
Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte, das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen:
Beitragsorientierte Versorgungszusagen. Die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Versorgungszusagen, die als Aufwand des jeweiligen Jahres in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden, betrugen 2009 73 Mio. € (2008: 160 Mio. €; 2007: 103 Mio. €). Pensionsregelungen für Beamte der Deutschen Telekom. Im Geschäftsjahr 2009 wurden 684 Mio. € (2008: 762 Mio. €; 2007: 772 Mio. €) als Aufwand für den jährlichen Beitrag in Höhe von 33 % der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Unterstützungskasse BPS-PT erfasst. Der Barwert der Gesamtverpflichtung aus Zahlungsverpflichtungen an diese Unterstützungskasse beträgt zum Abschlussstichtag 6,6 Mrd. € (31. Dezember 2008: 6,9 Mrd. €). 12 Sonstige Rückstellungen.
Die Rückstellungen für Restrukturierungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalumbau. Im Geschäftsjahr haben sich die Rückstellungen für Restrukturierungen wie folgt entwickelt:
Die hier dargestellten Personalumbauinstrumente sind zum Teil gesetzlich verankert, und ihre Geltungsdauer geht über 2009 hinaus. Beispielsweise ist der vorzeitige Ruhestand für Beamte bis Ende 2010 befristet. Für die bei der Deutschen Telekom beschäftigten Beamten bietet das Gesetz die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen ab dem vollendeten 55. Lebensjahr in den vorzeitigen Ruhestand zu treten. Mit Inkrafttreten des Dienstrechtsneuordnungsgesetzes wurde die Vorruhestandsregelung für Beamte bis zum 31. Dezember 2012 verlängert. Eine Inanspruchnahme in den Jahren 2011 und 2012 bedarf allerdings eines Vorstandsbeschlusses. Die übrigen Personalrückstellungen umfassen eine Vielzahl von Einzelthemen wie Rückstellungen für Entgeltabgrenzungen, Beihilfen und Jubiläumszuwendungen. Die Aufwendungen werden verursachungsgerecht den Funktionskosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen enthalten die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Vermögenswerts und die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Die geschätzten Kosten sind Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betreffenden Vermögenswerts. Die Rückstellungen für Prozessrisiken beinhalten im Wesentlichen mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Klagen. Die Rückstellungen für Vertriebs- und Einkaufsunterstützungen beinhalten Händlerprovisionen, Werbekostenzuschüsse und Rückvergütungen . Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten neben Rückstellungen im Zusammenhang mit Unternehmensverkäufen und Standortschließungen, Rückstellungen für Altlasten und Umweltrisiken sowie Rückstellungen für Gewährleistungen eine Vielzahl weiterer Sachverhalte mit Wertansätzen von im Einzelfall nur untergeordneter Bedeutung. 13 Übrige Schulden.
Die übrigen sonstigen Schulden haben sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Regelung zum vorzeitigen Ruhestand für Beamte erhöht. 14 Eigenkapital. Gezeichnetes Kapital. Zum 31. Dezember 2009 beträgt das Grundkapital der Deutschen Telekom unverändert zum Vorjahresstichtag 11.164.979.182,08 €. Das Grundkapital ist in 4.361.319.993 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt.
Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die Stimmrechte sind jedoch bei den eigenen Anteilen (per 31. Dezember 2009: rund 2 Mio. Stück) und den sogenannten Trust (Treuhänder)-Aktien (per 31. Dezember 2009: rund 19 Mio. Stück) eingeschränkt. Die Trust-Aktien stehen im Zusammenhang mit den Akquisitionen von VoiceStream und Powertel (jetzt T-Mobile USA) im Jahr 2001. Im Rahmen dieser Akquisitionen gab die Deutsche Telekom AG neue Aktien aus genehmigtem Kapital an Treuhänder aus, unter anderem zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Hinsichtlich der an Trusts ausgegebenen Aktien hat der jeweilige Treuhänder für die Zeit des Bestehens des Trusts auf Stimmrechte und Bezugsrechte sowie grundsätzlich auf Dividendenrechte verzichtet. Die an die Trusts ausgegebenen Aktien können auf Weisung der Deutschen Telekom AG über die Börse verkauft werden, wenn die Berechtigten ihre Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte nicht ausüben oder diese erlöschen. Der Veräußerungserlös fließt der Deutschen Telekom AG zu. Am 31. Dezember 2009 betrug die Anzahl der hinterlegtenT-Aktien für die noch ausstehenden Bezugsrechte 5.403.455 Stück. Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital. Das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital zum 31. Dezember 2009 setzen sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
1
Die Zustimmung des Aufsichtsrats ist erforderlich. Kapitalrücklage. Die Kapitalrücklage des Konzerns umfasst insbesondere die Kapitalrücklage der Deutschen Telekom AG. Unterschiede zu der Kapitalrücklage der Deutschen Telekom AG resultieren aus dem im Konzernabschluss zulässigen Ansatz der im Rahmen des Erwerbs von T-Mobile USA Inc., Bellevue (USA)/Powertel Inc., Bellevue (USA) neu ausgegebenen Aktien der Deutschen Telekom AG zu deren Marktwert an Stelle des Nennwerts sowie aus der damit im Zusammenhang stehenden Behandlung der Emissionskosten, die von der Kapitalrücklage abgezogen wurden. Eigene Anteile. Der Bestand an eigenen Anteilen von 1.881.508 Stück ist unverändert zum Vorjahr. Die Bewertung in Höhe von 5 Mio. € erfolgt zu Anschaffungskosten. Dies entspricht einem Anteil von 0,04 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Sämtliche eigene Anteile werden von der Deutschen Telekom AG gehalten. Die Hauptversammlung vom 30. April 2009 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 29. Oktober 2010 insgesamt bis zu 436.131.999 Stückaktien der Deutsche Telekom AG mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.116.497.917,44 € unter folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Deusche Telekom AG, welche die Deutsche Telekom AG bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71 d und 71 e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Deutsche Telekom AG. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutsche Telekom AG im Sinne von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutsche Telekom AG oder für Rechnung im Sinne von § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutsche Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes. Der Hauptversammlungsbeschluss vom 30. April 2009 ermächtigt den Vorstand. u.a. auch dazu, Aktien der Deutsche Telekom AG, die auf Grund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, einzuziehen ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Anteile anderer Gesellschafter. Die Höhe der Anteile anderer Gesellschafter stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich an, wobei die Entwicklung auf gegenläufigen Effekten beruht. Während sich die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital durch die erstmalige Vollkonsolidierung der OTE und durch das den anderen Gesellschaftern zuzurechnende Gesamtergebnis erhöhten, reduzierten sich die Anteile anderer Gesellschafter durch Dividendenausschüttungen. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.15 Umsatzerlöse. Die Umsätze gliedern sich in die folgenden Erlösarten:
Der Anstieg der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2009 wurde maßgeblich getragen von der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE, die 5,4 Mrd. € zu der positiven Umsatzentwicklung beitrug. Nach Berücksichtigung von Konsolidierungskreiseffekten von insgesamt 5,5 Mrd. € sowie negativen Wechselkurseffekten (0,4 Mrd. €) blieb der Konzernumsatz unter Vorjahresniveau. Während der Konzern den Umsatz in den operativen Segmenten USA und Süd- und Osteuropa steigerte, war der Umsatz in den operativen Segmenten Deutschland, Europa und Systemgeschäft rückläufig. 16 Umsatzkosten. Wesentliche Ursache für den Anstieg der Umsatzkosten um 1,7 Mrd. € im Vergleich zu 2008 war die erstmalige Vollkonsolidierung der OTE, die im Geschäftsjahr Umsatzkosten von 3,2 Mrd. € zum Konzern beitrug. Des Weiteren wirkten sich im operativen Segment USA Wechselkurseffekte von 0,4 Mrd. € sowie in geringerem Maße der steigende Absatz von höherpreisigen Produkten sowie der Ausbau des 2G- und 3G-Netzwerks kostensteigernd aus. Umsatzbedingte Rückgänge der Kosten in den operativen Segmenten Europa und Systemgeschäft wirkten sich in Höhe von insgesamt 1,5 Mrd. € auf den Konzern aus. Ebenso verminderten insgesamt positive Wechselkurseffekte von 0,4 Mrd. €, vor allem im operativen Segment Europa und im operativen Segment Süd- und Osteuropa aus der Umrechnung von Britischem Pfund, Polnischem Zloty und Tschechischer Krone sowie Ungarischem Forint in Euro, die Umsatzkosten. 17 Vertriebskosten. Die Vertriebskosten des Konzerns blieben trotz den erhöhenden Effekten aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE in 2009 auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Effekte konnten insbesondere durch Kostenreduzierungen, vor allem im operativen Vertrieb und im Forderungsmanagement, im operativen Segment Deutschland aufgefangen werden. Daneben sanken im operativen Segment Europa nach Berücksichtigung von Währungskurseffekten die Vertriebskosten. 18 Allgemeine Verwaltungskosten. Die Verwaltungskosten im Konzern wurden um 0,2 Mrd. € reduziert. Der Effekt der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE in Höhe von 0,5 Mrd. € wurde durch Einsparungsmaßnahmen mehr als kompensiert. 19 Sonstige betriebliche Erträge.
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mrd. € verringert. Die Verringerung ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Erträge aus Entkonsolidierungen zurückzuführen. Im Vorjahr erzielte der Konzern Erträge aus der Veräußerung der Media in Höhe von 0,4 Mrd. €. 20 Sonstige betriebliche Aufwendungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mrd. € erhöht. Ursächlich für diesen Anstieg waren im Wesentlichen in diesem Geschäftsjahr notwendig gewordene Wertminderungen der Goodwills in Höhe von 2,3 Mrd. €. Weitere Erläuterungen hierzu sind der Angabe 5 zu entnehmen. 21 Zinsergebnis.
Im Zinsergebnis wirkten sich zwei gegenläufige Effekte aus. Zum einen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2009 die Zinsaufwendungen aufgrund der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE in den Konzernabschluss; zum anderen führte eine im Vorjahr erfolgte Ratingabstufung der Deutschen Telekom und die damit verbundenden Buchwertanpassungen einiger Anleihen mit ratingabhängigen Kupons zu einer einmaligen Belastung der Zinsaufwendungen des Vorjahres. Die Deutsche Telekom aktiviert seit dem 1. Januar 2009 Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten von qualifizierten Vermögenswerten. Im Geschäftsjahr wurden 27 Mio. € als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Der Berechnung lag ein konzernweit anzuwendender durchschnittlicher Zinssatz von 5,9 % zugrunde. Die Vergleichsperioden wurden nicht angepasst. Abgegrenzte Zinszahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Zinsswaps), die als Sicherungsinstrumente in einem Fair Value Hedge gemäß IAS 39 designiert wurden, werden pro Swapkontrakt saldiert und entsprechend dem Nettobetrag entweder als Zinsertrag oder -aufwand erfasst. Das Zinsergebnis wird den Bewertungskategorien anhand des Grundgeschäfts zugeordnet; im Berichtszeitraum wurden ausschließlich finanzielle Verbindlichkeiten gesichert. 22 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen.
Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr um 0,4 Mrd. € verbessert. Dies resultiert hauptsächlich aus einer im Vorjahr notwendig gewordenen Wertminderung auf den Buchwert der Anteile an der OTE in Höhe von 0,5 Mrd. €. Seit Anfang Februar 2009 wird die OTE voll konsolidiert. Weitere Erläuterungen hierzu sind dem Abschnitt „Unternehmenszusammenschlüsse“ zu entnehmen. 23 Sonstiges Finanzergebnis.
Im sonstigen Finanzergebnis werden sämtliche Ergebniskomponenten, einschließlich der Zinserträge und -aufwendungen von Finanzinstrumenten, die nach IAS 39 als "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft sind, ausgewiesen. Die Verschlechterung des sonstigen Finanzergebnisses in Höhe von 0,1 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf eine höhere Belastung aus Zinseffekten in den Rückstellungen und Verbindlichkeiten zurückzuführen. 24 Ertragsteuern. Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten tatsächlichen Steuern sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die Ertragsteuern teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:
Der zusammengefasste Ertragsteuersatz für das Jahr 2009 belief sich bei der Deutschen Telekom auf 30,5 %, bestehend aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbeertragsteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 419 %. Für 2008 belief sich der zusammengefasste Ertragsteuersatz auf 30,5 % und 2007 auf 39 %. Ableitung Effektivsteuersatz. Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von 1.782 Mio. € (2008: 1.428 Mio. €; 2007: 1.373 Mio. €) leiten sich wie folgt von einem „erwarteten“ Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte:
Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Die tatsächlichen Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
Latente Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Trotz eines signifikant niedrigeren Vorsteuerergebnisses ist der Ertragsteueraufwand im Vergleich zum Vorjahr nicht gesunken, sondern sogar deutlich gestiegen. Wesentliche Ursachen für diese Entwicklung sind die gegenüber dem Vorjahr höheren Wertminderungen auf Goodwill, die insbesondere die T-Mobile UK betreffen. Da diese Wertminderungen steuerlich keine Berücksichtigung finden, hat sich der Ertragsteueraufwand im Verhältnis zum Vorsteuerergebnis erhöht. Ertragsteuern in der Konzern-Bilanz. Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Bilanz:
Latente Steuern in der Konzern-Bilanz:
Entwicklung der latenten Steuern:
Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten, Verlustvorträge und Steuergutschriften:
Die Wertberichtigungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Verlustvorträge. Die Bestände der latenten Steuern (Aktive latente Steuern: 0,3 Mrd. €; Passive latente Steuern: 0,3 Mrd. €), die auf die T-Mobile UK entfallen, die zum Abschlussstichtag als „zur Veräußerung gehalten“ ausgewiesen wird, sind in der Aufstellung nicht enthalten. Die Verlustvorträge betragen:
In der Tabelle sind die Verlustvorträge der zum Abschlussstichtag als „zur Veräußerung gehalten“ ausgewiesenen TM-UK in Höhe von 1.666 Mio. € nicht enthalten. Die Verlustvorträge und temporären Differenzen, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betragen:
In der Tabelle sind die Verlustvorträge der zum Abschlussstichtag als „zur Veräußerung gehalten“ ausgewiesenen TM-UK in Höhe von 774 Mio. € nicht enthalten. Daneben werden keine latenten Steuern für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 124 Mio. € (31. Dezember 2008: 220 Mio. €) und gewerbesteuerliche Ansprüche aus temporären Differenzen in Höhe von 40 Mio. € (31. Dezember 2008: 75 Mio. €) angesetzt. Weiterhin wurden - getrennt von den körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen - keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 118 Mio. € (31. Dezember 2008: 106 Mio. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Verlustvorträge angesetzt. Auf die oben genannten steuerlichen Verlustvorträge und temporären Differenzen wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Aus der Nutzung von bislang nicht mit aktiven latenten Steuern belegten Verlustvorträgen gab es einen positiven Effekt in Höhe von 12 Mio. € (2008: 12 Mio. €; 2007: 14 Mio. €). Für das Jahr 2009 wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen in Höhe von 2.624 Mio. € (31. Dezember 2008: 2.878 Mio. €) gebildet, obwohl die jeweilig zugehörige Gesellschaft im laufenden Jahr und im Vorjahr steuerliche Verluste erwirtschaftet hat, da der Konzern hier von zukünftigen steuerlichen Gewinnen ausgeht. Zudem werden bei der Werthaltigkeitsanalyse der aktiven latenten Steuern auch Möglichkeiten zur Optimierung von Strukturen berücksichtigt. Nach einer Vereinfachung der Unternehmensstruktur der T-Mobile UK in 2006 geht die Deutsche Telekom davon aus, dass hieraus ein steuerlicher Veräußerungsverlust entstanden ist. Allerdings ist die Nutzbarkeit des hieraus resultierenden und nur mit bestimmten Gewinnen verrechenbaren Verlustvortrags in Höhe von 8.122 Mio. € wenig wahrscheinlich, weshalb er nicht in den oben stehenden Verlustvorträgen enthalten ist. Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften wurden in Höhe von 1.590 Mio. € (31. Dezember 2008: 1.485 Mio. €) keine latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden. Angaben zu steuerlichen Auswirkungen auf das „Sonstiges Ergebnis“
25 Den Minderheiten zugerechneter Überschuss. Von dem den Minderheiten zugerechneten Überschuss von 520 Mio. € (2008: 541 Mio. €; 2007: 509 Mio. €) entfallen 527 Mio. € (2008: 859 Mio. €; 2007: 549 Mio. €) auf Gewinnanteile und 7 Mio. € (2008: 318 Mio. €; 2007: 40 Mio. €) auf Verlustanteile. Der den Minderheiten zugerechnete Überschuss in 2009 setzt sich im Wesentlichen aus den Gesellschaften T-Mobile Czech Republic, Magyar Telekom, T-Mobile Hrvatska, HT-Hrvatske telekomunikacije und Slovak Telekom zusammen. 26 Ergebnis je Aktie. Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie berechnen sich gemäß IAS 33 wie folgt:
Für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie liegt die zeitlich gewichtete Summe aller ausstehenden Stammaktien zugrunde. In der Anzahl der ausgegebenen Stammaktien sind bereits alle in der Berichtsperiode neu ausgegebenen Aktien entsprechend ihrer zeitlichen Gewichtung enthalten. Zudem wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien unter Abzug der von der Deutschen Telekom AG gehaltenen eigenen Aktien sowie der Aktien, die im Rahmen der Ausgabe neuer Aktien im Zuge der Akquisition von T-Mobile USA/Powertel treuhänderisch für eine spätere Ausgabe und die Aufnahme des Handels als Namensaktien bzw. American Depositary Shares (ADS) gehalten werden, jeweils multipliziert mit dem entsprechenden zeitlichen Gewichtungsfaktor, berechnet.
Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie entspricht grundsätzlich der Berechnungsweise des unverwässerten Ergebnisses je Aktie. Die in die Berechnung eingehenden Größen sind jedoch zusätzlich um alle Kapitalverwässerungseffekte, die sich aus potenziellen Stammaktien ergeben, zu bereinigen. Eigenkapitalinstrumente können das unverwässerte Ergebnis je Aktie in Zukunft verwässern und wurden – sofern im jeweiligen Betrachtungszeitraum bereits eine potenzielle Verwässerung vorlag – in die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie einbezogen. Weitere Einzelheiten zu den derzeit gültigen Eigenkapitalinstrumenten sind der Angabe 14 und der Angabe 34 zu entnehmen. 27 Dividende je Aktie. Für das Geschäftsjahr 2009 schlägt der Vorstand eine Dividende in Höhe von 0,78 € je dividendenberechtigter Stückaktie vor. Unter Zugrundelegung dieses Ausschüttungsvorschlags entfällt auf die am 8. Februar 2010 dividendenberechtigten Stückaktien eine Dividendensumme von 3.386 Mio. € (2008: 3.386 Mio. €). Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab. 28 Anzahl der Beschäftigten und Personalaufwand.
Die Anzahl der Beschäftigten im Konzern hat sich gegenüber dem Vorjahr um 22.714 Beschäftigte erhöht. Die erstmalige Einbeziehung der Beschäftigten der OTE seit Anfang Februar 2009 trug maßgeblich zu diesem Anstieg bei. Daneben stieg die Anzahl der Beschäftigten in den operativen Segmenten Systemgeschäft und USA. Der Anstieg im operativen Segment Systemgeschäft resultiert aus dem Ausbau des Auslandsgeschäfts. Im operativen Segment USA führte der weitere Ausbau des Einzelvertriebs zu einem Anstieg. Diese Effekte wurden durch den Personalabbau im Inland nur teilweise kompensiert. Die Entwicklung des in den Funktionskosten enthaltenen Personalaufwands ist auf die beschriebenen Einflüsse bei der Anzahl der Beschäftigten zurückzuführen. 29 Abschreibungen. Die in den Funktionskosten enthaltenen Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Mobilfunklizenzen, Software, Kundenstämme und Markennamen sowie Goodwill. Der Anstieg im Geschäftsjahr 2009 resultiert neben der erstmaligen vollständigen Einbeziehung der OTE seit Anfang Februar 2009 im Wesentlichen aus gestiegenen Wertminderungen auf Goodwill. Im ersten Quartal 2009 hat der Konzern eine Wertminderung des Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit T-Mobile UK in Höhe von 1,8 Mrd. € erfasst. Seit dem 8. September 2009 wird die T-Mobile UK als „zur Veräußerung gehalten“ ausgewiesen. Daneben erfasste der Konzern im Rahmen des jährlichen Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2009 Wertminderungen in Höhe von 0,5 Mrd. €. Weitere Erläuterungen zu Wertminderungen sind der Angabe 5 zu entnehmen. Weitere Erläuterungen zum Ausweis der T-Mobile UK sind der Angabe 4 zu entnehmen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erhöhten sich im Berichtsjahr um 0,7 Mrd. €. Dies ist im Wesentlichen auf die erstmalige vollständige Einbeziehung der OTE zurückzuführen. Geringere planmäßige Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen und niedrigere Wertminderungen auf Grundstücke und Gebäude kompensierten diesen Anstieg zum Teil. Sonstige Angaben.30 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung. Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit. Im Geschäftsjahr 2009 konnte der Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 15,8 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. € gesteigert werden. Während sich der operative Cash-Flow um 0,6 Mrd. € verbesserte, erhöhten sich die Auszahlungen des Saldos aus gezahlten und erhaltenen Zinsen um 0,2 Mrd. €. Die Erhöhung des operativen Cash-Flow ist auf mehrere zum Teil gegenläufige Effekte zurückzuführen. Der Konzern erzielte gegenüber dem Vorjahr ein um 1,9 Mrd. € gestiegenes EBITDA. Berücksichtigt man die Effekte aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften erhöht sich dieser Anstieg um weitere 0,4 Mrd. €. Die Veränderung des aktiven Working Capitals verbesserte sich um 1,7 Mrd. €, was vor allem auf Einzahlungen im Rahmen von Forderungsverkäufen („Factoring“) in Höhe von 0,8 Mrd. € sowie den Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Forderungen aus Auftragsfertigung) in Höhe von 0,5 Mrd. € aufgrund eines verbesserten Forderungsmanagements zurückzuführen ist. Demgegenüber verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr die Veränderungen aus Rückstellungen und dem übrigen passiven Working Capital um 3,1 Mrd. € hauptsächlich aufgrund von geringeren Zuführungen zu Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen bei gleichzeitig höheren Auszahlungen für Restrukturierungsmaßnahmen, höheren Inanspruchnahmen von Personalrückstellungen und Rückstellungen für Prozessrisiken sowie eines Abbaus von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren erhöhten sich die Ertragsteuerzahlungen um 0,4 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr, was insbesondere auf den erstmaligen vollständigen Einbezug der OTE ab Februar 2009 zurückzuführen war. Die erhöhten Auszahlungen aus dem Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen sind ebenfalls im Wesentlichen auf diesen Effekt zurückzuführen. Cash-Flow aus Investitionstätigkeit. Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit beliefen sich auf 8,6 Mrd. € gegenüber 11,4 Mrd. € im Vorjahr. Zu dieser Veränderung hat im Wesentlichen der Zugang des Bestands an Zahlungsmitteln der OTE in Höhe von 1,6 Mrd. € im Rahmen der erstmaligen vollständigen Einbeziehung der OTE beigetragen, während im Vorjahr Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an der OTE von 3,1 Mrd. € geleistet wurden. Gegenläufig entwickelten sich die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die sich um 0,5 Mrd. € erhöhten, sowie Auszahlungen von 0,3 Mrd. € in 2009 für die Hinterlegung von Barsicherheiten für den Erwerb der Strato AG, denen Einzahlungen im Vorjahr in Höhe von 0,6 Mrd. € vor allem aus kurzfristigen Geldanlagen gegenüberstanden. Die Netto-Effekte aus Zu- und Abgängen vollkonsolidierter Gesellschaften und Geschäftseinheiten erhöhten sich um 0,6 Mrd. €. Den Auszahlungen im Geschäftsjahr 2008 für den Kauf der SunCom in Höhe von 1,0 Mrd. € sowie den Einzahlungen aus dem Verkauf von Media von 0,8 Mrd. € standen im Geschäftsjahr 2009 Auszahlungen von 1,0 Mrd. € vor allem für den Erwerb weiterer Anteile an der OTE aus der Verkaufsoption I und den Erwerb der Zapp sowie Einzahlungen von 0,1 Mrd. € aus dem Verkauf der Cosmofon gegenüber. Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit. Die Mittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit betrugen 5,1 Mrd. € in der Berichtsperiode im Vergleich zu 3,1 Mrd. € im Vorjahr. Diese Veränderung war vor allem auf eine im Vergleich zum Vorjahr verringerte Aufnahme der mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 1,1 Mrd. € sowie eine netto höhere Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten von 0,6 Mrd. € zurückzuführen. Darüber hinaus erhöhten sich die Ausschüttungen um 0,3 Mrd. € im Vergleich zu 2008, was insbesondere auf den erstmaligen vollständigen Einbezug der OTE ab Februar 2009 sowie höhere Ausschüttungen der Slovak Telekom zurückzuführen war. Die im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gesunkenen Volumina der Aufnahme und Rückzahlung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten resultierten vor allem aus der Begebung von Commercial Papers in 2009 zur Finanzierung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs. Dem stehen viele kurzfristige Kreditlinienziehungen im Vorjahr gegenüber. Die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten betraf im Geschäftsjahr 2009 vor allem die Begebung eines Eurobonds in Höhe von 2,0 Mrd. €, die Begebung von Medium Term Notes in Höhe von 2,0 Mrd. €, die Begebung von USD-Bonds in Höhe von 1,1 Mrd. € sowie die Begebung von Schuldscheindarlehen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Im gleichen Zeitraum wurden Medium Term Notes in Höhe von 3,7 Mrd. €, ein USD-Bond in Höhe von 0,7 Mrd. €, Commercial Papers in Höhe von netto 0,6 Mrd. €, eine Medium Term Note der OTE in Höhe von 0,6 Mrd. € sowie Schuldscheindarlehen und sonstige Darlehen in Höhe von 0,4 Mrd. € zurückgezahlt. 31 Segmentberichterstattung. Seit dem 1. Juli 2009 orientiert sich die Organisation der Deutschen Telekom an der vom Aufsichtsrat am 29. April 2009 beschlossenen Neuausrichtung der Führungsstruktur. Diese zeichnet sich gegenüber der bisherigen Organisation durch eine stärkere regionale Marktverantwortung im kombinierten Festnetz- und Mobilfunkgeschäft aus. Aufgrund dieser Neuausrichtung hat sich mit Wirkung zum 1. Juli 2009 auch die Struktur der operativen Segmente verändert. Die Deutsche Telekom berichtet seit dem 1. Juli 2009 in den fünf operativen Segmenten Deutschland, USA, Europa, Süd- und Osteuropa, Systemgeschäft sowie der Konzernzentrale & Shared Services. Von den fünf operativen Segmenten erfolgt bei vier Segmenten eine regionale Aufteilung der Geschäftstätigkeiten, während bei einem Segment eine Kunden- und Produktzuordnung erfolgt. Das operative Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunkgeschäfts in Deutschland. Darüber hinaus erbringt das operative Segment Deutschland Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern. Das operative Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunkaktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. Das operative Segment Europa umfasst sämtliche Aktivitäten der Mobilfunkgesellschaften in Großbritannien, Polen, den Niederlanden, der Tschechischen Republik und in Österreich sowie den Bereich International Carrier Sales and Services, welcher im Wesentlichen im operativen Segment Europa Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern erbringt. Das operative Segment Süd- und Osteuropa umfasst sämtliche Aktivitäten aus Festnetz- und Mobilfunkgeschäft der Landesgesellschaften in Ungarn, Kroatien, der Slowakei, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Albanien, Mazedonien und Montenegro. Das Festnetzgeschäft umfasst sämtliche Aktivitäten der Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitbandtechnik. Dazu gehört sowohl der Vertrieb von Endgeräten und sonstiger Hardware als auch der Vertrieb der Dienste an Wiederverkäufer. Das Mobilfunkgeschäft bietet Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an. In Verbindung mit den angebotenen Diensten werden zudem Mobilfunkendgeräte und andere Hardware vertrieben. Darüber hinaus erfolgt der Vertrieb der T-Mobile Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (MVNO). Das operative Segment Systemgeschäft bündelt unter der Marke T-Systems das Geschäft für ICT-Produkte und -Lösungen für große multinationale Unternehmen. Das operative Segment bietet seinen Kunden Informations- und Kommunikationstechnik aus einer Hand. Für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen entwickelt und betreibt das operative Segment Infrastruktur- und Branchenlösungen. Das Angebot reicht von Standardprodukten über IP-basierte Hochleistungsnetze bis zur Realisierung kompletter ICT-Lösungen. Die Konzernzentrale & Shared Services besteht aus der „Service Zentrale“ und den Beteiligungen der Deutschen Telekom AG, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet sind. Die zum 1. Januar 2009 ins vormals operative Segment Breitband/Festnetz verlagerten rund 160.000 Geschäftskunden des operativen Segments Systemgeschäft (bis zum 31. Dezember 2008 operatives Segment Geschäftskunden genannt) erscheinen nun im operativen Segment Deutschland. Sämtliche hier dargestellte Sachverhalte wurden in den nachfolgenden Tabellen berücksichtigt und Vorjahres- und Vergleichswerte wurden entsprechend angepasst. In der Überleitung werden die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen den Segmenten zusammengefasst. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der Deutschen Telekom liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Deutsche Telekom beurteilt die Leistung der Segmente u.a. anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Segmentvermögen und -schulden umfassen sämtliche Vermögenswerte und Schulden, die auf der Basis der durch die operativen Segmente erstellten und in den Konzernabschluss einbezogene Abschlüssen bilanziert werden. Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Soweit nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen einem Segment direkt zurechenbar sind, werden deren Anteil am Periodenergebnis und deren Buchwert dort angegeben. Im Folgenden werden die von der Deutschen Telekom zur Beurteilung der Leistung der Segmente herangezogenen Steuerungsgrößen und darüber hinaus gehende segmentbezogene Größen dargestellt:
Informationen über geografische Gebiete. Langfristige Vermögenswerte und die Außenumsätze des Konzerns werden nach Regionen aufgeteilt dargestellt. Hierbei handelt es sich um Regionen, in denen die Deutsche Telekom tätig ist: Inland, Europa (ohne Deutschland), Nordamerika und übrige Länder. Die Region „Europa (ohne Deutschland)“ umfasst das gesamte Gebiet der Europäischen Union (ohne Deutschland) sowie die sonstigen Staaten Europas. Die Region „Nordamerika“ setzt sich aus den USA und Kanada zusammen. In der Region „Übrige Länder“ sind alle Staaten erfasst, die weder Deutschland, Europa (ohne Deutschland) noch Nordamerika zugehörig sind. Die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte zu den Regionen wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen sowie übrige langfristige Vermögenswerte. Die Zuordnung der Außenumsätze orientiert sich nach dem Standort der jeweiligen Kunden.
Informationen über Produkte und Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse mit externen Kunden für die Gruppen vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen entwickelten sich wie folgt:
32 Eventualverbindlichkeiten. Zum Abschlussstichtag bestehen im Konzern Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 724 Mio. € (31. Dezember 2008: 591 Mio. €), die auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz nicht erfüllen. Die Deutsche Telekom ist im Rahmen ihrer allgemeinen Geschäftstätigkeit an verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren beteiligt. Die Rechtsberatungskosten und die voraussichtlichen Kosten aufgrund negativer Verfahrensergebnisse wurden als Rückstellungen für Prozessrisiken berücksichtigt. Die Deutsche Telekom geht nicht davon aus, dass weitere potenzielle Kosten aus Rechtsberatung und aufgrund von Verfahrensergebnissen wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden. In der oben aufgeführten Summe der Eventualverbindlichkeiten sind neben Einzelfällen, die alleine betrachtet keine wesentlichen Auswirkungen haben, folgende Sachverhalte enthalten: Sonderzahlung Beamte. Im November 2004 hat die Bundesrepublik Deutschland ein Gesetz zur Änderung des Postpersonalrechtsgesetzes (PostPersRG) verabschiedet, welches die Notwendigkeit für die Deutsche Telekom und andere private Unternehmen beseitigt hat, den beschäftigten Beamten eine jährliche Sonderzahlung nach dem Bundessonderzahlungsgesetz zu zahlen. Dieses Gesetz wurde in verschiedenen gerichtlichen Instanzen geprüft. Im Dezember 2008 hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, die Frage der Verfassungsmäßigkeit von § 10 PostPersRG dem Bundesverfassungsgericht zur Normenkontrolle gemäß Art. 100 Grundgesetz vorzulegen. Wann das Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung bekannt gibt, ist unsicher. Sollte entschieden werden, dass die Streichung der Sonderzahlung verfassungswidrig war, so würde sich das Nachzahlungsrisiko der Deutschen Telekom AG für den Zeitraum von 2004 bis Juni 2009 auf 0,2 Mrd. € belaufen. T-Online Spruchverfahren. Nach Wirksamkeit der Verschmelzung der T-Online International AG auf die Deutsche Telekom AG am 6. Juni 2006 sind der Deutschen Telekom rund 250 Anträge auf gerichtliche Überprüfung der Angemessenheit des im Verschmelzungsvertrag vom 8. März 2005 festgelegten Umtauschverhältnisses zugestellt worden. Nach dem Umwandlungsgesetz haben ehemalige Aktionäre der T-Online die Möglichkeit, nachträglich eine gerichtliche Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses beim Landgericht Frankfurt am Main in einem Spruchverfahren zu beantragen. Am 13. März 2009 hat das Gericht entschieden, dass das Umtauschverhältnis für die T-Online-Aktien nicht angemessen gewesen sei und eine zusätzliche Zahlung von 1,15 € pro Aktie für angemessen erachtet. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. Die Deutsche Telekom hat gegen die Entscheidung fristgerecht sofortige Beschwerde eingelegt. Da die Klagen keine ziffernmäßig begrenzte Klageforderung nennen, sondern lediglich auf eine ins Ermessen des Gerichts gestellte angemessene bare Zuzahlung abzielen, ist derzeit nicht abschätzbar, ob und gegebenfalls in welcher Höhe die Deutsche Telekom zu einer Zuzahlung verurteilt werden wird. Die Deutsche Telekom hält die Ansprüche der Kläger für unbegründet. Sollte die derzeitige Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main allerdings rechtskräftig werden und die Deutsche Telekom eine zusätzliche Zahlung von 1,15 € pro Aktie an die ehemaligen Aktionäre der T-Online leisten müssen, dann könnte dies zu einer Zahlung in Höhe von ca. 0,2 Mrd. € führen. Der Betrag von 1,15 € je Aktie ist eine mögliche, aber nicht die wahrscheinlichste Alternative für den Fall, dass das OLG eine bare Zuzahlung ermittelt. Ebenso möglich ist es in diesem Fall, dass das OLG einen Sachverständigen zum Zweck der teilweisen oder vollständigen Neubewertung bestellt. Eine (teilweise) Neubewertung durch einen Sachverständigen könnte zu keiner, aber auch zu einer höheren baren Zuzahlung als 1,15 € je Aktie führen. Die folgenden Sachverhalte erfüllen ebenfalls auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen nicht die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz. Da der Konzern aufgrund der bestehenden und im Folgenden beschriebenen Unsicherheiten die Höhe der jeweiligen Eventualverbindlichkeit nicht schätzen kann, sind diese in der zuvor genannten Summe der Eventualverbindlichkeiten allerdings nicht enthalten. Toll Collect. Die Deutsche Telekom AG, die Daimler Financial Services AG und die Compagnie Financière et Industrielle des Autoroutes S.A. (Cofiroute) haben einen Konsortialvertrag geschlossen, um entsprechend ihren Verpflichtungen aus dem mit der Bundesrepublik Deutschland geschlossenen Vertrag (Betreibervertrag) ein elektronisches System zur Erhebung von Maut bei Nutzfahrzeugen auf deutschen Autobahnen mit mehr als 12 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zu entwickeln und zu errichten sowie durch eine gemeinsame Projektgesellschaft zu betreiben. Die Deutsche Telekom AG und die Daimler Financial Services AG halten jeweils 45 % sowohl an dem Konsortium (Toll Collect GbR) als auch an der Projektgesellschaft (Toll Collect GmbH) (zusammen „Toll Collect“), die restlichen 10 % der Anteile hält jeweils Cofiroute. Laut Betreibervertrag hätte das Mauterhebungssystem spätestens zum 31. August 2003 in Betrieb genommen werden müssen. Nach einer Verzögerung beim Start des Systems, welche bei Toll Collect zu Umsatzeinbußen und Zahlungen von Verspätungsvertragsstrafen führte, wurde das Mauterhebungssystem am 1. Januar 2005 mit „On-Board-Units“ eingeführt, die im Vergleich zu den ursprünglichen Vorgaben über eine geringfügig eingeschränkte Funktionalität verfügten (Phase 1). Am 1. Januar 2006 wurde das Mauterhebungssystem mit voller Funktionalität gemäß Betreibervertrag installiert und in Betrieb genommen (Phase 2). Die Toll Collect GmbH erhielt am 20. Dezember 2005 die vorläufige Betriebserlaubnis gemäß Betreibervertrag. Die Toll Collect GmbH erwartet, dass sie die endgültige Betriebserlaubnis erhalten wird, und betreibt das Mauterhebungssystem in der Zwischenzeit auf Basis der vorläufigen Betriebserlaubnis. Die Bundesrepublik Deutschland leitete gegen die Deutsche Telekom AG, die Daimler Financial Services AG und die Toll Collect GbR am 2. August 2005 ein Schiedsverfahren ein. Darin macht der Bund Ansprüche auf entgangene Mauteinnahmen in Höhe von ca. 3,5 Mrd. € nebst Zinsen (5 % pro Jahr über dem jeweiligen Basiszinssatz seit Einreichung der Schiedsklage) unter anderem wegen Täuschung hinsichtlich der Möglichkeit der Aufnahme des Wirkbetriebs zum 1. September 2003 geltend. Im Mai 2008 hat die Bundesrepublik Deutschland diese Ansprüche geringfügig auf ca. 3,3 Mrd. € nebst Zinsen (5 % pro Jahr über dem jeweiligen Basiszinssatz seit Einreichung der Schiedsklage) reduziert. Die Summe der geltend gemachten Vertragsstrafen beträgt ca. 1,7 Mrd. € nebst Zinsen (5 % pro Jahr über dem jeweiligen Basiszinssatz seit Einreichung der Schiedsklage). Die Vertragsstrafen beruhen auf angeblichen Verletzungen des Betreibervertrags (fehlende Zustimmung zu Unterauftragnehmerverträgen, verspätete Bereitstellung von „On-Board-Units“ und Kontrolleinrichtungen). Die Deutsche Telekom AG hält diese Ansprüche der Bundesrepublik Deutschland für unbegründet und setzt sich gegen diese zur Wehr. Die Klageerwiderung wurde dem Schiedsgericht am 30. Juni 2006 zugestellt. Die Replik der Klägerin wurde dem Schiedsgericht am 14. Februar 2007 zugestellt. Die Duplik der Beklagten wurde dem Schiedsgericht am 1. Oktober 2007 übergeben. Am 7. Januar 2008 und am 6. Februar 2008 sind weitere Erklärungen der Bundesrepublik Deutschland eingegangen. Im Juni 2008 fand eine erste mündliche Verhandlung statt, in der das Schiedsgericht rechtliche Fragen mit den Schiedsparteien erörterte. Eine schiedsgerichtliche Entscheidung über die geltend gemachten Ansprüche wurde nicht getroffen. Auf Beschluss des Schiedsgerichts legten die Schiedsparteien Ende September 2008 der jeweils anderen Partei Unterlagen sowie Ende November 2008 eine schriftliche Stellungnahme zu den in der mündlichen Verhandlung erörterten Rechtsfragen und den vorgelegten Unterlagen vor. Am 15. Mai 2009 nahmen die Parteien schriftlich Stellung zu der jeweiligen Stellungnahme der anderen Partei. Ferner terminierte das Schiedsgericht eine weitere mündliche Verhandlung auf den 19. bis 22. Oktober 2009. In diesem Zusammenhang ordnete das Schiedsgericht die Vorlage weiterer Unterlagen und Dokumente sowie Zeugenvernehmungen an und benannte drei Plausibilitätsgutachter, die die bisher von den Parteien vorgelegten Gutachten bis zum 30. September 2009 hinsichtlich Ihrer Plausibilität bewerten sollten. Nachdem die Beklagten im Juli 2009 bzw. August 2009 von Umständen Kenntnis erlangten, welche zur Besorgnis der Befangenheit des vom Bund benannten Schiedsrichters Anlass gaben, beantragten sie beim Schiedsgericht, den Schiedsrichter wegen Befangenheit abzulehnen. Das Schiedsgericht beschloss daraufhin am 4. September 2009, den Termin zur mündlichen Verhandlung und zur Abgabe der Plausibilitätsgutachten aufzuheben. Am 30.September 2009 wies das Schiedsgericht das Ablehnungsgesuch zurück. Gegen diese Entscheidung stellten die Beklagten am 6. November 2009 einen Ablehnungsantrag beim Verwaltungsgericht Berlin. Die Toll Collect GmbH hat am 25. Mai 2007 Schiedsklage gegen die Bundesrepublik Deutschland u.a. auf Erteilung der endgültigen Betriebserlaubnis sowie auf Zahlung noch offener Vergütungsansprüche erhoben. Die geltend gemachten Zahlungsansprüche betragen nach Klageerhöhung durch die Toll Collect GmbH vom 15. Mai 2009 insgesamt 0,7 Mrd. € nebst Zinsen. Im Wege der Widerklage machte die Bundesrepublik Deutschland mit Quadruplik vom 30. September 2009 gegen die Toll Collect GmbH Zahlungsansprüche in Höhe von 0,2 Mrd. € zuzüglich Zinsen unter anderem wegen überzahlter Vergütung und angeblicher Vertragsstrafenansprüche geltend. Die Toll Collect GmbH hat ebenso wie die Beklagten in der Schiedsklage des Bundes einen Antrag auf Ablehnung des vom Bund benannten Schiedsrichters wegen Besorgnis der Befangenheit gestellt. Ebenso stellte die Toll Collect GmbH aufgrund der oben dargestellten Entscheidung des Schiedsgerichts am 6. November 2009 einen Ablehnungsantrag beim dem Verwaltungsgericht Berlin. Jedes Konsortialmitglied hat Garantien für Verpflichtungen der Toll Collect GmbH gegenüber der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit der Fertigstellung und dem Betrieb des Mautsystems abgegeben. Darüber hinaus garantiert die Deutsche Telekom AG Bankkredite zugunsten der Toll Collect GmbH. Diese Garantien, die von bestimmten Eintrittsbedingungen abhängig sind, sind nachfolgend beschrieben:
Im Juni 2006 begann die Bundesrepublik Deutschland damit, die monatlichen Vorauszahlungen der Betreibervergütung an die Toll Collect GmbH partiell in Höhe von 8 Mio. € mit Vertragsstrafenforderungen aufzurechnen, die bereits Gegenstand des vorstehend beschriebenen Schiedsverfahrens sind. Als Folge der Aufrechnung könnte es für die Konsortialmitglieder im weiteren Verlauf erforderlich sein, der Toll Collect GmbH weitere Liquidität zuzuführen. Die Risiken und Verpflichtungen von Cofiroute sind auf den Betrag von 70 Mio. € beschränkt. Die Deutsche Telekom AG und Daimler Financial Services AG sind gesamtschuldnerisch verpflichtet, Cofiroute von weiteren Ansprüchen freizustellen. Die Deutsche Telekom hält die Ansprüche der Bundesrepublik Deutschland für unbegründet. Darüber hinaus kann die Höhe einer möglichen Inanspruchnahme aus der Kapitalintakthalteerklärung oder aus der beschriebenen Schiedsklage, welche wesentlich sein könnten, aufgrund der oben beschriebenen Unsicherheiten nicht eingeschätzt werden. TAL-Entgeltgenehmigungen. Im November 2008 hob das Verwaltungsgericht Köln die Entgeltgenehmigung für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) aus dem Jahr 1999 hinsichtlich der Überlassungsentgelte auf. Sowohl die Deutsche Telekom als auch die BNetzA erhoben gegen die Urteile die Nichtzulassungsbeschwerde. Mit Beschluss vom 5. Oktober 2009 wies das BVerwG diese Beschwerden zurück, da es sich bei den aufgeworfenen Rechtsfragen um solche des alten Rechtsrahmens handelt. Die aufhebenden Urteile des Verwaltungsgerichts Köln wurden dadurch rechtskräftig und das Entgeltverfahren aus 1999 lebt wieder auf, d. h. die BNetzA muss über die TAL-Überlassungsentgelte für den Zeitraum Februar 1999 bis März 2001 neu entscheiden. Mit Urteilen vom 27. August 2009 hob das Verwaltungsgericht Köln (VG Köln) die Entgeltgenehmigung TAL 2001, die die Überlassungsentgelte für den Zeitraum vom April 2001 bis März 2003 und die Einmalentgelte für den April 2001 bis März 2002 betrifft, auf. Nachfolgend hob das VG Köln mit Urteilen vom 19. November 2009 die Entgeltgenehmigung TAL 2002, die die Einmalentgelte für den Zeitraum April 2002 bis Juni 2003 betrifft, auf. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, da sowohl die Deutsche Telekom als auch die BNetzA gegen das Urteil die Nichtzulassungsbeschwerde erhoben haben. Sollten die Urteile rechtskräftig werden, müsste die BNetzA über die Entgelte für den Zeitraum April 2001 bis März 2003 bzw. Juni 2003 erneut bescheiden. Auch alle übrigen Entscheidungen der BNetzA zu TAL-Entgelten seit 1999 wurden von den Wettbewerbern angefochten und sind bis auf die TAL-Einmalentgelte 1999 daher nicht bestandskräftig. 33 Angaben zu Leasingverhältnissen. Die Deutsche Telekom als Leasingnehmer. Finanzierungs-Leasingverhältnisse. Sofern die Deutsche Telekom als Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken aus einem Leasingverhältnis trägt, setzt sie die Leasinggegenstände in der Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen an. Die im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen in der Bilanz angesetzten Leasinggegenstände betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Bürogebäude. Die Vertragslaufzeit umfasst dabei üblicherweise bis zu 25 Jahre. Die Verträge enthalten Verlängerungs- und Kaufoptionen. Die zum Abschlussstichtag bestehenden Nettobuchwerte der im Rahmen eines Finanzierungsleasings aktivierten Leasinggegenstände können der folgenden Darstellung entnommen werden:
Die Deutsche Telekom setzt im Zugangszeitpunkt des Leasinggegenstands zugleich eine Leasingverbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasinggegenstands entspricht. In den Folgeperioden mindern - unter Anwendung der Effektivzinsmethode - die an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Leasingverbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:
Operating-Leasingverhältnisse. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggeschäften verbleibt beim Leasinggeber, wenn dieser die mit dem Leasinggegenstand verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Der Leasinggeber setzt den Leasinggegenstand in seiner Bilanz an. Die Deutsche Telekom erfasst während des Zeitraums des Operating-Leasingverhältnisses gezahlte Leasingraten erfolgswirksam. Die Verpflichtungen der Deutschen Telekom aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Netzinfrastruktur, Funktürme und Immobilien. Einige Verträge beinhalten Verlängerungsoptionen und Staffelmieten. In den Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen zum 31. Dezember 2009 sind die Verpflichtungen der T-Mobile UK, die zum Stichtag als „zur Veräußerung gehalten“ ausgewiesen wird, nicht enthalten. Die erfolgswirksam erfassten Aufwendungen aus Operating- Leasingverhältnissen betragen zum Jahresende 2,1 Mrd. € (2008: 2,0 Mrd. €; 2007: 1,8 Mrd. €). Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte für künftige Verpflichtungen aus Operating-Leasinggeschäften:
Die Deutsche Telekom als Leasinggeber. Finanzierungs-Leasingverhältnisse. Die Deutsche Telekom tritt als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen auf. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Routern, die den Kunden der Deutschen Telekom für Daten- und Telefonnetzwerklösungen bereitgestellt werden. Die Deutsche Telekom setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis an. Die von den jeweiligen Leasingnehmern gezahlten Leasingraten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasingverhältnis wird vermindert um die erhaltenen Tilgungsanteile fortgeschrieben. Der Zinsanteil der Zahlungen wird als Finanzertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ableitung des Nettoinvestitionswerts aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen kann der folgenden Übersicht entnommen werden:
Die Bruttoinvestition und der Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen sind in folgender Übersicht dargestellt:
Operating-Leasingverhältnisse. Die Deutsche Telekom tritt als Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen auf und setzt die überlassenen Vermögenswerte weiterhin in ihrer Bilanz an. Die erhaltenen Leasingraten werden erfolgswirksam erfasst. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Gebäudeflächen oder Funktürmen. Die Verträge haben eine Vertragslaufzeit von durchschnittlich zehn Jahren. Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen können der folgenden Tabelle entnommen werden:
Vereinbarungen, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt kein Leasingverhältnis darstellen. Die T-Mobile Deutschland GmbH hat 2002 für wesentliche Teile ihres GSM-Mobilfunk-Netzwerks sog. Lease-in-lease-out-Verträge (QTE-Mietverträge) geschlossen (Volumen 0,8 Mrd. US-$). Vertragspartner waren vier, nach einer vorzeitigen, einvernehmlichen Vertragsauflösung in 2009 noch drei US-Trusts, hinter denen jeweils US-Investoren stehen. Die T-Mobile Deutschland GmbH ist im Rahmen von Haupt-Mietverträgen verpflichtet, dem jeweiligen US-Trust für die Dauer von 30 Jahren die ungestörte Nutzungsmöglichkeit an den Mietgegenständen einzuräumen. Nach Ablauf der Haupt-Mietverträge haben die US-Trusts das Recht, die Netzteile für einen Kaufpreis von jeweils 1,00 US-$ zu erwerben. Im Gegenzug hat die T-Mobile Deutschland GmbH im Rahmen von Unter-Mietverträgen die jeweiligen Netzteile für 16 Jahre zurückgemietet. Nach rund 13 Jahren hat sie die Option, die Rechte des jeweiligen US-Trusts aus den Haupt-Mietverträgen zu erwerben (Kaufoption). Bei Ausübung der Kaufoption gehen alle Rechte des jeweiligen US-Trusts an den Mietgegenständen auf die T-Mobile Deutschland GmbH über. In diesem Fall stünde die T-Mobile Deutschland GmbH auf beiden Seiten des jeweiligen Haupt-Mietvertrags, sodass dieser dann jeweils durch Konfusion erlöschen würde. 34 Aktienorientierte Vergütungssysteme. Aktienoptionspläne. Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über alle bestehenden Aktienoptionspläne der Deutschen Telekom AG, der T-Online International AG (vor Verschmelzung), der T-Mobile USA und der OTE-Gruppe.
Ergänzende Angaben zu den einzelnen Aktienoptionsplänen. Deutsche Telekom AG. Im Mai 2001 bewilligte die Hauptversammlung den Aktienoptionsplan 2001, der zur Ausgabe von Aktienoptionen im August 2001 und im Juli 2002 führte. Des Weiteren gewährte die Deutsche Telekom in 2001 und 2002 Mitarbeitern in den Ländern, in denen es rechtlich nicht möglich war, Aktienoptionen auszugeben, Rechte auf einen Barausgleich an Stelle von Aktien (Stock Appreciation Rights; „SAR“). Aus den einzelnen von der Deutschen Telekom AG aufgelegten Aktienoptionsplänen resultiert folgende Entwicklung der Optionsrechte:
Die zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2009 ausstehenden / ausübbaren Optionen weisen folgende Merkmale auf:
Deutsche Telekom AG (vormals T-Online International AG (vor Verschmelzung)). Im Mai 2001 bewilligte die Hauptversammlung den Aktienoptionsplan 2001, der zur Ausgabe von Aktienoptionen im August 2001 und im Juli 2002 führte. Mit dem Eintrag in das Handelsregister am 6. Juni 2006 wurde die Verschmelzung der T-Online International AG auf die Deutsche Telekom AG wirksam. Ab diesem Zeitpunkt gewährt die Deutsche Telekom AG gemäß den Regelungen des Verschmelzungsvertrags für die von der T-Online International AG gewährten Aktienoptionen gleichwertige Rechte. Bei Ausübung einer Aktienoption erhält der Inhaber 0,52 Anteile an der Deutschen Telekom AG. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG hat hierbei von der laut Verschmelzungsvertrag und Optionsbedingungen bestehenden Möglichkeit eines künftigen Barausgleichs Gebrauch gemacht. Aus den einzelnen von der vormals T-Online International AG aufgelegten Aktienoptionsplänen resultiert folgende Entwicklung der Optionsrechte:
Die zum Abschlussstichtag ausstehenden / ausübbaren Optionen weisen folgende Merkmale auf:
T-Mobile USA. Vor der Akquisition von T-Mobile USA (ehemals VoiceStream und Powertel) am 31. Mai 2001 hatten die Unternehmen Aktienoptionen an ihre Mitarbeiter im Rahmen des „Management Incentive Stock Option Plan“ („MISOP“) von 1999 ausgegeben. Die Pläne wurden zum 1. Januar 2004 zu einem T-Mobile Plan zusammengeführt. Das Umtauschverhältnis für die VoiceStream Aktien betrug 3,7647 und für die Powertel Aktie 2,6353 je Aktie. Der Plan ist zwischenzeitlich ausgelaufen und es können keine neuen Optionen mehr ausgegeben werden. Aus den einzelnen bei der T-Mobile USA aufgelegten Aktienoptionsplänen resultiert folgende Entwicklung der Optionsrechte:
Die zum Abschlussstichtag ausstehenden / ausübbaren Optionen weisen folgende Merkmale auf:
OTE-Gruppe. Im Juli 2008 hat die Hauptversammlung der OTE einen modifizierten Aktienoptionsplan eingeführt, der die ursprünglichen Aktienoptionspläne bei der OTE und der Cosmote vereint und nur noch über Aktien der OTE bedient wird. Aus den einzelnen bei OTE aufgelegten Aktienoptionsplänen resultiert folgende Entwicklung der Optionsrechte:
Die zum Abschlussstichtag ausstehenden / ausübbaren Optionen weisen folgende Merkmale auf:
Mid-Term Incentive Pläne (MTIP) / “Phantom Share” Plan. Die Deutsche Telekom führte zur Gewährleistung einer marktgerechten Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder und Senior Executives sowie weiterer Berechtigter des Deutsche Telekom Konzerns Mid-Term Incentive Pläne (MTIP) und einen „Phantom-Share“ Plan (PSP) ein. Mid-Term Incentive Pläne. Im Geschäftsjahr 2004 führte die Deutsche Telekom zur Gewährleistung einer marktgerechten Gesamtvergütung für Vorstandsmitglieder, Senior Executives sowie für weitere Berechtigte des Deutsche Telekom Konzerns Mid-Term Incentive Pläne (MTIP)ein. Mit dem MTIP ist ein globales, konzernweites Vergütungsinstrument für die Deutsche Telekom AG und weitere teilnehmende Konzernunternehmen geschaffen worden, das die mittel- und langfristige Wertsteigerung des Konzerns fördert und so die Interessen von Management und Anteilseignern bündelt. Der MTIP ist ein cash-basierter Plan, der an zwei gleich gewichtete aktienbezogene Erfolgsparameter – einen absoluten und einen relativen – gebunden ist. Werden beide Erfolgsziele erfüllt, so wird den Planteilnehmern der gesamte durch das jeweilige Arbeitgeberunternehmen ausgelobte Betrag ausgezahlt; wird ein Erfolgsziel erreicht, werden 50 % des ausgelobten Betrags ausgezahlt; wird keines der beiden Erfolgsziele erreicht, erfolgt keine Auszahlung. Das absolute Erfolgsziel ist erfüllt, wenn am Ende der einzelnen Pläne der Aktienkurs der T-Aktie um mindestens 30 % im Vergleich zum Kurs der T-Aktie bei Planbeginn gestiegen ist. Maßstab für die Betrachtung sind die nicht gewichteten Durchschnitte der Schlusskurse der T-Aktie im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG während der letzten 20 Börsenhandelstage vor Planbeginn bzw. vor Planende. Das relative Erfolgsziel ist erfüllt, wenn sich der Total Return der T-Aktie während der jeweiligen Planlaufzeit prozentual besser entwickelt hat als der Dow Jones EURO STOXXR Total Return Index im gleichen Zeitraum. Maßstab sind die nicht gewichteten Durchschnitte der T-Aktie (auf Basis der Schlusskurse der T-Aktie im Xetra-Handel) zuzüglich des in die T-Aktie reinvestierten Werts der Dividendenzahlungen, der Bonusaktien etc. sowie die nicht gewichteten Durchschnitte des Dow Jones EURO STOXXR Total Return Index, jeweils während der letzten 20 Börsenhandelstage vor Planbeginn bzw. vor Planende. Nach Ablauf der Laufzeit der einzelnen Pläne stellt der Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG die Zielerreichung des absoluten sowie des relativen Erfolgsziels für den Vorstand fest. Auf dieser Grundlage stellt der Vorstand die Zielerreichung einheitlich für die Deutsche Telekom und alle teilnehmenden Unternehmen fest und kommuniziert diese. Im Anschluss an die Feststellung der Zielerreichung erfolgt bei Erreichung eines oder beider Ziele unabhängig voneinander die Auszahlung an die Planteilnehmer. Der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats hat in seiner Sitzung am 4. Februar 2009 festgestellt, dass in der Tranche 2006 des MTIP die relative Planhürde erreicht worden ist. Somit wurden 50 % des Auslobungsvolumens der Tranche 2006 im Jahr 2009 ausgezahlt.
Der anteilig als Aufwand zu erfassende Betrag wird nach dem Monte-Carlo-Modell berechnet. Der MTIP von Magyar Telekom basiert auf den gleichen Bedingungen und Konditionen, die für den oben beschriebenen MTIP gelten, allerdings mit der Ausnahme, dass der Erfolg an die Kursentwicklung der Magyar Telekom Aktien und an den Dow Jones EURO STOXXR Total Return Index gebunden ist. Darüber hinaus ist das absolute Erfolgsziel dann erfüllt, wenn am Ende der einzelnen Pläne der Aktienkurs der Magyar Telekom Aktie um mindestens 35 % im Vergleich zum Kurs der Magyar Telekom Aktie bei Planbeginn gestiegen ist. Der MTIP von HT-Hrvatske telekomunikacije basiert auf den gleichen Bedingungen und Konditionen, die für den oben beschriebenen MTIP gelten. Allerdings ist das absolute Erfolgsziel für den MTIP 2008 das EBITDA und das relative Erfolgsziel ein kombinierter Index aus einem Korb von Telekommunikationsaktien. Für den MTIP 2009 ist das absolute Erfolgsziel der 30%-igen Anstieg der HT-Aktie; das relative Erfolgsziel ist das gleiche wie beim MTIP 2008. Der MTIP von T-Mobile UK basiert ebenfalls auf den gleichen Bedingungen und Konditionen, die für den oben beschriebenen MTIP gelten. Zusätzlich zu den zwei bereits genannten Erfolgszielen sind diese Pläne noch an ein drittes Erfolgsziel für eine definierte Gruppe von Teilnehmern gebunden, welches sich an der sogenannten Cash Contribution orientiert (EBITDA abzüglich Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen). Die Erreichung des dritten Erfolgsziels setzt die Erreichung der beiden anderen Erfolgsziele voraus. PTC hat ein Performance Cash Plan Program in Form von Long-Term Incentive Plänen (LTIP) aufgelegt. Hierbei handelt es sich um eine zusätzliche Zahlung zur Vergütung in Form einer Deferred Compensation, die sich nach den Bestimmungen des LTIP richtet und für Mitarbeiter bestimmt ist, deren Arbeit eine besondere Bedeutung für den Unternehmenswert darstellt. Teilnahmeberechtigt am LTIP sind grundsätzlich Leistungsträger bestimmter Führungsebenen. Ihre individuelle Teilnahme am jeweiligen Plan wird von der Geschäftsführung der PTC bestimmt. Der jeweilige Plan umfasst einen Zeitraum von drei aufeinander folgenden Zyklen, welche jeweils vom 1. Januar bis einschließlich 31. Dezember laufen. Die Auszahlung des Plans erfolgt nach drei Jahren und richtet sich nach der Erreichung des jeweiligen EBITDA-Ziels (EBITDA-Hürde). Zudem gibt es für jeden Zyklus einen Bonus. Die Höhe des Bonus richtet sich nach der Zielerreichung und wird für jeden Zyklus gesondert ermittelt. Derzeit ist der Plan 2007 bis 2009 offen. „Phantom-Share“ Plan (PSP). Die T-Mobile USA hat einen Phantom-Share Plan (PSP) als Long-Term Incentive Plan (LTIP) auf revolvierender Basis für die Jahre 2005 – 2009 aufgelegt, der das Topmanagement begünstigt. Im Rahmen dieses PSPs gewährt T-Mobile USA leistungsorientierte Cash Bonus Awards. Die vollständige oder teilweise Vergabe dieser Awards orientiert sich am Kundenwachstum; dabei wird eine gleitende Skala von 60 % bis 150 % hinsichtlich der ursprünglichen Anzahl der gewährten virtuellen Aktien (Phantom-Shares) zugrunde gelegt. Der Wert einer Phantom-Share erhöht oder vermindert sich ausgehend von ihrem Nennwert in Höhe von 10 US-$ je Aktie im Verhältnis zur Veränderung des geschätzten Enterprise Value des Tochterunternehmens in der Performance-Periode. Der Wert eines Awards ergibt sich aus der Multiplikation der Anzahl der realisierten Phantom-Shares mit dem Schätzwert einer Phantom- Share. Die Awards werden anteilmäßig über eine Performance-Periode von zwei oder drei Jahren realisiert und ausgezahlt. Auswirkungen aller aktienbasierten Vergütungssysteme. Der Aufwand aus aktienbasierten Vergütungssystemen im Berichtsjahr betrug 31 Mio. € (2008: 96 Mio. €; 2007: 79 Mio. €). Die Rückstellungen belaufen sich zum Abschlussstichtag auf 78 Mio. € (31. Dezember 2008: 138 Mio. €). 35 Angaben zu Finanzinstrumenten. Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien.
Bewertungsklassen nach IFRS 7.27.
Weitere Erläuterungen zu den Bewertungsklassen sind dem Abschnitt „Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ des Kapitels „Grundlagen und Methoden“ zu entnehmen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen sowie von bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Die beizulegenden Zeitwerte der börsennotierten Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschlussstichtag. Die beizulegenden Zeitwerte von nicht börsennotierten Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit-Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien.
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis, die Dividenden im sonstigen Finanzergebnis (Beteiligungsergebnis) ausgewiesen (vgl. Angabe 21 und 23). Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst die Deutsche Telekom im sonstigen Finanzergebnis. Davon ausgenommen sind die der Bewertungskategorie Loans and Receivables zuzuordnenden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vgl. Angabe 2), die unter den Vertriebskosten ausgewiesen werden. In das Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie Held for Trading zugeordnet sind (Verluste in Höhe von netto 79 Mio. €), gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Verluste aus der Währungsumrechnung von den der Bewertungskategorie Loans and Receivables zugeordneten finanziellen Vermögenswerten in Höhe von netto 195 Mio. € resultieren überwiegend aus der konzerninternen Weiterleitung von Darlehen, welche die Finanzierungsgesellschaft der Deutschen Telekom, die Deutsche Telekom International Finance B.V., in Fremdwährung am Kapitalmarkt aufnimmt. Diesen stehen entsprechende Währungskursgewinne aus den Kapitalmarktverbindlichkeiten gegenüber (183 Mio. €). Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (Aufwendungen in Höhe von netto 2.757 Mio. €) schließt im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Anleihen und aus sonstigen (verbrieften) Finanzverbindlichkeiten ein. Ferner werden darunter auch Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung und Zinserträge aus der Abzinsung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen subsumiert. Nicht enthalten sind jedoch die Zinsaufwendungen und Zinserträge aus Zinsderivaten, welche die Deutsche Telekom in der Berichtsperiode im Rahmen von Fair Value Hedges als Sicherungsinstrumente zur Absicherung des Zeitwertrisikos finanzieller Verbindlichkeiten eingesetzt hat (vgl. Angabe 21). 36 Risikomanagement, Finanzderivate und weitere Angaben zum Kapitalmanagement. Grundsätze des Risikomanagements. Die Deutsche Telekom unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse, der Zinssätze und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cash-Flow des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten mit einem Kreditrating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen. Zudem wird über eine Limitverwaltung, die abhängig vom Rating, der Aktienkursentwicklung und Credit Default Swap-Level des Kontrahenten individuell bestimmte relative und absolute Größen des Risikoausmaßes festlegt, das Ausfallrisiko bei Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert minimiert. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Konzern-Treasury. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risikoausmaßes informiert wird. Die Treasury betrachtet das effektive Management des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben. Um die Auswirkungen unterschiedlicher Gegebenheiten am Markt einschätzen zu können, werden Simulationsrechnungen unter Verwendung verschiedener Worst-Case- und Markt-Szenarien vorgenommen. Währungsrisiken. Die Währungskursrisiken der Deutschen Telekom resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cash-Flows des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, die die Cash-Flows des Konzerns nicht beeinflussen (d.h. die Risiken, die aus der Umrechnung des Abschlusses der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann die Deutsche Telekom jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko besichern. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich resultieren u.a. aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen. Die Deutsche Telekom sichert diese Risiken. Falls die Risikoposition 100 Mio. € übersteigt, obliegt die Sicherungsstrategie einer speziellen Entscheidung des Vorstands. Liegt die Risikoposition unter 100 Mio. €, führt die Konzern-Treasury die Währungssicherung selbstständig durch. Zum Abschlussstichtag unterlag die Deutsche Telekom keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich. Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Die Treasury sichert diese Risiken vollständig. Zur Umwandlung von auf fremde Währung lautenden finanziellen Verpflichtungen und konzerninternen Darlehen in die funktionalen Währungen der Konzernunternehmen werden Zins-/Währungsswaps und Devisenderivate eingesetzt. Zum Abschlussstichtag bestehen die auf ausländische Währungen lautenden Verbindlichkeiten, für die Währungsrisiken gesichert sind, in erster Linie aus Anleihen und Medium Term Notes in Schweizer Franken, Tschechischen Koruna, Japanischen Yen, Britischen Pfund und US-Dollar. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt. Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Einige Konzernunternehmen sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Diese betreffen hauptsächlich Zahlungen an internationale Telekommunikations-Gesellschaften für die Bereitstellung von Anschlussleistungen in Verbindung mit internationalen Anrufen inländischer Telekom Kunden, Zahlungen für die Beschaffung von Mobilfunkgeräten und Netztechnik sowie Zahlungen für internationales Roaming. Zur Sicherung setzt die Deutsche Telekom Devisenderivate oder vereinzelt Devisenoptionen ein, um diese Zahlungen bis maximal ein Jahr im Voraus zu sichern. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Währungsrisiken unterliegt die Deutsche Telekom Zinsänderungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die Deutsche Telekom Finanzinstrumente kontrahiert hat. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen, unverzinsliche Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Währungskursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. Unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und demnach mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 verbunden. Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in funktionaler Währung erfasst oder mittels Derivateeinsatz in die funktionale Währung überführt. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen. Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden. Zins-/Währungsswaps sind stets originären Grundgeschäften zugeordnet, sodass auch aus diesen Instrumenten keine Währungswirkungen entstehen. Die Deutsche Telekom ist demnach nur Währungsrisiken aus bestimmten Devisenderivaten ausgesetzt. Dabei handelt es sich zum einen um Devisenderivate, die in eine wirksame Cash-Flow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind. Kursänderungen der diesen Geschäften zugrunde liegenden Währungen haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und auf den beizulegenden Zeitwert dieser Sicherungsgeschäfte. Zum anderen handelt es sich um die Devisenderivate, welche weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind. Diese Derivate dienen der Sicherung von Planpositionen. Kursänderungen der solchen Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Währungen wirken sich auf das Sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) aus. Wenn der Euro gegenüber dem US- Dollar und dem Britischen Pfund zum 31. Dezember 2009 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte vor Steuern um 70 Mio. € niedriger (höher) (31. Dezember 2008: 45 Mio. € niedriger (höher)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von --70 Mio. € ergibt sich im Einzelnen aus den Währungssensitivitäten EUR/US-$: -55 Mio. €; EUR/GBP: -15 Mio. €. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2009 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären das Sonstige Finanzergebnis und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte vor Steuern um 11 Mio. € niedriger (höher) (31. Dezember 2008: 5 Mio. € niedriger (höher)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von --11 Mio. € ergibt sich im Einzelnen aus den Währungssensitivitäten EUR/US-$: -36 Mio. €; EUR/INR: -4 Mio. €; EUR/HUF: -4 Mio. €; EUR/CHF: -1 Mio. €; EUR/PLN: +15 Mio. €; EUR/GBP: +12 Mio. €; EUR/CZK: +7 Mio €. Zinsrisiken. Die Deutsche Telekom unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Um die Auswirkungen von Zinsschwankungen in diesen Regionen zu minimieren, managt die Deutsche Telekom das Zinsrisiko für die auf Euro und den US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten getrennt. Einmal im Jahr legt der Vorstand für einen Zeitraum von drei Jahren die gewünschte Mischung aus fest und variabel verzinslichen Netto-Finanzverbindlichkeiten fest. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury Zinsderivate ein, um so die Zinsausstattung für die Netto-Finanzverbindlichkeiten der vom Vorstand vorgegebenen Zusammensetzung anzupassen. Aufgrund der derivativen Sicherungsgeschäfte waren in 2009 durchschnittlich 72 % (2008: 64 %) der auf Euro lautenden und 73 % (2008: 58 %) der auf US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten festverzinslich. Der durchschnittliche Wert ist repräsentativ für das Gesamtjahr. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die zinsbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind zinsbedingte Marktbewertungsänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft weitestgehend ergebnisneutral und unterliegen deshalb keinen Zinsänderungsrisiken. Marktzinssatzänderungen betreffen bei Zinsderivaten in Fair Value Hedges jedoch die Höhe der Zinszahlungen und wirken sich damit auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash-Flow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das Sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Währungsderivate unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und haben daher keinen Einfluss auf die Zinssensitivitäten. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 194 Mio. € (31. Dezember 2008: 173 Mio. €) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von -194 Mio. € ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus Zinsderivaten von -169 Mio. € und originären, variabel verzinslichen Finanzschulden von -25 Mio. €. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das kumulierte sonstige Konzernergebnis vor Steuern um 104 Mio. € (31. Dezember 2008: 57 Mio. €) höher (geringer) gewesen. Sonstige Preisrisiken. IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2009 hatte die Deutsche Telekom keine wesentliche als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand. Ausfallrisiken. Die Deutsche Telekom ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Finanzierungsbereich werden Geschäfte nur mit Kontrahenten mit einem Kreditrating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen, verbunden mit einem laufenden Bonitätsmanagement-System. Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Geschäft mit Großkunden, insbesondere internationalen Carriern, unterliegt einer gesonderten Bonitätsüberwachung. Gemessen an dem gesamten Risikoausmaß aus dem Ausfallrisiko sind die Forderungen gegenüber diesen Kontrahenten jedoch nicht so groß, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. Das maximale Ausfallrisiko wird zum einen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Mit Ausnahme der in Angabe 1 und Angabe 8 genannten Collateralverträge liegen zum Abschlussstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen (wie z.B. Aufrechnungsvereinbarungen) vor. Zum anderen ist die Deutsche Telekom auch durch die Gewährung finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Zum Abschlussstichtag waren Garantiebeträge im Nominalvolumen von insgesamt 41 Mio. € (31. Dezember 2008: 181 Mio. €) zugesagt. Liquiditätsrisiken. Vgl. dazu Angabe 9. Sicherungsmaßnahmen. Fair Value Hedges. Zur Sicherung des Zeitwertrisikos festverzinslicher Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2009 und 2008 Zinsswaps und Forward-Zinsswaps („Zahle variabel – Empfange fix“) in CHF, EUR, GBP und USD eingesetzt. Als Grundgeschäfte sind festverzinsliche CHF-, EUR-, GBP- und USD-Anleihen/MTNs designiert worden. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der CHF Libor-, Euribor-, GBP Libor- bzw. USD Libor Swap-Rate ergeben, werden durch die Wertänderungen der Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die festverzinslichen Anleihen in variabel verzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschlussstichtag mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. Alle Sicherungsbeziehungen, deren Wirksamkeit mit statistischen Methoden überprüft wird, waren zum Abschlussstichtag effektiv. Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe Tabelle Abschnitt Derivative Finanzinstrumente), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2009 Zinsderivate in Höhe von saldiert +173 Mio. € (2008: +660 Mio. €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Fair Value Hedges designiert. Aus der Buchwertanpassung der Grundgeschäfte resultieren im Geschäftsjahr 2009 im sonstigen Finanzergebnis erfasste Gewinne von 293 Mio. € (2008: Verluste von 695 Mio. €), aus den Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte wurden Verluste von 291 Mio. € (2008: Gewinne von 684 Mio. €) im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Cash-Flow Hedges – Zinsänderungsrisiken. Zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos variabel verzinslicher Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom Payer-Zinsswaps und Forward Payer-Zinsswaps ("Zahle fix - Empfange variabel") abgeschlossen. Die Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der Euribor- bzw. Libor -Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die variabel verzinslichen Anleihen in festverzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. In 2009 hat die Deutsche Telekom Forward Payer-Zinsswaps für geplante Kreditaufnahmen in 2011 in Höhe von 2,1 Mrd. € abgeschlossen. Die folgende Tabelle zeigt die in 2009 neu in eine Hedge-Beziehung genommenen vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen der o.a. Forward Payer-Zinsswaps
Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. Alle Sicherungsbeziehungen dieser Art waren zum Abschlussstichtag effektiv. Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe Tabelle Abschnitt Derivative Finanzinstrumente), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2009 Zinsderivate mit einem beizulegenden Zeitwert von -142 Mio. € (2008: -67 Mio. €) designiert und einem Nominalvolumen von 3,7 Mrd. € (2008: 2,7 Mrd. €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cash-Flow Hedges. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen enden in den Jahren 2012 bis 2014. Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertveränderung der Sicherungsgeschäfte resultieren im Geschäftsjahr 2009 in der Neubewertungsrücklage erfasste Verluste von 83 Mio. € (2008: Verluste von 86 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2009 wurden im Eigenkapital erfasste Verluste in Höhe von 41 Mio. € (2008: Gewinne in Höhe von 7 Mio. €) in das sonstige Finanzergebnis transferiert. Cash-Flow Hedges – Währungsrisiken. In 2009 hat die Deutsche Telekom GBP/EUR-Fremdwährungsderivate mit Laufzeit bis zum Jahr 2022 abgeschlossen. Damit wird der EUR-Gegenwert der Nominalforderungen aus einem von der Deutsche Telekom International Finance in GBP begebenen MTN gesichert. Als Nominalvolumina werden 0,7 Mrd. GBP gegen 0,77 Mrd. € getauscht. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. Die Sicherungsbeziehung war zum Abschlussstichtag effektiv. Im Geschäftsjahr 2009 wurden aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Devisenderivaten resultierende Gewinne von insgesamt 26 Mio. € (2008: Gewinne von 146 Mio. €) im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst. Diese Wertänderungen stellen den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung dar. Im Geschäftsjahr 2009 wurden im Eigenkapital erfasste Gewinne in Höhe von 32 Mio. € (2008: Gewinne von 89 Mio. €) in das Sonstige Finanzergebnis transferiert. Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Abschlussstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden. Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe Tabelle Abschnitt Derivative Finanzinstrumente), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2009 Devisentermingeschäfte mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert -2 Mio. € (2008: -13 Mio. €) und einem Gesamtvolumen von 692 Mio. € (2008: 477 Mio. €) sowie Zins-/Währungsswaps mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert +123 Mio. € (2008: +90 Mio. €) und einem Gesamtvolumen von 1.890 Mio. € (2008: 1.156 Mio. €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cash-Flow Hedges designiert. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen enden in den Jahren 2010 bis 2022. Derivative Finanzinstrumente. In der folgenden Tabelle sind die bilanzierten beizulegenden Zeitwerte der verschiedenen derivativen Finanzinstrumente dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob diese in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 (Fair Value Hedge, Cash-Flow Hedge) eingebunden sind oder nicht. Sonstige Derivate können zudem eingebettet (d.h. Bestandteil eines zusammengesetzten Instruments, welches einen nicht derivativen Basisvertrag enthält) sein.
Angaben zum Kapitalmanagement. Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass auch in Zukunft die Schuldentilgungsfähigkeit und die finanzielle Substanz des Konzerns erhalten bleiben. Eine wichtige Kennzahl des Kapitalmanagements ist das Gearing, das die Netto-Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zum Eigenkapital gemäß Konzern-Bilanz setzt. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten werden von der Deutschen Telekom als eine wichtige Kenngröße gegenüber Investoren, Analysten und Ratingagenturen verwendet. Diese Kenngröße ist nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards und kann in der Definition und Berechnung dieser Größe bei anderen Unternehmen abweichend sein. Das Gearing erhöhte sich zum 31. Dezember 2009 im Vergleich zum Vorjahr auf 1,0 (Vorjahr: 0,9). Der Zielkorridor für diese Größe liegt zwischen 0,8 und 1,2. Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeiten; Eigenkapital.
37 Angaben zu den Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen. Die Bundesrepublik Deutschland (Bund) ist direkt und indirekt (über die KfW Bankengruppe) mit insgesamt 31,70 % (31. Dezember 2008: 31,70 %) an der Deutschen Telekom AG beteiligt. Da der Bund trotz seiner Minderheitsbeteiligung aufgrund der durchschnittlichen Hauptversammlungspräsenz eine sichere Hauptversammlungsmehrheit besitzt, ist ein Abhängigkeitsverhältnis der Deutschen Telekom gegenüber dem Bund begründet. Daher gelten der Bund und die von ihm beherrschten Unternehmen als nahe stehende Personen/Unternehmen der Deutschen Telekom. Bundesrepublik Deutschland. Der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation (Bundesanstalt) sind per Gesetz bestimmte Aufgaben übertragen worden, die unternehmensübergreifende Angelegenheiten der Deutschen Telekom AG sowie der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG betreffen. Die Bundesanstalt führt u.a. die Postbeamtenkrankenkasse, das Erholungswerk, die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) und das Betreuungswerk für die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post AG und die Deutsche Postbank AG. Die Koordinations- und Verwaltungsaufgaben werden auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen wahrgenommen. Für das Geschäftsjahr 2009 wurden von der Deutschen Telekom Zahlungen in Höhe von 56 Mio. € (2008: 55 Mio. €; 2007: 52 Mio. €) geleistet. Zahlungen erfolgen zudem nach den Vorschriften des Postneuordnungsgesetzes. Der Bund ist Kunde der Deutschen Telekom und nimmt als solcher Dienste des Unternehmens in Anspruch. Die Geschäftsbeziehungen der Deutschen Telekom bestehen jeweils unmittelbar zu den einzelnen Behörden und sonstigen staatlichen Stellen als voneinander unabhängigen Einzelkunden; die diesen gegenüber erbrachten Leistungen sind jeweils nicht erheblich für die Gesamteinnahmen der Deutschen Telekom. Die niederländische Finanzierungstochter Deutsche Telekom International Finance hat bei der KfW Bankengruppe einen Kredit mit einem Volumen von 150 Mio. GBP aufgenommen. Die Verzinsung ist marktüblich und orientiert sich am aktuellen Rating der Deutschen Telekom AG. Die Restlaufzeit des Kredits beträgt unter einem Jahr. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen. Die Deutsche Telekom steht mit zahlreichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Geschäftsbeziehungen. Gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen Toll Collect erzielte die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2009 Umsatzerlöse in Höhe von 0,1 Mrd. € (2008: 0,1 Mrd. €; 2007: 0,1 Mrd. €). Am 31. Dezember 2009 betrug der Gesamtbestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahe stehenden Unternehmen 0,1 Mrd. € (31. Dezember 2008: 0,1 Mrd. €). Zum gleichen Stichtag betrug der Gesamtbestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahe stehenden Unternehmen 0,1 Mrd. € (31. Dezember 2008: 0,0 Mrd. €). Natürliche nahe stehende Personen. Es haben keine wesentlichen Transaktionen stattgefunden. 38 Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat Vergütung des Vorstands. Bei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um die gesetzlich vorgesehenen Anhangsangaben nach dem Handelsgesetzbuch (vgl. § 314 HGB) sowie um die Angaben aufgrund der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Seit dem 5. August 2009 gilt das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Bei den im Folgenden dargestellten Vorstandsmitgliedern handelt es sich ausschließlich um Vertragskonstellationen, die bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes bestanden haben. Derartige Verträge unterliegen gemäß den Gesetzesbegründungsmaterialien (Drucksache 16/13433) einem Bestandsschutz. Die Basis für die Berichterstattung über die Vergütung der Vorstandsmitglieder bildet der Deutsche Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS-17). Zusammensetzung des Vorstands zum 31. Dezember 2009. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG besteht derzeit aus acht Mitgliedern.
Am 17. Dezember 2009 hat der Aufsichtsrat dem Wunsch von Herrn Hamid Akhavan entsprochen, sein Vorstandsmandat mit Wirkung zum 15. Februar 2010 niederzulegen. Veränderung im Vorstand des Jahres 2009. Herr Dr. Karl-Gerhard Eick hat im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat sein Vorstandsmandat mit Ablauf des 28. Februar 2009 niedergelegt. In der Aufsichtsratssitzung am 26. Februar 2009 hat der Aufsichtsrat Herrn Timotheus Höttges mit Wirkung zum 1. März 2009 zum neuen Vorstand Finanzen sowie Herrn Niek Jan van Damme mit Wirkung zum 1. März 2009 zum Vorstand T-Home, Sales und Service bestellt. Um auf Vorstandsebene die wachsende Bedeutung der Region Süd- und Osteuropa abzubilden und die Führung für die dort existierenden integriert tätigen Beteiligungen nach der Übernahme der Managementkontrolle bei der griechischen OTE zu bündeln, wurde ebenfalls in der Sitzung am 26. Februar 2009 mit Wirkung zum 1. März 2009 ein neues Vorstandsressort Süd- und Osteuropa eingerichtet. Herr Guido Kerkhoff trägt die Verantwortung für dieses Ressort. Er wurde mit Wirkung zum 1. März 2009 zum Mitglied des Konzernvorstands bestellt. Der Aufsichtsrat hat am 29. April 2009 die Zusammenführung der Verantwortung für das Standardgeschäft in Festnetz und Mobilfunk für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland in einem Vorstandsressort „Deutschland“ mit Wirkung zum 1. Juli 2009 beschlossen. Dieses Ressort wird von Herrn Niek Jan van Damme verantwortet. Die Verantwortung für das ICT-Lösungsgeschäft mit Großkunden – T-Systems – verbleibt in der Verantwortung von Herrn Reinhard Clemens. Ferner wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2009 das Ressort des Operating Officer geschaffen, das von Herrn Hamid Akhavan verantwortet wird. In diesem neuen Ressort wird die Verantwortung für Technik, IT, Einkauf sowie Produkte und Innovation für das Standardgeschäft für Privat- und Geschäftskunden im Konzern zusammengeführt. Gleichzeitig verantwortet Herr Hamid Akhavan die Mobilfunkbeteiligungen des Konzerns in Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, der Tschechischen Republik und Polen. Systematik der Vorstandsvergütung und Überprüfung. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf eine jährliche feste Vergütung und eine jährliche variable Erfolgsvergütung, auf eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente (Mid-Term Incentive Plan) sowie auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die Angemessenheit der Vergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft und festgelegt. Fixe Vergütung, variable Erfolgsvergütung und Nebenleistungen. Die Gesamtvergütung ist bei voller Zielerreichung grundsätzlich zu etwa zwei Dritteln variabel und zu etwa einem Drittel fest ausgestaltet. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus der festen Vergütung und den Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen Komponenten in die jährliche variable Erfolgsvergütung und eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung aufgeteilt sind. Die feste Vergütung ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt (individualisierte Angaben siehe Tabelle: "Gesamtbezüge"). Die jährliche variable Erfolgsvergütung der Vorstandsmitglieder bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG vor Beginn des Geschäftsjahres jedem Mitglied des Vorstands erteilten Zielvorgabe. Die Zielvorgabe setzt sich aus Konzernzielen und Individualzielen der einzelnen Vorstandsmitglieder zusammen, für die die Parameter EBITDA und Konzernüberschuss ohne Sondereinflüsse und Free Cash Flow verwendet wurden. Die Zielerreichung wird vom Aufsichtsrat für das jeweilige Geschäftsjahr festgelegt (Detailangaben hierzu siehe Tabelle: "Gesamtbezüge"). Der Aufsichtsrat der Gesellschaft kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten. In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden, so vor allem die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz, und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung. Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich. Die Regelungen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit. Die Laufzeiten der bereits bestehenden Altverträge der Mitglieder des Vorstands sind an die Laufzeit der Bestellung zum Mitglied des Vorstands gekoppelt. Ist die Gesellschaft berechtigt, die Bestellung zu beenden, ohne dass dies zivilrechtlich auch einen sogenannten "wichtigen Grund" für die gleichzeitige Beendigung des Dienstvertrags darstellt, so erhält das Vorstandsmitglied einen Anspruch auf eine vertraglich festgelegte Abfindung. Diese berechnet sich (abgezinst) für die fiktive Restlaufzeit der Bestellung in der laufenden Vorstandsamtsperiode (maximal für 36 Monate) auf Basis von 100 % des festen Jahresgehalts und 75 % der variablen Vergütung mit einer unterstellten Zielerreichung von 100 %. Die Vorstandsverträge der Deutschen Telekom AG enthalten keine Zusagen für Leistungen aus Anlass der Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels. In Vorstandsverträgen, die im Laufe des Geschäftsjahres 2009 abgeschlossen worden sind, wurde für den Fall der vorzeitigen Beendigung ohne wichtigen Grund eine Ausgleichszahlung vorgesehen, deren Höhe entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap) und die nicht höher als die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages sein darf. Die Verträge der Vorstandsmitglieder sehen grundsätzlich ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Den Mitgliedern des Vorstands ist es ansonsten vertraglich untersagt, während der Dauer von einem Jahr nach Ausscheiden Leistungen an oder für einen Wettbewerber zu erbringen. Hierfür erhalten sie als Karenzentschädigung eine Zahlung in Höhe der zuletzt bezogenen jährlichen Festvergütung. Zusage einer betrieblichen Altersversorgung. Die Mitglieder des Vorstands haben eine Zusage auf eine betriebliche Altersversorgung. Diese ist in Abhängigkeit des individuellen Jahresgehalts ausgestaltet. Das bedeutet, dass die Vorstände im Versorgungsfall pro abgeleistetem Dienstjahr einen festgelegten Prozentsatz der letzten festen Jahresvergütung vor Eintritt des Versorgungsfalls als betriebliche Altersversorgung erhalten. Die wesentlichen Inhalte der Versorgungszusagen der im Geschäftsjahr 2009 aktiven Vorstandsmitglieder sind im Folgenden beschrieben. Die Vorstandsmitglieder erhielten eine Zusage auf Versorgungsleistungen in Form eines lebenslangen Ruhegelds ab Vollendung des 62. Lebensjahres bzw. einer Invalidenrente oder in Form einer vorgezogenen Altersrente mit Vollendung des 60. Lebensjahres (mit den üblichen versicherungsmathematischen Abschlägen). Die Höhe des betrieblichen Ruhegelds berechnet sich auf Basis der bis zum Ausscheiden abgeleisteten anrechenbaren Dienstzeit als Vorstand. Das jährliche Ruhegeld errechnet sich aus einem Basisprozentsatz (6 % für Herrn René Obermann und Herrn Dr. Karl-Gerhard Eick bzw. 5 % für die übrigen Vorstandsmitglieder) der festen Jahresvergütung bei Beendigung des Dienstverhältnisses, multipliziert mit der in Jahren ausgedrückten anrechenbaren Dienstzeit. Nach zehn Jahren Vorstandszugehörigkeit ist der maximale Versorgungsgrad (60 % bzw. 50 %) erreicht. Versorgungszahlungen unterliegen einer üblichen jährlichen Dynamisierung (3 % für Herrn René Obermann und Herrn Dr. Karl-Gerhard Eick bzw. 1 % für die übrigen Vorstandsmitglieder). Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) wird jeweils die Dienstzeit bis zum Ende der laufenden Bestellperiode für die Berechnung der Versorgung zugrunde gelegt. Mit Herrn Hamid Akhavan ist aufgrund seiner US-Staatsbürgerschaft an Stelle einer Versorgungszusage eine Regelung im Sinne eines "pension substitute" vereinbart. Die hieraus für jedes vollständig abgeleistete Dienstjahr resultierende jährliche Zahlung wird in der Tabelle "Gesamtbezüge“ innerhalb der Angaben der sonstigen Bezüge ausgewiesen. Die Versorgung von Herrn Dr. Manfred Balz wird entsprechend den bisherigen Regelungen seines Vorarbeitsverhältnisses (Kapitalkontenplan der Deutschen Telekom AG) fortgeführt. Die beiden im Geschäftsjahr 2009 neu bestellten Vorstandsmitglieder Herr Guido Kerkhoff und Herr Niek Jan van Damme partizipieren ebenfalls nicht an den oben beschriebenen Regelungen zur Vorstandsversorgung. Die Versorgungsregelungen beider Herren werden mit Beginn der Vorstandstätigkeit in ein neues Vorstandsversorgungsmodell überführt, welches vom Aufsichtsrat zu Beginn des Geschäftsjahrs 2010 beschlossen werden soll. Beiden Vorstandsmitgliedern wurde diesbezüglich zugesagt, dass es zu keiner Schlechterstellung gegenüber ihrer vorherigen Versorgungszusage als Angestellte kommen wird. Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenrentenansprüchen. Ein Anspruch auf Witwenrente ist in speziell geregelten Sonderfällen ausgeschlossen. Schlussendlich sind in den Versorgungszusagen Anrechnungstatbestände marktüblich geregelt. Die Gesellschaft übernimmt für einige Vorstandsmitglieder noch die Beiträge inklusive deren Versteuerung für eine Risikolebensversicherung mit marktüblicher Deckung (1,3 Mio. €). Die hieraus entstandenen Kosten werden im Rahmen der geldwerten Vorteile mit ausgewiesen. Komponenten mit mittel- bzw. langfristiger Anreizwirkung. Mid-Term Incentive Plan. Die Mitglieder des Vorstands nehmen an dem im Geschäftsjahr 2004 eingeführten Mid-Term Incentive Plan der Deutschen Telekom AG (MTIP) teil (siehe hierzu die vorstehenden Ausführungen zum MTIP unter Angabe 34). Vergütung mit Anreizwirkung aus MTIP.
¹
Beizulegender Zeitwert ermittelt nach dem
sog. Monte-Carlo-Modell. Aktienoptionsplan 2001. Der Aktienoptionsplan 2001 der Gesellschaft wurde mit Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 18. Mai 2004 geschlossen. Bereits ab dem Geschäftsjahr 2002 wurden für Mitglieder des Vorstands keine Aktienoptionen mehr ausgegeben. Herr Hamid Akhavan, Herr Timotheus Höttges und Herr René Obermann nehmen noch aus ihrer vorherigen Tätigkeit für T-Mobile an der Tranche 2002 des Aktienoptionsplans 2001 teil. Herr Dr. Manfred Balz und Herr Guido Kerkhoff partizipieren noch aus ihrem Angestelltenverhältnis vor der Berufung zum Vorstandsmitglied am Aktienoptionsplan. Die gewährten Aktienoptionen sind im Rahmen der Vorgaben ausübbar; bislang erfolgte jedoch noch keine Ausübung. Der Bestand an Aktienoptionen ist in Bezug auf die im Geschäftsjahr 2009 aktiven Vorstandsmitglieder unverändert zum Vorjahr. Die Anzahl der Aktienoptionen ergibt sich im Einzelnen aus der folgenden Tabelle: Vergütung mit Anreizwirkung aus Aktienoptionsplänen.
Die Bandbreite der Ausübungspreise der Optionen von Herrn René Obermann und Herrn Dr. Manfred Balz variiert zwischen 12,36 € und 30,00 €. Aufgrund der Teilnahme der verbleibenden Vorstandsmitglieder an nur jeweils einer Tranche des Aktienoptionsplans sind keine Bandbreiten anzugeben. Aus den am 31. Dezember 2009 ausstehenden Optionen für Vorstandsmitglieder ergibt sich ein gewichteter Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit von 2,0 Jahren. Siehe im Übrigen die Ausführungen zum AOP vorstehend unter Angabe 34. Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2009. Unter Zugrundelegung der rechtlichen und sonstigen Vorgaben werden im Folgenden Bezüge der derzeitigen Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2009 mit insgesamt 13.711.623 € (2008: 14.910.486 €) ausgewiesen. Diese beinhalten die feste Jahresvergütung sowie sonstige Leistungen, geldwerte Vorteile und Sachbezüge, die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 und die beizulegenden Zeitwerte des MTIP 2009 zum Zeitpunkt der Gewährung. Der aus der betrieblichen Altersversorgung resultierende Pensionsaufwand wird durch die Angabe der Service Costs dargestellt. Die sonstigen Bezüge sind vollständig erfolgsunabhängig. Gesamtbezüge. Die Vergütung des Vorstands ergibt sich im Einzelnen aus der nachfolgenden Tabelle:
Die in 2009 vorgenommenen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen betrugen 4.081.024 € (2008: 3.236.348 €). In diesem Betrag sind Dienstzeitaufwendungen (Service Costs) in Höhe von 3.601.394 € (2008: 2.732.516 €) und Zinsaufwendungen (Interest Costs) in Höhe von 479.630 € (2008: 503.832 €) enthalten. Aus der mit Herrn Dr. Karl-Gerhard Eick mit Wirkung zum 28. Februar 2009 geschlossenen Aufhebungsvereinbarung resultieren zum Bilanzstichtag keine berichtspflichtigen rechtlichen Verpflichtungen. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurden alle bestehenden Anrechte auf Aktienoptionen und die noch ausgelobten Tranchen des MTIP 2007 und 2008 entschädigungslos aufgehoben. Für den Zeitraum bis zum 28. Januar 2009 wurde Herrn Dr. Karl-Gerhard Eick neben seinem anteiligen festen Jahresgehalt auch noch eine anteilige variable Erfolgsvergütung für das Jahr 2009 zugesagt, die auf Basis einer Zielerreichung von 100 % festgesetzt wurde. Die erworbene Versorgungsanwartschaft war zum Zeitpunkt des Ausscheidens bereits gesetzlich unverfallbar, so dass sie mit Stand 28. Februar 2009 erhalten bleibt. Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Frühere und ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands. Für Leistungen und Ansprüche früherer und ausgeschiedener Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind 4.249.734 € (2008: 4.140.947 €) als Gesamtbezüge ausgewiesen. Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden für diesen Personenkreis sowie deren Hinterbliebene 96.259.798 € (31. Dezember 2008: 78.477.282 €) als Rückstellungen (Bewertung nach IAS 19) passiviert. Sonstiges. Die Gesellschaft hat keine Kredite an Vorstandsmitglieder bzw. ehemalige Vorstandsmitglieder gewährt. Vergütung des Aufsichtsrat. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 13 der Satzung der Deutschen Telekom AG geregelt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste jährliche Vergütung von 20.000,00 €. Sie können bei entsprechender Entwicklung des Konzernüberschusses je Stückaktie eine variable erfolgsorientierte Vergütung erhalten, die sich in kurzfristige und langfristige Bestandteile unterteilt. Die kurzfristige erfolgsorientierte Vergütung beträgt 300,00 € je volle 0,01 €, um die der Konzernüberschuss pro Stückaktie im jeweiligen Geschäftsjahr, für das die Vergütung gezahlt wird, den Betrag von 0,50 € übersteigt. Die langfristige erfolgsorientierte Vergütung beträgt 300,00 € für jeweils 4 %, um die der Konzernüberschuss pro Stückaktie des zweiten dem jeweiligen Geschäftsjahr nachfolgenden Geschäftsjahres (Referenzjahr) den Konzernüberschuss pro Stückaktie des dem jeweiligen Geschäftsjahr vorangegangenen Geschäftsjahres übersteigt. Die langfristige erfolgsorientierte Vergütung ist jedoch höchstens so hoch wie die langfristige erfolgsorientierte jährliche Vergütung für das dem jeweiligen Geschäftsjahr vorausgegangene Geschäftsjahr, sofern nicht der Konzernumsatz im Referenzjahr den Konzernumsatz des dem jeweiligen Geschäftsjahr vorangegangenen Geschäftsjahres übersteigt. Die kurzfristige und die langfristige erfolgsorientierte Vergütung sind jeweils auf maximal 20.000,00 € begrenzt. Darüber hinaus darf die kurzfristige erfolgsorientierte Vergütung insgesamt 0,02 % des im festgestellten Jahresabschluss des jeweiligen Geschäftsjahres ausgewiesenen Bilanzgewinns der Gesellschaft, dieser vermindert um einen Betrag von 4 % der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen zum Ende des Geschäftsjahres, nicht überschreiten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der Vergütung eines einfachen Aufsichtsratsmitglieds. Die Vergütung erhöht sich außerdem für jede Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss (außer Vermittlungsausschuss sowie Nominierungsausschuss) jeweils um das 0,5 fache und für jeden Vorsitz in einem Aufsichtsratsausschuss zusätzlich jeweils um das 0,5-fache, höchstens jedoch um das 2 fache der jährlichen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die nicht während des ganzen Geschäftsjahres im Amt waren, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld von 200,00 €. Die auf die Vergütung und Auslagen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2009 beträgt 709.400,00 € (zzgl. Umsatzsteuer). Kredite wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats nicht gewährt. Die Aufsichtsratsvergütung 2009 verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:
a
Zum Zwecke der Ermittlung eines Rückstellungsbetrags
wurde hypothetisch zugrunde gelegt, dass der Konzernüberschuss pro
Stückaktie in 2011 dem Konzernüberschuss pro Stückaktie in 2009 entsprechen
wird. Ausgehend von dieser Prämisse ergibt sich für den Vergleichszeitraum
2008 bis 2011 kein Anspruch bezogen auf das Gesamtjahr. 39 Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG haben die nach § 161 des AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Deutschen Telekom AG zugänglich gemacht. Der vollständige Wortlaut der Entsprechenserklärung ist über die Internetseite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) im Bereich „Investor Relations“ unter der Rubrik „Corporate Governance“ zugänglich. 40 Ereignisse nach der Berichtsperiode. Veränderungen im Vorstand. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat am 29. Januar 2010 dem Vorschlag des Vorstandes zugestimmt, die Zuständigkeiten für die bisherigen Aufgabenbereiche von Herrn Hamid Akhavan zunächst kommissarisch zu regeln. Die Vorstandsmitglieder Herr Guido Kerkhoff und Herr Reinhard Clemens übernehmen kommissarisch die Aufgaben von Herrn Hamid Akhavan. Herr Guido Kerkhoff wird ab dem 15. Februar 2010 kommissarisch für die Region Europa (Großbritannien, die Niederlande, Österreich, Polen und Tschechische Republik) sowie International Sales und Service zuständig sein. Herr Reinhard Clemens übernimmt ab diesem Zeitpunkt konzernübergreifend die Führung der restlichen COO-Bereiche wie Produkte & Innovation, Technik, IT und Einkauf - dies ebenfalls kommissarisch. Regulierung TAL, Zugang Kabelkanal, Dark Fibre. Das Bundesverwaltungsgericht hat der Revision mit Urteil vom 27. Januar 2010 teilweise stattgegeben und die Regulierungsverfügung rechtskräftig aufgehoben, soweit darin der Zugang zur Dark Fibre angeordnet wurde. Begründet wird die Entscheidung damit, dass die Anfangsinvestitionen der Deutschen Telekom in den Glasfaserausbau nicht hinreichend berücksichtigt werden. 41 Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer gemäß § 314 HGB. Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
Unter den Honoraren für Abschlussprüfungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses ausgewiesen sowie Honorare für weitere Prüfungsleistungen vor allem im Zusammenhang mit der Prüfung des internen Kontrollsystems für die Finanzberichterstattung nach dem Sarbanes-Oxley Act 404. Bei den Honoraren für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen handelt es sich vor allem um Entgelte für die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse sowie die prüferische Begleitung im Rahmen der Dokumentation des internen Kontrollsystems für die Finanzberichterstattung nach dem Sarbanes-Oxley Act 404. Steuerberatungshonorare beinhalten im Wesentlichen Honorare für erbrachte Steuerberatungsleistungen im Zusammenhang mit laufenden und geplanten Transaktionen. Die übrigen Honorare umfassen überwiegend Beratungsleistungen und Unterstützung im Zusammenhang mit der Erfüllung von Anforderungen, die von der Bundesnetzagentur und anderen Behörden an die Gesellschaft gestellt werden. Versicherung der gesetzlichen Vertreter.Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bonn, den 8. Februar 2010 Deutsche Telekom AG Der Vorstand René Obermann Hamid Akhavan Dr. Manfred Balz Reinhard Clemens Niek Jan van Damme Timotheus Höttges Guido Kerkhoff Thomas Sattelberger Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers.Wir haben den von der Deutschen Telekom AG, Bonn, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart/Frankfurt am Main, den 8. Februar 2010 Ernst & Young GmbH Prof. Dr. Wollmert, Wirtschaftsprüfer Forst, Wirtschaftsprüfer
PricewaterhouseCoopers Tandetzki, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Kämpfer, Wirtschaftsprüfer Anlage. Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. § 313 Abs. 2 HGB Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. §313 Abs. 2 HGB zum Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG zum 31.12.2009
1)
Die Gesellschaft hat von Erleichterungen
nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und es besteht eine Verlustübernahme
nach § 302 AktG. Deutsche TelekomKonzernlagebericht zum 31. Dezember 2009Konzernumsatz steigt um 4,8 % auf 64,6 Mrd. €; Internationaler Anteil am Konzernumsatz wächst auf 56,6 % // Konzern-EBITDA 19,9 Mrd. €; EBITDA bereinigt um Sondereinflüsse 20,7 Mrd. € // Konzernüberschuss 0,4 Mrd. €. Bereinigter Konzernüberschuss 3,4 Mrd. € // Free Cash-Flow (vor Ausschüttung) 7,0 Mrd. € Stabiles Ergebnis in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Im Geschäftsjahr 2009 erreichte die Deutsche Telekom in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld das im April des Berichtsjahres angepasste Ziel eines bereinigten EBITDA – ohne Berücksichtigung der OTE – von 2% bis 4 % unter Vorjahresniveau. Die Deutsche Telekom erzielte einen Umsatzanstieg von 2,9 Mrd. € oder 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese positive Umsatzentwicklung wurde maßgeblich getragen von der erstmaligen Vollkonsolidierung der griechischen Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE), die 5,4 Mrd. € zum Konzernumsatz beitrug. Nach Berücksichtigung von Konsolidierungskreiseffekten (5,5 Mrd. €) sowie negativen Wechselkurseffekten (0,4 Mrd. €) blieb der Konzernumsatz in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld unter Vorjahresniveau. Der Auslandsbeitrag zum Umsatz stieg auf 56,6 % an (2008: 53,2 %). Während der Konzern den Umsatz in den operativen Segmenten USA und Süd- und Osteuropa steigerte, war der Umsatz in den operativen Segmenten Deutschland, Europa und Systemgeschäft rückläufig. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte die Deutsche Telekom ein Konzern-EBITDA von 19,9 Mrd. € (18,0 Mrd. € im Vorjahr). Das bereinigte EBITDA betrug im Geschäftsjahr 2009 20,7 Mrd. € (19,5 Mrd. € im Vorjahr). Der Beitrag der erstmalig voll konsolidierten OTE belief sich hierbei jeweils auf 2,0 Mrd. €. Im Geschäftsjahr 2009 wurde das EBITDA durch Sondereinflüsse in Höhe von 0,8 Mrd. € negativ beeinflusst. Im Wesentlichen handelte es sich um Aufwendungen für Personalmaßnahmen und sachbezogene Restrukturierungen in den operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft. Die Deutsche Telekom verzeichnete im Geschäftsjahr 2009 einen Konzernüberschuss von 0,4 Mrd. € im Vergleich zu einem Konzernüberschuss von 1,5 Mrd. € im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus höheren Abschreibungen, vor allem aufgrund von Wertminderungen des Goodwill. Der bereinigte Konzernüberschuss belief sich auf 3,4 Mrd. €. Der Free Cash-Flow – vor Ausschüttung und einschließlich OTE – von 7,0 Mrd. € konnte im Vorjahresvergleich stabil gehalten werden. Während der operative Cash-Flow leicht gesteigert wurde, erhöhten sich die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen. Vernetztes Leben und Arbeiten mit innovativen Produkten und Netzinfrastruktur. Die Deutsche Telekom beabsichtigt, durch Konvergenzprodukte im Rahmen von vernetztem Leben und Arbeiten ihr Produktportfolio zu optimieren, um den Anteil der werthaltigen Kundenbeziehungen langfristig zu erhöhen. Investitionsschwerpunkte in Deutschland werden Wachstums- und Innovationsthemen betreffen, insbesondere den weiteren integrierten und wertoptimierten Breitbandausbau im Festnetz und Mobilfunk sowie Qualitäts- und Serviceoffensiven. Das operative Segment Deutschland wird beeinflusst durch den anhaltenden harten Wettbewerb und regulatorische Maßnahmen. Zur CeBIT 2009 wurden erstmals Angebotspakete aus Festnetz- und Mobilfunkprodukten für Geschäftskunden erstellt. Diese sog. Business-Pakete ermöglichen ein reibungsloses, effizientes Zusammenspiel der mobilen und leitungsgebundenen Information und Kommunikation. Das Portfolio erreicht die Zielgruppen Selbstständige, Kleinunternehmen so wie mittlere und große Firmen. Festnetz. Seit 2006 bietet das Festnetzgeschäft der Deutschen Telekom gebündelte Produkte im Bereich Telefonie, Surfen im Internet und Fernsehen an. Kontinuierlich wurden die einzelnen Produktangebote weiterentwickelt, an den Kundenbedürfnissen ausgerichtet und die Bandbreiten erhöht. Die Deutsche Telekom ging im Geschäftsjahr 2009 mit dem neuen Produktangebot LIGA Total! an den Start. Entertain, das deutsche IPTV-Produkt des Deutsche Telekom Konzerns, bietet Kunden alle Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga gegen einen Aufpreis im Fernsehen. Mit „Entertain Pur“ werden seit Ende des Jahres 2009 ausschließlich TV- und Sprachdienste angeboten. Ergänzt wird die Produktpalette mit der Scout-Gruppe und der Load-Familie um Download-Portale, die wie Gamesload, Softwareload, Videoload und Musicload laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Spitzenpositionen in deutschen Kundenbewertungen belegen. Seit April 2009 können Kunden das neu eingeführte Endgeräte-Servicepaket nutzen. Für eine günstige Monatspauschale erhalten die Kunden aktuelle Endgeräte und umfangreiche Serviceleistungen, wie z. B. Software-Updates, Fernwartung, Hilfe bei der Installation und eine lebenslange Gewährleistung auf die Geräte. Der Bereich Wholesale-Services bedient andere inländische Netzbetreiber und Service-Provider sowie interne Kunden mit Vorleistungen und Dienstleistungen, u. a. aus den Produktsegmenten: Zugang, Interconnection, IP Data- und Netzwerk-Leistungen. Auf Basis der angebotenen Vorleistungen der Deutschen Telekom wie z. B. der Teilnehmeranschlussleitung (TAL), Bitstromzugang bzw. Resale einschließlich der Produktvarianten WIA (Wholesale-Internet-Access) und WIA-Gate realisieren Netzbetreiber und Service-Provider eigene Geschäftsmodelle. Die Serviceplattformen des deutschen Festnetzes bieten eine breite Palette an Sprach-, Video-, Daten- und anderen Mehrwertdiensten für Privat-, Geschäfts- und Großkunden an, wobei weiterhin vorrangig in IP-basierte Technologien für die Netzwerkinfrastruktur investiert wird. Mit diesen Investitionen wurde bereits 2005 begonnen; sie bilden die Grundlage für die Gestaltung des Next Generation Network (NGN). Die Deutsche Telekom ist nach wie vor verpflichtet, Dienste für Kunden bereitzustellen, die das PSTN (Public Switched Telephone Network) nutzen, wodurch weiterhin entsprechende Teile der vorhandenen Netzinfrastruktur parallel mit dem NGN genutzt werden müssen. In Deutschland versorgt die Deutsche Telekom bereits rund 1.000 Städte mit ADSL2+ und bietet in den 50 größten Ballungsgebieten zudem Dienste über ihre VDSL-Infrastruktur an. Für den weiteren Infrastrukturausbau setzt der Konzern verstärkt auf Kooperationsmodelle mit Kommunen und Wettbewerbern. In 2009 wurden durch 722 Kooperationen mit Gemeinden und durch Kapazitätserweiterungen im Regelausbau für ca. 374.000 weitere Haushalte Anschlussmöglichkeiten an das Breitbandnetz geschaffen. Die Deutsche Telekom öffnete ihr VDSL-Netz für Wettbewerber bereits vor regulatorischen Vorgaben und plant in deutschen Städten den kooperativen Ausbau von Glasfaser-Zugangsnetzen. Mobilfunk. Um für das vernetzte Leben und Arbeiten unterwegs jederzeit und überall optimalen Komfort zu bieten, steigert T-Mobile Deutschland gezielt die Netzleistung und baut die Versorgung mit entsprechenden Bandbreiten bedarfsorientiert aus. T-Mobile Deutschland arbeitet intensiv an der Weiterentwicklung der Netztechnik der Zukunft, dem NGMN (Next Generation Mobile Network). Die neue Technologie wird fünf bis zehn Mal höhere Übertragungsraten als HSDPA und HSUPA ermöglichen. Eine der möglichen NGMN-Technologien ist LTE (Long Term Evolution), mit der sich im Download Datenübertragungsraten von bis zu 170 Mbit/s erreichen lassen. Im Geschäftsjahr 2009 stellte T-Mobile Deutschland die Leistungsstärke von LTE bei Live-Demonstrationen bereits dar. Im Frühjahr 2009 realisierte T-Mobile Deutschland eine Reihe von Qualitätsverbesserungen für den Dienst MobileTV. Die technische Plattform hält nun fünf verschiedene Qualitätsprofile vor. Sie ermöglichen es, den Videostream optimal an die Leistungsmerkmale des genutzten Mobilfunkgeräts und die aktuelle Bandbreite der Zelle anzupassen und so eine deutlich erhöhte Bild- und Tonqualität zu erreichen. Als einziger Netzbetreiber in Deutschland überträgt T-Mobile Deutschland mit LIGA Total! alle Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga live auf das Handy. T-Mobile Deutschland ist Vorreiter bei der Double-Play-Strategie: Complete- und Combi-Tarife bieten Flatrates für Telefonie und mobiles Highspeed-Surfen. Diese integrierten Sprach-/Datentarife bieten den Kunden höchsten Komfort und Kostenkontrolle. Die sehr gute Akzeptanz des aktuellen Tarifportfolios treibt den Ausbau werthaltiger Kundenbeziehungen voran. Neben klassischen Mobiltelefonen und Smartphones zählen Netbooks mit integrierter Mobilfunktechnik und Surf-Sticks zu den Schlüsselprodukten für die mobile Datennutzung. Da die Mini-Notebooks besonders klein und leicht sind, ermöglichen sie komfortables mobiles Highspeed-Surfen. Mit dem T-Mobile G1 wurde im Februar 2009 das weltweit erste Mobiltelefon mit dem Betriebssystem Android in Deutschland auf dem Markt eingeführt. Mit dem T-Mobile G2 Touch und dem T-Mobile Pulse wurde das Android-Endgeräteportfolio kontinuierlich erweitert. Mithilfe der Download-Angebote des Online Store „Android Market“ stehen tausende Programme und Spiele bereit. Im Juni 2009 führte T-Mobile Deutschland exklusiv das Apple iPhone 3GS ein. Es ist derzeit das leistungsstärkste iPhone auf dem Markt. Bis Ende 2009 wurden in Deutschland seit Markteinführung insgesamt ca. 1,5 Mio. iPhones ausgeliefert. Seit November 2009 setzt T-Mobile Deutschland mit den beiden ersten Windows-basierten Handys weitere Akzente für das vernetzte Leben und Arbeiten unterwegs. Markenzeichen des HTC Touch2 und des HTC HD2 ist das Betriebssystem Microsoft Windows Mobile 6.5 Professional. Für Applikationen des „Windows Marketplace“, die vom Nutzer bequem heruntergeladen werden können, sind die beiden Endgeräte optimal ausge-stattet. Mit der Einführung der neuesten Version der mobilen Internet-Serviceplattform web’n’walk unterstreicht T-Mobile Deutschland seine führende Position im Bereich des mobilen Internets. So können etwa Nutzer in Deutschland über sog. Widgets – kleine Webanwendungen auf dem Homescreen des Mobilfunkgeräts – mit einem Klick ihre persönlichen Lieblingsdienste nutzen. Im Laufe des Geschäftsjahres stärkte T-Mobile Deutschland ihre Vorreiterrolle im M2M-Geschäft („machine to machine“: mobile Maschinenkommunikation), z. B. im Bereich der Smart-Metering-Technik. Mit dieser werden jede Art von Verbrauchswerten, wie z. B. Strom und Gas, in Haushalten digital erfasst, sodass Energieunternehmen dem Kunden optimierte Angebote für die effiziente Energienutzung unterbreiten sowie den Prozess der Energiebereitstellung verbessern können. T-Mobile Deutschland bietet mit strategischen Partnerschaften weitere Teile der Wertschöpfung von der Hardware über Mobilfunk bis hin zum Solution Enabling im Verbund an. 3G-Netzausbau in den USA. Mit netto 1,0 Mio. Neukunden im Laufe des Jahres 2009 erhöhte sich der Gesamtkundenbestand im operativen Segment USA (T-Mobile USA) bis zum Jahresende auf 33,8 Mio. Zum Ende des Geschäftsjahres erreichte T-Mobile USA mit einer flächendeckenden 3G-Netzversorgung mehr als 205 Mio. potenzielle Nutzer und konnte somit im Jahr 2009 die 3G-Netzabdeckung in den USA nahezu verdoppeln. Außerdem erhöhte T-Mobile USA die Übertragungsgeschwindigkeit des 3G-Netzes im Jahresverlauf von 3,6 Mbit/s auf 7,2 Mbit/s. Für 2010 plant T-Mobile USA den weiteren Ausbau und die Modernisierung des 3G-Netzes, u. a. die Umstellung der 30 wichtigsten US-amerikanischen Märkte auf HSPA+, d.h. eine maximale Download-Geschwindigkeit von 21 Mbit/s. Auf das ausgebaute und schnellere 3G-Netz reagierten die Kunden mit einer höheren Akzeptanz der 3G-fähigen Konvergenzgeräte, was sich wiederum positiv auf die Umsätze im Bereich Datenkommunikation auswirkte. Im Jahr 2009 nahm T-Mobile USA elf 3G-fähige Konvergenzgeräte in ihr innovatives Endgeräteportfolio auf. Nach dem erfolgreichen Start des T-Mobile G1TM im Jahr 2008 brachte T-Mobile USA jetzt zusätzlich das T-Mobile MyTouch TM 3G heraus und verfügte zum Jahresende über ein marktführendes Angebot von insgesamt vier Android TM-Geräten. Mit neuen “Even More”-Tarifen konnte T-Mobile USA im Berichtsjahr das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Mobilfunkmarkt bieten. Einige dieser Tarifoptionen beinhalten die landesweite Nutzung umfassender Leistungen – von Telefonie über SMS bis hin zur Datenkommunikation, wobei der Kunde zwischen Tarifen mit und ohne subventioniertem Endgerät wählen kann. Außerdem baute T-Mobile USA im Geschäftsjahr 2009 das Einzelhandelsvertriebsnetz weiter aus, u. a. durch eine Vertriebsvereinbarung mit der amerikanischen Elektronik-Fachhandelskette Radio-Shack, mit deren Hilfe die Anzahl der Vertriebsstellen für Produkte und Leistungen von T-Mobile USA um fast ein Drittel erhöht werden konnte. Gleichzeitig gewann das Unternehmen seine Führungsposition im Bereich Kundenservice wieder, wie Auszeichnungen durch unabhängige Verbraucherorganisationen belegen. Erfreuliche Entwicklung des Vertragskundengeschäfts. Im operativen Segment Europa konnte im Laufe des Geschäftsjahres 2009 die Struktur des Kundenbestands und damit seine Qualität kontinuierlich verbessert werden. Zum Ende des Berichtsjahres betrug die Anzahl der Kunden 44,2 Mio. und entsprach somit dem Vorjahr. Der Vertragskundenbestand stieg sowohl absolut als auch relativ gegenüber dem Vorjahr an und kompensierte damit den Kundenrückgang im Prepaid-Bereich. Dieser Erfolg im Vertragskundengeschäft ist zum einen auf intensive Marktaktivität zur Kundengewinnung und Kundenbindung zurückzuführen. Zum anderen ließen sich neue Kundengruppen durch die Optimierung des Produktportfolios erschließen. Neue Anwendungen zur Nutzung des mobilen Internets sowie attraktive Smartphones trugen zu diesem Erfolg bei. Es hatten vor allem die Länder Anteil am Vertragskundenwachstum, in denen die Smartphones Apple iPhone, T-Mobile G1 und T-Mobile G2 Touch erfolgreich verkauft wurden. Zusätzlich zu den angebotenen Produkten sicherten strategische Partnerschaften mit weltweit agierenden Unternehmen den Status der Deutschen Telekom als führender Anbieter für vernetztes Leben und Arbeiten. Die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. haben im November 2009 den Zusammenschluss ihrer britischen Gesellschaften, T-Mobile UK und Orange UK, in einem 50:50 Joint Venture vereinbart. Auf Basis im dritten Quartal 2009 veröffentlichter Wettbewerberdaten wird nach Abschluss der Transaktion ein gemeinsamer Kundenbestand von etwa 32,7 Mio. Kunden (einschließlich Virgin Mobile) erreicht. Durch das Joint Venture würde der führende Mobilfunkbetreiber in Großbritannien entstehen. Kundenzuwachs im Mobilfunk sowie Breitbandwachstum im Festnetz. Mit der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE im operativen Segment Süd- und Osteuropa hat sich die Position der Deutschen Telekom in der Region gestärkt und es konnte in den Bereichen Breitband und Mobilfunk ein deutlicher Anstieg im Kundenbestand realisiert werden. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld infolge der globalen Wirtschaftskrise, geprägt von sinkenden Bruttoinlandsprodukten und starken Währungsschwankungen, war ein wichtiger Faktor, der massiven Druck ausgeübt hat. Die weitere Integration von Festnetz, Breitband und Mobilfunk half z. B. in Ungarn, ergänzt durch Satelliten-TV, eine treibende Rolle im „Zugang zu allen Bildschirmen" der Kunden einzunehmen und im ungarischen Markt innovative Impulse zu setzen. Die weitere Integration in anderen Märkten im operativen Segment Süd- und Osteuropa ist vorbereitet. Durch die Bündelung von Telekommunikationsdiensten mit Entertainment /TV-Angeboten wird den Kunden ein höherer Nutzen geboten und somit die Kundenfluktuation verringert. Hierdurch wird ein Umfeld geschaffen, das letztendlich auf die Strategie der Deutschen Telekom für vernetztes Leben und Arbeiten einzahlen wird. Die Investitionen in leistungsfähige Breitbandinfrastrukturen schafften u.a. die Basis für eine Verdopplung der IPTV-Kundenzahlen auf über 400.000 Anschlüsse. Neue zukunftsweisende Projekte für Großkunden. Das operative Segment Systemgeschäft stellt sich mit fünf Leitthemen den Herausforderungen des stetig wachsenden Wettbewerbs in der Informations- und Kommunikationstechnik (engl. kurz ICT): Dynamic net-centric Sourcing, Collaboration, Mobile Enterprise, Security & Governance sowie Sustainability & Corporate Responsibility. T-Systems hat sein Portfolio und seine Services auf diese fünf Felder ausgerichtet und wird so Wegbereiter für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Ausrichtung auf das Systemgeschäft von Großkunden hat sich im Berichtsjahr im In- und Ausland in erfolgreich geschlossenen Großaufträgen niedergeschlagen. So beziehen MAN (Nutzfahrzeug-, Motoren- und Maschinenbau) und die Linde AG (Industriegase und Engineering) von T Systems für jeweils sieben Jahre wichtige ICT-Services. In Deutschland vernetzt T-Systems die Filialen der REWE Group einschließlich ihrer angeschlossenen Touristiksparte mit 900 Reisebüros von DER und Atlas. Für den Automobilzulieferer Continental setzt T-Systems eines seiner größten SAP-Projekte um: die Zusammenführung und den Betrieb der gesamten SAP-Landschaft. Im Geschäft mit der öffentlichen Hand gewann T-Systems ebenfalls Großaufträge: In Baden-Württemberg werden die Arbeitsplätze mehrerer Ministerien und angeschlossenen Behörden mit Rechnern und Druckern ausgestattet. In Nordrhein-Westfalen führt T-Systems ein neues Haushalts- und Rechnungswesen in der Verwaltung ein. Außerdem wurde das länderübergreifende Geschäft durch bedeutende Großaufträge im Ausland ausgeweitet. So wird T-Systems künftig die gesamten Telekommunikationsdienstleistungen für den weltweiten Energiekonzern BP bereitstellen. Im Rahmen eines Fünfjahresvertrags wird T-Systems mit dem Partner Siemens Enterprise Communications das weltweite Netz von BP auf Sprach- und Datenkommunikation der nächsten Generation umstellen. Für Royal Philips Electronics wird T-Systems die weltweiten Rechenzentrums- und SAP-Dienstleistungen bereitstellen. In Südafrika zeichnet T-Systems für die gesamte Informations- und Kommunikationstechnik des Energieversorgers Eskom und des Transportunternehmens Transnet verantwortlich. Darüber hinaus übernimmt T-Systems die Hosting-Kunden von SAP in Europa. Die Großkundensparte der Deutschen Telekom wird die Softwareanwendungen von fast 90 SAP-Kunden in ihren Rechenzentren betreuen. Im wachsenden Gesundheitsmarkt positioniert sich T-Systems und beteiligt sich über T-Venture, dem Venture Capital Unternehmen der Deutschen Telekom, an Portavita. Portavita ist in den Niederlanden führender Anbieter von Lösungen für die IT gestützte integrierte Versorgung von Patienten mit chronischen Krankheiten. T-Systems übernimmt via T-Venture auch Anteile am holländischen Softwareentwickler MGRID, einem Partnerunternehmen von Portavita, spezialisiert auf die Entwicklung von Hard- und Software für medizinische Datenbankanwendungen. Gemeinsam möchten die Unternehmen die bewährten Lösungen aus den Niederlanden an den deutschen Markt sowie weitere europäische Märkte anpassen. Konzernstruktur.Neuausrichtung der Führungsstruktur // Erweiterung des Beteiligungsportfolios durch OTE // Joint Venture in Großbritannien Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit. Die Deutsche Telekom ist ein integrierter Telekommunikationsanbieter. Der Konzern bietet seinen Kunden weltweit ein umfassendes Spektrum moderner Dienstleistungen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnologie. Seit dem 1. Juli 2009 orientiert sich die Organisation der Deutschen Telekom an der vom Aufsichtsrat am 29. April 2009 beschlossenen Neuausrichtung der Führungsstruktur. Diese zeichnet sich gegenüber der bisherigen Organisation durch eine stärkere regionale Marktverantwortung im kombinierten Festnetz- und Mobilfunkgeschäft aus. Aufgrund dieser Neuausrichtung hat sich mit Wirkung zum 1. Juli 2009 auch die Struktur der operativen Segmente verändert. Die Deutsche Telekom berichtet seit dem 1. Juli 2009 in den fünf operativen Segmenten Deutschland, USA, Europa, Süd- und Osteuropa, Systemgeschäft sowie in der Konzernzentrale & Shared Services. Das Festnetzgeschäft umfasst sämtliche Aktivitäten der Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitbandtechnik. Dazu gehört sowohl der Vertrieb von Endgeräten und sonstiger Hardware als auch der Vertrieb der Dienste an Wiederverkäufer. Das Mobilfunkgeschäft bietet Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an. In Verbindung mit den angebotenen Diensten werden zudem Mobilfunkendgeräte und andere Hardware vertrieben. Darüber hinaus erfolgt der Vertrieb der T-Mobile Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (Mobile Virtual Network Operator; MVNO). Von den fünf operativen Segmenten erfolgt bei vier Segmenten eine regionale Aufteilung der Geschäftstätigkeiten, während bei einem Segment eine Kunden- und Produktzuordnung erfolgt. Das operative Segment Deutschland umfasst das Festnetz- und Mobilfunkgeschäft in Deutschland. Das Festnetzgeschäft besteht sowohl aus Privat- als auch Geschäftskunden, welche zum 1. Januar 2009 vom operativen Segment Systemgeschäft (bis zum 31. Dezember 2008 operatives Segment Geschäftskunden genannt) zum Festnetz verlagert wurden. Darüber hinaus erfolgt der Vertrieb der Festnetzleistungen auch an Wiederverkäufer und an andere operative Segmente im Konzern. Das operative Segment USA (T-Mobile USA) umfasst sämtliche Mobilfunkaktivitäten der Deutschen Telekom auf dem US-amerikanischen Markt und stellt sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste bereit. Zusammen mit diesem Diensteangebot werden in der Regel auch mobile Endgeräte und Zubehör vermarktet. Darüber hinaus bietet T-Mobile USA seinen Kunden eine Reihe von Serviceoptionen, z.B. Tarife mit und ohne Vertragsbindung auf Prepay- oder Vertragsbasis sowie Tarife mit subventionierten Endgeräten und ohne subventionierte Endgeräte. Zur Vermarktung seines mobilen Sprach- und Datenangebots stützt sich T-Mobile USA auf verschiedene direkte und indirekte Vertriebskanäle. T-Mobile USA verkauft darüber hinaus Vorleistungen, u. a. an MVNOs sowie Anbieter von Machine-to-Machine-Kommunikation – ein Vertriebsweg mit zunehmender Bedeutung für das No-Name-Angebot von T-Mobile USA. Das operative Segment Europa umfasst sämtliche Aktivitäten der Mobilfunkgesellschaften in Großbritannien, Polen, den Niederlanden, der Tschechischen Republik und in Österreich sowie den Bereich International Carrier Sales and Solutions, welcher im operativen Segment Europa im Wesentlichen Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern erbringt. Das operative Segment Süd- und Osteuropa umfasst die Aktivitäten aus Festnetz und Mobilfunkgeschäft der Landesgesellschaften in Ungarn, Kroatien, Slowakei, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Albanien, der EJR Mazedonien und Montenegro. Das operative Segment Systemgeschäft bündelt unter der Marke T-Systems das Geschäft mit Produkten und Lösungen für große öffentliche Institutionen und multinationale Konzerne (Corporate Customers). Das operative Segment bietet seinen Kunden Informations- und Kommunikationstechnik aus einer Hand. Für die Großkunden entwickelt und betreibt das operative Segment Infrastruktur- und Branchenlösungen. Mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen betreibt T-Systems die ICT für ihre Kunden. Auf dieser Basis bietet die Großkundensparte der Deutschen Telekom integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Konzernzentrale & Shared Services umfassen alle Konzerneinheiten und Beteiligungen, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind. Die Konzernzentrale übernimmt die strategischen und segmentübergreifenden Steuerungsaufgaben. Die sog. Shared Services sind für alle sonstigen operativen Aufgaben zuständig, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit dem Kerngeschäft der aufgeführten operativen Segmente stehen. Zu den Shared Services zählt Vivento, die dafür verantwortlich ist, im Rahmen des Personalumbaus Mitarbeitern neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu vermitteln. Darüber hinaus zählen zu den Shared Services der Bereich „Grundstücke und Gebäude“, der u. a. das Immobilienvermögen der Deutschen Telekom AG steuert und bewirtschaftet, sowie die DeTeFleetServices GmbH als Komplettanbieter von Fuhrparkmanagement- und Mobilitätsleistun-gen. Des Weiteren umfassen die Konzernzentrale & Shared Services die Einheit Products & Innovation, zuständig für Produkte und Innovationen im Konzern, sowie weitere konzernübergreifende Funktionen aus Technik, IT und Mobilfunk, die dem Chief Operating Officer zugeordnet sind. Die Shared Services erbringen ihre Leistungen schwerpunktmäßig in Deutschland. Zu den wesentlichen Tochtergesellschaften in den Shared Services gehören die GMG Generalmietgesellschaft mbH, die DeTeFleetServices GmbH und die Vivento Customer Services GmbH. Rechtliche Konzernstruktur. Die Deutsche Telekom AG, Bonn, ist das Mutterunternehmen des Deutsche Telekom Konzerns. Ihre Aktien werden u. a. an den Börsen in Frankfurt, New York und Tokio gehandelt. Hinsichtlich der Angaben zum Grundkapital gemäß §315 Abs. 4 Nr. 1 HGB wird auf Angabe 14 im Konzern-Anhang verwiesen. Bei den eigenen Anteilen (per 31. Dezember 2009: rund 2 Mio. Stück) und den sog. Trust (Treuhänder)-Aktien (per 31. Dezember 2009: rund 19 Mio. Stück) sind die Stimmrechte eingeschränkt. Die Trust-Aktien stehen im Zusammenhang mit den Akquisitionen von Voice-Stream und Powertel im Jahr 2001. Im Rahmen dieser Akquisitionen gab die Deutsche Telekom AG neue Aktien aus genehmigtem Kapital an Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Hinsichtlich der an Trusts ausgegebenen Aktien hat der jeweilige Treuhänder für die Zeit des Bestehens des Trusts auf Stimmrechte und Bezugsrechte sowie grundsätzlich auf Dividendenrechte verzichtet. Die an die Trusts ausgegebenen Aktien können auf Weisung der Deutschen Telekom über die Börse verkauft werden, wenn die Berechtigten ihre Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte nicht ausüben oder diese erlöschen. Der Veräußerungserlös fließt der Deutschen Telekom zu. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2009 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 2.176.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 850.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um neue Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder von anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Deutsche Telekom AG, auszugeben. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2009/I). Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2009 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 38.400.000 € durch Ausgabe von bis zu 15.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur zur Gewährung von Aktien an Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG und der nachgeordneten verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien) ausgegeben werden. Die neuen Aktien können dabei auch an ein Kreditinstitut oder ein anderes die Voraussetzungen des § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG erfüllendes Unternehmen ausgegeben werden, das die Aktien mit der Verpflichtung übernimmt, sie ausschließlich zur Gewährung von Belegschaftsaktien zu verwenden. Soweit gesetzlich zulässig, können die Belegschaftsaktien auch in der Weise ausgegeben werden, dass die auf sie zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt wird, den Vorstand und Aufsichtsrat nach § 58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen können. Die als Belegschaftsaktien auszugebenden Aktien können auch im Wege von Wertpapierdarlehen von einem Kreditinstitut oder einem anderen die Voraussetzungen des § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG erfüllenden Unternehmen beschafft und die neuen Aktien zur Rückführung dieser Wertpapierdarlehen verwendet werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2009/II). Zum 31. Dezember 2008 bestanden die genehmigten Kapitale 2004 und 2006, die mit Wirkung auf den Zeitpunkt der Eintragung im Handelsregister am 26. Mai 2009 zugunsten der aufgeführten genehmigten Kapitale 2009/I und 2009/II aufgehoben wurden. Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2009 um bis zu 31.813.089,28 €, eingeteilt in bis zu 12.426.988 neue auf den Namen lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten auf Aktien aus Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses für einen Aktienoptionsplan 2001 der Hauptversammlung vom 29. Mai 2001 in der Zeit bis zum 31. Dezember 2003 begeben wurden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Bezugsrechte von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen. Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2009 um 600.000.000 €, eingeteilt in bis zu 234.375.000 auf den Namen lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital IV). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie dies zur Bedienung von bis zum 25. April 2010 ausgegebenen oder garantierten Wandelschuld- oder Optionsschuldverschreibungen benötigt wird. Die Hauptversammlung vom 30. April 2009 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 29. Oktober 2010 insgesamt bis zu 436.131.999 Stückaktien der Deutschen Telekom AG mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.116.497.917,44 € unter folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Deutschen Telekom AG, welche die Deutsche Telekom AG bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71 d und 71 e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Deutschen Telekom AG. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinne von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Der Hauptversammlungsbeschluss vom 30. April 2009 ermächtigt den Vorstand u. a. auch dazu Aktien der Deutschen Telekom AG, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutschen Telekom AG, die eine Klausel für den Fall einer Übernahme (Change of Control) der Deutschen Telekom AG enthalten, betreffen hauptsächlich bilaterale Kreditfazilitäten sowie mehrere Darlehensverträge. Im Übernahmefall haben die jeweiligen Kreditgeber das Recht, die Fazilität zu kündigen und ggf. fällig zu stellen bzw. die Rückzahlung der Darlehen zu verlangen. Eine Übernahme wird dabei angenommen, wenn ein Dritter die Kontrolle über die Deutsche Telekom AG erlangt; dies kann auch eine gemeinschaftlich handelnde Gruppe sein. Ferner haben die anderen Konsortialpartner von Toll Collect (Daimler Financial Services AG und Cofiroute SA) eine Call Option für den Fall, dass ein Wechsel in der Eigentümerstruktur der Deutschen Telekom AG dadurch eintritt, dass mehr als 50 % des Aktienkapitals oder der Stimmrechte von einem neuen Gesellschafter gehalten werden, die er zuvor nicht besaß, und die anderen Konsortialpartner diesem Wechsel nicht zugestimmt haben. Bei der Zurechnung von Stimmrechten gilt § 22 Abs. 1 WpHG analog. Sollte die Deutsche Telekom AG von einem Unternehmen übernommen werden, das kein Telekommunikationsunternehmen aus der Europäischen Union oder den USA mit ähnlicher Größe und vergleichbarem Standing wie die Deutsche Telekom AG ist, kann der griechische Staat alle Anteile der Deutschen Telekom AG an der griechischen Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE) von der Deutschen Telekom AG erwerben. Eine Übernahme in diesem Sinne liegt vor, wenn eine oder mehrere Personen – mit Ausnahme der Bundesrepublik Deutschland – direkt oder indirekt 35 % der Stimmrechte an der Deutschen Telekom AG erwerben. Die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. haben im Geschäftsjahr 2009 den Zusammenschluss ihrer britischen Gesellschaften, T-Mobile UK und Orange UK, in einem 50:50 Joint Venture vereinbart. Nach dem Joint Venture Agreement ist die France Télécom für den Fall, dass die Deutsche Telekom unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt, für die Dauer eines Jahres von sämtlichen den Gesellschaftern im Hinblick auf eine Übertragung ihrer Anteile auferlegten Restriktionen befreit. Eine Übertragung von Anteilen an Wettbewerber ist aber auch in diesem Fall untersagt. Die wesentlichen Beteiligungen der Deutschen Telekom AG werden im Konzern-Anhang im Abschnitt „Grundlagen und Methoden“ unter „Konsolidierungskreis“ aufgeführt. Im Konzernabschluss der Deutschen Telekom werden neben der Deutschen Telekom AG 62 inländische und 182 ausländische Tochterunternehmen voll konsolidiert (31. Dezember 2008: 65 und 164). Zusätzlich werden 12 assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2008: 14) und 5 Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2008: 5) nach der Equity-Methode einbezogen. Mit den Veränderungen im Konsolidierungskreis verbinden sich sowohl Akquisitionen als auch Desinvestitionen. Im Geschäftsjahr 2008 erwarb die Deutsche Telekom 25 % plus eine Aktie an der Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE). Im Mai 2008 hatten die Hellenische Republik und die Deutsche Telekom eine Gesellschaftervereinbarung über die Beteiligung an dem Telekommunikationsunternehmen getroffen. Beide Gesellschafter halten gemeinsam eine Mehrheit von 50 % plus zwei Stimmen an der OTE, wobei der Deutschen Telekom nach Umsetzung aller Schritte der Transaktion die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik der OTE gewährt wird. Die für die vollständige Umsetzung der Gesellschaftervereinbarung erforderlichen Satzungsänderungen der OTE wurden im Rahmen einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung der OTE am 6. Februar 2009 beschlossen. Mit der Umsetzung der Gesellschaftervereinbarung am 6. Februar 2009 wurde die OTE nicht mehr nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, sondern im operativen Segment Süd- und Osteuropa voll konsolidiert. Darüber hinaus hat die Deutsche Telekom der Hellenischen Republik im Rahmen des Anteilskaufvertrags zwei Verkaufsoptionen für weitere 5 % (Verkaufsoption I) sowie 10 % (Verkaufsoption II) der Anteile eingeräumt. Am 31. Juli 2009 wurde die Verkaufsoption I von der Hellenischen Republik ausgeübt. Als Folge der genannten Transaktionen hält die Deutsche Telekom damit einen Anteil von 30 % plus einer Aktie an der OTE. Weitere Erläuterungen hierzu sind in der Angabe „Unternehmenszusammenschlüsse“ des Konzern-Anhangs zu entnehmen. Die Deutsche Telekom erwarb am 28. Mai 2009 den spanischen IT-Dienstleister Metrolico S.A., der im operativen Segment Systemgeschäft voll konsolidiert wird. Durch die Integration von Metrolico (2008: ca. 54 Mio. € Umsatz) stärkt T-Systems seine Präsenz in Südwesteuropa. Die OTE erwarb am 8. Juli 2009 die Telemobil S.A. (Zapp), einen rumänischen Mobilfunkanbieter (2008: ca. 61 Mio. € Umsatz). Die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. unterzeichneten am 5. November 2009 den Vertrag über den Zusammenschluss ihrer britischen Gesellschaften, T-Mobile UK und Orange UK, in einem 50:50 Joint Venture. Die Transaktion bedarf der Zustimmung der zuständigen Behörden. Die T-Mobile UK im operativen Segment Europa wird dementsprechend in der Konzern-Bilanz als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Die Deutsche Telekom unterzeichnete am 19. November 2009 einen Vertrag mit der Freenet AG zur Übernahme von 100 % der Anteile an dem Webhosting-Anbieter Strato AG und der Strato Rechenzentrum AG. Durch die Transaktion wird die Deutsche Telekom ein führender Anbieter von Webhosting-Produkten vor allem für Privat- und kleine Geschäftskunden im deutschen Markt. Die Aufsichtsräte der Gesellschaften haben dem Vorhaben bereits zugestimmt. Die außerordentliche Hauptversammlung stimmte am 19. November 2009 dem Ausgliederungs- und Übernahmevertrag zu, mit dem die Deutsche Telekom AG den Geschäftsbereich T-Home im Wege der Ausgliederung auf die T-Mobile Deutschland GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 überträgt. In der künftigen Deutschland-Gesellschaft sollen das Festnetz- und Mobilfunkgeschäft in Deutschland gebündelt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Leitung und Kontrolle. Die Führungs- und Kontrollstrukturen sowie das Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat orientieren sich am langfristigen Erfolg des Konzerns und folgen insbesondere den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht acht Vorstandsbereiche vor. Neben den fünf zentralen Führungsbereichen des Vorstandsvorsitzenden, des Vorstandsressorts Finanzen, des Vorstandsressorts Personal, des Vorstandsressorts Datenschutz, Recht und Compliance sowie des Chief Operating Officer (COO) (ebenfalls zuständig für das operative Segment Europa), gibt es drei weitere segmentbezogene Vorstandsbereiche: den Vorstandsbereich Deutschland, den Vorstandsbereich Süd- und Osteuropa sowie den Vorstandsbereich T-Systems (operatives Segment Systemgeschäft). Veränderungen im Vorstand. Herr Dr. Karl-Gerhard Eick hat im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat sein Vorstandsmandat mit Ablauf des 28. Februar 2009 niedergelegt. In der Aufsichtsratssitzung am 26. Februar 2009 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Timotheus Höttges mit Wirkung zum 1. März 2009 zum neuen Vorstand Finanzen; gleichzeitig wurde Herr Niek Jan van Damme mit Wirkung zum 1. März 2009 zum Vorstand T-Home, Sales und Service bestellt. Um auf Vorstandsebene die wachsende Bedeutung der Region Süd- und Osteuropa abzubilden und die Führung für die dort existierenden integriert tätigen Beteiligungen nach der Übernahme der Managementkontrolle bei der griechischen OTE zu bündeln, wurde ebenfalls in der Sitzung am 26. Februar 2009 mit Wirkung zum 1. März 2009 ein neues Vorstandsressort Süd- und Osteuropa eingerichtet. Herr Guido Kerkhoff trägt die Verantwortung für dieses Ressort. Er wurde mit Wirkung zum 1. März 2009 zum Mitglied des Konzernvorstands bestellt. Der Aufsichtsrat hat am 29. April 2009 die Zusammenführung der Verantwortung für das Standardgeschäft in Festnetz und Mobilfunk für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland in einem Vorstandsressort „Deutschland“ mit Wirkung zum 1. Juli 2009 beschlossen. Dieses Ressort wird von Herrn Niek Jan van Damme verantwortet. Die Verantwortung für das ICT-Lösungsgeschäft mit Großkunden – T-Systems – verbleibt in der Verantwortung von Herrn Reinhard Clemens. Ferner wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2009 die Funktion des Chief Operating Officer geschaffen, die von Herrn Hamid Akhavan verantwortet wird. In diesem neuen Ressort wird die Verantwortung für Technik, IT, Einkauf sowie Produkte & Innovation für das Standardgeschäft für Privat- und Geschäftskunden im Konzern zusammengeführt. Gleichzeitig verantwortet Herr Hamid Akhavan die Mobilfunkbeteiligungen des Konzerns in Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, der Tschechischen Republik und Polen. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat dem Wunsch von Herrn Hamid Akhavan, sein Mandat zum 15. Februar 2010 niederzulegen, in der Sitzung vom 17. Dezember 2009 entsprochen. Am 29. Januar 2010 stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zu, die Zuständigkeiten für die bisherigen Aufgabenbereiche von Herrn Hamid Akhavan zunächst kommissarisch zu regeln. Die Vorstandsmitglieder Herr Guido Kerkhoff und Herr Reinhard Clemens übernehmen kommissarisch die Aufgaben von Herrn Hamid Akhavan. Herr Guido Kerkhoff wird ab dem 15. Februar 2010 kommissarisch für die Region Europa (Großbritannien, die Niederlande, Österreich, Polen und Tschechische Republik) sowie International Sales & Service zuständig sein. Herr Reinhard Clemens übernimmt ab diesem Zeitpunkt konzernübergreifend die Führung der restlichen COO-Bereiche wie Produkte & Innovation, Technik, IT und Einkauf – dies ebenfalls kommissarisch. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn. Der Aufsichtsrat setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen, von denen 10 die Aktionäre und 10 die Arbeitnehmer vertreten. Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG und § 18 der Satzung. Dabei ist der Aufsichtsrat gemäß § 21 der Satzung ermächtigt, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anzupassen, die für die Gesellschaft verbindlich werden, und Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Die Gesamtvergütung der acht Vorstandsmitglieder teilt sich in einem Verhältnis von etwa einem Drittel in eine fixe und zu etwa zwei Dritteln in eine jährliche variable und eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente (Mid-Term Incentive Plan). Die jährliche variable Vergütung richtet sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat vor Beginn des Geschäftsjahres jedem Mitglied des Vorstands vorgegebenen Ziele. Die Vergütung des Vorstands ergibt sich im Einzelnen aus der nachfolgenden Tabelle.
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung geregelt und enthält eine feste jährliche Vergütung. Bei entsprechender Entwicklung des Konzernüberschusses je Stückaktie können die Aufsichtsräte eine variable erfolgsorientierte Vergütung mit kurzfristigen und langfristigen Bestandteilen erhalten. Die Vergütung der Vorstände und der Aufsichtsräte wird im Konzern-Anhang unter der Angabe 38 individualisiert und aufgegliedert nach den einzelnen Vergütungsbestandteilen ausgewiesen. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem. Das interne Kontrollsystem (IKS) der Deutschen Telekom AG ist in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk „COSO (The Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) Internal Control – Integrated Framework“ aufgebaut. Die Wirksamkeit des IKS wird vom Prüfungsausschuss der Deutschen Telekom AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Der Umfang und die Ausgestaltung an die spezifischen Anforderungen der Deutschen Telekom liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. In diesem Zusammenhang ist die interne Revision verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Funktionsfähigkeit des IKS im Konzern. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben verfügt die interne Revision über umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens seiner Ziele gibt. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steuerung der Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung erfolgen bei der Deutschen Telekom AG durch den Bereich Group Accounting. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden z. B. in der Konzernbilanzierungsrichtlinie festgehalten, kommuniziert und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, standardisierte Meldeformate, IT-Systeme, sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Im Bedarfsfall bedient sich die Deutsche Telekom AG externer Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Der Bereich Group Accounting stellt die konzernweite und einheitliche Umsetzung dieser Anforderungen über entsprechende Prozesse sicher. Die in den Konzernrechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien, Verfahren und den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Sys-teme verantwortlich und werden dabei vom Bereich Group Accounting unterstützt und überwacht. In den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte, interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen, zu denen IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine IT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffsregelungen in IT-Systemen oder ein Veränderungsmanagement sowie deren Überwachung, gehören. Die Deutsche Telekom verfügt seit dem Geschäftsjahr 2006 über ein konzernweit standardisiertes Verfahren zur Überwachung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS. Dieses Verfahren ist konsequent an den Risiken einer möglichen Fehlberichterstattung im Konzernabschluss ausgerichtet und erfüllt die strengen US-amerikanischen Kapitalmarktanforderungen der Section 404 des Sarbanes-Oxley Act. Zur Qualitätssicherung dieses rechnungslegungsbezogenen IKS ist die interne Revision über alle Stufen des Verfahrens hinweg eng einbezogen. Die Wirksamkeitsbeurteilung dieses rechnungslegungsbezogenen IKS erfolgt für die unter Risikoaspekten ausgewählten Teile auf Grundlage von kaskadierten Selbstbeurteilungen beginnend bei den Prozessbeteiligten über die wesentlichen Verantwortungsträger im Rechnungslegungsprozess bis zum Konzernvorstand. Die interne Revision nimmt eine unabhängige, stichprobenhafte Prüfung der Selbstbeurteilungen vor. Konzernstrategie und Konzernsteuerung.Konzernstrategie. Die Strategie der Deutschen Telekom wird erfolgreich umgesetzt. Die Telekommunikationsbranche ist geprägt von ständigem Wandel – im Festnetzgeschäft, im Mobilfunk und im Internet –, der auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht zum Stillstand kommt. Wichtige Bereiche der Makroökonomie, der Technologie, beim Konsumenten, den Märkten und unseren Wettbewerbern sind davon betroffen. Gleichzeitig verschwimmen zunehmend die Grenzen zu benachbarten Industrien – IT, Medien, Entertainment und Software. Neue Wettbewerbskonstellationen bilden sich heraus und erfordern in zunehmendem Maße strategische Partnerschaften. Das Ziel der Deutschen Telekom ist es, sich erfolgreich in diesem komplexen Umfeld zu positionieren und langfristig zu einem Marktführer für vernetztes Leben und Arbeiten zu werden. Auch im Geschäftsjahr 2009 hat die Deutsche Telekom ihre Strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“ mit den folgenden vier strategischen Handlungsfeldern konsequent und erfolgreich umgesetzt:
Verbessern der Wettbewerbsfähigkeit. In Deutschland und Süd- und Osteuropa sind die Märkte insbesondere im Festnetzbereich zunehmend gesättigt und durch hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. In diesem schwierigen Umfeld behauptet sich die Deutsche Telekom durch gezielte Investitionen in die Breitbandinfrastruktur, hochwertige Produkte und besten Service sowie die kontinuierliche Verbesserung der Kostenbasis. Weitere Impulse zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit erwartet die Deutsche Telekom durch einen integrierten Auftritt am Markt. Gezielter Netzausbau. Auch künftig will die Deutsche Telekom Breitband- und Innovationsführer sein und investiert deshalb gezielt in den Netzausbau. In seinen Präsenzmärkten erweitert und modernisiert der Konzern kontinuierlich seine UMTS-Netze und entwickelt die schnelle mobile Internetnutzung auch über HSPA+ weiter. Im deutschen Festnetzbereich versorgt die Deutsche Telekom bereits rund 1.000 deutsche Städte mit ADSL2+ und 50 Städte mit VDSL. Für den weiteren Breitbandausbau setzt der Konzern neben Kooperationen mit Kommunen auch auf die Zusammenarbeit mit Wettbewerbern. Innovative Entertainment-Produkte. In Deutschland können Entertain-Kunden seit 2009 mit dem „vernetzten Videorekorder“ mehrere Media Receiver miteinander verbinden, Fotos mit Freunden und Verwandten teilen und das Bundesliga-Angebot „LIGA Total!“ am Fernseher oder unterwegs nutzen. Drei Jahre nach Einführung des Satellitenprogramms „Dolce“ erweitert die rumänische OTE-Tochter Romtelecom ihr Entertainment-Angebot und startete im Jahr 2009 landesweit in zehn Städten das neue IPTV-Produkt „Dolce Interactive“. In der Slowakei wird durch den Ausbau der Satellitenübertragung das Digitalfernsehen von Magio TV landesweit verfügbar. Service und Qualität. Entertain wurde von Kunden und neutralen Fachleuten mehrfach ausgezeichnet. Die Leser des Fachmagazins „connect“ (Heft 5/09) wählten Entertain zum besten Triple-Play-Anbieter 2009. In einer Bewertung der „Computer Bild“ (Heft 9/09) setzte sich die Deutsche Telekom ebenfalls gegen die Konkurrenz durch. Zudem wurde bei der Vermarktung von Entertain, Apple iPhone und Endgerät-Servicepaket die Marke von einer Million durchbrochen. Dies belegt, dass die Deutsche Telekom auch in gesättigten Märkten mit Service und hochwertigen Produkten nachhaltig überzeugen kann. Um den Service weiter zu verbessern, wird im Geschäftsjahr 2010 die ACCI/ICCA-Studie (After Customer Contact Interview; International Customer Contact Analysis) zur Messung der Kundenwahrnehmung in weiteren Landesgesellschaften und Kundenkontaktkanälen eingeführt. Bündelung von Festnetz- und Mobilfunkgeschäft. Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit ist die Zusammenführung von Festnetz- und Mobilfunkgeschäft. Im Rahmen des „One Company“-Projekts will die Deutsche Telekom künftig stärker als integrierter Anbieter mit konvergenten Produkten aus einer Hand am Markt agieren. So stellt sich der Konzern derzeit in Kroatien, der Slowakei und Deutschland strategisch und organisatorisch neu auf. Durch die Integration stärkt die Deutsche Telekom den Kundenservice, sichert Arbeitsplätze und erschließt Potenziale für mehr Innovation, zusätzlichen Umsatz und für Kostensynergien. Verbesserung der Kostenbasis. Neben dem Erarbeiten von Wachstumspotenzialen muss die Deutsche Telekom kontinuierlich an ihrer Kostenbasis arbeiten. Dazu wurde 2006 das „Save for Service“-Programm initiiert, das bis zum Jahr 2010 ein Sparpotenzial von bis zu 4,7 Mrd. € realisieren sollte. Dieses Ziel wurde mit kumulierten 5,9 Mrd. € bereits Ende des Geschäftsjahres 2009 übertroffen. Allein im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt Einsparungen in Höhe von 1,8 Mrd. € erreicht. Dies erfolgte im Wesentlichen in den operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft. Davon wurden 0,4 Mrd. € neu investiert. Die Deutsche Telekom wird Anfang 2010 bei „Save for Service“ die nächste Phase einleiten und künftig auch die internationalen Aktivitäten in ihre Effizienzbemühungen stärker einbeziehen. Operative Stärke. Im Hinblick auf Kundenzufriedenheit, Qualität und Effizienz wendet die Deutsche Telekom seit dem Jahr 2006 zudem die Methoden Six Sigma und Lean Management/Office Lean an. Inzwischen wurden bereits mehrere hundert Verbesserungsprojekte durchgeführt, zahlreiche Geschäftsprozesse bereichsübergreifend sowie nachhaltig optimiert und ein deutlich dreistelliger Millionenbetrag an zusätzlichem Umsatz und an Effizienzsteigerungen erwirtschaftet. Wachstum im Ausland. Der Anteil des Auslandsumsatzes am Konzernumsatz ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Stammten im Jahr 2008 noch 46,8 % des Konzernumsatzes aus dem Heimatmarkt Deutschland, so waren es ein Jahr später nur noch 43,4 %. Maßgeblicher Treiber für diese Entwicklung ist die erstmalige Konsolidierung der griechischen Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE) sowie deren Mobilfunktochter COSMOTE S.A. (Cosmote). Auch zukünftig will die Deutsche Telekom internationale Größenvorteile und Synergien nutzen sowie weiter wachsen. Die Anteilsaufstockung bei OTE, weitere kleine Akquisitionen in Präsenzmärkten, Joint Ventures und der gezielte Ausbau von Breitbandinfrastruktur stellen daher eine kontinuierliche Umsetzung der internationalen Wachstumsstrategie dar. Aufstockung der Anteile an OTE und Hebung von Synergien. Die Deutsche Telekom erwarb 2009 weitere 5 % an der griechischen OTE und erhöhte ihren Anteil auf rund 30 %. Beide Unternehmen konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2009 auf die Hebung von Synergien etwa beim Einkauf, wo Verträge neu verhandelt und günstigere Preise vereinbart wurden, oder der Einführung innovativer Geräte und Dienste. Erwerb von Zapp in Rumänien. Die Cosmote-Gruppe hat den Erwerb von Zapp in Rumänien abgeschlossen. Die Übernahme ermöglicht dem Unternehmen, mittels der dabei erworbenen 3G-Lizenz neue mobile Breitbanddienste anzubieten, den Kundenstamm auszubauen und sich weiter im Geschäftskundenmarkt durchzusetzen. Zusammenschluss in Großbritannien. Die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. haben einen Vertrag über den Zusammenschluss ihrer britischen Gesellschaften, T-Mobile UK und Orange UK, in einem 50:50 Joint Venture unterzeichnet. Die Zustimmung der zuständigen Behörden wird im Laufe des Geschäftsjahres 2010 erwartet. Durch den Zusammenschluss entsteht der führende Mobilfunkbetreiber im britischen Markt. Netzausbau in den USA. Im Jahr 2009 hat die Deutsche Telekom weiter in den Ausbau des Mobilfunknetzes in den USA investiert und die 3G-Netzabdeckung verdoppelt. Zum Jahresende konnten 205 Mio. US-Bürger mit dem neuen Datennetz erreicht werden. Auch in 2010 soll die rasche Entwicklung des Mobilfunknetzes fortgesetzt und die Abdeckung u. a. mit HSPA+ weiter verbessert werden. Mobilisieren des Internets. Die Deutsche Telekom setzt weiter Akzente für das vernetzte Leben und Arbeiten unterwegs. Neueste Endgeräte und innovative Anwendungen machen das mobile Surfen im Internet, das Versenden von E-Mails, die Kommunikation sowie das Anschauen von Fotos und Videos noch komfortabler. Die Deutsche Telekom ist in diesem Feld sehr gut aufgestellt und wird auch in Zukunft stark am Wachstum der mobilen Internetnutzung partizipieren. Erweiterung des Endgeräteportfolios. Zahlreiche innovative Endgeräte wurden 2009 von der Deutschen Telekom eingeführt z. B. das weltweit erste Android-basierte Smartphone T-Mobile G1 oder das neueste Apple iPhone 3GS. Im Laufe des Jahres folgten weitere exklusive Geräte wie das T-Mobile G2 Touch, das T-Mobile Pulse oder das BlackBerry BoldTM 9700 von RIM. Mit dem HTC Touch2 und dem HTC HD2 konnten zudem die ersten Windows-basierten Handys bei T-Mobile lanciert werden, die auf dem neuen Betriebssystem Microsoft Windows Mobile 6.5 Professional basieren. Innovative Anwendungen. Im Jahr 2009 führte die Deutsche Telekom auch zahlreiche innovative Anwendungen für die mobile Nutzung des Internets ein. MyCommunity ist ein Dienst, mit dem Mobilfunkkunden direkt auf der Startseite ihres Geräts ihre Kontakte sehen und noch schneller mittels intuitiver Benutzeroberfläche kontaktieren können. Über das Mediencenter können Kunden der Deutschen Telekom jederzeit und überall auf ihre persönlichen Inhalte zugreifen – seien es digitale Fotos, Videos und Musik oder auch ständig aktualisierte Kontakte und E-Mails. Internationaler Rollout. Innovationen sollen nicht nur bei Geräten sondern auch bei Diensten gruppenweit zum Tragen kommen. Mit dem Start von Music Zone in Griechenland kommen die Musikangebote von T-Mobile nun auch zu Cosmote. Das Musikprojekt ist das erste aus einer Reihe von internationalen Produkt- und Service-Angeboten der Deutschen Telekom, die auch auf dem griechischen Markt eingeführt werden sollen. Mobiles Fernsehen. Die Deutsche Telekom baute den MobileTV-Service um weitere Kanäle aus und verbesserte die Bild- und Tonqualität. Zudem ist der Service nun auf den meisten UMTS-fähigen Endgeräten, wie z. B. dem Apple iPhone 3G und 3GS, dem T-Mobile G1 und T-Mobile G2 Touch, verfügbar. Seit 2009 bringt die Deutsche Telekom mit LIGA Total! exklusiv alle Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga live auf Handys. Aufbau netzzentrierter ICT. T-Systems hat den Trend zur Konvergenz von IT-, TK-Leistungen und Anwendungen früh erkannt und sich strategisch auf das individuelle Lösungsgeschäft für Großkunden konzentriert. Das Unternehmen betreibt weltweit Netze und Rechenzentren und bietet Lösungen zur globalen Zusammenarbeit, Mobilität, Sicherheit und Nachhaltigkeit von Unternehmen. Basierend darauf setzte T-Systems seine internationale Wachstumsstrategie in 2009 erfolgreich fort und gewann zahlreiche Ausschreibungen bei Cloud-Services, dynamischen SAP-Dienstleistungen sowie Telekommunikations- und Datendiensten. Derartige Großaufträge verschaffen T-Systems in wichtigen Märkten die notwendige Masse, um globalen Konzernen auch in Zukunft attraktive Services vor Ort anbieten zu können. Wachstum durch gezielte Akquisition. Durch den Erwerb des IT-Dienstleisters Metrolico im Mai 2009 baute T-Systems seine Position in Südwesteuropa weiter aus. Cloud Computing. Großkunden beziehen künftig Software, Speicherkapazität und Bandbreite nach Bedarf aus dem Netz. T-Systems bedient heute bereits mehr als 300 Großkunden mit IT-Dienstleistungen aus der Cloud und will in diesem Bereich weiter wachsen. Zum Januar 2010 übernahm T-Systems z. B. auch die globalen Rechenzentrums- und SAP-Leistungen für Philips. Die Dienste werden künftig über ein eigenes gesichertes Netz – auch „Privat Cloud“ genannt – bedarfsgerecht über internationale T-Systems Standorte bereitgestellt. SAP-Dienstleistungen. T-Systems ist weltweit führend bei maßgeschneiderten SAP-Lösungen. Dies wurde in Studien der Marktforscher von Forrester Research und AMR Research bestätigt. Sowohl bei Kundenzufriedenheit und SAP-Know-how als auch bei Umsatzstärke konnte T-Systems punkten. Mit dazu beigetragen haben Großaufträge wie mit der Nuance Group, Komatsu in Südafrika oder der Erwerb des Hosting-Geschäfts der SAP AG in Europa. Telekommunikations- und Datendienste. Bereits zahlreiche Großkonzerne wie Linde oder Deutsche Post DHL setzen auf das Wissen und die Lösungskompetenz von T-Systems im Bereich Telekommunikations- und Datendienste. Im Dezember 2009 vereinbarte T-Systems außerdem mit BP die Umstellung des Datennetzes auf die nächste Generation und übernimmt im Zuge dessen die Bereitstellung der gesamten Telekommunikationsdienstleistungen in mehr als 50 Ländern. Strategische Partnerschaften. Zur Sicherung der langfristigen Wettbewerbs- und weltweiten Lieferfähigkeit geht T-Systems gezielt Kooperationen ein. So vereinbarten T-Systems und Microsoft eine exklusive Partnerschaft, um Business Software für Unternehmen mit mehr als 5.000 Nutzern aus dem Netz anzubieten. T-Systems ist der einzige deutsche Vertriebspartner solcher Cloud-Services von Microsoft-Produkten. Die bereits im Jahr 2008 geschlossene Partnerschaft mit Cognizant führte zu Aufträgen im Bereich Systemintegration wie z. B. für den Forschungs- und Entwicklungsbereich der Continental-Reifen-Division. Auch im Geschäftsjahr 2010 wird sich die Deutsche Telekom erfolgreich im dynamischen Wettbewerbsumfeld behaupten und fokussiert an der Erreichung ihrer langfristigen Vision arbeiten, Marktführer für vernetztes Leben und Arbeiten zu werden. Die Erfolge in der Umsetzung der Konzernstrategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“ mit ihren vier strategischen Handlungsfeldern und nicht zuletzt die stärker integrierte Aufstellung im Rahmen von „One Company“ nimmt der Konzern indes zum Anlass, im ersten Quartal 2010 seine Strategie zu prüfen und weiterzuentwickeln. Konzernsteuerung. Die Konzernsteuerung berücksichtigt die Erwartungen der vier Stakeholdergruppen der Deutschen Telekom (Aktionäre, Fremdkapitalgeber, Mitarbeiter und die sog. „Unternehmer im Unternehmen“) an den Konzern:
Die Konzernsteuerung zielt darauf ab, einen Ausgleich dieser unterschiedlichen Erwartungen und Interessen der Stakeholder sicherzustellen, damit ausreichend Mittel für Investitionen, einen sozialverträglichen Personalumbau, den Schuldenabbau und eine attraktive Dividendenpolitik zur Verfügung stehen. Wesentliche Kennzahlen zur operativen Steuerung sind der Umsatz, das EBIT und EBITDA, der Free Cash-Flow und die Kapitalrendite (ROCE). Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe zur Sicherung des Erfolgs eines Unternehmens. So stellen Top Line Programme zur Steigerung des Umsatzes eine wesentliche Säule für die zukünftige Entwicklung dar. Das EBITDA entspricht dem EBIT (Betriebsergebnis) vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Mit der Entwicklung des EBIT und EBITDA misst der Konzern die kurzfristige operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche. Neben diesen beiden Größen verwendet der Konzern die EBIT- und EBITDA-Margen, um die Kennzahlen im Verhältnis zum Umsatz darzustellen. Diese relative Größe lässt einen Vergleich der Ertragskraft von ergebnisorientierten Bereichen unterschiedlicher Größen zu. Hier gilt es, das Niveau der EBIT- bzw. der EBITDA-Margen der Wettbewerber zu erreichen bzw. zu übertreffen. Den Free Cash-Flow definiert die Deutsche Telekom als Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit abzüglich Nettozahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen. Diese Kennzahl ist die zentrale Maßgröße für die Fremd- und Eigenkapitalgeber als Stakeholder der Deutschen Telekom. Der Free Cash-Flow ist Gradmesser sowohl für das Potenzial zur Weiterentwicklung des Unternehmens, wie Schaffung von organischem und anorganischem Wachstum, als auch für die Dividendenfähigkeit und für die Fähigkeit zur Tilgung von Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine zentrale Free Cash-Flow Management-Organisation aufgebaut, die für die Schaffung von Transparenz, die Steuerung, den Forecast und die Performancemessung verantwortlich ist. Im Zuge dessen wurden in 2009 bereits ein zentrales Reporting und dezentrale Steuerungsinstrumente implementiert sowie Working Capital Projekte durchgeführt. Die Deutsche Telekom hat mit diesen Maßnahmen den Grundstein für ein effektives Free Cash-Flow Management gelegt, das zukünftig weitergeführt wird. Schwerpunktmäßig betrifft dies ergänzende Schritte zur Optimierung des Working Capital, Weiterentwicklung von Planungs- und Forecast-Instrumenten und Verfeinerung des Steuerungsprozesses. Die Kapitalrendite (ROCE) ist der wesentliche Maßstab für die Ausrichtung aller operativen Maßnahmen auf die Steigerung des Konzernwerts. Sie gibt an, welches Ergebnis ein Unternehmen im Verhältnis zum dafür eingesetzten Vermögen erwirtschaftet. Zur Ermittlung der Kapitalrendite wird das operative Ergebnis nach Abschreibungen und Steuern (entspricht dem Net Operating Profit After Taxes; NOPAT) ins Verhältnis zum dafür notwendigen durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (dies entspricht den Net Operating Assets; NOA) gesetzt. Ziel der Deutschen Telekom ist es, die aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber zu verdienen bzw. zu übertreffen und damit Wert zu schaffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz. Diesen ermittelt die Deutsche Telekom als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital; WACC). Zur Erfüllung der Anforderungen der Fremdkapitalgeber zur Sicherung der finanziellen Stabilität sind neben einem stabilen Rating im Wesentlichen die Kennzahlen „Gearing“ und „Relative Verschuldung“ relevant. Die Kennzahl „Relative Verschuldung“ setzt die Netto-Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zum bereinigten EBITDA. Die Kennzahl „Gearing“ setzt die Netto-Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zum Eigenkapital. Für die relative Verschuldung strebt die Deutsche Telekom ein Verhältnis zwischen 2 und 2,5 an, für das Gearing zwischen 0,8 bis 1,2. Weiterhin wird die finanzielle Stabilität des Konzerns durch das jederzeitige Vorhalten einer Liquiditätsreserve (unausgenutzte Kreditlinien und Geldanlagen) gesichert, die zumindest die Tilgungen der nächsten 24 Monate abdeckt. Die Ziele zur finanziellen Stabilität wurden im Geschäftsjahr 2009 erreicht*:
*
Zur Berechnung der Kennzahlen siehe Kapitel
„Geschäftsentwicklung des Konzerns“. Wirtschaftliches Umfeld.Beginnende Stabilisierung der Weltwirtschaft // Intensiver Wettbewerb in den Märkten Entwicklung der Weltwirtschaft. Durch die Stabilisierung der Finanz- und Kapitalmärkte hat sich die Weltwirtschaft bis zum Jahresende 2009 von der schweren Rezession der ersten Monate 2009 erholt. Dank der Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors sowie der stark expansiven Geld- und Wirtschaftspolitik der meisten Industrie- und Schwellenländer wurde die Basis für eine schnelle Erholung von Produktion und Handel gelegt. Im Vergleich zu den Vorquartalen hat die Weltproduktion bereits im zweiten und dritten Quartal 2009 wieder zugenommen, und ist nach Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) sogar mit einer laufenden Jahresrate von rund 4 % gestiegen. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung von 3,9 % im Geschäftsjahr 2010. Im Gegensatz zu früheren konjunkturellen Erholungen ist der Aufschwung im Jahr 2009 weder zeitlich noch geografisch synchron verlaufen. Vor allem in den asiatischen Schwellenländern – vorneweg die chinesische Volkswirtschaft – begann die Produktion bereits zu Beginn des Jahres 2009 wieder zu expandieren. Von der steigenden Nachfrage in Asien ging dann seit dem Frühjahr 2009 ein Impuls für die Weltkonjunktur aus. Im Verlauf des Jahres 2009 weiteten sich die Aufschwungtendenzen dann auf mehr und mehr Länder aus. Im zweiten Quartal 2009 nahm das reale Bruttoinlandsprodukt bereits in einer Reihe von Ländern zu, jedoch gab es noch einige Industrieländer, in denen die Produktion zum Teil noch recht kräftig schrumpfte. Im dritten und vierten Quartal 2009 gab es nur wenige Länder, deren Wirtschaft im Vergleich zum jeweiligen Vorquartal nicht expandierte. Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in den einzelnen Mitgliedsländern des Euroraums fiel im Jahr 2009 sehr unterschiedlich aus. Nach den aktuellen Prognosen des IfW ist die Erholung der Produktion in den Volkswirtschaften der Eurozone gegen Ende 2009 am stärksten in der Slowakei gestiegen; ebenfalls zu einem deutlichen Produktionsanstieg kam es in Slowenien, Österreich und Portugal. Auch in den USA expandierte das Bruttoinlandsprodukt wieder seit dem dritten Quartal 2009; der Anstieg fiel mit 2,8 % dank der expansiv ausgerichteten Wirtschaftspolitik recht stark aus. Haupttreiber war der private Konsum. Unter den größeren Ökonomien des Euroraums konnten insbesondere Deutschland und Italien im zweiten Halbjahr 2009 kleine Zuwachsraten verzeichnen, während z. B. in Spanien und Griechenland die Produktion erneut zurückging. Auf Ganzjahressicht ging die Produktion in den Industrieländer teilweise deutlich zurück: Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sank das vorläufige Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 5 %. Schätzungen für die gesamten Volkswirtschaften des Euroraumes sehen einen Rückgang von 4,0 %, für die Beitrittsländer der Eurozone von 3,3 %, und für Großbritannien von 4,6 %. Die Schätzungen für den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in den USA sehen aktuell ein Minus von 2,5 %. In den meisten Industrieländern stieg die Arbeitslosigkeit im Jahr 2009 stark an, dies gilt für die USA, Großbritannien und große Teile des Euroraums. Eine positive Ausnahme ist die deutsche Volkswirtschaft, die u.a. dank der Kurzarbeiterregelungen einen moderateren Anstieg der Arbeitslosenquote hatte. Zu den wesentlichen Risiken für die Weltwirtschaft zählt weiterhin die noch nicht abgeschlossene Stabilisierung des Finanzsektors. Die schwache Kreditentwicklung kann dem weltweiten Produktionsanstieg den Schwung nehmen. Darüber hinaus können aus dem Ausstieg bzw. dem Auslaufen der expansiven geld- und finanzpolitischen Programme Belastungen für die Weltkonjunktur entstehen. Sollte die Geldpolitik in den nächsten Jahren zu einer neutralen Ausrichtung zurückkehren und sollten die Regierungen gezwungen sein, ihre Finanzpolitik aufgrund der hohen Haushaltsdefizite auf einen nachhaltigen Konsolidierungskurs auszurichten, könnten dadurch die Inflationserwartungen zunehmen und die Kapitalmarktzinsen rasch anziehen. Dies wiederum würde die wirtschaftliche Erholung belasten. Durch den starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen in den Industrieländern können sich vor allem Nachfrage-induzierte Risiken für die Produktion und den Handel entwickeln; durch die moderaten Lohnzuwächse flacht zwar der Anstieg der Arbeitskosten ab, gleichzeitig drohen jedoch bei weiter steigenden Arbeitslosenquoten empfindliche Rückgänge im privaten Konsum. Telekommunikationsmarkt. Gegen Ende des Jahres 2009 zeigten sich auch im Informations- und Telekommunikationsmarkt Aufschwungtendenzen; so verzeichnete der Bitkom-Branchenindex des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) für die ITK-Branche im dritten Quartal 2009 einen Zuwachs um 18 Punkte. Dies war der stärkste Anstieg seit fünf Jahren. Weitere aktuelle Branchenumfragen der Bitkom ergaben, dass die IT- und Telekommunikationsbranche im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen sehr gut durch die Krise gekommen ist und nur jedes dritte Hightech-Unternehmen unter der Wirtschaftskrise gelitten hat. Auch die Ergebnisse der Befragung der internationalen delphi-Studie, die 551 Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu den zentralen Entwicklungen ihrer Branchen befragte, sehen die IT- und Telekommunikationsbranchen gestärkt aus der Krise hervor gehen. 58 % der deutschen Branchenkenner sind davon überzeugt, dass die deutsche IT-Branche gestärkt aus der gegenwärtigen Wirtschaftskrise hervorgehen wird. 37 % der Befragten vertreten die Auffassung, die Bedeutung der Telekommunikationsbranche werde nach der Wirtschaftskrise zunehmen. Ähnlich äußern sich auch die US-Experten: 70 % der US-Befragten sehen die IT-Branche und 74 % die Telekommunikationsbranche gestärkt aus der Krise hervorgehen. Für das Jahr 2010 sehen die von der Bitkom befragten Unternehmen der Hightech-Industrie weitere positive Konjunktursignale, vier von fünf Unternehmen rechnen mit einem spürbaren Anstieg der Nachfrage. Wachstumsimpulse können im Jahr 2010 überwiegend aus Deutschland kommen. 92 % der Unternehmen rechnen mit einer stärkeren Binnennachfrage. 62 % der Firmen erwarten zudem ein stärkeres Auslandsgeschäft. Hier spielt Westeuropa die führende Rolle, gefolgt von Asien, Osteuropa und den USA. Deutschland. Der Umsatz im Telekommunikationsmarkt in Deutschland ist mit 2,5 % laut Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur gegenüber dem Gesamtjahr 2008 rückläufig. Wichtigste Ursache sind die weiter sinkenden Endkundenpreise durch die zunehmende Verbreitung von Komplettpaketen und die weitgehende Marktsättigung. Diese Effekte führen im Markt zu einem Verdrängungswettbewerb und Konsolidierungsbewegungen. Durch Integration über die wichtigsten Wertschöpfungsprozesse sparen Anbieter Kosten ein und realisieren damit Wettbewerbsvorteile. Laut Bundesnetzagentur sinkt die Anzahl der Beschäftigten im deutschen Telekommunikationsmarkt. Die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz und Mobilfunk haben für die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2009 im Schnitt erneut unter denen des Vorjahres gelegen. Der Preisindex für Telefondienstleistungen im Festnetz/Internet lag um 2,3 % niedriger; das Mobiltelefonieren verbilligte sich um 2,5 %. Neben den reinen Gesprächspreisen sanken auch die Preise für mobile Datendienste. Im Festnetzmarkt lässt die Bedeutung des bisherigen klassischen Telefonanschlusses nach. Grund dafür ist die zunehmende Verbreitung neuer Möglichkeiten, festnetzbasiert zu telefonieren, wie IP-Telefonie über DSL-Anschlüsse oder das Kabel-TV-Netz. Insgesamt ist die Anzahl der festnetzbasierten Zugänge zur Sprachkommunikation in den letzen Jahren relativ konstant geblieben. Die Entwicklung im Breitbandmarkt ist weiterhin durch Wachstum gekennzeichnet, wenngleich sich die Dynamik der letzten Jahre deutlich abgeschwächt hat, da sich die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen langsam der Sättigungsgrenze nähert. Deutschland befindet sich bei der Breitbandabdeckung mittlerweile über dem europäischen Durchschnitt. Gleichzeitig nimmt jedoch der Bedarf nach höheren Bandbreiten weiter zu, getrieben unter anderem durch multimediale Anwendungen, die in immer besserer Qualität (HD) und immer öfter gleichzeitig über das Netz transportiert werden sollen. Die zunehmende Attraktivität der TV-Kabelanschlüsse ist dabei auf die bereits sehr hohen Bandbreiten – teilweise bis zu 100 Mbit/s, – die günstig angeboten werden, zurückzuführen. In Deutschland gibt es mit dem Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL), Bitstromzugang sowie WIA und WIA Gate ein breites Spektrum an Vorleistungen zur Realisierung von breitbandigen Angeboten. Diese breite Palette von Vorleistungsprodukten versetzt Wettbewerber – sowohl mit als auch ohne eigene Netzinfrastruktur - in die Lage, auf unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette Geschäftsmodelle aufzusetzen. Alternative Anbieter sind zunehmend in der Lage, ihren Kunden Komplettangebote „aus einer Hand“ zu offerieren. Im Rahmen der Breitbandstrategie der Bundesregierung zur flächendeckenden Versorgung in Deutschland wurden ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis spätestens Ende 2010 sollen flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar sein. Bis 2014 sollen für 75 % der Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s zur Verfügung stehen, mit dem Ziel, solche hochleistungsfähigen Breitbandanschlüsse möglichst bald flächendeckend verfügbar zu haben. Zudem sollten Bund, Länder, Kommunen und Wirtschaft an der Umsetzung der Maßnahmen mitwirken. Der deutsche Mobilfunkmarkt war im Geschäftsjahr 2009 geprägt von intensivem Wettbewerb und regulatorischen Eingriffen. So haben die Absenkung der Terminierungsentgelte zum 1. April 2009 sowie die Roaming-Regulierung auf EU-Ebene zum 1. Juli 2009 die Umsätze wettbewerberübergreifend negativ beeinflusst. Bezogen auf Serviceumsätze schrumpfte der deutsche Mobilfunkmarkt in 2009 um ca. 2 %. In diesem schwierigen Marktumfeld konnte sich die T-Mobile Deutschland (TMD) erfolgreich behaupten und baute im Geschäftsjahr 2009 die Marktführerschaft im Bereich Serviceumsatz weiter aus. Im gesamten Markt wachsen die Non Voice-Umsätze (Data und Messaging) weiterhin deutlich und können den Rückgang bei den Voice-Umsätzen größtenteils kompensieren. TMD trägt zur positiven Marktentwicklung bei Non Voice wesentlich bei. Mit der fortschreitenden Marktsättigung in Bezug auf Teilnehmer konzentrieren sich die Wettbewerber zunehmend darauf, ihre Kundenbindung zu stärken. Die positive Entwicklung der Datenumsätze bei TMD ist auch ein Ergebnis des Aufbaus und der Weiterentwicklung von werthaltigen Kundenbeziehungen, die im Mittelpunkt der Vermarktungsstrategie stehen. TMD hat zudem durch neue strategische Partnerschaften in 2009 erfolgreich an der Machine-to-Machine (M2M)-Technologie partizipiert. Die Deutsche Telekom erwartet in den nächsten Jahren eine weitere Marktkonsolidierung, bei der die Beteiligten insbesondere durch Synergieeffekte im gemeinsamen Marktangang gewinnen können. Gleichzeitig werden durch die Veränderung der Netzstrukturen (Open Access) weitere lokale Player entstehen. Die Differenzierung gegenüber Markt und Kunde wird dabei zunehmend über ein innovatives und umfassendes Produktportfolio aus mobilen und festnetzbasierten Angeboten sowie exzellentem Kundenservice stattfinden. Eine leistungsfähige, hochbit-ratige Infrastruktur, die eine schnelle und kostengünstige Bereitstellung dieser Angebote ermöglicht, ist dafür Grundvoraussetzung. Die Deutsche Telekom ist für diese Marktentwicklungen u. a. durch die geplante Zusammenlegung des Festnetz- und Mobilfunkgeschäfts, durch die kontinuierliche Verbesserung der aus Kundensicht wichtigen Serviceparameter seit 2007 (z. B. Erreichbarkeit, Termintreue, Lösungsquote im Erstkontakt) und den geplanten Ausbau der Infrastruktur mit Glasfaser und LTE zu einem Next Generation Network bestens gerüstet. USA. Das operative Segment USA (T-Mobile USA) steht in den Vereinigten Staaten im Wettbewerb mit drei nationalen Anbietern, Verizon, AT und Sprint, die alle über eine deutlich größere Kundenbasis als T-Mobile USA verfügen, sowie mit verschiedenen regionalen Betreibern mit einem umfassenden Leistungsangebot. Bezogen auf den gesamten US-Mobilfunkmarkt hielten Verizon, AT und Sprint zum 30. September 2009 gemeinsam einen Kundenmarktanteil von schätzungsweise 78 %. Diese Unternehmen haben durch ihre Größe, Reichweite und die Bündelung des Angebots mit Leistungen, die nicht zum Mobilfunk gehören, potenzielle Vorteile. Diese Vorteile haben es ihnen ermöglicht, ihre Leistungen günstiger anzubieten und so einen überproportionalen Kundenanstieg zu erzielen, wodurch die Wettbewerbsposition von T-Mobile USA beeinträchtigt wurde. Darüber hinaus konnte AT auch durch den Exklusivvertrieb des Apple iPhone einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Insbesondere Verizon und AT konnten einen überproportional höheren Netto-Kundenzuwachs verzeichnen und ihren Marktanteil erhöhen. In Verbindung mit dem Druck seitens der regionalen Mobilfunkbetreiber mit umfassendem Leistungsangebot führte dies 2009 zu einem leichten Rückgang des Marktanteils von T-Mobile USA. Trotz intensiven Wettbewerbs und schwieriger ökonomischer Rahmenbedingungen konnte T-Mobile USA 2009 erneut ein – wenn auch schwächeres – Wachstum der Kundenbasis verzeichnen. Europa. Die Mobilfunkmärkte in Europa entwickelten sich im Jahr 2009 uneinheitlich. In den weitgehend gesättigten Märkten erhöhte sich die Markt-penetration leicht in Österreich, den Niederlanden, der Tschechischen Republik und Polen. In Großbritannien hingegen ging die Marktpenetra-tion etwas zurück (Basis: letzte veröffentlichte Wettbewerbsdaten zum Ende des dritten Quartals 2009). Der anhaltend harte Preiskampf und regulierungsbedingte Preissenkungen beeinflussten die Umsätze in allen Märkten negativ. Trotz dieses schwierigen Umfelds konnte der Umsatzmarktanteil in Österreich, der Tschechischen Republik und Polen leicht ausgebaut werden, während die Umsatzmarktanteile in Großbritannien und den Niederlanden im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen. Wettbewerbshebel auf den Mobilfunkmärkten sind Preise, Vertragsoptionen, Anwendungen, Netzabdeckung und Servicequalität. Ferner verstärkte sich auf europäischer Ebene der Mobilfunkwettbewerb auch durch die Einführung europaweiter Dienste. Mit der fortschreitenden Marktsättigung konzentrieren sich die Anbieter zunehmend darauf, ihre Kundenbindung zu stärken. Auf den europäischen Mobilfunkmärkten konkurrieren im Wesentlichen drei Anbietergruppen um die Kunden: Netzbetreiber, Wiederverkäufer und Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (MVNO). Voraussetzung für den Betrieb von Mobilfunknetzen und damit für das Angebot von Mobilfunkleistungen sind Lizenzen zur Nutzung von Frequenzspektren. Diese Lizenzen vergeben jeweils Behörden. In Europa erfolgt dies üblicherweise über eine nationale Instanz. Die Zahl der vergebenen Lizenzen beschränkt die Zahl der Netzwerkbetreiber im jeweiligen Markt. Süd- und Osteuropa. Die gesamtwirtschaftliche Situation in Süd- und Osteuropa war in 2009 stark von der weltweiten Wirtschaftskrise betroffen, die Bruttoinlandsprodukte der einzelnen Länder waren in Summe signifikant rückläufig. Erste Prognosen für 2010 sehen hier allerdings wieder erste Anzeichen einer gesamtwirtschaftlichen Erholung. Das Geschäft der Deutschen Telekom war ebenfalls negativ von der Wirtschaftskrise betroffen. Visitor- und Roaming-Umsätze waren aufgrund geringerer Reisetätigkeiten rückläufig. Zudem wurde das Geschäft durch verschärften Preiswettbewerb, regulatorische Einflüsse und Sondersteuern belastet. Positive Entwicklungen gab es auf der Produktseite. Im Mobilfunk war das Apple iPhone, stellvertretend für eine Vielzahl von attraktiven Mobiltelefonen, in vielen Ländern ein Wachstumstreiber im Segment der hochwertigen Kunden. Die steigende Bedeutung von mobilen Datendiensten zeichnet sich auch hier bereits ab. Auf der anderen Seite war das Mobilfunkgeschäft in einigen Ländern durch regulatorisch gewollte Absenkungen von Terminierungsentgelten und Sonder-Mobilfunksteuern negativ belastet. Zunehmender Wettbewerb auf der Preisseite sorgte ebenfalls für Umsatzrückgänge. Im Festnetzgeschäft gab es positive Entwicklungen im Breitbandmarkt. Gerade das IPTV-Geschäft entwickelte sich sehr positiv. Auf der anderen Seite waren im klassischen Festnetzgeschäft Anschlussverluste zu verzeichnen. Systemgeschäft. Das Geschäftsjahr 2009 stand ganz im Zeichen der globalen Wirtschaftskrise. Der Kostendruck in den Unternehmen nahm stark zu. Die Modernisierung und Anpassung der IT in den Unternehmen wurde vielfach zeitlich verschoben und die ICT-Budgets in vielen Unternehmen gekürzt. Diese allgemeine Entwicklung stellte sich in den einzelnen Marktsegmenten sehr unterschiedlich dar. Im Bereich der Telekommunikation, in dem der Markt bereits in den vergangenen Jahren durch einen harten Wettbewerb und Preisverfall geprägt war, hatte die Wirtschaftskrise nur einen geringen Einfluss. Im Bereich IT-Dienstleistungen wurden jedoch Projekte gestreckt oder in das Jahr 2010 verschoben. Dies führte zu einem starken Rückgang im IT-Projektgeschäft, dem typischen Systems Integration Geschäft. Das sog. Outsourcing Geschäft hat sich dagegen weiter stabil entwickelt, gerät aber zunehmend stärker unter Preisdruck. Die Gesamtnachfrage hat sich allerdings weiter verändert. Die Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen und neuen Abrechnungsmodellen steigt. Diese Lösungen müssen die Prozesse der Unternehmen verbessern und zur Wertsteigerung beitragen. Themen wie Cloud-Services (z. B. dynamische Application Services) und dynamische Infrastruktur-Services verändern zunehmend den Markt. Analysten und Branchenverbände gehen aufgrund der wirtschaftlichen Erholung ab 2010 wieder von einem Wachstum des ICT-Markts aus. Als Wachstumstreiber werden vor allem der in den letzten Jahren entstandene Investitionsstau, die Transformation zu Cloud-Services und verbrauchsabhängigen Abrechnungsmodellen gesehen. Regulatorischer Einfluss auf das Geschäft. Die Geschäftstätigkeit der Deutschen Telekom unterliegt in hohem Maße der staatlichen Regulierung. Damit verbunden sind umfassende behördliche Eingriffsbefugnisse in die Produkt- und Preisgestaltung. Regulierung national. Das Telekommunikationsgesetz (TKG) gibt für viele Telekommunikationsdienstleistungen der Deutschen Telekom einschneidende Regelungen vor. Nach dem TKG kann die Bundesnetzagentur (BNetzA) Unternehmen, die auf einzelnen Märkten über eine „signifikante Marktmacht“ verfügen, Verpflichtungen bezüglich ihrer auf diesem Markt angebotenen Leistungen auferlegen. So kann die BNetzA ein Unternehmen zum Angebot bestimmter Vorleistungsprodukte verpflichten, deren Preise zudem der vorherigen Genehmigung durch die Behörde unterliegen. Da die BNetzA die Deutsche Telekom in weiten Teilen des deutschen Telekommunikationsmarktes als Unternehmen mit „signifikanter Marktmacht“ einstuft, greift Regulierung in vielen Bereichen in die unternehmerische Freiheit der Deutschen Telekom ein. Die Deutsche Telekom unterlag im Festnetzgeschäft auch 2009 einer umfassenden Regulierung. Zwar fand im Endkundenmarkt eine Deregulierung durch den Wegfall der Regulierung nationaler Verbindungen statt, allerdings unterliegt auch hier der Telefonanschluss weiterhin einer nachträglichen (ex-post) Regulierung durch die BNetzA. Nach dem aktuellen Entwurf der BNetzA soll die Regulierung des Telefonanschlusses auch auf reine IP-Netze ausgeweitet werden. Die wichtigsten Wholesale-Märkte, wie der Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL), Interconnection, Mietleitungen oder Bitstromzugang unterliegen weiterhin einer tiefgehenden ex-ante Regulierung und damit auch der Preiskontrolle durch die BNetzA. Der Ausbau des Glasfasernetzes führte zu neuen Verpflichtungen für die Deutsche Telekom. Der Zugang zu VDSL-Netzen ist zum einen durch seit 2007 existierende und in 2009 weiter konkretisierte Zugangspflichten in Bezug auf passive Infrastrukturbestandteile des neuen Netzes, etwa die Multifunktionsgehäuse am Straßenrand, die Kabelrohre unter der Straße sowie hilfsweise auch mittels des Zugangs zur sog. „unbeschalteten Glasfaser“ reguliert. Zum anderen sieht die BNetzA in einem aktuellen Konsultationsentwurf auch die Regulierung eines Bitstrom-basierten Vorleistungsprodukts im Rahmen einer ex-post Kontrolle vor. Grundsätzlich unterliegt die Deutsche Telekom neben der sektorspezifischen Regulierung auch einer wettbewerbsrechtlichen Kontrolle durch das Bundeskartellamt. So hat das Bundeskartellamt in 2009 Untersuchungen über den Preisabstand zwischen regulierten und unregulierten Vorleistungsprodukten begonnen. Der deutsche Mobilfunkmarkt wird im Bereich der Mobilfunkterminierung trotz intensiven Wettbewerbs weiter ex-ante reguliert und unterliegt damit weiterhin der Preiskontrolle durch die BNetzA. Im Mai 2009 hatte die BNetzA bei allen Mobilfunknetzbetreibern eine Befragung zu VoIP im Mobilfunk durchgeführt und im September 2009 festgestellt, dass kein regulatorischer Handlungsbedarf besteht. Die BNetzA wird die Entwicklung in diesem Bereich im Hinblick auf eventuelle Regulierungserfordernisse jedoch weiter beobachten. Mit der Veröffentlichung der Breitbandstrategie im Februar 2009 hat die Bundesregierung konkrete Breitbandziele festgelegt – eine „wachstums- und innovationsorientierte Regulierung“ als wichtige Säule verankert. Auch der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung setzt auf eine moderne Regulierung, die nicht nur auf niedrige Nutzungsentgelte abzielt, sondern Anreize für schnelle und längerfristige Investitionen setzt. Die Auswirkungen auf die Deutsche Telekom werden von der Konkretisierung und Umsetzung dieser Neuausrichtung der Regulierung abhängen, was u .a. in den von der BNetzA veröffentlichten Eckpunkten dazu untersucht wurde. Regulierung durch die Europäische Union. Die Grundzüge der Regulierung auf den europäischen Telekommunikationsmärkten gibt die Europäische Union (EU) vor. Die im Jahr 2002 verabschiedeten Richtlinien und Empfehlungen sind im Rahmen des sog. EU-Review einer Überprüfung unterzogen worden. Das Reformpaket enthält Änderungen am geltenden Rechtsrahmen, die bis ca. Mitte 2011 in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Durch die überarbeiteten Richtlinien wird ein neues europäisches Regulierungsgremium (GEREK) geschaffen. Dieses ersetzt die bisherige Gruppe der europäischen Regulierungsbehörden (ERG) und wird der Europäischen Kommission und den nationalen Regulierungsbehörden beratend zur Seite stehen, insbesondere zur Harmonisierung von regulatorischen Aufgaben. Ferner ermöglichen die überarbeiteten Richtlinien grundsätzlich die funktionelle Separierung von Netzbetrieb und Diensten als zusätzliche Regulierungsmaßnahme. Im Hinblick auf die Förderung von Investitionen in glasfaserbasierte Anschlussnetze sieht der überarbeitete Rechtsrahmen u. a. die Möglichkeit von individuellen Risikoteilungsmechanismen zwischen Investoren und Zugangsberechtigten vor. Inwieweit diese modifizierten Ansätze Investitionen in neue Anschlussnetze befördern können wird entscheidend von der praktischen Umsetzung und der Implementierung in nationales Recht abhängen. In anderen Bereichen hat die Europäische Kommission direkt in die Gestaltung der Preispolitik eingegriffen. Durch die neue „zweite“ Roaming-Verordnung vom 18. Juni 2009 werden die Endkundentarife für Sprache in den nächsten Jahren (sowohl für abgehende als auch für ankommende Gespräche) schrittweise weiter verringert. Beim Daten-Roaming wird der Großhandelspreis ebenfalls schrittweise gesenkt, die SMS-Preise werden auf Großhandels- und Endkundenebene ebenfalls reduziert. Darüber hinaus versucht die Europäische Kommission mit der im Mai 2009 verabschiedeten Empfehlung zur Behandlung von fixen und mobilen Terminierungsentgelten eine weitere Harmonisierung bei der Absenkung der Terminierungsentgelte herbeizuführen. Die Europäische Kommission leitete im Oktober 2008 eine Voruntersuchung zu einem möglichen wettbewerbswidrigen Verhalten europäischer Mobilfunkbetreiber bei mobilen VoIP-Diensten ein. Untersucht wird in diesem Zusammenhang, ob die Betreiber negative Anreize zur Nutzung von VoIP-Diensten setzen und dadurch Wettbewerbsbarrieren für VoIP-Provider errichten. Bisher hat die Europäische Kommission keine weiteren Schritte unternommen. Regulierung international. Die Deutsche Telekom unterliegt nicht nur in Deutschland und aufgrund der beschriebenen EU-Vorgaben der Regulierung. Auch ihre Tochtergesellschaften im Ausland sind durch nationale Behörden reguliert. Im Festnetzbereich betrifft dies insbesondere die Länder Ungarn, Griechenland, Rumänien, Slowakei und Kroatien. Im Mobilfunk unterliegen alle Tochterunternehmen der Regulierung, insbesondere im Hinblick auf die Höhe der Terminierungsentgelte und der Nutzung von Frequenzen. Voraussetzung für den Betrieb von Mobilfunknetzen in den USA und damit für das Angebot von Mobilfunkdiensten sind Lizenzen für Frequenzspektren, die vom US-amerikanischen Regulierer FCC (Federal Communications Commission) vergeben werden. Während diese in Europa üblicherweise national vergeben werden, gibt es in den USA eine große Anzahl von Lizenzgebieten. Wie viele Netzbetreiber auf den einzelnen Märkten tätig sein können, hängt von der Anzahl der jeweils vergebenen Lizenzen ab. Geschäftsentwicklung des Konzerns.Auslandsanteil am Umsatz nimmt weiter zu // Bereinigtes EBITDA leicht gesteigert // Konzernüberschuss 0,4 Mrd. €// Free Cash-Flow vor Ausschüttung stabil Ertragslage des Konzerns. Der Anstieg des Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2009 wurde maßgeblich getragen von der erstmaligen Vollkonsolidierung der griechischen OTE, die 5,4 Mrd. € zu der positiven Umsatzentwicklung beitrug. Nach Berücksichtigung von Konsolidierungskreiseffekten von insgesamt 5,5 Mrd. € sowie negativen Wechselkurseffekten (0,4 Mrd. €) blieb der Konzernumsatz unter Vorjahresniveau. Während der Konzern den Umsatz in den operativen Segmenten USA und Süd- und Osteuropa steigerte, war der Umsatz in den operativen Segmenten Deutschland, Europa und Systemgeschäft rückläufig. Der Umsatz der operativen Segmente entwickelte sich im Einzelnen wie folgt: Der Umsatzanstieg im operativen Segment USA beruhte im Wesentlichen auf positiven Wechselkurseffekten aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro in Höhe von 0,8 Mrd. €; nach Berücksichtigung der Wechselkurseffekte sank der Umsatz um 0,3 Mrd. €, vor allem aufgrund geringerer Umsätze je Kunde. Der Umsatz des operativen Segments Süd- und Osteuropa stieg, vor allem aufgrund der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE. Wechselkurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung des ungarischen Forint in Euro, reduzierten den Umsatz des operativen Segments Süd- und Osteuropa um 0,2 Mrd. €. Der Umsatzrückgang im operativen Segment Deutschland resultierte im Wesentlichen aus dem starken Wettbewerb und regulatorischen Preismaßnahmen. Im operativen Segment Europa waren – neben dem anhaltend hohen Wettbewerbsdruck – die Wechselkurseffekte aus der Umrechnung von Britischem Pfund, Polnischen Zloty und Tschechischen Kronen mit einem negativen Effekt von 0,9 Mrd. € der Hauptgrund für den Umsatzrückgang. Das operative Segment Systemgeschäft verzeichnete einen durch Preisverfall bedingten Umsatzrückgang insbesondere im Inland; zudem belasteten negative Wechselkurseffekte von 0,1 Mrd. € den Umsatz. Der Anteil des Auslandsumsatzes nahm weiter zu. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte er sich um 3,4 Prozentpunkte auf 56,6 % des Konzernumsatzes. Beitrag der operativen Segmente zum Konzernumsatz
Regionale Umsatzverteilung 2009
Das Konzern-EBITDA erreichte 19,9 Mrd. € (18,0 Mrd. € im Vorjahr). Im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich um 0,7 Mrd. € geringere Sondereinflüsse positiv auf die Entwicklung des EBITDA aus. Hierbei handelte es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen und sachbezogenen Restrukturierungen. Das um Sondereinflüsse bereinigte Konzern-EBITDA betrug 20,7 Mrd. € gegenüber 19,5 Mrd. € im Vorjahr. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE, deren bereinigtes EBITDA sich auf 2,0 Mrd. € belief. Während das bereinigte EBITDA der operativen Segmente USA, Süd- und Osteuropa stieg, verzeichneten die operativen Segmente Deutschland und Europa einen Rückgang. Im Einzelnen entwickelte sich das bereinigte EBITDA der operativen Segmente wie folgt: Der Anstieg des bereinigten EBITDA im operativen Segment USA war begründet durch positive Wechselkurseffekte. Nach Berücksichtigung der Wechselkurseffekte sank das bereinigte EBITDA, insbesondere aufgrund des Umsatzrückgangs. Im operativen Segment Süd- und Osteuropa stieg das bereinigte EBITDA um 1,8 Mrd. € aufgrund der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE. Restrukturierung und Effizienzmaßnahmen konnten den Effekt des Umsatzrückgangs im bereinigten EBITDA des operativen Segments Systemgeschäft kompensieren. Der leichte Rückgang des bereinigten EBITDA im operativen Segment Deutschland gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang im Festnetz, welcher trotz Kostensenkungen nicht vollständig kompensiert werden konnte. Das operative Segment Europa verzeichnete einen Rückgang des bereinigten EBITDA aufgrund von negativen Wechselkurseffekten sowie Umsatzrückgang vor allem bei T-Mobile UK und PTC. Der Konzernüberschuss verringerte sich im Geschäftsjahr 2009 um 1,1 Mrd. € auf 0,4 Mrd. €. Maßgeblich für diese Entwicklung waren die Wertminderungen im Goodwill: Im operativen Segment Europa wurde im ersten Quartal 2009 eine Wertminderung des Goodwill auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit der T-Mobile UK in Höhe von 1,8 Mrd. € vorgenommen. Dies war im Wesentlichen begründet durch die starke Konjunkturabkühlung und den harten Wettbewerb sowie Regulierungsentscheidungen in Großbritannien. Auf Basis der zum Abschlussstichtag vorliegenden Erkenntnisse und Erwartungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds ergaben im vierten Quartal 2009 die Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vor allem im operativen Segment Süd- und Osteuropa sowie auch im operativen Segment Europa Wertminderungsbedarf in Höhe von insgesamt 0,5 Mrd. €. Diese Wertminderungen resultierten im Wesentlichen aus dem länderspezifischen Risiko im Zusammenhang mit der aktuellen Finanz- und Staatskrise in Griechenland. Darüber hinaus waren hauptsächlich negative Entwicklungen im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise ursächlich für die weiteren Wertminderungen. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Auswirkungen von Sondereinflüssena
Sondereinflüsse 2009:
b
Umsatzgutschrift im vierten Quartal 2009
für in Vorjahren erbrachte Serviceleistungen im Festnetzbereich des
operativen Segments Deutschland. Sondereinflüsse 2008:
k
Im Wesentlichen Aufwendungen für Personalmaßnahmen
in den operativen Segmenten Deutschland (-0,5 Mrd. €) und Systemgeschäft
(-0,2 Mrd. €) sowie sachbezogene Restrukturierungen im operativen
Segment Systemgeschäft (-0,2 Mrd. €). Sondereinflüsse 2007:
s
Hauptsächlich Aufwendungen für Personalmaßnahmen
und Aufwendungen für sachbezogene Restrukturierungsmaßnahmen in den
operativen Segmenten Deutschland (-0,7 Mrd. €), Systemgeschäft (-0,3
Mrd. €) und Europa (-0,1 Mrd. €). Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Die Bilanzsumme des Deutsche Telekom Konzerns stieg 2009 gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Mrd. € auf 127,8 Mrd. €. Die Aktiva verzeichneten im Berichtsjahr einen Anstieg im Wesentlichen aufgrund des Erwerbs der OTE, die im Berichtsjahr erstmalig voll konsolidiert wurde. Gegenläufig führte die erstmalige Vollkonsolidierung zu einer Reduzierung des in der Bilanz unter langfristigen übrigen Vermögenswerten ausgewiesenen Betrags at equity um 3,4 Mrd. €. Zudem sanken die immateriellen Vermögenswerte infolge der Wertminderungen des Goodwill. Die Passiva waren geprägt von einem Anstieg der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 4,6 Mrd. €. Das Eigenkapital sank um 1,2 Mrd. € im Wesentlichen aufgrund der Dividendenzahlung (4,3 Mrd. €). Konzern-Bilanzstruktur
Das Finanzmanagement der Deutschen Telekom stellt die permanente Zahlungsfähigkeit und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts im Konzern sicher. Die Grundzüge der Finanzpolitik legt der Vorstand jährlich fest, der Aufsichtsrat überwacht sie. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement verantwortet die Konzern-Treasury. Die mittel- und langfristige Finanzierung des Konzerns erfolgt hauptsächlich über Anleihen (Bonds) und Medium Term Notes (MTN). Im Geschäftsjahr 2009 wurden Bonds über 3,1 Mrd. €, MTNs über 2,0 Mrd. € und Schuldscheindarlehen über 0,2 Mrd. € begeben. Die einzelnen Konditionen der wesentlichen Finanzierungsinstrumente werden im Konzern-Anhang unter Angabe 9 dargestellt. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Deutschen Telekom sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, Barmitteln vorgehalten. Hierzu hat die Deutsche Telekom mit 24 Banken standardisierte bilaterale Kreditverträge mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 14,4 Mrd. € abgeschlossen. Die bilateralen Kreditverträge haben eine ursprüngliche Laufzeit von 36 Monaten und können jeweils nach 12 Monaten um weitere 12 Monate auf wiederum 36 Monate prolongiert werden. Diese Kreditlinien wurden zum 31. Dezember 2009 nicht in Anspruch genommen. Rating der Deutschen Telekom AG
Die Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Mrd. € auf 40,9 Mrd. €. Der Anstieg ist vor allem auf die erstmalige Vollkonsolidierung der OTE im Februar 2009 sowie die Ausübung der Verkaufsoption I der Hellenischen Republik für weitere 5 % der Anteile an der OTE zum 31. Juli 2009, Dividendenzahlungen und die Akquisition der Zapp zurückzuführen. Gegenläufig beeinflusste die Netto-Finanzverbindlichkeiten der positive Free Cash-Flow von 7,0 Mrd. €. Netto-Finanzverbindlichkeiten*
Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzt die Deutsche Telekom im Wesentlichen zwei Kennzahlen ein, das Gearing und die Relative Verschuldung. Ein Bestandteil der Kennzahlen sind die Netto-Finanzverbindlichkeiten, die der Konzern als eine wichtige Kenngröße gegenüber Investoren, Analysten und Ratingagenturen verwendet. Finanzielle Flexibilität*
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit. Im Geschäftsjahr 2009 konnte der Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 15,8 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. € gesteigert werden. Während sich der operative Cash-Flow um 0,6 Mrd. € verbesserte, erhöhten sich die Auszahlungen des Saldos aus gezahlten und erhaltenen Zinsen um 0,2 Mrd. €. Die Erhöhung des operativen Cash-Flow ist auf mehrere zum Teil gegenläufige Effekte zurückzuführen. Der Konzern erzielte gegenüber dem Vorjahr ein um 1,9 Mrd. € gestiegenes EBITDA. Berücksichtigt man die Effekte aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften erhöht sich dieser Anstieg um weitere 0,4 Mrd. €. Die Veränderung des aktiven Working Capital verbesserte sich um 1,7 Mrd. €, was vor allem auf Einzahlungen im Rahmen von Forderungsverkäufen („Factoring“) in Höhe von 0,8 Mrd. € sowie den Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Forderungen aus Auftragsfertigung) in Höhe von netto 0,5 Mrd. € aufgrund eines verbesserten Forderungsmanagements zurückzuführen ist. Demgegenüber verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr die Veränderungen aus Rückstellungen und dem übrigen passiven Working Capital um 3,1 Mrd. € hauptsächlich aufgrund von geringeren Zuführungen zu Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen bei gleichzeitig höheren Auszahlungen für Restrukturierungsmaßnahmen, höheren Inanspruchnahmen von Personalrückstellungen und Rückstellungen für Prozessrisiken sowie eines Abbaus von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren erhöhten sich die Ertragsteuerzahlungen um 0,4 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr, was insbesondere auf den erstmaligen vollständigen Einbezug der OTE ab Februar 2009 zurückzuführen war. Die erhöhten Auszahlungen aus dem Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen sind ebenfalls im Wesentlichen auf diesen Effekt zurückzuführen. Cash-Flow aus Investitionstätigkeit. Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit beliefen sich auf 8,6 Mrd. € gegenüber 11,4 Mrd. € im Vorjahr. Zu dieser Veränderung hat im Wesentlichen der Zugang des Bestands an Zahlungsmitteln der OTE in Höhe von 1,6 Mrd. € im Rahmen der erstmaligen vollständigen Einbeziehung der OTE beigetragen, während im Vorjahr Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an der OTE von 3,1 Mrd. € geleistet wurden. Gegenläufig entwickelten sich die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die sich um 0,5 Mrd. € erhöhten, sowie Auszahlungen von 0,3 Mrd. € in 2009 für die Hinterlegung von Barsicherheiten für den Erwerb der Strato AG, denen Einzahlungen im Vorjahr in Höhe von 0,6 Mrd. € vor allem aus kurzfristigen Geldanlagen gegenüberstanden. Die Nettoeffekte aus Zu- und Abgängen vollkonsolidierter Gesellschaften und Geschäftseinheiten erhöhten sich um 0,6 Mrd. €. Den Auszahlungen im Geschäftsjahr 2008 für den Kauf der SunCom in Höhe von 1,0 Mrd. € sowie den Einzahlungen aus dem Verkauf von Media von 0,8 Mrd. € standen im Geschäftsjahr 2009 Auszahlungen von 1,0 Mrd. € vor allem für den Erwerb weiterer Anteile an der OTE aus der Verkaufsoption I und den Erwerb der Zapp sowie Einzahlungen von 0,1 Mrd. € für den Verkauf der Cosmofon gegenüber. Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit. Die Mittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit betrugen 5,1 Mrd. € in der Berichtsperiode im Vergleich zu 3,1 Mrd. € im Vorjahr. Diese Veränderung war vor allem auf eine im Vergleich zum Vorjahr verringerte Aufnahme der mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 1,1 Mrd. € sowie eine netto höhere Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten von 0,6 Mrd. € zurückzuführen. Darüber hinaus erhöhten sich die Ausschüttungen um 0,3 Mrd. € im Vergleich zu 2008, was insbesondere auf den erstmaligen vollständigen Einbezug der OTE ab Februar 2009 sowie höherer Ausschüttungen der Slovak Telekom zurückzuführen war. Die im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gesunkenen Volumina der Aufnahme und Rückzahlung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten resultierten vor allem aus der Begebung von Commercial Papers in 2009 zur Finanzierung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs. Dem stehen viele kurzfristige Kreditlinienziehungen im Vorjahr gegenüber. Die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten betraf im Geschäftsjahr 2009 vor allem die Begebung eines Eurobonds in Höhe von 2,0 Mrd. €, die Begebung von Medium Term Notes in Höhe von 2,0 Mrd. €, die Begebung von USD-Bonds in Höhe von 1,1 Mrd. € sowie die Begebung von Schuldscheindarlehen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Im gleichen Zeitraum wurden Medium Term Notes in Höhe von 3,7 Mrd. €, ein USD-Bond in Höhe von 0,7 Mrd. €, Commercial Papers in Höhe von netto 0,6 Mrd. €, eine Medium Term Note der OTE in Höhe von 0,6 Mrd. € sowie Schuldscheindarlehen und sonstige Darlehen in Höhe von 0,4 Mrd. € zurückgezahlt. Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)
a
Auszahlungen für im Rahmen eines Asset-Deals
übernommene Unternehmensteile der Centrica PLC durch T-Systems UK. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2009. In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erreichte die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2009 die im April des Berichtsjahres angepassten Jahresziele. Effizienzsteigerungen und Sparmaßnahmen tragen weiterhin Früchte. Das bereinigte Konzern-EBITDA wurde gesteigert und der Free Cash-Flow stabil gehalten. Diese Ergebnisse bestätigen die Deutsche Telekom in der erfolgreichen Weiterführung der Strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“. Der Vorstand schlägt daher eine Dividende in Höhe von 0,78 € je dividendenberechtigter Stückaktie vor. Geschäftsentwicklung der operativen Segmente.Deutschland. Breitbandmarktanteil erfolgreich verteidigt // Anstieg der Datenumsätze // Ausbau Marktführerschaft im Mobilfunk Kundenentwicklung und wesentliche KPIs.
Die Summen wurden auf genauen Zahlen berechnet und auf Millionen gerundet; Prozentwerte auf dargestellte Werte gerechnet. Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 wurde der Bereich Geschäftskunden vom operativen Segment Systemgeschäft in das ehemalige Segment Breitband/Festnetz verlagert und wird seit dem 1. Juli 2009 im operativen Segment Deutschland ausgewiesen. Sämtliche Vorquartals- und Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.
a
Anschlüsse in Betrieb ohne Eigenverbrauch
und ohne öffentliche Telekommunikationseinrichtungen, einschließlich
IP-basierter Anschlüsse und congstar. Das Deutschlandgeschäft hat sich trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds, regulatorischer Rahmenbedingungen sowie des starken Wettbewerbs gut behauptet. Der Marktanteil bei Breitbandneukunden erreichte 45 %. Im Mobilfunkwurde die Marktführerschaft in den Serviceumsätzen weiter ausgebaut. Festnetz. In einem langsamer wachsenden Breitbandmarkt in Deutschland stieg im Geschäftsjahr 2009 die Anzahl der Retail-Anschlüsse um 0,9 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 11,5 Mio. Anschlüsse. Seit 2007 konnte der Breitbandsmarktanteil der Deutschen Telekom trotz des verschärften Wettbewerbs bei rund 46 % (gemäß interner Ermittlung) im Bestand stabil gehalten werden. Die Anzahl der angeschlossenen Entertain-Produkte stieg bis Ende 2009 auf 0,8 Mio. Die vermarkteten Entertain-Produkte beliefen sich auf mehr als 1,0 Mio. Die Festnetzanschlussverluste in Deutschland waren mit 2,1 Mio. im Geschäftsjahr 2009 um 0,4 Mio. Anschlüsse geringer als im Vorjahr. In den Anschlussverlusten sind die bisher von der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellten Festnetzanschlüsse enthalten, die jetzt auf Basis der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) zu IP-basierten Anschlüssen durch andere Anbieter realisiert werden. Weitere Anschlussverluste sind im Wesentlichen auf den Wechsel von Kunden zu Kabel-, anderen Teilnehmernetz- sowie Mobilfunkbetreibern zurückzuführen. Das Wachstum bei TAL hat sich in Deutschland gegenüber dem Vorjahr verlangsamt. Im Jahr 2009 stiegen die TAL um 0,8 Mio. auf 9,1 Mio. Anschlüsse. Der Rückgang der gebündelten Wholesale-Anschlüsse (z.B. Resale/IP-BSA-Anschlüsse) um 0,9 Mio. wird teilweise kompensiert durch das Wachstum der entbündelten Wholesale-Anschlüsse (z.B. IP-BSA-Anschlüsse Stand Alone). Die letztgenannten wurden Mitte 2008 eingeführt und lagen zum Ende des Jahres 2009 bei rund 0,6 Mio Anschlüssen. Mobilfunk. In einem gesättigten deutschen Mobilfunkmarkt in Bezug auf Teilnehmer mit einer Penetrationsrate von ca. 132 % liegt der Fokus eher auf werthaltigem Wachstum. Das werthaltigere Vertragskundengeschäft entwickelte sich im Geschäftsjahr 2009 positiv. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Bestand um 1,1 % auf 17,2 Mio. Teilnehmer. Der prozentuale Anteil der Vertragskunden am gesamten Kundenbestand erhöhte sich gegenüber dem Endwert des Vorjahres auf 44 %. Attraktive Smartphones wie das Apple iPhone haben zu diesem Erfolg beigetragen und den Anteil der Kunden mit integrierten Flatrate-Tarifen für Telefonie und Datennutzung deutlich erhöht. Der Fokus auf werthaltigem Wachstum spiegelt sich auch in der der Stabilisierung des durchschnittlichen Umsatzes und der gestiegenen Nutzung pro Kunde im Vergleich zum Vorjahr wider. Operative Entwicklung.
Die Beiträge der operativen Segmente entsprechen grundsätzlich den jeweiligen Einzelsichten ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments. Die Summen wurden auf genauen Zahlen berechnet und auf Millionen gerundet; Prozentwerte auf dargestellte Werte gerechnet. Mit Wirkung zum 1. Juli 2009 beinhaltet das operative Segment Deutschland das Festnetz- und Mobilfunkgeschäft. Das Festnetz enthält die PASM (Power and Air Condition Solution Management GmbH & Co. KG) ohne Global Network, International Carrier Services & Solutions (ICSS) und den Anteil der Deutschen Telekom AG am Produkthaus. Der Mobilfunk wird einschließlich DFMG (Deutsche Funkturm GmbH) ausgewiesen. Sämtliche Vorquartals- und Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.
a
Die Deutsche Telekom definiert das EBITDA
als Betriebsergebnis vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen. Eine detaillierte Erklärung der EBITDA-wirksamen
Sondereinflüsse, des bereinigten EBITDA und der bereinigten EBITDA-Marge
findet sich unter „Geschäftsentwicklung des Konzerns“. Gesamtumsatz. Der Gesamtumsatz im operativen Segment Deutschland sank im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % auf 25,4 Mrd. €. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den anhaltenden wettbewerbsbedingten Festnetzanschlussverlusten und regulatorischen Preismaßnahmen sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk. Festnetz. Der Gesamtumsatz Festnetz sank im Gesamtjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % auf 18,7 Mrd. € (Geschäftsjahr 2008: 7,2 % Umsatzrückgang). Der Umsatzrückgang verringerte sich somit im Vorjahresvergleich um 1,9 Prozentpunkte. Das Mengenwachstum der Komplettpakete im Breitbandgeschäft sowie bei den Teilnehmeranschlussleitungen wirkte sich positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Dieses Mengenwachstum konnte jedoch nur teilweise die Umsatzrückgänge kompensieren. Die Umsätze sanken im Wesentlichen aufgrund anhaltender wettbewerbsbedingter Anschlussverluste, rückläufiger nutzungsabhängiger Entgelte sowie mengenbedingter Umsatzrückgänge bei den Resale- und Network-Services und den Interconnection-Leistungen. Mobilfunk. Im Geschäftsjahr 2009 konnte die Marktführerschaft bei den Serviceumsätzen erfolgreich behauptet und sogar weiter ausgebaut werden. Positiv wirkt sich die weiterhin gute Entwicklung der Non Voice-Umsätze aus (Data und Messaging). So konnte der Anteil der Non Voice-Umsätze an den Serviceumsätzen in einem Jahr um 4 Prozentpunkte gesteigert werden. Der Datenumsatz entwickelte sich im Berichtsjahr 2009 sehr erfreulich und stieg um 46 % gegenüber dem Vorjahr. Die Deutsche Telekom geht in Deutschland für den gesamten Markt in 2009 von einer Wachstumsrate bei den Mobile Data Umsätzen von 25 % bis 30 % aus. Der Gesamtumsatz Mobilfunk stieg um 40 Mio. € oder 0,5 % auf 8,1 Mrd. €. Gegenläufig wirkten verschärfte Regulierungsbedingungen – insbesondere die Absenkung der Terminierungsentgelte zum 1. April 2009 und die Roaming-Regulierung auf EU-Ebene zum 1. Juli 2009 – sowie der anhaltend starke Preiswettbewerb auf die Umsatzentwicklung. Das National Roaming-Abkommen mit O2 lief Ende 2009 aus, die National Roaming-Umsätze mit O2 lagen in 2009 auf dem Niveau des Vorjahres. EBIT, bereinigtes EBITDA. Das EBIT stieg im operativen Segment Deutschland im Vorjahresvergleich um 9,5 % auf rund 5,1 Mrd. €. Kosteneinsparungen und geringere Sondereinflüsse konnten den Umsatzrückgang kompensieren. Das bereinigte EBITDA lag im Geschäftsjahr 2009 bei 9,6 Mrd. €. Der Rückgang um rund 0,2 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang im Festnetz, welcher trotz konsequenter Kostensenkungen nicht vollständig kompensiert werden konnte. Im Festnetz konnte im Berichtsjahr 2009 ein bereinigtes EBITDA von 6,2 Mrd. € erwirtschaftet werden; die bereinigte EBITDA-Marge stieg um 0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 33,3 %. Einsparungen von umsatzvariablen Kosten sowie geringere Kosten im Wesentlichen für Fremdleistungen, Miete, Energie, IT und Personal konnten den Umsatzrückgang im klassischen Festnetzgeschäft größtenteils ausgleichen. Das bereinigte EBITDA und die bereinigte EBITDA-Marge im Mobilfunkbereich lagen im Geschäftsjahr 2009 auf dem Niveau des Vorjahres, obwohl sich regulatorische Einflüsse sowie der anhaltend hohe Wettbewerb in Deutschland EBITDA-mindernd auswirkten. Lässt man den Verkauf eines immateriellen Vermögenswerts im dritten Quartal des Vorjahres (positiver EBITDA-Effekt von 0,1 Mrd. €) unberücksichtigt, steigen sowohl bereinigtes EBITDA als auch EBITDA-Marge in 2009 an. Cash Capex. Der Cash Capex stieg im Berichtsjahr 2009 um 0,1 Mrd. € auf 3,2 Mrd. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum, vor allem aufgrund von Investitionen im Festnetzbereich in IP-Transportplattform, Breitbandausbau und IT-Systeme. Der Cash Capex im Mobilfunkbereich resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in den Netzausbau mit Fokus auf UMTS-Standorte, Kapazitätserweiterungen sowie aus Investitionen in IT-Produkte. Personal. Der durchschnittliche Personalbestand sank im Vergleich zum Vorjahr um 6 % auf 84.584 Mitarbeiter, im Wesentlichen aufgrund des Personalabbaus im Festnetzbereich. USA. 3G-Netzausbau // Anstieg im Datenumsatz Kundenentwicklung.
Das operative Segment USA konnte seinen Kundenstamm im Laufe des Geschäftsjahres ausbauen. Mit netto 1,0 Mio. Neukunden erhöhte sich die Zahl der Kunden bis zum Ende des Jahres 2009 auf 33,8 Mio. Der Netto-Kundenzuwachs war im Vorjahresvergleich rückläufig, wobei im Wholesale-Bereich ein starkes Wachstum zu verzeichnen war (einschließlich MVNOs und Machine-to-Machine-Kunden), dem Verluste bei Kunden für T Mobile USA-Markenangebote gegenüberstanden. Die Kundenfluktuation von Prepay- und Vertragskunden insgesamt stieg im Jahresverlauf von 2,9 % auf 3,2 %, was auf den intensiven Wettbewerb zurückzuführen war, u. a. durch innovative Endgeräte und Markteinführungen seitens regionaler Mobilfunkbetreiber mit umfassendem Leistungsangebot. Operative Entwicklung.
a
Die Deutsche Telekom definiert das EBITDA
als Betriebsergebnis vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen. Eine detaillierte Erklärung der EBITDA-wirksamen
Sondereinflüsse, des bereinigten EBITDA und der bereinigten EBITDA-Marge
findet sich unter „Geschäftsentwicklung des Konzerns“. Gesamtumsatz. Der Gesamtumsatz des operativen Segments USA erhöhte sich um 3,4 %. In nationaler Währung war vor allem aufgrund der niedrigeren Kundenzahlen für Markenprodukte von T-Mobile USA der Umsatz leicht rückläufig (-1,6 %). Darüber hinaus belasteten niedrigere Roaming-Umsätze und ein höherer Anteil an Kunden mit Pauschaltarifen die schwankenden Umsätze im Bereich der Sprachdienste. Diesem Rückgang stand ein deutlicher Zuwachs beim Datenumsatz gegenüber, der auf die positive Reaktion der Kunden auf 3G-Konvergenzgeräte und die Nutzung von Internetzugangstarifen zurückzuführen ist. EBIT, bereinigtes EBITDA. Das bereinigte EBITDA stieg aufgrund von Wechselkursschwankungen um 21 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Auf US-Dollar Basis war das bereinigte EBITDA gegenüber dem Vorjahreszeitraum insbesondere bedingt durch niedrigere Umsätze rückläufig. Darüber hinaus wurden die durch den 3G-Netzausbau gestiegenen Umsatzkosten durch niedrigere Provisionskosten ausgeglichen, die wiederum aus geringeren Brutto-Kundenzuwächsen beim Einzelhandelsangebot von T-Mobile USA und verschiedenen Kosteneinsparungen resultierten. Das EBIT sank gegenüber dem Vorjahr infolge der oben erwähnten Effekte, wie z. B. Wechselkursschwankungen und höherer Abschreibungen im Netzbereich, um 66 Mio. €. Cash Capex. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich der Cash Capex von 2,5 Mrd. € auf 2,7 Mrd. €. Auf US-Dollar Basis war der Cash Capex gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig, insbesondere durch niedrigere Investitionen in den Bereichen Informationstechnologie und Spektrum. Durch die anhaltend intensiven Bemühungen um eine Verbesserung der Netzqualität und -abdeckung sowie den Ausbau des 3G (UMTS/HSPA)-Netzes blieben die Netzinvestitionen im Jahresvergleich stabil. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2009 konnte T-Mobile USA mit einer Versorgung von nunmehr über 205 Mio. Menschen die 3G-Netzabdeckung nahezu verdoppeln. Personal. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgrund des Zuwachses im Einzelhandelsgeschäft. Ende des Geschäftsjahres 2009 umfasste das Einzelhandelsnetz mit der Marke T-Mobile USA mehr als 2.000 Standorte. Europa. Erfreuliche Entwicklung im Vertragskundengeschäft // Anstieg der Non-Voice Umsätze Kundenentwicklunga.
a
In dieser Darstellung entspricht jede Mobilfunkkarte
einem Kunden. Die Summe wurde auf genauen Zahlen berechnet und auf
Millionen gerundet; Prozentwerte auf dargestellte Werte gerechnet.
Eine detaillierte Erläuterung zur SIM-Karte siehe „Glossar“. Im operativen Segment Europa blieb die Anzahl der Kunden zum Ende des Geschäftsjahres 2009 im Vergleich zum Vorjahr stabil. Ein leichtes Kundenwachstum der Mobilfunkgesellschaften in Großbritannien, Polen und der Tschechischen Republik konnte den Rückgang der Kundenzahl bei T-Mobile Netherlands voll ausgleichen. PTC, T-Mobile CZ und T-Mobile Austria konnten mit erfreulichen Zuwächsen im Vertragskundengeschäft die leichten Rückgänge im Prepaid-Bereich kompensieren oder sogar überkompensieren. Die Erhöhung des Gesamtkundenbestands bei T-Mobile UK war im Jahresvergleich im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Prepaid-Bereich steigende Eigenkundenzahlen die Rückgänge bei den Virgin Mobile Kunden ausglichen. Die Virgin Mobile Kunden werden bei T-Mobile UK im Prepaid-Bereich gezählt. Auch bei den Vertragskunden konnte T-Mobile UK im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg der Kundenzahlen erzielen. Bei T-Mobile Netherlands waren die Rückgänge im Gesamtkundenbestand auf den Prepaid-Bereich zurückzuführen. Durch die Übernahme von Orange Nederland und die im Geschäftsjahr 2009 durchgeführte Migration der Orange Nederland Kunden in den T-Mobile Bestand wurden auch inaktive Kunden mit übernommen. Diese wurden im vierten Quartal 2009 nach einer Inaktivitätsphase von 180 Tagen gekündigt (churned), was den Prepaid-Bestand erheblich reduzierte. Insgesamt erzielte das werthaltige Vertragskundengeschäft 2009 erfreuliche Ergebnisse und war zum wiederholten Mal der Wachstumstreiber des Gesamtkundenbestands. Alle Mobilfunkgesellschaften trugen zum Anstieg des Vertragskundenbestandes bei. Auch der Vertragskundenanteil am gesamten Kundenbestand erhöhte sich bei allen Gesellschaften mit Ausnahme von T-Mobile UK. Der prozentuale Anteil der Vertragskunden an der Gesamtkundenzahl des operativen Segments Europa stieg gegenüber dem Jahresende 2008 um rund 2 Prozentpunkte auf 41,0 % inklusive Virgin Mobile. Diese solide Entwicklung ist auf die fokussierte Strategie zur Kundengewinnung zurückzuführen, welche z. B. durch die Vermarktung von Tarifen mit Inklusivminuten, Flatrate-Tarifen und neuen Hardware-Angeboten in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag werthaltige Vertragskunden anspricht. Auch im Rahmen der Strategie von vernetztem Leben und Arbeiten konnten durch innovative Dienste zur Nutzung des mobilen Internets, installiert auf leistungsfähigen Mobiltelefonen, neue Kundengruppen erfolgreich angesprochen werden. Durch die Einführung des T-Mobile G1 und T-Mobile G2 Touch sowie des Apple iPhone konnte ein erheblicher Erfolg im Vertragskundengeschäft erreicht werden. Die Markteinführung des T-Mobile Pulse im Oktober 2009, dem dritten Android-basierten Smartphone, markierte einen weiteren Meilenstein im T-Mobile Produktportfolio und beeinflusste im vierten Quartal 2009 die Zahlen der Neukundengewinnung positiv. Operative Entwicklung.
Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen grundsätzlich den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.
a
Einschließlich der Konsolidierung der Orange
Nederland ab Oktober 2007 und Online Netherlands ab Juni 2008. Gesamtumsatz. Im operativen Segment Europa reduzierte sich der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mrd. € oder 11,6 %. Der Hauptgrund für diese rückläufige Umsatzentwicklung waren mit 68 % im Wesentlichen die negativen Wechselkurseffekte, die sich beim Polnischen Zloty, dem Britischen Pfund und der Tschechischen Krone auswirkten. Ferner belasteten die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage, der anhaltend hohe Wettbewerbsdruck sowie regulatorische Einflüsse den Umsatz des operativen Segments Europa im Jahr 2009. PTC konnte – nach Berücksichtigung von Wechselkurseffekten – den Umsatz des Vorjahres nicht erreichen, was im Wesentlichen durch einen regulierungsbedingten Rückgang bei den Terminierungsumsätzen verursacht wurde. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei T-Mobile Austria, wo ebenfalls rückläufige Terminierungsumsätze die wesentliche Ursache für den Umsatzrückgang waren. Bei T-Mobile UK sowie bei T-Mobile CZ waren die Rückgänge der Umsätze – nach Berücksichtigung von Wechselkurseffekten – überwiegend auf die Serviceumsätze im Prepaid-Segment zurückzuführen. Darüber hinaus beeinflussten aber auch hier Regulierungsentscheidungen und der weiterhin starke Wettbewerb die Umsätze zu unserem Nachteil. Bei T-Mobile Netherlands stabilisierte sich der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Regulierungsbedingte Rückgänge bei den Terminierungsumsätzen waren zwar auch bei T-Mobile Netherlands zu verzeichnen, jedoch wurden diese durch Umsatzzuwächse der Online (vormals Orange Nederland Breedband B.V.) im Breitband-Festnetzgeschäft kompensiert. Die im Jahresvergleich gestiegenen Non Voice-Umsätze bei allen Mobilfunknetzbetreibern des operativen Segments Europa trugen ebenfalls dazu bei, die Umsatzrückgänge aus der Sprachtelefonie zu kompensieren. EBIT, bereinigtes EBITDA. Das EBIT im operativen Segment Europa reduzierte sich im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mrd. €. Darin enthalten sind die Wertminderungen des Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit T-Mobile UK in Höhe von 1,8 Mrd. € aus dem ersten Quartal 2009. Ferner trugen die Rückgänge des EBITDA zur Reduzierung des EBIT im Jahresvergleich bei. Geringere Abschreibungen bei PTC, T-Mobile Netherlands, T Mobile CZ und T-Mobile Austria wirkten dem EBIT-Rückgang entgegen. Das bereinigte EBITDA im operativen Segment Europa sank im Geschäftsjahr 2009 um 0,4 Mrd. € oder 13,0 % gegenüber dem Vorjahr. Der Hauptgrund für diesen Rückgang waren negative Wechselkurseffekte des Polnischen Zloty, des Britischen Pfund und der Tschechischen Krone. Nach Berücksichtigung der Wechselkurseffekte war das im Jahresvergleich ebenfalls rückläufige EBITDA des operativen Segments hauptsächlich durch T-Mobile UK und PTC beeinflusst. T-Mobile Austria erzielte 2009 ein EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres. T-Mobile CZ (in lokaler Währung) und T-Mobile Netherlands konnten ihr EBITDA im Jahresvergleich sogar steigern und kompensierten damit teilweise die Wirkung aus den EBITDA Rückgängen der britischen und der polnischen Gesellschaften. Bei T-Mobile UK war der Rückgang des EBITDA in Landeswährung vor allem auf geringere Serviceumsätze zurückzuführen. Dieser Effekt konnte nur zum Teil durch konsequente Ausgabensenkungen bei den Kundenakquisitionskosten und den Gemeinkosten ausgeglichen werden. Bei PTC war die Minderung des EBITDA gegenüber 2008 hauptsächlich auf regulierungsbedingt rückläufige Terminierungsumsätze zurückzuführen. Geringere umsatzabhängige Kosten sowie Einsparungen bei den Kundenakquisitionskosten und den Gemeinkosten konnten nur teilweise den negativen Effekt der geringeren Umsätze kompensieren. T-Mobile Austria erreichte durch striktes Kostenmanagement im Wesentlichen bei den Gemeinkosten sowie durch Einsparungen bei den Kundenbindungskosten eine vollständige Kompensation der negativen Effekte aus den im Jahresvergleich geringeren Umsätzen. Auf diese Weise konnte T-Mobile Austria ein stabiles EBITDA erreichen. T-Mobile CZ erzielte um Wechselkursveränderungen bereinigt im Jahresvergleich einen EBITDA-Anstieg, der hauptsächlich auf eine Reduzierung der Gemeinkosten sowie der Kundenbindungs- und -akquisitionskosten zurückzuführen war. Auch das EBITDA von T-Mobile Netherlands erhöhte sich im Vorjahresvergleich. Die Gründe hierfür waren sowohl Ausgabensenkungen als auch höhere Ergebnisbeiträge aus dem Breitband-Festnetzgeschäft. Cash Capex. Der Cash Capex im operativen Segment Europa sank um 0,3 Mrd. € auf 0,9 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr aufgrund geringerer Investitionen in Polen, Großbritannien, Österreich und den Niederlanden. Dem gegenüber stand ein nur geringer Anstieg der Investitionen in der Tschechischen Republik. Personal. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter des operativen Segments Europa blieb im Vorjahresvergleich weitgehend stabil, jedoch entwickelten sich die Mitarbeiterzahlen in den Gesellschaften unterschiedlich. Bei T-Mobile CZ stieg die Mitarbeiterzahl gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode, was in der Überführung von Zeitarbeitskräften der Kundenbetreuung in den Bestand der Festangestellten begründet lag. Bei T-Mobile Netherlands resultierte der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Jahresvergleich schwerpunktmäßig aus technischen Integrationsprojekten im Zusammenhang mit dem Kauf von Orange. Während bei PTC die Mitarbeiterzahl im Jahrsvergleich nahezu unverändert blieb, sank die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter bei T-Mobile Austria im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung. T-Mobile UK verzeichnete eine geringere Anzahl an Mitarbeitern aufgrund einer Outsourcing-Maßnahme im Bereich Technik sowie Rückgängen des Mitarbeiterbestands in den Call-Centern. Süd- und Osteuropa. Erstmalige Vollkonsolidierung OTE // Anstieg Mobilfunkkunden // Positive Entwicklungen im Breitbandmarkt Die Position der Deutschen Telekom konnte trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in der Region aufgrund der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE und des deutlichen Anstiegs im Kundenbestand im Breitband sowie im Mobilfunk gestärkt werden. Kundenentwicklung und wesentliche KPIs.
Das operative Segment Süd- und Osteuropa (SEE) enthält die Festnetz- und Mobilfunktochtergesellschaften der T-Hrvatski Telekom, Slovak Telekom, Magyar Telekom, Makedonski Telekom, Crnogorski Telekom sowie die OTE-Gruppe: OTE, COSMOTE, Romtelecom, COSMOTE Rumänien, Globul (Bulgarien) und AMC (Albanien). OTE ist seit 1. Februar 2009 konsolidiert. Vorjahreskennzahlen wurden pro-forma entsprechend angepasst.
a
Anschlüsse in Betrieb ohne Eigenverbrauch
und ohne öffentliche Telekommunikationseinrichtungen, einschließlich
IP-basierter Anschlüsse. Gesamt. Die Kundenentwicklung in Süd- und Osteuropa war im Geschäftsjahr 2009 wesentlich geprägt durch den erstmaligen Einbezug der OTE-Gruppe, die im Festnetz in Griechenland und Rumänien, im Mobilfunk in Griechenland, Rumänien, Bulgarien und Albanien tätig ist. Festnetz. Der Breitbandmarkt in Süd- und Osteuropa wuchs auch im Geschäftsjahr 2009. Mit einem Bestand von insgesamt 3,8 Mio. Breitbandanschlüssen einschließlich ge- und entbündelte Wholesale-Anschlüsse erzielte das operative Segment einen Anstieg um 0,5 Mio. Anschlüsse gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Festnetzanschlussverluste lagen mit 0,9 Mio. Anschlüssen leicht über denen des Vorjahres. Im Bestand enthalten sind in 2009 1,9 Mio. (pro-forma 2008 1,7 Mio.) Breitbandanschlüsse des Festnetzes der OTE (Griechenland) und der Romtelecom (Rumänien). Die positive Entwicklung im Breitbandmarkt wurde auch durch die erfreuliche Entwicklung bei der Vermarktung von IPTV beeinflusst, wobei die Zahl der IPTV-Kunden nahezu verdoppelt werden konnte. Mobilfunk. Bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wies der Mobilfunkmarkt in Süd- und Osteuropa im Geschäftsjahr 2009 in mehreren Ländern ein verlangsamtes Wachstum auf; in der Slowakei stagnierten die Kundenzahlen gegenüber dem Vorjahr. In Ungarn reduzierte sich der Kundenbestand bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Lage. Sämtliche Mobilfunkgesellschaften trugen zum Anstieg der Vertragskunden absolut bei. Der prozentuale Anteil der Vertragskunden in Relation zum Gesamtkundenbestand liegt auf dem Vorjahresniveau, der Trend liegt für alle Länder mit Ausnahme von Griechenland und Albanien allerdings zugunsten des Vertragskundengeschäfts. Durch den Erwerb des rumänischen Mobilfunkbetreibers Zapp durch die Cosmote-Gruppe, konnte eine Ausweitung auf dem rumänischen Markt erreicht werden, die Erstkonsolidierung erfolgte im November 2009. Operative Entwicklung.
Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen grundsätzlich den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments. Süd- und Osteuropa (Southern and Eastern Europe, SEE) enthält die Festnetz- und Mobilfunkgesellschaften T-Hrvatski Telekom, Slovak Telekom, Magyar Telekom, Makedonski Telekom, Crnogorski Telekom sowie die OTE-Gruppe: Festnetz Griechenland und COSMOTE Griechenland (Finanzkennzahlen beinhalten den nationalen Mobilfunkbetreiber COSMOTE sowie die Vertriebsgesellschaft Germanos); Romtelecom und COSMOTE Rumänien (Finanzkennzahlen beinhalten den nationalen Mobilfunkbetreiber COSMOTE sowie die Vertriebsgesellschaft Germanos); und ab 01.11.2009 Zapp; COSMOTE Bulgarien (Finanzkennzahlen beinhalten den nationalen Mobilfunkbetreiber Globul sowie die Vertriebsgesellschaft Germanos) und COSMOTE Albanien (beinhaltet den nationalen Betreiber AMC).
a
Übrige enthält die Umsätze bzw. das EBITDA
der Gesellschaften AMC (Albanien), Globul (Bulgarien), Makedonski
Telekom (EJR Mazedonien), T-Mobile Macedonia (EJR Mazedonien) und
Crnogorski Telekom (Montenegro: Mobilfunk und Festnetz). Gesamtumsatz. Im operativen Segment Süd- und Osteuropa wuchs der Gesamtumsatz im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 Mrd. €. Die positive Umsatzentwicklung ist der Erstkonsolidierung der OTE zuzuschreiben, die seit Anfang Februar 2009 voll konsolidiert wird. Ohne Berücksichtigung der OTE sank der Umsatz um 0,4 Mrd. €, vor allem aufgrund negativer Wechselkurseffekte aus der Umrechnung des ungarischen Forint in Euro. Zudem wirkten sich die angespannte gesamtwirtschaftlichen Lage und der anhaltend hohe Wettbewerbsdruck im Mobilfunk sowie im klassischen Festnetz belastend auf den Umsatz aus. Das Breitbandwachstum in allen Ländern konnte den Umsatzrückgang im klassischen Festnetz nicht ausgleichen. Ungarn. Der Umsatzrückgang betraf aufgrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage sowohl das Mobilfunk- als auch das Festnetzgeschäft. Der wesentliche Einfluss– zu rund 70 % – auf den Umsatzrückgang in Euro resultierte jedoch aus Währungseffekten aufgrund des deutlich gesunkenen ungarischen Forint, der sich aber im Jahresverlauf wieder ein wenig erholen konnte. Kroatien. Die Entwicklung in Kroatien war neben einer leichten Schwäche der kroatischen Kuna durch die gesamtwirtschaftliche Lage leicht rückläufig. Hierbei war der Mobilfunk u. a. durch die neu eingeführte Mobilfunksteuer in Höhe von 6 % vom Umsatz etwas stärker betroffen als das Festnetz. Slowakei. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war der Umsatz sowohl Festnetz als auch Mobilfunk leicht rückläufig. Dies wurde im Vorjahresvergleich teilweise durch Währungseffekte kompensiert. EBIT, bereinigtes EBITDA. Das EBIT im operativen Segment Süd- und Osteuropa stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum trotz des positiven Beitrags durch die Konsolidierung der OTE-Gruppe nur um 0,1 Mrd. € an. Gegenläufig wirkten die im Folgenden beschriebenen Wertminderungen: Auf Basis der zum Abschlussstichtag vorliegenden Erkenntnisse und Erwartungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds ergaben im vierten Quartal 2009 die Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in Griechenland (Mobilfunk und Festnetz), Rumänien (Mobilfunk), EJR Mazedonien und Slowakei (Festnetz) Wertminderungsbedarf in Höhe von insgesamt 0,5 Mrd. €. Diese Wertminderungen resultierten im Wesentlichen aus dem länderspezifischen Risiko im Zusammenhang mit der aktuellen Finanz- und Staatskrise in Griechenland. Darüber hinaus waren hauptsächlich negative Entwicklungen im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise ursächlich für die weiteren Wertminderungen. Das bereinigte EBITDA im operativen Segment Süd- und Osteuropa stieg im Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Mrd. €. Bereinigt um den positiven Beitrag der seit Februar 2009 voll konsolidierten OTE-Gruppe reduzierte sich das bereinigte EBITDA des operativen Segments um rund 0,2 Mrd. € oder 8,7 %. Eine wesentliche Ursache für diesen Rückgang waren die negativen Währungskursentwicklungen in Ungarn und zu einem geringeren Maße in Kroatien. Auswirkungen auf das bereinigte EBITDA durch negative Umsatzentwicklungen konnten durch Kosteneinsparungsmaßnahmen gemildert und in der Slowakei überkompensiert werden. Das EBITDA des Geschäftsjahres 2009 enthält einen einmaligen positiven Effekt aus dem ersten Quartal in Höhe von 0,2 Mrd. € aufgrund des Kostenbeitrags des griechischen Staates zu einem freiwilligem Vorruhestandsprogramm. Gegenläufig wirkten sich im zweiten Quartal 2009 Rückstellungsbildungen für Abfindungszahlungen bei OTE in nahezu gleicher Höhe aus. Cash Capex. Der Cash Capex im operativen Segment Süd- und Osteuropa stieg um 0,7 Mrd. € auf 1,6 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr. Dieser Anstieg ist zu einem wesentlichen Anteil auf die erstmalige Einbeziehung der OTE-Gruppe zurückzuführen. Leicht höhere Investitionen sind in Kroatien und Montenegro mit dem Breitbandausbau begründet. Im Übrigen liegt der Cash Capex im Geschäftsjahr 2009 – u. a. aufgrund von Wechselkurseffekten – unter dem des Vorjahres. Personal. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg im Jahresverlauf 2009 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum stark an, was im Wesentlichen in der erstmaligen Vollkonsolidierung der OTE-Gruppe begründet ist. Die Zahl der Mitarbeiter der OTE-Gruppe betrug zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 33.600. Zudem konnten in Kroatien und der Slowakei die Mitarbeiterzahlen durch die Optimierung der Leistungsprozesse verringert werden, dies galt im Geschäftsjahr 2009 auch für die Festnetzteile der OTE-Gruppe. Durch die Erstkonsolidierung der rumänischen Zapp wurden im vierten Quartal 2009 rund 550 Mitarbeiter neu einbezogen. Systemgeschäft.Viele Großaufträge gewonnen // Auswirkungen der Finanzkrise im Umsatz erkennbar // Ergebnisverbesserung im bereinigten EBITDA durch umfangreiches „Save for Service“-Programm // Deutliche Margensteigerung im bereinigten EBIT und EBITDA realisiert Wesentliche KPIs.
a
National: ohne Konsolidierungskreisveränderungen. Das operative Segment Systemgeschäft (T-Systems) hat in 2009 im Geschäftskundenmarkt für ICT mehrere neue Großaufträge abgeschlossen. Der Auftragseingang ist jedoch auch geprägt von den Auswirkungen der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise. Dies führte zu einem Rückgang im Auftragseingang von 9,1 % im Vorjahresvergleich. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Auftragseingang in 2008 durch den Großauftrag mit der Royal Dutch Shell außerordentlich hoch war. Im Jahr 2009 konnte T-Systems – und hier insbesondere im vierten Quartal – einige wichtige neue Großaufträge für sich gewinnen. Hierzu gehörten u. a. BP, Philips, Linde, MAN und Eskom/Transnet in Südafrika. Das Unternehmen legt damit die Basis für kommende Geschäftsjahre, da all diese Aufträge fünf Jahre oder länger laufen und Volumina im deutlich dreistelligen Millionenbereich umfassen. Die in 2009 gewonnenen Aufträge unterstreichen die Fähigkeit der T-Systems, weltweit ICT-Services bereitzustellen. Auch die Konzentration auf große, oft länderübergreifende Outsourcing-Aktivitäten belegt dies. So hat die Großkundensparte der Deutschen Telekom in Südafrika jeweils einen Großauftrag des Energieversorgers Eskom und des Transportunternehmens Transnet gewonnen. Des Weiteren kaufte T-Systems 2009 den spanischen IT-Anbieter Metrolico, um sich auf dem iberischen Markt im Public- und Finanzbereich zu stärken. Zudem erwarb T-Systems das europäische Hosting-Geschäft der SAP AG. Die Anzahl der betreuten Server ist in 2009 zurückgegangen. Dies ist Folge der Konsolidierung der von Kunden übernommenen Systeme, aber auch auf den zunehmenden Trend des Dynamic Services (Dynamischer Ressourcenverbrauch) zurückzuführen. Stark angestiegen ist im Berichtsjahr die Zahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf die neu gewonnenen Kundenaufträge zurückzuführen. Kunden des Bereichs Systems Integration haben hingegen wegen der allgemeinen Wirtschaftskrise Projekte gestrichen oder verschoben und zurückhaltend neue Aufträge erteilt. Als Folge konnten weniger Stunden als im Vorjahr fakturiert werden und der Umsatz ging zurück. Diese Entwicklung kompensierte Systems Integration teilweise durch eine höhere Auslastung (Utilization Rate). Operative Entwicklung.
Das operative Segment Systemgeschäft ohne die zum 1. Januar 2009 transferierten 160.000 kleineren und mittleren Geschäftskunden. Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.
a
Eine detaillierte Erklärung der EBIT-wirksamen
Sondereinflüsse, des bereinigten EBIT und der bereinigten EBIT-Marge
findet sich unter „Geschäftsentwicklung des Konzerns“. Gesamtumsatz. Der Gesamtumsatz des operativen Segments Systemgeschäft betrug im Jahr 2009 8,8 Mrd. € und ging damit aufgrund der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahresvergleich um 5,8 % zurück. Die positive Entwicklung des internationalen Geschäfts setzte sich bedingt durch zahlreiche Verträge mit Großkunden im Berichtszeitraum fort und verzeichnete mit minus 2,4 % eine bessere Entwicklung als der Gesamtumsatz. In Deutschland ging der Umsatz um 7,3 % zurück. Der Umsatzrückgang im Inland ist sowohl durch Projekteinbußen im Systemintegrationsgeschäft als auch durch die Preisentwicklung im IT- und Telekommunikationsgeschäft begründet. Im Geschäft mit Kunden außerhalb des Konzerns Deutsche Telekom erwirtschaftete das operative Segment Systemgeschäft im Jahr 2009 einen Umsatz von 6,1 Mrd. €. Das entspricht einem Rückgang von 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz der T-Systems als Dienstleister für die Deutsche Telekom ist geprägt von Projekten zur Optimierung der IT-Kosten im Konzern Deutsche Telekom. Hierbei standardisiert und verbessert die T-Systems die IT-Landschaft für den Konzern und liefert damit einen wichtigen Beitrag für die „Save for Service“-Programme insbesondere des Deutschlandgeschäfts, der Region Mobile Europe und der Konzernzentrale & Shared Services. Der Umsatz mit dem Konzern Deutsche Telekom betrug in 2009 2,7 Mrd. € und verminderte sich um 8,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Positiv entwickelte sich zudem der Umsatz im Sektor Public & Health. EBIT, bereinigtes EBITDA. Ein umfassendes Restrukturierungs- und Effizienzprogramm, „Save for Service“, kompensierte den rückläufigen Umsatz im Geschäftsjahr 2009 und führte zu einem gestiegenen bereinigten EBIT in Höhe von 0,2 Mrd. € (0,1 Mrd. € im Vorjahr). Die EBIT-Marge verbesserte sich im Geschäftjahr auf 2,6 % (2008: 0,7 %). Die Restrukturierungen und Effizienzmaßnahmen wirkten auch positiv auf das bereinigte EBITDA. Es stieg um 0,1 Mrd. € auf 0,9 Mrd. €. Auch hier legte die Marge deutlich zu und liegt jetzt bei 10,5 %. Zu berücksichtigen ist, dass in 2008 der Verkauf der Media positiv im EBITDA und EBIT wirkte und das Geschäft Media in den Ergebniszahlen 2007 positiv enthalten ist. Cash Capex. Der Cash Capex lag im Berichtsjahr deutlich unter Vorjahresniveau. Auch in der Entwicklung des Cash Capex war erkennbar, dass die initiierten Effizienzmaßnahmen z.B. im Einkauf greifen. Die zunehmende Standardisierung der Plattformen trug ebenfalls zu dieser positiven Entwicklung bei. Personal. Der durchschnittliche Personalbestand im operativen Segment Systemgeschäft sank um 767 auf 45.328 Mitarbeiter. Das entspricht einem Rückgang von 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Durch die eingeleiteten Maßnahmen zur Personalrestrukturierung im Inland sank die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2009 um 2.452 auf 25.547 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Rückgang von 8,8 % und reflektiert neben den Restrukturierungsmaßnahmen auch die Umsetzung der Offshore-Verlagerung bei Computing & Desktop Services. Im Ausland stieg die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 1.685 – ein Anstieg von 9,3 %. Ursachen hierfür sind im Wesentlichen die Übernahme von Mitarbeitern im Rahmen von gewonnenen Großaufträgen und die zunehmenden Offshore-Aktivitäten. Konzernzentrale & Shared Services.Operative Entwicklung.
a
Die Deutsche Telekom definiert das EBITDA
als Betriebsergebnis vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen. Eine detaillierte Erklärung der EBITDA-wirksamen
Sondereinflüsse, des bereinigten EBITDA und der bereinigten EBITDA-Marge
findet sich unter „Geschäftsentwicklung des Konzerns“. Für Vivento, den Personaldienstleister der Deutschen Telekom, standen im Berichtsjahr im Wesentlichen die Akquisition weiterer externer Beschäftigungsperspektiven für Beamte und Angestellte insbesondere im öffentlichen Sektor sowie ein nachhaltiges Vermittlungsmanagement zur Unterstützung des Personalumbaus im Fokus. Zudem bietet Vivento Konzernmitarbeitern temporäre und dauerhafte Beschäftigungsmöglichkeiten in der Vivento Customer Services GmbH an mit dem Ziel, den Einsatz der Personalkapazitäten weiter zu optimieren. Der Personalbestand bei Vivento betrug zum 31. Dezember 2009 rund 9.600 Mitarbeiter. Dazu zählten rund 4.200 Mitarbeiter in externen Beschäftigungen, hauptsächlich im öffentlichen Sektor wie z. B. der Bundesagentur für Arbeit. Weitere rund 2.600 Mitarbeiter waren in der konzerninternen Beschäftigung, insbesondere im Call-Center-Bereich, tätig und rund 2.800 Mitarbeiter waren in operativen und strategischen Einheiten von Vivento eingesetzt oder wurden von Vivento betreut. Im Jahr 2009 übernahm Vivento insgesamt rund 3.700 Mitarbeiter aus dem Konzern. Indes verließen im Berichtszeitraum rund 2.300 Mitarbeiter Vivento mit einer neuen Beschäftigungsperspektive. Die Beschäftigungsquote lag auch 2009 auf hohem Niveau: Von den rund 9.200 Mitarbeitern (ohne Management) waren in der Berichtsperiode rund 78 % in Beschäftigung bzw. Qualifizierung. Für das Immobilienmanagement stand im Geschäftsjahr 2009 weiterhin die Bereinigung und Optimierung des Immobilienportfolios im Fokus. Insgesamt schloss die Deutsche Telekom im Berichtsjahr 2009.202 Immobilienverkäufe über eine Gesamtmietfläche von 218 Tsd. Quadratmeter und 1,2 Mio. Quadratmeter Grundstücksfläche ab. Im Berichtszeitraum erreichten die Einzahlungen aus Immobilienverkäufen ein Volumen von 0,2 Mrd. €. Über die fortgesetzte Flächen- und Standortoptimierung erzielte der Konzern eine Reduzierung der Anmietflächen um weitere 113 Tsd. Quadratmeter. Insgesamt verzeichnete die Deutsche Telekom im Jahr 2009 einen erneuten Rückgang der Flächen- und Bewirtschaftungskosten. Gesamtumsatz. Der Gesamtumsatz der Konzernzentrale & Shared Services reduzierte sich im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 13,3 %. Die Hauptgründe für den Umsatzrückgang waren die Entkonsolidierung der DeTe Immobilien zum 30. September 2008 und die Flächenoptimierungen seitens der operativen Segmente. Hinzu kamen gesunkene Umsätze aufgrund von Preis- und Mengenreduktionen bei den konzernübergreifenden Technikfunktionen sowie bei Vivento. Zudem wirkten sich die geringeren Erlöse aus Fahrzeugverkäufen im Vorjahresvergleich negativ aus. Demgegenüber verzeichnete die zum 1. April 2008 gegründete Deut-sche Telekom Accounting GmbH einen Umsatzanstieg aus der Abrechnung von Buchhaltungsleistungen an die operativen Segmente. EBIT, bereinigtes EBITDA. Das EBIT (Betriebsergebnis) verbesserte sich 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Mio. €. Der leichte Anstieg ist im Wesentlichen auf den Wegfall der im Vorjahr enthaltenen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der DeTe Immobilien und von Call-Center-Standorten zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die Verschlechterung des bereinigten EBITDA und der Anstieg der Aufwendungen für Personalmaßnahmen sowie der Abschreibungen aus. Die Abschreibungen betreffen im Wesentlichen das Immobilienvermögen der Deutschen Telekom. Das bereinigte EBITDA der Konzernzentrale & Shared Services verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2009 um 0,1 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Flächenoptimierungen der operativen Segmente, insbesondere für Technikflächen. Daneben wirkten sich die höheren Instandhaltungsaufwendungen und die geringeren Umsätze bei den konzernübergreifenden Technikfunktionen und Vivento im Vorjahresvergleich negativ aus. Ein weiterer belastender Einfluss resultierte zudem aus dem Wegfall des positiven EBITDA-Beitrags der DeTe Immobilien durch die Entkonsolidierung zum 30. September 2008. Diese insgesamt negative Entwicklung wurde teilweise kompensiert durch höhere Erträge aus Rückstellungsauflösungen. Wie auch im Vorjahr profitierte im Berichtszeitraum der Immobilienbereich von einem Ertrag aus der Umklassifizierung von Immobilien aus zur Veräußerung gehalten in die langfristigen Vermögenswerte. Personal. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter lag in der Berichtsperiode bei 20.181 Mitarbeitern. Die Hauptursache für den Rückgang um 3.400 Mitarbeiter im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 war der Verkauf der DeTe Immobilien. Gegenläufig wirkten der Personalanstieg bei Vivento, im Wesentlichen aufgrund des Ausbaus der Beschäftigungsperspektiven für Beamte und Angestellte, sowie die Zusammenführung der Buchhaltungen der operativen Segmente zur Deutsche Telekom Accounting GmbH. Corporate Responsibility.Verantwortungsvolle Unternehmensführung // Studie zu CO2-Emission // Nachhaltigkeitsoffensive Verantwortungsvolle Unternehmensführung. Mit dem strategischen Ziel, internationaler Vorreiter bei Corporate Responsibility (CR) zu werden, entwickelt der Konzern seit 2008 ein umfassendes CR-Programm. Es hat zum Ziel, alle CR-relevanten Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Konzerns zu strukturieren und zu steuern. Im Rahmen der fortschreitenden Programmentwicklung wurden im Jahr 2009 klare Ziele definiert, sowie CR-relevante Projekte, Maßnahmenpakete und Initiativen identifiziert und im Hinblick auf die drei zentralen CR-Handlungsfelder („Connected Life and Work“ „Connect the Unconnected“ und „Low Carbon Society“) systematisiert. Dabei setzt sich die Deutsche Telekom für die Implementierung der Projekte einen Zeitrahmen und verabschiedet zehn quantitativ darstellbare CR-Key-Performance-Indikatoren (KPI). Ein Beispiel ist der KPI für nachhaltige Beschaffung, der als Messgrundlage das Verhältnis des auf Nachhaltigkeitskriterien überprüften Einkaufsvolumens zum Gesamteinkaufsvolumen des Konzerns beinhaltet und dies auch mit konkreten Ist- und Sollwerten hinterlegt. Auf diese Weise ist eine Überprüfung der Zielerreichung jederzeit möglich. Ein wichtiger Teil der Implementierung von CR im Konzern ist auch der internationale Rollout der CR-Strategie in den Landesgesellschaften. Dazu führte der CR-Bereich im Laufe des Jahres 2009 Roadshows vor Ort in sieben Landesgesellschaften durch, bei denen zusammen mit dem dortigen Management und den jeweiligen CR-Verantwortlichen die weitere Verankerung und der Beitrag der Landesgesellschaft festgelegt werden. Für 2010 sind mindestens sieben weitere Roadshows vor Ort geplant. Das internationale CR-Manager-Netzwerk der Deutschen Telekom unterstützt diesen Prozess intensiv; auf zwei Netzwerktreffen im Juli und November 2009 sowie über regelmäßige Telefonkonferenzen tauschen sich die CR-Verantwortlichen der Länder und der zentrale CR-Bereich über die Fortschritte aus und entwickeln gemeinsam das CR-Programm weiter. Weiterführende Informationen zur CR-Strategie und den wichtigsten CR-Themen enthält der CR-Printbericht 2009 bzw. der CR-Onlinebericht unter: www.cr-bericht.telekom.de1. Neue Projekte und Initiativen in den CR-Handlungsfeldern. Im Rahmen des Handlungsfelds „Connect the Unconnected“ startete die Deutsche Telekom im April 2009 das zunächst auf drei Jahre ausgelegte Leuchtturmprojekt „Ich kann was!“, dessen Ziel die Stärkung individueller Fähigkeiten junger Menschen aus schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen ist. Mit einer bundesweiten Ausschreibung sucht der Konzern nun jährlich Projekte und Einrichtungen, die den Kompetenzerwerb von 9- bis 14-Jährigen in sozialen Brennpunkten zum Inhalt ihrer Arbeit machen. Eine Jury mit Fachleuten aus Wissenschaft und Politik sowie Personen des öffentlichen Lebens wählte aus über 600 Bewerbungen 66 förderungswürdige Projekte aus. Dabei beträgt die maximale Fördersumme pro Projekt 15.000 €; insgesamt wurden so mehr als 500.000 € ausgeschüttet. Im September 2009 hat Reinhard Clemens, CEO der Großkundensparte T-Systems, im Namen der Deutschen Telekom das Copenhagen Communiqué der European Leaders Group on Climate Change (EU CLG) unterzeichnet. Die von HRH the Prince of Wales ins Leben gerufene Initiative tritt für ein ehrgeiziges und faires Abkommen zur weltweiten Reduktion der CO2-Emissionen ein. Im November 2009 traf Reinhard Clemens im Vorfeld der Klimaschutzkonferenz von Kopenhagen den Präsidenten der Europäischen Kommission, Manuel Barroso, in Brüssel. Im Rahmen dieses von der EU CLG organisierten Austauschs betonte er das Bekenntnis der Deutschen Telekom zum Klimaschutz und verdeutlichte die Potenziale der IKT als Enabler vieler Industrien und Branchen zur Reduktion der CO2-Emissionen. Er sprach sich auch für ein solides Klimaschutzabkommen in Kopenhagen aus und ermutigte die Kommission zu einem entsprechenden Auftreten. Eine weitere wichtige Initiative auf dem Weg hin zu einer „Low Carbon Society“ ist die am 25. November 2009 gestartete Climate Change Group der Deutschen Telekom. Dieses Gremium – besetzt mit Klimaexperten und Führungskräften des Konzerns sowie externen Sachverständigen – eruiert konzernweit Lösungen für CO2-Reduktion und Energieeinsparung und entwickelt verbindliche Regelungen zu deren Umsetzung. Neue Studie zur CO2-Emissionsreduktion durch die IKT-Branche in Deutschland. Auf dem IT-Gipfel im Dezember 2009 überreicht der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom der Bundeskanzlerin die unter Federführung der Deutschen Telekom erstellte Studie „SMART 2020 Addendum Deutschland: Die IKT-Industrie als treibende Kraft auf dem Weg zu nachhaltigem Klimaschutz“. Die Erstellung der Studie wurde geleitet und finanziert von der Deutschen Telekom als Hauptsponsor. Durchgeführt, erstellt und ebenfalls finanziell mitgetragen wurde die Studie von The Boston Consulting Group. Inhaltlich unterstützt wurde die Studie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Hintergrund der Studie ist das „Integrierte Energie- und Klimaprogramm“ der Bundesregierung, auch bekannt unter dem Namen „Meseberg-Programm“, das 29 konkrete Eckpunkte und Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in Deutschland enthält. Ziel der formulierten Eckpunkte ist es, bis 2020 eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um rund 40 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu erreichen. Der Schwerpunkt von „SMART 2020 Addendum Deutschland“ liegt in der Identifizierung und Bewertung konkreter Geschäftskonzepte. Für den deutschen Länderbericht der SMART 2020-Reihe wurden ca. 50 potenzielle Dienste und Lösungen identifiziert, von denen 26 als besonders attraktive Geschäftskonzepte eingestuft und beschrieben werden. Der Geschäftswert dieser Konzepte wird mit bis zu 84 Mrd. € bis zum Jahr 2020 beziffert. Insgesamt zeigt „SMART 2020 Addendum Deutschland“ ein Reduktionspotenzial durch direkte und indirekte IKT-Lösungen von bis zu ca. 207 Mt CO2 in 2020 auf. Das bedeutet, dass durch Nutzung von IKT in Deutschland bis 2020 rund 25 % an CO2 eingespart werden können, wenn bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sind und sämtliche Potenziale ausgeschöpft werden. Die Ziele des Meseberg-Programms könnten damit nicht nur erreicht, sondern sogar um ca. 110 Mt CO2 übertroffen werden. Stakeholderkommunikation: Nachhaltigkeitsoffensive und E-Learning Plattform. Essenzieller Bestandteil der CR-Strategie ist der Ausbau des Dialogs mit verschiedenen Stakeholdergruppen: Beispielhaft für die vielen verschiedenen Aktivitäten des Konzerns werden im Folgenden zwei Initiativen für die Stakeholdergruppen „Kunden“ und „Mitarbeiter“ dargestellt. „Große Veränderungen fangen klein an!“ – Mit diesem Motto startet der Konzern 2009 als erster Telekommunikationsanbieter in Deutschland eine umfassende Kampagne für Umweltschutz und nachhaltiges Handeln. Im Mittelpunkt stehen dabei Produkte und Dienste der Deutschen Telekom, mit denen der Kunde verantwortlich handeln und gleichzeitig sein eigenes Leben komfortabler gestalten kann. So können z. B. beim Herunterladen von 1 Mio. Musikalben über die Internetplattform Musicload rund 64.000 kg Plastik gespart werden, die ansonsten bei der Produktion einer herkömmlichen CD angefallen wären. Hinter der Initiative steht die Idee, dass jeder der Kunden der Deutschen Telekom mit einem überschaubaren Beitrag viel für eine nachhaltige Entwicklung tun kann. Die langfristig auf mindestens zwei Jahre angelegte Kampagne präsentiert mehr als 16 Themen, die den Nachhaltigkeitsgedanken verdeutlichen. Die Kampagne wird in den Medien TV, Print und Online geschaltet. Auf der begleitenden Onlineplattform unter www.millionen-fangen-an.de finden sich sowohl vertiefende Informationen als auch verschiedene Möglichkeiten zum Online-Dialog mit den Kunden. E-Learning Plattform. Für eine weitere konzernweite Implementierung von CR ist es von großer Bedeutung, auch die Mitarbeiter zu erreichen. Aus diesem Grund wurde 2009 eine neue E-Learning Plattform für CR im Intranet freigeschaltet. Sie richtet sich mit zwei Sprachversionen in Deutsch und Englisch an unsere nationalen und internationalen Mitarbeiter, erklärt, was die Deutsche Telekom mit dem Begriff CR verbindet, gibt konkrete Tipps für die Integration von Nachhaltigkeit im Berufsalltag. Darüber hinaus erhalten die Nutzer der Plattform einen Überblick über das breite Spektrum von CR bei der Deutschen Telekom. Weitere Erfolge: Nachhaltigkeitsratings und Auszeichnungen. Die Deutsche Telekom qualifizierte sich 2009 zum wiederholten Mal für die renommiertesten Nachhaltigkeitsindizes „Dow Jones Sustainability Index World“ und „Dow Jones Sustainability STOXX®“. Der Konzern wurde erstmalig im Mobilfunksektor bewertet und erzielte dort auf Anhieb die begehrte Auszeichnung des Branchenführers („Sector Leader“). Große Fortschritte gegenüber der Bewertung 2008 hat die Deutsche Telekom im Datenschutz erzielt. Dieses Engagement honorierten die SAM-Experten sogar mit der Branchenbestnote von 98,6 %. Branchensieger ist die Deutsche Telekom ebenfalls beim Engagement mit Stakeholdern, in der Personalentwicklung und im Analysefeld „Impact of Telecommunication Services“. Die ungarische Tochtergesellschaft Magyar Telekom erreichte 2009 bei SAM die Auszeichnung „Silver Class“ und bei der Ratingagentur Oekom „Prime“. Auch im Nachhaltigkeitsranking der FTSE4Good-Serie konnten sowohl die Deutsche Telekom als auch die griechische Tochtergesellschaft OTE wieder Erfolge feiern; beide sind erneut im FTSE4Good Global Index 2009 aufgenommen worden und gehören damit zu den führenden Unternehmen auf ihrem Sektor. Die Aufnahme in den Index basiert auf der Teilnahme an der Befragung durch die Ratingagentur imug/EIRIS, die jährlich im ersten Quartal stattfindet und unterjährig um aktuelle Themen ergänzt wird. Die Ergebnisse der Ratingbefragungen werden analysiert, um daraus den ableitbaren Handlungsbedarf zu identifizieren. Listing der T-Aktie in Nachhaltigkeitsindizes bzw. Prädikat „Prime“
✓
= erfolgreich gelistet Das Volumen der etwa 300 zum Publikumsvertrieb zugelassenen nachhaltigen Fonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasste Ende Dezember 2009 ca. 30 Mrd. €. Laut Angaben des Sustainable Business Institute haben die Anteile, die nachhaltig orientierte Investmentsfonds an der T-Aktie halten, im vergangenen Jahr stark zugenommen: Mit rund 5,4 % im Jahr 2008 hat sich ihr Anteil am Gesamtbestand der Aktien gegenüber 2,87 % im Vorjahr fast verdoppelt. Innovation und Produktentwicklung.Internationale Forschungs- und Entwicklungstätigkeit // Kooperationen mit Forschungseinrichtungen // Offene Innovation Vernetzung prägt die Innovation. Der Unternehmensbereich Produkte & Innovation verantwortet die konzernweite Forschung und Entwicklung, das Innovationsmarketing, Produktentwicklung und -management sowie die Produktportfoliosteuerung. Ziel ist die Entwicklung innovativer und wettbewerbsfähiger Produkte, Dienste und Geschäftsmodelle. Neben den Aspekten Kundenorientierung, Einfachheit und Nutzungserlebnis spielen auch ein werthaltiges Produktportfolio und nachhaltige Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle. In den Deutsche Telekom Laboratories, die als privatrechtlich organisiertes wissenschaftliches „An-Institut“ der Technischen Universität Berlin angegliedert sind, werden alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns gebündelt. An den Standorten Berlin, Darmstadt, Beer Sheva (Israel) und Los Altos (Kalifornien, USA) arbeiten Wissenschaftler und Experten der Deutschen Telekom daran, neue Technologien für innovative Produkte und Dienste zu entwickeln, deren Einführung oder Markt-reife in eineinhalb bis fünf Jahren zu erwarten ist. Um Kundenwünsche früh zu erkennen, stehen im „Innovationsforum“ bereits über 900 Berliner Haushalte für Produkttests und Befragungen zur Verfügung, während in den „StreetLabs“ das Kommunikationsverhalten und die Wünsche direkt auf der Straße erfasst werden. Neue, für den Konzern relevante Ideen, werden erschlossen und mittelfristig für die Kunden der Deutschen Telekom nutzbar umgesetzt. Die langfristige anwendungsorientierte Forschung erfolgt im Strategic Research Laboratory. Sie leistet auch einen signifikanten Beitrag zur Lehrtätigkeit an der Technischen Universität Berlin. Dazu haben die TU Berlin und die Deutsche Telekom sieben Professuren eingerichtet und besetzt. Geschäftsideen aus den Deutsche Telekom Laboratories, die nicht in das Produktportfolio der Deutschen Telekom überführt werden, denen aber dennoch ein überzeugender Kundennutzen bescheinigt und ein aussichtsreicher Markterfolg prognostiziert wird, werden als sog. Spin-offs aus der Deutschen Telekom als eigenständige Unternehmen ausgegründet. Sie erhalten neben wichtigem Know-how auch das erforderliche Eigenkapital und werden dann eigenständig auf dem Markt tätig. Bisher wurden die Spin-offs Zimory und 2009 Yoochoose aus den Deutsche Telekom Laboratories ausgegründet. Stetig kürzere Innovationszyklen. Um der Herausforderung von stetig kürzer werdenden Innovationszyklen im Telekommunikationssektor gerecht werden zu können, orientiert sich die Deutsche Telekom neben eigenen bzw. gemeinschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit Partnern an den Prinzipien der offenen Innovation (Open Innovation). Ein bekanntes Beispiel für Open Innovation, ist das Projekt „Android“, an dem die Deutsche Telekom als Gründungsmitglied der Open Handset Alliance mitgewirkt hat. Auf dieser Basis entstand ein innovatives, konsequent nutzerorientiertes Betriebssystem für mobile Endgeräte, welches die Deutsche Telekom z. B. in dem Smartphone T-Mobile G1 und den Nachfolgemodellen T-Mobile G2 Touch und T-Mobile Pulse nutzt. Innovative Produkte. Im Geschäftsjahr 2009 stand bei vielen Produkteinführungen die Vernetzung der Kunden über alle Benutzeroberflächen im Vordergrund. Beispiele hierfür sind der „person centric view“ im neu eingeführten E-Mail-Center oder das Mediencenter mit integriertem Musicshop. Auch das Produkt „Entertain“ wurde in das Konvergenzszenario vom vernetzten Leben und Arbeiten integriert und entsprechend erweitert. Der Entertain-Kunde hat nun mit einem erweiterten digitalen Videorekorders die Möglichkeit, Aufzeichnungen auch auf einer Zweit-Box im Haushalt zu sehen. Auch Dienste, wie z. B. das Sharing von Bildern am PC, Smartphone und TV sind jetzt möglich. Auch unterwegs kann der Entertain-Kunde über den neuen Program Manager 3.0 durch das gesamte Entertain-Angebot navigieren und Aufnahmen für die Set-Top-Box programmieren. Um das Erlebnis des Qualitäts-fernsehens generell zu intensivieren, wurden erste Live-TV-Kanäle in High Definition (HD) geschaltet und die Voraussetzungen für ein breites HD-Portfolio geschaffen. LIGA Total! bietet den Entertain-Kunden nun ein Angebot aller Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga in vollem Umfang live, in Konferenzschaltung oder aber aus dem Archiv. Auch im Bereich Mobilfunk stand vernetztes Leben und Arbeiten im Fokus. Der jederzeit mögliche Zugriff über das mobile End-gerät auf die persönlichen Internetdienste, Fotos, Videos und Musik bildete dabei ein zentrales Element für die Weiterentwick-lung der anwendungsbasierten web’n’walk-Plattform. Mit dem Service „MyCommunity“ kann der T-Mobile Kunde nun einfach und bedienungsfreundlich auf die wesentlichen persönlichen Kommunikationsdienste wie E-Mail, SMS und persönlichen Social Networks zugreifen. Ein netzzentrisches Adressbuch stellt die persönlichen Kontakte des Nutzers jederzeit aktuell sowohl auf dem mobilen Endgerät als auch im E-Mail-Center am PC dar. Seit September 2009 sind VDSL-Anschlüsse mit Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s auch für Double-Play-Kunden zugänglich. Die Deutsche Telekom baut mit dieser zukunftsfähigen Technologie ihre Position als Qualitätsführer aus und behauptet sich so gegen die Angebote der Kabelnetzbetreiber. Die VDSL-Double-Play-Angebote bieten dem Kunden einen Telefonanschluss sowie einen Internetzugang mit VDSL 25 oder VDSL 50 sowie Internet- und Telefon-Flatrate. VDSL-Geschwindigkeiten ermöglichen schnellere Downloads, aber auch Uploads für z. B. das Einstellen von Fotos, Musikdateien etc. Im Geschäftsjahr 2009 verfolgte die Deutsche Telekom im Mobilfunkbereich weiterhin eine konsequente Differenzierungsstrategie über neue Dienste und Applikationen in Kombination mit leistungsfähigen, exklusiven Endgeräten. So führte die Deutsche Telekom mit LIGA Total! eine Bundesliga-Applikation für das Apple iPhone ein, die bisher von mehr als 375.000 Kunden in Deutschland heruntergeladen wurde. Die Funktion web’n’walk wurde um lokale Dienste und einen Navigationsclient erweitert. Für den Navigationsdienst wurde eine strategische Partnerschaft aufgebaut. Zur CeBIT konnte eine exklusive Partnerschaft mit StudiVZ etabliert werden, die die Differenzierungsstrategie der Deutschen Telekom im Bereich mobiles Internet unterstützt. Darüber hinaus konnte Facebook als länderübergreifender Partner gewonnen werden, der seinen Dienst auf unterschiedlichen Zugangskanälen, z. B. Festnetz, Mobiles Portal und Adressbuch, zur Verfügung stellt und damit Kunden der Deutschen Telekom ein einheitliches Produkterlebnis bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken ermöglicht. Mit der Produkteinführung von Medical Exchange bietet die Deutsche Telekom Ärzten die Möglichkeit zum sicheren elektronischen Datenaustausch mit den Kassenärztlichen Vereinigungen. Die Deutsche Telekom wurde von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)als einer der ersten Anbieter nach der neuesten Rahmenrichtlinie der KBV (Version 3.0) zertifiziert, und bietet Ärzten damit schon heute eine Lösung für die Online-Abrechnung, die ab 1. Januar 2011 verpflichtend wird. Um dem Anspruch einer aktiven Zukunftsgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft durch innovative ICT-Lösungen noch besser gerecht zu werden, wurden in 2009 die Innovationsaktivitäten der T-Systems organisatorisch neu ausgerichtet sowie inhaltlich weiterentwickelt. Ein Meilenstein war Mitte 2009 die Gründung des T Systems Innovation Centers als Teil des ebenfalls neuen Portfolio & Offering Managements. Neben Identifikation, Transfer und verantwortlichem Treiben von Innovationsprojekten war die Erhöhung der Transparenz über Innovationschancen für Kunden, Analysten und Partner ein wichtiger Schwerpunkt. Das systematische Innovation Scouting als gemeinsames Projekt mit den Deutsche Telekom Laboratories wurde mit dem neuen T Systems Innovation Radar in 2009 deutlich erweitert. Wichtige inhaltliche Themen waren die dynamische und flexible Nutzung von Software, Services, Plattformen oder Prozessabläufen aus dem Netz, die nutzerzentriert vereinheitlichte Kommunikation und Kollaboration sowie Lösungen für das mobile Arbeiten. Weitere Entwicklungsfelder bildeten die autonome Kommunikation zwischen verteilten Geräten und Sensoren, z. B. beim Smart Energy Metering. Felder wie Umwelt und Nachhaltigkeit, Sicherheit als auch innovative Branchenlösungen wie z. B. ICT im Fahrzeug hatten eine anhaltend hohe Bedeutung. Die Vision einer sicheren, intelligenten Mobilität ist die Motivation hinter dem bereits 2008 gestarteten und in 2009 weitergeführten Forschungsprojekts. Dazu haben sich zahlreiche Unternehmen der Automotive- und Telekommunikationsbranche, die hessische Landesregierung sowie namhafte Universitäten und Forschungsinstitute als Partner zusammengefunden. Förderer und Unterstützer sind die Ministerien für Wirtschaft und Technologie, Bildung und Forschung sowie Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. T-Systems und die Deutsche Telekom Laboratories beteiligen sich an der Systemevaluierung und bringt die Gesamtperspektive aus Sicht eines Telekommunikations-, Service- sowie Integrations- und Betriebsproviders ein. T-City ist die Zukunftswerkstatt der Deutschen Telekom und der Stadt Friedrichshafen. Gemeinsam mit überregionalen und regionalen Partnern werden Lösungen entwickelt, von denen sowohl einzelne Bürger als auch Institutionen und Unternehmen profitieren. T-Systems war 2009 in Projekten vor Ort beteiligt, nachfolgend ein Beispiel: Mit „De-Mail“ soll eine zuverlässige, fälschungssichere und rechtsverbindliche Kommunikation über das Internet bei Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung etabliert werden. Kooperationen mit Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Die Deutsche Telekom engagiert sich in internationalen Foren und Gremien, um die zukünftigen Produkte und Leistungen maßgeblich mitzugestalten. Hier bringt der Konzern seine Interessen und die Wünsche der Kunden ein und stellt durch Standardisierungsaktivitäten hohe Qualität und Interoperabilität sicher. Zudem verfügen die Deutsche Telekom Laboratories über ein internationales Partnernetzwerk mit anerkannten Forschungseinrichtungen. Nicht zuletzt unterstützen die Deutsche Telekom Laboratories Doktoranden an verschiedenen Hochschulen. Aufwand und Investitionen in Forschung und Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2009 lag der Forschungs- und Entwicklungsaufwand mit 0,2 Mrd. € auf dem Niveau der Vorjahre. Die Investitionen in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 0,2 Mrd. € (2008: 0,4 Mrd. €). Diese Investitionen betreffen hauptsächlich selbst erstellte Software. Dabei entfällt der überwiegende Anteil auf das operative Segment Deutschland. Für alle Projekte und Aktivitäten, die zu neuen Produkten und deren effizienterem Angebot an Kunden führen, arbeiteten im Berichtsjahr über 2.600 Mitarbeiter. Patentanmeldungen und Bestand an Schutzrechten. Im Markt der Mobilfunk- und Festnetztelefonie besitzen Schutzrechte – national wie international – eine außerordentlich große Bedeutung. Deshalb widmet der Konzern den Feldern Eigenentwicklung und Erwerb von Rechten eine entsprechend intensive Aufmerksamkeit. Die Zahl der Patentanmeldungen in 2009 stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,2 % auf 713. Der Bestand an Gesamtschutzrechten (Erfindungen, Patentanmeldungen, Patente, Gebrauchsmuster und Geschmacksmuster) betrug zum Jahresende 2009 6.881. Der Bestand wird regelmäßig überprüft und um nicht mehr relevante Schutzrechte bereinigt. Das Management dieser Schutzrechte erfolgt unter gezielter Berücksichtigung von Kosten-Nutzen-Aspekten. Bestand an Schutzrechten der Deutschen Telekom ![]() Mitarbeiter.Wettbewerbsfähige Belegschaft // Servicekultur // Talent Agenda // HR@2012 Eine Mission, vier Stoßrichtungen, zwölf Projekte. Die Deutsche Telekom agiert in einem dynamischen Markt- und Wettbewerbsumfeld mit international sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Durch den weltweiten Umbruch der Telekommunikationsbranche, die rasante technologische Entwicklung und den harten Wettbewerb verschärfen sich die personalpolitischen Herausforderungen. Mit einer leistungsstarken Personalarbeit, aufbauend auf einer Mission mit vier strategischen Eckpfeilern, stützt der Bereich Human Resources (HR) die Konzernstrategie. Hierzu zählen die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Belegschaft als Wertbeitrag zur Erreichung der wirtschaftlichen Konzernziele („Add Value“), eine maßgeschneiderte Personalentwicklung durch Ausbau der Talent Agenda („Best People“), der nachhaltige Ausbau der Servicekultur und professionelles Veränderungsmanagement („Enable Transformation“) sowie der Umbau der HR-Funktion in ein deutlich effizienteres, geschäftsorientiertes Organisationsdesign in den drei Rollen Business Partner, Competence Center und Shared Service Center („HR Excellence“). Die Umsetzung der HR-Strategie erfolgt durch ein konzernweites Programm, das zwölf strategische HR Top-Projekte umfasst. Wettbewerbsfähige Belegschaft: Personalabbau, -umbau und -aufbau. Personalabbau sozialverträglich fortgesetzt. Der Personalabbau im inländischen Konzern erfolgte auch im Jahr 2009 in sozialverträglicher Weise, im Wesentlichen über Abfindungen, Altersteilzeit, Vorruhestand und die von Vivento, insbesondere im öffentlichen Sektor angebotenen Beschäftigungsperspektiven für Beamte und Angestellte. T-Systems bietet in Ergänzung zu den bereits bestehenden freiwilligen Personalanpassungsinstrumenten ein vom 1. September 2009 bis 31. Januar 2010 (Systems Integration) bzw. 31. März 2010 (ICTO) befristetes, freiwilliges Abfindungsprogramm an. Im August 2009 haben sich die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Gesamtbetriebsrat und die Arbeitgebervertretung von T-Systems auf eine gemeinsame inhaltliche und zeitliche Vorgehensweise beim erforderlichen Personalumbau verständigt. Im Mittelpunkt stehen freiwillige Maß-nahmen, die den Umbau so sozialverträglich wie möglich gestalten. Im ersten Quartal 2010 wird die T-Systems prüfen, inwieweit die freiwilligen Angebote angenommen wurden. Sollten betroffene Mitarbeiter bis dahin keine alternative Beschäftigungsmöglichkeit gefunden oder nicht vom „Freiwilligen Programm“ Gebrauch gemacht haben, wird ihnen ein Angebot für eine befristete Beschäftigung in einer Transfergesellschaft unterbreitet. Wird auch von dem Angebot der Transfergesellschaft kein Gebrauch gemacht, erfolgt eine betriebsbedingte Beendigungskündigung. Wegen der Wettbewerbsintensität, des rasanten technologischen Fortschritts und der regulatorischer Rahmenbedingungen in Deutschland sowie wegen der im unmittelbaren Vergleich mit unseren Wettbewerbern in Teilbereichen zu hohen Personalkosten wird die Deutsche Telekom den Personalabbau im erforderlichen Umfang fortführen. International zeigt sich bei der Deutschen Telekom ein differenziertes Bild. Im operativen Segment USA erfolgte wachstumsorientiert ein Personalaufbau. Im operativen Segment Systemgeschäft entstand der Personalaufbau im Wesentlichen durch die Umsetzung der Internationalisierungsstrategie. Im operativen Segment Süd- und Osteuropa war bedingt durch die erstmalige Vollkonsolidierung der OTE ein starker Personalzuwachs zu verzeichnen. Dagegen wurde im operativen Segment Deutschland der Personalbestand zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit reduziert. Zur Verbesserung der Altersstruktur, zur Gewinnung neuer nicht bzw. nicht ausreichend vorhandener Fähigkeiten, aber auch für das Wachstum in neuen Geschäftsfeldern sind neben Personalabbau auch -umbau und -aufbau erforderlich. Im Rahmen der Einstellungsinitiativen für das Geschäftsjahr 2009 stellte der Konzern in Deutschland 3.664 neue Mitarbeiter ein. Hinzu kamen weitere rund 565 befristete sowie unbefristete Einstellungen von Nachwuchskräften bei der Vivento Interim Services GmbH (VIS). Sie gehörte früher zum Deutsche Telekom Konzern und betreibt seit 2007 als Joint Venture mit der Zeitarbeitsgesellschaft Manpower ein erfolgreiches Geschäftsmodell. Nachwuchskräfte, die nicht direkt in die Deutsche Telekom übernommen werden, können über die VIS Berufserfahrung sammeln und haben somit weiterhin die Option auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei der Deutschen Telekom. Vivento leistete im Geschäftsjahr 2009 in Deutschland durch die Vermittlung von rund 1.300 Beschäftigten auf externe Stellen, hauptächlich im öffentlichen Sektor, einen wichtigen Beitrag zum Personalumbau im Konzern. Zum Jahresende 2009 waren rund 4.200 Mitarbeiter in externen Beschäftigungen, hauptsächlich im öffentlichen Sektor wie z. B. der Bundesagentur für Arbeit eingesetzt. Zudem baute Vivento im Berichtsjahr ihre Position im öffentlichen Sektor durch Kooperationen und Rahmenverträge mit Partnern auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene konsequent weiter aus. Dadurch bietet Vivento interessierten Mitarbeitern ein breites Spektrum an Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb des Konzerns. Das Projekt Total Workforce Management verfolgt das Ziel, den Einsatz von internen und externen Personalkapazitäten zu optimieren sowie frühzeitig auf demografische Änderungen zu reagieren. Im Ergebnis lässt sich so der Personalaufwand reduzieren, die Produktivität steigern und der „Skill-Shift“ optimiert bewältigen. Das Teilprojekt „Qualität des Personalkörpers (QdP)“ hat Vorgaben zur qualitativen Clusterung des Personalkörpers erarbeitet und die erforderlichen Formeln entwickelt, um aus Simulationen im Personalbedarf und -bestand qualitative Prognosedaten zu berechnen. Mittel- und langfristig lassen sich so Lücken und Überhänge des Personalkörpers aus quantitativer und qualitativer Sicht aufzeigen. Außerdem lässt sich ein Personalplanungsprozess definieren, der neben der quantitativen Komponente deutlich stärker qualitative Elemente enthält. Er trifft z. B. konkrete Aussagen zu zukünftig benötigten Qualifikationen und den damit verbundenen Aus- und Weiterbildungsstrukturen und zur Gestaltung von Fachkarrieren. Nur durch höhere Transparenz und ein noch aktiveres Management der Personalressourcen kann der HR-Bereich frühzeitig und zielgerichtet auf Engpässe bei geschäftskritischen Qualifikationen reagieren. QdP hat im Berichtsjahr als qualitative Komponente erstmalig Einzug in die Personalplanung des Konzerns gefunden. Personalbestandsentwicklung (Stichtag jeweils 31.12.).
Sondereinflüsse (in Mrd. €): Werte berechnet und gerundet auf Basis der exakten Millionenbeträge.
a
Aufwendungen für Personalmaßnahmen (vorzeitiger
Ruhestand, Abfindungen, Ausgleichszahlungen etc. ) im Wesentlichen
in den operativen Segmenten Deutschland (-0,3), Systemgeschäft (-0,1)
sowie der Konzernzentrale & Shared Services (-0,1). Die bereinigte Personalaufwandsquote für den Gesamtkonzern betrug im Geschäftsjahr 2009 21,4 % vom Umsatz. Im Berichtsjahr wurden insgesamt rund 0,5 Mrd. € Aufwendungen für Personalmaßnahmen erfasst, die überwiegend Aufwendungen für Personalabbauinstrumente betreffen. Der Anstieg des bereinigten Personalaufwands ist im Wesentlichen auf die erstmalige Vollkonsolidierung der OTE zurückzuführen. Tarifrunden im Konzern Deutsche Telekom. Im Berichtsjahr 2009 kamen die Tarifrunden für die Deutsche Telekom AG, für die Servicegesellschaften Deutsche Telekom Netzproduktion, Deutsche Telekom Technischer Service und Deutsche Telekom Kundenservice sowie für die Vivento Customer Services, die T-Direkt, die Deutsche Funkturm Management GmbH, die Telekom Shop Vertriebsgesellschaft und für die De-TeFleetServices GmbH zum Abschluss. In den Schlichtungsverhandlungen zur Tarifrunde 2009 für die Beschäftigten der Deutschen Telekom AG und deren Servicegesellschaften Deutsche Telekom Netzproduktion, Deutsche Telekom Technischer Service und Deutsche Telekom Kundenservice verständigten sich die Verhandlungspartner am 13. März 2009 auf ein Ergebnis. Die Gehälter für die Arbeitnehmer der Deutschen Telekom und deren Servicegesellschaften werden über eine Gesamtlaufzeit von 24 Monaten schrittweise um insgesamt 5,5 % erhöht: Rückwirkend zum 1. Januar 2009 stiegen die Löhne um 3 %, im Folgejahr um weitere 2,5 %. Die Tariferhöhung zum 1. Januar 2010 wurde auch an alle tariflichen Arbeitnehmer weitergegeben, die im Zuge von One Company in die neue Deutsche Telekom AG integriert wurden. Darüber hinaus wurde der Kündigungsschutz um ein Jahr verlängert. Für die tariflichen Arbeitnehmer der Deutschen Telekom AG gilt dieser Schutz dann bis Ende 2010, für die der Servicegesellschaften bis Ende 2013. Ebenfalls um ein Jahr verlängert wurde der Verkaufsschutz für die Servicegesellschaften. Dieser läuft dann erst Ende 2011 aus. Die Mitarbeiter der Servicegesellschaften, die durch die mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Jahre 2007 im Zuge der Gründung der Servicegesellschaften vereinbarte Gehaltsabsenkung einen persönlichen Beitrag zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Servicegesellschaften geleistet haben, erhalten einen zusätzlichen Aufstockungsbetrag von insgesamt 3,1 %; 2 % für 2009 und 1,1 % für 2010. Alle Mitarbeiter deren Jahresbrutto-Erhöhung in 2009 unter 840 Euro liegt erhalten die Differenz einmalig ausgezahlt Im Februar 2009 erzielte die Vivento Customer Services (VCS) mit dem Tarifvertragspartner eine Einigung, die neben einer Einmalzahlung für Arbeitnehmer – nicht für beurlaubte Beamte, da diese über die tariflichen Regelungen von Besoldungserhöhungen profitieren – in Höhe von 1.000 € bei Vollzeit, den Arbeitnehmern umfangreiche Schutzrechte einräumt. Der Schutz vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen wurde bis Ende Dezember 2010 verlängert, ebenso der Verkaufschutz. Des Weiteren wurde eine Standortgarantie bis Ende 2010 ausgesprochen. Im Gegenzug entfällt die Arbeitsbefreiung am 24. Dezember und 31. Dezember. Vereinbart wurden auch besondere Regelungen für Mitarbeiter, die im Rahmen des Zentralen Interessenausgleichs (ZIA) von der Deutschen Telekom Kundenservice zur VCS wechseln. Die Telekom Shop Vertriebsgesellschaft (TSG) und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di einigten sich am 9. Juni 2009 auf einen Tarifabschluss für die rund 5.000 Mitarbeiter der TSG. Nach drei Nullmonaten steigen die Gehälter für alle tariflichen Beschäftigten ab August 2009 um 2,5 % und ab Mai 2010 um weitere 1,8 %. Für die Monate Mai bis Juli 2009 werden die prozentualen Erhöhungen durch eine Einmalzahlung realisiert, die sich aus dem jeweiligen individuellen Jahreszielgehalt errechnet. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate. Regelungen für Beamtinnen und Beamte im Konzern Deutsche Telekom. Am 12. Februar 2009 trat das Dienstrechtsneuordnungsgesetz (DNeuG) in Kraft. Die Besoldungsumstellung fand am 1. Juli 2009 statt. Das DNeuG beinhaltet u. a. die schrittweise Verlängerung der Lebensarbeitszeit der Bundesbeamten bis zum Alter von 67 Jahren. Bei Inanspruchnahme des Vorruhestands greift die Lebensarbeitszeitverlängerung jedoch nicht (Vertrauensschutzregelung), somit können Beamte bei Erfüllung der Voraussetzungen auch weiterhin mit Vollendung des 55. Lebensjahres in den vorzeitigen Ruhestand eintreten. Das DNeuG bietet die gesetzliche Möglichkeit den Vorruhestand bis zum 31. Dezember 2012 zu verlängern; derzeit wird sie bei der Deutschen Telekom bis zum 31. Dezember 2010 angeboten. Eine Inanspruchnahme der Vorruhestandsregelung in den Jahren 2011 und 2012 bedarf eines Vorstandsbeschlusses. Health & Safety. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur der Deutschen Telekom. Die betriebliche Gesundheitsförderung unterstützt die Gesundheitskompetenz und das Gesundheitsbewusstsein aller Mitarbeiter. Zu diesem Zweck werden sowohl konzernweite Präventivmaßnahmen wie medizinische Vorsorgeuntersuchungen (z. B. Darmkrebsvorsorge, Medical Check, Grippeschutzimpfungen etc.) angeboten, als auch lokale Aktionen wie z. B. Gesundheitstage durchgeführt. Im Rahmen der Pandemieplanung stehen die Gesundheit der Mitarbeiter sowie die Verpflichtung zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur im Mittelpunkt. Den Beschäftigten werden zahlreiche Hinweise zu hygienischem Verhalten sowie Anweisungen zum Vorgehen bei Krankheitsfällen zur Verfügung gestellt. Neben der Installation von Hand-Desinfektionsmittelgeräten wurden Ersthelfer als Pandemiehelfer geschult und Medikamente und Schutzartikel bevorratet. Servicekultur. Die Umsetzung unserer Strategie funktioniert nur dann, wenn sie durch die Unternehmenskultur unterstützt wird. Unsere Strategie beschreibt, was wir erreichen wollen, während die Leitlinien festlegen, wie wir zusammenarbeiten, um die Strategie erfolgreicher und nachhaltiger umzusetzen. Die folgenden fünf Leitlinien sind daher seit Januar 2009 die Grundlage unserer gemeinsamen Kultur:
Diese Leitlinien werden sukzessiv in allen Beteiligungen der Deutschen Telekom ausgerollt. Zum Ende des Berichtsjahres sind sie bereits in 33 Einheiten in 21 Ländern umgesetzt bzw. gestartet. Die verbleibenden 12 Einheiten aus 7 Ländern haben die Implementierung ab Januar 2010 begonnen. Ziel ist es, ein Zusammenwachsen der Deutschen Telekom unter dem Stichwort „One Company“ zu forcieren. Vision, Anspruch, Strategie und die Leitlinien sind dabei aufeinander abgestimmt. Ideenmanagement. Das Center Idea Management (IDM) wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2008 als konzernweite einheitliche Organisation etabliert, die seit 1. Januar 2009 die gesamten IDM Prozesse steuert und umsetzt. Dazu gehören u. a. die Einführung einer einheitlichen und moderneren IT-Plattform für das Eingeben, Bearbeiten und Begutachten einer Idee bis hin zu ihrer Realisierung. Durch Investitionen in innovative Plattformen, z. B. auf internetbasierter Basis, werden Instrumente geschaffen, die die Bereitschaft der Ideenentwicklung und -einreichung erhöhen und die Möglichkeit bieten, die Einreichungsqualität weiter zu verbessern. In enger Abstimmung mit dem Patentbereich und den Innovationsabteilungen wird eine insgesamt verstärkte Innovationskultur geschaffen, die ein breites Spektrum zwischen spontaner und strukturierter Innovation und Ideenentwicklung ermöglicht. Dabei lässt sich der Einsatz der Beschäftigten an folgenden Merkmalen erkennbar machen. Im Jahr 2005 betrug die Anzahl der Ideen 7.821 bei einem Nutzen von 98 Mio. €. In 2009 lag der Nutzen bei 122 Mio. € bei einer Anzahl von 5.592 eingereichten Ideen. Talent Agenda. Ausbildungsengagement weiterhin auf hohem Niveau. Die Deutsche Telekom ist seit Jahren der größte Ausbildungsbetrieb in Deutschland. Zum Ende des Berichtsjahres verzeichnete die Deutsche Telekom AG 10.546 Auszubildende und Teilnehmer dualer Studiengänge. Auch die Ausbildungsquote liegt weit über dem Durchschnitt der DAX30-Unternehmen. Dieses hohe Ausbildungsengagement setzt die Deutsche Telekom künftig fort. Zum 1. September 2009 eröffnete die Deutsche Telekom rund 3.600 jungen Menschen über einen Ausbildungs- oder Studienplatz Perspektiven für einen künftigen Beruf. Insgesamt umfasst das Angebot Ausbildungsplätze in zehn unterschiedlichen Berufen und verschiedenen dualen Studiengängen. Für die Jahre 2008 bis 2010 vereinbarten die Deutsche Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di eine überdurchschnittliche Ausbildungsquote von jährlich 2,9 % des jeweiligen Personalbestands an Stammkräften in Deutschland (ohne Vivento und deren Beteiligungsgesellschaften). Für das Jahr 2010 hat sich der Konzern Ende 2009 mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di darauf geeinigt, diese Quote zu überschreiten, um seine gesellschaftspolitische Verantwortung noch stärker wahrzunehmen. Ende 2009 lag die Ausbildungsquote des Konzerns bei 9 % der inländischen Belegschaft ohne Vivento. Sowohl quantitativ als auch qualitativ bewegt sich die Ausbildung bei der Deutschen Telekom auf einem hohen Niveau. Jährlich zählen Absolventen der Deutschen Telekom bei den Kammern zu den Besten ihres Berufsbilds. Im Interesse der Perspektiven für die junge Generation bildet die Deutsche Telekom über den eigenen Bedarf hinaus aus. Die Tarifvertragspartner vereinbarten im Juni 2007, bis Ende 2009 mehr als 4.000 Nachwuchskräfte in den inländischen Konzern zu übernehmen. Rund 1.300 Auszubildende übernahm der Konzern bereits im Jahr 2007 unbefristet, rund 1.800 Auszubildende folgten im Jahr 2008. Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt rund 2.300 Nachwuchskräfte übernommen. Telekom Weiterbildung. Telekom Training, Anbieter für Weiterbildung für den Konzern sowie für den externen Markt in Deutschland, koordiniert und konzipiert die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften. Insgesamt hat Telekom Training im Jahr 2009 23.428 Seminare mit 155.457 Teilnehmern durchgeführt. Ein Großteil davon fand in den acht Telekom Tagungshotels statt, die seit dem 7. September 2009 einheitlich den neuen Markennamen „Commundo Tagungshotel“ tragen. Der Konzern belegte als Hauptnutzer der Tagungshotels 67,2 % (davon hält die Telekom Training einen Anteil von 49,5 %) der insgesamt 292.477 Übernachtungen und 38.127 Veranstaltungstage. Performance & Potential Review. Im Geschäftsjahr 2009 wurde der etablierte Performance & Potential Review-Prozess (PPR-Prozess) für die ca. 2.500 Executives im Konzern erstmalig auf Basis des neuen einheitlichen Kompetenzmodells durchgeführt, das auf den neuen Leitlinien des Konzerns aufsetzt und die Anforderungen für erfolgskritisches Handeln der Beschäftigten beschreibt. Auch die Folgeprozesse im Talent- und Nachfolgemanagement wurden neu definiert und eng an das PPR gekoppelt. Die Anforderungen an den PPR-Prozess aus One Company mit seiner stärker ausgeprägten Matrixorganisation wurden dadurch aufgegriffen, dass in den Bereichen Technik, Procurement, Finance und IT erstmalig zusätzliche, konzernweite funktionale PPR-Runden pilotiert und durchgeführt wurden. HR@2012. Qualität und Effizienz in der Personalarbeit durch HR@2012. Im Rahmen des erfolgreich abgeschlossenen Projekts HR@2009 wurden bereits essenzielle Meilensteine umgesetzt und richtungweisende Schritte unternommen. So wurden einerseits die FTE-Ziele erreicht und andererseits z. B. ein Drei-Rollen-Modell eingeführt, welches die Personalarbeit effizienter macht und zugleich den internen Kunden ins Zentrum stellt. Der eingeschlagene Weg wird nun weitergegangen. Mit HR@2012 wird der Personalbereich auf aktuelle und zukünftige Anforderungen eingestimmt, um das Profil des Personalbereichs als „Partner für das Business“ weiter zu schärfen und sowohl die Kundenzufriedenheit, als auch die Effizienz weiter zu erhöhen. Ein wichtiger Ansatz ist dabei die simultane Betrachtung von Kosten, Prozessen und Qualität. Mit seinen Maßnahmen trägt HR@2012 maßgeblich zu den Effizienzzielen des Konzerns bei. Risiko- und Chancenmanagement.Weiter sinkende Endkundenpreise // Personalumbau wird fortgeführt // Risiken aus dem Infrastrukturausbau Das Umfeld der Deutschen Telekom ist geprägt durch einen hohen technologischen Fortschritt, einen sich weiter verschärfenden Wettbewerb und regulatorische Entscheidungen in den Bereichen Mobilfunk und Festnetz. Diesen Herausforderungen begegnet die Deutsche Telekom durch ein systematisches Management von Risiken und Chancen im Rahmen eines ganzheitlichen Systems zur Risikofrüherkennung. Das konzernweite Risikomanagement-System integriert alle strategischen und organisatorischen Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen zur Steuerung von Risiken. Im Fokus steht die frühzeitige Identifikation und Bewertung von Risiken und Chancen. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass der Konzern zeitnah adäquate Maßnahmen zur Risikoprävention bzw. -handhabung einleiten kann. Segment- und marktspezifische Chancenpotenziale werden im Rahmen der Strategie- und Innovationsentwicklung auf der Grundlage umfassender Marktanalysen abgeleitet. Sowohl in den operativen Segmenten als auch auf zentraler Ebene analysiert die Deutsche Telekom regelmäßig Risiken und Chancen. Die dazu verwendeten Risikofrüherkennungssysteme basieren auf konzernweit vorgegebenen Methoden und sind auf die individuellen Belange zugeschnitten. Dabei werden Risiken u. a. in Form von Szenarien identifiziert und nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Bezugsgrößen für das Ausmaß sind die Zielgrößen des Konzerns (u. a. EBITDA). Wesentliche EBITDA-bewertete Einzelrisiken aggregiert das Risikomanagement des Deutsche Telekom Konzerns unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Korrelationen mittels Kombinations- und Simulationsverfahren. Darüber hinaus analysiert es Themen, die eine potenziell hohe Relevanz für Reputation und Image des Unternehmens haben können. Diese Komponenten fließen in die Bewertung eines Gesamtrisikos ein. Dabei kommt ein Indikatorensystem zum Einsatz, das alle wesentlichen Risikofelder umfasst. Das Risikomanagement des Konzerns berichtet über Risiken sowie deren Entwicklung regelmäßig an den Vorstand. Dieser informiert den Aufsichtsrat. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich regelmäßig in seinen Sitzungen mit dem vierteljährlichen Risikobericht. Das Reporting der wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt turnusmäßig je Quartal, bei unerwartet auftretenden Risiken auch unmittelbar („ad hoc“). Für jede Berichtsebene sind spezifische Wesentlichkeitsgrenzen für Risiken definiert. Die zentrale Methoden- und Systemverantwortung für dieses konzernweit standardisierte, eigenständige Berichtswesen obliegt dem Bereich „Group Risk Management/Insurance“. Er stellt auch die Funktionsweise und Effizienz des Risikofrüherkennungssystems sicher. Besonderen Wert legt die Deutsche Telekom auf das Management von Risiken, die sich aus Finanzpositionen ergeben. Für alle Aktivitäten des Treasury-Geschäfts – insbesondere für den Einsatz derivativer Instrumente – gilt der Grundsatz der Risikominimierung. Zu diesem Zweck führt der Konzern alle Finanztransaktionen und Risikopositionen in einem zentralen Treasury-System. Die Konzernführung erhält regelmäßig Informationen über diese Positionen. Derivative Finanzinstrumente setzt die Deutsche Telekom ein, um Zinsänderungsrisiken sowie zahlungswirksame Währungsrisiken und sonstige Preisrisiken zu begrenzen. Bestimmte Finanztransaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird. Um die Auswirkungen unterschiedlicher Gegebenheiten am Markt einschätzen zu können, nimmt der Deutsche Telekom Konzern Simulationsrechnungen unter Verwendung verschiedener Markt- und Worst-Case-Szenarien vor. Zur Sicherung von Marktrisiken setzt die Deutsche Telekom ausgewählte derivative und nicht-derivative Sicherungsinstrumente ein. Grundsätzlich besichert das Unternehmen jedoch nur Risiken, die Auswirkungen auf den Cash-Flow haben. Derivative Finanzinstrumente nutzt der Konzern ausschließlich als Sicherungsinstrumente, für Handelszwecke oder andere spekulative Zwecke kommen diese nicht zum Einsatz. Das Risikomanagement-System des Konzerns im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems auf Kontroll- und Überwachungssysteme der Rechnungslegung, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen. Eindeutige konzerninterne Regelungen und Leitlinien in Verbindung mit dem beschriebenen internen Kontrollsystem stellen die Konformität des Konzernabschlusses sicher. Das Risikomanagement gewährleistet, dass Risiken, die dem Ziel der Regelungskonformität entgegenstehen könnten, frühzeitig erkannt, bewertet, zeitnah kommuniziert und begrenzt werden. Die Funktionsfähigkeit und Effizienz der Risikomanagement-Prozesse sowie die Einhaltung der im Risikomanagement-Handbuch der Deutschen Telekom definierten Regelungen und Richtlinien unterliegen in regelmäßigen Abständen der Prüfung durch die interne Revision. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für die Jahresabschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, unternehmensgefährdende Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das Risikomanagement-System der Deutschen Telekom gewährleistet, dass sich unternehmerische Chancen und Risiken frühzeitig erkennen lassen und der Konzern in der Lage ist, sie aktiv und wirksam anzugehen. Dieses System entspricht damit den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem und steht im Einklang mit den Deutschen Corporate Governance Grundsätzen. Die Risiken. Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken erläutern die nachfolgenden Textabschnitte die Risikofelder bzw. Einzelrisiken, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom wesentlich beeinflussen können. Konjunktur. Bis zum Jahresende 2009 war eine Stabilisierung der Finanz- und Kapitalmärkte der Weltwirtschaft zu verzeichnen. Diese ist allerdings noch nicht abgeschlossen und bildet ein wesentliches Risiko für die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft. Zu den die weltweite Produktionsentwicklung beeinträchtigenden Faktoren gehören die schwache Kreditentwicklung sowie das Auslaufen der expansiven finanzpolitischen Programme. Sollten die Regierungen ihre Finanzpolitik aufgrund der hohen Haushaltsdefizite auf einen nachhaltigen Konsolidierungskurs ausrichten, könnte dies die wirtschaftliche Entwicklung belasten. Ebenso negativ könnten sich langes Abwarten oder falsches Aussteigen aus der expansiven Geldpolitik auswirken und somit die Inflationserwartungen zunehmen und Kapitalmarktzinsen anziehen. Zudem birgt eine hohe Volatilität der Wechselkurse insbesondere in den USA und süd- und osteuropäischen Ländern erhebliche Translationsrisiken für die Deutsche Telekom. Branche und Wettbewerb. Ein unvermindert starker Wettbewerb und der technologische Fortschritt führten 2009 dazu, dass das Preisniveau bei Sprach- und Datendiensten sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk weiter zurückging. Generell besteht das Risiko, dass sich Preisreduzierungen nicht durch ein entsprechendes Mengenwachstum kompensieren lassen. Der Wettbewerbsdruck könnte sich noch weiter erhöhen, z. B. durch eine deutliche Ausweitung der Marktabdeckung von (regionalen) Teilnehmernetzbetreibern und den fortgesetzten Trend zu Bündelangeboten. Darüber hinaus verschärfen technologische Innovationen sowie die zunehmende Substitution der Festnetzkommunikation durch den Mobilfunk die Konkurrenzsituation. Hinzu kommt, dass bisher reine Mobilfunkanbieter in Deutschland zunehmend auch mit Festnetz- bzw. DSL-Angeboten an den Markt gehen. Weiterhin bieten DSL-Wettbewerber Bündelangebote an, die Breitband und VoIP integrieren, ohne dass hierfür ein Festnetzanschluss erforderlich ist. Kabelnetzbetreiber intensivieren den Wettbewerb zusätzlich, da sie mittlerweile höhere Datenübertragungsraten anbieten können. Sie sind so in der Lage, flächendeckend Haushalten und kleineren Unternehmen Telekommunikationsprodukte anzubieten, für die weder ein eigener Netzausbau noch eine Teilnehmeranschlussleitung der Deutschen Telekom erforderlich ist. Alternativ verlängern Wettbewerber in bestimmten Regionen ihr eigenes Glasfasernetz bis an die Haushalte, um sich auch dort unabhängig vom Netz der Deutschen Telekom zu machen. Die Kabelnetzbetreiber selbst bauen ihr Angebotportfolio weiter aus, z. B. durch Triple-Play-Angebote. Ein wichtiger Wettbewerbstrend ist die Tatsache, dass die Deutsche Telekom zunehmend auch Konkurrenten gegenübersteht, die nicht zur Telekommunikationsbranche im engeren Sinne zählen. Zu diesen neuen Wettbewerbern gehören große Unternehmen aus dem Bereich Consumer Electronics und der Internetbranche. Für die Deutsche Telekom besteht daher trotz der bisherigen Marktanteilsverluste das Risiko weiter sinkender Marktanteile und Margen. In Deutschland und auf weiteren europäischen Märkten führte die Expansion von Billiganbietern zu einem weiteren Preisrückgang sowohl in der mobilen Sprachtelefonie als auch bei mobilen Datendiensten. Es ist unsicher, ob und inwieweit sich der Preisrückgang durch entsprechendes Mengenwachstum kompensieren lässt. In den USA steht T-Mobile vor der Herausforderung, der kleinste der vier nationalen Anbieter zu sein. T Mobile muss auch weiterhin durch Produkt- und Servicequalität sowie bei der Preisgestaltung überzeugen. Aufgrund ihrer Rolle als wesentlicher Umsatz- und Ergebnisträger der Deutschen Telekom können sich Risiken im US-amerikanischen Geschäft auch negativ auf das Erreichen der Konzernziele auswirken. Der ICT-Markt im operativen Segment Systemgeschäft ist geprägt durch intensiven Wettbewerb, Preisrückgang und lange Verkaufszyklen. Damit besteht für die T-Systems das Risiko von Umsatzrückgängen und Margenverfall. Aufgrund der verhaltenen Konjunkturentwicklung könnte es bei Großkunden zu einer Verschlechterung der Bonität und Investitionsverschiebungen kommen, die sich negativ auf das ICT-Geschäft der T-Systems auswirken. Darüber hinaus führt der weiter zunehmende Kostendruck zu einem verstärkten Ausbau der Near- und Offshore-Kapazitäten bei IT-Outsourcing und dem Geschäftsfeld Systems Integration. Die internationale Präsenz von T-Systems und die Markenbekanntheit sind begrenzt, vor allem im Vergleich mit einigen Wettbewerbern. Dies könnte sich negativ auf die Nutzung der Wachstumspotenziale von T-Systems auswirken, insbesondere unter dem Aspekt der wachsenden Bedeutung des Geschäfts mit multinationalen Konzernen außerhalb Deutschlands. In diesem Zusammenhang kann die mangelnde Verfügbarkeit von Ressourcen die Umsetzung des geplanten internationalen Wachstums verzögern. Produkte, Dienste und Innovationen. Durch den schnellen technologischen Fortschritt und die fortschreitende technologische Konvergenz ist es möglich, dass sich neue und etablierte Technologien bzw. Produkte teilweise substituieren. Dies kann sowohl im Sprach- als auch im Datenverkehr zu geringeren Preisen und Umsätzen führen. Auf der anderen Seite besteht durch die Weiterentwicklung von Smartphones die Chance, neue Einnahmequellen im mobilen Internet zu erschließen. Für die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen spielt die zunehmende Leistungsfähigkeit der Übertragungstechnologie ebenso eine Schlüsselrolle wie das Angebot innovativer Produkte und Dienste. Grundsätzlich ist durch die hohe Marktpenetration bei Breitbandanschlüssen in Deutschland mit ersten Sättigungstendenzen zu rechnen, die sich in einem abschwächenden Marktwachstum zeigen. Es besteht zudem das Risiko, dass es nicht gelingt, Kunden den Mehrwert der neuen, innovativen Produkte und Dienste hinreichend zu vermitteln oder beim Kunden eine entsprechende Akzeptanz zu schaffen. Die Vermarktung von IPTV-Angeboten – wie z. B. Entertain – wird ferner von der weiten Verbreitung von Kabelfernsehanschlüssen in Deutschland sowie dem im Ver-gleich zu anderen Staaten vielfältigen Angebot frei empfangbarer TV-Programme beeinflusst. Die Deutsche Telekom verbessert durch den kontinuierlichen Ausbau ihres leistungsfähigen Mobilfunknetzes die Marktchancen des mobilen Internets. Sollten sich die Anwendungen der mobilen Datenkommunikation nicht wie erwartet entwickeln, besteht das Risiko, Umsatzziele zu verfehlen. Zudem könnten sich die Investitionen in Netzaufbau und -ausbau sowie in bestehende und künftige Mobilfunklizenzen erst später als ursprünglich erwartet amortisieren. Sollte es Wettbewerbern noch besser als der Deutschen Telekom gelingen, Kunden vom Mehrwert mobiler Produkte und Dienste zu überzeugen, könnte dies zu einem Verlust besonders umsatzstarker Kunden führen. Eine Verbesserung der Servicequalität ist weiter im Fokus und bleibt von wesentlicher Bedeutung für Kundenzufriedenheit und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Regulierung. Regulierungen des Netzes, des Netzzugangs und der Preise beziehen sich auf Telekommunikationsdienstleistungen, die Netzbetreiber mit „signifikanter Marktmacht“ anbieten. Die Deutsche Telekom wird in Deutschland als ein solches Unternehmen beurteilt und unterliegt daher bei der Breitband- und Festnetzkommunikation und zunehmend im Mobilfunkbereich einer strikten Regulierung. Auch die Tochtergesellschaften sind im Festnetz- und Mobilfunkbereich entsprechenden Rahmenbedingungen ausgesetzt. Mit der Regulierung verbunden sind weitgehende behördliche Eingriffsbefugnisse in die Produkt- und Preisgestaltung mit erheblichen Auswirkungen auf das operative Geschäft. Diese Eingriffe sind für die Deutsche Telekom nur bedingt vorherzusehen und können den bestehenden Preis- und Wettbewerbsdruck weiter verschärfen. Es ist zu befürchten, dass die regulatorischen Einflüsse die Umsatzentwicklung im Festnetzkernmarkt und im Mobilfunkmarkt mittel- bis langfristig beeinflussen könnten. Investitionen in den Kundenzugang der nächsten Netzgeneration (Next Generation Access, NGA) erfordern einen modifizierten Regulierungsrahmen, der u. a. eine faire Risikoverteilung zwischen Investor und Zugangssuchenden vorsieht und die nötige Preisflexibilität ermöglicht. Andernfalls besteht das Risiko, dass die Wirtschaftlichkeit für diese Investitionen nicht wie geplant erreicht werden kann. In dieser Hinsicht wird die Bundesnetzagentur (BNetzA) Eckpunkte über die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung moderner Telekommunikationsnetze und die Schaffung einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur vorlegen. Die Bundesregierung hat angekündigt, dass dies wachstums- und innovationsorientiert erfolgen soll. Zudem wird in 2010 der Gesetzgebungsprozess beginnen, um die neuen EU-Rahmenrichtlinien in nationales Recht umzusetzen. Die Möglichkeit für spezifische Risikoverteilungsmechanismen zwischen Investoren und Zugangsberechtigten ist im Zuge der Überprüfung des EU-Telekommunikationsrechtsrahmens (EU-Review) zumindest im Grundsatz gegeben. Inwieweit diese Möglichkeit allerdings tatsächlich Investitionen in NGA fördern kann, wird entscheidend von der Umsetzung der überarbeiteten Richtlinien in nationales Recht (bis spätestens Mitte 2011) und der adäquaten Anwendung durch die nationalen Regulierungsbehörden abhängen. In diesem Zusammenhang plant die Europäische Kommission voraussichtlich bis Mitte 2010 im Rahmen einer „NGA Empfehlung“, Leitlinien für die regulatorische Behandlung neuer Netzinvestitionen herauszugeben. Es besteht die Gefahr, dass die Europäische Kommission die im EU-Review gefundenen modifizierten Regulierungsansätze für NGA sehr restriktiv interpretiert und damit die praktische Relevanz möglicher Risikoverteilungsmechanismen stark einschränkt. Grundsätzlich gilt, dass Vorleistungen für VDSL absehbar einer stärkeren regulatorischen Kontrolle unterliegen. Nach einem Entwurf der BNetzA soll das VDSL-Bitstrom-Produkt der Deutschen Telekom ab 2010 einer ex-post Aufsicht durch die Behörde unterliegen. Anfang 2010 werden voraussichtlich erstmals regulierte Entgelte für den Zugang zu Multifunktionsgehäusen sowie Kabelkanalanlagen vorliegen. Wettbewerber können dann auf Basis der Infrastruktur der Deutschen Telekom auch eigene VDSL-Netze aufbauen. Regulierte Entgelte haben eine wichtige Signalfunktion für den Markt. Die Höhe regulierter Vorleistungsentgelte entscheidet auch darüber, ob Wettbewerber selbst Netze ausbauen oder Leistungen über die Deutsche Telekom beziehen. Ein wichtiges Sig-nal ist der Preis für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), da durch ihn Anreize für Investitionen in Zugangsnetze genommen werden können. Diese TAL-Entgelte wurden in den letzten Jahren kontinuierlich abgesenkt, so zuletzt auch in 2009. Dies senkt die Anreize für Investitionen in neue glasfaserbasierte Zugangsnetze – auch für Wettbewerber. Trotz der Preisregulierung durch die BNetzA bleibt eine Rechtsunsicherheit über Entgelthöhen dadurch, dass Entgeltbeschlüsse der BNetzA nicht bestandskräftig sind, wenn diese in Gerichtsverfahren angefochten werden. So wurde der Beschluss über die TAL-Entgelte aus dem Jahr 1999 aufgehoben. Die BNetzA muss nun erneut über die monatlichen Überlassungsentgelte für 1999 - 2001 entscheiden. Eine formal durch die BNetzA zu beachtende Vorfestlegung zur Entgelthöhe durch das Gericht gibt es nicht. Es ist daher noch offen, ob und in welcher Höhe Entgelte verändert werden. Die im Mai 2009 verabschiedete Empfehlung der Europäischen Kommission zur Behandlung von fixen und mobilen Terminierungsentgelten wird auch in Zukunft Druck auf die nationalen Regulierungsbehörden zu weiteren Absenkungen der Terminierungsentgelte in Deutschland und bei den Auslandstochtergesellschaften mit sich bringen. Durch die Fortsetzung dieser Regulierung sind Umsatzverluste im Mobilfunkbereich zu erwarten. Die Europäische Kommission drängt weiter darauf, die internationalen Roaming-Tarife abzusenken und auf neue Dienste auszuweiten (z. B. Endkundentarife für Datendienste). Durch eine solche Regulierung sind ebenfalls Umsatzverluste im Mobilfunkbereich zu erwarten. Nachdem sowohl über die Vergabebedingungen als auch über die Auktionsregeln für die gemeinsame Vergabe von Frequenzen bei 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz Benehmen mit dem Beirat der BNetzA hergestellt wurde, konnte die BNetzA den Vergabeprozess beginnen. Zwar haben einzelne Unternehmen gegen die Entscheidung der Präsidentenkammer Klage erhoben, jedoch geht die BNetzA von einem verzögerungsfreien Ablauf aus. Die Anmeldefrist für die Auktion endet am 21. Januar 2010. Der eigentliche Bietprozess wird für den Beginn des zweiten Quartals 2010 erwartet. Alle diese Ausweitungen der Regulierung könnten die Flexibilität der Deutschen Telekom insbesondere in Bezug auf die Preis- und Produktgestaltung am Markt einschränken. Personal. Der personelle Umbau im Deutsche Telekom Konzern in Deutschland erfolgte auch im Jahr 2009 in sozialverträglicher Weise. Er erfolgte im Wesentlichen über Abfindungen, Altersteilzeit, Vorruhestand und die von Vivento angebotenen Beschäftigungsperspektiven für Beamte und Angestellte, insbesondere im öffentlichen Sektor. Die Deutsche Telekom setzt den Personalumbau auch künftig im erforderlichen Umfang fort. Falls sich die entsprechenden Maßnahmen nicht oder nicht im geplanten Umfang realisieren lassen, kann dies negative Auswirkungen auf die Finanzziele und die Rentabilität des Konzerns haben. Im August 2009 haben sich die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Gesamtbetriebsrat und die Arbeitgebervertretung von T-Systems auf eine gemeinsame inhaltliche und zeitliche Vorgehensweise beim erforderlichen Personalumbau verständigt. Im Mittelpunkt stehen freiwillige Maß-nahmen, die den Umbau so sozialverträglich wie möglich gestalten. Im ersten Quartal 2010 wird die T-Systems prüfen, inwieweit die freiwilligen Angebote angenommen wurden. Sollten betroffene Mitarbeiter bis dahin keine alternative Beschäftigungsmöglichkeit gefunden oder nicht vom „Freiwilligen Programm“ Gebrauch gemacht haben, wird ihnen ein Angebot für eine befristete Beschäftigung in einer Transfergesellschaft unterbreitet. Wird auch von dem Angebot der Transfergesellschaft kein Gebrauch gemacht, erfolgt eine betriebsbedingte Beendigungskündigung. Bei einer Veräußerung von Konzerneinheiten, in denen Beamte beschäftigt sind, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass diese weiterhin bei der veräußerten Konzerneinheit arbeiten. Dazu ist die Zustimmung bzw. die Antragstellung durch den Beamten selbst erforderlich. Allerdings besteht das Risiko, dass Beamte z. B. nach dem Ende der Beurlaubung von der veräußerten Einheit zur Deutschen Telekom zurückkehren. Derzeit besteht für etwa 3.500 Beamte ein solches Rückkehrrecht. Dieses Risiko lässt sich etwa durch Kompensationszahlungen reduzieren, aber nicht vollständig vermeiden. Sonderzahlung Beamte. Im November 2004 hat die Bundesrepublik Deutschland das Erste Gesetz zur Änderung des Postpersonalrechtsgesetzes (PostPersRG) verabschiedet, welches die Notwendigkeit für die Deutsche Telekom und andere private Unternehmen beseitigt hat, den beschäftigten Beamten eine jährliche Sonderzahlung nach dem Bundessonderzahlungsgesetz zu zahlen. Dieses Gesetz wurde in verschiedenen gerichtlichen Instanzen geprüft. Im Dezember 2008 hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, den Fall dem Bundesverfassungsgericht zur Normenkontrolle gemäß Art. 100 Grundgesetz vorzulegen. Wann das Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung bekannt gibt, ist unbekannt. Sollte entschieden werden, dass die Streichung der Sonderzahlung verfassungswidrig war, könnte das für die Jahre 2004 bis 2009 zu einem entsprechenden Nachzahlungsaufwand führen. Abgesenkte Besoldungstabellen. Mit Inkrafttreten des Dienstrechtsneuordnungsgesetzes am 11. Februar 2009 hat der Gesetzgeber die Beträge, die bisher die jährliche Sonderzahlung nach dem Bundessonderzahlungsgesetz darstellten, für alle Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten in das monatliche Grundgehalt integriert. Dies gilt nach § 78 Bundesbesoldungsgesetz nicht für die bei den Postnachfolgeunternehmen beschäftigten Beamtinnen und Beamten. Gegen die um den Anteil der Sonderzahlung abgesenkten Besoldungstabellen legten die Betroffenen ebenfalls Rechtsmittel ein. In zwei Musterklageverfahren wird diese gesetzliche Regelung vom Verwaltungsgericht Stuttgart dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung auf Verfassungsmäßigkeit vorgelegt. Daraus könnte von Juli 2009 bis zur Entscheidung des Gerichts Nachzahlungsaufwand entstehen. IT-/TK- Infrastrukturen. Im Geschäftsjahr 2009 realisierte die Deutsche Telekom umfangreiche Programme zur Anpassung der IT-Systeme und IT-Infrastruktur an die sich ändernden Kundenbedürfnisse und neue organisatorische Anforderungen. Diese Programme werden auch 2010 fortgesetzt. Eine unzureichende Planung und Steuerung dieser konzernweiten Programme könnte mit Störungen der Geschäftprozesse und damit Umsatzausfall oder Kostensteigerungen einhergehen. Im Februar 2008 startete im Rahmen der Aktualisierung der IT-Strategie das konzernweite Projekt „Next Generation IT“ (NG IT). NG IT bildet den Rahmen für alle IT-relevanten Anteile in den Transformationsprogrammen des Konzerns. Ziel des Programms ist die Entwicklung der zukünftigen IT-Zielarchitektur des Konzerns. NG IT betrachtet die Informationstechnik des Konzerns auf allen Architekturebenen: IT-Infrastruktur, Applikationen, Daten und Systeme. In konzernübergreifenden Projekten werden das gemeinsame Produktdatenmodell, Lösungen für ein übergreifendes Kundenbeziehungsmanagement der Zukunft oder die zukünftige IT-Unterstützung der Funktionen Finanzen, Personal und Einkauf erarbeitet. Die Technologietransformation bedingt auch eine Reduzierung von Netzknoten und damit Standorten. Langfristig ist vorgesehen, eine IP-Plattform zu entwickeln und zu implementieren, die sowohl Festnetz- als auch Mobilfunkdienste unterstützt. Dies bedeutet, dass die Deutsche Telekom die bisherige Netzplattform vollständig durch ein IP-basiertes System ersetzt. Bei der Implementierung dieser gemeinsamen IP-Plattform bestehen Risiken, die alle IT-Systeme mit Internetanbindung betreffen. Dazu zählen z. B. Hacker-Angriffe oder sog. Spam Calls. Angesichts der hohen Komplexität der IT-Landschaft würden Störungen etwa zwischen neu entwickelten und bereits bestehenden IT-Systemen zu Prozesseinschränkungen und im „Worst Case“ zu Unterbrechungen von Geschäftsprozessen führen. Diesen Risiken begegnet die Deutsche Telekom mit einer Vielzahl von Maßnahmen. Diese reichen von der Dopplung von Systemen sowie Schutzsystemen wie Firewalls und Virenscans über regelmäßige technische Netzprüfungen und Gebäudesicherung bis hin zu organisatorischen Vorsorgemaßnahmen. Bei Störungen leiten Frühwarnsysteme automatisierte und manuelle Gegenmaßnahmen ein. Darüber hinaus kommen organisatorische und technische Notfallmaßnahmen zur Schadensminderung zum Einsatz. Betriebsunterbrechungen und Schäden am Anlage- und Umlaufvermögen sind ferner durch konzernweite Versicherungsprogramme gedeckt. Im Rahmen der Bereitstellung von Smartphone-Diensten greift T-Mobile USA für die Speicherung und den Transport von Kundendaten (Stammdaten oder durch Kunden eingestellten Inhalt) teilweise auf Drittfirmen zurück („Extended Network“-Konzept). Anfang Oktober 2009 gab es durch den Ausfall einer betriebskritischen Kundendatenbank, die von einem Microsoft-Tochterunternehmen verwaltet wird, eine massive Störung beim Sidekick-Dienst der T-Mobile USA. Das Extended Network kann auch in Zukunft von Störungen unterschiedlicher Größenordung und Dauer betroffen sein, die außerhalb der Kontrolle von T-Mobile USA liegen. Datensicherheit und Datenschutz. Sicherheit und Schutz von Kundendaten genießen im Konzern höchste Priorität. Sie sind die Basis jeder vertrauensvollen Kundenbeziehung. Im Berichtsjahr wurden der Deutschen Telekom Datenmissbrauch und Sicherheitslücken vorgeworfen. Mit der Schaffung eines eigenen Vorstandsressorts für Datenschutz, Recht und Compliance im Geschäftsjahr 2008 sowie einem umfangreichen Maßnahmenpaket für einen verbesserten Datenschutz, eine erhöhte Datensicherheit sowie gesteigerte Transparenz setzte das Unternehmen ein wichtiges Signal für die Relevanz dieser Themen. Der Bereich stellt sicher, dass die Deutsche Telekom die notwendigen Maßnahmen zu Datenschutz und Datensicherheit sowie bezüglich der Compliance übergreifend abstimmt und konzernweit einheitlich umsetzt. Darüber hinaus richtete der Konzern einen externen Datenschutzbeirat ein, der sich aus führenden Datenschutzexperten aus Hochschulen, Wirtschaft und weiteren Organisationen zusammensetzt. Im Berichtsjahr wurden insgesamt sechs Sitzungen des Datenschutzbeirats durchgeführt, für 2010 sind weitere Treffen geplant. Um konzernweit die höchsten Standards beim operativen Datenschutz sicherzustellen, leitete die Deutsche Telekom umfangreiche Maßnahmen ein und führt laufende Projekte weiter. In der Betreuung von Kunden definierte die Deutsche Telekom Aufgabenbereiche noch enger und verringert damit den Datenzugriff. Der Konzern führte ein niedrigeres „Haltbarkeitsdatum“ für Benutzerkennungen ein, sodass die Nutzer diese Kennungen in kürzeren Abständen erneuern müssen. Zusätzlich weitete die Telekom die Nutzung von festen IP-Adressen aus; Mitarbeiter und Vertriebspartner können damit nur von bestimmten Rechnern auf die Systeme zugreifen. Die Zugriffsmöglichkeiten von externen Vertriebspartnern und Mitarbeitern auf die IT-Systeme schränkt u. a. ein Verfahren zur Zugriffsauthentifizierung per Transaktionsnummer (TAN) ein. Beim TAN-Verfahren kann der Vertriebsmitarbeiter nur auf die personenbezogenen Daten des Mobilfunkkunden zugreifen, wenn er vom Kunden eine gültige Transaktionsnummer bekommt. Diese automatisch generierte TAN erhält der Kunde per SMS auf sein Handy, wenn er Vertragsänderungen durchführen möchte. Darüber hinaus existiert für Zugriffe auf sensible Daten ein automatisches Schwellenwert-Monitoring. Damit leistet die Deutsche Telekom einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung des Schutzes ihrer Kundendaten im Tagesgeschäft. Um die Sensibilität der Beschäftigten, insbesondere auch der Führungskräfte, für das Thema Datenschutz und Datensicherheit weiter zu erhöhen, intensivierte das Unternehmen die bereits etablierten Schulungen und jährlichen Daten-Audits weiter. Zudem thematisiert und ahndet der Konzern Missbräuche intern noch konsequenter. Die Deutsche Telekom veröffentlicht regelmäßig auf freiwilliger Basis einen Bericht des Datenschutzbeauftragten und legt diesen Bericht dem Aufsichtsrat der Deutschen Telekom, dem Bundesbeauftragten für Datenschutz sowie der Öffentlichkeit vor. Ziel ist es, die Transparenz im Bereich Datenschutz nachhaltig zu erhöhen. Der erste Datenschutzbericht ist im April 2009 erschienen. Wesentliche IT-Systeme im Bereich Vertrieb sowie Teile der Abrechnungskette wurden durch den TÜV zertifiziert. Auch künftig beauftragt die Deutsche Telekom zusätzlich zu eigenen Untersuchungen ein zertifiziertes Unternehmen, die Systeme systematisch auf Schwachstellen zu prüfen. Mit beiden Maßnahmen möchte die Deutsche Telekom eine Vorreiterrolle in der Branche einnehmen. Im Oktober 2008 schaltete die Deutsche Telekom die Internetseite www.telekom.com/datenschutz, die über die aktuelle Lage des Datenschutzes der Deutschen Telekom in Deutschland Auskunft gibt. Das Unternehmen informiert auf dieser Seite über datenschutzrelevante Vorgänge, die Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungsverfahren sind. Die Fälle werden in Absprache mit den zuständigen Behörden veröffentlicht und die entsprechenden Vorgänge den Aufsichtsbehörden mitgeteilt. Die Deutsche Telekom erfüllt so bereits seit Anfang 2009 freiwillig eine Forderung, die der Gesetzgeber am 1. September 2009 mit der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes § 42a vorgegeben hat. Durch die eingeleiteten und umgesetzten Gegenmaßnahmen minimiert die Deutsche Telekom den Eintritt weiterer negativer Ereignisse im Rahmen von Datensicherheit und Datenschutz. Negative Auswirkungen für das Geschäft der Deutschen Telekom durch Reputationsverlust lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen und hinreichend bewerten. Gesundheit und Umwelt. Elektromagnetische Felder (EMF) werden wiederholt mit möglichen Umwelt- und Gesundheitsbeeinträchtigungen in Zusammenhang gebracht. Die öffentlichen Diskussionen zu diesem Thema sind zum Teil kontrovers. Bestehende Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit betreffen dabei sowohl Netzwerke als auch die Endgerätenutzung; diese Probleme wirken sich z. B. im Mobilfunkbereich insbesondere auf den Ausbau des Mobilfunknetzes aus. Im Festnetzbereich tangieren sie den Absatz von schnurlosen DECT-Geräten sowie Endgeräten, die die WLAN-Technologie verwenden. Neben rechtlichen Risiken sind regulatorische Maßnahmen möglich, die die Umsetzung des Vorsorgeprinzips beim Mobilfunk beinhalten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erklärt, dass – auf Basis des momentanen wissenschaftlichen Kenntnisstands – keine bekannten nachteiligen Gesundheitseffekte unterhalb der internationalen Grenzwerte bestehen. Zudem erwartet die WHO auch für die Zukunft keine ernsthaften Gefahren. Sie empfiehlt aber weitergehende Forschung aufgrund bestehender wissenschaftlicher Unsicherheiten. Ziel der Deutschen Telekom ist es, Unsicherheit in der Bevölkerung durch eine sachliche, wissenschaftlich fundierte und transparente Informationspolitik abzubauen. So engagiert sich der Konzern im „Informationszentrum Mobilfunk“ (IZMF), einer Brancheninitiative der Mobilfunkunternehmen, die ein umfassendes Informations- und Dialogangebot für die Öffentlichkeit bereitstellt. Das Bestreben des Deutsche Telekom Konzerns, modernste Technologien anzubieten, umfasst auch die Förderung wissenschaftlicher Forschung, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Neben dem langjährigen Engagement in der Forschungsgemeinschaft Funk (FGF) ist dies insbesondere die finanzielle Förderung der Forschungsaktivitäten der Bundesregierung im Rahmen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms und des Umweltforschungsplans. Darüber hinaus hat T-Mobile mit der 2004 beschlossenen EMF-Policy Maßnahmen zur Transparenz, Information, Beteiligung und Forschungsförderung für alle Landesgesellschaften festgeschrieben, die sowohl mögliche rechtliche und regulatorische als auch Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung minimieren sollen. Einkauf. Als ICT-Dienstleister sowie Betreiber und Anbieter von IT-/TK-Produkten arbeitet die Deutsche Telekom mit unterschiedlichen Lieferanten für technische Komponenten zusammen. Zu diesen Komponenten zählen z. B. Soft- und Hardware, Übertragungstechnik, Vermittlungs- und Linientechnik sowie Endgeräte. Lieferrisiken lassen sich grundsätzlich nicht ausschließen. So können Lieferengpässe, Preiserhöhungen, veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder Produktstrategien der Lieferanten negative Folgen für die Geschäftsprozesse und das Ergebnis der Deutschen Telekom haben. Risiken können aus Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern bzw. dem Ausfall von einzelnen Lieferanten als direkte Folge der Wirtschaftskrise resultieren. Diesen Risiken begegnet die Deutsche Telekom mit einer Vielzahl von organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Vorsorgemaßnahmen. Rechtsstreitigkeiten. Die Deutsche Telekom ist Partei in mehreren gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Von besonderer Bedeutung sind aus Sicht der Deutschen Telekom die nachfolgend aufgeführten Verfahren.
Das Landgericht hat jeweils Vorlagebeschlüsse nach KapMuG zum OLG in Bezug auf die Börsengänge DT2 und DT3 erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Das OLG hat in dem Musterverfahren DT3 seit Beginn des Verfahrens an insgesamt 18 Tagen mündlich über den Vorlagebeschluss verhandelt und eine Vielzahl von Zeugen vernommen. Beweisthema war, ob der Erwerb von VoiceStream zum Ende der Zeichnungsfrist am 16. Juni 2000 bereits beschlossen bzw. die Vertragsverhandlungen weit fortgeschritten waren. Zum gleichen Thema wurden auch Zeugen in den USA gehört. Das OLG hat die Deutsche Telekom verpflichtet, u. a. verschiedene Depositions aus dem durch Vergleich beendeten Class-Action-Verfahren in den USA vorzulegen. Die letzte mündliche Verhandlung fand am 6. November 2009 statt. Ein für den 11. Dezember 2009 anberaumter weiterer Termin zur mündlichen Verhandlung ist in Anbetracht verschiedener Anfang Dezember beim Landgericht Frankfurt am Main eingereichter (teilweise noch nicht beschiedener) Erweiterungsanträge (insbesondere zum Thema "Einbringung der Anteile an Sprint in die Nordamerikanische Beteiligungsgesellschaft") aufgehoben worden. Ein neuer Termin wird von Amts wegen bestimmt werden, sobald über die Nachfolge des Ende 2009 altersbedingt ausgeschiedenen Vorsitzenden entschieden ist. Mit einem Abschluss des Musterverfahrens DT3 vor Herbst 2010 ist nicht zu rechnen. Das Vorlageverfahren zu DT2 ruht derzeit faktisch.
Die Beklagten haben am 30. Juni 2006 die Klageerwiderung eingereicht. Die Klägerin hat dazu mit Schriftsatz vom 14. Februar 2007 Stellung genommen. Nach weiteren Schriftsatzwechseln zwischen den Verfahrensbeteiligten fand im Juni 2008 eine erste mündliche Verhandlung statt, in der das Schiedsgericht rechtliche Fragen mit den Schiedsparteien erörterte, ohne dass hieraus bereits Schlüsse auf den Ausgang des Verfahrens gezogen werden könnten. Auf Beschluss des Schiedsgerichts legten die Schiedsparteien Ende September 2008 der jeweils anderen Partei verschiedene Unterlagen vor. Des Weiteren ordnete das Schiedsgericht eine weitere schriftliche Stellungnahme der Parteien bis Ende November 2008 zu den in der mündlichen Verhandlung erörterten Rechtsfragen sowie den vorgelegten Unterlagen an. Die Parteien erhielten zudem Gelegenheit, in weiteren Schriftsätzen auf die jeweilige Stellungnahme der anderen Partei bis Anfang April 2009 zu antworten. Ferner terminierte das Gericht eine weitere mündliche Verhandlung (inkl. Zeugenvernehmung) auf Herbst 2009 (19. - 22. Oktober 2009), ordnete die Vorlage weiterer Unterlagen und Dokumente an und benannte drei Plausibilitätsgutachter, die die bisher von den Parteien vorgelegten Gutachten bis zum 30. September 2009 hinsichtlich ihrer Plausibilität bewerten sollten. Nachdem die Beklagten im Juli 2009 bzw. im August 2009 Umstände mitgeteilt hatten, die Anlass zur Besorgnis geben, dass der vom Bund benannte Schiedsrichter sein Schiedsrichteramt nicht mit der gebotenen Objektivität, Sorgfalt und Unparteilichkeit ausübt, und beantragt hatten, den Schiedsrichter abzulehnen, beschloss das Schiedsgericht am 4. September 2009, den Termin zur Beweisaufnahme und Fortsetzung der mündlichen Verhandlung aufzuheben. Im Zusammenhang mit der Aufhebung des Termins zur mündlichen Verhandlung wurde zudem auch der Fertigstellungstermin für die Plausibilitätsgutachten vom Schiedsgericht zurückgestellt. Das Schiedsgericht hat am 30. September 2009 die Ablehnungsgesuche zurückgewiesen. Diese Entscheidung ist vor einem staatlichen Gericht überprüfbar. Die Beklagten haben am 6. November 2009 einen entsprechenden Ablehnungsantrag bei dem Verwaltungsgericht Berlin eingereicht. Ein neuer Termin zur Fortsetzung der mündlichen Verhandlung wird nach Beendigung des Ablehnungsverfahrens bestimmt werden.
Im Zusammenhang mit dem Streit um die Anteile an der PTC stehen – neben den oben aufgeführten Streitfällen – eine Vielzahl weiterer Klagen und Schiedsverfahren, auf die hier nicht gesondert eingegangen wird.
Die Deutsche Telekom beabsichtigt im Übrigen, sich in jedem dieser Gerichts-, Güte- und Schiedsverfahren entschieden zu verteidigen bzw. ihre Ansprüche zu verfolgen. OTE. Die Deutsche Telekom hält 30 % plus eine Aktie an der OTE und übt durch ein entsprechendes Shareholder-Agreement Beherrschung aus. Die Partei der sozialistischen Bewegung in Griechenland PASOK hatte sich vor ihrem Wahlerfolg am 4. Oktober 2009 kritisch zum Teilverkauf der OTE an die Deutsche Telekom geäußert. Allerdings ist das Risiko von „Nachverhandlungen zu Inhalten des Shareholder Agreements“ durch die neue Regierung sehr klein, da grundsätzlich Änderungen des Shareholder Agreements nur einvernehmlich beschlossen werden können. Ferner besteht ein Risiko im Bereich Infrastrukturausbau (VDSL, FTTX). In diesem Bereich gibt es spezielle Pläne der griechischen Regierung zur Gestaltung des Wettbewerbs. Die Auswirkungen auf die OTE sind noch nicht abschätzbar. Joint Venture T-Mobile UK/Orange UK. Im November 2009 erfolgte die Unterzeichnung des Vertrags über den Zusammenschluss der T-Mobile UK und Orange UK in einem 50:50 Joint Venture durch die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. Die Transaktion bedarf der Zustimmung der zuständigen Behörden (u. a. der Europäischen Kommission), die im Laufe des Geschäftsjahres 2010 erwartet wird. Für die Deutsche Telekom besteht das Risiko, dass die Genehmigung zum Zusammenschluss mit wesentlichen Auflagen (z.B. Rückgabe von Frequenzspektren) verbunden ist. „One Company“ Projekt. Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 19. November 2009 erfolgte die Zustimmung der Aktionäre zum Ausgliederungs- und Übernahmevertrag, mit dem die Deutsche Telekom AG den Geschäftsbereich T-Home im Wege der Ausgliederung auf die T-Mobile Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2010 übertragen wird. Die Zusammenführung von Festnetz und Mobilfunk in Deutschland ist ein bedeutsamer Baustein des Projekts „One Company“, mit dem der Konzern die Grundlage für die weitere Entwicklung der Deutschen Telekom schaffen will. Die integrierte Deutschland-Gesellschaft wird verantwortlich sein für 27 Mio. Festnetzanschlüsse – davon rund 13 Mio. mit DSL – und mehr als 39 Mio. Mobilfunkanschlüsse. Insgesamt arbeiten im operativen Segment Deutschland rund 85.000 Mitarbeiter. Eine erfolgreiche Beendigung des Projekts „One Company“ im zweiten Quartal 2010 erfordert wesentliche aufbau- und ablauforganisatorische Anpassungen. Sollten die geplanten Ziele nicht erreicht werden, besteht das Risiko, dass die Übergangsphase länger als erwartet dauert und dass betriebliche Prozesse vorübergehend beeinträchtigt werden. Finanzwirtschaftliche Risiken. Die finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns resultieren im Wesentlichen aus Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie Währungs- und Zinsrisiken. Aufgrund von Transferbeschränkungen bzw. Gesellschafterbeschlüssen existieren risikobehaftete Geldanlagen von Tochtergesellschaften, insbesondere in Süd- und Osteuropa. Im Zuge der erstmaligen Vollkonsolidierung von OTE wurden darüber hinaus Geldanlagen bei diversen überwiegend griechischen Banken übernommen und deutlich reduziert. Ziel ist es, diese Geldanlagen breiter zu streuen bzw. sukzessive in Staatsanleihen umzuschichten. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Deutschen Telekom sicherzustellen, hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Hauptsächlich genutzte Instrumente der mittel- bis langfristigen Finanzierung sind Bonds und Medium Term Notes (MTN), jeweils in unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen. Zum 31. Dezember 2009 stellten 24 Banken der Deutschen Telekom Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 14,4 Mrd. € zur Verfügung. Die Situation an den internationalen Finanzmärkten hat sich während des Jahres 2009 deutlich entspannt. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht akut gefährdet. Das Jahr 2009 war von erheblichen Neuemissionsvolumina geprägt. Die Deutsche Telekom konnte in 2009 in verschiedenen Märkten knapp 5,3 Mrd. € Fremdmittel aufnehmen. Während noch in 2008 diverse Banken die Kreditlinien nicht prolongiert hatten, teils aufgrund der Kapitallimitierungen im Zusammenhang mit der Bankenkrise, teils aufgrund der mit der Krise einhergehenden Konsolidierung in der Bankenbranche, konnten die bilateralen Linien nach Februar 2009 alle verlängert werden. Das Langfrist-Rating der Deutschen Telekom hat sich gegenüber 2008 bei der Ratingagentur Fitch von A- auf BBB+ verändert. Moody’s und Standard & Poor’s bewerten die Deutsche Telekom weiterhin mit Baa1 bzw. BBB+. Der Ausblick ist bei allen drei Agenturen stabil. Ein verschlechtertes Rating unter definierten Schwellenwerten hat höhere Zinsen bei einem Teil der emittierten Bonds und Medium Term Notes zur Folge. Werthaltigkeit des Vermögens der Deutschen Telekom. Der Wert des Vermögens der Deutschen Telekom und deren Tochterunternehmen wird regelmäßig überprüft. Zusätzlich zu den regelmäßigen jährlichen Bewertungen sind in bestimmten Fällen zusätzliche Werthaltigkeitstests durchzuführen. Diese sind z. B. erforderlich, wenn infolge von Änderungen im Wirtschafts-, Regulierungs-, Geschäfts- oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von Goodwill, immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens vermindert haben könnte. Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests können entsprechende Wertminderungen sein, die aber nicht zu Auszahlungen führen. Das Ergebnis der Deutschen Telekom kann hierdurch in erheblichem Umfang gemindert werden; dies könnte den Kurs der T-Aktie und der ADS belasten. Insbesondere in den Ländern des operativen Segments Süd- und Osteuropa können sich zukünftige Entwicklungen der angespannten makroökonomischen Lage, des anhaltend harten Wettbewerbs, sowie die in einigen dieser Länder neu erhobenen bzw. angehobenen Mobilfunksteuern stärker und ggf. negativ auswirken. Aktienverkäufe des Bundes bzw. der KfW. Zum 31. Dezember 2009 hielt der Bund zusammen mit der KfW rund 31,7 %, die Blackstone Group 4,4 % der Anteile an der Deutschen Telekom. Am 24. April 2006 erwarb die Blackstone Group von der KfW Anteile am Grundkapital der Deutschen Telekom AG. Es ist nicht auszuschließen, dass der Bund seine Privatisierungspolitik fortführt und sich von weiteren Beteiligungen kapitalmarktgerecht und unter Einbeziehung der KfW trennt – u. a. auch von Anteilen an der Deutschen Telekom AG. Die KfW hat am 16. Mai 2008 eine fünfjährige Umtauschanleihe auf Aktien der Deutschen Telekom AG begeben. Umtauschanleihen sind Schuldtitel, die der Gläubiger während einer vorher festgelegten Periode zu einem vorher festgelegten Wandlungspreis in Aktien einer anderen Gesellschaft, im Falle der beschriebenen KfW-Umtauschanleihe in Namensaktien der Deutschen Telekom AG, umtauschen kann. Bei Überschreitung des Wandlungspreises darf und bei Ausübung des Wandlungsrechts durch die Anleihegläubiger muss die KfW die ihr angedienten Anleihen in Aktien der Deutschen Telekom AG umtauschen. Bei Fälligkeit der Anleihen hat die KfW das Recht, die Anleihen mit Aktien der Deutschen Telekom zurückzuzahlen. Das Volumen der Anleihe beläuft sich auf 3,3 Mrd. €, der Wandlungspreis beträgt 14,9341 €. Für die Deutsche Telekom besteht das Risiko, dass die Veräußerung von Telekom Anteilen durch den Bund oder die KfW in größerem Umfang bzw. entsprechende Spekulationen am Markt den Kurs der T-Aktie kurzfristig negativ beeinflussen. Gesamtrisikosituation. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Trotz des hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks, der regulatorischen Rahmenbedingungen, der verschlechterten konjunkturellen Bedingungen sowie der großen Herausforderungen beim Personalumbau und der Servicequalität hat sich die Gesamtrisikosituation im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Aus heutiger Sicht ist der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Die Chancen. Die Deutsche Telekom hat in den letzten drei Jahren die Strategie "Konzentrieren und gezielt wachsen" erfolgreich umgesetzt. Um die Zukunft des Konzerns nachhaltig zu gestalten, wird diese Strategie weiterentwickelt. Im Fokus steht die Erschließung von neuen Marktmöglichkeiten durch Modernisierungen und Investitionen in Netze und IT. Auf die Erschließung neuer Marktmöglichkeiten in Deutschland zielt auch die Umsetzung des oben angeführten Projekts „One Company“. Das Projekt fokussiert auf eine Verbesserung der Wettbewerbssituation durch das Angebot von Produkten und Dienstleistungen „aus einer Hand“, die Stärkung des Kundenservice sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen und Hebung von Umsatz- und Kostensynergien. Kunden wollen heute alles gleichzeitig: Telefonieren, in sozialen Netzwerken kommunizieren und Musik aus dem Internet laden – für diese Anforderungen werden aufbauend auf den Netzen und der IT der nächsten Generation Dienste für das vernetzte Leben und Arbeiten entwickelt. Potenzielle Chancen ergeben sich für die Deutsche Telekom auf dem Gebiet innovativer Produktbündel und Konvergenzprodukte. Als großer integrierter Telekommunikationskonzern kann die Deutsche Telekom nicht nur Substitutionsrisiken eher begegnen als spezialisierte Anbieter, sondern auch attraktive neue Produktpakete realisieren. Dazu gehören auch Anwendungen der mobilen Datenkommunikation auf Basis mobiler Breitbandtechnologien. Die vierte Mobilfunkgeneration LTE wird die Übertragungsraten in den Mobilfunknetzen deutlich erhöhen. Dieser Tempozuwachs wird die Nutzung mobiler Datendienste wie die mobile E-Mail oder das „soziale Netzwerken“ beschleunigen. Damit bietet das mobile Internet deutliche Wachstumschancen für die Deutsche Telekom. Ansatzpunkte für Erfolg versprechende Produkte und Dienste resultieren auch aus sozialen, gesellschaftlichen und ökologischen Erfordernissen. Dazu gehört der Einsatz von neuen Technologien für ein modernisiertes Gesundheitswesen ebenso wie für einen effizienten Klimaschutz, altersgerechte Mobilität, bürgernahe Verwaltung, mobiles Arbeiten oder vernetzte Autos – gemeint sind Fahrzeuge mit SIM-Karten, E-Mail und Fernsehen. Dabei werden Services künftig zunehmend auch dynamisch gestaltet, also an den aktuellen Bedarf des Kunden wie beispielsweise beim Cloud Computing angepasst. Mit Projekten wie „T-City“ in Friedrichshafen stellt die Deutsche Telekom ihre Innovationsfähigkeit unter Beweis. Das Unternehmen demonstriert Servicequalität in Verbindung mit modernster Vernetzungstechnologie und macht zahlreiche neue Produkte für die Kunden konkret erlebbar. Die Deutsche Telekom erwarb 2009 weitere 5 % an der griechischen Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE) und erhöhte ihren Anteil auf 30 % plus eine Stimme. Beide Unternehmen konzentrieren sich auf die Hebung von Synergien etwa beim Einkauf, wo Verträge neu verhandelt und günstigere Preise vereinbart werden, oder etwa bei der Einführung innovativer Geräte und Dienste. Im Rahmen des Joint Ventures in Großbritannien (Zusammenschluss der T-Mobile UK und Orange UK) entsteht durch die Zusammenführung des Betriebs der führende Mobilfunkbetreiber, was auch für den Kunden mit erheblichen Vorteilen verbunden ist. So könnte das Joint Venture durch die Integration von Orange Broadband den Kunden künftig auch Konvergenzlösungen anbieten. Damit verbunden sind auch eine erweiterte Netzabdeckung sowie eine verbesserte Netzqualität für Sprach-, Daten und zukünftige Dienste. Verbessert wird auch die Kundennähe durch ein dichtes Netz eigener Shops – und das bei verbessertem Kundenservice. Das Gemeinschaftsunternehmen ist deutlich stärker positioniert, um in innovativen Service zu investieren und neue Technologien besser zu nutzen. Zu den Zielen der Zusammenlegung gehört auch die Erschließung von erheblichen Synergien u. a. durch Einsparungen von Standortmieten und Wartungskosten im Bereich Netzwerk/IT, die Zusammenlegung von Investitionen sowie kombinierte Marketingausgaben. Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres.Veränderungen im Vorstand. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat am 29. Januar 2010 dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, die Zuständigkeiten für die bisherigen Aufgabenbereiche von Herrn Hamid Akhavan zunächst kommissarisch zu regeln. Die Vorstandsmitglieder Herr Guido Kerkhoff und Herr Reinhard Clemens übernehmen kommissarisch die Aufgaben von Herrn Hamid Akhavan. Herr Guido Kerkhoff wird ab dem 15. Februar 2010 kommissarisch für die Region Europa (Großbritannien, die Niederlande, Österreich, Polen und Tschechische Republik) sowie International Sales und Service zuständig sein. Herr Reinhard Clemens übernimmt ab diesem Zeitpunkt konzernübergreifend die Führung der restlichen COO-Bereiche wie Produkte & Innovation, Technik, IT und Einkauf – dies ebenfalls kommissarisch. Regulierung TAL, Zugang Kabelkanal, Dark Fibre. Das Bundesverwaltungsgericht hat der Revision mit Urteil vom 27. Januar 2010 teilweise stattgegeben und die Regulierungsverfügung rechtskräftig aufgehoben, soweit darin der Zugang zu Dark Fibre angeordnet wurde. Begründet wird die Entscheidung damit, dass die Anfangsinvestionen der Deutschen Telekom in den Glasfaserausbau nicht hinreichend berücksichtigt werden. Ausblick.*Deutsche Telekom trotz mäßiger konjunktureller Erholung gut aufgestellt // Weiterhin hart umkämpfte Märkte // Weiterer Ausbau der Wachstumsfelder Konjunkturerwartung. Auch für die Jahre 2010 und 2011 wird keine deutliche Verbesserung der Weltwirtschaft erwartet. Im zweiten Halbjahr 2009 erholte sich die Weltwirtschaft, für die europäischen Volkswirtschaften und die USA war es eine moderate Erholung auf niedrigem Niveau. Die frühzyklischen Indikatoren wie die Geschäftsklimaindizes oder der Baltic Dry Index und der Air Freight Traffic Growth Index deuten auch für 2010 auf eine weitere Stabilisierung der Weltwirtschaft und steigende Wachstumsraten hin. Die spätzyklischen Indikatoren wie etwa die Arbeitslosenquote oder die Entwicklung des privaten Konsums zeigen für Europa und die USA weiterhin einen eher verhaltenen Wirtschaftsaufschwung. Für die Länder der Europäischen Union und die USA wird für 2010 ein gemäßigtes Inflationsniveau erwartet. Auch die kurzfristigen Zinsen könnten sich künftig auf einem niedrigen Niveau stabilisieren, da nur ein moderater Zinsanstieg prognostiziert wird. Nach Schätzungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wird die konjunkturelle Dynamik im Jahr 2010 moderat bleiben und in den nationalen Wachstumsraten zum Teil deutliche Unterschiede aufweisen. Während die Produktion in den Schwellenländern auch in 2010 weiter recht kräftig zulegen dürfte, könnte die Konjunktur in den Industrieländern nur zögerlich Tritt fassen. Das IfW erwartet für die Industrieländer im Jahr 2010 insgesamt einen mäßigen Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,4 %. Für die Europäische Union geht das IfW im Jahr 2010 von einem Anstieg von 0,8 % und für die USA von 2 % aus. Die Weltproduktion insgesamt kann im Jahr 2010 um 3,6 % zulegen. Für das Jahr 2011 wird sich der Produktionsanstieg nochmals leicht beschleunigen. So erwartet das IfW für die Europäische Union einen Anstieg von 1,7 % im Jahr 2011, für die USA von 2,2 % und für die Weltwirtschaft von 3,9 %. Markterwartung. Die sich aus den nachlaufenden Konjunkturtrends ergebenden Auswirkungen, bedingt durch weiter steigende Arbeitslosenquoten und das sich daraus ergebende negative Konsumklima, könnten vor allem das Privatkundengeschäft in Europa und den USA betreffen und aufgrund der spätzyklischen Wirkung auch zu einer Zurückhaltung bei den Ausgaben für Telefon- und Datendienste führen. Notwendige fiskalpolitische Konsolidierungen – hervorgerufen durch erhöhte Staatsverschuldungen – können direkt und indirekt durch erhöhte Steuern oder sinkende Ausgaben Auswirkungen auf den privaten Konsum und die öffentliche Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Telekommunikationsbranche haben. So sind beispielweise in Griechenland aufgrund der hohen Staatsverschuldung und des Sparzwangs der Regierung Auswirkungen auf das Privatkundengeschäft möglich. Die nur mäßig fortschreitende konjunkturelle Erholung in den relevanten in- und ausländischen Märkten kann Unternehmen weltweit weiterhin zu Sparmaßnahmen zwingen, die sich auf das Geschäft mit den Groß- und Geschäftskunden in den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnologie auswirken können. Die wesentlichen Absatzmärkte der Deutschen Telekom werden ferner von einem harten Wettbewerb und einem sich fortsetzenden Preisverfall geprägt sein, da große Wettbewerber ihr Geschäft im Bereich der Telekommunikation auf angrenzende Produktfelder ausweiten. Neben den Markterwartungen aus dem konjunkturellen Umfeld ergeben sich auch Chancen mit grundsätzlich positiven Marktentwicklungen. Die weltweiten Trends zur Digitalisierung und der Vernetzung von Leben und Arbeitswelt neh-men immer weiter zu. In den USA und Europa wird ein weiterer Anstieg der Nachfrage nach mobilen Internet- und Datendiensten erwartet. Im Geschäftskundenbereich wächst die Nachfrage nach Cloud Computing und Telekommunikations- und Datendiensten aus einer Hand stark. Vor diesem Hintergrund geht die Deutsche Telekom von einer verhalten positiven Entwicklung für den Telekommunikationsmarkt aus. Konzernerwartung. Die Deutsche Telekom wird für 2010 und 2011 ihre Investitionstätigkeit auf die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit unter anderem im deutschen Heimatmarkt, in dem die Investitionen signifikant gesteigert werden, ausrichten. Gleichzeitig wird ein stabiles Rating angestrebt, um einen uneingeschränkten Zugang zum Fremdkapitalmarkt sicherzustellen. Darüber hinaus müssen die Finanzkennzahlen eine nachhaltige und angemessene Aktionärsvergütung erlauben. Vor diesem Hintergrund erwartet die Deutsche Telekom für das Jahr 2010 ein im Vergleich zum Jahr 2009 leicht erhöhtes Investitionsniveau von rund 9,1 Mrd. € (vor etwaigen Investitionen in Spektrum), das die weitere Stärkung des Konzerns in seinen Kernmärkten ermöglichen soll. Für 2010 strebt die Deutsche Telekom ein bereinigtes EBITDA von rund 20 Mrd. € und einen Free Cash-Flow von rund 6,2 Mrd. € an. Diese Einschätzungen basieren auf der planerischen Annahme einer Vollkonsolidierung der britischen Tochtergesellschaft T-Mobile UK, die nach Erhalt der noch ausstehenden Zustimmung der zuständigen Behörden in ein Joint Venture eingehen soll. Für 2011 erwartet die Deutsche Telekom ein nachhaltig starkes bereinigtes EBITDA und einen nachhaltig starken Free Cash-Flow. Auch zukünftig will die Deutsche Telekom durch angemessene Akquisitionen in Präsenzmärkten und Joint Ventures internationale Größenvorteile und Synergien nutzen. Größere Akquisitionen und die Expansion in Emerging Markets sind indes nicht geplant. Die Lage an den internationalen Finanzmärkten hat sich in 2009 entspannt, an den Fremdkapitalmärkten wurden große Emissionsvolumina platziert. Diese Situation hat auch die Deutsche Telekom mit Emissionen von ca. 5,3 Mrd. € genutzt. Für 2010 erwartet die Deutsche Telekom weiterhin offene, stabile Märkte, bei leicht steigendem Zinsniveau im Verlauf des Jahres. Aufgrund der sehr hohen Liquiditätsreserve aus bilateralen Banklinien und kurzfristigen Geldanlagen ist der Konzern Ende 2009 bereits komplett für das Jahr 2010 durchfinanziert. Daher ist der Konzern ggf. steigenden Zinssätzen nicht materiell ausgesetzt. Die Deutsche Telekom wird in 2010 mit ihrem starken Kapitalmarktzugang opportunistisch günstige Emissionsgelegenheiten nutzen. Erwartungen für die operativen Segmente. Deutschland. Im Rahmen von vernetztem Leben und Arbeiten wird die Deutsche Telekom das Produktportfolio weiter optimieren, um den Anteil der werthaltigen Kundenbeziehungen langfristig zu erhöhen. Der Schwerpunkt des operativen Geschäfts Deutschland liegt in 2010 und 2011 auf folgenden Themen:
Für das operative Segment Deutschland erwartet die Deutsche Telekom für den Umsatz eine Verlangsamung des rückläufigen Trends und für das bereinigte EBITDA einen weiteren Trend zur Stabilisierung in den Jahren 2010 und 2011. Im Festnetzgeschäft wird die Deutsche Telekom ihre Marktführerschaft verteidigen, wenngleich das traditionelle Anschlussgeschäft auch künftig durch wettbewerbsbedingte Marktanteilsverluste geprägt sein wird. Eines der wichtigsten Ziele ist weiterhin die Erschließung des Massenmarkts mit Entertain-Produkten. Dieses Ziel soll durch die Kombination von schnellen Breitbandanschlüssen mit attraktiven Inhalten und Leistungsmerkmalen erreicht werden. Darin enthalten sind leistungsstarke Pakete mit Fernsehen und Entertainment-Inhalten über DSL sowie Festnetzanschlüsse mit Flatrates. HD-Angebote für das Fernsehen im Geschäftsjahr 2010 werden weiter ausgebaut, damit die Kunden die Vorteile einer komplett HD-fähigen Infrastruktur nutzen können. Im Mobilfunkmarkt wird sich die Deutsche Telekom in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld weiterhin gut behaupten können. Das mobile Internet ist dabei der wesentliche Wachstumstreiber. Es ist zu erwarten, dass sich dieses Wachstum in 2010 auf weiterhin hohem Niveau, u. a. durch die Vermarktung von Smartphones, fortsetzten wird. Mit einem intelligenten Endgeräteportfolio, attraktiven Tarifen und innovativen Applikationen wird die Deutsche Telekom den Privat- und Geschäftskundenmarkt mit Datendiensten für Handy und Laptop weiter erschließen. Ebenso wird die Deutsche Telekom Machine-to-Machine Lösungen anbieten, die auf das Wachstumsfeld „Mobile Non Voice“ positiv einzahlen. Investitionsschwerpunkte in Deutschland werden Wachstums- und Innovationsthemen betreffen, insbesondere den weiteren integrierten und wertoptimierten Breitbandausbau im Festnetz und Mobilfunk sowie Qualitäts- und Serviceoffensiven. Aufgrund der allgemeinen Markt- und Finanzlage wird für die Auktion von Mobilfunkfrequenzen im Vergleich zur UMTS-Auktion im Jahr 2000 ein weniger harter Bieterwettkampf erwartet. Anspruchsvolle Versorgungsauflagen im Falle des Erwerbs von Frequenzen sowie etwaige Nutzungseinschränkungen stützen diese Erwartung. USA. Der Schwerpunkt des operativen Segments USA (T-Mobile USA) wird in 2010 auf der Gewinnung und Bindung von Kunden liegen. Der Zuwachs bei Datendiensten sowie die stärkere 3G-Netzauslastung bilden die Basis für die zukünftige Entwicklung. Vor dem Hintergrund weiterer Kosteneinsparungen und dem gegenüberstehenden marktgetriebenen Rückgang der Sprachumsätze je Kunde in einem zunehmend gesättigten US-Markt wird für das Jahr 2010 eine weitgehend stabile Entwicklung für Umsatz und bereinigtes EBITDA erwartet. Für 2011 erwartet die Deutsche Telekom erste Anzeichen einer positiven Entwicklung des Umsatzes und des bereinigten EBITDA. Allerdings können Umsatz und bereinigtes EBITDA durch Wechselkursrisiken, regulatorische Veränderungen und Wettbewerbsdruck negativ beeinflusst werden. T-Mobile USA wird den Investitionsschwerpunkt weiterhin auf die Optimierung von Netzqualität und -abdeckung legen. Für 2010 plant T-Mobile USA in erster Linie den Ausbau und die Modernisierung des 3G-Netzes, einschließlich der Umstellung der 30 wichtigsten US-amerikanischen Märkte auf HSPA+ mit einer maximalen Download-Geschwindigkeit von 21 Mbit/s. Europa. Für das operative Segment Europa erwartet die Deutsche Telekom im Bereich der Kundenentwicklung weiterhin ein Wachstum der Kundenzahlen. Als wichtiger und konstanter Wachstumsmotor erweist sich die Weiterentwicklung des mobilen Internets mit Angeboten innovativer Datendienste und neuen intelligenten Mobilfunkendgeräten zu attraktiven Preisen. Dennoch sieht sich die Deutsche Telekom im operativen Segment Europa mit einem anhaltend harten Wettbewerb in einer weiter angespannten makroökonomischen Lage konfrontiert. Regulatorische Maßnahmen und Wechselkursänderungen können sich in den einzelnen Ländern belastend auf die Umsätze und Ergebnisse auf Euro-Basis auswirken. Vor diesem Hintergrund erwartet die Deutsche Telekom im operativen Segment Europa auf Basis einer konstanten Konsolidierungskreisstruktur (insbesondere einer unterstellten Vollkonsolidierung der T-Mobile UK) nach einem Geschäftsjahr 2010 mit vielen Herausforderungen in 2011 einen leichten Anstieg im Umsatz und bereinigten EBITDA. Initiativen zur Kosteneinsparung stützen diese Erwartung. Investitionsschwerpunkte im operativen Segment Europa werden sowohl Qualitätsverbesserungen der GSM-Netze als auch der weitere Ausbau der UMTS-Netze sein. Im Zuge der nächsten Technologie für zukünftige Mobilfunknetze (Next Generation Mobile Networks) wird die Entwicklung weiter vorangetrieben. Süd- und Osteuropa. Durch den Anteilserwerb an der OTE hat die Deutsche Telekom auf weiteren süd- und osteuropäischen Märkten Fuß gefasst. Die Deutsche Telekom erwartet bis 2011 verglichen mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr auf vergleichbarer Basis für das operative Segment Süd- und Osteuropa einen leichten Rückgang des Umsatzes und bereinigten EBITDA insbesondere aufgrund der weiterhin angespannten makroökonomischen Lage sowie des anhaltenden harten Wettbewerbs. Die auf vergleichbarer Basis leicht rückläufige Entwicklung im bereinigten EBITDA bis 2011 wird durch übergreifende strategische Initiativen sowie Maßnahmen zu Kosteneinsparungen abgemildert. Daneben können sich insbesondere regulatorische Maßnahmen und Wechselkursänderungen in den einzelnen Ländern sowie die neu erhobenen bzw. angehobenen Mobilfunksteuern belastend auswirken. Der Fokus der Investitionen in Süd- und Osteuropa wird auf der Netzinfrakstruktur zur Erhöhung der Breitbandabdeckung sowie zum weiteren Ausbau des 3G-Netzwerkes und der TV-Infrastruktur (Satellit und IP) liegen. Daneben sind Investitionen zur Verbesserung und Optimierung des Kundenservice und der Prozesseffizienz geplant. Systemgeschäft. T-Systems konzentriert sich auf den Wachstumsmarkt der ICT-Services mit Lösungen für die Großkunden. In diesem Markt steigt die Nachfrage nach internationalen ICT-Lösungen – nicht zuletzt durch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen. Mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen betreibt T-Systems die Informations- und Kommunikationstechnik für rund 400 Großkunden – multinationale Konzerne sowie Institutionen der öffentlichen Hand und des Gesundheitswesens. Auf dieser Basis bietet die Großkundensparte der Deutschen Telekom integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Insbesondere neue Großaufträge von namhaften Branchengrößen wie MAN, Linde, Philips und BP legen den Grundstein für die Umsatzentwicklung der kommenden Jahre. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Geschäfte bei den Kunden von T-Systems im Nachgang der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise entwickeln. Die initiierten Kostensenkungsmaßnahmen zeigten im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum erfreuliche Auswirkungen und werden fortgeführt. Für das operative Segment wird daher unter Berücksichtigung der beschriebenen Maßnahmen bis 2011 eine leicht positive Entwicklung im Umsatz und bereinigten EBITDA erwartet. Konzernzentrale & Shared Services. Das bereinigte EBITDA der Konzernzentrale & Shared Services wird im Wesentlichen durch die Aufwendungen der Konzernzentrale und Aktivitäten zum Personalumbau über Vivento negativ beeinflusst. Maßnahmen zur Optimierung und Zentralisierung von Funktionen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Führungsstruktur steigern aus Konzernsicht die Effizienz, wirken sich aber belastend auf das bereinigte EBITDA der Konzernzentrale & Shared Services aus. Zugleich sind effizientes Kostenmanagement und die Hebung von Effizienzen wesentliche Zielsetzungen in den Zentralfunktionen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||