Deutsche Telekom AG

Bonn

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

DAS GESCHÄFTSJAHR 2014 IM ÜBERBLICK

KONZERNUMSATZ

Der Konzernumsatz stieg deutlich um 4,2 %. Insbesondere unser operatives Segment USA trug durch den Einbezug der MetroPCS seit Mai letzten Jahres sowie den ungebrochen starken Zugang an Neukunden zu dieser Umsatzentwicklung bei.

Unser operatives Segment Deutschland musste insgesamt leichte Umsatzrückgänge hinnehmen.

Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie wettbewerbsbedingte Preisreduzierungen belasteten unseren Umsatz im operativen Segment Europa.

Der Umsatzbeitrag unseres operativen Segments Systemgeschäft entwickelte sich infolge der Neuausrichtung des Geschäftsmodells zur Schaffung nachhaltigen Wachstums rückläufig.

Nach Berücksichtigung von Konsolidierungskreiseffekten von insgesamt 0,8 MRD. € lag unser Konzernumsatz um 2,9 % über Vorjahresniveau.

G 05 Konzernumsatz in Mrd. €

EBITDA BEREINIGT

Das bereinigte EBITDA stieg leicht um 0,8 %.

Vor allem der Einbezug der Geschäftstätigkeit der MetroPCS seit Mai 2013 wirkte sich positiv auf die Entwicklung des bereinigten EBITDA aus.

Höhere Kosten für unseren integrierten Netzausbau in Deutschland, höhere Marktinvestitionen in den USA sowie EBITDA-Rückgänge in einzelnen europäischen Ländern hatten vermindernde Effekte zur Folge. Unser umfassendes Kosten-Management konnte den negativen Effekten teilweise entgegenwirken.

Die bereinigte EBITDA-Marge reduzierte sich im Berichtszeitraum von 28,9 % auf 28,0 %. Unsere margenstärksten operativen Segmente sind weiterhin Deutschland mit 39,6 % und Europa mit 34,2 %.

G 06 EBITDA bereinigt in Mrd. €

KONZERNÜBERSCHUSS/(-FEHLBETRAG)

Der Konzernüberschuss erhöhte sich deutlich auf 2,9 MRD. €.

Erhöhend wirkte insbesondere der Ertrag aus den Entkonsolidierungen in Zusammenhang mit der Veräußerung der Scout24 Gruppe von insgesamt 1,7 MRD. €. Positiv wirkten sich auch Erträge aus einer in den USA vollzogenen Transaktion über den Erwerb sowie Tausch von Spektrum aus dem A-Band von rund 0,4 MRD. € aus.

Vermindernd wirkten Aufwendungen aus der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS von rund 0,3 MRD. €.

Wertminderungen auf Goodwill und andere langfristige Vermögenswerte lagen mit 0,1 MRD. € um 0,7 MRD. € unter denen des Vorjahres. Gegenläufig wirkten sich um 0,4 MRD. € höhere planmäßige Abschreibungen insbesondere im operativen Segment USA aus.

G 07 Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) in Mrd. €

EIGENKAPITALQUOTE

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 129,4 MRD. €.

Das Eigenkapital stieg um 2,0 MRD. € auf 34,1 MRD. €.

Erhöhend wirkten der Überschuss (3,2 MRD. €) sowie ergebnisneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung (1,8 MRD. €).

Vermindernd wirkte die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2013 an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG (2,2 MRD. €). Die - im Zusammenhang mit der den Aktionären gewährten Möglichkeit, ihre Dividendenansprüche in Aktien zu tauschen -durchgeführte Kapitalerhöhung erhöhte das Eigenkapital um 1,0 MRD. €. Die Barausschüttung für unsere Aktionäre betrug 1,2 MRD. €.

Ebenso vermindernd wirkten der Erwerb der restlichen Anteile an der T-Mobile Czech Republic (0,8 MRD. €), erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Verluste (1,1 MRD. € nach Steuern) sowie die Dividendenausschüttungen an Minderheiten (0,1 MRD. €).

G 08 Eigenkapitalquote in %

CASH CAPEX

Der Cash Capex (einschließlich Investitionen in Spektrum) erhöhte sich auf 11,8 MRD. €.

Die im Berichtsjahr getätigten Spektrumerwerbe beliefen sich auf insgesamt 2,3 MRD. € und entfielen v. a. auf die USA, Ungarn, die Tschechische Republik, Polen und die Slowakei.

Ohne Berücksichtigung der Effekte aus Spektrumerwerben bewegte sich der Cash Capex insgesamt um 0,7 MRD. € über Vorjahresniveau. Schwerpunkte dabei waren der Breitband-Ausbau sowie die Kapazitätserweiterung der bestehenden Netze.

G 09 Cash Capex in Mrd. €

FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG, INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)a

Der Free Cashflow lag um 0,5 MRD. € unter Vorjahresniveau.

Dazu trug der gegenüber dem Vorjahr um 0,7 MRD. € erhöhte Cash Capex (ohne Investitionen in Spektrum) bei.

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 0,4 MRD. €.

G 10 Free Cashflow (vor Ausschüttung, Investitionen in Spektrum)a in Mrd. €

NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich um 3,4 MRD. €.

Erhöhend wirkten v. a. der Erwerb von Mobilfunk-Spektrum (2,3 MRD. €), Währungseffekte (1,8 MRD. €), Dividendenzahlungen - inkl. an Minderheiten in Beteiligungen - (1,3 MRD. €), der Erwerb der restlichen Anteile an der T-Mobile Czech Republic (0,8 MRD. €), der Erwerb der GTS Central Europe Gruppe (0,5 MRD. €) sowie eine Vielzahl anderer Effekte.

Vermindernd wirkten der Free Cashflow (4,1 MRD. €) sowie der Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe (1,6 MRD. €).

G 11 Netto-Finanzverbindlichkeiten in Mrd. €

ROCE

Der ROCE verbesserte sich von 3,8 % auf 5,5 %.

Dazu beigetragen hat eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses
- welches auch durch den Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe positiv beeinflusst war -, das einen leichten Anstieg des durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögens überkompensierte.

G 12 ROCE in %

a Sowie vor AT&T-Transaktion und Ausgleichsleistungen für Mitarbeiter der MetroPCS.

→ Weitergehende Erläuterungen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns".

DIE DEUTSCHE TELEKOM AUF EINEN BLICK

Das Jahr 2014 schlossen wir mit einem guten vierten Quartal erfolgreich ab. Mit einem bereinigten EBITDA von 17,6 MRD. € für das Gesamtjahr 2014 gelang uns eine Punktlandung im Hinblick auf die im Februar 2014 veröffentlichte Erwartung. Der Free Cashflow lag mit 4,1 MRD. € im Rahmen des von uns damals kommunizierten Unternehmensziels von rund 4,2 MRD. €.

Der Konzernumsatz legte in 2014 deutlich um 4,2 % zu. Maßgeblich für das starke Umsatzwachstum war unser operatives Segment USA, das seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr (auf Euro-Basis) um über 20 % erhöhte. Vor allem der ungebrochen starke Zugang an Neukunden trug hierzu bei. Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA im Berichtsjahr den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Der Umsatz im operativen Segment Deutschland war gegenüber dem Vorjahr nur leicht rückläufig. Hier konnten wir uns speziell im Mobilfunk gut im Markt behaupten. Unsere Umsätze im operativen Segment Europa waren nach wie vor deutlich durch Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie durch wettbewerbsbedingte Preisreduzierungen belastet. Die eingeleitete Neuausrichtung des Geschäftsmodells von T-Systems belastete ebenso wie die generell rückläufige Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft den Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft.

Das bereinigte EBITDA stieg im Vorjahresvergleich leicht um 0,8 %. Während wir beim bereinigten EBITDA in den operativen Segmenten USA sowie Systemgeschäft zulegten, blieb insbesondere das bereinigte EBITDA im operativen Segment Europa erwartungsgemäß umsatzbedingt weiter unter Druck. Unser operatives Segment Deutschland konnte mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 39,6 % den Zielwert von rund 40 % erreichen.

Im Jahresvergleich war unsere Ergebnisentwicklung durch den erstmaligen Einbezug der MetroPCS im Vorjahr, deren Ergebnisbeiträge erst ab dem zweiten Quartal 2013 Berücksichtigung fanden, maßgeblich beeinflusst. Im Berichtsjahr wirkten sich der Anfang Februar 2014 vollzogene Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe sowie der Erwerb der GTS Central Europe Gruppe im Mai 2014 auf unsere Ergebnisse aus. Insgesamt trugen Veränderungen des Konsolidierungskreises mit 0,8 MRD. € positiv zu unserer Umsatzentwicklung und mit 0,3 MRD. € positiv zur Entwicklung unseres bereinigten EBITDA bei.

Unser EBIT stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich von 4,9 MRD. € auf 7,2 MRD. €. Maßgeblich hierfür war der im Zusammenhang mit der Veräußerung der Scout24 Gruppe realisierte Ertrag aus der Entkonsolidierung von 1,7 MRD. €. Im Vorjahr erfasste Wertminderungen auf Goodwill und andere langfristige Vermögenswerte kompensierten den Anstieg der planmäßigen Abschreibungen, die v. a. im Zusammenhang mit dem Erwerb der MetroPCS standen, über. Die Folge waren insgesamt um 0,3 MRD. € reduzierte Abschreibungen.

Ebenso wie das EBIT wuchs auch unser Konzernüberschuss deutlich um 2,0 MRD. € auf 2,9 MRD. €. Der um Sondereinflüsse bereinigte Konzernüberschuss sank von 2,8 MRD. € auf rund 2,4 MRD. €.

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen im Jahresverlauf von 39,1 MRD. € auf 42,5 MRD. €. Positiv wirkten v. a. der Free Cashflow in Höhe von 4,1 MRD. € und der Verkauf der Scout24 Gruppe mit 1,6 MRD. €. Dem gegenüber standen im Wesentlichen der Erwerb von Mobilfunk-Spektrum von insgesamt 2,3 MRD. €, Dividendenzahlungen inkl. an Minderheiten in Beteiligungen von insgesamt 1,3 MRD. €, Auszahlungen für den Erwerb von Gesellschaftsanteilen von insgesamt 1,4 MRD. € sowie Währungseffekte von 1,8 MRD. €.

Das Investitionsniveau (Cash Capex vor Investitionen in Spektrum) lag im Berichtsjahr bei 9,5 MRD. €. Schwerpunkte waren der Breitband-Ausbau sowie die Kapazitätserweiterung der bestehenden Netze. Im Mobilfunk-Bereich haben wir in LTE investiert, die Netzabdeckung erhöht und die Kapazitäten an den steigenden Bedarf an Datenvolumen angepasst. Im Festnetz-Bereich standen folgende Themen im Vordergrund: Glasfaser-Ausbau, IPTV sowie die weitere Umstellung des bestehenden Telefonnetzes auf ein IP-basiertes Netz.

Unsere zentrale Steuerungsgröße Kapitalrendite (ROCE) verbesserte sich in 2014 um 1,7 Prozentpunkte auf 5,5 %. Dazu beigetragen hat eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses (Net Operating Profit after Taxes (NOPAT)), das einen leichten Anstieg des durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögens (Net Operating Assets (NOA)) überkompensierte. Die Verbesserung des NOPAT ist auch durch den Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe sowie den Ertrag aus einer im operativen Segment USA vollzogenen Transaktion über den Erwerb sowie den Tausch von Spektrum positiv beeinflusst. Der Anstieg des durchschnittlichen NOA ist im Wesentlichen auf Vermögenszuwächse in unserem operativen Segment USA zurückzuführen.

Nicht zuletzt war 2014 auch für unsere Aktionäre ein gutes Jahr: Neben der Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 0,50 € je Aktie profitierten sie zudem von einem Kursanstieg um insgesamt 6,6 %.

WICHTIGE EREIGNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 2014 PERSONALIA

Zum 1. Januar 2014 trat Timotheus Höttges die Nachfolge von René Obermann als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG an. Ebenfalls zum Jahresbeginn übernahm Thomas Dannenfeldt als Finanzvorstand den bisherigen Posten von Timotheus Höttges. Beide Wechsel hatte der Aufsichtsrat am 15. Mai 2013 beschlossen. Prof. Dr. Marion Schick, Personalvorstand und Arbeitsdirektorin, hat unseren Konzern zum 30. April 2014 aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Dr. Thomas Kremer hatte Prof. Dr. Marion Schick bereits seit Januar 2014 vertreten und leitet seit ihrem Ausscheiden kommissarisch das Vorstandsressort Personal - zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben als Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance.

MITARBEITER

Tarifabschluss Konzernzentrale und Telekom Deutschland.

Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di einigten sich am 9. April 2014 auf einen Tarifabschluss für die Konzernzentrale und die Telekom Deutschland. Der neue Tarifvertrag, der ab dem 1. Februar 2014 gilt und eine Laufzeit von 24 Monaten hat, sieht vor, die Gehälter von rund 55 000 tariflich Beschäftigten in zwei Stufen anzuheben: zum 1. April 2014 um mindestens 2,5 % und zum 1. Februar 2015 um weitere 2,1 %.

Tarifabschluss T-Systems in Deutschland.

T-Systems und ver.di einigten sich am 30. April 2014 auf einen Tarifabschluss für die rund 20 000 tariflich Beschäftigten von T-Systems in Deutschland. Der Abschluss gilt rückwirkend ab April 2014 und läuft zwei Jahre. Er sieht u. a. vor, die Gehälter der Beschäftigten in zwei Stufen zu erhöhen: zum 1. Juni 2014 um 1,5 % und zum 1. April 2015 um weitere 2,0 %.

Magyar Telekom erzielte Einigung mit Gewerkschaften.

Magyar Telekom einigte sich Ende Juli 2014 mit den Gewerkschaften auf einen Personalabbau sowie Tariferhöhungen für den Zeitraum 2015 bis 2016. Gemäß der Einigung werden in unserem Tochterunternehmen bis zu 1 700 Stellen abgebaut. Die Summe der Abfindungszahlungen für das 2-jährige Personalabbauprogramm wird sich auf rund 39 MIO. € belaufen.

Abfindungs- und Vorruhestandsprogramm Telekom Deutschland.

Im Dezember 2014 hat die Telekom Deutschland Beschäftigten mit Steuerungs- und Querschnittsaufgaben ein spezielles Abfindungs- und Vorruhestandsprogramm angeboten. Dieses Programm soll sozialverträglich Personalkosteneinsparungen analog zur Branchen- und Industrieentwicklung speziell in den administrativen Bereichen ermöglichen.

DIVIDENDE

Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr haben wir unseren Aktionären auch für das Geschäftsjahr 2013 die Möglichkeit angeboten, statt der Auszahlung der Dividende in bar die Umwandlung in Aktien zu wählen. Die Annahmequote von rund 45 % der dividendenberechtigten Aktien übertraf die Erwartungen. Aus der Ausübung des Wahlrechts resultiert eine Erhöhung der Anzahl der ausgegebenen Aktien um knapp 84,4 MIO. Stück auf jetzt fast 4 536 MIO. Stück. Dies entspricht einer Erhöhung des Grundkapitals um fast 2 %. Die Barausschüttung für unsere Aktionäre, die die Option nicht wählten, betrug rund 1,2 MRD. €. Auch für das Geschäftsjahr 2014 erwägen wir, dieses Wahlrecht wieder anzubieten.

UNTERNEHMENSTRANSAKTIONEN

Am 12. Februar 2014 vollzogen wir den Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Holding GmbH an Hellman & Friedman LLC (H&F). Die zuständigen Behörden genehmigten die Transaktion im Januar 2014. Um weiterhin von einer möglichen Wertsteigerung zu profitieren, halten wir noch einen Anteil von rund 30 % an der zu unserem Segment Group Headquarters & Group Services gehörenden Scout24 Gruppe. Am 24. Januar 2014 übernahm die Ringier Digital AG mit dem Erwerb von 100 % der Anteile an der Scout24 International Management AG die mittelbar von der Scout24 Holding GmbH gehaltene 57,6 %-Beteiligung an der Scout24 Schweiz AG. Die Scout24 International Management AG firmiert nun als Classifieds Business Beteiligungs- und Verwaltungs-AG. Der Verkaufspreis für beide Transaktionen betrug insgesamt 1,6 MRD. €. Der Ertrag aus den Entkonsolidierungen einschließlich der neu bewerteten zurückbehaltenen Anteile von rund 30 % lag bei 1,7 MRD. €.

Am 7. Februar 2014 haben wir einen Kaufvertrag unterzeichnet, um die restlichen, noch nicht von uns gehaltenen 39,23 % der Anteile an T-Mobile Czech Republic für 0,8 MRD. € zu erwerben. Vollzogen wurde die Transaktion am 25. Februar 2014. Die Transaktion bedurfte keiner regulatorischen Genehmigung. Mit dem Kauf sind wir auf unserem Weg zum führenden integrierten paneuropäischen Telekommunikationsanbieter wieder ein Stück vorangekommen. T-Mobile Czech Republic wurde bereits in unserem operativen Segment Europa vollkonsolidiert.

Anfang November 2013 hatten wir mit einem Konsortium aus internationalen Private Equity-Investoren einen Vertrag geschlossen, um die GTS Central Europe Gruppe (GTS), einen der führenden infrastrukturbasierten Anbieter von Telekommunikationsdiensten in Zentral- und Osteuropa, für insgesamt ca. 0,5 MRD. € zu übernehmen. Diese Transaktion wurde am 30. Mai 2014 vollzogen. Die zuständigen Behörden hatten dem Erwerb bereits bis zum 15. April 2014 ohne Auflagen zugestimmt. Seit dem 30. Mai 2014 wird GTS in unserem operativen Segment Europa konsolidiert. Mit dem Kauf wollen wir das lokale und paneuropäische B2B-Geschäft stärken und weiterentwickeln.

Seit Dezember 2014 führen wir und Orange Verkaufsverhandlungen mit BT über den Verkauf von jeweils 50 % der Anteile an dem Joint Venture EE. Die Unterzeichnung des Verkaufsvertrags erfolgte am 5. Februar 2015. Nach Vollzug der Transaktion zu einem vereinbarten Kaufpreis von 12,5 MRD. GBP werden wir mit einem Anteil von rund 12 % größter Aktionär von BT werden. Abhängig vom Aktienkurs von BT sowie weiteren Faktoren beim Vollzug der Transaktion können wir neben dem 12 %-Anteil an BT auch eine Barkomponente erhalten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der BT-Aktionäre sowie der zuständigen Behörden. Die Transaktion bietet uns die Gelegenheit, an den Chancen von BT als integriertem Anbieter im Festnetz und im Mobilfunk beteiligt zu sein.

ERWEITERUNG MARKENPRÄSENZ

Seit September 2014 agieren unsere rumänischen Beteiligungen Romtelecom und Cosmote Romania unter der Marke "Telekom" und wurden in diesem Zusammenhang in Telekom Romania bzw. Telekom Romania Mobile umfirmiert. Ihr offizielles Markenzeichen ist das bekannte T-Logo mit dem dazugehörigen Markenversprechen "Erleben, was verbindet". Dies ist ein weiterer Schritt zum Ausbau unserer Marktpräsenz in Europa und im Sinne unserer Strategie, durch Technologie-Führerschaft das beste Kundenerlebnis zu bieten.

Im November 2014 eröffneten wir unseren 1 000. Exklusiv-Shop in Köln. Unsere Exklusiv-Shops, die ausschließlich unsere eigenen Produkte und Services verkaufen, sind ein wichtiger Vermarktungskanal: Sie garantieren unseren ausgezeichneten Service sowie unsere kompetente Beratung und machen unser komplettes Portfolio für Kunden erlebbar.

INVESTITIONEN IN NETZE UND NEUE SPEKTREN

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

In unserem operativen Segment Deutschland kommen wir mit der Umsetzung unserer integrierten Netzstrategie gut voran.

Der Glasfaser-Ausbau in Deutschland läuft auf Hochtouren: Zum Ende des Berichtsjahres erreichten wir eine Abdeckung von 44,4 %; dies entspricht etwa 18,7 Millionen Haushalten. Darüber hinaus vermarkten wir seit September 2014 VDSL-Anschlüsse mit der neuen Vectoring-Technologie. Damit ermöglichen wir Kunden Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s im Download und bis zu 40 MBit/s im Upload.

Wir rüsten unser LTE-Mobilfunknetz weiter auf: Dazu bauen wir in den städtischen Ballungsräumen neben den 1,8 GHz-Frequenzen auch die 2,6 GHz-Frequenzen weiter aus. Die Kombination der beiden LTE-Frequenzen schafft zusätzliche Kapazität und somit eine maximale Übertragungsrate von bis zu 300 MBit/s. Aktuell versorgen wir bereits rund 80 % der Bevölkerung mit schnellem Internet via LTE mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 MBit/s; das sind rund 65,3 Millionen Einwohner.

Die IP-Transformation ist in vollem Gange: Bis Ende 2014 haben wir mehr als 5,8 Millionen Festnetz-Anschlüsse (Retail und Wholesale) auf die IP-Technologie migriert und damit eine IP-Quote von 25 % erreicht. Zeitweise stellten wir wöchentlich bei bis zu 60 000 Kunden um - und das bei laufendem Betrieb. Für unsere Kunden bringt die IP-Technologie viele Vorteile wie z. B. eine Sprachübertragung in HD-Qualität für Telefonate zwischen Festnetz und Mobilfunk.

Den Netzausbau führt T-Mobile US mit beschleunigtem Tempo fort.

Das 4G-/LTE-Netz von T-Mobile US erreicht mittlerweile eine Abdeckung von 265 Millionen Einwohnern. Rapide setzt das Unternehmen den Netzausbau des breitbandigen LTE fort. Parallel dazu baut es auch das 700 MHz-Spektrum aus dem A-Band sowie 4G/ LTE im 1 900-PCS-Spektrum aus. Darüber hinaus hat T-Mobile US als erster Anbieter VoLTE (Voice over LTE) eingeführt und erstmals eine landesweite VoLTE-Versorgung erreicht - mit einer Abdeckung von über 200 Millionen Menschen.

T-Mobile US erwarb von Verizon Communications Ende April 2014 Spektrum aus dem A-Band im Bereich von 0,7 GHz. Ebenfalls Ende April tauschten beide Unternehmen bestimmte AWS- und PCS-Spektren; Basis dafür war eine Vereinbarung von November 2013. Das neue Spektrum erreicht über 150 Millionen Einwohner in 23 Märkten: Dies entspricht rund 50 % der US-amerikanischen Bevölkerung bzw. 70 % der Kunden von T-Mobile US. Im Rahmen von Transaktionen mit verschiedenen anderen Gesellschaften beabsichtigt T-Mobile US, gegen Barmittel oder im Tausch gegen bestimmte AWS- und PCS-Spektrumlizenzen zusätzliches 700 MHz-Spektrum im A-Band sowie AWS- und PCS-Spektrum zu erwerben, mit dem eine Bevölkerungsabdeckung von mehr als 40 Millionen Menschen erreicht werden kann. Nach Vollzug bestimmter noch nicht abgeschlossener Transaktionen wird T-Mobile US Spektrum zur Abdeckung von über 185 Millionen Einwohnern besitzen. Des Weiteren hat sich T-Mobile US als Bieter an der Auktion von AWS-3-Spektrum, die am 29. Januar 2015 endete, beteiligt.

Schnell und kontinuierlich verbessert T-Mobile US die Geschwindigkeit, Kapazität und Abdeckung innerhalb des gesamten Netzes. Bereits vor dem Zusammenschluss mit MetroPCS hatte T-Mobile USA Integrationspläne erarbeitet, die vorsahen, u. a. das CDMA-Netz (Code Division Multiple Access (CDMA)) von MetroPCS und bestimmte überzählige Basisstationen abzuschalten; im Juli 2014 hat T-Mobile US mit der Abschaltung begonnen. So kann T-Mobile US Netzsynergien realisieren, die sich aus dem Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS ergeben.

Auch in unserem operativen Segment Europa setzen wir unsere integrierte Netzstrategie entschlossen um. In Polen bieten wir seit Anfang Juni 2014 LTE-Mobilfunk-Technik an. Albanien ausgenommen sind wir also in allen unseren europäischen Mobilfunk-Märkten mit LTE vertreten. In Griechenland, Ungarn und Polen haben wir erfolgreich an Lizenzversteigerungen teilgenommen.

→ Weitere Informationen zu der Vergabe von Mobilfunk-Frequenzen finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld".

In unseren Landesgesellschaften nahm die Migration auf IP-basierte Anschlüsse deutlich an Fahrt auf: In EJR Mazedonien und der Slowakei konnte sie bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt erzielten wir zum Ende des Berichtsjahres einen Anteil aller IP-basierten Anschlüsse von 38,6 %; dies entspricht etwa 3,5 Millionen Anschlüssen.

T-Systems baut den IT-Standort Deutschland weiter aus. In Biere bei Magdeburg eröffneten wir Anfang Juli 2014 das größte und modernste Rechenzentrum des Landes. Damit können wir auch zukünftig die stark wachsende Nachfrage nach sicheren Cloud-Diensten aus Deutschland bedienen. Bis 2018 wird T-Systems die IT-Produktion an elf internationalen Standorten bündeln. Das Rechenzentrum in Biere wird dabei zu einem wichtigen Drehkreuz der weltumspannenden Rechenzentrumsinfrastruktur.

REGULIERUNGSENTSCHEIDUNGEN

Am 29. Juli 2014 erging - nach Abschluss der europäischen Notifizierung - die finale Entscheidung der BNetzA (Bundesnetzagentur), Vectoring in Deutschland einzusetzen. Mit der Vermarktung der VDSL-Anschlüsse mit Vectoring-Technologie starteten wir am 1. September 2014.

Regionale Deregulierungsansätze der BNetzA.

Nach einem ersten Textentwurf erwägt die Regulierungsbehörde, erstmals den Bitstrommarkt in einzelnen Regionen zu deregulieren. Aufgrund des starken Wettbewerbsdrucks, der von Kabelnetz-Betreibern und TAL-Nachfragern auch in weiteren Regionen ausgeht, sehen wir weiteres Deregulierungspotenzial. Das Verfahren wird voraussichtlich Mitte 2015 abgeschlossen werden.

BNetzA senkt Interconnection-Entgelte in Deutschland ab.

Die BNetzA hat zum 1. Dezember 2014 im Rahmen einer vorläufigen Genehmigung die Entgelte für die Terminierung von Gesprächen in das Fest- und Mobilfunknetz der Telekom Deutschland um 20 % (Festnetz) bzw. ca. 4 % (Mobilfunknetz) abgesenkt. Eine finale Entgeltentscheidung ergibt sich erst nach Abschluss des EU-weiten Konsolidierungsverfahrens.

→ Über weitere regulatorische Entscheidungen in 2014 informieren wir Sie ausführlich im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld". Weitere Entwicklungen im Bereich Regulierung, die bislang für uns nicht abschätzbar sind, erläutern wir im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management".

KOOPERATIONEN

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Partnerschaften und Kooperationen spielen für den Erfolg unseres Konzerns eine große Rolle. Im Jahr 2014 gingen wir eine Vielzahl von Kooperationen ein bzw. bauten diese aus. Einige möchten wir im Detail vorstellen:

Anfang Juli 2014 vereinbarten wir mit salesforce.com eine umfassende Partnerschaft: Zum einen wird der US-amerikanische Marktführer für geschäftliche Cloud-Lösungen künftig Rechenzentrumsleistungen von T-Systems in Deutschland nutzen. Zum anderen starteten wir mit Abschluss des Vertrags im Juli 2014 den gemeinsamen Vertrieb der Cloud-Lösung "Salesforce1". Die Software für Kundenbeziehungs-Management hilft Mittelständlern, das Verhalten ihrer Kunden in der digitalen Welt besser zu analysieren.

Im Oktober 2014 gingen wir eine Partnerschaft mit dem führenden Cyber Security-Spezialisten FireEye ein: Die FireEye-Lösungen ergänzen das von uns entwickelte Security-Portfolio "Advanced Cyber Defense", das auf die Sicherheitsanforderungen von internationalen Großkonzernen zugeschnitten ist. Damit bieten FireEye und T-Systems erstmals einen durchgängig gemanagten Service an, um Unternehmen schnell und wirkungsvoll vor IT-Spionage und Cyber-Attacken zu schützen.

T-Systems und der IT-Konzern Cisco Systems wollen in einer strategischen Partnerschaft eine sichere Cloud in Europa aufbauen. T-Systems soll daher Mitbegründer des weltgrößten Cloud-Netzwerks "Intercloud" werden. T-Systems betreibt und vermarktet die europäische Plattform. Mit der Intercloud-Technologie sind wir in der Lage, zukünftig Cloud Services für Mittelständler und Großkunden aus einer Hand anzubieten - und zwar auf Basis deutscher Sicherheitsanforderungen.

In Kooperation mit dem Halbleiterhersteller Infineon präsentierten wir auf dem nationalen IT-Gipfel im Oktober 2014 eine Sicherheitslösung "made in Germany" für die vernetzte Produktion (Industrie 4.0): Wir zeigten, wie es möglich ist, sensible Produktionsdaten über einen lückenlos sicheren Kommunikationskanal zwischen zwei deutschen Standorten zu übermitteln. Als vertrauenswürdiger Partner stellen wir der vernetzten Industrie schon heute Sicherheitslösungen bereit; schließlich ist Datensicherheit die Voraussetzung für den Erfolg von Industrie 4.0.

Die Teilnehmer der Brancheninitiative "E-Mail made in Germany" schlossen die Verschlüsselung ihres gesamten E-Mail-Verkehrs zum 29. April 2014 ab. Damit kommunizieren rund 50 Millionen deutsche Privatkunden von Deutsche Telekom, freenet, GMX und WEB.DE im Mailverbund automatisch verschlüsselt - unabhängig vom genutzten E-Mail-Programm. Alle Daten sollen vereinbarungsgemäß ausschließlich in Deutschland verarbeitet und gespeichert werden.

Ende Oktober 2014 starteten wir unser europäisches M2M-Programm, um international eine große Bandbreite an M2M-Lösungen anbieten zu können. Zusätzlich hilft das Programm unseren Partnern, ihre M2M-Lösungen europaweit zu vermarkten. Zum Programmstart waren 34 Lösungen von insgesamt 15 Partnern, u. a. aus Polen, den Niederlanden, der Slowakei, Ungarn und der Tschechischen Republik, für eine Teilnahme nominiert. Das Komitee des M2M-Partnerprogramms überprüft und gewährt Partnerschaften, wenn die umfangreichen Voraussetzungen für eine internationale Vermarktung erfüllt sind.

Für unsere Smart Home-Plattform QIVICON haben wir fast 20 weitere Plattform- und Vertriebspartner im Berichtsjahr hinzugewonnen: Zu den neuen Partnern zählen u. a. Sonos, der führende Anbieter drahtloser Musiksysteme, Netatmo, ein französischer Hersteller von Wetterstationen und intelligenten Heizungssteuerungen, Philips Lighting und OSRAM, die Anbieter innovativer Beleuchtungssysteme, sowie Huawei, ein chinesischer Anbieter von Informations- und Telekommunikationslösungen. Zudem kooperiert die Telekom Deutschland im Rahmen eines Pilotprojekts mit ihrem Smart Home-Angebot mit Deutschlands führendem Versicherungsunternehmen Allianz Deutschland. Mittlerweile arbeiten insgesamt über 30 Partner aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen zusammen, um Verbrauchern Produkte anzubieten, mit denen sich das Zuhause intelligent steuern lässt. Darüber hinaus trat QIVICON einer der größten unabhängigen Entwickler-Communitys - der Eclipse Foundation - bei und wird so seine Plattform für Entwickler und Start-ups öffnen.

Durch die Zusammenarbeit mit der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft wurden bis Ende 2014 in Berlin mehr als 26 000 Wohnungen an unser Glasfasernetz zur Versorgung mit "TeleVision", unserem Kabelfernsehen-Produkt, angeschlossen. Angeboten werden darüber hinaus unser IPTV-Angebot "Entertain" sowie Telefon- und Internet-Anschlüsse.

Dank einer Partnerschaft mit der ProSiebenSat.1 Media AG, die wir im Februar 2014 eingingen, können "Entertain" Kunden seit Mitte des Jahres auch die On-Demand-Dienste der Sendergruppe nutzen. Auswählen können sie mit dem maxdome-Abo-Paket aus Deutschlands größter Online-Videothek mit mehr als 50 000 Titeln. Zudem ist es möglich, über 1 000 Inhalte aus dem Mediatheken-Angebot der Sendergruppe kostenlos anzuschauen. Darüber hinaus nahmen wir als erster TV-Anbieter Netflix in unser Angebot auf: Per Abo können "Entertain" Kunden nun alle Inhalte des führenden US-amerikanischen Video Streaming-Dienstes in SD- und HD-Qualität abrufen.

Die strategische Zusammenarbeit von T-Mobile Polska und TVN SA, einem der führenden polnischen Privatsender, ermöglichte im Dezember 2014 den Start des neuen mobilen TV-Angebots "T-Mobile Zone" in Polen. Kunden der T-Mobile Polska können die Inhalte der Sendergruppe als Video-on-Demand-Dienste über ein monatliches Abo-Modell buchen und immer und überall per mobilem Endgerät anschauen.

Der E-Reader tolino ist seit Mitte Juli 2014 auch in Belgien verfügbar. Als internationaler Partner bietet Standaard Boekhandel den tolino in seinen Filialen und in seinen Webshops an und will damit E-Reading-Angebote im belgischen Markt etablieren. Eine weitere Partnerschaft sind wir im Oktober 2014 mit dem Buchgroßhändler Libri eingegangen. Libri betreibt die Shop-Technologie für ein großes Netzwerk von Online-Shops. Über 1 000 Online-Shops bieten in Zukunft die komplette tolino Produktfamilie an.

NEUE GROSSKUNDENVERTRÄGE

Im Berichtsjahr war insbesondere die Cloud ein Geschäftstreiber, aber auch in anderen Bereichen konnten wir erfolgreich verschiedene Aufträge abschließen, verlängern oder erweitern. Beispielhaft stellen wir einige neue Großkundenverträge vor:

T-Systems und SABMiller, einer der weltweit größten Brauereikonzerne, haben einen Vertrag über IT- und Telekommunikationsdienstleistungen für die nächsten fünf Jahre abgeschlossen. Zukünftig werden die Standorte von SABMiller in aller Welt über unser globales Hochgeschwindigkeitsnetz verbunden.

Mit dem Automobilhersteller Daimler haben wir einen Vertrag mit einem Auftragsvolumen im dreistelligen Millionenbereich abschließen können: T-Systems übernimmt in allen wichtigen Geschäftsbereichen bei Daimler langfristig die alleinige Verantwortung für Wartung, Entwicklung und Integration von zahlreichen Software-Anwendungen. Zusätzlich werden beide Unternehmen bei zukunftsträchtigen Themen zusammenarbeiten, wie z. B. der Vernetzung von Automobilen und dem Cloud-basierten Arbeitsplatz.

Unsere T-Systems-Tochtergesellschaft Satellic N. V. hat in Belgien den Auftrag erhalten, ein satellitengestütztes Mauterhebungssystem für Lkw zu errichten und zu betreiben. Satellic und Viapass, die in Belgien zuständige Behörde, unterzeichneten den entsprechenden Vertrag am 25. Juli 2014. Die Vereinbarung, die eine Laufzeit von mindestens zwölf Jahren hat, sieht in einem ersten Schritt vor, dass Satellic das Mautsystem in den kommenden 18 Monaten aufbaut. Satellic gehört zu 76 % T-Systems und zu 24 % der STRABAG AG.

Im November 2014 verlängerte der Versicherungskonzern ergo seinen Sourcing-Vertrag: T-Systems stellt nun bis 2020 alle Telekommunikationsdienstleistungen für den Austausch von Sprache und Daten an rund 300 ERGO-Standorten bereit. Seit Beginn der Partnerschaft in 2010 haben wir die Telekommunikationslandschaft des Versicherers nach und nach modernisiert und die Kosten gesenkt.

T-Systems hat mit ThyssenKrupp einen der größten Verträge unserer Unternehmensgeschichte geschlossen. ThyssenKrupp verlagert mit unserer Hilfe zukünftig rund 80 000 Computerarbeitsplätze und 10 000 Server-Systeme in 34 Ländern in die Cloud. Der Vertrag besteht aus zwei Bausteinen: Zum einen bieten wir Dynamic Workplace Services an. Mitarbeiter können damit ihre Arbeitsplatzdienste weltweit flexibel und einfach auf diversen Endgeräten nutzen sowie Daten und Dokumente sicher austauschen. Zum anderen transferieren wir IT-Prozesse und -Services in unsere Rechenzentren.

Im Dezember 2014 verlängerte der Bund den mit Toll Collect, unserem Konsortium mit Daimler und der französischen Cofiroute, abgeschlossenen Vertrag zur Erhebung der Lkw-Maut um weitere drei Jahre bis 2018. Zudem erhielt Toll Collect den Auftrag, die Mautpflicht für Lkw ab 7,5 Tonnen umzusetzen. Außerdem sollen weitere rund 1 100 Kilometer Bundesstraße für Lkw mautpflichtig werden.

INNOVATIONEN

Als eines der weltweit führenden Telekommunikationsunternehmen legen wir einen besonderen Fokus auf Innovationen. Neben der Entwicklung eigener Dienste und Produkte integrieren wir durch Kooperationen und Unternehmensbeteiligungen auch erfolgreich Neues von außen. Mehr Informationen z. B. zu unserem Investment Engagement in den Bereichen Venture Capital und Technologie-Innovation mit der neu gegründeten Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP), zu unserem mit China Mobile vereinbarten Gemeinschaftsunternehmen für das vernetzte Auto oder aber zu unserer Forschungskooperation mit Siemens zur Weiterentwicklung von Industrie 4.0 finden Sie im Kapitel "Innovation und Produktentwicklung".

→ Mehr Informationen finden Sie im Kapitel "Innovation und Produktentwicklung".

NEUE PRODUKTE UND TARIFE

Wir haben auch in 2014 wieder neue Dienste, Produkte und Tarife auf den Markt gebracht. Einige davon stellen wir nachfolgend vor:

Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin Anfang September 2014 fiel der Startschuss für unser erstes integriertes Privatkundenangebot: Mit MagentaEINS bieten wir unseren Kunden in Deutschland attraktive Pakete an, die Mobilfunk und Festnetz clever miteinander verbinden. MagentaEINS ist gleichzeitig der Einstieg in eine neue Produktwelt: Reine Mobilfunk-Angebote werden unter MagentaMobil und reine Festnetz-Produkte unter MagentaZuhause zusammengefasst. Darüber hinaus umfassen MagentaEntertainment, MagentaWohnen und MagentaService weitere Angebote und Produkte, aus denen sich individuelle Lösungen zusammenstellen lassen.

Ebenfalls auf der IFA kündigten wir als weltweit einer der ersten Anbieter einen neuen Hybrid Router an: Der "Speedport Hybrid" bündelt beim Surfen zu Hause automatisch die Bandbreiten aus Festnetz und Mobilfunk. DSL und LTE arbeiten so Hand in Hand und ermöglichen auch in weniger gut versorgten Gebieten einen schnellen Internet-Zugang. Im Herbst 2014 haben wir - zunächst in einigen Bundesländern - begonnen, Hybrid-Tarife zu vermarkten; ab Frühjahr 2015 bieten wir sie bundesweit an.

T-Mobile US hat im Geschäftsjahr 2014 das "Uncarrier"-Wertversprechen weiter fortgesetzt: Im Dezember 2014 wurde die Phase 8.0 der "Uncarrier"-Initiative eingeleitet. Den Kunden wurde hier die Möglichkeit gegeben, nicht genutztes Datenvolumen für die Hochgeschwindigkeitsübertragung jeden Monat in ein persönliches Depot, den sog. "Data Stash", zu übertragen, sodass sie diese Volumina innerhalb eines Jahres nach Bedarf in Anspruch nehmen können.

Zur CeBIT im März 2014 ging unsere "Mittelstandsinitiative" an den Start. Ihr Ziel: ein standardisiertes, kostengünstiges und auf den Bedarf von kleinen und mittelständischen Unternehmen zugeschnittenes Angebot aus IT- und Telekommunikations-Services. Ein wichtiger Baustein der Initiative ist es, verstärkt integrierte Produkte sowie Cloud-Lösungen anzubieten. Neue Cloud-Angebote sind z. B. die "DeutschlandLAN Telefonanlagen aus dem Netz", "Managed Workplace" - gehostete Desktops aus der Private Cloud - und "TeamLike", ein soziales Unternehmensnetzwerk.

Unser Portfolio an Sicherheitslösungen erweiterten wir im Geschäftsjahr kontinuierlich: Zum Beispiel schützt "Corporate Security Hub" die mobilen Endgeräte von Mitarbeitern vor Angriffen und Schadprogrammen. Einen zusätzlichen Schutz bietet die Verschlüsselung der Kommunikation über eine gesicherte Verbindung. Als einer der ersten Anbieter haben wir im August dieses Jahres eine mobile Verschlüsselungslösung für Smartphones auf den Markt gebracht. Die sog. "Mobile Encryption App" für Android- und iOS-Geräte ist weltweit einsetzbar: Im Gegensatz zu anderen Lösungen funktioniert sie in jedem Telefonnetz und sogar ohne SIM-Karte über WLAN oder eine Satellitenverbindung. Selbst in Ländern, in denen das Telefonieren über das Internet blockiert wird, kann man mithilfe der App verschlüsselt kommunizieren.
→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Unser Produkt MyWallet führten wir im Mai 2014 in Deutschland und in der Slowakei ein. In Polen war es schon 2012 erfolgreich an den Start gegangen. MyWallet macht das Smartphone zur digitalen Brieftasche; zukünftig können auch Fahrscheine, Tickets oder Zugangs- und Kundenkarten hinterlegt werden. Auch in unserer Landesgesellschaft in Ungarn haben wir im Berichtsjahr einen Dienst für mobiles Bezahlen eingeführt.

Eine mobile Ticketausgabe stellte Ende Oktober 2014 unsere kroatische Beteiligung Hrvatski Telekom in Zusammenarbeit mit der Etranet Group vor: Mit dem Cloud-basierten "Mobile Issuing Service" können Tickets für den Personenverkehr, Parkscheine, Eintrittskarten für Kino, Theater sowie Messen und Ausstellungen verkauft werden - inkl. Prüfung und Abrechnung.

Noch mehr Kunden-Service bieten wir seit November 2014 mit der neuen "Telekom hilft"-Video App: Unsere persönliche Beratung ist nun erstmals mobil. Mit der App kontaktieren unsere Kunden unsere Kundenberater per Video-Chat; diese helfen ihnen dann z. B. dabei, einen Router zu installieren oder Dokumente auszufüllen. Mit solchen einfachen und schnellen Services wollen wir unsere Kunden begeistern.

AUSZEICHNUNGEN

Regelmäßig werden wir für unser hervorragendes Netz und unseren Service geehrt. Insbesondere unsere hochmodernen Netze konnten in unserem Heimatmarkt Deutschland in allen großen Netztests den Spitzenplatz belegen. Auch in unseren Landesgesellschaften des operativen Segments Europa konnten wir gute Noten erzielen. Hier einige ausgewählte Auszeichnungen, die wir 2014 erhalten haben:

Erneut setzten wir als Netzbetreiber in Deutschland Maßstäbe und eroberten zum vierten Mal in Folge beim großen Mobilfunknetz-Test des Fachmagazins "connect" Anfang Dezember 2014 die Spitzenposition: Wir erhielten als einziger Anbieter die Note "sehr gut". Bereits im Mai 2014 wurden wir von den "connect"-Lesern mit gleich sieben ersten Plätzen ausgezeichnet, darunter in den wichtigsten Kategorien "bester Mobilfunknetz-Betreiber" sowie "bester Festnetz-Anbieter des Jahres 2014". Hinzu kommen die Auszeichnungen für unsere Zweitmarke "congstar" als bester Mobilfunk-Anbieter sowie für T-Mobile Austria als bester Mobilfunknetz-Betreiber Österreichs. Auch im großen "Computer Bild"-Mobilfunk-Test wurden wir Testsieger. Der Test verglich erstmals die Netze in 100 Städten und basierte anders als herkömmliche Tests auf realen Nutzerdaten. Ebenso belegten wir im Oktober 2014 beim großen Mobilfunknetz-Test von "CHIP" erneut den ersten Platz. Das Fachmagazin bescheinigt uns das beste Netz - sowohl zum Telefonieren als auch zum Surfen, wobei besonders die hohen Datenraten überzeugten. Der Test betrachtete auch speziell LTE, wobei wir ebenfalls punkten konnten.

Im großen Netztest 2014 der Fachzeitschrift "connect" konnten wir erneut mit unserem Festnetz überzeugen. Die Tester haben die Festnetze verschiedener Anbieter in Deutschland unter die Lupe genommen und in rund 1,6 Millionen Messungen die Qualität und die Leistungsfähigkeit von DSL- und Breitband-Kabelanschlüssen untersucht. Das Testergebnis: Dank überzeugender Leistungen in allen getesteten Disziplinen setzten wir uns auch 2014 wieder an die Spitze aller Anbieter.

Im Hotline-Test 2015 des Computermagazins "CHIP" punkteten wir im Gesamtergebnis durchgängig im oberen Bereich. In einem 6-wöchigen Test wurden die Hotlines von 250 Unternehmen aus 16 Branchen insbesondere in puncto Service und Wartezeit sowie Erreichbarkeit und Transparenz auf den Prüfstand gestellt. Ausdrücklich gelobt wurde die gute und freundliche Beratung unserer Hotline bei Festnetz und Internet. Im Service punkteten wir bei Entertain und Webhosting. Bei Erreichbarkeit und Wartezeit wurden im Mobilfunk sehr gute Werte erzielt, auch bei Festnetz erhielten wir ein "sehr gut" für die Erreichbarkeit. Auch unsere kostenlose Mobilfunk-Hotline konnte beim Service-Test von "connect" überzeugen und belegte vor allen anderen Mobilfunk-Anbietern in Deutschland Platz 1. Dabei lobten die Tester insbesondere die Erreichbarkeit, Freundlichkeit sowie den E-Mail-Service unserer Hotline.

Wir überzeugten auch international: Cosmote, Tochter unserer griechischen Beteiligung OTE, bietet das schnellste Netz für mobiles Internet in Griechenland. Dies bestätigte der unabhängige Speed-Test von Ookla im April 2014. Das Cosmote Netz ist sogar um 27 % schneller als das des zweitplatzierten Anbieters. Darüber hinaus zeichnete P3 Communications, ein führender, international tätiger Ingenieurdienstleister im Bereich Telekommunikation, den mobilen Daten-Service der OTE-Tochter im Juni 2014 gleich zweifach aus. Das führende österreichische Technologie-Portal "Futurezone" bescheinigte T-Mobile Austria in der Kategorie "Mobiles Browsen", der schnellste unter den österreichischen Anbietern zu sein. In der Gesamtbewertung erhielt T-Mobile Austria als verlässlicher Herausforderer des Marktführers in allen Bereichen den zweiten Platz.

Im September 2014 hat das unabhängige IT-Research- und Beratungsunternehmen Experton zum zweiten Mal Big Data-Anbieter in Deutschland bewertet und dazu 121 IT-Unternehmen analysiert. Das Ergebnis: T-Systems gehört zu den drei besten Anbietern in den Kategorien "Big Data Operations", "Big Data Security Analytics" und "Big Data Consulting & Solutions". Dies ist u. a. unserer Neuausrichtung zu verdanken: Wir wollen neue Geschäftsmodelle in Wachstumsfeldern wie Big Data, Cloud Computing oder Cyber Security stärken, um auf dem hart umkämpften IT-Markt fit zu sein für die Zukunft.

"Brand Finance Global 500" ermittelte die Deutsche Telekom als wertvollste deutsche Marke. Dabei ist unsere Top-Platzierung v. a. auf das erfolgreiche Redesign unserer Dachmarke zurückzuführen. Aus der größten Verbraucherstudie in Europa "European Trusted Brands 2014" gingen wir als vertrauenswürdigste deutsche Marke hervor. Überzeugen konnten wir dabei hauptsächlich in den Kategorien "Mobilfunk-Service" und "Internet-Anbieter".

Unsere ökologischen und sozialen Leistungen werden honoriert. Klimaschutz, Kundenorientierung, Vermeidung von Elektroschrott und eine nachhaltige Zulieferkette: Mit diesen Akzenten überzeugten wir beim diesjährigen "oekom Industry Report Telecommunications" und belegten den ersten Platz beim oekom-Branchenrating. Die oekom GmbH hatte insgesamt 108 Telekommunikationsunternehmen analysiert, u. a. ihre Nachhaltigkeitsleistungen und deren zeitliche Entwicklung. Für unseren CR-Bericht "Wir leben Verantwortung" haben wir den von dem gleichnamigen Verlag verliehenen Econ-Award in der Kategorie "Online-Reporting" erhalten - als einziger Gewinner mit der höchsten Auszeichnung "Platin". Wie die Jury befand, besticht unser CR-Bericht durch seine Berichterstattung in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft.
→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Mit vernetzten Erntemaschinen hatten wir uns in einer Forschungskooperation mit dem Landmaschinenkonzern CLAAS intensiv beschäftigt. Mit diesem Projekt haben wir in dem bundesweiten Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" 2014/15 einen Platz unter den Preisträgern erobert und gezeigt, wie gut Industrie 4.0 auch in der Landwirtschaft funktioniert. So wird z. B. automatisch gemeldet, wenn der Korntank des Mähdreschers voll ist. Die Maschinen sind mit Sensoren ausgestattet, die über Mobilfunk im Sekundentakt Daten versenden und den Fahrern in Echtzeit Informationen zum Erntestand übermitteln. So lassen sich nicht nur die Arbeitsabläufe verbessern, sondern u. a. auch Zeit, Kraftstoff und somit CO2 einsparen.
→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Beim "Top Marka"-Ranking, indem die Reichweite von Print- und elektronischen Medien ermittelt wird, belegte T-Mobile Polska zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz in der Kategorie "Telekommunikation". Unsere Tochter T-Mobile Czech Republic wurde im September in Prag als "Superbrand" für ihre außergewöhnlichen Marketing-Kampagnen und erfolgreichen Werbemaßnahmen ausgezeichnet. Ende des Jahres erhielt die OTE bei dem 16. Internationalen InfoCom World Congress die Auszeichnung als "Unternehmen des Jahres", insbesondere für ihre herausragende Rolle im griechischen Telekommunikationsmarkt sowie für ihre Investitionen in Innovation, Infrastruktur und in das Wachstum Griechenlands. Magyar Telekom hat den besten Online-Kunden-Service: Das bestätigte im November 2014 der Wettbewerb "Excellence in Customer Service", der größte und wichtigste Wettbewerb in Sachen Kundenzufriedenheit in Ungarn.

Für die beste Investor Relations (IR)-Arbeit in der Kategorie der DAX 30-Unternehmen erhielten wir den Deutschen Investor Relations Preis 2014. Im Thomson Reuters Extel Survey gaben 16 000 Investoren und Analysten aus mehr als 75 Ländern ihre Stimme ab: Sie zeichneten uns für die beste Investor Relations-Arbeit in Europa über alle Branchen hinweg aus. Unser Bereich Mergers & Acquisitions gewann den Corporate Finance Award - eine Anerkennung für den erfolgreichen Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS.
→ Informationen zu unseren Auszeichnungen im Rahmen unserer Personalarbeit finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter".

RECHTSVERFAHREN

Folgende Verfahren haben wir im Berichtsjahr abgeschlossen: "MetroPCS - Klage gegen den Zusammenschluss von MetroPCS und T-Mobile USA", "GSM-Frequenzverlängerung", "LTE-Frequenzvergabeauktion T-Mobile Austria" sowie "Fakturierung von Premium-SMS-Inhalten" bei der T-Mobile US.

→ Mehr Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Risiko und Chancen- Management".

KONZERNSTRUKTUR

■ Geschäftstätigkeit und Organisation ■ Leitung und Kontrolle

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND ORGANISATION

Wir wollen auch in Zukunft erfolgreich sein. Darum entwickeln wir uns schon heute von der klassischen Telefongesellschaft hin zu einem Service-Unternehmen mit ganz neuen Perspektiven. Unser Ziel haben wir dabei immer klar vor Augen: der führende europäische Telekommunikationsanbieter zu werden. Die Basis dafür ist und bleibt unser Kerngeschäft: der Aufbau, der Betrieb und die Vermarktung von Netzen und Anschlüssen. Zugleich engagieren wir uns intensiv in Geschäftsfeldern, in denen sich neue Wachstumschancen bieten.

Um uns herum entsteht eine "Gigabit-Gesellschaft", in der schnelles Internet zu Hause wie unterwegs völlig selbstverständlich ist. Das digitale Zeitalter verändert unsere Kommunikation von Grund auf. Internet-Anwendungen sind längst unverzichtbarer Bestandteil des Lebens. Was vor wenigen Jahren noch Utopie war, ist nun Realität: Filme aus dem Internet zu laden, Fußballspiele auf dem Handy zu sehen, Fotos oder Videos via Smartphone zu verschicken und sie über soziale Netzwerke mit Freunden zu teilen.

Technisch gesehen müssen also immer größere Datenmengen in immer größerer Geschwindigkeit transportiert werden. Das wollen wir als Deutsche Telekom möglich machen. Darüber hinaus ist es unser Ziel, unseren Kunden Festnetz, Mobilfunk, Internet und Internetbasiertes Fernsehen aus einer Hand zu bieten und sicheren Zugang zu allen privaten Daten zu gewährleisten - und zwar unabhängig von Standort und Endgerät. Für die "Gigabit-Gesellschaft" braucht es aber auch immer leistungsfähigere Netze. Wir bauen diese Netze: Netze, die nicht nur in Zukunft den enorm wachsenden Bedarf an Bandbreite decken, sondern die auch intelligent genug sind, um ganzen Branchen neue Geschäftsfelder zu eröffnen, wie z. B. dem Energiesektor, dem Gesundheitswesen oder der Automobilindustrie.

Aber es geht um mehr. Denn in vielen Bereichen werden in den kommenden Jahren gesellschaftlich wichtige Weichen gestellt. Dass wir auch dort unseren Beitrag leisten wollen, gebietet unser Verständnis einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Wir glauben, dass wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte miteinander vereinbar sind, und legen Nachhaltigkeit unserem Handeln zugrunde. Dass wir ein konzernübergreifend verbindliches Klimaschutzziel verabschiedet und als erstes DAX 30-Unternehmen eine Frauenquote im Management eingeführt haben, sind nur zwei Beispiele dafür. Das Fundament für unsere verantwortungsvolle Unternehmensführung und den geschäftlichen Erfolg bilden unsere gemeinsamen Unternehmenswerte und unsere Leitlinien, die wie folgt lauten:

Kunden begeistern und Dinge einfacher machen,

Integrität und Wertschätzung leben,

Offen zur Entscheidung - geschlossen umsetzen,

An die Spitze! Leistung anerkennen - Chancen bieten,

Ich bin die Telekom - auf mich ist Verlass.

Hiermit heben wir uns vom Wettbewerb ab: Unsere Leitlinien erhöhen unsere Glaubwürdigkeit und das Vertrauen unserer Kunden und Aktionäre in die Stärke und Leistungsfähigkeit unseres Konzerns. Gleichzeitig verbessern sie die Erfahrungen der Kunden mit unseren Mitarbeitern, unseren Produkten und Dienstleitungen. Anders ausgedrückt: Wir wollen ein nachhaltig wachsendes Unternehmen sein, das seine Kunden begeistert, das für seine Anleger Wert schafft und in dem die Mitarbeiter gerne arbeiten.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Geschäftstätigkeit: führender integrierter Telekommunikationsanbieter.

Wir gehören mit rund 151 Millionen Mobilfunk-Kunden, 30 Millionen Festnetz- und mehr als 17 Millionen Breitband-Anschlüssen zu den führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit. Unseren Kunden bieten wir Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz/Breitband, Mobilfunk, Internet und Internetbasiertes Fernsehen für Privatkunden sowie ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden. Dabei richten wir uns international aus und sind in über 50 Ländern vertreten. Mit 37,7 MRD. € erwirtschafteten wir im Geschäftsjahr 2014 mehr als 60 % unseres Konzernumsatzes außerhalb Deutschlands. Insgesamt beschäftigen wir rund 227 800 Mitarbeiter (31. Dezember 2014).

Das Festnetz-Geschäft umfasst alles rund um die Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitband-Technik. Dazu gehören sowohl der Vertrieb von Endgeräten und sonstiger Hardware als auch der Vertrieb von Diensten an Wiederverkäufer.

Das Mobilfunk-Geschäft bietet Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an. In Verbindung mit diesen Diensten verkaufen wir Mobilfunk-Geräte und andere Hardware. Darüber hinaus vertreiben wir Mobilfunk-Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (Mobile Virtual Network Operator (MVNO)).

Unsere Großkundensparte T-Systems betreibt mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen die Informations- und Kommunikationstechnik für global aufgestellte Unternehmen und öffentliche Institutionen. Auf dieser Basis bietet T-Systems ihren Kunden in aller Welt integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei rücken dynamische Plattformen - wie das Cloud Computing - immer mehr in den Fokus.

Organisation: vier operative Segmente.

Unsere Finanzberichterstattung steht im Einklang mit unserer Konzernstrategie und basiert auf der folgenden Organisationsstruktur: Unser Konzern ist in vier operative Segmente gegliedert. Die Geschäftstätigkeit dieser operativen Segmente teilt sich bei drei Segmenten nach Regionen, bei einem Segment nach Kunden und Produkten auf.

Die folgende GRAFIK 13 gibt einen Überblick über die Organisationsstruktur unseres Konzerns, die wir nachfolgend im Detail erläutern.

G 13 Organisationsstruktur

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Deutsche Telekom Konzern
Group Headquarters & Group Services
Deutschland Festnetz und Mobilfunk USA Mobilfunk Europa Festnetz und Mobilfunk Systemgeschäft T-Systems

Unser operatives Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts in Deutschland. Darüber hinaus erbringt es Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern.

Unser operatives Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt.

Unser operatives Segment Europa umfasst sämtliche Festnetz- und Mobilfunk-Aktivitäten der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, den Niederlanden, der Slowakei, Österreich, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro. Das Joint Venture EE in Großbritannien, das bisher dem operativen Segment Europa zugewiesen war, wurde zum 1. Januar 2014 in das Segment Group Headquarters & Group Services überführt. Aufgrund der Neudefinition des Steuerungsmodells unseres Joint Ventures EE erfolgt der Ausweis seitdem im Vorstandsbereich Finanzen. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst.

Neben dem Privatkundengeschäft bieten einzelne Landesgesellschaften auch Geschäftskunden ICT-Lösungen an. Am 30. Mai 2014 haben wir die Übernahme der GTS Central Europe Gruppe (GTS) abgeschlossen; seitdem hilft uns GTS dabei, den internationalen Geschäftskundenbereich weiterzuentwickeln. Ebenso zum operativen Segment Europa gehören die Bereiche International Carrier Sales & Solutions (ICSS), Group Technology und die Global Network Factory (GNF): ICSS erbringt hauptsächlich Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente in unserem Konzern, Group Technology sorgt für die effiziente und kundengerechte Bereitstellung von Technologien, Plattformen und Services für Mobilfunk und Festnetz, und GNF gestaltet und betreibt ein weltweites Netzwerk, um Wholesale-Kunden Sprach- und Datenkommunikation anzubieten. Seit dem 1. Januar 2014 wird das ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units (LBU), das bis zum 31. Dezember 2013 organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Dabei handelt es sich um Einheiten im europäischen und nicht europäischen Ausland, die im Wesentlichen Telekommunikationsvorleistungen für die ICSS als Teil des operativen Segments Europa, aber auch für fremde Dritte erbringen. Zusätzlich erfolgte zum 1. Januar 2014 der Zusammenschluss der lokalen Geschäftskundeneinheiten der T-Systems Czech Republic, die bisher im operativen Segment Systemgeschäft geführt wurde, mit der T-Mobile Czech Republic. Die Gesellschaft wird nun zusätzlich zum Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft auch ICT-Lösungen für Geschäftskunden und öffentliche Verwaltungen anbieten. Der Ausweis erfolgt im operativen Segment Europa. Die Änderung der Ausweise wurde aus Gründen einer besseren Steuerbarkeit der Bereiche durchgeführt. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst.

Unser operatives Segment Systemgeschäft betreibt mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen die Informations- und Kommunikationstechnik für global aufgestellte Unternehmen und öffentliche Institutionen. Auf dieser Basis stellt T-Systems Kunden in aller Welt integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft zur Verfügung. Aber auch für kleine und mittelständische Unternehmen bietet das operative Segment ICT-Lösungen für eine zunehmend komplexer werdende digitale Welt an. Kern des Angebots sind Services aus der Cloud, M2M- und Sicherheitslösungen, sich ergänzende, hochstandardisierte Produkte aus Mobilfunk und Festnetz sowie Lösungen für virtuelle Zusammenarbeit und IT-Plattformen. Sie bilden die Basis für digitale Geschäftsmodelle der Unternehmenskunden.

Das operative Segment Systemgeschäft vereint zwei Geschäftsbereiche: Market Unit und Telekom it. Die Market Unit umfasst im Wesentlichen das Geschäft mit externen Kunden. Schwerpunkt der Telekom IT sind die internen nationalen IT-Projekte unseres Konzerns.

Group Headquarters & Group Services umfasst alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind. Group Headquarters arbeitet als Richtungs- und Impulsgeber. Es definiert die strategischen Vorgaben für den Konzern, stellt sicher, dass sie eingehalten werden, und bearbeitet ausgewählte Konzernprojekte. Group Services erbringen ihre Leistungen als Dienstleister für den Konzern; dazu zählt neben den typischen Dienstleistungen wie Finanzbuchhaltung, Personal-Service und operativem Einkauf u. a. Vivento. Vivento vermittelt Beamte und Angestellte in externe Beschäftigungsperspektiven, insbesondere in den öffentlichen Dienst. Außerdem hat der Dienstleister Anfang 2014 zusätzlich eine neue zentrale Rolle übernommen mit dem Ziel, fachliches Know-how im Konzern zu halten, um somit den Einsatz externer Mitarbeiter zu reduzieren. Darüber hinaus gibt es die Bereiche Group Real Estate Management und MobilitySolutions als Komplettanbieter von Fuhrpark-Management und Mobilitätsleistungen. Die Aufgaben und Funktionen des Wachstumsgeschäfts Digital Services sowie des Internet-Dienstleisters STRATO werden gebündelt als Digital Business Unit in den Group Headquarters & Group Services ausgewiesen. Im Februar 2014 vollzogen wir den Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Holding GmbH an Hellman & Friedman LLC (H&F). Die verbleibende at equity bilanzierte Beteiligung an der Scout24 Gruppe von rund 30 % ist weiterhin Teil dieses Segments. So profitieren wir weiterhin von der künftigen Wertsteigerung von Scout24.

→ Für nähere Informationen verweisen wir auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.

LEITUNG UND KONTROLLE

Das Vergütungssystem des Vorstands orientiert sich am langfristigen Erfolg des Konzerns, das des Aufsichtsrats enthält seit dem 1. Januar 2013 kodexkonform keine langfristigen Vergütungsbestandteile mehr. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex werden eingehalten.

Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht zum 31. Dezember 2014 sieben Vorstandsbereiche vor. Vier davon sind die zentralen Führungsbereiche:

Vorstandsvorsitzender

und die Vorstandsressorts

Finanzen,

Personal,

Datenschutz, Recht und Compliance.

Zudem gibt es drei weitere segmentbezogene Vorstandsbereiche:

Deutschland,

Europa und Technik,

T-Systems.

Veränderungen im Vorstand.

Timotheus Höttges hat zum 1. Januar 2014 die Nachfolge von René Obermann als Vorstandsvorsitzender angetreten. Thomas Dannenfeldt hat mit Wirkung zum 1. Januar 2014 die Nachfolge von Timotheus Höttges als Finanzvorstand angetreten. Die Bestellung von Prof. Dr. Marion Schick als Vorstandsmitglied Personal und Arbeitsdirektorin wurde mit Wirkung zum Ablauf des 30. April 2014 einvernehmlich beendet. Dr. Thomas Kremer hatte Prof. Dr. Marion Schick bereits seit Januar 2014 vertreten und leitet seit ihrem Ausscheiden kommissarisch das Vorstandsressort Personal - zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben als Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance.

Veränderungen im Aufsichtsrat (Vertreter der Anteilseigner).

Johannes Geismann, Lars Hinrichs und Karl-Heinz Streibich, die zuvor gerichtlich in den Aufsichtsrat bestellt worden waren, wurden durch die Hauptversammlung am 15. Mai 2014 in den Aufsichtsrat gewählt. Dr. Ulrich Schröder wurde durch die Hauptversammlung am 15. Mai 2014 erneut für eine weitere Amtszeit in den Aufsichtsrat gewählt. Am 11. Januar 2015 verstarb Dr. h. c. Bernhard Walter. Ines Kolmsee wurde mit Wirkung zum 31. Januar 2015 bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2015 vom zuständigen Amtsgericht als Vertreterin der Anteilseigner zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Veränderungen im Aufsichtsrat (Arbeitnehmervertreter).

Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter gab es keine Veränderungen im Geschäftsjahr 2014.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn. Er setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen, von denen zehn die Aktionäre und zehn die Arbeitnehmer vertreten.

→ Einzelheiten zur Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2014 werden auf.

Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG.

Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG und § 18 der Satzung. Dabei ist der Aufsichtsrat gemäß § 21 der Satzung ermächtigt, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anzupassen, die für die Gesellschaf verbindlich werden, und Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.

T 010 Zusammensetzung des Vorstands

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Mitglieder des Vorstands Ressort
Timotheus Höttges Vorstandsvorsitzender (CEO)
Reinhard Clemens T-Systems
Niek Jan van Damme Deutschland
Thomas Dannenfeldt Finanzen (CFO)
Dr. Thomas Kremer Datenschutz, Recht und Compliance sowie kommissarisch Personal
Claudia Nemat Europa und Technik

KONZERNSTRATEGIE

■ Deutsche Telekom will führender Telekommunikationsanbieter in Europa sein ■ Erste Erfolge bei der Umsetzung der neuen Konzernstrategie

Angesichts stark steigender Datenmengen entscheiden sich Kunden für Telekommunikationsanbieter mit leistungsfähigen Netzen. Starke Netze sind aber auch ein wichtiges Auswahlkriterium für Anbieter von Online-Services, die für ihre Angebote eine hochwertige technische Plattform brauchen, mit der sie schnell und einfach eigene Dienste einrichten können. Integrierte Telekommunikationsanbieter werden daher im Wettbewerb eine bessere Position haben als reine Festnetz- oder Mobilfunk-Anbieter.

UNSERE KONZERNSTRATEGIE "LEADING EUROPEAN TELCO"

Seit 2014 richten wir unser unternehmerisches Handeln an unserer Strategie "Leading European Telco" aus - mit dem Ziel, der führende Telekommunikationsanbieter in Europa zu sein. Wir sehen uns als treibende Kraft für ein modernes und wettbewerbsfähiges digitales Europa. Unser Führungsanspruch erstreckt sich dabei auf vier Dimensionen: bestes Netz, bester Service, beste Produkte und bevorzugter Anbieter für Geschäftskunden. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass alle Menschen an der Informations- und Wissensgesellschaft teilhaben können, und versuchen im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens ökonomische, ökologische und soziale Ziele in Einklang zu bringen.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Wie die GRAFIK 14 zeigt, basiert unsere Strategie "Leading European Telco" auf vier Handlungsfeldern, die sich aus unserem Führungsanspruch ableiten und die auf unsere Kunden ausgerichtet sind, sowie auf drei unterstützenden Handlungsfeldern, die den Rahmen für unser internes Handeln bilden.

G 14 Konzernstrategie "Leading European Telco"

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Integrierte IP-Netze Kunden begeistern Mit Partnern gewinnen Führend bei Geschäftskunden
Portfolio transformieren
Finanzziele & Effizienz weiterentwickeln
Führungskompetenz & Leistungsorientierung ausbauen

STRATEGISCHE HANDLUNGSFELDER

Integrierte IP-Netze

Unser Kerngeschäft ist der Aufbau, der Betrieb und die Vermarktung von Netzen und Anschlüssen. Unseren Kunden wollen wir immer das beste Netz und die schnellstmögliche Verbindung bieten. Daher ist für uns eine überdurchschnittliche Netzqualität ein herausragendes Merkmal, mit dem wir uns vom Wettbewerb deutlich abheben können. Regelmäßig schneiden wir bei unabhängigen Netztests hervorragend ab.

→ Weitere Informationen zu unserem Netz und unseren Auszeichnungen finden Sie im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2014".

Dies ist ein Beleg dafür, dass wir unsere Netze konsequent ausbauen und - auch bei steigendem Wettbewerbsdruck - Qualitätsführer bleiben.

Dabei dient der Ausbau unserer Netze unternehmerischen und gesellschaftlichen Zielen: Ein modernes Netz macht unsere Produkte und Dienstleistungen für eine größere Anzahl potenzieller Kunden attraktiv und erhöht so unser Umsatzpotenzial. Moderne Netze und Anlagen steigern dabei auch unsere Energieeffizienz. Gleichzeitig geben wir mehr Menschen Zugang zu modernen Informations- und Telekommunikationsdiensten.

Unser gesamtes Festnetz werden wir sukzessive für alle Kunden auf Internet-Protokoll (IP) umstellen. Ein integriertes paneuropäisches IP-Netz wird uns langfristig in die Lage versetzen, schnell, flexibel und kostengünstig auf sich ändernde Kundenwünsche zu reagieren. Die schrittweise Migration hin zu modernen IP-Netzen, wie in GRAFIK 15 dargestellt, hat bereits in all unseren integrierten Landesgesellschaften begonnen. Diese Transformation in ein vollständig IP-basiertes Netz in Deutschland und Europa wollen wir bis 2018 komplett abgeschlossen haben.

→ Informationen über den aktuellen Stand unseres Netzausbaus finden Sie im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2014".

G 15 Paneuropäisches IP-Netz

In unsere Festnetze werden wir weiter investieren, um eine optimale Breitband-Versorgung zu schaffen und um in diesem Markt weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit der Anschlusstechnik FTTC bringen wir die Glasfaser näher zu unseren Kunden und steigern so die Bandbreiten. In Deutschland wollen wir beispielsweise dank der neuen Vectoring-Technologie und deren Weiterentwicklung bis 2018 ca. 80 % der Bevölkerung eine Download-Bandbreite von mindestens 50 MBit/s anbieten können, sofern dies regulatorisch ermöglicht wird.

Im Mobilfunk wollen wir unsere LTE-Netze weiter ausbauen: In Deutschland planen wir, bis 2018 ca. 95 % der Bevölkerung mit LTE zu versorgen, in unseren europäischen Landesgesellschaften zwischen 75 und 95 %. Außerdem wollen wir in Deutschland deutlich mehr WLAN-HotSpots anbieten und unser Mobilfunknetz mithilfe kleiner, leistungsfähiger Funkzellen (Small Cells) noch engmaschiger ausbauen. In den USA haben wir Ende 2014 265 Millionen Menschen mit unserem LTE-Netz erreicht. Übertroffen haben wir damit unser Ziel von einer Abdeckung von etwa 225 Millionen Personen.

Kunden begeistern

Mit dem besten Netz, integrierten Produkten und dem besten Service schaffen wir ein herausragendes Kundenerlebnis. Wir begeistern unsere Kunden mit Kompetenz, Einfachheit und Schnelligkeit. Auch darum verbessern wir kontinuierlich unsere Prozesse und IT-Systeme.

In Deutschland startete 2014 unser integriertes Festnetz-Mobilfunk-Bündelprodukt "MagentaEINS". Bis zum Jahresende konnten wir dafür 506 TSD. Kunden gewinnen. Diese Zahl wollen wir bis 2018 auf ca. drei Millionen steigern. Mit einem konvergenten Produkt-Portfolio erleben unsere Kunden, wie einfach und unkompliziert Telekommunikation sein kann. Unternehmerisch gesehen gehen wir davon aus, dass wir mit konvergenten Produkten neue Kunden gewinnen und bei bestehenden Kunden die Loyalität und den Umsatz steigern können.

Auch unsere Angebote im Bereich Fixed Mobile Convergence (FMC) wollen wir deutlich erweitern. FMC bietet unseren Kunden ein nahtloses Telekommunikationserlebnis - einheitlich und technologieübergreifend. Im Berichtsjahr haben wir in Deutschland einen Hybrid Router eingeführt, der die Stärken von Festnetz - hohe gleichbleibende Kapazität - mit denen des Mobilfunks - hohe Übertragungsgeschwindigkeit - kombiniert und so für die Kunden die verfügbare Bandbreite deutlich erhöht. Die Vermarktung von hybriden Tarifen hat bereits zum Jahresende 2014 in einigen Regionen in Deutschland begonnen. Unsere Hybrid-Technologie wird 2015 bundesweit verfügbar sein.

Wir wollen, dass unsere Kunden nicht nur zufrieden, sondern begeistert sind. Mittelpunkt unseres Handelns ist es, die besten Kundenerfahrungen zu bieten, und zwar überall dort, wo Kunden mit unserem Konzern in Berührung kommen. Wie wichtig das Thema für uns ist, zeigt sich daran, dass wir die Kundenbindung/-zufriedenheit messen - mit der weltweit anerkannten TRI*M-Methodik. Mithilfe dieser TRI*M-Steuerungsgröße verbessern wir u. a. unsere Prozesse im Kundenkontakt und unsere Produkte und Dienstleistungen. So ermitteln wir im Rahmen von Befragungen die Loyalität unserer Kunden gegenüber unserem Unternehmen. Die Ergebnisse werden in einer Kennzahl dargestellt: dem TRI*M-Index, innerhalb einer Skalierung von minus 66 bis plus 134. Im Berichtsjahr lag der Wert bei 65,9 Punkten gegenüber 64,9 Punkten im Vorjahr - bezogen auf die äquivalente Berechnungsgrundlage. Bis 2018 wollen wir ihn um 3,0 % erhöhen.

Ebenfalls bis 2018 wollen wir unseren Kunden-Service verbessern: kunden- und effizienzorientiert. Auf allen Kanälen - Shop, Hotline und Online - wollen wir unseren Kunden ein hervorragendes und konsistentes Service-Erlebnis bieten. Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau unseres Online-Kanals sowie auf den nahtlosen Übergang zwischen den einzelnen Kanälen.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Für unsere Kunden sind Datenschutz und -sicherheit sehr wichtig und daher für uns im Wettbewerb ein wichtiger Differenzierungsfaktor. Unseren Kunden garantieren wir, dass wir mit ihren Daten sicher und vertrauensvoll umgehen. Die Intensität von Cyber-Bedrohungen wächst: Gegen Ende 2014 verzeichneten wir ca. 1 MIO. Angriffe pro Tag auf unsere Netze. Dazu kommt, dass die Öffentlichkeit für Sicherheitsthemen zunehmend sensibilisiert wird. Daher sehen wir im Bereich Datenschutz und -sicherheit auch ein wachsendes Geschäftsfeld, das wir mit bestehenden und neuen Security-Lösungen deutlich ausbauen wollen. Auch unseren Kunden bieten wir Lösungen für mehr Sicherheit an. So starteten wir gemeinsam mit anderen Unternehmen die Initiative "E-Mail made in Germany" und verpflichten uns auf besonders hohe Standards bei Datenspeicherung und -übertragung, um die E-Mail-Kommunikation noch sicherer zu machen.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Mit Partnern gewinnen

Wir sind ein innovatives Unternehmen. Unsere eigene Innovationskraft konzentrieren wir auf unser Netz, unsere Prozesslandschaft, ausgewählte Plattformen für Produktion und Vertrieb unserer Produkte sowie auf unsere Zugangsprodukte. Zusammen mit Partnern bieten wir ein breiteres Angebot von Diensten und Produkten und liefern die digitalen Angebote, die unsere Kunden wünschen. Unseren Partnern bieten wir Zugang zu einer großen und attraktiven Kundenbasis, zu unserem etablierten Marketing und Vertrieb und zu technischen Vorleistungen. Für unsere Partner und uns ist das eine Chance, sich vom Wettbewerb abzuheben.

Wir wollen der bevorzugte Telekommunikationsanbieter sein, über den innovative Partner ihre Produkte vermarkten. Im Berichtsjahr haben wir begonnen, eine technische und kommerzielle Plattform aufzubauen, an die wir Partner bzw. Partnerprodukte schnell, flexibel und kostengünstig anschließen. Beispielhaft kann man sich diese standardisierte Plattform wie eine Steckerleiste vorstellen, an die Partner mit ihren Diensten einfach andocken (siehe GRAFIK 16). Wir rechnen damit, die technischen Komponenten unserer Partnering-Plattform schrittweise bis 2016 in unseren europäischen Landesgesellschaften und bis 2017 in Deutschland fertig zu stellen.

G 16 Deutsche Telekom Partnering-Plattform

Darüber hinaus entwickeln wir unser TV-Geschäft weiter und wollen auch hier weiter wachsen. Unser Ziel ist es, bis 2017 konzernweit 10 Millionen Kunden, davon 5 Millionen in Deutschland, mit unseren TV-Diensten zu versorgen. Wir werden unser Angebot an attraktiven Inhalten erweitern, auch aufbauend auf Partnerschaften wie mit Sky oder Netflix. Unseren Kunden machen wir diese Inhalte auf all ihren Bildschirmen zugänglich, egal ob auf dem Fernseher, dem Smartphone oder dem Tablet. So haben wir 2014 beispielsweise mit unserem bildschirmübergreifenden TV-Produkt "Entertain to go" weitere Schritte hin zu "TV auf allen Bildschirmen" gemacht.

Führend bei Geschäftskunden

Für Geschäftskunden wollen wir der bevorzugte Anbieter von Telekommunikations- und IT-Dienstleistungen sein. Damit T-Systems nachhaltig profitabel agieren kann, passen wir das bisherige Geschäftsmodell der Market Unit an. Neben dem klassischen IT- und Telekommunikationsgeschäft werden wir weiter verstärkt auf plattformbasierte Dienste und Cloud Services setzen. Unser Ziel: 2018 wollen wir mehr als die Hälfte des externen T-Systems Umsatzes in solchen digitalen Wachstumsfeldern erzielen. 2014 lag der Anteil im Jahresdurchschnitt bei 34 %. Ein wichtiger Wachstumsmotor wird die neu gegründete Digital Division innerhalb von T-Systems sein: In den Geschäftsfeldern Gesundheit, Vernetztes Automobil, Energie sowie eigenen und Partner-Cloud-Produkten erwarten wir bis 2018 deutlich zweistellige Wachstumsraten.

WACHSTUMSFELDER

In unseren fünf Wachstumsfeldern sind die auf dem Kapitalmarkttag 2012 kommunizierten Ambitionsniveaus unterschiedlich erreicht worden: Im Wachstumsfeld "Mobiles Internet" haben wir 2014 einen Umsatz von 11,5 MRD. € erzielt und liegen damit jetzt schon über unserem Zielwert für 2015. Im Wachstumsfeld "Vernetztes Zuhause" wurden 6,3 MRD. € erreicht, womit wir nahe bei unserem ausgegebenen Ambitionsniveau für 2015 von 7 MRD. € liegen. Mit "Internet-Angeboten" haben wir 2014 einen Umsatz von 0,7 MRD. € generiert. Aufgrund des im Februar 2014 vollzogenen Verkaufs von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe werden wir das Ambitionsniveau von 2 MRD. € nicht realisieren können. Vor dem Hintergrund der Neuausrichtung der DBU und der T-Systems werden wir für die Wachstumsfelder "T-Systems (externer Umsatz)" und "Intelligente Netzlösungen", anders als ursprünglich geplant, nicht das in 2012 kommunizierte Ambitionsniveau erreichen.

T 011 Wachstumsfelder der Deutschen Telekom 2012 in Mrd. €

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  Ambitionsniveau
Umsatz 2014 2015a
Mobiles Internet 11,5 ≈ 10
Vernetztes Zuhause 6,3 ≈ 7
Internet-Angebote 0,7 ≈ 2
T-Systems (externer Umsatz)b 5,8 ≈ 7
Intelligente Netzlösungen (Energie, Gesundheit, Vernetztes Automobil) 0,3 ≈ 1

a Ambitionsniveau 2015 auf Kapitalmarkttag 2012 kommuniziert.
b Ohne Umsatz aus Intelligenten Netzlösungen.

UNTERSTÜTZENDE HANDLUNGSFELDER

Die unterstützenden Handlungsfelder bilden den Rahmen für unser internes Handeln.

Portfolio transformieren.

Unser Beteiligungs-Portfolio werden wir kontinuierlich weiterentwickeln. Dabei liegt unser Schwerpunkt darauf, unsere integrierten Landesgesellschaften zu stärken. Darüber hinaus werden wir zukünftig mit der neu gegründeten Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP) überwiegend in Beteiligungen außerhalb unseres Kerngeschäfts investieren.

Finanzziele & Effizienz weiterentwickeln.

Unsere Finanzstrategie sorgt dafür, dass unsere Bilanzrelationen weiterhin solide bleiben. Wir wollen unsere Kapitalkosten mittelfristig verdienen und unser Anlagevermögen im Hinblick auf Auslastung und Ersatzinvestitionen kostenoptimal bewirtschaften. An unserer strengen Kostendisziplin halten wir fest.

Führungskompetenz & Leistungsorientierung ausbauen.

Wir erreichen unsere anspruchsvollen Unternehmensziele, indem jeder einzelne Mitarbeiter - vom Berufseinsteiger bis zur Top-Führungskraft - exzellente Leistungen und Ergebnisse erbringt. Das ist das Fundament dafür, dass die Produktivität und Innovationsstärke unseres Konzerns weiter steigen. Unsere Führungskräfte tragen dabei eine besondere Verantwortung: Sie richten ihren jeweiligen Bereich auf die strategischen Schwerpunkte unseres Konzerns aus und setzen diese gemeinsam mit ihren Teams um. Daher ist es für uns wichtig, die Leistungskultur und die Kompetenz unserer Führungskräfte für lange Zeit zu sichern und auszubauen. Um unsere Führungskräfte auf die künftigen Aufgaben und gemeinsamen Ziele einzustellen, führten wir 2014 ein neues Führungsmodell mit einheitlichen Führungsgrundsätzen ein. Sie adressieren insbesondere die Themen Zusammenarbeit, Innovation und Leistungsförderung. Darüber hinaus setzen wir im Rahmen unserer Personalstrategie folgende Schwerpunkte: Wir stärken den internationalen Austausch im Konzern und fördern das grenzüberschreitende Teilen von Wissen und Erfahrungen. Dabei nutzen wir die Vielfältigkeit unserer Mitarbeiter als Innovationstreiber. Wir erkennen Talente und fördern sie konsequent über einen konzernweit abgestimmten Entwicklungsprozess. Wir identifizieren die strategisch notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse, die der Konzern benötigt, um auch in zukünftigen Geschäftsfeldern erfolgreich zu sein. Dabei leitet uns der Anspruch, die Transformation unseres Unternehmens nachhaltig und mit Weitsicht zu gestalten.

→ Weitere Informationen zu unserer Personalstrategie finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter".

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Zusammenfassend drückt sich unsere Strategie "Leading European Telco" auch in unserem Ziel aus:

Der führende europäische Telekommunikationsanbieter

Als einer der führenden Anbieter verfügen wir bereits heute über sehr leistungsfähige Netze und hervorragenden Service für unsere Kunden.

Unsere Netze sind integriert und nutzen einheitliche technische Standards.

Wir liefern die Plattformen für erfolgreiche Partnerschaften im Privat- wie im Geschäftskundensegment.

Wir sind im Kern Telekommunikationsanbieter - erweitert um ausgewählte ICT-Geschäftsmodelle.

KONZERNSTEUERUNG

■ Finanzstrategie 2014 konsequent umgesetzt ■ Konzernweites Wert-Management

Wir bekennen uns weiterhin zum Konzept der wertorientierten Unternehmensführung. Um unseren Konzern erfolgreich und nachhaltig zu steuern, müssen wir die Erwartungen aller Interessengruppen stets im Blick haben.

Die Aktionäre erwarten eine angemessene und verlässliche Verzinsung auf ihr eingesetztes Kapital.

Die Fremdkapitalgeber erwarten eine angemessene Verzinsung und die Fähigkeit zur Schuldenrückzahlung.

Die Mitarbeiter erwarten sichere Arbeitsplätze mit Zukunftsperspektiven sowie eine verantwortungsvolle Gestaltung des notwendigen Personalumbaus.

Die "Unternehmer im Unternehmen" erwarten ausreichend Investitionsmittel, um das zukünftige Geschäft zu gestalten und um Produkte, Innovationen und Services für die Kunden zu entwickeln.

FINANZSTRATEGIE

Wir wollen einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen dieser Interessengruppen sicherstellen, damit genügend Mittel für eine attraktive Dividendenpolitik, den Schuldenabbau, einen verantwortungsvollen Personalumbau sowie Investitionen für ein positives Kundenerlebnis zur Verfügung stehen.

Auf unserem Kapitalmarkttag in Bonn im Dezember 2012 hatten wir unsere Finanzstrategie für die Jahre 2013 bis 2015 vorgestellt. Diese haben wir in 2013 und 2014 konsequent umgesetzt und bestätigen ihre grundlegende Struktur auch für die Folgejahre im Rahmen unseres Kapitalmarkttages 2015. Dazu gehören das Erreichen unserer angestrebten Finanzrelationen - relative Verschuldung (Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA) und Eigenkapitalquote - sowie eine Liquiditätsreserve, die mindestens die Kapitalmarktfälligkeiten der nächsten 24 Monate abdeckt. Mit diesen klaren Aussagen wollen wir unser Rating in einem Korridor von A-/BBB halten und den uneingeschränkten Zugang zum Kapitalmarkt sicherstellen.

Für die Aktionäre gibt es - vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen - eine verlässliche Dividendenpolitik. Diese sieht für die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 eine Dividende von mindestens 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie vor. Bei der Bemessung der Dividendenhöhe für die genannten Geschäftsjahre soll auch das relative Wachstum des Free Cashflows berücksichtigt werden. Unseren Aktionären bieten wir damit eine attraktive Rendite und Planbarkeit. Nach dem erstmaligen Erfolg im Vorjahr haben wir unseren Aktionären auch für das Geschäftsjahr 2013 wieder die Möglichkeit angeboten, statt der Auszahlung der Dividende in bar die Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG zu wählen.

Letzteres bietet Investoren die Chance, Mittel in unserem Unternehmen zu belassen, die Finanzrelationen weiter zu verbessern und vom Erfolg ihrer Investition langfristig noch mehr zu profitieren. Dieses Angebot wurde in noch größerem Umfang als im Vorjahr angenommen. Für das Geschäftsjahr 2014 erwägen wir, unseren Aktionären diese Wahlmöglichkeit erneut anzubieten.

Auch für die kommenden Jahre sind weiterhin hohe Gesamtinvestitionen geplant. Der Investitionsspielraum soll genutzt werden, um unsere Breitband-Infrastruktur weiter auszubauen und die Transformation des Unternehmens auf ein IP-basiertes Produktionsmodell weiter voranzutreiben. Im Mobilfunk geschieht der Infrastrukturausbau auf Basis des modernsten Standards LTE; im Festnetz mit Glasfaser und Vectoring.

Die Finanzstrategie unterstützt unsere Konzernstrategie "Leading European Telco" bei der Transformation unseres Konzerns.

→ Siehe Kapitel "Konzernstrategie".

Um nachhaltig Wertzuwachs zu generieren, wollen wir unsere Kapitalkosten mittelfristig verdienen. Dieses Ziel soll zum einen durch eine Optimierung der Auslastung unseres Anlagevermögens erreicht werden. In Deutschland war z. B. die Vermarktung unter dem Kontingentmodell auch in 2014 sehr erfolgreich. In Europa konnte die vollständige Migration von Festnetz-Kunden auf die IP-Technologie sowohl in EJR Mazedonien als auch in der Slowakei beendet werden. Zum anderen soll unser Ziel, die Kapitalkosten zu verdienen, durch eine strenge Kostendisziplin erreicht werden. Hierfür kam die "Target Costing"-Methode in ersten Pilotprojekten zur Anwendung und wird nun konzernübergreifend etabliert. Damit wollen wir weg von einer historischen Betrachtung unserer Kosten und stattdessen einen konsequenten Zielkostenpfad verfolgen, der sich an den zukünftig erzielbaren Marktpreisen orientiert. Auch durch weitere Effizienzsteigerungsmaßnahmen in den Verwaltungsfunktionen sichern wir die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. Seit 2013 legen wir zusätzlich bei der Steuerung einen Fokus auf das unbereinigte EBIT. Durch die Berücksichtigung von Investitionskosten liegt das EBIT näher am ROCE-Konzept (zur Erläuterung der Steuerungsgröße ROCE wird auf die Ausführungen im weiteren Verlauf dieses Kapitels verwiesen) und unterstützt damit unseren konsequenten Fokus auf eine effiziente Kapitalallokation im Deutsche Telekom Konzern.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden erfolgreich Portfolio-Veränderungen wie der Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe durchgeführt. Weitere Möglichkeiten wurden geprüft, z. B. hinsichtlich unseres Joint Ventures EE, das wir zusammen mit Orange führen. Seit Dezember 2014 wurden mit der britischen BT Verkaufsverhandlungen über einen möglichen Erwerb des Gemeinschaftsunternehmens EE durch BT geführt. Die Unterzeichnung des Verkaufsvertrags erfolgte am 5. Februar 2015.

G 17 Unsere Finanzstrategie bis 2018

a Vorbehaltlich der erforderlichen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen.

WERT-MANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM

Um unsere strategischen Ziele besser setzen und erreichen zu können, verfolgen wir ein konzernweites Wert-Management. Schließlich braucht es konkrete Leistungsindikatoren, um den Erfolg zu messen. Die Grundlage dafür ist ein zuverlässiges und verständliches Steuerungssystem. Einen Überblick über unsere bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren geben die folgenden Erläuterungen (siehe auch TABELLEN 012 und 013).

RENTABILITÄT

Um zu unterstreichen, wie wichtig uns eine langfristig erfolgreiche Entwicklung unseres Konzerns ist, haben wir die nachhaltige Konzernwertsteigerung in den mittelfristigen Zielen festgeschrieben und als Kennzahl im gesamten Konzern implementiert. Unsere zentrale Steuerungsgröße ist seit 2009 die Kapitalrendite (Return On Capital Employed (ROCE)). Um die Kapitalrendite zu ermitteln, wird das operative Ergebnis nach Abschreibungen und kalkulatorischen Steuern (Net Operating Profit After Taxes (NOPAT)) ins Verhältnis zum dafür notwendigen durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (Net Operating Assets (NOA)) gesetzt.

Mit dem Leistungsindikator ROCE verankern wir unser Ziel der nachhaltigen Konzernwertsteigerung in allen operativen Maßnahmen. Zusätzlicher Wert erwächst dann, wenn die Rendite auf das eingesetzte Vermögen größer ist als die Kapitalkosten. Unser Ziel ist es also, die aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber zu verdienen bzw. zu übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz. Diesen ermitteln wir als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital (WACC)).

Wir sind der Meinung, dass der ROCE die Erwartungen unserer oben beschriebenen vier Interessengruppen am besten widerspiegelt. Die Kennzahl misst, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital wirtschaften. Gerade für eine langfristige Betrachtung ist ROCE eine sehr aussagekräftige Kennzahl, weil sie beides berücksichtigt: das durch unsere kapitalintensive Infrastruktur enorm große gebundene Vermögen und dessen Auslastung. Hieraus wird der entscheidende Vorteil dieser Kennzahl deutlich: Im Fokus steht nicht die absolute Höhe des erzielten Ergebnisses, sondern wie viel Ergebnis das eingesetzte Kapital dabei erbringt. ROCE eröffnet uns eine ganzheitliche Perspektive, sodass wir mit neuen Impulsen über unsere Investitionen nachdenken.

Um unseren ROCE nachhaltig zu verbessern, setzen wir an allen erforderlichen Stellhebeln gleichzeitig an. Kostensenkungsprogramme und ein zielgerichteter Einsatz unserer Restrukturierungsmaßnahmen zielen dabei auf die Steigerung des NOPAT ab. Hierbei steht v. a. die kontinuierliche Reduktion der indirekten Kosten im Mittelpunkt. Um eine effiziente Kapitalallokation sowie eine hohe Auslastung des bereits gebundenen Kapitals sicherzustellen, wurde ein eigenes Gremium etabliert, das dies konzernübergreifend gewährleistet. Ein wesentliches Element stellt hierbei z. B. die Vorvermarktung von Produkten dar, um eine schnellere Amortisation unserer Investitionen zu erreichen. Weitere Beispiele für unsere bisherigen ROCE-steigernden Maßnahmen sind unsere abgeschlossenen Netzwerk-Kooperationen, unser Kontingentmodell, unsere eingegangenen Joint Ventures, unsere durchgeführten Portfolio-Veränderungen, die Neuausrichtung unserer zentralen Steuerungs- und Service-Funktionen sowie ein verstärkter Fokus auf die bestmögliche Auslastung bestehender Plattformen und Infrastrukturen.

Zur operativen Steuerung nutzen wir die im Folgenden beschriebenen Kennzahlen.

→ Zur Entwicklung der Kennzahlen siehe TABELLE 012, TABELLE 013, sowie Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns".

UMSATZ UND ERGEBNIS

Der Umsatz entspricht dem Wert unserer betrieblichen Tätigkeit. Der absolute Umsatz hängt davon ab, wie gut wir unsere Produkte und Dienstleistungen am Markt absetzen können. Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe, um den Unternehmenserfolg zu messen. Neue Produkte und Dienstleistungen sowie zusätzliche Absatzbemühungen sind erst erfolgreich, wenn sie den Umsatz erhöhen.

Das EBITDA entspricht dem EBIT (Betriebsergebnis) vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. EBIT und EBITDA messen die kurzfristige operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche. Neben diesen beiden Größen verwenden wir die EBIT- und EBITDA-Margen, um diese Kennzahlen im Verhältnis zum Umsatz zu zeigen. Dies lässt einen Vergleich der Ertragskraft von ergebnisorientierten Bereichen unterschiedlicher Größen zu. Durch die Betrachtung des unbereinigten EBITDA/EBIT werden auch Sondereinflüsse berücksichtigt. Hierdurch fördern wir den ganzheitlichen Blick auf unsere Kosten. Allerdings überlagern Sondereinflüsse die Darstellung der operativen Geschäftstätigkeit und erschweren somit eine Vergleichbarkeit von Ergebnisgrößen mit Vorjahren. Für eine transparente Darstellung bereinigen wir darum unsere Ergebnisgrößen zusätzlich. Ohne diese Bereinigung sind Aussagen über die künftige Entwicklung der Ertragslage nur eingeschränkt möglich. Ausgehend von den unbereinigten Größen ermitteln wir die jeweils bereinigten Werte.

→ Die Überleitung des EBITDA, des EBIT sowie des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags) auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte zeigt TABELLE 019.

T 012 Finanzielle Leistungsindikatoren

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  2014 2013 2012 2011 2010
ROCE % 5,5 3,8 (2,4) 3,8 3,5
Umsatz Mrd. € 62,7 60,1 58,2 58,7 62,4
Betriebsergebnis (EBIT) Mrd. € 7,2 4,9 (4,0) 5,6 5,5
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) Mrd. € 17,6 17,4 18,0 18,7 19,5
Free Cashflow (vor Ausschüttung, Investitionen in Spektrum)a Mrd. € 4,1 4,6 6,2 6,4 6,5
Cash Capexb Mrd. € (9,5) (8,9) (8,0) (8,3) (8,5)
Rating (Standard & Poor's, Fitch)   BBB+ BBB+ BBB+ BBB+ BBB+
Rating (Moody's)   Baa1 Baa1 Baa1 Baa1 Baa1

a Sowie vor PTC- und AT&T-Transaktionen und Ausgleichsleistungen für Mitarbeiter der MetroPCS.
b Vor Investitionen in Spektrum.

FINANZIERUNGSSPIELRAUM

Den Free Cashflow definieren wir als Cashflow aus Geschäftstätigkeit abzüglich Nettozahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen. Diese Kennzahl ist der zentrale Gradmesser für die Fremd- und Eigenkapitalgeber. Sie misst das Potenzial zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens wie zur Schaffung von organischem Wachstum und für die Dividendenfähigkeit sowie für die Fähigkeit, Verbindlichkeiten zurückzuzahlen.

Unsere Bestrebungen im Rahmen unseres zentralen Free Cashflow Managements bestehen darin, das Working Capital weiter zu verbessern. So ist das Free Cashflow Management verantwortlich für Transparenz, Steuerung, Forecast und Performance-Messung hinsichtlich des Konzern-Free Cashflows und im Speziellen des Working Capitals. Im Jahr 2010 starteten wir mit CORE (Cash Optimization for ROCE Enhancement) ein Programm zur nachhaltigen Verbesserung des Working Capitals. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt darin, das Forderungs-Management in allen unseren operativen Segmenten konzernweit zu optimieren; dazu zählen auch Maßnahmen im Bereich des Forderungsverkaufs. Auch in den nächsten Jahren wollen wir weiter daran arbeiten, das Working Capital zu verbessern. Dabei konzentrieren wir uns auf folgende Bereiche: weitere Verbesserungen im Bereich Verbindlichkeiten, u. a. durch Reverse Factoring-Programme, sowie Verbesserungen im Bereich des Forderungs- und Vorräte-Managements bei T-Mobile US und in Europa.

Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) entspricht den Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen, die als Teil des Free Cashflows auszahlungsrelevant dargestellt sind. Im Gegensatz zum Book Capex sind hierbei keine Investitionen zu berücksichtigen, die in der aktuellen Periode aktiviert, aber erst in einer zukünftigen Periode bezahlt werden.

Ein Rating ist eine Beurteilung oder Klassifizierung der Bonität von Schuldtiteln und deren Emittenten nach einheitlichen Kriterien. Die Beurteilung der Bonität durch Rating-Agenturen hat Einfluss auf die Zinshöhe von Schuldtiteln und somit auch auf unsere Fremdkapitalkosten. Wir haben als Teil unserer Finanzpolitik einen Rating-Korridor definiert. Mit einem Rating im Bereich von a- bis BBB (Standard & Poor's, Fitch) bzw. A3 bis Baa2 (Moody's) sind wir überzeugt, grundsätzlich den notwendigen Kapitalmarktzutritt zu haben, um die erforderlichen Finanzierungsmittel zu generieren.

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie ist die Entwicklung unseres Konzerns - und damit auch unserer finanziellen Leistungsindikatoren - eng verknüpft mit der Entwicklung der Kundenzahlen. Darum sind Kundengewinnung und -bindung unabdingbar für den Erfolg unseres Unternehmens. Wir messen die Entwicklung unserer Kundenzahl je nach Geschäftstätigkeit in unseren operativen Segmenten in unterschiedlichen Ausprägungen: Je nach operativem Segment sind das die Zahl der Mobilfunk-Kunden sowie die Zahl der Breitband- und Festnetz-Anschlüsse.

Wir wollen, dass unsere Kunden zufrieden - wenn nicht sogar begeistert - sind, denn zufriedene Kunden sind Multiplikatoren unseres Unternehmenserfolgs. Als Service-orientiertes, verantwortungsvolles Unternehmen liegen uns die Bedürfnisse und Meinungen unserer Kunden am Herzen, und wir wollen unsere Kunden auch langfristig an unser Unternehmen binden.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Daher messen wir die Kundenbindung/-zufriedenheit in unseren Gesellschaften mithilfe der weltweit anerkannten TRI*M-Methodik. Die Ergebnisse systematischer Befragungen werden in einer Kennzahl dargestellt: dem TRI*M-Index. Um die hohe Bedeutung der Kundenbindung/-zufriedenheit für unser operatives Geschäft zu unterstreichen, haben wir diese Kennzahl seit 2010 als einen von vier Parametern in die neu definierte langfristige variable Vergütung (Variable II) für unsere Führungskräfte aufgenommen. Dabei aggregieren wir die für die operativen Einheiten ermittelten TRI*M-Indizes in Annäherung an die jeweiligen Umsatzanteile der Einheiten zu einem TRI*M-Konzernwert. Über einen Zeitraum von vier Jahren partizipieren die berechtigten Führungskräfte dann an der Entwicklung der konzernweiten Kundenbindung/-zufriedenheit.

→ Nähere Informationen zu der Kundenzufriedenheit finden Sie im Kapitel "Konzernstrategie".

T 013 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

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    2014 2013 2012 2011 2010
Kundenzufriedenheit (TRI*M-Index)   65,9 64,9 - - -
Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Index)a   4,0 4,0 4,0 - -
KUNDEN IM FESTNETZ UND MOBILFUNK            
Mobilfunk-Kunden Mio. 150,5 142,5 127,8 125,1 124,6
Festnetz-Anschlüsseb Mio. 29,8 30,8 32,1 34,7 36,0
Breitband-Anschlüsseb,c Mio. 17,4 17,1 16,9 16,9 16,4
SYSTEMGESCHÄFT            
Auftragseingangd Mio. € 7 456 7 792 8 737 7 396 9 281

a Engagement-Index per zuletzt in 2012 durchgeführter Mitarbeiterbefragung.
b Die Anschlüsse unserer Tochtergesellschaft Euronet Communications in den Niederlanden werden aufgrund des Verkaufs der Anteile seit dem 2. Januar 2014 nicht mehr im operativen Segment Europa ausgewiesen. Die Werte der Vorperioden 2013 und 2012 wurden entsprechend angepasst.
c Ohne Wholesale.
d Der Wert der Vergleichsperiode wurde aufgrund der zum 1. Januar 2014 durchgeführten Änderungen in der Konzernstruktur rückwirkend angepasst.
→ Für nähere Informationen verweisen wir auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.

Unsere Mitarbeiter möchten sich für die Entwicklung des Unternehmens einsetzen und sich mit ihm identifizieren.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Wir wollen einen offenen Dialog und produktiven Austausch mit unseren Mitarbeitern etablieren: Dabei helfen uns neue Arbeitsformen und moderne Kommunikationsmöglichkeiten sowie regelmäßige Befragungen. Zu den wichtigsten konzernweiten Feedback-Instrumenten für die Beurteilung der Mitarbeiterzufriedenheit zählen die regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen und der halbjährlich durchgeführte Puls-Check. Wir messen den Leistungsindikator Mitarbeiterzufriedenheit in unserem Unternehmen mit dem sog. "Engagement-Index" - abgeleitet aus den Ergebnissen der jeweils letzten Mitarbeiterbefragung sowie aktualisiert um die Ergebnisse des letzten Puls-Checks.

→ Nähere Informationen zu der Mitarbeiterzufriedenheit finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter".

Die hohe Bedeutung der Mitarbeiterzufriedenheit für den Unternehmenserfolg hat dazu geführt, dass eine Steuerung und Incentivierung der Führungskräfte auch über die langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II) eingeführt wurde. Als einer von vier relevanten Parametern fließt das Mitarbeiter-Feedback seit 2010 in die Variable II ein. Auf diese Weise partizipieren die berechtigten Führungskräfte an der Entwicklung der konzernweiten Mitarbeiterzufriedenheit.

In unserem operativen Segment Systemgeschäft verwenden wir den Auftragseingang als nichtfinanziellen Leistungsindikator. Dabei definieren und ermitteln wir den Auftragseingang als die Summe aller Beträge der Kundenaufträge - deren Bearbeitungsstart in der Zukunft liegt - innerhalb unseres operativen Segments Systemgeschäft. Der Auftragseingang in Form von langfristig abgeschlossenen Verträgen hat für unseren Konzern eine hohe Bedeutung für die Abschätzung des Umsatzpotenzials. Damit ergibt sich aus dem Auftragseingang eine recht hohe Planungssicherheit.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

■ Konjunkturelle Lage in unseren Kernmärkten verbessert ■ Konsolidierungstrend im Telekommunikationsmarkt steigt weiter

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die Weltwirtschaft ist im Berichtsjahr 2014 nur verhalten gewachsen: Der Internationale Währungsfonds geht in seiner aktuellen Prognose vom Januar 2015 davon aus, dass die globale Wirtschaft 2014 um 3,3 % gewachsen ist (2013: 3,3 %). Dabei waren die Entwicklungen in den großen Volkswirtschaften der Welt im Jahr 2014 zum Teil gegenläufig: Während die Wachstumsraten in den USA, Großbritannien und Zentraleuropa in 2014 anstiegen, stagnierten einige Volkswirtschaften Westeuropas und die Wachstumsraten der Schwellenländer verloren an Dynamik.

In den meisten unserer Kernmärkte hat sich die konjunkturelle Lage gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs in Deutschland um 1,5 % und damit stärker als in den übrigen Ländern Westeuropas. Die US-Wirtschaft nahm v. a. im zweiten Halbjahr 2014 kräftig Fahrt auf; Grund dafür war neben der positiven Entwicklung am Immobilienmarkt insbesondere der weiter steigende private Konsum. Insgesamt erhöhte sich das BIP in den USA um 2,4 %. Eine Verbesserung ihrer konjunkturellen Entwicklung verzeichneten auch nahezu alle Volkswirtschaften in unserem operativen Segment Europa. In Griechenland schwächte sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung seit Jahresmitte 2014 ab; in den letzten Quartalen des Berichtsjahres waren die Wachstumsraten positiv. In den Niederlanden und Österreich nahm das BIP 2014 moderat zu; stärker wuchsen Polen, Ungarn, Rumänien, Großbritannien, die Slowakei und die Tschechische Republik. Kroatiens Wirtschaft schrumpfte erneut, hauptsächlich wegen verhaltener Reformen und der fehlenden Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Eine gedämpfte Entwicklung der Tourismusbranche und schwache Handelsumsätze in den Sommermonaten verstärkten diese Tendenz noch.

T 014 Entwicklung des BIP und der Arbeitslosenquote in unseren Kernmärkten von 2012 bis 2014 in %

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  BIP 2012 gegenüber 2011 BIP 2013 gegenüber 2012 Schätzung BIP 2014 gegenüber 2013 Arbeitslosenquote 2012 Arbeitslosenquote 2013 Schätzung Arbeitslosenquote 2014
Deutschland 0,6 0,2 1,5 6,8 6,9 6,7
USA 2,3 2,2 2,4 8,1 7,4 6,2
Griechenland (6,6) (4,0) 1,1 24,6 27,5 26,4
Rumänien 0,7 3,1 3,1 5,0 5,2 5,2
Ungarn (1,5) 1,6 3,2 10,5 9,8 7,5
Polen 1,8 1,5 3,4 12,8 13,5 12,3
Tschechische Republik (0,7) (0,7) 2,3 6,8 7,7 7,7
Kroatien (2,4) (0,6) (0,6) 19,1 20,3 19,7
Niederlande (1,6) (0,7) 0,7 6,4 8,2 8,4
Slowakei 1,8 0,9 2,4 14,0 14,2 13,3
Österreich 1,0 0,1 0,4 4,4 4,9 5,0
Großbritannien 0,7 1,7 2,6 4,8 4,2 3,0

Quelle: Oxford Economics, Stand Januar 2015.

TABELLE 014 zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des BIP 2014 und der Arbeitslosenquote in unseren wichtigsten Märkten.

Die nationalen Arbeitsmärkte in unseren Kernländern entwickelten sich 2014 unterschiedlich. In Deutschland und Österreich zeigten sich die Arbeitsmärkte weiterhin stabil. In den USA und Großbritannien belebte der starke wirtschaftliche Aufschwung auch den Arbeitsmarkt. Der Arbeitsmarkt in Griechenland ist durch die harte Rezession der letzten Jahre sehr geschwächt. In Kroatien, Polen, der Slowakei und Ungarn herrscht - v. a. bei den älteren Erwerbsfähigen - eine hohe strukturelle Arbeitslosigkeit: Sie führt bei den Betroffenen zu einer Verringerung der Kaufkraft und beeinflusst ihre Zahlungsbereitschaft. Die Kunden haben zum Teil ihr Nachfrageverhalten angepasst. Die Auswirkungen der hohen Arbeitslosigkeit sind insbesondere in Griechenland, Kroatien und der Slowakei spürbar.

Neben der hohen Arbeitslosigkeit wirkten sich auch die Sparmaßnahmen öffentlicher Auftraggeber und die geringe Investitionsneigung nachteilig auf die Nachfrage nach Telekommunikations- und ICT-Dienstleistungen aus. In einigen Ländern hatte der hohe Druck zur Konsolidierung der Staatsfinanzen zur Folge, dass Sondersteuern für Telekommunikationsunternehmen aufrechterhalten wurden, so z. B. in Ungarn. Im Marktumfeld unseres operativen Segments Systemgeschäft führte das verhaltene Wachstum der Weltwirtschaft 2014 zu anhaltendem Kostendruck, verzögerten Investitionen und steigender Wettbewerbsintensität.

TELEKOMMUNIKATIONSMARKT

Weltweit legte der Markt für Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) im Jahr 2014 um 4,0 % zu. Ursache für diesen Anstieg war die starke Nachfrage nach Telekommunikationsausrüstung und -diensten insbesondere in China und den USA. Der Hightech-Verband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) und die EITO (European Information Technology Observatory) erwarten 2014 für das Marktsegment Telekommunikation weltweit ein deutliches Plus von 4,8 % auf 1,64 Billionen €. Laut Prognose sollen die Umsätze mit der Telekommunikationsinfrastruktur um 7,4 % wachsen. Das Plus bei den Telekommunikationsdiensten soll 3,9 % betragen. Den Schätzungen zufolge ist insbesondere das Geschäft mit Datendiensten im Mobilfunk weltweit um 15,7 % kräftig gewachsen.

Dagegen prägt ein unverändert intensiver Wettbewerb die Entwicklung der Telekommunikationsmärkte in Europa. Die Umsätze bei traditionellen Telekommunikationsdiensten sind weiterhin rückläufig; dieser Trend schwächte sich allerdings ab. Zurückzuführen ist der Rückgang einerseits auf regulatorische Eingriffe wie etwa die Absenkung von Terminierungsentgelten und die Fokussierung auf geringe Endkundenpreise. Andererseits belastet die Substitution traditioneller Sprach- und Nachrichtendienste durch sog. "OTT-Player" die europäischen Telekommunikationsmärkte.

Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft verändert zum einen die bestehenden Marktstrukturen, zum anderen die Marktrealitäten vieler bislang analoger Branchen. Die Nutzung von Datendiensten wächst exponentiell. Dies führt zu einer stetig steigenden Nachfrage nach mehr Geschwindigkeit - bei Down- und Upload, sowohl ortsgebunden als auch mobil. Neue Technologien wie das Internet der Dinge, Industrie 4.0, Big Data oder Cloud Computing stellen hohe Anforderungen an die Netzinfrastruktur: Ubiquitäre Konnektivität sowie hohe Leistungsstandards und Sicherheit sind für viele Anwendungen erfolgskritisch. In einem Marktumfeld, in dem Netzinfrastruktur substanziell ausgebaut werden muss und sich ein breites Ökosystem rivalisierender Marktteilnehmer entwickelt hat, müssen Investitionsanreize geschaffen werden - zum Wohle der Verbraucher, der Industrie und einer digital souveränen Volkswirtschaft.

Der Konsolidierungsdruck in der europäischen Telekommunikationsbranche war 2014 nach wie vor hoch. Grund dafür sind in erster Linie sinkende Umsätze bei einem gleichzeitig hohen Investitionsbedarf für den Netzausbau. Schließlich gilt es, Schritt zu halten mit den deutlich steigenden Datenvolumina und -geschwindigkeiten. Nachdem Vodafone 2013 Kabel Deutschland übernommen hatte, schreitet die Konsolidierung auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten voran: Im Mai 2014 genehmigte die Europäische Kommission die Übernahme von Telefónica Ireland durch Hutchison 3G; im Juli folgte die Übernahme von E-PLUS durch Telefónica Deutschland. Seit Dezember 2014 prüft die Europäische Kommission die geplante Übernahme von Jazztel durch Orange in Spanien, und BT führte Verhandlungen zum Erwerb unseres Joint Ventures EE in Großbritannien. Außerdem hat die im Vergleich zu internationalen Wettbewerbern geringe Börsenbewertung vieler europäischer Telekommunikationsunternehmen - letztlich auch die Folge einer überzogenen Netzzugangs- und Preisregulierung - das Interesse strategischer Investoren geweckt, Beteiligungen zu erwerben oder auszubauen. Während América Móvil und Hutchison 3G bereits in einigen europäischen Märkten Fuß gefasst haben, signalisiert auch der US-amerikanische Telekommunikationskonzern AT&T weiterhin Interesse an einem Einstieg in den europäischen Markt.

EUROPÄISCHES REGULIERUNGSUMFELD

Die Europäische Union bestimmt den relevanten Regulierungsrahmen maßgeblich: durch Verordnungen, die direkt von den Mitgliedsländern anzuwenden sind, Richtlinien, die von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umzusetzen sind, und Empfehlungen der EU-Kommission, die zwar nicht unmittelbar bindend sind, aber von den nationalen Regulierungsbehörden berücksichtigt werden müssen. Die Weiterentwicklung des europäischen Rechtsrahmens bietet Chancen für größere Rechtssicherheit und einheitliche Rahmenbedingungen im EU-Binnenmarkt, aber auch Risiken zusätzlicher regulatorischer Restriktionen. Im nächsten Jahr leitet die EU-Kommission eine vollständige Überarbeitung des geltenden EU-Rechtsrahmens für Telekommunikation ein. Chancen, etwa für eine Rückführung der "ex ante"-Regulierung, und Risiken lassen sich derzeit noch nicht abschließend abschätzen.

DEUTSCHLAND

Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands hängt entscheidend von Innovationen und einem funktionierenden Wettbewerb ab. Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet in allen Branchen und Bereichen schnell voran - von der Forschung über die Produktion, den Vertrieb und die Unternehmenskommunikation bis hin zur Logistik. Unternehmen nutzen die Möglichkeiten der Internet-Technologien, um Wertschöpfungsketten effektiver und energieeffizienter zu gestalten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Marktdaten zur Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Unterhaltungselektronik publiziert das European Information Technology Observatory (EITO): Nach Angaben von EITO stieg im Berichtsjahr der Umsatz mit IT-Produkten und -Diensten, Telekommunikation und Unterhaltungsindustrie in Deutschland um 1,6 % auf 153 MRD. €. Dabei entwickelte sich v. a. die Informationstechnik positiv; eine wichtige Rolle spielte dabei die fortschreitende Digitalisierung im Mittelstand. Der Telekommunikationsumsatz in Deutschland sank laut Schätzung der BITKOM um 0,9 % auf 65 MRD. €. Das leichte Plus bei den Datendiensten konnte den deutlichen Umsatzverlust bei den Sprachdiensten nicht kompensieren. Trotz dieser schwierigen Situation investieren die Netzbetreiber erneut mehr in die Netze.

Der deutsche Mobilfunk- und der Festnetz-Markt waren geprägt von Übernahmen und Unternehmenszusammenschlüssen, insbesondere die Fusion von Telefónica und E-PLUS sowie die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone. Auch signifikante Investitionen in Glasfasernetze und LTE-Technologie charakterisierten den Markt. Darüber hinaus wurden im Rahmen von EU-Kartellauflagen Netzkapazitäten der fusionierten Telefónica an Betreiber ohne eigenes Netz abgegeben. Ende 2013 hatten wir unser Kontingentmodell für Festnetz-Vorleistungen, v. a. für VDSL und Vectoring, eingeführt: 2014 wurde das Kontingentmodell vom Markt gut angenommen.

Der Breitband-Markt in Deutschland legte im Jahr 2014 um mehr als 3 % zu: In Deutschland gibt es nun rund 30 Millionen Breitband-Anschlüsse. Der Zuwachs ist hauptsächlich auf die positive Entwicklung bei den Breitband-Kabelnetz-Betreibern zurückzuführen. Das Gesamtdatenvolumen des Breitband-Internet-Verkehrs im Festnetz wird laut VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) im Vergleich zu 2013 um rund 30 % auf 9,3 Milliarden Gigabyte zunehmen. In Deutschland sanken die mobilen Serviceumsätze gegenüber 2013 um rund 1,6 % auf knapp 19 MRD. €. Hauptgründe dafür sind der harte Preiswettbewerb und die verstärkte Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook und IP-Diensten wie WhatsApp. Zunehmend wurden Flatrates vermarktet, und Smartphones und Tablets verbreiteten sich rasant weiter. Dies führte dazu, dass SMS-Mitteilungen mehr und mehr substituiert wurden. Das aus Mobilfunknetzen abgehende Gesamtdatenvolumen steigt 2014 laut VATM-Prognose um 48 % auf rund 395 Millionen Gigabyte. Auch nimmt der Anteil der mobilen Internet-Nutzer immer mehr zu: In Deutschland sind im Berichtsjahr 37 Millionen Menschen mobil ins Internet gegangen, 25 % mehr als im Vorjahr.

Wie auch schon in den vergangenen Jahren stellten Bündelangebote aus Telefon- und Internet-Anschluss einen weiterhin wachsenden Teil der abgeschlossenen Verträge im Telekommunikationsmarkt dar. Weitgehend neu ist, dass verstärkt konvergente Angebote aus Festnetz und Mobilfunk hinzukommen. Mit MagentaEINS starteten wir daher im Herbst 2014 unser erstes integriertes Angebot aus Festnetz und Mobilfunk. Integrierte Angebote erhöhen die Attraktivität gegenüber den traditionellen Einzelangeboten, einerseits durch z. B. höhere Geschwindigkeiten und eine einfachere Kundenbeziehung, andererseits durch eine höhere Kundenbindung für das Unternehmen.

USA

Der Mobilfunk-Markt in den USA ist nach wie vor zwischen vier großen landesweiten Anbietern - AT&T, Verizon Wireless, Sprint-Nextel sowie T-Mobile US - und verschiedenen regionalen Netzbetreibern aufgeteilt. Zusätzlich gibt es eine Reihe von virtuellen Mobilfunknetz-Betreibern, die sich auf die Netze von einem oder mehreren der vier nationalen Betreiber stützen, um ihren Mobilfunk- und Datenverkehr zu übertragen. Die zwei größten nationalen Netzbetreiber sind AT&T und Verizon Wireless.

In den USA ging die Durchdringung des Markts mit Smartphones langsamer vonstatten; dazu kam, dass der Mobilfunk-Markt gesättigt ist, mittlerweile wurde die Marktpenetration von 100 % überschritten. Dies belastete den Mobilfunk-Markt, der sich im Berichtsjahr nur leicht positiv entwickelte. Insgesamt waren die Sprachumsätze 2014 weiter rückläufig. Jedoch konnte das anhaltende Plus bei den Datenumsätzen dies mehr als ausgleichen.

Seit 2013 hat T-Mobile US eine bedeutende operative Trendwende herbeigeführt und den Wettbewerb auf dem US-amerikanischen Mobilfunk-Markt verschärft. Dies ist insbesondere auf die Verbesserungen in ihrem Netz, die Tatsache, dass die Gesellschaft mit der Einführung des iPhone mit anderen Betreibern gleichziehen konnte, sowie auf die "Uncarrier"-Initiativen, welche überaus erfolgreich zur Kundenzufriedenheit beitrugen, zurückzuführen. Als Ergebnis konnte T-Mobile US sieben Quartale in Folge mehr als 1 Million Nettoneuzugänge bei den Vertragskunden verzeichnen.

Im Frühjahr 2014 hat das britische Telekommunikationsunternehmen Vodafone seine Anteile an Verizon Wireless verkauft und sich komplett aus dem US-amerikanischen Markt zurückgezogen. Der französische Mobilfunk-Anbieter Iliad veröffentlichte am 31. Juli 2014 in einer Pressemitteilung, dass man dem Board of Directors der T-Mobile US ein vorläufiges Angebot für die Übernahme von 56,6 % an dem Unternehmen gemacht habe. Am 13. Oktober 2014 veröffentlichte Iliad eine weitere Pressemitteilung, laut der die Übernahmepläne nicht weiter verfolgt würden.

EUROPA

2014 hat sich das makroökonomische Umfeld unseres operativen Segments Europa leicht verbessert. Die traditionellen Telekommunikationsmärkte waren im Berichtsjahr weniger stark rückläufig als in den Jahren zuvor. Hauptgrund dafür ist, dass 2014 die Absenkungen bei der Mobilfunk-Terminierung in weniger Märkten erfolgten und weniger stark waren als z. B. 2013: Hier waren nahezu all unsere Märkte von stark abgesenkten Terminierungsentgelten im Mobilfunk betroffen gewesen. Die Märkte in unserem operativen Segment Europa waren jedoch weiterhin geprägt von einem harten Wettbewerb - geführt von Netzbetreibern und MVNOs. Dazu kommt, dass Angebote von sog. "OTT-Playern" wie WhatsApp und Apples iMessage traditionelle Sprach- und Textnachrichten zunehmend ersetzen. Auch im Berichtsjahr belasteten staatliche Sparprogramme, u. a. in Griechenland und Ungarn, die Telekommunikationsbranche, z. B. durch Infrastrukturabgaben oder Sondersteuern auf Telekommunikationsleistungen.

In den Märkten unseres operativen Segments Europa stehen wir insgesamt rund 80 Wettbewerbern gegenüber. Die Folge: Der Wettlauf um Marktanteile wird hauptsächlich über eine aggressive Preispolitik ausgetragen. Zwar beruhigen sich die Märkte einerseits durch Netzwerk-Kooperationen sowie Unternehmenszusammenschlüsse wie z. B. die Akquisition von Orange durch Hutchison 3G in Österreich, was den Preisverfall bremsen konnte. Andererseits betreten nach wie vor neue Wettbewerber die Märkte, z. B. im Rahmen von Spektrumauktionen, als MVNOs oder aber etablierte Festnetz-Anbieter, die ihr Geschäft auf Mobilfunk ausdehnen wie RCS & RDS in Rumänien. Dies führt zu einem weiterhin hohen Wettbewerbsdruck in den Telekommunikationsmärkten unseres operativen Segments Europa.

Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sind qualitativ hochwertige Netze sowie attraktive und innovative Inhalte und Dienste, die für den Kunden echten Mehrwert bieten. Zudem nehmen die Menge und die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten stetig zu. Daher investieren wir weiter in die hochleistungsfähige Breitband-Abdeckung und bauen unser Glasfasernetz aus; außerdem stellen wir unsere Netze auf das Internet-Protokoll (IP) um. Die Migration der Festnetz-Anschlüsse auf IP wurde in allen unseren integrierten Beteiligungsgesellschaften begonnen und ist in EJR Mazedonien und in der Slowakei bereits abgeschlossen. Darauf aufbauend harmonisieren wir unsere Netz- und IT-Architekturen länderübergreifend und ermöglichen so eine zentralisierte und Cloud-basierte Produktion unserer Dienste. Die Vorteile des neuen IP-basierten Produktionsmodells zeigen sich bei Produkten wie "Broadband on Demand" in EJR Mazedonien, der neuen IPTV-Plattform in Rumänien oder TeraStream in Kroatien: Wir schaffen hier ein völlig neues Kundenerlebnis im Hinblick auf sofortige Verfügbarkeit, Personalisierung sowie Zuverlässigkeit und Bandbreite der Datenanbindung. Zusammen mit Partnerunternehmen können wir auch modernste Internet-Dienste wie z. B. Spotify oder Evernote anbieten. Im Mobilfunk steigt der Bedarf an schnellerer Datenübertragung ebenfalls. Die Mobilfunknetze in den Ländern unseres operativen Segments Europa modernisieren wir daher kontinuierlich und bauen sie aus, insbesondere mit dem Mobilfunk-Standard LTE. Die dafür notwendigen Netzfrequenzen konnten wir uns 2014 im Rahmen von Frequenzvergabeverfahren in Griechenland, Ungarn und Polen sichern.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Bündelprodukte werden in unseren Märkten stark nachgefragt. Dem begegnen wir neben einer hohen Netzqualität mit einem intelligenten Mix aus Festnetz- und Mobilfunk-Technologien. Als etablierter integrierter Telekommunikationsbetreiber gestalten wir den Industrietrend FMC (Fixed Mobile Convergence) federführend und entwickeln die meisten unserer Landesbeteiligungen zu einem integrierten Geschäftsmodell. Zu nennen ist hier v. a. der Erwerb der GTS Central Europe Gruppe: So wollen wir mit integrierten Angeboten, insbesondere in Polen und der Tschechischen Republik, das wichtige Geschäftskundensegment stärken. FMC, der Brückenschlag zwischen Festnetz und Mobilfunk, zeigt sich zudem in der zunehmenden Verschmelzung von Breitband-Anschlüssen hin zu hybriden Anschlüssen. Dem tragen wir mit unserer integrierten Netzstrategie Rechnung. Daneben bieten mittlerweile alle unsere bereits integrierten Landesgesellschaften FMC-Produkte an.

SYSTEMGESCHÄFT

Auch im Berichtsjahr ist der Wandel der Gesamtnachfrage in unserem operativen Segment Systemgeschäft weiter vorangeschritten: Wachsende Bedeutung gewannen Cyber Security Services oder ICT-Sicherheit, Cloud Services, Intelligente Netze und v. a. die Wachstums- und Innovationsthemen Big Data, Industrie 4.0 und Kommunikation zwischen Maschinen (M2M).

Die langsamere Erholung der Weltwirtschaft hatte nur geringe Auswirkungen auf den ICT-Markt unseres operativen Segments Systemgeschäft. Die einzelnen Segmente des ICT-Markts entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich:

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat das Marktsegment Telekommunikation vergleichsweise wenig beeinflusst. Wie schon in den vergangenen Jahren dominierten hier der anhaltende Preisverfall bei den Telekommunikationsdienstleistungen und der intensive Wettbewerb den Markt.

Das Wachstum im Markt für IT-Dienstleistungen fiel 2014 deutlich höher als im Vorjahr aus. Insbesondere in den Bereichen Computing & Desktop Services war eine weitere Erholung spürbar. Zurückzuführen war dies auf den wachsenden Erfolg von Cloud Services und plattformbasierten Lösungen. Das IT-Projektgeschäft bleibt in hohem Maß konjunkturabhängig. Nach einer im Vergleich zu den beiden Vorjahren schwächeren Entwicklung im Jahr 2013 konnte das Wachstum im Berichtsjahr an Fahrt gewinnen. Maßgeblich dazu beigetragen haben die Migration zu Cloud Services, die Wachstumsfelder wie z. B. Big Data, M2M, das Standard-Projektgeschäft sowie das industriespezifische Systemintegrationsgeschäft im Umfeld der Branchen Automobil, Gesundheit und Energie.

WESENTLICHE REGULIERUNGSENTSCHEIDUNGEN

Unser Geschäft unterliegt in hohem Maß der nationalen und europäischen Regulierung; damit verbunden sind weitreichende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung. Auch 2014 wurde unser Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft umfassend reguliert.

Hauptsächlich handelte es sich um die Regulierung von Leistungen für Wholesale-Kunden - insbesondere Breitband-Vorleistungen und Investitionen in neue Netze und Infrastruktur (Next Generation Network & Next Generation Access; NGN & NGA) - und den entsprechenden Entgelten sowie um die Vergabe von Mobilfunk-Frequenzen.

REGULIERUNG VON LEISTUNGEN FÜR WHOLESALE-KUNDEN

Finale BNetzA-Entscheidung zu Vectoring ergangen.

Die BNetzA hatte bereits im August 2013 grundsätzlich grünes Licht für den Einsatz der Übertragungstechnologie Vectoring gegeben, einige Regelungen jedoch verbunden mit dem Vorbehalt eines bestimmten Vorleistungsangebots (Bitstream Access). Die BNetzA musste dieses Angebot - aber auch alle weiteren vertraglichen Regelungen - in einem weiteren Verwaltungsverfahren festlegen. Anfang Juni 2014 haben wir eine Zwischenentscheidung erhalten, die es uns ermöglichte, Vectoring in Deutschland einzusetzen. Nach Abschluss der europäischen Notifizierung erging am 29. Juli 2014 die finale Entscheidung der BNetzA. Am 1. September 2014 starteten wir mit der Vermarktung der VDSL-Anschlüsse mit Vectoring-Technologie. Kunden in den ausgebauten Gebieten können mit bis zu 100 MBit/s beim Download bzw. bis zu 40 MBit/s beim Upload im Internet surfen.

Regionale Deregulierungsansätze der BNetzA.

Die BNetzA hat am 12. November 2014 einen neuen Entwurf der Marktanalyse Bitstream vorgelegt, in dem sie erstmals den Bitstrommarkt in Deutschland regionalisiert vorsieht. Potenzial für Deregulierung sieht die BNetzA nur in folgenden Städten: Bochum, Bottrop, Bremerhaven, Gelsenkirchen, Herne, Karlsruhe, Kiel, Köln, Leipzig, Leverkusen, Mannheim, Osnabrück, Pforzheim, Recklinghausen und Reutlingen. Dies entspricht einer Deregulierung von 5 % der Haushalte. Die BNetzA setzt damit in wettbewerblichen Regionen wie Hamburg und Berlin weiter auf Regulierung und ignoriert den starken Wettbewerbsdruck, der von Kabelnetz-Betreibern und TAL-Nachfragern ausgeht. Das Verfahren wird voraussichtlich Mitte 2015 abgeschlossen werden.

REGULIERUNG VON ENTGELTEN UND SONDERABGABEN

Preismaßnahmen für Bitstromprodukte können umgesetzt werden.

Entgeltmaßnahmen der Telekom Deutschland GmbH für Bitstromprodukte unterliegen der sog. "ex post"-Entgeltkontrolle der BNetzA und müssen vor Inkrafttreten der BNetzA angezeigt werden. Entsprechend hat die Telekom Deutschland GmbH Entgeltmaßnahmen auf dem IP-Bitstrommarkt in Zusammenhang mit beabsichtigten Kooperationen zum Breitband-Ausbau angezeigt bzw. zur Kenntnis gegeben. Die BNetzA hat die Preismaßnahmen untersucht und festgestellt, dass kein missbräuchliches Verhalten besteht. Nach einer internationalen Konsolidierung und Kommentierung durch die Europäische Kommission am 14. März 2014 hat die BNetzA die Untersuchung nun auch formal abgeschlossen, sodass die Preismaßnahme zum 1. April 2014 in Kraft treten konnte.

Einmalentgelte für die Teilnehmer-Anschlussleitung in Deutschland bleiben stabil.

Die Entgelte für die Bereitstellung und Kündigung der Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) wurden von der BNetzA am 30. Juni 2014 festgelegt. Das Entgelt für die am häufigsten nachgefragte TAL-Variante ist lediglich leicht gesunken. Bei einzelnen Varianten sind Entgeltsteigerungen zu verzeichnen. Die Entgelte sind befristet bis zum 30. September 2016.

BNetzA senkt Interconnection-Entgelte in Deutschland ab.

Die Telekom Deutschland GmbH hat am 28. April und am 2. Mai 2014 Entgeltanträge für die Mobilfunk- und Festnetz-Terminierungsentgelte bei der BNetzA eingereicht. Am 11. Juli 2014 veröffentlichte die BNetzA einen Beschlussentwurf, nach dem die Festnetz-Terminierungsentgelte zum 1. Dezember 2014 um 20 % auf 0,24 Cent/Min. sinken. Am 3. September 2014 veröffentlichte die BNetzA auch den Beschlussentwurf zur Festlegung neuer Mobilfunk-Terminierungsentgelte: Vom 1. Dezember 2014 bis zum 30. November 2015 sollen die Entgelte auf 1,72 Cent/Min. sinken, ab dem 1. Dezember 2015 bis zum 30. November 2016 auf 1,66 Cent/Min. Die neuen Entgelte werden bereits auf Basis einer vorläufigen Genehmigung seit dem 1. Dezember 2014 im Markt abgerechnet. Eine finale Entgeltentscheidung ergibt sich erst nach Abschluss des EU-weiten Konsolidierungsverfahrens.

Weitere Sonderabgaben bei unseren internationalen Beteiligungen.

Neben den bereits bekannten Sondersteuern, u. a. in Griechenland, Ungarn und Rumänien, hat die Kroatische Regierung eine Verdreifachung der Frequenznutzungsgebühren beschlossen, die am 23. Mai 2014 in Kraft getreten ist. Derzeit findet außerdem eine öffentliche Konsultation zur Änderung der Wegerechtsgebühren in Kroatien statt, die zu einer Mehrbelastung bei der Hrvatski Telekom führen könnte.

VERGABE VON MOBILFUNK-FREQUENZEN

Im Jahr 2014 haben in Deutschland und bei unseren internationalen Beteiligungen die folgenden wesentlichen Frequenzauktionen oder Vorbereitungen stattgefunden:

Nach der Genehmigung des Zusammenschlusses von Telefónica Deutschland und E-PLUS Anfang Juli 2014 in Deutschland hat die BNetzA im Herbst 2014 mit der Konsultation zu einem Auktionsentwurf das Verfahren zur Neuregelung der 0,9 bzw. 1,8 GHz-Frequenzrechte aus den GSM-Lizenzen der deutschen Netzbetreiber sowie zur Vergabe weiterer Frequenzen aus den Bereichen 0,7 GHz (Digitale Dividende II) und 1,5 GHz gestartet. Die Durchführung der Auktion ist für das zweite Quartal 2015 geplant.

In Griechenland hat die Regulierungsbehörde EETT eine Vergabe von Frequenzen in den Bereichen 0,8 GHz (Digitale Dividende) und 2,6 GHz am 13. Oktober 2014 in Form einer simultanen Mehrrundenauktion durchgeführt. Neben unserer griechischen Beteiligung Cosmote haben sich nur die beiden anderen Mobilfunk-Betreiber Vodafone und wind an der Auktion beteiligt. Cosmote hat sich eine wettbewerbsfähige Frequenzausstattung sichern können.

In Ungarn wurde das dreistufige Verfahren zur Vergabe von Frequenzen in den Bereichen 0,8, 0,9, 1,8 und 2,6 GHz abgeschlossen. Magyar Telekom hat erfolgreich an dem Vergabeverfahren teilgenommen und sich die vorgesehenen Frequenzressourcen sichern können.

Die tschechische Regulierungsbehörde CTU startete eine Konsultation zur Versteigerung von Restspektrum in den Bereichen 1,8 und 2,6 GHz, das in der Auktion 2013 nicht veräußert wurde. T-Mobile Czech Republic analysiert die Bedingungen und bereitet sich auf eine Teilnahme an dem für 2015 geplanten Verfahren vor.

In Albanien hat sich AMC um die Verlängerung ihrer im August 2014 ausgelaufenen GSM-Lizenz mit Frequenzen in den Bereichen 0,9 und 1,8 GHz beworben. Aufgrund der Erfüllung aller Voraussetzungen wird in Kürze mit der Zusendung der Verlängerungsurkunde gerechnet. Die albanische Regulierungsbehörde AKEP plant für 2015 die Vergabe weiterer Mobilfunk-Frequenzen in den Bereichen 0,9, 1,8 und 2,6 GHz.

In Polen hat der Regulierer UKE am 14. Oktober 2014 den Vergabeprozess für Frequenzen aus den Bändern 0,8 und 2,6 GHz gestartet. Man stützt sich dabei weitestgehend auf die bereits bekannten Vergabebedingungen aus der letzten Auktionsplanung. Die Vergabe in Form einer simultanen Mehrrundenauktion wird voraussichtlich im Januar 2015 starten.

Zu weiteren Verzögerungen der Frequenzauktionsvorbereitungen ist es in Montenegro gekommen, wo mit einer Veröffentlichung finaler Vergaberegeln und dem Start der Bietphase im ersten Halbjahr 2014 gerechnet wurde. Dieses Verfahren wird sich nach 2015 verschieben.

Die US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) hat eine Auktion von insgesamt 65 MHz an Frequenzen in den 1,6, 1,7 und 2,1 GHz-Bereichen (aws-3) durchgeführt. Mit einem Endpreis von 44,9 MRD. US-$ wurde der von der Behörde festgelegte Mindestpreis von ca. 10,5 MRD. US-$ für das gesamte Spektrum um ein Vielfaches überboten. T-Mobile US hat an der Auktion, die am 29. Januar 2015 endete, teilgenommen. Die von T-Mobile US erworbenen Lizenzen erreichen 97 Mio. Einwohner und haben einen Gesamtwert von 1,8 MRD. US-$. T-Mobile US rechnet, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Behörden, mit dem Erhalt der AWS-Spektrumlizenzen im zweiten Quartal 2015.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES KONZERNS

■ Unternehmensziele erreicht ■ Bereinigtes EBITDA von 17,6 MRD. € ■ Free Cashflow von 4,1 MRD. €

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM JAHR 2014

Bonn, den 10. Februar 2015

2014 haben wir erneut ein für uns erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen. Wir haben unsere wichtigsten Unternehmensziele erreicht: Mit einem bereinigten EBITDA von 17,6 MRD. € ist uns eine Punktlandung gelungen - wir haben unsere Prognose genau getroffen. Der Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) lag mit 4,1 MRD. € im Rahmen unseres Unternehmensziels. Wie geplant halten wir außerdem an unserer Ausschüttungsstrategie fest und schlagen der Hauptversammlung - vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen - eine Dividende von 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie vor. Zudem erwägen wir, unseren Aktionären abermals die Möglichkeit anzubieten, die Dividende wahlweise in bar zu erhalten oder in Aktien der Deutschen Telekom AG umzuwandeln.

Wir haben unseren Konzernumsatz deutlich um 4,2 % auf 62,7 MRD. € gesteigert. Hauptgrund war das erfreulich starke Umsatzplus unseres operativen Segments USA mit mehr als 20 % Wachstum gegenüber dem Vorjahr; Treiber war hier über den Effekt aus der erstmaligen Einbeziehung der MetroPCS zum 1. Mai 2013 hinaus v. a. der ungebrochen starke Zuwachs an Neukunden.

Im Berichtsjahr haben wir unser Betriebsergebnis auf 7,2 MRD. € erhöht. Dies wirkte sich auch auf unseren Konzernüberschuss aus: Er wuchs deutlich um 2,0 MRD. € auf 2,9 MRD. €, v. a. durch den im Zusammenhang mit dem Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe realisierten Ertrag aus der Entkonsolidierung.

Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen von 39,1 MRD. € auf 42,5 MRD. €. Ursache dafür waren neben dem Erwerb von Mobilfunk-Spektrum, Dividendenzahlungen und Auszahlungen für den Erwerb von Gesellschaftsanteilen insbesondere Umrechnungseffekte aus sich verändernden Wechselkursen. Positiv wirkten sich v. a. der Free Cashflow und der Mittelzufluss aus dem Verkauf der Scout24 Gruppe aus.

Die Rahmenbedingungen in der Telekommunikationsbranche bleiben herausfordernd: gesättigte Märkte, steigender Wettbewerbsdruck, hohe regulatorische Anforderungen - und als Folge davon weiterer Preisverfall. Um dies erfolgreich zu bewältigen und die Zukunftsfähigkeit der Deutschen Telekom sicherzustellen, investieren wir weiter in unsere Netze. 2014 haben wir Investitionen (vor Spektrum) in Höhe von 9,5 MRD. € getätigt und liegen damit um 0,7 MRD. € über dem Vorjahr. Unser Fokus lag im Festnetz-Bereich auf Investitionen in den Vectoring/ Glasfaser-Ausbau in Deutschland, in IPTV sowie in die weitere Umstellung auf ein IP-basiertes Netz im operativen Segment Deutschland und in den europäischen Landesgesellschaften. Im Mobilfunk-Bereich haben wir in LTE investiert, die Netzabdeckung erhöht und die Kapazitäten an den steigenden Bedarf an Datenvolumen angepasst. Unser solides Rating hilft uns, die geplanten Investitionen in den nächsten Jahren flexibel steuern zu können und damit einen Beitrag für künftiges Wachstum zu leisten.

Auch im Geschäftsjahr 2014 haben wir unser Portfolio wertsteigernd verändert. Nach dem Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe Anfang Februar, dem ebenfalls im Februar abgeschlossenen Erwerb der restlichen noch nicht von uns gehaltenen Anteile an T-Mobile Czech Republic sowie dem Erwerb der GTS Central Europe Gruppe im Mai haben wir im Februar 2015 mit BT eine Einigung über den Verkauf unserer Anteile an dem Joint Venture EE erzielt.

Unsere Mitarbeiterzufriedenheit ist weiterhin auf hohem Niveau. Dies bestätigten die Ergebnisse der Pulsbefragungen vom Mai und November 2014. Ebenfalls positiv entwickelt sich die Zufriedenheit unserer Kunden. Im Berichtsjahr konnten wir auch den TRI*M-Index - als Maßzahl für die Zufriedenheit unserer Kunden - erneut steigern. Während T-Systems sein hohes Niveau halten konnte, steigerten sich insbesondere die Werte für Deutschland und Europa.

Vor diesem Hintergrund bestätigen wir die seit 2014 geltende strategische Grundausrichtung als "Führender europäischer Telekommunikationsanbieter". Auf dem Weg dorthin haben wir im Berichtsjahr erste Erfolge erzielt und sehen uns als treibende Kraft für ein modernes und wettbewerbsfähiges digitales Europa.

SOLL-IST-VERGLEICH DER KONZERNERWARTUNGEN

Im Geschäftsbericht 2013 haben wir für unsere bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die in unserem Steuerungssystem verankert sind, Erwartungen für das Geschäftsjahr 2014 formuliert. Die nachfolgenden TABELLEN 015 und 016 geben einen zusammenfassenden Überblick über die Ergebnisse 2013, die für das aktuelle Berichtsjahr erwarteten Ergebnisse und die tatsächlich erzielten Ergebnisse 2014. Die im Geschäftsbericht 2013 darüber hinaus von uns prognostizierten Leistungsindikatoren und deren Entwicklung werden im Rahmen der jeweiligen Kapitel dargestellt.

T 015 Soll-Ist-Vergleich der finanziellen Leistungsindikatoren

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    Ergebnisse 2013 Erwartungen 2014 Ergebnisse 2014
ROCE % 3,8 Anstieg 5,5
Umsatz Mrd. € 60,1 leichter Anstieg 62,7
Betriebsergebnis (EBIT) Mrd. € 4,9 starker Anstieg 7,2
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) Mrd. € 17,4 rund 17,6 17,6
Free Cashflow (vor Ausschüttung, Investitionen in Spektrum)a Mrd. € 4,6 rund 4,2 4,1
Cash Capexb Mrd. € 8,9 rund 9,3 9,5
Rating (Standard & Poor's, Fitch)   BBB+ A-/BBB BBB+
Rating (Moody's)   Baa1 A3/Baa2 Baa1

T 016 Soll-Ist-Vergleich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

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    Ergebnisse 2013 Erwartungen 2014 Ergebnisse 2014
Kundenzufriedenheit (TRI*M-Index)   64,9 leichter Anstieg 65,9
Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Index)c   4,0 stabiler Verlauf 4,0
KUNDEN IM FESTNETZ UND MOBILFUNK        
DEUTSCHLAND        
Mobilfunk-Kunden Mio. 38,6 leichter Anstieg 39,0
Festnetz-Anschlüsse Mio. 21,4 Rückgang 20,7
Breitband-Anschlüsse Mio. 12,4 leichter Anstieg 12,4
USA        
Eigene Postpaid-Kunden Mio. 22,3 starker Anstieg 27,2
Eigene Prepaid-Kunden Mio. 15,1 starker Anstieg 16,3
EUROPA        
Mobilfunk-Kunden Mio. 56,7 leichter Rückgang 56,0
Festnetz-Anschlüssed,e Mio. 9,3 Rückgang 9,0
Breitband-Anschlüsse Retaild,e Mio. 4,7 Anstieg 5,0
SYSTEMGESCHÄFT        
Auftragseingangd Mio. € 7 792 starker Rückgang 7 456

a Sowie vor AT&T-Transaktion und Ausgleichsleistungen für Mitarbeiter der MetroPCS.
b Vor Investitionen in Spektrum.
c Engagement-Index per zuletzt in 2012 durchgeführter Mitarbeiterbefragung.
d Der Wert der Vergleichsperiode wurde aufgrund der zum 1. Januar 2014 durchgeführten Änderungen in der Konzernstruktur rückwirkend angepasst.
→ Für nähere Informationen verweisen wir auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.

e Die Anschlüsse unserer Tochtergesellschaft Euronet Communications in den Niederlanden werden aufgrund des Verkaufs der Anteile seit dem 2. Januar 2014 nicht mehr im operativen Segment Europa ausgewiesen. Die Werte der Vorperiode 2013 wurden entsprechend angepasst.

Im Berichtsjahr konnten wir alle damals abgegebenen Prognosen unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren erreichen. Beim Konzernumsatz haben wir den prognostizierten leichten Anstieg sogar deutlich übertroffen. Auch beim Cash Capex lagen wir über dem damals ausgegebenen Wert von rund 9,3 MRD. €.

→ Detailliertere Angaben zu den Entwicklungen unserer bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren können diesem Kapitel sowie dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" entnommen werden.

SOLL-IST-VERGLEICH DER ERWARTUNGEN UNSERER INTERESSENGRUPPEN

Die folgenden Maßnahmen und Zielerreichungen dienen dazu, die unterschiedlichen Erwartungen unserer vier Interessengruppen (Aktionäre, Fremdkapitalgeber, Mitarbeiter und die sog. "Unternehmer im Unternehmen") an den Konzern sicherzustellen.

→ Für weitere Erläuterungen und Details über unsere Finanzstrategie verweisen wir auf das Kapitel "Konzernsteuerung".

G 18 Ergebnisse und Soll-Ist-Vergleich der Erwartungen unserer Interessengruppen

a Vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und des Vorliegens weiterer gesetzlicher Voraussetzungen.

ERTRAGSLAGE DES KONZERNS UMSATZ

In 2014 erzielten wir einen Konzernumsatz von 62,7 MRD. €, der damit deutlich um 2,5 MRD. € über dem Niveau des Vorjahres lag. Maßgeblich trug unser operatives Segment USA mit den Umsatzbeiträgen der MetroPCS, die aufgrund des Einbezugs zum 1. Mai 2013 erst ab dem zweiten Quartal des Vorjahres Berücksichtigung fanden, sowie dem ungebrochen starken Zugang an Neukunden zu dieser Umsatzentwicklung bei. Unser operatives Segment Deutschland konnte sich unter den wettbewerbsbedingten Rahmenbedingungen speziell im Mobilfunk gut im Markt behaupten, musste jedoch insgesamt leichte Umsatzrückgänge hinnehmen. Ursächlich hierfür waren v. a. die Anschlussverluste im klassischen Festnetz-Geschäft. Unsere Umsätze im operativen Segment Europa waren nach wie vor deutlich durch Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie durch wettbewerbsbedingte Preisreduzierungen im Mobilfunk und Festnetz belastet. Die eingeleitete Neuausrichtung des Geschäftsmodells von T-Systems belastete ebenso wie die generell rückläufige Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft den Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft. Der Umsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich gegenüber dem Vorjahr, insbesondere vor dem Hintergrund des Anfang Februar 2014 vollzogenen Verkaufs von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe.

Nach Berücksichtigung von Konsolidierungskreiseffekten von insgesamt 0,8 MRD. € lag der Umsatz um 1,7 MRD. € bzw. 2,9 % über dem Vorjahresniveau. Wechselkurseffekte wirkten sich im Saldo nur von untergeordneter Bedeutung auf die Entwicklung unseres Umsatzes aus: Aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro ergaben sich leicht positive Effekte, die durch die Umrechnung osteuropäischer Währungen in Euro wieder kompensiert wurden.

→ Detailliertere Angaben zu den Umsatzentwicklungen in unseren operativen Segmenten Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft sowie in dem Segment Group Headquarters & Group Services können dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" entnommen werden.

T 017 Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz in Mio. €

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  2014 2013 Veränderung Veränderung
in %
2012
KONZERNUMSATZ 62 658 60 132 2 526 4,2 % 58 169
Deutschland 22 257 22 435 (178) (0,8) % 22 736
USA 22 408 18 556 3 852 20,8 % 15 371
Europa 12 972 13 704 (732) (5,3) % 14 441
Systemgeschäft 8 601 9 038 (437) (4,8) % 9 551
Group Headquarters & Group Services 2 516 2 879 (363) (12,6) % 2 835
Intersegmentumsatz (6 096) (6 480) 384 5,9 % (6 765)

Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 35,8 % den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Anteil am Konzernumsatz u. a. aufgrund des Einbezugs der MetroPCS sowie des weiterhin starken Anstiegs an Neukunden deutlich um 4,9 Prozentpunkte. Rückläufig zeigten sich hingegen die Anteile unserer operativen Segmente Deutschland, Europa und Systemgeschäft sowie des Segments Group Headquarters & Group Services. Der Anteil des Auslandsumsatzes nahm weiter zu. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz von 57,8 % auf 60,1 %.

G 19 Regionale Umsatzverteilung in %

G 20 Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz in %

→ Für nähere Informationen zum Außenumsatz verweisen wir auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.

EBITDA, BEREINIGTES EBITDA

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich unser EBITDA um 2,0 MRD. € auf 17,8 MRD. €. Im EBITDA 2014 waren im Saldo positive Sondereinflüsse von 0,3 MRD. € enthalten. Diese resultierten im Wesentlichen aus dem Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe in Höhe von insgesamt 1,7 MRD. €. Positiv wirkten sich auch Erträge aus einer im April 2014 zwischen T-Mobile US und Verizon Communications vollzogenen Transaktion über den Erwerb sowie den Tausch von Spektrum aus dem A-Band von rund 0,4 MRD. € aus. Gegenläufig wirkten sich Aufwendungen aus der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS von rund 0,3 MRD. € in unserem operativen Segment USA sowie das im Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängte Bußgeld aus.

→ Weitere Erläuterungen zu der ergangenen Bußgeldentscheidung finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management".

Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogene Restrukturierungsaufwendungen lagen insgesamt mit 1,2 MRD. € um 0,4 MRD. € unter dem Niveau des Vorjahres. Im Vorjahr resultierte aus der Veräußerung der T-Systems Italia sowie dem Verkauf des Geschäftsbereichs SI der T-Systems France ein Verlust von rund 0,1 MRD. €. Gegenläufig wirkten sich in 2013 Entkonsolidierungsgewinne aus den Veräußerungen unserer Beteiligungen an der Hellas Sat von rund 0,1 MRD. € sowie aus dem Verkauf unserer Landesgesellschaften in Bulgarien von ebenfalls insgesamt rund 0,1 MRD. € aus.

Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen erwirtschafteten wir im Berichtsjahr ein gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegenes bereinigtes EBITDA von 17,6 MRD. €. Wechselkurseffekte wirkten sich nur von untergeordneter Bedeutung auf die Entwicklung unseres bereinigten EBITDA aus: Auch hier ergaben sich aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro leicht positive Effekte, die durch die Umrechnung osteuropäischer Währungen in Euro wieder kompensiert wurden.

→ Detailliertere Angaben zur Entwicklung von EBITDA/bereinigtem EBITDA unserer Segmente können dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente", entnommen werden. Eine Übersicht über die Entwicklung der Sondereinflüsse gibt die TABELLE 019.

T 018 Beitrag der Segmente zum Konzern-EBITDA bereinigt

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  2014
in Mio. €
Anteil am Konzern-EBITDA bereinigt
in %
2013
in Mio. €
Anteil am Konzern-EBITDA bereinigt
in %
Veränderung
in Mio. €
Veränderung
in %
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN 17 569 100,0 17 424 100,0 145 0,8
Deutschland 8 810 50,1 8 936 51,3 (126) (1,4)
USA 4 296 24,5 3 874 22,2 422 10,9
Europa 4 432 25,2 4 550 26,1 (118) (2,6)
Systemgeschäft 835 4,8 774 4,4 61 7,9
Group Headquarters & Group Services (667) (3,8) (655) (3,8) (12) (1,8)
Überleitung (137) (0,8) (55) (0,2) (82) n. a.
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  2012
in Mio. €
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN 17 973
Deutschland 9 166
USA 3 840
Europa 4 972
Systemgeschäft 711
Group Headquarters & Group Services (715)
Überleitung (1)

MARKETING-AUFWENDUNGEN

Im Berichtsjahr betrugen unsere Marketing-Aufwendungen 2,5 MRD. € und lagen damit leicht über dem Vorjahresniveau von 2,4 MRD. €. Ursächlich hierfür waren v. a. erhöhte Marketing-Kosten der T-Mobile US als Folge des erstmals ganzjährigen Einbezugs der MetroPCS sowie des verstärkten Neukundengeschäfts. In den Marketing-Aufwendungen sind Kosten für Marktforschung, Marktanalyse, Zielmarktuntersuchungen, die Festlegung von Marketing-Strategien, die Gestaltung des Marketing-Mixes sowie die Durchführung und Steuerung von Marketing-Maßnahmen enthalten. Ebenso sind hier Kosten aus Kundenbindungsprogrammen, aus Marktplanung und -segmentierung sowie aus Produktprognosen erfasst.

Marketing-Kommunikation geschieht bei der Deutschen Telekom v. a. in Form von Produkt- und Markenkampagnen wie z. B. "Entertain", "Mobiles Internet - LTE", "Netz- und Sicherheitsoffensive" sowie "MagentaEINS - alles aus einer Hand" mit Familie Heins.

EBIT

Das EBIT des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich um 2,3 MRD. € auf 7,2 MRD. €. Dabei lagen die Wertminderungen auf Goodwill und andere langfristige Vermögenswerte im Berichtsjahr mit 0,1 MRD. € um 0,7 MRD. € unter denen des Vorjahres. Gegenläufig wirkten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 MRD. € höhere planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, insbesondere verursacht durch den Einbezug von MetroPCS seit Mai letzten Jahres sowie durch den Aufbau des LTE-Netzes im Rahmen des Netzmodernisierungsprogramms der T-Mobile US, aus.

→ Für weiterführende Informationen zur Entwicklung unserer Ertragslage verweisen wir auf die Angaben im Kapitel "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung" im Konzern-Anhang.

ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN

Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg aufgrund der zuvor genannten Effekte gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich um 2,2 MRD. € auf 4,4 MRD. €. Unser Finanzergebnis blieb trotz des gegenüber dem Vorjahr um 0,1 MRD. € höheren Verlustanteils an unserem Joint Venture EE, des erstmals ganzjährigen Einbezugs von MetroPCS sowie der lokalen Finanzierungskonditionen der T-Mobile US nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Darüber hinaus wurde unser Finanzergebnis durch negative Ergebniseffekte aus Währungsumrechnungen inkl. aus Derivaten, die als Sicherungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings im Währungsbereich eingesetzt sind, und gegenläufig durch positive Ergebniseffekte aus sonstigen Derivaten beeinflusst.

KONZERNÜBERSCHUSS/(-FEHLBETRAG)

Der Konzernüberschuss erhöhte sich um 2,0 MRD. € auf 2,9 MRD. €. Der Steueraufwand des laufenden Geschäftsjahres belief sich auf 1,1 MRD. € und lag damit um 0,2 MRD. € über Vorjahresniveau.

→ Weitere Erläuterungen hierzu finden Sie in Angabe 25 "Ertragsteuern" im Konzern-Anhang.

Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis blieb gegenüber dem Vorjahr stabil bei 0,3 MRD. €. Hierbei wirkte sich der Erwerb der restlichen, bisher noch nicht von uns gehaltenen Anteile an der T-Mobile Czech Republic vermindernd aus. Gegenläufig wirkte sich die Erhöhung der Anteile anderer Gesellschafter an der T-Mobile US aus.

→ Weitere Erläuterungen sind Angabe 30 "Abschreibungen" im Konzern-Anhang zu entnehmen.

Die folgende TABELLE 019 zeigt die Überleitung des EBITDA, des EBIT sowie des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags) auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte.

T 019 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Auswirkungen von Sondereinflüssen in Mio. €

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  EBITDA 2014 EBIT 2014 EBITDA 2013 EBIT 2013 EBITDA 2012 EBIT 2012
EBITDA/EBIT 17 821 7 247 15 834 4 930 17 995 (3 962)
DEUTSCHLAND (254) (254) (535) (540) (560) (560)
Personalrestrukturierung (223) (223) (506) (506) (492) (492)
Sachbezogene Restrukturierungen (9) (9) (16) (16) 0 0
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen 0 0 (23) (23) (8) (8)
Sonstiges (22) (22) 10 5 (60) (60)
USA (52) (52) (232) (329) 1 479 (9 110)
Personalrestrukturierung (133) (133) (179) (179) (69) (69)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 (1) (1) (28) (28)
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen 78 78 (52) (52) 1 558 1 558
Wertminderungen - 0 - (97) - (10 589)
Sonstiges 3 3 0 0 18 18
EUROPA (131) (153) (179) (793) (210) (573)
Personalrestrukturierung (91) (91) (327) (327) (184) (184)
Sachbezogene Restrukturierungen (9) (9) 3 3 (16) (19)
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen (5) (5) 183 183 0 0
Wertminderungen - (22) - (614) - (360)
Sonstiges (26) (26) (38) (38) (10) (10)
SYSTEMGESCHÄFT (540) (549) (416) (431) (403) (415)
Personalrestrukturierung (286) (286) (212) (212) (237) (237)
Sachbezogene Restrukturierungen (205) (212) (128) (130) (165) (177)
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen (23) (23) (71) (84) 0 0
Sonstiges (26) (28) (5) (5) (1) (1)
GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES 1 229 1 200 (228) (228) (282) (282)
Personalrestrukturierung (174) (174) (226) (226) (243) (243)
Sachbezogene Restrukturierungen (54) (54) (34) (34) (13) (13)
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen 1 631 1 631 40 40 (46) (46)
Wertminderungen - (29) - 0 - 0
Sonstiges (174) (174) (8) (8) 20 20
KONZERNÜBERLEITUNG 0 0 0 0 (2) (1)
Personalrestrukturierung 0 0 (1) (1) (1) (1)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen 0 0 1 1 0 0
Sonstiges 0 0 0 0 (1) 0
SUMME SONDEREINFLÜSSE 252 192 (1 590) (2 321) 22 (10 941)
EBITDA/EBIT (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) 17 569 7 055 17 424 7 251 17 973 6 979
Finanzergebnis (bereinigt um Sondereinflüsse)   (2 784)   (2 772)   (2 546)
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   4 271   4 479   4 433
Ertragsteuern (bereinigt um Sondereinflüsse)   (1 474)   (1 364)   (1 451)
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   2 797   3 115   2 982
ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/ (FEHLBETRAGS) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) AN DIE            
Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) (bereinigt um Sondereinflüsse)   2 422   2 755   2 537
Anteile anderer Gesellschafter (bereinigt um Sondereinflüsse)   375   360   445

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES KONZERNS

T 020 Konzern-Bilanz (Kurzfassung) in Mio. €

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  31.12.2014 Veränderung 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
AKTIVA            
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 29 798 7 835 21 963 15 019 15 865 15 243
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 523 (447) 7 970 4 026 3 749 2 808
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 10 454 2 742 7 712 6 417 6 557 6 889
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 5 878 4 845 1 033 90 436 51
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 5 943 695 5 248 4 486 5 123 5 495
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 99 562 3 377 96 185 92 923 106 631 112 569
Immaterielle Vermögenswerte 51 565 5 598 45 967 41 847 50 227 53 807
Sachanlagen 39 616 2 189 37 427 37 407 41 797 44 298
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 617 (5 550) 6 167 6 726 6 873 7 242
Übrige langfristige Vermögenswerte 7 764 1 140 6 624 6 943 7 734 7 222
BILANZSUMME 129 360 11 212 118 148 107 942 122 496 127 812
PASSIVA            
KURZFRISTIGE SCHULDEN 28 198 5 702 22 496 22 995 24 215 26 452
Finanzielle Verbindlichkeiten 10 558 2 667 7 891 9 260 10 219 11 689
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 9 681 2 422 7 259 6 445 6 436 6 750
Kurzfristige Rückstellungen 3 517 397 3 120 2 885 3 095 3 193
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 6 (107) 113 9 - -
Übrige kurzfristige Schulden 4 436 323 4 113 4 396 4 465 4 820
LANGFRISTIGE SCHULDEN 67 096 3 507 63 589 54 416 58 249 58 332
Finanzielle Verbindlichkeiten 44 669 961 43 708 35 354 38 099 38 857
Langfristige Rückstellungen 10 838 1 761 9 077 9 169 7 771 8 001
Übrige langfristige Schulden 11 589 785 10 804 9 893 12 379 11 474
EIGENKAPITAL 34 066 2 003 32 063 30 531 40 032 43 028
BILANZSUMME 129 360 11 212 118 148 107 942 122 496 127 812

G 21 Konzern-Bilanzstruktur in Mio. €

Unsere Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 11,2 MRD. €. Die Aktivseite erhöhte sich v. a. aufgrund des Anstiegs der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Hiervon waren allein 4,0 MRD. € auf Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, zurückzuführen. Auch unser Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Auf der Passivseite erhöhten v. a. die kurzfristigen Schulden unsere Bilanzsumme.

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 MRD. €.

→ Detailinformationen zu dieser Veränderung sind der "Konzern-Kapitalflussrechnung" und Angabe 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Anhang zu entnehmen.

G 22 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen in Mio. €

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen stiegen um 2,7 MRD. € auf 10,5 MRD. €, v. a. aufgrund des Kundenwachstums und eines höheren Anteils von auf Ratenzahlungen verkaufter Endgeräte in unserem operativen Segment USA. Dies ist die Folge der von T-Mobile US verfolgten Strategie, Endgeräte über die neu eingeführten Tarife nicht mehr preisreduziert, sondern z. B. über einen Ratenplan zu veräußern.

Der Anstieg bei den Buchwerten der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen um 4,8 MRD. € resultiert im Wesentlichen aus der Reklassifizierung unseres Joint Ventures EE im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen mit BT. Gegenüber dem Vorjahr waren folgende Sachverhalte nicht mehr enthalten: Im operativen Segment USA wurde der Tausch von Mobilfunk-Lizenzen mit Verizon Communications in Höhe von 0,6 MRD. € abgeschlossen. Im Segment Group Headquarters & Group Services wurde der Verkauf der Anteile an der Scout24 Gruppe in Höhe von 0,3 MRD. € vollzogen.

Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 5,6 MRD. € im Wesentlichen aufgrund von Investitionen in Höhe von 7,2 MRD. €. Hierin sind 3,6 MRD. € für den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen durch T-Mobile US enthalten, die v. a. aus den beiden im April 2014 vollzogenen Transaktionen über den Erwerb sowie den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen mit Verizon Communications stammen. Ebenfalls trugen Konsolidierungskreiseffekte in Höhe von 0,2 MRD. € aus dem Einbezug der GTS Central Europe Gruppe und ein in diesem Zusammenhang angesetzter Goodwill in Höhe von 0,1 MRD. € zum Anstieg bei. Währungskurseffekte von 2,8 MRD. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten sich zudem buchwerterhöhend aus. Die Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 3,8 MRD. € und Abgänge in Höhe von 0,8 MRD. €, v. a. im Zusammenhang mit dem Tausch von Mobilfunk-Spektrum mit Verizon Communications, hatten einen gegenläufigen Effekt auf den Buchwert der immateriellen Vermögenswerte.

G 23 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Mio. €

Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 2,2 MRD. € auf 39,6 MRD. €. Investitionen in Höhe von 7,9 MRD. €, v. a. in den operativen Segmenten Deutschland und USA, erhöhten den Buchwert. Von den Anlagezugängen entfielen 70 % auf Investitionen, die der Steigerung der betrieblichen Kapazität dienten. Neben Investitionen in neue Produkte und Technologien handelte es sich hierbei vorwiegend um Maßnahmen, um zusätzliche Kapazitäten sowie eine verbesserte Qualität bei bestehenden Produkten und Technologien bereitstellen zu können. Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um 1,0 MRD. €. Konsolidierungskreiseffekte von 0,4 MRD. € - im Wesentlichen aus dem Einbezug der GTS Central Europe Gruppe (0,2 MRD. €) und der Erstkonsolidierung von vier strukturierten Leasing-Objektgesellschaften zum Betrieb von Rechenzentren in Deutschland (0,2 MRD. €) - hatten ebenfalls einen erhöhenden Effekt. Planmäßige Abschreibungen in Höhe von 6,6 MRD. € sowie Abgänge in Höhe von 0,3 MRD. € standen dem entgegen.

Der Buchwert der Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen verringerte sich im Berichtsjahr um 5,6 MRD. €. Dieser Rückgang stand im Wesentlichen mit der Reklassifizierung unserer am Joint Venture EE gehaltenen Anteile in die als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in Zusammenhang.

G 24 Finanzielle Verbindlichkeiten in Mio. €

Unsere kurzfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 MRD. € auf insgesamt 55,2 MRD. €. Wesentliche Effekte auf die finanziellen Verbindlichkeiten sind den nachfolgenden Tabellen und den zugehörigen Erläuterungen zu entnehmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 MRD. €, u. a. durch den Aufbau von Lagerbeständen bei Endgeräten (v. a. Smartphones) sowie aufgrund des Netzwerk-Ausbaus im operativen Segment USA. Wechselkurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro trugen mit 1,4 MRD. € zu der Erhöhung bei.

Die Rückstellungen (kurzfristig und langfristig) erhöhten sich insgesamt um 2,2 MRD. €. Davon entfielen 1,5 MRD. € auf die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen. Dies war im Wesentlichen auf die Berücksichtigung erfolgsneutraler versicherungsmathematischer Verluste in Höhe von 1,6 MRD. € (vor Steuern) aufgrund des weiterhin rückläufigen Zinsniveaus zurückzuführen. Laufender Dienstzeitaufwand erhöhte die Pensionsrückstellungen um 0,2 MRD. €. Gegenläufig wirkte sich die Erhöhung unseres Planvermögens um 0,3 MRD. € (Dotierung Contractual Trust Agreement) aus.

Das Eigenkapital stieg gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 2,0 MRD. € auf 34,1 MRD. € an. Erhöhend wirkten der Überschuss von 3,2 MRD. € und ergebnisneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1,8 MRD. €. Zudem wurde im Zusammenhang mit der unseren Aktionären gewährten Möglichkeit, ihre Dividendenansprüche in Aktien zu tauschen, eine Kapitalerhöhung unter Einbringung der Dividendenansprüche von 1,0 MRD. € durchgeführt. Dem entgegen standen Dividendenausschüttungen für das Geschäftsjahr 2013 an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 2,2 MRD. € und an Minderheiten in Beteiligungen in Höhe von 0,1 MRD. €. Weitere das Eigenkapital mindernde Effekte resultierten aus dem Erwerb der restlichen Anteile an der T-Mobile Czech Republic in Höhe von 0,8 MRD. € sowie der Berücksichtigung von versicherungsmathematischen Verlusten (nach Steuern) in Höhe von 1,1 MRD. €.

T 021 Finanzielle Verbindlichkeiten in Mio. €

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  31.12.2014
  Summe Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten        
Anleihen 32 751 3 250 9 333 20 168
Commercial Paper, Medium Term Notes und ähnliche Verbindlichkeiten 11 468 2 175 4 557 4 736
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3 676 1 369 1 934 373
  47 895 6 794 15 824 25 277
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing 1 461 180 570 711
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 946 40 647 259
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 1 775 1 196 392 187
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 2 055 1 942 110 3
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1 095 406 442 247
  7 332 3 764 2 161 1 407
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 55 227 10 558 17 985 26 684

Fremdkapitalkostensatz.

Zum Geschäftsjahresende lag der durchschnittliche Zinssatz auf die finanziellen Verbindlichkeiten bei 5,8 % (2013: 5,6 %). Der im Vergleich zum Vorjahr erhöhte durchschnittliche Zinssatz ist im Wesentlichen auf die in 2014 deutlich gestiegene Eigenfinanzierung der T-Mobile US zurückzuführen.

T 022 Netto-Finanzverbindlichkeiten in Mio. €

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  31.12.2014 Veränderung 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 10 558 2 667 7 891 9 260 10 219 11 689
Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 44 669 961 43 708 35 354 38 099 38 857
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 55 227 3 628 51 599 44 614 48 318 50 546
Zinsabgrenzungen (1 097) (6) (1 091) (903) (966) (1 195)
Verpflichtungen aus Unternehmenstransaktionen - - - - - (1 566)
Sonstige (1 038) (157) (881) (754) (615) (467)
BRUTTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 53 092 3 465 49 627 42 957 46 737 47 318
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 523 (447) 7 970 4 026 3 749 2 808
Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar/zu Handelszwecken gehalten 289 (21) 310 27 402 75
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1 343 572 771 1 287 1 533 835
Andere finanzielle Vermögenswerte 1 437 (46) 1 483 757 932 1 331
NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 42 500 3 407 39 093 36 860 40 121 42 269

G 25 Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten in Mio. €

Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 MRD. € auf 42,5 MRD. €. Die dafür ursächlichen Effekte sind GRAFIK 25 zu entnehmen. Die sonstigen Effekte von 1,9 MRD. € enthalten u. a. Finanzierungsformen, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden. Darüber hinaus ist in den sonstigen Effekten eine Auszahlung im Rahmen einer Wholesale-Transaktion enthalten.

Nicht-bilanziertes Vermögen und außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente.

Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzen wir nicht-bilanzierte Vermögenswerte. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um geleaste, gepachtete oder gemietete Gegenstände.

→ Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterung in Angabe 34 "Leasing-Verhältnisse" und auf Angabe 35 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" im Konzern-Anhang.

Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente verkaufen wir v. a. Forderungen mittels Factoring. Zum 31. Dezember 2014 betrug das verkaufte Forderungsvolumen 1,4 MRD. € (31. Dezember 2013: 1,5 MRD. €).

Darüber hinaus haben wir im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 0,6 MRD. € (2013: 0,4 MRD. €) Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden. In der Bilanz werden diese in der Folge unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Finanz-Management.

Das Finanz-Management der Deutschen Telekom stellt die permanente Zahlungsfähigkeit und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts im Konzern sicher. Die Grundzüge der Finanzpolitik legt der Vorstand jährlich fest, der Aufsichtsrat überwacht sie. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management verantwortet die Konzern-Treasury.

T 023 Rating der Deutschen Telekom AG

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  Standard & Poor's Moody's Fitch
LANGFRIST-RATING      
31.12.2010 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2011 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2012 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2013 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2014 BBB+ Baa1 BBB+
KURZFRIST-RATING A-2 P-2 F2
AUSBLICK stabil stabil stabil

T 024 Finanzielle Flexibilität

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  2014 2013 2012 2011 2010
RELATIVE VERSCHULDUNG            
Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)   2,4 x 2,2 x 2,1 x 2,1 x 2,2 x
EIGENKAPITALQUOTE % 26,3 27,1 28,3 32,7 33,7

Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzten wir in 2014 im Wesentlichen die Kennzahl Relative Verschuldung ein. Ein Bestandteil dieser Kennzahl sind die Netto-Finanzverbindlichkeiten, die der Konzern als eine wichtige Kenngröße gegenüber Investoren, Analysten und Rating-Agenturen verwendet.

T 025 Kapitalflussrechnung (Kurzfassung) in Mio. €

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  2014 2013 2012
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 13 393 13 017 13 577
Effekte im Rahmen der AT&T-Transaktion - 137 470
Ausgleichsleistungen für Mitarbeiter der MetroPCS - 60 -
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEITa 13 393 13 214 14 047
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen (CASH CAPEX) (9 534) (8 861) (8 021)
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen 281 253 213
FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)a 4 140 4 606 6 239
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT (10 761) (9 896) (6 671)
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT (3 434) 1 022 (6 601)
Auswirkungen von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) 323 (167) (28)
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 32 (32) -
Veränderung der kurzfristigen Zahlungsmittel (447) 3 944 277
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE 7 523 7 970 4 026

a Vor Effekten im Rahmen der AT&T-Transaktion und Ausgleichsleistungen für Mitarbeiter der MetroPCS.

G 26 Veränderung der Zahlungsmittel in Mio. €

Free Cashflow.

Der Free Cashflow des Konzerns vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum sank gegenüber dem Vorjahr um 0,5 MRD. €. Dazu trugen die gegenüber dem Vorjahr um 0,7 MRD. € erhöhten Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen bei. Schwerpunkte dabei waren der Breitband-Ausbau sowie die Kapazitätserweiterung der bestehenden Netze. Im Mobilfunk-Bereich haben wir in LTE investiert, die Netzabdeckung erhöht und die Kapazitäten an den steigenden Bedarf an Datenvolumen angepasst. Im Festnetz-Bereich standen folgende Themen im Vordergrund: Glasfaser-Ausbau, IPTV sowie die weitere Umstellung des bestehenden Telefonnetzes auf ein IP-basiertes Netz.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 0,4 MRD. € auf 13,4 MRD. €.

Positiv beeinflusst wurde der Cashflow aus Geschäftstätigkeit durch im Vorjahresvergleich um 0,1 MRD. € höhere vom Joint Venture EE erhaltene Dividendenzahlungen. Im Berichtszeitraum wurden Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden und bei Zahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Daraus resultierte insgesamt ein positiver Effekt auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit von 0,4 MRD. €. Im Vorjahr waren Auszahlungen im Zusammenhang mit der AT&T- und der MetroPCS-Transaktion in Höhe von 0,2 MRD. € und um 0,3 MRD. € höhere Auszahlungen für Abfindungen und Vorruhestand enthalten. Dem standen um 0,4 MRD. € höhere Nettozinszahlungen gegenüber, die den Cashflow aus Geschäftstätigkeit belasteten. Im Vorjahr waren hier um 0,2 MRD. € höhere Einzahlungen aus dem Abschluss, der Auflösung und Konditionenänderungen von Zinsderivaten enthalten.

→ Informationen zum Cashflow aus Investitionstätigkeit und zum Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind Angabe 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Anhang zu entnehmen.

T 026 Überleitungsrechnung zu den in 2014 durchgeführten Ausweisänderungen für wesentliche Kennzahlen in Mio. €

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  Gesamtumsatz Betriebsergebnis (EBIT) EBITDA
  2013 2012 2013 2012 2013 2012
DARSTELLUNG WIE BERICHTET (VOR ANPASSUNGEN)            
Deutschland 22 435 22 736 4 435 4 213 8 401 8 606
USA 18 556 15 371 1 404 (7 547) 3 642 5 319
Europa 13 659 14 406 958 1 437 4 340 4 728
Systemgeschäft 9 491 10 016 (279) (307) 390 342
Group Headquarters & Group Services 2 879 2 835 (1 582) (1 750) (883) (997)
SUMME 67 020 65 364 4 936 (3 954) 15 890 17 998
Überleitung (6 888) (7 195) (6) (8) (56) (3)
KONZERN 60 132 58 169 4 930 (3 962) 15 834 17 995
+/- AUSWEISÄNDERUNG LOCAL BUSINESS UNITS ZUM 1. JANUAR 2014            
Deutschland - - - - - -
USA - - - - - -
Europa 45 35 14 16 31 34
Systemgeschäft (453) (465) (15) (16) (32) (34)
Group Headquarters & Group Services - - - - - -
SUMME (408) (430) (1) - (1) -
Überleitung 408 430 1 - 1 -
KONZERN - - - - - -
+/- AUSWEISÄNDERUNG JOINT VENTURE EE ZUM 1. JANUAR 2014            
Deutschland - - - - - -
USA - - - - - -
Europa - - - - - -
Systemgeschäft - - - - - -
Group Headquarters & Group Services - - - - - -
SUMME - - - - - -
Überleitung - - - - - -
KONZERN - - - - - -
= DARSTELLUNG ZUM 31. DEZEMBER 2014            
Deutschland 22 435 22 736 4 435 4 213 8 401 8 606
USA 18 556 15 371 1 404 (7 547) 3 642 5 319
Europa 13 704 14 441 972 1 453 4 371 4 762
Systemgeschäft 9 038 9 551 (294) (323) 358 308
Group Headquarters & Group Services 2 879 2 835 (1 582) (1 750) (883) (997)
SUMME 66 612 64 934 4 935 (3 954) 15 889 17 998
Überleitung (6 480) (6 765) (5) (8) (55) (3)
KONZERN 60 132 58 169 4 930 (3 962) 15 834 17 995
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  EBITDA bereinigt Planmäßige Abschreibungen Wertminderungen
  2013 2012 2013 2012 2013 2012
DARSTELLUNG WIE BERICHTET (VOR ANPASSUNGEN)            
Deutschland 8 936 9 166 (3 959) (4 389) (7) (4)
USA 3 874 3 840 (2 133) (2 265) (105) (10 601)
Europa 4 518 4 936 (2 738) (2 903) (644) (388)
Systemgeschäft 806 747 (656) (632) (13) (17)
Group Headquarters & Group Services (655) (715) (627) (654) (72) (99)
SUMME 17 479 17 974 (10 113) (10 843) (841) (11 109)
Überleitung (55) (1) 47 (5) 3 -
KONZERN 17 424 17 973 (10 066) (10 848) (838) (11 109)
+/- AUSWEISÄNDERUNG LOCAL BUSINESS UNITS ZUM 1. JANUAR 2014            
Deutschland - - - - - -
USA - - - - - -
Europa 32 36 (17) (18) - -
Systemgeschäft (32) (36) 17 18 - -
Group Headquarters & Group Services - - - - - -
SUMME - - - - - -
Überleitung - - - - - -
KONZERN - - - - - -
+/- AUSWEISÄNDERUNG JOINT VENTURE EE ZUM 1. JANUAR 2014            
Deutschland - - - - - -
USA - - - - - -
Europa - - - - - -
Systemgeschäft - - - - - -
Group Headquarters & Group Services - - - - - -
SUMME - - - - - -
Überleitung - - - - - -
KONZERN - - - - - -
= DARSTELLUNG ZUM 31. DEZEMBER 2014            
Deutschland 8 936 9 166 (3 959) (4 389) (7) (4)
USA 3 874 3 840 (2 133) (2 265) (105) (10 601)
Europa 4 550 4 972 (2 755) (2 921) (644) (388)
Systemgeschäft 774 711 (639) (614) (13) (17)
Group Headquarters & Group Services (655) (715) (627) (654) (72) (99)
SUMME 17 479 17 974 (10 113) (10 843) (841) (11 109)
Überleitung (55) (1) 47 (5) 3 -
KONZERN 17 424 17 973 (10 066) (10 848) (838) (11 109)
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  Segmentvermögen
  2013 2012
DARSTELLUNG WIE BERICHTET (VOR ANPASSUNGEN)    
Deutschland 30 738 31 224
USA 38 830 27 436
Europa 35 552 36 579
Systemgeschäft 8 705 9 045
Group Headquarters & Group Services 91 594 95 182
SUMME 205 419 199 466
Überleitung (87 271) (91 524)
KONZERN 118 148 107 942
+/- AUSWEISÄNDERUNG LOCAL BUSINESS UNITS ZUM 1. JANUAR 2014    
Deutschland - -
USA - -
Europa 268 230
Systemgeschäft (277) (279)
Group Headquarters & Group Services - -
SUMME (9) (49)
Überleitung 9 49
KONZERN - -
+/- AUSWEISÄNDERUNG JOINT VENTURE EE ZUM 1. JANUAR 2014    
Deutschland - -
USA - -
Europa (5 844) (6 352)
Systemgeschäft - -
Group Headquarters & Group Services (7 998) (7 492)
SUMME (13 842) (13 844)
Überleitung 13 842 13 844
KONZERN - -
= DARSTELLUNG ZUM 31. DEZEMBER 2014    
Deutschland 30 738 31 224
USA 38 830 27 436
Europa 29 976 30 457
Systemgeschäft 8 428 8 766
Group Headquarters & Group Services 83 596 87 690
SUMME 191 568 185 573
Überleitung (73 420) (77 631)
KONZERN 118 148 107 942

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER OPERATIVEN SEGMENTE

DEUTSCHLAND KUNDENENTWICKLUNG

G 27 Mobilfunk-Kunden in Tsd.

G 28 Breitband-Anschlüsse in Tsd.

G 29 Festnetz-Anschlüsse in Tsd.

G 30 TV (IPTV, Sat)a in Tsd.

a Angeschlossene Kunden.

T 027 in Tsd.

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  31.12.2014 31.12.2013 Veränderung Veränderung
in %
31.12.2012
GESAMT          
Mobilfunk-Kunden 38 989 38 625 364 0,9 % 36 568
Vertragskunden 22 287 21 553 734 3,4 % 19 570
Prepaid-Kunden 16 701 17 072 (371) (2,2) % 16 997
Festnetz-Anschlüsse 20 686 21 417 (731) (3,4) % 22 384
davon: IP-basiert Retail 4 383 2 141 2 242 n. a. 937
Breitband-Anschlüsse 12 361 12 360 1 - 12 427
davon: Glasfaser 1 799 1 246 553 44,4 % 904
TV (IPTV, Sat) 2 442 2 177 265 12,2 % 1 966
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 8 801 9 257 (456) (4,9) % 9 436
Wholesale entbündelte Anschlüsse 2 153 1 564 589 37,7 % 1 303
davon: Glasfaser 718 274 444 n. a. 81
Wholesale gebündelte Anschlüsse 305 390 (85) (21,8) % 518
DAVON: PRIVATKUNDEN          
Mobilfunk-Kunden 29 068 29 943 (875) (2,9) % 28 811
Vertragskunden 16 040 15 669 371 2,4 % 13 990
Prepaid-Kunden 13 027 14 275 (1 248) (8,7) % 14 821
Festnetz-Anschlüsse 16 260 16 923 (663) (3,9) % 17 789
davon: IP-basiert Retail 3 974 1 960 2 014 n. a. 856
Breitband-Anschlüsse 9 938 9 963 (25) (0,3) % 10 039
davon: Glasfaser 1 547 1 064 483 45,4 % 776
TV (IPTV, Sat) 2 254 2 001 253 12,6 % 1 804
DAVON: GESCHÄFTSKUNDEN          
Mobilfunk-Kunden 9 921 8 682 1 239 14,3 % 7 757
Vertragskunden 6 247 5 885 362 6,2 % 5 581
Prepaid-Kunden (M2M) 3 674 2 797 877 31,4 % 2 176
Festnetz-Anschlüsse 3 402 3 445 (43) (1,2) % 3 510
davon: IP-basiert Retail 387 164 223 n. a. 55
Breitband-Anschlüsse 2 096 2 072 24 1,2 % 2 062
davon: Glasfaser 248 180 68 37,8 % 127
TV (IPTV, Sat) 186 174 12 6,9 % 161

Gesamt

In Deutschland haben wir unsere Position als Marktführer im Festnetz verteidigt und unsere Marktführerschaft im Mobilfunk bei den Serviceumsätzen sogar ausgebaut. Die Basis für diesen Erfolg ist unser ausgezeichnetes Netz. Erneut haben wir - im Festnetz wie im Mobilfunk - alle großen Netztests, wie z. B. den Netztest der Fachzeitschrift "connect" und erstmals auch den "connect" Service-Test der Mobilfunk-Hotlines, gewonnen.

Im September 2014 starteten wir MagentaEINS - unser erstes integriertes Produkt bestehend aus Festnetz- und Mobilfunk-Komponenten, mit dem wir bislang 506 TSD. Kunden gewonnen haben.

Mit unserem "Netz der Zukunft" stellen wir modernste Anschlusstechnik zur Verfügung. Bis 2018 wollen wir unser Netz vollständig auf die IP-Technologie umstellen. Bislang konnten wir 5,8 MIO. Retail- und Wholesale-Kunden auf IP migrieren; dies entspricht einer Quote von 25 %.

Außerdem haben wir in der zweiten Jahreshälfte im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie begonnen, Vectoring und LTE 300 zu vermarkten. Insgesamt gewannen wir im Geschäftsjahr 734 TSD. Vertragskunden hinzu, v. a. bei unseren werthaltigen Mobilfunk-Kunden unter unserer Eigenmarke "Telekom" und unter unserer Zweitmarke "congstar". Positiv entwickelte sich auch der Bestand an Vertragskunden im Bereich Geschäftskunden dank der hohen Nachfrage nach integrierten Mobilfunk-Tarifen mit Datenvolumen.

Eine starke Nachfrage verzeichneten wir weiterhin bei unseren Glasfaser-Produkten. So stieg die Anzahl dieser Anschlüsse innerhalb des Berichtsjahres um fast 1 MIO. auf insgesamt 2,5 MIO. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie werden wir die Vermarktung deutlich höherer Bandbreiten vorantreiben. In den Vectoring-Gebieten, die von der BNetzA freigegeben wurden, können Kunden seit September 2014 mit bis zu 100 MBit/s beim Download bzw. bis zu 40 MBit/s beim Upload im Internet surfen.

Mit unserem Kontingentmodell und dessen zukünftiger Weiterentwicklung setzen wir Anreize für eine Migration aus den klassischen Vorleistungsprodukten - wie gebündelte Wholesale-Anschlüsse oder die Teilnehmer-Anschlussleitung - hin zu höherwertigen VDSL-Wholesale-Anschlüssen.

Erfolgreich waren auch unsere Kooperationen in der Wohnungswirtschaft: Wir haben zum Jahresende 2014 rund 119 TSD. Wohnungen an unser Netz angeschlossen.

Mobilfunk

Mobile Telefonie und Datenanwendungen.

Wir setzen neue Impulse durch unsere herausragende Netzqualität und durch das neue Produkt-Portfolio für werthaltige Vertragskunden sowie für Neukunden. Bis zum Jahresende 2014 gewannen wir insgesamt 734 TSD. Vertragskunden hinzu. Bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft konnten wir unter den Marken "Telekom" und "congstar" mit 913 TSD. ein Wachstum verzeichnen. Der Trend zu integrierten Flatrates mit höheren Datengeschwindigkeiten setzt sich fort. Allerdings war das Geschäft der Wiederverkäufer (Service Provider) um 179 TSD. rückläufig; basierend auf Anpassungen im Geschäftsmodell waren Ausbuchungen im zweiten Halbjahr 2014 der Grund dafür. Die Zahl der Prepaid-Kunden sank um 371 TSD., v. a. weil Kunden zu günstigen Vertragsangeboten wechselten.

Insgesamt konnten wir im Berichtsjahr im Mobilfunk 364 TSD. Neukunden hinzugewinnen. Dabei konnte der Zuwachs bei den Vertragskunden den Rückgang bei den Prepaid-Kunden mehr als ausgleichen. Insgesamt nutzten 283 TSD. Kunden eine Breitband-Anbindung via Mobilfunk.

Bei den mobilen Endgeräten belief sich der Anteil an Smartphones auf 71,6 %. Dies waren v. a. Android- und iOS-Endgeräte (iPhones) - nachgefragt wurden hier insbesondere hochpreisige Endgeräte.

Festnetz

Telefon, Internet und Fernsehen.

Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz - v. a. durch aggressive Preisangebote von Wettbewerbern - gehen wir neue Wege in der Vermarktung mit regionalen Angeboten und einem Fokus auf TV- und VDSL-Anschlüsse. Die Zahl unserer Breitband-Anschlüsse blieb 2014 mit 12,4 MIO. lediglich stabil und lag daher unter unseren prognostizierten Erwartungen. Jedoch konnten wir uns bei der Neukundengewinnung gegenüber 2013 leicht verbessern. Von unseren Breitband-Kunden sind insgesamt 19,8 % TV-Kunden: ein Plus von 2,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 731 TSD. Im Hinblick auf die Anschlussverluste pro Quartal lagen wir in den letzten drei Quartalen 2014 das erste Mal seit zehn Jahren unter der 200 Tausend-Marke.

Mit den neuen MagentaZuhause-Tarifen bieten wir seit Oktober 2014 unser neues Produkt-Portfolio für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und Bandbreiten auf dem Markt an.

Privatkunden

Vernetztes Leben vom Handy bis zum Fernseher.

2014 konnten wir im Mobilfunk 371 TSD. Vertragskunden hinzugewinnen. Bei unseren eigenen Kunden unter den Marken "Telekom" und "congstar" konnten wir gegenüber dem Vorjahr 551 TSD. Neukunden hinzugewinnen. Gründe dafür waren die hohe Akzeptanz der AllnetFlat-Tarife bei "congstar" und die im September 2014 neu eingeführten MagentaMobil-Tarife. Rückläufig war das Geschäft mit den Wiederverkäufern (Service Provider) mit 179 TSD. aufgrund von verstärkten Ausbuchungen von inaktiven Vertragskarten im zweiten Halbjahr 2014. Insgesamt sank im Berichtsjahr die Zahl unserer Mobilfunk-Kunden gegenüber dem Vorjahr um 2,9 %. Die Zahl der Prepaid-Kunden ging um 1,2 MIO. zurück, insbesondere im Bereich der Wiederverkäufer sowie durch den Wechsel in attraktive Vertragstarife.

Im Berichtsjahr konnten wir im Festnetz 2,0 MIO. Kunden auf IP-basierte Retail-Anschlüsse umstellen. Gegenüber dem Jahresende 2013 konnten wir 253 TSD. TV-Kunden hinzugewinnen. Von den 9,9 MIO. Breitband-Anschlüssen nutzen rund 1,5 MIO. einen Glasfaser-Anschluss - 483 TSD. davon haben wir 2014 hinzugewonnen. Die Anschlussverluste im Festnetz lagen bei 663 TSD. Somit lagen wir 2014 deutlich unter den Anschlussverlusten des Vorjahres von 866 TSD. Dabei wechselten die Kunden v. a. zu Kabelnetz-Betreibern und regionalen Anbietern.

Geschäftskunden

Vernetztes Arbeiten mit innovativen Lösungen.

Besonders erfolgreich waren wir im Berichtsjahr im Mobilfunk - mit insgesamt 1,2 MIO. neuen Kunden; davon waren 362 TSD. werthaltige Vertragskunden. In einem sehr preisaggressiven Markt konnten wir im Bereich M2M 877 TSD. Karten hinzugewinnen. Ursache für das Wachstum ist der vermehrte Einsatz von SIM-Karten, v. a. in der Automobil- und in der Logistikbranche. Beim mobilen Internet wächst die Kundennachfrage nach Tarifen mit höheren Bandbreiten in Verbindung mit höherwertigen Endgeräten. Die Zahl der Festnetz-Anschlüsse blieb gegenüber 2013 nahezu stabil bei 3,4 MIO. Die Breitband-Anschlüsse lagen mit 2,1 MIO. auf Vorjahresniveau; die Zahl der Glasfaser-Kunden steigerten wir dabei um 37,8 %.

Positiv entwickelten sich die Produkte beim "Vernetzten Arbeiten": So verzeichneten wir bei unseren Tarifen "DeutschlandLAN - die Komplettlösung für Ihr Büro" weiter steigende Zuwächse. In der Datenkommunikation bauten wir die Zahl der Netze und der Verbindungen deutlich aus, v. a. bei Internet-basierten Datennetzen (IP-VPNs) und bei Standortvernetzungen mit hoher Bandbreite. Insbesondere stieg die Nachfrage nach Cloud-Produkten.

Wholesale

Der Anschlussbestand im Bereich Wholesale blieb gegenüber 2013 insgesamt stabil bei 11,3 MIO. Zum Jahresende 2014 betrug der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am Gesamtbestand 6,4 %. Ursache für das verstärkte Wachstum unserer entbündelten Wholesale-Anschlüsse um 589 TSD. bzw. 37,7 % war in erster Linie die hohe Nachfrage im Zusammenhang mit dem Kontingentmodell. Die Zahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse sank hingegen um 85 TSD. Dieser Trend wird wohl auch in den kommenden Jahren anhalten, weil unsere Mitbewerber von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Produkten mit mehr Bandbreite oder auf eigene Infrastrukturen wechseln. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) reduzierte sich gegenüber 2013 um 456 TSD. bzw. 4,9 %. Dieser Rückgang hat folgende Gründe: zum einen die Verlagerung zu höherwertigen VDSL-Wholesale-Anschlüssen, zum anderen, weil Kunden zu Kabelanbietern wechseln und Wettbewerber teilweise ihre Endkunden auf Mobilfunk-basierte Anschlüsse migrieren.

OPERATIVE ENTWICKLUNG T 028 in Mio. €

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    2014 2013 Veränderung Veränderung
in %
2012
GESAMTUMSATZ   22 257 22 435 (178) (0,8) % 22 736
Privatkunden   11 970 12 122 (152) (1,3) % 12 197
Geschäftskunden   5 726 5 676 50 0,9 % 5 680
Wholesale   3 775 3 811 (36) (0,9) % 4 035
Mehrwertdienste   242 288 (46) (16,0) % 367
Sonstiges   544 538 6 1,1 % 457
Betriebsergebnis (EBIT)   4 663 4 435 228 5,1 % 4 213
EBIT-Marge % 21,0 19,8     18,5
Abschreibungen   (3 893) (3 966) 73 1,8 % (4 393)
EBITDA   8 556 8 401 155 1,8 % 8 606
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (254) (535) 281 52,5 % (560)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   8 810 8 936 (126) (1,4) % 9 166
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 39,6 39,7     40,3
CASH CAPEX   (3 807) (3 411) (396) (11,6) % (3 418)

Gesamtumsatz

Der Umsatzrückgang lag im Berichtsjahr bei 0,8 % und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr leicht. Ursache hierfür war das klassische Festnetz-Geschäft, das aufgrund geringerer Anschlussverluste nur um 2,5 % zurückging. Positiv auf die Umsatzentwicklung im Festnetz wirkten sich die Endgeräte-, IT- und TV-Umsätze aus. Dies konnte jedoch den Umsatzrückgang in der klassischen Festnetz-Telefonie und im Breitband-Geschäft nicht vollständig kompensieren. Der Mobilfunk-Umsatz wuchs um 1,6 %, insbesondere aufgrund der hohen Nachfrage nach Smartphones. Die gute Entwicklung bei den mobilen Serviceumsätzen im Bereich Geschäftskunden sowie bei unserer Zweitmarke "congstar" konnte den Umsatzrückgang im Prepaid-Geschäft und bei den Wiederverkäufern ausgleichen.

Im Privatkundenbereich sank der Umsatz um 1,3 %, v. a. aufgrund der mengen- und preisbedingt rückläufigen Entwicklung im Festnetz. Im Mobilfunk steigerten wir den Umsatz um 1,1 %. Dies resultiert in erster Linie aus dem höheren Endgeräteumsatz bei der Vermarktung von Smartphones. Während die mobilen Serviceumsätze um 0,9 % aufgrund rückläufiger Sprachtelefonie und geringerer Umsätze mit Textnachrichten insbesondere im Bereich Prepaid sanken, verzeichneten wir eine positive Umsatzentwicklung bei den Datenumsätzen von 23,2 %.

Im Geschäftskundenbereich stieg der Umsatz um 0,9 %. Diese positive Entwicklung resultierte hauptsächlich aus dem Wachstum der Serviceumsätze im Mobilfunk, insbesondere bei den Datenumsätzen mit 9,2 %. Gegenläufig wirkten im Festnetz rückläufige Umsätze in der klassischen Sprachtelefonie.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich stabilisierte sich bei 3,8 MRD. €. Grund hierfür waren Sondereffekte im zweiten und vierten Quartal des Vorjahres aufgrund von nachträglichen Preissenkungen für die Teilnehmer-Anschlussleitung. Ohne diese Effekte war der Bereich Wholesale leicht rückläufig mit minus 2,5 %. Dies resultierte im Wesentlichen aus Mengeneffekten bei Interconnection-Verbindungen und Anschlüssen, welche teilweise durch die positive Entwicklung bei den entbündelten Anschlüssen, im Wesentlichen durch das Kontingentmodell, kompensiert werden konnten.

Im Bereich Mehrwertdienste nahmen die Umsätze um 16,0 % ab; Hauptgründe dafür waren die geringere Inanspruchnahme von Service-Rufnummern und der Umsatzrückgang durch den Ausstieg aus dem Geschäft mit der digitalen Außenwerbung zum Jahresende 2013.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA war 2014 gegenüber dem Vorjahr mit 1,4 % leicht rückläufig und lag bei 8,8 MRD. €. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus gestiegenen Personalkosten im Rahmen der Tariferhöhung und für den Personalaufbau für unseren integrierten Netzausbau. Höhere Marktinvestitionen im Mobilfunk - u. a. getrieben durch den Anstieg bei der Vermarktung von Smartphones - belasteten das bereinigte EBITDA ebenfalls. Mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 39,6 % liegen wir bei unserem erwarteten Zielwert von 40 %. Das EBITDA lag im Berichtsjahr bei 8,6 MRD. € und somit um 1,8 % höher als 2013, v. a. aufgrund höherer Sondereinflüsse für unseren Personalumbau im Vorjahr.

EBIT

Das Betriebsergebnis unseres operativen Segments Deutschland stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 % auf 4,7 MRD. €, v. a. wegen geringerer Sondereinflüsse sowie leicht geringerer Abschreibungen.

Cash Capex

Der Cash Capex erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 396 Mio. € bzw. 11,6 %. Wir investierten auch 2014 verstärkt im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in den Vectoring/Glasfaserkabel-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere LTE-Infrastruktur.

USA

KUNDENENTWICKLUNG

G 31 Eigene Postpaid-Kunden in Tsd.

G 32 Eigene Prepaid-Kunden in Tsd.

Zum 31. Dezember 2014 hatte das operative Segment USA (T-Mobile US) 55,0 MIO. Kunden gegenüber einem Bestand von 46,7 MIO. Kunden zum 31. Dezember 2013. Der Anstieg im Jahr 2014 um netto 8,3 MIO. Kunden stellt eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr dar, in dem ein Anstieg um netto 4,4 MIO. verzeichnet wurde. In diesen Werten sind die 8,9 MIO. Kunden, die im Zusammenhang mit dem vollzogenen Zusammenschluss mit MetroPCS hinzugewonnen wurden, noch nicht enthalten. Wie im Folgenden erläutert, war dies auf deutlich steigende Kundenzahlen in allen unseren Kundensegmenten zurückzuführen.

Eigene Kunden (unter eigener Marke).

Die Zahl der eigenen Postpaid-Kunden stieg im Geschäftsjahr 2014 um netto 4 886 TSD. gegenüber einem Anstieg von netto 2 006 TSD. im Jahr 2013. Die deutliche Verbesserung in der Entwicklung der Kundenzahlen war eine Folge der hohen Anzahl an Neukunden sowie einer verbesserten Wechslerrate bei den eigenen Postpaid-Kunden. Dieser positive Trend war auf den anhaltenden Erfolg der "Uncarrier"-Initiativen der Gesellschaft, die sehr positive Resonanz auf Angebote und die Markteinführung neuer attraktiver Endgeräte zurückzuführen. Des Weiteren nahmen die Kunden die Angebote für breitbandige Mobilfunk-Services und Endgeräte sehr positiv auf, was sich ebenfalls in einem Nettoanstieg bei den eigenen Postpaid-Kunden niederschlug. Die Zahl der eigenen Postpaid-Kunden stieg im Geschäftsjahr 2014 um netto 4 886 TSD. und lag damit deutlich über den Prognosen der Gesellschaft für 2014.

Die Zahl der eigenen Prepaid-Kunden stieg im Geschäftsjahr 2014 um netto 1 244 TSD. gegenüber einem Anstieg von netto 328 TSD. im Jahr 2013. Der höhere Bruttozuwachs bei den eigenen Prepaid-Kunden ist hauptsächlich das Ergebnis des Wachstums und Ausbaus der Marke "MetroPCS", einschließlich der Erschließung neuer Märkte nach dem Zusammenschluss mit MetroPCS im Jahr 2013. Diesem Anstieg standen zum Teil erhöhte wettbewerbsbedingte Ausbuchungen im US-amerikanischen Prepaid-Markt gegenüber.

Wholesale-Kunden.

Die Zahl der Wholesale-Kunden erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014 um netto 2 204 TSD. gegenüber einem Anstieg von netto 2 043 TSD. im Jahr 2013. Insbesondere höhere Bruttozugänge im Bereich M2M aufgrund beträchtlicher Aktivierungsvolumina trugen zu diesem Anstieg bei, dem im Jahresvergleich rückläufige Nettozuwächse bei den MVNO-Kunden aufgrund einer erhöhten Wechslerrate gegenüberstanden.

T 029 in Tsd.

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  31.12.2014 31.12.2013 Veränderung Veränderung
in %
31.12.2012
USA          
Mobilfunk-Kunden 55 018 46 684 8 334 17,9 % 33 389
Eigene Kunden (unter eigener Marke) 43 501 37 371 6 130 16,4 % 26 119
Eigene Postpaid-Kunden 27 185 22 299 4 886 21,9 % 20 293
Eigene Prepaid-Kunden 16 316 15 072 1 244 8,3 % 5 826
Wholesale-Kunden 11 517 9 313 2 204 23,7 % 7 270
M2M 4 421 3 602 819 22,7 % 3 090
MVNO 7 096 5 711 1 385 24,3 % 4 180

OPERATIVE ENTWICKLUNG

T 030 in Mio. €

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    2014 2013 Veränderung Veränderung
in %
2012
GESAMTUMSATZ   22 408 18 556 3 852 20,8 % 15 371
Betriebsergebnis (EBIT)   1 405 1 404 1 0,1 % (7 547)
EBIT-Marge % 6,3 7,6     (49,1)
Abschreibungen   (2 839) (2 238) (601) (26,9) % (12 866)
EBITDA   4 244 3 642 602 16,5 % 5 319
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (52) (232) 180 77,6 % 1 479
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   4 296 3 874 422 10,9 % 3 840
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 19,2 20,9     25,0
CASH CAPEX   (5 072) (3 279) (1 793) (54,7) % (2 560)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA belief sich 2014 auf 22,4 MRD. €; dies entspricht einem Anstieg um 20,8 % gegenüber 18,6 MRD. € im Jahr 2013. Auf US-Dollar-Basis verzeichnete T-Mobile US, insbesondere aufgrund höherer Umsätze mit eigenen Prepaid-Kunden durch die Einbeziehung der MetroPCS-Ergebnisse seit Mai 2013, des Zuwachses bei der MetroPCS-Marke und der Erschließung zusätzlicher Märkte, einen Anstieg beim Gesamtumsatz um 20,3 % gegenüber dem Vorjahr. Auch ohne Berücksichtigung des Umsatzbeitrags aus dem Zusammenschluss mit MetroPCS stiegen die Serviceumsätze, v. a. aufgrund des anhaltenden Erfolgs der "Uncarrier"-Initiativen und der positiven Resonanz auf die Angebote für Services und Endgeräte. Gegenläufig wirkte sich ein niedrigerer durchschnittlicher Umsatz je eigenen Postpaid-Kunden infolge des Erfolgs der "Simple Choice"-Tarife aus, welche aus Kundensicht günstiger als andere angebotene eigene Postpaid-Tarife sind. Weiterhin wirkte der gestiegene Endgeräteabsatz, einschließlich der mit Ratenkauf finanzierten Geräte, infolge der hohen Anzahl an Neukunden sowie aufgrund der wachsenden Nachfrage nach höherwertigen Endgeräten positiv auf den Gesamtumsatz.

EBITDA, bereinigtes EBITDA, bereinigte EBITDA-Marge

Das bereinigte EBITDA stieg um 10,9 % von 3,9 MRD. € im Vorjahr auf 4,3 MRD. € im Berichtsjahr. Auf US-Dollar-Basis stieg das bereinigte EBITDA um 10,3 %, einschließlich des positiven Effekts aus dem Einbezug der Geschäftstätigkeit der MetroPCS seit Mai 2013. Das bereinigte EBITDA war positiv beeinflusst von höheren Serviceumsätzen durch eigene Postpaid-Kunden infolge der positiven Resonanz auf die "Uncarrier"-Initiativen und Werbemaßnahmen der Gesellschaft. Diesem Zuwachs standen höhere Verluste aus Endgeräteverkäufen infolge eines gestiegenen Smartphone-Absatzes, höhere Werbekosten sowie gestiegene Aufwendungen für Provisionen aufgrund der gestiegenen Bruttokundenzuwächse gegenüber. Nicht im bereinigten EBITDA 2014 berücksichtigt sind Erträge in Höhe von 0,1 MRD. €, darunter 0,4 MRD. € aus Spektrumtransaktionen, v. a. mit Verizon Communications, denen Kosten in Höhe von 0,1 MRD. € für die aktienbasierte Vergütung sowie Kosten in Höhe von 0,3 MRD. € im Rahmen der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS gegenüberstanden. Die bereinigte EBITDA-Marge war gegenüber dem Vorjahr bedingt durch die bereits beschriebenen Faktoren rückläufig, da das Umsatzwachstum 2014 überproportional zur Entwicklung des bereinigten EBITDA verlief.

EBIT

Das Betriebsergebnis blieb mit 1,4 MRD. € auf Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren ein höheres bereinigtes EBITDA und die Erträge aus Spektrumtransaktionen, denen allerdings höhere Abschreibungen auf Sachanlagen und die Kosten für die Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS gegenüberstanden. Die höheren Abschreibungen auf Sachanlagen waren auf den Einbezug von MetroPCS seit Mai 2013 und den Aufbau des LTE-Netzes im Rahmen des Netzmodernisierungsprogramms zurückzuführen.

Cash Capex

Der Cash Capex stieg von 3,3 MRD. € im Vorjahr um 54,7 % auf 5,1 MRD. € im Berichtsjahr, v. a. aufgrund des Erwerbs von Spektrum aus dem A-Band im Bereich von 700 MHz für 1,8 MRD. €.

EUROPA

Seit dem 1. Januar 2014 wird das ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units (LBU), das bis zum 31. Dezember 2013 organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Zusätzlich erfolgte zum 1. Januar 2014 der Zusammenschluss der lokalen Geschäftskundeneinheiten der T-Systems Czech Republic, die bisher im operativen Segment Systemgeschäft geführt wurde, mit der T-Mobile Czech Republic; der Ausweis erfolgt im operativen Segment Europa. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst.

→ Für nähere Informationen zu unserem operativen Segment Europa verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur", sowie auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.

KUNDENENTWICKLUNG

G 33 Mobilfunk-Kunden in Tsd.

G 34 Breitband-Anschlüsse Retaila in Tsd.

G 35 Festnetz-Anschlüssea in Tsd.

G 36 TV (IPTV, Sat, Kabel)a in Tsd.

a Die Anschlüsse unserer Tochtergesellschaft Euronet Communications in den Niederlanden werden aufgrund des Verkaufs der Anteile seit dem 2. Januar 2014 nicht mehr im operativen Segment Europa ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden sie aus allen historischen Kundenzahlen herausgerechnet.

T 031 in Tsd.

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    31.12.2014 31.12.2013 Veränderung Veränderung
in %
31.12.2012
EUROPA, GESAMTa Mobilfunk-Kunden 55 992 56 679 (687) (1,2) % 57 357
  Festnetz-Anschlüsse 9 033 9 284 (251) (2,7) % 9 699
  davon: IP-basiert 3 486 2 472 1 014 41,0 % 1 586
  Breitband-Anschlüsse Retail 4 995 4 744 251 5,3 % 4 500
  TV (IPTV, Sat, Kabel) 3 714 3 503 211 6,0 % 2 901
  Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL)/Wholesale PSTN 2 325 2 230 95 4,3 % 2 157
  Wholesale gebündelte Anschlüsse 140 150 (10) (6,7) % 153
  Wholesale entbündelte Anschlüsse 144 101 43 42,6 % 74
GRIECHENLAND Mobilfunk-Kunden 7 280 7 477 (197) (2,6) % 7 697
  Festnetz-Anschlüsse 2 624 2 746 (122) (4,4) % 2 952
  Breitband-Anschlüsse 1 388 1 286 102 7,9 % 1 203
RUMÄNIEN Mobilfunk-Kunden 6 047 6 153 (106) (1,7) % 6 368
  Festnetz-Anschlüsse 2 239 2 369 (130) (5,5) % 2 422
  Breitband-Anschlüsse 1 199 1 193 6 0,5 % 1 134
UNGARN Mobilfunk-Kunden 4 964 4 887 77 1,6 % 4 837
  Festnetz-Anschlüsse 1 645 1 596 49 3,1 % 1 611
  Breitband-Anschlüsse 969 922 47 5,1 % 875
POLEN Mobilfunk-Kunden 15 702 15 563 139 0,9 % 16 040
TSCHECHISCHE REPUBLIK Mobilfunk-Kunden 6 000 5 831 169 2,9 % 5 498
  Festnetz-Anschlüsse 131 129 2 1,6 % 120
  Breitband-Anschlüsse 131 129 2 1,6 % 120
KROATIEN Mobilfunk-Kunden 2 252 2 303 (51) (2,2) % 2 326
  Festnetz-Anschlüsse 1 076 1 133 (57) (5,0) % 1 208
  Breitband-Anschlüsse 725 670 55 8,2 % 658
NIEDERLANDE Mobilfunk-Kunden 3 900 4 441 (541) (12,2) % 4 720
SLOWAKEI Mobilfunk-Kunden 2 220 2 262 (42) (1,9) % 2 311
  Festnetz-Anschlüsse 894 922 (28) (3,0) % 960
  Breitband-Anschlüsse 559 521 38 7,3 % 480
ÖSTERREICH Mobilfunk-Kunden 4 020 4 091 (71) (1,7) % 4 104
ÜBRIGEb Mobilfunk-Kunden 3 607 3 671 (64) (1,7) % 3 457
  Festnetz-Anschlüsse 423 390 33 8,5 % 427
  Breitband-Anschlüsse 307 274 33 12,0 % 258

a Die Anschlüsse unserer Tochtergesellschaft Euronet Communications in den Niederlanden werden aufgrund des Verkaufs der Anteile seit dem 2. Januar 2014 nicht mehr im operativen Segment Europa ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden sie aus allen historischen Kundenzahlen herausgerechnet.
b Übrige enthält die Landesgesellschaften der Länder Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie die Anschlüsse der GTS Central Europe Gruppe (seit dem 30. Mai 2014).

Gesamt

2014 verlief die Entwicklung der Kundenbestände in den Märkten unseres operativen Segments Europa uneinheitlich. Nach wie vor belastete die anhaltend hohe Wettbewerbsintensität unsere Telekommunikationsmärkte; positiv wirkten die leichten konjunkturellen Verbesserungen in einigen Ländern unseres operativen Segments. Die Anzahl der Mobilfunk-Kunden lag leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Hauptgrund dafür ist die Veräußerung der Marke "Simpel" und der hierunter geführten Kundenbeziehungen bei unserer Tochtergesellschaft in den Niederlanden. Unsere Strategie, die Breitband-Technologie kontinuierlich voranzutreiben, rentiert sich: So setzten sich im Breitband-Bereich die positiven Trends der vergangenen Quartale fort. Im Vergleich zum Jahresende 2013 erhöhte sich die Anzahl unserer Breitband-Anschlüsse Retail um 5,3 %. Gerade Produkte auf Basis von Glasfaser-Technologie gewinnen bei unseren Kunden eine immer stärkere Bedeutung. Davon profitierte auch unser TV-Geschäft mit einem Anstieg von 6,0 % gegenüber dem 31. Dezember 2013. Die Anzahl der IP-Anschlüsse steigerten wir deutlich um 41,0 % - in erster Linie durch die erfolgreiche Migration von klassischen PSTN-Anschlüssen auf IP-Technologie in vielen Ländern unseres operativen Segments Europa und durch den Einbezug der GTS Central Europe Gruppe seit dem 30. Mai 2014. Damit lag die Entwicklung bei den Kundenzahlen sowie den Anschlüssen im Rahmen unserer für 2014 prognostizierten Erwartungen.

Mobilfunk

Mobile Telefonie und Datenanwendungen.

Zum Ende des Berichtsjahres verzeichneten wir einen Gesamtbestand von rund 56,0 MIO. Mobilfunk-Kunden; gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichten Rückgang von 1,2 %. Ohne den Effekt aus der Veräußerung der Marke "Simpel" durch unsere Tochtergesellschaft in den Niederlanden lag der Vertragskundenbestand auf Segmentebene leicht über dem Vorjahresniveau. Obwohl wir uns auf den europäischen Märkten einer immer größeren Anzahl von Wettbewerbern gegenübersehen, können wir uns als Qualitätsanbieter - und in vielen Ländern auch als Anbieter mit dem besten Mobilfunknetz - vom Wettbewerb abheben. Teil unserer Netzstrategie ist es, unsere Kunden mit einer noch schnelleren Breitband-Anbindung über Mobilfunk zu versorgen und unsere Netze konsequent mit der 4G-/LTE-Technologie auszubauen. Mit Erfolg, denn schon heute sind wir in allen Ländern unseres operativen Segments - bis auf Albanien - mit LTE in den jeweiligen Mobilfunk-Märkten präsent. Die Schnelligkeit unserer Netze in Verbindung mit innovativen Bündel-Produktangeboten ließen die Verkäufe von mobilen Endgeräten, v. a. Smartphones und Tablets, weiter steigen. Im Hinblick auf den Geschäftskundenbereich stellt unser Mobilfunknetz einen klaren Wettbewerbsvorteil dar. Besonders deutlich wird dies im Vertragskundengeschäft: Mit einem Bestand von rund 25,4 MIO. Kunden zum Ende des Berichtsjahres lag der Anteil der Geschäftskunden am gesamten Vertragskundenbestand bei 32 %. Der Anstieg der Geschäftskunden bei unseren Vertragskunden gegenüber 2013 konnte den leichten Rückgang - ohne Berücksichtigung der unter der Marke "Simpel" geführten Kunden - bei den Privatkunden mehr als ausgleichen. Positiv dazu beigetragen haben nahezu alle Länder unseres operativen Segments.

Der Prepaid-Kundenbestand reduzierte sich zum Ende des Berichtsjahres gegenüber 2013. Gründe hierfür waren zum einen der harte Wettbewerb auf den Mobilfunk-Märkten in unseren europäischen Ländern. Zum anderen ist dies auch auf unsere Strategie zurückzuführen, uns auf das werthaltige Vertragskundengeschäft zu konzentrieren.

Festnetz

Telefon, Internet und Fernsehen.

Das TV-Geschäft etablierte sich in unserem operativen Segment Europa über die vergangenen Quartale als beständiger Wachstumsmotor: So stieg der Gesamtkundenbestand zum 31. Dezember 2014 um 6,0 % auf 3,7 MIO. an. Davon entfiel ein Großteil der Nettozuwächse von insgesamt 211 TSD. auf die Sat-TV-Kunden, v. a. in Griechenland, auf die IPTV-Kunden, v. a. in Ungarn, sowie auf die Kabel-TV-Kunden in Rumänien.

Eine konsequente Entwicklung verzeichneten auch unsere IP-basierten Anschlüsse: Im Vergleich zum Vorjahr wuchs deren Anzahl sogar deutlich um 41,0 % auf einen Bestand von rund 3,5 MIO. Anschlüssen. Gerade im vierten Quartal 2014 stieg die Anzahl der IP-Anschlüsse besonders stark; dabei entfiel ein Großteil des Zuwachses auf die Slowakei, die nach EJR Mazedonien im Dezember 2014 die Migration auf die IP-Technologie erfolgreich abgeschlossen hat. Auch in unseren anderen integrierten Ländern, in denen wir mit Mobilfunk und Festnetz vertreten sind, nimmt die Migration der PSTN-Anschlüsse auf IP-basierte Anschlüsse deutlich Fahrt auf; in Ungarn und Montenegro liegen wir bereits bei einer Migrationsquote von über 50 %, in Kroatien sogar bei über 70 %. Insgesamt lag der Anteil der IP-basierten Anschlüsse Ende 2014 bei 38,6 %. Positiv dazu beigetragen hatte auch die Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe. In unserem operativen Segment Europa nutzten zum Jahresende 2014 rund 9,0 MIO. Kunden einen Festnetz-Anschluss. Der Rückgang gegenüber dem Jahresende 2013 von 2,7 % war v. a. die Folge von Anschlussverlusten bei der klassischen Telefonie (PSTN).

Bei den Breitband-Anschlüssen Retail stieg die Anzahl um 5,3 % auf rund 5,0 MIO. Allein im vierten Quartal 2014 verzeichneten wir ein Plus von 2,4 %. Treiber waren hierbei v. a. innovative Tarifpläne, die TV mit Internet bündeln und zudem noch einen vielfältigen und attraktiven TV-Inhalt bieten. Hauptgrund für den Anstieg bei den Breitband-Anschlüssen Retail war das DSL-Geschäft, v. a. in Griechenland. Gerade die zukunftsorientierte VDSL-Technologie erfreute sich hier eines regen Zuwachses. Aber auch andere Anschluss-Technologien wie z. B. die Breitband-Kabelanschlüsse in Ungarn oder die FTTH-Anschlüsse in Rumänien zeigten kräftige Zuwachsraten. Der Einbezug der GTS Central Europe Gruppe trug ebenfalls leicht zu diesem Wachstum bei.

OPERATIVE ENTWICKLUNG

T 032 in Mio. €

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    2014 2013 Veränderung Veränderung
in %
2012
GESAMTUMSATZ   12 972 13 704 (732) (5,3) % 14 441
Griechenland   2 869 2 988 (119) (4,0) % 3 253
Rumänien   1 002 1 017 (15) (1,5) % 1 037
Ungarn   1 492 1 563 (71) (4,5) % 1 429
Polen   1 492 1 584 (92) (5,8) % 1 678
Tschechische Republik   862 973 (111) (11,4) % 1 103
Kroatien   905 929 (24) (2,6) % 992
Niederlande   1 551 1 666 (115) (6,9) % 1 664
Slowakei   768 828 (60) (7,2) % 837
Österreich   815 828 (13) (1,6) % 878
Übrigea   1 442 1 548 (106) (6,8) % 1 838
Betriebsergebnis (EBIT)   1 704 972 732 75,3 % 1 453
EBIT-Marge % 13,1 7,1     10,1
Abschreibungen   (2 597) (3 399) 802 23,6 % (3 309)
EBITDA   4 301 4 371 (70) (1,6) % 4 762
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (131) (179) 48 26,8 % (210)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   4 432 4 550 (118) (2,6) % 4 972
Griechenland   1 138 1 165 (27) (2,3) % 1 205
Rumänien   266 283 (17) (6,0) % 289
Ungarn   445 438 7 1,6 % 474
Polen   579 599 (20) (3,3) % 586
Tschechische Republik   362 425 (63) (14,8) % 511
Kroatien   365 404 (39) (9,7) % 468
Niederlande   630 495 135 27,3 % 525
Slowakei   310 337 (27) (8,0) % 354
Österreich   211 192 19 9,9 % 234
Übrigea   125 216 (91) (42,1) % 330
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 34,2 33,2     34,4
CASH CAPEX   (2 101) (3 661) 1 560 42,6 % (1 739)

Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments

a Übrige enthält die Landesgesellschaften der Länder Bulgarien (bis einschließlich 31. Juli 2013), Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie ICSS (International Carrier Sales & Solutions) ICSS/GNF-Geschäft der LBUs, GNF (Global Network Factory), GTS Central Europe Gruppe (seit dem 30. Mai 2014), Europa Headquarter sowie Group Technology.

Gesamtumsatz

Unser operatives Segment Europa erzielte im Berichtsjahr einen Gesamtumsatz von 13,0 MRD. € und lag damit 5,3 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Gesamtumsatz lag damit im Rahmen unserer für 2014 prognostizierten Erwartungen. Organisch, d. h. ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten, sank der Segmentumsatz um 4,0 %. Zusätzlich zu den bereits 2013 erfolgten Veräußerungen, wie die der Hellas Sat oder unserer Landesgesellschaften in Bulgarien und den damit verbundenen fehlenden Umsatzbeiträgen, erfolgte zum 2. Januar 2014 der Verkauf unserer Anteile an der Euronet Communications in den Niederlanden. Darüber hinaus belasteten die insgesamt negativen Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro unsere Umsätze, v. a. der Ungarische Forint und die Tschechische Krone. Positive Einflüsse hatten die Einbeziehung der DIGI Slovakia ab dem 1. September 2013 sowie der GTS Central Europe Gruppe ab dem 30. Mai 2014.

Entscheidungen von Regulierungsbehörden belasteten unseren Segmentumsatz nach wie vor deutlich: Abgesenkte Mobilfunk-Terminierungsentgelte sowie Roaming-Regulierungen in fast allen Ländern unseres operativen Segments waren die Ursache für über die Hälfte unseres organischen Umsatzrückgangs. Zusätzlich waren unsere Umsätze im Berichtsjahr weiterhin von wettbewerbsbedingten Preisreduzierungen im Mobilfunk und Festnetz belastet, auch wenn in einigen wenigen Märkten erste Anzeichen einer Erholung zu beobachten sind.

Betrachtet man den organischen Segmentumsatz aus Länderperspektive, so war das Geschäft in Griechenland im Berichtsjahr am stärksten von absoluten Umsatzrückgängen betroffen; dem folgten Polen, die Slowakei und die Tschechische Republik. Diese Länder mussten sowohl regulierungs- als auch marktbedingte Umsatzrückgänge hinnehmen. Auf Segmentebene war das Privatkundengeschäft deutlich stärker von Umsatzrückgängen betroffen als der Geschäftskundenbereich. Insgesamt rückläufig entwickelte sich auch das Wholesale-Geschäft.

Mit der konsequenten Ausrichtung der Länder unseres operativen Segments Europa auf die Wachstumsfelder konnten wir den negativen Umsatzeffekten aus der Sprachtelefonie auf Segmentebene teilweise entgegenwirken. Der Anteil der Wachstumsfelder machte im Berichtsjahr bereits ein Viertel des Segmentumsatzes aus. Dabei war das mobile Datengeschäft der größte Treiber: Hier steigerten wir die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 13 % bzw. 177 MIO. € (ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten). Dazu beigetragen haben alle Länder unseres operativen Segments, insbesondere die Niederlande, die Tschechische Republik, Österreich und Ungarn. Der Großteil des Umsatzes aus dem mobilen Datengeschäft entfiel auf den Privatkundenbereich. Attraktive Tarife in Verbindung mit dem breiten Portfolio an Endgeräten - wie z. B. Smartphones und Tablets - ließen die Nutzungsrate bei den Datendiensten deutlich wachsen. Im Bereich TV setzte sich der positive Trend der vergangenen Quartale fort: 2014 stieg der TV-Umsatz um 27 %, v. a. in Kroatien und in Griechenland; ohne Berücksichtigung des Erwerbs von DIGI Slovakia lag das Plus bei 23 %. Neben dem Erwerb der GTS Central Europe Gruppe war auch unser erweitertes Produkt- und Service-Portfolio Grund dafür, dass wir auch im Geschäftskundenbereich B2B/ICT höhere Umsätze gegenüber dem Vorjahr erzielten. Dazu beigetragen haben bei den Landesgesellschaften v. a. Griechenland, Rumänien und Kroatien. Zusätzlich zu den Wachstumsfeldern nahmen auch die Umsätze bei den Verkäufen von Endgeräten leicht zu. Dieses Umsatzplus ist u. a. darauf zurückzuführen, dass einige Länder unseres operativen Segments Europa ein alternatives Modell zu den herkömmlichen Bündeltarifen eingeführt haben. Im Gegensatz zu diesen Bündeltarifen, die ein preisreduziertes Endgerät, aber höhere Leistungsentgelte enthalten, zeichnet sich das alternative Modell dadurch aus, dass der Kunde jeweils einen getrennten Vertrag für den Service und das Endgerät abschließt. Der Kunde entrichtet eine regelmäßige monatliche Service-Gebühr sowie eine monatliche Zahlung für das gewählte Endgerät. Somit bleibt für den Kunden das Endgerät auch ohne Subventionen weiterhin bezahlbar.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Unser operatives Segment Europa erzielte im Berichtsjahr ein bereinigtes EBITDA von 4,4 MRD. €; das sind 2,6 % weniger als im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- sowie negativen Wechselkurseffekten gegenüber dem Euro lag das bereinigte EBITDA nur 0,9 % unter dem Niveau des Vorjahres. Gründe für diesen leichten Rückgang sind in erster Linie gesunkene EBITDA-Beiträge im Mobilfunk-Geschäft in Griechenland und im Geschäft in der Tschechischen Republik, Kroatien sowie in der Slowakei. Die positiven bereinigten EBITDA-Beiträge u. a. in den Niederlanden, im Festnetz-Geschäft in Griechenland, in Ungarn und in Österreich konnten dies nahezu kompensieren. Auch das ICSS-Geschäft ging umsatzbedingt zurück.

Die insgesamt geringeren organischen Umsätze auf Segmentebene belasteten die bereinigte EBITDA-Entwicklung im Jahresvergleich. Änderungen in der Gesetzgebung, wie Steuern und Abgaben, sowie staatliche Sparprogramme setzten unser Ergebnis zusätzlich unter Druck. Mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung konnten wir gezielt die indirekten Kosten senken und so dem negativen Effekt aus dem Umsatzrückgang entgegenwirken. Einen positiven Beitrag hierzu leisteten v. a. geringere Personalkosten im Festnetz-Geschäft in Griechenland. Der Umsatzbeitrag aus dem alternativen Modell für Endgeräte wirkte sich ebenfalls positiv auf das Ergebnis aus. Darüber hinaus sanken unsere direkten Kosten insgesamt: einerseits durch gezielte Maßnahmen bei der Kundenbindung und -gewinnung, andererseits als Folge von regulierungsbedingt niedrigeren Interconnection-Kosten. Außer den oben genannten Gründen ist der leichte Rückgang des EBITDA auch auf die im Vorjahr erzielten Entkonsolidierungsgewinne zurückzuführen; sie entstammen dem Verkauf unserer bulgarischen Mobilfunk-Gesellschaften sowie der Hellas Sat, die jeweils als Sondereinflüsse erfasst waren. Das im Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängte Bußgeld belastete das EBITDA zusätzlich.

Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern

Zielbild des operativen Segments Europa ist es, unsere Gesellschaften zu integrierten, paneuropäischen All IP-Playern zu entwickeln. Im Rahmen dieser strategischen Ausrichtung sind unsere Gesellschaften entsprechend ihrer jeweiligen Marktposition in vier Cluster eingeteilt:

"Senior leaders" sind Gesellschaften, die sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk agieren und jeweils führende Marktpositionen in beiden Bereichen haben. Dazu zählen Griechenland, Ungarn, Kroatien und EJR Mazedonien. In diesem Cluster ist Ziel der jeweiligen Gesellschaft, die Marktführerschaft sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk zu halten. Im Cluster "Junior leaders" finden sich Gesellschaften, die zwar eine starke Position im Festnetz haben, aber im Mobilfunk nicht Marktführer sind. Dazu zählen Rumänien, die Slowakei und Montenegro. Dort wollen die jeweiligen Gesellschaften die starke Stellung im Festnetz-Bereich nutzen und das Mobilfunk-Geschäft vorantreiben. Bei unseren Gesellschaften mit vorwiegend Mobilfunk-Geschäft sind zum einen die "Mobile runners-up" zu nennen. Dies sind unsere Landesgesellschaften in Polen, der Tschechischen Republik und Albanien. Sie arbeiten konsequent an ihrer Ausrichtung zu integrierten Unternehmen. Für Polen und die Tschechische Republik haben wir durch die Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe einen großen Schritt in Richtung integrierter Player speziell im Geschäftskundensegment gemacht. Unsere Beteiligungen in den Niederlanden und Österreich gelten als "Smart attackers" mit einem deutlichen Abstand zum Marktführer. Diese beiden Landesgesellschaften setzen weiterhin den Fokus auf das Mobilfunk-Geschäft und differenzieren sich von preisaggressiven Anbietern und vom Marktführer. Sie positionieren sich als Anbieter, die am stärksten auf Kundenanforderungen eingehen, und besetzen damit nachhaltig eine Nische als reine Mobilfunk-Anbieter.

Nachfolgend haben wir für jedes der vier Cluster repräsentativ eine Landesgesellschaft dargestellt.

Griechenland (Senior leader).

In Griechenland erzielten wir 2014 einen Umsatz von 2,9 MRD. €, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4,0 %. Ohne Berücksichtigung der seit 1. April 2013 fehlenden Umsätze in Zusammenhang mit der Veräußerung von Hellas Sat sank der Umsatz um 3,8 %. Der verbleibende organische Umsatzrückgang war überwiegend Folge der Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft: So waren die mobilen Sprachumsätze weiterhin unter Druck, u. a. durch die zunehmende Attraktivität von Flat-Tarifen und dem damit verbundenen niedrigeren Preisgefüge speziell bei den Vertragskunden. Die SMS-Umsätze sanken gegenüber dem Vorjahr zunehmend bedingt durch vermehrte Hinzubuchung von SMS-Tarifoptionen. Auch die Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten gingen zurück. Kompensatorisch wirkten höhere Umsätze bei den mobilen Datendiensten, u. a. weil die Datendienste deutlich mehr nachgefragt wurden. Ebenfalls konnte die im Jahresvergleich höhere Sprachnutzung bei der Mobilfunk-Terminierung die Entwicklung bei den mobilen Sprachumsätzen ein wenig ausgleichen.

Auch im Festnetz-Bereich reduzierte sich der Umsatz, v. a. bei den Sprachdiensten; diese wurden durch Anschlussverluste bei der klassischen Telefonie von rund 5 % belastet. Die Umsatzverluste bei den Sprachdiensten in 2014 waren jedoch geringer als im Vorjahr. Mit einem Zuwachs von 76 % fing das enorme Wachstum des TV-Geschäfts den Großteil dieser Rückgänge auf. Wir konnten insbesondere mit dem erweiterten TV-Angebot das Kundenwachstum stark steigern. Das Breitband-Geschäft hat ebenfalls zu einer leichten Kompensierung beigetragen, v. a. aufgrund einer höheren Zahl der Anschlüsse auch durch einen höheren Anteil bei den VDSL-Anschlüssen. Darüber hinaus leistete auch der Geschäftskundenbereich B2B/ict einen positiven Umsatzbeitrag.

Im Berichtsjahr verringerte sich das bereinigte EBITDA in Griechenland auf 1,1 MRD. €. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 2,3 %. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Entkonsolidierung von Hellas Sat sank das bereinigte EBITDA um 1,9 %, was hauptsächlich auf die negativen Umsatzeffekte im Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen ist. Mit unseren Programmen zur Effizienzsteigerung im Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft konnten wir den negativen Effekten teilweise entgegenwirken. Der Erfolg dieser Programme zeigte sich v. a. beim Festnetz in geringeren Personalkosten.

Slowakei (Junior leader).

Unsere slowakische Beteiligung erwirtschaftete 2014 einen gegenüber dem Vorjahr um 7,2 % geringeren Umsatz von 768 Mio. €. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Einbeziehung der DIGI Slovakia ab dem 1. September 2013 reduzierte sich der Umsatz um 9,4 %. Dieser Rückgang stammt hauptsächlich aus dem Mobilfunk-Geschäft. Regulierungsbedingt geringere Terminierungsentgelte sowie das niedrigere Preisniveau bei den mobilen Sprachumsätzen setzten unsere Umsätze weiterhin deutlich unter Druck. Eine höhere Nutzung bei den Sprachdiensten konnte diesen Rückgang nur teilweise auffangen. Die mobilen Datendienste erwiesen sich auch im Berichtsjahr als beständiger Umsatztreiber mit einer Steigerungsrate von 10 %. Hauptgrund dafür war die konstant hohe Nutzung der Datendienste. Die Umsätze im Festnetz-Bereich sanken infolge geringerer Umsätze bei den Sprachdiensten: einerseits wegen der Anschlussverluste bei der klassischen Telefonie, andererseits wegen des niedrigeren Preisniveaus. Ferner verringerten sich die im Geschäftskundenbereich B2B/ict erzielten Umsätze. Mit einer Steigerungsrate von rund 50 % gegenüber dem Vorjahr konnte das erfolgreiche TV-Geschäft diese Rückgänge großteils wieder ausgleichen. Dazu beigetragen hat auch der Erwerb der DIGI Slovakia in 2013.

Das bereinigte EBITDA betrug im Berichtsjahr 310 Mio. €, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 8,0 %. Ohne den Beitrag der DIGI Slovakia sank das bereinigte EBITDA um 9,7 %. Dieser Rückgang stammt größtenteils aus Umsatzverlusten. Im Vergleich zu 2013 reduzierten sich die direkten Kosten u. a. aufgrund von regulierungsbedingt niedrigeren Interconnection-Kosten sowie geringeren Ausgaben für die Kundengewinnung. Einsparungen bei den indirekten Kosten - insbesondere bei den Material- und den Personalkosten - leisteten zusätzlich einen positiven Beitrag und konnten dem Umsatzrückgang ebenfalls teilweise entgegenwirken.

Polen (Mobile runner-up).

Im Berichtsjahr gingen unsere Umsätze in Polen im Vorjahresvergleich um 5,8 % zurück und betrugen somit 1,5 MRD. €. Ohne Berücksichtigung der leicht positiven Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro sank der Umsatz um 6,1 %, hauptsächlich wegen geringerer Sprachumsätze. Gründe dafür waren einerseits eine höhere Marktdurchdringung von Flat-Tarifen mit der Folge von reduzierten Endkundenpreisen, andererseits die regulierungsbedingte Absenkung der Terminierungsentgelte. Auch das SMS-Geschäft ging im Vergleich zum Vorjahr zurück. Ursächlich für dieses Umsatzminus ist ein niedrigerer Durchschnittspreis, gepaart mit einer geringeren Nutzung des SMS-Dienstes. Teils kompensatorisch wirkten sich im Jahresvergleich höhere Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten aus. Ferner hatten höhere Umsätze aus Roaming einen positiven Effekt auf den Umsatz.

Das bereinigte EBITDA belief sich 2014 auf 579 MIO. € und sank damit gegenüber 2013 um 3,3 %. Ohne Berücksichtigung der leicht positiven Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro reduzierte sich das bereinigte EBITDA um 3,7 %. Zum Teil konnten wir den Umsatzrückgang durch eine noch gezieltere Ansprache bei der Kundenbindung und -gewinnung kompensieren. Auch mit unserem strikten Kosten-Management bei den indirekten Kosten erzielten wir einen positiven Effekt auf das bereinigte EBITDA.

Niederlande (Smart attacker).

In den Niederlanden erwirtschafteten wir 2014 einen Umsatz von 1,6 MRD. €, dies ist ein Rückgang von 6,9 %. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Veräußerung der Euronet Communications zum 2. Januar 2014 sanken die Umsätze um 2,2 %. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die regulierungsbedingt rückläufige Entwicklung der Sprachumsätze sowie einen niedrigeren Kundenbestand zurückzuführen. Zuwächse beim mobilen Datengeschäft, das im Jahresvergleich um 22 % stieg, kompensierten diesen Rückgang zum großen Teil. Die im September 2013 neu eingeführten Tarife und die anhaltend hohe Nachfrage nach Smartphones führten zu einer deutlich höheren Nutzung der Datendienste. Außerdem legten die Umsätze bei den Endgeräteverkäufen zu. Das Geschäft mit MVNOS leistete ebenfalls einen positiven Umsatzbeitrag.

Das bereinigte EBITDA stieg im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 27,3 % und betrug somit 630 MIO. €. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Veräußerung der Anteile an der Euronet Communications erhöhte sich das bereinigte EBITDA um 30,7 %. Beigetragen zu diesem Ergebnis haben geringere direkte Kosten - v. a. durch gezieltere Maßnahmen bei der Kundenbindung und -gewinnung -sowie regulierungsbedingt niedrigere Interconnection-Kosten. Einen ebenfalls positiven Beitrag zum bereinigten EBITDA leisteten Einsparungen bei den indirekten Kosten, insbesondere bei den Material- und Personalkosten.

EBIT

In unserem operativen Segment Europa lag das EBIT im Berichtsjahr bei 1,7 MRD. €; dies entspricht einem Anstieg um 75,3 % gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich für diese Veränderung sind hauptsächlich in 2013 vorgenommene Wertminderungen auf Goodwill, v. a. in Österreich. Dem gegenüber stand in 2014 eine geringere Wertminderung auf Goodwill in Rumänien. Die Abschreibungen auf Sachanlagen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr in erster Linie in Griechenland, Polen und Ungarn. Dies konnte die negativen Effekte aus dem leichten EBITDA-Rückgang auffangen.

Cash Capex

Im Berichtsjahr wies unser operatives Segment Europa einen Cash Capex von 2,1 MRD. € aus. Dies entspricht einem Rückgang von 42,6 %, der hauptsächlich aus dem im Vorjahr getätigten Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen in den Niederlanden, Österreich und Rumänien resultiert. In 2014 erwarben wir Spektrum v. a. in Ungarn, der Tschechischen Republik, in Polen und der Slowakei. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus dem Erwerb von Spektrum sowie aus dem Verkauf unserer Landesgesellschaften in Bulgarien lag der Cash Capex insgesamt auf Segmentebene leicht unter dem Vorjahresniveau. Dabei beeinflussten gegenläufige Effekte dieses Ergebnis: Zum einen agierten unsere Landesgesellschaften bei ihren Investitionsausgaben weiterhin sehr überlegt. Gründe dafür waren eine schwierige Marktlage, Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie zusätzliche Belastungen, z. B. durch Steuern. Dem entgegen wirkten Aktivitäten im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie, insbesondere in Griechenland im Mobilfunk-Geschäft und in Rumänien im Festnetz-Geschäft. Auch die Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe ließ die Beträge leicht steigen.

SYSTEMGESCHÄFT

Seit dem 1. Januar 2014 wird das ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units (LBU), das bis zum 31. Dezember 2013 organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Zusätzlich erfolgte zum 1. Januar 2014 der Zusammenschluss der lokalen Geschäftskundeneinheiten der T-Systems Czech Republic, die bisher im operativen Segment Systemgeschäft geführt wurde, mit der T-Mobile Czech Republic; der Ausweis erfolgt im operativen Segment Europa. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst.

→ Für nähere Informationen zu unserem operativen Segment Systemgeschäft verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur", sowie auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.

WESENTLICHE KPIs

G 37 Auftragseingang in Mio. €

G 38 Umsatz in Mio. €

G 39 Umsatz extern in Mio. €

G 40 EBIT bereinigt in Mio. €

T 033

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  31.12.2014 31.12.2013 Veränderung Veränderung
in %
31.12.2012a
AUFTRAGSEINGANG Mio. € 7 456 7 792 (336) (4,3) % 8 737
COMPUTING & DESKTOP SERVICES            
Anzahl der betreuten Server Stück 61 654 62 308 (654) (1,0) % 57 121
Anzahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme Mio. Stück 1,58 1,31 0,27 20,6 % 1,93
SYSTEMS INTEGRATION            
Fakturierte Stunden Mio. 6,1 6,6 (0,5) (7,6) % 6,3
Utilization Rate % 83,8 82,5   1,3 % p 85,1

a Die Vorjahreswerte 2012 wurden nicht im Rahmen der Zusammenführung der Local Business Units und der T-Systems Czech Republic zum operativen Segment Europa rückwirkend angepasst.

Geschäftsentwicklung

2014 konnte T-Systems neue Verträge im In- und Ausland abschließen: So haben wir z. B. mit ThyssenKrupp sowie mit Daimler bedeutende Aufträge gewonnen. Weiterhin haben wir den Auftrag erhalten, in Belgien ein satellitengestütztes Mautsystem für Lkw zu errichten und zu betreiben. Trotzdem sank im Berichtsjahr der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % - was im Rahmen unserer Erwartungen lag. Dies ist auf die gestartete Neuausrichtung des Geschäftsmodells - mit dem Ziel, nachhaltig profitables Wachstum sicherzustellen - zurückzuführen. In diesem Zusammenhang haben wir die Rentabilitätskriterien für die Annahme von Neuaufträgen verschärft: Dienste mit anhaltend geringer Profitabilität werden wir künftig über spezialisierte Partner anbieten oder bei wenig attraktiver Nachfrage ganz aus unserem Leistungskatalog streichen. Von der Neuausrichtung gestärkt, konnten sich insbesondere unsere Standardlösungen aus dem Wachstumsfeld Cloud Computing gegen den starken Wettbewerb durchsetzen. Für unsere Kunden bedeutet das: Sie können auf eine immer größere Bandbreite an Lösungen aus der Cloud zurückgreifen und gleichzeitig von unserer Expertise bei Transformationsleistungen profitieren, unsere Kunden sicher in die Cloud zu bringen. Dies beinhaltet eine umfassende Beratung, die permanente Weiterentwicklung erfolgreicher Cloud-Lösungen wie "Dynamic Services for Collaboration" (DSC), Dynamic Workplace oder auch unsere SAP-Angebote wie SAP Hana sowie die Einführung und Erweiterung von Integrationslösungen in der Cloud wie Cloud Broker oder Cloud Integration Center.

Ein weiterer wichtiger Baustein für den Ausbau unseres Cloud-Geschäfts sind strategische Partnerschaften wie z. B. mit salesforce.com, FireEye und Cisco Systems. Das heißt, wir bieten Lösungen unserer Partner entsprechend den Bedürfnissen unserer Kunden aus unseren Rechenzentren in Deutschland an. Dabei spielen die Aspekte Sicherheit und Hochverfügbarkeit für T-Systems und für unsere Kunden eine wichtige Rolle.

Um den Anforderungen aus den neuen Vertragsabschlüssen gerecht zu werden, modernisieren und konsolidieren wir unsere ICT-Ressourcen kontinuierlich. Dank leistungsstärkerer Server und einer verbesserten Auslastung konnten wir die Zahl der betreuten Server um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr reduzieren. Ähnlich war es bei den Rechenzentren: Durch den technischen Fortschritt konnten immer größere und leistungsstärkere Einheiten errichtet werden. So haben wir Anfang Juli 2014 in Biere bei Magdeburg das größte Rechenzentrum Deutschlands eröffnet. Auch konnten wir durch die leistungsstärkeren Einheiten unsere Anzahl an Rechenzentren reduzieren - dies wirkt auch positiv auf unsere Kosteneffizienz. Die Zahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme stieg gegenüber dem Vorjahr um 20,6 % auf 1,58 MIO. Stück.

OPERATIVE ENTWICKLUNG

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft betrug im Berichtsjahr 8,6 MRD. € und lag somit um 4,8 % unter dem Vorjahr. Ursache ist in erster Linie der planmäßig rückläufige Umsatz im Zusammenhang mit der eingeleiteten Neuausrichtung.

Der Umsatz der Market Unit, also im Kern das Geschäft mit externen Kunden, war mit 6,9 MRD. € um 5,1 % geringer als 2013; dabei sanken sowohl der nationale als auch der internationale Umsatz. Der Umsatzrückgang aus der Neuausrichtung sowie die generell rückläufige Preisentwicklung im ICT-Geschäft belasteten den Umsatz. Neben Wechselkurseffekten führten die Verkäufe von T-Systems Italia und des Geschäftsbereichs SI der T-Systems France, die im ersten Halbjahr 2013 stattgefunden hatten, zu Umsatzverlusten.

Im Geschäftsbereich Telekom IT, der hauptsächlich die nationalen internen IT-Projekte unseres Konzerns bündelt, lag der Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Dies spiegelt v. a. die vorgesehenen Einsparungen des Konzerns bei den IT-Kosten wider.

T 034 in Mio. €

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    2014 2013 Veränderung Veränderung
in %
2012
GESAMTUMSATZ   8 601 9 038 (437) (4,8) % 9 551
Betriebsergebnis (EBIT)   (422) (294) (128) (43,5) % (323)
EBIT-wirksame Sondereinflüsse   (549) (431) (118) (27,4) % (415)
EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse)   127 137 (10) (7,3) % 92
EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 1,5 1,5     1,0
Abschreibungen   (717) (652) (65) (10,0) % (631)
EBITDA   295 358 (63) (17,6) % 308
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (540) (416) (124) (29,8) % (403)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   835 774 61 7,9 % 711
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 9,7 8,6     7,4
CASH CAPEX   (1 171) (1 066) (105) (9,8) % (1 171)

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Im Berichtsjahr stieg das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Systemgeschäft um 61 MIO. € bzw. 7,9 %. Der Anstieg ist auf einen deutlich verbesserten Beitrag der Telekom IT zurückzuführen. Bei der Market Unit ist das bereinigte EBITDA deutlich rückläufig. Grund dafür ist u. a. der notwendige Aufwand zur Neuausrichtung des Geschäftsmodells mit dem Ziel, nachhaltig profitables Wachstum sicherzustellen. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg von 8,6 % im Vorjahr auf 9,7 %. Das EBITDA sank um 17,6 % auf 295 MIO. €. Die Sondereinflüsse lagen über Vorjahresniveau, v. a. durch Restrukturierungsprogramme.

EBIT, bereinigtes EBIT

Das bereinigte EBIT war 2014 um 10 MIO. € geringer als 2013, u. a. wegen höherer Abschreibungen, insbesondere im Zusammenhang mit der fortgeschrittenen Implementierung des konzernweiten ERP-Systems. Die bereinigte EBIT-Marge liegt mit 1,5 % auf Vorjahresniveau.

Cash Capex

Der Cash Capex lag im Berichtsjahr bei 1,2 MRD. €, das sind 105 MIO. € mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg steht im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Geschäftsmodells, das wir mit der zunehmenden Digitalisierung von Wirtschaftsunternehmen weiterentwickeln. Deshalb investieren wir in intelligente Netzlösungen wie Vernetztes Automobil, Gesundheit oder Energie sowie in digitale Zukunftsfelder wie Cloud Computing oder Cyber Security. Dem entgegen wirkten Effizienzsteigerungen, u. a. durch die Standardisierung der ICT-Plattformen.

GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES

→ Für nähere Informationen zu unserem Segment Group Headquarters & Group Services verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur", sowie auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich 2014 gegenüber dem Vorjahr um 12,6 %. Dies ist insbesondere auf die fehlenden Umsätze in Zusammenhang mit dem Anfang Februar 2014 vollzogenen Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe zurückzuführen. Die konzerninternen Service-Umsätze, v. a. aus Callcenter-Leistungen und Mieten, sanken gegenüber dem Vorjahr leicht.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Im Berichtsjahr lag das bereinigte EBITDA unseres Segments Group Headquarters & Group Services um 12 MIO. € unter dem Vorjahr. Zurückzuführen ist dies auf den Wegfall des operativen Beitrags der Scout24 Gruppe. Das Ergebnis des verbliebenen Anteils von rund 30 % weisen wir seit dem Vollzug der Transaktion im Finanzergebnis als "Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen" aus. Des Weiteren reduzierten wir die konzerninternen Erträge der Digital Business Unit (DBU) aufgrund von Effizienzmaßnahmen. Zudem sanken die Erträge aus Markenlizenzen. Positiv wirkten demgegenüber höhere Erträge aus Immobilienverkäufen, geringere IT- und Beratungsaufwendungen sowie die Realisierung von Effizienzen aus der Neuausrichtung der Vivento.

Insgesamt wirkten sich 2014 positive Sondereinflüsse von rund 1,2 MRD. € auf das EBITDA aus; diese ergaben sich hauptsächlich aus dem Ertrag in Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe. Aufwendungen - insbesondere für Personalmaßnahmen sowie für die Bildung von sonstigen Rückstellungen - belasteten das EBITDA.

EBIT

Das EBIT verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 1,5 MRD. €. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf den Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe zurückzuführen.

Cash Capex

Der Cash Capex verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 30 MIO. €, im Wesentlichen resultierend aus geringeren Anschaffungen von Software-Lizenzen und dem fehlenden Anteil aus der Scout24 Gruppe.

T 035 in Mio. €

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  2014 2013 Veränderung Veränderung
in %
2012
GESAMTUMSATZ 2 516 2 879 (363) (12,6) % 2 835
davon: Digital Business Unit 635 970 (335) (34,5) % 868
Betriebsergebnis (EBIT) (109) (1 582) 1 473 93,1 % (1 750)
Abschreibungen (671) (699) 28 4,0 % (753)
EBITDA 562 (883) 1 445 n. a. (997)
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 1 229 (228) 1 457 n. a. (282)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) (667) (655) (12) (1,8) % (715)
davon: Digital Business Unit (31) 121 (152) n. a. 137
CASH CAPEX (381) (411) 30 7,3 % (379)

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER DEUTSCHEN TELEKOM AG

Die Deutsche Telekom AG, die über diverse Zweigniederlassungen in der Bundesrepublik Deutschland verfügt, stellt ihren Jahresabschluss nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf.

Als Konzernzentrale übernehmen wir strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringen Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften. Die Ergebnisse unserer Tochtergesellschaften und die Maßnahmen der Konzernfinanzierung prägen entscheidend unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. So konnten sich im Geschäftsjahr 2014 z. B. unsere Tochtergesellschaften in Deutschland unter den wettbewerbsbedingten Rahmenbedingungen speziell im Mobilfunk gut behaupten. Dagegen belasteten u. a. die eingeleitete Neuausrichtung des Geschäftsmodells von T-Systems ebenso wie die generell rückläufige Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft die Ergebnisse. Das Ergebnis im operativen Segment Europa war im Wesentlichen durch Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie durch wettbewerbsbedingte Preisreduzierungen beeinflusst. Änderungen in der Gesetzgebung bei Steuern und Abgaben sowie staatliche Sparprogramme setzten die Ergebnisse im operativen Segment Europa zusätzlich unter Druck.

Die Deutsche Telekom AG weist für das Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss in Höhe von 4,0 MRD. € aus. Die Geschäftsentwicklung wurde im Berichtsjahr neben dem operativen Geschäft von einer Vielzahl weiterer unterschiedlicher Effekte (z. B. Wertaufholung bei der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, und bei der T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn, Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe und die Verlängerung der Vorruhestandsregelung für das Geschäftsjahr 2014) geprägt, die sich sowohl originär aus dem eigenen Geschäft der Gesellschaft als auch aus dem Beteiligungsergebnis ergaben.

ERTRAGSLAGE DER DEUTSCHEN TELEKOM AG

Das negative Betriebsergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,1 MRD. € bei im Vorjahresvergleich leicht gesunkenen Umsatzerlösen von 3,7 MRD. €.

Die Verbesserung des Betriebsergebnisses resultiert aus im Vorjahresvergleich um 0,4 MRD. € höheren sonstigen betrieblichen Erträgen sowie aus um 0,5 MRD. € geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen und um 0,2 MRD. € geringeren Personalaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Berichtsjahr in Höhe von 1,0 MRD. € im Zusammenhang mit dem Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe sowie der Einlage der verbliebenen 30 % der Anteile an der Scout24 Gruppe zu Zeitwerten in eine neue Holding-Gesellschaft positiv beeinflusst. Gegenläufig wirkten sich insbesondere gegenüber dem Vorjahr um 0,3 MRD. € gesunkene Währungskursgewinne auf die sonstigen betrieblichen Erträge aus.

Die im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 MRD. € niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren insbesondere aus dem Rückgang der Währungskursverluste um 0,3 MRD. €.

Die um 0,2 MRD. € gesunkenen Personalaufwendungen sind im Wesentlichen auf die im Vorjahresvergleich geringere Inanspruchnahme des Vorruhestandsprogramms durch Beamte bei der Deutschen Telekom zurückzuführen.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 0,2 MRD. € auf 5,3 MRD. €. Wesentlichen Einfluss darauf hatte die Verbesserung des Beteiligungsergebnisses um 0,4 MRD. €.

T 036 HGB-Gewinn- und Verlustrechnung Deutsche Telekom AG (Gesamtkostenverfahren) in Mio. €

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  2014 2013 Veränderung Veränderung
in %
2012
UMSATZERLÖSE 3 677 3 765 (88) (2,3) % 3 817
Andere aktivierte Eigenleistungen 18 12 6 50,0 % 2
GESAMTLEISTUNG 3 695 3 777 (82) (2,2) % 3 819
Sonstige betriebliche Erträge 3 639 3 254 385 11,8 % 5 296
Materialaufwand (1 372) (1 405) 33 2,3 % (1 456)
Personalaufwand (2 836) (3 062) 226 7,4 % (3 327)
Abschreibungen (434) (459) 25 5,4 % (496)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (3 688) (4 184) 496 11,9 % (4 489)
BETRIEBSERGEBNIS (996) (2 079) 1 083 52,1 % (653)
Finanzergebnis 5 281 5 046 235 4,7 % (3 710)
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 4 285 2 967 1 318 44,4 % (4 363)
Außerordentliches Ergebnis (17) (17) 0 - (17)
Steuern (263) (113) (150) n. a. (165)
JAHRESÜBERSCHUSS/(-FEHLBETRAG) 4 005 2 837 1 168 41,2 % (4 545)

Im Berichtsjahr wurde das Beteiligungsergebnis insbesondere durch die gestiegene Ergebnisabführung der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, positiv beeinflusst. Dies ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr durchgeführten Zuschreibungen auf die T-Mobile Global Holding GmbH und die dort indirekt gehaltenen Finanzanlagen EE Limited, Hatfield, und T-Mobile USA, Inc., Bellevue, zurückzuführen.

Gegenläufig wirkte sich die im Vorjahresvergleich um 0,3 MRD. € geringere Ergebnisabführung der Telekom Deutschland GmbH, Bonn, von 4,4 MRD. € aus, die im Geschäftsjahr 2013 aufgrund einer Zuschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände entsprechend höher war.

Der Rückgang des Zinsergebnisses im Berichtsjahr um 0,3 MRD. € resultiert im Wesentlichen daraus, dass im Jahr 2013 im Vergleich zu 2014 mehr frühzeitige Auflösungen von Zinsderivaten mit entsprechenden positiven Effekten erfolgten und des Weiteren die internen Cash-Management-Verrechnungskonten im Berichtsjahr niedriger verzinst wurden.

Das insbesondere durch die vorgenannten Effekte geprägte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Geschäftsjahr 2014 insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 1,3 MRD. €.

Bei außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 17 MIO. € und einem Steueraufwand von 263 MIO. € ergibt sich unter Einbeziehung der oben beschriebenen Einflüsse im Geschäftsjahr 2014 ein Jahresüberschuss von 4 005 MIO. €. Unter der Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 662 MIO. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 4 667 MIO. €.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DER DEUTSCHEN TELEKOM AG

Unsere Vermögenslage ist, neben dem Eigenkapital, im Wesentlichen durch das Anlagevermögen sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften bestimmt.

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 MRD. € auf 104,4 MRD. €.

Die Entwicklung der Aktivseite war insbesondere durch die Zunahme der Forderungen um 1,8 MRD. € sowie gegenläufig durch die Verringerung des Anlagevermögens um 0,8 MRD. €, der flüssigen Mittel um 0,7 MRD. € und der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,5 MRD. € gekennzeichnet.

T 037 HGB-Bilanz Deutsche Telekom AG in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2014
in %
31.12.2013 Veränderung 31.12.2012
AKTIVA          
Immaterielle Vermögensgegenstände 310 0,3 % 285 25 197
Sachanlagen 3 594 3,4 % 3 921 (327) 4 266
Finanzanlagen 85 705 82,1 % 86 215 (510) 81 632
ANLAGEVERMÖGEN 89 609 85,8 % 90 421 (812) 86 095
Vorräte 5 0,0 % 3 2 2
Forderungen 12 655 12,1 % 10 888 1 767 8 302
Sonstige Vermögensgegenstände 1 135 1,1 % 1 654 (519) 942
Flüssige Mittel 387 0,4 % 1 122 (735) 997
UMLAUFVERMÖGEN 14 182 13,6 % 13 667 515 10 243
Rechnungsabgrenzungsposten 581 0,6 % 603 (22) 470
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 6 0,0 % 7 (1) 9
BILANZSUMME 104 378 100,0 % 104 698 (320) 96 817
PASSIVA          
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 49 497 47,4 % 48 491 1 006 47 357
Bilanzgewinn 4 667 4,5 % 2 877 1 790 3 050
EIGENKAPITAL 54 164 51,9 % 51 368 2 796 50 407
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1 682 1,6 % 1 879 (197) 1 986
Steuerrückstellungen 194 0,2 % 257 (63) 352
Sonstige Rückstellungen 3 110 3,0 % 2 894 216 3 127
RÜCKSTELLUNGEN 4 986 4,8 % 5 030 (44) 5 465
Finanzverbindlichkeiten 5 977 5,7 % 5 307 670 5 540
Übrige Verbindlichkeiten 39 037 37,4 % 42 764 (3 727) 35 157
VERBINDLICHKEITEN 45 014 43,1 % 48 071 (3 057) 40 697
Rechnungsabgrenzungsposten 214 0,2 % 229 (15) 248
BILANZSUMME 104 378 100,0 % 104 698 (320) 96 817

Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 1,7 MRD. € resultierte aus den gestiegenen Forderungen aus Cash Management, die im Wesentlichen gegen die Telekom Deutschland GmbH, Bonn, bestehen.

Die Verringerung der Finanzanlagen um 0,5 MRD. € im Vorjahresvergleich war insbesondere auf die Rückzahlung von Ausleihungen durch die Telekom Deutschland GmbH, Bonn, in Höhe von 1,7 MRD. € zurückzuführen. Neue Ausleihungen wurden u. a. an die T-Mobile Netherlands, Den Haag, in Höhe von 0,9 MRD. € sowie die Magyar Telekom Telecommunications Public Limited Company, Budapest, in Höhe von 0,3 MRD. € begeben.

Der Rückgang des Sachanlagevermögens war im Wesentlichen durch Abschreibungen auf Immobilien in Höhe von 0,3 MRD. € bedingt.

Die um 0,5 MRD. € verminderten sonstigen Vermögensgegenstände waren insbesondere auf den Rückgang der Forderungen aus Collaterals mit 0,4 MRD. € zurückzuführen.

Die Passivseite war im Wesentlichen durch die Zunahme des Eigenkapitals um 2,8 MRD. € sowie der Finanzverbindlichkeiten um 0,7 MRD. € und gegenläufig durch den Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten um 3,7 MRD. € geprägt.

Wesentlich für die Erhöhung des Eigenkapitals waren der Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres von 4,0 MRD. € und dessen Auswirkung auf den Bilanzgewinn sowie die im gezeichneten Kapital und den Rücklagen mit 1,0 MRD. € ausgewiesenen Einlagen der Aktionäre, die im Zusammenhang mit der Erfüllung des Dividendenanspruchs für das Geschäftsjahr 2014 die Einlage ihrer Dividendenansprüche gegen Aktien wählten. Gegenläufig wirkte sich die Gewinnausschüttung für das Vorjahr von 2,2 MRD. € aus.

Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten war insbesondere durch die Neuaufnahme von Commercial Papers mit 1,6 MRD. € bedingt. Gegenläufig wirkte sich im Wesentlichen die Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 0,8 MRD. € aus.

Die übrigen Verbindlichkeiten verringerten sich insbesondere durch Darlehensrückzahlungen an verbundene Unternehmen im Saldo um 2,9 MRD. €. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Darlehensrückzahlungen gegenüber der Deutschen Telekom International Finance B. V., Amsterdam, in Höhe von 3,0 MRD. €.

Weiterhin wirkte sich die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Cash Management von 0,8 MRD. € aus.

T 038 Kapitalflussrechnung in Mio. €

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  2014 2013 Veränderung
JAHRESÜBERSCHUSS 4 005 2 837 1 168
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 129 (980) 1 109
Cashflow aus Investitionstätigkeit 2 232 2 848 (616)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (3 096) (1 743) (1 353)
NETTOVERÄNDERUNGEN DER FLÜSSIGEN MITTEL (735) 125 (860)
Bestand der flüssigen Mittel am Anfang des Jahres 1 122 997 125
BESTAND DER FLÜSSIGEN MITTEL AM ENDE DES JAHRES 387 1 122 (735)

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit hat sich im Vorjahresvergleich um 1,1 MRD. € auf 0,1 MRD. € erhöht. Er resultiert nach Bereinigung des Desinvestitionsanteils an der Scout24 Gruppe in Höhe von 1,0 MRD. € im Jahresüberschuss des Berichtsjahres insbesondere aus dem Nettoaufbau von Forderungen aus Cash Management in Höhe von 2,9 MRD. €. Dieser Aufbau im Cash Management ergibt sich im Wesentlichen aus Ergebnisabführungen von Tochtergesellschaften und Begebung kurzfristiger Darlehen im Rahmen des konzerninternen Cash Managements. Die Veränderung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit ist überwiegend durch das gegenüber dem Vorjahr verbesserte Working Capital bedingt. Dies ergab sich im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Abbau der Verbindlichkeiten aus Cash Management.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Berichtsjahr maßgeblich durch Rückzahlungen im Zusammenhang mit mittel- und langfristigen Anlagen bei Tochtergesellschaften mit 2,0 MRD. €, den Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe mit 1,6 MRD. € sowie Einzahlungen für hinterlegte Barsicherheiten für Derivate mit 0,4 MRD. € beeinflusst. Gegenläufig wirkten sich mittel- und langfristige Mittelanlagen bei Tochtergesellschaften mit 1,8 MRD. € aus. Im Vorjahr war der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Wesentlichen durch den Verkauf eines Teils der von T-Mobile USA im Rahmen der Refinanzierung begebenen Anleihen mit 4,3 MRD. € geprägt.

Die Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit um minus 1,4 MRD. € gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die um 3,1 MRD. € verringerte Nettoaufnahme von mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Deutschen Telekom International Finance B.V., Amsterdam, zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die um 1,1 MRD. € geringere Nettotilgung von kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie eine um 0,7 MRD. € geringere Barauszahlung für die Dividende in 2014 aus. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit setzt sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Nettotilgung der kurzfristigen Verbindlichkeiten von 2,0 MRD. € sowie aus der Auszahlung der Bardividende für das Geschäftsjahr 2013 von 1,2 MRD. € zusammen.

Zusammen führte dies im Berichtsjahr zu einem Rückgang an flüssigen Mitteln von ca. 0,7 MRD. €.

RISIKO-MANAGEMENT BEI DER BILANZIERUNG VON SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Wir setzen derivative Finanzinstrumente ein, um Zinsänderungs- und Währungsrisiken zu begrenzen; also nur zu Sicherungszwecken und nicht aus spekulativen Gründen. Dabei überprüfen wir laufend die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs.

CORPORATE RESPONSIBILITY

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

■ Potenziale erschließen ■ Dialoge führen ■ Fortschritte messen

Wir zählen zu den weltweit führenden Anbietern von Telekommunikation und Informationstechnologie. In allen Stufen der Wertschöpfungskette kann die ICT-Branche zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Wir wollen dieser unternehmerischen Verantwortung gerecht werden. Mit unserer CR-Strategie - abgeleitet aus der Konzernstrategie - haben wir hierfür einen verbindlichen Orientierungsrahmen geschaffen. Wir übernehmen soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung und reduzieren damit unsere Geschäfts- und Reputationsrisiken, senken unsere Kapitalkosten und festigen das Vertrauen unserer Investoren und Kunden.

→ Weiterführende Informationen zur CR-Strategie, zu den CR-Zielen sowie den wichtigsten CR-Themen enthält der CR-Online-Bericht unter: www.cr-bericht.telekom.com

TOPTHEMEN FÜR DAS NACHHALTIGKEITS-MANAGEMENT

Wir legen großen Wert darauf, wichtige Anspruchsgruppen in unsere Prozesse einzubinden. Zur Ausrichtung unseres Nachhaltigkeits-Managements erfassen wir daher systematisch die für sie und uns wesentlichen Themen. Ergebnisse aus weiteren Quellen wie internen Workshops, Studien oder Umfragen fließen in diese Analyse ein. Sehr relevant sind demnach:

Konzernweiter Klimaschutz

Kunden Nachhaltigkeit ermöglichen ("enabling")

Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Teilhabe an der digitalen Gesellschaft ("digital inclusion")

Achtung der Menschenrechte

Datenschutz und Datensicherheit

Verantwortlicher Netzausbau

Kundenzufriedenheit

Vielfalt, Gesundheit und andere Personalthemen

Abfall und Recycling

Auf die ersten sechs Themen gehen wir in diesem Kapitel ein.

→ Wie wir die übrigen Themen aus dieser Liste angehen, erfahren Sie an anderer Stelle in diesem Bericht oder im CR-Bericht der Deutschen Telekom.

G 41 Prozess zur Auswahl wesentlicher Themen

MESSBARE FORTSCHRITTE IN DER NACHHALTIGEN ENTWICKLUNG

Die Fortschritte unseres Nachhaltigkeits-Engagements messen wir seit 2010 mit ausgewählten Kennzahlen. Um ihre Relevanz für Analysten und Investoren zu verdeutlichen, haben wir die früheren CR KPI in ESG KPI umbenannt (Environment, Social und Governance (ESG), zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung; Key Performance Indicator (KPI), zu Deutsch: Leistungsindikator). Die Kennzahlen helfen u. a. unseren externen Anspruchsgruppen, unser CR-Engagement zu bewerten, und erleichtern uns eine systematische, transparente und kontinuierliche Verbesserung unserer Leistungen. Bereits seit 2011 sind die wichtigsten KPI Bestandteil unseres Geschäftsberichts.

Wir wollen sicherstellen, dass unsere ESG KPI weiterhin zu einer erfolgreichen Unternehmenssteuerung beitragen und so die Erwartungen unserer Anspruchsgruppen erfüllen. Darum haben wir sie im Berichtsjahr eingehend überprüft und zum Teil aktualisiert: So haben wir z. B. beim ESG KPI "Energieverbrauch" und beim ESG KPI "CO2 -Emissionen" den Geltungsbereich auf alle Konzerneinheiten erweitert, die an der Umsetzung des Klimaschutzziels mitarbeiten; diese machen rund 99 % unseres Konzernumsatzes aus - im Vorjahr waren es 96 %. Die Erweiterung betrifft sowohl die aktuell erhobenen CO2 -Emissionen als auch die im Jahr 2008 erhobene Menge, die dem Klimaschutzziel zugrunde liegt.

Aufmerksam verfolgen wir die Diskussionen über nationale und internationale Kennzahlenstandards, insbesondere über die SD KPI (Sustainable Development Key Performance Indicators, zu Deutsch: Nachhaltigkeitsindikatoren), die das deutsche Bundesumweltministerium mit Wirtschaftsprüfern, Investoren und Analysten entwickelt hat. Unsere eigenen ESG KPI erlauben uns jedoch eine auf unseren Konzern zugeschnittene Steuerung. Deshalb halten wir an ihnen fest und entwickeln sie laufend weiter.

G 42 ESG KPI "Energieverbrauch"a in MPEI: Stromverbrauch in Tsd. MWh/Umsatz in Mrd. €

a Berechnung unter Berücksichtigung von sachgerechten Schätzungen bzw. Hochrechnungen.

G 43 ESG KPI "CO2-Emissionen"a CO2-Emissionen in Tsd. t (Veränderung gegenüber jeweiligem Klimaziel-Basisjahr 2008 in %)

a Rückwirkende Änderungen seit 2010 durch Anpassung des KPI-Geltungsbereichs an das Klimaschutzziel. Zudem für 2013 geringfügige Anpassungen im Erdgas- und Kraftstoffverbrauch in drei Landesgesellschaften.

G 44 ESG KPI "Nachhaltiger Einkauf" in %

Im Geschäftsbericht 2013 haben wir für drei unserer ESG KPI - "Energieverbrauch", "CO2 -Emissionen" und "Nachhaltiger Einkauf" - Prognosen zur Entwicklung abgegeben. Bei allen drei ESG KPI übertrifft die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 den prognostizierten Verlauf. Sowohl der ESG KPI "Energieverbrauch" als auch der ESG KPI "CO2 -Emissionen" haben sich - statt eines stabilen Verlaufes - leicht verbessert. Ursächlich hierfür ist, dass sich der Umsatz stärker und der Stromverbrauch schwächer entwickelte als erwartet. Zudem verbesserte sich das Verhältnis zwischen den aktuellen Emissionen und dem entsprechenden Klimaziel-Basisjahr 2008 durch die Erweiterung des Geltungsbereichs des ESG KPI "CO2 -Emissionen". Der ESG KPI "Nachhaltiger Einkauf" konnte dadurch erhöht werden, dass bei weiteren Lieferanten die Einhaltung unserer Sozial- und Umweltstandards überprüft wurde - und dies in stärkerem Umfang als geplant. Für die Zukunft erwarten wir für die oben genannten ESG KPI folgende Entwicklung:

Für unseren ESG KPI "Energieverbrauch" erwarten wir in den kommenden beiden Jahren einen leicht sinkenden bis sinkenden Verlauf, d. h. einen positiven Trend. Deutliche Stromeinsparungen werden wir v. a. durch die Umstellung unseres Netzes auf die IP-Technologie sowie durch die Zusammenlegung von T-Systems Rechenzentren realisieren können. Teilweise werden diese Einsparungen durch die Expansion von T-Mobile US und den damit verbundenen erhöhten Energieverbrauch ausgeglichen.

Da unsere CO2 -Emissionen maßgeblich durch den Stromverbrauch getrieben sind, ergibt sich eine vergleichbare positive Entwicklung wie unter dem ESG KPI "Energieverbrauch" beschrieben. Auch für unseren ESG KPI "CO2 -Emissionen" streben wir in 2015 und 2016 einen leichten Rückgang an. Für die am Klimaschutzziel beteiligten Konzerneinheiten erwarten wir für 2020, dass die CO2 -Emissionen 20 % unter dem Wert des Basisjahres 2008 liegen werden (ohne T-Mobile US). Beim ESG KPI "CO2 -Emissionen" werden jedoch zusätzlich die Emissionswerte von T-Mobile US berücksichtigt. Da deren Strombedarf aufgrund starker Geschäftsentwicklung auf absehbare Zeit weiter steigt, wird sich der KPI bis 2016 nur geringfügig verbessern.

Für unseren ESG KPI "Nachhaltiger Einkauf" gehen wir davon aus, 2015 das prognostizierte Ziel von 75 % zu erreichen; in den Folgejahren rechnen wir damit, dass der ESG KPI weiter leicht steigt bis zu einem finalen Zielwert von 80 % im Jahr 2020, da sich die Prüfungen auf strategische Lieferanten und solche mit erhöhtem CR-Risiko konzentrieren.

Unser ESG KPI "Gesellschaftliches Engagement" zeigt, dass im Jahr 2014 unsere Leistung im gesellschaftlichen Umfeld wiederum deutlich höher bewertet wurde als die Wichtigkeit, die dem Thema in der Bevölkerung beigemessen wird.

G 45 ESG KPI "Gesellschaftliches Engagement" in %

Quelle: TNS Infratest. Bis 2012: Exklusive Telefonumfrage bei deutscher Wohnbevölkerung ("CR Mafo"). Ab 2013: Einbettung ähnliche Fragestellung in Konzernumfrage zu CRQI (Corporate Reputation Quality Indicator).

CO2-EMISSIONEN UMFASSEND OFFENGELEGT

Außerdem ebnen wir den Weg zu einer klimafreundlichen Gesellschaft, indem wir unsere Kunden dabei unterstützen, durch den Einsatz von innovativen Technologien Emissionen einzusparen. Neben den Scope 1- und Scope 2-Emissionen berichteten wir im Juni 2014 im Rahmen des CDP (Carbon Disclosure Project) erstmals vollständig auch die Scope 3-Emissionen aus der Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens in Deutschland. Dabei handelt es sich um Emissionen, die überwiegend bei der Nutzung unserer Produkte und Dienste sowie in unserer Lieferkette entstehen. In den nächsten Jahren wollen wir die Scope 3-Emissionen auch für den gesamten Konzern erfassen.

Für 2014 ermittelten wir Scope 3-Emissionen von insgesamt fast 4 Mio. t CO2 -Äquivalenten; dies entspricht etwa 6 % mehr als im Vorjahr. Gründe für den Anstieg sind vorwiegend die wachsende Zahl an "Entertain" Kunden, eine Zunahme der an Kunden vermietete Endgeräte sowie ein höheres Einkaufsvolumen an neuer Technik für den Netzausbau in Deutschland. Gleichzeitig ist die neue Technik aber auch deutlich effizienter, sodass ihr Einsatz mittelfristig dazu beitragen wird, die CO2 -Emissionen aus unserem Stromverbrauch zu senken. Eine signifikante Reduzierung konnten wir bei den Emissionen im Bereich der Transportlogistik seit 2012 verzeichnen. Auch die Emissionen aus den Fahrten zum Arbeitsplatz sowie die aus Geschäftsreisen resultierenden Emissionen gingen leicht zurück.

Um die Scope 3-Emissionen innerhalb der Lieferkette noch effizienter erfassen zu können, haben wir rund 100 unserer Lieferanten eingeladen, am CDP-Supply Chain-Programm teilzunehmen. Daran beteiligten sich 75 % der eingeladenen Lieferanten - eine hervorragende Quote für eine Erstbefragung. Das Programm bietet Unternehmen und ihren Lieferanten eine einheitliche Plattform, um Emissionen zu erfassen und zu steuern.

INVESTOREN SETZEN AUF VERANTWORTUNG

Wie die Finanzmärkte unsere CR-Aktivitäten wahrnehmen, messen wir mit dem ESG KPI "Nachhaltiges Investment": Er stellt den Anteil an T-Aktien dar, die von Investoren gehalten werden, deren Anlagestrategie nicht nur ökonomische, sondern zumindest teilweise auch ökologische und soziale Aspekte der Unternehmensführung berücksichtigt. Um relevante Investoren im Detail über unser CR-Engagement zu informieren, veranstalteten wir im Oktober 2014 ein Webinar, an dem mehrere große Finanzinstitute teilgenommen haben. Außerdem setzten wir unsere jährlichen Präsentationen und Einzelgespräche im Rahmen unserer "Socially Responsible Investments" (SRI)-Roadshows fort und beantworteten zahlreiche direkte Informationsanfragen zu unserer Nachhaltigkeitsleistung von Rating-Agenturen, Analysten und Investoren. Ende 2014 waren bereits rund 21 % der T-Aktien im Besitz von Investoren, die zumindest teilweise SRI-Kriterien bei Investment-Entscheidungen berücksichtigen. 2 % der T-Aktien wurden von Investoren gehalten, die ihre Fonds vorrangig unter SRI-Gesichtspunkten managen. So zahlt sich der Einsatz für mehr Nachhaltigkeit und soziales Engagement zunehmend nicht nur für die Reputation aus.

G 46 ESG KPI "Nachhaltiges Investment (SRI)" in %

Investoren berücksichtigen bei ihren Anlageentscheidungen vermehrt auch sog. "CR-Ratings", die Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen beurteilen. Auf Basis unserer CR-Rating-Strategie konzentrieren wir uns auf die CR-Rating-Anfragen, die den unten aufgeführten Nachhaltigkeitsindizes zugrunde liegen (siehe TABELLE 039). Ausgewählt haben wir diese Indizes anhand eines Kriterien-Sets, das wir schon länger verwenden und das wir 2014 aktualisiert haben; bewertet haben wir dabei u. a. die Reputation, die Relevanz für Investoren, die Unabhängigkeit der Ratings sowie den Aufwand und den Erkenntnisgewinn, den die Rating-Teilnahme für uns bedeutet.

T 039 Listing der T-Aktie in Nachhaltigkeitsindizes bzw. Prädikate

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Rating-Agentur Indizes/Prädikate/Ranking Erfolge Index-Listing
  2014 2013 2012 2011 2010
RobecoSAM DJSI World
  DJSI Europe
CDP Carbon Disclosure Leadershipa
  Carbon Performance Leadership
oekom research AG "Prime" (Sector Leaderb )
Sustainalytics STOXX Global ESG Leaders n. a.
  iSTOXX 50 SD KPI n. a. n. a. n. a.
  UN Global Compact n. a. n. a. n. a.
FTSE Financial Times Stock Exchange FTSE4Good
Sarasin Global Sarasinc
MSCI MSCI Global Climate

☑ erfolgreich gelistet ☒ nicht gelistet

a Sector Leader "DACH" (Deutschland, Österreich, Schweiz).
b Basierend auf "oekom Industry Report" (2014). Deutsche Telekom im vorigen Report (2008) auf Platz 3.
c Rating der Deutschen Telekom wurde zuletzt 2012 durchgeführt.

Wie in den Vorjahren ist unsere Aktie in den meisten der von uns priorisierten Nachhaltigkeitsindizes gelistet. Die Rating-Agentur oekom zeichnete uns für unsere ökologischen und sozialen Leistungen als weltweit bestes Telekommunikationsunternehmen aus. Im vierten Jahr in Folge sind wir außerdem im STOXX Global ESG Leaders Index gelistet, im zweiten Jahr hintereinander im 2013 neu aufgelegten Index UN Global Compact 100. Auch der FTSE4Good Index führte im Berichtsjahr unsere Aktie. Außerdem erreichten wir im zweiten Jahr in Folge ein Listing im Climate Disclosure Leadership Index, der die Transparenz der Emissionsberichterstattung von Unternehmen bewertet. Hier verbesserten wir uns von 90 auf 98 Punkte und waren damit bestes Telekommunikationsunternehmen im CDP DACH-Index. Im SAM-Rating für die Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) erzielten wir in den Bereichen Klimawandel, Lieferkette, Compliance und Privacy jeweils die höchste Punktzahl innerhalb unserer Branche. Obwohl wir nach wie vor unter den zehn besten Unternehmen geführt wurden, reichte unsere Gesamtpunktzahl aufgrund gestiegener Anforderungen nicht für eine Aufnahme in die relevanten DJSI World und Europe aus.

NACHHALTIGKEIT FÜR UNSERE KUNDEN

Nachhaltige Produkte und Dienste sind für uns das ICT-Geschäft der Zukunft. Unseren Kunden bieten wir klimafreundliche Lösungen, mit denen sie Beruf und Privatleben einfacher und nachhaltiger gestalten können. Auch 2014 gab es bei uns viele Innovationen für nachhaltige ICT-Lösungen aus den verschiedensten Bereichen:

Intelligent vernetztes Zuhause. Die Smart Home-Plattform QIVICON ermöglicht unseren Kunden, auf einfache und sichere Weise Ressourcen zu sparen. QIVICON ist eine von uns initiierte Allianz führender Industrie-Unternehmen in Deutschland und wurde 2014 für seinen offenen Plattform-Ansatz als herausragende Innovationsleistung mit dem European Visionary Innovation Leadership Award ausgezeichnet. Mittlerweile haben sich über 30 Partnerunternehmen der Plattform angeschlossen und einige davon, wie die Deutsche Telekom, EnBW, Vattenfall oder die Rheinenergie, bieten ihre Produkte und Dienstleistungen für Endkunden bereits auf Basis von QIVICON an. Der Kunde kann sich seine Lösung aus den Bereichen Energie, Sicherheit und Komfort individuell zusammenstellen. Diese einfache Handhabung wurde auch im Lesertest des Computermagazins CHIP mit dem Prädikat "gut" bestätigt. Neben Komfort legen wir auch besonderen Wert auf das Thema Sicherheit und den Schutz der Daten unserer Kunden. Laut IT-Sicherheitstest der AV-Test GmbH ist die QIVICON Plattform zuverlässig vor unerlaubten Zugriffen geschützt. Außerdem werden wir das Angebot der offenen und herstellerübergreifenden Plattform auch international anbieten. 2014 traten wir der Eclipse Foundation, einer der größten unabhängigen Entwicklergemeinschaften bei. Im Zuge dessen werden wir unsere Plattform für Entwickler und Start-ups öffnen, damit die Nutzer zukünftig von einer noch größeren Angebotsvielfalt profitieren können.

Nachhaltiger Weinbau in EJR Mazedonien. Die Landwirtschaft ist für 21 % der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Das Einsparpotenzial liegt hier bei 1,6 MRD. t CO2 jährlich. Mit dem Projekt "Smart Wine" ist unserer Landesgesellschaft in EJR Mazedonien 2014 ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Weinbau gelungen. Technische Basis ist ein sensorgestütztes System, das die Entwicklung der Trauben überwacht und alle Produktionsprozesse steuert. Es hilft dem Winzer, Energie, Wasser und Chemikalien zu sparen. Darüber hinaus informiert das System über Erkrankungen der Pflanzen, Witterungsprobleme und den optimalen Erntezeitpunkt.

Effiziente Fuhrparklösung. Mit dem Logistikunternehmen DB Schenker realisierten wir im Berichtsjahr eine Lösung für effizientes Fuhrpark-Management. Bei der Zeitschrift Computerwoche belegten wir damit im September 2014 bei den Big Data Awards in der Kategorie bestes Big Data-Projekt den zweiten Platz. Das System verfolgt via Mobilfunk und GPS alle Bewegungen der Fahrzeuge und analysiert deren Energie- und Ressourcenverbrauch. Die Fahrer erhalten in Echtzeit Hinweise, wie sie ihre Fahrweise verbessern können. Zusätzlich errechnet die Anwendung die CO2 -Emissionen je Lieferung und kann die Auftraggeber so bei ihrem Klimaschutz-Management unterstützen.

Nachhaltige Mobiltelefone. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration haben wir 2014 eine Studie zu schädlichen Stoffen in Mobiltelefonen durchgeführt: Es wurden Stoffe identifiziert, die zwar umweltschädlich, aber zurzeit nicht verboten sind. Über die gesetzlichen Normen hinaus haben wir eine eigene Stoffverbotsliste definiert, um ein klares Zeichen zu setzen für die Reduktion von Stoffen in der Industrie, die für die Umwelt problematisch sind. Die Hersteller sind angehalten, diese Stoffverbotsliste im Laufe des kommenden Jahres umzusetzen.

Um die Geschäftspotenziale nachhaltiger Produkte systematisch zu nutzen, haben wir 2014 in einem Pilotprojekt 64 potenziell nachhaltige Produkte und Lösungen aus unserem Portfolio identifiziert; daraus wählten wir als Pilotprodukte Dynamic Workplace, Connected Car und Smart Metering, um sie im Detail auf ihren Nachhaltigkeitsbeitrag und die daraus abgeleiteten Geschäftspotenziale zu untersuchen. Wir haben dabei Vorteile in allen drei Säulen der Nachhaltigkeit identifiziert: ökologische, soziale und ökonomische. Beispielsweise konnten wir berechnen, dass Dynamic Workplace - ein Cloud-basiertes Angebot im B2B-Segment - einem potenziellen Kunden mit 35 000 Mitarbeitern ermöglicht, über 16 000 t CO2 einzusparen, seinen Mitarbeitern ca. 2 MIO. Stunden Pendelzeit für eine produktivere oder angenehmere Verwendung freizustellen und über 15 MIO. € einzusparen. Diese Vorteile werden wir bei der Vermarktung der Produkte herausstellen und dadurch unsere Wettbewerbsposition stärken. Im nächsten Schritt werden wir weitere Produkte auf diese Weise überprüfen.

NACHHALTIGE WERTSCHÖPFUNGSKETTE ALS WETTBEWERBSVORTEIL

Für ein international operierendes Unternehmen wie unseren Konzern hat die Achtung der Menschenrechte einen hohen Stellenwert, zumal die ICT-Branche immer wieder wegen Missständen in ihrer Lieferkette kritisiert wird. Deshalb haben wir umfangreiche Sozialstandards etabliert, um die Achtung der Menschenrechte auch innerhalb unseres Konzerns zu gewährleisten, z. B. im Hinblick auf Vielfalt und Chancengleichheit. Diese setzen wir entschlossen um und nehmen hier auch unsere Lieferanten ausdrücklich mit in die Verantwortung.

ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE IM GESAMTEN KONZERN

Wir haben ein umfassendes Programm entwickelt, um die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in unserem gesamten Konzern umzusetzen. Die Prinzipien verlangen, Auswirkungen auf Menschenrechte systematisch zu identifizieren und negative Folgen zu verhindern, abzumildern oder bei Bedarf wiedergutzumachen. Wie die Grafik 47 zeigt, haben wir hierzu mehrere ineinandergreifende Instrumente eingeführt, die fortlaufend weiterentwickelt werden. 2014 lag der Schwerpunkt auf Bewusstseinsförderung und Training, sowohl innerhalb unseres Konzerns als auch bei unseren Zulieferern. So haben wir das E-Learning Tool für unsere Lieferanten aus Deutschland um eine Moduleinheit "Menschenrechte" ergänzt. Intern führten wir zur Bewusstseinsförderung und Risikoanalyse Gespräche mit Verantwortlichen verschiedener Konzerneinheiten, wie z. B. mit dem Datenschutzbereich. Damit sensibilisierten wir zentrale Bereiche für die Thematik und förderten die Bekanntmachung der zentralen Kontaktstelle für Menschenrechte innerhalb des Konzerns. Zudem analysierten wir, welche Prozesse und Strukturen bereits implementiert sind, die sich positiv auf die Konzernverantwortung auswirken, und wo evtl. noch Verbesserungsbedarf besteht.

G 47 Übersicht zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht

DIE SOZIALCHARTA ALS GRUNDLAGE UNSERES HANDELNS

Um auch den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte gerecht zu werden, haben wir 2013 unsere Sozialcharta - unsere Verpflichtungserklärung zur Achtung der Menschenrechte - überarbeitet und 2014 konzernweit umgesetzt. Ein elementarer Bestandteil dieser Umsetzung ist die Einrichtung einer zentralen Kontaktstelle für Menschenrechtsangelegenheiten in unserem Konzern: Auf unserer Internet-Seite sind alle Anlaufstellen aufgelistet, die Menschenrechtsfragen oder Hinweise auf Verstöße gegen Menschenrechte entgegennehmen. Hier informieren wir seit Mitte 2014 regelmäßig über die Anzahl und den Status quo der Bearbeitung der Hinweise.

Mit dem Social Performance Report überprüfen wir, ob unsere Sozialcharta eingehalten wird; dazu müssen alle 111 vollkonsolidierten Gesellschaften unseres Konzerns, die über Personal verfügen, verbindliche Erklärungen abgeben. Im November 2014 veröffentlichten wir den aktuellen Social Performance Report auf unserer Internet-Seite. In der Zeit von Oktober 2013 bis September 2014 wurden von den Verantwortlichen unserer Konzern-Gesellschaften keine Menschenrechtsverletzungen gemeldet. Außerdem führten wir im Berichtsjahr ein erstes eigenständiges Human Rights Impact Assessment durch, das sich allein mit den Auswirkungen von Aktivitäten unseres Unternehmens auf die Menschenrechte innerhalb und außerhalb unseres Konzerns in einem bestimmten Land beschäftigt. Mit Ergebnissen rechnen wir im ersten Quartal 2015.

Auch im Dialog mit unseren Stakeholdern spielt das Thema Menschenrechte eine wesentliche Rolle. Beim sechsten Sustainable Procurement Stakeholder Dialog Day am 26. März 2014 in Bonn beschäftigte sich eine von drei Arbeitsgruppen mit Fragen rund um dieses Thema. Am Ende war man sich einig, dass es sowohl der Transparenz und Bewusstseinsförderung bedarf als auch der Kollaboration zwischen allen relevanten Stakeholdern und potenziell betroffenen Rechteinhabern.

PARTNERSCHAFTLICHER ANSATZ IM LIEFERANTEN-MANAGEMENT

Unser Code of Conduct und unsere Sozialcharta gelten ausdrücklich auch für unsere Lieferanten. Über eine CR-Klausel, die in unseren Lieferantenverträgen enthalten ist, verpflichten wir die Lieferanten dazu, unsere Nachhaltigkeitsanforderungen einzuhalten. Außerdem verlangen wir von ihnen Selbstauskünfte und führen Prüfungen durch. Grundsätzlich setzen wir für nachhaltiges Verhalten bei unseren Lieferanten sowohl auf Vertrauen und Dialog als auch auf Kontrolle und Schulungs- oder Entwicklungsangebote. Bei unseren Einkaufsentscheidungen berücksichtigen wir systematisch Nachhaltigkeitskriterien. Besonderes ökologisches und soziales Engagement fördern wir außerdem durch Auszeichnungen wie z. B. mit dem DELFIN-Award von unserer ungarischen Beteiligung Magyar Telekom. Aber auch unser eigenes Lieferanten-Management trifft international auf Anerkennung: In der jüngsten "Sustainable Supply Chain Review"-Studie der italienischen Nichtregierungsorganisation (NGO) "Acquisti & Sostenibilità" erreichten wir den ersten Platz.

WERTSTEIGERUNG DURCH LIEFERANTENENTWICKLUNG

Mit drei wichtigen Lieferanten aus den Bereichen Endgeräte und Netzwerk-Technik arbeiten wir seit Juni 2014 in einem Projekt zusammen mit dem Ziel für Themen wie Arbeitszeitregelungen oder Gesundheitsschutz gemeinsam Lösungen zu finden und so Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Eine klare Win-win-Situation für unsere Lieferanten und uns: Bessere Arbeitsbedingungen wirken sich positiv auf die Bindung und Motivation der Beschäftigten aus, steigern die Produktivität und verbessern die Qualität der Produkte. Bereits wenige Monate nach Projektstart gab es erste messbare Erfolge. So konnten beispielsweise die Überstunden um 30 % reduziert werden, bei einer gleichzeitigen Anhebung der Gehälter um 15 % sowie einem Anstieg der Mitarbeiterzufriedenheit um 6 %. 2015 wollen wir weitere Lieferanten in das Projekt aufnehmen.

WETTBEWERBSVORTEILE DURCH NACHHALTIGKEIT

Nachhaltigkeit zahlt sich aus - so lautete auch die Botschaft unseres CR Stakeholder Dialog Day am 26. November 2014 im chinesischen Shenzhen. Über positive wirtschaftliche Auswirkungen von Nachhaltigkeit in Unternehmen diskutierten unter dem Motto "Wettbewerbsvorteile durch Nachhaltigkeit" 120 Teilnehmer, darunter direkte und nachgelagerte Lieferanten, unabhängige Auditoren, Mitglieder der chinesischen Regierung, NGOs und Nachhaltigkeitsexperten. Deutlich wurde die Bedeutung langfristig angelegter Partnerschaften und Strategien, um für nachhaltige Produkte bessere Preise und damit schließlich Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Der Erfolg der Tagung geht auch auf die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen dem Konzerneinkauf und dem CR-Bereich zurück.

DATENSCHUTZ UND DATENSICHERHEIT

An die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft werden hohe Erwartungen geknüpft: ICT soll vieles erleichtern oder fördern, so z. B. Klimaschutz, Inklusion, Wissenschaft, Transparenz, Gesundheitsversorgung und Pflege. Dabei hängt die Akzeptanz von ICT davon ab, ob die Menschen darauf vertrauen können, dass ihre persönlichen Daten vor unerlaubten Zugriffen geschützt sind und nicht ohne Erlaubnis verwendet werden. Datenschutz und Datensicherheit haben bei uns höchste Priorität. Bereits 2008 haben wir ein eigenes Vorstandsressort eingerichtet und mit den Binding Corporate Rules Privacy (vorher Privacy Code of Conduct) verbindliche, konzernweite Datenschutz-Standards festgelegt. Außerdem setzen wir uns für mehr Forschung und Bildung im Bereich Cyber-Sicherheit und Datenschutz ein, z. B. mit einem eigenen Lehrstuhl, den wir an der Hochschule für Telekommunikation in Leipzig eingerichtet haben. Wir brauchen zudem gut vernetzte schnelle Eingreiftruppen im Unternehmen, um uns gegenseitig schnell über neue Gefahren informieren zu können. Daher haben wir unser Team im Cyber Defense Center deutlich verstärkt und fördern die Ausbildung von Spezialisten. Dafür haben wir gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln das Qualifikationsprogramm "Cyber Security Professional" geschaffen.

→ Weitere Informationen zum Thema Datenschutz und -sicherheit finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management".

MEDIENKOMPETENZ ALS BEITRAG ZUR CHANCENGLEICHHEIT

Mit unserem Kerngeschäft - dem Aufbau, Betrieb und der Vermarktung von Netzen und Anschlüssen - wollen wir Menschen miteinander verbinden und ihnen den Zugang zur Informations- und Wissensgesellschaft erleichtern. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen - unabhängig von Alter, Herkunft und Bildungsniveau - an der modernen Informationsgesellschaft teilhaben können. Der sichere Umgang mit digitalen Medien ist dabei eine Schlüsselkompetenz für die Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft. Als ICT-Anbieter sehen wir uns hier besonders in der Verantwortung: Daher sind die Vermittlung von Medienkompetenz, der sichere Umgang mit moderner Kommunikationstechnik und Datensicherheit einige unserer Schwerpunkte. Mit unserem breiten Bildungs-Engagement wollen wir Menschen in ihren Kompetenzen stärken, Chancengleichheit fördern und das Interesse für technologisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge wecken.

In unserem strategischen Engagement für Chancengleichheit vermitteln wir jungen Menschen mit der "Ich kann was"-Initiative Schlüsselkompetenzen, um selbstständiges und selbstbewusstes Handeln zu fördern. Die Initiative, die 2014 ihr 5-jähriges Jubiläum feierte, unterstützte seit ihrer Gründung über 700 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von über 4 MIO. €. In Deutschland erreichte sie dabei mehr als 60 000 Kinder und Jugendliche aus sozial schwierigem Umfeld.

Mit einer Reihe von Angeboten helfen wir außerdem, Medienkompetenz aufzubauen. Ein Beispiel dafür ist unsere Initiative Teachtoday: Das Online-Portal hilft Lehrkräften und Eltern dabei, die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen und mit damit verbundenen Herausforderungen kompetent umzugehen. Das Portal präsentiert unter dem Motto "Lernen neu denken" alltags- und praxisnahe Ideen und Materialien für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien. Seit seinem Relaunch 2014 bietet Teachtoday auch neue Formate und Angebote. Ergänzt wurden die Angebote des Online-Portals durch den Wettbewerb "Medien, aber sicher!". Schulen und Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit konnten Projekte zum Thema sichere Mediennutzung einreichen. Davon wurden fünf Projekte ausgezeichnet.

Sicherheit war auch das zentrale Thema beim dritten Cyber Security Summit, den wir gemeinsam mit der Münchner Sicherheitskonferenz ausrichteten. Erstmals fand hier auch der Cyber Security Summit for Kids statt, bei dem sich alles um den Jugendmedienschutz drehte. In Österreich führte T-Mobile Austria das Projekt "Connected Kids" fort; Schulklassen hatten Tablets und Internet-Zugänge erhalten. Begleitet von speziell ausgebildeten Pädagogen lernten die Schüler einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.

Außerdem engagieren wir uns seit 2010 für die Bundesvereinigung "Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V." Mitarbeiter unseres Konzerns beteiligen sich an der Entwicklung von Kommunikationsangeboten in "Leichter Sprache": Leichte Sprache ist eine Ausdrucksweise, die auf besonders leichte Verständlichkeit abzielt. Wir wollen so Menschen mit geistiger Einschränkung die Mediennutzung erleichtern. Regelmäßig finden Schulungen statt.

Der internationale Mobilfunk-Betreiberverband Global System for Mobile Communications Association (GSMA) und die Deutsche Telekom haben sich 2014 mit der Kinderschutzorganisation Child Helpline International (CHI) zusammengeschlossen: Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass junge Menschen im Internet besser geschützt werden und ihr Recht auf Gehör ausüben können. GSMA und CHI haben durch eine gemeinsame Vereinbarung die Grundlage für eine gezielte Förderung von telefonischen Beratungsstellen für Kinder auf der ganzen Welt gelegt.

Auch mit der Telekom Stiftung leisteten wir einen substanziellen Beitrag zur Verbesserung des deutschen Bildungssystems. Ihr Schwerpunkt liegt auf einer besseren Ausbildung im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Sie unterstützt Projekte entlang der Bildungskette - vom Kindergarten bis zur Hochschule. Ein Beispiel für das soziale Engagement der Telekom Stiftung ist "MathZe - Mathematik Zentrum". Es soll Grundschüler und ihre Lehrer für mathematische Fragen begeistern sowie ihr Bewusstsein fördern, dass Mathematik im Alltag überall zu finden und in vielen Lebensbereichen hilfreich ist.

INNOVATION UND PRODUKTENTWICKLUNG

→ Weiterführende Informationen rund um das Thema Innovationen enthält unser Online-Bericht unter: www.telekom.com/innovation

■ Entwicklung innovativer Produkte, die begeistern ■ Mit Partnern gewinnen

ARCHITEKT DES DIGITALEN ZEITALTERS

Wir zählen zu den weltweit führenden Anbietern von Telekommunikation und Informationstechnologie. Um diese Position zu festigen, müssen wir unsere Innovationskraft stärken. Davon profitieren am Ende auch unsere Kunden: Dank innovativer Technik haben wir z. B. ausgezeichnete Netze, insbesondere im Mobilfunk, und wir bieten unseren Kunden innovative Dienste und Produkte.

Als Architekt des digitalen Zeitalters wollen wir die Zukunft mitgestalten. Basis dafür ist und bleibt unsere leistungsfähige Breitband-Infrastruktur im Festnetz wie im Mobilfunk. Die Menge an Daten, die transportiert und gespeichert wird, nimmt extrem zu. Daher müssen - und werden - wir auch in den kommenden Jahren massiv in die Infrastruktur investieren.

Dabei liegen in Deutschland die Schwerpunkte im Mobilfunk im weiteren Ausbau des LTE-Netzes sowie im Festnetz in der Glasfaser- und Vectoring-Technologie. Darüber hinaus entwickeln wir unter dem Schlagwort "Hybrid" Produkte, bei denen wir die Stärken von Festnetz und Mobilfunk - Kapazität und Geschwindigkeit - miteinander kombinieren. In Deutschland haben wir den Hybrid Router "Speedport Hybrid" bereits auf den Markt gebracht und damit unsere Innovationsfähigkeit einmal mehr unter Beweis gestellt. Die IP-Transformation ist Voraussetzung für unsere integrierte Netzstrategie - und bildet damit das Fundament für all unsere zukünftigen Produkte und Services.

INNOVATIONSKULTUR UND INNOVATIONSPROZESS

Innovation kann nicht verordnet werden. Innovation ist Kultur, die vorgelebt und gefördert werden muss. Gerade in großen Unternehmen wie unserem Konzern braucht es eine lebendige Unternehmenskultur, die Innovationen fördert. Wichtige Elemente einer solchen Kultur sind: schnelles Entscheiden und Umsetzen durch schlanke interne Prozesse, das Freisetzen von kreativem Potenzial sowie das Fördern und Fordern von Ideen und unternehmerischem Handeln.

Innovation entsteht dabei nicht nur in speziellen Unternehmensbereichen, die sich fokussiert der Innovation der Deutschen Telekom verschrieben haben, sondern muss von allen Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen - also auch in den Unternehmensbereichen, die sich dem klassischen Kerngeschäft und der direkten Vermarktung in den jeweiligen Landesmärkten widmen - vorangetrieben werden. Nur im Zusammenwirken zwischen Innovation und Kerngeschäft entsteht letztlich erfolgreiche Innovation für die Kunden in den verschiedenen Märkten.

Klar strukturierte Abläufe sorgen dafür, dass Ideen wachsen und sich in innovative Produkte und Dienstleistungen umsetzen lassen. Wie die unten stehende GRAFIK 48 zeigt, läuft ein Innovationsprozess bei uns in vier Phasen ab:

G 48 Innovationsprozess bei der Deutschen Telekom

Am Anfang steht eine Idee - evtl. entstanden aus Marktforschung oder Kunden-Feedback oder intern von unseren Experten in zentralen Produkt- und Innovationsbereichen, unserem Technologie-Radar oder unserem Ideen-Management. Zudem haben wir ein weltweites Scout-Netz etabliert, mit Trend Scouts in Deutschland, den USA, Israel und Asien prüfen wir Kooperationsmöglichkeiten.

In der Auswahlphase bewerten wir die Idee: Wie gut ist sie umsetzbar? Wie groß ist ihr Potenzial? Wie hoch ist das Kundeninteresse voraussichtlich?

In der Entwicklungsphase integrieren wir die Erkenntnisse über Kundenwünsche und Anforderungen an Design und Handhabung in das spätere Produkt bzw. die spätere Dienstleistung.

Am Ende steht schließlich der Transfer in den Markt.

In jeder der vier Phasen prüfen wir natürlich, ob die Ressourcen, die wir einsetzen, im Verhältnis zu dem erwarteten Ergebnis stehen. Dies kann dazu führen, dass die Entwicklung eines Produkts in einer der Phasen des Innovationsprozesses eingestellt wird. Das ist notwendig, denn nicht jede gute Idee hat auch das Potenzial, ein gutes Produkt oder eine gute Dienstleistung zu werden. Jede Innovation muss Wert aus Kundensicht bieten: Nehmen die Kunden die Innovation nicht an oder stimmt der Zeitpunkt dieser Innovation nicht, ist selbst die beste Idee wertlos.

Nachhaltigkeitskriterien finden in allen Phasen des Innovationsprozesses Berücksichtigung. Bei der Entwicklung neuer Produkte kommen unsere verbindlichen Design-Richtlinien zur Anwendung. Darin sind neben gestalterischen auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. Die erste der Design-Richtlinien wurde aus der CR-Strategie abgeleitet und lautet: "Handle verantwortungsvoll. Denke global."

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Um die Innovationsprozesse in unserem Konzern zu steuern und unsere Innovationskultur noch weiter zu fördern, haben wir eine "Innovation Governance" etabliert. Dazu gehört u. a. das "Portfolio & Innovation Board", das sicherstellt, dass wir die richtigen Prioritäten setzen. Das Gremium identifiziert und selektiert die Innovationsschwerpunkte für den Konzern und beschließt die jeweilige Strategie zur Umsetzung. Das heißt z. B. auch, ein Portfolio mit den größten Chancen zu definieren und diese anschließend zu implementieren. Derzeit liegt unser Fokus dabei auf folgenden Themen:

Produkte und Dienste, z. B. Joyn

Plattform-Geschäfte, z. B. M2M

Partnerschaften, z. B. mit Spotify oder Netflix

Prozesse, z. B. zusätzliche Ansprachemöglichkeiten im Kunden-Service, etwa über Apps oder Video-Agents wie z. B. unsere neue Video-App "Telekom hilft"

Netzwerk, z. B. unser Engagement bei der Standardisierung der nächsten Mobilfunk-Generation 5G

Endgeräte, z. B. unsere exklusive Vertriebspartnerschaft mit Amazon für das Fire Phone

INNOVATION ALS DREIKLANG

Wir stellen uns den Herausforderungen der Zukunft. Um noch mehr Innovationskraft zu entfalten, nutzt unser Konzern nicht nur eigene Innovationen, sondern integriert auch erfolgreich Neues von außen. Wachstum aus Innovation generieren wir auf drei Arten: aus Eigenentwicklungen, aus Partnerschaften und aus Unternehmensbeteiligungen. Wie die unten stehende GRAFIK 49 zeigt, ist Innovation für uns also ein Dreiklang. Im Mittelpunkt steht dabei immer die kompromisslose Ausrichtung am Kundennutzen.

T-LABS: UNSERE EIGENE IDEENSCHMIEDE

Mit unserem zentralen Forschungs- und Innovationsbereich, den Telekom Innovation Laboratories (T-Labs), verfügen wir über eigene Forschungs- und Entwicklungsstätten an mehreren Standorten, u. a. in Berlin, Darmstadt, Bonn, Beer Sheva und Tel Aviv in Israel sowie Mountain View in den USA. Dort entwickeln und testen rund 500 Experten und Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen neue Technologien; dabei arbeiten sie eng mit internationalen Universitäten und Forschungsinstitutionen zusammen. Ihr Auftrag ist es, gemeinsam mit unseren operativen Segmenten neue Impulse zu setzen und bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer Produkte, Dienste und Infrastrukturen zu helfen.

G 49 Wachstum durch Innovation

An ihrem Hauptstandort Berlin sind die T-Labs seit 2004 mit der Technischen Universität Berlin verbunden - eine der größten und bekanntesten Public Private Partnerships in Europa. 2014 standen bei den T-Labs folgende Themen im Vordergrund:

Infrastruktur und Netz-Technologie: Hier entwickeln wir Prototyp-Lösungen zur Bündelung verschiedener Anschluss-Technologien, wie z. B. das Hybrid-Technikbündel DSL und LTE, das DSL-Community-Bündel bei benachbarten DSL-Anschlüssen, sowie kostengünstige Methoden und Tools für Kapazitäts- und Qualitätsverbesserungen mit neuen 4G+-Technologien. Darüber hinaus arbeiten wir an neuen Technologien, die dem Kunden das Hundertfache an Bandbreite bei gleichbleibenden Kosten bieten, z. B. durch 5G und optimierte FTTx-Architektur.

Automatisierung und Virtualisierung: Die Automatisierung und nahtlose Virtualisierung von IT- und Netzwerk-Ressourcen haben das Potenzial, die Geschwindigkeit bei der Einführung neuer Dienste und die Effizienz vorhandener Ressourcen drastisch zu erhöhen. Dies macht neue Geschäftsmodelle für den Breitband-Ausbau möglich. Insbesondere sollen Netzwerk-Ressourcen eines Netzwerk-Betreibers nahtlos von einem anderen Netzbetreiber genutzt werden können. Solche Lösungen werden in Zukunft weit über den heutigen "Bitstream Access" hinausgehen. Initiativen zur Flexibilisierung der Produktion setzen auf die Virtualisierung/ Automatisierung kundenseitiger Einrichtungen in Haushalten sowie in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Standardisierung und Lizenzierung: Die T-Labs treiben die Standardisierung von Breitband-Anschlüssen und "Home Networking"-Technologien voran. Mit Patenten leisten sie zudem ihren Beitrag zum Innovationsschutz und zur Senkung direkter und indirekter Lizenzgebühren. Dazu zählt z. B. die Entwicklung von Prototypen für Mobilfunknetze der nächsten Generation wie etwa Funk-Technologien als Nachfolger der LTE-/4G-Netze sowie Festnetze der nächsten Generation wie z. B. Glasfaser-Technik.

Data Analytics: Im Bereich Data Analytics arbeiten die T-Labs an Ansätzen, Datenmengen sinnvoll einzusetzen und zu analysieren. Ziel dabei ist es z. B., Erkenntnisse über Muster einzelner Nutzergruppen zu gewinnen und darauf aufbauend maßgeschneiderte Angebote auf den Markt zu bringen. Wir wollen hier auch neue Geschäftsmodelle mit Unternehmen aus anderen Industriezweigen entwickeln. Indem wir Telekommunikations- und Partnerdaten zusammenführen und analysieren, können wir neuen Mehrwert für Industrie und Endverbraucher schaffen. Daneben widmen wir uns im Bereich Data Analytics auch modernen M2M-Lösungen; Schwerpunkte unserer Arbeit sind hier derzeit die vorausschauende Wartung sowie die mobile Überwachung und Kommunikation. Um erste Analysen unstrukturierter Datenmengen durchzuführen und schneller zu ersten Erkenntnissen im Bereich Big Data zu gelangen, haben die T-Labs eine Analytics Workbench und Toolbox aufgesetzt. Darüber hinaus haben wir ein Kompetenzteam gegründet mit dem Ziel, konzernübergreifend Transparenz zu schaffen, einen Austausch zwischen den relevanten Einheiten zu gewährleisten und das Thema Big Data im Konzern zu positionieren. Mit Unterstützung des Creation Centers führte das Kompetenzteam einen nutzerzentrischen Deep Dive zum Thema Big Data durch und entwickelte Richtlinien für das Big Data Business unseres Konzerns.

Industrie 4.0: Mit Siemens haben wir im Oktober 2014 eine Forschungskooperation vereinbart, um die Digitalisierung der Industrie in Europa voranzutreiben. Ziel der Kooperation ist es, den Vorsprung bei der sog. "Industrie 4.0" - also bei der Digitalisierung der industriellen Fertigung - zu verteidigen. Innerhalb der Kooperation, die über drei Jahre läuft und für weitere Partner offen ist, werden zunächst in einem Pilotprojekt drei Siemens-Standorte digital miteinander vernetzt. Dabei soll unter anderem geklärt werden, wie Kommunikation in Echtzeit ohne Verzögerungen und die Sicherheit der Daten gewährleistet werden können. Im Rahmen von Farming 4.0 haben T-Systems und die T-Labs in Kooperation mit dem Landmaschinenhersteller CLAAS unter Beweis gestellt, dass ICT die Produktions- und Energieeffizienz in der Landwirtschaft messbar steigert und zugleich die Belastung der Arbeitnehmer reduziert. Ein Ziel des dazugehörigen T-Labs Projekts DEXmp (Data Exchange Marketplace) ist es, eine generische Dienste-Plattform zur Verfügung zu stellen. Sie ermöglicht es Landwirten und anderen Akteuren in der Landwirtschaft, Zustands- und Bewegungsdaten zu sammeln, zu verarbeiten und auszuwerten und so die Transparenz der Prozesse in Echtzeit zu erhöhen. Außerdem können sie verschiedenste analytische und planerische Aufgaben bearbeiten. Dafür haben die T-Labs gemeinsam mit T-Systems verschiedene horizontale Dienste mit einem generischen Rollen- und Rechte-Management entwickelt und implementiert; diese Dienste sind nicht nur für landwirtschaftliche Anwendungen nutzbar, sondern auch in weiteren Industrie 4.0-Projekten wie z. B. im Tiefbau.

Software Defined Networking: Software Defined Networking (SDN) ist eine der Schlüssel-Technologien, um durch Virtualisierung und Automatisierung der Infrastruktur unser Netz effizienter und flexibler zu machen. Für Kunden bedeutet das u. a., dass Dienste gebucht und in Sekundenschnelle genutzt werden können, dass Services aus dem heimischen Netzwerk mobil mitgenommen werden oder dass sich Geräte ganz einfach selbst konfigurieren können. Mit dem Projekt SWAN arbeiten wir daran, SDN-Technologien für Wide Area Networks (WANs) anzupassen; so können wir Unternehmen VPN-Dienste und andere Mehrwert-Gateway-Dienste effizienter und schneller anbieten. In enger Kooperation mit T-Systems wollen die T-Labs hier erreichen, dass Bereitstellungszeiten von WAN-Services deutlich reduziert werden. Zudem werden neue Erlösmodelle rund um die On-Demand-Nutzung möglich. Der Produkt-Prototyp VPN2GO wurde erfolgreich zu T-Systems transferiert und von uns vertrieben. Darüber hinaus arbeiten die T-Labs an einem Entwurf für die nächste Generation von WAN-Plattformen.

Raum für Ideen schaffen

Mit der Telekom Innovation Arena schaffen wir ideale Bedingungen für Ideen rund um das digitale Leben von morgen: Die Innovation Arena bietet v. a. optimale Arbeitsbedingungen - mit hochmoderner technischer Infrastruktur, rund um die Uhr geöffneten, modernen Räumen und Austauschmöglichkeiten bis hin zu Kreativräumen zur Entspannung. Auf rund 8 000 Quadratmetern arbeiten hier die Mitarbeiter der T-Labs, von hub:raum, des Design-Bereichs und des Partnerings in der Digital Business Unit zusammen. Die kreative Mischung von Menschen aus allen Bereichen des Innovationsgeschäfts - vom Unternehmer bis zum Entwickler oder Designer - macht die Innovation Arena zum Hotspot für Ideen in Deutschland. Auch unser Bereich Group Business Development mit seinen Partnering-Aktivitäten nutzt die Innovation Arena als zentralen Anlaufpunkt für das Scouting von Start-ups. Außerdem können wir hier auch unseren internationalen Partnern ein Einfallstor in die Berliner Gründerszene bieten. 2014 fand zum zweiten Mal die "Lange Nacht der Start-ups" in Berlin statt. Wir waren Gastgeber des Events, bei dem sich über 100 Start-ups aus Deutschland, Israel und den USA den über 2 500 Besuchern präsentierten.

EIGENE ENTWICKLUNGEN

Unser Innovationsbereich Digital Business Unit (DBU) wird sich zukünftig noch stärker auf Innovationsthemen konzentrieren und diese zentral für den Konzern steuern. Dabei arbeitet der Bereich eng mit den operativen Segmenten zusammen, um noch näher und schneller am Markt sein zu können. Gerade in Bereichen rund um unser Kerngeschäft ist unsere Innovationsfähigkeit entscheidend, wenn es darum geht, uns im wachsenden Wettbewerb durchzusetzen und uns nachhaltig als Premium-Anbieter zu positionieren. In 2014 war die DBU maßgeblich an der Weiterentwicklung und Einführung verschiedener Produkte, wie u. a. tolino, Hybrid Router, Roaming Pass, Global Corporate Access und QIVICON/Smart Home, beteiligt.

PARTNERSCHAFTEN UND KOOPERATIONEN

Die Veränderungen in unserem Innovationsbereich stehen im Einklang mit unserer Konzernstrategie. Dabei unterstreicht unser strategisches Handlungsfeld "Mit Partnern gewinnen" wie wichtig Kooperationen für den zukünftigen Erfolg unseres Konzerns sind. Natürlich setzen wir auch weiterhin auf eigene Ideen. Darüber hinaus sind wir aber auch offen für Innovationen von außen und wollen verstärkt Kooperationen eingehen. Bei eigenen Entwicklungen konzentrieren wir uns darum auf unsere Kernkompetenzen rund um Netze, netznahe Dienste und Plattformen. Bei anderen Services legen wir den Fokus auf Partnerschaften mit dem Ziel, zusammen mit Partnern ein breiteres Angebot von Diensten und Produkten anzubieten. Partner auf Augenhöhe werden kann dabei sowohl der große, global aufgestellte Konzern als auch das kleine Start-up-Unternehmen. So können wir eigene Ideen gezielt mit den Entwicklungen externer Partner ergänzen. Schließlich lassen sich intelligente Ansätze oft klug kombinieren - und letztendlich entsteht ein noch besseres Angebot für den Kunden.

Partnerschaften helfen uns dabei, uns vom Wettbewerb abzuheben. Beste Netze und bester Service sind dabei die Basis für unseren Erfolg bei den Kunden. Die Kunden erwarten aber auch neueste Apps und Dienste aus der Online-Welt. Daher setzen wir auf die große Innovationskraft des Silicon Valley, Deutschlands und anderer Innovations-Hotspots. Beispiele für solche Partnerschaften sind Evernote, dropbox und Lookout. Dieser Partnerschaftsansatz gilt auch für unseren Bereich Geschäftskunden, z. B. die Partnerschaft mit salesforce.com, einem Anbieter von Kunden-Management-Lösungen aus der Cloud. In puncto IT- und Cyber-Sicherheit arbeiten unsere Security-Experten inzwischen eng mit FireEye zusammen.

Unser Ziel ist es, auf Basis standardisierter Plattformen zusammen mit attraktiven Partnern die digitalen Angebote zu liefern, die unsere Kunden wünschen. An dieser technischen und kommerziellen Plattform können wir Partner bzw. Partnerprodukte schnell, flexibel und kostengünstig anschließen - wie Geräte an einer Steckerleiste. Dabei sorgen wir für den schnellen Zugang zu standardisierten Schnittstellen und kümmern uns im Hintergrund um Abrechnung, Sicherheit und Übertragungsqualität. Unsere Kunden können diese Dienste einfach und bequem buchen: z. B. das Musik-Angebot von Spotify.

→ Mehr Informationen zu unseren Kooperationen und Partnerschaften finden Sie im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2014".

Als Architekt der digitalen Zukunft wollen wir das kommende Zeitalter mitgestalten. Unsere Netze sind die Basis dafür. Auf dem Weg in die digitale Zukunft sind wir ein gefragter Partner. So kooperieren wir z. B. auch mit Unternehmen aus anderen Branchen wie Energie, Gesundheit und Vernetztes Automobil:

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Energie: In der Energiewirtschaft haben wir uns als kompetenter Dienstleister für den anstehenden Roll-out von Smart Metern in Deutschland positioniert. Damit die Energieversorger mit dem Ausbau beginnen können, müssen nun die rechtlichen und regulatorischen Grundlagen für Smart Metering in Deutschland in Kraft gesetzt werden. Bereits heute sind wir einer der größten Anbieter und betreiben knapp 50 000 Mess-Systeme, u. a. für RWE. Zudem konnten wir uns in der Energiebranche als eines der führenden Unternehmen für Sicherheitsdienstleistungen etablieren. So liefern wir mit unseren Sicherheitslösungen zentrale Komponenten für ein sicheres Smart Metering. Dazu zählen auch ein Sicherheitsmodul, das wir mit dem Halbleiterhersteller NXP entwickelt haben, und Ausgabestellen für technische Zertifikate zur verschlüsselten Kommunikation in Energienetzen.

Gesundheit: Im Bereich Gesundheit haben wir 2014 erneut Fortschritte gemacht: So haben wir das von brightONE erworbene Healthcare IT-Geschäft im ersten Halbjahr erfolgreich integriert und verzeichnen eine erfreuliche Geschäftsentwicklung. Unser Marktauftritt ist seit Mai 2014 international komplett einheitlich: Telekom Healthcare Solutions. Auch in puncto Produktentwicklung machen wir weitere Fortschritte: Mit der Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen entwickeln wir die Telemedizin-Infrastruktur der Zukunft für das Land Sachsen; auch unsere intelligenten Pflegeprodukte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter gehen 2015 in die Anwendungswirksamkeitsstudie. Für Tests in Bayern und Sachsen entwickeln wir als Generalunternehmer die Telematik-Infrastruktur; diese geht ebenfalls 2015 in die Testphase und ist somit eine Voraussetzung für einen künftigen deutschlandweiten Ausbau.

Vernetztes Automobil: Im Bereich Vernetztes Automobil sind wir wegweisende Partnerschaften eingegangen, damit das Auto immer mehr zum rollenden Arbeitsplatz wird. Für das Mercedes-Multimedia-System COMAND Online entwickeln und betreiben wir das "Vehicle Backend" - die Plattform für die weltweiten Fahrzeug- und Fahrer-Services von Daimler. In die BMW-Flotte der Autovermietung Sixt wurden 3 300 HotSpots eingebaut, damit auch im Auto eine breitbandige Internet-Verbindung für alle Mitfahrer zur Verfügung steht. Außerdem konnten wir im Nutzfahrzeugmarkt punkten: Europas größter Lkw-Vermieter PEMA setzt auf eine unserer Telematik-Lösungen - ebenso wie man und Continental. Gemeinsam mit China Mobile gründen wir ein gleichberechtigtes Gemeinschaftsunternehmen für das vernetzte Auto; einen entsprechenden Vertrag schlossen wir im Herbst 2014. In Shanghai soll das gemeinsame Unternehmen Produkte und Dienste für das vernetzte Fahrzeug in China anbieten. Die Kern-Technologie dazu liefern wir - eine Cloud-basierte Connected Car-Plattform - und bringen auch unser Know-how im Telematik-Umfeld ein. China Mobile bringt mit seinem hochmodernen Mobilfunknetz auf LTE-Basis digitale Dienste z. B. über Apps oder fahrzeugbezogene Services ins Auto. Das Gemeinschaftsunternehmen soll sich zukünftig als einer der führenden Telematik-Anbieter im chinesischen Markt für vernetzte Fahrzeuge etablieren.

START-UP-FÖRDERUNG UND BETEILIGUNGEN

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Neben dem traditionellen Weg mit eigener Forschung und Entwicklung setzen wir auf "Open Innovation": Auch außerhalb unseres Konzerns suchen wir nach den besten Ideen und den besten Köpfen. Bei unseren Venture-Beteiligungen helfen wir nicht nur bei der Finanzierung, sondern wir beraten und begleiten die Unternehmen auch. Um den Zugang zu Innovationen weiter zu verbessern, wollen wir Umfang und Volumen unserer Investments in den Bereichen Venture Capital und Technologie-Innovation deutlich ausbauen. Hierfür planen wir, über einen Zeitraum von fünf Jahren ein Investitionsvolumen von 500 MIO. € zur Verfügung zu stellen, und verdoppeln damit unsere Venture Capital- und Innovations-Investments. Kern unserer Aktivitäten ist eine neue Fondsstruktur mit dem Namen Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP). DTCP geht in 2015 an den Start und wird zu einem der größten Innovationsfonds in Europa zählen. Neue Investments außerhalb unseres Kerngeschäfts werden wir in Zukunft vorwiegend über DTCP tätigen. Neben den Venture Capital Investments mit Fokus auf die stetig wachsende Start-up-Szene wird DTCP seine Aktivitäten auch auf Private Equity Investments in etabliertere Unternehmen ausdehnen, um so die Zusammenarbeit zwischen sog. "OTT-Playern" und unserem Konzern voranzutreiben. Darüber hinaus wird DTCP Beratungsleistungen für unseren Konzern zu bestehenden Beteiligungen erbringen. DTCP verbindet die Stärken eines großen Konzerns mit der Expertise, Agilität und Flexibilität einer kleinen Investment-Gesellschaft und erweitert so das Spektrum unseres Konzerns erheblich.

An Innovationen beteiligten wir uns 2014 mit unserer Wagniskapitalfirma T-Venture. Seit der Gründung von T-Venture im Jahre 1997 haben wir insgesamt über 200 Minderheitsbeteiligungen erworben, als aktiver Investor diese Unternehmen in ihrer Weiterentwicklung unterstützt und zahlreiche Unternehmen gewinnbringend veräußert. Nach dem Start von DTCP wird T-Venture keine neuen Investments aus dem bestehenden Fonds mehr tätigen, das vorhandene Portfolio aber weiterhin managen und für Folgeinvestitionen in diesem Portfolio verantwortlich sein. Hierfür stehen in den nächsten Jahren über 100 MIO. € zur Verfügung. Daneben wird T-Venture wie bisher die Telekom Innovation Pool GmbH (TIP) unterstützen und Investitionen für hub:raum tätigen. T-Venture hält derzeit rund 100 Beteiligungen, von denen wir nachfolgend zwei vorstellen:

Racemi sorgt für höchste Effizienz bei der Migration von physischen Servern in die Cloud. Dabei verwendet Racemi Algorithmen, die die vollautomatisierte Migration von Betriebssystem, Applikations-Software und -Daten in die Cloud-Rechenzentrumsumgebung bei geringer Fehlerquote ermöglichen. Unsere Kunden können dabei von einer reibungslosen Server-Migration profitieren, die keine Server-Ausfallzeiten nach sich zieht. T-Venture hat sich neben anderen namhaften Investoren im Jahr 2014 an dem US-amerikanischen Unternehmen mit Sitz in Atlanta beteiligt.

ETA Devices, ein Spin-off des Massachusetts Institute of Technology (MIT), entwickelt Referenz-Designs, produziert und lizenziert eine innovative und chip-basierte Spannungswandlerarchitektur für die Anwendung in mobilen Endgeräten und Mobilfunk-Basisstationen. Spannungswandler, die größten Energieverbraucher in diesen Anwendungen, werden durch diese Technologie bei geringerer Größe um bis zu 70 % effizienter und für zukünftige mobile Kommunikationsstandards mit entsprechend steigenden Bandbreiten überhaupt erst kommerziell realisierbar. Wir sowie unsere Kunden profitieren durch ETA Devices somit einerseits von Kosteneinsparungen im Netzaufbau und -betrieb und andererseits von leistungsfähigeren, kompakteren Endgeräten mit höherer Batterielebensdauer. Zusätzlich erbringen wir einen Beitrag zum Klimaschutz durch den erheblich geringeren Energieverbrauch in ihrem Mobilfunknetz.

Die Telekom Innovation Pool GmbH (TIP) dient dazu, junge Unternehmen in unseren Konzern zu integrieren. Die TIP übernimmt auch konzerninterne Spin-offs - das sind Unternehmensbereiche, die als eigenständige Unternehmen ausgegründet werden.

Außerdem unterstützen wir gezielt Start-ups bei der Unternehmensgründung: mit unserem Inkubator hub:raum. Damit wollen wir die Vernetzung von Menschen und Kapital mit innovativen Geschäftsideen fördern und neue Geschäfte aufbauen. Mittlerweile ist hub:raum eine bekannte Größe in der Start-up-Szene. Daneben etabliert sich hub:raum auch auf internationaler Ebene, zum einen durch den Aufbau eines Programms zur gezielten Ansprache israelischer Start-ups und zum anderen durch die Eröffnung eines eigenen hub:raums in Krakau. Darüber hinaus ist hub:raum in 2014 mittels Partnerschaften in den wichtigsten westeuropäischen Start-up-Märkten vertreten wie z. B. London, Paris und Stockholm.

Patente

Die Bedeutung von Patenten in der Telekommunikationsbranche wächst beständig. Akteure und Aktionsfelder ändern sich und beeinflussen unsere IPR-Agenda (Intellectual Property Rights (IPR), zu Deutsch: Rechte am geistigen Eigentum). Dabei gilt es einerseits, die Handlungsfreiheit unseres Konzerns zu erhalten.

Andererseits wollen wir neben eigener Forschung und Entwicklung durch Kooperationen und Partnerschaften den Weg zu "Open Innovation" öffnen. Dafür sind Schutzrechte - national wie international - außerordentlich bedeutend. Wir widmen uns intensiv der Generierung eigener Rechte. Im Berichtsjahr konnten wir 196 Patente anmelden und verfügen damit über einen Gesamtbestand von rund 7 900 Schutzrechten (2013: rund 7 500).

Intensive Entwicklung und Bereinigung des IPR-Portfolios sichert die Werthaltigkeit des Bestands sowie den strategischen Fit mit den Stoßrichtungen unseres Konzerns. Ergänzend dazu trägt die professionelle Handhabung von patentjuristischen Aufgaben zur Stabilität unserer IPR-Assets bei. Wir sind darüber hinaus in Standardisierungsgremien tätig. Beim Management von Schutzrechten berücksichtigen wir Kosten-Nutzen-Aspekte durch selektive Anmeldung und stringentes Terminieren.

AUFWAND UND INVESTITIONEN IN FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Zu unseren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zählen produktvorbereitende Forschung und Entwicklung, wie z. B. die Suche nach alternativen Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleistungen. Nicht als Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfassen wir im Gegensatz dazu die Aufwendungen zur Entwicklung von System- und Anwender-Software, die zum Ziel hat, die Produktivität zu steigern und unsere Geschäftsprozesse effektiver zu gestalten. 2014 lag der Forschungs- und Entwicklungsaufwand für den Konzern mit 95,6 MIO. € nahezu auf Vorjahresniveau. Die Deutsche Telekom AG trägt als Konzernmutter einen Teil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Konzern. Hier liegt der Aufwand mit 60 MIO. € auf Vorjahresniveau (2013: 60 MIO. €).

Diese Kennzahl darf jedoch nicht losgelöst von unserem oben genannten Innovationsdreiklang betrachtet werden. Wir setzen bei unserem Innovationsdreiklang neben eigenen Entwicklungen auch auf Innovationen von außen sowie auf Start-up-Förderungen und Beteiligungen. In 2015 werden wir mit DTCP unser Investment-Engagement in den Bereichen Venture Capital und Technologie-Innovation deutlich ausbauen.

Die Investitionen des Konzerns in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte liegen bei 93,2 MIO. € und damit ebenfalls unter Vorjahresniveau. Schwerpunktmäßig betreffen diese Investitionen selbst erstellte Software, wobei der überwiegende Anteil auf unser operatives Segment Systemgeschäft entfällt. Für alle Projekte und Aktivitäten, die zu neuen Produkten und deren effizienterem Angebot an Kunden führen, arbeiteten im Berichtsjahr rund 2 900 Mitarbeiter (2013: rund 2 900). Die für unsere ergebnisorientierte Forschung und Innovation zuständigen T-Labs beschäftigen überwiegend Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen.

T 040 Aufwand und Investitionen in Forschung und Entwicklung in Mio. €

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Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 95,6 97,0 65,9 121,4 145,6
Investitionen in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 93,2 112,0 78,0 122,4 162,2

MITARBEITER

■ Umsetzung der Personalstrategie ■ Personalstrategie 2015 ■ Entwicklung des Personalbestands

Für weitere Informationen verweisen wir auf unsere weiteren Publikationen.

→ www.telekom.com/medien/publikationen

PERSONALSTRATEGIE

Stetiger Wandel prägt unser Geschäft. Daher stellen wir uns immer wieder die Frage, was wir heute tun müssen, um den Anforderungen von morgen gerecht zu werden. Leistungsstarke Führungskräfte, Mitarbeiter und Teams sind die Basis für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Wir wissen, dass nur zufriedene Mitarbeiter dauerhaft gute Leistungen erbringen. Gute Personalarbeit widmet sich daher gleichermaßen dem Erfolg der Mitarbeiter und des Unternehmens.

Die Aufgabe des Personalbereichs ist es, durch geeignete Maßnahmen und Initiativen die Umsetzung der Konzernstrategie zu unterstützen, um zum führenden Telekommunikationsanbieter in Europa zu werden. Dabei ist unser Handlungsspielraum durch unser externes sowie internes Umfeld geprägt. Es gilt, im hart umkämpften und oftmals stark regulierten ICT-Markt zu bestehen. Auch hoher Preisdruck zwingt uns, immer innovativer und noch effizienter zu werden. Darüber hinaus sind globale Trends einzubeziehen, die beträchtlichen Einfluss auf unsere Personalarbeit haben werden: die Digitalisierung, die Globalisierung, veränderte Normen und Werte, die demografische Entwicklung oder der Wandel zur Wissensgesellschaft. Zusätzlich berücksichtigen wir unser internes Wertegerüst wie unsere Sozialcharta, unseren Code of Conduct und unsere Leitlinien.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Unsere Personalstrategie greift dies alles auf und gibt die Richtung vor, sodass sich all unsere Human Resources (HR)-Bereiche auf dieselben Ziele konzentrieren können. Für das Jahr 2014 hatten wir fünf Schwerpunkte für unsere Personalarbeit erarbeitet, die unser HR-Leitbild konkretisieren: die HR Big 5.

HR Big 1 - Total Workforce geschäftsorientiert gestalten

HR Big 2 - Führungskompetenz und Leistungsorientierung ausbauen

HR Big 3 - Beschäftigungsfähigkeit der Belegschaft fördern

HR Big 4 - Umsetzungsfähigkeit im Unternehmen erhöhen

HR Big 5 - HR-Produkte einfach umsetzen

Mit welchen Maßnahmen wir unsere Personalstrategie auch im Berichtsjahr erfolgreich umgesetzt haben, stellen wir Ihnen nachfolgend beispielhaft vor - gegliedert nach den HR Big 5.

UMSETZUNG DER PERSONALSTRATEGIE HR BIG 1 - TOTAL WORKFORCE GESCHÄFTSORIENTIERT GESTALTEN

Eines der wichtigsten Themen - auch der nächsten Jahre - wird die Transformation unseres Konzerns sein. Die verschiedenen Facetten der Transformation, wie die notwendigen Anpassungen an unsere Geschäftsmodelle, eine auf Geschäftsbedarfe fokussierte Talententwicklung und die Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter, steuern wir über unsere Transformationsprogramme - etwa bei der T-Systems: In diesem Transformationsprogramm steigern wir die Profitabilität weiter, indem wir digitale Wachstumsfelder vorantreiben, unser ICT-Geschäft transformieren und gleichzeitig effizienter machen sowie unprofitables Geschäft stoppen. Deshalb ist auch ein komplexer Personalumbau notwendig. Innerhalb des Transformationsprogramms wurde der Personalbestand im Berichtsjahr sozialverträglich angepasst: Alle Beschäftigten, deren Arbeitsplatz weggefallen ist, unterstützt unser Konzern mit einer Vielzahl von Instrumenten zum Personalumbau und einem innovativen Veränderungs-Management für eine berufliche Neuorientierung. So konnten wir auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten und die neuen Geschäftsfelder mit qualifizierten IT-Experten aufbauen.

Insbesondere in den Wachstumsfeldern, wo neue Arbeitsplätze entstanden sind, haben wir in Deutschland unsere HR-Initiative "intern vor extern" erfolgreich umgesetzt. Ziel dieser Initiative ist es, bei der Besetzung von Stellen sowie bei einem möglichen Einsatz von externem Personal geeigneten internen Bewerbern, insbesondere aus Einheiten mit Personalüberhängen, den Vorzug zu geben. Allein im Berichtsjahr konnten wir auf diese Weise nahezu 600 gelungene konzerninterne Vermittlungen verzeichnen. Dies koordiniert und steuert unser zentraler Dienstleister für den Personalumbau, Vivento, der seit dem 1. April 2014 konzernintern unter dem Namen "Telekom Placement Services" agiert.

HR BIG 2 - FÜHRUNGSKOMPETENZ UND LEISTUNGSORIENTIERUNG AUSBAUEN

Die Kompetenzen unserer Führungskräfte und die Leistungsorientierung unserer Mitarbeiter sind für uns zwei wesentliche Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb. Daher haben wir unser Führungsmodell neu ausgerichtet und einheitliche, konzernweit gültige Führungsgrundsätze etabliert. Diese Aktivitäten bündeln wir in unserer HR-Initiative "Lead to win":

Auf Basis unserer neuen Führungsgrundsätze zur Zusammenarbeit ("Collaborate"), Innovation ("Innovate") und Leistungsförderung ("Empower to perform") sowie unserer Leitlinien haben wir 2014 unser Führungsmodell "Lead to win" eingeführt - zunächst für unser Top-Management. 2015 werden wir sukzessive weitere Management-Ebenen einbinden. "Lead to win" setzt im Kern auf einen kontinuierlichen Austausch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter zu Leistung und Entwicklung ("Performance Dialog"), eine direkte Verknüpfung zwischen Leistungsbeurteilung und Incentivierung ("Rewards") sowie auf persönliche Entwicklungspfade ("New Horizon").

HR BIG 3 - BESCHÄFTIGUNGSFÄHIGKEIT DER BELEGSCHAFT FÖRDERN

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Zur Umsetzung unseres strategischen Schwerpunkts "Beschäftigungsfähigkeit der Belegschaft fördern" tragen insbesondere zwei Stoßrichtungen bei:

Unsere HR-Initiative "Education 3.0" ist darauf ausgerichtet, das Know-how unserer Mitarbeiter auszubauen und Qualifizierung in Richtung der zukünftig stark nachgefragten Kompetenzen voranzutreiben.

Diversity-Maßnahmen, die die unterschiedlichen Aspekte von Vielfalt im Konzern unterstützen: Wir halten daran fest, die Frauenquote zu steigern und unsere Belegschaft internationaler zu machen. Mit Blick auf den demografischen Wandel setzen wir zudem auf ein ganzheitliches Demografie-Management - wir wollen die Beschäftigungsfähigkeit, insbesondere auch bei unseren älteren Mitarbeitern, sichern. Daneben fördern wir sie mit unterstützenden Maßnahmen im Rahmen des Work-Life-Managements für alle Lebensphasen, wie z. B. flexible Arbeitszeitmodelle, betriebliche Kinderbetreuung oder Freistellung bei familiären Notfällen. Diese Aktivitäten bündeln wir unter dem Titel "Demografie- und Work-Life-Management".

In unserer HR-Initiative zum Thema Qualifizierung - "Education 3.0" -geht es darum, das Bildungsangebot an den strategischen Kompetenzbedarfen des Konzerns auszurichten. Unsere Investitionen in Qualifizierung sollen sich auszahlen: Um den größtmöglichen Nutzen für unsere Mitarbeiter und unser Unternehmen sicherzustellen, verbinden wir deshalb alleinstehende Angebote von Ausbildung, Weiterbildung und Hochschule zu durchgängigen Bildungsketten. So ermöglichen wir es unseren Beschäftigten, ihre Kompetenzen ohne Reibungsverluste zu entwickeln. Im Berichtsjahr haben wir bereits Bildungsketten zu den strategischen Kompetenzbedarfen IT-Security, All IP und Big Data aufgebaut und dabei neue bedarfsorientierte Qualifizierungsmaßnahmen angestoßen. Mit dem Cyber Security Professional entwickeln wir z. B. gezielt IT-Experten unter unseren Auszubildenden und dualen Studenten zu Sicherheitsfachleuten weiter und begegnen so dem Fachkräftemangel in diesem wichtigen Geschäftsfeld. Zugleich setzen wir verstärkt auf moderne, digital unterstützte Lernmethoden, um den Anforderungen einer digitalen Arbeitswelt auch in der Qualifizierung gerecht zu werden.

Demografie- und Work-Life-Management.

Der Arbeitsmarkt wandelt sich. In einer Mehrgenerationen-Belegschaft werden Menschen verschiedener Altersgruppen mit unterschiedlichen Werten, Vorstellungen und Ansprüchen über einen deutlich längeren Zeitraum als bisher zusammenarbeiten. Dies bringt Herausforderungen mit sich. Um diesen zu begegnen, haben wir im Berichtsjahr weiter an unserem systematischen Demografie-Management gearbeitet und Maßnahmen für alle Alters- und Lebensphasen abgeleitet. Hierzu zählen Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge ebenso wie die Förderung von generationsübergreifenden Arbeitsteams. Außerdem wollen wir mit dem Fokus "Work-Life-Balance" unseren Mitarbeitern ermöglichen, Beruf und Privatleben in allen Lebensphasen noch besser in Einklang zu bringen. Beispielhaft steht hierfür die Förderung von Tandem-Stellen, bei denen sich zwei Beschäftigte in gemeinsamer Verantwortung einen Job teilen. Ferner konnten zahlreiche Führungskräfte im Rahmen eines Pilotprojekts unsere verschiedenen flexiblen Arbeitszeitmodelle und -formen selbst ausprobieren und so als Botschafter für diese Angebote agieren.

Frauenanteil.

Wir engagieren uns für einen höheren Frauenanteil im Management und führten bereits 2010 eine Quote für den Frauenanteil ein - mit dem Ziel, bis Ende 2015 weltweit mindestens 30 % der oberen und mittleren Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Ende 2013 hatten wir in Deutschland fast jede fünfte und weltweit jede vierte Funktion weiblich besetzt. Für das Jahr 2014 hat sich das Wachstum leicht abgeschwächt. Dieser Abschwung ist insbesondere auf Unternehmenszu- und -verkäufe im Berichtsjahr zurückzuführen. Diese Veränderungen kompensierten teilweise unsere Initiativen zur Förderung des Frauenanteils. Trotzdem wollen wir mittelfristig unser Ziel - 30 % Frauenanteil zu erreichen - über 2015 hinaus verstetigen. Mit einer höheren Partizipation von Frauen in Führung erreichen wir einen tiefgreifenden Kulturwandel im Unternehmen im Hinblick auf vielfältigere Teams. Von Anfang an haben wir unser Programm zur Umsetzung der Frauenquote weltweit entlang der gesamten Talent-Pipeline gesteuert, d. h. an allen Einstiegs- und Auswahlpunkten von der Einstellung über die Quotierung von Führungskräfte-Entwicklungsprogrammen und Auswahl-Assessments den Frauenanteil gemessen und uns Ziele zur Erhöhung gesetzt.

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen entwickelt sich seit 2010 insgesamt positiv: Er stieg konzernweit von 19 % im Februar 2010 auf 25,6 % im Dezember 2014. Auch in unseren Aufsichtsräten haben wir den Frauenanteil seit 2010 erhöht, wobei wir insbesondere bei den Arbeitnehmervertretern einen deutlichen Anstieg zu verzeichnen haben: 2010 betrug der weibliche Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern in Deutschland 17,7 %, im Dezember 2014 lag er bei 28,1 %. Einen ebenso positiven Effekt haben wir im selben Zeitraum bei den Arbeitgebervertretern unserer internationalen Aufsichtsräte erzielt: Der weibliche Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern stieg von 7,4 % auf 22,6 %. Darüber hinaus zählen wir zu den wenigen DAX-Konzernen, bei denen schon seit einigen Jahren eine Frau einen Vorstandsposten innehat. Im internationalen Management-Team unterhalb des Konzernvorstands, dem Business Leader Team, steigerten wir den Frauenanteil von zwei (Februar 2010) auf acht von 55 Mitgliedern (Dezember 2014).

Zu den wichtigsten Diversity- und Frauenförderungsmaßnahmen im Berichtsjahr zählen die Verbesserung der Sichtbarkeit unserer Talente über die Grenzen der Segmente hinaus und unser Programm zur Qualifizierung von Kandidaten für Aufsichtsratsfunktionen. Mit Talents@Telekom haben wir eine eigene Plattform eingerichtet: Hier können unsere Personalmitarbeiter auf Profile aus anderen Konzern-Bereichen zugreifen und die Mitarbeiter im Falle von Vakanzen aktiv ansprechen. Im vierten Quartal 2014 haben wir ein Schulungsprogramm gestartet, um einen Pool von potenziellen Aufsichtsratsvertreterinnen für unsere Beteiligungsgesellschaften zu schaffen: Rund 250 Sitze sind in den internen Aufsichtsratsgremien des Konzerns regelmäßig neu zu vergeben. Aktuell liegt der Frauenanteil dabei bei fast 25 %. Grund genug für das Unternehmen, ein gezieltes Vorbereitungsprogramm unter Beteiligung aller Unternehmensbereiche ins Leben zu rufen. Noch in 2014 haben daran 29 Managerinnen aus unterschiedlichen Ländern teilgenommen. Eine weitere uns wichtige Maßnahme war 2014 die gezielte Ansprache von Frauen: z. B. mit unserem "women special' in unserem Internet-Auftritt, mit internen und externen Anzeigen sowie mit unserer Präsenz auf frauenspezifischen Messen wie z. B. der femtec. Darüber hinaus arbeiten wir verstärkt mit unseren internen Frauen-Netzwerken zusammen, die zusätzlich interessierte und ambitionierte Frauen ansprechen, u. a. mit Job-Newslettern.

G 50 Frauen im mittleren und oberen Management in %

HR BIG 4 - UMSETZUNGSFÄHIGKEIT IM UNTERNEHMEN ERHÖHEN

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Wachsende Arbeitsmengen und -inhalte lassen die Anforderungen stetig steigen. Daher ist eine hohe Flexibilität nötig - auf individueller und organisatorischer Ebene. Unsere Beschäftigten unterstützen wir mit zukunftsweisenden Methoden und Tools, sich schnell auf veränderte Anforderungen einzustellen. Moderne Arbeitsplätze, Arbeitszeitmodelle und Arbeitsformen bilden den Rahmen für unser Konzept der flexiblen Arbeitswelten, das wir 2014 ebenfalls weiter ausgebaut haben. Damit fördern wir die Zusammenarbeit und stärken die Innovationskraft in unserem Konzern. Das Thema Umsetzungsfähigkeit gehen wir mit zwei HR-Initiativen an: "Shareground" und "Future Work".

Mit "Shareground" haben wir in 2013 eine Initiative für Kulturwandel gestartet, die mittlerweile eine Reihe von hochkarätigen Projekten hervorgebracht hat. Die durch Shareground vermittelten neuen Arbeitsmethoden und Formen der Zusammenarbeit sowie innovative Lernformate steigern die Transformationsfähigkeit in unserem Unternehmen und erhöhen den Erfolg von Veränderungsprojekten. Daneben fördert Shareground eine Innovationshaltung der Mitarbeiter, die sich konsequent am Kundennutzen orientiert. Zudem hilft Shareground dabei, das neue Führungsverständnis in unserem Konzern sowie Kulturinnovationen mit Schwerpunkt Transformation umzusetzen.

Ein Beispiel dafür war der Magenta MOOC, der erste "Massive Open Online Course" eines deutschen DAX-Unternehmens. MOOCs sind eine durch das Internet vermittelte Fernlerntechnik, deren Kern Videovorlesungen renommierter Wissenschaftler und herausragender Experten bilden, die durch interaktive Aufgaben und Gruppendiskussionen angereichert werden. Der Magenta MOOC war ein konzernweit zugänglicher Online-Kurs, der die virtuelle Zusammenarbeit im Konzern in den Mittelpunkt stellte. Das Thema des MOOCs lautete 2014 "Teile deinen Unternehmergeist". Er hat zwischen April und Juli 2014 stattgefunden: Über 3 600 Mitarbeiter aus 27 Ländern haben daran teilgenommen. In interdisziplinären bereichsübergreifenden Teams wurden mithilfe agiler Methoden innovative kundenfokussierte Lösungen entwickelt, die aus Transformationstrends, Kundenbedürfnissen und Einfachheitsstrategien abgeleitet wurden. Daraus entstanden 100 Geschäfts- und Produktideen.

Die Shareground Simplicity-Angebote richten sich an Führungskreise, Teams und Mitarbeiter mit dem Ziel, Einfachheit als grundlegendes Prinzip des Arbeitens zu verankern und entsprechende Techniken im eigenen Führungs- und Arbeitskontext anzuwenden. Im Ergebnis wurden z. B. Produkt-Portfolios, kundenrelevante Prozesse oder interne Abläufe vereinfacht. 2014 nutzten fast 750 Kollegen diese Angebote.

Eine in die tägliche Arbeit eingebundene Qualifizierung zu aktuellen Geschäftsherausforderungen und -schwerpunkten bieten die Shareground Business Labs. Sie vermitteln in ausgewählten Top-Transformationsprojekten nutzerzentrische Arbeitsmethoden und machen sie nutzbar für den jeweiligen Arbeitskontext. Im Berichtsjahr haben wir so 55 Projekte durchgeführt.

Unter dem Namen "Future Work" subsumieren wir die Gestaltung der Arbeitswelt. Dabei geht es uns um die Attraktivität als Arbeitgeber und um effektives Arbeiten unter sich ändernden Arbeitsbedingungen. Wir wollen ein optimales Zusammenspiel von Büroorganisation, IT-Infrastruktur sowie Arbeits- und Führungskultur - denn auch moderne, auf Eigeninitiative und Unternehmertum setzende Führung ist Bestandteil der Arbeitswelt. Unsere Belegschaft soll eine moderne Arbeitsatmosphäre erleben, die eine effiziente Zusammenarbeit fördert und Raum für Kreativität schafft. Wie künftig Büroarbeit in unserem Unternehmen aussehen soll, haben wir 2014 in einem Rahmenwerk zu Future Work festgelegt, das auf vier Grundsätzen basiert: "offene Bürowelten unterstützen die bereichsübergreifende Zusammenarbeit", "ein neuer Führungsstil basiert auf dem Prinzip der Eigenverantwortung", "das Teilen und die freie Wahl von Arbeitsplätzen fördert die Kommunikation und optimiert die Anzahl von Arbeitsplätzen" und "mobiles Arbeiten ermöglicht eine flexible Arbeitsgestaltung".

HR BIG 5 - HR-PRODUKTE EINFACH UMSETZEN

In unserem fünften Schwerpunkt geht es darum, die operative HR-Arbeit weiter zu verbessern und fortlaufend entlang der Geschäftsbedarfe auszurichten. Darüber hinaus wollen wir die für HR-Prozesse genutzte IT weiter harmonisieren, vereinfachen und integrieren. Im Rahmen von zwei HR-Initiativen setzen wir diese Ziele um: "Bereinigung des HR-Produkt-Portfolios" und "HR Suite/One.HR".

Bei der Initiative "Bereinigung des HR-Produkt-Portfolios" optimieren wir unser HR-Angebot, das sich in eine Vielzahl verschiedener HR-Produkte untergliedert, laufend weiter. Dabei wollen wir auf der einen Seite eine möglichst hohe Standardisierung des Produkt-Portfolios erreichen und auf der anderen Seite den aktuellen Geschäftserfordernissen Rechnung tragen. Seit Projektbeginn im Jahr 2013 konnten wir unser Produkt-Portfolio in Summe um 5 % reduzieren. Dieses Ergebnis erzielten wir, indem wir durch Standardisierung einen Abbau realisieren konnten, gleichzeitig aber Freiräume für die Einführung neuer, moderner HR-Produkte geschaffen haben.

Die Vereinheitlichung unserer HR-IT-Systeme über die Initiative "HR Suite/One.HR" war im Berichtsjahr ebenfalls ein Schwerpunktthema. Mit dem Roll-out des IT-Systems "HR Suite" werden konzernweite HR-Prozesse verknüpft und in einem gemeinsamen IT-System unterstützt. Im Fokus stehen dabei u. a. die Prozesse für die Rekrutierung und die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter. Die Grundlage für die erfolgreiche Verknüpfung verschiedener HR-IT-Systeme bildet ein einheitliches, standardisiertes Stammdatensystem, das unter der Bezeichnung "One.HR" umgesetzt wird. Das Projekt besteht aus einem nationalen und einem internationalen Teil. In beiden Projekten haben wir 2014 die Standardisierung verschiedener IT-Systeme durchgeführt und werden auch 2015 weitere Standardisierungen vornehmen.

Auszeichnungen

Ob faire, soziale und nachhaltige Personalpolitik, innovative Karriere-Webseiten oder vorbildliches Gesundheits-Management: Unsere Personalarbeit ist auch 2014 vielfach ausgezeichnet worden. Insgesamt hat unser HR-Bereich im Berichtsjahr 30 Auszeichnungen und Preise erhalten, national und international.

→ Die komplette Übersicht dazu finden Sie hier: www.telekom.com/arbeitgeberauszeichnungen

Nachfolgend wollen wir Ihnen einige wichtige Auszeichnungen und Preise vorstellen:

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

2014 haben wir erneut den HR Excellence Award gewonnen. In der Kategorie "Personaldiagnostik" überzeugte unser Projekt "AppSelect - Personaldiagnostik in der digitalen Welt". AppSelect ist die erste professionelle, in die HR-IT-Systemlandschaft integrierte iPad App für Assessment Center nach DIN-Standard.

Dass wir mit unserem "Tandem-Modell" innovative Wege gehen, wenn es darum geht, den Übergang in den Ruhestand zu flexibilisieren, honorierte die gemeinnützige GmbH Beruf und Familie mit einer Auszeichnung im Ideenwettbewerb "Arbeit und Alter".

Weil wir vorbildlich gesundheitsorientiert agieren und zu den gesündesten Unternehmen Deutschlands zählen, zeichneten uns Handelsblatt, TÜV Süd und das Forschungsunternehmen EuPF Research Sustainable Management mit dem "Corporate Health Award" aus.

Das Arbeitgeber-Institut in Polen prämierte unsere Mobilfunk-Tochter T-Mobile Polska zum fünften Mal in Folge für die beste Arbeitspolitik im Land mit der "Top Employers Institute's Certification".

Die ungarische Akademie der Wissenschaften verlieh unserer Magyar Telekom Gruppe den Sonderpreis "Familienfreundlichster Betrieb".

Weitere Auszeichnungen erhielten wir für unseren "Blind Applying"-Ansatz (Trendence Innovation Award) und die "Equal Pay Day"-Kampagne, bei der wir zur Prüfung unserer Entgeltstrukturen erfolgreich an der Logib-D-Beratung und dem Entgelt-Check teilnahmen. Unsere innovative Karriere-Webseite und mobilen Recruiting-Kanäle errangen in der APRIORI-Studie den zweiten Platz; erneut Zweiter wurden wir auch mit unseren Online-Karriereauftritten in der Online Talent Communication-Studie 2014.

Mitarbeiterzufriedenheit.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Unser Ansehen als attraktiver Arbeitgeber wächst weiter. Auch intern stellen uns unsere Mitarbeiter gute Zeugnisse aus. Die jüngste - und seit 2005 fünfte - Mitarbeiterbefragung für den Gesamtkonzern wurde 2012 durchgeführt: In 27 Ländern und 18 Sprachen haben wir rund 195 000 Mitarbeiter dazu eingeladen, uns Rückmeldungen zu geben. Weltweit beteiligten sich fast 150 000 Beschäftigte, eine Quote von 76 %. Zusätzlich wird regelmäßig mit Pulsbefragungen das Mitarbeiter-Feedback eingeholt. Durchgängig hohe Beteiligungsquoten belegen das große Interesse und das wachsende Engagement der Mitarbeiter, unseren Konzern aktiv mitzugestalten. Die Ergebnisse solcher Befragungen - zuletzt in 2014 anhand der Pulsbefragung gemessen - liegen weiterhin auf einem hohen Niveau. Die nächste Mitarbeiterbefragung werden wir im April/Mai 2015 konzernweit durchführen.

PERSONALSTRATEGIE 2015

Wenn es darum geht, die strategischen Schwerpunkte unserer Personalarbeit zu setzen und sie im Detail auszugestalten, ist unsere Konzernstrategie "Leading European Telco" auch weiterhin maßgebend. Als Richtschnur definiert sie anspruchsvolle Unternehmensziele, die wir darüber erreichen, dass alle Mitarbeiter heute und in Zukunft exzellente Leistungen und Ergebnisse erbringen. Was unsere Personalstrategie daher trägt und prägt, ist unser Leitbild "Leading People For Leading Telco": Mit herausragenden Leistungen unserer Mitarbeiter wollen wir das Fundament dafür legen, dass die Produktivität und Innovationsstärke unseres Konzerns weiter steigt und wir zum führenden Telekommunikationsanbieter in Europa werden. Diesen Anspruch untermauern wir mit unseren strategischen Schwerpunkten - den HR Big 1 bis 4 - für 2015.

HR Big 1 - Transformation der Belegschaft gestalten.

Wir wollen unsere Geschäftsmodelle schneller weiterentwickeln, als es der Wettbewerb tut. Daher investieren wir kontinuierlich in den Ausbau der Fähigkeiten und Kenntnisse unserer Belegschaft, z. B. im Rahmen der Qualifizierung auf offene Stellen, der strategischen Weiterbildung oder der Qualifizierung zur Substitution von Leih- und Zeitarbeitskräften. Denn die Qualifizierung von Mitarbeitern in marktfähige, zukunftsorientierte Skills ist ein wesentliches Element beim Personalumbau. Bei dieser Aufgabe unterstützt uns in Deutschland unser zentraler Dienstleister für den Personalumbau, Vivento, der konzernintern unter dem Namen "Telekom Placement Services" agiert. Das Ziel des internen Personaldienstleisters ist klar beschrieben: Mitarbeitern dauerhafte Beschäftigungsperspektiven genau dort im Konzern zu erschließen, wo ihr Know-how benötigt wird.

HR Big 2 - Talente und strategische Kompetenzen entwickeln.

Innovation ist wesentlicher Teil unserer Marke: Hier heben wir uns vom Wettbewerb ab. Wir arbeiten im Konzern ständig an Neuem - an unseren Prozessen und Produkten und daran, wie unsere Kunden uns erleben. Grundlegende Voraussetzung dafür, dass wir im internationalen Wettbewerb erfolgreich bleiben, ist die entschlossene Förderung unserer Talente sowie die gezielte Identifikation und Entwicklung von strategisch relevanten Fertigkeiten und Kompetenzen - etwa zur Erschließung von Wachstumsfeldern wie Cloud, Big Data, Cyber Security, Intelligent Networks oder neuer Märkte in den Bereichen Gesundheit, Energie und Automobil.

HR Big 3 - Führungskompetenz & Leistungsorientierung ausbauen.

Gemeinsam wollen wir Ergebnisse erzielen, die uns stolz machen. Darum gilt es auch in 2015, Führungskräften wie Mitarbeitern Leistungsentfaltung zu ermöglichen und Führungskompetenzen gezielt weiterzuentwickeln. In das im Jahr 2014 gestartete Programm "Lead to win", das konzernweit verbindliche Führungsgrundsätze - unsere "Leadership Principles" - umfasst, werden wir weitere Führungskräfteebenen einbinden. Die Führungsgrundsätze adressieren die Kompetenzfelder Zusammenarbeit, Innovation und Leistungsförderung. Unsere Führungskräfte sind hier u. a. gefordert, die Innovationspotenziale innerhalb der Mitarbeiterschaft zu identifizieren und zu heben und eine Arbeitskultur zu schaffen, in der der Status quo und das eigene Verhalten immer wieder infrage gestellt werden, in der es keine Angst vor Fehlern gibt und in der mutig für Ideen eingetreten und für sie mit Leidenschaft gekämpft wird.

HR Big 4 - gemeinsame Kultur und Zusammenarbeit fördern.

Unser Anspruch ist es, eine effektive, übergreifende Zusammenarbeit in unserem Unternehmen zu unterstützen. Deshalb fördern wir den konzernweiten Austausch von Wissen und Erfahrung. Das machen wir z. B. über internationale Jobrotation von Experten und temporäre Austauschprogramme. Unsere Mitarbeiter lernen so bereichsübergreifende Zusammenhänge kennen und fördern ihre sozialen Kompetenzen durch den Umgang mit neuen Kollegen und fremden Kulturen. Sie tragen wertvolle Informationen und Ideen in ihre Bereiche zurück. Im Ergebnis wird die gegenseitige Unterstützung noch einfacher und effektiver. Damit mobilisieren wir unsere Vielfältigkeit und setzen unsere volle Innovationskraft frei.

ENTWICKLUNG DES PERSONALBESTANDS

Der Mitarbeiterbestand des Konzerns lag leicht unter dem Niveau des Jahresendes 2013. Innerhalb unserer Segmente zeichneten sich zum Teil gegenläufige Effekte ab: Im operativen Segment Deutschland erhöhten wir 2014 gegenüber dem Vorjahr den Personalbestand durch den Aufbau von Personal im Wesentlichen für den Aus- und Umbau unserer "Netze der Zukunft" um 3,0 %. Der Anstieg der Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment USA um 7,0 % im Berichtsjahr ist auf die Gewinnung zusätzlicher Kräfte im Einzelhandel und Kunden-Service zur Betreuung der vergrößerten Kundenbasis zurückzuführen. In unserem operativen Segment Europa reduzierte sich der Mitarbeiterbestand gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 2,4 %. Die Entwicklung ist durch gegenläufige Effekte geprägt: Zum einen reduzierte sich der Bestand an Mitarbeitern durch die Veräußerung der Anteile an der Euronet Communications in den Niederlanden. Ferner trugen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in einigen Ländern unseres operativen Segments, u. a. in Rumänien, in Kroatien und in Ungarn, zu einem Rückgang bei. Zum anderen stieg die Mitarbeiterzahl infolge der Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe seit dem 30. Mai 2014 sowie durch Zuwächse infolge des Personalumbaus in Griechenland. In unserem operativen Segment Systemgeschäft sank die Mitarbeiteranzahl um 3,6 %, v. a. aufgrund von Personalumbaumaßnahmen im Inland. In unserem Segment Group Headquarters & Group Services sank die Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Jahresende 2013 um 10,7 %. Grund für den Rückgang waren v. a. die Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe sowie der Personalumbau.

MITARBEITERSTATISTIK

T 041 Entwicklung des Personalbestands

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Mitarbeiter im Konzern   31.12.2014 31.12.2013b 31.12.2012b 31.12.2011 31.12.2010
GESAMT   227 811 228 596 229 686 235 132 246 777
davon: Deutsche Telekom AG   28 569 29 577 30 637 33 335 35 855
davon: Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis)   19 881 20 523 21 958 23 516 25 570
Operatives Segment Deutschland   68 754 66 725 67 497 69 574 70 902
Operatives Segment USA   39 683 37 071 30 288 32 868 37 760
Operatives Segment Europa   51 982 53 265 57 937 58 794 63 338
Operatives Segment Systemgeschäft   47 762 49 540 52 106 52 170 51 742
Group Headquarters & Group Services   19 631 21 995 21 858 21 726 23 035
GEOGRAFISCHE VERTEILUNG            
Deutschland   114 749 116 643 118 840 121 564 123 174
International   113 061 111 953 110 846 113 568 123 603
davon: Übrige EU   63 032 63 939 63 244 64 257 68 941
davon: Europa außerhalb EU   3 127 3 238 9 422 9 736 9 991
davon: Nordamerika   40 346 37 856 31 037 33 511 38 467
davon: Übrige Welt   6 556 6 920 7 143 6 064 6 204
PRODUKTIVITÄTSENTWICKLUNGa            
Konzernumsatz je Mitarbeiter Tsd. € 275 262 250 244 247

a Berechnung auf Basis der Mitarbeiter im Durchschnitt.
b Werte der Vorjahresperioden des operativen Segments Europa sowie des operativen Segments Systemgeschäft wurden angepasst.

T 042 Personalaufwand in Mrd. €

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    2014 2013 2012 2011 2010
Personalaufwand im Konzern   14,7 15,1 14,7 14,8 15,1
Sondereinflüssea   0,9 1,4 1,2 1,2 1,0
Personalaufwand im Konzern (bereinigt um Sondereinflüsse)   13,8 13,7 13,5 13,6 14,1
Konzernumsatz   62,7 60,1 58,2 58,7 62,4
BEREINIGTE PERSONALAUFWANDSQUOTE % 22,0 22,7 23,2 23,1 22,5
PERSONALAUFWAND DER DEUTSCHEN TELEKOM AG NACH HGB   2,8 3,1 3,3 3,4 3,4

a Aufwendungen für Personalmaßnahmen.
→ Für Details hierzu verweisen wir auf das Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns".

BESONDERE EREIGNISSE NACH SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES

Erwerb von Spektrumlizenzen.

Informationen zu der am 29. Januar 2015 abgeschlossenen Auktion zur Frequenzvergabe in den USA finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld".

Vereinbarung über den Verkauf unseres Joint Ventures EE.

Am 5. Februar 2015 haben wir und der französische Telekommunikationsanbieter Orange mit der britischen BT eine Vereinbarung über den Verkauf des Joint Ventures EE geschlossen. Nach Vollzug der Transaktion zu einem vereinbarten Kaufpreis von 12,5 MRD. GBP wird die Deutsche Telekom mit einem Anteil von rund 12 % größter Aktionär von BT werden. Abhängig vom Aktienkurs von BT sowie weiteren Faktoren beim Vollzug der Transaktion können wir neben dem 12 %-Anteil an BT auch eine Barkomponente erhalten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der BT-Aktionäre sowie der zuständigen Behörden. Mit dem Abschluss der Transaktion wird vor Ende März 2016 gerechnet. Das zum Segment Group Headquarters & Group Services gehörende Joint Venture EE wurde zum 31. Dezember 2014 innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen.

PROGNOSE¹

KONJUNKTURERWARTUNGEN

Sollte es nicht zu einer deutlichen Verschärfung der geopolitischen Krisenherde oder zu einer erneuten europaweiten Staatsschulden- und Bankenkrise kommen, gehen wir davon aus, dass sich die Expansion der Weltwirtschaft im Laufe der Jahre 2015 und 2016 wieder beschleunigt. Für unsere Kernmärkte fällt der konjunkturelle Ausblick wie folgt aus:

Für Deutschland wird mit einem moderaten Wachstum in den kommenden Jahren gerechnet. Die Lage am Arbeitsmarkt dürfte angesichts der positiven Rahmenbedingungen stabil bleiben.

Für die US-Volkswirtschaft werden Wachstumsraten von über 3 % pro Jahr erwartet. Die Situation am Arbeitsmarkt wird sich - gestützt durch die volkswirtschaftliche Expansion - weiter verbessern.

Für die Kernländer in unserem operativen Segment Europa erwartet man mehrheitlich positive Wachstumsraten der Volkswirtschaften für die Jahre 2015 und 2016. Trotz der wirtschaftlichen Dynamik werden wir auf den jeweiligen Arbeitsmärkten jedoch erst mittelfristig positive Effekte sehen. Ein Grund dafür ist der nachlaufende Charakter der Erholung des Arbeitsmarkts. Ein anderer Grund ist die hohe strukturelle Arbeitslosigkeit. Die wirtschaftliche Erholung in Griechenland kann durch ein deutliches Abweichen von der mit der Troika vereinbarten Staatshaushaltspolitik belastet werden.

T 043 Prognose für die Entwicklung des BIP und der Arbeitslosenquote in unseren Kernmärkten für 2015 und 2016 in %

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  BIP 2015 gegenüber 2014 BIP 2016 gegenüber 2015 Arbeitslosenquote 2015 gegenüber 2014 Arbeitslosenquote 2016 gegenüber 2015
Deutschland 1,5 1,5 6,8 6,8
USA 3,6 3,3 5,5 5,3
Griechenland 2,6 2,4 24,6 22,9
Rumänien 3,2 3,4 4,5 4,3
Ungarn 2,5 2,6 6,9 6,9
Polen 3,6 3,8 11,5 11,0
Tschechische Republik 2,8 2,9 7,2 6,9
Kroatien 0,8 1,8 19,6 19,3
Niederlande 1,4 1,4 8,0 7,9
Slowakei 3,2 3,6 12,9 12,0
Österreich 1,3 2,1 4,9 4,8
Großbritannien 2,7 2,4 2,5 2,2

Quelle: Oxford Economics, Stand Januar 2015.

MARKTERWARTUNGEN DEUTSCHLAND

Für 2015 und 2016 gehen wir in Deutschland von einem weiterhin rückläufigen Telekommunikationsmarkt aus. Grund dafür ist neben dem intensiven Wettbewerb das geänderte Nutzungsverhalten der Kunden: Sie verlagern ihre Kommunikation in soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ oder in IP-Messaging-Angebote wie WhatsApp. Nach Einschätzung des Branchenverbands BITKOM werden die Umsätze im deutschen Markt für Informations- und Telekommunikationstechnologie nur leicht um 0,6 % auf 154,3 MRD. € wachsen. Die Geschäfte mit Datentechnik, Software und Dienstleistungen sollen anziehen und die Einnahmen mit Telekommunikation und Unterhaltungselektronik zurückgehen.

Nach wie vor sinken die klassischen Sprachumsätze in Festnetz- und Mobilfunk-Markt, v. a. weil die Sprachtelefonie mit anderen Telekommunikationsprodukten in Form von Flatrates gebündelt wird. Der Kampf um den Kunden mit innovativen, attraktiven integrierten Produkten aus Festnetz und Mobilfunk sowie partnerschaftlich organisierten Angeboten wird für die Wettbewerbsposition immer wichtiger.

Auch bei den Serviceumsätzen im Mobilfunk-Markt gehen wir von einem weiteren preisbedingten Rückgang in den nächsten zwei Jahren aus. Hinzu kommt, dass überwiegend kostenfreie IP-Messaging-Angebote SMS-Textnachrichten weiter ersetzen. Zu erwartende regulatorisch bedingte Preissenkungen verstärken den rückläufigen Umsatztrend, wie z. B. Preisabsenkungen im Rahmen der nationalen Terminierung im Dezember 2014 und die mögliche Abschaffung des EU-Roamings Ende 2015. Verstärkt machen bei der Gestaltung von Tarif-Portfolios das integrierte Datenvolumen und die Geschwindigkeit den Unterschied zu Wettbewerbern aus; zudem werden Sprach- und Messaging-Dienste zunehmend in Form von Flatrates angeboten.

Im Festnetz-Breitband-Markt gehen wir davon aus, dass das Wachstum der Kabelnetz-Betreiber anhalten wird. Ein Wachstum erwarten wir v. a. in Marktsegmenten wie TV, IT durch Cloud Services, M2M, mobiles Bezahlen und Cyber Security. Bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen steigt die Nachfrage nach integrierten Telekommunikationsprodukten weiter, insbesondere im Bereich der sicheren Datenübertragung u. a. durch Cloud-Anwendungen. Um diese Wachstumschancen nutzen zu können, investieren die Telekommunikationsunternehmen in moderne breitbandige integrierte Netze, Netzkonzepte und -kapazitäten, IT sowie in Innovationen und Partnerschaften.

USA

Der US-amerikanische Mobilfunk-Markt ist weiterhin von intensivem Wettbewerb zwischen den bedeutendsten Mobilfunk-Anbietern gekennzeichnet. Entscheidende Faktoren für den Wettbewerb auf dem US-amerikanischen Mobilfunk-Markt sind u. a. dynamische Preisanpassungen, Marktsättigung im Bereich Sprach-, Service- und Produktangebote, Kundenerlebnis, Netzqualität, Entwicklung und Einsatz von Technologien, Verfügbarkeit von Spektrumlizenzen sowie regulatorische Veränderungen. Besondere Kennzeichen des Postpaid-Mobilfunk-Markts in den USA sind Ratenzahlung für Endgeräte sowie die Möglichkeit für Kunden, sich nur für einen Mobilfunk-Dienst zu entscheiden, ohne gleichzeitig ein Endgerät erwerben zu müssen. Durch diese Tarife können die Anbieter den Endgeräteumsatz sofort erfassen und so den überwiegenden Teil der Endgerätekosten abdecken. Darüber hinaus sind die Datendienste nach wie vor ein Wachstumstreiber, und für die Jahre 2015 und 2016 ist davon auszugehen, dass trotz der hohen Wettbewerbsintensität der US-amerikanische Mobilfunk-Markt aufgrund der Entwicklung bei den breitbandigen mobilen Datendiensten weiter wachsen wird und die großen Mobilfunk-Anbieter weiter in die Netze investieren können.

EUROPA

Unsere europäischen Märkte - ohne Deutschland - sind geprägt von hartem Wettbewerb zwischen Marktteilnehmern aus der klassischen Telekommunikationsbranche, alternativen Breitband-Anbietern wie Kabel- und Glasfasernetz-Betreibern sowie Anbietern von Internetbasierten Diensten wie Kurznachrichten (z. B. WhatsApp) und Internet-TV (z. B. Watchever). Auch für die nächsten zwei Jahre sehen wir eine Ausweitung des Wettbewerbs und weitere Konsolidierungen im Telekommunikationsmarkt. Trotz erster Anzeichen einer Preiserholung in einzelnen Märkten hat dies eine aggressive Preisgestaltung zur Folge mit Flatrate- und/oder reinen SIM-only-Angeboten.

In den meisten unserer europäischen Märkte gehen wir davon aus, dass sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen verbessern werden. Ein Anstieg des BIP wird sich erfahrungsgemäß jedoch erst mittelfristig im Umsatzwachstum niederschlagen. Wir befürchten, dass Regierungen einiger europäischer Länder ihre Finanzsituation weiter verbessern wollen und daher fiskalpolitisch in den Telekommunikationsmarkt eingreifen: Zum Beispiel hat die Kroatische Regierung im Geschäftsjahr 2014 eine Verdreifachung der Frequenzgebühren beschlossen. Darüber hinaus erwarten wir, dass Entscheidungen nationaler Regulierungsbehörden und der Europäischen Union die Märkte auch zukünftig unter Druck setzen und den Umsatz im Mobilfunk negativ beeinflussen werden.

Insgesamt gehen wir in den einzelnen Ländern unseres operativen Segments Europa für die nächsten beiden Jahre davon aus, dass die Umsätze im Telekommunikationsmarkt weniger stark zurückgehen. Dieses resultiert zum einen aus dem im Vergleich zu den Vorjahren geringeren Rückgang der Terminierungsentgelte und zum anderen aus der, insbesondere in Osteuropa, stark zunehmenden Smartphone-Penetration mit mobilem Breitband sowie im Festnetz-Markt aus einer wachsenden Anzahl an Breitband- und Pay-TV-Anschlüssen. Ab 2017 erwarten wir eine Stabilisierung der Umsätze im Telekommunikationsmarkt in unseren Ländern.

SYSTEMGESCHÄFT

Auch wenn die erwartete Erholung der Weltwirtschaft ausbleiben sollte, gehen wir davon aus, dass sich der Wachstumstrend im ICT-Markt in den kommenden beiden Jahren wieder verstärken wird. Der ICT-Markt wird unseres Erachtens geprägt sein durch die Digitalisierung, den anhaltenden Kostendruck und den starken Wettbewerb. Die Digitalisierung führt zu einer höheren Nachfrage nach Lösungen aus den Bereichen Cloud Services, Big Data, intelligente Netzdienstleistungen wie Industrie 4.0, Internet der Dinge und M2M sowie der Mobilisierung von Geschäftsprozessen.

Wir gehen davon aus, dass sich die ICT-Märkte in unseren beiden Marktsegmenten unterschiedlich entwickeln werden:

Telekommunikation: Eine Reihe von Faktoren führt zu neuen Herausforderungen im hart umkämpften Telekommunikationsmarkt. Der innovative Wandel, die hohe Wettbewerbsintensität, der anhaltende Preisverfall sowie Eingriffe der staatlichen Regulierungsbehörden haben einen stetigen Marktrückgang zur Folge, auch wenn das Geschäft mit mobilen Datendiensten in den nächsten Jahren weiter wachsen wird.

IT-Dienstleistungen: Nach einem nur leichten Wachstum des Markts für IT-Dienstleistungen im Berichtsjahr rechnen wir für die Folgejahre wieder mit einer deutlichen Erholung. Der Markt für IT-Dienstleistungen ist jedoch einem starken Wandel unterworfen. Gründe dafür sind die fortschreitende Standardisierung, die Nachfrage nach intelligenten Dienstleistungen, die Veränderungen im Outsourcing-Geschäft durch Cloud Services und neue Herausforderungen durch Themen wie ICT-Sicherheit, Big Data und die wachsende Mobilität. Das traditionelle ICT-Geschäft wird aufgrund des Preiswettbewerbs nur noch leicht wachsen, während man bei neuen Themen wie Cloud Services, Mobilität und Cyber Security von bis zu zweistelligen Wachstumsraten ausgeht. Wir werden also weiterhin verstärkt in Wachstumsmärkte, wie z. B. Cloud Services, Cyber Security und intelligente Netzlösungen für die Gesundheitsbranche oder die Automobilindustrie, investieren.

GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNS

Deutsche Telekom auf Wachstumskurs.

Auf unserem Kapitalmarkttag in Bonn Ende 2012 hatten wir als Ziel ausgegeben, ab 2014 auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Auf vergleichbarer Basis erreichten wir dieses Ziel bereits 2013 - ein Jahr früher als geplant. Und wir bleiben auf Erfolgskurs: Im Geschäftsjahr 2014 erzielten wir - auf vergleichbarer Basis - erneut ein Wachstum von 2,9 %. In erster Linie ist dies auf das Umsatzwachstum in unserem operativen Segment USA zurückzuführen. Das neue Geschäftsmodell sowie der Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS wurden positiv angenommen; das zeigt sich auch an der spürbar höheren Zahl an eigenen Postpaid-Kunden. Diese verbesserte Kundenbasis soll sich in den Folgejahren auch weiterhin auf den Umsatz als dann auch auf unser Ergebnis deutlich niederschlagen. Auch außerhalb der USA sehen wir uns in den nächsten Jahren wieder auf Wachstumskurs.

Im Einzelnen erwarten wir in unseren operativen Segmenten bis 2016 folgende Entwicklungen:

In unserem Heimatmarkt Deutschland werden wir unsere führende Marktposition im Mobilfunk- und Breitband-Geschäft halten und unsere Umsätze bis 2016 stabilisieren. Basis dafür sind unsere hervorragende Netzqualität, unsere innovativen und einfach zu nutzenden Produkte sowie unser herausragender Kunden-Service.

In unserem operativen Segment Europa wollen wir unsere starken Marktpositionen in den jeweiligen Ländern verteidigen bzw. ausbauen und unseren Umsatz stabilisieren - trotz schwieriger Wettbewerbsbedingungen, regulatorischer Rahmenbedingungen sowie staatlicher Eingriffe.

Getragen von der sehr positiven Kundenwahrnehmung und der daraus resultierenden Kundenentwicklung wollen wir in unserem operativen Segment USA den Umsatz und das bereinigte EBITDA in 2015 deutlich steigern.

Unser operatives Segment Systemgeschäft arbeitet weiter an seinem Geschäftsmodell und wird dabei in digitale Zukunftsfelder investieren, aber auch Partnerschaften weiter ausbauen. So erwarten wir für 2015 leicht steigende Umsätze und ein leicht steigendes bereinigtes EBITDA.

Diese insgesamt positiven Erwartungen sind das Resultat unserer konsequenten strategischen Ausrichtung: Wir treiben die Entwicklung unseres Konzerns voran - hin zum führenden Telekommunikationsanbieter für Privat- und Geschäftskunden in Europa. Wir wollen unsere Kunden mit intelligenten Lösungen für zu Hause und unterwegs begeistern. Dazu kombinieren wir unsere mehrfach ausgezeichnete Netzqualität mit innovativen eigenen Anwendungen und Tarifen wie z. B. Hybrid-Technologie und MagentaEINS. Wir integrieren aber auch Produkte von Partnern. In Zukunft werden wir weiter massiv in unsere Netze investieren und unsere Breitband-Infrastruktur ausbauen. In Deutschland und Europa sind dies v. a. beträchtliche Investitionen in die Glasfaser- und Vectoring-Technologie sowie in den schnellen Mobilfunk-Standard LTE. So sichern wir unsere Technologie- und Qualitätsführerschaft im Festnetz und Mobilfunk und stärken unsere Wettbewerbsposition. In den USA werden wir weiter erheblich in die Qualität und Abdeckung unseres Mobilfunknetzes investieren. Insgesamt streben wir im Konzern 2015 ein Investitionsvolumen (ohne Spektruminvestitionen) von rund 9,8 MRD. € und 2016 einen leichten Anstieg an. Voraussetzung für unsere Investitionen ist und bleibt ein verlässliches und innovationsfreundliches regulatorisches Umfeld in Europa.

Um die Transformation hin zum führenden Telekommunikationsanbieter in Europa profitabel zu gestalten, werden wir weitere Maßnahmen und Initiativen einleiten, um Kosten zu sparen, insbesondere indirekte Kosten. Im Fokus stehen dabei v. a. Personaleffizienz, die Hebung von Synergien, Prozessoptimierung und Target Costing.

Insgesamt erwarten wir für unsere finanziellen Leistungsindikatoren folgende Entwicklungen:

Beim Umsatz erwarten wir für das Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg, der hauptsächlich auf die positive Umsatzentwicklung in den USA zurückzuführen ist. 2016 erwarten wir einen steigenden Umsatz gegenüber 2015.

Wir rechnen für 2015 mit einem bereinigten EBITDA von rund 18,3 MRD. € sowie für 2016 mit einem steigenden bereinigten EBITDA gegenüber dem Vorjahr.

Für das EBITDA und das EBIT erwarten wir 2015 einen starken Rückgang gegenüber 2014. Ursache dafür sind zum einen Sondereinflüsse, die das Geschäftsjahr 2014 und somit die Vergleichsbasis positiv beeinflussten. Dabei handelte es sich um Erträge aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe sowie aus der vollzogenen Transaktion über den Erwerb und Tausch von Spektrum zwischen T-Mobile US und Verizon Communications. Zum anderen planen wir insbesondere in 2015 mit höheren Sondereinflüssen zur mittelfristigen Realisierung von Einsparungen in den indirekten Kosten, die das EBITDA und das EBIT in 2015 entsprechend belasten. 2016 rechnen wir aufgrund der positiven operativen Entwicklung mit einem gegenüber 2015 stark steigenden EBITDA und EBIT.

Der Free Cashflow unseres Konzerns wird 2015 bei rund 4,3 MRD. € erwartet und soll 2016 weiter stark ansteigen.

Aufgrund der beschriebenen positiven Sondereinflüsse in 2014 und höherer Sondereinflüsse in 2015 gehen wir davon aus, dass die Kapitalrendite (ROCE) in 2015 stark sinkt. Für 2016 erwarten wir einen starken Anstieg.

Alle Einschätzungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr basieren auf der Annahme einer vergleichbaren Konsolidierungsstruktur sowie vergleichbaren Wechselkursen.

Auch in Zukunft wollen wir durch Kooperationen oder angemessene Akquisitionen in unseren Märkten Größenvorteile und Synergien nutzen. Nicht geplant sind größere Akquisitionen und die Expansion in aufstrebende Länder (Emerging Markets). Unsere bestehenden Kooperationen und Beteiligungen werden wir mit Blick auf die Unternehmenswertmaximierung kontinuierlich strategisch prüfen.

Trotz unserer erheblichen Investitionen wollen wir unsere Aktionäre auch weiterhin angemessen vergüten. Vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen soll für die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 eine Dividende von mindestens 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie gezahlt werden. Bei der Bemessung der Dividendenhöhe für die genannten Geschäftsjahre soll auch das relative Wachstum des Free Cashflows berücksichtigt werden.

In Bezug auf die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 erwägen wir, unseren Aktionären wieder die Möglichkeit anzubieten, die Umwandlung der Dividende in Aktien der Deutschen Telekom AG anstelle der Auszahlung der Dividende in bar zu wählen.

Die Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten kann im Jahr 2014 insgesamt als stabil bezeichnet werden. Das Umfeld war v. a. geprägt durch die expansive Geldpolitik der Notenbanken und damit verbunden eine andauernde Niedrigzinsphase. Die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen ist im Jahresverlauf um mehr als 70 % gesunken. Für 2015 wird im Euroraum ein schwacher und fragiler Aufschwung bei anhaltend niedrigem Zinsniveau erwartet. Wir haben nach wie vor einen ausgezeichneten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und sind mittels unseres Daueremissionsprogramms jederzeit in der Lage, Emissionen kurzfristig an den internationalen Kapitalmärkten durchzuführen. Die Einhaltung der folgenden, im Rahmen unserer Finanzstrategie definierten Leitplanken wird uns auch zukünftig einen flexiblen Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ermöglichen:

Rating: A- bis BBB

Verhältnis der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum EBITDA: 2 bis 2,5 x

Eigenkapitalquote: 25 bis 35 %

Die Deutsche Telekom führte in 2014 keine Fremdkapitalemissionen durch. 2014 hatten wir einen durchgehend hohen Liquiditätsbestand, insbesondere aufgrund des Verkaufs von im Zuge des Zusammenschlusses von T-Mobile USA mit MetroPCS erworbenen Anleihen der T-Mobile US im Gegenwert von 5,6 MRD. US-$ im November 2013, des Verkaufs von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe sowie der teilweisen Nicht-Ausschüttung der Dividende in bar wegen einer entsprechenden Wahl des Umtauschs der Dividendenansprüche in Aktien durch eine Vielzahl von Aktionären. T-Mobile US emittierte 2014 neue Unternehmensanleihen über insgesamt 3,0 MRD. US-$, um Investitionen und Ausgaben für Lizenzen zu finanzieren; davon wurden jedoch 1,0 MRD. US-$ zum Rückkauf kündbarer ausstehender Anleihen verwendet. Zudem emittierte T-Mobile US im Dezember 2014 Mandatory Convertible Preferred Stock im Volumen von 1,0 MRD. US-$.

2015 werden Rückzahlungen von insgesamt 4,0 MRD. € in Anleihen, Medium Term Notes und Schuldscheindarlehen fällig.

Ende 2014 stuften uns die Rating-Agenturen Standard & Poor's, Fitch und Moody's mit BBB+/BBB+/Baa1 als solides Investment Grade-Unternehmen ein. Der Ausblick der Agenturen war jeweils stabil. Um auch zukünftig einen sicheren Zugang zu den internationalen Finanzmärkten zu haben, ist der Erhalt eines soliden Investment Grade Ratings von A- bis BBB Kernbestandteil unserer Finanzstrategie. Ein solides Rating hilft uns zudem, unsere geplanten Investitionen in den nächsten Jahren flexibel zu steuern und damit einen Beitrag für zukünftiges Wachstum zu leisten.

Zum Jahresende 2014 hatten wir eine komfortable Liquiditätsreserve von rund 20,4 MRD. €. Auch für 2015 planen wir eine Liquiditätsreserve, welche die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate abdeckt. Im Rahmen der Liquiditätsvorsorge werden wir im Verlauf des Jahres 2015 Fremdfinanzierungen am Kapitalmarkt durchführen. Die Finanzierungsmaßnahmen richten sich zeitlich insbesondere nach dem jeweiligen Umfeld an internationalen Kapitalmärkten.

Erwartungen der Deutschen Telekom AG.

Die Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG als Konzernmuttergesellschaft spiegelt sich insbesondere in den Leistungsbeziehungen zu unseren Tochtergesellschaften und den Ergebnissen aus den inländischen Organschaftsverhältnissen der Töchter sowie sonstigen Beteiligungserträgen wider. Somit ist die zukünftige Entwicklung der Ergebnisse der Deutschen Telekom AG im Wesentlichen durch die Chancen und Herausforderungen unserer Töchter und deren operative Ergebnisse geprägt. Entsprechend beeinflussen die auf den folgenden Seiten beschriebenen Erwartungen der operativen Segmente zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung wie z. B. starker Wettbewerbsdruck, regulatorische Entscheidungen, Markt- und Konjunkturerwartungen etc., neben den Konzernerwartungen die zukünftige Entwicklung des Jahresüberschusses der Deutschen Telekom AG.

Auf Basis der beschriebenen Erwartungen bei den operativen Segmenten und der sich daraus ergebenden Effekte geht die Deutsche Telekom AG unter Berücksichtigung der vorhandenen Gewinnrücklage und vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen auch für die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 von einer Dividendenausschüttung von mindestens 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie aus. Bei der Bemessung der Dividendenhöhe für die genannten Geschäftsjahre soll auch das relative Wachstum des Free Cashflows berücksichtigt werden.

In Bezug auf die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 erwägen wir, unseren Aktionären wieder die Möglichkeit anzubieten, die Umwandlung der Dividende in Aktien der Deutschen Telekom AG anstelle der Auszahlung der Dividende in bar zu wählen.

Erwartungen bis 2016 und Ambition bis 2018.

Die Erwartungen des Konzerns und der operativen Segmente im Einzelnen sind in den nachfolgend aufgeführten TABELLEN 044 und 045 bis 2016 dargestellt und gelten unter der Annahme einer vergleichbaren Konsolidierungsstruktur und konstanter Wechselkurse. Gleiches gilt für die Ambition bis 2018. Eine Verschlechterung der makroökonomischen Lage sowie unvorhergesehene staatliche oder regulatorische Eingriffe können sich auf die Erwartungen auswirken. Alle Trendaussagen beziehen sich auf das jeweilige Vorjahr.

Im Hinblick auf die Intensität und die Richtung unserer Prognosen verweisen wir auf das im Folgenden angewandte Bewertungsraster: starker Rückgang, Rückgang, leichter Rückgang, stabiler Verlauf, leichter Anstieg, Anstieg, starker Anstieg.

T 044 Finanzielle Leistungsindikatoren

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    Ergebnisse 2014 Pro-forma 2014a Erwartungen 2015b Erwartungen 2016b Ambition bis 2018b
UMSATZ            
Konzern Mrd. € 62,7 62,8 Anstieg Anstieg CAGR 1-2 %f
Deutschland Mrd. € 22,3 22,3 leichter Rückgang stabiler Verlauf  
USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 29,7 29,7 starker Anstieg Anstieg  
Europa Mrd. € 13,0 13,1 Rückgang stabiler Verlauf  
Systemgeschäft Mrd. € 8,6 8,6 leichter Anstieg stabiler Verlauf  
davon: "Market Unit" Mrd. € 6,9 6,9 Anstieg leichter Anstieg  
BETRIEBSERGEBNIS (EBIT) Mrd. € 7,2 7,2 starker Rückgang starker Anstieg  
EBITDA Mrd. € 17,8 17,8 starker Rückgang starker Anstieg  
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)            
Konzern Mrd. € 17,6 17,6 rund 18,3 Anstieg CAGR 2-4 %f
Deutschland Mrd. € 8,8 8,8 rund 8,8 stabiler Verlauf  
USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 5,7 5,7 rund 7,0 starker Anstieg  
Europa Mrd. € 4,4 4,5 rund 4,3 leichter Anstieg  
Systemgeschäft Mrd. € 0,8 0,8 rund 0,9 Anstieg  
ROCE % 5,5   starker Rückgang starker Anstieg ROCE> WACCg
CASH CAPEXc Mrd. €          
Konzern Mrd. € 9,5 9,5 rund 9,8 leichter Anstieg CAGR 1-2 %f
Deutschland Mrd. € 3,8 3,8 stabiler Verlauf leichter Anstieg  
USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 4,3 4,3 leichter Anstieg leichter Anstieg  
Europa Mrd. € 1,6 1,6 Anstieg stabiler Verlauf  
Systemgeschäft Mrd. € 1,2 1,2 Rückgang Rückgang  
FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG, INVESTITIONEN IN SPEKTRUM) Mrd. € 4,1 4,1 rund 4,3 starker Anstieg CAGR ≈ 10 %f
RATING            
Standard & Poor's, Fitch   BBB+   von A- bis BBB von A- bis BBB von A- bis BBB
Moody's   Baa1   von A3 bis Baa2 von A3 bis Baa2 von A3 bis Baa2
SONSTIGE            
Dividende je Aktied,e 0,50   Dividende folgt Free Cashflow- Wachstum, Minimum 0,50 € Dividende folgt Free Cashflow- Wachstum, Minimum 0,50 € Dividende folgt Free Cashflow- Wachstum, Minimum 0,50 €
EPS (bereinigt um Sondereinflüsse) 0,54   starker Anstieg starker Anstieg ≈ 1
Eigenkapitalquote % 26,3   25 bis 35 25 bis 35 25 bis 35
Relative Verschuldung   2,4 x   2 bis 2,5 x 2 bis 2,5 x 2 bis 2,5 x

a Berücksichtigung wesentlicher Konsolidierungskreisveränderungen bis zum Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
b Auf vergleichbarer Basis.
c Vor etwaigen Investitionen in Spektrum.
d Die angegebene Erwartung zur Dividende je Aktie bezieht sich auf das jeweils genannte Geschäftsjahr.
e Vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und des Vorliegens weiterer gesetzlicher Voraussetzungen.
f Durchschnittliche jährliche Wachstumsraten im Zeitraum zwischen 2014 und 2018.
g Gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz.

T 045 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

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    Ergebnisse 2014 Erwartungen 2015 Erwartungen 2016
KONZERN        
Kundenzufriedenheit (TRI*M-Index)   65,9 leichter Anstieg leichter Anstieg
Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Index)a   4,0 stabiler Verlauf stabiler Verlauf
KUNDEN IM FESTNETZ UND MOBILFUNK        
DEUTSCHLAND        
Mobilfunk-Kunden Mio. 39,0 Anstieg Anstieg
Festnetz-Anschlüsse Mio. 20,7 leichter Rückgang Rückgang
davon: IP-basiert Retail Mio. 4,4 starker Anstieg starker Anstieg
Breitband-Anschlüsse Mio. 12,4 leichter Anstieg leichter Anstieg
TV (IPTV, Sat) Mio. 2,4 starker Anstieg starker Anstieg
USA        
Eigene Postpaid-Kunden Mio. 27,2 starker Anstieg Anstieg
Eigene Prepaid-Kunden Mio. 16,3 Anstieg Anstieg
EUROPA        
Mobilfunk-Kunden Mio. 56,0 leichter Anstieg stabiler Verlauf
Festnetz-Anschlüsse Mio. 9,0 Rückgang Rückgang
davon: IP-basiert Mio. 3,5 starker Anstieg starker Anstieg
Breitband-Anschlüsse Retail Mio. 5,0 starker Anstieg Anstieg
TV (IPTV, Sat, Kabel) Mio. 3,7 starker Anstieg starker Anstieg
SYSTEMGESCHÄFT        
Auftragseingang Mio. € 7 456 leichter Anstieg stabiler Verlauf
ESG KPI        
ESG KPI "CO2 -Emissionen" Tsd. t 3 872 leichter Rückgang leichter Rückgang
ESG KPI "Energieverbrauch"b,c MPEI 118 Rückgang leichter Rückgang
ESG KPI "Nachhaltiger Einkauf" % 72 75 leichter Anstieg

a Engagement-Index per zuletzt in 2012 durchgeführter Mitarbeiterbefragung.
b Berechnung unter Berücksichtigung von sachgerechten Schätzungen bzw. Hochrechnungen.
c Der MPEI beschreibt den Stromverbrauch in Tsd. MWh/Umsatz in Mrd. €.

2015 und 2016 streben wir für die Entwicklung unserer Kundenbindung/ -zufriedenheit - gemessen mit dem Leistungsindikator TRI*M-Index -jeweils eine leichte Steigerung an.

Aufgrund des bereits hohen Niveaus des Engagement-Index von 4,0 - bei einer Skalierung von 1,0 bis 5,0 - als Resultat der Mitarbeiterbefragung 2012 sowie der Ergebnisse des in 2014 durchgeführten Puls-Checks erwarten wir, dass die hohe Zustimmung unserer Mitarbeiter zu unserem Unternehmen in der nächsten Mitarbeiterbefragung einen stabilen Verlauf aufweisen wird. Die nächste Mitarbeiterbefragung findet im April/Mai 2015 statt.

Detaillierte Informationen zu unseren ESG KPIS sowie zu unseren Erwartungen finden Sie im Kapitel "Corporate Responsibility".

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Im Rahmen unserer Planung haben wir die Wechselkurse wie in TABELLE 046 angenommen.

T 046 Wechselkurse

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Kroatische Kuna HRK 7,64/€
Polnischer Zloty PLN 4,19/€
Tschechische Krone CZK 27,54/€
Ungarischer Forint HUF 308,70/€
US-Dollar USD 1,33/€

Die von uns durchgeführten Modellierungen und Szenarioanalysen möglicher wesentlicher externer Einflussfaktoren werden zusammenfassend in der folgenden TABELLE 047 dargestellt:

T 047 Mögliche Einflussfaktoren auf das Ergebnis

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Prämissen Erwarteter Trend Ergebnisauswirkungen
KONJUNKTUR:    
Konjunktur Europa (inkl. Deutschland) verbessert sich +
Konjunktur USA verbessert sich +
Inflation Europa (inkl. Deutschland) und USA gleichbleibend
Wechselkursentwicklung: USD verbessert sich +
Wechselkursentwicklung: europäische Währungen gleichbleibend
REGULIERUNG/STAATLICHE EINGRIFFE:    
Regulierung Mobilfunk Europa (inkl. Deutschland) verschärft sich -
Regulierung Festnetz Europa (inkl. Deutschland) gleichbleibend
Zusatzsteuern (in Europa/USA) verschärft sich -
MARKTENTWICKLUNG:    
Wettbewerbsintensität Telekommunikationssektor Europa (inkl. Deutschland) und USA verschärft sich -
Preisdruck in Telekommunikationsmärkten verschärft sich -
ICT-Markt verbessert sich +
Datenverkehr verbessert sich +

+ positiv ○ unverändert - negativ

ERWARTUNGEN DER OPERATIVEN SEGMENTE DEUTSCHLAND

Im operativen Segment Deutschland sind wir mit einem umfassenden Transformationsprogramm gestartet: Das Vorhaben ist auf fünf Jahre angelegt und hat zum Ziel, die Marktführerschaft zu sichern: Wir wollen der führende integrierte Telekommunikationsanbieter in Deutschland bleiben.

Glasfaser ist die Infrastruktur der Zukunft. Damit lassen sich alle Kundenanforderungen im Festnetz realisieren. Dafür ebnen wir mit unserer integrierten Netzstrategie den Weg: Wir bauen ein neues Netz, um unseren Kunden zukünftig wettbewerbsfähige Highspeed-Anschlüsse anzubieten, z. B. indem wir unser VDSL-Netz auf die Vectoring-Technologie umstellen. Zusätzlich investieren wir massiv, um höhere Abdeckung und noch mehr Geschwindigkeit zu bieten.

Wir wollen die Nr. 1 sein, was Wachstum im TV-Markt angeht. Dafür investieren wir in unsere IPTV-Plattform und gewinnen so neue Kunden. Außerdem werden auch immer mehr Kunden in der Wohnungswirtschaft unser TV-Angebot nutzen.

Das mobile Internet wächst ungebrochen. An diesem Wachstum wollen wir partizipieren. Mit attraktiven LTE-fähigen Endgeräten, einer einfachen Preisstruktur und Marken insbesondere für Premium und Smart Shopper adressieren wir den gesamten Markt. Dabei sind kombinierte Festnetz-Mobilfunk-Angebote die "Königsdisziplin" für einen integrierten Anbieter. Schließlich sind Kunden, die kombinierte Angebote nutzen, loyaler. Unser Portfolio umfasst ein integriertes Festnetz-/Mobilfunk-Angebot (FMC). Wir bieten verstärkt solche Bündelprodukte an: So können Familien z. B. neben DSL einen speziellen Handy-Tarif buchen. "Entertain" Kunden können TV-Aufnahmen vom Smartphone aus steuern und mit "Entertain to go" auch auf dem Tablet TV-Angebote genießen. Wir überzeugen unsere Kunden mit dem besten Netz der Telekom mit einfacher Tarif- und Vorteilslogik. Deshalb haben wir im Herbst 2014 MagentaEINS und MagentaMobil auf den Markt gebracht.

Die IP-Transformation ist eine Voraussetzung dafür, innovative und wettbewerbsfähige Angebote schneller auf den Markt bringen zu können. Daher werden wir bis 2018 alle Kunden auf IP-Produkte umstellen. Das versetzt uns in die Lage, neue Produkte wie FMC- oder Self Service-Angebote zeitnah, flexibel und kostengünstig herzustellen. Nach Abschluss der Umstellung auf IP können wir unsere Altplattformen abschalten, Betriebskosten sparen und so unseren Konzern fit für die Zukunft machen - mit dem besten Kundenerlebnis und der höchsten Kundenzufriedenheit.

Sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz wollen wir in Deutschland Marktführer bleiben. Der Bedarf an Bandbreite wird weiter stark wachsen. Daher werden wir in den kommenden Jahren deutlich mehr in breitbandige Netze, in innovative Produkte und in den Kunden-Service investieren; wie erfolgreich wir dabei sind, wird anhand der Netzqualität und des Kundenzufriedenheitsindex TRI*M gemessen. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Umstieg auf All IP ist der Einsatz der innovativen Hybrid-Technologie: Hier bündeln wir die Übertragungskapazitäten des Fest- und Mobilfunknetzes und machen so die maximale Bandbreite entsprechend additiv verfügbar.

Wir erwarten im operativen Segment Deutschland für 2015 gegenüber dem Vorjahr einen leicht rückläufigen Umsatz. Eine wichtige Ursache hierfür liegt in der Entwicklung der Sprachtelefonie: Hier sinken sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk die Umsätze weiter, während Bündelprodukte an Umsatz zulegen. Darüber hinaus geht das Wholesale-Geschäft preis- und mengenbedingt zurück; die positive Entwicklung des Kontingentmodells kann dies nicht kompensieren. Hinzu kommen Substitutionseffekte bei SMS-Textnachrichten: Diese werden vermehrt durch kostenlose IP-Messaging-Angebote wie z. B. WhatsApp ersetzt. Auch die regulatorischen Preissenkungen, wie z. B. bei Roaming in 2015, werden den Umsatz belasten. Einen weiterhin positiven Verlauf erwarten wir bei den mobilen Datendiensten und der Nachfrage nach Endgeräten. In den kommenden Jahren wird sich hier v. a. die weitere Verbreitung von Smartphones und Tablets positiv auf die mobile Daten- und Internet-Nutzung auswirken - und damit auch auf unsere Umsätze. Gleichzeitig werden wir unser Glasfaser-Angebot weiter ausbauen, u. a. durch Geschäftsmodelle mit Vorleistungsprodukten wie dem Kontingentmodell und durch weitere Kooperationen wie in der Wohnungswirtschaft. Zusätzlich werden wir gemeinsam mit Partnern neue Dienste für unsere Kunden bereitstellen.

Ab 2016 streben wir eine Umsatzstabilisierung an. Dabei erwarten wir gegenüber dem Vorjahr dank unserer hervorragenden Netzqualität durch eine höhere Nachfrage ein Wachstum bei den mobilen Service- und Endgeräteumsätzen. Auch unsere Mehrmarkenstrategie wird sich positiv auswirken. Unterstützt wird dieser Trend durch unsere IT-Umsätze aus der "Mittelstandsinitiative" und den technischen Service-Leistungen. Im Bereich Wholesale stabilisieren sich die Umsätze; Grund dafür ist eine positive Entwicklung durch die hohe Nachfrage nach dem Kontingentmodell.

Für unser operatives Segment Deutschland gehen wir von einem stabilen bereinigten EBITDA für 2015 und 2016 aus. Im Wesentlichen wird dies durch Einsparungen bei den indirekten Kosten, wie z. B. geringere IT-Aufwendungen, Abbau von Querschnittsfunktionen sowie Ausbau von Produktivität, erreicht. Sowohl 2015 als auch 2016 erwarten wir eine leicht steigende bereinigte EBITDA-Marge in der Größenordnung von rund 40 %.

Wir stellen die Weichen auf Innovation und Wachstum: Während wir die Investitionen in neue Technologien auch in Zukunft mit noch mehr Kraft vorantreiben, reduzieren wir die Investitionen in Alttechnologien. So investieren wir in den kommenden Jahren weiter verstärkt in unsere Netzinfrastruktur, v. a. in den Ausbau unseres Vectoring/Glasfaser- und LTE-Netzes. Dies führt 2015 zu einem stabilen Verlauf des Cash Capex und 2016 zu einem leichten Anstieg.

Unsere mittelfristigen Erwartungen für das operative Segment Deutschland - veröffentlicht auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2015 - sind in nachfolgender TABELLE 048 dargestellt:

T 048 Mittelfristiges Ambitionsniveau

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MARKT Nr. 1 bei FMC mit MagentaEINS 3 Mio. Kunden 2018
  Nr. 1 bei Serviceumsätzen im Mobilfunk ≈ 6,7 Mrd. €/Marktanteil> 36 % 2018
  Nr. 1 bei Breitband ≈ 5,6 Mrd. €/Marktanteil> 40 % 2018
QUALITÄT Kundenbindungsindex ≈ 64 Punkte 2018
finanzzahlen Bereinigte EBITDA-Marge ≈ 42 % 2018
  Wachsendes bereinigtes EBITDA CAGR 1 bis 2 % 2014-2018
  Wachsende bereinigte Cash Contribution CAGR ≈ 2 % 2014-2018

USA

T-Mobile US wird ihr im Rahmen der "Uncarrier"-Initiativen gegebenes Wertversprechen, auf dem US-amerikanischen Markt das werthaltigste Kundenerlebnis zu bieten, in 2015 weiter einlösen. Einer der Eckpfeiler dieses Wertversprechens ist die Schaffung eines echten Mehrwerts für die Kunden in allen Segmenten. Dazu sollen die aus Kundensicht bestehenden Verbesserungspotenziale realisiert sowie qualitativ hochwertige 4G-Dienste angeboten werden. Letzteres soll durch eine starke Position im mittleren Frequenzband, in wichtigen Ballungszentren ergänzt durch Spektrum im Niedrigband, sowie ein landesweites LTE-Netz der vierten Generation erreicht werden. Darüber hinaus zielen die "Uncarrier"-Initiativen darauf ab, neue Kunden zu gewinnen und diese an die Gesellschaft zu binden. Für diese Kundentreue werden den Kunden zu dem von ihnen gewünschten Zeitpunkt genau die Endgeräte angeboten, die sie auch benötigen. Die zur Verfügung stehenden Tarife sind einfach, erschwinglich und sie sehen keine unnötigen Einschränkungen vor. All dies soll das werthaltigste Kundenerlebnis im Mobilfunk schaffen.

T-Mobile US geht für 2015 von einem starken Zuwachs bei den eigenen Postpaid-Kunden aus, der sich auch 2016 fortsetzen wird. Auch die Zahl der eigenen Prepaid-Kunden wird 2015 und 2016 steigen. Wettbewerbsdruck und unvorhergesehene Veränderungen in der Mobilfunk-Branche in den USA könnten sich jedoch erheblich auf die erwarteten Möglichkeiten auswirken, eigene Postpaid- und Prepaid-Kunden zu gewinnen und zu binden.

T-Mobile US geht für 2015 von einem starken Anstieg des Gesamtumsatzes - in lokaler Währung - aus, der sich auch 2016 fortsetzen wird. Positiv beeinflusst wird das Ergebnis 2015 von der Dynamik des weiteren Kundenzuwachses und höheren Umsätzen mit Endgeräten, einschließlich der Geräte, die über Ratenkauf finanziert werden.

T-Mobile US geht zudem von einem starken Anstieg des bereinigten EBITDA - in lokaler Währung - in den Jahren 2015 und 2016 aus. Vor dem Hintergrund des starken Kundenzuwachses im vergangenen Jahr wird das Umsatzwachstum voraussichtlich über dem Anstieg der Aufwendungen liegen. Darüber hinaus setzt T-Mobile US den Schwerpunkt weiter auf Kosteneinsparungen sowie die Realisierung von Synergien beim Betrieb und Netz durch den Zusammenschluss mit MetroPCS. Allerdings geht T-Mobile US davon aus, dass das bereinigte EBITDA durch anhaltende Investitionen in den Netzausbau und weitere Marketing-Kampagnen zur Stärkung der Marke "T-Mobile US" mit dem Ziel der Kundengewinnung und -bindung belastet wird. Erhebliche negative Einflüsse auf den Umsatz und das bereinigte EBITDA in lokaler Währung sind außerdem durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck zu erwarten, und Wechselkurseffekte könnten in den Jahren 2015 und 2016 Umsatz und bereinigtes EBITDA auf Euro-Basis deutlich belasten.

Ohne Berücksichtigung der Aufwendungen für Spektrum geht T-Mobile US für 2015 und 2016 im Zuge des Ausbaus des 4G-LTE-Netzes von einem leicht erhöhten Cash Capex in lokaler Währung aus.

Unsere gegenüber dem Kapitalmarkttag 2012 aktualisierten mittelfristigen Erwartungen bis 2017 für das operative Segment USA - veröffentlicht auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2015 - sind in GRAFIK 51 dargestellt:

G 51 Aktualisierte Wachstumsprognose für unser operatives Segment USAa in %

a Aktualisierung auf Grundlage der Ist-Zahlen 2012-2014 und der Erwartungen 2015-2017.
b Free Cashflow definiert als EBITDA abzüglich Investitionen.

EUROPA

Trotz der schwierigen Wettbewerbsbedingungen in den meisten Ländern unseres operativen Segments wollen wir unsere starke Marktstellung in den Ländern verteidigen bzw. ausbauen. Bei unseren integrierten Gesellschaften werden wir je nach Marktposition daran arbeiten, die Marktführerschaft sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk zu halten oder die starke Stellung im Festnetz-Bereich zu nutzen, um das Mobilfunk-Geschäft voranzutreiben. Insbesondere durch den Erwerb der GTS Central Europe Gruppe und den Zusammenschluss der lokalen Geschäftseinheiten von T-Systems Czech Republic mit T-Mobile Czech Republic können wir bei bisher reinen Mobilfunk-Gesellschaften - wie in Polen oder in der Tschechischen Republik -unseren Privat- und Geschäftskunden ein deutlich erweitertes Produkt-Portfolio anbieten und sie zu integrierten Gesellschaften ausbauen.

Auf dem Weg zum führenden europäischen Telekommunikationsanbieter setzen wir verstärkt auf Technologie-Führerschaft bei dem Produktionsmodell sowie bei dem Netzzugang Next Generation Access. Wir wollen ein vereinfachtes und standardisiertes Netzwerk: Dazu investieren wir in den nächsten Jahren in ein paneuropäisches All IP-Netzwerk und stellen alle Netze in unseren Landesgesellschaften mit Festnetz-Architektur auf IP um. In 2014 wurde die Migration in EJR Mazedonien und der Slowakei bereits abgeschlossen. Im kommenden Jahr werden weitere Landesgesellschaften wie Kroatien und Montenegro folgen, sodass wir schließlich 2018 alle unsere integrierten Länder im operativen Segment Europa auf IP umgestellt haben werden. Darauf aufbauend harmonisieren wir unsere Netz- und IT-Architekturen länderübergreifend und ermöglichen eine zentralisierte und Cloud-basierte Produktion unserer Dienste. Vorteile des neuen IP-basierten Produktionsmodells sind, dass wir zum einen das beste Kundenerlebnis mit unseren Produkten und Diensten schaffen und zum anderen höchste Effizienz erreichen. Gerade im Bereich Breitband und TV können wir unseren Kunden ein konsistentes und personalisiertes Nutzungserlebnis über alle Endgeräte hinweg anbieten mit Produkten wie z. B. "Broadband on Demand" in EJR Mazedonien. Hier kann der Kunde die Merkmale seines Breitband-Anschlusses wie z. B. die Geschwindigkeit ändern. In Rumänien können wir unseren Kunden z. B. mit der neuen IPTV-Plattform ein vollständig personalisiertes Produkt anbieten. Das TV-Angebot werden wir mit exklusiven Premium-Inhalten anreichern; ein Beispiel dafür ist die Übertragung der UEFA Champions League in Griechenland. Wir werden aber auch weiterhin eigene Kanäle anbieten sowie Inhalte in Kooperation mit Partnerunternehmen wie Netflix. Auch bei anderen digitalen Inhalten wie den Internet-Diensten Spotify, Deezer oder Evernote arbeiten wir bereits mit Partnerunternehmen zusammen.

Ein weiterer technologischer Meilenstein auf dem Weg zum Netz der Zukunft ist TeraStream: ein Konzept, das auf einer Cloud-basierten IP-Architektur beruht. Wir schaffen hier ein völlig neues Kundenerlebnis, was Verfügbarkeit, Personalisierung, Zuverlässigkeit und Bandbreite angeht. Ein Pilotprojekt dazu läuft bereits erfolgreich in Kroatien. Solche Pilotprojekte wollen wir auch in anderen Ländern unseres operativen Segments Europa durchführen. Als Vorstufe von TeraStream haben wir in Griechenland und in Ungarn begonnen, Broadband Network Gateways (BNG) einzuführen; dies wollen wir in beiden Ländern bis 2015 vollständig abschließen.

Auf Basis unserer integrierten Netzstrategie werden wir im Festnetz den Glasfaser-Ausbau mit noch mehr Tempo vorantreiben. In Griechenland setzen wir nach wie vor auf Glasfaser-Ausbau bis zu den Kabelverzweigern, was uns im nächsten Schritt die Erweiterung um die Vectoring-Technologie ermöglicht. In allen anderen integrierten Gesellschaften investieren wir bereits seit mehreren Jahren in den FTTH-Ausbau; das werden wir 2015 verstärkt fortsetzen. Besonderen Schub wird es dabei in Ungarn, Kroatien und Rumänien geben.

Im Mobilfunk reagieren wir auf den rasant wachsenden Bedarf an Bandbreite. In allen Ländern konnten wir Mobilfunk-Frequenzen für den Ausbau des Mobilfunk-Standards LTE erwerben. Für die kommenden Jahre stehen nur noch vereinzelte Frequenzauktionen an. Wir können also unsere Investitionen im Mobilfunk auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: den Ausbau der Reichweite sowie die Implementierung von LTE-Advanced-Technologie mit Übertragungsgeschwindigkeiten von über 150 MBit/s. Unsere Landesgesellschaften haben unterschiedliche Ausbauziele: Bis 2018 wollen wir zwischen 75 und 95 % Abdeckung der Bevölkerung mit LTE erreichen. Um diese hohe Netzabdeckung zu erreichen, sind weitere Netzwerk-Kooperationen mit anderen Unternehmen möglich wie aktuell u. a. in Polen. Außerdem werden wir investieren, um unseren Kunden-Service sowie unsere Prozesse weiter zu verbessern. Auch im Mobilfunk entwickeln und implementieren wir neue Produkte und Dienste. Ein Beispiel dafür ist die mobile Geldbörse, die in Polen, der Slowakei und in Ungarn bereits erfolgreich gestartet ist. Eine weitere Innovation ist die Applikation "Ultimate app", die alle Dienste und Anwendungen für alle Produkte der Deutschen Telekom zusammenfasst - für Mobilfunk, Festnetz und TV. Unser Testmarkt dafür ist Rumänien.

Mit der zunehmenden Verschmelzung von Breitband-Anschlüssen mit unterschiedlichen Anschluss-Technologien gelingt es uns als integriertem Telekommunikationsbetreiber, die Konvergenz von Festnetz und Mobilfunk voranzutreiben: Zum einen bieten wir unseren Kunden Fixed Mobile Convergence (FMC)-Produkte an, zum anderen entwickeln wir die meisten unserer Landesgesellschaften hin zu einem integrierten Geschäftsmodell. Zu nennen ist hier in erster Linie der Erwerb der GTS Central Europe Gruppe; damit stärken wir insbesondere unsere Gesellschaften in Polen und der Tschechischen Republik mit integrierten Angeboten im wichtigen Geschäftskundensegment. Darüber hinaus bieten mittlerweile alle unsere bereits integrierten Landesgesellschaften FMC-Produkte an.

Auch im Geschäftskundenbereich wollen wir mit unseren leistungsstarken ICT-Produkten überzeugen. Dabei wollen wir unser Angebot nicht mehr nur an Großkunden richten, sondern zunehmend auch an kleine und mittlere Unternehmen. Gerade für diese Kundengruppe werden wir unser Geschäft mit sicheren Cloud-Lösungen weiter ausbauen. Dazu arbeiten wir verstärkt an einheitlichen Plattformen wie z. B. der länderübergreifenden M2M-Plattform. Mit diesem sog. "M2M-Partner Programm" positionieren wir uns als Anbieter, der seinen Kunden in Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern branchenübergreifende M2M-Lösungen als Komplettpaket aus einer Hand anbietet. An diesem Programm nehmen bereits viele Länder unseres operativen Segments Europa teil.

Wir erwarten, in unserem operativen Segment Europa mehr Kunden für unsere Bündelprodukte zu gewinnen. Dies wird sich 2015 in einem starken Anstieg bei den TV- und Breitband-Anschlüssen niederschlagen. Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Mobilfunk-Kunden im kommenden Jahr leicht ansteigen wird. Für 2016 erwarten wir grundsätzlich eine stabile Entwicklung bei den Mobilfunk-Kunden - ohne Berücksichtigung einer voraussichtlichen Prepaid-Registrierungsvorschrift in einem unserer Länder. Bei den Festnetz-Anschlüssen gehen wir auch für die kommenden beiden Jahre von einem Rückgang aus: Zurückzuführen ist das auf der einen Seite darauf, dass Mobilfunk das Festnetz zunehmend ersetzt, auf der anderen Seite auf den anhaltend starken Wettbewerb.

Unsere Umsätze und Ergebnisse negativ beeinflussen können in den kommenden Jahren Änderungen in der Gesetzgebung, wie Steuern und Abgaben, sowie staatliche Sparprogramme. Dies kann unser Investitionspotenzial vor Ort einschränken. Zusätzlich können Wechselkursänderungen unsere Ergebnisse auf Euro-Basis belasten.

Diese Annahmen und Parameter zugrunde gelegt, erwarten wir 2015 für unser operatives Segment Europa - auf vergleichbarer Basis -sinkende Umsätze - unter der Annahme konstanter Wechselkurse sowie basierend auf Annahmen zur Regulierung, zu neuen Marktteilnehmern, zu Spektrumauktionen und gleicher Organisationsstruktur. Mit der Transformation des Produktionsmodells verstärken wir unsere Investitionen in das paneuropäische All IP-Netzwerk sowie in die integrierte Netzstrategie. In Folge wird 2015 der Cash Capex ansteigen. Wir planen, die Produktivität zu erhöhen und Kosten zu sparen, auch durch eine Verringerung des Personalbestands in einigen Ländern unseres operativen Segments Europa. Einen Teil dieser Kostenersparnis wollen wir in den Netzaufbau investieren. Als Konsequenz gehen wir beim bereinigten EBITDA von einem temporären Rückgang aus. Für das Jahr 2016 rechnen wir mit einem stabilen Verlauf bei den Umsätzen und dem Cash Capex sowie mit einem leicht steigenden bereinigten EBITDA.

Unsere mittelfristigen Erwartungen für das operative Segment Europa - veröffentlicht auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2015 - sind in TABELLE 049 dargestellt:

T 049 Mittelfristiges Ambitionsniveau

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TECHNOLOGIE-FÜHRERSCHAFT Beginn der Umsetzung des PANNET, Migration der ersten Plattform 2015
  All IP-Transformation: alle integrierten Landesgesellschaften zu 100 % IP-basiert 2018
  NGA - Next Generation Accesses: Abdeckung von 75-95 % der Bevölkerung mit LTE sowie Versorgung von 50 % der Haushaltea mit FTTx mit bis zu 100 MBit/s 2018
KUNDEN BEGEISTERN Umsetzung der Initiative "eTransformation" für ein besseres Kundenerlebnis: E-Service-Anteil in unseren Landesgesellschaften zwischen 30 und 99 % 2018
  Realisierung innovativer Kundenerlebnisse im Bereich FMC & TV 2015-2018
  Fortführung der Umsatz-Transformation: 38 % der Umsätze in Wachstumsfeldern 2018
VERBESSERUNG CASH PERFORMANCE Verbesserung Cash Performance: 2018 wieder zurück auf Niveau von 2014 2018
  Senkung der indirekten Kosten um 0,4 Mrd. € 2018 ggü. 2014
  Verbesserung des operativen ROCE um nahezu + 2 Prozentpunkte 2018 ggü. 2014

a In unseren integrierten Landesgesellschaften.

SYSTEMGESCHÄFT

Die T-Systems Market Unit konzentriert sich auf den Wachstumsmarkt der ICT-Services mit Lösungen für Großkunden. Auch 2014 konnten wir Großaufträge im In- und Ausland abschließen: z. B. mit dem Automobilhersteller Daimler, dem Stahl- und Technologie-Unternehmen ThyssenKrupp, dem britischen Brauereikonzern SABMiller oder der schweizerischen WICOR-Gruppe. Außerdem haben wir den Vertrag mit der Versicherungsgruppe ergo verlängert und erhielten in Belgien den Auftrag, ein satellitengestütztes Mautsystem für Lkw zu errichten und zu betreiben.

Darüber hinaus setzten sich unsere Standardlösungen aus dem Wachstumsfeld Cloud Computing bei vielen unserer Großkunden gegen den starken Wettbewerb durch. Entsprechend haben wir unsere dynamischen Ressourcen aus der Cloud im Berichtsjahr weiter ausgebaut. Dies wird sich auch in Zukunft für unsere Kunden auszahlen: Sie erhalten Bandbreite, Rechnerkapazität, Speicherleistung und Software nach Bedarf, teilen sich die Infrastruktur und zahlen nur nach tatsächlichem Verbrauch. Ergänzt haben wir unser Angebot durch Partnerschaften mit z. B. salesforce.com (Software as a Service), Cisco Systems (Cloud Services), FireEye (Cyber Security) und Siemens (Industrie 4.0).

Um die Kunden bei der fortschreitenden Digitalisierung ihres Geschäfts zu unterstützen, arbeitet die T-Systems Market Unit weiter an ihrem Geschäftsmodell und wird in neue digitale Zukunftsfelder investieren. Neben dem klassischen ICT-Geschäft geht es deshalb verstärkt um plattformbasierte Dienste und Cloud Services; dazu gehören u. a. Cyber Security, M2M und Big Data sowie der weitere Ausbau der intelligenten Netzdienstleistungen. Ein weiterer wichtiger Baustein bei der Umsetzung unseres Geschäftsmodells ist die gezielte Erweiterung unserer strategischen Partnerschaften. Die Transformation in Richtung digitale Zukunftsfelder wollen wir bis 2016 abschließen. Das Wachstum in diesen Bereichen soll dann das margenschwache Geschäft beim klassischen Outsourcing kompensieren.

Unser Geschäftsbereich Telekom IT entwickelt als Konzerndienstleister die IT-Landschaft innerhalb unseres Konzerns stetig weiter und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens. Standardisierte und optimierte Systeme und Prozesse tragen zu einem konsequenten Effizienz-Management bei und helfen, die IT-Kosten im Konzern weiter zu senken. Die Reduzierung der IT-Ausgaben in unserem Konzern spiegelt sich in sinkendem Umsatz wider. Daher erwarten wir, dass bei der Telekom IT auch in den Folgejahren die Umsätze zurückgehen.

Insgesamt rechnen wir für das operative Segment Systemgeschäft 2015 mit einer leichten Steigerung des Auftragseingangs, mit einem leicht steigenden Umsatz sowie mit einem leichten Anstieg des bereinigten EBITDA. Für das Jahr 2016 erwarten wir bei einem stabilen Verlauf des Auftragseingangs einen stabilen Umsatzverlauf sowie ein steigendes bereinigtes EBITDA.

Um weiterhin nachhaltig und profitabel zu wachsen, werden wir unser Geschäftsmodell erweitern und evaluieren. Die Transformation werden wir vorantreiben - mit dem Ziel, Wachstum in skalierbaren, Cloud-basierten Diensten zu generieren, klassische ICT-Elemente zu verändern, um sie profitabler zu machen, und Dienstleistungen zu definieren, die wir nicht mehr selbst erbringen wollen. Wir werden also weiterhin Produkte aus unseren Wachstumsfeldern verstärkt fördern und vertreiben. Ziel ist es, in den Wachstumsfeldern eine zweistellige Wachstumsrate zu erreichen. Unterstützen soll hierbei die neu gegründete Digital Division, die innerhalb der T-Systems die Wachstumsfelder bündelt. Ebenso wollen wir im klassischen ICT-Bereich mit Produkten wachsen, die eine hohe Marge erzielen.

Für unseren Geschäftsbereich Market Unit gehen wir aufgrund der beschriebenen Entwicklung und der erfolgreich gestarteten Neuausrichtung für 2015 von einem steigenden Umsatz aus, der auch 2016 weiter leicht wachsen wird. Für den Cash Capex des operativen Segments Systemgeschäft rechnen wir für die kommenden beiden Jahre mit einem Rückgang gegenüber dem jeweiligen Vorjahr.

Unsere mittelfristigen Erwartungen für das operative Segment Systemgeschäft - veröffentlicht auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2015 - sind in TABELLE 050 dargestellt:

T 050 Mittelfristiges Ambitionsniveau 2018

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UMSATZ TSI Erwartete durchschnittliche Wachstumsrate> 1 %
UMSATZ MARKET UNIT Über Marktwachstum, erwartete durchschnittliche Wachstumsrate 3 %
QUALITÄT Sicherung des TRI*M-Index über dem durchschnittlichen Benchmark-Wert und> 83 Punkte
BEREINIGTE EBIT-MARGE Systemgeschäft: rund 6 %
  Market Unit: rund 7 %

GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES

Derzeit stellen wir unsere Digital Business Unit als zentrale Innovationseinheit für den Konzern neu auf: Der Fokus liegt in Zukunft auf Innovationen und Produkten, die im Auftrag und im engen Dialog mit unseren operativen Segmenten realisiert werden; Richtschnur sind dabei die Bedürfnisse der Segmente, deren Märkte und Kunden. Dabei konzentriert sich die Digital Business Unit stärker auf das Geschäft mit Plattformen, wie z. B. M2M oder Smart Home.

In den kommenden beiden Jahren werden wir unser Kosten-Management in den Group Services und im Bereich Innovation entschlossen fortführen. Des Weiteren werden wir 2015 Strukturmaßnahmen weiterverfolgen, die ab 2016 zu einer Ergebnisverbesserung beitragen werden.

1 Die Prognosen enthalten vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/könnten", "planen", "anstreben", "sollten", "werden", "wollen" und ähnliche Begriffe kennzeichnen vorausschauende Aussagen. Diese vorausschauenden Aussagen enthalten Aussagen zur erwarteten Entwicklung in Bezug auf Umsatzerlöse, EBIT, EBITDA, bereinigtes EBITDA, ROCE, Cash Capex und Free Cashflow. Solche Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Beispiele hierfür sind ein konjunktureller Abschwung in Europa oder Nordamerika, Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, der Ausgang von Streitigkeiten, an denen die Deutsche Telekom beteiligt ist, sowie wettbewerbs- und ordnungspolitische Entwicklungen. Einige Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten, die die Fähigkeit, die Ziele zu erreichen, beeinflussen können, werden im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". Im zusammengefassten Lagebericht, und im "Haftungsausschluss", am Ende des Geschäftsberichts, beschrieben. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir garantieren nicht, dass sich unsere vorausschauenden Aussagen als richtig erweisen. Die hier enthaltenen vorausschauenden Aussagen basieren auf der aktuellen Konzernstruktur, wobei unter Umständen noch zu beschließende Akquisitionen, Veräußerungen, Unternehmenszusammenschlüsse oder Joint Ventures unberücksichtigt bleiben. Diese Aussagen werden im Hinblick auf die Gegebenheiten am Tag der Veröffentlichung dieses Dokuments getroffen. Wir haben - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren.

RISIKO- UND CHANCEN-MANAGEMENT

■ Risikofrüherkennungssystem ■ Chancenidentifikation

RISIKO- UND CHANCEN-MANAGEMENT-SYSTEM

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie sind wir zahlreichen Unsicherheiten und Veränderungen ausgesetzt. Um in diesem nach wie vor volatilen Umfeld erfolgreich zu agieren, müssen wir mögliche Entwicklungen frühzeitig antizipieren und daraus resultierende Risiken systematisch erfassen, bewerten und steuern. Ebenso wichtig ist es, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Ein funktionsfähiges Risiko- und Chancen-Management-System ist daher zentrales Element einer wertorientierten Unternehmensführung.

Neben der betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit resultiert das Erfordernis eines Risiko-Management-Systems auch aus Vorschriften und gesetzlichen Regelungen insbesondere aus § 91 Abs. 2 Aktiengesetz (AktG). Gemäß § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG überwacht der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risiko-Management-Systems.

Unser konzernweites Risiko- und Chancen-Management-System erfasst alle strategischen, operativen, finanziellen und Reputationsrisiken sowie die entsprechenden Chancen unserer vollkonsolidierten Unternehmen. Ziel ist es, diese frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und entsprechend dem angestrebten Risikoprofil zu steuern.

Wie GRAFIK 52 zeigt, orientieren wir uns an einem etablierten Regelprozess. Nach der Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt die weiter gehende Analyse bzw. Bewertung. Die Auswirkungen von Risiken und Chancen werden dabei nicht miteinander verrechnet. Im Anschluss wird bezüglich der konkreten Handhabung entschieden, z. B. Risikoverminderung oder Chancenergreifung. Der jeweilige Risikoeigner implementiert, überwacht und bewertet die damit verbundenen Maßnahmen. Alle Schritte werden immer wieder durchlaufen und den aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen angepasst.

G 52 Das Risiko- und Chancen-Management-System

Unser Risiko- und Chancen-Management-System orientiert sich an dem weltweit gültigen Risiko-Management-Standard der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Die Norm ISO 31 000 "Risk management - Principles and guidelines" gilt als Leitfaden für ein international anerkanntes Risiko-Management-System.

Unsere interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit unseres Risiko-Management-Systems. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gemäß § 317 Abs. 4 HGB, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, unternehmensgefährdende Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem und steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

Darüber hinaus gibt unser Konzern-Controlling eine Reihe von konzernweiten Leitfäden bzw. Verfahren vor: für die Planung/Budgetierung, die betriebswirtschaftliche Steuerung und das Reporting von Investitionen und Projekten. Diese Leitfäden bzw. Verfahren gewährleisten die erforderliche Transparenz im Investitionsprozess und die Durchgängigkeit von Investitionsplanungen und -entscheidungen in unserem Konzern und in unseren operativen Segmenten. Außerdem dienen sie der Entscheidungsunterstützung von Vorstand und dem Vorstandsausschuss "Assets". Im Rahmen dieses Prozesses werden strategische Risiken und Chancen auch systematisch identifiziert.

ORGANISATION DES RISIKO-MANAGEMENTS

Unser Bereich Group Risk Management & Insurance verfügt über die zentrale Methoden- und Systemverantwortung für das konzernweit standardisierte, eigenständige Risiko-Management-System und das dazugehörige Berichtswesen. Unsere operativen Segmente Deutschland, USA, Europa und Systemgeschäft sind über ihr Risiko-Management an das zentrale Risiko-Management angebunden. Die jeweiligen Risikoverantwortlichen in den operativen Segmenten und den Zentralbereichen sind dafür verantwortlich, die Risiken zu handhaben und zu vermindern.

G 53 Risiko-Management

G 54 Auszug Risiko-Cockpit: Staatsschulden-Landkarte

Source: Bloomberg, Standard & Poor's, Oxford Economics, Stand Oktober 2014.

RISIKOIDENTIFIKATION UND -REPORTING

Jedes operative Segment erstellt nach den Vorgaben des zentralen Risiko-Managements und gemäß seinen spezifischen Wesentlichkeitsgrenzen jedes Quartal einen Risikobericht. Darin werden Risiken unter Berücksichtigung ihrer Ausmaße im Hinblick auf ihre Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie ihre Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, Handlungsbedarf identifiziert und Maßnahmen aufgezeigt bzw. initiiert. Zudem fließen qualitative Faktoren in die Betrachtung ein, die für unsere strategische Positionierung und Reputation bedeutend werden könnten und das Gesamtrisiko mit determinieren. Für die Beurteilung der Risiken haben wir einen Zeitraum von zwei Jahren zugrunde gelegt. Dieser Zeitraum entspricht auch dem Prognosezeitraum für unsere unternehmensspezifische Prognose.

Der Konzern-Risikobericht, in dem die wesentlichen Risiken dargestellt sind, wird auf Basis dieser Informationen für den Vorstand erstellt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen mit diesem Bericht. Treten - neben dem turnusmäßigen Reporting der wesentlichen Risiken - unerwartete Risiken auf, so werden diese unmittelbar gemeldet.

Neben dem quartalsweisen Risikobericht nutzen wir unser Risiko-Cockpit: ein zusätzliches Instrument zur Risikobeobachtung und Analyse, das wir als Reaktion auf die Finanz- und Staatsschuldenkrise entwickelt haben und das wir stetig weiterentwickeln. Im Risiko-Cockpit erfassen wir jedes Quartal eine Vielzahl von Frühwarn- und Konjunkturindikatoren, z. B. zu makroökonomischen, politischen und gesetzlichen Entwicklungen in unseren Märkten. Bei den Konjunkturindikatoren analysieren wir vor-, gleich- und nachlaufende Indikatoren. So projizieren etwa die Composite Leading Indicators der OECD als Produkt mehrerer vorlaufender Teilindikatoren das wirtschaftliche Geschehen insgesamt. Dadurch, dass eine Vielzahl der Frühindikatoren auf monatlicher Basis zur Verfügung stehen, kann man die wirtschaftliche Aktivität schneller messen als etwa mit dem Bruttoinlandsprodukt, das vierteljährlich veröffentlicht wird. Die links stehende GRAFIK 54 zeigt einen beispielhaften Auszug aus unserem Risiko-Cockpit.

Auf Basis des gesamtheitlichen Indikatorensystems aus makroökonomischen Einflussgrößen und unter Berücksichtigung der politischen und gesetzlichen Entwicklungen erstellen wir unterschiedliche Szenarien und analysieren mögliche Auswirkungen. Mit dem Risiko-Cockpit haben wir ein Instrument entwickelt, das mehr Transparenz über unsere Risiken schafft, die Relevanz der Risiken einschätzt und sie priorisiert.

CHANCENIDENTIFIKATION DURCH DEN JÄHRLICHEN PLANUNGSPROZESS

Neben einem systematischen Management von Risiken gilt es, den Unternehmenserfolg langfristig durch ein ganzheitliches Chancen-Management zu sichern. Darum spielt es in unserem jährlichen Planungsprozess eine wichtige Rolle, Chancen zu identifizieren und strategisch und finanziell zu bewerten.

Mit dem kurzfristigen Ergebnis-Monitoring und dem mittelfristigen Planungsprozess erkennen und nutzen unsere operativen Segmente und die Konzernzentrale ganzjährig die Chancen in unserem Geschäft. Während das kurzfristige Ergebnis-Monitoring auf Chancen abzielt, die hauptsächlich das laufende Geschäftsjahr betreffen, stehen im mittelfristigen Planungsprozess Chancen im Fokus, die für unseren Konzern strategisch wichtig sind. Wir unterscheiden zwei Arten von Chancen:

Chancen, die von außen gegeben sind und Ursachen haben, die wir nicht beeinflussen können, z. B. die Rücknahme einer Zusatzsteuer in Europa.

Chancen, die von uns geschaffen werden, z. B. durch organisatorische Fokussierung auf Innovation (z. B. T-Labs und die neu gegründete Deutsche Telekom Capital Partners) sowie Wachstumsfelder und -produkte oder auch durch Partnerschaften und Kooperationen, von denen wir uns Synergien erwarten.

Kontinuierlich haben wir unseren Planungsprozess effizienter gestaltet, um mehr Freiräume zu schaffen. So versetzen wir unsere Organisation in die Lage, Chancen zu erkennen, zu nutzen und neues Geschäft zu generieren. Die Vorplanungen unserer operativen Segmente münden in einer konzentrierten Planungsphase. In dieser Phase diskutieren Vorstände, Business Leader, leitende Angestellte und Experten aus allen Geschäftsbereichen täglich intensiv über die strategische und finanzielle Ausrichtung unseres Konzerns und unserer operativen Segmente und fügen dies schließlich zu einem Gesamtbild zusammen. Wichtig ist dabei, Chancen aus Innovation zu identifizieren und strategisch und finanziell zu bewerten. Mögliche Ergebnisse dieser "Denkrunden" in den täglich stattfindenden Entscheidungsrunden sind: Chancen verwerfen, sie zur Überarbeitung in die Arbeitsgruppen zurückgeben oder Chancen annehmen und in die Organisation überführen.

RISIKOBEWERTUNG UND RISIKOBEGRENZUNG

BEWERTUNGSMETHODIK

Für die Bewertung der Risiken werden die Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Risikoausmaß" herangezogen. Dabei gelten folgende Beurteilungsmaßstäbe:

T 051

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
< 5 % sehr gering
≥ 5 bis 25 % gering
> 25 bis 50 % mittel
> 50 % hoch
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Risikoausmaß Beschreibung
gering Begrenzte negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, < 100 Mio. € EBITDA-Einzelrisiko
mittel Einige negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, ≥ 100 Mio. € EBITDA-Einzelrisiko
hoch Beträchtliche Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, ≥ 250 Mio. € EBITDA-Einzelrisiko, betrifft ggf. mehr als eine Konzerneinheit
sehr hoch Schädigende negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, ≥ 500 Mio. € EBITDA-Einzelrisiko, betrifft ggf. mehr als eine Konzerneinheit

Durch die Einschätzung der Risiken nach den Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Risikoausmaß" können wir die Risiken gemäß der unten aufgezeigten GRAFIK 55 in "geringe", "mittlere" und "hohe" Risiken kategorisieren.

G 55 Risikobedeutung

Nach dieser Kategorisierung der Risiken werden alle als "hoch" und als "mittel" klassifizierten Risiken berichtet. Ausnahmen sind im Einzelfall möglich; so berichten wir aufgrund der Berichtsstetigkeit auch Risiken aus Vorjahren, die wir für den oben genannten Betrachtungszeitraum momentan als "gering" einstufen.

Dabei ist zu beachten: Risiken mit einem aktuell niedrig eingeschätzten Ausmaß können in Zukunft ein höheres Ausmaß erlangen als Risiken mit einem aktuell höher eingeschätzten Ausmaß; Grund dafür können heute nicht einschätzbare Unsicherheitsfaktoren sein, die außerhalb unseres Einflusses liegen. Ebenfalls durch heute nicht einschätzbare Unsicherheitsfaktoren können darüber hinaus Risiken, die uns gegenwärtig noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir aktuell als unwesentlich einschätzen, unsere Geschäftsaktivitäten zukünftig beeinflussen.

MASSNAHMEN ZUR RISIKOBEGRENZUNG

Risiko-Management und -versicherung. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, deckt ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm von uns versicherbare Risiken ab. Unser Bereich Group Risk Management & Insurance wird dabei von der DeTeAssekuranz GmbH als Versicherungsmakler unterstützt. Die DeTeAssekuranz GmbH ist als 100-prozentige Tochter der Deutschen Telekom AG für den Konzern tätig und unterstützt das Versicherungsrisiko-Management im Konzern: Sie entwickelt und implementiert Lösungen für die betrieblichen Risiken unseres Konzerns durch Versicherungs- und versicherungsähnliche Instrumente und platziert diese in den nationalen und internationalen Versicherungsmärkten.

Der Abschluss von Versicherungen ist eine wesentliche Option für unseren externen Risikotransfer. Voraussetzung für die Deckung von Risiken in unseren Konzernversicherungsprogrammen ist, dass ein Risikotransfer aus Bilanzschutzgründen des Konzerns erforderlich ist, d. h., das mögliche Risikoausmaß erreicht eine "konzernrelevante' Größe, oder dass eine Risikobündelung und -steuerung auf Konzernebene notwendig ist, um das Konzerninteresse zu wahren (opportune Gründe/Kostenoptimierung/Risikoreduzierung).

Business Continuity Management (BCM).

Als Teil des operativen Risiko-Managements ist das BCM ein Unterstützungsprozess, der Geschäftsprozesse vor den Auswirkungen schädigender Ereignisse und Unterbrechungen schützt; durch stetige Analyse, Bewertung und Handhabe relevanter Risiken für Menschen, Prozesse, Technik und Informationen stellt er die Kontinuität der Geschäftsprozesse sicher. Ziel des BCM ist es, potenzielle Bedrohungen zu erkennen und Auswirkungen und Dauer einer Unterbrechung der kritischen Geschäftsprozesse auf ein akzeptables Mindestmaß zu reduzieren, indem eine entsprechende Widerstandsfähigkeit der Organisation mit der Fähigkeit zu einer wirksamen Antwort auf Bedrohungen gewährleistet wird.

Hierzu identifiziert das BCM kritische und schutzwürdige Geschäftsprozesse einschließlich unterstützender Prozesse, Prozess-Schritte und Vermögenswerte (Mitarbeiter, Prozesse, Informationen und Technologie). Zudem definiert es entsprechende Schutzmaßnahmen. Insbesondere die möglichen Folgen äußerer und innerer Bedrohungen mit einem ursächlichen Sicherheitsbezug (Naturkatastrophen, Vandalismus, Sabotage etc.) müssen durch das Sicherheits-Management in Abstimmung mit den jeweiligen Fachseiten und Prozessverantwortlichen untersucht werden. Sind Schadensausmaße und Schadenseintrittswahrscheinlichkeit bewertet, ist die Basis dafür geschaffen, dass vorbeugende Maßnahmen implementiert und Notfallpläne entwickelt werden können.

Weitere Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden von den Risikoverantwortlichen je nach Ausprägung und Art eingeleitet und umgesetzt. Je nach Risikoart stehen dazu eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung. Im Folgenden beschreiben wir exemplarisch einige dieser Maßnahmen:

Marktrisiken begegnen wir mit einem umfassenden Vertriebs-Controlling und einem intensiven Kunden-Management.

Zins- und Währungsrisiken werden mithilfe unseres systematischen Risiko-Managements gesteuert und durch den Einsatz derivativer und originärer Finanzinstrumente abgesichert.

Operativen Risiken wirken wir mit vielen Maßnahmen entgegen: So verbessern wir unsere Netze durch stetige betriebliche und infrastrukturelle Maßnahmen. Unser Qualitäts-Management, die dazugehörigen Kontrollen und die Qualitätssicherung entwickeln wir fortlaufend weiter. Für unsere Mitarbeiter werden systematische Schulungs-, Weiterbildungs- und Qualifikationsprogramme durchgeführt.

Risiken aus dem politischen und regulatorischen Umfeld begegnen wir durch einen intensiven und konstruktiven Dialog mit Behörden und Politik.

Risiken in Verbindung mit Rechtsstreitigkeiten versuchen wir durch eine geeignete Verfahrensbetreuung und entsprechende Vertragsgestaltungen im Vorfeld zu minimieren.

Der Bereich Konzern-Steuern identifiziert frühzeitig evtl. steuerliche Risiken und erfasst, bewertet und überwacht diese systematisch. Gegebenenfalls werden Maßnahmen zur Minimierung steuerlicher Risiken veranlasst und mit den betroffenen Konzerngesellschaften abgestimmt. Ferner erstellt und kommuniziert der Bereich Richtlinien zur Beseitigung oder Vermeidung steuerlicher Risiken.

RISIKEN UND CHANCEN

Wir stellen im Folgenden alle für den Konzern identifizierten wesentlichen Risiken und Chancen dar, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und/oder die Reputation der Deutschen Telekom und über die Ergebnisse der Tochtergesellschaften die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom AG beeinflussen könnten. Die Risiken beschreiben wir überwiegend vor den ergriffenen Maßnahmen zur Risikobegrenzung (Bruttobetrachtung). Falls Nettorisiken identifiziert sind, sind diese als solche gekennzeichnet. Sofern Risiken und Chancen sich eindeutig einem operativen Segment zuordnen lassen, ist dies nachfolgend dargestellt.

Für die Deutsche Telekom AG und die wesentlichen Konzernunternehmen bestehen weder zum Bilanz-Stichtag noch zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestandsgefährdende Risiken.

Um die Verständlichkeit zu fördern und die Auswirkungen der Risiken besser zu erläutern, haben wir die einzelbewerteten Risiken den folgenden Kategorien zugeordnet:

T 052 Unternehmensrisiken

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  Eintrittswahrscheinlichkeit Risikoausmaß Risikobedeutung Veränderung gegenüber Vorjahr
BRANCHE, WETTBEWERB UND STRATEGIE        
Konjunkturelle Risiken Deutschland gering gering gering
Konjunkturelle Risiken USA gering mittel gering
Konjunkturelle Risiken Europa gering mittel gering
Risiken aus Markt und Umfeld Deutschland mittel gering gering
Risiken aus Markt und Umfeld USA gering hoch mittel
Risiken aus Markt und Umfeld Europa mittel mittel mittel
Risiken aus Innovationen (Substitution) mittel mittel mittel
Risiken aus strategischer Transformation und Integration mittel mittel mittel
REGULIERUNG siehe Abschnitt "Risiken und Chancen aus Regulierung"      
OPERATIVE RISIKEN        
Personal Deutschland und Systemgeschäft mittel gering gering
Risiken aus IT-/NT-Netzbetrieb Deutschland sehr gering sehr hoch mittel
Risiken aus IT-/NT-Netzbetrieb USA sehr gering hoch mittel
Risiken aus IT-/NT-Netzbetrieb Europa sehr gering hoch gering
Risiken aus bestehender IT-Architektur USA mittel mittel mittel
Zukunftsfähigkeit der IT-Architektur USA mittel hoch mittel
Einkauf gering gering gering
Datenschutz und Datensicherheit mittel mittel mittel
MARKE, KOMMUNIKATION UND REPUTATION        
Marke und Reputation (mediale Berichterstattung) gering gering gering
Nachhaltigkeitsrisiken sehr gering gering gering
Gesundheit und Umwelt gering mittel gering
RECHTS- UND KARTELLVERFAHREN siehe Abschnitte "Rechtsverfahren" und "Kartellverfahren"      
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN        
Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiken gering gering gering
Steuerrisiken ↗ verbessert → unverändert ↘ verschlechtert siehe Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken"      
Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken siehe Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken"      

RISIKEN UND CHANCEN AUS BRANCHE, WETTBEWERB UND STRATEGIE

Risiken und Chancen aus dem konjunkturellen Umfeld.

Die volkswirtschaftliche Entwicklung und die Aussichten für unsere Märkte haben sich u. a. durch die expansive Geldpolitik der EZB verbessert. Jedoch sind nach wie vor, v. a. für unsere europäischen Länder, eine erneute Verschärfung der Staatsschuldenkrise und ein mögliches Wiederaufflammen der Bankenkrise die größten volkswirtschaftlichen Risiken. Auch eine drastische Eskalation der aktuellen oder zukünftiger geopolitischer Krisen kann die Volkswirtschaften unserer Länder negativ beeinflussen. Die wirtschaftliche Erholung in Griechenland könnte durch ein deutliches Abweichen von der mit der Troika vereinbarten Staatshaushaltspolitik belastet werden.

Die Risiken der Konjunkturentwicklung könnten sich in einigen unserer Länder unterschiedlich bemerkbar machen: Bei einer erneuten starken Eintrübung der Wirtschaft und ansteigender Unsicherheit könnten sich Privat- und Geschäftskunden beim Konsum zurückhalten. Daneben könnten auch staatliche Sparmaßnahmen negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Telekommunikationsdienstleistungen haben -als Folge einer reduzierten Staatsnachfrage und eines verringerten verfügbaren Einkommens im Privatsektor. Durch staatliche Konsolidierungsanstrengungen droht für unser operatives Geschäft zudem das Risiko unangekündigter und weiterer Steuererhöhungen bzw. Sondersteuern, speziell in unseren süd- und osteuropäischen Märkten. Ferner resultieren aus den Risiken der Staatsschuldenkrise weiterhin volatile Wechselkursbewegungen.

Demgegenüber kann eine deutliche Verbesserung der konjunkturellen Lage in unseren Ländern zu einem weiteren Anstieg des privaten Konsumverhaltens und der unternehmerischen und staatlichen Investitionstätigkeit führen. Aus diesem Grund könnte auch die Nachfrage der Privat- und Geschäftskunden sowie der öffentlichen Hand nach Telekommunikations- und ICT-Dienstleistungen moderat steigen.

Risiken aus dem Markt und Umfeld.

Die beständig sinkenden Preisniveaus bei Sprach- und Datendiensten im Festnetz und im Mobilfunk zählen zu den wesentlichen Marktrisiken, denen wir ausgesetzt sind. Die Ursachen dafür sind neben regulierungsbedingten Preissenkungen in erster Linie der harte Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche, die Kannibalisierungseffekte durch neue Produkte und Dienstleistungen und der technologische Fortschritt. Konsolidierungen und Partnerschaften, die Marktstabilisierungen zur Folge hatten, führten zu einer Abschwächung der Risiken gegenüber dem Vorjahr und können in der Zukunft weiter positiv wirken.

Mit anhaltendem Wettbewerbsdruck ist insbesondere im Festnetz-Bereich in Deutschland und Europa zu rechnen. Im Breitband-Markt beobachten wir weiterhin v. a. in Deutschland wachsende Marktanteile der Kabelnetz-Betreiber im Neukundengeschäft. Darüber hinaus können regionale Teilnehmer-Netzbetreiber ihre Marktabdeckung weiter erhöhen. Unsere Wettbewerber verlängern in bestimmten Regionen ihr eigenes Glasfasernetz bis in die Haushalte, um sich auch dort von unserem Netz unabhängig zu machen. Ein weiteres Wettbewerbsrisiko liegt darin, dass wir verstärkt auch Konkurrenten gegenüberstehen, die nicht zur Telekommunikationsbranche im engeren Sinne zählen: große Unternehmen aus den Branchen Internet und Unterhaltungselektronik. Für uns besteht daher das Risiko, dass Marktanteile und Margen weiter sinken.

Auch in der mobilen Sprachtelefonie und bei mobilen Datendiensten erwarten wir einen weiteren Preisrückgang. Dies könnte sich negativ auf unsere Mobilfunk-Umsätze auswirken. Hauptgründe für den Preisrückgang sind u. a. Billiganbieter, die in Deutschland und in anderen europäischen Märkten expandieren. Auch die reinen E-SIM Smartphone-Angebote von großen Smartphone-Herstellern könnten zur Folge haben, dass die Preise in der mobilen Sprachtelefonie und bei mobilen Datendiensten noch mehr sinken. Unsere Landesgesellschaften in Europa agieren weiterhin in einem hart umkämpften Wettbewerbsumfeld. Auf der einen Seite gehen zwar von Konsolidierungen (wie z. B. in Österreich) und Partnerschaften Stabilisierungsimpulse aus. Auf der anderen Seite wird jedoch durch neue Marktteilnehmer infolge von Frequenzauktionen und Wholesale-Abkommen (speziell im Mobilfunk) die Wettbewerbsintensität aufrechterhalten. Zudem besteht weiterhin das Risiko von unvorhergesehenen und preisaggressiven Maßnahmen kleinerer Wettbewerber.

Im Berichtsjahr waren wir in den USA der kleinste der vier nationalen Mobilfunk-Anbieter im Vertragskundensegment und der drittgrößte im Prepaid-Kundensegment. Unsere relative Marktposition in den USA ist mit besonderen Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit unseren Marktanteilen, Markenpositionierung, Netzabdeckung - u. a. auch bei Roaming-Abkommen - und Netzqualität, verbunden. Resultierend aus Joint Ventures, Fusionen, Akquisitionen und strategischen Zusammenschlüssen in der US-Mobilfunk-Industrie erwarten wir einen verstärkten Wettbewerb im US-amerikanischen Markt. Unsere drei stärksten Wettbewerber (Verizon Wireless, AT&T, Sprint-Nextel) können aufgrund ihrer Stellung am Markt und ihrer Marktanteile schneller und effektiver auf Marktchancen reagieren und stärker in die Kundengewinnung investieren. T-Mobile US benötigt in Zukunft zusätzliche Frequenzen, um dem steigenden Kapazitätsbedarf Rechnung zu tragen. Risiken im Falle des Nichterwerbs von Frequenzen beinhalten u. a. Qualitätsverschlechterungen von Diensten aufgrund einer Sättigung von Frequenzkapazitäten. T-Mobile US hat an der FCC-Frequenzauktion, die am 29. Januar 2015 endete, teilgenommen.

→ Weitergehende Erläuterungen hierzu finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld".

Es wird erwartet, dass diese und weitere Transaktionen sowohl die Netzabdeckung von breitbandigem Spektrum verbessern als auch die Erweiterung der LTE-Abdeckung in neue Märkte ermöglichen wird. In 2015 wird sich T-Mobile US bemühen, weiteres Spektrum zu erlangen, um das Portfolio weiter zu verstärken. Weiterhin verfolgt T-Mobile US auch die Option, Frequenzen von anderen Anbietern zu erwerben bzw. gemeinsame Nutzungsvereinbarungen mit anderen Betreibern abzuschließen.

Auch unser operatives Segment Systemgeschäft steht vor Herausforderungen. Schließlich ist der Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie geprägt durch beständig starken Wettbewerb, anhaltenden Preisrückgang, lange Verkaufszyklen und Zurückhaltung bei der Vergabe von Projekten. Dies führt zu einem potenziellen Risiko von Umsatzrückgängen und Margenverfall bei T-Systems.

Chancen aus dem Markt und Umfeld.

Nachfolgend führen wir Chancen je Geschäftssegment auf, von denen wir uns überdurchschnittliches Marktwachstum versprechen und die für uns eine wesentliche Bedeutung hinsichtlich unserer zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Der Telekommunikations- und IT-Markt ist ein sehr dynamischer Markt, der durch eine hohe Wettbewerbsintensität geprägt ist. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen unser Handeln und wirken sich auf unsere Unternehmenskennzahlen aus. Wir gehen grundsätzlich von den Entwicklungen, wie sie im Abschnitt "Markterwartungen" beschrieben sind, aus.

→ Siehe Kapitel "Prognose".

Eine Chance im deutschen Markt könnte sich aus deutlich über unseren Planungsannahmen liegenden Kundennachfragen nach Breitband-Anbindungen ergeben. Darüber hinaus könnte eine unsere Planungsannahmen übertreffende Steigerung des werthaltigen Kundenbestands durch die Vermarktung von konvergenten Produkten aus Festnetz und Mobilfunk im Privat- und Geschäftskundensegment erzielt werden. Erhöhte Investitionen in leistungsstarke Breitbandnetze auf Basis von LTE bei allen nationalen Wettbewerbern sowie eine fortwährende Konsolidierung der Mobilfunk- und Festnetz-Märkte könnten zu einem erhöhten Leistungswettbewerb führen und den hohen Preisverfall der vergangenen Jahre mindern. Weitere Chancen könnten sich durch einen über unseren Erwartungen liegenden verstärkten Trend nach Tablets und Smartphones mit mobilen Datenverbindungen ergeben, die für den Endkunden durch starken Wettbewerb bei den Herstellern immer günstiger werden.

Eine höhere Nettoeinwanderung führt zu einer wachsenden Bevölkerungszahl, die sich positiv auf den Telekommunikationsmarkt, besonders den Mobilfunk-Markt, auswirkt. Zusätzlich dazu ergeben sich gerade für die alternden und zum Teil bereits schrumpfenden Gesellschaften in den Industrienationen aber noch weitere Chancen: Durch die Aufnahme von ausländischen Arbeitskräften können sie ihre Produktivität erhalten und dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Die verbesserte Marktsituation der T-Mobile US könnte sich positiv auf die Monetarisierung von Datendiensten auswirken. Dies könnte insbesondere durch fortwährend eingeführte Tarifinnovationen gefördert werden. Überdies könnte eine verbesserte Marge im Endgerätegeschäft des unteren und mittleren Segments erzielt werden, sofern eine Bündelung von Einkaufsvolumina und vereinfachte Spezifikationen erreicht werden können. Daneben könnte sich die durch die "Uncarrier"-Strategie ausgelöste Dynamik im US-amerikanischen Mobilfunk-Markt in 2015 weiter fortsetzen und so unsere Erwartungen übersteigende Umsätze sowie Kundenzuwachs für T-Mobile US generieren. Die Dynamik im US-amerikanischen Markt wird auch durch die große Nettozuwanderung in der US-amerikanischen Bevölkerung unterstützt.

Risiken aus Innovationen.

Stetig kürzer werdende Innovationszyklen stellen den Telekommunikationssektor vor die Herausforderung, neue Produkte und Dienstleistungen in immer kürzeren Zeitabständen hervorbringen zu müssen. Neue Technologien verdrängen bestehende Technologien, Produkte oder Services teilweise, manchmal sogar vollständig. Dies kann sowohl im Sprach- als auch im Datenverkehr zu geringeren Preisen und Umsätzen führen. Auswirkungen neuer technologischer Entwicklungen wie WebRTC (Web Real Time Communication) können zukünftig den Telekommunikationsmarkt maßgeblich beeinflussen; so könnten Kunden z. B. nur noch reine Datentarife nachfragen. Diese Substitutionsrisiken könnten unseren Umsatz und das Ergebnis beeinflussen, v. a. in unseren operativen Segmenten Europa und USA. Wir begegnen dem Ausmaß der Substitutionsrisiken mit Bündeltarifen, indem wir Neu- und Bestandskunden eine integrierte Lösung aus dem Kommunikations-Portfolio der Deutschen Telekom anbieten.

Risiken aus strategischen Transformationen und Integration.

Wir befinden uns in einem stetigen Prozess strategischer Anpassungen und Kostensenkungsinitiativen. Können wir diese Transformations- und Integrationsmaßnahmen nicht wie geplant umsetzen, sind wir Risiken ausgesetzt. So könnte der Nutzen der Maßnahmen geringer sein als ursprünglich abgeschätzt oder sie könnten sich später auswirken als angenommen oder ihre Wirkung könnte ganz ausbleiben. Jeder dieser Faktoren - allein oder in Kombination mit anderen - könnte sich negativ auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Chancen aus den strategischen Initiativen, Innovationen und Kooperationen.

Im Folgenden haben wir die Chancen aufgeführt, von denen wir uns überdurchschnittliches Marktwachstum versprechen und die für uns eine wesentliche Bedeutung hinsichtlich unserer zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Die Deutsche Telekom gestaltet auf Basis einer neuen ERP-Plattform ihre Prozesse neu. Diese Transformation umfasst die Bereiche Finanzen, Einkauf, Personal, Produktionssteuerung & Logistik und deren Stammdaten. Konzernweit werden Prozesse, Daten und IT standardisiert und auf ein neues Niveau gehoben. Damit entstehen eine hohe Qualität und Agilität. Einsparungen können dadurch realisiert werden. Auch die Geschäftssteuerung kann hiermit auf einer neuen Grundlage erfolgen und somit optimiert werden. Weitere Vorteile bestehen in der besseren Unterstützung der Ausbauprogramme unserer Netzinfrastruktur und in der vereinfachten Umsetzung von Partnerschaften.

Für T-Mobile US kann eine stärkere strategische Fokussierung auf den Geschäftskundenmarkt eine Chance für einen größeren Marktanteil in diesem Segment mit sich bringen. Hierdurch könnte ein höheres Umsatz- und Ergebnispotenzial erreicht werden.

RISIKEN UND CHANCEN AUS REGULIERUNG

Im Folgenden werden unsere wesentlichen regulatorischen und politischen Risiken und Chancen beschrieben, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, den Cashflow und/oder unsere Reputation beeinflussen könnten.

Nach wie vor unterliegen unsere deutschen und internationalen Gesellschaften der sektorspezifischen Marktregulierung: Die nationalen Regulierungsbehörden haben umfassende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung - mit erheblichen Auswirkungen auf unser operatives Geschäft. Diese regulatorischen Eingriffe sind für uns nur bedingt vorherzusehen und können den bestehenden Preis- und Wettbewerbsdruck zusätzlich erhöhen.

Es ist zu befürchten, dass die Regulierung in Deutschland und in anderen europäischen Ländern die Umsatzentwicklung im Festnetz und im Mobilfunk mittel- bis langfristig weiterhin negativ beeinflusst.

Streng reguliert wird immer dann, wenn die nationale Regulierungsbehörde auf dem für uns relevanten Telekommunikationsmarkt eine beträchtliche Marktmacht unsererseits vermutet. Das bedeutet: Die nationale Regulierungsbehörde kann uns einerseits dazu verpflichten, Wettbewerbern Zugang zu unseren Netzen zu gewähren. Andererseits kann sie auch die konkreten Vorleistungsprodukte und deren Entgelte regulieren.

In Bezug auf die Arten der Entgeltregulierung ist zwischen "ex ante"- und "ex post"-Regulierung zu unterscheiden: Bei der sog. "ex ante"-Kontrolle müssen Preise der Regulierungsbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden - und zwar vor ihrem Inkrafttreten. In Deutschland erfolgt hierzu eine strikte Kostenprüfung für unsere Vorleistungen zum Zugang zur Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) und für die Terminierung von Sprachverbindungen in unseren Fest- und Mobilfunknetzen. Die zweite Art der Entgeltregulierung ist die sog. "ex post"-Entgeltkontrolle, in der keine strikte Kostenprüfung erfolgt; geprüft werden kann aber, ob Preise missbräuchlich zu hoch oder zu niedrig sind. In Deutschland unterliegen Bitstromprodukte einer "ex post"-Entgeltkontrolle mit Anzeigepflicht. Das bedeutet, dass wir Entgeltmaßnahmen vor Inkrafttreten der BNetzA anzeigen müssen und dass diese ggf. eine umfangreichere Prüfung einleiten kann. Entscheidungen der Behörde können einerseits zu Preisabsenkungen und entsprechend geringerem Umsatz sowie bei "ex post"-Verfahren zu zeitlichen Verzögerungen bei der Einführung von Preismaßnahmen führen. Andererseits ergeben sich Chancen, wenn die BNetzA stabile oder steigende Entgelte genehmigt. Bei längerfristigen Genehmigungen haben wir schließlich eine größere Planungssicherheit.

Frequenzvergabe.

Bei der Frequenzregulierung ist hinsichtlich der Risiken und Chancen v. a. auf die in einigen Ländern derzeit in Vorbereitung bzw. in Planung befindlichen Spektrumvergabe-Prozesse hinzuweisen. Bei den Vergabeprozeduren geht es hauptsächlich um die Auktion von Frequenzen in den Bereichen 0,8 GHz, 1,8 GHz und 2,6 GHz. Risiken könnten dadurch erwachsen, dass folgende Sachverhalte die Erreichung unseres angestrebten Spektrumerwerbs gefährden könnten: unpassende Auktionsregeln und Frequenznutzungsauflagen, überzogene Startpreisforderungen sowie unverhältnismäßig hohe jährliche Frequenzgebühren. Als Chance sehen wir v. a. die Möglichkeit, dass sich die Mobilfunk-Betreiber über die Frequenzvergaben mit ausreichendem und hinsichtlich seiner Lage optimalem Spektrum ausstatten können. Somit wären wir gerüstet für weiteres Wachstum und Innovationen.

→ Zu laufenden oder in 2014 abgeschlossenen Frequenzvergaben verweisen wir auf das Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld".

Derzeit werden in Albanien, Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik Vergaben vorbereitet, die voraussichtlich im ersten Halbjahr 2015 starten werden. Daneben werden mittelfristig in Montenegro, Großbritannien, den Niederlanden und den USA Frequenzvergaben stattfinden.

Verbraucherschutz.

Die BNetzA hat im Februar 2014 einen Verordnungsentwurf vorgestellt, der im Schwerpunkt auf mehr Transparenz und höhere Kostenkontrolle bei Telekommunikationsdiensten abzielt. Die umfangreichen Vorgaben sollen Verbrauchern und anderen Endnutzern z. B. auf Verlangen erlauben, ihre Internet-Geschwindigkeiten im Mobilfunk und Festnetz zu überprüfen. Vorgesehen sind zudem Warnhinweise bei hohem Datenverbrauch und Neuregelungen zur Vermeidung von überraschend hoch ausfallenden Kundenrechnungen, sog. "Bill Shocks". Für die Telekom Deutschland bedeuten diese Neuregelungen erheblichen Anpassungsaufwand. Teilweise greift der Verordnungsentwurf Überlegungen auf, die auf EU-Ebene im Rahmen der Telekommunikationsbinnenmarkt-Verordnung diskutiert wurden und die zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise EU-weit gelten werden. Aktuell befindet sich der Entwurf der BNetzA in Abstimmung mit den zu beteiligenden Ministerien. Im Anschluss ist Einvernehmen mit dem Bundestag herzustellen. Die Verordnung tritt nach einer 6-monatigen Umsetzungsfrist in Kraft. Für einzelne Regeln ist eine verlängerte Umsetzungsfrist von zwölf Monaten vorgesehen.

Rückwirkende Neubescheidung von Entgeltgenehmigungen.

In Deutschland ergeben sich neben den bereits beschriebenen allgemeinen regulatorischen Risiken auch Unsicherheiten dadurch, dass Verwaltungsgerichte Entgeltentscheidungen der Regulierungsbehörde aufheben können.

→ Zu den Verwaltungsgerichtsverfahren siehe Abschnitt "Rechtsverfahren".

Die Regulierungsbehörde hat dann für die Vergangenheit neu über die Entgelte zu entscheiden. Grundsätzlich ist hierbei völlig offen, ob und in welcher Höhe und in welche Richtung sich Entgelte ändern.

Auf EU-Ebene wird der relevante Regulierungsrahmen maßgeblich bestimmt von Verordnungen die direkt von den Mitgliedsländern anzuwenden sind, von Richtlinien, die von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umzusetzen sind, und von Empfehlungen der EU-Kommission, die zwar nicht unmittelbar bindend sind, aber von den nationalen Regulierungsbehörden berücksichtigt werden müssen. Beispielhaft werden im Folgenden wichtige Verordnungen und Empfehlungen aufgeführt:

Die Roaming-Verordnung, die zum 1. Juli 2012 in Kraft getreten ist, legt u. a. die maximale Höhe von Roaming-Endkundenentgelten bis zum Jahr 2017 fest. Risiken ergeben sich aus möglichen vorfristigen Neuregelungen zu Roaming im Rahmen des Verordnungsentwurf der Europäischen Kommission zum Telekommunikationsbinnenmarkt; so sieht der Entwurf u. a. eine Abschaffung der Roaming-Aufschläge gegenüber nationalen Preisen ab 2016 vor. Die Einführung dieses sog. "Roam like at Home" könnte zu erheblichen Umsatzverlusten sowie zu signifikantem Implementierungsaufwand führen.

Die Empfehlung der Europäischen Kommission vom 7. Mai 2009 über die Regulierung der Festnetz- und Mobilfunk-Zustellungsentgelte in der EU legte fest, dass ab dem 1. Januar 2013 die Terminierungsentgelte EU-weit auf Basis eines neuen Kostenkonzepts festgesetzt werden. Daraufhin sind die Terminierungsentgelte unserer europäischen Tochtergesellschaften sowie in Deutschland erheblich gesunken und werden durch regulatorische Entscheidungen bzw. vorläufige Entwürfe der zuständigen Regulierungsbehörden auch 2015 weiter abgesenkt. Die EU-Kommission hatte zudem die Prüfung rechtlicher Schritte angekündigt bezüglich der finalen Entscheidungen der BNetzA zu den Mobilfunk- und Festnetz-Terminierungsentgelten bei Nichtbefolgung der Empfehlung zum Wechsel des Kostenstandards.

In der am 9. Oktober 2014 veröffentlichten Überarbeitung der Empfehlung zu relevanten Märkten werden verschiedene Produktmärkte definiert, in denen Regulierungsmaßnahmen grundsätzlich angewendet werden sollen. Dabei wurde die Anzahl der zur Regulierung vorgesehenen Märkte von sieben auf vier Märkte reduziert. Die neue Empfehlung bietet Chancen einer Deregulierung der Telefondienstmärkte wie z. B. bei Endkundentarifen für den Telefonanschluss und Vorleistungsprodukte wie "Call by Call". Außerdem erlaubt die Empfehlung, bei Glasfaser-Anschlüssen auf eine Verpflichtung zur sog. "physischen Entbündelung" von Anschlussnetzen zu verzichten - zugunsten effizienterer "aktiver" Vorleistungsprodukte. Doch birgt die Empfehlung auch das Risiko einer Ausweitung von Regulierung bei einzelnen Vorleistungen für Geschäftskundenmärkte. Die Empfehlung ist in den zukünftigen Marktanalyseverfahren von den nationalen Regulierungsbehörden zu berücksichtigen. Erst durch die Berücksichtigung in nationalen Entscheidungen können die beschriebenen Chancen und Risiken eintreten.

Die Weiterentwicklung des europäischen Rechtsrahmens in Form neuer EU-Verordnungen oder -Richtlinien bietet Chancen für größere Rechtssicherheit; es erwachsen aber auch Risiken zusätzlicher regulatorischer Restriktionen.

Der ursprüngliche Verordnungsentwurf der Europäischen Kommission zum Telekommunikationsbinnenmarkt sah neben positiven Vorschlägen zur Frequenzpolitik und zu Regulierungsprinzipien auch regulatorische Einschnitte bei den Tarifen für Roaming und innereuropäische Gespräche vor. Gleichzeitig sollten Kundenschutz-Regelungen weiter harmonisiert und Regelungen zur Netzneutralität auf EU-Ebene verankert werden. Im laufenden Gesetzgebungsverfahren im EU-Parlament und im Europäischen Rat wurde der Entwurf bereits erheblich verändert. So werden die vorgeschlagenen Regelungen zur Frequenzpolitik derzeit im EU-Rat nicht mehr diskutiert. Dafür ist nunmehr eine Abschaffung der Aufschläge für Roaming-Dienste für 2016 in der Diskussion. Wir erwarten, dass die Verordnung frühestens im zweiten Quartal 2015 verabschiedet wird; dies kann sich aber auch weiter in die zweite Jahreshälfte 2015 verschieben.

Je nach Ausgestaltung könnten die geplanten EU-Regelungen zur Netzneutralität unsere Freiheit bei der Produktgestaltung erheblich einschränken. Die Regelungen in der vom Europäischen Parlament abgestimmten Form würden das Angebot von sog. "Spezialdiensten" nur unter strengen Bedingungen - wie Datenverkehrs-Management in bestimmten festgelegten Fällen - erlauben; dagegen würden sie Optionstarife im Mobilfunk verhindern, den Zugang zu bestimmten Internet-Diensten und -Anwendungen beschränken oder von einer Volumenbeschränkung ausnehmen. Der EU-Rat diskutiert derzeit einen weniger restriktiven, an Prinzipien orientierten Ansatz. EU-Rat und -Parlament müssen sich auf einen gemeinsamen Text einigen. Insbesondere im Mobilfunk-Bereich besteht durch die EU-Gesetzgebung das Risiko, dass zahlreiche Geschäftsmodelle, die zwischen Diensten und Anwendungen differenzieren, nicht mehr rechtmäßig angeboten werden können.

Eine vollständige Überarbeitung des geltenden EU-Rechtsrahmens für Telekommunikation wird von der EU-Kommission im nächsten Jahr eingeleitet. Chancen, wie etwa für eine Rückführung von "ex ante"-Regulierung, sowie Risiken, wie beispielsweise im Bereich Universaldienstverpflichtung oder Kundenschutz, lassen sich derzeit noch nicht abschließend abschätzen.

OPERATIVE RISIKEN UND CHANCEN

Personal.

Auch 2014 konnten wir den personellen Umbau in unserem Konzern sozialverträglich gestalten und umsetzen: im Wesentlichen über Abfindungen, Altersteilzeit, Vorruhestand und die von Vivento angebotenen Beschäftigungsperspektiven für Beamte und Angestellte, insbesondere im öffentlichen Sektor. Der Personalumbau wird auch im kommenden Geschäftsjahr fortgesetzt. Falls sich die Maßnahmen nicht oder nicht wie geplant realisieren lassen, kann sich dies negativ auf unsere Finanzziele und unsere Rentabilität auswirken. Auch durch das Rückkehrrecht von Beamten entstehen Risiken: Werden Konzerneinheiten, in denen Beamte beschäftigt sind, veräußert, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass diese weiterhin bei der veräußerten Konzerneinheit arbeiten. Dem muss der Beamte selbst zustimmen bzw. den Antrag dazu stellen. Allerdings besteht das Risiko, dass Beamte, z. B. nach dem Ende der Beurlaubung, von einer veräußerten Einheit zu uns zurückkehren, ohne dass ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten für die Beamten bestehen.

Ein solches Rückkehrrecht besteht derzeit für rund 2 200 Beamte (Stand 31. Dezember 2014). Unter der Annahme, dass im Berichtsjahr all diese Beamten zu uns zurückgekehrt wären, betrüge das maximale Risiko rund 0,1 MRD. € pro Jahr. Dieses Risiko ließe sich etwa durch Kompensationszahlungen reduzieren, aber nicht vollständig vermeiden.

→ Über wesentliche Rechtsverfahren im Zusammenhang mit Personal informieren wir Sie im Abschnitt "Rechtsverfahren".

Risiken aus dem IT-/NT-Netzbetrieb.

Wir verfügen über immer komplexere Informations-/Netztechnik- (IT-/NT-) Infrastruktur, die wir beständig ausbauen und modernisieren. Ausfälle der aktuellen und auch der zukünftigen technischen Infrastruktur sind nicht vollständig auszuschließen. Sollte es dazu kommen, könnte dies im Einzelfall zu einem Umsatzausfall oder Kostensteigerungen führen, da unsere IT-/NT-Ressourcen und -Strukturen die wesentliche organisatorische und technische Plattform zur Unterstützung unserer Geschäftstätigkeit bilden.

Es können Risiken entstehen, die alle IT-/NT-Systeme und -Produkte mit Internet-Anbindung betreffen. So könnten Störungen zwischen neu entwickelten und bereits bestehenden IT-/NT-Systemen zu Unterbrechungen bei Geschäftsprozessen, Produkten und Services wie z. B. bei Smartphones und "Entertain" führen. Um Ausfallrisiken, z. B. ausgelöst durch Naturkatastrophen oder Feuer, zu vermeiden, setzen wir technische Frühwarnsysteme und Dopplung von IT-/NT-Systemen ein. Unser Computer Emergency Response Team (cert) von T-Systems befasst sich mit der Sicherheit der Server unserer Großkunden. Beim Cloud Computing lagern alle Daten und Anwendungen in Rechenzentren. Die Rechenzentren der Deutschen Telekom sind sicherheitszertifiziert und erfüllen die strengen rechtlichen Datenschutzbestimmungen sowie EU-Regularien. So sind alle Daten von Unternehmen und Privatpersonen sicher vor fremdem Zugriff geschützt. Ständige Pflege und automatische Updates halten die Sicherheitsvorkehrungen stets auf dem aktuellsten Stand. Auf Basis eines konzernweit standardisierten Business Continuity Managements setzen wir zudem organisatorische und technische Maßnahmen ein, um Schäden zu verhindern bzw. deren Auswirkungen zu mindern. Versicherbare Risiken decken wir darüber hinaus im Rahmen unseres Versicherungsprogramms ab.

Risiken aus der bestehenden IT-Architektur.

T-Mobile US ist in Bezug auf die IT-Architektur Risiken ausgesetzt: Systeme für Vertrieb und Service haben an Leistungsfähigkeit verloren, was zu Unterbrechung oder Ausfällen geführt hat. Solange die IT modernisiert wird, muss T-Mobile US weiterhin mit Einschränkungen im Verkaufsprozess und im Service rechnen.

Zukunftsfähigkeit der IT-Architektur.

Sollte T-Mobile US nicht rechtzeitig in der Lage sein, die Vorteile der technologischen Entwicklung zu nutzen, ist eine rückläufige Nachfrage nach unseren Dienstleistungen zu befürchten. Systemausfälle, Sicherheits- oder Datenschutzverletzungen, Betriebsstörungen und die unberechtigte Nutzung oder Beeinträchtigungen unseres Netzes und anderer Systeme könnten unseren Ruf und unsere finanzielle Lage nachteilig beeinflussen. T-Mobile US hat 2014 mit der Einführung eines neuen Billing-Systems begonnen, dessen erfolgreiche Umsetzung die Transformation maßgeblich unterstützen soll. Die Integration des neuen Billing-Systems ist mit operativen Risiken behaftet. Darüber hinaus muss T-Mobile US nachhaltige Maßnahmen im Bereich der IT in 2015 ergreifen, um die hohe Aktionsgeschwindigkeit am Markt beizubehalten und dabei die Einhaltung anerkannter Standards im Berechtigungs-Management und Zugriffsschutz sicherzustellen.

Chancen aus der IT-Architektur.

T-Mobile US tätigt signifikante Investitionen in die IT-Infrastruktur, die eine Optimierung der Kunden-Service-Systeme beinhalten. Sollten sich durch diese Investitionen die Prozesse im Vertrieb und Service erhebliche Prozessverbesserungen ergeben, so besteht die Chance einer Kosteneinsparung, die die bisher angenommene übersteigt.

Einkauf.

Als Dienstleister sowie Betreiber und Anbieter von Telekommunikations- und IT-Produkten arbeiten wir mit unterschiedlichen Lieferanten für technische Komponenten zusammen. Zu diesen Komponenten zählen u. a. Soft- und Hardware, Übertragungstechnik, Vermittlungs- und Linientechnik sowie Endgeräte.

Lieferrisiken lassen sich nicht grundsätzlich ausschließen. So können Lieferengpässe, Preiserhöhungen, veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder Produktstrategien der Lieferanten negative Folgen für unsere Geschäftsprozesse und unser Ergebnis haben. Risiken können sich ergeben aus Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern bzw. dem Ausfall von einzelnen Lieferanten als direkte Folge der Wirtschaftskrise. Diesen Risiken begegnen wir mit organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Maßnahmen.

Datenschutz und Datensicherheit.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Unsere Produkte und Dienstleistungen unterliegen Risiken in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit, v. a. in Verbindung mit dem Zugriff auf Kunden-, Partner- oder Mitarbeiterdaten durch Unbefugte.

Die Sicherheit und der Schutz von Kundendaten haben für uns weiterhin die höchste Priorität. Dies gilt auch für das wachsende Cloud-Computing-Geschäft: Es unterliegt den gleichen strengen Auflagen für Sicherheit und Schutz von Informationen wie jedes andere unserer Produkte. Um diese hohen Standards zu halten und Risiken weitgehend auszuschließen, setzen wir uns dafür ein, dass europäischer Datenschutz zwingend zur Anwendung kommt, wenn ein Unternehmen seine Dienste am europäischen Markt anbietet. So hätten Verbraucher innerhalb Europas ein einheitliches Recht. Zudem könnten auch Datenschutz-Schlupflöcher innerhalb Europas geschlossen und einheitliche Wettbewerbsverhältnisse geschaffen werden.

Bei der IT-Sicherheit stehen wir vor vielen neuen Herausforderungen. In den vergangenen Jahren hat sich der Schwerpunkt verschoben -weg von der Prävention, hin zur Analyse. Hier setzt unser Frühwarnsystem an: Es erkennt neue Quellen und Formen von Cyber-Angriffen, analysiert das Verhalten der Angreifer unter strenger Wahrung des Datenschutzes und identifiziert so neue Trends im Sicherheitsbereich. Neben den sog. "Honeypot-Systemen", die Schwächen in IT-Systemen simulieren, umfasst unser Frühwarnsystem Melde- und Analyse-Tools für Spam Mails, Viren und Trojaner. Die Informationen, die wir aus diesen Sensoren gewinnen, werden mit öffentlichen und privaten Stellen ausgetauscht, um neue Angriffsmuster zu erkennen und neue Schutzsysteme entwickeln zu können.

Cyber-Kriminalität und Industriespionage nehmen zu. Diesen Risiken begegnen wir mit umfangreichen Sicherheitskonzepten. Wir setzen dabei verstärkt auf Partnerschaften, z. B. mit öffentlichen und privaten Organisationen, um mehr Transparenz zu schaffen und so den Bedrohungen besser entgegenwirken zu können. Mit "Security by Design" haben wir Sicherheit als festen Entwicklungsbestandteil für neue Produkte und Informationssysteme etabliert. Zusätzlich führen wir intensive und obligatorische digitale Sicherheitstests durch.

→ Auf unseren Internet-Seiten www.telekom.com/datenschutz und www.telekom.com/sicherheit berichten wir fortlaufend über aktuelle Entwicklungen in diesen Bereichen.

RISIKEN UND CHANCEN AUS MARKE, KOMMUNIKATION UND REPUTATION

Negative mediale Berichterstattung.

Eine unvorhersehbare negative mediale Berichterstattung über unsere Produkte und Dienstleistungen oder unsere unternehmerische Tätigkeit und Verantwortung kann einen großen Einfluss auf die Reputation unseres Unternehmens, unseren Ruf und unser Marken-Image haben. Durch soziale Netzwerke kann es dabei zu einer noch schnelleren und weiteren Verbreitung solcher Informationen und Meinungen kommen, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war.

Eine negative Berichterstattung kann sich letzten Endes auf unseren Umsatz und unseren Markenwert auswirken. Um negative Berichterstattung zu vermeiden, suchen wir einen ständigen, intensiven und konstruktiven Dialog v. a. mit unseren Kunden, den Medien und der Finanzwelt. Unsere Stakeholder zufriedenzustellen und so unserem Ruf gerecht zu werden, hat für uns Priorität.

Anhaltende Presseberichterstattung bezüglich der Überwachung des Telefon- und Internet-Verkehrs durch Geheimdienste.

Infolge der anhaltenden öffentlichen Kommunikation über die Überwachung des Telefon- und Internet-Verkehrs durch Geheimdienste zeigen Meinungsumfragen aus Deutschland, dass das Vertrauen der Deutschen in Internet-Dienste belastet ist. Indirekt sind dadurch Reputationsverluste und somit auch wirtschaftliche Risiken für einen Netzbetreiber nicht auszuschließen, da die Deutsche Telekom wie alle Netzbetreiber zu einer Kooperation mit den staatlichen Sicherheitsbehörden verpflichtet ist, darüber aber aufgrund von Verschwiegenheitsverpflichtungen öffentlich nur begrenzt sprechen kann.

Nachhaltigkeitsrisiken.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Zu einem umfassenden Risiko- und Chancen-Management gehört für uns auch die Berücksichtigung von Risiken und Chancen der Corporate Responsibility (CR). Im Rahmen unseres CR Managements verfolgen wir hier eine Strategie, bei der die verschiedenen Stakeholder-Gruppen systematisch bei der Ermittlung aktueller und potenzieller Risiken und Chancen eingebunden werden. Hierzu engagieren wir uns in verschieden Gremien und Initiativen. Das kontinuierliche CR-Themen-Monitoring ermöglicht uns, Stakeholder-Positionen zu relevanten Nachhaltigkeitsthemen systematisch zu identifizieren. Hierzu nutzen wir z. B. unser NGO-Radar, das Aktivitäten, Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Stellungnahmen relevanter NGOs zusammenfasst und für uns bewertet. Darüber hinaus fragen wir im Zuge unserer CR-Berichterstattung jährlich unsere Stakeholder nach den für sie wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen.

Klimaschutz. Zurzeit sehen wir für die Erreichung unserer Klimaschutzziele innerhalb unseres Betrachtungszeitraums keine akuten Risiken.
→ Siehe Kapitel "Prognose".
Die Deutsche Telekom versteht den Klimaschutz v. a. als Chance: ICT-Produkte und -Dienstleistungen haben das Potenzial, in anderen Branchen sieben Mal so viel CO2 -Emissionen einzusparen, wie die ICT-Branche selbst ausstößt (SMARTer2020-Studie). Beispiele für Chancen, die sich dabei von außen ergeben, sind die veränderten Kundenerwartungen, die politischen Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende, die wachsende Berücksichtigung nachhaltiger Kriterien bei Ausschreibungen und im Einkauf sowie das Interesse nachhaltiger Investoren (SRI). Das Carbon Disclosure-Projekt betreut z. B. 767 institutionelle Investoren (ca. 92 Billionen US-$) bei Investitionsentscheidungen in klimafreundliche Assets. Chancen, die sich die Deutsche Telekom selbst erarbeiten kann, sind die kontinuierliche Reduktion des eigenen Stromverbrauchs und der Emissionen sowie die Verringerung der CO2-Emissionen durch klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen und damit auch die Erschließung neuer Zielgruppen.

Lieferanten. Mehr Nachhaltigkeit in unserer Lieferkette sehen wir als Chance. Dies dient unserer Reputation und unserem wirtschaftlichen Erfolg. So unterstützen wir strategische Lieferanten im Rahmen eines Entwicklungsprogramms dabei, Geschäftspraktiken einzuführen, die sozial und ökologisch verträglich sowie wirtschaftlich effizient sind. Das im Jahr 2014 eingeführte Programm zeigte bereits erste messbare Erfolge und soll 2015 ausgeweitet werden. Zugleich können wir im Rahmen unserer globalen Beschaffungstätigkeiten länder- und lieferantenspezifischen Risiken ausgesetzt werden. Dazu zählen z. B. der Einsatz von Kinderarbeit, die bewusste Akzeptanz von Umweltschäden oder mangelhafte Arbeits- und Sicherheitsbedingungen in den lokalen Lieferantenfabriken. Für uns können sich Reputationsrisiken, aber auch Lieferrisiken aus der Berichterstattung von NGOs oder Medien ergeben. Mittels der systematischen Überprüfung der Lieferanten verringern wir diese Risiken.
→ Siehe Kapitel "Corporate Responsibility".

Im wichtigen Nachhaltigkeits-Ranking SAM wurde die Deutsche Telekom in den letzten Jahren in Bezug auf ihr Lieferanten-Management sehr positiv bewertet. 2014 konnten wir uns weiter verbessern (von 88 Punkten im Jahr 2013 auf 93 Punkte). Unsere Kooperationen mit Lieferanten, die internationale Nachhaltigkeitsstandards einhalten, sichern hohe Produktqualität sowie Zuverlässigkeit der Beschaffung.

Gesundheit und Umwelt.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Der Mobilfunk bzw. die elektromagnetischen Felder, die der Mobilfunk nutzt, lösen immer wieder Bedenken in der Bevölkerung über mögliche Gesundheitsrisiken aus. Dazu gibt es eine intensive öffentliche, politische und wissenschaftliche Diskussion. Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit betreffen sowohl die Mobilfunknetze als auch den Einsatz der mobilen Endgeräte. Im Mobilfunk-Bereich wirkt sich dies u. a. auf den Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur sowie auf die Nutzung von Mobilfunk-Endgeräten aus. Im Festnetz-Bereich betrifft dies den Absatz von herkömmlichen DECT-Geräten (digitale schnurlose Telefone) sowie Endgeräten mit WLAN-Technologie. Es besteht das Risiko regulatorischer Eingriffe, wie etwa die Senkung der Grenzwerte oder die Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen für den Mobilfunk (z. B. durch Veränderungen im Baurecht oder Kennzeichnungspflichten für Endgeräte).

Basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand haben anerkannte Gremien wie die Weltgesundheitsorganisation und die Internationale Strahlenschutzkommission (ICNIRP) in den vergangenen Jahren wiederholt die geltenden Grenzwerte für den Mobilfunk überprüft und die sichere Nutzung der Mobilfunk-Technik bei Einhaltung dieser Werte bestätigt. Auch ohne wissenschaftlichen Nachweis hat in 2011 die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) - eine Fachagentur der Weltgesundheitsorganisation - aufgrund von Einzelhinweisen als Vorsorgemaßnahme hochfrequente elektromagnetische Felder als "möglicherweise krebserregend" eingestuft. Dies ist die schwächste Kategorie, die auf eine mögliche krebserzeugende Wirkung hinweist. In der gleichen Kategorie ist z. B. auch der Genuss von Kaffee eingeordnet. Diese Bewertung führte jedoch zu einem Anstieg an Pressereaktionen sowie zu Kontroversen auf Expertenebene. Die Deutsche Strahlenschutzkommission hat die Einschätzung des IARC kritisiert, da aus ihrer Sicht die wissenschaftliche Evidenz nicht ausreichend sei. Zwischen allen Institutionen und Fachgremien besteht nach wie vor Einigkeit, dass es bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis für ein Gesundheitsrisiko durch hochfrequente elektromagnetische Felder gibt, allerdings auch noch weiterer Forschungsbedarf besteht.

Wir sind davon überzeugt, dass die sichere Anwendung der Mobilfunk-Technik durch die Einhaltung der geltenden Grenzwerte sichergestellt wird. Dabei stützen wir uns auf die Bewertung der anerkannten Gremien. Die Basis unseres verantwortungsvollen Umgangs mit der Mobilfunk-Thematik ist die "EMF-Policy" der Deutschen Telekom. In dieser verpflichten wir uns - weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus - zu mehr Transparenz, Information, Partizipation und finanzieller Unterstützung unabhängiger Forschung zum Mobilfunk. Wir arbeiten daran, Unsicherheiten in der Bevölkerung durch eine sachliche, wissenschaftlich fundierte und transparente Informationspolitik abzubauen. So fühlen wir uns auch weiterhin verpflichtet, den vertrauensvollen und erfolgreichen Austausch mit Kommunen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus zu pflegen. Dies gilt auch, nachdem die langjährige Zusammenarbeit mit Kommunen im Zusammenhang mit dem Ausbau des Mobilfunknetzes, die bislang auf Basis von freiwilligen Selbstverpflichtungen der Netzbetreiber erfolgte, 2013 gesetzlich verankert wurde.

RECHTSVERFAHREN

Wesentliche laufende Rechtsverfahren.

Die Deutsche Telekom ist Partei in gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Von besonderer Bedeutung sind aus unserer Sicht die nachfolgend aufgeführten Verfahren. Für den Fall, dass in äußerst seltenen Fällen geforderte Angaben zur Bedeutung einzelner Rechts- und Kartellverfahren nicht gemacht werden, kommen wir zu dem Schluss, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Verfahrens ernsthaft beeinträchtigen können.

T 053 Wesentliche laufende Rechtsverfahren

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Schiedsverfahren Toll Collect  
Prospekthaftungsverfahren  
Schadensersatzklagen im Zusammenhang mit Entgelten für die Überlassung von Teilnehmerdaten  
Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen  
Schadensersatzklagen Preis-Kosten-Schere  
Klagen wegen Entgelten für Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen  
Rechtsstreitigkeiten wegen Entscheidungen der Bundesnetzagentur  
  Entgelte für die Überlassung von Teilnehmer-Anschlussleitungen
  Versteigerung von LTE-Frequenzen
Abgesenkte Besoldungstabellen  
Schadensersatzklage gegen Slovak Telekom  
Schadensersatzklage gegen OTE  
Patente und Lizenzen  
Reduzierung des Unternehmensbeitrags für die Postbeamtenversorgung  

Schiedsverfahren Toll Collect. Hauptgesellschafter des Konsortiums Toll Collect sind die Daimler Financial Services AG und die Deutsche Telekom AG. Im Schiedsverfahren zwischen diesen Hauptgesellschaftern sowie der Konsortialgesellschaft Toll Collect GbR einerseits und der Bundesrepublik Deutschland andererseits über Streitigkeiten in Zusammenhang mit dem Mauterhebungssystem erhielt die Deutsche Telekom am 2. August 2005 die Klageschrift der Bundesrepublik Deutschland. Darin machte der Bund einen Anspruch auf entgangene Mauteinnahmen in Höhe von ca. 3,51 MRD. € zuzüglich Zinsen wegen Verspätung der Aufnahme des Wirkbetriebs geltend. Die Summe der geforderten Vertragsstrafen beträgt 1,65 MRD. € zuzüglich Zinsen; diese Forderungen beruhen auf angeblichen Verletzungen des Betreibervertrags: behauptete fehlende Zustimmung zu Unterauftragnehmerverträgen, behauptete verspätete Bereitstellung von "On-Board-Units" und Kontrolleinrichtungen. Der Bund hat mit Schriftsatz vom 16. Mai 2008 seine Klageforderung in Bezug auf den Mautausfallschaden neu berechnet und um 169 MIO. € nach unten korrigiert. Die Klageforderung beträgt nunmehr ca. 3,33 MRD. € zuzüglich Zinsen. Die Summe aller Hauptforderungen des Bundes - einschließlich der Vertragsstrafenforderungen - beträgt damit ca. 4,98 MRD. € zuzüglich Zinsen. Im Frühjahr und im Herbst 2014 fanden weitere mündliche Verhandlungen statt. Im Hinblick auf die im Zusammenhang mit der Verhandlung im Frühjahr 2014 durchgeführte Neueinschätzung des Verfahrens und des auf die Deutsche Telekom entfallenden Risikoanteils wurde bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet.

Prospekthaftungsverfahren. Hierbei handelt es sich um ca. 2 600 laufende Klagen von ca. 16 000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage der Prospekte vom 28. Mai 1999 (zweiter Börsengang, DT2) und vom 26. Mai 2000 (dritter Börsengang, DT3) verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesen Prospekten unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich auf insgesamt ca. 80 MIO. €. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht Frankfurt am Main hat jeweils Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Im Musterverfahren zum zweiten Börsengang (DT2) erließ das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 3. Juli 2013 einen Musterentscheid und stellte fest, dass der Börsenprospekt, um den es hier ging, keine Fehler enthält. Am 16. Mai 2012 hatte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main im Musterverfahren zum dritten Börsengang (DT3) festgestellt, dass der Prospekt zum dritten Börsengang der Deutschen Telekom AG ebenfalls keinen Fehler enthält. Es besteht aus Sicht des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main daher keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom AG. Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014 diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das Oberlandesgericht Frankfurt am Main zurückverwiesen. Eine Entscheidung über eine mögliche Schadensersatzpflicht wurde nicht getroffen. Wir sind weiterhin der Auffassung, dass überwiegende Gründe gegen eine Schadensersatzpflicht der Deutschen Telekom AG sprechen. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Schadensersatzklagen im Zusammenhang mit Entgelten für die Überlassung von Teilnehmerdaten. 2005 wurde der Deutschen Telekom AG eine Schadensersatzklage der telegate AG in Höhe von ca. 86 MIO. € zuzüglich Zinsen zugestellt. Die telegate AG begründet ihre Klage mit angeblich überhöhten Preisen der Deutschen Telekom AG für die Überlassung von Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999. Damit hätten der telegate AG ausreichende Mittel für Marketing-Maßnahmen nicht zur Verfügung gestanden, sodass der anvisierte Marktanteil nicht hätte erreicht werden können. Ebenfalls 2005 wurde der Deutschen Telekom AG eine Schadensersatzklage von Dr. Harisch - Gründer der telegate AG - in Höhe von ca. 329 MIO. € zuzüglich Zinsen zugestellt. Dr. Harisch begründet seine Klage damit, dass wegen der angeblich überhöhten Preise für die Überlassung von Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999 mehrfach der Eigenkapitalanteil der telegate AG signifikant abgesunken sei, sodass Kapitalerhöhungsmaßnahmen erforderlich gewesen seien. Hierzu hätten Dr. Harisch und ein weiterer Gesellschafter Anteile aus ihrem Aktienbestand abgeben müssen; dadurch sei ihr verbliebener Aktienbestand verwässert worden. Der Kläger machte zwischenzeitlich eine erhöhte Forderung von ca. 612 MIO. € zuzüglich Zinsen geltend. Mit Urteilen vom 28. Mai 2013 wies das Landgericht Köln beide Klagen ab. Sowohl Dr. Harisch als auch die telegate AG haben gegen die Urteile Berufung eingelegt. Mit Urteil vom 2. Juli 2014 wies das Oberlandesgericht Düsseldorf die Berufung von Dr. Harisch zurück. Gegen die Nichtzulassung der Revision legte Dr. Harisch am 8. Juli 2014 Beschwerde beim Bundesgerichtshof ein. Eine weitere Klage mit einem Streitwert von ca. 14 MIO. € zuzüglich Zinsen wurde 2006 von der klickTel AG, die heute zur telegate AG gehört, mit der Begründung erhoben, der Firma sei erheblicher Gewinn entgangen, weil sie ohne die angeblich überhöhten Preise schon 1999 Online-Verzeichnisse an den Markt gebracht hätte. Mit Urteil vom 27. November 2012 hatte das Landgericht Köln auch diese Klage abgewiesen. Mit Urteil vom 11. Dezember 2013 wies das Oberlandesgericht Düsseldorf die hiergegen eingelegte Berufung der Klägerin ab. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen. Mehrere Verlage, die gemeinsam mit der DeTeMedien GmbH, einer 100 %-Tochter der Deutschen Telekom AG, in gemeinsamen Gesellschaften jeweils Teilnehmerverzeichnisse herausgeben und verlegen, haben Ende 2013 Klagen gegen die DeTeMedien GmbH und/oder die Deutsche Telekom AG eingereicht. Die Kläger fordern von der DeTeMedien GmbH und teilweise von der Deutschen Telekom AG als Gesamtschuldnerin neben der DeTeMedien GmbH Schadensersatz oder Rückzahlung. Die Kläger stützen ihre Forderungen auf vermeintlich überhöhte Kosten für die Überlassung von Teilnehmerdaten in den gemeinsamen Gesellschaften. In 2014 haben weitere Partnerverlage Klagen gegen die DeTeMedien GmbH auf Schadensersatz oder Rückzahlung erhoben. Die bezifferten Forderungen der Kläger betragen nach weiteren Ende 2014 eingereichten Klageerweiterungen derzeit insgesamt rund 470 MIO. € zuzüglich Zinsen. Am 16. Juli 2014 fanden mündliche Verhandlungen betreffend zwei der gegen die DeTeMedien GmbH gerichteten Klagen vor dem Landgericht Frankfurt am Main statt, die das Gericht mit Urteilen vom 22. Oktober 2014 abwies. Die Entscheidungen sind nicht rechtskräftig. Die Kläger haben gegen die Urteile Berufung zum Oberlandesgericht Frankfurt am Main eingelegt. In den zahlreichen weiteren Verfahren erwarten wir Entscheidungen im Jahr 2015. Die Deutsche Telekom hat in 2014 bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet.

Schadensersatzklagen Preis-Kosten-Schere. Verschiedene Wettbewerbsunternehmen hatten Schadensersatzansprüche wegen einer Preis-Kosten-Schere zwischen Vorleistungspreisen und Endkundenpreisen im Ortsnetz gegenüber der Deutschen Telekom AG bzw. der Telekom Deutschland GmbH geltend gemacht, nachdem im Jahr 2003 im Rahmen einer Bußgeldentscheidung eine Preis-Kosten-Schere von der EU-Kommission festgestellt worden war. Im Berufungsverfahren der EWE Tel mit einer Klageforderung von ca. 82 MIO. € zuzüglich Zinsen änderte das Oberlandesgericht Düsseldorf das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Köln mit Urteil vom 29. Januar 2014 insbesondere bezüglich des Umfangs der verjährten Ansprüche ab und verwies das Verfahren wegen der Höhe des Schadens an das Landgericht Köln - ohne Zulassung der Revision - zurück. Sowohl die EWE Tel GmbH als auch die Telekom Deutschland GmbH legten gegen die Nichtzulassung der Revision Beschwerde beim Bundesgerichtshof ein. Im Berufungsverfahren der Versatel GmbH mit einer Klageforderung von ca. 70 MIO. € wies der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 23. September 2014 die Nichtzulassungsbeschwerde der Versatel zurück. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Mit Ausnahme der Klage der EWE Tel sind zu diesem Komplex keine weiteren Klagen mehr anhängig.

Klagen wegen Entgelten für Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. Mit im Frühjahr 2012 zugestellter Klage fordert die Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (KDG) von der Telekom Deutschland GmbH zweierlei: einerseits die Reduzierung des jährlichen Entgelts für die Nutzungsrechte an Kabelkanalkapazitäten für die Zukunft, andererseits die teilweise Rückzahlung von in diesem Zusammenhang seit 2004 geleisteter Zahlungen. Die KDG bezifferte die Höhe der bis einschließlich 2012 entstandenen Ansprüche mit ca. 340 MIO. € zuzüglich Zinsen. Mit Urteil vom 28. August 2013 wies das Landgericht Frankfurt am Main die Klage der KDG ab. Im Berufungsverfahren bezifferte die KDG im Wege der Klageerweiterung auch ihre Ansprüche für das Jahr 2013 und fordert nunmehr Rückzahlung für vermeintlich zu viel gezahlte Entgelte von insgesamt ca. 407 MIO. €, sowie vermeintlich erlangten Zinsnutzen in Höhe von ca. 34 MIO. €, jeweils zuzüglich Zinsen. Am 9. Dezember 2014 wies das Oberlandesgericht Frankfurt am Main die Berufung ab und ließ die Revision nicht zu. Hiergegen hat die KDG Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH eingelegt. Am 23. Januar 2013 wurde der Telekom Deutschland GmbH zudem eine Klage zugestellt, mit welcher Unitymedia Hessen GmbH & Co. kg, Unitymedia NRW GmbH und Kabel BW GmbH fordern, dass die Telekom Deutschland GmbH es unterlässt, mehr als ein jeweils genau beziffertes Entgelt für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen von den Klägern zu fordern. Für seit 2009 bis einschließlich 2012 angeblich zu viel gezahlte Entgelte für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen fordern Unitymedia Hessen GmbH & Co. kg derzeit eine Zahlung von ca. 36,5 MIO. € zuzüglich Zinsen, Unitymedia NRW GmbH 90,8 MIO. € zuzüglich Zinsen und Kabel BW GmbH 61,5 MIO. € zuzüglich Zinsen. Die finanziellen Auswirkungen beider Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Rechtsstreitigkeiten wegen Entscheidungen der Bundesnetzagentur (BNetzA). Wettbewerbsunternehmen beantragten in vielen Fällen die Aufhebung von Entscheidungen der BNetzA, die auch zugunsten der Deutschen Telekom oder Telekom Deutschland GmbH ergangen sind. Sollten diese Anträge Erfolg haben, bedarf es in der Regel einer erneuten Entscheidung durch die BNetzA. Von besonderer Bedeutung sind aus unserer Sicht die nachfolgend aufgeführten Verfahren:

Entgelte für die Überlassung von Teilnehmer-Anschlussleitungen. Mit Ausnahme der Genehmigung der Einmalentgelte aus dem Jahr 1999, 2001, 2005 und 2010 sind die Genehmigungen der Entgelte im Zusammenhang mit der Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) nicht gegenüber allen TAL-Nachfragern bestandskräftig, weil diese die Aufhebung durch die zuständigen Gerichte beantragt haben. Einzelne Genehmigungen wurden rechtskräftig aufgehoben, sodass die BNetzA über die Entgelte im Verhältnis zu den ehemaligen Klägerinnen neu entscheiden muss. Konkret sind dies derzeit die Entgeltgenehmigungen für die TAL-Überlassung aus den Jahren 1999, 2001, 2003, 2005 und 2007 sowie für die bereits erfolgte Neubescheidung der TAL-Einmalentgelte aus dem Jahr 2002 hinsichtlich der Kündigungsentgelte.

Versteigerung von LTE-Frequenzen. Im Jahr 2010 hat die BNetzA zusätzliche Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2,0 GHz und 2,6 GHz unter Teilnahme der vier Mobilfunknetz-Betreiber in Deutschland versteigert. Gegen die der Versteigerung zugrundeliegende Verfügung der BNetzA haben mehrere Unternehmen geklagt. Neben den bereits rechtskräftig abgewiesenen Klagen von Rundfunk- und Kabelnetz-Betreibern wurde nun auch die zuletzt noch anhängige Klage eines Telekommunikationsunternehmens vom Verwaltungsgericht Köln mit Urteil vom 3. September 2014 abgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Gegen die Nichtzulassung der Revision hat die Klägerin Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Alle Klägerinnen haben zudem jeweils Widerspruch gegen die Frequenzzuteilungen an die Telekom Deutschland GmbH erhoben. Über die Widersprüche wurde jedoch noch nicht entschieden.

Abgesenkte Besoldungstabellen. Mit Inkrafttreten des Dienstrechtsneuordnungsgesetzes wurden 2009 die Beträge der bisher jährlichen Sonderzahlung nach dem Bundessonderzahlungsgesetz für alle Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten in das monatliche Grundgehalt integriert. Dies gilt nach § 78 Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) jedoch nicht für die bei den Post-Nachfolgeunternehmen beschäftigten Beamtinnen und Beamten. Gegen die um den Anteil der Sonderzahlung abgesenkten Besoldungstabellen wurden mehrere Klagen eingereicht, u. a. beim Verwaltungsgericht Stuttgart. Nachdem das Bundesverfassungsgericht im Rahmen eines Vorlagebeschlusses den Hinweis erteilte, dass es von der Verfassungsmäßigkeit dieser Vorschrift ausgehe, wurde ein Großteil der Klagen zurückgenommen bzw. vom Verwaltungsgericht Stuttgart abgewiesen. Wir halten eine Inanspruchnahme in den noch anhängigen Klageverfahren daher für unwahrscheinlich.

Schadensersatzklage gegen Slovak Telekom. Im Jahr 1999 wurde Klage gegen Slovak Telekom mit dem Vorwurf eingereicht, dass der Rechtsvorgänger der Slovak Telekom die Sendung eines internationalen Radioprogramms entgegen der vertraglichen Grundlage abgeschaltet habe. Der Kläger forderte ursprünglich ca. 100 MIO. € zuzüglich Zinsen als Schadensersatz und entgangenen Gewinn. Das Landgericht in Bratislava gab der Klage mit Urteil vom 9. November 2011 teilweise statt und verurteilte Slovak Telekom zur Zahlung von rund 32 MIO. € zuzüglich Zinsen. Die Slovak Telekom hat am 27. Dezember 2011 gegen das Urteil Berufung zum Supreme Court eingelegt. Für den Fall einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung zum Nachteil der Slovak Telekom kann die Deutsche Telekom AG für einen Teil der eingeforderten Summe Rückgriffsansprüche gegen Dritte geltend machen.

Schadensersatzklage gegen OTE. Lannet Communications S.A. hat im Mai 2009 Klage gegen OTE eingereicht und fordert Schadensersatz in Höhe von 176 MIO. € zuzüglich Zinsen aufgrund einer angeblich rechtswidrigen Kündigung von Leistungen seitens OTE -hauptsächlich Zusammenschaltungsleistungen, Entbündelung von TAL und Vermietung von Standleitungen. Am 30. Mai 2013 fand eine mündliche Verhandlung statt; ein Urteil ist noch nicht ergangen.

Patente und Lizenzen. Wie viele andere große Telekommunikations- und Internet-Anbieter sieht sich auch die Deutsche Telekom einer wachsenden Zahl von Streitfällen "zum Recht am geistigen Eigentum" ausgesetzt. Für uns besteht das Risiko der Zahlung von Lizenzgebühren und/oder Schadensersatz; es besteht auch das Risiko einer Verurteilung zur Unterlassung, beispielsweise für den Vertrieb eines Produkts oder für die Nutzung einer Technik.

Reduzierung des Unternehmensbeitrags für die Postbeamtenversorgung. Die Deutsche Telekom leistet gemäß ihrer Verpflichtung nach dem Postpersonalrechtsgesetz Zahlungen an die Postbeamtenversorgungskasse. Das Postpersonalrechtsgesetz sieht vor, dass diese Leistungspflicht bis zu einer marktüblichen Belastung eines vergleichbaren Unternehmens vermindert werden kann, wenn ein zahlungsverpflichtetes früheres Postunternehmen gegenüber dem Bund nachweist, dass die Zahlung unter Berücksichtigung seiner Wettbewerbsfähigkeit eine unzumutbare Belastung bedeuten würde. Die Deutsche Telekom hatte beim zuständigen Bundesministerium für Finanzen die Verminderung ihrer Zahlungsverpflichtungen beantragt. Nach Antragsablehnung hat die Deutsche Telekom beim zuständigen Verwaltungsgericht Klage erhoben, um zu erreichen, dass ein Teil der in der Vergangenheit gezahlten Beträge zurückgezahlt und die in Zukunft zu zahlenden Beträge gemindert werden.

Die Deutsche Telekom beabsichtigt im Übrigen, sich in jedem dieser Gerichts-, Güte- und Schiedsverfahren entschieden zu verteidigen bzw. ihre Ansprüche zu verfolgen.

Abgeschlossene Verfahren

MetroPCS. Im Oktober 2012 und nachfolgend erlangte die Deutsche Telekom Kenntnis von mehreren in den USA eingereichten Sammelklagen ("Class Actions"), die sich gegen den Zusammenschluss von MetroPCS Communications Inc. ("MetroPCS") und T-Mobile USA richteten. Bis Ende 2014 wurden alle anhängigen Klageverfahren, die sich gegen den Zusammenschluss von MetroPCS und T-Mobile USA richteten, durch Vergleichsabschlüsse beigelegt. Der Klagekomplex ist beendet.

GSM-Frequenzverlängerung. Im Juli 2009 verlängerte die BNetzA die Laufzeit der ursprünglich bis zum 31. Dezember 2009 befristet zugeteilten GSM-Frequenzen gegenüber der T-Mobile Deutschland GmbH - heute Telekom Deutschland GmbH - bis zum 31. Dezember 2016. Hiergegen hatten einige Unternehmen Widerspruch bei der BNetzA eingelegt. Mit Beschluss vom 9. Oktober 2014 hat das Oberverwaltungsgericht Münster in dem einzig noch anhängigen Verfahren die Nichtzulassungsbeschwerde der Airdata gegen das klageabweisende Urteil des Verwaltungsgerichts Köln vom 28. November 2013 zurückgewiesen. Das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln ist damit rechtskräftig.

LTE-Frequenzvergabeauktion T-Mobile Austria. Die T-Mobile Austria hatte am 6. Dezember 2013 beim österreichischen Verwaltungsgerichtshof Beschwerde gegen einen Zuteilungs- und Zahlungsbescheid der österreichischen Regulierungsbehörde TKK eingelegt. Mit dem streitgegenständlichen Bescheid teilte die Behörde T-Mobile Austria das in der Frequenzauktion vom 21. Oktober 2013 ersteigerte Spektrum zu und setzte die zu zahlende Gebühr fest. Mit Entscheidung vom 11. Dezember 2014 wies der österreichische Verwaltungsgerichtshof die Beschwerde rechtskräftig ab.

Fakturierung von Premium-SMS-Inhalten. Im Juli 2014 hat die US-amerikanische Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) wegen angeblich nicht erlaubten Fakturierens von durch Dritte bereitgestellten Premium-SMS-Inhalten Klage gegen die T-Mobile US erhoben. Des Weiteren haben die US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) und andere US-Behörden Untersuchungen und Ermittlungen in Bezug auf die Fakturierung von Premium-SMS-Inhalten gegen die T-Mobile US eingeleitet. Am 19. Dezember 2014 konnten die gegen T-Mobile US gerichteten Verfahren und Ermittlungen durch einen Vergleich mit der FCC, FTC und anderen US-Behörden beendet werden.

KARTELLVERFAHREN

Wie viele andere Unternehmen unterliegt auch unser Konzern den Vorschriften des Kartellrechts. In einzelnen Ländern sehen sich die Deutsche Telekom und ihre Beteiligungen unterschiedlichen kartellrechtlichen bzw. wettbewerbsrechtlichen Verfahren oder sich daraus ergebenden zivilrechtlichen Folgeklagen ausgesetzt. Die Deutsche Telekom hält die Vorwürfe jeweils für unbegründet. Im Folgenden beschreiben wir die wesentlichen Kartell- und Verbraucherschutzverfahren.

Verfahren der Anti-Monopol-Kommission in Polen.

Die polnische Anti-Monopol-Kommission UOKiK hat am 23. November 2011 eine im Jahr 2010 begonnene Untersuchung abgeschlossen. Sie wirft der T-Mobile Polska (ehem. PTC) und anderen polnischen Telekommunikationsunternehmen kartellrechtswidrige Preisabsprachen vor und hat gegenüber der T-Mobile Polska ein Bußgeld in Höhe von 34 Mio. PLN (etwa 8 MIO. €) verhängt. Die T-Mobile Polska hält diese Vorwürfe weiterhin für unbegründet und hat gegen die Entscheidung geklagt. Dadurch ist das Bußgeld derzeit noch nicht zahlbar. Das Gleiche gilt für ein weiteres Bußgeld in Höhe von 21 MIO. PLN (etwa 5 MIO. €), das die UOKiK wegen eines angeblichen verbraucherschutzrechtlichen Verstoßes am 2. Januar 2012 gegen die T-Mobile Polska verhängt hatte. Die Gerichtsentscheidung steht weiterhin aus.

Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom.

Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 festgestellt, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängt. Die Europäische Kommission ist der Auffassung, dass Slovak Telekom einen entbündelten Zugang zu ihren Teilnehmeranschlüssen verweigert und eine Margenbeschneidung gegenüber alternativen Anbietern bewirkt habe. Die Bußgelder belaufen sich auf 38,8 MIO. € gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom sowie zusätzliche 31,1 MIO. € gegen Deutsche Telekom, da bereits im Jahr 2003 ein Bußgeld gegen Deutsche Telekom wegen Margenbeschneidung in Deutschland verhängt wurde. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom für das angeblich kartellrechtswidrige Verhalten der Slovak Telekom. Weiterhin sind wir überzeugt, dass Slovak Telekom sich an die geltenden Gesetze hält. Der starke Wettbewerb und stetig fallende Preise auf dem slowakischen Breitband-Markt sprechen außerdem gegen eine Behinderung der Wettbewerber durch Slovak Telekom. Daher haben Deutsche Telekom und Slovak Telekom am 29. Dezember 2014 die Entscheidung der Europäischen Kommission vor dem Gericht der Europäischen Union angefochten. Die Bußgelder sind zum 31. Dezember 2014 in den übrigen Schulden enthalten.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Die Deutsche Telekom unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie dem Risiko der Veränderung von Währungskursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risiko-Managements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Um die Auswirkungen unterschiedlicher Gegebenheiten einschätzen zu können, werden Simulationsrechnungen unter Verwendung verschiedener Worst Case- und Markt-Szenarien vorgenommen. Je nach Einschätzung der Risiken setzen wir zur Risikobegrenzung ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente ein (Sicherungsgeschäfte). Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente nutzen wir ausschließlich als Sicherungsinstrumente, d. h., für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Beurteilung der im Folgenden beschriebenen Risikofelder Liquiditäts-Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiken erfolgt in der Nettobetrachtung nach der Umsetzung der Risikobegrenzungsmaßnahmen.

→ Zur Beurteilung siehe TABELLE 052.

Liquiditätsrisiken.

Damit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sichergestellt werden können, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Hauptsächlich genutzte Instrumente der mittel- bis langfristigen Finanzierung sind Anleihen und Medium Term Notes (MTN), jeweils in unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen. Diese werden in der Regel über die Deutsche Telekom International Finance B.V. (DTIF) emittiert und als interne Kredite im Konzern weitergereicht.

Die unten stehende GRAFIK 56 zeigt die Entwicklung der Liquiditätsreserve im Verhältnis zu den Fälligkeiten. Zum Ende des Jahres 2014 und auch in den Quartalen zuvor wurde die Anforderung an die Liquiditätsreserve, die Fälligkeiten der jeweiligen nächsten 24 Monate abzudecken, eindeutig erfüllt.

Bei der Deutschen Telekom ist ein fortlaufendes Liquiditäts-Management implementiert. Damit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sichergestellt werden können, hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Diese Liquiditätsreserve soll zu jedem Zeitpunkt die Kapitalmarktfälligkeiten der nächsten 24 Monate abdecken.

Neben den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten standen der Deutschen Telekom am 31. Dezember 2014 standardisierte bilaterale Kreditlinien mit 21 Banken mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 12,3 MRD. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2014 waren diese Banklinien mit 0,2 MRD. € in Anspruch genommen. Die Konditionen sind gemäß den Kreditverträgen abhängig vom Rating der Deutschen Telekom. Die bilateralen Kreditverträge haben eine ursprüngliche Laufzeit von 36 Monaten und können jeweils nach zwölf Monaten um weitere zwölf Monate auf wiederum 36 Monate verlängert werden. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. In 2014 führte die Deutsche Telekom keine Anleiheemissionen durch. Von T-Mobile US wurden im Geschäftsjahr 2014 Anleihen im Wert von insgesamt 3,0 MRD. US-$ begeben, eine Anleihe in Höhe von 1 MRD. US-$ wurde vorzeitig zurückgezahlt. Im Dezember 2014 begab die T-Mobile US Mandatory Convertible Preferred Stock im Volumen von 1,0 MRD. US-$, die nach einer Laufzeit von drei Jahren in T-Mobile US-Aktien gewandelt werden. Das Nominalvolumen der Mandatory Convertible Preferred Stock wird ebenfalls unter den Anleihen ausgewiesen.

Ausfallrisiken.

Die Deutsche Telekom ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko, d. h. dem Risiko, dass die Gegenpartei ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllt, ausgesetzt. Im Finanzierungsbereich werden Geschäfte grundsätzlich nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen, verbunden mit einem laufenden Bonitäts-Management-System. Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Das Geschäft mit Großkunden, insbesondere internationalen Carriern, unterliegt einer gesonderten Bonitätsüberwachung.

Für Derivategeschäfte wurde im Rahmen von Collateralverträgen mit den Kontrahenten vereinbart, dass im Insolvenzfall sämtliche bestehende Kontrakte gegeneinander aufgerechnet werden und nur in Höhe des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit verbleibt. Das Ausfallrisiko bei Derivategeschäften wird noch weiter reduziert durch den Austausch von Collaterals. Hier erhält die Deutsche Telekom für bestehende Forderungssalden für bestehende Collateralverträge vom Kontrahenten frei verfügbare Barmittel als Sicherheit und stellt im Gegenzug solche im Falle von Verbindlichkeitssalden.

Währungsrisiken.

Die Währungskursrisiken der Deutschen Telekom resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungsschwankungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen (d. h., soweit der Cashflow nicht in der funktionalen Währung des jeweiligen Konzernunternehmens denominiert). Fremdwährungsrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d. h. die Risiken, die aus der Umrechnung des Abschlusses der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann die Deutsche Telekom jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko besichern.

G 56 Entwicklung Liquiditätsreserve, Fälligkeiten 2013/2014 in Mrd. €

Zinsrisiken.

Die Zinsrisiken der Deutschen Telekom resultieren im Wesentlichen aus verzinslichen Verbindlichkeiten. Zinsrisiken bestehen hauptsächlich in der Euro-Zone und in den USA. Um die Auswirkungen von Zinsschwankungen in diesen Regionen zu minimieren, managt die Deutsche Telekom das Zinsrisiko für die auf Euro und US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten getrennt. Einmal im Jahr legt der Vorstand für den Planungszeitraum von mindestens drei Jahren die gewünschte Mischung aus fest und variabel verzinslichen Netto-Finanzverbindlichkeiten fest. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury Zinsderivate ein, um so die Zinsausstattung für die Netto-Finanzverbindlichkeiten der vom Vorstand vorgegebenen Zusammensetzung anzupassen.

→ Für weiter gehende Ausführungen verweisen wir auf Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management" im Konzern-Anhang.

Steuerrisiken.

Die Deutsche Telekom unterliegt in zahlreichen Ländern den jeweils geltenden steuerlichen Rechtsvorschriften. Aus Änderungen der lokalen Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung und unterschiedlicher Auslegung existierender Vorschriften können sich Risiken ergeben mit einer Auswirkung sowohl auf Steueraufwendungen und -erträge als auch auf Steuerforderungen und -verbindlichkeiten.

Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken

Im Folgenden beschreiben wir die sonstigen finanzwirtschaftlichen Risiken, die für uns aktuell unwesentlich bzw. mit dem heutigen Kenntnisstand nicht einschätzbar sind.

Rating-Risiko.

Zum 31. Dezember 2014 bewertete die Rating-Agentur Moody's die Deutsche Telekom mit Baa1, Fitch und Standard & Poor's mit BBB+. Der Ausblick ist bei allen drei Agenturen stabil. Ein verschlechtertes Rating unter definierte Schwellenwerte hätte höhere Zinsen bei einem Teil der emittierten Anleihen und MTNs zur Folge.

Aktienverkäufe des Bundes bzw. der KfW Bankengruppe.

Zum 31. Dezember 2014 hielt der Bund zusammen mit der KfW Bankengruppe rund 31,7 % an der Deutschen Telekom AG.

Es ist nicht auszuschließen, dass der Bund seine Privatisierungspolitik fortführt und sich von weiteren Beteiligungen kapitalmarktgerecht und unter Einbeziehung der KfW Bankengruppe trennt. Für uns besteht das Risiko, dass die Veräußerung von Anteilen der Deutschen Telekom AG durch den Bund oder die KfW Bankengruppe in größerem Umfang bzw. durch entsprechende Spekulationen am Markt den Kurs der T-Aktie negativ beeinflusst.

Werthaltigkeit des Vermögens der Deutschen Telekom AG.

Der Wert des Vermögens der Deutschen Telekom AG und ihrer Tochterunternehmen wird regelmäßig überprüft. Flankierend zu den regelmäßigen jährlichen Bewertungen sind in bestimmten Fällen zusätzliche Werthaltigkeitstests durchzuführen: Zum Beispiel dann, wenn infolge von Änderungen im Wirtschafts-, Regulierungs-, Geschäfts- oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von Goodwill, immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens vermindert haben könnte.

→ Eine ausführliche Darstellung finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden - Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten" im Konzern-Anhang.

Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests können entsprechende Wertminderungen sein, die aber nicht zu Auszahlungen führen. Unser Ergebnis kann hierdurch in erheblichem Umfang gemindert werden; dies könnte den Kurs der T-Aktie belasten.

Verkauf des Geschäftsbereichs SI der T-Systems France.

Bei dem Verkauf des Systems Integration-Geschäftsbereichs der T-Systems France Mitte des Jahres 2013 musste gegenüber dem zuständigen Betriebsrat eine Garantieerklärung mit einer Laufzeit von 15 Monaten abgegeben werden. Die Garantie sah vor, die Mitarbeiter im Falle der Insolvenz des Käufers zu entschädigen. Anfang September 2014 verstrich die 15-monatige Garantiefrist, ohne dass diese in Anspruch genommen wurde.

EINSCHÄTZUNG DES MANAGEMENTS ZUR GESAMTRISIKO- UND CHANCENSITUATION

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2014 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Unsere wesentlichen Herausforderungen umfassen insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen, den intensiven Wettbewerb und den starken Preisverfall im Telekommunikationsgeschäft. Aus heutiger Sicht sieht das Management der Deutschen Telekom den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Wir sind davon überzeugt, dass wir die sich bietenden Chancen und Herausforderungen auch in der Zukunft nutzen können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen.

Wir streben ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an, wobei es unser Ziel ist, durch die Analyse neuer Marktchancen den Mehrwert für unser Unternehmen und unsere Aktionäre zu steigern.

RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Deutschen Telekom AG ist in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk für interne Kontrollsysteme des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO Internal Control - Integrated Framework, COSO I, in der Fassung vom 14. Mai 2013) aufgebaut.

Der Prüfungsausschuss der Deutschen Telekom AG überwacht die Wirksamkeit des IKS - wie es § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG fordert. Der Umfang und die Ausgestaltung des IKS liegen dabei im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Die interne Revision ist dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern und bei der Deutschen Telekom AG unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Zusätzlich werden die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.

Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und zielt auf Folgendes ab: Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom soll nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt werden, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften. Zudem verfolgt das rechnungslegungsbezogene IKS auch das Ziel, dass der Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der zusammengefasste Lagebericht nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt werden.

Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Unser Bereich Group Accounting steuert die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich dahin gehend analysiert, ob und wieweit sie relevant sind und wie sie sich auf die Rechnungslegung auswirken. Relevante Anforderungen werden z. B. in der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie festgehalten, kommuniziert und sind zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Basis für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen wie z. B. die Intercompany-Richtlinie, standardisierte Meldeformate, IT-Systeme sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Wenn nötig, setzen wir auch externe Dienstleister ein, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Group Accounting stellt sicher, dass diese Anforderungen konzernweit einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Deutsche Telekom AG und die Konzerngesellschaften sind dafür verantwortlich, dass sie die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren einhalten. Die Konzerngesellschaften stellen den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher; Group Accounting unterstützt und überwacht sie dabei.

Die Durchführung der operativen Rechnungswesenprozesse wird mit weiter zunehmender Tendenz national und international durch Shared Service Center erbracht. Durch eine Harmonisierung der Prozesse steigen die Effizienz und Qualität der Prozesse und damit auch die Zuverlässigkeit des internen Kontrollsystems. Das IKS sichert dabei sowohl die interne Prozessqualität der Shared Service Center als auch die Schnittstellen zu den Konzerngesellschaften durch geeignete Kontrollen und durch einen internen Zertifizierungsprozess ab.

Eingebettet in den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte interne Kontrollen. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen; dazu gehören:

IT-gestützte und manuelle Abstimmungen,

die Funktionstrennung,

das Vier-Augen-Prinzip,

Monitoring-Kontrollen,

allgemeine IT-Kontrollen wie z. B. Zugriffsregelungen in IT-Systemen und ein Veränderungs-Management.

Konzernweit haben wir ein standardisiertes Verfahren implementiert, um die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS zu überwachen. Dieses Verfahren orientiert sich konsequent an den Risiken einer möglichen Fehlberichterstattung im Konzernabschluss: Zu Jahresbeginn werden unter Risikoaspekten Abschlusspositionen und rechnungslegungsbezogene Prozess-Schritte ausgewählt, die im Laufe des Jahres in der Regel durch Fremdprüfungen auf Wirksamkeit untersucht werden. Soweit Kontrollschwächen festgestellt werden, erfolgen eine Analyse und Bewertung insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht. Wesentliche Kontrollschwächen, deren Maßnahmenpläne zur Abarbeitung und der laufende Arbeitsfortschritt werden an den Vorstand bzw. zusätzlich an den Prüfungsausschuss berichtet. Um die hohe Qualität dieses rechnungslegungsbezogenen IKS zu sichern, ist die interne Revision über alle Stufen des Verfahrens hinweg eng mit einbezogen.

SONSTIGE ANGABEN

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.

→ Die Erklärung ist auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) öffentlich zugänglich.

SCHLUSSERKLÄRUNG DES VORSTANDS ZUM BERICHT ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Da die Bundesrepublik Deutschland als Anteilseigner der Deutschen Telekom AG mit ihrer Minderheitsbeteiligung aufgrund der durchschnittlichen Hauptversammlungspräsenz eine sichere Hauptversammlungsmehrheit repräsentiert, ist ein Abhängigkeitsverhältnis der Deutschen Telekom gegenüber der Bundesrepublik Deutschland nach § 17 Abs. 1 AktG begründet.

Ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag der Deutschen Telekom mit der Bundesrepublik Deutschland besteht nicht. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG hat daher gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Vorstand hat am Ende des Berichts folgende Erklärung abgegeben: "Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen im Interesse oder auf Veranlassung des herrschenden Unternehmens oder der mit ihm verbundenen Unternehmen sind nicht getroffen und auch nicht unterlassen worden."

RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR

Die Deutsche Telekom AG, Bonn, ist das Mutterunternehmen des Deutsche Telekom Konzerns. Ihre Aktien werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt.

→ Hinsichtlich der Angaben zur Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals sowie der direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital gemäß § 289 Abs. 4 HGB wird auf Angabe 15 "Eigenkapital" im Konzern-Anhang verwiesen.

EIGENKAPITAL

Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen sowie bei der Deutschen Telekom wie eigene Anteile zuzurechnenden Aktien (per 31. Dezember 2014: insgesamt rund 21 MIO. Stück). Die sog. "Trust" (Treuhänder)-Aktien (per 31. Dezember 2014: rund 19 MIO. Stück) stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von VoiceStream und Powertel (jetzt T-Mobile US) im Jahr 2001 und sind der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 wie eigene Anteile zuzurechnen. Was die an Trusts ausgegebenen Aktien betrifft, verzichtet der Treuhänder - solange der Trust besteht - auf Stimmrechte und Bezugsrechte sowie grundsätzlich auf Dividendenrechte.

Kapitalerhöhung.

Bei der für das Geschäftsjahr 2013 beschlossenen Dividende in Höhe von 0,50 € pro Aktie konnten die Aktionäre zwischen der Erfüllung des Dividendenanspruchs in bar oder dessen Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG wählen. Im Juni 2014 wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,0 MRD. € für Aktien aus Genehmigtem Kapital (Genehmigtes Kapital 2013) eingebracht und damit nicht zahlungswirksam substituiert. Dafür hat die Deutsche Telekom AG im Juni 2014 eine Kapitalerhöhung des Gezeichneten Kapitals in Höhe von 0,2 MRD. € gegen Einlage von Dividendenansprüchen durchgeführt. Die Kapitalrücklage hat sich in diesem Zusammenhang um 0,8 MRD. € erhöht. Die Anzahl der Aktien erhöhte sich um 84 396 144 Stück.

Eigene Aktien.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 23. Mai 2017 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1 106 257 715,20 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist.

Die Aktien können zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden. Die Aktien können auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Aktien über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern oder einzuziehen. Die Aktien können auch dazu genutzt werden, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat.

Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Mai 2012 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen.

Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 und einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 wurden im Juni 2011 110 TSD. Aktien, im September 2011 206 TSD. Aktien und im Januar 2013 268 TSD. Aktien erworben. Das Gesamterwerbsvolumen betrug in den Geschäftsjahren 2011 und 2013 insgesamt 2 762 TSD. € bzw. 2 394 TSD. € (ohne Nebenkosten). Die Anzahl der eigenen Anteile erhöhte sich daraus um 316 TSD. Stück bzw. 268 TSD. Stück. Im Rahmen des Share Matching Plans erfolgten in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 jeweils unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien in Höhe von 2 TSD. Stück in Depots von berechtigten Teilnehmern.

Im April, Juni und Dezember 2014 wurden darüber hinaus insgesamt 90 TSD. Stück eigene Aktien entnommen und unentgeltlich in Depots von berechtigten Teilnehmern des Share Matching Plans übertragen.

Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom neue Aktien aus genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit besteht keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß dem Zweck der Hinterlegung. Die 18 517 TSD. Stück hinterlegten Aktien werden wie eigene Anteile nach § 272 Abs. 1a HGB bilanziert.

Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital.

Das von der Hauptversammlung am 30. April 2009 beschlossene Genehmigte Kapital 2009/II diente der Gewährung von Aktien an Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG und der nachgeordneten verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien). Die Ermächtigung des Vorstands galt für die Zeit bis zum 29. April 2014. Am 28. August 2014 hat der Aufsichtsrat beschlossen, das Genehmigte Kapital 2009/II aus der Satzung der Deutschen Telekom AG zu streichen (Änderung der Fassung). Die Änderung der Satzung wurde am 19. September 2014 in das Handelsregister eingetragen.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 15. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 2 176 000 000 € durch Ausgabe von bis zu 850 000 000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage auszuschließen, um neue Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft, auszugeben. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2013). Das Genehmigte Kapital 2013 beträgt nach Erhöhung des Grundkapitals gegen Einlage von Dividendenansprüchen noch 1 959 945 871,36 €. Die Eintragung des verbliebenen Genehmigten Kapitals 2013 im Handelsregister erfolgte am 11. Juni 2014.

Das von der Hauptversammlung am 3. Mai 2010 beschlossene Bedingte Kapital 2010 bestand zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten, die aufgrund der in derselben Hauptversammlung beschlossenen, bis zum 2. Mai 2015 gültigen Ermächtigung zur Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen entstehen konnten. Diese Ermächtigung, von der kein Gebrauch gemacht worden ist, wäre voraussichtlich unmittelbar vor dem Termin der Hauptversammlung 2015 ausgelaufen. Die Hauptversammlung vom 15. Mai 2014 hat daher die Aufhebung des Bedingten Kapitals 2010 und die Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014 beschlossen.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2014 um bis zu 1 100 000 000 €, eingeteilt in bis zu 429 687 500 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie

a) die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Mai 2014 bis zum 14. Mai 2019 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder

b) die aus von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Mai 2014 bis zum 14. Mai 2019 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 5 Abs. 3 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (Change of Control)

Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutschen Telekom AG, die eine Klausel für den Fall einer Übernahme (Change of Control) der Deutschen Telekom AG enthalten, betreffen hauptsächlich bilaterale Kreditfazilitäten sowie mehrere Darlehensverträge. Im Übernahmefall haben die jeweiligen Kreditgeber das Recht, die Fazilität zu kündigen und ggf. fällig zu stellen bzw. die Rückzahlung der Darlehen zu verlangen. Dabei wird eine Übernahme angenommen, wenn ein Dritter die Kontrolle über die Deutsche Telekom AG erlangt; dies kann auch eine gemeinschaftlich handelnde Gruppe sein.

Ferner haben die anderen Konsortialpartner von Toll Collect (Daimler Financial Services AG und Cofiroute S.A.) eine Call Option für den Fall, dass ein Wechsel in der Eigentümerstruktur der Deutschen Telekom AG dadurch eintritt, dass mehr als 50 % des Aktienkapitals oder der Stimmrechte von einem neuen Gesellschafter gehalten werden, die er zuvor nicht besaß, und die anderen Konsortialpartner diesem Wechsel nicht zugestimmt haben.

Der griechische Staat kann alle Anteile der Deutschen Telekom AG an der griechischen Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE), von der Deutschen Telekom AG erwerben oder verlangen, dass sie an einen von ihm bekannten Dritten übertragen werden, wenn die Deutsche Telekom AG von einem Unternehmen übernommen werden sollte, das kein Telekommunikationsunternehmen aus der Europäischen Union oder den USA mit ähnlicher Größe und vergleichbarem Ansehen wie die Deutsche Telekom AG ist. Eine Übernahme in diesem Sinne liegt vor, wenn eine oder mehrere Personen - mit Ausnahme der Bundesrepublik Deutschland - direkt oder indirekt 35 % der Stimmrechte an der Deutschen Telekom AG erwerben.

Bei der Gründung des Joint Ventures EE in Großbritannien haben die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. im Joint Venture Agreement vereinbart, dass die France Télécom - für den Fall, dass die Deutsche Telekom unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt - für die Dauer eines Jahres von sämtlichen den Gesellschaftern im Hinblick auf eine Übertragung ihrer Anteile auferlegten Restriktionen befreit ist. Eine Übertragung von Anteilen an Wettbewerber ist aber auch in diesem Fall untersagt.

Im Rahmen der Gründung des Einkaufs-Joint Ventures BuyIn in Belgien haben die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A./ Atlas Services Belgium S.A. (eine Tochter der France Télécom S.A.) im Master Agreement vereinbart, dass, falls die Deutsche Telekom oder France Télécom unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt bzw. ein nicht vollständig zum France Télécom Konzern gehörender Dritter Anteile an Atlas Services Belgium S.A. erwirbt, der jeweils andere Vertragspartner (France Télécom und Atlas Services Belgium nur gemeinschaftlich) das Master Agreement mit sofortiger Wirkung kündigen kann.

Konsolidierungskreisveränderungen

Im Konzernabschluss der Deutschen Telekom werden 56 inländische und 197 ausländische Tochterunternehmen vollkonsolidiert (31. Dezember 2013: 67 und 177). Zusätzlich werden 13 assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2013: 13) und 6 Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2013: 9) nach der Equity-Methode einbezogen.

→ Die wesentlichen Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG werden im Kapitel "Grundlagen und Methoden" unter "Wesentliche Tochterunternehmen" im Konzern-Anhang aufgeführt.

Unternehmenszusammenschlüsse

Die Unternehmenszusammenschlüsse werden im Konzern-Anhang im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und Transaktionen mit Eigentümern" dargestellt.

VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG

Grundlagen der Vorstandsvergütung.

Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 ein neues System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Umgesetzt wurden dabei die seit dem 5. August 2009 geltenden Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG vom 3. Mai 2010 billigte dieses neue System. Zum 31. Dezember 2014 befinden sich alle amtierenden Vorstandsmitglieder im neuen System der Vorstandsvergütung.

→ Für weitere Details zur Vorstandsvergütung und zu den Angaben nach § 314 Handelsgesetzbuch (HGB) sowie dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS 17) verweisen wir auf die Angabe 40 "Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat" im Konzern-Anhang.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf ein jährliches festes Jahresgehalt, eine jährliche variable Erfolgsvergütung, eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente sowie Anspruch auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Der Aufsichtsrat legt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand fest. Diese Struktur und die Angemessenheit der Vergütung überprüft er regelmäßig.

Die feste Vergütung ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Es ist sichergestellt, dass die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist und die variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Die variablen Vergütungsbestandteile enthalten eindeutige betragsmäßige Höchstgrenzen und auch die Vergütungshöhe insgesamt wurde betragsmäßig begrenzt. Die Begrenzung der kurz- und langfristigen variablen Vergütungsbestandteile (Variable I und Variable II) erfolgt jeweils bei einer Zielerreichung von 150 %. Im Rahmen des Share Matching Plans besteht die Höchstgrenze bei einer Verdreifachung des Aktienkurses während der Planlaufzeit. Ordentliche Vorstandsmitglieder können somit nicht mehr als 4,5 MIO. € an Vergütungszuflüssen in einem Jahr erreichen. Dem Vorstandsvorsitzenden kann maximal pro Jahr ein Betrag von 7,5 MIO. € an Vergütung zufließen.

Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten.

In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden, so v. a. die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung.

Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich.

Die folgende DARSTELLUNG 054 erfolgt anhand der vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabelle 1, die den Gesamtbetrag der für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen darstellt.

Gewährte Zuwendungen

T 054 Vorstandsvergütung in €

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  Timotheus Höttges
  Funktion: Vorstandsvorsitzender (CEO) seit dem 01.01.2014
  2013 2014 2014 (min.) 2014 (max.)
Festvergütung 1 037 500 1 450 000 1 450 000 1 450 000
Nebenleistungen 23 972 22 359 22 359 22 359
  1 061 472 1 472 359 1 472 359 1 472 359
Einjährige variable Vergütung 760 500 1 092 000 0 1 638 000
Mehrjährige variable Vergütung 964 259 1 405 339 0 3 276 000
davon: Variable II 2013 (4 Jahre Laufzeit) 760 500      
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit)   1 092 000 0 1 638 000
davon: Share Matching Plan 2013 (4 Jahre Laufzeit) 203 759      
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit)   313 339 0 1 638 000
  2 786 231 3 969 698 1 472 359 6 386 359
Versorgungsaufwand 582 852 818 212 818 212 818 212
GESAMTVERGÜTUNG 3 369 083 4 787 910 2 290 571 7 204 571
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  Reinhard Clemens
  Funktion: T-Systems seit dem 01.12.2007
  2013 2014 2014 (min.) 2014 (max.)
Festvergütung 840 000 840 000 840 000 840 000
Nebenleistungen 22 366 17 350 17 350 17 350
  862 366 857 350 857 350 857 350
Einjährige variable Vergütung 650 000 650 000 0 975 000
Mehrjährige variable Vergütung 824 153 836 512 0 1 950 000
davon: Variable II 2013 (4 Jahre Laufzeit) 650 000      
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit)   650 000 0 975 000
davon: Share Matching Plan 2013 (4 Jahre Laufzeit) 174 153      
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit)   186 512 0 975 000
  2 336 519 2 343 862 857 350 3 782 350
Versorgungsaufwand 605 603 599 763 599 763 599 763
GESAMTVERGÜTUNG 2 942 122 2 943 625 1 457 113 4 382 113
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  Niek Jan van Damme
  Funktion: Deutschland seit dem 01.03.2009
  2013 2014 2014 (min.) 2014 (max.)
Festvergütung 794 355 850 000 850 000 850 000
Nebenleistungen 24 555 26 758 26 758 26 758
  818 910 876 758 876 758 876 758
Einjährige variable Vergütung 550 000 628 333 0 942 500
Mehrjährige variable Vergütung 697 360 820 378 0 1 902 625
davon: Variable II 2013 (4 Jahre Laufzeit) 550 000      
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit)   640 083 0 960 125
davon: Share Matching Plan 2013 (4 Jahre Laufzeit) 147 360      
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit)   180 295 0 942 500
  2 066 270 2 325 469 876 758 3 721 883
Versorgungsaufwand 305 199 288 661 288 661 288 661
GESAMTVERGÜTUNG 2 371 469 2 614 130 1 165 419 4 010 544
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  Thomas Dannenfeldt
  Funktion: Finanzen (CFO) seit dem 01.01.2014
  2013 2014 2014 (min.) 2014 (max.)
Festvergütung 0 700 000 700 000 700 000
Nebenleistungen 0 22 433 22 433 22 433
  0 722 433 722 433 722 433
Einjährige variable Vergütung 0 550 000 0 825 000
Mehrjährige variable Vergütung 0 707 817 0 1 650 000
davon: Variable II 2013 (4 Jahre Laufzeit) 0      
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit)   550 000 0 825 000
davon: Share Matching Plan 2013 (4 Jahre Laufzeit) 0      
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit)   157 817 0 825 000
  0 1 980 250 722 433 3 197 433
Versorgungsaufwand 0 246 151 246 151 246 151
GESAMTVERGÜTUNG 0 2 226 401 968 584 3 443 584
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  Dr. Thomas Kremer
  Funktion: Datenschutz, Recht und Compliance seit dem 01.06.2012
  2013 2014a 2014 (min.) 2014 (max.)
Festvergütung 700 000 700 000 700 000 700 000
Nebenleistungen 60 508 60 983 60 983 60 983
  760 508 760 983 760 983 760 983
Einjährige variable Vergütung 550 000 550 000 0 825 000
Mehrjährige variable Vergütung 697 360 707 817 0 1 650 000
davon: Variable II 2013 (4 Jahre Laufzeit) 550 000      
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit)   550 000 0 825 000
davon: Share Matching Plan 2013 (4 Jahre Laufzeit) 147 360      
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit)   157 817 0 825 000
  2 007 868 2 018 800 760 983 3 235 983
Versorgungsaufwand 253 723 243 743 243 743 243 743
GESAMTVERGÜTUNG 2 261 591 2 262 543 1 004 726 3 479 726
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  Claudia Nemat
  Funktion: Europa und Technik seit dem 01.10.2011
  2013 2014 2014 (min.) 2014 (max.)
Festvergütung 900 000 900 000 900 000 900 000
Nebenleistungen 49 602 65 900 65 900 65 900
  949 602 965 900 965 900 965 900
Einjährige variable Vergütung 675 000 675 000 0 1 012 500
Mehrjährige variable Vergütung 855 851 868 685 0 2 025 000
davon: Variable II 2013 (4 Jahre Laufzeit) 675 000      
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit)   675 000 0 1 012 500
davon: Share Matching Plan 2013 (4 Jahre Laufzeit) 180 851      
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit)   193 685 0 1 012 500
  2 480 453 2 509 585 965 900 4 003 400
Versorgungsaufwand 275 014 247 026 247 026 247 026
GESAMTVERGÜTUNG 2 755 467 2 756 611 1 212 926 4 250 426
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  Prof. Dr. Marion Schick
  Funktion: Personal bis 30.04.2014
  2013 2014 2014 (min.) 2014 (max.)
Festvergütung 700 000 233 333 233 333 233 333
Nebenleistungen 23 272 5 743 5 743 5 743
  723 272 239 076 239 076 239 076
Einjährige variable Vergütung 550 000 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 697 360 0 0 0
davon: Variable II 2013 (4 Jahre Laufzeit) 550 000      
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit)   0 0 0
davon: Share Matching Plan 2013 (4 Jahre Laufzeit) 147 360      
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit)   0 0 0
  1 970 632 239 076 239 076 239 076
Versorgungsaufwand 245 791 0 0 0
GESAMTVERGÜTUNG 2 216 423 239 076 239 076 239 076

a Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermessensentscheidung Gebrauch gemacht, Dr. Thomas Kremer für das Geschäftsjahr 2014 eine außerordentliche Erfolgstantieme in Höhe von 250 000 € zuzuwenden. Mit dieser Zahlung honoriert der Aufsichtsrat die außerordentlichen Leistungen von Dr. Thomas Kremer, der aufgrund des gesundheitsbedingten Ausscheidens von Prof. Dr. Marion Schick das gesamte Jahr 2014 die Verantwortung für das Vorstandsressort Personal zusätzlich zu seinen Aufgaben im Bereich Datenschutz, Recht und Compliance übernommen hat. Diese außerordentliche Erfolgstantieme wird n der Zuflusstabelle (Mustertabelle 2) in der Zeile Sonstiges ausgewiesen, da diese Zahlung für Leistungen im Jahr 2014 zugesprochen wurde. Dr. Thomas Kremer hatte keinen vertraglichen Anspruch auf diese Zahlung, sodass kein Ausweis im Rahmen der Gewährungstabelle geboten ist.

Zugeflossene Zuwendungen

Die nachfolgende DARSTELLUNG 055 entspricht der vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabelle 2, die den Gesamtbetrag der für das Berichtsjahr zugeflossenen Vergütung ausweist. In Abweichung von der vorher dargestellten Gewährungstabelle werden in dieser Tabelle nicht die Zielwerte für die kurz- und langfristigen variablen Vergütungsbestandteile ausgewiesen, sondern die tatsächlich für das Geschäftsjahr 2014 zufließenden Werte.

Eine weitere Abweichung gegenüber der Gewährungstabelle besteht hinsichtlich der Darstellung des Share Matching Plans. Die in dieser Tabelle ausgewiesenen Werte für den Share Matching Plan stellen die Höhe des nach deutschem Steuerrecht relevanten Zuflusswerts im Zeitpunkt der Übertragung von Matching Shares dar, während in der Gewährungstabelle zuvor die beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Gewährung Gegenstand des Vergütungsausweises sind.

T 055 Vorstandsvergütung in €

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  Timotheus Höttges Reinhard Clemens Niek Jan van Damme
  Funktion: Vorstandsvorsitzender (CEO) seit dem 01.01.2014 Funktion: T-Systems seit dem 01.12.2007 Funktion: Deutschland seit dem 01.03.2009
  2013 2014 2013 2014 2013 2014
Festvergütung 1 037 500 1 450 000 840 000 840 000 794 355 850 000
Nebenleistungen 23 972 22 359 22 366 17 350 24 555 26 758
  1 061 472 1 472 359 862 366 857 350 818 910 876 758
Einjährige variable Vergütung 953 667 1 307 124 755 950 714 350 647 900 708 760
Mehrjährige variable Vergütung 390 000 758 558 390 000 720 364 330 000 614 594
davon: Variable II 2010 (4 Jahre Laufzeit) 390 000   390 000   330 000  
davon: Variable II 2011 (4 Jahre Laufzeit)   429 000   429 000   363 000
davon: Share Matching Plan (4 Jahre Laufzeit) 0 329 558 0 291 364 0 251 594
Sonstiges 0 0 0 0 0 0
  2 405 1 39 3 538 041 2 008 316 2 292 064 1 796 810 2 200 112
Versorgungsaufwand 582 852 818 212 605 603 599 763 305 199 288 661
GESAMTVERGÜTUNG 2 987 991 4 356 253 2 613 919 2 891 827 2 102 009 2 488 773
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  Thomas Dannenfeldt Dr. Thomas Kremer Claudia Nemat
  Funktion: Finanzen (CFO) seit dem 01.01.2014 Funktion: Datenschutz, Recht und Compliance seit dem 01.06.2012 Funktion: Europa und Technik seit dem 01.10.2011
  2013 2014 2013 2014 2013 2014
Festvergütung 0 700 000 700 000 700 000 900 000 900 000
Nebenleistungen 0 22 433 60 508 60 983 49 602 65 900
  0 722 433 760 508 760 983 949 602 965 900
Einjährige variable Vergütung 0 641 300 627 000 606 650 722 925 764 775
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 130 625 234 438 227 813 361 969
davon: Variable II 2010 (4 Jahre Laufzeit) 0   130 625   227 813  
davon: Variable II 2011 (4 Jahre Laufzeit)   0 0 234 438 0 361 969
davon: Share Matching Plan (4 Jahre Laufzeit) 0   0 0 0 0
Sonstiges 0 0 0 250 000a 0 0
  0 1 363 733 1 518 133 1 852 071 1 900 340 2 092 644
Versorgungsaufwand 0 246 151 253 723 243 743 275 014 247 026
GESAMTVERGÜTUNG 0 1 609 884 1 771 856 2 095 814 2 175 354 2 339 670
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  Prof. Dr. Marion Schick
  Funktion: Personal bis 30.04.2014
  2013 2014
Festvergütung 700 000 233 333
Nebenleistungen 23 272 5 743
  723 272 239 076
Einjährige variable Vergütung 568 150 0
Mehrjährige variable Vergütung 137 500 260 284
davon: Variable II 2010 (4 Jahre Laufzeit) 137 500  
davon: Variable II 2011 (4 Jahre Laufzeit) 0 0
davon: Share Matching Plan (4 Jahre Laufzeit) 0 260 284
Sonstiges 0 0
  1 428 922 499 360
Versorgungsaufwand 245 791 0
GESAMTVERGÜTUNG 1 674 713 499 360

a Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermessensentscheidung Gebrauch gemacht, Dr. Thomas Kremer für das Geschäftsjahr 2014 eine außerordentliche Erfolgstantieme in Höhe von 250 000 € zuzuwenden Mit dieser Zahlung honoriert der Aufsichtsrat die außerordentlichen Leistungen von Dr. Thomas Kremer, der aufgrund des gesundheitsbedingten Ausscheidens von Prof. Dr. Marion Schick das gesamte Jahr 2014 die Verantwortung für das Vorstandsressort Personal zusätzlich zu seinen Aufgaben im Bereich Datenschutz, Recht und Compliance übernommen hat.

Grundlagen der Aufsichtsratsvergütung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG erhalten eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 70 000 €. Darüber hinaus wird die Tätigkeit als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie die Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats zusätzlich vergütet. Das neue Vergütungssystem, das seit dem 1. Januar 2013 gilt, sieht eine erfolgsorientierte Vergütung nicht mehr vor.

→ Für weitere Informationen zur Aufsichtsratvergütung verweisen wir auf Angabe 40 "Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat" im Konzern-Anhang.

DER KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-BILANZ

T 056 in Mio. €

AKTIVA

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  Angabe 31.12.2014 31.12.2013
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE   29 798 21 963
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 7 523 7 970
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 2 10 454 7 712
Ertragsteuerforderungen 25 84 98
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8 2 976 2 745
Vorräte 3 1 503 1 062
Übrige Vermögenswerte 9 1 380 1 343
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 4 5 878 1 033
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE   99 562 96 185
Immaterielle Vermögenswerte 5 51 565 45 967
Sachanlagen 6 39 616 37 427
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 7 617 6 167
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8 2 284 1 362
Aktive latente Steuern 25 5 169 4 960
Übrige Vermögenswerte 9 311 302
BILANZSUMME   129 360 118 148

PASSIVA

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  Angabe 31.12.2014 31.12.2013
KURZFRISTIGE SCHULDEN   28 198 22 496
Finanzielle Verbindlichkeiten 10 10 558 7 891
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 11 9 681 7 259
Ertragsteuerverbindlichkeiten 25 276 308
Sonstige Rückstellungen 13 3 517 3 120
Übrige Schulden 14 4 160 3 805
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 4 6 113
LANGFRISTIGE SCHULDEN   67 096 63 589
Finanzielle Verbindlichkeiten 10 44 669 43 708
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 12 8 465 7 006
Sonstige Rückstellungen 13 2 373 2 071
Passive latente Steuern 25 7 712 6 916
Übrige Schulden 14 3 877 3 888
SCHULDEN   95 294 86 085
EIGENKAPITAL 15 34 066 32 063
Gezeichnetes Kapital   11 611 11 395
Eigene Anteile   (53) (54)
    11 558 11 341
Kapitalrücklage   51 778 51 428
Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag   (39 783) (37 437)
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis   (1 838) (2 383)
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen   798 -
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)   2 924 930
ANTEILE DER EIGENTÜMER DES MUTTERUNTERNEHMENS   25 437 23 879
Anteile anderer Gesellschafter   8 629 8 184
BILANZSUMME   129 360 118 148

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

T 057 in Mio. €

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    Angabe 2014 2013 2012
UMSATZERLÖSE   16 62 658 60 132 58 169
Umsatzkosten   17 (38 539) (36 255) (34 256)
BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ     24 119 23 877 23 913
Vertriebskosten   18 (13 898) (13 797) (14 075)
Allgemeine Verwaltungskosten   19 (4 721) (4 518) (4 855)
Sonstige betriebliche Erträge   20 3 231 1 326 2 968
Sonstige betriebliche Aufwendungen   21 (1 484) (1 958) (11 913)
BETRIEBSERGEBNIS     7 247 4 930 (3 962)
Zinsergebnis   22 (2 340) (2 162) (2 033)
Zinserträge     325 228 306
Zinsaufwendungen     (2 665) (2 390) (2 339)
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen   23 (198) (71) (154)
Sonstiges Finanzergebnis   24 (359) (569) (225)
FINANZERGEBNIS     (2 897) (2 802) (2 412)
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN     4 350 2 128 (6 374)
Ertragsteuern   25 (1 106) (924) 1 516
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG)     3 244 1 204 (4 858)
ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) AN DIE          
Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag))     2 924 930 (5 353)
Anteile anderer Gesellschafter   26 320 274 495
ERGEBNIS JE AKTIE   27      
Unverwässert   0,65 0,21 (1,24)
Verwässert   0,65 0,21 (1,24)

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

T 058 in Mio. €

scroll
  2014 2013 2012
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) 3 244 1 204 (4 858)
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden      
Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen (1 581) 48 (1 822)
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen (29) (17) 0
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 477 (16) 556
  (1 133) 15 (1 266)
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen      
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe      
Erfolgswirksame Änderung (4) 0 4
Erfolgsneutrale Änderung 1 849 (901) 318
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten      
Erfolgswirksame Änderung (1) 0 (227)
Erfolgsneutrale Änderung 41 (4) 33
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten      
Erfolgswirksame Änderung (267) 178 9
Erfolgsneutrale Änderung 265 (162) (219)
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen      
Erfolgswirksame Änderung 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung 0 (37) 22
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 3 (5) 77
  1 886 (931) 17
SONSTIGES ERGEBNIS 753 (916) (1 249)
GESAMTERGEBNIS 3 997 288 (6 107)
ZURECHNUNG DES GESAMTERGEBNISSES AN DIE      
Eigentümer des Mutterunternehmens 3 184 197 (6 466)
Anteile anderer Gesellschafter 813 91 359

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

T 059 in Mio. €

scroll
  Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens
  Anzahl der Aktien Bezahltes Eigenkapital Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital
  in Tsd. Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Kapitalrücklage Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag Konzernüberschuss/ (-fehlbetrag)
STAND ZUM 1. JANUAR 2012 4 321 319 11 063 (6) 51 504 (25 371) 538
Veränderung Konsolidierungskreis            
Gewinnvortrag         538 (538)
Dividendenausschüttungen         (3 010)  
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung       2    
Aktienrückkauf            
Überschuss/(Fehlbetrag)           (5 353)
Sonstiges Ergebnis         (1 266)  
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen         3  
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2012 4 321 319 11 063 (6) 51 506 (29 106) (5 353)
STAND ZUM 1. JANUAR 2013 4 321 319 11 063 (6) 51 506 (29 106) (5 353)
Veränderung Konsolidierungskreis         12  
Transaktionen mit Eigentümern       (1 050) (4)  
Gewinnvortrag         (5 353) 5 353
Dividendenausschüttungen         (3 010)  
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 129 856 332   811    
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung       113    
Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien     (48) 48 (2)  
Überschuss/(Fehlbetrag)           930
Sonstiges Ergebnis         23  
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen         3  
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 4 451 175 11 395 (54) 51 428 (37 437) 930
STAND ZUM 1. JANUAR 2014 4 451 175 11 395 (54) 51 428 (37 437) 930
Veränderung Konsolidierungskreis            
Transaktionen mit Eigentümern       (527)    
Gewinnvortrag         930 (930)
Dividendenausschüttungen         (2 215)  
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 84 396 216   807    
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung       70    
Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien     1   1  
Überschuss/(Fehlbetrag)           2 924
Sonstiges Ergebnis         (1 085)  
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen         23  
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2014 4 535 571 11 611 (53) 51 778 (39 783) 2 924
scroll
  Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens
  Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
  Währungs-
umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
Neubewertungs-
rücklage
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Sicherungs-
instrumente
At equity bilanzierte Unternehmen Steuern
STAND ZUM 1. JANUAR 2012 (2 778) (33) 102 537 20 (174)
Veränderung Konsolidierungskreis            
Gewinnvortrag            
Dividendenausschüttungen            
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung            
Aktienrückkauf            
Überschuss/(Fehlbetrag)            
Sonstiges Ergebnis 330   (59) (210) 22 70
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen   (3)        
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2012 (2 448) (36) 43 327 42 (104)
STAND ZUM 1. JANUAR 2013 (2 448) (36) 43 327 42 (104)
Veränderung Konsolidierungskreis            
Transaktionen mit Eigentümern 553   (1)      
Gewinnvortrag            
Dividendenausschüttungen            
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG            
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung            
Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien            
Überschuss/(Fehlbetrag)            
Sonstiges Ergebnis (708)   (4) 16 (54) (6)
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen   (3)        
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 (2 603) (39) 38 343 (12) (110)
STAND ZUM 1. JANUAR 2014 (2 603) (39) 38 343 (12) (110)
Veränderung Konsolidierungskreis            
Transaktionen mit Eigentümern 21          
Gewinnvortrag            
Dividendenausschüttungen            
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG            
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung            
Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien            
Überschuss/(Fehlbetrag)            
Sonstiges Ergebnis 1 335   41 (3) (30) 2
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen   (23)        
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2014 (1 247) (62) 79 340 (42) (108)
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  Summe Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Konzern- Eigenkapital
STAND ZUM 1. JANUAR 2012 35 402 4 630 40 032
Veränderung Konsolidierungskreis 0   0
Gewinnvortrag 0   0
Dividendenausschüttungen (3 010) (387) (3 397)
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 2 1 3
Aktienrückkauf 0   0
Überschuss/(Fehlbetrag) (5 353) 495 (4 858)
Sonstiges Ergebnis (1 113) (136) (1 249)
GESAMTERGEBNIS (6 466) 359 (6 107)
Transfer in Gewinnrücklagen 0   0
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2012 25 928 4 603 30 531
STAND ZUM 1. JANUAR 2013 25 928 4 603 30 531
Veränderung Konsolidierungskreis 12 287 299
Transaktionen mit Eigentümern (502) 3 527 3 025
Gewinnvortrag 0   0
Dividendenausschüttungen (3 010) (369) (3 379)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 1 143   1 143
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 113 45 158
Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien (2)   (2)
Überschuss/(Fehlbetrag) 930 274 1 204
Sonstiges Ergebnis (733) (183) (916)
GESAMTERGEBNIS 197 91 288
Transfer in Gewinnrücklagen 0   0
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 23 879 8 184 32 063
STAND ZUM 1. JANUAR 2014 23 879 8 184 32 063
Veränderung Konsolidierungskreis 0 1 1
Transaktionen mit Eigentümern (506) (324) (830)
Gewinnvortrag 0   0
Dividendenausschüttungen (2 215) (81) (2 296)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 1 023 2 1 025
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 70 34 104
Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien 2   2
Überschuss/(Fehlbetrag) 2 924 320 3 244
Sonstiges Ergebnis 260 493 753
GESAMTERGEBNIS 3 184 813 3 997
Transfer in Gewinnrücklagen 0   0
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2014 25 437 8 629 34 066

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

T 060 in Mio. €

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  Angabe 2014 2013 2012
  31      
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG)   3 244 1 204 (4 858)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen   10 574 10 904 21 957
Ertragsteueraufwand/(-ertrag)   1 106 924 (1 516)
Zinserträge und -aufwendungen   2 340 2 162 2 033
Sonstiges Finanzergebnis   359 569 225
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen   198 71 154
Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften   (1 674) (131) (6)
Sonstiger betrieblicher Ertrag aus dem Rahmenvertrag mit Crown Castle über die Vermietung und Nutzung von Funktürmen in den USA   - - (1 444)
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge   166 101 15
Ergebnis aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen   (436) 138 (83)
Veränderung aktives Working Capital   (2 275) (1 266) (24)
Veränderung der Rückstellungen   382 (195) (203)
Veränderung übriges passives Working Capital   2 207 696 (406)
Erhaltene/(Gezahlte) Ertragsteuern   (679) (648) (694)
Erhaltene Dividenden   344 273 490
Nettozahlungen aus Abschluss, Auflösung und Konditionenänderung von Zinsderivaten   55 290 122
OPERATIVER CASHFLOW   15 911 15 092 15 762
Gezahlte Zinsen   (3 390) (2 961) (3 060)
Erhaltene Zinsen   872 886 875
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT   13 393 13 017 13 577
Auszahlungen für Investitionen in        
Immaterielle Vermögenswerte   (4 658) (4 498) (2 811)
Sachanlagen   (7 186) (6 570) (5 621)
Langfristige finanzielle Vermögenswerte   (806) (667) (1 028)
Auszahlungen für die Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen   (606) (48) (19)
Einzahlungen aus Abgängen von        
Immateriellen Vermögenswerten   16 8 26
Sachanlagen   265 245 187
Funktürmen aus dem Rahmenvertrag mit Crown Castle in den USA   - - 1 769
Langfristigen finanziellen Vermögenswerten   74 54 549
Einzahlungen aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen   1 540 650 50
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund der erstmaligen Vollkonsolidierung der MetroPCS   - 1 641 -
Veränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit mehr als 3 Monate), Wertpapiere und Forderungen des kurzfristigen finanziellen Vermögens   591 (701) 219
Sonstiges   9 (10) 8
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT   (10 761) (9 896) (6 671)
Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten   12 785 10 874 22 664
Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten   (17 089) (18 033) (29 064)
Aufnahme mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten   4 275 9 334 3 539
Rückzahlung mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten   (1 042) (129) (171)
Dividendenausschüttungen   (1 290) (2 243) (3 400)
Aktienrückkauf Deutsche Telekom AG   - (2) -
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten   (164) (172) (169)
Aktienoptionen anderer Gesellschafter von T-Mobile US (Altprogramme MetroPCS)   17 102 -
Kapitalerhöhung T-Mobile US   - 1 313 -
Erwerb der restlichen Anteile der T-Mobile Czech Republic   (828) - -
Aktienrückkauf T-Mobile US   (53) - -
Aktienrückkauf OTE   (69) - -
Einzahlungen aus der Zuteilung von OTE-Aktienoptionen   26 - -
Sonstiges   (2) (22) -
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT   (3 434) 1 022 (6 601)
Auswirkung von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate)   323 (167) (28)
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen   32 (32) -
NETTOVERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL (LAUFZEIT BIS 3 MONATE)   (447) 3 944 277
BESTAND AM ANFANG DES JAHRES   7 970 4 026 3 749
BESTAND AM ENDE DES JAHRES   7 523 7 970 4 026

Konzern-Anhang

GRUNDLAGEN UND METHODEN

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Deutsche Telekom Konzern (nachfolgend "Deutsche Telekom" oder "Konzern" genannt) ist eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikations- und Informationstechnologiebranche. Die Deutsche Telekom bietet Kunden Produkte und Services rund um das Vernetzte Leben und Arbeiten an. Dabei berichtet die Deutsche Telekom die vier operativen Segmente Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft sowie das Segment Group Headquarters & Group Services.

Die Gesellschaft wurde am 2. Januar 1995 unter der Firma Deutsche Telekom AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HRB 6794) eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist Bonn, Deutschland. Die Anschrift lautet: Deutsche Telekom AG, Friedrich-Ebert-Allee 140, 53113 Bonn.

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Diese Entsprechenserklärung kann auch über die Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) unter dem Pfad Investor Relations/Corporate Governance/Entsprechenserklärung eingesehen werden.

Die Aktien der Deutschen Telekom AG werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt.

Der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Geschäftsbericht kann bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations, angefordert bzw. auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) eingesehen werden.

Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom für das Geschäftsjahr 2014 wurde am 10. Februar 2015 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNG

Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Im Folgenden wird einheitlich der Begriff IFRS verwendet.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. In der Konzern-Bilanz werden Vergleichszahlen für einen Abschluss-Stichtag angegeben. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung werden Vergleichszahlen für zwei Vorjahre angegeben.

Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Konzern-Anhang grundsätzlich detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Die Abschlüsse der Deutschen Telekom AG und ihrer Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.

ERSTMALS IM GESCHÄFTSJAHR ANZUWENDENDE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN VON STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Die Deutsche Telekom hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr 2014 erstmals angewandt:

T 061

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Verlautbarung Titel
IFRS 10 Consolidated Financial Statements
IFRS 11 Joint Arrangements
IFRS 12 Disclosure of Interests in Other Entities
IAS 28 Investments in Associates and Joint Ventures
IAS 32 Financial Instruments: Presentation - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities
IAS 39 Financial Instruments: Recognition and Measurement - Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting

Das IASB hat im Mai 2011 drei neue IFRS (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12) sowie einen überarbeiteten Standard (IAS 28) zur Bilanzierung von Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen veröffentlicht. Die Regelungen wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Innerhalb der Europäischen Union sind die Regelungen erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden. Im November 2012 hat das IASB weitere Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Konsolidierung von Investment-Gesellschaften. Die Regelungen wurden im November 2013 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Anwendung der neuen und geänderten IFRS hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der Cashflows bzw. des Konsolidierungskreises der Deutschen Telekom. Die Einführung des IFRS 12 führt zu erweiterten Anhangangaben im Konzernabschluss der Deutschen Telekom. Die Neufassung des IAS 27 hat auf die Deutsche Telekom keine Auswirkung, da sich dieser Standard nunmehr ausschließlich auf den Jahresabschluss erstreckt, die Deutsche Telekom jedoch keinen IFRS-Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB erstellt.

Mit IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" führt das IASB ein einheitliches Konsolidierungskonzept ein. Damit wurde die bisherige Unterscheidung zwischen klassischen Tochterunternehmen (IAS 27) und Zweckgesellschaften (SIC-12) aufgegeben. Beherrschung (Control) besteht dann und nur dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und er infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Mit Inkrafttreten des IFRS 10 wurde SIC-12 "Consolidation - Special Purpose Entities" aufgehoben; ebenfalls aufgehoben wurden die konzernabschlussrelevanten Vorschriften des IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements".

IFRS 11 "Joint Arrangements" ersetzt IAS 31 "Interests in Joint Ventures" sowie SIC-13 "Jointly Controlled Entities - Non-Monetary Contributions by Venturers". Er regelt die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und von gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations). Mit Aufhebung von IAS 31 ist das - von der Deutschen Telekom bisher nicht ausgeübte - Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierungsmethode für Gemeinschaftsunternehmen nicht länger zulässig. Die Anwendung der Equity-Methode ist nunmehr in der Neufassung des IAS 28 "Interests in Associates and Joint Ventures" geregelt und erstreckt sich sowohl auf assoziierte Unternehmen als auch auf Gemeinschaftsunternehmen. Bei Bestehen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit werden die zurechenbaren Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge gemäß der Beteiligungsquote unmittelbar in den Konzern- und Jahresabschluss des Joint Operators übernommen.

In IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities" werden sämtliche Angaben, die im Konzernabschluss in Bezug auf Tochterunternehmen, gemeinschaftliche Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen sowie konsolidierte und nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen zu veröffentlichen sind, zentral gebündelt.

Die Neufassung des IAS 27 "Separate Financial Statements" regelt ausschließlich die bilanzielle Abbildung von Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen im Jahresabschluss sowie zugehörige Anhangangaben (Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB).

Die Neufassung des IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures" regelt die Einbeziehung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode.

Im Dezember 2011 hat das IASB in IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" unter dem Titel "Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities" Präzisierungen zu den Saldierungsvorschriften veröffentlicht. Um die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 zu erfüllen, darf nach den neuen Vorschriften der für den Bilanzierenden zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehende Rechtsanspruch auf Saldierung nicht unter der Bedingung eines künftigen Ereignisses stehen und muss sowohl im ordentlichen Geschäftsverkehr als auch bei Verzug und Insolvenz einer Vertragspartei gelten. Des Weiteren wird bestimmt, dass ein Bruttoausgleichsmechanismus die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 erfüllt, sofern keine wesentlichen Kredit- und Liquiditätsrisiken verbleiben, Forderungen und Verbindlichkeiten in einem einzigen Verrechnungsprozess verarbeitet werden und der Bruttoausgleich damit im Ergebnis äquivalent ist zu einem Nettoausgleich. Die neuen Vorschriften wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind erstmals rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

Im Juni 2013 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" veröffentlicht. Die Änderungen mit dem Titel "Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting" sehen vor, dass Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert bleiben. Unter einer Novation werden Sachverhalte verstanden, in denen die ursprünglichen Vertragsparteien eines Derivats übereinkommen, dass ein Zentralkontrahent (Central Counterparty) an die Stelle ihrer jeweiligen Gegenpartei treten soll. Grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass die Einschaltung einer zentralen Gegenpartei bzw. eines Zentralkontrahenten infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen vorgenommen wird. Das IASB sah einen dringenden Änderungsbedarf nicht zuletzt deshalb, weil sich die G-20-Staaten zu einer Verbesserung der Transparenz und Regulierung von nicht an geregelten Märkten gehandelten Derivaten, sog. "Over-the-Counter-Derivaten" (OTC-Derivaten), auf internationaler Ebene verpflichtet haben. Infolgedessen sind alle standardisierten OTC-Derivate mit einer zentralen Gegenpartei abzuschließen. Die Änderungen wurden im Dezember 2013 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind erstmals rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT ANZUWENDENDE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN

Das IASB hat im November 2009 IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die Veröffentlichung ist das Ergebnis des Projekts zum Ersatz des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" durch IFRS 9. IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Im Oktober 2010 hat der IASB IFRS 9 erneut herausgegeben und dabei die Vorschriften zur Einbuchung und Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie die meisten Vorschriften zu Klassifizierung und Bewertung unverändert aus IAS 39 übernommen. Im November 2013 wurde IFRS 9 weiter überarbeitet. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen eine grundlegende Überarbeitung der Regelungen zum Hedge Accounting, dessen Anwendungsbereich erweitert wurde. Darüber hinaus ist vorgesehen, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Verbindlichkeiten aufgrund einer Veränderung des eigenen Kreditrisikos künftig nicht mehr erfolgswirksam, sondern im sonstigen Gesamtergebnis auszuweisen. Im Juli 2014 hat das IASB die finale Fassung von IFRS 9 als vollständigen Standard herausgegeben, der alle bereits zuvor veröffentlichten Regelungen mit den neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen sowie begrenzten Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte zusammenführt. Die Neuregelungen sind grundsätzlich rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Deutsche Telekom prüft derzeit die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows.

Im Mai 2013 hat das IASB die IFRIC-Interpretation 21 "Levies" veröffentlicht. Kernpunkt der Interpretation ist die Frage, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Der IFRIC stellt klar, dass das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld diejenige Aktivität ist, die die Zahlungsverpflichtung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Ein "wirtschaftlicher Zwang", die betreffende Aktivität künftig unter Berücksichtigung des Prinzips der Unternehmensfortführung auszuüben, stellt hingegen ausdrücklich kein verpflichtendes Ereignis dar. Die neuen Vorschriften wurden im Juni 2014 in europäisches Recht übernommen und sind innerhalb der Europäischen Union rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

Im November 2013 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 19 "Employee Benefits" mit dem Titel "Defined Benefit Plans: Employee Contributions" veröffentlicht. Ziel ist eine vereinfachte Bilanzierung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu einem Pensionsplan, die es ermöglicht, Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Die Änderungen wurden im Dezember 2014 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

Im Dezember 2013 hat das IASB "Annual Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle" sowie "Annual Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle" veröffentlicht, durch die neun Standards im Detail geändert wurden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Klarstellungen. Die Änderungen wurden im Dezember 2014 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind innerhalb der Europäischen Union prospektiv anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 (2011-2013 Cycle) bzw. 1. Februar 2015 (2010-2012 Cycle) beginnen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

Im Januar 2014 hat das IASB IFRS 14 "Regulatory Deferral Accounts" veröffentlicht. Der Standard gilt nur für IFRS-Erstanwender und ist daher für die Deutsche Telekom nicht relevant.

Im Mai 2014 hat das IASB Änderungen zu IFRS 11 "Joint Arrangements" mit dem Titel "Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations" veröffentlicht. Danach hat der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb gemäß IFRS 3 darstellt, alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Die Änderungen sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

Im Mai 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 16 "Property, Plant & Equipment" und IAS 38 "Intangible Assets" mit dem Titel "Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation" veröffentlicht. Danach wird eine erlösbasierte Abschreibungsmethode für Sachanlagen als nicht zulässig angesehen, während für immaterielle Vermögenswerte lediglich eine widerlegbare Annahme besteht, dass eine solche Methode nicht sachgerecht ist. Die Änderungen sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

Im Mai 2014 hat das IASB IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" veröffentlicht. Der Standard sieht ein einheitliches, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell für die Erlösermittlung und -erfassung vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Er ersetzt insbesondere die bestehenden Standards IAS 18 "Revenue" und IAS 11 "Construction Contracts". Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 hat ein Unternehmen den Standard vollständig für die laufende Berichtsperiode anzuwenden. Dazu gehört auch die rückwirkende Anwendung auf alle Verträge, die zu Beginn der Berichtsperiode noch nicht erfüllt waren. Im Hinblick auf frühere Berichtsperioden werden in den Übergangsvorschriften zwei Optionen gewährt: die vollständige Anwendung von IFRS 15 auf frühere Berichtsperioden (mit bestimmten begrenzten praktischen Vereinfachungen) oder die Beibehaltung der früheren Beträge, die nach den zuvor geltenden Standards berichtet wurden, und Erfassung der kumulierten Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 als Anpassung des Anfangssaldos des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erstanwendung (Beginn der laufenden Berichtsperiode). Der Standard hat wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom. Insbesondere führen die Neuregelungen - abhängig vom konkreten Geschäftsmodell - bei vielen Mehrkomponentengeschäften (z. B. Mobilfunk-Vertrag plus mobilem Endgerät) dazu, dass ein größerer Teil der Gesamtvergütung der vorab gelieferten Komponente (mobiles Endgerät) zuzurechnen ist und damit Umsatzerlöse früher erfasst werden. Gleichzeitig hat dies eine Erhöhung der Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren zulasten der Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen zur Folge. Eine wesentliche Auswirkung dürfte auch die künftige Aktivierung und Verteilung der Aufwendungen für Vertriebsprovisionen über die geschätzte Kundenbindungsdauer haben. Die quantitativen Auswirkungen werden im Rahmen eines konzernübergreifenden Projekts zur Implementierung des neuen Standards untersucht, eine verlässliche Schätzung ist jedoch vor Abschluss dieses Projekts nicht möglich. Die Neuregelungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen.

Im Juni 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 16 "Property, Plant & Equipment" und IAS 41 "Agriculture" mit dem Titel "Bearer Plants" veröffentlicht. Die Änderungen sind für die Deutsche Telekom nicht relevant.

Im August 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 27 "Separate Financial Statements" mit dem Titel "Equity Method in Separate Financial Statements" veröffentlicht. Der Standard ist für die Deutsche Telekom nicht relevant.

Im September 2014 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" und IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures" mit dem Titel "Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture" veröffentlicht. Die Änderungen betreffen Transaktionen zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen bzw. Joint Venture und sehen eine vollständige Erfolgserfassung beim Verlust der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb vor, unabhängig davon, ob der Geschäftsbetrieb zu einem Tochterunternehmen gehört oder nicht, sowie eine anteilige Erfolgserfassung beim Verkauf bzw. bei der Einbringung von Vermögenswerten, die keinen Geschäftsbetrieb darstellen. Die Änderungen sind prospektiv für Transaktionen in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Da die Änderungen nur künftige Transaktionen betreffen, ist eine Prognose hinsichtlich der Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom nicht möglich.

Im September 2014 hat das IASB "Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle" veröffentlicht, durch die vier Standards im Detail geändert wurden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Klarstellungen. Die Änderungen sind für Transaktionen in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

Im Dezember 2014 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 1 "Presentation of Financial Statements" mit dem Titel "Disclosure Initiative" veröffentlicht. Die Änderungen sollen Unternehmen ermutigen, Ermessen bei der Darstellung relevanter Informationen im Abschluss auszuüben. So wird beispielsweise klargestellt, dass Wesentlichkeitserwägungen auf alle Bestandteile des Abschlusses anzuwenden sind und dass die Einbeziehung von unwesentlichen Informationen den Nutzen von Angaben beeinträchtigen kann. Die Änderungen sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

Im Dezember 2014 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IFRS 10 "Consolidated Financial Statements", IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities" und IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures" mit dem Titel "Investment Entities: Applying the Consolidation Exception" veröffentlicht. Die Änderungen adressieren Sachverhalte, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investment-Gesellschaften ergeben haben, und sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen, welche noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen wurden, haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN UND ÄNDERUNGEN DER BERICHTSSTRUKTUR

Die Deutsche Telekom hat außer den erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2014 wurden die folgenden Änderungen an der Berichtsstruktur vorgenommen:

Seit dem 1. Januar 2014 wird das ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units (LBU), das bis zum 31. Dezember 2013 organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Zusätzlich erfolgte zum 1. Januar 2014 der Zusammenschluss der lokalen Geschäftskundeneinheiten der T-Systems Czech Republic, die bisher im operativen Segment Systemgeschäft geführt wurde, mit der T-Mobile Czech Republic. Die Gesellschaft wird nun zusätzlich zum Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft auch ICT-Lösungen für Geschäftskunden und öffentliche Verwaltungen anbieten. Der Ausweis erfolgt im operativen Segment Europa.

Das Joint Venture EE in Großbritannien, das bisher dem operativen Segment Europa zugewiesen war, wurde zum 1. Januar 2014 in das Segment Group Headquarters & Group Services überführt.

Weitere Erläuterungen sind der Angabe 32 "Segmentberichterstattung" zu entnehmen.

ANSATZ UND BEWERTUNG

Die wesentlichen Aktiv- und Passivposten der Konzern-Bilanz werden wie nachfolgend dargestellt bewertet:

T 062

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Bilanzposten Bewertungsgrundsatz
AKTIVA  
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE  
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Ertragsteuerforderungen Betrag, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird, basierend auf Steuersätzen, die am Abschluss-Stichtag gelten oder in Kürze gelten werden
Sonstige finanzielle Vermögenswerte  
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte  
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen Fortgeführte Anschaffungskosten
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert bzw. Anschaffungskosten
Ausgereichte Darlehen und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Derivative finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert
Vorräte Niedrigerer Wert aus Nettoveräußerungswert und Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Niedrigerer Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (inkl. zurechenbarer Schulden)
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE  
Immaterielle Vermögenswerte  
davon: Mit bestimmbarer Nutzungsdauer Fortgeführte Anschaffungskosten bzw. niedrigerer erzielbarer Betrag
davon: Mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (inkl. Goodwill) Anschaffungskosten bzw. niedrigerer erzielbarer Betrag
Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungskosten bzw. niedrigerer erzielbarer Betrag
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen Fortgeführter anteiliger Wert des Eigenkapitals der Beteiligung bzw. niedrigerer erzielbarer Betrag
Sonstige finanzielle Vermögenswerte  
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte  
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert bzw. Anschaffungskosten
Ausgereichte Darlehen und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Derivative finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert
Aktive latente Steuern Undiskontierte Bewertung anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird
PASSIVA  
KURZFRISTIGE SCHULDEN  
Finanzielle Verbindlichkeiten  
Originäre finanzielle verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Beizulegender Zeitwert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Ertragsteuerverbindlichkeiten Betrag, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird, basierend auf Steuersätzen, die am Abschluss-Stichtag gelten oder in Kürze gelten werden
Sonstige Rückstellungen Barwert des künftigen Erfüllungsbetrags
LANGFRISTIGE SCHULDEN  
Finanzielle Verbindlichkeiten  
Originäre finanzielle verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Beizulegender Zeitwert
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen Versicherungsmathematisches Anwartschaftsbarwertverfahren
Sonstige Rückstellungen Barwert des künftigen Erfüllungsbetrags
Passive latente Steuern Undiskontierte Bewertung anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird

Die nachstehend dargestellten wesentlichen Regelungen zum Ansatz und zur Bewertung sind einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Rechnungslegungsperioden angewendet worden.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE (OHNE GOODWILL)

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, einschließlich der UMTS- und LTE-Lizenzen, werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und grundsätzlich planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Derartige Vermögenswerte sind im Wert gemindert, wenn der erzielbare Betrag - der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert - niedriger ist als der Buchwert. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (Mobilfunk-Lizenzen der Federal Communications Commission in den USA (FCC-Lizenzen)) werden zu Anschaffungskosten bewertet. Obwohl die FCC-Lizenzen grundsätzlich für eine vertraglich definierte Zeit vergeben werden, werden sie regelmäßig zu vernachlässigbaren Kosten erneuert. Daneben liegen keine sonstigen rechtlichen, regulatorischen, vertraglichen, wettbewerbsbedingten, wirtschaftlichen oder anderen Faktoren vor, die die Nutzungsdauer der Lizenzen beschränken. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte bis auf den Wert zugeschrieben, der sich ergeben hätte, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderungen erfasst worden wären.

Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden der immateriellen Vermögenswerte werden mindestens an jedem Abschluss-Stichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen erfasst.

Die planmäßige Abschreibung von Mobilfunk-Lizenzen beginnt, sobald das zugehörige Netz betriebsbereit ist. Die Nutzungsdauern von Mobilfunk-Lizenzen werden auf der Grundlage verschiedener Faktoren festgelegt, u. a. der Laufzeit der von der jeweiligen nationalen Regulierungsbehörde gewährten Lizenzen, der Verfügbarkeit und der erwarteten Kosten für die Erneuerung der Lizenzen sowie der Entwicklung künftiger Technologien.

Die Restnutzungsdauern wesentlicher Mobilfunk-Lizenzen der Deutschen Telekom betragen:

T 063

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Mobilfunk-Lizenzen Jahre
FCC-Lizenzen unbestimmbar
LTE-Lizenzen 7 bis 25
UMTS-Lizenzen 6 bis 17
GSM-Lizenzen 2 bis 15

Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Forschungsausgaben werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst.

GOODWILL

Der Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf der Basis des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Goodwill zugeordnet ist, auf eine etwaige Wertminderung untersucht. Der Werthaltigkeitstest wird regelmäßig am Ende eines jeden Geschäftsjahres durchgeführt und zusätzlich auch immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Im Rahmen der Überprüfung auf Wertminderung wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Goodwill jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien aus dem Zusammenschluss profitiert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Goodwill zugewiesen wurde, deren erzielbaren Betrag, ist der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Goodwill in Höhe des Differenzbetrags im Wert zu mindern. Wertminderungen des Goodwills dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Goodwills, ist die darüber hinausgehende Wertminderung anteilig auf die der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu verteilen. Die beizulegenden Zeitwerte bzw. Nutzungswerte (sofern bestimmbar) der einzelnen Vermögenswerte sind dabei als Wertuntergrenze zu berücksichtigen.

SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und ggf. Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig abgeschrieben. Die Restbuchwerte, die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden der Vermögenswerte werden mindestens an jedem Abschluss-Stichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen bilanziert. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktions- bzw. leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis und den direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu dem Standort und in den erforderlichen, vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen, auch die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen des Gegenstands und die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Besteht ein Vermögenswert des Sachanlagevermögens aus mehreren Bestandteilen mit unterschiedlichen Nutzungsdauern, werden die einzelnen wesentlichen Bestandteile über ihre individuellen Nutzungsdauern abgeschrieben. Wartungs- und Reparaturkosten werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst. Öffentliche Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten derjenigen Vermögenswerte, für die der Zuschuss gewährt wurde.

Der Buchwert eines Gegenstands des Sachanlagevermögens wird ausgebucht, sofern der Gegenstand abgeht oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung oder seinem Abgang zu erwarten ist. Der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang einer Sachanlage ist die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Gegenstands und wird im Zeitpunkt der Ausbuchung in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen sind in der folgenden TABELLE 064 dargestellt:

T 064

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  Jahre
Gebäude 25 bis 50
Einrichtungen der Fernsprechdienste und Endeinrichtungen 3 bis 10
Datenübermittlungseinrichtungen, Telefonnetz- und ISDN-Vermittlungseinrichtungen, Übertragungseinrichtungen, Funkeinrichtungen, technische Einrichtungen für Breitband-Verteilnetze 2 bis 12
Breitband-Verteilnetze, Liniennetze, Kabelkanal-Linien 8 bis 35
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 23

Mietereinbauten werden entweder über ihre jeweilige Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit eines etwaigen Leasing-Verhältnisses abgeschrieben.

FREMDKAPITALKOSTEN

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Deutsche Telekom definiert qualifizierte Vermögenswerte als Bauprojekte oder andere Vermögenswerte, für die notwendigerweise mindestens zwölf Monate erforderlich sind, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Fremdkapitalkosten für Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und für Vorräte, die regelmäßig in großen Mengen hergestellt oder produziert werden, werden nicht aktiviert.

WERTMINDERUNGEN VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN (INKL. GOODWILL) UND VON VERMÖGENSWERTEN DES SACHANLAGEVERMÖGENS

Wertminderungen werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Können einzelnen Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu untersuchen. An jedem Abschluss-Stichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert möglicherweise wertgemindert ist. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, ist der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (Goodwill und FCC-Lizenzen) wird darüber hinaus regelmäßig ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird durch den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts bestimmt. Der erzielbare Betrag wird in der Regel unter Anwendung des Discounted Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt, soweit nicht eine Bewertung aufgrund eines Marktpreises maßgeblich ist. Diesen DCF-Berechnungen liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen für zehn Jahre beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Cashflows, die über den 10-Jahres-Zeitraum hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Berechnung des erzielbaren Betrags durch das Management beruht, gehören Annahmen bezüglich Umsatzentwicklung, Kundengewinnung und Kosten für die Kundenbindung, Kündigungsrate, Investitionen, Marktanteil, Wachstumsraten sowie Diskontierungszinssatz. Die Cashflow-Berechnungen werden durch externe Informationsquellen abgesichert. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken.

VORRÄTE

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Nettoveräußerungswert und Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Deutsche Telekom verkauft Endgeräte in Verbindung mit Dienstleistungsverträgen sowie separat. Im ersteren Fall werden die Endgeräte teilweise auch zu einem Preis verkauft, der unter den Anschaffungskosten liegt, da die Endgerätesubvention Teil der Unternehmensstrategie zur Gewinnung neuer Kunden ist. Damit wird zum Zeitpunkt des Endgeräteverkaufs ein Verlust als Differenz zwischen den Umsatzkosten und den niedrigeren Umsatzerlösen erfasst.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen klassifiziert. Diese Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen werden für diese Vermögenswerte erfasst, sofern der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unterhalb des Buchwerts liegt. Im Fall einer späteren Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ist die zuvor erfasste Wertminderung rückgängig zu machen. Die Zuschreibung ist auf die zuvor für die betreffenden Vermögenswerte erfassten Wertminderungen begrenzt. Sind die Voraussetzungen zur Klassifizierung von Vermögenswerten als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt, sind die Vermögenswerte nicht mehr als zur Veräußerung gehalten auszuweisen. Die Vermögenswerte sind zu bewerten mit dem niedrigeren Wert aus dem Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn der Vermögenswert nicht als zur Veräußerung gehalten klassifiziert worden wäre, und dem erzielbaren Betrag zum Zeitpunkt, zu dem die Voraussetzungen zur Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt sind.

LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Die Deutsche Telekom unterhält in verschiedenen Ländern leistungsorientierte Altersversorgungspläne (Defined Benefit Pension Plans) auf Grundlage der ruhegehaltsfähigen Vergütung der Mitarbeiter und ihrer Dienstzeiten. Diese Pläne werden teilweise über externe Pensionsfonds sowie durch Einbringung in ein Contractual Trust Agreement (CTA) finanziert. Die Pensionsrückstellungen werden nach dem für leistungsorientierte Altersversorgungspläne vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Dabei werden sowohl die am Abschluss-Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen wird grundsätzlich auf Basis der Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen des jeweiligen Währungsraums ermittelt. Die Erträge aus dem Planvermögen und Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Dienstzeitaufwand wird als betrieblicher Aufwand klassifiziert. Ein aufgrund einer Änderung des Pensionsplans nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort in der Periode der Änderung erfasst. Gewinne und Verluste aufgrund von Anpassungen und Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen werden in der Periode, in der sie entstehen, sofort in voller Höhe erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Einige Konzerngesellschaften gewähren ihren Mitarbeitern beitragsorientierte Zusagen (Defined Contribution Plans) aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen, wobei die Zahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger geleistet werden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht der Arbeitgeber über die Entrichtung von Beitragszahlungen an einen externen Versorgungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Höhe der künftigen Pensionsleistungen richtet sich ausschließlich nach der Höhe der Beiträge, die der Arbeitgeber (und ggf. auch dessen Arbeitnehmer) an den externen Versorgungsträger gezahlt hat, einschließlich der Erträge aus der Anlage dieser Beiträge. Die zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Verpflichtung zur Zahlung der Beträge entsteht, und als Bestandteil der betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Im Rahmen der Altersversorgung für Beamte hatte die Deutsche Telekom zusammen mit der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG bis zum 31. Dezember 2012 eine gemeinsame Versorgungskasse, den Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e. V., Bonn (BPS-PT), unterhalten. Diese Versorgungskasse diente der Erbringung von Versorgungs- und Beihilfeleistungen an im Ruhestand befindliche Beamte und deren Hinterbliebene, denen aus einem Beamtenverhältnis Versorgungsleistungen zustehen. Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse (PVKNeuG) wurden zum 1. Januar 2013 die Aufgaben des BPS-PT im Rahmen der Postbeamtenversorgung (organisiert in der Postbeamtenversorgungskasse) auf die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost, Bonn (BAnst PT), übertragen. Die Höhe der Zahlungsverpflichtungen der Deutschen Telekom AG an die Postbeamtenversorgungskasse ist in § 16 Postpersonalrechtsgesetz geregelt. Die Deutsche Telekom AG ist gesetzlich verpflichtet, seit dem Jahr 2000 einen jährlichen Beitrag in Höhe von 33 % der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Unterstützungskasse zu leisten.

Die Deutsche Telekom AG und ihre inländischen Tochterunternehmen haben in der Vergangenheit Altersteilzeitvereinbarungen mit variierenden Konditionen und Vertragsbedingungen vereinbart, überwiegend nach dem sog. "Blockmodell". In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv- bzw. Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Aufstockungsbeträge haben regelmäßig einen hybriden Charakter, d. h., obwohl einerseits der Vereinbarung häufig eine Kompensationsfunktion für eine frühere Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugemessen wird, steht die spätere Auszahlung andererseits unter dem Vorbehalt der künftigen Erbringung von Arbeitsleistungen. Unabhängig vom Abfindungscharakter müssen Aufstockungsbeträge aufgrund der Abhängigkeit von zukünftigen Arbeitsleistungen ratierlich über den Erdienungszeitraum erfasst werden. Der Erdienungszeitraum für Aufstockungsbeträge bei Anwendung des Blockmodells beginnt mit dem Erwerb des Anspruchs des Arbeitnehmers auf Teilnahme am Altersteilzeitprogramm und endet mit Eintritt in die Freistellungsphase.

Verpflichtungen aufgrund der Gewährung von Leistungen aus Anlass der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen werden angesetzt, wenn die Deutsche Telekom keine realistische Möglichkeit besitzt, sich der Gewährung der entsprechenden Leistungen zu entziehen. Abfindungen für Angestellte und Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Regelung zum vorzeitigen Ruhestand im Inland werden überwiegend in Form von Angeboten an die Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen gewährt. Solche Verpflichtungen werden grundsätzlich erst angesetzt, sobald ein Arbeitnehmer ein entsprechendes Angebot des Unternehmens angenommen hat, es sei denn, dass das Unternehmen sein Angebot bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgrund rechtlicher oder anderer Beschränkungen nicht mehr zurückziehen kann. Verpflichtungen infolge der alleinigen Entscheidung des Unternehmens zum Abbau von Arbeitsplätzen werden angesetzt, sobald das Unternehmen einen detaillierten formalen Plan zur Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen bekannt gegeben hat. Werden Leistungen aus Anlass der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen i. S. d. IAS 37 gewährt, wird eine Verpflichtung nach IAS 19 zugleich mit dem Ansatz einer Restrukturierungsrückstellung angesetzt. Sind die Leistungen mehr als zwölf Monate nach dem Abschluss-Stichtag fällig, so wird der erwartete Erfüllungsbetrag auf den Abschluss-Stichtag abgezinst. Sofern der Zeitpunkt oder der Betrag der Auszahlung zum Abschluss-Stichtag noch ungewiss ist, werden die Verpflichtungen unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten angesetzt, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind. Für solche Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, soweit diese auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen, wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen und diese Abflüsse zuverlässig ermittelt werden können. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Bei einer Vielzahl ähnlicher Verpflichtungen wird die Gruppe der Verpflichtungen als Ganzes betrachtet. Als Schätzverfahren wird auf die Erwartungswertmethode zurückgegriffen. Bei Vorliegen von Bandbreiten möglicher Ereignisse mit gleicher Eintrittswahrscheinlichkeit wird der Mittelwert angesetzt. Einzelne Verpflichtungen (z. B. Rechts- und Prozessrisiken) werden regelmäßig mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis bewertet, soweit nicht aufgrund besonderer Wahrscheinlichkeitsverteilungen andere Schätzungen zu einer angemesseneren Bewertung führen. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, aktuelle Kosten- und Preisinformationen sowie Einschätzungen bzw. Gutachten von Sachverständigen und Experten genutzt. Soweit zur Bestimmung des Erfüllungsbetrags Erfahrungswerte oder aktuelle Kosten- und Preisinformationen herangezogen werden, erfolgt eine Fortschreibung dieser Werte auf den voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkt. Zu diesem Zweck wird auf geeignete Preisentwicklungsindikatoren (z. B. Baupreisindizes oder Inflationsraten) zurückgegriffen. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Zur Abzinsung werden Marktzinssätze vor Steuern verwendet, die Laufzeit und Risiko (soweit nicht bereits bei Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt) der Verpflichtung widerspiegeln. Erstattungsansprüche werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern getrennt aktiviert, sobald ihre Realisation so gut wie sicher ist.

Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen, die als Folge des Erwerbs von Sachanlagen entstehen, werden erfolgsneutral als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des korrespondierenden Vermögenswerts angesetzt. Spätere Änderungen der Schätzungen der Höhe oder des zeitlichen Anfalls von Auszahlungen oder Änderungen des Zinssatzes zur Bewertung dieser Verpflichtungen werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst und führen zu nachträglichen Erhöhungen oder Minderungen des Buchwerts der betroffenen Sachanlage. Für den Fall, dass eine Minderung der Rückstellung den Buchwert des korrespondierenden Vermögenswerts überschreitet, ist der übersteigende Betrag unmittelbar erfolgswirksam als Ertrag zu erfassen.

FINANZINSTRUMENTE

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden angesetzt, sobald die Deutsche Telekom Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen (Käufe oder Verkäufe im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Markts festgelegt wird) ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag relevant, d. h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch die Deutsche Telekom geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Sofern Verträge zum Kauf oder Verkauf nicht finanzieller Vermögenswerte in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden sie gemäß den Regelungen dieses Standards bilanziert.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen.

Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Cashflows mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Zur Anwendung kommen die Mittelkurse.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden - insoweit sie Fälligkeiten von länger als einem Jahr aufweisen, unter Anwendung der Effektivzinsmethode - mit dem Buchwert im Zeitpunkt des Zugangs abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt. Bei der dazu notwendigen Ermittlung der erwarteten künftigen Cashflows der Portfolios werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt. Die Cashflows werden auf Basis des gewichteten Durchschnitts der ursprünglichen Effektivzinssätze der im jeweiligen Portfolio enthaltenen finanziellen Vermögenswerte abgezinst. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Aufgrund unterschiedlicher operativer Segmente sowie unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen obliegt diese Beurteilung den einzelnen Portfolio-Verantwortlichen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sonstige langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei bestimmten Finanzinvestitionen ist sowohl beabsichtigt als auch wirtschaftlich mit hinreichender Verlässlichkeit zu erwarten, dass diese bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese finanziellen Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die nicht die Definition einer anderen Kategorie von Finanzinstrumenten erfüllenden originären finanziellen Vermögenswerte sind als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert und werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet.

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, hat die Deutsche Telekom bislang keinen Gebrauch gemacht.

Zu jedem Abschluss-Stichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung hindeuten, wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Markts für den finanziellen Vermögenswert, eine bedeutende Veränderung des technologischen, ökonomischen, rechtlichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Emittenten oder ein andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des finanziellen Vermögenswerts unter die fortgeführten Anschaffungskosten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertveränderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstiges Konzernergebnis) erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem sonstigen Konzernergebnis zu eliminieren und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe zurückgenommen. Bei Schuldinstrumenten wird diese Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert von Wertpapieren, die bis zur Endfälligkeit zu halten sind, sowie der beizulegende Zeitwert der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entsprechen dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cashflows. Der beizulegende Zeitwert von mit den Anschaffungskosten bewerteten nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten ergibt sich als Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, diskontiert mit dem aktuellen Zinssatz, welcher der speziellen Risikolage der Investition entspricht.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.

Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als zu Handelszwecken gehalten einzustufen und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten zu bewerten. Sind die beizulegenden Zeitwerte negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Deutsche Telekom setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken ein. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Liegen keine Marktwerte vor, müssen die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet werden.

Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschluss-Stichtag relevanten Wechselkurse und Zinssätze der Vertragspartner berechnet. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price.

Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte - erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutrale Erfassung im Eigenkapital - ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist. Liegen keine Sicherungsgeschäfte (Hedge Accounting) gemäß IAS 39 vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert.

Die Deutsche Telekom wendet Vorschriften zum Hedge Accounting zur Sicherung von Bilanzposten und künftigen Zahlungsströmen an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts ist zwischen Fair Value Hedge, Cashflow Hedge und Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation zu unterscheiden.

Ein Fair Value Hedge dient der Besicherung der beizulegenden Zeitwerte von in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten, in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten oder noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtungen. Jede Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats ist erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen; der Buchwert des Grundgeschäfts ist um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn oder Verlust erfolgswirksam anzupassen (Basis Adjustment). Die Anpassungen des Buchwerts werden erst ab Auflösung der Hedge-Beziehung amortisiert.

Mittels eines Cashflow Hedges werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus festen Verpflichtungen (im Fall von Währungsrisiken) oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Zur Absicherung des Währungsrisikos einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung nutzt die Deutsche Telekom das Wahlrecht und bilanziert sie nicht als Fair Value Hedge, sondern als Cashflow Hedge. Liegt ein Cashflow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments ist erfolgswirksam zu erfassen. Führt die Absicherung einer erwarteten Transaktion später zur Erfassung von finanziellen oder nicht finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten, so verbleiben die mit der Sicherungsmaßnahme verbundenen kumulierten Gewinne und Verluste zunächst im Eigenkapital und sind später in denselben Perioden erfolgswirksam zu erfassen, in denen der erworbene finanzielle Vermögenswert bzw. die übernommene finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Die Deutsche Telekom hat sich somit bei der Absicherung von geplanten Transaktionen mit Entstehung von nicht finanziellen Bilanzposten gegen das Wahlrecht zur Anpassung des Erstbuchwerts (Basis Adjustment) entschieden.

Wird eine Nettoinvestition in eine ausländische Einheit durch einen Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation besichert, werden alle Wertänderungen des effektiven Teils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemeinsam mit dem Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst; auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst. Erst mit dem Abgang des Investments werden die zuvor kumuliert im Eigenkapital erfassten Bewertungsänderungen des Sicherungsinstruments und die Umrechnungsergebnisse des Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accountings. Diese werden von der Deutschen Telekom wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählen sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst.

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet die Deutsche Telekom kein Hedge Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Erfolgsrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden.

ERFOLGSUNSICHERHEITEN (EVENTUALSCHULDEN UND -FORDERUNGEN)

Erfolgsunsicherheiten (Eventualschulden und -forderungen) sind mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter Kontrolle der Deutschen Telekom stehen. Eventualschulden sind auch gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, unwahrscheinlich ist oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden. Nicht im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommene Eventualschulden werden nicht angesetzt. Eventualforderungen werden nicht angesetzt. Ist die Realisation von Erträgen jedoch so gut wie sicher, ist der betreffende Vermögenswert nicht mehr als Eventualforderung anzusehen und wird als Vermögenswert angesetzt. Sofern ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Konzern-Anhang Angaben zu Eventualschulden gemacht. Gleiches gilt für Eventualforderungen, sofern der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

LEASING

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Gegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasing-Verhältnis zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasing-Gegenstand verbunden sind.

Trägt der Leasing-Geber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasing-Gegenstand vom Leasing-Geber in der Bilanz angesetzt. Die Bewertung des Leasing-Gegenstands richtet sich nach den für den Leasing-Gegenstand einschlägigen Bilanzierungsvorschriften. Die Leasing-Raten werden vom Leasing-Geber erfolgswirksam vereinnahmt. Der Leasing-Nehmer in einem Operating Lease erfasst die während des Zeitraums des Leasing-Verhältnisses zu leistenden Leasing-Raten erfolgswirksam. Vertraglich festgelegte künftige Veränderungen der Leasing-Raten während der Laufzeit werden über die gesamte nur einmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses festgelegte Vertragslaufzeit gleichmäßig im Aufwand erfasst (Straight line lease). Im Fall von Verlängerungsoptionen wird zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasing-Verhältnisses zunächst die hinreichend sichere Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Während des Leasing-Verhältnisses wird bei Bekanntwerden von Umständen, die zu einer Änderung der ursprünglichen Einschätzung der Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen führen könnten, eine entsprechende Schätzungsänderung für die Ermittlung der künftigen Verpflichtungen aus Operating Leasing-Geschäften vorgenommen.

Trägt der Leasing-Nehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasing-Gegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasing-Nehmer den Leasing-Gegenstand in der Bilanz anzusetzen. Der Leasing-Gegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung wird erfolgswirksam erfasst. Der Leasing-Nehmer setzt im Zugangszeitpunkt zugleich eine Leasing-Verbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasing-Gegenstands entspricht. Die Leasing-Verbindlichkeit wird in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Der Leasing-Geber in einem Finance Lease setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasing-Verhältnis an. Die Leasing-Erträge werden in Tilgungen der Leasing-Forderung und Finanzerträge aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasing-Verhältnis wird nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben.

Wenn eine Sale and Leaseback-Transaktion zu einem Finance Lease führt, wird ein etwaiger Überschuss der Verkaufserlöse über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasing-Verhältnisses erfolgswirksam erfasst.

AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGSPROGRAMME

Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst und mit der Kapitalrücklage verrechnet. Der beizulegende Zeitwert wird bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente u. a. anhand von anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt, z. B. dem Black Scholes-Modell oder dem Monte Carlo-Modell. Bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen, die eine Erfüllung in bar vorsehen, sind die erworbenen Güter oder Dienstleistungen und die entstandene Schuld mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld zu erfassen. Bis zur Begleichung der Schuld ist der beizulegende Zeitwert der Schuld zu jedem Abschluss-Stichtag und am Erfüllungstag neu zu bestimmen und sind alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam zu erfassen.

UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Deutschen Telekom resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden abgeführte Steuern ausgewiesen. Sie werden zeitraumbezogen nach dem Realisationsprinzip entsprechend der Leistungserbringung erfasst. Bereitstellungsentgelte werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt, es sei denn, sie sind Teil eines Mehrkomponentenvertrags; in diesem Fall sind sie Bestandteil des vom Kunden zu entrichtenden Entgelts für das Mehrkomponentengeschäft.

Bei Mehrkomponentenverträgen ist die Umsatzerfassung für jede der identifizierten Bewertungseinheiten (Komponenten) gesondert zu bestimmen. Hierbei wird der Umsatz auf Basis der beizulegenden Zeitwerte (Einzelveräußerungspreise) der einzelnen Komponenten realisiert. Vereinbarungen, welche die Lieferung von gebündelten Produkten bzw. die Erbringung von gebündelten Dienstleistungen enthalten, sind in einzelne Komponenten zu trennen, wobei für jede Komponente ein gesonderter Erlösbeitrag zu bestimmen ist. Der Preis für das gesamte Mehrkomponentengeschäft wird auf der Grundlage der anteiligen Einzelveräußerungspreise auf die verschiedenen Komponenten aufgeteilt (d. h., der Einzelveräußerungspreis jeder einzelnen Komponente wird ins Verhältnis zur Summe der Einzelveräußerungspreise der gebündelten Leistungen gesetzt). Der anteilige Einzelveräußerungspreis einer einzelnen Komponente und damit der realisierte Umsatz für diese Bewertungseinheit wird jedoch durch den Teil der vom Kunden zu erbringenden Gegenleistung für das gesamte Mehrkomponentengeschäft begrenzt, dessen Zahlung nicht von der Erbringung weiterer Leistungen abhängig ist.

Zahlungen an Kunden einschließlich Zahlungen an Händler und Vermittler (Rabatte, Provisionen) werden grundsätzlich als Erlösminderung erfasst. Hat die Gegenleistung einen eigenständigen Nutzen und ist zuverlässig bewertbar, werden die Zahlungen als Aufwendungen erfasst.

Im Einzelnen gestaltet sich die Umsatzrealisierung der Deutschen Telekom wie folgt:

Im Mobilfunk-Geschäft der operativen Segmente Deutschland, USA und Europa werden Umsätze durch das Angebot von Mobilfunk-Diensten, einmalige Bereitstellungsentgelte sowie den Verkauf mobiler Endgeräte und Zubehör generiert. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten enthalten monatliche Leistungsentgelte, Entgelte für Sondermerkmale sowie Verbindungs- und Roaming-Entgelte, die sowohl Kunden der Deutschen Telekom als auch anderen Mobilfunk-Betreibern in Rechnung gestellt werden. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten werden auf Basis in Anspruch genommener Nutzungsminuten oder anderer vereinbarter Tarifmodelle realisiert abzüglich Gutschriften und Anpassungen aufgrund von Preisnachlässen. Der aus dem Verkauf mobiler Endgeräte und von Zubehör generierte Umsatz und die damit verbundenen Aufwendungen werden realisiert, sobald die Produkte geliefert und vom Kunden abgenommen wurden.

Das Festnetz-Geschäft in den operativen Segmenten Deutschland und Europa umfasst schmal- und breitbandige Zugänge zum Festnetz sowie Internet. Der aus diesen Zugängen erzielte Umsatz aus der Nutzung für Sprach-/Datenkommunikation wird mit Erbringung der vereinbarten Dienstleistung realisiert. Die erbrachten Dienstleistungen beziehen sich dabei entweder auf die Nutzung durch den Kunden (z. B. Telefonminuten), den Zeitablauf (z. B. monatliche Service-Gebühren) oder andere vereinbarte Tarifmodelle. Darüber hinaus werden Telekommunikationseinrichtungen verkauft, vermietet und gewartet. Der Umsatz und die mit dem Verkauf von Telekommunikationseinrichtungen und Zubehör verbundenen Aufwendungen werden erfasst, sobald die Produkte geliefert werden und soweit keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens bestehen, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Umsätze aus Vermietungen sowie Mieten und Leasing-Raten für nicht aktivierte Gegenstände werden monatlich mit Entstehung des Anspruchs auf die Entgelte realisiert. Umsätze aus Bereitstellungsentgelten werden über die durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt. Weitere Umsatzerlöse resultieren aus Entgelten für Werbung und E-Commerce. Werbeumsätze werden in der Periode erfasst, in der die Werbung gezeigt wird. Transaktionsumsätze werden realisiert, sobald der Kunde mitteilt, dass eine entsprechende Transaktion stattgefunden hat und eine Einziehung der entsprechenden Forderung weitgehend gesichert ist.

Im operativen Segment Systemgeschäft werden Umsatzerlöse erfasst, wenn substanzielle Hinweise für eine Kaufvereinbarung vorliegen, die Produkte geliefert oder Dienstleistungen erbracht werden, der Verkaufspreis oder die Entgelte fest oder bestimmbar sind und die Einbringlichkeit angemessen gesichert ist.

Umsatzerlöse aus Computing & Desktop Services werden mit Bereitstellung der Leistung unter Anwendung eines sog. "Proportional Performance"-Modells erfasst. Bei Verträgen auf Basis von Festpreisen werden Umsatzerlöse anteilig über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags erfasst und bei allen anderen Dienstleistungsverträgen auf Basis der erbrachten Dienstleistung oder auf Nutzungsbasis. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware bzw. aus Miet- und Leasing-Geschäften, die wirtschaftlich als Verkauf anzusehen sind, werden realisiert, sobald das Produkt an den Kunden versandt wurde und soweit es keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens gibt, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Sämtliche Kosten aus diesen Verpflichtungen werden bei der Realisierung des entsprechenden Umsatzerlöses erfasst.

Telekommunikations-Services umfassen Network Services und Hosting & ASP Services. Verträge für Network Services, die aus der Errichtung und dem Betrieb von Kommunikationsnetzen für Kunden bestehen, haben eine durchschnittliche Laufzeit von ca. drei Jahren. Bereitstellungsentgelte und die zugehörigen Kosten werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt. Umsatzerlöse aus Sprachdiensten und Datendiensten werden im Rahmen solcher Verträge realisiert, sobald sie vom Kunden in Anspruch genommen werden. Wenn eine Vereinbarung ein Leasing-Verhältnis enthält, wird dieses Leasing-Verhältnis gemäß IFRIC 4 und IAS 17 getrennt bilanziert. Umsatzerlöse aus Hosting & ASP Services werden mit Bereitstellung der Leistungen erfasst.

Umsatzerlöse aus Vermietungen sowie Mieten und Leasing-Raten werden linear über den Mietzeitraum erfasst.

ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern. Tatsächliche und latente Steuern sind als Ertrag oder Aufwand zu erfassen und in den Gewinn oder Verlust einzubeziehen, ausgenommen in dem Umfang, in dem die Steuer herrührt aus einem Geschäftsvorfall, der in der gleichen oder einer anderen Periode außerhalb des Gewinns oder Verlusts entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital angesetzt wird. Die Steuerverbindlichkeiten/-forderungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen/Ansprüche aus in- und ausländischen Ertragsteuern, Diese umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen/Ansprüche aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten/Forderungen werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet,

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt. Abweichend von diesem Grundsatz werden keine latenten Steuern auf temporäre Differenzen angesetzt, wenn diese aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden resultieren, dadurch weder das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch das steuerrechtliche Ergebnis beeinflusst wird und es sich nicht um Unternehmenszusammenschlüsse handelt. Darüber hinaus werden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen gebildet, die im Zusammenhang mit der erstmaligen Bilanzierung eines Geschäfts- oder Firmenwerts stehen. Für den Ansatz von aktiven latenten Steuern muss es wahrscheinlich sein, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen, Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Passive latente Steuern im Zusammenhang mit temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich gebildet, es sei denn, die Deutsche Telekom ist in der Lage, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenz zu steuern, und die temporären Differenzen werden sich in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren. Für die Bewertung der latenten Steuern sind die zum Abschluss-Stichtag gültigen bzw. verabschiedeten Steuersätze und sonstigen steuerlichen Vorschriften maßgeblich, die in der Periode der Realisierung/Erfüllung anzuwenden sind. In der Bilanz sind aktive und passive latente Steuern zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend aufgeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der Auswirkungen, die diese Schätzungen, Annahmen und Unsicherheiten auf den Konzernabschluss haben könnten.

Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements.

Im Rahmen der Ermittlung der Wertminderung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten werden auch Schätzungen vorgenommen, die sich u. a. auf Ursache, Zeitpunkt und Höhe der Wertminderung beziehen. Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Wachstums der Telekommunikationsbranche, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, in vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt. Die Identifizierung von Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung hindeuten, die Schätzung von künftigen Cashflows sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten (oder von Gruppen von Vermögenswerten) sind mit wesentlichen Einschätzungen verbunden, die das Management hinsichtlich der Identifizierung und Überprüfung von Anzeichen für eine Wertminderung, der erwarteten Cashflows, der zutreffenden Abzinsungssätze, der jeweiligen Nutzungsdauern sowie der Restwerte zu treffen hat. Insbesondere geht die Schätzung der den beizulegenden Zeitwerten zugrunde liegenden Cashflows aus dem Mobilfunk-Geschäft von anhaltenden Investitionen in unsere Netzinfrastruktur aus, die notwendig sind, um durch das Angebot neuer Datenprodukte und -dienste ein Erlöswachstum zu generieren. Hierzu liegen nur in begrenztem Umfang historische Informationen über die Kundennachfrage vor. Wenn die Nachfrage nach diesen Produkten und Diensten sich nicht so entwickelt wie erwartet, würde dies die Erlöse und Cashflows reduzieren und möglicherweise zu Wertminderungsaufwendungen führen. Darüber hinaus fließen weitere Planungsunsicherheiten in die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ein, die die Risiken der makroökonomischen Entwicklung widerspiegeln. Dies könnte sich negativ auf die künftige Ertragslage auswirken.

Die Ermittlung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist mit Schätzungen durch das Management verbunden. Zu den verwendeten Methoden zur Berechnung des erzielbaren Betrags zählen Methoden auf der Grundlage von Discounted Cashflows und Methoden, die als Basis Marktpreise heranziehen. Den Bewertungen auf der Grundlage von Discounted Cashflows liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider und wird gewählt, um einen für die Berechnung der ewigen Rente nötigen stabilen Geschäftsausblick des Unternehmens zu erhalten. Dieser wird erst bei dem gewählten Planungshorizont insbesondere aufgrund der teilweise langen Investitionszyklen in der Telekommunikationsbranche sowie der langfristig geplanten und erwarteten Investitionen zum Erwerb und zur Verlängerung von Frequenznutzungsrechten erreicht. Cashflows, die über die interne Mittelfristplanung hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Berechnung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelte Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Künftige Veränderungen der vorgenannten Annahmen können dabei einen wesentlichen Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben.

Das Management bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Ertragsteuern sind für jede Steuerjurisdiktion zu schätzen, in der die Deutsche Telekom tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdiktion ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen, wobei ggf. gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der maximalen Verlustvortragsperiode zu berücksichtigen sind. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z. B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen, Verlustvortragsperioden und Steuerplanungsstrategien. Der für die Wahrscheinlichkeitsbeurteilung betrachtete Planungszeitraum bestimmt sich nach den Umständen bei der jeweiligen Konzerngesellschaft und beträgt im Regelfall zwischen 5 und 10 Jahre. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern in Abhängigkeit von der ursprünglichen Bildung entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. wertberichtigte aktive latente Steuern entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral zuzuschreiben.

Die Pensionsverpflichtungen für Leistungen an nicht beamtete Arbeitnehmer sind grundsätzlich durch leistungsorientierte Pläne gedeckt. Die Aufwendungen für Altersversorgung für nicht beamtete Arbeitnehmer werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt, die auf Annahmen hinsichtlich des Rechnungszinses, der erwarteten Gehalts- und Rententrends und der Lebenserwartung beruhen. Falls Änderungen der Annahmen in Bezug auf die genannten Parameter erforderlich sind, könnte dies wesentliche Auswirkungen auf die künftige Höhe der Aufwendungen für Altersversorgung haben.

Gemäß dem Gesetz zur Reorganisation der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost ist die Deutsche Telekom verpflichtet, ihren Anteil an der Deckungslücke zwischen den Einnahmen der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) und ihren Leistungen auszugleichen. Die PBeaKK erbringt für ihre Mitglieder (aktive oder frühere Beamte der Deutschen Telekom AG, der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG) und deren Angehörige Leistungen in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen. Die PBeaKK wurde mit Inkrafttreten der Postreform II in ihrem Bestand geschlossen. Die von der PBeaKK vereinnahmten Versicherungsbeiträge dürfen die von alternativen Anbietern privater Krankenversicherung berechneten Versicherungsbeiträge für vergleichbare Leistungen nicht überschreiten. Daher wird die sich ändernde Altersstruktur der Mitglieder in der PBeaKK nicht in den Versicherungsbeiträgen berücksichtigt. In Höhe des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechneten Barwerts des Anteils der Deutschen Telekom an den künftigen Deckungslücken werden Rückstellungen gebildet. Dabei werden Abzinsungssätze verwendet sowie Annahmen bezüglich der Lebenserwartungen und Prognosen hinsichtlich der Beiträge und der künftigen Steigerungen der Gesundheitskosten in Deutschland vorgenommen. Da die Berechnung dieser Rückstellungen mit langfristigen Prognosen über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren verbunden ist, kann sich der Barwert der Verbindlichkeit schon bei geringfügigen Schwankungen der der Berechnung zugrunde liegenden Annahmen erheblich ändern.

Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen und Eventualschulden im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Vermittlungs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch die Deutsche Telekom verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung des jeweiligen Sachverhalts. Ferner werden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet, sofern ein Verlust wahrscheinlich ist und dieser Verlust verlässlich geschätzt werden kann. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem ist die Ermittlung von Rückstellungen für Steuern und Rechtsrisiken mit erheblichen Schätzungen verbunden. Diese Schätzungen können sich aufgrund neuer Informationen ändern. Bei der Einholung neuer Informationen nutzt die Deutsche Telekom hauptsächlich die Dienste interner Experten sowie die Dienste externer Berater wie z. B. Versicherungsmathematiker oder Rechtsberater. Änderungen der Schätzungen dieser drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften können sich erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.

UMSATZREALISIERUNG

Einmalige Bereitstellungsentgelte, die nicht Teil des Entgelts für ein Mehrkomponentengeschäft sind, werden abgegrenzt und über die erwartete Dauer der Kundenbeziehung verteilt. Die Schätzung der erwarteten durchschnittlichen Dauer der Kundenbeziehung basiert auf der historischen Kunden-Fluktuationsrate. Bei einer Änderung der Schätzungen durch das Management können sich wesentliche Unterschiede in Betrag und Zeitpunkt der Umsätze für nachfolgende Perioden ergeben.

Bei Mehrkomponentenverträgen ist die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von einzelnen Produkten bzw. Dienstleistungen komplex, da bestimmte Komponenten preissensibel sind und daher in einem von Wettbewerb geprägten Marktumfeld Schwankungen unterliegen. Änderungen der Schätzungen dieser anteiligen beizulegenden Zeitwerte können die Aufteilung des Preises für das gesamte Mehrkomponentengeschäft auf die einzelnen Bewertungseinheiten erheblich beeinflussen und sich daher auf die künftige Ertragslage auswirken.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE TOCHTERUNTERNEHMEN

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der Deutschen Telekom beherrscht werden. Beherrschung (Control) besteht dann und nur dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und er infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Die Existenz und Auswirkung von substanziellen potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, einschließlich von anderen Konzernunternehmen gehaltener potenzieller Stimmrechte, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt.

In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen einbezogen, es sei denn, sie sind aus Sicht eines operativen Segments oder des Konzerns nach folgender Beurteilung unwesentlich: Die Summe aller nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen darf nicht mehr als 1 % des Gesamtkonzernwerts der Bilanzsumme, des Umsatzes, des Jahresergebnisses und der Eventualforderungen, -verbindlichkeiten sowie der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausmachen. Sollte die Grenze von 1 % überschritten werden, prüft die Deutsche Telekom unter Berücksichtigung von langfristiger Beteiligungsentwicklung und Konsolidierungseffekten, welche Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. Neben den quantitativen Kriterien werden auch qualitative Kriterien zur Beurteilung der Wesentlichkeit eines Unternehmens für den Konsolidierungskreis herangezogen. So dürfen sich durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen des Segment- oder des Konzernjahresergebnisses ergeben noch weitere wesentliche Trends unberücksichtigt bleiben.

Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Sofern erforderlich, werden Bilanzierungsgrundsätze von Tochterunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze der Deutschen Telekom angepasst. Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Mit Verlust des beherrschenden Einflusses wird in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Tochterunternehmens erfasst in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen (i) dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens, dem beizulegenden Zeitwert zurückbehaltener Anteile, dem Buchwert der nicht beherrschenden Anteile sowie der kumulierten auf das Tochterunternehmen entfallenden Beträge des sonstigen Konzernergebnisses und (ii) dem Buchwert des abgehenden Nettovermögens des Tochterunternehmens.

GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN, GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Gemeinsame Vereinbarungen, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftliche Führung über eine Aktivität ausüben, sind entweder als gemeinschaftliche Tätigkeiten oder als Gemeinschaftsunternehmen zu klassifizieren.

Eine gemeinschaftliche Tätigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien (gemeinschaftlich Tätige) Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten oder Verpflichtungen für deren Schulden haben. Ein gemeinschaftlich Tätiger erfasst seine ihm zuzurechnenden Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Aufwendungen sowie seinen Anteil an den gemeinschaftlichen Vermögenswerten, Schulden, Erlösen und Aufwendungen.

Bei einem Gemeinschaftsunternehmen besitzen die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien (Partnerunternehmen) hingegen Rechte am Nettovermögen der Gesellschaft. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Deutsche Telekom maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochterunternehmen noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie die Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Beteiligungsbuchwert enthalten ist ggf. ein Goodwill als positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem auf die Deutsche Telekom entfallenden Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des Unternehmens. Sofern erforderlich, werden Bilanzierungsgrundsätze von Beteiligungsunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze der Deutschen Telekom angepasst. Die Werthaltigkeit des Equity-Buchwerts der Beteiligung wird untersucht, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern der Buchwert der Beteiligung ihren erzielbaren Betrag übersteigt, ist in Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der erzielbare Betrag wird durch den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der Beteiligung bestimmt.

Mit Verlust des maßgeblichen Einflusses wird ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Beteiligungsunternehmens erfasst in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen (i) dem Erlös aus der Veräußerung der Anteile, dem beizulegenden Zeitwert zurückbehaltener Anteile sowie der kumulierten auf das Beteiligungsunternehmen entfallenden Beträge des sonstigen Konzernergebnisses und (ii) dem Buchwert der abgehenden Beteiligung.

Die Wesentlichkeitsbeurteilung für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen erfolgt grundsätzlich nach dem gleichen Verfahren wie bei Tochterunternehmen, beschränkt sich jedoch auf die Kriterien Jahresergebnis, Eventualforderungen und -verbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen.

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

Ein Unternehmenszusammenschluss liegt vor, wenn die Deutsche Telekom die Beherrschung über ein anderes Unternehmen erlangt. Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse sind nach der Erwerbsmethode abzubilden. Die Anschaffungskosten eines erworbenen Tochterunternehmens bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, d. h. der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten, übernommenen Schulden und ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Die Anschaffungskosten werden auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe der Deutschen Telekom - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde.

Der Wertansatz eines etwaigen Goodwills wird bestimmt durch den Überschuss der Summe aus den Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Wert der Anteile anderer Gesellschafter (nicht beherrschende Anteile) und dem beizulegenden Zeitwert der bereits vor dem Erwerbsstichtag von der Deutschen Telekom gehaltenen Eigenkapitalanteile (sukzessiver Erwerb) über den Wert der ansatzfähigen Vermögenswerte und Schulden. Ein Differenzbetrag aus der Neubewertung von bereits von der Deutschen Telekom gehaltenen Anteilen ist erfolgswirksam zu erfassen.

Bei jedem Unternehmenszusammenschluss besteht ein Wahlrecht in Bezug auf die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile. Diese können entweder direkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden (d. h. mit dem Anteil anderer Gesellschafter am Gesamtunternehmenswert des erworbenen Unternehmens) oder mit dem auf andere Gesellschafter entfallenden Anteil am beizulegenden Zeitwert des bilanziellen Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Dies führt im Ergebnis dazu, dass im ersten Fall die Minderheitsgesellschafter auch an dem aus dem Unternehmenszusammenschluss resultierenden Goodwill beteiligt werden, während im zweiten Fall der Anteil der anderen Gesellschafter auf die neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden beschränkt bleibt und der Goodwill somit als Residualgröße nur in Höhe des auf die Deutsche Telekom entfallenden Anteils angesetzt wird.

Transaktionen über den weiteren Kauf oder Verkauf von Eigenkapitalanteilen mit anderen Gesellschaftern, die den beherrschenden Einfluss der Deutschen Telekom nicht berühren, führen zu keiner Veränderung des Goodwills. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen oder erhaltenen Gegenleistung (d. h. dem Kaufpreis der Anteile) und dem auf die betreffenden nicht beherrschenden Anteile entfallenden Buchwert des Eigenkapitals ist mit dem Konzerneigenkapital erfolgsneutral in der Kapitalrücklage zu verrechnen.

VERÄNDERUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES UND TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMERN

Im Geschäftsjahr 2014 wurden von der Deutschen Telekom die nachfolgend beschriebenen Transaktionen durchgeführt, die Auswirkung auf den Konsolidierungskreis hatten. Weitere - hier nicht dargestellte - Veränderungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentliche Bedeutung für den Konzernabschluss der Deutschen Telekom.

Erwerb der GTS Central Europe Gruppe

Der mit einem Konsortium aus internationalen Private Equity-Investoren Anfang November 2013 geschlossene Vertrag zur Übernahme von 100 % der Anteile an der Consortium 1 S.à.r.l. (Luxemburg) und damit an der GTS Central Europe Gruppe (GTS) wurde am 30. Mai 2014 vollzogen. Dem Erwerb hatten die zuständigen Behörden bereits bis zum 15. April 2014 zugestimmt. GTS ist einer der führenden infrastrukturbasierten Anbieter von Telekommunikationsdiensten in Zentral- und Osteuropa und verfügt über ein weitreichendes Glasfasernetz sowie mehrere Rechenzentren. Auf dieser Basis bietet GTS z. B. Sprach- und Datendienste, Virtual Private Networks sowie Cloud-Dienste an. Mit dem Kauf verfolgt die Deutsche Telekom das Ziel, im operativen Segment Europa das lokale und paneuropäische B2B-Geschäft einschließlich internationaler Wholesale-Kunden zu stärken und weiterzuentwickeln.

Die zum Erwerbszeitpunkt übertragene Gegenleistung in Form einer Barzahlung für den Erwerb von GTS beläuft sich auf 301 MIO. €. Zahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb wurden insgesamt in Höhe von 539 MIO. € geleistet (siehe TABELLE 149 "Cashflow aus Investitionstätigkeit" in den Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung). Der Unterschied bestand im Wesentlichen aus der Ablösung von Krediten der GTS gegenüber Dritten, die nicht Teil der an den Verkäufer übertragenen Gegenleistung war. Im Vergleich zum 30. Mai 2014 wurden im Wesentlichen Bewertungsgrundlagen bei den aktivierten Kundenstämmen sowie bei den Sachanlagen angepasst. Der angesetzte Goodwill reduzierte sich daher im Zuge der Fortführung der Kaufpreisallokation um 18 MIO. € auf 135 MIO. €. Die Kaufpreisallokation wurde zum 31. Dezember 2014 abgeschlossen.

Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden der GTS sind in der folgenden TABELLE 065 dargestellt.

T 065 in Mio. €

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  Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
AKTIVA  
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 138
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 24
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 41
Andere kurzfristige Vermögenswerte 9
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 64
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 598
Immaterielle Vermögenswerte 350
davon: Goodwill 135
davon: Kundenstamm 201
davon: Übrige 14
Sachanlagen 223
Andere langfristige Vermögenswerte 25
VERMÖGENSWERTE 736
PASSIVA  
KURZFRISTIGE SCHULDEN 387
Finanzielle Verbindlichkeiten 222
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 27
Übrige Schulden 54
Andere kurzfristige Schulden 20
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 64
LANGFRISTIGE SCHULDEN 48
Passive latente Steuern 44
Andere langfristige Schulden 4
SCHULDEN 435

Die Bewertung der aktivierten Kundenstämme basiert auf der Residualwert-Methode (Multi Period Excess Earnings-Methode), deren wichtigste Einflussgröße die Bewertung der erwarteten Kundenbindungsdauer ist. Für die Kundenstämme des lokalen und paneuropäischen B2B-Geschäfts der GTS wurde eine Nutzungsdauer von sieben Jahren unterstellt. Kundenstämme, die dem Bereich International Wholesale zugeordnet wurden, haben eine Nutzungsdauer von 17 Jahren. Die Sachanlagen wurden unter Zugrundelegung aktueller Schätzungen der Wiederbeschaffungskosten unter Berücksichtigung eines Abnutzungsabschlags (indirekte Kostenmethode) ermittelt. Bei den erworbenen kurzfristigen Forderungen der GTS wird nicht davon ausgegangen, dass es in Zukunft in nennenswertem Umfang zu Zahlungsausfällen kommen wird. Die erworbenen kurzfristigen Forderungen entsprechen damit im Wesentlichen den Bruttobeträgen der vertraglichen Forderungen.

Die Werte, die in den beiden Bilanzposten zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sowie Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ausgewiesen werden, beziehen sich auf den slowakischen Teil der GTS. Der Veräußerungserlös und der Erfolg aus der Entkonsolidierung waren nicht wesentlich. Diese Transaktion wurde am 2. Juni 2014 abgeschlossen.

Der erworbene Goodwill in Höhe von 0,1 MRD. €, der in der Konzern-Bilanz der Deutschen Telekom anzusetzen war, berechnet sich wie folgt:

T 066 in Mio. €

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  Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Übertragene Gegenleistung 301
Erworbene Vermögenswerte für 100 % der Anteile (601)
Übernommene Schulden für 100 % der Anteile 435
GOODWILL 135

Der Goodwill wird durch Synergien bestimmt, die aus dem zukünftigen Geschäftspotenzial durch den Auftritt als integrierter Telekommunikationsanbieter in den Regionen Zentral- und Osteuropa aufgrund des Erwerbs entstehen. Die Entwicklung des Goodwills zwischen dem Vollzug der Transaktion und dem 31. Dezember 2014 stellt sich wie folgt dar:

T 067 in Mio. €

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  Entwicklung des Goodwills
Goodwill am 30. Mai 2014 135
Wechselkurseffekte (2)
GOODWILL AM 31. DEZEMBER 2014 133

Der aufgrund des Unternehmenszusammenschlusses neu entstandene Goodwill wird nach lokalem Steuerrecht nicht angesetzt und ist somit steuerlich nicht abzugsfähig. Latente Steuern auf den Goodwill sind im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht entstanden und werden auch in Zukunft nicht entstehen.

Der Konzernumsatz der Deutschen Telekom in der Berichtsperiode erhöhte sich aufgrund des Erwerbs der GTS um 172 MIO. €. Hätte sich der Unternehmenszusammenschluss bereits am 1. Januar 2014 ereignet, wäre der Umsatz des Konzerns zusätzlich um 133 MIO. € höher ausgefallen. Im Ergebnis der laufenden Berichtsperiode der Deutschen Telekom ist ein Verlust der GTS in Höhe von 3 MIO. € enthalten. Hätte sich der Unternehmenszusammenschluss bereits am 1. Januar 2014 ereignet, wäre der Überschuss des Deutsche Telekom Konzerns zusätzlich um 31 MIO. € niedriger ausgefallen.

Bis zum 31. Dezember 2014 entstanden keine wesentlichen transaktionsbezogenen Kosten.

Veräußerung der Scout24 Holding GmbH und der Scout24 International Management AG

Die Deutsche Telekom hat am 12. Februar 2014 den Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Holding GmbH an Hellman & Friedman LLC (H&F) vollzogen. Die Anteile an der Scout24 Gruppe wurden daraufhin entkonsolidiert und die restlichen insgesamt ca. 30 % der bei der Deutschen Telekom unmittel- und mittelbar verbleibenden Anteile wurden zum Zeitpunkt des erstmaligen Einbezugs mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 0,3 MRD. € als Beteiligung an at equity bilanzierten Unternehmen in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. Zudem übernahm zum 24. Januar 2014 die Ringier Digital AG mit dem Erwerb von 100 % der Anteile an der Scout24 International Management AG (nunmehr firmierend als Classifieds Business Beteiligungs- und Verwaltungs AG) die mittelbar von der Scout24 Holding GmbH gehaltene 57,6%-Beteiligung an der Scout24 Schweiz AG. Insgesamt ergab sich aus beiden Transaktionen und unter Berücksichtigung des Einbezugs der at equity bilanzierten Anteile von ca. 30 % an der Scout24 Gruppe ein Ertrag aus den Entkonsolidierungen in Höhe von 1,7 MRD. €, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurde. Entkonsolidiert wurden im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,2 MRD. € sowie ein Zahlungsmittelbestand von 40 MIO. €. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus beiden Transaktionen beliefen sich auf insgesamt 1,6 MRD. €. Beide Gesellschaften waren Teil des Segments Group Headquarters & Group Services. Die verbleibende als at equity bilanzierte Beteiligung an der Scout24 Gruppe ist weiterhin Teil dieses Segments.

Erstkonsolidierung von vier strukturierten Leasing-Objektgesellschaften

Zum 25. März 2014 hat die Deutsche Telekom vier Leasing-Objektgesellschaften jeweils für Immobilien sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung an zwei Standorten zum Betrieb von Rechenzentren in Deutschland erstkonsolidiert. Die beiden Rechenzentren wurden unter Führung einer externen Leasing-Gesellschaft errichtet und werden von der T-Systems International GmbH betrieben. In diesem Zusammenhang wurden Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 0,2 MRD. € (Immobilien in Höhe von 0,1 MRD. € und andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 0,1 MRD. €) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,2 MRD. € in der Konzern-Bilanz der Deutschen Telekom angesetzt. Die Deutsche Telekom ist über die vertraglichen Verpflichtungen zur Leistung von Leasing-Zahlungen an die Leasing-Objektgesellschaften hinaus nicht verpflichtet, diese Objektgesellschaften finanziell zu unterstützen.

Darstellung der quantitativen Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis

Die Deutsche Telekom erwarb bzw. veräußerte in diesem und im vorhergehenden Geschäftsjahr Gesellschaften. Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses und der Angaben in der Segmentberichterstattung ist daher zum Teil eingeschränkt.

Hierbei handelt es sich im Vorjahr im Wesentlichen um die zum 1. Mai 2013 erworbene MetroPCS Communications, Inc., Dallas, USA, im operativen Segment USA. Darüber hinaus wurden im Vorjahr die im operativen Segment Europa enthaltenen Gesellschaften Cosmo Bulgaria Mobile EAD (Globul) und Germanos Telecom Bulgaria ad (Germanos) zum 31. Juli 2013 sowie die Beteiligung an Hellas Sat S.A. zum 31. März 2013 verkauft.

Am 2. Januar 2014 veräußerte die Deutsche Telekom die Euronet Communications B.V., Den Haag, Niederlande, die bis dahin Bestandteil des operativen Segments Europa war. Der Erlös aus dem Verkauf und der Ertrag aus der Entkonsolidierung waren nicht wesentlich.

Die dargestellten Effekte im Segment Group Headquarters & Group Services resultieren aus der Veräußerung der Anteile an der Scout24 Gruppe.

In der folgenden TABELLE 068 werden die Auswirkungen der dargestellten Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr 2014 dargestellt.

T 068 in Mio. €

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  Deutschland USA Europa Systemgeschäft Group Headquarters & Group Services Überleitung Gesamt
Umsatzerlöse (8) 1 278 (86) (38) (331) 0 815
Umsatzkosten 5 (809) 39 55 55 0 (655)
BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ (3) 469 (47) 17 (276) 0 160
Vertriebskosten 0 (265) 89 2 156 0 (18)
Allgemeine Verwaltungskosten 1 (27) (18) 7 42 0 5
Sonstige betriebliche Erträge 0 2 (184) 0 (4) 0 (186)
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 0 (53) 0 0 (3) (51)
BETRIEBSERGEBNIS 3 179 (213) 26 (82) (3) (90)
Zinsergebnis 0 (77) 3 0 1 0 (73)
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 0 0 0 0 4 0 4
Sonstiges Finanzergebnis 25 (23) 36 (5) (1) 0 32
FINANZERGEBNIS 25 (100) 39 (5) 4 0 (37)
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 28 79 (174) 21 (78) (3) (127)
Ertragsteuern 0 0 9 0 3 1 13
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) 28 79 (165) 21 (75) (2) (114)

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Der Konsolidierungskreis veränderte sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt:

T 069

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  Inland Ausland Gesamt
VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN      
1. Januar 2014 67 177 244
Zugänge 2 34 36
Abgänge (einschließlich Verschmelzungen) 13 14 27
31. DEZEMBER 2014 56 197 253
NACH DER EQUITY-METHODE EINBEZOGENE ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN      
1. Januar 2014 4 9 13
Zugänge 1 1 2
Abgänge - 2 2
31. DEZEMBER 2014 5 8 13
NACH DER EQUITY-METHODE EINBEZOGENE GEMEINSCHAFTS UNTERNEHMEN      
1. Januar 2014 3 6 9
Zugänge - 1 1
Abgänge - 4 4
31. DEZEMBER 2014 3 3 6
INSGESAMT      
1. Januar 2014 74 192 266
Zugänge 3 36 39
Abgänge (einschließlich Verschmelzungen) 13 20 33
31. DEZEMBER 2014 64 208 272

Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis

Erwerb der restlichen Anteile an T-Mobile Czech Republic

Die Deutsche Telekom hat am 25. Februar 2014 die ihr bisher nicht zuzurechnenden Anteile an der T-Mobile Czech Republic in Höhe von 39,23 % für einen Kaufpreis von 0,8 MRD. € erworben. Der Erwerb der restlichen Anteile ermöglicht eine Vereinfachung der Kapital- und Governance-Struktur bei T-Mobile Czech Republic. Zudem bringt die Transaktion Einsparungen bei Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter. Die Auswirkungen auf das Eigenkapital sind Angabe 15 zu entnehmen.

WESENTLICHE TOCHTERUNTERNEHMEN

Die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns sind in der folgenden TABELLE 070 dargestellt:

T 070

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Name und Sitz der Gesellschaft   Kapitalanteil der Deutschen Telekom
in %
Umsatzc
in Mio. €
Betriebsergebnisc
in Mio. €
Eigenkapitalc
in Mio. €
Anzahl Mitarbeiter (im Durchschnitt)
Telekom Deutschland GmbH, Bonn, Deutschland 31.12.2014/2014 100,00 21 760 4 597 4 223 12 423
  31.12.2013/2013 100,00 21 990 4 562 4 671 12 834
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 31.12.2014/2014 66,29 22 408 1 405 14 060 37 858
  31.12.2013/2013 66,75 18 556 1 404 11 942 32 962
T-Systems International GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland 31.12.2014/2014 100,00 6 472 (517) 997 21 590
  31.12.2013/2013 100,00 6 730 (265) 1 275 22 347
Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen, Griechenlanda 31.12.2014/2014 40,00 3 918 365 3 591 21 903
  31.12.2013/2013 40,00 4 244 315 3 597 25 325
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna,b 31.12.2014/2014 59,23 2 013 262 2 137 14 559
  31.12.2013/2013 59,23 2 145 193 2 151 14 493
T-Mobile Netherlands Holding B.V., Den Haag, Niederlandea,b 31.12.2014/2014 100,00 1 551 360 2 508 1 439
  31.12.2013/2013 100,00 1 666 181 2 252 1 658
T-Mobile Polska S.A., Warschau, Polenb 31.12.2014/2014 100,00 1 492 328 2 395 4 641
  31.12.2013/2013 100,00 1 584 348 2 199 4 721
T-Mobile Czech Republic a.s., Prag, Tschechische Republika,b 31.12.2014/2014 100,00 874 228 1 588 3 419
  31.12.2013/2013 60,77 988 271 1 540 3 360
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena,b 31.12.2014/2014 51,00 905 148 1 964 5 359
  31.12.2013/2013 51,00 929 202 1 920 5 606
T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien, Österreicha,b 31.12.2014/2014 100,00 815 59 973 1 113
  31.12.2013/2013 100,00 828 (510) 921 1 207
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia,b 31.12.2014/2014 51,00 768 98 1 956 3 752
  31.12.2013/2013 51,00 828 69 1 903 3 811
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Name und Sitz der Gesellschaft   Segmentzugehörigkeit
Telekom Deutschland GmbH, Bonn, Deutschland 31.12.2014/2014 Deutschland
  31.12.2013/2013  
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 31.12.2014/2014 USA
  31.12.2013/2013  
T-Systems International GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland 31.12.2014/2014 Systemgeschäft
  31.12.2013/2013  
Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen, Griechenlanda 31.12.2014/2014 Europa
  31.12.2013/2013  
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna,b 31.12.2014/2014 Europa
  31.12.2013/2013  
T-Mobile Netherlands Holding B.V., Den Haag, Niederlandea,b 31.12.2014/2014 Europa
  31.12.2013/2013  
T-Mobile Polska S.A., Warschau, Polenb 31.12.2014/2014 Europa
  31.12.2013/2013  
T-Mobile Czech Republic a.s., Prag, Tschechische Republika,b 31.12.2014/2014 Europa
  31.12.2013/2013  
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena,b 31.12.2014/2014 Europa
  31.12.2013/2013  
T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien, Österreicha,b 31.12.2014/2014 Europa
  31.12.2013/2013  
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia,b 31.12.2014/2014 Europa
  31.12.2013/2013  

a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
b Indirekte Beteiligung der Deutschen Telekom AG.
c IFRS-Werte des entsprechenden Teilkonzerns.

In der folgenden TABELLE 071 werden die wesentlichen Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen dargestellt:

T 071

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Name und Sitz der Gesellschaft   Beteiligungsquote nicht beherrschender Anteile
in %
Stimmrechtsquote nicht beherrschender Anteile
in %
Kumulierte nicht beherrschende Anteilec
in Mio. €
Dividenden, die an nicht beherrschende Anteile gezahlt wurden
in Mio. €
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 31.12.2014/2014 33,71 33,71 4 516 -
  31.12.2013/2013 33,25 33,25 3 782 -
Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen, Griechenlanda 31.12.2014/2014 60,00 50,00 1 966 -
  31.12.2013/2013 60,00 50,00 1 961 -
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna,b 31.12.2014/2014 40,77 40,77 618 22
  31.12.2013/2013 40,77 40,77 610 77
T-Mobile Czech Republic a.s., Prag, Tschechische Republika,b 31.12.2014/2014 0,00 0,00 - -
  31.12.2013/2013 39,23 39,23 361 90
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena,b 31.12.2014/2014 49,00 49,00 745 48
  31.12.2013/2013 49,00 49,00 714 110
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia,b 31.12.2014/2014 49,00 49,00 782 9
  31.12.2013/2013 49,00 49,00 756 35

a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
b Indirekte Beteiligung der Deutschen Telekom AG.
c IFRS-Werte auf Konzernabschlussebene der Deutschen Telekom.

Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzern-Anhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im Bundesanzeiger offengelegt. Sie kann bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations angefordert bzw. auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com/ir) eingesehen werden. Des Weiteren enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes auch eine abschließende Aufzählung aller Tochterunternehmen, die von Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. von der Offenlegungserleichterung gemäß § 264b HGB Gebrauch machen

Die Deutsche Telekom hält zum Abschluss-Stichtag 40 % und eine Stimme der Anteile an der OTE-Gruppe. Aufgrund von Gesellschaftervereinbarungen zwischen der Deutschen Telekom und der Hellenischen Republik besitzt die Deutsche Telekom die Kontrolle über 50 % zuzüglich zweier stimmberechtigter Aktien und übt damit die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik der OTE-Gruppe aus. Die Gesellschaften der OTE-Gruppe sind somit als Tochterunternehmen voll zu konsolidieren.

Zusammenfassende Finanzinformationen zu Tochterunternehmen, für die wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen:

T 072 in Mio. €

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Name und Sitz der Gesellschaft   Kurzfristige Vermögenswertec Langfristige Vermögenswertec Kurzfristige Schuldenc Langfristige Schuldenc Überschuss/ (Fehlbetrag)c
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 31.12.2014/2014 12 387 37 398 7 499 28 226 344
  31.12.2013/2013 9 239 29 591 4 126 22 762 627
Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen, Griechenlanda 31.12.2014/2014 2 493 6 104 2 436 3 063 85
  31.12.2013/2013 2 531 6 368 2 443 3 376 39
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna,b 31.12.2014/2014 662 3 460 1 046 1 089 100
  31.12.2013/2013 681 3 325 1 033 1 012 50
T-Mobile Czech Republic a.s., Prag, Tschechische Republika,b 31.12.2014/2014 - - - - -
  31.12.2013/2013 489 739 190 56 227
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena,b 31.12.2014/2014 723 1 140 251 107 133
  31.12.2013/2013 672 1 084 247 51 162
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia,b 31.12.2014/2014 789 1 254 249 154 73
  31.12.2013/2013 617 1 467 339 157 49
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Name und Sitz der Gesellschaft   Gesamtergebnisc
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 31.12.2014/2014 1 994
  31.12.2013/2013 73
Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen, Griechenlanda 31.12.2014/2014 85
  31.12.2013/2013 34
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna,b 31.12.2014/2014 39
  31.12.2013/2013 41
T-Mobile Czech Republic a.s., Prag, Tschechische Republika,b 31.12.2014/2014 -
  31.12.2013/2013 146
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena,b 31.12.2014/2014 126
  31.12.2013/2013 152
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia,b 31.12.2014/2014 64
  31.12.2013/2013 33

a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
b Indirekte Beteiligung der Deutschen Telekom AG.
c IFRS-Werte des entsprechenden Teilkonzerns.

T 073 in Mio. €

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Name und Sitz der Gesellschaft   Cashflow aus Geschäftstätigkeitc Cashflow aus Investitionstätigkeitc Cashflow aus Finanzierungstätigkeitc
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 2014 3 246 (3 582) 1 952
  2013 2 727 (973) 2 728
Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen, Griechenlanda 2014 1 135 (442) (438)
  2013 1 290 297 (976)
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna,b 2014 482 (219) (50)
  2013 471 (234) (64)
T-Mobile Czech Republic a.s., Prag, Tschechische Republika,b 2014 - - -
  2013 343 (246) (267)
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena,b 2014 320 (163) (122)
  2013 315 (196) (223)
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia,b 2014 275 (319) (25)
  2013 297 (362) (71)

a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
b Indirekte Beteiligung der Deutschen Telekom AG.
c IFRS-Werte des entsprechenden Teilkonzerns.

STRUKTURIERTE UNTERNEHMEN

Die Deutsche Telekom wickelt Factoring-Transaktionen mittels strukturierter Unternehmen ab (siehe Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management").

Die Gesellschaften T-Mobile USA Tower LLC und T-Mobile West Tower LLC, die bei der Deutschen Telekom als at equity bilanzierte Unternehmen in die Konzern-Bilanz einbezogen werden, sind ebenfalls strukturierte Unternehmen (siehe Angabe 7 "Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen").

GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN

Die Deutsche Telekom hat im Jahr 2011 aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung der T-Mobile Polska S.A. in Polen das polnische Mobilfunknetz zur Planung, Errichtung und zum Betrieb mit einem Partner zwecks Erzielung von Einspareffekten zusammengelegt. Die zugehörigen Vermögenswerte werden von der Deutschen Telekom mit dem wirtschaftlich zuzurechnenden Anteil in Höhe von 50 % in der Konzern-Bilanz ausgewiesen.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am Abschluss-Stichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet, nicht monetäre Posten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden von der jeweiligen Landeswährung in Euro mit den Mittelkursen am Abschluss-Stichtag umgerechnet. Die Mittelkurse entsprechen den durchschnittlichen monatlichen Geld- und Briefkursen. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden wie die entsprechenden Jahresergebnisse zu Durchschnittskursen des Berichtszeitraums umgerechnet. Die Differenzen, die durch die Anwendung beider Kurse entstehen, werden erfolgsneutral erfasst.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen entwickelten sich wie folgt:

T 074 in €

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  Durchschnittskurse Stichtagskurse
  2014 2013 2012 31.12.2014 31.12.2013
100 Tschechische Kronen (CZK) 3,63124 3,85018 3,97740 3,60844 3,64929
1 Britisches Pfund (GBP) 1,24035 1,17714 1,23292 1,28428 1,20086
100 Kroatische Kuna (HRK) 13,09950 13,19720 13,29600 13,06000 13,12490
1 000 Ungarische Forint (HUF) 3,23940 3,36771 3,45820 3,17153 3,36594
100 Mazedonische Denar (MKD) 1,62380 1,61831 1,62376 1,62669 1,62712
100 Polnische Zloty (PLN) 23,89430 23,82270 23,89580 23,35810 24,08060
1 US-Dollar (USD) 0,75241 0,75289 0,77820 0,82300 0,72597

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

1 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben eine ursprüngliche Laufzeit von bis zu drei Monaten und enthalten überwiegend Festgeldanlagen bei Kreditinstituten. Daneben sind hier in geringem Umfang Kassenbestände sowie Schecks enthalten. Zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen hat die Deutsche Telekom auf Basis von Collateralverträgen Barsicherheiten in Höhe von 486 MIO. € (31. Dezember 2013: 40 MIO. €) erhalten.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verminderten sich in der Berichtsperiode um 0,4 MRD. € auf 7,5 MRD. €. Weitere Informationen sind der Konzern-Kapitalflussrechnung in Angabe 31 zu entnehmen.

Zum 31. Dezember 2014 hat die Deutsche Telekom 32 MIO. € (31. Dezember 2013: 23 MIO. €) als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen, die von Tochterunternehmen in EJR Mazedonien gehalten werden. Diese unterliegen Devisenverkehrskontrollen und anderen gesetzlichen Einschränkungen. Die Verfügbarkeit über diese Bestände durch das Mutterunternehmen und andere Konzernunternehmen ist daher eingeschränkt.

2 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN

T 075 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10 262 7 580
Sonstige Forderungen 192 132
  10 454 7 712

Vom Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sind 8 897 MIO. € (31. Dezember 2013: 6 735 MIO. €) innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungsentwicklung resultiert v. a. aus dem Kundenwachstum sowie einem höheren Anteil von auf Ratenzahlungen verkauften Endgeräten im operativen Segment USA. Dies ist die Folge der von T-Mobile US verfolgten Strategie, Endgeräte nicht mehr preisreduziert, sondern z. B. über Ratenpläne zu veräußern.

Die nachfolgende TABELLE 076 zeigt die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an, die zum Stichtag nicht wertgemindert sind:

T 076 in Mio. €

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  davon: Zum Abschluss- Stichtag weder wertgemindert noch überfällig davon: Zum Abschluss-Stichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 60 Tagen Zwischen 61 und 90 Tagen Zwischen 91 und 180 Tagen Zwischen 181 und 360 Tagen
zum 31.12.2014 3 226 421 116 64 73 63
zum 31.12.2013 2 816 661 82 51 75 106
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  davon: Zum Abschluss-Stichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Mehr als 360 Tage
zum 31.12.2014 46
zum 31.12.2013 77

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschluss-Stichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

T 077 in Mio. €

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  2014 2013
STAND WERTBERICHTIGUNGEN AM 1. JANUAR 1 344 1 316
Kursdifferenzen 15 (15)
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 641 642
Verbrauch (410) (479)
Auflösungen (222) (120)
STAND WERTBERICHTIGUNGEN AM 31. DEZEMBER 1 368 1 344

In der folgenden TABELLE 078 sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Eingang von ausgebuchten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt:

T 078 in Mio. €

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  2014 2013 2012
Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen 352 129 138
Erträge aus dem Eingang von ausgebuchten Forderungen 254 46 103

Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen.

3 VORRÄTE

T 079 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 65 75
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 24 40
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 1 414 947
  1 503 1 062

Von den am 31. Dezember 2014 angesetzten Vorräten wurden Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 57 MIO. € (2013: 46 MIO. €, 2012: 58 MIO. €) vorgenommen. Die Wertminderungen wurden erfolgswirksam erfasst.

Der Buchwert der Vorräte, der während der Periode als Aufwand erfasst wurde, beträgt 8 237 MIO. € (2013: 6 470 MIO. €, 2012: 5 519 MIO. €).

Die fertigen Erzeugnisse und Handelswaren enthalten Produkte zum Verkauf für Endkunden (z. B. Endgeräte und Zubehör), die nicht selbst hergestellt wurden, und noch nicht abgerechnete, jedoch fertiggestellte Leistungen v. a. gegenüber Geschäftskunden.

4 ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN SOWIE SCHULDEN IN DIREKTEM ZUSAMMENHANG MIT ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENEN LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTEN UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN

Zum 31. Dezember 2014 sind in den kurzfristigen Vermögenswerten der Konzern-Bilanz 5,9 MRD. € als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen. Der Anstieg um 4,8 MRD. € im Vergleich zum 31. Dezember 2013 resultiert im Wesentlichen aus dem folgenden Sachverhalt:

Seit Dezember 2014 führen die Deutsche Telekom und die Orange S.A., Paris, Frankreich, Verkaufsverhandlungen mit der BT Group plc, London, Großbritannien, über den Verkauf von jeweils 50 % der Anteile an dem Joint Venture EE. Die Unterzeichnung des Verkaufsvertrags erfolgte am 5. Februar 2015. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der BT-Aktionäre sowie der zuständigen Behörden. Mit dem Abschluss der Transaktion wird vor Ende März 2016 gerechnet. Das Joint Venture EE wurde bislang nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Der Ausweis erfolgt im Segment Group Headquarters & Group Services.

Demgegenüber waren in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen zum 31. Dezember 2014 Spektrumlizenzen von T-Mobile US in Höhe von 0,6 MRD. € sowie Vermögenswerte der Scout24 Gruppe in Höhe von 0,3 MRD. € nicht mehr enthalten. Beide Transaktionen wurden im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen.

Zuschreibungen der Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen waren nicht wesentlich.

T 080 in Mio. €

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  31.12.2014
  EE Immobilien Deutsche Telekom AG Sonstiges Summe
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN        
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - - 5 5
Immaterielle Vermögenswerte - - 39 39
Sachanlagen - 95 12 107
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 5 727 - - 5 727
SUMME 5 727 95 56 5 878

Der Rückgang bei den Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen in Höhe von 0,1 MRD. € resultiert aus dem Abschluss des Verkaufs der Scout24 Gruppe.

Die folgenden Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen wurden nach IFRS 5 zum 31. Dezember 2014 nicht mehr mit ihren Buchwerten, sondern mit den beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

T 081 in Mio. €

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  31.12.2014
  Level 1 Eingangsparameter als Preise auf aktiven Märkten Level 2 Andere Eingangsparameter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind Level 3 Nicht beobachtbare Eingangsparameter Summe
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN        
Immobilien Deutsche Telekom AG - - 75 75

Die zur Veräußerung gehaltenen Immobilien der Deutschen Telekom AG betreffen Standorte, die als nicht mehr betriebsnotwendig erachtet werden. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch externe Gutachten ermittelt. Die Bewertung wird regelmäßig nach dem Ertragswertverfahren unter Berücksichtigung örtlicher Markteinschätzungen und objektindividueller Gegebenheiten vorgenommen, wobei auch nicht am Markt beobachtbare Eingangsparameter einfließen. Die voraussichtlichen Verkaufskosten (derzeit regelmäßig rund 10 % des beizulegenden Zeitwerts) werden abgezogen. Der Ansatz in der Bilanz erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten. Die Immobilien wurden in Höhe von 0,1 MRD. € auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten abgewertet. Der Aufwand wurde in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

5 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

T 082 in Mio. €

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  Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte
  Gesamt Erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte LTE- Lizenzen UMTS- Lizenzen GSM- Lizenzen
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN            
STAND 31. DEZEMBER 2012 3 602 46 913 839 1 355 10 048 1 777
Währungsumrechnung (83) (1 310) (12) 0 (18) (19)
Veränderung Konsolidierungskreis 0 3 654 104 0 (16) (85)
Sonstige Veränderung 0 0 0 0 0 0
Zugänge 112 1 262 214 20 13 174
Abgänge 456 1 151 30 0 32 365
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (18) (1 165) (119) 0 0 0
Umbuchungen 961 2 268 10 1 075 (7) (32)
STAND 31. DEZEMBER 2013 4 118 50 471 1 006 2 450 9 988 1 450
Währungsumrechnung 272 3 714 22 (19) (10) (14)
Veränderung Konsolidierungskreis 3 248 12 0 0 0
Sonstige Veränderung 0 0 0 0 0 0
Zugänge 93 4 577 117 320 0 0
Abgänge 551 1 249 43 1 0 52
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (1) (856) 0 0 0 0
Umbuchungen 851 1 919 24 918 (49) (93)
STAND 31. DEZEMBER 2014 4 785 58 824 1 138 3 668 9 929 1 291
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN            
STAND 31. DEZEMBER 2012 2 352 22 173 614 158 5 196 1 211
Währungsumrechnung (63) (432) (2) 0 (7) (17)
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (331) (71) 0 3 (29)
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 995 2 460 52 146 603 105
Zugänge (Wertminderungen) 0 116 1 0 0 0
Abgänge 454 1 131 29 0 32 351
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (11) (438) 0 0 0 0
Umbuchungen 1 16 2 10 (5) (10)
STAND 31. DEZEMBER 2013 2 820 22 433 567 314 5 758 909
Währungsumrechnung 206 965 1 (1) (5) (5)
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (14) 0 0 0 0
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 842 2 956 87 216 597 76
Zugänge (Wertminderungen) 3 11 0 0 0 0
Abgänge 551 1 215 42 1 0 52
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (1) (47) 0 0 0 0
Umbuchungen (226) 231 6 14 (8) (4)
Zuschreibungen 0 (4) 0 0 0 0
STAND 31. DEZEMBER 2014 3 093 25 316 619 542 6 342 924
BUCHWERTE            
Stand 31. Dezember 2013 1 298 28 038 439 2 136 4 230 541
STAND 31. DEZEMBER 2014 1 692 33 508 519 3 126 3 587 367
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  Erworbene immaterielle Vermögenswerte Goodwill Geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung  
  FCC-Lizenzen (T-Mobile US) Übrige erworbene immaterielle Vermögenswerte     Gesamt
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN          
STAND 31. DEZEMBER 2012 20 045 12 849 27 494 1 417 79 426
Währungsumrechnung (1 012) (249) (565) (13) (1 971)
Veränderung Konsolidierungskreis 2 920 731 1 (6) 3 649
Sonstige Veränderung 0 0 0 0 0
Zugänge 271 570 984 3 859 6 217
Abgänge 0 724 2 63 1 672
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (940) (106) (298) (14) (1 495)
Umbuchungen 0 1 222 0 (3 111) 118
STAND 31. DEZEMBER 2013 21 284 14 293 27 614 2 069 84 272
Währungsumrechnung 3 272 463 1 196 22 5 204
Veränderung Konsolidierungskreis 0 236 0 3 254
Sonstige Veränderung 0 0 0 0 0
Zugänge 3 551 589 176 2 319 7 165
Abgänge 0 1 153 0 20 1 820
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (854) (2) 0 0 (857)
Umbuchungen 0 1 119 0 (2 705) 65
STAND 31. DEZEMBER 2014 27 253 15 545 28 986 1 688 94 283
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN          
STAND 31. DEZEMBER 2012 5 694 9 300 13 054 0 37 579
Währungsumrechnung (245) (161) (410) 0 (905)
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (234) 0 0 (331)
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 0 1 554 0 0 3 455
Zugänge (Wertminderungen) 104 11 605 0 721
Abgänge 0 719 0 0 1 585
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (343) (95) (197) 0 (646)
Umbuchungen 0 19 0 0 17
STAND 31. DEZEMBER 2013 5 210 9 675 13 052 0 38 305
Währungsumrechnung 696 279 1 206 0 2 377
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (14) 0 0 (14)
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 0 1 980 0 0 3 798
Zugänge (Wertminderungen) 10 1 51 0 65
Abgänge 0 1 120 0 0 1 766
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (44) (3) 0 0 (48)
Umbuchungen 0 223 0 0 5
Zuschreibungen (4) 0 0 0 (4)
STAND 31. DEZEMBER 2014 5 868 11 021 14 309 0 42 718
BUCHWERTE          
Stand 31. Dezember 2013 16 074 4 618 14 562 2 069 45 967
STAND 31. DEZEMBER 2014 21 385 4 524 14 677 1 688 51 565

Der Nettobuchwert der UMTS-Lizenzen in Höhe von 3,6 MRD. € entfällt im Wesentlichen auf das operative Segment Deutschland. T-Mobile US hat im Geschäftsjahr 2014 Mobilfunk-Lizenzen erworben bzw. getauscht. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die beiden im April 2014 vollzogenen Transaktionen über den Erwerb sowie den Tausch von Lizenzen mit Verizon Communications in Höhe von 3,3 MRD. €. Diese waren in den Zugängen enthalten (siehe auch Angabe 20 "Sonstige betriebliche Erträge").

Zum Abschluss-Stichtag hat sich die Deutsche Telekom in Höhe von 1,0 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,7 MRD. €) vertraglich zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten verpflichtet. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf höhere Verpflichtungen zum Kauf von Mobilfunk-Lizenzen bei T-Mobile US.

Der Buchwert des Goodwills ist den operativen Segmenten, dem Segment Group Headquarters & Group Services und den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt zugeordnet:

T 083 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013a
DEUTSCHLAND 3 978 3 977
USA 1 028 907
EUROPA 6 580 6 576
davon: Polen 1 578 1 573
Niederlande 1 312 1 312
Ungarn 994 1 055
Tschechische Republik 707 674
Kroatien 493 484
Slowakei 428 428
Griechenland - Mobilfunk 422 422
Österreich 324 324
Rumänien - Mobilfunk 122 144
EJR Mazedonien 52 52
International Carrier Sales & Solutions 102 62
Übrige 46 46
SYSTEMGESCHÄFT 3 091 3 074
GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES 0 28
davon: Digital Business Unit 0 28
  14 677 14 562

a Die Vorjahresvergleichswerte wurden aufgrund der Ausweisänderung der Local Business Units rückwirkend angepasst.

Im Geschäftsjahr 2014 haben sich folgende wesentliche Entwicklungen der Buchwerte des Goodwills zahlungsmittelgenerierender Einheiten ergeben:

USA.

Der Anstieg des Goodwills um 0,1 MRD. € im Vergleich zum 31. Dezember 2013 resultiert aus Wechselkurseffekten.

Europa.

Der Goodwill aus dem Erwerb der GTS Central Europe Gruppe wurde auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt aufgeteilt: Auf Polen entfallen 54 MIO. €, auf die Tschechische Republik 41 MIO. € und auf International Carrier Sales & Solutions 40 MIO. €. Des Weiteren wirkten sich folgende Effekte aus: In Polen standen der Erhöhung aus dem Erwerb der GTS Wechselkurseffekte gegenüber. Der Rückgang in Ungarn ist durch Wechselkurseffekte begründet.

Angaben zu den jährlichen Werthaltigkeitstests.

Die Deutsche Telekom führte zum 31. Dezember 2014 ihre jährlichen Werthaltigkeitstests für die den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Goodwills durch. Auf Basis der zum Abschluss-Stichtag vorliegenden Erkenntnisse und Erwartungen der künftigen Entwicklung des Markt- und Wettbewerbsumfelds ergibt sich zum 31. Dezember 2014 ein Wertminderungsbedarf in Höhe von insgesamt 51 MIO. € bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Digital Business Unit im Segment Group Headquarters & Group Services (29 MIO. €) sowie Rumänien - Mobilfunk (22 MIO. €). Die Wertminderung des Goodwills bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Digital Business Unit ist auf eine Umstrukturierung und damit einhergehend geringerer und risikobehafteterer Cashflows, die der Bewertung zugrunde liegen, zurückzuführen. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit Rumänien - Mobilfunk war v. a. durch verschärften Wettbewerb und eine insgesamt schwierige Marktlage betroffen.

Die für den Werthaltigkeitstest zu ermittelnden erzielbaren Beträge wurden auf Basis der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten bestimmt. Diese Werte wurden mittels eines Barwertverfahrens berechnet. Die wesentlichen Parameter sind den TABELLEN 084 und 085 zu entnehmen. Der erzielbare Betrag (vor Abzug der Netto-Finanzverbindlichkeiten) für Rumänien - Mobilfunk betrug 782 MIO. € und für Group Headquarters & Group Services 164 MIO. €. Die Werte wurden im Einklang mit IFRS 13 mithilfe von Eingangsparametern des dritten Levels (nicht beobachtbare Eingangsparameter) berechnet.

Der erzielbare Betrag bei der Durchführung der Werthaltigkeitstests einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Geschäftsjahr 2014 ist grundsätzlich der jeweilige beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kroatien hingegen wurde der erzielbare Betrag anhand des Nutzungswerts berechnet, da dieser in diesem Falle größer als der beizulegende Zeitwert ist. Im Fall der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA war der Marktpreis eines aktiven und liquiden Markts (Börsenkurs) der T-Mobile US Grundlage für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Den Bewertungen aller anderen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen in der Regel Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider und wird gewählt, um einen für die Berechnung der ewigen Rente nötigen stabilen Geschäftsausblick des Unternehmens zu erhalten. Dieser wird erst bei diesem Planungshorizont insbesondere aufgrund der teilweise langen Investitionszyklen in der Telekommunikationsbranche sowie der langfristig geplanten und erwarteten Investitionen zum Erwerb und zur Verlängerung von Frequenznutzungsrechten erreicht. Cashflows, die über die interne Mittelfristplanung hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelten Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Marktrisiken. Sollten sich künftig wesentliche Veränderungen in den oben aufgeführten Annahmen ergeben, so würde dies Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben. Mögliche Veränderungen dieser Annahmen können sich durch zukünftige Entwicklungen der makroökonomischen Lage, den anhaltend harten Wettbewerb sowie weitere mögliche Änderungen in der Gesetzgebung (z. B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen) und regulatorische Eingriffe negativ auswirken.

Die nachfolgenden TABELLEN 084 und 085 geben eine Übersicht über den Zeitraum für die Cashflow-Prognosen, die zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen genutzten Wachstumsraten, die auf die Cashflow-Prognosen angewandten Diskontierungszinssätze und die Einordnung für die den erzielbaren Beträgen zugeordneten Eingangsparametern (Level) nach IFRS 13. Enthalten sind die wesentlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Goodwill zugeordnet ist.

T 084

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  Parameter zum 31. Dezember 2014
  Prognosezeitraum in Jahren Wachstumsraten
in %
Diskontierungszinssätze
in %
Levelzuordnung der Eingangsparameter
DEUTSCHLAND 10 1,0 6,14 3
USA - - - 1
EUROPA        
Polen 10 2,0 7,54 3
Niederlande 10 2,0 6,47 3
Ungarn 10 2,0 6,81 3
Tschechische Republik 10 2,0 7,52 3
Kroatien 10 2,0 8,63a -
Slowakei 10 2,0 6,88 3
Griechenland - Mobilfunk 10 2,0 9,50 3
Österreich 10 2,0 6,50 3
Rumänien - Mobilfunk 10 2,0 9,52 3
EJR Mazedonien 10 2,0 9,29 3
International Carrier Sales & Solutions 10 2,0 5,68 3
Übrige zahlungsmittelgenerierende Einheiten 10 1,5-2,0 8,85-9,71 3
SYSTEMGESCHÄFT 10 1,5 7,80 3
GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES        
Digital Business Unit 10 0,5 9,84 3

a Diskontierungszinssatz vor Steuern aufgrund Berechnung des Nutzungswerts. Der Diskontierungszinssatz nach Steuern beträgt 6,97 %.

T 085

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  Parameter zum 31. Dezember 2013
  Prognosezeitraum in Jahren Wachstumsraten
in %
Diskontierungszinssätze
in %
Levelzuordnung der Eingangsparameter
DEUTSCHLAND 10 1,0 6,23 3
USA - - - 1
EUROPA        
Polen 10 2,0 7,75 3
Niederlande 10 2,0 6,76 3
Ungarn 10 2,0 7,15 3
Tschechische Republik 10 2,0 7,73 3
Kroatien 10 2,0 8,78a -
Slowakei 10 2,0 7,11 3
Griechenland - Mobilfunk 10 2,0 10,48 3
Österreich 10 2,0 6,86 3
Rumänien - Mobilfunk 10 2,0 9,70 3
EJR Mazedonien 10 2,0 9,79 3
International Carrier Sales & Solutions 10 2,0 5,82 3
Übrige zahlungsmittelgenerierende Einheiten 10 1,5-2,0 9,14-10,18 3
SYSTEMGESCHÄFT 10 1,5 7,97 3
GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES        
Digital Business Unit 10 0,5 9,48 3

a Diskontierungszinssatz vor Steuern aufgrund Berechnung des Nutzungswerts. Der Diskontierungszinssatz nach Steuern beträgt 7,27 %.

Wären bei den Werthaltigkeitstests die für den Prognosezeitraum zugrunde gelegten Netto-Cashflows, Diskontierungszinssätze oder Wachstumsraten jeweils um 0,5 Prozentpunkte höher oder niedriger gewesen, hätten sich jeweils keine wesentlichen höheren oder niedrigeren Wertminderungen ergeben.

6 SACHANLAGEN

T 086 in Mio. €

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  Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN          
STAND 31. DEZEMBER 2012 19 134 102 496 7 711 2 857 132 198
Währungsumrechnung (133) (879) (103) (51) (1 166)
Veränderung Konsolidierungskreis (394) 188 313 49 156
Zugänge 199 2 483 462 3 999 7 143
Abgänge 353 3 684 720 76 4 833
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (304) (117) (52) (2) (475)
Umbuchungen 281 3 706 248 (4 353) (118)
STAND 31. DEZEMBER 2013 18 430 104 193 7 859 2 423 132 905
Währungsumrechnung 176 1 997 167 123 2 463
Veränderung Konsolidierungskreis 84 324 95 19 522
Zugänge 153 2 895 475 4 393 7 916
Abgänge 148 3 544 590 72 4 354
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (326) (32) (4) (2) (364)
Umbuchungen 275 3 210 330 (3 880) (65)
STAND 31. DEZEMBER 2014 18 644 109 043 8 332 3 004 139 023
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN          
STAND 31. DEZEMBER 2012 10 129 79 000 5 635 27 94 791
Währungsumrechnung (77) (560) (78) 0 (715)
Veränderung Konsolidierungskreis (211) (454) 121 0 (544)
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 700 5 189 722 0 6 611
Zugänge (Wertminderungen) 96 12 6 2 116
Abgänge 245 3 484 636 1 4 366
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (240) (100) (37) (1) (378)
Umbuchungen 48 (42) (23) 0 (17)
Zuschreibungen (20) 0 0 0 (20)
STAND 31. DEZEMBER 2013 10 180 79 561 5 710 27 95 478
Währungsumrechnung 135 1 220 124 1 1 480
Veränderung Konsolidierungskreis 0 102 (1) 0 101
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 683 5 265 685 0 6 633
Zugänge (Wertminderungen) 59 13 1 2 75
Abgänge 90 3 435 518 1 4 044
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (254) (33) (3) (2) (292)
Umbuchungen (1) (17) 13 0 (5)
Zuschreibungen (18) (1) 0 0 (19)
STAND 31. DEZEMBER 2014 10 694 82 675 6 011 27 99 407
BUCHWERTE          
Stand 31. Dezember 2013 8 250 24 632 2 149 2 396 37 427
STAND 31. DEZEMBER 2014 7 950 26 368 2 321 2 977 39 616

Erläuterungen zu den Abschreibungen und Wertminderungen befinden sich in Angabe 30 "Abschreibungen".

Zum 31. Dezember 2014 wurden Rückbauverpflichtungen in Höhe von 0,2 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,3 MRD. €) aktiviert. Die Deutsche Telekom hat sich zum Abschluss-Stichtag in Höhe von 2,1 MRD. € (31. Dezember 2013: 1,1 MRD. €) vertraglich zum Erwerb von Sachanlagen verpflichtet. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Ausbau des Mobilfunknetzes im operativen Segment USA (0,6 MRD. €) und im operativen Segment Deutschland (0,2 MRD. €).

7 BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

Die wesentlichen Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

T 087

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  Kapitalanteil Stimmrechtsquote Segmentzugehörigkeit
Name und Sitz der Gesellschaft 31.12.2014
in %
31.12.2013
in %
31.12.2014
in %
31.12.2013
in %
Asa NewCo GmbH, München, Deutschlanda 28,24 - 28,24 - Group Headquarters & Group Services
Hrvatske telekomunikacije d.d. Mostar, Mostar, Bosnien-Herzegowinab 39,10 39,10 39,10 39,10 Europa
T-Mobile USA Tower LLC, Wilmington, USAc 100,00 100,00 100,00 100,00 USA
T-Mobile West Tower LLC, Wilmington, USAc 100,00 100,00 100,00 100,00 USA
Toll Collect GmbH, Berlin, Deutschland 45,00 45,00 45,00 45,00 Systemgeschäft
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  Beizulegender Zeitwert der Beteiligung bei Vorliegen eines notierten Marktpreises
Name und Sitz der Gesellschaft 31.12.2014
in Mio. €
31.12.2013
in Mio. €
Asa NewCo GmbH, München, Deutschlanda - -
Hrvatske telekomunikacije d.d. Mostar, Mostar, Bosnien-Herzegowinab 38 41
T-Mobile USA Tower LLC, Wilmington, USAc - -
T-Mobile West Tower LLC, Wilmington, USAc - -
Toll Collect GmbH, Berlin, Deutschland - -

a Weitere Anteile in Höhe von insgesamt 1,76 % an der im Geschäftsjahr verkauften Scout24 Holding GmbH werden indirekt über die Scout Lux Management Equity Co S.a.r.l. gehalten.
b Indirekte Beteiligung über Hrvatski Telekom d.d., Kroatien (Anteil Deutsche Telekom AG: 51,00 %).
c Indirekte Beteiligung über T-Mobile US, Inc., USA (Anteil Deutsche Telekom AG: 66,29 %).

Alle dargestellten Gesellschaften werden mittels der Equity-Methode bewertet.

Beschreibung der Art der Tätigkeiten der gemeinschaftlichen Vereinbarung oder des assoziierten Unternehmens

Die Asa NewCo GmbH hält die bei der Deutschen Telekom verbliebenen Anteile der im Geschäftsjahr 2014 veräußerten Scout24 Holding GmbH.

Die Hrvatske telekomunikacije d.d. erbringt Telekommunikationsdienstleistungen im Mobilfunk- und Festnetz-Bereich in Bosnien-Herzegowina.

T-Mobile USA Tower LLC und T-Mobile West Tower LLC sind strukturierte Unternehmen, die T-Mobile US zum Zweck der Einbringung von Funkturm-Standorten gemäß dem 2012 zwischen T-Mobile USA und Crown Castle International Corp., Houston, USA, unterzeichneten Rahmenvertrag über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten gegründet hat und an denen die Gesellschaft jeweils 100 % der Anteile hält. Das alleinige Recht, diese Funkturm-Standorte zu nutzen und weiterzuvermieten, wurde auf Crown Castle übertragen. T-Mobile US wird ihre Mobilfunk-Einrichtungen weiterhin über diese Funktürme betreiben und zu diesem Zweck die erforderliche Kapazität wieder von Crown Castle zurückmieten. Bisher ungenutzte Infrastruktur kann damit von Crown Castle an Dritte vermietet werden. Im Gegenzug erhalten die Eigentümer des Grund und Bodens, auf dem die Funktürme stehen, keine Mietzahlungen mehr von T-Mobile US für diese Funktürme, die in die zwei assoziierten Unternehmen und die veräußerten Unternehmen eingebracht wurden. Die Entkonsolidierung beider Unternehmen erfolgte zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion 2012, da Crown Castle die Funktürme unabhängig betreibt, Umsätze aus der Vermietung der Standorte für durchschnittlich 28 Jahre generiert und die für eine Konsolidierung relevanten Finanz- und Geschäftsaktivitäten beider Unternehmen bestimmt. Es ist zu erwarten, dass Crown Castle durch die Vermietung der Funktürme ausreichend Gewinne und Cashflows generieren kann, um seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen zu können. Die Mehrheit der Stimmrechte ist somit nicht das ausschlaggebende Kriterium für die Feststellung der Beherrschung. Daher wurde festgelegt, dass die Deutsche Telekom nur einen maßgeblichen Einfluss hat und dass diese Gesellschaften als assoziierte Unternehmen von der Deutschen Telekom konsolidiert werden. T-Mobile US ist unter bestimmten Bedingungen weiterhin für den Verzug seitens Crown Castle bei den Mietzahlungen an die Eigentümer des Grund und Bodens, auf dem die Funktürme stehen, haftbar. Die Vereinbarung sieht für die Deutsche Telekom einen äußerst niedrigen maximalen Garantiebetrag vor, denn im Fall des Eintretens des Garantiefalls könnte T-Mobile US die weitere Nutzung der betreffenden Funkturm-Standorte selbst übernehmen oder alternativ die mit den Eigentümern des Grund und Bodens bestehenden Verträge kurzfristig kündigen. Mit Vollzug der Transaktion hat T-Mobile US eine unwesentliche Barreserve bei den Unternehmen geschaffen, die ausreicht, um die nicht von Crown Castle zu tragenden laufenden Verwaltungsaufwendungen zu finanzieren. Neben der Garantie und der Zahlung der Verwaltungsaufwendungen gibt es für T-Mobile US keine weiteren Finanzierungsverpflichtungen.

Die Toll Collect GmbH betreibt das Autobahn-Mautsystem in Deutschland.

Die folgenden TABELLEN 088 und 089 zeigen zusammenfassende Finanzinformationen zu den wesentlichen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf die auf den Konzern Deutsche Telekom entfallenden Anteile, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.

Zusammenfassende Finanzinformationen wesentlicher at equity bilanzierter Gemeinschaftsunternehmen

T 088 in Mio. €

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  HT Mostar d.d. Toll Collect GmbH
  31.12.2014/2014 31.12.2013/2013 31.12.2014/2014 31.12.2013/2013
Kurzfristige Vermögenswerte 41 38 557 557
davon: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 1 76 54
Langfristige Vermögenswerte 171 186 136 53
Kurzfristige Schulden 34 42 805 523
davon: Finanzielle Verbindlichkeiten 2 5 20 0
Langfristige Schulden 6 10 2 62
davon: Finanzielle Verbindlichkeiten 1 3 0 60
Umsatzerlöse 119 120 433 410
Zinserträge 0 2 5 8
Zinsaufwendungen 0 (1) (5) (6)
Ertragsteuern 0 1 (33) 21
Überschuss/(Fehlbetrag) 5 7 (139) 2
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Gesamtergebnis 5 7 (139) 2
Planmäßige Abschreibungen (250) (31) (2) (2)
An die Deutsche Telekom gezahlte Dividenden 2 3 0 0

Zusammenfassende Finanzinformationen wesentlicher at equity bilanzierter assoziierter Unternehmen

T 089 in Mio. €

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  Asa NewCo GmbH T-Mobile USA Tower LLC T-Mobile West Tower LLC
  31.12.2014/2014 31.12.2013/2013 31.12.2014/2014 31.12.2013/2013 31.12.2014/2014 31.12.2013/2013
Kurzfristige Vermögenswerte 63 - 0 0 0 0
Langfristige Vermögenswerte 2 127 - 60 75 91 86
Kurzfristige Schulden 94 - 0 0 0 0
Langfristige Schulden 1 037 - 0 0 0 0
Umsatzerlöse 306 - 0 0 0 0
Überschuss/(Fehlbetrag) (39) - 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 2 - 0 0 0 0
Gesamtergebnis (37) - 0 0 0 0
An die Deutsche Telekom gezahlte Dividenden 0 - 38 0 79 0

Überleitungsrechnung auf den Buchwert, der in die Konzern-Bilanz der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 einbezogen wurde

T 090 in Mio. €

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  HT Mostar d.d. Toll Collect GmbH
  2014 2013 2014 2013
NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 1. JANUAR 172 172 25 23
Überschuss/(Fehlbetrag) 5 7 (139) 2
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Dividendenzahlungen (5) (7) 0 0
Wechselkurseffekte 0 0 0 0
NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER 172 172 (114) 25
ANTEIL DER NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER, DIE AUF DIE DEUTSCHE TELEKOM ENTFALLEN 66 67 (57) 13
Buchwertausgleich 0 0 57 0
Sonstige Überleitungseffekte (15) (15) 0 0
BUCHWERT ZUM 31. DEZEMBER 51 52 0 13

T 091 in Mio. €

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  Asa NewCo GmbH T-Mobile USA Tower LLC T-Mobile West Tower LLC
  2014a 2013 2014 2013 2014 2013
NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 1. JANUAR 1 096 - 75 79 86 90
Überschuss/(Fehlbetrag) (39) - 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 2 - 0 0 0 0
Dividendenzahlungen 0 - (38) 0 (79) 0
Kapitalerhöhung 0 - 13 0 73 0
Wechselkurseffekte 0 - 10 (4) 11 (4)
NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER 1 059 - 60 75 91 86
ANTEIL DER NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER, DIE AUF DIE DEUTSCHE TELEKOM ENTFALLEN 309 - 60 75 91 86
Buchwertausgleich 0 - 0 0 0 0
Sonstige Überleitungseffekte 0 - 0 0 0 0
BUCHWERT ZUM 31. DEZEMBER 309 - 60 75 91 86

a Die Asa NewCo GmbH wird seit dem 12. Februar 2014 in der Konzern-Bilanz als at equity bilanziertes Unternehmen einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden im Rahmen von vertraglichen Bestimmungen aus dem Jahr 2012 Dividendenzahlungen der T-Mobile USA Tower LLC (38 MIO. €) und der T-Mobile West Tower LLC (79 MIO. €) an die T-Mobile US getätigt. Diese Dividendenzahlungen stehen im direkten Zusammenhang mit der Einbringung von weiteren Funktürmen der T-Mobile US in beide Gesellschaften. Die Einbringung wird als Kapitalerhöhung ausgewiesen.

Die Deutsche Telekom hat Verluste im Zusammenhang mit Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen in Höhe von 57 MIO. € (2013: 0 MIO. €) nicht ausgewiesen, weil die Deutsche Telekom keine Verpflichtung zum Ausgleich dieser Verluste hat.

Zusammenfassende aggregierte Finanzinformationen nicht wesentlicher at equity bilanzierter Unternehmen

Die Werte beziehen sich auf die der Deutschen Telekom zustehenden Anteile.

T 092 in Mio. €

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  Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen
  31.12.2014/2014 31.12.2013/2013 31.12.2014/2014 31.12.2013/2013
Summe der Buchwerte 14 24 92 73
Summe der Anteile am        
Überschuss/(Fehlbetrag) (1) 1 (30) (28)
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
GESAMTERGEBNIS (1) 1 (30) (28)

8 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

T 093 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
  Gesamt davon: Kurzfristig Gesamt davon: Kurzfristig
Ausgereichte Darlehen und Forderungen 3 224 2 632 2 672 2 347
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 683 224 652 110
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1 343 117 771 283
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen 10 3 12 5
  5 260 2 976 4 107 2 745

T 094 in Mio. €

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  davon: Zum Abschluss- Stichtag weder wertgemindert noch überfällig davon: Zum Abschluss-Stichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
Ausgereichte Darlehen und Forderungen   Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 60 Tagen Zwischen 61 und 90 Tagen Zwischen 91 und 180 Tagen Zwischen 181 und 360 Tagen
zum 31.12.2014            
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1 836 53 29 33 37 1
Restlaufzeit über 1 Jahr 590 - - - - -
zum 31.12.2013            
Restlaufzeit bis 1 Jahr 2 283 9 3 3 0 1
Restlaufzeit über 1 Jahr 324 - - - - -
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  davon: Zum Abschluss-Stichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
Ausgereichte Darlehen und Forderungen Mehr als 360 Tage
zum 31.12.2014  
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1
Restlaufzeit über 1 Jahr 1
zum 31.12.2013  
Restlaufzeit bis 1 Jahr 2
Restlaufzeit über 1 Jahr 1

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der ausgereichten Darlehen und Forderungen deuten zum Abschluss-Stichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Forderungen in Höhe von 527 MIO. € (31. Dezember 2013: 941 MIO. €) wurden im Rahmen von Collateralverträgen zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen eingesetzt.

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten u. a. nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren und die daher am 31. Dezember 2014 in Höhe von 122 MIO. € (31. Dezember 2013: 280 MIO. €) zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Für sie bestand am Abschluss-Stichtag keine Verkaufsabsicht.

9 ÜBRIGE VERMÖGENSWERTE

In den übrigen Vermögenswerten werden im Wesentlichen aktivische Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 1,1 MRD. € (31. Dezember 2013: 1,1 MRD. €) ausgewiesen.

10 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

T 095 in Mio. €

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  31.12.2014
  Summe Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 44 219 5 425 13 890 24 904
davon: Anleihen 32 751 3 250 9 333 20 168
davon: Commercial Paper, Medium Term Notes und ähnliche Verbindlichkeiten 11 468 2 175 4 557 4 736
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3 676 1 369 1 934 373
davon: Schuldscheindarlehen 520 140 193 187
davon: Kredite gegenüber der Europäischen Investitionsbank 2 110 493 1 617 -
davon: Sonstige Kredite 1 046 736 124 186
  47 895 6 794 15 824 25 277
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing 1 461 180 570 711
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 946 40 647 259
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 1 775 1 196 392 187
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 2 055 1 942 110 3
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1 095 406 442 247
  7 332 3 764 2 161 1 407
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 55 227 10 558 17 985 26 684
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  31.12.2013
  Summe Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 40 535 3 315 13 676 23 544
davon: Anleihen 28 21 1 545 9 531 18 135
davon: Commercial Paper, Medium Term Notes und ähnliche Verbindlichkeiten 12 324 2 770 4 145 5 409
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4 105 1 721 2 185 199
davon: Schuldscheindarlehen 1 689 1 227 332 130
davon: Kredite gegenüber der Europäischen Investitionsbank 1 760 10 1 750 -
davon: Sonstige Kredite 656 484 103 69
  44 640 5 036 15 861 23 743
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing 1 446 162 550 734
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 1 072 127 529 416
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 891 577 210 104
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1 967 1 855 109 3
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1 583 134 594 855
  6 959 2 855 1 992 2 112
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 51 599 7 891 17 853 25 855

Die finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 MRD. € auf insgesamt 55,2 MRD. €.

Bei der Deutschen Telekom ist ein fortlaufendes Liquiditäts-Management implementiert. Damit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sichergestellt werden können, hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Diese Liquiditätsreserve soll zu jedem Zeitpunkt die Kapitalmarktfälligkeiten der nächsten 24 Monate abdecken.

Neben den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten standen der Deutschen Telekom am 31. Dezember 2014 standardisierte bilaterale Kreditlinien mit 21 Banken mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 12,3 MRD. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2014 wurden diese mit 0,2 MRD. € in Anspruch genommen. Die Konditionen sind gemäß den Kreditverträgen abhängig vom Rating der Deutschen Telekom. Die bilateralen Kreditverträge haben eine ursprüngliche Laufzeit von 36 Monaten und können jeweils nach zwölf Monaten um weitere zwölf Monate auf wiederum 36 Monate verlängert werden. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Von T-Mobile US wurden im Geschäftsjahr 2014 Anleihen im Wert von insgesamt 3 MRD. US-$ begeben und eine Anleihe in Höhe von 1 MRD. US-$ wurde vorzeitig zurückgezahlt. Im Dezember 2014 begab die T-Mobile US Mandatory Convertible Preferred Stock im Volumen von 1 MRD. US-$, die nach einer Laufzeit von drei Jahren in T-Mobile US-Aktien gewandelt werden. Das Nominalvolumen der Mandatory Convertible Preferred Stock ist unter den Anleihen ausgewiesen.

Aus den folgenden TABELLEN 096 und 097 sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit positivem und negativem beizulegenden Zeitwert der Deutschen Telekom ersichtlich:

T 096 in Mio. €

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  Buchwert Cashflows 2015
  31.12.2014 Zins fix Zins variabel Tilgung
ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN        
Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten (48 841) (1 317) (14) (7 087)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (1 461) (102)   (183)
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (1 775) (80) (6) (1 197)
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten (2 055)     (1 942)
DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE        
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:        
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung (229)     (233)
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (9)     (10)
Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges 0      
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehung (15)     (6)
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (420) (131) (8) (68)
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges (8) 5 (1)  
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (414) (37) 4  
Derivative finanzielle Vermögenswerte:        
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 67     63
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 4     4
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 584 24 26 20
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges 222 218 (116)  
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 282 22    
FINANZIELLE GARANTIEN UND KREDITZUSAGENa (1)     (339)
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  Cashflows 2016 Cashflows 2017-2019
  Zins fix Zins variabel Tilgung Zins fix Zins variabel Tilgung
ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN            
Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten (2 146) (13) (4 812) (5 307) (13) (9 794)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (99)   (173) (208)   (394)
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (12)   (255) (53)   (137)
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten     (107)     (3)
DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE            
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung            
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges            
Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges            
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehung     (4)     (6)
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (47) (3)   (31) (26) (25)
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges 5 (1)   5   (16)
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (57) 5   (27) 4  
Derivative finanzielle Vermögenswerte:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung            
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges            
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (8) 27 64 (19) 53 228
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges 214 (114)   472 (224)  
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 22   42 72   47
FINANZIELLE GARANTIEN UND KREDITZUSAGENa            
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  Cashflows 2020-2024 Cashflows 2025 ff.
  Zins fix Zins variabel Tilgung Zins fix Zins variabel Tilgung
ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN            
Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten (5 116)   (17 379) (3 563)   (8 929)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (222)   (416) (94)   (295)
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (73)   (106) (21)   (81)
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten     (2)     (1)
DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE            
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung            
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges            
Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges            
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehung            
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 49 (49)   55 (73) 17
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges            
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 148     110   137
Derivative finanzielle Vermögenswerte:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung            
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges            
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (12) 37   6 83 183
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges 477 (128)   1 017 (363)  
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 80   129 47   72
FINANZIELLE GARANTIEN UND KREDITZUSAGENa            

a Für ausführliche Erläuterungen vgl. Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management". Es wurde jeweils die maximale Zahlung für den frühestmöglichen Zeitpunkt der Inanspruchnahme dargestellt.

T 097 in Mio. €

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  Buchwert Cashflows
  31.12.2013 2014 2015 2016-2018 2019-2023 2024 ff.
ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN            
Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten (45 712) (7 284) (6 991) (16 550) (20 933) (12 142)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (1 446) (267) (260) (604) (632) (448)
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (891) (581) (117) (109) (128) (35)
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten (1 967) (1 856) (35) (73) (3)  
DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE            
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung (39) (43)        
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (3) (1) (1)      
Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges -          
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (542) (138) (68) (100) (2) (97)
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges (276) 66 66 173 309 644
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (723) (12) (91) (237) 70 (57)
Derivative finanzielle Vermögenswerte:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 26 25        
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 24 24        
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 412 218 115 3   32
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges 62 43 48 57    
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 89 10 10 69 140 55
FINANZIELLE GARANTIEN UND KREDITZUSAGENa (1) (340)        

a Für ausführliche Erläuterungen vgl. Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management". Es wurde jeweils die maximale Zahlung für den frühestmöglichen Zeitpunkt der Inanspruchnahme dargestellt.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2014 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht einbezogen. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2014 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Gemäß § 2 Abs. 4 PostUmwG trägt der Bund die Gewährleistung für die Erfüllung der Verbindlichkeiten, die am 1. Januar 1995 bereits bestanden. Diese beliefen sich zum 31. Dezember 2014 auf nominal 2,0 MRD. € (31. Dezember 2013: 2,1 MRD. €). Die im Dezember 2014 von der T-Mobile US emittierten Mandatory Convertible Preferred Stock (Nominalvolumen 1 MRD. US-$, Verzinsung 5,5 %, Laufzeit bis 2017) sind in der vorstehenden Tabelle nicht enthalten, weil T-Mobile US das vertragliche Wahlrecht hat, sämtliche Zinszahlungen in Form von Aktien zu tätigen. Die Tilgung erfolgt zwingend in Form von Aktien.

11 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

T 098 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9 631 7 231
Sonstige Verbindlichkeiten 50 28
  9 681 7 259

Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sind 9 679 MIO. € (31. Dezember 2013: 7 253 MIO. €) innerhalb eines Jahres fällig.

12 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN LEISTUNGSORIENTIERTE VERSORGUNGSZUSAGEN (LEISTUNGSZUSAGEN)

Der wesentliche Anteil der Pensionsverpflichtungen im Konzern beruht auf unmittelbaren und mittelbaren Zusagen in Deutschland, Griechenland und der Schweiz. Darüber hinaus bestehen in Deutschland Verpflichtungen gemäß Artikel 131 des Grundgesetzes (GG).

Die Versorgungsverpflichtungen der Deutschen Telekom setzen sich wie folgt zusammen:

T 099 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN 8 465 7 006
Vermögenswert aus Pensionsverpflichtungen (18) (14)
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) 8 447 6 992
davon: Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen 8 023 6 698
davon: Rückstellungen für mittelbare Pensionsverpflichtungen 423 292
davon: Rückstellungen für Verpflichtungen gemäß Artikel 131 GG 1 2

Die Pensionsrückstellungen werden in der Konzern-Bilanz unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Der Vermögenswert aus Pensionsverpflichtungen ist in der Konzern-Bilanz unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten erfasst.

Herleitung der Pensionsrückstellungen:

T 100 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
Barwert der Verpflichtung, die über einen ausgegliederten Vermögenswert ganz oder teilweise finanziert ist 7 854 6 487
Ausgegliederte Vermögenswerte (Planvermögen) (2 498) (1 973)
DAS VERMÖGEN ÜBERSTEIGENDE LEISTUNGSVERPFLICHTUNGEN 5 356 4 514
Barwert der Verpflichtung, die nicht über einen ausgegliederten Vermögenswert finanziert ist 3 086 2 478
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (GEMÄSS IAS 19.63) 8 442 6 992
Anpassung aufgrund der Vermögensobergrenze (gemäß IAS 19.64) 5 -
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) 8 447 6 992

T 101 in Mio. €

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  2014 2013
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) ZUM 1. JANUAR 6 992 7 295
Dienstzeitaufwand 220 160
Nettozinsaufwand/-ertrag auf die Pensionsrückstellung (netto) 225 228
Effekte aus der Neubewertung 1 581 (48)
Versorgungsleistungen vom Arbeitgeber direkt gezahlt (298) (366)
Beiträge des Arbeitgebers zum Planvermögen (266) (269)
Veränderungen durch Unternehmenszusammenschlüsse/Betriebsübergänge/Zu- und Verkäufe (8) (7)
Tatsächlich angefallene Verwaltungskosten (Zahlung aus Planvermögen) 0 0
Wechselkursänderungen bei Plänen in fremder Währung 1 (1)
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) ZUM 31. DEZEMBER 8 447 6 992

Unsere wesentlichen Annahmen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen sind der Rechnungszins, der Gehaltstrend, der Rententrend sowie die Langlebigkeit. Die nachfolgende TABELLE 102 enthält die Annahmen, die jeweils für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember zugrunde gelegt wurden. Für die Ermittlung des Pensionsaufwands eines Geschäftsjahres wurden jeweils die Annahmen zum 31. Dezember des Vorjahres verwendet.

Nachfolgende Angaben für die Pläne in der Schweiz beziehen sich ab 2014 auf die T-Systems Schweiz AG und die T-Systems Data Migration Consulting AG (vorher nur T-Systems Schweiz AG).

Annahmen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember des Jahres:

T 102 in %

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    2014 2013 2012
Rechnungszins Inland 1,89 3,29 3,26
  Schweiz 1,14 2,34 1,78
  Griechenland (OTE S.A.) 1,83a /1,09b 3,25a /2,53b 2,86a /2,26b
Gehaltstrend Inland 2,50 2,75 2,75
  Schweiz 1,25 1,50 1,50
  Griechenland (OTE S.A.) 1,00c 1,00d 1,00e
Rententrend Inland (allgemein) 1,50 1,50 1,50
  Inland (satzungsgemäß) 1,00 1,00 1,00
  Schweiz 0,30 0,30 0,30
  Griechenland (OTE S.A.) n. a. n. a. n. a.

a Der Rechnungszins bezieht sich auf die Pläne Staff Retirement Indemnities und Phone Credits (siehe Planbeschreibung).
b Der Rechnungszins bezieht sich auf den Plan Youth Accounts (siehe Planbeschreibung).
c Die Annahmen des Jahres 2014 für den Gehaltstrend betragen für die nachfolgenden Jahre: 2015: -1,00 %, 2016: 0,00 %, 2017: 0,00 %, 2018: 11,00 %. Für die Jahre ab 2019 wird eine Steigerung von 1,00 % angenommen.
d Die Annahmen des Jahres 2013 für den Gehaltstrend betrugen für die nachfolgenden Jahre: 2014: 0,97 %, 2015: 9,69 %, 2016: 0,00 %. Für die Jahre ab 2017 wurde eine Steigerung von 1,00 % angenommen.
e Die Annahmen des Jahres 2012 für den Gehaltstrend betrugen für die nachfolgenden Jahre: 2013: 0,97 %, 2014: 0,97 %, 2015: 9,69 %, 2016: 0,00 %. Für die Jahre ab 2017 wurde eine Steigerung von 1,00 % angenommen.

T 103 in Jahren

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    31.12.2014 31.12.2013
Duration Inland 14,5 13,7
  Schweiz 18,6 17,1
  Griechenland (OTE S.A.) 13,8a /6,3b 13,0a /7,0b

a Die Duration bezieht sich auf die Pläne Staff Retirement Indemnities und Phone Credits (siehe Planbeschreibung).
b Die Duration bezieht sich auf den Plan Youth Accounts (siehe Planbeschreibung).

Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden im Wesentlichen die folgenden biometrischen Rechnungsgrundlagen verwendet:

Inland: Heubeck 2005G, Schweiz: BVG 2010 Generational, Griechenland (OTE S.A.): EVK2000.

Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen wurden zum 31. Dezember 2014 die oben genannten Zinssätze zugrunde gelegt. Diese Zinssätze wurden in Übereinstimmung mit der mittleren gewichteten Laufzeit (Duration) der jeweiligen Verpflichtungen gewählt.

In der Eurozone basiert die Ermittlung des Rechnungszinses auf der Rendite von qualitativ hochwertigen europäischen Unternehmensanleihen mit AA-Rating, für die eine Zinsstrukturkurve auf Basis von Spot Rates gebildet wird. Die Ermittlung des Rechnungszinses in der Schweiz wurde entsprechend auf Basis von Swap-Renditen zuzüglich Risikozuschlägen vorgenommen. Da in der Schweiz kein ausreichendes Marktvolumen an qualitativ hochwertigen Unternehmensanleihen mit AA-Rating zur Verfügung steht, wird der Rechnungszins auf Basis von Swap-Renditen für Bonds mit AAA-Rating ermittelt. Solche Swaps liegen in der Schweiz zu unterschiedlichen Durationen vor und werden in höherem Maße gehandelt als Schweizer Staatsanleihen. Die aus diesen Swap-Renditen abgeleitete Zinsstrukturkurve repräsentiert für Zwecke der Rechnungslegung ein zu geringes Ausfallrisiko, sodass eine weitere Anpassung in Form eines Risikozuschlags auf die Zinsstrukturkurve (Credit Spread) erfolgt, welcher aus dem eingeschränkten Umfang an Schweizer Unternehmensanleihen mit AA-Rating abgeleitet wird.

Entwicklung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen im Berichtsjahr:

T 104 in Mio. €

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  2014 2013
BARWERT DER PENSIONSVERPFLICHTUNGEN ZUM 1. JANUAR 8 965 8 973
Laufender Dienstzeitaufwand 228 219
Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche 290 282
Effekte aus der Neubewertung 1 783 (33)
davon: Erfahrungsbedingte Anpassungen (6) 27
davon: Veränderungen der finanziellen Annahmen 1 789 (57)
davon: Veränderungen der demografischen Annahmen - (3)
Versorgungszahlungen im Geschäftsjahr (328) (408)
Beiträge von Planteilnehmern 5 5
Veränderungen durch Unternehmenszusammenschlüsse/Betriebsübergänge/Zu- und Verkäufe (8) (8)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Planänderungen (3) (64)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Plankürzungen (8) (8)
Planabgeltungen 3 13
Im Rahmen von Pensionen anfallende Steuern - -
Wechselkursänderungen bei Plänen in fremder Währung 13 (6)
BARWERT DER PENSIONSVERPFLICHTUNGEN ZUM 31. DEZEMBER 10 940 8 965
davon: Aktive Planteilnehmer 5 070 4 080
davon: Unverfallbar ausgeschiedene Planteilnehmer 1 980 1 528
davon: Leistungsempfänger 3 890 3 357

Unter Berücksichtigung ausgegliederter Vermögenswerte sind die Versorgungsverpflichtungen vollständig ausgewiesen.

Verteilung der Verpflichtungen der wesentlichen Pläne der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014:

T 105 in Mio. €

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  Inland Schweiz Griechenland (OTE S.A.) Restliche Pläne
Barwert der Pensionsverpflichtungen 10 082 227 292 339
Ausgegliederte Vermögenswerte (2 078) (171) - (249)
Anpassung aufgrund der Vermögensobergrenze - - - 5
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) 8 004 56 292 95

Die nachfolgenden Auswertungen bezüglich der Altersstruktur und der Sensitivitätsanalyse sowie die Planbeschreibungen und deren Risiken beziehen sich auf die Gesellschaften im Inland, in der Schweiz und in Griechenland (OTE S.A.).

Altersstruktur:

Für die wesentlichen Pläne bei der Deutschen Telekom liegt die folgende statusabhängige Altersstruktur vor.

G 57 Altersstruktur der Planteilnehmer für wesentliche Pensionspläne bei der Deutschen Telekoma

a Für Griechenland (OTE S.A.) ist nur der Plan Staff Retirement Indemnities enthalten.

Sensitivitätsanalyse für die Pensionsverpflichtungen:

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von möglichen Veränderungen der als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Bewertungsannahmen auf den zum Stichtag 31. Dezember 2014 berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen dargestellt. Eine Veränderung der Bewertungsannahmen um die dargestellten Änderungen hätte zum 31. Dezember 2014 bei sonst unveränderten Annahmen nachfolgende Auswirkungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtung.

T 106 in Mio. €

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  Erhöhung/(Rückgang) des Barwerts der Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2014
  Inland Schweiz Griechenland (OTE S.A.)
Zunahme Rechnungszins um 100 Basispunkte (1 239) (29) (30)
Abnahme Rechnungszins um 100 Basispunkte 1 530 37 36
Zunahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte 7 4 18
Abnahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte (6) (4) (15)
Zunahme Rententrend um 25 Basispunkte 7 6 0
Abnahme Rententrend um 25 Basispunkte (6) (6) 0
Zunahme Lebenserwartung um 1 Jahr 262 6 1
Abnahme Lebenserwartung um 1 Jahr (271) (7) (1)

T 107 in Mio. €

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  Erhöhung/(Rückgang) des Barwerts der Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2013
  Inland Schweiz Griechenland (OTE S.A.)
Zunahme Rechnungszins um 100 Basispunkte (950) (21) (25)
Abnahme Rechnungszins um 100 Basispunkte 1 160 26 30
Zunahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte 7 3 15
Abnahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte (6) (3) (13)
Zunahme Rententrend um 25 Basispunkte 5 5 0
Abnahme Rententrend um 25 Basispunkte (5) (4) 0
Zunahme Lebenserwartung um 1 Jahr 185 4 1
Abnahme Lebenserwartung um 1 Jahr (191) (4) (1)

Die Sensitivitätsbetrachtung wurde für den Rechnungszins, Bezügetrend und Rententrend jeweils isoliert vorgenommen. Hierzu wurden sowohl für den Anstieg als auch den Rückgang der Annahme weitere versicherungsmathematische Bewertungen durchgeführt. Die angesetzten Variationsbreiten der Bewertungsannahmen wurden so gewählt, dass sich die jeweilige Annahme innerhalb eines Jahres mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 90 % nicht außerhalb der Bandbreite bewegt. Bei der Lebenserwartung der Planberechtigten ist nicht davon auszugehen, dass sie sich innerhalb eines Jahres wesentlich ändern wird. Aus Risikogesichtspunkten wurde dennoch zusätzlich die Wirkung einer Änderung der Lebenserwartung auf die Verpflichtungen ermittelt. Hierzu wurden Bewertungen unter der Annahme durchgeführt, dass die Lebenserwartung der Planberechtigten im 65. Lebensjahr mittels Altersverschiebung um ein Jahr erhöht bzw. reduziert wäre. Für die anderen Planberechtigten wurde die Altersverschiebung analog angesetzt. Bei einer Variation des Bewertungsendalters oder der Fluktuation würden sich insbesondere im Inland nur unwesentliche Effekte ergeben.

Global Pension Policy und Planbeschreibungen:

Mithilfe der Global Pension Policy - einer konzernweiten Richtlinie - steuert die Deutsche Telekom ihre Pensionszusagen. Sie stellt weltweit sicher, dass bezüglich der Gewährung von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung und deren Management konzernweite Mindeststandards eingehalten, Pläne harmonisiert und finanzielle und andere Risiken für das Kerngeschäft vermieden bzw. verringert werden. Weiterhin stellt sie Leitlinien zur Durchführung und Steuerung von Pensionszusagen zur Verfügung und definiert Anforderungen an die Einführung, Anpassung oder Schließung entsprechender Pläne. Die Regelungen und Vorgaben dieser Konzern-Richtlinie berücksichtigen die nationalen Unterschiede im Bereich der staatlichen oder anderen verpflichtenden Zusagen beim Arbeits-, Steuer- und Sozialrecht sowie der gewöhnlichen Geschäftspraktiken in Bezug auf Pensionszusagen.

Zur Risikobegrenzung wurden im Konzern endgehaltsabhängige Leistungszusagen bereits weitgehend durch beitragsbasierte Leistungszusagen abgelöst. In Deutschland wurde zur weiteren Deckung der Pensionsverpflichtungen zudem seit 2011 ein konzerninternes CTA (Deutsche Telekom Trust e. V.) verwendet. Ein CTA ist eine rechtlich ausgestaltete Treuhandvereinbarung zur Kapitaldeckung unmittelbarer Versorgungszusagen mit separiertem und ausgegliedertem Vermögen sowie zum erweiterten Insolvenzschutz für diese Verpflichtungen.

Die weltweiten Verpflichtungen sowie die bestehenden ausgegliederten Vermögenswerte werden regelmäßig auf risikoreduzierende Maßnahmen untersucht, z. B. mithilfe von Asset Liability-Studien und regelmäßigen Benefit Audits.

Im Inland bestehen für einen Großteil der Mitarbeiter Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Im Rahmen einer Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung wurde bereits im Jahr 1997 für aktive Mitarbeiter flächendeckend der Kapitalkontenplan eingeführt. Zudem wurden in den Folgejahren durch Unternehmenskäufe erworbene Zusagen ebenfalls auf den Kapitalkontenplan überführt. Hierbei handelt es sich um eine arbeitgeberfinanzierte, beitragsbasierte Leistungszusage. Die jährlich gewährten, gehaltsabhängigen Beiträge werden im jeweiligen Jahr der Bereitstellung mit altersabhängigen Zinsfaktoren bis Alter 60 vorab verzinst und in eine garantierte Versicherungssumme umgerechnet. Die Vorabverzinsung beträgt derzeit 3,75 % p. a. (Richtzins Kapitalkontenplan).

Die Deutsche Telekom hat im Rahmen einer Planänderung im Geschäftsjahr 2013 die Verzinsung der künftigen Beiträge innerhalb der betrieblichen Altersversorgung im Inland von 5 % p. a. auf derzeit 3,75 % p.a. reduziert. Die Änderung stand nicht im Zusammenhang mit der Anwendung des geänderten IAS 19 im Geschäftsjahr 2013. Die Änderungsmöglichkeit des Richtzinses dient dazu, eine kapitalmarktnahe Verzinsung der Beiträge zum Kapitalkonto zu erreichen. Aufgrund der deutlich gesunkenen Zinsen am Markt war eine kapitalmarktnahe Verzinsung nicht mehr gegeben.

Der Zeitraum für die Bereitstellung von Beiträgen ist zunächst auf zehn künftige Beitragsjahre begrenzt und verlängert sich ohne Kündigung jeweils automatisch um ein weiteres Jahr. Die im Laufe der aktiven Dienstzeit angesammelten Versicherungssummen werden im Versorgungsfall primär in Form von Einmalkapital ausbezahlt. Daher besteht für diese Zusagen lediglich ein geringes Langlebigkeitsrisiko. Aufgrund der Auszahlungsrichtlinien und der Planstruktur des Kapitalkontenplans ist dieser für den Arbeitgeber planbar und die Bezügedynamik betreffend frei von akuten Schwankungen und Risiken.

Darüber hinaus bestehen in Deutschland verschiedene geschlossene Altzusagen, die in der Regel Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen in Form lebenslänglicher Renten vorsehen. Die vorherrschenden Zusagen bilden hierbei die Gesamtversorgung der Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) mit einer Anrechnung der gesetzlichen Rente. Im Wesentlichen werden hiervon nur noch ausgeschiedene Mitarbeiter und Leistungsempfänger begünstigt, bei denen die Leistungen betragsmäßig feststehen. Das Gesamtversorgungssystem der VAP wirkt somit nur für den im Jahr 1997 bereits bestehenden Rentnerbestand und für den damals unverfallbar ausgeschiedenen Anwärterbestand nach.

Sofern Leistungszusagen im Inland Rente gewähren, ist die Rentenanpassung für diese Renten bis auf wenige unwesentliche Ausnahmen in den bestehenden Versorgungsregelungen in prozentualer Höhe fest definiert. Daher hat eine Änderung des allgemeinen Rententrends im Inland nur einen unwesentlichen Effekt auf den Barwert der Verpflichtungen.

Da eine Veränderung der Lebenserwartung hauptsächlich Auswirkungen auf die Verpflichtungen aus den Altbeständen mit Rentenzusagen hat und seit 1997 Zusagen in Form von Kapital gewährt werden, ist in den Folgejahren mit einer abnehmenden Bedeutung des Risikos aus der Veränderung der Lebenserwartung für den Konzern zu rechnen.

Zur langfristigen Deckung der Pensionsverpflichtungen hat die Deutsche Telekom Vermögen in einen unternehmenseigenen CTA und eine unternehmenseigene Unterstützungskasse ausgelagert.

Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung (2. Säule) besteht in der Schweiz für die T-Systems Schweiz AG ein beitragsbasierter, durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge finanzierter Leistungsplan. Dieser wird über die legalrechtlich selbstständige T-Systems Pensionskasse abgewickelt. Nach einer Umstrukturierung der Schweizer Gesellschaften und Harmonisierung der Pensionskassenzusagen zum 1. Januar 2014 ist seither auch die T-Systems Data Migration Consulting AG an die Pensionskasse der T-Systems Schweiz AG angeschlossen. Wie in der Schweiz üblich gewähren beide Gesellschaften höhere Leistungen als gesetzlich gefordert. Im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) sind Mindestvorschriften für das zu versichernde Gehalt, altersabhängige Beiträge sowie ein Mindestverrentungsfaktor für den obligatorischen Teil des Altersguthabens festgelegt. Zudem legt der Schweizer Bundesrat jedes Jahr eine Mindestverzinsung für das obligatorische Altersguthaben fest (2014: 1,75 %, 2015: 1,75 %).

Der Pensionskasse steht der Stiftungsrat vor. Dieser stellt den täglichen Betrieb der Pensionskasse sicher und entscheidet über grundlegende Aspekte wie die Höhe und die Struktur der Pensionsleistungen und die Anlagestrategie des Vermögens. Der Stiftungsrat setzt sich paritätisch aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Laut Angaben der Pensionskasse liegt die bisherige durchschnittliche jährliche Verzinsung der Altersguthaben bei ca. 2,0 bis 2,5 %.

Aufgrund der bestehenden Mindestverzinsung der obligatorischen Altersguthaben besteht für die Pläne in der Schweiz bei einer möglichen Unterfinanzierung der Pensionskasse ein Nachdotierungsrisiko. Die Pensionskasse bietet die Wahlmöglichkeit einer lebenslangen Rente anstelle einer Einmalzahlung für Versicherte. In diesem Fall bestehen Langlebigkeits- und Investitionsrisiken, da zum Zeitpunkt der Verrentung Annahmen bezüglich der Lebenserwartung bzw. der Vermögensrendite einfließen.

In Griechenland (OTE S.A.) werden bei vorzeitiger Kündigung durch den Arbeitgeber - sowie in reduzierter Höhe bei Eintritt in den Ruhestand - obligatorische Abfertigungsleistungen (Staff Retirement Indemnities) fällig. Diese werden als Kapital ausbezahlt und können in Abhängigkeit von der Dienstzeit des Arbeitnehmers ein Vielfaches des letzten Monatseinkommens (mit Höchstbegrenzung) betragen. Aufgrund einer Gesetzesänderung im Jahr 2012 werden Kapitalzahlungen auf maximal zwölf Monatsgehälter beschränkt. Ergänzend leistet die Firma einen freiwilligen Aufstockungsbetrag. Leistungen im Rahmen von Umstrukturierungsprogrammen im Umfang der Jahre 2012 bzw. 2013 sind im Jahr 2014 nicht erfolgt.

Darüber hinaus bestehen bei der OTE S.A. Verpflichtungen zur Leistung einer Kapitalzahlung an Kinder von Beschäftigten bei Erreichen des Alters von 25 Lebensjahren (Youth Accounts). Im November 2011 wurde die frühere endgehaltsabhängige Leistungszusage auf eine beitragsbasierte Leistungszusage umgestellt, die sich aus Beiträgen des Arbeitnehmers und davon abhängenden, begrenzten Ergänzungsbeträgen (Matching-Beiträge) des Arbeitgebers finanziert.

Die Versorgungsleistungen der beiden Pläne Staff Retirement Indemnities und Youth Accounts werden in Kapitalform ausgezahlt. Daher besteht kein Langlebigkeitsrisiko. Auf Basis des Ende 2014 geschlossenen neuen Tarifvertrags werden die ursprünglich für 2015 geplanten Bezügeerhöhungen von rund 10 % auf 2018 verschoben.

Ferner haben Arbeitnehmer und Rentner Anspruch auf ein Guthaben für Telefoneinheiten (Phone Credits). Die Zahlungsverpflichtung der OTE S.A. hängt somit vom Preis der Telefoneinheit und Grad der Inanspruchnahme durch die Berechtigten ab. Das Verpflichtungsvolumen (Guthaben) ist auf einen Höchstbetrag beschränkt. Der Umfang dieser Verpflichtung ist - gemessen an den gesamten Versorgungsleistungen der OTE S.A. - vergleichsweise gering.

Entwicklung der ausgegliederten Vermögenswerte im Berichtsjahr:

T 108 in Mio. €

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  2014 2013
AUSGEGLIEDERTE VERMÖGENSWERTE ZUM 1. JANUAR 1 973 1 680
Veränderung durch Unternehmenszusammenschlüsse/Betriebsübergänge/Zu- und Verkäufe 0 (1)
Mit dem Rechnungszins kalkulierter Ertrag des Planvermögens (erwarteter Vermögensertrag) 65 54
Betrag, um den die tatsächlichen Erträge den erwarteten Vermögensertrag übersteigen/(unterschreiten) (Neubewertung) 207 13
Arbeitgeberbeiträge an externe Versorgungsträger 266 269
Beiträge von Planteilnehmern 5 5
Versorgungszahlungen externer Versorgungsträger im Geschäftsjahr (30) (42)
Planabgeltungen - 0
Verwaltungskosten 0 0
Steuerzahlungen - -
Wechselkursänderungen bei Plänen in fremder Währung 12 (5)
AUSGEGLIEDERTE VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER 2 498 1 973

In den Arbeitgeberbeiträgen an externe Versorgungsträger sind zum 31. Dezember 2014 250 MIO. € (31. Dezember 2013: 250 MIO. €) für die Dotierung an einen konzerneigenen CTA im Inland enthalten. Die Dotierung wird in der Regel am Jahresende vorgenommen. Ein wesentlicher Anteil der tatsächlichen Erträge aus dem Jahr 2014 ist auf die positive Entwicklung der Vermögenswerte im Inland zurückzuführen. Hintergrund sind steigende Kurse an den Anleihemärkten aufgrund gesunkener Kapitalmarktrendite.

Zusammensetzung ausgegliederter Vermögenswerte nach Anlagekategorien:

T 109 in Mio. €

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  31.12.2014 davon: Preis an einem aktiven Markt davon: Preis ohne aktiven Markt
Eigenkapitalpapiere 521 521 0
Schuldpapiere 1 688 1 688 0
Immobilien 45 45 0
Derivate 9 9 0
Investment-Fonds 0 0 0
Durch Vermögenswerte besicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities) 0 0 0
Strukturierte Schuldtitel 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 181 181 0
Sonstiges 54 12 42
AUSGEGLIEDERTE VERMÖGENSWERTE 2 498 2 456 42

T 110 in Mio. €

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  31.12.2013 davon: Preis an einem aktiven Markt davon: Preis ohne aktiven Markt
Eigenkapitalpapiere 419 419 0
Schuldpapiere 1 298 1 298 0
Immobilien 44 44 0
Derivate 5 5 0
Investment-Fonds 0 0 0
Durch Vermögenswerte besicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities) 0 0 0
Strukturierte Schuldtitel 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel äquivalente 142 142 0
Sonstiges 65 32 33
AUSGEGLIEDERTE VERMÖGENSWERTE 1 973 1 940 33

Die Ausrichtung der Anlagepolitik und die Risikosteuerung werden direkt auf die Risiko- und Entwicklungscharakteristika der Versorgungsverpflichtungen abgestimmt. Auf Basis einer systematischen integrierten Asset Liability Management (ALM)-Analyse werden mögliche Ergebnisse von Kapitalanlage-Portfolios, die eine Vielzahl von Anlageklassen umfassen können, den stochastisch simulierten Entwicklungen der Pensionsverpflichtungen gegenübergestellt und so die relative Entwicklung der Planvermögen zu den Pensionsverpflichtungen explizit betrachtet. Die Kapitalanlage-Philosophie ist wesentlich durch die Zielsetzung geprägt, dass durch den systematischen Aufbau und das professionelle Management eines geeigneten Portfolios für das Planvermögen zukünftige Verpflichtungen aus gegebenen Pensionszusagen zeitgerecht und vollständig erfüllt werden können. Eine Ableitung der Kapitalanlage-Strategie erfolgt mit direktem Bezug auf die Charakteristika der zugrunde liegenden Pensionsverpflichtungen. Diese Liability Driven Investment (LDI)-Strategie zielt auf ein breit diversifiziertes Anlage-Portfolio ab, das über entsprechende Risikofaktoren und Diversifikation ein zur Gesamtzielsetzung passendes Risikoprofil generiert. Das Management der Kapitalanlagen zur aktiven Steuerung von Risiken unterliegt einem fortlaufenden Monitoring. Eine kosteneffiziente Umsetzung des Kapitalanlage-Managements wird durch ein professionelles Portfolio-Management unter Einbezug von externen Dienstleistern vorgenommen.

Die ausgegliederten Vermögenswerte enthalten zum Abschluss-Stichtag 736 TSD. € in Aktien (31. Dezember 2013: 600 TSD. € in Aktien), die von der Deutschen Telekom AG ausgegeben worden sind. Weitere eigene Finanzinstrumente sind in den dargestellten Jahren nicht enthalten.

Entwicklung der Auswirkung aus der Vermögensobergrenze:

T 111 in Mio. €

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  2014 2013
IM EIGENKAPITAL ERFASSTE VERMÖGENSOBERGRENZE ZUM 1. JANUAR 0 2
Zinsaufwand auf die erfasste Vermögensobergrenze (in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst) 0 0
Veränderungen der Vermögensobergrenze (im Eigenkapital erfasste Gewinne (-)/Verluste (+)) 5 (2)
Wechselkursänderungen 0 0
IM EIGENKAPITAL ERFASSTE VERMÖGENSOBERGRENZE ZUM 31. DEZEMBER 5 0

Die Pensionsaufwendungen für die jeweilige Periode setzen sich wie folgt zusammen und sind in den jeweils angegebenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesen:

T 112 in Mio. €

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  GuV-Ausweis 2014 2013 2012
Laufender Dienstzeitaufwand Funktionskostena 228 219 185
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Planänderungen Funktionskostena (3) (64) 16
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Plankürzungen Funktionskostena (8) (8) (6)
Planabgeltungen Funktionskostena 3 13 2
DIENSTZEITAUFWAND   220 160 197
Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche Sonstiges Finanzergebnis 290 282 353
Mit dem Rechnungszins kalkulierter Ertrag aus Planvermögen (erwarteter Vermögensertrag) Sonstiges Finanzergebnis (65) (54) (40)
Zinsaufwand auf den Effekt der Vermögensobergrenze Sonstiges Finanzergebnis 0 0 0
NETTOZINSAUFWAND/-ERTRAG AUF DIE PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO)   225 228 313
PENSIONSAUFWENDUNGEN   445 388 510
Tatsächlich angefallene Verwaltungskosten (Zahlung aus Planvermögen) Allgemeine Verwaltungskosten 0 0 0
GESAMTAUFWENDUNGEN   445 388 510

a Einschließlich sonstigem betrieblichen Aufwand.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung beinhaltet folgende Beträge:

T 113 in Mio. €

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  2014 2013 2012
IM GESCHÄFTSJAHR ERFASSTE NEUBEWERTUNGEN (GEWINNE (-)/ VERLUSTE (+)) IM EIGENKAPITAL 1 581 (48) 1 822
davon: Neubewertungen aufgrund Änderung der Verpflichtung 1 783 (33) 1 868
davon: Neubewertungen aufgrund Änderung der ausgegliederten Vermögenswerte (207) (13) (45)
davon: Neubewertungen aus der Anpassung der Vermögensobergrenze (gemäß IAS 19.64) 5 (2) (1)

Erwartete Zahlungen in Zusammenhang mit Pensionsleistungen:

T 114 in Mio. €

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  2015 2016 2017 2018 2019
Versorgungszahlungen aus Pensionsrückstellungen 314 361 385 362 411
Versorgungszahlungen aus den ausgegliederten Vermögenswerten 29 29 31 32 33
SUMME DER ERWARTETEN VERSORGUNGSZAHLUNGEN 343 390 416 394 444

Unmittelbar durch den Arbeitgeber gezahlte Versorgungsleistungen, für die grundsätzlich das im Rahmen eines CTA angesammelte Vermögen herangezogen werden kann, lässt sich ein Arbeitgeber üblicherweise zeitnah aus dem CTA-Vermögen erstatten. Die Deutsche Telekom praktiziert aktuell noch keine solchen Erstattungen, um einem verstärkten Vermögensaufbau innerhalb des CTA in den ersten Jahren nicht entgegenzuwirken.

Zum langfristigen Aufbau von ausgegliedertem Vermögen werden in Deutschland in 2015 250 MIO. € in den CTA dotiert. Für 2015 wird konzernweit eine Dotierung in Höhe von 266 MIO. € erwartet.

Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte, das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen:

T 115 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010a
Pensionsverpflichtungen (Barwert der Pensionsverpflichtungen) 10 940 8 965 8 973 6 966 7 017
Ausgegliederte Vermögenswerte (2 498) (1 973) (1 680) (860) (629)
DAS VERMÖGEN ÜBERSTEIGENDE LEISTUNGSVERPFLICHTUNGEN 8 442 6 992 7 293 6 106 6 388

a Die dargestellte Periode 2010 wurde durch die Anwendung des geänderten IAS 19 im Anfangsbestand zum 1. Januar 2011 im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag angepasst.

T 116 in %

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Anpassungen 2014 2013 2012 2011 2010a
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (-) der Pensionsverpflichtung (0,1) 0,3 (0,2) (0,3) 0,1
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (-) der ausgegliederten Vermögenswerte 8,3 0,7 2,6 (1,2) 1,1

a Die dargestellte Periode 2010 wurde aufgrund des geänderten IAS 19 nicht angepasst, da die rückwirkende Anwendung ab dem 1. Januar 2011 umgesetzt wurde.

BEITRAGSORIENTIERTE VERSORGUNGSZUSAGEN (BEITRAGSZUSAGEN)

Die Zahlungen des Arbeitgeberanteils in Deutschland zur gesetzlichen deutschen Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr 2014 0,4 MRD. € (2013: 0,4 MRD. €). In 2014 wurden aus laufenden Beitragszahlungen konzernweit für zusätzliche beitragsorientierte Versorgungszusagen 88 MIO. € (2013: 103 MIO. €, 2012: 99 MIO. €) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

PENSIONSREGELUNGEN FÜR BEAMTE DER DEUTSCHEN TELEKOM

Im Geschäftsjahr 2014 wurden 552 MIO. € (2013: 567 MIO. €, 2012: 592 MIO. €) als Aufwand für den jährlichen Beitrag in Höhe von 33 % der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Postbeamtenversorgungskasse erfasst. Der Barwert der künftigen Zahlungsverpflichtungen beträgt zum Abschluss-Stichtag 5,1 MRD. € (31. Dezember 2013: 5,0 MRD. €) und wird in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen (vgl. Angabe 35 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen").

13 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

T 117 in Mio. €

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  Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen Übrige Personalrückstellungen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen
STAND AM 31. DEZEMBER 2012 78 1 871 1 035
davon: Kurzfristig 65 1 373 44
Änderungen des Konsolidierungskreises (1) 52 151
Währungsdifferenzen (2) (22) (10)
Zuführung 361 1 712 136
Verbrauch (138) (1 581) (29)
Auflösung (10) (86) (31)
Zinseffekt 0 42 (5)
Sonstige Veränderungen (6) (7) 0
STAND AM 31. DEZEMBER 2013 282 1 981 1 247
davon: Kurzfristig 279 1 434 46
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 4 0
Währungsdifferenzen 0 43 37
Zuführung 60 1 881 140
Verbrauch (152) (1 677) (49)
Auflösung (7) (106) (57)
Zinseffekt 0 49 60
Sonstige Veränderungen 0 (63) 0
STAND AM 31. DEZEMBER 2014 183 2 112 1 378
davon: Kurzfristig 181 1 467 175
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  Rückstellungen für Prozessrisiken Rückstellungen für Vertriebs- und Einkaufsunterstützungen Übrige sonstige Rückstellungen Gesamt
STAND AM 31. DEZEMBER 2012 342 448 968 4 742
davon: Kurzfristig 320 448 635 2 885
Änderungen des Konsolidierungskreises 7 2 (3) 208
Währungsdifferenzen (2) (7) (3) (46)
Zuführung 111 339 386 3 045
Verbrauch (117) (394) (199) (2 458)
Auflösung (48) (21) (128) (324)
Zinseffekt (2) 0 3 38
Sonstige Veränderungen (2) 0 1 (14)
STAND AM 31. DEZEMBER 2013 289 367 1 025 5 191
davon: Kurzfristig 281 367 713 3 120
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 4 8
Währungsdifferenzen 3 14 26 123
Zuführung 239 430 695 3 445
Verbrauch (91) (347) (247) (2 563)
Auflösung (27) (42) (115) (354)
Zinseffekt 0 0 11 120
Sonstige Veränderungen 2 0 (19) (80)
STAND AM 31. DEZEMBER 2014 415 422 1 380 5 890
davon: Kurzfristig 408 422 864 3 517

Die Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie die übrigen Personalrückstellungen umfassen Rückstellungen für den Personalumbau. Im Geschäftsjahr haben sich diese Rückstellungen wie folgt entwickelt:

T 118 in Mio. €

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  01.01.2014 Zuführung Verbrauch Auflösung Sonstige Veränderungen 31.12.2014
Abfindungsmodelle 282 60 (152) (7) - 183
Altersteilzeit 133 301 (215) - (43) 176
  415 361 (367) (7) (43) 359
davon: Kurzfristig 347         272

Die übrigen Personalrückstellungen umfassen eine Vielzahl von Einzelthemen wie Rückstellungen für Entgeltabgrenzungen, Beihilfen und Jubiläumszuwendungen. Die Aufwendungen werden verursachungsgerecht den Funktionskosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet.

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen enthalten die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Vermögenswerts und die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Die geschätzten Kosten sind Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betreffenden Vermögenswerts.

Die Rückstellungen für Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Klagen.

Die Rückstellungen für Vertriebs- und Einkaufsunterstützungen werden gebildet für Händlerprovisionen, Werbekostenzuschüsse und Rückvergütungen.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten. Unter anderem sind hier Rückstellungen im Zusammenhang mit belastenden Verträgen aus schwebenden Geschäften, Unternehmensverkäufen und Standortschließungen überwiegend aus früheren Geschäftsjahren sowie Rückstellungen für Gewährleistungen und Altlasten (Umweltschutzrückstellungen) enthalten.

14 ÜBRIGE SCHULDEN

T 119 in Mio. €

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  31.12.2014 davon: Kurzfristig 31.12.2013 davon: Kurzfristig
Vorzeitiger Ruhestand 1 669 566 2 053 629
Abgegrenzte Umsatzerlöse 1 512 1 286 1 733 1 232
Verbindlichkeiten aus Straight line lease 1 801 - 1 434 -
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 1 173 1 167 1 105 1 099
Sonstige abgegrenzte Erlöse 969 490 474 295
Verbindlichkeiten aus Abfindungen 144 135 106 106
Übrige sonstige Schulden 769 516 788 444
  8 037 4 160 7 693 3 805

Der vorzeitige Ruhestand ist gesetzlich verankert durch das Gesetz zur Verbesserung der personellen Struktur beim Bundeseisenbahnvermögen und in den Postnachfolgeunternehmen. Für die bei der Deutschen Telekom beschäftigten Beamten bietet das Gesetz die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen ab dem vollendeten 55. Lebensjahr in den vorzeitigen Ruhestand zu treten. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse wurde die Vorruhestandsregelung für Beamte bis zum 31. Dezember 2016 verlängert. Eine Inanspruchnahme für die Geschäftsjahre 2014 und auch 2015 wurde vom Vorstand beschlossen.

15 EIGENKAPITAL

GEZEICHNETES KAPITAL

Zum 31. Dezember 2014 beträgt das Grundkapital der Deutschen Telekom 11 611 MIO. €. Das Grundkapital ist in 4 535 571 247 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt.

T 120

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  2014
  in Tsd. Stück in %
Bundesrepublik Deutschland - Berlin, Deutschland 646 575 14,3
KfW Bankengruppe - Frankfurt am Main, Deutschland 791 176 17,4
Streubesitz 3 097 820 68,3
davon: BlackRock, New York, NY, USAa 226 636  
  4 535 571 100,0

a Am 5. Dezember 2014 betrug die Beteiligung an der Deutschen Telekom 4,997 %. Gemäß der letzten Mitteilung von BlackRock vom 9. Dezember 2014 wurde die Meldeschwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten.

Eigene Aktien.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 23. Mai 2017 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1 106 257 715,20 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist.

Die Aktien können zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden. Die Aktien können auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Aktien über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern oder einzuziehen. Die Aktien können auch dazu genutzt werden, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat.

Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Mai 2012 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen.

Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 und einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 wurden im Juni 2011 110 TSD. Aktien, im September 2011 206 TSD. Aktien und im Januar 2013 268 TSD. Aktien erworben. Das Gesamterwerbsvolumen betrug in den Geschäftsjahren 2011 und 2013 insgesamt 2 762 TSD. € bzw. 2 394 TSD. € (ohne Nebenkosten). Die Anzahl der eigenen Anteile erhöhte sich daraus um 316 TSD. Stück bzw. 268 TSD. Stück. Im Rahmen des Share Matching Plans erfolgten in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 jeweils unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien in Höhe von 2 TSD. Stück in Depots von berechtigten Teilnehmern.

Im April, Juni und Dezember 2014 wurden darüber hinaus insgesamt 90 TSD. Stück eigene Aktien entnommen und unentgeltlich in Depots von berechtigten Teilnehmern des Share Matching Plans übertragen.

Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom neue Aktien aus genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit besteht keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß des Zwecks der Hinterlegung. Die 18 517 TSD. Stück hinterlegten Aktien werden sowohl nach § 272 Abs. 1a HGB als auch nach IFRS wie eigene Anteile bilanziert.

Stimmrechte. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen sowie bei der Deutschen Telekom wie eigene Anteile zuzurechnenden Aktien (per 31. Dezember 2014: insgesamt rund 21 MIO. Stück). Die sog. "Trust" (Treuhänder)-Aktien (per 31. Dezember 2014: rund 19 MIO. Stück) stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von VoiceStream und Powertel (jetzt T-Mobile US) im Jahr 2001 und sind der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 wie eigene Anteile zuzurechnen. Was die an Trusts ausgegebenen Aktien betrifft, verzichtet der Treuhänder - solange der Trust besteht - auf Stimmrechte und Bezugsrechte sowie grundsätzlich auf Dividendenrechte.

Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital.

Das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital zum 31. Dezember 2014 setzen sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

T 121

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  Betrag
in Mio. €
Stückaktien in Tsd. Stück Zweck
Genehmigtes Kapital 2013a 1 960 765 604 Kapitalerhöhung gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (bis 15. Mai 2018)
Bedingtes Kapital 2014 1 100 429 688 Bedienung von bis zum 14. Mai 2019 ausgegebenen Wandelschuld- und/oder Optionsschuldverschreibungen

a Die Zustimmung des Aufsichtsrats ist erforderlich.

Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit der Dividendenausschüttung in Aktien.

Bei der für das Geschäftsjahr 2013 beschlossenen Dividende in Höhe von 0,50 € pro Aktie konnten die Aktionäre zwischen der Erfüllung des Dividendenanspruchs in bar oder dessen Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG wählen. Im Juni 2014 wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,0 MRD. € für Aktien aus genehmigtem Kapital (Genehmigtes Kapital 2013) eingebracht und damit nicht zahlungswirksam substituiert. Dafür hat die Deutsche Telekom AG im Juni 2014 eine Kapitalerhöhung des Gezeichneten Kapitals in Höhe von 0,2 MRD. € gegen Einlage von Dividendenansprüchen durchgeführt. Die Kapitalrücklage hat sich in diesem Zusammenhang um 0,8 MRD. € erhöht. Die Anzahl der Aktien erhöhte sich um 84,4 MIO. Stück. Die Transaktionskosten waren nicht wesentlich.

TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMERN

Die in den Transaktionen mit Eigentümern ausgewiesenen Beträge resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb der restlichen Anteile an der T-Mobile Czech Republic. Die TABELLE 122 zeigt die wesentlichen Effekte, die in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 enthalten sind.

T 122 in Mio. €

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  Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Konzern-Eigenkapital
Veränderung Konsolidierungskreis 0 1 1
Sonstige Effekte 0 1 1
Transaktionen mit Eigentümern (506) (324) (830)
Erwerb restliche Anteile der T-Mobile Czech Republic (455) (373) (828)
Sonstige Effekte (51) 49 (2)

Weitere Informationen sind im Kapitel "Grundlagen und Methoden" im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und Transaktionen mit Eigentümern" enthalten.

NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE: KUMULIERTES SONSTIGES KONZERNERGEBNIS

Im kumulierten sonstigen Konzernergebnis der nicht beherrschenden Anteile sind im Wesentlichen Effekte aus der Neubewertung im Rahmen des Erwerbs der OTE-Gruppe (Sukzessiverwerb) in Höhe von 0,8 MRD. € (31. Dezember 2013: 1,0 MRD. €) enthalten sowie gegenläufig 0,2 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,7 MRD. €) aus der Währungsumrechnung.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Detailinformationen zu den Sondereinflüssen werden im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" dargestellt.

16 UMSATZERLÖSE

Die Umsätze gliedern sich in die folgenden Erlösarten:

T 123 in Mio. €

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  2014 2013 2012
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 54 108 52 863 53 734
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren 8 206 6 676 3 859
Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten 344 593 576
  62 658 60 132 58 169

Ausführliche Erläuterungen zur Entwicklung der Umsatzerlöse sind dem Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im zusammengefassten Lagebericht zu entnehmen.

17 UMSATZKOSTEN

Die im Zusammenhang mit der Festnetz- und Mobilfunk-Telekommunikation stehenden Umsatzkosten umfassen sämtliche durch den Betrieb und die Aufrechterhaltung des Telekommunikationsnetzwerks verursachten Kosten. Darin enthalten sind Abschreibungen auf netzwerkbezogenes Anlagevermögen, Personalaufwendungen für mit dem Betrieb und der Aufrechterhaltung des Netzwerks befasste Mitarbeiter, sonstige Reparatur- und Instandhaltungskosten, Miet- und Mietnebenkosten für Netzwerk-Standorte sowie Interconnection- und Roaming-Kosten. Darüber hinaus sind Kosten für die Anschaffung von Endgeräten inbegriffen.

Die aus dem operativen Segment Systemgeschäft resultierenden Umsatzkosten entfallen im Wesentlichen auf Software-Entwicklung und -Wartung, auf den Betrieb von Rechenzentren und Arbeitsplatzsystemen sowie auf die Errichtung und den Betrieb von Kunden-Netzwerken. Sie enthalten insbesondere Abschreibungen auf technische Anlagen, Personalaufwendungen für die Informationstechnologie-, Telekommunikationsentwicklungs- und Service-Leistungen sowie Kosten für Vorleistungen und Materialbezüge.

T 124 in Mio. €

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  2014 2013 2012
Umsatzkosten aus Festnetz- und Mobilfunk-Telekommunikation 32 904 30 287 28 150
Umsatzkosten aus dem operativen Segment Systemgeschäft 5 045 5 251 5 314
Sonstige Umsatzkosten 590 717 792
  38 539 36 255 34 256

Die Umsatzkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 MRD. € an. Begründet ist dies v. a. durch die Geschäftsentwicklung im operativen Segment USA. Erhöhend wirkten u. a. der Einbezug der MetroPCS, deren Ergebnisbeiträge erst ab dem zweiten Quartal 2013 Berücksichtigung fanden, höhere Aufwendungen in Zusammenhang mit Endgeräteverkäufen sowie Aufwendungen aus der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS. Gegenläufig wirkten sich im Wesentlichen niedrigere Umsatzkosten als Folge des Umsatzrückgangs im operativen Segment Europa aus.

Die Vorjahreswerte wurden aufgrund von Änderungen in den Segmentstrukturen zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Für nähere Informationen wird auf die Erläuterungen in Angabe 32 "Segmentberichterstattung" verwiesen.

18 VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten umfassen alle Kosten für Tätigkeiten, die sich nicht unmittelbar werterhöhend auf Produkte bzw. Dienstleistungen des Konzerns auswirken, sondern der Absatzsicherung dienen. Dazu gehören neben den im Vertriebsbereich anfallenden Material- und Personalaufwendungen sowie den Abschreibungen auch die vertriebsbereichsspezifischen Kosten wie z. B. Wertberichtigungen von Kundenforderungen, Forderungsausbuchungen, Ausgangsfrachten und Transportversicherungen.

T 125 in Mio. €

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  2014 2013 2012
Kosten des operativen Vertriebs 9 527 9 309 9 395
Marketing-Kosten 2 465 2 386 2 373
Kosten des Auftrags-Managements 234 268 254
Kosten des Debitoren-Managements 737 794 1 010
Sonstige Vertriebskosten 935 1 040 1 043
  13 898 13 797 14 075

Die Vertriebskosten lagen um 0,1 MRD. € über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren v. a. erhöhte Marketing-Kosten der T-Mobile US als Folge des erstmals ganzjährigen Einbezugs der MetroPCS sowie des verstärkten Neukundengeschäfts.

19 ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Zu den allgemeinen Verwaltungskosten zählen alle Aufwendungen, die den Kernfunktionen der Verwaltung zuzuordnen sind und nicht unmittelbar dem Herstellungs- oder Vertriebsprozess zugerechnet werden können. Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten demnach alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Verwaltungsfunktionen, u. a. der Bereiche Finanzen, Personal, Konzernstrategie, -organisation und -revision sowie Datenschutz, Recht und Compliance, anfallen. Dazu gehören grundsätzlich neben den Material- und Personalaufwendungen sowie den Abschreibungen auch die den Funktionsbereichen spezifisch zuordenbaren sonstigen Kosten wie z. B. Aufwendungen für Hauptversammlungen.

T 126 in Mio. €

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  2014 2013 2012
Allgemeine Verwaltungskosten der operativen Segmente 3 319 3 103 3 268
Allgemeine Verwaltungskosten des Segments Group Headquarters & Group Services 1 402 1 415 1 587
  4 721 4 518 4 855

Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen um 0,2 MRD. € über Vorjahresniveau. Höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit der erhöhten Anzahl an Mitarbeitern im operativen Segment USA infolge des Zusammenschlusses mit MetroPCS belasteten die allgemeinen Verwaltungskosten in 2014. Darüber hinaus waren hier gegenüber dem Vorjahr höhere Aufwendungen für die Zuführung von Rückstellungen für Prozessrisiken enthalten, die im Rahmen bilanzieller Risikovorsorge getroffen wurden.

Die Vorjahreswerte wurden aufgrund von Änderungen in den Segmentstrukturen zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Für nähere Informationen wird auf die Erläuterungen in Angabe 32 "Segmentberichterstattung" verwiesen.

20 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

T 127 in Mio. €

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  2014 2013 2012
Erträge aus Kostenerstattungen 451 452 408
Erträge aus der Zuschreibung langfristiger Vermögenswerte gemäß IFRS 5 24 20 15
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 567 113 1 702
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 79 79 55
Erträge aus Entkonsolidierungen 1 716 184 6
Übrige sonstige betriebliche Erträge 394 478 782
  3 231 1 326 2 968

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,9 MRD. €. Der Anstieg der Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten um 0,4 MRD. € resultiert im Wesentlichen aus einer im April 2014 zwischen T-Mobile US und Verizon Communications vollzogenen Transaktion über den Erwerb sowie Tausch von Spektrum aus dem A-Band von rund 0,4 MRD. €. Die Erträge aus Entkonsolidierungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 MRD. € gestiegen. Diese resultieren aus dem Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe in Höhe von insgesamt 1,7 MRD. €. Der Anteil des Ertrags, der der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der bei der Deutschen Telekom verbleibenden Anteile zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung zuzurechnen ist, beträgt 0,5 MRD. €. Im Vorjahr waren Erträge aus den Veräußerungen der Beteiligungen an der Hellas Sat in Höhe von 0,1 MRD. € sowie an der Cosmo Bulgaria Mobile (Globul) und der Germanos Telecom Bulgaria (Germanos) von ebenfalls insgesamt 0,1 MRD. € enthalten. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen eine Vielzahl von kleineren Sachverhalten.

21 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

T 128 in Mio. €

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  2014 2013 2012
Wertminderungen aus dem Werthaltigkeitstest zum Jahresende 51 600 360
Wertminderungen im Zusammenhang mit dem vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS - - 10 589
Sonstige Wertminderungen 92 238 159
  143 838 11 108
Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 138 251 177
Verluste aus Entkonsolidierungen 41 53 -
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 1 162 816 628
  1 341 1 120 805
  1 484 1 958 11 913

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 MRD. €. Ursächlich für diesen Rückgang war v. a. die im Vorjahr erfasste Wertminderung auf den Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Österreich in Höhe von 0,5 MRD. €.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten angefallene Aufwendungen im Zusammenhang mit bestehenden Finanz-Factoring-Verträgen von 0,2 MRD. € sowie eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren in 2014 insgesamt 0,2 MRD. € (2013: 0,5 MRD. €, 2012: 8,2 MRD. €) Aufwand aus Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen sowie Aufwand aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten enthalten. Diese Aufwendungen wären überwiegend den Umsatzkosten zu allokieren gewesen.

22 ZINSERGEBNIS

T 129 in Mio. €

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  2014 2013 2012
Zinserträge 325 228 306
Zinsaufwendungen (2 665) (2 390) (2 339)
  (2 340) (2 162) (2 033)
davon: Aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gemäß IAS 39      
Loans and Receivables (LaR) 16 20 51
Held-to-Maturity Investments (HtM) - - 2
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 6 9 48
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC)a (2 290) (2 160) (2 036)

a Nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinsaufwendungen, korrigiert um in der Berichtsperiode gebildete Zinsabgrenzungen aus derivativen Finanzinstrumenten, die in der Berichtsperiode im Rahmen des Hedge Accountings gemäß IAS 39 als Sicherungsinstrumente gegen Zinsänderungen von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten eingesetzt wurden (2014: Zinserträge 263 Mio. € und Zinsaufwendungen 107 Mio. €, 2013: Zinserträge 119 Mio. € und Zinsaufwendungen 31 Mio. €, 2012: Zinserträge 156 Mio. € und Zinsaufwendungen 36 Mio. €).

Im Geschäftsjahr wurden 95 MIO. € (2013: 51 MIO. €, 2012: 27 MIO. €) als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Als Zinssatz lag der Berechnung eine konzernweit anzuwendende durchschnittliche Bandbreite von 4,6 bis 4,7 % (2013: 4,6 bis 5,0 %) zugrunde.

Im Geschäftsjahr wurden 3,5 MRD. € (2013: 3,0 MRD. €, 2012: 3,1 MRD. €) an Zinszahlungen (inkl. aktivierter Zinsen) geleistet.

Abgegrenzte Zinszahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Zins-Swaps), die als Sicherungsinstrumente in einem Fair Value Hedge gemäß IAS 39 designiert wurden, werden pro Swap-Kontrakt saldiert und entsprechend dem Nettobetrag entweder als Zinsertrag oder -aufwand erfasst. Das Zinsergebnis wird den Bewertungskategorien anhand des Grundgeschäfts zugeordnet; im Berichtszeitraum wurden ausschließlich finanzielle Verbindlichkeiten gesichert.

Die Deutsche Telekom AG hat im Geschäftsjahr 2014 von besseren Zinskonditionen profitiert. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses ist im Wesentlichen auf die in 2014 deutlich gestiegene Eigenfinanzierung der T-Mobile US zurückzuführen.

23 ERGEBNIS AUS AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

T 130 in Mio. €

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  2014 2013 2012
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen (152) (38) (129)
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (46) (33) (25)
  (198) (71) (154)

Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen hat sich gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode um 0,1 MRD. € verschlechtert. Ursächlich war hier der im Vergleich zum Vorjahr höhere Verlustanteil in Höhe von -137 MIO. € (2013: -44 MIO. €, 2012: -118 MIO. €) aus dem Joint Venture EE. Dieser ist im Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen enthalten.

24 SONSTIGES FINANZERGEBNIS

T 131 in Mio. €

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  2014 2013 2012
Beteiligungsergebnis (ohne Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen) 1 1 16
Ergebnis aus Finanzinstrumenten (14) (278) 251
Zinsanteil aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten (346) (292) (492)
  (359) (569) (225)

Im sonstigen Finanzergebnis werden sämtliche Ergebniskomponenten, einschließlich der Zinserträge und -aufwendungen von Finanzinstrumenten, die nach IAS 39 als zu Handelszwecken gehalten eingestuft sind, ausgewiesen.

Im Ergebnis aus Finanzinstrumenten sind Ergebniseffekte aus Währungsumrechnungen inkl. Ergebniseffekte aus Derivaten, die als Sicherungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings im Währungsbereich eingesetzt sind, in Höhe von -387 MIO. € (2013: 174 MIO. €, 2012: 86 MIO. €) und Ergebniseffekte aus sonstigen Derivaten sowie Beteiligungsbewertungen in Höhe von 373 MIO. € (2013: -452 MIO. €, 2012: 165 MIO. €) enthalten.

25 ERTRAGSTEUERN

ERTRAGSTEUERN IN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten tatsächlichen Steuern sowie die latenten Steuern ausgewiesen.

Die Ertragsteuern teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:

T 132 in Mio. €

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  2014 2013 2012
TATSÄCHLICHE STEUERN 599 487 596
Deutschland 234 56 172
Ausland 365 431 424
LATENTE STEUERN 507 437 (2 112)
Deutschland 587 (41) 81
Ausland (80) 478 (2 193)
  1 106 924 (1 516)

Der zusammengefasste Ertragsteuersatz für das Jahr 2014 beträgt bei der Deutschen Telekom 30,7 %. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 425 % (2013: 425 %, 2012: 425 %) zusammen. Für 2013 und 2012 belief sich der zusammengefasste Ertragsteuersatz ebenfalls auf 30,7 %.

Ableitung Effektivsteuersatz.

Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von -1 106 MIO. € (als Aufwand) (2013: -924 MIO. € (als Aufwand), 2012: 1 516 MIO. € (als Ertrag)) leiten sich wie folgt von einem erwarteten Ertragsteueraufwand/ (-ertrag) ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte:

T 133 in Mio. €

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    2014 2013 2012
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN   4 350 2 128 (6 374)
Erwarteter Ertragsteueraufwand/(-ertrag) (Nominaler Ertragsteuersatz der Deutschen Telekom AG: 2014: 30,7 %, 2013: 30,7 %, 2012: 30,7 %)   1 335 653 (1 957)
ANPASSUNGEN DES ERWARTETEN STEUERAUFWANDS/(-ERTRAGS)        
Auswirkungen von Steuersatzänderungen   1 48 8
Steuereffekte aus Vorjahren   (78) (61) (11)
Steuereffekte aus anderen Ertragsteuern   68 51 45
Steuerfreie Erträge   (456) (36) (29)
Steuereffekte aus Equity Investments   (43) 20 39
Nicht abziehbare Aufwendungen   85 120 101
Permanente Differenzen   88 (89) (62)
Wertminderungen auf Goodwill   3 166 856
Steuereffekte aus Verlustvorträgen   57 136 76
Steuereffekte aus Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern   81 66 55
Anpassungen des Steuerbetrags an den abweichenden nationalen Steuersatz   (37) (152) (641)
Sonstige Steuereffekte   2 2 4
ERTRAGSTEUERAUFWAND/(-ERTRAG) GEMÄSS KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG   1 106 924 (1 516)
Effektiver Steuersatz % 25 43 24

Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die tatsächlichen Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

T 134 in Mio. €

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  2014 2013 2012
TATSÄCHLICHE ERTRAGSTEUERN 599 487 596
davon: Steueraufwand der laufenden Periode 598 559 594
Steueraufwand aus Vorperioden 1 (72) 2

Latente Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

T 135 in Mio. €

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  2014 2013 2012
LATENTER STEUERAUFWAND/(-ERTRAG) 507 437 (2 112)
davon: Aus temporären Differenzen (252) 391 (2 651)
Aus Verlustvorträgen 780 34 543
Aus Steuergutschriften (21) 12 (4)

Im Geschäftsjahr 2014 entstand ein Steueraufwand von 1,1 MRD. €. Die vergleichsweise niedrige Steuerquote von lediglich 25 % ist insbesondere auf die nur geringe Steuerbelastung des Ertrags aus der Veräußerung der Anteile an der Scout24 Gruppe zurückzuführen. Im Vorjahr betrug der Steueraufwand 0,9 MRD. €. Der geringere Steueraufwand resultierte im Wesentlichen aus einem niedrigeren Vorsteuerergebnis. Darüber hinaus war die Steuerquote im Geschäftsjahr 2013 höher. Ursächlich hierfür waren insbesondere Wertminderungen auf Goodwill in Europa, die steuerlich nicht zu berücksichtigen waren und deshalb den steuerlichen Aufwand nicht gemindert haben.

ERTRAGSTEUERN IN DER KONZERN-BILANZ Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Bilanz:

T 136 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
Steuerforderungen 84 98
Steuerverbindlichkeiten (276) (308)
Tatsächliche Steuern aus Verrechnung mit dem sonstigen Ergebnis:    
Sicherungsinstrumente 54 54

Latente Steuern in der Konzern-Bilanz:

T 137 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
Aktive latente Steuern 5 169 4 960
Passive latente Steuern (7 712) (6 916)
  (2 543) (1 956)
davon: Aus Verrechnung mit dem sonstigen Ergebnis: Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 1 150 680
Neubewertungsrücklage 1 -
Sicherungsinstrumente (161) (163)
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - -
VERRECHNUNG MIT DEM SONSTIGEN ERGEBNIS VOR ANTEILEN ANDERER GESELLSCHAFTER 990 517
Anteile anderer Gesellschafter (6) (13)
  984 504

Entwicklung der latenten Steuern:

T 138 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
Bilanzansatz latente Steuern (2 543) (1 956)
Unterschied gegenüber dem Vorjahr (587) (680)
davon: Erfolgswirksam (507) (437)
Verrechnung mit dem sonstigen Ergebnis 480 (21)
Verrechnung mit den Kapitalrücklagen 6 47
Akquisitionen/Veräußerungen (inkl. zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen) (40) (418)
Währungsdifferenzen (526) 149

Entwicklung der latenten Steuern auf Verlustvorträge:

T 139 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
Latente Steuern auf Verlustvorträge vor Wertberichtigung 3 288 3 786
Unterschied gegenüber dem Vorjahr (498) 647
davon: Zugang/(Abgang) (786) 452
Akquisitionen/Veräußerungen (inkl. zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen) 17 268
Währungsdifferenzen 271 (73)

Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten, Verlustvorträge und Steuergutschriften:

T 140 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
  Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 1 529 (270) 1 147 (488)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 551 - 368 (8)
Vorräte 130 - 108 -
Übrige Vermögenswerte 848 (270) 671 (480)
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 2 828 (12 347) 2 738 (10 807)
Immaterielle Vermögenswerte 807 (7 213) 756 (6 097)
Sachanlagen 787 (3 620) 683 (3 648)
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 234 (1 514) 1 299 (1 062)
KURZFRISTIGE SCHULDEN 711 (847) 699 (625)
Finanzielle Verbindlichkeiten 306 (670) 282 (412)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 48 (4) 37 (17)
Sonstige Rückstellungen 120 (35) 136 (61)
Übrige Schulden 237 (138) 244 (135)
LANGFRISTIGE SCHULDEN 5 159 (1 303) 4 069 (1 256)
Finanzielle Verbindlichkeiten 2 816 (126) 2 438 (344)
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1 531 (1 044) 1 001 (787)
Sonstige Rückstellungen 606 (118) 367 (99)
Übrige Schulden 206 (15) 263 (26)
STEUERGUTSCHRIFTEN 296 - 237 -
VERLUSTVORTRÄGE 3 288 - 3 786 -
ZINSVORTRÄGE 55 - 43 -
GESAMT 13 866 (14 767) 12 719 (13 176)
davon: Langfristig 11 599 (14 027) 11 122 (12 664)
Wertberichtigung (1 642) - (1 499) -
Saldierung (7 055) 7 055 (6 260) 6 260
BILANZANSATZ 5 169 (7 712) 4 960 (6 916)

Die Wertberichtigungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Verlustvorträge.

Die Verlustvorträge betragen:

T 141 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
VERLUSTVORTRÄGE KÖRPERSCHAFTSTEUER 8 208 9 991
Verfallsdatum innerhalb von    
1 Jahr 22 21
2 Jahren 77 34
3 Jahren 108 14
4 Jahren 269 114
5 Jahren 125 189
Nach 5 Jahren 4 277 4 899
Unbegrenzt vortragsfähig 3 330 4 720

Die Verlustvorträge und temporären Differenzen, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betragen:

T 142 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
VERLUSTVORTRÄGE KÖRPERSCHAFTSTEUER 2 420 2 369
Verfallsdatum innerhalb von    
1 Jahr 22 14
2 Jahren 77 29
3 Jahren 108 11
4 Jahren 44 102
5 Jahren 55 14
Nach 5 Jahren 209 257
Unbegrenzt vortragsfähig 1 905 1 942
TEMPORÄRE DIFFERENZEN KÖRPERSCHAFTSTEUER 424 406

Daneben werden keine latenten Steuern für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 100 MIO. € (31. Dezember 2013: 126 MIO. €) und gewerbesteuerliche Ansprüche aus temporären Differenzen in Höhe von 8 MIO. € (31. Dezember 2013: 19 MIO. €) angesetzt. Weiterhin wurden - getrennt von den körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen - keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 796 MIO. € (31. Dezember 2013: 730 MIO. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Verlustvorträge und - getrennt von den gewerbesteuerlichen Ansprüchen aus temporären Differenzen - keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 50 MIO. € (31. Dezember 2013: 0 MIO. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Ansprüche angesetzt.

Auf die oben genannten steuerlichen Verlustvorträge und temporären Differenzen wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Aus der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, entstand im Berichtsjahr ein positiver Effekt in Höhe von 17 MIO. € (2013: 14 MIO. €, 2012: 7 MIO. €).

Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften wurden in Höhe von 175 MIO. € (31. Dezember 2013: 107 MIO. €) keine latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

Angaben zu steuerlichen Auswirkungen auf das sonstige Ergebnis:

T 143 in Mio. €

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  2014 2013
  Vor Steuereffekt Steuereffekt Nach Steuereffekt Vor Steuereffekt Steuereffekt Nach Steuereffekt
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden            
Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen (1 581) 477 (1 104) 48 (16) 32
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen (29) 0 (29) (17) 0 (17)
  (1 610) 477 (1 133) 31 (16) 15
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen            
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe            
Erfolgswirksame Änderung (4) 0 (4) 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung 1 849 0 1 849 (901) 0 (901)
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten            
Erfolgswirksame Änderung (1) 0 (1) 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung 41 1 42 (4) 1 (3)
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten            
Erfolgswirksame Änderung (267) 82 (185) 178 (55) 123
Erfolgsneutrale Änderung 265 (80) 185 (162) 49 (113)
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen            
Erfolgswirksame Änderung 0 0 0 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung 0 0 0 (37) 0 (37)
  1 883 3 1 886 (926) (5) (931)
SONSTIGES ERGEBNIS 273 480 753 (895) (21) (916)
Überschuss/(Fehlbetrag)     3 244     1 204
GESAMTERGEBNIS     3 997     288
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  2012
  Vor Steuereffekt Steuereffekt Nach Steuereffekt
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden      
Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen (1 822) 556 (1 266)
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 0 0 0
  (1 822) 556 (1 266)
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen      
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe      
Erfolgswirksame Änderung 4 0 4
Erfolgsneutrale Änderung 318 0 318
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten      
Erfolgswirksame Änderung (227) 14 (213)
Erfolgsneutrale Änderung 33 0 33
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten      
Erfolgswirksame Änderung 9 (3) 6
Erfolgsneutrale Änderung (219) 66 (153)
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen      
Erfolgswirksame Änderung 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung 22 0 22
  (60) 77 17
SONSTIGES ERGEBNIS (1 882) 633 (1 249)
Überschuss/(Fehlbetrag)     (4 858)
GESAMTERGEBNIS     (6 107)

26 ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) DER NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILE

T 144 in Mio. €

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  2014 2013 2012
T-Mobile US 115 18 -
Hrvatski Telekom 65 79 105
Hellenic Telecommunications Organization (OTE) 48 24 144
Magyar Telekom 47 43 31
Slovak Telekom 36 25 31
T-Mobile Czech Republic 11 91 112
Übrige (2) (6) 72
  320 274 495

27 ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie berechnen sich gemäß IAS 33 wie folgt:

T 145 in Mio. €

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    2014 2013 2012
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechneter Überschuss/(Fehlbetrag)   2 924 930 (5 353)
Anpassung   - - -
ANGEPASSTER UNVERWÄSSERTER/VERWÄSSERTER KONZERNÜBERSCHUSS/(-FEHLBETRAG)   2 924 930 (5 353)
Anzahl der ausgegebenen Stammaktien Mio. Stück 4 497 4 391 4 321
Eigene Aktien Mio. Stück (21) (5) (2)
Hinterlegte Aktien für noch ausstehende Optionsrechte Mio. Stück - (16) (19)
ANGEPASSTE GEWICHTETE DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER AUSSTEHENDEN STAMMAKTIEN (UNVERWÄSSERT/VERWÄSSERT) Mio. Stück 4 476 4 370 4 300
UNVERWÄSSERTES/VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE 0,65 0,21 (1,24)

Der Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie liegt die zeitlich gewichtete Summe aller ausstehenden Stammaktien zugrunde. Zudem wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien unter Abzug der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der von der Deutschen Telekom AG gehaltenen eigenen Aktien berechnet. Die in den Vorjahren bestehenden Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte wurden im Rahmen der Ausgabe neuer Aktien im Zuge der Akquisition von T-Mobile USA (VoiceStream/Powertel) treuhänderisch für eine spätere Ausgabe und die Aufnahme des Handels als Namensaktien gehalten und sind im Geschäftsjahr 2013 vollständig ausgelaufen. Sie werden seitdem wie eigene Anteile behandelt und waren im Geschäftsjahr 2013 noch zeitanteilig im Durchschnittsbestand vorhanden. Verwässernde Aktien liegen derzeit nicht vor.

28 DIVIDENDE JE AKTIE

Für das Geschäftsjahr 2014 schlägt der Vorstand eine Dividende in Höhe von 0,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie vor. Unter Zugrundelegung dieses Ausschüttungsvolumens entfällt auf die am 10. Februar 2015 dividendenberechtigten Stückaktien eine Dividendensumme von 2 257 MIO. €. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab.

Für das Geschäftsjahr 2013 wurde in 2014 eine Dividende in Höhe von 0,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie ausgeschüttet. Die Aktionäre konnten zwischen einer Barauszahlung und einer Alternative, der Umwandlung der Dividendenansprüche in Aktien der Deutschen Telekom AG, wählen. Im Juni 2014 wurden daher Dividendenansprüche in Höhe von 1,0 MRD. € durch Aktien aus genehmigtem Kapital und damit nicht zahlungswirksam substituiert (siehe auch Angabe 15 "Eigenkapital").

29 ANZAHL DER MITARBEITER UND PERSONALAUFWAND Anzahl der Mitarbeiter (im Durchschnitt)

T 146

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    2014 2013 2012
GESAMTKONZERN   228 248 229 704 232 342
Inland   116 067 1 17 995 120 614
Ausland   112 181 111 709 111 728
Arbeitnehmer   207 855 208 422 209 422
Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis)   20 393 21 282 22 920
Auszubildende/Duale Studenten   8 098 8 145 8 402
PERSONALAUFWAND Mio. € 14 683 15 144 14 726

Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 %. Diese Entwicklung ist v. a. auf den um 1,6 % verringerten Personalbestand im Inland zurückzuführen. Hierzu trugen Personalumbaumaßnahmen im operativen Segment Systemgeschäft bei sowie im Segment Group Headquarters & Group Services insbesondere die Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe. Dem stand eine gestiegene Anzahl an Mitarbeitern für den Aus- und Umbau der Netze im operativen Segment Deutschland gegenüber.

Im Ausland erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 0,4 %. Ursächlich hierfür war insbesondere der Anstieg der Mitarbeiter im operativen Segment USA aufgrund der vergrößerten Kundenbasis. Im operativen Segment Europa trugen die gestiegene Mitarbeiterzahl infolge der Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe sowie Zuwächse infolge des Personalumbaus in Griechenland ebenso dazu bei. Personalum- und -abbau im operativen Segment Europa als Folge von Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Rumänien, Kroatien und Ungarn sowie die Veräußerung der Anteile an der Euronet Communications in den Niederlanden wirkten sich gegenläufig auf diese Entwicklung aus. Insgesamt entwickelte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im operativen Segment Europa damit rückläufig.

Der Personalaufwand verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,0 %, v. a. aufgrund gesunkener Restrukturierungsaufwendungen. Insbesondere im operativen Segment Deutschland und in unserem operativen Segment Europa - v. a. in Griechenland - wurden anders als in 2013 keine größeren Personalrestrukturierungsmaßnahmen aufgelegt. Allein beim operativen Segment Systemgeschäft stieg der Restrukturierungsaufwand aufgrund der dort in 2014 gestarteten Neuausrichtung des Geschäftsmodells. Höheren Personalkosten im Inland, v. a. verursacht durch die tarifliche Anhebung der Gehälter, wirkte die geringere durchschnittliche Mitarbeiterzahl entgegen. Der höhere Personalbestand im operativen Segment USA schlug sich in steigenden Personalaufwendungen nieder.

30 ABSCHREIBUNGEN

Die in den Funktionskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

T 147 in Mio. €

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  2014 2013 2012
ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 3 863 4 176 12 259
davon: Wertminderungen auf Goodwill 51 605 2 965
Planmäßige Abschreibungen auf Mobilfunk-Lizenzen 889 854 831
Wertminderungen auf Mobilfunk-Lizenzen 10 104 5 822
ABSCHREIBUNGEN AUF SACHANLAGEN 6 711 6 728 9 698
davon: Wertminderungen auf Sachanlagevermögen 78 117 2 020
  10 574 10 904 21 957

Folgende TABELLE 148 zeigt die im Gesamtbetrag der Abschreibungen enthaltenen Wertminderungen:

T 148 in Mio. €

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  2014 2013 2012
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 65 721 9 088
davon: Auf Goodwill aus dem Werthaltigkeitstest zum Jahresende 51 600 360
Auf Goodwill im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS - - 2 605
Auf FCC-Lizenzen 10 104 -
Auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS - - 6 094
SACHANLAGEN 78 117 2 020
davon: Aus dem Werthaltigkeitstest zum Jahresende - - -
Im Zusammenhang mit dem vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS - - 1 890
  143 838 11 108

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 MRD. €.

Dieser deutliche Rückgang resultierte v. a. aus einer im Vorjahr erfassten Wertminderung auf den Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Österreich in Höhe von insgesamt 0,5 MRD. €.

Im Berichtsjahr wurden im Rahmen der planmäßig durchgeführten Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Wertminderungen auf Goodwill in Höhe von 51 MIO. € erfasst. Weitere Erläuterungen hierzu sind Angabe 5 "Immaterielle Vermögenswerte" zu entnehmen.

Die Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen überwiegend auf Grundstücke und Gebäude.

Die planmäßigen Abschreibungen lagen im Saldo um 0,4 MRD. € über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür waren v. a. der erstmals ganzjährige Einbezug der MetroPCS sowie der Aufbau des LTE-Netzes im Rahmen des Netzmodernisierungsprogramms der T-Mobile US. Nutzungsdauerverkürzungen im Hinblick auf die Stilllegung des CDMA-Mobilfunknetzes der im letzten Geschäftsjahr übernommenen MetroPCS (0,2 MRD. €) wirkten sich ebenfalls erhöhend auf die Entwicklung der Abschreibungen aus.

SONSTIGE ANGABEN

31 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Positiv beeinflusst wurde der Cashflow aus Geschäftstätigkeit durch im Vorjahresvergleich um 0,1 MRD. € höhere vom Joint Venture EE erhaltene Dividendenzahlungen. Im Berichtszeitraum wurden Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden und bei Zahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Daraus resultiert insgesamt ein positiver Effekt auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit von 0,4 MRD. €. Im Vorjahr waren Auszahlungen im Zusammenhang mit der AT&T- und der MetroPCS-Transaktion in Höhe von 0,2 MRD. € und um 0,3 MRD. € höhere Auszahlungen für Abfindungen und Vorruhestand enthalten. Dem standen um 0,4 MRD. € höhere Nettozinszahlungen gegenüber, die den Cashflow aus Geschäftstätigkeit belasteten. Im Vorjahr waren hier um 0,2 MRD. € höhere Einzahlungen aus dem Abschluss, der Auflösung und Konditionenänderungen von Zinsderivaten enthalten.

T 149 Cashflow aus Investitionstätigkeit in Mio. €

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  2014 2013 2012
Cash Capex      
Operatives Segment Deutschland (3 807) (3 411) (3 418)
Operatives Segment USA (5 072) (3 279) (2 560)
Operatives Segment Europa (2 101) (3 661) (1 739)
Operatives Segment Systemgeschäft (1 171) (1 066) (1 171)
Group Headquarters & Group Services (381) (411) (379)
Überleitung 688 760 835
  (11 844) (11 068) (8 432)
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) 606 (776) (339)
Dotierung Contractual Trust Agreement (CTA) für Pensionszusagen (250) (250) (750)
Erwerb/Veräußerung Staatsanleihen (netto) 11 (159) 319
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der MetroPCS - 1 641 -
Einzahlungen aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungena 1 540 650 2 199
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 265 245 187
Zahlungsflüsse der vom Joint Venture EE begebenen Anleihe - - 218
Erwerb GTS Central Europe Gruppe (539) - -
Sonstiges (550) (179) (73)
  (10 761) (9 896) (6 671)

a Im Geschäftsjahr 2014 sind Einzahlungen in Höhe von 1,6 Mrd. € aus dem Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe enthalten. Enthält im Geschäftsjahr 2013 Einzahlungen in Höhe von 0,6 Mrd. € aus dem Verkauf von Globul und Germanos und in Höhe von 0,2 Mrd. € aus dem Verkauf der Hellas Sat. Im Geschäftsjahr 2012 sind Einzahlungen in Höhe von 1,8 Mrd. € aus dem Abgang der Funkturm-Standorte in den USA und 0,4 Mrd. € aus dem Verkauf der Telekom Srbija enthalten.

Der Cash Capex erhöhte sich um 0,8 MRD. € auf 11,8 MRD. €. Im operativen Segment Deutschland stieg er v. a. aufgrund der im Rahmen der integrierten Netzstrategie getätigten Investitionen in den Glasfaserkabel-Ausbau sowie in die IP-Transformation und in die LTE-Infrastruktur. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von insgesamt 2,3 MRD. € erworben, v. a. im operativen Segment USA, in Ungarn, in der Tschechischen Republik, in Polen und in der Slowakei. Im Vorjahr wurden mit 2,2 MRD. € Auszahlungen für Mobilfunk-Lizenzen in vergleichbarer Höhe getätigt, v. a. in den Niederlanden, Österreich, Rumänien und im operativen Segment USA.

Im Geschäftsjahr wurden 3,5 MRD. € (2013: 3,0 MRD. €, 2012: 3,1 MRD. €) an Zinszahlungen (inkl. aktivierter Zinsen) geleistet. Die aktivierten Zinsen wurden im Cashflow aus Investitionstätigkeit innerhalb des Cash Capex zusammen mit den ihnen zugehörigen Vermögenswerten ausgewiesen.

T 150 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. €

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  2014 2013 2012
Begebung Anleihen 3 816 9 051 3 076
Kapitalerhöhung T-Mobile US - 1 313 -
Aktienoptionen T-Mobile US 17 102 -
Rückzahlung Anleihen (4 677) (4 748) (3 597)
Dividendenausschüttungen (inkl. Minderheiten) (1 290) (2 243) (3 400)
Kreditlinie OTE (netto) (45) (704) (757)
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) 170 (537) 90
Rückzahlung Finanzverbindlichkeiten gegenüber Sireo - (534) -
Schuldscheindarlehen (netto) (1 293) (309) -
Geldanlagen des Joint Ventures EE (netto) 3 (195) 280
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (164) (172) (169)
Rückzahlung EIB-Kredite - (32) (532)
Aktienrückkauf Deutsche Telekom AG - (2) -
Ziehung von EIB-Krediten 400 - 300
Commercial Paper (netto) 1 561 - (1 657)
Einzahlungen aus der Zuteilung von OTE-Aktienoptionen 26 - -
Erwerb der restlichen Anteile der T-Mobile Czech Republic (828) - -
Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten aus finanziertem Capex und Opex (760) - -
Aktienrückkauf OTE (69) - -
Sonstiges (301) 32 (235)
  (3 434) 1 022 (6 601)

ZAHLUNGSUNWIRKSAME TRANSAKTIONEN IN DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Im Juni 2014 wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,0 MRD. € im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit nicht zahlungswirksam bedient, sondern durch Aktien aus genehmigtem Kapital substituiert (siehe Angabe 15 "Eigenkapital"). Die zahlungswirksame Erfüllung der Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG betrug 1,2 MRD. €. Im Vorjahr wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,1 MRD. € nicht zahlungswirksam und in Höhe von 1,9 MRD. € zahlungswirksam erfüllt.

Die Deutsche Telekom hat im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 0,6 MRD. € Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden. In der Bilanz werden diese in der Folge unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Die Gegenleistung für den Erwerb von Medienübertragungsrechten wird von der Deutschen Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei Vertragsabschluss oder verteilt über die Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene Medienübertragungsrechte wurden im Geschäftsjahr 2014 finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige Gegenleistungen in Höhe von 0,2 MRD. € passiviert. Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

32 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Deutsche Telekom berichtet über vier operative Segmente sowie das Segment Group Headquarters & Group Services. In drei der operativen Segmente wird eine regionale Aufteilung der Geschäftstätigkeiten vorgenommen, während bei einem Segment einer Kunden- und Produktzuordnung gefolgt wird.

Das operative Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts in Deutschland. Darüber hinaus erbringt das operative Segment Deutschland Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern. Das operative Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. Das operative Segment Europa umfasst sämtliche Aktivitäten aus Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, den Niederlanden, der Slowakei, Österreich, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro. Ebenso gehört der Bereich International Carrier Sales & Solutions dazu, der hauptsächlich Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern erbringt. Das operative Segment Europa bietet den Geschäftskunden in einzelnen Landesgesellschaften auch ICT-Lösungen an.

Das Festnetz-Geschäft umfasst sämtliche Aktivitäten der Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitband-Technik. Dazu gehören sowohl der Vertrieb von Endgeräten und sonstiger Hardware als auch der Vertrieb der Dienste an Wiederverkäufer.

Das Mobilfunk-Geschäft bietet Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an. In Verbindung mit den angebotenen Diensten werden zudem Mobilfunk-Endgeräte und andere Hardware vertrieben. Darüber hinaus erfolgt der Vertrieb der Mobilfunk-Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (MVNO).

Das operative Segment Systemgeschäft bündelt unter der Marke "T-Systems" das Geschäft für ICT-Produkte und -Lösungen für große multinationale Unternehmen. Das operative Segment bietet seinen Kunden Informations- und Kommunikationstechnik aus einer Hand. Für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen entwickelt und betreibt das operative Segment Infrastruktur- und Branchenlösungen. Das Angebot reicht von Standardprodukten über IP-basierte Hochleistungsnetze bis zur Realisierung kompletter ICT-Lösungen.

Das Segment Group Headquarters & Group Services besteht aus der Service-Zentrale und den Beteiligungen der Deutschen Telekom AG, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet sind, sowie dem Joint Venture EE in Großbritannien. Das Joint Venture EE wird zum 31. Dezember 2014 in den als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ausgewiesen (siehe Angabe 4).

Die dargestellten Geschäftssegmente werden regelmäßig vom Vorstand der Deutschen Telekom auf deren Ressourcenallokation und Ertragskraft überprüft.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Segmentstruktur wie folgt geändert:

Seit dem 1. Januar 2014 wird das ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units (LBU), das bis zum 31. Dezember 2013 organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Dabei handelt es sich um Einheiten im europäischen und nicht-europäischen Ausland, die im Wesentlichen Telekommunikationsvorleistungen für die ICSS (International Carrier Sales & Solutions) als Teil des operativen Segments Europa, aber auch für fremde Dritte erbringen. Zusätzlich erfolgte zum 1. Januar 2014 der Zusammenschluss der lokalen Geschäftskundeneinheiten der T-Systems Czech Republic, die bisher im operativen Segment Systemgeschäft geführt wurde, mit der T-Mobile Czech Republic. Die Gesellschaft wird nun zusätzlich zum Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft auch ICT-Lösungen für Geschäftskunden und öffentliche Verwaltungen anbieten. Der Ausweis erfolgt im operativen Segment Europa. Die Änderung wurde aus Gründen einer besseren Steuerbarkeit der Bereiche durchgeführt.

Das Joint Venture EE in Großbritannien, das bisher dem operativen Segment Europa zugewiesen war, wurde zum 1. Januar 2014 in das Segment Group Headquarters & Group Services überführt. Aufgrund der Neudefinition des Steuerungsmodells unseres Joint Ventures EE erfolgt der Ausweis seitdem im Vorstandsbereich Finanzen.

Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst.

Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der Deutschen Telekom liegen im Wesentlichen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Deutsche Telekom beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Leistungen der Telekom IT werden ohne Gewinnmarge verrechnet. Segmentvermögen und -schulden umfassen sämtliche Vermögenswerte und Schulden, die in den durch die Segmente erstellten und in den Konzernabschluss einbezogenen Bilanzen angesetzt werden. Die Segmentinvestitionen enthalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Soweit nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen einem Segment direkt zurechenbar sind, werden deren Anteile am Periodenergebnis und deren Buchwerte dort angegeben. Alle in den folgenden TABELLEN 151 bis 153 ausgewiesenen Steuerungsgrößen werden vollständig aus der Sicht der Segmente dargestellt. Die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitungszeile zusammengefasst angegeben.

Im Folgenden werden die von der Deutschen Telekom zur Beurteilung der Leistung der operativen Segmente herangezogenen Steuerungsgrößen und darüber hinausgehende segmentbezogene Größen dargestellt:

T 151 in Mio. €

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    Außenumsatz Intersegmentumsatz Gesamtumsatz Betriebsergebnis (EBIT) Zinserträge
Deutschland 2014 20 903 1 354 22 257 4 663 6
  2013 21 056 1 379 22 435 4 435 20
  2012 21 384 1 352 22 736 4 213 38
USA 2014 22 405 3 22 408 1 405 2
  2013 18 552 4 18 556 1 404 461
  2012 15 365 6 15 371 (7 547) 86
Europa 2014 12 596 376 12 972 1 704 27
  2013 13 174 530 13 704 972 25
  2012 13 931 510 14 441 1 453 64
Systemgeschäft 2014 5 988 2 613 8 601 (422) 14
  2013 6 244 2 794 9 038 (294) 15
  2012 6 411 3 140 9 551 (323) 37
Group Headquarters & Group Services 2014 766 1 750 2 516 (109) 906
  2013 1 106 1 773 2 879 (1 582) 1 145
  2012 1 078 1 757 2 835 (1 750) 1 458
SUMME 2014 62 658 6 096 68 754 7 241 955
  2013 60 132 6 480 66 612 4 935 1 666
  2012 58 169 6 765 64 934 (3 954) 1 683
Überleitung 2014 - (6 096) (6 096) 6 (630)
  2013 - (6 480) (6 480) (5) (1 438)
  2012 - (6 765) (6 765) (8) (1 377)
KONZERN 2014 62 658 - 62 658 7 247 325
  2013 60 132 - 60 132 4 930 228
  2012 58 169 - 58 169 (3 962) 306
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    Zinsaufwendungen Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen Ertragsteuern
Deutschland 2014 (277) 2 0
  2013 (367) 1 5
  2012 (501) 1 (6)
USA 2014 (867) (41) (203)
  2013 (737) (33) (418)
  2012 (661) (26) 2 191
Europa 2014 (365) 2 (371)
  2013 (423) 4 (417)
  2012 (419) 5 (402)
Systemgeschäft 2014 (1) (9) (31)
  2013 (1) 4 (29)
  2012 (23) (14) 19
Group Headquarters & Group Services 2014 (1 808) (152) (492)
  2013 (1 871) (47) (249)
  2012 (2 057) (120) (292)
SUMME 2014 (3 318) (198) (1 097)
  2013 (3 399) (71) (1 108)
  2012 (3 661) (154) 1 510
Überleitung 2014 653 - (9)
  2013 1 009 - 184
  2012 1 322 - 6
KONZERN 2014 (2 665) (198) (1 106)
  2013 (2 390) (71) (924)
  2012 (2 339) (154) 1 516

T 152 in Mio. €

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    Segmentvermögena Segmentschulden Segmentinvestitionen Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen Planmäßige Abschreibungen
Deutschland 2014 29 980 23 148 4 144 19 (3 884)
  2013 30 738 23 200 3 538 17 (3 959)
  2012 31 224 22 972 3 559 16 (4 389)
USA 2014 49 784 35 724 7 318 197 (2 829)
  2013 38 830 26 888 4 676 198 (2 133)
  2012 27 436 21 254 4 217 215 (2 265)
Europa 2014 30 923 12 761 2 718 52 (2 567)
  2013 29 976 12 695 4 192 59 (2 755)
  2012 30 457 12 127 1 961 58 (2 921)
Systemgeschäft 2014 8 788 5 962 1 279 14 (712)
  2013 8 428 5 279 1 133 24 (639)
  2012 8 766 5 775 3 950 23 (614)
Group Headquarters & Group Services 2014 81 500 48 100 441 335 (582)
  2013 83 596 51 219 573 5 869 (627)
  2012 87 690 53 523 279 6 414 (654)
SUMME 2014 200 975 125 695 15 900 617 (10 574)
  2013 191 568 119 281 14 112 6 167 (10 113)
  2012 185 573 115 651 13 966 6 726 (10 843)
Überleitung 2014 (71 615) (30 401) (819) - 143
  2013 (73 420) (33 196) (752) - 47
  2012 (77 631) (38 240) (3 417) - (5)
KONZERN 2014 129 360 95 294 15 081 617 (10 431)
  2013 118 148 86 085 13 360 6 167 (10 066)
  2012 107 942 77 411 10 549 6 726 (10 848)
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    Wertminderungen Anzahl Mitarbeiter (im Durchschnitt)
Deutschland 2014 (9) 68 106
  2013 (7) 67 765
  2012 (4) 68 653
USA 2014 (10) 37 858
  2013 (105) 32 962
  2012 (10 601) 30 184
Europa 2014 (30) 52 829
  2013 (644) 56 810
  2012 (388) 58 785
Systemgeschäft 2014 (5) 48 817
  2013 (13) 49 985
  2012 (17) 52 680
Group Headquarters & Group Services 2014 (89) 20 639
  2013 (72) 22 182
  2012 (99) 22 040
SUMME 2014 (143) 228 249
  2013 (841) 229 704
  2012 (11 109) 232 342
Überleitung 2014 - (1)
  2013 3 -
  2012 - -
KONZERN 2014 (143) 228 248
  2013 (838) 229 704
  2012 (11 109) 232 342

a Im Segment Group Headquarters & Group Services wurde von Aktionären der Deutschen Telekom AG für einen Teil der ihnen zustehenden Dividende die Option der Umwandlung in Aktien gewählt und die Dividende insoweit nicht zahlungswirksam in Form von Aktien geleistet (siehe Angabe 15 "Eigenkapital").

T 153 in Mio. €

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    Cashflow aus Geschäftstätigkeit Cashflow aus Investitionstätigkeit davon: Cash Capexa Cashflow aus Finanzierungstätigkeitb
Deutschland 2014 8 810 (4 171) (3 807) (6 844)
  2013 8 646 (3 444) (3 411) (5 691)
  2012 8 489 (3 509) (3 418) (7 174)
USA 2014 3 170 (5 417) (5 072) 1 952
  2013 2 580 (1 232) (3 279) 2 728
  2012 3 164 (785) (2 560) (2 301)
Europa 2014 3 597 (2 196) (2 101) 662
  2013 3 658 (3 026) (3 661) (2 128)
  2012 3 967 (903) (1 739) (2 362)
Systemgeschäft 2014 687 (840) (1 171) 424
  2013 999 (531) (1 066) 138
  2012 268 (448) (1 171) 363
Group Headquarters & Group Services 2014 2 510 912 (381) (4 055)
  2013 3 266 3 731 (411) (5 552)
  2012 3 028 3 665 (379) (5 135)
SUMME 2014 18 774 (11 712) (12 532) (7 861)
  2013 19 149 (4 502) (11 828) (10 505)
  2012 18 916 (1 980) (9 267) (16 609)
Überleitung 2014 (5 381) 951 688 4 427
  2013 (6 132) (5 394) 760 11 527
  2012 (5 339) (4 691) 835 10 008
KONZERN 2014 13 393 (10 761) (11 844) (3 434)
  2013 13 017 (9 896) (11 068) 1 022
  2012 13 577 (6 671) (8 432) (6 601)

a Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen laut Kapitalflussrechnung.
b Im Segment Group Headquarters & Group Services wurde von Aktionären der Deutschen Telekom AG für einen Teil der ihnen zustehenden Dividende die Option der Umwandlung in Aktien gewählt und die Dividende insoweit nicht zahlungswirksam in Form von Aktien geleistet (siehe Angabe 15 "Eigenkapital").

Informationen über geografische Gebiete.

Langfristige Vermögenswerte und die Außenumsätze des Konzerns werden nach Regionen aufgeteilt dargestellt: Inland, Europa (ohne Deutschland), Nordamerika und übrige Länder. Die Region Nordamerika setzt sich aus den USA und Kanada zusammen. Die Region Europa (ohne Deutschland) umfasst das gesamte Gebiet der Europäischen Union (ohne Deutschland) sowie die sonstigen Staaten Europas. In der Region übrige Länder sind alle Staaten erfasst, die weder Deutschland, Europa (ohne Deutschland) noch Nordamerika zugehörig sind. Die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte zu den Regionen wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen sowie übrige langfristige Vermögenswerte. Die Zuordnung der Außenumsätze orientiert sich am Standort der jeweiligen Kunden.

T 154 in Mio. €

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  Langfristige Vermögenswerte Außenumsatz
  31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 2014 2013 2012
Inland 35 343 35 200 36 433 24 999 25 384 25 775
Ausland 56 766 54 663 49 877 37 659 34 748 32 394
davon: Europa (ohne Deutschland) 21 654 27 288 28 066 14 311 15 173 15 966
Nordamerika 35 039 27 289 21 696 22 701 18 796 15 593
Übrige Länder 73 86 115 647 779 835
KONZERN 92 109 89 863 86 310 62 658 60 132 58 169

Informationen über Produkte und Dienstleistungen.

Die Umsatzerlöse mit externen Kunden für die Gruppen vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen entwickelten sich wie folgt:

T 155 in Mio. €

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  Außenumsatz
  2014 2013 2012
Telekommunikation 55 946 53 220 51 150
ICT-Lösungen 6 513 6 713 6 790
Sonstige 199 199 229
  62 658 60 132 58 169

33 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND -FORDERUNGEN

Die Deutsche Telekom ist im Rahmen ihrer allgemeinen Geschäftstätigkeit an verschiedenen gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten, deren Ergebnisse oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden können, beteiligt. Zum Abschluss-Stichtag bestehen im Konzern Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 0,3 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,6 MRD. €) und Eventualforderungen in Höhe von 0,0 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,0 MRD. €), die auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz nicht erfüllen. Die Rechtsberatungskosten und die voraussichtlichen Kosten aufgrund negativer Verfahrensergebnisse wurden als Rückstellungen für Prozessrisiken berücksichtigt. Die Deutsche Telekom geht nicht davon aus, dass weitere potenzielle Kosten aus Rechtsberatung und aufgrund von Verfahrensergebnissen wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden. In der oben aufgeführten Summe der Eventualverbindlichkeiten sind neben Einzelfällen, die allein betrachtet keine wesentlichen Auswirkungen haben, folgende Sachverhalte enthalten, wobei deren Reihenfolge keine Wertigkeit der Eintrittswahrscheinlichkeit oder des potenziellen Schadensausmaßes impliziert. Für den Fall, dass in äußerst seltenen Fällen gemäß IAS 37 geforderte Angaben nicht gemacht werden, kommt die Deutsche Telekom zu dem Schluss, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Verfahrens ernsthaft beeinträchtigen können.

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Verfahren der Anti-Monopol-Kommission in Polen.

Die polnische Anti-Monopol-Kommission UOKiK hat am 23. November 2011 eine im Jahr 2010 begonnene Untersuchung abgeschlossen. Sie wirft der T-Mobile Polska (ehem. PTC) und anderen polnischen Telekommunikationsunternehmen kartellrechtswidrige Preisabsprachen vor und hat gegenüber der T-Mobile Polska ein Bußgeld in Höhe von 34 MIO. PLN (etwa 8 MIO. €) verhängt. Die T-Mobile Polska hält diese Vorwürfe weiterhin für unbegründet und hat gegen die Entscheidung geklagt. Dadurch ist das Bußgeld derzeit noch nicht zahlbar. Das Gleiche gilt für ein weiteres Bußgeld in Höhe von 21 MIO. PLN (etwa 5 MIO. €), das die UOKiK wegen eines angeblichen verbraucherschutzrechtlichen Verstoßes am 2. Januar 2012 gegen die T-Mobile Polska verhängt hatte. Die Gerichtsentscheidung steht weiterhin aus.

Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen.

Mehrere Verlage, die gemeinsam mit der DeTeMedien GmbH, einer 100%-Tochter der Deutschen Telekom AG, in gemeinsamen Gesellschaften jeweils Teilnehmerverzeichnisse herausgeben und verlegen, haben Ende 2013 Klagen gegen die DeTeMedien GmbH und/oder die Deutsche Telekom AG eingereicht. Die Kläger fordern von der DeTeMedien GmbH und teilweise von der Deutschen Telekom AG als Gesamtschuldnerin neben der DeTeMedien GmbH Schadensersatz oder Rückzahlung. Die Kläger stützen ihre Forderungen auf vermeintlich überhöhte Kosten für die Überlassung von Teilnehmerdaten in den gemeinsamen Gesellschaften. In 2014 haben weitere Partnerverlage Klagen gegen die DeTeMedien GmbH auf Schadensersatz oder Rückzahlung erhoben. Die bezifferten Forderungen der Kläger betragen nach weiteren Ende 2014 eingereichten Klageerweiterungen derzeit insgesamt rund 470 MIO. € zuzüglich Zinsen. Am 16. Juli 2014 fanden mündliche Verhandlungen betreffend zwei der gegen die DeTeMedien GmbH gerichteten Klagen vor dem Landgericht Frankfurt am Main statt, die das Gericht mit Urteilen vom 22. Oktober 2014 abwies. Die Entscheidungen sind nicht rechtskräftig. Die Kläger haben gegen die Urteile Berufung zum Oberlandesgericht Frankfurt am Main eingelegt. In den zahlreichen weiteren Verfahren erwarten wir Entscheidungen im Jahr 2015. Die Deutsche Telekom hat in 2014 bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet.

Schadensersatzklage gegen Slovak Telekom.

Im Jahr 1999 wurde Klage gegen Slovak Telekom mit dem Vorwurf eingereicht, dass der Rechtsvorgänger der Slovak Telekom die Sendung eines internationalen Radioprogramms entgegen der vertraglichen Grundlage abgeschaltet habe. Der Kläger forderte ursprünglich ca. 100 MIO. € zuzüglich Zinsen als Schadensersatz und entgangenen Gewinn. Das Landgericht in Bratislava gab der Klage mit Urteil vom 9. November 2011 teilweise statt und verurteilte Slovak Telekom zur Zahlung von rund 32 MIO. € zuzüglich Zinsen. Die Slovak Telekom hat am 27. Dezember 2011 gegen das Urteil Berufung zum Supreme Court eingelegt. Für den Fall einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung zum Nachteil der Slovak Telekom kann die Deutsche Telekom AG für einen Teil der eingeforderten Summe Rückgriffsansprüche gegen Dritte geltend machen.

Die folgenden Sachverhalte erfüllen ebenfalls auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen nicht die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz. Da der Konzern aufgrund der bestehenden und im Folgenden beschriebenen Unsicherheiten die Höhe der jeweiligen Eventualverbindlichkeiten bzw. Gruppe von Eventualverbindlichkeiten nicht schätzen kann, sind diese in der zuvor genannten Summe der Eventualverbindlichkeiten allerdings nicht enthalten.

Kartell- und Verbraucherschutzverfahren.

Wie viele andere Unternehmen unterliegt auch unser Konzern den Vorschriften des Kartellrechts. In einzelnen Ländern sehen sich die Deutsche Telekom und ihre Beteiligungen unterschiedlichen kartellrechtlichen bzw. wettbewerbsrechtlichen Verfahren oder sich daraus ergebenden zivilrechtlichen Folgeklagen ausgesetzt. Diese haben für sich alleine betrachtet keine wesentlichen Auswirkungen. Die Deutsche Telekom hält die Vorwürfe jeweils für unbegründet. Die Verfahrensausgänge sind zurzeit nicht bestimmbar.

Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom.

Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 festgestellt, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängt. Die Europäische Kommission ist der Auffassung, dass Slovak Telekom einen entbündelten Zugang zu ihren Teilnehmeranschlüssen verweigert und eine Margenbeschneidung gegenüber alternativen Anbietern bewirkt habe. Die Bußgelder belaufen sich auf 38,8 MIO. € gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom sowie zusätzliche 31,1 MIO. € gegen Deutsche Telekom, da bereits im Jahr 2003 ein Bußgeld gegen Deutsche Telekom wegen Margenbeschneidung in Deutschland verhängt wurde. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom für das angeblich kartellrechtswidrige Verhalten der Slovak Telekom. Weiterhin sind wir überzeugt, dass Slovak Telekom sich an die geltenden Gesetze hält. Der starke Wettbewerb und stetig fallende Preise auf dem slowakischen Breitband-Markt sprechen außerdem gegen eine Behinderung der Wettbewerber durch Slovak Telekom. Daher haben Deutsche Telekom und Slovak Telekom am 29. Dezember 2014 die Entscheidung der Europäischen Kommission vor dem Gericht der Europäischen Union angefochten. Die Bußgelder sind zum 31. Dezember 2014 in den übrigen Schulden enthalten.

Schiedsverfahren Toll Collect.

Hauptgesellschafter des Konsortiums Toll Collect sind die Daimler Financial Services AG und die Deutsche Telekom AG. Im Schiedsverfahren zwischen diesen Hauptgesellschaftern sowie der Konsortialgesellschaft Toll Collect GbR einerseits und der Bundesrepublik Deutschland andererseits über Streitigkeiten in Zusammenhang mit dem Mauterhebungssystem erhielt die Deutsche Telekom am 2. August 2005 die Klageschrift der Bundesrepublik Deutschland. Darin machte der Bund einen Anspruch auf entgangene Mauteinnahmen in Höhe von ca. 3,51 MRD. € zuzüglich Zinsen wegen Verspätung der Aufnahme des Wirkbetriebs geltend. Die Summe der geforderten Vertragsstrafen beträgt 1,65 MRD. € zuzüglich Zinsen; diese Forderungen beruhen auf angeblichen Verletzungen des Betreibervertrags: behauptete fehlende Zustimmung zu Unterauftragnehmerverträgen, behauptete verspätete Bereitstellung von "On-Board-Units" und Kontrolleinrichtungen. Der Bund hat mit Schriftsatz vom 16. Mai 2008 seine Klageforderung in Bezug auf den Mautausfallschaden neu berechnet und um 169 MIO. € nach unten korrigiert. Die Klageforderung beträgt nunmehr ca. 3,33 MRD. € zuzüglich Zinsen. Die Summe aller Hauptforderungen des Bundes - einschließlich der Vertragsstrafenforderungen - beträgt damit ca. 4,98 MRD. € zuzüglich Zinsen. Im Frühjahr und im Herbst 2014 fanden weitere mündliche Verhandlungen statt. Im Hinblick auf die im Zusammenhang mit der Verhandlung im Frühjahr 2014 durchgeführte Neueinschätzung des Verfahrens und des auf die Deutsche Telekom entfallenden Risikoanteils wurde bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet. Eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung über den auf die Deutsche Telekom entfallenden Anteil hinaus erachtet die Deutsche Telekom als unwahrscheinlich.

Garantie von Bankkrediten. Die Deutsche Telekom garantiert gegenüber Dritten bis zu einem Höchstbetrag von 100 MIO. € für Bankkredite, die der Toll Collect GmbH gewährt werden. Diese Garantien für Bankkredite haben eine Laufzeit bis zum 15. Oktober 2015.

Kapitalintakthalteerklärung. Die Konsortialpartner haben die Verpflichtung, gesamt- und einzelschuldnerisch, weiteres Eigenkapital der Toll Collect GmbH bereitzustellen, um eine Eigenkapitalquote von mindestens 15 % (des nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts aufgestellten Einzelabschlusses) zu gewährleisten (sog. "Kapitalintakthalteerklärung"). Diese Verpflichtung endet mit Ablauf des Betreibervertrags am 31. August 2018 oder früher, falls der Betreibervertrag vorzeitig gekündigt werden sollte. Die Höhe einer etwaigen Inanspruchnahme aus der Kapitalintakthalteerklärung kann aufgrund von Unsicherheiten nicht eingeschätzt werden.

Im Juni 2006 begann die Bundesrepublik Deutschland damit, die monatlichen Vorauszahlungen der Betreibervergütung an die Toll Collect GmbH partiell in Höhe von 8 MIO. € mit Vertragsstrafenforderungen aufzurechnen, die bereits Gegenstand des vorstehend beschriebenen Schiedsverfahrens sind. Als Folge der Aufrechnung könnte es für die Konsortialmitglieder im weiteren Verlauf erforderlich sein, der Toll Collect GmbH weitere Liquidität zuzuführen.

Die Risiken und Verpflichtungen von Compagnie Financière et Industrielle des Autoroutes S.A., Sèvres Cedex (Cofiroute, die zu 10 % Anteilseigner an der Toll Collect ist), sind auf den Betrag von 70 MIO. € beschränkt. Die Deutsche Telekom AG und Daimler Financial Services AG sind gesamtschuldnerisch verpflichtet, Cofiroute von weiteren Ansprüchen freizustellen.

Prospekthaftungsverfahren.

Hierbei handelt es sich um ca. 2 600 laufende Klagen von ca. 16 000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage der Prospekte vom 28. Mai 1999 (zweiter Börsengang, DT2) und vom 26. Mai 2000 (dritter Börsengang, DT3) verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesen Prospekten unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich auf insgesamt ca. 80 MIO. €. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht Frankfurt am Main hat jeweils Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Im Musterverfahren zum zweiten Börsengang (DT2) erließ das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 3. Juli 2013 einen Musterentscheid und stellte fest, dass der Börsenprospekt, um den es hier ging, keine Fehler enthält.

Am 16. Mai 2012 hatte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main im Musterverfahren zum dritten Börsengang (DT3) festgestellt, dass der Prospekt zum dritten Börsengang der Deutschen Telekom AG ebenfalls keinen Fehler enthält. Es besteht aus Sicht des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main daher keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom AG. Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014 diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das Oberlandesgericht Frankfurt am Main zurückverwiesen. Eine Entscheidung über eine mögliche Schadensersatzpflicht wurde nicht getroffen. Wir sind weiterhin der Auffassung, dass überwiegende Gründe gegen eine Schadensersatzpflicht der Deutschen Telekom AG sprechen.

Klagen wegen Entgelten für Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen.

Mit im Frühjahr 2012 zugestellter Klage fordert die Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (KDG) von der Telekom Deutschland GmbH zweierlei: einerseits die Reduzierung des jährlichen Entgelts für die Nutzungsrechte an Kabelkanalkapazitäten für die Zukunft, andererseits die teilweise Rückzahlung von in diesem Zusammenhang seit 2004 geleisteter Zahlungen. Die KDG bezifferte die Höhe der bis einschließlich 2012 entstandenen Ansprüche mit ca. 340 MIO. € zuzüglich Zinsen. Mit Urteil vom 28. August 2013 wies das Landgericht Frankfurt am Main die Klage der KDG ab. Im Berufungsverfahren bezifferte die KDG im Wege der Klageerweiterung auch ihre Ansprüche für das Jahr 2013 und fordert nunmehr Rückzahlung für vermeintlich zu viel gezahlte Entgelte von insgesamt ca. 407 MIO. € sowie vermeintlich erlangten Zinsnutzen in Höhe von ca. 34 MIO. €, jeweils zuzüglich Zinsen. Am 9. Dezember 2014 wies das Oberlandesgericht Frankfurt am Main die Berufung ab und ließ die Revision nicht zu. Hiergegen hat die KDG Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH eingelegt. Am 23. Januar 2013 wurde der Telekom Deutschland GmbH zudem eine Klage zugestellt, mit welcher Unitymedia Hessen GmbH & Co. kg, Unitymedia NRW GmbH und Kabel BW GmbH fordern, dass die Telekom Deutschland GmbH es unterlässt, mehr als ein jeweils genau beziffertes Entgelt für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen von den Klägern zu fordern. Für seit 2009 bis einschließlich 2012 angeblich zu viel gezahlte Entgelte für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen fordern Unitymedia Hessen GmbH & Co. kg derzeit eine Zahlung von ca. 36,5 MIO. € zuzüglich Zinsen, Unitymedia NRW GmbH 90,8 MIO. € zuzüglich Zinsen und Kabel BW GmbH 61,5 MIO. € zuzüglich Zinsen.

Schadensersatzklage gegen OTE.

Lannet Communications S.A. hat im Mai 2009 Klage gegen OTE eingereicht und fordert Schadensersatz in Höhe von 176 MIO. € zuzüglich Zinsen aufgrund einer angeblich rechtswidrigen Kündigung von Leistungen seitens OTE - hauptsächlich Zusammenschaltungsleistungen, Entbündelung von TAL und Vermietung von Standleitungen. Am 30. Mai 2013 fand eine mündliche Verhandlung statt; ein Urteil ist noch nicht ergangen.

Patente und Lizenzen.

Wie viele andere große Telekommunikations- und Internet-Anbieter sieht sich auch die Deutsche Telekom einer wachsenden Zahl von Streitfällen "zum Recht am geistigen Eigentum" ausgesetzt. Für uns besteht das Risiko der Zahlung von Lizenzgebühren und/oder Schadensersatz; es besteht auch das Risiko einer Verurteilung zur Unterlassung, beispielsweise für den Vertrieb eines Produkts oder für die Nutzung einer Technik.

Steuerrisiken.

Die Deutsche Telekom unterliegt in zahlreichen Ländern den jeweils geltenden steuerlichen Rechtsvorschriften. Aus Änderungen der lokalen Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung und unterschiedlicher Auslegung existierender Vorschriften können sich Risiken ergeben mit einer Auswirkung sowohl auf Steueraufwendungen und -erträge als auch auf Steuerforderungen und -verbindlichkeiten.

34 LEASING-VERHÄLTNISSE

DIE DEUTSCHE TELEKOM ALS LEASING-NEHMER

Finanzierungs-Leasing-Verhältnisse. Sofern die Deutsche Telekom als Leasing-Nehmer die wesentlichen Chancen und Risiken aus einem Leasing-Verhältnis trägt, setzt sie die Leasing-Gegenstände in der Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen an. Die im Rahmen von Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen in der Bilanz angesetzten Leasing-Gegenstände betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Bürogebäude und Funktürme bzw. Mobilfunk-Anlagen. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt dabei 18 Jahre. Die Verträge enthalten Verlängerungs- und Kaufoptionen. Die zum Abschluss-Stichtag bestehenden Nettobuchwerte der im Rahmen eines Finanzierungs-Leasings aktivierten Leasing-Gegenstände können der folgenden TABELLE 156 entnommen werden:

T 156 in Mio. €

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  31.12.2014 davon: Sale and Leaseback 31.12.2013 davon: Sale and Leaseback
Grundstücke und Gebäude 599 347 680 394
Technische Anlagen und Maschinen 455 0 362 0
Sonstiges 8 0 8 0
NETTOBUCHWERT DER AKTIVIERTEN LEASING-GEGENSTÄNDE 1 062 347 1 050 394

Die Deutsche Telekom setzt im Zugangszeitpunkt des Leasing-Gegenstands zugleich eine Leasing-Verbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasing-Gegenstands entspricht. In den Folgeperioden mindern - unter Anwendung der Effektivzinsmethode - die an die jeweiligen Leasing-Geber zu zahlenden Leasing-Raten in Höhe des Tilgungsanteils die Leasing-Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:

T 157 in Mio. €

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  Mindest-Leasing-Zahlungen Enthaltener Zinsanteil Barwerte
  Gesamt davon: Sale and Leaseback Gesamt davon: Sale and Leaseback Gesamt davon: Sale and Leaseback
31.12.2014            
FÄLLIGKEIT            
Bis 1 Jahr 278 108 98 49 180 59
1 bis 3 Jahre 509 206 178 82 331 124
3 bis 5 Jahre 372 183 133 60 239 123
Über 5 Jahre 1 028 393 317 165 711 228
  2 187 890 726 356 1 461 534
31.12.2013            
FÄLLIGKEIT            
Bis 1 Jahr 260 109 98 52 162 57
1 bis 3 Jahre 475 209 183 90 292 119
3 bis 5 Jahre 398 198 140 70 258 128
Über 5 Jahre 1 079 472 345 189 734 283
  2 212 988 766 401 1 446 587

Operating Leasing-Verhältnisse.

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Geschäften verbleibt beim Leasing-Geber, wenn dieser die mit dem Leasing-Gegenstand verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Der Leasing-Geber setzt den Leasing-Gegenstand in seiner Bilanz an. Die Deutsche Telekom erfasst während des Zeitraums des Operating Leasing-Verhältnisses gezahlte Leasing-Raten erfolgswirksam. Die Verpflichtungen der Deutschen Telekom aus Operating Leasing-Verhältnissen betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Funktürme, Netzinfrastruktur und Immobilien.

Einige Verträge enthalten Verlängerungsoptionen und Staffelmieten. Diese betreffen im Wesentlichen Leasing-Verträge für Funktürme in den USA.

Die erfolgswirksam erfassten Aufwendungen aus Operating Leasing-Verhältnissen betrugen im Geschäftsjahr 2014 3,3 MRD. € (2013: 3,2 MRD. €, 2012: 2,8 MRD. €). Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte für künftige Verpflichtungen aus Operating Leasing-Geschäften:

T 158 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
FÄLLIGKEIT    
Bis 1 Jahr 2 918 2 684
1 bis 3 Jahre 4 856 4 490
3 bis 5 Jahre 3 971 3 770
Über 5 Jahre 7 164 6 496
  18 909 17 440

DIE DEUTSCHE TELEKOM ALS LEASING-GEBER

Finanzierungs-Leasing-Verhältnisse.

Die Deutsche Telekom ist Leasing-Geber im Rahmen von Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Routern und anderer Hardware, die den Kunden der Deutschen Telekom für Daten- und Telefon-Netzwerk-Lösungen bereitgestellt werden. Die Deutsche Telekom setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasing-Verhältnis an. Die von den jeweiligen Leasing-Nehmern gezahlten Leasing-Raten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasing-Verhältnis wird vermindert um die erhaltenen Tilgungsanteile fortgeschrieben. Der Zinsanteil der Zahlungen wird als Finanzertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ableitung des Nettoinvestitionswerts aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen kann der folgenden TABELLE 159 entnommen werden:

T 159 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
Mindest-Leasing-Zahlungen 242 208
Nicht garantierter Restwert 2 10
Bruttoinvestition 244 218
Noch nicht realisierter Finanzertrag (17) (15)
NETTOINVESTITION (BARWERT DER MINDEST-LEASING-ZAHLUNGEN) 227 203

Die Bruttoinvestition und der Barwert der ausstehenden Mindest-Leasing-Zahlungen sind in folgender TABELLE 160 dargestellt:

T 160 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
  Bruttoinvestition Barwert der Mindest-Leasing- Zahlungen Bruttoinvestition Barwert der Mindest-Leasing- Zahlungen
FÄLLIGKEIT        
Bis 1 Jahr 98 90 104 79
1 bis 3 Jahre 113 103 92 91
3 bis 5 Jahre 31 33 12 23
Über 5 Jahre 2 1 10 10
  244 227 218 203

Operating Leasing-Verhältnisse.

Ist die Deutsche Telekom Leasing-Geber im Rahmen von Operating Leasing-Verhältnissen, setzt sie die überlassenen Vermögenswerte weiterhin in ihrer Bilanz an. Die erhaltenen Leasing-Raten werden erfolgswirksam erfasst. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Funktürmen oder Gebäudeflächen. Die Verträge haben eine Vertragslaufzeit von durchschnittlich 15 Jahren. Die künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen aus unkündbaren Operating Leasing-Verhältnissen können der folgenden TABELLE 161 entnommen werden:

T 161 in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
FÄLLIGKEIT    
Bis 1 Jahr 314 275
1 bis 3 Jahre 380 382
3 bis 5 Jahre 289 302
Über 5 Jahre 507 603
  1 490 1 562

35 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die folgende TABELLE 162 gibt einen Überblick über die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen Telekom:

T 162 in Mio. €

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  31.12.2014
  Summe Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Bestellobligo für Sachanlagevermögen 2 103 1 683 403 17
Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte 1 036 887 149 0
Abgeschlossene Einkaufsverpflichtungen für Vorräte 5 287 2 699 2 588 0
Sonstiges Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen 8 717 4 759 3 126 832
Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen gegenüber der Postbeamtenversorgungskasse 5 137 545 1 970 2 622
Andere sonstige Verpflichtungen 1 025 274 751 0
  23 305 10 847 8 987 3 471

36 ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG SHARE MATCHING PLAN

Im Geschäftsjahr 2011 sind bestimmte Führungskräfte vertraglich dazu verpflichtet worden, mindestens 10 bis maximal 33,3 % des ausgezahlten variablen kurzfristigen Gehaltsbestandteils, der sich nach dem Grad der Zielerreichung der für das Geschäftsjahr fixierten Zielvorgabe jeder Person bestimmt (Variable I), in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments der entsprechenden Person erworbene Aktie eine zusätzliche Aktie gewähren (Share Matching Plan). Nach Ablauf einer vierjährigen Haltefrist werden diese dem Planberechtigten zugeteilt.

Zum Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands, die ebenfalls am Share Matching Plan beteiligt sind, wird auf die Angabe 40 verwiesen.

ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG BEI T-MOBILE US

Im Geschäftsjahr 2013 verabschiedeten das Board of Directors und die Anteilseigner der T-Mobile US den Omnibus Incentive Plan 2013, durch den die Emission von bis zu 63 MIO. Aktien der T-Mobile US genehmigt wurde. Im Rahmen dieses Plans kann die Gesellschaft Aktienoptionen, Stock Appreciation Rights, Restricted Stock, Restricted Stock Units und Leistungsprämien an Mitarbeiter, Berater sowie Direktoren ohne Mitarbeiterstatus ausgeben. Am 31. Dezember 2014 waren 37 MIO. Aktien der T-Mobile US für die zukünftige Ausgabe für diese Programme verfügbar.

Im Jahr 2013 begab T-Mobile US Restricted Stock Units (RSUs) an berechtigte Mitarbeiter. RSUs berechtigen den Planteilnehmer, am Ende eines Erdienungszeitraums über bis zu dreieinhalb Jahren Aktien der T-Mobile US zu erhalten.

Im Jahr 2013 begab die Gesellschaft ebenfalls leistungsabhängige Performance Stock Units (PSUs) an berechtigte Top-Führungskräfte der Gesellschaft. PSUs berechtigen den Planteilnehmer, am Ende eines Erdienungszeitraums von über bis zu 2,5 Jahren Aktien der T-Mobile US zu erhalten, wenn ein bestimmtes Leistungsziel erreicht wurde. Die Zahl der letztlich zu erhaltenen Aktien ist abhängig von einer vorher festgelegten Performance des Operating Free Cashflows sowie des Total Shareholder Returns der Gesellschaft im Vergleich zu einer definierten Vergleichsgruppe.

Aus dem Plan resultierten die folgenden Aktienentwicklungen der T-Mobile US:

T 163

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  Aktien in Stück Gewichteter durchschnittlicher Fair Value am Gewährungstag in US-$
Noch nicht erdiente Aktien 1. Januar 2014 22 949 165 22,14
Gewährt 5 199 290 28,52
Erdient (6 296 107) 21,21
Verfallen (1 900 259) 21,53
Noch nicht erdiente Aktien 31. Dezember 2014 19 952 089 24,15

Das Programm wurde zum beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung bewertet und die Kosten als Aufwand gemäß einem stufenweisen Erdienungsplan über die jeweilige Dienstzeit erfasst, abzüglich der zu erwartenden verfallenden Aktien. Der beizulegende Zeitwert der Aktienzuteilungen für die RSUs basiert auf dem Schlusskurs der Aktie der T-Mobile US am Tag der Gewährung. Der beizulegende Zeitwert der Aktienzuteilungen für die PSUs wurde mittels des Monte-Carlo Modells ermittelt. Der Aufwand für die aktienbasierte Vergütung betrug zum 31. Dezember 2014 159 MIO. € (31. Dezember 2013: 112 MIO. €).

Vor dem Zusammenschluss hatte MetroPCS eine Reihe von Aktienoptionsplänen ausgegeben (Predecessor Plans). Im Zuge des Erwerbs von MetroPCS wurden die Pläne geändert. Nach der Verabschiedung des Omnibus Incentive Plan 2013 der T-Mobile US dürfen keine neuen Zuteilungen im Rahmen der Predecessor Plans mehr vorgenommen werden.

Aus diesem Plan resultierten die folgenden Entwicklungen der Optionsrechte auf Aktien an der T-Mobile US:

T 164

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  Aktien in Stück Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis in US-$ Gewichtete durchschnittliche vertragliche Restlaufzeit in Jahren
Ausstehende/ausübbare Aktienoptionen 1. Januar 2014 6 333 020 24,64  
Ausgeübt (1 496 365) 17,95  
Verfallen (487 743) 42,41  
Ausstehende/ausübbare Aktienoptionen 31. Dezember 2014 4 348 912 24,96 3,7

Im Geschäftsjahr 2014 erzeugten die Ausübungen Einzahlungen in Höhe von 17 MIO. € (27 MIO. US-$) (2013: 102 MIO. € (137 MIO. US-$)).

37 FINANZINSTRUMENTE UND RISIKO-MANAGEMENT

T 165 Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien in Mio. €

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      Wertansatz Bilanz nach IAS 39
  Bewertungs-
kategorie nach IAS 39
Buchwert 31.12.2014 Fortgeführte Anschaffungs-
kosten
Anschaffungs-
kosten
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
AKTIVA            
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 7 523 7 523      
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 10 262 10 262      
Ausgereichte Darlehen und Forderungen LaR/n. a. 3 224 2 997      
davon: Gezahlte Collaterals LaR 527 527      
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte            
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen HtM 10 10      
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertea AfS 683   122 561  
Derivative finanzielle Vermögenswerteb            
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 835       835
davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte sowie Wandlungsrechte FAHfT 183       183
Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 508     286 222
PASSIVAc            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 9 631 9 631      
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten FLAC 44 219 44 219      
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 3 676 3 676      
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen FLAC 946 946      
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 1 775 1 775      
davon: Erhaltene Collaterals FLAC 486 486      
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 2 055 2 055      
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing n. a. 1 461        
Derivative finanzielle Verbindlichkeitenb            
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 664       664
Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 431     423 8
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39            
Kredite und Forderungen/Loans and Receivables LaR 20 782 20 782      
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/Held-to-Maturity Investments HtM 10 10      
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/Available-for-Sale Financial Assetsa AfS 683   122 561  
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/Financial Assets Held for Trading FAHfT 835       835
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/Financial Liabilities Measured at Amortized Cost FLAC 62 302 62 302      
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/Financial Liabilities Held for Trading FLHfT 664       664
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          Wertansatz Bilanz nach IAS 39
  Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Beizulegender Zeitwert 31.12.2014d Bewertungs-
kategorie nach IAS 39
Buchwert 31.12.2013 Fortgeführte Anschaffungs-
kosten
Anschaffungs-
kosten
AKTIVA            
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   - LaR 7 970 7 970  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   - LaR 7 580 7 580  
Ausgereichte Darlehen und Forderungen 227 3 256 LaR/n. a. 2 672 2 469  
davon: Gezahlte Collaterals   - LaR 941 941  
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte            
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen   - HtM 12 12  
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertea   561 AfS 652   280
Derivative finanzielle Vermögenswerteb            
Derivate ohne Hedge-Beziehung   835 FAHfT 596    
davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte sowie Wandlungsrechte   183 FAHfT 158    
Derivate mit Hedge-Beziehung   508 n. a. 175    
PASSIVAc            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   - FLAC 7 231 7 231  
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten   49 402 FLAC 40 535 40 535  
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   3 788 FLAC 4 105 4 105  
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen   1 106 FLAC 1 072 1 072  
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten   1 836 FLAC 891 891  
davon: Erhaltene Collaterals   - FLAC 40 40  
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten   - FLAC 1 967 1 967  
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing 1 461 1 869 n. a. 1 446    
Derivative finanzielle Verbindlichkeitenb            
Derivate ohne Hedge-Beziehung   664 FLHfT 581    
Derivate mit Hedge-Beziehung   431 n. a. 1 002    
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39            
Kredite und Forderungen/Loans and Receivables   3 029 LaR 18 019 18 019  
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/Held-to-Maturity Investments   - HtM 12 12  
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/Available-for-Sale Financial Assetsa   561 AfS 652   280
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/Financial Assets Held for Trading   835 FAHfT 596    
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/Financial Liabilities Measured at Amortized Cost   56 132 FLAC 55 801 55 801  
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/Financial Liabilities Held for Trading   664 FLHfT 581    
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  Wertansatz Bilanz nach IAS 39    
  Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Beizulegender Zeitwert 31.12.2013d
AKTIVA        
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente       -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen       -
Ausgereichte Darlehen und Forderungen     203 -
davon: Gezahlte Collaterals       -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte        
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen       -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertea 372     372
Derivative finanzielle Vermögenswerteb        
Derivate ohne Hedge-Beziehung   596   596
davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte sowie Wandlungsrechte   158   158
Derivate mit Hedge-Beziehung 113 62   175
PASSIVAc        
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen       -
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten       44 631
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten       4 219
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen       1 230
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten       881
davon: Erhaltene Collaterals       -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten       -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing     1 446 1 768
Derivative finanzielle Verbindlichkeitenb        
Derivate ohne Hedge-Beziehung   581   581
Derivate mit Hedge-Beziehung 726 276   1 002
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39        
Kredite und Forderungen/Loans and Receivables       -
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/Held-to-Maturity Investments       -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/Available-for-Sale Financial Assetsa 372     372
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/Financial Assets Held for Trading   596   596
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/Financial Liabilities Measured at Amortized Cost       50 961
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/Financial Liabilities Held for Trading   581   581

a Vgl. dazu ausführlich Angabe 8 "Sonstige finanzielle Vermögenswerte".
b Zu Einzelheiten wird auf die Aufstellung derivativer Finanzinstrumente in diesem Abschnitt verwiesen.
c Bezüglich der zum Stichtag bestehenden Finanzgarantien und Kreditzusagen wird auf die weiteren Angaben in diesem Abschnitt verwiesen.
d Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurde die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29a in Anspruch genommen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 1,6 MRD. € (31. Dezember 2013: 1,0 MRD. €) enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, deren beizulegende Zeitwerte jedoch angegeben werden

T 166 in Mio. €

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  31.12.2014
  Level 1 Eingangsparameter als Preise auf aktiven Märkten Level 2 Andere Eingangsparameter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind Level 3 Nicht beobachtbare Eingangsparametera Summe
AKTIVA        
Ausgereichte Darlehen und Forderungen   3 256   3 256
PASSIVA        
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) 41 121 14 828 183 56 132
davon: Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 41 121 8 098 183 49 402
davon: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   3 788   3 788
davon: Verbindlichkeiten gegenüber Nicht- Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen   1 106   1 106
davon: Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten   1 836   1 836
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing   1 869   1 869
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  31.12.2013
  Level 1 Eingangsparameter als Preise auf aktiven Märkten Level 2 Andere Eingangsparameter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind Level 3 Nicht beobachtbare Eingangsparameter Summe
AKTIVA        
Ausgereichte Darlehen und Forderungen       -
PASSIVA        
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) 38 026 12 935   50 961
davon: Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 38 026 6 605   44 631
davon: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   4 219   4 219
davon: Verbindlichkeiten gegenüber Nicht- Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen   1 230   1 230
davon: Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten   881   881
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing   1 768   1 768

a Abspaltung eingebetteter Derivate; beizulegender Zeitwert des Gesamtinstruments ist als Level 1 zu klassifizieren.

Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

T 167 in Mio. €

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  31.12.2014
  Level 1 Eingangsparameter als Preise auf aktiven Märkten Level 2 Andere Eingangsparameter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind Level 3 Nicht beobachtbare Eingangsparameter Summe
AKTIVA        
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 348 5 208 561
Financial Assets Held for Trading (FAHfT)   652 183 835
Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung   508   508
PASSIVA        
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT)   664   664
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung   431   431
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  31.12.2013
  Level 1 Eingangsparameter als Preise auf aktiven Märkten Level 2 Andere Eingangsparameter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind Level 3 Nicht beobachtbare Eingangsparameter Summe
AKTIVA        
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 365 7   372
Financial Assets Held for Trading (FAHfT)   596   596
Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung   175   175
PASSIVA        
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT)   581   581
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung   1 002   1 002

Von den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (AfS) der sonstigen originären finanziellen Vermögenswerte bilden die Instrumente, die in Level 1 und Level 2 ausgewiesen sind, verschiedene Klassen. In Level 1 werden 348 MIO. € (31. Dezember 2013: 365 MIO. €) ausgewiesen, die größtenteils auf börsennotierte Staatsanleihen entfallen, deren beizulegende Zeitwerte jeweils den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag entsprechen.

Bei den Level 3 zugeordneten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten der sonstigen originären finanziellen Vermögenswerte handelt es sich um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis der besten verfügbaren Informationen zum Abschluss-Stichtag erfolgt. Die größte Relevanz messen wir dabei grundsätzlich erfolgten Transaktionen über Anteile an den betreffenden Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem werden erfolgte Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche Informationen letztlich für die Bewertung verwendet werden, ist sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen Transaktion zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die Transaktion zu marktüblichen Konditionen erfolgte. Bei Beteiligungen mit einem Buchwert von 192 MIO. € fanden in hinreichender zeitlicher Nähe vor dem Abschluss-Stichtag Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen zu marktüblichen Konditionen statt, weshalb die dort vereinbarten Anteilspreise nach unserer Einschätzung unangepasst für die Bewertung zum 31. Dezember 2014 heranzuziehen waren. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 16 MIO. € fanden in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag keine marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen statt. Aus diesem Grund erfolgte ihre Bewertung auf Basis von in hinreichender zeitlicher Nähe vor dem Abschluss-Stichtag erfolgten marktüblichen Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen. Hierbei wurden Multiples auf die Bezugsgrößen Umsatzerlöse (Bandbreite von 0,52 bis 3,5) und EBIT (Bandbreite von 6,6 bis 39,75) angewendet, wobei im Regelfall der jeweilige Median verwendet wurde. Wäre als Multiple der jeweilige Wert des 2/3-Quantils (des 1/3-Quantils) verwendet worden, so wäre bei unveränderten Bezugsgrößen der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag um insgesamt 5 MIO. € höher (um 6 MIO. € niedriger) gewesen. Wären die verwendeten Bezugsgrößen um 10 % höher (niedriger) gewesen, so wäre bei unveränderten Multiples der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag um insgesamt 1 MIO. € höher (um 1 MIO. € niedriger) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Beteiligungen im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von 54 MIO. € für unrealisierte Verluste erfasst. Die Neubewertung der Beteiligungen erfolgt aus Praktikabilitätsgründen nicht jährlich, sofern auf Basis der periodisch erfolgenden Einzelanalyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Beteiligungsgesellschaften keine Hinweise auf wesentliche Änderungen der beizulegenden Zeitwerte vorliegen. Im Vorjahr wurden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode siehe nachfolgende TABELLE 168.

Die Zuordnung der börsennotierten Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten zu Level 1 oder Level 2 erfolgt auf Basis der Höhe des Handelsvolumens für das jeweilige Instrument. In EUR oder USD denominierte Emissionen mit relativ großem Emissionsvolumen sind regelmäßig als Level 1 zu qualifizieren, die übrigen regelmäßig als Level 2. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 1 zugeordneten Instrumente entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 2 zugeordneten Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen, sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.

Da für die im Bestand befindlichen, Level 2 zugeordneten derivativen Finanzinstrumente mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare Input-Parameter in die Bewertung einfließen. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei finden zum Abschluss-Stichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als Wechselkurse werden die am Abschluss-Stichtag geltenden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price.

Bei den Level 3 zugeordneten Financial Assets Held for Trading (FAHfT) handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 183 MIO. € um in von T-Mobile US emittierte Anleihen eingebettete Optionen. Die durch T-Mobile US jederzeit ausübbaren Optionen ermöglichen die vorzeitige Tilgung der Anleihen zu einem festgelegten Ausübungspreis. Für die Anleihen als Gesamtinstrumente sind zwar regelmäßig und auch am Abschluss-Stichtag beobachtbare Marktpreise verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Nachdem für Zwecke der Optionsbewertung in Vorperioden keine wesentlichen Anpassungen der beobachtbaren Input-Parameter vorzunehmen waren, wichen zum Abschluss-Stichtag die laufzeitadäquaten historischen Zinsvolatilitäten von Anleihen der T-Mobile US und vergleichbaren Emittenten wesentlich ab von am Abschluss-Stichtag beobachtbaren laufzeitadäquaten Marktzinsvolatilitäten. Nach unserer Einschätzung haben zum Abschluss-Stichtag diese historischen Zinsvolatilitäten eine höhere Relevanz als die aktuellen Marktzinsvolatilitäten. Aus diesem Grund wurden die historischen Zinsvolatilitäten für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag verwendet, weshalb erstmals nicht beobachtbare Input-Parameter in die Bewertung einflossen. Da die verwendeten Zinsvolatilitäten als nicht beobachtbar zu qualifizieren sind, können vor dem Hintergrund der Tatsache, dass für die Gesamtinstrumente beobachtbare Marktpreise verfügbar sind, auch die von T-Mobile US über die risikolosen Zinsen hinaus zu zahlenden laufzeitadäquaten Zinsaufschläge (Spreads) nicht als Level 2-Input-Faktoren qualifiziert werden, sondern sind Level 3 zuzuordnen. Die der Bewertung zum Abschluss-Stichtag zugrunde gelegten historischen Zinsvolatilitäten lagen zwischen 18 und 22 %, die aus aktuellen Marktpreisen von Anleihen der T-Mobile US ermittelten Spreads zwischen 3,7 und 4,2 %. Wären für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag um 10 % höhere (niedrigere) Zinsvolatilitäten verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei unveränderten Spreads der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet insgesamt 131 MIO. € höher (um 112 MIO. € niedriger) gewesen. Wären für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag um 100 Basispunkte höhere (niedrigere) Spreads verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei unveränderten Zinsvolatilitäten der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet insgesamt 99 MIO. € niedriger (um 163 MIO. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Ertrag) von in Euro umgerechnet 75 MIO. € für unrealisierte Gewinne erfasst. Die letztmalige Zuordnung zu Level 2 erfolgte zum 30. September 2014. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode siehe nachfolgende TABELLE 168.

Bei den Level 3 zugeordneten Financial Assets Held for Trading handelt es sich mit einem Buchwert von weniger als 1 MIO. € um Aktienoptionen, die eingebettet sind in im Dezember 2014 von T-Mobile US emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock (siehe Angabe 10 "Finanzielle Verbindlichkeiten"). Die Mandatory Convertible Preferred Stock werden bei Laufzeitende 2017 in eine variable Anzahl von Aktien der T-Mobile US umgetauscht und nach IFRS nicht als Eigenkapital, sondern als Fremdkapital bilanziert. Das Gesamtinstrument wird aufgespalten in ein zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziertes Schuldinstrument (Anleihe) und ein erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziertes eingebettetes Derivat. Dieses Derivat umfasst neben der Wandlung am Laufzeitende auch die den Investoren eingeräumten vorzeitigen Wandlungsrechte. Für die Mandatory Convertible Preferred Stock als Gesamtinstrument ist zum Abschluss-Stichtag ein beobachtbarer Marktpreis verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Bei der Bewertung der Anleihekomponente zum Abschluss-Stichtag wurde aufgrund der großen zeitlichen Nähe zum Emissionszeitpunkt die zwischenzeitliche Veränderung des Spreads von durch T-Mobile US und vergleichbaren Emittenten ausgegebenen Anleihen zugrunde gelegt. Die daraus resultierende Differenz zum Marktpreis des Gesamtinstruments am Abschluss-Stichtag stellt den beizulegenden Zeitwert des Derivats dar. Der Marktpreis des Gesamtinstruments und seiner Komponenten ist im Wesentlichen abhängig von der Entwicklung des Aktienkurses der T-Mobile US sowie des Marktzinsniveaus. Wäre am Abschluss-Stichtag aufgrund eines veränderten Aktienkurses der T-Mobile US der Marktpreis für das Gesamtinstrument um 10 % höher (niedriger) gewesen, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet 86 MIO. € niedriger (höher) gewesen. Wäre für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag ein um 100 Basispunkte höherer (niedrigerer) Spread verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet 23 MIO. € niedriger (um 24 MIO. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von in Euro umgerechnet 35 MIO. € für unrealisierte Verluste erfasst. Zur Entwicklung des Buchwerts in der Berichtsperiode siehe nachfolgende TABELLE 168. Die Wertentwicklung zwischen Emissionszeitpunkt und Abschluss-Stichtag ist im Wesentlichen auf den erfolgten Anstieg des Aktienkurses der T-Mobile US zurückzuführen.

T 168 Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte in Mio. €

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  Available-for-Sale Financial Assets (AfS) Financial Assets Held for Trading (FAHfT): In Anleihen eingebettete Optionen auf vorzeitige Tilgung Financial Assets Held for Trading (FAHfT): In Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsoptionen
Buchwert zum 1. Januar 2014 0 0 0
Zugänge (inkl. erstmaliger Klassifizierung als Level 3) 237 104 35
Erfolgswirksam erfasste Wertminderungen (54) 0 (35)
Erfolgswirksam erfasste Werterhöhungen 0 75 0
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste negative Wertänderungen (16) 0 0
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste positive Wertänderungen 60 0 0
Abgänge (19) 0 0
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Kursdifferenzen 0 4 0
BUCHWERT ZUM 31. DEZEMBER 2014 208 183 0

T 169 Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien in Mio. €

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  Erfolgswirksam aus Zinsen, Dividenden Erfolgswirksam aus der Folgebewertung Erfolgsneutral aus der Folgebewertung Erfolgswirksam aus Abgang
  zum beizulegenden Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung zum beizulegenden Zeitwert  
Loans and Receivables (LaR) 16   1 865 (602)    
Held-to-Maturity Investments (HtM)            
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 7     (132) 41 20
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) n. a. 435        
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (2 446)   (2 255)     29
  (2 423) 435 (390) (734) 41 49
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  Nettoergebnis
  2014
Loans and Receivables (LaR) 1 279
Held-to-Maturity Investments (HtM) -
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) (64)
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) 435
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (4 672)
  (3 022)
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  Erfolgswirksam aus Zinsen, Dividenden Erfolgswirksam aus der Folgebewertung Erfolgsneutral aus der Folgebewertung Erfolgswirksam aus Abgang
  zum beizulegenden Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung zum beizulegenden Zeitwert  
Loans and Receivables (LaR) 20   (1 051) (573)    
Held-to-Maturity Investments (HtM)            
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 11     (29) (4) 30
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) n. a. (451)        
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (2 248)   1 220      
  (2 217) (451) 169 (602) (4) 30
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  Nettoergebnis
  2013
Loans and Receivables (LaR) (1 604)
Held-to-Maturity Investments (HtM) -
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 8
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) (451)
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (1 028)
  (3 075)

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis, die Dividenden im sonstigen Finanzergebnis (Beteiligungsergebnis) ausgewiesen (vgl. Angabe 22 "Zinsergebnis" und Angabe 24 "Sonstiges Finanzergebnis"). Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst die Deutsche Telekom im sonstigen Finanzergebnis. Davon ausgenommen sind die der Bewertungskategorie Loans and Receivables zuzuordnenden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vgl. Angabe 2 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen"), die unter den Vertriebskosten ausgewiesen werden. In das Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie Held for Trading zugeordnet sind (Gewinne in Höhe von netto 435 MIO. €), gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Gewinne aus der Währungsumrechnung von den der Bewertungskategorie Loans and Receivables zugeordneten finanziellen Vermögenswerten in Höhe von netto 1 865 MIO. € resultieren überwiegend aus der konzerninternen Weiterleitung von Darlehen, welche die Finanzierungsgesellschaft der Deutschen Telekom, die Deutsche Telekom International Finance B.V., in Fremdwährung am Kapitalmarkt aufnimmt. Diesen stehen entsprechende Währungskursverluste aus den Kapitalmarktverbindlichkeiten gegenüber (2 255 MIO. €). Hierin enthalten sind Währungsgewinne aus Derivaten, die die Deutsche Telekom im Rahmen des Hedge Accountings als Sicherungsinstrumente im Währungsbereich eingesetzt hat (331 MIO. €; 2013: Währungsverluste von 98 MIO. €). Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (Aufwendungen in Höhe von netto 2 446 MIO. €) schließt im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Anleihen und aus sonstigen (verbrieften) Finanzverbindlichkeiten ein. Ferner werden darunter auch Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung und Zinserträge aus der Abzinsung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen subsumiert. Nicht enthalten sind jedoch die Zinsaufwendungen und Zinserträge aus Zinsderivaten, welche die Deutsche Telekom in der Berichtsperiode im Rahmen von Fair Value Hedges als Sicherungsinstrumente zur Absicherung des Zeitwertrisikos finanzieller Verbindlichkeiten eingesetzt hat (vgl. Angabe 22 "Zinsergebnis").

Grundsätze des Risiko-Managements.

Die Deutsche Telekom unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse, der Zinssätze und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risiko-Managements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente (Sicherungsgeschäfte) eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h., für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsinstrumente grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen. Zudem wird über eine Limitverwaltung das Ausfallrisiko bei Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert minimiert, indem abhängig vom Rating, der Aktienkursentwicklung und Credit Default Swap-Level des Kontrahenten individuell bestimmte relative und absolute Größen des Risikoausmaßes festgelegt werden.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management obliegen der Konzern-Treasury. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risikoausmaßes informiert wird.

Die Treasury betrachtet das effektive Management des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben. Um die Auswirkungen unterschiedlicher Gegebenheiten am Markt einschätzen zu können, werden Simulationsrechnungen unter Verwendung verschiedener Worst Case- und Markt-Szenarien vorgenommen.

Währungsrisiken.

Die Währungskursrisiken der Deutschen Telekom resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d. h. die Risiken, die aus der Umrechnung des Abschlusses der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann die Deutsche Telekom jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko besichern.

Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich resultieren u. a. aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen. Die Deutsche Telekom sichert diese Risiken. Falls die Risikoposition 100 MIO. € übersteigt, obliegt die Sicherungsstrategie einer speziellen Entscheidung des Vorstands. Liegt die Risikoposition unter 100 MIO. €, führt die Konzern-Treasury die Währungssicherung selbstständig durch. Zum Abschluss-Stichtag unterlag die Deutsche Telekom keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.

Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Die Treasury sichert diese Risiken vollständig. Zur Umwandlung von auf fremde Währung lautenden finanziellen Verpflichtungen und konzerninternen Darlehen in die funktionalen Währungen der Konzernunternehmen werden Zins-/Währungs-Swaps und Devisenderivate eingesetzt.

Zum Abschluss-Stichtag bestehen die auf ausländische Währungen lautenden Verbindlichkeiten, für die Währungsrisiken gesichert sind, in erster Linie aus Anleihen und Medium Term Notes in Australischen Dollar, Britischen Pfund, Japanischen Yen, Norwegischen Kronen, Schweizer Franken und US-Dollar. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschluss-Stichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.

Im operativen Bereich wickeln die Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Auszahlungen, die außerhalb der jeweiligen funktionalen Währung erfolgen, führen zu Fremdwährungsrisiken im Konzern. Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen für die Beschaffung von Netztechnik und Mobilfunk-Geräten sowie Zahlungen an internationale Telekommunikationsgesellschaften für die Bereitstellung von Anschlussleistungen. Zur Sicherung setzt die Deutsche Telekom Devisenderivate oder vereinzelt Devisenoptionen ein. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschluss-Stichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Währungsrisiken unterliegt die Deutsche Telekom Zinsänderungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschluss-Stichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschluss-Stichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die Deutsche Telekom Finanzinstrumente kontrahiert hat.

Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen, unverzinsliche Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Währungskursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.

Im Bestand befindliche unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und demnach mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 verbunden.

Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in funktionaler Währung erfasst oder mittels Derivateeinsatz in die funktionale Währung überführt. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.

Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden.

Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Net Investment Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsinstrument vollständig in derselben Periode im Eigenkapital aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden.

Zins-/Währungs-Swaps sind stets originären Grundgeschäften zugeordnet, sodass auch aus diesen Instrumenten keine Währungswirkungen entstehen.

Die Deutsche Telekom ist demnach nur Währungsrisiken aus bestimmten Devisenderivaten ausgesetzt. Dabei handelt es sich zum einen um Devisenderivate, die in eine wirksame Cashflow Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind. Kursänderungen der diesen Geschäften zugrunde liegenden Währungen haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und auf den beizulegenden Zeitwert dieser Sicherungsinstrumente. Zum anderen handelt es sich um die Devisenderivate, welche weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind. Diese Derivate dienen der Sicherung von Planpositionen. Kursänderungen der solchen Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Währungen wirken sich auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert) aus.

Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar und dem Britischen Pfund zum 31. Dezember 2014 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente vor Steuern um 21 MIO. € höher (niedriger) (31. Dezember 2013: 56 MIO. € höher (niedriger)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 21 MIO. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR/USD: 35 MIO. € und EUR/GBP: -14 MIO. €.

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2014 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären das sonstige Finanzergebnis und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente vor Steuern um 115 MIO. € höher (niedriger) (31. Dezember 2013: 64 MIO. € höher (niedriger)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 115 MIO. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR/PLN: 68 MIO. €, EUR/CZK: 29 MIO. € und EUR/HUF: 12 MIO. €.

Zinsrisiken.

Die Deutsche Telekom unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Euro-Zone und in den USA. Um die Auswirkungen von Zinsschwankungen in diesen Regionen zu minimieren, managt die Deutsche Telekom das Zinsrisiko für die auf Euro und den US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten getrennt. Einmal im Jahr legt der Vorstand für den Planungszeitraum von mindestens drei Jahren die gewünschte Mischung aus fest und variabel verzinslichen Netto-Finanzverbindlichkeiten fest. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury Zinsderivate ein, um so die Zinsausstattung für die Netto-Finanzverbindlichkeiten der vom Vorstand vorgegebenen Zusammensetzung anzupassen.

Aufgrund der derivativen Sicherungsinstrumente waren in 2014 durchschnittlich 60 % (2013: 64 %) der auf Euro lautenden und 93 % (2013: 76 %) der auf US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten festverzinslich. Der durchschnittliche Wert ist repräsentativ für das Gesamtjahr. Da T-Mobile US als selbstfinanzierende Gesellschaft für die "Nettoposition USD" verantwortlich ist und ein höherer Fixanteil für High-Yield-Emittenten durchaus marktüblich und sinnvoll ist, wurden in 2014 keine Zinssteuerungsmaßnahmen für den US-Dollar beschlossen und umgesetzt.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die zinsbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind zinsbedingte Marktbewertungsänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft weitestgehend ergebnisneutral und unterliegen deshalb keinen Zinsänderungsrisiken.

Marktzinssatzänderungen betreffen bei Zinsderivaten in Fair Value Hedges jedoch die Höhe der Zinszahlungen, wirken sich damit auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein.

Marktzinssatzänderungen bei Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Marktzinssatzänderungen bei Zinsderivaten (Zins-Swaps, Zins-/Währungs-Swaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Währungsderivate unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und haben daher keinen Einfluss auf die Zinssensitivitäten.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 301 MIO. € (31. Dezember 2013: 176 MIO. €) geringer gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 366 MIO. € (31. Dezember 2013: 176 MIO. €) höher gewesen. In dieser Simulation enthalten sind die Effekte aus den vorstehend dargestellten, Level 3 zugeordneten Finanzinstrumenten. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von -301 MIO. € bzw. +366 MIO. € ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus Zinsderivaten von -289 MIO. € bzw. +354 MIO. € und originären variabel verzinslichen Finanzschulden von -12 MIO. € bzw. +12 MIO. €. Die potenziellen Effekte aus Zinsderivaten werden teilweise kompensiert durch gegenläufige Wertentwicklungen bei nicht derivativen Finanzinstrumenten, die jedoch aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften nicht abgebildet werden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre die Sicherungsrücklage im Eigenkapital vor Steuern um 97 MIO. € (31. Dezember 2013: 184 MIO. €) höher (geringer) gewesen.

Sonstige Preisrisiken.

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage.

Neben den vorstehend dargestellten wertbildenden Faktoren der Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente existierten zum 31. Dezember 2014, wie auch schon zum 31. Dezember 2013, keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken.

Ausfallrisiken.

Die Deutsche Telekom ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Finanzierungsbereich werden Geschäfte grundsätzlich nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen, verbunden mit einem laufenden Bonitäts-Management-System. Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Das Geschäft mit Großkunden, insbesondere internationalen Carriern, unterliegt einer gesonderten Bonitätsüberwachung. Gemessen an dem gesamten Risikoausmaß aus dem Ausfallrisiko sind die Forderungen gegenüber diesen Kontrahenten jedoch nicht so groß, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden.

T 170 in Mio. €

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  31.12.2014
  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Derivative finanzielle Vermögenswerte Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegende Bruttobeträge 301 347 1 160 1 095
In der Bilanz nach IAS 32.42 saldierte Beträge (102) (102) - -
In der Bilanz ausgewiesene Nettobeträge 199 245 1 160 1 095
Beträge, die einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen und die nicht alle Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32.42 erfüllen (11) (11) (1 108) (1 091)
davon: Beträge im Zusammenhang mit angesetzten Finanzinstrumenten (11) (11) (624) (624)
davon: Beträge im Zusammenhang mit finanziellen Sicherheiten (einschließlich Barsicherheiten) - - (484) (467)
NETTOBETRÄGE 188 234 52 4
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  31.12.2013
  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Derivative finanzielle Vermögenswerte Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegende Bruttobeträge 410 362 613 1 583
In der Bilanz nach IAS 32.42 saldierte Beträge (177) (177) - -
In der Bilanz ausgewiesene Nettobeträge 233 185 613 1 583
Beträge, die einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen und die nicht alle Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32.42 erfüllen (18) (18) (610) (1 514)
davon: Beträge im Zusammenhang mit angesetzten Finanzinstrumenten (18) (18) (574) (574)
davon: Beträge im Zusammenhang mit finanziellen Sicherheiten (einschließlich Barsicherheiten) - - (36) (940)
NETTOBETRÄGE 215 167 3 69

Saldierungen werden v. a. für Forderungen und Verbindlichkeiten bei der Deutschen Telekom AG sowie der Telekom Deutschland GmbH für die Durchleitung von internationalen Telefongesprächen im Festnetz und bei Roaming-Gebühren im Mobilfunknetz vorgenommen.

Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet und es verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Von Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die Deutsche Telekom entsprechend der in Angabe 1 "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" genannten Collateralverträge frei verfügbare Barmittel, die das Ausfallrisiko weiter reduzierten.

An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die Deutsche Telekom im Rahmen von Collateralverträgen Barsicherheiten. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Den gezahlten Barsicherheiten (Collaterals) (vgl. Angabe 8 "Sonstige finanzielle Vermögenswerte") stehen am Abschluss-Stichtag in Höhe von 467 MIO. € entsprechende negative Nettoderivatepositionen gegenüber, weshalb sie in dieser Höhe zum Abschluss-Stichtag keinen Ausfallrisiken unterlagen. Die gezahlten Collaterals sind unter den ausgereichten Darlehen und Forderungen innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten bilden die gezahlten Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen Vermögenswerten. Ebenso bilden die unter den sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten innerhalb der finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen erhaltenen Collaterals aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten eine eigene Klasse von finanziellen Verbindlichkeiten.

Bei von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom emittierten Anleihen hat gemäß Anleihebedingungen diese Tochtergesellschaft das Recht, die Anleihen zu bestimmten Konditionen vorzeitig zu kündigen. Diese Kündigungsrechte stellen eingebettete Derivate dar und werden separat als derivative finanzielle Vermögenswerte bilanziert. Bei von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom emittierten Mandatory Convertible Preferred Stock stellen die enthaltenen Wandlungsrechte ein eingebettetes Derivat dar und werden separat als derivatives Finanzinstrument bilanziert. Da diese Kündigungs- und Wandlungsrechte keinem Ausfallrisiko unterliegen, bilden sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Darüber hinaus existieren keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindernden Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht somit deren Buchwert.

Des Weiteren ist die Deutsche Telekom auch durch die Gewährung finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Zum Abschluss-Stichtag waren Garantiebeträge im Nominalvolumen von insgesamt 50 MIO. € (31. Dezember 2013: 70 MIO. €) zugesagt, die zugleich das maximale Ausfallrisiko darstellen.

Zum Abschluss-Stichtag deuten keinerlei Anzeichen darauf hin, dass der Deutschen Telekom aus einer finanziellen Garantie ein Verlust droht.

Risiken aus Finanzierungs- und Kreditzusagen.

Die Deutsche Telekom hat dem Joint Venture EE im Berichtszeitraum erneut zu marktüblichen Konditionen eine noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusage über einen Höchstbetrag von 225 MIO. GBP gewährt. Die Kreditlinie kann jederzeit in Anspruch genommen werden und hat eine Laufzeit bis zum 16. November 2015. Die Kreditlinie verlängert sich um jeweils zwölf Monate, wenn sie von der Deutschen Telekom nicht mindestens drei Monate vor Laufzeitende gekündigt wird. Der Nominalbetrag von 225 MIO. GBP stellt das maximale Ausfallrisiko aus dieser Kreditzusage dar.

Es liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko der Finanzierungs- und Kreditzusagen mindernden Vereinbarungen vor. Zum Abschluss-Stichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass der Deutschen Telekom ein Verlust droht.

Liquiditätsrisiken.

Vgl. dazu Angabe 10 "Finanzielle Verbindlichkeiten".

SICHERUNGSMASSNAHMEN

Fair Value Hedges.

Zur Sicherung des Zeitwertrisikos festverzinslicher Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom im Wesentlichen Zins-Swaps und Forward Zins-Swaps ("Zahle variabel - Empfange fix") in EUR, GBP, NOK und USD eingesetzt. Als Grundgeschäfte wurden festverzinsliche EUR-, GBP-, NOK- und USD-Anleihen/ MTNs designiert. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen des Euribor-, der GBP-Libor-, NOK-OIBOR bzw. USD-Libor-Swap-Rate ergeben, werden durch die Wertänderungen der Zins-Swaps ausgeglichen. Darüber hinaus ist ein Zins-/Währungs-Swap über 125 MIO. AUD als Fair Value Hedge designiert, der ein festverzinsliches MTN in ein variabel verzinsliches Papier umwandelt. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die festverzinslichen Anleihen in variabel verzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung.

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschluss-Stichtag mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. Zum Abschluss-Stichtag waren alle designierten Sicherungsbeziehungen hinreichend effektiv.

Im Berichtszeitraum wurden neue Fair Value Hedges mit einem Nominalvolumen von insgesamt 3,5 MRD. € zur Reduzierung des Fair Value-Risikos designiert.

Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe TABELLE 171), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 Zinsderivate mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert 0,2 MRD. € (31. Dezember 2013: -0,2 MRD. €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Fair Value Hedges designiert. Aus der Buchwertanpassung der Grundgeschäfte resultieren im Geschäftsjahr 2014 im sonstigen Finanzergebnis erfasste Verluste von 0,4 MRD. € (2013: Gewinne von 0,4 MRD. €), aus den Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte wurden Gewinne von 0,4 MRD. € (2013: Verluste von 0,4 MRD. €) im sonstigen Finanzergebnis erfasst.

Cashflow Hedges - Zinsänderungsrisiken.

Zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos variabel verzinslicher Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom Payer-Zins-Swaps und Forward Payer-Zins-Swaps ("Zahle fix - Empfange variabel") abgeschlossen. Die während des Sicherungszeitraums zu leistenden Zinszahlungen stellen die gesicherten Grundgeschäfte dar und werden auch in diesem Zeitraum erfolgswirksam. Die Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der Euribor- bzw. Libor-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Zins-Swaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die variabel verzinslichen Anleihen in festverzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen enden in den Jahren 2015 bis 2018. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung.

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft.

In der Berichtsperiode wurden Ineffektivitäten in Höhe von insgesamt 19 MIO. € (Ertrag) erfolgswirksam im sonstigen Finanzergebnis erfasst (2013: Aufwand 21 MIO. € ).

Alle designierten Sicherungsbeziehungen waren zum Abschluss-Stichtag hinreichend effektiv.

Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe TABELLE 171), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 Zinsderivate mit einem beizulegenden Zeitwert von -0,3 MRD. € (31. Dezember 2013: -0,3 MRD. €) und einem Nominalvolumen von 3,1 MRD. € (31. Dezember 2013: 5,0 MRD. €) als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von Cashflow Hedges designiert.

Aus der erfolgsneutralen Erfassung der Wertveränderung der Sicherungsinstrumente resultieren im Geschäftsjahr 2014 im Eigenkapital Verluste (vor Steuern) von 97 MIO. € (2013: Gewinne von 36 MIO. €). Im Geschäftsjahr 2014 wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Verluste in Höhe von 77 MIO. € (2013: Verluste in Höhe von 124 MIO. €) erfolgswirksam in das sonstige Finanzergebnis reklassifiziert.

Cashflow Hedges - Währungsrisiken.

Zur Sicherung nicht in funktionaler Währung denominierter Zahlungsströme hat die Deutsche Telekom Devisenderivate und Zins-/Währungs-Swaps abgeschlossen. Die während des Sicherungszeitraums zu leistenden Fremdwährungszahlungen stellen die gesicherten Grundgeschäfte dar und werden auch in diesem Zeitraum erfolgswirksam. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen enden in den Jahren 2015 bis 2033. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. Alle designierten Sicherungsbeziehungen waren zum Abschluss-Stichtag hinreichend effektiv.

Im Berichtszeitraum wurden keine neuen Cashflow Hedges dieser Art designiert.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Devisenderivaten resultierende Gewinne (vor Steuern) von insgesamt 362 MIO. € (2013: Verluste von 199 MIO. €) im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst. Diese Wertänderungen stellen den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung dar. Im Geschäftsjahr 2014 wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Gewinne in Höhe von 338 MIO. € in das sonstige Finanzergebnis und Gewinne in Höhe von 6 MIO. € in das Betriebsergebnis (2013: Verluste von 70 MIO. € in das sonstige Finanzergebnis und Gewinne in Höhe von 16 MIO. € in das Betriebsergebnis) reklassifiziert. Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Abschluss-Stichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden.

Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe TABELLE 171), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 Devisentermingeschäfte mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert -5 MIO. € (31. Dezember 2013: +21 MIO. €), die aus Devisenkäufen im Gesamtvolumen von 0,2 MRD. € und Devisenverkäufen im Gesamtvolumen von 0,4 MRD. € resultieren (31. Dezember 2013: Devisenkäufe 0,3 MRD. € und Devisenverkäufe 0,8 MRD. €), sowie Zins-/Währungs-Swaps mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert 0,1 MRD. € (31. Dezember 2013: -0,3 MRD. €) und einem Gesamtvolumen in Höhe von 4,8 MRD. € (31. Dezember 2013: 4,8 MRD. €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert.

Absicherung einer Nettoinvestition.

Aus der bereits 2012 dedesignierten Absicherung der Nettoinvestition in T-Mobile US gegen Schwankungen des US-Dollar-Kassakurses haben sich in 2014 keinerlei Effekte ergeben. Der Bestand des erfolgsneutral im Eigenkapital (kumuliertes sonstiges Konzernergebnis) erfassten Ergebnisses beträgt unverändert -0,4 MRD. € (vor Steuern).

Derivative Finanzinstrumente.

In der folgenden TABELLE 171 sind die bilanzierten beizulegenden Zeitwerte der verschiedenen derivativen Finanzinstrumente dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob diese in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 (Fair Value Hedge, Cashflow Hedge, Net Investment Hedge) eingebunden sind oder nicht. Sonstige Derivate können zudem eingebettet, d. h. Bestandteil eines zusammengesetzten Instruments, welches einen nicht derivativen Basisvertrag enthält, sein.

T 171 in Mio. €

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  Buchwerte 31.12.2014 Buchwerte 31.12.2013
AKTIVA    
Zins-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 53 54
In Verbindung mit Fair Value Hedges 222 62
In Verbindung mit Cashflow Hedges - -
Devisentermingeschäfte/Devisen-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 67 26
In Verbindung mit Cashflow Hedges 4 24
Zins-/Währungs-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 531 358
In Verbindung mit Fair Value Hedges - -
In Verbindung mit Cashflow Hedges 282 89
Sonstige Derivate in Verbindung mit Cashflow Hedges - -
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehung 1 -
Eingebettete Derivate 183 158
PASSIVA    
Zins-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 235 226
In Verbindung mit Fair Value Hedges - 264
In Verbindung mit Cashflow Hedges 252 336
Devisentermingeschäfte/Devisen-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 229 39
In Verbindung mit Cashflow Hedges 9 3
In Verbindung mit Net Investment Hedges - -
Zins-/Währungs-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 185 316
In Verbindung mit Fair Value Hedges 8 12
In Verbindung mit Cashflow Hedges 162 387
Sonstige Derivate in Verbindung mit Cashflow Hedges - -
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehung 15 -
Eingebettete Derivate - -

Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten

Factoring-Transaktionen mit Übertragung im Wesentlichen aller Chancen und Risiken.

Es besteht eine Factoring-Vereinbarung, gemäß der eine Bank zum Ankauf von kurzfristig fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über ein monatlich revolvierendes Nominalvolumen von insgesamt 300 MIO. € verpflichtet ist. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit bis 2015, wobei die Deutsche Telekom frei entscheiden kann, ob und in welchem Umfang das jeweilige revolvierende Nominalvolumen ausgenutzt wird. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Der von der Deutschen Telekom zu tragende kreditrisikobedingte Maximalverlust ist auf den variablen Kaufpreisabschlag begrenzt, der bei Verkauf von der Bank einbehalten und in Höhe des nicht verbrauchten Teils zurückerstattet wird. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle stellen im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen dar und werden von der jeweiligen Bank getragen. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Das aus Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den per 31. Dezember 2014 verkauften und ausgebuchten Forderungen (Nominalvolumen 167 MIO. €) beträgt 6 MIO. €. Im Ausbuchungszeitpunkt wurde der beizulegende Zeitwert der erwarteten Erstattung des variablen Kaufpreisabschlags abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des erwarteten Verlusts aus dem Spätzahlungsrisiko in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten aktiviert und die verbleibende Differenz aufwandswirksam erfasst. Per 31. Dezember 2014 beträgt der Buchwert des das gesamte anhaltende Engagement der Deutschen Telekom repräsentierenden sonstigen finanziellen Vermögenswerts 2 MIO. € und dessen beizulegender Zeitwert 2 MIO. €. Aus ihrem anhaltenden Engagement hat die Deutsche Telekom mit Bonitätsabschlägen abzüglich Bonifikationen zur Deckung der monatlichen Forderungsausfälle einschließlich Programmgebühren (Zinsen und Bankmarge) im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 51 MIO. € aufwandswirksam erfasst, seit Transaktionsbeginn kumuliert aufwandswirksam 300 MIO. €. Die Deutsche Telekom erfasst die von den Käufern erhaltenen Kaufpreiszahlungen im operativen Cashflow. Die Banken haben das Recht, überfällige Forderungen an die Deutsche Telekom zurückzuverkaufen, was jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle hat, da der Kaufpreis den tatsächlichen Inkasso- bzw. Veräußerungserlösen entspricht. Aus dem Rückkauf ergeben sich für die Deutsche Telekom keinerlei Liquiditätsrisiken, da der Kaufpreis erst nach tatsächlichem Zufluss der Inkasso- bzw. Veräußerungserlöse an die Banken zu zahlen ist. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag - wie in den Vorjahren - während des Geschäftsjahres keinen wesentlichen Schwankungen. Per 31. Dezember 2014 wurde für das von der Deutschen Telekom vorzunehmende Forderungs-Management eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 3 MIO. € gebildet. Eine in der Vorperiode noch aktive Factoring-Vereinbarung war zum Abschluss-Stichtag bereits vollständig beendet und abgewickelt.

Factoring-Transaktionen mit Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken sowie Übertragung der Verfügungsmacht.

Es wurden Factoring-Vereinbarungen geschlossen, gemäß denen Banken zum Ankauf von kurzfristig fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verpflichtet sind. Die Factoring-Vereinbarungen haben insgesamt ein maximales Programmvolumen von in Euro umgerechnet 402 MIO. €. Soweit mehr Forderungen angekauft werden, wird der Kaufpreis insoweit regelmäßig gestundet, bis das maximale Programmvolumen wieder entsprechend absinkt. Die Laufzeit der Vereinbarungen endet zwischen 2015 und 2017, wobei die Deutsche Telekom frei entscheiden kann, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Der Kaufpreis entspricht dem Nominalbetrag. Die Deutsche Telekom trägt aus den verschiedenen Tranchen kreditrisikobedingte Ausfälle bis maximal 140 MIO. €. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle übernehmen die Banken. Es besteht eine Kreditversicherung, die Ausfälle bestimmter Debitoren bis zu einem Höchstbetrag von 150 MIO. € erstattet und auf diese Weise das Verlustrisiko mindert. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Das aus Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den per 31. Dezember 2014 verkauften Forderungen (Nominalvolumen insgesamt umgerechnet 407 MIO. €) vor Berücksichtigung der Kreditversicherung beträgt 154 MIO. €. So gut wie alle mit den verkauften Forderungen verbundenen Risiken und Chancen wurden weder übertragen noch behalten (Aufteilung der wesentlichen Risiken zwischen Deutscher Telekom und Bank). Die Verfügungsgewalt über die verkauften Forderungen ging auf die Banken über, da sie über die tatsächliche Fähigkeit zum Weiterverkauf verfügen. Alle per 31. Dezember 2014 verkauften Forderungen wurden ausgebucht. Im Ausbuchungszeitpunkt wird der beizulegende Zeitwert der erwarteten Verluste aufwandswirksam in den finanziellen Verbindlichkeiten erfasst. Per 31. Dezember 2014 beträgt der Buchwert der das gesamte anhaltende Engagement der Deutschen Telekom repräsentierenden finanziellen Verbindlichkeit 8 MIO. € und dessen beizulegender Zeitwert 8 MIO. €. Aus ihrem anhaltenden Engagement hat die Deutsche Telekom mit Bonitätsabschlägen und Verlustzuweisungen zur Deckung der monatlichen Ausfallrisiken einschließlich Programmgebühren (Zinsen und Bankmarge) im Geschäftsjahr insgesamt 19 MIO. € aufwandswirksam erfasst, seit Transaktionsbeginn kumuliert 36 MIO. €. Die Deutsche Telekom erfasst die von den Käufern erhaltenen Kaufpreiszahlungen im operativen Cashflow. Die Bank hat das Recht, sämtliche überfälligen Forderungen zum Nominalbetrag an die Deutsche Telekom zurückzuverkaufen. Solche Rückkäufe hätten keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle, da diese der Bank entsprechend der vereinbarten Risikoteilung zurückbelastet würden. Die aus den Rückkäufen resultierenden Zahlungsmittelabflüsse würden kurzfristig, d. h. in 2015 erfolgen. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag seit Transaktionsbeginn keinen wesentlichen Schwankungen. Der Buchwert der per 31. Dezember 2014 von der Deutschen Telekom für das vorzunehmende Forderungs-Management gebildeten Rückstellung beträgt weniger als 1 MIO. €.

Factoring-Transaktionen mit Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken, bei denen die Verfügungsmacht bei der Deutschen Telekom verbleibt.

Die Deutsche Telekom schloss drei Factoring-Vereinbarungen, gemäß denen sie auf revolvierender Basis Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Die Forderungsverkäufe erfolgen täglich und werden monatlich abgerechnet. Die verkauften Forderungen umfassen sowohl bereits fällige Entgelte als auch über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren zahlbare Entgelte aus Endgeräteverkäufen. Forderungsschuldner sind sowohl Privat- als auch Geschäftskunden. Unter keiner Transaktion ist die Deutsche Telekom anderen Risiken ausgesetzt als dem in dem jeweiligen Vertrag vereinbarten, aus den verkauften Forderungen resultierenden Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko. Die Laufzeit der Vereinbarungen endet zwischen 2016 und 2020.

Eine Factoring-Vereinbarung hat ein maximales Programmvolumen von in Euro umgerechnet 519 MIO. €. Soweit mehr Forderungen angekauft werden, wird insoweit der Kaufpreis gestundet, bis das maximale Programmvolumen wieder entsprechend absinkt. Dabei verkaufen Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom Forderungen an eine strukturierte Einheit (Structured Entity), die wiederum auch eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom ist und die ausschließlich für diese Factoring-Vereinbarung gegründet wurde. Die strukturierte Einheit hat keine anderen Vermögenswerte und Schulden außer den aus dem Kauf und Verkauf der Forderungen gemäß Factoring-Vereinbarung resultierenden. Sie verkauft die Forderungen weiter an eine andere strukturierte Einheit. Die Deutsche Telekom konsolidiert diese andere strukturierte Einheit nicht, da sie nicht die Möglichkeit hat, deren relevante Aktivitäten zu steuern. Diese andere strukturierte Einheit veräußert anteilig die Rechte an den Forderungen (Ownership Interests) an Banken. Der von der Deutschen Telekom konsolidierten strukturierten Einheit werden die erforderlichen Finanzmittel im Rahmen der allgemeinen Konzernfinanzierung der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellt. Die von der Deutschen Telekom nicht konsolidierte strukturierte Einheit wird von den konzernexternen Forderungserwerbern finanziert. Alle Forderungserwerbe erfolgen automatisch und ohne Selektionsprozess, sofern die im Forderungsvertrag festgelegten Ankaufskriterien erfüllt sind.

Eine andere Factoring-Vereinbarung hat ein maximales Programmvolumen von 150 MIO. €. Soweit mehr Forderungen angekauft werden, wird insoweit der Kaufpreis gestundet, bis das maximale Programmvolumen wieder entsprechend absinkt. In dieser Struktur existiert keine von der Deutschen Telekom konsolidierte strukturierte Einheit. Vielmehr erfolgen die Forderungsverkäufe direkt an eine strukturierte Einheit, die von der Deutschen Telekom mangels Möglichkeit der Steuerung der relevanten Aktivitäten nicht konsolidiert wird. Diese strukturierte Einheit hält die Forderungen und allokiert die aus ihnen resultierenden Chancen und Risiken mittels vertraglicher Vereinbarungen auf die Deutsche Telekom und eine Bank. Die strukturierte Einheit wird finanziert durch die Emission von Schuldscheindarlehen an konzernexterne Dritte oder alternativ mittels einer von einer Bank gestellten Kreditlinie. Bei einem Forderungs-Portfolio erfolgen die Forderungserwerbe automatisch und ohne Selektionsprozess, sofern die im Forderungsvertrag festgelegten Ankaufskriterien erfüllt sind. Bei einem anderen Forderungs-Portfolio kann die strukturierte Einheit entscheiden, ob und welche Forderungen angekauft werden, wobei das vereinbarte Mindestvolumen zwingend anzukaufen ist.

Keine der strukturierten Einheiten hat andere Geschäftsaktivitäten als den Kauf oder Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Unter der dritten Factoring-Vereinbarung mit einem maximalen Forderungsvolumen von 150 MIO. € verkauft die Deutsche Telekom die Forderungen ohne Zwischenschaltung einer strukturierten Einheit direkt an den konzernexternen Erwerber. Die Deutsche Telekom kann entscheiden, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden können. Es besteht eine Kreditversicherung, die Ausfälle bestimmter Debitoren bis zu einem Höchstbetrag von 50 MIO. € erstattet und auf diese Weise das Verlustrisiko mindert.

Das Nominalvolumen der von der Deutschen Telekom unter den drei Factoring-Vereinbarungen verkauften und noch nicht getilgten Forderungen betrug zum Abschluss-Stichtag in Euro umgerechnet 862 MIO. €. Die Beurteilung der aus den verkauften Forderungen resultierenden Risiken basiert auf dem Kreditrisiko und dem Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das von der Deutschen Telekom maximal zu tragende Kreditrisiko beläuft sich zum Abschluss-Stichtag auf in Euro umgerechnet 292 MIO. € und entfällt vollständig auf die Transaktionen, bei denen strukturierte Einheiten eingebunden sind. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle übernehmen die Käufer. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Das aus dem Kreditrisiko und dem Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den zum Abschluss-Stichtag verkauften Forderungen beträgt in Euro umgerechnet 297 MIO. € und entfällt größtenteils auf die Transaktionen, bei denen strukturierte Einheiten eingebunden sind. So gut wie alle mit den verkauften Forderungen verbundenen Chancen und Risiken wurden weder übertragen noch behalten (Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken zwischen Deutscher Telekom und den Käufern). Die Deutsche Telekom führt für die verkauften Forderungen weiterhin das Forderungs-Management (Servicing) durch. Unter den Factoring-Vereinbarungen, bei denen strukturierte Einheiten eingeschaltet sind, haben die Käufer das Recht, das Servicing ohne besondere Gründe auf Dritte zu übertragen.

Obwohl die Deutsche Telekom nicht berechtigt ist, über die verkauften Forderungen in anderer Weise zu verfügen als in ihrer Rolle als Servicer, behält die Deutsche Telekom die Verfügungsmacht über die verkauften Forderungen, da die Käufer und die strukturierten Einheiten nicht über die tatsächliche Fähigkeit zum Weiterverkauf der erworbenen Forderungen verfügen. Im Zeitpunkt des Forderungsverkaufs wird der beizulegende Zeitwert der erwarteten Verluste aufwandswirksam erfasst und als Bestandteil der verbundenen Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Deutsche Telekom bilanziert die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin in Höhe ihres anhaltenden Engagements, d. h. in Höhe des Maximalbetrags, mit dem sie weiterhin für das den verkauften Forderungen innewohnende Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko haftet, und passiviert eine korrespondierende, als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesene verbundene Verbindlichkeit. Die Forderungen und die verbundene Verbindlichkeit werden nachfolgend in dem Umfang ausgebucht, in dem sich das anhaltende Engagement der Deutschen Telekom reduziert (insbesondere bei erfolgter Zahlung durch den Kunden). Der Buchwert der Forderungen wird nachfolgend aufwandswirksam reduziert in dem Umfang, wie die aus dem Kreditrisiko und dem Spätzahlungsrisiko resultierenden, von der Deutschen Telekom zu tragenden tatsächlichen Verluste die anfänglich erwarteten übersteigen. Das anhaltende Engagement der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 betrug in Euro umgerechnet 297 MIO. € und der Buchwert der verbundenen Verbindlichkeit in Euro umgerechnet 300 MIO. €. Die Deutsche Telekom erfasst die von den Käufern erhaltenen Kaufpreiszahlungen im operativen Cashflow, soweit sie auf den ausgebuchten Teil der Forderungen entfallen, und im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, soweit sie auf den weiterhin bilanzierten Teil der Forderungen entfallen. Unter den Factoring-Vereinbarungen, bei denen strukturierte Einheiten eingeschaltet sind, ist die Deutsche Telekom verpflichtet, betagte Forderungen sowie Forderungen, bei denen eine Wertberichtigung unmittelbar bevorsteht, zum Nominalbetrag zurückzukaufen. Solche Rückkäufe hätten keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle, da diese den Käufern entsprechend der vereinbarten Risikoteilung zurückbelastet würden. Die aus den Rückkäufen resultierenden Zahlungsmittelabflüsse würden kurzfristig, d. h. in 2015, erfolgen. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag seit Beginn der jeweiligen Transaktion keinen wesentlichen Schwankungen.

38 KAPITAL-MANAGEMENT

Angaben zum Kapital-Management.

Vorrangiges Ziel des Kapital-Managements bzw. der Finanzstrategie der Deutschen Telekom ist es, einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen der vier Interessengruppen

Aktionäre,

Fremdkapitalgeber,

Mitarbeiter,

"Unternehmer im Unternehmen"

sicherzustellen. Weitere Informationen hierzu sind dem Kapitel "Soll-Ist-Vergleich der Erwartungen unserer Interessengruppen" und dem Kapitel "Konzernsteuerung" im zusammengefassten Lagebericht zu entnehmen.

Eine wichtige Kennzahl der Kapitalmarkt-Kommunikation gegenüber Investoren, Analysten und Rating-Agenturen ist die relative Verschuldung, die das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA darstellt. Zum 31. Dezember 2014 ergibt sich hieraus ein Wert von 2,4 (31. Dezember 2013: 2,2). Der Zielkorridor für die relative Verschuldung liegt zwischen 2,0 und 2,5. Die Kenngröße Netto-Finanzverbindlichkeiten ist nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards und kann in der Definition und Berechnung dieser Größe bei anderen Unternehmen abweichend sein. Eine weitere wesentliche Kenngröße ist die Eigenkapitalquote, das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, jeweils gemäß Konzern-Bilanz. Zum 31. Dezember 2014 beträgt die Eigenkapitalquote 26,3 % (31. Dezember 2013: 27,1 %). Der Zielkorridor liegt zwischen 25 und 35 %. Darüber hinaus hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve, welche die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate deckt.

T 172 Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeiten; Eigenkapital in Mio. €

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  31.12.2014 31.12.2013
Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 10 558 7 891
Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 44 669 43 708
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 55 227 51 599
Zinsabgrenzungen (1 097) (1 091)
Sonstige (1 038) (881)
BRUTTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 53 092 49 627
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 523 7 970
Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar/zu Handelszwecken gehalten 289 310
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1 343 771
Andere finanzielle Vermögenswerte 1 437 1 483
NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 42 500 39 093
EIGENKAPITAL 34 066 32 063

39 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Bundesrepublik Deutschland und andere nahestehende Unternehmen.

Die Bundesrepublik Deutschland (Bund) ist direkt und indirekt (über die KfW Bankengruppe) mit insgesamt rund 31,7 % (31. Dezember 2013: 31,9 %) an der Deutschen Telekom AG beteiligt. Sie besitzt in der Hauptversammlung eine sichere Präsenzmehrheit und begründet damit ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Deutschen Telekom. Daher gelten der Bund und die von ihm beherrschten Unternehmen bzw. Unternehmen, bei denen der Bund wesentlichen Einfluss ausüben kann, als nahestehende Unternehmen der Deutschen Telekom. Die Geschäftsbeziehungen der Deutschen Telekom bestehen jeweils unmittelbar zu den einzelnen Unternehmen, Behörden und sonstigen staatlichen Stellen als voneinander unabhängigen Parteien. Die Deutsche Telekom nimmt an Frequenzauktionen der Bundesnetzagentur teil. Erwerbe über Lizenzen an Mobilfunk-Spektren können gegenüber dieser Behörde Ausbauverpflichtungen zur Folge haben.

Der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation (Bundesanstalt) sind per Gesetz bestimmte Aufgaben übertragen worden, die unternehmensübergreifende Angelegenheiten der Deutschen Telekom AG sowie der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG betreffen. Die Bundesanstalt führt u. a. die Postbeamtenkrankenkasse, das Erholungswerk, die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) und das Betreuungswerk für die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post AG und die Deutsche Postbank AG. Die Koordinations- und Verwaltungsaufgaben werden auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen wahrgenommen. Im Rahmen der Altersversorgung für Beamte hatte die Deutsche Telekom zusammen mit der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG bis zum Berichtsjahr 2012 eine gemeinsame Versorgungskasse, den Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e. V., Bonn (BPS-PT), unterhalten. Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse (PVKNeuG) wurden zum 1. Januar 2013 die Aufgaben des BPS-PT im Rahmen der Postbeamtenversorgung (organisiert in der Postbeamtenversorgungskasse) auf die bereits bestehende Bundesanstalt übertragen. Die Aufgaben der Postbeamtenversorgung werden damit durch die Postbeamtenversorgungskasse als Bestandteil der Bundesanstalt wahrgenommen. Diese gemeinsame Postbeamtenversorgungskasse ist arbeitsteilig tätig und übernimmt dazu für den Bund treuhänderisch die Finanzverwaltung im Rahmen der Altersversorgung. Für das Geschäftsjahr 2014 wurden von der Deutschen Telekom Zahlungen in Höhe von 58 MIO. € (2013: 58 MIO. €, 2012: 61 MIO. €) geleistet. Zahlungen wurden zudem nach den Vorschriften des PVKNeuGs an die Postbeamtenversorgungskasse geleistet (vgl. Angabe 12 "Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen").

Der Bund und die von ihm beherrschten Unternehmen bzw. Unternehmen, bei denen der Bund wesentlichen Einfluss ausüben kann, sind Kunden bzw. Lieferanten der Deutschen Telekom und haben somit gegenseitige Vertragsbeziehungen mit der Deutschen Telekom.

Die KfW Bankengruppe hat sich die ihr für das Geschäftsjahr 2013 zustehende Dividende für die gehaltenen Aktien an der Deutschen Telekom AG teilweise in bar auszahlen lassen und - im Rahmen der allen Aktionären in 2014 eröffneten Wahlmöglichkeit - teilweise Aktien aus dem genehmigten Kapital gewählt. In diesem Zusammenhang wurden im Juni 2014 32 559 TSD. Stück Aktien übertragen. Der Anteil der KfW Bankengruppe an der Deutschen Telekom AG beträgt zum 31. Dezember 2014 17,4 %. Darüber hinaus hatte die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2014 keine für sich einzeln betrachtet wesentlichen Transaktionen, die zu marktunüblichen Konditionen oder, wie der beschriebene Sachverhalt außerhalb der normalen Geschäftstätigkeit durchgeführt wurden.

Gemeinschaftsunternehmen.

Gegenüber dem am 1. April 2010 gegründeten Joint Venture EE erzielte die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2014 Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von insgesamt 283 MIO. € (2013: 294 MIO. €, 2012: 315 MIO. €) und gegenüber Toll Collect Umsatzerlöse in Höhe von 65 MIO. € (2013: 62 MIO. €, 2012: 61 MIO. €).

Im Berichtsjahr wurden vom Joint Venture EE ursprünglich angelegte Gelder in Höhe von netto 0,2 MRD. € von der Deutschen Telekom an die Gesellschaft zurückgezahlt. Im Anschluss daran hat das Joint Venture EE erneut Gelder in Höhe von netto 0,2 MRD. € bei der Deutschen Telekom angelegt.

Zum Jahresende bestanden gegenüber dem Joint Venture EE Forderungen in Höhe von 175 MIO. € (31. Dezember 2013: 94 MIO. €, 31. Dezember 2012: 96 MIO. €), Verbindlichkeiten in Höhe von 257 MIO. € (31. Dezember 2013: 241 MIO. €, 31. Dezember 2012: 453 MIO. €) sowie Kreditzusagen in Höhe von 0,3 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,3 MRD. €, 31. Dezember 2012: 0,3 MRD. €). Gegenüber externen Vertragspartnern der Gesellschaft bestanden Bürgschaften und Garantieerklärungen in Höhe von insgesamt 0,6 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,6 MRD. €, 31. Dezember 2012: 0,6 MRD. €).

Gegenüber Toll Collect bestanden zum 31. Dezember 2014 Forderungen in Höhe von 11 MIO. € (31. Dezember 2013: 13 MIO. €, 31. Dezember 2012: 12 MIO. €), Verbindlichkeiten in Höhe von 12 MIO. € (31. Dezember 2013: 12 MIO. €, 31. Dezember 2012: 12 MIO. €), eine Kapitalintakthalteerklärung sowie Kreditgarantien gegenüber Banken. Zu weiteren Erläuterungen wird auf Angabe 33 "Eventualverbindlichkeiten und -forderungen" verwiesen.

Darüber hinaus existieren keine wesentlichen Umsätze, Forderungen oder Verbindlichkeiten mit bzw. gegenüber Gemeinschaftsunternehmen.

Natürliche nahestehende Personen.1

Im Berichtsjahr betrugen die für kurzfristig fällige Leistungen erfassten Aufwendungen an Vorstand und Aufsichtsrat 13,5 MIO. € (2013: 14,9 MIO. €) und die langfristig fälligen Leistungen 2,5 MIO. € (2013: 2,9 MIO. €). Für die Vorstandsversorgung wurde Dienstzeitaufwand in Höhe von 2,4 MIO. € erfasst (2013: 3,3 MIO. €). Darüber hinaus sind Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen des Vorstands in Höhe von 862 TSD. € (2013: 157 TSD. €) angefallen. Für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses wurden 2,9 MIO. € (2013: 0 MIO. €) gezahlt und als Aufwand erfasst.

Die Gesamtsumme für die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat beträgt im Berichtsjahr 22,2 MIO. € (2013: 21,3 MIO. €).

Zu weiteren Informationen wird auf Angabe 40 "Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat" verwiesen.

Den Arbeitnehmern, die in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom gewählt wurden, steht weiterhin ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags zu. Die Höhe des Gehalts entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion bzw. Tätigkeit im Unternehmen. Daneben haben keine wesentlichen Transaktionen mit natürlichen nahestehenden Personen stattgefunden.

1 In den Vorjahreszahlen ist auch das damalige Vorstandsmitglied René Obermann enthalten.

40 VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Bei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um die Anhangangaben nach § 314 Handelsgesetzbuch (HGB) und dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS 17).

Veränderungen im Vorstand und Vertragsverlängerungen.

Zum 1. Januar 2014 trat Timotheus Höttges die Nachfolge von René Obermann als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG an. Ebenfalls zum Jahresbeginn übernahm Thomas Dannenfeldt als Finanzvorstand den bisherigen Posten von Timotheus Höttges. Beide Wechsel hatte der Aufsichtsrat am 15. Mai 2013 beschlossen. Prof. Dr. Marion Schick, Personalvorstand und Arbeitsdirektorin, hat den Konzern zum 30. April 2014 aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Dr. Thomas Kremer hatte Prof. Dr. Marion Schick bereits seit Januar 2014 vertreten und leitet seit ihrem Ausscheiden kommissarisch das Vorstandsressort Personal - zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben als Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance.

Grundlagen der Vorstandsvergütung.

Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 ein neues System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Umgesetzt wurden dabei die seit dem 5. August 2009 geltenden Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG vom 3. Mai 2010 billigte dieses neue System. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf ein jährliches festes Jahresgehalt, eine jährliche variable Erfolgsvergütung, eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente sowie Anspruch auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Der Aufsichtsrat legt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand fest. Diese Struktur und die Angemessenheit der Vergütung überprüft er regelmäßig.

Das feste Jahresgehalt ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Es ist sichergestellt, dass die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist und die variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben.

Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten.

In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden, so v. a. die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung.

Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich.

Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, die durch Krankheit, Unfall oder aus einem anderen nicht durch das jeweilige Vorstandsmitglied zu vertretenden Grund eintritt, wird die feste Grundvergütung weitergewährt; maximal jedoch für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten nach dem Ende des Monats, in dem eine dauernde Arbeitsunfähigkeit des Vorstandsmitglieds festgestellt worden ist.

Variable Erfolgsvergütung

Die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands unterteilt sich in die Variablen I und II. Die Variable I enthält sowohl kurzfristige als auch langfristig angelegte Komponenten, die in der Realisierung des Budgets in konkreten Zielgrößen sowie der Umsetzung der Strategie und dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild bestehen. Die Variable II ist ausschließlich langfristig orientiert. So ist sichergestellt, dass im Rahmen der variablen Vergütung eine Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt und eine überwiegend langfristige Anreizwirkung besteht.

Variable I.

Die jährliche variable Vergütung der Vorstandsmitglieder bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG zu Beginn des Geschäftsjahres jedem Mitglied des Vorstands erteilten Zielvorgabe. Die Zielvorgabe setzt sich dabei aus Konzernzielen (50 %) für Umsatz, EBITDA ohne Sondereinflüsse und Free Cashflow sowie Individualzielen der einzelnen Vorstandsmitglieder zusammen. Die Individualziele bestehen aus den auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichteten Zielen zur Umsetzung der Strategie (30 %) sowie dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild (Value Adherence) in Höhe von 20 %. Die Zielvereinbarung und Zielerreichung für das jeweilige Geschäftsjahr werden vom Aufsichtsratsplenum festgelegt. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150 % des Zusagebetrags begrenzt. Darüber hinausgehende Zielerreichungsgrade bleiben unberücksichtigt. Zur darüber hinausgehenden Sicherstellung der langfristigen Anreizwirkung und der Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ist ein Betrag von einem Drittel der jährlich durch das Aufsichtsratsplenum festgesetzten Variablen in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren; diese sind über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren vom jeweiligen Vorstandsmitglied zu halten.

Variable II.

Die ausschließlich langfristig angelegte Variable II wird an der Erfüllung von vier gleich gewichteten Erfolgsparametern (bereinigter operativer Return On Capital Employed (ROCE), bereinigtes Ergebnis je Aktie, Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit) gemessen. Jeder Parameter beeinflusst ein Viertel des Auslobungsbetrags. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150 % des Auslobungsbetrags begrenzt. Der Bemessungszeitraum beträgt vier Jahre. Die Messung erfolgt über die durchschnittliche Zielerreichung der vier zum Zeitpunkt der Zusage geplanten Jahre. Der Auslobungsbetrag wird entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen und individuell pro Vorstandsmitglied festgelegt.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden den Vorstandsmitgliedern die folgenden absoluten Nominalbeträge im Falle einer 100 %-Zielerreichung für die Teilnahme an der Tranche 2014 der Variablen II zugesagt:

T 173 in €

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  Tranche 2014 Tranche 2013
Reinhard Clemens 650 000 650 000
Niek Jan van Damme 640 083 550 000
Thomas Dannenfeldt (seit 1. Januar 2014) 550 000 0
Timotheus Höttges 1 092 000 760 500
Dr. Thomas Kremer 550 000 550 000
Claudia Nemat 675 000 675 000
Prof. Dr. Marion Schick (bis 30. April 2014) 0a 550 000

a Prof. Dr. Marion Schick hat aufgrund ihres Ausscheidens für das Geschäftsjahr 2014 keine Tranche der Variablen I mehr erhalten.

Angaben zum Share Matching Plan.

Im Geschäftsjahr 2014 sind die Vorstandsmitglieder wie bereits oben beschrieben vertraglich dazu verpflichtet, ein Drittel der Variablen I in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments des Vorstands erworbene Aktie eine zusätzliche Aktie gewähren (Share Matching Plan), die nach Ablauf der 4-jährigen Haltefrist dem Planberechtigten zugeteilt wird.

In Anwendung der Vorschriften DRS 17 und IFRS 2 sind neben dem Gesamtaufwand aus aktienbasierter Vergütung aus Matching Shares im Geschäftsjahr 2014 und dem beizulegenden Zeitwert der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung auch die Anzahl der bestehenden Anrechte auf Matching Shares und deren Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr darzustellen.

Der in der TABELLE 174 dargestellte beizulegende Zeitwert der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung stellt keinen Gehaltszufluss des Jahres 2014 für Vorstandsmitglieder dar. Es handelt sich hierbei um einen ermittelten kalkulatorischen Wert der Matching Shares-Anrechte, der nach einschlägigen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelt wurde. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei dem Aktienkurs zum Zeitpunkt der Gewährung abzüglich eines erwarteten Dividendenabschlags. Die folgende TABELLE 174 basiert dabei auf einer erwarteten Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2014 und damit einer geschätzten Höhe des vom jeweiligen Vorstand zu leistenden Eigeninvestments, welches Anrechte auf Matching Shares begründet. Die für das Geschäftsjahr 2014 finale Anzahl von Anrechten auf Matching Shares kann gegenüber den hier verwendeten geschätzten Werten höher oder niedriger ausfallen.

Der in den Geschäftsjahren 2010 bis 2013 und 2014 gemäß IFRS 2 zu erfassende Gesamtaufwand aus aktienbasierter Vergütung für Matching Shares ist in den letzten beiden Spalten der unten stehenden TABELLE 174 enthalten.

T 174

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Anzahl der seit 2010 insgesamt gewährten Anrechte auf Matching Shares zum Beginn des Geschäftsjahres in Stück Anzahl der in 2014 neu gewährten Anrechte auf Matching Shares in Stück Anzahl der in 2014 übertragenen Aktien im Rahmen des Share Matching Plans in Stück Beizulegende Zeitwerte der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung
in €
Kumulierter Gesamtaufwand aktienbasierte Vergütung im Jahr 2014 aus Matching Shares der Jahre 2010 bis 2014
in €
Kumulierter Gesamtaufwand aktienbasierte Vergütung im Jahr 2013 aus Matching Shares der Jahre 2010 bis 2013
in €
Reinhard Clemens 113 192 18 003 22 001 186 512 186 836 166 907
Niek Jan van Damme 103 500 17 403 18 914 180 295 169 408 153 160
Thomas Dannenfeldt (seit 1. Januar 2014) 0 15 233 0 157 817 54 916 0
Timotheus Höttges 138 639 30 245 25 741 313 339 222 952 202 328
Dr. Thomas Kremer 29 791 15 233 0 157 817 57 619 38 270
Claudia Nemat 54 821 18 695 0 193 685 97 441 79 415
Prof. Dr. Marion Schick (bis 30. April 2014) 44 532 0 22 862 0 72 535 56 276

Bis zum 31. Dezember 2014 hat die Deutsche Telekom insgesamt 363 857 Stück Aktien für Zwecke der Ausgabe von Matching Shares an Vorstandsmitglieder im Rahmen des Share Matching Plans erworben. In 2014 wurden erstmals Matching Shares an einzelne Vorstandsmitglieder übertragen. Die Gesamtsumme der in 2014 an Vorstandsmitglieder übertragenen Aktien beträgt 89 518 Stück. In dieser Summe sind 22 862 Stück Aktien enthalten, die aufgrund der Regelungen in der Aufhebungsvereinbarung an Prof. Dr. Marion Schick übertragen wurden. Weitere Anrechte auf Matching Shares hat Prof. Dr. Marion Schick darüber hinaus nicht mehr.

Regelungen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit.

In Vorstandsverträgen, die seit dem Geschäftsjahr 2009 abgeschlossen worden sind, ist für den Fall der vorzeitigen Beendigung ohne wichtigen Grund eine Ausgleichszahlung vorgesehen, deren Höhe entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap) und die nicht höher als die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags sein darf.

Die Vorstandsverträge der Deutschen Telekom AG enthalten keine Zusagen für Leistungen aus Anlass der Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels.

Die Verträge der Vorstandsmitglieder sehen grundsätzlich ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Den Mitgliedern des Vorstands ist es danach vertraglich untersagt, während der Dauer von einem Jahr nach Ausscheiden Leistungen an oder für einen Wettbewerber zu erbringen. Hierfür erhalten sie als Karenzentschädigung entweder eine Zahlung in Höhe von 50 % des letzten festen Jahresgehalts und 50 % der letzten Variablen I auf Basis einer Zielerreichung von 100 % oder 100 % des letzten festen Jahresgehalts.

Betriebliche Altersversorgung

Betriebliche Altersversorgung (Altzusage).

Die Mitglieder des Vorstands haben eine Zusage auf eine betriebliche Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung steht in einem direkten Verhältnis zum individuellen Jahresgehalt. Die Vorstandsmitglieder erhalten im Versorgungsfall pro abgeleistetem Dienstjahr einen festgelegten Prozentsatz des letzten festen Jahresgehalts vor Eintritt des Versorgungsfalls als betriebliche Altersversorgung. Die Zusageform besteht in einem lebenslangen Ruhegeld ab Vollendung des 62. Lebensjahres bzw. einem vorgezogenen Ruhegeld mit Vollendung des 60. Lebensjahres. Für den Fall des vorgezogenen Ruhegelds werden jedoch entsprechende versicherungsmathematische Abschläge durchgeführt. Die Höhe des betrieblichen Ruhegelds berechnet sich durch Multiplikation eines Basisprozentsatzes von 5 % mit der Anzahl der in Jahren abgeleisteten Vorstandsdienstzeiten. Nach zehn Jahren Dienstzeit wäre somit das maximale Versorgungsniveau von 50 % der letzten fixen Jahresvergütung erreicht.

Die zu leistenden Versorgungszahlungen werden jährlich dynamisiert. Dabei beträgt der verwendete Steigerungsprozentsatz 1 %. Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenrentenansprüchen. Dabei kann der Anspruch auf Witwenrenten in speziell geregelten Sonderfällen ausgeschlossen sein. Anrechnungstatbestände sind in den Versorgungszusagen marktüblich geregelt. Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) wird jeweils die Dienstzeit bis zum Ende der laufenden Bestellperiode für die Berechnung der Versorgung zugrunde gelegt.

Betriebliche Altersversorgung (Neuzusage).

Für alle Vorstandsmitglieder mit einer Neuzusage auf betriebliche Altersversorgung wird eine beitragsbasierte Zusage in Form eines Einmalkapitals im Versorgungsfall erteilt. Für jedes abgeleistete Dienstjahr wird dem Vorstandsmitglied ein Beitrag auf einem Versorgungskonto gutgeschrieben, welches mit einer marktüblichen Verzinsung hinterlegt ist. Die Zuführung des jährlichen Beitrags erfolgt nicht liquiditätswirksam. Der Liquiditätsabfluss entsteht erst mit Eintritt des Versorgungsfalls. Der Versorgungsfall tritt grundsätzlich mit dem vollendeten 62. Lebensjahr ein. Für vor dem 31. Dezember 2011 abgeschlossene Versorgungsvereinbarungen besteht die Möglichkeit, ein vorgezogenes Ruhegeld ab dem vollendeten 60. Lebensjahr gegen entsprechende versicherungsmathematische Abschläge zu beziehen. Die Höhe des jährlich bereitzustellenden Beitrags wird individualisiert und entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen vorgenommen. Bei der exakten Festlegung des Beitrags erfolgt eine Orientierung an Unternehmen gleicher Größenordnung, die einen angemessenen Vergleichsmaßstab darstellen und die ebenfalls eine beitragsbasierte Versorgungszusage anbieten.

Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenansprüchen. Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) erwirbt der Berechtigte ebenfalls Anspruch auf das Versorgungsguthaben.

In der folgenden TABELLE 175 sind der Dienstzeitaufwand und die Defined Benefit Obligation für jedes Vorstandsmitglied dargestellt:

T 175 in €

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  Dienstzeitaufwand Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) Dienstzeitaufwand Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO)
  2014 31.12.2014 2013 31.12.2013
Reinhard Clemens 599 763 5 427 515 605 603 3 536 455
Niek Jan van Damme 288 661 2 129 080 305 199 1 584 901
Thomas Dannenfeldt (seit 1. Januar 2014) 246 151 293 973 0 0
Timotheus Höttges 818 212 8 695 342 582 852 5 607 988
Dr. Thomas Kremer 243 743 703 470 253 723 401 430
Claudia Nemat 247 026 1 069 351 275 014 605 675
Prof. Dr. Marion Schick (bis 30. April 2014) 0 0 245 791 494 551

Im Rahmen der Regelungen der neuen betrieblichen Altersversorgung wurden Niek Jan van Damme 290 000 € als Jahresbeitrag zugesagt. Die Beiträge für Thomas Dannenfeldt, Dr. Thomas Kremer, Claudia Nemat und Prof. Dr. Marion Schick betragen jeweils 250 000 € pro abgeleistetem Dienstjahr. Für Prof. Dr. Marion Schick besteht zum 31. Dezember 2014 keine Anwartschaft auf Vorstandsversorgung, da zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens die gesetzlichen Unverfallbarkeitsvoraussetzungen nicht erfüllt waren.

Der aus der betrieblichen Altersversorgung resultierende Pensionsaufwand wird durch die Angabe des Dienstzeitaufwands dargestellt.

Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014.

Unter Zugrundelegung der rechtlichen und sonstigen Vorgaben werden im Folgenden die Bezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 mit insgesamt 13,9 MIO. € (2013: 15,6 MIO. €) ausgewiesen.

Diese beinhalten für Vorstandsmitglieder das feste Jahresgehalt sowie sonstige Leistungen, geldwerte Vorteile und Sachbezüge, die kurzfristige variable Vergütung (Variable I), sofern vorhanden eine außerordentliche Erfolgstantieme, vollständig erdiente Tranchen der langfristigen variablen Vergütung (Variable II) und den beizulegenden Zeitwert der Matching Shares. Dieser wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Gewährung geschätzten Höhe der Variablen I und einer daraus resultierenden Anzahl von Anrechten auf Matching Shares berechnet.

Das feste Jahresgehalt und die sonstigen Bezüge sind vollständig erfolgsunabhängig.

Gesamtbezüge.

Die Vergütung des Vorstands ergibt sich im Einzelnen aus der nachfolgenden TABELLE 176:

T 176 in €

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    Erfolgsunabhängige Vergütung Erfolgsabhängige Vergütung
  Festes Jahresgehalt Sonstige Bezüge Kurzfristige variable Vergütung Langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II) Langfristige variable Erfolgsvergütung (beizulegender Zeitwert Matching Shares)
Reinhard Clemens 2014 840 000 17 350 714 350 429 000 186 512
  2013 840 000 22 366 755 950 390 000 174 153
Niek Jan van Damme 2014 850 000 26 758 708 760 363 000 180 295
  2013 794 355 24 555 647 900 330 000 147 360
Thomas Dannenfeldt (seit 1. Januar 2014) 2014 700 000 22 433 641 300 - 157 817
  2013 - - - - -
Timotheus Höttges 2014 1 450 000 22 359 1 307 124 429 000 313 339
  2013 1 037 500 23 972 953 667 390 000 203 759
Dr. Thomas Kremer 2014a 700 000 60 983 856 650 234 438 157 817
  2013 700 000 60 508 627 000 130 625 147 360
Claudia Nemat 2014 900 000 65 900 764 775 361 969 193 685
  2013 900 000 49 602 722 925 227 813 180 851
Prof. Dr. Marion Schick (bis 30. April 2014) 2014 233 333 5 743 - - -
  2013b 700 000 23 272 568 150 137 500 147 360
  2014 5 673 333 221 526 4 992 959 1 817 407 1 189 465
  2013c 4 971 855 204 275 4 275 592 1 605 938 1 000 843
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    Gesamtvergütung
Reinhard Clemens 2014 2 187 212
  2013 2 182 469
Niek Jan van Damme 2014 2 128 813
  2013 1 944 170
Thomas Dannenfeldt (seit 1. Januar 2014) 2014 1 521 550
  2013 -
Timotheus Höttges 2014 3 521 822
  2013 2 608 898
Dr. Thomas Kremer 2014a 2 009 888
  2013 1 665 493
Claudia Nemat 2014 2 286 329
  2013 2 081 191
Prof. Dr. Marion Schick (bis 30. April 2014) 2014 239 076
  2013b 1 576 282
  2014 13 894 690
  2013c 12 058 503

a Der Aufsichtsrat hat beschlossen, Dr. Thomas Kremer für das Jahr 2014 eine außerordentliche Erfolgstantieme zu gewähren. In dem Betrag von 856 650 € ist deshalb ein Betrag von 250 000 € enthalten. Mit dieser Zahlung honoriert der Aufsichtsrat die außerordentliche Leistung von Dr. Thomas Kremer, der aufgrund des gesundheitsbedingten Ausscheidens von Prof. Dr. Marion Schick das gesamte Jahr 2014 die Verantwortung für das Vorstandsressort Personal zusätzlich zu seinen Aufgaben im Bereich Datenschutz, Recht und Compliance übernommen hat.
b Aufgrund des gesundheitsbedingten Ausscheidens im Verlauf des Jahres 2014 von Prof. Dr. Marion Schick hat der Aufsichtsrat von seinem Recht Gebrauch gemacht, den Anspruch auf variable Vergütungsbestandteile zu kürzen. Die in der Vorjahreszeile für Prof. Dr. Marion Schick enthaltene festgesetzte kurzfristige variable Vergütung wurde im Auszahlungszeitpunkt deshalb um 40 471 € reduziert. Bei der langfristigen variablen Vergütung wurden 4 800 € weniger ausbezahlt als in der Vorjahreszeile ausgewiesen.
c Bezüge von Vorständen, die im Verlauf des Jahres 2013 das Unternehmen verlassen haben, sind in der Tabelle nicht mehr enthalten.

Für die in der Spalte langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II) ausgewiesenen Beträge wurde den berechtigten Vorstandsmitgliedern im Geschäftsjahr 2011 eine entsprechende Zusage erteilt. Aufgrund des Eintritts in die bereits laufende Plantranche der Variablen II erfolgte die zeitanteilige Zusage für Claudia Nemat im Jahr 2011 und für Dr. Thomas Kremer im Jahr 2012,

Im Rahmen der Vorjahresveröffentlichungspflichten wurden die Inhalte der Aufhebungsvereinbarung von René Obermann dargestellt. In diesem Kontext wurde für das Jahr 2014 die Auszahlung eines festen Jahresgehalts als Karenzentschädigung für das bestehende Wettbewerbsverbot angekündigt. Aufgrund vereinbarter Anrechnungsvorschriften anderweitiger Bezüge von René Obermann musste die Deutsche Telekom in 2014 keine Karenzentschädigung an ihn ausbezahlen.

Der zwischen der Gesellschaft und Prof. Dr. Marion Schick bestehende Vorstandsvertrag wurde in gegenseitigem Einvernehmen mit Ablauf des 30. April 2014 beendet. Die Aufhebungsvereinbarung, die zwischen Prof. Dr. Marion Schick und der Gesellschaft vereinbart wurde, enthält die im Folgenden beschriebenen Bestandteile. Die Gesellschaft zahlt Prof. Dr. Marion Schick als abschließenden Ausgleich für die vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrags eine Abfindungszahlung in Höhe von 2,7 MIO. €. An Prof. Dr. Marion Schick wurden 22 862 Stück Aktien der Deutschen Telekom AG im Rahmen des Share Matching Plans übertragen. Darüber hinausgehende Anrechte auf Matching Shares bestehen nicht. Prof. Dr. Marion Schick verliert wegen der fehlenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsvoraussetzungen die Anwartschaft auf Vorstandsversorgung. Im Rahmen des erteilten Wettbewerbsverbots erhielt Prof. Dr. Marion Schick für den Zeitraum Mai bis September eine Karenzentschädigung in Höhe von 234 375 €. Der Ausweis dieser Zahlungen erfolgt im Rahmen der Angaben für frühere und im Geschäftsjahr ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands. Aufgrund der fortdauernden Erkrankung von Prof. Dr. Marion Schick entstanden für das Jahr 2014 keine variablen Vergütungsansprüche mehr.

Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine oder ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Frühere und im Geschäftsjahr ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands.

Für Leistungen und Ansprüche früherer und während des Geschäftsjahres ausgeschiedener Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind 9,2 MIO. € (2013: 7,3 MIO. €) als Gesamtbezüge zugeflossen.

Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden für diesen Personenkreis sowie deren Hinterbliebene 196,9 MIO. € (31. Dezember 2013: 139,1 MIO. €) als Rückstellungen (Bewertung nach IAS 19) passiviert.

Sonstiges.

Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Vorstandsmitglieder bzw. ehemalige Vorstandsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 13 der Satzung der Deutschen Telekom AG geregelt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten nach dem neuen Vergütungssystem, das zum 1. Januar 2013 wirksam wurde, eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 70 000,00 €.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält zusätzlich 70 000,00 €, der stellvertretende Vorsitzende 35 000,00 €. Für die Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzlich

(a) der Vorsitzende des Prüfungsausschusses 80 000,00 €, jedes andere Mitglied des Prüfungsausschusses 40 000,00 €,

(b) der Vorsitzende des Präsidialausschusses 35 000,00 €, jedes andere Mitglied des Präsidialausschusses 25 000,00 €,

(c) der Vorsitzende eines anderen Ausschusses 30 000,00 €, jedes andere Mitglied eines Ausschusses 20 000,00 €.

Der Vorsitz und die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss sowie im Vermittlungsausschuss bleiben unberücksichtigt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld von 1 000,00 €. Die auf die Vergütung und Auslagen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet. Nach dem alten Vergütungssystem, das bis zum 31. Dezember 2012 galt, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats bei entsprechender Entwicklung des Konzernüberschusses je Stückaktie Anspruch auf eine variable erfolgsorientierte Vergütung für das Geschäftsjahr 2012. Diese erfolgsorientierte jährliche Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung beträgt 1 000,00 € für jeweils 0,02 €, um die der Konzernüberschuss pro Stückaktie des zweiten dem Geschäftsjahr nachfolgenden Geschäftsjahres (Referenzjahr) den Konzernüberschuss pro Stückaktie des dem Geschäftsjahr vorangegangenen Geschäftsjahres übersteigt. Die erfolgsorientierte jährliche Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung beträgt jedoch höchstens 40 000,00 €.

Da die genannte Bedingung für den Eintritt der erfolgsabhängigen variablen Vergütung zum 31. Dezember 2014 erfüllt wurde, kommt es zur Auszahlung der erfolgsorientierten Vergütung für das Geschäftsjahr 2012.

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2014 beträgt 3 160 791,65 € (zuzüglich Umsatzsteuer).

Für ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt die erfolgsabhängige variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 insgesamt 226 562,50 € (zuzüglich Umsatzsteuer).

Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsratsmitglieder bzw. ehemalige Aufsichtsratsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen.

Die Aufsichtsratsvergütung 2014 verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:

T 177 in €

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Aufsichtsratsmitglied Feste Vergütung Sitzungsgeld Erfolgsorientierte Vergütung 2012 Gesamtsumme
Baldauf, Sari 90 000,00 9 000,00 4 250,00 103 250,00
Bednarski, Josef 103 333,33 13 000,00 - 116 333,33
Dr. Bernotat, Wulf 103 333,33 12 000,00 40 000,00 155 333,33
Dr. Beus, Hans Bernhard (bis 5. Februar 2014) 22 500,00 2 000,00 40 000,00 64 500,00
Brandl, Monika 90 000,00 10 000,00 40 000,00 140 000,00
Geismann, Johannes (seit 6. Februar 2014) 123 750,00 24 000,00 - 147 750,00
Dr. von Grünberg, Hubertus 100 000,00 11 000,00 40 000,00 151 000,00
Hanas, Klaus-Dieter 70 000,00 7 000,00 14 875,00 91 875,00
Hauke, Sylviaa 103 333,33 11 000,00 25 500,00 139 833,33
Hinrichs, Lars 90 000,00 11 000,00 - 101 000,00
Kallmeier, Hans-Jürgenb 130 000,00 15 000,00 40 000,00 185 000,00
Kollmann, Dagmar P. 130 000,00 20 000,00 40 000,00 190 000,00
Kreusel, Petra Steffic 110 000,00 13 000,00 - 123 000,00
Prof. Dr. Lehner, Ulrich (Vorsitzender) 215 000,00 31 000,00 40 000,00 286 000,00
Litzenberger, Waltraud 155 000,00 25 000,00 40 000,00 220 000,00
Schröder, Lothar (stellv. Vorsitzender)d 193 333,33 26 000,00 40 000,00 259 333,33
Dr. Schröder, Ulrich 113 333,33 12 000,00 38 250,00 163 583,33
Sommer, Michael 90 000,00 7 000,00 25 500,00 122 500,00
Spoo, Sibylle 70 000,00 7 000,00 25 500,00 102 500,00
Streibich, Karl-Heinz 90 000,00 11 000,00 - 101 000,00
Dr. h. c. Walter, Bernhard (bis 11. Januar 2015) † 150 000,00 7 000,00 40 000,00 197 000,00
  2 342 916,65 284 000,00 533 875,00 3 160 791,65

a Neben der Vergütung für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Sylvia Hauke für das Geschäftsjahr 2014 eine weitere Vergütung in Höhe von 14 000,00 € (inkl. Sitzungsgeld) (Aufsichtsratsmandat bei der Telekom Deutschland GmbH).
b Neben der Vergütung für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Hans-Jürgen Kallmeier für das Geschäftsjahr 2014 eine weitere Vergütung in Höhe von 16 000,00 € (inkl. Sitzungsgeld) (Aufsichtsratsmandat bei der T-Systems International GmbH).
c Neben der Vergütung für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Petra Steffi Kreusel für das Geschäftsjahr 2014 eine weitere Vergütung in Höhe von 15 500,00 € (inkl. Sitzungsgeld) (Aufsichtsratsmandat bei der T-Systems International GmbH).
d Neben der Vergütung für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Lothar Schröder für das Geschäftsjahr 2014 weitere Vergütungen in Höhe von 29 000,00 € (inkl. Sitzungsgeld) (Aufsichtsratsmandat bei der Telekom Deutschland GmbH: 20 000,00 €; Vorsitzender des Datenschutzbeirats: 9 000,00 €).

41 ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AktG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG haben die nach § 161 des AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom AG zugänglich gemacht. Der vollständige Wortlaut der Entsprechenserklärung ist über die Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) im Bereich Investor Relations unter der Rubrik "Corporate Governance" zugänglich.

42 EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODE

Erwerb von Spektrumlizenzen.

Die US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) hat eine Auktion von insgesamt 65 MHz an Frequenzen in den 1,6, 1,7 und 2,1 GHz-Bereichen (aws-3) durchgeführt. T-Mobile US hat an der Auktion, die am 29. Januar 2015 endete, teilgenommen. Die von T-Mobile US erworbenen Lizenzen haben einen Gesamtwert von 1,8 MRD. US-$. T-Mobile US rechnet, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Behörden, mit dem Erhalt der AWS-Spektrumlizenzen im zweiten Quartal 2015.

Vereinbarung über den Verkauf unseres Joint Ventures EE.

Am 5. Februar 2015 haben die Deutsche Telekom und der französische Telekommunikationsanbieter Orange mit der britischen BT eine Vereinbarung über den Verkauf des Joint Ventures EE geschlossen. Nach Vollzug der Transaktion zu einem vereinbarten Kaufpreis von 12,5 MRD. GBP wird die Deutsche Telekom mit einem Anteil von rund 12 % größter Aktionär von BT werden. Abhängig vom Aktienkurs von BT sowie weiteren Faktoren beim Vollzug der Transaktion kann die Deutsche Telekom neben dem 12%-Anteil an BT auch eine Barkomponente erhalten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der BT-Aktionäre sowie der zuständigen Behörden. Mit dem Abschluss der Transaktion wird vor Ende März 2016 gerechnet. Das zum Segment Group Headquarters & Group Services gehörende Joint Venture EE wurde zum 31. Dezember 2014 innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen.

43 HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS GEMÄSS § 314 HGB

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr 2014 als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

T 178 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Mio. €

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  2014
Abschlussprüfungsleistungen 12
Andere Bestätigungsleistungen 6
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 2
  20

Unter den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, Entgelte für die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse, prüferische Begleitung im Rahmen der Dokumentation des internen Kontrollsystems für die Finanzberichterstattung, Prüfung von Informationssystemen und Prozessen sowie Honorare für weitere Prüfungsleistungen ausgewiesen.

Bei den Honoraren für andere Bestätigungsleistungen handelt es sich v. a. um die Beauftragung regulatorischer Themen für die Bundesnetzagentur.

Die sonstigen Leistungen umfassen überwiegend Leistungen im Zusammenhang mit betriebswirtschaftlichen Grundsatzfragen zur Erfüllung der Anforderungen, die von der Bundesnetzagentur und anderen Behörden an die Gesellschaft gestellt werden. Zusätzlich werden die Leistungen der Beratungsgesellschaften cundus AG sowie strategy& (vormals Booz & Company) ausgewiesen, die seit April 2014 dem Netzwerk von PricewaterhouseCoopers angehören.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Deutschen Telekom AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Bonn, den 10. Februar 2015

Deutsche Telekom AG

Der Vorstand

Timotheus Höttges

Reinhard Clemens

Niek Jan van Damme

Thomas Dannenfeldt

Dr. Thomas Kremer

Claudia Nemat

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Deutsche Telekom AG, Bonn

Vermerk zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG, Bonn, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft.

Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss

Der Vorstand der Deutschen Telekom AG, Bonn, ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

Vermerk zum Konzernlagebericht

Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der Deutschen Telekom AG, Bonn, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG ist verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit §317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der zusammengefasste Lagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des zusammengefassten Lageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 10. Februar 2015

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Kayser, Wirtschaftsprüfer

Verena Heineke Wirtschaftsprüferin

Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. §313 Abs. 2 HGB zum Konzernabschluss der Deutsche Telekom AG zum 31.12.2014

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Lfd.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über indirekt direkt Gesamtnominalwert Währung
  1. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen          
1. Albanian Mobile Communications Sh.A., Tirana 1.14. 14,76%   813.821.915,79 ALL
1. Albanian Mobile Communications Sh.A., Tirana 1.23. 85,00%   813.821.915,79 ALL
2. Antel Germany GmbH, Karben 1.62. 100,00%   25.000,00 EUR
3. Assessment Point (Proprietary) Limited, Johannesburg 1.80. 100,00%   100,00 ZAR
4. Atrada Trading Network AG, Nürnberg     100,00% 146.302,09 EUR
5. BERCOS Gesellschaft für Kommunikationstechniken mbH, Bonn 1.38. 100,00%   400.000,00 DEM
6. CA INTERNET d.o.o., Zagreb 1.84. 100,00%   20.000,00 HRK
7. CBS GmbH, Köln 1.17. 100,00%   838.710,00 EUR
8. CE Colo Czech, s.r.o., Prag 1.62. 99,00%   617.000,00 CZK
8. CE Colo Czech, s.r.o., Prag 1.15. 1,00%   617.000,00 CZK
9. CMobil B.V., Maastricht 1.42. 100,00%   67.006,00 EUR
10. COMBIS - IT Usluge d.o.o., Belgrad 1.12. 100,00%   49.136,40 RSD
11. COMBIS d.o.o. Sarajevo, Sarajevo 1.12. 100,00%   2.000,00 BAM
12. COMBIS, usluge integracija informatickih tehnologija, d.o.o., Zagreb 1.73. 100,00%   48.710.900,00 HRK
13. COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES, Athen 1.71. 30,87%   5.391.100,00 EUR
13. COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES, Athen 1.14. 30,87%   5.391.100,00 EUR
14. COSMOTE Mobile Telecommunications S.A., Maroussi, Athen 1.71. 100,00%   157.899.931,00 EUR
15. Carduelis B.V. (Netherlands), Den Haag 1.63. 100,00%   18.000,00 EUR
16. Click & Buy Services India Private Limited, Hydrabad 1.60. 99,62%   1.609.920,00 INR
17. ClickandBuy Holding GmbH, Darmstadt     100,00% 25.000,00 EUR
18. ClickandBuy International Limited, London 1.17. 100,00%   1.301.007,00 GBP
19. Com.unique Telekommunikácios Szolgáltato Kft., Budapest 1.88. 100,00%   25.000.000,00 HUF
20. Combridge S.R.L., Sfântu Gheorghe 1.88. 100,00%   29.801.490,00 RON
21. Consortium 1 S.à r.l., Luxembourg 1.9. 100,00%   2.423.526,00 EUR
22. Consortium 2 S.à r.l., Luxembourg 1.21. 100,00%   2.395.668,00 EUR
23. Cosmo Holding Albania Societe Anonyme, Maroussi, Athen 1.14. 100,00%   64.722.000,00 EUR
24. Cosmoholding International B.V., Amsterdam 1.14. 99,00%   1.600.000,00 EUR
24. Cosmoholding International B.V., Amsterdam 1.69. 1,00%   1.600.000,00 EUR
25. Cosmoholding Romania Ltd, Limassol 1.14. 100,00%   30.000,00 EUR
26. Crnogorski Telekom a.d. Podgorica, Podgorica 1.88. 76,53%   123.857.700,00 EUR
27. Cronon AG, Berlin 1.132. 100,00%   51.129,19 EUR
28. DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 1.227. 16,67%   30.000,00 EUR
28. DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 1.29. 83,33%   30.000,00 EUR
29. DFMG Holding GmbH, Bonn     100,00% 26.000,00 EUR
30. DIERGASIA Interim Employment S.A., Athen 1.117. 100,00%   67.500,00 EUR
31. DIGI SLOVAKIA, s.r.o., Bratislava 1.136. 100,00%   5.152.230,00 EUR
32. DeTeAssekuranz - Deutsche Telekom Assekuranz-Vermittlungsgesellschaft mbH, Köln     100,00% 1.000.000,00 EUR
33. DeTeFleetServices GmbH, Bonn     100,00% 5.000.000,00 EUR
34. DeTeMedien, Deutsche Telekom Medien GmbH, Frankfurt am Main     100,00% 23.008.134,65 EUR
35. Detecon (Schweiz) AG, Zürich 1.38. 100,00%   1.000.000,00 CHF
36. Detecon Asia-Pacific Ltd., Bangkok 1.38. 100,00%   49.000.000,00 THB
37. Detecon Consulting FZ-LLC, Dubai 1.38. 100,00%   500.000,00 AED
38. Detecon International GmbH, Köln 1.197. 100,00%   8.700.000,00 EUR
39. Detecon, Inc., Wilmington, DE 1.38. 100,00%   1.872.850,30 USD
40. Deutsche Telekom (UK) Limited, Hatfield     100,00% 30.100.000,00 GBP
41. Deutsche Telekom Accounting GmbH, Bonn     100,00% 100.000,00 EUR
42. Deutsche Telekom Europe Holding B.V., Maastricht 1.157. 100,00%   25.002,00 EUR
43. Deutsche Telekom Glasfaser Service GmbH, Bonn 1.227. 100,00%   25.000,00 EUR
44. Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions GmbH, Bonn 1.197. 100,00%   511.300,00 EUR
45. Deutsche Telekom Holding B.V., Maastricht 1.156. 100,00%   20.500,00 EUR
46. Deutsche Telekom International Finance B.V., Amsterdam     100,00% 453.780,22 EUR
47. Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Bonn 1.227. 100,00%   25.000,00 EUR
48. Deutsche Telekom North America Inc., Wilmington, DE 1.206. 100,00%   30,00 USD
49. Deutsche Telekom Regional Services and Solutions GmbH, Frankfurt am Main 1.227. 100,00%   25.000,00 EUR
50. Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava 2.71. 0,01%   6.520.000,00 EUR
50. Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava 1.41. 99,99%   6.520.000,00 EUR
51. Deutsche Telekom Technik GmbH, Bonn 1.227. 100,00%   27.000,00 EUR
52. Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Bonn 1.227. 100,00%   27.000,00 EUR
53. Deutsche Telekom Training GmbH, Bonn     100,00% 102.300,00 EUR
54. Deutsche Telekom Venture Funds GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
55. E-Tours d.o.o., Zagreb 1.73. 100,00%   20.000,00 HRK
56. E-Value Collection Ltd., Agios Stefanos 1.58. 100,00%   350.010,00 EUR
57. E-Value International S.A., Bukarest 1.58. 0,01%   6.700.000,00 RON
57. E-Value International S.A., Bukarest 1.24. 99,99%   6.700.000,00 RON
58. E-Value Societe Anonyme of Direct Marketing and Customer Support Services, Agios Stefanos 1.69. 100,00%   5.105.062,06 EUR
59. Erste DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH , Bonn     100,00% 100.000,00 EUR
60. Firstgate Holding AG, Baar 1.17. 100,00%   100.000,00 CHF
61. GMG Generalmietgesellschaft mbH, Köln     100,00% 51.130.000,00 EUR
62. GTS Central European Holding B.V. (Netherlands), Amsterdam 1.63. 99,46%   18.500,00 EUR
62. GTS Central European Holding B.V. (Netherlands), Amsterdam 1.15. 0,54%   18.500,00 EUR
63. GTS Central European Holdings Limited(Cyprus), Luxembourg 1.22. 100,00%   171.000,00 EUR
64. GTS Czech s.r.o., Prag 1.62. 99,00%   1.300.400.000,00 CZK
64. GTS Czech s.r.o., Prag 1.15. 1,00%   1.300.400.000,00 CZK
65. GTS Hungary Távközlési Kft, Budaõrs 1.62. 100,00%   2.043.270.000,00 HUF
66. GTS Poland sp.z o.o. (Poland), Warschau 1.62. 100,00%   207.844.000,00 PLN
67. GTS Telecom S.R.L., Bukarest 1.63. 52,56%   7.368.415,02 RON
67. GTS Telecom S.R.L., Bukarest 1.62. 47,44%   7.368.415,02 RON
68. GTS Ukraine L.L.C., Kiew 1.62. 100,00%   1.150.000,00 UAH
69. Germanos Instustrial and Commercial Company of Electronic Telecommunicationmaterials and supply of Services Societe Anonyme, Agios Stefanos 1.14. 100,00%   29.600.892,00 EUR
70. Germanos Telecom Romania S.A., Bukarest 1.69. 99,99%   77.100.310,00 RON
71. Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE ), Athen     40,00% 1.171.459.429,71 EUR
72. HfTL Trägergesellschaft mbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
73. Hrvatski Telekom d.d., Zagreb 1.9. 51,00%   8.882.853.500,00 HRK
74. I.T.E.N.O.S. International Telecom Network Operation Services GmbH, Bonn 1.197. 100,00%   3.000.000,00 EUR
75. IBSV LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   0,10 USD
76. IT Services Hungary Szolgáltató Kft., Budapest 1.197. 100,00%   150.100.000,00 HUF
77. Infovan (Proprietary) Limited, Midrand 1.214. 100,00%   2.000,00 ZAR
78. Interactive Media CCSP GmbH, Darmstadt     100,00% 901.000,00 EUR
79. International System House Kereskedelmi és Szoftverfejlesztö Kft., Budapest 1.88. 100,00%   3.000.000,00 HUF
80. Intervate Holdings (Proprietary) Limited, Johannesburg 1.214. 100,00%   2.091,00 ZAR
81. Intervate Project Services (Proprietary) Limited, Johannesburg 1.82. 100,00%   300,00 ZAR
82. Intervate Solutions (Proprietary) Limited, Johannesburg 1.80. 100,00%   1.070,00 ZAR
83. Investel Magyar Távközlési Befektetési ZRt., Budapest 1.88. 100,00%   1.113.000.000,00 HUF
84. Iskon Internet d.d., Zagreb 1.73. 100,00%   272.902.200,00 HRK
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Lfd.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Bemerkung
  1. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen  
1. Albanian Mobile Communications Sh.A., Tirana  
1. Albanian Mobile Communications Sh.A., Tirana  
2. Antel Germany GmbH, Karben  
3. Assessment Point (Proprietary) Limited, Johannesburg  
4. Atrada Trading Network AG, Nürnberg  
5. BERCOS Gesellschaft für Kommunikationstechniken mbH, Bonn  
6. CA INTERNET d.o.o., Zagreb  
7. CBS GmbH, Köln 1)
8. CE Colo Czech, s.r.o., Prag  
8. CE Colo Czech, s.r.o., Prag  
9. CMobil B.V., Maastricht  
10. COMBIS - IT Usluge d.o.o., Belgrad  
11. COMBIS d.o.o. Sarajevo, Sarajevo  
12. COMBIS, usluge integracija informatickih tehnologija, d.o.o., Zagreb  
13. COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES, Athen  
13. COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES, Athen  
14. COSMOTE Mobile Telecommunications S.A., Maroussi, Athen  
15. Carduelis B.V. (Netherlands), Den Haag  
16. Click & Buy Services India Private Limited, Hydrabad  
17. ClickandBuy Holding GmbH, Darmstadt 1)
18. ClickandBuy International Limited, London  
19. Com.unique Telekommunikácios Szolgáltato Kft., Budapest  
20. Combridge S.R.L., Sfântu Gheorghe  
21. Consortium 1 S.à r.l., Luxembourg  
22. Consortium 2 S.à r.l., Luxembourg  
23. Cosmo Holding Albania Societe Anonyme, Maroussi, Athen  
24. Cosmoholding International B.V., Amsterdam  
24. Cosmoholding International B.V., Amsterdam  
25. Cosmoholding Romania Ltd, Limassol  
26. Crnogorski Telekom a.d. Podgorica, Podgorica  
27. Cronon AG, Berlin 1)
28. DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster  
28. DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 1)
29. DFMG Holding GmbH, Bonn 1)
30. DIERGASIA Interim Employment S.A., Athen  
31. DIGI SLOVAKIA, s.r.o., Bratislava  
32. DeTeAssekuranz - Deutsche Telekom Assekuranz-Vermittlungsgesellschaft mbH, Köln 1)
33. DeTeFleetServices GmbH, Bonn 1)
34. DeTeMedien, Deutsche Telekom Medien GmbH, Frankfurt am Main 1)
35. Detecon (Schweiz) AG, Zürich  
36. Detecon Asia-Pacific Ltd., Bangkok  
37. Detecon Consulting FZ-LLC, Dubai  
38. Detecon International GmbH, Köln  
39. Detecon, Inc., Wilmington, DE  
40. Deutsche Telekom (UK) Limited, Hatfield  
41. Deutsche Telekom Accounting GmbH, Bonn 1)
42. Deutsche Telekom Europe Holding B.V., Maastricht  
43. Deutsche Telekom Glasfaser Service GmbH, Bonn 1)
44. Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions GmbH, Bonn 1)
45. Deutsche Telekom Holding B.V., Maastricht  
46. Deutsche Telekom International Finance B.V., Amsterdam  
47. Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Bonn 1)
48. Deutsche Telekom North America Inc., Wilmington, DE 1)
49. Deutsche Telekom Regional Services and Solutions GmbH, Frankfurt am Main  
50. Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava  
50. Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava  
51. Deutsche Telekom Technik GmbH, Bonn 1)
52. Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Bonn 1)
53. Deutsche Telekom Training GmbH, Bonn 1)
54. Deutsche Telekom Venture Funds GmbH, Bonn 1)
55. E-Tours d.o.o., Zagreb  
56. E-Value Collection Ltd., Agios Stefanos  
57. E-Value International S.A., Bukarest  
57. E-Value International S.A., Bukarest  
58. E-Value Societe Anonyme of Direct Marketing and Customer Support Services, Agios Stefanos  
59. Erste DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH , Bonn 1)
60. Firstgate Holding AG, Baar  
61. GMG Generalmietgesellschaft mbH, Köln 1)
62. GTS Central European Holding B.V. (Netherlands), Amsterdam  
62. GTS Central European Holding B.V. (Netherlands), Amsterdam  
63. GTS Central European Holdings Limited(Cyprus), Luxembourg  
64. GTS Czech s.r.o., Prag  
64. GTS Czech s.r.o., Prag  
65. GTS Hungary Távközlési Kft, Budaõrs  
66. GTS Poland sp.z o.o. (Poland), Warschau  
67. GTS Telecom S.R.L., Bukarest  
67. GTS Telecom S.R.L., Bukarest  
68. GTS Ukraine L.L.C., Kiew  
69. Germanos Instustrial and Commercial Company of Electronic Telecommunicationmaterials and supply of Services Societe Anonyme, Agios Stefanos  
70. Germanos Telecom Romania S.A., Bukarest  
71. Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE ), Athen  
72. HfTL Trägergesellschaft mbH, Bonn  
73. Hrvatski Telekom d.d., Zagreb  
74. I.T.E.N.O.S. International Telecom Network Operation Services GmbH, Bonn 1)
75. IBSV LLC, Bellevue  
76. IT Services Hungary Szolgáltató Kft., Budapest  
77. Infovan (Proprietary) Limited, Midrand  
78. Interactive Media CCSP GmbH, Darmstadt 1)
79. International System House Kereskedelmi és Szoftverfejlesztö Kft., Budapest  
80. Intervate Holdings (Proprietary) Limited, Johannesburg  
81. Intervate Project Services (Proprietary) Limited, Johannesburg  
82. Intervate Solutions (Proprietary) Limited, Johannesburg  
83. Investel Magyar Távközlési Befektetési ZRt., Budapest  
84. Iskon Internet d.d., Zagreb  
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Lfd.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über indirekt direkt Gesamtnominalwert Währung
85. KIBU Innováció Nonprofit Kft., Budapest 1.88. 99,20%   40.000.000,00 HUF
85. KIBU Innováció Nonprofit Kft., Budapest 1.88. 0,80%   40.000.000,00 HUF
86. Kabelsko distributivni sustav d.o.o., Cakovec 1.73. 100,00%   1.229.600,00 HRK
87. KalászNet Kft., Budapest 1.88. 100,00%   200.000.000,00 HUF
88. Magyar Telekom Telecommunications Public Limited Company, Budapest 1.9. 59,23%   104.274.254.300,00 HUF
89. Makedonski Telekom AD Skopje, Skopje 1.139. 56,67%   9.583.887.759,70 MKD
90. MetroPCS California, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
91. MetroPCS Florida, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
92. MetroPCS Georgia, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
93. MetroPCS Massachusetts, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
94. MetroPCS Michigan, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   0,01 USD
95. MetroPCS Networks California, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
96. MetroPCS Networks Florida, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
97. MetroPCS Nevada, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
98. MetroPCS New York, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
99. MetroPCS Pennsylvania, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
100. MetroPCS Texas, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
101. Mobilbeeep Telecommunications One Person Limited Liability, Maroussi, Athen 1.14. 100,00%   620.100,00 EUR
102. NextGen Communications S.R.L, Bukarest 1.221. 100,00%   227.824.020,00 RON
103. Novatel EOOD , Sofia 1.88. 100,00%   5.190.000,00 BGN
104. Novatel Ukraine Ltd. i.L., Kiew 1.88. 99,94%   1.656.900,00 UAH
104. Novatel Ukraine Ltd. i.L., Kiew 1.83. 0,06%   1.656.900,00 UAH
105. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn 1.38. 100,00%   128.000,00 EUR
106. OT-Optima Telekom d.d., Zagreb 1.73. 19,11%   632.659.190,00 HRK
107. OT-Optima Telekom d.o.o., Koper 1.106. 100,00%   8.763,00 EUR
108. OTE Academy S.A., Maroussi, Athen 1.71. 100,00%   1.761.029,62 EUR
108. OTE Academy S.A., Maroussi, Athen 1.134. 0,00%   1.761.029,62 EUR
109. OTE Estate S.A., Athen 1.71. 100,00%   455.987.090,68 EUR
109. OTE Estate S.A., Athen 1.117. 0,00%   455.987.090,68 EUR
110. OTE Insurance Agency S.A., Athen 1.71. 99,90%   86.000,00 EUR
110. OTE Insurance Agency S.A., Athen 1.117. 0,10%   86.000,00 EUR
111. OTE International Investments Limited, Limassol 1.71. 100,00%   477.366.810,66 EUR
112. OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen 1.71. 100,00%   163.879.541,12 EUR
112. OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen 1.134. 0,00%   163.879.541,12 EUR
113. OTE Investment Services S.A., Maroussi, Athen 1.111. 100,00%   3.400.000,00 EUR
114. OTE Plc., London 1.71. 100,00%   50.000,00 GBP
115. OTE Rural North SPV, Maroussi, Athen 1.71. 100,00%   1.775.112,00 EUR
116. OTE Rural South SPV, Maroussi, Athen 1.71. 100,00%   2.255.520,00 EUR
117. OTEplus Technical & Business Solutions S.A., Athen 1.71. 100,00%   4.714.408,09 EUR
118. One 2 One Limited, Hatfield 1.159. 100,00%   2,00 GBP
119. One 2 One Personal Communications Ltd., Hatfield 1.159. 100,00%   1,00 GBP
120. Optima Telekom za upravljanje nekretninama i savjetovanje d.o.o., Zagreb 1.106. 100,00%   20.000,00 HRK
121. Optima direct d.o.o., Buje 1.106. 100,00%   19.216.000,00 HRK
122. Origo Média és Kommunikációs Szolgáltató Zrt., Budapest 1.88. 100,00%   300.331.000,00 HUF
123. PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH, München     100,00% 10.025.000,00 EUR
124. Pan-Inform Kutatás-Fejlesztési és Innovácios Kft., Balatonfüred 1.200. 20,00%   500.000,00 HUF
125. Pelsoft Informatika Kft., Balatonfüred 1.200. 16,67%   600.000,00 HUF
126. PosAm spol. s.r.o., Bratislava 1.136. 51,00%   170.000,00 EUR
127. Powertel Memphis Licenses, Inc., Bellevue 1.128. 100,00%   1,00 USD
128. Powertel/Memphis, Inc., Bellevue 1.183. 100,00%   32.261,90 USD
129. Qingdao DETECON Consulting Co. Ltd., Peking 1.38. 100,00%   2.000.000,00 USD
130. REGICA.NET d.o.o., Zagreb 1.84. 100,00%   28.000,00 HRK
131. SCS Personalberatung GmbH, Düsseldorf     100,00% 100.000,00 DEM
132. STRATO AG, Berlin 1.171. 100,00%   6.033.345,00 EUR
133. Satellic NV, Groot-Bijgaarden 1.197. 76,00%   10.000.000,00 EUR
134. Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen 1.71. 94,08%   5.463.750,00 EUR
134. Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen 1.117. 0,01%   5.463.750,00 EUR
135. Sireo Immobilienfonds No.1 GmbH & Co. KG, Heusenstamm     94,90% 6.858.242,00 EUR
136. Slovak Telekom, a.s., Bratislava 1.9. 51,00%   864.113.000,00 EUR
137. Software Daten Service Gesellschaft m.b.H., Wien 1.197. 100,00%   290.691,34 EUR
138. Soluciones y Proyectos Consulting, S.L., Barcelona 1.196. 100,00%   3.006,00 EUR
139. Stonebridge Communication AD, Skopje 1.88. 100,00%   16.383.228.786,00 MKD
140. SunCom Wireless Holdings Inc., Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
141. SunCom Wireless Investment Co., LLC, Bellevue 1.140. 100,00%   1,00 USD
142. SunCom Wireless License Co, LLC, Bellevue 1.235. 100,00%   1,00 USD
143. SunCom Wireless Management Co, Inc, Bellevue 1.146. 100,00%   1,00 USD
144. SunCom Wireless Operating Co, LLC, Bellevue 1.235. 100,00%   1,00 USD
145. SunCom Wireless Property Co, LLC, Bellevue 1.235. 100,00%   1,00 USD
146. SunCom Wireless, Inc., Bellevue 1.141. 100,00%   1,00 USD
147. Sunlight Romania - Filiala Bucuresti S.R.L., Bukarest 1.70. 100,00%   12.700.000,00 RON
148. T-Mobile (UK) Ltd., Hatfield 1.159. 100,00%   1,00 GBP
149. T-Mobile (UK) Retail Limited, Hatfield 1.159. 100,00%   105,00 GBP
150. T-Mobile Airtime Funding LLC, Bellevue 1.175. 100,00%   1,00 USD
151. T-Mobile Austria GmbH, Wien 1.152. 100,00%   60.000.000,00 EUR
152. T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien 1.9. 100,00%   15.000.000,00 EUR
153. T-Mobile Central LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
154. T-Mobile Czech Republic a.s., Prag 1.9. 100,00%   520.000.000,00 CZK
155. T-Mobile Financial LLC, Wilmington, DE 1.183. 100,00%   100.000,00 USD
156. T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn 1.158. 100,00%   50.000,00 EUR
157. T-Mobile Global Holding Nr. 2 GmbH, Bonn     100,00% 30.000,00 EUR
158. T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn     100,00% 26.000,00 EUR
159. T-Mobile Holdings Limited, Hatfield 1.156. 100,00%   706.540.268,00 GBP
160. T-Mobile HotSpot GmbH, Bonn     100,00% 26.000,00 EUR
161. T-Mobile International Austria GmbH, Wien 1.151. 100,00%   37.000,00 EUR
162. T-Mobile International Limited, Hatfield 1.159. 100,00%   1,00 GBP
163. T-Mobile International UK Pension Trustee Limited, Hatfield 1.40. 100,00%   1,00 GBP
164. T-Mobile License LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
165. T-Mobile Ltd., Hatfield 1.159. 100,00%   1,00 GBP
166. T-Mobile Macedonia AD Skopje , Skopje 1.89. 100,00%   2.344.377.000,00 MKD
167. T-Mobile Netherlands B.V., Den Haag 1.168. 100,00%   1.250.628,00 EUR
168. T-Mobile Netherlands Holding B.V., Den Haag 1.9. 100,00%   90.756.042,31 EUR
169. T-Mobile Netherlands Klantenservice B.V., Den Haag 1.167. 100,00%   1.116.950,00 EUR
170. T-Mobile Netherlands Retail B.V. , Den Haag 1.167. 100,00%   18.000,00 EUR
171. T-Mobile Newco Nr. 4 GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
172. T-Mobile No. 1 Limited, Hatfield 1.159. 100,00%   1,00 GBP
173. T-Mobile No. 5 Limited, Hatfield 1.159. 100,00%   1,00 GBP
174. T-Mobile Northeast LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
175. T-Mobile PCS Holdings, LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
176. T-Mobile Polska S.A., Warschau 1.9. 100,00%   471.000.000,00 PLN
177. T-Mobile Puerto Rico Holdings LLC, Bellevue 1.235. 100,00%   1,00 USD
178. T-Mobile Puerto Rico LLC , Bellevue 1.177. 100,00%   1,00 USD
179. T-Mobile Resources Corporation, Bellevue 1.175. 100,00%   1,00 USD
scroll
Lfd.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Bemerkung
85. KIBU Innováció Nonprofit Kft., Budapest  
85. KIBU Innováció Nonprofit Kft., Budapest  
86. Kabelsko distributivni sustav d.o.o., Cakovec  
87. KalászNet Kft., Budapest  
88. Magyar Telekom Telecommunications Public Limited Company, Budapest  
89. Makedonski Telekom AD Skopje, Skopje  
90. MetroPCS California, LLC, Bellevue  
91. MetroPCS Florida, LLC, Bellevue  
92. MetroPCS Georgia, LLC, Bellevue  
93. MetroPCS Massachusetts, LLC, Bellevue  
94. MetroPCS Michigan, LLC, Bellevue  
95. MetroPCS Networks California, LLC, Bellevue  
96. MetroPCS Networks Florida, LLC, Bellevue  
97. MetroPCS Nevada, LLC, Bellevue  
98. MetroPCS New York, LLC, Bellevue  
99. MetroPCS Pennsylvania, LLC, Bellevue  
100. MetroPCS Texas, LLC, Bellevue  
101. Mobilbeeep Telecommunications One Person Limited Liability, Maroussi, Athen  
102. NextGen Communications S.R.L, Bukarest  
103. Novatel EOOD , Sofia  
104. Novatel Ukraine Ltd. i.L., Kiew  
104. Novatel Ukraine Ltd. i.L., Kiew  
105. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn  
106. OT-Optima Telekom d.d., Zagreb  
107. OT-Optima Telekom d.o.o., Koper  
108. OTE Academy S.A., Maroussi, Athen  
108. OTE Academy S.A., Maroussi, Athen  
109. OTE Estate S.A., Athen  
109. OTE Estate S.A., Athen  
110. OTE Insurance Agency S.A., Athen  
110. OTE Insurance Agency S.A., Athen  
111. OTE International Investments Limited, Limassol  
112. OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen  
112. OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen  
113. OTE Investment Services S.A., Maroussi, Athen  
114. OTE Plc., London  
115. OTE Rural North SPV, Maroussi, Athen  
116. OTE Rural South SPV, Maroussi, Athen  
117. OTEplus Technical & Business Solutions S.A., Athen  
118. One 2 One Limited, Hatfield  
119. One 2 One Personal Communications Ltd., Hatfield  
120. Optima Telekom za upravljanje nekretninama i savjetovanje d.o.o., Zagreb  
121. Optima direct d.o.o., Buje  
122. Origo Média és Kommunikációs Szolgáltató Zrt., Budapest  
123. PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH, München 1)
124. Pan-Inform Kutatás-Fejlesztési és Innovácios Kft., Balatonfüred  
125. Pelsoft Informatika Kft., Balatonfüred  
126. PosAm spol. s.r.o., Bratislava  
127. Powertel Memphis Licenses, Inc., Bellevue  
128. Powertel/Memphis, Inc., Bellevue  
129. Qingdao DETECON Consulting Co. Ltd., Peking  
130. REGICA.NET d.o.o., Zagreb  
131. SCS Personalberatung GmbH, Düsseldorf 1)
132. STRATO AG, Berlin 1)
133. Satellic NV, Groot-Bijgaarden  
134. Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen  
134. Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen  
135. Sireo Immobilienfonds No.1 GmbH & Co. KG, Heusenstamm  
136. Slovak Telekom, a.s., Bratislava  
137. Software Daten Service Gesellschaft m.b.H., Wien  
138. Soluciones y Proyectos Consulting, S.L., Barcelona  
139. Stonebridge Communication AD, Skopje  
140. SunCom Wireless Holdings Inc., Bellevue  
141. SunCom Wireless Investment Co., LLC, Bellevue  
142. SunCom Wireless License Co, LLC, Bellevue  
143. SunCom Wireless Management Co, Inc, Bellevue  
144. SunCom Wireless Operating Co, LLC, Bellevue  
145. SunCom Wireless Property Co, LLC, Bellevue  
146. SunCom Wireless, Inc., Bellevue  
147. Sunlight Romania - Filiala Bucuresti S.R.L., Bukarest  
148. T-Mobile (UK) Ltd., Hatfield  
149. T-Mobile (UK) Retail Limited, Hatfield  
150. T-Mobile Airtime Funding LLC, Bellevue  
151. T-Mobile Austria GmbH, Wien  
152. T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien  
153. T-Mobile Central LLC, Bellevue  
154. T-Mobile Czech Republic a.s., Prag  
155. T-Mobile Financial LLC, Wilmington, DE  
156. T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn 1)
157. T-Mobile Global Holding Nr. 2 GmbH, Bonn 1)
158. T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn 1)
159. T-Mobile Holdings Limited, Hatfield  
160. T-Mobile HotSpot GmbH, Bonn 1)
161. T-Mobile International Austria GmbH, Wien  
162. T-Mobile International Limited, Hatfield  
163. T-Mobile International UK Pension Trustee Limited, Hatfield  
164. T-Mobile License LLC, Bellevue  
165. T-Mobile Ltd., Hatfield  
166. T-Mobile Macedonia AD Skopje , Skopje  
167. T-Mobile Netherlands B.V., Den Haag  
168. T-Mobile Netherlands Holding B.V., Den Haag  
169. T-Mobile Netherlands Klantenservice B.V., Den Haag  
170. T-Mobile Netherlands Retail B.V. , Den Haag  
171. T-Mobile Newco Nr. 4 GmbH, Bonn 1)
172. T-Mobile No. 1 Limited, Hatfield  
173. T-Mobile No. 5 Limited, Hatfield  
174. T-Mobile Northeast LLC, Bellevue  
175. T-Mobile PCS Holdings, LLC, Bellevue  
176. T-Mobile Polska S.A., Warschau  
177. T-Mobile Puerto Rico Holdings LLC, Bellevue  
178. T-Mobile Puerto Rico LLC , Bellevue  
179. T-Mobile Resources Corporation, Bellevue  
scroll
Lfd.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über indirekt direkt Gesamtnominalwert Währung
180. T-Mobile South LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
181. T-Mobile Subsidiary IV Corporation, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
182. T-Mobile US, Inc., Bellevue 1.45. 66,29%   8.074,58 USD
183. T-Mobile USA, Inc., Bellevue 1.182. 100,00%   292,67 USD
184. T-Mobile West LLC, Bellevue 1.183. 100,00%   1.000,00 USD
185. T-Mobile Worldwide Holding GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
186. T-Systems Austria GesmbH, Wien 1.197. 100,00%   185.000,00 EUR
187. T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden 1.204. 0,65%   172.125,00 EUR
187. T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden 1.197. 99,35%   172.125,00 EUR
188. T-Systems CIS, Moskau 1.197. 100,00%   4.630.728,00 RUB
189. T-Systems Canada, Inc., Saint John 1.206. 100,00%   2.031.554,00 CAD
190. T-Systems China Limited, Hongkong 1.197. 100,00%   24.000.000,00 HKD
191. T-Systems DDM GmbH, Weingarten 1.197. 100,00%   154.400,00 EUR
192. T-Systems Data Migration Consulting AG, Kreuzlingen 1.210. 100,00%   100.000,00 CHF
193. T-Systems Eltec, S.L., Barcelona 1.196. 100,00%   667.400,00 EUR
194. T-Systems France SAS, Saint Denis 1.197. 100,00%   2.000.000,00 EUR
195. T-Systems GEI GmbH, Aachen 1.197. 100,00%   11.301.600,00 EUR
196. T-Systems ITC Iberia, S.A., Barcelona 1.197. 100,00%   1.245.100,00 EUR
197. T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main     100,00% 154.441.900,00 EUR
198. T-Systems Japan K.K., Tokio 1.197. 100,00%   495.000.000,00 JPY
199. T-Systems Limited, London 1.197. 100,00%   550.001,00 GBP
200. T-Systems Magyarország ZRt., Budapest 1.88. 100,00%   2.002.000.000,00 HUF
201. T-Systems Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur 1.197. 100,00%   4.000.000,00 MYR
202. T-Systems Mexico, S.A. de C.V., Puebla 1.197. 100,00%   32.000.000,00 MXN
203. T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Dresden 1.197. 100,00%   4.090.400,00 EUR
204. T-Systems Nederland B.V., Vianen (Utrecht) 1.197. 100,00%   908.000,00 EUR
205. T-Systems Nordic A/S, Ballerup 1.197. 100,00%   5.500.000,00 DKK
206. T-Systems North America, Inc., Wilmington, DE 1.197. 100,00%   34,30 USD
207. T-Systems P.R. China Ltd., Peking 1.197. 100,00%   31.500.000,00 EUR
208. T-Systems Polska Sp. z o.o., Breslau 1.197. 100,00%   8.327.000,00 PLN
209. T-Systems RUS OOO, Moskau 1.188. 99,00%   10.000,00 RUB
209. T-Systems RUS OOO, Moskau 1.197. 1,00%   10.000,00 RUB
210. T-Systems Schweiz AG, Münchenbuchsee 1.197. 100,00%   13.000.000,00 CHF
211. T-Systems Singapore Pte. Ltd., Singapore 1.197. 100,00%   38.905.000,00 SGD
212. T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice 2.71. 2,50%   258.580,62 EUR
212. T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice 1.197. 97,50%   258.580,62 EUR
213. T-Systems Solutions for Research GmbH, Weßling 1.197. 100,00%   5.000.000,00 EUR
214. T-Systems South Africa (Proprietary) Limited, Midrand 1.215. 70,00%   6.000,00 ZAR
215. T-Systems South Africa Holdings (Proprietary) Limited, Midrand 1.197. 100,00%   4.100.085,00 ZAR
216. T-Systems Spring Italia S.r.l., Rozzano 1.197. 100,00%   594.000,00 EUR
217. T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo 1.218. 100,00%   4.182.560,00 BRL
217. T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo 2.71. 0,00%   4.182.560,00 BRL
218. T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 2.71. 0,01%   15.000.000,00 BRL
218. T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 1.197. 99,99%   15.000.000,00 BRL
219. T-Systems on site services GmbH, Berlin 1.197. 100,00%   154.000,00 EUR
220. T-Venture Holding GmbH, Bonn     100,00% 10.225.900,00 EUR
221. TELEKOM ROMANIA COMMUNICATIONS S.A., Bukarest 1.111. 54,01%   5.975.037.351,00 RON
222. TELEKOM ROMANIA MOBILE COMMUNICATIONS S.A., Bukarest 1.14. 70,00%   1.593.747.500,00 RON
222. TELEKOM ROMANIA MOBILE COMMUNICATIONS S.A., Bukarest 1.221. 30,00%   1.593.747.500,00 RON
223. TMUS Assurance Corporation, Honolulu 1.183. 100,00%   10,00 USD
224. Tel-Team Inwestycje sp. z o.o., Zielonka 1.66. 100,00%   15.000.000,00 PLN
225. Tele Haus Krakow Sp.z.o.o, Tarnowo Podgórne 1.66. 100,00%   4.002.850,00 PLN
226. Tele Haus Polska sp.z o.o. (Poland), Tarnowo Podgórne 1.66. 100,00%   1.164.840,00 PLN
227. Telekom Deutschland GmbH, Bonn     100,00% 1.515.000.000,00 EUR
228. Telekom Innovation Pool GmbH, Bonn     100,00% 26.000,00 EUR
229. Telekom New Media Zrt., Budapest 1.88. 100,00%   669.930.000,00 HUF
230. Telekom Sec, s.r.o., Bratislava 1.136. 100,00%   11.639,00 EUR
231. Telekom Shop Vertriebsgesellschaft mbH, Bonn 1.227. 100,00%   10.000.000,00 EUR
232. Telemacedónia A.D. in liquidation, Skopje 1.88. 100,00%   621.300,00 MKD
233. Telemobil S.A., Bukarest 1.25. 100,00%   360.090.000,00 RON
234. Triton PCS Finance Co, Inc., Bellevue 1.146. 100,00%   1,00 USD
235. Triton PCS Holdings Company, LLC, Bellevue 1.146. 100,00%   1,00 USD
236. Trust2Core GmbH, Berlin 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
237. Tulip 2 B.V., Den Haag 1.168. 100,00%   124.105,00 EUR
238. VIOLA Kabelgesellschaft (Deutschland) mbH, Bonn 1.29. 100,00%   1.000.000,00 EUR
239. VOICENET Limited Company Telecommunications Services & Infrastructures SA, Athen 1.71. 100,00%   5.650.050,00 EUR
240. Vidanet Zrt., Györ 1.88. 67,50%   2.000.000.000,00 HUF
240. Vidanet Zrt., Györ 1.83. 22,50%   2.000.000.000,00 HUF
241. Vivento Customer Services GmbH, Bonn     100,00% 100.000,00 EUR
242. VoiceStream PCS I Iowa Corporation, Bellevue 1.183. 100,00%   1,00 USD
243. VoiceStream Pittsburgh General Partner, Inc., Bellevue 1.183. 100,00%   100,00 USD
244. VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue 1.243. 54,00%   1,00 USD
244. VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue 1.174. 46,00%   1,00 USD
245. Zoznam Mobile, s.r.o., Bratislava 1.136. 100,00%   6.639,00 EUR
246. Zoznam, s.r.o., Bratislava 1.136. 100,00%   6.639,00 EUR
247. Zweite DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH, Bonn 1.227. 100,00%   100.000,00 EUR
248. congstar GmbH, Köln 1.227. 100,00%   250.000,00 EUR
249. congstar Services GmbH, Köln 1.248. 100,00%   30.000,00 EUR
250. d-Core NETWORK IBERIA, S.L., Tarragona 1.196. 100,00%   3.010,00 EUR
251. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 1.197. 50,00%   250.000,00 EUR
252. rola Security Solutions GmbH, Köln 1.197. 100,00%   800.000,00 EUR
253. xplosion interactive GmbH, Bonn 1.78. 100,00%   100.000,00 EUR
  2. Nicht einbezogene Tochterunternehmen          
1. 3.T-Venture Beteiligungsgesellschaft mbH (3. TVB), Bonn 1.54. 100,00%   25.000,00 EUR
2. Accumio Finance Services GmbH, Heidelberg 1.227. 100,00%   2.001.000,00 EUR
3. Ariviakom (Proprietary) Limited i. L., Midrand 1.214. 100,00%   1,00 ZAR
4. Atrada Trading Network Limited, Manchester 1.4. 100,00%   1,00 GBP
5. BENOCS GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
6. Compendo GmbH, Nürnberg 1.4. 100,00%   25.000,00 EUR
7. Dataware Szolgáltató Kft. i. L., Budapest 1.76. 100,00%   80.000.000,00 HUF
8. DeTeAsia Holding GmbH, Bonn     100,00% 50.000,00 DEM
9. Detecon Consulting Austria GmbH, Wien 1.35. 100,00%   72.672,83 EUR
10. Detecon Vezetési Tanácsadó Kft., Budapest 1.38. 100,00%   4.600.000,00 HUF
11. Deutsche TELEKOM Asia Pte Ltd, Singapur     100,00% 137.777.793,00 SGD
12. Deutsche TELEKOM Ltd., London     100,00% 240.000,00 GBP
13. Deutsche Telekom BK-Holding GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
14. Deutsche Telekom Business Development & Venturing Ltd. , Herzliya     100,00% 10,00 NIS
15. Deutsche Telekom Business Services S.R.L., Bukarest     100,00% 13.198.200,00 RON
16. Deutsche Telekom Capital Partners Fund GmbH, Hamburg 2.17. 100,00%   25.000,00 EUR
17. Deutsche Telekom Capital Partners Management GmbH, Hamburg     100,00% 25.000,00 EUR
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Lfd.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Bemerkung
180. T-Mobile South LLC, Bellevue  
181. T-Mobile Subsidiary IV Corporation, Bellevue  
182. T-Mobile US, Inc., Bellevue  
183. T-Mobile USA, Inc., Bellevue  
184. T-Mobile West LLC, Bellevue  
185. T-Mobile Worldwide Holding GmbH, Bonn 1)
186. T-Systems Austria GesmbH, Wien  
187. T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden  
187. T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden  
188. T-Systems CIS, Moskau  
189. T-Systems Canada, Inc., Saint John  
190. T-Systems China Limited, Hongkong  
191. T-Systems DDM GmbH, Weingarten 1)
192. T-Systems Data Migration Consulting AG, Kreuzlingen  
193. T-Systems Eltec, S.L., Barcelona 2)
194. T-Systems France SAS, Saint Denis  
195. T-Systems GEI GmbH, Aachen 1)
196. T-Systems ITC Iberia, S.A., Barcelona  
197. T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main 1)
198. T-Systems Japan K.K., Tokio  
199. T-Systems Limited, London  
200. T-Systems Magyarország ZRt., Budapest  
201. T-Systems Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur  
202. T-Systems Mexico, S.A. de C.V., Puebla  
203. T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Dresden 1)
204. T-Systems Nederland B.V., Vianen (Utrecht)  
205. T-Systems Nordic A/S, Ballerup  
206. T-Systems North America, Inc., Wilmington, DE  
207. T-Systems P.R. China Ltd., Peking  
208. T-Systems Polska Sp. z o.o., Breslau  
209. T-Systems RUS OOO, Moskau  
209. T-Systems RUS OOO, Moskau  
210. T-Systems Schweiz AG, Münchenbuchsee  
211. T-Systems Singapore Pte. Ltd., Singapore  
212. T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice  
212. T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice  
213. T-Systems Solutions for Research GmbH, Weßling 1)
214. T-Systems South Africa (Proprietary) Limited, Midrand  
215. T-Systems South Africa Holdings (Proprietary) Limited, Midrand  
216. T-Systems Spring Italia S.r.l., Rozzano  
217. T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo  
217. T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo  
218. T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo  
218. T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo  
219. T-Systems on site services GmbH, Berlin 1)
220. T-Venture Holding GmbH, Bonn  
221. TELEKOM ROMANIA COMMUNICATIONS S.A., Bukarest  
222. TELEKOM ROMANIA MOBILE COMMUNICATIONS S.A., Bukarest  
222. TELEKOM ROMANIA MOBILE COMMUNICATIONS S.A., Bukarest  
223. TMUS Assurance Corporation, Honolulu  
224. Tel-Team Inwestycje sp. z o.o., Zielonka  
225. Tele Haus Krakow Sp.z.o.o, Tarnowo Podgórne  
226. Tele Haus Polska sp.z o.o. (Poland), Tarnowo Podgórne  
227. Telekom Deutschland GmbH, Bonn 1)
228. Telekom Innovation Pool GmbH, Bonn 1)
229. Telekom New Media Zrt., Budapest  
230. Telekom Sec, s.r.o., Bratislava  
231. Telekom Shop Vertriebsgesellschaft mbH, Bonn 1)
232. Telemacedónia A.D. in liquidation, Skopje  
233. Telemobil S.A., Bukarest  
234. Triton PCS Finance Co, Inc., Bellevue  
235. Triton PCS Holdings Company, LLC, Bellevue  
236. Trust2Core GmbH, Berlin  
237. Tulip 2 B.V., Den Haag  
238. VIOLA Kabelgesellschaft (Deutschland) mbH, Bonn  
239. VOICENET Limited Company Telecommunications Services & Infrastructures SA, Athen  
240. Vidanet Zrt., Györ  
240. Vidanet Zrt., Györ  
241. Vivento Customer Services GmbH, Bonn 1)
242. VoiceStream PCS I Iowa Corporation, Bellevue  
243. VoiceStream Pittsburgh General Partner, Inc., Bellevue  
244. VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue  
244. VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue  
245. Zoznam Mobile, s.r.o., Bratislava  
246. Zoznam, s.r.o., Bratislava  
247. Zweite DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH, Bonn 1)
248. congstar GmbH, Köln 1)
249. congstar Services GmbH, Köln 1)
250. d-Core NETWORK IBERIA, S.L., Tarragona  
251. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main  
252. rola Security Solutions GmbH, Köln  
253. xplosion interactive GmbH, Bonn  
  2. Nicht einbezogene Tochterunternehmen  
1. 3.T-Venture Beteiligungsgesellschaft mbH (3. TVB), Bonn  
2. Accumio Finance Services GmbH, Heidelberg 1) bis 30.07.2014
3. Ariviakom (Proprietary) Limited i. L., Midrand  
4. Atrada Trading Network Limited, Manchester  
5. BENOCS GmbH, Bonn  
6. Compendo GmbH, Nürnberg  
7. Dataware Szolgáltató Kft. i. L., Budapest  
8. DeTeAsia Holding GmbH, Bonn  
9. Detecon Consulting Austria GmbH, Wien  
10. Detecon Vezetési Tanácsadó Kft., Budapest  
11. Deutsche TELEKOM Asia Pte Ltd, Singapur  
12. Deutsche TELEKOM Ltd., London  
13. Deutsche Telekom BK-Holding GmbH, Bonn  
14. Deutsche Telekom Business Development & Venturing Ltd. , Herzliya  
15. Deutsche Telekom Business Services S.R.L., Bukarest  
16. Deutsche Telekom Capital Partners Fund GmbH, Hamburg  
17. Deutsche Telekom Capital Partners Management GmbH, Hamburg  
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Lfd.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über indirekt direkt Gesamtnominalwert Währung
18. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund Co-Invest I GmbH & Co. KG, Hamburg 2.17. 100,00%   1,00 EUR
19. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund GmbH & Co. KG, Hamburg 2.17. 100,00%   1,00 EUR
20. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund GmbH & Co. KG, Hamburg 2.17. 100,00%   1,00 EUR
21. Deutsche Telekom Clinical Solutions GmbH , Bonn 1.44. 100,00%   25.000,00 EUR
22. Deutsche Telekom Healthcare Solutions Netherlands B.V., Bunnik (Utrecht) 1.197. 100,00%   18.000,00 EUR
23. Deutsche Telekom Hosted Business Services, Inc., Wilmington, DE 2.36. 99,81%   5.306,45 USD
23. Deutsche Telekom Hosted Business Services, Inc., Wilmington, DE 1.54. 0,19%   5.306,45 USD
24. Deutsche Telekom, Inc., New York, NY     100,00% 100,00 USD
25. Digital Media Audience Products GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
26. Eutelis Consult GmbH i. L., Ratingen 1.38. 60,00%   1.360.000,00 DEM
27. Fal Dete Telecommunications S.A.L., Furn El Chebbak 1.38. 51,00%   150.000.000,00 LBP
28. GEMAPPS Gesellschaft für mobile Lösungen mbH , Hamburg 1.197. 100,00%   25.000,00 EUR
29. HATWAVE Hellenic-American Telecommunications Wave Ltd., Donetsk 1.71. 52,67%   100,00 CYP
30. HÄVG Rechenzentrum GmbH, Köln 1.44. 25,00%   100.000,00 EUR
31. ImmoCom Verwaltungs GmbH, Heusenstamm 1.61. 100,00%   50.000,00 DEM
32. Intersolve Health Informatics (Proprietary) Limited i. L., Midrand 2.3. 100,00%   100,00 ZAR
33. Kolga Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
34. Kristall Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
35. Kumukan GmbH , Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
36. Lambda Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
37. Lite Elements GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
38. Loki Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
39. MAGYARCOM SZOLGÁLTATÓ KOMMUNIKÁCIÓS Kft., Budapest     100,00% 50.000.000,00 HUF
40. Med-RZ Medizinisches Rechenzentrum GmbH, Köln 1.44. 50,00%   25.000,00 EUR
41. Minerva Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
42. Motionlogic GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
43. Neptun Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
44. Omikron Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
45. P & I Holding GmbH, Darmstadt     100,00% 30.000,00 EUR
46. PASM Power and Air Condition Solution Management Beteiligungs GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
47. Pamona Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
48. PreHCM Services GmbH, Miltenberg 1.197. 100,00%   25.000,00 EUR
49. Residenzpost GmbH & Co. Liegenschafts KG, Heusenstamm     100,00% 1,00 EUR
50. Rho Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.227. 100,00%   25.000,00 EUR
51. Sallust Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
52. Saphir Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
53. Sigma Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
54. Sireo Immobilienfonds No. 1 Verwaltungsgesellschaft mbH, Heusenstamm 1.135. 100,00%   25.000,00 EUR
55. SoundCall GmbH , Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
56. SureNow situationally intelligent solutions GmbH , Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
57. T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul 2.71. 0,60%   385.600,00 TRY
57. T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul 1.197. 99,40%   385.600,00 TRY
58. T-Infrastruktur Holding GmbH, Wien 1.151. 100,00%   35.000,00 EUR
59. T-Infrastruktur Services GmbH, Wien 2.58. 100,00%   35.000,00 EUR
60. T-Mobile (UK Properties), Inc., Denver, CO 1.159. 100,00%   1,00 USD
61. T-Mobile Global Holding Nr. 3 GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
62. T-Mobile Global Holding Nr. 4 GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
63. T-Mobile Global Holding Nr. 5 GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
64. T-Mobile Newco Nr. 3 GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
65. T-Mobile Poland Sp. z o.o., Warschau 1.176. 100,00%   5.000,00 PLN
66. T-Mobile Service GmbH, Wien 1.157. 100,00%   35.000,00 EUR
67. T-Online Beteiligungs GmbH, Darmstadt     100,00% 25.000,00 EUR
68. T-Online Travel GmbH, Darmstadt     100,00% 4.000.000,00 EUR
69. T-Online Verwaltungs GmbH, Darmstadt     100,00% 25.000,00 EUR
70. T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 2.71. 2,00%   2.424.250,00 ARS
70. T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 1.197. 98,00%   2.424.250,00 ARS
71. T-Systems Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main 1.197. 100,00%   25.600,00 EUR
72. T-Systems Bulgaria EOOD i. L., Sofia 1.197. 100,00%   5.000,00 BGN
73. T-Systems ICT Romania S.R.L., Bukarest 2.71. 5,00%   200,00 RON
73. T-Systems ICT Romania S.R.L., Bukarest 1.197. 95,00%   200,00 RON
74. T-Systems IT Epsilon GmbH, Bonn 1.197. 100,00%   25.000,00 EUR
75. T-Systems IT Eta GmbH, Bonn 1.197. 100,00%   25.000,00 EUR
76. T-Systems IT Gamma GmbH, Bonn 1.197. 100,00%   25.000,00 EUR
77. T-Systems IT Theta GmbH, Bonn 1.197. 100,00%   25.000,00 EUR
78. T-Systems IT Zeta GmbH, Bonn 1.197. 100,00%   25.000,00 EUR
79. T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen 2.71. 1,00%   18.000,00 EUR
79. T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen 1.197. 99,00%   18.000,00 EUR
80. T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 2.71. 0,00%   34.500.000,00 INR
80. T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 1.197. 100,00%   34.500.000,00 INR
81. T-Systems Luxembourg S.A., Münsbach 2.71. 0,02%   1.500.000,00 EUR
81. T-Systems Luxembourg S.A., Münsbach 1.197. 99,98%   1.500.000,00 EUR
82. T-Systems Solutions (Proprietary) Limited i. L., Midrand 1.214. 100,00%   1,00 ZAR
83. T-Systems TMT Limited, Milton Keynes 1.199. 100,00%   500.000,00 GBP
84. T-Systems, informacijski sistemi, d.o.o., Ljubljana 1.197. 100,00%   8.763,00 EUR
85. T-Venture of America, Inc., San Francisco, CA 1.220. 100,00%   100,00 USD
86. TAMBURO Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
87. TOB T-Systems Ukraine, Kiew 2.71. 0,10%   35.000,00 UAH
87. TOB T-Systems Ukraine, Kiew 1.197. 99,90%   35.000,00 UAH
88. Tau Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.227. 100,00%   25.000,00 EUR
89. Tele-Data Távközlési Adatfeldolgozé és Hirdétesszervezö Kft., Budaõrs 1.88. 50,99%   510.000,00 HUF
90. Telekom Deutschland Multibrand GmbH, Bonn 1.227. 100,00%   25.000,00 EUR
91. Tellus Telekommuniktionsdienste GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
92. The Digitale GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
93. Theta Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
94. Thor Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
95. Tibull Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
96. Türkis Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn     100,00% 25.000,00 EUR
97. Vesta Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
98. Vulcanus Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.228. 100,00%   25.000,00 EUR
99. ZODIAC Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn     100,00% 25.600,00 EUR
100. bodyconcept GmbH, Bonn 1.228. 80,00%   100.001,00 EUR
101. brightONE IT Solutions Private Limited, Pune 2.71. 0,00%   2.146.070,00 INR
101. brightONE IT Solutions Private Limited, Pune 1.197. 100,00%   2.146.070,00 INR
102. operational services Beteiligungs-GmbH, Frankfurt am Main 1.251. 100,00%   25.000,00 EUR
  3.a Nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen          
1. EE Limited, Hatfield 1.159. 50,00%   22.050.306,00 GBP
2. HMM Deutschland GmbH, Moers     38,46% 197.758,00 EUR
2. HMM Deutschland GmbH, Moers 1.54. 10,97%   197.758,00 EUR
scroll
Lfd.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Bemerkung
18. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund Co-Invest I GmbH & Co. KG, Hamburg  
19. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund GmbH & Co. KG, Hamburg  
20. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund GmbH & Co. KG, Hamburg  
21. Deutsche Telekom Clinical Solutions GmbH , Bonn  
22. Deutsche Telekom Healthcare Solutions Netherlands B.V., Bunnik (Utrecht)  
23. Deutsche Telekom Hosted Business Services, Inc., Wilmington, DE  
23. Deutsche Telekom Hosted Business Services, Inc., Wilmington, DE  
24. Deutsche Telekom, Inc., New York, NY  
25. Digital Media Audience Products GmbH, Bonn  
26. Eutelis Consult GmbH i. L., Ratingen  
27. Fal Dete Telecommunications S.A.L., Furn El Chebbak  
28. GEMAPPS Gesellschaft für mobile Lösungen mbH , Hamburg  
29. HATWAVE Hellenic-American Telecommunications Wave Ltd., Donetsk  
30. HÄVG Rechenzentrum GmbH, Köln  
31. ImmoCom Verwaltungs GmbH, Heusenstamm  
32. Intersolve Health Informatics (Proprietary) Limited i. L., Midrand  
33. Kolga Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
34. Kristall Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn  
35. Kumukan GmbH , Bonn  
36. Lambda Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
37. Lite Elements GmbH, Bonn  
38. Loki Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
39. MAGYARCOM SZOLGÁLTATÓ KOMMUNIKÁCIÓS Kft., Budapest  
40. Med-RZ Medizinisches Rechenzentrum GmbH, Köln  
41. Minerva Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
42. Motionlogic GmbH, Bonn  
43. Neptun Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
44. Omikron Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
45. P & I Holding GmbH, Darmstadt  
46. PASM Power and Air Condition Solution Management Beteiligungs GmbH, Bonn  
47. Pamona Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
48. PreHCM Services GmbH, Miltenberg  
49. Residenzpost GmbH & Co. Liegenschafts KG, Heusenstamm  
50. Rho Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
51. Sallust Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
52. Saphir Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
53. Sigma Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
54. Sireo Immobilienfonds No. 1 Verwaltungsgesellschaft mbH, Heusenstamm  
55. SoundCall GmbH , Bonn  
56. SureNow situationally intelligent solutions GmbH , Bonn  
57. T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul  
57. T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul  
58. T-Infrastruktur Holding GmbH, Wien  
59. T-Infrastruktur Services GmbH, Wien  
60. T-Mobile (UK Properties), Inc., Denver, CO  
61. T-Mobile Global Holding Nr. 3 GmbH, Bonn  
62. T-Mobile Global Holding Nr. 4 GmbH, Bonn  
63. T-Mobile Global Holding Nr. 5 GmbH, Bonn  
64. T-Mobile Newco Nr. 3 GmbH, Bonn  
65. T-Mobile Poland Sp. z o.o., Warschau  
66. T-Mobile Service GmbH, Wien  
67. T-Online Beteiligungs GmbH, Darmstadt  
68. T-Online Travel GmbH, Darmstadt  
69. T-Online Verwaltungs GmbH, Darmstadt  
70. T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires  
70. T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires  
71. T-Systems Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main  
72. T-Systems Bulgaria EOOD i. L., Sofia  
73. T-Systems ICT Romania S.R.L., Bukarest  
73. T-Systems ICT Romania S.R.L., Bukarest  
74. T-Systems IT Epsilon GmbH, Bonn  
75. T-Systems IT Eta GmbH, Bonn  
76. T-Systems IT Gamma GmbH, Bonn  
77. T-Systems IT Theta GmbH, Bonn  
78. T-Systems IT Zeta GmbH, Bonn  
79. T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen  
79. T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen  
80. T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune  
80. T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune  
81. T-Systems Luxembourg S.A., Münsbach  
81. T-Systems Luxembourg S.A., Münsbach  
82. T-Systems Solutions (Proprietary) Limited i. L., Midrand  
83. T-Systems TMT Limited, Milton Keynes  
84. T-Systems, informacijski sistemi, d.o.o., Ljubljana  
85. T-Venture of America, Inc., San Francisco, CA  
86. TAMBURO Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
87. TOB T-Systems Ukraine, Kiew  
87. TOB T-Systems Ukraine, Kiew  
88. Tau Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
89. Tele-Data Távközlési Adatfeldolgozé és Hirdétesszervezö Kft., Budaõrs  
90. Telekom Deutschland Multibrand GmbH, Bonn  
91. Tellus Telekommuniktionsdienste GmbH, Bonn  
92. The Digitale GmbH, Bonn  
93. Theta Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
94. Thor Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
95. Tibull Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
96. Türkis Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn  
97. Vesta Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
98. Vulcanus Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
99. ZODIAC Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn  
100. bodyconcept GmbH, Bonn  
101. brightONE IT Solutions Private Limited, Pune  
101. brightONE IT Solutions Private Limited, Pune  
102. operational services Beteiligungs-GmbH, Frankfurt am Main  
  3.a Nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen  
1. EE Limited, Hatfield 2)
2. HMM Deutschland GmbH, Moers  
2. HMM Deutschland GmbH, Moers  
scroll
Lfd.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über indirekt direkt Gesamtnominalwert Währung
3. Hrvatske telekomunikacije d.d. Mostar, Mostar 1.73. 39,10%   315.863.250,00 BAM
4. NetWorkS! Sp.z.o.o, Warschau 1.176. 50,00%   30.000.000,00 PLN
5. Toll Collect GbR, Berlin     45,00% 0,00 EUR
6. Toll Collect GmbH, Berlin     45,00% 5.000.000,00 EUR
  3.b Nach der Equity-Methode einbezogene assoziierte Unternehmen          
1. Asa NewCo GmbH, München     28,24% 2.000.000,00 EUR
2. CTDI GmbH, Malsch (Kreis Karlsruhe) 1.227. 49,00%   2.500.000,00 EUR
3. CoreMedia AG, Hamburg 1.54. 26,23%   3.942.106,00 EUR
4. DETECON AL SAUDIA Co. Ltd., Riyadh 1.38. 46,50%   4.000.000,00 SAR
5. Hrvatska posta d.o.o., Mostar 1.73. 30,29%   26.335.069,00 BAM
6. Iowa Wireless Services LLC, Bellevue 1.242. 44,68%   64.751.960,85 USD
7. JVL Ventures, LLC, Little Rock 1.183. 20,00%   515.499.998,82 USD
8. Közbringa Kft., Budapest 1.200. 25,00%   20.000.000,00 HUF
9. SEARCHTEQ GmbH, Frankfurt am Main 1.34. 25,10%   7.239.000,00 EUR
10. Scout Lux Management Equity Co S.à.r.l., Luxembourg     30,00% 12.500,00 EUR
11. T-Mobile USA Tower LLC, Wilmington, DE 1.183. 100,00%   1,00 USD
12. T-Mobile West Tower LLC, Wilmington, DE 1.184. 100,00%   1,00 USD
13. solute holding GmbH & Co. KG, Hannover 1.34. 25,10%   1.000.000,00 EUR
  4.a Nicht konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen          
1. BUYIN S.A., Brüssel     50,00% 123.000,00 EUR
2. Electrocycling Anlagen GmbH, Goslar 1.227. 25,00%   9.000.000,00 DEM
3. MNP Deutschland GbR, Düsseldorf 1.227. 16,67%   0,00 EUR
4. Mobile Telephony Companies Association, Maroussi, Athen 1.14. 33,33%   5.000.699,13 EUR
5. Vivento Interim Services GmbH, Bonn     49,02% 51.000,00 EUR
  4.b Nicht konsolidierte assoziierte Unternehmen          
1. Blinks Labs GmbH, Berlin 1.54. 20,30%   33.256,00 EUR
2. BodyTel Europe GmbH, Bad Wildungen 1.54. 30,71%   361.163,00 EUR
3. Callahan Nordrhein-Westfalen GmbH , Köln 1.238. 45,00%   2.595.000,00 EUR
4. Central Georgian Communications Co. Ltd., Roustavi 1.117. 25,00%   280.000,00 GEL
5. Cittadino GmbH, Düsseldorf 1.54. 46,95%   52.034,00 EUR
6. Clipkit GmbH, Berlin 1.54. 29,56%   97.832,00 EUR
7. Content Fleet GmbH, Hamburg 1.54. 22,75%   74.458,00 EUR
8. Cost Xpert AG, Gersthofen 1.54. 46,00%   71.429,00 EUR
9. Das Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH, Frankfurt am Main 1.34. 25,10%   500.000,00 EUR
10. Das Örtliche Service- und Marketing GmbH, Frankfurt am Main 1.34. 25,10%   500.000,00 EUR
11. Devas Multimedia Private Limited, Bangalore 2.11. 20,73%   177.313,00 INR
12. Donbass Telecom Ltd., Donetsk 1.117. 49,00%   342.700,00 UAH
13. Electrocycling GmbH, Goslar 1.227. 25,50%   1.500.000,00 EUR
14. Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main 1.34. 25,10%   500.000,00 EUR
15. Gini GmbH, München 1.54. 40,08%   41.408,00 EUR
16. HWW - Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft GmbH, Stuttgart 1.197. 20,00%   50.000,00 EUR
16. HWW - Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft GmbH, Stuttgart 1.213. 20,00%   50.000,00 EUR
17. HiProCall, Inc., Wilmington, DE 1.54. 44,10%   554,00 USD
18. LOCANIS AG, Unterföhring 1.54. 25,93%   1.172.787,00 EUR
19. MGRID B.V., Amsterdam 1.54. 21,05%   22.800,00 EUR
20. MedInvest Inc., Wilmington, DE 1.54. 20,00%   5.687,50 USD
21. Metasonic AG, Pfaffenhofen-Hettenshausen 1.54. 49,75%   541.924,00 EUR
22. Moviepilot GmbH, Berlin 1.54. 28,90%   95.812,00 EUR
23. Pie Digital, Inc., Newark 1.54. 49,99%   56,85 USD
24. Portavita B.V., Amsterdam 1.54. 21,05%   22.800,00 EUR
25. Scortel-FMS Ltd., Sofia 1.117. 44,00%   55.000,00 BGN
26. Smarkets Ltd., London 1.54. 24,47%   13.318,11 GBP
27. Sones GmbH i.L., Leipzig 1.54. 23,14%   48.640,00 EUR
28. Streetlight Data, Inc., San Francisco, CA 1.54. 25,19%   4.899,62 USD
29. TVG Telefonbuch- und Verzeichnisverlag GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 1.34. 25,10%   2.501.000,00 EUR
30. Tehnoloski centar Split d.o.o. , Split 1.73. 29,76%   3.900.000,00 HRK
31. Tele-Auskunft Online GmbH, Frankfurt am Main 1.34. 25,32%   250.000,00 EUR
32. TeleOp Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Oberpfaffenhofen 1.197. 32,40%   25.000,00 EUR
33. TelesensKSCL AG i.L., Köln 1.220. 24,09%   23.588.222,00 EUR
34. Teqcycle Solutions GmbH, München 1.54. 20,00%   39.222,00 EUR
35. Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman 1.71. 40,00%   3.500.000,00 JOD
35. Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman 1.117. 10,00%   3.500.000,00 JOD
36. VeliQ B.V., Barendrecht 1.54. 0,01%   1.019.147,50 EUR
37. VibeSec Ltd., Haifa 1.54. 27,04%   5.534,99 ILS
38. Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a 1.71. 10,00%   2.960.000,00 USD
38. Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a 1.117. 15,00%   2.960.000,00 USD
39. iesy Holdings GmbH, Oberursel (Taunus) 1.238. 35,00%   1.000.000,00 EUR
40. myON-ID Media GmbH, München 1.54. 39,89%   98.380,00 EUR
41. qLearning Applications GmbH, Berlin 1.54. 23,41%   34.516,00 EUR
  SPE = Special Purpose Entity (Zweckgesellschaft)          
SPE 1. YASMINA Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Magdeburg, Deutschland --- --- ---   EUR
SPE 2. BENGUELA Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Magdeburg, Deutschland --- --- ---   EUR
SPE 3. MITHRAS Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Magdeburg, Deutschland --- --- ---   EUR
SPE 4. MODESTUS Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Magdeburg, Deutschland --- --- ---   EUR
scroll
Lfd.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Bemerkung
3. Hrvatske telekomunikacije d.d. Mostar, Mostar  
4. NetWorkS! Sp.z.o.o, Warschau  
5. Toll Collect GbR, Berlin  
6. Toll Collect GmbH, Berlin  
  3.b Nach der Equity-Methode einbezogene assoziierte Unternehmen  
1. Asa NewCo GmbH, München  
2. CTDI GmbH, Malsch (Kreis Karlsruhe)  
3. CoreMedia AG, Hamburg  
4. DETECON AL SAUDIA Co. Ltd., Riyadh  
5. Hrvatska posta d.o.o., Mostar  
6. Iowa Wireless Services LLC, Bellevue  
7. JVL Ventures, LLC, Little Rock  
8. Közbringa Kft., Budapest  
9. SEARCHTEQ GmbH, Frankfurt am Main  
10. Scout Lux Management Equity Co S.à.r.l., Luxembourg  
11. T-Mobile USA Tower LLC, Wilmington, DE  
12. T-Mobile West Tower LLC, Wilmington, DE  
13. solute holding GmbH & Co. KG, Hannover  
  4.a Nicht konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen  
1. BUYIN S.A., Brüssel  
2. Electrocycling Anlagen GmbH, Goslar  
3. MNP Deutschland GbR, Düsseldorf  
4. Mobile Telephony Companies Association, Maroussi, Athen  
5. Vivento Interim Services GmbH, Bonn  
  4.b Nicht konsolidierte assoziierte Unternehmen  
1. Blinks Labs GmbH, Berlin  
2. BodyTel Europe GmbH, Bad Wildungen  
3. Callahan Nordrhein-Westfalen GmbH , Köln  
4. Central Georgian Communications Co. Ltd., Roustavi  
5. Cittadino GmbH, Düsseldorf  
6. Clipkit GmbH, Berlin  
7. Content Fleet GmbH, Hamburg  
8. Cost Xpert AG, Gersthofen  
9. Das Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH, Frankfurt am Main  
10. Das Örtliche Service- und Marketing GmbH, Frankfurt am Main  
11. Devas Multimedia Private Limited, Bangalore  
12. Donbass Telecom Ltd., Donetsk  
13. Electrocycling GmbH, Goslar  
14. Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main  
15. Gini GmbH, München  
16. HWW - Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft GmbH, Stuttgart  
16. HWW - Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft GmbH, Stuttgart  
17. HiProCall, Inc., Wilmington, DE  
18. LOCANIS AG, Unterföhring  
19. MGRID B.V., Amsterdam  
20. MedInvest Inc., Wilmington, DE  
21. Metasonic AG, Pfaffenhofen-Hettenshausen  
22. Moviepilot GmbH, Berlin  
23. Pie Digital, Inc., Newark  
24. Portavita B.V., Amsterdam  
25. Scortel-FMS Ltd., Sofia  
26. Smarkets Ltd., London  
27. Sones GmbH i.L., Leipzig  
28. Streetlight Data, Inc., San Francisco, CA  
29. TVG Telefonbuch- und Verzeichnisverlag GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main  
30. Tehnoloski centar Split d.o.o. , Split  
31. Tele-Auskunft Online GmbH, Frankfurt am Main  
32. TeleOp Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Oberpfaffenhofen  
33. TelesensKSCL AG i.L., Köln  
34. Teqcycle Solutions GmbH, München  
35. Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman  
35. Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman  
36. VeliQ B.V., Barendrecht  
37. VibeSec Ltd., Haifa  
38. Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a  
38. Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a  
39. iesy Holdings GmbH, Oberursel (Taunus)  
40. myON-ID Media GmbH, München  
41. qLearning Applications GmbH, Berlin  
  SPE = Special Purpose Entity (Zweckgesellschaft)  
SPE 1. YASMINA Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Magdeburg, Deutschland  
SPE 2. BENGUELA Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Magdeburg, Deutschland  
SPE 3. MITHRAS Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Magdeburg, Deutschland  
SPE 4. MODESTUS Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Magdeburg, Deutschland  

1) Die Gesellschaft hat von Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und es besteht eine Verlustübernahme nach § 302 AktG.
2) Die Gesellschaft wird zur Veräußerung gehalten.