![]() Deutsche Telekom AGBonnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTDAS GESCHÄFTSJAHR 2014 IM ÜBERBLICKKONZERNUMSATZ
G 05 Konzernumsatz in Mrd. €![]() EBITDA BEREINIGT
G 06 EBITDA bereinigt in Mrd. €![]() KONZERNÜBERSCHUSS/(-FEHLBETRAG)
G 07 Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) in Mrd. €![]() EIGENKAPITALQUOTE
G 08 Eigenkapitalquote in %![]() CASH CAPEX
G 09 Cash Capex in Mrd. €![]() FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG, INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)a
G 10 Free Cashflow (vor Ausschüttung, Investitionen in Spektrum)a in Mrd. €![]() NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN
G 11 Netto-Finanzverbindlichkeiten in Mrd. €![]() ROCE
G 12 ROCE in %![]()
a
Sowie vor AT&T-Transaktion und Ausgleichsleistungen
für Mitarbeiter der MetroPCS. → Weitergehende Erläuterungen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns". DIE DEUTSCHE TELEKOM AUF EINEN BLICKDas Jahr 2014 schlossen wir mit einem guten vierten Quartal erfolgreich ab. Mit einem bereinigten EBITDA von 17,6 MRD. € für das Gesamtjahr 2014 gelang uns eine Punktlandung im Hinblick auf die im Februar 2014 veröffentlichte Erwartung. Der Free Cashflow lag mit 4,1 MRD. € im Rahmen des von uns damals kommunizierten Unternehmensziels von rund 4,2 MRD. €. Der Konzernumsatz legte in 2014 deutlich um 4,2 % zu. Maßgeblich für das starke Umsatzwachstum war unser operatives Segment USA, das seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr (auf Euro-Basis) um über 20 % erhöhte. Vor allem der ungebrochen starke Zugang an Neukunden trug hierzu bei. Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA im Berichtsjahr den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Der Umsatz im operativen Segment Deutschland war gegenüber dem Vorjahr nur leicht rückläufig. Hier konnten wir uns speziell im Mobilfunk gut im Markt behaupten. Unsere Umsätze im operativen Segment Europa waren nach wie vor deutlich durch Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie durch wettbewerbsbedingte Preisreduzierungen belastet. Die eingeleitete Neuausrichtung des Geschäftsmodells von T-Systems belastete ebenso wie die generell rückläufige Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft den Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft. Das bereinigte EBITDA stieg im Vorjahresvergleich leicht um 0,8 %. Während wir beim bereinigten EBITDA in den operativen Segmenten USA sowie Systemgeschäft zulegten, blieb insbesondere das bereinigte EBITDA im operativen Segment Europa erwartungsgemäß umsatzbedingt weiter unter Druck. Unser operatives Segment Deutschland konnte mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 39,6 % den Zielwert von rund 40 % erreichen. Im Jahresvergleich war unsere Ergebnisentwicklung durch den erstmaligen Einbezug der MetroPCS im Vorjahr, deren Ergebnisbeiträge erst ab dem zweiten Quartal 2013 Berücksichtigung fanden, maßgeblich beeinflusst. Im Berichtsjahr wirkten sich der Anfang Februar 2014 vollzogene Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe sowie der Erwerb der GTS Central Europe Gruppe im Mai 2014 auf unsere Ergebnisse aus. Insgesamt trugen Veränderungen des Konsolidierungskreises mit 0,8 MRD. € positiv zu unserer Umsatzentwicklung und mit 0,3 MRD. € positiv zur Entwicklung unseres bereinigten EBITDA bei. Unser EBIT stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich von 4,9 MRD. € auf 7,2 MRD. €. Maßgeblich hierfür war der im Zusammenhang mit der Veräußerung der Scout24 Gruppe realisierte Ertrag aus der Entkonsolidierung von 1,7 MRD. €. Im Vorjahr erfasste Wertminderungen auf Goodwill und andere langfristige Vermögenswerte kompensierten den Anstieg der planmäßigen Abschreibungen, die v. a. im Zusammenhang mit dem Erwerb der MetroPCS standen, über. Die Folge waren insgesamt um 0,3 MRD. € reduzierte Abschreibungen. Ebenso wie das EBIT wuchs auch unser Konzernüberschuss deutlich um 2,0 MRD. € auf 2,9 MRD. €. Der um Sondereinflüsse bereinigte Konzernüberschuss sank von 2,8 MRD. € auf rund 2,4 MRD. €. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen im Jahresverlauf von 39,1 MRD. € auf 42,5 MRD. €. Positiv wirkten v. a. der Free Cashflow in Höhe von 4,1 MRD. € und der Verkauf der Scout24 Gruppe mit 1,6 MRD. €. Dem gegenüber standen im Wesentlichen der Erwerb von Mobilfunk-Spektrum von insgesamt 2,3 MRD. €, Dividendenzahlungen inkl. an Minderheiten in Beteiligungen von insgesamt 1,3 MRD. €, Auszahlungen für den Erwerb von Gesellschaftsanteilen von insgesamt 1,4 MRD. € sowie Währungseffekte von 1,8 MRD. €. Das Investitionsniveau (Cash Capex vor Investitionen in Spektrum) lag im Berichtsjahr bei 9,5 MRD. €. Schwerpunkte waren der Breitband-Ausbau sowie die Kapazitätserweiterung der bestehenden Netze. Im Mobilfunk-Bereich haben wir in LTE investiert, die Netzabdeckung erhöht und die Kapazitäten an den steigenden Bedarf an Datenvolumen angepasst. Im Festnetz-Bereich standen folgende Themen im Vordergrund: Glasfaser-Ausbau, IPTV sowie die weitere Umstellung des bestehenden Telefonnetzes auf ein IP-basiertes Netz. Unsere zentrale Steuerungsgröße Kapitalrendite (ROCE) verbesserte sich in 2014 um 1,7 Prozentpunkte auf 5,5 %. Dazu beigetragen hat eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses (Net Operating Profit after Taxes (NOPAT)), das einen leichten Anstieg des durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögens (Net Operating Assets (NOA)) überkompensierte. Die Verbesserung des NOPAT ist auch durch den Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe sowie den Ertrag aus einer im operativen Segment USA vollzogenen Transaktion über den Erwerb sowie den Tausch von Spektrum positiv beeinflusst. Der Anstieg des durchschnittlichen NOA ist im Wesentlichen auf Vermögenszuwächse in unserem operativen Segment USA zurückzuführen. Nicht zuletzt war 2014 auch für unsere Aktionäre ein gutes Jahr: Neben der Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 0,50 € je Aktie profitierten sie zudem von einem Kursanstieg um insgesamt 6,6 %. WICHTIGE EREIGNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 2014 PERSONALIAZum 1. Januar 2014 trat Timotheus Höttges die Nachfolge von René Obermann als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG an. Ebenfalls zum Jahresbeginn übernahm Thomas Dannenfeldt als Finanzvorstand den bisherigen Posten von Timotheus Höttges. Beide Wechsel hatte der Aufsichtsrat am 15. Mai 2013 beschlossen. Prof. Dr. Marion Schick, Personalvorstand und Arbeitsdirektorin, hat unseren Konzern zum 30. April 2014 aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Dr. Thomas Kremer hatte Prof. Dr. Marion Schick bereits seit Januar 2014 vertreten und leitet seit ihrem Ausscheiden kommissarisch das Vorstandsressort Personal - zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben als Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance. MITARBEITERTarifabschluss Konzernzentrale und Telekom Deutschland.Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di einigten sich am 9. April 2014 auf einen Tarifabschluss für die Konzernzentrale und die Telekom Deutschland. Der neue Tarifvertrag, der ab dem 1. Februar 2014 gilt und eine Laufzeit von 24 Monaten hat, sieht vor, die Gehälter von rund 55 000 tariflich Beschäftigten in zwei Stufen anzuheben: zum 1. April 2014 um mindestens 2,5 % und zum 1. Februar 2015 um weitere 2,1 %. Tarifabschluss T-Systems in Deutschland.T-Systems und ver.di einigten sich am 30. April 2014 auf einen Tarifabschluss für die rund 20 000 tariflich Beschäftigten von T-Systems in Deutschland. Der Abschluss gilt rückwirkend ab April 2014 und läuft zwei Jahre. Er sieht u. a. vor, die Gehälter der Beschäftigten in zwei Stufen zu erhöhen: zum 1. Juni 2014 um 1,5 % und zum 1. April 2015 um weitere 2,0 %. Magyar Telekom erzielte Einigung mit Gewerkschaften.Magyar Telekom einigte sich Ende Juli 2014 mit den Gewerkschaften auf einen Personalabbau sowie Tariferhöhungen für den Zeitraum 2015 bis 2016. Gemäß der Einigung werden in unserem Tochterunternehmen bis zu 1 700 Stellen abgebaut. Die Summe der Abfindungszahlungen für das 2-jährige Personalabbauprogramm wird sich auf rund 39 MIO. € belaufen. Abfindungs- und Vorruhestandsprogramm Telekom Deutschland.Im Dezember 2014 hat die Telekom Deutschland Beschäftigten mit Steuerungs- und Querschnittsaufgaben ein spezielles Abfindungs- und Vorruhestandsprogramm angeboten. Dieses Programm soll sozialverträglich Personalkosteneinsparungen analog zur Branchen- und Industrieentwicklung speziell in den administrativen Bereichen ermöglichen. DIVIDENDENach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr haben wir unseren Aktionären auch für das Geschäftsjahr 2013 die Möglichkeit angeboten, statt der Auszahlung der Dividende in bar die Umwandlung in Aktien zu wählen. Die Annahmequote von rund 45 % der dividendenberechtigten Aktien übertraf die Erwartungen. Aus der Ausübung des Wahlrechts resultiert eine Erhöhung der Anzahl der ausgegebenen Aktien um knapp 84,4 MIO. Stück auf jetzt fast 4 536 MIO. Stück. Dies entspricht einer Erhöhung des Grundkapitals um fast 2 %. Die Barausschüttung für unsere Aktionäre, die die Option nicht wählten, betrug rund 1,2 MRD. €. Auch für das Geschäftsjahr 2014 erwägen wir, dieses Wahlrecht wieder anzubieten. UNTERNEHMENSTRANSAKTIONENAm 12. Februar 2014 vollzogen wir den Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Holding GmbH an Hellman & Friedman LLC (H&F). Die zuständigen Behörden genehmigten die Transaktion im Januar 2014. Um weiterhin von einer möglichen Wertsteigerung zu profitieren, halten wir noch einen Anteil von rund 30 % an der zu unserem Segment Group Headquarters & Group Services gehörenden Scout24 Gruppe. Am 24. Januar 2014 übernahm die Ringier Digital AG mit dem Erwerb von 100 % der Anteile an der Scout24 International Management AG die mittelbar von der Scout24 Holding GmbH gehaltene 57,6 %-Beteiligung an der Scout24 Schweiz AG. Die Scout24 International Management AG firmiert nun als Classifieds Business Beteiligungs- und Verwaltungs-AG. Der Verkaufspreis für beide Transaktionen betrug insgesamt 1,6 MRD. €. Der Ertrag aus den Entkonsolidierungen einschließlich der neu bewerteten zurückbehaltenen Anteile von rund 30 % lag bei 1,7 MRD. €. Am 7. Februar 2014 haben wir einen Kaufvertrag unterzeichnet, um die restlichen, noch nicht von uns gehaltenen 39,23 % der Anteile an T-Mobile Czech Republic für 0,8 MRD. € zu erwerben. Vollzogen wurde die Transaktion am 25. Februar 2014. Die Transaktion bedurfte keiner regulatorischen Genehmigung. Mit dem Kauf sind wir auf unserem Weg zum führenden integrierten paneuropäischen Telekommunikationsanbieter wieder ein Stück vorangekommen. T-Mobile Czech Republic wurde bereits in unserem operativen Segment Europa vollkonsolidiert. Anfang November 2013 hatten wir mit einem Konsortium aus internationalen Private Equity-Investoren einen Vertrag geschlossen, um die GTS Central Europe Gruppe (GTS), einen der führenden infrastrukturbasierten Anbieter von Telekommunikationsdiensten in Zentral- und Osteuropa, für insgesamt ca. 0,5 MRD. € zu übernehmen. Diese Transaktion wurde am 30. Mai 2014 vollzogen. Die zuständigen Behörden hatten dem Erwerb bereits bis zum 15. April 2014 ohne Auflagen zugestimmt. Seit dem 30. Mai 2014 wird GTS in unserem operativen Segment Europa konsolidiert. Mit dem Kauf wollen wir das lokale und paneuropäische B2B-Geschäft stärken und weiterentwickeln. Seit Dezember 2014 führen wir und Orange Verkaufsverhandlungen mit BT über den Verkauf von jeweils 50 % der Anteile an dem Joint Venture EE. Die Unterzeichnung des Verkaufsvertrags erfolgte am 5. Februar 2015. Nach Vollzug der Transaktion zu einem vereinbarten Kaufpreis von 12,5 MRD. GBP werden wir mit einem Anteil von rund 12 % größter Aktionär von BT werden. Abhängig vom Aktienkurs von BT sowie weiteren Faktoren beim Vollzug der Transaktion können wir neben dem 12 %-Anteil an BT auch eine Barkomponente erhalten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der BT-Aktionäre sowie der zuständigen Behörden. Die Transaktion bietet uns die Gelegenheit, an den Chancen von BT als integriertem Anbieter im Festnetz und im Mobilfunk beteiligt zu sein. ERWEITERUNG MARKENPRÄSENZSeit September 2014 agieren unsere rumänischen Beteiligungen Romtelecom und Cosmote Romania unter der Marke "Telekom" und wurden in diesem Zusammenhang in Telekom Romania bzw. Telekom Romania Mobile umfirmiert. Ihr offizielles Markenzeichen ist das bekannte T-Logo mit dem dazugehörigen Markenversprechen "Erleben, was verbindet". Dies ist ein weiterer Schritt zum Ausbau unserer Marktpräsenz in Europa und im Sinne unserer Strategie, durch Technologie-Führerschaft das beste Kundenerlebnis zu bieten. Im November 2014 eröffneten wir unseren 1 000. Exklusiv-Shop in Köln. Unsere Exklusiv-Shops, die ausschließlich unsere eigenen Produkte und Services verkaufen, sind ein wichtiger Vermarktungskanal: Sie garantieren unseren ausgezeichneten Service sowie unsere kompetente Beratung und machen unser komplettes Portfolio für Kunden erlebbar. INVESTITIONEN IN NETZE UND NEUE SPEKTREN→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom In unserem operativen Segment Deutschland kommen wir mit der Umsetzung unserer integrierten Netzstrategie gut voran.
Den Netzausbau führt T-Mobile US mit beschleunigtem Tempo fort.
Auch in unserem operativen Segment Europa setzen wir unsere integrierte Netzstrategie entschlossen um. In Polen bieten wir seit Anfang Juni 2014 LTE-Mobilfunk-Technik an. Albanien ausgenommen sind wir also in allen unseren europäischen Mobilfunk-Märkten mit LTE vertreten. In Griechenland, Ungarn und Polen haben wir erfolgreich an Lizenzversteigerungen teilgenommen. → Weitere Informationen zu der Vergabe von Mobilfunk-Frequenzen finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld". In unseren Landesgesellschaften nahm die Migration auf IP-basierte Anschlüsse deutlich an Fahrt auf: In EJR Mazedonien und der Slowakei konnte sie bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt erzielten wir zum Ende des Berichtsjahres einen Anteil aller IP-basierten Anschlüsse von 38,6 %; dies entspricht etwa 3,5 Millionen Anschlüssen. T-Systems baut den IT-Standort Deutschland weiter aus. In Biere bei Magdeburg eröffneten wir Anfang Juli 2014 das größte und modernste Rechenzentrum des Landes. Damit können wir auch zukünftig die stark wachsende Nachfrage nach sicheren Cloud-Diensten aus Deutschland bedienen. Bis 2018 wird T-Systems die IT-Produktion an elf internationalen Standorten bündeln. Das Rechenzentrum in Biere wird dabei zu einem wichtigen Drehkreuz der weltumspannenden Rechenzentrumsinfrastruktur. REGULIERUNGSENTSCHEIDUNGENAm 29. Juli 2014 erging - nach Abschluss der europäischen Notifizierung - die finale Entscheidung der BNetzA (Bundesnetzagentur), Vectoring in Deutschland einzusetzen. Mit der Vermarktung der VDSL-Anschlüsse mit Vectoring-Technologie starteten wir am 1. September 2014. Regionale Deregulierungsansätze der BNetzA.Nach einem ersten Textentwurf erwägt die Regulierungsbehörde, erstmals den Bitstrommarkt in einzelnen Regionen zu deregulieren. Aufgrund des starken Wettbewerbsdrucks, der von Kabelnetz-Betreibern und TAL-Nachfragern auch in weiteren Regionen ausgeht, sehen wir weiteres Deregulierungspotenzial. Das Verfahren wird voraussichtlich Mitte 2015 abgeschlossen werden. BNetzA senkt Interconnection-Entgelte in Deutschland ab.Die BNetzA hat zum 1. Dezember 2014 im Rahmen einer vorläufigen Genehmigung die Entgelte für die Terminierung von Gesprächen in das Fest- und Mobilfunknetz der Telekom Deutschland um 20 % (Festnetz) bzw. ca. 4 % (Mobilfunknetz) abgesenkt. Eine finale Entgeltentscheidung ergibt sich erst nach Abschluss des EU-weiten Konsolidierungsverfahrens. → Über weitere regulatorische Entscheidungen in 2014 informieren wir Sie ausführlich im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld". Weitere Entwicklungen im Bereich Regulierung, die bislang für uns nicht abschätzbar sind, erläutern wir im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". KOOPERATIONEN→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Partnerschaften und Kooperationen spielen für den Erfolg unseres Konzerns eine große Rolle. Im Jahr 2014 gingen wir eine Vielzahl von Kooperationen ein bzw. bauten diese aus. Einige möchten wir im Detail vorstellen:
NEUE GROSSKUNDENVERTRÄGEIm Berichtsjahr war insbesondere die Cloud ein Geschäftstreiber, aber auch in anderen Bereichen konnten wir erfolgreich verschiedene Aufträge abschließen, verlängern oder erweitern. Beispielhaft stellen wir einige neue Großkundenverträge vor:
INNOVATIONENAls eines der weltweit führenden Telekommunikationsunternehmen legen wir einen besonderen Fokus auf Innovationen. Neben der Entwicklung eigener Dienste und Produkte integrieren wir durch Kooperationen und Unternehmensbeteiligungen auch erfolgreich Neues von außen. Mehr Informationen z. B. zu unserem Investment Engagement in den Bereichen Venture Capital und Technologie-Innovation mit der neu gegründeten Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP), zu unserem mit China Mobile vereinbarten Gemeinschaftsunternehmen für das vernetzte Auto oder aber zu unserer Forschungskooperation mit Siemens zur Weiterentwicklung von Industrie 4.0 finden Sie im Kapitel "Innovation und Produktentwicklung". → Mehr Informationen finden Sie im Kapitel "Innovation und Produktentwicklung". NEUE PRODUKTE UND TARIFEWir haben auch in 2014 wieder neue Dienste, Produkte und Tarife auf den Markt gebracht. Einige davon stellen wir nachfolgend vor:
AUSZEICHNUNGENRegelmäßig werden wir für unser hervorragendes Netz und unseren Service geehrt. Insbesondere unsere hochmodernen Netze konnten in unserem Heimatmarkt Deutschland in allen großen Netztests den Spitzenplatz belegen. Auch in unseren Landesgesellschaften des operativen Segments Europa konnten wir gute Noten erzielen. Hier einige ausgewählte Auszeichnungen, die wir 2014 erhalten haben:
RECHTSVERFAHRENFolgende Verfahren haben wir im Berichtsjahr abgeschlossen: "MetroPCS - Klage gegen den Zusammenschluss von MetroPCS und T-Mobile USA", "GSM-Frequenzverlängerung", "LTE-Frequenzvergabeauktion T-Mobile Austria" sowie "Fakturierung von Premium-SMS-Inhalten" bei der T-Mobile US. → Mehr Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Risiko und Chancen- Management". KONZERNSTRUKTUR■ Geschäftstätigkeit und Organisation ■ Leitung und KontrolleGESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND ORGANISATIONWir wollen auch in Zukunft erfolgreich sein. Darum entwickeln wir uns schon heute von der klassischen Telefongesellschaft hin zu einem Service-Unternehmen mit ganz neuen Perspektiven. Unser Ziel haben wir dabei immer klar vor Augen: der führende europäische Telekommunikationsanbieter zu werden. Die Basis dafür ist und bleibt unser Kerngeschäft: der Aufbau, der Betrieb und die Vermarktung von Netzen und Anschlüssen. Zugleich engagieren wir uns intensiv in Geschäftsfeldern, in denen sich neue Wachstumschancen bieten. Um uns herum entsteht eine "Gigabit-Gesellschaft", in der schnelles Internet zu Hause wie unterwegs völlig selbstverständlich ist. Das digitale Zeitalter verändert unsere Kommunikation von Grund auf. Internet-Anwendungen sind längst unverzichtbarer Bestandteil des Lebens. Was vor wenigen Jahren noch Utopie war, ist nun Realität: Filme aus dem Internet zu laden, Fußballspiele auf dem Handy zu sehen, Fotos oder Videos via Smartphone zu verschicken und sie über soziale Netzwerke mit Freunden zu teilen. Technisch gesehen müssen also immer größere Datenmengen in immer größerer Geschwindigkeit transportiert werden. Das wollen wir als Deutsche Telekom möglich machen. Darüber hinaus ist es unser Ziel, unseren Kunden Festnetz, Mobilfunk, Internet und Internetbasiertes Fernsehen aus einer Hand zu bieten und sicheren Zugang zu allen privaten Daten zu gewährleisten - und zwar unabhängig von Standort und Endgerät. Für die "Gigabit-Gesellschaft" braucht es aber auch immer leistungsfähigere Netze. Wir bauen diese Netze: Netze, die nicht nur in Zukunft den enorm wachsenden Bedarf an Bandbreite decken, sondern die auch intelligent genug sind, um ganzen Branchen neue Geschäftsfelder zu eröffnen, wie z. B. dem Energiesektor, dem Gesundheitswesen oder der Automobilindustrie. Aber es geht um mehr. Denn in vielen Bereichen werden in den kommenden Jahren gesellschaftlich wichtige Weichen gestellt. Dass wir auch dort unseren Beitrag leisten wollen, gebietet unser Verständnis einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Wir glauben, dass wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte miteinander vereinbar sind, und legen Nachhaltigkeit unserem Handeln zugrunde. Dass wir ein konzernübergreifend verbindliches Klimaschutzziel verabschiedet und als erstes DAX 30-Unternehmen eine Frauenquote im Management eingeführt haben, sind nur zwei Beispiele dafür. Das Fundament für unsere verantwortungsvolle Unternehmensführung und den geschäftlichen Erfolg bilden unsere gemeinsamen Unternehmenswerte und unsere Leitlinien, die wie folgt lauten:
Hiermit heben wir uns vom Wettbewerb ab: Unsere Leitlinien erhöhen unsere Glaubwürdigkeit und das Vertrauen unserer Kunden und Aktionäre in die Stärke und Leistungsfähigkeit unseres Konzerns. Gleichzeitig verbessern sie die Erfahrungen der Kunden mit unseren Mitarbeitern, unseren Produkten und Dienstleitungen. Anders ausgedrückt: Wir wollen ein nachhaltig wachsendes Unternehmen sein, das seine Kunden begeistert, das für seine Anleger Wert schafft und in dem die Mitarbeiter gerne arbeiten. → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Geschäftstätigkeit: führender integrierter Telekommunikationsanbieter.Wir gehören mit rund 151 Millionen Mobilfunk-Kunden, 30 Millionen Festnetz- und mehr als 17 Millionen Breitband-Anschlüssen zu den führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit. Unseren Kunden bieten wir Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz/Breitband, Mobilfunk, Internet und Internetbasiertes Fernsehen für Privatkunden sowie ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden. Dabei richten wir uns international aus und sind in über 50 Ländern vertreten. Mit 37,7 MRD. € erwirtschafteten wir im Geschäftsjahr 2014 mehr als 60 % unseres Konzernumsatzes außerhalb Deutschlands. Insgesamt beschäftigen wir rund 227 800 Mitarbeiter (31. Dezember 2014). Das Festnetz-Geschäft umfasst alles rund um die Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitband-Technik. Dazu gehören sowohl der Vertrieb von Endgeräten und sonstiger Hardware als auch der Vertrieb von Diensten an Wiederverkäufer. Das Mobilfunk-Geschäft bietet Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an. In Verbindung mit diesen Diensten verkaufen wir Mobilfunk-Geräte und andere Hardware. Darüber hinaus vertreiben wir Mobilfunk-Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (Mobile Virtual Network Operator (MVNO)). Unsere Großkundensparte T-Systems betreibt mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen die Informations- und Kommunikationstechnik für global aufgestellte Unternehmen und öffentliche Institutionen. Auf dieser Basis bietet T-Systems ihren Kunden in aller Welt integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei rücken dynamische Plattformen - wie das Cloud Computing - immer mehr in den Fokus. Organisation: vier operative Segmente.Unsere Finanzberichterstattung steht im Einklang mit unserer Konzernstrategie und basiert auf der folgenden Organisationsstruktur: Unser Konzern ist in vier operative Segmente gegliedert. Die Geschäftstätigkeit dieser operativen Segmente teilt sich bei drei Segmenten nach Regionen, bei einem Segment nach Kunden und Produkten auf. Die folgende GRAFIK 13 gibt einen Überblick über die Organisationsstruktur unseres Konzerns, die wir nachfolgend im Detail erläutern. G 13 Organisationsstrukturscroll
Unser operatives Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts in Deutschland. Darüber hinaus erbringt es Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern. Unser operatives Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. Unser operatives Segment Europa umfasst sämtliche Festnetz- und Mobilfunk-Aktivitäten der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, den Niederlanden, der Slowakei, Österreich, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro. Das Joint Venture EE in Großbritannien, das bisher dem operativen Segment Europa zugewiesen war, wurde zum 1. Januar 2014 in das Segment Group Headquarters & Group Services überführt. Aufgrund der Neudefinition des Steuerungsmodells unseres Joint Ventures EE erfolgt der Ausweis seitdem im Vorstandsbereich Finanzen. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Neben dem Privatkundengeschäft bieten einzelne Landesgesellschaften auch Geschäftskunden ICT-Lösungen an. Am 30. Mai 2014 haben wir die Übernahme der GTS Central Europe Gruppe (GTS) abgeschlossen; seitdem hilft uns GTS dabei, den internationalen Geschäftskundenbereich weiterzuentwickeln. Ebenso zum operativen Segment Europa gehören die Bereiche International Carrier Sales & Solutions (ICSS), Group Technology und die Global Network Factory (GNF): ICSS erbringt hauptsächlich Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente in unserem Konzern, Group Technology sorgt für die effiziente und kundengerechte Bereitstellung von Technologien, Plattformen und Services für Mobilfunk und Festnetz, und GNF gestaltet und betreibt ein weltweites Netzwerk, um Wholesale-Kunden Sprach- und Datenkommunikation anzubieten. Seit dem 1. Januar 2014 wird das ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units (LBU), das bis zum 31. Dezember 2013 organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Dabei handelt es sich um Einheiten im europäischen und nicht europäischen Ausland, die im Wesentlichen Telekommunikationsvorleistungen für die ICSS als Teil des operativen Segments Europa, aber auch für fremde Dritte erbringen. Zusätzlich erfolgte zum 1. Januar 2014 der Zusammenschluss der lokalen Geschäftskundeneinheiten der T-Systems Czech Republic, die bisher im operativen Segment Systemgeschäft geführt wurde, mit der T-Mobile Czech Republic. Die Gesellschaft wird nun zusätzlich zum Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft auch ICT-Lösungen für Geschäftskunden und öffentliche Verwaltungen anbieten. Der Ausweis erfolgt im operativen Segment Europa. Die Änderung der Ausweise wurde aus Gründen einer besseren Steuerbarkeit der Bereiche durchgeführt. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Unser operatives Segment Systemgeschäft betreibt mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen die Informations- und Kommunikationstechnik für global aufgestellte Unternehmen und öffentliche Institutionen. Auf dieser Basis stellt T-Systems Kunden in aller Welt integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft zur Verfügung. Aber auch für kleine und mittelständische Unternehmen bietet das operative Segment ICT-Lösungen für eine zunehmend komplexer werdende digitale Welt an. Kern des Angebots sind Services aus der Cloud, M2M- und Sicherheitslösungen, sich ergänzende, hochstandardisierte Produkte aus Mobilfunk und Festnetz sowie Lösungen für virtuelle Zusammenarbeit und IT-Plattformen. Sie bilden die Basis für digitale Geschäftsmodelle der Unternehmenskunden. Das operative Segment Systemgeschäft vereint zwei Geschäftsbereiche: Market Unit und Telekom it. Die Market Unit umfasst im Wesentlichen das Geschäft mit externen Kunden. Schwerpunkt der Telekom IT sind die internen nationalen IT-Projekte unseres Konzerns. Group Headquarters & Group Services umfasst alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind. Group Headquarters arbeitet als Richtungs- und Impulsgeber. Es definiert die strategischen Vorgaben für den Konzern, stellt sicher, dass sie eingehalten werden, und bearbeitet ausgewählte Konzernprojekte. Group Services erbringen ihre Leistungen als Dienstleister für den Konzern; dazu zählt neben den typischen Dienstleistungen wie Finanzbuchhaltung, Personal-Service und operativem Einkauf u. a. Vivento. Vivento vermittelt Beamte und Angestellte in externe Beschäftigungsperspektiven, insbesondere in den öffentlichen Dienst. Außerdem hat der Dienstleister Anfang 2014 zusätzlich eine neue zentrale Rolle übernommen mit dem Ziel, fachliches Know-how im Konzern zu halten, um somit den Einsatz externer Mitarbeiter zu reduzieren. Darüber hinaus gibt es die Bereiche Group Real Estate Management und MobilitySolutions als Komplettanbieter von Fuhrpark-Management und Mobilitätsleistungen. Die Aufgaben und Funktionen des Wachstumsgeschäfts Digital Services sowie des Internet-Dienstleisters STRATO werden gebündelt als Digital Business Unit in den Group Headquarters & Group Services ausgewiesen. Im Februar 2014 vollzogen wir den Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Holding GmbH an Hellman & Friedman LLC (H&F). Die verbleibende at equity bilanzierte Beteiligung an der Scout24 Gruppe von rund 30 % ist weiterhin Teil dieses Segments. So profitieren wir weiterhin von der künftigen Wertsteigerung von Scout24. → Für nähere Informationen verweisen wir auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. LEITUNG UND KONTROLLEDas Vergütungssystem des Vorstands orientiert sich am langfristigen Erfolg des Konzerns, das des Aufsichtsrats enthält seit dem 1. Januar 2013 kodexkonform keine langfristigen Vergütungsbestandteile mehr. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex werden eingehalten. Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht zum 31. Dezember 2014 sieben Vorstandsbereiche vor. Vier davon sind die zentralen Führungsbereiche:
und die Vorstandsressorts
Zudem gibt es drei weitere segmentbezogene Vorstandsbereiche:
Veränderungen im Vorstand.Timotheus Höttges hat zum 1. Januar 2014 die Nachfolge von René Obermann als Vorstandsvorsitzender angetreten. Thomas Dannenfeldt hat mit Wirkung zum 1. Januar 2014 die Nachfolge von Timotheus Höttges als Finanzvorstand angetreten. Die Bestellung von Prof. Dr. Marion Schick als Vorstandsmitglied Personal und Arbeitsdirektorin wurde mit Wirkung zum Ablauf des 30. April 2014 einvernehmlich beendet. Dr. Thomas Kremer hatte Prof. Dr. Marion Schick bereits seit Januar 2014 vertreten und leitet seit ihrem Ausscheiden kommissarisch das Vorstandsressort Personal - zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben als Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance. Veränderungen im Aufsichtsrat (Vertreter der Anteilseigner).Johannes Geismann, Lars Hinrichs und Karl-Heinz Streibich, die zuvor gerichtlich in den Aufsichtsrat bestellt worden waren, wurden durch die Hauptversammlung am 15. Mai 2014 in den Aufsichtsrat gewählt. Dr. Ulrich Schröder wurde durch die Hauptversammlung am 15. Mai 2014 erneut für eine weitere Amtszeit in den Aufsichtsrat gewählt. Am 11. Januar 2015 verstarb Dr. h. c. Bernhard Walter. Ines Kolmsee wurde mit Wirkung zum 31. Januar 2015 bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2015 vom zuständigen Amtsgericht als Vertreterin der Anteilseigner zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Veränderungen im Aufsichtsrat (Arbeitnehmervertreter).Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter gab es keine Veränderungen im Geschäftsjahr 2014. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn. Er setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen, von denen zehn die Aktionäre und zehn die Arbeitnehmer vertreten. → Einzelheiten zur Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2014 werden auf. Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG und § 18 der Satzung. Dabei ist der Aufsichtsrat gemäß § 21 der Satzung ermächtigt, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anzupassen, die für die Gesellschaf verbindlich werden, und Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. T 010 Zusammensetzung des Vorstandsscroll
KONZERNSTRATEGIE■ Deutsche Telekom will führender Telekommunikationsanbieter in Europa sein ■ Erste Erfolge bei der Umsetzung der neuen KonzernstrategieAngesichts stark steigender Datenmengen entscheiden sich Kunden für Telekommunikationsanbieter mit leistungsfähigen Netzen. Starke Netze sind aber auch ein wichtiges Auswahlkriterium für Anbieter von Online-Services, die für ihre Angebote eine hochwertige technische Plattform brauchen, mit der sie schnell und einfach eigene Dienste einrichten können. Integrierte Telekommunikationsanbieter werden daher im Wettbewerb eine bessere Position haben als reine Festnetz- oder Mobilfunk-Anbieter. UNSERE KONZERNSTRATEGIE "LEADING EUROPEAN TELCO"Seit 2014 richten wir unser unternehmerisches Handeln an unserer Strategie "Leading European Telco" aus - mit dem Ziel, der führende Telekommunikationsanbieter in Europa zu sein. Wir sehen uns als treibende Kraft für ein modernes und wettbewerbsfähiges digitales Europa. Unser Führungsanspruch erstreckt sich dabei auf vier Dimensionen: bestes Netz, bester Service, beste Produkte und bevorzugter Anbieter für Geschäftskunden. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass alle Menschen an der Informations- und Wissensgesellschaft teilhaben können, und versuchen im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens ökonomische, ökologische und soziale Ziele in Einklang zu bringen. → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Wie die GRAFIK 14 zeigt, basiert unsere Strategie "Leading European Telco" auf vier Handlungsfeldern, die sich aus unserem Führungsanspruch ableiten und die auf unsere Kunden ausgerichtet sind, sowie auf drei unterstützenden Handlungsfeldern, die den Rahmen für unser internes Handeln bilden. G 14 Konzernstrategie "Leading European Telco"scroll
STRATEGISCHE HANDLUNGSFELDERIntegrierte IP-NetzeUnser Kerngeschäft ist der Aufbau, der Betrieb und die Vermarktung von Netzen und Anschlüssen. Unseren Kunden wollen wir immer das beste Netz und die schnellstmögliche Verbindung bieten. Daher ist für uns eine überdurchschnittliche Netzqualität ein herausragendes Merkmal, mit dem wir uns vom Wettbewerb deutlich abheben können. Regelmäßig schneiden wir bei unabhängigen Netztests hervorragend ab. → Weitere Informationen zu unserem Netz und unseren Auszeichnungen finden Sie im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2014". Dies ist ein Beleg dafür, dass wir unsere Netze konsequent ausbauen und - auch bei steigendem Wettbewerbsdruck - Qualitätsführer bleiben. Dabei dient der Ausbau unserer Netze unternehmerischen und gesellschaftlichen Zielen: Ein modernes Netz macht unsere Produkte und Dienstleistungen für eine größere Anzahl potenzieller Kunden attraktiv und erhöht so unser Umsatzpotenzial. Moderne Netze und Anlagen steigern dabei auch unsere Energieeffizienz. Gleichzeitig geben wir mehr Menschen Zugang zu modernen Informations- und Telekommunikationsdiensten. Unser gesamtes Festnetz werden wir sukzessive für alle Kunden auf Internet-Protokoll (IP) umstellen. Ein integriertes paneuropäisches IP-Netz wird uns langfristig in die Lage versetzen, schnell, flexibel und kostengünstig auf sich ändernde Kundenwünsche zu reagieren. Die schrittweise Migration hin zu modernen IP-Netzen, wie in GRAFIK 15 dargestellt, hat bereits in all unseren integrierten Landesgesellschaften begonnen. Diese Transformation in ein vollständig IP-basiertes Netz in Deutschland und Europa wollen wir bis 2018 komplett abgeschlossen haben. → Informationen über den aktuellen Stand unseres Netzausbaus finden Sie im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2014". G 15 Paneuropäisches IP-Netz![]() In unsere Festnetze werden wir weiter investieren, um eine optimale Breitband-Versorgung zu schaffen und um in diesem Markt weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit der Anschlusstechnik FTTC bringen wir die Glasfaser näher zu unseren Kunden und steigern so die Bandbreiten. In Deutschland wollen wir beispielsweise dank der neuen Vectoring-Technologie und deren Weiterentwicklung bis 2018 ca. 80 % der Bevölkerung eine Download-Bandbreite von mindestens 50 MBit/s anbieten können, sofern dies regulatorisch ermöglicht wird. Im Mobilfunk wollen wir unsere LTE-Netze weiter ausbauen: In Deutschland planen wir, bis 2018 ca. 95 % der Bevölkerung mit LTE zu versorgen, in unseren europäischen Landesgesellschaften zwischen 75 und 95 %. Außerdem wollen wir in Deutschland deutlich mehr WLAN-HotSpots anbieten und unser Mobilfunknetz mithilfe kleiner, leistungsfähiger Funkzellen (Small Cells) noch engmaschiger ausbauen. In den USA haben wir Ende 2014 265 Millionen Menschen mit unserem LTE-Netz erreicht. Übertroffen haben wir damit unser Ziel von einer Abdeckung von etwa 225 Millionen Personen. Kunden begeisternMit dem besten Netz, integrierten Produkten und dem besten Service schaffen wir ein herausragendes Kundenerlebnis. Wir begeistern unsere Kunden mit Kompetenz, Einfachheit und Schnelligkeit. Auch darum verbessern wir kontinuierlich unsere Prozesse und IT-Systeme. In Deutschland startete 2014 unser integriertes Festnetz-Mobilfunk-Bündelprodukt "MagentaEINS". Bis zum Jahresende konnten wir dafür 506 TSD. Kunden gewinnen. Diese Zahl wollen wir bis 2018 auf ca. drei Millionen steigern. Mit einem konvergenten Produkt-Portfolio erleben unsere Kunden, wie einfach und unkompliziert Telekommunikation sein kann. Unternehmerisch gesehen gehen wir davon aus, dass wir mit konvergenten Produkten neue Kunden gewinnen und bei bestehenden Kunden die Loyalität und den Umsatz steigern können. Auch unsere Angebote im Bereich Fixed Mobile Convergence (FMC) wollen wir deutlich erweitern. FMC bietet unseren Kunden ein nahtloses Telekommunikationserlebnis - einheitlich und technologieübergreifend. Im Berichtsjahr haben wir in Deutschland einen Hybrid Router eingeführt, der die Stärken von Festnetz - hohe gleichbleibende Kapazität - mit denen des Mobilfunks - hohe Übertragungsgeschwindigkeit - kombiniert und so für die Kunden die verfügbare Bandbreite deutlich erhöht. Die Vermarktung von hybriden Tarifen hat bereits zum Jahresende 2014 in einigen Regionen in Deutschland begonnen. Unsere Hybrid-Technologie wird 2015 bundesweit verfügbar sein. Wir wollen, dass unsere Kunden nicht nur zufrieden, sondern begeistert sind. Mittelpunkt unseres Handelns ist es, die besten Kundenerfahrungen zu bieten, und zwar überall dort, wo Kunden mit unserem Konzern in Berührung kommen. Wie wichtig das Thema für uns ist, zeigt sich daran, dass wir die Kundenbindung/-zufriedenheit messen - mit der weltweit anerkannten TRI*M-Methodik. Mithilfe dieser TRI*M-Steuerungsgröße verbessern wir u. a. unsere Prozesse im Kundenkontakt und unsere Produkte und Dienstleistungen. So ermitteln wir im Rahmen von Befragungen die Loyalität unserer Kunden gegenüber unserem Unternehmen. Die Ergebnisse werden in einer Kennzahl dargestellt: dem TRI*M-Index, innerhalb einer Skalierung von minus 66 bis plus 134. Im Berichtsjahr lag der Wert bei 65,9 Punkten gegenüber 64,9 Punkten im Vorjahr - bezogen auf die äquivalente Berechnungsgrundlage. Bis 2018 wollen wir ihn um 3,0 % erhöhen. Ebenfalls bis 2018 wollen wir unseren Kunden-Service verbessern: kunden- und effizienzorientiert. Auf allen Kanälen - Shop, Hotline und Online - wollen wir unseren Kunden ein hervorragendes und konsistentes Service-Erlebnis bieten. Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau unseres Online-Kanals sowie auf den nahtlosen Übergang zwischen den einzelnen Kanälen. → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Für unsere Kunden sind Datenschutz und -sicherheit sehr wichtig und daher für uns im Wettbewerb ein wichtiger Differenzierungsfaktor. Unseren Kunden garantieren wir, dass wir mit ihren Daten sicher und vertrauensvoll umgehen. Die Intensität von Cyber-Bedrohungen wächst: Gegen Ende 2014 verzeichneten wir ca. 1 MIO. Angriffe pro Tag auf unsere Netze. Dazu kommt, dass die Öffentlichkeit für Sicherheitsthemen zunehmend sensibilisiert wird. Daher sehen wir im Bereich Datenschutz und -sicherheit auch ein wachsendes Geschäftsfeld, das wir mit bestehenden und neuen Security-Lösungen deutlich ausbauen wollen. Auch unseren Kunden bieten wir Lösungen für mehr Sicherheit an. So starteten wir gemeinsam mit anderen Unternehmen die Initiative "E-Mail made in Germany" und verpflichten uns auf besonders hohe Standards bei Datenspeicherung und -übertragung, um die E-Mail-Kommunikation noch sicherer zu machen. → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Mit Partnern gewinnenWir sind ein innovatives Unternehmen. Unsere eigene Innovationskraft konzentrieren wir auf unser Netz, unsere Prozesslandschaft, ausgewählte Plattformen für Produktion und Vertrieb unserer Produkte sowie auf unsere Zugangsprodukte. Zusammen mit Partnern bieten wir ein breiteres Angebot von Diensten und Produkten und liefern die digitalen Angebote, die unsere Kunden wünschen. Unseren Partnern bieten wir Zugang zu einer großen und attraktiven Kundenbasis, zu unserem etablierten Marketing und Vertrieb und zu technischen Vorleistungen. Für unsere Partner und uns ist das eine Chance, sich vom Wettbewerb abzuheben. Wir wollen der bevorzugte Telekommunikationsanbieter sein, über den innovative Partner ihre Produkte vermarkten. Im Berichtsjahr haben wir begonnen, eine technische und kommerzielle Plattform aufzubauen, an die wir Partner bzw. Partnerprodukte schnell, flexibel und kostengünstig anschließen. Beispielhaft kann man sich diese standardisierte Plattform wie eine Steckerleiste vorstellen, an die Partner mit ihren Diensten einfach andocken (siehe GRAFIK 16). Wir rechnen damit, die technischen Komponenten unserer Partnering-Plattform schrittweise bis 2016 in unseren europäischen Landesgesellschaften und bis 2017 in Deutschland fertig zu stellen. G 16 Deutsche Telekom Partnering-Plattform![]() Darüber hinaus entwickeln wir unser TV-Geschäft weiter und wollen auch hier weiter wachsen. Unser Ziel ist es, bis 2017 konzernweit 10 Millionen Kunden, davon 5 Millionen in Deutschland, mit unseren TV-Diensten zu versorgen. Wir werden unser Angebot an attraktiven Inhalten erweitern, auch aufbauend auf Partnerschaften wie mit Sky oder Netflix. Unseren Kunden machen wir diese Inhalte auf all ihren Bildschirmen zugänglich, egal ob auf dem Fernseher, dem Smartphone oder dem Tablet. So haben wir 2014 beispielsweise mit unserem bildschirmübergreifenden TV-Produkt "Entertain to go" weitere Schritte hin zu "TV auf allen Bildschirmen" gemacht. Führend bei GeschäftskundenFür Geschäftskunden wollen wir der bevorzugte Anbieter von Telekommunikations- und IT-Dienstleistungen sein. Damit T-Systems nachhaltig profitabel agieren kann, passen wir das bisherige Geschäftsmodell der Market Unit an. Neben dem klassischen IT- und Telekommunikationsgeschäft werden wir weiter verstärkt auf plattformbasierte Dienste und Cloud Services setzen. Unser Ziel: 2018 wollen wir mehr als die Hälfte des externen T-Systems Umsatzes in solchen digitalen Wachstumsfeldern erzielen. 2014 lag der Anteil im Jahresdurchschnitt bei 34 %. Ein wichtiger Wachstumsmotor wird die neu gegründete Digital Division innerhalb von T-Systems sein: In den Geschäftsfeldern Gesundheit, Vernetztes Automobil, Energie sowie eigenen und Partner-Cloud-Produkten erwarten wir bis 2018 deutlich zweistellige Wachstumsraten. WACHSTUMSFELDERIn unseren fünf Wachstumsfeldern sind die auf dem Kapitalmarkttag 2012 kommunizierten Ambitionsniveaus unterschiedlich erreicht worden: Im Wachstumsfeld "Mobiles Internet" haben wir 2014 einen Umsatz von 11,5 MRD. € erzielt und liegen damit jetzt schon über unserem Zielwert für 2015. Im Wachstumsfeld "Vernetztes Zuhause" wurden 6,3 MRD. € erreicht, womit wir nahe bei unserem ausgegebenen Ambitionsniveau für 2015 von 7 MRD. € liegen. Mit "Internet-Angeboten" haben wir 2014 einen Umsatz von 0,7 MRD. € generiert. Aufgrund des im Februar 2014 vollzogenen Verkaufs von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe werden wir das Ambitionsniveau von 2 MRD. € nicht realisieren können. Vor dem Hintergrund der Neuausrichtung der DBU und der T-Systems werden wir für die Wachstumsfelder "T-Systems (externer Umsatz)" und "Intelligente Netzlösungen", anders als ursprünglich geplant, nicht das in 2012 kommunizierte Ambitionsniveau erreichen. T 011 Wachstumsfelder der Deutschen Telekom 2012 in Mrd. €scroll
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Ambitionsniveau 2015 auf Kapitalmarkttag 2012
kommuniziert. UNTERSTÜTZENDE HANDLUNGSFELDERDie unterstützenden Handlungsfelder bilden den Rahmen für unser internes Handeln. Portfolio transformieren.Unser Beteiligungs-Portfolio werden wir kontinuierlich weiterentwickeln. Dabei liegt unser Schwerpunkt darauf, unsere integrierten Landesgesellschaften zu stärken. Darüber hinaus werden wir zukünftig mit der neu gegründeten Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP) überwiegend in Beteiligungen außerhalb unseres Kerngeschäfts investieren. Finanzziele & Effizienz weiterentwickeln.Unsere Finanzstrategie sorgt dafür, dass unsere Bilanzrelationen weiterhin solide bleiben. Wir wollen unsere Kapitalkosten mittelfristig verdienen und unser Anlagevermögen im Hinblick auf Auslastung und Ersatzinvestitionen kostenoptimal bewirtschaften. An unserer strengen Kostendisziplin halten wir fest. Führungskompetenz & Leistungsorientierung ausbauen.Wir erreichen unsere anspruchsvollen Unternehmensziele, indem jeder einzelne Mitarbeiter - vom Berufseinsteiger bis zur Top-Führungskraft - exzellente Leistungen und Ergebnisse erbringt. Das ist das Fundament dafür, dass die Produktivität und Innovationsstärke unseres Konzerns weiter steigen. Unsere Führungskräfte tragen dabei eine besondere Verantwortung: Sie richten ihren jeweiligen Bereich auf die strategischen Schwerpunkte unseres Konzerns aus und setzen diese gemeinsam mit ihren Teams um. Daher ist es für uns wichtig, die Leistungskultur und die Kompetenz unserer Führungskräfte für lange Zeit zu sichern und auszubauen. Um unsere Führungskräfte auf die künftigen Aufgaben und gemeinsamen Ziele einzustellen, führten wir 2014 ein neues Führungsmodell mit einheitlichen Führungsgrundsätzen ein. Sie adressieren insbesondere die Themen Zusammenarbeit, Innovation und Leistungsförderung. Darüber hinaus setzen wir im Rahmen unserer Personalstrategie folgende Schwerpunkte: Wir stärken den internationalen Austausch im Konzern und fördern das grenzüberschreitende Teilen von Wissen und Erfahrungen. Dabei nutzen wir die Vielfältigkeit unserer Mitarbeiter als Innovationstreiber. Wir erkennen Talente und fördern sie konsequent über einen konzernweit abgestimmten Entwicklungsprozess. Wir identifizieren die strategisch notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse, die der Konzern benötigt, um auch in zukünftigen Geschäftsfeldern erfolgreich zu sein. Dabei leitet uns der Anspruch, die Transformation unseres Unternehmens nachhaltig und mit Weitsicht zu gestalten. → Weitere Informationen zu unserer Personalstrategie finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter". → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Zusammenfassend drückt sich unsere Strategie "Leading European Telco" auch in unserem Ziel aus: Der führende europäische Telekommunikationsanbieter
KONZERNSTEUERUNG■ Finanzstrategie 2014 konsequent umgesetzt ■ Konzernweites Wert-ManagementWir bekennen uns weiterhin zum Konzept der wertorientierten Unternehmensführung. Um unseren Konzern erfolgreich und nachhaltig zu steuern, müssen wir die Erwartungen aller Interessengruppen stets im Blick haben.
FINANZSTRATEGIEWir wollen einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen dieser Interessengruppen sicherstellen, damit genügend Mittel für eine attraktive Dividendenpolitik, den Schuldenabbau, einen verantwortungsvollen Personalumbau sowie Investitionen für ein positives Kundenerlebnis zur Verfügung stehen. Auf unserem Kapitalmarkttag in Bonn im Dezember 2012 hatten wir unsere Finanzstrategie für die Jahre 2013 bis 2015 vorgestellt. Diese haben wir in 2013 und 2014 konsequent umgesetzt und bestätigen ihre grundlegende Struktur auch für die Folgejahre im Rahmen unseres Kapitalmarkttages 2015. Dazu gehören das Erreichen unserer angestrebten Finanzrelationen - relative Verschuldung (Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA) und Eigenkapitalquote - sowie eine Liquiditätsreserve, die mindestens die Kapitalmarktfälligkeiten der nächsten 24 Monate abdeckt. Mit diesen klaren Aussagen wollen wir unser Rating in einem Korridor von A-/BBB halten und den uneingeschränkten Zugang zum Kapitalmarkt sicherstellen. Für die Aktionäre gibt es - vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen - eine verlässliche Dividendenpolitik. Diese sieht für die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 eine Dividende von mindestens 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie vor. Bei der Bemessung der Dividendenhöhe für die genannten Geschäftsjahre soll auch das relative Wachstum des Free Cashflows berücksichtigt werden. Unseren Aktionären bieten wir damit eine attraktive Rendite und Planbarkeit. Nach dem erstmaligen Erfolg im Vorjahr haben wir unseren Aktionären auch für das Geschäftsjahr 2013 wieder die Möglichkeit angeboten, statt der Auszahlung der Dividende in bar die Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG zu wählen. Letzteres bietet Investoren die Chance, Mittel in unserem Unternehmen zu belassen, die Finanzrelationen weiter zu verbessern und vom Erfolg ihrer Investition langfristig noch mehr zu profitieren. Dieses Angebot wurde in noch größerem Umfang als im Vorjahr angenommen. Für das Geschäftsjahr 2014 erwägen wir, unseren Aktionären diese Wahlmöglichkeit erneut anzubieten. Auch für die kommenden Jahre sind weiterhin hohe Gesamtinvestitionen geplant. Der Investitionsspielraum soll genutzt werden, um unsere Breitband-Infrastruktur weiter auszubauen und die Transformation des Unternehmens auf ein IP-basiertes Produktionsmodell weiter voranzutreiben. Im Mobilfunk geschieht der Infrastrukturausbau auf Basis des modernsten Standards LTE; im Festnetz mit Glasfaser und Vectoring. Die Finanzstrategie unterstützt unsere Konzernstrategie "Leading European Telco" bei der Transformation unseres Konzerns. → Siehe Kapitel "Konzernstrategie". Um nachhaltig Wertzuwachs zu generieren, wollen wir unsere Kapitalkosten mittelfristig verdienen. Dieses Ziel soll zum einen durch eine Optimierung der Auslastung unseres Anlagevermögens erreicht werden. In Deutschland war z. B. die Vermarktung unter dem Kontingentmodell auch in 2014 sehr erfolgreich. In Europa konnte die vollständige Migration von Festnetz-Kunden auf die IP-Technologie sowohl in EJR Mazedonien als auch in der Slowakei beendet werden. Zum anderen soll unser Ziel, die Kapitalkosten zu verdienen, durch eine strenge Kostendisziplin erreicht werden. Hierfür kam die "Target Costing"-Methode in ersten Pilotprojekten zur Anwendung und wird nun konzernübergreifend etabliert. Damit wollen wir weg von einer historischen Betrachtung unserer Kosten und stattdessen einen konsequenten Zielkostenpfad verfolgen, der sich an den zukünftig erzielbaren Marktpreisen orientiert. Auch durch weitere Effizienzsteigerungsmaßnahmen in den Verwaltungsfunktionen sichern wir die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. Seit 2013 legen wir zusätzlich bei der Steuerung einen Fokus auf das unbereinigte EBIT. Durch die Berücksichtigung von Investitionskosten liegt das EBIT näher am ROCE-Konzept (zur Erläuterung der Steuerungsgröße ROCE wird auf die Ausführungen im weiteren Verlauf dieses Kapitels verwiesen) und unterstützt damit unseren konsequenten Fokus auf eine effiziente Kapitalallokation im Deutsche Telekom Konzern. Im Geschäftsjahr 2014 wurden erfolgreich Portfolio-Veränderungen wie der Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe durchgeführt. Weitere Möglichkeiten wurden geprüft, z. B. hinsichtlich unseres Joint Ventures EE, das wir zusammen mit Orange führen. Seit Dezember 2014 wurden mit der britischen BT Verkaufsverhandlungen über einen möglichen Erwerb des Gemeinschaftsunternehmens EE durch BT geführt. Die Unterzeichnung des Verkaufsvertrags erfolgte am 5. Februar 2015. G 17 Unsere Finanzstrategie bis 2018![]()
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Vorbehaltlich der erforderlichen Gremienbeschlüsse
und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen. WERT-MANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEMUm unsere strategischen Ziele besser setzen und erreichen zu können, verfolgen wir ein konzernweites Wert-Management. Schließlich braucht es konkrete Leistungsindikatoren, um den Erfolg zu messen. Die Grundlage dafür ist ein zuverlässiges und verständliches Steuerungssystem. Einen Überblick über unsere bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren geben die folgenden Erläuterungen (siehe auch TABELLEN 012 und 013). RENTABILITÄTUm zu unterstreichen, wie wichtig uns eine langfristig erfolgreiche Entwicklung unseres Konzerns ist, haben wir die nachhaltige Konzernwertsteigerung in den mittelfristigen Zielen festgeschrieben und als Kennzahl im gesamten Konzern implementiert. Unsere zentrale Steuerungsgröße ist seit 2009 die Kapitalrendite (Return On Capital Employed (ROCE)). Um die Kapitalrendite zu ermitteln, wird das operative Ergebnis nach Abschreibungen und kalkulatorischen Steuern (Net Operating Profit After Taxes (NOPAT)) ins Verhältnis zum dafür notwendigen durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (Net Operating Assets (NOA)) gesetzt. Mit dem Leistungsindikator ROCE verankern wir unser Ziel der nachhaltigen Konzernwertsteigerung in allen operativen Maßnahmen. Zusätzlicher Wert erwächst dann, wenn die Rendite auf das eingesetzte Vermögen größer ist als die Kapitalkosten. Unser Ziel ist es also, die aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber zu verdienen bzw. zu übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz. Diesen ermitteln wir als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital (WACC)). Wir sind der Meinung, dass der ROCE die Erwartungen unserer oben beschriebenen vier Interessengruppen am besten widerspiegelt. Die Kennzahl misst, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital wirtschaften. Gerade für eine langfristige Betrachtung ist ROCE eine sehr aussagekräftige Kennzahl, weil sie beides berücksichtigt: das durch unsere kapitalintensive Infrastruktur enorm große gebundene Vermögen und dessen Auslastung. Hieraus wird der entscheidende Vorteil dieser Kennzahl deutlich: Im Fokus steht nicht die absolute Höhe des erzielten Ergebnisses, sondern wie viel Ergebnis das eingesetzte Kapital dabei erbringt. ROCE eröffnet uns eine ganzheitliche Perspektive, sodass wir mit neuen Impulsen über unsere Investitionen nachdenken. Um unseren ROCE nachhaltig zu verbessern, setzen wir an allen erforderlichen Stellhebeln gleichzeitig an. Kostensenkungsprogramme und ein zielgerichteter Einsatz unserer Restrukturierungsmaßnahmen zielen dabei auf die Steigerung des NOPAT ab. Hierbei steht v. a. die kontinuierliche Reduktion der indirekten Kosten im Mittelpunkt. Um eine effiziente Kapitalallokation sowie eine hohe Auslastung des bereits gebundenen Kapitals sicherzustellen, wurde ein eigenes Gremium etabliert, das dies konzernübergreifend gewährleistet. Ein wesentliches Element stellt hierbei z. B. die Vorvermarktung von Produkten dar, um eine schnellere Amortisation unserer Investitionen zu erreichen. Weitere Beispiele für unsere bisherigen ROCE-steigernden Maßnahmen sind unsere abgeschlossenen Netzwerk-Kooperationen, unser Kontingentmodell, unsere eingegangenen Joint Ventures, unsere durchgeführten Portfolio-Veränderungen, die Neuausrichtung unserer zentralen Steuerungs- und Service-Funktionen sowie ein verstärkter Fokus auf die bestmögliche Auslastung bestehender Plattformen und Infrastrukturen. Zur operativen Steuerung nutzen wir die im Folgenden beschriebenen Kennzahlen. → Zur Entwicklung der Kennzahlen siehe TABELLE 012, TABELLE 013, sowie Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns". UMSATZ UND ERGEBNISDer Umsatz entspricht dem Wert unserer betrieblichen Tätigkeit. Der absolute Umsatz hängt davon ab, wie gut wir unsere Produkte und Dienstleistungen am Markt absetzen können. Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe, um den Unternehmenserfolg zu messen. Neue Produkte und Dienstleistungen sowie zusätzliche Absatzbemühungen sind erst erfolgreich, wenn sie den Umsatz erhöhen. Das EBITDA entspricht dem EBIT (Betriebsergebnis) vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. EBIT und EBITDA messen die kurzfristige operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche. Neben diesen beiden Größen verwenden wir die EBIT- und EBITDA-Margen, um diese Kennzahlen im Verhältnis zum Umsatz zu zeigen. Dies lässt einen Vergleich der Ertragskraft von ergebnisorientierten Bereichen unterschiedlicher Größen zu. Durch die Betrachtung des unbereinigten EBITDA/EBIT werden auch Sondereinflüsse berücksichtigt. Hierdurch fördern wir den ganzheitlichen Blick auf unsere Kosten. Allerdings überlagern Sondereinflüsse die Darstellung der operativen Geschäftstätigkeit und erschweren somit eine Vergleichbarkeit von Ergebnisgrößen mit Vorjahren. Für eine transparente Darstellung bereinigen wir darum unsere Ergebnisgrößen zusätzlich. Ohne diese Bereinigung sind Aussagen über die künftige Entwicklung der Ertragslage nur eingeschränkt möglich. Ausgehend von den unbereinigten Größen ermitteln wir die jeweils bereinigten Werte. → Die Überleitung des EBITDA, des EBIT sowie des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags) auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte zeigt TABELLE 019. T 012 Finanzielle Leistungsindikatorenscroll
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Sowie vor PTC- und AT&T-Transaktionen
und Ausgleichsleistungen für Mitarbeiter der MetroPCS. FINANZIERUNGSSPIELRAUMDen Free Cashflow definieren wir als Cashflow aus Geschäftstätigkeit abzüglich Nettozahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen. Diese Kennzahl ist der zentrale Gradmesser für die Fremd- und Eigenkapitalgeber. Sie misst das Potenzial zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens wie zur Schaffung von organischem Wachstum und für die Dividendenfähigkeit sowie für die Fähigkeit, Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. Unsere Bestrebungen im Rahmen unseres zentralen Free Cashflow Managements bestehen darin, das Working Capital weiter zu verbessern. So ist das Free Cashflow Management verantwortlich für Transparenz, Steuerung, Forecast und Performance-Messung hinsichtlich des Konzern-Free Cashflows und im Speziellen des Working Capitals. Im Jahr 2010 starteten wir mit CORE (Cash Optimization for ROCE Enhancement) ein Programm zur nachhaltigen Verbesserung des Working Capitals. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt darin, das Forderungs-Management in allen unseren operativen Segmenten konzernweit zu optimieren; dazu zählen auch Maßnahmen im Bereich des Forderungsverkaufs. Auch in den nächsten Jahren wollen wir weiter daran arbeiten, das Working Capital zu verbessern. Dabei konzentrieren wir uns auf folgende Bereiche: weitere Verbesserungen im Bereich Verbindlichkeiten, u. a. durch Reverse Factoring-Programme, sowie Verbesserungen im Bereich des Forderungs- und Vorräte-Managements bei T-Mobile US und in Europa. Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) entspricht den Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen, die als Teil des Free Cashflows auszahlungsrelevant dargestellt sind. Im Gegensatz zum Book Capex sind hierbei keine Investitionen zu berücksichtigen, die in der aktuellen Periode aktiviert, aber erst in einer zukünftigen Periode bezahlt werden. Ein Rating ist eine Beurteilung oder Klassifizierung der Bonität von Schuldtiteln und deren Emittenten nach einheitlichen Kriterien. Die Beurteilung der Bonität durch Rating-Agenturen hat Einfluss auf die Zinshöhe von Schuldtiteln und somit auch auf unsere Fremdkapitalkosten. Wir haben als Teil unserer Finanzpolitik einen Rating-Korridor definiert. Mit einem Rating im Bereich von a- bis BBB (Standard & Poor's, Fitch) bzw. A3 bis Baa2 (Moody's) sind wir überzeugt, grundsätzlich den notwendigen Kapitalmarktzutritt zu haben, um die erforderlichen Finanzierungsmittel zu generieren. Als einer der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie ist die Entwicklung unseres Konzerns - und damit auch unserer finanziellen Leistungsindikatoren - eng verknüpft mit der Entwicklung der Kundenzahlen. Darum sind Kundengewinnung und -bindung unabdingbar für den Erfolg unseres Unternehmens. Wir messen die Entwicklung unserer Kundenzahl je nach Geschäftstätigkeit in unseren operativen Segmenten in unterschiedlichen Ausprägungen: Je nach operativem Segment sind das die Zahl der Mobilfunk-Kunden sowie die Zahl der Breitband- und Festnetz-Anschlüsse. Wir wollen, dass unsere Kunden zufrieden - wenn nicht sogar begeistert - sind, denn zufriedene Kunden sind Multiplikatoren unseres Unternehmenserfolgs. Als Service-orientiertes, verantwortungsvolles Unternehmen liegen uns die Bedürfnisse und Meinungen unserer Kunden am Herzen, und wir wollen unsere Kunden auch langfristig an unser Unternehmen binden. → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Daher messen wir die Kundenbindung/-zufriedenheit in unseren Gesellschaften mithilfe der weltweit anerkannten TRI*M-Methodik. Die Ergebnisse systematischer Befragungen werden in einer Kennzahl dargestellt: dem TRI*M-Index. Um die hohe Bedeutung der Kundenbindung/-zufriedenheit für unser operatives Geschäft zu unterstreichen, haben wir diese Kennzahl seit 2010 als einen von vier Parametern in die neu definierte langfristige variable Vergütung (Variable II) für unsere Führungskräfte aufgenommen. Dabei aggregieren wir die für die operativen Einheiten ermittelten TRI*M-Indizes in Annäherung an die jeweiligen Umsatzanteile der Einheiten zu einem TRI*M-Konzernwert. Über einen Zeitraum von vier Jahren partizipieren die berechtigten Führungskräfte dann an der Entwicklung der konzernweiten Kundenbindung/-zufriedenheit. → Nähere Informationen zu der Kundenzufriedenheit finden Sie im Kapitel "Konzernstrategie". T 013 Nichtfinanzielle Leistungsindikatorenscroll
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Engagement-Index per zuletzt in 2012 durchgeführter
Mitarbeiterbefragung. Unsere Mitarbeiter möchten sich für die Entwicklung des Unternehmens einsetzen und sich mit ihm identifizieren. → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Wir wollen einen offenen Dialog und produktiven Austausch mit unseren Mitarbeitern etablieren: Dabei helfen uns neue Arbeitsformen und moderne Kommunikationsmöglichkeiten sowie regelmäßige Befragungen. Zu den wichtigsten konzernweiten Feedback-Instrumenten für die Beurteilung der Mitarbeiterzufriedenheit zählen die regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen und der halbjährlich durchgeführte Puls-Check. Wir messen den Leistungsindikator Mitarbeiterzufriedenheit in unserem Unternehmen mit dem sog. "Engagement-Index" - abgeleitet aus den Ergebnissen der jeweils letzten Mitarbeiterbefragung sowie aktualisiert um die Ergebnisse des letzten Puls-Checks. → Nähere Informationen zu der Mitarbeiterzufriedenheit finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter". Die hohe Bedeutung der Mitarbeiterzufriedenheit für den Unternehmenserfolg hat dazu geführt, dass eine Steuerung und Incentivierung der Führungskräfte auch über die langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II) eingeführt wurde. Als einer von vier relevanten Parametern fließt das Mitarbeiter-Feedback seit 2010 in die Variable II ein. Auf diese Weise partizipieren die berechtigten Führungskräfte an der Entwicklung der konzernweiten Mitarbeiterzufriedenheit. In unserem operativen Segment Systemgeschäft verwenden wir den Auftragseingang als nichtfinanziellen Leistungsindikator. Dabei definieren und ermitteln wir den Auftragseingang als die Summe aller Beträge der Kundenaufträge - deren Bearbeitungsstart in der Zukunft liegt - innerhalb unseres operativen Segments Systemgeschäft. Der Auftragseingang in Form von langfristig abgeschlossenen Verträgen hat für unseren Konzern eine hohe Bedeutung für die Abschätzung des Umsatzpotenzials. Damit ergibt sich aus dem Auftragseingang eine recht hohe Planungssicherheit. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD■ Konjunkturelle Lage in unseren Kernmärkten verbessert ■ Konsolidierungstrend im Telekommunikationsmarkt steigt weiterGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDie Weltwirtschaft ist im Berichtsjahr 2014 nur verhalten gewachsen: Der Internationale Währungsfonds geht in seiner aktuellen Prognose vom Januar 2015 davon aus, dass die globale Wirtschaft 2014 um 3,3 % gewachsen ist (2013: 3,3 %). Dabei waren die Entwicklungen in den großen Volkswirtschaften der Welt im Jahr 2014 zum Teil gegenläufig: Während die Wachstumsraten in den USA, Großbritannien und Zentraleuropa in 2014 anstiegen, stagnierten einige Volkswirtschaften Westeuropas und die Wachstumsraten der Schwellenländer verloren an Dynamik. In den meisten unserer Kernmärkte hat sich die konjunkturelle Lage gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs in Deutschland um 1,5 % und damit stärker als in den übrigen Ländern Westeuropas. Die US-Wirtschaft nahm v. a. im zweiten Halbjahr 2014 kräftig Fahrt auf; Grund dafür war neben der positiven Entwicklung am Immobilienmarkt insbesondere der weiter steigende private Konsum. Insgesamt erhöhte sich das BIP in den USA um 2,4 %. Eine Verbesserung ihrer konjunkturellen Entwicklung verzeichneten auch nahezu alle Volkswirtschaften in unserem operativen Segment Europa. In Griechenland schwächte sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung seit Jahresmitte 2014 ab; in den letzten Quartalen des Berichtsjahres waren die Wachstumsraten positiv. In den Niederlanden und Österreich nahm das BIP 2014 moderat zu; stärker wuchsen Polen, Ungarn, Rumänien, Großbritannien, die Slowakei und die Tschechische Republik. Kroatiens Wirtschaft schrumpfte erneut, hauptsächlich wegen verhaltener Reformen und der fehlenden Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Eine gedämpfte Entwicklung der Tourismusbranche und schwache Handelsumsätze in den Sommermonaten verstärkten diese Tendenz noch. T 014 Entwicklung des BIP und der Arbeitslosenquote in unseren Kernmärkten von 2012 bis 2014 in %scroll
Quelle: Oxford Economics, Stand Januar 2015. TABELLE 014 zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des BIP 2014 und der Arbeitslosenquote in unseren wichtigsten Märkten. Die nationalen Arbeitsmärkte in unseren Kernländern entwickelten sich 2014 unterschiedlich. In Deutschland und Österreich zeigten sich die Arbeitsmärkte weiterhin stabil. In den USA und Großbritannien belebte der starke wirtschaftliche Aufschwung auch den Arbeitsmarkt. Der Arbeitsmarkt in Griechenland ist durch die harte Rezession der letzten Jahre sehr geschwächt. In Kroatien, Polen, der Slowakei und Ungarn herrscht - v. a. bei den älteren Erwerbsfähigen - eine hohe strukturelle Arbeitslosigkeit: Sie führt bei den Betroffenen zu einer Verringerung der Kaufkraft und beeinflusst ihre Zahlungsbereitschaft. Die Kunden haben zum Teil ihr Nachfrageverhalten angepasst. Die Auswirkungen der hohen Arbeitslosigkeit sind insbesondere in Griechenland, Kroatien und der Slowakei spürbar. Neben der hohen Arbeitslosigkeit wirkten sich auch die Sparmaßnahmen öffentlicher Auftraggeber und die geringe Investitionsneigung nachteilig auf die Nachfrage nach Telekommunikations- und ICT-Dienstleistungen aus. In einigen Ländern hatte der hohe Druck zur Konsolidierung der Staatsfinanzen zur Folge, dass Sondersteuern für Telekommunikationsunternehmen aufrechterhalten wurden, so z. B. in Ungarn. Im Marktumfeld unseres operativen Segments Systemgeschäft führte das verhaltene Wachstum der Weltwirtschaft 2014 zu anhaltendem Kostendruck, verzögerten Investitionen und steigender Wettbewerbsintensität. TELEKOMMUNIKATIONSMARKTWeltweit legte der Markt für Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) im Jahr 2014 um 4,0 % zu. Ursache für diesen Anstieg war die starke Nachfrage nach Telekommunikationsausrüstung und -diensten insbesondere in China und den USA. Der Hightech-Verband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) und die EITO (European Information Technology Observatory) erwarten 2014 für das Marktsegment Telekommunikation weltweit ein deutliches Plus von 4,8 % auf 1,64 Billionen €. Laut Prognose sollen die Umsätze mit der Telekommunikationsinfrastruktur um 7,4 % wachsen. Das Plus bei den Telekommunikationsdiensten soll 3,9 % betragen. Den Schätzungen zufolge ist insbesondere das Geschäft mit Datendiensten im Mobilfunk weltweit um 15,7 % kräftig gewachsen. Dagegen prägt ein unverändert intensiver Wettbewerb die Entwicklung der Telekommunikationsmärkte in Europa. Die Umsätze bei traditionellen Telekommunikationsdiensten sind weiterhin rückläufig; dieser Trend schwächte sich allerdings ab. Zurückzuführen ist der Rückgang einerseits auf regulatorische Eingriffe wie etwa die Absenkung von Terminierungsentgelten und die Fokussierung auf geringe Endkundenpreise. Andererseits belastet die Substitution traditioneller Sprach- und Nachrichtendienste durch sog. "OTT-Player" die europäischen Telekommunikationsmärkte. Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft verändert zum einen die bestehenden Marktstrukturen, zum anderen die Marktrealitäten vieler bislang analoger Branchen. Die Nutzung von Datendiensten wächst exponentiell. Dies führt zu einer stetig steigenden Nachfrage nach mehr Geschwindigkeit - bei Down- und Upload, sowohl ortsgebunden als auch mobil. Neue Technologien wie das Internet der Dinge, Industrie 4.0, Big Data oder Cloud Computing stellen hohe Anforderungen an die Netzinfrastruktur: Ubiquitäre Konnektivität sowie hohe Leistungsstandards und Sicherheit sind für viele Anwendungen erfolgskritisch. In einem Marktumfeld, in dem Netzinfrastruktur substanziell ausgebaut werden muss und sich ein breites Ökosystem rivalisierender Marktteilnehmer entwickelt hat, müssen Investitionsanreize geschaffen werden - zum Wohle der Verbraucher, der Industrie und einer digital souveränen Volkswirtschaft. Der Konsolidierungsdruck in der europäischen Telekommunikationsbranche war 2014 nach wie vor hoch. Grund dafür sind in erster Linie sinkende Umsätze bei einem gleichzeitig hohen Investitionsbedarf für den Netzausbau. Schließlich gilt es, Schritt zu halten mit den deutlich steigenden Datenvolumina und -geschwindigkeiten. Nachdem Vodafone 2013 Kabel Deutschland übernommen hatte, schreitet die Konsolidierung auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten voran: Im Mai 2014 genehmigte die Europäische Kommission die Übernahme von Telefónica Ireland durch Hutchison 3G; im Juli folgte die Übernahme von E-PLUS durch Telefónica Deutschland. Seit Dezember 2014 prüft die Europäische Kommission die geplante Übernahme von Jazztel durch Orange in Spanien, und BT führte Verhandlungen zum Erwerb unseres Joint Ventures EE in Großbritannien. Außerdem hat die im Vergleich zu internationalen Wettbewerbern geringe Börsenbewertung vieler europäischer Telekommunikationsunternehmen - letztlich auch die Folge einer überzogenen Netzzugangs- und Preisregulierung - das Interesse strategischer Investoren geweckt, Beteiligungen zu erwerben oder auszubauen. Während América Móvil und Hutchison 3G bereits in einigen europäischen Märkten Fuß gefasst haben, signalisiert auch der US-amerikanische Telekommunikationskonzern AT&T weiterhin Interesse an einem Einstieg in den europäischen Markt. EUROPÄISCHES REGULIERUNGSUMFELDDie Europäische Union bestimmt den relevanten Regulierungsrahmen maßgeblich: durch Verordnungen, die direkt von den Mitgliedsländern anzuwenden sind, Richtlinien, die von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umzusetzen sind, und Empfehlungen der EU-Kommission, die zwar nicht unmittelbar bindend sind, aber von den nationalen Regulierungsbehörden berücksichtigt werden müssen. Die Weiterentwicklung des europäischen Rechtsrahmens bietet Chancen für größere Rechtssicherheit und einheitliche Rahmenbedingungen im EU-Binnenmarkt, aber auch Risiken zusätzlicher regulatorischer Restriktionen. Im nächsten Jahr leitet die EU-Kommission eine vollständige Überarbeitung des geltenden EU-Rechtsrahmens für Telekommunikation ein. Chancen, etwa für eine Rückführung der "ex ante"-Regulierung, und Risiken lassen sich derzeit noch nicht abschließend abschätzen. DEUTSCHLANDDie Zukunftsfähigkeit Deutschlands hängt entscheidend von Innovationen und einem funktionierenden Wettbewerb ab. Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet in allen Branchen und Bereichen schnell voran - von der Forschung über die Produktion, den Vertrieb und die Unternehmenskommunikation bis hin zur Logistik. Unternehmen nutzen die Möglichkeiten der Internet-Technologien, um Wertschöpfungsketten effektiver und energieeffizienter zu gestalten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Marktdaten zur Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Unterhaltungselektronik publiziert das European Information Technology Observatory (EITO): Nach Angaben von EITO stieg im Berichtsjahr der Umsatz mit IT-Produkten und -Diensten, Telekommunikation und Unterhaltungsindustrie in Deutschland um 1,6 % auf 153 MRD. €. Dabei entwickelte sich v. a. die Informationstechnik positiv; eine wichtige Rolle spielte dabei die fortschreitende Digitalisierung im Mittelstand. Der Telekommunikationsumsatz in Deutschland sank laut Schätzung der BITKOM um 0,9 % auf 65 MRD. €. Das leichte Plus bei den Datendiensten konnte den deutlichen Umsatzverlust bei den Sprachdiensten nicht kompensieren. Trotz dieser schwierigen Situation investieren die Netzbetreiber erneut mehr in die Netze. Der deutsche Mobilfunk- und der Festnetz-Markt waren geprägt von Übernahmen und Unternehmenszusammenschlüssen, insbesondere die Fusion von Telefónica und E-PLUS sowie die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone. Auch signifikante Investitionen in Glasfasernetze und LTE-Technologie charakterisierten den Markt. Darüber hinaus wurden im Rahmen von EU-Kartellauflagen Netzkapazitäten der fusionierten Telefónica an Betreiber ohne eigenes Netz abgegeben. Ende 2013 hatten wir unser Kontingentmodell für Festnetz-Vorleistungen, v. a. für VDSL und Vectoring, eingeführt: 2014 wurde das Kontingentmodell vom Markt gut angenommen. Der Breitband-Markt in Deutschland legte im Jahr 2014 um mehr als 3 % zu: In Deutschland gibt es nun rund 30 Millionen Breitband-Anschlüsse. Der Zuwachs ist hauptsächlich auf die positive Entwicklung bei den Breitband-Kabelnetz-Betreibern zurückzuführen. Das Gesamtdatenvolumen des Breitband-Internet-Verkehrs im Festnetz wird laut VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) im Vergleich zu 2013 um rund 30 % auf 9,3 Milliarden Gigabyte zunehmen. In Deutschland sanken die mobilen Serviceumsätze gegenüber 2013 um rund 1,6 % auf knapp 19 MRD. €. Hauptgründe dafür sind der harte Preiswettbewerb und die verstärkte Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook und IP-Diensten wie WhatsApp. Zunehmend wurden Flatrates vermarktet, und Smartphones und Tablets verbreiteten sich rasant weiter. Dies führte dazu, dass SMS-Mitteilungen mehr und mehr substituiert wurden. Das aus Mobilfunknetzen abgehende Gesamtdatenvolumen steigt 2014 laut VATM-Prognose um 48 % auf rund 395 Millionen Gigabyte. Auch nimmt der Anteil der mobilen Internet-Nutzer immer mehr zu: In Deutschland sind im Berichtsjahr 37 Millionen Menschen mobil ins Internet gegangen, 25 % mehr als im Vorjahr. Wie auch schon in den vergangenen Jahren stellten Bündelangebote aus Telefon- und Internet-Anschluss einen weiterhin wachsenden Teil der abgeschlossenen Verträge im Telekommunikationsmarkt dar. Weitgehend neu ist, dass verstärkt konvergente Angebote aus Festnetz und Mobilfunk hinzukommen. Mit MagentaEINS starteten wir daher im Herbst 2014 unser erstes integriertes Angebot aus Festnetz und Mobilfunk. Integrierte Angebote erhöhen die Attraktivität gegenüber den traditionellen Einzelangeboten, einerseits durch z. B. höhere Geschwindigkeiten und eine einfachere Kundenbeziehung, andererseits durch eine höhere Kundenbindung für das Unternehmen. USADer Mobilfunk-Markt in den USA ist nach wie vor zwischen vier großen landesweiten Anbietern - AT&T, Verizon Wireless, Sprint-Nextel sowie T-Mobile US - und verschiedenen regionalen Netzbetreibern aufgeteilt. Zusätzlich gibt es eine Reihe von virtuellen Mobilfunknetz-Betreibern, die sich auf die Netze von einem oder mehreren der vier nationalen Betreiber stützen, um ihren Mobilfunk- und Datenverkehr zu übertragen. Die zwei größten nationalen Netzbetreiber sind AT&T und Verizon Wireless. In den USA ging die Durchdringung des Markts mit Smartphones langsamer vonstatten; dazu kam, dass der Mobilfunk-Markt gesättigt ist, mittlerweile wurde die Marktpenetration von 100 % überschritten. Dies belastete den Mobilfunk-Markt, der sich im Berichtsjahr nur leicht positiv entwickelte. Insgesamt waren die Sprachumsätze 2014 weiter rückläufig. Jedoch konnte das anhaltende Plus bei den Datenumsätzen dies mehr als ausgleichen. Seit 2013 hat T-Mobile US eine bedeutende operative Trendwende herbeigeführt und den Wettbewerb auf dem US-amerikanischen Mobilfunk-Markt verschärft. Dies ist insbesondere auf die Verbesserungen in ihrem Netz, die Tatsache, dass die Gesellschaft mit der Einführung des iPhone mit anderen Betreibern gleichziehen konnte, sowie auf die "Uncarrier"-Initiativen, welche überaus erfolgreich zur Kundenzufriedenheit beitrugen, zurückzuführen. Als Ergebnis konnte T-Mobile US sieben Quartale in Folge mehr als 1 Million Nettoneuzugänge bei den Vertragskunden verzeichnen. Im Frühjahr 2014 hat das britische Telekommunikationsunternehmen Vodafone seine Anteile an Verizon Wireless verkauft und sich komplett aus dem US-amerikanischen Markt zurückgezogen. Der französische Mobilfunk-Anbieter Iliad veröffentlichte am 31. Juli 2014 in einer Pressemitteilung, dass man dem Board of Directors der T-Mobile US ein vorläufiges Angebot für die Übernahme von 56,6 % an dem Unternehmen gemacht habe. Am 13. Oktober 2014 veröffentlichte Iliad eine weitere Pressemitteilung, laut der die Übernahmepläne nicht weiter verfolgt würden. EUROPA2014 hat sich das makroökonomische Umfeld unseres operativen Segments Europa leicht verbessert. Die traditionellen Telekommunikationsmärkte waren im Berichtsjahr weniger stark rückläufig als in den Jahren zuvor. Hauptgrund dafür ist, dass 2014 die Absenkungen bei der Mobilfunk-Terminierung in weniger Märkten erfolgten und weniger stark waren als z. B. 2013: Hier waren nahezu all unsere Märkte von stark abgesenkten Terminierungsentgelten im Mobilfunk betroffen gewesen. Die Märkte in unserem operativen Segment Europa waren jedoch weiterhin geprägt von einem harten Wettbewerb - geführt von Netzbetreibern und MVNOs. Dazu kommt, dass Angebote von sog. "OTT-Playern" wie WhatsApp und Apples iMessage traditionelle Sprach- und Textnachrichten zunehmend ersetzen. Auch im Berichtsjahr belasteten staatliche Sparprogramme, u. a. in Griechenland und Ungarn, die Telekommunikationsbranche, z. B. durch Infrastrukturabgaben oder Sondersteuern auf Telekommunikationsleistungen. In den Märkten unseres operativen Segments Europa stehen wir insgesamt rund 80 Wettbewerbern gegenüber. Die Folge: Der Wettlauf um Marktanteile wird hauptsächlich über eine aggressive Preispolitik ausgetragen. Zwar beruhigen sich die Märkte einerseits durch Netzwerk-Kooperationen sowie Unternehmenszusammenschlüsse wie z. B. die Akquisition von Orange durch Hutchison 3G in Österreich, was den Preisverfall bremsen konnte. Andererseits betreten nach wie vor neue Wettbewerber die Märkte, z. B. im Rahmen von Spektrumauktionen, als MVNOs oder aber etablierte Festnetz-Anbieter, die ihr Geschäft auf Mobilfunk ausdehnen wie RCS & RDS in Rumänien. Dies führt zu einem weiterhin hohen Wettbewerbsdruck in den Telekommunikationsmärkten unseres operativen Segments Europa. Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sind qualitativ hochwertige Netze sowie attraktive und innovative Inhalte und Dienste, die für den Kunden echten Mehrwert bieten. Zudem nehmen die Menge und die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten stetig zu. Daher investieren wir weiter in die hochleistungsfähige Breitband-Abdeckung und bauen unser Glasfasernetz aus; außerdem stellen wir unsere Netze auf das Internet-Protokoll (IP) um. Die Migration der Festnetz-Anschlüsse auf IP wurde in allen unseren integrierten Beteiligungsgesellschaften begonnen und ist in EJR Mazedonien und in der Slowakei bereits abgeschlossen. Darauf aufbauend harmonisieren wir unsere Netz- und IT-Architekturen länderübergreifend und ermöglichen so eine zentralisierte und Cloud-basierte Produktion unserer Dienste. Die Vorteile des neuen IP-basierten Produktionsmodells zeigen sich bei Produkten wie "Broadband on Demand" in EJR Mazedonien, der neuen IPTV-Plattform in Rumänien oder TeraStream in Kroatien: Wir schaffen hier ein völlig neues Kundenerlebnis im Hinblick auf sofortige Verfügbarkeit, Personalisierung sowie Zuverlässigkeit und Bandbreite der Datenanbindung. Zusammen mit Partnerunternehmen können wir auch modernste Internet-Dienste wie z. B. Spotify oder Evernote anbieten. Im Mobilfunk steigt der Bedarf an schnellerer Datenübertragung ebenfalls. Die Mobilfunknetze in den Ländern unseres operativen Segments Europa modernisieren wir daher kontinuierlich und bauen sie aus, insbesondere mit dem Mobilfunk-Standard LTE. Die dafür notwendigen Netzfrequenzen konnten wir uns 2014 im Rahmen von Frequenzvergabeverfahren in Griechenland, Ungarn und Polen sichern. → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Bündelprodukte werden in unseren Märkten stark nachgefragt. Dem begegnen wir neben einer hohen Netzqualität mit einem intelligenten Mix aus Festnetz- und Mobilfunk-Technologien. Als etablierter integrierter Telekommunikationsbetreiber gestalten wir den Industrietrend FMC (Fixed Mobile Convergence) federführend und entwickeln die meisten unserer Landesbeteiligungen zu einem integrierten Geschäftsmodell. Zu nennen ist hier v. a. der Erwerb der GTS Central Europe Gruppe: So wollen wir mit integrierten Angeboten, insbesondere in Polen und der Tschechischen Republik, das wichtige Geschäftskundensegment stärken. FMC, der Brückenschlag zwischen Festnetz und Mobilfunk, zeigt sich zudem in der zunehmenden Verschmelzung von Breitband-Anschlüssen hin zu hybriden Anschlüssen. Dem tragen wir mit unserer integrierten Netzstrategie Rechnung. Daneben bieten mittlerweile alle unsere bereits integrierten Landesgesellschaften FMC-Produkte an. SYSTEMGESCHÄFTAuch im Berichtsjahr ist der Wandel der Gesamtnachfrage in unserem operativen Segment Systemgeschäft weiter vorangeschritten: Wachsende Bedeutung gewannen Cyber Security Services oder ICT-Sicherheit, Cloud Services, Intelligente Netze und v. a. die Wachstums- und Innovationsthemen Big Data, Industrie 4.0 und Kommunikation zwischen Maschinen (M2M). Die langsamere Erholung der Weltwirtschaft hatte nur geringe Auswirkungen auf den ICT-Markt unseres operativen Segments Systemgeschäft. Die einzelnen Segmente des ICT-Markts entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich:
WESENTLICHE REGULIERUNGSENTSCHEIDUNGENUnser Geschäft unterliegt in hohem Maß der nationalen und europäischen Regulierung; damit verbunden sind weitreichende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung. Auch 2014 wurde unser Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft umfassend reguliert. Hauptsächlich handelte es sich um die Regulierung von Leistungen für Wholesale-Kunden - insbesondere Breitband-Vorleistungen und Investitionen in neue Netze und Infrastruktur (Next Generation Network & Next Generation Access; NGN & NGA) - und den entsprechenden Entgelten sowie um die Vergabe von Mobilfunk-Frequenzen. REGULIERUNG VON LEISTUNGEN FÜR WHOLESALE-KUNDENFinale BNetzA-Entscheidung zu Vectoring ergangen.Die BNetzA hatte bereits im August 2013 grundsätzlich grünes Licht für den Einsatz der Übertragungstechnologie Vectoring gegeben, einige Regelungen jedoch verbunden mit dem Vorbehalt eines bestimmten Vorleistungsangebots (Bitstream Access). Die BNetzA musste dieses Angebot - aber auch alle weiteren vertraglichen Regelungen - in einem weiteren Verwaltungsverfahren festlegen. Anfang Juni 2014 haben wir eine Zwischenentscheidung erhalten, die es uns ermöglichte, Vectoring in Deutschland einzusetzen. Nach Abschluss der europäischen Notifizierung erging am 29. Juli 2014 die finale Entscheidung der BNetzA. Am 1. September 2014 starteten wir mit der Vermarktung der VDSL-Anschlüsse mit Vectoring-Technologie. Kunden in den ausgebauten Gebieten können mit bis zu 100 MBit/s beim Download bzw. bis zu 40 MBit/s beim Upload im Internet surfen. Regionale Deregulierungsansätze der BNetzA.Die BNetzA hat am 12. November 2014 einen neuen Entwurf der Marktanalyse Bitstream vorgelegt, in dem sie erstmals den Bitstrommarkt in Deutschland regionalisiert vorsieht. Potenzial für Deregulierung sieht die BNetzA nur in folgenden Städten: Bochum, Bottrop, Bremerhaven, Gelsenkirchen, Herne, Karlsruhe, Kiel, Köln, Leipzig, Leverkusen, Mannheim, Osnabrück, Pforzheim, Recklinghausen und Reutlingen. Dies entspricht einer Deregulierung von 5 % der Haushalte. Die BNetzA setzt damit in wettbewerblichen Regionen wie Hamburg und Berlin weiter auf Regulierung und ignoriert den starken Wettbewerbsdruck, der von Kabelnetz-Betreibern und TAL-Nachfragern ausgeht. Das Verfahren wird voraussichtlich Mitte 2015 abgeschlossen werden. REGULIERUNG VON ENTGELTEN UND SONDERABGABENPreismaßnahmen für Bitstromprodukte können umgesetzt werden.Entgeltmaßnahmen der Telekom Deutschland GmbH für Bitstromprodukte unterliegen der sog. "ex post"-Entgeltkontrolle der BNetzA und müssen vor Inkrafttreten der BNetzA angezeigt werden. Entsprechend hat die Telekom Deutschland GmbH Entgeltmaßnahmen auf dem IP-Bitstrommarkt in Zusammenhang mit beabsichtigten Kooperationen zum Breitband-Ausbau angezeigt bzw. zur Kenntnis gegeben. Die BNetzA hat die Preismaßnahmen untersucht und festgestellt, dass kein missbräuchliches Verhalten besteht. Nach einer internationalen Konsolidierung und Kommentierung durch die Europäische Kommission am 14. März 2014 hat die BNetzA die Untersuchung nun auch formal abgeschlossen, sodass die Preismaßnahme zum 1. April 2014 in Kraft treten konnte. Einmalentgelte für die Teilnehmer-Anschlussleitung in Deutschland bleiben stabil.Die Entgelte für die Bereitstellung und Kündigung der Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) wurden von der BNetzA am 30. Juni 2014 festgelegt. Das Entgelt für die am häufigsten nachgefragte TAL-Variante ist lediglich leicht gesunken. Bei einzelnen Varianten sind Entgeltsteigerungen zu verzeichnen. Die Entgelte sind befristet bis zum 30. September 2016. BNetzA senkt Interconnection-Entgelte in Deutschland ab.Die Telekom Deutschland GmbH hat am 28. April und am 2. Mai 2014 Entgeltanträge für die Mobilfunk- und Festnetz-Terminierungsentgelte bei der BNetzA eingereicht. Am 11. Juli 2014 veröffentlichte die BNetzA einen Beschlussentwurf, nach dem die Festnetz-Terminierungsentgelte zum 1. Dezember 2014 um 20 % auf 0,24 Cent/Min. sinken. Am 3. September 2014 veröffentlichte die BNetzA auch den Beschlussentwurf zur Festlegung neuer Mobilfunk-Terminierungsentgelte: Vom 1. Dezember 2014 bis zum 30. November 2015 sollen die Entgelte auf 1,72 Cent/Min. sinken, ab dem 1. Dezember 2015 bis zum 30. November 2016 auf 1,66 Cent/Min. Die neuen Entgelte werden bereits auf Basis einer vorläufigen Genehmigung seit dem 1. Dezember 2014 im Markt abgerechnet. Eine finale Entgeltentscheidung ergibt sich erst nach Abschluss des EU-weiten Konsolidierungsverfahrens. Weitere Sonderabgaben bei unseren internationalen Beteiligungen.Neben den bereits bekannten Sondersteuern, u. a. in Griechenland, Ungarn und Rumänien, hat die Kroatische Regierung eine Verdreifachung der Frequenznutzungsgebühren beschlossen, die am 23. Mai 2014 in Kraft getreten ist. Derzeit findet außerdem eine öffentliche Konsultation zur Änderung der Wegerechtsgebühren in Kroatien statt, die zu einer Mehrbelastung bei der Hrvatski Telekom führen könnte. VERGABE VON MOBILFUNK-FREQUENZENIm Jahr 2014 haben in Deutschland und bei unseren internationalen Beteiligungen die folgenden wesentlichen Frequenzauktionen oder Vorbereitungen stattgefunden:
GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES KONZERNS■ Unternehmensziele erreicht ■ Bereinigtes EBITDA von 17,6 MRD. € ■ Free Cashflow von 4,1 MRD. €GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM JAHR 2014Bonn, den 10. Februar 2015 2014 haben wir erneut ein für uns erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen. Wir haben unsere wichtigsten Unternehmensziele erreicht: Mit einem bereinigten EBITDA von 17,6 MRD. € ist uns eine Punktlandung gelungen - wir haben unsere Prognose genau getroffen. Der Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) lag mit 4,1 MRD. € im Rahmen unseres Unternehmensziels. Wie geplant halten wir außerdem an unserer Ausschüttungsstrategie fest und schlagen der Hauptversammlung - vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen - eine Dividende von 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie vor. Zudem erwägen wir, unseren Aktionären abermals die Möglichkeit anzubieten, die Dividende wahlweise in bar zu erhalten oder in Aktien der Deutschen Telekom AG umzuwandeln. Wir haben unseren Konzernumsatz deutlich um 4,2 % auf 62,7 MRD. € gesteigert. Hauptgrund war das erfreulich starke Umsatzplus unseres operativen Segments USA mit mehr als 20 % Wachstum gegenüber dem Vorjahr; Treiber war hier über den Effekt aus der erstmaligen Einbeziehung der MetroPCS zum 1. Mai 2013 hinaus v. a. der ungebrochen starke Zuwachs an Neukunden. Im Berichtsjahr haben wir unser Betriebsergebnis auf 7,2 MRD. € erhöht. Dies wirkte sich auch auf unseren Konzernüberschuss aus: Er wuchs deutlich um 2,0 MRD. € auf 2,9 MRD. €, v. a. durch den im Zusammenhang mit dem Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe realisierten Ertrag aus der Entkonsolidierung. Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen von 39,1 MRD. € auf 42,5 MRD. €. Ursache dafür waren neben dem Erwerb von Mobilfunk-Spektrum, Dividendenzahlungen und Auszahlungen für den Erwerb von Gesellschaftsanteilen insbesondere Umrechnungseffekte aus sich verändernden Wechselkursen. Positiv wirkten sich v. a. der Free Cashflow und der Mittelzufluss aus dem Verkauf der Scout24 Gruppe aus. Die Rahmenbedingungen in der Telekommunikationsbranche bleiben herausfordernd: gesättigte Märkte, steigender Wettbewerbsdruck, hohe regulatorische Anforderungen - und als Folge davon weiterer Preisverfall. Um dies erfolgreich zu bewältigen und die Zukunftsfähigkeit der Deutschen Telekom sicherzustellen, investieren wir weiter in unsere Netze. 2014 haben wir Investitionen (vor Spektrum) in Höhe von 9,5 MRD. € getätigt und liegen damit um 0,7 MRD. € über dem Vorjahr. Unser Fokus lag im Festnetz-Bereich auf Investitionen in den Vectoring/ Glasfaser-Ausbau in Deutschland, in IPTV sowie in die weitere Umstellung auf ein IP-basiertes Netz im operativen Segment Deutschland und in den europäischen Landesgesellschaften. Im Mobilfunk-Bereich haben wir in LTE investiert, die Netzabdeckung erhöht und die Kapazitäten an den steigenden Bedarf an Datenvolumen angepasst. Unser solides Rating hilft uns, die geplanten Investitionen in den nächsten Jahren flexibel steuern zu können und damit einen Beitrag für künftiges Wachstum zu leisten. Auch im Geschäftsjahr 2014 haben wir unser Portfolio wertsteigernd verändert. Nach dem Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe Anfang Februar, dem ebenfalls im Februar abgeschlossenen Erwerb der restlichen noch nicht von uns gehaltenen Anteile an T-Mobile Czech Republic sowie dem Erwerb der GTS Central Europe Gruppe im Mai haben wir im Februar 2015 mit BT eine Einigung über den Verkauf unserer Anteile an dem Joint Venture EE erzielt. Unsere Mitarbeiterzufriedenheit ist weiterhin auf hohem Niveau. Dies bestätigten die Ergebnisse der Pulsbefragungen vom Mai und November 2014. Ebenfalls positiv entwickelt sich die Zufriedenheit unserer Kunden. Im Berichtsjahr konnten wir auch den TRI*M-Index - als Maßzahl für die Zufriedenheit unserer Kunden - erneut steigern. Während T-Systems sein hohes Niveau halten konnte, steigerten sich insbesondere die Werte für Deutschland und Europa. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir die seit 2014 geltende strategische Grundausrichtung als "Führender europäischer Telekommunikationsanbieter". Auf dem Weg dorthin haben wir im Berichtsjahr erste Erfolge erzielt und sehen uns als treibende Kraft für ein modernes und wettbewerbsfähiges digitales Europa. SOLL-IST-VERGLEICH DER KONZERNERWARTUNGENIm Geschäftsbericht 2013 haben wir für unsere bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die in unserem Steuerungssystem verankert sind, Erwartungen für das Geschäftsjahr 2014 formuliert. Die nachfolgenden TABELLEN 015 und 016 geben einen zusammenfassenden Überblick über die Ergebnisse 2013, die für das aktuelle Berichtsjahr erwarteten Ergebnisse und die tatsächlich erzielten Ergebnisse 2014. Die im Geschäftsbericht 2013 darüber hinaus von uns prognostizierten Leistungsindikatoren und deren Entwicklung werden im Rahmen der jeweiligen Kapitel dargestellt. T 015 Soll-Ist-Vergleich der finanziellen Leistungsindikatorenscroll
T 016 Soll-Ist-Vergleich der nichtfinanziellen Leistungsindikatorenscroll
a
Sowie vor AT&T-Transaktion und Ausgleichsleistungen
für Mitarbeiter der MetroPCS. Im Berichtsjahr konnten wir alle damals abgegebenen Prognosen unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren erreichen. Beim Konzernumsatz haben wir den prognostizierten leichten Anstieg sogar deutlich übertroffen. Auch beim Cash Capex lagen wir über dem damals ausgegebenen Wert von rund 9,3 MRD. €. → Detailliertere Angaben zu den Entwicklungen unserer bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren können diesem Kapitel sowie dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" entnommen werden. SOLL-IST-VERGLEICH DER ERWARTUNGEN UNSERER INTERESSENGRUPPENDie folgenden Maßnahmen und Zielerreichungen dienen dazu, die unterschiedlichen Erwartungen unserer vier Interessengruppen (Aktionäre, Fremdkapitalgeber, Mitarbeiter und die sog. "Unternehmer im Unternehmen") an den Konzern sicherzustellen. → Für weitere Erläuterungen und Details über unsere Finanzstrategie verweisen wir auf das Kapitel "Konzernsteuerung". G 18 Ergebnisse und Soll-Ist-Vergleich der Erwartungen unserer Interessengruppen![]() ERTRAGSLAGE DES KONZERNS UMSATZIn 2014 erzielten wir einen Konzernumsatz von 62,7 MRD. €, der damit deutlich um 2,5 MRD. € über dem Niveau des Vorjahres lag. Maßgeblich trug unser operatives Segment USA mit den Umsatzbeiträgen der MetroPCS, die aufgrund des Einbezugs zum 1. Mai 2013 erst ab dem zweiten Quartal des Vorjahres Berücksichtigung fanden, sowie dem ungebrochen starken Zugang an Neukunden zu dieser Umsatzentwicklung bei. Unser operatives Segment Deutschland konnte sich unter den wettbewerbsbedingten Rahmenbedingungen speziell im Mobilfunk gut im Markt behaupten, musste jedoch insgesamt leichte Umsatzrückgänge hinnehmen. Ursächlich hierfür waren v. a. die Anschlussverluste im klassischen Festnetz-Geschäft. Unsere Umsätze im operativen Segment Europa waren nach wie vor deutlich durch Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie durch wettbewerbsbedingte Preisreduzierungen im Mobilfunk und Festnetz belastet. Die eingeleitete Neuausrichtung des Geschäftsmodells von T-Systems belastete ebenso wie die generell rückläufige Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft den Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft. Der Umsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich gegenüber dem Vorjahr, insbesondere vor dem Hintergrund des Anfang Februar 2014 vollzogenen Verkaufs von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe. Nach Berücksichtigung von Konsolidierungskreiseffekten von insgesamt 0,8 MRD. € lag der Umsatz um 1,7 MRD. € bzw. 2,9 % über dem Vorjahresniveau. Wechselkurseffekte wirkten sich im Saldo nur von untergeordneter Bedeutung auf die Entwicklung unseres Umsatzes aus: Aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro ergaben sich leicht positive Effekte, die durch die Umrechnung osteuropäischer Währungen in Euro wieder kompensiert wurden. → Detailliertere Angaben zu den Umsatzentwicklungen in unseren operativen Segmenten Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft sowie in dem Segment Group Headquarters & Group Services können dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" entnommen werden. T 017 Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz in Mio. €scroll
Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 35,8 % den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Anteil am Konzernumsatz u. a. aufgrund des Einbezugs der MetroPCS sowie des weiterhin starken Anstiegs an Neukunden deutlich um 4,9 Prozentpunkte. Rückläufig zeigten sich hingegen die Anteile unserer operativen Segmente Deutschland, Europa und Systemgeschäft sowie des Segments Group Headquarters & Group Services. Der Anteil des Auslandsumsatzes nahm weiter zu. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz von 57,8 % auf 60,1 %. G 19 Regionale Umsatzverteilung in %![]() G 20 Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz in %→ Für nähere Informationen zum Außenumsatz verweisen wir auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. ![]() EBITDA, BEREINIGTES EBITDAGegenüber dem Vorjahr erhöhte sich unser EBITDA um 2,0 MRD. € auf 17,8 MRD. €. Im EBITDA 2014 waren im Saldo positive Sondereinflüsse von 0,3 MRD. € enthalten. Diese resultierten im Wesentlichen aus dem Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe in Höhe von insgesamt 1,7 MRD. €. Positiv wirkten sich auch Erträge aus einer im April 2014 zwischen T-Mobile US und Verizon Communications vollzogenen Transaktion über den Erwerb sowie den Tausch von Spektrum aus dem A-Band von rund 0,4 MRD. € aus. Gegenläufig wirkten sich Aufwendungen aus der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS von rund 0,3 MRD. € in unserem operativen Segment USA sowie das im Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängte Bußgeld aus. → Weitere Erläuterungen zu der ergangenen Bußgeldentscheidung finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogene Restrukturierungsaufwendungen lagen insgesamt mit 1,2 MRD. € um 0,4 MRD. € unter dem Niveau des Vorjahres. Im Vorjahr resultierte aus der Veräußerung der T-Systems Italia sowie dem Verkauf des Geschäftsbereichs SI der T-Systems France ein Verlust von rund 0,1 MRD. €. Gegenläufig wirkten sich in 2013 Entkonsolidierungsgewinne aus den Veräußerungen unserer Beteiligungen an der Hellas Sat von rund 0,1 MRD. € sowie aus dem Verkauf unserer Landesgesellschaften in Bulgarien von ebenfalls insgesamt rund 0,1 MRD. € aus. Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen erwirtschafteten wir im Berichtsjahr ein gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegenes bereinigtes EBITDA von 17,6 MRD. €. Wechselkurseffekte wirkten sich nur von untergeordneter Bedeutung auf die Entwicklung unseres bereinigten EBITDA aus: Auch hier ergaben sich aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro leicht positive Effekte, die durch die Umrechnung osteuropäischer Währungen in Euro wieder kompensiert wurden. → Detailliertere Angaben zur Entwicklung von EBITDA/bereinigtem EBITDA unserer Segmente können dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente", entnommen werden. Eine Übersicht über die Entwicklung der Sondereinflüsse gibt die TABELLE 019. T 018 Beitrag der Segmente zum Konzern-EBITDA bereinigtscroll
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MARKETING-AUFWENDUNGENIm Berichtsjahr betrugen unsere Marketing-Aufwendungen 2,5 MRD. € und lagen damit leicht über dem Vorjahresniveau von 2,4 MRD. €. Ursächlich hierfür waren v. a. erhöhte Marketing-Kosten der T-Mobile US als Folge des erstmals ganzjährigen Einbezugs der MetroPCS sowie des verstärkten Neukundengeschäfts. In den Marketing-Aufwendungen sind Kosten für Marktforschung, Marktanalyse, Zielmarktuntersuchungen, die Festlegung von Marketing-Strategien, die Gestaltung des Marketing-Mixes sowie die Durchführung und Steuerung von Marketing-Maßnahmen enthalten. Ebenso sind hier Kosten aus Kundenbindungsprogrammen, aus Marktplanung und -segmentierung sowie aus Produktprognosen erfasst. Marketing-Kommunikation geschieht bei der Deutschen Telekom v. a. in Form von Produkt- und Markenkampagnen wie z. B. "Entertain", "Mobiles Internet - LTE", "Netz- und Sicherheitsoffensive" sowie "MagentaEINS - alles aus einer Hand" mit Familie Heins. EBITDas EBIT des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich um 2,3 MRD. € auf 7,2 MRD. €. Dabei lagen die Wertminderungen auf Goodwill und andere langfristige Vermögenswerte im Berichtsjahr mit 0,1 MRD. € um 0,7 MRD. € unter denen des Vorjahres. Gegenläufig wirkten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 MRD. € höhere planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, insbesondere verursacht durch den Einbezug von MetroPCS seit Mai letzten Jahres sowie durch den Aufbau des LTE-Netzes im Rahmen des Netzmodernisierungsprogramms der T-Mobile US, aus. → Für weiterführende Informationen zur Entwicklung unserer Ertragslage verweisen wir auf die Angaben im Kapitel "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung" im Konzern-Anhang. ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERNDas Ergebnis vor Ertragsteuern stieg aufgrund der zuvor genannten Effekte gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich um 2,2 MRD. € auf 4,4 MRD. €. Unser Finanzergebnis blieb trotz des gegenüber dem Vorjahr um 0,1 MRD. € höheren Verlustanteils an unserem Joint Venture EE, des erstmals ganzjährigen Einbezugs von MetroPCS sowie der lokalen Finanzierungskonditionen der T-Mobile US nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Darüber hinaus wurde unser Finanzergebnis durch negative Ergebniseffekte aus Währungsumrechnungen inkl. aus Derivaten, die als Sicherungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings im Währungsbereich eingesetzt sind, und gegenläufig durch positive Ergebniseffekte aus sonstigen Derivaten beeinflusst. KONZERNÜBERSCHUSS/(-FEHLBETRAG)Der Konzernüberschuss erhöhte sich um 2,0 MRD. € auf 2,9 MRD. €. Der Steueraufwand des laufenden Geschäftsjahres belief sich auf 1,1 MRD. € und lag damit um 0,2 MRD. € über Vorjahresniveau. → Weitere Erläuterungen hierzu finden Sie in Angabe 25 "Ertragsteuern" im Konzern-Anhang. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis blieb gegenüber dem Vorjahr stabil bei 0,3 MRD. €. Hierbei wirkte sich der Erwerb der restlichen, bisher noch nicht von uns gehaltenen Anteile an der T-Mobile Czech Republic vermindernd aus. Gegenläufig wirkte sich die Erhöhung der Anteile anderer Gesellschafter an der T-Mobile US aus. → Weitere Erläuterungen sind Angabe 30 "Abschreibungen" im Konzern-Anhang zu entnehmen. Die folgende TABELLE 019 zeigt die Überleitung des EBITDA, des EBIT sowie des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags) auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte. T 019 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Auswirkungen von Sondereinflüssen in Mio. €scroll
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES KONZERNST 020 Konzern-Bilanz (Kurzfassung) in Mio. €scroll
G 21 Konzern-Bilanzstruktur in Mio. €![]() Unsere Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 11,2 MRD. €. Die Aktivseite erhöhte sich v. a. aufgrund des Anstiegs der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Hiervon waren allein 4,0 MRD. € auf Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, zurückzuführen. Auch unser Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Auf der Passivseite erhöhten v. a. die kurzfristigen Schulden unsere Bilanzsumme. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 MRD. €. → Detailinformationen zu dieser Veränderung sind der "Konzern-Kapitalflussrechnung" und Angabe 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Anhang zu entnehmen. G 22 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen in Mio. €![]() Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen stiegen um 2,7 MRD. € auf 10,5 MRD. €, v. a. aufgrund des Kundenwachstums und eines höheren Anteils von auf Ratenzahlungen verkaufter Endgeräte in unserem operativen Segment USA. Dies ist die Folge der von T-Mobile US verfolgten Strategie, Endgeräte über die neu eingeführten Tarife nicht mehr preisreduziert, sondern z. B. über einen Ratenplan zu veräußern. Der Anstieg bei den Buchwerten der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen um 4,8 MRD. € resultiert im Wesentlichen aus der Reklassifizierung unseres Joint Ventures EE im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen mit BT. Gegenüber dem Vorjahr waren folgende Sachverhalte nicht mehr enthalten: Im operativen Segment USA wurde der Tausch von Mobilfunk-Lizenzen mit Verizon Communications in Höhe von 0,6 MRD. € abgeschlossen. Im Segment Group Headquarters & Group Services wurde der Verkauf der Anteile an der Scout24 Gruppe in Höhe von 0,3 MRD. € vollzogen. Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 5,6 MRD. € im Wesentlichen aufgrund von Investitionen in Höhe von 7,2 MRD. €. Hierin sind 3,6 MRD. € für den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen durch T-Mobile US enthalten, die v. a. aus den beiden im April 2014 vollzogenen Transaktionen über den Erwerb sowie den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen mit Verizon Communications stammen. Ebenfalls trugen Konsolidierungskreiseffekte in Höhe von 0,2 MRD. € aus dem Einbezug der GTS Central Europe Gruppe und ein in diesem Zusammenhang angesetzter Goodwill in Höhe von 0,1 MRD. € zum Anstieg bei. Währungskurseffekte von 2,8 MRD. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten sich zudem buchwerterhöhend aus. Die Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 3,8 MRD. € und Abgänge in Höhe von 0,8 MRD. €, v. a. im Zusammenhang mit dem Tausch von Mobilfunk-Spektrum mit Verizon Communications, hatten einen gegenläufigen Effekt auf den Buchwert der immateriellen Vermögenswerte. G 23 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Mio. €![]() Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 2,2 MRD. € auf 39,6 MRD. €. Investitionen in Höhe von 7,9 MRD. €, v. a. in den operativen Segmenten Deutschland und USA, erhöhten den Buchwert. Von den Anlagezugängen entfielen 70 % auf Investitionen, die der Steigerung der betrieblichen Kapazität dienten. Neben Investitionen in neue Produkte und Technologien handelte es sich hierbei vorwiegend um Maßnahmen, um zusätzliche Kapazitäten sowie eine verbesserte Qualität bei bestehenden Produkten und Technologien bereitstellen zu können. Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um 1,0 MRD. €. Konsolidierungskreiseffekte von 0,4 MRD. € - im Wesentlichen aus dem Einbezug der GTS Central Europe Gruppe (0,2 MRD. €) und der Erstkonsolidierung von vier strukturierten Leasing-Objektgesellschaften zum Betrieb von Rechenzentren in Deutschland (0,2 MRD. €) - hatten ebenfalls einen erhöhenden Effekt. Planmäßige Abschreibungen in Höhe von 6,6 MRD. € sowie Abgänge in Höhe von 0,3 MRD. € standen dem entgegen. Der Buchwert der Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen verringerte sich im Berichtsjahr um 5,6 MRD. €. Dieser Rückgang stand im Wesentlichen mit der Reklassifizierung unserer am Joint Venture EE gehaltenen Anteile in die als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in Zusammenhang. G 24 Finanzielle Verbindlichkeiten in Mio. €![]() Unsere kurzfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 MRD. € auf insgesamt 55,2 MRD. €. Wesentliche Effekte auf die finanziellen Verbindlichkeiten sind den nachfolgenden Tabellen und den zugehörigen Erläuterungen zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 MRD. €, u. a. durch den Aufbau von Lagerbeständen bei Endgeräten (v. a. Smartphones) sowie aufgrund des Netzwerk-Ausbaus im operativen Segment USA. Wechselkurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro trugen mit 1,4 MRD. € zu der Erhöhung bei. Die Rückstellungen (kurzfristig und langfristig) erhöhten sich insgesamt um 2,2 MRD. €. Davon entfielen 1,5 MRD. € auf die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen. Dies war im Wesentlichen auf die Berücksichtigung erfolgsneutraler versicherungsmathematischer Verluste in Höhe von 1,6 MRD. € (vor Steuern) aufgrund des weiterhin rückläufigen Zinsniveaus zurückzuführen. Laufender Dienstzeitaufwand erhöhte die Pensionsrückstellungen um 0,2 MRD. €. Gegenläufig wirkte sich die Erhöhung unseres Planvermögens um 0,3 MRD. € (Dotierung Contractual Trust Agreement) aus. Das Eigenkapital stieg gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 2,0 MRD. € auf 34,1 MRD. € an. Erhöhend wirkten der Überschuss von 3,2 MRD. € und ergebnisneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1,8 MRD. €. Zudem wurde im Zusammenhang mit der unseren Aktionären gewährten Möglichkeit, ihre Dividendenansprüche in Aktien zu tauschen, eine Kapitalerhöhung unter Einbringung der Dividendenansprüche von 1,0 MRD. € durchgeführt. Dem entgegen standen Dividendenausschüttungen für das Geschäftsjahr 2013 an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 2,2 MRD. € und an Minderheiten in Beteiligungen in Höhe von 0,1 MRD. €. Weitere das Eigenkapital mindernde Effekte resultierten aus dem Erwerb der restlichen Anteile an der T-Mobile Czech Republic in Höhe von 0,8 MRD. € sowie der Berücksichtigung von versicherungsmathematischen Verlusten (nach Steuern) in Höhe von 1,1 MRD. €. T 021 Finanzielle Verbindlichkeiten in Mio. €scroll
Fremdkapitalkostensatz.Zum Geschäftsjahresende lag der durchschnittliche Zinssatz auf die finanziellen Verbindlichkeiten bei 5,8 % (2013: 5,6 %). Der im Vergleich zum Vorjahr erhöhte durchschnittliche Zinssatz ist im Wesentlichen auf die in 2014 deutlich gestiegene Eigenfinanzierung der T-Mobile US zurückzuführen. T 022 Netto-Finanzverbindlichkeiten in Mio. €scroll
G 25 Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten in Mio. €![]() Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 MRD. € auf 42,5 MRD. €. Die dafür ursächlichen Effekte sind GRAFIK 25 zu entnehmen. Die sonstigen Effekte von 1,9 MRD. € enthalten u. a. Finanzierungsformen, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden. Darüber hinaus ist in den sonstigen Effekten eine Auszahlung im Rahmen einer Wholesale-Transaktion enthalten. Nicht-bilanziertes Vermögen und außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente.Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzen wir nicht-bilanzierte Vermögenswerte. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um geleaste, gepachtete oder gemietete Gegenstände. → Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterung in Angabe 34 "Leasing-Verhältnisse" und auf Angabe 35 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" im Konzern-Anhang. Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente verkaufen wir v. a. Forderungen mittels Factoring. Zum 31. Dezember 2014 betrug das verkaufte Forderungsvolumen 1,4 MRD. € (31. Dezember 2013: 1,5 MRD. €). Darüber hinaus haben wir im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 0,6 MRD. € (2013: 0,4 MRD. €) Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden. In der Bilanz werden diese in der Folge unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Finanz-Management.Das Finanz-Management der Deutschen Telekom stellt die permanente Zahlungsfähigkeit und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts im Konzern sicher. Die Grundzüge der Finanzpolitik legt der Vorstand jährlich fest, der Aufsichtsrat überwacht sie. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management verantwortet die Konzern-Treasury. T 023 Rating der Deutschen Telekom AGscroll
T 024 Finanzielle Flexibilitätscroll
Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzten wir in 2014 im Wesentlichen die Kennzahl Relative Verschuldung ein. Ein Bestandteil dieser Kennzahl sind die Netto-Finanzverbindlichkeiten, die der Konzern als eine wichtige Kenngröße gegenüber Investoren, Analysten und Rating-Agenturen verwendet. T 025 Kapitalflussrechnung (Kurzfassung) in Mio. €scroll
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Vor Effekten im Rahmen der AT&T-Transaktion
und Ausgleichsleistungen für Mitarbeiter der MetroPCS. G 26 Veränderung der Zahlungsmittel in Mio. €![]() Free Cashflow.Der Free Cashflow des Konzerns vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum sank gegenüber dem Vorjahr um 0,5 MRD. €. Dazu trugen die gegenüber dem Vorjahr um 0,7 MRD. € erhöhten Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen bei. Schwerpunkte dabei waren der Breitband-Ausbau sowie die Kapazitätserweiterung der bestehenden Netze. Im Mobilfunk-Bereich haben wir in LTE investiert, die Netzabdeckung erhöht und die Kapazitäten an den steigenden Bedarf an Datenvolumen angepasst. Im Festnetz-Bereich standen folgende Themen im Vordergrund: Glasfaser-Ausbau, IPTV sowie die weitere Umstellung des bestehenden Telefonnetzes auf ein IP-basiertes Netz. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 0,4 MRD. € auf 13,4 MRD. €. Positiv beeinflusst wurde der Cashflow aus Geschäftstätigkeit durch im Vorjahresvergleich um 0,1 MRD. € höhere vom Joint Venture EE erhaltene Dividendenzahlungen. Im Berichtszeitraum wurden Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden und bei Zahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Daraus resultierte insgesamt ein positiver Effekt auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit von 0,4 MRD. €. Im Vorjahr waren Auszahlungen im Zusammenhang mit der AT&T- und der MetroPCS-Transaktion in Höhe von 0,2 MRD. € und um 0,3 MRD. € höhere Auszahlungen für Abfindungen und Vorruhestand enthalten. Dem standen um 0,4 MRD. € höhere Nettozinszahlungen gegenüber, die den Cashflow aus Geschäftstätigkeit belasteten. Im Vorjahr waren hier um 0,2 MRD. € höhere Einzahlungen aus dem Abschluss, der Auflösung und Konditionenänderungen von Zinsderivaten enthalten. → Informationen zum Cashflow aus Investitionstätigkeit und zum Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind Angabe 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Anhang zu entnehmen. T 026 Überleitungsrechnung zu den in 2014 durchgeführten Ausweisänderungen für wesentliche Kennzahlen in Mio. €scroll
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GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER OPERATIVEN SEGMENTEDEUTSCHLAND KUNDENENTWICKLUNGG 27 Mobilfunk-Kunden in Tsd.![]() G 28 Breitband-Anschlüsse in Tsd.![]() G 29 Festnetz-Anschlüsse in Tsd.![]() G 30 TV (IPTV, Sat)a in Tsd.![]() T 027 in Tsd.scroll
GesamtIn Deutschland haben wir unsere Position als Marktführer im Festnetz verteidigt und unsere Marktführerschaft im Mobilfunk bei den Serviceumsätzen sogar ausgebaut. Die Basis für diesen Erfolg ist unser ausgezeichnetes Netz. Erneut haben wir - im Festnetz wie im Mobilfunk - alle großen Netztests, wie z. B. den Netztest der Fachzeitschrift "connect" und erstmals auch den "connect" Service-Test der Mobilfunk-Hotlines, gewonnen. Im September 2014 starteten wir MagentaEINS - unser erstes integriertes Produkt bestehend aus Festnetz- und Mobilfunk-Komponenten, mit dem wir bislang 506 TSD. Kunden gewonnen haben. Mit unserem "Netz der Zukunft" stellen wir modernste Anschlusstechnik zur Verfügung. Bis 2018 wollen wir unser Netz vollständig auf die IP-Technologie umstellen. Bislang konnten wir 5,8 MIO. Retail- und Wholesale-Kunden auf IP migrieren; dies entspricht einer Quote von 25 %. Außerdem haben wir in der zweiten Jahreshälfte im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie begonnen, Vectoring und LTE 300 zu vermarkten. Insgesamt gewannen wir im Geschäftsjahr 734 TSD. Vertragskunden hinzu, v. a. bei unseren werthaltigen Mobilfunk-Kunden unter unserer Eigenmarke "Telekom" und unter unserer Zweitmarke "congstar". Positiv entwickelte sich auch der Bestand an Vertragskunden im Bereich Geschäftskunden dank der hohen Nachfrage nach integrierten Mobilfunk-Tarifen mit Datenvolumen. Eine starke Nachfrage verzeichneten wir weiterhin bei unseren Glasfaser-Produkten. So stieg die Anzahl dieser Anschlüsse innerhalb des Berichtsjahres um fast 1 MIO. auf insgesamt 2,5 MIO. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie werden wir die Vermarktung deutlich höherer Bandbreiten vorantreiben. In den Vectoring-Gebieten, die von der BNetzA freigegeben wurden, können Kunden seit September 2014 mit bis zu 100 MBit/s beim Download bzw. bis zu 40 MBit/s beim Upload im Internet surfen. Mit unserem Kontingentmodell und dessen zukünftiger Weiterentwicklung setzen wir Anreize für eine Migration aus den klassischen Vorleistungsprodukten - wie gebündelte Wholesale-Anschlüsse oder die Teilnehmer-Anschlussleitung - hin zu höherwertigen VDSL-Wholesale-Anschlüssen. Erfolgreich waren auch unsere Kooperationen in der Wohnungswirtschaft: Wir haben zum Jahresende 2014 rund 119 TSD. Wohnungen an unser Netz angeschlossen. MobilfunkMobile Telefonie und Datenanwendungen.Wir setzen neue Impulse durch unsere herausragende Netzqualität und durch das neue Produkt-Portfolio für werthaltige Vertragskunden sowie für Neukunden. Bis zum Jahresende 2014 gewannen wir insgesamt 734 TSD. Vertragskunden hinzu. Bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft konnten wir unter den Marken "Telekom" und "congstar" mit 913 TSD. ein Wachstum verzeichnen. Der Trend zu integrierten Flatrates mit höheren Datengeschwindigkeiten setzt sich fort. Allerdings war das Geschäft der Wiederverkäufer (Service Provider) um 179 TSD. rückläufig; basierend auf Anpassungen im Geschäftsmodell waren Ausbuchungen im zweiten Halbjahr 2014 der Grund dafür. Die Zahl der Prepaid-Kunden sank um 371 TSD., v. a. weil Kunden zu günstigen Vertragsangeboten wechselten. Insgesamt konnten wir im Berichtsjahr im Mobilfunk 364 TSD. Neukunden hinzugewinnen. Dabei konnte der Zuwachs bei den Vertragskunden den Rückgang bei den Prepaid-Kunden mehr als ausgleichen. Insgesamt nutzten 283 TSD. Kunden eine Breitband-Anbindung via Mobilfunk. Bei den mobilen Endgeräten belief sich der Anteil an Smartphones auf 71,6 %. Dies waren v. a. Android- und iOS-Endgeräte (iPhones) - nachgefragt wurden hier insbesondere hochpreisige Endgeräte. FestnetzTelefon, Internet und Fernsehen.Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz - v. a. durch aggressive Preisangebote von Wettbewerbern - gehen wir neue Wege in der Vermarktung mit regionalen Angeboten und einem Fokus auf TV- und VDSL-Anschlüsse. Die Zahl unserer Breitband-Anschlüsse blieb 2014 mit 12,4 MIO. lediglich stabil und lag daher unter unseren prognostizierten Erwartungen. Jedoch konnten wir uns bei der Neukundengewinnung gegenüber 2013 leicht verbessern. Von unseren Breitband-Kunden sind insgesamt 19,8 % TV-Kunden: ein Plus von 2,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 731 TSD. Im Hinblick auf die Anschlussverluste pro Quartal lagen wir in den letzten drei Quartalen 2014 das erste Mal seit zehn Jahren unter der 200 Tausend-Marke. Mit den neuen MagentaZuhause-Tarifen bieten wir seit Oktober 2014 unser neues Produkt-Portfolio für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und Bandbreiten auf dem Markt an. PrivatkundenVernetztes Leben vom Handy bis zum Fernseher.2014 konnten wir im Mobilfunk 371 TSD. Vertragskunden hinzugewinnen. Bei unseren eigenen Kunden unter den Marken "Telekom" und "congstar" konnten wir gegenüber dem Vorjahr 551 TSD. Neukunden hinzugewinnen. Gründe dafür waren die hohe Akzeptanz der AllnetFlat-Tarife bei "congstar" und die im September 2014 neu eingeführten MagentaMobil-Tarife. Rückläufig war das Geschäft mit den Wiederverkäufern (Service Provider) mit 179 TSD. aufgrund von verstärkten Ausbuchungen von inaktiven Vertragskarten im zweiten Halbjahr 2014. Insgesamt sank im Berichtsjahr die Zahl unserer Mobilfunk-Kunden gegenüber dem Vorjahr um 2,9 %. Die Zahl der Prepaid-Kunden ging um 1,2 MIO. zurück, insbesondere im Bereich der Wiederverkäufer sowie durch den Wechsel in attraktive Vertragstarife. Im Berichtsjahr konnten wir im Festnetz 2,0 MIO. Kunden auf IP-basierte Retail-Anschlüsse umstellen. Gegenüber dem Jahresende 2013 konnten wir 253 TSD. TV-Kunden hinzugewinnen. Von den 9,9 MIO. Breitband-Anschlüssen nutzen rund 1,5 MIO. einen Glasfaser-Anschluss - 483 TSD. davon haben wir 2014 hinzugewonnen. Die Anschlussverluste im Festnetz lagen bei 663 TSD. Somit lagen wir 2014 deutlich unter den Anschlussverlusten des Vorjahres von 866 TSD. Dabei wechselten die Kunden v. a. zu Kabelnetz-Betreibern und regionalen Anbietern. GeschäftskundenVernetztes Arbeiten mit innovativen Lösungen.Besonders erfolgreich waren wir im Berichtsjahr im Mobilfunk - mit insgesamt 1,2 MIO. neuen Kunden; davon waren 362 TSD. werthaltige Vertragskunden. In einem sehr preisaggressiven Markt konnten wir im Bereich M2M 877 TSD. Karten hinzugewinnen. Ursache für das Wachstum ist der vermehrte Einsatz von SIM-Karten, v. a. in der Automobil- und in der Logistikbranche. Beim mobilen Internet wächst die Kundennachfrage nach Tarifen mit höheren Bandbreiten in Verbindung mit höherwertigen Endgeräten. Die Zahl der Festnetz-Anschlüsse blieb gegenüber 2013 nahezu stabil bei 3,4 MIO. Die Breitband-Anschlüsse lagen mit 2,1 MIO. auf Vorjahresniveau; die Zahl der Glasfaser-Kunden steigerten wir dabei um 37,8 %. Positiv entwickelten sich die Produkte beim "Vernetzten Arbeiten": So verzeichneten wir bei unseren Tarifen "DeutschlandLAN - die Komplettlösung für Ihr Büro" weiter steigende Zuwächse. In der Datenkommunikation bauten wir die Zahl der Netze und der Verbindungen deutlich aus, v. a. bei Internet-basierten Datennetzen (IP-VPNs) und bei Standortvernetzungen mit hoher Bandbreite. Insbesondere stieg die Nachfrage nach Cloud-Produkten. WholesaleDer Anschlussbestand im Bereich Wholesale blieb gegenüber 2013 insgesamt stabil bei 11,3 MIO. Zum Jahresende 2014 betrug der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am Gesamtbestand 6,4 %. Ursache für das verstärkte Wachstum unserer entbündelten Wholesale-Anschlüsse um 589 TSD. bzw. 37,7 % war in erster Linie die hohe Nachfrage im Zusammenhang mit dem Kontingentmodell. Die Zahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse sank hingegen um 85 TSD. Dieser Trend wird wohl auch in den kommenden Jahren anhalten, weil unsere Mitbewerber von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Produkten mit mehr Bandbreite oder auf eigene Infrastrukturen wechseln. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) reduzierte sich gegenüber 2013 um 456 TSD. bzw. 4,9 %. Dieser Rückgang hat folgende Gründe: zum einen die Verlagerung zu höherwertigen VDSL-Wholesale-Anschlüssen, zum anderen, weil Kunden zu Kabelanbietern wechseln und Wettbewerber teilweise ihre Endkunden auf Mobilfunk-basierte Anschlüsse migrieren. OPERATIVE ENTWICKLUNG T 028 in Mio. €scroll
GesamtumsatzDer Umsatzrückgang lag im Berichtsjahr bei 0,8 % und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr leicht. Ursache hierfür war das klassische Festnetz-Geschäft, das aufgrund geringerer Anschlussverluste nur um 2,5 % zurückging. Positiv auf die Umsatzentwicklung im Festnetz wirkten sich die Endgeräte-, IT- und TV-Umsätze aus. Dies konnte jedoch den Umsatzrückgang in der klassischen Festnetz-Telefonie und im Breitband-Geschäft nicht vollständig kompensieren. Der Mobilfunk-Umsatz wuchs um 1,6 %, insbesondere aufgrund der hohen Nachfrage nach Smartphones. Die gute Entwicklung bei den mobilen Serviceumsätzen im Bereich Geschäftskunden sowie bei unserer Zweitmarke "congstar" konnte den Umsatzrückgang im Prepaid-Geschäft und bei den Wiederverkäufern ausgleichen. Im Privatkundenbereich sank der Umsatz um 1,3 %, v. a. aufgrund der mengen- und preisbedingt rückläufigen Entwicklung im Festnetz. Im Mobilfunk steigerten wir den Umsatz um 1,1 %. Dies resultiert in erster Linie aus dem höheren Endgeräteumsatz bei der Vermarktung von Smartphones. Während die mobilen Serviceumsätze um 0,9 % aufgrund rückläufiger Sprachtelefonie und geringerer Umsätze mit Textnachrichten insbesondere im Bereich Prepaid sanken, verzeichneten wir eine positive Umsatzentwicklung bei den Datenumsätzen von 23,2 %. Im Geschäftskundenbereich stieg der Umsatz um 0,9 %. Diese positive Entwicklung resultierte hauptsächlich aus dem Wachstum der Serviceumsätze im Mobilfunk, insbesondere bei den Datenumsätzen mit 9,2 %. Gegenläufig wirkten im Festnetz rückläufige Umsätze in der klassischen Sprachtelefonie. Der Umsatz im Wholesale-Bereich stabilisierte sich bei 3,8 MRD. €. Grund hierfür waren Sondereffekte im zweiten und vierten Quartal des Vorjahres aufgrund von nachträglichen Preissenkungen für die Teilnehmer-Anschlussleitung. Ohne diese Effekte war der Bereich Wholesale leicht rückläufig mit minus 2,5 %. Dies resultierte im Wesentlichen aus Mengeneffekten bei Interconnection-Verbindungen und Anschlüssen, welche teilweise durch die positive Entwicklung bei den entbündelten Anschlüssen, im Wesentlichen durch das Kontingentmodell, kompensiert werden konnten. Im Bereich Mehrwertdienste nahmen die Umsätze um 16,0 % ab; Hauptgründe dafür waren die geringere Inanspruchnahme von Service-Rufnummern und der Umsatzrückgang durch den Ausstieg aus dem Geschäft mit der digitalen Außenwerbung zum Jahresende 2013. EBITDA, bereinigtes EBITDADas um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA war 2014 gegenüber dem Vorjahr mit 1,4 % leicht rückläufig und lag bei 8,8 MRD. €. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus gestiegenen Personalkosten im Rahmen der Tariferhöhung und für den Personalaufbau für unseren integrierten Netzausbau. Höhere Marktinvestitionen im Mobilfunk - u. a. getrieben durch den Anstieg bei der Vermarktung von Smartphones - belasteten das bereinigte EBITDA ebenfalls. Mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 39,6 % liegen wir bei unserem erwarteten Zielwert von 40 %. Das EBITDA lag im Berichtsjahr bei 8,6 MRD. € und somit um 1,8 % höher als 2013, v. a. aufgrund höherer Sondereinflüsse für unseren Personalumbau im Vorjahr. EBITDas Betriebsergebnis unseres operativen Segments Deutschland stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 % auf 4,7 MRD. €, v. a. wegen geringerer Sondereinflüsse sowie leicht geringerer Abschreibungen. Cash CapexDer Cash Capex erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 396 Mio. € bzw. 11,6 %. Wir investierten auch 2014 verstärkt im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in den Vectoring/Glasfaserkabel-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere LTE-Infrastruktur. USAKUNDENENTWICKLUNGG 31 Eigene Postpaid-Kunden in Tsd.![]() G 32 Eigene Prepaid-Kunden in Tsd.![]() Zum 31. Dezember 2014 hatte das operative Segment USA (T-Mobile US) 55,0 MIO. Kunden gegenüber einem Bestand von 46,7 MIO. Kunden zum 31. Dezember 2013. Der Anstieg im Jahr 2014 um netto 8,3 MIO. Kunden stellt eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr dar, in dem ein Anstieg um netto 4,4 MIO. verzeichnet wurde. In diesen Werten sind die 8,9 MIO. Kunden, die im Zusammenhang mit dem vollzogenen Zusammenschluss mit MetroPCS hinzugewonnen wurden, noch nicht enthalten. Wie im Folgenden erläutert, war dies auf deutlich steigende Kundenzahlen in allen unseren Kundensegmenten zurückzuführen. Eigene Kunden (unter eigener Marke).Die Zahl der eigenen Postpaid-Kunden stieg im Geschäftsjahr 2014 um netto 4 886 TSD. gegenüber einem Anstieg von netto 2 006 TSD. im Jahr 2013. Die deutliche Verbesserung in der Entwicklung der Kundenzahlen war eine Folge der hohen Anzahl an Neukunden sowie einer verbesserten Wechslerrate bei den eigenen Postpaid-Kunden. Dieser positive Trend war auf den anhaltenden Erfolg der "Uncarrier"-Initiativen der Gesellschaft, die sehr positive Resonanz auf Angebote und die Markteinführung neuer attraktiver Endgeräte zurückzuführen. Des Weiteren nahmen die Kunden die Angebote für breitbandige Mobilfunk-Services und Endgeräte sehr positiv auf, was sich ebenfalls in einem Nettoanstieg bei den eigenen Postpaid-Kunden niederschlug. Die Zahl der eigenen Postpaid-Kunden stieg im Geschäftsjahr 2014 um netto 4 886 TSD. und lag damit deutlich über den Prognosen der Gesellschaft für 2014. Die Zahl der eigenen Prepaid-Kunden stieg im Geschäftsjahr 2014 um netto 1 244 TSD. gegenüber einem Anstieg von netto 328 TSD. im Jahr 2013. Der höhere Bruttozuwachs bei den eigenen Prepaid-Kunden ist hauptsächlich das Ergebnis des Wachstums und Ausbaus der Marke "MetroPCS", einschließlich der Erschließung neuer Märkte nach dem Zusammenschluss mit MetroPCS im Jahr 2013. Diesem Anstieg standen zum Teil erhöhte wettbewerbsbedingte Ausbuchungen im US-amerikanischen Prepaid-Markt gegenüber. Wholesale-Kunden.Die Zahl der Wholesale-Kunden erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014 um netto 2 204 TSD. gegenüber einem Anstieg von netto 2 043 TSD. im Jahr 2013. Insbesondere höhere Bruttozugänge im Bereich M2M aufgrund beträchtlicher Aktivierungsvolumina trugen zu diesem Anstieg bei, dem im Jahresvergleich rückläufige Nettozuwächse bei den MVNO-Kunden aufgrund einer erhöhten Wechslerrate gegenüberstanden. T 029 in Tsd.scroll
OPERATIVE ENTWICKLUNGT 030 in Mio. €scroll
GesamtumsatzDer Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA belief sich 2014 auf 22,4 MRD. €; dies entspricht einem Anstieg um 20,8 % gegenüber 18,6 MRD. € im Jahr 2013. Auf US-Dollar-Basis verzeichnete T-Mobile US, insbesondere aufgrund höherer Umsätze mit eigenen Prepaid-Kunden durch die Einbeziehung der MetroPCS-Ergebnisse seit Mai 2013, des Zuwachses bei der MetroPCS-Marke und der Erschließung zusätzlicher Märkte, einen Anstieg beim Gesamtumsatz um 20,3 % gegenüber dem Vorjahr. Auch ohne Berücksichtigung des Umsatzbeitrags aus dem Zusammenschluss mit MetroPCS stiegen die Serviceumsätze, v. a. aufgrund des anhaltenden Erfolgs der "Uncarrier"-Initiativen und der positiven Resonanz auf die Angebote für Services und Endgeräte. Gegenläufig wirkte sich ein niedrigerer durchschnittlicher Umsatz je eigenen Postpaid-Kunden infolge des Erfolgs der "Simple Choice"-Tarife aus, welche aus Kundensicht günstiger als andere angebotene eigene Postpaid-Tarife sind. Weiterhin wirkte der gestiegene Endgeräteabsatz, einschließlich der mit Ratenkauf finanzierten Geräte, infolge der hohen Anzahl an Neukunden sowie aufgrund der wachsenden Nachfrage nach höherwertigen Endgeräten positiv auf den Gesamtumsatz. EBITDA, bereinigtes EBITDA, bereinigte EBITDA-MargeDas bereinigte EBITDA stieg um 10,9 % von 3,9 MRD. € im Vorjahr auf 4,3 MRD. € im Berichtsjahr. Auf US-Dollar-Basis stieg das bereinigte EBITDA um 10,3 %, einschließlich des positiven Effekts aus dem Einbezug der Geschäftstätigkeit der MetroPCS seit Mai 2013. Das bereinigte EBITDA war positiv beeinflusst von höheren Serviceumsätzen durch eigene Postpaid-Kunden infolge der positiven Resonanz auf die "Uncarrier"-Initiativen und Werbemaßnahmen der Gesellschaft. Diesem Zuwachs standen höhere Verluste aus Endgeräteverkäufen infolge eines gestiegenen Smartphone-Absatzes, höhere Werbekosten sowie gestiegene Aufwendungen für Provisionen aufgrund der gestiegenen Bruttokundenzuwächse gegenüber. Nicht im bereinigten EBITDA 2014 berücksichtigt sind Erträge in Höhe von 0,1 MRD. €, darunter 0,4 MRD. € aus Spektrumtransaktionen, v. a. mit Verizon Communications, denen Kosten in Höhe von 0,1 MRD. € für die aktienbasierte Vergütung sowie Kosten in Höhe von 0,3 MRD. € im Rahmen der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS gegenüberstanden. Die bereinigte EBITDA-Marge war gegenüber dem Vorjahr bedingt durch die bereits beschriebenen Faktoren rückläufig, da das Umsatzwachstum 2014 überproportional zur Entwicklung des bereinigten EBITDA verlief. EBITDas Betriebsergebnis blieb mit 1,4 MRD. € auf Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren ein höheres bereinigtes EBITDA und die Erträge aus Spektrumtransaktionen, denen allerdings höhere Abschreibungen auf Sachanlagen und die Kosten für die Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS gegenüberstanden. Die höheren Abschreibungen auf Sachanlagen waren auf den Einbezug von MetroPCS seit Mai 2013 und den Aufbau des LTE-Netzes im Rahmen des Netzmodernisierungsprogramms zurückzuführen. Cash CapexDer Cash Capex stieg von 3,3 MRD. € im Vorjahr um 54,7 % auf 5,1 MRD. € im Berichtsjahr, v. a. aufgrund des Erwerbs von Spektrum aus dem A-Band im Bereich von 700 MHz für 1,8 MRD. €. EUROPASeit dem 1. Januar 2014 wird das ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units (LBU), das bis zum 31. Dezember 2013 organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Zusätzlich erfolgte zum 1. Januar 2014 der Zusammenschluss der lokalen Geschäftskundeneinheiten der T-Systems Czech Republic, die bisher im operativen Segment Systemgeschäft geführt wurde, mit der T-Mobile Czech Republic; der Ausweis erfolgt im operativen Segment Europa. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. → Für nähere Informationen zu unserem operativen Segment Europa verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur", sowie auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. KUNDENENTWICKLUNGG 33 Mobilfunk-Kunden in Tsd.![]() G 34 Breitband-Anschlüsse Retaila in Tsd.![]() G 35 Festnetz-Anschlüssea in Tsd.![]() G 36 TV (IPTV, Sat, Kabel)a in Tsd.![]() T 031 in Tsd.scroll
a
Die Anschlüsse unserer Tochtergesellschaft
Euronet Communications in den Niederlanden werden aufgrund des Verkaufs
der Anteile seit dem 2. Januar 2014 nicht mehr im operativen Segment
Europa ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden sie aus allen
historischen Kundenzahlen herausgerechnet. Gesamt2014 verlief die Entwicklung der Kundenbestände in den Märkten unseres operativen Segments Europa uneinheitlich. Nach wie vor belastete die anhaltend hohe Wettbewerbsintensität unsere Telekommunikationsmärkte; positiv wirkten die leichten konjunkturellen Verbesserungen in einigen Ländern unseres operativen Segments. Die Anzahl der Mobilfunk-Kunden lag leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Hauptgrund dafür ist die Veräußerung der Marke "Simpel" und der hierunter geführten Kundenbeziehungen bei unserer Tochtergesellschaft in den Niederlanden. Unsere Strategie, die Breitband-Technologie kontinuierlich voranzutreiben, rentiert sich: So setzten sich im Breitband-Bereich die positiven Trends der vergangenen Quartale fort. Im Vergleich zum Jahresende 2013 erhöhte sich die Anzahl unserer Breitband-Anschlüsse Retail um 5,3 %. Gerade Produkte auf Basis von Glasfaser-Technologie gewinnen bei unseren Kunden eine immer stärkere Bedeutung. Davon profitierte auch unser TV-Geschäft mit einem Anstieg von 6,0 % gegenüber dem 31. Dezember 2013. Die Anzahl der IP-Anschlüsse steigerten wir deutlich um 41,0 % - in erster Linie durch die erfolgreiche Migration von klassischen PSTN-Anschlüssen auf IP-Technologie in vielen Ländern unseres operativen Segments Europa und durch den Einbezug der GTS Central Europe Gruppe seit dem 30. Mai 2014. Damit lag die Entwicklung bei den Kundenzahlen sowie den Anschlüssen im Rahmen unserer für 2014 prognostizierten Erwartungen. MobilfunkMobile Telefonie und Datenanwendungen.Zum Ende des Berichtsjahres verzeichneten wir einen Gesamtbestand von rund 56,0 MIO. Mobilfunk-Kunden; gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichten Rückgang von 1,2 %. Ohne den Effekt aus der Veräußerung der Marke "Simpel" durch unsere Tochtergesellschaft in den Niederlanden lag der Vertragskundenbestand auf Segmentebene leicht über dem Vorjahresniveau. Obwohl wir uns auf den europäischen Märkten einer immer größeren Anzahl von Wettbewerbern gegenübersehen, können wir uns als Qualitätsanbieter - und in vielen Ländern auch als Anbieter mit dem besten Mobilfunknetz - vom Wettbewerb abheben. Teil unserer Netzstrategie ist es, unsere Kunden mit einer noch schnelleren Breitband-Anbindung über Mobilfunk zu versorgen und unsere Netze konsequent mit der 4G-/LTE-Technologie auszubauen. Mit Erfolg, denn schon heute sind wir in allen Ländern unseres operativen Segments - bis auf Albanien - mit LTE in den jeweiligen Mobilfunk-Märkten präsent. Die Schnelligkeit unserer Netze in Verbindung mit innovativen Bündel-Produktangeboten ließen die Verkäufe von mobilen Endgeräten, v. a. Smartphones und Tablets, weiter steigen. Im Hinblick auf den Geschäftskundenbereich stellt unser Mobilfunknetz einen klaren Wettbewerbsvorteil dar. Besonders deutlich wird dies im Vertragskundengeschäft: Mit einem Bestand von rund 25,4 MIO. Kunden zum Ende des Berichtsjahres lag der Anteil der Geschäftskunden am gesamten Vertragskundenbestand bei 32 %. Der Anstieg der Geschäftskunden bei unseren Vertragskunden gegenüber 2013 konnte den leichten Rückgang - ohne Berücksichtigung der unter der Marke "Simpel" geführten Kunden - bei den Privatkunden mehr als ausgleichen. Positiv dazu beigetragen haben nahezu alle Länder unseres operativen Segments. Der Prepaid-Kundenbestand reduzierte sich zum Ende des Berichtsjahres gegenüber 2013. Gründe hierfür waren zum einen der harte Wettbewerb auf den Mobilfunk-Märkten in unseren europäischen Ländern. Zum anderen ist dies auch auf unsere Strategie zurückzuführen, uns auf das werthaltige Vertragskundengeschäft zu konzentrieren. FestnetzTelefon, Internet und Fernsehen.Das TV-Geschäft etablierte sich in unserem operativen Segment Europa über die vergangenen Quartale als beständiger Wachstumsmotor: So stieg der Gesamtkundenbestand zum 31. Dezember 2014 um 6,0 % auf 3,7 MIO. an. Davon entfiel ein Großteil der Nettozuwächse von insgesamt 211 TSD. auf die Sat-TV-Kunden, v. a. in Griechenland, auf die IPTV-Kunden, v. a. in Ungarn, sowie auf die Kabel-TV-Kunden in Rumänien. Eine konsequente Entwicklung verzeichneten auch unsere IP-basierten Anschlüsse: Im Vergleich zum Vorjahr wuchs deren Anzahl sogar deutlich um 41,0 % auf einen Bestand von rund 3,5 MIO. Anschlüssen. Gerade im vierten Quartal 2014 stieg die Anzahl der IP-Anschlüsse besonders stark; dabei entfiel ein Großteil des Zuwachses auf die Slowakei, die nach EJR Mazedonien im Dezember 2014 die Migration auf die IP-Technologie erfolgreich abgeschlossen hat. Auch in unseren anderen integrierten Ländern, in denen wir mit Mobilfunk und Festnetz vertreten sind, nimmt die Migration der PSTN-Anschlüsse auf IP-basierte Anschlüsse deutlich Fahrt auf; in Ungarn und Montenegro liegen wir bereits bei einer Migrationsquote von über 50 %, in Kroatien sogar bei über 70 %. Insgesamt lag der Anteil der IP-basierten Anschlüsse Ende 2014 bei 38,6 %. Positiv dazu beigetragen hatte auch die Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe. In unserem operativen Segment Europa nutzten zum Jahresende 2014 rund 9,0 MIO. Kunden einen Festnetz-Anschluss. Der Rückgang gegenüber dem Jahresende 2013 von 2,7 % war v. a. die Folge von Anschlussverlusten bei der klassischen Telefonie (PSTN). Bei den Breitband-Anschlüssen Retail stieg die Anzahl um 5,3 % auf rund 5,0 MIO. Allein im vierten Quartal 2014 verzeichneten wir ein Plus von 2,4 %. Treiber waren hierbei v. a. innovative Tarifpläne, die TV mit Internet bündeln und zudem noch einen vielfältigen und attraktiven TV-Inhalt bieten. Hauptgrund für den Anstieg bei den Breitband-Anschlüssen Retail war das DSL-Geschäft, v. a. in Griechenland. Gerade die zukunftsorientierte VDSL-Technologie erfreute sich hier eines regen Zuwachses. Aber auch andere Anschluss-Technologien wie z. B. die Breitband-Kabelanschlüsse in Ungarn oder die FTTH-Anschlüsse in Rumänien zeigten kräftige Zuwachsraten. Der Einbezug der GTS Central Europe Gruppe trug ebenfalls leicht zu diesem Wachstum bei. OPERATIVE ENTWICKLUNGT 032 in Mio. €scroll
Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments GesamtumsatzUnser operatives Segment Europa erzielte im Berichtsjahr einen Gesamtumsatz von 13,0 MRD. € und lag damit 5,3 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Gesamtumsatz lag damit im Rahmen unserer für 2014 prognostizierten Erwartungen. Organisch, d. h. ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten, sank der Segmentumsatz um 4,0 %. Zusätzlich zu den bereits 2013 erfolgten Veräußerungen, wie die der Hellas Sat oder unserer Landesgesellschaften in Bulgarien und den damit verbundenen fehlenden Umsatzbeiträgen, erfolgte zum 2. Januar 2014 der Verkauf unserer Anteile an der Euronet Communications in den Niederlanden. Darüber hinaus belasteten die insgesamt negativen Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro unsere Umsätze, v. a. der Ungarische Forint und die Tschechische Krone. Positive Einflüsse hatten die Einbeziehung der DIGI Slovakia ab dem 1. September 2013 sowie der GTS Central Europe Gruppe ab dem 30. Mai 2014. Entscheidungen von Regulierungsbehörden belasteten unseren Segmentumsatz nach wie vor deutlich: Abgesenkte Mobilfunk-Terminierungsentgelte sowie Roaming-Regulierungen in fast allen Ländern unseres operativen Segments waren die Ursache für über die Hälfte unseres organischen Umsatzrückgangs. Zusätzlich waren unsere Umsätze im Berichtsjahr weiterhin von wettbewerbsbedingten Preisreduzierungen im Mobilfunk und Festnetz belastet, auch wenn in einigen wenigen Märkten erste Anzeichen einer Erholung zu beobachten sind. Betrachtet man den organischen Segmentumsatz aus Länderperspektive, so war das Geschäft in Griechenland im Berichtsjahr am stärksten von absoluten Umsatzrückgängen betroffen; dem folgten Polen, die Slowakei und die Tschechische Republik. Diese Länder mussten sowohl regulierungs- als auch marktbedingte Umsatzrückgänge hinnehmen. Auf Segmentebene war das Privatkundengeschäft deutlich stärker von Umsatzrückgängen betroffen als der Geschäftskundenbereich. Insgesamt rückläufig entwickelte sich auch das Wholesale-Geschäft. Mit der konsequenten Ausrichtung der Länder unseres operativen Segments Europa auf die Wachstumsfelder konnten wir den negativen Umsatzeffekten aus der Sprachtelefonie auf Segmentebene teilweise entgegenwirken. Der Anteil der Wachstumsfelder machte im Berichtsjahr bereits ein Viertel des Segmentumsatzes aus. Dabei war das mobile Datengeschäft der größte Treiber: Hier steigerten wir die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 13 % bzw. 177 MIO. € (ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekten). Dazu beigetragen haben alle Länder unseres operativen Segments, insbesondere die Niederlande, die Tschechische Republik, Österreich und Ungarn. Der Großteil des Umsatzes aus dem mobilen Datengeschäft entfiel auf den Privatkundenbereich. Attraktive Tarife in Verbindung mit dem breiten Portfolio an Endgeräten - wie z. B. Smartphones und Tablets - ließen die Nutzungsrate bei den Datendiensten deutlich wachsen. Im Bereich TV setzte sich der positive Trend der vergangenen Quartale fort: 2014 stieg der TV-Umsatz um 27 %, v. a. in Kroatien und in Griechenland; ohne Berücksichtigung des Erwerbs von DIGI Slovakia lag das Plus bei 23 %. Neben dem Erwerb der GTS Central Europe Gruppe war auch unser erweitertes Produkt- und Service-Portfolio Grund dafür, dass wir auch im Geschäftskundenbereich B2B/ICT höhere Umsätze gegenüber dem Vorjahr erzielten. Dazu beigetragen haben bei den Landesgesellschaften v. a. Griechenland, Rumänien und Kroatien. Zusätzlich zu den Wachstumsfeldern nahmen auch die Umsätze bei den Verkäufen von Endgeräten leicht zu. Dieses Umsatzplus ist u. a. darauf zurückzuführen, dass einige Länder unseres operativen Segments Europa ein alternatives Modell zu den herkömmlichen Bündeltarifen eingeführt haben. Im Gegensatz zu diesen Bündeltarifen, die ein preisreduziertes Endgerät, aber höhere Leistungsentgelte enthalten, zeichnet sich das alternative Modell dadurch aus, dass der Kunde jeweils einen getrennten Vertrag für den Service und das Endgerät abschließt. Der Kunde entrichtet eine regelmäßige monatliche Service-Gebühr sowie eine monatliche Zahlung für das gewählte Endgerät. Somit bleibt für den Kunden das Endgerät auch ohne Subventionen weiterhin bezahlbar. EBITDA, bereinigtes EBITDAUnser operatives Segment Europa erzielte im Berichtsjahr ein bereinigtes EBITDA von 4,4 MRD. €; das sind 2,6 % weniger als im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- sowie negativen Wechselkurseffekten gegenüber dem Euro lag das bereinigte EBITDA nur 0,9 % unter dem Niveau des Vorjahres. Gründe für diesen leichten Rückgang sind in erster Linie gesunkene EBITDA-Beiträge im Mobilfunk-Geschäft in Griechenland und im Geschäft in der Tschechischen Republik, Kroatien sowie in der Slowakei. Die positiven bereinigten EBITDA-Beiträge u. a. in den Niederlanden, im Festnetz-Geschäft in Griechenland, in Ungarn und in Österreich konnten dies nahezu kompensieren. Auch das ICSS-Geschäft ging umsatzbedingt zurück. Die insgesamt geringeren organischen Umsätze auf Segmentebene belasteten die bereinigte EBITDA-Entwicklung im Jahresvergleich. Änderungen in der Gesetzgebung, wie Steuern und Abgaben, sowie staatliche Sparprogramme setzten unser Ergebnis zusätzlich unter Druck. Mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung konnten wir gezielt die indirekten Kosten senken und so dem negativen Effekt aus dem Umsatzrückgang entgegenwirken. Einen positiven Beitrag hierzu leisteten v. a. geringere Personalkosten im Festnetz-Geschäft in Griechenland. Der Umsatzbeitrag aus dem alternativen Modell für Endgeräte wirkte sich ebenfalls positiv auf das Ergebnis aus. Darüber hinaus sanken unsere direkten Kosten insgesamt: einerseits durch gezielte Maßnahmen bei der Kundenbindung und -gewinnung, andererseits als Folge von regulierungsbedingt niedrigeren Interconnection-Kosten. Außer den oben genannten Gründen ist der leichte Rückgang des EBITDA auch auf die im Vorjahr erzielten Entkonsolidierungsgewinne zurückzuführen; sie entstammen dem Verkauf unserer bulgarischen Mobilfunk-Gesellschaften sowie der Hellas Sat, die jeweils als Sondereinflüsse erfasst waren. Das im Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängte Bußgeld belastete das EBITDA zusätzlich. Operative Entwicklung in ausgewählten LändernZielbild des operativen Segments Europa ist es, unsere Gesellschaften zu integrierten, paneuropäischen All IP-Playern zu entwickeln. Im Rahmen dieser strategischen Ausrichtung sind unsere Gesellschaften entsprechend ihrer jeweiligen Marktposition in vier Cluster eingeteilt: "Senior leaders" sind Gesellschaften, die sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk agieren und jeweils führende Marktpositionen in beiden Bereichen haben. Dazu zählen Griechenland, Ungarn, Kroatien und EJR Mazedonien. In diesem Cluster ist Ziel der jeweiligen Gesellschaft, die Marktführerschaft sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk zu halten. Im Cluster "Junior leaders" finden sich Gesellschaften, die zwar eine starke Position im Festnetz haben, aber im Mobilfunk nicht Marktführer sind. Dazu zählen Rumänien, die Slowakei und Montenegro. Dort wollen die jeweiligen Gesellschaften die starke Stellung im Festnetz-Bereich nutzen und das Mobilfunk-Geschäft vorantreiben. Bei unseren Gesellschaften mit vorwiegend Mobilfunk-Geschäft sind zum einen die "Mobile runners-up" zu nennen. Dies sind unsere Landesgesellschaften in Polen, der Tschechischen Republik und Albanien. Sie arbeiten konsequent an ihrer Ausrichtung zu integrierten Unternehmen. Für Polen und die Tschechische Republik haben wir durch die Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe einen großen Schritt in Richtung integrierter Player speziell im Geschäftskundensegment gemacht. Unsere Beteiligungen in den Niederlanden und Österreich gelten als "Smart attackers" mit einem deutlichen Abstand zum Marktführer. Diese beiden Landesgesellschaften setzen weiterhin den Fokus auf das Mobilfunk-Geschäft und differenzieren sich von preisaggressiven Anbietern und vom Marktführer. Sie positionieren sich als Anbieter, die am stärksten auf Kundenanforderungen eingehen, und besetzen damit nachhaltig eine Nische als reine Mobilfunk-Anbieter. Nachfolgend haben wir für jedes der vier Cluster repräsentativ eine Landesgesellschaft dargestellt. Griechenland (Senior leader).In Griechenland erzielten wir 2014 einen Umsatz von 2,9 MRD. €, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4,0 %. Ohne Berücksichtigung der seit 1. April 2013 fehlenden Umsätze in Zusammenhang mit der Veräußerung von Hellas Sat sank der Umsatz um 3,8 %. Der verbleibende organische Umsatzrückgang war überwiegend Folge der Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft: So waren die mobilen Sprachumsätze weiterhin unter Druck, u. a. durch die zunehmende Attraktivität von Flat-Tarifen und dem damit verbundenen niedrigeren Preisgefüge speziell bei den Vertragskunden. Die SMS-Umsätze sanken gegenüber dem Vorjahr zunehmend bedingt durch vermehrte Hinzubuchung von SMS-Tarifoptionen. Auch die Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten gingen zurück. Kompensatorisch wirkten höhere Umsätze bei den mobilen Datendiensten, u. a. weil die Datendienste deutlich mehr nachgefragt wurden. Ebenfalls konnte die im Jahresvergleich höhere Sprachnutzung bei der Mobilfunk-Terminierung die Entwicklung bei den mobilen Sprachumsätzen ein wenig ausgleichen. Auch im Festnetz-Bereich reduzierte sich der Umsatz, v. a. bei den Sprachdiensten; diese wurden durch Anschlussverluste bei der klassischen Telefonie von rund 5 % belastet. Die Umsatzverluste bei den Sprachdiensten in 2014 waren jedoch geringer als im Vorjahr. Mit einem Zuwachs von 76 % fing das enorme Wachstum des TV-Geschäfts den Großteil dieser Rückgänge auf. Wir konnten insbesondere mit dem erweiterten TV-Angebot das Kundenwachstum stark steigern. Das Breitband-Geschäft hat ebenfalls zu einer leichten Kompensierung beigetragen, v. a. aufgrund einer höheren Zahl der Anschlüsse auch durch einen höheren Anteil bei den VDSL-Anschlüssen. Darüber hinaus leistete auch der Geschäftskundenbereich B2B/ict einen positiven Umsatzbeitrag. Im Berichtsjahr verringerte sich das bereinigte EBITDA in Griechenland auf 1,1 MRD. €. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 2,3 %. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Entkonsolidierung von Hellas Sat sank das bereinigte EBITDA um 1,9 %, was hauptsächlich auf die negativen Umsatzeffekte im Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen ist. Mit unseren Programmen zur Effizienzsteigerung im Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft konnten wir den negativen Effekten teilweise entgegenwirken. Der Erfolg dieser Programme zeigte sich v. a. beim Festnetz in geringeren Personalkosten. Slowakei (Junior leader).Unsere slowakische Beteiligung erwirtschaftete 2014 einen gegenüber dem Vorjahr um 7,2 % geringeren Umsatz von 768 Mio. €. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Einbeziehung der DIGI Slovakia ab dem 1. September 2013 reduzierte sich der Umsatz um 9,4 %. Dieser Rückgang stammt hauptsächlich aus dem Mobilfunk-Geschäft. Regulierungsbedingt geringere Terminierungsentgelte sowie das niedrigere Preisniveau bei den mobilen Sprachumsätzen setzten unsere Umsätze weiterhin deutlich unter Druck. Eine höhere Nutzung bei den Sprachdiensten konnte diesen Rückgang nur teilweise auffangen. Die mobilen Datendienste erwiesen sich auch im Berichtsjahr als beständiger Umsatztreiber mit einer Steigerungsrate von 10 %. Hauptgrund dafür war die konstant hohe Nutzung der Datendienste. Die Umsätze im Festnetz-Bereich sanken infolge geringerer Umsätze bei den Sprachdiensten: einerseits wegen der Anschlussverluste bei der klassischen Telefonie, andererseits wegen des niedrigeren Preisniveaus. Ferner verringerten sich die im Geschäftskundenbereich B2B/ict erzielten Umsätze. Mit einer Steigerungsrate von rund 50 % gegenüber dem Vorjahr konnte das erfolgreiche TV-Geschäft diese Rückgänge großteils wieder ausgleichen. Dazu beigetragen hat auch der Erwerb der DIGI Slovakia in 2013. Das bereinigte EBITDA betrug im Berichtsjahr 310 Mio. €, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 8,0 %. Ohne den Beitrag der DIGI Slovakia sank das bereinigte EBITDA um 9,7 %. Dieser Rückgang stammt größtenteils aus Umsatzverlusten. Im Vergleich zu 2013 reduzierten sich die direkten Kosten u. a. aufgrund von regulierungsbedingt niedrigeren Interconnection-Kosten sowie geringeren Ausgaben für die Kundengewinnung. Einsparungen bei den indirekten Kosten - insbesondere bei den Material- und den Personalkosten - leisteten zusätzlich einen positiven Beitrag und konnten dem Umsatzrückgang ebenfalls teilweise entgegenwirken. Polen (Mobile runner-up).Im Berichtsjahr gingen unsere Umsätze in Polen im Vorjahresvergleich um 5,8 % zurück und betrugen somit 1,5 MRD. €. Ohne Berücksichtigung der leicht positiven Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro sank der Umsatz um 6,1 %, hauptsächlich wegen geringerer Sprachumsätze. Gründe dafür waren einerseits eine höhere Marktdurchdringung von Flat-Tarifen mit der Folge von reduzierten Endkundenpreisen, andererseits die regulierungsbedingte Absenkung der Terminierungsentgelte. Auch das SMS-Geschäft ging im Vergleich zum Vorjahr zurück. Ursächlich für dieses Umsatzminus ist ein niedrigerer Durchschnittspreis, gepaart mit einer geringeren Nutzung des SMS-Dienstes. Teils kompensatorisch wirkten sich im Jahresvergleich höhere Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten aus. Ferner hatten höhere Umsätze aus Roaming einen positiven Effekt auf den Umsatz. Das bereinigte EBITDA belief sich 2014 auf 579 MIO. € und sank damit gegenüber 2013 um 3,3 %. Ohne Berücksichtigung der leicht positiven Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro reduzierte sich das bereinigte EBITDA um 3,7 %. Zum Teil konnten wir den Umsatzrückgang durch eine noch gezieltere Ansprache bei der Kundenbindung und -gewinnung kompensieren. Auch mit unserem strikten Kosten-Management bei den indirekten Kosten erzielten wir einen positiven Effekt auf das bereinigte EBITDA. Niederlande (Smart attacker).In den Niederlanden erwirtschafteten wir 2014 einen Umsatz von 1,6 MRD. €, dies ist ein Rückgang von 6,9 %. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Veräußerung der Euronet Communications zum 2. Januar 2014 sanken die Umsätze um 2,2 %. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die regulierungsbedingt rückläufige Entwicklung der Sprachumsätze sowie einen niedrigeren Kundenbestand zurückzuführen. Zuwächse beim mobilen Datengeschäft, das im Jahresvergleich um 22 % stieg, kompensierten diesen Rückgang zum großen Teil. Die im September 2013 neu eingeführten Tarife und die anhaltend hohe Nachfrage nach Smartphones führten zu einer deutlich höheren Nutzung der Datendienste. Außerdem legten die Umsätze bei den Endgeräteverkäufen zu. Das Geschäft mit MVNOS leistete ebenfalls einen positiven Umsatzbeitrag. Das bereinigte EBITDA stieg im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 27,3 % und betrug somit 630 MIO. €. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Veräußerung der Anteile an der Euronet Communications erhöhte sich das bereinigte EBITDA um 30,7 %. Beigetragen zu diesem Ergebnis haben geringere direkte Kosten - v. a. durch gezieltere Maßnahmen bei der Kundenbindung und -gewinnung -sowie regulierungsbedingt niedrigere Interconnection-Kosten. Einen ebenfalls positiven Beitrag zum bereinigten EBITDA leisteten Einsparungen bei den indirekten Kosten, insbesondere bei den Material- und Personalkosten. EBITIn unserem operativen Segment Europa lag das EBIT im Berichtsjahr bei 1,7 MRD. €; dies entspricht einem Anstieg um 75,3 % gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich für diese Veränderung sind hauptsächlich in 2013 vorgenommene Wertminderungen auf Goodwill, v. a. in Österreich. Dem gegenüber stand in 2014 eine geringere Wertminderung auf Goodwill in Rumänien. Die Abschreibungen auf Sachanlagen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr in erster Linie in Griechenland, Polen und Ungarn. Dies konnte die negativen Effekte aus dem leichten EBITDA-Rückgang auffangen. Cash CapexIm Berichtsjahr wies unser operatives Segment Europa einen Cash Capex von 2,1 MRD. € aus. Dies entspricht einem Rückgang von 42,6 %, der hauptsächlich aus dem im Vorjahr getätigten Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen in den Niederlanden, Österreich und Rumänien resultiert. In 2014 erwarben wir Spektrum v. a. in Ungarn, der Tschechischen Republik, in Polen und der Slowakei. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus dem Erwerb von Spektrum sowie aus dem Verkauf unserer Landesgesellschaften in Bulgarien lag der Cash Capex insgesamt auf Segmentebene leicht unter dem Vorjahresniveau. Dabei beeinflussten gegenläufige Effekte dieses Ergebnis: Zum einen agierten unsere Landesgesellschaften bei ihren Investitionsausgaben weiterhin sehr überlegt. Gründe dafür waren eine schwierige Marktlage, Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie zusätzliche Belastungen, z. B. durch Steuern. Dem entgegen wirkten Aktivitäten im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie, insbesondere in Griechenland im Mobilfunk-Geschäft und in Rumänien im Festnetz-Geschäft. Auch die Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe ließ die Beträge leicht steigen. SYSTEMGESCHÄFTSeit dem 1. Januar 2014 wird das ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units (LBU), das bis zum 31. Dezember 2013 organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Zusätzlich erfolgte zum 1. Januar 2014 der Zusammenschluss der lokalen Geschäftskundeneinheiten der T-Systems Czech Republic, die bisher im operativen Segment Systemgeschäft geführt wurde, mit der T-Mobile Czech Republic; der Ausweis erfolgt im operativen Segment Europa. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. → Für nähere Informationen zu unserem operativen Segment Systemgeschäft verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur", sowie auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. WESENTLICHE KPIsG 37 Auftragseingang in Mio. €![]() G 38 Umsatz in Mio. €![]() G 39 Umsatz extern in Mio. €![]() G 40 EBIT bereinigt in Mio. €![]() T 033scroll
Geschäftsentwicklung2014 konnte T-Systems neue Verträge im In- und Ausland abschließen: So haben wir z. B. mit ThyssenKrupp sowie mit Daimler bedeutende Aufträge gewonnen. Weiterhin haben wir den Auftrag erhalten, in Belgien ein satellitengestütztes Mautsystem für Lkw zu errichten und zu betreiben. Trotzdem sank im Berichtsjahr der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % - was im Rahmen unserer Erwartungen lag. Dies ist auf die gestartete Neuausrichtung des Geschäftsmodells - mit dem Ziel, nachhaltig profitables Wachstum sicherzustellen - zurückzuführen. In diesem Zusammenhang haben wir die Rentabilitätskriterien für die Annahme von Neuaufträgen verschärft: Dienste mit anhaltend geringer Profitabilität werden wir künftig über spezialisierte Partner anbieten oder bei wenig attraktiver Nachfrage ganz aus unserem Leistungskatalog streichen. Von der Neuausrichtung gestärkt, konnten sich insbesondere unsere Standardlösungen aus dem Wachstumsfeld Cloud Computing gegen den starken Wettbewerb durchsetzen. Für unsere Kunden bedeutet das: Sie können auf eine immer größere Bandbreite an Lösungen aus der Cloud zurückgreifen und gleichzeitig von unserer Expertise bei Transformationsleistungen profitieren, unsere Kunden sicher in die Cloud zu bringen. Dies beinhaltet eine umfassende Beratung, die permanente Weiterentwicklung erfolgreicher Cloud-Lösungen wie "Dynamic Services for Collaboration" (DSC), Dynamic Workplace oder auch unsere SAP-Angebote wie SAP Hana sowie die Einführung und Erweiterung von Integrationslösungen in der Cloud wie Cloud Broker oder Cloud Integration Center. Ein weiterer wichtiger Baustein für den Ausbau unseres Cloud-Geschäfts sind strategische Partnerschaften wie z. B. mit salesforce.com, FireEye und Cisco Systems. Das heißt, wir bieten Lösungen unserer Partner entsprechend den Bedürfnissen unserer Kunden aus unseren Rechenzentren in Deutschland an. Dabei spielen die Aspekte Sicherheit und Hochverfügbarkeit für T-Systems und für unsere Kunden eine wichtige Rolle. Um den Anforderungen aus den neuen Vertragsabschlüssen gerecht zu werden, modernisieren und konsolidieren wir unsere ICT-Ressourcen kontinuierlich. Dank leistungsstärkerer Server und einer verbesserten Auslastung konnten wir die Zahl der betreuten Server um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr reduzieren. Ähnlich war es bei den Rechenzentren: Durch den technischen Fortschritt konnten immer größere und leistungsstärkere Einheiten errichtet werden. So haben wir Anfang Juli 2014 in Biere bei Magdeburg das größte Rechenzentrum Deutschlands eröffnet. Auch konnten wir durch die leistungsstärkeren Einheiten unsere Anzahl an Rechenzentren reduzieren - dies wirkt auch positiv auf unsere Kosteneffizienz. Die Zahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme stieg gegenüber dem Vorjahr um 20,6 % auf 1,58 MIO. Stück. OPERATIVE ENTWICKLUNGGesamtumsatzDer Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft betrug im Berichtsjahr 8,6 MRD. € und lag somit um 4,8 % unter dem Vorjahr. Ursache ist in erster Linie der planmäßig rückläufige Umsatz im Zusammenhang mit der eingeleiteten Neuausrichtung. Der Umsatz der Market Unit, also im Kern das Geschäft mit externen Kunden, war mit 6,9 MRD. € um 5,1 % geringer als 2013; dabei sanken sowohl der nationale als auch der internationale Umsatz. Der Umsatzrückgang aus der Neuausrichtung sowie die generell rückläufige Preisentwicklung im ICT-Geschäft belasteten den Umsatz. Neben Wechselkurseffekten führten die Verkäufe von T-Systems Italia und des Geschäftsbereichs SI der T-Systems France, die im ersten Halbjahr 2013 stattgefunden hatten, zu Umsatzverlusten. Im Geschäftsbereich Telekom IT, der hauptsächlich die nationalen internen IT-Projekte unseres Konzerns bündelt, lag der Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Dies spiegelt v. a. die vorgesehenen Einsparungen des Konzerns bei den IT-Kosten wider. T 034 in Mio. €scroll
EBITDA, bereinigtes EBITDAIm Berichtsjahr stieg das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Systemgeschäft um 61 MIO. € bzw. 7,9 %. Der Anstieg ist auf einen deutlich verbesserten Beitrag der Telekom IT zurückzuführen. Bei der Market Unit ist das bereinigte EBITDA deutlich rückläufig. Grund dafür ist u. a. der notwendige Aufwand zur Neuausrichtung des Geschäftsmodells mit dem Ziel, nachhaltig profitables Wachstum sicherzustellen. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg von 8,6 % im Vorjahr auf 9,7 %. Das EBITDA sank um 17,6 % auf 295 MIO. €. Die Sondereinflüsse lagen über Vorjahresniveau, v. a. durch Restrukturierungsprogramme. EBIT, bereinigtes EBITDas bereinigte EBIT war 2014 um 10 MIO. € geringer als 2013, u. a. wegen höherer Abschreibungen, insbesondere im Zusammenhang mit der fortgeschrittenen Implementierung des konzernweiten ERP-Systems. Die bereinigte EBIT-Marge liegt mit 1,5 % auf Vorjahresniveau. Cash CapexDer Cash Capex lag im Berichtsjahr bei 1,2 MRD. €, das sind 105 MIO. € mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg steht im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Geschäftsmodells, das wir mit der zunehmenden Digitalisierung von Wirtschaftsunternehmen weiterentwickeln. Deshalb investieren wir in intelligente Netzlösungen wie Vernetztes Automobil, Gesundheit oder Energie sowie in digitale Zukunftsfelder wie Cloud Computing oder Cyber Security. Dem entgegen wirkten Effizienzsteigerungen, u. a. durch die Standardisierung der ICT-Plattformen. GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES→ Für nähere Informationen zu unserem Segment Group Headquarters & Group Services verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur", sowie auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. GesamtumsatzDer Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich 2014 gegenüber dem Vorjahr um 12,6 %. Dies ist insbesondere auf die fehlenden Umsätze in Zusammenhang mit dem Anfang Februar 2014 vollzogenen Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe zurückzuführen. Die konzerninternen Service-Umsätze, v. a. aus Callcenter-Leistungen und Mieten, sanken gegenüber dem Vorjahr leicht. EBITDA, bereinigtes EBITDAIm Berichtsjahr lag das bereinigte EBITDA unseres Segments Group Headquarters & Group Services um 12 MIO. € unter dem Vorjahr. Zurückzuführen ist dies auf den Wegfall des operativen Beitrags der Scout24 Gruppe. Das Ergebnis des verbliebenen Anteils von rund 30 % weisen wir seit dem Vollzug der Transaktion im Finanzergebnis als "Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen" aus. Des Weiteren reduzierten wir die konzerninternen Erträge der Digital Business Unit (DBU) aufgrund von Effizienzmaßnahmen. Zudem sanken die Erträge aus Markenlizenzen. Positiv wirkten demgegenüber höhere Erträge aus Immobilienverkäufen, geringere IT- und Beratungsaufwendungen sowie die Realisierung von Effizienzen aus der Neuausrichtung der Vivento. Insgesamt wirkten sich 2014 positive Sondereinflüsse von rund 1,2 MRD. € auf das EBITDA aus; diese ergaben sich hauptsächlich aus dem Ertrag in Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe. Aufwendungen - insbesondere für Personalmaßnahmen sowie für die Bildung von sonstigen Rückstellungen - belasteten das EBITDA. EBITDas EBIT verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 1,5 MRD. €. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf den Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe zurückzuführen. Cash CapexDer Cash Capex verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 30 MIO. €, im Wesentlichen resultierend aus geringeren Anschaffungen von Software-Lizenzen und dem fehlenden Anteil aus der Scout24 Gruppe. T 035 in Mio. €scroll
GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER DEUTSCHEN TELEKOM AGDie Deutsche Telekom AG, die über diverse Zweigniederlassungen in der Bundesrepublik Deutschland verfügt, stellt ihren Jahresabschluss nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf. Als Konzernzentrale übernehmen wir strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringen Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften. Die Ergebnisse unserer Tochtergesellschaften und die Maßnahmen der Konzernfinanzierung prägen entscheidend unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. So konnten sich im Geschäftsjahr 2014 z. B. unsere Tochtergesellschaften in Deutschland unter den wettbewerbsbedingten Rahmenbedingungen speziell im Mobilfunk gut behaupten. Dagegen belasteten u. a. die eingeleitete Neuausrichtung des Geschäftsmodells von T-Systems ebenso wie die generell rückläufige Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft die Ergebnisse. Das Ergebnis im operativen Segment Europa war im Wesentlichen durch Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie durch wettbewerbsbedingte Preisreduzierungen beeinflusst. Änderungen in der Gesetzgebung bei Steuern und Abgaben sowie staatliche Sparprogramme setzten die Ergebnisse im operativen Segment Europa zusätzlich unter Druck. Die Deutsche Telekom AG weist für das Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss in Höhe von 4,0 MRD. € aus. Die Geschäftsentwicklung wurde im Berichtsjahr neben dem operativen Geschäft von einer Vielzahl weiterer unterschiedlicher Effekte (z. B. Wertaufholung bei der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, und bei der T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn, Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe und die Verlängerung der Vorruhestandsregelung für das Geschäftsjahr 2014) geprägt, die sich sowohl originär aus dem eigenen Geschäft der Gesellschaft als auch aus dem Beteiligungsergebnis ergaben. ERTRAGSLAGE DER DEUTSCHEN TELEKOM AGDas negative Betriebsergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,1 MRD. € bei im Vorjahresvergleich leicht gesunkenen Umsatzerlösen von 3,7 MRD. €. Die Verbesserung des Betriebsergebnisses resultiert aus im Vorjahresvergleich um 0,4 MRD. € höheren sonstigen betrieblichen Erträgen sowie aus um 0,5 MRD. € geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen und um 0,2 MRD. € geringeren Personalaufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Berichtsjahr in Höhe von 1,0 MRD. € im Zusammenhang mit dem Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe sowie der Einlage der verbliebenen 30 % der Anteile an der Scout24 Gruppe zu Zeitwerten in eine neue Holding-Gesellschaft positiv beeinflusst. Gegenläufig wirkten sich insbesondere gegenüber dem Vorjahr um 0,3 MRD. € gesunkene Währungskursgewinne auf die sonstigen betrieblichen Erträge aus. Die im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 MRD. € niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren insbesondere aus dem Rückgang der Währungskursverluste um 0,3 MRD. €. Die um 0,2 MRD. € gesunkenen Personalaufwendungen sind im Wesentlichen auf die im Vorjahresvergleich geringere Inanspruchnahme des Vorruhestandsprogramms durch Beamte bei der Deutschen Telekom zurückzuführen. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 0,2 MRD. € auf 5,3 MRD. €. Wesentlichen Einfluss darauf hatte die Verbesserung des Beteiligungsergebnisses um 0,4 MRD. €. T 036 HGB-Gewinn- und Verlustrechnung Deutsche Telekom AG (Gesamtkostenverfahren) in Mio. €scroll
Im Berichtsjahr wurde das Beteiligungsergebnis insbesondere durch die gestiegene Ergebnisabführung der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, positiv beeinflusst. Dies ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr durchgeführten Zuschreibungen auf die T-Mobile Global Holding GmbH und die dort indirekt gehaltenen Finanzanlagen EE Limited, Hatfield, und T-Mobile USA, Inc., Bellevue, zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die im Vorjahresvergleich um 0,3 MRD. € geringere Ergebnisabführung der Telekom Deutschland GmbH, Bonn, von 4,4 MRD. € aus, die im Geschäftsjahr 2013 aufgrund einer Zuschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände entsprechend höher war. Der Rückgang des Zinsergebnisses im Berichtsjahr um 0,3 MRD. € resultiert im Wesentlichen daraus, dass im Jahr 2013 im Vergleich zu 2014 mehr frühzeitige Auflösungen von Zinsderivaten mit entsprechenden positiven Effekten erfolgten und des Weiteren die internen Cash-Management-Verrechnungskonten im Berichtsjahr niedriger verzinst wurden. Das insbesondere durch die vorgenannten Effekte geprägte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Geschäftsjahr 2014 insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 1,3 MRD. €. Bei außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 17 MIO. € und einem Steueraufwand von 263 MIO. € ergibt sich unter Einbeziehung der oben beschriebenen Einflüsse im Geschäftsjahr 2014 ein Jahresüberschuss von 4 005 MIO. €. Unter der Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 662 MIO. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 4 667 MIO. €. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DER DEUTSCHEN TELEKOM AGUnsere Vermögenslage ist, neben dem Eigenkapital, im Wesentlichen durch das Anlagevermögen sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften bestimmt. Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 MRD. € auf 104,4 MRD. €. Die Entwicklung der Aktivseite war insbesondere durch die Zunahme der Forderungen um 1,8 MRD. € sowie gegenläufig durch die Verringerung des Anlagevermögens um 0,8 MRD. €, der flüssigen Mittel um 0,7 MRD. € und der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,5 MRD. € gekennzeichnet. T 037 HGB-Bilanz Deutsche Telekom AG in Mio. €scroll
Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 1,7 MRD. € resultierte aus den gestiegenen Forderungen aus Cash Management, die im Wesentlichen gegen die Telekom Deutschland GmbH, Bonn, bestehen. Die Verringerung der Finanzanlagen um 0,5 MRD. € im Vorjahresvergleich war insbesondere auf die Rückzahlung von Ausleihungen durch die Telekom Deutschland GmbH, Bonn, in Höhe von 1,7 MRD. € zurückzuführen. Neue Ausleihungen wurden u. a. an die T-Mobile Netherlands, Den Haag, in Höhe von 0,9 MRD. € sowie die Magyar Telekom Telecommunications Public Limited Company, Budapest, in Höhe von 0,3 MRD. € begeben. Der Rückgang des Sachanlagevermögens war im Wesentlichen durch Abschreibungen auf Immobilien in Höhe von 0,3 MRD. € bedingt. Die um 0,5 MRD. € verminderten sonstigen Vermögensgegenstände waren insbesondere auf den Rückgang der Forderungen aus Collaterals mit 0,4 MRD. € zurückzuführen. Die Passivseite war im Wesentlichen durch die Zunahme des Eigenkapitals um 2,8 MRD. € sowie der Finanzverbindlichkeiten um 0,7 MRD. € und gegenläufig durch den Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten um 3,7 MRD. € geprägt. Wesentlich für die Erhöhung des Eigenkapitals waren der Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres von 4,0 MRD. € und dessen Auswirkung auf den Bilanzgewinn sowie die im gezeichneten Kapital und den Rücklagen mit 1,0 MRD. € ausgewiesenen Einlagen der Aktionäre, die im Zusammenhang mit der Erfüllung des Dividendenanspruchs für das Geschäftsjahr 2014 die Einlage ihrer Dividendenansprüche gegen Aktien wählten. Gegenläufig wirkte sich die Gewinnausschüttung für das Vorjahr von 2,2 MRD. € aus. Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten war insbesondere durch die Neuaufnahme von Commercial Papers mit 1,6 MRD. € bedingt. Gegenläufig wirkte sich im Wesentlichen die Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 0,8 MRD. € aus. Die übrigen Verbindlichkeiten verringerten sich insbesondere durch Darlehensrückzahlungen an verbundene Unternehmen im Saldo um 2,9 MRD. €. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Darlehensrückzahlungen gegenüber der Deutschen Telekom International Finance B. V., Amsterdam, in Höhe von 3,0 MRD. €. Weiterhin wirkte sich die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Cash Management von 0,8 MRD. € aus. T 038 Kapitalflussrechnung in Mio. €scroll
Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit hat sich im Vorjahresvergleich um 1,1 MRD. € auf 0,1 MRD. € erhöht. Er resultiert nach Bereinigung des Desinvestitionsanteils an der Scout24 Gruppe in Höhe von 1,0 MRD. € im Jahresüberschuss des Berichtsjahres insbesondere aus dem Nettoaufbau von Forderungen aus Cash Management in Höhe von 2,9 MRD. €. Dieser Aufbau im Cash Management ergibt sich im Wesentlichen aus Ergebnisabführungen von Tochtergesellschaften und Begebung kurzfristiger Darlehen im Rahmen des konzerninternen Cash Managements. Die Veränderung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit ist überwiegend durch das gegenüber dem Vorjahr verbesserte Working Capital bedingt. Dies ergab sich im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Abbau der Verbindlichkeiten aus Cash Management. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Berichtsjahr maßgeblich durch Rückzahlungen im Zusammenhang mit mittel- und langfristigen Anlagen bei Tochtergesellschaften mit 2,0 MRD. €, den Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe mit 1,6 MRD. € sowie Einzahlungen für hinterlegte Barsicherheiten für Derivate mit 0,4 MRD. € beeinflusst. Gegenläufig wirkten sich mittel- und langfristige Mittelanlagen bei Tochtergesellschaften mit 1,8 MRD. € aus. Im Vorjahr war der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Wesentlichen durch den Verkauf eines Teils der von T-Mobile USA im Rahmen der Refinanzierung begebenen Anleihen mit 4,3 MRD. € geprägt. Die Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit um minus 1,4 MRD. € gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die um 3,1 MRD. € verringerte Nettoaufnahme von mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Deutschen Telekom International Finance B.V., Amsterdam, zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die um 1,1 MRD. € geringere Nettotilgung von kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie eine um 0,7 MRD. € geringere Barauszahlung für die Dividende in 2014 aus. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit setzt sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Nettotilgung der kurzfristigen Verbindlichkeiten von 2,0 MRD. € sowie aus der Auszahlung der Bardividende für das Geschäftsjahr 2013 von 1,2 MRD. € zusammen. Zusammen führte dies im Berichtsjahr zu einem Rückgang an flüssigen Mitteln von ca. 0,7 MRD. €. RISIKO-MANAGEMENT BEI DER BILANZIERUNG VON SICHERUNGSGESCHÄFTENWir setzen derivative Finanzinstrumente ein, um Zinsänderungs- und Währungsrisiken zu begrenzen; also nur zu Sicherungszwecken und nicht aus spekulativen Gründen. Dabei überprüfen wir laufend die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs. CORPORATE RESPONSIBILITY→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom ■ Potenziale erschließen ■ Dialoge führen ■ Fortschritte messenWir zählen zu den weltweit führenden Anbietern von Telekommunikation und Informationstechnologie. In allen Stufen der Wertschöpfungskette kann die ICT-Branche zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Wir wollen dieser unternehmerischen Verantwortung gerecht werden. Mit unserer CR-Strategie - abgeleitet aus der Konzernstrategie - haben wir hierfür einen verbindlichen Orientierungsrahmen geschaffen. Wir übernehmen soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung und reduzieren damit unsere Geschäfts- und Reputationsrisiken, senken unsere Kapitalkosten und festigen das Vertrauen unserer Investoren und Kunden. → Weiterführende Informationen zur CR-Strategie, zu den CR-Zielen sowie den wichtigsten CR-Themen enthält der CR-Online-Bericht unter: www.cr-bericht.telekom.com TOPTHEMEN FÜR DAS NACHHALTIGKEITS-MANAGEMENTWir legen großen Wert darauf, wichtige Anspruchsgruppen in unsere Prozesse einzubinden. Zur Ausrichtung unseres Nachhaltigkeits-Managements erfassen wir daher systematisch die für sie und uns wesentlichen Themen. Ergebnisse aus weiteren Quellen wie internen Workshops, Studien oder Umfragen fließen in diese Analyse ein. Sehr relevant sind demnach:
Auf die ersten sechs Themen gehen wir in diesem Kapitel ein. → Wie wir die übrigen Themen aus dieser Liste angehen, erfahren Sie an anderer Stelle in diesem Bericht oder im CR-Bericht der Deutschen Telekom. G 41 Prozess zur Auswahl wesentlicher Themen![]() MESSBARE FORTSCHRITTE IN DER NACHHALTIGEN ENTWICKLUNGDie Fortschritte unseres Nachhaltigkeits-Engagements messen wir seit 2010 mit ausgewählten Kennzahlen. Um ihre Relevanz für Analysten und Investoren zu verdeutlichen, haben wir die früheren CR KPI in ESG KPI umbenannt (Environment, Social und Governance (ESG), zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung; Key Performance Indicator (KPI), zu Deutsch: Leistungsindikator). Die Kennzahlen helfen u. a. unseren externen Anspruchsgruppen, unser CR-Engagement zu bewerten, und erleichtern uns eine systematische, transparente und kontinuierliche Verbesserung unserer Leistungen. Bereits seit 2011 sind die wichtigsten KPI Bestandteil unseres Geschäftsberichts. Wir wollen sicherstellen, dass unsere ESG KPI weiterhin zu einer erfolgreichen Unternehmenssteuerung beitragen und so die Erwartungen unserer Anspruchsgruppen erfüllen. Darum haben wir sie im Berichtsjahr eingehend überprüft und zum Teil aktualisiert: So haben wir z. B. beim ESG KPI "Energieverbrauch" und beim ESG KPI "CO2 -Emissionen" den Geltungsbereich auf alle Konzerneinheiten erweitert, die an der Umsetzung des Klimaschutzziels mitarbeiten; diese machen rund 99 % unseres Konzernumsatzes aus - im Vorjahr waren es 96 %. Die Erweiterung betrifft sowohl die aktuell erhobenen CO2 -Emissionen als auch die im Jahr 2008 erhobene Menge, die dem Klimaschutzziel zugrunde liegt. Aufmerksam verfolgen wir die Diskussionen über nationale und internationale Kennzahlenstandards, insbesondere über die SD KPI (Sustainable Development Key Performance Indicators, zu Deutsch: Nachhaltigkeitsindikatoren), die das deutsche Bundesumweltministerium mit Wirtschaftsprüfern, Investoren und Analysten entwickelt hat. Unsere eigenen ESG KPI erlauben uns jedoch eine auf unseren Konzern zugeschnittene Steuerung. Deshalb halten wir an ihnen fest und entwickeln sie laufend weiter. G 42 ESG KPI "Energieverbrauch"a in MPEI: Stromverbrauch in Tsd. MWh/Umsatz in Mrd. €![]()
a
Berechnung unter Berücksichtigung von sachgerechten
Schätzungen bzw. Hochrechnungen. G 43 ESG KPI "CO2-Emissionen"a CO2-Emissionen in Tsd. t (Veränderung gegenüber jeweiligem Klimaziel-Basisjahr 2008 in %)![]() G 44 ESG KPI "Nachhaltiger Einkauf" in %![]() Im Geschäftsbericht 2013 haben wir für drei unserer ESG KPI - "Energieverbrauch", "CO2 -Emissionen" und "Nachhaltiger Einkauf" - Prognosen zur Entwicklung abgegeben. Bei allen drei ESG KPI übertrifft die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 den prognostizierten Verlauf. Sowohl der ESG KPI "Energieverbrauch" als auch der ESG KPI "CO2 -Emissionen" haben sich - statt eines stabilen Verlaufes - leicht verbessert. Ursächlich hierfür ist, dass sich der Umsatz stärker und der Stromverbrauch schwächer entwickelte als erwartet. Zudem verbesserte sich das Verhältnis zwischen den aktuellen Emissionen und dem entsprechenden Klimaziel-Basisjahr 2008 durch die Erweiterung des Geltungsbereichs des ESG KPI "CO2 -Emissionen". Der ESG KPI "Nachhaltiger Einkauf" konnte dadurch erhöht werden, dass bei weiteren Lieferanten die Einhaltung unserer Sozial- und Umweltstandards überprüft wurde - und dies in stärkerem Umfang als geplant. Für die Zukunft erwarten wir für die oben genannten ESG KPI folgende Entwicklung:
Unser ESG KPI "Gesellschaftliches Engagement" zeigt, dass im Jahr 2014 unsere Leistung im gesellschaftlichen Umfeld wiederum deutlich höher bewertet wurde als die Wichtigkeit, die dem Thema in der Bevölkerung beigemessen wird. G 45 ESG KPI "Gesellschaftliches Engagement" in %![]() Quelle: TNS Infratest. Bis 2012: Exklusive Telefonumfrage bei deutscher Wohnbevölkerung ("CR Mafo"). Ab 2013: Einbettung ähnliche Fragestellung in Konzernumfrage zu CRQI (Corporate Reputation Quality Indicator). CO2-EMISSIONEN UMFASSEND OFFENGELEGTAußerdem ebnen wir den Weg zu einer klimafreundlichen Gesellschaft, indem wir unsere Kunden dabei unterstützen, durch den Einsatz von innovativen Technologien Emissionen einzusparen. Neben den Scope 1- und Scope 2-Emissionen berichteten wir im Juni 2014 im Rahmen des CDP (Carbon Disclosure Project) erstmals vollständig auch die Scope 3-Emissionen aus der Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens in Deutschland. Dabei handelt es sich um Emissionen, die überwiegend bei der Nutzung unserer Produkte und Dienste sowie in unserer Lieferkette entstehen. In den nächsten Jahren wollen wir die Scope 3-Emissionen auch für den gesamten Konzern erfassen. Für 2014 ermittelten wir Scope 3-Emissionen von insgesamt fast 4 Mio. t CO2 -Äquivalenten; dies entspricht etwa 6 % mehr als im Vorjahr. Gründe für den Anstieg sind vorwiegend die wachsende Zahl an "Entertain" Kunden, eine Zunahme der an Kunden vermietete Endgeräte sowie ein höheres Einkaufsvolumen an neuer Technik für den Netzausbau in Deutschland. Gleichzeitig ist die neue Technik aber auch deutlich effizienter, sodass ihr Einsatz mittelfristig dazu beitragen wird, die CO2 -Emissionen aus unserem Stromverbrauch zu senken. Eine signifikante Reduzierung konnten wir bei den Emissionen im Bereich der Transportlogistik seit 2012 verzeichnen. Auch die Emissionen aus den Fahrten zum Arbeitsplatz sowie die aus Geschäftsreisen resultierenden Emissionen gingen leicht zurück. Um die Scope 3-Emissionen innerhalb der Lieferkette noch effizienter erfassen zu können, haben wir rund 100 unserer Lieferanten eingeladen, am CDP-Supply Chain-Programm teilzunehmen. Daran beteiligten sich 75 % der eingeladenen Lieferanten - eine hervorragende Quote für eine Erstbefragung. Das Programm bietet Unternehmen und ihren Lieferanten eine einheitliche Plattform, um Emissionen zu erfassen und zu steuern. INVESTOREN SETZEN AUF VERANTWORTUNGWie die Finanzmärkte unsere CR-Aktivitäten wahrnehmen, messen wir mit dem ESG KPI "Nachhaltiges Investment": Er stellt den Anteil an T-Aktien dar, die von Investoren gehalten werden, deren Anlagestrategie nicht nur ökonomische, sondern zumindest teilweise auch ökologische und soziale Aspekte der Unternehmensführung berücksichtigt. Um relevante Investoren im Detail über unser CR-Engagement zu informieren, veranstalteten wir im Oktober 2014 ein Webinar, an dem mehrere große Finanzinstitute teilgenommen haben. Außerdem setzten wir unsere jährlichen Präsentationen und Einzelgespräche im Rahmen unserer "Socially Responsible Investments" (SRI)-Roadshows fort und beantworteten zahlreiche direkte Informationsanfragen zu unserer Nachhaltigkeitsleistung von Rating-Agenturen, Analysten und Investoren. Ende 2014 waren bereits rund 21 % der T-Aktien im Besitz von Investoren, die zumindest teilweise SRI-Kriterien bei Investment-Entscheidungen berücksichtigen. 2 % der T-Aktien wurden von Investoren gehalten, die ihre Fonds vorrangig unter SRI-Gesichtspunkten managen. So zahlt sich der Einsatz für mehr Nachhaltigkeit und soziales Engagement zunehmend nicht nur für die Reputation aus. G 46 ESG KPI "Nachhaltiges Investment (SRI)" in %![]() Investoren berücksichtigen bei ihren Anlageentscheidungen vermehrt auch sog. "CR-Ratings", die Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen beurteilen. Auf Basis unserer CR-Rating-Strategie konzentrieren wir uns auf die CR-Rating-Anfragen, die den unten aufgeführten Nachhaltigkeitsindizes zugrunde liegen (siehe TABELLE 039). Ausgewählt haben wir diese Indizes anhand eines Kriterien-Sets, das wir schon länger verwenden und das wir 2014 aktualisiert haben; bewertet haben wir dabei u. a. die Reputation, die Relevanz für Investoren, die Unabhängigkeit der Ratings sowie den Aufwand und den Erkenntnisgewinn, den die Rating-Teilnahme für uns bedeutet. T 039 Listing der T-Aktie in Nachhaltigkeitsindizes bzw. Prädikatescroll
☑ erfolgreich gelistet ☒ nicht gelistet
a
Sector Leader "DACH" (Deutschland, Österreich,
Schweiz). Wie in den Vorjahren ist unsere Aktie in den meisten der von uns priorisierten Nachhaltigkeitsindizes gelistet. Die Rating-Agentur oekom zeichnete uns für unsere ökologischen und sozialen Leistungen als weltweit bestes Telekommunikationsunternehmen aus. Im vierten Jahr in Folge sind wir außerdem im STOXX Global ESG Leaders Index gelistet, im zweiten Jahr hintereinander im 2013 neu aufgelegten Index UN Global Compact 100. Auch der FTSE4Good Index führte im Berichtsjahr unsere Aktie. Außerdem erreichten wir im zweiten Jahr in Folge ein Listing im Climate Disclosure Leadership Index, der die Transparenz der Emissionsberichterstattung von Unternehmen bewertet. Hier verbesserten wir uns von 90 auf 98 Punkte und waren damit bestes Telekommunikationsunternehmen im CDP DACH-Index. Im SAM-Rating für die Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) erzielten wir in den Bereichen Klimawandel, Lieferkette, Compliance und Privacy jeweils die höchste Punktzahl innerhalb unserer Branche. Obwohl wir nach wie vor unter den zehn besten Unternehmen geführt wurden, reichte unsere Gesamtpunktzahl aufgrund gestiegener Anforderungen nicht für eine Aufnahme in die relevanten DJSI World und Europe aus. NACHHALTIGKEIT FÜR UNSERE KUNDENNachhaltige Produkte und Dienste sind für uns das ICT-Geschäft der Zukunft. Unseren Kunden bieten wir klimafreundliche Lösungen, mit denen sie Beruf und Privatleben einfacher und nachhaltiger gestalten können. Auch 2014 gab es bei uns viele Innovationen für nachhaltige ICT-Lösungen aus den verschiedensten Bereichen:
Um die Geschäftspotenziale nachhaltiger Produkte systematisch zu nutzen, haben wir 2014 in einem Pilotprojekt 64 potenziell nachhaltige Produkte und Lösungen aus unserem Portfolio identifiziert; daraus wählten wir als Pilotprodukte Dynamic Workplace, Connected Car und Smart Metering, um sie im Detail auf ihren Nachhaltigkeitsbeitrag und die daraus abgeleiteten Geschäftspotenziale zu untersuchen. Wir haben dabei Vorteile in allen drei Säulen der Nachhaltigkeit identifiziert: ökologische, soziale und ökonomische. Beispielsweise konnten wir berechnen, dass Dynamic Workplace - ein Cloud-basiertes Angebot im B2B-Segment - einem potenziellen Kunden mit 35 000 Mitarbeitern ermöglicht, über 16 000 t CO2 einzusparen, seinen Mitarbeitern ca. 2 MIO. Stunden Pendelzeit für eine produktivere oder angenehmere Verwendung freizustellen und über 15 MIO. € einzusparen. Diese Vorteile werden wir bei der Vermarktung der Produkte herausstellen und dadurch unsere Wettbewerbsposition stärken. Im nächsten Schritt werden wir weitere Produkte auf diese Weise überprüfen. NACHHALTIGE WERTSCHÖPFUNGSKETTE ALS WETTBEWERBSVORTEILFür ein international operierendes Unternehmen wie unseren Konzern hat die Achtung der Menschenrechte einen hohen Stellenwert, zumal die ICT-Branche immer wieder wegen Missständen in ihrer Lieferkette kritisiert wird. Deshalb haben wir umfangreiche Sozialstandards etabliert, um die Achtung der Menschenrechte auch innerhalb unseres Konzerns zu gewährleisten, z. B. im Hinblick auf Vielfalt und Chancengleichheit. Diese setzen wir entschlossen um und nehmen hier auch unsere Lieferanten ausdrücklich mit in die Verantwortung. ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE IM GESAMTEN KONZERNWir haben ein umfassendes Programm entwickelt, um die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in unserem gesamten Konzern umzusetzen. Die Prinzipien verlangen, Auswirkungen auf Menschenrechte systematisch zu identifizieren und negative Folgen zu verhindern, abzumildern oder bei Bedarf wiedergutzumachen. Wie die Grafik 47 zeigt, haben wir hierzu mehrere ineinandergreifende Instrumente eingeführt, die fortlaufend weiterentwickelt werden. 2014 lag der Schwerpunkt auf Bewusstseinsförderung und Training, sowohl innerhalb unseres Konzerns als auch bei unseren Zulieferern. So haben wir das E-Learning Tool für unsere Lieferanten aus Deutschland um eine Moduleinheit "Menschenrechte" ergänzt. Intern führten wir zur Bewusstseinsförderung und Risikoanalyse Gespräche mit Verantwortlichen verschiedener Konzerneinheiten, wie z. B. mit dem Datenschutzbereich. Damit sensibilisierten wir zentrale Bereiche für die Thematik und förderten die Bekanntmachung der zentralen Kontaktstelle für Menschenrechte innerhalb des Konzerns. Zudem analysierten wir, welche Prozesse und Strukturen bereits implementiert sind, die sich positiv auf die Konzernverantwortung auswirken, und wo evtl. noch Verbesserungsbedarf besteht. G 47 Übersicht zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht![]() DIE SOZIALCHARTA ALS GRUNDLAGE UNSERES HANDELNSUm auch den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte gerecht zu werden, haben wir 2013 unsere Sozialcharta - unsere Verpflichtungserklärung zur Achtung der Menschenrechte - überarbeitet und 2014 konzernweit umgesetzt. Ein elementarer Bestandteil dieser Umsetzung ist die Einrichtung einer zentralen Kontaktstelle für Menschenrechtsangelegenheiten in unserem Konzern: Auf unserer Internet-Seite sind alle Anlaufstellen aufgelistet, die Menschenrechtsfragen oder Hinweise auf Verstöße gegen Menschenrechte entgegennehmen. Hier informieren wir seit Mitte 2014 regelmäßig über die Anzahl und den Status quo der Bearbeitung der Hinweise. Mit dem Social Performance Report überprüfen wir, ob unsere Sozialcharta eingehalten wird; dazu müssen alle 111 vollkonsolidierten Gesellschaften unseres Konzerns, die über Personal verfügen, verbindliche Erklärungen abgeben. Im November 2014 veröffentlichten wir den aktuellen Social Performance Report auf unserer Internet-Seite. In der Zeit von Oktober 2013 bis September 2014 wurden von den Verantwortlichen unserer Konzern-Gesellschaften keine Menschenrechtsverletzungen gemeldet. Außerdem führten wir im Berichtsjahr ein erstes eigenständiges Human Rights Impact Assessment durch, das sich allein mit den Auswirkungen von Aktivitäten unseres Unternehmens auf die Menschenrechte innerhalb und außerhalb unseres Konzerns in einem bestimmten Land beschäftigt. Mit Ergebnissen rechnen wir im ersten Quartal 2015. Auch im Dialog mit unseren Stakeholdern spielt das Thema Menschenrechte eine wesentliche Rolle. Beim sechsten Sustainable Procurement Stakeholder Dialog Day am 26. März 2014 in Bonn beschäftigte sich eine von drei Arbeitsgruppen mit Fragen rund um dieses Thema. Am Ende war man sich einig, dass es sowohl der Transparenz und Bewusstseinsförderung bedarf als auch der Kollaboration zwischen allen relevanten Stakeholdern und potenziell betroffenen Rechteinhabern. PARTNERSCHAFTLICHER ANSATZ IM LIEFERANTEN-MANAGEMENTUnser Code of Conduct und unsere Sozialcharta gelten ausdrücklich auch für unsere Lieferanten. Über eine CR-Klausel, die in unseren Lieferantenverträgen enthalten ist, verpflichten wir die Lieferanten dazu, unsere Nachhaltigkeitsanforderungen einzuhalten. Außerdem verlangen wir von ihnen Selbstauskünfte und führen Prüfungen durch. Grundsätzlich setzen wir für nachhaltiges Verhalten bei unseren Lieferanten sowohl auf Vertrauen und Dialog als auch auf Kontrolle und Schulungs- oder Entwicklungsangebote. Bei unseren Einkaufsentscheidungen berücksichtigen wir systematisch Nachhaltigkeitskriterien. Besonderes ökologisches und soziales Engagement fördern wir außerdem durch Auszeichnungen wie z. B. mit dem DELFIN-Award von unserer ungarischen Beteiligung Magyar Telekom. Aber auch unser eigenes Lieferanten-Management trifft international auf Anerkennung: In der jüngsten "Sustainable Supply Chain Review"-Studie der italienischen Nichtregierungsorganisation (NGO) "Acquisti & Sostenibilità" erreichten wir den ersten Platz. WERTSTEIGERUNG DURCH LIEFERANTENENTWICKLUNGMit drei wichtigen Lieferanten aus den Bereichen Endgeräte und Netzwerk-Technik arbeiten wir seit Juni 2014 in einem Projekt zusammen mit dem Ziel für Themen wie Arbeitszeitregelungen oder Gesundheitsschutz gemeinsam Lösungen zu finden und so Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Eine klare Win-win-Situation für unsere Lieferanten und uns: Bessere Arbeitsbedingungen wirken sich positiv auf die Bindung und Motivation der Beschäftigten aus, steigern die Produktivität und verbessern die Qualität der Produkte. Bereits wenige Monate nach Projektstart gab es erste messbare Erfolge. So konnten beispielsweise die Überstunden um 30 % reduziert werden, bei einer gleichzeitigen Anhebung der Gehälter um 15 % sowie einem Anstieg der Mitarbeiterzufriedenheit um 6 %. 2015 wollen wir weitere Lieferanten in das Projekt aufnehmen. WETTBEWERBSVORTEILE DURCH NACHHALTIGKEITNachhaltigkeit zahlt sich aus - so lautete auch die Botschaft unseres CR Stakeholder Dialog Day am 26. November 2014 im chinesischen Shenzhen. Über positive wirtschaftliche Auswirkungen von Nachhaltigkeit in Unternehmen diskutierten unter dem Motto "Wettbewerbsvorteile durch Nachhaltigkeit" 120 Teilnehmer, darunter direkte und nachgelagerte Lieferanten, unabhängige Auditoren, Mitglieder der chinesischen Regierung, NGOs und Nachhaltigkeitsexperten. Deutlich wurde die Bedeutung langfristig angelegter Partnerschaften und Strategien, um für nachhaltige Produkte bessere Preise und damit schließlich Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Der Erfolg der Tagung geht auch auf die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen dem Konzerneinkauf und dem CR-Bereich zurück. DATENSCHUTZ UND DATENSICHERHEITAn die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft werden hohe Erwartungen geknüpft: ICT soll vieles erleichtern oder fördern, so z. B. Klimaschutz, Inklusion, Wissenschaft, Transparenz, Gesundheitsversorgung und Pflege. Dabei hängt die Akzeptanz von ICT davon ab, ob die Menschen darauf vertrauen können, dass ihre persönlichen Daten vor unerlaubten Zugriffen geschützt sind und nicht ohne Erlaubnis verwendet werden. Datenschutz und Datensicherheit haben bei uns höchste Priorität. Bereits 2008 haben wir ein eigenes Vorstandsressort eingerichtet und mit den Binding Corporate Rules Privacy (vorher Privacy Code of Conduct) verbindliche, konzernweite Datenschutz-Standards festgelegt. Außerdem setzen wir uns für mehr Forschung und Bildung im Bereich Cyber-Sicherheit und Datenschutz ein, z. B. mit einem eigenen Lehrstuhl, den wir an der Hochschule für Telekommunikation in Leipzig eingerichtet haben. Wir brauchen zudem gut vernetzte schnelle Eingreiftruppen im Unternehmen, um uns gegenseitig schnell über neue Gefahren informieren zu können. Daher haben wir unser Team im Cyber Defense Center deutlich verstärkt und fördern die Ausbildung von Spezialisten. Dafür haben wir gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln das Qualifikationsprogramm "Cyber Security Professional" geschaffen. → Weitere Informationen zum Thema Datenschutz und -sicherheit finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". MEDIENKOMPETENZ ALS BEITRAG ZUR CHANCENGLEICHHEITMit unserem Kerngeschäft - dem Aufbau, Betrieb und der Vermarktung von Netzen und Anschlüssen - wollen wir Menschen miteinander verbinden und ihnen den Zugang zur Informations- und Wissensgesellschaft erleichtern. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen - unabhängig von Alter, Herkunft und Bildungsniveau - an der modernen Informationsgesellschaft teilhaben können. Der sichere Umgang mit digitalen Medien ist dabei eine Schlüsselkompetenz für die Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft. Als ICT-Anbieter sehen wir uns hier besonders in der Verantwortung: Daher sind die Vermittlung von Medienkompetenz, der sichere Umgang mit moderner Kommunikationstechnik und Datensicherheit einige unserer Schwerpunkte. Mit unserem breiten Bildungs-Engagement wollen wir Menschen in ihren Kompetenzen stärken, Chancengleichheit fördern und das Interesse für technologisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge wecken.
INNOVATION UND PRODUKTENTWICKLUNG→ Weiterführende Informationen rund um das Thema Innovationen enthält unser Online-Bericht unter: www.telekom.com/innovation ■ Entwicklung innovativer Produkte, die begeistern ■ Mit Partnern gewinnenARCHITEKT DES DIGITALEN ZEITALTERSWir zählen zu den weltweit führenden Anbietern von Telekommunikation und Informationstechnologie. Um diese Position zu festigen, müssen wir unsere Innovationskraft stärken. Davon profitieren am Ende auch unsere Kunden: Dank innovativer Technik haben wir z. B. ausgezeichnete Netze, insbesondere im Mobilfunk, und wir bieten unseren Kunden innovative Dienste und Produkte. Als Architekt des digitalen Zeitalters wollen wir die Zukunft mitgestalten. Basis dafür ist und bleibt unsere leistungsfähige Breitband-Infrastruktur im Festnetz wie im Mobilfunk. Die Menge an Daten, die transportiert und gespeichert wird, nimmt extrem zu. Daher müssen - und werden - wir auch in den kommenden Jahren massiv in die Infrastruktur investieren. Dabei liegen in Deutschland die Schwerpunkte im Mobilfunk im weiteren Ausbau des LTE-Netzes sowie im Festnetz in der Glasfaser- und Vectoring-Technologie. Darüber hinaus entwickeln wir unter dem Schlagwort "Hybrid" Produkte, bei denen wir die Stärken von Festnetz und Mobilfunk - Kapazität und Geschwindigkeit - miteinander kombinieren. In Deutschland haben wir den Hybrid Router "Speedport Hybrid" bereits auf den Markt gebracht und damit unsere Innovationsfähigkeit einmal mehr unter Beweis gestellt. Die IP-Transformation ist Voraussetzung für unsere integrierte Netzstrategie - und bildet damit das Fundament für all unsere zukünftigen Produkte und Services. INNOVATIONSKULTUR UND INNOVATIONSPROZESSInnovation kann nicht verordnet werden. Innovation ist Kultur, die vorgelebt und gefördert werden muss. Gerade in großen Unternehmen wie unserem Konzern braucht es eine lebendige Unternehmenskultur, die Innovationen fördert. Wichtige Elemente einer solchen Kultur sind: schnelles Entscheiden und Umsetzen durch schlanke interne Prozesse, das Freisetzen von kreativem Potenzial sowie das Fördern und Fordern von Ideen und unternehmerischem Handeln. Innovation entsteht dabei nicht nur in speziellen Unternehmensbereichen, die sich fokussiert der Innovation der Deutschen Telekom verschrieben haben, sondern muss von allen Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen - also auch in den Unternehmensbereichen, die sich dem klassischen Kerngeschäft und der direkten Vermarktung in den jeweiligen Landesmärkten widmen - vorangetrieben werden. Nur im Zusammenwirken zwischen Innovation und Kerngeschäft entsteht letztlich erfolgreiche Innovation für die Kunden in den verschiedenen Märkten. Klar strukturierte Abläufe sorgen dafür, dass Ideen wachsen und sich in innovative Produkte und Dienstleistungen umsetzen lassen. Wie die unten stehende GRAFIK 48 zeigt, läuft ein Innovationsprozess bei uns in vier Phasen ab: G 48 Innovationsprozess bei der Deutschen Telekom![]()
In jeder der vier Phasen prüfen wir natürlich, ob die Ressourcen, die wir einsetzen, im Verhältnis zu dem erwarteten Ergebnis stehen. Dies kann dazu führen, dass die Entwicklung eines Produkts in einer der Phasen des Innovationsprozesses eingestellt wird. Das ist notwendig, denn nicht jede gute Idee hat auch das Potenzial, ein gutes Produkt oder eine gute Dienstleistung zu werden. Jede Innovation muss Wert aus Kundensicht bieten: Nehmen die Kunden die Innovation nicht an oder stimmt der Zeitpunkt dieser Innovation nicht, ist selbst die beste Idee wertlos. Nachhaltigkeitskriterien finden in allen Phasen des Innovationsprozesses Berücksichtigung. Bei der Entwicklung neuer Produkte kommen unsere verbindlichen Design-Richtlinien zur Anwendung. Darin sind neben gestalterischen auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. Die erste der Design-Richtlinien wurde aus der CR-Strategie abgeleitet und lautet: "Handle verantwortungsvoll. Denke global." → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Um die Innovationsprozesse in unserem Konzern zu steuern und unsere Innovationskultur noch weiter zu fördern, haben wir eine "Innovation Governance" etabliert. Dazu gehört u. a. das "Portfolio & Innovation Board", das sicherstellt, dass wir die richtigen Prioritäten setzen. Das Gremium identifiziert und selektiert die Innovationsschwerpunkte für den Konzern und beschließt die jeweilige Strategie zur Umsetzung. Das heißt z. B. auch, ein Portfolio mit den größten Chancen zu definieren und diese anschließend zu implementieren. Derzeit liegt unser Fokus dabei auf folgenden Themen:
INNOVATION ALS DREIKLANGWir stellen uns den Herausforderungen der Zukunft. Um noch mehr Innovationskraft zu entfalten, nutzt unser Konzern nicht nur eigene Innovationen, sondern integriert auch erfolgreich Neues von außen. Wachstum aus Innovation generieren wir auf drei Arten: aus Eigenentwicklungen, aus Partnerschaften und aus Unternehmensbeteiligungen. Wie die unten stehende GRAFIK 49 zeigt, ist Innovation für uns also ein Dreiklang. Im Mittelpunkt steht dabei immer die kompromisslose Ausrichtung am Kundennutzen. T-LABS: UNSERE EIGENE IDEENSCHMIEDEMit unserem zentralen Forschungs- und Innovationsbereich, den Telekom Innovation Laboratories (T-Labs), verfügen wir über eigene Forschungs- und Entwicklungsstätten an mehreren Standorten, u. a. in Berlin, Darmstadt, Bonn, Beer Sheva und Tel Aviv in Israel sowie Mountain View in den USA. Dort entwickeln und testen rund 500 Experten und Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen neue Technologien; dabei arbeiten sie eng mit internationalen Universitäten und Forschungsinstitutionen zusammen. Ihr Auftrag ist es, gemeinsam mit unseren operativen Segmenten neue Impulse zu setzen und bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer Produkte, Dienste und Infrastrukturen zu helfen. G 49 Wachstum durch Innovation![]() An ihrem Hauptstandort Berlin sind die T-Labs seit 2004 mit der Technischen Universität Berlin verbunden - eine der größten und bekanntesten Public Private Partnerships in Europa. 2014 standen bei den T-Labs folgende Themen im Vordergrund:
Raum für Ideen schaffenMit der Telekom Innovation Arena schaffen wir ideale Bedingungen für Ideen rund um das digitale Leben von morgen: Die Innovation Arena bietet v. a. optimale Arbeitsbedingungen - mit hochmoderner technischer Infrastruktur, rund um die Uhr geöffneten, modernen Räumen und Austauschmöglichkeiten bis hin zu Kreativräumen zur Entspannung. Auf rund 8 000 Quadratmetern arbeiten hier die Mitarbeiter der T-Labs, von hub:raum, des Design-Bereichs und des Partnerings in der Digital Business Unit zusammen. Die kreative Mischung von Menschen aus allen Bereichen des Innovationsgeschäfts - vom Unternehmer bis zum Entwickler oder Designer - macht die Innovation Arena zum Hotspot für Ideen in Deutschland. Auch unser Bereich Group Business Development mit seinen Partnering-Aktivitäten nutzt die Innovation Arena als zentralen Anlaufpunkt für das Scouting von Start-ups. Außerdem können wir hier auch unseren internationalen Partnern ein Einfallstor in die Berliner Gründerszene bieten. 2014 fand zum zweiten Mal die "Lange Nacht der Start-ups" in Berlin statt. Wir waren Gastgeber des Events, bei dem sich über 100 Start-ups aus Deutschland, Israel und den USA den über 2 500 Besuchern präsentierten. EIGENE ENTWICKLUNGENUnser Innovationsbereich Digital Business Unit (DBU) wird sich zukünftig noch stärker auf Innovationsthemen konzentrieren und diese zentral für den Konzern steuern. Dabei arbeitet der Bereich eng mit den operativen Segmenten zusammen, um noch näher und schneller am Markt sein zu können. Gerade in Bereichen rund um unser Kerngeschäft ist unsere Innovationsfähigkeit entscheidend, wenn es darum geht, uns im wachsenden Wettbewerb durchzusetzen und uns nachhaltig als Premium-Anbieter zu positionieren. In 2014 war die DBU maßgeblich an der Weiterentwicklung und Einführung verschiedener Produkte, wie u. a. tolino, Hybrid Router, Roaming Pass, Global Corporate Access und QIVICON/Smart Home, beteiligt. PARTNERSCHAFTEN UND KOOPERATIONENDie Veränderungen in unserem Innovationsbereich stehen im Einklang mit unserer Konzernstrategie. Dabei unterstreicht unser strategisches Handlungsfeld "Mit Partnern gewinnen" wie wichtig Kooperationen für den zukünftigen Erfolg unseres Konzerns sind. Natürlich setzen wir auch weiterhin auf eigene Ideen. Darüber hinaus sind wir aber auch offen für Innovationen von außen und wollen verstärkt Kooperationen eingehen. Bei eigenen Entwicklungen konzentrieren wir uns darum auf unsere Kernkompetenzen rund um Netze, netznahe Dienste und Plattformen. Bei anderen Services legen wir den Fokus auf Partnerschaften mit dem Ziel, zusammen mit Partnern ein breiteres Angebot von Diensten und Produkten anzubieten. Partner auf Augenhöhe werden kann dabei sowohl der große, global aufgestellte Konzern als auch das kleine Start-up-Unternehmen. So können wir eigene Ideen gezielt mit den Entwicklungen externer Partner ergänzen. Schließlich lassen sich intelligente Ansätze oft klug kombinieren - und letztendlich entsteht ein noch besseres Angebot für den Kunden. Partnerschaften helfen uns dabei, uns vom Wettbewerb abzuheben. Beste Netze und bester Service sind dabei die Basis für unseren Erfolg bei den Kunden. Die Kunden erwarten aber auch neueste Apps und Dienste aus der Online-Welt. Daher setzen wir auf die große Innovationskraft des Silicon Valley, Deutschlands und anderer Innovations-Hotspots. Beispiele für solche Partnerschaften sind Evernote, dropbox und Lookout. Dieser Partnerschaftsansatz gilt auch für unseren Bereich Geschäftskunden, z. B. die Partnerschaft mit salesforce.com, einem Anbieter von Kunden-Management-Lösungen aus der Cloud. In puncto IT- und Cyber-Sicherheit arbeiten unsere Security-Experten inzwischen eng mit FireEye zusammen. Unser Ziel ist es, auf Basis standardisierter Plattformen zusammen mit attraktiven Partnern die digitalen Angebote zu liefern, die unsere Kunden wünschen. An dieser technischen und kommerziellen Plattform können wir Partner bzw. Partnerprodukte schnell, flexibel und kostengünstig anschließen - wie Geräte an einer Steckerleiste. Dabei sorgen wir für den schnellen Zugang zu standardisierten Schnittstellen und kümmern uns im Hintergrund um Abrechnung, Sicherheit und Übertragungsqualität. Unsere Kunden können diese Dienste einfach und bequem buchen: z. B. das Musik-Angebot von Spotify. → Mehr Informationen zu unseren Kooperationen und Partnerschaften finden Sie im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2014". Als Architekt der digitalen Zukunft wollen wir das kommende Zeitalter mitgestalten. Unsere Netze sind die Basis dafür. Auf dem Weg in die digitale Zukunft sind wir ein gefragter Partner. So kooperieren wir z. B. auch mit Unternehmen aus anderen Branchen wie Energie, Gesundheit und Vernetztes Automobil: → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom
START-UP-FÖRDERUNG UND BETEILIGUNGEN→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Neben dem traditionellen Weg mit eigener Forschung und Entwicklung setzen wir auf "Open Innovation": Auch außerhalb unseres Konzerns suchen wir nach den besten Ideen und den besten Köpfen. Bei unseren Venture-Beteiligungen helfen wir nicht nur bei der Finanzierung, sondern wir beraten und begleiten die Unternehmen auch. Um den Zugang zu Innovationen weiter zu verbessern, wollen wir Umfang und Volumen unserer Investments in den Bereichen Venture Capital und Technologie-Innovation deutlich ausbauen. Hierfür planen wir, über einen Zeitraum von fünf Jahren ein Investitionsvolumen von 500 MIO. € zur Verfügung zu stellen, und verdoppeln damit unsere Venture Capital- und Innovations-Investments. Kern unserer Aktivitäten ist eine neue Fondsstruktur mit dem Namen Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP). DTCP geht in 2015 an den Start und wird zu einem der größten Innovationsfonds in Europa zählen. Neue Investments außerhalb unseres Kerngeschäfts werden wir in Zukunft vorwiegend über DTCP tätigen. Neben den Venture Capital Investments mit Fokus auf die stetig wachsende Start-up-Szene wird DTCP seine Aktivitäten auch auf Private Equity Investments in etabliertere Unternehmen ausdehnen, um so die Zusammenarbeit zwischen sog. "OTT-Playern" und unserem Konzern voranzutreiben. Darüber hinaus wird DTCP Beratungsleistungen für unseren Konzern zu bestehenden Beteiligungen erbringen. DTCP verbindet die Stärken eines großen Konzerns mit der Expertise, Agilität und Flexibilität einer kleinen Investment-Gesellschaft und erweitert so das Spektrum unseres Konzerns erheblich. An Innovationen beteiligten wir uns 2014 mit unserer Wagniskapitalfirma T-Venture. Seit der Gründung von T-Venture im Jahre 1997 haben wir insgesamt über 200 Minderheitsbeteiligungen erworben, als aktiver Investor diese Unternehmen in ihrer Weiterentwicklung unterstützt und zahlreiche Unternehmen gewinnbringend veräußert. Nach dem Start von DTCP wird T-Venture keine neuen Investments aus dem bestehenden Fonds mehr tätigen, das vorhandene Portfolio aber weiterhin managen und für Folgeinvestitionen in diesem Portfolio verantwortlich sein. Hierfür stehen in den nächsten Jahren über 100 MIO. € zur Verfügung. Daneben wird T-Venture wie bisher die Telekom Innovation Pool GmbH (TIP) unterstützen und Investitionen für hub:raum tätigen. T-Venture hält derzeit rund 100 Beteiligungen, von denen wir nachfolgend zwei vorstellen:
Die Telekom Innovation Pool GmbH (TIP) dient dazu, junge Unternehmen in unseren Konzern zu integrieren. Die TIP übernimmt auch konzerninterne Spin-offs - das sind Unternehmensbereiche, die als eigenständige Unternehmen ausgegründet werden. Außerdem unterstützen wir gezielt Start-ups bei der Unternehmensgründung: mit unserem Inkubator hub:raum. Damit wollen wir die Vernetzung von Menschen und Kapital mit innovativen Geschäftsideen fördern und neue Geschäfte aufbauen. Mittlerweile ist hub:raum eine bekannte Größe in der Start-up-Szene. Daneben etabliert sich hub:raum auch auf internationaler Ebene, zum einen durch den Aufbau eines Programms zur gezielten Ansprache israelischer Start-ups und zum anderen durch die Eröffnung eines eigenen hub:raums in Krakau. Darüber hinaus ist hub:raum in 2014 mittels Partnerschaften in den wichtigsten westeuropäischen Start-up-Märkten vertreten wie z. B. London, Paris und Stockholm. PatenteDie Bedeutung von Patenten in der Telekommunikationsbranche wächst beständig. Akteure und Aktionsfelder ändern sich und beeinflussen unsere IPR-Agenda (Intellectual Property Rights (IPR), zu Deutsch: Rechte am geistigen Eigentum). Dabei gilt es einerseits, die Handlungsfreiheit unseres Konzerns zu erhalten. Andererseits wollen wir neben eigener Forschung und Entwicklung durch Kooperationen und Partnerschaften den Weg zu "Open Innovation" öffnen. Dafür sind Schutzrechte - national wie international - außerordentlich bedeutend. Wir widmen uns intensiv der Generierung eigener Rechte. Im Berichtsjahr konnten wir 196 Patente anmelden und verfügen damit über einen Gesamtbestand von rund 7 900 Schutzrechten (2013: rund 7 500). Intensive Entwicklung und Bereinigung des IPR-Portfolios sichert die Werthaltigkeit des Bestands sowie den strategischen Fit mit den Stoßrichtungen unseres Konzerns. Ergänzend dazu trägt die professionelle Handhabung von patentjuristischen Aufgaben zur Stabilität unserer IPR-Assets bei. Wir sind darüber hinaus in Standardisierungsgremien tätig. Beim Management von Schutzrechten berücksichtigen wir Kosten-Nutzen-Aspekte durch selektive Anmeldung und stringentes Terminieren. AUFWAND UND INVESTITIONEN IN FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGZu unseren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zählen produktvorbereitende Forschung und Entwicklung, wie z. B. die Suche nach alternativen Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleistungen. Nicht als Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfassen wir im Gegensatz dazu die Aufwendungen zur Entwicklung von System- und Anwender-Software, die zum Ziel hat, die Produktivität zu steigern und unsere Geschäftsprozesse effektiver zu gestalten. 2014 lag der Forschungs- und Entwicklungsaufwand für den Konzern mit 95,6 MIO. € nahezu auf Vorjahresniveau. Die Deutsche Telekom AG trägt als Konzernmutter einen Teil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Konzern. Hier liegt der Aufwand mit 60 MIO. € auf Vorjahresniveau (2013: 60 MIO. €). Diese Kennzahl darf jedoch nicht losgelöst von unserem oben genannten Innovationsdreiklang betrachtet werden. Wir setzen bei unserem Innovationsdreiklang neben eigenen Entwicklungen auch auf Innovationen von außen sowie auf Start-up-Förderungen und Beteiligungen. In 2015 werden wir mit DTCP unser Investment-Engagement in den Bereichen Venture Capital und Technologie-Innovation deutlich ausbauen. Die Investitionen des Konzerns in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte liegen bei 93,2 MIO. € und damit ebenfalls unter Vorjahresniveau. Schwerpunktmäßig betreffen diese Investitionen selbst erstellte Software, wobei der überwiegende Anteil auf unser operatives Segment Systemgeschäft entfällt. Für alle Projekte und Aktivitäten, die zu neuen Produkten und deren effizienterem Angebot an Kunden führen, arbeiteten im Berichtsjahr rund 2 900 Mitarbeiter (2013: rund 2 900). Die für unsere ergebnisorientierte Forschung und Innovation zuständigen T-Labs beschäftigen überwiegend Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen. T 040 Aufwand und Investitionen in Forschung und Entwicklung in Mio. €scroll
MITARBEITER■ Umsetzung der Personalstrategie ■ Personalstrategie 2015 ■ Entwicklung des PersonalbestandsFür weitere Informationen verweisen wir auf unsere weiteren Publikationen. → www.telekom.com/medien/publikationen PERSONALSTRATEGIEStetiger Wandel prägt unser Geschäft. Daher stellen wir uns immer wieder die Frage, was wir heute tun müssen, um den Anforderungen von morgen gerecht zu werden. Leistungsstarke Führungskräfte, Mitarbeiter und Teams sind die Basis für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Wir wissen, dass nur zufriedene Mitarbeiter dauerhaft gute Leistungen erbringen. Gute Personalarbeit widmet sich daher gleichermaßen dem Erfolg der Mitarbeiter und des Unternehmens. Die Aufgabe des Personalbereichs ist es, durch geeignete Maßnahmen und Initiativen die Umsetzung der Konzernstrategie zu unterstützen, um zum führenden Telekommunikationsanbieter in Europa zu werden. Dabei ist unser Handlungsspielraum durch unser externes sowie internes Umfeld geprägt. Es gilt, im hart umkämpften und oftmals stark regulierten ICT-Markt zu bestehen. Auch hoher Preisdruck zwingt uns, immer innovativer und noch effizienter zu werden. Darüber hinaus sind globale Trends einzubeziehen, die beträchtlichen Einfluss auf unsere Personalarbeit haben werden: die Digitalisierung, die Globalisierung, veränderte Normen und Werte, die demografische Entwicklung oder der Wandel zur Wissensgesellschaft. Zusätzlich berücksichtigen wir unser internes Wertegerüst wie unsere Sozialcharta, unseren Code of Conduct und unsere Leitlinien. → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Unsere Personalstrategie greift dies alles auf und gibt die Richtung vor, sodass sich all unsere Human Resources (HR)-Bereiche auf dieselben Ziele konzentrieren können. Für das Jahr 2014 hatten wir fünf Schwerpunkte für unsere Personalarbeit erarbeitet, die unser HR-Leitbild konkretisieren: die HR Big 5.
Mit welchen Maßnahmen wir unsere Personalstrategie auch im Berichtsjahr erfolgreich umgesetzt haben, stellen wir Ihnen nachfolgend beispielhaft vor - gegliedert nach den HR Big 5. UMSETZUNG DER PERSONALSTRATEGIE HR BIG 1 - TOTAL WORKFORCE GESCHÄFTSORIENTIERT GESTALTENEines der wichtigsten Themen - auch der nächsten Jahre - wird die Transformation unseres Konzerns sein. Die verschiedenen Facetten der Transformation, wie die notwendigen Anpassungen an unsere Geschäftsmodelle, eine auf Geschäftsbedarfe fokussierte Talententwicklung und die Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter, steuern wir über unsere Transformationsprogramme - etwa bei der T-Systems: In diesem Transformationsprogramm steigern wir die Profitabilität weiter, indem wir digitale Wachstumsfelder vorantreiben, unser ICT-Geschäft transformieren und gleichzeitig effizienter machen sowie unprofitables Geschäft stoppen. Deshalb ist auch ein komplexer Personalumbau notwendig. Innerhalb des Transformationsprogramms wurde der Personalbestand im Berichtsjahr sozialverträglich angepasst: Alle Beschäftigten, deren Arbeitsplatz weggefallen ist, unterstützt unser Konzern mit einer Vielzahl von Instrumenten zum Personalumbau und einem innovativen Veränderungs-Management für eine berufliche Neuorientierung. So konnten wir auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten und die neuen Geschäftsfelder mit qualifizierten IT-Experten aufbauen. Insbesondere in den Wachstumsfeldern, wo neue Arbeitsplätze entstanden sind, haben wir in Deutschland unsere HR-Initiative "intern vor extern" erfolgreich umgesetzt. Ziel dieser Initiative ist es, bei der Besetzung von Stellen sowie bei einem möglichen Einsatz von externem Personal geeigneten internen Bewerbern, insbesondere aus Einheiten mit Personalüberhängen, den Vorzug zu geben. Allein im Berichtsjahr konnten wir auf diese Weise nahezu 600 gelungene konzerninterne Vermittlungen verzeichnen. Dies koordiniert und steuert unser zentraler Dienstleister für den Personalumbau, Vivento, der seit dem 1. April 2014 konzernintern unter dem Namen "Telekom Placement Services" agiert. HR BIG 2 - FÜHRUNGSKOMPETENZ UND LEISTUNGSORIENTIERUNG AUSBAUENDie Kompetenzen unserer Führungskräfte und die Leistungsorientierung unserer Mitarbeiter sind für uns zwei wesentliche Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb. Daher haben wir unser Führungsmodell neu ausgerichtet und einheitliche, konzernweit gültige Führungsgrundsätze etabliert. Diese Aktivitäten bündeln wir in unserer HR-Initiative "Lead to win": Auf Basis unserer neuen Führungsgrundsätze zur Zusammenarbeit ("Collaborate"), Innovation ("Innovate") und Leistungsförderung ("Empower to perform") sowie unserer Leitlinien haben wir 2014 unser Führungsmodell "Lead to win" eingeführt - zunächst für unser Top-Management. 2015 werden wir sukzessive weitere Management-Ebenen einbinden. "Lead to win" setzt im Kern auf einen kontinuierlichen Austausch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter zu Leistung und Entwicklung ("Performance Dialog"), eine direkte Verknüpfung zwischen Leistungsbeurteilung und Incentivierung ("Rewards") sowie auf persönliche Entwicklungspfade ("New Horizon"). HR BIG 3 - BESCHÄFTIGUNGSFÄHIGKEIT DER BELEGSCHAFT FÖRDERN→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Zur Umsetzung unseres strategischen Schwerpunkts "Beschäftigungsfähigkeit der Belegschaft fördern" tragen insbesondere zwei Stoßrichtungen bei:
In unserer HR-Initiative zum Thema Qualifizierung - "Education 3.0" -geht es darum, das Bildungsangebot an den strategischen Kompetenzbedarfen des Konzerns auszurichten. Unsere Investitionen in Qualifizierung sollen sich auszahlen: Um den größtmöglichen Nutzen für unsere Mitarbeiter und unser Unternehmen sicherzustellen, verbinden wir deshalb alleinstehende Angebote von Ausbildung, Weiterbildung und Hochschule zu durchgängigen Bildungsketten. So ermöglichen wir es unseren Beschäftigten, ihre Kompetenzen ohne Reibungsverluste zu entwickeln. Im Berichtsjahr haben wir bereits Bildungsketten zu den strategischen Kompetenzbedarfen IT-Security, All IP und Big Data aufgebaut und dabei neue bedarfsorientierte Qualifizierungsmaßnahmen angestoßen. Mit dem Cyber Security Professional entwickeln wir z. B. gezielt IT-Experten unter unseren Auszubildenden und dualen Studenten zu Sicherheitsfachleuten weiter und begegnen so dem Fachkräftemangel in diesem wichtigen Geschäftsfeld. Zugleich setzen wir verstärkt auf moderne, digital unterstützte Lernmethoden, um den Anforderungen einer digitalen Arbeitswelt auch in der Qualifizierung gerecht zu werden. Demografie- und Work-Life-Management.Der Arbeitsmarkt wandelt sich. In einer Mehrgenerationen-Belegschaft werden Menschen verschiedener Altersgruppen mit unterschiedlichen Werten, Vorstellungen und Ansprüchen über einen deutlich längeren Zeitraum als bisher zusammenarbeiten. Dies bringt Herausforderungen mit sich. Um diesen zu begegnen, haben wir im Berichtsjahr weiter an unserem systematischen Demografie-Management gearbeitet und Maßnahmen für alle Alters- und Lebensphasen abgeleitet. Hierzu zählen Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge ebenso wie die Förderung von generationsübergreifenden Arbeitsteams. Außerdem wollen wir mit dem Fokus "Work-Life-Balance" unseren Mitarbeitern ermöglichen, Beruf und Privatleben in allen Lebensphasen noch besser in Einklang zu bringen. Beispielhaft steht hierfür die Förderung von Tandem-Stellen, bei denen sich zwei Beschäftigte in gemeinsamer Verantwortung einen Job teilen. Ferner konnten zahlreiche Führungskräfte im Rahmen eines Pilotprojekts unsere verschiedenen flexiblen Arbeitszeitmodelle und -formen selbst ausprobieren und so als Botschafter für diese Angebote agieren. Frauenanteil.Wir engagieren uns für einen höheren Frauenanteil im Management und führten bereits 2010 eine Quote für den Frauenanteil ein - mit dem Ziel, bis Ende 2015 weltweit mindestens 30 % der oberen und mittleren Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Ende 2013 hatten wir in Deutschland fast jede fünfte und weltweit jede vierte Funktion weiblich besetzt. Für das Jahr 2014 hat sich das Wachstum leicht abgeschwächt. Dieser Abschwung ist insbesondere auf Unternehmenszu- und -verkäufe im Berichtsjahr zurückzuführen. Diese Veränderungen kompensierten teilweise unsere Initiativen zur Förderung des Frauenanteils. Trotzdem wollen wir mittelfristig unser Ziel - 30 % Frauenanteil zu erreichen - über 2015 hinaus verstetigen. Mit einer höheren Partizipation von Frauen in Führung erreichen wir einen tiefgreifenden Kulturwandel im Unternehmen im Hinblick auf vielfältigere Teams. Von Anfang an haben wir unser Programm zur Umsetzung der Frauenquote weltweit entlang der gesamten Talent-Pipeline gesteuert, d. h. an allen Einstiegs- und Auswahlpunkten von der Einstellung über die Quotierung von Führungskräfte-Entwicklungsprogrammen und Auswahl-Assessments den Frauenanteil gemessen und uns Ziele zur Erhöhung gesetzt. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen entwickelt sich seit 2010 insgesamt positiv: Er stieg konzernweit von 19 % im Februar 2010 auf 25,6 % im Dezember 2014. Auch in unseren Aufsichtsräten haben wir den Frauenanteil seit 2010 erhöht, wobei wir insbesondere bei den Arbeitnehmervertretern einen deutlichen Anstieg zu verzeichnen haben: 2010 betrug der weibliche Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern in Deutschland 17,7 %, im Dezember 2014 lag er bei 28,1 %. Einen ebenso positiven Effekt haben wir im selben Zeitraum bei den Arbeitgebervertretern unserer internationalen Aufsichtsräte erzielt: Der weibliche Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern stieg von 7,4 % auf 22,6 %. Darüber hinaus zählen wir zu den wenigen DAX-Konzernen, bei denen schon seit einigen Jahren eine Frau einen Vorstandsposten innehat. Im internationalen Management-Team unterhalb des Konzernvorstands, dem Business Leader Team, steigerten wir den Frauenanteil von zwei (Februar 2010) auf acht von 55 Mitgliedern (Dezember 2014). Zu den wichtigsten Diversity- und Frauenförderungsmaßnahmen im Berichtsjahr zählen die Verbesserung der Sichtbarkeit unserer Talente über die Grenzen der Segmente hinaus und unser Programm zur Qualifizierung von Kandidaten für Aufsichtsratsfunktionen. Mit Talents@Telekom haben wir eine eigene Plattform eingerichtet: Hier können unsere Personalmitarbeiter auf Profile aus anderen Konzern-Bereichen zugreifen und die Mitarbeiter im Falle von Vakanzen aktiv ansprechen. Im vierten Quartal 2014 haben wir ein Schulungsprogramm gestartet, um einen Pool von potenziellen Aufsichtsratsvertreterinnen für unsere Beteiligungsgesellschaften zu schaffen: Rund 250 Sitze sind in den internen Aufsichtsratsgremien des Konzerns regelmäßig neu zu vergeben. Aktuell liegt der Frauenanteil dabei bei fast 25 %. Grund genug für das Unternehmen, ein gezieltes Vorbereitungsprogramm unter Beteiligung aller Unternehmensbereiche ins Leben zu rufen. Noch in 2014 haben daran 29 Managerinnen aus unterschiedlichen Ländern teilgenommen. Eine weitere uns wichtige Maßnahme war 2014 die gezielte Ansprache von Frauen: z. B. mit unserem "women special' in unserem Internet-Auftritt, mit internen und externen Anzeigen sowie mit unserer Präsenz auf frauenspezifischen Messen wie z. B. der femtec. Darüber hinaus arbeiten wir verstärkt mit unseren internen Frauen-Netzwerken zusammen, die zusätzlich interessierte und ambitionierte Frauen ansprechen, u. a. mit Job-Newslettern. G 50 Frauen im mittleren und oberen Management in %![]() HR BIG 4 - UMSETZUNGSFÄHIGKEIT IM UNTERNEHMEN ERHÖHEN→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Wachsende Arbeitsmengen und -inhalte lassen die Anforderungen stetig steigen. Daher ist eine hohe Flexibilität nötig - auf individueller und organisatorischer Ebene. Unsere Beschäftigten unterstützen wir mit zukunftsweisenden Methoden und Tools, sich schnell auf veränderte Anforderungen einzustellen. Moderne Arbeitsplätze, Arbeitszeitmodelle und Arbeitsformen bilden den Rahmen für unser Konzept der flexiblen Arbeitswelten, das wir 2014 ebenfalls weiter ausgebaut haben. Damit fördern wir die Zusammenarbeit und stärken die Innovationskraft in unserem Konzern. Das Thema Umsetzungsfähigkeit gehen wir mit zwei HR-Initiativen an: "Shareground" und "Future Work". Mit "Shareground" haben wir in 2013 eine Initiative für Kulturwandel gestartet, die mittlerweile eine Reihe von hochkarätigen Projekten hervorgebracht hat. Die durch Shareground vermittelten neuen Arbeitsmethoden und Formen der Zusammenarbeit sowie innovative Lernformate steigern die Transformationsfähigkeit in unserem Unternehmen und erhöhen den Erfolg von Veränderungsprojekten. Daneben fördert Shareground eine Innovationshaltung der Mitarbeiter, die sich konsequent am Kundennutzen orientiert. Zudem hilft Shareground dabei, das neue Führungsverständnis in unserem Konzern sowie Kulturinnovationen mit Schwerpunkt Transformation umzusetzen. Ein Beispiel dafür war der Magenta MOOC, der erste "Massive Open Online Course" eines deutschen DAX-Unternehmens. MOOCs sind eine durch das Internet vermittelte Fernlerntechnik, deren Kern Videovorlesungen renommierter Wissenschaftler und herausragender Experten bilden, die durch interaktive Aufgaben und Gruppendiskussionen angereichert werden. Der Magenta MOOC war ein konzernweit zugänglicher Online-Kurs, der die virtuelle Zusammenarbeit im Konzern in den Mittelpunkt stellte. Das Thema des MOOCs lautete 2014 "Teile deinen Unternehmergeist". Er hat zwischen April und Juli 2014 stattgefunden: Über 3 600 Mitarbeiter aus 27 Ländern haben daran teilgenommen. In interdisziplinären bereichsübergreifenden Teams wurden mithilfe agiler Methoden innovative kundenfokussierte Lösungen entwickelt, die aus Transformationstrends, Kundenbedürfnissen und Einfachheitsstrategien abgeleitet wurden. Daraus entstanden 100 Geschäfts- und Produktideen. Die Shareground Simplicity-Angebote richten sich an Führungskreise, Teams und Mitarbeiter mit dem Ziel, Einfachheit als grundlegendes Prinzip des Arbeitens zu verankern und entsprechende Techniken im eigenen Führungs- und Arbeitskontext anzuwenden. Im Ergebnis wurden z. B. Produkt-Portfolios, kundenrelevante Prozesse oder interne Abläufe vereinfacht. 2014 nutzten fast 750 Kollegen diese Angebote. Eine in die tägliche Arbeit eingebundene Qualifizierung zu aktuellen Geschäftsherausforderungen und -schwerpunkten bieten die Shareground Business Labs. Sie vermitteln in ausgewählten Top-Transformationsprojekten nutzerzentrische Arbeitsmethoden und machen sie nutzbar für den jeweiligen Arbeitskontext. Im Berichtsjahr haben wir so 55 Projekte durchgeführt. Unter dem Namen "Future Work" subsumieren wir die Gestaltung der Arbeitswelt. Dabei geht es uns um die Attraktivität als Arbeitgeber und um effektives Arbeiten unter sich ändernden Arbeitsbedingungen. Wir wollen ein optimales Zusammenspiel von Büroorganisation, IT-Infrastruktur sowie Arbeits- und Führungskultur - denn auch moderne, auf Eigeninitiative und Unternehmertum setzende Führung ist Bestandteil der Arbeitswelt. Unsere Belegschaft soll eine moderne Arbeitsatmosphäre erleben, die eine effiziente Zusammenarbeit fördert und Raum für Kreativität schafft. Wie künftig Büroarbeit in unserem Unternehmen aussehen soll, haben wir 2014 in einem Rahmenwerk zu Future Work festgelegt, das auf vier Grundsätzen basiert: "offene Bürowelten unterstützen die bereichsübergreifende Zusammenarbeit", "ein neuer Führungsstil basiert auf dem Prinzip der Eigenverantwortung", "das Teilen und die freie Wahl von Arbeitsplätzen fördert die Kommunikation und optimiert die Anzahl von Arbeitsplätzen" und "mobiles Arbeiten ermöglicht eine flexible Arbeitsgestaltung". HR BIG 5 - HR-PRODUKTE EINFACH UMSETZENIn unserem fünften Schwerpunkt geht es darum, die operative HR-Arbeit weiter zu verbessern und fortlaufend entlang der Geschäftsbedarfe auszurichten. Darüber hinaus wollen wir die für HR-Prozesse genutzte IT weiter harmonisieren, vereinfachen und integrieren. Im Rahmen von zwei HR-Initiativen setzen wir diese Ziele um: "Bereinigung des HR-Produkt-Portfolios" und "HR Suite/One.HR". Bei der Initiative "Bereinigung des HR-Produkt-Portfolios" optimieren wir unser HR-Angebot, das sich in eine Vielzahl verschiedener HR-Produkte untergliedert, laufend weiter. Dabei wollen wir auf der einen Seite eine möglichst hohe Standardisierung des Produkt-Portfolios erreichen und auf der anderen Seite den aktuellen Geschäftserfordernissen Rechnung tragen. Seit Projektbeginn im Jahr 2013 konnten wir unser Produkt-Portfolio in Summe um 5 % reduzieren. Dieses Ergebnis erzielten wir, indem wir durch Standardisierung einen Abbau realisieren konnten, gleichzeitig aber Freiräume für die Einführung neuer, moderner HR-Produkte geschaffen haben. Die Vereinheitlichung unserer HR-IT-Systeme über die Initiative "HR Suite/One.HR" war im Berichtsjahr ebenfalls ein Schwerpunktthema. Mit dem Roll-out des IT-Systems "HR Suite" werden konzernweite HR-Prozesse verknüpft und in einem gemeinsamen IT-System unterstützt. Im Fokus stehen dabei u. a. die Prozesse für die Rekrutierung und die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter. Die Grundlage für die erfolgreiche Verknüpfung verschiedener HR-IT-Systeme bildet ein einheitliches, standardisiertes Stammdatensystem, das unter der Bezeichnung "One.HR" umgesetzt wird. Das Projekt besteht aus einem nationalen und einem internationalen Teil. In beiden Projekten haben wir 2014 die Standardisierung verschiedener IT-Systeme durchgeführt und werden auch 2015 weitere Standardisierungen vornehmen. AuszeichnungenOb faire, soziale und nachhaltige Personalpolitik, innovative Karriere-Webseiten oder vorbildliches Gesundheits-Management: Unsere Personalarbeit ist auch 2014 vielfach ausgezeichnet worden. Insgesamt hat unser HR-Bereich im Berichtsjahr 30 Auszeichnungen und Preise erhalten, national und international. → Die komplette Übersicht dazu finden Sie hier: www.telekom.com/arbeitgeberauszeichnungen Nachfolgend wollen wir Ihnen einige wichtige Auszeichnungen und Preise vorstellen: → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom
Mitarbeiterzufriedenheit.→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Unser Ansehen als attraktiver Arbeitgeber wächst weiter. Auch intern stellen uns unsere Mitarbeiter gute Zeugnisse aus. Die jüngste - und seit 2005 fünfte - Mitarbeiterbefragung für den Gesamtkonzern wurde 2012 durchgeführt: In 27 Ländern und 18 Sprachen haben wir rund 195 000 Mitarbeiter dazu eingeladen, uns Rückmeldungen zu geben. Weltweit beteiligten sich fast 150 000 Beschäftigte, eine Quote von 76 %. Zusätzlich wird regelmäßig mit Pulsbefragungen das Mitarbeiter-Feedback eingeholt. Durchgängig hohe Beteiligungsquoten belegen das große Interesse und das wachsende Engagement der Mitarbeiter, unseren Konzern aktiv mitzugestalten. Die Ergebnisse solcher Befragungen - zuletzt in 2014 anhand der Pulsbefragung gemessen - liegen weiterhin auf einem hohen Niveau. Die nächste Mitarbeiterbefragung werden wir im April/Mai 2015 konzernweit durchführen. PERSONALSTRATEGIE 2015Wenn es darum geht, die strategischen Schwerpunkte unserer Personalarbeit zu setzen und sie im Detail auszugestalten, ist unsere Konzernstrategie "Leading European Telco" auch weiterhin maßgebend. Als Richtschnur definiert sie anspruchsvolle Unternehmensziele, die wir darüber erreichen, dass alle Mitarbeiter heute und in Zukunft exzellente Leistungen und Ergebnisse erbringen. Was unsere Personalstrategie daher trägt und prägt, ist unser Leitbild "Leading People For Leading Telco": Mit herausragenden Leistungen unserer Mitarbeiter wollen wir das Fundament dafür legen, dass die Produktivität und Innovationsstärke unseres Konzerns weiter steigt und wir zum führenden Telekommunikationsanbieter in Europa werden. Diesen Anspruch untermauern wir mit unseren strategischen Schwerpunkten - den HR Big 1 bis 4 - für 2015. HR Big 1 - Transformation der Belegschaft gestalten.Wir wollen unsere Geschäftsmodelle schneller weiterentwickeln, als es der Wettbewerb tut. Daher investieren wir kontinuierlich in den Ausbau der Fähigkeiten und Kenntnisse unserer Belegschaft, z. B. im Rahmen der Qualifizierung auf offene Stellen, der strategischen Weiterbildung oder der Qualifizierung zur Substitution von Leih- und Zeitarbeitskräften. Denn die Qualifizierung von Mitarbeitern in marktfähige, zukunftsorientierte Skills ist ein wesentliches Element beim Personalumbau. Bei dieser Aufgabe unterstützt uns in Deutschland unser zentraler Dienstleister für den Personalumbau, Vivento, der konzernintern unter dem Namen "Telekom Placement Services" agiert. Das Ziel des internen Personaldienstleisters ist klar beschrieben: Mitarbeitern dauerhafte Beschäftigungsperspektiven genau dort im Konzern zu erschließen, wo ihr Know-how benötigt wird. HR Big 2 - Talente und strategische Kompetenzen entwickeln.Innovation ist wesentlicher Teil unserer Marke: Hier heben wir uns vom Wettbewerb ab. Wir arbeiten im Konzern ständig an Neuem - an unseren Prozessen und Produkten und daran, wie unsere Kunden uns erleben. Grundlegende Voraussetzung dafür, dass wir im internationalen Wettbewerb erfolgreich bleiben, ist die entschlossene Förderung unserer Talente sowie die gezielte Identifikation und Entwicklung von strategisch relevanten Fertigkeiten und Kompetenzen - etwa zur Erschließung von Wachstumsfeldern wie Cloud, Big Data, Cyber Security, Intelligent Networks oder neuer Märkte in den Bereichen Gesundheit, Energie und Automobil. HR Big 3 - Führungskompetenz & Leistungsorientierung ausbauen.Gemeinsam wollen wir Ergebnisse erzielen, die uns stolz machen. Darum gilt es auch in 2015, Führungskräften wie Mitarbeitern Leistungsentfaltung zu ermöglichen und Führungskompetenzen gezielt weiterzuentwickeln. In das im Jahr 2014 gestartete Programm "Lead to win", das konzernweit verbindliche Führungsgrundsätze - unsere "Leadership Principles" - umfasst, werden wir weitere Führungskräfteebenen einbinden. Die Führungsgrundsätze adressieren die Kompetenzfelder Zusammenarbeit, Innovation und Leistungsförderung. Unsere Führungskräfte sind hier u. a. gefordert, die Innovationspotenziale innerhalb der Mitarbeiterschaft zu identifizieren und zu heben und eine Arbeitskultur zu schaffen, in der der Status quo und das eigene Verhalten immer wieder infrage gestellt werden, in der es keine Angst vor Fehlern gibt und in der mutig für Ideen eingetreten und für sie mit Leidenschaft gekämpft wird. HR Big 4 - gemeinsame Kultur und Zusammenarbeit fördern.Unser Anspruch ist es, eine effektive, übergreifende Zusammenarbeit in unserem Unternehmen zu unterstützen. Deshalb fördern wir den konzernweiten Austausch von Wissen und Erfahrung. Das machen wir z. B. über internationale Jobrotation von Experten und temporäre Austauschprogramme. Unsere Mitarbeiter lernen so bereichsübergreifende Zusammenhänge kennen und fördern ihre sozialen Kompetenzen durch den Umgang mit neuen Kollegen und fremden Kulturen. Sie tragen wertvolle Informationen und Ideen in ihre Bereiche zurück. Im Ergebnis wird die gegenseitige Unterstützung noch einfacher und effektiver. Damit mobilisieren wir unsere Vielfältigkeit und setzen unsere volle Innovationskraft frei. ENTWICKLUNG DES PERSONALBESTANDSDer Mitarbeiterbestand des Konzerns lag leicht unter dem Niveau des Jahresendes 2013. Innerhalb unserer Segmente zeichneten sich zum Teil gegenläufige Effekte ab: Im operativen Segment Deutschland erhöhten wir 2014 gegenüber dem Vorjahr den Personalbestand durch den Aufbau von Personal im Wesentlichen für den Aus- und Umbau unserer "Netze der Zukunft" um 3,0 %. Der Anstieg der Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment USA um 7,0 % im Berichtsjahr ist auf die Gewinnung zusätzlicher Kräfte im Einzelhandel und Kunden-Service zur Betreuung der vergrößerten Kundenbasis zurückzuführen. In unserem operativen Segment Europa reduzierte sich der Mitarbeiterbestand gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 2,4 %. Die Entwicklung ist durch gegenläufige Effekte geprägt: Zum einen reduzierte sich der Bestand an Mitarbeitern durch die Veräußerung der Anteile an der Euronet Communications in den Niederlanden. Ferner trugen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in einigen Ländern unseres operativen Segments, u. a. in Rumänien, in Kroatien und in Ungarn, zu einem Rückgang bei. Zum anderen stieg die Mitarbeiterzahl infolge der Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe seit dem 30. Mai 2014 sowie durch Zuwächse infolge des Personalumbaus in Griechenland. In unserem operativen Segment Systemgeschäft sank die Mitarbeiteranzahl um 3,6 %, v. a. aufgrund von Personalumbaumaßnahmen im Inland. In unserem Segment Group Headquarters & Group Services sank die Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Jahresende 2013 um 10,7 %. Grund für den Rückgang waren v. a. die Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe sowie der Personalumbau. MITARBEITERSTATISTIKT 041 Entwicklung des Personalbestandsscroll
a
Berechnung auf Basis der Mitarbeiter im Durchschnitt. T 042 Personalaufwand in Mrd. €scroll
BESONDERE EREIGNISSE NACH SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRESErwerb von Spektrumlizenzen.Informationen zu der am 29. Januar 2015 abgeschlossenen Auktion zur Frequenzvergabe in den USA finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld". Vereinbarung über den Verkauf unseres Joint Ventures EE.Am 5. Februar 2015 haben wir und der französische Telekommunikationsanbieter Orange mit der britischen BT eine Vereinbarung über den Verkauf des Joint Ventures EE geschlossen. Nach Vollzug der Transaktion zu einem vereinbarten Kaufpreis von 12,5 MRD. GBP wird die Deutsche Telekom mit einem Anteil von rund 12 % größter Aktionär von BT werden. Abhängig vom Aktienkurs von BT sowie weiteren Faktoren beim Vollzug der Transaktion können wir neben dem 12 %-Anteil an BT auch eine Barkomponente erhalten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der BT-Aktionäre sowie der zuständigen Behörden. Mit dem Abschluss der Transaktion wird vor Ende März 2016 gerechnet. Das zum Segment Group Headquarters & Group Services gehörende Joint Venture EE wurde zum 31. Dezember 2014 innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen. PROGNOSE¹KONJUNKTURERWARTUNGENSollte es nicht zu einer deutlichen Verschärfung der geopolitischen Krisenherde oder zu einer erneuten europaweiten Staatsschulden- und Bankenkrise kommen, gehen wir davon aus, dass sich die Expansion der Weltwirtschaft im Laufe der Jahre 2015 und 2016 wieder beschleunigt. Für unsere Kernmärkte fällt der konjunkturelle Ausblick wie folgt aus:
T 043 Prognose für die Entwicklung des BIP und der Arbeitslosenquote in unseren Kernmärkten für 2015 und 2016 in %scroll
Quelle: Oxford Economics, Stand Januar 2015. MARKTERWARTUNGEN DEUTSCHLANDFür 2015 und 2016 gehen wir in Deutschland von einem weiterhin rückläufigen Telekommunikationsmarkt aus. Grund dafür ist neben dem intensiven Wettbewerb das geänderte Nutzungsverhalten der Kunden: Sie verlagern ihre Kommunikation in soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ oder in IP-Messaging-Angebote wie WhatsApp. Nach Einschätzung des Branchenverbands BITKOM werden die Umsätze im deutschen Markt für Informations- und Telekommunikationstechnologie nur leicht um 0,6 % auf 154,3 MRD. € wachsen. Die Geschäfte mit Datentechnik, Software und Dienstleistungen sollen anziehen und die Einnahmen mit Telekommunikation und Unterhaltungselektronik zurückgehen. Nach wie vor sinken die klassischen Sprachumsätze in Festnetz- und Mobilfunk-Markt, v. a. weil die Sprachtelefonie mit anderen Telekommunikationsprodukten in Form von Flatrates gebündelt wird. Der Kampf um den Kunden mit innovativen, attraktiven integrierten Produkten aus Festnetz und Mobilfunk sowie partnerschaftlich organisierten Angeboten wird für die Wettbewerbsposition immer wichtiger. Auch bei den Serviceumsätzen im Mobilfunk-Markt gehen wir von einem weiteren preisbedingten Rückgang in den nächsten zwei Jahren aus. Hinzu kommt, dass überwiegend kostenfreie IP-Messaging-Angebote SMS-Textnachrichten weiter ersetzen. Zu erwartende regulatorisch bedingte Preissenkungen verstärken den rückläufigen Umsatztrend, wie z. B. Preisabsenkungen im Rahmen der nationalen Terminierung im Dezember 2014 und die mögliche Abschaffung des EU-Roamings Ende 2015. Verstärkt machen bei der Gestaltung von Tarif-Portfolios das integrierte Datenvolumen und die Geschwindigkeit den Unterschied zu Wettbewerbern aus; zudem werden Sprach- und Messaging-Dienste zunehmend in Form von Flatrates angeboten. Im Festnetz-Breitband-Markt gehen wir davon aus, dass das Wachstum der Kabelnetz-Betreiber anhalten wird. Ein Wachstum erwarten wir v. a. in Marktsegmenten wie TV, IT durch Cloud Services, M2M, mobiles Bezahlen und Cyber Security. Bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen steigt die Nachfrage nach integrierten Telekommunikationsprodukten weiter, insbesondere im Bereich der sicheren Datenübertragung u. a. durch Cloud-Anwendungen. Um diese Wachstumschancen nutzen zu können, investieren die Telekommunikationsunternehmen in moderne breitbandige integrierte Netze, Netzkonzepte und -kapazitäten, IT sowie in Innovationen und Partnerschaften. USADer US-amerikanische Mobilfunk-Markt ist weiterhin von intensivem Wettbewerb zwischen den bedeutendsten Mobilfunk-Anbietern gekennzeichnet. Entscheidende Faktoren für den Wettbewerb auf dem US-amerikanischen Mobilfunk-Markt sind u. a. dynamische Preisanpassungen, Marktsättigung im Bereich Sprach-, Service- und Produktangebote, Kundenerlebnis, Netzqualität, Entwicklung und Einsatz von Technologien, Verfügbarkeit von Spektrumlizenzen sowie regulatorische Veränderungen. Besondere Kennzeichen des Postpaid-Mobilfunk-Markts in den USA sind Ratenzahlung für Endgeräte sowie die Möglichkeit für Kunden, sich nur für einen Mobilfunk-Dienst zu entscheiden, ohne gleichzeitig ein Endgerät erwerben zu müssen. Durch diese Tarife können die Anbieter den Endgeräteumsatz sofort erfassen und so den überwiegenden Teil der Endgerätekosten abdecken. Darüber hinaus sind die Datendienste nach wie vor ein Wachstumstreiber, und für die Jahre 2015 und 2016 ist davon auszugehen, dass trotz der hohen Wettbewerbsintensität der US-amerikanische Mobilfunk-Markt aufgrund der Entwicklung bei den breitbandigen mobilen Datendiensten weiter wachsen wird und die großen Mobilfunk-Anbieter weiter in die Netze investieren können. EUROPAUnsere europäischen Märkte - ohne Deutschland - sind geprägt von hartem Wettbewerb zwischen Marktteilnehmern aus der klassischen Telekommunikationsbranche, alternativen Breitband-Anbietern wie Kabel- und Glasfasernetz-Betreibern sowie Anbietern von Internetbasierten Diensten wie Kurznachrichten (z. B. WhatsApp) und Internet-TV (z. B. Watchever). Auch für die nächsten zwei Jahre sehen wir eine Ausweitung des Wettbewerbs und weitere Konsolidierungen im Telekommunikationsmarkt. Trotz erster Anzeichen einer Preiserholung in einzelnen Märkten hat dies eine aggressive Preisgestaltung zur Folge mit Flatrate- und/oder reinen SIM-only-Angeboten. In den meisten unserer europäischen Märkte gehen wir davon aus, dass sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen verbessern werden. Ein Anstieg des BIP wird sich erfahrungsgemäß jedoch erst mittelfristig im Umsatzwachstum niederschlagen. Wir befürchten, dass Regierungen einiger europäischer Länder ihre Finanzsituation weiter verbessern wollen und daher fiskalpolitisch in den Telekommunikationsmarkt eingreifen: Zum Beispiel hat die Kroatische Regierung im Geschäftsjahr 2014 eine Verdreifachung der Frequenzgebühren beschlossen. Darüber hinaus erwarten wir, dass Entscheidungen nationaler Regulierungsbehörden und der Europäischen Union die Märkte auch zukünftig unter Druck setzen und den Umsatz im Mobilfunk negativ beeinflussen werden. Insgesamt gehen wir in den einzelnen Ländern unseres operativen Segments Europa für die nächsten beiden Jahre davon aus, dass die Umsätze im Telekommunikationsmarkt weniger stark zurückgehen. Dieses resultiert zum einen aus dem im Vergleich zu den Vorjahren geringeren Rückgang der Terminierungsentgelte und zum anderen aus der, insbesondere in Osteuropa, stark zunehmenden Smartphone-Penetration mit mobilem Breitband sowie im Festnetz-Markt aus einer wachsenden Anzahl an Breitband- und Pay-TV-Anschlüssen. Ab 2017 erwarten wir eine Stabilisierung der Umsätze im Telekommunikationsmarkt in unseren Ländern. SYSTEMGESCHÄFTAuch wenn die erwartete Erholung der Weltwirtschaft ausbleiben sollte, gehen wir davon aus, dass sich der Wachstumstrend im ICT-Markt in den kommenden beiden Jahren wieder verstärken wird. Der ICT-Markt wird unseres Erachtens geprägt sein durch die Digitalisierung, den anhaltenden Kostendruck und den starken Wettbewerb. Die Digitalisierung führt zu einer höheren Nachfrage nach Lösungen aus den Bereichen Cloud Services, Big Data, intelligente Netzdienstleistungen wie Industrie 4.0, Internet der Dinge und M2M sowie der Mobilisierung von Geschäftsprozessen. Wir gehen davon aus, dass sich die ICT-Märkte in unseren beiden Marktsegmenten unterschiedlich entwickeln werden:
GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNSDeutsche Telekom auf Wachstumskurs.Auf unserem Kapitalmarkttag in Bonn Ende 2012 hatten wir als Ziel ausgegeben, ab 2014 auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Auf vergleichbarer Basis erreichten wir dieses Ziel bereits 2013 - ein Jahr früher als geplant. Und wir bleiben auf Erfolgskurs: Im Geschäftsjahr 2014 erzielten wir - auf vergleichbarer Basis - erneut ein Wachstum von 2,9 %. In erster Linie ist dies auf das Umsatzwachstum in unserem operativen Segment USA zurückzuführen. Das neue Geschäftsmodell sowie der Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS wurden positiv angenommen; das zeigt sich auch an der spürbar höheren Zahl an eigenen Postpaid-Kunden. Diese verbesserte Kundenbasis soll sich in den Folgejahren auch weiterhin auf den Umsatz als dann auch auf unser Ergebnis deutlich niederschlagen. Auch außerhalb der USA sehen wir uns in den nächsten Jahren wieder auf Wachstumskurs. Im Einzelnen erwarten wir in unseren operativen Segmenten bis 2016 folgende Entwicklungen:
Diese insgesamt positiven Erwartungen sind das Resultat unserer konsequenten strategischen Ausrichtung: Wir treiben die Entwicklung unseres Konzerns voran - hin zum führenden Telekommunikationsanbieter für Privat- und Geschäftskunden in Europa. Wir wollen unsere Kunden mit intelligenten Lösungen für zu Hause und unterwegs begeistern. Dazu kombinieren wir unsere mehrfach ausgezeichnete Netzqualität mit innovativen eigenen Anwendungen und Tarifen wie z. B. Hybrid-Technologie und MagentaEINS. Wir integrieren aber auch Produkte von Partnern. In Zukunft werden wir weiter massiv in unsere Netze investieren und unsere Breitband-Infrastruktur ausbauen. In Deutschland und Europa sind dies v. a. beträchtliche Investitionen in die Glasfaser- und Vectoring-Technologie sowie in den schnellen Mobilfunk-Standard LTE. So sichern wir unsere Technologie- und Qualitätsführerschaft im Festnetz und Mobilfunk und stärken unsere Wettbewerbsposition. In den USA werden wir weiter erheblich in die Qualität und Abdeckung unseres Mobilfunknetzes investieren. Insgesamt streben wir im Konzern 2015 ein Investitionsvolumen (ohne Spektruminvestitionen) von rund 9,8 MRD. € und 2016 einen leichten Anstieg an. Voraussetzung für unsere Investitionen ist und bleibt ein verlässliches und innovationsfreundliches regulatorisches Umfeld in Europa. Um die Transformation hin zum führenden Telekommunikationsanbieter in Europa profitabel zu gestalten, werden wir weitere Maßnahmen und Initiativen einleiten, um Kosten zu sparen, insbesondere indirekte Kosten. Im Fokus stehen dabei v. a. Personaleffizienz, die Hebung von Synergien, Prozessoptimierung und Target Costing. Insgesamt erwarten wir für unsere finanziellen Leistungsindikatoren folgende Entwicklungen:
Alle Einschätzungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr basieren auf der Annahme einer vergleichbaren Konsolidierungsstruktur sowie vergleichbaren Wechselkursen. Auch in Zukunft wollen wir durch Kooperationen oder angemessene Akquisitionen in unseren Märkten Größenvorteile und Synergien nutzen. Nicht geplant sind größere Akquisitionen und die Expansion in aufstrebende Länder (Emerging Markets). Unsere bestehenden Kooperationen und Beteiligungen werden wir mit Blick auf die Unternehmenswertmaximierung kontinuierlich strategisch prüfen. Trotz unserer erheblichen Investitionen wollen wir unsere Aktionäre auch weiterhin angemessen vergüten. Vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen soll für die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 eine Dividende von mindestens 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie gezahlt werden. Bei der Bemessung der Dividendenhöhe für die genannten Geschäftsjahre soll auch das relative Wachstum des Free Cashflows berücksichtigt werden. In Bezug auf die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 erwägen wir, unseren Aktionären wieder die Möglichkeit anzubieten, die Umwandlung der Dividende in Aktien der Deutschen Telekom AG anstelle der Auszahlung der Dividende in bar zu wählen. Die Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten kann im Jahr 2014 insgesamt als stabil bezeichnet werden. Das Umfeld war v. a. geprägt durch die expansive Geldpolitik der Notenbanken und damit verbunden eine andauernde Niedrigzinsphase. Die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen ist im Jahresverlauf um mehr als 70 % gesunken. Für 2015 wird im Euroraum ein schwacher und fragiler Aufschwung bei anhaltend niedrigem Zinsniveau erwartet. Wir haben nach wie vor einen ausgezeichneten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und sind mittels unseres Daueremissionsprogramms jederzeit in der Lage, Emissionen kurzfristig an den internationalen Kapitalmärkten durchzuführen. Die Einhaltung der folgenden, im Rahmen unserer Finanzstrategie definierten Leitplanken wird uns auch zukünftig einen flexiblen Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ermöglichen:
Die Deutsche Telekom führte in 2014 keine Fremdkapitalemissionen durch. 2014 hatten wir einen durchgehend hohen Liquiditätsbestand, insbesondere aufgrund des Verkaufs von im Zuge des Zusammenschlusses von T-Mobile USA mit MetroPCS erworbenen Anleihen der T-Mobile US im Gegenwert von 5,6 MRD. US-$ im November 2013, des Verkaufs von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe sowie der teilweisen Nicht-Ausschüttung der Dividende in bar wegen einer entsprechenden Wahl des Umtauschs der Dividendenansprüche in Aktien durch eine Vielzahl von Aktionären. T-Mobile US emittierte 2014 neue Unternehmensanleihen über insgesamt 3,0 MRD. US-$, um Investitionen und Ausgaben für Lizenzen zu finanzieren; davon wurden jedoch 1,0 MRD. US-$ zum Rückkauf kündbarer ausstehender Anleihen verwendet. Zudem emittierte T-Mobile US im Dezember 2014 Mandatory Convertible Preferred Stock im Volumen von 1,0 MRD. US-$. 2015 werden Rückzahlungen von insgesamt 4,0 MRD. € in Anleihen, Medium Term Notes und Schuldscheindarlehen fällig. Ende 2014 stuften uns die Rating-Agenturen Standard & Poor's, Fitch und Moody's mit BBB+/BBB+/Baa1 als solides Investment Grade-Unternehmen ein. Der Ausblick der Agenturen war jeweils stabil. Um auch zukünftig einen sicheren Zugang zu den internationalen Finanzmärkten zu haben, ist der Erhalt eines soliden Investment Grade Ratings von A- bis BBB Kernbestandteil unserer Finanzstrategie. Ein solides Rating hilft uns zudem, unsere geplanten Investitionen in den nächsten Jahren flexibel zu steuern und damit einen Beitrag für zukünftiges Wachstum zu leisten. Zum Jahresende 2014 hatten wir eine komfortable Liquiditätsreserve von rund 20,4 MRD. €. Auch für 2015 planen wir eine Liquiditätsreserve, welche die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate abdeckt. Im Rahmen der Liquiditätsvorsorge werden wir im Verlauf des Jahres 2015 Fremdfinanzierungen am Kapitalmarkt durchführen. Die Finanzierungsmaßnahmen richten sich zeitlich insbesondere nach dem jeweiligen Umfeld an internationalen Kapitalmärkten. Erwartungen der Deutschen Telekom AG.Die Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG als Konzernmuttergesellschaft spiegelt sich insbesondere in den Leistungsbeziehungen zu unseren Tochtergesellschaften und den Ergebnissen aus den inländischen Organschaftsverhältnissen der Töchter sowie sonstigen Beteiligungserträgen wider. Somit ist die zukünftige Entwicklung der Ergebnisse der Deutschen Telekom AG im Wesentlichen durch die Chancen und Herausforderungen unserer Töchter und deren operative Ergebnisse geprägt. Entsprechend beeinflussen die auf den folgenden Seiten beschriebenen Erwartungen der operativen Segmente zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung wie z. B. starker Wettbewerbsdruck, regulatorische Entscheidungen, Markt- und Konjunkturerwartungen etc., neben den Konzernerwartungen die zukünftige Entwicklung des Jahresüberschusses der Deutschen Telekom AG. Auf Basis der beschriebenen Erwartungen bei den operativen Segmenten und der sich daraus ergebenden Effekte geht die Deutsche Telekom AG unter Berücksichtigung der vorhandenen Gewinnrücklage und vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen auch für die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 von einer Dividendenausschüttung von mindestens 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie aus. Bei der Bemessung der Dividendenhöhe für die genannten Geschäftsjahre soll auch das relative Wachstum des Free Cashflows berücksichtigt werden. In Bezug auf die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 erwägen wir, unseren Aktionären wieder die Möglichkeit anzubieten, die Umwandlung der Dividende in Aktien der Deutschen Telekom AG anstelle der Auszahlung der Dividende in bar zu wählen. Erwartungen bis 2016 und Ambition bis 2018.Die Erwartungen des Konzerns und der operativen Segmente im Einzelnen sind in den nachfolgend aufgeführten TABELLEN 044 und 045 bis 2016 dargestellt und gelten unter der Annahme einer vergleichbaren Konsolidierungsstruktur und konstanter Wechselkurse. Gleiches gilt für die Ambition bis 2018. Eine Verschlechterung der makroökonomischen Lage sowie unvorhergesehene staatliche oder regulatorische Eingriffe können sich auf die Erwartungen auswirken. Alle Trendaussagen beziehen sich auf das jeweilige Vorjahr. Im Hinblick auf die Intensität und die Richtung unserer Prognosen verweisen wir auf das im Folgenden angewandte Bewertungsraster: starker Rückgang, Rückgang, leichter Rückgang, stabiler Verlauf, leichter Anstieg, Anstieg, starker Anstieg. T 044 Finanzielle Leistungsindikatorenscroll
a
Berücksichtigung wesentlicher Konsolidierungskreisveränderungen
bis zum Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten
Lageberichts. T 045 Nichtfinanzielle Leistungsindikatorenscroll
a
Engagement-Index per zuletzt in 2012 durchgeführter
Mitarbeiterbefragung. 2015 und 2016 streben wir für die Entwicklung unserer Kundenbindung/ -zufriedenheit - gemessen mit dem Leistungsindikator TRI*M-Index -jeweils eine leichte Steigerung an. Aufgrund des bereits hohen Niveaus des Engagement-Index von 4,0 - bei einer Skalierung von 1,0 bis 5,0 - als Resultat der Mitarbeiterbefragung 2012 sowie der Ergebnisse des in 2014 durchgeführten Puls-Checks erwarten wir, dass die hohe Zustimmung unserer Mitarbeiter zu unserem Unternehmen in der nächsten Mitarbeiterbefragung einen stabilen Verlauf aufweisen wird. Die nächste Mitarbeiterbefragung findet im April/Mai 2015 statt. Detaillierte Informationen zu unseren ESG KPIS sowie zu unseren Erwartungen finden Sie im Kapitel "Corporate Responsibility". → Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Im Rahmen unserer Planung haben wir die Wechselkurse wie in TABELLE 046 angenommen. T 046 Wechselkursescroll
Die von uns durchgeführten Modellierungen und Szenarioanalysen möglicher wesentlicher externer Einflussfaktoren werden zusammenfassend in der folgenden TABELLE 047 dargestellt: T 047 Mögliche Einflussfaktoren auf das Ergebnisscroll
+ positiv ○ unverändert - negativ ERWARTUNGEN DER OPERATIVEN SEGMENTE DEUTSCHLANDIm operativen Segment Deutschland sind wir mit einem umfassenden Transformationsprogramm gestartet: Das Vorhaben ist auf fünf Jahre angelegt und hat zum Ziel, die Marktführerschaft zu sichern: Wir wollen der führende integrierte Telekommunikationsanbieter in Deutschland bleiben. Glasfaser ist die Infrastruktur der Zukunft. Damit lassen sich alle Kundenanforderungen im Festnetz realisieren. Dafür ebnen wir mit unserer integrierten Netzstrategie den Weg: Wir bauen ein neues Netz, um unseren Kunden zukünftig wettbewerbsfähige Highspeed-Anschlüsse anzubieten, z. B. indem wir unser VDSL-Netz auf die Vectoring-Technologie umstellen. Zusätzlich investieren wir massiv, um höhere Abdeckung und noch mehr Geschwindigkeit zu bieten. Wir wollen die Nr. 1 sein, was Wachstum im TV-Markt angeht. Dafür investieren wir in unsere IPTV-Plattform und gewinnen so neue Kunden. Außerdem werden auch immer mehr Kunden in der Wohnungswirtschaft unser TV-Angebot nutzen. Das mobile Internet wächst ungebrochen. An diesem Wachstum wollen wir partizipieren. Mit attraktiven LTE-fähigen Endgeräten, einer einfachen Preisstruktur und Marken insbesondere für Premium und Smart Shopper adressieren wir den gesamten Markt. Dabei sind kombinierte Festnetz-Mobilfunk-Angebote die "Königsdisziplin" für einen integrierten Anbieter. Schließlich sind Kunden, die kombinierte Angebote nutzen, loyaler. Unser Portfolio umfasst ein integriertes Festnetz-/Mobilfunk-Angebot (FMC). Wir bieten verstärkt solche Bündelprodukte an: So können Familien z. B. neben DSL einen speziellen Handy-Tarif buchen. "Entertain" Kunden können TV-Aufnahmen vom Smartphone aus steuern und mit "Entertain to go" auch auf dem Tablet TV-Angebote genießen. Wir überzeugen unsere Kunden mit dem besten Netz der Telekom mit einfacher Tarif- und Vorteilslogik. Deshalb haben wir im Herbst 2014 MagentaEINS und MagentaMobil auf den Markt gebracht. Die IP-Transformation ist eine Voraussetzung dafür, innovative und wettbewerbsfähige Angebote schneller auf den Markt bringen zu können. Daher werden wir bis 2018 alle Kunden auf IP-Produkte umstellen. Das versetzt uns in die Lage, neue Produkte wie FMC- oder Self Service-Angebote zeitnah, flexibel und kostengünstig herzustellen. Nach Abschluss der Umstellung auf IP können wir unsere Altplattformen abschalten, Betriebskosten sparen und so unseren Konzern fit für die Zukunft machen - mit dem besten Kundenerlebnis und der höchsten Kundenzufriedenheit. Sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz wollen wir in Deutschland Marktführer bleiben. Der Bedarf an Bandbreite wird weiter stark wachsen. Daher werden wir in den kommenden Jahren deutlich mehr in breitbandige Netze, in innovative Produkte und in den Kunden-Service investieren; wie erfolgreich wir dabei sind, wird anhand der Netzqualität und des Kundenzufriedenheitsindex TRI*M gemessen. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Umstieg auf All IP ist der Einsatz der innovativen Hybrid-Technologie: Hier bündeln wir die Übertragungskapazitäten des Fest- und Mobilfunknetzes und machen so die maximale Bandbreite entsprechend additiv verfügbar. Wir erwarten im operativen Segment Deutschland für 2015 gegenüber dem Vorjahr einen leicht rückläufigen Umsatz. Eine wichtige Ursache hierfür liegt in der Entwicklung der Sprachtelefonie: Hier sinken sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk die Umsätze weiter, während Bündelprodukte an Umsatz zulegen. Darüber hinaus geht das Wholesale-Geschäft preis- und mengenbedingt zurück; die positive Entwicklung des Kontingentmodells kann dies nicht kompensieren. Hinzu kommen Substitutionseffekte bei SMS-Textnachrichten: Diese werden vermehrt durch kostenlose IP-Messaging-Angebote wie z. B. WhatsApp ersetzt. Auch die regulatorischen Preissenkungen, wie z. B. bei Roaming in 2015, werden den Umsatz belasten. Einen weiterhin positiven Verlauf erwarten wir bei den mobilen Datendiensten und der Nachfrage nach Endgeräten. In den kommenden Jahren wird sich hier v. a. die weitere Verbreitung von Smartphones und Tablets positiv auf die mobile Daten- und Internet-Nutzung auswirken - und damit auch auf unsere Umsätze. Gleichzeitig werden wir unser Glasfaser-Angebot weiter ausbauen, u. a. durch Geschäftsmodelle mit Vorleistungsprodukten wie dem Kontingentmodell und durch weitere Kooperationen wie in der Wohnungswirtschaft. Zusätzlich werden wir gemeinsam mit Partnern neue Dienste für unsere Kunden bereitstellen. Ab 2016 streben wir eine Umsatzstabilisierung an. Dabei erwarten wir gegenüber dem Vorjahr dank unserer hervorragenden Netzqualität durch eine höhere Nachfrage ein Wachstum bei den mobilen Service- und Endgeräteumsätzen. Auch unsere Mehrmarkenstrategie wird sich positiv auswirken. Unterstützt wird dieser Trend durch unsere IT-Umsätze aus der "Mittelstandsinitiative" und den technischen Service-Leistungen. Im Bereich Wholesale stabilisieren sich die Umsätze; Grund dafür ist eine positive Entwicklung durch die hohe Nachfrage nach dem Kontingentmodell. Für unser operatives Segment Deutschland gehen wir von einem stabilen bereinigten EBITDA für 2015 und 2016 aus. Im Wesentlichen wird dies durch Einsparungen bei den indirekten Kosten, wie z. B. geringere IT-Aufwendungen, Abbau von Querschnittsfunktionen sowie Ausbau von Produktivität, erreicht. Sowohl 2015 als auch 2016 erwarten wir eine leicht steigende bereinigte EBITDA-Marge in der Größenordnung von rund 40 %. Wir stellen die Weichen auf Innovation und Wachstum: Während wir die Investitionen in neue Technologien auch in Zukunft mit noch mehr Kraft vorantreiben, reduzieren wir die Investitionen in Alttechnologien. So investieren wir in den kommenden Jahren weiter verstärkt in unsere Netzinfrastruktur, v. a. in den Ausbau unseres Vectoring/Glasfaser- und LTE-Netzes. Dies führt 2015 zu einem stabilen Verlauf des Cash Capex und 2016 zu einem leichten Anstieg. Unsere mittelfristigen Erwartungen für das operative Segment Deutschland - veröffentlicht auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2015 - sind in nachfolgender TABELLE 048 dargestellt: T 048 Mittelfristiges Ambitionsniveauscroll
USAT-Mobile US wird ihr im Rahmen der "Uncarrier"-Initiativen gegebenes Wertversprechen, auf dem US-amerikanischen Markt das werthaltigste Kundenerlebnis zu bieten, in 2015 weiter einlösen. Einer der Eckpfeiler dieses Wertversprechens ist die Schaffung eines echten Mehrwerts für die Kunden in allen Segmenten. Dazu sollen die aus Kundensicht bestehenden Verbesserungspotenziale realisiert sowie qualitativ hochwertige 4G-Dienste angeboten werden. Letzteres soll durch eine starke Position im mittleren Frequenzband, in wichtigen Ballungszentren ergänzt durch Spektrum im Niedrigband, sowie ein landesweites LTE-Netz der vierten Generation erreicht werden. Darüber hinaus zielen die "Uncarrier"-Initiativen darauf ab, neue Kunden zu gewinnen und diese an die Gesellschaft zu binden. Für diese Kundentreue werden den Kunden zu dem von ihnen gewünschten Zeitpunkt genau die Endgeräte angeboten, die sie auch benötigen. Die zur Verfügung stehenden Tarife sind einfach, erschwinglich und sie sehen keine unnötigen Einschränkungen vor. All dies soll das werthaltigste Kundenerlebnis im Mobilfunk schaffen. T-Mobile US geht für 2015 von einem starken Zuwachs bei den eigenen Postpaid-Kunden aus, der sich auch 2016 fortsetzen wird. Auch die Zahl der eigenen Prepaid-Kunden wird 2015 und 2016 steigen. Wettbewerbsdruck und unvorhergesehene Veränderungen in der Mobilfunk-Branche in den USA könnten sich jedoch erheblich auf die erwarteten Möglichkeiten auswirken, eigene Postpaid- und Prepaid-Kunden zu gewinnen und zu binden. T-Mobile US geht für 2015 von einem starken Anstieg des Gesamtumsatzes - in lokaler Währung - aus, der sich auch 2016 fortsetzen wird. Positiv beeinflusst wird das Ergebnis 2015 von der Dynamik des weiteren Kundenzuwachses und höheren Umsätzen mit Endgeräten, einschließlich der Geräte, die über Ratenkauf finanziert werden. T-Mobile US geht zudem von einem starken Anstieg des bereinigten EBITDA - in lokaler Währung - in den Jahren 2015 und 2016 aus. Vor dem Hintergrund des starken Kundenzuwachses im vergangenen Jahr wird das Umsatzwachstum voraussichtlich über dem Anstieg der Aufwendungen liegen. Darüber hinaus setzt T-Mobile US den Schwerpunkt weiter auf Kosteneinsparungen sowie die Realisierung von Synergien beim Betrieb und Netz durch den Zusammenschluss mit MetroPCS. Allerdings geht T-Mobile US davon aus, dass das bereinigte EBITDA durch anhaltende Investitionen in den Netzausbau und weitere Marketing-Kampagnen zur Stärkung der Marke "T-Mobile US" mit dem Ziel der Kundengewinnung und -bindung belastet wird. Erhebliche negative Einflüsse auf den Umsatz und das bereinigte EBITDA in lokaler Währung sind außerdem durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck zu erwarten, und Wechselkurseffekte könnten in den Jahren 2015 und 2016 Umsatz und bereinigtes EBITDA auf Euro-Basis deutlich belasten. Ohne Berücksichtigung der Aufwendungen für Spektrum geht T-Mobile US für 2015 und 2016 im Zuge des Ausbaus des 4G-LTE-Netzes von einem leicht erhöhten Cash Capex in lokaler Währung aus. Unsere gegenüber dem Kapitalmarkttag 2012 aktualisierten mittelfristigen Erwartungen bis 2017 für das operative Segment USA - veröffentlicht auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2015 - sind in GRAFIK 51 dargestellt: G 51 Aktualisierte Wachstumsprognose für unser operatives Segment USAa in %![]()
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Aktualisierung auf Grundlage der Ist-Zahlen
2012-2014 und der Erwartungen 2015-2017. EUROPATrotz der schwierigen Wettbewerbsbedingungen in den meisten Ländern unseres operativen Segments wollen wir unsere starke Marktstellung in den Ländern verteidigen bzw. ausbauen. Bei unseren integrierten Gesellschaften werden wir je nach Marktposition daran arbeiten, die Marktführerschaft sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk zu halten oder die starke Stellung im Festnetz-Bereich zu nutzen, um das Mobilfunk-Geschäft voranzutreiben. Insbesondere durch den Erwerb der GTS Central Europe Gruppe und den Zusammenschluss der lokalen Geschäftseinheiten von T-Systems Czech Republic mit T-Mobile Czech Republic können wir bei bisher reinen Mobilfunk-Gesellschaften - wie in Polen oder in der Tschechischen Republik -unseren Privat- und Geschäftskunden ein deutlich erweitertes Produkt-Portfolio anbieten und sie zu integrierten Gesellschaften ausbauen. Auf dem Weg zum führenden europäischen Telekommunikationsanbieter setzen wir verstärkt auf Technologie-Führerschaft bei dem Produktionsmodell sowie bei dem Netzzugang Next Generation Access. Wir wollen ein vereinfachtes und standardisiertes Netzwerk: Dazu investieren wir in den nächsten Jahren in ein paneuropäisches All IP-Netzwerk und stellen alle Netze in unseren Landesgesellschaften mit Festnetz-Architektur auf IP um. In 2014 wurde die Migration in EJR Mazedonien und der Slowakei bereits abgeschlossen. Im kommenden Jahr werden weitere Landesgesellschaften wie Kroatien und Montenegro folgen, sodass wir schließlich 2018 alle unsere integrierten Länder im operativen Segment Europa auf IP umgestellt haben werden. Darauf aufbauend harmonisieren wir unsere Netz- und IT-Architekturen länderübergreifend und ermöglichen eine zentralisierte und Cloud-basierte Produktion unserer Dienste. Vorteile des neuen IP-basierten Produktionsmodells sind, dass wir zum einen das beste Kundenerlebnis mit unseren Produkten und Diensten schaffen und zum anderen höchste Effizienz erreichen. Gerade im Bereich Breitband und TV können wir unseren Kunden ein konsistentes und personalisiertes Nutzungserlebnis über alle Endgeräte hinweg anbieten mit Produkten wie z. B. "Broadband on Demand" in EJR Mazedonien. Hier kann der Kunde die Merkmale seines Breitband-Anschlusses wie z. B. die Geschwindigkeit ändern. In Rumänien können wir unseren Kunden z. B. mit der neuen IPTV-Plattform ein vollständig personalisiertes Produkt anbieten. Das TV-Angebot werden wir mit exklusiven Premium-Inhalten anreichern; ein Beispiel dafür ist die Übertragung der UEFA Champions League in Griechenland. Wir werden aber auch weiterhin eigene Kanäle anbieten sowie Inhalte in Kooperation mit Partnerunternehmen wie Netflix. Auch bei anderen digitalen Inhalten wie den Internet-Diensten Spotify, Deezer oder Evernote arbeiten wir bereits mit Partnerunternehmen zusammen. Ein weiterer technologischer Meilenstein auf dem Weg zum Netz der Zukunft ist TeraStream: ein Konzept, das auf einer Cloud-basierten IP-Architektur beruht. Wir schaffen hier ein völlig neues Kundenerlebnis, was Verfügbarkeit, Personalisierung, Zuverlässigkeit und Bandbreite angeht. Ein Pilotprojekt dazu läuft bereits erfolgreich in Kroatien. Solche Pilotprojekte wollen wir auch in anderen Ländern unseres operativen Segments Europa durchführen. Als Vorstufe von TeraStream haben wir in Griechenland und in Ungarn begonnen, Broadband Network Gateways (BNG) einzuführen; dies wollen wir in beiden Ländern bis 2015 vollständig abschließen. Auf Basis unserer integrierten Netzstrategie werden wir im Festnetz den Glasfaser-Ausbau mit noch mehr Tempo vorantreiben. In Griechenland setzen wir nach wie vor auf Glasfaser-Ausbau bis zu den Kabelverzweigern, was uns im nächsten Schritt die Erweiterung um die Vectoring-Technologie ermöglicht. In allen anderen integrierten Gesellschaften investieren wir bereits seit mehreren Jahren in den FTTH-Ausbau; das werden wir 2015 verstärkt fortsetzen. Besonderen Schub wird es dabei in Ungarn, Kroatien und Rumänien geben. Im Mobilfunk reagieren wir auf den rasant wachsenden Bedarf an Bandbreite. In allen Ländern konnten wir Mobilfunk-Frequenzen für den Ausbau des Mobilfunk-Standards LTE erwerben. Für die kommenden Jahre stehen nur noch vereinzelte Frequenzauktionen an. Wir können also unsere Investitionen im Mobilfunk auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: den Ausbau der Reichweite sowie die Implementierung von LTE-Advanced-Technologie mit Übertragungsgeschwindigkeiten von über 150 MBit/s. Unsere Landesgesellschaften haben unterschiedliche Ausbauziele: Bis 2018 wollen wir zwischen 75 und 95 % Abdeckung der Bevölkerung mit LTE erreichen. Um diese hohe Netzabdeckung zu erreichen, sind weitere Netzwerk-Kooperationen mit anderen Unternehmen möglich wie aktuell u. a. in Polen. Außerdem werden wir investieren, um unseren Kunden-Service sowie unsere Prozesse weiter zu verbessern. Auch im Mobilfunk entwickeln und implementieren wir neue Produkte und Dienste. Ein Beispiel dafür ist die mobile Geldbörse, die in Polen, der Slowakei und in Ungarn bereits erfolgreich gestartet ist. Eine weitere Innovation ist die Applikation "Ultimate app", die alle Dienste und Anwendungen für alle Produkte der Deutschen Telekom zusammenfasst - für Mobilfunk, Festnetz und TV. Unser Testmarkt dafür ist Rumänien. Mit der zunehmenden Verschmelzung von Breitband-Anschlüssen mit unterschiedlichen Anschluss-Technologien gelingt es uns als integriertem Telekommunikationsbetreiber, die Konvergenz von Festnetz und Mobilfunk voranzutreiben: Zum einen bieten wir unseren Kunden Fixed Mobile Convergence (FMC)-Produkte an, zum anderen entwickeln wir die meisten unserer Landesgesellschaften hin zu einem integrierten Geschäftsmodell. Zu nennen ist hier in erster Linie der Erwerb der GTS Central Europe Gruppe; damit stärken wir insbesondere unsere Gesellschaften in Polen und der Tschechischen Republik mit integrierten Angeboten im wichtigen Geschäftskundensegment. Darüber hinaus bieten mittlerweile alle unsere bereits integrierten Landesgesellschaften FMC-Produkte an. Auch im Geschäftskundenbereich wollen wir mit unseren leistungsstarken ICT-Produkten überzeugen. Dabei wollen wir unser Angebot nicht mehr nur an Großkunden richten, sondern zunehmend auch an kleine und mittlere Unternehmen. Gerade für diese Kundengruppe werden wir unser Geschäft mit sicheren Cloud-Lösungen weiter ausbauen. Dazu arbeiten wir verstärkt an einheitlichen Plattformen wie z. B. der länderübergreifenden M2M-Plattform. Mit diesem sog. "M2M-Partner Programm" positionieren wir uns als Anbieter, der seinen Kunden in Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern branchenübergreifende M2M-Lösungen als Komplettpaket aus einer Hand anbietet. An diesem Programm nehmen bereits viele Länder unseres operativen Segments Europa teil. Wir erwarten, in unserem operativen Segment Europa mehr Kunden für unsere Bündelprodukte zu gewinnen. Dies wird sich 2015 in einem starken Anstieg bei den TV- und Breitband-Anschlüssen niederschlagen. Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Mobilfunk-Kunden im kommenden Jahr leicht ansteigen wird. Für 2016 erwarten wir grundsätzlich eine stabile Entwicklung bei den Mobilfunk-Kunden - ohne Berücksichtigung einer voraussichtlichen Prepaid-Registrierungsvorschrift in einem unserer Länder. Bei den Festnetz-Anschlüssen gehen wir auch für die kommenden beiden Jahre von einem Rückgang aus: Zurückzuführen ist das auf der einen Seite darauf, dass Mobilfunk das Festnetz zunehmend ersetzt, auf der anderen Seite auf den anhaltend starken Wettbewerb. Unsere Umsätze und Ergebnisse negativ beeinflussen können in den kommenden Jahren Änderungen in der Gesetzgebung, wie Steuern und Abgaben, sowie staatliche Sparprogramme. Dies kann unser Investitionspotenzial vor Ort einschränken. Zusätzlich können Wechselkursänderungen unsere Ergebnisse auf Euro-Basis belasten. Diese Annahmen und Parameter zugrunde gelegt, erwarten wir 2015 für unser operatives Segment Europa - auf vergleichbarer Basis -sinkende Umsätze - unter der Annahme konstanter Wechselkurse sowie basierend auf Annahmen zur Regulierung, zu neuen Marktteilnehmern, zu Spektrumauktionen und gleicher Organisationsstruktur. Mit der Transformation des Produktionsmodells verstärken wir unsere Investitionen in das paneuropäische All IP-Netzwerk sowie in die integrierte Netzstrategie. In Folge wird 2015 der Cash Capex ansteigen. Wir planen, die Produktivität zu erhöhen und Kosten zu sparen, auch durch eine Verringerung des Personalbestands in einigen Ländern unseres operativen Segments Europa. Einen Teil dieser Kostenersparnis wollen wir in den Netzaufbau investieren. Als Konsequenz gehen wir beim bereinigten EBITDA von einem temporären Rückgang aus. Für das Jahr 2016 rechnen wir mit einem stabilen Verlauf bei den Umsätzen und dem Cash Capex sowie mit einem leicht steigenden bereinigten EBITDA. Unsere mittelfristigen Erwartungen für das operative Segment Europa - veröffentlicht auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2015 - sind in TABELLE 049 dargestellt: T 049 Mittelfristiges Ambitionsniveauscroll
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In unseren integrierten Landesgesellschaften. SYSTEMGESCHÄFTDie T-Systems Market Unit konzentriert sich auf den Wachstumsmarkt der ICT-Services mit Lösungen für Großkunden. Auch 2014 konnten wir Großaufträge im In- und Ausland abschließen: z. B. mit dem Automobilhersteller Daimler, dem Stahl- und Technologie-Unternehmen ThyssenKrupp, dem britischen Brauereikonzern SABMiller oder der schweizerischen WICOR-Gruppe. Außerdem haben wir den Vertrag mit der Versicherungsgruppe ergo verlängert und erhielten in Belgien den Auftrag, ein satellitengestütztes Mautsystem für Lkw zu errichten und zu betreiben. Darüber hinaus setzten sich unsere Standardlösungen aus dem Wachstumsfeld Cloud Computing bei vielen unserer Großkunden gegen den starken Wettbewerb durch. Entsprechend haben wir unsere dynamischen Ressourcen aus der Cloud im Berichtsjahr weiter ausgebaut. Dies wird sich auch in Zukunft für unsere Kunden auszahlen: Sie erhalten Bandbreite, Rechnerkapazität, Speicherleistung und Software nach Bedarf, teilen sich die Infrastruktur und zahlen nur nach tatsächlichem Verbrauch. Ergänzt haben wir unser Angebot durch Partnerschaften mit z. B. salesforce.com (Software as a Service), Cisco Systems (Cloud Services), FireEye (Cyber Security) und Siemens (Industrie 4.0). Um die Kunden bei der fortschreitenden Digitalisierung ihres Geschäfts zu unterstützen, arbeitet die T-Systems Market Unit weiter an ihrem Geschäftsmodell und wird in neue digitale Zukunftsfelder investieren. Neben dem klassischen ICT-Geschäft geht es deshalb verstärkt um plattformbasierte Dienste und Cloud Services; dazu gehören u. a. Cyber Security, M2M und Big Data sowie der weitere Ausbau der intelligenten Netzdienstleistungen. Ein weiterer wichtiger Baustein bei der Umsetzung unseres Geschäftsmodells ist die gezielte Erweiterung unserer strategischen Partnerschaften. Die Transformation in Richtung digitale Zukunftsfelder wollen wir bis 2016 abschließen. Das Wachstum in diesen Bereichen soll dann das margenschwache Geschäft beim klassischen Outsourcing kompensieren. Unser Geschäftsbereich Telekom IT entwickelt als Konzerndienstleister die IT-Landschaft innerhalb unseres Konzerns stetig weiter und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens. Standardisierte und optimierte Systeme und Prozesse tragen zu einem konsequenten Effizienz-Management bei und helfen, die IT-Kosten im Konzern weiter zu senken. Die Reduzierung der IT-Ausgaben in unserem Konzern spiegelt sich in sinkendem Umsatz wider. Daher erwarten wir, dass bei der Telekom IT auch in den Folgejahren die Umsätze zurückgehen. Insgesamt rechnen wir für das operative Segment Systemgeschäft 2015 mit einer leichten Steigerung des Auftragseingangs, mit einem leicht steigenden Umsatz sowie mit einem leichten Anstieg des bereinigten EBITDA. Für das Jahr 2016 erwarten wir bei einem stabilen Verlauf des Auftragseingangs einen stabilen Umsatzverlauf sowie ein steigendes bereinigtes EBITDA. Um weiterhin nachhaltig und profitabel zu wachsen, werden wir unser Geschäftsmodell erweitern und evaluieren. Die Transformation werden wir vorantreiben - mit dem Ziel, Wachstum in skalierbaren, Cloud-basierten Diensten zu generieren, klassische ICT-Elemente zu verändern, um sie profitabler zu machen, und Dienstleistungen zu definieren, die wir nicht mehr selbst erbringen wollen. Wir werden also weiterhin Produkte aus unseren Wachstumsfeldern verstärkt fördern und vertreiben. Ziel ist es, in den Wachstumsfeldern eine zweistellige Wachstumsrate zu erreichen. Unterstützen soll hierbei die neu gegründete Digital Division, die innerhalb der T-Systems die Wachstumsfelder bündelt. Ebenso wollen wir im klassischen ICT-Bereich mit Produkten wachsen, die eine hohe Marge erzielen. Für unseren Geschäftsbereich Market Unit gehen wir aufgrund der beschriebenen Entwicklung und der erfolgreich gestarteten Neuausrichtung für 2015 von einem steigenden Umsatz aus, der auch 2016 weiter leicht wachsen wird. Für den Cash Capex des operativen Segments Systemgeschäft rechnen wir für die kommenden beiden Jahre mit einem Rückgang gegenüber dem jeweiligen Vorjahr. Unsere mittelfristigen Erwartungen für das operative Segment Systemgeschäft - veröffentlicht auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2015 - sind in TABELLE 050 dargestellt: T 050 Mittelfristiges Ambitionsniveau 2018scroll
GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICESDerzeit stellen wir unsere Digital Business Unit als zentrale Innovationseinheit für den Konzern neu auf: Der Fokus liegt in Zukunft auf Innovationen und Produkten, die im Auftrag und im engen Dialog mit unseren operativen Segmenten realisiert werden; Richtschnur sind dabei die Bedürfnisse der Segmente, deren Märkte und Kunden. Dabei konzentriert sich die Digital Business Unit stärker auf das Geschäft mit Plattformen, wie z. B. M2M oder Smart Home. In den kommenden beiden Jahren werden wir unser Kosten-Management in den Group Services und im Bereich Innovation entschlossen fortführen. Des Weiteren werden wir 2015 Strukturmaßnahmen weiterverfolgen, die ab 2016 zu einer Ergebnisverbesserung beitragen werden. RISIKO- UND CHANCEN-MANAGEMENT■ Risikofrüherkennungssystem ■ ChancenidentifikationRISIKO- UND CHANCEN-MANAGEMENT-SYSTEMAls einer der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie sind wir zahlreichen Unsicherheiten und Veränderungen ausgesetzt. Um in diesem nach wie vor volatilen Umfeld erfolgreich zu agieren, müssen wir mögliche Entwicklungen frühzeitig antizipieren und daraus resultierende Risiken systematisch erfassen, bewerten und steuern. Ebenso wichtig ist es, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Ein funktionsfähiges Risiko- und Chancen-Management-System ist daher zentrales Element einer wertorientierten Unternehmensführung. Neben der betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit resultiert das Erfordernis eines Risiko-Management-Systems auch aus Vorschriften und gesetzlichen Regelungen insbesondere aus § 91 Abs. 2 Aktiengesetz (AktG). Gemäß § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG überwacht der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risiko-Management-Systems. Unser konzernweites Risiko- und Chancen-Management-System erfasst alle strategischen, operativen, finanziellen und Reputationsrisiken sowie die entsprechenden Chancen unserer vollkonsolidierten Unternehmen. Ziel ist es, diese frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und entsprechend dem angestrebten Risikoprofil zu steuern. Wie GRAFIK 52 zeigt, orientieren wir uns an einem etablierten Regelprozess. Nach der Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt die weiter gehende Analyse bzw. Bewertung. Die Auswirkungen von Risiken und Chancen werden dabei nicht miteinander verrechnet. Im Anschluss wird bezüglich der konkreten Handhabung entschieden, z. B. Risikoverminderung oder Chancenergreifung. Der jeweilige Risikoeigner implementiert, überwacht und bewertet die damit verbundenen Maßnahmen. Alle Schritte werden immer wieder durchlaufen und den aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen angepasst. G 52 Das Risiko- und Chancen-Management-System![]() Unser Risiko- und Chancen-Management-System orientiert sich an dem weltweit gültigen Risiko-Management-Standard der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Die Norm ISO 31 000 "Risk management - Principles and guidelines" gilt als Leitfaden für ein international anerkanntes Risiko-Management-System. Unsere interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit unseres Risiko-Management-Systems. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gemäß § 317 Abs. 4 HGB, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, unternehmensgefährdende Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem und steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Darüber hinaus gibt unser Konzern-Controlling eine Reihe von konzernweiten Leitfäden bzw. Verfahren vor: für die Planung/Budgetierung, die betriebswirtschaftliche Steuerung und das Reporting von Investitionen und Projekten. Diese Leitfäden bzw. Verfahren gewährleisten die erforderliche Transparenz im Investitionsprozess und die Durchgängigkeit von Investitionsplanungen und -entscheidungen in unserem Konzern und in unseren operativen Segmenten. Außerdem dienen sie der Entscheidungsunterstützung von Vorstand und dem Vorstandsausschuss "Assets". Im Rahmen dieses Prozesses werden strategische Risiken und Chancen auch systematisch identifiziert. ORGANISATION DES RISIKO-MANAGEMENTSUnser Bereich Group Risk Management & Insurance verfügt über die zentrale Methoden- und Systemverantwortung für das konzernweit standardisierte, eigenständige Risiko-Management-System und das dazugehörige Berichtswesen. Unsere operativen Segmente Deutschland, USA, Europa und Systemgeschäft sind über ihr Risiko-Management an das zentrale Risiko-Management angebunden. Die jeweiligen Risikoverantwortlichen in den operativen Segmenten und den Zentralbereichen sind dafür verantwortlich, die Risiken zu handhaben und zu vermindern. G 53 Risiko-Management![]() G 54 Auszug Risiko-Cockpit: Staatsschulden-Landkarte![]() Source: Bloomberg, Standard & Poor's, Oxford Economics, Stand Oktober 2014. RISIKOIDENTIFIKATION UND -REPORTINGJedes operative Segment erstellt nach den Vorgaben des zentralen Risiko-Managements und gemäß seinen spezifischen Wesentlichkeitsgrenzen jedes Quartal einen Risikobericht. Darin werden Risiken unter Berücksichtigung ihrer Ausmaße im Hinblick auf ihre Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie ihre Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, Handlungsbedarf identifiziert und Maßnahmen aufgezeigt bzw. initiiert. Zudem fließen qualitative Faktoren in die Betrachtung ein, die für unsere strategische Positionierung und Reputation bedeutend werden könnten und das Gesamtrisiko mit determinieren. Für die Beurteilung der Risiken haben wir einen Zeitraum von zwei Jahren zugrunde gelegt. Dieser Zeitraum entspricht auch dem Prognosezeitraum für unsere unternehmensspezifische Prognose. Der Konzern-Risikobericht, in dem die wesentlichen Risiken dargestellt sind, wird auf Basis dieser Informationen für den Vorstand erstellt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen mit diesem Bericht. Treten - neben dem turnusmäßigen Reporting der wesentlichen Risiken - unerwartete Risiken auf, so werden diese unmittelbar gemeldet. Neben dem quartalsweisen Risikobericht nutzen wir unser Risiko-Cockpit: ein zusätzliches Instrument zur Risikobeobachtung und Analyse, das wir als Reaktion auf die Finanz- und Staatsschuldenkrise entwickelt haben und das wir stetig weiterentwickeln. Im Risiko-Cockpit erfassen wir jedes Quartal eine Vielzahl von Frühwarn- und Konjunkturindikatoren, z. B. zu makroökonomischen, politischen und gesetzlichen Entwicklungen in unseren Märkten. Bei den Konjunkturindikatoren analysieren wir vor-, gleich- und nachlaufende Indikatoren. So projizieren etwa die Composite Leading Indicators der OECD als Produkt mehrerer vorlaufender Teilindikatoren das wirtschaftliche Geschehen insgesamt. Dadurch, dass eine Vielzahl der Frühindikatoren auf monatlicher Basis zur Verfügung stehen, kann man die wirtschaftliche Aktivität schneller messen als etwa mit dem Bruttoinlandsprodukt, das vierteljährlich veröffentlicht wird. Die links stehende GRAFIK 54 zeigt einen beispielhaften Auszug aus unserem Risiko-Cockpit. Auf Basis des gesamtheitlichen Indikatorensystems aus makroökonomischen Einflussgrößen und unter Berücksichtigung der politischen und gesetzlichen Entwicklungen erstellen wir unterschiedliche Szenarien und analysieren mögliche Auswirkungen. Mit dem Risiko-Cockpit haben wir ein Instrument entwickelt, das mehr Transparenz über unsere Risiken schafft, die Relevanz der Risiken einschätzt und sie priorisiert. CHANCENIDENTIFIKATION DURCH DEN JÄHRLICHEN PLANUNGSPROZESSNeben einem systematischen Management von Risiken gilt es, den Unternehmenserfolg langfristig durch ein ganzheitliches Chancen-Management zu sichern. Darum spielt es in unserem jährlichen Planungsprozess eine wichtige Rolle, Chancen zu identifizieren und strategisch und finanziell zu bewerten. Mit dem kurzfristigen Ergebnis-Monitoring und dem mittelfristigen Planungsprozess erkennen und nutzen unsere operativen Segmente und die Konzernzentrale ganzjährig die Chancen in unserem Geschäft. Während das kurzfristige Ergebnis-Monitoring auf Chancen abzielt, die hauptsächlich das laufende Geschäftsjahr betreffen, stehen im mittelfristigen Planungsprozess Chancen im Fokus, die für unseren Konzern strategisch wichtig sind. Wir unterscheiden zwei Arten von Chancen:
Kontinuierlich haben wir unseren Planungsprozess effizienter gestaltet, um mehr Freiräume zu schaffen. So versetzen wir unsere Organisation in die Lage, Chancen zu erkennen, zu nutzen und neues Geschäft zu generieren. Die Vorplanungen unserer operativen Segmente münden in einer konzentrierten Planungsphase. In dieser Phase diskutieren Vorstände, Business Leader, leitende Angestellte und Experten aus allen Geschäftsbereichen täglich intensiv über die strategische und finanzielle Ausrichtung unseres Konzerns und unserer operativen Segmente und fügen dies schließlich zu einem Gesamtbild zusammen. Wichtig ist dabei, Chancen aus Innovation zu identifizieren und strategisch und finanziell zu bewerten. Mögliche Ergebnisse dieser "Denkrunden" in den täglich stattfindenden Entscheidungsrunden sind: Chancen verwerfen, sie zur Überarbeitung in die Arbeitsgruppen zurückgeben oder Chancen annehmen und in die Organisation überführen. RISIKOBEWERTUNG UND RISIKOBEGRENZUNGBEWERTUNGSMETHODIKFür die Bewertung der Risiken werden die Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Risikoausmaß" herangezogen. Dabei gelten folgende Beurteilungsmaßstäbe: T 051scroll
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Durch die Einschätzung der Risiken nach den Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Risikoausmaß" können wir die Risiken gemäß der unten aufgezeigten GRAFIK 55 in "geringe", "mittlere" und "hohe" Risiken kategorisieren. G 55 Risikobedeutung![]() Nach dieser Kategorisierung der Risiken werden alle als "hoch" und als "mittel" klassifizierten Risiken berichtet. Ausnahmen sind im Einzelfall möglich; so berichten wir aufgrund der Berichtsstetigkeit auch Risiken aus Vorjahren, die wir für den oben genannten Betrachtungszeitraum momentan als "gering" einstufen. Dabei ist zu beachten: Risiken mit einem aktuell niedrig eingeschätzten Ausmaß können in Zukunft ein höheres Ausmaß erlangen als Risiken mit einem aktuell höher eingeschätzten Ausmaß; Grund dafür können heute nicht einschätzbare Unsicherheitsfaktoren sein, die außerhalb unseres Einflusses liegen. Ebenfalls durch heute nicht einschätzbare Unsicherheitsfaktoren können darüber hinaus Risiken, die uns gegenwärtig noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir aktuell als unwesentlich einschätzen, unsere Geschäftsaktivitäten zukünftig beeinflussen. MASSNAHMEN ZUR RISIKOBEGRENZUNGRisiko-Management und -versicherung. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, deckt ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm von uns versicherbare Risiken ab. Unser Bereich Group Risk Management & Insurance wird dabei von der DeTeAssekuranz GmbH als Versicherungsmakler unterstützt. Die DeTeAssekuranz GmbH ist als 100-prozentige Tochter der Deutschen Telekom AG für den Konzern tätig und unterstützt das Versicherungsrisiko-Management im Konzern: Sie entwickelt und implementiert Lösungen für die betrieblichen Risiken unseres Konzerns durch Versicherungs- und versicherungsähnliche Instrumente und platziert diese in den nationalen und internationalen Versicherungsmärkten. Der Abschluss von Versicherungen ist eine wesentliche Option für unseren externen Risikotransfer. Voraussetzung für die Deckung von Risiken in unseren Konzernversicherungsprogrammen ist, dass ein Risikotransfer aus Bilanzschutzgründen des Konzerns erforderlich ist, d. h., das mögliche Risikoausmaß erreicht eine "konzernrelevante' Größe, oder dass eine Risikobündelung und -steuerung auf Konzernebene notwendig ist, um das Konzerninteresse zu wahren (opportune Gründe/Kostenoptimierung/Risikoreduzierung). Business Continuity Management (BCM).Als Teil des operativen Risiko-Managements ist das BCM ein Unterstützungsprozess, der Geschäftsprozesse vor den Auswirkungen schädigender Ereignisse und Unterbrechungen schützt; durch stetige Analyse, Bewertung und Handhabe relevanter Risiken für Menschen, Prozesse, Technik und Informationen stellt er die Kontinuität der Geschäftsprozesse sicher. Ziel des BCM ist es, potenzielle Bedrohungen zu erkennen und Auswirkungen und Dauer einer Unterbrechung der kritischen Geschäftsprozesse auf ein akzeptables Mindestmaß zu reduzieren, indem eine entsprechende Widerstandsfähigkeit der Organisation mit der Fähigkeit zu einer wirksamen Antwort auf Bedrohungen gewährleistet wird. Hierzu identifiziert das BCM kritische und schutzwürdige Geschäftsprozesse einschließlich unterstützender Prozesse, Prozess-Schritte und Vermögenswerte (Mitarbeiter, Prozesse, Informationen und Technologie). Zudem definiert es entsprechende Schutzmaßnahmen. Insbesondere die möglichen Folgen äußerer und innerer Bedrohungen mit einem ursächlichen Sicherheitsbezug (Naturkatastrophen, Vandalismus, Sabotage etc.) müssen durch das Sicherheits-Management in Abstimmung mit den jeweiligen Fachseiten und Prozessverantwortlichen untersucht werden. Sind Schadensausmaße und Schadenseintrittswahrscheinlichkeit bewertet, ist die Basis dafür geschaffen, dass vorbeugende Maßnahmen implementiert und Notfallpläne entwickelt werden können. Weitere Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden von den Risikoverantwortlichen je nach Ausprägung und Art eingeleitet und umgesetzt. Je nach Risikoart stehen dazu eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung. Im Folgenden beschreiben wir exemplarisch einige dieser Maßnahmen:
RISIKEN UND CHANCENWir stellen im Folgenden alle für den Konzern identifizierten wesentlichen Risiken und Chancen dar, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und/oder die Reputation der Deutschen Telekom und über die Ergebnisse der Tochtergesellschaften die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom AG beeinflussen könnten. Die Risiken beschreiben wir überwiegend vor den ergriffenen Maßnahmen zur Risikobegrenzung (Bruttobetrachtung). Falls Nettorisiken identifiziert sind, sind diese als solche gekennzeichnet. Sofern Risiken und Chancen sich eindeutig einem operativen Segment zuordnen lassen, ist dies nachfolgend dargestellt. Für die Deutsche Telekom AG und die wesentlichen Konzernunternehmen bestehen weder zum Bilanz-Stichtag noch zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestandsgefährdende Risiken. Um die Verständlichkeit zu fördern und die Auswirkungen der Risiken besser zu erläutern, haben wir die einzelbewerteten Risiken den folgenden Kategorien zugeordnet: T 052 Unternehmensrisikenscroll
RISIKEN UND CHANCEN AUS BRANCHE, WETTBEWERB UND STRATEGIERisiken und Chancen aus dem konjunkturellen Umfeld.Die volkswirtschaftliche Entwicklung und die Aussichten für unsere Märkte haben sich u. a. durch die expansive Geldpolitik der EZB verbessert. Jedoch sind nach wie vor, v. a. für unsere europäischen Länder, eine erneute Verschärfung der Staatsschuldenkrise und ein mögliches Wiederaufflammen der Bankenkrise die größten volkswirtschaftlichen Risiken. Auch eine drastische Eskalation der aktuellen oder zukünftiger geopolitischer Krisen kann die Volkswirtschaften unserer Länder negativ beeinflussen. Die wirtschaftliche Erholung in Griechenland könnte durch ein deutliches Abweichen von der mit der Troika vereinbarten Staatshaushaltspolitik belastet werden. Die Risiken der Konjunkturentwicklung könnten sich in einigen unserer Länder unterschiedlich bemerkbar machen: Bei einer erneuten starken Eintrübung der Wirtschaft und ansteigender Unsicherheit könnten sich Privat- und Geschäftskunden beim Konsum zurückhalten. Daneben könnten auch staatliche Sparmaßnahmen negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Telekommunikationsdienstleistungen haben -als Folge einer reduzierten Staatsnachfrage und eines verringerten verfügbaren Einkommens im Privatsektor. Durch staatliche Konsolidierungsanstrengungen droht für unser operatives Geschäft zudem das Risiko unangekündigter und weiterer Steuererhöhungen bzw. Sondersteuern, speziell in unseren süd- und osteuropäischen Märkten. Ferner resultieren aus den Risiken der Staatsschuldenkrise weiterhin volatile Wechselkursbewegungen. Demgegenüber kann eine deutliche Verbesserung der konjunkturellen Lage in unseren Ländern zu einem weiteren Anstieg des privaten Konsumverhaltens und der unternehmerischen und staatlichen Investitionstätigkeit führen. Aus diesem Grund könnte auch die Nachfrage der Privat- und Geschäftskunden sowie der öffentlichen Hand nach Telekommunikations- und ICT-Dienstleistungen moderat steigen. Risiken aus dem Markt und Umfeld.Die beständig sinkenden Preisniveaus bei Sprach- und Datendiensten im Festnetz und im Mobilfunk zählen zu den wesentlichen Marktrisiken, denen wir ausgesetzt sind. Die Ursachen dafür sind neben regulierungsbedingten Preissenkungen in erster Linie der harte Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche, die Kannibalisierungseffekte durch neue Produkte und Dienstleistungen und der technologische Fortschritt. Konsolidierungen und Partnerschaften, die Marktstabilisierungen zur Folge hatten, führten zu einer Abschwächung der Risiken gegenüber dem Vorjahr und können in der Zukunft weiter positiv wirken. Mit anhaltendem Wettbewerbsdruck ist insbesondere im Festnetz-Bereich in Deutschland und Europa zu rechnen. Im Breitband-Markt beobachten wir weiterhin v. a. in Deutschland wachsende Marktanteile der Kabelnetz-Betreiber im Neukundengeschäft. Darüber hinaus können regionale Teilnehmer-Netzbetreiber ihre Marktabdeckung weiter erhöhen. Unsere Wettbewerber verlängern in bestimmten Regionen ihr eigenes Glasfasernetz bis in die Haushalte, um sich auch dort von unserem Netz unabhängig zu machen. Ein weiteres Wettbewerbsrisiko liegt darin, dass wir verstärkt auch Konkurrenten gegenüberstehen, die nicht zur Telekommunikationsbranche im engeren Sinne zählen: große Unternehmen aus den Branchen Internet und Unterhaltungselektronik. Für uns besteht daher das Risiko, dass Marktanteile und Margen weiter sinken. Auch in der mobilen Sprachtelefonie und bei mobilen Datendiensten erwarten wir einen weiteren Preisrückgang. Dies könnte sich negativ auf unsere Mobilfunk-Umsätze auswirken. Hauptgründe für den Preisrückgang sind u. a. Billiganbieter, die in Deutschland und in anderen europäischen Märkten expandieren. Auch die reinen E-SIM Smartphone-Angebote von großen Smartphone-Herstellern könnten zur Folge haben, dass die Preise in der mobilen Sprachtelefonie und bei mobilen Datendiensten noch mehr sinken. Unsere Landesgesellschaften in Europa agieren weiterhin in einem hart umkämpften Wettbewerbsumfeld. Auf der einen Seite gehen zwar von Konsolidierungen (wie z. B. in Österreich) und Partnerschaften Stabilisierungsimpulse aus. Auf der anderen Seite wird jedoch durch neue Marktteilnehmer infolge von Frequenzauktionen und Wholesale-Abkommen (speziell im Mobilfunk) die Wettbewerbsintensität aufrechterhalten. Zudem besteht weiterhin das Risiko von unvorhergesehenen und preisaggressiven Maßnahmen kleinerer Wettbewerber. Im Berichtsjahr waren wir in den USA der kleinste der vier nationalen Mobilfunk-Anbieter im Vertragskundensegment und der drittgrößte im Prepaid-Kundensegment. Unsere relative Marktposition in den USA ist mit besonderen Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit unseren Marktanteilen, Markenpositionierung, Netzabdeckung - u. a. auch bei Roaming-Abkommen - und Netzqualität, verbunden. Resultierend aus Joint Ventures, Fusionen, Akquisitionen und strategischen Zusammenschlüssen in der US-Mobilfunk-Industrie erwarten wir einen verstärkten Wettbewerb im US-amerikanischen Markt. Unsere drei stärksten Wettbewerber (Verizon Wireless, AT&T, Sprint-Nextel) können aufgrund ihrer Stellung am Markt und ihrer Marktanteile schneller und effektiver auf Marktchancen reagieren und stärker in die Kundengewinnung investieren. T-Mobile US benötigt in Zukunft zusätzliche Frequenzen, um dem steigenden Kapazitätsbedarf Rechnung zu tragen. Risiken im Falle des Nichterwerbs von Frequenzen beinhalten u. a. Qualitätsverschlechterungen von Diensten aufgrund einer Sättigung von Frequenzkapazitäten. T-Mobile US hat an der FCC-Frequenzauktion, die am 29. Januar 2015 endete, teilgenommen. → Weitergehende Erläuterungen hierzu finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld". Es wird erwartet, dass diese und weitere Transaktionen sowohl die Netzabdeckung von breitbandigem Spektrum verbessern als auch die Erweiterung der LTE-Abdeckung in neue Märkte ermöglichen wird. In 2015 wird sich T-Mobile US bemühen, weiteres Spektrum zu erlangen, um das Portfolio weiter zu verstärken. Weiterhin verfolgt T-Mobile US auch die Option, Frequenzen von anderen Anbietern zu erwerben bzw. gemeinsame Nutzungsvereinbarungen mit anderen Betreibern abzuschließen. Auch unser operatives Segment Systemgeschäft steht vor Herausforderungen. Schließlich ist der Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie geprägt durch beständig starken Wettbewerb, anhaltenden Preisrückgang, lange Verkaufszyklen und Zurückhaltung bei der Vergabe von Projekten. Dies führt zu einem potenziellen Risiko von Umsatzrückgängen und Margenverfall bei T-Systems. Chancen aus dem Markt und Umfeld.Nachfolgend führen wir Chancen je Geschäftssegment auf, von denen wir uns überdurchschnittliches Marktwachstum versprechen und die für uns eine wesentliche Bedeutung hinsichtlich unserer zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Der Telekommunikations- und IT-Markt ist ein sehr dynamischer Markt, der durch eine hohe Wettbewerbsintensität geprägt ist. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen unser Handeln und wirken sich auf unsere Unternehmenskennzahlen aus. Wir gehen grundsätzlich von den Entwicklungen, wie sie im Abschnitt "Markterwartungen" beschrieben sind, aus. → Siehe Kapitel "Prognose". Eine Chance im deutschen Markt könnte sich aus deutlich über unseren Planungsannahmen liegenden Kundennachfragen nach Breitband-Anbindungen ergeben. Darüber hinaus könnte eine unsere Planungsannahmen übertreffende Steigerung des werthaltigen Kundenbestands durch die Vermarktung von konvergenten Produkten aus Festnetz und Mobilfunk im Privat- und Geschäftskundensegment erzielt werden. Erhöhte Investitionen in leistungsstarke Breitbandnetze auf Basis von LTE bei allen nationalen Wettbewerbern sowie eine fortwährende Konsolidierung der Mobilfunk- und Festnetz-Märkte könnten zu einem erhöhten Leistungswettbewerb führen und den hohen Preisverfall der vergangenen Jahre mindern. Weitere Chancen könnten sich durch einen über unseren Erwartungen liegenden verstärkten Trend nach Tablets und Smartphones mit mobilen Datenverbindungen ergeben, die für den Endkunden durch starken Wettbewerb bei den Herstellern immer günstiger werden. Eine höhere Nettoeinwanderung führt zu einer wachsenden Bevölkerungszahl, die sich positiv auf den Telekommunikationsmarkt, besonders den Mobilfunk-Markt, auswirkt. Zusätzlich dazu ergeben sich gerade für die alternden und zum Teil bereits schrumpfenden Gesellschaften in den Industrienationen aber noch weitere Chancen: Durch die Aufnahme von ausländischen Arbeitskräften können sie ihre Produktivität erhalten und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Die verbesserte Marktsituation der T-Mobile US könnte sich positiv auf die Monetarisierung von Datendiensten auswirken. Dies könnte insbesondere durch fortwährend eingeführte Tarifinnovationen gefördert werden. Überdies könnte eine verbesserte Marge im Endgerätegeschäft des unteren und mittleren Segments erzielt werden, sofern eine Bündelung von Einkaufsvolumina und vereinfachte Spezifikationen erreicht werden können. Daneben könnte sich die durch die "Uncarrier"-Strategie ausgelöste Dynamik im US-amerikanischen Mobilfunk-Markt in 2015 weiter fortsetzen und so unsere Erwartungen übersteigende Umsätze sowie Kundenzuwachs für T-Mobile US generieren. Die Dynamik im US-amerikanischen Markt wird auch durch die große Nettozuwanderung in der US-amerikanischen Bevölkerung unterstützt. Risiken aus Innovationen.Stetig kürzer werdende Innovationszyklen stellen den Telekommunikationssektor vor die Herausforderung, neue Produkte und Dienstleistungen in immer kürzeren Zeitabständen hervorbringen zu müssen. Neue Technologien verdrängen bestehende Technologien, Produkte oder Services teilweise, manchmal sogar vollständig. Dies kann sowohl im Sprach- als auch im Datenverkehr zu geringeren Preisen und Umsätzen führen. Auswirkungen neuer technologischer Entwicklungen wie WebRTC (Web Real Time Communication) können zukünftig den Telekommunikationsmarkt maßgeblich beeinflussen; so könnten Kunden z. B. nur noch reine Datentarife nachfragen. Diese Substitutionsrisiken könnten unseren Umsatz und das Ergebnis beeinflussen, v. a. in unseren operativen Segmenten Europa und USA. Wir begegnen dem Ausmaß der Substitutionsrisiken mit Bündeltarifen, indem wir Neu- und Bestandskunden eine integrierte Lösung aus dem Kommunikations-Portfolio der Deutschen Telekom anbieten. Risiken aus strategischen Transformationen und Integration.Wir befinden uns in einem stetigen Prozess strategischer Anpassungen und Kostensenkungsinitiativen. Können wir diese Transformations- und Integrationsmaßnahmen nicht wie geplant umsetzen, sind wir Risiken ausgesetzt. So könnte der Nutzen der Maßnahmen geringer sein als ursprünglich abgeschätzt oder sie könnten sich später auswirken als angenommen oder ihre Wirkung könnte ganz ausbleiben. Jeder dieser Faktoren - allein oder in Kombination mit anderen - könnte sich negativ auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Chancen aus den strategischen Initiativen, Innovationen und Kooperationen.Im Folgenden haben wir die Chancen aufgeführt, von denen wir uns überdurchschnittliches Marktwachstum versprechen und die für uns eine wesentliche Bedeutung hinsichtlich unserer zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Die Deutsche Telekom gestaltet auf Basis einer neuen ERP-Plattform ihre Prozesse neu. Diese Transformation umfasst die Bereiche Finanzen, Einkauf, Personal, Produktionssteuerung & Logistik und deren Stammdaten. Konzernweit werden Prozesse, Daten und IT standardisiert und auf ein neues Niveau gehoben. Damit entstehen eine hohe Qualität und Agilität. Einsparungen können dadurch realisiert werden. Auch die Geschäftssteuerung kann hiermit auf einer neuen Grundlage erfolgen und somit optimiert werden. Weitere Vorteile bestehen in der besseren Unterstützung der Ausbauprogramme unserer Netzinfrastruktur und in der vereinfachten Umsetzung von Partnerschaften. Für T-Mobile US kann eine stärkere strategische Fokussierung auf den Geschäftskundenmarkt eine Chance für einen größeren Marktanteil in diesem Segment mit sich bringen. Hierdurch könnte ein höheres Umsatz- und Ergebnispotenzial erreicht werden. RISIKEN UND CHANCEN AUS REGULIERUNGIm Folgenden werden unsere wesentlichen regulatorischen und politischen Risiken und Chancen beschrieben, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, den Cashflow und/oder unsere Reputation beeinflussen könnten. Nach wie vor unterliegen unsere deutschen und internationalen Gesellschaften der sektorspezifischen Marktregulierung: Die nationalen Regulierungsbehörden haben umfassende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung - mit erheblichen Auswirkungen auf unser operatives Geschäft. Diese regulatorischen Eingriffe sind für uns nur bedingt vorherzusehen und können den bestehenden Preis- und Wettbewerbsdruck zusätzlich erhöhen. Es ist zu befürchten, dass die Regulierung in Deutschland und in anderen europäischen Ländern die Umsatzentwicklung im Festnetz und im Mobilfunk mittel- bis langfristig weiterhin negativ beeinflusst. Streng reguliert wird immer dann, wenn die nationale Regulierungsbehörde auf dem für uns relevanten Telekommunikationsmarkt eine beträchtliche Marktmacht unsererseits vermutet. Das bedeutet: Die nationale Regulierungsbehörde kann uns einerseits dazu verpflichten, Wettbewerbern Zugang zu unseren Netzen zu gewähren. Andererseits kann sie auch die konkreten Vorleistungsprodukte und deren Entgelte regulieren. In Bezug auf die Arten der Entgeltregulierung ist zwischen "ex ante"- und "ex post"-Regulierung zu unterscheiden: Bei der sog. "ex ante"-Kontrolle müssen Preise der Regulierungsbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden - und zwar vor ihrem Inkrafttreten. In Deutschland erfolgt hierzu eine strikte Kostenprüfung für unsere Vorleistungen zum Zugang zur Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) und für die Terminierung von Sprachverbindungen in unseren Fest- und Mobilfunknetzen. Die zweite Art der Entgeltregulierung ist die sog. "ex post"-Entgeltkontrolle, in der keine strikte Kostenprüfung erfolgt; geprüft werden kann aber, ob Preise missbräuchlich zu hoch oder zu niedrig sind. In Deutschland unterliegen Bitstromprodukte einer "ex post"-Entgeltkontrolle mit Anzeigepflicht. Das bedeutet, dass wir Entgeltmaßnahmen vor Inkrafttreten der BNetzA anzeigen müssen und dass diese ggf. eine umfangreichere Prüfung einleiten kann. Entscheidungen der Behörde können einerseits zu Preisabsenkungen und entsprechend geringerem Umsatz sowie bei "ex post"-Verfahren zu zeitlichen Verzögerungen bei der Einführung von Preismaßnahmen führen. Andererseits ergeben sich Chancen, wenn die BNetzA stabile oder steigende Entgelte genehmigt. Bei längerfristigen Genehmigungen haben wir schließlich eine größere Planungssicherheit. Frequenzvergabe.Bei der Frequenzregulierung ist hinsichtlich der Risiken und Chancen v. a. auf die in einigen Ländern derzeit in Vorbereitung bzw. in Planung befindlichen Spektrumvergabe-Prozesse hinzuweisen. Bei den Vergabeprozeduren geht es hauptsächlich um die Auktion von Frequenzen in den Bereichen 0,8 GHz, 1,8 GHz und 2,6 GHz. Risiken könnten dadurch erwachsen, dass folgende Sachverhalte die Erreichung unseres angestrebten Spektrumerwerbs gefährden könnten: unpassende Auktionsregeln und Frequenznutzungsauflagen, überzogene Startpreisforderungen sowie unverhältnismäßig hohe jährliche Frequenzgebühren. Als Chance sehen wir v. a. die Möglichkeit, dass sich die Mobilfunk-Betreiber über die Frequenzvergaben mit ausreichendem und hinsichtlich seiner Lage optimalem Spektrum ausstatten können. Somit wären wir gerüstet für weiteres Wachstum und Innovationen. → Zu laufenden oder in 2014 abgeschlossenen Frequenzvergaben verweisen wir auf das Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld". Derzeit werden in Albanien, Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik Vergaben vorbereitet, die voraussichtlich im ersten Halbjahr 2015 starten werden. Daneben werden mittelfristig in Montenegro, Großbritannien, den Niederlanden und den USA Frequenzvergaben stattfinden. Verbraucherschutz.Die BNetzA hat im Februar 2014 einen Verordnungsentwurf vorgestellt, der im Schwerpunkt auf mehr Transparenz und höhere Kostenkontrolle bei Telekommunikationsdiensten abzielt. Die umfangreichen Vorgaben sollen Verbrauchern und anderen Endnutzern z. B. auf Verlangen erlauben, ihre Internet-Geschwindigkeiten im Mobilfunk und Festnetz zu überprüfen. Vorgesehen sind zudem Warnhinweise bei hohem Datenverbrauch und Neuregelungen zur Vermeidung von überraschend hoch ausfallenden Kundenrechnungen, sog. "Bill Shocks". Für die Telekom Deutschland bedeuten diese Neuregelungen erheblichen Anpassungsaufwand. Teilweise greift der Verordnungsentwurf Überlegungen auf, die auf EU-Ebene im Rahmen der Telekommunikationsbinnenmarkt-Verordnung diskutiert wurden und die zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise EU-weit gelten werden. Aktuell befindet sich der Entwurf der BNetzA in Abstimmung mit den zu beteiligenden Ministerien. Im Anschluss ist Einvernehmen mit dem Bundestag herzustellen. Die Verordnung tritt nach einer 6-monatigen Umsetzungsfrist in Kraft. Für einzelne Regeln ist eine verlängerte Umsetzungsfrist von zwölf Monaten vorgesehen. Rückwirkende Neubescheidung von Entgeltgenehmigungen.In Deutschland ergeben sich neben den bereits beschriebenen allgemeinen regulatorischen Risiken auch Unsicherheiten dadurch, dass Verwaltungsgerichte Entgeltentscheidungen der Regulierungsbehörde aufheben können. → Zu den Verwaltungsgerichtsverfahren siehe Abschnitt "Rechtsverfahren". Die Regulierungsbehörde hat dann für die Vergangenheit neu über die Entgelte zu entscheiden. Grundsätzlich ist hierbei völlig offen, ob und in welcher Höhe und in welche Richtung sich Entgelte ändern. Auf EU-Ebene wird der relevante Regulierungsrahmen maßgeblich bestimmt von Verordnungen die direkt von den Mitgliedsländern anzuwenden sind, von Richtlinien, die von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umzusetzen sind, und von Empfehlungen der EU-Kommission, die zwar nicht unmittelbar bindend sind, aber von den nationalen Regulierungsbehörden berücksichtigt werden müssen. Beispielhaft werden im Folgenden wichtige Verordnungen und Empfehlungen aufgeführt:
Die Weiterentwicklung des europäischen Rechtsrahmens in Form neuer EU-Verordnungen oder -Richtlinien bietet Chancen für größere Rechtssicherheit; es erwachsen aber auch Risiken zusätzlicher regulatorischer Restriktionen.
OPERATIVE RISIKEN UND CHANCENPersonal.Auch 2014 konnten wir den personellen Umbau in unserem Konzern sozialverträglich gestalten und umsetzen: im Wesentlichen über Abfindungen, Altersteilzeit, Vorruhestand und die von Vivento angebotenen Beschäftigungsperspektiven für Beamte und Angestellte, insbesondere im öffentlichen Sektor. Der Personalumbau wird auch im kommenden Geschäftsjahr fortgesetzt. Falls sich die Maßnahmen nicht oder nicht wie geplant realisieren lassen, kann sich dies negativ auf unsere Finanzziele und unsere Rentabilität auswirken. Auch durch das Rückkehrrecht von Beamten entstehen Risiken: Werden Konzerneinheiten, in denen Beamte beschäftigt sind, veräußert, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass diese weiterhin bei der veräußerten Konzerneinheit arbeiten. Dem muss der Beamte selbst zustimmen bzw. den Antrag dazu stellen. Allerdings besteht das Risiko, dass Beamte, z. B. nach dem Ende der Beurlaubung, von einer veräußerten Einheit zu uns zurückkehren, ohne dass ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten für die Beamten bestehen. Ein solches Rückkehrrecht besteht derzeit für rund 2 200 Beamte (Stand 31. Dezember 2014). Unter der Annahme, dass im Berichtsjahr all diese Beamten zu uns zurückgekehrt wären, betrüge das maximale Risiko rund 0,1 MRD. € pro Jahr. Dieses Risiko ließe sich etwa durch Kompensationszahlungen reduzieren, aber nicht vollständig vermeiden. → Über wesentliche Rechtsverfahren im Zusammenhang mit Personal informieren wir Sie im Abschnitt "Rechtsverfahren". Risiken aus dem IT-/NT-Netzbetrieb.Wir verfügen über immer komplexere Informations-/Netztechnik- (IT-/NT-) Infrastruktur, die wir beständig ausbauen und modernisieren. Ausfälle der aktuellen und auch der zukünftigen technischen Infrastruktur sind nicht vollständig auszuschließen. Sollte es dazu kommen, könnte dies im Einzelfall zu einem Umsatzausfall oder Kostensteigerungen führen, da unsere IT-/NT-Ressourcen und -Strukturen die wesentliche organisatorische und technische Plattform zur Unterstützung unserer Geschäftstätigkeit bilden. Es können Risiken entstehen, die alle IT-/NT-Systeme und -Produkte mit Internet-Anbindung betreffen. So könnten Störungen zwischen neu entwickelten und bereits bestehenden IT-/NT-Systemen zu Unterbrechungen bei Geschäftsprozessen, Produkten und Services wie z. B. bei Smartphones und "Entertain" führen. Um Ausfallrisiken, z. B. ausgelöst durch Naturkatastrophen oder Feuer, zu vermeiden, setzen wir technische Frühwarnsysteme und Dopplung von IT-/NT-Systemen ein. Unser Computer Emergency Response Team (cert) von T-Systems befasst sich mit der Sicherheit der Server unserer Großkunden. Beim Cloud Computing lagern alle Daten und Anwendungen in Rechenzentren. Die Rechenzentren der Deutschen Telekom sind sicherheitszertifiziert und erfüllen die strengen rechtlichen Datenschutzbestimmungen sowie EU-Regularien. So sind alle Daten von Unternehmen und Privatpersonen sicher vor fremdem Zugriff geschützt. Ständige Pflege und automatische Updates halten die Sicherheitsvorkehrungen stets auf dem aktuellsten Stand. Auf Basis eines konzernweit standardisierten Business Continuity Managements setzen wir zudem organisatorische und technische Maßnahmen ein, um Schäden zu verhindern bzw. deren Auswirkungen zu mindern. Versicherbare Risiken decken wir darüber hinaus im Rahmen unseres Versicherungsprogramms ab. Risiken aus der bestehenden IT-Architektur.T-Mobile US ist in Bezug auf die IT-Architektur Risiken ausgesetzt: Systeme für Vertrieb und Service haben an Leistungsfähigkeit verloren, was zu Unterbrechung oder Ausfällen geführt hat. Solange die IT modernisiert wird, muss T-Mobile US weiterhin mit Einschränkungen im Verkaufsprozess und im Service rechnen. Zukunftsfähigkeit der IT-Architektur.Sollte T-Mobile US nicht rechtzeitig in der Lage sein, die Vorteile der technologischen Entwicklung zu nutzen, ist eine rückläufige Nachfrage nach unseren Dienstleistungen zu befürchten. Systemausfälle, Sicherheits- oder Datenschutzverletzungen, Betriebsstörungen und die unberechtigte Nutzung oder Beeinträchtigungen unseres Netzes und anderer Systeme könnten unseren Ruf und unsere finanzielle Lage nachteilig beeinflussen. T-Mobile US hat 2014 mit der Einführung eines neuen Billing-Systems begonnen, dessen erfolgreiche Umsetzung die Transformation maßgeblich unterstützen soll. Die Integration des neuen Billing-Systems ist mit operativen Risiken behaftet. Darüber hinaus muss T-Mobile US nachhaltige Maßnahmen im Bereich der IT in 2015 ergreifen, um die hohe Aktionsgeschwindigkeit am Markt beizubehalten und dabei die Einhaltung anerkannter Standards im Berechtigungs-Management und Zugriffsschutz sicherzustellen. Chancen aus der IT-Architektur.T-Mobile US tätigt signifikante Investitionen in die IT-Infrastruktur, die eine Optimierung der Kunden-Service-Systeme beinhalten. Sollten sich durch diese Investitionen die Prozesse im Vertrieb und Service erhebliche Prozessverbesserungen ergeben, so besteht die Chance einer Kosteneinsparung, die die bisher angenommene übersteigt. Einkauf.Als Dienstleister sowie Betreiber und Anbieter von Telekommunikations- und IT-Produkten arbeiten wir mit unterschiedlichen Lieferanten für technische Komponenten zusammen. Zu diesen Komponenten zählen u. a. Soft- und Hardware, Übertragungstechnik, Vermittlungs- und Linientechnik sowie Endgeräte. Lieferrisiken lassen sich nicht grundsätzlich ausschließen. So können Lieferengpässe, Preiserhöhungen, veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder Produktstrategien der Lieferanten negative Folgen für unsere Geschäftsprozesse und unser Ergebnis haben. Risiken können sich ergeben aus Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern bzw. dem Ausfall von einzelnen Lieferanten als direkte Folge der Wirtschaftskrise. Diesen Risiken begegnen wir mit organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Maßnahmen. Datenschutz und Datensicherheit.→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Unsere Produkte und Dienstleistungen unterliegen Risiken in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit, v. a. in Verbindung mit dem Zugriff auf Kunden-, Partner- oder Mitarbeiterdaten durch Unbefugte. Die Sicherheit und der Schutz von Kundendaten haben für uns weiterhin die höchste Priorität. Dies gilt auch für das wachsende Cloud-Computing-Geschäft: Es unterliegt den gleichen strengen Auflagen für Sicherheit und Schutz von Informationen wie jedes andere unserer Produkte. Um diese hohen Standards zu halten und Risiken weitgehend auszuschließen, setzen wir uns dafür ein, dass europäischer Datenschutz zwingend zur Anwendung kommt, wenn ein Unternehmen seine Dienste am europäischen Markt anbietet. So hätten Verbraucher innerhalb Europas ein einheitliches Recht. Zudem könnten auch Datenschutz-Schlupflöcher innerhalb Europas geschlossen und einheitliche Wettbewerbsverhältnisse geschaffen werden. Bei der IT-Sicherheit stehen wir vor vielen neuen Herausforderungen. In den vergangenen Jahren hat sich der Schwerpunkt verschoben -weg von der Prävention, hin zur Analyse. Hier setzt unser Frühwarnsystem an: Es erkennt neue Quellen und Formen von Cyber-Angriffen, analysiert das Verhalten der Angreifer unter strenger Wahrung des Datenschutzes und identifiziert so neue Trends im Sicherheitsbereich. Neben den sog. "Honeypot-Systemen", die Schwächen in IT-Systemen simulieren, umfasst unser Frühwarnsystem Melde- und Analyse-Tools für Spam Mails, Viren und Trojaner. Die Informationen, die wir aus diesen Sensoren gewinnen, werden mit öffentlichen und privaten Stellen ausgetauscht, um neue Angriffsmuster zu erkennen und neue Schutzsysteme entwickeln zu können. Cyber-Kriminalität und Industriespionage nehmen zu. Diesen Risiken begegnen wir mit umfangreichen Sicherheitskonzepten. Wir setzen dabei verstärkt auf Partnerschaften, z. B. mit öffentlichen und privaten Organisationen, um mehr Transparenz zu schaffen und so den Bedrohungen besser entgegenwirken zu können. Mit "Security by Design" haben wir Sicherheit als festen Entwicklungsbestandteil für neue Produkte und Informationssysteme etabliert. Zusätzlich führen wir intensive und obligatorische digitale Sicherheitstests durch. → Auf unseren Internet-Seiten www.telekom.com/datenschutz und www.telekom.com/sicherheit berichten wir fortlaufend über aktuelle Entwicklungen in diesen Bereichen. RISIKEN UND CHANCEN AUS MARKE, KOMMUNIKATION UND REPUTATIONNegative mediale Berichterstattung.Eine unvorhersehbare negative mediale Berichterstattung über unsere Produkte und Dienstleistungen oder unsere unternehmerische Tätigkeit und Verantwortung kann einen großen Einfluss auf die Reputation unseres Unternehmens, unseren Ruf und unser Marken-Image haben. Durch soziale Netzwerke kann es dabei zu einer noch schnelleren und weiteren Verbreitung solcher Informationen und Meinungen kommen, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Eine negative Berichterstattung kann sich letzten Endes auf unseren Umsatz und unseren Markenwert auswirken. Um negative Berichterstattung zu vermeiden, suchen wir einen ständigen, intensiven und konstruktiven Dialog v. a. mit unseren Kunden, den Medien und der Finanzwelt. Unsere Stakeholder zufriedenzustellen und so unserem Ruf gerecht zu werden, hat für uns Priorität. Anhaltende Presseberichterstattung bezüglich der Überwachung des Telefon- und Internet-Verkehrs durch Geheimdienste.Infolge der anhaltenden öffentlichen Kommunikation über die Überwachung des Telefon- und Internet-Verkehrs durch Geheimdienste zeigen Meinungsumfragen aus Deutschland, dass das Vertrauen der Deutschen in Internet-Dienste belastet ist. Indirekt sind dadurch Reputationsverluste und somit auch wirtschaftliche Risiken für einen Netzbetreiber nicht auszuschließen, da die Deutsche Telekom wie alle Netzbetreiber zu einer Kooperation mit den staatlichen Sicherheitsbehörden verpflichtet ist, darüber aber aufgrund von Verschwiegenheitsverpflichtungen öffentlich nur begrenzt sprechen kann. Nachhaltigkeitsrisiken.→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Zu einem umfassenden Risiko- und Chancen-Management gehört für uns auch die Berücksichtigung von Risiken und Chancen der Corporate Responsibility (CR). Im Rahmen unseres CR Managements verfolgen wir hier eine Strategie, bei der die verschiedenen Stakeholder-Gruppen systematisch bei der Ermittlung aktueller und potenzieller Risiken und Chancen eingebunden werden. Hierzu engagieren wir uns in verschieden Gremien und Initiativen. Das kontinuierliche CR-Themen-Monitoring ermöglicht uns, Stakeholder-Positionen zu relevanten Nachhaltigkeitsthemen systematisch zu identifizieren. Hierzu nutzen wir z. B. unser NGO-Radar, das Aktivitäten, Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Stellungnahmen relevanter NGOs zusammenfasst und für uns bewertet. Darüber hinaus fragen wir im Zuge unserer CR-Berichterstattung jährlich unsere Stakeholder nach den für sie wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen.
Im wichtigen Nachhaltigkeits-Ranking SAM wurde die Deutsche Telekom in den letzten Jahren in Bezug auf ihr Lieferanten-Management sehr positiv bewertet. 2014 konnten wir uns weiter verbessern (von 88 Punkten im Jahr 2013 auf 93 Punkte). Unsere Kooperationen mit Lieferanten, die internationale Nachhaltigkeitsstandards einhalten, sichern hohe Produktqualität sowie Zuverlässigkeit der Beschaffung. Gesundheit und Umwelt.→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom Der Mobilfunk bzw. die elektromagnetischen Felder, die der Mobilfunk nutzt, lösen immer wieder Bedenken in der Bevölkerung über mögliche Gesundheitsrisiken aus. Dazu gibt es eine intensive öffentliche, politische und wissenschaftliche Diskussion. Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit betreffen sowohl die Mobilfunknetze als auch den Einsatz der mobilen Endgeräte. Im Mobilfunk-Bereich wirkt sich dies u. a. auf den Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur sowie auf die Nutzung von Mobilfunk-Endgeräten aus. Im Festnetz-Bereich betrifft dies den Absatz von herkömmlichen DECT-Geräten (digitale schnurlose Telefone) sowie Endgeräten mit WLAN-Technologie. Es besteht das Risiko regulatorischer Eingriffe, wie etwa die Senkung der Grenzwerte oder die Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen für den Mobilfunk (z. B. durch Veränderungen im Baurecht oder Kennzeichnungspflichten für Endgeräte). Basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand haben anerkannte Gremien wie die Weltgesundheitsorganisation und die Internationale Strahlenschutzkommission (ICNIRP) in den vergangenen Jahren wiederholt die geltenden Grenzwerte für den Mobilfunk überprüft und die sichere Nutzung der Mobilfunk-Technik bei Einhaltung dieser Werte bestätigt. Auch ohne wissenschaftlichen Nachweis hat in 2011 die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) - eine Fachagentur der Weltgesundheitsorganisation - aufgrund von Einzelhinweisen als Vorsorgemaßnahme hochfrequente elektromagnetische Felder als "möglicherweise krebserregend" eingestuft. Dies ist die schwächste Kategorie, die auf eine mögliche krebserzeugende Wirkung hinweist. In der gleichen Kategorie ist z. B. auch der Genuss von Kaffee eingeordnet. Diese Bewertung führte jedoch zu einem Anstieg an Pressereaktionen sowie zu Kontroversen auf Expertenebene. Die Deutsche Strahlenschutzkommission hat die Einschätzung des IARC kritisiert, da aus ihrer Sicht die wissenschaftliche Evidenz nicht ausreichend sei. Zwischen allen Institutionen und Fachgremien besteht nach wie vor Einigkeit, dass es bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis für ein Gesundheitsrisiko durch hochfrequente elektromagnetische Felder gibt, allerdings auch noch weiterer Forschungsbedarf besteht. Wir sind davon überzeugt, dass die sichere Anwendung der Mobilfunk-Technik durch die Einhaltung der geltenden Grenzwerte sichergestellt wird. Dabei stützen wir uns auf die Bewertung der anerkannten Gremien. Die Basis unseres verantwortungsvollen Umgangs mit der Mobilfunk-Thematik ist die "EMF-Policy" der Deutschen Telekom. In dieser verpflichten wir uns - weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus - zu mehr Transparenz, Information, Partizipation und finanzieller Unterstützung unabhängiger Forschung zum Mobilfunk. Wir arbeiten daran, Unsicherheiten in der Bevölkerung durch eine sachliche, wissenschaftlich fundierte und transparente Informationspolitik abzubauen. So fühlen wir uns auch weiterhin verpflichtet, den vertrauensvollen und erfolgreichen Austausch mit Kommunen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus zu pflegen. Dies gilt auch, nachdem die langjährige Zusammenarbeit mit Kommunen im Zusammenhang mit dem Ausbau des Mobilfunknetzes, die bislang auf Basis von freiwilligen Selbstverpflichtungen der Netzbetreiber erfolgte, 2013 gesetzlich verankert wurde. RECHTSVERFAHRENWesentliche laufende Rechtsverfahren.Die Deutsche Telekom ist Partei in gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Von besonderer Bedeutung sind aus unserer Sicht die nachfolgend aufgeführten Verfahren. Für den Fall, dass in äußerst seltenen Fällen geforderte Angaben zur Bedeutung einzelner Rechts- und Kartellverfahren nicht gemacht werden, kommen wir zu dem Schluss, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Verfahrens ernsthaft beeinträchtigen können. T 053 Wesentliche laufende Rechtsverfahrenscroll
Die Deutsche Telekom beabsichtigt im Übrigen, sich in jedem dieser Gerichts-, Güte- und Schiedsverfahren entschieden zu verteidigen bzw. ihre Ansprüche zu verfolgen. Abgeschlossene Verfahren
KARTELLVERFAHRENWie viele andere Unternehmen unterliegt auch unser Konzern den Vorschriften des Kartellrechts. In einzelnen Ländern sehen sich die Deutsche Telekom und ihre Beteiligungen unterschiedlichen kartellrechtlichen bzw. wettbewerbsrechtlichen Verfahren oder sich daraus ergebenden zivilrechtlichen Folgeklagen ausgesetzt. Die Deutsche Telekom hält die Vorwürfe jeweils für unbegründet. Im Folgenden beschreiben wir die wesentlichen Kartell- und Verbraucherschutzverfahren. Verfahren der Anti-Monopol-Kommission in Polen.Die polnische Anti-Monopol-Kommission UOKiK hat am 23. November 2011 eine im Jahr 2010 begonnene Untersuchung abgeschlossen. Sie wirft der T-Mobile Polska (ehem. PTC) und anderen polnischen Telekommunikationsunternehmen kartellrechtswidrige Preisabsprachen vor und hat gegenüber der T-Mobile Polska ein Bußgeld in Höhe von 34 Mio. PLN (etwa 8 MIO. €) verhängt. Die T-Mobile Polska hält diese Vorwürfe weiterhin für unbegründet und hat gegen die Entscheidung geklagt. Dadurch ist das Bußgeld derzeit noch nicht zahlbar. Das Gleiche gilt für ein weiteres Bußgeld in Höhe von 21 MIO. PLN (etwa 5 MIO. €), das die UOKiK wegen eines angeblichen verbraucherschutzrechtlichen Verstoßes am 2. Januar 2012 gegen die T-Mobile Polska verhängt hatte. Die Gerichtsentscheidung steht weiterhin aus. Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom.Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 festgestellt, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängt. Die Europäische Kommission ist der Auffassung, dass Slovak Telekom einen entbündelten Zugang zu ihren Teilnehmeranschlüssen verweigert und eine Margenbeschneidung gegenüber alternativen Anbietern bewirkt habe. Die Bußgelder belaufen sich auf 38,8 MIO. € gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom sowie zusätzliche 31,1 MIO. € gegen Deutsche Telekom, da bereits im Jahr 2003 ein Bußgeld gegen Deutsche Telekom wegen Margenbeschneidung in Deutschland verhängt wurde. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom für das angeblich kartellrechtswidrige Verhalten der Slovak Telekom. Weiterhin sind wir überzeugt, dass Slovak Telekom sich an die geltenden Gesetze hält. Der starke Wettbewerb und stetig fallende Preise auf dem slowakischen Breitband-Markt sprechen außerdem gegen eine Behinderung der Wettbewerber durch Slovak Telekom. Daher haben Deutsche Telekom und Slovak Telekom am 29. Dezember 2014 die Entscheidung der Europäischen Kommission vor dem Gericht der Europäischen Union angefochten. Die Bußgelder sind zum 31. Dezember 2014 in den übrigen Schulden enthalten. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKENDie Deutsche Telekom unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie dem Risiko der Veränderung von Währungskursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risiko-Managements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Um die Auswirkungen unterschiedlicher Gegebenheiten einschätzen zu können, werden Simulationsrechnungen unter Verwendung verschiedener Worst Case- und Markt-Szenarien vorgenommen. Je nach Einschätzung der Risiken setzen wir zur Risikobegrenzung ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente ein (Sicherungsgeschäfte). Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente nutzen wir ausschließlich als Sicherungsinstrumente, d. h., für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Beurteilung der im Folgenden beschriebenen Risikofelder Liquiditäts-Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiken erfolgt in der Nettobetrachtung nach der Umsetzung der Risikobegrenzungsmaßnahmen. → Zur Beurteilung siehe TABELLE 052. Liquiditätsrisiken.Damit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sichergestellt werden können, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Hauptsächlich genutzte Instrumente der mittel- bis langfristigen Finanzierung sind Anleihen und Medium Term Notes (MTN), jeweils in unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen. Diese werden in der Regel über die Deutsche Telekom International Finance B.V. (DTIF) emittiert und als interne Kredite im Konzern weitergereicht. Die unten stehende GRAFIK 56 zeigt die Entwicklung der Liquiditätsreserve im Verhältnis zu den Fälligkeiten. Zum Ende des Jahres 2014 und auch in den Quartalen zuvor wurde die Anforderung an die Liquiditätsreserve, die Fälligkeiten der jeweiligen nächsten 24 Monate abzudecken, eindeutig erfüllt. Bei der Deutschen Telekom ist ein fortlaufendes Liquiditäts-Management implementiert. Damit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sichergestellt werden können, hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Diese Liquiditätsreserve soll zu jedem Zeitpunkt die Kapitalmarktfälligkeiten der nächsten 24 Monate abdecken. Neben den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten standen der Deutschen Telekom am 31. Dezember 2014 standardisierte bilaterale Kreditlinien mit 21 Banken mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 12,3 MRD. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2014 waren diese Banklinien mit 0,2 MRD. € in Anspruch genommen. Die Konditionen sind gemäß den Kreditverträgen abhängig vom Rating der Deutschen Telekom. Die bilateralen Kreditverträge haben eine ursprüngliche Laufzeit von 36 Monaten und können jeweils nach zwölf Monaten um weitere zwölf Monate auf wiederum 36 Monate verlängert werden. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. In 2014 führte die Deutsche Telekom keine Anleiheemissionen durch. Von T-Mobile US wurden im Geschäftsjahr 2014 Anleihen im Wert von insgesamt 3,0 MRD. US-$ begeben, eine Anleihe in Höhe von 1 MRD. US-$ wurde vorzeitig zurückgezahlt. Im Dezember 2014 begab die T-Mobile US Mandatory Convertible Preferred Stock im Volumen von 1,0 MRD. US-$, die nach einer Laufzeit von drei Jahren in T-Mobile US-Aktien gewandelt werden. Das Nominalvolumen der Mandatory Convertible Preferred Stock wird ebenfalls unter den Anleihen ausgewiesen. Ausfallrisiken.Die Deutsche Telekom ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko, d. h. dem Risiko, dass die Gegenpartei ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllt, ausgesetzt. Im Finanzierungsbereich werden Geschäfte grundsätzlich nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen, verbunden mit einem laufenden Bonitäts-Management-System. Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Das Geschäft mit Großkunden, insbesondere internationalen Carriern, unterliegt einer gesonderten Bonitätsüberwachung. Für Derivategeschäfte wurde im Rahmen von Collateralverträgen mit den Kontrahenten vereinbart, dass im Insolvenzfall sämtliche bestehende Kontrakte gegeneinander aufgerechnet werden und nur in Höhe des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit verbleibt. Das Ausfallrisiko bei Derivategeschäften wird noch weiter reduziert durch den Austausch von Collaterals. Hier erhält die Deutsche Telekom für bestehende Forderungssalden für bestehende Collateralverträge vom Kontrahenten frei verfügbare Barmittel als Sicherheit und stellt im Gegenzug solche im Falle von Verbindlichkeitssalden. Währungsrisiken.Die Währungskursrisiken der Deutschen Telekom resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungsschwankungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen (d. h., soweit der Cashflow nicht in der funktionalen Währung des jeweiligen Konzernunternehmens denominiert). Fremdwährungsrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d. h. die Risiken, die aus der Umrechnung des Abschlusses der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann die Deutsche Telekom jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko besichern. G 56 Entwicklung Liquiditätsreserve, Fälligkeiten 2013/2014 in Mrd. €![]() Zinsrisiken.Die Zinsrisiken der Deutschen Telekom resultieren im Wesentlichen aus verzinslichen Verbindlichkeiten. Zinsrisiken bestehen hauptsächlich in der Euro-Zone und in den USA. Um die Auswirkungen von Zinsschwankungen in diesen Regionen zu minimieren, managt die Deutsche Telekom das Zinsrisiko für die auf Euro und US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten getrennt. Einmal im Jahr legt der Vorstand für den Planungszeitraum von mindestens drei Jahren die gewünschte Mischung aus fest und variabel verzinslichen Netto-Finanzverbindlichkeiten fest. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury Zinsderivate ein, um so die Zinsausstattung für die Netto-Finanzverbindlichkeiten der vom Vorstand vorgegebenen Zusammensetzung anzupassen. → Für weiter gehende Ausführungen verweisen wir auf Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management" im Konzern-Anhang. Steuerrisiken.Die Deutsche Telekom unterliegt in zahlreichen Ländern den jeweils geltenden steuerlichen Rechtsvorschriften. Aus Änderungen der lokalen Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung und unterschiedlicher Auslegung existierender Vorschriften können sich Risiken ergeben mit einer Auswirkung sowohl auf Steueraufwendungen und -erträge als auch auf Steuerforderungen und -verbindlichkeiten. Sonstige finanzwirtschaftliche RisikenIm Folgenden beschreiben wir die sonstigen finanzwirtschaftlichen Risiken, die für uns aktuell unwesentlich bzw. mit dem heutigen Kenntnisstand nicht einschätzbar sind. Rating-Risiko.Zum 31. Dezember 2014 bewertete die Rating-Agentur Moody's die Deutsche Telekom mit Baa1, Fitch und Standard & Poor's mit BBB+. Der Ausblick ist bei allen drei Agenturen stabil. Ein verschlechtertes Rating unter definierte Schwellenwerte hätte höhere Zinsen bei einem Teil der emittierten Anleihen und MTNs zur Folge. Aktienverkäufe des Bundes bzw. der KfW Bankengruppe.Zum 31. Dezember 2014 hielt der Bund zusammen mit der KfW Bankengruppe rund 31,7 % an der Deutschen Telekom AG. Es ist nicht auszuschließen, dass der Bund seine Privatisierungspolitik fortführt und sich von weiteren Beteiligungen kapitalmarktgerecht und unter Einbeziehung der KfW Bankengruppe trennt. Für uns besteht das Risiko, dass die Veräußerung von Anteilen der Deutschen Telekom AG durch den Bund oder die KfW Bankengruppe in größerem Umfang bzw. durch entsprechende Spekulationen am Markt den Kurs der T-Aktie negativ beeinflusst. Werthaltigkeit des Vermögens der Deutschen Telekom AG.Der Wert des Vermögens der Deutschen Telekom AG und ihrer Tochterunternehmen wird regelmäßig überprüft. Flankierend zu den regelmäßigen jährlichen Bewertungen sind in bestimmten Fällen zusätzliche Werthaltigkeitstests durchzuführen: Zum Beispiel dann, wenn infolge von Änderungen im Wirtschafts-, Regulierungs-, Geschäfts- oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von Goodwill, immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens vermindert haben könnte. → Eine ausführliche Darstellung finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden - Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten" im Konzern-Anhang. Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests können entsprechende Wertminderungen sein, die aber nicht zu Auszahlungen führen. Unser Ergebnis kann hierdurch in erheblichem Umfang gemindert werden; dies könnte den Kurs der T-Aktie belasten. Verkauf des Geschäftsbereichs SI der T-Systems France.Bei dem Verkauf des Systems Integration-Geschäftsbereichs der T-Systems France Mitte des Jahres 2013 musste gegenüber dem zuständigen Betriebsrat eine Garantieerklärung mit einer Laufzeit von 15 Monaten abgegeben werden. Die Garantie sah vor, die Mitarbeiter im Falle der Insolvenz des Käufers zu entschädigen. Anfang September 2014 verstrich die 15-monatige Garantiefrist, ohne dass diese in Anspruch genommen wurde. EINSCHÄTZUNG DES MANAGEMENTS ZUR GESAMTRISIKO- UND CHANCENSITUATIONDie Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2014 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Unsere wesentlichen Herausforderungen umfassen insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen, den intensiven Wettbewerb und den starken Preisverfall im Telekommunikationsgeschäft. Aus heutiger Sicht sieht das Management der Deutschen Telekom den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Wir sind davon überzeugt, dass wir die sich bietenden Chancen und Herausforderungen auch in der Zukunft nutzen können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen. Wir streben ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an, wobei es unser Ziel ist, durch die Analyse neuer Marktchancen den Mehrwert für unser Unternehmen und unsere Aktionäre zu steigern. RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEMDas interne Kontrollsystem (IKS) der Deutschen Telekom AG ist in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk für interne Kontrollsysteme des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO Internal Control - Integrated Framework, COSO I, in der Fassung vom 14. Mai 2013) aufgebaut. Der Prüfungsausschuss der Deutschen Telekom AG überwacht die Wirksamkeit des IKS - wie es § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG fordert. Der Umfang und die Ausgestaltung des IKS liegen dabei im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Die interne Revision ist dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern und bei der Deutschen Telekom AG unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Zusätzlich werden die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft. Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und zielt auf Folgendes ab: Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom soll nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt werden, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften. Zudem verfolgt das rechnungslegungsbezogene IKS auch das Ziel, dass der Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der zusammengefasste Lagebericht nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt werden. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Unser Bereich Group Accounting steuert die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich dahin gehend analysiert, ob und wieweit sie relevant sind und wie sie sich auf die Rechnungslegung auswirken. Relevante Anforderungen werden z. B. in der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie festgehalten, kommuniziert und sind zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Basis für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen wie z. B. die Intercompany-Richtlinie, standardisierte Meldeformate, IT-Systeme sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Wenn nötig, setzen wir auch externe Dienstleister ein, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Group Accounting stellt sicher, dass diese Anforderungen konzernweit einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Deutsche Telekom AG und die Konzerngesellschaften sind dafür verantwortlich, dass sie die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren einhalten. Die Konzerngesellschaften stellen den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher; Group Accounting unterstützt und überwacht sie dabei. Die Durchführung der operativen Rechnungswesenprozesse wird mit weiter zunehmender Tendenz national und international durch Shared Service Center erbracht. Durch eine Harmonisierung der Prozesse steigen die Effizienz und Qualität der Prozesse und damit auch die Zuverlässigkeit des internen Kontrollsystems. Das IKS sichert dabei sowohl die interne Prozessqualität der Shared Service Center als auch die Schnittstellen zu den Konzerngesellschaften durch geeignete Kontrollen und durch einen internen Zertifizierungsprozess ab. Eingebettet in den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte interne Kontrollen. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen; dazu gehören:
Konzernweit haben wir ein standardisiertes Verfahren implementiert, um die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS zu überwachen. Dieses Verfahren orientiert sich konsequent an den Risiken einer möglichen Fehlberichterstattung im Konzernabschluss: Zu Jahresbeginn werden unter Risikoaspekten Abschlusspositionen und rechnungslegungsbezogene Prozess-Schritte ausgewählt, die im Laufe des Jahres in der Regel durch Fremdprüfungen auf Wirksamkeit untersucht werden. Soweit Kontrollschwächen festgestellt werden, erfolgen eine Analyse und Bewertung insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht. Wesentliche Kontrollschwächen, deren Maßnahmenpläne zur Abarbeitung und der laufende Arbeitsfortschritt werden an den Vorstand bzw. zusätzlich an den Prüfungsausschuss berichtet. Um die hohe Qualität dieses rechnungslegungsbezogenen IKS zu sichern, ist die interne Revision über alle Stufen des Verfahrens hinweg eng mit einbezogen. SONSTIGE ANGABENERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289a HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. → Die Erklärung ist auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) öffentlich zugänglich. SCHLUSSERKLÄRUNG DES VORSTANDS ZUM BERICHT ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMENDa die Bundesrepublik Deutschland als Anteilseigner der Deutschen Telekom AG mit ihrer Minderheitsbeteiligung aufgrund der durchschnittlichen Hauptversammlungspräsenz eine sichere Hauptversammlungsmehrheit repräsentiert, ist ein Abhängigkeitsverhältnis der Deutschen Telekom gegenüber der Bundesrepublik Deutschland nach § 17 Abs. 1 AktG begründet. Ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag der Deutschen Telekom mit der Bundesrepublik Deutschland besteht nicht. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG hat daher gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Vorstand hat am Ende des Berichts folgende Erklärung abgegeben: "Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen im Interesse oder auf Veranlassung des herrschenden Unternehmens oder der mit ihm verbundenen Unternehmen sind nicht getroffen und auch nicht unterlassen worden." RECHTLICHE KONZERNSTRUKTURDie Deutsche Telekom AG, Bonn, ist das Mutterunternehmen des Deutsche Telekom Konzerns. Ihre Aktien werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt. → Hinsichtlich der Angaben zur Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals sowie der direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital gemäß § 289 Abs. 4 HGB wird auf Angabe 15 "Eigenkapital" im Konzern-Anhang verwiesen. EIGENKAPITALJede Aktie gewährt eine Stimme.Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen sowie bei der Deutschen Telekom wie eigene Anteile zuzurechnenden Aktien (per 31. Dezember 2014: insgesamt rund 21 MIO. Stück). Die sog. "Trust" (Treuhänder)-Aktien (per 31. Dezember 2014: rund 19 MIO. Stück) stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von VoiceStream und Powertel (jetzt T-Mobile US) im Jahr 2001 und sind der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 wie eigene Anteile zuzurechnen. Was die an Trusts ausgegebenen Aktien betrifft, verzichtet der Treuhänder - solange der Trust besteht - auf Stimmrechte und Bezugsrechte sowie grundsätzlich auf Dividendenrechte. Kapitalerhöhung.Bei der für das Geschäftsjahr 2013 beschlossenen Dividende in Höhe von 0,50 € pro Aktie konnten die Aktionäre zwischen der Erfüllung des Dividendenanspruchs in bar oder dessen Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG wählen. Im Juni 2014 wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,0 MRD. € für Aktien aus Genehmigtem Kapital (Genehmigtes Kapital 2013) eingebracht und damit nicht zahlungswirksam substituiert. Dafür hat die Deutsche Telekom AG im Juni 2014 eine Kapitalerhöhung des Gezeichneten Kapitals in Höhe von 0,2 MRD. € gegen Einlage von Dividendenansprüchen durchgeführt. Die Kapitalrücklage hat sich in diesem Zusammenhang um 0,8 MRD. € erhöht. Die Anzahl der Aktien erhöhte sich um 84 396 144 Stück. Eigene Aktien.Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 23. Mai 2017 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1 106 257 715,20 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist. Die Aktien können zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden. Die Aktien können auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Aktien über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern oder einzuziehen. Die Aktien können auch dazu genutzt werden, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Mai 2012 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen. Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 und einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 wurden im Juni 2011 110 TSD. Aktien, im September 2011 206 TSD. Aktien und im Januar 2013 268 TSD. Aktien erworben. Das Gesamterwerbsvolumen betrug in den Geschäftsjahren 2011 und 2013 insgesamt 2 762 TSD. € bzw. 2 394 TSD. € (ohne Nebenkosten). Die Anzahl der eigenen Anteile erhöhte sich daraus um 316 TSD. Stück bzw. 268 TSD. Stück. Im Rahmen des Share Matching Plans erfolgten in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 jeweils unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien in Höhe von 2 TSD. Stück in Depots von berechtigten Teilnehmern. Im April, Juni und Dezember 2014 wurden darüber hinaus insgesamt 90 TSD. Stück eigene Aktien entnommen und unentgeltlich in Depots von berechtigten Teilnehmern des Share Matching Plans übertragen. Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom neue Aktien aus genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit besteht keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß dem Zweck der Hinterlegung. Die 18 517 TSD. Stück hinterlegten Aktien werden wie eigene Anteile nach § 272 Abs. 1a HGB bilanziert. Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital.Das von der Hauptversammlung am 30. April 2009 beschlossene Genehmigte Kapital 2009/II diente der Gewährung von Aktien an Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG und der nachgeordneten verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien). Die Ermächtigung des Vorstands galt für die Zeit bis zum 29. April 2014. Am 28. August 2014 hat der Aufsichtsrat beschlossen, das Genehmigte Kapital 2009/II aus der Satzung der Deutschen Telekom AG zu streichen (Änderung der Fassung). Die Änderung der Satzung wurde am 19. September 2014 in das Handelsregister eingetragen. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 15. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 2 176 000 000 € durch Ausgabe von bis zu 850 000 000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage auszuschließen, um neue Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft, auszugeben. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2013). Das Genehmigte Kapital 2013 beträgt nach Erhöhung des Grundkapitals gegen Einlage von Dividendenansprüchen noch 1 959 945 871,36 €. Die Eintragung des verbliebenen Genehmigten Kapitals 2013 im Handelsregister erfolgte am 11. Juni 2014. Das von der Hauptversammlung am 3. Mai 2010 beschlossene Bedingte Kapital 2010 bestand zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. Options- oder Wandlungspflichten, die aufgrund der in derselben Hauptversammlung beschlossenen, bis zum 2. Mai 2015 gültigen Ermächtigung zur Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen entstehen konnten. Diese Ermächtigung, von der kein Gebrauch gemacht worden ist, wäre voraussichtlich unmittelbar vor dem Termin der Hauptversammlung 2015 ausgelaufen. Die Hauptversammlung vom 15. Mai 2014 hat daher die Aufhebung des Bedingten Kapitals 2010 und die Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014 beschlossen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2014 um bis zu 1 100 000 000 €, eingeteilt in bis zu 429 687 500 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie a) die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Mai 2014 bis zum 14. Mai 2019 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder b) die aus von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Mai 2014 bis zum 14. Mai 2019 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 5 Abs. 3 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern. Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (Change of Control)Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutschen Telekom AG, die eine Klausel für den Fall einer Übernahme (Change of Control) der Deutschen Telekom AG enthalten, betreffen hauptsächlich bilaterale Kreditfazilitäten sowie mehrere Darlehensverträge. Im Übernahmefall haben die jeweiligen Kreditgeber das Recht, die Fazilität zu kündigen und ggf. fällig zu stellen bzw. die Rückzahlung der Darlehen zu verlangen. Dabei wird eine Übernahme angenommen, wenn ein Dritter die Kontrolle über die Deutsche Telekom AG erlangt; dies kann auch eine gemeinschaftlich handelnde Gruppe sein. Ferner haben die anderen Konsortialpartner von Toll Collect (Daimler Financial Services AG und Cofiroute S.A.) eine Call Option für den Fall, dass ein Wechsel in der Eigentümerstruktur der Deutschen Telekom AG dadurch eintritt, dass mehr als 50 % des Aktienkapitals oder der Stimmrechte von einem neuen Gesellschafter gehalten werden, die er zuvor nicht besaß, und die anderen Konsortialpartner diesem Wechsel nicht zugestimmt haben. Der griechische Staat kann alle Anteile der Deutschen Telekom AG an der griechischen Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE), von der Deutschen Telekom AG erwerben oder verlangen, dass sie an einen von ihm bekannten Dritten übertragen werden, wenn die Deutsche Telekom AG von einem Unternehmen übernommen werden sollte, das kein Telekommunikationsunternehmen aus der Europäischen Union oder den USA mit ähnlicher Größe und vergleichbarem Ansehen wie die Deutsche Telekom AG ist. Eine Übernahme in diesem Sinne liegt vor, wenn eine oder mehrere Personen - mit Ausnahme der Bundesrepublik Deutschland - direkt oder indirekt 35 % der Stimmrechte an der Deutschen Telekom AG erwerben. Bei der Gründung des Joint Ventures EE in Großbritannien haben die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. im Joint Venture Agreement vereinbart, dass die France Télécom - für den Fall, dass die Deutsche Telekom unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt - für die Dauer eines Jahres von sämtlichen den Gesellschaftern im Hinblick auf eine Übertragung ihrer Anteile auferlegten Restriktionen befreit ist. Eine Übertragung von Anteilen an Wettbewerber ist aber auch in diesem Fall untersagt. Im Rahmen der Gründung des Einkaufs-Joint Ventures BuyIn in Belgien haben die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A./ Atlas Services Belgium S.A. (eine Tochter der France Télécom S.A.) im Master Agreement vereinbart, dass, falls die Deutsche Telekom oder France Télécom unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt bzw. ein nicht vollständig zum France Télécom Konzern gehörender Dritter Anteile an Atlas Services Belgium S.A. erwirbt, der jeweils andere Vertragspartner (France Télécom und Atlas Services Belgium nur gemeinschaftlich) das Master Agreement mit sofortiger Wirkung kündigen kann. KonsolidierungskreisveränderungenIm Konzernabschluss der Deutschen Telekom werden 56 inländische und 197 ausländische Tochterunternehmen vollkonsolidiert (31. Dezember 2013: 67 und 177). Zusätzlich werden 13 assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2013: 13) und 6 Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2013: 9) nach der Equity-Methode einbezogen. → Die wesentlichen Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG werden im Kapitel "Grundlagen und Methoden" unter "Wesentliche Tochterunternehmen" im Konzern-Anhang aufgeführt. UnternehmenszusammenschlüsseDie Unternehmenszusammenschlüsse werden im Konzern-Anhang im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und Transaktionen mit Eigentümern" dargestellt. VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSVERGÜTUNGGrundlagen der Vorstandsvergütung.Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 ein neues System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Umgesetzt wurden dabei die seit dem 5. August 2009 geltenden Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG vom 3. Mai 2010 billigte dieses neue System. Zum 31. Dezember 2014 befinden sich alle amtierenden Vorstandsmitglieder im neuen System der Vorstandsvergütung. → Für weitere Details zur Vorstandsvergütung und zu den Angaben nach § 314 Handelsgesetzbuch (HGB) sowie dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS 17) verweisen wir auf die Angabe 40 "Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat" im Konzern-Anhang. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf ein jährliches festes Jahresgehalt, eine jährliche variable Erfolgsvergütung, eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente sowie Anspruch auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Der Aufsichtsrat legt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand fest. Diese Struktur und die Angemessenheit der Vergütung überprüft er regelmäßig. Die feste Vergütung ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Es ist sichergestellt, dass die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist und die variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Die variablen Vergütungsbestandteile enthalten eindeutige betragsmäßige Höchstgrenzen und auch die Vergütungshöhe insgesamt wurde betragsmäßig begrenzt. Die Begrenzung der kurz- und langfristigen variablen Vergütungsbestandteile (Variable I und Variable II) erfolgt jeweils bei einer Zielerreichung von 150 %. Im Rahmen des Share Matching Plans besteht die Höchstgrenze bei einer Verdreifachung des Aktienkurses während der Planlaufzeit. Ordentliche Vorstandsmitglieder können somit nicht mehr als 4,5 MIO. € an Vergütungszuflüssen in einem Jahr erreichen. Dem Vorstandsvorsitzenden kann maximal pro Jahr ein Betrag von 7,5 MIO. € an Vergütung zufließen. Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten. In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden, so v. a. die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung. Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich. Die folgende DARSTELLUNG 054 erfolgt anhand der vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabelle 1, die den Gesamtbetrag der für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen darstellt. Gewährte ZuwendungenT 054 Vorstandsvergütung in €scroll
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Zugeflossene ZuwendungenDie nachfolgende DARSTELLUNG 055 entspricht der vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabelle 2, die den Gesamtbetrag der für das Berichtsjahr zugeflossenen Vergütung ausweist. In Abweichung von der vorher dargestellten Gewährungstabelle werden in dieser Tabelle nicht die Zielwerte für die kurz- und langfristigen variablen Vergütungsbestandteile ausgewiesen, sondern die tatsächlich für das Geschäftsjahr 2014 zufließenden Werte. Eine weitere Abweichung gegenüber der Gewährungstabelle besteht hinsichtlich der Darstellung des Share Matching Plans. Die in dieser Tabelle ausgewiesenen Werte für den Share Matching Plan stellen die Höhe des nach deutschem Steuerrecht relevanten Zuflusswerts im Zeitpunkt der Übertragung von Matching Shares dar, während in der Gewährungstabelle zuvor die beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Gewährung Gegenstand des Vergütungsausweises sind. T 055 Vorstandsvergütung in €scroll
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Grundlagen der Aufsichtsratsvergütung.Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG erhalten eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 70 000 €. Darüber hinaus wird die Tätigkeit als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie die Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats zusätzlich vergütet. Das neue Vergütungssystem, das seit dem 1. Januar 2013 gilt, sieht eine erfolgsorientierte Vergütung nicht mehr vor. → Für weitere Informationen zur Aufsichtsratvergütung verweisen wir auf Angabe 40 "Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat" im Konzern-Anhang. DER KONZERNABSCHLUSSKONZERN-BILANZT 056 in Mio. €AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungT 057 in Mio. €scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGT 058 in Mio. €scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGT 059 in Mio. €scroll
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGT 060 in Mio. €scroll
Konzern-AnhangGRUNDLAGEN UND METHODENALLGEMEINE ANGABENDer Deutsche Telekom Konzern (nachfolgend "Deutsche Telekom" oder "Konzern" genannt) ist eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikations- und Informationstechnologiebranche. Die Deutsche Telekom bietet Kunden Produkte und Services rund um das Vernetzte Leben und Arbeiten an. Dabei berichtet die Deutsche Telekom die vier operativen Segmente Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft sowie das Segment Group Headquarters & Group Services. Die Gesellschaft wurde am 2. Januar 1995 unter der Firma Deutsche Telekom AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HRB 6794) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bonn, Deutschland. Die Anschrift lautet: Deutsche Telekom AG, Friedrich-Ebert-Allee 140, 53113 Bonn. Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Diese Entsprechenserklärung kann auch über die Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) unter dem Pfad Investor Relations/Corporate Governance/Entsprechenserklärung eingesehen werden. Die Aktien der Deutschen Telekom AG werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt. Der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Geschäftsbericht kann bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations, angefordert bzw. auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) eingesehen werden. Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom für das Geschäftsjahr 2014 wurde am 10. Februar 2015 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNGDer Konzernabschluss der Deutschen Telekom wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Im Folgenden wird einheitlich der Begriff IFRS verwendet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. In der Konzern-Bilanz werden Vergleichszahlen für einen Abschluss-Stichtag angegeben. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung werden Vergleichszahlen für zwei Vorjahre angegeben. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Konzern-Anhang grundsätzlich detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Abschlüsse der Deutschen Telekom AG und ihrer Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. ERSTMALS IM GESCHÄFTSJAHR ANZUWENDENDE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN VON STANDARDS UND INTERPRETATIONENDie Deutsche Telekom hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr 2014 erstmals angewandt: T 061scroll
Das IASB hat im Mai 2011 drei neue IFRS (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12) sowie einen überarbeiteten Standard (IAS 28) zur Bilanzierung von Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen veröffentlicht. Die Regelungen wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Innerhalb der Europäischen Union sind die Regelungen erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden. Im November 2012 hat das IASB weitere Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Konsolidierung von Investment-Gesellschaften. Die Regelungen wurden im November 2013 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Anwendung der neuen und geänderten IFRS hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der Cashflows bzw. des Konsolidierungskreises der Deutschen Telekom. Die Einführung des IFRS 12 führt zu erweiterten Anhangangaben im Konzernabschluss der Deutschen Telekom. Die Neufassung des IAS 27 hat auf die Deutsche Telekom keine Auswirkung, da sich dieser Standard nunmehr ausschließlich auf den Jahresabschluss erstreckt, die Deutsche Telekom jedoch keinen IFRS-Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB erstellt.
Im Dezember 2011 hat das IASB in IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" unter dem Titel "Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities" Präzisierungen zu den Saldierungsvorschriften veröffentlicht. Um die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 zu erfüllen, darf nach den neuen Vorschriften der für den Bilanzierenden zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehende Rechtsanspruch auf Saldierung nicht unter der Bedingung eines künftigen Ereignisses stehen und muss sowohl im ordentlichen Geschäftsverkehr als auch bei Verzug und Insolvenz einer Vertragspartei gelten. Des Weiteren wird bestimmt, dass ein Bruttoausgleichsmechanismus die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 erfüllt, sofern keine wesentlichen Kredit- und Liquiditätsrisiken verbleiben, Forderungen und Verbindlichkeiten in einem einzigen Verrechnungsprozess verarbeitet werden und der Bruttoausgleich damit im Ergebnis äquivalent ist zu einem Nettoausgleich. Die neuen Vorschriften wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind erstmals rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom. Im Juni 2013 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" veröffentlicht. Die Änderungen mit dem Titel "Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting" sehen vor, dass Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert bleiben. Unter einer Novation werden Sachverhalte verstanden, in denen die ursprünglichen Vertragsparteien eines Derivats übereinkommen, dass ein Zentralkontrahent (Central Counterparty) an die Stelle ihrer jeweiligen Gegenpartei treten soll. Grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass die Einschaltung einer zentralen Gegenpartei bzw. eines Zentralkontrahenten infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen vorgenommen wird. Das IASB sah einen dringenden Änderungsbedarf nicht zuletzt deshalb, weil sich die G-20-Staaten zu einer Verbesserung der Transparenz und Regulierung von nicht an geregelten Märkten gehandelten Derivaten, sog. "Over-the-Counter-Derivaten" (OTC-Derivaten), auf internationaler Ebene verpflichtet haben. Infolgedessen sind alle standardisierten OTC-Derivate mit einer zentralen Gegenpartei abzuschließen. Die Änderungen wurden im Dezember 2013 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind erstmals rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom. VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT ANZUWENDENDE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGENDas IASB hat im November 2009 IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die Veröffentlichung ist das Ergebnis des Projekts zum Ersatz des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" durch IFRS 9. IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Im Oktober 2010 hat der IASB IFRS 9 erneut herausgegeben und dabei die Vorschriften zur Einbuchung und Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie die meisten Vorschriften zu Klassifizierung und Bewertung unverändert aus IAS 39 übernommen. Im November 2013 wurde IFRS 9 weiter überarbeitet. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen eine grundlegende Überarbeitung der Regelungen zum Hedge Accounting, dessen Anwendungsbereich erweitert wurde. Darüber hinaus ist vorgesehen, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Verbindlichkeiten aufgrund einer Veränderung des eigenen Kreditrisikos künftig nicht mehr erfolgswirksam, sondern im sonstigen Gesamtergebnis auszuweisen. Im Juli 2014 hat das IASB die finale Fassung von IFRS 9 als vollständigen Standard herausgegeben, der alle bereits zuvor veröffentlichten Regelungen mit den neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen sowie begrenzten Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte zusammenführt. Die Neuregelungen sind grundsätzlich rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Deutsche Telekom prüft derzeit die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows. Im Mai 2013 hat das IASB die IFRIC-Interpretation 21 "Levies" veröffentlicht. Kernpunkt der Interpretation ist die Frage, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Der IFRIC stellt klar, dass das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld diejenige Aktivität ist, die die Zahlungsverpflichtung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Ein "wirtschaftlicher Zwang", die betreffende Aktivität künftig unter Berücksichtigung des Prinzips der Unternehmensfortführung auszuüben, stellt hingegen ausdrücklich kein verpflichtendes Ereignis dar. Die neuen Vorschriften wurden im Juni 2014 in europäisches Recht übernommen und sind innerhalb der Europäischen Union rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom. Im November 2013 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 19 "Employee Benefits" mit dem Titel "Defined Benefit Plans: Employee Contributions" veröffentlicht. Ziel ist eine vereinfachte Bilanzierung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu einem Pensionsplan, die es ermöglicht, Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Die Änderungen wurden im Dezember 2014 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom. Im Dezember 2013 hat das IASB "Annual Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle" sowie "Annual Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle" veröffentlicht, durch die neun Standards im Detail geändert wurden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Klarstellungen. Die Änderungen wurden im Dezember 2014 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind innerhalb der Europäischen Union prospektiv anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 (2011-2013 Cycle) bzw. 1. Februar 2015 (2010-2012 Cycle) beginnen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom. Im Januar 2014 hat das IASB IFRS 14 "Regulatory Deferral Accounts" veröffentlicht. Der Standard gilt nur für IFRS-Erstanwender und ist daher für die Deutsche Telekom nicht relevant. Im Mai 2014 hat das IASB Änderungen zu IFRS 11 "Joint Arrangements" mit dem Titel "Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations" veröffentlicht. Danach hat der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb gemäß IFRS 3 darstellt, alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Die Änderungen sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom. Im Mai 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 16 "Property, Plant & Equipment" und IAS 38 "Intangible Assets" mit dem Titel "Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation" veröffentlicht. Danach wird eine erlösbasierte Abschreibungsmethode für Sachanlagen als nicht zulässig angesehen, während für immaterielle Vermögenswerte lediglich eine widerlegbare Annahme besteht, dass eine solche Methode nicht sachgerecht ist. Die Änderungen sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom. Im Mai 2014 hat das IASB IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" veröffentlicht. Der Standard sieht ein einheitliches, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell für die Erlösermittlung und -erfassung vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Er ersetzt insbesondere die bestehenden Standards IAS 18 "Revenue" und IAS 11 "Construction Contracts". Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 hat ein Unternehmen den Standard vollständig für die laufende Berichtsperiode anzuwenden. Dazu gehört auch die rückwirkende Anwendung auf alle Verträge, die zu Beginn der Berichtsperiode noch nicht erfüllt waren. Im Hinblick auf frühere Berichtsperioden werden in den Übergangsvorschriften zwei Optionen gewährt: die vollständige Anwendung von IFRS 15 auf frühere Berichtsperioden (mit bestimmten begrenzten praktischen Vereinfachungen) oder die Beibehaltung der früheren Beträge, die nach den zuvor geltenden Standards berichtet wurden, und Erfassung der kumulierten Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 als Anpassung des Anfangssaldos des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erstanwendung (Beginn der laufenden Berichtsperiode). Der Standard hat wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom. Insbesondere führen die Neuregelungen - abhängig vom konkreten Geschäftsmodell - bei vielen Mehrkomponentengeschäften (z. B. Mobilfunk-Vertrag plus mobilem Endgerät) dazu, dass ein größerer Teil der Gesamtvergütung der vorab gelieferten Komponente (mobiles Endgerät) zuzurechnen ist und damit Umsatzerlöse früher erfasst werden. Gleichzeitig hat dies eine Erhöhung der Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren zulasten der Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen zur Folge. Eine wesentliche Auswirkung dürfte auch die künftige Aktivierung und Verteilung der Aufwendungen für Vertriebsprovisionen über die geschätzte Kundenbindungsdauer haben. Die quantitativen Auswirkungen werden im Rahmen eines konzernübergreifenden Projekts zur Implementierung des neuen Standards untersucht, eine verlässliche Schätzung ist jedoch vor Abschluss dieses Projekts nicht möglich. Die Neuregelungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Im Juni 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 16 "Property, Plant & Equipment" und IAS 41 "Agriculture" mit dem Titel "Bearer Plants" veröffentlicht. Die Änderungen sind für die Deutsche Telekom nicht relevant. Im August 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 27 "Separate Financial Statements" mit dem Titel "Equity Method in Separate Financial Statements" veröffentlicht. Der Standard ist für die Deutsche Telekom nicht relevant. Im September 2014 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" und IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures" mit dem Titel "Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture" veröffentlicht. Die Änderungen betreffen Transaktionen zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen bzw. Joint Venture und sehen eine vollständige Erfolgserfassung beim Verlust der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb vor, unabhängig davon, ob der Geschäftsbetrieb zu einem Tochterunternehmen gehört oder nicht, sowie eine anteilige Erfolgserfassung beim Verkauf bzw. bei der Einbringung von Vermögenswerten, die keinen Geschäftsbetrieb darstellen. Die Änderungen sind prospektiv für Transaktionen in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Da die Änderungen nur künftige Transaktionen betreffen, ist eine Prognose hinsichtlich der Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom nicht möglich. Im September 2014 hat das IASB "Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle" veröffentlicht, durch die vier Standards im Detail geändert wurden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Klarstellungen. Die Änderungen sind für Transaktionen in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom. Im Dezember 2014 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 1 "Presentation of Financial Statements" mit dem Titel "Disclosure Initiative" veröffentlicht. Die Änderungen sollen Unternehmen ermutigen, Ermessen bei der Darstellung relevanter Informationen im Abschluss auszuüben. So wird beispielsweise klargestellt, dass Wesentlichkeitserwägungen auf alle Bestandteile des Abschlusses anzuwenden sind und dass die Einbeziehung von unwesentlichen Informationen den Nutzen von Angaben beeinträchtigen kann. Die Änderungen sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom. Im Dezember 2014 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IFRS 10 "Consolidated Financial Statements", IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities" und IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures" mit dem Titel "Investment Entities: Applying the Consolidation Exception" veröffentlicht. Die Änderungen adressieren Sachverhalte, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investment-Gesellschaften ergeben haben, und sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen, welche noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen wurden, haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom. ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN UND ÄNDERUNGEN DER BERICHTSSTRUKTURDie Deutsche Telekom hat außer den erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2014 wurden die folgenden Änderungen an der Berichtsstruktur vorgenommen: Seit dem 1. Januar 2014 wird das ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units (LBU), das bis zum 31. Dezember 2013 organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Zusätzlich erfolgte zum 1. Januar 2014 der Zusammenschluss der lokalen Geschäftskundeneinheiten der T-Systems Czech Republic, die bisher im operativen Segment Systemgeschäft geführt wurde, mit der T-Mobile Czech Republic. Die Gesellschaft wird nun zusätzlich zum Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft auch ICT-Lösungen für Geschäftskunden und öffentliche Verwaltungen anbieten. Der Ausweis erfolgt im operativen Segment Europa. Das Joint Venture EE in Großbritannien, das bisher dem operativen Segment Europa zugewiesen war, wurde zum 1. Januar 2014 in das Segment Group Headquarters & Group Services überführt. Weitere Erläuterungen sind der Angabe 32 "Segmentberichterstattung" zu entnehmen. ANSATZ UND BEWERTUNGDie wesentlichen Aktiv- und Passivposten der Konzern-Bilanz werden wie nachfolgend dargestellt bewertet: T 062scroll
Die nachstehend dargestellten wesentlichen Regelungen zum Ansatz und zur Bewertung sind einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Rechnungslegungsperioden angewendet worden. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE (OHNE GOODWILL)Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, einschließlich der UMTS- und LTE-Lizenzen, werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und grundsätzlich planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Derartige Vermögenswerte sind im Wert gemindert, wenn der erzielbare Betrag - der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert - niedriger ist als der Buchwert. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (Mobilfunk-Lizenzen der Federal Communications Commission in den USA (FCC-Lizenzen)) werden zu Anschaffungskosten bewertet. Obwohl die FCC-Lizenzen grundsätzlich für eine vertraglich definierte Zeit vergeben werden, werden sie regelmäßig zu vernachlässigbaren Kosten erneuert. Daneben liegen keine sonstigen rechtlichen, regulatorischen, vertraglichen, wettbewerbsbedingten, wirtschaftlichen oder anderen Faktoren vor, die die Nutzungsdauer der Lizenzen beschränken. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte bis auf den Wert zugeschrieben, der sich ergeben hätte, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderungen erfasst worden wären. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden der immateriellen Vermögenswerte werden mindestens an jedem Abschluss-Stichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen erfasst. Die planmäßige Abschreibung von Mobilfunk-Lizenzen beginnt, sobald das zugehörige Netz betriebsbereit ist. Die Nutzungsdauern von Mobilfunk-Lizenzen werden auf der Grundlage verschiedener Faktoren festgelegt, u. a. der Laufzeit der von der jeweiligen nationalen Regulierungsbehörde gewährten Lizenzen, der Verfügbarkeit und der erwarteten Kosten für die Erneuerung der Lizenzen sowie der Entwicklung künftiger Technologien. Die Restnutzungsdauern wesentlicher Mobilfunk-Lizenzen der Deutschen Telekom betragen: T 063scroll
Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Forschungsausgaben werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst. GOODWILLDer Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf der Basis des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Goodwill zugeordnet ist, auf eine etwaige Wertminderung untersucht. Der Werthaltigkeitstest wird regelmäßig am Ende eines jeden Geschäftsjahres durchgeführt und zusätzlich auch immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Im Rahmen der Überprüfung auf Wertminderung wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Goodwill jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien aus dem Zusammenschluss profitiert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Goodwill zugewiesen wurde, deren erzielbaren Betrag, ist der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Goodwill in Höhe des Differenzbetrags im Wert zu mindern. Wertminderungen des Goodwills dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Goodwills, ist die darüber hinausgehende Wertminderung anteilig auf die der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu verteilen. Die beizulegenden Zeitwerte bzw. Nutzungswerte (sofern bestimmbar) der einzelnen Vermögenswerte sind dabei als Wertuntergrenze zu berücksichtigen. SACHANLAGENSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und ggf. Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig abgeschrieben. Die Restbuchwerte, die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden der Vermögenswerte werden mindestens an jedem Abschluss-Stichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen bilanziert. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktions- bzw. leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis und den direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu dem Standort und in den erforderlichen, vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen, auch die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen des Gegenstands und die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Besteht ein Vermögenswert des Sachanlagevermögens aus mehreren Bestandteilen mit unterschiedlichen Nutzungsdauern, werden die einzelnen wesentlichen Bestandteile über ihre individuellen Nutzungsdauern abgeschrieben. Wartungs- und Reparaturkosten werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst. Öffentliche Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten derjenigen Vermögenswerte, für die der Zuschuss gewährt wurde. Der Buchwert eines Gegenstands des Sachanlagevermögens wird ausgebucht, sofern der Gegenstand abgeht oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung oder seinem Abgang zu erwarten ist. Der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang einer Sachanlage ist die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Gegenstands und wird im Zeitpunkt der Ausbuchung in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen sind in der folgenden TABELLE 064 dargestellt: T 064scroll
Mietereinbauten werden entweder über ihre jeweilige Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit eines etwaigen Leasing-Verhältnisses abgeschrieben. FREMDKAPITALKOSTENFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Deutsche Telekom definiert qualifizierte Vermögenswerte als Bauprojekte oder andere Vermögenswerte, für die notwendigerweise mindestens zwölf Monate erforderlich sind, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Fremdkapitalkosten für Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und für Vorräte, die regelmäßig in großen Mengen hergestellt oder produziert werden, werden nicht aktiviert. WERTMINDERUNGEN VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN (INKL. GOODWILL) UND VON VERMÖGENSWERTEN DES SACHANLAGEVERMÖGENSWertminderungen werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Können einzelnen Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu untersuchen. An jedem Abschluss-Stichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert möglicherweise wertgemindert ist. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, ist der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (Goodwill und FCC-Lizenzen) wird darüber hinaus regelmäßig ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird durch den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts bestimmt. Der erzielbare Betrag wird in der Regel unter Anwendung des Discounted Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt, soweit nicht eine Bewertung aufgrund eines Marktpreises maßgeblich ist. Diesen DCF-Berechnungen liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen für zehn Jahre beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Cashflows, die über den 10-Jahres-Zeitraum hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Berechnung des erzielbaren Betrags durch das Management beruht, gehören Annahmen bezüglich Umsatzentwicklung, Kundengewinnung und Kosten für die Kundenbindung, Kündigungsrate, Investitionen, Marktanteil, Wachstumsraten sowie Diskontierungszinssatz. Die Cashflow-Berechnungen werden durch externe Informationsquellen abgesichert. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. VORRÄTEVorräte werden zum niedrigeren Wert aus Nettoveräußerungswert und Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Deutsche Telekom verkauft Endgeräte in Verbindung mit Dienstleistungsverträgen sowie separat. Im ersteren Fall werden die Endgeräte teilweise auch zu einem Preis verkauft, der unter den Anschaffungskosten liegt, da die Endgerätesubvention Teil der Unternehmensstrategie zur Gewinnung neuer Kunden ist. Damit wird zum Zeitpunkt des Endgeräteverkaufs ein Verlust als Differenz zwischen den Umsatzkosten und den niedrigeren Umsatzerlösen erfasst. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPENZur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen klassifiziert. Diese Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen werden für diese Vermögenswerte erfasst, sofern der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unterhalb des Buchwerts liegt. Im Fall einer späteren Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ist die zuvor erfasste Wertminderung rückgängig zu machen. Die Zuschreibung ist auf die zuvor für die betreffenden Vermögenswerte erfassten Wertminderungen begrenzt. Sind die Voraussetzungen zur Klassifizierung von Vermögenswerten als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt, sind die Vermögenswerte nicht mehr als zur Veräußerung gehalten auszuweisen. Die Vermögenswerte sind zu bewerten mit dem niedrigeren Wert aus dem Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn der Vermögenswert nicht als zur Veräußerung gehalten klassifiziert worden wäre, und dem erzielbaren Betrag zum Zeitpunkt, zu dem die Voraussetzungen zur Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt sind. LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMERDie Deutsche Telekom unterhält in verschiedenen Ländern leistungsorientierte Altersversorgungspläne (Defined Benefit Pension Plans) auf Grundlage der ruhegehaltsfähigen Vergütung der Mitarbeiter und ihrer Dienstzeiten. Diese Pläne werden teilweise über externe Pensionsfonds sowie durch Einbringung in ein Contractual Trust Agreement (CTA) finanziert. Die Pensionsrückstellungen werden nach dem für leistungsorientierte Altersversorgungspläne vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Dabei werden sowohl die am Abschluss-Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen wird grundsätzlich auf Basis der Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen des jeweiligen Währungsraums ermittelt. Die Erträge aus dem Planvermögen und Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Dienstzeitaufwand wird als betrieblicher Aufwand klassifiziert. Ein aufgrund einer Änderung des Pensionsplans nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort in der Periode der Änderung erfasst. Gewinne und Verluste aufgrund von Anpassungen und Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen werden in der Periode, in der sie entstehen, sofort in voller Höhe erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Einige Konzerngesellschaften gewähren ihren Mitarbeitern beitragsorientierte Zusagen (Defined Contribution Plans) aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen, wobei die Zahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger geleistet werden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht der Arbeitgeber über die Entrichtung von Beitragszahlungen an einen externen Versorgungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Höhe der künftigen Pensionsleistungen richtet sich ausschließlich nach der Höhe der Beiträge, die der Arbeitgeber (und ggf. auch dessen Arbeitnehmer) an den externen Versorgungsträger gezahlt hat, einschließlich der Erträge aus der Anlage dieser Beiträge. Die zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Verpflichtung zur Zahlung der Beträge entsteht, und als Bestandteil der betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Im Rahmen der Altersversorgung für Beamte hatte die Deutsche Telekom zusammen mit der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG bis zum 31. Dezember 2012 eine gemeinsame Versorgungskasse, den Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e. V., Bonn (BPS-PT), unterhalten. Diese Versorgungskasse diente der Erbringung von Versorgungs- und Beihilfeleistungen an im Ruhestand befindliche Beamte und deren Hinterbliebene, denen aus einem Beamtenverhältnis Versorgungsleistungen zustehen. Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse (PVKNeuG) wurden zum 1. Januar 2013 die Aufgaben des BPS-PT im Rahmen der Postbeamtenversorgung (organisiert in der Postbeamtenversorgungskasse) auf die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost, Bonn (BAnst PT), übertragen. Die Höhe der Zahlungsverpflichtungen der Deutschen Telekom AG an die Postbeamtenversorgungskasse ist in § 16 Postpersonalrechtsgesetz geregelt. Die Deutsche Telekom AG ist gesetzlich verpflichtet, seit dem Jahr 2000 einen jährlichen Beitrag in Höhe von 33 % der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Unterstützungskasse zu leisten. Die Deutsche Telekom AG und ihre inländischen Tochterunternehmen haben in der Vergangenheit Altersteilzeitvereinbarungen mit variierenden Konditionen und Vertragsbedingungen vereinbart, überwiegend nach dem sog. "Blockmodell". In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv- bzw. Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Aufstockungsbeträge haben regelmäßig einen hybriden Charakter, d. h., obwohl einerseits der Vereinbarung häufig eine Kompensationsfunktion für eine frühere Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugemessen wird, steht die spätere Auszahlung andererseits unter dem Vorbehalt der künftigen Erbringung von Arbeitsleistungen. Unabhängig vom Abfindungscharakter müssen Aufstockungsbeträge aufgrund der Abhängigkeit von zukünftigen Arbeitsleistungen ratierlich über den Erdienungszeitraum erfasst werden. Der Erdienungszeitraum für Aufstockungsbeträge bei Anwendung des Blockmodells beginnt mit dem Erwerb des Anspruchs des Arbeitnehmers auf Teilnahme am Altersteilzeitprogramm und endet mit Eintritt in die Freistellungsphase. Verpflichtungen aufgrund der Gewährung von Leistungen aus Anlass der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen werden angesetzt, wenn die Deutsche Telekom keine realistische Möglichkeit besitzt, sich der Gewährung der entsprechenden Leistungen zu entziehen. Abfindungen für Angestellte und Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Regelung zum vorzeitigen Ruhestand im Inland werden überwiegend in Form von Angeboten an die Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen gewährt. Solche Verpflichtungen werden grundsätzlich erst angesetzt, sobald ein Arbeitnehmer ein entsprechendes Angebot des Unternehmens angenommen hat, es sei denn, dass das Unternehmen sein Angebot bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgrund rechtlicher oder anderer Beschränkungen nicht mehr zurückziehen kann. Verpflichtungen infolge der alleinigen Entscheidung des Unternehmens zum Abbau von Arbeitsplätzen werden angesetzt, sobald das Unternehmen einen detaillierten formalen Plan zur Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen bekannt gegeben hat. Werden Leistungen aus Anlass der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen i. S. d. IAS 37 gewährt, wird eine Verpflichtung nach IAS 19 zugleich mit dem Ansatz einer Restrukturierungsrückstellung angesetzt. Sind die Leistungen mehr als zwölf Monate nach dem Abschluss-Stichtag fällig, so wird der erwartete Erfüllungsbetrag auf den Abschluss-Stichtag abgezinst. Sofern der Zeitpunkt oder der Betrag der Auszahlung zum Abschluss-Stichtag noch ungewiss ist, werden die Verpflichtungen unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENSonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten angesetzt, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind. Für solche Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, soweit diese auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen, wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen und diese Abflüsse zuverlässig ermittelt werden können. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Bei einer Vielzahl ähnlicher Verpflichtungen wird die Gruppe der Verpflichtungen als Ganzes betrachtet. Als Schätzverfahren wird auf die Erwartungswertmethode zurückgegriffen. Bei Vorliegen von Bandbreiten möglicher Ereignisse mit gleicher Eintrittswahrscheinlichkeit wird der Mittelwert angesetzt. Einzelne Verpflichtungen (z. B. Rechts- und Prozessrisiken) werden regelmäßig mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis bewertet, soweit nicht aufgrund besonderer Wahrscheinlichkeitsverteilungen andere Schätzungen zu einer angemesseneren Bewertung führen. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, aktuelle Kosten- und Preisinformationen sowie Einschätzungen bzw. Gutachten von Sachverständigen und Experten genutzt. Soweit zur Bestimmung des Erfüllungsbetrags Erfahrungswerte oder aktuelle Kosten- und Preisinformationen herangezogen werden, erfolgt eine Fortschreibung dieser Werte auf den voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkt. Zu diesem Zweck wird auf geeignete Preisentwicklungsindikatoren (z. B. Baupreisindizes oder Inflationsraten) zurückgegriffen. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Zur Abzinsung werden Marktzinssätze vor Steuern verwendet, die Laufzeit und Risiko (soweit nicht bereits bei Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt) der Verpflichtung widerspiegeln. Erstattungsansprüche werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern getrennt aktiviert, sobald ihre Realisation so gut wie sicher ist. Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen, die als Folge des Erwerbs von Sachanlagen entstehen, werden erfolgsneutral als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des korrespondierenden Vermögenswerts angesetzt. Spätere Änderungen der Schätzungen der Höhe oder des zeitlichen Anfalls von Auszahlungen oder Änderungen des Zinssatzes zur Bewertung dieser Verpflichtungen werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst und führen zu nachträglichen Erhöhungen oder Minderungen des Buchwerts der betroffenen Sachanlage. Für den Fall, dass eine Minderung der Rückstellung den Buchwert des korrespondierenden Vermögenswerts überschreitet, ist der übersteigende Betrag unmittelbar erfolgswirksam als Ertrag zu erfassen. FINANZINSTRUMENTEEin Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden angesetzt, sobald die Deutsche Telekom Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen (Käufe oder Verkäufe im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Markts festgelegt wird) ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag relevant, d. h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch die Deutsche Telekom geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Sofern Verträge zum Kauf oder Verkauf nicht finanzieller Vermögenswerte in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden sie gemäß den Regelungen dieses Standards bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Cashflows mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Zur Anwendung kommen die Mittelkurse. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden - insoweit sie Fälligkeiten von länger als einem Jahr aufweisen, unter Anwendung der Effektivzinsmethode - mit dem Buchwert im Zeitpunkt des Zugangs abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt. Bei der dazu notwendigen Ermittlung der erwarteten künftigen Cashflows der Portfolios werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt. Die Cashflows werden auf Basis des gewichteten Durchschnitts der ursprünglichen Effektivzinssätze der im jeweiligen Portfolio enthaltenen finanziellen Vermögenswerte abgezinst. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Aufgrund unterschiedlicher operativer Segmente sowie unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen obliegt diese Beurteilung den einzelnen Portfolio-Verantwortlichen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei bestimmten Finanzinvestitionen ist sowohl beabsichtigt als auch wirtschaftlich mit hinreichender Verlässlichkeit zu erwarten, dass diese bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese finanziellen Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die nicht die Definition einer anderen Kategorie von Finanzinstrumenten erfüllenden originären finanziellen Vermögenswerte sind als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert und werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, hat die Deutsche Telekom bislang keinen Gebrauch gemacht. Zu jedem Abschluss-Stichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung hindeuten, wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Markts für den finanziellen Vermögenswert, eine bedeutende Veränderung des technologischen, ökonomischen, rechtlichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Emittenten oder ein andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des finanziellen Vermögenswerts unter die fortgeführten Anschaffungskosten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertveränderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstiges Konzernergebnis) erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem sonstigen Konzernergebnis zu eliminieren und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe zurückgenommen. Bei Schuldinstrumenten wird diese Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert von Wertpapieren, die bis zur Endfälligkeit zu halten sind, sowie der beizulegende Zeitwert der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entsprechen dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cashflows. Der beizulegende Zeitwert von mit den Anschaffungskosten bewerteten nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten ergibt sich als Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, diskontiert mit dem aktuellen Zinssatz, welcher der speziellen Risikolage der Investition entspricht. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht. Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als zu Handelszwecken gehalten einzustufen und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten zu bewerten. Sind die beizulegenden Zeitwerte negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Die Deutsche Telekom setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken ein. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Liegen keine Marktwerte vor, müssen die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet werden. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschluss-Stichtag relevanten Wechselkurse und Zinssätze der Vertragspartner berechnet. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte - erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutrale Erfassung im Eigenkapital - ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist. Liegen keine Sicherungsgeschäfte (Hedge Accounting) gemäß IAS 39 vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert. Die Deutsche Telekom wendet Vorschriften zum Hedge Accounting zur Sicherung von Bilanzposten und künftigen Zahlungsströmen an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts ist zwischen Fair Value Hedge, Cashflow Hedge und Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation zu unterscheiden. Ein Fair Value Hedge dient der Besicherung der beizulegenden Zeitwerte von in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten, in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten oder noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtungen. Jede Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats ist erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen; der Buchwert des Grundgeschäfts ist um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn oder Verlust erfolgswirksam anzupassen (Basis Adjustment). Die Anpassungen des Buchwerts werden erst ab Auflösung der Hedge-Beziehung amortisiert. Mittels eines Cashflow Hedges werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus festen Verpflichtungen (im Fall von Währungsrisiken) oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Zur Absicherung des Währungsrisikos einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung nutzt die Deutsche Telekom das Wahlrecht und bilanziert sie nicht als Fair Value Hedge, sondern als Cashflow Hedge. Liegt ein Cashflow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments ist erfolgswirksam zu erfassen. Führt die Absicherung einer erwarteten Transaktion später zur Erfassung von finanziellen oder nicht finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten, so verbleiben die mit der Sicherungsmaßnahme verbundenen kumulierten Gewinne und Verluste zunächst im Eigenkapital und sind später in denselben Perioden erfolgswirksam zu erfassen, in denen der erworbene finanzielle Vermögenswert bzw. die übernommene finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Die Deutsche Telekom hat sich somit bei der Absicherung von geplanten Transaktionen mit Entstehung von nicht finanziellen Bilanzposten gegen das Wahlrecht zur Anpassung des Erstbuchwerts (Basis Adjustment) entschieden. Wird eine Nettoinvestition in eine ausländische Einheit durch einen Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation besichert, werden alle Wertänderungen des effektiven Teils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemeinsam mit dem Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst; auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst. Erst mit dem Abgang des Investments werden die zuvor kumuliert im Eigenkapital erfassten Bewertungsänderungen des Sicherungsinstruments und die Umrechnungsergebnisse des Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accountings. Diese werden von der Deutschen Telekom wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählen sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet die Deutsche Telekom kein Hedge Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Erfolgsrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden. ERFOLGSUNSICHERHEITEN (EVENTUALSCHULDEN UND -FORDERUNGEN)Erfolgsunsicherheiten (Eventualschulden und -forderungen) sind mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter Kontrolle der Deutschen Telekom stehen. Eventualschulden sind auch gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, unwahrscheinlich ist oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden. Nicht im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommene Eventualschulden werden nicht angesetzt. Eventualforderungen werden nicht angesetzt. Ist die Realisation von Erträgen jedoch so gut wie sicher, ist der betreffende Vermögenswert nicht mehr als Eventualforderung anzusehen und wird als Vermögenswert angesetzt. Sofern ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Konzern-Anhang Angaben zu Eventualschulden gemacht. Gleiches gilt für Eventualforderungen, sofern der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist. LEASINGDas wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Gegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasing-Verhältnis zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasing-Gegenstand verbunden sind. Trägt der Leasing-Geber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasing-Gegenstand vom Leasing-Geber in der Bilanz angesetzt. Die Bewertung des Leasing-Gegenstands richtet sich nach den für den Leasing-Gegenstand einschlägigen Bilanzierungsvorschriften. Die Leasing-Raten werden vom Leasing-Geber erfolgswirksam vereinnahmt. Der Leasing-Nehmer in einem Operating Lease erfasst die während des Zeitraums des Leasing-Verhältnisses zu leistenden Leasing-Raten erfolgswirksam. Vertraglich festgelegte künftige Veränderungen der Leasing-Raten während der Laufzeit werden über die gesamte nur einmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses festgelegte Vertragslaufzeit gleichmäßig im Aufwand erfasst (Straight line lease). Im Fall von Verlängerungsoptionen wird zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasing-Verhältnisses zunächst die hinreichend sichere Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Während des Leasing-Verhältnisses wird bei Bekanntwerden von Umständen, die zu einer Änderung der ursprünglichen Einschätzung der Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen führen könnten, eine entsprechende Schätzungsänderung für die Ermittlung der künftigen Verpflichtungen aus Operating Leasing-Geschäften vorgenommen. Trägt der Leasing-Nehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasing-Gegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasing-Nehmer den Leasing-Gegenstand in der Bilanz anzusetzen. Der Leasing-Gegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung wird erfolgswirksam erfasst. Der Leasing-Nehmer setzt im Zugangszeitpunkt zugleich eine Leasing-Verbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasing-Gegenstands entspricht. Die Leasing-Verbindlichkeit wird in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Der Leasing-Geber in einem Finance Lease setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasing-Verhältnis an. Die Leasing-Erträge werden in Tilgungen der Leasing-Forderung und Finanzerträge aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasing-Verhältnis wird nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Wenn eine Sale and Leaseback-Transaktion zu einem Finance Lease führt, wird ein etwaiger Überschuss der Verkaufserlöse über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasing-Verhältnisses erfolgswirksam erfasst. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGSPROGRAMMEAktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst und mit der Kapitalrücklage verrechnet. Der beizulegende Zeitwert wird bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente u. a. anhand von anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt, z. B. dem Black Scholes-Modell oder dem Monte Carlo-Modell. Bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen, die eine Erfüllung in bar vorsehen, sind die erworbenen Güter oder Dienstleistungen und die entstandene Schuld mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld zu erfassen. Bis zur Begleichung der Schuld ist der beizulegende Zeitwert der Schuld zu jedem Abschluss-Stichtag und am Erfüllungstag neu zu bestimmen und sind alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam zu erfassen. UMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Deutschen Telekom resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden abgeführte Steuern ausgewiesen. Sie werden zeitraumbezogen nach dem Realisationsprinzip entsprechend der Leistungserbringung erfasst. Bereitstellungsentgelte werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt, es sei denn, sie sind Teil eines Mehrkomponentenvertrags; in diesem Fall sind sie Bestandteil des vom Kunden zu entrichtenden Entgelts für das Mehrkomponentengeschäft. Bei Mehrkomponentenverträgen ist die Umsatzerfassung für jede der identifizierten Bewertungseinheiten (Komponenten) gesondert zu bestimmen. Hierbei wird der Umsatz auf Basis der beizulegenden Zeitwerte (Einzelveräußerungspreise) der einzelnen Komponenten realisiert. Vereinbarungen, welche die Lieferung von gebündelten Produkten bzw. die Erbringung von gebündelten Dienstleistungen enthalten, sind in einzelne Komponenten zu trennen, wobei für jede Komponente ein gesonderter Erlösbeitrag zu bestimmen ist. Der Preis für das gesamte Mehrkomponentengeschäft wird auf der Grundlage der anteiligen Einzelveräußerungspreise auf die verschiedenen Komponenten aufgeteilt (d. h., der Einzelveräußerungspreis jeder einzelnen Komponente wird ins Verhältnis zur Summe der Einzelveräußerungspreise der gebündelten Leistungen gesetzt). Der anteilige Einzelveräußerungspreis einer einzelnen Komponente und damit der realisierte Umsatz für diese Bewertungseinheit wird jedoch durch den Teil der vom Kunden zu erbringenden Gegenleistung für das gesamte Mehrkomponentengeschäft begrenzt, dessen Zahlung nicht von der Erbringung weiterer Leistungen abhängig ist. Zahlungen an Kunden einschließlich Zahlungen an Händler und Vermittler (Rabatte, Provisionen) werden grundsätzlich als Erlösminderung erfasst. Hat die Gegenleistung einen eigenständigen Nutzen und ist zuverlässig bewertbar, werden die Zahlungen als Aufwendungen erfasst. Im Einzelnen gestaltet sich die Umsatzrealisierung der Deutschen Telekom wie folgt: Im Mobilfunk-Geschäft der operativen Segmente Deutschland, USA und Europa werden Umsätze durch das Angebot von Mobilfunk-Diensten, einmalige Bereitstellungsentgelte sowie den Verkauf mobiler Endgeräte und Zubehör generiert. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten enthalten monatliche Leistungsentgelte, Entgelte für Sondermerkmale sowie Verbindungs- und Roaming-Entgelte, die sowohl Kunden der Deutschen Telekom als auch anderen Mobilfunk-Betreibern in Rechnung gestellt werden. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten werden auf Basis in Anspruch genommener Nutzungsminuten oder anderer vereinbarter Tarifmodelle realisiert abzüglich Gutschriften und Anpassungen aufgrund von Preisnachlässen. Der aus dem Verkauf mobiler Endgeräte und von Zubehör generierte Umsatz und die damit verbundenen Aufwendungen werden realisiert, sobald die Produkte geliefert und vom Kunden abgenommen wurden. Das Festnetz-Geschäft in den operativen Segmenten Deutschland und Europa umfasst schmal- und breitbandige Zugänge zum Festnetz sowie Internet. Der aus diesen Zugängen erzielte Umsatz aus der Nutzung für Sprach-/Datenkommunikation wird mit Erbringung der vereinbarten Dienstleistung realisiert. Die erbrachten Dienstleistungen beziehen sich dabei entweder auf die Nutzung durch den Kunden (z. B. Telefonminuten), den Zeitablauf (z. B. monatliche Service-Gebühren) oder andere vereinbarte Tarifmodelle. Darüber hinaus werden Telekommunikationseinrichtungen verkauft, vermietet und gewartet. Der Umsatz und die mit dem Verkauf von Telekommunikationseinrichtungen und Zubehör verbundenen Aufwendungen werden erfasst, sobald die Produkte geliefert werden und soweit keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens bestehen, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Umsätze aus Vermietungen sowie Mieten und Leasing-Raten für nicht aktivierte Gegenstände werden monatlich mit Entstehung des Anspruchs auf die Entgelte realisiert. Umsätze aus Bereitstellungsentgelten werden über die durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt. Weitere Umsatzerlöse resultieren aus Entgelten für Werbung und E-Commerce. Werbeumsätze werden in der Periode erfasst, in der die Werbung gezeigt wird. Transaktionsumsätze werden realisiert, sobald der Kunde mitteilt, dass eine entsprechende Transaktion stattgefunden hat und eine Einziehung der entsprechenden Forderung weitgehend gesichert ist. Im operativen Segment Systemgeschäft werden Umsatzerlöse erfasst, wenn substanzielle Hinweise für eine Kaufvereinbarung vorliegen, die Produkte geliefert oder Dienstleistungen erbracht werden, der Verkaufspreis oder die Entgelte fest oder bestimmbar sind und die Einbringlichkeit angemessen gesichert ist. Umsatzerlöse aus Computing & Desktop Services werden mit Bereitstellung der Leistung unter Anwendung eines sog. "Proportional Performance"-Modells erfasst. Bei Verträgen auf Basis von Festpreisen werden Umsatzerlöse anteilig über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags erfasst und bei allen anderen Dienstleistungsverträgen auf Basis der erbrachten Dienstleistung oder auf Nutzungsbasis. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware bzw. aus Miet- und Leasing-Geschäften, die wirtschaftlich als Verkauf anzusehen sind, werden realisiert, sobald das Produkt an den Kunden versandt wurde und soweit es keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens gibt, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Sämtliche Kosten aus diesen Verpflichtungen werden bei der Realisierung des entsprechenden Umsatzerlöses erfasst. Telekommunikations-Services umfassen Network Services und Hosting & ASP Services. Verträge für Network Services, die aus der Errichtung und dem Betrieb von Kommunikationsnetzen für Kunden bestehen, haben eine durchschnittliche Laufzeit von ca. drei Jahren. Bereitstellungsentgelte und die zugehörigen Kosten werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt. Umsatzerlöse aus Sprachdiensten und Datendiensten werden im Rahmen solcher Verträge realisiert, sobald sie vom Kunden in Anspruch genommen werden. Wenn eine Vereinbarung ein Leasing-Verhältnis enthält, wird dieses Leasing-Verhältnis gemäß IFRIC 4 und IAS 17 getrennt bilanziert. Umsatzerlöse aus Hosting & ASP Services werden mit Bereitstellung der Leistungen erfasst. Umsatzerlöse aus Vermietungen sowie Mieten und Leasing-Raten werden linear über den Mietzeitraum erfasst. ERTRAGSTEUERNDie Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern. Tatsächliche und latente Steuern sind als Ertrag oder Aufwand zu erfassen und in den Gewinn oder Verlust einzubeziehen, ausgenommen in dem Umfang, in dem die Steuer herrührt aus einem Geschäftsvorfall, der in der gleichen oder einer anderen Periode außerhalb des Gewinns oder Verlusts entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital angesetzt wird. Die Steuerverbindlichkeiten/-forderungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen/Ansprüche aus in- und ausländischen Ertragsteuern, Diese umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen/Ansprüche aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten/Forderungen werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet, Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt. Abweichend von diesem Grundsatz werden keine latenten Steuern auf temporäre Differenzen angesetzt, wenn diese aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden resultieren, dadurch weder das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch das steuerrechtliche Ergebnis beeinflusst wird und es sich nicht um Unternehmenszusammenschlüsse handelt. Darüber hinaus werden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen gebildet, die im Zusammenhang mit der erstmaligen Bilanzierung eines Geschäfts- oder Firmenwerts stehen. Für den Ansatz von aktiven latenten Steuern muss es wahrscheinlich sein, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen, Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Passive latente Steuern im Zusammenhang mit temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich gebildet, es sei denn, die Deutsche Telekom ist in der Lage, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenz zu steuern, und die temporären Differenzen werden sich in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren. Für die Bewertung der latenten Steuern sind die zum Abschluss-Stichtag gültigen bzw. verabschiedeten Steuersätze und sonstigen steuerlichen Vorschriften maßgeblich, die in der Periode der Realisierung/Erfüllung anzuwenden sind. In der Bilanz sind aktive und passive latente Steuern zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITENDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend aufgeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der Auswirkungen, die diese Schätzungen, Annahmen und Unsicherheiten auf den Konzernabschluss haben könnten. Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Im Rahmen der Ermittlung der Wertminderung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten werden auch Schätzungen vorgenommen, die sich u. a. auf Ursache, Zeitpunkt und Höhe der Wertminderung beziehen. Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Wachstums der Telekommunikationsbranche, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, in vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt. Die Identifizierung von Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung hindeuten, die Schätzung von künftigen Cashflows sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten (oder von Gruppen von Vermögenswerten) sind mit wesentlichen Einschätzungen verbunden, die das Management hinsichtlich der Identifizierung und Überprüfung von Anzeichen für eine Wertminderung, der erwarteten Cashflows, der zutreffenden Abzinsungssätze, der jeweiligen Nutzungsdauern sowie der Restwerte zu treffen hat. Insbesondere geht die Schätzung der den beizulegenden Zeitwerten zugrunde liegenden Cashflows aus dem Mobilfunk-Geschäft von anhaltenden Investitionen in unsere Netzinfrastruktur aus, die notwendig sind, um durch das Angebot neuer Datenprodukte und -dienste ein Erlöswachstum zu generieren. Hierzu liegen nur in begrenztem Umfang historische Informationen über die Kundennachfrage vor. Wenn die Nachfrage nach diesen Produkten und Diensten sich nicht so entwickelt wie erwartet, würde dies die Erlöse und Cashflows reduzieren und möglicherweise zu Wertminderungsaufwendungen führen. Darüber hinaus fließen weitere Planungsunsicherheiten in die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ein, die die Risiken der makroökonomischen Entwicklung widerspiegeln. Dies könnte sich negativ auf die künftige Ertragslage auswirken. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist mit Schätzungen durch das Management verbunden. Zu den verwendeten Methoden zur Berechnung des erzielbaren Betrags zählen Methoden auf der Grundlage von Discounted Cashflows und Methoden, die als Basis Marktpreise heranziehen. Den Bewertungen auf der Grundlage von Discounted Cashflows liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider und wird gewählt, um einen für die Berechnung der ewigen Rente nötigen stabilen Geschäftsausblick des Unternehmens zu erhalten. Dieser wird erst bei dem gewählten Planungshorizont insbesondere aufgrund der teilweise langen Investitionszyklen in der Telekommunikationsbranche sowie der langfristig geplanten und erwarteten Investitionen zum Erwerb und zur Verlängerung von Frequenznutzungsrechten erreicht. Cashflows, die über die interne Mittelfristplanung hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Berechnung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelte Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Künftige Veränderungen der vorgenannten Annahmen können dabei einen wesentlichen Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben. Das Management bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen. Ertragsteuern sind für jede Steuerjurisdiktion zu schätzen, in der die Deutsche Telekom tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdiktion ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen, wobei ggf. gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der maximalen Verlustvortragsperiode zu berücksichtigen sind. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z. B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen, Verlustvortragsperioden und Steuerplanungsstrategien. Der für die Wahrscheinlichkeitsbeurteilung betrachtete Planungszeitraum bestimmt sich nach den Umständen bei der jeweiligen Konzerngesellschaft und beträgt im Regelfall zwischen 5 und 10 Jahre. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern in Abhängigkeit von der ursprünglichen Bildung entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. wertberichtigte aktive latente Steuern entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral zuzuschreiben. Die Pensionsverpflichtungen für Leistungen an nicht beamtete Arbeitnehmer sind grundsätzlich durch leistungsorientierte Pläne gedeckt. Die Aufwendungen für Altersversorgung für nicht beamtete Arbeitnehmer werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt, die auf Annahmen hinsichtlich des Rechnungszinses, der erwarteten Gehalts- und Rententrends und der Lebenserwartung beruhen. Falls Änderungen der Annahmen in Bezug auf die genannten Parameter erforderlich sind, könnte dies wesentliche Auswirkungen auf die künftige Höhe der Aufwendungen für Altersversorgung haben. Gemäß dem Gesetz zur Reorganisation der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost ist die Deutsche Telekom verpflichtet, ihren Anteil an der Deckungslücke zwischen den Einnahmen der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) und ihren Leistungen auszugleichen. Die PBeaKK erbringt für ihre Mitglieder (aktive oder frühere Beamte der Deutschen Telekom AG, der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG) und deren Angehörige Leistungen in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen. Die PBeaKK wurde mit Inkrafttreten der Postreform II in ihrem Bestand geschlossen. Die von der PBeaKK vereinnahmten Versicherungsbeiträge dürfen die von alternativen Anbietern privater Krankenversicherung berechneten Versicherungsbeiträge für vergleichbare Leistungen nicht überschreiten. Daher wird die sich ändernde Altersstruktur der Mitglieder in der PBeaKK nicht in den Versicherungsbeiträgen berücksichtigt. In Höhe des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechneten Barwerts des Anteils der Deutschen Telekom an den künftigen Deckungslücken werden Rückstellungen gebildet. Dabei werden Abzinsungssätze verwendet sowie Annahmen bezüglich der Lebenserwartungen und Prognosen hinsichtlich der Beiträge und der künftigen Steigerungen der Gesundheitskosten in Deutschland vorgenommen. Da die Berechnung dieser Rückstellungen mit langfristigen Prognosen über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren verbunden ist, kann sich der Barwert der Verbindlichkeit schon bei geringfügigen Schwankungen der der Berechnung zugrunde liegenden Annahmen erheblich ändern. Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen und Eventualschulden im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Vermittlungs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch die Deutsche Telekom verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung des jeweiligen Sachverhalts. Ferner werden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet, sofern ein Verlust wahrscheinlich ist und dieser Verlust verlässlich geschätzt werden kann. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem ist die Ermittlung von Rückstellungen für Steuern und Rechtsrisiken mit erheblichen Schätzungen verbunden. Diese Schätzungen können sich aufgrund neuer Informationen ändern. Bei der Einholung neuer Informationen nutzt die Deutsche Telekom hauptsächlich die Dienste interner Experten sowie die Dienste externer Berater wie z. B. Versicherungsmathematiker oder Rechtsberater. Änderungen der Schätzungen dieser drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften können sich erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken. UMSATZREALISIERUNGEinmalige Bereitstellungsentgelte, die nicht Teil des Entgelts für ein Mehrkomponentengeschäft sind, werden abgegrenzt und über die erwartete Dauer der Kundenbeziehung verteilt. Die Schätzung der erwarteten durchschnittlichen Dauer der Kundenbeziehung basiert auf der historischen Kunden-Fluktuationsrate. Bei einer Änderung der Schätzungen durch das Management können sich wesentliche Unterschiede in Betrag und Zeitpunkt der Umsätze für nachfolgende Perioden ergeben. Bei Mehrkomponentenverträgen ist die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von einzelnen Produkten bzw. Dienstleistungen komplex, da bestimmte Komponenten preissensibel sind und daher in einem von Wettbewerb geprägten Marktumfeld Schwankungen unterliegen. Änderungen der Schätzungen dieser anteiligen beizulegenden Zeitwerte können die Aufteilung des Preises für das gesamte Mehrkomponentengeschäft auf die einzelnen Bewertungseinheiten erheblich beeinflussen und sich daher auf die künftige Ertragslage auswirken. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE TOCHTERUNTERNEHMENTochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der Deutschen Telekom beherrscht werden. Beherrschung (Control) besteht dann und nur dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und er infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Die Existenz und Auswirkung von substanziellen potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, einschließlich von anderen Konzernunternehmen gehaltener potenzieller Stimmrechte, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen einbezogen, es sei denn, sie sind aus Sicht eines operativen Segments oder des Konzerns nach folgender Beurteilung unwesentlich: Die Summe aller nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen darf nicht mehr als 1 % des Gesamtkonzernwerts der Bilanzsumme, des Umsatzes, des Jahresergebnisses und der Eventualforderungen, -verbindlichkeiten sowie der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausmachen. Sollte die Grenze von 1 % überschritten werden, prüft die Deutsche Telekom unter Berücksichtigung von langfristiger Beteiligungsentwicklung und Konsolidierungseffekten, welche Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. Neben den quantitativen Kriterien werden auch qualitative Kriterien zur Beurteilung der Wesentlichkeit eines Unternehmens für den Konsolidierungskreis herangezogen. So dürfen sich durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen des Segment- oder des Konzernjahresergebnisses ergeben noch weitere wesentliche Trends unberücksichtigt bleiben. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Sofern erforderlich, werden Bilanzierungsgrundsätze von Tochterunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze der Deutschen Telekom angepasst. Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Mit Verlust des beherrschenden Einflusses wird in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Tochterunternehmens erfasst in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen (i) dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens, dem beizulegenden Zeitwert zurückbehaltener Anteile, dem Buchwert der nicht beherrschenden Anteile sowie der kumulierten auf das Tochterunternehmen entfallenden Beträge des sonstigen Konzernergebnisses und (ii) dem Buchwert des abgehenden Nettovermögens des Tochterunternehmens. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN, GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMENGemeinsame Vereinbarungen, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftliche Führung über eine Aktivität ausüben, sind entweder als gemeinschaftliche Tätigkeiten oder als Gemeinschaftsunternehmen zu klassifizieren. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien (gemeinschaftlich Tätige) Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten oder Verpflichtungen für deren Schulden haben. Ein gemeinschaftlich Tätiger erfasst seine ihm zuzurechnenden Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Aufwendungen sowie seinen Anteil an den gemeinschaftlichen Vermögenswerten, Schulden, Erlösen und Aufwendungen. Bei einem Gemeinschaftsunternehmen besitzen die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien (Partnerunternehmen) hingegen Rechte am Nettovermögen der Gesellschaft. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Deutsche Telekom maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochterunternehmen noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie die Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Beteiligungsbuchwert enthalten ist ggf. ein Goodwill als positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem auf die Deutsche Telekom entfallenden Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des Unternehmens. Sofern erforderlich, werden Bilanzierungsgrundsätze von Beteiligungsunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze der Deutschen Telekom angepasst. Die Werthaltigkeit des Equity-Buchwerts der Beteiligung wird untersucht, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern der Buchwert der Beteiligung ihren erzielbaren Betrag übersteigt, ist in Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der erzielbare Betrag wird durch den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der Beteiligung bestimmt. Mit Verlust des maßgeblichen Einflusses wird ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Beteiligungsunternehmens erfasst in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen (i) dem Erlös aus der Veräußerung der Anteile, dem beizulegenden Zeitwert zurückbehaltener Anteile sowie der kumulierten auf das Beteiligungsunternehmen entfallenden Beträge des sonstigen Konzernergebnisses und (ii) dem Buchwert der abgehenden Beteiligung. Die Wesentlichkeitsbeurteilung für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen erfolgt grundsätzlich nach dem gleichen Verfahren wie bei Tochterunternehmen, beschränkt sich jedoch auf die Kriterien Jahresergebnis, Eventualforderungen und -verbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen. UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSEEin Unternehmenszusammenschluss liegt vor, wenn die Deutsche Telekom die Beherrschung über ein anderes Unternehmen erlangt. Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse sind nach der Erwerbsmethode abzubilden. Die Anschaffungskosten eines erworbenen Tochterunternehmens bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, d. h. der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten, übernommenen Schulden und ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Die Anschaffungskosten werden auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe der Deutschen Telekom - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Der Wertansatz eines etwaigen Goodwills wird bestimmt durch den Überschuss der Summe aus den Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Wert der Anteile anderer Gesellschafter (nicht beherrschende Anteile) und dem beizulegenden Zeitwert der bereits vor dem Erwerbsstichtag von der Deutschen Telekom gehaltenen Eigenkapitalanteile (sukzessiver Erwerb) über den Wert der ansatzfähigen Vermögenswerte und Schulden. Ein Differenzbetrag aus der Neubewertung von bereits von der Deutschen Telekom gehaltenen Anteilen ist erfolgswirksam zu erfassen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss besteht ein Wahlrecht in Bezug auf die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile. Diese können entweder direkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden (d. h. mit dem Anteil anderer Gesellschafter am Gesamtunternehmenswert des erworbenen Unternehmens) oder mit dem auf andere Gesellschafter entfallenden Anteil am beizulegenden Zeitwert des bilanziellen Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Dies führt im Ergebnis dazu, dass im ersten Fall die Minderheitsgesellschafter auch an dem aus dem Unternehmenszusammenschluss resultierenden Goodwill beteiligt werden, während im zweiten Fall der Anteil der anderen Gesellschafter auf die neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden beschränkt bleibt und der Goodwill somit als Residualgröße nur in Höhe des auf die Deutsche Telekom entfallenden Anteils angesetzt wird. Transaktionen über den weiteren Kauf oder Verkauf von Eigenkapitalanteilen mit anderen Gesellschaftern, die den beherrschenden Einfluss der Deutschen Telekom nicht berühren, führen zu keiner Veränderung des Goodwills. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen oder erhaltenen Gegenleistung (d. h. dem Kaufpreis der Anteile) und dem auf die betreffenden nicht beherrschenden Anteile entfallenden Buchwert des Eigenkapitals ist mit dem Konzerneigenkapital erfolgsneutral in der Kapitalrücklage zu verrechnen. VERÄNDERUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES UND TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMERNIm Geschäftsjahr 2014 wurden von der Deutschen Telekom die nachfolgend beschriebenen Transaktionen durchgeführt, die Auswirkung auf den Konsolidierungskreis hatten. Weitere - hier nicht dargestellte - Veränderungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentliche Bedeutung für den Konzernabschluss der Deutschen Telekom. Erwerb der GTS Central Europe GruppeDer mit einem Konsortium aus internationalen Private Equity-Investoren Anfang November 2013 geschlossene Vertrag zur Übernahme von 100 % der Anteile an der Consortium 1 S.à.r.l. (Luxemburg) und damit an der GTS Central Europe Gruppe (GTS) wurde am 30. Mai 2014 vollzogen. Dem Erwerb hatten die zuständigen Behörden bereits bis zum 15. April 2014 zugestimmt. GTS ist einer der führenden infrastrukturbasierten Anbieter von Telekommunikationsdiensten in Zentral- und Osteuropa und verfügt über ein weitreichendes Glasfasernetz sowie mehrere Rechenzentren. Auf dieser Basis bietet GTS z. B. Sprach- und Datendienste, Virtual Private Networks sowie Cloud-Dienste an. Mit dem Kauf verfolgt die Deutsche Telekom das Ziel, im operativen Segment Europa das lokale und paneuropäische B2B-Geschäft einschließlich internationaler Wholesale-Kunden zu stärken und weiterzuentwickeln. Die zum Erwerbszeitpunkt übertragene Gegenleistung in Form einer Barzahlung für den Erwerb von GTS beläuft sich auf 301 MIO. €. Zahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb wurden insgesamt in Höhe von 539 MIO. € geleistet (siehe TABELLE 149 "Cashflow aus Investitionstätigkeit" in den Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung). Der Unterschied bestand im Wesentlichen aus der Ablösung von Krediten der GTS gegenüber Dritten, die nicht Teil der an den Verkäufer übertragenen Gegenleistung war. Im Vergleich zum 30. Mai 2014 wurden im Wesentlichen Bewertungsgrundlagen bei den aktivierten Kundenstämmen sowie bei den Sachanlagen angepasst. Der angesetzte Goodwill reduzierte sich daher im Zuge der Fortführung der Kaufpreisallokation um 18 MIO. € auf 135 MIO. €. Die Kaufpreisallokation wurde zum 31. Dezember 2014 abgeschlossen. Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden der GTS sind in der folgenden TABELLE 065 dargestellt. T 065 in Mio. €scroll
Die Bewertung der aktivierten Kundenstämme basiert auf der Residualwert-Methode (Multi Period Excess Earnings-Methode), deren wichtigste Einflussgröße die Bewertung der erwarteten Kundenbindungsdauer ist. Für die Kundenstämme des lokalen und paneuropäischen B2B-Geschäfts der GTS wurde eine Nutzungsdauer von sieben Jahren unterstellt. Kundenstämme, die dem Bereich International Wholesale zugeordnet wurden, haben eine Nutzungsdauer von 17 Jahren. Die Sachanlagen wurden unter Zugrundelegung aktueller Schätzungen der Wiederbeschaffungskosten unter Berücksichtigung eines Abnutzungsabschlags (indirekte Kostenmethode) ermittelt. Bei den erworbenen kurzfristigen Forderungen der GTS wird nicht davon ausgegangen, dass es in Zukunft in nennenswertem Umfang zu Zahlungsausfällen kommen wird. Die erworbenen kurzfristigen Forderungen entsprechen damit im Wesentlichen den Bruttobeträgen der vertraglichen Forderungen. Die Werte, die in den beiden Bilanzposten zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sowie Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ausgewiesen werden, beziehen sich auf den slowakischen Teil der GTS. Der Veräußerungserlös und der Erfolg aus der Entkonsolidierung waren nicht wesentlich. Diese Transaktion wurde am 2. Juni 2014 abgeschlossen. Der erworbene Goodwill in Höhe von 0,1 MRD. €, der in der Konzern-Bilanz der Deutschen Telekom anzusetzen war, berechnet sich wie folgt: T 066 in Mio. €scroll
Der Goodwill wird durch Synergien bestimmt, die aus dem zukünftigen Geschäftspotenzial durch den Auftritt als integrierter Telekommunikationsanbieter in den Regionen Zentral- und Osteuropa aufgrund des Erwerbs entstehen. Die Entwicklung des Goodwills zwischen dem Vollzug der Transaktion und dem 31. Dezember 2014 stellt sich wie folgt dar: T 067 in Mio. €scroll
Der aufgrund des Unternehmenszusammenschlusses neu entstandene Goodwill wird nach lokalem Steuerrecht nicht angesetzt und ist somit steuerlich nicht abzugsfähig. Latente Steuern auf den Goodwill sind im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht entstanden und werden auch in Zukunft nicht entstehen. Der Konzernumsatz der Deutschen Telekom in der Berichtsperiode erhöhte sich aufgrund des Erwerbs der GTS um 172 MIO. €. Hätte sich der Unternehmenszusammenschluss bereits am 1. Januar 2014 ereignet, wäre der Umsatz des Konzerns zusätzlich um 133 MIO. € höher ausgefallen. Im Ergebnis der laufenden Berichtsperiode der Deutschen Telekom ist ein Verlust der GTS in Höhe von 3 MIO. € enthalten. Hätte sich der Unternehmenszusammenschluss bereits am 1. Januar 2014 ereignet, wäre der Überschuss des Deutsche Telekom Konzerns zusätzlich um 31 MIO. € niedriger ausgefallen. Bis zum 31. Dezember 2014 entstanden keine wesentlichen transaktionsbezogenen Kosten. Veräußerung der Scout24 Holding GmbH und der Scout24 International Management AGDie Deutsche Telekom hat am 12. Februar 2014 den Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Holding GmbH an Hellman & Friedman LLC (H&F) vollzogen. Die Anteile an der Scout24 Gruppe wurden daraufhin entkonsolidiert und die restlichen insgesamt ca. 30 % der bei der Deutschen Telekom unmittel- und mittelbar verbleibenden Anteile wurden zum Zeitpunkt des erstmaligen Einbezugs mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 0,3 MRD. € als Beteiligung an at equity bilanzierten Unternehmen in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. Zudem übernahm zum 24. Januar 2014 die Ringier Digital AG mit dem Erwerb von 100 % der Anteile an der Scout24 International Management AG (nunmehr firmierend als Classifieds Business Beteiligungs- und Verwaltungs AG) die mittelbar von der Scout24 Holding GmbH gehaltene 57,6%-Beteiligung an der Scout24 Schweiz AG. Insgesamt ergab sich aus beiden Transaktionen und unter Berücksichtigung des Einbezugs der at equity bilanzierten Anteile von ca. 30 % an der Scout24 Gruppe ein Ertrag aus den Entkonsolidierungen in Höhe von 1,7 MRD. €, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurde. Entkonsolidiert wurden im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,2 MRD. € sowie ein Zahlungsmittelbestand von 40 MIO. €. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus beiden Transaktionen beliefen sich auf insgesamt 1,6 MRD. €. Beide Gesellschaften waren Teil des Segments Group Headquarters & Group Services. Die verbleibende als at equity bilanzierte Beteiligung an der Scout24 Gruppe ist weiterhin Teil dieses Segments. Erstkonsolidierung von vier strukturierten Leasing-ObjektgesellschaftenZum 25. März 2014 hat die Deutsche Telekom vier Leasing-Objektgesellschaften jeweils für Immobilien sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung an zwei Standorten zum Betrieb von Rechenzentren in Deutschland erstkonsolidiert. Die beiden Rechenzentren wurden unter Führung einer externen Leasing-Gesellschaft errichtet und werden von der T-Systems International GmbH betrieben. In diesem Zusammenhang wurden Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 0,2 MRD. € (Immobilien in Höhe von 0,1 MRD. € und andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 0,1 MRD. €) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,2 MRD. € in der Konzern-Bilanz der Deutschen Telekom angesetzt. Die Deutsche Telekom ist über die vertraglichen Verpflichtungen zur Leistung von Leasing-Zahlungen an die Leasing-Objektgesellschaften hinaus nicht verpflichtet, diese Objektgesellschaften finanziell zu unterstützen. Darstellung der quantitativen Auswirkungen auf den KonsolidierungskreisDie Deutsche Telekom erwarb bzw. veräußerte in diesem und im vorhergehenden Geschäftsjahr Gesellschaften. Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses und der Angaben in der Segmentberichterstattung ist daher zum Teil eingeschränkt. Hierbei handelt es sich im Vorjahr im Wesentlichen um die zum 1. Mai 2013 erworbene MetroPCS Communications, Inc., Dallas, USA, im operativen Segment USA. Darüber hinaus wurden im Vorjahr die im operativen Segment Europa enthaltenen Gesellschaften Cosmo Bulgaria Mobile EAD (Globul) und Germanos Telecom Bulgaria ad (Germanos) zum 31. Juli 2013 sowie die Beteiligung an Hellas Sat S.A. zum 31. März 2013 verkauft. Am 2. Januar 2014 veräußerte die Deutsche Telekom die Euronet Communications B.V., Den Haag, Niederlande, die bis dahin Bestandteil des operativen Segments Europa war. Der Erlös aus dem Verkauf und der Ertrag aus der Entkonsolidierung waren nicht wesentlich. Die dargestellten Effekte im Segment Group Headquarters & Group Services resultieren aus der Veräußerung der Anteile an der Scout24 Gruppe. In der folgenden TABELLE 068 werden die Auswirkungen der dargestellten Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr 2014 dargestellt. T 068 in Mio. €scroll
Veränderungen des KonsolidierungskreisesDer Konsolidierungskreis veränderte sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt: T 069scroll
Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den KonsolidierungskreisErwerb der restlichen Anteile an T-Mobile Czech RepublicDie Deutsche Telekom hat am 25. Februar 2014 die ihr bisher nicht zuzurechnenden Anteile an der T-Mobile Czech Republic in Höhe von 39,23 % für einen Kaufpreis von 0,8 MRD. € erworben. Der Erwerb der restlichen Anteile ermöglicht eine Vereinfachung der Kapital- und Governance-Struktur bei T-Mobile Czech Republic. Zudem bringt die Transaktion Einsparungen bei Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter. Die Auswirkungen auf das Eigenkapital sind Angabe 15 zu entnehmen. WESENTLICHE TOCHTERUNTERNEHMENDie wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns sind in der folgenden TABELLE 070 dargestellt: T 070scroll
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Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss. In der folgenden TABELLE 071 werden die wesentlichen Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen dargestellt: T 071scroll
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Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzern-Anhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im Bundesanzeiger offengelegt. Sie kann bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations angefordert bzw. auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com/ir) eingesehen werden. Des Weiteren enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes auch eine abschließende Aufzählung aller Tochterunternehmen, die von Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. von der Offenlegungserleichterung gemäß § 264b HGB Gebrauch machen Die Deutsche Telekom hält zum Abschluss-Stichtag 40 % und eine Stimme der Anteile an der OTE-Gruppe. Aufgrund von Gesellschaftervereinbarungen zwischen der Deutschen Telekom und der Hellenischen Republik besitzt die Deutsche Telekom die Kontrolle über 50 % zuzüglich zweier stimmberechtigter Aktien und übt damit die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik der OTE-Gruppe aus. Die Gesellschaften der OTE-Gruppe sind somit als Tochterunternehmen voll zu konsolidieren. Zusammenfassende Finanzinformationen zu Tochterunternehmen, für die wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen: T 072 in Mio. €scroll
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Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss. T 073 in Mio. €scroll
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Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss. STRUKTURIERTE UNTERNEHMENDie Deutsche Telekom wickelt Factoring-Transaktionen mittels strukturierter Unternehmen ab (siehe Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management"). Die Gesellschaften T-Mobile USA Tower LLC und T-Mobile West Tower LLC, die bei der Deutschen Telekom als at equity bilanzierte Unternehmen in die Konzern-Bilanz einbezogen werden, sind ebenfalls strukturierte Unternehmen (siehe Angabe 7 "Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen"). GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITENDie Deutsche Telekom hat im Jahr 2011 aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung der T-Mobile Polska S.A. in Polen das polnische Mobilfunknetz zur Planung, Errichtung und zum Betrieb mit einem Partner zwecks Erzielung von Einspareffekten zusammengelegt. Die zugehörigen Vermögenswerte werden von der Deutschen Telekom mit dem wirtschaftlich zuzurechnenden Anteil in Höhe von 50 % in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. WÄHRUNGSUMRECHNUNGTransaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am Abschluss-Stichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet, nicht monetäre Posten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden von der jeweiligen Landeswährung in Euro mit den Mittelkursen am Abschluss-Stichtag umgerechnet. Die Mittelkurse entsprechen den durchschnittlichen monatlichen Geld- und Briefkursen. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden wie die entsprechenden Jahresergebnisse zu Durchschnittskursen des Berichtszeitraums umgerechnet. Die Differenzen, die durch die Anwendung beider Kurse entstehen, werden erfolgsneutral erfasst. Die Wechselkurse wichtiger Währungen entwickelten sich wie folgt: T 074 in €scroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ1 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben eine ursprüngliche Laufzeit von bis zu drei Monaten und enthalten überwiegend Festgeldanlagen bei Kreditinstituten. Daneben sind hier in geringem Umfang Kassenbestände sowie Schecks enthalten. Zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen hat die Deutsche Telekom auf Basis von Collateralverträgen Barsicherheiten in Höhe von 486 MIO. € (31. Dezember 2013: 40 MIO. €) erhalten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verminderten sich in der Berichtsperiode um 0,4 MRD. € auf 7,5 MRD. €. Weitere Informationen sind der Konzern-Kapitalflussrechnung in Angabe 31 zu entnehmen. Zum 31. Dezember 2014 hat die Deutsche Telekom 32 MIO. € (31. Dezember 2013: 23 MIO. €) als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen, die von Tochterunternehmen in EJR Mazedonien gehalten werden. Diese unterliegen Devisenverkehrskontrollen und anderen gesetzlichen Einschränkungen. Die Verfügbarkeit über diese Bestände durch das Mutterunternehmen und andere Konzernunternehmen ist daher eingeschränkt. 2 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGENT 075 in Mio. €scroll
Vom Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sind 8 897 MIO. € (31. Dezember 2013: 6 735 MIO. €) innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungsentwicklung resultiert v. a. aus dem Kundenwachstum sowie einem höheren Anteil von auf Ratenzahlungen verkauften Endgeräten im operativen Segment USA. Dies ist die Folge der von T-Mobile US verfolgten Strategie, Endgeräte nicht mehr preisreduziert, sondern z. B. über Ratenpläne zu veräußern. Die nachfolgende TABELLE 076 zeigt die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an, die zum Stichtag nicht wertgemindert sind: T 076 in Mio. €scroll
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Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschluss-Stichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: T 077 in Mio. €scroll
In der folgenden TABELLE 078 sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Eingang von ausgebuchten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt: T 078 in Mio. €scroll
Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen. 3 VORRÄTET 079 in Mio. €scroll
Von den am 31. Dezember 2014 angesetzten Vorräten wurden Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 57 MIO. € (2013: 46 MIO. €, 2012: 58 MIO. €) vorgenommen. Die Wertminderungen wurden erfolgswirksam erfasst. Der Buchwert der Vorräte, der während der Periode als Aufwand erfasst wurde, beträgt 8 237 MIO. € (2013: 6 470 MIO. €, 2012: 5 519 MIO. €). Die fertigen Erzeugnisse und Handelswaren enthalten Produkte zum Verkauf für Endkunden (z. B. Endgeräte und Zubehör), die nicht selbst hergestellt wurden, und noch nicht abgerechnete, jedoch fertiggestellte Leistungen v. a. gegenüber Geschäftskunden. 4 ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN SOWIE SCHULDEN IN DIREKTEM ZUSAMMENHANG MIT ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENEN LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTEN UND VERÄUSSERUNGSGRUPPENZum 31. Dezember 2014 sind in den kurzfristigen Vermögenswerten der Konzern-Bilanz 5,9 MRD. € als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen. Der Anstieg um 4,8 MRD. € im Vergleich zum 31. Dezember 2013 resultiert im Wesentlichen aus dem folgenden Sachverhalt: Seit Dezember 2014 führen die Deutsche Telekom und die Orange S.A., Paris, Frankreich, Verkaufsverhandlungen mit der BT Group plc, London, Großbritannien, über den Verkauf von jeweils 50 % der Anteile an dem Joint Venture EE. Die Unterzeichnung des Verkaufsvertrags erfolgte am 5. Februar 2015. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der BT-Aktionäre sowie der zuständigen Behörden. Mit dem Abschluss der Transaktion wird vor Ende März 2016 gerechnet. Das Joint Venture EE wurde bislang nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Der Ausweis erfolgt im Segment Group Headquarters & Group Services. Demgegenüber waren in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen zum 31. Dezember 2014 Spektrumlizenzen von T-Mobile US in Höhe von 0,6 MRD. € sowie Vermögenswerte der Scout24 Gruppe in Höhe von 0,3 MRD. € nicht mehr enthalten. Beide Transaktionen wurden im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen. Zuschreibungen der Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen waren nicht wesentlich. T 080 in Mio. €scroll
Der Rückgang bei den Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen in Höhe von 0,1 MRD. € resultiert aus dem Abschluss des Verkaufs der Scout24 Gruppe. Die folgenden Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen wurden nach IFRS 5 zum 31. Dezember 2014 nicht mehr mit ihren Buchwerten, sondern mit den beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. T 081 in Mio. €scroll
Die zur Veräußerung gehaltenen Immobilien der Deutschen Telekom AG betreffen Standorte, die als nicht mehr betriebsnotwendig erachtet werden. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch externe Gutachten ermittelt. Die Bewertung wird regelmäßig nach dem Ertragswertverfahren unter Berücksichtigung örtlicher Markteinschätzungen und objektindividueller Gegebenheiten vorgenommen, wobei auch nicht am Markt beobachtbare Eingangsparameter einfließen. Die voraussichtlichen Verkaufskosten (derzeit regelmäßig rund 10 % des beizulegenden Zeitwerts) werden abgezogen. Der Ansatz in der Bilanz erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten. Die Immobilien wurden in Höhe von 0,1 MRD. € auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten abgewertet. Der Aufwand wurde in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. 5 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTET 082 in Mio. €scroll
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Der Nettobuchwert der UMTS-Lizenzen in Höhe von 3,6 MRD. € entfällt im Wesentlichen auf das operative Segment Deutschland. T-Mobile US hat im Geschäftsjahr 2014 Mobilfunk-Lizenzen erworben bzw. getauscht. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die beiden im April 2014 vollzogenen Transaktionen über den Erwerb sowie den Tausch von Lizenzen mit Verizon Communications in Höhe von 3,3 MRD. €. Diese waren in den Zugängen enthalten (siehe auch Angabe 20 "Sonstige betriebliche Erträge"). Zum Abschluss-Stichtag hat sich die Deutsche Telekom in Höhe von 1,0 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,7 MRD. €) vertraglich zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten verpflichtet. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf höhere Verpflichtungen zum Kauf von Mobilfunk-Lizenzen bei T-Mobile US. Der Buchwert des Goodwills ist den operativen Segmenten, dem Segment Group Headquarters & Group Services und den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt zugeordnet: T 083 in Mio. €scroll
Im Geschäftsjahr 2014 haben sich folgende wesentliche Entwicklungen der Buchwerte des Goodwills zahlungsmittelgenerierender Einheiten ergeben: USA.Der Anstieg des Goodwills um 0,1 MRD. € im Vergleich zum 31. Dezember 2013 resultiert aus Wechselkurseffekten. Europa.Der Goodwill aus dem Erwerb der GTS Central Europe Gruppe wurde auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt aufgeteilt: Auf Polen entfallen 54 MIO. €, auf die Tschechische Republik 41 MIO. € und auf International Carrier Sales & Solutions 40 MIO. €. Des Weiteren wirkten sich folgende Effekte aus: In Polen standen der Erhöhung aus dem Erwerb der GTS Wechselkurseffekte gegenüber. Der Rückgang in Ungarn ist durch Wechselkurseffekte begründet. Angaben zu den jährlichen Werthaltigkeitstests.Die Deutsche Telekom führte zum 31. Dezember 2014 ihre jährlichen Werthaltigkeitstests für die den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Goodwills durch. Auf Basis der zum Abschluss-Stichtag vorliegenden Erkenntnisse und Erwartungen der künftigen Entwicklung des Markt- und Wettbewerbsumfelds ergibt sich zum 31. Dezember 2014 ein Wertminderungsbedarf in Höhe von insgesamt 51 MIO. € bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Digital Business Unit im Segment Group Headquarters & Group Services (29 MIO. €) sowie Rumänien - Mobilfunk (22 MIO. €). Die Wertminderung des Goodwills bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Digital Business Unit ist auf eine Umstrukturierung und damit einhergehend geringerer und risikobehafteterer Cashflows, die der Bewertung zugrunde liegen, zurückzuführen. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit Rumänien - Mobilfunk war v. a. durch verschärften Wettbewerb und eine insgesamt schwierige Marktlage betroffen. Die für den Werthaltigkeitstest zu ermittelnden erzielbaren Beträge wurden auf Basis der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten bestimmt. Diese Werte wurden mittels eines Barwertverfahrens berechnet. Die wesentlichen Parameter sind den TABELLEN 084 und 085 zu entnehmen. Der erzielbare Betrag (vor Abzug der Netto-Finanzverbindlichkeiten) für Rumänien - Mobilfunk betrug 782 MIO. € und für Group Headquarters & Group Services 164 MIO. €. Die Werte wurden im Einklang mit IFRS 13 mithilfe von Eingangsparametern des dritten Levels (nicht beobachtbare Eingangsparameter) berechnet. Der erzielbare Betrag bei der Durchführung der Werthaltigkeitstests einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Geschäftsjahr 2014 ist grundsätzlich der jeweilige beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kroatien hingegen wurde der erzielbare Betrag anhand des Nutzungswerts berechnet, da dieser in diesem Falle größer als der beizulegende Zeitwert ist. Im Fall der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA war der Marktpreis eines aktiven und liquiden Markts (Börsenkurs) der T-Mobile US Grundlage für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Den Bewertungen aller anderen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen in der Regel Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider und wird gewählt, um einen für die Berechnung der ewigen Rente nötigen stabilen Geschäftsausblick des Unternehmens zu erhalten. Dieser wird erst bei diesem Planungshorizont insbesondere aufgrund der teilweise langen Investitionszyklen in der Telekommunikationsbranche sowie der langfristig geplanten und erwarteten Investitionen zum Erwerb und zur Verlängerung von Frequenznutzungsrechten erreicht. Cashflows, die über die interne Mittelfristplanung hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelten Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Marktrisiken. Sollten sich künftig wesentliche Veränderungen in den oben aufgeführten Annahmen ergeben, so würde dies Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben. Mögliche Veränderungen dieser Annahmen können sich durch zukünftige Entwicklungen der makroökonomischen Lage, den anhaltend harten Wettbewerb sowie weitere mögliche Änderungen in der Gesetzgebung (z. B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen) und regulatorische Eingriffe negativ auswirken. Die nachfolgenden TABELLEN 084 und 085 geben eine Übersicht über den Zeitraum für die Cashflow-Prognosen, die zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen genutzten Wachstumsraten, die auf die Cashflow-Prognosen angewandten Diskontierungszinssätze und die Einordnung für die den erzielbaren Beträgen zugeordneten Eingangsparametern (Level) nach IFRS 13. Enthalten sind die wesentlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Goodwill zugeordnet ist. T 084scroll
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Wären bei den Werthaltigkeitstests die für den Prognosezeitraum zugrunde gelegten Netto-Cashflows, Diskontierungszinssätze oder Wachstumsraten jeweils um 0,5 Prozentpunkte höher oder niedriger gewesen, hätten sich jeweils keine wesentlichen höheren oder niedrigeren Wertminderungen ergeben. 6 SACHANLAGENT 086 in Mio. €scroll
Erläuterungen zu den Abschreibungen und Wertminderungen befinden sich in Angabe 30 "Abschreibungen". Zum 31. Dezember 2014 wurden Rückbauverpflichtungen in Höhe von 0,2 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,3 MRD. €) aktiviert. Die Deutsche Telekom hat sich zum Abschluss-Stichtag in Höhe von 2,1 MRD. € (31. Dezember 2013: 1,1 MRD. €) vertraglich zum Erwerb von Sachanlagen verpflichtet. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Ausbau des Mobilfunknetzes im operativen Segment USA (0,6 MRD. €) und im operativen Segment Deutschland (0,2 MRD. €). 7 BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMENDie wesentlichen Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar: T 087scroll
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Weitere Anteile in Höhe von insgesamt 1,76
% an der im Geschäftsjahr verkauften Scout24 Holding GmbH werden indirekt
über die Scout Lux Management Equity Co S.a.r.l. gehalten. Alle dargestellten Gesellschaften werden mittels der Equity-Methode bewertet. Beschreibung der Art der Tätigkeiten der gemeinschaftlichen Vereinbarung oder des assoziierten UnternehmensDie Asa NewCo GmbH hält die bei der Deutschen Telekom verbliebenen Anteile der im Geschäftsjahr 2014 veräußerten Scout24 Holding GmbH. Die Hrvatske telekomunikacije d.d. erbringt Telekommunikationsdienstleistungen im Mobilfunk- und Festnetz-Bereich in Bosnien-Herzegowina. T-Mobile USA Tower LLC und T-Mobile West Tower LLC sind strukturierte Unternehmen, die T-Mobile US zum Zweck der Einbringung von Funkturm-Standorten gemäß dem 2012 zwischen T-Mobile USA und Crown Castle International Corp., Houston, USA, unterzeichneten Rahmenvertrag über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten gegründet hat und an denen die Gesellschaft jeweils 100 % der Anteile hält. Das alleinige Recht, diese Funkturm-Standorte zu nutzen und weiterzuvermieten, wurde auf Crown Castle übertragen. T-Mobile US wird ihre Mobilfunk-Einrichtungen weiterhin über diese Funktürme betreiben und zu diesem Zweck die erforderliche Kapazität wieder von Crown Castle zurückmieten. Bisher ungenutzte Infrastruktur kann damit von Crown Castle an Dritte vermietet werden. Im Gegenzug erhalten die Eigentümer des Grund und Bodens, auf dem die Funktürme stehen, keine Mietzahlungen mehr von T-Mobile US für diese Funktürme, die in die zwei assoziierten Unternehmen und die veräußerten Unternehmen eingebracht wurden. Die Entkonsolidierung beider Unternehmen erfolgte zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion 2012, da Crown Castle die Funktürme unabhängig betreibt, Umsätze aus der Vermietung der Standorte für durchschnittlich 28 Jahre generiert und die für eine Konsolidierung relevanten Finanz- und Geschäftsaktivitäten beider Unternehmen bestimmt. Es ist zu erwarten, dass Crown Castle durch die Vermietung der Funktürme ausreichend Gewinne und Cashflows generieren kann, um seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen zu können. Die Mehrheit der Stimmrechte ist somit nicht das ausschlaggebende Kriterium für die Feststellung der Beherrschung. Daher wurde festgelegt, dass die Deutsche Telekom nur einen maßgeblichen Einfluss hat und dass diese Gesellschaften als assoziierte Unternehmen von der Deutschen Telekom konsolidiert werden. T-Mobile US ist unter bestimmten Bedingungen weiterhin für den Verzug seitens Crown Castle bei den Mietzahlungen an die Eigentümer des Grund und Bodens, auf dem die Funktürme stehen, haftbar. Die Vereinbarung sieht für die Deutsche Telekom einen äußerst niedrigen maximalen Garantiebetrag vor, denn im Fall des Eintretens des Garantiefalls könnte T-Mobile US die weitere Nutzung der betreffenden Funkturm-Standorte selbst übernehmen oder alternativ die mit den Eigentümern des Grund und Bodens bestehenden Verträge kurzfristig kündigen. Mit Vollzug der Transaktion hat T-Mobile US eine unwesentliche Barreserve bei den Unternehmen geschaffen, die ausreicht, um die nicht von Crown Castle zu tragenden laufenden Verwaltungsaufwendungen zu finanzieren. Neben der Garantie und der Zahlung der Verwaltungsaufwendungen gibt es für T-Mobile US keine weiteren Finanzierungsverpflichtungen. Die Toll Collect GmbH betreibt das Autobahn-Mautsystem in Deutschland. Die folgenden TABELLEN 088 und 089 zeigen zusammenfassende Finanzinformationen zu den wesentlichen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf die auf den Konzern Deutsche Telekom entfallenden Anteile, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar. Zusammenfassende Finanzinformationen wesentlicher at equity bilanzierter GemeinschaftsunternehmenT 088 in Mio. €scroll
Zusammenfassende Finanzinformationen wesentlicher at equity bilanzierter assoziierter UnternehmenT 089 in Mio. €scroll
Überleitungsrechnung auf den Buchwert, der in die Konzern-Bilanz der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 einbezogen wurdeT 090 in Mio. €scroll
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Im Geschäftsjahr 2014 wurden im Rahmen von vertraglichen Bestimmungen aus dem Jahr 2012 Dividendenzahlungen der T-Mobile USA Tower LLC (38 MIO. €) und der T-Mobile West Tower LLC (79 MIO. €) an die T-Mobile US getätigt. Diese Dividendenzahlungen stehen im direkten Zusammenhang mit der Einbringung von weiteren Funktürmen der T-Mobile US in beide Gesellschaften. Die Einbringung wird als Kapitalerhöhung ausgewiesen. Die Deutsche Telekom hat Verluste im Zusammenhang mit Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen in Höhe von 57 MIO. € (2013: 0 MIO. €) nicht ausgewiesen, weil die Deutsche Telekom keine Verpflichtung zum Ausgleich dieser Verluste hat. Zusammenfassende aggregierte Finanzinformationen nicht wesentlicher at equity bilanzierter UnternehmenDie Werte beziehen sich auf die der Deutschen Telekom zustehenden Anteile. T 092 in Mio. €scroll
8 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTET 093 in Mio. €scroll
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Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der ausgereichten Darlehen und Forderungen deuten zum Abschluss-Stichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Forderungen in Höhe von 527 MIO. € (31. Dezember 2013: 941 MIO. €) wurden im Rahmen von Collateralverträgen zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen eingesetzt. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten u. a. nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren und die daher am 31. Dezember 2014 in Höhe von 122 MIO. € (31. Dezember 2013: 280 MIO. €) zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Für sie bestand am Abschluss-Stichtag keine Verkaufsabsicht. 9 ÜBRIGE VERMÖGENSWERTEIn den übrigen Vermögenswerten werden im Wesentlichen aktivische Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 1,1 MRD. € (31. Dezember 2013: 1,1 MRD. €) ausgewiesen. 10 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENT 095 in Mio. €scroll
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Die finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 MRD. € auf insgesamt 55,2 MRD. €. Bei der Deutschen Telekom ist ein fortlaufendes Liquiditäts-Management implementiert. Damit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sichergestellt werden können, hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Diese Liquiditätsreserve soll zu jedem Zeitpunkt die Kapitalmarktfälligkeiten der nächsten 24 Monate abdecken. Neben den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten standen der Deutschen Telekom am 31. Dezember 2014 standardisierte bilaterale Kreditlinien mit 21 Banken mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 12,3 MRD. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2014 wurden diese mit 0,2 MRD. € in Anspruch genommen. Die Konditionen sind gemäß den Kreditverträgen abhängig vom Rating der Deutschen Telekom. Die bilateralen Kreditverträge haben eine ursprüngliche Laufzeit von 36 Monaten und können jeweils nach zwölf Monaten um weitere zwölf Monate auf wiederum 36 Monate verlängert werden. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Von T-Mobile US wurden im Geschäftsjahr 2014 Anleihen im Wert von insgesamt 3 MRD. US-$ begeben und eine Anleihe in Höhe von 1 MRD. US-$ wurde vorzeitig zurückgezahlt. Im Dezember 2014 begab die T-Mobile US Mandatory Convertible Preferred Stock im Volumen von 1 MRD. US-$, die nach einer Laufzeit von drei Jahren in T-Mobile US-Aktien gewandelt werden. Das Nominalvolumen der Mandatory Convertible Preferred Stock ist unter den Anleihen ausgewiesen. Aus den folgenden TABELLEN 096 und 097 sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit positivem und negativem beizulegenden Zeitwert der Deutschen Telekom ersichtlich: T 096 in Mio. €scroll
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Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2014 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht einbezogen. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2014 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Gemäß § 2 Abs. 4 PostUmwG trägt der Bund die Gewährleistung für die Erfüllung der Verbindlichkeiten, die am 1. Januar 1995 bereits bestanden. Diese beliefen sich zum 31. Dezember 2014 auf nominal 2,0 MRD. € (31. Dezember 2013: 2,1 MRD. €). Die im Dezember 2014 von der T-Mobile US emittierten Mandatory Convertible Preferred Stock (Nominalvolumen 1 MRD. US-$, Verzinsung 5,5 %, Laufzeit bis 2017) sind in der vorstehenden Tabelle nicht enthalten, weil T-Mobile US das vertragliche Wahlrecht hat, sämtliche Zinszahlungen in Form von Aktien zu tätigen. Die Tilgung erfolgt zwingend in Form von Aktien. 11 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITENT 098 in Mio. €scroll
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sind 9 679 MIO. € (31. Dezember 2013: 7 253 MIO. €) innerhalb eines Jahres fällig. 12 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN LEISTUNGSORIENTIERTE VERSORGUNGSZUSAGEN (LEISTUNGSZUSAGEN)Der wesentliche Anteil der Pensionsverpflichtungen im Konzern beruht auf unmittelbaren und mittelbaren Zusagen in Deutschland, Griechenland und der Schweiz. Darüber hinaus bestehen in Deutschland Verpflichtungen gemäß Artikel 131 des Grundgesetzes (GG). Die Versorgungsverpflichtungen der Deutschen Telekom setzen sich wie folgt zusammen: T 099 in Mio. €scroll
Die Pensionsrückstellungen werden in der Konzern-Bilanz unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Der Vermögenswert aus Pensionsverpflichtungen ist in der Konzern-Bilanz unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten erfasst. Herleitung der Pensionsrückstellungen:T 100 in Mio. €scroll
T 101 in Mio. €scroll
Unsere wesentlichen Annahmen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen sind der Rechnungszins, der Gehaltstrend, der Rententrend sowie die Langlebigkeit. Die nachfolgende TABELLE 102 enthält die Annahmen, die jeweils für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember zugrunde gelegt wurden. Für die Ermittlung des Pensionsaufwands eines Geschäftsjahres wurden jeweils die Annahmen zum 31. Dezember des Vorjahres verwendet. Nachfolgende Angaben für die Pläne in der Schweiz beziehen sich ab 2014 auf die T-Systems Schweiz AG und die T-Systems Data Migration Consulting AG (vorher nur T-Systems Schweiz AG). Annahmen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember des Jahres:T 102 in %scroll
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Der Rechnungszins bezieht sich auf die Pläne
Staff Retirement Indemnities und Phone Credits (siehe Planbeschreibung). T 103 in Jahrenscroll
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Die Duration bezieht sich auf die Pläne Staff
Retirement Indemnities und Phone Credits (siehe Planbeschreibung). Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden im Wesentlichen die folgenden biometrischen Rechnungsgrundlagen verwendet: Inland: Heubeck 2005G, Schweiz: BVG 2010 Generational, Griechenland (OTE S.A.): EVK2000. Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen wurden zum 31. Dezember 2014 die oben genannten Zinssätze zugrunde gelegt. Diese Zinssätze wurden in Übereinstimmung mit der mittleren gewichteten Laufzeit (Duration) der jeweiligen Verpflichtungen gewählt. In der Eurozone basiert die Ermittlung des Rechnungszinses auf der Rendite von qualitativ hochwertigen europäischen Unternehmensanleihen mit AA-Rating, für die eine Zinsstrukturkurve auf Basis von Spot Rates gebildet wird. Die Ermittlung des Rechnungszinses in der Schweiz wurde entsprechend auf Basis von Swap-Renditen zuzüglich Risikozuschlägen vorgenommen. Da in der Schweiz kein ausreichendes Marktvolumen an qualitativ hochwertigen Unternehmensanleihen mit AA-Rating zur Verfügung steht, wird der Rechnungszins auf Basis von Swap-Renditen für Bonds mit AAA-Rating ermittelt. Solche Swaps liegen in der Schweiz zu unterschiedlichen Durationen vor und werden in höherem Maße gehandelt als Schweizer Staatsanleihen. Die aus diesen Swap-Renditen abgeleitete Zinsstrukturkurve repräsentiert für Zwecke der Rechnungslegung ein zu geringes Ausfallrisiko, sodass eine weitere Anpassung in Form eines Risikozuschlags auf die Zinsstrukturkurve (Credit Spread) erfolgt, welcher aus dem eingeschränkten Umfang an Schweizer Unternehmensanleihen mit AA-Rating abgeleitet wird. Entwicklung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen im Berichtsjahr: T 104 in Mio. €scroll
Unter Berücksichtigung ausgegliederter Vermögenswerte sind die Versorgungsverpflichtungen vollständig ausgewiesen. Verteilung der Verpflichtungen der wesentlichen Pläne der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014:T 105 in Mio. €scroll
Die nachfolgenden Auswertungen bezüglich der Altersstruktur und der Sensitivitätsanalyse sowie die Planbeschreibungen und deren Risiken beziehen sich auf die Gesellschaften im Inland, in der Schweiz und in Griechenland (OTE S.A.). Altersstruktur:Für die wesentlichen Pläne bei der Deutschen Telekom liegt die folgende statusabhängige Altersstruktur vor. G 57 Altersstruktur der Planteilnehmer für wesentliche Pensionspläne bei der Deutschen Telekoma![]()
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Für Griechenland (OTE S.A.) ist nur der Plan
Staff Retirement Indemnities enthalten. Sensitivitätsanalyse für die Pensionsverpflichtungen:In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von möglichen Veränderungen der als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Bewertungsannahmen auf den zum Stichtag 31. Dezember 2014 berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen dargestellt. Eine Veränderung der Bewertungsannahmen um die dargestellten Änderungen hätte zum 31. Dezember 2014 bei sonst unveränderten Annahmen nachfolgende Auswirkungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtung. T 106 in Mio. €scroll
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Die Sensitivitätsbetrachtung wurde für den Rechnungszins, Bezügetrend und Rententrend jeweils isoliert vorgenommen. Hierzu wurden sowohl für den Anstieg als auch den Rückgang der Annahme weitere versicherungsmathematische Bewertungen durchgeführt. Die angesetzten Variationsbreiten der Bewertungsannahmen wurden so gewählt, dass sich die jeweilige Annahme innerhalb eines Jahres mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 90 % nicht außerhalb der Bandbreite bewegt. Bei der Lebenserwartung der Planberechtigten ist nicht davon auszugehen, dass sie sich innerhalb eines Jahres wesentlich ändern wird. Aus Risikogesichtspunkten wurde dennoch zusätzlich die Wirkung einer Änderung der Lebenserwartung auf die Verpflichtungen ermittelt. Hierzu wurden Bewertungen unter der Annahme durchgeführt, dass die Lebenserwartung der Planberechtigten im 65. Lebensjahr mittels Altersverschiebung um ein Jahr erhöht bzw. reduziert wäre. Für die anderen Planberechtigten wurde die Altersverschiebung analog angesetzt. Bei einer Variation des Bewertungsendalters oder der Fluktuation würden sich insbesondere im Inland nur unwesentliche Effekte ergeben. Global Pension Policy und Planbeschreibungen:Mithilfe der Global Pension Policy - einer konzernweiten Richtlinie - steuert die Deutsche Telekom ihre Pensionszusagen. Sie stellt weltweit sicher, dass bezüglich der Gewährung von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung und deren Management konzernweite Mindeststandards eingehalten, Pläne harmonisiert und finanzielle und andere Risiken für das Kerngeschäft vermieden bzw. verringert werden. Weiterhin stellt sie Leitlinien zur Durchführung und Steuerung von Pensionszusagen zur Verfügung und definiert Anforderungen an die Einführung, Anpassung oder Schließung entsprechender Pläne. Die Regelungen und Vorgaben dieser Konzern-Richtlinie berücksichtigen die nationalen Unterschiede im Bereich der staatlichen oder anderen verpflichtenden Zusagen beim Arbeits-, Steuer- und Sozialrecht sowie der gewöhnlichen Geschäftspraktiken in Bezug auf Pensionszusagen. Zur Risikobegrenzung wurden im Konzern endgehaltsabhängige Leistungszusagen bereits weitgehend durch beitragsbasierte Leistungszusagen abgelöst. In Deutschland wurde zur weiteren Deckung der Pensionsverpflichtungen zudem seit 2011 ein konzerninternes CTA (Deutsche Telekom Trust e. V.) verwendet. Ein CTA ist eine rechtlich ausgestaltete Treuhandvereinbarung zur Kapitaldeckung unmittelbarer Versorgungszusagen mit separiertem und ausgegliedertem Vermögen sowie zum erweiterten Insolvenzschutz für diese Verpflichtungen. Die weltweiten Verpflichtungen sowie die bestehenden ausgegliederten Vermögenswerte werden regelmäßig auf risikoreduzierende Maßnahmen untersucht, z. B. mithilfe von Asset Liability-Studien und regelmäßigen Benefit Audits. Im Inland bestehen für einen Großteil der Mitarbeiter Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Im Rahmen einer Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung wurde bereits im Jahr 1997 für aktive Mitarbeiter flächendeckend der Kapitalkontenplan eingeführt. Zudem wurden in den Folgejahren durch Unternehmenskäufe erworbene Zusagen ebenfalls auf den Kapitalkontenplan überführt. Hierbei handelt es sich um eine arbeitgeberfinanzierte, beitragsbasierte Leistungszusage. Die jährlich gewährten, gehaltsabhängigen Beiträge werden im jeweiligen Jahr der Bereitstellung mit altersabhängigen Zinsfaktoren bis Alter 60 vorab verzinst und in eine garantierte Versicherungssumme umgerechnet. Die Vorabverzinsung beträgt derzeit 3,75 % p. a. (Richtzins Kapitalkontenplan). Die Deutsche Telekom hat im Rahmen einer Planänderung im Geschäftsjahr 2013 die Verzinsung der künftigen Beiträge innerhalb der betrieblichen Altersversorgung im Inland von 5 % p. a. auf derzeit 3,75 % p.a. reduziert. Die Änderung stand nicht im Zusammenhang mit der Anwendung des geänderten IAS 19 im Geschäftsjahr 2013. Die Änderungsmöglichkeit des Richtzinses dient dazu, eine kapitalmarktnahe Verzinsung der Beiträge zum Kapitalkonto zu erreichen. Aufgrund der deutlich gesunkenen Zinsen am Markt war eine kapitalmarktnahe Verzinsung nicht mehr gegeben. Der Zeitraum für die Bereitstellung von Beiträgen ist zunächst auf zehn künftige Beitragsjahre begrenzt und verlängert sich ohne Kündigung jeweils automatisch um ein weiteres Jahr. Die im Laufe der aktiven Dienstzeit angesammelten Versicherungssummen werden im Versorgungsfall primär in Form von Einmalkapital ausbezahlt. Daher besteht für diese Zusagen lediglich ein geringes Langlebigkeitsrisiko. Aufgrund der Auszahlungsrichtlinien und der Planstruktur des Kapitalkontenplans ist dieser für den Arbeitgeber planbar und die Bezügedynamik betreffend frei von akuten Schwankungen und Risiken. Darüber hinaus bestehen in Deutschland verschiedene geschlossene Altzusagen, die in der Regel Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen in Form lebenslänglicher Renten vorsehen. Die vorherrschenden Zusagen bilden hierbei die Gesamtversorgung der Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) mit einer Anrechnung der gesetzlichen Rente. Im Wesentlichen werden hiervon nur noch ausgeschiedene Mitarbeiter und Leistungsempfänger begünstigt, bei denen die Leistungen betragsmäßig feststehen. Das Gesamtversorgungssystem der VAP wirkt somit nur für den im Jahr 1997 bereits bestehenden Rentnerbestand und für den damals unverfallbar ausgeschiedenen Anwärterbestand nach. Sofern Leistungszusagen im Inland Rente gewähren, ist die Rentenanpassung für diese Renten bis auf wenige unwesentliche Ausnahmen in den bestehenden Versorgungsregelungen in prozentualer Höhe fest definiert. Daher hat eine Änderung des allgemeinen Rententrends im Inland nur einen unwesentlichen Effekt auf den Barwert der Verpflichtungen. Da eine Veränderung der Lebenserwartung hauptsächlich Auswirkungen auf die Verpflichtungen aus den Altbeständen mit Rentenzusagen hat und seit 1997 Zusagen in Form von Kapital gewährt werden, ist in den Folgejahren mit einer abnehmenden Bedeutung des Risikos aus der Veränderung der Lebenserwartung für den Konzern zu rechnen. Zur langfristigen Deckung der Pensionsverpflichtungen hat die Deutsche Telekom Vermögen in einen unternehmenseigenen CTA und eine unternehmenseigene Unterstützungskasse ausgelagert. Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung (2. Säule) besteht in der Schweiz für die T-Systems Schweiz AG ein beitragsbasierter, durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge finanzierter Leistungsplan. Dieser wird über die legalrechtlich selbstständige T-Systems Pensionskasse abgewickelt. Nach einer Umstrukturierung der Schweizer Gesellschaften und Harmonisierung der Pensionskassenzusagen zum 1. Januar 2014 ist seither auch die T-Systems Data Migration Consulting AG an die Pensionskasse der T-Systems Schweiz AG angeschlossen. Wie in der Schweiz üblich gewähren beide Gesellschaften höhere Leistungen als gesetzlich gefordert. Im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) sind Mindestvorschriften für das zu versichernde Gehalt, altersabhängige Beiträge sowie ein Mindestverrentungsfaktor für den obligatorischen Teil des Altersguthabens festgelegt. Zudem legt der Schweizer Bundesrat jedes Jahr eine Mindestverzinsung für das obligatorische Altersguthaben fest (2014: 1,75 %, 2015: 1,75 %). Der Pensionskasse steht der Stiftungsrat vor. Dieser stellt den täglichen Betrieb der Pensionskasse sicher und entscheidet über grundlegende Aspekte wie die Höhe und die Struktur der Pensionsleistungen und die Anlagestrategie des Vermögens. Der Stiftungsrat setzt sich paritätisch aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Laut Angaben der Pensionskasse liegt die bisherige durchschnittliche jährliche Verzinsung der Altersguthaben bei ca. 2,0 bis 2,5 %. Aufgrund der bestehenden Mindestverzinsung der obligatorischen Altersguthaben besteht für die Pläne in der Schweiz bei einer möglichen Unterfinanzierung der Pensionskasse ein Nachdotierungsrisiko. Die Pensionskasse bietet die Wahlmöglichkeit einer lebenslangen Rente anstelle einer Einmalzahlung für Versicherte. In diesem Fall bestehen Langlebigkeits- und Investitionsrisiken, da zum Zeitpunkt der Verrentung Annahmen bezüglich der Lebenserwartung bzw. der Vermögensrendite einfließen. In Griechenland (OTE S.A.) werden bei vorzeitiger Kündigung durch den Arbeitgeber - sowie in reduzierter Höhe bei Eintritt in den Ruhestand - obligatorische Abfertigungsleistungen (Staff Retirement Indemnities) fällig. Diese werden als Kapital ausbezahlt und können in Abhängigkeit von der Dienstzeit des Arbeitnehmers ein Vielfaches des letzten Monatseinkommens (mit Höchstbegrenzung) betragen. Aufgrund einer Gesetzesänderung im Jahr 2012 werden Kapitalzahlungen auf maximal zwölf Monatsgehälter beschränkt. Ergänzend leistet die Firma einen freiwilligen Aufstockungsbetrag. Leistungen im Rahmen von Umstrukturierungsprogrammen im Umfang der Jahre 2012 bzw. 2013 sind im Jahr 2014 nicht erfolgt. Darüber hinaus bestehen bei der OTE S.A. Verpflichtungen zur Leistung einer Kapitalzahlung an Kinder von Beschäftigten bei Erreichen des Alters von 25 Lebensjahren (Youth Accounts). Im November 2011 wurde die frühere endgehaltsabhängige Leistungszusage auf eine beitragsbasierte Leistungszusage umgestellt, die sich aus Beiträgen des Arbeitnehmers und davon abhängenden, begrenzten Ergänzungsbeträgen (Matching-Beiträge) des Arbeitgebers finanziert. Die Versorgungsleistungen der beiden Pläne Staff Retirement Indemnities und Youth Accounts werden in Kapitalform ausgezahlt. Daher besteht kein Langlebigkeitsrisiko. Auf Basis des Ende 2014 geschlossenen neuen Tarifvertrags werden die ursprünglich für 2015 geplanten Bezügeerhöhungen von rund 10 % auf 2018 verschoben. Ferner haben Arbeitnehmer und Rentner Anspruch auf ein Guthaben für Telefoneinheiten (Phone Credits). Die Zahlungsverpflichtung der OTE S.A. hängt somit vom Preis der Telefoneinheit und Grad der Inanspruchnahme durch die Berechtigten ab. Das Verpflichtungsvolumen (Guthaben) ist auf einen Höchstbetrag beschränkt. Der Umfang dieser Verpflichtung ist - gemessen an den gesamten Versorgungsleistungen der OTE S.A. - vergleichsweise gering. Entwicklung der ausgegliederten Vermögenswerte im Berichtsjahr:T 108 in Mio. €scroll
In den Arbeitgeberbeiträgen an externe Versorgungsträger sind zum 31. Dezember 2014 250 MIO. € (31. Dezember 2013: 250 MIO. €) für die Dotierung an einen konzerneigenen CTA im Inland enthalten. Die Dotierung wird in der Regel am Jahresende vorgenommen. Ein wesentlicher Anteil der tatsächlichen Erträge aus dem Jahr 2014 ist auf die positive Entwicklung der Vermögenswerte im Inland zurückzuführen. Hintergrund sind steigende Kurse an den Anleihemärkten aufgrund gesunkener Kapitalmarktrendite. Zusammensetzung ausgegliederter Vermögenswerte nach Anlagekategorien:T 109 in Mio. €scroll
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Die Ausrichtung der Anlagepolitik und die Risikosteuerung werden direkt auf die Risiko- und Entwicklungscharakteristika der Versorgungsverpflichtungen abgestimmt. Auf Basis einer systematischen integrierten Asset Liability Management (ALM)-Analyse werden mögliche Ergebnisse von Kapitalanlage-Portfolios, die eine Vielzahl von Anlageklassen umfassen können, den stochastisch simulierten Entwicklungen der Pensionsverpflichtungen gegenübergestellt und so die relative Entwicklung der Planvermögen zu den Pensionsverpflichtungen explizit betrachtet. Die Kapitalanlage-Philosophie ist wesentlich durch die Zielsetzung geprägt, dass durch den systematischen Aufbau und das professionelle Management eines geeigneten Portfolios für das Planvermögen zukünftige Verpflichtungen aus gegebenen Pensionszusagen zeitgerecht und vollständig erfüllt werden können. Eine Ableitung der Kapitalanlage-Strategie erfolgt mit direktem Bezug auf die Charakteristika der zugrunde liegenden Pensionsverpflichtungen. Diese Liability Driven Investment (LDI)-Strategie zielt auf ein breit diversifiziertes Anlage-Portfolio ab, das über entsprechende Risikofaktoren und Diversifikation ein zur Gesamtzielsetzung passendes Risikoprofil generiert. Das Management der Kapitalanlagen zur aktiven Steuerung von Risiken unterliegt einem fortlaufenden Monitoring. Eine kosteneffiziente Umsetzung des Kapitalanlage-Managements wird durch ein professionelles Portfolio-Management unter Einbezug von externen Dienstleistern vorgenommen. Die ausgegliederten Vermögenswerte enthalten zum Abschluss-Stichtag 736 TSD. € in Aktien (31. Dezember 2013: 600 TSD. € in Aktien), die von der Deutschen Telekom AG ausgegeben worden sind. Weitere eigene Finanzinstrumente sind in den dargestellten Jahren nicht enthalten. Entwicklung der Auswirkung aus der Vermögensobergrenze:T 111 in Mio. €scroll
Die Pensionsaufwendungen für die jeweilige Periode setzen sich wie folgt zusammen und sind in den jeweils angegebenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesen:T 112 in Mio. €scroll
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Einschließlich sonstigem betrieblichen Aufwand. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung beinhaltet folgende Beträge:T 113 in Mio. €scroll
Erwartete Zahlungen in Zusammenhang mit Pensionsleistungen:T 114 in Mio. €scroll
Unmittelbar durch den Arbeitgeber gezahlte Versorgungsleistungen, für die grundsätzlich das im Rahmen eines CTA angesammelte Vermögen herangezogen werden kann, lässt sich ein Arbeitgeber üblicherweise zeitnah aus dem CTA-Vermögen erstatten. Die Deutsche Telekom praktiziert aktuell noch keine solchen Erstattungen, um einem verstärkten Vermögensaufbau innerhalb des CTA in den ersten Jahren nicht entgegenzuwirken. Zum langfristigen Aufbau von ausgegliedertem Vermögen werden in Deutschland in 2015 250 MIO. € in den CTA dotiert. Für 2015 wird konzernweit eine Dotierung in Höhe von 266 MIO. € erwartet. Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte, das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen:T 115 in Mio. €scroll
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BEITRAGSORIENTIERTE VERSORGUNGSZUSAGEN (BEITRAGSZUSAGEN)Die Zahlungen des Arbeitgeberanteils in Deutschland zur gesetzlichen deutschen Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr 2014 0,4 MRD. € (2013: 0,4 MRD. €). In 2014 wurden aus laufenden Beitragszahlungen konzernweit für zusätzliche beitragsorientierte Versorgungszusagen 88 MIO. € (2013: 103 MIO. €, 2012: 99 MIO. €) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. PENSIONSREGELUNGEN FÜR BEAMTE DER DEUTSCHEN TELEKOMIm Geschäftsjahr 2014 wurden 552 MIO. € (2013: 567 MIO. €, 2012: 592 MIO. €) als Aufwand für den jährlichen Beitrag in Höhe von 33 % der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Postbeamtenversorgungskasse erfasst. Der Barwert der künftigen Zahlungsverpflichtungen beträgt zum Abschluss-Stichtag 5,1 MRD. € (31. Dezember 2013: 5,0 MRD. €) und wird in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen (vgl. Angabe 35 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen"). 13 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENT 117 in Mio. €scroll
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Die Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie die übrigen Personalrückstellungen umfassen Rückstellungen für den Personalumbau. Im Geschäftsjahr haben sich diese Rückstellungen wie folgt entwickelt: T 118 in Mio. €scroll
Die übrigen Personalrückstellungen umfassen eine Vielzahl von Einzelthemen wie Rückstellungen für Entgeltabgrenzungen, Beihilfen und Jubiläumszuwendungen. Die Aufwendungen werden verursachungsgerecht den Funktionskosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen enthalten die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Vermögenswerts und die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Die geschätzten Kosten sind Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betreffenden Vermögenswerts. Die Rückstellungen für Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Klagen. Die Rückstellungen für Vertriebs- und Einkaufsunterstützungen werden gebildet für Händlerprovisionen, Werbekostenzuschüsse und Rückvergütungen. Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten. Unter anderem sind hier Rückstellungen im Zusammenhang mit belastenden Verträgen aus schwebenden Geschäften, Unternehmensverkäufen und Standortschließungen überwiegend aus früheren Geschäftsjahren sowie Rückstellungen für Gewährleistungen und Altlasten (Umweltschutzrückstellungen) enthalten. 14 ÜBRIGE SCHULDENT 119 in Mio. €scroll
Der vorzeitige Ruhestand ist gesetzlich verankert durch das Gesetz zur Verbesserung der personellen Struktur beim Bundeseisenbahnvermögen und in den Postnachfolgeunternehmen. Für die bei der Deutschen Telekom beschäftigten Beamten bietet das Gesetz die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen ab dem vollendeten 55. Lebensjahr in den vorzeitigen Ruhestand zu treten. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse wurde die Vorruhestandsregelung für Beamte bis zum 31. Dezember 2016 verlängert. Eine Inanspruchnahme für die Geschäftsjahre 2014 und auch 2015 wurde vom Vorstand beschlossen. 15 EIGENKAPITALGEZEICHNETES KAPITALZum 31. Dezember 2014 beträgt das Grundkapital der Deutschen Telekom 11 611 MIO. €. Das Grundkapital ist in 4 535 571 247 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. T 120scroll
Eigene Aktien.Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 23. Mai 2017 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1 106 257 715,20 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist. Die Aktien können zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden. Die Aktien können auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Aktien über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern oder einzuziehen. Die Aktien können auch dazu genutzt werden, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Mai 2012 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen. Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 und einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 wurden im Juni 2011 110 TSD. Aktien, im September 2011 206 TSD. Aktien und im Januar 2013 268 TSD. Aktien erworben. Das Gesamterwerbsvolumen betrug in den Geschäftsjahren 2011 und 2013 insgesamt 2 762 TSD. € bzw. 2 394 TSD. € (ohne Nebenkosten). Die Anzahl der eigenen Anteile erhöhte sich daraus um 316 TSD. Stück bzw. 268 TSD. Stück. Im Rahmen des Share Matching Plans erfolgten in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 jeweils unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien in Höhe von 2 TSD. Stück in Depots von berechtigten Teilnehmern. Im April, Juni und Dezember 2014 wurden darüber hinaus insgesamt 90 TSD. Stück eigene Aktien entnommen und unentgeltlich in Depots von berechtigten Teilnehmern des Share Matching Plans übertragen. Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom neue Aktien aus genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit besteht keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß des Zwecks der Hinterlegung. Die 18 517 TSD. Stück hinterlegten Aktien werden sowohl nach § 272 Abs. 1a HGB als auch nach IFRS wie eigene Anteile bilanziert. Stimmrechte. Jede Aktie gewährt eine Stimme.Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen sowie bei der Deutschen Telekom wie eigene Anteile zuzurechnenden Aktien (per 31. Dezember 2014: insgesamt rund 21 MIO. Stück). Die sog. "Trust" (Treuhänder)-Aktien (per 31. Dezember 2014: rund 19 MIO. Stück) stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von VoiceStream und Powertel (jetzt T-Mobile US) im Jahr 2001 und sind der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 wie eigene Anteile zuzurechnen. Was die an Trusts ausgegebenen Aktien betrifft, verzichtet der Treuhänder - solange der Trust besteht - auf Stimmrechte und Bezugsrechte sowie grundsätzlich auf Dividendenrechte. Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital.Das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital zum 31. Dezember 2014 setzen sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen: T 121scroll
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Die Zustimmung des Aufsichtsrats ist erforderlich. Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit der Dividendenausschüttung in Aktien.Bei der für das Geschäftsjahr 2013 beschlossenen Dividende in Höhe von 0,50 € pro Aktie konnten die Aktionäre zwischen der Erfüllung des Dividendenanspruchs in bar oder dessen Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG wählen. Im Juni 2014 wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,0 MRD. € für Aktien aus genehmigtem Kapital (Genehmigtes Kapital 2013) eingebracht und damit nicht zahlungswirksam substituiert. Dafür hat die Deutsche Telekom AG im Juni 2014 eine Kapitalerhöhung des Gezeichneten Kapitals in Höhe von 0,2 MRD. € gegen Einlage von Dividendenansprüchen durchgeführt. Die Kapitalrücklage hat sich in diesem Zusammenhang um 0,8 MRD. € erhöht. Die Anzahl der Aktien erhöhte sich um 84,4 MIO. Stück. Die Transaktionskosten waren nicht wesentlich. TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMERNDie in den Transaktionen mit Eigentümern ausgewiesenen Beträge resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb der restlichen Anteile an der T-Mobile Czech Republic. Die TABELLE 122 zeigt die wesentlichen Effekte, die in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 enthalten sind. T 122 in Mio. €scroll
Weitere Informationen sind im Kapitel "Grundlagen und Methoden" im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und Transaktionen mit Eigentümern" enthalten. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE: KUMULIERTES SONSTIGES KONZERNERGEBNISIm kumulierten sonstigen Konzernergebnis der nicht beherrschenden Anteile sind im Wesentlichen Effekte aus der Neubewertung im Rahmen des Erwerbs der OTE-Gruppe (Sukzessiverwerb) in Höhe von 0,8 MRD. € (31. Dezember 2013: 1,0 MRD. €) enthalten sowie gegenläufig 0,2 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,7 MRD. €) aus der Währungsumrechnung. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDetailinformationen zu den Sondereinflüssen werden im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" dargestellt. 16 UMSATZERLÖSEDie Umsätze gliedern sich in die folgenden Erlösarten: T 123 in Mio. €scroll
Ausführliche Erläuterungen zur Entwicklung der Umsatzerlöse sind dem Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im zusammengefassten Lagebericht zu entnehmen. 17 UMSATZKOSTENDie im Zusammenhang mit der Festnetz- und Mobilfunk-Telekommunikation stehenden Umsatzkosten umfassen sämtliche durch den Betrieb und die Aufrechterhaltung des Telekommunikationsnetzwerks verursachten Kosten. Darin enthalten sind Abschreibungen auf netzwerkbezogenes Anlagevermögen, Personalaufwendungen für mit dem Betrieb und der Aufrechterhaltung des Netzwerks befasste Mitarbeiter, sonstige Reparatur- und Instandhaltungskosten, Miet- und Mietnebenkosten für Netzwerk-Standorte sowie Interconnection- und Roaming-Kosten. Darüber hinaus sind Kosten für die Anschaffung von Endgeräten inbegriffen. Die aus dem operativen Segment Systemgeschäft resultierenden Umsatzkosten entfallen im Wesentlichen auf Software-Entwicklung und -Wartung, auf den Betrieb von Rechenzentren und Arbeitsplatzsystemen sowie auf die Errichtung und den Betrieb von Kunden-Netzwerken. Sie enthalten insbesondere Abschreibungen auf technische Anlagen, Personalaufwendungen für die Informationstechnologie-, Telekommunikationsentwicklungs- und Service-Leistungen sowie Kosten für Vorleistungen und Materialbezüge. T 124 in Mio. €scroll
Die Umsatzkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 MRD. € an. Begründet ist dies v. a. durch die Geschäftsentwicklung im operativen Segment USA. Erhöhend wirkten u. a. der Einbezug der MetroPCS, deren Ergebnisbeiträge erst ab dem zweiten Quartal 2013 Berücksichtigung fanden, höhere Aufwendungen in Zusammenhang mit Endgeräteverkäufen sowie Aufwendungen aus der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS. Gegenläufig wirkten sich im Wesentlichen niedrigere Umsatzkosten als Folge des Umsatzrückgangs im operativen Segment Europa aus. Die Vorjahreswerte wurden aufgrund von Änderungen in den Segmentstrukturen zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Für nähere Informationen wird auf die Erläuterungen in Angabe 32 "Segmentberichterstattung" verwiesen. 18 VERTRIEBSKOSTENDie Vertriebskosten umfassen alle Kosten für Tätigkeiten, die sich nicht unmittelbar werterhöhend auf Produkte bzw. Dienstleistungen des Konzerns auswirken, sondern der Absatzsicherung dienen. Dazu gehören neben den im Vertriebsbereich anfallenden Material- und Personalaufwendungen sowie den Abschreibungen auch die vertriebsbereichsspezifischen Kosten wie z. B. Wertberichtigungen von Kundenforderungen, Forderungsausbuchungen, Ausgangsfrachten und Transportversicherungen. T 125 in Mio. €scroll
Die Vertriebskosten lagen um 0,1 MRD. € über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren v. a. erhöhte Marketing-Kosten der T-Mobile US als Folge des erstmals ganzjährigen Einbezugs der MetroPCS sowie des verstärkten Neukundengeschäfts. 19 ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTENZu den allgemeinen Verwaltungskosten zählen alle Aufwendungen, die den Kernfunktionen der Verwaltung zuzuordnen sind und nicht unmittelbar dem Herstellungs- oder Vertriebsprozess zugerechnet werden können. Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten demnach alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Verwaltungsfunktionen, u. a. der Bereiche Finanzen, Personal, Konzernstrategie, -organisation und -revision sowie Datenschutz, Recht und Compliance, anfallen. Dazu gehören grundsätzlich neben den Material- und Personalaufwendungen sowie den Abschreibungen auch die den Funktionsbereichen spezifisch zuordenbaren sonstigen Kosten wie z. B. Aufwendungen für Hauptversammlungen. T 126 in Mio. €scroll
Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen um 0,2 MRD. € über Vorjahresniveau. Höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit der erhöhten Anzahl an Mitarbeitern im operativen Segment USA infolge des Zusammenschlusses mit MetroPCS belasteten die allgemeinen Verwaltungskosten in 2014. Darüber hinaus waren hier gegenüber dem Vorjahr höhere Aufwendungen für die Zuführung von Rückstellungen für Prozessrisiken enthalten, die im Rahmen bilanzieller Risikovorsorge getroffen wurden. Die Vorjahreswerte wurden aufgrund von Änderungen in den Segmentstrukturen zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Für nähere Informationen wird auf die Erläuterungen in Angabe 32 "Segmentberichterstattung" verwiesen. 20 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGET 127 in Mio. €scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,9 MRD. €. Der Anstieg der Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten um 0,4 MRD. € resultiert im Wesentlichen aus einer im April 2014 zwischen T-Mobile US und Verizon Communications vollzogenen Transaktion über den Erwerb sowie Tausch von Spektrum aus dem A-Band von rund 0,4 MRD. €. Die Erträge aus Entkonsolidierungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 MRD. € gestiegen. Diese resultieren aus dem Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe in Höhe von insgesamt 1,7 MRD. €. Der Anteil des Ertrags, der der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der bei der Deutschen Telekom verbleibenden Anteile zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung zuzurechnen ist, beträgt 0,5 MRD. €. Im Vorjahr waren Erträge aus den Veräußerungen der Beteiligungen an der Hellas Sat in Höhe von 0,1 MRD. € sowie an der Cosmo Bulgaria Mobile (Globul) und der Germanos Telecom Bulgaria (Germanos) von ebenfalls insgesamt 0,1 MRD. € enthalten. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen eine Vielzahl von kleineren Sachverhalten. 21 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENT 128 in Mio. €scroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 MRD. €. Ursächlich für diesen Rückgang war v. a. die im Vorjahr erfasste Wertminderung auf den Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Österreich in Höhe von 0,5 MRD. €. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten angefallene Aufwendungen im Zusammenhang mit bestehenden Finanz-Factoring-Verträgen von 0,2 MRD. € sowie eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren in 2014 insgesamt 0,2 MRD. € (2013: 0,5 MRD. €, 2012: 8,2 MRD. €) Aufwand aus Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen sowie Aufwand aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten enthalten. Diese Aufwendungen wären überwiegend den Umsatzkosten zu allokieren gewesen. 22 ZINSERGEBNIST 129 in Mio. €scroll
Im Geschäftsjahr wurden 95 MIO. € (2013: 51 MIO. €, 2012: 27 MIO. €) als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Als Zinssatz lag der Berechnung eine konzernweit anzuwendende durchschnittliche Bandbreite von 4,6 bis 4,7 % (2013: 4,6 bis 5,0 %) zugrunde. Im Geschäftsjahr wurden 3,5 MRD. € (2013: 3,0 MRD. €, 2012: 3,1 MRD. €) an Zinszahlungen (inkl. aktivierter Zinsen) geleistet. Abgegrenzte Zinszahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Zins-Swaps), die als Sicherungsinstrumente in einem Fair Value Hedge gemäß IAS 39 designiert wurden, werden pro Swap-Kontrakt saldiert und entsprechend dem Nettobetrag entweder als Zinsertrag oder -aufwand erfasst. Das Zinsergebnis wird den Bewertungskategorien anhand des Grundgeschäfts zugeordnet; im Berichtszeitraum wurden ausschließlich finanzielle Verbindlichkeiten gesichert. Die Deutsche Telekom AG hat im Geschäftsjahr 2014 von besseren Zinskonditionen profitiert. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses ist im Wesentlichen auf die in 2014 deutlich gestiegene Eigenfinanzierung der T-Mobile US zurückzuführen. 23 ERGEBNIS AUS AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMENT 130 in Mio. €scroll
Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen hat sich gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode um 0,1 MRD. € verschlechtert. Ursächlich war hier der im Vergleich zum Vorjahr höhere Verlustanteil in Höhe von -137 MIO. € (2013: -44 MIO. €, 2012: -118 MIO. €) aus dem Joint Venture EE. Dieser ist im Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen enthalten. 24 SONSTIGES FINANZERGEBNIST 131 in Mio. €scroll
Im sonstigen Finanzergebnis werden sämtliche Ergebniskomponenten, einschließlich der Zinserträge und -aufwendungen von Finanzinstrumenten, die nach IAS 39 als zu Handelszwecken gehalten eingestuft sind, ausgewiesen. Im Ergebnis aus Finanzinstrumenten sind Ergebniseffekte aus Währungsumrechnungen inkl. Ergebniseffekte aus Derivaten, die als Sicherungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings im Währungsbereich eingesetzt sind, in Höhe von -387 MIO. € (2013: 174 MIO. €, 2012: 86 MIO. €) und Ergebniseffekte aus sonstigen Derivaten sowie Beteiligungsbewertungen in Höhe von 373 MIO. € (2013: -452 MIO. €, 2012: 165 MIO. €) enthalten. 25 ERTRAGSTEUERNERTRAGSTEUERN IN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGAls Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten tatsächlichen Steuern sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die Ertragsteuern teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf: T 132 in Mio. €scroll
Der zusammengefasste Ertragsteuersatz für das Jahr 2014 beträgt bei der Deutschen Telekom 30,7 %. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 425 % (2013: 425 %, 2012: 425 %) zusammen. Für 2013 und 2012 belief sich der zusammengefasste Ertragsteuersatz ebenfalls auf 30,7 %. Ableitung Effektivsteuersatz.Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von -1 106 MIO. € (als Aufwand) (2013: -924 MIO. € (als Aufwand), 2012: 1 516 MIO. € (als Ertrag)) leiten sich wie folgt von einem erwarteten Ertragsteueraufwand/ (-ertrag) ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte: T 133 in Mio. €scroll
Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie tatsächlichen Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: T 134 in Mio. €scroll
Latente Steuern in der Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt: T 135 in Mio. €scroll
Im Geschäftsjahr 2014 entstand ein Steueraufwand von 1,1 MRD. €. Die vergleichsweise niedrige Steuerquote von lediglich 25 % ist insbesondere auf die nur geringe Steuerbelastung des Ertrags aus der Veräußerung der Anteile an der Scout24 Gruppe zurückzuführen. Im Vorjahr betrug der Steueraufwand 0,9 MRD. €. Der geringere Steueraufwand resultierte im Wesentlichen aus einem niedrigeren Vorsteuerergebnis. Darüber hinaus war die Steuerquote im Geschäftsjahr 2013 höher. Ursächlich hierfür waren insbesondere Wertminderungen auf Goodwill in Europa, die steuerlich nicht zu berücksichtigen waren und deshalb den steuerlichen Aufwand nicht gemindert haben. ERTRAGSTEUERN IN DER KONZERN-BILANZ Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Bilanz:T 136 in Mio. €scroll
Latente Steuern in der Konzern-Bilanz:T 137 in Mio. €scroll
Entwicklung der latenten Steuern:T 138 in Mio. €scroll
Entwicklung der latenten Steuern auf Verlustvorträge:T 139 in Mio. €scroll
Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten, Verlustvorträge und Steuergutschriften:T 140 in Mio. €scroll
Die Wertberichtigungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Verlustvorträge. Die Verlustvorträge betragen:T 141 in Mio. €scroll
Die Verlustvorträge und temporären Differenzen, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betragen:T 142 in Mio. €scroll
Daneben werden keine latenten Steuern für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 100 MIO. € (31. Dezember 2013: 126 MIO. €) und gewerbesteuerliche Ansprüche aus temporären Differenzen in Höhe von 8 MIO. € (31. Dezember 2013: 19 MIO. €) angesetzt. Weiterhin wurden - getrennt von den körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen - keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 796 MIO. € (31. Dezember 2013: 730 MIO. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Verlustvorträge und - getrennt von den gewerbesteuerlichen Ansprüchen aus temporären Differenzen - keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 50 MIO. € (31. Dezember 2013: 0 MIO. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Ansprüche angesetzt. Auf die oben genannten steuerlichen Verlustvorträge und temporären Differenzen wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Aus der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, entstand im Berichtsjahr ein positiver Effekt in Höhe von 17 MIO. € (2013: 14 MIO. €, 2012: 7 MIO. €). Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften wurden in Höhe von 175 MIO. € (31. Dezember 2013: 107 MIO. €) keine latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden. Angaben zu steuerlichen Auswirkungen auf das sonstige Ergebnis:T 143 in Mio. €scroll
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26 ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) DER NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILET 144 in Mio. €scroll
27 ERGEBNIS JE AKTIEDas unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie berechnen sich gemäß IAS 33 wie folgt: T 145 in Mio. €scroll
Der Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie liegt die zeitlich gewichtete Summe aller ausstehenden Stammaktien zugrunde. Zudem wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien unter Abzug der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der von der Deutschen Telekom AG gehaltenen eigenen Aktien berechnet. Die in den Vorjahren bestehenden Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte wurden im Rahmen der Ausgabe neuer Aktien im Zuge der Akquisition von T-Mobile USA (VoiceStream/Powertel) treuhänderisch für eine spätere Ausgabe und die Aufnahme des Handels als Namensaktien gehalten und sind im Geschäftsjahr 2013 vollständig ausgelaufen. Sie werden seitdem wie eigene Anteile behandelt und waren im Geschäftsjahr 2013 noch zeitanteilig im Durchschnittsbestand vorhanden. Verwässernde Aktien liegen derzeit nicht vor. 28 DIVIDENDE JE AKTIEFür das Geschäftsjahr 2014 schlägt der Vorstand eine Dividende in Höhe von 0,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie vor. Unter Zugrundelegung dieses Ausschüttungsvolumens entfällt auf die am 10. Februar 2015 dividendenberechtigten Stückaktien eine Dividendensumme von 2 257 MIO. €. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab. Für das Geschäftsjahr 2013 wurde in 2014 eine Dividende in Höhe von 0,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie ausgeschüttet. Die Aktionäre konnten zwischen einer Barauszahlung und einer Alternative, der Umwandlung der Dividendenansprüche in Aktien der Deutschen Telekom AG, wählen. Im Juni 2014 wurden daher Dividendenansprüche in Höhe von 1,0 MRD. € durch Aktien aus genehmigtem Kapital und damit nicht zahlungswirksam substituiert (siehe auch Angabe 15 "Eigenkapital"). 29 ANZAHL DER MITARBEITER UND PERSONALAUFWAND Anzahl der Mitarbeiter (im Durchschnitt)T 146scroll
Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 %. Diese Entwicklung ist v. a. auf den um 1,6 % verringerten Personalbestand im Inland zurückzuführen. Hierzu trugen Personalumbaumaßnahmen im operativen Segment Systemgeschäft bei sowie im Segment Group Headquarters & Group Services insbesondere die Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe. Dem stand eine gestiegene Anzahl an Mitarbeitern für den Aus- und Umbau der Netze im operativen Segment Deutschland gegenüber. Im Ausland erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 0,4 %. Ursächlich hierfür war insbesondere der Anstieg der Mitarbeiter im operativen Segment USA aufgrund der vergrößerten Kundenbasis. Im operativen Segment Europa trugen die gestiegene Mitarbeiterzahl infolge der Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe sowie Zuwächse infolge des Personalumbaus in Griechenland ebenso dazu bei. Personalum- und -abbau im operativen Segment Europa als Folge von Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Rumänien, Kroatien und Ungarn sowie die Veräußerung der Anteile an der Euronet Communications in den Niederlanden wirkten sich gegenläufig auf diese Entwicklung aus. Insgesamt entwickelte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im operativen Segment Europa damit rückläufig. Der Personalaufwand verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,0 %, v. a. aufgrund gesunkener Restrukturierungsaufwendungen. Insbesondere im operativen Segment Deutschland und in unserem operativen Segment Europa - v. a. in Griechenland - wurden anders als in 2013 keine größeren Personalrestrukturierungsmaßnahmen aufgelegt. Allein beim operativen Segment Systemgeschäft stieg der Restrukturierungsaufwand aufgrund der dort in 2014 gestarteten Neuausrichtung des Geschäftsmodells. Höheren Personalkosten im Inland, v. a. verursacht durch die tarifliche Anhebung der Gehälter, wirkte die geringere durchschnittliche Mitarbeiterzahl entgegen. Der höhere Personalbestand im operativen Segment USA schlug sich in steigenden Personalaufwendungen nieder. 30 ABSCHREIBUNGENDie in den Funktionskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen: T 147 in Mio. €scroll
Folgende TABELLE 148 zeigt die im Gesamtbetrag der Abschreibungen enthaltenen Wertminderungen: T 148 in Mio. €scroll
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 MRD. €. Dieser deutliche Rückgang resultierte v. a. aus einer im Vorjahr erfassten Wertminderung auf den Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Österreich in Höhe von insgesamt 0,5 MRD. €. Im Berichtsjahr wurden im Rahmen der planmäßig durchgeführten Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Wertminderungen auf Goodwill in Höhe von 51 MIO. € erfasst. Weitere Erläuterungen hierzu sind Angabe 5 "Immaterielle Vermögenswerte" zu entnehmen. Die Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen überwiegend auf Grundstücke und Gebäude. Die planmäßigen Abschreibungen lagen im Saldo um 0,4 MRD. € über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür waren v. a. der erstmals ganzjährige Einbezug der MetroPCS sowie der Aufbau des LTE-Netzes im Rahmen des Netzmodernisierungsprogramms der T-Mobile US. Nutzungsdauerverkürzungen im Hinblick auf die Stilllegung des CDMA-Mobilfunknetzes der im letzten Geschäftsjahr übernommenen MetroPCS (0,2 MRD. €) wirkten sich ebenfalls erhöhend auf die Entwicklung der Abschreibungen aus. SONSTIGE ANGABEN31 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEITPositiv beeinflusst wurde der Cashflow aus Geschäftstätigkeit durch im Vorjahresvergleich um 0,1 MRD. € höhere vom Joint Venture EE erhaltene Dividendenzahlungen. Im Berichtszeitraum wurden Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden und bei Zahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Daraus resultiert insgesamt ein positiver Effekt auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit von 0,4 MRD. €. Im Vorjahr waren Auszahlungen im Zusammenhang mit der AT&T- und der MetroPCS-Transaktion in Höhe von 0,2 MRD. € und um 0,3 MRD. € höhere Auszahlungen für Abfindungen und Vorruhestand enthalten. Dem standen um 0,4 MRD. € höhere Nettozinszahlungen gegenüber, die den Cashflow aus Geschäftstätigkeit belasteten. Im Vorjahr waren hier um 0,2 MRD. € höhere Einzahlungen aus dem Abschluss, der Auflösung und Konditionenänderungen von Zinsderivaten enthalten. T 149 Cashflow aus Investitionstätigkeit in Mio. €scroll
Der Cash Capex erhöhte sich um 0,8 MRD. € auf 11,8 MRD. €. Im operativen Segment Deutschland stieg er v. a. aufgrund der im Rahmen der integrierten Netzstrategie getätigten Investitionen in den Glasfaserkabel-Ausbau sowie in die IP-Transformation und in die LTE-Infrastruktur. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von insgesamt 2,3 MRD. € erworben, v. a. im operativen Segment USA, in Ungarn, in der Tschechischen Republik, in Polen und in der Slowakei. Im Vorjahr wurden mit 2,2 MRD. € Auszahlungen für Mobilfunk-Lizenzen in vergleichbarer Höhe getätigt, v. a. in den Niederlanden, Österreich, Rumänien und im operativen Segment USA. Im Geschäftsjahr wurden 3,5 MRD. € (2013: 3,0 MRD. €, 2012: 3,1 MRD. €) an Zinszahlungen (inkl. aktivierter Zinsen) geleistet. Die aktivierten Zinsen wurden im Cashflow aus Investitionstätigkeit innerhalb des Cash Capex zusammen mit den ihnen zugehörigen Vermögenswerten ausgewiesen. T 150 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. €scroll
ZAHLUNGSUNWIRKSAME TRANSAKTIONEN IN DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGIm Juni 2014 wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,0 MRD. € im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit nicht zahlungswirksam bedient, sondern durch Aktien aus genehmigtem Kapital substituiert (siehe Angabe 15 "Eigenkapital"). Die zahlungswirksame Erfüllung der Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG betrug 1,2 MRD. €. Im Vorjahr wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,1 MRD. € nicht zahlungswirksam und in Höhe von 1,9 MRD. € zahlungswirksam erfüllt. Die Deutsche Telekom hat im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 0,6 MRD. € Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden. In der Bilanz werden diese in der Folge unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Die Gegenleistung für den Erwerb von Medienübertragungsrechten wird von der Deutschen Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei Vertragsabschluss oder verteilt über die Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene Medienübertragungsrechte wurden im Geschäftsjahr 2014 finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige Gegenleistungen in Höhe von 0,2 MRD. € passiviert. Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. 32 SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie Deutsche Telekom berichtet über vier operative Segmente sowie das Segment Group Headquarters & Group Services. In drei der operativen Segmente wird eine regionale Aufteilung der Geschäftstätigkeiten vorgenommen, während bei einem Segment einer Kunden- und Produktzuordnung gefolgt wird. Das operative Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts in Deutschland. Darüber hinaus erbringt das operative Segment Deutschland Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern. Das operative Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. Das operative Segment Europa umfasst sämtliche Aktivitäten aus Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, den Niederlanden, der Slowakei, Österreich, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro. Ebenso gehört der Bereich International Carrier Sales & Solutions dazu, der hauptsächlich Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern erbringt. Das operative Segment Europa bietet den Geschäftskunden in einzelnen Landesgesellschaften auch ICT-Lösungen an. Das Festnetz-Geschäft umfasst sämtliche Aktivitäten der Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitband-Technik. Dazu gehören sowohl der Vertrieb von Endgeräten und sonstiger Hardware als auch der Vertrieb der Dienste an Wiederverkäufer. Das Mobilfunk-Geschäft bietet Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an. In Verbindung mit den angebotenen Diensten werden zudem Mobilfunk-Endgeräte und andere Hardware vertrieben. Darüber hinaus erfolgt der Vertrieb der Mobilfunk-Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (MVNO). Das operative Segment Systemgeschäft bündelt unter der Marke "T-Systems" das Geschäft für ICT-Produkte und -Lösungen für große multinationale Unternehmen. Das operative Segment bietet seinen Kunden Informations- und Kommunikationstechnik aus einer Hand. Für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen entwickelt und betreibt das operative Segment Infrastruktur- und Branchenlösungen. Das Angebot reicht von Standardprodukten über IP-basierte Hochleistungsnetze bis zur Realisierung kompletter ICT-Lösungen. Das Segment Group Headquarters & Group Services besteht aus der Service-Zentrale und den Beteiligungen der Deutschen Telekom AG, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet sind, sowie dem Joint Venture EE in Großbritannien. Das Joint Venture EE wird zum 31. Dezember 2014 in den als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ausgewiesen (siehe Angabe 4). Die dargestellten Geschäftssegmente werden regelmäßig vom Vorstand der Deutschen Telekom auf deren Ressourcenallokation und Ertragskraft überprüft. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Segmentstruktur wie folgt geändert: Seit dem 1. Januar 2014 wird das ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units (LBU), das bis zum 31. Dezember 2013 organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Dabei handelt es sich um Einheiten im europäischen und nicht-europäischen Ausland, die im Wesentlichen Telekommunikationsvorleistungen für die ICSS (International Carrier Sales & Solutions) als Teil des operativen Segments Europa, aber auch für fremde Dritte erbringen. Zusätzlich erfolgte zum 1. Januar 2014 der Zusammenschluss der lokalen Geschäftskundeneinheiten der T-Systems Czech Republic, die bisher im operativen Segment Systemgeschäft geführt wurde, mit der T-Mobile Czech Republic. Die Gesellschaft wird nun zusätzlich zum Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft auch ICT-Lösungen für Geschäftskunden und öffentliche Verwaltungen anbieten. Der Ausweis erfolgt im operativen Segment Europa. Die Änderung wurde aus Gründen einer besseren Steuerbarkeit der Bereiche durchgeführt. Das Joint Venture EE in Großbritannien, das bisher dem operativen Segment Europa zugewiesen war, wurde zum 1. Januar 2014 in das Segment Group Headquarters & Group Services überführt. Aufgrund der Neudefinition des Steuerungsmodells unseres Joint Ventures EE erfolgt der Ausweis seitdem im Vorstandsbereich Finanzen. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der Deutschen Telekom liegen im Wesentlichen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Deutsche Telekom beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Leistungen der Telekom IT werden ohne Gewinnmarge verrechnet. Segmentvermögen und -schulden umfassen sämtliche Vermögenswerte und Schulden, die in den durch die Segmente erstellten und in den Konzernabschluss einbezogenen Bilanzen angesetzt werden. Die Segmentinvestitionen enthalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Soweit nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen einem Segment direkt zurechenbar sind, werden deren Anteile am Periodenergebnis und deren Buchwerte dort angegeben. Alle in den folgenden TABELLEN 151 bis 153 ausgewiesenen Steuerungsgrößen werden vollständig aus der Sicht der Segmente dargestellt. Die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitungszeile zusammengefasst angegeben. Im Folgenden werden die von der Deutschen Telekom zur Beurteilung der Leistung der operativen Segmente herangezogenen Steuerungsgrößen und darüber hinausgehende segmentbezogene Größen dargestellt: T 151 in Mio. €scroll
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T 152 in Mio. €scroll
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T 153 in Mio. €scroll
a
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen laut Kapitalflussrechnung. Informationen über geografische Gebiete.Langfristige Vermögenswerte und die Außenumsätze des Konzerns werden nach Regionen aufgeteilt dargestellt: Inland, Europa (ohne Deutschland), Nordamerika und übrige Länder. Die Region Nordamerika setzt sich aus den USA und Kanada zusammen. Die Region Europa (ohne Deutschland) umfasst das gesamte Gebiet der Europäischen Union (ohne Deutschland) sowie die sonstigen Staaten Europas. In der Region übrige Länder sind alle Staaten erfasst, die weder Deutschland, Europa (ohne Deutschland) noch Nordamerika zugehörig sind. Die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte zu den Regionen wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen sowie übrige langfristige Vermögenswerte. Die Zuordnung der Außenumsätze orientiert sich am Standort der jeweiligen Kunden. T 154 in Mio. €scroll
Informationen über Produkte und Dienstleistungen.Die Umsatzerlöse mit externen Kunden für die Gruppen vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen entwickelten sich wie folgt: T 155 in Mio. €scroll
33 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND -FORDERUNGENDie Deutsche Telekom ist im Rahmen ihrer allgemeinen Geschäftstätigkeit an verschiedenen gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten, deren Ergebnisse oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden können, beteiligt. Zum Abschluss-Stichtag bestehen im Konzern Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 0,3 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,6 MRD. €) und Eventualforderungen in Höhe von 0,0 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,0 MRD. €), die auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz nicht erfüllen. Die Rechtsberatungskosten und die voraussichtlichen Kosten aufgrund negativer Verfahrensergebnisse wurden als Rückstellungen für Prozessrisiken berücksichtigt. Die Deutsche Telekom geht nicht davon aus, dass weitere potenzielle Kosten aus Rechtsberatung und aufgrund von Verfahrensergebnissen wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden. In der oben aufgeführten Summe der Eventualverbindlichkeiten sind neben Einzelfällen, die allein betrachtet keine wesentlichen Auswirkungen haben, folgende Sachverhalte enthalten, wobei deren Reihenfolge keine Wertigkeit der Eintrittswahrscheinlichkeit oder des potenziellen Schadensausmaßes impliziert. Für den Fall, dass in äußerst seltenen Fällen gemäß IAS 37 geforderte Angaben nicht gemacht werden, kommt die Deutsche Telekom zu dem Schluss, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Verfahrens ernsthaft beeinträchtigen können. EVENTUALVERBINDLICHKEITENVerfahren der Anti-Monopol-Kommission in Polen.Die polnische Anti-Monopol-Kommission UOKiK hat am 23. November 2011 eine im Jahr 2010 begonnene Untersuchung abgeschlossen. Sie wirft der T-Mobile Polska (ehem. PTC) und anderen polnischen Telekommunikationsunternehmen kartellrechtswidrige Preisabsprachen vor und hat gegenüber der T-Mobile Polska ein Bußgeld in Höhe von 34 MIO. PLN (etwa 8 MIO. €) verhängt. Die T-Mobile Polska hält diese Vorwürfe weiterhin für unbegründet und hat gegen die Entscheidung geklagt. Dadurch ist das Bußgeld derzeit noch nicht zahlbar. Das Gleiche gilt für ein weiteres Bußgeld in Höhe von 21 MIO. PLN (etwa 5 MIO. €), das die UOKiK wegen eines angeblichen verbraucherschutzrechtlichen Verstoßes am 2. Januar 2012 gegen die T-Mobile Polska verhängt hatte. Die Gerichtsentscheidung steht weiterhin aus. Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen.Mehrere Verlage, die gemeinsam mit der DeTeMedien GmbH, einer 100%-Tochter der Deutschen Telekom AG, in gemeinsamen Gesellschaften jeweils Teilnehmerverzeichnisse herausgeben und verlegen, haben Ende 2013 Klagen gegen die DeTeMedien GmbH und/oder die Deutsche Telekom AG eingereicht. Die Kläger fordern von der DeTeMedien GmbH und teilweise von der Deutschen Telekom AG als Gesamtschuldnerin neben der DeTeMedien GmbH Schadensersatz oder Rückzahlung. Die Kläger stützen ihre Forderungen auf vermeintlich überhöhte Kosten für die Überlassung von Teilnehmerdaten in den gemeinsamen Gesellschaften. In 2014 haben weitere Partnerverlage Klagen gegen die DeTeMedien GmbH auf Schadensersatz oder Rückzahlung erhoben. Die bezifferten Forderungen der Kläger betragen nach weiteren Ende 2014 eingereichten Klageerweiterungen derzeit insgesamt rund 470 MIO. € zuzüglich Zinsen. Am 16. Juli 2014 fanden mündliche Verhandlungen betreffend zwei der gegen die DeTeMedien GmbH gerichteten Klagen vor dem Landgericht Frankfurt am Main statt, die das Gericht mit Urteilen vom 22. Oktober 2014 abwies. Die Entscheidungen sind nicht rechtskräftig. Die Kläger haben gegen die Urteile Berufung zum Oberlandesgericht Frankfurt am Main eingelegt. In den zahlreichen weiteren Verfahren erwarten wir Entscheidungen im Jahr 2015. Die Deutsche Telekom hat in 2014 bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet. Schadensersatzklage gegen Slovak Telekom.Im Jahr 1999 wurde Klage gegen Slovak Telekom mit dem Vorwurf eingereicht, dass der Rechtsvorgänger der Slovak Telekom die Sendung eines internationalen Radioprogramms entgegen der vertraglichen Grundlage abgeschaltet habe. Der Kläger forderte ursprünglich ca. 100 MIO. € zuzüglich Zinsen als Schadensersatz und entgangenen Gewinn. Das Landgericht in Bratislava gab der Klage mit Urteil vom 9. November 2011 teilweise statt und verurteilte Slovak Telekom zur Zahlung von rund 32 MIO. € zuzüglich Zinsen. Die Slovak Telekom hat am 27. Dezember 2011 gegen das Urteil Berufung zum Supreme Court eingelegt. Für den Fall einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung zum Nachteil der Slovak Telekom kann die Deutsche Telekom AG für einen Teil der eingeforderten Summe Rückgriffsansprüche gegen Dritte geltend machen. Die folgenden Sachverhalte erfüllen ebenfalls auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen nicht die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz. Da der Konzern aufgrund der bestehenden und im Folgenden beschriebenen Unsicherheiten die Höhe der jeweiligen Eventualverbindlichkeiten bzw. Gruppe von Eventualverbindlichkeiten nicht schätzen kann, sind diese in der zuvor genannten Summe der Eventualverbindlichkeiten allerdings nicht enthalten. Kartell- und Verbraucherschutzverfahren.Wie viele andere Unternehmen unterliegt auch unser Konzern den Vorschriften des Kartellrechts. In einzelnen Ländern sehen sich die Deutsche Telekom und ihre Beteiligungen unterschiedlichen kartellrechtlichen bzw. wettbewerbsrechtlichen Verfahren oder sich daraus ergebenden zivilrechtlichen Folgeklagen ausgesetzt. Diese haben für sich alleine betrachtet keine wesentlichen Auswirkungen. Die Deutsche Telekom hält die Vorwürfe jeweils für unbegründet. Die Verfahrensausgänge sind zurzeit nicht bestimmbar. Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom.Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 festgestellt, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängt. Die Europäische Kommission ist der Auffassung, dass Slovak Telekom einen entbündelten Zugang zu ihren Teilnehmeranschlüssen verweigert und eine Margenbeschneidung gegenüber alternativen Anbietern bewirkt habe. Die Bußgelder belaufen sich auf 38,8 MIO. € gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom sowie zusätzliche 31,1 MIO. € gegen Deutsche Telekom, da bereits im Jahr 2003 ein Bußgeld gegen Deutsche Telekom wegen Margenbeschneidung in Deutschland verhängt wurde. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom für das angeblich kartellrechtswidrige Verhalten der Slovak Telekom. Weiterhin sind wir überzeugt, dass Slovak Telekom sich an die geltenden Gesetze hält. Der starke Wettbewerb und stetig fallende Preise auf dem slowakischen Breitband-Markt sprechen außerdem gegen eine Behinderung der Wettbewerber durch Slovak Telekom. Daher haben Deutsche Telekom und Slovak Telekom am 29. Dezember 2014 die Entscheidung der Europäischen Kommission vor dem Gericht der Europäischen Union angefochten. Die Bußgelder sind zum 31. Dezember 2014 in den übrigen Schulden enthalten. Schiedsverfahren Toll Collect.Hauptgesellschafter des Konsortiums Toll Collect sind die Daimler Financial Services AG und die Deutsche Telekom AG. Im Schiedsverfahren zwischen diesen Hauptgesellschaftern sowie der Konsortialgesellschaft Toll Collect GbR einerseits und der Bundesrepublik Deutschland andererseits über Streitigkeiten in Zusammenhang mit dem Mauterhebungssystem erhielt die Deutsche Telekom am 2. August 2005 die Klageschrift der Bundesrepublik Deutschland. Darin machte der Bund einen Anspruch auf entgangene Mauteinnahmen in Höhe von ca. 3,51 MRD. € zuzüglich Zinsen wegen Verspätung der Aufnahme des Wirkbetriebs geltend. Die Summe der geforderten Vertragsstrafen beträgt 1,65 MRD. € zuzüglich Zinsen; diese Forderungen beruhen auf angeblichen Verletzungen des Betreibervertrags: behauptete fehlende Zustimmung zu Unterauftragnehmerverträgen, behauptete verspätete Bereitstellung von "On-Board-Units" und Kontrolleinrichtungen. Der Bund hat mit Schriftsatz vom 16. Mai 2008 seine Klageforderung in Bezug auf den Mautausfallschaden neu berechnet und um 169 MIO. € nach unten korrigiert. Die Klageforderung beträgt nunmehr ca. 3,33 MRD. € zuzüglich Zinsen. Die Summe aller Hauptforderungen des Bundes - einschließlich der Vertragsstrafenforderungen - beträgt damit ca. 4,98 MRD. € zuzüglich Zinsen. Im Frühjahr und im Herbst 2014 fanden weitere mündliche Verhandlungen statt. Im Hinblick auf die im Zusammenhang mit der Verhandlung im Frühjahr 2014 durchgeführte Neueinschätzung des Verfahrens und des auf die Deutsche Telekom entfallenden Risikoanteils wurde bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet. Eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung über den auf die Deutsche Telekom entfallenden Anteil hinaus erachtet die Deutsche Telekom als unwahrscheinlich.
Im Juni 2006 begann die Bundesrepublik Deutschland damit, die monatlichen Vorauszahlungen der Betreibervergütung an die Toll Collect GmbH partiell in Höhe von 8 MIO. € mit Vertragsstrafenforderungen aufzurechnen, die bereits Gegenstand des vorstehend beschriebenen Schiedsverfahrens sind. Als Folge der Aufrechnung könnte es für die Konsortialmitglieder im weiteren Verlauf erforderlich sein, der Toll Collect GmbH weitere Liquidität zuzuführen. Die Risiken und Verpflichtungen von Compagnie Financière et Industrielle des Autoroutes S.A., Sèvres Cedex (Cofiroute, die zu 10 % Anteilseigner an der Toll Collect ist), sind auf den Betrag von 70 MIO. € beschränkt. Die Deutsche Telekom AG und Daimler Financial Services AG sind gesamtschuldnerisch verpflichtet, Cofiroute von weiteren Ansprüchen freizustellen. Prospekthaftungsverfahren.Hierbei handelt es sich um ca. 2 600 laufende Klagen von ca. 16 000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage der Prospekte vom 28. Mai 1999 (zweiter Börsengang, DT2) und vom 26. Mai 2000 (dritter Börsengang, DT3) verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesen Prospekten unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich auf insgesamt ca. 80 MIO. €. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht Frankfurt am Main hat jeweils Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Im Musterverfahren zum zweiten Börsengang (DT2) erließ das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 3. Juli 2013 einen Musterentscheid und stellte fest, dass der Börsenprospekt, um den es hier ging, keine Fehler enthält. Am 16. Mai 2012 hatte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main im Musterverfahren zum dritten Börsengang (DT3) festgestellt, dass der Prospekt zum dritten Börsengang der Deutschen Telekom AG ebenfalls keinen Fehler enthält. Es besteht aus Sicht des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main daher keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom AG. Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014 diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das Oberlandesgericht Frankfurt am Main zurückverwiesen. Eine Entscheidung über eine mögliche Schadensersatzpflicht wurde nicht getroffen. Wir sind weiterhin der Auffassung, dass überwiegende Gründe gegen eine Schadensersatzpflicht der Deutschen Telekom AG sprechen. Klagen wegen Entgelten für Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen.Mit im Frühjahr 2012 zugestellter Klage fordert die Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (KDG) von der Telekom Deutschland GmbH zweierlei: einerseits die Reduzierung des jährlichen Entgelts für die Nutzungsrechte an Kabelkanalkapazitäten für die Zukunft, andererseits die teilweise Rückzahlung von in diesem Zusammenhang seit 2004 geleisteter Zahlungen. Die KDG bezifferte die Höhe der bis einschließlich 2012 entstandenen Ansprüche mit ca. 340 MIO. € zuzüglich Zinsen. Mit Urteil vom 28. August 2013 wies das Landgericht Frankfurt am Main die Klage der KDG ab. Im Berufungsverfahren bezifferte die KDG im Wege der Klageerweiterung auch ihre Ansprüche für das Jahr 2013 und fordert nunmehr Rückzahlung für vermeintlich zu viel gezahlte Entgelte von insgesamt ca. 407 MIO. € sowie vermeintlich erlangten Zinsnutzen in Höhe von ca. 34 MIO. €, jeweils zuzüglich Zinsen. Am 9. Dezember 2014 wies das Oberlandesgericht Frankfurt am Main die Berufung ab und ließ die Revision nicht zu. Hiergegen hat die KDG Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH eingelegt. Am 23. Januar 2013 wurde der Telekom Deutschland GmbH zudem eine Klage zugestellt, mit welcher Unitymedia Hessen GmbH & Co. kg, Unitymedia NRW GmbH und Kabel BW GmbH fordern, dass die Telekom Deutschland GmbH es unterlässt, mehr als ein jeweils genau beziffertes Entgelt für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen von den Klägern zu fordern. Für seit 2009 bis einschließlich 2012 angeblich zu viel gezahlte Entgelte für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen fordern Unitymedia Hessen GmbH & Co. kg derzeit eine Zahlung von ca. 36,5 MIO. € zuzüglich Zinsen, Unitymedia NRW GmbH 90,8 MIO. € zuzüglich Zinsen und Kabel BW GmbH 61,5 MIO. € zuzüglich Zinsen. Schadensersatzklage gegen OTE.Lannet Communications S.A. hat im Mai 2009 Klage gegen OTE eingereicht und fordert Schadensersatz in Höhe von 176 MIO. € zuzüglich Zinsen aufgrund einer angeblich rechtswidrigen Kündigung von Leistungen seitens OTE - hauptsächlich Zusammenschaltungsleistungen, Entbündelung von TAL und Vermietung von Standleitungen. Am 30. Mai 2013 fand eine mündliche Verhandlung statt; ein Urteil ist noch nicht ergangen. Patente und Lizenzen.Wie viele andere große Telekommunikations- und Internet-Anbieter sieht sich auch die Deutsche Telekom einer wachsenden Zahl von Streitfällen "zum Recht am geistigen Eigentum" ausgesetzt. Für uns besteht das Risiko der Zahlung von Lizenzgebühren und/oder Schadensersatz; es besteht auch das Risiko einer Verurteilung zur Unterlassung, beispielsweise für den Vertrieb eines Produkts oder für die Nutzung einer Technik. Steuerrisiken.Die Deutsche Telekom unterliegt in zahlreichen Ländern den jeweils geltenden steuerlichen Rechtsvorschriften. Aus Änderungen der lokalen Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung und unterschiedlicher Auslegung existierender Vorschriften können sich Risiken ergeben mit einer Auswirkung sowohl auf Steueraufwendungen und -erträge als auch auf Steuerforderungen und -verbindlichkeiten. 34 LEASING-VERHÄLTNISSEDIE DEUTSCHE TELEKOM ALS LEASING-NEHMERFinanzierungs-Leasing-Verhältnisse. Sofern die Deutsche Telekom als Leasing-Nehmer die wesentlichen Chancen und Risiken aus einem Leasing-Verhältnis trägt, setzt sie die Leasing-Gegenstände in der Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen an. Die im Rahmen von Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen in der Bilanz angesetzten Leasing-Gegenstände betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Bürogebäude und Funktürme bzw. Mobilfunk-Anlagen. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt dabei 18 Jahre. Die Verträge enthalten Verlängerungs- und Kaufoptionen. Die zum Abschluss-Stichtag bestehenden Nettobuchwerte der im Rahmen eines Finanzierungs-Leasings aktivierten Leasing-Gegenstände können der folgenden TABELLE 156 entnommen werden: T 156 in Mio. €scroll
Die Deutsche Telekom setzt im Zugangszeitpunkt des Leasing-Gegenstands zugleich eine Leasing-Verbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasing-Gegenstands entspricht. In den Folgeperioden mindern - unter Anwendung der Effektivzinsmethode - die an die jeweiligen Leasing-Geber zu zahlenden Leasing-Raten in Höhe des Tilgungsanteils die Leasing-Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte: T 157 in Mio. €scroll
Operating Leasing-Verhältnisse.Das wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Geschäften verbleibt beim Leasing-Geber, wenn dieser die mit dem Leasing-Gegenstand verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Der Leasing-Geber setzt den Leasing-Gegenstand in seiner Bilanz an. Die Deutsche Telekom erfasst während des Zeitraums des Operating Leasing-Verhältnisses gezahlte Leasing-Raten erfolgswirksam. Die Verpflichtungen der Deutschen Telekom aus Operating Leasing-Verhältnissen betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Funktürme, Netzinfrastruktur und Immobilien. Einige Verträge enthalten Verlängerungsoptionen und Staffelmieten. Diese betreffen im Wesentlichen Leasing-Verträge für Funktürme in den USA. Die erfolgswirksam erfassten Aufwendungen aus Operating Leasing-Verhältnissen betrugen im Geschäftsjahr 2014 3,3 MRD. € (2013: 3,2 MRD. €, 2012: 2,8 MRD. €). Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte für künftige Verpflichtungen aus Operating Leasing-Geschäften: T 158 in Mio. €scroll
DIE DEUTSCHE TELEKOM ALS LEASING-GEBERFinanzierungs-Leasing-Verhältnisse.Die Deutsche Telekom ist Leasing-Geber im Rahmen von Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Routern und anderer Hardware, die den Kunden der Deutschen Telekom für Daten- und Telefon-Netzwerk-Lösungen bereitgestellt werden. Die Deutsche Telekom setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasing-Verhältnis an. Die von den jeweiligen Leasing-Nehmern gezahlten Leasing-Raten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasing-Verhältnis wird vermindert um die erhaltenen Tilgungsanteile fortgeschrieben. Der Zinsanteil der Zahlungen wird als Finanzertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ableitung des Nettoinvestitionswerts aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen kann der folgenden TABELLE 159 entnommen werden: T 159 in Mio. €scroll
Die Bruttoinvestition und der Barwert der ausstehenden Mindest-Leasing-Zahlungen sind in folgender TABELLE 160 dargestellt: T 160 in Mio. €scroll
Operating Leasing-Verhältnisse.Ist die Deutsche Telekom Leasing-Geber im Rahmen von Operating Leasing-Verhältnissen, setzt sie die überlassenen Vermögenswerte weiterhin in ihrer Bilanz an. Die erhaltenen Leasing-Raten werden erfolgswirksam erfasst. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Funktürmen oder Gebäudeflächen. Die Verträge haben eine Vertragslaufzeit von durchschnittlich 15 Jahren. Die künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen aus unkündbaren Operating Leasing-Verhältnissen können der folgenden TABELLE 161 entnommen werden: T 161 in Mio. €scroll
35 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENDie folgende TABELLE 162 gibt einen Überblick über die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen Telekom: T 162 in Mio. €scroll
36 ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG SHARE MATCHING PLANIm Geschäftsjahr 2011 sind bestimmte Führungskräfte vertraglich dazu verpflichtet worden, mindestens 10 bis maximal 33,3 % des ausgezahlten variablen kurzfristigen Gehaltsbestandteils, der sich nach dem Grad der Zielerreichung der für das Geschäftsjahr fixierten Zielvorgabe jeder Person bestimmt (Variable I), in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments der entsprechenden Person erworbene Aktie eine zusätzliche Aktie gewähren (Share Matching Plan). Nach Ablauf einer vierjährigen Haltefrist werden diese dem Planberechtigten zugeteilt. Zum Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands, die ebenfalls am Share Matching Plan beteiligt sind, wird auf die Angabe 40 verwiesen. ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG BEI T-MOBILE USIm Geschäftsjahr 2013 verabschiedeten das Board of Directors und die Anteilseigner der T-Mobile US den Omnibus Incentive Plan 2013, durch den die Emission von bis zu 63 MIO. Aktien der T-Mobile US genehmigt wurde. Im Rahmen dieses Plans kann die Gesellschaft Aktienoptionen, Stock Appreciation Rights, Restricted Stock, Restricted Stock Units und Leistungsprämien an Mitarbeiter, Berater sowie Direktoren ohne Mitarbeiterstatus ausgeben. Am 31. Dezember 2014 waren 37 MIO. Aktien der T-Mobile US für die zukünftige Ausgabe für diese Programme verfügbar. Im Jahr 2013 begab T-Mobile US Restricted Stock Units (RSUs) an berechtigte Mitarbeiter. RSUs berechtigen den Planteilnehmer, am Ende eines Erdienungszeitraums über bis zu dreieinhalb Jahren Aktien der T-Mobile US zu erhalten. Im Jahr 2013 begab die Gesellschaft ebenfalls leistungsabhängige Performance Stock Units (PSUs) an berechtigte Top-Führungskräfte der Gesellschaft. PSUs berechtigen den Planteilnehmer, am Ende eines Erdienungszeitraums von über bis zu 2,5 Jahren Aktien der T-Mobile US zu erhalten, wenn ein bestimmtes Leistungsziel erreicht wurde. Die Zahl der letztlich zu erhaltenen Aktien ist abhängig von einer vorher festgelegten Performance des Operating Free Cashflows sowie des Total Shareholder Returns der Gesellschaft im Vergleich zu einer definierten Vergleichsgruppe. Aus dem Plan resultierten die folgenden Aktienentwicklungen der T-Mobile US: T 163scroll
Das Programm wurde zum beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung bewertet und die Kosten als Aufwand gemäß einem stufenweisen Erdienungsplan über die jeweilige Dienstzeit erfasst, abzüglich der zu erwartenden verfallenden Aktien. Der beizulegende Zeitwert der Aktienzuteilungen für die RSUs basiert auf dem Schlusskurs der Aktie der T-Mobile US am Tag der Gewährung. Der beizulegende Zeitwert der Aktienzuteilungen für die PSUs wurde mittels des Monte-Carlo Modells ermittelt. Der Aufwand für die aktienbasierte Vergütung betrug zum 31. Dezember 2014 159 MIO. € (31. Dezember 2013: 112 MIO. €). Vor dem Zusammenschluss hatte MetroPCS eine Reihe von Aktienoptionsplänen ausgegeben (Predecessor Plans). Im Zuge des Erwerbs von MetroPCS wurden die Pläne geändert. Nach der Verabschiedung des Omnibus Incentive Plan 2013 der T-Mobile US dürfen keine neuen Zuteilungen im Rahmen der Predecessor Plans mehr vorgenommen werden. Aus diesem Plan resultierten die folgenden Entwicklungen der Optionsrechte auf Aktien an der T-Mobile US: T 164scroll
Im Geschäftsjahr 2014 erzeugten die Ausübungen Einzahlungen in Höhe von 17 MIO. € (27 MIO. US-$) (2013: 102 MIO. € (137 MIO. US-$)). 37 FINANZINSTRUMENTE UND RISIKO-MANAGEMENTT 165 Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien in Mio. €scroll
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Vgl. dazu ausführlich Angabe 8 "Sonstige finanzielle
Vermögenswerte". In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 1,6 MRD. € (31. Dezember 2013: 1,0 MRD. €) enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, deren beizulegende Zeitwerte jedoch angegeben werdenT 166 in Mio. €scroll
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Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werdenT 167 in Mio. €scroll
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Von den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (AfS) der sonstigen originären finanziellen Vermögenswerte bilden die Instrumente, die in Level 1 und Level 2 ausgewiesen sind, verschiedene Klassen. In Level 1 werden 348 MIO. € (31. Dezember 2013: 365 MIO. €) ausgewiesen, die größtenteils auf börsennotierte Staatsanleihen entfallen, deren beizulegende Zeitwerte jeweils den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag entsprechen. Bei den Level 3 zugeordneten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten der sonstigen originären finanziellen Vermögenswerte handelt es sich um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis der besten verfügbaren Informationen zum Abschluss-Stichtag erfolgt. Die größte Relevanz messen wir dabei grundsätzlich erfolgten Transaktionen über Anteile an den betreffenden Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem werden erfolgte Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche Informationen letztlich für die Bewertung verwendet werden, ist sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen Transaktion zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die Transaktion zu marktüblichen Konditionen erfolgte. Bei Beteiligungen mit einem Buchwert von 192 MIO. € fanden in hinreichender zeitlicher Nähe vor dem Abschluss-Stichtag Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen zu marktüblichen Konditionen statt, weshalb die dort vereinbarten Anteilspreise nach unserer Einschätzung unangepasst für die Bewertung zum 31. Dezember 2014 heranzuziehen waren. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 16 MIO. € fanden in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag keine marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen statt. Aus diesem Grund erfolgte ihre Bewertung auf Basis von in hinreichender zeitlicher Nähe vor dem Abschluss-Stichtag erfolgten marktüblichen Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen. Hierbei wurden Multiples auf die Bezugsgrößen Umsatzerlöse (Bandbreite von 0,52 bis 3,5) und EBIT (Bandbreite von 6,6 bis 39,75) angewendet, wobei im Regelfall der jeweilige Median verwendet wurde. Wäre als Multiple der jeweilige Wert des 2/3-Quantils (des 1/3-Quantils) verwendet worden, so wäre bei unveränderten Bezugsgrößen der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag um insgesamt 5 MIO. € höher (um 6 MIO. € niedriger) gewesen. Wären die verwendeten Bezugsgrößen um 10 % höher (niedriger) gewesen, so wäre bei unveränderten Multiples der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag um insgesamt 1 MIO. € höher (um 1 MIO. € niedriger) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Beteiligungen im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von 54 MIO. € für unrealisierte Verluste erfasst. Die Neubewertung der Beteiligungen erfolgt aus Praktikabilitätsgründen nicht jährlich, sofern auf Basis der periodisch erfolgenden Einzelanalyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Beteiligungsgesellschaften keine Hinweise auf wesentliche Änderungen der beizulegenden Zeitwerte vorliegen. Im Vorjahr wurden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode siehe nachfolgende TABELLE 168. Die Zuordnung der börsennotierten Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten zu Level 1 oder Level 2 erfolgt auf Basis der Höhe des Handelsvolumens für das jeweilige Instrument. In EUR oder USD denominierte Emissionen mit relativ großem Emissionsvolumen sind regelmäßig als Level 1 zu qualifizieren, die übrigen regelmäßig als Level 2. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 1 zugeordneten Instrumente entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 2 zugeordneten Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen, sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt. Da für die im Bestand befindlichen, Level 2 zugeordneten derivativen Finanzinstrumente mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare Input-Parameter in die Bewertung einfließen. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei finden zum Abschluss-Stichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als Wechselkurse werden die am Abschluss-Stichtag geltenden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price. Bei den Level 3 zugeordneten Financial Assets Held for Trading (FAHfT) handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 183 MIO. € um in von T-Mobile US emittierte Anleihen eingebettete Optionen. Die durch T-Mobile US jederzeit ausübbaren Optionen ermöglichen die vorzeitige Tilgung der Anleihen zu einem festgelegten Ausübungspreis. Für die Anleihen als Gesamtinstrumente sind zwar regelmäßig und auch am Abschluss-Stichtag beobachtbare Marktpreise verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Nachdem für Zwecke der Optionsbewertung in Vorperioden keine wesentlichen Anpassungen der beobachtbaren Input-Parameter vorzunehmen waren, wichen zum Abschluss-Stichtag die laufzeitadäquaten historischen Zinsvolatilitäten von Anleihen der T-Mobile US und vergleichbaren Emittenten wesentlich ab von am Abschluss-Stichtag beobachtbaren laufzeitadäquaten Marktzinsvolatilitäten. Nach unserer Einschätzung haben zum Abschluss-Stichtag diese historischen Zinsvolatilitäten eine höhere Relevanz als die aktuellen Marktzinsvolatilitäten. Aus diesem Grund wurden die historischen Zinsvolatilitäten für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag verwendet, weshalb erstmals nicht beobachtbare Input-Parameter in die Bewertung einflossen. Da die verwendeten Zinsvolatilitäten als nicht beobachtbar zu qualifizieren sind, können vor dem Hintergrund der Tatsache, dass für die Gesamtinstrumente beobachtbare Marktpreise verfügbar sind, auch die von T-Mobile US über die risikolosen Zinsen hinaus zu zahlenden laufzeitadäquaten Zinsaufschläge (Spreads) nicht als Level 2-Input-Faktoren qualifiziert werden, sondern sind Level 3 zuzuordnen. Die der Bewertung zum Abschluss-Stichtag zugrunde gelegten historischen Zinsvolatilitäten lagen zwischen 18 und 22 %, die aus aktuellen Marktpreisen von Anleihen der T-Mobile US ermittelten Spreads zwischen 3,7 und 4,2 %. Wären für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag um 10 % höhere (niedrigere) Zinsvolatilitäten verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei unveränderten Spreads der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet insgesamt 131 MIO. € höher (um 112 MIO. € niedriger) gewesen. Wären für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag um 100 Basispunkte höhere (niedrigere) Spreads verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei unveränderten Zinsvolatilitäten der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet insgesamt 99 MIO. € niedriger (um 163 MIO. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Ertrag) von in Euro umgerechnet 75 MIO. € für unrealisierte Gewinne erfasst. Die letztmalige Zuordnung zu Level 2 erfolgte zum 30. September 2014. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode siehe nachfolgende TABELLE 168. Bei den Level 3 zugeordneten Financial Assets Held for Trading handelt es sich mit einem Buchwert von weniger als 1 MIO. € um Aktienoptionen, die eingebettet sind in im Dezember 2014 von T-Mobile US emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock (siehe Angabe 10 "Finanzielle Verbindlichkeiten"). Die Mandatory Convertible Preferred Stock werden bei Laufzeitende 2017 in eine variable Anzahl von Aktien der T-Mobile US umgetauscht und nach IFRS nicht als Eigenkapital, sondern als Fremdkapital bilanziert. Das Gesamtinstrument wird aufgespalten in ein zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziertes Schuldinstrument (Anleihe) und ein erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziertes eingebettetes Derivat. Dieses Derivat umfasst neben der Wandlung am Laufzeitende auch die den Investoren eingeräumten vorzeitigen Wandlungsrechte. Für die Mandatory Convertible Preferred Stock als Gesamtinstrument ist zum Abschluss-Stichtag ein beobachtbarer Marktpreis verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Bei der Bewertung der Anleihekomponente zum Abschluss-Stichtag wurde aufgrund der großen zeitlichen Nähe zum Emissionszeitpunkt die zwischenzeitliche Veränderung des Spreads von durch T-Mobile US und vergleichbaren Emittenten ausgegebenen Anleihen zugrunde gelegt. Die daraus resultierende Differenz zum Marktpreis des Gesamtinstruments am Abschluss-Stichtag stellt den beizulegenden Zeitwert des Derivats dar. Der Marktpreis des Gesamtinstruments und seiner Komponenten ist im Wesentlichen abhängig von der Entwicklung des Aktienkurses der T-Mobile US sowie des Marktzinsniveaus. Wäre am Abschluss-Stichtag aufgrund eines veränderten Aktienkurses der T-Mobile US der Marktpreis für das Gesamtinstrument um 10 % höher (niedriger) gewesen, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet 86 MIO. € niedriger (höher) gewesen. Wäre für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag ein um 100 Basispunkte höherer (niedrigerer) Spread verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet 23 MIO. € niedriger (um 24 MIO. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von in Euro umgerechnet 35 MIO. € für unrealisierte Verluste erfasst. Zur Entwicklung des Buchwerts in der Berichtsperiode siehe nachfolgende TABELLE 168. Die Wertentwicklung zwischen Emissionszeitpunkt und Abschluss-Stichtag ist im Wesentlichen auf den erfolgten Anstieg des Aktienkurses der T-Mobile US zurückzuführen. T 168 Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte in Mio. €scroll
T 169 Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien in Mio. €scroll
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Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis, die Dividenden im sonstigen Finanzergebnis (Beteiligungsergebnis) ausgewiesen (vgl. Angabe 22 "Zinsergebnis" und Angabe 24 "Sonstiges Finanzergebnis"). Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst die Deutsche Telekom im sonstigen Finanzergebnis. Davon ausgenommen sind die der Bewertungskategorie Loans and Receivables zuzuordnenden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vgl. Angabe 2 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen"), die unter den Vertriebskosten ausgewiesen werden. In das Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie Held for Trading zugeordnet sind (Gewinne in Höhe von netto 435 MIO. €), gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Gewinne aus der Währungsumrechnung von den der Bewertungskategorie Loans and Receivables zugeordneten finanziellen Vermögenswerten in Höhe von netto 1 865 MIO. € resultieren überwiegend aus der konzerninternen Weiterleitung von Darlehen, welche die Finanzierungsgesellschaft der Deutschen Telekom, die Deutsche Telekom International Finance B.V., in Fremdwährung am Kapitalmarkt aufnimmt. Diesen stehen entsprechende Währungskursverluste aus den Kapitalmarktverbindlichkeiten gegenüber (2 255 MIO. €). Hierin enthalten sind Währungsgewinne aus Derivaten, die die Deutsche Telekom im Rahmen des Hedge Accountings als Sicherungsinstrumente im Währungsbereich eingesetzt hat (331 MIO. €; 2013: Währungsverluste von 98 MIO. €). Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (Aufwendungen in Höhe von netto 2 446 MIO. €) schließt im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Anleihen und aus sonstigen (verbrieften) Finanzverbindlichkeiten ein. Ferner werden darunter auch Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung und Zinserträge aus der Abzinsung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen subsumiert. Nicht enthalten sind jedoch die Zinsaufwendungen und Zinserträge aus Zinsderivaten, welche die Deutsche Telekom in der Berichtsperiode im Rahmen von Fair Value Hedges als Sicherungsinstrumente zur Absicherung des Zeitwertrisikos finanzieller Verbindlichkeiten eingesetzt hat (vgl. Angabe 22 "Zinsergebnis"). Grundsätze des Risiko-Managements.Die Deutsche Telekom unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse, der Zinssätze und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risiko-Managements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente (Sicherungsgeschäfte) eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h., für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsinstrumente grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen. Zudem wird über eine Limitverwaltung das Ausfallrisiko bei Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert minimiert, indem abhängig vom Rating, der Aktienkursentwicklung und Credit Default Swap-Level des Kontrahenten individuell bestimmte relative und absolute Größen des Risikoausmaßes festgelegt werden. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management obliegen der Konzern-Treasury. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risikoausmaßes informiert wird. Die Treasury betrachtet das effektive Management des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben. Um die Auswirkungen unterschiedlicher Gegebenheiten am Markt einschätzen zu können, werden Simulationsrechnungen unter Verwendung verschiedener Worst Case- und Markt-Szenarien vorgenommen. Währungsrisiken.Die Währungskursrisiken der Deutschen Telekom resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d. h. die Risiken, die aus der Umrechnung des Abschlusses der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann die Deutsche Telekom jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko besichern. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich resultieren u. a. aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen. Die Deutsche Telekom sichert diese Risiken. Falls die Risikoposition 100 MIO. € übersteigt, obliegt die Sicherungsstrategie einer speziellen Entscheidung des Vorstands. Liegt die Risikoposition unter 100 MIO. €, führt die Konzern-Treasury die Währungssicherung selbstständig durch. Zum Abschluss-Stichtag unterlag die Deutsche Telekom keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich. Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Die Treasury sichert diese Risiken vollständig. Zur Umwandlung von auf fremde Währung lautenden finanziellen Verpflichtungen und konzerninternen Darlehen in die funktionalen Währungen der Konzernunternehmen werden Zins-/Währungs-Swaps und Devisenderivate eingesetzt. Zum Abschluss-Stichtag bestehen die auf ausländische Währungen lautenden Verbindlichkeiten, für die Währungsrisiken gesichert sind, in erster Linie aus Anleihen und Medium Term Notes in Australischen Dollar, Britischen Pfund, Japanischen Yen, Norwegischen Kronen, Schweizer Franken und US-Dollar. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschluss-Stichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt. Im operativen Bereich wickeln die Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Auszahlungen, die außerhalb der jeweiligen funktionalen Währung erfolgen, führen zu Fremdwährungsrisiken im Konzern. Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen für die Beschaffung von Netztechnik und Mobilfunk-Geräten sowie Zahlungen an internationale Telekommunikationsgesellschaften für die Bereitstellung von Anschlussleistungen. Zur Sicherung setzt die Deutsche Telekom Devisenderivate oder vereinzelt Devisenoptionen ein. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschluss-Stichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Währungsrisiken unterliegt die Deutsche Telekom Zinsänderungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschluss-Stichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschluss-Stichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die Deutsche Telekom Finanzinstrumente kontrahiert hat. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen, unverzinsliche Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Währungskursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. Im Bestand befindliche unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und demnach mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 verbunden. Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in funktionaler Währung erfasst oder mittels Derivateeinsatz in die funktionale Währung überführt. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen. Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden. Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Net Investment Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsinstrument vollständig in derselben Periode im Eigenkapital aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden. Zins-/Währungs-Swaps sind stets originären Grundgeschäften zugeordnet, sodass auch aus diesen Instrumenten keine Währungswirkungen entstehen. Die Deutsche Telekom ist demnach nur Währungsrisiken aus bestimmten Devisenderivaten ausgesetzt. Dabei handelt es sich zum einen um Devisenderivate, die in eine wirksame Cashflow Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind. Kursänderungen der diesen Geschäften zugrunde liegenden Währungen haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und auf den beizulegenden Zeitwert dieser Sicherungsinstrumente. Zum anderen handelt es sich um die Devisenderivate, welche weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind. Diese Derivate dienen der Sicherung von Planpositionen. Kursänderungen der solchen Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Währungen wirken sich auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert) aus. Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar und dem Britischen Pfund zum 31. Dezember 2014 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente vor Steuern um 21 MIO. € höher (niedriger) (31. Dezember 2013: 56 MIO. € höher (niedriger)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 21 MIO. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR/USD: 35 MIO. € und EUR/GBP: -14 MIO. €. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2014 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären das sonstige Finanzergebnis und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente vor Steuern um 115 MIO. € höher (niedriger) (31. Dezember 2013: 64 MIO. € höher (niedriger)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 115 MIO. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR/PLN: 68 MIO. €, EUR/CZK: 29 MIO. € und EUR/HUF: 12 MIO. €. Zinsrisiken.Die Deutsche Telekom unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Euro-Zone und in den USA. Um die Auswirkungen von Zinsschwankungen in diesen Regionen zu minimieren, managt die Deutsche Telekom das Zinsrisiko für die auf Euro und den US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten getrennt. Einmal im Jahr legt der Vorstand für den Planungszeitraum von mindestens drei Jahren die gewünschte Mischung aus fest und variabel verzinslichen Netto-Finanzverbindlichkeiten fest. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury Zinsderivate ein, um so die Zinsausstattung für die Netto-Finanzverbindlichkeiten der vom Vorstand vorgegebenen Zusammensetzung anzupassen. Aufgrund der derivativen Sicherungsinstrumente waren in 2014 durchschnittlich 60 % (2013: 64 %) der auf Euro lautenden und 93 % (2013: 76 %) der auf US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten festverzinslich. Der durchschnittliche Wert ist repräsentativ für das Gesamtjahr. Da T-Mobile US als selbstfinanzierende Gesellschaft für die "Nettoposition USD" verantwortlich ist und ein höherer Fixanteil für High-Yield-Emittenten durchaus marktüblich und sinnvoll ist, wurden in 2014 keine Zinssteuerungsmaßnahmen für den US-Dollar beschlossen und umgesetzt. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die zinsbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind zinsbedingte Marktbewertungsänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft weitestgehend ergebnisneutral und unterliegen deshalb keinen Zinsänderungsrisiken. Marktzinssatzänderungen betreffen bei Zinsderivaten in Fair Value Hedges jedoch die Höhe der Zinszahlungen, wirken sich damit auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Marktzinssatzänderungen bei Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Marktzinssatzänderungen bei Zinsderivaten (Zins-Swaps, Zins-/Währungs-Swaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Währungsderivate unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und haben daher keinen Einfluss auf die Zinssensitivitäten. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 301 MIO. € (31. Dezember 2013: 176 MIO. €) geringer gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 366 MIO. € (31. Dezember 2013: 176 MIO. €) höher gewesen. In dieser Simulation enthalten sind die Effekte aus den vorstehend dargestellten, Level 3 zugeordneten Finanzinstrumenten. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von -301 MIO. € bzw. +366 MIO. € ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus Zinsderivaten von -289 MIO. € bzw. +354 MIO. € und originären variabel verzinslichen Finanzschulden von -12 MIO. € bzw. +12 MIO. €. Die potenziellen Effekte aus Zinsderivaten werden teilweise kompensiert durch gegenläufige Wertentwicklungen bei nicht derivativen Finanzinstrumenten, die jedoch aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften nicht abgebildet werden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre die Sicherungsrücklage im Eigenkapital vor Steuern um 97 MIO. € (31. Dezember 2013: 184 MIO. €) höher (geringer) gewesen. Sonstige Preisrisiken.IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Neben den vorstehend dargestellten wertbildenden Faktoren der Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente existierten zum 31. Dezember 2014, wie auch schon zum 31. Dezember 2013, keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken. Ausfallrisiken.Die Deutsche Telekom ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Finanzierungsbereich werden Geschäfte grundsätzlich nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen, verbunden mit einem laufenden Bonitäts-Management-System. Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Geschäft mit Großkunden, insbesondere internationalen Carriern, unterliegt einer gesonderten Bonitätsüberwachung. Gemessen an dem gesamten Risikoausmaß aus dem Ausfallrisiko sind die Forderungen gegenüber diesen Kontrahenten jedoch nicht so groß, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. T 170 in Mio. €scroll
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Saldierungen werden v. a. für Forderungen und Verbindlichkeiten bei der Deutschen Telekom AG sowie der Telekom Deutschland GmbH für die Durchleitung von internationalen Telefongesprächen im Festnetz und bei Roaming-Gebühren im Mobilfunknetz vorgenommen. Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet und es verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Von Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die Deutsche Telekom entsprechend der in Angabe 1 "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" genannten Collateralverträge frei verfügbare Barmittel, die das Ausfallrisiko weiter reduzierten. An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die Deutsche Telekom im Rahmen von Collateralverträgen Barsicherheiten. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Den gezahlten Barsicherheiten (Collaterals) (vgl. Angabe 8 "Sonstige finanzielle Vermögenswerte") stehen am Abschluss-Stichtag in Höhe von 467 MIO. € entsprechende negative Nettoderivatepositionen gegenüber, weshalb sie in dieser Höhe zum Abschluss-Stichtag keinen Ausfallrisiken unterlagen. Die gezahlten Collaterals sind unter den ausgereichten Darlehen und Forderungen innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten bilden die gezahlten Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen Vermögenswerten. Ebenso bilden die unter den sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten innerhalb der finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen erhaltenen Collaterals aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten eine eigene Klasse von finanziellen Verbindlichkeiten. Bei von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom emittierten Anleihen hat gemäß Anleihebedingungen diese Tochtergesellschaft das Recht, die Anleihen zu bestimmten Konditionen vorzeitig zu kündigen. Diese Kündigungsrechte stellen eingebettete Derivate dar und werden separat als derivative finanzielle Vermögenswerte bilanziert. Bei von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom emittierten Mandatory Convertible Preferred Stock stellen die enthaltenen Wandlungsrechte ein eingebettetes Derivat dar und werden separat als derivatives Finanzinstrument bilanziert. Da diese Kündigungs- und Wandlungsrechte keinem Ausfallrisiko unterliegen, bilden sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Darüber hinaus existieren keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindernden Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht somit deren Buchwert. Des Weiteren ist die Deutsche Telekom auch durch die Gewährung finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Zum Abschluss-Stichtag waren Garantiebeträge im Nominalvolumen von insgesamt 50 MIO. € (31. Dezember 2013: 70 MIO. €) zugesagt, die zugleich das maximale Ausfallrisiko darstellen. Zum Abschluss-Stichtag deuten keinerlei Anzeichen darauf hin, dass der Deutschen Telekom aus einer finanziellen Garantie ein Verlust droht. Risiken aus Finanzierungs- und Kreditzusagen.Die Deutsche Telekom hat dem Joint Venture EE im Berichtszeitraum erneut zu marktüblichen Konditionen eine noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusage über einen Höchstbetrag von 225 MIO. GBP gewährt. Die Kreditlinie kann jederzeit in Anspruch genommen werden und hat eine Laufzeit bis zum 16. November 2015. Die Kreditlinie verlängert sich um jeweils zwölf Monate, wenn sie von der Deutschen Telekom nicht mindestens drei Monate vor Laufzeitende gekündigt wird. Der Nominalbetrag von 225 MIO. GBP stellt das maximale Ausfallrisiko aus dieser Kreditzusage dar. Es liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko der Finanzierungs- und Kreditzusagen mindernden Vereinbarungen vor. Zum Abschluss-Stichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass der Deutschen Telekom ein Verlust droht. Liquiditätsrisiken.Vgl. dazu Angabe 10 "Finanzielle Verbindlichkeiten". SICHERUNGSMASSNAHMENFair Value Hedges.Zur Sicherung des Zeitwertrisikos festverzinslicher Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom im Wesentlichen Zins-Swaps und Forward Zins-Swaps ("Zahle variabel - Empfange fix") in EUR, GBP, NOK und USD eingesetzt. Als Grundgeschäfte wurden festverzinsliche EUR-, GBP-, NOK- und USD-Anleihen/ MTNs designiert. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen des Euribor-, der GBP-Libor-, NOK-OIBOR bzw. USD-Libor-Swap-Rate ergeben, werden durch die Wertänderungen der Zins-Swaps ausgeglichen. Darüber hinaus ist ein Zins-/Währungs-Swap über 125 MIO. AUD als Fair Value Hedge designiert, der ein festverzinsliches MTN in ein variabel verzinsliches Papier umwandelt. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die festverzinslichen Anleihen in variabel verzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschluss-Stichtag mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. Zum Abschluss-Stichtag waren alle designierten Sicherungsbeziehungen hinreichend effektiv. Im Berichtszeitraum wurden neue Fair Value Hedges mit einem Nominalvolumen von insgesamt 3,5 MRD. € zur Reduzierung des Fair Value-Risikos designiert. Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe TABELLE 171), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 Zinsderivate mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert 0,2 MRD. € (31. Dezember 2013: -0,2 MRD. €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Fair Value Hedges designiert. Aus der Buchwertanpassung der Grundgeschäfte resultieren im Geschäftsjahr 2014 im sonstigen Finanzergebnis erfasste Verluste von 0,4 MRD. € (2013: Gewinne von 0,4 MRD. €), aus den Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte wurden Gewinne von 0,4 MRD. € (2013: Verluste von 0,4 MRD. €) im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Cashflow Hedges - Zinsänderungsrisiken.Zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos variabel verzinslicher Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom Payer-Zins-Swaps und Forward Payer-Zins-Swaps ("Zahle fix - Empfange variabel") abgeschlossen. Die während des Sicherungszeitraums zu leistenden Zinszahlungen stellen die gesicherten Grundgeschäfte dar und werden auch in diesem Zeitraum erfolgswirksam. Die Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der Euribor- bzw. Libor-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Zins-Swaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die variabel verzinslichen Anleihen in festverzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen enden in den Jahren 2015 bis 2018. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. In der Berichtsperiode wurden Ineffektivitäten in Höhe von insgesamt 19 MIO. € (Ertrag) erfolgswirksam im sonstigen Finanzergebnis erfasst (2013: Aufwand 21 MIO. € ). Alle designierten Sicherungsbeziehungen waren zum Abschluss-Stichtag hinreichend effektiv. Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe TABELLE 171), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 Zinsderivate mit einem beizulegenden Zeitwert von -0,3 MRD. € (31. Dezember 2013: -0,3 MRD. €) und einem Nominalvolumen von 3,1 MRD. € (31. Dezember 2013: 5,0 MRD. €) als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von Cashflow Hedges designiert. Aus der erfolgsneutralen Erfassung der Wertveränderung der Sicherungsinstrumente resultieren im Geschäftsjahr 2014 im Eigenkapital Verluste (vor Steuern) von 97 MIO. € (2013: Gewinne von 36 MIO. €). Im Geschäftsjahr 2014 wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Verluste in Höhe von 77 MIO. € (2013: Verluste in Höhe von 124 MIO. €) erfolgswirksam in das sonstige Finanzergebnis reklassifiziert. Cashflow Hedges - Währungsrisiken.Zur Sicherung nicht in funktionaler Währung denominierter Zahlungsströme hat die Deutsche Telekom Devisenderivate und Zins-/Währungs-Swaps abgeschlossen. Die während des Sicherungszeitraums zu leistenden Fremdwährungszahlungen stellen die gesicherten Grundgeschäfte dar und werden auch in diesem Zeitraum erfolgswirksam. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen enden in den Jahren 2015 bis 2033. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. Alle designierten Sicherungsbeziehungen waren zum Abschluss-Stichtag hinreichend effektiv. Im Berichtszeitraum wurden keine neuen Cashflow Hedges dieser Art designiert. Im Geschäftsjahr 2014 wurden aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Devisenderivaten resultierende Gewinne (vor Steuern) von insgesamt 362 MIO. € (2013: Verluste von 199 MIO. €) im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst. Diese Wertänderungen stellen den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung dar. Im Geschäftsjahr 2014 wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Gewinne in Höhe von 338 MIO. € in das sonstige Finanzergebnis und Gewinne in Höhe von 6 MIO. € in das Betriebsergebnis (2013: Verluste von 70 MIO. € in das sonstige Finanzergebnis und Gewinne in Höhe von 16 MIO. € in das Betriebsergebnis) reklassifiziert. Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Abschluss-Stichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden. Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe TABELLE 171), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 Devisentermingeschäfte mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert -5 MIO. € (31. Dezember 2013: +21 MIO. €), die aus Devisenkäufen im Gesamtvolumen von 0,2 MRD. € und Devisenverkäufen im Gesamtvolumen von 0,4 MRD. € resultieren (31. Dezember 2013: Devisenkäufe 0,3 MRD. € und Devisenverkäufe 0,8 MRD. €), sowie Zins-/Währungs-Swaps mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert 0,1 MRD. € (31. Dezember 2013: -0,3 MRD. €) und einem Gesamtvolumen in Höhe von 4,8 MRD. € (31. Dezember 2013: 4,8 MRD. €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert. Absicherung einer Nettoinvestition.Aus der bereits 2012 dedesignierten Absicherung der Nettoinvestition in T-Mobile US gegen Schwankungen des US-Dollar-Kassakurses haben sich in 2014 keinerlei Effekte ergeben. Der Bestand des erfolgsneutral im Eigenkapital (kumuliertes sonstiges Konzernergebnis) erfassten Ergebnisses beträgt unverändert -0,4 MRD. € (vor Steuern). Derivative Finanzinstrumente.In der folgenden TABELLE 171 sind die bilanzierten beizulegenden Zeitwerte der verschiedenen derivativen Finanzinstrumente dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob diese in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 (Fair Value Hedge, Cashflow Hedge, Net Investment Hedge) eingebunden sind oder nicht. Sonstige Derivate können zudem eingebettet, d. h. Bestandteil eines zusammengesetzten Instruments, welches einen nicht derivativen Basisvertrag enthält, sein. T 171 in Mio. €scroll
Übertragungen von finanziellen VermögenswertenFactoring-Transaktionen mit Übertragung im Wesentlichen aller Chancen und Risiken.Es besteht eine Factoring-Vereinbarung, gemäß der eine Bank zum Ankauf von kurzfristig fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über ein monatlich revolvierendes Nominalvolumen von insgesamt 300 MIO. € verpflichtet ist. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit bis 2015, wobei die Deutsche Telekom frei entscheiden kann, ob und in welchem Umfang das jeweilige revolvierende Nominalvolumen ausgenutzt wird. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Der von der Deutschen Telekom zu tragende kreditrisikobedingte Maximalverlust ist auf den variablen Kaufpreisabschlag begrenzt, der bei Verkauf von der Bank einbehalten und in Höhe des nicht verbrauchten Teils zurückerstattet wird. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle stellen im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen dar und werden von der jeweiligen Bank getragen. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Das aus Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den per 31. Dezember 2014 verkauften und ausgebuchten Forderungen (Nominalvolumen 167 MIO. €) beträgt 6 MIO. €. Im Ausbuchungszeitpunkt wurde der beizulegende Zeitwert der erwarteten Erstattung des variablen Kaufpreisabschlags abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des erwarteten Verlusts aus dem Spätzahlungsrisiko in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten aktiviert und die verbleibende Differenz aufwandswirksam erfasst. Per 31. Dezember 2014 beträgt der Buchwert des das gesamte anhaltende Engagement der Deutschen Telekom repräsentierenden sonstigen finanziellen Vermögenswerts 2 MIO. € und dessen beizulegender Zeitwert 2 MIO. €. Aus ihrem anhaltenden Engagement hat die Deutsche Telekom mit Bonitätsabschlägen abzüglich Bonifikationen zur Deckung der monatlichen Forderungsausfälle einschließlich Programmgebühren (Zinsen und Bankmarge) im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 51 MIO. € aufwandswirksam erfasst, seit Transaktionsbeginn kumuliert aufwandswirksam 300 MIO. €. Die Deutsche Telekom erfasst die von den Käufern erhaltenen Kaufpreiszahlungen im operativen Cashflow. Die Banken haben das Recht, überfällige Forderungen an die Deutsche Telekom zurückzuverkaufen, was jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle hat, da der Kaufpreis den tatsächlichen Inkasso- bzw. Veräußerungserlösen entspricht. Aus dem Rückkauf ergeben sich für die Deutsche Telekom keinerlei Liquiditätsrisiken, da der Kaufpreis erst nach tatsächlichem Zufluss der Inkasso- bzw. Veräußerungserlöse an die Banken zu zahlen ist. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag - wie in den Vorjahren - während des Geschäftsjahres keinen wesentlichen Schwankungen. Per 31. Dezember 2014 wurde für das von der Deutschen Telekom vorzunehmende Forderungs-Management eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 3 MIO. € gebildet. Eine in der Vorperiode noch aktive Factoring-Vereinbarung war zum Abschluss-Stichtag bereits vollständig beendet und abgewickelt. Factoring-Transaktionen mit Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken sowie Übertragung der Verfügungsmacht.Es wurden Factoring-Vereinbarungen geschlossen, gemäß denen Banken zum Ankauf von kurzfristig fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verpflichtet sind. Die Factoring-Vereinbarungen haben insgesamt ein maximales Programmvolumen von in Euro umgerechnet 402 MIO. €. Soweit mehr Forderungen angekauft werden, wird der Kaufpreis insoweit regelmäßig gestundet, bis das maximale Programmvolumen wieder entsprechend absinkt. Die Laufzeit der Vereinbarungen endet zwischen 2015 und 2017, wobei die Deutsche Telekom frei entscheiden kann, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Der Kaufpreis entspricht dem Nominalbetrag. Die Deutsche Telekom trägt aus den verschiedenen Tranchen kreditrisikobedingte Ausfälle bis maximal 140 MIO. €. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle übernehmen die Banken. Es besteht eine Kreditversicherung, die Ausfälle bestimmter Debitoren bis zu einem Höchstbetrag von 150 MIO. € erstattet und auf diese Weise das Verlustrisiko mindert. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Das aus Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den per 31. Dezember 2014 verkauften Forderungen (Nominalvolumen insgesamt umgerechnet 407 MIO. €) vor Berücksichtigung der Kreditversicherung beträgt 154 MIO. €. So gut wie alle mit den verkauften Forderungen verbundenen Risiken und Chancen wurden weder übertragen noch behalten (Aufteilung der wesentlichen Risiken zwischen Deutscher Telekom und Bank). Die Verfügungsgewalt über die verkauften Forderungen ging auf die Banken über, da sie über die tatsächliche Fähigkeit zum Weiterverkauf verfügen. Alle per 31. Dezember 2014 verkauften Forderungen wurden ausgebucht. Im Ausbuchungszeitpunkt wird der beizulegende Zeitwert der erwarteten Verluste aufwandswirksam in den finanziellen Verbindlichkeiten erfasst. Per 31. Dezember 2014 beträgt der Buchwert der das gesamte anhaltende Engagement der Deutschen Telekom repräsentierenden finanziellen Verbindlichkeit 8 MIO. € und dessen beizulegender Zeitwert 8 MIO. €. Aus ihrem anhaltenden Engagement hat die Deutsche Telekom mit Bonitätsabschlägen und Verlustzuweisungen zur Deckung der monatlichen Ausfallrisiken einschließlich Programmgebühren (Zinsen und Bankmarge) im Geschäftsjahr insgesamt 19 MIO. € aufwandswirksam erfasst, seit Transaktionsbeginn kumuliert 36 MIO. €. Die Deutsche Telekom erfasst die von den Käufern erhaltenen Kaufpreiszahlungen im operativen Cashflow. Die Bank hat das Recht, sämtliche überfälligen Forderungen zum Nominalbetrag an die Deutsche Telekom zurückzuverkaufen. Solche Rückkäufe hätten keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle, da diese der Bank entsprechend der vereinbarten Risikoteilung zurückbelastet würden. Die aus den Rückkäufen resultierenden Zahlungsmittelabflüsse würden kurzfristig, d. h. in 2015 erfolgen. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag seit Transaktionsbeginn keinen wesentlichen Schwankungen. Der Buchwert der per 31. Dezember 2014 von der Deutschen Telekom für das vorzunehmende Forderungs-Management gebildeten Rückstellung beträgt weniger als 1 MIO. €. Factoring-Transaktionen mit Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken, bei denen die Verfügungsmacht bei der Deutschen Telekom verbleibt.Die Deutsche Telekom schloss drei Factoring-Vereinbarungen, gemäß denen sie auf revolvierender Basis Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Die Forderungsverkäufe erfolgen täglich und werden monatlich abgerechnet. Die verkauften Forderungen umfassen sowohl bereits fällige Entgelte als auch über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren zahlbare Entgelte aus Endgeräteverkäufen. Forderungsschuldner sind sowohl Privat- als auch Geschäftskunden. Unter keiner Transaktion ist die Deutsche Telekom anderen Risiken ausgesetzt als dem in dem jeweiligen Vertrag vereinbarten, aus den verkauften Forderungen resultierenden Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko. Die Laufzeit der Vereinbarungen endet zwischen 2016 und 2020. Eine Factoring-Vereinbarung hat ein maximales Programmvolumen von in Euro umgerechnet 519 MIO. €. Soweit mehr Forderungen angekauft werden, wird insoweit der Kaufpreis gestundet, bis das maximale Programmvolumen wieder entsprechend absinkt. Dabei verkaufen Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom Forderungen an eine strukturierte Einheit (Structured Entity), die wiederum auch eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom ist und die ausschließlich für diese Factoring-Vereinbarung gegründet wurde. Die strukturierte Einheit hat keine anderen Vermögenswerte und Schulden außer den aus dem Kauf und Verkauf der Forderungen gemäß Factoring-Vereinbarung resultierenden. Sie verkauft die Forderungen weiter an eine andere strukturierte Einheit. Die Deutsche Telekom konsolidiert diese andere strukturierte Einheit nicht, da sie nicht die Möglichkeit hat, deren relevante Aktivitäten zu steuern. Diese andere strukturierte Einheit veräußert anteilig die Rechte an den Forderungen (Ownership Interests) an Banken. Der von der Deutschen Telekom konsolidierten strukturierten Einheit werden die erforderlichen Finanzmittel im Rahmen der allgemeinen Konzernfinanzierung der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellt. Die von der Deutschen Telekom nicht konsolidierte strukturierte Einheit wird von den konzernexternen Forderungserwerbern finanziert. Alle Forderungserwerbe erfolgen automatisch und ohne Selektionsprozess, sofern die im Forderungsvertrag festgelegten Ankaufskriterien erfüllt sind. Eine andere Factoring-Vereinbarung hat ein maximales Programmvolumen von 150 MIO. €. Soweit mehr Forderungen angekauft werden, wird insoweit der Kaufpreis gestundet, bis das maximale Programmvolumen wieder entsprechend absinkt. In dieser Struktur existiert keine von der Deutschen Telekom konsolidierte strukturierte Einheit. Vielmehr erfolgen die Forderungsverkäufe direkt an eine strukturierte Einheit, die von der Deutschen Telekom mangels Möglichkeit der Steuerung der relevanten Aktivitäten nicht konsolidiert wird. Diese strukturierte Einheit hält die Forderungen und allokiert die aus ihnen resultierenden Chancen und Risiken mittels vertraglicher Vereinbarungen auf die Deutsche Telekom und eine Bank. Die strukturierte Einheit wird finanziert durch die Emission von Schuldscheindarlehen an konzernexterne Dritte oder alternativ mittels einer von einer Bank gestellten Kreditlinie. Bei einem Forderungs-Portfolio erfolgen die Forderungserwerbe automatisch und ohne Selektionsprozess, sofern die im Forderungsvertrag festgelegten Ankaufskriterien erfüllt sind. Bei einem anderen Forderungs-Portfolio kann die strukturierte Einheit entscheiden, ob und welche Forderungen angekauft werden, wobei das vereinbarte Mindestvolumen zwingend anzukaufen ist. Keine der strukturierten Einheiten hat andere Geschäftsaktivitäten als den Kauf oder Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Unter der dritten Factoring-Vereinbarung mit einem maximalen Forderungsvolumen von 150 MIO. € verkauft die Deutsche Telekom die Forderungen ohne Zwischenschaltung einer strukturierten Einheit direkt an den konzernexternen Erwerber. Die Deutsche Telekom kann entscheiden, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden können. Es besteht eine Kreditversicherung, die Ausfälle bestimmter Debitoren bis zu einem Höchstbetrag von 50 MIO. € erstattet und auf diese Weise das Verlustrisiko mindert. Das Nominalvolumen der von der Deutschen Telekom unter den drei Factoring-Vereinbarungen verkauften und noch nicht getilgten Forderungen betrug zum Abschluss-Stichtag in Euro umgerechnet 862 MIO. €. Die Beurteilung der aus den verkauften Forderungen resultierenden Risiken basiert auf dem Kreditrisiko und dem Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das von der Deutschen Telekom maximal zu tragende Kreditrisiko beläuft sich zum Abschluss-Stichtag auf in Euro umgerechnet 292 MIO. € und entfällt vollständig auf die Transaktionen, bei denen strukturierte Einheiten eingebunden sind. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle übernehmen die Käufer. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Das aus dem Kreditrisiko und dem Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den zum Abschluss-Stichtag verkauften Forderungen beträgt in Euro umgerechnet 297 MIO. € und entfällt größtenteils auf die Transaktionen, bei denen strukturierte Einheiten eingebunden sind. So gut wie alle mit den verkauften Forderungen verbundenen Chancen und Risiken wurden weder übertragen noch behalten (Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken zwischen Deutscher Telekom und den Käufern). Die Deutsche Telekom führt für die verkauften Forderungen weiterhin das Forderungs-Management (Servicing) durch. Unter den Factoring-Vereinbarungen, bei denen strukturierte Einheiten eingeschaltet sind, haben die Käufer das Recht, das Servicing ohne besondere Gründe auf Dritte zu übertragen. Obwohl die Deutsche Telekom nicht berechtigt ist, über die verkauften Forderungen in anderer Weise zu verfügen als in ihrer Rolle als Servicer, behält die Deutsche Telekom die Verfügungsmacht über die verkauften Forderungen, da die Käufer und die strukturierten Einheiten nicht über die tatsächliche Fähigkeit zum Weiterverkauf der erworbenen Forderungen verfügen. Im Zeitpunkt des Forderungsverkaufs wird der beizulegende Zeitwert der erwarteten Verluste aufwandswirksam erfasst und als Bestandteil der verbundenen Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Deutsche Telekom bilanziert die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin in Höhe ihres anhaltenden Engagements, d. h. in Höhe des Maximalbetrags, mit dem sie weiterhin für das den verkauften Forderungen innewohnende Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko haftet, und passiviert eine korrespondierende, als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesene verbundene Verbindlichkeit. Die Forderungen und die verbundene Verbindlichkeit werden nachfolgend in dem Umfang ausgebucht, in dem sich das anhaltende Engagement der Deutschen Telekom reduziert (insbesondere bei erfolgter Zahlung durch den Kunden). Der Buchwert der Forderungen wird nachfolgend aufwandswirksam reduziert in dem Umfang, wie die aus dem Kreditrisiko und dem Spätzahlungsrisiko resultierenden, von der Deutschen Telekom zu tragenden tatsächlichen Verluste die anfänglich erwarteten übersteigen. Das anhaltende Engagement der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2014 betrug in Euro umgerechnet 297 MIO. € und der Buchwert der verbundenen Verbindlichkeit in Euro umgerechnet 300 MIO. €. Die Deutsche Telekom erfasst die von den Käufern erhaltenen Kaufpreiszahlungen im operativen Cashflow, soweit sie auf den ausgebuchten Teil der Forderungen entfallen, und im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, soweit sie auf den weiterhin bilanzierten Teil der Forderungen entfallen. Unter den Factoring-Vereinbarungen, bei denen strukturierte Einheiten eingeschaltet sind, ist die Deutsche Telekom verpflichtet, betagte Forderungen sowie Forderungen, bei denen eine Wertberichtigung unmittelbar bevorsteht, zum Nominalbetrag zurückzukaufen. Solche Rückkäufe hätten keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle, da diese den Käufern entsprechend der vereinbarten Risikoteilung zurückbelastet würden. Die aus den Rückkäufen resultierenden Zahlungsmittelabflüsse würden kurzfristig, d. h. in 2015, erfolgen. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag seit Beginn der jeweiligen Transaktion keinen wesentlichen Schwankungen. 38 KAPITAL-MANAGEMENTAngaben zum Kapital-Management.Vorrangiges Ziel des Kapital-Managements bzw. der Finanzstrategie der Deutschen Telekom ist es, einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen der vier Interessengruppen
sicherzustellen. Weitere Informationen hierzu sind dem Kapitel "Soll-Ist-Vergleich der Erwartungen unserer Interessengruppen" und dem Kapitel "Konzernsteuerung" im zusammengefassten Lagebericht zu entnehmen. Eine wichtige Kennzahl der Kapitalmarkt-Kommunikation gegenüber Investoren, Analysten und Rating-Agenturen ist die relative Verschuldung, die das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA darstellt. Zum 31. Dezember 2014 ergibt sich hieraus ein Wert von 2,4 (31. Dezember 2013: 2,2). Der Zielkorridor für die relative Verschuldung liegt zwischen 2,0 und 2,5. Die Kenngröße Netto-Finanzverbindlichkeiten ist nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards und kann in der Definition und Berechnung dieser Größe bei anderen Unternehmen abweichend sein. Eine weitere wesentliche Kenngröße ist die Eigenkapitalquote, das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, jeweils gemäß Konzern-Bilanz. Zum 31. Dezember 2014 beträgt die Eigenkapitalquote 26,3 % (31. Dezember 2013: 27,1 %). Der Zielkorridor liegt zwischen 25 und 35 %. Darüber hinaus hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve, welche die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate deckt. T 172 Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeiten; Eigenkapital in Mio. €scroll
39 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENBundesrepublik Deutschland und andere nahestehende Unternehmen.Die Bundesrepublik Deutschland (Bund) ist direkt und indirekt (über die KfW Bankengruppe) mit insgesamt rund 31,7 % (31. Dezember 2013: 31,9 %) an der Deutschen Telekom AG beteiligt. Sie besitzt in der Hauptversammlung eine sichere Präsenzmehrheit und begründet damit ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Deutschen Telekom. Daher gelten der Bund und die von ihm beherrschten Unternehmen bzw. Unternehmen, bei denen der Bund wesentlichen Einfluss ausüben kann, als nahestehende Unternehmen der Deutschen Telekom. Die Geschäftsbeziehungen der Deutschen Telekom bestehen jeweils unmittelbar zu den einzelnen Unternehmen, Behörden und sonstigen staatlichen Stellen als voneinander unabhängigen Parteien. Die Deutsche Telekom nimmt an Frequenzauktionen der Bundesnetzagentur teil. Erwerbe über Lizenzen an Mobilfunk-Spektren können gegenüber dieser Behörde Ausbauverpflichtungen zur Folge haben. Der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation (Bundesanstalt) sind per Gesetz bestimmte Aufgaben übertragen worden, die unternehmensübergreifende Angelegenheiten der Deutschen Telekom AG sowie der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG betreffen. Die Bundesanstalt führt u. a. die Postbeamtenkrankenkasse, das Erholungswerk, die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) und das Betreuungswerk für die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post AG und die Deutsche Postbank AG. Die Koordinations- und Verwaltungsaufgaben werden auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen wahrgenommen. Im Rahmen der Altersversorgung für Beamte hatte die Deutsche Telekom zusammen mit der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG bis zum Berichtsjahr 2012 eine gemeinsame Versorgungskasse, den Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e. V., Bonn (BPS-PT), unterhalten. Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse (PVKNeuG) wurden zum 1. Januar 2013 die Aufgaben des BPS-PT im Rahmen der Postbeamtenversorgung (organisiert in der Postbeamtenversorgungskasse) auf die bereits bestehende Bundesanstalt übertragen. Die Aufgaben der Postbeamtenversorgung werden damit durch die Postbeamtenversorgungskasse als Bestandteil der Bundesanstalt wahrgenommen. Diese gemeinsame Postbeamtenversorgungskasse ist arbeitsteilig tätig und übernimmt dazu für den Bund treuhänderisch die Finanzverwaltung im Rahmen der Altersversorgung. Für das Geschäftsjahr 2014 wurden von der Deutschen Telekom Zahlungen in Höhe von 58 MIO. € (2013: 58 MIO. €, 2012: 61 MIO. €) geleistet. Zahlungen wurden zudem nach den Vorschriften des PVKNeuGs an die Postbeamtenversorgungskasse geleistet (vgl. Angabe 12 "Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen"). Der Bund und die von ihm beherrschten Unternehmen bzw. Unternehmen, bei denen der Bund wesentlichen Einfluss ausüben kann, sind Kunden bzw. Lieferanten der Deutschen Telekom und haben somit gegenseitige Vertragsbeziehungen mit der Deutschen Telekom. Die KfW Bankengruppe hat sich die ihr für das Geschäftsjahr 2013 zustehende Dividende für die gehaltenen Aktien an der Deutschen Telekom AG teilweise in bar auszahlen lassen und - im Rahmen der allen Aktionären in 2014 eröffneten Wahlmöglichkeit - teilweise Aktien aus dem genehmigten Kapital gewählt. In diesem Zusammenhang wurden im Juni 2014 32 559 TSD. Stück Aktien übertragen. Der Anteil der KfW Bankengruppe an der Deutschen Telekom AG beträgt zum 31. Dezember 2014 17,4 %. Darüber hinaus hatte die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2014 keine für sich einzeln betrachtet wesentlichen Transaktionen, die zu marktunüblichen Konditionen oder, wie der beschriebene Sachverhalt außerhalb der normalen Geschäftstätigkeit durchgeführt wurden. Gemeinschaftsunternehmen.Gegenüber dem am 1. April 2010 gegründeten Joint Venture EE erzielte die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2014 Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von insgesamt 283 MIO. € (2013: 294 MIO. €, 2012: 315 MIO. €) und gegenüber Toll Collect Umsatzerlöse in Höhe von 65 MIO. € (2013: 62 MIO. €, 2012: 61 MIO. €). Im Berichtsjahr wurden vom Joint Venture EE ursprünglich angelegte Gelder in Höhe von netto 0,2 MRD. € von der Deutschen Telekom an die Gesellschaft zurückgezahlt. Im Anschluss daran hat das Joint Venture EE erneut Gelder in Höhe von netto 0,2 MRD. € bei der Deutschen Telekom angelegt. Zum Jahresende bestanden gegenüber dem Joint Venture EE Forderungen in Höhe von 175 MIO. € (31. Dezember 2013: 94 MIO. €, 31. Dezember 2012: 96 MIO. €), Verbindlichkeiten in Höhe von 257 MIO. € (31. Dezember 2013: 241 MIO. €, 31. Dezember 2012: 453 MIO. €) sowie Kreditzusagen in Höhe von 0,3 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,3 MRD. €, 31. Dezember 2012: 0,3 MRD. €). Gegenüber externen Vertragspartnern der Gesellschaft bestanden Bürgschaften und Garantieerklärungen in Höhe von insgesamt 0,6 MRD. € (31. Dezember 2013: 0,6 MRD. €, 31. Dezember 2012: 0,6 MRD. €). Gegenüber Toll Collect bestanden zum 31. Dezember 2014 Forderungen in Höhe von 11 MIO. € (31. Dezember 2013: 13 MIO. €, 31. Dezember 2012: 12 MIO. €), Verbindlichkeiten in Höhe von 12 MIO. € (31. Dezember 2013: 12 MIO. €, 31. Dezember 2012: 12 MIO. €), eine Kapitalintakthalteerklärung sowie Kreditgarantien gegenüber Banken. Zu weiteren Erläuterungen wird auf Angabe 33 "Eventualverbindlichkeiten und -forderungen" verwiesen. Darüber hinaus existieren keine wesentlichen Umsätze, Forderungen oder Verbindlichkeiten mit bzw. gegenüber Gemeinschaftsunternehmen. Natürliche nahestehende Personen.1Im Berichtsjahr betrugen die für kurzfristig fällige Leistungen erfassten Aufwendungen an Vorstand und Aufsichtsrat 13,5 MIO. € (2013: 14,9 MIO. €) und die langfristig fälligen Leistungen 2,5 MIO. € (2013: 2,9 MIO. €). Für die Vorstandsversorgung wurde Dienstzeitaufwand in Höhe von 2,4 MIO. € erfasst (2013: 3,3 MIO. €). Darüber hinaus sind Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen des Vorstands in Höhe von 862 TSD. € (2013: 157 TSD. €) angefallen. Für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses wurden 2,9 MIO. € (2013: 0 MIO. €) gezahlt und als Aufwand erfasst. Die Gesamtsumme für die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat beträgt im Berichtsjahr 22,2 MIO. € (2013: 21,3 MIO. €). Zu weiteren Informationen wird auf Angabe 40 "Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat" verwiesen. Den Arbeitnehmern, die in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom gewählt wurden, steht weiterhin ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags zu. Die Höhe des Gehalts entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion bzw. Tätigkeit im Unternehmen. Daneben haben keine wesentlichen Transaktionen mit natürlichen nahestehenden Personen stattgefunden.
1
In den Vorjahreszahlen ist auch das damalige
Vorstandsmitglied René Obermann enthalten. 40 VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT VERGÜTUNG DES VORSTANDSBei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um die Anhangangaben nach § 314 Handelsgesetzbuch (HGB) und dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS 17). Veränderungen im Vorstand und Vertragsverlängerungen.Zum 1. Januar 2014 trat Timotheus Höttges die Nachfolge von René Obermann als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG an. Ebenfalls zum Jahresbeginn übernahm Thomas Dannenfeldt als Finanzvorstand den bisherigen Posten von Timotheus Höttges. Beide Wechsel hatte der Aufsichtsrat am 15. Mai 2013 beschlossen. Prof. Dr. Marion Schick, Personalvorstand und Arbeitsdirektorin, hat den Konzern zum 30. April 2014 aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Dr. Thomas Kremer hatte Prof. Dr. Marion Schick bereits seit Januar 2014 vertreten und leitet seit ihrem Ausscheiden kommissarisch das Vorstandsressort Personal - zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben als Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance. Grundlagen der Vorstandsvergütung.Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 ein neues System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Umgesetzt wurden dabei die seit dem 5. August 2009 geltenden Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG vom 3. Mai 2010 billigte dieses neue System. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf ein jährliches festes Jahresgehalt, eine jährliche variable Erfolgsvergütung, eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente sowie Anspruch auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Der Aufsichtsrat legt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand fest. Diese Struktur und die Angemessenheit der Vergütung überprüft er regelmäßig. Das feste Jahresgehalt ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Es ist sichergestellt, dass die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist und die variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten. In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden, so v. a. die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung. Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich. Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, die durch Krankheit, Unfall oder aus einem anderen nicht durch das jeweilige Vorstandsmitglied zu vertretenden Grund eintritt, wird die feste Grundvergütung weitergewährt; maximal jedoch für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten nach dem Ende des Monats, in dem eine dauernde Arbeitsunfähigkeit des Vorstandsmitglieds festgestellt worden ist. Variable ErfolgsvergütungDie variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands unterteilt sich in die Variablen I und II. Die Variable I enthält sowohl kurzfristige als auch langfristig angelegte Komponenten, die in der Realisierung des Budgets in konkreten Zielgrößen sowie der Umsetzung der Strategie und dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild bestehen. Die Variable II ist ausschließlich langfristig orientiert. So ist sichergestellt, dass im Rahmen der variablen Vergütung eine Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt und eine überwiegend langfristige Anreizwirkung besteht. Variable I.Die jährliche variable Vergütung der Vorstandsmitglieder bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG zu Beginn des Geschäftsjahres jedem Mitglied des Vorstands erteilten Zielvorgabe. Die Zielvorgabe setzt sich dabei aus Konzernzielen (50 %) für Umsatz, EBITDA ohne Sondereinflüsse und Free Cashflow sowie Individualzielen der einzelnen Vorstandsmitglieder zusammen. Die Individualziele bestehen aus den auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichteten Zielen zur Umsetzung der Strategie (30 %) sowie dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild (Value Adherence) in Höhe von 20 %. Die Zielvereinbarung und Zielerreichung für das jeweilige Geschäftsjahr werden vom Aufsichtsratsplenum festgelegt. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150 % des Zusagebetrags begrenzt. Darüber hinausgehende Zielerreichungsgrade bleiben unberücksichtigt. Zur darüber hinausgehenden Sicherstellung der langfristigen Anreizwirkung und der Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ist ein Betrag von einem Drittel der jährlich durch das Aufsichtsratsplenum festgesetzten Variablen in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren; diese sind über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren vom jeweiligen Vorstandsmitglied zu halten. Variable II.Die ausschließlich langfristig angelegte Variable II wird an der Erfüllung von vier gleich gewichteten Erfolgsparametern (bereinigter operativer Return On Capital Employed (ROCE), bereinigtes Ergebnis je Aktie, Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit) gemessen. Jeder Parameter beeinflusst ein Viertel des Auslobungsbetrags. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150 % des Auslobungsbetrags begrenzt. Der Bemessungszeitraum beträgt vier Jahre. Die Messung erfolgt über die durchschnittliche Zielerreichung der vier zum Zeitpunkt der Zusage geplanten Jahre. Der Auslobungsbetrag wird entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen und individuell pro Vorstandsmitglied festgelegt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden den Vorstandsmitgliedern die folgenden absoluten Nominalbeträge im Falle einer 100 %-Zielerreichung für die Teilnahme an der Tranche 2014 der Variablen II zugesagt: T 173 in €scroll
Angaben zum Share Matching Plan.Im Geschäftsjahr 2014 sind die Vorstandsmitglieder wie bereits oben beschrieben vertraglich dazu verpflichtet, ein Drittel der Variablen I in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments des Vorstands erworbene Aktie eine zusätzliche Aktie gewähren (Share Matching Plan), die nach Ablauf der 4-jährigen Haltefrist dem Planberechtigten zugeteilt wird. In Anwendung der Vorschriften DRS 17 und IFRS 2 sind neben dem Gesamtaufwand aus aktienbasierter Vergütung aus Matching Shares im Geschäftsjahr 2014 und dem beizulegenden Zeitwert der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung auch die Anzahl der bestehenden Anrechte auf Matching Shares und deren Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr darzustellen. Der in der TABELLE 174 dargestellte beizulegende Zeitwert der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung stellt keinen Gehaltszufluss des Jahres 2014 für Vorstandsmitglieder dar. Es handelt sich hierbei um einen ermittelten kalkulatorischen Wert der Matching Shares-Anrechte, der nach einschlägigen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelt wurde. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei dem Aktienkurs zum Zeitpunkt der Gewährung abzüglich eines erwarteten Dividendenabschlags. Die folgende TABELLE 174 basiert dabei auf einer erwarteten Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2014 und damit einer geschätzten Höhe des vom jeweiligen Vorstand zu leistenden Eigeninvestments, welches Anrechte auf Matching Shares begründet. Die für das Geschäftsjahr 2014 finale Anzahl von Anrechten auf Matching Shares kann gegenüber den hier verwendeten geschätzten Werten höher oder niedriger ausfallen. Der in den Geschäftsjahren 2010 bis 2013 und 2014 gemäß IFRS 2 zu erfassende Gesamtaufwand aus aktienbasierter Vergütung für Matching Shares ist in den letzten beiden Spalten der unten stehenden TABELLE 174 enthalten. T 174scroll
Bis zum 31. Dezember 2014 hat die Deutsche Telekom insgesamt 363 857 Stück Aktien für Zwecke der Ausgabe von Matching Shares an Vorstandsmitglieder im Rahmen des Share Matching Plans erworben. In 2014 wurden erstmals Matching Shares an einzelne Vorstandsmitglieder übertragen. Die Gesamtsumme der in 2014 an Vorstandsmitglieder übertragenen Aktien beträgt 89 518 Stück. In dieser Summe sind 22 862 Stück Aktien enthalten, die aufgrund der Regelungen in der Aufhebungsvereinbarung an Prof. Dr. Marion Schick übertragen wurden. Weitere Anrechte auf Matching Shares hat Prof. Dr. Marion Schick darüber hinaus nicht mehr. Regelungen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit.In Vorstandsverträgen, die seit dem Geschäftsjahr 2009 abgeschlossen worden sind, ist für den Fall der vorzeitigen Beendigung ohne wichtigen Grund eine Ausgleichszahlung vorgesehen, deren Höhe entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap) und die nicht höher als die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags sein darf. Die Vorstandsverträge der Deutschen Telekom AG enthalten keine Zusagen für Leistungen aus Anlass der Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels. Die Verträge der Vorstandsmitglieder sehen grundsätzlich ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Den Mitgliedern des Vorstands ist es danach vertraglich untersagt, während der Dauer von einem Jahr nach Ausscheiden Leistungen an oder für einen Wettbewerber zu erbringen. Hierfür erhalten sie als Karenzentschädigung entweder eine Zahlung in Höhe von 50 % des letzten festen Jahresgehalts und 50 % der letzten Variablen I auf Basis einer Zielerreichung von 100 % oder 100 % des letzten festen Jahresgehalts. Betriebliche AltersversorgungBetriebliche Altersversorgung (Altzusage).Die Mitglieder des Vorstands haben eine Zusage auf eine betriebliche Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung steht in einem direkten Verhältnis zum individuellen Jahresgehalt. Die Vorstandsmitglieder erhalten im Versorgungsfall pro abgeleistetem Dienstjahr einen festgelegten Prozentsatz des letzten festen Jahresgehalts vor Eintritt des Versorgungsfalls als betriebliche Altersversorgung. Die Zusageform besteht in einem lebenslangen Ruhegeld ab Vollendung des 62. Lebensjahres bzw. einem vorgezogenen Ruhegeld mit Vollendung des 60. Lebensjahres. Für den Fall des vorgezogenen Ruhegelds werden jedoch entsprechende versicherungsmathematische Abschläge durchgeführt. Die Höhe des betrieblichen Ruhegelds berechnet sich durch Multiplikation eines Basisprozentsatzes von 5 % mit der Anzahl der in Jahren abgeleisteten Vorstandsdienstzeiten. Nach zehn Jahren Dienstzeit wäre somit das maximale Versorgungsniveau von 50 % der letzten fixen Jahresvergütung erreicht. Die zu leistenden Versorgungszahlungen werden jährlich dynamisiert. Dabei beträgt der verwendete Steigerungsprozentsatz 1 %. Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenrentenansprüchen. Dabei kann der Anspruch auf Witwenrenten in speziell geregelten Sonderfällen ausgeschlossen sein. Anrechnungstatbestände sind in den Versorgungszusagen marktüblich geregelt. Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) wird jeweils die Dienstzeit bis zum Ende der laufenden Bestellperiode für die Berechnung der Versorgung zugrunde gelegt. Betriebliche Altersversorgung (Neuzusage).Für alle Vorstandsmitglieder mit einer Neuzusage auf betriebliche Altersversorgung wird eine beitragsbasierte Zusage in Form eines Einmalkapitals im Versorgungsfall erteilt. Für jedes abgeleistete Dienstjahr wird dem Vorstandsmitglied ein Beitrag auf einem Versorgungskonto gutgeschrieben, welches mit einer marktüblichen Verzinsung hinterlegt ist. Die Zuführung des jährlichen Beitrags erfolgt nicht liquiditätswirksam. Der Liquiditätsabfluss entsteht erst mit Eintritt des Versorgungsfalls. Der Versorgungsfall tritt grundsätzlich mit dem vollendeten 62. Lebensjahr ein. Für vor dem 31. Dezember 2011 abgeschlossene Versorgungsvereinbarungen besteht die Möglichkeit, ein vorgezogenes Ruhegeld ab dem vollendeten 60. Lebensjahr gegen entsprechende versicherungsmathematische Abschläge zu beziehen. Die Höhe des jährlich bereitzustellenden Beitrags wird individualisiert und entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen vorgenommen. Bei der exakten Festlegung des Beitrags erfolgt eine Orientierung an Unternehmen gleicher Größenordnung, die einen angemessenen Vergleichsmaßstab darstellen und die ebenfalls eine beitragsbasierte Versorgungszusage anbieten. Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenansprüchen. Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) erwirbt der Berechtigte ebenfalls Anspruch auf das Versorgungsguthaben. In der folgenden TABELLE 175 sind der Dienstzeitaufwand und die Defined Benefit Obligation für jedes Vorstandsmitglied dargestellt: T 175 in €scroll
Im Rahmen der Regelungen der neuen betrieblichen Altersversorgung wurden Niek Jan van Damme 290 000 € als Jahresbeitrag zugesagt. Die Beiträge für Thomas Dannenfeldt, Dr. Thomas Kremer, Claudia Nemat und Prof. Dr. Marion Schick betragen jeweils 250 000 € pro abgeleistetem Dienstjahr. Für Prof. Dr. Marion Schick besteht zum 31. Dezember 2014 keine Anwartschaft auf Vorstandsversorgung, da zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens die gesetzlichen Unverfallbarkeitsvoraussetzungen nicht erfüllt waren. Der aus der betrieblichen Altersversorgung resultierende Pensionsaufwand wird durch die Angabe des Dienstzeitaufwands dargestellt. Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014.Unter Zugrundelegung der rechtlichen und sonstigen Vorgaben werden im Folgenden die Bezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 mit insgesamt 13,9 MIO. € (2013: 15,6 MIO. €) ausgewiesen. Diese beinhalten für Vorstandsmitglieder das feste Jahresgehalt sowie sonstige Leistungen, geldwerte Vorteile und Sachbezüge, die kurzfristige variable Vergütung (Variable I), sofern vorhanden eine außerordentliche Erfolgstantieme, vollständig erdiente Tranchen der langfristigen variablen Vergütung (Variable II) und den beizulegenden Zeitwert der Matching Shares. Dieser wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Gewährung geschätzten Höhe der Variablen I und einer daraus resultierenden Anzahl von Anrechten auf Matching Shares berechnet. Das feste Jahresgehalt und die sonstigen Bezüge sind vollständig erfolgsunabhängig. Gesamtbezüge.Die Vergütung des Vorstands ergibt sich im Einzelnen aus der nachfolgenden TABELLE 176: T 176 in €scroll
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a
Der Aufsichtsrat hat beschlossen, Dr. Thomas
Kremer für das Jahr 2014 eine außerordentliche Erfolgstantieme zu
gewähren. In dem Betrag von 856 650 € ist deshalb ein Betrag von 250
000 € enthalten. Mit dieser Zahlung honoriert der Aufsichtsrat die
außerordentliche Leistung von Dr. Thomas Kremer, der aufgrund des
gesundheitsbedingten Ausscheidens von Prof. Dr. Marion Schick das
gesamte Jahr 2014 die Verantwortung für das Vorstandsressort Personal
zusätzlich zu seinen Aufgaben im Bereich Datenschutz, Recht und Compliance übernommen
hat. Für die in der Spalte langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II) ausgewiesenen Beträge wurde den berechtigten Vorstandsmitgliedern im Geschäftsjahr 2011 eine entsprechende Zusage erteilt. Aufgrund des Eintritts in die bereits laufende Plantranche der Variablen II erfolgte die zeitanteilige Zusage für Claudia Nemat im Jahr 2011 und für Dr. Thomas Kremer im Jahr 2012, Im Rahmen der Vorjahresveröffentlichungspflichten wurden die Inhalte der Aufhebungsvereinbarung von René Obermann dargestellt. In diesem Kontext wurde für das Jahr 2014 die Auszahlung eines festen Jahresgehalts als Karenzentschädigung für das bestehende Wettbewerbsverbot angekündigt. Aufgrund vereinbarter Anrechnungsvorschriften anderweitiger Bezüge von René Obermann musste die Deutsche Telekom in 2014 keine Karenzentschädigung an ihn ausbezahlen. Der zwischen der Gesellschaft und Prof. Dr. Marion Schick bestehende Vorstandsvertrag wurde in gegenseitigem Einvernehmen mit Ablauf des 30. April 2014 beendet. Die Aufhebungsvereinbarung, die zwischen Prof. Dr. Marion Schick und der Gesellschaft vereinbart wurde, enthält die im Folgenden beschriebenen Bestandteile. Die Gesellschaft zahlt Prof. Dr. Marion Schick als abschließenden Ausgleich für die vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrags eine Abfindungszahlung in Höhe von 2,7 MIO. €. An Prof. Dr. Marion Schick wurden 22 862 Stück Aktien der Deutschen Telekom AG im Rahmen des Share Matching Plans übertragen. Darüber hinausgehende Anrechte auf Matching Shares bestehen nicht. Prof. Dr. Marion Schick verliert wegen der fehlenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsvoraussetzungen die Anwartschaft auf Vorstandsversorgung. Im Rahmen des erteilten Wettbewerbsverbots erhielt Prof. Dr. Marion Schick für den Zeitraum Mai bis September eine Karenzentschädigung in Höhe von 234 375 €. Der Ausweis dieser Zahlungen erfolgt im Rahmen der Angaben für frühere und im Geschäftsjahr ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands. Aufgrund der fortdauernden Erkrankung von Prof. Dr. Marion Schick entstanden für das Jahr 2014 keine variablen Vergütungsansprüche mehr. Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine oder ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Frühere und im Geschäftsjahr ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands.Für Leistungen und Ansprüche früherer und während des Geschäftsjahres ausgeschiedener Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind 9,2 MIO. € (2013: 7,3 MIO. €) als Gesamtbezüge zugeflossen. Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden für diesen Personenkreis sowie deren Hinterbliebene 196,9 MIO. € (31. Dezember 2013: 139,1 MIO. €) als Rückstellungen (Bewertung nach IAS 19) passiviert. Sonstiges.Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Vorstandsmitglieder bzw. ehemalige Vorstandsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 13 der Satzung der Deutschen Telekom AG geregelt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten nach dem neuen Vergütungssystem, das zum 1. Januar 2013 wirksam wurde, eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 70 000,00 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält zusätzlich 70 000,00 €, der stellvertretende Vorsitzende 35 000,00 €. Für die Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzlich (a) der Vorsitzende des Prüfungsausschusses 80 000,00 €, jedes andere Mitglied des Prüfungsausschusses 40 000,00 €, (b) der Vorsitzende des Präsidialausschusses 35 000,00 €, jedes andere Mitglied des Präsidialausschusses 25 000,00 €, (c) der Vorsitzende eines anderen Ausschusses 30 000,00 €, jedes andere Mitglied eines Ausschusses 20 000,00 €. Der Vorsitz und die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss sowie im Vermittlungsausschuss bleiben unberücksichtigt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld von 1 000,00 €. Die auf die Vergütung und Auslagen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet. Nach dem alten Vergütungssystem, das bis zum 31. Dezember 2012 galt, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats bei entsprechender Entwicklung des Konzernüberschusses je Stückaktie Anspruch auf eine variable erfolgsorientierte Vergütung für das Geschäftsjahr 2012. Diese erfolgsorientierte jährliche Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung beträgt 1 000,00 € für jeweils 0,02 €, um die der Konzernüberschuss pro Stückaktie des zweiten dem Geschäftsjahr nachfolgenden Geschäftsjahres (Referenzjahr) den Konzernüberschuss pro Stückaktie des dem Geschäftsjahr vorangegangenen Geschäftsjahres übersteigt. Die erfolgsorientierte jährliche Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung beträgt jedoch höchstens 40 000,00 €. Da die genannte Bedingung für den Eintritt der erfolgsabhängigen variablen Vergütung zum 31. Dezember 2014 erfüllt wurde, kommt es zur Auszahlung der erfolgsorientierten Vergütung für das Geschäftsjahr 2012. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2014 beträgt 3 160 791,65 € (zuzüglich Umsatzsteuer). Für ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt die erfolgsabhängige variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 insgesamt 226 562,50 € (zuzüglich Umsatzsteuer). Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsratsmitglieder bzw. ehemalige Aufsichtsratsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Die Aufsichtsratsvergütung 2014 verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt: T 177 in €scroll
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Neben der Vergütung für ihre Tätigkeit im
Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Sylvia Hauke für das
Geschäftsjahr 2014 eine weitere Vergütung in Höhe von 14 000,00 €
(inkl. Sitzungsgeld) (Aufsichtsratsmandat bei der Telekom Deutschland
GmbH). 41 ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AktG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEXVorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG haben die nach § 161 des AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom AG zugänglich gemacht. Der vollständige Wortlaut der Entsprechenserklärung ist über die Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) im Bereich Investor Relations unter der Rubrik "Corporate Governance" zugänglich. 42 EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODEErwerb von Spektrumlizenzen.Die US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) hat eine Auktion von insgesamt 65 MHz an Frequenzen in den 1,6, 1,7 und 2,1 GHz-Bereichen (aws-3) durchgeführt. T-Mobile US hat an der Auktion, die am 29. Januar 2015 endete, teilgenommen. Die von T-Mobile US erworbenen Lizenzen haben einen Gesamtwert von 1,8 MRD. US-$. T-Mobile US rechnet, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Behörden, mit dem Erhalt der AWS-Spektrumlizenzen im zweiten Quartal 2015. Vereinbarung über den Verkauf unseres Joint Ventures EE.Am 5. Februar 2015 haben die Deutsche Telekom und der französische Telekommunikationsanbieter Orange mit der britischen BT eine Vereinbarung über den Verkauf des Joint Ventures EE geschlossen. Nach Vollzug der Transaktion zu einem vereinbarten Kaufpreis von 12,5 MRD. GBP wird die Deutsche Telekom mit einem Anteil von rund 12 % größter Aktionär von BT werden. Abhängig vom Aktienkurs von BT sowie weiteren Faktoren beim Vollzug der Transaktion kann die Deutsche Telekom neben dem 12%-Anteil an BT auch eine Barkomponente erhalten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der BT-Aktionäre sowie der zuständigen Behörden. Mit dem Abschluss der Transaktion wird vor Ende März 2016 gerechnet. Das zum Segment Group Headquarters & Group Services gehörende Joint Venture EE wurde zum 31. Dezember 2014 innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen. 43 HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS GEMÄSS § 314 HGBDas für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr 2014 als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt: T 178 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Mio. €scroll
Unter den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, Entgelte für die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse, prüferische Begleitung im Rahmen der Dokumentation des internen Kontrollsystems für die Finanzberichterstattung, Prüfung von Informationssystemen und Prozessen sowie Honorare für weitere Prüfungsleistungen ausgewiesen. Bei den Honoraren für andere Bestätigungsleistungen handelt es sich v. a. um die Beauftragung regulatorischer Themen für die Bundesnetzagentur. Die sonstigen Leistungen umfassen überwiegend Leistungen im Zusammenhang mit betriebswirtschaftlichen Grundsatzfragen zur Erfüllung der Anforderungen, die von der Bundesnetzagentur und anderen Behörden an die Gesellschaft gestellt werden. Zusätzlich werden die Leistungen der Beratungsgesellschaften cundus AG sowie strategy& (vormals Booz & Company) ausgewiesen, die seit April 2014 dem Netzwerk von PricewaterhouseCoopers angehören. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Deutschen Telekom AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bonn, den 10. Februar 2015 Deutsche Telekom AG Der Vorstand Timotheus Höttges Reinhard Clemens Niek Jan van Damme Thomas Dannenfeldt Dr. Thomas Kremer Claudia Nemat BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Deutsche Telekom AG, BonnVermerk zum KonzernabschlussWir haben den beigefügten Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG, Bonn, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Verantwortung des Vorstands für den KonzernabschlussDer Vorstand der Deutschen Telekom AG, Bonn, ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Verantwortung des AbschlussprüfersUnsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist. Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. PrüfungsurteilGemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr. Vermerk zum KonzernlageberichtWir haben den beigefügten Konzernlagebericht der Deutschen Telekom AG, Bonn, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG ist verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit §317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der zusammengefasste Lagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des zusammengefassten Lageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 10. Februar 2015 PricewaterhouseCoopers Harald Kayser, Wirtschaftsprüfer Verena Heineke Wirtschaftsprüferin Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. §313 Abs. 2 HGB zum Konzernabschluss der Deutsche Telekom AG zum 31.12.2014scroll
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1)
Die Gesellschaft hat von Erleichterungen
nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und es besteht eine Verlustübernahme
nach § 302 AktG. |
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