Deutsche Telekom AG

Bonn

Geschäftsbericht 2015 Deutsche Telekom

Dieser Bericht fasst den Konzernlagebericht des Deutschen Telekom Konzerns, bestehend aus der Deutschen Telekom AG und ihren konsolidierten Tochtergesellschaften, sowie den Lagebericht der Deutschen Telekom AG zusammen.

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

DIE DEUTSCHE TELEKOM AUF EINEN BLICK

Um es auf den Punkt zu bringen: Wir haben 2015 alle unsere wesentlichen Ziele erreicht. Wie geplant steigerten wir den Konzernumsatz deutlich. Und mit einem bereinigten EBITDA von 19,9 Mrd. € und einem Free Cashflow von 4,5 Mrd. € haben wir unsere angestrebten Zielwerte von rund 18,3 Mrd. € bzw. rund 4,3 Mrd. € sogar übertroffen.

Im Berichtsjahr wuchs der Umsatz in unserem Konzern deutlich um 10,5 %. Wachstumstreiber ist und bleibt das US-Geschäft mit einem Umsatzplus von 29,1%: Neben dem anhaltend starken Zugang von Neukunden profitierte T-Mobile US von der Entwicklung des US-Dollars. Der Umsatz im operativen Segment Deutschland, der 2014 noch leicht rückläufig war, legte 2015 leicht zu. Maßgeblich hierfür waren insbesondere höhere Mobilfunk-Umsätze. Nach wie vor war das Geschäft in unserem operativen Segment Europa regulierungs- und wettbewerbsbedingt unter Druck, doch auch hier entwickelten sich die Umsätze besser als im Vorjahr. Gleiches gilt für unser operatives Segment Systemgeschäft, das nach seiner erfolgreichen Neuausrichtung den Umsatz fast auf Vorjahresniveau halten konnte.

Das bereinigte EBITDA stieg im Vergleich zu 2014 deutlich um 13,3%. Wachstumsmotor war - wie auch schon beim Umsatz - unser US-Geschäft mit einem Plus von 54,9 %. Auch hier hatte die Entwicklung des US-Dollars zum Euro maßgeblichen Einfluss. Doch selbst ohne Berücksichtigung des Währungskurseffekts betrug das Wachstum immer noch stattliche 30 %. In unserem operativen Segment Deutschland blieb das bereinigte EBITDA im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil, während es in unserem operativen Segment Europa umsatzbedingt zurückging. In unserem operativen Segment Systemgeschäft sank das bereinigte EBITDA; zurückzuführen ist dies aber ausschließlich auf die reduzierten Beiträge der Telekom IT; in der Market Unit konnten wir die Steigerung des bereinigten EBITDA weiter sichern.

Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit 28,8% über Vorjahresniveau. Unsere margenstärksten operativen Segmente sind weiterhin Deutschland mit 39,2% und Europa mit 33,7 %.

Unser EBIT ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Gründe dafür sind v. a. die 2014 vereinnahmten Erträge aus der Veräußerung der Scout24 Gruppe von 1,7 Mrd. € sowie aus der Spektrumtransaktion mit Verizon Communications von 0,4 Mrd. €. In 2015 erfasste Erträge aus der Veräußerung eines Teils unseres Aktienpakets an der Scout24 AG von 0,3 Mrd. € sowie aus dem Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia von 0,3 Mrd. € erhöhten das EBIT.

Trotz des EBIT-Rückgangs wuchs unser Konzernüberschuss deutlich um 11,3%, hauptsächlich getrieben durch das sonstige Finanzergebnis. Hierin enthalten sind v. a. Dividendenzahlungen in Höhe von 0,4 Mrd. €, die wir vom Joint Venture EE erhalten haben.

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen im Berichtsjahr um 5,1 Mrd. € auf 47,6 Mrd. €. Hauptgründe dafür waren der Erwerb von Mobilfunk-Spektrum für 3,8 Mrd. €, Währungskurseffekte von 1,9 Mrd. €, Dividendenzahlungen - inkl. an Minderheiten in Beteiligungen - von 1,3 Mrd. € und der Erwerb der restlichen Anteile an der Slovak Telekom von 0,9 Mrd. €. Der Free Cashflow von 4,5 Mrd. € konnte diese Effekte nur teilweise ausgleichen.

Der Cash Capex (einschließlich Investitionen in Spektrum) erhöhte sich auf 14,6 Mrd. €. Zurückzuführen ist dieser Anstieg in erster Linie auf Spektrumerwerbe von insgesamt 3,8 Mrd. €, v. a. in den USA und in Deutschland. Im Vorjahr hatten wir insgesamt 2,3 Mrd. € in Mobilfunk-Spektren investiert. Das Investitionsniveau (Cash Capex vor Investitionen in Spektrum) lag im Berichtsjahr mit 10,8 Mrd. € um 1,3 Mrd. € über dem des Vorjahres. Im Fokus standen dabei v. a. unsere operativen Segmente USA und Deutschland: Der Cash Capex stieg hier jeweils im Zusammenhang mit den Investitionen, die wir im Rahmen des Ausbaus und der Modernisierung unserer Netze getätigt haben.

Obwohl das Investitionsniveau gestiegen ist, verbesserte sich der Free Cashflow auf 4,5 Mrd. € und lag damit über dem von uns 2014 prognostizierten Wert von rund 4,3 Mrd. €. Die allgemein gute Geschäftsentwicklung - erkennbar am höheren bereinigten EBITDA - schlug sich in einer Verbesserung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit nieder; dieser konnte den Anstieg des Investitionsniveaus mehr als ausgleichen.

Unsere zentrale Steuerungsgröße Kapitalrendite (ROCE) verschlechterte sich im Berichtsjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 4,8%. Ursache dafür war sowohl der Rückgang des operativen Ergebnisses (NOPAT) als auch die Erhöhung des durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögens (NOA). Der NOPAT war 2014 positiv beeinflusst gewesen durch den Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe sowie den Ertrag aus der Spektrumtransaktion mit Verizon Communications. Zwar wirkten sich die zuvor beschriebenen Erträge im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Teils unseres Aktienpakets an der Scout24 AG sowie aus dem Verkauf von t-online.de und InteractiveMedia auch 2015 positiv auf den NOPAT aus, allerdings in deutlich geringerem Umfang als im Vorjahr. Der Anstieg des durchschnittlichen NOA ist v. a. bedingt durch den Aufbau von Vermögenswerten in unseren operativen Segmenten Deutschland und USA. Zuzuschreiben ist dies in Deutschland sowohl den Investitionen im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie als auch dem durch die erfolgreiche Teilnahme an der Frequenzversteigerung erworbenen Spektrum. In den USA trugen neben dem weiteren Netzausbau und dem Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen Währungskurseffekte zu einem höheren NOA bei.

Unsere Aktionäre haben von der Geschäftsentwicklung profitiert: Neben der Ausschüttung der Dividende von 0,50 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2014 betrug der Wertzuwachs der T-Aktie zum 31. Dezember 2015 rund 26 %.

→ Weiter gehende Erläuterungen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns".

a Sowie vor und Ausgleichsleistungen für Mitarbeiter der MetroPCS.

WICHTIGE EREIGNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 2015

PERSONALIA

Dr. Christian P. Illek ist mit Wirkung zum 1. April 2015 zum Vorstandsmitglied Personal und Arbeitsdirektor bestellt worden.

DIVIDENDE

Noch stärker als in den vergangenen Jahren nutzten unsere Aktionäre die Möglichkeit, statt der Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2014 in bar die Umwandlung in Aktien zu wählen. So betrug die Annahmequote im Berichtsjahr fast 49 % der dividendenberechtigten Aktien, nach gut 45 % im Vorjahr. Insgesamt wurden 71,1 Mio. neue Aktien ausgegeben, infolgedessen stieg die Gesamtzahl der Aktien auf annähernd 4 607 Mio. Stück. Die Barausschüttung an unsere Aktionäre, die diese Möglichkeit nicht wählten, belief sich auf rund 1,2 Mrd. €. Auch für das Geschäftsjahr 2015 erwägen wir, dieses Wahlrecht wieder anzubieten.

UNTERNEHMENSTRANSAKTIONEN

Vereinbarung über den Verkauf des Joint Ventures EE. Am 5. Februar 2015 haben wir und der französische Telekommunikationsanbieter Orange mit der britischen bt eine Vereinbarung über den Verkauf des Joint Ventures EE geschlossen. Die Transaktion wurde im Januar 2016 von der britischen Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) ohne Auflagen genehmigt. Nach dem Vollzug der Transaktion am 29. Januar 2016 zu einem Kaufpreis von 13,2 Mrd. GBP sind wir mit einem Anteil von 12 % größter Aktionär von BT.

→ Weitere Informationen zu dem Vollzug der Transaktion finden Sie im Kapitel "Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres".

Das zu unserem Segment Group Headquarters & Group Services gehörende Joint Venture EE wurde bis zum Vollzug der Transaktion innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen.

Erwerb des Minderheitenanteils an der Slovak Telekom. Am 19. Mai 2015 haben wir einen Kaufvertrag unterzeichnet, um die restlichen noch nicht von uns gehaltenen 49 % Anteile an der Slovak Telekom für einen Kaufpreis von 0,9 Mrd. € zu erwerben. Zuvor hatte der Nationale Vermögensfonds der Slowakischen Republik die Anteile gehalten. Als Teil der Vereinbarung wurden 0,1 Mrd. € des Kaufpreises zur Absicherung bestimmter Risiken für einen bestimmten Zeitraum auf ein Treuhandkonto eingezahlt. Vollzogen wurde die Transaktion am 18. Juni 2015. Sie bedurfte keiner Genehmigung seitens der Aufsichtsbehörden. Der Erwerb der restlichen Anteile an der Slovak Telekom steht im Einklang mit unserer Konzernstrategie, der führende europäische Telekommunikationsanbieter zu werden. Slovak Telekom wurde bereits in unserem operativen Segment Europa vollkonsolidiert.

Börsengang der Scout24 AG. Im Rahmen des Börsengangs der Scout24 AG am 1. Oktober 2015 haben wir insgesamt 13,3 Mio. Aktien an der Gesellschaft zu einem Preis von 30,00 € je Aktie verkauft und dafür rund 0,4 Mrd. € erhalten. Der Ertrag aus der Veräußerung belief sich auf rund 0,3 Mrd. €; der Ausweis erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Mit unserem Anteil von rund 13,4 % an der Scout24 AG können wir weiterhin von möglichen Wertsteigerungen profitieren. Nach wie vor wird unser verbleibender Anteil an der Scout24 AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen und ist weiterhin Teil unseres Segments Group Headquarters & Group Services.

Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia. Am 2. November 2015 vollzogen wir den Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia an Ströer. Die Transaktion erfolgte im Wege einer Kapitalerhöhung von Ströer gegen Sacheinlage der Online-Plattform t-online.de und der InteractiveMedia durch uns. Im Gegenzug erhielten wir für rund 0,3 Mrd. € neu ausgegebene Aktien von Ströer: Dies entsprach nach Eintreten aller Vollzugsbedingungen einem Anteil von rund 11,6% am erhöhten Grundkapital. Insgesamt ergab sich ein Ertrag aus den Entkonsolidierungen von 0,3 Mrd. €; der Ausweis erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Unsere Beteiligung an Ströer wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen und ist Teil unseres Segments Group Headquarters & Group Services.

ERWEITERUNG MARKENPRÄSENZ

Mit der internationalen Markenkampagne "Wir verbinden Menschen in Europa" rücken wir unsere Märkte in Europa nun auch kommunikativ näher zusammen. Die integrierte Kampagne, die in zwölf europäischen Ländern startete, stützt unsere Konzernstrategie auf dem Weg zum führenden europäischen Telekommunikationsanbieter. Neben der Ausstrahlung als TV-Spot sowie in Printmedien wird die Kampagne ergänzt durch eine Kampagnen-Internet-Seite, die umfassend über unsere Strategie informiert.

Seit dem 1. Juli 2015 treten unsere Beteiligungen in der EJR Mazedonien "Makedonski Telekom" und "T-Mobile Macedonia" gemeinsam am Markt auf. Hierzu überführten wir die T-Mobile Macedonia in die Makedonski Telekom. Unser albanisches Tochterunternehmen "Albanian Mobile Communications - amc" firmierten wir im Juli 2015 um zur Telekom Albania. Mit Albanien ist nun das 12. Land in unserem europäischen Footprint "magenta" geworden und übernimmt die Identität und Werte der Telekom Marke: Innovation, Kompetenz und Einfachheit.

INVESTITIONEN IN NETZE UND NEUE SPEKTREN

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Unseren Netzausbau setzten wir 2015 entschlossen fort:

Innerhalb des Berichtsjahres steigerten wir die Glasfaser-Abdeckung in Deutschland von mehr als 44 % auf knapp 55 %; dies entspricht etwa 23 Millionen Haushalten. Unsere LTE-Netzabdeckung erreicht inzwischen 90 % der Bevölkerung. Inzwischen haben wir mehr als 8 Millionen LTE-Kunden. Das bildet zusammen die Basis für unsere integrierten Paketangebote: Seit dem Start von "MagentaEins" im Herbst 2014 haben wir rund 2 Millionen "MagentaEins" Kunden gewonnen. Auch die IP-Transformation setzten wir mit beschleunigtem Tempo fort: Ende 2015 waren bereits 9,5 Millionen Festnetz-Anschlüsse (Retail und Wholesale) IP-basiert - dies entspricht einer Quote von 40 %.

Im Juni 2015 konnten wir uns erfolgreich an der Frequenzversteigerung in Deutschland beteiligen. Von den insgesamt 270 MHz aus vier Bereichen zwischen 0,7 und 1,8 GHz, die von der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Auktion standen, konnten wir uns insgesamt 100 MHz zu einem Preis von knapp unter 1,8 Mrd. € sichern. Mit den erworbenen Frequenzen werden wir die Digitalisierung in Deutschland weiter vorantreiben können. Mit den Frequenzen im 1,5 und 1,8 GHz-Band werden wir in erster Linie die Breitband-Versorgung in Städten und Ballungsgebieten ausbauen. Insbesondere die im 0,7 GHz-Band ersteigerten Blöcke dienen dazu, den ländlichen Raum mit mobilen Bandbreiten zu versorgen. Damit rückt das Ziel näher, in Deutschland flächendeckend für Bandbreiten von bis zu 50 MBit/s zu sorgen. Bereits bei der Frequenzversteigerung haben wir bei der BNetzA eine Kaution von 0,6 Mrd. € hinterlegt. Eine weitere Zahlung von 1,0 Mrd. € tätigten wir Ende Juni 2015. Den restlichen Betrag von 0,2 Mrd. € werden wir gemäß den Vergaberegeln voraussichtlich bis Mitte 2017 zahlen.

In unserem operativen Segment Europa erhöhten wir die Reichweite unserer LTE-Abdeckung zum Jahresende 2015 auf 71%; insgesamt erreichen wir somit rund 92 Millionen Einwohner. Seit September 2015 sind wir nun in allen unseren europäischen Mobilfunk-Märkten mit 4G/LTE vertreten: Telekom Albania startete mit der Markteinführung von 4G+ mit Geschwindigkeiten von bis zu 225 MBit/s zunächst in sieben großen Städten. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2015 Investitionen in Spektrum von rund 29 Mio. € getätigt, v. a. in Albanien. Die Abdeckung der Haushalte mit Glasfaser liegt in unseren Landesgesellschaften inzwischen bei 19 % nach noch 15 % im Vorjahr. Die Zahl der Vertragskunden im Mobilfunk steigerten wir ebenso wie die Zahl der Breitband-Anschlüsse und die der Kunden im TV-Geschäft. Fünf Landesgesellschaften haben die "MagentaEins" Logik übernommen, weitere werden folgen.

Im Zuge unserer integrierten paneuropäischen IP-Netzstrategie haben wir im März 2015 unsere ersten drei Landesgesellschaften miteinander verbunden: Kunden in Kroatien, Ungarn und der Slowakei können nun über das zentrale Produktionsmodell standardisierte Produkte beziehen. Den Anfang machte der Geschäftskunden-Service "Cloud vpn". Für unsere Privatkunden folgten im Jahresverlauf 2015 neue zusätzliche TV-Dienste. Ende 2015 lag der Anteil aller IP-basierten Anschlüsse bei 47,1 % - das sind 4,1 Millionen Anschlüsse. Unsere Landesgesellschaften in Kroatien und Montenegro konnten die IP-Migration 2015 vollständig abschließen.

Den Netzausbau führte T-Mobile US mit beschleunigtem Tempo fort. Das 4G/LTE-Netz von T-Mobile US versorgte zum Ende des Berichtsjahres 304 Millionen Menschen, ein Plus gegenüber 265 Millionen Ende 2014. Wideband LTE war zum Jahresende 2015 bereits in 268 Marktgebieten verfügbar. Millionenfache Nutzertests der Download-Geschwindigkeiten belegen, dass das 4G/LTE-Netz von T-Mobile US das schnellste landesweit ist.

Im Januar 2015 hat die US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) bekannt gegeben, dass T-Mobile US für ein Gesamtgebot von 1,6 Mrd. € AWS-3-Spektrum-lizenzen ersteigern konnte; damit können rund 97 Millionen Einwohner erreicht werden. Im ersten Quartal 2015 hat T-Mobile US für die Aws-Spektrumlizenzen 1,3 Mrd. € an die FCC gezahlt, nachdem bereits 2014 im Rahmen der Versteigerung eine Kaution in Höhe von 0,3 Mrd. € hinterlegt worden war. Am 8. April 2015 teilte die FCC uns die ersteigerten Aws-3-Frequenzen formal zu.

REGULIERUNGSENTSCHEIDUNGEN

BNetzA will Vectoring-Ausbau in allen Nahbereichen ermöglichen.

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 23. November 2015 einen Entscheidungsentwurf zu unserem Antrag veröffentlicht, der uns einen weitgehend exklusiven Ausbau aller Nahbereiche mit Vectoring und damit einen Breitband-Ausbau für weitere ca. 6 Millionen Haushalte ermöglicht. Derzeit wird dieser Entwurf konsultiert und voraussichtlich im ersten Quartal 2016 in Kraft treten.

→ Über weitere regulatorische Entscheidungen im Berichtsjahr informieren wir Sie ausführlich im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld". Weitere regulatorische Entwicklungen, die derzeit für uns nicht abschätzbar sind, erläutern wir im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management".

KOOPERATIONEN

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Partnerschaften und Kooperationen spielen für den Erfolg unseres Konzerns eine große Rolle. Im Jahr 2015 gingen wir eine Vielzahl von Kooperationen ein bzw. bauten diese aus. Einige möchten wir im Detail vorstellen:

Eine europaweite Partnerschaft gingen wir im Februar 2015 mit Airbnb - dem etablierten Online-Marktplatz für die Buchung und Vermietung von Unterkünften weltweit - ein. Damit setzen wir unseren strategischen Ansatz fort, Innovationen auch über Kooperationen zu verfolgen.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona Anfang März 2015 haben wir unsere Partnerschaft mit Intel Security bekannt gegeben. Nun können wir unseren Kunden europaweit die Passwort- und Identitäts-Management-Lösung True Key™ anbieten. Im Juni 2015 kündigten wir mit Intel Security eine Forschungsallianz für Frühwarnsensoren gegen Cyber-Angriffe an - mit dem Ziel, noch bessere Sensoren, sog. "Honeypots", zu entwickeln, die Nutzern detaillierte Informationen über Angriffe im Netz in Echtzeit geben.

Ebenso kommunizierten wir auf dem Mobile World Congress die Erweiterung unserer strategischen Partnerschaft mit Microsoft: Wir kooperieren nun im Bereich Vertrieb und Marketing für Lumia Smartphones europaweit und wollen diese Zusammenarbeit auch auf Microsoft Online-Dienste ausdehnen. Zudem hat uns Microsoft im November 2015 zum Daten-Treuhänder für ihr Cloud-Angebot ernannt. Wir kontrollieren und überwachen den Zugriff auf die Kundendaten, die in Deutschland gehostet werden.

Mit unserem Partner Huawei werden wir nicht nur wie bisher im Bereich Netzkomponenten zusammenarbeiten, sondern zukünftig auch in der Informationstechnik. Im März 2015 erweiterten wir unseren weltweit gültigen Rahmenvertrag auf IT-Infrastrukturkomponenten und arbeiten gemeinsam an neuen Cloud-Lösungen. Zudem haben wir im Oktober 2015 mit Huawei einen weiteren Kooperationsvertrag über die Entwicklung einer neuen Public Cloud-Plattform unterzeichnet: Die "Open Telekom Cloud" soll zur CEBIT 2016 an den Start gehen.

Für unseren E-Reader tolino konnten wir 2015 wichtige neue nationale sowie internationale Partner gewinnen. So bietet Libris in den Niederlanden tolino in seinen Buchhandlungen und über seine Webshops an. Auch in Deutschland erweiterten wir unsere tolino-Allianz: um die Mayersche Buchhandlung, die größte in Nordrhein-Westfalen, und um den süddeutschen Filialisten Osiander. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse wurden im Oktober 2015 zwei neue E-Reader vorgestellt: tolino vision 3 HD sowie tolino shine 2 HD.

Mit Readly schlossen wir Anfang Juli 2015 eine umfassende Kooperation ab: Mit der Magazin-Flatrate haben Kunden Zugriff auf mehr als 1 100 nationale und internationale Magazine in einer App. Readly ist eine direkte Zubuchoption zu unseren Mobilfunk-Verträgen.

Eine neue strategische Partnerschaft sind wir mit dem Anbieter für Satellitenkommunikation Inmarsat im September 2015 eingegangen. Gemeinsam wollen wir das "European Aviation Network" entwickeln, um künftig Passagieren im europäischen Luftraum einen breitbandigen Internet-Zugang an Bord zu bieten. Lufthansa wird die neuen Zugangsoptionen als erste europäische Fluggesellschaft nutzen.

Zusammen mit unserem neuen Partner Wandera erweitern wir unser Produkt-Portfolio im Bereich Enterprise Mobility. Wandera ist führender Anbieter von Enterprise Mobility Management (EMM)-Lösungen. Mit der Partnerschaft können wir unseren Geschäftskunden "Secure Mobile Gateway" von Wandera zur Verfügung stellen: Unternehmen können mit der EMM-Lösung aus der Cloud die mobile Datennutzung ihrer Mitarbeiter geräteübergreifend absichern, steuern und verwalten.

Zum weiteren Ausbau unseres Netz-Portfolios unterzeichnete T-Systems im November 2015 einen Partnervertrag mit Akamai, dem weltweit größten Anbieter von Content Delivery Network (CDN)-Diensten. Die neuen Angebote richten sich v. a. an global agierende Geschäftskunden, die nicht über eine Anbindung an leistungsstarke Digitalnetze für Sprache und Daten verfügen und daher Internet-Infrastrukturen nutzen wollen. Dabei haben wir eine Lösung entwickelt, die mithilfe der Technologie von Akamai permanent nach Abkürzungen auf den Daten-Highways sucht und so für eine erheblich verbesserte Qualität der Datenübertragung sorgt.

Für unsere Smart Home-Plattform QIVICON haben wir 2015 weitere Partner aus unterschiedlichen Branchen hinzugewonnen: u. a. Assa Abloy, Partner für Sicherheitslösungen im Gebäude; Bosch Junkers, Anbieter von effizienten und ressourcenschonenden Heizungs- und Warmwasserlösungen; Logitech, Hersteller von Peripheriegeräten wie Kameras und universellen Fernbedienungen. Mit der eww Gruppe, einem österreichischen Versorgungsunternehmen, haben wir unseren ersten internationalen Partner gewonnen, der in Österreich ein QIVICON-basiertes Angebot startete.

NEUE GROSSKUNDENVERTRÄGE

Im Berichtsjahr setzten wir unsere Erfolgsserie im Bereich Cloud-Dienste fort. Aber auch in anderen Bereichen konnten wir erfolgreich verschiedene Aufträge im In- und Ausland abschließen, verlängern oder erweitern. Beispielhaft stellen wir nachfolgend einige neue Großkundenverträge vor:

Im Mai 2015 konsolidierte T-Systems die SAP-ERP-Systeme des Aufzugs- und Fahrtreppenherstellers KONE in unsere Cloud: Dazu stellt T-Systems auf einer dynamischen SAP-Plattform weltweit einheitliche SAP-Anwendungen aus der Cloud zur Verfügung.

Im gleichen Monat hat Jet Aviation, eine Tochtergesellschaft des Flugzeugbauers General Dynamics, den Vertrag über sap aus der Cloud mit T-Systems um weitere vier Jahre verlängert; bereits seit 2007 betreuen wir sämtliche SAP-Anwendungen von Jet Aviation.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (sbb) haben T-Systems in der Schweiz mit der Transformation ihrer IT-Services in die Cloud beauftragt. Dazu wurde ein Vertrag, der Leistungen zu Virtual Infrastructure Application Services betrifft, mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2020 abgeschlossen. Beide Unternehmen verbindet eine über 17-jährige erfolgreiche und vertrauensvolle Partnerschaft.

Union Investment hat Ende des Jahres 2015 einen umfassenden Betreuungsvertrag mit T-Systems abgeschlossen: Mit einem Volumen von rund 350 Mio. € - verteilt auf maximal zehn Jahre - sieht er den Umzug der klassischen IT-Systeme in die sichere deutsche Cloud vor, streng nach den Vorschriften des deutschen Datenschutzes. Dabei verantworten wir die IT-Infrastruktur, die Einbindung in die bestehende Systemlandschaft und den Betrieb der Anwendungen.

Einen Großauftrag im deutlich zweistelligen Millionenbereich erhielten wir Ende 2015 von dem weltweiten Technikgroßhändler Tech Data: Wir werden die bestehenden europäischen IT-Systeme von Tech Data in die Cloud überführen.

NEUE PRODUKTE UND TARIFE

Auch im Berichtsjahr haben wir neue Dienste, Produkte und Tarife auf den Markt gebracht. Einige davon stellen wir nachfolgend vor:

Nach einem Pilotbetrieb mit fast 10 000 Kunden fand im Februar 2015 die kommerzielle Markteinführung des neuen mobilen TV-Angebots von T-Mobile Polska statt. Unsere Kunden in Polen können zwischen zwei Tarifen mit 17 bzw. 32 TV-Kanälen wählen. Zusätzlich bieten wir einen Video-Service mit einer Vielzahl von Filmen an. Kunden können das TV-Angebot zudem auf zwei Endgeräten gleichzeitig nutzen, z. B. auf dem Smartphone und dem Tablet.

Mit der neuen Familien-App "myKIDIO" präsentierten wir den Besuchern des Mobile World Congress die Integration des Unterhaltungsprogramms in das Auto-Infotainment-System: Die App gibt Zugriff auf hochwertige Hörbücher, Filme und TV-Sendungen. Das Unterhaltungsprogramm steht für Smartphones und Tablets bereit, aber auch in BMW-Fahrzeugen über BMW ConnectedDrive. BurdaNews vermarktet "myKIDIO" und kümmert sich um die Kundenbeziehungen. Wir verantworten die Funktionsweise der App, betreiben die Plattform und entwickeln die Technologie für die Nutzung des Angebots im Auto.

Unter dem Motto "Wirtschaftswunder 4.0 - Digitalisierung made in Germany" präsentierten wir auf der CEBIT im März 2015 fünf Digitalisierungspakete speziell für den Mittelstand, neben "MagentaEins Business" u. a. das "Industrie 4.0 Paket": Es ermöglicht kleinen und mittelständischen Betrieben, ihre Maschinen schnell und einfach zu vernetzen und ihre Fertigungsbedingungen zu überwachen. Die Prozesse werden damit effizienter und produktiver; Energiebedarf und Ressourcenverbrauch gehen tendenziell zurück. Das Paket enthält alles, was eine Maschine braucht, um ans Netz zu gehen: Hardware, SIM-Karte mit Datentarif sowie den Zugang zur Plattform "Cloud der Dinge", die Geräte- und Sensordaten erfasst und verarbeitet.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Im Jahresverlauf 2015 startete T-Mobile US verschiedene "Uncarrier"-Initiativen. Im März 2015 erfolgte die Einführung von Uncarrier 9.0 Business Freedom: ein einfaches, transparentes und kostengünstiges Tarifsystem für Geschäftskunden. Zeitgleich startete T-Mobile US zwei großangelegte Initiativen für Privatkunden: Un-contract und Carrier Freedom. JUMP! On Demand wurde im Juni 2015 gestartet: Eine monatliche Zahlung deckt dabei die Kosten für ein neues Endgerät ab. Zusätzlich hat der Kunde die Möglichkeit, sein Endgerät bis zu drei Mal im Jahr gegen ein neueres einzutauschen -ohne Aufpreis. T-Mobile us führte im November 2015 Phase 10.0 ihres "Uncarrier"-Wertversprechens ein: Die Option Binge On™ ermöglicht es Kunden mit einem entsprechenden "Simple Choice"-Tarif, ohne zusätzliche Kosten und ohne Belastung ihres Datenvolumens für Hochgeschwindigkeitsübertragung unbegrenzt Video-Services, z. B. von Netflix, hbo now, Hulu und vielen anderen, zu nutzen. Darüber hinaus können die Kunden mit Binge On™ im Rahmen ihres Datentarifs die dreifache Menge Videos schauen.

Im Mai 2015 fiel der Startschuss für eine neue Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von De-Mails. Basis hierfür bildet der weltweit anerkannte Standard "Pretty Good Privacy" (PGP). Die De-Mail Anbieter Deutsche Telekom, Francotyp-Postalia und United Internet vereinfachten PGP so stark, dass De-Mail Nutzer vertrauliche Nachrichten und Dokumente durchgängig vor Zugriffen Dritter schützen können -und zwar ganz einfach und ohne Vorkenntnisse.

Speziell für kleinere Mittelständler führten wir zusammen mit MobileIron und EBF im Mai 2015 eine Mobile Device Management (MDM)-Lösung ein: Mit der Software "hosted MDM basic" können Unternehmen ihre Smartphones und Tablets inkl. Apps auf einer zentralen Plattform verwalten, neue Anwendungen zentral aufspielen und die gespeicherten Daten schützen. Dabei wird die MDM-Lösung aus der Cloud bereitgestellt und in unseren geschützten Rechenzentren gesichert.

Mit unserem neuen Service "One Number" entscheiden unsere Geschäftskunden in Deutschland künftig selbst, welche Rufnummer - Mobilfunk oder Festnetz - bei einem Telefonat angezeigt wird. "One Number" lässt sich einfach online oder per App an- und ausschalten, konfigurieren und individuell anpassen.

Mit der neuen "Enterprise Mobility Management Suite" (EMM Suite) von T-Systems können Unternehmen nicht nur mobile Endgeräte konfigurieren, sondern auch Applikationen und Daten sicher managen. Mit dieser umfassenden Komplettlösung aus der Cloud können Mitarbeiter u. a. sicher auf Firmenressourcen zugreifen sowie Daten mobil lesen, editieren und weiterverteilen.

Seit Oktober 2015 ist unser neues Tablet "puls" erhältlich: Es dient als handliche Steuerungszentrale für die Telekom Welt zu Hause. Dabei gibt es unseren Kunden jederzeit einen Überblick über ihre Festnetz-Anrufe, Sprachnachrichten, Programminformationen und Smart Home-Anwendungen. Mit nur einem einzigen Log-in besteht Zugriff auf 14 vorinstallierte Telekom Apps.

Großen und mittelständischen Unternehmen bieten wir seit November 2015 einen Abwehrschutz vor Industriespionage: "Lauschabwehr". Unsere spezialisierten Techniker überprüfen Büros und Konferenzräume auf Abhörtechnik und Schwachstellen. Zudem bieten wir Schulungen für einen verbesserten Umgang mit sensiblen Informationen an sowie maßgeschneiderte Konzepte, um den Informations- und Abhörschutz zu optimieren.

Im November 2015 öffnete unser Portal "TelekomCloud" seine Pforten: Hier bündeln wir alle unsere Cloud-Angebote für Geschäftskunden. Das Angebot umfasst ausgewählte Lösungen namhafter Partner für Software, Plattformen und Infrastruktur als Service aus der Cloud. Mit der "TelekomCloud" bekommen unsere Kunden alle Cloud-Dienste kompakt und kompetent aus einer Hand - inkl. Beratungs- und Support-Leistungen durch unsere Cloud-Spezialisten. Unser Portal erfüllt die strengen deutschen Datenschutz-Standards und ist vom TÜV Rheinland zertifiziert.

Mit unserer neuen Android-basierten App "Message+" können unsere Mobilfunk-Kunden seit Dezember 2015 neue Anruffunktionen nutzen: So kann man vor einem Anruf Dringlichkeit, Betreff, Fotos oder Standort an den Gesprächspartner übermitteln und auch während des Gesprächs Fotos, Videos, Notizen oder den Standort austauschen.

Anfang Dezember 2015 fiel der Startschuss für unsere sichere europäische Public Cloud auf Basis einer Cisco-Cloud-Plattform. Dabei übernimmt T-Systems den Betrieb und Vertrieb des neuen Infrastruktur-Services aus ihrem hochsicheren Rechenzentrum in Biere/Magdeburg. Das Angebot richtet sich an alle unsere Geschäftskunden und ist bestellbar über unser Portal "TelekomCloud".

AUSZEICHNUNGEN

Auch im Berichtsjahr erhielten wir eine Vielzahl von Auszeichnungen - u. a. für unsere hervorragenden Netze, unseren herausragenden Service, unsere innovativen Marketing-Konzepte sowie für unsere überaus wertvolle Marke "Telekom". Die nachfolgende grafik 13 stellt die wichtigsten Auszeichnungen 2015 zusammen.

→ Weitere Auszeichnungen finden Sie online unter: www.telekom.com/auszeichnungen

→ Informationen zu unseren Auszeichnungen für unsere Personalarbeit finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter".

KONZERNSTRUKTUR

Geschäftstätigkeit und Organisation

Leitung und Kontrolle

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND ORGANISATION

Wir wollen auch in Zukunft erfolgreich sein. Darum entwickeln wir uns von der klassischen Telefongesellschaft hin zu einem Service-Unternehmen mit ganz neuen Perspektiven. Unser Ziel haben wir dabei immer klar vor Augen: der führende europäische Telekommunikationsanbieter zu sein. Die Basis dafür ist und bleibt unser Kerngeschäft: der Aufbau, der Betrieb und die Vermarktung von Netzen und Kommunikationsdiensten. Zugleich engagieren wir uns intensiv in Geschäftsfeldern, in denen sich neue Wachstumschancen bieten.

Das digitale Zeitalter verändert uns von Grund auf. Um uns herum entsteht eine "Gigabit-Gesellschaft", in der schnelles Internet zu Hause wie unterwegs völlig selbstverständlich ist. Technisch gesehen müssen also immer größere Datenmengen mit immer höherer Geschwindigkeit transportiert werden. Hierfür braucht es immer leistungsfähigere Netze. Wir bauen diese Netze: Netze, die nicht nur in Zukunft den enorm wachsenden Bedarf an Bandbreite decken, sondern die auch intelligent genug sind, um ganzen Branchen neue Geschäftsfelder zu eröffnen. Dies wollen wir als Deutsche Telekom möglich machen. Zudem haben wir uns das Ziel gesteckt, unseren Kunden Festnetz, Mobilfunk, Internet und Internet-basiertes Fernsehen aus einer Hand zu bieten und sicheren Zugang zu allen privaten Daten zu gewährleisten - und zwar unabhängig von Standort und Endgerät.

Aber es geht um mehr: In vielen Bereichen werden gesellschaftlich wichtige Weichen gestellt. Dass wir auch dort unseren Beitrag leisten wollen, gebietet unser Verständnis von einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Wir glauben, dass wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte miteinander vereinbar sind, und legen unserem Handeln Nachhaltigkeit zugrunde. Dabei sind verschiedene branchentypische und allgemeine Anforderungen entscheidend für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Hierzu gehören kompetente Mitarbeiter und ausgezeichnete Arbeitsbedingungen bei uns im Konzern, aber auch bei unseren Lieferanten, sowie erstklassige Qualität zu wirtschaftlichen Konditionen: bei Datenschutz und -sicherheit, im Service, im Netzausbau, in der Materialbeschaffung. Außerdem gilt es, mögliche Folgen des Klimawandels für unsere Geschäftstätigkeit zu beachten, z. B. unsere Netzinfrastruktur so aufzubauen, dass sie vor Unwettern, Temperaturveränderungen oder höheren Windgeschwindigkeiten geschützt ist. Mit innovativen Produkten und Diensten helfen wir zudem unseren Kunden, ihren C02 -Fuß-abdruck zu reduzieren. Darüber hinaus verringern wir unseren eigenen Energieverbrauch. Über unser Kerngeschäft hinausgehend tun wir alles, um die gesellschaftliche Akzeptanz für unser Handeln sicherzustellen. Das heißt für uns: ethisch und gesetzeskonform zu handeln sowie unsere Stakeholder transparent zu informieren und einzubeziehen.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Das Fundament für unsere verantwortungsvolle Unternehmensführung und den geschäftlichen Erfolg bilden unsere gemeinsamen Unternehmenswerte und unsere Leitlinien, die wie folgt lauten:

Kunden begeistern und Dinge einfacher machen

Integrität und Wertschätzung leben

Offen zur Entscheidung - geschlossen umsetzen

An die Spitze! Leistung anerkennen - Chancen bieten

Ich bin die Telekom - auf mich ist Verlass

Wir wollen also ein nachhaltig wachsendes Unternehmen sein, das seine Kunden begeistert, das für seine Anleger Werte schafft und in dem die Mitarbeiter gerne arbeiten.

Geschäftstätigkeit: führender integrierter Telekommunikationsanbieter.

Wir gehören mit über 156 Millionen Mobilfunk-Kunden, 29 Millionen Festnetz- und rund 18 Millionen Breitband-Anschlüssen zu den führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit. Unseren Kunden bieten wir Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz/Breitband, Mobilfunk, Internet und Internet-basiertes Fernsehen für Privatkunden sowie ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden. Dabei richten wir uns international aus und sind in über 50 Ländern vertreten.

→ Unsere Präsenzstandorte finden Sie unter: www.telekom.com/weltweit

Mit 44,2 Mrd. € erwirtschafteten wir im Geschäftsjahr 2015 rund 64 % unseres Konzernumsatzes außerhalb Deutschlands. Insgesamt beschäftigen wir rund 225 200 Mitarbeiter (31. Dezember 2015).

Das Festnetz-Geschäft umfasst alles rund um die Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitband-Technik. Dazu gehören sowohl der Vertrieb von Endgeräten und sonstiger Hardware als auch der Vertrieb von Diensten an Wiederverkäufer. Im Mobilfunk-Geschäft bieten wir Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an. In Verbindung mit diesen Diensten verkaufen wir Mobilfunk-Geräte und andere Hardware. Darüber hinaus vertreiben wir Mobilfunk-Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (Mobile Virtual Network Operator (MVNO)). Unsere Großkundensparte T-Systems betreibt mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen die Informations- und Kommunikationstechnik für global aufgestellte Unternehmen und öffentliche Institutionen.

Organisation: vier operative Segmente.

Unsere Finanzberichterstattung steht im Einklang mit unserer Konzernstrategie und basiert auf der folgenden Organisationsstruktur: Unser Konzern ist in vier operative Segmente gegliedert. Die Geschäftstätigkeit dieser operativen Segmente teilt sich bei drei Segmenten nach Regionen, bei einem Segment nach Kunden und Produkten auf.

Die folgende GRAFIK 14 gibt einen Überblick über die Organisationsstruktur unseres Konzerns, die wir nachfolgend im Detail erläutern.

G 14 Organisationsstruktur

scroll
Deutsche Telekom Konzern
Group Headquarters & Group Services
Deutschland USA Europa Systemgeschäft
Festnetz und Mobilfunk Mobilfunk Festnetz und Mobilfunk T-Systems

Unser operatives Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland. Darüber hinaus erbringt es Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern.

Unser operatives Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt.

Unser operatives Segment Europa umfasst sämtliche Festnetz- und Mobilfunk-Aktivitäten der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, den Niederlanden, der Slowakei, Österreich, Albanien, der EJR Mazedonien und Montenegro. Neben dem Privatkundengeschäft bieten die meisten Landesgesellschaften auch Geschäftskunden ICT-Lösungen an. Den Geschäftskundenbereich haben wir weiter ausgebaut, insbesondere durch die Übernahme der GTS Central Europe Gruppe (GTS) im Jahr 2014. Ebenso zum operativen Segment Europa gehören die Bereiche International Carrier Sales & Solutions (icss), Group Technology und die Global Network Factory (gnf): icss erbringt hauptsächlich Telekommunikationsvorleistungen für die operativen Segmente in unserem Konzern. Group Technology sorgt für die effiziente und kundengerechte Bereitstellung von Technologien, Plattformen und Services für Mobilfunk und Festnetz. gnf gestaltet und betreibt ein weltweites Netzwerk, um Wholesale-Kunden Sprach- und Datenkommunikation anzubieten.

Unser operatives Segment Systemgeschäft betreibt mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen die Informations- und Kommunikationstechnik für global aufgestellte Unternehmen und öffentliche Institutionen. So stellt T-Systems Kunden in aller Welt integrierte Lösungen für das digitale Zeitalter zur Verfügung. Aber auch für kleine und mittelständische Unternehmen bietet das operative Segment passende ICT-Lösungen. Kern des Angebots sind Services aus der Cloud, M2M- und Sicherheitslösungen, sich ergänzende hochstandardisierte Produkte aus Mobilfunk und Festnetz sowie Lösungen für virtuelle Zusammenarbeit und IT-Plattformen. Diese bilden die Basis für digitale Geschäftsmodelle der Unternehmenskunden. Das operative Segment Systemgeschäft vereint zwei Geschäftsbereiche: Market Unit und Telekom it. Schwerpunkt der Telekom IT sind die internen nationalen IT-Projekte unseres Konzerns. Die Market Unit umfasst v. a. das Geschäft mit externen Kunden und ist seit Oktober 2015 in drei Divisionen gegliedert: IT-Division, TC-Division (Telecommunication) sowie Digital Division. Die neue Aufteilung richtet sich stärker an den Bedürfnissen unserer Kunden aus und hilft uns dabei, noch effizienter zu sein und profitabler zu wachsen.

Group Headquarters & Group Services umfasst alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind. Als Richtungs- und Impulsgeber definiert Group Headquarters die strategischen Vorgaben für den Konzern, stellt sicher, dass sie eingehalten werden, und bearbeitet ausgewählte Konzernprojekte. Group Services erbringt seine Leistungen als Dienstleister für den Konzern; dazu zählt neben den typischen Dienstleistungen wie Finanzbuchhaltung, Personal-Service und operativem Einkauf u. a. Vivento: Unser Personaldienstleister vermittelt einerseits Beamte und Angestellte in externe Beschäftigungsverhältnisse, v. a. in den öffentlichen Dienst. Andererseits vermittelt Vivento auch gezielt intern, um fachliches Know-how in unserem Konzern zu halten und den Einsatz externer Mitarbeiter zu reduzieren. Darüber hinaus gibt es die Bereiche Group Real Estate Management und MobilitySolutions als Komplettanbieter von Fuhrpark-Management und Mobilitätsleistungen. Unsere zentrale Innovationseinheit Digital Business Unit haben wir Mitte des Jahres 2015 neu ausgerichtet: Sie arbeitet seitdem unter dem Namen Group Innovation an der Erschließung neuer Geschäftsfelder und Produkte - in engem Dialog mit unseren operativen Segmenten. Aufgrund der geschlossenen Vereinbarung über den Verkauf des Joint Ventures EE an die britische bt wurde EE bis zum Vollzug der Transaktion am 29. Januar 2016 in den als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ausgewiesen.

→ Für nähere Informationen verweisen wir auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.

LEITUNG UND KONTROLLE

Das Vergütungssystem des Vorstands orientiert sich am langfristigen Erfolg des Konzerns, das des Aufsichtsrats enthält seit dem 1. Januar 2013 keine langfristigen Vergütungsbestandteile mehr. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex werden eingehalten.

Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht zum 31. Dezember 2015 sieben Vorstandsbereiche vor. Vier davon sind die zentralen Führungsbereiche:

Vorstandsvorsitzender

und die Vorstandsressorts

Finanzen

Personal

Datenschutz, Recht und Compliance

Zudem gibt es drei weitere segmentbezogene Vorstandsbereiche:

Deutschland

Europa und Technik

T-Systems

Veränderungen im Vorstand.

Dr. Christian P. Illek ist mit Wirkung zum 1. April 2015 zum Vorstandsmitglied Personal und Arbeitsdirektor bestellt worden. Die Wiederbestellung von Claudia Nemat zum Vorstandsmitglied Europa und Technik erfolgte mit Beschluss vom 16. Dezember 2015 mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 für fünf Jahre.

Veränderungen im Aufsichtsrat (Vertreter der Anteilseigner).

Dr. h. c. Bernhard Walter verstarb am 11. Januar 2015. Ines Kolmsee wurde mit Wirkung zum 31. Januar 2015 gerichtlich in den Aufsichtsrat bestellt und legte ihr Mandat mit Ablauf des 8. April 2015 nieder. Prof. Dr. Michael Kaschke, der zum 22. April 2015 zunächst gerichtlich in den Aufsichtsrat bestellt worden war, wurde durch die Hauptversammlung am 21. Mai 2015 in den Aufsichtsrat gewählt. Dr. Wulf H. Bernotat wurde durch die Hauptversammlung am 21. Mai 2015 für eine weitere Amtszeit in den Aufsichtsrat gewählt.

Veränderungen im Aufsichtsrat (Arbeitnehmervertreter).

Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter gab es keine Veränderungen im Geschäftsjahr 2015. Waltraud Litzenberger hat ihr Mandat mit Ablauf des 31. Dezember 2015 niedergelegt. Nicole Koch wurde zum 1. Januar 2016 gerichtlich in den Aufsichtsrat bestellt.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn. Er setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen, von denen zehn die Aktionäre und zehn die Arbeitnehmer vertreten.

Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgen auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG.

Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG und §§ 18, 21 der Satzung. Dabei ist der Aufsichtsrat gemäß § 21 der Satzung ermächtigt, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anzupassen, die für die Gesellschaft verbindlich werden, und Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.

T 010 Zusammensetzung des Vorstands

scroll
Mitglieder des Vorstands Ressort
Timotheus Höttges Vorstandsvorsitzender (CEO)
Reinhard Clemens T-Systems
Niek Jan van Damme Deutschland
Thomas Dannenfeldt Finanzen (CFO)
Dr. Christian P. Illek Personal
Dr. Thomas Kremer Datenschutz, Recht und Compliance
Claudia Nemat Europa und Technik

KONZERNSTRATEGIE

Deutsche Telekom will führender Telekommunikationsanbieter in Europa sein

Auch 2015 erfolgreiche Umsetzung der Konzernstrategie

UNSERE KONZERNSTRATEGIE "LEADING EUROPEAN TELCO"

Seit 2014 richten wir unser unternehmerisches Handeln an unserer Strategie "Leading European Telco" aus - mit dem Ziel, der führende Telekommunikationsanbieter in Europa zu sein. Wir sehen uns als treibende Kraft für ein modernes und wettbewerbsfähiges digitales Europa. Unser Führungsanspruch erstreckt sich dabei auf vier Dimensionen: bestes Netz, bester Service, beste Produkte und bevorzugter Anbieter für Geschäftskunden. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass alle Menschen an der Informations- und Wissensgesellschaft teilhaben können, und versuchen im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens ökonomische, ökologische und soziale Ziele in Einklang zu bringen. So streben wir in allen Stufen der Wertschöpfungskette einen positiven Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung an. Die Handlungsschwerpunkte unseres Nachhaltigkeits-Managements orientieren sich dabei sowohl an der Bedeutsamkeit für unseren Geschäftserfolg als auch an den Erwartungen unserer Stakeholder.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

→ Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Corporate Responsibility".

Wie die grafik 15 zeigt, basiert unsere Strategie "Leading European Telco" auf vier Handlungsfeldern, die sich aus unserem Führungsanspruch ableiten und die auf unsere Kunden ausgerichtet sind, sowie auf drei unterstützenden Handlungsfeldern, die den Rahmen für unser internes Handeln bilden.

G 15 Konzernstrategie "Leading European Telco"

scroll
Integrierte IP-Netze Kunden begeistern Mit Partnern gewinnen Führend bei Geschäftskunden
Portfolio transformieren
Finanzziele & Effizienz weiterentwickeln
Führungskompetenz & Leistungsorientierung ausbauen

STRATEGISCHE HANDLUNGSFELDER

Integrierte IP-Netze

Unser Kerngeschäft ist der Aufbau, der Betrieb und die Vermarktung von Netzen und Kommunikationsdiensten. Unseren Kunden wollen wir das beste Netz und die schnellstmögliche Verbindung bieten. Daher ist für uns eine überdurchschnittliche Netzqualität ein herausragendes Merkmal, mit dem wir uns vom Wettbewerb deutlich abheben können. Regelmäßig schneiden wir bei unabhängigen Netztests hervorragend ab: ein Beleg dafür, dass wir unsere Netze konsequent ausbauen und - auch bei steigendem Wettbewerbsdruck - Qualitätsführer bleiben. Dabei dient der Ausbau unserer Netze unternehmerischen und gesellschaftlichen Zielen: Ein modernes Netz macht unsere Produkte und Dienstleistungen für eine größere Anzahl potenzieller Kunden attraktiv und erhöht so unser Umsatzpotenzial. Moderne Netze und Anlagen steigern auch unsere Energieeffizienz. Gleichzeitig geben wir mehr Menschen Zugang zu modernen Informations- und Telekommunikationsdiensten.

→ Weitere Informationen zu unserem ausgezeichneten Netz finden Sie im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2015".

Unser gesamtes Festnetz stellen wir sukzessive für alle Kunden auf Internet-Protokoll (IP) um. Ein integriertes paneuropäisches IP-Netz soll uns langfristig in die Lage versetzen, die Wünsche unserer Kunden schnell, flexibel und kostengünstig zu bedienen. Die schrittweise Migration hin zu modernen IP-Netzen haben wir in Kroatien und Montenegro 2015 abgeschlossen. In Deutschland und unseren weiteren integrierten Landesgesellschaften ist diese Transformation in vollem Gange und soll bis 2018 komplett abgeschlossen sein.

→ Informationen über den aktuellen Stand unseres Netzausbaus finden Sie im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2015".

In unsere Festnetze werden wir weiter investieren, um eine optimale Breitband-Versorgung zu schaffen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit der Anschlusstechnik fttc bringen wir die Glasfaser näher zu unseren Kunden und steigern so die Bandbreiten. In Deutschland planen wir, bis 2018 ca. 80 % der Bevölkerung eine Download-Bandbreite von mindestens 50 MBit/s anbieten zu können - z. B. mittels der Vectoring-Technologie.

Im Mobilfunk wollen wir unsere LTE-Netze weiter ausbauen: In Deutschland planen wir, bis 2018 ca. 95% der Bevölkerung mit LTE zu versorgen, in unseren europäischen Landesgesellschaften sollen die Anteile zwischen 75 und 95 % liegen. Außerdem wollen wir in Deutschland deutlich mehr WLAN-HotSpots anbieten und unser Mobilfunknetz mithilfe kleiner, leistungsfähiger Funkzellen (Small Cells) noch engmaschiger ausbauen. In den USA haben wir mit unserem 4G/LTE-Netz Ende 2015 über 304 Millionen Menschen erreicht.

Als ein führender Telekommunikationsanbieter arbeiten wir bei der Entwicklung und Standardisierung des Mobilfunk-Standards der 5. Generation (5G) aktiv mit. 5G wird z. B. ermöglichen, Telekommunikationsnetze in Festnetz und Mobilfunk noch effizienter zu betreiben und die Qualität von kritischen Diensten zu verbessern, insbesondere im Umfeld des Internets der Dinge.

Kunden begeistern

Mit dem besten Netz, integrierten Produkten und dem besten Service schaffen wir ein herausragendes Kundenerlebnis. Wir begeistern unsere Kunden mit Kompetenz, Einfachheit und Schnelligkeit. Auch darum verbessern wir kontinuierlich unsere Prozesse und IT-Systeme.

Fixed Mobile Convergence (FMC), also die gemeinsame Vermarktung von Festnetz und Mobilfunk in einem Produkt, bietet unseren Kunden ein nahtloses Telekommunikationserlebnis - einheitlich und technologieübergreifend. Unser Angebot an solchen konvergenten Produkten wollen wir deshalb deutlich erweitern - auch, um neue Kunden zu gewinnen sowie bei bestehenden Kunden die Loyalität zu erhöhen und den Umsatz zu steigern. Bis Ende 2015 haben sich in Deutschland rund 2 Millionen Kunden für "MagentaEins" entschieden. Damit sind wir auf gutem Wege, unser Ziel von 3 Millionen FMC-Kunden bis 2018 zu erreichen. Insgesamt konnten die integrierten Landesgesellschaften unseres operativen Segments Europa Ende 2015 ungefähr 1 Million Kunden für unsere FMC-Produkte gewinnen.

Unsere Kunden profitieren von unserem konvergenten Produkt-Portfolio: Sie erleben, wie einfach und unkompliziert Telekommunikation sein kann. Ein Beispiel dafür ist die Eu-Flatrate, die nur unsere "MagentaEins" Kunden buchen können. Unseren Hybrid-Router hatten wir in Deutschland 2014 eingeführt: Er kombiniert die Stärken von Festnetz - hohe gleichbleibende Kapazität - mit denen des Mobilfunks -hohe Übertragungsgeschwindigkeit. Im Berichtsjahr haben wir das Versorgungsgebiet für den Hybrid-Router deutlich ausgeweitet. 2015 starteten wir in Deutschland den Vertrieb eines Steuerungsgeräts (Tablet puls) für alle Telekommunikationsdienste.

Bis 2018 wollen wir unseren Kunden-Service verbessern: kunden- und effizienzorientiert. Auf allen Kanälen - Shop, Hotline und Online - wollen wir unseren Kunden ein hervorragendes und konsistentes Service-Erlebnis bieten. Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau unseres Online-Kanals sowie auf den nahtlosen Wechsel für unsere Kunden zwischen den einzelnen Kanälen. 2015 konnten wir den Kunden-Service an vielen Stellen verbessern, so haben wir z. B. in Deutschland eine leistungsfähige Kundencenter-App eingeführt sowie unsere Portallandschaft modernisiert. Telekom Romania ist Vorreiter bei der integrierten Vertriebs- und Service-App, welche alle relevanten Anliegen unserer Kunden bedienen kann.

Die Kundenbindung/-zufriedenheit messen wir mit der weltweit anerkannten TRI*M-Methodik. Auf Basis dieser TRI*M-Steuerungsgröße verbessern wir u. a. unsere Prozesse im Kundenkontakt sowie unsere Produkte und Dienstleistungen. So ermitteln wir mit Befragungen die Loyalität unserer Kunden gegenüber unserem Unternehmen. Die Ergebnisse werden in einer Kennzahl dargestellt: dem TRI*M-Index, auf einer Skala von minus 66 bis plus 134. Im Berichtsjahr lag der Wert bei 67,4 Punkten gegenüber 65,9 Punkten im Vorjahr. Bis 2018 wollen wir jeweils eine leichte Steigerung pro Jahr erreichen.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Für unsere Kunden sind Datenschutz und -sicherheit sehr wichtig und daher für uns im Wettbewerb ein wichtiger Differenzierungsfaktor. Unseren Kunden garantieren wir, dass wir mit ihren Daten sicher und vertrauensvoll umgehen. Wir sehen im Bereich Datenschutz und -sicherheit auch ein wachsendes Geschäftsfeld, das wir mit bestehenden und neuen Security-Lösungen deutlich ausbauen wollen. 2015 haben wir darum alle Sicherheitsaktivitäten in einer neuen Organisationseinheit konzernweit gebündelt.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Mit Partnern gewinnen

Wir sind ein innovatives Unternehmen. Unsere eigene Innovationskraft konzentrieren wir auf unser Netz, unsere Prozesslandschaft, ausgewählte Plattformen für Produktion und Vertrieb unserer Produkte sowie auf unsere Zugangsprodukte. Zusammen mit Partnern bieten wir ein breiteres Angebot von Diensten und Produkten und liefern die digitalen Angebote, die unsere Kunden wünschen. Unseren Partnern bieten wir Zugang zu einer großen und attraktiven Kundenbasis, zu unserem etablierten Marketing und Vertrieb sowie zu technischen Vorleistungen. Zudem bieten diese Partnerschaften die Chance, sich vom Wettbewerb abzuheben.

→ Weitere Informationen zu unseren Kooperationen finden Sie im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2015".

Wir wollen der bevorzugte Telekommunikationsanbieter sein, über den innovative Partner ihre Produkte vermarkten. Darum haben wir eine standardisierte Plattform entwickelt, die man sich wie eine Steckerleiste vorstellen kann, an die Partner mit ihren Diensten einfach andocken (siehe grafik 16). Im Herbst 2015 haben wir in der Tschechischen Republik, Griechenland und Kroatien die "Steckerleiste" in Betrieb genommen. 2016 werden u. a. Polen, Albanien, Österreich und Montenegro folgen. Als erster Partner wird frag, ein Portal für digitale Inhalte wie Musik und E-Books, in der Tschechischen Republik an die Steckerleiste angeschlossen. Wir planen, weitere Partner aufzunehmen, z. B. aus den Bereichen Cloud Gaming und Sicherheit.

Darüber hinaus entwickeln wir unser TV-Geschäft weiter und wollen auch hier weiter wachsen. Wir machen attraktive Inhalte auf allen Bildschirmen zugänglich. Um ein noch besseres TV-Erlebnis zu garantieren, führen wir z. B. in Deutschland bis 2016 eine neue TV-Plattform ein: Das Fernsehen der nächsten Generation bietet sowohl eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche als auch neue, innovative Produktmerkmale. Zudem beinhaltet das Produkt nach wie vor das umfangreichste HD-Angebot wie auch die besten Abrufinhalte.

Mit unseren Cloud-Partnerlösungen wie z. B. Microsoft Azure und Office 365, Salesforce, Informatica oder der Cisco Intercloud bieten wir unseren Kunden ein attraktives Plattform-Angebot aus einer Hand, vollintegriert, sicher und "made in Germany". Im Bereich Public Cloud sind wir gerade dabei, dieses Angebot noch zu erweitern - um die Open Telekom Cloud, ein gemeinsames Public IaaS (Infrastructure as a Service)-Angebot mit unserem Partner Huawei. Die vollautomatisierte Bereitstellung und effiziente Produktion in unserem Hochleistungsrechenzentrum in Biere/Magdeburg machen es möglich, dass wir die Open Telekom Cloud günstiger anbieten können als vergleichbare Angebote auf dem Markt.

Führend bei Geschäftskunden

Der Ausbau unserer Marktposition bei Geschäftskunden ist ein wichtiger Schritt zum führenden Telekommunikationsunternehmen in Europa. Das Geschäft mit IT- und Telekommunikations-Services aus der Cloud wächst ungebrochen, deshalb bauen wir unser Cloud-Ökosystem mit marktführenden Technologiepartnern immer weiter aus. Bereits heute sind wir mit unseren skalierbaren Cloud-Plattformen einer der führenden Anbieter in Europa; in allen Geschäftskundensegmenten wachsen wir schneller als der Markt. Damit unsere Großkundensparte T-Systems nachhaltig profitabel agieren kann, haben wir das bisherige Geschäftsmodell der Market Unit erfolgreich angepasst und in drei Divisionen aufgeteilt: IT-Division, TC-Division (Telecommunication) und Digital Division.

Neben dem klassischen IT- und Telekommunikationsgeschäft setzen wir weiter verstärkt auf plattformbasierte Dienste und Cloud Services, so z. B. im Bereich Industrial Internet/Internet der Dinge. Hier initiieren wir zukunftsweisende Kooperationen rund um das vernetzte Automobil, u. a. mit führenden Unternehmen der Automobilindustrie wie BMW oder Bosch. Vor allem die Digital Division innerhalb von T-Systems wird ein wichtiger Wachstumsmotor sein: In den Geschäftsfeldern Gesundheit, Vernetztes Automobil, Industrial Internet/Internet der Dinge sowie eigenen und Partner-Cloud-Produkten erwarten wir bis 2018 deutlich zweistellige Wachstumsraten. Bis 2018 wollen wir mehr als die Hälfte des externen T-Systems Umsatzes in solchen digitalen Wachstumsfeldern erzielen. 2015 lag der Anteil im Jahresdurchschnitt bei 37 %.

UNTERSTÜTZENDE HANDLUNGSFELDER

Die unterstützenden Handlungsfelder bilden den Rahmen für unser internes Handeln.

Portfolio transformieren.

2015 haben wir unser Beteiligungs-Portfolio mit Blick auf unser strategisches Ziel weiterentwickelt. So haben wir und der französische Telekommunikationsanbieter Orange mit der britischen bt eine Vereinbarung über den Verkauf des Joint Ventures EE geschlossen und damit am britischen Markt den führenden integrierten Telekommunikationsanbieter geschaffen. Nach Vollzug der Transaktion am 29. Januar 2016 sind wir mit einem Anteil von 12 % größter Aktionär von bt und partizipieren damit an der Entwicklung von bt bzw. weiterhin an der Entwicklung des britischen Telekommunikationsmarkts. Unsere Online-Plattform t-online.de und unseren Digitalvermarkter InteractiveMedia haben wir an Ströer veräußert; im Gegenzug erhielten wir eine Beteiligung an Ströer in Höhe von rund 11,6 %. Wir konzentrieren uns also weiterhin auf unser Kerngeschäft, bleiben aber gleichzeitig mit starken Partnern in Wachstumsfeldern präsent.

Finanzziele & Effizienz weiterentwickeln.

Unsere Finanzstrategie sorgt dafür, dass unsere Bilanzrelationen weiterhin solide bleiben. Wir wollen unsere Kapitalkosten mittelfristig verdienen und unser Anlagevermögen im Hinblick auf Auslastung und Ersatzinvestitionen kostenoptimal bewirtschaften. An unserer strengen Kostendisziplin halten wir fest.

Führungskompetenz & Leistungsorientierung ausbauen. Die digitale Transformation macht Arbeiten flexibler, virtueller und partizipativer. Unsere Führungskräfte sind die Architekten der digitalen Transformation und begleiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das neue digitale Zeitalter. Die Basis dafür bilden unsere Führungsgrundsätze zur Zusammenarbeit, Innovation und Leistungsförderung, unsere Leitlinien sowie unser Führungsmodell "Lead to win - Führen, um zu gewinnen", das bereits seit zwei Jahren auf einen kontinuierlichen Austausch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter setzt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Rückmeldung zu Leistung und Entwicklung, eine direkte Verknüpfung zwischen Leistungsbeurteilung und Incentivierung sowie die Ableitung persönlicher Entwicklungspfade. Auch die Personalarbeit wird neu organisiert. Dabei leitet uns der Anspruch, die Transformation unseres Unternehmens nachhaltig und mit Weitsicht zu gestalten.

→ Weitere Informationen zu den Schwerpunkten unserer Personalarbeit finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter".

WACHSTUMSFELDER

Auf dem Kapitalmarkttag 2012 haben wir für fünf Wachstumsfelder Ambitionsniveaus für das Jahr 2015 kommuniziert. In den Folgejahren haben wir in einem sich schnell wandelnden Marktumfeld verschiedene Anpassungen der Konzernstrategie vorgenommen. So haben wir eine strategische Neuausrichtung der Digital Business Unit und der T-Systems beschlossen und den Bereich Internet-Angebote verstärkt auf Partnermodelle umgestellt. Dadurch haben wir für die Wachstumsfelder "Intelligente Netzlösungen" und "T-Systems (externer Umsatz)" das jeweils 2012 kommunizierte Niveau nicht realisiert. Aufgrund des im Februar 2014 vollzogenen Verkaufs von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe sowie der Veräußerung unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia an Ströer im November 2015 haben wir das damals für die "Internet-Angebote" angekündigte Ambitionsniveau nicht weiter verfolgt. Dagegen haben wir insbesondere beim Wachstumsfeld "Mobiles Internet" das ausgegebene Ambitionsniveau von rund 10 Mrd. € mit 13,5 Mrd. € weit übertroffen. Das Ambitionsniveau von "Vernetztes Zuhause" von rund 7 Mrd. € haben wir mit 6,4 Mrd. € nahezu erreicht. Im Rahmen unserer Strategie "Leading European Telco" wird die Systematik der fünf Wachstumsfelder nicht mehr fortgeführt.

Zusammenfassend drückt sich unsere Strategie "Leading European Telco" auch in unserem Ziel aus:

der führende europäische Telekommunikationsanbieter zu sein.

Als einer der führenden Anbieter verfügen wir bereits heute über sehr leistungsfähige Netze und bieten unseren Kunden hervorragenden Service.

Unsere Netze sind integriert und nutzen einheitliche technische Standards.

Wir liefern die Plattformen für erfolgreiche Partnerschaften im Privat- wie im Geschäftskundensegment.

Wir sind im Kern Telekommunikationsanbieter - erweitert um ausgewählte ICT-Geschäftsmodelle.

KONZERNSTEUERUNG

Auch 2015 Finanzstrategie konsequent umgesetzt

Konzernweites Wert-Management

Wir bekennen uns weiterhin zum Konzept der wertorientierten Unternehmensführung. Um unseren Konzern erfolgreich und nachhaltig zu steuern, müssen wir die Erwartungen aller Interessengruppen stets im Blick haben.

Die Aktionäre erwarten eine angemessene und verlässliche Verzinsung auf ihr eingesetztes Kapital.

Die Fremdkapitalgeber erwarten eine angemessene Verzinsung und die Fähigkeit zur Schuldenrückzahlung.

Die Mitarbeiter erwarten sichere Arbeitsplätze mit Zukunftsperspektiven sowie eine verantwortungsvolle Gestaltung des notwendigen Personalumbaus.

Die "Unternehmer im Unternehmen" erwarten ausreichend Investitionsmittel, um das zukünftige Geschäft zu gestalten und um Produkte, Innovationen und Services für die Kunden zu entwickeln.

FINANZSTRATEGIE

Wir wollen einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen dieser Interessengruppen sicherstellen, damit genügend Mittel für eine attraktive Dividendenpolitik, den Schuldenabbau, einen verantwortungsvollen Personalumbau sowie Investitionen für ein positives Kundenerlebnis zur Verfügung stehen.

Auf unserem Kapitalmarkttag in Bonn im Februar 2015 bestätigten wir unsere bestehende Finanzstrategie in ihrer grundlegenden Struktur auch für die Folgejahre. Dazu gehören das Erreichen unserer angestrebten Finanzrelationen - relative Verschuldung (Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA) und Eigenkapitalquote - sowie eine Liquiditätsreserve, die mindestens die Kapitalmarktfälligkeiten der nächsten 24 Monate abdeckt. Mit diesen klaren Aussagen wollen wir unser Rating in einem Korridor von A-/BBB halten und den uneingeschränkten Zugang zum Kapitalmarkt sicherstellen.

Für die Aktionäre gibt es - vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen - eine verlässliche Dividendenpolitik. Diese sieht für die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 eine Dividende von mindestens 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie vor. Bei der Bemessung der Dividendenhöhe für die genannten Geschäftsjahre soll auch das relative Wachstum des Free Cashflows berücksichtigt werden. Unseren Aktionären bieten wir damit eine attraktive Rendite und Planbarkeit. Nach dem Erfolg in den beiden Vorjahren haben wir unseren Aktionären auch für das Geschäftsjahr 2014 wieder die Möglichkeit angeboten, statt der Auszahlung der Dividende in bar die Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG zu wählen. Letzteres bietet Investoren die Chance, Mittel in unserem Unternehmen zu belassen, die Finanzrelationen weiter zu verbessern und vom Erfolg ihrer Investition langfristig noch mehr zu profitieren. Dieses Angebot wurde in noch größerem Umfang als im Vorjahr angenommen. Für das Geschäftsjahr 2015 erwägen wir, unseren Aktionären diese Wahlmöglichkeit erneut anzubieten.

Auch für die kommenden Jahre sind weiterhin hohe Gesamtinvestitionen geplant. Der Investitionsspielraum soll genutzt werden, um unsere Breitband-Infrastruktur weiter auszubauen und die Transformation des Unternehmens auf ein iP-basiertes Produktionsmodell weiter voranzutreiben. Im Mobilfunk geschieht der Infrastrukturausbau auf Basis des modernsten Standards lte; im Festnetz mit Glasfaser und Vectoring.

Die Finanzstrategie unterstützt die Transformation unseres Konzerns hin zur "Leading European Telco".

→ Siehe Kapitel "Konzernstrategie".

Um nachhaltig Wertzuwachs zu generieren, wollen wir unsere Kapitalkosten mittelfristig verdienen. Dieses Ziel soll zum einen durch eine Optimierung der Auslastung unseres Anlagevermögens erreicht werden. So war im operativen Segment Deutschland z. B. die Vermarktung des Kontingentmodells auch 2015 weiterhin sehr erfolgreich. Im operativen Segment Europa konnte z. B. die vollständige Migration von Festnetz-Kunden auf die IP-Technologie sowohl in Kroatien als auch in Montenegro abgeschlossen werden. Insgesamt sind damit schon vier Länder vollständig IP-basiert. Die IP-Migration wird weiter stark vorangetrieben; 2018 wird sie in allen Landesgesellschaften abgeschlossen sein.

Zum anderen soll unser Ziel, die Kapitalkosten zu verdienen, durch eine strenge Kostendisziplin und verbesserte funktionsübergreifende Zusammenarbeit erreicht werden. Hierfür wurde die "Target Costing"-Methode mithilfe von Schulungsprogrammen international ausgerollt und ist ab 2016 verpflichtend bei allen wesentlichen Investitionsentscheidungen anzuwenden. Damit wollen wir weg von einer historischen Betrachtung unserer Kosten und stattdessen einen konsequenten Zielkostenpfad verfolgen, der sich an den zukünftig erzielbaren Marktpreisen orientiert. Auch durch weitere Effizienzsteigerungsmaßnahmen in den Verwaltungsfunktionen sichern wir unsere Zukunftsfähigkeit. Seit 2013 legen wir zusätzlich bei der Steuerung einen Fokus auf das unbereinigte EBIT. Durch die Berücksichtigung von Investitionskosten liegt das EBIT näher am ROCE-Konzept (zur Erläuterung der Steuerungsgröße ROCE wird auf die Ausführungen im weiteren Verlauf dieses Kapitels verwiesen) und unterstützt damit unseren konsequenten Fokus auf eine effiziente Kapitalallokation im Konzern Deutsche Telekom.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden erfolgreich Portfolio-Veränderungen durchgeführt, wie z. B. die Vereinbarung über den Verkauf des Joint Ventures EE an die britische bt, der Verkauf des Portalgeschäfts t-online.de und von InteractiveMedia an Ströer sowie der Erwerb der Minderheitenanteile an unserer Tochtergesellschaft Slovak Telekom.

WERT-MANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM

Um unsere strategischen Ziele besser setzen und erreichen zu können, verfolgen wir ein konzernweites Wert-Management. Schließlich braucht es konkrete Leistungsindikatoren, um den Erfolg zu messen. Die Grundlage dafür ist ein zuverlässiges und verständliches Steuerungssystem. Einen Überblick über unsere bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren geben die folgenden Erläuterungen (siehe auch TABELLEN 011 und 012).

T 011 Finanzielle Leistungsindikatoren

scroll
2015 2014 2013 2012 2011
ROCE % 4,8 5,5 3,8 (2,4) 3,8
Umsatz Mrd. € 69,2 62,7 60,1 58,2 58,7
Betriebsergebnis (EBIT) Mrd. € 7,0 7,2 4,9 (4,0) 5,6
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) Mrd. € 19,9 17,6 17,4 18,0 18,7
Free Cashflow (vor Ausschüttung, Investitionen in Spektrum)a Mrd. € 4,5 4,1 4,6 6,2 6,4
Cash Capexb Mrd. € (10,8) (9,5) (8,9) (8,0) (8,3)
    BBB+ BBB+ BBB+ BBB+ BBB+
    Baa1 Baa1 Baa1 Baa1 Baa1

a Sowie vor PTC- und AT&T-Transaktionen und Ausgleichsleistungen für Mitarbeiter der MetroPCS.
b Vor Investitionen in Spektrum.

RENTABILITÄT

Um zu unterstreichen, wie wichtig uns eine langfristig erfolgreiche Entwicklung unseres Konzerns ist, haben wir die nachhaltige Konzernwertsteigerung in den mittelfristigen Zielen festgeschrieben und als Kennzahl im gesamten Konzern implementiert. Unsere zentrale Steuerungsgröße ist seit 2009 die Kapitalrendite (Return On Capital Employed (ROCE)). Um die Kapitalrendite zu ermitteln, wird das operative Ergebnis nach Abschreibungen und kalkulatorischen Steuern (Net Operating Profit After Taxes (NOPAT)) ins Verhältnis zum dafür notwendigen durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (Net Operating Assets (NOA)) gesetzt.

Mit dem Leistungsindikator ROCE verankern wir unser Ziel der nachhaltigen Konzernwertsteigerung in allen operativen Maßnahmen. Zusätzlicher Wert erwächst dann, wenn die Rendite auf das eingesetzte Vermögen größer ist als die Kapitalkosten. Unser Ziel ist es also, die aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber zu verdienen bzw. zu übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz. Diesen ermitteln wir als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital (WACC)).

Wir sind der Meinung, dass der ROCE die Erwartungen unserer oben beschriebenen vier Interessengruppen am besten widerspiegelt. Die Kennzahl misst, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital wirtschaften. Gerade für eine langfristige Betrachtung ist ROCE eine sehr aussagekräftige Kennzahl, weil sie beides berücksichtigt: das durch unsere kapitalintensive Infrastruktur enorm große gebundene Vermögen und dessen Auslastung. Hieraus wird der entscheidende Vorteil dieser Kennzahl deutlich: Im Fokus steht nicht die absolute Höhe des erzielten Ergebnisses, sondern wie viel Ergebnis das eingesetzte Kapital dabei erbringt. ROCE eröffnet uns eine ganzheitliche Perspektive, sodass wir mit neuen Impulsen über unsere Investitionen nachdenken.

UMSATZ UND ERGEBNIS

Der Umsatz entspricht dem Wert unserer betrieblichen Tätigkeit. Der absolute Umsatz hängt davon ab, wie gut wir unsere Produkte und Dienstleistungen am Markt absetzen können. Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe, um den Unternehmenserfolg zu messen. Neue Produkte und Dienstleistungen sowie zusätzliche Absatzbemühungen sind erst erfolgreich, wenn sie den Umsatz erhöhen.

Das EBITDA entspricht dem EBIT (Betriebsergebnis) vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. EBIT und EBITDA messen die kurzfristige operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche. Neben diesen beiden Größen verwenden wir die EBIT- und EBITDA-Margen, um diese Kennzahlen im Verhältnis zum Umsatz zu zeigen. Dies lässt einen Vergleich der Ertragskraft von ergebnisorientierten Bereichen unterschiedlicher Größen zu. Durch die Betrachtung des unbereinigten EBITDA/EBIT werden auch Sondereinflüsse berücksichtigt. Hierdurch fördern wir den ganzheitlichen Blick auf unsere Kosten. Allerdings überlagern Sondereinflüsse die Darstellung der operativen Geschäftstätigkeit und erschweren somit eine Vergleichbarkeit von Ergebnisgrößen mit Vorjahren. Für eine transparente Darstellung bereinigen wir darum unsere Ergebnisgrößen zusätzlich. Ohne diese Bereinigung sind Aussagen über die künftige Entwicklung der Ertragslage nur eingeschränkt möglich. Ausgehend von den unbereinigten Größen ermitteln wir die jeweils bereinigten Werte.

→ Die Überleitung des EBITDA, des EBIT sowie des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags) auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte zeigt TABELLE 019.

FINANZIERUNGSSPIELRAUM

Den Free Cashflow definieren wir als Cashflow aus Geschäftstätigkeit abzüglich Nettozahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen. Diese Kennzahl ist der zentrale Gradmesser für die Fremd- und Eigenkapitalgeber. Sie misst das Potenzial zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens wie zur Schaffung von organischem Wachstum und für die Dividendenfähigkeit sowie für die Fähigkeit, Verbindlichkeiten zurückzuzahlen.

Unsere Bestrebungen im Rahmen unseres zentralen Free Cashflow Managements bestehen darin, das Working Capital weiter zu verbessern. So ist das Free Cashflow Management verantwortlich für Transparenz, Steuerung, Forecast und Performance-Messung hinsichtlich des Konzern-Free Cashflows und im Speziellen des Working Capitals. Im Jahr 2010 starteten wir mit core (Cash Optimization for ROCE Enhancement) ein Programm zur nachhaltigen Verbesserung des Working Capitals. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt darin, das Reverse Factoring-Programm in Deutschland weiter auszudehnen, ein Vorräte-Management in Deutschland und Europa zu evaluieren und das Forderungs-Management in allen unseren operativen Segmenten weiter zu optimieren; dazu zählen auch Maßnahmen im Bereich des Forderungsverkaufs. Auch in den nächsten Jahren wollen wir weiter daran arbeiten, das Working Capital zu verbessern. Dabei konzentrieren wir uns auf folgende Bereiche: weitere Verbesserungen im Bereich Verbindlichkeiten u. a. durch Reverse Factoring-Programme sowie Verbesserungen im Bereich des Forderungs- und Vorräte-Managements bei T-Mobile US, Deutschland und Europa.

Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) entspricht den Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen, die als Teil des Free Cashflows auszahlungsrelevant dargestellt sind. Im Gegensatz zum Book Capex sind hierbei keine Investitionen zu berücksichtigen, die in der aktuellen Periode aktiviert, aber erst in einer zukünftigen Periode bezahlt werden.

Ein Rating ist eine Beurteilung oder Klassifizierung der Bonität von Schuldtiteln und deren Emittenten nach einheitlichen Kriterien. Die Beurteilung der Bonität durch Rating-Agenturen hat Einfluss auf die Zinshöhe von Schuldtiteln und somit auch auf unsere Fremdkapitalkosten. Wir haben als Teil unserer Finanzpolitik einen Rating-Korridor definiert. Mit einem Rating im Bereich von A- bis BBB (Standard & Poor's, Fitch) bzw. A3 bis Baa2 (Moody's) sind wir überzeugt, grundsätzlich den notwendigen Kapitalmarktzutritt zu haben, um die erforderlichen Finanzierungsmittel zu generieren.

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie ist die Entwicklung unseres Konzerns - und damit auch unserer finanziellen Leistungsindikatoren - eng verknüpft mit der Entwicklung der Kundenzahlen. Darum sind Kundengewinnung und -bindung unabdingbar für den Erfolg unseres Unternehmens. Wir messen die Entwicklung unserer Kundenzahl je nach Geschäftstätigkeit in unseren operativen Segmenten in unterschiedlichen Ausprägungen: Je nach operativem Segment sind das die Zahl der Mobilfunk-Kunden sowie die Zahl der Breitband- und Festnetz-Anschlüsse.

Wir wollen, dass unsere Kunden zufrieden - wenn nicht sogar begeistert - sind, denn zufriedene Kunden sind Multiplikatoren unseres Unternehmenserfolgs. Als serviceorientiertes, verantwortungsvolles Unternehmen liegen uns die Bedürfnisse und Meinungen unserer Kunden am Herzen, und wir wollen unsere Kunden auch langfristig an unser Unternehmen binden.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Daher messen wir die Kundenbindung/-zufriedenheit in unseren Gesellschaften mithilfe der weltweit anerkannten TRi*M-Methodik. Die Ergebnisse systematischer Befragungen werden in einer Kennzahl dargestellt: dem TRI*M-Index. Um die hohe Bedeutung der Kundenbindung/-zufriedenheit für unser operatives Geschäft zu unterstreichen, haben wir diese Kennzahl seit 2010 als einen von vier Parametern in die langfristige variable Vergütung (Variable II) für unsere Führungskräfte aufgenommen. Ebenfalls fließt die Kennzahl als ein Parameter in den 2015 neu aufgelegten Long Term Incentive Plan ein. Dabei aggregieren wir die für die operativen Einheiten ermittelten TRI*M-Indizes in Annäherung an die jeweiligen Umsatzanteile der Einheiten zu einem TRI*M-Konzernwert. Über einen Zeitraum von vier Jahren partizipieren die berechtigten Führungskräfte dann an der Entwicklung der konzernweiten Kundenbindung/-zufriedenheit.

→ Nähere Informationen zur Kundenzufriedenheit finden Sie im Kapitel "Konzernstrategie".

T 012 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

scroll
2015 2014 2013 2012 2011
Kundenzufriedenheit (TRI*M-Index)   67,4 65,9 64,9 - -
Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Index)a   4,1 4,0 4,0 4,0 -
KUNDEN IM FESTNETZ UND MOBILFUNK            
Mobilfunk-Kunden Mio. 156,4 150,5 142,5 127,8 125,1
Festnetz-Anschlüsseb Mio. 29,0 29,8 30,8 32,1 34,7
Breitband-Anschlüsseb, c Mio. 17,8 17,4 17,1 16,9 16,9
SYSTEMGESCHÄFT            
Auftragseingangd Mio. € 6 005 7 456 7 792 8 737 7 396

a Engagement-Index per zuletzt in den Jahren 2015 und 2012 durchgeführter Mitarbeiterbefragung.
b Die Anschlüsse unserer Tochtergesellschaft Euronet Communications in den Niederlanden werden aufgrund des Verkaufs der Anteile seit dem 2. Januar 2014 nicht mehr im operativen Segment Europa ausgewiesen. Die Werte der Vorperioden 2013 und 2012 wurden entsprechend angepasst.
c Ohne Wholesale.
d Der Wert der Vergleichsperiode wurde aufgrund der zum 1. Januar 2014 durchgeführten Änderungen in der Konzernstruktur rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.

Unsere Mitarbeiter möchten sich für die Entwicklung des Unternehmens einsetzen und sich mit ihm identifizieren.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Wir wollen einen offenen Dialog und produktiven Austausch mit unseren Mitarbeitern etablieren: Dabei helfen uns neue Arbeitsformen und moderne Kommunikationsmöglichkeiten sowie regelmäßige Befragungen. Zu den wichtigsten konzernweiten (ohne T-Mobile US) Feedback-Instrumenten für die Beurteilung der Mitarbeiterzufriedenheit zählen die regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen und der halbjährlich durchgeführte Puls-Check. Wir messen den Leistungsindikator Mitarbeiterzufriedenheit in unserem Unternehmen mit dem sog. "Engagement-Index" - abgeleitet aus den Ergebnissen der jeweils letzten Mitarbeiterbefragung sowie aktualisiert um die Ergebnisse des letzten Puls-Checks.

→ Nähere Informationen zur Mitarbeiterzufriedenheit finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter".

Die hohe Bedeutung der Mitarbeiterzufriedenheit für den Unternehmenserfolg hat dazu geführt, dass eine Steuerung und Incentivierung der Führungskräfte auch über die langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II) eingeführt wurde. Als einer von vier relevanten Parametern fließt das Mitarbeiter-Feedback seit 2010 in die Variable II sowie seit 2015 in den neu aufgelegten Long Term Incentive Plan ein. Auf diese Weise partizipieren die berechtigten Führungskräfte an der Entwicklung der konzernweiten Mitarbeiterzufriedenheit.

In unserem operativen Segment Systemgeschäft verwenden wir den Auftragseingang als nichtfinanziellen Leistungsindikator. Dabei definieren und ermitteln wir den Auftragseingang als die Summe aller Beträge der Kundenaufträge - deren Bearbeitungsstart in der Zukunft liegt -innerhalb unseres operativen Segments Systemgeschäft. Der Auftragseingang in Form von langfristig abgeschlossenen Verträgen hat für unseren Konzern eine hohe Bedeutung für die Abschätzung des Umsatzpotenzials. Damit ergibt sich aus dem Auftragseingang eine recht hohe Planungssicherheit.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Positives konjunkturelles Umfeld in unseren Märkten

Weiterhin regulatorische Eingriffe in das Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die Weltkonjunktur hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt: So geht der Internationale Währungsfonds in seiner Prognose vom Januar 2016 davon aus, dass die globale Wirtschaft im Jahr 2015 nur um 3,1 % gewachsen ist (2014: 3,3 %). Grund für diese Antriebsschwäche ist in erster Linie die schwache konjunkturelle Entwicklung in den Schwellenländern. In den westlichen Industrienationen ist das Wachstum dagegen angestiegen; sie profitierten von der moderaten Erholung der Eurozone, niedrigen Ölpreisen und der expansiven Geldpolitik.

In unseren Kernmärkten haben sich die Wachstumsraten der Volkswirtschaften 2015 positiv entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland wuchs im Berichtsjahr um 1,7 %, gestützt v. a. durch einen weiteren Anstieg des privaten Konsums. Auch die Arbeitslosenquote blieb mit durchschnittlich 6% auf niedrigem Niveau. Die US-Konjunktur wuchs im Jahr 2015 um 2,4 %; Ursache dafür waren der steigende private Konsum, unterstützt v. a. durch einen robusten Arbeitsmarkt - die Arbeitslosenquote fiel zum Ende des Jahres 2015 auf 5,3 % -, sowie die Niedrigzinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve. In nahezu allen Ländern unseres operativen Segments Europa haben sich die Wachstumsraten der Bruttoinlandsprodukte 2015 weiterhin positiv entwickelt; die Volkswirtschaften profitierten v. a. von der Erholung der Eurozone und den niedrigen Ölpreisen. Griechenland hat nach wie vor Schwierigkeiten, an das gesamteuropäische Wachstum anzuschließen. Über mehrere Monate herrschte Unsicherheit über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone; dies belastete die griechische Wirtschaft deutlich.

Die Lage an den nationalen Arbeitsmärkten hat sich in den meisten Ländern dank des positiven Wirtschaftswachstums weiter leicht verbessert. Jedoch verzeichneten einige unserer zentral- und osteuropäischen Länder, wie Kroatien, Polen und die Slowakei, eine unverändert hohe strukturelle Arbeitslosigkeit - v. a. bei den älteren Erwerbsfähigen. Die harte Rezession der letzten Jahre und die wirtschaftspolitische Unsicherheit im abgelaufenen Jahr haben den Arbeitsmarkt in Griechenland weiter geschwächt: Die Arbeitslosenquote blieb mit 25,1% sehr hoch.

Tabelle 013 zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des BIP und der Arbeitslosenquote in unseren wichtigsten Märkten.

Hohe strukturelle Arbeitslosenquoten führen bei den Betroffenen zu einer Verringerung der Kaufkraft und beeinflussen ihre Zahlungsbereitschaft. So haben Kunden ihr Nachfrageverhalten zum Teil angepasst. Neben der hohen Arbeitslosigkeit wirkten sich auch die Sparmaßnahmen öffentlicher Auftraggeber und die geringe Investitionsneigung nachteilig auf die Nachfrage nach Telekommunikations- und ICT-Dienstleistungen aus. In einigen Ländern hatte der hohe Druck zur Konsolidierung der Staatsfinanzen zur Folge, dass Sondersteuern für Telekommunikationsunternehmen aufrechterhalten wurden.

T 013 Entwicklung des BIP und der Arbeitslosenquote in unseren Kernmärkten von 2013 bis 2015 in %

scroll
BIP 2013 gegenüber 2012 BIP 2014 gegenüber 2013 Schätzung BIP 2015 gegenüber 2014 Arbeitslosenquote 2013 Arbeitslosenquote 2014 Schätzung Arbeitslosenquote 2015
Deutschland 0,3 1,6 1,7 6,9 6,7 6,4
USA 1,5 2,4 2,4 7,4 6,2 5,3
Griechenland (3,2) 0,7 (0,3) 27,5 26,6 25,1
Rumänien 3,4 2,8 3,7 5,2 5,2 5,1
Ungarn 1,9 3,7 2,7 9,8 7,6 6,8
Polen 1,3 3,3 3,5 13,5 12,3 10,6
Tschechische Republik (0,5) 2,0 4,5 7,7 7,7 6,5
Kroatien (1,1) (0,4) 1,6 20,3 19,7 17,8
Niederlande (0,5) 1,0 2,0 8,9 9,0 8,7
Slowakei 1,4 2,5 3,3 14,2 13,2 11,6
Österreich 0,3 0,4 0,8 5,4 5,6 5,7
Großbritannien 2,2 2,9 2,3 7,6 6,2 5,6

Quelle: BIP: Consensus Economics, Arbeitslosenquote: nationale statistische Behörden; Stand Januar 2016.

TELEKOMMUNIKATIONSMARKT

Weltweit legte der Markt für Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) im Jahr 2015 um 3,8 % auf 2,81 Billionen € zu. Ursache für diesen Anstieg war die starke Nachfrage nach Telekommunikationsausrüstung und -diensten insbesondere in Indien, China und den USA. Der Hightech-Verband bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) und die EITO (European Information Technology Observatory) erwarten 2015 für das Marktsegment Telekommunikation weltweit ein Plus von 4,3% auf 1,62 Billionen € und für Informationstechnologie (IT) einen Zuwachs um 3,1%. Der weltweite Markt für Telekommunikationsdienste stieg um 2,2 %. In Europa jedoch sind die Telekommunikationsdiensteumsätze im siebten Jahr in Folge rückläufig. Nach Angaben von ETNO (European Telecommunications Network Operators' Association, dem Verband der europäischen Telekommunikationsnetzbetreiber) und idate (einem führenden europäischen Marktforschungsinstitut für ict) lagen die Umsätze im gesamteuropäischen Telekommunikationsmarkt (inkl. Türkei, ohne Russland, Ukraine und Georgien) im Jahr 2015 bei 240 Mrd. €, ein Rückgang von 1,1% im Vergleich zu den Vorjahresumsätzen von 243 Mrd. €. Zurückzuführen ist der Rückgang zum einen auf regulatorische Eingriffe wie etwa die Absenkung der Roaming- und Terminierungsentgelte. Zum anderen belastet die Substitution traditioneller Sprach- und Nachrichtendienste durch sog. "OTT-Player" die europäischen Telekommunikationsmärkte.

Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft verändert zum einen die bestehenden Marktstrukturen, zum anderen die Marktrealitäten vieler bislang analoger Branchen. Die Nutzung von Datendiensten wird dabei exponentiell wachsen. Zudem steigt die Nachfrage nach mehr Geschwindigkeit - bei Down- und Upload, sowohl ortsgebunden als auch mobil. Neue Technologien wie das Internet der Dinge, Industrie 4.0, Big Data oder Cloud Computing stellen hohe Anforderungen an die Netzinfrastruktur: Ubiquitäre Konnektivität sowie hohe Leistungsstandards und Sicherheit sind für viele Anwendungen erfolgskritisch. In einem Marktumfeld, in dem Netzinfrastruktur substanziell ausgebaut werden muss und sich ein breites Ökosystem rivalisierender Marktteilnehmer entwickelt hat, müssen Investitionsanreize geschaffen werden - zum Wohle der Verbraucher, der Industrie und einer digital souveränen Volkswirtschaft.

Der Konsolidierungsdruck in der europäischen Telekommunikationsbranche ist nach wie vor hoch. Gründe dafür sind insbesondere sinkende Umsätze durch den steigenden Wettbewerb. Gleichzeitig sind hohe Investitionen für den Netzausbau nötig. Vor diesem Hintergrund sorgt das gescheiterte Konsolidierungsvorhaben in Dänemark weiterhin für Unsicherheit in der Branche: Im September 2015 zogen Telenor und TelIASonera ihre Fusionspläne zurück, nachdem sich die Unternehmen nicht mit der EU-Kommission auf geeignete Bedingungen einigen konnten. Es bleibt abzuwarten, welche Signalwirkung diese Entscheidung auf die laufenden und zukünftigen Konsolidierungsvorhaben in der EU haben wird. So finden z. B. derzeit Gespräche zwischen Orange und Bouygues Telecom in Frankreich statt. Weiterhin hat die britische Wettbewerbsbehörde CMA dem Erwerb von EE durch bt ohne Auflagen im Januar 2016 zugestimmt. Konsolidierungsaktivitäten sind auch in Italien zu beobachten, wo VimpelCom und Hutchison planen, ihre Mobilfunk-Aktivitäten zusammenzulegen. Weiterhin prüft die EU-Kommission die geplanten Fusionen zwischen Hutchison 3G und 02 in Großbritannien und von Liberty Global und base in Belgien.

Europäische Datenschutzgrundverordnung.

Im Dezember 2015 gab es zwischen Europäischer Kommission, EU-Rat und Europäischem Parlament eine informell erzielte Einigung über die Datenschutzgrundverordnung; diese Reform des Datenschutzes bildet einen Teil der digitalen Binnenmarktstrategie. Die Verordnung tritt voraussichtlich im ersten Quartal 2016 in Kraft und kommt nach einer zweijährigen Übergangsfrist 2018 zur Anwendung. Die EU schließt mit dem neuen Datenschutzrecht eine große Lücke in der Regulierung im Bezug auf Dienstleister außerhalb der EU und setzt grundsätzlich die gleichen Regeln für alle Marktteilnehmer, die in der EU agieren. Die Verordnung gewährleistet in Europa ein hohes Datenschutzniveau und ermöglicht neue digitale Geschäftsmodelle.

Safe Harbor.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit Urteil vom 6. Oktober 2015 die Safe Harbor-Entscheidung der EU-Kommission für ungültig erklärt. Safe Harbor basierte auf einer Vereinbarung zwischen der EU-Kommission und dem US-Handelsministerium. Dadurch wurde die Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten von EU-Bürgern in den USA ermöglicht. In seiner Begründung führte der EuGH an, dass kein angemessenes Schutzniveau für personenbezogene Daten in den USA bestehe: So seien Daten europäischer Kunden nicht ausreichend vor dem uneingeschränkten Zugriff US-amerikanischer Sicherheitsbehörden geschützt; zudem sei für betroffene europäische Bürger in den USA kein effektiver Rechtsschutz gewährleistet. Das EU-Justizkommissariat hat jüngst das "EU-US Privacy Shield"-Abkom-men mit den USA verhandelt. Details dieses Abkommens sind in den kommenden Monaten noch auszuarbeiten. Das Abkommen wird erst wirksam, wenn alle EU-Mitgliedsstaaten zustimmen.

Die Arbeiten an der neuen Zahlungsdiensterichtlinie 2 (Payment Service Directive 2) sind auf EU-Ebene abgeschlossen. Die Richtlinie wird die Zahlungsdiensterichtlinie 1 aus dem Jahr 2007 ablösen und muss bis Anfang 2018 in den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden. Danach werden Fakturierungsmodelle für Voice- und Non-Voice-Dienste für die Abrechnung von Diensten Dritter über die Telefonrechnung betragsmäßig (max. 200 € pro Monat und 50 € pro Transaktion) begrenzt, solange keine Zahlungsdienstelizenz vorhanden ist. Je nach Umsetzung in nationales Recht wird dies dazu führen, dass Geschäftsmodelle zur Fakturierung von Diensten Dritter eingeschränkt werden und Implementierungskosten zur Einhaltung der Wertgrenzen entstehen. Darüber hinaus wird es zusätzliche Berichtspflichten an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht geben.

DEUTSCHLAND

Nach Angaben der bitkom wuchs der Umsatz mit IT-Produkten und -Diensten, Telekommunikation und Unterhaltungsindustrie in Deutschland im Berichtsjahr um ca. 1,9 % auf etwa 156 Mrd. €. Besonders positiv entwickelte sich dabei die Informationstechnik mit einem starken Wachstum von über 3 %. Nachdem der Telekommunikationsumsatz (TK-Dienste, Geräte und Infrastruktursysteme) die letzten zwei Jahre rückgängig war, stieg er laut Schätzung der bitkom 2015 um 0,9 % auf rund 66 Mrd. €. Die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten sanken leicht um 0,3% - und damit weniger stark als in den Vorjahren. Ein deutliches Umsatzplus bei den Endgeräten und der Infrastruktur glich den leichten Rückgang bei den Telekommunikationsdiensten aus.

Der Breitband-Markt in Deutschland legte 2015 um mehr als 3,5 % zu. In Deutschland gibt es rund 31 Millionen Breitband-Anschlüsse. Von dem Marktwachstum profitierten insbesondere die Kabelnetz-Betreiber, aber auch wir als Telekommunikationsbetreiber sowie klassische Wiederverkäufer und regionale Anbieter, die das (V)DSL-Netz nutzen. Sowohl im Kabel- als auch im VDSL-/Vectoring-Netz werden immer mehr Anschlüsse mit hohen Bandbreiten/Übertragungsraten vermarktet; ergänzt wird das Angebot durch hybride Anschluss-Technologien, also die Kombination aus Festnetz und Mobilfunk. Die Verfügbarkeit von hohen Bandbreiten in Deutschland beeinflusst auch das steigende IPTV-Kundenwachstum am Markt (10 %), insbesondere durch vielfältige HD-Inhalte sowie Video-on-Demand-Dienste. Integrierte Angebote aus Festnetz und Mobilfunk bieten den Kunden vielfältige Vorteile und steigern die Kundenbindung. Der Trend zu solchen integrierten Angeboten hielt in Deutschland 2015 an. Mit "MagentaEins" hatten wir bereits im Herbst 2014 unser erstes integriertes Angebot gestartet. Die Angebote der Telekommunikationsanbieter entwickeln sich stetig weiter, wie z. B. in den Bereichen Hausvernetzung, Sicherheitsleistungen, mobiles Bezahlen sowie Cloud und IT-Dienste.

Im deutschen Mobilfunk-Markt sanken die mobilen Service-Umsätze gegenüber 2014 geringfügig um etwa 0,6 % auf ca. 18 Mrd. €. Hauptgrund dafür ist neben Regulierungseffekten wie Roaming und Terminierung die Optimierung von Bestandskunden aufgrund des starken Wettbewerbs. Die Nutzung von Datendiensten im mobilen Internet wächst exponentiell, der Anteil von Sprach- und Datentarifen nimmt stetig zu. Klassische Sprach- und SMS-Dienste werden immer mehr durch kostenfreie IP-Messaging-Dienste wie WhatsApp und soziale Netzwerke wie Facebook ersetzt; deren Nutzung setzt mobiles Internet und typischerweise Daten-Flatrates voraus. Die wachsende Beliebtheit von vernetzten Produkten wie Smartphones und Tablets, mittlerweile aber auch Uhren, Schuhen, Fahrrädern etc., erhöht den Bedarf an mobilen BreIT-band-Geschwindigkeiten und an wachsenden Datenvolumen in den Tarif-Portfolios.

Die Digitalisierung schreitet weiter voran und hält Einzug in die Industrie und in die Produktionsprozesse. Dabei nutzen Unternehmen die Möglichkeiten der Digitalisierung, um ihre Wertschöpfungsketten effektiver und energieeffizienter zu gestalten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Um Maschinen und Produktionsstätten zu vernetzen, braucht es umfassende IT- und Cloud-Lösungen. Der Markt ist in diesem Bereich 2015 um 18% gewachsen. Auch im Bereich M2M (Maschine zu Maschine) etablieren sich am Markt zukunftsfähige Geschäftsmodelle, die für mehr Marktwachstum sorgen.

USA

Den Mobilfunk-Markt in den USA teilen sich - neben diversen regionalen Netzbetreibern - weiterhin vier große landesweite Anbieter: at&t, Verizon Wireless, Sprint und T-Mobile US. Des Weiteren gibt es eine Reihe von sog. "virtuellen Mobilfunknetz-Betreibern", die sich auf die Netze von einem oder mehreren der vier nationalen Carrier stützen, um ihren Mobilfunk- und Datenverkehr zu übertragen. Die zwei größten nationalen Netzbetreiber sind at&t und Verizon Wireless. Der Markt ist nach wie vor von großer Dynamik geprägt. Der Versuch von Comcast, Time Warner Cable zu übernehmen, wurde untersagt. Im Juli 2015 erhielt at&t grünes Licht für eine Transaktion im Wert von 48,5 Mrd. US-$ zur Übernahme von DirecTV. Im September 2015 gab das niederländische Unternehmen Altice bekannt, dass es die Gesellschaft Cablevision Systems Corp. für rund 17,7 Mrd. US-$ erwerben wolle. Es ist davon auszugehen, dass sich die Konsolidierung des US-amerikanischen Telekommunikationsmarkts weiter fortsetzt.

Infolge der hohen Marktdurchdringung hat sich das Wachstum abgeschwächt. Die Umsatzerlöse aus Sprachdiensten sind 2015 erneut leicht gesunken. Diesen Rückgang konnte jedoch der anhaltende Zuwachs beim Datenumsatz mehr als ausgleichen. Unverändert stark ist die mobile Datennutzung vor dem Hintergrund des rasanten Ausbaus der LTE-Netze und der großen Verbreitung von Smartphones, die mittlerweile rund 80 % aller Endgeräte ausmachen. Der Datenumsatz wächst stetig Jahr für Jahr und geht einher mit einem intensiven Preiswettbewerb zwischen den Hauptakteuren auf dem Markt.

Der harte Wettbewerb wird begleitet von regulatorischen Maßnahmen der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC). Im Juni 2015 trat die FCC-Verordnung zum offenen Internet (Open Internet Order) in Kraft, durch die die ursprünglichen Regelungen zur Netzneutralität aus dem Jahr 2010 aktualisiert wurden. Die Regelungen definieren einen Standard, welcher zukünftig an das Verhalten der betroffenen Firmen angelegt werden soll. Dieser schließt erstmals auch Interconnection-Vereinbarungen zwischen Internet Service Providern (isps) und Dritten mit ein. Die FCC behält sich eine Fall-zu-Fall-Überprüfung bezüglich des Verhaltens der betroffenen Firmen vor.

Für 2016 plant die FCC die Vergabe von Spektrum im Rahmen der sog. "Broadcast Incentive Auctions". Dabei sollen die TV-Anbieter ihr lizenziertes Frequenzspektrum freiwillig zurückgeben und erhalten im Gegenzug einen Anteil des Erlöses aus der Versteigerung des zurückgegebenen Spektrums an Mobilfunk-Anbieter. Eine deutliche operative Trendwende hat T-Mobile US 2015 eingeleitet und zu einer Intensivierung des Wettbewerbs auf dem US-amerikanischen Mobilfunk-Markt beigetragen. Dies ist sowohl auf Netzoptimierungen als auch auf die erfolgreiche Umsetzung der "Uncarrier"-Initiativen zurückzuführen, die sich sehr positiv auf die Kundenzufriedenheit ausgewirkt haben.

EUROPA

Insgesamt entwickelten sich die traditionellen Kommunikationsmärkte im operativen Segment Europa im Berichtsjahr annähernd stabil. Das Festnetz-Geschäft war nach wie vor rückläufig. Der positive Trend bei Breitband- und Pay-TV-Anschlüssen konnte die Rückgänge in der Festnetz-Telefonie nicht vollständig ausgleichen. In den Mobilfunk-Märkten war insgesamt ein leichtes Wachstum gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Gründe dafür waren in erster Linie ein geringer Rückgang der regulierungsbedingten Terminierungsentgelte sowie eine höhere mobile Datennutzung durch die weiterhin stark wachsende Beliebtheit von Smartphones, v. a. in Osteuropa. Dabei geht das Wachstum bei der mobilen Datennutzung zu Lasten der klassischen Sprachtelefonie und von Textnachrichten. Sonderabgaben auf Telekommunikationsleistungen, z. B. in Kroatien und Rumänien, sowie die Kosten der Spektrumauktionen, wie z. B. in Albanien, belasteten 2015 die Telekommunikationsbranche in einigen unserer Länder.

Der Wettbewerbs- und Preisdruck hielt in den Märkten unseres operativen Segments Europa im Berichtsjahr weiter an - trotz Unternehmenszusammenschlüssen und Kooperationen. Zurückzuführen ist das u. a. auf einen verstärkten FMC-Trend in Europa: Anbieter positionieren sich über preisreduzierte Bündelangebote, und MVNOS agieren preisaggressiv, wie z. B. RCS & RDS in Rumänien, Play in Polen oder Ziggo in den Niederlanden. Dazu kommt, dass Angebote von sog. "OTT-Playern" wie WhatsApp traditionelle Sprach- und Textnachrichten zunehmend ersetzen. In den Ländern, in denen wir bereits über Festnetz- und Mobilfunk-Infrastruktur verfügen, konnten wir uns mit FMC-Angeboten gut positionieren und übernahmen dort bei konvergenten Produkten und Diensten eine Vorreiterrolle. So haben wir 2015 in fast allen integrierten Landesgesellschaften die Konvergenzmarke "MagentaOne" erfolgreich am Markt platziert. Hierbei fokussieren die Angebote auf Wertsteigerung durch ein überragendes konvergentes Kundenerlebnis. Auch unsere Mobilfunk-zentrischen Landesgesellschaften entwickeln wir in Richtung Konvergenz und streben integrierte Geschäftsmodelle an. Entsprechende Maßnahmen wurden aufgesetzt und befinden sich teilweise bereits in der Umsetzung, wie z. B. die GTS-Integration im Geschäftskundensegment.

Die Umstellung von der klassischen Vermittlungstechnik hin zur Internet-Technologie schreitet in unserem operativen Segment Europa weiter voran: Die Migration von PSTN-Anschlüssen auf IP haben wir bis Ende 2015 in vier Ländern bereits abgeschlossen. Bei den Mobilfunk- und Festnetzen setzte sich der Trend zum Breitband-Ausbau ungebremst fort. Mit beträchtlichen Investitionen in den Ausbau von LTE und Glasfaser können wir in vielen Ländern unsere starke Positionierung festigen. Mit Pan-Net - unserem paneuropäischen All IP-Netz - bauen wir in Europa eine einheitliche, länderübergreifende Netzarchitektur, bei der Dienste virtualisiert und zentralisiert für alle Landesgesellschaften effizient produziert sowie zur Verfügung gestellt werden. Da auch der Trend zu IP-basierten TV-Angeboten anhielt und wir unsere TV-Plattformen weiterentwickelten, konnten wir auch in diesem Bereich unsere Marktführerschaft in vielen Ländern unseres Segments ausbauen. Hierbei ist unsere Landesgesellschaft in Rumänien Vorreiter, wo ein starker Wettbewerb um IPTV herrscht. Unsere Position in den Märkten konnten wir weiter ausbauen, indem wir exklusive Übertragungsrechte ständig erneuern bzw. erwerben (z. B. UEFA Champions League in der EJR Mazedonien, Hollywood-Kanäle in Griechenland) und mit OTT-TV-Anbietern kooperieren (Netflix in Österreich, Pickbox in der Tschechischen Republik, Montenegro und in der EJR Mazedonien).

SYSTEMGESCHÄFT

Das durch unser operatives Segment Systemgeschäft sowie der Marke "T-Systems" adressierbare Volumen im Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT, engl. ICT)-Markt in Westeuropa stieg um 2,8 % bzw. von 170 Mrd. € in 2014 auf 175 Mrd. € in 2015. Diese allgemeine Entwicklung stellt sich in den einzelnen Geschäftsfeldern jedoch sehr unterschiedlich dar.

Im Bereich der Telekommunikation (tk) prägten anhaltender Preisverfall bei den Telekommunikationsdienstleistungen und intensiver Wettbewerb das Marktumfeld, während die wirtschaftliche Erholung nur einen relativ geringen Einfluss hatte. Nach wie vor stehen hier die Substitution von Teilen des Portfolios, aber auch die Nachfrage nach stabilen intelligenten Netzlösungen mit immer größeren Bandbreiten im Vordergrund. Das Wachstum in den Bereichen IKT-Sicherheit (Cyber Security), Cloud Computing und Unified Communications führt langfristig zu einem stabilem Wachstum. Die Substitutionseffekte (z. B. innerhalb Data/Internet Protocol (IP), zwischen Festnetz- und Mobilfunknetz-Kommunikation) nehmen immer noch zu. Die Migration auf sog. "All IP"-Lösungen (z. B. die Kombination von Internet Access, Voice over IP, IP-vpn) und Unified Communications-Lösungen hat sich verstärkt.

Im Bereich der IT-Leistungen hat die Nachfrage nach Cloud Services und Cyber Security Services sowie die Bedeutung der Digitalisierung, der Intelligenten Netze, des Internets der Dinge (inkl. Industrie 4.0) und der Kommunikation zwischen Maschinen (M2M) zugenommen. Der Wandel hin zu Cloud-Lösungen führt auch zu einer Veränderung der Nachfrage im Systemintegrationsgeschäft. Im klassischen Projektgeschäft (Anwendungsentwicklung und deren Integration) ist ein leichter Rückgang von 0,3 % zu beobachten. Hingegen wuchs der Markt für Beratung und Integrationsleistungen, Infrastruktur und Plattformen in "as a Service"-Modellen um 35%.

Der Markt für das Outsourcing-Geschäft im Bereich Computing und Desktop Services (CDS) ist im Berichtsjahr um 0,4 % auf 59 Mrd. € gesunken. Hervorzuheben sind hierbei zwei gegenläufige Trends. Das Geschäft ist zum einen von einem Rückgang um 6 % bei den langfristigen, eher klassischen Outsourcing-Verträgen geprägt und zum anderen im Umfeld von Cloud Computing (dem Bereitstellen von dynamischen IT-Dienstleistungen über das Internet) um 18% gewachsen.

Der Wettbewerbs- und Preisdruck hält in allen Teilmärkten unseres operativen Segments Systemgeschäft weiterhin an. Neben den bekannten Wettbewerbern wie z. B. bt, OBS und ntt im Telekommunikationsmarkt und IBM, HP und Capgemini im IT-Segment ist v. a. letzteres durch Cloud-Anbieter wie z. B. Amazon Web Services, Google und Salesforce unter Preisdruck geraten. Dies wird noch durch die Anbieter von primär "offshore" erbrachten Leistungen weiter verstärkt. Wir positionieren uns in diesem Umfeld als Wettbewerber mit einem Fokus auf Qualität, Datensicherheit und einer Gesamtverantwortung für Transformation, Integration und Betrieb von IKT-Leistungen (sog. "Ende-zu-Ende-Verantwortung") gegen diese Mitbewerber. Weiterhin gehen wir aber auch verstärkt strategische Partnerschaften mit unseren Wettbewerbern ein, um innovative Lösungen für unsere Kunden anzubieten.

WESENTLICHE REGULIERUNGSENTSCHEIDUNGEN

Unser Geschäft unterliegt in hohem Maß der nationalen und europäischen Regulierung; damit verbunden sind weitreichende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung. Auch 2015 wurde unser Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft umfassend reguliert. Hauptsächlich handelte es sich um die Regulierung von Leistungen für Whole-sale-Kunden und den entsprechenden Entgelten sowie um die Vergabe von Mobilfunk-Frequenzen.

REGULIERUNG VON LEISTUNGEN FÜR WHOLESALE-KUNDEN

Weiterer Vectoring-Ausbau beantragt.

Wir haben am 23. Februar 2015 bei der BNetzA beantragt, von der Verpflichtung befreit zu werden, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen. Gibt die Behörde unserem Antrag statt, können wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass ca. 6 Millionen weitere Haushalte im Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s surfen können. Perspektivisch sind sogar Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s (Super-Vectoring) möglich. Bis Ende 2018 würden insgesamt rund 80 % der Haushalte in Deutschland über schnelle Anschlüsse verfügen können. Der vorliegende Konsultationsentwurf der BNetzA ermöglicht uns einen weitgehend exklusiven Ausbau der Nahbereiche. Mit einem Abschluss des Regulierungsverfahrens rechnen wir im ersten Quartal 2016. Die regulatorischen Voraussetzungen für eine konkrete Umsetzung sind jedoch erst mit einer Anpassung des Standardangebots gegeben, was voraussichtlich im vierten Quartal 2016 abgeschlossen wird.

Die BNetzA hat am 28. Oktober 2015 die Regulierungsverfügung für den Bitstrommarkt erlassen. Ergänzend zur bisherigen ex post-Regulierung für sog. "Layer-3-Bitstromzugangsprodukte" sieht diese eine ex ante-Genehmigungspflicht für Layer-2-Bitstromzugangsprodukte vor, allerdings ohne die Anforderung einer kostenorientierten Entgeltregulierung. Ein Layer-2-Bitstromzugangsprodukt soll spätestens zum 1. Juli 2016 von uns angeboten werden.

BNetzA-Verfahren zu "MagentaZuhause Hybrid".

Seit Anfang 2015 bieten wir für Endkunden mit "MagentaZuhause Hybrid" Tarife an, bei denen die Kapazitäten von Festnetz (DSL) und Mobilfunk (LTE) dank innovativer Netztechnik in einem Anschlussprodukt kombiniert werden. Mit dem Ziel, ein entsprechendes Vorleistungsprodukt zur Verfügung gestellt zu bekommen, stieß die 1&1 Telecom GmbH am 6. Juli 2015 bei der BNetzA ein Verfahren zur Überprüfung unserer "MagentaZuhause Hybrid" Tarife an. Die BNetzA hat mit Beschlüssen vom 30. Oktober 2015 und 23. Dezember 2015 die Anträge der 1&1 abgelehnt.

REGULIERUNG VON ENTGELTEN UND SONDERABGABEN

Entgeltantrag zu Layer-2-Bitstrom (bsa).

Im ersten Quartal 2016 werden wir einen Entgeltantrag zum neuen Layer-2-BSA bei der BNetzA einreichen: Wesentliche beantragte Entgelte werden die monatlichen Überlassungsentgelte für einen VDSL-Endkundenanschluss sowie für die Übergabeanschlüsse am sog. "Broadband Network Gateway" (BNG) sein. Der vorläufige Beschluss im Entgeltverfahren wird Anfang des zweiten Quartals 2016 erwartet, danach schließen sich dann noch die nationale und die EU-Konsultation an, sodass mit der endgültigen Genehmigung der Entgelte zum 1. Juli 2016 zu rechnen ist.

Entgeltantrag zu den TAL-Überlassungsentgelten.

Anfang Februar 2016 haben wir einen Entgeltantrag für die monatlichen Überlassungsentgelte für die Teilnehmer-Anschlussleitung (tal) eingereicht. Den Konsultationsentwurf für die Entgeltentscheidung erwarten wir am 15. April 2016; daran anschließen wird sich eine nationale und internationale Konsultation. Gültig werden die neuen Entgelte ab dem 1. Juli 2016.

Finale BNetzA-Beschlüsse zu den Interconnection-Entgelten in Deutschland veröffentlicht.

Die BNetzA hat am 1. April und am 24. April 2015 die finalen Entgeltbeschlüsse zu den Festnetz-Terminierungsentgelten und den Mobilfunk-Terminierungsentgelten veröffentlicht und dabei die bereits zum 1. Dezember 2014 vorläufig genehmigten Entgelthöhen final festgelegt.

Weitere Sonderabgaben bei unseren internationalen Beteiligungen.

Neben den bereits bekannten Sondersteuern, u. a. in Griechenland, Ungarn, Rumänien und Kroatien, wird in Österreich derzeit die Einführung einer Steuer auf Mobilfunk-Masten diskutiert. Positive Zeichen gibt es allerdings aktuell aus Ungarn, wo die Regierung eine Senkung der Umsatz- und Telekommunikationssteuer in Aussicht gestellt hat.

VERGABE VON MOBILFUNK-FREQUENZEN

Tabelle 014 gibt eine Übersicht über die wesentlichen Frequenzvergaben wie Auktionen sowie Lizenzverlängerungen 2015 in Deutschland und bei unseren internationalen Beteiligungen. Daneben gibt es in verschiedenen Ländern Hinweise auf einige in Kürze erwartete Frequenzvergaben.

T 014 Wesentliche Frequenzvergaben

scroll
Vergabestart Vergabeende Frequenzbereiche (MHz) Vergabeverfahren Erworbene Frequenzen (MHz) Frequenzinvestition
Albanien Q3/2014 Q1/2015 900/1 800 Lizenzverlängerung bis 2029 2 x 8/2 x 9 11 Mio. €
Albanien Q1/2015 Q2/2015 1 800/2 600 Sealed Bida Sequenziell 2 x 6/2 x 20 9 Mio. €/3 Mio. €
Albanien Q1/2016 Q2/2016 2 100/2 600/ 3 500/3 700 Sealed Bida Sequenziell noch offen noch offen
Deutschland Q2/2015 Q2/2015 700/900/ 1 500/1 800 Auktion (SMRAb ) Simultan 2 x 10/2 x 15/ 1 x 20/2 x 15 1,8 Mrd. € Zuteilungen ab 2016
Griechenland Q1/2016 Q2/2016 1 800 Details noch offen noch offen noch offen
Großbritannien Q2/2016 Q3/2016 2 300/3 500 Auktion (SMRAb ) (erwartet) noch offen noch offen
Montenegro Q2/2016 Q3/2016 800/900/ 1 800/2 100/ 2 600 Details noch offen noch offen noch offen
Niederlande Q2/2014 Q2/2016 2 100 Lizenzverlängerung bis 2020 2 x 20 24 Mio. €
Polen Q1/2015 Q1/2016 800/2 600 Auktion (SMRAb )/ Sealed Bida 2 x 5/2 x 15 2,1 Mrd. PLN (rund 0,5 Mrd. €c )
Slowakei Q1/2016 Q2/2016 1 800 Auktion (SMRAb ) (erwartet) noch offen noch offen
Tschechische Republik Q1/2016 Q2/2016 1 800/2 600/ 3 700 Auktion (SMRAb ) (erwartet) noch offen noch offen
Ungarn Q2/2016 Q3/2016 3 500/3 700 Details noch offen noch offen noch offen
USA Q4/2014 Q1/2015 1 700/2 100 Auktion (SMRAb ) regionale Lizenzen mit unterschiedlichem Umfangd 1,77 Mrd. USD (1,6 Mrd. €)
USA Q2/2016 Q3/2016 600 Incentive Auctione noch offen noch offen

a Abgabe eines einzelnen Gebots in verschlossenem Briefumschlag, z. T. sequenziell, in mehreren Vergaben.
b Simultane elektronische Mehrrundenauktion mit aufsteigenden, parallelen Geboten für alle Bereiche.
c Summe der finalen Gebote. Frequenzzuteilung in Q1/2016 erwartet.
d Insgesamt erwarb T-Mobile US 151 von 1 262 gepaarten regionalen Lizenzen mit zumeist jeweils 2 x 5 MHz an Spektrum.
e Menge und Preise des zu handelnden Spektrums abhängig von der Abgabe des Spektrums durch Rundfunkanbieter.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES KONZERNS

Bereinigtes EBITDA von 19,9 Mrd. €

Free Cashflow von 4,5 Mrd. €

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM JAHR 2015

Bonn, den 9. Februar 2016

2015 haben wir erneut ein für uns erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen. Wir haben unsere wichtigsten Unternehmensziele erreicht und teilweise übertroffen: Das bereinigte EBITDA lag mit 19,9 Mrd. € sogar noch über unseren Erwartungen. Auch der Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) lag mit 4,5 Mrd. € über dem von uns im Jahr 2014 prognostizierten Wert und um 9,8 % über dem Vorjahreswert. Unser ROCE verschlechterte sich gegenüber 2014 - insbesondere durch den im Vorjahr erfassten Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe - um 0,7 Prozentpunkte auf 4,8 %, lag aber trotzdem noch über unseren Erwartungen. Wie geplant halten wir an unserer Ausschüttungsstrategie fest und schlagen der Hauptversammlung - vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen - eine Dividende von 0,55 € je dividendenberechtigter Aktie vor. Zudem erwägen wir, unseren Aktionären abermals die Möglichkeit anzubieten, die Dividende wahlweise in bar zu erhalten oder in Aktien der Deutschen Telekom AG umzuwandeln.

Wir haben unseren Konzernumsatz deutlich um 10,5 % auf 69,2 Mrd. € gesteigert. Wachstumsmotor war unser operatives Segment USA, das mit mehr als 29 % Wachstum gegenüber dem Vorjahr ein überaus starkes Umsatzplus verzeichnete. Treiber war hier v. a. der ungebrochen starke Zuwachs an 8,3 Mio. Mobilfunk-Neukunden infolge der erfolgreichen "Uncarrier"-Initiativen der T-Mobile US.

Im Berichtsjahr lag unser Betriebsergebnis (EBIT) bei 7,0 Mrd. € und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Dies ist v. a. auf die 2014 vereinnahmten Erträge aus der Veräußerung der Scout24 Gruppe von 1,7 Mrd. € zurückzuführen. Die in 2015 erfolgreich vollzogenen Portfolio-Veränderungen wie z. B. der Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia an Ströer sowie die Veräußerung von Teilen unseres Aktienpakets an der Scout24 AG wirkten positiv auf die Entwicklung des EBIT. Den im Vorjahr prognostizierten starken Rückgang konnten wir deutlich abmildern. Trotzdem wuchs unser Konzernüberschuss deutlich um 11,3 % auf 3,3 Mrd. €. Grund hierfür sind v. a. die vom Joint Venture EE erhaltenen Dividendenzahlungen in Höhe von 0,4 Mrd. €.

Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen von 42,5 Mrd. € auf 47,6 Mrd. €. Ursachen dafür waren neben dem Erwerb von Mobilfunk-Spektrum, Dividendenzahlungen und Auszahlungen für den Erwerb von Gesellschaftsanteilen insbesondere Währungskurseffekte aus dem US-Dollar. Positiv wirkten sich v. a. der Free Cashflow und die Veräußerung eines Teils unseres Aktienpakets an der Scout24 AG aus.

Die Rahmenbedingungen in der Telekommunikationsbranche bleiben herausfordernd: gesättigte Märkte, steigender Wettbewerbsdruck, hohe regulatorische Anforderungen - und als Folge davon weiterer Preisverfall. Um dies weiterhin erfolgreich zu bewältigen und um zukunftsfähig zu bleiben, investieren wir nach wie vor intensiv in die Basis unseres Erfolgs: in unsere Netze. 2015 haben wir Investitionen (vor Spektrum) in Höhe von 10,8 Mrd. € getätigt und liegen damit um 1,3 Mrd. € über dem Vorjahr. Unser Fokus lag im Festnetz-Bereich auf Investitionen in den Vectoring- und Glasfaser-Ausbau in Deutschland, in IPTV sowie in die weitere Umstellung auf ein IP-basiertes Netz. Im Mobilfunk-Bereich haben wir in allen operativen Segmenten in LTE investiert, die Netzabdeckung erhöht und die Kapazitäten an den steigenden Bedarf an Datenvolumen angepasst. Unser solides Rating hilft uns, die geplanten Investitionen in den nächsten Jahren flexibel steuern zu können und damit einen Beitrag für künftiges Wachstum zu leisten.

Unsere Mitarbeiterzufriedenheit ist weiterhin auf hohem Niveau. Dies bestätigten die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung vom November 2015. Ebenfalls positiv entwickelt sich die Zufriedenheit unserer Kunden. Im Berichtsjahr konnten wir den TRI*M-Index - als Maßzahl für die Zufriedenheit unserer Kunden - erneut steigern.

Vor diesem Hintergrund bestätigen wir die seit 2014 geltende strategische Grundausrichtung als "Führender europäischer Telekommunikationsanbieter". Mit diesem Ziel vor Augen haben wir unsere Vorhaben auf dem Weg dorthin auch im Berichtsjahr konsequent in die Tat umgesetzt und sehen uns als treibende Kraft für ein modernes und wettbewerbsfähiges digitales Europa.

SOLL-IST-VERGLEICH DER KONZERNERWARTUNGEN

Im Geschäftsbericht 2014 haben wir für unsere bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die in unserem Steuerungssystem verankert sind, Erwartungen für das Geschäftsjahr 2015 formuliert. Die nachfolgenden Tabellen 015 und 016 geben einen zusammenfassenden Überblick über die Ergebnisse 2014, die für das aktuelle Berichtsjahr erwarteten Ergebnisse und die tatsächlich erzielten Ergebnisse 2015. Die im Geschäftsbericht 2014 darüber hinaus von uns prognostizierten Leistungsindikatoren und deren Entwicklung werden im Rahmen der jeweiligen Kapitel dargestellt.

T 015 Soll-Ist-Vergleich der finanziellen Leistungsindikatoren

scroll
Ergebnisse 2014 Erwartungen 2015 Ergebnisse 2015
ROCE % 5,5 starker Rückgang 4,8
Umsatz Mrd. € 62,7 Anstieg 69,2
Betriebsergebnis (EBIT) Mrd. € 7,2 starker Rückgang 7,0
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) Mrd. € 17,6 rund 18,3 19,9
Free Cashflow (vor Ausschüttung, Investitionen in Spektrum) Mrd. € 4,1 rund 4,3 4,5
Cash Capexa Mrd. € 9,5 rund 9,8 10,8
Rating (Standard & Poor's, Fitch)   BBB+ A-/BBB BBB+
Rating (Moody's)   Baa1 A3/Baa2 Baa1

T 016 Soll-Ist-Vergleich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

scroll
Ergebnisse 2014 Erwartungen 2015 Ergebnisse 2015
Kundenzufriedenheit (TRI*M-Index)   65,9 leichter Anstieg 67,4
Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Index)b   4,0 stabiler Verlauf 4,1
KUNDEN IM FESTNETZ UND MOBILFUNK    
DEUTSCHLAND    
Mobilfunk-Kunden Mio. 39,0 Anstieg 40,4
Festnetz-Anschlüsse Mio. 20,7 leichter Rückgang 20,2
Breitband-Anschlüsse Mio. 12,4 leichter Anstieg 12,6
USA    
Eigene Postpaid-Kunden Mio. 27,2 starker Anstieg 31,7
Eigene Prepaid-Kunden Mio. 16,3 Anstieg 17,6
EUROPA    
Mobilfunk-Kunden Mio. 56,0 leichter Anstieg 52,2
Festnetz-Anschlüsse Mio. 9,0 Rückgang 8,7
Breitband-Anschlüsse Retail Mio. 5,0 starker Anstieg 5,2
SYSTEMGESCHÄFT    
Auftragseingang Mio. € 7 456 leichter Anstieg 6 005

a Vor Investitionen in Spektrum.
b Engagement-Index per zuletzt in den Jahren 2015 und 2012 durchgeführter Mitarbeiterbefragung.

Im Berichtsjahr konnten wir alle unsere im Vorjahr abgegebenen Prognosen unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren erfüllen oder sogar übertreffen. Deutlich positive Wachstumsraten im Umsatz und im bereinigten EBITDA kennzeichneten unsere Entwicklung 2015. Diese wurden maßgeblich vom US-Geschäft getragen, das sowohl durch den starken US-Dollar als auch durch die anhaltend starke Gewinnung von Neukunden als Ergebnis der "Uncarrier"-Initiativen zulegen konnte. Ohne Berücksichtigung von positiven Wechselkurseffekten, v. a. aus dem positiven Einfluss des US-Dollars, lag der Umsatz 2015 bei 64,7 Mrd. € und das bereinigte EBITDA 2015 bei 19,0 Mrd. €. In dem Erwartungswert für das bereinigte EBITDA war ein Ertrag von 175 Mio. € aus einer Vergleichsverhandlung zur Beilegung eines laufenden kartellrechtlichen Beschwerdeverfahrens sowie das ebenfalls positiv auf unser bereinigtes EBITDA wirkende neue Geschäftsmodell JUMP! On Demand der T-Mobile US nicht enthalten. Die in 2015 erfolgreich vollzogenen Portfolio-Veränderungen wie z. B. der Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia an Ströer sowie das durch uns veräußerte Aktienpaket an der Scout24 AG wirkten positiv auf die Entwicklung des EBIT und konnten den noch im Vorjahr prognostizierten starken Rückgang deutlich abmildern. Auch beim Cash Capex lagen wir über dem damals ausgegebenen Wert von rund 9,8 Mrd. €. Insbesondere in den operativen Segmenten USA und Deutschland stieg dieser jeweils im Zusammenhang mit den im Rahmen des Netzausbaus und der Netzmodernisierung getätigten Investitionen. Die Übererfüllung unseres Erwartungswerts für den Free Cashflow ist ebenfalls durch eine Einzahlung auf einen Vergleich im Zusammenhang mit der Beilegung eines kartellrechtlichen Beschwerdeverfahrens begründet.

Unsere zentrale Steuerungsgröße Kapitalrendite (ROCE) verschlechterte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 4,8 %, lag damit jedoch noch über unserer im Vorjahr ausgegebenen Erwartung. Ursache dafür war sowohl der Rückgang des operativen Ergebnisses (NOPAT) als auch die Erhöhung des durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögens (NOA). Der NOPAT war 2014 positiv beeinflusst gewesen durch den Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe sowie den Ertrag aus der Spektrumtransaktion mit Verizon Communications. Zwar wirkten sich die oben beschriebenen Erträge im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Teils unseres Aktienpakets an der Scout24 AG sowie aus dem Verkauf von t-online.de und InteractiveMedia auch 2015 positiv auf den NOPAT aus, allerdings in deutlich geringerem Umfang als im Vorjahr. Der Anstieg des durchschnittlichen NOA ist v. a. bedingt durch den Aufbau von Vermögenswerten in unseren operativen Segmenten Deutschland und USA. Zuzuschreiben ist dies in Deutschland sowohl den Investitionen im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie als auch dem durch Frequenzversteigerung erworbenen Spektrum. In den USA trugen neben dem weiteren Netzausbau und dem Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen Währungskurseffekte zu einem höheren NOA bei.

Auch im Hinblick auf unsere bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren liegen wir gut im Plan. Lediglich im operativen Segment Europa konnten wir den prognostizierten leichten Anstieg des Mobilfunk-Kundenbestands nicht erreichen. Grund dafür war das Pre-paid-Geschäft, v. a. weil in Polen im Berichtsjahr rund 3,8 Mio. inaktive Prepaid SIM-Karten ausgebucht wurden. Darüber hinaus konnten wir beim Auftragseingang des operativen Segments Systemgeschäft den ursprünglich geplanten leichten Anstieg nicht realisieren. Grund dafür war u. a. die Neuausrichtung des Geschäftsmodells mit dem Ziel, nachhaltig profitables Wachstum sicherzustellen. In diesem Zusammenhang haben wir die Rentabilitätskriterien für die Annahme von Neuaufträgen verschärft.

→ Detailliertere Angaben zu den Entwicklungen unserer bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren können diesem Kapitel sowie dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" entnommen werden.

ERTRAGSLAGE DES KONZERNS

UMSATZ

Im Berichtsjahr erzielten wir einen Konzernumsatz von 69,2 Mrd. €, der mit einem Wachstum von 6,6 Mrd. € deutlich über dem Vorjahresniveau lag. Zu dieser positiven Entwicklung trug neben Wechselkurseffekten maßgeblich die Geschäftsentwicklung in unserem operativen Segment USA bei: Die erfolgreichen "Uncarrier"-Initiativen von T-Mobile US ließen die Zahl an Neukunden erneut stark steigen. Im Gegensatz dazu wurden die Endgeräteumsätze negativ beeinflusst. Im Zuge des im Juni 2015 bei T-Mobile US eingeführten Geschäftsmodells JUMP! On Demand gingen Kunden vermehrt dazu über, hochwertige Endgeräte zu mieten. Unser operatives Segment Deutschland konnte sich v. a. im Mobilfunk-Markt gut behaupten und erwirtschaftete insgesamt ein leichtes Umsatzplus von 0,7 %. In unserem operativen Segment Europa mussten wir einen Umsatzrückgang von 2,0% hinnehmen; allerdings zeigte sich auch hier eine Trendverbesserung gegenüber dem Vorjahr. Obwohl wir unsere Landesgesellschaften konsequent auf die Wachstumsfelder ausrichteten, sank der Umsatz aufgrund von Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie durch wettbewerbsbedingte Preisreduzierungen insbesondere im Mobilfunk. In unserem operativen Segment Systemgeschäft konnte das Umsatzplus der Market Unit, also im Kern das Geschäft mit externen Kunden, den planmäßig rückläufigen Umsatz der Telekom it, die sich um interne nationale IT-Projekte kümmert, weitestgehend kompensieren. Der Umsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich gegenüber dem Vorjahr, v. a. durch die weitere Flächenoptimierung im Bereich Grundstücke und Gebäude; dazu kamen fehlende Umsätze im Zusammenhang mit dem im Februar 2014 vollzogenen Verkauf von 70% der Anteile an der Scout24 Gruppe sowie dem Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia im November 2015.

Ohne Berücksichtigung von positiven Wechselkurseffekten in Höhe von insgesamt 4,5 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, und positiven Konsolidierungskreiseffekten in Höhe von 0,1 Mrd. € stieg unser Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Mrd. € bzw. 3,0 %.

→ Detaillierte Angaben zur Umsatzentwicklung unserer Segmente können Sie dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" entnehmen.

T 017 Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz in Mio. €

scroll
2015 2014 Veränderung Veränderung
in %
2013
KONZERNUMSATZ 69 228 62 658 6 570 10,5 % 60 132
Deutschland 22 421 22 257 164 0,7 % 22 435
USA 28 925 22 408 6 517 29,1 % 18 556
Europa 12 718 12 972 (254) (2,0) % 13 704
Systemgeschäft 8 592 8 601 (9) (0,1) % 9 038
Group Headquarters & Group Services 2 275 2 516 (241) (9,6) % 2 879
Intersegmentumsatz (5 703) (6 096) 393 6,4 % (6 480)

T 018 Beitrag der Segmente zum Konzern-EBITDA bereinigt

scroll
2015 Anteil am Konzern-EBITDA 2014 Anteil am Konzern-EBITDA bereinigt
in %
Veränderung Veränderung
in Mio. € bereinigt
in %
in Mio. € in Mio. € in %
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN 19 908 100,0 17 569 100,0 2 339 13,3
Deutschland 8 790 44,2 8 810 50,1 (20) (0,2)
USA 6 654 33,4 4 296 24,5 2 358 54,9
Europa 4 288 21,5 4 432 25,2 (144) (3,2)
Systemgeschäft 782 3,9 835 4,8 (53) (6,3)
Group Headquarters & Group Services (552) (2,8) (667) (3,8) 115 17,2
Überleitung (54) (0,2) (137) (0,8) 83 60,6
scroll
2013
in Mio. €
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN 17 424
Deutschland 8 936
USA 3 874
Europa 4 550
Systemgeschäft 774
Group Headquarters & Group Services (655)
Überleitung (55)

Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 41,8 % den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Anteil am Konzernumsatz deutlich um 6,0 Prozentpunkte, u. a. aufgrund des weiterhin starken Anstiegs an Neukunden. Die Anteile unserer operativen Segmente Deutschland, Europa und Systemgeschäft sowie des Segments Group Headquarters & Group Services am Konzernumsatz gingen dagegen zurück. Der Anteil des Auslandsumsatzes nahm weiter zu: von 60,1% auf 63,8 %.

EBITDA, BEREINIGTES EBITDA

Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen erwirtschafteten wir im Berichtsjahr ein gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mrd. € höheres bereinigtes EBITDA von 19,9 Mrd. €. Zu dieser Entwicklung trug in erster Linie unser operatives Segment USA mit einem Plus des bereinigten EBITDA-Beitrags von 2,4 Mrd. € bei; Haupttreiber dabei war der anhaltende Erfolg der "Uncarrier"-Initiativen. Die im Rahmen von JUMP! On Demand erzielten Umsatzeffekte leisteten ebenfalls einen Beitrag zum Anstieg des bereinigten EBITDA, da die entsprechenden Kosten über die Laufzeit des Mietvertrags abgeschrieben wurden und sich damit nicht auf das bereinigte EBITDA auswirkten. Einen positiven Effekt auf die Entwicklung hatten Wechselkurseffekte in Höhe von insgesamt 0,9 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Aus einer Vergleichsvereinbarung zur Beilegung eines laufenden kartellrechtlichen Beschwerdeverfahrens ergab sich in unserem Segment Group Headquarters & Group Services ein Ertrag in Höhe von 175 Mio. €.

Gegenüber dem Vorjahr stieg unser EBITDA um 0,6 Mrd. € auf 18,4 Mrd. €; enthalten waren negative Sondereinflüsse im Saldo in Höhe von 1,5 Mrd. €. In erster Linie handelte es sich dabei um Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogene Restrukturierungsaufwendungen von 1,6 Mrd. €, die im Saldo um 0,4 Mrd. € höher waren als 2014. Zudem wirkten sich Aufwendungen aus der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS von rund 0,4 Mrd. € negativ aus; im Vorjahr waren diesbezüglich Aufwendungen von 0,3 Mrd. € erfasst gewesen. Gegenläufig wirkte ein Ertrag aus der Veräußerung eines Teils unseres Aktienpakets an der Scout24 AG: Am 1. Oktober 2015 wurde der Börsengang der Scout24 AG vollzogen; in diesem Rahmen veräußerten wir ein Aktienpaket von insgesamt 13,3 Mio. Stück Aktien an der Gesellschaft in Höhe von rund 0,3 Mrd. €. Aus dem im November 2015 erfolgten Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia ergab sich ebenfalls ein Ertrag aus den Entkonsolidierungen in Höhe von 0,3 Mrd. €. 2014 hatten die Sondereinflüsse einen Ertrag aus den Entkonsolidierungen der Scout24 Gruppe von insgesamt 1,7 Mrd. € sowie aus einer zwischen T-Mobile US und Verizon Communications vollzogenen Spektrumtransaktion von 0,4 Mrd. € beinhaltet.

→ Weitere Erläuterungen sind Angabe 30 "Abschreibungen" im Konzern-Anhang zu entnehmen.

MARKETING-AUFWENDUNGEN

Marketing-Kommunikation vollzieht sich in unserem Konzern v. a. in Form von Produkt- und Markenkampagnen über "MagentaEins" und hier z. B. Smart Home, Bestes Netz, Roaming, Vectoring oder Xmas und der internationalen Unternehmenskampagne "Wir verbinden Menschen in Europa". 2015 betrugen unsere Marketing-Aufwendungen 2,6 Mrd. € und lagen damit leicht über dem Vorjahresniveau von 2,5 Mrd. €. Enthalten in den Marketing-Aufwendungen sind Kosten für Marktforschung, Marktanalyse, Zielmarktuntersuchungen, die Festlegung von Marketing-Strategien, die Gestaltung des Marketing-Mixes sowie die Durchführung und Steuerung von Marketing-Maßnahmen. Ebenso erfasst sind Kosten aus Kundenbindungsprogrammen, aus Marktplanung und -segmentierung sowie aus Produktprognosen.

EBIT

Das EBIT unseres Konzerns lag bei 7,0 Mrd. € und war damit 0,2 Mrd. € geringer als im Vorjahr. Ursachen für diese Veränderung sind - neben den beim EBITDA beschriebenen Effekten - die im Vorjahresvergleich um 0,8 Mrd. € höheren Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Diese standen überwiegend im Zusammenhang mit dem Ausbau des 4G/LTE-Netzes und dem Start des JUMP! On Demand Programms in unserem operativen Segment USA.

→ Weitere Erläuterungen hierzu finden Sie in Angabe 25 "Ertragsteuern" im Konzern-Anhang.

ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. € auf 4,8 Mrd. €. Grund dafür ist die Verbesserung unseres Finanzergebnisses um 0,6 Mrd. €. Dazu beigetragen haben v. a. die vom Joint Venture EE erhaltenen Dividendenzahlungen in Höhe von 0,4 Mrd. €. Die erfolgswirksame Vereinnahmung dieser Dividendenzahlungen stand im Zusammenhang mit der im Dezember 2014 vorgenommenen Reklassifizierung unserer am Joint Venture gehaltenen Anteile in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen. Gegenläufig wirkten Bewertungseffekte, v. a. durch die Folgebewertung eingebetteter Derivate bei T-Mobile US. Hauptgrund für diese Bewertungsverluste war der Kursanstieg der T-Mobile US Aktie.

KONZERNÜBERSCHUSS/(-FEHLBETRAG)

Den Konzernüberschuss steigerten wir um 0,3 Mrd. € bzw. 11,3 % auf 3,3 Mrd. €. Der Steueraufwand des laufenden Geschäftsjahres belief sich auf 1,3 Mrd. € und lag damit um 0,2 Mrd. € über dem Vorjahresniveau.

→ Für weiterführende Informationen zur Entwicklung unserer Ertragslage verweisen wir auf die Angaben im Kapitel "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung" im Konzern-Anhang.

Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis verringerte sich gegenüber 2014 nur geringfügig.

→ Detailliertere Angaben zur Entwicklung von EBITDA/ bereinigtem EBITDA unserer Segmente können Sie dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" entnehmen. Eine Übersicht über die Entwicklung der Sondereinflüsse gibt die Tabelle 019.

Die folgende Tabelle 019 zeigt die Überleitung des EBITDA, des EBIT sowie des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags) auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte.

T 019 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Auswirkungen von Sondereinflüssen in Mio. €

scroll
EBITDA EBIT EBITDA EBIT EBITDA EBIT
2015 2015 2014 2014 2013 2013
EBITDA/EBIT 18 388 7 028 17 821 7 247 15 834 4 930
DEUTSCHLAND (545) (545) (254) (254) (535) (540)
Personalrestrukturierung (402) (402) (223) (223) (506) (506)
Sachbezogene Restrukturierungen (21) (21) (9) (9) (16) (16)
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen 0 0 0 0 (23) (23)
Sonstiges (122) (122) (22) (22) 10 5
USA (425) (425) (52) (52) (232) (329)
Personalrestrukturierung (50) (50) (133) (133) (179) (179)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 (1) (1)
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen (382) (382) 78 78 (52) (52)
Wertminderungen - 0 - 0 - (97)
Sonstiges 7 7 3 3 0 0
EUROPA (219) (262) (131) (153) (179) (793)
Personalrestrukturierung (175) (175) (91) (91) (327) (327)
Sachbezogene Restrukturierungen (14) (14) (9) (9) 3 3
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen 31 31 (5) (5) 183 183
Wertminderungen - (43) - (22) - (614)
Sonstiges (61) (61) (26) (26) (38) (38)
SYSTEMGESCHÄFT (649) (716) (540) (549) (416) (431)
Personalrestrukturierung (369) (369) (286) (286) (212) (212)
Sachbezogene Restrukturierungen (259) (263) (205) (212) (128) (130)
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen (4) (4) (23) (23) (71) (84)
Sonstiges (17) (80) (26) (28) (5) (5)
GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES 319 303 1 229 1 200 (228) (228)
Personalrestrukturierung (213) (213) (174) (174) (226) (226)
Sachbezogene Restrukturierungen (48) (48) (54) (54) (34) (34)
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen 574 574 1 631 1 631 40 40
Wertminderungen - 0 - (29) - 0
Sonstiges 6 (10) (174) (174) (8) (8)
KONZERNÜBERLEITUNG (1) 0 0 0 0 0
Personalrestrukturierung (1) 1 0 0 (1) (1)
Sachbezogene Restrukturierungen (1) (2) 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Unternehmens- und sonstigen Transaktionen 1 1 0 0 1 1
Sonstiges 0 0 0 0 0 0
SUMME SONDEREINFLÜSSE (1 520) (1 645) 252 192 (1 590) (2 321)
EBITDA/EBIT (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) 19 908 8 673 17 569 7 055 17 424 7 251
Finanzergebnis (bereinigt um Sondereinflüsse)   (2 233)   (2 784)   (2 772)
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   6 440   4 271   4 479
Ertragsteuern (bereinigt um Sondereinflüsse)   (1 927)   (1 474)   (1 364)
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   4 513   2 797   3 115
ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) AN DIE            
Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/ (-fehlbetrag)) (bereinigt um Sondereinflüsse)   4 113   2 422   2 755
Anteile anderer Gesellschafter (bereinigt um Sondereinflüsse)   400   375   360

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES KONZERNS

T 020 Konzern-Bilanz (Kurzfassung) in Mio. €

scroll
31.12.2015 Veränderung 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
AKTIVA            
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 32 184 2 386 29 798 21 963 15 019 15 865
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6 897 (626) 7 523 7 970 4 026 3 749
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9 238 (1 216) 10 454 7 712 6 417 6 557
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 6 922 1 044 5 878 1 033 90 436
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 9 127 3 184 5 943 5 248 4 486 5 123
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 111 736 12 174 99 562 96 185 92 923 106 631
Immaterielle Vermögenswerte 57 025 5 460 51 565 45 967 41 847 50 227
Sachanlagen 44 637 5 021 39 616 37 427 37 407 41 797
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 822 205 617 6 167 6 726 6 873
Übrige langfristige Vermögenswerte 9 252 1 488 7 764 6 624 6 943 7 734
BILANZSUMME 143 920 14 560 129 360 118 148 107 942 122 496
PASSIVA            
KURZFRISTIGE SCHULDEN 33 548 5 350 28 198 22 496 22 995 24 215
Finanzielle Verbindlichkeiten 14 439 3 881 10 558 7 891 9 260 10 219
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 11 090 1 409 9 681 7 259 6 445 6 436
Kurzfristige Rückstellungen 3 367 (150) 3 517 3 120 2 885 3 095
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 4 (2) 6 113 9 -
Übrige kurzfristige Schulden 4 648 212 4 436 4 113 4 396 4 465
LANGFRISTIGE SCHULDEN 72 222 5 126 67 096 63 589 54 416 58 249
Finanzielle Verbindlichkeiten 47 941 3 272 44 669 43 708 35 354 38 099
Langfristige Rückstellungen 11 006 168 10 838 9 077 9 169 7 771
Übrige langfristige Schulden 13 275 1 686 11 589 10 804 9 893 12 379
EIGENKAPITAL 38 150 4 084 34 066 32 063 30 531 40 032
BILANZSUMME 143 920 14 560 129 360 118 148 107 942 122 496

Unsere Bilanzsumme stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 14,6 Mrd. €. Dabei erhöhte sich die Aktivseite in erster Linie durch den Anstieg der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Hiervon waren allein 4,1 Mrd. € auf Währungskurseffekte zurückzuführen, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Auch unser Bestand der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte nahm gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Auf der Passivseite ließen v. a. die kurzfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten unsere Bilanzsumme wachsen.

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mrd. €.

→ Detailinformationen zu dieser Veränderung sind der "Konzern-Kapitalflussrechnung" und Angabe 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Anhang zu entnehmen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sanken um 1,2 Mrd. € auf 9,2 Mrd. €. Im Zusammenhang mit im Berichtszeitraum abgeschlossenen Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe kurzfristig fälliger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierte sich der Forderungsbestand. Ebenfalls reduzierend wirkte das bei T-Mobile US im Juni 2015 eingeführte Geschäftsmodell JUMP! On Demand: Hier enthalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Vertragsabschluss mit dem Kunden nicht mehr die Forderung aus dem Endgeräteverkauf, sondern nur noch die monatliche Miete für das Endgerät. Erhöhend wirkten dagegen v. a. Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.

Grund für den Anstieg bei den Buchwerten der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen um 1,0 Mrd. € auf 6,9 Mrd. € ist v. a. eine im dritten Quartal 2015 vereinbarte Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen zwischen T-Mobile US und at&t mit dem Ziel, die Mobilfunknetz-Abdeckung zu verbessern. Dies erhöhte die Buchwerte um 0,6 Mrd. €. Im Zusammenhang mit der seit Dezember 2014 vorgenommenen Reklassifizierung unserer Anteile am Joint Venture EE wirkten sich Währungskurseffekte aus der Umrechnung von Britischem Pfund in Euro in Höhe von 0,3 Mrd. € erhöhend auf den Buchwert aus. Das reklassifizierte Joint Venture EE wirkte sich zum 31. Dezember 2015 insgesamt mit 6,1 Mrd. € auf den Buchwert aus.

In den übrigen kurzfristigen Vermögenswerten waren zum 31. Dezember 2015 folgende wesentliche Effekte enthalten: Ursache für den Anstieg der Buchwerte der kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 2,8 Mrd. € auf 5,8 Mrd. € ist v. a. die kurzfristige Liquiditätsdisposition durch Erwerb von US-amerikanischen Staatsanleihen durch die T-Mobile US. Diese steht im Zusammenhang mit den Anleihe-Emissionen, die im vierten Quartal 2015 erfolgten, und den daraus folgenden Zahlungsmittelzuflüssen. Die Vorräte erhöhten sich um 0,3 Mrd. € auf 1,8 Mrd. €, v. a. aufgrund eines höheren Bevorratungsvolumens an Endgeräten (v. a. höherpreisige Smartphones) bei T-Mobile US.

Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 5,5 Mrd. € auf 57,0 Mrd. € hauptsächlich aufgrund von Zugängen von insgesamt 7,5 Mrd. €. Hierin enthalten sind u. a. 2,6 Mrd. € für den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen durch T-Mobile US; diese Lizenzen stammen überwiegend aus der im Januar 2015 beendeten Auktion der US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde FCC. Zu dem Anstieg ebenfalls beigetragen haben die im Rahmen der im Juni 2015 beendeten Frequenzversteigerung in Deutschland erworbenen 100 MHz-Frequenzen in Höhe von 1,8 Mrd. €. Buchwerterhöhend wirkten auch Währungskurseffekte in Höhe von 2,9 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Einen gegenläufigen Effekt hatten Abschreibungen in Höhe von 4,1 Mrd. € sowie vorgenommene Reklassifizierungen von Vermögenswerten in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen von 0,8 Mrd. €.

Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 5,0 Mrd. € auf 44,6 Mrd. €. Zugänge von 11,9 Mrd. €, in erster Linie in den operativen Segmenten USA und Deutschland, erhöhten den Buchwert. Hierin enthalten sind auch 2,3 Mrd. € an Aktivierungen höherpreisiger Mobilfunk-Endgeräte. Diese stehen im Zusammenhang mit dem bei T-Mobile US im Juni 2015 eingeführten Geschäftsmodell JUMP! On Demand, bei dem Kunden das Endgerät nicht mehr kaufen, sondern mieten. Von den Anlagezugängen entfielen 64 % auf Investitionen, die der Steigerung der betrieblichen Kapazität dienten. Währungskurseffekte erhöhten den Buchwert um 1,2 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Dem entgegen standen Abschreibungen in Höhe von 7,2 Mrd. €. Ebenfalls vermindernd wirkten Abgänge von 0,5 Mrd. € sowie die Reklassifizierung von Vermögenswerten in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in Höhe von 0,2 Mrd. €.

Unsere kurzfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Mrd. € auf insgesamt 62.4 Mrd. €.

→ Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterung in Angabe 10 "Finanzielle Verbindlichkeiten" im Konzern-Anhang.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten stiegen im Vergleich zum Jahresende 2014 um 1.4 Mrd. € auf 11,1 Mrd. €. Gründe dafür sind u. a. der Aufbau von Lagerbeständen bei Endgeräten, v. a. höherpreisigen Smartphones, sowie der Netzwerkausbau in unserem operativen Segment USA. Wechselkurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro trugen mit 0,5 Mrd. € zu dem Anstieg bei.

Die Rückstellungen (kurzfristig und langfristig) lagen mit 14,4 Mrd. € auf Vorjahresniveau. Davon entfielen 8,0 Mrd. € (31. Dezember 2014: 8,5 Mrd. €) auf die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen. Der Rückgang bei den Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen war u. a. auf die Berücksichtigung erfolgsneutraler versicherungsmathematischer Gewinne von 0,2 Mrd. € (vor Steuern) zurückzuführen. Im Berichtsjahr gezahlte Versorgungsleistungen von 0,4 Mrd. € sowie die Erhöhung unseres Planvermögens um 0,3 Mrd. € (Dotierung Contractual Trust Agreement) minderten die Rückstellungen ebenfalls. Im Gegensatz dazu erhöhte der laufende Dienstzeitaufwand die Pensionsrückstellungen um 0,3 Mrd. €. Die sonstigen Rückstellungen nahmen um 0,5 Mrd. € zu, u. a. durch die Aktivierung von Rückbauverpflichtungen im Sachanlagevermögen der T-Mobile US.

Die übrigen langfristigen Schulden erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mrd. € auf 13,3 Mrd. €. Darin enthalten sind u. a. die passiven latenten Steuern, die gegenüber dem Jahresende 2014 um 1,5 Mrd. € auf 9,2 Mrd. € zunahmen, insbesondere durch Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.

Das Eigenkapital stieg gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 4,1 Mrd. € auf 38,2 Mrd. € an. Erhöhend wirkten dabei folgende Faktoren: der Überschuss von 3,5 Mrd. € und ergebnisneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2,0 Mrd. €, die Berücksichtigung versicherungsmathematischer Gewinne (nach Steuern) von 0,2 Mrd. € und die erfolgsneutrale Bewertung von Sicherungsinstrumenten von 0,4 Mrd. €. Zudem wurde im Zusammenhang mit der unseren Aktionären gewährten Möglichkeit, ihre Dividendenansprüche in Aktien zu tauschen, eine Kapitalerhöhung unter Einbringung der Dividendenansprüche von 1,1 Mrd. € durchgeführt. Dem entgegen standen Dividendenausschüttungen für das Geschäftsjahr 2014 an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 2,3 Mrd. € und an Minderheiten in Beteiligungen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Auch der Erwerb der restlichen Anteile an der Slovak Telekom in Höhe von 0,9 Mrd. € minderte das Eigenkapital.

Fremdkapitalkostensatz.

Zum Berichtsjahresende lag der durchschnittliche Zinssatz auf die finanziellen Verbindlichkeiten bei 5,1 % (2014: 5,8%). Grund für den im Vergleich zum Vorjahr reduzierten durchschnittlichen Zinssatz ist in erster Linie das deutlich niedrigere Zinsniveau bei den Refinanzierungen 2015.

T 021 Netto-Finanzverbindlichkeiten in Mio. €

scroll
31.12.2015 Veränderung 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 14 439 3 881 10 558 7 891 9 260 10 219
Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 47 941 3 272 44 669 43 708 35 354 38 099
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 62 380 7 153 55 227 51 599 44 614 48 318
Zinsabgrenzungen (1 014) 83 (1 097) (1 091) (903) (966)
Sonstige (857) 181 (1 038) (881) (754) (615)
BRUTTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 60 509 7 417 53 092 49 627 42 957 46 737
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6 897 (626) 7 523 7 970 4 026 3 749
Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar/ zu Handelszwecken gehalten 2 877 2 588 289 310 27 402
Derivative finanzielle Vermögenswerte 2 686 1 343 1 343 771 1 287 1 533
Andere finanzielle Vermögenswerte 479 (958) 1 437 1 483 757 932
NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 47 570 5 070 42 500 39 093 36 860 40 121

Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Mrd. € auf 47,6 Mrd. €. Die dafür ursächlichen Effekte haben wir in grafik 25 dargestellt. Die sonstigen Effekte von 1,6 Mrd. € enthalten in Höhe von 0,7 Mrd. € Finanzierungsformen, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden.

Nicht-bilanziertes Vermögen und sonstige Finanzierungsformen.

Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzen wir nicht-bilanzierte Vermögenswerte. Hierbei handelt es sich v. a. um geleaste, gepachtete oder gemietete Gegenstände.

→ Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterung in Angabe 34 "LeasingVerhältnisse" und auf Angabe 35 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" im Konzern-Anhang.

Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente verkaufen wir v. a. Forderungen mittels Factoring. Zum 31. Dezember 2015 betrug das verkaufte Forderungsvolumen 3,5 Mrd. € (31. Dezember 2014: 1,4 Mrd. €). Dies beinhaltet im Wesentlichen den in 2015 erneuerten Abschluss einer in 2014 beendeten Factoring-Vereinbarung im operativen Segment Deutschland sowie eine neu abgeschlossene Factoring-Vereinbarung im operativen Segment USA. Die Vereinbarungen werden insbesondere zum aktiven Forderungs-Management genutzt.

Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr in Höhe von 0,7 Mrd. € (2014: 0,6 Mrd. €) Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden und bei Zahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. In der Folge weisen wir diese in der Bilanz unter den finanziellen Verbindlichkeiten aus.

2015 haben wir in Höhe von insgesamt 0,6 Mrd. € im Wesentlichen Netzwerkausstattung angemietet, die als Finanzierungs-Leasing-Verhältnis abgebildet wird. In der Bilanz weisen wir dies folglich ebenfalls unter den finanziellen Verbindlichkeiten aus, die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Finanz-Management.

Unser Finanz-Management stellt die permanente Zahlungsfähigkeit und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts in unserem Konzern sicher. Die Grundzüge der Finanzpolitik legt der Vorstand jährlich fest, der Aufsichtsrat überwacht sie. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management verantwortet die Konzern-Treasury.

T 022 Rating der Deutschen Telekom AG

scroll
Standard & Poor's Moody's Fitch
LANGFRIST-RATING      
31.12.2011 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2012 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2013 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2014 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2015 BBB+ Baa1 BBB+
KURZFRIST-RATING A-2 P-2 F2
AUSBLICK stabil stabil stabil

T 023 Finanzielle Flexibilität

scroll
2015 2014 2013 2012 2011
RELATIVE VERSCHULDUNG          
Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 2,4 x 2,4 x 2,2 x 2,1 x 2,1 x
EIGENKAPITALQUOTE % 26,5 26,3 27,1 28,3 32,7

Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzen wir v. a. die Kennzahl Relative Verschuldung ein. Ein Bestandteil dieser Kennzahl sind die Netto-Finanzverbindlichkeiten, die unser Konzern als eine wichtige Kenngröße gegenüber Investoren, Analysten und Rating-Agenturen verwendet.

T 024 Kapitalflussrechnung (Kurzfassung) in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 14 997 13 393 13 017
Effekte im Rahmen der AT&T-Transaktion - - 137
Ausgleichsleistungen für Mitarbeiter der MetroPCS - - 60
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEITa 14 997 13 393 13 214
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen (CASH CAPEX) (10 818) (9 534) (8 861)
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen 367 281 253
FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)a 4 546 4 140 4 606
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT (15 015) (10 761) (9 896)
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT (876) (3 434) 1 022
Auswirkungen von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) 267 323 (167)
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 1 32 (32)
Veränderung der kurzfristigen Zahlungsmittel (626) (447) 3 944
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE 6 897 7 523 7 970

e Vor Effekten im Rahmen der AT&T-Transaktion und Ausgleichsleistungen für Mitarbeiter der MetroPCS.

Free Cashflow.

Der Free Cashflow des Konzerns vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum wuchs gegenüber dem Vorjahr von 4,1 Mrd. € auf 4,5 Mrd. €. Dabei erhöhte sich einerseits der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 1,6 Mrd. €. Andererseits stiegen auch die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen um 1,3 Mrd. €.

Zum Anstieg des Cashflows aus Geschäftstätigkeit trug in erster Linie die positive Geschäftsentwicklung unseres operativen Segments USA bei. 2015 haben wir Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen, die sich insgesamt mit 0,8 Mrd. € positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit auswirkten. Dies beinhaltet v. a. einen 2015 erneuerten Abschluss einer im Vorjahr beendeten Factoring-Vereinbarung in unserem operativen Segment Deutschland sowie eine neu abgeschlossene Factoring-Vereinbarung in unserem operativen Segment USA. Im Vorjahr betrug der Effekt aus Factoring-Vereinbarungen 0,2 Mrd. €. Aus einer Vergleichsvereinbarung zur Beilegung eines laufenden kartellrechtlichen Beschwerdeverfahrens resultierte zudem ein Zahlungsmittelzufluss von 0,2 Mrd. €; gegenläufig wirkten u. a. in 2015 geleistete Zahlungen im Zusammenhang mit dem Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom.

→ Weitere Erläuterungen hierzu finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management".

Positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit wirkten die von der Scout24 AG erstmals erhaltene Dividendenzahlung in Höhe von 0,1 Mrd. € sowie im Vorjahresvergleich um 0,1 Mrd. € höhere Dividendenzahlungen des Joint Ventures EE.

Weitere Erläuterungen hierzu finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management".

Der gegenüber 2014 gestiegene Cash Capex resultierte v. a. aus den operativen Segmenten USA und Deutschland. Hier stieg der Cash Capex jeweils im Zusammenhang mit den im Rahmen des Netzausbaus und der Netzmodernisierung getätigten Investitionen.

→ Zusätzliche Informationen sind Angabe 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Anhang zu entnehmen.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER OPERATIVEN SEGMENTE

DEUTSCHLAND

KUNDENENTWICKLUNG T 025 in Tsd.

scroll
31.12.2015 31.12.2014 Veränderung Veränderung
in %
31.12.2013
GESAMT          
Mobilfunk-Kunden 40 373 38 989 1 384 3,5 % 38 625
Vertragskunden 23 709 22 287 1 422 6,4 % 21 553
Prepaid-Kunden 16 665 16 701 (36) (0,2) % 17 072
Festnetz-Anschlüsse 20 227 20 686 (459) (2,2)% 21 417
davon: IP-basiert Retail 6 887 4 383 2 504 57,1 % 2 141
Breitband-Anschlüsse 12 644 12 361 283 2,3 % 12 360
davon: Glasfaser 2 923 1 799 1 124 62,5 % 1 246
TV (IPTV, Sat) 2 683 2 442 241 9,9 % 2 177
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 8 050 8 801 (751) (8,5) % 9 257
Wholesale entbündelte Anschlüsse 3 015 2 153 862 40,0 % 1 564
davon: Glasfaser 1 444 718 726 n. a. 274
Wholesale gebündelte Anschlüsse 227 305 (78) (25,6) % 390
DAVON: PRIVATKUNDEN          
Mobilfunk-Kunden 29 016 29 068 (52) (0,2) % 29 943
Vertragskunden 17 297 16 040 1 257 7,8 % 15 669
Prepaid-Kunden 11 719 13 027 (1 308) (10,0) % 14 275
Festnetz-Anschlüsse 15 900 16 260 (360) (2,2)% 16 923
davon: IP-basiert Retail 6 076 3 974 2 102 52,9 % 1 960
Breitband-Anschlüsse 10 209 9 938 271 2,7 % 9 963
davon: Glasfaser 2 530 1 547 983 63,5 % 1 064
TV (IPTV, Sat) 2 492 2 254 238 10,6 % 2 001
DAVON:GESCHÄFTSKUNDEN          
Mobilfunk-Kunden 11 358 9 921 1 437 14,5 % 8 682
Vertragskundena 6 412 6 247 165 2,6 % 5 885
Prepaid-Kunden (M2M) 4 946 3 674 1 272 34,6 % 2 797
Festnetz-Anschlüsse 3 339 3 402 (63) (1,9) % 3 445
davon: IP-basiert Retail 773 387 386 99,7 % 164
Breitband-Anschlüsse 2 093 2 096 (3) (0,1) % 2 072
davon: Glasfaser 385 248 137 55,2 % 180
TV (IPTV, Sat) 190 186 4 2,2 % 174

a Ab dem 1. Januar 2015 ohne interne Rahmenverträge (ca. 61 Tsd. SIM-Karten). Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamt

In Deutschland haben wir unsere Position als Marktführer im Festnetz verteidigt und im Mobilfunk bei den Service-Umsätzen unseren Vorsprung ausgebaut. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. So begeistern wir unsere Kunden mit mehrfach ausgezeichneter Netzqualität - im Festnetz und im Mobilfunk - sowie einem breiten Produkt-Portfolio.

Im September 2014 starteten wir "MagentaEins" - unser erstes integriertes Produkt, bestehend aus Festnetz- und Mobilfunk-Komponenten, für das wir bisher 1,9 Mio. Kunden gewinnen konnten.

Mit unserem "Netz der Zukunft" stellen wir modernste Anschlusstechnik zur Verfügung. Bis Ende 2018 wollen wir unser Netz vollständig auf die IP-Technologie umstellen. Bis zum Jahresende 2015 konnten wir 9,5 Mio. Retail- und Wholesale-Anschlüsse auf IP migrieren; dies entspricht einer Quote von 40%.

Im Mobilfunk gewannen wir 2015 insgesamt 1,4 Mio. Kunden hinzu. Dank der hohen Nachfrage nach integrierten Mobilfunk-Tarifen mit Datenvolumen entwickelte sich der Bestand an Vertragskunden im Privat- und Geschäftskundenbereich positiv.

Eine starke Nachfrage verzeichneten wir weiterhin bei unseren Glasfaser-Produkten: So stieg die Anzahl der Anschlüsse innerhalb des Berichtsjahres um 1,9 Mio. auf insgesamt 4,4 Mio. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung deutlich höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben - und werden dies auch in Zukunft verstärkt tun. Mit unserem Kontingentmodell und dessen zukünftiger Weiterentwicklung setzen wir Anreize für eine Migration aus den klassischen Vorleistungsprodukten -wie gebündelte Wholesale-Anschlüsse oder die Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) - hin zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen.

Mobilfunk

Mobile Telefonie und Datenanwendungen.

Neue Impulse setzen wir durch unsere herausragende Netzqualität und das neue Produkt-Portfolio für werthaltige Vertragskunden. Seit dem Jahresende 2014 gewannen wir insgesamt 1,4 Mio. Vertragskunden hinzu. Dabei verzeichneten wir bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft unter den Marken "Telekom" und "congstar" ein Plus von 575 TSD. Zum Ende des Geschäftsjahres 2015 weist die am 15. Januar 2015 gegründete Gesellschaft Telekom Deutschland Multibrand GmbH, welche die Marketing-Partnerschaft über die Nutzung der Turkcell-Marke in Deutschland beinhaltet, 301 TSD. Mobilfunk-Kunden aus. Das Geschäft der Wiederverkäufer (Service Provider) stieg um 546 TSD., obwohl im ersten Quartal 2015 die Integration der Turkcell-Kunden in die Telekom Deutschland Multibrand GmbH stattgefunden hat. Damit verbunden war ein Transfer der Turkcell-Kunden vom Prepaid- in den Vertragskundenbereich. Die Zahl der Prepaid-Kunden sank seit Jahresende 2014 um 36 TSD., wobei der Anstieg im Bereich Geschäftskunden dem starken Verlust im Privatkundenbereich teilweise entgegenwirkte.

Insgesamt konnte der Zuwachs bei den Vertragskunden den Rückgang bei den Prepaid-Kunden mehr als ausgleichen. Ende 2015 nutzten 259 TSD. Kunden eine Breitband-Anbindung via Mobilfunk.

Bei den mobilen Endgeräten belief sich der Anteil an verkauften Smartphones auf 84,4 %. Dies waren v. a. Android- und iOS-Endgeräte (iPhones), wobei insbesondere hochpreisige Endgeräte nachgefragt wurden.

Festnetz

Telefon, Internet und Fernsehen.

Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz - v. a. durch aggressive Preisangebote von Wettbewerbern - gehen wir neue Wege in der Vermarktung: Unser Fokus liegt dabei auf integrierten Angeboten sowie TV- und Glasfaser-Anschlüssen. Der Erfolg gibt uns Recht: Die Zahl unserer Breitband-Anschlüsse wuchs um 283 TSD. gegenüber dem Vorjahresende. Von unseren Breitband-Kunden sind insgesamt 21,2 % TV-Kunden: ein Plus von 1,4 Prozentpunkten gegenüber dem 31. Dezember 2014. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 459 TSD. Im Hinblick auf die Anschlussverluste pro Quartal sehen wir insgesamt einen stabilen Trend.

Mit den "MagentaZuhause" Tarifen bieten wir seit Oktober 2014 ein neues Produkt-Portfolio für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und tarifabhängigen Bandbreiten an. "MagentaZuhause Hybrid" bündelt Festnetz- und Mobilfunk-Technologie in einem Router. Für dieses neue Produkt, das wir bundesweit im März 2015 eingeführt haben, konnten wir bislang 155 TSD. Kunden gewinnen, vorwiegend im ländlichen Raum.

Erfolgreich waren auch unsere Kooperationen in der Wohnungswirtschaft: Insgesamt wurden rund 147 TSD. Wohnungen an unser Netz angeschlossen, davon 28 TSD. in diesem Geschäftsjahr.

Privatkunden

Vernetztes Leben vom Handy bis zum Fernseher.

Die Zahl unserer Mobilfunk-Kunden lag um 0,2 % leicht unter dem Stand des Vorjahres. Dabei wirkten gegenläufige Effekte: Die Zahl der Prepaid-Kunden sank um 1,3 Mio., v. a. weil Kunden in Verträge, wie z. B. in günstige "congstar" Tarife, wechselten. Gegenläufig konnten wir 2015 im Mobilfunk 1,3 Mio. Vertragskunden hinzugewinnen, davon entfielen 410 TSD. Neukunden auf unsere Marken "Telekom" und "congstar". Die hohe Akzeptanz der im September 2014 neu eingeführten "MagentaMobil" Tarife sowie der "AllnetFlat" Tarife bei "congstar" führten zu diesem Kundenzuwachs. Zum Ende des Berichtsjahres wies die neu gegründete Gesellschaft Telekom Deutschland Multibrand GmbH einen Bestand von 301 TSD. Vertragskunden aus. Das Geschäft mit den Wiederverkäufern (Service Provider) stieg seit Jahresbeginn um 546 TSD.

Die Anschlussverluste im Festnetz lagen bei 360 TSD. und waren somit wesentlich geringer als im Vorjahr. 2015 stellten wir im Festnetz 2,1 Mio. Kunden auf IP-basierte Anschlüsse um. Gegenüber dem Jahresende 2014 konnten wir 238 TSD. TV-Kunden hinzugewinnen. Von den 10,2 Mio. Breitband-Anschlüssen waren rund 2,5 Mio. Glasfaser-Anschlüsse -allein im Berichtsjahr ein Plus von 983 TSD.

Geschäftskunden

Vernetztes Arbeiten mit innovativen Lösungen.

Der positive Trend im Geschäftskundensegment aus dem Vorjahr setzte sich fort: Seit Jahresbeginn konnten wir 1,4 Mio. neue Mobilfunk-Kunden gewinnen; davon waren 165 TSD. werthaltige Vertragskunden. Beim mobilen Internet wächst die Kundennachfrage nach Tarifen mit mehr Bandbreite in Verbindung mit höherwertigen Endgeräten. In einem sehr preisaggressiven Markt konnten wir im M2M-Bereich 1,3 Mio. Karten hinzugewinnen. Ursache für das Wachstum ist der vermehrte Einsatz von SIM-Karten, v. a. in der Automobil- und in der Logistikbranche. Die Zahl der Festnetz-Anschlüsse sank gegenüber dem Jahresende 2014 leicht auf 3,3 Mio. Die Breitband-Anschlüsse lagen mit 2,1 Mio. auf Vorjahresniveau; die Zahl der Glasfaser-Kunden steigerten wir dabei um 55,2 %.

Positiv entwickelten sich die Produkte beim "Vernetzten Arbeiten": Insbesondere stieg die Nachfrage nach IT-Cloud-Produkten. Bei unseren Tarifen "DeutschlandLAN - die Komplettlösung für Ihr Büro" verzeichneten wir weiterhin Zuwächse.

Wholesale

Der Anschlussbestand im Bereich Wholesale blieb gegenüber 2014 insgesamt weiterhin stabil mit 11,3 Mio. Zum Ende des Berichtsjahres lag der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am Gesamtbestand mit 12,8 % um 6,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Ursache für das verstärkte Wachstum bei unseren entbündelten Wholesale-Anschlüssen um 862 TSD. bzw. 40,0% gegenüber 2014 war in erster Linie die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Die Zahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse sank hingegen um 78 TSD. Dieser Trend wird wohl in den kommenden Jahren anhalten, weil unsere Mitbewerber von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Produkten mit mehr Bandbreite oder auf eigene Infrastrukturen wechseln. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber 2014 um 751 TSD. bzw. 8,5 %. Dieser Rückgang hat verschiedene Gründe: zum einen die Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen, zum anderen der Wechsel von Endkunden zu Kabelanbietern. Dazu kommt, dass Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-Anschlüsse und teilweise auch auf Mobilfunk-basierte Anschlüsse migrieren.

OPERATIVE ENTWICKLUNG T 026 in Mio. €

scroll
2015 2014 Veränderung Veränderung
in %
2013
GESAMTUMSATZ   22 421 22 257 164 0,7 % 22 435
Privatkunden   12 095 11 970 125 1,0 % 12 122
Geschäftskunden   5 781 5 726 55 1,0 % 5 676
Wholesale   3 755 3 775 (20) (0,5) % 3 811
Mehrwertdienste   226 242 (16) (6,6) % 288
Sonstiges   564 544 20 3,7 % 538
Betriebsergebnis (EBIT)   4 490 4 663 (173) (3,7)% 4 435
EBIT-Marge % 20,0 21,0     19,8
Abschreibungen   (3 755) (3 893) 138 3,5 % (3 966)
EBITDA   8 245 8 556 (311) (3,6) % 8 401
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (545) (254) (291) n. a. (535)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   8 790 8 810 (20) (0,2) % 8 936
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 39,2 39,6     39,7
CASH CAPEX   (5 609) (3 807) (1 802) (47,3) % (3 411)

Gesamtumsatz

Der Umsatz stieg 2015 gegenüber dem Vorjahr um 0,7%. Zu dieser Entwicklung trugen v. a. die Umsätze aus dem Mobilfunk-Geschäft bei: Sie wuchsen um 4,8%, insbesondere im Endgerätegeschäft ohne Vertragsbeziehung sowie wegen des anhaltend positiven Umsatztrends bei unserer Zweitmarke "congstar". Positiv auf die Umsatzentwicklung im Festnetz wirkten sich die gestiegenen TV-, IT- und Endgeräteumsätze aus. Jedoch konnten diese die rückläufigen Umsätze in anderen Bereichen nicht vollständig kompensieren, sodass im Festnetz-Geschäft ein Umsatzminus von 2,1% verblieb.

Im Privatkundenbereich stieg der Umsatz um 1,0 % gegenüber 2014. Mengen- und preisbedingte Umsatzrückgänge prägten weiterhin das klassische Festnetz-Geschäft: Es ging um 2,7 % zurück. Das Umsatzwachstum im Breitband-Geschäft hielt weiter an; so betrug der Zuwachs im Berichtsjahr 0,3 %. Das Umsatzwachstum im Mobilfunk-Bereich von 5,8 % konnte die Verluste im Festnetz-Geschäft mehr als ausgleichen. Grund für das Plus im Mobilfunk war in erster Linie der höhere Endgeräteumsatz bei der Vermarktung von Smartphones. Unsere mobilen Service-Umsätze stiegen im Berichtsjahr leicht um 0,5%. Die Datenumsätze wuchsen um 5,9%. Negativ entwickelten sich hingegen die Umsätze im Bereich Prepaid, v. a. bei unserer Eigenmarke "Telekom".

Im Geschäftskundenbereich stieg der Umsatz um 1,0%, v. a. wegen der wachsenden Mobilfunk-Umsätze, die um 2,8 % zulegten. Wesentliche Treiber waren hier die Endgeräteumsätze. Gegenläufig wirkten im Festnetz rückläufige Umsätze in der klassischen Sprachtelefonie; die positive Entwicklung bei den IT-Umsätzen konnte diese nicht vollständig ausgleichen.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich war 2015 mit 0,5% leicht rückläufig. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf geringere Minutenmengen und regulatorisch bedingte Preissenkungen bei Interconnection-Verbindungen (ab dem 1. Dezember 2014) sowie rückläufige Teilnehmer-Anschlussleitungsmengen. Die positive Entwicklung bei den entbündelten

Anschlüssen, insbesondere durch das Kontingentmodell, glich diesen Umsatzrückgang teilweise aus.

Im Bereich Mehrwertdienste nahmen die Umsätze um 6,6 % ab. Hauptgründe dafür sind auslaufende Geschäftsmodelle wie öffentliche Telekommunikationseinrichtungen und die Auskunft sowie eine geringere Inanspruchnahme von Service-Rufnummern.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA war im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr mit 0,2 % leicht rückläufig und betrug 8,8 Mrd. €. Ursache dafür waren v. a. gestiegene Personalkosten im Rahmen der Tariferhöhung und der verstärkte Personaleinsatz für unseren Netzausbau sowie die IP-Migration. Mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 39,2% liegen wir knapp unter unserem erwarteten Zielwert von 40%. Das EBITDA belief sich im Berichtsjahr auf 8,2 Mrd. € - ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 3,6%. Hauptgrund waren höhere Sondereinflüsse für Aufwendungen im Zusammenhang mit unserem Personalumbau.

EBIT

Das Betriebsergebnis sank im Vergleich zu 2014 um 3,7% auf 4,5 Mrd. €, v. a. wegen gestiegener Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogener Restrukturierungsaufwendungen. Gegenläufig wirkten um 3,5% geringere Abschreibungen.

Cash Capex

Der Cash Capex erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Mrd. €, insbesondere aufgrund der Ersteigerung von Frequenzen im Juni 2015. Ohne Berücksichtigung von Investitionen in Spektrum ist unser Cash Capex gegenüber 2014 leicht gestiegen. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie investierten wir auch 2015 verstärkt in den Vectoring- und Glasfaserkabel-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere LTE-Infrastruktur.

Zum 31. Dezember 2015 hatte unser operatives Segment USA (T-Mobile US) 63,3 Mio. Kunden, ein Jahr zuvor waren es noch 55,0 Mio. Kunden gewesen. Der Nettozuwachs um 8,3 Mio. Kunden lag auf Vorjahresniveau. Die Gründe dafür erläutern wir nachfolgend. 2015 konnte T-Mobile US das zweite Mal in Folge netto über 8,0 Mio. Mobilfunk-Kunden hinzugewinnen und führte damit den US-amerikanischen Markt an.

Eigene Kunden (unter eigener Marke).

Der Anstieg bei unseren eigenen Postpaid-Kunden betrug 2015 netto 4 510 TSD. gegenüber netto 4 886 TSD. im Vorjahr. Ursachen für den anhaltend starken Nettozuwachs bei den eigenen Postpaid-Kunden waren die positive Resonanz der Kunden auf unsere "Uncarrier"-Initiativen - z. B. JUMP! On Demand und Data Stash -, die stetige Verbesserung unserer Netze sowie spezielle Angebote. Der Nettozuwachs an eigenen Postpaid-Kunden war aufgrund der Markteinführung des "Uncarrier 4.0"-Angebots Contract Freedom sowie attraktiver Tarifangebote für Familien im Vorjahr höher als im Berichtsjahr. Im Nettozuwachs der eigenen Postpaid-Kunden waren rund 765 TSD. eigene Prepaid-Kunden enthalten, die zu unseren Postpaid-Tarifen wechselten, während es 2014 noch rund 420 TSD. waren.

Der Anstieg bei den eigenen Prepaid-Kunden betrug 2015 netto 1 315 TSD. gegenüber einem Anstieg von netto 1 244 TSD. im Vorjahr. Diese positive Entwicklung ist in erster Linie dem Erfolg spezieller T-Mobile US Angebote unter der Marke MetroPCS und der Erschließung neuer Märkte zuzuschreiben. Im Nettozuwachs der eigenen Prepaid-Kunden waren rund 765 TSD. eigene Prepaid-Kunden enthalten, die zu unseren Postpaid-Tarifen wechselten, während es 2014 noch rund 420 TSD. waren.

Wholesale-Kunden.

Die Zahl der Wholesale-Kunden steigerten wir im Berichtsjahr um netto 2 439 TSD. gegenüber einem Anstieg von netto 2 204 TSD. im Vorjahr. Grund dafür waren insbesondere höhere Bruttozuwächse bei MVNO-Kunden, denen höhere MVNO-Ausbuchungen gegenüberstanden.

T 027 in Tsd.

scroll
31.12.2015 31.12.2014 Veränderung Veränderung
in %
31.12.2013
USA          
Mobilfunk-Kunden 63 282 55 018 8 264 15,0 % 46 684
Eigene Kunden (unter eigener Marke) 49 326 43 501 5 825 13,4 % 37 371
Eigene Postpaid-Kunden 31 695 27 185 4 510 16,6 % 22 299
Eigene Prepaid-Kunden 17 631 16 316 1 315 8,1 % 15 072
Wholesale-Kunden 13 956 11 517 2 439 21,2 % 9 313

OPERATIVE ENTWICKLUNG T 028 in Mio. €

scroll
2015 2014 Veränderung Veränderung
in %
2013
GESAMTUMSATZ   28 925 22 408 6 517 29,1 % 18 556
Betriebsergebnis (EBIT)   2 454 1 405 1 049 74,7 % 1 404
EBIT-Marge % 8,5 6,3     7,6
Abschreibungen   (3 775) (2 839) (936) (33,0) % (2 238)
EBITDA   6 229 4 244 1 985 46,8 % 3 642
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (425) (52) (373) n. a. (232)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   6 654 4 296 2 358 54,9 % 3 874
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 23,0 19,2     20,9
CASH CAPEX   (6 381) (5 072) (1 309) (25,8) % (3 279)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA belief sich 2015 auf 28,9 Mrd. €; dies entspricht gegenüber 22,4 Mrd. € im Vorjahr einem Plus von 29,1 %, v. a. aufgrund von Wechselkursschwankungen. Auf US-Dollar-Basis wuchs der Gesamtumsatz um 8,1 %. Hauptgrund dafür waren höhere Service-Umsätze, die wiederum zurückzuführen sind auf den Kundenzuwachs durch den anhaltenden Erfolg unserer "Uncarrier"-Initiativen und die positive Kundenresonanz auf spezielle Angebote für Familien. Die Endgeräteumsätze waren rückläufig, da die Kunden im Rahmen von JUMP! On Demand zunehmend hochwertige Endgeräte mieteten, was zu einem niedrigeren durchschnittlichen Umsatz je verkauftem Gerät führte. Positiv wirkte sich zum Teil jedoch der insgesamt höhere Geräte- und Zubehörabsatz aus. Umsätze im Zusammenhang mit gemieteten Endgeräten im Rahmen von JUMP! On Demand werden über die Laufzeit des Mietvertrags erfasst und nicht mit Lieferung des Geräts an den Kunden.

EBITDA, bereinigtes EBITDA, bereinigte EBITDA-Marge

Das bereinigte EBITDA stieg um 54,9 % von 4,3 Mrd. € im Vorjahr auf 6,7 Mrd. € im Berichtsjahr. Auf US-Dollar-Basis wuchs es um 29,5 %. Positiv beeinflusst wurde das bereinigte EBITDA vom anhaltenden Erfolg der "Uncarrier"-Initiativen und von positiver Kundenresonanz auf spezielle Angebote. Dies wiederum führte zu höheren Senvice-Umsätzen sowohl mit eigenen Prepaid- als auch mit Postpaid-Kunden. Zunehmend mieteten Kunden Endgeräte im Rahmen von JUMP! On Demand: Dadurch bedingte Umsatzeffekte trugen ebenfalls zum Anstieg de s bereinigten EBITDA bei, da die entsprechenden Endgerätekosten über die Laufzeit des Mietvertrags abgeschrieben werden und sich nicht auf das bereinigte EBITDA auswirken. Dazu kamen Synergie-Effekte aus der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS sowie fokussierte Kostenkontrollen; diesem positiven Effekt gegenüber standen höhere personalbezogene Kosten, gestiegene Verluste aus Endgeräteverkäufen durch einen gewachsenen Smartphone-Absatz, höhere Werbekosten, mehr Aufwendungen für uneinbringliche Forderungen und Verluste aus Forderungsverkäufen. Gegenüber 2014 stieg die bereinigte EBITDA-Marge von 19,2% auf 23,0% wegen der oben beschriebenen Sachverhalte.

Nicht im bereinigten EBITDA für das Geschäftsjahr 2015 enthalten sind Sondereinflüsse in Höhe von 0,4 Mrd. €, v. a. aus der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS und Kosten für die aktienbasierte Vergütung. Insgesamt stieg das EBITDA um 46,8 % von 4,2 Mrd. € in 2014 auf 6,2 Mrd. €.

EBIT

Das EBIT stieg um 74,7 % von 1,4 Mrd. € im Vorjahr auf 2,5 Mrd. € im Berichtsjahr. Grund war ein höheres bereinigtes EBITDA, dem allerdings höhere Abschreibungen auf Sachanlagen und die Kosten für die Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS gegenüberstanden. Der Ausbau des 4G/LTE-Netzes und der Start des JUMP! On Demand Programms führten 2015 zu höheren Abschreibungen.

Cash Capex

Der Cash Capex wuchs 2015 v/on 5,1 Mrd. € im Vorjahr auf 6,4 Mrd. €, v. a. aufgrund des Ausbaus des 4G/LTE-Netzes. Zusätzlich hat T-Mobile US AWS- und 700 MHz-A-Band-Frequenzlizenzen für 2,2 Mrd. € erworben; ein Großteil entfiel dabei auf die im Januar 2015 von der US-Telekom-munikations-Aufsichtsbehörde FCC erworbenen AWS-Spektrumlizenzen.

EUROPA

KUNDENENTWICKLUNG T 029 in Tsd.

scroll
31.12.2015 31.12.2014 Veränderung Veränderung
in %
31.12.2013
EUROPA, GESAMTa Mobilfunk-Kunden 52 183 55 992 (3 809) (6,8) % 56 679
  Festnetz-Anschlüsse 8 700 9 033 (333) (3,7)% 9 284
  davon: IP-basiert 4 100 3 486 614 17,6 % 2 472
  Breitband-Anschlüsse Retail 5 181 4 995 186 3,7 % 4 744
  TV (IPTV, Sat, Kabel) 3 904 3 714 190 5,1 % 3 503
  Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL)/Wholesale PSTN 2 239 2 325 (86) (3,7)% 2 230
  Wholesale gebündelte Anschlüsse 121 140 (19) (13,6) % 150
  Wholesale entbündelte Anschlüsse 199 144 55 38,2 % 101
GRIECHENLAND Mobilfunk-Kunden 7 399 7 280 119 1,6 % 7 477
  Festnetz-Anschlüsse 2 586 2 624 (38) (1,4) % 2 746
  Breitband-Anschlüsse 1 531 1 388 143 10,3 % 1 286
RUMÄNIEN Mobilfunk-Kunden 5 992 6 047 (55) (0,9) % 6 153
  Festnetz-Anschlüsse 2 091 2 239 (148) (6,6) % 2 369
  Breitband-Anschlüsse 1 186 1 199 (13) (1,1) % 1 193
UNGARNb Mobilfunk-Kunden 4 950 4 964 (14) (0,3) % 4 887
  Festnetz-Anschlüsse 1 610 1 645 (35) (2,1) % 1 596
  Breitband-Anschlüsse 1 014 969 45 4,6 % 922
POLENa ,b Mobilfunk-Kunden 12 056 15 702 (3 646) (23,2) % 15 563
  Festnetz-Anschlüsse 18 n. a. 18 n. a. n. a.
  Breitband-Anschlüsse 15 n. a. 15 n. a. n. a.
TSCHECHISCHE REPUBLIKb Mobilfunk-Kunden 6 019 6 000 19 0,3 % 5 831
  Festnetz-Anschlüsse 154 131 23 17,6 % 129
  Breitband-Anschlüsse 134 131 3 2,3 % 129
KROATIEN Mobilfunk-Kunden 2 233 2 252 (19) (0,8) % 2 303
  Festnetz-Anschlüsse 1 004 1 076 (72) (6,7) % 1 133
  Breitband-Anschlüsse 741 725 16 2,2 % 670
NIEDERLANDE Mobilfunk-Kunden 3 677 3 900 (223) (5,7)% 4 441
SLOWAKEI Mobilfunk-Kunden 2 235 2 220 15 0,7 % 2 262
  Festnetz-Anschlüsse 855 894 (39) (4,4)% 922
  Breitband-Anschlüsse 599 559 40 7,2 % 521
ÖSTERREICH Mobilfunk-Kunden 4 323 4 020 303 7,5 % 4 091
ÜBRIGEb ,c Mobilfunk-Kunden 3 299 3 607 (308) (8,5) % 3 671
  Festnetz-Anschlüsse 381 423 (42) (9,9) % 390
  Breitband-Anschlüsse 285 307 (22) (7,2) % 274

a Im vierten Quartal 2015 verringerte sich die Anzahl der Mobilfunk-Kunden in Polen um 3 838 Tsd. im Zusammenhang mit der Ausbuchung inaktiver Prepaid SIM-Karten.
b Zum 1. Januar 2015 wurden die Gesellschaften der GTS Central Europe Gruppe in Polen und der Tschechischen Republik in die jeweiligen Landesgesellschaften integriert. In Ungarn erfolgte die Integration zum 1. April 2015.
c Übrige enthält die Landesgesellschaften der Länder Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie die Anschlüsse der GTS Central Europe Gruppe in Rumänien.

Gesamt

Auch 2015 waren die Telekommunikationsmärkte in den Ländern unseres operativen Segments Europa einer hohen Wettbewerbsintensität ausgesetzt. Wir konnten bei den TV- und Breitband-Anschlüssen wie schon im Vorjahr mehr Kunden für unsere Produkte gewinnen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei unser konvergentes Produkt-Portfolio: Wir vermarkten Festnetz- und Mobilfunk-Produkte gemeinsam und bieten so unseren Kunden ein nahtloses Telekommunikationserlebnis. Unser Tarifmodell "MagentaOne" haben wir mit großem Erfolg bereits in vielen integrierten Ländern unseres operativen Segments Europa eingeführt und konnten insgesamt knapp eine Million FMC-Kunden dafür gewinnen. Der Schlüssel für diese erfolgreiche Vermarktung ist die hohe Bandbreite, die wir sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz bereitstellen. Da diese Technologie bei unseren Kunden immer wichtiger wird, investieren wir in den Glasfaser-Ausbau. Wir steigerten auch die Anzahl der IP-Anschlüsse im Rahmen unserer paneuropäischen Netzstrategie - in erster Linie dank der erfolgreichen Migration von klassischen PSTN-Anschlüssen auf IP-Technologie in vielen unserer Länder.

Mobilfunk

Mobile Telefonie und Datenanwendungen.

Im Berichtsjahr verzeichneten wir in unserem Gesamtbestand 52,2 Mio. Mobilfunk-Kunden. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 6,8 %. Grund dafür war das Prepaid-Geschäft, v. a. weil in Polen inaktive Prepaid SIM-Karten ausgebucht wurden. Darum konnten wir den ursprünglich geplanten leichten Anstieg des Gesamtbestands an Mobilfunk-Kunden gegenüber dem Vorjahr nicht erreichen. Dazu kam, dass insbesondere das Prepaid-Geschäft in den europäischen Mobilfunk-Märkten hart umkämpft war. Gemäß unserer Strategie, uns auf das werthaltige Vertragskundengeschäft zu konzentrieren, entwickelte sich dieses Geschäft positiv und wir steigerten die Kundenzahl gegenüber 2014 um 2,0 %. Zu diesem Plus haben die meisten unserer Landesgesellschaften beigetragen, v. a. Österreich und Rumänien erzielten zweistellige Wachstumsraten. Infolgedessen stieg auch der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand auf knapp 50 %. Wir positionieren uns in den jeweiligen Märkten als Qualitätsanbieter mit dem besten Service - und in vielen Ländern auch als Anbieter mit dem besten Mobilfunknetz. Teil unserer Netzstrategie ist es, unsere Mobilfunknetze konsequent mit der 4G/LTE-Technologie auszubauen. Seit 2015 bieten wir unseren Kunden nun auch in Albanien LTE an und sind somit in allen unseren Landesgesellschaften mit dieser Technologie vertreten. Dank unserer Investitionen in unser 4G/LTE-Netzwerk profitieren unsere Kunden von einer schnellen Breitband-Anbindung via Mobilfunk sowie von einer größeren Netzabdeckung. So versorgten wir zum Ende des Berichtsjahres in den Ländern unseres operativen Segments bereits 71% der Bevölkerung mit LTE und erreichten somit insgesamt rund 92 Millionen Einwohner. Bis 2018 wollen wir auch in den anderen Ländern eine Netzabdeckung zwischen 75 und 95% erreichen.

Festnetz

Telefon, Internet und Fernsehen.

Weil sich unsere TV- und Entertainment-Angebote zu einem wichtigen Standbein im Privatkundengeschäft entwickelt haben, investieren wir kontinuierlich in Verbesserungen unserer Entertainment-Dienste. Dazu gehört einerseits ein Angebot mit einer überzeugenden Auswahl an Film-, Sport- und Fernsehrechten. Andererseits arbeiten wir verstärkt daran, Dienste anzubieten, die unsere Kunden in hoher Qualität nutzen können, und zwar überall und auf allen Endgeräten. Wir steigerten die Anzahl unserer TV-Kunden gegenüber dem Vorjahr um 5,1 % auf 3,9 Mio.; davon entfiel ein Großteil der Nettozuwächse von insgesamt 190 TSD. auf Griechenland, Rumänien, Ungarn und die Slowakei.

Als integrierter Telekommunikationsanbieter wollen wir die Konvergenz von Festnetz- und Mobilfunk-Technologie vorantreiben und bieten unseren Kunden bereits in allen unseren integrierten Ländern FMC-Produkte an. Das Konzept der Konvergenzmarke "MagentaOne" haben im Berichtsjahr fünf Landesgesellschaften eingeführt - mit Erfolg: Insgesamt zählten wir Ende 2015 knapp eine Million FMC-Kunden. Das technische Grundgerüst für FMC-Produkte ist ein vereinfachtes und standardisiertes Netzwerk; Voraussetzung dafür ist, dass die Landesgesellschaften mit Festnetz-Architektur auf IP-Technologie umstellen. Insgesamt lag der Anteil der IP-basierten Anschlüsse auf Segmentebene bei 47,1 %: Zum 31. Dezember 2015 konnten wir bei den IP-basierten Anschlüssen einen Bestand von 4,1 Mio. verzeichnen - gegenüber 2014 ein starker Zuwachs von 17,6 %. Nach dem erfolgreichen Abschluss der IP-Migration in der Slowakei und in der EJR Mazedonien im vergangenen Jahr folgten nun zum Ende des Berichtsjahres Montenegro und Kroatien. In unserem operativen Segment Europa nutzten zum Jahresende 8,7 Mio. Kunden einen Festnetz-Anschluss, das sind 3,7 % weniger als 2014. Hauptgrund sind Anschlussverluste bei der klassischen Telefonie (PSTN).

Bei den Breitband-Anschlüssen Retail blieb das Wachstum dynamisch -mit einem Plus von 3,7 % auf 5,2 Mio. Anschlüsse. Einer der Haupttreiber für den Anstieg war das DSL-Geschäft, v. a. in Griechenland, wo sich die zukunftsorientierte VDSL-Technologie eines regen Zuwachses erfreut. Aber auch in Ungarn und der Slowakei nahm die Zahl der DSL-basierten Breitband-Anschlüsse zu. Die Abdeckung der Haushalte mit Glasfaser liegt in unseren Landesgesellschaften inzwischen bei 19 % nach noch 15% im Vorjahr. Bis 2018 wollen wir 50% der Haushalte - in unseren integrierten Landesgesellschaften - mit FTTx mit bis zu 100 MBit/s versorgen.

OPERATIVE ENTWICKLUNG T 030 in Mio. €

scroll
2015 2014 Veränderung Veränderung
in %
2013
GESAMTUMSATZ   12 718 12 972 (254) (2,0) % 13 704
Griechenland   2 878 2 869 9 0,3 % 2 988
Rumänien   984 1 002 (18) (1,8) % 1 017
Ungarna   1 541 1 492 49 3,3 % 1 563
Polena   1 544 1 492 52 3,5 % 1 584
Tschechische Republika   958 862 96 11,1 % 973
Kroatien   909 905 4 0,4 % 929
Niederlande   1 394 1 551 (157) (10,1) % 1 666
Slowakei   783 768 15 2,0 % 828
Österreich   829 815 14 1,7 % 828
Übrigea,b   1 136 1 442 (306) (21,2) % 1 548
Betriebsergebnis (EBIT)   1 450 1 704 (254) (14,9) % 972
EBIT-Marge % 11,4 13,1     7,1
Abschreibungen   (2 619) (2 597) (22) (0,8) % (3 399)
EBITDA   4 069 4 301 (232) (5,4) % 4 371
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (219) (131) (88) (67,2) % (179)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   4 288 4 432 (144) (3,2) % 4 550
Griechenland   1 118 1 138 (20) (1,8) % 1 165
Rumänien   205 266 (61) (22,9) % 283
Ungarna   485 445 40 9,0 % 438
Polena   580 579 1 0,2 % 599
Tschechische Republika   390 362 28 7,7 % 425
Kroatien   367 365 2 0,5 % 404
Niederlande   500 630 (130) (20,6) % 495
Slowakei   296 310 (14) (4,5) % 337
Österreich   259 211 48 22,7 % 192
Übrigea,b   90 125 (35) (28,0) % 216
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 33,7 34,2     33,2
CASH CAPEX   (1 652) (2 101) 449 21,4 % (3 661)

Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.

a Zum 1. Januar 2015 wurden die Gesellschaften der GTS Central Europe Gruppe in Polen und der Tschechischen Republik in die jeweiligen Landesgesellschaften integriert. In Ungarn erfolgte die Integration zum 1. April 2015.
b Übrige enthält die Landesgesellschaften der Länder Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie ICSS (International Carrier Sales & Solutions), ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units, GNF (Global Network Factory), GTS Central Europe Gruppe in Rumänien, Europa Headquarter sowie Group Technology.

Gesamtumsatz

Unser operatives Segment Europa erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Gesamtumsatz von 12,7 Mrd. €; gegenüber dem Vorjahr ging der Umsatz um 2,0 % zurück. Organisch sank der Segmentumsatz um 3,0 %, d. h. unter der Annahme einer vollständigen Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe in der Vergleichsperiode sowie konstanter Wechselkurse.

Entscheidungen von Regulierungsbehörden belasteten unseren Umsatz nach wie vor deutlich: Abgesenkte Mobilfunk-Terminierungsentgelte sowie Roaming-Regulierungen in vielen Ländern unseres operativen Segments waren die wesentlichen Ursachen für unseren organischen Umsatzrückgang. Zusätzlich setzte die immer noch hohe Wettbewerbsintensität auf den Telekommunikationsmärkten in unseren Landesgesellschaften die Umsätze weiter unter Druck. Das Wholesale-Geschäft entwickelte sich wie erwartet negativ - gemäß unserer Strategie, uns aus dem Voice Hubbing-Geschäft (Terminierung von internationalen Telefongesprächen) sukzessive zurückzuziehen. Ohne die Berücksichtigung von Voice Hubbing-Umsätzen und regulierungsbedingten Effekten blieben unsere organischen Umsätze gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil.

Weil sich unsere Landesgesellschaften konsequent auf die Wachstumsfelder ausrichteten, konnten wir die negativen Umsatzeffekte auf Segmentebene teilweise kompensieren. So betrug zum 31. Dezember 2015 der Anteil der Wachstumsfelder am Segmentumsatz bereits 29 %. Der Umsatz aus dem mobilen Datengeschäft legte gegenüber 2014 auf Basis konstanter Wechselkurse um 9,7 % auf 1,7 Mrd. € zu. Dazu beigetragen haben alle Länder unseres operativen Segments, v. a. die Niederlande, Griechenland und die Tschechische Republik. Der Großteil des Umsatzes aus dem mobilen Datengeschäft entfiel auf Privatkunden. Attraktive Tarife in Verbindung mit einem breiten Portfolio an Endgeräten ließen die Nutzungsrate bei den Datendiensten, v. a. bei den Vertragskunden, weiter deutlich wachsen. Auch in den Bereichen Breitband und TV setzte sich der Aufwärtstrend der vergangenen Quartale fort: 2015 erhöhte sich der Breitband-/TV-Umsatz um 7,3 % (auf Basis konstanter Wechselkurse) und machte somit ein Viertel unseres Festnetz-Umsatzes aus. Positiv dazu beigetragen haben v. a. Griechenland, Ungarn und die Tschechische Republik. Neben dem Erwerb der GTS Central Europe Gruppe 2014 war auch unser erweitertes Produkt- und Service-Portfo-lio Grund dafür, dass wir im Geschäftskundenbereich B2B/ICT - v. a. in der Tschechischen Republik, der Slowakei und Polen - höhere Umsätze gegenüber dem Vorjahr erzielten. Auch in unserem Energie-Resale-Geschäft in Ungarn steigerten wir den Umsatz gegenüber dem Vorjahr.

Zusätzlich zu den Wachstumsfeldern erwirtschafteten wir bei den Verkäufen von Mobilfunk-Endgeräten ein Umsatzplus von 4,8 %. Das in einigen unserer Länder eingeführte alternative Modell (hier schließt der Kunde jeweils einen getrennten Vertrag für den Service und das Endgerät ab) entwickelte sich auf Vorjahresniveau.

Betrachtet man den organischen Segmentumsatz aus Länderperspektive, so war zum Ende des Berichtsjahres das Geschäft in den Niederlanden am stärksten von absoluten Umsatzrückgängen betroffen - zum einen durch volumen- und preisgetriebene Rückgänge bei der Sprachtelefonie, zum anderen regulierungsbedingt beim Roaming-Geschäft. Auch Rumänien musste Umsatzeinbußen im Festnetz-Geschäft hinnehmen, was in erster Linie an rückläufigen Umsätzen bei der Sprachtelefonie lag. Trotz einer 2014 erfolgten Absenkung der Mobilfunk-Terminierungsentgelte sowie starkem Wettbewerb v. a. im Prepaid-Geschäft konnte sich unser rumänisches Mobilfunk-Geschäft auf Vorjahresniveau halten. In Polen und der Tschechischen Republik sind die positiven Effekte aus der Integration der GTS Central Europe Gruppe deutlich erkennbar: Die Festnetz-Umsätze stiegen an. Das Mobilfunk-Geschäft in Polen war 2015 rückläufig, einerseits durch volumen- und preisgetriebene Rückgänge bei der Sprachtelefonie, andererseits wegen regulierungsbedingt geringerer Roaming-Umsätze. Auch in der Tschechischen Republik sanken die Mobilfunkumsätze regulierungsbedingt sowie preisbedingt durch eine vermehrte Inanspruchnahme von Flat-Tarifen. Den Segmentumsatz erhöhten Umsatzanstiege v. a. in Ungarn ebenso wie die positiven Umsatzbeiträge im Festnetz-Geschäft in Griechenland.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Unser operatives Segment Europa erzielte im Berichtsjahr ein bereinigtes EBITDA von 4,3 Mrd. €; das sind 3,2 % weniger als im Vorjahr. Unter der Annahme einer vollständigen Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe in 2014 in der Vergleichsperiode sowie konstanter Wechselkurse sank das bereinigte EBITDA um 4,1%. In erster Linie wirkten sich die insgesamt geringeren organischen Umsätze auf Segmentebene negativ auf die Entwicklung unseres bereinigten EBITDA aus. Darüber hinaus setzten Änderungen in der Gesetzgebung, wie Steuern und Abgaben, staatliche Sparprogramme sowie Entscheidungen von Regulierungsbehörden unser Ergebnis zusätzlich unter Druck.

Aus Länderperspektive waren die Rückgänge beim bereinigten EBITDA hauptsächlich umsatzbedingt auf die Niederlande und Rumänien zurückzuführen. Dem entgegen standen höhere bereinigte EBITDA-Beiträge v. a. in Österreich und Ungarn sowie aus dem Festnetz-Geschäft in Griechenland; diese wirkten sich positiv auf die bereinigte EBITDA-Entwicklung auf Segmentebene aus. Den negativen Effekt aus dem Umsatzrückgang konnten wir teilweise ausgleichen, indem wir mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung gezielt die indirekten Kosten senkten. Einen positiven Beitrag hierzu leisteten v. a. Einsparungen bei den Kosten für bezogene Güter und Dienstleistungen sowie leicht geringere Personalkosten.

Unser EBITDA reduzierte sich um 5,4 % auf 4,1 Mrd. €, v. a. durch höhere Sondereinflüsse wie z. B. Aufwendungen für Personalmaßnahmen sowie den Aufwand für die vergleichsweise Beilegung einer gegen die Slovak Telekom gerichteten Schadensersatzklage im ersten Quartal 2015.

→ Weitere Erläuterungen zu dem Rechtsverfahren finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management".

Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern

Auf unserem Weg zum führenden europäischen Telekommunikationsanbieter verfolgen wir die Strategie, die meisten unserer Landesgesellschaften zu integrierten All IP-Playern zu entwickeln: Sie sollen ihre Kunden mit dem besten Kundenerlebnis begeistern - und das unabhängig von ihrer jeweiligen Marktposition. Hierfür etablieren wir ein Produktionsmodell mithilfe einer paneuropäischen voll IP-basierten Netzinfrastruktur und des besten Netzzugangs sowie optimierter Prozesse und Kundenschnittstellen. Die meisten unserer Gesellschaften agieren auf ihren jeweiligen Märkten bereits sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk. Nachfolgend stellen wir beispielhaft drei Landesgesellschaften detailliert vor:

Griechenland.

In Griechenland blieben die Umsätze trotz der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage auf Vorjahresniveau. Die positiven Beiträge aus dem Festnetz-Geschäft kompensierten den Umsatzrückgang aus dem Mobilfunk-Geschäft. Das TV-Geschäft etablierte sich als konstanter Wachstumstreiber. Unsere Anstrengungen, unseren Kunden eine große Vielfalt bei den TV-Diensten und TV-Inhalten anzubieten, haben sich also gelohnt. Dazu trug auch die erfolgreiche Einführung des FMC-Produkts CosmoteOne bei. In Verbindung mit unserem Fokus auf den DSL-Ausbau verzeichneten wir auch bei der Anzahl der Breitband-Anschlüsse einen regen Kundenzuwachs mit einem deutlich positiven Effekt auf unsere Breitband-Umsätze. Der Geschäftskundenbereich B2B/ICT leistete ebenso einen positiven Beitrag. Insgesamt ist es uns dadurch gelungen, die sinkenden Umsätze bei der Sprachtelefonie, die v. a. Folge der rückläufigen Anschlusszahlen bei der klassischen Telefonie (PSTN) sind, auszugleichen. Allerdings stiegen die Anschlusszahlen im vierten Quartal 2015 gegenüber dem Vorquartal erstmals wieder leicht an. Das Mobilfunk-Geschäft reduzierte sich gegenüber 2014. Nur teilweise konnte ein zweistelliges Umsatzplus beim Datengeschäft die negative Entwicklung bei den Sprachumsätzen, die regulierungsbedingt und infolge einer zunehmenden Attraktivität von Flat-Tarifen rückläufig waren, kompensieren. Ebenso sanken die SMS-Umsätze v. a. bei Prepaid gegenüber dem Vorjahr; Gründe dafür sind eine vermehrte Inanspruchnahme von SMS-Tarifoptionen und eine geringere Nutzung.

Im Berichtsjahr lag das bereinigte EBITDA in Griechenland bei 1,1 Mrd. € und sank gegenüber dem Vorjahr um 1,8 %. Hauptursache war die leicht gesunkene Netto-Marge im Mobilfunk-Geschäft. Auf das EBITDA wirkten auch Sondereinflüsse - in erster Linie Aufwendungen für Personalmaßnahmen.

Ungarn.

2015 steigerten wir den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,3% auf 1,5 Mrd. €; unter der Annahme konstanter Wechselkurse sowie der positiven Effekte aus der Integration der GTS Central Europe Gruppe belief sich das Wachstum sogar auf 3,5 %. Zu verdanken ist diese Zunahme großteils der positiven Entwicklung im Festnetz-Geschäft, insbesondere durch Umsatzzuwächse im Breitband- und im TV-Geschäft von 11,8 % (auf Basis konstanter Wechselkurse). Der Anteil des Breitband- und TV-Geschäfts an den gesamten Festnetz-Umsätzen betrug 44 %. Gemäß unserer Strategie, in unseren integrierten Landesgesellschaften ein paneuropäisches Netzwerk aufzubauen, haben wir verstärkt IP-basierte Breitband-Anschlüsse vermarktet. Folglich wuchs im Vergleich zu 2014 z. B. die Anzahl der Breitband-Anschlüsse. Davon profitierte auch unser TV-Geschäft, das unsere Kunden mit seinen innovativen Diensten über alle Bildschirme hinweg überzeugte. Auch das Energie-Resale-Geschäft entwickelte sich positiv. Zudem leistete der Geschäftskundenbereich B2B/ict einen positiven Umsatzbeitrag, sodass wir die insgesamt rückläufigen Sprachumsätze bei der klassischen Telefonie mehr als nur ausgleichen konnten.

Das Mobilfunk-Geschäft blieb gegenüber 2014 nahezu stabil. Der positive Trend beim Geschäft mit mobilen Datenumsätzen setzte sich auch im vierten Quartal 2015 fort: Im Vergleich zum Vorjahr sowie auf Basis konstanter Wechselkurse betrug der Anstieg 13,5 %. Diese positive Entwicklung ist u. a. das Resultat unseres schnellen Mobilfunknetzes und der hohen Reichweite. Dazu kommt, dass wir erfolgreich innovative Produkte vermarktet haben, was sich sowohl im Nutzungsverhalten als auch in der Tatsache widerspiegelt, dass der Anteil von Smartphones an den insgesamt verkauften Endgeräten hoch war. Das macht sich auch bei den Endgeräteverkäufen bemerkbar, die sich positiv auf den gesamten Mobilfunk-Umsatz auswirkten, sodass wir insgesamt die hauptsächlich regulierungsbedingt sinkenden Service-Umsätze ausgleichen konnten.

Das bereinigte EBITDA betrug 485 Mio. € und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 9,0 %, v. a. wegen der positiven Effekte aus dem Umsatzanstieg.

Österreich.

In Österreich erwirtschafteten wir im Berichtsjahr einen Umsatz von 829 Mio. €, das sind 1,7 % mehr als im Vorjahr. Großteils ist dies zurückzuführen auf gestiegene Umsätze beim mobilen Datengeschäft. Dank der zweistelligen Zuwachsraten bei den Vertragskunden erhöhte sich auch der Anteil der Datenumsätze an den Gesamtumsätzen. Ursache dafür ist v. a. die erfolgreiche Einführung des neuen Tarifmodells 2015, gefolgt von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Smartphones. Beides führte dazu, dass die Nutzung unserer Datendienste sprunghaft anstieg. Insgesamt konnten wir so die Rückgänge aus regulierungsbedingt geringeren Roaming-Entgelten kompensieren.

Das bereinigte EBITDA stieg 2015 gegenüber dem Vorjahr um 22,7% und betrug somit 259 Mio. €. Zu diesem Ergebnis haben neben den positiven Effekten aus dem Umsatzanstieg auch geringere indirekte Kosten beigetragen.

EBIT

In unserem operativen Segment Europa lag das EBIT 2015 bei 1,5 Mrd. €; im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 14,9%. Grund dafür ist v. a. das rückläufige EBITDA. Im Berichtsjahr vorgenommene Wertminderungen auf Goodwill in Ungarn betrugen 43 Mio. €. Die planmäßigen Abschreibungen lagen nahezu auf Vorjahresniveau.

Cash Capex

2015 wies unser operatives Segment Europa einen Cash Capex von 1,7 Mrd. € aus; 21,4 % weniger als im Vorjahr, in erster Linie wegen der 2014 getätigten Erwerbe von Mobilfunk-Lizenzen in Ungarn, der Tschechischen Republik, Polen und der Slowakei. Im Berichtsjahr erwarben wir Mobilfunk-Spektren lediglich in geringem Umfang, v. a. in Albanien. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus Spektrumerwerben bewegte sich der Cash Capex nahezu auf Vorjahresniveau.

SYSTEMGESCHÄFT

WESENTLICHE KPIs

Geschäftsentwicklung

Unsere im Jahr 2014 initiierte Neuausrichtung Transformation 2015+, deren Fokus im Wesentlichen die Anpassung des Geschäftsmodells der Market Unit an die Markterfordernisse war, wurde im Geschäftsjahr 2015 erfolgreich abgeschlossen. Im Zuge dieser Transformation fokussieren wir uns zunehmend auf das Geschäft mit skalierbaren, plattformbasierten ICT-Produkten. Dabei werden die klassischen IT- und TK-Services mit optimierten Liefermodellen angeboten. So können wir die wichtigen Zukunftsfelder besetzen und unsere Produkte profitabel anbieten. Im Jahr 2015 konnte u. a. dadurch die Kundenzufriedenheit auf ein Rekordhoch gebracht werden - der TRI*M-Index stieg von 84 auf 90 Punkte. Um die Erfolge auch nach Beendigung des Transformationsprogramms konsequent ausbauen zu können, wurde die Market Unit 2015 in drei Divisionen gegliedert, die im Kern jeweils für einen Service-Bereich verantwortlich sind -IT-Division, TC-Division sowie Digital Division. Infolgedessen war das Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen von unserer Neuausrichtung geprägt.

T 031

scroll
31.12.2015 31.12.2014 Veränderung Veränderung
in %
31.12.2013
AUFTRAGSEINGANG Mio. € 6 005 7 456 (1 451) (19,5) % 7 792
COMPUTING & DESKTOP SERVICES            
Anzahl der betreuten Server Stück 62 590 61 654 936 1,5 % 62 308
Anzahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme Mio. Stück 1,71 1,58 0,13 8,2 % 1,31
SYSTEMS INTEGRATION            
Fakturierte Stunden Mio. 5,3 6,1 (0,8) (13,1) % 6,6
Utilization Rate % 82,9 83,8   (0,9) %p 82,5

Die erwarteten Ziele der T-Systems beim Auftragseingang konnten im Geschäftsjahr 2015 nicht komplett erreicht werden. Trotz neuer großer Verträge im In- und Ausland sank der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 19,5%. Dies ist einerseits zurückzuführen auf die 2014 erhaltenen Großaufträge für die Errichtung und den Betrieb eines satellitengestützten Lkw-Mauterhebungssystems in Belgien sowie aus dem Automobilsektor. Andererseits resultiert der Rückgang aus der Neuausrichtung des Geschäftsmodells mit dem Ziel, nachhaltig profitables Wachstum sicherzustellen. In diesem Zusammenhang haben wir die Rentabilitätskriterien für die Annahme von Neuaufträgen verschärft: Dienste mit anhaltend geringer Profitabilität werden wir über spezialisierte Partner anbieten oder bei wenig attraktiver Nachfrage ganz aus unserem Leistungskatalog streichen. Darum konnten wir beim Auftragseingang den ursprünglich geplanten leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr nicht erreichen. Gestärkt durch die Neuausrichtung, konnten sich insbesondere unsere Standardlösungen aus dem Wachstumsfeld Cloud Computing gegen den starken Wettbewerb durchsetzen, u. a. bei den Kunden Union Investment, KONE und den Schweizerischen Bundesbahnen. Für unsere Kunden bedeutet das: Sie können auf eine immer größere Bandbreite an Lösungen aus der Cloud zurückgreifen und gleichzeitig von unserer Expertise bei Transformationsleistungen profitieren.

Ein weiterer wichtiger Baustein für den Ausbau unseres Cloud-Geschäfts sind strategische Partnerschaften. Das heißt, wir bieten Lösungen unserer Partner entsprechend den Bedürfnissen unserer Kunden aus unseren Rechenzentren in Deutschland an. Dabei spielen die Aspekte Sicherheit und Hochverfügbarkeit für T-Systems und für unsere Kunden eine wichtige Rolle.

Um den Anforderungen aus den neuen Vertragsabschlüssen gerecht zu werden, modernisieren und konsolidieren wir unsere ICT-Ressourcen kontinuierlich. Die Anzahl der betreuten Server stieg gegenüber 2014 um 1,5 % aufgrund des weiteren Ausbaus der Wachstumsfelder. Bei den Rechenzentren konnten wir durch den technischen Fortschritt immer größere und leistungsstärkere Einheiten errichten - dies wirkt auch positiv auf unsere Kosteneffizienz. Die Zahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,2% auf 1,71 Mio. Stück.

OPERATIVE ENTWICKLUNG T 032 in Mio. €

scroll
2015 2014 Veränderung Veränderung
in %
2013
GESAMTUMSATZ 8 592 8 601 (9) (0,1) % 9 038
Betriebsergebnis (EBIT) (516) (422) (94) (22,3) % (294)
EBIT-wirksame Sondereinflüsse (716) (549) (167) (30,4) % (431)
EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 200 127 73 57,5 % 137
EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 2,3 1,5     1,5
Abschreibungen (649) (717) 68 9,5 % (652)
EBITDA 133 295 (162) (54,9) % 358
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (649) (540) (109) (20,2) % (416)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) 782 835 (53) (6,3) % 774
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 9,1 9,7     8,6
CASH CAPEX (1 169) (1 171) 2 0,2 % (1 066)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft betrug im Berichtsjahr 8,6 Mrd. € und lag damit fast auf Vorjahresniveau. Das Umsatzplus der Market Unit konnte den planmäßig rückläufigen Umsatz des Geschäftsbereichs Telekom IT weitestgehend kompensieren.

Der Umsatz der Market Unit, also im Kern das Geschäft mit externen Kunden, war mit 7,1 Mrd. € um 2,6 % höher als 2014; dabei bauten wir insbesondere den internationalen Umsatz aus, der gegenüber dem Vorjahr um 3,7% zulegte. Die generell rückläufige Preisentwicklung im ICT-Geschäft konnte durch den Umsatz aus Neuverträgen u. a. aus dem Bereich Cloud überkompensiert werden. Darüber hinaus wirkten Wechselkurseffekte positiv auf den Umsatz der Market Unit.

Im Geschäftsbereich Telekom IT, der hauptsächlich die nationalen internen IT-Projekte unseres Konzerns bündelt, lag der Umsatz mit 1,5 Mrd. € um 11,0 % unter dem Niveau des Vorjahres. Grund dafür sind in erster Linie geringere konzerninterne Umsätze aus der Lizenzierung des konzernweiten ERP-Systems. Zudem spiegelt der Rückgang v. a. die vorgesehenen Einsparungen des Konzerns bei den IT-Kosten wider.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

2015 sank das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Systemgeschäft um 53 Mio. € bzw. 6,3 %. Dies ist auf einen deutlich reduzierten Beitrag der Telekom IT zurückzuführen. In der Market Unit konnte die Steigerung des bereinigten EBITDA weiter gesichert werden: So erhöhte sich der Ergebnisbeitrag der Market Unit im Vergleich zu 2014 um 3,5%. Gründe dafür sind u. a. die verbesserte Kundenprofitabilität sowie die Effekte aus den eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung. Diese positiven Effekte wurden teilweise durch notwendige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Geschäftsmodells mit dem Ziel, nachhaltig profitables Wachstum sicherzustellen, geschmälert. Die bereinigte EBITDA-Marge unseres operativen Segments Systemgeschäft sank von 9,7% im Vorjahr auf 9,1%.

Das EBITDA ging gegenüber 2014 um 54,9 % auf 133 Mio. € zurück, bedingt durch die beim bereinigten EBITDA beschriebenen Effekte im Zusammenhang mit der Neuausrichtung unseres Geschäftsmodells. Die Sondereinflüsse lagen über Vorjahresniveau, v. a. durch Restrukturierungsprogramme und die Beilegung von Differenzen bzw. die Optimierung von Transaktionen.

EBIT, bereinigtes EBIT

Das bereinigte EBIT war im Berichtsjahr um 73 Mio. € besser als im Vorjahr. Maßgebliche Einflüsse waren die im bereinigten EBITDA beschriebenen Effekte sowie gesunkene Abschreibungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Lizenzierung des konzernweiten ERP-Systems. Die bereinigte EBIT-Marge stieg von 1,5% auf 2,3 %.

Cash Capex

Der Cash Capex lag mit 1,2 Mrd. € auf Vorjahresniveau. Unser weiterhin hohes Investitionsniveau steht im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Geschäftsmodells, das wir mit der zunehmenden Digitalisierung von Wirtschaftsunternehmen weiterentwickeln. Deshalb investieren wir in Wachstumsfelder wie Vernetztes Automobil und Gesundheit sowie in digitale Zukunftsfelder wie Cloud Computing oder Cyber Security. Dem entgegen wirkten Effizienzsteigerungen, u. a. durch die Standardisierung der ICT-Plattformen und durch die Konsolidierung von Rechenzentren.

GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES

→ Für nähere Informationen zu unserem Segment Group Headquarters & Group Services verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur" sowie auf Angabe 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang.

Group Headquarters & Group Services umfasst alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem unserer operativen Segmente zugeordnet sind.

OPERATIVE ENTWICKLUNG T 033 in Mio. €

scroll
2015 2014 Veränderung Veränderung
in %
2013
GESAMTUMSATZ 2 275 2 516 (241) (9,6) % 2 879
Betriebsergebnis (EBIT) (860) (109) (751) n. a. (1 582)
Abschreibungen (627) (671) 44 6,6 % (699)
EBITDA (233) 562 (795) n. a. (883)
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 319 1 229 (910) (74,0) % (228)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) (552) (667) 115 17,2 % (655)
CASH CAPEX (342) (381) 39 10,2 % (411)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich 2015 gegenüber dem Vorjahr um 9,6 %. Effizienzmaßnahmen, v. a. die weitere Optimierung von Flächen im Bereich Grundstücke und Gebäude, ließen die konzerninternen Umsätze sinken. Weitere Gründe für den Rückgang sind die fehlenden Umsätze in Zusammenhang mit dem Anfang Februar 2014 vollzogenen Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe, der Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia im November 2015 sowie die Neuaufstellung des Bereichs Group Innovation.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Im Berichtsjahr stieg das bereinigte EBITDA unseres Segments Group Headquarters & Group Services im Vergleich zu 2014 um 115 Mio. €. Zurückzuführen ist dieser Zuwachs in erster Linie auf einen Ertrag in Höhe von 175 Mio. €, der aus einer Vergleichsvereinbarung zur Beilegung eines laufenden kartellrechtlichen Beschwerdeverfahrens im ersten Quartal 2015 resultiert. Ebenfalls positiv auf unser Ergebnis wirkten geringere Personalaufwendungen infolge des fortgesetzten Personalumbaus sowie höhere Erträge aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden. Im Gegensatz dazu belasteten folgende Faktoren das bereinigte EBITDA: die Weitergabe von - durch fortgeführtes Kosten-Management erzielten - Effizienzgewinnen an unsere operativen Segmente, der Wegfall des operativen Beitrags der Scout24 Gruppe sowie gesunkene Erträge bei Vivento wegen des niedrigeren Mitarbeiterbestands und Auftragsvolumens.

Insgesamt wirkten sich im Berichtsjahr positive Sondereinflüsse von 0,3 Mrd. € auf das EBITDA aus; diese ergaben sich u. a. aus dem Börsengang der Scout24 AG: Hier veräußerten wir ein Aktienpaket von insgesamt 13,3 Mio. Aktien, woraus ein Ertrag von 0,3 Mrd. € resultierte. Zudem ergab sich aus dem Verkauf unserer Online-Plattform und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia ein Ertrag von rund 0,3 Mrd. €. Aufwendungen - insbesondere für den sozialverträglichen Personalumbau - von 0,3 Mrd. € belasteten das EBITDA. Im Vorjahr hatte v. a. der Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe die Sondereinflüsse geprägt.

EBIT

Hauptgrund für den Rückgang des EBIT gegenüber dem Vorjahr ist in erster Linie der in 2014 erfasste Ertrag aus der Entkonsolidierung der Scout24 Gruppe. Positiv wirkte im Berichtsjahr die Verbesserung des bereinigten EBITDA.

Cash Capex

Der Cash Capex verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 39 Mio. €. Ursachen dafür sind hauptsächlich die Neuaufstellung des Bereichs Group Innovation und geringere Investitionen in Software-Lizenzen. Dem standen höhere Fahrzeuganschaffungen gegenüber.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER DEUTSCHEN TELEKOM AG

Die Deutsche Telekom AG stellt ihren Jahresabschluss nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf.

Als Konzernzentrale übernehmen wir strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringen Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften. Die Ergebnisse unserer Tochtergesellschaften und die Maßnahmen der Konzernfinanzierung prägen entscheidend unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. So konnten sich im Geschäftsjahr 2015 z. B. unsere Tochtergesellschaften in Deutschland speziell im Mobilfunk gut im Markt behaupten. Die Neuausrichtung des Geschäftsmodells von T-Systems und die generell rückläufige Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft belasteten dagegen weiterhin die Ergebnisse. Das Ergebnis im operativen Segment Europa war im Wesentlichen durch wettbewerbsbedingte Preisreduzierungen sowie Entscheidungen von Regulierungsbehörden beeinflusst.

Die Deutsche Telekom AG weist für das Geschäftsjahr 2015 einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,9 Mrd. € aus. Die Geschäftsentwicklung war im Berichtsjahr neben dem operativen Geschäft von einer Vielzahl weiterer unterschiedlicher Effekte (z. B. Wertaufholung bei der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, und bei der T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn, Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert an der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main, Verkauf der Digital Media Products GmbH, Köln (ehemals T-Online Beteiligungs GmbH, Darmstadt), im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage an die Ströer SE, Köln, und der Verkauf weiterer Anteile an der Scout24 AG, München) geprägt, die sich sowohl originär aus dem eigenen Geschäft der Gesellschaft als auch aus dem Beteiligungsergebnis ergaben.

ERTRAGSLAGE DER DEUTSCHEN TELEKOM AG

Das negative Betriebsergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,3 Mrd. € bei im Vorjahresvergleich auf 3,3 Mrd. € gesunkenen Umsatzerlösen.

Die Verschlechterung des Betriebsergebnisses resultierte aus im Vorjahresvergleich um 0,4 Mrd. € gesunkenen Umsatzerlösen, aus um 0,5 Mrd. € gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie gegenläufig aus um 0,4 Mrd. € höheren sonstigen betrieblichen Erträgen und um 0,2 Mrd. € geringeren Materialaufwendungen.

Der Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr war insbesondere auf den Wholesale-Service für internationale Carrier zurückzuführen, der durch die Fokussierung auf margenstarke Umsätze Umsatzvolumen abgegeben hat.

Die im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Mrd. € höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultierten im Wesentlichen mit 0,7 Mrd. € aus dem Anstieg von Währungskursverlusten und Aufwendungen aus Derivaten, die insbesondere durch realisierte Währungskurseffekte von im laufenden Jahr planmäßig fälligen US-Dollar-Zinswährungssicherungen sowie entsprechenden Devisenderivaten bedingt waren. Gegenläufige Ergebniseffekte aus den Sicherungszusammenhängen wirkten sich in den sonstigen betrieblichen Erträgen aus.

T 034 HGB-Gewinn- und Verlustrechnung Deutsche Telekom AG (Gesamtkostenverfahren) in Mio. €

scroll
2015 2014 Veränderung Veränderung
in %
2013
UMSATZERLÖSE 3 313 3 677 (364) (9,9)% 3 765
Andere aktivierte Eigenleistungen 7 18 (11) (61,1) % 12
GESAMTLEISTUNG 3 320 3 695 (375) (10,1) % 3 777
Sonstige betriebliche Erträge 4 065 3 639 426 11,7 % 3 254
Materialaufwand (1 165) (1 372) 207 15,1 % (1 405)
Personalaufwand (2 919) (2 836) (83) (2,9) % (3 062)
Abschreibungen (387) (434) 47 10,8 % (459)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (4 199) (3 688) (511) (13,9) % (4 184)
BETRIEBSERGEBNIS (1 285) (996) (289) (29,0) % (2 079)
Finanzergebnis 3 492 5 281 (1 789) (33,9) % 5 046
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 2 207 4 285 (2 078) (48,5) % 2 967
Außerordentliches Ergebnis (17) (17) 0 - (17)
Steuern (301) (263) (38) (14,4) % (113)
JAHRESÜBERSCHUSS 1 889 4 005 (2 116) (52,8) % 2 837

Die im Vorjahresvergleich um 0,4 Mrd. € angestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge waren im Wesentlichen durch um 0,7 Mrd. € höhere Währungskursgewinne sowie Erträge aus Derivaten beeinflusst, die insbesondere durch realisierte Währungskurseffekte von im laufenden Jahr planmäßig fälligen US-Dollar-Zinswährungssicherungen sowie entsprechenden Devisenderivaten bedingt waren. Gegenläufige Ergebniseffekte aus den Sicherungszusammenhängen wirkten sich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Darüber hinaus wirkten sich im Berichtsjahr insbesondere der Verkauf weiterer Anteile an der Scout24 AG, München, und der Verkauf der Digital Media Products GmbH, Köln (ehemals T-Online Beteiligungs GmbH, Darmstadt), im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage an die Ströer SE, Köln, mit jeweils 0,3 Mrd. € positiv auf die sonstigen betrieblichen Erträge aus. Im Vorjahr waren die sonstigen betrieblichen Erträge im Zusammenhang mit dem Verkauf von 70% der Anteile an der Scout24 Gruppe sowie der Einlage der verbliebenen 30% der Anteile an der Scout24 Gruppe zu Zeitwerten in eine neue Holding-Gesellschaft mit 1,0 Mrd. € positiv beeinflusst.

Die um 0,2 Mrd. € gesunkenen Materialaufwendungen waren im Wesentlichen auf die im Vorjahresvergleich geringeren Aufwendungen für Netzzugangsentgelte im Wholesale-Bereich für internationale Carrier Services zurückzuführen.

Das Finanzergebnis entwickelte sich mit 1,8 Mrd. € auf 3,5 Mrd. € rückläufig. Wesentlichen Einfluss darauf hatte mit 1,0 Mrd. € der Anstieg der Abschreibungen auf Finanzanlagen, der im Wesentlichen durch eine Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert an der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main, bedingt war.

Im Berichtsjahr wurde das Beteiligungsergebnis insbesondere durch die Ergebnisabführung der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, positiv beeinflusst. Dies ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr 2015 durchgeführten Zuschreibungen auf die T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn, und die dort indirekt gehaltenen Finanzanlagen EE Limited, Hatfield, und T-Mobile USA, Inc., Bellevue, zurückzuführen. Die Zuschreibung bei der EE Limited, Hatfield, spiegelt den Kaufpreis im Rahmen des Verkaufs der Anteile der EE Limited, Hatfield, an die britische BT Group plc. wider. Die Zuschreibung bei der T-Mobile USA, Inc., Bellevue, ist im Wesentlichen durch die dauerhaft positive Geschäftsentwicklung bedingt. Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses um 0,7 Mrd. € war im Wesentlichen durch eine um 0,4 Mrd. € geringere Ergebnisabführung der Telekom Deutschland GmbH, Bonn, und eine um 0,3 Mrd. € erhöhte Verlustübernahme von der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main, bedingt.

Der Rückgang des Zinsergebnisses im Berichtsjahr um 0,1 Mrd. € resultierte im Wesentlichen mit 0,4 Mrd. € aus höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Hierbei wirkte sich auch das gesunkene Zinsniveau auf die Erhöhung der Pensionsrückstellungen mit 0,2 Mrd. € aus. Teilweise konnten die Zinsaufwendungen durch um 0,3 Mrd. € gestiegene Zinserträge, insbesondere aus derivativen Finanzinstrumenten, kompensiert werden.

Das insbesondere durch die vorgenannten Effekte geprägte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerte sich im Geschäftsjahr 2015 insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mrd. €.

Bei außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 17 Mio. € und einem Steueraufwand von 301 Mio. € ergibt sich unter Einbeziehung der oben beschriebenen Einflüsse im Geschäftsjahr 2015 ein Jahresüberschuss von 1 889 Mio. €. Unter der Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 2 410 Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 4 299 Mio. €.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DER DEUTSCHEN TELEKOM AG

Unsere Vermögenslage ist, neben dem Eigenkapital, im Wesentlichen durch das Anlagevermögen sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften bestimmt.

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mrd. € auf 105,8 Mrd. €.

Die Entwicklung der Aktivseite war insbesondere durch die Zunahme der Forderungen um 3,1 Mrd. € und der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,2 Mrd. € sowie gegenläufig durch die Verringerung des Anlagevermögens um 1,6 Mrd. €, der flüssigen Mittel um 0,2 Mrd. € und der aktiven Rechnungsabgrenzung um 0,2 Mrd. € gekennzeichnet.

T 035 HGB-Bilanz Deutsche Telekom AG in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2015
in %
31.12.2014 Veränderung 31.12.2013
AKTIVA          
Immaterielle Vermögensgegenstände 261 0,2 % 310 (49) 285
Sachanlagen 3 295 3,1 % 3 594 (299) 3 921
Finanzanlagen 84 469 79,9 % 85 705 (1 236) 86 215
ANLAGEVERMÖGEN 88 025 83,2 % 89 609 (1 584) 90 421
Vorräte 1 0,0 % 5 (4) 3
Forderungen 15 795 14,9 % 12 655 3 140 10 888
Sonstige Vermögensgegenstände 1 338 1,3 % 1 135 203 1 654
Flüssige Mittel 221 0,2 % 387 (166) 1 122
UMLAUFVERMÖGEN 17 355 16,4 % 14 182 3 173 13 667
Rechnungsabgrenzungsposten 418 0,4 % 581 (163) 603
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 16 0,0 % 6 10 7
BILANZSUMME 105 814 100,0 % 104 378 1 436 104 698
PASSIVA          
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 50 615 47,8 % 49 497 1 118 48 491
Bilanzgewinn 4 299 4,1% 4 667 (368) 2 877
EIGENKAPITAL 54 914 51,9 % 54 164 750 51 368
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1 717 1,6 % 1 682 35 1 879
Steuerrückstellungen 255 0,2 % 194 61 257
Sonstige Rückstellungen 3 288 3,2 % 3 110 178 2 894
RÜCKSTELLUNGEN 5 260 5,0 % 4 986 274 5 030
Finanzverbindlichkeiten 9 428 8,9 % 5 977 3 451 5 307
Übrige Verbindlichkeiten 36 019 34,0 % 39 037 (3 018) 42 764
VERBINDLICHKEITEN 45 447 42,9 % 45 014 433 48 071
Rechnungsabgrenzungsposten 193 0,2 % 214 (21) 229
BILANZSUMME 105 814 100,0 % 104 378 1 436 104 698

Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 3,2 Mrd. € resultierte aus gestiegenen Forderungen aus Cash Management, die im Wesentlichen gegen die Telekom Deutschland GmbH, Bonn, bestehen. Gegenläufig entwickelten sich die übrigen Forderungen.

Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände um insgesamt 0,2 Mrd. € war insbesondere durch gestiegene Forderungen aus US-Dollar-Derivaten von 0,7 Mrd. € bedingt. Gegenläufig entwickelten sich die Forderungen aus Collaterals mit 0,4 Mrd. €.

Die Verringerung der Finanzanlagen um 1,2 Mrd. € im Vorjahresvergleich war im Wesentlichen in Höhe von 1,0 Mrd. € durch die Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert an der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main, bedingt. Darüber hinaus war der Rückgang in Höhe von 0,4 Mrd. € auf die Rückzahlung von Ausleihungen durch die Telekom Deutschland GmbH, Bonn, auf den weiteren Verkauf von Anteilen an der Scout24 AG, München, in Höhe von 0,1 Mrd. € sowie ebenfalls in Höhe von 0,1 Mrd. € auf unterjährige Kapitalrückzahlungen der Scout24 AG, München, zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich der Zugang der Anteile an der Ströer SE, Köln, in Höhe von 0,3 Mrd. € aus der Veräußerung der Digital Media Products GmbH, Köln, im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage an die Ströer SE, Köln, aus.

Der Rückgang des Sachanlagevermögens um 0,3 Mrd. € war überwiegend durch Abschreibungen auf Immobilien bedingt.

Die Passivseite war im Wesentlichen durch die Zunahme der Finanzverbindlichkeiten um 3,5 Mrd. €, des Eigenkapitals um 0,8 Mrd. € sowie der Rückstellungen um 0,3 Mrd. € geprägt. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten um 3,0 Mrd. € auf die Passivseite aus.

Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten war insbesondere durch die die Tilgungen übersteigende Neuausgabe von Commercial Papers von im Saldo 2,7 Mrd. € und durch die Erhöhung von weiteren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 0,7 Mrd. € bedingt.

Der Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten resultierte aus der Nettorückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber der Deutsche Telekom International Finance B. V., Amsterdam, von 3,4 Mrd. € sowie aus um 0,8 Mrd. € geringeren Verbindlichkeiten aus Cash Management. Teilweise wurde dies durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Collaterals um 1,2 Mrd. € kompensiert.

T 036 HGB-Kapitalflussrechnung Deutsche Telekom AG in Mio. €

scroll
2015 2014 Veränderung 2014a
JAHRESÜBERSCHUSS 1 889 4 005 (2 116) 4 005
Cashflow aus Geschäftstätigkeit (134) 1 424 (1 558) 129
Cashflow aus Investitionstätigkeit 1 470 2 905 (1 435) 2 232
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (1 502) (5 064) 3 562 (3 096)
NETTOVERÄNDERUNGEN DER FLÜSSIGEN MITTEL (166) (735) 569 (735)
Bestand der flüssigen Mittel am Anfang des Jahres 387 1 122 (735) 1 122
BESTAND DER FLÜSSIGEN MITTEL AM ENDE DES JAHRES 221 387 (166) 387

a Vorjahr, ohne Anpassungen durch DRS 21.

Wesentlich für die Erhöhung des Eigenkapitals waren der Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres von 1,9 Mrd. € und dessen Auswirkung auf den Bilanzgewinn sowie die im gezeichneten Kapital und den Rücklagen mit 1,1 Mrd. € ausgewiesenen Einlagen der Aktionäre, die im Zusammenhang mit der Erfüllung des Dividendenanspruchs für das Geschäftsjahr 2014 die Einlage ihrer Dividendenansprüche gegen Aktien wählten. Gegenläufig wirkte sich die Gewinnausschüttung für das Vorjahr von 2,3 Mrd. € aus.

Im Berichtsjahr wurden in Anlehnung an DRS 21 erstmals die erhaltenen Zinsen dem Cashflow aus Investitionstätigkeit sowie die gezahlten Zinsen dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Um eine Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen zu gewährleisten, wurde die Darstellung der Kapitalflussrechnung für 2014 angepasst. Die nicht angepassten Vorjahreszahlen wurden zusätzlich dargestellt.

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit hat sich im Vorjahresvergleich um 1,6 Mrd. € auf minus 0,1 Mrd. € reduziert. Er resultiert nach Bereinigung der zahlungsunwirksamen Abschreibungen in Höhe von 1,4 Mrd. € sowie des negativen Zinsergebnisses in Höhe von 1,3 Mrd. € im Jahresüberschuss insbesondere aus dem Nettoaufbau von Forderungen aus Cash Management in Höhe von 4,4 Mrd. €. Dieser Aufbau im Cash Management ergab sich im Wesentlichen aus Ergebnisabführungen von Tochtergesellschaften und Begebung kurzfristiger Darlehen im Rahmen des konzerninternen Cash Managements. Der im Vorjahr positive Cashflow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,4 Mrd. € war nach Bereinigung des Desinvestitionsanteils an der Scout24 Gruppe in Höhe von 1,0 Mrd. € und des negativen Zinsergebnisses in Höhe von 1,2 Mrd. € bei einem Jahresüberschuss von 4,0 Mrd. € im Wesentlichen durch den Nettoaufbau von Forderungen aus Cash Management in Höhe von 2,9 Mrd. € geprägt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war im Berichtsjahr maßgeblich durch Rückzahlungen im Zusammenhang mit mittel- und langfristigen Anlagen bei Tochtergesellschaften mit 0,9 Mrd. € und durch erhaltene Zinsen in Höhe von 0,9 Mrd. € geprägt. Darüber hinaus wurde der Cashflow aus Investitionstätigkeit durch den Verkauf von rund der Hälfte der Beteiligung an der Scout24 AG, München, mit 0,4 Mrd. €, durch Rückzahlung von Gesellschaftsmitteln der Scout24 AG, München, mit 0,1 Mrd. € sowie durch Einzahlungen für hinterlegte Barsicherheiten für Derivate mit 0,4 Mrd. € beeinflusst. Gegenläufig wirkten sich mittel- und langfristige Anlagen bei Tochtergesellschaften mit 1,2 Mrd. € aus. Im Vorjahr war der Cashflow aus Investitionstätigkeit von 2,9 Mrd. € neben der Nettorückzahlung von mittel- und langfristigen Anlagen bei Tochtergesellschaften mit 0,2 Mrd. € im Wesentlichen durch den Verkauf von 70% der Anteile an der Scout24 Gruppe mit 1,6 Mrd. €, erhaltene Zinsen mit 0,7 Mrd. € sowie Einzahlungen für hinterlegte Barsicherheiten für Derivate mit 0,4 Mrd. € geprägt.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 1,5 Mrd. € veränderte sich gegenüber dem Vorjahr positiv mit 3,6 Mrd. €. Er setzte sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Nettoaufnahme der mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1,0 Mrd. €, aus der Nettoaufnahme von kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie gegenläufig aus gezahlten Zinsen in Höhe von 1,6 Mrd. € sowie aus der Auszahlung der Bardividende für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 1,2 Mrd. € zusammen. Im Vorjahr war der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 5,1 Mrd. € im Wesentlichen durch die Nettotilgung der kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2,0 Mrd. €, gezahlte Zinsen in Höhe von 2,0 Mrd. € sowie Auszahlung der Bardividende für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 1,2 Mrd. € geprägt.

Zusammen führte dies im Berichtsjahr zu einem Rückgang an flüssigen Mitteln von ca. 0,2 Mrd. €.

RISIKO-MANAGEMENT BEI DER BILANZIERUNG VON SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Wir setzen derivative Finanzinstrumente ein, um Zinsänderungs- und Währungsrisiken zu begrenzen; also nur zu Sicherungszwecken und nicht aus spekulativen Gründen. Dabei überprüfen wir laufend die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs.

CORPORATE RESPONSIBILITY

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Ausgezeichnetes Lieferanten-Management

Breites Engagement in der Flüchtlingshilfe

Als ein führender europäischer Telekommunikationsanbieter wollen wir auch in Sachen Nachhaltigkeit Vorreiter sein. Wir verpflichten uns zu verantwortungsvollem Handeln entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette und leisten unseren Beitrag zur Lösung ökologischer, ökonomischer und sozialer Herausforderungen. So haben wir 2015 unser Portfolio z. B. erneut um Produkte und Dienste ergänzt, die es unseren Kunden ermöglichen, ihr Leben stärker nach Nachhaltigkeitsaspekten auszurichten. Verantwortungsvolles Unternehmertum heißt für uns aber auch, in drängenden Krisensituationen schnelle und unbürokratische Hilfe zu leisten: Deshalb hat unser Vorstand im Sommer 2015 eine eigene Task Force zur Flüchtlingshilfe ins Leben gerufen.

DIALOG UND ZUSAMMENARBEIT FÜR MEHR NACHHALTIGKEIT

Unser Engagement in Sachen Nachhaltigkeit richten wir systematisch an den Erwartungen unterschiedlicher Interessengruppen, wie etwa Kunden oder Investoren, aus. Die Themen, die für unsere Stakeholder besonders wichtig sind, ermitteln wir über eine ständige Online-Befragung. Zusätzlich bewerten wir diese aus Unternehmensperspektive: Im Berichtsjahr haben wir dazu analysiert, welche Themen einen besonders starken Einfluss auf unternehmerische Werttreiber wie Absatz, Produktivität, Innovationsfähigkeit, Mitarbeiterbeziehungen und Reputation haben. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse bilden eine wichtige Voraussetzung für die weitere Integration von Nachhaltigkeit in unsere Unternehmensberichterstattung. Sie fließen in die Strukturierung des CR-Berichts 2015 und in Teilen auch bereits in den vorliegenden zusammengefassten Lagebericht ein.

Für die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie spielt der direkte Austausch mit unseren Stakeholdern eine wichtige Rolle. Deshalb schaffen wir regelmäßig Gelegenheiten zum persönlichen Dialog. Unter dem Motto "Nachhaltigkeit ermöglichen - Visionen verwirklichen" haben wir im November 2015 zu einem zweitägigen CR-Stakeholder-Forum eingeladen. Zusammen mit Mitarbeitern, Lieferanten, NGOs und weiteren Stakeholdern diskutierten wir u. a. über nachhaltige Geschäftsmodelle, Produktinnovationen sowie soziale und ökologische Herausforderungen in der Lieferkette. Die Teilnehmer sprachen dabei klare Handlungsempfehlungen an uns aus, z. B. für eine stärkere Einbeziehung von Konsumenten oder eine noch intensivere branchenübergreifende Zusammenarbeit.

Bei zahlreichen Fragestellungen beziehen wir Stakeholder konkret in unsere Arbeit ein, wie etwa durch unseren Datenschutzbeirat, der auch 2015 zu regelmäßigen Sitzungen zusammenkam. Das unabhängige Gremium besteht seit 2009 und ist mit namhaften Datenschutzexperten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und unabhängigen Organisationen besetzt. Es berät unseren Vorstand und ergänzt unsere interne Datenschutz- und Sicherheitsorganisation um eine externe Sicht. Die vielfältigen Stakeholder-Perspektiven wurden 2015 auch in übergeordneten Branchenprojekten beispielsweise mit der Global eSustainability Initiative (GeSI) oder der Joint Audit Cooperation eingebracht.

MESSBARE FORTSCHRITTE

Die Fortschritte unseres Engagements im Bereich Nachhaltigkeit messen wir seit 2010 mittels ausgewählter Kennzahlen, der sog. "ESG KPI" (Environment, Social and Governance (ESG), zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung; Key Performance Indicator (KPI), zu Deutsch: Leistungsindikator). Unseren Interessengruppen ermöglichen diese Indikatoren, unser CR-Engagement zu bewerten; uns selbst erleichtern sie die systematische, transparente und kontinuierliche Verbesserung unserer ESG-Leistungen. Bereits seit 2011 sind die wichtigsten ESG KPI Bestandteil unseres Geschäftsberichts.

Im Geschäftsbericht 2014 haben wir für 2015 die Entwicklung bestimmter ESG KPI prognostiziert - konkret: "Energieverbrauch", "CO2-Emissionen" und "Nachhaltiger Einkauf". Der Wert des ESG KPI "Energieverbrauch" ist im Berichtsjahr im Vergleich zu 2014 gesunken, diese positive Entwicklung ist sogar deutlicher als erwartet. Bei gestiegenem Umsatz ist der Stromverbrauch 2015 konzernweit stabil geblieben bzw. in Deutschland sogar leicht zurückgegangen. Vor dem Hintergrund des rasanten Anstiegs im weltweiten Datenverkehr sowie des fortlaufenden Netzausbaus ist diese stabile Entwicklung ein Erfolg und wird nur durch unsere Fortschritte in der Energieeffizienz ermöglicht.

Im Geschäftsbericht 2014 haben wir für 2015 die Entwicklung bestimmter ESG KPI prognostiziert - konkret: "Energieverbrauch", "CO2-Emissionen" und "Nachhaltiger Einkauf". Der Wert des ESG KPI "Energieverbrauch" ist im Berichtsjahr im Vergleich zu 2014 gesunken, diese positive Entwicklung ist sogar deutlicher als erwartet. Bei gestiegenem Umsatz ist der Stromverbrauch 2015 konzernweit stabil geblieben bzw. in Deutschland sogar leicht zurückgegangen. Vor dem Hintergrund des rasanten Anstiegs im weltweiten Datenverkehr sowie des fortlaufenden Netzausbaus ist diese stabile Entwicklung ein Erfolg und wird nur durch unsere Fortschritte in der Energieeffizienz ermöglicht.

Beim ESG KPI "CO2-Emissionen" waren wir für 2015 von einem leichten Rückgang - d. h. einer leichten Verbesserung - ausgegangen. Dieser entspricht der tatsächlichen Entwicklung, was auf Konzernebene v. a. auf die oben erwähnte stabile Entwicklung des Stromverbrauchs sowie die leicht sinkenden Emissionen aus Kraftstoff- und Erdgasverbrauch zurückzuführen ist. Beim ESG KPI "Nachhaltiger Einkauf" haben wir den für 2015 prognostizierten Zielwert mit 78% sogar übertroffen.

Für die Jahre 2016 und 2017 gehen wir von folgender Entwicklung aus: Für unseren ESG KPI "Energieverbrauch" erwarten wir in den kommenden beiden Jahren einen sinkenden Verlauf, d. h. einen positiven Trend. Dieser Trend ergibt sich aus dem Verhältnis leichter Einsparungen im Stromverbrauch zu gleichzeitig steigenden Umsätzen. Die Reduzierungen im Stromverbrauch erwarten wir insbesondere durch die Umstellung unseres Netzes auf die IP-Technologie in Deutschland, durch allgemein bessere Auslastung der Netze sowie durch die Zusammenlegung von T-Systems Rechenzentren in diversen Ländern. Voraussichtlich werden diese Einsparungen teilweise durch die Expansion von T-Mobile US und den damit verbundenen erhöhten Stromverbrauch ausgeglichen.

Die Entwicklungen im Stromverbrauch sind auch der maßgebliche Treiber für die Entwicklung unserer CO2-Emissionen. Daher prognostizieren wir auch für unseren ESG KPI "CO2-Emissionen" für 2016 und 2017 einen leicht sinkenden Verlauf. Für die am Klimaschutzziel beteiligten Konzerneinheiten erwarten wir für 2020, dass die CO2-Emissionen 20 % unter dem Wert des Basisjahres 2008 liegen werden (ohne T-Mobile US).

Für unseren ESG KPI "Nachhaltiger Einkauf" rechnen wir in den kommenden Jahren mit einem leichten Anstieg über den diesjährig erreichten Wert hinaus.

Die Entwicklung des ESG KPI "Gesellschaftliches Engagement" zeigt, dass der Anspruch der deutschen Bevölkerung an das gesellschaftliche Engagement unseres Unternehmens deutlich gestiegen ist, während die Leistung der Deutschen Telekom gleichbleibend gegenüber dem Vorjahr bewertet wird. Die öffentliche Erwartung an unser Engagement hat also deutlich zugenommen - beeinflusst v. a. von dem in der Öffentlichkeit stark diskutierten Thema Flüchtlinge.

Mit dem ESG KPI "Identifikation Mitarbeiter mit CR-Engagement" ermitteln wir, wie sehr sich unsere Mitarbeiter mit unserem CR-Engagement identifizieren bzw. wie zufrieden sie damit sind. Grundlage ist unsere konzernweite Mitarbeiterbefragung, die alle zwei bis drei Jahre durchgeführt wird. Die Auswertung der Befragung zeigte einen deutlichen Aufwärtstrend in beiden Bereichen.

C02-EMISSIONEN EINSPAREN, KLIMASCHUTZ VORANTREIBEN

Wir sind davon überzeugt, dass wir durch den Einsatz von innovativen Technologien einen wichtigen Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten können. Deshalb unterstützen wir unsere Kunden mit klimafreundlichen Produkten und Diensten dabei, Emissionen einzusparen. Zusätzlich zu den Scope 1- und Scope 2-Emissionen berichten wir seit 2014 im Rahmen des Carbon Disclosure Projects (CDP) auch vollständig über die Scope 3-Emissionen aus unserer Geschäftstätigkeit in Deutschland. Scope 3-Emissionen sind alle Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette sowie Emissionen, die nicht unmittelbar auf die Energienutzung des Unternehmens zurückzuführen sind. Diese Scope 3-Emissionen sind gegenüber dem Vorjahr um ca. 1% auf 4,2 Mio. Tonnen leicht gesunken. Wesentlicher Treiber für diese Entwicklung ist der Rückgang des Absatzes von Endgeräten wie z. B. Festnetz-Telefonen und Tablets. Einige Emissionsfaktoren haben sich gegenüber dem Vorjahr geändert, in Summe gleichen sich die daraus resultierenden rechnerischen Effekte jedoch aus. Erfreulich ist der Anstieg des Anteils an Leasing-Verträgen für Router und Media Receiver aufgrund der damit verbundenen Verlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer sowie besserer Recyclingquoten. Konzernweit werden die zu "Scope 3" zählenden Emissionen aus Geschäftsreisen, Berufsverkehr, Lieferkette sowie aus der Nutzung von Produkten und Diensten erfasst und im kommenden CR-Bericht 2015 erstmals berichtet.

Mit unseren Klimaschutzmaßnahmen beim Netzausbau, im Gebäude-Management und bei unserer Fahrzeugflotte verfolgen wir das Ziel, unsere CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 2008 um 20% zu senken. Im Jahr 2015 haben wir in diesem Zusammenhang einen wichtigen Teilerfolg erzielt: Die CO2-Emissionen aller im Jahresverlauf angeschafften Pkws in Deutschland betrugen, basierend auf den Herstellerangaben, im Durchschnitt 110 g CO2 /km. Sie lagen damit unter der EU-Vorgabe von 120 g CO2 /km. Unsere Landesgesellschaften engagieren sich ebenfalls mit eigenen Programmen: Ein gutes Beispiel ist unsere ungarische Landesgesellschaft Magyar Telekom, die 2015 erstmals vollständig klimaneutral operierte. Dafür hat das Unternehmen z. B. seine Netze und Rechenzentren erneuert und in der Dienstwagenflotte den Anteil von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben erhöht. Zudem bezieht Magyar Telekom elektrische Energie zu 100% aus erneuerbaren Ressourcen.

Zusätzlich zu unseren eigenen Aktivitäten setzten wir uns 2015 erneut auf politischer Ebene für den Klimaschutz ein: Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris machten wir uns für ein ambitioniertes gemeinsames Klimaschutzziel der Teilnehmerstaaten stark - u. a. mit der Unterzeichnung der "Paris Pledge" durch unseren Vorstandsvorsitzenden Timotheus Höttges und mit unserer Teilnahme an der Initiative "Train to Paris" des Internationalen Eisenbahnverbandes. Wir freuen uns sehr, dass das "Paris-Abkommen" die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C, vorsieht: Als ICT-Anbieter wollen wir mit unseren Produkten und Lösungen einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

INVESTOREN SETZEN AUF VERANTWORTUNG

Wie die Finanzmärkte unsere CR-Aktivitäten wahrnehmen, messen wir mit dem ESG KPI "Nachhaltiges Investment": Er misst den Anteil an T-Aktien, die von Investoren gehalten werden, deren Anlagestrategie nicht nur ökonomische, sondern zumindest teilweise auch ökologische und soziale Aspekte der Unternehmensführung berücksichtigt. Um Investoren im Detail über unser CR-Engagement zu informieren, veranstalteten wir im Juni und Dezember 2015 zwei "Socially Responsible Investment" (SRI)-Roadshows und organisierten zusätzlich Telefonkonferenzen. Außerdem beantworteten wir zahlreiche direkte Anfragen von Rating-Agenturen, Analysten und Investoren zu unserer Nachhaltigkeitsleistung. Ende 2015 waren bereits rund 21 % der T-Aktien im Besitz von Investoren, die zumindest teilweise SRI-Kriterien bei Investment-Entscheidungen berücksichtigen. 2% der T-Aktien wurden von Investoren gehalten, die ihre Fonds vorrangig unter SRI-Gesichtspunkten managen. So zahlen sich unser Einsatz für mehr Nachhaltigkeit und unser soziales Engagement zunehmend nicht nur für die Reputation aus.

Investoren berücksichtigen bei ihren Anlageentscheidungen vermehrt auch sog. "CR-Ratings", die die Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen bewerten. Auf Basis unserer CR-Rating-Strategie konzentrieren wir uns auf die CR-Rating-Anfragen, die den unten aufgeführten Nachhaltigkeitsindizes zugrunde liegen (siehe Tabelle 037). Ausgewählt haben wir diese Indizes anhand von Kriterien, die u. a. die Reputation, die Relevanz für Investoren und die Unabhängigkeit der Ratings berücksichtigen.

T 037 Listing der T-Aktie in Nachhaltigkeitsindizes bzw. Prädikate

scroll
Rating-Agentur Indizes/Prädikate/Ranking Erfolge Index-Listing
2015 2014 2013 2012 2011
RobecoSAM DJSI World
  DJSI Europe
CDP Carbon Disclosure Leadershipa
  Performance Leadership Report
oekom research AG "Prime" (Sector Leaderb )
Sustainalytics STOXX Global ESG Leaders
  iSTOXX 50 SD KPI n. a. n. a.
  UN Global Compact 100 n. a. n. a.
FTSE Financial Times Stock Exchange FTSE4Good
MSCI MSCI Global Climate
scroll
☑ erfolgreich gelistet ☒ nicht gelistet

a Deutsche Telekom ist Branchenführer in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz).
b Basierend auf "oekom Industry Report" (2014).

Die T-Aktie ist 2015 in wichtigen Nachhaltigkeitsindizes gelistet - auch wieder im renommierten DJSI World und im DJSI Europe Index von RobecoSAM. Die Rating-Agentur oekom zeichnete uns 2015 zudem für unsere ökologischen und sozialen Leistungen erneut als weltweit bestes Telekommunikationsunternehmen aus. Im CDP Carbon Disclosure Leadership Index können 100 Punkte erreicht werden: Wir haben uns von 98 auf 99 Punkte nochmals leicht verbessert und etablierten uns damit als Branchenführer in der DACH-Region. Bereits das fünfte Jahr in Folge sind wir außerdem im STOXX Global ESG Leaders Index: Im Ranking der Rating-Agentur Sustainalytics, das diesem Index zugrunde liegt, erreichten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit Rang 2 innerhalb der Telekommunikationsbranche und Rang 3 unter allen deutschen Unternehmen. Nach wie vor führten im Berichtsjahr der FTSE4Good Index sowie der UN Global Compact 100 Index unsere Aktie.

SMARTE TECHNOLOGIEN FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien vereinfachen nicht nur unser Leben, sie können unsere Welt auch sauberer und gesünder machen - und für mehr Chancen für die Menschen überall auf der Welt sorgen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie SMARTer2030 der GeSI, an deren Erstellung wir mitgewirkt haben. Der intelligente Einsatz von ICT ermöglicht demnach innovative, ressourcenschonende und kosteneffizientere Geschäftsmodelle: Dadurch können nicht nur die weltweiten CO2-Emissionen bis 2030 um 12,1 Milliarden Tonnen gesenkt, sondern zugleich wirtschaftliche Gewinne von bis zu 11 Billionen US-$ erzielt werden.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Potenzial dieser smarten Technologien systematisch zu nutzen. Auf Basis der umfassenden Analyse unseres Produkt-Portfolios 2015 gehen wir von klaren Nachhaltigkeitsvorteilen für eine Vielzahl unserer Produkte und Dienste aus. Im Berichtsjahr haben wir unser Portfolio um weitere nachhaltige Produkte und Dienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden ergänzt, darunter Lösungen, mit denen unsere Kunden wertvolle Ressourcen sparen, ihren Energieverbrauch senken oder ihre Sicherheit erhöhen können:

Bauernhof 2.0: Felder effizienter bewirtschaften. Laut SMARTer-2030-Studie können durch den Einsatz von ICT allein in der Landwirtschaft bis 2030 rund 2 Milliarden Tonnen CO2- Emissionen eingespart werden. 2015 präsentierten wir auf der Fachmesse Agritechnica eine Lösung, die Landwirten hilft, beim Bewirtschaften ihrer Felder Saatgut und Düngemittel effizienter zu dosieren und den Kraftstoffverbrauch ihrer Maschinen zu optimieren. Über das Mobilfunknetz werden dazu präzise Positionsdaten direkt in das Lenksystem von Landmaschinen eingesteuert - und so unnötige Mehrfachüberfahrten beim Säen, Düngen und Ernten vermieden. Die neue Technologie ist kostengünstig und ohne eigene Basisstation nachrüstbar.

Smart Cities: Intelligente Straßenbeleuchtung in Dubrovnik und Budapest. "Intelligente Straßenlaternen" steuern Beleuchtungszeiten mithilfe von Sensoren und sparen dadurch Energie. In Dubrovnik haben wir im Mai 2015 im Rahmen eines Pilotprojekts eine Straßenbeleuchtung aufgebaut, die über integrierte Bewegungs-, Luftverschmutzungs- sowie über Temperatur- und Akustiksensoren verfügt. Die Beleuchtungslösung, die wir im November 2015 auch in Budapest installiert haben, ist zudem mit einer Ladestation für Elektroautos, einem WiFi-Router, einer Sicherheitskamera und einer Notruftaste ausgerüstet. Intelligente Straßenbeleuchtungen sind ein Modul innerhalb unseres "Smart City"-Ansatzes, der durch moderne Kommunikationsinfrastrukturen zur nachhaltigen Entwicklung von Städten beiträgt.

E-Bike-Diagnose, Ortung und Notruf aus der Ferne. Der Fahrradhersteller bulls, der E-Bike-Systemhersteller Brose und die Deutsche Telekom präsentierten 2015 ein gemeinsam entwickeltes vernetztes Elektrofahrrad. Der Besitzer kann sein Rad jederzeit über sein Smartphone lokalisieren oder abrufen, wie weit er noch fahren kann, ohne den Akku aufzuladen. Zudem erkennt ein Bewegungssensor besonders schnelles Abbremsen und extreme Schräglagen, die auf einen Sturz hindeuten. Pausiert der Fahrer ungewöhnlich lange und reagiert auch nicht auf eine Nachricht im Display, schickt das Rad eine SMS mit Ortungsdaten an eine im Vorfeld bestimmte Person. Bei Unfällen hilft das, den Radfahrer schneller zu finden und zu versorgen. bulls plant den Marktstart des Rads als Sondermodell für 2017.

"Blauer Engel Preis" für Telekom Deutschland. Die Deutsche Telekom ist das einzige Telekommunikationsunternehmen weltweit, das mit dem "Blauen Engel" zertifizierte Festnetz-Telefone anbietet. Für dieses Engagement wurde Telekom Deutschland beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2015 mit dem "Blauer Engel Preis" ausgezeichnet. Derzeit sind es die DECT-Telefone der SinUS-Familie und die IP-Telefone der Speedphone-Linie, die einen "Blauen Engel" tragen. Energie wird bei diesen Modellen durch den Einsatz energieeffizienter Schaltnetzteile und einer individuell einstellbaren Sendeleistung eingespart. Zudem besitzen die Endgeräte austauschbare Akkus und sind dadurch langlebiger.

NACHHALTIGE LIEFERKETTE ALS CHANCE

Wir arbeiten mit mehr als 30 000 Lieferanten in über 80 Ländern zusammen. Unser nachhaltiges Lieferanten-Management reduziert dabei nicht nur Risiken, es schafft auch Wettbewerbsvorteile und stärkt die Reputation. 2015 wurden wir dafür gleich zweimal ausgezeichnet: mit dem Deutschen CSR-Preis in der Kategorie "Nachhaltigkeit in der Lieferkette" und mit dem German Award for Excellence in der Kategorie "Responsible Sourcing".

Konzern- und weltweit haben wir umfassende Sozialstandards etabliert und setzen diese entschlossen um. Unser Code of Conduct und unsere Sozialcharta gelten ausdrücklich auch für unsere Lieferanten. Bei deren Auswahl berücksichtigen wir systematisch Nachhaltigkeitskriterien, etwa indem wir bei Ausschreibungen das Thema Nachhaltigkeit mit 10 % gewichten. Über eine verbindliche CR-Klausel verpflichten wir alle Lieferanten zur Einhaltung unserer Nachhaltigkeitsanforderungen. Außerdem verlangen wir Selbstauskünfte und führen Audits durch. Damit unsere Lieferanten unsere hohen Anforderungen erfüllen können, unterstützen wir sie partnerschaftlich durch Schulungsangebote und Entwicklungsprogramme.

Ein Beispiel ist unser Entwicklungsprogramm für strategisch wichtige Lieferanten, mit denen wir gemeinsam Lösungen für Themen wie Umweltschutz, Arbeitszeitregelungen oder Gesundheitsschutz entwickeln. Eine klare Win-win-Situation für unsere Lieferanten und uns, denn: Bessere Arbeitsbedingungen wirken sich positiv auf die Bindung und Motivation der Beschäftigten aus, steigern die Produktivität und verbessern die Qualität der Produkte. Im Jahr 2014 als Pilot mit drei Lieferanten gestartet, haben wir das Projekt 2015 zu einem umfassenden Entwicklungsprogramm ausgebaut, an dem bereits sieben Unternehmen teilnehmen. Mittlerweile bereiten wir die Aufnahme weiterer Lieferanten im Jahr 2016 vor. Seit Programmstart konnten in unserer Lieferkette sowohl CO2-Emissionen reduziert als auch die Kosten für Fluktuation und der daraus resultierenden Rekrutierung gesenkt werden. Zudem konnte die Produktivität einiger teilnehmender Zulieferer signifikant gesteigert werden. So konnte z. B. einer unserer Zulieferer die Produktivität im Fließbandbetrieb um 34 % steigern und CO2 -Einsparungen von 16 000 Tonnen CO2 in der Lieferkette erzielen.

VERBINDUNGEN SCHAFFEN, TEILHABE ERMÖGLICHEN

Menschen miteinander verbinden - dieses Ziel verfolgen wir nicht nur mit unseren Produkten und Diensten, sondern auch mit unserem gesellschaftlichen Engagement. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen unabhängig von Alter, Herkunft und Bildung an unserer Gesellschaft teilhaben können. Um Chancengleichheit zu fördern, stärken wir z. B. Schlüsselkompetenzen für eine erfolgreiche Lebensgestaltung junger Menschen oder vermitteln ihnen in verschiedenen Projekten den sicheren Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien. Vor dem Hintergrund der großen Flüchtlingsströme nach Europa stand das Jahr 2015 in Europa zu einem großen Teil auch im Zeichen der Flüchtlingshilfe.

TASK FORCE FÜR DIE FLÜCHTLINGSHILFE

Angesichts der großen Herausforderungen, die die Flüchtlingshilfe mit sich bringt, hat unser Vorstand im August 2015 eine eigene Task Force gegründet. Sie bündelt unsere verschiedenen Hilfsmaßnahmen in Deutschland, um noch schneller und unbürokratischer unterstützen zu können:

Die Verbindung über E-Mail oder Messenger-Dienste ist meist die einzige Möglichkeit für die Menschen in Flüchtlingsunterkünften, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Bis Ende 2015 haben wir bereits rund 60 Erstaufnahmeeinrichtungen mit kostenlosem WLAN versorgt.

Wie beantrage ich Asyl? Wo kann ich Deutsch lernen? Darf ich arbeiten? Wo finde ich Hilfe? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden sich auf unserer Internet-Plattform "https://refugees.telekom.de". Das Portal ermöglicht zudem die Kontaktaufnahme zu Helfern und Organisationen vor Ort. Es steht in acht Sprachen zur Verfügung und wird kontinuierlich weiter ausgebaut.

Wir haben Telekom Immobilien als Flüchtlingsunterkünfte angeboten.

Über die Plattform "workeer.de" für Flüchtlinge haben wir 2015 mehr als 100 Praktika bei der Deutschen Telekom ausgeschrieben und Stipendien für Studienplätze an der Hochschule für Telekommunikation in Leipzig angeboten. Zwischen September und Dezember 2015 konnten wir so 26 Studenten- und Schülerpraktika sowie sieben Stipendien für Studienplätze vergeben.

Wir haben in unserem Konzern tätige Beamte auf ihren Wunsch hin an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entsandt.

Viele unserer Mitarbeiter helfen in Notunterkünften, begleiten bei Behördengängen oder spenden Kleidung und Geld. Über unsere Plattform "engagement@telekom.de" unterstützen wir dieses freiwillige Engagement: Bis Ende 2015 wurden bereits mehr als 70 Hilfsprojekte initiiert. Weitere Aktionen sind z. B. Deutsch-Sprachkurse und gemeinsame Aktivitäten zur Integration.

Wir arbeiten mit den Ministerien, Behörden, Volkshochschulen und allen Betreibern der Erstaufnahmeeinrichtungen wie dem Deutschen Roten Kreuz, der Caritas und dem Arbeiter-Samariter-Bund zusammen. Weiterhin besteht eine Kooperation mit dem Aktionsbündnis "Deutschland hilft" und seinen Partnern. Darüber hinaus arbeiten wir pragmatisch und zielorientiert mit über 30 Unternehmen eng zusammen.

An unseren europäischen Standorten entlang der Flüchtlingsrouten schaffen wir je nach Bedarf verschiedene Hilfsangebote. In vielen Ländern ermöglichen wir den Menschen z. B. einen freien Internet-Zugang in Unterkünften, damit sie Kontakt mit Freunden und Verwandten halten können. Einige unserer Landesgesellschaften haben Spenden-Hotlines eingerichtet. Die OTE-Gruppe in Griechenland trug z. B. durch die finanzielle Unterstützung der Küstenwache dazu bei, dass bereits 74 000 Menschen aus Seenot gerettet werden konnten. T-Mobile Austria engagiert sich schon seit 2010 in der Flüchtlingshilfe, u. a., um jungen Flüchtlingen eine Perspektive zu geben. 10 % der Ausbildungsplätze in den österreichischen T-Mobile Shops sind seitdem für junge Flüchtlinge reserviert, die ohne Familie ins Land kommen und von dem Verein lobby.16 betreut werden. Dieser kümmert sich um die AUS- und Weiterbildung von unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen.

SCHLÜSSELKOMPETENZEN FÜR DIE INFORMATIONS- UND WISSENSGESELLSCHAFT

Mit unserer "Ich kann was"-Initiative vermitteln wir jungen Menschen Schlüsselkompetenzen für selbstständiges und selbstbewusstes Handeln und fördern so die Chancengleichheit innerhalb unserer Gesellschaft. Im Berichtsjahr sind mehr als 200 neue Projekte mit einem Fördervolumen von über 800 TSD. € hinzugekommen. Der Themenschwerpunkt 2015 lautete "Mein Umfeld erkunden, verstehen, gestalten", bei dem sich Kinder und Jugendliche intensiv mit ihrem direkten Umfeld auseinandersetzen und ihre Umgebung aus ganz neuen Perspektiven kennenlernen konnten. Zahlreiche weitere kompetenzfördernde Projekte, etwa in den Bereichen Handwerk, Theater oder Geocaching, wurden von der Initiative ebenfalls unterstützt. Seit ihrem Start vor sechs Jahren wurden mittlerweile bundesweit über 900 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 5 Mio. € durch die Initiative gefördert und damit mehr als 75 000 Kinder und Jugendliche erreicht.

Unsere Initiative "Teachtoday" unterstützt Kinder, Jugendliche, Pädagogen und Eltern mit alltags- und praxisnahen Lernmaterialien, einem Internet-Portal und Veranstaltungen vor Ort beim sicheren Umgang mit neuen Technologien. 2015 ging unser "Teachtoday"-Medienparcours auf Deutschland-Tour: Mehr als 4 900 Schülerinnen und Schüler zwischen 9 und 12 Jahren wurden auf spielerische Art und Weise für eine sichere Mediennutzung sensibilisiert. Am "Summit for Kids" im November 2015 in Bonn nahmen über 150 Kinder teil. Höhepunkt der Veranstaltung war die Preisverleihung des Wettbewerbs "Medien, aber sicher!", der erstmals international ausgeschrieben worden war, und für den sich Projekte aus fünf Ländern bewarben. In den zwei Kategorien "Lernen mit digitalen Medien" und "Sichere Mediennutzung" zeichnete die Jury insgesamt sieben Projekte aus, darunter das mediale Gemeinschaftsprojekt zur Flüchtlingsbewegung aus Syrien "Heimat!?" der Gemeinschaftsschule Martin-Luther-King aus Saarlouis. Mit "Scroller" haben wir 2015 zudem ein neues Medienmagazin für Kinder entwickelt. Das Portal "teachtoday.de" steht auch in englischer Sprache zur Verfügung.

Auch international engagieren wir uns dafür, jungen Menschen den sicheren Umgang mit dem Internet zu vermitteln. An unserem "Smart Digital"-Programm in Ungarn haben z. B. bereits mehr als 60 000 Kinder und Jugendliche teilgenommen. 2015 wurden von uns zudem erstmals Online-Kurse für Eltern und Lehrer zu dem Thema angeboten.

INNOVATION UND PRODUKTENTWICKLUNG

→ Weiterführende Informationen rund um das Thema Innovationen erhalten Sie online unter: www.telekom.com/innovation

Group Innovation - "Innovation you can trust"

Antworten auf die digitale Zukunft

MIT INNOVATIONEN ANTWORTEN AUF DIE DIGITALE ZUKUNFT GEBEN

Innovation ist ein wesentlicher Eckpfeiler unserer Konzernstrategie: Gerade in den Bereichen rund um unser Kerngeschäft ist sie entscheidend, wenn es darum geht, uns im wachsenden Wettbewerb durchzusetzen und uns nachhaltig als Premiumanbieter zu positionieren. Basis dafür ist und bleibt unsere leistungsfähige Breitband-Infrastruktur im Festnetz wie im Mobilfunk. Darüber hinaus setzen wir auf die Digitalisierung, um unseren Kunden überzeugende Nutzungserlebnisse bei unseren Produkten und unserem Service zu bieten.

Wir wollen die digitale Zukunft gestalten und unseren Privat- und Geschäftskunden mit unseren Innovationen schon heute die Antworten auf die Fragen von morgen geben. So arbeiten wir z. B. als führender Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie bei der Entwicklung und Standardisierung des Mobilfunk-Standards der 5. Generation (5G) aktiv mit. Unsere Innovationen finden Anerkennung: So zeichnete das Broadband World Forum unseren selbst entwickelten Hybrid-Router als "Greatest Advancement in the Field of Fixed Mobile Convergence" aus. Im Berichtsjahr haben wir unsere Innovationskraft weiter gesteigert und unsere Aktivitäten rund um Innovation und Produktentwicklung organisatorisch und strategisch neu ausgerichtet.

GROUP INNOVATION

Mit Group Innovation haben wir zum 1. Mai 2015 eine zentrale Innovationseinheit in unserem Konzern geschaffen: Sie orchestriert konzernweit alle Innovationsaktivitäten und bringt segmentübergreifende Produkt- und Service-Innovationen hervor. Group Innovation führt Innovationen dort zusammen, wo wir Synergien für unseren Konzern sehen. Dabei entstehen Innovationen nicht nur innerhalb von Group Innovation, sondern auch in den Bereichen, die sich dem klassischen Kerngeschäft und der direkten Vermarktung in den jeweiligen Ländern widmen.

Zum einen ist Group Innovation Treiber von neuen Innovationsfeldern, die einen längeren Entwicklungshorizont von drei bis fünf Jahren haben; dabei besteht die Herausforderung darin, schon heute auf die wichtigen Themen von übermorgen zu setzen. Zum anderen liefert Group Innovation auch klassische Produktentwicklung direkt für unsere operativen Segmente: Der Entwicklungshorizont liegt hier bei ein bis zwei Jahren. Es gilt, unser Produkt-Portfolio mit weiteren neuen Produkten und innovativen Lösungen anzureichern; schließlich sollen unsere operativen Segmente im Kern-Portfolio attraktiv und wettbewerbsfähig aufgestellt sein.

"INNOVATION YOU CAN TRUST"

Der Anspruch unserer Group Innovation lautet: "Innovation you can trust". Group Innovation liefert Innovationen, die den wesentlichen Markenattributen unseres Konzerns entsprechen, nämlich Vertrauen und Zuverlässigkeit. Natürlich geht es bei unseren Produkten und Angeboten auch um Sicherheit, aber "Innovation you can trust" bedeutet mehr: So sollen unsere Innovationen einfach funktionieren, unsere Produkte sollen nahtlos mit Netz, Service und Partnerangeboten zusammenspielen. Nur aus dem Zusammenwirken von Innovation und Kerngeschäft erwächst letztlich erfolgreiche Innovation für unsere Kunden. Group Innovation, unsere operativen Segmente sowie andere innovationsnahe Bereiche wie Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP) sind eng vernetzt und tauschen sich regelmäßig aus, damit wir die Bedürfnisse unserer Kunden erkennen und innovative Produkte und Services liefern können.

"Innovation you can trust" ist auch das Leitmotiv für die interne Zusammenarbeit: Wir können uns aufeinander verlassen und wissen, dass wir an den richtigen Ideen arbeiten. Innovation kann nicht verordnet werden. Innovation ist Kultur, die vorgelebt und gefördert werden muss. Gerade in großen Unternehmen wie unserem Konzern braucht es eine lebendige Unternehmenskultur, die Innovationen fördert. Wichtige Elemente einer solchen Kultur sind: schnelles Entscheiden und Umsetzen durch schlanke interne Prozesse, das Freisetzen von kreativem Potenzial sowie das Fördern und Fordern von Ideen und unternehmerischem Handeln.

INNOVATIONSFOKUS - VIER INNOVATIONSFELDER

Damit Innovationsarbeit erfolgreich sein kann, müssen die Innovationsaktivitäten unternehmensübergreifend und ganzheitlich ausgerichtet sein. Wir setzen darum - wie grafik 38 zeigt - auf unsere vier miteinander vernetzten Innovationsfelder: Privat- und Geschäftskunden-Produkte, Netz bzw. Infrastruktur sowie Prozesse/Service.

Im Mittelpunkt steht dabei immer der Kunde, ganz gleich ob Privat- oder Geschäftskunde. Neue Kundenprobleme zu identifizieren, Kundenbedürfnisse zu antizipieren und dafür innovative Lösungen zu finden - das ist unser Anspruch.

Wichtig ist dabei die Vernetzung zwischen den einzelnen Innovationsfeldern - schließlich erstrecken sich viele Innovationsthemen über mehrere der vier Felder, wie z. B. konvergente Angebote als eine wichtige strategische Leitlinie für unsere Privatkunden-Produkte. Mit den konvergenten Produkten in unserem "MagentaEins" Portfolio haben wir einen großartigen Start in Deutschland hingelegt, der internationale Roll-out hat bereits begonnen. Group Innovation arbeitet daran, weitere Dienste in diese Konvergenz-Strategie zu integrieren und so die "MagentaEins" Angebote noch attraktiver zu machen. Bei den Geschäftskunden geht es darum, ein einfaches, modular aufgebautes Produkt-Portfolio anzubieten und dabei unsere Standardprodukte intelligent mit Partnerprodukten zu kombinieren. Beim Netz steht die nahtlose und sichere, v. a. für Geschäftskunden auch weltweite und qualitätsdifferenzierte Konnektivität im Fokus. Bei dem Innovationsfeld Prozesse/Service wollen wir über alle Kontaktkanäle in gleichbleibender Qualität und so zielgerichtet wie nur möglich die Anliegen und Bedürfnisse unserer Kunden bedienen bzw. antizipieren und proaktiv angehen.

INNOVATIONSSTEUERUNG - INNOVATION GOVERNANCE

Klar strukturierte Abläufe sorgen dafür, dass Ideen wachsen und sich in innovative Produkte und Dienstleistungen umsetzen lassen. Wie die unten stehende grafik 39 zeigt, läuft ein Innovationsprozess bei uns in vier Phasen ab:

Am Anfang steht eine Idee - entstanden aus Markt- und Trendforschung oder Kunden-Feedback oder intern von unseren Mitarbeitern in den Produkt- und Innovationsbereichen oder aus Partnerschaften/Kooperationen mit unseren Partnern.

In der Auswahlphase bewerten wir die Idee: Wie gut ist sie umsetzbar? Wie groß ist ihr Potenzial? Wie hoch ist das Kundeninteresse voraussichtlich?

In der Entwicklungsphase integrieren wir die Erkenntnisse über Kundenwünsche und Anforderungen an Design und Handhabung in das spätere Produkt bzw. die spätere Dienstleistung.

Am Ende steht schließlich der Transfer in den Markt.

In jeder der vier Phasen prüfen wir natürlich, ob die Ressourcen, die wir einsetzen, im Verhältnis zu dem erwarteten Ergebnis stehen. Dies kann auch dazu führen, dass wir die Entwicklung eines Produkts in einer der Phasen des Innovationsprozesses einstellen. Das ist notwendig, denn nicht jede gute Idee hat auch das Potenzial, ein gutes Produkt oder eine gute Dienstleistung zu werden. Jede Innovation muss aus Kundensicht Wert bieten.

Um die Innovationsprozesse in unserem Konzern zu steuern, haben wir eine "Innovation Governance" etabliert: Dazu gehört u. a. das "Portfolio & Innovation Board", das sicherstellt, dass wir die richtigen Prioritäten setzen. Das Gremium identifiziert und selektiert die Innovationsschwerpunkte für unseren Konzern und entscheidet über die Art der Umsetzung, um ein innovatives Produkt-Portfolio mit maximalen Erfolgschancen zu definieren und zu realisieren. Für die Implementierung dieser strategischen Innovationsschwerpunkte entwickeln wir auch unsere internen Finanzierungsformen weiter. So können wir mit einem ergänzenden Innovationsbudget z. B. neue Innovationsprojekte oder Zusatzchancen bei bestehenden strategischen Prioritäten kurzfristig und unkompliziert mit Ressourcen ausstatten. Dabei erfolgt diese Finanzierung unabhängig vom jährlichen Planungszeitraum und verstärkt so die Ausrichtung an den Markt- und Kundenanforderungen. Mit diesen Ressourcen können wir beides finanzieren: zentral gesteuerte Innovationen wie z. B. über Group Innovation sowie dezentral entwickelte Innovationen z. B. direkt aus unseren operativen Segmenten. Maßgabe ist, dass die Produkt- und Service-Ideen auf die zentralen Innovationsschwerpunkte unseres Konzerns einzahlen.

Nachhaltigkeit ist ein weiterer Treiber unserer Produktentwicklung. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen, die sicher, umwelt- und klimaschonend sind und sich durch einen gesellschaftlichen Mehrwert auszeichnen, steigt. Deshalb arbeiten wir nicht nur intensiv daran, das Sicherheitsniveau unserer Dienste zu erhöhen. Im Fokus unserer Entwicklungsarbeit stehen außerdem energieeffizientere, CO2-Emissionen senkende Technologien sowie langlebige, wiederverwertbare Produkte und digitale Versorgungslösungen in Bereichen wie E-Health oder E-Mobility.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

METHODEN UND KONZEPTE

Design Thinking.

Der Design Thinking-Ansatz liefert uns die Basis dafür, neue Wege zu gehen und Erkenntnisse zu gewinnen. So wollen wir sicherstellen, dass wir uns mit herausragenden Kundenerlebnissen vom Markt abheben. Daher hat Group Innovation einen einheitlichen Design Thinking-Ansatz definiert: Dieser beinhaltet einen konzernweit gültigen Design-Prozess, der sich auf die bestehenden Entwicklungsprozesse unserer beiden operativen Segmente Deutschland und Europa übertragen lässt, sowie die verschiedenen Design Thinking-Methoden. Raum dafür, die definierten Inhalte zu erlernen, auszuprobieren und anzuwenden, bietet unsere Design Academy als interne Trainings-Plattform. Design Thinking wird sich so nicht nur als Haltung innerhalb unseres Konzerns etablieren, sondern auch die praktische Zusammenarbeit über alle Konzernbereiche hinweg anreichern und verbessern: von Design Thinking hin zu Design Doing.

Raum für Ideen schaffen. Mit der Digital Innovation Arena in Berlin schaffen wir ideale Bedingungen für Ideen rund um das digitale Leben von morgen: Die Digital Innovation Arena bietet v. a. ein optimales Arbeitsumfeld - von hochmoderner technischer Infrastruktur, rund um die Uhr geöffneten, modernen Räumen und Möglichkeiten zu regem Austausch bis hin zu Kreativräumen zur Entspannung. Auf rund 8 000 Quadratmetern arbeiten hier die Mitarbeiter der T-Labs, von hub:raum, des Design-Bereichs und des Partnerings zusammen. Die kreative Mischung von Menschen aus allen Bereichen des Innovationsgeschäfts - vom Unternehmer bis zum Entwickler oder Designer - macht die Digital Innovation Arena zum Hotspot für Ideen in Deutschland.

INNOVATION ALS DREIKLANG

Um noch mehr Innovationskraft zu entfalten, setzen wir nicht nur auf eigene Innovationen, sondern integrieren auch erfolgreich Neues von außen. Differenzierung durch und Wachstum aus Innovationen generiert Group Innovation auf drei Arten: aus Eigenentwicklungen, aus Partnerschaften und aus der Start-up-Förderung.

EIGENE ENTWICKLUNGEN

2015 war Group Innovation maßgeblich beteiligt an der Weiterentwicklung und Einführung verschiedener innovativer Produkte, von denen wir Ihnen nachfolgend einige vorstellen.

2010 startete die Entwicklung des Hybrid-Access, 2014 wurde das Produkt in den Markt eingeführt. Derzeit sind über 150 000 Kunden mit Hybrid online. 2015 zeichnete das Broadband World Forum unseren Hybrid-Router als "Greatest Advancement in the Field of Fixed Mobile Convergence" aus.

Als Antwort auf die wachsende Bedrohung durch Cyber-Angriffe bieten wir Selbstständigen und kleinen Unternehmen einen Rundumschutz für Computer und mobile Endgeräte: Als erster Anbieter in Europa liefern wir das bewährte Sicherheitspaket Norton Small Business aus der Cloud. Über unser Cloud-Portal ist der neue Service einfach zu abonnieren, zu installieren und zu betreiben. Darüber hinaus kürte uns das IT-Beratungsunternehmen Experton Group zum Cloud Leader Germany 2015 in den Kategorien "Communication as a Service" und "Cloud Marketplace (End-User)".

Im September 2015 testete das Magazin "Chip" unsere Smart Home-Lösung ausführlich und bewertete sie mit "sehr gut". Im Berichtsjahr haben wir Smart Home um viele neue Funktionen erweitert. So können Kunden Smart Home seit Herbst 2015 nicht nur per Smartphone oder Tablet steuern, sondern auch mit Smart Watches wie z. B. der Apple Watch und der Samsung Gear S. Gemeinsam mit BMW haben wir auf der IFA 2015 erstmals die Integration von Smart Home in das ConnectedDrive System vorgestellt: Nutzer können ausgewählte Funktionen von Smart Home direkt über das Entertainment-System von BMW steuern.

Mit der "Cloud of Things" macht Group Innovation im M2M-Bereich einen bedeutenden Schritt. Mithilfe der Cloud of Things können Unternehmen ihre Maschinen und Geräte von überall und zu jeder Zeit überwachen, was dem Kunden größtmöglichen Service vor Ort, der von überall auf der Welt ausgeführt werden kann, ermöglicht. Mit der Lösung schafft die Deutsche Telekom eine Grundlage für viele weitere Dienste und Produkte an verschiedenen Stellen im Konzern.

Wir bieten neue Endgeräte an - das puls Tablet und neue tolino E-Reader-Modelle:

PULS ist ein voll funktionsfähiges Android 5.0-Tablet, mit dem Kunden die wichtigsten Telekom Produkte gleich auf dem Startbildschirm bedienen können. Der Kunde hat jederzeit einen Überblick über seine Festnetz-Anrufe, Sprachnachrichten, Programminformationen und Smart Home-Anwendungen. Auch die "MagentaZuhause" Produkte wie HomeTalk, SprachBox oder Entertain lassen sich damit noch schneller direkt über den Startbildschirm bedienen.

Unsere tolino Familie wurde 2015 um zwei neue Geräte mit hochauflösenden Displays erweitert: tolino shine 2 HD und tolino vision 3 HD. Der tolino shine 2 HD erhielt den DDC Design Award.

→ Mehr Informationen zu unseren neuen Produkten finden Sie im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2015".

T-Labs.

Mit unserem zentralen Forschungsbereich, den Telekom Innovation Laboratories (T-Labs), verfügen wir über eigene Forschungs- und Entwicklungsstätten an internationalen Standorten, u. a. in Berlin, Darmstadt, Bonn, Beer Sheva und Tel Aviv in Israel sowie Mountain View in den USA. Dort entwickeln und testen rund 500 Experten und Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen neue Technologien. Dabei arbeiten sie eng mit industriellen Partnern, internationalen Universitäten und Forschungsinstitutionen im Sinne der Open Innovation und für unsere operativen Segmente zusammen. An ihrem Hauptstandort Berlin sind die T-Labs seit 2004 mit der Technischen Universität Berlin verbunden - eine der größten und bekanntesten Public Private Partnerships in Europa. 2015 standen bei den T-Labs u. a. folgende Themen im Vordergrund:

Entwicklung eines digitalen Carrier-Ansatzes. Schwerpunkt dieser Arbeit ist es, das konventionelle Kommunikationsprodukt "Telefonie und Messaging" in die digitale Welt zu überführen. Benutzer können - befreit von SIM-Karten - von allen Geräten mit ihrer Mobilfunk-Nummer kommunizieren; verfügbar werden damit neue Produkte und Services wie virtuelle Telefonnummern, mehrere Identitäten und Gruppen-Video-Kommunikation.

T-Labs entwickeln Verfahren und Prototypen, um verschiedenste Zugangs-Technologien effektiv zu bündeln und anwendungsgerecht zuzuweisen. 2015 gehörten dazu weitere Hybrid-Entwicklun-gen auf Basis von OpenSource-Ansätzen sowie die DSL-Community. Bei Letzterer werden benachbarte DSL-Anschlüsse gebündelt. Ende 2015 wurde dazu ein erster Feldtest mit Kunden in Berlin erfolgreich durchgeführt. Auch für unser 5G-Programm leisten die T-Labs signifikante Beiträge wie etwa zum EU-geförderten Projekt metis (Mobile and wireless communications Enablers for the Twenty-Twenty Information Society).

Bei der Digitalisierung der industriellen Fertigung stand die Entwicklung von sicheren und programmierbaren Kommunikationslösungen für das industrielle Internet im Fokus. Neben den technischen Herausforderungen haben die T-Labs die Zusammenarbeit der relevanten Player des Industrie- und Innovationsstandorts Deutschland unterstützt, z. B. durch ihr Engagement bei der Plattform Industrie 4.0 (www.plattform-i40.de), dem weltweit größten und vielfältigsten Industrie 4.0-Netzwerk von Unternehmen, Wissenschaft, Politik, Verbänden und Gewerkschaften. Das Highlight des Jahres war der Nationale IT-Gipfel im November 2015, bei dem wir der Bundeskanzlerin anhand des gemeinsamen Industrie 4.0-Demonstrators von Deutscher Telekom, SAP, Siemens und Festo "typische" Szenarien aus einer digitalisierten Produktion präsentierten.

Im Bereich Data Analytics arbeiten die T-Labs an Use Cases, Pilotprojekten und Konzepten, um Datenmengen sinnvoll zu nutzen und zu analysieren. Ein Beispiel ist das Forschungsprojekt "Synthetic Data": Mit Algorithmen werden künstliche Daten erzeugt, die keinen Bezug mehr zu den sensiblen personenbezogenen Ausgangsdaten haben, aber noch weitgehend deren Merkmale aufweisen. Für den Wissensaustausch und die konzernweite Zusammenarbeit haben die T-Labs ein Smart Data Lab gegründet - eine Begegnungsstätte für Mitarbeiter im Bereich Data Analytics, die dort Infrastruktur und Werkzeuge nutzen, sich schulen lassen und Use Cases erproben können.

PARTNERSCHAFTEN

Neben der Entwicklung von eigenen Lösungen setzt Group Innovation - orientiert an unserer Konzernstrategie - auch bei Innovationen immer wieder auf die Zusammenarbeit mit Partnern. Ziel dabei ist es, ein breiteres Angebot an innovativen Produkten und Diensten für unsere Kunden zu schaffen. Dabei nutzt unser Konzern auch die große Innovationskraft aus dem Silicon Valley, Israel, Deutschland und anderen Innovations-Hotspots.

Einige Beispiele für erfolgreiche Partnerschaften möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Für Privatkunden haben wir mit Fon eine die Position im Festnetz stärkende Partnerschaft in mehreren Ländern etabliert: Fon ist eine WiFi-Community mit Zugang zu über 17 Millionen WiFi-Zugängen weltweit. Ende 2015 erreichten wir mehr als 1 Million WiFi-Zugänge und hatten damit einen Anteil von 6% an den weltweiten Fon Spots (im Vergleich: über 2 % Ende 2014). Verfügbar ist der Service in Deutschland, Kroatien, Griechenland und Rumänien.

Mit der Video- und Bildbearbeitungslösung von Magisto haben wir einen Service zum Weitergeben von Fotos und Videos in allen unseren Märkten exklusiv verfügbar gemacht.

Im Bereich Mobile Security arbeiten wir mit Partnern wie z. B. Cyan zusammen; so lassen sich Smartphones vor Viren jeglicher Art schützen.

Mit unserem ungarischen MiniCRM bieten wir europaweit eine Cloud-CRM-Lösung für kleinere und mittlere Unternehmen an. Dabei geht die Zusammenarbeit über den Vertrieb des Produkts hinaus und beinhaltet auch Consulting, Training und Personalisierung. Diese Partnerschaft wurde über den "Easy2Partner"-Hub - unsere sog. "Steckerleiste" in Ungarn - integriert. Mit einer einzigen technischen Integration können wir das Produkt nun in fünf Landesgesellschaften anbieten.

START-UP-FÖRDERUNG

→ Weitere Kooperationen und Partnerschaften finden Sie im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2015".

Im Mai 2012 eröffnete die Deutsche Telekom in Berlin unter dem Namen "hub:raum" einen eigenen Inkubator - also ein Förderzentrum für Startups. Ziel ist es, junge Unternehmen mit neuen Ideen für Telekommunikations- und Internet-Dienste in ihrer Frühphase zu fördern. Über hub:raum beobachten wir regelmäßig über 1 000 Start-ups und stehen mit diesen in engem Kontakt. Im Berichtsjahr hat hub:raum in vier Start-ups investiert:

Flexperto: eine Software as a Service-Lösung, die z. B. Versicherungen hilft, ihre Beratung u. a. durch Video-Chats zu digitalisieren.

M2MGO: bietet einen Internet of Things-Baukasten, v. a. für kleinere Unternehmen.

Teraki: entwickelt eine Software zur Selektion relevanter Internet of Things-Daten.

CiValue: bietet eine Cloud-basierte Big Data-Plattform an, mit der Online-Händler ihre Verkaufskanäle auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ausrichten können; das erste israelische Start-up in unserem hub:raum Portfolio.

Um die Start-ups besser zu vernetzen und zu unterstützen sowie ihnen bei der Internationalisierung zu helfen, haben wir eine "Telecom Startup Alliance" gegründet: Dazu gehören unsere französischen Partner von Orange mit ihrem Inkubator Fab, unsere spanischen Kollegen von Telefonica mit Wayra sowie Singtel aus Singapur mit Innov8. Außerdem starteten wir 2015 zusammen mit Intel und Cisco das erste "ChallengeUp IoT Accelerator"-Programm. Kernaufgabe ist es, Start-ups im Bereich IoT/IoE zu einer schnelleren Markteinführung zu verhelfen.

Unser Engagement im Bereich Venture Capital und Technologie-Innovation für die darauf folgenden Phasen, sog. "Early7"Late"- oder "Growth"-Phase, wollen wir mit unserer Anfang 2015 neu gegründeten Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP) deutlich ausbauen und neu strukturieren. DTCP ist die Investment Management-Gruppe der Deutschen Telekom und steht im Zentrum unseres neu gestalteten Investmentkonzepts. DTCP bietet Wachstumskapital in frühen und späten Wachstumsphasen, Investitionen in Mittelstand und reife Unternehmen sowie strategische Beratung im Technologie-, Medien- und Telekommunikationssektor. Wir planen, über einen Zeitraum von fünf Jahren durch DTCP 500 Mio. € zu investieren. Obwohl DTCP auch strategisch orientiert ist, werden ihre Investments stark finanziell getrieben sein. DTCP soll Anteile an Unternehmen kaufen, die Unternehmen wachsen sehen und die Anteile mit Gewinn wieder verkaufen. Durch die Auswahl der erfolgreichsten Start-ups und die enge Arbeit mit diesen ergeben sich hier praktisch "automatisch" strategisch relevante Kooperationsmöglichkeiten und Geschäftsbeziehungen zum Konzern.

Für Investments mit einer vornehmlich strategischen Motivation haben wir im Zusammenspiel mit DTCP unsere neue Geschäftseinheit Deutsche Telekom Strategic Investment (DTSI) Ende Oktober 2015 an den Start gebracht. DTSI tätigt hierbei Investments nicht nur in externe Start-ups, die als strategisch sehr relevant identifiziert wurden, sondern unterstützt bzw. realisiert auch interne Ventures, sog. "Spin-offs". Hier werden Ideen aus der Deutschen Telekom heraus als Ausgründungen etabliert; das macht größere unternehmerische Freiheit und kürzere Entscheidungswege möglich. Zusätzlich verwaltet die DTSI das bestehende Portfolio des für ganz neue Investments geschlossenen DTVF (Deutsche Telekom Venture Funds GmbH) mit dem Ziel, die etwa 90 bestehenden Beteiligungen in ihrer Wertentwicklung (auch mit Folgeinvestitionen) zu unterstützen und gewinnbringend zu veräußern.

Durch die Verbindung eines extern und finanziell orientierten Teams und eines intern und strategisch orientierten Teams schaffen wir die Verknüpfung zwischen externem und internem Netzwerk sowie Know-how und haben die Flexibilität, jedes Investment mit genau der richtigen Unterstützung auszustatten.

PATENTE

Die Bedeutung von Patenten in der Telekommunikationsbranche wächst beständig. Akteure und Aktionsfelder ändern sich und beeinflussen unsere IPR-Agenda (Intellectual Property Rights (IPR), zu Deutsch: Rechte an geistigem Eigentum). Dabei gilt es einerseits, die Handlungsfreiheit unseres Konzerns zu erhalten. Andererseits wollen wir neben eigener Forschung und Entwicklung durch Kooperationen und Partnerschaften den Weg zu Open Innovation öffnen. Dafür sind Schutzrechte - national wie international - außerordentlich bedeutend. Wir widmen uns intensiv der Erzeugung eigener Rechte. Im Berichtsjahr konnten wir 279 Patente anmelden und verfügen damit über einen Gesamtbestand von rund 8 400 Schutzrechten.

Intensive Entwicklung und Bereinigung des IPR-Portfolios sichert die Werthaltigkeit des Bestands sowie den strategischen Fit mit den Stoßrichtungen unseres Konzerns. Ergänzend dazu trägt die professionelle Handhabung von patentjuristischen Aufgaben zur Stabilität unserer IPR-Assets bei. Wir sind darüber hinaus in wichtigen Standardisierungsgremien der Branche tätig. Beim Management von Schutzrechten berücksichtigen wir Kosten-Nutzen-Aspekte durch selektive Anmeldung und stringentes Abmelden.

AUFWAND UND INVESTITIONEN IN FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Zu unseren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (f&e) zählen produktvorbereitende Forschung und Entwicklung, wie z. B. die Suche nach alternativen Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleistungen. Nicht als Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfassen wir im Gegensatz dazu die Aufwendungen zur Entwicklung von System- und Anwender-Software, die zum Ziel hat, die Produktivität zu steigern und unsere Geschäftsprozesse effektiver zu gestalten. 2015 lag der F&E-Aufwand für den Konzern mit 108,1 Mio. € über Vorjahresniveau. Die Deutsche Telekom AG trägt als Konzernmutter einen Teil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Konzern. Hier liegt der Aufwand mit 86 Mio. € über Vorjahresniveau (2014: 60 Mio. €). Diese Kennzahl darf jedoch nicht losgelöst von unserem oben genannten Innovationsdreiklang - von eigenen Entwicklungen, Innovationen von außen sowie Start-up-Förderungen und Beteiligungen - betrachtet werden.

Die Investitionen unseres Konzerns in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte liegen bei 101,3 Mio. € und damit über dem Vorjahresniveau von 93,2 Mio. €. Schwerpunktmäßig betreffen diese Investitionen selbst erstellte Software, wobei der überwiegende Anteil auf unser operatives Segment Systemgeschäft entfällt. Für alle Projekte und Aktivitäten, die zu neuen Produkten und deren effizienterem Angebot an Kunden führen, arbeiteten im Berichtsjahr rund 2 800 Mitarbeiter (2014: rund 2 900).

T 038 Aufwand und Investitionen in Forschung und Entwicklung in Mio. €

scroll
2015 2014 2013 2012 2011
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 108,1 95,6 97,0 65,9 121,4
Investitionen in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 101,3 93,2 112,0 78,0 122,4

MITARBEITER

→ Weitere Informationen finden Sie auf: www.telekom.com/medien/ Publikationen

Neuorganisation der Arbeit im Ökosystem Digitalisierung

HR-Prioritäten 2015

NEUORGANISATION DER ARBEIT IM ÖKOSYSTEM DIGITALISIERUNG

Im Ökosystem der Digitalisierung wird Arbeit völlig neu organisiert. Wichtig wird sein, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Digitalisierung bildet eine großartige Plattform für Innovation. Wir werden neue Formen der Zusammenarbeit sehen, neue Geschäftsmodelle, aber auch ein erhöhtes Maß an Automatisierung von Tätigkeiten, die heute noch von Menschen ausgeübt werden. Deshalb wird es wichtig sein, dass unsere Mitarbeiter digitale Kompetenzen erwerben, denn sie sind erfolgskritisch für die Zukunft. Zudem brauchen wir Arbeitsumgebungen, die an die jeweiligen Bedingungen angepasst sind, und standardisierte Technologien, die es uns erlauben, uns miteinander zu vernetzen. In Zukunft wird Wissen mehr und mehr geteilt, Prozesse und Kommunikation werden demokratisiert.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Auch die Führung wird sich ändern. Die Führung der Zukunft ist partizipativer und virtueller, weil die Führungskraft nicht mehr auf jeden Mitarbeiter einen persönlichen Zugriff haben wird. Um der Geschwindigkeit der Digitalisierung standzuhalten, werden wir schneller entscheiden müssen, d. h., eine Organisation muss entscheidungsorientierter sein.

HR wird den Transformationsprozess aktiv gestalten und unterstützen. Deshalb haben wir u. a. 2015 folgende HR-Prioritäten erarbeitet:

HR-PRIORITÄTEN

1. Talentstrategie und Planung

2. Leistungsorientierung und Führung

3. Arbeiten im digitalen Zeitalter

4. Kompetenz-Management und Qualifizierung für zukünftige Anforderungen

Mit welchen Maßnahmen wir unsere HR-Prioritäten umsetzen und vorantreiben, stellen wir Ihnen nachfolgend beispielhaft vor.

UNSERE HR-ARBEIT ENTLANG DER HR-PRIORITÄTEN

1. TALENTSTRATEGIE UND PLANUNG

Unser Talent-Management rüstet sich für die digitale Zukunft! Wir stehen für ein globales Talent-Management und einen weltweiten Rekrutierungsprozess: Diese sind die Grundlagen für unsere Nachfolgeplanung und die Platzierung von Talenten in unserem Unternehmen. Schließlich tragen engagierte, ICT-affine und dienstleistungsorientierte Mitarbeiter unseren Geschäftserfolg. Entsprechend wichtig ist es, diese Mitarbeiter und Talente an uns zu binden und zu entwickeln.

Die Ausbildung und Förderung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit jeher tragende Säulen, wenn es darum geht, junge Nachwuchskräfte für uns zu gewinnen und so einen Beitrag zur Innovations- und Zukunftsfähigkeit unseres Konzerns zu leisten. Wichtig ist es, die einzelnen Talente frühzeitig zu erkennen und zu fördern. Zum Beispiel tun wir das mit unseren Programmen "Young IT-Talents" und "Young Sales Talents" für herausragende Nachwuchstalente in der IT-Entwicklung und im Verkauf. Darüber hinaus bieten wir jedes Jahr unseren 140 besten Auszubildenden und dual Studierenden einen Betriebseinsatz im Ausland an.

Digitale Zukunft bedeutet Vernetzung!

Unser Talent-Management-Ansatz stärkt die Selbstverantwortung der Talente für ihr eigenes Karriere-Management und stützt sich dabei auf moderne (IT)-Werkzeuge und -Prozesse. Damit sich die Talente bestens vernetzen können, bieten wir ihnen neben einer gemeinsamen Online-Plattform auch Präsenz-Netzwerkveranstaltungen an. So ergänzen wir die digitale Zusammenarbeit mit einer länder- und segmentübergreifenden Talent-Konferenz: Hier treffen über 300 Talente mit fast 100 Führungskräften, ungeachtet fachlicher oder organisatorischer Zugehörigkeit, zusammen. Die Eigeninitiative der Talente rückt 2016 noch stärker in den Fokus. Die Talente gestalten ihre eigene Karriere aktiv selbst, indem sie sich um interessante Stellen kümmern. Wir unterstützen und fördern die Arbeitsplatzrotation, insbesondere über Bereichs-, Funktions- und Ländergrenzen hinweg.

Unser Konzern steht für Vielfalt und ist ständig auf der Suche nach technikaffinen und kreativen Köpfen, die mit uns die digitale Welt von morgen gestalten. Der richtige Mensch am richtigen Platz - das ist das Ziel unserer Personalrekrutierung. Bei der Suche nach geeigneten Kandidaten ist Flexibilität gefragt. Mit der aktiven Ansprache von potenziellen Kandidaten können wir schneller mit diesen persönlich in Kontakt treten. Zudem haben wir unsere Arbeitgeber-Attraktivität in den vergangenen Jahren konsequent durch eine kreative, zielgruppenspezifische Präsenz in den sozialen Medien und außergewöhnliche Initiativen im Talentmarkt ausgebaut. Das belegt auch die "Online Talent Communication Study 2015" - und bescheinigt mit Platz 1 den besten Arbeitgeber-Auftritt Deutschlands auf unseren Karriereseiten.

2. LEISTUNGSORIENTIERUNG UND FÜHRUNG

Die Kompetenzen unserer Führungskräfte sowie die Leistungsorientierung, die Vielfalt und die Rückmeldung unserer Mitarbeiter sind für uns die wesentlichen Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb.

Führen, um zu gewinnen!

Auf Basis unserer neuen Führungsgrundsätze zur Zusammenarbeit, Innovation und Leistungsförderung sowie unserer Leitlinien hatten wir 2014 unser Führungsmodell "Lead to win" eingeführt - zunächst nur für unsere Führungsspitze. 2015 haben wir erstmals alle leitenden Angestellten auf globaler Ebene in unser Führungsmodell aufgenommen. Dabei setzen wir im Kern auf einen kontinuierlichen Austausch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter zu Leistung und Entwicklung, eine direkte Verknüpfung zwischen Leistungsbeurteilung und Incentivierung sowie auf persönliche Entwicklungspfade. Die neuen Prinzipien sind für alle unsere Führungskräfte gültig. Besonders gefordert sind unsere Führungskräfte dabei, Innovationspotenziale zu identifizieren und zu heben. Zudem gilt es, eine Arbeitskultur zu etablieren, in der jeder Mitarbeiter den Status quo und das eigene Verhalten immer wieder infrage stellt, in der es keine Angst vor Fehlern gibt, und in der er mutig für Ideen eintritt und für sie mit Leidenschaft kämpft.

Wir leben Vielfalt!

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Seit bereits über einem Jahrzehnt unterstützen wir Vielfältigkeit in unserem Konzern nachhaltig und ganzheitlich auf der Basis einer sehr weitsichtigen Richtlinie. Dabei greifen wir alle Aspekte des Themas Vielfalt auf und stärken diese mit einer großen Zahl von Leuchtturmprojekten, wie z. B. mit unseren Initiativen zur Frauenförderung oder durch die Einführung sog. "Generationentandems" - die befristete Parallelbesetzung von Stellen mit älteren Führungskräften und jungen Nachwuchskräften. Zusätzlich setzte unsere Kampagne zu unbewussten Denkmustern im Jahr 2015 wesentliche neue Akzente für mehr Diversität im Unternehmen. Neben einer Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie praxisorientierten deutschlandweiten Workshops zu unbewussten Denkmustern und Stereotypen war die Kampagne auch ein wichtiger Teil unseres "3. Deutschen Diversity-Tages" und der "Diversity-Konferenz der Charta der Vielfalt", deren Gründungsmitglied unser Unternehmen ist.

Ein besonderes Anliegen ist für uns nach wie vor die Gleichberechtigung der Geschlechter, für die wir uns schon seit 2010 sehr stark engagieren, indem wir eine weltweite Quote von 30% mit Frauen besetzten Führungspositionen eingeführt haben. Im Rahmen der gesetzlichen Änderungen im Sommer 2015 haben wir das Ziel verlängert und unseren Fokus auf die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführungen gelegt. Ebenfalls im Sommer qualifizierten wir 24 Frauen für die Übernahme nationaler und internationaler Aufsichtsratsmandate mit einem Pilotprogramm. Das Folgeprogramm startete im Herbst 2015 und ist nun auch für Männer geöffnet. Darüber hinaus haben wir im November 2015 die UN "Women's Empowerment Principles" - die von UN Women und UN Global Compact erarbeiteten Grundsätze zur Stärkung von Frauen in Unternehmen - unterzeichnet. Bewährte Maßnahmen wie die Steuerung der Frauenförderung entlang der gesamten Strategie zur Talentgewinnung sowie die gezielte Ansprache von Frauen z. B. mit einem Internet-Auftritt zum Thema mehr Chancen für Frauen, in Anzeigen oder auf Messen, die Frauen als Zielgruppe adressieren, bleiben weiterhin ein unverzichtbares Mittel der Frauenförderung.

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen entwickelt sich seit 2010 insgesamt positiv: Er stieg konzernweit von 19 % im Februar 2010 auf 25,8 % im Dezember 2015. In unseren Aufsichtsräten erhöhten wir den Frauenanteil in Deutschland seit 2010 von 17,7% auf 30,6% im Dezember 2015. Auch bei den Arbeitgebervertretern unserer internationalen Aufsichtsräte stieg der Anteil von 7,4 % im Jahr 2010 auf 25,5 % Ende 2015. Zudem zählen wir zu den wenigen DAX-Konzernen, bei denen schon seit einigen Jahren Frauen im Vorstand arbeiten. In der internationalen Führungsmannschaft unterhalb des Konzernvorstands arbeiten ebenso immer mehr Frauen: Waren es im Februar 2010 noch zwei, wuchs die Zahl im Dezember 2015 auf neun von insgesamt 58 Mitgliedern.

Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Mit vielfältigen Angeboten ermöglichen wir unseren Mitarbeitern, Beruf und Privatleben in allen Lebensphasen noch besser in Einklang zu bringen. 2015 legten wir den Schwerpunkt darauf, das gesamte Angebot intern und extern zu vermarkten. So ist seit 2015 z. B. ein neuer Auftritt im Intranet zu finden. Zudem hatten unsere Mitarbeiter beim "Telekom Kindertag" an unseren Standorten in Bonn, Darmstadt und Dresden die Möglichkeit, ihren Kindern ihren Arbeitsplatz und die Telekom Welt hautnah zu zeigen und sich an Informationsständen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben beraten zu lassen. Im Juli 2015 startete das Pilotprojekt "Familienmanager", mit dem wir unserer Belegschaft vor Ort persönliche Beratungsangebote zu allen Themen rund um das gesunde und ausgewogene Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben anbieten - ergänzt durch eine Familien-Hotline, die Mitarbeiter ebenfalls zu diesen Themen kontaktieren können. Dieses Pilotprojekt ist auf ein Jahr befristet und zunächst auf Bayern begrenzt.

2016 werden wir das gesamte Angebot weiter digitalisieren und vermarkten. Unseren Mitarbeitern werden wir ab 2016 erstmals Lebensarbeitszeitkonten anbieten: Damit haben sie die Möglichkeit, in Zukunft eine temporäre Freistellung von mehr als einem Monat zu finanzieren, z. B. für eine begrenzte Auszeit, für Teilzeitaufstockung oder für einen vorgezogenen Ruhestand; bislang konnten nur leitende Angestellte diese Lebensarbeitszeitkonten nutzen. Mitarbeiter können das Wertguthaben über Bruttogehaltsbestandteile finanzieren oder (begrenzt) Zeitguthaben einbringen. Darüber hinaus unterstützen wir Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen mit einem jährlichen Förderbeitrag.

Mitarbeiterzufriedenheit.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Unser Ansehen als attraktiver Arbeitgeber wächst weiter. Auch intern stellen uns unsere Mitarbeiter gute Zeugnisse aus. Die jüngste - und seit 2005 sechste - Mitarbeiterbefragung für unseren gesamten Konzern (ohne T-Mobile US) wurde 2015 durchgeführt: In 30 Ländern und 22 Sprachen haben wir rund 184 000 Mitarbeiter dazu eingeladen, uns Rückmeldungen zu geben. Weltweit beteiligten sich mehr als 144 000 Beschäftigte, eine Quote von 78 %. Zusätzlich holen wir regelmäßig mit Pulsbefragungen die Rückmeldungen unserer Mitarbeiter ein. Durchgängig hohe Beteiligungsquoten belegen das große Interesse und das wachsende Engagement der Mitarbeiter, unseren Konzern aktiv mitzugestalten. Das bereits hohe Niveau des Engagement-Index stieg 2015 weiter an und liegt nun bei 4,1 - auf einer Skala von 1,0 bis 5,0. Mit der für 2016 geplanten Pulsbefragung erwarten wir, dass die hohe Zustimmung unserer Mitarbeiter zu unserem Unternehmen in der nächsten Mitarbeiterbefragung einen stabilen Verlauf aufweisen wird. Die nächste Mitarbeiterbefragung findet 2017 statt.

Gesundheit.

Ziel unseres Gesundheits-Managements ist, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Beschäftigten zu erhalten. Gesetzliche Vorgaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz stellen für uns dabei nur eine Minimalanforderung dar. Darüber hinaus stärken wir die Eigenverantwortung unserer Beschäftigten im Umgang mit ihrer Gesundheit. Unsere Führungskräfte spielen bei der Förderung einer entsprechenden Unternehmenskultur eine wichtige Rolle.

3. ARBEITEN IM DIGITALEN ZEITALTER

Die digitale Gesellschaft beschleunigt nicht nur die Geschwindigkeit der Transformation, der sich unsere Mitarbeiter und Führungskräfte stellen müssen, sondern sie bietet auch Chancen für eine Humanisierung der Arbeit, für verbesserte Arbeits- und Lernbedingungen und neue technische Möglichkeiten der virtuellen Zusammenarbeit. Die sich aus der Digitalisierung ergebenden Chancen und Herausforderungen sowie Anforderungen an Organisation, Personalarbeit und Mitarbeiter haben wir in der Experten-Studie "Zukunft der Arbeit" veröffentlicht. Unseren eigenen Auftrag definieren wir entlang der nachfolgenden Themen "Menschen", "Orte" und "Technologien" mit entsprechenden Maßnahmen.

Menschen

Die größte Herausforderung und Chance im digitalen Zeitalter ist die wachsende Geschwindigkeit von Transformation und von Flexibilisierung. Das bringt Optionen mit sich, Beruf und Privates besser miteinander zu vereinbaren - schließlich können Mitarbeiter unabhängig vom klassischen Arbeitsort tätig sein. Darauf bereiten wir unsere Mitarbeiter mit moderner Ausstattung sowie gezielten Trainings und Schulungen vor. Konzernweit führen wir die Methode des "Design Thinking" (eine systematische Herangehensweise an komplexe Problemstellungen) ein - angefangen bei den oberen Führungskräften bis hin zu operativen Teams: So wollen wir in dem sich rasant verändernden Umfeld innovative Lösungen für unsere Kunden und schnellere Entwicklungszyklen schaffen.

Orte

Moderne Arbeitswelten zu gestalten wird immer wichtiger. Wir wollen ein kommunikatives und leistungsorientiertes Arbeitsklima, Innovationsvielfalt sowie Agilität fördern. Dazu braucht es neben einem modernen Arbeitsumfeld auch Flexibilität, virtuelle Zusammenarbeit und Führung sowie eine Kultur des Teilens. Um die bereichsübergreifende Zusammenarbeit voranzutreiben, schaffen wir offene Bürowelten und reißen - sprichwörtlich - Wände ein. Dabei führen wir das Teilen sowie die freie Wahl von Arbeitsplätzen ein. Das mobile Arbeiten ist Voraussetzung für eine flexible Arbeitsgestaltung. 2015 lag der Schwerpunkt v. a. bei der Umgestaltung unserer Standorte in Bonn, Frankfurt und Hamburg. Wir wollen den Kulturwandel von der Präsenz- hin zu einer Ergebniskultur weiter vorantreiben und bereits bis Ende 2017 mit dem Konzept ca. 25 000 Mitarbeiter in Deutschland erreichen. Zudem fördern und fordern wir die virtuelle Zusammenarbeit in selbstorganisierten Arbeitsgruppen: Hier entwickeln Mitarbeiter gemeinsam funktions- und hierarchieübergreifend Lösungen und bauen Wissen informell auf. Im Berichtsjahr wurden bereits 40 Arbeitsgruppen gegründet.

Technologien

Unsere HR-Prozesse zu standardisieren ist für uns ein Hauptthema und ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer automatisierten Personalarbeit. Ein wichtiges Element bildet hierbei die konzernweite Implementierung unseres IT-Systems "HR Suite". Dabei werden konzernweite HR-Prozesse u. a. für die Rekrutierung, die Weiterentwicklung und das Leistungs-Management einheitlich auf einer Plattform abgebildet.

Die Förderung der virtuellen Zusammenarbeit ist ein Treiber für Höchstleistung. Eine Grundlage dafür ist unser eigenes soziales Netzwerk, das "Telekom Social Network" (TSN), mit mittlerweile 100 000 Nutzern, welches mit unserem Intranet (technisch) zusammengewachsen ist und die zentrale, dialogbasierte Kommunikationsplattform für alle Mitarbeiter bildet. Den direkten, unmittelbaren Kommunikationskanal zur Vorstandsebene über tsn haben wir zudem weiter ausgebaut: Intranet-Blogs werden als Kommunikationsmittel von unseren Vorständen und vielen Führungskräften genutzt. Darüber hinaus stehen für die bereichs- und länderübergreifende Zusammenarbeit den meisten Mitarbeitern weltweit passende Lösungen zur Verfügung: Video- und Webkonferenzdienste, Live-Übertragungen und Chat/Nachrichtenübermittlungsdienste sowie ein Wissensaustausch über sichere Datenräume.

Für 2016 planen wir zum Thema Digitalisierung eine neue Ausgabe des "Magenta mooc" (Online-Kurse). Die Bedeutung von Digitalisierungstechnologien für Kundenbedürfnisse, daraus abgeleitete Geschäftsmodelle und Produkte sowie die Veränderung der Arbeitswelt hinsichtlich Automatisierung, Virtualisierung und Flexibilisierung werden in diesem digitalen, innovativen Format Mitarbeitern konzernweit vermittelt.

Aufgrund der steigenden Bedeutung der Digitalisierung für Organisation und Mitarbeiter wird das Personalressort 2016 eine neue Einheit schaffen, die die Befähigung von Führungskräften und Mitarbeitern im Umgang mit digital basierter Zusammenarbeit und neuen Arbeitsformen weiter vorantreiben sowie die Einsatzmöglichkeiten digitaler Assistenten und Automatisierungstechnologien in der Arbeitswelt erforschen soll.

4. KOMPETENZ-MANAGEMENT UND QUALIFIZIERUNG FÜR ZUKÜNFTIGE ANFORDERUNGEN

Wir qualifizieren unsere Mitarbeiter, um sie fit zu machen für die digitale Zukunft. Unerlässlich ist dabei neben der Analyse des passenden Bedarfs an Fähigkeiten das richtige Angebot an Qualifizierungsmaßnahmen, denn:

Digital zu arbeiten bedeutet, auch digital zu lernen!

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Dank Internet und digitaler Lernmethoden wie webbasierter Trainings und virtueller Klassenräume ist der Zugang zu Wissen heute unabhängig von Ort und Zeit. Lernen kann intelligent in die Arbeitsabläufe integriert und so noch praxisnäher und effektiver gestaltet werden. Deshalb setzen wir seit vielen Jahren auf digitales Lernen. Mittlerweile werden in unserem Konzern 30% aller formellen Lernstunden digital erbracht, Tendenz steigend. Dabei kombinieren wir bestehende digitale Angebote vom freien Markt mit selbstentwickelten Produkten erfolgreich zu konzernspezifischen Inhalten wie z. B. beim "All IP-Basistraining": einem 90-minütigen webbasierten Training, mit dem sich alle Mitarbeiter fit für die Zukunft unseres Netzes machen können. Bis Jahresende 2015 wurde dieses Training mehr als 3 700 Mal national und international aufgerufen. Ein weiteres Beispiel ist das "MagentaEins" Lernangebot, das mittels Video-Einheiten und spielerischer Lernelemente wie eines digitalen Quiz unsere Mitarbeiter zu Botschaftern für unsere neue Tarifwelt macht. Darüber hinaus forcieren wir digitales Lernen von der Ausbildung über das duale Bachelor-Studium bis hin zum berufsbegleitenden Master.

Vermehrt setzen wir auch auf das informelle (digitale) Lernen: Diesem geben wir einen Schub mit einer neuen Qualifizierung für Mitarbeiter, die die Aufgabe übernehmen, das informelle Lernen in Netzwerken zu stärken. Unser Qualifizierungsangebot stellen wir weiter auf digitale Formate um und fördern informelles Lernen als Alternative zu klassischen Formaten. Nachdem bisher das deutschlandweite Qualifizierungsangebot im Mittelpunkt stand, erweitert sich der Blick 2016 auf die globale Ebene. Außerdem vereinheitlichen wir unsere Trainingskataloge, Prozesse und IT-Systeme.

Weiterbildung mit Fokus auf Digitalisierung.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Inhaltlich lag der Schwerpunkt 2015 auf der Qualifizierung in puncto strategisch relevanter Themen. Insbesondere wurden die Themen IP-Transformation, Massendaten und IT-Sicherheit untersucht, um festzustellen, ob die entsprechenden konzernweiten Qualifizierungsangebote inhaltlich und didaktisch passend sind und in ausreichender Anzahl angeboten werden. Unser Ziel ist es, bei allen wesentlichen Themenbereichen umfassende Angebote anhand einer sog. "Bildungskette" zur Verfügung zu stellen, d. h., unser Portfolio vom Azubi bis zum Profi sinnvoll aufeinander aufzubauen. Entsprechend haben wir im Berichtsjahr folgende Anpassungen vorgenommen: Für das Thema Massendaten haben wir ein Portfolio verschiedener miteinander verknüpfter Bildungsangebote neu entwickelt. Beim Thema IT-Sicherheit bieten wir eine Qualifizierung zu Datenschutz und -sicherheit an. Ein neues E-Training zum Projekt- Management bietet darüber hinaus zusätzlich Möglichkeiten des Kompetenzerwerbs.

Auszeichnungen

Auch 2015 wurde unsere Personalarbeit vielfach ausgezeichnet. Die nachfolgende grafik 42 zeigt eine Auswahl an Auszeichnungen und Preisen:

ENTWICKLUNG DES PERSONALBESTANDS

Der Mitarbeiterbestand des Konzerns sank im Vergleich zum Jahresende 2014 leicht um 1,1 %. Innerhalb unserer Segmente zeichneten sich zum Teil gegenläufige Entwicklungen ab: Im operativen Segment Deutschland sank der Personalbestand im Vergleich zum Jahresende 2014 leicht um 0,2 %, dabei wurde der Aufbau von Personal im Rahmen des Netzausbaus durch den Einsatz von Personalabbauinstrumenten v. a. in den Querschnittsfunktionen kompensiert. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment USA stieg um 11,5% und ist auf die Gewinnung zusätzlicher Kräfte im Einzelhandel und Kunden-Service sowie von Personal im Verwaltungsbereich zur Betreuung der wachsenden Kundenbasis von T-Mobile US zurückzuführen. In unserem operativen Segment Europa reduzierte sich der Mitarbeiterbestand gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 4,5 %. Hauptgründe hierfür waren im Wesentlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in einigen Ländern unseres operativen Segments. In unserem operativen Segment Systemgeschäft sank die Mitarbeiteranzahl um 3,7%, v. a. aufgrund von Personalumbaumaßnahmen im In- und Ausland. Die Mitarbeiterzahl im Segment Group Headquarters & Group Services sank im Vergleich zum Jahresende 2014 um 14,7 %, im Wesentlichen aufgrund des fortgeführten Personalumbaus - inkl. der Vermittlung von Mitarbeitern innerhalb des Konzerns -sowie des Verkaufs der Online-Plattform t-online.de und des Digitalvermarkters InteractiveMedia im November 2015.

MITARBEITERSTATISTIK

T 039 Entwicklung des Personalbestands

scroll
Mitarbeiter im Konzern 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
GESAMT   225 243 227 811 228 596 229 686 235 132
davon: Deutsche Telekom AG   26 205 28 569 29 577 30 637 33 335
davon: Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis)   18 483 19 881 20 523 21 958 23 516
Operatives Segment Deutschland   68 638 68 754 66 725 67 497 69 574
Operatives Segment USA   44 229 39 683 37 071 30 288 32 868
Operatives Segment Europa   49 638 51 982 53 265 57 937 58 794
Operatives Segment Systemgeschäft   45 990 47 762 49 540 52 106 52 170
Group Headquarters & Group Services   16 747 19 631 21 995 21 858 21 726
GEOGRAFISCHE VERTEILUNG            
Deutschland   110 354 114 749 116 643 118 840 121 564
International   114 888 113 061 111 953 110 846 113 568
davon: Übrige EU   60 710 63 032 63 939 63 244 64 257
davon: Europa außerhalb EU   2 945 3 127 3 238 9 422 9 736
davon: Nordamerika   44 803 40 346 37 856 31 037 33 511
davon: Übrige Welt   6 431 6 556 6 920 7 143 6 064
PRODUKTIVITÄTSENTWICKLUNG3            
Konzernumsatz je Mitarbeiter Tsd. € 306 275 262 250 244

a Berechnung auf Basis der Mitarbeiter im Durchschnitt.

T 040 Personalaufwand in Mrd. €

scroll
2015 2014 2013 2012 2011
Personalaufwand im Konzern 15,8 14,7 15,1 14,7 14,8
Sondereinflüssea 1,2 0,9 1,4 1,2 1,2
Personalaufwand im Konzern (bereinigt um Sondereinflüsse) 14,6 13,8 13,7 13,5 13,6
Konzernumsatz 69,2 62,7 60,1 58,2 58,7
BEREINIGTE PERSONALAUFWANDSQUOTE % 21,2 22,0 22,7 23,2 23,1
PERSONALAUFWAND DER DEUTSCHEN TELEKOM AG NACH HGB 2,9 2,8 3,1 3,3 3,4

a Aufwendungen für Personalmaßnahmen.

BESONDERE EREIGNISSE NACH SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES

Verkauf unseres Joint Ventures EE.

Nachdem die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) im Januar 2016 dem Verkauf des Joint Ventures EE an die britische bt ohne Auflagen zugestimmt hatte, haben wir und der französische Telekommunikationsanbieter Orange am 29. Januar 2016 die Transaktion zu einem angepassten Kaufpreis von 13,2 Mrd. GBP vollzogen. Im Gegenzug erhielten wir für unseren Anteil am Joint Venture EE insgesamt 12,0 % der Anteile an der bt sowie eine Barkomponente in Höhe von 25,7 Mio. GBP. Aus der Veräußerung wird sich voraussichtlich ein Ertrag von rund 2,5 Mrd. € ergeben; hiervon werden rund 0,9 Mrd. € aus in Vorjahren ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Effekten resultieren. Weiterhin erhielten die Gesellschafter vom Joint Venture EE am 25. Januar 2016 eine abschließende Dividende von insgesamt 0,3 Mrd. GBP, an der wir mit unserem zu diesem Zeitpunkt bestehenden Kapitalanteil von 50,0% partizipiert haben.

Erwerb von Mobilfunk-Frequenzen in den USA.

Im Januar 2016 erwarb T-Mobile US für rund 0,6 Mrd. US-$ Mobilfunk-Lizenzen, die die Versorgung von nahezu 20 Mio. Einwohnern in sieben großen Ballungszentren ermöglichen. Des Weiteren unterzeichnete T-Mobile US im Januar 2016 Vereinbarungen mit Dritten über den Tausch und den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen, mit denen rund 23 Mio. Menschen in sieben großen Metropolregionen erreicht werden können. Infolgedessen werden im ersten Quartal 2016 zu tauschende Mobilfunk-Lizenzen im Wert von 0,3 Mrd. US-$ in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen reklassifiziert. Vorbehaltlich der Genehmigung der Aufsichtsbehörden und anderer für eine solche Transaktion üblichen Voraussetzungen wird mit dem Mitte 2016 erwarteten Vollzug der Tauschtransaktion voraussichtlich ein zahlungsunwirksamer Ertrag erfasst.

Erwerb von Mobilfunk-Frequenzen in Polen.

Bei der im Oktober 2015 beendeten Frequenzauktion in Polen erreichte T-Mobile Polska die Höchstbieterposition und ersteigerte Frequenzen in Höhe von ca. 0,5 Mrd. €, die Anfang Februar 2016 gezahlt wurden. Weiterhin stehen wir in Verhandlungen mit der polnischen Regulierungsbehörde UKE über die Annahme weiterer Frequenzen in Höhe von rund 0,5 Mrd. €. Diese wurden T-Mobile Polska von UKE angeboten, nachdem der Höchstbieter die Annahme der Frequenzen verweigert hatte. Gemäß den Auktionsregeln wurden T-Mobile Polska daraufhin als zweithöchstem Bieter die Frequenzen zum Kauf angeboten. Am 8. Februar 2016 hat T-Mobile Polska einen Antrag auf Zuteilung dieses Frequenzblocks gestellt.

PROGNOSE1

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNS

Wir bleiben auf erfolgreichem Wachstumskurs und unterstreichen einmal mehr unser Ziel, der führende Telekommunikationsanbieter in Europa zu sein. Bereits jetzt verfügen wir über das beste und modernste integrierte Netz, um auch in Zukunft mit integrierten Produkten die Erwartungen unserer Kunden erfüllen zu können. Diese Positionierung geht einher mit unseren finanziellen Ambitionen bis 2018, die wir auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2015 kommuniziert haben. So streben wir für den Zeitraum zwischen 2014 und 2018 folgende durchschnittliche Wachstumsraten pro Jahr (CAGR) an:

Umsatz: 1 bis 2%

Bereinigtes EBITDA: 2 bis 4%

Free Cashflow: etwa 10%

Auch kurzfristig - in unserer Guidance für 2016 - erwarten wir für unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Zuwächse gegenüber dem Geschäftsjahr 2015; alle Einschätzungen basieren auf der Annahme einer vergleichbaren Konsolidierungsstruktur sowie konstanter Wechselkurse:

Beim Umsatz erwarten wir für 2016 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg.

Das bereinigte EBITDA 2016 wird bei rund 21,2 Mrd. € erwartet - nach 19,9 Mrd. € im Jahr 2015.

Der Free Cashflow soll von 4,5 Mrd. € im Jahr 2015 auf rund 4,9 Mrd. € im Jahr 2016 steigen.

KONJUNKTURERWARTUNGEN

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Konjunkturprognose vom Januar 2016 davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2016 um 3,4% wachsen wird. Für 2017 prognostiziert der IWF ein Plus von 3,6%. Getrieben wird dieses beschleunigte Wachstum gleichermaßen durch die Industrienationen und die Schwellen- und Entwicklungsländer. Für unsere Kernmärkte gehen wir weiterhin von einer stabilen konjunkturellen Entwicklung aus. Die Volkswirtschaften in Deutschland, den USA und den Ländern unseres operativen Segments Europa - mit der Ausnahme Griechenlands - befinden sich in einer andauernden Aufschwungphase. Diese wird in erster Linie durch die positiven Entwicklungen der privaten Konsumausgaben, die niedrigen Öl- und Energiepreise sowie die steigenden Investitionen gestützt. Mit einer Erholung der griechischen Wirtschaft ist voraussichtlich 2017 zu rechnen.

Die positive volkswirtschaftliche Entwicklung führt auch zu einer weiteren moderaten Erholung an den Arbeitsmärkten (siehe Tabelle 041).

T 041 Prognose für die Entwicklung des BIP und der Arbeitslosenquote in unseren Kernmärkten für 2016 und 2017 in %

scroll
BIP 2016 gegenüber 2015 BIP 2017 gegenüber 2016 Arbeitslosenquote 2016 Arbeitslosenquote 2017
Deutschland 1,8 1,6 6,3 6,4
USA 2,4 2,5 4,8 4,7
Griechenland (1,1) 0,5 25,1 25,1
Rumänien 4,0 3,4 4,8 4,7
Ungarn 2,3 2,5 6,5 6,5
Polen 3,5 3,4 9,9 9,6
Tschechische Republik 2,6 2,7 6,2 6,2
Kroatien 1,5 1,8 17,7 17,5
Niederlande 1,9 1,8 8,6 8,5
Slowakei 3,2 3,3 11,3 10,8
Österreich 1,4 1,5 5,5 5,4
Großbritannien 2,3 2,3 5,3 5,1

Quellen: Consensus Economics, Oxford Economics; Stand Januar 2016.

MARKTERWARTUNGEN

DEUTSCHLAND

Für 2016 gehen wir in Deutschland von einem nur noch geringfügig rückläufigen Telekommunikationsmarkt aus; ab 2017 wird ein positives Marktwachstum prognostiziert. EITO (European Information Technology Observatory) erwartet für 2016 einen Marktrückgang von 0,6 %. Dabei kompensiert das Wachstum bei mobilen und stationären Datendiensten fast vollständig die deutlichen Umsatzrückgänge in der klassischen sowie in der mobilen Sprachtelefonie als Folge von Änderungen der EU-Roaming-Regulierung. Für die Positionierung im Wettbewerb spielen innovative integrierte Produkte sowie attraktive Angebote mit Partnern eine immer größere Rolle. Wichtige Differenzierungsmerkmale sind zudem die verfügbaren Bandbreiten im Down- und Upload sowie das in den Tarifen enthaltene Datenvolumen. Auf Ebene der Produkte und Services erwarten wir Wachstum bei den Privatkunden v. a. in Marktsegmenten wie TV und Smart Home sowie bei Geschäfts- und Privatkunden bei Cloud Services und Datensicherheit.

Während die Infrastruktur im Mobilfunk-Markt vergleichbar aufgebaut ist und jetzt auch mit 4G/LTE ein Großteil der Bevölkerung mit mobilem Hochgeschwindigkeits-Internet versorgt werden kann, ist der Markt für Festnetz-Breitband durch eine Vielzahl von Wettbewerbern und unterschiedliche Infrastrukturen gekennzeichnet. Wir gehen davon aus, dass nicht nur die Kabelnetz-Betreiber weiter wachsen werden, sondern auch diejenigen Anbieter, die ihr Netz auf DSL- oder Glasfaser-Basis ausbauen.

Mit Blick auf einen weiter gefassten ICT-Markt, der neben Telekommunikation auch IT-Dienstleistungen mit einbezieht, geht EITO für 2016 sogar von einem leichten Wachstum von etwas über 1 % in Deutschland aus. Verantwortlich dafür ist das Wachstum im IT-Markt von 2,5%, v. a. getrieben durch starkes Wachstum bei Dienstleistungen für Geschäftskunden wie z. B. Outsourcing, Projekte und Beratung sowie im Bereich Software.

USA

Der US-amerikanische Mobilfunk-Markt ist weiterhin von intensivem Wettbewerb zwischen den Mobilfunk-Anbietern gekennzeichnet. Entscheidende Faktoren für den Wettbewerb auf dem US-amerikanischen Mobilfunk-Markt sind u. a. dynamische Preisanpassungen, Marktsättigung im Bereich Sprach-, Service- und Produktangebote, Kundenerlebnis, Netzqualität, Entwicklung und Einsatz von Technologien, Verfügbarkeit von Spektrumlizenzen sowie regulatorische Veränderungen. Besondere Kennzeichen des Postpaid-Mobilfunk-Markts in den USA sind Finanzierungsoptionen für Endgeräte, z. B. bei T-Mobile US die Möglichkeit der Ratenzahlung oder das Mieten von Endgeräten im Rahmen von JUMP! On Demand, sodass die Kunden die Möglichkeit haben, sich nur für einen Mobilfunk-Dienst zu entscheiden, ohne gleichzeitig ein Endgerät erwerben zu müssen. Darüber hinaus sind die Datendienste nach wie vor ein Wachstumstreiber. Für die Jahre 2016 und 2017 ist davon auszugehen, dass trotz der hohen Wettbewerbsintensität der US-amerikanische Mobilfunk-Markt aufgrund der Entwicklung bei den breitbandigen mobilen Datendiensten weiter wachsen wird und die Mobilfunk-Anbieter weiter in die Netze investieren.

EUROPA

In unseren europäischen Märkten wird sich 2016 und 2017 der harte Wettbewerb zwischen Marktteilnehmern aus der klassischen Telekommunikationsbranche, alternativen Breitband-Anbietern wie Kabel- und Glasfasernetz-Betreibern sowie Anbietern von Internet-basierten Diensten wie Kurznachrichten (z. B. WhatsApp) und Internet-TV (z. B. Netflix) fortsetzen.

In Europa hat sich im Berichtsjahr der Trend zu konvergenten Produkten aus Festnetz- und Mobilfunk-Angeboten (FMC) weiter beschleunigt. Wir gehen davon aus, dass zukünftig die meisten Marktteilnehmer ein integriertes Geschäftsmodell anstreben. Damit wird zum einen v. a. bei den nicht integrierten Anbietern der Konsolidierungsdruck im Telekommunikationsmarkt weiter zunehmen und sich zum anderen der bereits hohe Wettbewerbs- und Preisdruck verstärken.

Wir erwarten, dass sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen in den meisten unserer europäischen Märkte weiterhin verbessern werden. Auch im Berichtsjahr wirkten sich fiskalpolitische Eingriffe negativ auf die Telekommunikationsmärkte aus, wie z. B. in Kroatien oder Rumänien. Darüber hinaus rechnen wir damit, dass Entscheidungen nationaler Regulierungsbehörden und der Europäischen Union die Märkte auch zukünftig unter Druck setzen und den Umsatz im Mobilfunk negativ beeinflussen werden, wie z. B. die EU-Roaming-Regulierung. Insgesamt gehen wir in den einzelnen Ländern unseres operativen Segments Europa davon aus, dass die Umsätze im Telekommunikationsmarkt 2016 weniger stark zurückgehen als im Vorjahr und sich voraussichtlich ab

2017 stabilisieren. Gründe dafür sind der im Vergleich zu den Vorjahren geringere Rückgang der Terminierungsentgelte, die wachsende Verbreitung von Smartphones mit mobilem Breitband insbesondere in Osteuropa sowie die wachsende Nachfrage nach Breitband- und Pay-TV-Anschlüssen im Festnetz.

SYSTEMGESCHÄFT

Wir gehen von einer anhaltenden Erholung der Weltwirtschaft aus, sodass sich der Wachstumstrend im ICT-Markt in den kommenden beiden Jahren wieder verstärkt. Die Digitalisierung, der anhaltende Kostendruck und der starke Wettbewerb werden unseres Erwartens nach den ICT-Markt prägen. Die Digitalisierung führt zu einer höheren Nachfrage nach Lösungen aus den Bereichen Cloud Services, Big Data, intelligente Netzdienstleistungen wie Industrie 4.0, Internet der Dinge und M2M sowie Mobilisierung von Geschäftsprozessen.

Wir gehen davon aus, dass sich die ICT-Märkte in unseren beiden Marktsegmenten unterschiedlich entwickeln werden:

Telekommunikation: Eine Reihe von Faktoren führt zu neuen Herausforderungen im hart umkämpften Telekommunikationsmarkt. Der innovative Wandel, die hohe Wettbewerbsintensität, der anhaltende Preisverfall sowie Eingriffe der staatlichen Regulierungsbehörden haben einen stetigen Marktrückgang zur Folge, auch wenn das Geschäft mit mobilen Datendiensten in den nächsten Jahren weiter wachsen wird.

IT-Dienstleistungen: Nach einem deutlichen Wachstum des Markts für IT-Dienstleistungen im Berichtsjahr rechnen wir für die Folgejahre 2016 und 2017 mit einem stabilen Wachstum. Der Markt für Dienstleistungen ist jedoch einem starken Wandel unterworfen. Gründe dafür sind die fortschreitende Standardisierung, die Nachfrage nach intelligenten Dienstleistungen, die Veränderungen im Outsourcing-Geschäft durch Cloud Services und neue Herausforderungen durch Themen wie ICT-Sicherheit, Big Data und die wachsende Mobilität. Das traditionelle ICT-Geschäft wird aufgrund des Preiswettbewerbs nur noch leicht wachsen, während man bei neuen Themen wie Cloud Services, Mobilität und Cyber Security von bis zu zweistelligen Wachstumsraten ausgeht. Wir werden also weiterhin verstärkt in Wachstumsmärkte, wie z. B. Cloud Services, Cyber Security und intelligente Netzlösungen für die Gesundheitsbranche oder die Automobilindustrie, investieren.

ERWARTUNGEN DES KONZERNS

Erwartungen bis 2017 und Ambition bis 2018.

Unser Konzern soll auch in den nächsten Jahren profitabel wachsen. Wir erwarten, dass ab 2017 unsere Umsätze und unser bereinigtes EBITDA in allen operativen Segmenten mindestens stabil bleiben oder sogar steigen. Damit befinden wir uns in einer hervorragenden Ausgangslage, unsere finanziellen Ambitionen bis 2018 - kommuniziert auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2015 - zu erreichen.

Insgesamt erwarten wir für unsere finanziellen Leistungsindikatoren folgende Entwicklungen:

Beim Umsatz erwarten wir für 2016 und 2017 jeweils gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg. Grund dafür ist v. a. unser operatives Segment USA, das mit seinem innovativen Geschäftsmodell überaus erfolgreich auf dem Markt agiert.

Unser bereinigtes EBITDA wird 2016 bei rund 21,2 Mrd. € und 2017 stark steigend gegenüber dem Vorjahr erwartet. Neben der positiven Umsatzentwicklung ist die Umstellung auf das Endgeräte-Mietmodell bei T-Mobile US ein wesentlicher Treiber. Die Aufwendungen für die Endgeräte belasten dabei nicht das bereinigte EBITDA, sondern werden über die Vertragslaufzeit in den Abschreibungen erfasst. Im Zusammenhang mit dem Endgeräte-Mietmodell gehen wir für die Zukunft von einer höheren Volatilität im Hinblick auf die Entwicklung unserer Ergebnisgrößen aus, da diese in zunehmendem Maße von der Kundenentwicklung und von Kundenentscheidungen in den USA abhängig sind.

EBIT und EBITDA werden in den kommenden beiden Jahren gegenüber 2015 bzw. 2016 insgesamt deutlich wachsen. Dies resultiert in erster Linie aus der positiven Entwicklung des bereinigten EBITDA im gleichen Zeitraum und zudem aus einem positiven Sondereinfluss in 2016 infolge des Verkaufs unseres Anteils am britischen Mobilfunk-Joint Venture ee. Durch die Umstellung auf das Endgeräte-Mietmodell bei T-Mobile US erhöhen sich die Abschreibungen infolge der Aktivierung der vermieteten Mobilfunk-Geräte ab 2016 deutlich. Hierdurch reduziert sich im EBIT der positive Effekt, der sich aus der Aufwandsreduktion im EBITDA ergibt.

Die Kapitalrendite (ROCE) wird 2016 leicht und 2017 stark steigend erwartet, sodass wir uns auf einem sehr guten Weg befinden, unsere Ambition zu erreichen, ab 2018 über unserem Kapitalkostensatz (WACC) zu liegen.

Unsere Investitionen - gemessen am Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) - werden 2016 bei rund 11,2 Mrd. € erwartet. Wir werden weiterhin stark in die Modernisierung und den Ausbau unserer Netzinfrastruktur in unseren operativen Segmenten Deutschland, USA und Europa investieren. Für 2017 erwarten wir einen Anstieg der Investitionen gegenüber 2016. Die Mittel für unsere Investitionen generieren wir teilweise durch angestrebte Kosteneffizienzen; Beispiele dafür sind die Umsetzung des Target Costing-Ansatzes sowie die Gründung unserer Deutsche Telekom Services Europe, in der wir verschiedene funktionale Dienste der Deutschen Telekom kosteneffizient zusammenfassen.

Unser Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) wird 2016 bei rund 4,9 Mrd. € erwartet und soll 2017 weiterhin stark steigen. Damit trägt er wesentlich dazu bei, dass unsere relative Verschuldung - gemessen am Verhältnis der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA - in den kommenden zwei Jahren weiterhin innerhalb des angestrebten Korridors von 2 bis 2,5 liegt.

Ende 2015 stuften uns die Rating-Agenturen Standard & Poor's, Fitch und Moody's mit BBB+/BBB+/Baa1 als solides Investment Grade-Unternehmen ein. Der Ausblick der Agenturen war jeweils stabil. Um auch zukünftig einen uneingeschränkten Zugang zu den internationalen Finanzmärkten zu haben, ist der Erhalt eines soliden Investment Grade Ratings innerhalb der Bandbreite von A- bis BBB Kernbestandteil unserer Finanzstrategie.

Mit unserem Daueremissionsprogramm (Debt Issuance-Programm) sind wir jederzeit in der Lage, Emissionen mit einer kurzen Vorlaufzeit an den internationalen Kapitalmärkten zu platzieren. Ergänzend dazu ermöglicht unser Commercial Paper-Programm die Emission von kurzfristigen Papieren im Geldmarkt. Unserer Finanzstrategie folgend, planen wir weiterhin mit einer Liquiditätsreserve, die jederzeit mindestens die Kapitalmarktfälligkeiten der kommenden 24 Monate abdeckt.

2016 werden Rückzahlungen von insgesamt 3,7 Mrd. € in Anleihen und Schuldscheindarlehen fällig. Die Refinanzierung der Fälligkeiten und die Aufrechterhaltung der Liquiditätsreserve erfolgt 2016 plangemäß durch aktives Schulden-Management und/oder durch Neuemissionen von Anleihen. Die Umsetzung möglicher Transaktionen hängt von den Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten ab. Zusätzlich werden wir den Liquiditätsbedarf durch die Emission von Commercial Papers decken.

Zur Vorfinanzierung geplanter Investitionen in Mobilfunk-Lizenzen im Jahresverlauf 2016 emittierte T-Mobile US im Berichtsjahr neue Anleihen im Volumen von 2,0 Mrd. US-$ und finanzierte weitere 2,0 Mrd. US-$ in Form einer Kreditfinanzierung (sog. "Term Loan B"). Zur Finanzierung der Mobilfunk-Lizenzen werden gegebenenfalls weitere Transaktionen im Kapital- und Bankenmarkt im Jahr 2016 durchgeführt.

Auch in Zukunft wollen wir durch Kooperationen oder angemessene Akquisitionen in unseren Märkten Größenvorteile und Synergien nutzen. Nicht geplant sind größere Akquisitionen und die Expansion in aufstrebende Länder (Emerging Markets). Unsere bestehenden Kooperationen und Beteiligungen werden wir mit Blick auf die Unternehmenswertmaximierung kontinuierlich strategisch prüfen.

Die Erwartungen des Konzerns und der operativen Segmente im Einzelnen sind in den nachfolgenden Tabellen 042 und 043 dargestellt und gelten unter der Annahme einer vergleichbaren Konsolidierungsstruktur und konstanter Wechselkurse. Gleiches gilt für die Ambition bis 2018. Eine Verschlechterung der makroökonomischen Lage sowie unvorhergesehene staatliche oder regulatorische Eingriffe können sich auf die Erwartungen auswirken. Alle Trendaussagen beziehen sich auf das jeweilige Vorjahr.

Was die Intensität und die Richtung unserer Prognosen angeht, verweisen wir auf das im Folgenden angewandte Bewertungsraster: starker Rückgang, Rückgang, leichter Rückgang, stabiler Verlauf, leichter Anstieg, Anstieg, starker Anstieg.

T 042 Finanzielle Leistungsindikatoren

scroll
Ergebnisse 2015 Pro-forma 2015a Erwartungen 2016b Erwartungen 2017b Ambition bis 2018b
UMSATZ            
Konzern Mrd. € 69,2 69,0 Anstieg Anstieg CAGR 1-2 %f
Deutschland Mrd. € 22,4 22,4 leichter Rückgang stabiler Verlauf  
USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 32,1 32,1 starker Anstieg starker Anstieg  
Europa Mrd. € 12,7 12,9 Rückgang stabiler Verlauf  
Systemgeschäft Mrd. € 8,6 8,2 stabiler Verlauf Anstieg  
davon: "Market Unit" Mrd. € 7,1 6,7 stabiler Verlauf Anstieg  
BETRIEBSERGEBNIS (EBIT) Mrd. € 7,0 7,0 starker Anstieg starker Anstieg  
EBITDA Mrd. € 18,4 18,4 starker Anstieg starker Anstieg  
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)            
Konzern Mrd. € 19,9 19,9 rund 21,2 starker Anstieg CAGR 2-4 %f
Deutschland Mrd. € 8,8 8,8 rund 8,8 leichter Anstieg  
USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 7,4 7,4 rund 9,1 starker Anstieg  
Europa Mrd. € 4,3 4,3 rund 4,3 stabiler Verlauf  
Systemgeschäft Mrd. € 0,8 0,7 rund 0,8 leichter Anstieg  
ROCE % 4,8   leichter Anstieg starker Anstieg ROCE >WACCg
CASH CAPEXc Mrd. €          
Konzern Mrd. € 10,8 10,8 rund 11,2 Anstieg CAGR 1-2 %f
Deutschland Mrd. € 4,0 4,0 Anstieg starker Anstieg  
USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 4,6 4,6 stabiler Verlauf Anstieg  
Europa Mrd. € 1,6 1,6 starker Anstieg leichter Rückgang  
Systemgeschäft Mrd. € 1,2 1,2 leichter Rückgang leichter Rückgang  
FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG, INVESTITIONEN IN SPEKTRUM) Mrd. € 4,5 4,5 rund 4,9 starker Anstieg CAGR ≈ 10 %f
RATING            
Standard & Poor's, Fitch   BBB+   von A- bis BBB von A- bis BBB von A- bis BBB
Moody's   Baa1   von A3 bis Baa2 von A3 bis Baa2 von A3 bis Baa2
SONSTIGE            
Dividende je Aktied, e 0,55   Dividende folgt Free Cashflow-Wachstum, Minimum 0,50 € Dividende folgt Free Cashflow-Wachstum, Minimum 0,50 € Dividende folgt Free Cashflow-Wachstum, Minimum 0,50 €
EPS (bereinigt um Sondereinflüsse) 0,90   starker Rückgang starker Anstieg ≈ 1
Eigenkapitalquote % 26,5   25 bis 35 25 bis 35 25 bis 35
Relative Verschuldung   2,4 x   2 bis 2,5 x 2 bis 2,5 x 2 bis 2,5 x

a Berücksichtigung wesentlicher Konsolidierungskreisveränderungen bis zum Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
b Auf vergleichbarer Basis.
c Vor etwaigen Investitionen in Spektrum.
d Die angegebene Erwartung zur Dividende je Aktie bezieht sich auf das jeweils genannte Geschäftsjahr.
e Vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und des Vorliegens weiterer gesetzlicher Voraussetzungen.
f Durchschnittliche jährliche Wachstumsraten im Zeitraum zwischen 2014 und 2018.
g Gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz.

In der nachfolgend aufgeführten Tabelle 043 sind wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bis 2017 dargestellt, die ebenfalls unter der Annahme einer vergleichbaren Konsolidierungsstruktur gelten. Eine Verschlechterung der makroökonomischen Lage sowie unvorhergesehene staatliche oder regulatorische Eingriffe können sich auf die Erwartungen auswirken. Alle Trendaussagen beziehen sich auf das jeweilige Vorjahr.

T 043 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

scroll
Ergebnisse 2015 Erwartungen 2016 Erwartungen 2017
KONZERN        
Kundenzufriedenheit (TRI*M-Index)   67,4 leichter Anstieg leichter Anstieg
Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Index)   4,1 stabiler Verlauf stabiler Verlauf
KUNDEN IM FESTNETZ UND MOBILFUNK        
DEUTSCHLAND        
Mobilfunk-Kunden Mio. 40,4 leichter Anstieg starker Anstieg
Festnetz-Anschlüsse Mio. 20,2 leichter Rückgang leichter Rückgang
davon: IP-basiert Retail Mio. 6,9 starker Anstieg starker Anstieg
Breitband-Anschlüsse Mio. 12,6 leichter Anstieg Anstieg
TV (IPTV, Sat) Mio. 2,7 starker Anstieg starker Anstieg
USA        
Eigene Postpaid-Kunden Mio. 31,7 starker Anstieg Anstieg
Eigene Prepaid-Kunden Mio. 17,6 leichter Anstieg leichter Anstieg
EUROPA        
Mobilfunk-Kunden Mio. 52,2 Rückgang stabiler Verlauf
Festnetz-Anschlüsse Mio. 8,7 leichter Rückgang Rückgang
davon: IP-basiert Mio. 4,1 starker Anstieg starker Anstieg
Breitband-Anschlüsse Retail Mio. 5,2 Anstieg Anstieg
TV (IPTV, Sat, Kabel) Mio. 3,9 starker Anstieg starker Anstieg
SYSTEMGESCHÄFT        
Auftragseingang Mio. € 6 005 Anstieg starker Anstieg
ESG KPI        
ESG KPI "CO2-Emissionen" Tsd. t 3 849 leichter Rückgang leichter Rückgang
ESG KPI "Energieverbrauch"a,b MPEI 108 Rückgang Rückgang
ESG KPI "Nachhaltiger Einkauf" % 78 leichter Anstieg leichter Anstieg

a Berechnung unter Berücksichtigung von sachgerechten Schätzungen bzw. Hochrechnungen.
b Der MPEI beschreibt den Stromverbrauch in Tsd. MWh/Umsatz in Mrd. €.

Nähere Erläuterungen zur Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren unserer operativen Segmente finden Sie im Abschnitt "Erwartungen der operativen Segmente" in diesem Kapitel.

2016 und 2017 streben wir für die Entwicklung unserer Kundenbindung/-zufriedenheit - gemessen mit dem Leistungsindikator TRI*M-Index - jeweils eine leichte Steigerung an.

Das bereits hohe Niveau des Engagement-Index stieg 2015 weiter an und liegt nun bei 4,1 - auf einer Skala von 1,0 bis 5,0. Mit der 2016 geplanten Pulsbefragung erwarten wir, dass die hohe Zustimmung unserer Mitarbeiter zu unserem Unternehmen in der nächsten Mitarbeiterbefragung einen stabilen Verlauf aufweisen wird. Die nächste Mitarbeiterbefragung findet 2017 statt.

Detaillierte Informationen zu unseren ESG KPIs sowie zu unseren Erwartungen finden Sie im Kapitel "Corporate Responsibility".

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Im Rahmen unserer Planung haben wir die Wechselkurse wie in Tabelle 044 angenommen.

T 044 Wechselkurse

scroll
Kroatische Kuna HRK 7,61/€
Polnischer Zloty PLN 4,19/€
Tschechische Krone CZK 27,28/€
Ungarischer Forint HUF 310,01/€
US-Dollar USD 1,11/€

Die von uns durchgeführten Modellierungen und Szenarioanalysen möglicher wesentlicher externer Einflussfaktoren werden zusammenfassend in der folgenden Tabelle 045 dargestellt:

T 045 Mögliche Einflussfaktoren auf das Ergebnis

scroll
Prämissen Gegenwärtiger Trend Ergebnisauswirkungen
KONJUNKTUR:    
Konjunktur Europa (inkl. Deutschland) gleichbleibend
Konjunktur USA gleichbleibend
Inflation Europa (inkl. Deutschland) gleichbleibend
Inflation USA gleichbleibend
Wechselkursentwicklung: USD verbessert sich +
Wechselkursentwicklung: europäische Währungen gleichbleibend
REGULIERUNG/STAATLICHE EINGRIFFE:    
Regulierung Mobilfunk Europa (inkl. Deutschland) gleichbleibend
Regulierung Festnetz Europa (inkl. Deutschland) gleichbleibend
Zusatzsteuern (in Europa/USA) gleichbleibend
MARKTENTWICKLUNG:    
Wettbewerbsintensität Telekommunikationssektor Europa (inkl. Deutschland) gleichbleibend
Wettbewerbsintensität Telekommunikationssektor USA gleichbleibend
Preisdruck in Telekommunikationsmärkten gleichbleibend
ICT-Markt gleichbleibend
Datenverkehr verbessert sich +
scroll
+ positiv ○ unverändert - negativ

Erwartungen der Deutschen Telekom AG.

Die Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG als Konzernmuttergesellschaft spiegelt sich insbesondere in den Leistungsbeziehungen zu unseren Tochtergesellschaften und den Ergebnissen aus den inländischen Organschaftsverhältnissen der Töchter sowie sonstigen Beteiligungserträgen wider. Somit prägen v. a. die Chancen und Herausforderungen unserer Töchter und deren operative Ergebnisse die zukünftige Entwicklung der Ergebnisse der Deutschen Telekom AG. Neben den Konzernerwartungen beeinflussen entsprechend die auf den folgenden Seiten beschriebenen Erwartungen der operativen Segmente zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung wie z. B. starker Wettbewerbsdruck, regulatorische Entscheidungen, Markt- und Konjunkturerwartungen, die zukünftige Entwicklung des Jahresüberschusses der Deutschen Telekom AG.

Auf Basis der beschriebenen Erwartungen bei den operativen Segmenten und der sich daraus ergebenden Effekte geht die Deutsche Telekom AG unter Berücksichtigung der vorhandenen Gewinnrücklage und vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen auch für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018 von einer Dividendenausschüttung von mindestens 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie aus. Bei der Bemessung der Dividendenhöhe für die genannten Geschäftsjahre soll auch das relative Wachstum des Free Cashflows berücksichtigt werden.

Mit Blick auf die Dividende für 2015 erwägen wir, unseren Aktionären erneut die Möglichkeit anzubieten, anstelle der Auszahlung in bar die Umwandlung der Dividende in Aktien der Deutschen Telekom AG zu wählen.

ERWARTUNGEN DER OPERATIVEN SEGMENTE

DEUTSCHLAND

Wir arbeiten in unserem operativen Segment Deutschland weiter an unserem umfassenden Transformationsprogramm; dieses Vorhaben hatten wir 2013 begonnen und wollen es Ende 2018 weitgehend abschließen. Unser Ziel: Wir wollen unsere Marktposition als führender integrierter Telekommunikationsanbieter in Deutschland sichern, und zwar durch innovative und wettbewerbsfähige Angebote.

Glasfaserbasierte Produkte sind dabei die Basis, mit der wir die Wünsche unserer Kunden im Festnetz realisieren. Den Weg dafür ebnen wir mit unserer integrierten Netzstrategie: Wir bauen ein IP-basiertes Netz mit hohen Übertragungsbandbreiten, um unseren Kunden zukünftig wettbewerbsfähige Highspeed-Anschlüsse anzubieten, z. B. indem wir unser VDSL-Netz auf die Vectoring-Technologie umstellen. Zusätzlich investieren wir massiv, um höhere Abdeckung und noch mehr Geschwindigkeit auch im ländlichen Raum zu bieten. Dazu setzen wir im Bedarfsfall innovative Produkte ein - wie unseren Hybrid-Router, der die Übertragungsbandbreiten von Festnetz und Mobilfunk kombiniert und damit auch in ländlichen Regionen deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten ermöglicht.

Als erster Anbieter in Deutschland hatten wir 2014 mit "MagentaEins" ein umfassendes und integriertes Festnetz-/Mobilfunk-Angebot (FMC) am Markt eingeführt. Diese Produktfamilie haben wir im Berichtsjahr erweitert, z. B. um ein FMC-Angebot speziell für unsere Geschäftskunden. Besonderes Augenmerk legen wir bei unseren Angeboten auf hohe Qualität und eine einfache Tarifstruktur. Mit unserer Mehrmarkenstrategie im Mobilfunk sprechen wir zudem das gesamte Kundenspektrum an - vom Smart Shopper bis hin zum Premiumkunden.

Wir wollen überproportional am Wachstum im TV-Markt partizipieren. Dafür investieren wir in unsere IPTV-Plattform und gewinnen durch attraktive Inhalte und Services neue Kunden. Im Rahmen unserer Strategie für IPTV bieten wir unseren Wholesale-Partnern sowie der Wohnungswirtschaft passende TV-Angebote an.

Sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz wollen wir in Deutschland Marktführer bleiben. Weil der Bedarf unserer Kunden an Bandbreite stetig wächst, werden wir weiterhin in breitbandige Netze, in innovative Produkte und in den Kunden-Service investieren. Unser Erfolg gibt uns dabei Recht: Im Vergleich zu 2014 wuchsen 2015 unsere Breitband-Umsätze, und auch die Kundenzufriedenheit entwickelt sich erfreulich. Diese beiden positiven Trends wollen wir festigen. Ein Treiber unserer Weiterentwicklung für die kommenden Jahre wird das Thema "Fortschritt durch Digitalisierung" sein. Fragestellungen sind z. B. wie Kundenprozesse digitalisiert werden können, um gegenüber dem Kunden einfacher aufzutreten.

In unserem operativen Segment Deutschland rechnen wir für 2016 damit, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgeht. Wesentliche Ursache hierfür ist, dass bisherige Handelswarengeschäfte zum Teil durch reine Vermittlungsgeschäfte im Rahmen der Distribution ersetzt werden sollen. Zudem wirken sich folgende Effekte auf den Umsatz aus: Der anhaltende Abwärtstrend bei der klassischen Sprachtelefonie wird die Festnetz-Umsätze weiter sinken lassen. Diesen Rückgang werden die gestiegenen Umsätze aus Bündelprodukten sowie aus Breitband nur zum Teil kompensieren können. Weil SMS-Textnachrichten immer mehr durch kostenlose IP-Messaging-Angebote wie WhatsApp ersetzt werden, sinken diese Umsätze auch in Zukunft weiter. Auch die regulatorischen Preissenkungen, wie z. B. 2016 beim Roaming, werden unseren Umsatz im Mobilfunk belasten. Diese negative Entwicklung werden wir jedoch ausgleichen können - durch steigende Service-Umsätze, insbesondere durch den Erfolg unserer "MagentaMobil" Tarife. Wir erwarten zudem Wachstum bei den TV-Umsätzen. Gleichzeitig werden wir unser Glasfaser-Angebot weiter ausbauen, u. a. durch Geschäftsmodelle mit Vorleistungsprodukten wie dem Kontingentmodell und durch weitere Kooperationen, z. B. in der Wohnungswirtschaft. Darüber hinaus werden wir gemeinsam mit Partnern neue Dienste für unsere Kunden bereitstellen.

Ab 2017 wollen wir unsere Umsätze stabilisieren sowie unsere Marktführerschaft im Mobilfunk und Breitband sichern. Dank unserer weiterhin hervorragenden Netzqualität und dem voranschreitenden Glasfaser-Ausbau erwarten wir gegenüber 2016 eine höhere Nachfrage nach Mobilfunk- wie auch Breitband-Produkten. Auch unsere Mehrmarkenstrategie im Mobilfunk-Geschäft soll sich positiv auswirken. Zusätzlich erwarten wir ab 2017 ein Marktwachstum im Geschäftsfeld M2M, an dem wir partizipieren wollen. Daher rechnen wir für 2017 mit einem stärkeren Kundenwachstum durch M2M. Unsere IT-Umsätze aus der "Mittelstandsinitiative" und aus den technischen Service-Leistungen unterstützen diesen Trend. Im Bereich Wholesale werden sich die Umsätze stabilisieren; Grund dafür wird die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell sein.

Für unser operatives Segment Deutschland gehen wir davon aus, dass das bereinigte EBITDA 2016 stabil bleibt und 2017 leicht steigt. Dazu beitragen sollen die beschriebene Entwicklung der Umsätze sowie Einsparungen bei den indirekten Kosten, wie z. B. geringere IT-Aufwendungen, der Abbau von Querschnittsfunktionen sowie ein Anstieg der Produktivität. Für die kommenden beiden Jahre erwarten wir eine leicht steigende bereinigte EBITDA-Marge von rund 40 %.

Wir stellen die Weichen auf Innovation und Wachstum: Während wir die Investitionen in neue Technologien in Zukunft mit noch mehr Kraft vorantreiben, reduzieren wir die Investitionen in Alttechnologien. So investieren wir in den kommenden Jahren weiter verstärkt in unsere Netzinfrastruktur, v. a. in den Vectoring- und Glasfaserkabel-Ausbau sowie in unser Mobilfunknetz. Insbesondere die erhöhten Investitionen in den geförderten Breitband-Ausbau durch die Initiative "Mehr Breitband für Deutschland" führen 2016 zu einem Anstieg und 2017 zu einem starken Anstieg des Cash Capex. In den Folgejahren erwarten wir ein sinkendes Investitionsvolumen, da wir den überwiegenden Teil der Maßnahmen unseres Investitionsprogramms bis 2017 getätigt haben wollen.

USA

Auch 2016 wird T-Mobile US ihr im Rahmen der "Uncarrier"-Initiativen gegebenes Wertversprechen, auf dem US-amerikanischen Markt das werthaltigste Kundenerlebnis zu bieten, weiter einlösen. Einer der Eckpfeiler dieses Wertversprechens ist die Schaffung eines echten Mehrwerts für die Kunden in allen Segmenten - Postpaid sowie Prepaid. Dazu sollen die aus Kundensicht bestehenden Verbesserungspotenziale realisiert sowie qualitativ hochwertige 4G/LTE-Dienste angeboten werden. Letzteres soll durch eine starke Position im mittleren Frequenzband, in wichtigen Ballungszentren ergänzt durch Spektrum im Niedrigband, sowie ein landesweites LTE-Netz der vierten Generation erreicht werden. Darüber hinaus zielen die "Uncarrier"-Initiativen darauf ab, neue Kunden zu gewinnen und diese an die Gesellschaft zu binden. Um das werthaltigste Kundenerlebnis im Mobilfunk zu schaffen, werden den Kunden zu dem von ihnen gewünschten Zeitpunkt genau die Endgeräte angeboten, die sie auch benötigen. Weiterhin sind die zur Verfügung stehenden Tarife einfach, preisgünstig und sehen keine unnötigen Einschränkungen vor.

T-Mobile US geht bei den eigenen Postpaid-Kunden für 2016 von einem starken Zuwachs und für 2017 von einem weiteren Anstieg aus. Auch die Zahl der eigenen Prepaid-Kunden wird 2016 und 2017 voraussichtlich leicht steigen. Wettbewerbsdruck und unvorhergesehene Veränderungen in der Mobilfunk-Branche in den USA könnten sich jedoch erheblich auf die erwarteten Möglichkeiten auswirken, eigene Postpaid- und Prepaid-Kunden zu gewinnen und zu binden.

T-Mobile US geht für 2016 von einem starken Anstieg des Gesamtumsatzes in lokaler Währung aus, der sich auch 2017 voraussichtlich fortsetzen wird. Wir erwarten, dass die Umsätze positiv von der Dynamik des weiteren Kundenzuwachses beeinflusst werden. Dem stehen allerdings zum Teil niedrigere Umsätze mit Endgeräten entgegen, weil sich Kunden für das Mieten eines Endgeräts entscheiden.

T-Mobile US geht zudem von einem starken Anstieg des bereinigten EBITDA - in lokaler Währung - in den Jahren 2016 und 2017 aus. Vor dem Hintergrund des starken Kundenzuwachses im vergangenen Jahr wird das Umsatzwachstum voraussichtlich über dem Anstieg der Aufwendungen liegen. Das bereinigte EBITDA wird ebenfalls positiv von der Tatsache beeinflusst werden, dass die Kunden ein Endgerät mieten, dessen Kosten aktiviert und ohne Auswirkung auf das bereinigte EBITDA abgeschrieben werden. Darüber hinaus setzt T-Mobile US den Schwerpunkt weiter auf Kosteneinsparungen sowie die umfassende Realisierung von Synergien beim Betrieb und Netz durch den Zusammenschluss mit MetroPCS. Allerdings geht T-Mobile US davon aus, dass das bereinigte EBITDA durch anhaltende Investitionen in den Netzausbau und weitere Marketing-Kampagnen zur Stärkung der Marke "T-Mobile US" mit dem Ziel der Kundengewinnung und -bindung belastet wird. Zusätzlich können der anhaltend hohe Wettbewerbsdruck den Umsatz und das bereinigte EBITDA in lokaler Währung sowie Wechselkurseffekte den Umsatz und das bereinigte EBITDA auf Euro-Basis in den Jahren 2016 und 2017 deutlich belasten.

Für 2016 plant T-Mobile US die Teilnahme an einer Versteigerung im Low-Band-Spektrum (Broadband Incentive Auction). Ohne Berücksichtigung von Investitionen in Spektrum geht T-Mobile US im Zuge des Ausbaus des 4G/LTE-Netzes für 2016 von einer stabilen Entwicklung des Cash Capex und für 2017 von einem Anstieg in lokaler Währung aus.

EUROPA

Trotz der anhaltend schwierigen Wettbewerbsbedingungen in den meisten Ländern unseres operativen Segments wollen wir unsere starke Marktstellung verteidigen bzw. ausbauen. Bei unseren integrierten Gesellschaften werden wir je nach Marktposition daran arbeiten, die Marktführerschaft sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk zu halten bzw. unsere starke Stellung im Festnetz zu nutzen, um das Mobilfunk-Geschäft voranzutreiben. Zum 1. Januar 2016 haben wir die operative Steuerung über die Geschäftskunden der T-Systems Ungarn übernommen; dazu wurde der Großkundenbestand vom operativen Segment Systemgeschäft auf das operative Segment Europa übertragen. Dies versetzt uns in die Lage, bei unserer Landesgesellschaft in Ungarn unseren Privat- und Geschäftskunden ein deutlich erweitertes Produkt-Portfolio anzubieten.

Auf dem Weg zum führenden europäischen Telekommunikationsanbieter setzen wir weiter verstärkt auf Technologie-Führerschaft: Mit dem sog. "paneuropäischen All IP-Netzwerk" (Pan-Net) bauen wir ein vereinfachtes und standardisiertes Netzwerk über alle Landesgesellschaften hinweg. Nach der EJR Mazedonien und der Slowakei in 2014 konnten wir im Berichtsjahr die Migration von PSTN-Anschlüssen auf ip in Kroatien und Montenegro erfolgreich abschließen. Ungarn soll 2016 folgen. Bis 2018 wollen wir alle unsere integrierten Landesgesellschaften auf ip umgestellt haben.

Dank dieser Harmonisierung der Netz- und IT-Architekturen wollen wir für unsere Kunden effizient innovative Dienste zentral für alle Länder produzieren. So wollen wir erreichen, mit unseren Produkten und Diensten das beste Kundenerlebnis sowie höchste Effizienz bei der Produktion zu schaffen. Bei den TV-Angeboten konnten wir 2015 unsere Wettbewerbsposition weiter verbessern; zum einen haben wir unsere TV-Plattformen weiterentwickelt und exklusive Übertragungsrechte erneuert bzw. erworben wie z. B. für die UEFA Champions League; zum anderen kooperieren wir mit OTT-TV-Anbietern. Somit entwickelten sich unsere TV- und Entertainment-Angebote zu einem wichtigen Fundament im Privatkundengeschäft, in dem wir auch in den kommenden beiden Jahren in kontinuierliche Verbesserungen unserer Entertainment-Dienste investieren. Dazu gehört einerseits ein Angebot mit einer überzeugenden Auswahl an Film-, Sport- und Fernsehrechten, andererseits ein Service, den unsere Kunden an jedem Ort und auf all ihren Endgeräten in hoher Qualität nutzen können.

Mit unserer integrierten Netzstrategie wollen wir im Festnetz den Glasfaser-Ausbau weiter kräftig vorantreiben; so lag zum 31. Dezember 2015 die Netzabdeckung der Haushalte in unserem operativen Segment Europa bei 19%. Nach wie vor setzen wir in Griechenland auf den Glasfaser-Ausbau bis zu den Kabelverzweigern, was uns im nächsten Schritt die Erweiterung um die Vectoring-Technologie ermöglicht. In den anderen integrierten Gesellschaften investieren wir bereits seit mehreren Jahren in den FTTH-Ausbau und wollen dies in Kombination mit FTTC und Vectoring 2016 fortsetzen. Bis 2018 wollen wir 50 % der Haushalte - in unseren integrierten Landesgesellschaften - mit FTTx mit bis zu 100 MBit/s versorgen.

Dem Wunsch unserer Kunden nach mehr Bandbreite entsprechen wir, indem wir zusätzlich zu den bestehenden Mobilfunk-Frequenzen des Mobilfunk-Standards LTE in Albanien und Polen 2015 neues Spektrum in Auktionen gewinnen konnten, und wollen uns auch in den kommenden Jahren an weiteren Spektrumauktionen beteiligen. Wir konzentrieren unsere Investitionen im Mobilfunk auf zwei Schwerpunkte: den Ausbau der Reichweite sowie die Implementierung von LTE-Advanced-Technologie mit Übertragungsgeschwindigkeiten von über 150 MBit/s. So konnten wir bereits im Berichtsjahr 2015 in unseren Ländern 71 % der Bevölkerung mit LTE versorgen. Bis 2018 wollen wir in weiteren Ländern unseres operativen Segments eine Netzabdeckung zwischen 75 und 95% erreichen.

Breitband-Anschlüsse verschmelzen immer mehr mit unterschiedlichen Anschluss-Technologien. Wir als integrierter Telekommunikationsanbieter treiben die Konvergenz von Festnetz und Mobilfunk voran und bieten in all unseren bereits integrierten Landesgesellschaften FMC-Produkte an. Unsere anderen Landesgesellschaften entwickeln wir nach Möglichkeit hin zu einem integrierten Geschäftsmodell, sodass wir auch dort unseren Kunden FMC-Produkte anbieten können. Im Berichtsjahr haben wir das Konzept unserer Konvergenzmarke "MagentaOne" in fünf Ländern erfolgreich eingeführt und so die Attraktivität unseres Portfolios deutlich gesteigert. Im kommenden Jahr sollen weitere Landesgesellschaften folgen.

Auch im Geschäftskundenbereich können wir mit unseren leistungsstarken ICT-Produkten überzeugen. Dabei werden wir unser Angebot nicht mehr nur an Großkunden richten, sondern auch zunehmend an kleine und mittlere Unternehmen. Gerade für diese Kundengruppe werden wir unser Geschäft mit sicheren Cloud-Lösungen weiter ausbauen. Kern unseres Angebots werden hierbei konvergente Produkte aus Festnetz, Mobilfunk und Cloud-Applikationen sein. Sie werden unter der Marke "MagentaOne Business" eine neue Kategorie von Diensten darstellen, die neuen, zusätzlichen Kundennutzen entlang von Sicherheit und intelligenter Zusammenarbeit generieren. Basierend auf dieser konsequent konvergenten Strategie wurde die GTS Central Europe Gruppe erfolgreich integriert, womit wir v. a. in den Kernmärkten Polen und der Tschechischen Republik in der Lage sind, Geschäftskunden aus einer Hand zu bedienen.

Wir erwarten, in Zukunft für unsere Bündelprodukte in unserem operativen Segment Europa mehr Kunden zu gewinnen. Folglich rechnen wir für die kommenden beiden Jahre mit einem starken Anstieg bei den TV-Anschlüssen sowie einem Anstieg bei den Breitband-Anschlüssen. Bei der Zahl der Mobilfunk-Kunden gehen wir 2016 von einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr aus; Grund dafür ist im Wesentlichen eine seitens der rumänischen Regulierungsbehörde geplante Prepaid-Registrierungsvorschrift in Rumänien. 2017 wird sich die Zahl der Mobilfunk-Kunden stabil entwickeln. Die Sprachtelefonie im Festnetz wird vornehmlich durch die Substitution von Mobilfunk unter Druck gesetzt und wird somit auch in den kommenden beiden Jahren das Festnetz-Geschäft negativ beeinflussen. Wir erwarten daher einen leichten Rückgang bei den Festnetz-Anschlüssen im Jahr 2016 sowie voraussichtlich einen Rückgang für 2017.

Änderungen in der Gesetzgebung, wie für Steuern und Abgaben, sowie staatliche Sparprogramme können unsere Umsätze und Ergebnisse in den kommenden Jahren negativ beeinflussen. Insbesondere in Griechenland könnte sich die fiskalpolitische Entwicklung zusätzlich zur unsicheren makroökonomischen Entwicklung negativ auf das verfügbare Haushaltseinkommen auswirken und unseren Umsatz, unser Ergebnis und damit unser Investitionspotenzial in dieser Landesgesellschaft einschränken. Zusätzlich können auch Wechselkursänderungen Einfluss auf unsere Ergebnisse auf Euro-Basis haben.

Diese Annahmen und Parameter zugrunde gelegt, erwarten wir für unser operatives Segment Europa 2016 - auf vergleichbarer Basis - einen Rückgang bei den Umsätzen - unter der Annahme konstanter Wechselkurse sowie basierend auf Annahmen zur Regulierung, zu neuen Marktteilnehmern, zu Spektrumauktionen und gleicher Organisationsstruktur. Wie oben beschrieben wollen wir unsere Investitionen in unser paneuropäisches All IP-Netzwerk sowie in unsere integrierte Netze verstärken. Infolgedessen wird der Cash Capex 2016 stark ansteigen und 2017 wieder leicht sinken. Wir wollen unsere Produktivität erhöhen sowie die indirekten Kosten senken, um einen Teil dieser Kostenersparnisse in den Netzausbau zu investieren. Daher gehen wir davon aus, dass das bereinigte EBITDA für das Jahr 2016 etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Für 2017 rechnen wir bei den Umsätzen und beim bereinigten EBITDA mit einem stabilen Verlauf.

SYSTEMGESCHÄFT

Im Einklang mit unserer Konzernstrategie wollen wir "führend bei Geschäftskunden" sein. Auf dem Weg zum bevorzugten Anbieter von Telekommunikation und IT-Dienstleistungen hatte T-Systems 2014 ein zweijähriges Transformationsprogramm gestartet. Dabei haben wir den Auf- und Ausbau von Wachstumsthemen vorangetrieben, die Effizienz unseres bestehenden Geschäfts verbessert und einige für uns nicht angemessen profitable Aktivitäten eingestellt oder an Partner übergeben. Im Rahmen unserer Neuausrichtung haben wir unsere operative Organisation in drei Divisionen aufgeteilt: IT-Division, TC-Division (Telecommunication) und Digital Division; auch unseren Personalbestand haben wir angepasst.

Im Berichtsjahr konnten wir deutlich machen, welch wichtige Rolle das Systemgeschäft für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft im Allgemeinen und dadurch für den Konzern im Speziellen spielt. Mit dem Veränderungsprogramm der letzten zwei Jahre haben wir eine Vorwärtsstrategie eingeschlagen. An deren Umsetzung halten wir auch in Zukunft fest.

Wir gehören zur Spitzengruppe des europäischen IT-Markts und wollen bis 2018 bei Cloud Computing die Nr. 1 werden. Trotz des hohen Kostendrucks streben wir auch profitables Wachstum mit klassischen -Dienstleistungen, Systemintegration und Outsourcing an. Erneut ist unsere Kundenzufriedenheit 2015 gestiegen: von 84 auf 90 TRI*M-Indexpunkte. Das ist ein wichtiger Baustein, um uns mit unserem Kerngeschäft dauerhaft auf dem europäischen IT-Markt zu etablieren. Dazu kommt: In immer mehr Geschäftsfeldern differenzieren wir uns erfolgreich von unseren Wettbewerbern. So haben wir bei den Cloud Services durch neue Angebote deutliche Fortschritte gemacht. In unserem Portfolio steigt die Zahl der dynamischen Dienste: So können Kunden Infrastruktur, SAP und vieles mehr nach Bedarf buchen und nach Verbrauch zahlen.

Bei Geschäftskunden wollen wir mit Telekommunikation international wachsen. Auf dem Weg zum führenden Telekommunikationsanbieter in Europa konzentrieren wir uns dabei auf Kunden aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Spanien, Skandinavien, Großbritannien, den Niederlanden und Belgien: In diesen Ländern baut die TC-Division den Vertrieb aus und erweitert unser Angebot um innovative Services wie Managed LAN, Unified Communications und IP-vpn. International überzeugen wollen wir zudem mit einheitlichen Angeboten, neuen Produkten und wettbewerbsfähigen Preisen. Die All IP-Migration und Cloud Services bieten auch im TK-Geschäft dafür beste Chancen.

Wir bauen digitale Ökosysteme und Geschäftsmodelle. Mit Partnern wie Microsoft, Salesforce, Huawei oder Cisco haben wir ein Cloud-Ökosystem (d. h. technisch führende Produkte von weltweit operierenden Marktführern und Spezialanbietern auf unseren Plattformen) geschaffen und uns damit einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet. Das Herzstück dieses Systems bilden hochskalierbare, plattformbasierte und standardisierte Produkte für Geschäftskunden. Unsere Kernkompetenz - IT und Telekommunikation aus einer Hand - spielen wir voll aus, etwa bei Megathemen wie der Einführung der Gesundheitskarte, dem Aufbau von Plattformen für das Internet der Dinge, M2M-Lösungen für die Automobilindustrie oder Produkten für die Analyse großer Datenmengen.

Unser Geschäftsbereich Telekom IT entwickelt als Konzerndienstleister die IT-Landschaft innerhalb unseres Konzerns stetig weiter und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens. Standardisierte und optimierte Systeme und Prozesse tragen zu einem konsequenten Effizienz-Management bei und helfen, die IT-Kosten im Konzern weiter zu senken. Dies spiegelt sich in sinkenden Umsätzen wider.

Telekom Security erfolgreich gestartet.

Im Bereich Cyber Security streben wir die Marktführerschaft an. Dafür bündeln wir unter dem Dach von T-Systems die unterschiedlichen Konzerneinheiten für interne und externe Sicherheit in einem neuen Geschäftsbereich: der Telekom Security. Das Potenzial der mehr als 1 000 Spezialisten auf diesem Gebiet ist enorm. Wir bringen unsere Kompetenz, Erfahrungen und Prozesse mit unserem Produkt-Portfolio und Vertrieb zusammen - und haben so ein für unsere Kunden einzigartiges Angebot.

Insgesamt rechnen wir für das operative Segment Systemgeschäft 2016 mit einem Anstieg im Auftragseingang, einem stabilen Umsatzverlauf sowie mit einem leicht steigenden bereinigten EBITDA, im Wesentlichen bedingt durch eine Steigerung im Geschäftsbereich Market Unit, die den Rückgang im Geschäftsbereich Telekom IT mehr als kompensiert. Für das Jahr 2017 erwarten wir einen starken Anstieg beim Auftragseingang sowie einen steigenden Umsatz auf Segmentebene und im Geschäftsbereich Market Unit sowie einen leichten Anstieg des bereinigten EBITDA. Für den Cash Capex des operativen Segments Systemgeschäft rechnen wir für die kommenden beiden Jahre mit einem leichten Rückgang gegenüber dem jeweiligen Vorjahr.

GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES

Wir werden auch in den kommenden Jahren die fortlaufende Verbesserung von Prozessen und Strukturen in den Group Services im Fokus behalten. Dazu werden wir v. a. Organisationsstrukturen zielgerichtet weiterentwickeln (z. B. durch unser Multi-Shared Service Center "Deutsche Telekom Services Europe") und Kostenstrukturen der Group Services wie auch des Group Headquarters konsequent optimieren. Die daraus erzielten Einsparungen werden zum einen zur Ergebnisverbesserung beitragen, zum anderen dazu, dass wir realisierte Effizienzen in Form von kostengünstigeren Leistungen den Konzernsegmenten anbieten können.

1 Die Prognosen enthalten vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/könnten", "planen", "anstreben", "sollten", "werden", "wollen" und ähnliche Begriffe kennzeichnen vorausschauende Aussagen. Diese vorausschauenden Aussagen enthalten Aussagen zur erwarteten Entwicklung in Bezug auf Umsatzerlöse, EBIT, EBITDA, bereinigtes EBITDA, ROCE, Cash Capex und Free Cashflow. Solche Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Beispiele hierfür sind ein konjunktureller Abschwung in Europa oder Nordamerika, Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, der Ausgang von Streitigkeiten, an denen die Deutsche Telekom beteiligt ist, sowie wettbewerbs- und ordnungspolitische Entwicklungen. Einige Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten, die die Fähigkeit, die Ziele zu erreichen, beeinflussen können, werden im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management" im zusammengefassten Lagebericht, und im "Haftungsausschluss" am Ende des Geschäftsberichts, beschrieben. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir garantieren nicht, dass sich unsere vorausschauenden Aussagen als richtig erweisen. Die hier enthaltenen vorausschauenden Aussagen basieren auf der aktuellen Konzernstruktur, wobei unter Umständen noch zu beschließende Akquisitionen, Veräußerungen, Unternehmenszusammenschlüsse oder Joint Ventures unberücksichtigt bleiben. Diese Aussagen werden im Hinblick auf die Gegebenheiten am Tag der Veröffentlichung dieses Dokuments getroffen. Wir haben - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen -weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren.

RISIKO- UND CHANCEN-MANAGEMENT

Risikofrüherkennungssystem

Chancenidentifikation

EINSCHÄTZUNG DES VORSTANDS ZUR GESAMTRISIKO- UND CHANCENSITUATION

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokategorien bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2015 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Unsere wesentlichen Herausforderungen sind insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen, der intensive Wettbewerb und der starke Preisverfall im Telekommunikationsgeschäft. Aus heutiger Sicht sieht der Vorstand der Deutschen Telekom den Bestand des Konzerns nicht gefährdet. Für die Deutsche Telekom AG und die wesentlichen Konzernunternehmen bestehen weder zum Bilanz-Stichtag noch zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestandsgefährdende Risiken.

Wir sind davon überzeugt, dass wir auch in Zukunft Herausforderungen meistern und Chancen nutzen können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen. Insgesamt streben wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an. Unser Ziel dabei ist es, durch die Analyse neuer Marktchancen den Mehrwert für unser Unternehmen und unsere Aktionäre zu steigern.

RISIKO- UND CHANCEN-MANAGEMENT-SYSTEM

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie sind wir zahlreichen Unsicherheiten und Veränderungen ausgesetzt. Um in diesem nach wie vor volatilen Umfeld erfolgreich zu agieren, müssen wir mögliche Entwicklungen frühzeitig antizipieren und daraus resultierende Risiken systematisch erfassen, bewerten und steuern. Ebenso wichtig ist es, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Ein funktionsfähiges Risiko- und Chancen-Management-System ist daher für uns zentrales Element einer wertorientierten Unternehmensführung.

Das Erfordernis eines Risiko-Management-Systems resultiert nicht nur aus der betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit, sondern auch aus Vorschriften und gesetzlichen Regelungen, insbesondere aus § 91 Abs. 2 Aktiengesetz (AktG). Gemäß § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG überwacht der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risiko-Management-Systems.

Unser konzernweites Risiko- und Chancen-Management-System erfasst alle strategischen, operativen, finanziellen und Reputationsrisiken - sowie die entsprechenden Chancen - unserer vollkonsolidierten Unternehmen. Ziel ist es, diese frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und gemäß dem angestrebten Risikoprofil zu steuern.

Wir orientieren uns an einem etablierten Regelprozess (Grafik 43). Nach der Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt die weiter gehende Analyse bzw. Bewertung. Die Auswirkungen von Risiken und Chancen werden dabei nicht miteinander verrechnet. Im Anschluss wird über die konkrete Handhabung entschieden, z. B. Risikoverminderung oder Chancenergreifung. Der jeweilige Risikoeigner implementiert, überwacht und bewertet die damit verbundenen Maßnahmen. Alle Schritte werden immer wieder durchlaufen und den aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen angepasst.

Unser Risiko- und Chancen-Management-System orientiert sich an dem weltweit gültigen Risiko-Management-Standard der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Die Norm ISO 31 000 "Risk management -Principles and guidelines" gilt als Leitfaden für ein international anerkanntes Risiko-Management-System.

Unsere interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit unseres Risiko-Management-Systems. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gemäß § 317 Abs. 4 HGB, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, unternehmensgefährdende Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Unser System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem und steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

Darüber hinaus gibt unser Konzern-Controlling eine Reihe von konzernweiten Leitfäden bzw. Verfahren vor: für die Planung/Budgetierung, die betriebswirtschaftliche Steuerung und das Reporting von Investitionen und Projekten. Diese Leitfäden bzw. Verfahren gewährleisten die erforderliche Transparenz im Investitionsprozess und die Durchgängigkeit von Investitionsplanungen und -entscheidungen in unserem Konzern und in unseren operativen Segmenten. Außerdem dienen sie der Entscheidungsunterstützung von Vorstand und dem Vorstandsausschuss "Assets". Im Rahmen dieses Prozesses werden strategische Risiken und Chancen auch systematisch identifiziert.

ORGANISATION DES RISIKO-MANAGEMENTS

Unser Bereich Group Risk Management & Insurance verfügt über die zentrale Methoden- und Systemverantwortung für das konzernweit standardisierte, eigenständige Risiko-Management-System und das dazugehörige Berichtswesen. Unsere operativen Segmente Deutschland, USA, Europa und Systemgeschäft sind über ihr Risiko-Management an das zentrale Risiko-Management angebunden. In den operativen Segmenten und den Zentralbereichen sind die jeweiligen Risikoverantwortlichen dafür verantwortlich, die Risiken zu handhaben und zu vermindern.

RISIKOIDENTIFIKATION UND -REPORTING

Jedes operative Segment erstellt jedes Quartal nach den Vorgaben des zentralen Risiko-Managements und gemäß seinen spezifischen Wesentlichkeitsgrenzen einen Risikobericht. Darin werden Risiken unter Berücksichtigung ihrer Ausmaße im Hinblick auf ihre Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie ihre Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, Handlungsbedarfe identifiziert und Maßnahmen aufgezeigt bzw. initiiert. Mit in die Betrachtung fließen zudem qualitative Faktoren ein, die für unsere strategische Positionierung und Reputation bedeutend werden könnten und die das Gesamtrisiko mit determinieren. Für die Beurteilung der Risiken haben wir einen Zeitraum von zwei Jahren zugrunde gelegt. Dieser Zeitraum entspricht auch unserem Prognosezeitraum.

Der Konzern-Risikobericht, in dem die wesentlichen Risiken dargestellt sind, wird auf Basis dieser Informationen für den Vorstand erstellt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen mit diesem Bericht. Treten - neben dem turnusmäßigen Reporting der wesentlichen Risiken - unerwartete Risiken auf, so werden diese unmittelbar gemeldet.

Neben dem quartalsweisen Risikobericht nutzen wir zur Risikobeobachtung und -analyse zusätzliche Instrumente, in denen wir eine Vielzahl von Frühwarn- und Konjunkturindikatoren erfassen, z. B. zu makroökonomischen, politischen und gesetzlichen Entwicklungen in unseren Märkten.

CHANCENIDENTIFIKATION DURCH DEN JÄHRLICHEN PLANUNGSPROZESS

Neben einem systematischen Management von Risiken gilt es, den Unternehmenserfolg langfristig durch ein ganzheitliches Chancen-Management zu sichern. Darum spielt es in unserem jährlichen Planungsprozess eine wichtige Rolle, Chancen zu identifizieren sowie diese strategisch und finanziell zu bewerten.

Das kurzfristige Ergebnis-Monitoring und der mittelfristige Planungsprozess helfen unseren operativen Segmenten und unserer Konzernzentrale dabei, ganzjährig die Chancen in unserem Geschäft zu erkennen und zu nutzen. Während das kurzfristige Ergebnis-Monitoring auf Chancen abzielt, die v. a. das laufende Geschäftsjahr betreffen, stehen im mittelfristigen Planungsprozess Chancen im Fokus, die für unseren Konzern strategisch wichtig sind. Wir unterscheiden zwei Arten von Chancen:

Chancen, die von außen gegeben sind und Ursachen haben, die wir nicht beeinflussen können, z. B. die Rücknahme einer Zusatzsteuer in Europa.

Chancen, die von uns geschaffen werden, z. B. durch organisatorische Fokussierung auf Innovations- sowie Wachstumsfelder und -produkte oder durch Partnerschaften und Kooperationen, von denen wir uns Synergien erwarten.

Kontinuierlich haben wir unseren Planungsprozess effizienter gestaltet, um mehr Freiräume zu schaffen. So versetzen wir unsere Organisation in die Lage, Chancen zu erkennen, zu nutzen und neues Geschäft zu generieren. Die Vorplanungen unserer operativen Segmente münden in eine konzentrierte Planungsphase. In dieser Phase diskutieren Vorstände, Business Leader, leitende Angestellte und Experten aus allen Geschäftsbereichen täglich intensiv über die strategische und finanzielle Ausrichtung unseres Konzerns und unserer operativen Segmente. Schließlich fügen sie all dies zu einem Gesamtbild zusammen. Wichtig ist dabei, Chancen aus Innovation zu identifizieren sowie diese strategisch und finanziell zu bewerten. Mögliche Ergebnisse dieser täglichen "Denkrunden" sind: Chancen verwerfen, sie zur Überarbeitung in die jeweiligen Arbeitsgruppen zurückgeben oder Chancen annehmen und in die Organisation überführen.

RISIKOBEWERTUNG UND RISIKOBEGRENZUNG

BEWERTUNGSMETHODIK

Für die Bewertung der Risiken werden die Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Risikoausmaß" herangezogen. Dabei gelten folgende Beurteilungsmaßstäbe:

T 046

scroll
Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
< 5 % sehr gering
> 5 bis 25 % gering
> 25 bis 50 % mittel
> 50 % hoch
scroll
Risikoausmaß Beschreibung
gering Begrenzte negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, < 100 Mio. € EBITDA-Einzelrisiko
mittel Einige negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, > 100 Mio. € EBITDA-Einzelrisiko
hoch Beträchtliche Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, > 250 Mio. € EBITDA-Einzelrisiko, betrifft ggf. mehr als eine Konzerneinheit
sehr hoch Schädigende negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, > 500 Mio. € EBITDA-Einzelrisiko, betrifft ggf. mehr als eine Konzerneinheit

Durch die Einschätzung nach den Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Risikoausmaß" kategorisieren wir die Risiken gemäß der unten aufgezeigten grafik 45 in "geringe", "mittlere" und "hohe" Risiken.

Wir berichten alle als "hoch" und "mittel" klassifizierten Risiken. Ausnahmen sind im Einzelfall möglich; so berichten wir aufgrund der Berichtsstetigkeit auch Risiken aus Vorjahren, die wir für den oben genannten Betrachtungszeitraum momentan als "gering" einstufen.

Dabei ist zu beachten: Risiken mit einem aktuell niedrig eingeschätzten Ausmaß können in Zukunft ein höheres Ausmaß erlangen als Risiken mit einem aktuell höher eingeschätzten Ausmaß. Grund dafür können Unsicherheitsfaktoren sein, die wir heute nicht einschätzen können und die außerhalb unseres Einflusses liegen. Heute nicht einschätzbare Unsicherheitsfaktoren können zudem zur Folge haben, dass Risiken, die uns gegenwärtig noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir aktuell als unwesentlich erachten, unsere Geschäftsaktivitäten zukünftig beeinflussen.

MASSNAHMEN ZUR RISIKOBEGRENZUNG

Risiko-Management und -versicherung.

Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, deckt ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm von uns versicherbare Risiken ab. Dabei fungiert die DeTeAssekuranz GmbH - eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Telekom AG - als Versicherungsmakler für unseren Bereich Group Risk Management & Insurance und unterstützt das Versicherungsrisiko-Management: Die Gesellschaft entwickelt und implementiert Lösungen für die betrieblichen Risiken unseres Konzerns mittels Versicherungs- und versicherungsähnlichen Instrumenten und platziert diese in den nationalen und internationalen Versicherungsmärkten.

Der Abschluss von Versicherungen ist eine wesentliche Option für unseren externen Risikotransfer. Voraussetzung für die Deckung von Risiken in unseren Konzernversicherungsprogrammen ist, dass ein Risikotransfer aus Bilanzschutzgründen des Konzerns erforderlich ist, d. h., dass das mögliche Risikoausmaß eine "konzernrelevante" Größe erreicht, oder dass eine Risikobündelung und -steuerung auf Konzernebene notwendig ist, um das Konzerninteresse zu wahren (opportune Gründe/Kostenoptimierung/Risikoreduzierung).

Business Continuity Management (BCM).

Als Teil des operativen RisikoManagements ist das BCM ein Unterstützungsprozess, der Geschäftsprozesse vor den Auswirkungen schädigender Ereignisse und Unterbrechungen schützt; durch stetige Analyse, Bewertung und Handhabe relevanter Risiken für Menschen, Technik, Infrastruktur sowie Liefer- und Leistungsbeziehungen und Informationen stellt er die Kontinuität der Geschäftsprozesse sicher. Ziel ist es, potenzielle Bedrohungen zu erkennen und Auswirkungen und Dauer einer Unterbrechung der kritischen Geschäftsprozesse auf ein akzeptables Mindestmaß zu reduzieren, indem eine entsprechende Widerstandsfähigkeit der Organisation mit der Fähigkeit zu einer wirksamen Antwort auf Bedrohungen gewährleistet wird.

Hierzu identifiziert das BCM kritische und schutzwürdige Geschäftsprozesse einschließlich unterstützender Prozesse, Prozess-Schritte und Vermögenswerte (Menschen, Technik, Infrastruktur sowie Liefer- und Leistungsbeziehungen und Informationen). Zudem definiert es entsprechende Schutzmaßnahmen. Insbesondere untersucht das Sicherheits-Management in Abstimmung mit den jeweiligen Fachseiten und Prozessverantwortlichen die möglichen Folgen äußerer und innerer Bedrohungen mit einem ursächlichen Sicherheitsbezug, wie z. B. Naturkatastrophen, Vandalismus, Sabotage. Sind Schadensausmaße und Schadenseintrittswahrscheinlichkeit bewertet, können vorbeugende Maßnahmen implementiert und Notfallpläne entwickelt werden.

Die Risikoverantwortlichen leiten weitere Maßnahmen zur Risikobegrenzung ein und setzen diese um. Je nach Risikoart stehen dazu eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung. Im Folgenden beschreiben wir exemplarisch einige dieser Maßnahmen:

Marktrisiken begegnen wir mit einem umfassenden Vertriebs-Controlling und einem intensiven Kunden-Management.

Zins- und Währungsrisiken steuern wir mithilfe unseres systematischen Risiko-Managements und sichern sie durch den Einsatz derivativer und originärer Finanzinstrumente ab.

Operativen Risiken wirken wir mit vielen Maßnahmen entgegen: So verbessern wir unsere Netze durch stetige betriebliche und infrastrukturelle Maßnahmen. Unser Qualitäts-Management, die dazugehörigen Kontrollen und die Qualitätssicherung entwickeln wir fortlaufend weiter. Für unsere Mitarbeiter führen wir systematische Schulungs-, Weiterbildungs- und Qualifikationsprogramme durch.

Risiken aus dem politischen und regulatorischen Umfeld begegnen wir durch einen intensiven und konstruktiven Dialog mit Behörden und Politik.

Risiken in Verbindung mit Rechtsverfahren versuchen wir durch eine geeignete Verfahrensbetreuung und entsprechende Vertragsgestaltungen im Vorfeld zu minimieren.

Der Bereich Konzern-Steuern identifiziert frühzeitig evtl. steuerliche Risiken und erfasst, bewertet und überwacht diese systematisch. Gegebenenfalls veranlasst er Maßnahmen zur Minimierung steuerlicher Risiken und stimmt sie mit den betroffenen Konzerngesellschaften ab. Ferner erstellt und kommuniziert der Bereich Richtlinien über die Beseitigung oder Vermeidung steuerlicher Risiken.

RISIKEN UND CHANCEN

Im Folgenden stellen wir alle für den Konzern identifizierten wesentlichen Risiken und Chancen dar, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und/oder die Reputation der Deutschen Telekom und über die Ergebnisse der Tochtergesellschaften die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom AG beeinflussen könnten. Dabei beschreiben wir die Risiken überwiegend vor den ergriffenen Maßnahmen zur Risikobegrenzung (Bruttobetrachtung). Sind Nettorisiken identifiziert, sind diese als solche gekennzeichnet. Lassen sich Risiken und Chancen eindeutig einem operativen Segment zuordnen, ist dies nachfolgend dargestellt.

Um die Verständlichkeit zu fördern und die Auswirkungen der Risiken besser zu erläutern, haben wir die einzelbewerteten Risiken den folgenden Kategorien zugeordnet:

T 047 Unternehmensrisiken

scroll
Eintrittswahrscheinlichkeit Risikoausmaß Risikobedeutung Veränderung gegenüber Vorjahr
BRANCHE, WETTBEWERB UND STRATEGIE        
Konjunkturelle Risiken Deutschland gering gering gering
Konjunkturelle Risiken USA gering mittel gering
Konjunkturelle Risiken Europa gering mittel gering
Risiken aus Markt und Umfeld Deutschland mittel gering gering
Risiken aus Markt und Umfeld USA mittel hoch mittel
Risiken aus Markt und Umfeld Europa mittel mittel mittel
Risiken aus Innovationen (Substitution) mittel mittel mittel
Risiken aus strategischer Transformation und Integration mittel mittel mittel
REGULIERUNG        
OPERATIVE RISIKEN        
Personal Deutschland und Systemgeschäft mittel gering gering
Risiken aus IT-/NT-Netzbetrieb Deutschland sehr gering sehr hoch mittel
Risiken aus IT-/NT-Netzbetrieb USA sehr gering sehr hoch mittel
Risiken aus IT-/NT-Netzbetrieb Europa sehr gering hoch gering
Risiken aus bestehender IT-Architektur USA mittel mittel mittel
Zukunftsfähigkeit der IT-Architektur USA mittel hoch mittel
Einkauf gering gering gering
Datenschutz und Datensicherheit mittel mittel mittel
MARKE, KOMMUNIKATION UND REPUTATION        
Marke und Reputation (mediale Berichterstattung) gering gering gering
Nachhaltigkeitsrisiken sehr gering gering gering
Gesundheit und Umwelt gering mittel gering
RECHTS- UND KARTELLVERFAHREN        
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN        
Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiken gering gering gering
Steuerrisiken        
Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken        
scroll
↗ verbessert → unverändert ↘ verschlechtert

RISIKEN UND CHANCEN AUS BRANCHE, WETTBEWERB UND STRATEGIE

Risiken und Chancen aus dem konjunkturellen Umfeld.

Die konjunkturelle Entwicklung und die Aussichten für die meisten unserer Märkte sind positiv. Die europäischen Volkswirtschaften profitieren vom starken Konsum, von niedrigen Öl- und Energiepreisen, einer expansiven Geldpolitik und vorteilhaften Euro-Wechselkursen. Für die USA erwarten wir in den nächsten Jahren ein stabiles Wirtschaftswachstum. Jedoch haben die volkswirtschaftlichen und politischen Entwicklungen gezeigt, dass die Unwägbarkeiten zugenommen haben, was die Lage der Weltkonjunktur und auch die unserer Länder angeht. Geopolitische Krisen, die z. B. Folge erhöhter Terrorgefahr oder großer Flüchtlingsströme sind, können die Volkswirtschaften unserer Länder negativ beeinflussen. Darüber hinaus kann eine anhaltende Konjunkturschwäche v. a. in den Schwellenländern den Welthandel und die Märkte unserer operativen Segmente belasten. Hauptsächlich für unsere europäischen Länder ist das größte volkswirtschaftliche Risiko nach wie vor eine erneute Verschärfung der Staatsschuldenkrise mit potenziellen Auswirkungen auf Banken und Finanzmärkte - in einem einzelnen Land oder in einer ganzen Region. Die politische Lage in Griechenland im Jahr 2015 hat sich nach den Neuwahlen und der Einigung über das ESM-Stabilitätshilfeprogramm grundsätzlich stabilisiert. Es bleiben jedoch Risikofaktoren, wie z. B. die knappe parlamentarische Mehrheit der Regierungskoalition und ein möglicherweise zunehmender Widerstand der Bevölkerung gegen die Sparmaßnahmen, z. B. die Rentenreform. Insofern kann eine neuerliche krisenhafte Entwicklung in der politischen Situation nicht völlig ausgeschlossen werden.

Die Risiken der Konjunkturentwicklung könnten sich in einigen unserer Länder unterschiedlich bemerkbar machen: Bei einer erneuten starken Eintrübung der Wirtschaft und ansteigender Unsicherheit könnten sich Privat- und Geschäftskunden beim Konsum zurückhalten. Daneben könnten auch staatliche Sparmaßnahmen negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Telekommunikationsdienstleistungen haben - als Folge einer reduzierten Staatsnachfrage oder eines verringerten verfügbaren Einkommens im Privatsektor. Durch staatliche Konsolidierungsanstrengungen droht für unser operatives Geschäft zudem das Risiko unange-kündigter und weiterer Steuererhöhungen bzw. Sondersteuern, speziell in unseren süd- und osteuropäischen Märkten. Ferner resultieren aus den Risiken der Staatsschuldenkrise weiterhin volatile Wechselkurse.

Eine weitere Verbesserung der konjunkturellen Lage in unseren Ländern, v. a. in den USA und unserem operativen Segment Europa - bzw. eine dauerhafte Stabilisierung der politischen Situation und schnellere Erholung der wirtschaftlichen Lage in Griechenland als angenommen -, kann zu einer weiteren Belebung des privaten Konsums sowie der unternehmerischen und staatlichen Investitionstätigkeit führen. Infolgedessen könnte auch die Nachfrage der Privat- und Geschäftskunden sowie der öffentlichen Hand nach Telekommunikations- und IT-Dienstleistungen moderat steigen.

Risiken aus Markt und Umfeld.

Zu den wesentlichen Marktrisiken, denen wir ausgesetzt sind, zählen die stetig sinkenden Preisniveaus bei Sprach- und Datendiensten im Festnetz und im Mobilfunk. Die Ursachen dafür sind neben regulierungsbedingten Preissenkungen in erster Linie der harte Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche, die Kannibalisierungseffekte durch neue Produkte und Dienstleistungen und der technologische Fortschritt. Weil Konsolidierungen und Partnerschaften in einigen Märkten Marktstabilisierungen zur Folge hatten, schwächten sich die Auswirkungen dieser Risiken gegenüber dem Vorjahr ab und können in der Zukunft weiter positiv wirken.

Mit anhaltendem Wettbewerbsdruck ist insbesondere im Festnetz-Bereich in Deutschland und Europa zu rechnen. Im Breitband-Markt beobachten wir, dass v. a. in Deutschland die Marktanteile der regionalen Netzbetreiber steigen und diese ihre Marktabdeckung durch eigenen Infrastrukturausbau erhöhen. Unsere Wettbewerber verlängern in bestimmten Regionen ihr eigenes Glasfasernetz bis in die Haushalte, um sich auch dort von unserem Netz unabhängig zu machen. Ein weiteres Wettbewerbsrisiko liegt darin, dass wir verstärkt auch Konkurrenten gegenüberstehen, die nicht zur Telekommunikationsbranche im engeren Sinne zählen, aber vermehrt in die klassischen Telekommunikationsmärkte eindringen: Dies gilt v. a. für große Unternehmen aus den Branchen Internet und Unterhaltungselektronik. Für uns besteht daher das Risiko, dass Marktanteile und Margen weiter sinken und wir zunehmend den direkten Kundenkontakt verlieren.

Einen weiteren Preisrückgang erwarten wir auch in der mobilen Sprachtelefonie und bei mobilen Datendiensten. Dies könnte sich negativ auf unsere Mobilfunk-Umsätze auswirken. Hauptgründe für den Preisrückgang sind u. a. preisaggressive Anbieter (MVNOS), die in Deutschland und in anderen europäischen Märkten expandieren. Reine e-sim Smartphone-Angebote könnten die Preise in der mobilen Sprachtelefonie und bei mobilen Datendiensten noch weiter sinken lassen. Unsere Landesgesellschaften in Europa agieren weiterhin in einem hart umkämpften Wettbewerb. Auch wenn von Partnerschaften und Konsolidierungen, wie z. B. in Österreich, Stabilisierungsimpulse ausgehen, bleibt die hohe Wettbewerbsintensität bestehen; Ursache dafür sind neue Marktteilnehmer durch Frequenzauktionen und Wholesale-Abkommen, speziell im Mobilfunk. Zudem besteht nach wie vor das Risiko von unvorhergesehenen und preisaggressiven Maßnahmen kleinerer Wettbewerber.

Unsere relative Marktposition in den USA ist mit besonderen Risiken verbunden, insbesondere im Hinblick auf unsere Marktanteile, Markenpositionierung, Netzqualität und Netzabdeckung, u. a. auch bei Roaming-Abkommen. Als Folge von Joint Ventures, Fusionen, Akquisitionen und strategischen Zusammenschlüssen in der US-Mobilfunk-Industrie erwarten wir einen noch stärkeren Wettbewerb im US-amerikanischen Markt. Wegen ihrer Marktstellung und ihrer Marktanteile können unsere drei stärksten Wettbewerber (Verizon Wireless, AT&T, Sprint) schneller und effektiver auf Marktchancen reagieren sowie mehr in die Kundengewinnung investieren. T-Mobile US benötigt in Zukunft zusätzliche Frequenzen, um dem steigenden Kapazitätsbedarf Rechnung zu tragen. Risiken im Falle des Nichterwerbs von Frequenzen beinhalten in erster Linie Qualitätsverschlechterungen von Diensten aufgrund gesättigter Frequenzkapazitäten. 2016 will T-Mobile US weiteres Spektrum erlangen, um das Portfolio zusätzlich zu verstärken. Zudem verfolgt T-Mobile US auch die Möglichkeit, Frequenzen von anderen Anbietern zu erwerben bzw. gemeinsame Nutzungsvereinbarungen mit anderen Betreibern abzuschließen.

Die bessere Marktsituation von T-Mobile US könnte sich positiv auf die Umsätze auswirken; gefördert werden könnte dies durch weitere Tarifinnovationen. Zusätzliches proaktives Vorantreiben der Transformation und Investitionen in Front Line-Systeme können in den kommenden Jahren Betriebskosten einsparen. Der weitere Roll-out des Low-Band-Spektrums kann die Netzabdeckung und damit die Kundenbindung verbessern.

Unser operatives Segment Systemgeschäft steht ebenfalls vor Herausforderungen. Schließlich prägen beständig starker Wettbewerb, anhaltender Preisrückgang, lange Verkaufszyklen und Zurückhaltung bei der Vergabe von Projekten den Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie. Dies führt zu einem potenziellen Risiko von Umsatzrückgängen und Margenverfall bei T-Systems.

Chancen aus dem Markt und Umfeld.

Der Telekommunikations- und IT-Markt ist ein sehr dynamischer, hart umkämpfter Markt. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen unser Handeln und wirken sich auf unsere Unternehmenskennzahlen aus. Grundsätzlich gehen wir von den Entwicklungen aus, wie wir sie im Abschnitt "Markterwartungen" beschrieben haben.

→ Siehe Kapitel "Prognose".

Nachfolgend führen wir Chancen auf, von denen wir uns überdurchschnittliches Marktwachstum versprechen und die für uns eine wesentliche Bedeutung hinsichtlich unserer zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Die Konsolidierung auf dem deutschen Telekommunikations- und IT-Markt setzt sich fort. Wir erhoffen uns dadurch - und auch durch weniger Preisaggressivität bei den Kabelnetz-Betreibern und Resellern - eine positive Entwicklung der Preise, die nicht mehr so stark sinken werden.

Im Oktober 2015 entschieden das EU-Parlament und der Europäische Rat, ab dem 15. Juni 2017 die Roaming-Aufschläge in der EU komplett abzuschaffen, sofern sie nicht doch im Rahmen einer noch zu spezifizierenden sog. "Fair Use Policy" möglich sind.

→ Weitergehende Erläuterungen hierzu finden Sie im Abschnitt "Risiken und Chancen aus Regulierung".

Risiken aus Innovationen.

Die Innovationszyklen werden immer kürzer. Dies stellt den Telekommunikationssektor vor die Herausforderung, neue Produkte und Dienstleistungen in immer kürzeren Zeitabständen hervorbringen zu müssen. Neue Technologien verdrängen bestehende Technologien, Produkte oder Services teilweise, manchmal sogar vollständig. Dies kann sowohl im Sprach- als auch im Datenverkehr zu geringeren Preisen und Umsätzen führen. Diese Substitutionsrisiken könnten unseren Umsatz und unser Ergebnis beeinflussen, v. a. in unseren operativen Segmenten Europa und USA. Dem Ausmaß der Substitutionsrisiken begegnen wir u. a. mit Bündeltarifen: Neu- und Bestandskunden bieten wir eine integrierte Lösung aus unserem Produkt-Portfolio an.

Risiken aus strategischer Transformation und Integration.

Wir befinden uns in einem stetigen Prozess mit strategischen Anpassungen und Kostensenkungsinitiativen. Können wir diese Vorhaben nicht wie geplant umsetzen, sind wir Risiken ausgesetzt. So könnte der Nutzen der Maßnahmen geringer sein als ursprünglich abgeschätzt oder die Maßnahme sich später auswirken als angenommen oder ihre Wirkung könnte ganz ausbleiben. Jeder dieser Faktoren - allein oder in Kombination mit anderen - könnte sich negativ auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

RISIKEN UND CHANCEN AUS REGULIERUNG

Im Folgenden beschreiben wir unsere wesentlichen regulatorischen Risiken und Chancen, die aus heutiger Sicht unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und unsere Reputation beeinflussen könnten.

Nach wie vor unterliegen unsere deutschen und internationalen Gesellschaften der sektorspezifischen Marktregulierung: Die nationalen Regulierungsbehörden haben umfassende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung - mit erheblichen Auswirkungen auf unser operatives Geschäft. Diese regulatorischen Eingriffe sind für uns nur bedingt vorherzusehen und können den bestehenden Preis- und Wettbewerbsdruck zusätzlich erhöhen.

Es ist zu befürchten, dass die Regulierung in Deutschland und in anderen europäischen Ländern die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Festnetz und im Mobilfunk mittel- bis langfristig weiterhin negativ beeinflusst.

Frequenzvergabe.

Im Hinblick auf Risiken und Chancen bei der Frequenzregulierung ist v. a. auf die Spektrumvergabe-Prozesse hinzuweisen, die derzeit in einigen Ländern in Vorbereitung sind bzw. sich in Planung befinden. Bei den Vergaben geht es hauptsächlich um die Auktion von Frequenzen in den Bereichen 0,8 GHz, 1,8 GHz und 2,6 GHz. Risiken könnten dadurch erwachsen, dass folgende Sachverhalte die Erreichung unseres angestrebten Spektrumerwerbs gefährden könnten: unpassende Auktionsregeln und Frequenznutzungsauflagen, überzogene Startpreisforderungen sowie unverhältnismäßig hohe jährliche Frequenzgebühren. Als Chance sehen wir in erster Linie die Möglichkeit, dass sich die Mobilfunk-Betreiber über die Frequenzvergaben mit ausreichendem und bezüglich ihrer Lage optimalem Spektrum ausstatten können. Somit wären wir gerüstet für weiteres Wachstum und Innovationen.

→ Zu den Verwaltungsgerichtsverfahren siehe Abschnitt "Rechtsverfahren".

Derzeit werden in Albanien, Griechenland, der Tschechischen Republik und der Slowakei Vergaben vorbereitet, die voraussichtlich im ersten Halbjahr 2016 durchgeführt werden. Daneben werden nach jetziger Einschätzung mittelfristig Frequenzvergaben in Großbritannien, Montenegro, Ungarn und in den USA stattfinden.

Verbraucherschutz.

Die BNetzA hatte im Februar 2014 einen Verordnungsentwurf vorgestellt, der im Schwerpunkt auf mehr Transparenz und höhere Kostenkontrolle bei Telekommunikationsdiensten abzielt. Die umfangreichen Vorgaben sollen Verbrauchern und anderen Endnutzern z. B. auf Verlangen erlauben, ihre Internet-Geschwindigkeiten im Mobilfunk und Festnetz zu überprüfen. Bis heute bedeuten diese Neuregelungen für die Telekom Deutschland erheblichen Anpassungsaufwand. Zu einem Großteil greift der Verordnungsentwurf die Neuregelungen zum Telecom Single Market auf, die Ende November 2015 mit Umsetzungsfrist Ende April 2016 in Kraft getreten sind. Da der Verordnungsentwurf der BNetzA nach Abstimmung mit den zu beteiligenden Ministerien voraussichtlich noch im ersten Quartal 2016 verabschiedet werden wird, hat die BNetzA bereits begonnen, ein Mess-System zur bundesweiten Darstellung der erreichten Anschlussbandbreite zu entwickeln. Die Verordnung tritt nach einer sechsmonatigen Umsetzungsfrist in Kraft. Für einzelne Regeln ist eine verlängerte Umsetzungsfrist von zwölf Monaten vorgesehen.

Rückwirkende Neubescheidung von Entgeltgenehmigungen.

In Deutschland ergeben sich neben den bereits beschriebenen allgemeinen regulatorischen Risiken Unsicherheiten auch dadurch, dass Verwaltungsgerichte Entgeltentscheidungen der Regulierungsbehörde aufheben können.

→ Zu laufenden oder im Berichtsjahr abgeschlossenen Frequenzvergaben verweisen wir auf das Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld".

In diesen Fällen hat die Regulierungsbehörde dann für die Vergangenheit neu über die Entgelte zu entscheiden. Grundsätzlich ist hierbei völlig offen, ob und in welcher Höhe und in welche Richtung sich Entgelte ändern. 2015 hat die Deutsche Telekom mit den größten Klägern bezüglich der TAL-Überlassungsentgelte Vergleichsvereinbarungen geschlossen, in denen die ursprünglich genehmigten Entgelte vereinbart wurden und sich die Vertragspartner verpflichtet haben, anhängige Klagen zurücknehmen. Auf dieser Basis haben wir am 23. September und am 30. November 2015 entsprechende Entgeltanträge bei der BNetzA gestellt. Diese wurden am 5. November 2015 und am 1. Februar 2016 genehmigt. Wie vereinbart haben zudem einige Kläger im Dezember 2015 erste Klagen zurückgenommen. Im Berichtsjahr hat die Telekom Deutschland GmbH bei offenen Verwaltungs- und Gerichtsverfahren auch Vergleiche mit Klägern bezüglich Mobilfunk und mit einem Kläger bezüglich Festnetz-Terminierungsentgelten erzielt. Durch diese Vergleichsvereinbarungen konnten wir Risiken und Chancen aus den Neubescheidungsverfahren deutlich reduzieren.

Auf EU-Ebene wird der relevante Regulierungsrahmen maßgeblich bestimmt von Verordnungen, die direkt von den Mitgliedsländern anzuwenden sind, von Richtlinien, die von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umzusetzen sind, und von Empfehlungen der EU-Kommission, die zwar nicht unmittelbar bindend sind, aber von den nationalen Regulierungsbehörden berücksichtigt werden müssen. Die Weiterentwicklung des europäischen Rechtsrahmens in Form neuer EU-Verordnungen oder -Richtlinien bietet Chancen auf größere Rechtssicherheit; es erwachsen aber auch Risiken zusätzlicher regulatorischer Restriktionen.

Im Rahmen einer Strategie für den Digitalen Binnenmarkt hat die Europäische Kommission Anfang Mai 2015 ihre kommenden Initiativen im Bereich der europäischen Regulierung angekündigt. Darunter fällt u. a. eine vollständige Überarbeitung des geltenden EU-Rechtsrahmens für Telekommunikation, die im Herbst 2015 mit einer öffentlichen Konsultation eingeleitet wurde. Der Prozess umfasst eine Überprüfung der derzeitigen ex ante-Regulierung für den Netzzugang, eine Reform der Diensteregulierung, die u. a. eine stärkere Gleichbehandlung von Telekommunikationsdiensten und Internet-basierten (Kommunikations-) Diensten zum Ziel hat, sowie eine erneute Initiative für einen stärker harmonisierten Rahmen bei der Spektrumvergabe für den Mobilfunk. Darüber hinaus hat die Kommission eine Überprüfung der Rolle der Internet-Plattformen in der digitalen Wirtschaft mit Blick auf mögliche gesetzgeberische Maßnahmen angekündigt, die mit einer Konsultation im Herbst 2015 begonnen hat. Die Initiativen bieten in ihrer Gesamtheit die Chance, ausgeglichenere Wettbewerbsbedingungen zwischen Telekommunikations- und Internet-Firmen zu erreichen. Die Überarbeitung dieses Rechtsrahmens bietet zudem die Chance, die Intensität der ex ante-Regulierung für den Netzzugang zu verringern. Zugleich ergeben sich Risiken für zusätzliche Verpflichtungen, etwa im Bereich Kundenschutz oder Universaldienst. Die konkret aus diesen Initiativen erwachsenden Chancen und Risiken lassen sich derzeit jedoch noch nicht abschließend abschätzen.

Am 27. Oktober 2015 verabschiedeten EU-Parlament und Europäischer Rat die EU-Verordnung zum Telekommunikationsbinnenmarkt, die Regelungen zu Netzneutralität, International Roaming und Informationspflichten beinhaltet.

Netzneutralität. Die Telekommunikationsbinnenmarkt-Verordnung ermöglicht die Erbringung von sog. "Spezialdiensten" mit gesicherter Qualität sowie Internet-Zugangsdiensten auf einem gemeinsamen IP-Netz. Die Zulässigkeit von Spezialdiensten ist allerdings daran geknüpft, dass eine gesicherte Qualität für die Erbringung des Dienstes notwendig ist. Eine grundsätzliche Gleichbehandlung sämtlichen Datenverkehrs wird als Grundsatz verankert, wobei Ausnahmen zur Verkehrssteuerung in begrenzten Fällen zulässig sind, etwa zur Sicherstellung objektiv unterschiedlicher technischer Anforderungen von unterschiedlichen Dienstekategorien und zur Verhinderung drohender Überlastungen im Netz. Zero Rating, also die Nichtanrechnung bestimmter Verkehrsmengen im Rahmen von Volumentarifen, bleibt zulässig; entsprechende Angebote unterliegen einer Kontrolle der BNetzA. In der Verordnung sind weitreichende Überwachungs- und Eingriffsbefugnisse der Regulierungsbehörden sowie Bußgeldvorschriften enthalten.

International Roaming. Bezüglich International Roaming sieht die Telekommunikationsbinnenmarkt-Verordnung vor, dass eine erste Absenkung der Roaming-Tarife zum 30. April 2016 erfolgt, und zwar auf das Niveau nationaler Tarife zuzüglich eines in der Höhe stark limitierten Aufschlags. Ab dem 15. Juni 2017 werden Aufschläge für Roaming-Leistungen innerhalb der EU komplett wegfallen (sog. "Roam like at Home"), sofern sie nicht im Rahmen einer noch zu spezifizierenden sog. "Fair Use Policy" möglich sind. Die Einführung von "Roam like at Home" wird zu entsprechenden Umsatzverlusten sowie zu einem erheblichen Implementierungsaufwand führen. Die Europäische Kommission hat am 26. November 2015 eine Konsultation über weitere Maßnahmen zur Abschaffung von Roaming-Aufschlägen begonnen. Überprüft wird darin auch die zukünftige Regulierung der sog. "Inter-Operator Tariffs" (iOTs), die Netzbetreiber für die Nutzung ihres Netzes von Besuchern von deren jeweiligen Netzbetreibern erheben. Ebenso wird untersucht, ob und in welchem Umfang Netzbetreiber Kunden, die Roaming weit überdurchschnittlich nutzen, auch nach dem 15. Juni 2017 noch Roaming-Aufschläge in Rechnung stellen können. Eine pauschale Absenkung der regulierten IOTs würde für uns und unsere internationalen Beteiligungen zu Arbitragerisiken, d. h. Risiken aus dem Missbrauch des internationalen Roaming-Mechanismus zur Umgehung nationaler Konditionen, führen.

Informationspflichten. Die Verordnung sieht Informationspflichten in Hinblick auf Netzneutralität sowie Internet-Geschwindigkeiten vor. Diese Informationen, die in den Vertrag mit dem jeweiligen Kunden aufgenommen und veröffentlicht werden müssen, umfassen z. B. die Auswirkung von Spezialdiensten auf die Leistung des Internet-Anschlusses, die Geschwindigkeit, die die meiste Zeit am Kundenanschluss erreichbar ist, sowie die beworbene Bandbreite. Weichen die vertraglich angegebenen technischen Parameter von denen am Kundenanschluss ab, folgen rechtliche Konsequenzen -abhängig von den nationalen Bestimmungen. Zu überprüfen sind die Geschwindigkeiten mit von der Regulierungsbehörde zertifizierten Mess-Systemen.

OPERATIVE RISIKEN UND CHANCEN

Personal.

Auch 2015 konnten wir den personellen Umbau in unserem Konzern sozialverträglich gestalten und umsetzen: im Wesentlichen über Abfindungen, Altersteilzeit, Vorruhestand und die von Vivento/ Telekom Placement Services angebotenen Beschäftigungsperspektiven für Beamte und Angestellte, insbesondere im öffentlichen Sektor. Der Personalumbau wird auch im kommenden Geschäftsjahr fortgesetzt. Falls sich die Maßnahmen nicht oder nicht wie geplant realisieren lassen (z. B. durch geringeres Interesse bei den Abfindungen), könnte sich dies negativ auf unsere Finanzziele auswirken. Um dem Risiko entgegenzuwirken, dass durch die Abbauinstrumente Leistungsträger den Konzern verlassen, bedienen wir uns des Mitigationsinstruments der beiderseitigen Freiwilligkeit in jedem individuellen Einzelfall.

Auch durch das Rückkehrrecht von Beamten zur Deutschen Telekom entstehen Risiken: Werden Konzerneinheiten, in denen Beamte beschäftigt sind, veräußert, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass diese weiterhin bei der veräußerten Konzerneinheit arbeiten. Dem muss der Beamte selbst zustimmen bzw. den Antrag dazu stellen. Allerdings besteht das Risiko, dass Beamte, z. B. nach dem Ende der Beurlaubung, von einer veräußerten Einheit zu uns zurückkehren, ohne dass ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten für die Beamten bestehen. Ein solches Rückkehrrecht besteht derzeit für rund 2 138 Beamte (Stand: 31. Dezember 2015). Unter der Annahme, dass im Berichtsjahr all diese Beamten zu uns zurückgekehrt wären, würde das unmittelbare maximale Risiko rund 0,13 Mrd. € pro Jahr betragen. Die Ermittlung des maximalen Risikos beruht auf einem Durchschnittskostensatz je Beamten und der Annahme, dass kein adäquater produktiver Einsatz mehr möglich ist (Worst Case-Szenario). Dieses Risiko ließe sich etwa durch Kompensationszahlungen reduzieren, aber nicht vollständig vermeiden.

→ Über wesentliche Rechtsverfahren im Zusammenhang mit Personal informieren wir Sie im Abschnitt "Rechtsverfahren".

Risiken aus IT-/NT-Netzbetrieb.

Wir verfügen über immer leistungsfähigere Informations-/Netztechnik-(IT-/NT-)Infrastruktur, die wir beständig ausbauen und modernisieren, um das beste Kundenerlebnis sicherzustellen und unsere Technologie-Führerschaft zu festigen. Ausfälle der aktuellen und der zukünftigen technischen Infrastruktur können nicht vollständig ausgeschlossen werden und könnten im Einzelfall einen Umsatzausfall oder Kostensteigerungen nach sich ziehen; schließlich bilden unsere IT-/NT-Ressourcen und -Strukturen die wesentliche organisatorische und technische Plattform für unsere Geschäftstätigkeit.

Es können Risiken entstehen, die alle IT-/NT-Systeme und -Produkte mit Internet-Anbindung betreffen. So könnten Störungen zwischen neu entwickelten und bereits bestehenden IT-/NT-Systemen zu Unterbrechungen bei Geschäftsprozessen, Produkten und Services führen, wie z. B. bei Smartphones und Entertain. Um Ausfallrisiken, z. B. ausgelöst durch

Naturkatastrophen oder Feuer, zu vermeiden, setzen wir technische Frühwarnsysteme und Dopplungen von IT-/NT-Systemen ein. Das Computer Emergency Response Team (CERT) von T-Systems befasst sich mit der Sicherheit der Server unserer Großkunden. Beim Cloud Computing lagern alle Daten und Anwendungen in Rechenzentren. Unsere Rechenzentren sind sicherheitszertifiziert und erfüllen die strengen rechtlichen Datenschutzbestimmungen sowie EU-Regularien. So sind alle Daten von Unternehmen und Privatpersonen vor fremdem Zugriff geschützt. Ständige Pflege und automatische Updates halten die Sicherheitsvorkehrungen stets auf dem aktuellsten Stand. Auf Basis eines konzernweit standardisierten Business Continuity Managements setzen wir zudem organisatorische und technische Maßnahmen ein, um Schäden zu verhindern bzw. deren Auswirkungen zu mindern. Versicherbare Risiken decken wir darüber hinaus im Rahmen unseres Versicherungsprogramms ab.

Risiken aus bestehender IT-Architektur USA.

T-Mobile US ist in Bezug auf die IT-Architektur Risiken ausgesetzt: Systeme für Vertrieb und Service haben an Leistungsfähigkeit verloren, infolgedessen kam es zu Unterbrechung oder Ausfällen. Solange die IT modernisiert wird, muss T-Mobile US weiterhin mit Einschränkungen im Verkauf und im Service rechnen.

Zukunftsfähigkeit der IT-Architektur USA.

Sollte T-Mobile US nicht rechtzeitig in der Lage sein, die Vorteile der technologischen Entwicklung zu nutzen, ist eine rückläufige Nachfrage nach unseren Dienstleistungen zu befürchten. Systemausfälle, Sicherheits- oder Datenschutzverletzungen, Betriebsstörungen sowie die unberechtigte Nutzung oder Beeinträchtigungen unseres Netzes und anderer Systeme könnten unseren Ruf und unsere finanzielle Lage nachteilig beeinflussen. T-Mobile US hat 2014 mit der Einführung eines neuen Billing-Systems begonnen, dessen erfolgreiche Umsetzung die Transformation maßgeblich unterstützen soll. Die Integration des neuen Billing-Systems ist mit operativen Risiken behaftet und befindet sich derzeit in Umsetzung. Darüber hinaus musste T-Mobile US 2015 IT-Maßnahmen ergreifen, um weiter so schnell am Markt agieren zu können und dabei die Einhaltung anerkannter Standards im Berechtigungs-Management und Zugriffsschutz sicherzustellen.

Chancen aus der IT-Architektur USA.

T-Mobile US tätigt beträchtliche Investitionen in die IT-Infrastruktur mit dem Ziel, die Kunden-Service-Systeme zu optimieren. Verbessern sich dadurch die Prozesse deutlich, besteht die Chance, dass wir mehr Kosten sparen als bisher angenommen.

Einkauf.

Als Dienstleister sowie Betreiber und Anbieter von Telekommunikations- und IT-Produkten arbeiten wir mit unterschiedlichen Lieferanten für technische Komponenten zusammen. Zu diesen Komponenten zählen u. a. Soft- und Hardware, Übertragungs-, Vermittlungs- und Linientechnik sowie Endgeräte.

Lieferrisiken lassen sich nicht grundsätzlich ausschließen. So können Lieferengpässe, Preiserhöhungen, veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder Produktstrategien der Lieferanten sich negativ auf unsere Geschäftsprozesse und unser Ergebnis auswirken. Aus Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern bzw. dem Ausfall von einzelnen Lieferanten können Risiken erwachsen. Diesen begegnen wir mit organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Maßnahmen. Gemeinsam mit Einkauf, Controlling und Technik haben wir das Programm "Ideengarten" ins Leben gerufen: Damit wollen wir bei unseren technischen Investitionen noch effizienter werden und Kosten sparen. In verschiedenen Projekten des Programms haben wir daher eine Vielzahl an crossfunktionalen und teils disruptiven Maßnahmen entwickelt. Die ersten Ergebnisse dieser Projekte stimmen uns zuversichtlich, dass wir durch den "Ideengarten" unseren Cash Capex weiter verbessern können.

Datenschutz und Datensicherheit.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Nach über drei Jahren Verhandlungen haben sich die EU-Institutionen auf ein neues Gesetz zur Regelung des Datenschutzes geeinigt: Die sog. "Europäische Datenschutzgrundverordnung" wird in weiten Teilen das bestehende nationale Recht ersetzen und somit einen einheitlichen Standard in Europa schaffen. Wir begrüßen, dass der lange Verhandlungsprozess zu einem positiven Abschluss gekommen ist. Die Datenschutzgrundverordnung ist ein wichtiger Schritt hin zu einem echten europäischen Binnenmarkt, in dem für alle Teilnehmer die gleichen Regeln gelten. Die verabschiedeten Regeln sichern ein hohes Datenschutzniveau in Europa und ermöglichen gleichzeitig neue digitale Geschäftsmodelle. Unsere Grundforderungen sind also erfüllt worden. Das neue Datenschutzrecht schließt zudem eine große Lücke in der Regulierung im Bezug auf Dienstleister außerhalb der EU. Die Auswirkungen der neuen "Europäischen Datenschutzgrundverordnung" insbesondere auf die Wettbewerbssituation mit nicht europäischen Marktteilnehmern (z. B. Google, Facebook oder Apple) bleiben abzuwarten. Es wurden jedoch auch Chancen verpasst: Trotz des Anspruchs, ein einheitliches Recht in ganz Europa zu schaffen, wurde den Mitgliedsstaaten in einigen wichtigen Bereichen wieder die Möglichkeit eingeräumt, nationale Sonderlösungen zu erlassen, so z. B. beim Profiling und bei der Einsetzung eines Datenschutzbeauftragten. Bedauerlich ist, dass Daten von Telekommunikationsanbietern bis zur Überarbeitung der E-Privacy-Richtlinie nach wie vor einer gesonderten, schärferen Regelung unterliegen. Damit bleibt der Wettbewerbsnachteil für Telekommunikationsanbieter in Europa in Teilbereichen vorerst bestehen. Mit der Verabschiedung des Gesetzes beginnt eine zweijährige Übergangsfrist, in der die betroffenen Unternehmen Zeit haben, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Die höheren Datenschutzanforderungen werden für uns nicht viel ändern, da z. B. neue Verfahren wie das Privacy Impact Assessment zur Bewertung von Risiken bei Datenschutzverstößen bei uns längst gelebte Praxis sind.

Unsere Produkte und Dienstleistungen unterliegen Risiken in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit, v. a. in Verbindung mit dem Zugriff auf Kunden-, Partner- oder Mitarbeiterdaten durch Unbefugte. Die Sicherheit und der Schutz dieser Daten haben für uns weiterhin die höchste Priorität. Dies gilt auch für das wachsende Cloud Computing-Geschäft: Es unterliegt den gleichen strengen Auflagen für Sicherheit und Schutz von Informationen wie jedes andere unserer Produkte. Um diese hohen Standards zu halten und Risiken weitgehend auszuschließen, begrüßen wir die "Europäische Datenschutzgrundverordnung", mit der die Grundlage dafür geschaffen ist, dass für alle Unternehmen, die ihre Dienste am europäischen Markt anbieten, die gleichen Regeln gelten. So haben Verbraucher innerhalb Europas ein einheitliches Recht, und es werden einheitliche Wettbewerbsverhältnisse geschaffen. Bei der IT-Sicherheit stehen wir vor vielen neuen Herausforderungen. Dabei hat sich in den vergangenen Jahren der Fokus verschoben - weg von der Prävention, hin zur Analyse. Hier setzt unser Frühwarnsystem an: Es erkennt neue Quellen und Formen von Cyber-Angriffen, analysiert das Verhalten der Angreifer unter strenger Wahrung des Datenschutzes und identifiziert so neue Trends im Sicherheitsbereich. Neben den sog. "Honey-pot-Systemen", die Schwächen in IT-Systemen simulieren, umfasst unser Frühwarnsystem Melde- und Analyse-Tools für Spam-Mails, Viren und Trojaner. Die Informationen, die wir aus all diesen Systemen gewinnen, tauschen wir mit öffentlichen und privaten Stellen aus, um neue Angriffsmuster zu erkennen und neue Schutzsysteme entwickeln zu können.

Cyber-Kriminalität und Industriespionage nehmen zu. Diesen Risiken begegnen wir mit umfangreichen Sicherheitskonzepten. Um mehr Transparenz zu schaffen und so den Bedrohungen besser entgegenwirken zu können, setzen wir verstärkt auf Partnerschaften, z. B. mit öffentlichen und privaten Organisationen. Mit dem "Security by Design"-Prinzip haben wir Sicherheit als festen Bestandteil in unseren Entwicklungsprozess für neue Produkte und Informationssysteme etabliert. Zusätzlich führen wir intensive und obligatorische digitale Sicherheitstests durch.

Die Deutsche Telekom plant, durch IT-Sicherheitslösungen ihr Wachstum zu beschleunigen. Zu diesem Zweck hat sie sämtliche Sicherheitsabteilungen unter dem Dach der T-Systems zusammengefasst. Mithilfe dieses Ende-zu-Ende-Sicherheitsportfolios will sich die Deutsche Telekom neue Marktanteile sichern und die derzeitigen Megatrends wie Internet der Dinge und Industrie 4.0 voranbringen, die neue Sicherheitskonzepte benötigen. Des Weiteren plant der Konzern einen deutlichen Ausbau seines Partner-Ökosystems im Bereich der IT-Sicherheit.

→ Auf unseren Internet-Seiten www.telekom.com/datenschutz und www.telekom.com/sicherheit berichten wir fortlaufend über aktuelle Entwicklungen in diesen Bereichen.

RISIKEN UND CHANCEN AUS MARKE, KOMMUNIKATION UND REPUTATION

Negative mediale Berichterstattung.

Eine unvorhersehbare negative mediale Berichterstattung über unsere Produkte und Dienstleistungen oder unsere unternehmerische Tätigkeit und Verantwortung kann einen großen Einfluss auf die Reputation unseres Unternehmens und unser Marken-Image haben. Durch soziale Netzwerke kann es zu einer noch schnelleren und weiteren Verbreitung solcher Informationen und Meinungen kommen, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Letztlich kann sich eine negative Berichterstattung auf unseren Umsatz und unseren Markenwert auswirken. Um dies zu vermeiden, sind wir in einem ständigen intensiven und konstruktiven Dialog v. a. mit unseren Kunden, den Medien und der Finanzwelt. Höchste Priorität hat für uns, die Interessen aller Stakeholder möglichst ausgewogen zu berücksichtigen und somit unserem Ruf gerecht zu werden, ein verlässlicher Partner zu sein.

Nachhaltigkeitsrisiken.

→ Siehe Kapitel "Prognose".

Zu einem umfassenden Risiko- und Chancen-Management gehört für uns auch, Chancen und Risiken zu berücksichtigen, die aus ökologischen oder sozialen Aspekten resultieren bzw. aus der Führung unseres Unternehmens. Dazu binden wir alle relevanten Stakeholder aktiv und systematisch in den Prozess der Ermittlung aktueller und potenzieller Risiken und Chancen ein. Zudem engagieren wir uns in verschiedenen Arbeitsgruppen und Gremien. Das kontinuierliche Monitoring von ökologischen, sozialen und von Governance-Themen geht einher mit der systematischen Ermittlung der Positionen unser Stakeholder zu diesen Themen. Wichtige Tools dabei sind: unsere ganzjährige offene Online-Befragung für alle Stakeholder,

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

unser zweimonatlicher NGO-Report, der die Presseveröffentlichungen der für uns relevanten NGOs systematisch auswertet, unsere Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Gremien zahlreicher nationaler und internationaler Unternehmens- und Sozialverbände, wie z. B. GeSI, BITKOM, Econsense und BAGSO, von uns organisierte Stakeholder-Dialogformate wie z. B. das CR-Forum und Dialogtage zu Nachhaltigkeit im Einkauf, sowie unsere verschiedenen Publikationen, wie Pressespiegel und Newsletter.

Folgende Themen haben wir als die wesentlichen unseres Nachhaltigkeits-Managements identifiziert:

Reputation. Der Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen birgt für unsere Reputation sowohl Risiken als auch Chancen. Eine hohe Service-Qualität ist einer der wichtigsten Faktoren für eine bessere Kundenwahrnehmung. Um dies zu unterstreichen, ist die Kundenzufriedenheit in unserer Konzernsteuerung als nichtfinanzieller Leistungsindikator verankert. Transparenz und Reporting tragen dazu bei, das Vertrauen anderer externer Stakeholder in unseren Konzern zu fördern. Diesem Zweck dienen auch unsere Geschäfts- und CR-Berichte. Dagegen können Themen wie Geschäftspraktiken, Datenschutz oder Arbeitsstandards in der Lieferkette auch Reputationsrisiken beinhalten: Finden sich unsere Marken, Produkte oder Dienstleistungen im Zusammenhang mit diesen Themen in einer negativen medialen Berichterstattung, kann das unserer Reputation großen Schaden zufügen. In unserem Nachhaltigkeits-Management überprüfen wir kontinuierlich solche möglichen Risiken und leiten gegebenenfalls Maßnahmen ein, um diese zu minimieren.

Klimaschutz. Zurzeit sehen wir für das Erreichen unserer Klimaschutzziele a für unseren Betrachtungszeitraum keine akuten Risiken. Den Klimaschutz verstehen wir in erster Linie als Chance: ICT-Produkte und -Dienstleistungen haben das Potenzial, in anderen Branchen fast zehn Mal so viel CO2-Emissionen einzusparen, wie die ICT-Branche selbst verursacht (SMARTer2030-Studie). So besteht die Möglichkeit, 20% der globalen CO2-Emissionen bis 2030 zu reduzieren und bei gleichzeitigem wirtschaftlichen Wachstum die Emissionen weltweit auf dem Niveau des Jahres 2015 zu halten. Damit verbunden ist ein zusätzliches Umsatzpotenzial von 6,5 Billionen US-$, davon allein 2,0 Billionen US-$ für die ICT-Industrie. Ferner kann die ICT-Branche insgesamt 4,9 Billionen US-$ an Kosten einsparen. Konkret bedeutet dies z. B. für Deutschland, dass basierend auf dem Jahr 2012 das Einsparpotenzial, z. B. durch Breitband in Deutschland, bis 2020 über 19 MIO. Tonnen CO2 beträgt. Zudem können geschätzt 162 000 neue Arbeitsplätze durch die ökonomischen Impulse des Breitband-Ausbaus geschaffen werden. Zusätzliche Chancen ergeben sich z. B. aus veränderten Kundenerwartungen, politischen Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende sowie aus dem wachsenden Interesse nachhaltiger Investoren (SRI) am Thema erneuerbare Energien. Klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen ermöglichen uns, neue Kundengruppen zu erschließen.
Siehe Kapitel "Corporate Responsibility".

Lieferanten. Mehr Nachhaltigkeit in unserer Lieferkette sehen wir als Chance. Dies dient unserer Reputation und unserem wirtschaftlichen Erfolg. So unterstützen wir strategische Lieferanten mit einem Entwicklungsprogramm dabei, Geschäftspraktiken einzuführen, die sozial und ökologisch verträglich sowie wirtschaftlich effizient sind. Das Programm zeigt auch im zweiten Jahr messbare Erfolge; 2016 werden wir es weiter ausweiten. Bessere Arbeitsbedingungen bei unseren Lieferanten senken z. B. die Zahl der arbeitsbedingten Unfälle und die Fluktuationsrate. Dies steigert die Produktivität - bei gleichzeitig niedrigeren Kosten für Rekrutierung und Training. Wir stärken also nicht nur die CR-Performance bei unseren Lieferanten, sondern reduzieren auch identifizierte Risiken deutlich. Im Rahmen unserer globalen Beschaffungstätigkeiten können wir länder- und lieferantenspezifischen Risiken ausgesetzt sein. Dazu zählen z. B. der Einsatz von Kinderarbeit, die bewusste Inkaufnahme von Umweltschäden oder mangelhafte Arbeits- und Sicherheitsbedingungen vor Ort. Für uns können sich Reputationsrisiken, aber auch Lieferrisiken aus der Berichterstattung von NGOs oder Medien ergeben. Wir überprüfen unsere Lieferanten systematisch und verringern so diese Risiken.

→ Siehe Kapitel „Corporate Responsibility“.

Im renommierten Nachhaltigkeits-Rating von RobecoSAM wurde unser Lieferanten-Management im Berichtsjahr mit 93 von 100 Punkten genauso positiv bewertet wie im Vorjahr. Unsere Kooperationen mit Lieferanten, die internationale Nachhaltigkeitsstandards einhalten, sichern eine hohe Produktqualität sowie eine zuverlässige Beschaffung.
Siehe Kapitel "Corporate Responsibility".

Gesundheit und Umwelt.

→ Nachhaltigkeit bei der Deutschen Telekom

Der Mobilfunk bzw. die elektromagnetischen Felder, die der Mobilfunk nutzt, lösen immer wieder Bedenken in der Bevölkerung über mögliche Gesundheitsrisiken aus. Dazu gibt es eine intensive öffentliche, politische und wissenschaftliche Diskussion. Die Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit betreffen dabei sowohl die Mobilfunknetze als auch den Einsatz der mobilen Endgeräte. Im Mobilfunk-Bereich wirkt sich dies u. a. auf den Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur sowie auf die Nutzung von Mobilfunk-Endgeräten aus. Im Fest-netz-Bereich betrifft dies den Absatz von herkömmlichen DECT-Geräten (digitale schnurlose Telefone) sowie von Endgeräten mit WLAN-Technologie. Es besteht das Risiko regulatorischer Eingriffe, wie etwa die Senkung der EMF-Grenzwerte oder die Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen für den Mobilfunk, z. B. durch Veränderungen im Baurecht oder Kennzeichnungspflichten für Endgeräte.

Basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand haben anerkannte Gremien wie die Weltgesundheitsorganisation und die Internationale Strahlenschutzkommission (ICNIRP) in den vergangenen Jahren wiederholt die geltenden Grenzwerte für den Mobilfunk überprüft und die - bei Einhaltung dieser Werte - sichere Nutzung der Mobilfunk-Technik bestätigt. ICNIRP überprüft regelmäßig die Empfehlungen zu den Grenzwerten auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Wir sind davon überzeugt, dass die sichere Anwendung der Mobilfunk-Technik durch die Einhaltung der geltenden Grenzwerte sichergestellt wird. Dabei stützen wir uns auf die Bewertung der anerkannten Gremien. Basis unseres verantwortungsvollen Umgangs mit diesem Thema ist unsere "EMF-Policy": In dieser verpflichten wir uns - weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus - zu mehr Transparenz, Information, Partizipation und finanzieller Unterstützung der unabhängigen Mobilfunk-Forschung. Wir arbeiten daran, Unsicherheiten in der Bevölkerung durch eine sachliche, wissenschaftlich fundierte und transparente Informationspolitik abzubauen. So fühlen wir uns auch weiterhin verpflichtet, den vertrauensvollen und erfolgreichen Austausch mit Kommunen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus zu pflegen. Dies gilt auch, nachdem die langjährige Zusammenarbeit mit Kommunen im Hinblick auf den Ausbau des Mobilfunknetzes 2013 gesetzlich verankert wurde; davor erfolgte die Zusammenarbeit auf Basis von freiwilligen Selbstverpflichtungen der Netzbetreiber.

RECHTSVERFAHREN

Wesentliche laufende Rechtsverfahren.

Die Deutsche Telekom ist Partei in gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Von besonderer Bedeutung sind aus unserer Sicht die nachfolgend aufgeführten Verfahren. Für den Fall, dass in äußerst seltenen Fällen geforderte Angaben zur Bedeutung einzelner Rechts- und Kartellverfahren nicht gemacht werden, kommen wir zu dem Schluss, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Verfahrens ernsthaft beeinträchtigen können.

T 048 Wesentliche laufende Rechtsverfahren

scroll
Schiedsverfahren Toll Collect
Prospekthaftungsverfahren
Schadensersatzklagen im Zusammenhang mit Entgelten für die Überlassung von Teilnehmerdaten
Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen
Klagen wegen Entgelten für Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen
Rechtsstreitigkeiten wegen Entscheidungen der Bundesnetzagentur
Entgelte für die Überlassung von Teilnehmer-Anschlussleitungen
Versteigerung von LTE-Frequenzen
Abgesenkte Besoldungstabellen
Schadensersatzklage gegen OTE
Patente und Lizenzen
Reduzierung des Unternehmensbeitrags für die Postbeamtenversorgung

Schiedsverfahren Toll Collect. Hauptgesellschafter des Konsortiums Toll Collect sind die Daimler Financial Services AG und die Deutsche Telekom AG. Im Schiedsverfahren zwischen diesen Hauptgesellschaftern sowie der Konsortialgesellschaft Toll Collect GbR einerseits und der Bundesrepublik Deutschland andererseits über Streitigkeiten in Zusammenhang mit dem Mauterhebungssystem erhielt die Deutsche Telekom am 2. August 2005 die Klageschrift der Bundesrepublik Deutschland. Darin machte der Bund einen Anspruch auf entgangene Mauteinnahmen in Höhe von ca. 3,51 mrd. € zuzüglich Zinsen wegen Verspätung der Aufnahme des Wirkbetriebs geltend. Die Summe der geforderten Vertragsstrafen beträgt 1,65 mrd. € zuzüglich Zinsen; diese Forderungen beruhen auf angeblichen Verletzungen des Betreibervertrags: behauptete fehlende Zustimmung zu Unterauftragnehmerverträgen, behauptete verspätete Bereitstellung von "On-Board-Units" und Kontrolleinrichtungen. Der Bund hat mit Schriftsatz vom 16. Mai 2008 seine Klageforderung in Bezug auf den Mautausfallschaden neu berechnet und um 169 MIO. € nach unten korrigiert. Die Klageforderung beträgt nunmehr ca. 3,33 mrd. € zuzüglich Zinsen. Die Summe aller Hauptforderungen des Bundes - einschließlich der Vertragsstrafenforderungen - beträgt damit ca. 4,98 mrd. € zuzüglich Zinsen. Im Frühjahr und im Herbst 2014 fanden weitere mündliche Verhandlungen statt. Im Hinblick auf die im Zusammenhang mit der Verhandlung im Frühjahr 2014 durchgeführte Neueinschätzung des Verfahrens und des auf die Deutsche Telekom entfallenden Risikoanteils wurde bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet. Im Juni 2015 fand eine weitere mündliche Verhandlung statt, die im Januar 2016 fortgesetzt wurde. Eine Veranlassung zur Anpassung der im Jahr 2014 getroffenen bilanziellen Risikovorsorge besteht nicht.

Prospekthaftungsverfahren. Hierbei handelt es sich um ca. 2 600 laufende Klagen von ca. 16 000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage der Prospekte vom 28. Mai 1999 (zweiter Börsengang, DT2) und vom 26. Mai 2000 (dritter Börsengang, DT3) verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesen Prospekten unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich auf insgesamt ca. 80 MIO. €. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht Frankfurt am Main hat jeweils Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Im Musterverfahren zum zweiten Börsengang (DT2) erließ das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 3. Juli 2013 einen Musterentscheid und stellte fest, dass der betreffende Börsenprospekt keine Fehler enthält. Am 16. Mai 2012 hatte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main im Musterverfahren zum dritten Börsengang (DT3) festgestellt, dass der Prospekt zum dritten Börsengang der Deutschen Telekom AG ebenfalls keinen Fehler enthält. Es besteht aus Sicht des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main daher keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom AG. Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014 diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das Oberlandesgericht Frankfurt am Main zurückverwiesen. Über eine mögliche Schadensersatzpflicht wurde nicht entschieden. Wir sind weiterhin der Auffassung, dass überwiegende Gründe gegen eine Schadensersatzpflicht der Deutschen Telekom AG sprechen. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Schadensersatzklagen im Zusammenhang mit Entgelten für die Überlassung von Teilnehmerdaten. 2005 wurde der Deutschen Telekom AG eine Schadensersatzklage der telegate AG in Höhe von ca. 86 MIO. € zuzüglich Zinsen zugestellt. Die telegate AG begründet ihre Klage mit angeblich überhöhten Preisen der Deutschen Telekom AG für die Überlassung von Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999. Damit hätten der telegate AG ausreichende Mittel für Marketing-Maßnahmen nicht zur Verfügung gestanden, sodass der anvisierte Marktanteil nicht hätte erreicht werden können. Ebenfalls 2005 wurde der Deutschen Telekom AG eine Schadensersatzklage von Dr. Harisch - Gründer der telegate AG - in Höhe von ca. 329 MIO. € zuzüglich Zinsen zugestellt. Dr. Harisch begründet seine Klage damit, dass wegen der angeblich überhöhten Preise für die Überlassung von Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999 mehrfach der Eigenkapitalanteil der telegate AG signifikant abgesunken sei, sodass Kapitalerhöhungsmaßnahmen erforderlich gewesen seien. Hierzu hätten Dr. Harisch und ein weiterer Gesellschafter Anteile aus ihrem Aktienbestand abgeben müssen; dadurch sei ihr verbliebener Aktienbestand verwässert worden. Dr. Harisch machte zwischenzeitlich eine erhöhte Forderung von ca. 612 MIO. € zuzüglich Zinsen geltend. Mit Urteilen vom 28. Mai 2013 wies das Landgericht Köln beide Klagen ab. Sowohl Dr. Harisch als auch die telegate AG legten gegen die Urteile Berufung ein. Mit Urteil vom 2. Juli 2014 wies das Oberlandesgericht Düsseldorf die Berufung von Dr. Harisch zurück. Gegen die Nichtzulassung der Revision legte Dr. Harisch am 8. Juli 2014 Beschwerde beim Bundesgerichtshof ein, die der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 14. April 2015 zurückwies. Damit ist die Klage des Dr. Harisch in Höhe von ca. 612 MIO. € zuzüglich Zinsen rechtskräftig abgewiesen. Im Berufungsverfahren der telegate AG wies das Oberlandesgericht Düsseldorf die Berufung der telegate AG mit Urteil vom 22. April 2015 zurück und ließ die Revision nicht zu. Gegen die Nichtzulassung der Revision legte die telegate AG im Mai 2015 Beschwerde beim Bundesgerichtshof ein.

Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen. Mehrere Verlage, die gemeinsam mit der DeTeMedien GmbH, einer 100 %-Tochter der Deutschen Telekom AG, in gemeinsamen Gesellschaften jeweils Teilnehmerverzeichnisse herausgeben und verlegen, reichten Ende 2013 Klagen gegen die DeTeMedien GmbH und/oder die Deutsche Telekom AG ein. Die Kläger fordern bzw. forderten von der DeTeMedien GmbH und teilweise von der Deutschen Telekom AG als Gesamtschuldnerin neben der DeTeMedien GmbH Schadensersatz oder Rückzahlung. Die Kläger stützen bzw. stützten ihre Forderungen auf vermeintlich überhöhte Kosten für die Überlassung von Teilnehmerdaten in den gemeinsamen Gesellschaften. Die bezifferten Forderungen der Kläger betrugen Ende 2014 insgesamt rund 470 MIO. € zuzüglich Zinsen. Bisher wurden 22 von 81 Klagen erstinstanzlich vom Landgericht Frankfurt am Main abgewiesen. Zwei dieser Urteile sind rechtskräftig, die Klagesumme minderte sich entsprechend auf ca. 467 MIO. € zuzüglich Zinsen. Gegen die übrigen Urteile legten die Kläger Berufung beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main ein. Am 22. Oktober 2015 schlossen die Deutsche Telekom AG, die DeTeMedien GmbH und eine Mehrheit der Telefonbuchpartnerverlage eine Vereinbarung über die Beilegung ihrer Streitigkeiten, infolge derer 54 Verlage Klageverzichte bei Gericht eingereicht haben. Sieben Verlage haben Berufungsrücknahmen erklärt, die mit Eingang bei Gericht unmittelbar zur Rechtskraft der erstinstanzlichen klageabweisenden Urteile geführt haben. Derzeit sind noch 18 Verfahren mit einer verbleibenden Klagesumme von ca. 132 MIO. € (zuzüglich Zinsen) anhängig.

Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. Mit im Frühjahr 2012 zugestellter Klage fordert die Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (kdg) - nunmehr Vodafone Kabel Deutschland GmbH - von der Telekom Deutschland GmbH zweierlei: einerseits die Reduzierung des jährlichen Entgelts für die Nutzungsrechte an Kabelkanalkapazitäten für die Zukunft, andererseits die teilweise Rückzahlung von in diesem Zusammenhang seit 2004 geleisteten Zahlungen. Die KDG bezifferte die Höhe der bis einschließlich 2012 entstandenen Ansprüche mit ca. 340 MIO. € zuzüglich Zinsen. Mit Urteil vom 28. August 2013 wies das Landgericht Frankfurt am Main die Klage der KDG ab. Im Berufungsverfahren bezifferte die KDG im Wege der Klageerweiterung auch ihre Ansprüche für das Jahr 2013 und fordert nunmehr Rückzahlung für vermeintlich zu viel gezahlte Entgelte von insgesamt ca. 407 MIO. € sowie durch die Telekom Deutschland GmbH vermeintlich erlangten Zinsnutzen in Höhe von ca. 34 MIO. €, jeweils zuzüglich Zinsen. Am 9. Dezember 2014 wies das Oberlandesgericht Frankfurt am Main die Berufung ab und ließ die Revision nicht zu. Auf die hiergegen erhobene Nichtzulassungsbeschwerde der KDG hin ließ der Bundesgerichtshof die Revision der KDG mit Beschluss vom 15. Dezember 2015 zu. In einem ähnlich gelagerten Verfahren wurde der Telekom Deutschland GmbH am 23. Januar 2013 zudem eine Klage zugestellt, mit welcher Unitymedia Hessen GmbH &Co. kg, Unitymedia NRW GmbH und Kabel BW GmbH fordern, dass die Telekom Deutschland GmbH es unterlässt, mehr als ein jeweils genau beziffertes Entgelt für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen von den Klägern zu fordern. Für seit 2009 bis einschließlich 2012 angeblich zu viel gezahlte Entgelte für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen fordert Unitymedia Hessen GmbH &Co. kg derzeit eine Zahlung von ca. 36,5 MIO. € zuzüglich Zinsen, Unitymedia NRW GmbH 90,8 MIO. € zuzüglich Zinsen und Kabel BW GmbH 61,5 MIO. € zuzüglich Zinsen. Die finanziellen Auswirkungen beider Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Rechtsstreitigkeiten wegen Entscheidungen der Bundesnetzagentur (BNetzA). Wettbewerbsunternehmen beantragten in vielen Fällen die Aufhebung von Entscheidungen der BNetzA, die auch zugunsten der Deutschen Telekom oder Telekom Deutschland GmbH ergangen sind. Sollten diese Anträge Erfolg haben, bedarf es in der Regel einer erneuten Entscheidung durch die BNetzA. Von besonderer Bedeutung sind aus unserer Sicht die nachfolgend aufgeführten Verfahren:

Entgelte für die Überlassung von Teilnehmer-Anschlussleitungen. Mit Ausnahme der Genehmigungen der Einmalentgelte aus den Jahren 1999, 2001, 2005 und 2010 sind die Genehmigungen der Entgelte im Zusammenhang mit der Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) nicht gegenüber allen TAL-Nachfragern bestandskräftig, weil diese die Aufhebung durch die zuständigen Gerichte beantragt haben. Einzelne Genehmigungen wurden rechtskräftig aufgehoben, sodass die BNetzA über die Entgelte im Verhältnis zu den ehemaligen Klägerinnen neu entscheiden muss. Konkret sind dies derzeit die Entgeltgenehmigungen für die TAL-Überlassung aus den Jahren 2003, 2005 und 2007 sowie für die bereits erfolgte Neubescheidung der TAL-Einmalentgelte aus dem Jahr 2002 hinsichtlich der Kündigungsentgelte.

→ Zu den rückwirkenden Neubescheidungen von Entgeltgenehmigungen und in diesem Zusammenhang getroffenen Vergleichsvereinbarungen siehe Abschnitt "Risiken und Chancen aus Regulierung".

Versteigerung von LTE-Frequenzen. Im Jahr 2010 versteigerte die BNetzA zusätzliche Frequenzen in den Bereichen 0,8 GHz, 1,8 GHz, 2,0 GHz und 2,6 GHz unter Teilnahme der vier Mobilfunknetz-Betreiber in Deutschland. Gegen die der Versteigerung zugrundeliegende Verfügung der BNetzA hatten mehrere Unternehmen geklagt. Neben den bereits rechtskräftig gewordenen Abweisungen der Klagen von Rundfunk- und Kabelnetz-Betreibern wurde nun auch die zuletzt durch das Verwaltungsgericht Köln mit Urteil vom 3. September 2014 entschiedene Abweisung der Klage eines Telekommunikationsunternehmens rechtskräftig. Alle Klägerinnen haben zudem jeweils Widerspruch gegen die Frequenzzuteilungen an die Telekom Deutschland GmbH erhoben; über diese wurde noch nicht entschieden. Das aufgrund der noch anhängigen Widerspruchsverfahren verbleibende Risiko wird als gering eingestuft und infolge werden wir über den Verfahrenskomplex zukünftig nicht weiter berichten.

Abgesenkte Besoldungstabellen. Mit Inkrafttreten des Dienstrechtsneuordnungsgesetzes wurden 2009 die Beträge der bisher jährlichen Sonderzahlung nach dem Bundessonderzahlungsgesetz für alle Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten in das monatliche Grundgehalt integriert. Dies gilt nach § 78 Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) jedoch nicht für die bei den Post-Nachfolgeunternehmen beschäftigten Beamtinnen und Beamten. Gegen die um den Anteil der Sonderzahlung abgesenkten Besoldungstabellen wurden mehrere Klagen eingereicht, u. a. beim Verwaltungsgericht Stuttgart. Nachdem das Bundesverfassungsgericht im Rahmen eines Vorlagebeschlusses den Hinweis erteilte, dass es von der Verfassungsmäßigkeit dieser Vorschrift ausgehe, wurde ein Großteil der Klagen zurückgenommen bzw. vom Verwaltungsgericht Stuttgart abgewiesen. Wir halten eine Inanspruchnahme in den noch anhängige Klageverfahren daher für unwahrscheinlich. Das verbleibende Risiko wird demzufolge als gering eingestuft und infolge werden wir über das Verfahren zukünftig nicht weiter berichten.

Schadensersatzklage gegen OTE. Lannet Communications S. A. hat im Mai 2009 Klage gegen OTE eingereicht und fordert Schadensersatz in Höhe von ca. 176 MIO. € zuzüglich Zinsen aufgrund einer angeblich rechtswidrigen Kündigung von Leistungen seitens OTE -hauptsächlich Zusammenschaltungsleistungen, Entbündelung von TAL und Vermietung von Standleitungen. Am 30. Mai 2013 fand eine mündliche Verhandlung statt; ein Urteil ist noch nicht ergangen.

Patente und Lizenzen. Wie viele andere große Telekommunikations- und Internet-Anbieter sieht sich die Deutsche Telekom einer wachsenden Zahl von Streitfällen "zum Recht am geistigen Eigentum" ausgesetzt. Für uns besteht das Risiko der Zahlung von Lizenzgebühren und/oder Schadensersatz; zudem sind wir dem Risiko einer Verurteilung zur Unterlassung ausgesetzt, z. B. für den Vertrieb eines Produkts oder für die Nutzung einer Technik.

Reduzierung des Unternehmensbeitrags für die Postbeamtenversorgung. Die Deutsche Telekom leistet gemäß ihrer Verpflichtung nach dem Postpersonalrechtsgesetz Zahlungen an die Postbeamtenversorgungskasse. Das Postpersonalrechtsgesetz sieht vor, dass diese Leistungspflicht bis zu einer marktüblichen Belastung eines vergleichbaren Unternehmens vermindert werden kann, wenn ein zahlungsverpflichtetes früheres Postunternehmen gegenüber dem Bund nachweist, dass die Zahlung unter Berücksichtigung seiner Wettbewerbsfähigkeit eine unzumutbare Belastung bedeuten würde. Die Deutsche Telekom hatte beim zuständigen Bundesministerium für Finanzen die Verminderung ihrer Zahlungsverpflichtungen beantragt. Nach Antragsablehnung erhob die Deutsche Telekom beim zuständigen Verwaltungsgericht Klage, um zu erreichen, dass ein Teil der in der Vergangenheit gezahlten Beträge zurückgezahlt und die in Zukunft zu zahlenden Beträge gemindert werden. Mit Urteil vom 2. Oktober 2015 wies das zuständige Verwaltungsgericht die Klage der Deutschen Telekom auf Verminderung der Zahlungsverpflichtung ab. Gegen diese Entscheidung hat die Deutsche Telekom im November 2015 Berufung eingelegt.

Die Deutsche Telekom beabsichtigt im Übrigen, sich in jedem dieser Gerichts-, Güte- und Schiedsverfahren entschieden zu verteidigen bzw. ihre Ansprüche zu verfolgen.

Abgeschlossene Verfahren

Schadensersatzklagen Preis-Kosten-Schere. Verschiedene Wettbewerbsunternehmen hatten Schadensersatzansprüche wegen einer Preis-Kosten-Schere zwischen Vorleistungspreisen und Endkundenpreisen im Ortsnetz gegenüber der Deutschen Telekom AG bzw. der Telekom Deutschland GmbH geltend gemacht, nachdem die EU-Kommission 2003 im Rahmen einer Bußgeldentscheidung eine Preis-Kosten-Schere festgestellt hatte. Im zuletzt noch anhängigen Verfahren der EWE Tel GmbH gegen die Telekom Deutschland GmbH mit einer Klageforderung von ca. 82 Mio. € zuzüglich Zinsen haben die Parteien den Streit im Oktober 2015 beigelegt. Im Vorfeld hatte der Bundesgerichtshof mit Entscheidung vom 16. Juni 2015 die von den Parteien jeweils eingelegten Beschwerden gegen die Nichtzulassung der Revision zurückgewiesen. Zu diesem Komplex sind somit keine weiteren Klagen mehr anhängig.

Schadensersatzklage gegen Slovak Telekom. Im Jahr 1999 wurde Klage gegen Slovak Telekom mit dem Vorwurf eingereicht, dass der Rechtsvorgänger der Slovak Telekom die Sendung eines internationalen Radioprogramms entgegen der vertraglichen Grundlage abgeschaltet habe. Der Kläger forderte ursprünglich ca. 100 Mio. € zuzüglich Zinsen als Schadensersatz und entgangenen Gewinn. Das Landgericht in Bratislava gab der Klage mit Urteil vom 9. November 2011 teilweise statt und verurteilte Slovak Telekom zur Zahlung von rund 32 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Slovak Telekom legte am 27. Dezember 2011 gegen das Urteil Berufung zum Supreme Court ein. Die Parteien haben im März 2015 einen Vergleich zur Streitbeilegung geschlossen. Der Vergleich wurde im Mai 2015 vom zuständigen Gericht in Bratislava bestätigt; das Verfahren ist somit rechtskräftig beendet. Die Deutsche Telekom konnte, entsprechend ihrer damaligen Beteiligungshöhe an der Slovak Telekom, vertragliche Rückgriffsansprüche auf Erstattung der seitens der Slovak Telekom auf den Vergleich gezahlten Summe im Juli 2015 realisieren.

KARTELLVERFAHREN

Wie alle Unternehmen unterliegt auch unser Konzern den Vorschriften des Kartellrechts. Vor diesem Hintergrund haben wir gerade in den letzten Jahren unsere Compliance-Maßnahmen auch in diesem Bereich deutlich ausgebaut. Unser Compliance Management System wurde 2015 von unabhängigen Wirtschaftsprüfern in Bezug auf Kartellrecht gemäß IDW PS 980 als wirksam zertifiziert. Dennoch sieht sich die Deutsche Telekom bzw. ihre Beteiligungsgesellschaften in den einzelnen Ländern wettbewerbsrechtlichen Verfahren oder sich daraus ergebenden zivilrechtlichen Folgeklagen ausgesetzt. Im Folgenden beschreiben wir die wesentlichen Kartell- und Verbraucherschutzverfahren. Wir halten die Vorwürfe bzw. Schadensersatzforderungen jeweils für unbegründet.

Verfahren der Anti-Monopol-Kommission in Polen.

Die nationale Anti-Monopol-Kommission UOKiK hat am 23. November 2011 eine im Jahr 2010 begonnene Untersuchung abgeschlossen. Sie wirft der T-Mobile Polska (ehem. PTC) und anderen polnischen Telekommunikationsunternehmen kartellrechtswidrige Preisabsprachen vor und hat gegenüber der T-Mobile Polska ein Bußgeld in Höhe von 34 Mio. PLN (etwa 8 Mio. €) verhängt. Die T-Mobile Polska hält diese Vorwürfe für unbegründet und hat gegen die Entscheidung geklagt. Am 19. Juni 2015 hat das zuständige Verwaltungsgericht das Bußgeld mit der Begründung aufgehoben, dass die Wettbewerbsbehörde keinen Nachweis für das Vorliegen von Preisabsprachen erbringen konnte. Die nationale Wettbewerbsbehörde hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Ein etwaiges Bußgeld wäre erst nach Rechtskraft der Entscheidung fällig. Das Gleiche gilt für ein weiteres Bußgeld in Höhe von 21 Mio. PLN (etwa 5 Mio. €), das die UOKiK wegen eines angeblichen verbraucherschutzrechtlichen Verstoßes am 2. Januar 2012 gegen die T-Mobile Polska verhängt hatte. Diese Gerichtsentscheidung steht weiterhin aus. Das verbleibende Risiko wird insgesamt als gering eingestuft und infolge werden wir über die Verfahren zukünftig nicht weiter berichten.

Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom.

Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 entschieden, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängt. Die Europäische Kommission ist der Auffassung, dass Slovak Telekom einen entbündelten Zugang zu ihren Teilnehmeranschlüssen verweigert und eine Margenbeschneidung gegenüber alternativen Anbietern bewirkt habe. Die Bußgelder belaufen sich auf 38,8 Mio. € gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom sowie zusätzliche 31,1 Mio. € gegen Deutsche Telekom, da bereits im Jahr 2003 ein Bußgeld gegen die Deutsche Telekom wegen Margenbeschneidung in Deutschland verhängt wurde. Die Bußgelder wurden im Januar 2015 beglichen. Slovak Telekom und Deutsche Telekom haben die Entscheidung der Europäischen Kommission am 29. Dezember 2014 vor dem Gericht der Europäischen Union an-gefochten. Insbesondere sehen wir keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom für das angeblich kartellrechtswidrige Verhalten der Slovak Telekom. Weiterhin sind wir überzeugt, dass Slovak Telekom sich an die geltenden Gesetze hält und gehalten hat. Insbesondere der starke Wettbewerb und stetig fallende Endkundenpreise auf dem slowakischen Breitband-Markt sprechen gegen eine Behinderung der Wettbewerber durch Slovak Telekom.

Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge der Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission.

Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission vom 15. Oktober 2014 haben sowohl Orange Slovensko als auch SWAN im August 2015 Klage vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben und fordern Schadensersatz in Höhe von 232 Mio. € bzw. 50 Mio. € zuzüglich Zinsen. Mit diesen Klagen begehren sie die Erstattung eines angeblichen Schadens, der sich aus dem von der Europäischen Kommission festgestellten Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung durch die Slovak Telekom ergeben haben soll. Slovak Telekom und Deutsche Telekom haben im Dezember 2014 gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission Klagen beim Gericht der Europäischen Union eingereicht; zudem hält Slovak Telekom die Klage von Orange Slovensko in weiten Teilen für unbegründet. Die Klage von SWAN wurde der Slovak Telekom noch nicht offiziell zugestellt. Ob SWAN auf den Ausgang des Verfahrens in Sachen Orange Slovensko wartet oder nach Veröffentlichung der Entscheidung der Europäischen Kommission den Erfolg einer Klage als gering einschätzt, ist ungewiss. Die finanziellen Auswirkungen dieser Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiken

Unser Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen v. a. Liquiditäts- und Ausfallrisiken sowie dem Risiko der Veränderung von Währungskursen und Zinssätzen. Ziel unseres finanziellen Risiko-Managements ist es, diese Risiken durch laufende operative und finanzorientierte Aktivitäten zu begrenzen. Zur Risikobegrenzung setzen wir je nach Einschätzung der Risiken ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente ein (Sicherungsgeschäfte). Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die sich auf den Cashflow unseres Konzerns auswirken. Derivative Finanzinstrumente nutzen wir ausschließlich als Sicherungsinstrumente, d. h., sie kommen für Handels- oder andere spekulative Zwecke nicht zum Einsatz. Die Beurteilung der im Folgenden beschriebenen Risikofelder Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiken erfolgt in der Nettobetrachtung (nach Umsetzung der Risikobegrenzungsmaßnahmen.

→ Zur Beurteilung siehe Tabelle 047.

Liquiditätsrisiken.

Um die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sicherzustellen, halten wir im Rahmen unseres Liquiditäts-Managements eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Diese Liquiditätsreserve soll zu jedem Zeitpunkt die Kapitalmarktfälligkeiten der nächsten 24 Monate abdecken. In der mittel- bis langfristigen Finanzierung nutzen wir hauptsächlich Anleihen in unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen. In der Regel werden diese Instrumente über die Deutsche Telekom International Finance B. V. emittiert und als interne Kredite im Konzern weitergereicht.

Die unten stehende grafik 46 zeigt die Entwicklung der Liquiditätsreserve im Verhältnis zu den Fälligkeiten. Zum Ende des Jahres 2015 und auch in den Quartalen zuvor wurde die Anforderung an die Liquiditätsreserve, die Fälligkeiten der jeweils kommenden 24 Monate abzudecken, eindeutig erfüllt.

Neben den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten standen der Deutschen Telekom am 31. Dezember 2015 standardisierte bilaterale Kreditlinien mit 23 Banken mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 13,5 Mrd. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2015 hatten wir diese Banklinien mit 0,2 Mrd. € in Anspruch genommen. Gemäß den Kreditverträgen sind die Konditionen abhängig von unserem Rating. Die bilateralen Kreditverträge haben eine ursprüngliche Laufzeit von 36 Monaten und können jeweils nach zwölf Monaten um weitere zwölf Monate auf 36 Monate verlängert werden. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Im November 2015 hat T-Mobile US Anleihen im Volumen von insgesamt 2,0 Mrd. US-$ begeben. Außerdem hat T-Mobile US einen syndizierten Kredit (sog. "Term Loan B") in Höhe von 2,0 Mrd. US-$ abgeschlossen. Beide Transaktionen dienen der Vorfinanzierung der Spektrumauktion, die im Frühjahr 2016 starten soll. Im Dezember 2015 hat die OTE eine Anleihe im Gesamtvolumen von 0,4 Mrd. € begeben und gleichzeitig zwei Anleihen in Höhe von insgesamt 0,3 Mrd. € teilweise vorzeitig zurückgezahlt.

Ausfallrisiken.

Aus unserem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten sind wir einem Ausfallrisiko ausgesetzt, d. h. dem Risiko, dass die Gegenpartei ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllt. Im Finanzierungsbereich schließen wir Geschäfte grundsätzlich nur mit Kontrahenten ab, deren Kredit-Rating mindestens BBB+/Baa1 ist; damit verbunden ist ein laufendes Bonitäts-Management-System. Bereichsbezogen, also dezentral, überwachen wir kontinuierlich im operativen Geschäft die Außenstände. Einer gesonderten Bonitätsüberwachung unterliegt unser Geschäft mit Großkunden, insbesondere internationalen Carriern.

Für Derivategeschäfte haben wir mittels Collateralverträgen mit den Kontrahenten vereinbart, dass im Insolvenzfall sämtliche bestehende Kontrakte gegeneinander aufgerechnet werden und eine Forderung bzw. Verbindlichkeit nur in Höhe des Saldos verbleibt. Das Ausfallrisiko bei Derivategeschäften reduzieren wir noch weiter durch den Austausch von Collaterals. Für Forderungssalden für bestehende Collateralverträge erhalten wir vom Kontrahenten frei verfügbare Barmittel als Sicherheit; im Falle von Verbindlichkeitssalden stellen wir solche im Gegenzug bereit.

Währungsrisiken.

Die Währungskursrisiken resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungsschwankungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen (d. h., soweit der Cashflow nicht in der funktionalen Währung des jeweiligen Konzernunternehmens denominiert). Fremdwährungsrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d. h. die Risiken, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen können wir jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko besichern.

Zinsrisiken.

Unsere Zinsrisiken resultieren v. a. aus verzinslichen Verbindlichkeiten. In erster Linie bestehen Zinsrisiken in der Euro-Zone und in den USA. Um die Auswirkungen von dortigen Zinsschwankungen zu minimieren, managen wir das Zinsrisiko für die auf Euro und US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten getrennt. Einmal im Jahr bestimmt unser Vorstand für den Planungszeitraum von mindestens drei Jahren den gewünschten Mix aus fest und variabel verzinslichen Netto-Finanzverbindlichkeiten. Um die Zinsausstattung für die Netto-Finanzverbindlichkeiten dieser vorgegebenen Zusammensetzung anzupassen, setzt die Konzern Treasury Zinsderivate ein; dabei wird die gegebene und die geplante Schuldenstruktur berücksichtigt.

→ Weitergehende Ausführungen finden Sie unter Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management" im Konzern-Anhang.

Steuerrisiken

In zahlreichen Ländern unterliegen wir den jeweils geltenden steuerlichen Rechtsvorschriften. Risiken können sich ergeben aus Änderungen der lokalen Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung und unterschiedlicher Auslegung von existierenden Vorschriften. Sie können sich infolgedessen sowohl auf unsere Steueraufwendungen und -erträge als auch auf unsere Steuerforderungen und -verbindlichkeiten auswirken.

Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken

Im Folgenden beschreiben wir die sonstigen finanzwirtschaftlichen Risiken, die für uns aktuell unwesentlich bzw. mit dem heutigen Kenntnisstand nicht einschätzbar sind.

Rating-Risiko.

Zum 31. Dezember 2015 bewertete die Rating-Agentur Moody's die Deutsche Telekom mit Baa1, Fitch und Standard & Poor's mit BBB+. Der Ausblick ist bei allen drei Agenturen stabil. Ein niedrigeres Rating hätte höhere Zinsen bei einem Teil der emittierten Anleihen zur Folge.

Aktienverkäufe des Bundes bzw. der KfW Bankengruppe.

Zum 31. Dezember 2015 hielt der Bund zusammen mit der KfW Bankengruppe rund 31,8 % an der Deutschen Telekom AG. Es ist nicht auszuschließen, dass der Bund seine Privatisierungspolitik fortführt und sich von weiteren Beteiligungen kapitalmarktgerecht und unter Einbeziehung der KfW Bankengruppe trennt. Für uns besteht das Risiko, dass die Veräußerung von Anteilen der Deutschen Telekom AG durch den Bund oder die KfW Bankengruppe in größerem Umfang bzw. durch entsprechende Spekulationen am Markt den Kurs der T-Aktie negativ beeinflusst.

Werthaltigkeit des Vermögens der Deutschen Telekom AG.

Der Wert des Vermögens der Deutschen Telekom AG und ihrer Tochterunternehmen wird regelmäßig überprüft. Flankierend zu den regelmäßigen jährlichen Bewertungen sind in bestimmten Fällen zusätzliche Werthaltigkeitstests durchzuführen, z. B. dann, wenn infolge von Änderungen im Wirtschafts-, Regulierungs-, Geschäfts- oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von Goodwill, immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens vermindert haben könnte.

→ Eine ausführliche Darstellung finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden -Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten" im Konzern-Anhang.

Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests können entsprechende Wertminderungen sein, die aber nicht zu Auszahlungen führen. Unser Ergebnis kann hierdurch in erheblichem Umfang gemindert werden; dies könnte den Kurs der T-Aktie belasten.

RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Deutschen Telekom AG ist in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk für interne Kontrollsysteme des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (coso Internal Control - Integrated Framework, coso I, in der Fassung vom 14. Mai 2013) aufgebaut.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG überwacht die Wirksamkeit des IKS - wie es § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG fordert. Der Umfang und die Ausgestaltung des IKS liegen dabei im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Die interne Revision ist dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern und bei der Deutschen Telekom AG unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations-, Prüf- und Einsichtsrechte. Zusätzlich werden die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.

Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und zielt auf Folgendes ab: Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom soll nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt werden, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften. Zudem verfolgt das rechnungslegungsbezogene IKS auch das Ziel, dass der Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der zusammengefasste Lagebericht nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt werden.

Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Unser Bereich Group Accounting steuert die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich dahin gehend analysiert, ob und wieweit sie relevant sind und wie sie sich auf die Rechnungslegung auswirken. Relevante Anforderungen werden z. B. in der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie festgehalten, kommuniziert und sind zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Basis für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen wie z. B. die Intercompany-Richtlinie, standardisierte Meldeformate, IT-Systeme sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Wenn nötig, setzen wir auch externe Dienstleister ein, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Group Accounting stellt sicher, dass diese Anforderungen konzernweit einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Deutsche Telekom AG und die Konzerngesellschaften sind dafür verantwortlich, dass sie die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren einhalten. Die Konzerngesellschaften stellen den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher; Group Accounting unterstützt und überwacht sie dabei.

Die Durchführung der operativen Rechnungswesenprozesse wird mit weiter zunehmender Tendenz national und international durch Shared Service Center erbracht. Durch eine Harmonisierung der Prozesse steigen die Effizienz und die Qualität der Prozesse und damit auch die Zuverlässigkeit des internen Kontrollsystems. Das IKS sichert dabei sowohl die interne Prozessqualität der Shared Service Center als auch die Schnittstellen zu den Konzerngesellschaften durch geeignete Kontrollen und durch einen internen Zertifizierungsprozess ab.

Eingebettet in den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte interne Kontrollen. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen; dazu gehören:

IT-gestützte und manuelle Abstimmungen,

die Funktionstrennung,

das Vier-Augen-Prinzip,

Monitoring-Kontrollen,

allgemeine IT-Kontrollen wie z. B. Zugriffsregelungen in IT-Systemen und ein Veränderungs-Management.

Konzernweit haben wir ein standardisiertes Verfahren implementiert, um die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS zu überwachen. Dieses Verfahren orientiert sich konsequent an den Risiken einer möglichen Fehlberichterstattung im Konzernabschluss: Zu Jahresbeginn werden unter Risikoaspekten Abschlusspositionen und rechnungslegungsbezogene Prozess-Schritte ausgewählt, die im Laufe des Jahres auf Wirksamkeit überprüft werden. Soweit Kontrollschwächen festgestellt werden, erfolgen eine Analyse und Bewertung insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht. Wesentliche Kontrollschwächen, deren Maßnahmenpläne zur Abarbeitung und der laufende Arbeitsfortschritt werden an den Vorstand bzw. zusätzlich an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG berichtet. Um die hohe Qualität dieses rechnungslegungsbezogenen IKS zu sichern, ist die interne Revision über alle Stufen des Verfahrens hinweg eng mit einbezogen.

SONSTIGE ANGABEN

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.

→ Die Erklärung ist auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com/289aHGB) öffentlich zugänglich.

SCHLUSSERKLÄRUNG DES VORSTANDS ZUM BERICHT ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Da die Bundesrepublik Deutschland als Anteilseigner der Deutschen Telekom AG mit ihrer Minderheitsbeteiligung aufgrund der durchschnittlichen Hauptversammlungspräsenz eine sichere Hauptversammlungsmehrheit repräsentiert, ist ein Abhängigkeitsverhältnis der Deutschen Telekom gegenüber der Bundesrepublik Deutschland nach § 17 Abs. 1 AktG begründet.

Ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag der Deutschen Telekom mit der Bundesrepublik Deutschland besteht nicht. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG hat daher gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Vorstand hat am Ende des Berichts folgende Erklärung abgegeben: "Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen im Interesse oder auf Veranlassung des herrschenden Unternehmens oder der mit ihm verbundenen Unternehmen sind nicht getroffen und auch nicht unterlassen worden."

RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR

Die Deutsche Telekom AG, Bonn, ist das Mutterunternehmen des Deutsche Telekom Konzerns. Ihre Aktien werden neben Frankfurt am Main auch an anderen Börsen gehandelt.

→ Hinsichtlich der Angaben zur Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals sowie der direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital gemäß § 289 Abs. 4 HGB wird auf Angabe 15 "Eigenkapital" im Konzern-Anhang verwiesen.

EIGENKAPITAL

Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen sowie bei der Deutschen Telekom wie eigene Anteile zuzurechnenden Aktien (per 31. Dezember 2015: insgesamt rund 20 Mio. Stück). Die sog. "Trust" (Treuhänder)-Aktien (per 31. Dezember 2015: rund 19 Mio. Stück) stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von VoiceStream und Powertel (jetzt T-Mobile US) im Jahr 2001 und sind der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2015 wie eigene Anteile zuzurechnen. Was die an Trusts ausgegebenen Aktien betrifft, verzichtete der Treuhänder - solange die Trusts bestanden - auf Stimmrechte und Bezugsrechte sowie grundsätzlich auf Dividendenrechte. Die Trusts wurden Anfang des Jahres 2016 aufgelöst und die Trust-Aktien auf ein Depot der Deutschen Telekom AG überführt.

Kapitalerhöhung.

Bei der für das Geschäftsjahr 2014 beschlossenen Dividende in Höhe von 0,50 € pro Aktie konnten die Aktionäre zwischen der Erfüllung des Dividendenanspruchs in bar oder dessen Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG wählen. Im Juni 2015 wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,1 Mrd. € für Aktien aus genehmigtem Kapital (Genehmigtes Kapital 2013) eingebracht und damit nicht zahlungswirksam substituiert. Dafür hat die Deutsche Telekom AG im Juni 2015 eine Kapitalerhöhung des Gezeichneten Kapitals in Höhe von 0,2 Mrd. € gegen Einlage von Dividendenansprüchen durchgeführt. Die Kapitalrücklage hat sich in diesem Zusammenhang um 0,9 Mrd. € erhöht. Die Anzahl der Aktien erhöhte sich um 71 080 623 Stück.

Eigene Aktien.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 23. Mai 2017 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1 106 257 715,20 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist.

Die Aktien können zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden. Die Aktien können auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Aktien über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern oder einzuziehen. Die Aktien können auch dazu genutzt werden, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat.

Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Mai 2012 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen.

Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 und einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 wurden im Juni 2011 110 TSD. Aktien, im September 2011 206 TSD. Aktien und im Januar 2013 268 TSD. Aktien erworben. Das Gesamterwerbsvolumen betrug in den Geschäftsjahren 2011 und 2013 insgesamt 2 762 TSD. € bzw. 2 394 TSD. € (ohne Nebenkosten). Die Anzahl der eigenen Anteile erhöhte sich daraus um 316 TSD. Stück bzw. 268 TSD. Stück.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Deutsche Telekom von der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 Gebrauch gemacht. Der Vorstand hat am 29. September 2015 beschlossen, insgesamt 950 TSD. Stück Aktien zu erwerben. Am 30. September 2015 und 1. Oktober 2015 wurden im Rahmen dieser Ermächtigung Aktien mit einem Gesamterwerbsvolumen von 14 787 TSD. € (ohne Nebenkosten) erworben (durchschnittlicher Kaufpreis pro Aktie: 15,57 €). Auf die aufgrund des Aktienrückkaufs erfolgten Zugänge an eigenen Anteilen entfiel zum 31. Dezember 2015 ein Betrag des Grundkapitals von 2 432 TSD. €. Die Gewinnrücklagen verminderten sich daraus um 12 355 TSD. €.

Im Rahmen des Share Matching Plans erfolgten in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 jeweils unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien in Höhe von 2 TSD. Stück in Depots von berechtigten Teilnehmern. Weitere unentgeltliche Übertragungen von 90 TSD. Stück eigene Aktien erfolgten im Geschäftsjahr 2014.

Im Januar, Mai und Juni 2015 wurden darüber hinaus insgesamt 140 TSD. Stück eigene Aktien entnommen und unentgeltlich in Depots von berechtigten Teilnehmern des Share Matching Plans übertragen. Auf die im Berichtsjahr aufgrund der Übertragungen erfolgten Abgänge an eigenen Anteilen entfiel zum 31. Dezember 2015 insgesamt ein Betrag des Grundkapitals von 358 TSD. €. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich daraus um 877 TSD. €.

Im November 2015 hat die Deutsche Telekom 1 882 TSD. Stück eigene Aktien aus ihrem Bestand verkauft. Der Veräußerungspreis betrug 31 274 TSD. € (ohne Nebenkosten). Der den rechnerischen Wert der Anteile übersteigende Betrag des Veräußerungserlöses von 26 457 TSD. € wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Der zugeflossene Veräußerungserlös wurde unter den flüssigen Mitteln der Deutschen Telekom AG ausgewiesen. Auf den im Berichtsjahr aufgrund der Veräußerung erfolgten Abgang an eigenen Anteilen entfiel zum 31. Dezember 2015 ein Betrag des Grundkapitals von 4 817 TSD. €.

Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom neue Aktien aus genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit besteht keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß dem Zweck der Hinterlegung. Die 18 517 TSD. Stück hinterlegten Aktien werden wie eigene Anteile nach § 272 Abs. 1a HGB bilanziert. Das Treuhandverhältnis wurde Anfang des Jahres 2016 beendet, und die hinterlegten Aktien wurden auf ein Depot der Deutschen Telekom AG überführt.

Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2013 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 15. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 2 176 000 000 € durch Ausgabe von bis zu 850 000 000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage auszuschließen, um neue Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft, auszugeben. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2013). Das Genehmigte Kapital 2013 beträgt nach den in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 erfolgten Erhöhungen des Grundkapitals gegen Einlage von Dividendenansprüchen noch 1 777 979 476,48 €. Die Eintragung des verbliebenen Genehmigten Kapitals 2013 im Handelsregister erfolgte am 17. Juni 2015.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2015 um bis zu 1 100 000 000 €, eingeteilt in bis zu 429 687 500 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie

1. die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Mai 2014 bis zum 14. Mai 2019 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder

2. die aus von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Mai 2014 bis zum 14. Mai 2019 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen

und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 5 Abs. 3 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS (CHANGE OF CONTROL)

Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutschen Telekom AG, die eine Klausel für den Fall einer Übernahme (Change of Control) der Deutschen Telekom AG enthalten, betreffen hauptsächlich bilaterale Kreditfazilitäten sowie mehrere Darlehensverträge. Im Übernahmefall haben die jeweiligen Kreditgeber das Recht, die Fazilität zu kündigen und ggf. fällig zu stellen bzw. die Rückzahlung der Darlehen zu verlangen. Dabei wird eine Übernahme angenommen, wenn ein Dritter die Kontrolle über die Deutsche Telekom AG erlangt; dies kann auch eine gemeinschaftlich handelnde Gruppe sein.

Ferner haben die anderen Konsortialpartner von Toll Collect (Daimler Financial Services AG und Cofiroute S. A.) eine Call Option für den Fall, dass ein Wechsel in der Eigentümerstruktur der Deutschen Telekom AG dadurch eintritt, dass mehr als 50% des Aktienkapitals oder der Stimmrechte von einem neuen Gesellschafter gehalten werden, die er zuvor nicht besaß, und die anderen Konsortialpartner diesem Wechsel nicht zugestimmt haben.

Der griechische Staat kann alle Anteile der Deutschen Telekom AG an der griechischen Hellenic Telecommunications Organization S. A., Athen, Griechenland (ote), von der Deutschen Telekom AG erwerben oder verlangen, dass sie an einen von ihm benannten Dritten übertragen werden, wenn die Deutsche Telekom AG von einem Unternehmen übernommen werden sollte, das kein Telekommunikationsunternehmen aus der Europäischen Union oder den USA mit ähnlicher Größe und vergleichbarem Ansehen wie die Deutsche Telekom AG ist. Eine Übernahme in diesem Sinne liegt vor, wenn eine oder mehrere Personen - mit Ausnahme der Bundesrepublik Deutschland - direkt oder indirekt 35% der Stimmrechte an der Deutschen Telekom AG erwerben.

Bei der Gründung des Joint Ventures EE in Großbritannien haben die Deutsche Telekom AG und France Telecom S. A. im Joint Venture Agreement vereinbart, dass die France Telecom - für den Fall, dass die Deutsche Telekom unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt - für die Dauer eines Jahres von sämtlichen den Gesellschaftern im Hinblick auf eine Übertragung ihrer Anteile auferlegten Restriktionen befreit ist. Eine Übertragung von Anteilen an Wettbewerber ist aber auch in diesem Fall untersagt. Mit dem Vollzug der Veräußerung der Anteile am Joint Venture EE an die BT Group plc. am 29. Januar 2016 entfielen diese vertraglichen Restriktionen.

Im Rahmen der Gründung des Einkaufs-Joint Ventures BuyIn in Belgien haben die Deutsche Telekom AG und France Telecom S. A./Atlas Services Belgium S. A. (eine Tochter der France Telecom S. A.) im Master Agreement vereinbart, dass, falls die Deutsche Telekom oder France Telecom unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt bzw. ein nicht vollständig zum France Telecom Konzern gehörender Dritter Anteile an Atlas Services Belgium S. A. erwirbt, der jeweils andere Vertragspartner (France Telecom und Atlas Services Belgium nur gemeinschaftlich) das Master Agreement mit sofortiger Wirkung kündigen kann.

KONSOLIDIERUNGSKREISVERÄNDERUNGEN

Im Konzernabschluss der Deutschen Telekom werden 64 inländische und 190 ausländische Tochterunternehmen vollkonsolidiert (31. Dezember 2014: 56 und 197). Zusätzlich werden 14 assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2014: 13) und 8 Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2014: 6) nach der Equity-Methode einbezogen.

→ Die wesentlichen Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG werden im Kapitel "Grundlagen und Methoden" unter "Wesentliche Tochterunternehmen" im Konzern-Anhang aufgeführt.

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Deutsche Telekom keine wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse getätigt.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht erläutert das der Vorstandsvergütung zugrunde liegende Vergütungssystem sowie die Höhe der individuellen Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Innerhalb des Vergütungsberichts sind die Anforderungen des Handelsgesetzbuchs unter Berücksichtigung der Regelungen des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 17 (DRS 17), die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und der International Financial Reporting Standards (IFRS) berücksichtigt worden.

Veränderungen im Vorstand und Vertragsverlängerungen. Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 25. Februar 2015 übernahm Dr. Christian P. Illek das Amt des Personalvorstands und Arbeitsdirektors seit dem 1. April 2015. Das Vorstandsmandat von Claudia Nemat hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. Dezember 2015 beginnend ab dem 1. Oktober 2016 um weitere fünf Jahre verlängert.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Grundlagen der Vorstandsvergütung.

Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 ein neues System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Umgesetzt wurden dabei die seit dem 5. August 2009 geltenden Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG vom 3. Mai 2010 billigte dieses neue System. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf ein jährliches festes Jahresgehalt, eine jährliche variable Erfolgsvergütung (Variable I), eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente (Variable II) sowie Anspruch auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Der Aufsichtsrat legt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand fest. Diese Struktur und die Angemessenheit der Vergütung überprüft er regelmäßig.

Das feste Jahresgehalt ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Es ist sichergestellt, dass die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist und die variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben.

Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten.

In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden, so v. a. die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung.

Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich.

Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, die durch Krankheit, Unfall oder aus einem anderen nicht durch das jeweilige Vorstandsmitglied zu vertretenden Grund eintritt, wird die feste Grundvergütung weitergewährt; variable Vergütungsansprüche werden bei einer ununterbrochenen krankheitsbedingten Abwesenheit von größer einem Monat anteilsmäßig entsprechend der ununterbrochenen Abwesenheit gekürzt. Die Fortzahlung der Vergütung endet spätestens nach einer ununterbrochenen Abwesenheit von sechs Monaten bzw. maximal nach einem Zeitraum von bis zu drei Monaten nach dem Ende des Monats, in dem eine dauernde Arbeitsunfähigkeit des Vorstandsmitglieds festgestellt worden ist.

Variable Erfolgsvergütung

Die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands unterteilt sich in die Variablen I und II. Die Variable I enthält sowohl kurzfristige als auch langfristig angelegte Komponenten, die in der Realisierung des Budgets in konkreten Zielgrößen sowie der Umsetzung der Strategie und dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild bestehen. Die Variable II ist ausschließlich langfristig orientiert. So ist sichergestellt, dass im Rahmen der variablen Vergütung eine Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt und eine überwiegend langfristige Anreizwirkung besteht. Die variablen Vergütungsbestandteile enthalten eindeutige betragsmäßige Höchstgrenzen, und auch die Vergütungshöhe insgesamt wurde betragsmäßig begrenzt.

Variable I.

Die jährliche variable Vergütung der Vorstandsmitglieder bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG zu Beginn des Geschäftsjahres jedem Mitglied des Vorstands erteilten Zielvorgabe. Die Zielvorgabe setzt sich dabei aus Konzernzielen (50 %) für Umsatz, unbereinigtes EBITDA und Free Cashflow sowie Individualzielen der einzelnen Vorstandsmitglieder zusammen. Die Individualziele bestehen aus den auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichteten Zielen zur Umsetzung der Strategie (30 %) sowie dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild (Value Adherence) in Höhe von 20%. Die Zielvereinbarung und Zielerreichung für das jeweilige Geschäftsjahr werden vom Aufsichtsratsplenum festgelegt. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150% des Zusagebetrags begrenzt. Darüber hinausgehende Zielerreichung bleiben unberücksichtigt. Zur darüber hinausgehenden Sicherstellung der langfristigen Anreizwirkung und der Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ist ein Betrag von einem Drittel der jährlich durch das Aufsichtsratsplenum festgesetzten Variablen in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren; diese sind über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren vom jeweiligen Vorstandsmitglied zu halten.

Variable II.

Die ausschließlich langfristig angelegte Variable II wird an der Erfüllung von vier gleich gewichteten Erfolgsparametern (Return On Capital Employed (ROCE), bereinigtes Ergebnis je Aktie, Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit) gemessen. Jeder Parameter beeinflusst ein Viertel des Auslobungsbetrags. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150 % des Auslobungsbetrags begrenzt. Der Bemessungszeitraum beträgt vier Jahre. Die Messung erfolgt über die durchschnittliche Zielerreichung der vier zum Zeitpunkt der Zusage geplanten Jahre. Der Auslobungsbetrag wird entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen und individuell pro Vorstandsmitglied festgelegt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden den Vorstandsmitgliedern die folgenden absoluten Nominalbeträge im Falle einer 100%-Zielerreichung zugesagt:

T 049 in €

scroll
Tranche 2015 Tranche 2014
Reinhard Clemens 650 000 650 000
Niek Jan van Damme 644 000 640 083
Thomas Dannenfeldt 550 000 550 000
Timotheus Höttges 1 342 000 1 092 000
Dr. Christian P. Illek (seit 1. April 2015) 515 625 -
Dr. Thomas Kremer 550 000 550 000
Claudia Nemat 675 000 675 000

Angaben zum Share Matching Plan.

Im Geschäftsjahr 2015 sind die Vorstandsmitglieder wie bereits vorab beschrieben vertraglich dazu verpflichtet, ein Drittel der Variablen I in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments des Vorstands erworbene Aktie nach Ablauf der vierjährigen Haltefrist eine zusätzliche Aktie gewähren (Share Matching Plan), sofern die Vorstandsbestellung noch andauert.

In Anwendung der Vorschriften DRS 17 und IFRS 2 sind neben dem Gesamtaufwand aus aktienbasierter Vergütung aus Matching Shares im Geschäftsjahr 2015 und dem beizulegenden Zeitwert der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung auch die Anzahl der bestehenden Anrechte auf Matching Shares und deren Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr darzustellen.

Der in der Tabelle 050 dargestellte beizulegende Zeitwert der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung stellt keinen Gehaltszufluss des Jahres 2015 für Vorstandsmitglieder dar. Es handelt sich hierbei um einen ermittelten kalkulatorischen Wert der Matching Shares-Anrechte, der nach einschlägigen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelt wurde. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei dem Aktienkurs zum Zeitpunkt der Gewährung abzüglich eines erwarteten Dividendenabschlags.

Die folgende Tabelle 050 basiert dabei auf einer erwarteten Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2015 und damit einer geschätzten Höhe des vom jeweiligen Vorstand zu leistenden Eigeninvestments, welches Anrechte auf Matching Shares begründet. Die für das Geschäftsjahr 2015 finale Anzahl von Anrechten auf Matching Shares kann gegenüber den hier verwendeten geschätzten Werten höher oder niedriger ausfallen.

Der in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 gemäß IFRS 2 zu erfassende Gesamtaufwand aus aktienbasierter Vergütung für Anrechte auf Matching Shares der Jahre 2010 bis 2015 ist in den letzten beiden Spalten der Tabelle 050 enthalten.

T 050

scroll
Anzahl der seit 2010 insgesamt gewährten Anrechte auf Matching Shares zum Beginn des Geschäftsjahres Anzahl der in 2015 neu gewährten Anrechte auf Matching Shares Anzahl der in 2015 übertragenen Aktien im Rahmen des Share Matching Plans Beizulegende Zeitwerte der Anrechte auf Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung Kumulierter Gesamtaufwand aktienbasierte Vergütung im Jahr 2015 aus Matching Shares der Jahre 2011 bis 2015 Kumulierter Gesamtaufwand aktienbasierte Vergütung im Jahr 2014 aus Matching Shares der Jahre 2010 bis 2014
in Stück in Stück in Stück in € in € in €
Reinhard Clemens 127 282 13 710 22 133 190 015 161 823 186 836
Niek Jan van Damme 117 804 13 586 17 908 188 309 155 728 169 408
Thomas Dannenfeldt 12 649 11 603 0 160 823 69 482 54 916
Timotheus Höttges 164 420 28 312 24 914 392 408 235 655 222 952
Dr. Christian P. Illek (seit 1. April 2015) - 8 152 - 121 621 24 409 -
Dr. Thomas Kremer 42 708 11 603 0 160 823 86 360 57 619
Claudia Nemat 71 269 14 241 0 197 373 136 066 97 441

Bis zum 31. Dezember 2015 hat die Deutsche Telekom insgesamt 565 596 Stück Aktien für Zwecke der Ausgabe von Matching Shares an Vorstandsmitglieder im Rahmen des Share Matching Plans erworben. 2015 wurden erneut Matching Shares an einzelne Vorstandsmitglieder übertragen. Die Gesamtsumme der im Jahr 2015 an Vorstandsmitglieder übertragenen Aktien beträgt 64 955 Stück (2014: 89 518 Stück).

Regelungen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit.

In Vorstandsverträgen, die seit dem Geschäftsjahr 2009 abgeschlossen worden sind, ist für den Fall der vorzeitigen Beendigung ohne wichtigen Grund eine Ausgleichszahlung vorgesehen, deren Höhe entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap) und die nicht höher als die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags sein darf.

Die Vorstandsverträge der Deutschen Telekom AG enthalten keine Zusagen für Leistungen aus Anlass der Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels.

Die Verträge der Vorstandsmitglieder sehen grundsätzlich ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Den Mitgliedern des Vorstands ist es danach vertraglich untersagt, während der Dauer von einem Jahr nach Ausscheiden Leistungen an oder für einen Wettbewerber zu erbringen. Hierfür erhalten sie als Karenzentschädigung entweder eine Zahlung in Höhe von 50 % des letzten festen Jahresgehalts und 50 % der letzten Variablen I auf Basis einer Zielerreichung von 100% oder 100% des letzten festen Jahresgehalts.

Betriebliche Altersversorgung

Betriebliche Altersversorgung (Altzusage).

Die Mitglieder des Vorstands haben eine Zusage auf eine betriebliche Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung steht in einem direkten Verhältnis zum individuellen Jahresgehalt. Die Vorstandsmitglieder erhalten im Versorgungsfall pro abgeleistetem Dienstjahr einen festgelegten Prozentsatz des letzten festen Jahresgehalts vor Eintritt des Versorgungsfalls als betriebliche Altersversorgung. Die Zusageform besteht in einem lebenslangen Ruhegeld ab Vollendung des 62. Lebensjahres bzw. einem vorgezogenen Ruhegeld mit Vollendung des 60. Lebensjahres. Für den Fall des vorgezogenen Ruhegelds werden jedoch entsprechende versicherungsmathematische Abschläge durchgeführt. Die Höhe des betrieblichen Ruhegelds berechnet sich durch Multiplikation eines Basisprozentsatzes von 5 % mit der Anzahl der in Jahren abgeleisteten Vorstandsdienstzeiten. Nach zehn Jahren Dienstzeit wäre somit das maximale Versorgungsniveau von 50 % der letzten fixen Jahresvergütung erreicht.

Die zu leistenden Versorgungszahlungen werden jährlich dynamisiert. Dabei beträgt der verwendete Steigerungsprozentsatz 1%. Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenrentenansprüchen. Dabei kann der Anspruch auf Witwenrenten in speziell geregelten Sonderfällen ausgeschlossen sein. Anrechnungstatbestände sind in den Versorgungszusagen marktüblich geregelt. Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) wird jeweils die Dienstzeit bis zum Ende der laufenden Bestellperiode für die Berechnung der Versorgung zugrunde gelegt.

Betriebliche Altersversorgung (Neuzusage).

Für alle Vorstandsmitglieder mit einer Neuzusage auf betriebliche Altersversorgung wird eine beitragsbasierte Zusage in Form eines Einmalkapitals im Versorgungsfall erteilt. Für jedes abgeleistete Dienstjahr wird dem Vorstandsmitglied ein Beitrag auf einem Versorgungskonto gutgeschrieben, welches mit einer marktüblichen Verzinsung hinterlegt ist. Die Zuführung des jährlichen Beitrags erfolgt nicht liquiditätswirksam. Der Liquiditätsabfluss entsteht erst mit Eintritt des Versorgungsfalls. Der Versorgungsfall tritt grundsätzlich mit dem vollendeten 62. Lebensjahr ein. Für vor dem 31. Dezember 2011 abgeschlossene Versorgungsvereinbarungen besteht die Möglichkeit, ein vorgezogenes Ruhegeld ab dem vollendeten 60. Lebensjahr gegen entsprechende versicherungsmathematische Abschläge zu beziehen. Die Höhe des jährlich bereitzustellenden Beitrags wird individualisiert und entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen vorgenommen. Bei der exakten Festlegung des Beitrags erfolgt eine Orientierung an Unternehmen gleicher Größenordnung, die einen angemessenen Vergleichsmaßstab darstellen und die ebenfalls eine beitragsbasierte Versorgungszusage anbieten.

Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenansprüchen. Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) erwirbt der Berechtigte ebenfalls Anspruch auf das Versorgungsguthaben.

In der folgenden Tabelle 051 sind der Dienstzeitaufwand und die Defined Benefit Obligation für jedes Vorstandsmitglied dargestellt:

T 051 in €

scroll
Dienstzeitaufwand Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) Dienstzeitaufwand Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO)
2015 31.12.2015 2014 31.12.2014
Reinhard Clemens 779 940 5 829 077 599 763 5 427 515
Niek Jan van Damme 312 100 2 445 816 288 661 2 129 080
Thomas Dannenfeldt 288 525 573 411 246 151 293 973
Timotheus Höttges 1 096 569 9 138 086 818 212 8 695 342
Dr. Christian P. Illek (seit 1. April 2015) 204 741 204 741 - -
Dr. Thomas Kremer 254 966 965 594 243 743 703 470
Claudia Nemat 296 866 1 344 197 247 026 1 069 351

Im Rahmen der Regelungen der neuen betrieblichen Altersversorgung wurden Niek Jan van Damme 290 000 € als Jahresbeitrag zugesagt. Die Beiträge für Thomas Dannenfeldt, Dr. Christian P. Illek, Dr. Thomas Kremer und Claudia Nemat betragen jeweils 250 000 € pro abgeleistetem Dienstjahr.

Der aus der betrieblichen Altersversorgung resultierende Pensionsaufwand wird durch die Angabe des Dienstzeitaufwands dargestellt.

Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2015. Unter Zugrundelegung der rechtlichen und sonstigen Vorgaben werden im Folgenden die Bezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 mit insgesamt 17,6 Mio. € (2014: 13,9 Mio. €) ausgewiesen.

Diese beinhalten für Vorstandsmitglieder das feste Jahresgehalt sowie sonstige Leistungen, geldwerte Vorteile und Sachbezüge, die kurzfristige variable Vergütung (Variable I), sowie sofern vorhanden eine außerordentliche Erfolgstantieme sowie einen einmaligen Sign-On-Bonus, vollständig erdiente Tranchen der langfristigen variablen Vergütung (Variable II) und den beizulegenden Zeitwert der Matching Shares. Dieser wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Gewährung geschätzten Höhe der Variablen I und einer daraus resultierenden Anzahl von Anrechten auf Matching Shares berechnet.

Das feste Jahresgehalt, die sonstigen Bezüge und ein einmaliger Sign-On-Bonus sind vollständig erfolgsunabhängig.

Gesamtbezüge.

Die Vergütung des Vorstands ergibt sich im Einzelnen aus der nachfolgenden Tabelle 052:

T 052 in €

scroll
Erfolgsunabhängige Vergütung Erfolgsabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt Sonstige Bezüge Kurzfristige variable Vergütung Langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II) Langfristige variable Erfolgsvergütung (beizulegender Zeitwert Matching Shares)
Reinhard Clemens 2015 840 000 17 914 780 650 578 500 190 015
  2014 840 000 17 350 714 350 429 000 186 512
Niek Jan van Damme 2015 850 000 30 333 791 476 489 500 188 309
  2014 850 000 26 758 708 760 363 000 180 295
Thomas Dannenfeldt 2015 700 000 25 040 693 550 - 160 823
  2014 700 000 22 433 641 300 - 157 817
Timotheus Höttges 2015 1 450 000 67 166 1 753 994 578 500 392 408
  2014 1 450 000 22 359 1 307 124 429 000 313 339
Dr. Christian P. Illek 2015a 525 000 1 226 828 495 413 - 121 621
(seit 1. April 2015) 2014 - - - - -
Dr. Thomas Kremer 2015 700 000 62 854 665 500 438 510 160 823
  2014 700 000 60 983 856 650 234 438 157 817
Claudia Nemat 2015 900 000 69 704 810 675 600 750 197 373
  2014 900 000 65 900 764 775 361 969 193 685
  2015 5 965 000 1 499 839 5 991 258 2 685 760 1 411 372
  2014b 5 440 000 215 783 4 992 959 1 817 407 1 189 465
scroll
Gesamtvergütung
Reinhard Clemens 2 407 079
  2 187 212
Niek Jan van Damme 2 349 618
  2 128 813
Thomas Dannenfeldt 1 579 413
  1 521 550
Timotheus Höttges 4 242 068
  3 521 822
Dr. Christian P. Illek 2 368 862
(seit 1. April 2015) -
Dr. Thomas Kremer 2 027 687
  2 009 888
Claudia Nemat 2 578 502
  2 286 329
  17 553 229
  13 655 614

a Die sonstigen Bezüge von Dr. Christian P Illek enthalten eine einmalige Zahlung von 1,2 Mio. € als Sign-On-Bonus.
b Bezüge von Vorständen, die im Verlauf des Jahres 2014 das Unternehmen verlassen haben, sind in der Tabelle nicht mehr enthalten.

Für die in der Spalte langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II) ausgewiesenen Beträge wurde den berechtigten Vorstandsmitgliedern im Geschäftsjahr 2012 eine entsprechende Zusage erteilt. Aufgrund des Eintritts in die bereits laufende Plantranche der Variablen ii erfolgte die zeitanteilige Zusage für Dr. Thomas Kremer ebenfalls im Jahr 2012.

Dr. Christian P. Illek erhielt mit seinem Antritt im April 2015 eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 1,2 Mio. €. Mit dieser Sonderzahlung sollen nachgewiesene Verluste von Aktienanrechten seines Vorarbeitgebers entschädigt werden. Gleichzeitig wurde Dr. Christian P. Illek verpflichtet, den Nettoauszahlungsbetrag dieser Sonderzahlung in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren, die mit einer zeitlich gestaffelten Veräußerungssperre belegt worden sind. Dr. Christian P. Illek ist der Verpflichtung, Aktien der Deutschen Telekom AG zu erwerben, im Mai 2015 nachgekommen.

Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine oder ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Frühere Mitglieder des Vorstands.

Für Leistungen und Ansprüche früherer und während des Geschäftsjahres ausgeschiedener Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind 7,1 Mio. € (2014: 9,2 Mio. €) als Gesamtbezüge zugeflossen.

Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden für diesen Personenkreis sowie deren Hinterbliebene 188,1 Mio. € (31. Dezember 2014: 196,9 Mio. €) als Rückstellungen (Bewertung nach IAS 19) passiviert.

Sonstiges.

Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Vorstandsmitglieder bzw. ehemalige Vorstandsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen.

Tabellendarstellung gemäß den Anforderungen des Deutschen

Corporate Governance Kodex

Die folgenden Darstellungen erfolgen anhand der vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabellen 1 und 2, die den Gesamtbetrag, der für das Berichtsjahr gewährten sowie der zugeflossenen Vergütungsbestandteile abbilden.

Gewährte Zuwendungen für das Berichtsjahr

T 053 Vorstandsvergütung in €

scroll
Timotheus Höttges
Funktion: Vorstandsvorsitzender (CEO) seit dem 01.01.2014
2014 2015 2015 (min.) 2015 (max.)
Festvergütung 1 450 000 1 450 000 1 450 000 1 450 000
Nebenleistungen 22 359 67 166 67 166 67 166
Summe jährliche feste Vergütung 1 472 359 1 517 166 1 517 166 1 517 166
Einjährige variable Vergütung 1 092 000 1 342 000 0 2 013 000
Mehrjährige variable Vergütung 1 405 339 1 734 408 0 4 026 000
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit) 1 092 000      
davon: Variable II 2015 (4 Jahre Laufzeit)   1 342 000 0 2 013 000
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit) 313 339      
davon: Share Matching Plan 2015 (4 Jahre Laufzeit)   392 408 0 2 013 000
Summe 3 969 698 4 593 574 1 517 166 7 556 166
Versorgungsaufwand 818 212 1 096 569 1 096 569 1 096 569
GESAMTVERGÜTUNG 4 787 910 5 690 143 2 613 735 8 652 735
scroll
Reinhard Clemens
Funktion: T-Systems seit dem 01.12.2007
2014 2015 2015 (min.) 2015 (max.)
Festvergütung 840 000 840 000 840 000 840 000
Nebenleistungen 17 350 17 914 17 914 17 914
Summe jährliche feste Vergütung 857 350 857 914 857 914 857 914
Einjährige variable Vergütung 650 000 650 000 0 975 000
Mehrjährige variable Vergütung 836 512 840 015 0 1 950 000
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit) 650 000      
davon: Variable II 2015 (4 Jahre Laufzeit)   650 000 0 975 000
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit) 186 512      
davon: Share Matching Plan 2015 (4 Jahre Laufzeit)   190 015 0 975 000
Summe 2 343 862 2 347 929 857 914 3 782 914
Versorgungsaufwand 599 763 779 940 779 940 779 940
GESAMTVERGÜTUNG 2 943 625 3 127 869 1 637 854 4 562 854
scroll
Niek Jan van Damme
Funktion: Deutschland seit dem 01.03.2009
2014 2015 2015 (min.) 2015 (max.)
Festvergütung 850 000 850 000 850 000 850 000
Nebenleistungen 26 758 30 333 30 333 30 333
Summe jährliche feste Vergütung 876 758 880 333 880 333 880 333
Einjährige variable Vergütung 628 333 644 000 0 966 000
Mehrjährige variable Vergütung 820 378 832 309 0 1 932 000
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit) 640 083      
davon: Variable II 2015 (4 Jahre Laufzeit)   644 000 0 966 000
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit) 180 295      
davon: Share Matching Plan 2015 (4 Jahre Laufzeit)   188 309 0 966 000
Summe 2 325 469 2 356 642 880 333 3 778 333
Versorgungsaufwand 288 661 312 100 312 100 312 100
GESAMTVERGÜTUNG 2 614 130 2 668 742 1 192 433 4 090 433
scroll
Thomas Dannenfeldt
Funktion: Finanzen (CFO) seit dem 01.01.2014
2014 2015 2015 (min.) 2015 (max.)
Festvergütung 700 000 700 000 700 000 700 000
Nebenleistungen 22 433 25 040 25 040 25 040
Summe jährliche feste Vergütung 722 433 725 040 725 040 725 040
Einjährige variable Vergütung 550 000 550 000 0 825 000
Mehrjährige variable Vergütung 707 817 710 823 0 1 650 000
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit) 550 000      
davon: Variable II 2015 (4 Jahre Laufzeit)   550 000 0 825 000
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit) 157 817      
davon: Share Matching Plan 2015 (4 Jahre Laufzeit)   160 823 0 825 000
Summe 1 980 250 1 985 863 725 040 3 200 040
Versorgungsaufwand 246 151 288 525 288 525 288 525
GESAMTVERGÜTUNG 2 226 401 2 274 388 1 013 565 3 488 565
scroll
Dr. Christian P. Illek
Funktion: Personal seit dem 01.04.2015
2014 2015 2015 (min.) 2015 (max.)
Festvergütung - 525 000 525 000 525 000
Nebenleistungen - 1 226 828 1 226 828 1 266 828
Summe jährliche feste Vergütung - 1 751 828 1 751 828 1 791 828
Einjährige variable Vergütung - 412 500 0 618 750
Mehrjährige variable Vergütung - 637 246 0 1 392 188
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit)        
davon: Variable II 2015 (4 Jahre Laufzeit)   515 625 0 773 438
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit)        
davon: Share Matching Plan 2015 (4 Jahre Laufzeit)   121 621 0 618 750
Summe - 2 801 574 1 751 828 3 802 766
Versorgungsaufwand - 204 741 204 741 204 741
GESAMTVERGÜTUNG - 3 006 315 1 956 569 4 007 507
scroll
Dr. Thomas Kremer
Funktion: Datenschutz, Recht und Compliance seit dem 01.06.2012
2014 2015 2015 (min.) 2015 (max.)
Festvergütung 700 000 700 000 700 000 700 000
Nebenleistungen 60 983 62 854 62 854 62 854
Summe jährliche feste Vergütung 760 983 762 854 762 854 762 854
Einjährige variable Vergütung 550 000 550 000 0 825 000
Mehrjährige variable Vergütung 707 817 710 823 0 1 650 000
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit) 550 000      
davon: Variable II 2015 (4 Jahre Laufzeit)   550 000 0 825 000
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit) 157 817      
davon: Share Matching Plan 2015 (4 Jahre Laufzeit)   160 823 0 825 000
Summe 2 018 800 2 023 677 762 854 3 237 854
Versorgungsaufwand 243 743 254 966 254 966 254 966
GESAMTVERGÜTUNG 2 262 543 2 278 643 1 017 820 3 492 820
scroll
Claudia Nemat
Funktion: Europa und Technik seit dem 01.10.2011
2014 2015 2015 (min.) 2015 (max.)
Festvergütung 900 000 900 000 900 000 900 000
Nebenleistungen 65 900 69 704 69 704 69 704
Summe jährliche feste Vergütung 965 900 969 704 969 704 969 704
Einjährige variable Vergütung 675 000 675 000 0 1 012 500
Mehrjährige variable Vergütung 868 685 872 373 0 2 025 000
davon: Variable II 2014 (4 Jahre Laufzeit) 675 000      
davon: Variable II 2015 (4 Jahre Laufzeit)   675 000 0 1 012 500
davon: Share Matching Plan 2014 (4 Jahre Laufzeit) 193 685      
davon: Share Matching Plan 2015 (4 Jahre Laufzeit)   197 373 0 1 012 500
Summe 2 509 585 2 517 077 969 704 4 007 204
Versorgungsaufwand 247 026 296 866 296 866 296 866
GESAMTVERGÜTUNG 2 756 611 2 813 943 1 266 570 4 304 070

Zugeflossene Zuwendungen für das Berichtsjahr

In Abweichung zu der bereits dargestellten Gewährungstabelle werden in dieser Tabelle nicht die Zielwerte für die kurz- und langfristigen variablen Vergütungsbestandteile ausgewiesen, sondern die tatsächlich für das Jahr 2015 zufließenden Werte. Eine weitere Abweichung gegenüber der Gewährungstabelle besteht hinsichtlich der Darstellung des Matching Shares Plans. Die in dieser Tabelle ausgewiesenen Werte für den Share Matching Plan stellen die Höhe des nach deutschem Steuerrecht relevanten Zuflusswerts im Zeitpunkt der Übertragung von Matching Shares dar, während in der Gewährungstabelle zuvor die beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Gewährung Gegenstand des Vergütungsausweises sind.

T 054 Vorstandsvergütung in €

scroll
Timotheus Höttges Reinhard Clemens Niek Jan van Damme
Funktion: Vorstandsvorsitzender (CEO) seit dem 01.01.2014 Funktion: T-Systems seit dem 01.12.2007 Funktion: Deutschland seit dem 01.03.2009
2014 2015 2014 2015 2014 2015
Festvergütung 1 450 000 1 450 000 840 000 840 000 850 000 850 000
Nebenleistungen 22 359 67 166 17 350 17 914 26 758 30 333
Summe jährliche feste Vergütung 1 472 359 1 517 166 857 350 857 914 876 758 880 333
Einjährige variable Vergütung 1 307 124 1 753 994 714 350 780 650 708 760 791 476
Mehrjährige variable Vergütung 758 558 965 664 720 364 917 069 614 594 763 439
davon: Variable II (4 Jahre Laufzeit)a 429 000 578 500 429 000 578 500 363 000 489 500
davon: Share Matching Plan (4 Jahre Laufzeit)b 329 558 387 164 291 364 338 569 251 594 273 939
Sonstiges 0 0 0 0 0 0
Summe 3 538 041 4 236 824 2 292 064 2 555 633 2 200 112 2 435 248
Versorgungsaufwand 818 212 1 096 569 599 763 779 940 288 661 312 100
GESAMTVERGÜTUNG 4 356 253 5 333 393 2 891 827 3 335 573 2 488 773 2 747 348
scroll
Thomas Dannenfeldt Dr. Christian P. Illek Dr. Thomas Kremer
Funktion: Finanzen (CFO) seit dem 01.01.2014 Funktion: Personal seit dem 01.04.2015 Funktion: Datenschutz, Recht und Compliance seit dem 01.06.2012
2014 2015 2014 2015 2014 2015
Festvergütung 700 000 700 000 - 525 000 700 000 700 000
Nebenleistungen 22 433 25 040 - 1 226 828c 60 983 62 854
Summe jährliche feste Vergütung 722 433 725 040 - 1 751 828 760 983 762 854
Einjährige variable Vergütung 641 300 693 550 - 495 413 606 650 665 500
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 - 0 234 438 438 510
davon: Variable II (4 Jahre Laufzeit)a 0 0   0 234 438 438 510
davon: Share Matching Plan (4 Jahre Laufzeit)b 0 0   0 0 0
Sonstiges 0 0 - 0 250 000 0
Summe 1 363 733 1 418 590 - 2 247 241 1 852 071 1 866 864
Versorgungsaufwand 246 151 288 525 - 204 741 243 743 254 966
GESAMTVERGÜTUNG 1 609 884 1 707 115 - 2 451 982 2 095 814 2 121 830
scroll
Claudia Nemat
Funktion: Europa und Technik seit dem 01.10.2011
2014 2015
Festvergütung 900 000 900 000
Nebenleistungen 65 900 69 704
Summe jährliche feste Vergütung 965 900 969 704
Einjährige variable Vergütung 764 775 810 675
Mehrjährige variable Vergütung 361 969 600 750
davon: Variable II (4 Jahre Laufzeit)a 361 969 600 750
davon: Share Matching Plan (4 Jahre Laufzeit)b 0 0
Sonstiges 0 0
Summe 2 092 644 2 381 129
Versorgungsaufwand 247 026 296 866
GESAMTVERGÜTUNG 2 339 670 2 677 995

a Bei der Darstellung der Variable II in der Spalte 2015 handelt es sich um den Auszahlungsbetrag der Tranche 2012.
b Bei dem Share Matching Plan handelt es sich um den geldwerten Vorteil, der durch den Zufluss der Matching Shares entstanden ist, deren Eigeninvestment im Jahr 2011geleistet wurde.
c Die Nebenleistungen von Dr. Christian P. Illek enthalten eine einmalige Zahlung von 1,2 Mio. € als Sign-On-Bonus.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 13 der Satzung der Deutschen Telekom AG geregelt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten nach dem Vergütungssystem, das zum 1. Januar 2013 wirksam wurde, eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 70 000,00 €.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält zusätzlich 70 000,00 €, der stellvertretende Vorsitzende 35 000,00 €. Für die Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzlich

scroll
a der Vorsitzende des Prüfungsausschusses 80 000,00 €, jedes andere Mitglied des Prüfungsausschusses 40 000,00 €,
b der Vorsitzende des Präsidialausschusses 35 000,00 €, jedes andere Mitglied des Präsidialausschusses 25 000,00 €,
c der Vorsitzende eines anderen Ausschusses 30 000,00 €, jedes andere Mitglied eines Ausschusses 20 000,00 €.

Der Vorsitz und die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss sowie im Vermittlungsausschuss bleiben unberücksichtigt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld von 1 000,00 €. Die auf die Vergütung und Auslagen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet.

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2015 beträgt 2 683 500,00 € (zuzüglich Umsatzsteuer).

Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsratsmitglieder bzw. ehemalige Aufsichtsratsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen.

Die Aufsichtsratsvergütung 2015 verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:

T 055 in €

scroll
Aufsichtsratsmitglied Feste Vergütung Sitzungsgeld Gesamtsumme
Baldauf, Sari 90 000,00 8 000,00 98 000,00
Bednarski, Josefa 110 000,00 13 000,00 123 000,00
Dr. Bernotat, Wulf H. 110 000,00 13 000,00 123 000,00
Brandl, Monika 90 000,00 12 000,00 102 000,00
Geismann, Johannes 135 000,00 26 000,00 161 000,00
Dr. von Grünberg, Hubertus 100 000,00 7 000,00 107 000,00
Hanas, Klaus-Dieter 70 000,00 7 000,00 77 000,00
Hauke, Sylviab 110 000,00 13 000,00 123 000,00
Hinrichs, Lars 90 000,00 7 000,00 97 000,00
Kallmeier, Hans-Jürgenc 130 000,00 15 000,00 145 000,00
Prof. Dr. Kaschke, Michael (seit dem 22. April 2015) 59 166,67 3 000,00 62 166,67
Kollmann, Dagmar P. 166 666,67 20 000,00 186 666,67
Kolmsee, Ines (31. Januar 2015 bis 8. April 2015) 33 333,33 2 000,00 35 333,33
Kreusel, Petra Steffid 110 000,00 11 000,00 121 000,00
Prof. Dr. Lehner, Ulrich (Vorsitzender) 255 833,33 29 000,00 284 833,33
Litzenberger, Waltraud (bis 31. Dezember 2015) 160 000,00 25 000,00 185 000,00
Schröder, Lothar (stellv. Vorsitzender)e 205 000,00 23 000,00 228 000,00
Dr. Schröder, Ulrich 125 000,00 11 000,00 136 000,00
Sommer, Michael 90 000,00 8 000,00 98 000,00
Spoo, Sibylle 70 000,00 7 000,00 77 000,00
Streibich, Karl-Heinz 90 000,00 11 000,00 101 000,00
Dr. h. c. Walter, Bernhard (bis 11. Januar 2015) † 12 500,00 - 12 500,00
  2 412 500,00 271 000,00 2 683 500,00

a Neben der Vergütung für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Josef Bednarski für das Geschäftsjahr 2015 eine weitere Vergütung in Höhe von 5 250,00 € (inkl. Sitzungsgeld) (Aufsichtsratsmandat bei der Deutschen Telekom Kundenservice GmbH).
b Neben der Vergütung für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Sylvia Hauke für das Geschäftsjahr 2015 eine weitere Vergütung in Höhe von 16 000,00 € (inkl. Sitzungsgeld) (Aufsichtsratsmandat bei der Telekom Deutschland GmbH).
c Neben der Vergütung für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Hans-Jürgen Kallmeier für das Geschäftsjahr 2015 eine weitere Vergütung in Höhe von 16 500,00 € (inkl. Sitzungsgeld) (Aufsichtsratsmandat bei der T-Systems International GmbH).
d Neben der Vergütung für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Petra Steffi Kreusel für das Geschäftsjahr 2015 eine weitere Vergütung in Höhe von 14 500,00 € (inkl. Sitzungsgeld) (Aufsichtsratsmandat bei der T-Systems International GmbH).
e Neben der Vergütung für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Lothar Schröder für das Geschäftsjahr 2015 weitere Vergütungen in Höhe von 30 000,00 € (inkl. Sitzungsgeld) (Aufsichtsratsmandat bei der Telekom Deutschland GmbH: 21 000,00 €; Vorsitzender des Datenschutzbeirats: 9 000,00 €).

DER KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-BILANZ

T 056 in Mio. €

AKTIVA

scroll
Angabe 31.12.2015 31.12.2014
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE   32 184 29 798
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 6 897 7 523
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 2 9 238 10 454
Ertragsteuerforderungen 25 129 84
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8 5 805 2 976
Vorräte 3 1 847 1 503
Übrige Vermögenswerte 9 1 346 1 380
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 4 6 922 5 878
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE   111 736 99 562
Immaterielle Vermögenswerte 5 57 025 51 565
Sachanlagen 6 44 637 39 616
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 7 822 617
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8 3 530 2 284
Aktive latente Steuern 25 5 248 5 169
Übrige Vermögenswerte 9 474 311
BILANZSUMME   143 920 129 360

in Mio. €

PASSIVA

scroll
Angabe 31.12.2015 31.12.2014
KURZFRISTIGE SCHULDEN   33 548 28 198
Finanzielle Verbindlichkeiten 10 14 439 10 558
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 11 11 090 9 681
Ertragsteuerverbindlichkeiten 25 197 276
Sonstige Rückstellungen 13 3 367 3 517
Übrige Schulden 14 4 451 4 160
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen   4 6
LANGFRISTIGE SCHULDEN   72 222 67 096
Finanzielle Verbindlichkeiten 10 47 941 44 669
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 12 8 028 8 465
Sonstige Rückstellungen 13 2 978 2 373
Passive latente Steuern 25 9 205 7 712
Übrige Schulden 14 4 070 3 877
SCHULDEN   105 770 95 294
EIGENKAPITAL 15 38 150 34 066
Gezeichnetes Kapital   11 793 11 611
Eigene Anteile   (51) (53)
    11 742 11 558
Kapitalrücklage   52 412 51 778
Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag   (38 969) (39 783)
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis   (178) (1 838)
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen   1 139 798
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)   3 254 2 924
ANTEILE DER EIGENTÜMER DES MUTTERUNTERNEHMENS   29 400 25 437
Anteile anderer Gesellschafter   8 750 8 629
BILANZSUMME   143 920 129 360

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

T 057 in Mio. €

scroll
Angabe 2015 2014 2013
UMSATZERLÖSE   16 69 228 62 658 60 132
Umsatzkosten   17 (41 975) (38 539) (36 255)
BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ     27 253 24 119 23 877
Vertriebskosten   18 (16 048) (13 898) (13 797)
Allgemeine Verwaltungskosten   19 (5 384) (4 721) (4 518)
Sonstige betriebliche Erträge   20 2 008 3 231 1 326
Sonstige betriebliche Aufwendungen   21 (801) (1 484) (1 958)
BETRIEBSERGEBNIS     7 028 7 247 4 930
Zinsergebnis   22 (2 363) (2 340) (2 162)
Zinserträge     246 325 228
Zinsaufwendungen     (2 609) (2 665) (2 390)
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen   23 24 (198) (71)
Sonstiges Finanzergebnis   24 89 (359) (569)
FINANZERGEBNIS     (2 250) (2 897) (2 802)
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN     4 778 4 350 2 128
Ertragsteuern   25 (1 276) (1 106) (924)
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG)     3 502 3 244 1 204
ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) AN DIE          
Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag))     3 254 2 924 930
Anteile anderer Gesellschafter   26 248 320 274
ERGEBNIS JE AKTIE   27      
Unverwässert   0,71 0,65 0,21
Verwässert   0,71 0,65 0,21

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

T 058 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) 3 502 3 244 1 204
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden      
Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 230 (1 581) 48
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 0 (29) (17)
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (60) 477 (16)
  170 (1 133) 15
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen      
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe      
Erfolgswirksame Änderung 4 (4) 0
Erfolgsneutrale Änderung 2 000 1 849 (901)
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten      
Erfolgswirksame Änderung 0 (1) 0
Erfolgsneutrale Änderung 31 41 (4)
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten      
Erfolgswirksame Änderung (255) (267) 178
Erfolgsneutrale Änderung 653 265 (162)
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen      
Erfolgswirksame Änderung 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung 25 0 (37)
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (127) 3 (5)
  2 331 1 886 (931)
SONSTIGES ERGEBNIS 2 501 753 (916)
GESAMTERGEBNIS 6 003 3 997 288
ZURECHNUNG DES GESAMTERGEBNISSES AN DIE      
Eigentümer des Mutterunternehmens 5 221 3 184 197
Anteile anderer Gesellschafter 782 813 91

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

T 059 in Mio. €

scroll
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens
Anzahl der Aktien Bezahltes Eigenkapital Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital
in Tsd. Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Kapital-
rücklage
Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag Konzernüberschuss/
(-fehlbetrag)
STAND ZUM 1. JANUAR 2013 4 321 319 11 063 (6) 51 506 (29 106) (5 353)
Veränderung Konsolidierungskreis         12  
Transaktionen mit Eigentümern       (1 050) (4)  
Gewinnvortrag         (5 353) 5 353
Dividendenausschüttungen         (3 010)  
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 129 856 332   811    
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung       113    
Aktienrückkauf/ Treuhänderisch hinterlegte Aktien     (48) 48 (2)  
Überschuss/(Fehlbetrag)           930
Sonstiges Ergebnis         23  
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen         3  
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 4 451 175 11 395 (54) 51 428 (37 437) 930
STAND ZUM 1. JANUAR 2014 4 451 175 11 395 (54) 51 428 (37 437) 930
Veränderung Konsolidierungskreis            
Transaktionen mit Eigentümern       (527)    
Gewinnvortrag         930 (930)
Dividendenausschüttungen         (2 215)  
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 84 396 216   807    
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung       70    
Aktienrückkauf/ Treuhänderisch hinterlegte Aktien     1   1  
Überschuss/(Fehlbetrag)           2 924
Sonstiges Ergebnis         (1 085)  
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen         23  
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2014 4 535 571 11 611 (53) 51 778 (39 783) 2 924
STAND ZUM 1. JANUAR 2015 4 535 571 11 611 (53) 51 778 (39 783) 2 924
Veränderung Konsolidierungskreis            
Transaktionen mit Eigentümern       (425)    
Gewinnvortrag         2 924 (2 924)
Dividendenausschüttungen         (2 257)  
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 71 081 182   906    
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung       127    
Aktienrückkauf/Aktienverkauf/ Treuhänderisch hinterlegte Aktien     2 26 (11)  
Überschuss/(Fehlbetrag)           3 254
Sonstiges Ergebnis         160  
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen         (2)  
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2015 4 606 652 11 793 (51) 52 412 (38 969) 3 254
scroll
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Währungs-
umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
Neubewertungs-
rücklage
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Sicherungs-
instrumente
At equity bilanzierte Unternehmen Steuern
STAND ZUM 1. JANUAR 2013 (2 448) (36) 43 327 42 (104)
Veränderung Konsolidierungskreis            
Transaktionen mit Eigentümern 553   (1)      
Gewinnvortrag            
Dividendenausschüttungen            
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG            
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung            
Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien            
Überschuss/(Fehlbetrag)            
Sonstiges Ergebnis (708)   (4) 16 (54) (6)
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen   (3)        
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 (2 603) (39) 38 343 (12) (110)
STAND ZUM 1. JANUAR 2014 (2 603) (39) 38 343 (12) (110)
Veränderung Konsolidierungskreis            
Transaktionen mit Eigentümern 21          
Gewinnvortrag            
Dividendenausschüttungen            
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG            
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung            
Aktienrückkauf/ Treuhänderischhinterlegte Aktien            
Überschuss/(Fehlbetrag)            
Sonstiges Ergebnis 1 335   41 (3) (30) 2
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen   (23)        
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2014 (1 247) (62) 79 340 (42) (108)
STAND ZUM 1. JANUAR 2015 (1 247) (62) 79 340 (42) (108)
Veränderung Konsolidierungskreis            
Transaktionen mit Eigentümern 194 (2)        
Gewinnvortrag            
Dividendenausschüttungen            
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG            
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung            
Aktienrückkauf/Aktienverkauf/ Treuhänderisch hinterlegte Aktien            
Überschuss/(Fehlbetrag)            
Sonstiges Ergebnis 1 480   31 398 25 (127)
GESAMTERGEBNIS            
Transfer in Gewinnrücklagen   2        
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2015 427 (62) 110 738 (17) (235)
scroll
Summe Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Konzern-Eigenkapital
STAND ZUM 1. JANUAR 2013 25 928 4 603 30 531
Veränderung Konsolidierungskreis 12 287 299
Transaktionen mit Eigentümern (502) 3 527 3 025
Gewinnvortrag 0   0
Dividendenausschüttungen (3 010) (369) (3 379)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 1 143   1 143
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 113 45 158
Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien (2)   (2)
Überschuss/(Fehlbetrag) 930 274 1 204
Sonstiges Ergebnis (733) (183) (916)
GESAMTERGEBNIS 197 91 288
Transfer in Gewinnrücklagen 0   0
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2013 23 879 8 184 32 063
STAND ZUM 1. JANUAR 2014 23 879 8 184 32 063
Veränderung Konsolidierungskreis 0 1 1
Transaktionen mit Eigentümern (506) (324) (830)
Gewinnvortrag 0   0
Dividendenausschüttungen (2 215) (81) (2 296)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 1 023 2 1 025
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 70 34 104
Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien 2   2
Überschuss/(Fehlbetrag) 2 924 320 3 244
Sonstiges Ergebnis 260 493 753
GESAMTERGEBNIS 3 184 813 3 997
Transfer in Gewinnrücklagen 0   0
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2014 25 437 8 629 34 066
STAND ZUM 1. JANUAR 2015 25 437 8 629 34 066
Veränderung Konsolidierungskreis 0   0
Transaktionen mit Eigentümern (233) (619) (852)
Gewinnvortrag 0   0
Dividendenausschüttungen (2 257) (106) (2 363)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 1 088   1 088
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 127 64 191
Aktienrückkauf/Aktienverkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien 17   17
Überschuss/(Fehlbetrag) 3 254 248 3 502
Sonstiges Ergebnis 1 967 534 2 501
GESAMTERGEBNIS 5 221 782 6 003
Transfer in Gewinnrücklagen 0 0 0
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2015 29 400 8 750 38 150

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

T 060 in Mio. €

scroll
Angabe 2015 2014 2013
31
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN   4 778 4 350 2 128
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen   11 360 10 574 10 904
Finanzergebnis   2 250 2 897 2 802
Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften   (583) (1 674) (131)
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge   243 166 101
Ergebnis aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen   (87) (436) 138
Veränderung aktives Working Capital   (1 438) (2 275) (1 266)
Veränderung der Rückstellungen   112 382 (195)
Veränderung übriges passives Working Capital   878 2 207 696
Erhaltene/(Gezahlte) Ertragsteuern   (695) (679) (648)
Erhaltene Dividenden   578 344 273
Nettozahlungen aus Abschluss, Auflösung und Konditionenänderung von Zinsderivaten   100 55 290
OPERATIVER CASHFLOW   17 496 15 911 15 092
Gezahlte Zinsen   (3 464) (3 390) (2 961)
Erhaltene Zinsen   965 872 886
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT   14 997 13 393 13 017
Auszahlungen für Investitionen in        
Immaterielle Vermögenswerte   (6 446) (4 658) (4 498)
Sachanlagen   (8 167) (7 186) (6 570)
Langfristige finanzielle Vermögenswerte   (493) (806) (667)
Auszahlungen für die Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen   (28) (606) (48)
Einzahlungen aus Abgängen von        
Immateriellen Vermögenswerten   4 16 8
Sachanlagen   363 265 245
Langfristigen finanziellen Vermögenswerten   446 74 54
Einzahlungen aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen   (58) 1 540 650
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund der erstmaligen Vollkonsolidierung der MetroPCS   - - 1 641
Veränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit mehr als 3 Monate), Wertpapiere und Forderungen des kurzfristigen finanziellen Vermögens   (638) 591 (701)
Sonstiges   2 9 (10)
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT   (15 015) (10 761) (9 896)
Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten   33 490 12 785 10 874
Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten   (36 944) (17 089) (18 033)
Aufnahme mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten   5 247 4 275 9 334
Rückzahlung mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten   (207) (1 042) (129)
Dividendenausschüttungen (inkl. Minderheiten)   (1 256) (1 290) (2 243)
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten   (224) (164) (172)
Aktienrückkauf Deutsche Telekom AG   (15) - (2)
Verkauf eigene Aktien Deutsche Telekom AG   31 - -
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern   43 43 1 415
Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern   (1 041) (950) -
Sonstiges   - (2) (22)
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT   (876) (3 434) 1 022
Auswirkung von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate)   267 323 (167)
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen   1 32 (32)
NETTOVERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL (LAUFZEIT BIS 3 MONATE)   (626) (447) 3 944
BESTAND AM ANFANG DES JAHRES   7 523 7 970 4 026
BESTAND AM ENDE DES JAHRES   6 897 7 523 7 970

Konzern-Anhang

GRUNDLAGEN UND METHODEN

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Deutsche Telekom Konzern (nachfolgend "Deutsche Telekom" oder "Konzern" genannt) ist eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikations- und Informationstechnologiebranche. Die Deutsche Telekom bietet Kunden Produkte und Services rund um das Vernetzte Leben und Arbeiten an. Dabei berichtet die Deutsche Telekom die vier operativen Segmente Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft sowie das Segment Group Headquarters & Group Services.

Die Gesellschaft wurde am 2. Januar 1995 unter der Firma Deutsche Telekom AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (hrb 6794) eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist Bonn, Deutschland. Die Anschrift lautet: Deutsche Telekom AG, Friedrich-Ebert-Allee 140, 53113 Bonn.

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Diese Entsprechenserklärung kann auch über die Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) unter dem Pfad Investor Relations/Corporate Governance/ Bericht und Erklärungen/Entsprechenserklärung eingesehen werden.

Die Aktien der Deutschen Telekom AG werden neben Frankfurt am Main auch an anderen Börsen gehandelt.

Der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Geschäftsbericht kann bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations, angefordert bzw. auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) unter dem Pfad Investor Relations/Geschäftsbericht 2015 eingesehen werden.

Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom für das Geschäftsjahr 2015 wurde am 9. Februar 2016 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNG

Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Im Folgenden wird einheitlich der Begriff IFRS verwendet.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. In der Konzern-Bilanz werden Vergleichszahlen für einen Abschluss-Stichtag angegeben. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung werden Vergleichszahlen für zwei Vorjahre angegeben.

Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Konzern-Anhang, sofern geboten, detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Die Abschlüsse der Deutschen Telekom AG und ihrer Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.

ERSTMALS IM GESCHÄFTSJAHR ANZUWENDENDE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN VON STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Die Deutsche Telekom hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr 2015 erstmals angewandt:

T 061

scroll
Verlautbarung Titel
IFRIC 21 Levies
Annual Improvements Project Annual Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle

Im Mai 2013 hat das IASB die IFRIC-Interpretation 21 "Levies" veröffentlicht. Kernpunkt der Interpretation ist die Frage, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von der öffentlichen Hand auferlegt wird. Das ifric stellt klar, dass das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld diejenige Aktivität ist, die die Zahlungsverpflichtung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Ein "wirtschaftlicher Zwang", die betreffende Aktivität künftig unter Berücksichtigung des Prinzips der Unternehmensfortführung auszuüben, stellt hingegen ausdrücklich kein verpflichtendes Ereignis dar. Die neuen Vorschriften wurden im Juni 2014 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

Im Dezember 2013 hat das IASB "Annual Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle" veröffentlicht, wodurch vier Standards geändert wurden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Klarstellungen. Die Änderungen wurden im Dezember 2014 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.

VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT ANZUWENDENDE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN

T 062

scroll
Verlautbarung Titel Anwendungspflicht der Deutschen Telekom ab Voraussichtliche Änderungen Voraussichtliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. Cashflows der Deutschen Telekom
DURCH DIE EU VERABSCHIEDETE STANDARDS
Amendments to IAS 1 Disclosure Initiative 01.01.2016 Die Änderungen sollen eine Reduzierung auf wesentliche und vereinfachte Angaben im Abschluss ermöglichen. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Amendments to IAS 16 and IAS 38 Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation 01.01.2016 Danach wird eine erlösbasierte Abschreibungsmethode für Sachanlagen als nicht zulässig angesehen, während für immaterielle Vermögenswerte lediglich eine widerlegbare Annahme besteht, dass eine solche Methode nicht sachgerecht ist. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Amendments to IAS 16 and IAS 41 Bearer Plants 01.01.2016   Keine Relevanz für die Deutsche Telekom.
Amendments to IAS 19 Defined Benefit Plans - Employee Contributions 01.01.2016 Das Ziel besteht in einer vereinfachten Bilanzierung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu einem Pensionsplan, die es ermöglicht, Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Amendments to IAS 27 Equity Method in Separate Financial Statements 01.01.2016   Keine Relevanz für die Deutsche Telekom.
Amendments to IFRS 11 Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations 01.01.2016 Der Erwerber von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb gemäß IFRS 3 darstellt, hat alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht in Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Da die Änderungen nur künftige Transaktionen betreffen, ist eine Prognose hinsichtlich der Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom nicht möglich.
Annual Improvements Project Annual Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle 01.01.2016 Klarstellungen zahlreicher bereits veröffentlichter Standards. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Annual Improvements Project Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle 01.01.2016 Klarstellungen zahlreicher bereits veröffentlichter Standards. Keine wesentlichen Auswirkungen.
NOCH NICHT DURCH DIE EU VERABSCHIEDETE STANDARDSa
Amendments to IFRS 10 and IAS 28 Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture Auf unbestimmte Zeit verschoben Die Änderungen betreffen Transaktionen zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen bzw. Joint Venture und sehen eine vollständige Erfolgserfassung beim Verlust der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb vor, unabhängig davon, ob der Geschäftsbetrieb zu einem Tochterunternehmen gehört oder nicht, sowie eine anteilige Erfolgserfassung beim Verkauf bzw. bei der Einbringung von Vermögenswerten, die keinen Geschäftsbetrieb darstellen. Da das Datum des Inkrafttretens auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, sind die Änderungen von IFRS 10 und IAS 28 derzeit nicht relevant.
Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28 Investment Entities: Applying the Consolidation Exception 01.01.2016 Investmentgesellschaften fallen nicht unter IFRS 10 und sind insoweit von dessen Konsolidierungsvorschriften befreit. Diese Ausnahmevorschrift wird in vier Punkten konkretisiert. Voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen.
IFRS 14 Regulatory Deferral Accounts 01.01.2016 Der Standard gilt nur für IFRS-Erstanwender. Keine Relevanz für die Deutsche Telekom.
Amendments to IAS 7 Disclosure Initiative 01.01.2017 Durch diese Verlautbarung werden Angaben vorgeschrieben, die die Abschlussadressaten in die Lage versetzen sollen, Veränderungen von Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit zu beurteilen. Die Deutsche Telekom prüft die Verlautbarung derzeit, erwartet jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom.
Amendments to IAS 12 Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses 01.01.2017 Klarstellung der Bilanzierung aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte. Keine wesentlichen Auswirkungen.
IFRS 9 Financial Instruments 01.01.2018 Die finale Fassung von IFRS 9 als vollständiger Standard beinhaltet alle bereits zuvor veröffentlichten Regelungen und hat diese mit den neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen sowie begrenzten Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte zusammengeführt. Die Deutsche Telekom hat die Detailanalyse des IFRS 9 zwar noch nicht abgeschlossen, jedoch wird seine Erstanwendung voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss haben. Aus den neuen Vorschriften zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten in Abhängigkeit von dem für sie existierenden Geschäftsmodell werden sich in einigen Fällen Änderungen bei Bewertung und Ausweis ergeben. Aufgrund der neuen Vorschriften zur Wertminderung werden künftig in einigen Fällen erwartete Verluste früher aufwandswirksam. Bei der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) können künftig in einigen Fällen mehr Komponenten in das gesicherte Risiko einbezogen werden, weshalb sich dann der Grad der Effektivität etwas erhöhen wird.
IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers 01.01.2018 Der Standard sieht ein einheitliches prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell für die Erlösermittlung und -erfassung vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Er ersetzt insbesondere die bestehenden Standards IAS 18 "Revenue" und IAS 11 "Construction Contracts". Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 hat ein Unternehmen den Standard vollständig für die laufende Berichtsperiode anzuwenden. Im Hinblick auf frühere Berichtsperioden werden in den Übergangsvorschriften zwei Optionen gewährt: die vollständige Anwendung von IFRS 15 auf frühere Berichtsperioden (mit bestimmten begrenzten praktischen Vereinfachungen) oder die Beibehaltung der früheren Beträge, die nach den zuvor geltenden Standards berichtet wurden, und Erfassung der kumulierten Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 auf alle Verträge, die zu Beginn der Berichtsperiode noch nicht erfüllt waren, als Anpassung des Anfangssaldos des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erstanwendung (Beginn der laufenden Berichtsperiode). Der Standard hat wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom. Die Details der Auswirkungen werden unten erläutert.
IFRS 16 Leases 01.01.2019 Kernanforderung des IFRS 16 ist es, beim Leasing-Nehmer generell alle Leasing-Verhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen. Die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating Leasing-Verträgen entfällt damit künftig für den Leasing-Nehmer. Für alle Leasing-Verhältnisse erfasst der Leasing-Nehmer in seiner Bilanz eine Leasing-Verbindlichkeit für die Verpflichtung, künftig Leasing-Zahlungen vorzunehmen. Gleichzeitig aktiviert der Leasing-Nehmer ein Nutzungsrecht am zugrunde liegenden Vermögenswert, welches grundsätzlich dem Barwert der künftigen Leasing-Zahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten entspricht. Während der Laufzeit des Leasing-Vertrags wird die Leasing-Verbindlichkeit ähnlich den Regelungen nach IAS 17 für Finanzierungs-Leasing-Verhältnisse finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig amortisiert wird, was grundsätzlich zu höheren Aufwendungen zu Beginn der Laufzeit eines Leasing-Vertrags führt. Beim Leasing-Geber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen. IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Neuregelungen zur Definition eines Leasing-Verhältnisses, zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Leaseback-Transaktionen. Der Standard hat wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom. Die Details der Auswirkungen werden unten erläutert.

a Für die noch nicht von der EU übernommenen Standards wird zunächst das vom IASB vorgesehene Erstanwendungsdatum als voraussichtlicher Erstanwendungszeitpunkt angenommen.

Im Mai 2014 hat das IASB den IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" veröffentlicht. Der Standard hat wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom. Insbesondere betreffen die Neuregelungen - abhängig vom konkreten Geschäftsmodell - die folgenden Sachverhalte:

Bei Mehrkomponentengeschäften (z. B. Mobilfunk-Vertrag plus Mobiltelefon) mit vorab gelieferten subventionierten Produkten ist ein größerer Teil der Gesamtvergütung der vorab gelieferten Komponente (Mobiltelefon) zuzurechnen, sodass Umsatzerlöse früher zu erfassen sind. In der Bilanz führt dies zum Ansatz eines "vertraglichen Vermögenswerts", d. h. einer rechtlich noch nicht entstandenen Forderung aus dem Kundenvertrag.

Gleichzeitig hat dies eine Erhöhung der Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren zulasten der Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen zur Folge.

Künftige Aktivierung und Verteilung der Aufwendungen für Vertriebsprovisionen (Kundengewinnungskosten) über die geschätzte Kundenbindungsdauer.

Erhöhung der Bilanzsumme zum Erstanwendungszeitpunkt aufgrund der Aktivierung von vertraglichen Vermögenswerten und Kundengewinnungskosten.

Abgrenzung, d. h. spätere Erfassung von Umsätzen im Falle der Einräumung von "wesentlichen Rechten" wie z. B. der Gewährung von zusätzlichen Rabatten für den künftigen Erwerb von weiteren Produkten.

Bei der Beurteilung, ob die Deutsche Telekom Produkte für eigene Rechnung (Prinzipal = Bruttoumsatz) oder für fremde Rechnung (Agent = Nettoumsatz) verkauft, besteht die Möglichkeit, dass künftig mehr Geschäftsmodelle zu einem Nettoumsatzausweis führen.

Die Auswirkungen werden im Rahmen eines konzernübergreifenden Projekts zur Implementierung des neuen Standards untersucht, eine verlässliche Schätzung der quantitativen Effekte ist jedoch vor Abschluss dieses Projekts nicht möglich.

Im Januar 2016 hat das IASB den IFRS 16 "Leases" veröffentlicht, der ebenfalls wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom hat. Insbesondere betreffen die Neuregelungen - abhängig vom konkreten Geschäftsmodell - die folgenden Sachverhalte:

Während bisher Zahlungsverpflichtungen für Operating Leasing-Verhältnisse im Anhang des Geschäftsberichts anzugeben waren, sind die daraus resultierenden Rechte und Verpflichtungen künftig als Nutzungsrechte und Leasing-Verbindlichkeiten zu bilanzieren.

Die Deutsche Telekom erwartet eine signifikante Erhöhung der Bilanzsumme zum Erstanwendungszeitpunkt aufgrund des Anstiegs der Leasing-Verbindlichkeiten sowie einen ähnlich hohen Anstieg des Anlagevermögens aufgrund des zu aktivierenden Nutzungsrechts. Die Erhöhung der Leasing-Verbindlichkeiten hat eine entsprechende Zunahme der Netto-Finanzverbindlichkeiten zur Folge.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden künftig Abschreibungen und der Zinsaufwand anstatt Leasing-Aufwand erfasst. Dies wird zu einer wesentlichen Verbesserung des EBITDA und zur ähnlichen Erhöhung des operativen Cashflows in der Kapitalflussrechnung führen.

Für die Deutsche Telekom als Leasing-Geber kann es aufgrund der Neudefinition eines Leasing-Verhältnisses zu Auswirkungen auf die Anzahl der als Leasing-Verhältnis bilanzierten Sachverhalte kommen.

Die Gesamtauswirkungen werden im Rahmen eines konzernübergreifenden Projekts zur Implementierung des IFRS 16 untersucht, eine verlässliche Schätzung der quantitativen Effekte ist jedoch vor Abschluss dieses Projekts nicht möglich.

ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN UND ÄNDERUNGEN DER BERICHTSSTRUKTUR

Die Deutsche Telekom hat außer den erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Im Berichtsjahr hat die Deutsche Telekom eine Änderung der Berichtsstruktur in der Konzern-Kapitalflussrechnung vorgenommen. Dabei wurden bei der Darstellung der einzelnen Cashflows ein geringerer Detaillierungsgrad gewählt und weitere Erläuterungen im Konzern-Anhang in der Angabe 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung", ergänzt. Damit ergibt sich für den Leser eine noch klarere und transparentere Darstellung ohne Informationsverlust.

Um dem Leser eine strukturiertere und somit verständlichere Darstellungsform der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat zu ermöglichen, hat die Deutsche Telekom die Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung in einem "Vergütungsbericht" im zusammengefassten Lagebericht, zusammengeführt, der um wenige weiterhin verpflichtend im Konzern-Anhang darzustellende Informationen ergänzt wurde (Angabe 41 "Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat"). Die Darstellungen im Vergütungsbericht waren im Vorjahr Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts und des Konzern-Anhangs.

ANSATZ UND BEWERTUNG

Die wesentlichen Aktiv- und Passivposten der Konzern-Bilanz werden wie nachfolgend dargestellt bewertet:

T 063

scroll
Bilanzposten Bewertungsgrundsatz
AKTIVA  
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE  
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten
und sonstige Forderungen  
Ertragsteuerforderungen Betrag, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird, basierend auf Steuersätzen, die am Abschluss-Stichtag gelten oder in Kürze gelten werden
Sonstige finanzielle Vermögenswerte  
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte  
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen Fortgeführte Anschaffungskosten
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert bzw. Anschaffungskosten
Ausgereichte Darlehen und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Derivative finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert
Vorräte Niedrigerer Wert aus Nettoveräußerungswert und Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Niedrigerer Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (inkl. zurechenbarer Schulden)
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE  
Immaterielle Vermögenswerte  
davon: Mit bestimmbarer Nutzungsdauer Fortgeführte Anschaffungskosten bzw. niedrigerer erzielbarer Betrag
davon: Mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (inkl. Goodwill) Anschaffungskosten bzw. niedrigerer erzielbarer Betrag
Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungskosten bzw. niedrigerer erzielbarer Betrag
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen Fortgeführter anteiliger Wert des Eigenkapitals der Beteiligung bzw. niedrigerer erzielbarer Betrag
Sonstige finanzielle Vermögenswerte  
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte  
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert bzw. Anschaffungskosten
Ausgereichte Darlehen und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Derivative finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert
Aktive latente Steuern Undiskontierte Bewertung anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird
PASSIVA  
KURZFRISTIGE SCHULDEN  
Finanzielle Verbindlichkeiten  
Originäre finanzielle verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Beizulegender Zeitwert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Fortgeführte Anschaffungskosten
Leistungen  
Ertragsteueverbindlichkeiten Betrag, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird, basierend auf Steuersätzen, die am Abschluss-Stichtag gelten oder in Kürze gelten werden
Sonstige Rückstellungen Barwert des künftigen Erfüllungsbetrags
LANGFRISTIGE SCHULDEN  
Finanzielle Verbindlichkeiten  
Originäre finanzielle verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Beizulegender Zeitwert
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen Versicherungsmathematisches Anwartschaftsbarwertverfahren
Sonstige Rückstellungen Barwert des künftigen Erfüllungsbetrags
Passive latente Steuern Undiskontierte Bewertung anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird

Die nachstehend dargestellten wesentlichen Regelungen zum Ansatz und zur Bewertung sind einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Rechnungslegungsperioden angewendet worden.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE (OHNE GOODWILL)

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, einschließlich der UMTS- und LTE-Lizenzen, werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und grundsätzlich linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Derartige Vermögenswerte sind im Wert gemindert, wenn der erzielbare Betrag - der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert - niedriger ist als der Buchwert. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (Mobilfunk-Lizenzen der Federal Communications Commission in den USA (FCC-Lizenzen)) werden zu Anschaffungskosten bewertet. Obwohl die FCC-Lizenzen grundsätzlich für eine vertraglich definierte Zeit vergeben werden, werden sie regelmäßig zu vernachlässigbaren Kosten erneuert. Daneben liegen keine sonstigen rechtlichen, regulatorischen, vertraglichen, wettbewerbsbedingten, wirtschaftlichen oder anderen Faktoren vor, die die Nutzungsdauer der Lizenzen beschränken. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte bis auf den Wert zugeschrieben, der sich ergeben hätte, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderungen erfasst worden wären.

Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden der immateriellen Vermögenswerte werden mindestens an jedem Abschluss-Stichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen erfasst.

Die planmäßige Abschreibung von Mobilfunk-Lizenzen beginnt, sobald das zugehörige Netz betriebsbereit ist. Die Nutzungsdauern von Mobilfunk-Lizenzen werden auf der Grundlage verschiedener Faktoren festgelegt, u. a. der Laufzeit der von der jeweiligen nationalen Regulierungsbehörde gewährten Lizenzen, der Verfügbarkeit und der erwarteten Kosten für die Erneuerung der Lizenzen sowie der Entwicklung künftiger Technologien.

Die Restnutzungsdauern wesentlicher Mobilfunk-Lizenzen der Deutschen Telekom betragen:

T 064

scroll
Mobilfunk-Lizenzen Jahre
FCC-Lizenzen unbestimmbar
LTE-Lizenzen 6 bis 19
UMTS-Lizenzen 5 bis 16
GSM-Lizenzen 1 bis 18

Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Forschungsausgaben werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst. Unter Entwicklung ist hierbei die Anwendung von Forschungsergebnissen oder von anderem Wissen auf einen Plan oder Entwurf für die Produktion von neuen oder beträchtlich verbesserten Materialien, Vorrichtungen, Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleistungen zu verstehen. Die Entwicklung findet dabei vor Aufnahme der kommerziellen Produktion oder Nutzung statt. Zu den Entwicklungsaktivitäten gehören u. a. der Entwurf, die Konstruktion und das Testen von Prototypen und Modellen vor der Aufnahme der eigentlichen Produktion oder Nutzung unter Verwendung neuer Technologien. Die Entwicklungsphase gilt als abgeschlossen, sobald die IT-Abteilung formell dokumentiert, dass der aktivierte Vermögenswert zur Nutzung bereitsteht und in der Art und Weise einsatzfähig ist, wie es durch das Management beabsichtigt ist. Die von der Deutschen Telekom erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 108,1 Mio. € (2014: 95,6 Mio. €).

GOODWILL

Der Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf der Basis des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Goodwill zugeordnet ist, auf eine etwaige Wertminderung untersucht. Der Werthaltigkeitstest wird regelmäßig am Ende eines jeden Geschäftsjahres durchgeführt und zusätzlich auch immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Im Rahmen der Überprüfung auf Wertminderung wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Goodwill jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien aus dem Zusammenschluss profitiert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Goodwill zugewiesen wurde, deren erzielbaren Betrag, ist der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Goodwill in Höhe des Differenzbetrags im Wert zu mindern. Wertminderungen des Goodwills dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Goodwills, ist die darüber hinausgehende Wertminderung anteilig auf die der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu verteilen. Die beizulegenden Zeitwerte bzw. Nutzungswerte (sofern bestimmbar) der einzelnen Vermögenswerte sind dabei als Wertuntergrenze zu berücksichtigen.

SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und ggf. Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig abgeschrieben. Die Restbuchwerte, die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden der Vermögenswerte werden mindestens an jedem Abschluss-Stichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen bilanziert. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktions- bzw. leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis und den direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu dem Standort und in den erforderlichen, vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen, auch die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen des Gegenstands und die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Besteht ein Vermögenswert des Sachanlagevermögens aus mehreren Bestandteilen mit unterschiedlichen Nutzungsdauern, werden die einzelnen wesentlichen Bestandteile über ihre individuellen Nutzungsdauern abgeschrieben. Wartungs- und Reparaturkosten werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst. Öffentliche Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten derjenigen Vermögenswerte, für die der Zuschuss gewährt wurde.

Der Buchwert eines Gegenstands des Sachanlagevermögens wird ausgebucht, sofern der Gegenstand abgeht oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung oder seinem Abgang zu erwarten ist. Der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang einer Sachanlage ist die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Gegenstands und wird im Zeitpunkt der Ausbuchung in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen sind in der folgenden Tabelle 065 dargestellt:

T 065

scroll
Jahre
Gebäude 25 bis 50
Einrichtungen der Fernsprechdienste und sonstige fernmeldetechnische Anlagen 3 bis 15
Vermittlungs-, Übertragungs-, IP- und Funkeinrichtungen 2 bis 12
Fernmeldetechnische Liniennetze 8 bis 35
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 23

Mietereinbauten werden entweder über ihre jeweilige Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit eines etwaigen Leasing-Verhältnisses abgeschrieben.

FREMDKAPITALKOSTEN

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Deutsche Telekom definiert qualifizierte Vermögenswerte als Bauprojekte oder andere Vermögenswerte, für die notwendigerweise mindestens zwölf Monate erforderlich sind, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Fremdkapitalkosten für Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und für Vorräte, die regelmäßig in großen Mengen hergestellt oder produziert werden, werden nicht aktiviert.

WERTMINDERUNGEN VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN (INKL. GOODWILL) UND VON VERMÖGENSWERTEN DES SACHANLAGEVERMÖGENS

Wertminderungen werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Können einzelnen Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu untersuchen. An jedem Abschluss-Stichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert möglicherweise wertgemindert ist. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, ist der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (Goodwill und FCC-Lizenzen) wird darüber hinaus regelmäßig ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt. Sofern die Voraussetzungen für in früheren Perioden erfasste Wertminderungen nicht mehr bestehen, sind die betreffenden Vermögenswerte (mit Ausnahme eines Goodwills) erfolgswirksam zuzuschreiben.

Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird durch den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts bestimmt. Der erzielbare Betrag wird in der Regel unter Anwendung des Discounted Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt, soweit nicht eine Bewertung aufgrund eines Marktpreises maßgeblich ist. Diesen DCF-Berechnungen liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen für zehn Jahre beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Cashflows, die über den 10-Jahres-Zeitraum hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Berechnung des erzielbaren Betrags durch das Management beruht, gehören Annahmen bezüglich Umsatzentwicklung, Kundengewinnung und Kosten für die Kundenbindung, Kündigungsrate, Investitionen, Marktanteil, Wachstumsraten sowie Diskontierungszinssatz. Die Cashflow-Berechnungen werden durch externe Informationsquellen abgesichert. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken einschließlich spezifischer Länder- oder Währungsrisiken.

VORRÄTE

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Nettoveräußerungswert und Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Deutsche Telekom verkauft Endgeräte in Verbindung mit Dienstleistungsverträgen sowie separat. Im ersteren Fall werden die Endgeräte teilweise auch zu einem Preis verkauft, der unter den Anschaffungskosten liegt, da die Endgerätesubvention Teil der Unternehmensstrategie zur Gewinnung neuer Kunden ist. Damit wird zum Zeitpunkt des Endgeräteverkaufs ein Verlust als Differenz zwischen den Umsatzkosten und den niedrigeren Umsatzerlösen erfasst.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen klassifiziert. Diese Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen werden für diese Vermögenswerte erfasst, sofern der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unterhalb des Buchwerts liegt.

Im Fall einer späteren Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ist die zuvor erfasste Wertminderung rückgängig zu machen. Die Zuschreibung ist auf die zuvor für die betreffenden Vermögenswerte erfassten Wertminderungen begrenzt. Sind die Voraussetzungen zur Klassifizierung von Vermögenswerten als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt, sind die Vermögenswerte nicht mehr als zur Veräußerung gehalten auszuweisen. Die Vermögenswerte sind zu bewerten mit dem niedrigeren Wert aus dem Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn der Vermögenswert nicht als zur Veräußerung gehalten klassifiziert worden wäre, und dem erzielbaren Betrag zum Zeitpunkt, zu dem die Voraussetzungen zur Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt sind.

LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Die Deutsche Telekom unterhält in verschiedenen Ländern leistungsorientierte Altersversorgungspläne (Defined Benefit Pension Plans) auf Grundlage der ruhegehaltsfähigen Vergütung der Mitarbeiter und ihrer Dienstzeiten. Diese Pläne werden teilweise über externe Pensionsfonds sowie durch Einbringung in ein Contractual Trust Agreement (CTA) finanziert. Die Pensionsrückstellungen werden nach dem für leistungsorientierte Altersversorgungspläne vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Dabei werden sowohl die am Abschluss-Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen wird grundsätzlich auf Basis der Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen des jeweiligen Währungsraums ermittelt. Die Erträge aus dem Planvermögen und Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Dienstzeitaufwand wird als betrieblicher Aufwand klassifiziert. Ein aufgrund einer Änderung des Pensionsplans nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort in der Periode der Änderung erfasst. Gewinne und Verluste aufgrund von Anpassungen und Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen werden in der Periode, in der sie entstehen, sofort in voller Höhe erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Einige Konzerngesellschaften gewähren ihren Mitarbeitern beitragsorientierte Zusagen (Defined Contribution Plans) aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen, wobei die Zahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger geleistet werden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht der Arbeitgeber über die Entrichtung von Beitragszahlungen an einen externen Versorgungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Höhe der künftigen Pensionsleistungen richtet sich ausschließlich nach der Höhe der Beiträge, die der Arbeitgeber (und ggf. auch dessen Arbeitnehmer) an den externen Versorgungsträger gezahlt hat, einschließlich der Erträge aus der Anlage dieser Beiträge. Die zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Verpflichtung zur Zahlung der Beträge entsteht, und als Bestandteil der betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Im Rahmen der Altersversorgung für Beamte hatte die Deutsche Telekom zusammen mit der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG bis zum 31. Dezember 2012 eine gemeinsame Versorgungskasse, den Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e.V., Bonn (BPS-PT), unterhalten. Diese Versorgungskasse diente der Erbringung von Versorgungs- und Beihilfeleistungen an im Ruhestand befindliche Beamte und deren Hinterbliebene, denen aus einem Beamtenverhältnis Versorgungsleistungen zustehen. Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse (PVKNeuG) wurden zum 1. Januar 2013 die Aufgaben des BPS-PT im Rahmen der Postbeamtenversorgung (organisiert in der Postbeamtenversorgungskasse) auf die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost, Bonn (BAnst pt), übertragen. Die Höhe der Zahlungsverpflichtungen der Deutschen Telekom AG an die Postbeamtenversorgungskasse ist in § 16 Postpersonalrechtsgesetz geregelt. Die Deutsche Telekom AG ist danach grundsätzlich gesetzlich verpflichtet, seit dem Jahr 2000 einen jährlichen Beitrag in Höhe von 33 % der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Unterstützungskasse zu leisten.

Die Deutsche Telekom AG und ihre inländischen Tochterunternehmen haben in der Vergangenheit Altersteilzeitvereinbarungen mit variierenden Konditionen und Vertragsbedingungen vereinbart, überwiegend nach dem sog. "Blockmodell". In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv- bzw. Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Aufstockungsbeträge haben regelmäßig einen hybriden Charakter, d. h., obwohl einerseits der Vereinbarung häufig eine Kompensationsfunktion für eine frühere Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugemessen wird, steht die spätere Auszahlung andererseits unter dem Vorbehalt der künftigen Erbringung von Arbeitsleistungen. Unabhängig vom Abfindungscharakter müssen Aufstockungsbeträge aufgrund der Abhängigkeit von zukünftigen Arbeitsleistungen ratierlich über den Erdienungszeitraum erfasst werden. Der Erdienungszeitraum für Aufstockungsbeträge bei Anwendung des Blockmodells beginnt mit dem Erwerb des Anspruchs des Arbeitnehmers auf Teilnahme am Altersteilzeitprogramm und endet mit Eintritt in die Freistellungsphase.

Verpflichtungen aufgrund der Gewährung von Leistungen aus Anlass der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen werden angesetzt, wenn die Deutsche Telekom keine realistische Möglichkeit besitzt, sich der Gewährung der entsprechenden Leistungen zu entziehen. Abfindungen für Angestellte und Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Regelung zum vorzeitigen Ruhestand im Inland werden überwiegend in Form von Angeboten an die Arbeitnehmer zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen gewährt. Solche Verpflichtungen werden grundsätzlich erst angesetzt, sobald ein Arbeitnehmer ein entsprechendes Angebot des Unternehmens angenommen hat, es sei denn, dass das Unternehmen sein Angebot bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgrund rechtlicher oder anderer Beschränkungen nicht mehr zurückziehen kann. Verpflichtungen infolge der alleinigen Entscheidung des Unternehmens zum Abbau von Arbeitsplätzen werden angesetzt, sobald das Unternehmen einen detaillierten formalen Plan zur Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen bekannt gegeben hat. Werden Leistungen aus Anlass der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen i. S. d. IAS 37 gewährt, wird eine Verpflichtung nach IAS 19 zugleich mit dem Ansatz einer Restrukturierungsrückstellung angesetzt. Sind die Leistungen mehr als zwölf Monate nach dem Abschluss-Stichtag fällig, so wird der erwartete Erfüllungsbetrag auf den Abschluss-Stichtag abgezinst. Sofern der Zeitpunkt oder der Betrag der Auszahlung zum Abschluss-Stichtag noch ungewiss ist, werden die Verpflichtungen unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten angesetzt, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind. Für solche Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, soweit diese auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen, wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen und diese Abflüsse zuverlässig ermittelt werden können. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Bei einer Vielzahl ähnlicher Verpflichtungen wird die Gruppe der Verpflichtungen als Ganzes betrachtet. Als Schätzverfahren wird auf die Erwartungswertmethode zurückgegriffen. Bei Vorliegen von Bandbreiten möglicher Ereignisse mit gleicher Eintrittswahrscheinlichkeit wird der Mittelwert angesetzt. Einzelne Verpflichtungen (z. B. Rechts- und Prozessrisiken) werden regelmäßig mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis bewertet, soweit nicht aufgrund besonderer Wahrscheinlichkeitsverteilungen andere Schätzungen zu einer angemesseneren Bewertung führen. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, aktuelle Kosten- und Preisinformationen sowie Einschätzungen bzw. Gutachten von Sachverständigen und Experten genutzt. Soweit zur Bestimmung des Erfüllungsbetrags Erfahrungswerte oder aktuelle Kosten- und Preisinformationen herangezogen werden, werden diese Werte auf den voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkt fortgeschrieben. Zu diesem Zweck wird auf geeignete Preisentwicklungsindikatoren (z. B. Baupreisindizes oder Inflationsraten) zurückgegriffen. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Zur Abzinsung werden Marktzinssätze vor Steuern verwendet, die Laufzeit und Risiko (soweit nicht bereits bei Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt) der Verpflichtung widerspiegeln. Erstattungsansprüche werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern getrennt aktiviert, sobald ihre Realisation so gut wie sicher ist.

Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen, die als Folge des Erwerbs von Sachanlagen entstehen, werden erfolgsneutral als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des korrespondierenden Vermögenswerts angesetzt. Spätere Änderungen der Schätzungen der Höhe oder des zeitlichen Anfalls von Auszahlungen oder Änderungen des Zinssatzes zur Bewertung dieser Verpflichtungen werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst und führen zu nachträglichen Erhöhungen oder Minderungen des Buchwerts der betroffenen Sachanlage. Dies führt somit auch zu veränderten künftig zu erfassenden planmäßigen Abschreibungen des Vermögenswerts und damit im Ergebnis zu einer erfolgswirksamen Erfassung der Schätzungsänderungen über die Restnutzungsdauer. Für den Fall, dass eine Minderung der Rückstellung den Buchwert des korrespondierenden Vermögenswerts überschreitet, ist der übersteigende Betrag unmittelbar erfolgswirksam als Ertrag zu erfassen.

FINANZINSTRUMENTE

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden angesetzt, sobald die Deutsche Telekom Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen (Käufe oder Verkäufe im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Markts festgelegt wird) ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag relevant, d. h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch die Deutsche Telekom geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Sofern Verträge zum Kauf oder Verkauf nichtfinanzieller Vermögenswerte in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden sie gemäß den Regelungen dieses Standards bilanziert.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Cashflows mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Zur Anwendung kommen die Mittelkurse.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden - insoweit sie Fälligkeiten von länger als einem Jahr aufweisen, unter Anwendung der Effektivzinsmethode - mit dem Buchwert im Zeitpunkt des Zugangs abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt. Bei der dazu notwendigen Ermittlung der erwarteten künftigen Cashflows der Portfolios werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt. Die Cashflows werden auf Basis des gewichteten Durchschnitts der ursprünglichen Effektivzinssätze der im jeweiligen Portfolio enthaltenen finanziellen Vermögenswerte abgezinst. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Aufgrund unterschiedlicher operativer Segmente sowie unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen obliegt diese Beurteilung den einzelnen Portfolio-Verantwortlichen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

In der Konzern-Kapitalflussrechnung erfasst die Deutsche Telekom die Zahlungsströme aus Zinsen und erhaltene Dividenden als Ein- bzw. Auszahlungen im Cashflow aus Geschäftstätigkeit.

Sonstige langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei bestimmten Finanzinvestitionen ist sowohl beabsichtigt als auch wirtschaftlich mit hinreichender Verlässlichkeit zu erwarten, dass diese bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese finanziellen Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die nicht die Definition einer anderen Kategorie von Finanzinstrumenten erfüllenden originären finanziellen Vermögenswerte sind als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert und werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet.

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, hat die Deutsche Telekom bislang keinen Gebrauch gemacht.

Zu jedem Abschluss-Stichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung hindeuten, wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Markts für den finanziellen Vermögenswert, eine bedeutende Veränderung des technologischen, ökonomischen, rechtlichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Emittenten oder ein andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des finanziellen Vermögenswerts unter die fortgeführten Anschaffungskosten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertveränderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstiges Konzernergebnis) erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem sonstigen Konzernergebnis zu eliminieren und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe zurückgenommen. Bei Schuldinstrumenten wird diese Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert von Wertpapieren, die bis zur Endfälligkeit zu halten sind, sowie der beizulegende Zeitwert der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entsprechen dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cashflows. Der beizulegende Zeitwert von mit den Anschaffungskosten bewerteten nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten ergibt sich als Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, diskontiert mit dem aktuellen Zinssatz, welcher der speziellen Risikolage der Investition entspricht.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.

Ist bei Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten das vereinbarte Zahlungsziel länger als zu diesem Zeitpunkt auf dem betreffenden Beschaffungsmarkt branchenüblich, so wird diese Verbindlichkeit nicht in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, sondern in den sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten innerhalb der finanziellen Verbindlichkeiten. In der Kapitalflussrechnung wird eine solche Finanzierungsvereinbarung als zahlungsunwirksame Transaktion abgebildet und die betreffende Tilgung der finanziellen Verbindlichkeit im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Dies gilt unabhängig davon, ob der Lieferant seine Forderung verkauft oder nicht. Die Auswirkungen auf die Konzern-Kapitalflussrechnung sind Angabe 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" zu entnehmen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.

Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als zu Handelszwecken gehalten einzustufen und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten zu bewerten. Sind die beizulegenden Zeitwerte negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Deutsche Telekom setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken ein. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Liegen keine Marktwerte vor, müssen die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet werden.

Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschluss-Stichtag relevanten Wechselkurse und Zinssätze der Vertragspartner berechnet. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price.

Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte - erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutrale Erfassung im Eigenkapital - ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist. Liegen keine Sicherungsgeschäfte (Hedge Accounting) gemäß IAS 39 vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert.

Die Deutsche Telekom wendet Vorschriften zum Hedge Accounting zur Sicherung von Bilanzposten und künftigen Zahlungsströmen an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts ist zwischen Fair Value Hedge, Cashflow Hedge und Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation zu unterscheiden.

Ein Fair Value Hedge dient der Besicherung der beizulegenden Zeitwerte von in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten, in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten oder noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtungen. Jede Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats ist erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen; der Buchwert des Grundgeschäfts ist um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn oder Verlust erfolgswirksam anzupassen (Basis Adjustment). Die Anpassungen des Buchwerts werden erst ab Auflösung der Hedge-Beziehung amortisiert.

Mittels eines Cashflow Hedges werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus festen Verpflichtungen (im Fall von Währungsrisiken) oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Zur Absicherung des Währungsrisikos einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung nutzt die Deutsche Telekom das Wahlrecht und bilanziert sie nicht als Fair Value Hedge, sondern als Cashflow Hedge. Liegt ein Cashflow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments ist erfolgswirksam zu erfassen. Führt die Absicherung einer erwarteten Transaktion später zur Erfassung von finanziellen oder nichtfinanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten, so verbleiben die mit der Sicherungsmaßnahme verbundenen kumulierten Gewinne und Verluste zunächst im Eigenkapital und sind später in denselben Perioden erfolgswirksam zu erfassen, in denen der erworbene finanzielle Vermögenswert bzw. die übernommene finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Die Deutsche Telekom hat sich somit bei der Absicherung von geplanten Transaktionen mit Entstehung von nichtfinanziellen Bilanzposten gegen das Wahlrecht zur Anpassung des Erstbuchwerts (Basis Adjustment) entschieden.

Wird eine Nettoinvestition in eine ausländische Einheit durch einen Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation besichert, werden alle Wertänderungen des effektiven Teils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemeinsam mit dem Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst; auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst. Erst mit dem Abgang des Investments werden die zuvor kumuliert im Eigenkapital erfassten Bewertungsänderungen des Sicherungsinstruments und die Umrechnungsergebnisse des Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accountings. Diese werden von der Deutschen Telekom wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählen sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst.

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet die Deutsche Telekom kein Hedge Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Erfolgsrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden.

ERFOLGSUNSICHERHEITEN (EVENTUALSCHULDEN UND -FORDERUNGEN)

Erfolgsunsicherheiten (Eventualschulden und -forderungen) sind mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter Kontrolle der Deutschen Telekom stehen. Eventualschulden sind auch gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, unwahrscheinlich ist oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden. Nicht im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommene Eventualschulden werden nicht angesetzt. Eventualforderungen werden nicht angesetzt. Ist die Realisation von Erträgen jedoch so gut wie sicher, ist der betreffende Vermögenswert nicht mehr als Eventualforderung anzusehen und wird als Vermögenswert angesetzt. Sofern ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Konzern-Anhang Angaben zu Eventualschulden gemacht. Gleiches gilt für Eventualforderungen, sofern der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

LEASING

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Gegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasing-Verhältnis zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasing-Gegenstand verbunden sind.

Trägt der Leasing-Geber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasing-Gegenstand vom Leasing-Geber in der Bilanz angesetzt. Die Bewertung des Leasing-Gegenstands richtet sich nach den für den Leasing-Gegenstand einschlägigen Bilanzierungsvorschriften. Die Leasing-Raten werden vom Leasing-Geber erfolgswirksam vereinnahmt. Der Leasing-Nehmer in einem Operating Lease erfasst die während des Zeitraums des Leasing-Verhältnisses zu leistenden Leasing-Raten erfolgswirksam. Vertraglich festgelegte künftige Veränderungen der Leasing-Raten während der Laufzeit werden über die gesamte nur einmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses festgelegte Vertragslaufzeit gleichmäßig im Aufwand erfasst (Straight line lease). Im Fall von Verlängerungsoptionen wird zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasing-Verhältnisses zunächst die hinreichend sichere Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Ändert sich im Verlauf des Leasing-Verhältnisses die ursprüngliche Einschätzung der Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen, so ist eine entsprechende Schätzungsänderung für die Ermittlung der künftigen Verpflichtungen aus Operating Leasing-Geschäften vorzunehmen.

Trägt der Leasing-Nehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasing-Gegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasing-Nehmer den Leasing-Gegenstand in der Bilanz anzusetzen. Der Leasing-Gegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung wird erfolgswirksam erfasst. Der Leasing-Nehmer setzt im Zugangszeitpunkt zugleich eine Leasing-Verbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasing-Gegenstands entspricht. Die Leasing-Verbindlichkeit wird in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Der Leasing-Geber in einem Finance Lease setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasing-Verhältnis an. Die Leasing-Erträge werden in Tilgungen der Leasing-Forderung und Finanzerträge aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasing-Verhältnis wird nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben.

Wenn eine Sale and Leaseback-Transaktion zu einem Finance Lease führt, wird ein etwaiger Überschuss der Verkaufserlöse über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasing-Verhältnisses erfolgswirksam erfasst.

AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGSPROGRAMME

Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst und mit der Kapitalrücklage verrechnet. Der beizulegende Zeitwert wird bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente u. a. anhand von anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt, z. B. dem Black Scholes-Modell oder dem Monte Carlo-Modell. Bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen, die eine Erfüllung in bar vorsehen, sind die erworbenen Güter oder Dienstleistungen und die entstandene Schuld mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld zu erfassen. Bis zur Begleichung der Schuld ist der beizulegende Zeitwert der Schuld zu jedem Abschluss-Stichtag und am Erfüllungstag neu zu bestimmen und sind alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam zu erfassen.

UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Deutschen Telekom resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden abgeführte Steuern ausgewiesen. Sie werden nach dem Realisationsprinzip entsprechend der Leistungserbringung erfasst. Bereitstellungsentgelte werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt, es sei denn, sie sind Teil eines Mehrkomponentenvertrags; in diesem Fall sind sie Bestandteil des vom Kunden zu entrichtenden Entgelts für das Mehrkomponentengeschäft.

Bei Mehrkomponentenverträgen ist die Umsatzerfassung für jede der identifizierten Bewertungseinheiten (Komponenten) gesondert zu bestimmen. Vereinbarungen, welche die Lieferung bzw. Erbringung von mehreren separierbaren Produkten bzw. Dienstleistungen enthalten, sind in einzelne Komponenten zu trennen, wobei für jede Komponente ein gesonderter Erlösbeitrag zu bestimmen ist. Dies betrifft bei der Deutschen Telekom insbesondere die Kombination aus dem Verkauf oder der Vermietung eines mobilen Endgeräts oder einer sonstigen Telekommunikationseinrichtung in Verbindung mit dem Abschluss eines Mobilfunk- oder Festnetz-Vertrags. Der Preis für das gesamte Mehrkomponentengeschäft wird auf der Grundlage der anteiligen Einzelveräußerungspreise auf die verschiedenen Komponenten aufgeteilt, d. h., der Einzelveräußerungspreis jeder einzelnen Komponente wird ins Verhältnis zur Summe der Einzelveräußerungspreise der gebündelten Leistungen gesetzt. Der anteilige Einzelveräußerungspreis einer einzelnen Komponente und damit der realisierte Umsatz für diese Bewertungseinheit wird jedoch durch den Teil der vom Kunden zu erbringenden Gegenleistung für das gesamte Mehrkomponentengeschäft begrenzt, dessen Zahlung nicht von der Erbringung weiterer Leistungen abhängig ist (sog. "Contingent Revenue Cap"). Im Ergebnis führt dies dazu, dass der zu realisierende Umsatz für vorab gelieferte Produkte (z. B. Mobilfunk-Endgeräte), die in Kombination mit einem langfristigen Service-Vertrag zu einem subventionierten Preis verkauft werden, letztlich durch diesen subventionierten Preis begrenzt wird. Der Contingent Revenue Cap gilt nicht für Leasing-Gegenstände wie z. B. vermietete Endgeräte.

Zahlungen an Kunden einschließlich Zahlungen an Händler und Vermittler (Rabatte, Provisionen) werden grundsätzlich als Erlösminderung erfasst. Hat die Gegenleistung einen eigenständigen Nutzen und ist zuverlässig bewertbar, werden die Zahlungen als Aufwendungen erfasst.

Im Einzelnen gestaltet sich die Umsatzrealisierung der Deutschen Telekom wie folgt:

Im Mobilfunk-Geschäft der operativen Segmente Deutschland, USA und Europa werden Umsätze durch das Angebot von Mobilfunk-Diensten, einmalige Bereitstellungsentgelte sowie den Verkauf oder die Vermietung mobiler Endgeräte und Zubehör generiert. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten enthalten monatliche Leistungsentgelte, Entgelte für Sondermerkmale sowie Verbindungs- und Roaming-Entgelte, die sowohl Kunden der Deutschen Telekom als auch anderen Mobilfunk-Betreibern in Rechnung gestellt werden. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten werden auf Basis in Anspruch genommener Nutzungsminuten oder anderer vereinbarter Tarifmodelle (z. B. monatlicher sog. "Flatrate-Tarife") realisiert abzüglich Gutschriften und Anpassungen aufgrund von Preisnachlässen. Der aus dem Verkauf mobiler Endgeräte und von Zubehör generierte Umsatz und die damit verbundenen Aufwendungen werden realisiert, sobald die Produkte geliefert und vom Kunden abgenommen wurden. Umsatzerlöse aus der Vermietung von mobilen Endgeräten, die wirtschaftlich nicht als Verkauf anzusehen sind, werden linear über den Mietzeitraum erfasst.

Das Festnetz-Geschäft in den operativen Segmenten Deutschland und Europa umfasst schmal- und breitbandige Zugänge zum Festnetz sowie Internet. Der aus diesen Zugängen erzielte Umsatz aus der Nutzung für Sprach-/Datenkommunikation sowie Fernsehen via Internet wird mit Erbringung der vereinbarten Dienstleistung realisiert. Die erbrachten Dienstleistungen beziehen sich dabei entweder auf die Nutzung durch den Kunden (z. B. Telefonminuten), den Zeitablauf (z. B. monatliche Service-Gebühren) oder andere vereinbarte Tarifmodelle. Darüber hinaus werden Telekommunikationseinrichtungen verkauft, vermietet und gewartet. Der Umsatz und die mit dem Verkauf von Telekommunikationseinrichtungen und Zubehör verbundenen Aufwendungen werden erfasst, sobald die Produkte geliefert werden und soweit keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens bestehen, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Umsätze aus Vermietungen von Telekommunikationseinrichtungen werden monatlich mit Entstehung des Anspruchs auf die Entgelte realisiert. Umsätze aus Bereitstellungsentgelten werden über die durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt. Weitere Umsatzerlöse resultieren aus Entgelten für Werbung und E-Commerce. Werbeumsätze werden in der Periode erfasst, in der die Werbung gezeigt wird. Transaktionsumsätze werden realisiert, sobald der Kunde mitteilt, dass eine entsprechende Transaktion stattgefunden hat und eine Einziehung der entsprechenden Forderung weitgehend gesichert ist.

Im operativen Segment Systemgeschäft werden Umsatzerlöse erfasst, wenn substanzielle Hinweise für eine Kaufvereinbarung vorliegen, die Produkte geliefert oder Dienstleistungen erbracht werden, der Verkaufspreis oder die Entgelte fest oder bestimmbar sind und die Einbringlichkeit der Entgelte angemessen gesichert ist.

Umsatzerlöse aus Computing & Desktop Services werden entsprechend der Leistungserbringung erfasst. Bei Verträgen auf Basis von Festpreisen werden Umsatzerlöse anteilig über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags erfasst und bei allen anderen Dienstleistungsverträgen auf Basis der erbrachten Dienstleistung oder auf Nutzungsbasis. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware bzw. aus Miet- und Leasing-Geschäften, die wirtschaftlich als Verkauf anzusehen sind, werden realisiert, sobald das Produkt an den Kunden versandt wurde und soweit es keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens gibt, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Sämtliche Kosten aus diesen Verpflichtungen werden bei der Realisierung des entsprechenden Umsatzerlöses erfasst.

Telekommunikations-Services umfassen Network Services und Hosting & asp Services. Verträge für Network Services, die aus der Errichtung und dem Betrieb von Kommunikationsnetzen für Kunden bestehen, haben eine durchschnittliche Laufzeit von ca. drei Jahren. Bereitstellungsentgelte und die zugehörigen Kosten werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt. Umsatzerlöse aus Sprachdiensten und Datendiensten werden im Rahmen solcher Verträge realisiert, sobald sie vom Kunden in Anspruch genommen werden. Wenn eine Vereinbarung ein Leasing-Verhältnis enthält, wird dieses Leasing-Verhältnis gemäß ifric 4 und IAS 17 getrennt bilanziert. Umsatzerlöse aus Hosting & asp Services werden mit Bereitstellung der Leistungen erfasst.

Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsverträgen (oder Komponenten von Dienstleistungsverträgen), bei denen ein Werk geschuldet wird (z. B. IT-Entwicklungen), werden nach Maßgabe des Leistungsfortschritts realisiert (Percentage-of-Completion-Methode). Der Leistungsfortschritt bzw. Fertigstellungsgrad wird in der Regel durch das Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten bestimmt ("Cost to Cost"-Methode). Insbesondere bei komplexen Outsourcing-Verträgen mit Großkunden ist in vielen Fällen eine verlässliche Schätzung der gesamten Auftragskosten und damit des Fertigstellungsgrads nicht möglich, sodass Umsatzerlöse nur in Höhe der als Aufwand angefallenen Auftragskosten zu erfassen sind. Ein anteiliger Gewinn wird damit erst bei vollständiger Fertigstellung realisiert ("Zero Profit"-Methode).

Umsatzerlöse aus Miet- und Leasing-Geschäften, die wirtschaftlich nicht als Verkauf anzusehen sind, werden linear über den Mietzeitraum erfasst.

ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern. Tatsächliche und latente Steuern sind als Ertrag oder Aufwand zu erfassen, sofern sie nicht aus einem Geschäftsvorfall resultieren, der außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst wird. Die Steuerverbindlichkeiten/-forderungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen/Ansprüche aus in- und ausländischen Ertragsteuern. Diese umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen/Ansprüche aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten/Forderungen werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern berechnet, in denen durch die Geschäftstätigkeit des Konzerns eine Steuerpflicht begründet wird.

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt. Abweichend von diesem Grundsatz werden keine latenten Steuern auf temporäre Differenzen angesetzt, wenn diese aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden resultieren, dadurch weder das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch das steuerrechtliche Ergebnis beeinflusst wird und es sich nicht um Unternehmenszusammenschlüsse handelt. Darüber hinaus werden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen gebildet, die im Zusammenhang mit der erstmaligen Bilanzierung eines Geschäfts- oder Firmenwerts stehen. Für den Ansatz von aktiven latenten Steuern muss es wahrscheinlich sein, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen, Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Passive latente Steuern im Zusammenhang mit temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich gebildet, es sei denn, die Deutsche Telekom ist in der Lage, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenz zu steuern, und die temporären Differenzen werden sich in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren. Für die Bewertung der latenten Steuern sind die zum Abschluss-Stichtag gültigen bzw. verabschiedeten Steuersätze und sonstigen steuerlichen Vorschriften maßgeblich, die in der Periode der Realisierung/Erfüllung anzuwenden sind. In der Bilanz sind aktive und passive latente Steuern grundsätzlich zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend aufgeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der Auswirkungen, die diese Schätzungen, Annahmen und Unsicherheiten auf den Konzernabschluss haben könnten.

Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements.

Im Rahmen der Ermittlung der Wertminderung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten werden auch Schätzungen vorgenommen, die sich u. a. auf Ursache, Zeitpunkt und Höhe der Wertminderung beziehen. Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Wachstums der Telekommunikationsbranche, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, in vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt. Die Identifizierung von Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung hindeuten, die Schätzung von künftigen Cashflows sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten (oder von Gruppen von Vermögenswerten) sind mit wesentlichen Einschätzungen verbunden, die das Management hinsichtlich der Identifizierung und Überprüfung von Anzeichen für eine Wertminderung, der erwarteten Cashflows, der zutreffenden Abzinsungssätze, der jeweiligen Nutzungsdauern sowie der Restwerte zu treffen hat. Insbesondere geht die Schätzung der den beizulegenden Zeitwerten zugrunde liegenden Cashflows aus dem Mobilfunk-Geschäft von anhaltenden Investitionen in unsere Netzinfrastruktur aus, die notwendig sind, um durch das Angebot neuer Datenprodukte und -dienste ein Erlöswachstum zu generieren. Hierzu liegen nur in begrenztem Umfang historische Informationen über die Kundennachfrage vor. Wenn die Nachfrage nach diesen Produkten und Diensten sich nicht so entwickelt wie erwartet, würde dies die Erlöse und Cashflows reduzieren und möglicherweise zu Wertminderungsaufwendungen führen. Darüber hinaus fließen weitere Planungsunsicherheiten in die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ein, die die Risiken der makroökonomischen Entwicklung widerspiegeln. Dies könnte sich negativ auf die künftige Ertragslage auswirken.

Die Ermittlung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist mit Schätzungen durch das Management verbunden. Zu den verwendeten Methoden zur Berechnung des erzielbaren Betrags zählen Methoden auf der Grundlage von Discounted Cashflows und Methoden, die als Basis Marktpreise heranziehen. Den Bewertungen auf der Grundlage von Discounted Cashflows liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider und wird gewählt, um einen für die Berechnung der ewigen Rente nötigen stabilen Geschäftsausblick des Unternehmens zu erhalten. Dieser wird erst bei dem gewählten Planungshorizont insbesondere aufgrund der teilweise langen Investitionszyklen in der Telekommunikationsbranche sowie der langfristig geplanten und erwarteten Investitionen zum Erwerb und zur Verlängerung von Frequenznutzungsrechten erreicht. Cashflows, die über die interne Mittelfristplanung hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Berechnung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelte Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Künftige Veränderungen der vorgenannten Annahmen können dabei einen wesentlichen Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben.

Das Management bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Ertragsteuern sind für jede Steuerjurisdiktion zu schätzen, in der die Deutsche Telekom tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Tatsächliche Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie aktive und passive latente Steuern sind grundsätzlich anzusetzen, wenn sie wahrscheinlich sind. Hierzu gehört beim Ansatz von aktiven latenten Steuern auch, dass es wahrscheinlich sein muss, dass sie in Zukunft genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdiktion ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen, wobei ggf. gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der maximalen Verlustvortragsperiode zu berücksichtigen sind. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z. B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen, Verlustvortragsperioden und Steuerplanungsstrategien. Der für die Wahrscheinlichkeitsbeurteilung betrachtete Planungszeitraum bestimmt sich nach den Umständen bei der jeweiligen Konzerngesellschaft und beträgt im Regelfall zwischen 5 und 10 Jahre. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern in Abhängigkeit von der ursprünglichen Bildung entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. wertberichtigte aktive latente Steuern entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral zuzuschreiben.

Die Pensionsverpflichtungen für Leistungen an nicht beamtete Arbeitnehmer sind grundsätzlich durch leistungsorientierte Pläne gedeckt. Die Aufwendungen für Altersversorgung für nicht beamtete Arbeitnehmer werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt, die auf Annahmen hinsichtlich des Rechnungszinses, der erwarteten Gehalts- und Rententrends und der Lebenserwartung beruhen. Falls Änderungen der Annahmen in Bezug auf die genannten Parameter erforderlich sind, könnte dies wesentliche Auswirkungen auf die künftige Höhe der Aufwendungen für Altersversorgung haben.

Gemäß dem Gesetz zur Reorganisation der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost ist die Deutsche Telekom verpflichtet, ihren Anteil an der Deckungslücke zwischen den Einnahmen der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) und ihren Leistungen auszugleichen. Die PBeaKK erbringt für ihre Mitglieder (aktive oder frühere Beamte der Deutschen Telekom AG, der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG) und deren Angehörige Leistungen in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen. Die PBeaKK wurde mit Inkrafttreten der Postreform II in ihrem Bestand geschlossen. Die von der PBeaKK vereinnahmten Versicherungsbeiträge dürfen die von alternativen Anbietern privater Krankenversicherung berechneten Versicherungsbeiträge für vergleichbare Leistungen nicht überschreiten. Daher wird die sich ändernde Altersstruktur der Mitglieder in der PBeaKK nicht in den Versicherungsbeiträgen berücksichtigt. In Höhe des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechneten Barwerts des Anteils der Deutschen Telekom an den künftigen Deckungslücken werden Rückstellungen gebildet. Dabei werden Abzinsungssätze verwendet sowie Annahmen bezüglich der Lebenserwartungen und Prognosen hinsichtlich der Beiträge und der künftigen Steigerungen der Gesundheitskosten in Deutschland vorgenommen. Da die Berechnung dieser Rückstellungen mit langfristigen Prognosen über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren verbunden ist, kann sich der Barwert der Verbindlichkeit schon bei geringfügigen Schwankungen der der Berechnung zugrunde liegenden Annahmen erheblich ändern.

Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen und Eventualschulden im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Vermittlungs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch die Deutsche Telekom verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung des jeweiligen Sachverhalts. Ferner werden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet, sofern ein Verlust wahrscheinlich ist und dieser Verlust verlässlich geschätzt werden kann. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem ist die Ermittlung von Rückstellungen für Steuern und Rechtsrisiken mit erheblichen Schätzungen verbunden. Diese Schätzungen können sich aufgrund neuer Informationen ändern. Bei der Einholung neuer Informationen nutzt die Deutsche Telekom hauptsächlich die Dienste interner Experten sowie die Dienste externer Berater wie z. B. Versicherungsmathematiker oder Rechtsberater. Änderungen der Schätzungen dieser drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften können sich erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.

UMSATZREALISIERUNG

Einmalige Bereitstellungsentgelte, die nicht Teil des Entgelts für ein Mehrkomponentengeschäft sind, werden abgegrenzt und über die erwartete Dauer der Kundenbeziehung verteilt. Die Schätzung der erwarteten durchschnittlichen Dauer der Kundenbeziehung basiert auf der historischen Kunden-Fluktuationsrate. Bei einer Änderung der Schätzungen durch das Management können sich wesentliche Unterschiede in Betrag und Zeitpunkt der Umsätze für nachfolgende Perioden ergeben.

Bei Mehrkomponentenverträgen ist die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von einzelnen Produkten bzw. Dienstleistungen komplex, da bestimmte Komponenten preissensibel sind und daher in einem von Wettbewerb geprägten Marktumfeld Schwankungen unterliegen. Änderungen der Schätzungen dieser anteiligen beizulegenden Zeitwerte können die Aufteilung des Preises für das gesamte Mehrkomponentengeschäft auf die einzelnen Bewertungseinheiten erheblich beeinflussen und sich daher auf die künftige Ertragslage auswirken.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

TOCHTERUNTERNEHMEN

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der Deutschen Telekom beherrscht werden. Beherrschung (Control) besteht dann und nur dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und er infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Die Existenz und Auswirkung von substanziellen potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, einschließlich von anderen Konzernunternehmen gehaltener potenzieller Stimmrechte, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt.

In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen einbezogen, es sei denn, sie sind aus Sicht eines operativen Segments oder des Konzerns nach folgender Beurteilung unwesentlich: Die Summe aller nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen darf nicht mehr als 1 % des Gesamtkonzernwerts der Bilanzsumme, des Umsatzes, des Jahresergebnisses und der Eventualforderungen, -verbindlichkeiten sowie der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausmachen. Sollte die Grenze von 1 % überschritten werden, prüft die Deutsche Telekom unter Berücksichtigung von langfristiger Beteiligungsentwicklung und Konsolidierungseffekten, welche Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. Neben den quantitativen Kriterien werden auch qualitative Kriterien zur Beurteilung der Wesentlichkeit eines Unternehmens für den Konsolidierungskreis herangezogen. So dürfen sich durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen des Segment- oder des Konzernjahresergebnisses ergeben noch weitere wesentliche Trends unberücksichtigt bleiben.

Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Sofern erforderlich, werden Bilanzierungsgrundsätze von Tochterunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze der Deutschen Telekom angepasst. Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Mit Verlust des beherrschenden Einflusses wird in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Tochterunternehmens erfasst in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen (i) dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens, dem beizulegenden Zeitwert zurückbehaltener Anteile, dem Buchwert der nicht beherrschenden Anteile sowie der kumulierten auf das Tochterunternehmen entfallenden Beträge des sonstigen Konzernergebnisses und (ii) dem Buchwert des abgehenden Nettovermögens des Tochterunternehmens.

GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN, GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Gemeinsame Vereinbarungen, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftliche Führung über eine Aktivität ausüben, sind entweder als gemeinschaftliche Tätigkeiten oder als Gemeinschaftsunternehmen zu klassifizieren.

Eine gemeinschaftliche Tätigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien (gemeinschaftlich Tätige) Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten oder Verpflichtungen für deren Schulden haben. Ein gemeinschaftlich Tätiger erfasst seine ihm zuzurechnenden Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Aufwendungen sowie seinen Anteil an den gemeinschaftlichen Vermögenswerten, Schulden, Erlösen und Aufwendungen.

Bei einem Gemeinschaftsunternehmen besitzen die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien (Partnerunternehmen) hingegen Rechte am Nettovermögen der Gesellschaft. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Deutsche Telekom maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochterunternehmen noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie die Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Beteiligungsbuchwert enthalten ist ggf. ein Goodwill als positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem auf die Deutsche Telekom entfallenden Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Nettovermögenswerte des erworbenen Unternehmens. Sofern erforderlich, werden Bilanzierungsgrundsätze von Beteiligungsunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze der Deutschen Telekom angepasst. Die Werthaltigkeit des Equity-Buchwerts der Beteiligung wird untersucht, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern der Buchwert der Beteiligung ihren erzielbaren Betrag übersteigt, ist in Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der erzielbare Betrag wird durch den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der Beteiligung bestimmt.

Mit Verlust des maßgeblichen Einflusses wird ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Beteiligungsunternehmens erfasst in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen (i) dem Erlös aus der Veräußerung der Anteile, dem beizulegenden Zeitwert zurückbehaltener Anteile sowie der kumulierten auf das Beteiligungsunternehmen entfallenden Beträge des sonstigen Konzernergebnisses und (ii) dem Buchwert der abgehenden Beteiligung.

Die Wesentlichkeitsbeurteilung für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen wird grundsätzlich nach dem gleichen Verfahren wie bei Tochterunternehmen vorgenommen, beschränkt sich jedoch auf die Kriterien Jahresergebnis, Eventualforderungen und -verbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen.

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

Ein Unternehmenszusammenschluss liegt vor, wenn die Deutsche Telekom die Beherrschung über ein anderes Unternehmen erlangt. Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse sind nach der Erwerbsmethode abzubilden. Die Anschaffungskosten eines erworbenen Tochterunternehmens bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, d. h. der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten, übernommenen Schulden und ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Die Anschaffungskosten werden auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe der Deutschen Telekom - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde.

Der Wertansatz eines etwaigen Goodwills wird bestimmt durch den Überschuss der Summe aus den Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Wert der Anteile anderer Gesellschafter (nicht beherrschende Anteile) und dem beizulegenden Zeitwert der bereits vor dem Erwerbsstichtag von der Deutschen Telekom gehaltenen Eigenkapitalanteile (sukzessiver Erwerb) über den beizulegenden Zeitwert der erworbenen Nettovermögenswerte. Ein Differenzbetrag aus der Neubewertung von bereits von der Deutschen Telekom gehaltenen Anteilen ist erfolgswirksam zu erfassen.

Bei jedem Unternehmenszusammenschluss besteht ein Wahlrecht in Bezug auf die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile. Diese können entweder direkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden (d. h. mit dem Anteil anderer Gesellschafter am Gesamtunternehmenswert des erworbenen Unternehmens) oder mit dem auf andere Gesellschafter entfallenden Anteil am beizulegenden Zeitwert des erworbenen Nettovermögens. Dies führt im Ergebnis dazu, dass im ersten Fall die Minderheitsgesellschafter auch an dem aus dem Unternehmenszusammenschluss resultierenden Goodwill beteiligt werden, während im zweiten Fall der Anteil der anderen Gesellschafter auf die neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden beschränkt bleibt und der Goodwill nur in Höhe des auf die Deutsche Telekom entfallenden Anteils angesetzt wird.

Transaktionen über den weiteren Kauf oder Verkauf von Eigenkapitalanteilen mit anderen Gesellschaftern, die den beherrschenden Einfluss der Deutschen Telekom nicht berühren, führen zu keiner Veränderung des Goodwills. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen oder erhaltenen Gegenleistung (d. h. dem Kaufpreis der Anteile) und dem auf die betreffenden nicht beherrschenden Anteile entfallenden Buchwert des Eigenkapitals ist mit dem Konzern-Eigenkapital erfolgsneutral in der Kapitalrücklage zu verrechnen bzw. erhöht diese.

VERÄNDERUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES, TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMERN UND SONSTIGE TRANSAKTIONEN

Im Geschäftsjahr 2015 wurden von der Deutschen Telekom die nachfolgend beschriebenen Transaktionen durchgeführt, die Auswirkung auf den Konsolidierungskreis hatten. Weitere - hier nicht dargestellte - Veränderungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentliche Bedeutung für den Konzernabschluss der Deutschen Telekom.

Börsengang der Scout24 AG

Im Rahmen des Börsengangs der Scout24 AG am 1. Oktober 2015 hat die Deutsche Telekom insgesamt 13,3 Mio. Aktien an der Gesellschaft zu einem Preis von 30,00 € je Aktie verkauft und dafür rund 0,4 Mrd. € Zahlungsmittel erhalten. Der Ertrag aus der Veräußerung dieses nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Anteils belief sich auf rund 0,3 Mrd. €; der Ausweis erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Deutsche Telekom hält damit weiterhin rund 13,4 % der Anteile an der Scout24 AG und ist mit zwei Sitzen im Aufsichtsrat der Gesellschaft vertreten. Zusätzlich stellt die Deutsche Telekom sowohl im Präsidialausschuss als auch im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der Scout24 AG jeweils eines von vier Mitgliedern. Durch die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sowie in den beiden zentralen Ausschüssen des Aufsichtsrats hat die Deutsche Telekom einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Scout24 AG. Dies hat zur Folge, dass die Deutsche Telekom die Beteiligung weiterhin als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezieht. Die Scout24 AG ist weiterhin Teil des Segments Group Headquarters & Group Services.

Veräußerung von t-online.de und InteractiveMedia

Die Deutsche Telekom hat ihre 100 %oige Beteiligung an der Digital Media Products GmbH, die den Geschäftsbereich "T-Online.de & Audience Products" einschließlich deren Tochtergesellschaft InteractiveMedia CCSP GmbH als Digitalvermarkter beinhaltet, mit Wirkung zum 2. November 2015 an die Ströer SE veräußert. Der Verkauf erfolgte im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage. Im Gegenzug erhielt die Deutsche Telekom rund 0,3 Mrd. € neu ausgegebene Aktien der Ströer SE; nach Eintreten aller Vollzugsbedingungen entsprach dies einem Anteil von rund 11,6 %o am erhöhten Grundkapital. Die Deutsche Telekom ist mit einem Mitglied im Aufsichtsrat der Ströer SE vertreten. Zum Stichtag verfügt die Ströer SE über insgesamt drei Sitze im Aufsichtsrat. Durch einen Stimmrechtsanteil von über 20 %> im Aufsichtsgremium der Ströer SE hat die Deutsche Telekom einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik. Dies hat zur Folge, dass die Deutsche Telekom die Beteiligung als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezieht. Insgesamt ergab sich ein Ertrag aus den Entkonsolidierungen in Höhe von 0,3 Mrd. €; der Ausweis erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Ströer SE ist Teil des Segments Group Headquarters & Group Services.

Darstellung der quantitativen Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis

Die Deutsche Telekom erwarb bzw. veräußerte in diesem und im vorhergehenden Geschäftsjahr Gesellschaften. Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses und der Angaben in der Segmentberichterstattung ist daher zum Teil eingeschränkt.

Die dargestellten Effekte im operativen Segment Europa resultierten zum einen aus dem von der Deutschen Telekom am 30. Mai 2014 vollzogenen Erwerb von 100 % der Anteile an der Consortium 1 S. à. r. l., Luxemburg, und damit an der GTS Central Europe Gruppe. Zum anderen veräußerte die Deutsche Telekom am 2. Januar 2014 die Euronet Communications B. V., Den Haag, Niederlande, die bis dahin Bestandteil des operativen Segments Europa war.

Die dargestellten Effekte im Segment Group Headquarters & Group Services resultieren aus der Veräußerung von Anteilen an der Scout24 Gruppe im ersten Quartal 2014 sowie der Veräußerung von t-online.de und InteractiveMedia im vierten Quartal 2015. Im Zuge der Veräußerung von t-online.de und InteractiveMedia gingen insgesamt Vermögenswerte in Höhe von 0,1 Mrd. € und Schulden in Höhe 0,1 Mrd. € ab.

In der folgenden Tabelle 066 werden die Auswirkungen der dargestellten Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Segmentberichterstattung dargestellt.

T 066 in Mio. €

scroll
Gesamt 2015 2014
Gesamt Deutschland USA Europa Systemgeschäft
Umsatzerlöse 69 228 62 658     127  
Umsatzkosten (41 975) (38 539)     (63)  
BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ 27 253 24 119 0 0 64 0
Vertriebskosten (16 048) (13 898)     (2)  
Allgemeine Verwaltungskosten (5 384) (4 721)     (23)  
Sonstige betriebliche Erträge 2 008 3 231     1  
Sonstige betriebliche Aufwendungen (801) (1 484)     (40)  
BETRIEBSERGEBNIS 7 028 7 247 0 0 0 0
Zinsergebnis (2 363) (2 340)     (9)  
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 24 (198)     0  
Sonstiges Finanzergebnis 89 (359)     0  
FINANZERGEBNIS (2 250) (2 897) 0 0 (9) 0
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 4 778 4 350 0 0 (9) 0
Ertragsteuern (1 276) (1 106)     (1)  
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) 3 502 3 244 0 0 (10) 0
scroll
2014 Organische Veränderung 2015
Group Headquarters & Group Services Überleitung Pro-formaa
Umsatzerlöse (46)   62 739 6 489
Umsatzkosten 6   (38 596) (3 379)
BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ (40) 0 24 143 3 110
Vertriebskosten 19   (13 881) (2 167)
Allgemeine Verwaltungskosten 8   (4 736) (648)
Sonstige betriebliche Erträge (1 708)   1 524 484
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1   (1 523) 722
BETRIEBSERGEBNIS (1 720) 0 5 527 1 501
Zinsergebnis (1)   (2 350) (13)
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 0   (198) 222
Sonstiges Finanzergebnis 0   (359) 448
FINANZERGEBNIS (1) 0 (2 907) 657
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (1 721) 0 2 620 2 158
Ertragsteuern (40)   (1 147) (129)
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) (1 761) 0 1 473 2 029

a Auf Basis des Konsolidierungskreises der aktuellen Berichtsperiode.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Der Konsolidierungskreis veränderte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt:

T 067

scroll
Inland Ausland Gesamt
VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN      
1.Januar 2015 56 197 253
Zugänge 11 3 14
Abgänge (einschließlich Verschmelzungen) 3 10 13
31. DEZEMBER 2015 64 190 254
NACH DER EQUITY-METHODE EINBEZOGENE ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN      
1.Januar 2015 5 8 13
Zugänge 1 - 1
Abgänge - - -
31. DEZEMBER 2015 6 8 14
NACH DER EQUITY-METHODE EINBEZOGENE GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN      
1.Januar 2015 3 3 6
Zugänge - 2 2
Abgänge - - -
31. DEZEMBER 2015 3 5 8
INSGESAMT      
1.Januar 2015 64 208 272
Zugänge 12 5 17
Abgänge (einschließlich Verschmelzungen) 3 10 13
31. DEZEMBER 2015 73 203 276

Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis

Erwerb der restlichen Anteile an Slovak Telekom

Die Deutsche Telekom hat am 18. Juni 2015 die ihr bisher nicht zuzurechnenden Anteile an der Slovak Telekom in Höhe von 49 % für einen Kaufpreis von 0,9 Mrd. € erworben. Der Erwerb der restlichen Anteile ermöglicht eine Vereinfachung der Kapital- und Governance-Struktur bei Slovak Telekom. Zudem bringt die Transaktion Einsparungen bei Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter. Die Auswirkungen auf das Eigenkapital sind der Angabe 15 "Eigenkapital" zu entnehmen.

Rahmenvertrag über den Verkauf und die Nutzung von Funkturm-Standorten in den USA

T-Mobile US hat am 10. November 2015 einen Rahmenvertrag mit Phoenix Tower International (PTI), Boca Raton, Florida/USA, über den Verkauf und die Nutzung von Funkturm-Standorten abgeschlossen. Hierbei wurden 611 Funkturm-Stand-orte in Betreibergesellschaften eingebracht und die Gesellschaften veräußert. T-Mobile US erhielt im Gegenzug eine Zahlung in Höhe von ca. 0,1 Mrd. € (0,14 Mrd. US-$). T-Mobile US mietet die benötigten Kapazitäten im Rahmen von Operating Leasing-Verhältnissen von PTI an. Die von T-Mobile US nicht benötigten Kapazitäten kann PTI an fremde Dritte vermieten. Die Transaktion wurde im vierten Quartal 2015 vollzogen. Sie hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Cashflow im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 der Deutschen Telekom.

WESENTLICHE TOCHTERUNTERNEHMEN

Die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns sind in der folgenden Tabelle 068 dargestellt:

T 068

scroll
Kapitalanteil der Deutschen Telekom Umsatzc Betriebs-
ergebnisc
Eigenkapitalc Anzahl Mitarbeiter
Name und Sitz der Gesellschaft in % in Mio. € in Mio. € in Mio. € (im Durchschnitt)
Telekom Deutschland GmbH, Bonn, Deutschland 31.12.2015/2015 100,00 21 891 4 633 4 345 12 568
  31.12.2014/2014 100,00 21 760 4 597 4 223 12 423
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 31.12.2015/2015 65,41 28 925 2 454 16 447 41 669
  31.12.2014/2014 66,29 22 408 1 405 14 060 37 858
T-Systems International GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland 31.12.2015/2015 100,00 6 367 (663) 1 133 20 091
  31.12.2014/2014 100,00 6 472 (517) 997 21 590
Hellenic Telecommunications Organization S. A. (OTE), Athen, Griechenlanda 31.12.2015/2015 40,00 3 903 226 3 497 21 216
  31.12.2014/2014 40,00 3 918 365 3 591 21 903
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna, b 31.12.2015/2015 59,23 2 110 195 2 234 10 611
  31.12.2014/2014 59,23 2 013 262 2 137 11 061
T-Mobile Netherlands Holding B. V., Den Haag, Niederlandea, b 31.12.2015/2015 100,00 1 394 278 2 705 1 430
  31.12.2014/2014 100,00 1 551 360 2 508 1 439
T-Mobile Polska S. A., Warschau, Polenb 31.12.2015/2015 100,00 1 544 350 2 681 4 527
  31.12.2014/2014 100,00 1 492 328 2 395 4 641
T-Mobile Czech Republic a.s., Prag, Tschechische Republika,b 31.12.2015/2015 100,00 958 207 1 746 3 442
  31.12.2014/2014 100,00 874 228 1 588 3 419
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena,b 31.12.2015/2015 51,00 909 148 2 037 4 793
  31.12.2014/2014 51,00 905 148 1 964 5 359
T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien, Österreicha, b 31.12.2015/2015 100,00 829 96 1 062 1 064
  31.12.2014/2014 100,00 815 59 973 1 113
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia, b 31.12.2015/2015 100,00 783 71 1 427 3 551
  31.12.2014/2014 51,00 768 98 1 956 3 752
scroll
Segmentzugehörigkeit
Name und Sitz der Gesellschaft
Telekom Deutschland GmbH, Bonn, Deutschland Deutschland
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b USA
T-Systems International GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland Systemgeschäft
Hellenic Telecommunications Organization S. A. (OTE), Athen, Griechenlanda Europa
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna, b Europa
T-Mobile Netherlands Holding B. V., Den Haag, Niederlandea, b Europa
T-Mobile Polska S. A., Warschau, Polenb Europa
   
T-Mobile Czech Republic a.s., Prag, Tschechische Republika,b Europa
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena,b Europa
T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien, Österreicha, b Europa
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia, b Europa

a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
b Indirekte Beteiligung der Deutschen Telekom AG.
c IFRS-Werte des entsprechenden Teilkonzerns.

Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzern-Anhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im Bundesanzeiger offengelegt. Sie kann bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations, angefordert bzw. auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com/ir) eingesehen werden. Des Weiteren enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes auch eine abschließende Aufzählung aller Tochterunternehmen, die von Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch machen.

In der folgenden Tabelle 069 werden die wesentlichen Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen dargestellt:

T 069

scroll
Beteiligungsquote nicht beherrschender Anteile Stimmrechtsquote nicht beherrschender Anteile Kumulierte nicht beherrschende Anteilec Dividenden, die an nicht beherrschende Anteile gezahlt wurden
Name und Sitz der Gesellschaft in % in % in Mio. € in Mio. €
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 31.12.2015/2015 34,59 34,59 5 435 -
  31.12.2014/2014 33,71 33,71 4 516 -
Hellenic Telecommunications Organization S. A. (OTE), Athen, Griechenlanda 31.12.2015/2015 60,00 50,00 1 893 24
  31.12.2014/2014 60,00 50,00 1 966 -
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna, b 31.12.2015/2015 40,77 40,77 636 22
  31.12.2014/2014 40,77 40,77 618 22
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena, b 31.12.2015/2015 49,00 49,00 784 37
  31.12.2014/2014 49,00 49,00 745 48
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia,b 31.12.2015/2015 0,00 0,00 - 17
  31.12.2014/2014 49,00 49,00 782 9

a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
b Indirekte Beteiligung der Deutschen Telekom AG.
c IFRS-Werte auf Konzernabschlussebene der Deutschen Telekom.

Die Deutsche Telekom hält zum Abschluss-Stichtag 40 % und eine Stimme der Anteile an der OTE-Gruppe. Aufgrund von Gesellschaftervereinbarungen zwischen der Deutschen Telekom und der Hellenischen Republik besitzt die Deutsche Telekom die Kontrolle über 50 % zuzüglich zweier stimmberechtigter Aktien und übt damit die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik der OTE-Gruppe aus. Die Gesellschaften der OTE-Gruppe sind somit als Tochterunternehmen voll zu konsolidieren.

Zusammenfassende Finanzinformationen zu Tochterunternehmen, für die wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen:

T 070 in Mio. €

scroll
Name und Sitz der Gesellschaft Kurzfristige Vermögens-
wertec
Langfristige Vermögens-
wertec
Kurzfristige Schuldenc Langfristige Schuldenc Überschuss/ (Fehlbetrag)c
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 31.12.2015/2015 15 018 47 516 9 225 36 863 354
  31.12.2014/2014 12 387 37 398 7 499 28 226 344
Hellenic Telecommunications Organization S. A. (OTE), Athen, Griechenlanda 31.12.2015/2015 2 414 6 118 2 484 2 552 (79)
  31.12.2014/2014 2 493 6 104 2 436 3 063 85
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna,b 31.12.2015/2015 716 3 612 1 118 1 005 51
  31.12.2014/2014 662 3 460 1 046 1 089 100
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena, b 31.12.2015/2015 748 1 625 252 84 139
  31.12.2014/2014 723 1 140 251 107 133
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia, b 31.12.2015/2015 - - - - -
  31.12.2014/2014 789 1 254 249 154 73
scroll
Name und Sitz der Gesellschaft Gesamtergebnisc
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 1 149
  1 994
Hellenic Telecommunications Organization S. A. (OTE), Athen, Griechenlanda (74)
  85
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna,b 48
  39
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena, b 144
  126
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia, b -
  64

a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
b Indirekte Beteiligung der Deutschen Telekom AG.
c IFRS-Werte des entsprechenden Teilkonzerns.

T 071 in Mio. €

scroll
Name und Sitz der Gesellschaft Cashflow aus Geschäftstätigkeitc Cashflow aus Investitionstätigkeitc Cashflow aus Finanzierungstätigkeitc
T-Mobile US, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 2015 5 583 (6 318) 2 935
  2014 3 246 (3 582) 1 952
Hellenic Telecommunications Organization S. A. (01E), Athen, Griechenlanda 2015 1 056 (419) (674)
  2014 1 135 (442) (438)
Magyar Telekom Public Limited Company, Budapest, Ungarna, b 2015 497 (303) (235)
  2014 482 (219) (50)
Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena, b 2015 330 (82) (112)
  2014 320 (163) (122)
Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia, b 2015 273 365 (582)
  2014 275 (319) (25)

a Vorkonsolidierter Teilkonzernabschluss.
b Indirekte Beteiligung der Deutschen Telekom AG.
c IFRS-Werte des entsprechenden Teilkonzerns.

STRUKTURIERTE UNTERNEHMEN

Die Deutsche Telekom wickelt Factoring-Transaktionen mittels strukturierter Unternehmen ab (siehe Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management").

Die Deutsche Telekom konsolidiert seit 2014 vier strukturierte Leasing-Objektgesellschaften jeweils für Immobilien sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung an zwei Standorten zum Betrieb von Rechenzentren in Deutschland. Die beiden Rechenzentren wurden unter Führung einer externen Leasing-Gesellschaft errichtet und werden von der T-Systems International GmbH betrieben. Die Deutsche Telekom ist über die vertraglichen Verpflichtungen zur Leistung von Leasing-Zahlungen an die Leasing-Objektgesellschaften hinaus nicht verpflichtet, diese Objektgesellschaften finanziell zu unterstützen.

Die Gesellschaften T-Mobile USA Tower LLC und T-Mobile West Tower LLC, die nach der Equity-Methode in die Konzern-Bilanz einbezogen werden, sind ebenfalls strukturierte Unternehmen (siehe Angabe 7 "Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen").

GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN

Die Deutsche Telekom hat im Jahr 2011 aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung der T-Mobile Polska S. A. in Polen das polnische Mobilfunknetz zur Planung, Errichtung und zum Betrieb mit einem Partner zwecks Erzielung von Einspareffekten zusammengelegt. Die zugehörigen Vermögenswerte werden von der Deutschen Telekom mit dem wirtschaftlich zuzurechnenden Anteil in Höhe von 50 % in der Konzern-Bilanz ausgewiesen.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am Abschluss-Stichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet, nicht monetäre Posten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden von der jeweiligen Landeswährung in Euro mit den Mittelkursen am Abschluss-Stichtag umgerechnet. Die Mittelkurse entsprechen den durchschnittlichen monatlichen Geld- und Briefkursen. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden wie die entsprechenden Jahresergebnisse zu monatlichen Durchschnittskursen des Berichtszeitraums umgerechnet. Die Differenzen, die durch die Anwendung beider Kurse entstehen, werden erfolgsneutral erfasst.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen entwickelten sich wie folgt:

T 072 in €

scroll
Durchschnittskurse Stichtagskurse
2015 2014 2013 31.12.2015 31.12.2014
100 Tschechische Kronen (CZK) 3,66596 3,63124 3,85018 3,70066 3,60844
1 Britisches Pfund (GBP) 1,37760 1,24035 1,17714 1,36181 1,28428
100 Kroatische Kuna (HRK) 13,13380 13,09950 13,19720 13,08730 13,06000
1 000 Ungarische Forint (HUF) 3,22570 3,23940 3,36771 3,17145 3,17153
100 Mazedonische Denar (MKD) 1,62569 1,62380 1,61831 1,62408 1,62669
100 Polnische Zloty (PLN) 23,89210 23,89430 23,82270 23,44620 23,35810
1 US-Dollar (USD) 0,90117 0,75241 0,75289 0,91819 0,82300

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

1 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben eine ursprüngliche Laufzeit von bis zu drei Monaten und enthalten überwiegend Festgeldanlagen bei Kreditinstituten. Daneben sind hier in geringem Umfang Kassenbestände sowie Schecks enthalten. Zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen hat die Deutsche Telekom auf Basis von Collateralverträgen Barsicherheiten in Höhe von 1 740 Mio. € (31. Dezember 2014: 486 Mio. €) erhalten.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verminderten sich in der Berichtsperiode um 0,6 Mrd. € auf 6,9 Mrd. €. Weitere Informationen sind der Konzern-Kapitalflussrechnung in Angabe 31 zu entnehmen.

Zum 31. Dezember 2015 hat die Deutsche Telekom 36 Mio. € (31. Dezember 2014: 32 Mio. €) als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen, die von Tochterunternehmen in der EJR Mazedonien gehalten werden. Diese unterliegen Devisenverkehrskontrollen und anderen gesetzlichen Einschränkungen. Die Verfügbarkeit über diese Bestände durch das Mutterunternehmen und andere Konzernunternehmen ist daher eingeschränkt.

2 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN

T 073 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 756 10 262
Sonstige Forderungen 482 192
  9 238 10 454

Vom Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sind 8 085 Mio. € (31. Dezember 2014: 8 897 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig.

Die rückläufige Forderungsentwicklung ergibt sich v. a. aus im Berichtszeitraum abgeschlossenen Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe fälliger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vgl. dazu Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management"). Ebenfalls reduzierend wirkte sich das bei T-Mobile US im Juni 2015 eingeführte Geschäftsmodell JUMP! On Demand aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten bei Vertragsabschluss mit dem Kunden in diesem Zusammenhang nicht mehr die Forderung aus dem Endgeräteverkauf, sondern nur noch die monatliche Mietrate für das Endgerät.

Die nachfolgende Tabelle 074 zeigt die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum Stichtag nicht wertgemindert sind:

T 074 in Mio. €

scroll
davon: davon: Zum Abschluss-Stichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zum Abschluss-Stichtag weder wertgemindert noch überfällig Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 60 Tagen Zwischen 61 und 90 Tagen Zwischen 91 und 180 Tagen Zwischen 181 und 360 Tagen
zum 31.12.2015 3 163 628 86 60 71 43
zum 31.12.2014 3 226 421 116 64 73 63
scroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Mehr als 360 Tage
zum 31.12.2015 27
zum 31.12.2014 46

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschluss-Stichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

T 075 in Mio. €

scroll
2015 2014
STAND WERTBERICHTIGUNGEN AM 1. JANUAR 1 368 1 344
Kursdifferenzen 1 15
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 805 641
Verbrauch (553) (410)
Auflösungen (119) (222)
STAND WERTBERICHTIGUNGEN AM 31. DEZEMBER 1 502 1 368

In der folgenden Tabelle 076 sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Eingang von ausgebuchten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt:

T 076 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen 375 352 129
Erträge aus dem Eingang von ausgebuchten Forderungen 329 254 46

Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen.

3 VORRÄTE

T 077 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 62 65
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 23 24
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 1 762 1 414
  1 847 1 503

Der Buchwert der Vorräte erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 0,3 Mrd. € auf 1,8 Mrd. €. Ursächlich hierfür waren insbesondere ein höheres Bevorratungsvolumen an Endgeräten (v. a. teurere Smartphones) bei T-Mobile US sowie Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.

In 2015 wurden Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 121 Mio. € (2014: 57 Mio. €, 2013: 46 Mio. €) vorgenommen. Diese wurden erfolgswirksam erfasst.

Der Buchwert der Vorräte, der während der Periode als Aufwand erfasst wurde, beträgt 12 367 Mio. € (2014: 8 237 Mio. €, 2013: 6 470 Mio. €).

Die fertigen Erzeugnisse und Handelswaren enthalten Produkte zum Verkauf für Endkunden (z. B. Endgeräte und Zubehör), die nicht selbst hergestellt wurden, und noch nicht abgerechnete, jedoch fertiggestellte Leistungen v. a. gegenüber Geschäftskunden.

T 078 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
EE T-Mobile US Immobilien Deutsche Telekom AG Sonstiges Summe EE
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN            
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - - - 4 4 -
Immaterielle Vermögenswerte - 629 - 4 633 -
Sachanlagen - - 180 32 212 -
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 6 073 - - - 6 073 5 727
SUMME 6 073 629 180 40 6 922 5 727
scroll
31.12.2014
Immobilien Deutsche Telekom AG Sonstiges Summe
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN      
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - 5 5
Immaterielle Vermögenswerte - 39 39
Sachanlagen 95 12 107
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen - - 5 727
SUMME 95 56 5 878

4 ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN

Zum 31. Dezember 2015 sind in den kurzfristigen Vermögenswerten der Konzern-Bilanz 6,9 Mrd. € als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen. Der Anstieg um 1,0 Mrd. € im Vergleich zum 31. Dezember 2014 resultiert im Wesentlichen aus den folgenden Sachverhalten:

Im dritten Quartal 2015 vereinbarte T-Mobile US mit AT&T eine Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen zur Verbesserung der Mobilfunknetz-Abdeckung der T-Mobile US, die sich durch die Umklassifizierung der Lizenzen in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mrd. € buchwerterhöhend auswirkte. Darüber hinaus wirkten sich im Zusammenhang mit der seit Dezember 2014 vorgenommenen Reklassifizierung der Anteile am Joint Venture EE Währungskurseffekte aus der Umrechnung von Britischem Pfund in Euro in Höhe von 0,3 Mrd. € erhöhend auf den Buchwert aus. In Summe war das Joint Venture EE zum 31. Dezember 2015 mit insgesamt 6,1 Mrd. € in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Transaktion wurde im Januar 2016 von der britischen Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) ohne Auflagen genehmigt. Der Vollzug der Transaktion fand daraufhin am 29. Januar 2016 statt. Der Ausweis des Joint Ventures EE erfolgte bis zum Vollzug der Transaktion weiterhin innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und war Bestandteil des Segments Group Headquarters & Group Services. In der Vergleichsperiode waren insbesondere die reklassifizierten Anteile am Joint Venture EE in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen enthalten.

Zuschreibungen der Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen waren nicht wesentlich.

Die folgenden Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen wurden nach IFRS 5 zum 31. Dezember 2015 nicht mehr mit ihren Buchwerten, sondern mit den beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

T 079 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Level 1 Level 2 Level 3 Level 1 Level 2
Eingangs-
parameter als Preise auf aktiven Märkten
Andere Eingangs-
parameter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind
Nicht beobachtbare Eingangs-
parameter
Summe Eingangs-
parameter als Preise auf aktiven Märkten
Andere Eingangs-
parameter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN            
Immobilien Deutsche Telekom AG - - 105 105 - -
scroll
31.12.2014
Level 3
Nicht beobachtbare Eingangsparameter Summe
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN    
Immobilien Deutsche Telekom AG 75 75

Die zur Veräußerung gehaltenen Immobilien der Deutschen Telekom AG betreffen Standorte, die als nicht mehr betriebsnotwendig erachtet werden. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch externe Gutachten ermittelt. Die Bewertung wird regelmäßig nach dem Ertragswertverfahren unter Berücksichtigung örtlicher Markteinschätzungen und objektindividueller Gegebenheiten vorgenommen, wobei auch nicht am Markt beobachtbare Eingangsparameter einfließen. Die voraussichtlichen Verkaufskosten (derzeit regelmäßig rund 10 % des beizulegenden Zeitwerts) werden abgezogen. Die zur Veräußerung gehaltenen Immobilien werden in der Bilanz mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten angesetzt. Die Immobilien wurden in Höhe von 0,1 Mrd. € auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten abgewertet. Der Aufwand wurde in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

5 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

T 080 in Mio. €

scroll
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte
Gesamt Erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte LTE-Lizenzen UMTS-Lizenzen GSM-Lizenzen
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN            
STAND 31. DEZEMBER 2013 4 118 50 471 1 006 2 450 9 988 1 450
Währungsumrechnung 272 3 714 22 (19) (10) (14)
Veränderung Konsolidierungskreis 3 248 12 0 0 0
Zugänge 93 4 577 117 320 0 0
Abgänge 551 1 249 43 1 0 52
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (1) (856) 0 0 0 0
Umbuchungen 851 1 919 24 918 (49) (93)
STAND 31. DEZEMBER 2014 4 785 58 824 1 138 3 668 9 929 1 291
Währungsumrechnung 290 3 716 31 2 4 4
Veränderung Konsolidierungskreis 0 6 3 0 0 0
Zugänge 101 4 997 27 1 266 0 556
Abgänge 504 1 710 42 0 0 301
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (12) (1 012) 0 0 0 0
Umbuchungen 756 1 318 20 165 0 (2)
STAND 31. DEZEMBER 2015 5 416 66 139 1 177 5 101 9 933 1 548
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN            
STAND 31. DEZEMBER 2013 2 820 22 433 567 314 5 758 909
Währungsumrechnung 206 965 1 (1) (5) (5)
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (14) 0 0 0 0
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 842 2 956 87 216 597 76
Zugänge (Wertminderungen) 3 11 0 0 0 0
Abgänge 551 1 215 42 1 0 52
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (1) (47) 0 0 0 0
Umbuchungen (226) 231 6 14 (8) (4)
Zuschreibungen 0 (4) 0 0 0 0
STAND 31. DEZEMBER 2014 3 093 25 316 619 542 6 342 924
Währungsumrechnung 221 1 057 7 0 2 3
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (7) 0 0 0 0
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 938 3 110 113 251 581 66
Zugänge (Wertminderungen) 1 17 7 0 0 0
Abgänge 494 1 698 39 0 0 301
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (4) (211) 0 0 0 0
Umbuchungen (28) 29 10 (1) 0 0
Zuschreibungen 0 0 0 0 0 0
STAND 31. DEZEMBER 2015 3 727 27 613 717 792 6 925 692
BUCHWERTE            
Stand 31. Dezember 2014 1 692 33 508 519 3 126 3 587 367
STAND 31. DEZEMBER 2015 1 689 38 526 460 4 309 3 008 856
scroll
Erworbene immaterielle Vermögenswerte Goodwill Geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung
FCC-Lizenzen (T-Mobile US) Übrige erworbene immaterielle Vermögenswerte Gesamt
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN          
STAND 31. DEZEMBER 2013 21 284 14 293 27 614 2 069 84 272
Währungsumrechnung 3 272 463 1 196 22 5 204
Veränderung Konsolidierungskreis 0 236 0 3 254
Zugänge 3 551 589 176 2 319 7 165
Abgänge 0 1 153 0 20 1 820
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (854) (2) 0 0 (857)
Umbuchungen 0 1 119 0 (2 705) 65
STAND 31. DEZEMBER 2014 27 253 15 545 28 986 1 688 94 283
Währungsumrechnung 3 115 560 1 340 40 5 386
Veränderung Konsolidierungskreis 0 3 1 0 7
Zugänge 2 642 506 0 2 406 7 504
Abgänge 0 1 367 35 33 2 282
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (997) (15) (2) (7) (1 033)
Umbuchungen 0 1 135 0 (2 057) 17
STAND 31. DEZEMBER 2015 32 013 16 367 30 290 2 037 103 882
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN          
STAND 31. DEZEMBER 2013 5 210 9 675 13 052 0 38 305
Währungsumrechnung 696 279 1 206 0 2 377
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (14) 0 0 (14)
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 0 1 980 0 0 3 798
Zugänge (Wertminderungen) 10 1 51 0 65
Abgänge 0 1 120 0 0 1 766
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (44) (3) 0 0 (48)
Umbuchungen 0 223 0 0 5
Zuschreibungen (4) 0 0 0 (4)
STAND 31. DEZEMBER 2014 5 868 11 021 14 309 0 42 718
Währungsumrechnung 674 371 1 196 0 2 474
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (7) 0 0 (7)
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 0 2 099 0 0 4 048
Zugänge (Wertminderungen) 0 10 43 0 61
Abgänge 0 1 358 31 0 2 223
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (199) (12) 0 0 (215)
Umbuchungen 0 20 0 0 1
Zuschreibungen 0 0 0 0 0
STAND 31. DEZEMBER 2015 6 343 12 144 15 517 0 46 857
BUCHWERTE          
Stand 31. Dezember 2014 21 385 4 524 14 677 1 688 51 565
STAND 31. DEZEMBER 2015 25 670 4 223 14 773 2 037 57 025

Der Anstieg des Nettobuchwerts der LTE-Lizenzen in Höhe von 1,2 Mrd. € auf 4,3 Mrd. € resultiert im Wesentlichen aus der im Juni 2015 beendeten Frequenzversteigerung in Deutschland. T-Mobile US hat im Geschäftsjahr 2015 Mobilfunk-Lizenzen erworben bzw. getauscht. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Lizenzen aus der im Januar 2015 beendeten Auktion der US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde FCC.

Zum Abschluss-Stichtag hat sich die Deutsche Telekom in Höhe von 1,1 Mrd. € (31. Dezember 2014: 1,0 Mrd. €) vertraglich zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten verpflichtet. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf höhere Verpflichtungen zum Kauf von Mobilfunk-Lizenzen bei T-Mobile US.

Im Geschäftsjahr 2015 haben sich folgende wesentliche Entwicklungen der Buchwerte des Goodwills zahlungsmittelgenerierender Einheiten ergeben:

USA. Der Anstieg des Goodwills um 0,1 Mrd. € im Vergleich zum 31. Dezember 2014 resultiert aus Wechselkurseffekten.

Europa. Die Änderungen im Goodwill ergeben sich im Wesentlichen aus Wechselkurseffekten.

Angaben zu den jährlichen Werthaltigkeitstests.

Die Deutsche Telekom führte zum 31. Dezember 2015 ihre jährlichen Werthaltigkeitstests für die den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Goodwills durch. Auf Basis der zum Abschluss-Stichtag vorliegenden Erkenntnisse und Erwartungen der künftigen Entwicklung des Markt- und Wettbewerbsumfelds ergibt sich zum 31. Dezember 2015 bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Ungarn ein anteiliger Wertminderungsbedarf in Höhe von 43 Mio. €. Die Wertminderung des Goodwills bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Ungarn war v. a. auf verschärften Wettbewerb und eine insgesamt schwierige Marktlage zurückzuführen. Der Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2014 führte zu einem Wertminderungsbedarf bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Digital Business Unit im Segment Group Headquarters & Group Services (29 Mio. €) sowie bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien - Mobilfunk (anteilig 22 Mio. €) im operativen Segment Europa.

Die für den Werthaltigkeitstest zu ermittelnden erzielbaren Beträge wurden überwiegend auf Basis der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten bestimmt. Diese Werte wurden - mit Ausnahme bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA - mittels eines Barwertverfahrens berechnet. Die wesentlichen Parameter sind der Tabelle 081 zu entnehmen.

Der erzielbare Betrag (vor Abzug der Netto-Finanzverbindlichkeiten) für Ungarn betrug 3 004 Mio. €. Der Wert wurde im Einklang mit IFRS 13 mithilfe von Eingangsparametern des dritten Levels (nicht beobachtbare Eingangsparameter) berechnet. Die erzielbaren Beträge (vor Abzug der Netto-Finanzverbindlichkeiten) für Rumänien - Mobilfunk und Digital Business Unit betrugen zum 31. Dezember 2014 782 Mio. € bzw. 164 Mio. €. Beide Werte wurden im Einklang mit IFRS 13 mithilfe von Eingangsparametern des dritten Levels (nicht beobachtbare Eingangsparameter) berechnet.

Bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Niederlande, Kroatien, Montenegro und EJR Mazedonien wurde der erzielbare Betrag anhand des Nutzungswerts berechnet, da dieser in diesen Fällen größer als der beizulegende Zeitwert ist. Bei den Einheiten Niederlande, Montenegro und EJR Mazedonien wurde der Nutzungswert erstmals herangezogen, da er erstmals höher war oder aus Vereinfachungsgründen, um nicht den beizulegenden Zeitwert um öffentlich nicht beobachtbare Annahmen anzupassen. Im Fall der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA war der Marktpreis eines aktiven und liquiden Markts (Börsenkurs) der T-Mobile US Grundlage für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Den Bewertungen aller anderen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen Prognosen mit einem zehnjährigen Prognosezeitraum zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider und wird gewählt, um einen für die Berechnung der ewigen Rente nötigen stabilen Geschäftsausblick des Unternehmens zu erhalten. Dieser wird erst bei diesem Planungshorizont insbesondere aufgrund der teilweise langen Investitionszyklen in der Telekommunikationsbranche sowie der langfristig geplanten und erwarteten Investitionen zum Erwerb und zur Verlängerung von Frequenznutzungsrechten erreicht. Cashflows, die über die interne Mittelfristplanung hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Diese Wachstumsraten werden dabei für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit einzeln festgelegt. Die angesetzten Wachstumsraten orientieren sich am langfristigen realen Wachstum und an der langfristigen Inflationserwartung der Länder, in denen die jeweilige Einheit ihre Geschäftstätigkeit ausübt. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelten Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Markt- und Länderrisiken. Sollten sich künftig wesentliche Veränderungen in den oben aufgeführten Annahmen ergeben, so würde dies Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben. Mögliche Veränderungen dieser Annahmen können sich durch zukünftige Entwicklungen der makroökonomischen Lage, den anhaltend harten Wettbewerb sowie weitere mögliche Änderungen in der Gesetzgebung (z. B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen) und regulatorische Eingriffe negativ auswirken.

Die nachfolgenden Tabellen 081 und 082 geben eine Übersicht über die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Bewertung, die Einordnung der den erzielbaren Beträgen zugeordneten Eingangsparameter (Level) nach IFRS 13 sowie die Sensitivitätsberechnungen für den Wertminderungsbedarf infolge einer Änderung der wesentlichen Parameter Diskontierungszinssatz, Netto-Zahlungsstrom und Wachstumsrate. Enthalten sind die wesentlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Goodwill zugeordnet ist.

T 081

scroll
Buchwert Goodwill
in Mio. €
Wertminderunga
in Mio. €
Detail-
planungs-
zeitraum in Jahren
Diskontie-
rungszins-
sätzeb
in %
Nachhaltige Wachstumsrate p. a. Ø
in %
DEUTSCHLAND 2015 3 978   10 5,34 0,0
  2014 3 978   10 6,14 0,0
USA 2015 1 147   n. a. n. a. n. a.
  2014 1 028   n. a. n. a. n. a.
EUROPA            
Polen 2015 1 584   10 6,96 2,0
  2014 1 578   10 7,54 2,0
Niederlande 2015 1 312   10 5,51 0,25
  2014 1 312   10 6,47 2,0
Ungarn 2015 949 43 10 7,88 2,0
  2014 994   10 6,81 2,0
Tschechische Republik 2015 739   10 5,58 2,0
  2014 707   10 7,52 2,0
Kroatien 2015 494   10 7,13 2,0
  2014 493   10 6,97 2,0
Slowakei 2015 428   10 5,34 2,0
  2014 428   10 6,88 2,0
Griechenland - Mobilfunk 2015 422   10 7,81 2,0
  2014 422   10 9,50 2,0
Österreich 2015 324   10 5,66 2,0
  2014 324   10 6,50 2,0
Rumänien - Mobilfunk 2015 121   10 8,47 2,0
  2014 122 22 10 9,52 2,0
International Carrier Sales & Solutions 2015 101   10 5,15 2,0
  2014 102   10 5,68 2,0
Übrige 2015 99   10 8,44 - 10,47 2,0
  2014 98   10 8,85 - 9,71 2,0
SYSTEMGESCHÄFT 2015 3 075   10 6,49 1,5
  2014 3 091   10 7,80 1,5
  2015 14 773 43      
  2014 14 677 51      
scroll
Levelzuordnung der Eingangsparameterc
DEUTSCHLAND Level 3
  Level 3
USA Level 1
  Level 1
EUROPA  
Polen Level 3
  Level 3
Niederlande Nutzungswert
  Level 3
Ungarn Level 3
  Level 3
Tschechische Republik Level 3
  Level 3
Kroatien Nutzungswert
  Nutzungswert
Slowakei Level 3
  Level 3
Griechenland - Mobilfunk Level 3
  Level 3
Österreich Level 3
  Level 3
Rumänien - Mobilfunk Level 3
  Level 3
International Carrier Sales & Solutions Level 3
  Level 3
Übrige Level 3 und Nutzungswert
  Level 3
SYSTEMGESCHÄFT Level 3
  Level 3

a Die Gesamtsumme der Wertminderungen 2014 in Höhe von 51 Mio. € enthielt auch den Wertminderungsbedarf der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Digital Business Unit.
b Diskontierungszinssatz einheitlich nach Steuern. Der Diskontierungszinssatz vor Steuern für die Berechnung des Nutzungswerts beträgt für die Niederlande 7,35 %, für Kroatien 8,91 % und für Übrige 9,30 bis 9,38 %.
c Levelangabe der Eingangsparameter im Fall beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

T 082 Sensitivitätsanalyse der Wertminderungen in Mio. €a

scroll
Erhöhung/(Rückgang) der Wertminderungen im Jahr 2015
Abnahme Diskontierungs-
zinssatz um 50 Basispunkte
Abnahme Netto-
Zahlungs-
ströme um 5,0
%
Abnahme nachhaltige Wachstumsrate um 50 Basispunkte Zunahme Diskontierungs- zinssatz um 50 Basispunkte Zunahme Netto- Zahlungs- ströme um 5,0
%
Zunahme nachhaltige Wachstumsrate um 50 Basispunkte
EUROPA            
Niederlande   136 (11/100 %/ 99,61 %) 61 (11/0,25 %/ 0,18 %) 197 (11/5,51%/ 5,54 %)    
Ungarn -43 (-73/7,88 %/ 7,73 %) 89 (-73/100 %/ 102,44 %) 69 (-73/2,00 %/ 2,30 %) 122 (-73/7,88 %/ 7,73 %) -43 (-73/100 %/ 102,44 %) -43 (-73/2,00 %/ 2,30 %)
Griechenland - Mobilfunk       8 (169/7,81%/ 8,25 %)    
Übrigeb       1 (9/8,46 %/ 8,84 %)    
  (43) 225 130 328 (43) (43)

a In Klammern sind im Falle einer aus der Änderung der Einflussfaktoren resultierenden Wertminderung der gegenwärtige Betrag, mit dem der erzielbare Betrag der Einheit ihren Buchwert übersteigt, der tatsächlich den Annahmen zugewiesene Wert sowie der Wert des Einflussfaktors, bei dem der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit gleich deren Buchwert ist, benannt.
b Die in der Sensitivitätsanalyse angegebene Wertminderung betrifft die zahlungsmittelgenerierende Einheit Montenegro.

Innerhalb der Sensitivitätsanalyse der Wertminderungen werden die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aufgeführt, bei denen die Sensitivitätsanalyse zu einer Wertminderung oder einer Änderung der Wertminderung führt. Die Sensitivitätsanalyse wurde für alle wesentlichen Einflussfaktoren isoliert vorgenommen, d. h., dass eine Änderung der Wertminderung bei einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit nur durch die Reduktion oder Erhöhung des jeweiligen Einflussfaktors bedingt wurde.

6 SACHANLAGEN

T 083 in Mio. €

scroll
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN          
STAND 31. DEZEMBER 2013 18 430 104 193 7 859 2 423 132 905
Währungsumrechnung 176 1 997 167 123 2 463
Veränderung Konsolidierungskreis 84 324 95 19 522
Zugänge 153 2 895 475 4 393 7 916
Abgänge 148 3 544 590 72 4 354
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (326) (32) (4) (2) (364)
Umbuchungen 275 3 210 330 (3 880) (65)
STAND 31. DEZEMBER 2014 18 644 109 043 8 332 3 004 139 023
Währungsumrechnung 220 2 247 176 151 2 794
Veränderung Konsolidierungskreis (1) (29) (5) (1) (36)
Zugänge 164 5 945 503 5 251 11 863
Abgänge 296 5 099 854 89 6 338
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (571) (113) (3) (8) (695)
Umbuchungen 356 4 019 448 (4 840) (17)
STAND 31. DEZEMBER 2015 18 516 116 013 8 597 3 468 146 594
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN          
STAND 31. DEZEMBER 2013 10 180 79 561 5 710 27 95 478
Währungsumrechnung 135 1 220 124 1 1 480
Veränderung Konsolidierungskreis 0 102 (1) 0 101
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 683 5 265 685 0 6 633
Zugänge (Wertminderungen) 59 13 1 2 75
Abgänge 90 3 435 518 1 4 044
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (254) (33) (3) (2) (292)
Umbuchungen (1) (17) 13 0 (5)
Zuschreibungen (18) (1) 0 0 (19)
STAND 31. DEZEMBER 2014 10 694 82 675 6 011 27 99 407
Währungsumrechnung 152 1 341 126 0 1 619
Veränderung Konsolidierungskreis (1) (30) (4) 0 (35)
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 723 5 713 714 0 7 150
Zugänge (Wertminderungen) 70 23 2 3 98
Abgänge 201 4 825 797 1 5 824
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (385) (60) (2) (3) (450)
Umbuchungen 37 (52) 13 1 (1)
Zuschreibungen (7) 0 0 0 (7)
STAND 31. DEZEMBER 2015 11 082 84 785 6 063 27 101 957
BUCHWERTE          
Stand 31. Dezember 2014 7 950 26 368 2 321 2 977 39 616
STAND 31. DEZEMBER 2015 7 434 31 228 2 534 3 441 44 637

Erläuterungen zu den Abschreibungen und Wertminderungen befinden sich in Angabe 30 "Abschreibungen".

Die Zugänge enthalten 2,3 Mrd. € an Aktivierungen höherpreisiger Mobilfunk-Endgeräte. Diese stehen im Zusammenhang mit dem bei T-Mobile US im Juni 2015 eingeführten Geschäftsmodell JUMP! On Demand, bei dem Kunden das Endgerät nicht mehr kaufen, sondern mieten.

Zum 31. Dezember 2015 wurden Rückbauverpflichtungen in Höhe von 0,3 Mrd. € (31. Dezember 2014: 0,2 Mrd. €) aktiviert. Davon resultieren 0,2 Mrd. € aus der Neubewertung bestehender Rückbauverpflichtungen der T-Mobile US. Neugewonnene Erkenntnisse im Rahmen der Außerbetriebnahme des CDMA-Mobilfunknetzes der MetroPCS veranlassten T-Mobile US, die Annahmen für die bisher bestehenden Rückbauverpflichtungen zu überprüfen.

Die Deutsche Telekom hat sich zum Abschluss-Stichtag in Höhe von 1,9 Mrd. € (31. Dezember 2014: 2,1 Mrd. €) vertraglich zum Erwerb von Sachanlagen verpflichtet.

7 BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

Die wesentlichen Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

T 084

scroll
Kapitalanteil Stimmrechtsquote Segmentzugehörigkeit Beizulegender Zeitwert der Beteiligung bei Vorliegen eines notierten Marktpreises
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015
Name und Sitz der Gesellschaft in % in % in % in % in Mio. €
Hrvatske telekomunikacije d.d. Mostar, Mostar, Bosnien-Herzegowinaa 39,10 39,10 39,10 39,10 Europa 44
Scout24 AG, München, Deutschland 13,37 28,24 13,37 28,24 Group Headquarters & Group Services 474
Ströer SE, Köln, Deutschland 11,60 - 11,60 - Group Headquarters & Group Services 361
T-Mobile USA Tower LLC, Wilmington, USAb 100,00 100,00 100,00 100,00 USA -
T-Mobile West Tower LLC, Wilmington, USAb 100,00 100,00 100,00 100,00 USA -
Toll Collect GmbH, Berlin, Deutschland 45,00 45,00 45,00 45,00 Systemgeschäft -
scroll
Beizulegender Zeitwert der Beteiligung bei Vorliegen eines notierten Marktpreises
31.12.2014
Name und Sitz der Gesellschaft in Mio. €
Hrvatske telekomunikacije d.d. Mostar, Mostar, Bosnien-Herzegowinaa 38
Scout24 AG, München, Deutschland -
Ströer SE, Köln, Deutschland -
T-Mobile USA Tower LLC, Wilmington, USAb -
T-Mobile West Tower LLC, Wilmington, USAb -
Toll Collect GmbH, Berlin, Deutschland -

a Indirekte Beteiligung über Hrvatski Telekom d.d., Kroatien (Anteil Deutsche Telekom AG: 51,00 %).
b Indirekte Beteiligung über T-Mobile US, Inc., USA (Anteil Deutsche Telekom AG: 65,41 %).

Alle dargestellten Gesellschaften werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Beschreibung der Art der Tätigkeiten der gemeinschaftlichen Vereinbarung oder des assoziierten Unternehmens

Die Hrvatske telekomunikacije d.d. erbringt Telekommunikationsdienstleistungen im Mobilfunk- und Festnetz-Bereich in Bosnien-Herzegowina.

Die Scout24 AG betreibt führende digitale Anzeigenplattformen in Deutschland und in anderen ausgewählten europäischen Ländern. Die Kerngeschäfte unter der Dachmarke Scout24 sind die digitalen Marktplätze ImmobilienScout24 und AutoScout24.

Die Ströer SE ist ein führendes digitales Multi-Channel-Medienhaus und bietet werbungtreibenden Kunden individualisierte und voll integrierte Premium-Kommunikationslösungen an.

T-Mobile USA Tower LLC und T-Mobile West Tower LLC sind strukturierte Unternehmen, die T-Mobile US zum Zweck der Einbringung von Funkturm-Standorten gemäß dem 2012 zwischen T-Mobile USA und Crown Castle International Corp., Houston, USA, unterzeichneten Rahmenvertrag über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten gegründet hat, und an denen die Gesellschaft jeweils 100 % der Anteile hält. Das alleinige Recht, diese Funkturm-Standorte zu nutzen und weiterzuvermieten, wurde auf Crown Castle übertragen. T-Mobile US wird ihre Mobilfunk-Einrichtungen weiterhin über diese Funktürme betreiben und zu diesem Zweck die erforderliche Kapazität wieder von Crown Castle zurückmieten. Bisher ungenutzte Infrastruktur kann damit von Crown Castle an Dritte vermietet werden. Im Gegenzug erhalten die Eigentümer des Grund und Bodens, auf dem die Funktürme stehen, keine Mietzahlungen mehr von T-Mobile US für diese Funktürme, die in die zwei assoziierten Unternehmen und die veräußerten Unternehmen eingebracht wurden. Die Entkonsolidierung beider Unternehmen erfolgte zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion 2012, da Crown Castle die Funktürme unabhängig betreibt, Umsätze aus der Vermietung der Standorte für durchschnittlich 28 Jahre generiert und die für eine Konsolidierung relevanten Finanz- und Geschäftsaktivitäten beider Unternehmen bestimmt. Es ist zu erwarten, dass Crown Castle durch die Vermietung der Funktürme ausreichend Gewinne und Cashflows generieren kann, um seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen zu können. Daher hat die Deutsche Telekom nur einen maßgeblichen Einfluss und bezieht diese Gesellschaften als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss ein. T-Mobile US ist unter bestimmten Bedingungen weiterhin für den Verzug seitens Crown Castle bei den Mietzahlungen an die Eigentümer des Grund und Bodens, auf dem die Funktürme stehen, haftbar. Die Vereinbarung sieht für die Deutsche Telekom einen äußerst niedrigen maximalen Garantiebetrag vor, denn im Fall des Eintretens des Garantiefalls könnte T-Mobile US die weitere Nutzung der betreffenden Funkturm-Standorte selbst übernehmen oder alternativ die mit den Eigentümern des Grund und Bodens bestehenden Verträge kurzfristig kündigen. Mit Vollzug der Transaktion hat T-Mobile US eine unwesentliche Barreserve bei den Unternehmen geschaffen, die ausreicht, um die nicht von Crown Castle zu tragenden laufenden Verwaltungsaufwendungen zu finanzieren. Neben der Garantie und der Zahlung der Verwaltungsaufwendungen gibt es für T-Mobile US keine weiteren Finanzierungsverpflichtungen.

Die Toll Collect GmbH betreibt das Autobahn-Mautsystem in Deutschland.

Die folgenden Tabellen 085 und 086 zeigen zusammenfassende Finanzinformationen zu den wesentlichen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf die auf den Konzern Deutsche Telekom entfallenden Anteile, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100% dar.

Zusammenfassende Finanzinformationen wesentlicher at equity bilanzierter Gemeinschaftsunternehmen

T 085 in Mio. €

scroll
HT Mostar d.d. Toll Collect GmbH
31.12.2015/2015 31.12.2014/2014 31.12.2015/2015 31.12.2014/2014
Kurzfristige Vermögenswerte 40 41 528 557
davon: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3 1 63 76
Langfristige Vermögenswerte 172 171 180 136
Kurzfristige Schulden 34 34 745 805
davon: Finanzielle Verbindlichkeiten 0 2 0 20
Langfristige Schulden 5 6 91 2
davon: Finanzielle Verbindlichkeiten 1 1 90 0
Umsatzerlöse 45 119 472 433
Zinserträge 0 0 5 5
Zinsaufwendungen 0 0 (3) (5)
Ertragsteuern 0 0 (37) (33)
Überschuss/(Fehlbetrag) 1 5 (15) (139)
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Gesamtergebnis 1 5 (15) (139)
Planmäßige Abschreibungen (12) (250) (2) (2)
An die Deutsche Telekom gezahlte Dividenden 0 2 0 0

Zusammenfassende Finanzinformationen wesentlicher at equity bilanzierter assoziierter Unternehmen

T 086 in Mio. €

scroll
Scout24 AGa -b Ströer SEc T-Mobile USA Tower LLC
31.12.2015/2015 31.12.2014/2014 31.12.2015/2015 31.12.2014/2014 31.12.2015/2015 31.12.2014/2014
Kurzfristige Vermögenswerte 123 63 178 - 0 0
Langfristige Vermögenswerte 2 061 2 127 799 - 66 60
Kurzfristige Schulden 108 94 276 - 0 0
Langfristige Schulden 1 380 1 037 415 - 0 0
Umsatzerlöse 288 306 509 - 0 0
Überschuss/(Fehlbetrag) 49 (39) 25 - 0 0
Sonstiges Ergebnis 1 2 (19) - 0 0
Gesamtergebnis 50 (37) 7 - 0 0
An die Deutsche Telekom gezahlte Dividenden 124 0 - - 0 38
scroll
T-Mobile West Tower LLC
31.12.2015/2015 31.12.2014/2014
Kurzfristige Vermögenswerte 0 0
Langfristige Vermögenswerte 101 91
Kurzfristige Schulden 0 0
Langfristige Schulden 0 0
Umsatzerlöse 0 0
Überschuss/(Fehlbetrag) 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis 0 0
An die Deutsche Telekom gezahlte Dividenden 0 79

a Aufgrund zum Veröffentlichungszeitpunkt der Deutschen Telekom nicht öffentlich verfügbarer Finanzinformationen der Scout24 AG zum 31. Dezember 2015 wurden die zusammenfassenden Finanzinformationen sowie die Überleitungsrechnung auf den Buchwert, der in der Konzern-Bilanz der Deutschen Telekom einbezogen wurde, auf Grundlage des Konzern-Zwischenabschlusses der Scout24 AG zum 30. September 2015 vorgenommen.
b Die Mehrheitsgesellschafter der Asa NewCo haben im Geschäftsjahr 2015 beschlossen, die Gesellschaft am Kapitalmarkt im Wege eines eigenständigen Börsengangs zu platzieren. Hierzu wurde als vorbereitender Schritt die Asa NewCo n eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Gesellschaft heißt mit Eintragung ins Handelsregister am 10. Oktober 2015 fortan Scout24 AG.
c Aufgrund zum Veröffentlichungszeitpunkt der Deutschen Telekom nicht öffentlich verfügbarer Finanzinformationen der Ströer SE zum 31. Dezember 2015 wurden die zusammenfassenden Finanzinformationen auf Grundlage des Quartalsfinanzberichts der Ströer SE zum 30. September 2015 vorgenommen.

Überleitungsrechnung auf den Buchwert, der in die Konzern-Bilanz einbezogen wurde

T 087 in Mio. €

scroll
HT Mostar d.d. Toll Collect GmbH
2015 2014 2015 2014
NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 1. JANUAR 172 172 (114) 25
Überschuss/(Fehlbetrag) 1 5 (14) (139)
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Dividendenzahlungen 0 (5) 0 0
Wechselkurseffekte 0 0 0 0
NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER 173 172 (128) (114)
ANTEIL DER NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER, DIE AUF DIE DEUTSCHE TELEKOM ENTFALLEN 68 66 (64) (57)
Buchwertausgleich 0 0 64 57
Sonstige Überleitungseffekte (15) (15) 0 0
BUCHWERT ZUM 31. DEZEMBER 53 51 0 0

T 088 in Mio. €

scroll
Scout24 AG Ströer SE T-Mobile USA Tower LLC
2015a 2014 2015b 2014 2015 2014
NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 1. JANUAR 1 059 1 096 300 - 60 75
Überschuss/(Fehlbetrag) 49 (39) 25 - 0 0
Sonstiges Ergebnis 1 2 (19) - 0 0
Dividendenzahlungen (421) 0 (20) - 0 (38)
Kapitalerhöhung 8 0 - - 0 13
Wechselkurseffekte 0 0 - - 6 10
NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBERc 696 1 059 286 - 66 60
ANTEIL DER NETTOVERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER, DIE AUF DIE DEUTSCHE TELEKOM ENTFALLENc 93 309 33   66 60
Buchwertausgleich 0 0 0 - 0 0
Sonstige Überleitungseffekte 31 0 298 - 0 0
BUCHWERT ZUM 31. DEZEMBER 124 309 331 - 66 60
scroll
T-Mobile West Tower LLC
2015 2014
NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 1. JANUAR 91 86
Überschuss/(Fehlbetrag) 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0
Dividendenzahlungen 0 (79)
Kapitalerhöhung 0 73
Wechselkurseffekte 10 11
NETTO-VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBERc 101 91
ANTEIL DER NETTOVERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER, DIE AUF DIE DEUTSCHE TELEKOM ENTFALLENc 101 91
Buchwertausgleich 0 0
Sonstige Überleitungseffekte 0 0
BUCHWERT ZUM 31. DEZEMBER 101 91

a Aufgrund zum Veröffentlichungszeitpunkt der Deutschen Telekom nicht öffentlich verfügbarer Finanzinformationen der Scout24 AG zum 31. Dezember 2015 wurden die zusammenfassenden Finanzinformationen sowie die Überleitungsrechnung auf den Buchwert, der in der Konzern-Bilanz der Deutschen Telekom einbezogen wurde, auf Grundlage des Konzern-Zwischenabschlusses der Scout24 AG zum 30. September 2015 vorgenommen. Die hieraus resultierenden Effekte für die Fortschreibung des Buchwerts zum 31. Dezember 2015 erfolgten durch Schätzungen und sind in den sonstigen Überleitungseffekten enthalten.
b Aufgrund zum Veröffentlichungszeitpunkt der Deutschen Telekom nicht öffentlich verfügbarer Finanzinformationen der Ströer SE zum 31. Dezember 2015 wurden die zusammenfassenden Finanzinformationen sowie die Überleitungsrechnung auf den Buchwert, der in der Konzern-Bilanz der Deutschen Telekom einbezogen wurde, auf Grundlage des Quartalsfinanzberichts der Ströer SE zum 30. September 2015 vorgenommen. Die hieraus resultierenden Effekte für die Fortschreibung des Buchwerts zum 31. Dezember 2015 erfolgten durch Schätzungen auf Grundlage der Daten zum Erwerbszeitpunkt am 2. November 2015 und sind in den sonstigen Überleitungseffekten enthalten. Da die Ergebnisse der Kaufpreisallokation noch nicht vorliegen, ist der in den sonstigen Überleitungseffekten enthaltene Goodwill vorläufig.
c Die Netto-Vermögenswerte sowie der Anteil der Netto-Vermögenswerte der Scout24 AG und Ströer SE beziehen sich auf den 30. September 2015.

Die Deutsche Telekom hat Verluste im Zusammenhang mit Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen in Höhe von 64 Mio. € (2014: 57 Mio. €) nicht erfasst, weil die Deutsche Telekom keine Verpflichtung zum Ausgleich dieser Verluste hat.

In 2014 wurden im Rahmen von vertraglichen Bestimmungen aus dem Jahr 2012 Dividendenzahlungen der T-Mobile USA Tower LLC (38 Mio. €) und der T-Mobile West Tower LLC (79 Mio. €) an die T-Mobile US getätigt. Diese Dividendenzahlungen standen im direkten Zusammenhang mit der Einbringung von weiteren Funktürmen der T-Mobile US in beide Gesellschaften. Die Einbringung wurde als Kapitalerhöhung ausgewiesen.

Zusammenfassende aggregierte Finanzinformationen nicht wesentlicher at equity bilanzierter Unternehmen

Die Werte beziehen sich auf die der Deutschen Telekom zustehenden Anteile.

T 089 in Mio. €

scroll
Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen
31.12.2015/2015 31.12.2014/2014 31.12.2015/2015 31.12.2014/2014
Summe der Buchwerte 5 14 142 92
Summe der Anteile am        
Überschuss/(Fehlbetrag) (1) (1) (3) (30)
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
GESAMTERGEBNIS (1) (1) (3) (30)

8 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

T 090 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Gesamt davon: Kurzfristig Gesamt davon: Kurzfristig
Ausgereichte Darlehen und Forderungen 3 283 2 694 3 224 2 632
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 3 354 2 801 683 224
Derivative finanzielle Vermögenswerte 2 686 306 1 343 117
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen 12 4 10 3
  9 335 5 805 5 260 2 976

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der ausgereichten Darlehen und Forderungen deuten zum Abschluss-Stichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Forderungen in Höhe von 98 Mio. € (31. Dezember 2014: 527 Mio. €) wurden im Rahmen von Collateralverträgen zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen eingesetzt.

T 091 in Mio. €

scroll
davon: davon: Zum Abschluss-Stichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
Ausgereichte Darlehen und Forderungen Zum Aschluss-Stichtag weder wertgemindert noch überfällig Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 60 Tagen Zwischen 61 und 90 Tagen Zwischen 91 und 180 Tagen Zwischen 181 und 360 Tagen
zum 31.12.2015            
Restlaufzeit bis 1 Jahr 2 005 38 12 0 4 0
Restlaufzeit über 1 Jahr 325 - - - - -
zum 31.12.2014            
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1 836 53 29 33 37 1
Restlaufzeit über 1 Jahr 590 - - - - -
scroll
davon: Zum Abschluss-Stichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
Ausgereichte Darlehen und Forderungen Mehr als 360 Tage
zum 31.12.2015  
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1
Restlaufzeit über 1 Jahr -
zum 31.12.2014  
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1
Restlaufzeit über 1 Jahr 1

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten u. a. nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren, und die daher am 31. Dezember 2015 in Höhe von 156 Mio. € (31. Dezember 2014: 122 Mio. €) zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Für sie bestand am Abschluss-Stichtag keine Verkaufsabsicht.

9 ÜBRIGE VERMÖGENSWERTE

In den übrigen Vermögenswerten werden im Wesentlichen aktivische Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 1,0 Mrd. € (31. Dezember 2014: 1,1 Mrd. €) ausgewiesen.

10 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

T 092 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Summe Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Summe Restlaufzeit bis 1 Jahr
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 47 766 7 583 14 410 25 773 44 219 5 425
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4 190 1 864 945 1 381 3 676 1 369
davon: Schuldscheindarlehen 383 193 - 190 520 140
davon: Kredite gegenüber der Europäischen Investitionsbank 2 688 829 809 1 050 2 110 493
davon: Sonstige Kredite 1 119 842 136 141 1 046 736
  51 956 9 447 15 355 27 154 47 895 6 794
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing 1 927 311 878 738 1 461 180
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 934 413 239 282 946 40
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall 1 822 18 73 1 731 - -
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 3 009 2 399 465 145 1 775 1 196
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1 798 1 667 129 2 2 055 1 942
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 934 184 413 337 1 095 406
  10 424 4 992 2 197 3 235 7 332 3 764
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 62 380 14 439 17 552 30 389 55 227 10 558
scroll
31.12.2014
Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 13 890 24 904
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 934 373
davon: Schuldscheindarlehen 193 187
davon: Kredite gegenüber der Europäischen Investitionsbank 1 617 -
davon: Sonstige Kredite 124 186
  15 824 25 277
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing 570 711
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 647 259
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall - -
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 392 187
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 110 3
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 442 247
  2 161 1 407
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 17 985 26 684

Die finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Mrd. € auf insgesamt 62,4 Mrd. €.

Bei der Deutschen Telekom ist ein fortlaufendes Liquiditäts-Management implementiert. Damit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sichergestellt werden können, hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Diese Liquiditätsreserve soll zu jedem Zeitpunkt die Kapitalmarktfälligkeiten der nächsten 24 Monate abdecken.

Neben den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten standen der Deutschen Telekom am 31. Dezember 2015 standardisierte bilaterale Kreditlinien mit 23 Banken mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 13,5 Mrd. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2015 waren diese Banklinien mit 0,2 Mrd. € in Anspruch genommen. Die Konditionen sind gemäß den Kreditverträgen abhängig vom Rating der Deutschen Telekom. Die bilateralen Kreditverträge haben eine ursprüngliche Laufzeit von 36 Monaten und können jeweils nach zwölf Monaten um weitere zwölf Monate auf wiederum 36 Monate verlängert werden. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Im November 2015 hat T-Mobile US Anleihen im Volumen von insgesamt 2,0 Mrd. US-$ begeben. Außerdem hat T-Mobile US einen syndizierten Kredit (sog. "Term Loan B") in Höhe von 2,0 Mrd. US-$ abgeschlossen. Beide Transaktionen dienen der Vorfinanzierung der Spektrumauktion, die im Frühjahr 2016 starten soll. Im Dezember 2015 hat die ote eine Anleihe im Gesamtvolumen von 0,4 Mrd. € begeben und gleichzeitig zwei Anleihen in Höhe von insgesamt 0,3 Mrd. € teilweise vorzeitig zurückgezahlt.

Bei den Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall handelt es sich um von der T-Mobile US emittierte Verbindlichkeiten mit einem Nominalvolumen von 2,0 Mrd. US-$ und einer Laufzeit bis 2022. Die Verzinsung ist variabel auf Basis des USD-Libor. Bei Zahlungsausfall oder Insolvenz der T-Mobile US haben die Gläubiger dieser Verbindlichkeiten den prioritären, erstrangigen Zugriff (first priority lien) auf bestimmte Vermögenswerte der T-Mobile US. Per 31. Dezember 2015 beträgt der gesamte Buchwert dieser Vermögenswerte 67,0 Mrd. US-$ (in Euro umgerechnet: 61,5 Mrd. €), davon finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 12,9 Mrd. US-$ (in Euro umgerechnet: 11,8 Mrd. €). Sofern weder Zahlungsausfall noch Insolvenz der T-Mobile US vorliegen, unterliegt T-Mobile US hinsichtlich der der Sicherung unterliegenden Vermögenswerte keinen Verfügungsbeschränkungen. Aufgrund der vorrangigen Besicherung bilden diese Verbindlichkeiten eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Aus den folgenden Tabellen 093 und 094 sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit positivem und negativem beizulegenden Zeitwert der Deutschen Telekom ersichtlich:

T 093 in Mio. €

scroll
Buchwert Cashflows 2016 Cashflows 2017
31.12.2015 Zins fix Zins variabel Tilgung Zins fix Zins variabel
ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN            
Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht- Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten (52 890) (2 509) (13) (9 238) (2 244) (9)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (1 927) (113)   (308) (100)  
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall (1 822)   (64) (18)   (63)
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (3 009) (17)   (2 399) (17)  
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten (1 798)     (1 667)    
DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE            
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung (147)     (158)    
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (33)     (34)    
Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges 0          
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehunga (58)     (9)    
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (314) (105) (3)   (105) (4)
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges (10) 5     5  
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (74) (37)     (37)  
Derivative finanzielle Vermögenswerte:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 29     28    
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 7     8    
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehung 1          
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 1 106 21 54 185 18 41
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges 290 237 (132)   221 (118)
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 863 79   78 80  
FINANZIELLE GARANTIE UND KREDITAUSSAGENb (2)     (459)    
scroll
Cashflows 2017 Cashflows 2018-2020 Cashflows 2021-2025
Tilgung Zins fix Zins variabel Tilgung Zins fix Zins variabel
ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN            
Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht- Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten (3 541) (5 594) (13) (11 432) (5 240) (3)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (305) (220)   (575) (220)  
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall (18)   (186) (55)   (113)
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (321) (51)   (146) (54)  
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten (101)     (28)    
DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE            
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung            
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges            
Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges            
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehunga (7)     (6)    
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (35) (26) (17) 3 30 (32)
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges (17)          
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges            
Derivative finanzielle Vermögenswerte:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung            
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges            
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehung            
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 177 9 77 297 12 81
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges   463 (203)   546 (191)
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges   235   66 336  
FINANZIELLE GARANTIE UND KREDITAUSSAGENb (136)          
scroll
Cashflows 2021-2025 Cashflows 2026 ff.
Tilgung Zins fix Zins variabel Tilgung
ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN        
Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht- Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten (17 281) (3 342)   (9 397)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (418) (94)   (319)
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall (1 745)      
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (76) (18)   (69)
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten (2)      
DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE        
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:        
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung        
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges        
Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges        
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehunga        
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (48) 58 (40) 69
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges        
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges        
Derivative finanzielle Vermögenswerte:        
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung        
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges        
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehung        
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 48   127 426
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges   1 023 (443)  
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 183 223   460
FINANZIELLE GARANTIE UND KREDITAUSSAGENb        

a Für einen Buchwert in Höhe von 39 Mio. € wird keine Auszahlung erfolgen, da es sich hierbei um eine einem Dritten eingeräumte Kaufoption über Anteile an einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom handelt (vgl. Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management").
b Für ausführliche Erläuterungen vgl. Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management". Es wurde jeweils die maximale Zahlung für den frühestmöglichen Zeitpunkt der Inanspruchnahme dargestellt.

T 094 in Mio. €

scroll
Buchwert Cashflows
31.12.2014 2015 2016 2017-2019 2020-2024 2025 ff.
ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN            
Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeitengegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht- Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten (48 841) (8 418) (6 971) (15 114) (22 495) (12 492)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (1 461) (285) (272) (602) (638) (389)
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (1 775) (1 283) (267) (190) (179) (102)
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten (2 055) (1 942) (107) (3) (2) (1)
DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE            
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung (229) (233)        
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (9) (10)        
Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges -          
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehung (15) (6) (4) (6)    
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (420) (207) (50) (82) 0 (1)
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges (8) 4 4 (11)    
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (414) (33) (52) (23) 148 247
Derivative finanzielle Vermögenswerte:            
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 67 63        
Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 4 4        
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 584 70 83 262 25 272
Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges 222 102 100 248 349 654
Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 282 22 64 119 209 119
FINANZIELLE GARANTIEN UND KREDITZUSAGENa (1) (339)        

a Für ausführliche Erläuterungen vgl. Angabe 37 "Finanzinstrumente und Risiko-Management". Es wurde jeweils die maximale Zahlung für den frühestmöglichen Zeitpunkt der Inanspruchnahme dargestellt.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2015 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht einbezogen. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2015 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Gemäß § 2 Abs. 4 PostUmwG trägt der Bund die Gewährleistung für die Erfüllung der Verbindlichkeiten, die am 1. Januar 1995 bereits bestanden. Diese beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf nominal 2,1 Mrd. € (31. Dezember 2014: 2,0 Mrd. €). Die im Dezember 2014 von der T-Mobile US emittierten Mandatory Convertible Preferred Stock (Nominalvolumen 1,0 Mrd. US-$, Verzinsung 5,5 %, Laufzeit bis 2017) sind in der vorstehenden Tabelle nicht enthalten, weil T-Mobile US das vertragliche Wahlrecht hat, sämtliche Zinszahlungen in Form von Aktien zu tätigen. Die Tilgung erfolgt zwingend in Form von Aktien.

11 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

T 095 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11 037 9 631
Sonstige Verbindlichkeiten 53 50
  11 090 9 681

Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sind 11 089 Mio. € (31. Dezember 2014: 9 679 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert v. a. aus dem gestiegenen Einkaufsvolumen im Zusammenhang mit dem neu eingeführten Geschäftsmodell JUMP! On Demand sowie aus Wechselkurseffekten im operativen Segment USA.

12 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

LEISTUNGSORIENTIERTE VERSORGUNGSZUSAGEN (LEISTUNGSZUSAGEN)

Der wesentliche Anteil der Pensionsverpflichtungen im Konzern beruht auf unmittelbaren und mittelbaren Zusagen in Deutschland, Griechenland und der Schweiz. Darüber hinaus bestehen in Deutschland Verpflichtungen gemäß Artikel 131 des Grundgesetzes (GG).

Die Versorgungsverpflichtungen der Deutschen Telekom setzen sich wie folgt zusammen:

T 096 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN 8 028 8 465
Vermögenswert aus Pensionsverpflichtungen (14) (18)
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) 8 014 8 447
davon: Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen 7 568 8 023
davon: Rückstellungen für mittelbare Pensionsverpflichtungen 445 423
davon: Rückstellungen für Verpflichtungen gemäß Artikel 131 GG 1 1

Die Pensionsrückstellungen werden in der Konzern-Bilanz unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Der Vermögenswert aus Pensionsverpflichtungen ist in der Konzern-Bilanz unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten erfasst.

Herleitung der Pensionsrückstellungen

T 097 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Barwert der Verpflichtung, die über einen ausgegliederten Vermögenswert ganz oder teilweise finanziert ist 7 749 7 854
Ausgegliederte Vermögenswerte (Planvermögen) (2 744) (2 498)
DAS VERMÖGEN ÜBERSTEIGENDE LEISTUNGSVERPFLICHTUNGEN 5 005 5 356
Barwert der Verpflichtung, die nicht über einen ausgegliederten Vermögenswert finanziert ist 3 004 3 086
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (GEMÄSS IAS 19.63) 8 009 8 442
Anpassung aufgrund der Vermögensobergrenze (gemäß IAS 19.64) 5 5
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) 8 014 8 447

T 098 in Mio. €

scroll
2015 2014
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) ZUM 1. JANUAR 8 447 6 992
Dienstzeitaufwand 285 220
Nettozinsaufwand/-ertrag auf die Pensionsrückstellung (netto) 157 225
Effekte aus der Neubewertung (230) 1 581
Versorgungsleistungen vom Arbeitgeber direkt gezahlt (355) (298)
Beiträge des Arbeitgebers zum Planvermögen (276) (266)
Veränderungen durch Unternehmenszusammenschlüsse/Betriebsübergänge/Zu- und Verkäufe (19) (8)
Tatsächlich angefallene Verwaltungskosten (Zahlung aus Planvermögen) 0 0
Wechselkursänderungen bei Plänen in fremder Währung 5 1
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) ZUM 31. DEZEMBER 8 014 8 447

Unsere wesentlichen Annahmen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen sind der Rechnungszins, der Gehaltstrend, der Rententrend sowie die Langlebigkeit. Die nachfolgende Tabelle 099 enthält die Annahmen, die jeweils für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember des Jahres zugrunde gelegt wurden. Für die Ermittlung des Pensionsaufwands eines Geschäftsjahres wurden jeweils die Annahmen zum 31. Dezember des Vorjahres verwendet.

Nachfolgende Angaben für die Pläne in der Schweiz beziehen sich ab 2014 auf die T-Systems Schweiz AG und die T-Systems Data Migration Consulting AG (vorher nur T-Systems Schweiz AG).

Annahmen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember des Jahres:

T 099 in %

scroll
2015 2014 2013
Rechnungszins Inland 2,11 1,89 3,29
  Schweiz 0,83 1,14 2,34
  Griechenland (OTE S. A.) 2,13a /1,39b 1,83a /1,09b 3,25a /2,53b
Gehaltstrend Inland 2,50 2,50 2,75
  Schweiz 1,25 1,25 1,50
  Griechenland (OTE S. A.) 1,00c 1,00d 1,00e
Rententrend Inland (allgemein) 1,50 1,50 1,50
  Inland (satzungsgemäß) 1,00 1,00 1,00
  Schweiz 0,10 0,30 0,30
  Griechenland (OTE S. A.) n. a. n. a. n. a.

a Der Rechnungszins bezieht sich auf die Pläne Staff Retirement Indemnities und Phone Credits (siehe Planbeschreibung).
b Der Rechnungszins bezieht sich auf den Plan Youth Accounts (siehe Planbeschreibung).
c Die Annahmen des Jahres 2015 für den Gehaltstrend betragen für die nachfolgenden Jahre: 2016: 0,00 %, 2017: 0,00 %, 2018: 5,50 %. Für die Jahre ab 2019 wird eine Steigerung von 1,00 % angenommen.
d Die Annahmen des Jahres 2014 für den Gehaltstrend betrugen für die nachfolgenden Jahre: 2015: -1,00 %, 2016: 0,00 %, 2017: 0,00 %, 2018: 11,00 %. Für die Jahre ab 2019 wurde eine Steigerung von 1,00 % angenommen.
e Die Annahmen des Jahres 2013 für den Gehaltstrend betrugen für die nachfolgenden Jahre: 2014: 0,97 %, 2015: 9,69 %, 2016: 0,00 %. Für die Jahre ab 2017 wurde eine Steigerung von 1,00 % angenommen.

T 100 in Jahren

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Duration Inland 13,9 14,5
  Schweiz 17,1a 18,6
  Griechenland (OTE S. A.) 14,1b /6,4c 13,8b /6,3c

a Die Duration der Schweizer Verpflichtungen hat sich - trotz des seit 2014 gesunkenen Rechnungszinses - um ca. 1,5 Jahre reduziert; dies ist u. a. auf die in 2015 aktualisierte Annahme zur Kapitalinanspruchnahme zurückzuführen. Die Annahme für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen folgt damit der beobachteten erhöhten Inanspruchnahme von Kapital statt Rente (siehe Planbeschreibung).
b Die Duration bezieht sich auf die Pläne Staff Retirement Indemnities und Phone Credits (siehe Planbeschreibung).
c Die Duration bezieht sich auf den Plan Youth Accounts (siehe Planbeschreibung).

Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden im Wesentlichen die folgenden biometrischen Rechnungsgrundlagen verwendet:

Inland: Heubeck 2005G, Schweiz: BVG 2010 Generational, Griechenland (OTE S. A.): EVK2000.

Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen wurden zum 31. Dezember 2015 die oben genannten Zinssätze zugrunde gelegt. Diese Zinssätze wurden in Übereinstimmung mit der mittleren gewichteten Laufzeit (Duration) der jeweiligen Verpflichtungen gewählt.

In der Eurozone basiert die Ermittlung des Rechnungszinses auf der Rendite von qualitativ hochwertigen europäischen Unternehmensanleihen mit AA-Rating, für die eine Zinsstrukturkurve auf Basis von Spot Rates gebildet wird. Um die Ermittlung des Rechnungszinses in der Schweiz ebenfalls näherungsweise an diese Systematik anzugleichen, wurde mit Wirkung zum 31. August 2015 eine Anpassung der bisherigen Methodik vorgenommen. Anstelle der bisher verwendeten Swap-Renditen (für Bonds mit AAA-Rating) bilden nun Schweizer Staatsanleihen (Treasury Bonds) die Basis für die Ableitung der Zinsstrukturkurve. Da die aus den Treasury Bonds abgeleitete Zinsstrukturkurve für Zwecke der Rechnungslegung ein zu geringes Ausfallrisiko repräsentiert, erfolgt eine weitere Anpassung in Form eines Risikozuschlags (Credit Spread) auf Basis qualitativ hochwertiger Schweizer Unternehmensanleihen. Dieser Risikozuschlag, welcher bislang für alle Durationen als konstant angesetzt wurde, wird neu getrennt für drei Laufzeitintervalle ermittelt und der finalen Festlegung der Zinsstrukturkurve zugrunde gelegt.

Entwicklung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen im Berichtsjahr:

T 101 in Mio. €

scroll
2015 2014
BARWERT DER PENSIONSVERPFLICHTUNGEN ZUM 1. JANUAR 10 940 8 965
Laufender Dienstzeitaufwand 287 228
Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche 207 290
Effekte aus der Neubewertung (312) 1 783
davon: Erfahrungsbedingte Anpassungen 3 (6)
davon: Veränderungen der finanziellen Annahmen (310) 1 789
davon: Veränderungen der demografischen Annahmen (5) -
Versorgungszahlungen im Geschäftsjahr (386) (328)
Beiträge von Planteilnehmern 5 5
Veränderungen durch Unternehmenszusammenschlüsse/ Betriebsübergänge/Zu- und Verkäufe (19) (8)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Planänderungen (3) (3)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Plankürzungen (3) (8)
Planabgeltungen 4 3
Im Rahmen von Pensionen anfallende Steuern - -
Wechselkursänderungen bei Plänen in fremder Währung 33 13
BARWERT DER PENSIONSVERPFLICHTUNGEN ZUM 31. DEZEMBER 10 753 10 940
davon: Aktive Planteilnehmer 4 969 5 070
davon: Unverfallbar ausgeschiedene Planteilnehmer 1 939 1 980
davon: Leistungsempfänger 3 845 3 890

Unter Berücksichtigung ausgegliederter Vermögenswerte sind die Versorgungsverpflichtungen vollständig ausgewiesen.

Verteilung der Verpflichtungen der wesentlichen Pläne der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2015 und zum 31. Dezember 2014:

T 102 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Inland Schweiz Griechenland (OTE S. A.) Restliche Pläne Inland Schweiz
Barwert der Pensionsverpflichtungen 9 901 256 254 342 10 082 227
Ausgegliederte Vermögenswerte (2 287) (194) - (263) (2 078) (171)
Anpassung aufgrund der Vermögensobergrenze - - - 5 - -
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) 7 614 62 254 84 8 004 56
scroll
31.12.2014
Griechenland (OTE S. A.) Restliche Pläne
Barwert der Pensionsverpflichtungen 292 339
Ausgegliederte Vermögenswerte - (249)
Anpassung aufgrund der Vermögensobergrenze - 5
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) 292 95

Die nachfolgenden Auswertungen bezüglich der Altersstruktur und der Sensitivitätsanalyse sowie die Planbeschreibungen und deren Risiken beziehen sich auf die wesentlichen Pensionsverpflichtungen (Inland, Schweiz und Griechenland (OTE S. A.)).

Altersstruktur:

Für die wesentlichen Pläne bei der Deutschen Telekom liegt die folgende statusabhängige Altersstruktur vor.

Sensitivitätsanalyse für die Pensionsverpflichtungen:

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von möglichen Veränderungen der als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Bewertungsannahmen auf den zum Stichtag 31. Dezember 2015 berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen dargestellt. Eine Veränderung der Bewertungsannahmen um die dargestellten Änderungen hätte zum 31. Dezember 2015 bei sonst unveränderten Annahmen nachfolgende Auswirkungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtung.

T 103 in Mio. €

scroll
Erhöhung/(Rückgang) des Barwerts der Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2015
Inland Schweiz Griechenland (OTE S. A.)
Zunahme Rechnungszins um 100 Basispunkte (1 163) (30) (27)
Abnahme Rechnungszins um 100 Basispunkte 427 36a 32
Zunahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte 7 4 16
Abnahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte (6) (4) (14)
Zunahme Rententrend um 25 Basispunkte 6 6 0
Abnahme Rententrend um 25 Basispunkte (5) (2)b 0
Zunahme Lebenserwartung um 1 Jahr 246 7 0
Abnahme Lebenserwartung um 1 Jahr (251) (7) (1)

a Ermittlung auf Basis eines negativen Rechnungszinses für die Pensionspläne in der Schweiz.
b Begrenzung des Rententrends nach unten auf Null für die Pensionspläne in der Schweiz.

T 104 in Mio. €

scroll
Erhöhung/(Rückgang) des Barwerts der Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2014
Inland Schweiz Griechenland (OTE S. A.)
Zunahme Rechnungszins um 100 Basispunkte (1 239) (29) (30)
Abnahme Rechnungszins um 100 Basispunkte 1 530 37 36
Zunahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte 7 4 18
Abnahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte (6) (4) (15)
Zunahme Rententrend um 25 Basispunkte 7 6 0
Abnahme Rententrend um 25 Basispunkte (6) (6) 0
Zunahme Lebenserwartung um 1 Jahr 262 6 1
Abnahme Lebenserwartung um 1 Jahr (271) (7) (1)

Die Sensitivitätsbetrachtung wurde für den Rechnungszins, Bezügetrend und Rententrend jeweils isoliert vorgenommen. Hierzu wurden sowohl für den Anstieg als auch den Rückgang der Annahme weitere versicherungsmathematische Bewertungen durchgeführt. Die angesetzten Variationsbreiten der Bewertungsannahmen wurden so gewählt, dass sich die jeweilige Annahme innerhalb eines Jahres mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 90 % nicht außerhalb der Bandbreite bewegt. Bei der Lebenserwartung der Planberechtigten ist nicht davon auszugehen, dass sie sich innerhalb eines Jahres wesentlich ändern wird. Aus Risikogesichtspunkten wurde dennoch zusätzlich die Wirkung einer Änderung der Lebenserwartung auf die Verpflichtungen ermittelt. Hierzu wurden Bewertungen unter der Annahme durchgeführt, dass die Lebenserwartung der Planberechtigten im 65. Lebensjahr mittels Altersverschiebung um ein Jahr erhöht bzw. reduziert wäre. Für die anderen Planberechtigten wurde die Altersverschiebung analog angesetzt. Bei einer Variation des Bewertungsendalters oder der Fluktuation würden sich insbesondere im Inland nur unwesentliche Effekte ergeben.

Global Pension Policy und Planbeschreibungen:

Mithilfe der Global Pension Policy - einer konzernweiten Richtlinie - steuert die Deutsche Telekom ihre Pensionszusagen. Sie stellt weltweit sicher, dass bezüglich der Gewährung von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung und deren Management konzernweite Mindeststandards eingehalten, Pläne harmonisiert und finanzielle und andere Risiken für das Kerngeschäft vermieden bzw. verringert werden. Weiterhin stellt sie Leitlinien zur Durchführung und Steuerung von Pensionszusagen zur Verfügung und definiert Anforderungen an die Einführung, Anpassung oder Schließung entsprechender Pläne. Die Regelungen und Vorgaben dieser Konzern-Richtlinie berücksichtigen die nationalen Unterschiede im Bereich der staatlichen oder anderen verpflichtenden Zusagen beim Arbeits-, Steuer- und Sozialrecht sowie der gewöhnlichen Geschäftspraktiken in Bezug auf Pensionszusagen.

Zur Risikobegrenzung wurden im Konzern endgehaltsabhängige Leistungszusagen bereits weitgehend durch beitragsbasierte Leistungszusagen abgelöst. In Deutschland wurde zur weiteren Deckung der Pensionsverpflichtungen zudem seit 2011 ein konzerninternes CTA (Deutsche Telekom Trust e.V.) verwendet. Ein CTA ist eine rechtlich ausgestaltete Treuhandvereinbarung zur Kapitaldeckung unmittelbarer Versorgungszusagen mit separiertem und ausgegliedertem Vermögen sowie zum erweiterten Insolvenzschutz für diese Verpflichtungen.

Die weltweiten Verpflichtungen sowie die bestehenden ausgegliederten Vermögenswerte werden regelmäßig auf risikoreduzierende Maßnahmen untersucht, z. B. mithilfe von Asset Liability-Studien und regelmäßigen Benefit Audits.

Im Inland bestehen für einen Großteil der Mitarbeiter Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Im Rahmen einer Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung wurde bereits im Jahr 1997 für aktive Mitarbeiter flächendeckend der Kapitalkontenplan eingeführt. Zudem wurden in den Folgejahren durch Unternehmenskäufe erworbene Zusagen ebenfalls auf den Kapitalkontenplan überführt. Hierbei handelt es sich um eine arbeitgeberfinanzierte, beitragsbasierte Leistungszusage. Die jährlich gewährten, gehaltsabhängigen Beiträge werden im jeweiligen Jahr der Bereitstellung mit altersabhängigen Zinsfaktoren bis Alter 60 vorab verzinst und in eine garantierte Versicherungssumme umgerechnet. Die Vorabverzinsung beträgt derzeit 3,75% p. a. (Richtzins Kapitalkontenplan).

Die Deutsche Telekom hat im Rahmen einer Planänderung im Geschäftsjahr 2013 die Verzinsung der künftigen Beiträge innerhalb der betrieblichen Altersversorgung im Inland von 5% p. a. auf derzeit 3,75% p. a. reduziert. Die Änderung stand nicht im Zusammenhang mit der Anwendung des geänderten IAS 19 im Geschäftsjahr 2013. Die Änderungsmöglichkeit des Richtzinses dient dazu, eine kapitalmarktnahe Verzinsung der Beiträge zum Kapitalkonto zu erreichen. Aufgrund der deutlich gesunkenen Zinsen am Markt war eine kapitalmarktnahe Verzinsung nicht mehr gegeben.

Der Zeitraum für die Bereitstellung von Beiträgen ist zunächst auf zehn künftige Beitragsjahre begrenzt und verlängert sich ohne Kündigung jeweils automatisch um ein weiteres Jahr. Die im Laufe der aktiven Dienstzeit angesammelten Versicherungssummen werden im Versorgungsfall primär in Form von Einmalkapital ausbezahlt. Daher besteht für diese Zusagen lediglich ein geringes Langlebigkeitsrisiko. Aufgrund der Auszahlungsrichtlinien und der Planstruktur des Kapitalkontenplans ist dieser für den Arbeitgeber planbar und die Bezügedynamik betreffend frei von akuten Schwankungen und Risiken.

Darüber hinaus bestehen in Deutschland verschiedene geschlossene Altzusagen, die in der Regel Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen in Form lebenslänglicher Renten vorsehen. Die vorherrschenden Zusagen bilden hierbei die Gesamtversorgung der Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (vap) mit einer Anrechnung der gesetzlichen Rente. Im Wesentlichen werden hiervon nur noch ausgeschiedene Mitarbeiter und Leistungsempfänger begünstigt, bei denen die Leistungen betragsmäßig feststehen. Das Gesamtversorgungssystem der VAP wirkt somit nur für den im Jahr 1997 bereits bestehenden Rentnerbestand und für den damals unverfallbar ausgeschiedenen Anwärterbestand nach.

Sofern Leistungszusagen im Inland Rente gewähren, ist die Rentenanpassung für diese Renten bis auf wenige unwesentliche Ausnahmen in den bestehenden Versorgungsregelungen in prozentualer Höhe fest definiert. Daher hat eine Änderung des allgemeinen Rententrends im Inland nur einen unwesentlichen Effekt auf den Barwert der Verpflichtungen.

Da eine Veränderung der Lebenserwartung hauptsächlich Auswirkungen auf die Verpflichtungen aus den Altbeständen mit Rentenzusagen hat und seit 1997 Zusagen in Form von Kapital gewährt werden, ist in den Folgejahren mit einer abnehmenden Bedeutung des Risikos aus der Veränderung der Lebenserwartung für den Konzern zu rechnen.

Zur langfristigen Deckung der Pensionsverpflichtungen hat die Deutsche Telekom Vermögen in ein unternehmenseigenes CTA und eine unternehmenseigene Unterstützungskasse ausgelagert.

Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung besteht in der Schweiz für die T-Systems Schweiz AG ein beitragsbasierter, durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge finanzierter Leistungsplan. Dieser wird über die legalrechtlich selbstständige T-Systems Pensionskasse abgewickelt. Nach einer Umstrukturierung der Schweizer Gesellschaften und Harmonisierung der Pensionskassenzusagen zum 1. Januar 2014 ist seither auch die T-Systems Data Migration Consulting AG an die Pensionskasse der T-Systems Schweiz AG angeschlossen. Wie in der Schweiz üblich gewähren beide Gesellschaften höhere Leistungen als gesetzlich gefordert. Im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) sind Mindestvorschriften für das zu versichernde Gehalt, altersabhängige Beiträge sowie ein Mindestverrentungsfaktor für den obligatorischen Teil des Altersguthabens festgelegt. Zudem legt der Schweizer Bundesrat jedes Jahr eine Mindestverzinsung für das obligatorische Altersguthaben fest (2015: 1,75%, 2016: 1,25%).

Der Pensionskasse steht der Stiftungsrat vor. Dieser stellt den täglichen Betrieb der Pensionskasse sicher und entscheidet über grundlegende Aspekte wie die Höhe und die Struktur der Pensionsleistungen und die Anlagestrategie des Vermögens. Der Stiftungsrat setzt sich paritätisch aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Laut Angaben der Pensionskasse liegt die bisherige durchschnittliche jährliche Verzinsung der Altersguthaben bei ca. 1,75 %.

Aufgrund der bestehenden Mindestverzinsung der obligatorischen Altersguthaben besteht für die Pläne in der Schweiz bei einer möglichen Unterfinanzierung der Pensionskasse ein Nachdotierungsrisiko. Die Pensionskasse bietet die Wahlmöglichkeit einer lebenslangen Rente anstelle einer Einmalzahlung für Versicherte. In diesem Fall bestehen Langlebigkeits- und Investitionsrisiken, da zum Zeitpunkt der Verrentung Annahmen bezüglich der Lebenserwartung bzw. der Vermögensrendite einfließen.

In Griechenland (OTE S. A.) werden bei vorzeitiger Kündigung durch den Arbeitgeber - sowie in reduzierter Höhe bei Eintritt in den Ruhestand - obligatorische Abfertigungsleistungen (Staff Retirement Indemnities) fällig. Diese werden als Kapital ausbezahlt und können in Abhängigkeit von der Dienstzeit des Arbeitnehmers ein Vielfaches des letzten Monatseinkommens (mit Höchstbegrenzung) betragen. Aufgrund einer Gesetzesänderung im Jahr 2012 werden Kapitalzahlungen auf maximal zwölf Monatsgehälter beschränkt. Ergänzend leistet die Firma einen freiwilligen Aufstockungsbetrag. Leistungen im Rahmen von Umstrukturierungsprogrammen im Umfang des Jahres 2013 sind im Jahr 2015 nicht erfolgt.

Darüber hinaus bestehen bei der OTE S. A. Verpflichtungen zur Leistung einer Kapitalzahlung an Kinder von Beschäftigten bei Erreichen des Alters von 25 Lebensjahren (Youth Accounts). Im November 2011 wurde die frühere endgehaltsabhängige Leistungszusage auf eine beitragsbasierte Leistungszusage umgestellt, die sich aus Beiträgen des Arbeitnehmers und davon abhängenden, begrenzten Ergänzungsbeträgen (Matching-Beiträge) des Arbeitgebers finanziert.

Die Versorgungsleistungen der beiden Pläne Staff Retirement Indemnities und Youth Accounts werden in Kapitalform ausgezahlt. Daher besteht kein Langlebigkeitsrisiko. Ferner haben Arbeitnehmer und Rentner Anspruch auf ein Guthaben für Telefoneinheiten (Phone Credits). Die Zahlungsverpflichtung der OTE S. A. hängt somit vom Preis der Telefoneinheit und Grad der Inanspruchnahme durch die Berechtigten ab. Das Verpflichtungsvolumen (Guthaben) ist auf einen Höchstbetrag beschränkt. Der Umfang dieser Verpflichtung ist - gemessen an den gesamten Versorgungsleistungen der OTE S. A. - vergleichsweise gering.

Entwicklung der ausgegliederten Vermögenswerte im Berichtsjahr:

T 105 in Mio. €

scroll
2015 2014
AUSGEGLIEDERTE VERMÖGENSWERTE ZUM 1. JANUAR 2 498 1 973
Veränderung durch Unternehmenszusammenschlüsse/ Betriebsübergänge/Zu- und Verkäufe 0 0
Mit dem Rechnungszins kalkulierter Ertrag des Planvermögens (erwarteter Vermögensertrag) 50 65
Betrag, um den die tatsächlichen Erträge den erwarteten Vermögensertrag übersteigen/ (unterschreiten) (Neubewertung) (82) 207
Arbeitgeberbeiträge an externe Versorgungsträger 276 266
Beiträge von Planteilnehmern 5 5
Versorgungszahlungen externer Versorgungsträger im Geschäftsjahr (31) (30)
Planabgeltungen - -
Verwaltungskosten 0 0
Steuerzahlungen - -
Wechselkursänderungen bei Plänen in fremder Währung 28 12
AUSGEGLIEDERTE VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER 2 744 2 498

In den Arbeitgeberbeiträgen an externe Versorgungsträger sind zum 31. Dezember 2015 250 Mio. € (31. Dezember 2014: 250 Mio. €) für die Dotierung an ein konzerneigenes CTA im Inland enthalten. Die Dotierung wird in der Regel am Jahresende vorgenommen. Die positive Entwicklung der tatsächlichen Erträge des Vorjahres konnte sich aufgrund der allgemeinen Kapitalmarktsituation in 2015 nicht fortsetzen.

Zusammensetzung ausgegliederter Vermögenswerte nach Anlagekategorien:

T 106 in Mio. €

scroll
31.12.2015 davon: Preis an einem aktiven Markt davon: Preis ohne aktiven Markt
Eigenkapitalpapiere 609 609 0
Schuldpapiere 1 825 1 825 0
Immobilien 54 54 0
Derivate 0 0 0
Investment-Fonds 0 0 0
Durch Vermögenswerte besicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities) 0 0 0
Strukturierte Schuldtitel 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 200 200 0
Sonstiges 56 14 42
AUSGEGLIEDERTE VERMÖGENSWERTE 2 744 2 702 42

T 107 in Mio. €

scroll
31.12.2014 davon: Preis an einem aktiven Markt davon: Preis ohne aktiven Markt
Eigenkapitalpapiere 521 521 0
Schuldpapiere 1 688 1 688 0
Immobilien 45 45 0
Derivate 9 9 0
Investment-Fonds 0 0 0
Durch Vermögenswerte besicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities) 0 0 0
Strukturierte Schuldtitel 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 181 181 0
Sonstiges 54 12 42
AUSGEGLIEDERTE VERMÖGENSWERTE 2 498 2 456 42

Die Ausrichtung der Anlagepolitik und die Risikosteuerung werden direkt auf die Risiko- und Entwicklungscharakteristika der Versorgungsverpflichtungen abgestimmt. Auf Basis einer systematischen integrierten Asset Liability Management (ALM)-Analyse werden mögliche Ergebnisse von Kapitalanlage-Portfolios, die eine Vielzahl von Anlageklassen umfassen können, den stochastisch simulierten Entwicklungen der Pensionsverpflichtungen gegenübergestellt und so die relative Entwicklung der Planvermögen zu den Pensionsverpflichtungen explizit betrachtet. Die Kapitalanlage-Philosophie ist wesentlich durch die Zielsetzung geprägt, dass durch den systematischen Aufbau und das professionelle Management eines geeigneten Portfolios für das Planvermögen zukünftige Verpflichtungen aus gegebenen Pensionszusagen zeitgerecht und vollständig erfüllt werden können. Eine Ableitung der Kapitalanlage-Strategie erfolgt mit direktem Bezug auf die Charakteristika der zugrunde liegenden Pensionsverpflichtungen. Diese Liability Driven Investment (LDi)-Strategie zielt auf ein breit diversifiziertes Anlage-Portfolio ab, das über entsprechende Risikofaktoren und Diversifikation ein zur Gesamtzielsetzung passendes Risikoprofil generiert. Das Management der Kapitalanlagen zur aktiven Steuerung von Risiken unterliegt einem fortlaufenden Monitoring. Eine kosteneffiziente Umsetzung des Kapitalanlage-Managements wird durch ein professionelles Portfolio-Management unter Einbezug von externen Dienstleistern vorgenommen.

Die ausgegliederten Vermögenswerte enthalten zum Abschluss-Stichtag 1 116 TSD. € in Aktien (31. Dezember 2014: 736 TSD. € in Aktien), die von der Deutschen Telekom AG ausgegeben worden sind. Weitere eigene Finanzinstrumente sind in den dargestellten Jahren nicht enthalten.

Entwicklung der Auswirkung aus der Vermögensobergrenze:

T 108 in Mio. €

scroll
2015 2014
IM EIGENKAPITAL ERFASSTE VERMÖGENSOBERGRENZE ZUM 1. JANUAR 5 0
Zinsaufwand auf die erfasste Vermögensobergrenze (in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst) 0 0
Veränderungen der Vermögensobergrenze (im Eigenkapital erfasste Gewinne (-/Verluste (+)) 0 5
Wechselkursänderungen 0 0
IM EIGENKAPITAL ERFASSTE VERMÖGENSOBERGRENZE ZUM 31. DEZEMBER 5 5

Die Pensionsaufwendungen für die jeweilige Periode setzen sich wie folgt zusammen und sind in den jeweils angegebenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesen:

T 109 in Mio. €

scroll
GuV-Ausweis 2015 2014 2013
Laufender Dienstzeitaufwand Funktionskostena 287 228 219
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Planänderungen Funktionskostena (3) (3) (64)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Plankürzungen Funktionskostena (3) (8) (8)
Planabgeltungen Funktionskostena 4 3 13
DIENSTZEITAUFWAND   285 220 160
Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche Sonstiges Finanzergebnis 207 290 282
Mit dem Rechnungszins kalkulierter Ertrag aus Planvermögen (erwarteter Vermögensertrag) Sonstiges Finanzergebnis (50) (65) (54)
Zinsaufwand auf den Effekt der Vermögensobergrenze Sonstiges Finanzergebnis 0 0 0
NETTOZINSAUF-WAND/-ERTRAG AUF DIE PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO)   157 225 228
PENSIONS AUFWENDUNGEN   442 445 388
Tatsächlich angefallene Verwaltungskosten (Zahlung aus Planvermögen) Allgemeine Verwaltungskosten 0 0 0
GESAMT AUFWENDUNGEN   442 445 388

a Einschließlich sonstigem betrieblichen Aufwands.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung beinhaltet folgende Beträge:

T 110 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
IM GESCHÄFTSJAHR ERFASSTE NEUBEWERTUNGEN (GEWINNE (-)/ VERLUSTE (+)) IM EIGENKAPITAL (230) 1 581 (48)
davon: Neubewertungen aufgrund Änderung der Verpflichtung (312) 1 783 (33)
davon: Neubewertungen aufgrund Änderung der ausgegliederten Vermögenswerte 82 (207) (13)
davon: Neubewertungen aus der Anpassung der Vermögensobergrenze (gemäß IAS 19.64) 0 5 (2)

Erwartete Zahlungen in Zusammenhang mit Pensionsleistungen:

T 111 in Mio. €

scroll
2016 2017 2018 2019 2020
Versorgungszahlungen aus Pensionsrückstellungen 318 374 354 399 433
Versorgungszahlungen aus den ausgegliederten Vermögenswerten 31 31 33 35 37
SUMME DER ERWARTETEN VERSORGUNGSZAHLUNGEN 349 405 387 434 470

Unmittelbar durch den Arbeitgeber gezahlte Versorgungsleistungen, für die grundsätzlich das im Rahmen eines CTA angesammelte Vermögen herangezogen werden kann, lässt sich ein Arbeitgeber üblicherweise zeitnah aus dem CTA-Vermögen erstatten. Die Deutsche Telekom praktiziert aktuell noch keine solchen Erstattungen, um einem verstärkten Vermögensaufbau innerhalb des CTA in den ersten Jahren nicht entgegenzuwirken.

Zum langfristigen Aufbau von ausgegliedertem Vermögen werden in Deutschland in 2016 250 Mio. € in das CTA dotiert. Für 2016 wird konzernweit eine Dotierung in Höhe von 265 Mio. € erwartet.

Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte, das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen

T 112 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
Pensionsverpflichtungen (Barwert der Pensionsverpflichtungen) 10 753 10 940 8 965 8 973 6 966
Ausgegliederte Vermögenswerte (2 744) (2 498) (1 973) (1 680) (860)
DAS VERMÖGEN ÜBERSTEIGENDE LEISTUNGSVERPFLICHTUNGEN 8 009 8 442 6 992 7 293 6 106

T 113 in %

scroll
Anpassungen 2015 2014 2013 2012 2011
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (-) der Pensionsverpflichtung 0,0 (0,1) 0,3 (0,2) (0,3)
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (-) der ausgegliederten Vermögenswerte (3,0) 8,3 0,7 2,6 (1,2)

BEITRAGSORIENTIERTE VERSORGUNGSZUSAGEN (BEITRAGSZUSAGEN)

Die Zahlungen des Arbeitgeberanteils in Deutschland zur gesetzlichen deutschen Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr 2015 0,3 Mrd. € (2014: 0,4 Mrd. €, 2013: 0,4 Mrd. €). Im Jahr 2015 wurden aus laufenden Beitragszahlungen konzernweit für zusätzliche beitragsorientierte Versorgungszusagen 94 Mio. € (2014: 88 Mio. €, 2013: 103 Mio. €) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

PENSIONSREGELUNGEN FÜR BEAMTE DER DEUTSCHEN TELEKOM

Im Geschäftsjahr 2015 wurden 538 Mio. € (2014: 552 Mio. €, 2013: 567 Mio. €) als Aufwand für den jährlichen Beitrag in Höhe von grundsätzlich 33% der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Postbeamtenversorgungskasse erfasst. Der Barwert der künftigen Zahlungsverpflichtungen beträgt zum Abschluss-Stichtag 4,2 Mrd. € (31. Dezember 2014: 5,1 Mrd. €, 31. Dezember 2013: 5,0 Mrd. €) und wird in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen (vgl. Angabe 35 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen").

13 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

T 114 in Mio. €

scroll
Rück-
stellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeits-
verhältnissen
Übrige Personal- rückstellungen Rück-
stellungen für Rückbau- verpflichtungen
Rückstellungen für Prozessrisiken Rückstellungen für Vertriebs- und Einkaufs-
unterstützungen
Übrige sonstige Rückstellungen
STAND AM 31. DEZEMBER 2013 282 1 981 1 247 289 367 1 025
davon: Kurzfristig 279 1 434 46 281 367 713
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 4 0 0 0 4
Währungsdifferenzen 0 43 37 3 14 26
Zuführung 60 1 881 140 239 430 695
Verbrauch (152) (1 677) (49) (91) (347) (247)
Auflösung (7) (106) (57) (27) (42) (115)
Zinseffekt 0 49 60 0 0 11
Sonstige Veränderungen 0 (63) 0 2 0 (19)
STAND AM 31. DEZEMBER 2014 183 2 112 1 378 415 422 1 380
davon: Kurzfristig 181 1 467 175 408 422 864
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 1 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 43 35 2 15 47
Zuführung 70 1 884 365 93 384 902
Verbrauch (62) (1 728) (186) (122) (344) (639)
Auflösung (6) (89) (55) (67) (17) (104)
Zinseffekt 0 97 8 0 0 0
Sonstige Veränderungen 1 (57) 1 (7) 0 (10)
STAND AM 31. DEZEMBER 2015 186 2 263 1 546 314 460 1 576
davon: Kurzfristig 183 1 452 66 307 460 899
scroll
Gesamt
STAND AM 31. DEZEMBER 2013 5 191
davon: Kurzfristig 3 120
Änderungen des Konsolidierungskreises 8
Währungsdifferenzen 123
Zuführung 3 445
Verbrauch (2 563)
Auflösung (354)
Zinseffekt 120
Sonstige Veränderungen (80)
STAND AM 31. DEZEMBER 2014 5 890
davon: Kurzfristig 3 517
Änderungen des Konsolidierungskreises 1
Währungsdifferenzen 142
Zuführung 3 698
Verbrauch (3 081)
Auflösung (338)
Zinseffekt 105
Sonstige Veränderungen (72)
STAND AM 31. DEZEMBER 2015 6 345
davon: Kurzfristig 3 367

Die Deutsche Telekom unterliegt bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen Zinssatzschwankungen, sodass die Auswirkung einer möglichen Zinssatzänderung auf die wesentlichen langfristigen Rückstellungen simuliert wurde. Die sonstigen, nicht personalbezogenen Rückstellungen werden mit laufzeitadäquaten und währungsraumspezifischen Zinssätzen diskontiert. Die Deutsche Telekom ermittelt hierfür Zinssätze, die Laufzeiten bis zu 30 Jahren abdecken. Die Zinsen reichen im Jahr 2015 im Euro-Währungsraum von 0,01 bis 4,00% (2014: von 0,50 bis 2.50 %) sowie im US-Dollar-Währungsraum von 1,86 bis 5,92 % (2014: von 2,00 bis 3.50 %). Bei einer Erhöhung des Rechnungszinses um 50 Basispunkte bei sonst unveränderten Annahmen wäre der Barwert der wesentlichen langfristigen sonstigen Rückstellungen um 96,9 Mio. € (31. Dezember 2014: 90,1 Mio. €) niedriger gewesen. Eine Verringerung des Rechnungszinses um 50 Basispunkte würde bei sonst unveränderten Annahmen zu einer Erhöhung des Barwerts der wesentlichen langfristigen sonstigen Rückstellungen um 103,1 Mio. € (31. Dezember 2014: 100,2 Mio. €) führen.

Die Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie die übrigen Personalrückstellungen umfassen Rückstellungen für den Personalumbau. Im Geschäftsjahr haben sich diese Rückstellungen wie folgt entwickelt:

T 115 in Mio. €

scroll
01.01.2015 Zuführung Verbrauch Auflösung Sonstige Veränderungen 31.12.2015
Abfindungsmodelle 183 70 (62) (6) 1 186
Altersteilzeit 176 359 (249) - (1) 285
  359 429 (311) (6) 0 471
davon: Kurzfristig 272         286

Die übrigen Personalrückstellungen umfassen eine Vielzahl von Einzelthemen wie Rückstellungen für Entgeltabgrenzungen, Beihilfen und Jubiläumszuwendungen. Die Aufwendungen werden verursachungsgerecht den Funktionskosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet.

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen enthalten die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Vermögenswerts und die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Die geschätzten Kosten sind Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betreffenden Vermögenswerts. Von den Zugängen entfielen 0,2 Mrd. € auf die Neubewertung bestehender Rückbauverpflichtungen der T-Mobile US. Neugewonnene Erkenntnisse im Rahmen der Außerbetriebnahme des CDMA-Mobilfunknetzes der MetroPCS veranlassten T-Mobile US, die Annahmen für die bisher bestehenden Rückbauverpflichtungen zu überprüfen.

Die Rückstellungen für Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Klagen.

Die Rückstellungen für Vertriebs- und Einkaufsunterstützungen werden gebildet für Händlerprovisionen, Werbekostenzuschüsse und Rückvergütungen.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten. Unter anderem sind hier Rückstellungen im Zusammenhang mit belastenden Verträgen aus schwebenden Geschäften, Unternehmensverkäufen und Standortschließungen überwiegend aus früheren Geschäftsjahren sowie Rückstellungen für Gewährleistungen und Altlasten (Umweltschutzrückstellungen) enthalten.

14 ÜBRIGE SCHULDEN

T 116 in Mio. €

scroll
31.12.2015 davon: Kurzfristig 31.12.2014 davon: Kurzfristig
Vorzeitiger Ruhestand 1 451 512 1 669 566
Abgegrenzte Umsatzerlöse 2 493 1 868 1 512 1 286
Verbindlichkeiten aus Straight line lease 2 132 - 1 801 -
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 1 055 1 055 1 173 1 167
Sonstige abgegrenzte Erlöse 554 329 969 490
Verbindlichkeiten aus Abfindungen 193 190 144 135
Übrige sonstige Schulden 643 497 769 516
  8 521 4 451 8 037 4 160

Der vorzeitige Ruhestand ist gesetzlich verankert durch das Gesetz zur Verbesserung der personellen Struktur beim Bundeseisenbahnvermögen und in den Postnachfolgeunternehmen. Für die bei der Deutschen Telekom beschäftigten Beamten bietet das Gesetz die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen ab dem vollendeten 55. Lebensjahr in den vorzeitigen Ruhestand zu treten. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse wurde die Vorruhestandsregelung für Beamte bis zum 31. Dezember 2016 verlängert. Eine Inanspruchnahme für die Geschäftsjahre 2014 und auch 2015 wurde vom Vorstand beschlossen.

15 EIGENKAPITAL

GEZEICHNETES KAPITAL

Zum 31. Dezember 2015 beträgt das Grundkapital der Deutschen Telekom 11 793 Mio. €. Das Grundkapital ist in 4 606 651 870 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt.

T 117

scroll
2015 2014
in Tsd. Stück in % in Tsd. Stück in %
Bundesrepublik Deutschland - Berlin, Deutschland 660 480 14,3 646 575 14,3
KfW Bankengruppe - Frankfurt am Main, Deutschland 803 937 17,5 791 176 17,4
Streubesitz 3 142 235 68,2 3 097 820 68,3
davon: BlackRock, New York, NY, USAa 234 799   226 636  
  4 606 652 100,0 4 535 571 100,0

a Am 8. Dezember 2015 betrug die Beteiligung an der Deutschen Telekom 5,097 %. Gemäß der letzten Mitteilung von BlackRock vom 11. Dezember 2015 wurde die Meldeschwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten.

Eigene Aktien.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 23. Mai 2017 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1 106 257 715,20 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist.

Die Aktien können zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden. Die Aktien können auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Aktien über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern oder einzuziehen. Die Aktien können auch dazu genutzt werden, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat.

Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Mai 2012 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen.

Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 und einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 wurden im Juni 2011 110 TSD. Aktien, im September 2011 206 TSD. Aktien und im Januar 2013 268 TSD. Aktien erworben. Das Gesamterwerbsvolumen betrug in den Geschäftsjahren 2011 und 2013 insgesamt 2 762 TSD. € bzw. 2 394 TSD. € (ohne Nebenkosten). Die Anzahl der eigenen Anteile erhöhte sich daraus um 316 TSD. Stück bzw. 268 TSD. Stück.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Deutsche Telekom von der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 Gebrauch gemacht. Der Vorstand hat am 29. September 2015 beschlossen, insgesamt 950 TSD. Stück Aktien zu erwerben. Am 30. September 2015 und 1. Oktober 2015 wurden im Rahmen dieser Ermächtigung Aktien mit einem Gesamterwerbsvolumen von 14 787 TSD. € (ohne Nebenkosten) erworben (durchschnittlicher Kaufpreis pro Aktie: 15,57 €). Auf die aufgrund des Aktienrückkaufs erfolgten Zugänge an eigenen Anteilen entfiel zum 31. Dezember 2015 ein Betrag des Grundkapitals von 2 432 TSD. €. Die Gewinnrücklagen verminderten sich daraus um 12 355 TSD. €.

Im Rahmen des Share Matching Plans erfolgten in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 jeweils unentgeltliche Übertragungen von eigenen Aktien in Höhe von 2 TSD. Stück in Depots von berechtigten Teilnehmern. Weitere unentgeltliche Übertragungen von 90 TSD. Stück eigene Aktien erfolgten im Geschäftsjahr 2014.

Im Januar, Mai und Juni 2015 wurden darüber hinaus insgesamt 140 TSD. Stück eigene Aktien entnommen und unentgeltlich in Depots von berechtigten Teilnehmern des Share Matching Plans übertragen. Auf die im Berichtsjahr aufgrund der Übertragungen erfolgten Abgänge an eigenen Anteilen entfiel zum 31. Dezember 2015 insgesamt ein Betrag des Grundkapitals von 358 TSD. €. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich daraus um 877 TSD. €.

Im November 2015 hat die Deutsche Telekom 1 882 TSD. Stück eigene Aktien aus ihrem Bestand verkauft. Der Veräußerungspreis betrug 31 274 TSD. € (ohne Nebenkosten). Der den rechnerischen Wert der Anteile übersteigende Betrag des Veräußerungserlöses von 26 457 TSD. € wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Der zugeflossene Veräußerungserlös wurde unter den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ausgewiesen. Auf den im Berichtsjahr aufgrund der Veräußerung erfolgten Abgang an eigenen Anteilen entfiel zum 31. Dezember 2015 ein Betrag des Grundkapitals von 4 817 TSD. €.

Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom neue Aktien aus genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit besteht keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß dem Zweck der Hinterlegung. Die 18 517 TSD. Stück hinterlegten Aktien werden sowohl nach § 272 Abs. 1a HGB als auch nach IFRS wie eigene Anteile bilanziert. Das Treuhandverhältnis wurde Anfang des Jahres 2016 beendet und die hinterlegten Aktien wurden auf ein Depot der Deutschen Telekom AG überführt.

Stimmrechte. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen sowie bei der Deutschen Telekom wie eigene Anteile zuzurechnenden Aktien (per 31. Dezember 2015: insgesamt rund 20 Mio. Stück). Die sog. "Trust" (Treuhänder)-Aktien (per 31. Dezember 2015: rund 19 Mio. Stück) stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von VoiceStream und Powertel (jetzt T-Mobile US) im Jahr 2001 und sind der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2015 wie eigene Anteile zuzurechnen. Was die an Trusts ausgegebenen Aktien betrifft, verzichtete der Treuhänder - solange die Trusts bestanden -auf Stimmrechte und Bezugsrechte sowie grundsätzlich auf Dividendenrechte. Die Trusts wurden Anfang des Jahres 2016 aufgelöst und die Trust-Aktien auf ein Depot der Deutschen Telekom AG überführt.

Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital.

Das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital zum 31. Dezember 2015 setzen sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

T 118

scroll
Betrag
in Mio. €
Stückaktien Tsd. Stück Zweck
Genehmigtes Kapital 2013a 1 778 694 523 Kapitalerhöhung gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (bis 15. Mai 2018)
Bedingtes Kapital 2014 1 100 429 688 Bedienung von bis zum 14. Mai 2019 ausgegebenen Wandelschuld- und/oder Optionsschuldverschreibungen

a Die Zustimmung des Aufsichtsrats ist erforderlich.

Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit der Dividendenausschüttung in Aktien.

Bei der für das Geschäftsjahr 2014 beschlossenen Dividende in Höhe von 0,50 € pro Aktie konnten die Aktionäre zwischen der Erfüllung des Dividendenanspruchs in bar oder dessen Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG wählen. Im Juni 2015 wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,1 Mrd. € für Aktien aus genehmigtem Kapital (Genehmigtes Kapital 2013) eingebracht und damit nicht zahlungswirksam substituiert. Dafür hat die Deutsche Telekom AG im Juni 2015 eine Kapitalerhöhung des Gezeichneten Kapitals in Höhe von 0,2 Mrd. € gegen Einlage von Dividendenansprüchen durchgeführt. Die Kapitalrücklage hat sich in diesem Zusammenhang um 0,9 Mrd. € erhöht. Die Anzahl der Aktien erhöhte sich um 71,1 Mio. Stück. Die Transaktionskosten waren nicht wesentlich.

TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMERN

Die in den Transaktionen mit Eigentümern ausgewiesenen Beträge resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb der restlichen Anteile an der Slovak Telekom im Jahr 2015. Die Tabelle 119 zeigt die wesentlichen Effekte, die in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2015 bzw. zum 31. Dezember 2014 enthalten sind.

T 119 in Mio. €

scroll
2015 2014
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Konzern- Eigenkapital Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Konzern-Eigenkapital
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 1 1
Sonstige Effekte 0 0 0 0 1 1
Transaktionen mit Eigentümern (233) (619) (852) (506) (324) (830)
Erwerb restliche Anteile der Slovak Telekom (128) (772) (900) - - -
Erwerb restliche Anteile der T-Mobile Czech Republic - - - (455) (373) (828)
Sonstige Effekte (105) 153 48 (51) 49 (2)

Weitere Informationen sind im Kapitel "Grundlagen und Methoden" im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises, Transaktionen mit Eigentümern und sonstige Transaktionen" enthalten.

NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE: KUMULIERTES SONSTIGES KONZERNERGEBNIS

Im kumulierten sonstigen Konzernergebnis der nicht beherrschenden Anteile sind im Wesentlichen Effekte aus der Neubewertung im Rahmen des Erwerbs der OTE-Gruppe (Sukzessiverwerb) in Höhe von 0,7 Mrd. € (31. Dezember 2014: 0,8 Mrd. €) sowie 0,1 Mrd. € (31. Dezember 2014: 0,2 Mrd. €) aus der Währungsumrechnung enthalten.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Detailinformationen zu den Sondereinflüssen werden im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" dargestellt.

16 UMSATZERLÖSE

Die Umsätze gliedern sich in die folgenden Erlösarten:

T 120 in Mio. €

scroll
2015 2014a 2013a
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 59 033 53 523 53 212
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren 9 460 8 726 6 630
Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten 735 409 290
  69 228 62 658 60 132

a Aufgrund eines detaillierteren Zuordnungsschemas, das eine genauere Klassifizierung der Sachverhalte ermöglicht, wurde die Verteilung der Gesamtumsätze auf die einzelnen Erlösarten im Vergleich zu den Vorjahren verändert. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Ausführliche Erläuterungen zur Entwicklung der Umsatzerlöse sind dem Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im zusammengefassten Lagebericht, zu entnehmen.

17 UMSATZKOSTEN

Die im Zusammenhang mit der Festnetz- und Mobilfunk-Telekommunikation stehenden Umsatzkosten umfassen sämtliche durch den Betrieb und die Aufrechterhaltung des Telekommunikationsnetzwerks verursachten Kosten. Darin enthalten sind Abschreibungen auf netzwerkbezogenes Anlagevermögen, Personalaufwendungen für mit dem Betrieb und der Aufrechterhaltung des Netzwerks befasste Mitarbeiter, sonstige Reparatur- und Instandhaltungskosten, Miet- und Mietnebenkosten für Netzwerk-Standorte sowie Interconnection- und Roaming-Kosten. Darüber hinaus sind Kosten für die Anschaffung von Endgeräten inbegriffen.

Die aus dem operativen Segment Systemgeschäft resultierenden Umsatzkosten entfallen im Wesentlichen auf Software-Entwicklung und -Wartung, auf den Betrieb von Rechenzentren und Arbeitsplatzsystemen sowie auf die Errichtung und den Betrieb von Kunden-Netzwerken. Sie enthalten insbesondere Abschreibungen auf technische Anlagen, Personalaufwendungen für die Informationstechnologie-, Telekommunikationsentwicklungs- und Service-Leistungen sowie Kosten für Vorleistungen und Materialbezüge.

T 121 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
Umsatzkosten aus Festnetz- und Mobilfunk-Telekommunikation 35 903 32 904 30 287
Umsatzkosten aus dem operativen Segment Systemgeschäft 5 283 5 045 5 251
Sonstige Umsatzkosten 789 590 717
  41 975 38 539 36 255

Die Umsatzkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Mrd. € an. Begründet ist dies v. a. durch Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro in Höhe von 2,6 Mrd. €. Darüber hinaus wirkten sich höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit Endgeräteverkäufen bei T-Mobile US sowie im operativen Segment Deutschland erhöhend auf die Umsatzkosten aus.

18 VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten umfassen alle Kosten für Tätigkeiten, die sich nicht unmittelbar werterhöhend auf Produkte bzw. Dienstleistungen des Konzerns auswirken, sondern der Absatzsicherung dienen. Dazu gehören neben den im Vertriebsbereich anfallenden Material- und Personalaufwendungen sowie den Abschreibungen auch die vertriebsbereichsspezifischen Kosten wie z. B. Wertberichtigungen von Kundenforderungen, Forderungsausbuchungen, Ausgangsfrachten und Transportversicherungen.

T 122 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
Kosten des operativen Vertriebs 10 268 9 527 9 309
Marketing-Kosten 2 579 2 465 2 386
Kosten des Auftrags-Managements 884 234 268
Kosten des DEBIToren-Managements 945 737 794
Sonstige Vertriebskosten 1 372 935 1 040
  16 048 13 898 13 797

Die Vertriebskosten lagen um 2,2 Mrd. € über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren v. a. erhöhte Kosten der T-Mobile US als Folge des gestiegenen Neukundengeschäfts. Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro wirkten sich in Höhe von 1,2 Mrd. € erhöhend aus.

19 ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Zu den allgemeinen Verwaltungskosten zählen alle Aufwendungen, die den Kernfunktionen der Verwaltung zuzuordnen sind und nicht unmittelbar dem Her-stellungs- oder Vertriebsprozess zugerechnet werden können. Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten demnach alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Verwaltungsfunktionen, u. a. der Bereiche Finanzen, Personal, Konzernstrategie, -organisation und -revision sowie Datenschutz, Recht und Compliance, anfallen. Dazu gehören grundsätzlich neben den Material- und Personalaufwendungen sowie den Abschreibungen auch die den Funktionsbereichen spezifisch zuordenbaren sonstigen Kosten wie z. B. Aufwendungen für Hauptversammlungen.

T 123 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
Allgemeine Verwaltungskosten der operativen Segmente 3 961 3 319 3 103
Allgemeine Verwaltungskosten des Segments Group Headquarters & Group Services 1 423 1 402 1 415
  5 384 4 721 4 518

Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen um 0,7 Mrd. € über Vorjahresniveau. Höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit der erhöhten Anzahl an Mitarbeitern im operativen Segment USA belasteten die allgemeinen Verwaltungskosten in 2015. Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro in Höhe von 0,2 Mrd. € wirkten ebenso erhöhend.

20 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

T 124 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
Erträge aus Kostenerstattungen 272 451 452
Erträge aus der Zuschreibung langfristiger Vermögenswerte gemäß IFRS 5 14 24 20
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 290 567 113
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 66 79 79
Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen 585 1 716 184
Übrige sonstige betriebliche Erträge 781 394 478
  2 008 3 231 1 326

Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mrd. €. Der Rückgang der Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten um 0,3 Mrd. € resultiert im Wesentlichen aus einer im Vorjahr zwischen T-Mobile US und Verizon Communications vollzogenen Spektrumtransaktion; hieraus resultierten in 2014 Erträge in Höhe von rund 0,4 Mrd. €. In 2015 resultierte ebenfalls aus einer mit Verizon Communications vollzogenen Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen ein Ertrag in Höhe von 0,1 Mrd. €. Die Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mrd. € gesunken. Der Vorjahresertrag resultierte aus dem vollzogenen Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe in Höhe von insgesamt 1,7 Mrd. €. Der Anteil des Ertrags, der der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der im Vorjahr bei der Deutschen Telekom verbliebenen Anteile zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung der Scout24 Gruppe zuzurechnen war, betrug 0,5 Mrd. €. Im Rahmen des Börsengangs der Scout24 AG am 1. Oktober 2015 hat die Deutsche Telekom insgesamt 13,3 Mio. Aktien an der Gesellschaft verkauft. Der Ertrag aus der Veräußerung dieses nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Anteils belief sich auf rund 0,3 Mrd. €. Aus dem im November 2015 erfolgten Verkauf der Online-Plattform t-online.de und des Digitalvermarkters InteractiveMedia ergab sich ein Ertrag aus den Entkonsolidierungen von 0,3 Mrd. €. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten einen Ertrag in Höhe von 175 Mio. € aus einer Vergleichsvereinbarung zur Beilegung eines laufenden kartellrechtlichen Beschwerdeverfahrens. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen eine Vielzahl von kleineren Sachverhalten enthalten.

21 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

T 125 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
Wertminderungen aus dem Werthaltigkeitstest zum Jahresende 43 51 600
Sonstige Wertminderungen 119 92 238
  162 143 838
Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 179 138 251
Verluste aus Entkonsolidierungen 1 41 53
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 459 1 162 816
  639 1 341 1 120
  801 1 484 1 958

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mrd. €. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Jahr 2015 insgesamt 0,3 Mrd. € (2014: 0,2 Mrd. €, 2013: 0,5 Mrd. €) Aufwand aus Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen sowie Aufwand aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten enthalten. Diese Aufwendungen wären überwiegend den Umsatzkosten zu allokieren gewesen.

22 ZINSERGEBNIS

T 126 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
Zinserträge 246 325 228
Zinsaufwendungen (2 609) (2 665) (2 390)
  (2 363) (2 340) (2 162)
davon: Aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gemäß IAS 39      
Loans and Receivables (LaR) 34 16 20
Held-to-Maturity Investments (HtM) - - -
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 7 6 9
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC)a (2 288) (2 290) (2 160)

a Nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinsaufwendungen, korrigiert um in der Berichtsperiode gebildete Zinsabgrenzungen aus derivativen Finanzinstrumenten, die in der Berichtsperiode im Rahmen des Hedge Accountings gemäß IAS 39 als Sicherungsinstrumente gegen Zinsänderungen von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten eingesetzt wurden (2015: Zinserträge 182 Mio. € und Zinsaufwendungen 89 Mio. €, 2014: Zinserträge 263 Mio. € und Zinsaufwendungen 107 Mio. €, 2013: Zinserträge 119 Mio. € und Zinsaufwendungen 31 Mio. €).

Im Geschäftsjahr wurden 217 Mio. € (2014: 95 Mio. €, 2013: 51 Mio. €) als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Als Zinssatz lag der Berechnung ein konzernweit anzuwendender Zinssatz von 4,7% zu Jahresbeginn bis 3,5% zum Jahresende zugrunde (2014: 4,6 bis 4,7%).

Im Geschäftsjahr wurden 3,7 Mrd. € (2014: 3,5 Mrd. €, 2013: 3,0 Mrd. €) an Zinszahlungen (inkl. aktivierter Zinsen) geleistet.

Abgegrenzte Zinszahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Zins-Swaps), die als Sicherungsinstrumente in einem Fair Value Hedge gemäß IAS 39 designiert wurden, werden pro Swap-Kontrakt saldiert und entsprechend dem Nettobetrag entweder als Zinsertrag oder -aufwand erfasst. Das Zinsergebnis wird den Bewertungskategorien anhand des Grundgeschäfts zugeordnet; im Berichtszeitraum wurden ausschließlich finanzielle Verbindlichkeiten gesichert.

23 ERGEBNIS AUS AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

T 127 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen (1) (152) (38)
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 25 (46) (33)
  24 (198) (71)

Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen hat sich gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode um 0,2 Mrd. € verbessert. Ursächlich war hier v. a. der im Vorjahr erfasste Verlustanteil des Joint Ventures EE von -137 Mio. € (2013: -44 Mio. €). Dieser war im Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen enthalten.

24 SONSTIGES FINANZERGEBNIS

T 128 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
Beteiligungsergebnis (ohne Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen) 436 1 1
Ergebnis aus Finanzinstrumenten (75) (14) (278)
Zinsanteil aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten (272) (346) (292)
  89 (359) (569)

Im sonstigen Finanzergebnis werden sämtliche Ergebniskomponenten, einschließlich der Zinserträge und -aufwendungen von Finanzinstrumenten, die nach IAS 39 als zu Handelszwecken gehalten eingestuft sind, ausgewiesen.

Das Beteiligungsergebnis enthält die vom Joint Venture EE erhaltenen Dividendenzahlungen in Höhe von 0,4 Mrd. €. Die erfolgswirksame Vereinnahmung der Dividendenzahlungen stand im Zusammenhang mit der vorgenommenen Reklassifizierung der am Joint Venture gehaltenen Anteile in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen.

Im Ergebnis aus Finanzinstrumenten sind Ergebniseffekte aus Währungsumrechnungen inkl. Ergebniseffekten aus Derivaten, die als Sicherungsgeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings im Währungsbereich eingesetzt sind, in Höhe von -295 Mio. € (2014: -387 Mio. €, 2013: 174 Mio. €) und Ergebniseffekte aus sonstigen Derivaten sowie Beteiligungsbewertungen in Höhe von 220 Mio. € (2014: 373 Mio. €, 2013: -452 Mio. €) enthalten.

25 ERTRAGSTEUERN

ERTRAGSTEUERN IN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Im Geschäftsjahr 2015 entstand ein Steueraufwand von 1,3 Mrd. €. Die vergleichsweise niedrige Steuerquote ist zunächst auf Steuerminderungen für vergangene Jahre in Deutschland, Europa und den USA zurückzuführen. Darüber hinaus wird die Steuerquote durch den Gewinn aus der Veräußerung von Anteilen an zwei inländischen Beteiligungen gemindert, der nicht zu versteuern war. Die Erträge hieraus unterliegen einer nur geringen Steuerbelastung. Im Vorjahr betrug der Steueraufwand 1,1 Mrd. €. Der geringere Steueraufwand resultiert im Wesentlichen aus einem niedrigeren Vorsteuerergebnis.

Die Ertragsteuern teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:

T 129 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
TATSÄCHLICHE STEUERN 249 599 487
Deutschland (16) 234 56
Ausland 265 365 431
LATENTE STEUERN 1 027 507 437
Deutschland 831 587 (41)
Ausland 196 (80) 478
  1 276 1 106 924

Der zusammengefasste Ertragsteuersatz für das Jahr 2015 beträgt bei der Deutschen Telekom 31,1 %. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 436 % (2014: 425 %, 2013: 425 %) zusammen. Für 2014 und 2013 belief sich der zusammengefasste Ertragsteuersatz auf 30,7 %.

Ableitung Effektivsteuersatz.

Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von -1 276 Mio. € (als Aufwand), 2014: -1 106 Mio. € (als Aufwand), 2013: -924 Mio. € (als Aufwand) leiten sich wie folgt von einem erwarteten Ertragsteueraufwand/ (-ertrag) ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte:

T 130 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 4 778 4 350 2 128
Erwarteter Ertragsteueraufwand/ (-ertrag) (Nominaler Ertragsteuersatz der Deutschen Telekom AG: 2015: 31,1 %,2014: 30,7 %, 2013: 30,7 %) 1 486 335 653
ANPASSUNGEN DES ERWARTETEN STEUERAUFWANDS/(-ERTRAGS)      
Auswirkungen von Steuersatzänderungen (3) 1 48
Steuereffekte aus Vorjahren (112) (78) (61)
Steuereffekte aus anderen Ertragsteuern 70 68 51
Steuerfreie Erträge (154) (456) (36)
Steuereffekte aus Equity Investments (191) (43) 20
Nicht abziehbare Aufwendungen 98 85 120
Permanente Differenzen (27) 88 (89)
Wertminderungen auf Goodwill (12) 3 166
Steuereffekte aus Verlustvorträgen 34 57 136
Steuereffekte aus Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern 65 81 66
Anpassungen des Steuerbetrags an den abweichenden nationalen Steuersatz 24 (37) (152)
Sonstige Steuereffekte (2) 2 2
ERTRAGSTEUERAUFWAND/ (-ERTRAG) GEMÄSS KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1 276 1 106 924
Effektiver Steuersatz % 27 25 43

Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die tatsächlichen Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

T 131 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
TATSÄCHLICHE ERTRAGSTEUERN 249 599 487
davon: Steueraufwand der laufenden Periode 347 598 559
Steueraufwand aus Vorperioden (98) 1 (72)

Latente Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

T 132 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
LATENTER STEUERAUFWAND/ (-ERTRAG) 1 027 507 437
davon: Aus temporären Differenzen 154 (252) 391
Aus Verlustvorträgen 917 780 34
Aus Steuergutschriften (44) (21) 12

ERTRAGSTEUERN IN DER KONZERN-BILANZ

Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Bilanz:

T 133 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Steuerforderungen 129 84
Steuewerbindlichkeiten (197) (276)
Tatsächliche Steuern aus Verrechnung mit dem sonstigen Ergebnis:    
Sicherungsinstrumente (190) 54

Latente Steuern in der Konzern-Bilanz:

T 134 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Aktive latente Steuern 5 248 5 169
Passive latente Steuern (9 205) (7 712)
  (3 957) (2 543)
davon: Aus Verrechnung mit dem sonstigen Ergebnis: Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 1 095 1 150
Neubewertungsrücklage - 1
Sicherungsinstrumente (43) (161)
VERRECHNUNG MIT DEM SONSTIGEN ERGEBNIS VOR ANTEILEN ANDERER GESELLSCHAFTER 1 052 990
Anteile anderer Gesellschafter (11) (6)
  1 041 984

Entwicklung der latenten Steuern:

T 135 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Bilanzansatz latente Steuern (3 957) (2 543)
Unterschied gegenüber dem Vorjahr (1 414) (587)
davon: Erfolgswirksam (1 027) (507)
Verrechnung mit dem sonstigen Ergebnis 62 480
Verrechnung mit den Kapitalrücklagen 86 6
Akquisitionen/Veräußerungen (inkl. zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen) (6) (40)
Währungsdifferenzen (529) (526)

Entwicklung der latenten Steuern auf Verlustvorträge:

T 136 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Latente Steuern auf Verlustvorträge vor Wertberichtigung 2 933 3 288
Unterschied gegenüber dem Vorjahr (355) (498)
davon: Zugang/(Abgang) (612) (786)
Akquisitionen/Veräußerungen (inkl. zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen) 1 17
Währungsdifferenzen 256 271

Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten, Verlustvorträge und Steuergutschriften:

T 137 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 1 255 (369) 1 529 (270)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 550 (129) 551 -
Vorräte 185 (14) 130 -
Übrige Vermögenswerte 520 (226) 848 (270)
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3 459 (13 458) 2 828 (12 347)
Immaterielle Vermögenswerte 632 (8 054) 807 (7 213)
Sachanlagen 1 053 (3 452) 787 (3 620)
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 774 (1 952) 1 234 (1 514)
KURZFRISTIGE SCHULDEN 1 247 (677) 711 (847)
Finanzielle Verbindlichkeiten 372 (366) 306 (670)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 58 (90) 48 (4)
Sonstige Rückstellungen 278 (55) 120 (35)
Übrige Schulden 539 (166) 237 (138)
LANGFRISTIGE SCHULDEN 5 870 (3 112) 5 159 (1 303)
Finanzielle Verbindlichkeiten 2 346 (1 714) 2 816 (126)
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1 499 (1 154) 1 531 (1 044)
Sonstige Rückstellungen 825 (186) 606 (118)
Übrige Schulden 1 200 (58) 206 (15)
STEUERGUTSCHRIFTEN 367 - 296 -
VERLUSTVORTRÄGE 2 933 - 3 288 -
ZINSVORTRÄGE 244 - 55 -
GESAMT 15 375 (17 616) 13 866 (14 767)
davon: Langfristig 11 708 (16 866) 11 599 (14 027)
Wertberichtigung (1 716) - (1 642) -
Saldierung (8 411) 8 411 (7 055) 7 055
BILANZANSATZ 5 248 (9 205) 5 169 (7 712)

Die Wertberichtigungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Verlustvorträge.

Die Verlustvorträge betragen:

T 138 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
VERLUSTVORTRÄGE KÖRPERSCHAFTSTEUER 6 839 8 208
Verfallsdatum innerhalb von    
1 Jahr 44 22
2 Jahren 114 77
3 Jahren 47 108
4 Jahren 246 269
5 Jahren 108 125
Nach 5 Jahren 3 604 4 277
Unbegrenzt vortragsfähig 2 676 3 330

Die Verlustvorträge und temporären Differenzen, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betragen:

T 139 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
VERLUSTVORTRÄGE KÖRPERSCHAFTSTEUER 2 505 2 420
Verfallsdatum innerhalb von    
1 Jahr 24 22
2 Jahren 114 77
3 Jahren 45 108
4 Jahren 25 44
5 Jahren 41 55
Nach 5 Jahren 152 209
Unbegrenzt vortragsfähig 2 104 1 905
TEMPORÄRE DIFFERENZEN KÖRPERSCHAFTSTEUER 423 424

Daneben werden keine latenten Steuern für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 107 Mio. € (31. Dezember 2014: 100 Mio. €) und gewerbesteuerliche Ansprüche aus temporären Differenzen in Höhe von 9 Mio. € (31. Dezember 2014: 8 Mio. €) angesetzt. Weiterhin wurden - getrennt von den körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen - keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 858 Mio. € (31. Dezember 2014: 796 Mio. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Verlustvorträge und - getrennt von den gewerbesteuerlichen Ansprüchen aus temporären Differenzen - keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 30 Mio. € (31. Dezember 2014: 50 Mio. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Ansprüche angesetzt.

Auf die oben genannten steuerlichen Verlustvorträge und temporären Differenzen wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Aus der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, entstand im Berichtsjahr ein positiver Effekt in Höhe von 16 Mio. € (2014: 17 Mio. €, 2013: 14 Mio. €).

Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften wurden in Höhe von 228 Mio. € (31. Dezember 2014: 175 Mio. €) keine latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

Angaben zu steuerlichen Auswirkungen auf das sonstige Ergebnis:

T 140 in Mio. €

scroll
2015 2014
Vor Steuereffekt Steuereffekt Nach Steuereffekt Vor Steuereffekt Steuereffekt Nach Steuereffekt
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden            
Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 230 (60) 170 (1 581) 477 (1 104)
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 0 0 0 (29) 0 (29)
  230 (60) 170 (1 610) 477 (1 133)
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen            
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe            
Erfolgswirksame Änderung 4 (1) 3 (4) 0 (4)
Erfolgsneutrale Änderung 2 000 0 2 000 1 849 0 849
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten            
Erfolgswirksame Änderung 0 0 0 (1) 0 (1)
Erfolgsneutrale Änderung 31 0 31 41 1 42
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten            
Erfolgswirksame Änderung (255) 79 (176) (267) 82 (185)
Erfolgsneutrale Änderung 653 (205) 448 265 (80) 185
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen            
Erfolgswirksame Änderung 0 0 0 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung 25 0 25 0 0 0
  2 458 (127) 2 331 1 883 3 886
SONSTIGES ERGEBNIS 2 688 (187) 2 501 273 480 753
Überschuss/(Fehlbetrag)     3 502     3 244
GESAMTERGEBNIS     6 003     3 997
scroll
2013
Vor Steuereffekt Steuereffekt Nach Steuereffekt
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden      
Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 48 (16) 32
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen (17) 0 (17)
  31 (16) 15
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen      
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe      
Erfolgswirksame Änderung 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung (901) 0 (901)
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten      
Erfolgswirksame Änderung 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung (4) 1 (3)
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten      
Erfolgswirksame Änderung 178 (55) 123
Erfolgsneutrale Änderung (162) 49 (113)
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen      
Erfolgswirksame Änderung 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung (37) 0 (37)
  (926) (5) (931)
SONSTIGES ERGEBNIS (895) (21) (916)
Überschuss/(Fehlbetrag)     1 204
GESAMTERGEBNIS     288

26 ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) DER NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILE

T 141 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
T-Mobile US 186 115 18
Hrvatski Telekom 69 65 79
Hellenic Telecommunications Organization (OTE) (63) 48 24
Magyar Telekom 50 47 43
Slovak Telekom 6 36 25
T-Mobile Czech Republic 0 11 91
Übrige 0 (2) (6)
  248 320 274

27 ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie berechnen sich gemäß IAS 33 wie folgt:

T 142

scroll
2015 2014 2013
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechneter Überschuss/ (Fehlbetrag) Mio. € 3 254 2 924 930
Anpassung Mio. € - - -
ANGEPASSTER UNVERWÄSSERTER/ VERWÄSSERTER KONZERNÜBERSCHUSS/ (-FEHLBETRAG) Mio. € 3 254 2 924 930
Anzahl der ausgegebenen Stammaktien Mio. Stück 4 574 4 497 4 391
Eigene Aktien Mio. Stück (21) (21) (5)
Hinterlegte Aktien für noch ausstehende Optionsrechte Mio. Stück - - (16)
ANGEPASSTE GEWICHTETE DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER AUSSTEHENDEN STAMMAKTIEN (UNVERWÄSSERT/VERWÄSSERT) Mio. Stück 4 553 4 476 4 370
UNVERWÄSSERTES/VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE 0,71 0,65 0,21

Der Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie liegt die zeitlich gewichtete Summe aller ausstehenden Stammaktien zugrunde. Zudem wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien unter Abzug der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der von der Deutschen Telekom AG gehaltenen eigenen Aktien berechnet. Die in früheren Jahren bestehenden Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte wurden im Rahmen der Ausgabe neuer Aktien im Zuge der Akquisition von T-Mobile USA (VoiceStream/ Powertel) treuhänderisch für eine spätere Ausgabe und die Aufnahme des Handels als Namensaktien gehalten und sind im Geschäftsjahr 2013 vollständig ausgelaufen. Sie werden seitdem wie eigene Anteile behandelt und waren im Geschäftsjahr 2013 noch zeitanteilig im Durchschnittsbestand vorhanden. Verwässernde Aktien liegen derzeit nicht vor.

28 DIVIDENDE JE AKTIE

Für das Geschäftsjahr 2015 schlägt der Vorstand eine Dividende in Höhe von 0,55 € je dividendenberechtigte Stückaktie vor. Unter Zugrundelegung dieses Ausschüttungsvolumens entfällt auf die am 9. Februar 2016 dividendenberechtigten Stückaktien eine Dividendensumme von 2 523 Mio. €. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab.

Für das Geschäftsjahr 2014 wurde in 2015 eine Dividende in Höhe von 0,50 € je dividendenberechtigte Stückaktie ausgeschüttet. Die Aktionäre konnten zwischen einer Barauszahlung und einer Alternative, der Umwandlung der Dividendenansprüche in Aktien der Deutschen Telekom AG, wählen. Im Juni 2015 wurden daher Dividendenansprüche in Höhe von 1,1 Mrd. € durch Aktien aus genehmigtem Kapital und damit nicht zahlungswirksam substituiert (siehe auch Angabe 15 "Eigenkapital").

29 ANZAHL DER MITARBEITER UND PERSONALAUFWAND

Anzahl der Mitarbeiter (im Durchschnitt)

T 143

scroll
2015 2014 2013
GESAMTKONZERN 226 332 228 248 229 704
Inland 113 277 116 067 117 995
Ausland 113 055 112 181 111 709
Arbeitnehmer 207 153 207 855 208 422
Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis) 19 179 20 393 21 282
Auszubildende/Duale Studenten 7 942 8 098 8 145
PERSONALAUFWAND Mio. € 15 856 14 683 15 144

Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 %. Diese Entwicklung ist v. a. auf den um 2,4% verringerten Personalbestand im Inland zurückzuführen. Hierzu trugen verstärkte Personalumbaumaßnahmen im operativen Segment Systemgeschäft - im Rahmen der Neuausrichtung des Geschäftsmodells - sowie im Segment Group Headquarters & Group Services bei. Dem stand eine gestiegene Anzahl an Mitarbeitern für den Netzausbau im operativen Segment Deutschland gegenüber.

Im Ausland erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 0,8 %o. Ursächlich hierfür war insbesondere der Anstieg der Mitarbeiter im operativen Segment USA aufgrund der gewachsenen Kundenbasis. Dagegen sank im operativen Segment Europa die durchschnittliche Mitarbeiterzahl infolge von Effizienzsteigerungsmaßnahmen in einigen Ländern.

Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,0 %>, wobei fast die Hälfte davon auf Wechselkurseffekte zurückzuführen war - im Wesentlichen aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Darüber hinaus trugen gestiegene Restrukturierungsaufwendungen zur Erhöhung bei. Daneben führte die Anhebung der durchschnittlichen Gehälter der Mitarbeiter zu einem Anstieg des Personalaufwands. Hier wirkte die insgesamt geringere durchschnittliche Mitarbeiterzahl wie oben beschrieben entgegen.

30 ABSCHREIBUNGEN

Die in den Funktionskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

T 144 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 4 109 3 863 4 176
davon: Wertminderungen auf Goodwill 43 51 605
Planmäßige Abschreibungen auf Mobilfunk-Lizenzen 898 889 854
Wertminderungen auf Mobilfunk-Lizenzen - 10 104
ABSCHREIBUNGEN AUF SACHANLAGEN 7 251 6 711 6 728
davon: Wertminderungen auf Sachanlagevermögen 101 78 117
  11 360 10 574 10 904

Folgende Tabelle 145 zeigt die im Gesamtbetrag der Abschreibungen enthaltenen Wertminderungen:

T 145 in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 61 65 721
davon: Auf Goodwill aus dem Werthaltigkeitstest zum Jahresende 43 51 600
Auf FCC-Lizenzen - 10 104
SACHANLAGEN 101 78 117
davon: Aus dem Werthaltigkeitstest zum Jahresende - - -
  162 143 838

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mrd. €. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der planmäßigen Abschreibungen, die überwiegend im Zusammenhang mit dem Ausbau des 4G/LTE-Netzes und dem Start des Geschäftsmodells JUMP! On Demand - bei dem Kunden das Endgerät nicht mehr kaufen, sondern mieten - in unserem operativen Segment USA stehen. Nutzungsdauerverkürzungen im Hinblick auf die Stilllegung des CDMA-Mobilfunknetzes der in 2013 übernommenen MetroPCS wirkten sich in Höhe von 0,1 Mrd. € erhöhend auf die Entwicklung der Abschreibungen aus.

Im Berichtsjahr wurden im Rahmen der planmäßig durchgeführten Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Wertminderungen auf Goodwill in Höhe von 43 Mio. € erfasst. Weitere Erläuterungen hierzu sind Angabe 5 "Immaterielle Vermögenswerte" zu entnehmen.

Die Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen überwiegend auf Grundstücke und Gebäude.

SONSTIGE ANGABEN

31 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 1,6 Mrd. € auf 15,0 Mrd. €. Hierzu trug im Wesentlichen die positive Geschäftsentwicklung des operativen Segments USA bei. Im Berichtszeitraum wurden Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Factoring-Vereinbarungen wirkten sich im Geschäftsjahr 2015 insgesamt mit 0,8 Mrd. € positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit aus. Dies beinhaltet im Wesentlichen den in 2015 erneuerten Abschluss einer in 2014 beendeten Factoring-Vereinbarung im operativen Segment Deutschland sowie eine neu abgeschlossene Factoring-Vereinbarung im operativen Segment USA. Im Vorjahr betrug der Effekt aus Factoring-Vereinbarungen 0,2 Mrd. €. Aus einer Vergleichsvereinbarung zur Beilegung eines laufenden kartellrechtlichen Beschwerdeverfahrens resultiert ein Zahlungsmittelzufluss von 0,2 Mrd. €; gegenläufig wirkten u. a. in 2015 geleistete Zahlungen im Zusammenhang mit dem Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom. Positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit wirkte die von der Scout24 Gruppe erstmals erhaltene Dividendenzahlung in Höhe von 0,1 Mrd. € sowie im Vorjahresvergleich um 0,1 Mrd. € höhere Dividendenzahlungen des Joint Ventures EE.

Die Deutsche Telekom konzentriert sich im Rahmen ihrer Working Capital-Maßnahmen auf Verbesserungen im Bereich Verbindlichkeiten sowie im Bereich des Forderungs- und Vorräte-Managements. Diese werden jedoch nicht im Rahmen des aktiven Liquiditäts-Managements genutzt. Der negative Effekt auf die Veränderung des aktiven Working Capitals ist auf die Anschaffung von Mobilfunk-Endgeräten im Rahmen des im Juni 2015 von T-Mobile US eingeführten JUMP! On Demand Geschäftsmodells zurückzuführen. Positiv wirkten sich die Einzahlungen aus den Factoring-Vereinbarungen sowie die Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im operativen Segment USA aus. Im Zusammenhang mit dem neuen Geschäftsmodell enthalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Vertragsabschluss mit dem Kunden nicht mehr die Forderung aus dem Endgeräteverkauf, sondern nur noch die monatliche Mietrate für das Endgerät. Für weitere Erläuterungen zu den Bestandteilen des aktiven Working Capitals verweisen wir auf Angabe 2 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" und Angabe 3 "Vorräte". Die Erhöhung des übrigen passiven Working Capitals resultiert aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, v. a. bedingt durch das gestiegene Einkaufsvolumen im Zusammenhang mit dem neu eingeführten Geschäftsmodell im operativen Segment USA. Darüber hinaus wirkten sich im Berichtsjahr gewählte Finanzierungsformen, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden, positiv auf das übrige passive Working Capital aus. Weitere Erläuterungen finden sich in Angabe 11 "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten".

T 146 Cashflow aus Investitionstätigkeit in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
Cash Capex      
Operatives Segment Deutschland (5 609) (3 807) (3 411)
Operatives Segment USA (6 381) (5 072) (3 279)
Operatives Segment Europa (1 652) (2 101) (3 661)
Operatives Segment Systemgeschäft (1 169) (1 171) (1 066)
Group Headquarters & Group Services (342) (381) (411)
Überleitung 540 688 760
  (14 613) (11 844) (11 068)
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) 1 785 606 (776)
Einzahlungen aus der Veräußerung Anteile Scout24 AG 390 - -
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 363 265 245
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der MetroPCS - - 641
Erwerb GTS Central Europe Gruppe - (539) -
Zahlungsflüsse aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungena (58) 1 540 650
Dotierung Contractual Trust Agreement (CTA) für Pensionszusagen (250) (250) (250)
Erwerb/Veräußerung Staatsanleihen (netto) (2 759) 11 (159)
Sonstiges 127 (550) (179)
  (15 015) (10 761) (9 896)

a Im Geschäftsjahr 2015 sind im Wesentlichen Abgänge von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten im Zuge der Veräußerung der Online-Plattform t-online.de und des Digitalvermarkters InteractiveMedia an Ströer enthalten. Im Vorjahr sind Einzahlungen in Höhe von 1,6 Mrd. € aus dem Verkauf von 70 % der Anteile an der Scout24 Gruppe enthalten.

Der Cash Capex erhöhte sich um 2,8 Mrd. € auf 14,6 Mrd. €. Im Berichtszeitraum wurden Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von insgesamt 3,8 Mrd. € erworben, v. a. in den operativen Segmenten USA und Deutschland. In der Vergleichsperiode waren in den operativen Segmenten USA und Europa 2,3 Mrd. € erworbene Mobilfunk-Lizenzen enthalten. Darüber hinaus stieg der Cash Capex v. a. im operativen Segment USA im Zusammenhang mit der Netzmodernisierung, einschließlich des Ausbaus des 4G/LTE-Netzwerks, sowie im operativen Segment Deutschland aufgrund der im Rahmen der integrierten Netzstrategie vorgenommenen Investitionen in den Vectoring-/Glasfaserkabel-Ausbau, in die IP-Transformation und in die LTE-Infrastruktur.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden 3,7 Mrd. € (2014: 3,5 Mrd. €, 2013: 3,0 Mrd. €) an Zinszahlungen (inkl. aktivierter Zinsen) geleistet. Die aktivierten Zinsen wurden im Cashflow aus Investitionstätigkeit innerhalb des Cash Capex zusammen mit den ihnen zugehörigen Vermögenswerten ausgewiesen.

T 147 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. €

scroll
2015 2014 2013
Rückzahlung Anleihen (4 056) (4 677) (4 748)
Dividendenausschüttungen (inkl. Minderheiten) (1 256) (1 290) (2 243)
Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten aus finanziertem Capex und Opex (846) (760) -
Rückzahlung EIB-Kredite (412) - (32)
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) (254) 170 (537)
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (224) (164) (172)
Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten für Medienübertragungsrechte (192) (40) -
Geldanlagen des Joint Ventures EE (netto) (16) 3 (195)
Aktienrückkauf Deutsche Telekom AG (15) - (2)
Kreditlinie OTE (netto) - (45) (704)
Rückzahlung Finanzverbindlichkeiten gegenüber Sireo - - (534)
Zahlungsflüsse Continuing Involvement Factoring (netto) 30 31 -
Verkauf eigene Aktien Deutsche Telekom AG 31 - -
Ziehung von EIB-Krediten 1 199 400 -
Schuldscheindarlehen (netto) 1 655 (1 293) (309)
Begebung Anleihen 2 208 3 816 9 051
Commercial Paper (netto) 2 645 561 -
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern      
Kapitalerhöhung T-Mobile US - - 1 313
Aktienoptionen T-Mobile US 43 17 102
Einzahlungen aus der Zuteilung von OTE-Aktienoptionen - 26 -
  43 43 1 415
Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern      
Erwerb der restlichen Anteile der Slovak Telekom (900) - -
Erwerb der restlichen Anteile der T-Mobile Czech Republic - (828) -
Aktienrückkauf T-Mobile US (141) (53) -
Aktienrückkauf OTE - (69) -
  (1 041) (950) -
Sonstiges (375) (239) 32
  (876) (3 434) 1 022

ZAHLUNGSUNWIRKSAME TRANSAKTIONEN IN DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Im Juni 2015 wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom ag in Höhe von 1,1 Mrd. € im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit nicht zahlungswirksam bedient, sondern durch Aktien aus genehmigtem Kapital substituiert (siehe Angabe 15 "Eigenkapital"). Die zahlungswirksame Erfüllung der Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG betrug 1,2 Mrd. €. Im Vorjahr wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,0 Mrd. € nicht zahlungswirksam und in Höhe von 1,2 Mrd. € zahlungswirksam erfüllt.

Die Deutsche Telekom hat im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 0,7 Mrd. € (2014: 0,6 Mrd. €) Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden. In der Bilanz werden diese in der Folge unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Die Deutsche Telekom hat in 2015 in Höhe von insgesamt 0,6 Mrd. € im Wesentlichen Netzwerkausstattung angemietet, die als Finanzierungs-Leasing-Verhältnis abgebildet wird. In der Bilanz wird dies in der Folge ebenfalls unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Gegenleistung für den Erwerb von Medienübertragungsrechten wird von der Deutschen Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei Vertragsabschluss oder verteilt über die Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene Medienübertragungsrechte wurden im Geschäftsjahr 2015 finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige Gegenleistungen in Höhe von 0,2 Mrd. € (2014: 0,2 Mrd. €) passiviert. Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Im operativen Segment USA wurden im Berichtszeitraum Mobilfunk-Endgeräte in Höhe von 2,3 Mrd. € in den Sachanlagen aktiviert. Diese stehen im Zusammenhang mit dem bei T-Mobile US im Juni 2015 eingeführten Geschäftsmodell JUMP! On Demand, bei dem Kunden das Endgerät nicht mehr kaufen, sondern mieten. Die Auszahlungen werden im Cashflow aus Geschäftstätigkeit gezeigt.

Im operativen Segment USA wurde im Dezember 2015 der Tausch von Mobilfunk-Lizenzen mit Verizon Communications in Höhe von 0,3 Mrd. € abgeschlossen. Vom Kaufpreis im Juni 2015 im Rahmen einer Frequenzversteigerung in Deutschland erworbener Mobilfunk-Lizenzen wurde ein Anteil von 0,2 Mrd. € bei den finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Im November 2015 erhielt die Deutsche Telekom im Wege der nicht zahlungswirksamen Veräußerung der Online-Plattform t-online.de und des Digitalvermarkters InteractiveMedia neu ausgegebene Aktien von Ströer im Wert von rund 0,3 Mrd. €.

32 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Deutsche Telekom berichtet über vier operative Segmente sowie das Segment Group Headquarters & Group Services. In drei der operativen Segmente wird eine regionale Aufteilung der Geschäftstätigkeiten vorgenommen, während bei einem Segment einer Kunden- und Produktzuordnung gefolgt wird.

Das operative Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland. Darüber hinaus erbringt das operative Segment Deutschland Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern. Das operative Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. Das operative Segment Europa umfasst sämtliche Festnetz- und Mobilfunk-Aktivitäten der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, den Niederlanden, der Slowakei, Österreich, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro. Ebenso gehören die GTS Central Europe Gruppe (GTS), der Bereich International Carrier Sales & Solutions (iCSS), Group Technology und die Global Network Factory (GNF) dazu. Das operative Segment Europa bietet Geschäftskunden in einzelnen Landesgesellschaften auch ICT-Lösungen an.

T 148 in Mio. €

scroll
Außenumsatz Intersegmentumsatz Gesamtumsatz Betriebsergebnis (EBIT) Zinserträge
Deutschland 2015 21 069 1 352 22 421 4 490 13
  2014 20 903 1 354 22 257 4 663 6
  2013 21 056 1 379 22 435 4 435 20
USA 2015 28 924 1 28 925 2 454 5
  2014 22 405 3 22 408 1 405 2
  2013 18 552 4 18 556 1 404 461
Europa 2015 12 415 303 12 718 1 450 19
  2014 12 596 376 12 972 1 704 27
  2013 13 174 530 13 704 972 25
Systemgeschäft 2015 6 194 2 398 8 592 (516) 16
  2014 5 988 2 613 8 601 (422) 14
  2013 6 244 2 794 9 038 (294) 15
Group Headquarters & Group Services 2015 626 1 649 2 275 (860) 1 035
  2014 766 1 750 2 516 (109) 906
  2013 1 106 1 773 2 879 (1 582) 1 145
SUMME 2015 69 228 5 703 74 931 7 018 1 088
  2014 62 658 6 096 68 754 7 241 955
  2013 60 132 6 480 66 612 4 935 1 666
Überleitung 2015 - (5 703) (5 703) 10 (842)
  2014 - (6 096) (6 096) 6 (630)
  2013 - (6 480) (6 480) (5) (1 438)
KONZERN 2015 69 228 - 69 228 7 028 246
  2014 62 658 - 62 658 7 247 325
  2013 60 132 - 60 132 4 930 228
scroll
Zinsaufwendungen Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen Ertragsteuern Segment-
vermögena, b
Segment-
schuldenb
Segment- investitionen
Deutschland (221) 3 0 33 552 26 270 6 340
  (277) 2 0 29 980 23 148 4 144
  (367) 1 5 30 738 23 200 3 538
USA (1 284) (12) (360) 62 534 46 087 10 164
  (867) (41) (203) 49 784 35 724 7 318
  (737) (33) (418) 38 830 26 888 4 676
Europa (314) 2 (310) 30 296 12 595 2 051
  (365) 2 (371) 31 215 13 520 2 718
  (423) 4 (417) 30 400 12 699 4 192
Systemgeschäft 12 5 (39) 9 067 6 043 1 192
  (1) (9) (31) 8 788 5 962 1 279
  (1) 4 (29) 8 428 5 279 1 133
Group Headquarters & Group Services (1 641) 26 (566) 44 532 50 830 397
  (1 808) (152) (492) 41 358 48 702 441
  (1 871) (47) (249) 43 720 51 952 573
SUMME (3 448) 24 (1 275) 179 981 141 825 20 144
  (3 318) (198) (1 097) 161 125 127 056 15 900
  (3 399) (71) (1 108) 152 116 120 018 14 112
Überleitung 839 - (1) (36 061) (36 055) (777)
  653 - (9) (31 765) (31 762) (819)
  1 009 - 184 (33 968) (33 933) (752)
KONZERN (2 609) 24 (1 276) 143 920 105 770 19 367
  (2 665) (198) (1 106) 129 360 95 294 15 081
  (2 390) (71) (924) 118 148 86 085 13 360
scroll
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen Planmäßige Abschreibungen Wertmin-
derungen
Anzahl Mitarbeiter (im Durchschnitt) Cashflow aus Geschäftstätigkeit Cashflow aus Investitionstätigkeit
Deutschland 20 (3 746) (9) 69 440 8 185 (5 736)
  19 (3 884) (9) 68 106 8 810 (4 171)
  17 (3 959) (7) 67 765 8 646 (3 444)
USA 215 (3 774) (1) 41 669 5 327 (8 624)
  197 (2 829) (10) 37 858 3 170 (5 417)
  198 (2 133) (105) 32 962 2 580 (1 232)
Europa 61 (2 571) (48) 50 635 3 358 (1 982)
  52 (2 567) (30) 52 829 3 597 (2 196)
  59 (2 755) (644) 56 810 3 658 (3 026)
Systemgeschäft 21 (625) (24) 46 536 132 (815)
  14 (712) (5) 48 817 687 (840)
  24 (639) (13) 49 985 999 (531)
Group Headquarters & Group Services 504 (545) (82) 18 052 2 638 1 056
  335 (582) (89) 20 639 2 510 912
  5 869 (627) (72) 22 182 3 266 3 731
SUMME 821 (11 261) (164) 226 332 19 640 (16 101)
  617 (10 574) (143) 228 249 18 774 (11 712)
  6 167 (10 113) (841) 229 704 19 149 (4 502)
Überleitung 1 63 2 - (4 643) 1 086
  - 143 - (1) (5 381) 951
  - 47 3 - (6 132) (5 394)
KONZERN 822 (11 198) (162) 226 332 14 997 (15 015)
  617 (10 431) (143) 228 248 13 393 (10 761)
  6 167 (10 066) (838) 229 704 13 017 (9 896)
scroll
davon: Cash Capexc Cashflow aus Finanzierungstätigkeita
Deutschland (5 609) (4 830)
  (3 807) (6 844)
  (3 411) (5 691)
USA (6 381) 2 935
  (5 072) 1 952
  (3 279) 2 728
Europa (1 652) (2 287)
  (2 101) 662
  (3 661) (2 128)
Systemgeschäft (1 169) 710
  (1 171) 424
  (1 066) 138
Group Headquarters & Group Services (342) (1 374)
  (381) (4 055)
  (411) (5 552)
SUMME (15 153) (4 846)
  (12 532) (7 861)
  (11 828) (10 505)
Überleitung 540 3 970
  688 4 427
  760 11 527
KONZERN (14 613) (876)
  (11 844) (3 434)
  (11 068) 1 022

a Im Segment Group Headquarters & Group Services wurde von Aktionären der Deutschen Telekom AG für einen Teil der ihnen zustehenden Dividende die Option der Umwandlung in Aktien gewählt und die Dividende insoweit nicht zahlungswirksam in Form von Aktien geleistet (siehe Angabe 15 "Eigenkapital").
b Der internen Berichterstattung folgend, werden seit dem 1. Januar 2015 keine Beteiligungsbuchwerte mehr in der Segmentberichterstattung auf Segmentebene ausgewiesen. Im Zusammenhang mit dem Ausbau des paneuropäischen All IP-Netzes wurden zum 1. Juli 2015 drei Holding-Gesellschaften aus dem Segment Group Headquarters & Group Services in das operative Segment Europa reallokiert. Die Vergleichszahlen wurden zum 31. Dezember 2014 und 31. Dezember 2013 rückwirkend angepasst.
c Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen laut Kapitalflussrechnung.

Das operative Segment Systemgeschäft bündelt unter der Marke "T-Systems" das Geschäft für ICT-Produkte und -Lösungen für große multinationale Unternehmen und öffentliche Institutionen. Das operative Segment bietet seinen Kunden Informations- und Kommunikationstechnik aus einer Hand und entwickelt und betreibt Infrastruktur- und Branchenlösungen. Kern des Angebots sind Services aus der Cloud, M2M- und Sicherheitslösungen, sich ergänzende hochstandardisierte Produkte aus Mobilfunk und Festnetz sowie Lösungen für virtuelle Zusammenarbeit und IT-Plattformen. Diese bilden die Basis für digitale Geschäftsmodelle der Unternehmenskunden.

Das Segment Group Headquarters & Group Services besteht aus der Service-Zentrale und den Beteiligungen der Deutschen Telekom AG, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet sind, sowie dem Joint Venture EE in Großbritannien. Das Joint Venture EE wurde zum 31. Dezember 2015 in den als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ausgewiesen (siehe auch Angabe 4).

Das Festnetz-Geschäft umfasst sämtliche Aktivitäten der Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitband-Technik. Dazu gehören sowohl der Vertrieb von Endgeräten und sonstiger Hardware als auch der Vertrieb der Dienste an Wiederverkäufer. Das Mobilfunk-Geschäft bietet Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an. In Verbindung mit den angebotenen Diensten werden zudem Mobilfunk-Endgeräte und andere Hardware vertrieben. Darüber hinaus erfolgt der Vertrieb der Mobilfunk-Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (MVNO).

Die dargestellten Geschäftssegmente werden regelmäßig vom Vorstand der Deutschen Telekom auf deren Ressourcenallokation und Ertragskraft überprüft.

Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der Deutschen Telekom liegen im Wesentlichen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Deutsche Telekom beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Leistungen der Telekom IT werden ohne Gewinnmarge verrechnet. Segmentvermögen und -schulden umfassen sämtliche Vermögenswerte und Schulden, die in den durch die Segmente erstellten und in den Konzernabschluss einbezogenen Bilanzen angesetzt werden. Die Segmentinvestitionen enthalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Soweit nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen einem Segment direkt zurechenbar sind, werden deren Anteile am Periodenergebnis und deren Buchwerte dort angegeben. Alle in der folgenden Tabelle 148 ausgewiesenen Steuerungsgrößen werden vollständig aus der Sicht der Segmente dargestellt. Die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitungszeile zusammengefasst angegeben. Im Folgenden werden die von der Deutschen Telekom zur Beurteilung der Leistung der operativen Segmente herangezogenen Steuerungsgrößen und darüber hinausgehende segmentbezogene Größen dargestellt:

Informationen über geografische Gebiete. Langfristige Vermögenswerte und die Außenumsätze des Konzerns werden nach Regionen aufgeteilt dargestellt: Inland, Europa (ohne Deutschland), Nordamerika und übrige Länder. Die Region Nordamerika setzt sich aus den USA und Kanada zusammen. Die Region Europa (ohne Deutschland) umfasst das gesamte Gebiet der Europäischen Union (ohne Deutschland) sowie die sonstigen Staaten Europas. In der Region übrige Länder sind alle Staaten erfasst, die weder Deutschland, Europa (ohne Deutschland) noch Nordamerika zugehörig sind. Die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte zu den Regionen wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen sowie übrige langfristige Vermögenswerte. Die Zuordnung der Außenumsätze orientiert sich am Standort der jeweiligen Kunden.

T 149 in Mio. €

scroll
Langfristige Vermögenswerte Außenumsatz
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013 2015 2014 2013
Inland 37 280 35 343 35 200 25 078 24 999 25 384
Ausland 65 678 56 766 54 663 44 150 37 659 34 748
davon: Europa (ohne Deutschland) 21 099 21 654 27 288 14 431 14 311 15 173
Nordamerika 44 505 35 039 27 289 29 224 22 701 18 796
Übrige Länder 74 73 86 495 647 779
KONZERN 102 958 92 109 89 863 69 228 62 658 60 132

Informationen über Produkte und Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse mit externen Kunden für die Gruppen vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen entwickelten sich wie folgt:

T 150 in Mio. €

scroll
Außenumsatz
2015 2014 2013
Telekommunikation 61 769 55 946 53 220
ICT-Lösungen 6 833 6 513 6 713
Sonstige 626 199 199
  69 228 62 658 60 132

33 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND -FORDERUNGEN

Die Deutsche Telekom ist im Rahmen ihrer allgemeinen Geschäftstätigkeit an verschiedenen gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten, deren Ergebnisse oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden können, beteiligt. Zum Abschluss-Stichtag bestehen im Konzern Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mrd. € (31. Dezember 2014: 0,3 Mrd. €) und Eventualforderungen in Höhe von 0,0 Mrd. € (31. Dezember 2014: 0,0 Mrd. €), die auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz nicht erfüllen. Die Rechtsberatungskosten und die voraussichtlichen Kosten aufgrund negativer Verfahrensergebnisse wurden als Rückstellungen für Prozessrisiken berücksichtigt. Die Deutsche Telekom geht nicht davon aus, dass weitere potenzielle Kosten aus Rechtsberatung und aufgrund von Verfahrensergebnissen wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden. In der oben aufgeführten Summe der Eventualverbindlichkeiten sind neben Einzelfällen, die allein betrachtet keine wesentlichen Auswirkungen haben, folgende Sachverhalte enthalten, wobei deren Reihenfolge keine Wertigkeit der Eintrittswahrscheinlichkeit oder des potenziellen Schadensausmaßes impliziert. Für den Fall, dass in äußerst seltenen Fällen gemäß IAS 37 geforderte Angaben nicht gemacht werden, kommt die Deutsche Telekom zu dem Schluss, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Verfahrens ernsthaft beeinträchtigen können.

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Verfahren der Anti-Monopol-Kommission in Polen.

Die nationale Anti-Monopol-Kommission UOKiK hat am 23. November 2011 eine im Jahr 2010 begonnene Untersuchung abgeschlossen. Sie wirft der T-Mobile Polska (ehem. PTC) und anderen polnischen Telekommunikationsunternehmen kartellrechtswidrige Preisabsprachen vor und hat gegenüber der T-Mobile Polska ein Bußgeld in Höhe von 34 Mio. PLN (etwa 8 Mio. €) verhängt. Die T-Mobile Polska hält diese Vorwürfe für unbegründet und hat gegen die Entscheidung geklagt. Am 19. Juni 2015 hat das zuständige Verwaltungsgericht das Bußgeld mit der Begründung aufgehoben, dass die Wettbewerbsbehörde keinen Nachweis für das Vorliegen von Preisabsprachen erbringen konnte. Die nationale Wettbewerbsbehörde hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Ein etwaiges Bußgeld wäre erst nach Rechtskraft der Entscheidung fällig. Das Gleiche gilt für ein weiteres Bußgeld in Höhe von 21 Mio. PLN (etwa 5 Mio. €), das die UOKiK wegen eines angeblichen verbraucherschutzrechtlichen Verstoßes am 2. Januar 2012 gegen die T-Mobile Polska verhängt hatte. Diese Gerichtsentscheidung steht weiterhin aus. Das verbleibende Risiko wird insgesamt als gering eingestuft und infolge wird die Deutsche Telekom über die Verfahren zukünftig nicht weiter berichten.

Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen.

Mehrere Verlage, die gemeinsam mit der DeTeMedien GmbH, einer 100 %-Tochter der Deutschen Telekom AG, in gemeinsamen Gesellschaften jeweils Teilnehmerverzeichnisse herausgeben und verlegen, reichten Ende 2013 Klagen gegen die DeTeMedien GmbH und/oder die Deutsche Telekom AG ein. Die Kläger fordern bzw. forderten von der DeTeMedien GmbH und teilweise von der Deutschen Telekom AG als Gesamtschuldnerin neben der DeTeMedien GmbH Schadensersatz oder Rückzahlung. Die Kläger stützen bzw. stützten ihre Forderungen auf vermeintlich überhöhte Kosten für die Überlassung von Teilnehmerdaten in den gemeinsamen Gesellschaften. Die bezifferten Forderungen der Kläger betrugen Ende 2014 insgesamt rund 470 Mio. € zuzüglich Zinsen. Bisher wurden 22 von 81 Klagen erstinstanzlich vom Landgericht Frankfurt am Main abgewiesen. Zwei dieser Urteile sind rechtskräftig, die Klagesumme minderte sich entsprechend auf ca. 467 Mio. € zuzüglich Zinsen. Gegen die übrigen Urteile legten die Kläger Berufung beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main ein. Am 22. Oktober 2015 schlossen die Deutsche Telekom AG, die DeTeMedien GmbH und eine Mehrheit der Telefonbuchpartnerverlage eine Vereinbarung über die Beilegung ihrer Streitigkeiten, infolge derer 54 Verlage Klageverzichte bei Gericht eingereicht haben. Sieben Verlage haben Berufungsrücknahmen erklärt, die mit Eingang bei Gericht unmittelbar zur Rechtskraft der erstinstanzlichen klageabweisenden Urteile geführt haben. Derzeit sind noch 18 Verfahren mit einer verbleibenden Klagesumme von ca. 132 Mio. € (zuzüglich Zinsen) anhängig.

Die folgenden Sachverhalte erfüllen ebenfalls auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen nicht die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz. Da der Konzern aufgrund der bestehenden und im Folgenden beschriebenen Unsicherheiten die Höhe der jeweiligen Eventualverbindlichkeiten bzw. die Gruppe von Eventualverbindlichkeiten nicht schätzen kann, sind diese in der zuvor genannten Summe der Eventualverbindlichkeiten allerdings nicht enthalten.

Kartell- und Verbraucherschutzverfahren.

Die Deutsche Telekom bzw. ihre Beteiligungsgesellschaften sieht sich in den einzelnen Ländern wettbewerbsrechtlichen Verfahren oder sich daraus ergebenden zivilrechtlichen Folgeklagen ausgesetzt. Diese haben für sich alleine betrachtet keine wesentlichen Auswirkungen. Die Deutsche Telekom hält die Vorwürfe bzw. Schadensersatzforderungen jeweils für unbegründet. Die Verfahrensausgänge sind zurzeit nicht bestimmbar.

Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge der Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission.

Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission vom 15. Oktober 2014 haben sowohl Orange Slovensko als auch SWAN im August 2015 Klage vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben und fordern Schadensersatz in Höhe von 232 Mio. € bzw. 50 Mio. € zuzüglich Zinsen. Mit diesen Klagen begehren sie die Erstattung eines angeblichen Schadens, der sich aus dem von der Europäischen Kommission festgestellten Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung durch die Slovak Telekom ergeben haben soll. Slovak Telekom und Deutsche Telekom haben im Dezember 2014 gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission Klagen beim Gericht der Europäischen Union eingereicht; zudem hält Slovak Telekom die Klage von Orange Slovensko in weiten Teilen für unbegründet. Die Klage von SWAN wurde der Slovak Telekom noch nicht offiziell zugestellt. Ob SWAN auf den Ausgang des Verfahrens in Sachen Orange Slovensko wartet oder nach Veröffentlichung der Entscheidung der Europäischen Kommission den Erfolg einer Klage als gering einschätzt, ist ungewiss.

Schiedsverfahren Toll Collect.

Hauptgesellschafter des Konsortiums Toll Collect sind die Daimler Financial Services AG und die Deutsche Telekom AG. Im Schiedsverfahren zwischen diesen Hauptgesellschaftern sowie der Konsortialgesellschaft Toll Collect GbR einerseits und der Bundesrepublik Deutschland andererseits über Streitigkeiten in Zusammenhang mit dem Mauterhebungssystem erhielt die Deutsche Telekom am 2. August 2005 die Klageschrift der Bundesrepublik Deutschland. Darin machte der Bund einen Anspruch auf entgangene Mauteinnahmen in Höhe von ca. 3,51 Mrd. € zuzüglich Zinsen wegen Verspätung der Aufnahme des Wirkbetriebs geltend. Die Summe der geforderten Vertragsstrafen beträgt 1,65 Mrd. € zuzüglich Zinsen; diese Forderungen beruhen auf angeblichen Verletzungen des Betreibervertrags: behauptete fehlende Zustimmung zu Unterauftragnehmerverträgen, behauptete verspätete Bereitstellung von "On-Board-Units" und Kontrolleinrichtungen. Der Bund hat mit Schriftsatz vom 16. Mai 2008 seine Klageforderung in Bezug auf den Mautausfallschaden neu berechnet und um 169 Mio. € nach unten korrigiert. Die Klageforderung beträgt nunmehr ca. 3,33 Mrd. € zuzüglich Zinsen. Die Summe aller Hauptforderungen des Bundes - einschließlich der Vertragsstrafenforderungen - beträgt damit ca. 4,98 Mrd. € zuzüglich Zinsen. Im Frühjahr und im Herbst 2014 fanden weitere mündliche Verhandlungen statt. Im Hinblick auf die im Zusammenhang mit der Verhandlung im Frühjahr 2014 durchgeführte Neueinschätzung des Verfahrens und des auf die Deutsche Telekom entfallenden Risikoanteils wurde bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet. Im Juni 2015 fand eine weitere mündliche Verhandlung statt, die im Januar 2016 fortgesetzt wurde. Eine Veranlassung zur Anpassung der im Jahr 2014 getroffenen bilanziellen Risikovorsorge besteht nicht. Eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung über den auf die Deutsche Telekom entfallenden Anteil hinaus erachtet die Deutsche Telekom AG als unwahrscheinlich.

Garantie von Bankkrediten. Die Deutsche Telekom garantiert gegenüber Dritten bis zu einem Höchstbetrag von 100 Mio. € für Bankkredite, die der Toll Collect GmbH gewährt werden. Diese Garantien für Bankkredite haben eine Laufzeit bis zum 15. Oktober 2018.

Kapitalintakthalteerklärung. Die Konsortialpartner haben die Verpflichtung, gesamt- und einzelschuldnerisch, weiteres Eigenkapital der Toll Collect GmbH bereitzustellen, um eine Eigenkapitalquote von mindestens 15 % (des nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts aufgestellten Einzelabschlusses) zu gewährleisten (sog. "Kapitalintakthalteerklärung"). Diese Verpflichtung endet mit Ablauf des Betreibervertrags am 31. August 2018 oder früher, falls der Betreibervertrag vorzeitig gekündigt werden sollte. Die Höhe einer etwaigen Inanspruchnahme aus der Kapitalintakthalteerklärung kann aufgrund von Unsicherheiten nicht eingeschätzt werden.

Im Juni 2006 begann die Bundesrepublik Deutschland damit, die monatlichen Vorauszahlungen der Betreibervergütung an die Toll Collect GmbH partiell in Höhe von 8 Mio. € mit Vertragsstrafenforderungen aufzurechnen, die bereits Gegenstand des vorstehend beschriebenen Schiedsverfahrens sind. Als Folge der Aufrechnung könnte es für die Konsortialmitglieder im weiteren Verlauf erforderlich sein, der Toll Collect GmbH weitere Liquidität zuzuführen.

Die Risiken und Verpflichtungen von Compagnie Financiere et Industrielle des Autoroutes S. A., Sevres Cedex (Cofiroute, die zu 10% Anteilseigner an der Toll Collect ist), sind auf den Betrag von 70 Mio. € beschränkt. Die Deutsche Telekom AG und Daimler Financial Services AG sind gesamtschuldnerisch verpflichtet, Cofiroute von weiteren Ansprüchen freizustellen.

Prospekthaftungsverfahren.

Hierbei handelt es sich um ca. 2 600 laufende Klagen von ca. 16 000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage der Prospekte vom 28. Mai 1999 (zweiter Börsengang, DT2) und vom 26. Mai 2000 (dritter Börsengang, DT3) verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesen Prospekten unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich auf insgesamt ca. 80 Mio. €. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht Frankfurt am Main hat jeweils Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Im Musterverfahren zum zweiten Börsengang (DT2) erließ das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 3. Juli 2013 einen Musterentscheid und stellte fest, dass der betreffende Börsenprospekt keine Fehler enthält.

Am 16. Mai 2012 hatte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main im Musterverfahren zum dritten Börsengang (DT3) festgestellt, dass der Prospekt zum dritten Börsengang der Deutschen Telekom AG ebenfalls keinen Fehler enthält. Es besteht aus Sicht des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main daher keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom AG. Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014 diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das Oberlandesgericht Frankfurt am Main zurückverwiesen. Über eine mögliche Schadensersatzpflicht wurde nicht entschieden. Wir sind weiterhin der Auffassung, dass überwiegende Gründe gegen eine Schadensersatzpflicht der Deutschen Telekom AG sprechen.

Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen.

Mit im Frühjahr 2012 zugestellter Klage fordert die Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (KDG) - nunmehr Vodafone Kabel Deutschland GmbH - von der Telekom Deutschland GmbH zweierlei: einerseits die Reduzierung des jährlichen Entgelts für die Nutzungsrechte an Kabelkanalkapazitäten für die Zukunft, andererseits die teilweise Rückzahlung von in diesem Zusammenhang seit 2004 geleisteten Zahlungen. Die KDG bezifferte die Höhe der bis einschließlich 2012 entstandenen Ansprüche mit ca. 340 Mio. € zuzüglich Zinsen. Mit Urteil vom 28. August 2013 wies das Landgericht Frankfurt am Main die Klage der KDG ab. Im Berufungsverfahren bezifferte die KDG im Wege der Klageerweiterung auch ihre Ansprüche für das Jahr 2013 und fordert nunmehr Rückzahlung für vermeintlich zu viel gezahlte Entgelte von insgesamt ca. 407 Mio. € sowie durch die Telekom Deutschland GmbH vermeintlich erlangten Zinsnutzen in Höhe von ca. 34 Mio. €, jeweils zuzüglich Zinsen. Am 9. Dezember 2014 wies das Oberlandesgericht Frankfurt am Main die Berufung ab und ließ die Revision nicht zu. Auf die hiergegen erhobene Nichtzulassungsbeschwerde der KDG hin ließ der Bundesgerichtshof die Revision der KDG mit Beschluss vom 15. Dezember 2015 zu. In einem ähnlich gelagerten Verfahren wurde der Telekom Deutschland GmbH am 23. Januar 2013 zudem eine Klage zugestellt, mit welcher Unitymedia Hessen GmbH & Co. kg, Unitymedia NRW GmbH und Kabel BW GmbH fordern, dass die Telekom Deutschland GmbH es unterlässt, mehr als ein jeweils genau beziffertes Entgelt für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen von den Klägern zu fordern. Für seit 2009 bis einschließlich 2012 angeblich zu viel gezahlte Entgelte für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen fordert Unitymedia Hessen GmbH & Co. kg derzeit eine Zahlung von ca. 36,5 Mio. € zuzüglich Zinsen, Unitymedia NRW GmbH 90,8 Mio. € zuzüglich Zinsen und Kabel BW GmbH 61,5 Mio. € zuzüglich Zinsen.

Schadensersatzklage gegen OTE.

Lannet Communications S. A. hat im Mai 2009 Klage gegen OTE eingereicht und fordert Schadensersatz in Höhe von ca. 176 Mio. € zuzüglich Zinsen aufgrund einer angeblich rechtswidrigen Kündigung von Leistungen seitens OTE - hauptsächlich Zusammenschaltungsleistungen, Entbündelung von TAL und Vermietung von Standleitungen. Am 30. Mai 2013 fand eine mündliche Verhandlung statt; ein Urteil ist noch nicht ergangen.

Patente und Lizenzen.

Wie viele andere große Telekommunikations- und Internet-Anbieter sieht sich die Deutsche Telekom einer wachsenden Zahl von Streitfällen "zum Recht am geistigen Eigentum" ausgesetzt. Für die Deutsche Telekom besteht das Risiko der Zahlung von Lizenzgebühren und/oder Schadensersatz; zudem ist die Deutsche Telekom dem Risiko einer Verurteilung zur Unterlassung ausgesetzt, z. B. für den Vertrieb eines Produkts oder für die Nutzung einer Technik.

Steuerrisiken.

Die Deutsche Telekom unterliegt in zahlreichen Ländern den jeweils geltenden steuerlichen Rechtsvorschriften. Risiken können sich ergeben aus Änderungen der lokalen Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung und unterschiedlicher Auslegung von existierenden Vorschriften. Sie können sich in der Folge sowohl auf die Steueraufwendungen und -erträge als auch auf die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten der Deutschen Telekom auswirken.

34 LEASING-VERHÄLTNISSE

DIE DEUTSCHE TELEKOM ALS LEASING-NEHMER

Finanzierungs-Leasing-Verhältnisse.

Sofern die Deutsche Telekom als Leasing-Nehmer die wesentlichen Chancen und Risiken aus einem Leasing-Verhältnis trägt, setzt sie die Leasing-Gegenstände in der Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen an. Die im Rahmen von Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen in der Bilanz angesetzten Leasing-Gegenstände betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Bürogebäude und Funktürme bzw. Mobilfunk-Anlagen. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt dabei 17 Jahre. Die Verträge enthalten Verlängerungs- und Kaufoptionen. Die zum Abschluss-Stichtag bestehenden Nettobuchwerte der im Rahmen eines Finanzierungs-Leasings aktivierten Leasing-Gegenstände können der folgenden Tabelle 151 entnommen werden:

T 151 in Mio. €

scroll
31.12.2015 davon: Sale and Leaseback 31.12.2014 davon: Sale and Leaseback
Grundstücke und Gebäude 559 290 599 347
Technische Anlagen und Maschinen 796 0 455 0
Sonstiges 9 0 8 0
NETTOBUCHWERT DER AKTIVIERTEN LEASINGGEGENSTÄNDE 1 364 290 1 062 347

Der Anstieg der technischen Anlagen und Maschinen ist im Wesentlichen auf neue Finanzierungs-Leasing-Verhältnisse für Netzwerkausrüstung bei T-Mobile US in Höhe von 0,4 Mrd. € zurückzuführen.

Die Deutsche Telekom setzt im Zugangszeitpunkt des Leasing-Gegenstands zugleich eine Leasing-Verbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasing-Gegenstands entspricht. In den Folgeperioden mindern - unter Anwendung der Effektivzinsmethode - die an die jeweiligen Leasing-Geber zu zahlenden Leasing-Raten in Höhe des Tilgungsanteils die Leasing-Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:

T 152 in Mio. €

scroll
Mindest-Leasing-Zahlungen Enthaltener Zinsanteil Barwerte
Gesamt davon: Sale and Leaseback Gesamt davon: Sale and Leaseback Gesamt davon: Sale and Leaseback
31.12.2015            
FÄLLIGKEIT            
Bis 1 Jahr 425 103 114 42 311 61
1 bis 3 Jahre 774 198 253 69 521 129
3 bis 5 Jahre 422 126 65 48 357 78
Über 5 Jahre 1 052 333 314 136 738 197
  2 673 760 746 295 1 927 465
31.12.2014            
FÄLLIGKEIT            
Bis 1 Jahr 278 108 98 49 180 59
1 bis 3 Jahre 509 206 178 82 331 124
3 bis 5 Jahre 372 183 133 60 239 123
Über 5 Jahre 1 028 393 317 165 711 228
  2 187 890 726 356 1 461 534

Operating Leasing-Verhältnisse.

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Geschäften verbleibt beim Leasing-Geber, wenn dieser die mit dem Leasing-Gegenstand verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Der Leasing-Geber setzt den Leasing-Gegenstand in seiner Bilanz an. Die Deutsche Telekom erfasst während des Zeitraums des Operating Leasing-Verhältnisses gezahlte Leasing-Raten erfolgswirksam. Die Verpflichtungen der Deutschen Telekom aus Operating Leasing-Verhältnissen betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Funktürme, Netzinfrastruktur und Immobilien.

Einige Verträge enthalten Verlängerungsoptionen und Staffelmieten. Diese betreffen im Wesentlichen Leasing-Verträge für Funktürme in den USA.

Die erfolgswirksam erfassten Aufwendungen aus Operating Leasing-Verhältnissen betrugen im Geschäftsjahr 2015 3,2 Mrd. € (2014: 3,3 Mrd. €, 2013: 3,2 Mrd. €). Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte für künftige Verpflichtungen aus Operating Leasing-Geschäften:

T 153 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
FÄLLIGKEIT    
Bis 1 Jahr 3 322 2 918
1 bis 3 Jahre 5 650 4 856
3 bis 5 Jahre 4 548 3 971
Über 5 Jahre 7 822 7 164
  21 342 18 909

Der Anstieg der Operating Leasing-Verpflichtungen von 18,9 Mrd. € auf 21,3 Mrd. € ist in Höhe von 2,3 Mrd. € auf T-Mobile US zurückzuführen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro in Höhe von 1,6 Mrd. €. Darüber hinaus resultiert der Anstieg aus neuen und geänderten Operating Leasing-Verträgen im Rahmen des 700 MHZ-Netzwerkausbaus für Mobilfunk-Standorte, Netzwerktechnik und angemietete Festnetz-Verbindungen.

DIE DEUTSCHE TELEKOM ALS LEASING-GEBER

Finanzierungs-Leasing-Verhältnisse.

Die Deutsche Telekom ist Leasing-Geber im Rahmen von Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Routern und anderer Hardware, die den Kunden der Deutschen Telekom für Daten- und Telefon-Netzwerk-Lösungen bereitgestellt werden. Die Deutsche Telekom setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasing-Verhältnis an. Die von den jeweiligen Leasing-Nehmern gezahlten Leasing-Raten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasing-Verhältnis wird vermindert um die erhaltenen Tilgungsanteile fortgeschrieben. Der Zinsanteil der Zahlungen wird als Finanzertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ableitung des Nettoinvestitionswerts aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen kann der folgenden Tabelle 154 entnommen werden:

T 154 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Mindest-Leasing-Zahlungen 219 242
Nicht garantierter Restwert 5 2
Bruttoinvestition 224 244
Noch nicht realisierter Finanzertrag (14) (17)
NETTOINVESTITION (BARWERT DER MINDEST-LEASING-ZAHLUNGEN) 210 227

Die Bruttoinvestition und der Barwert der ausstehenden Mindest-Leasing-Zahlungen sind in folgender Tabelle 155 dargestellt:

T 155 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Bruttoinvestition Barwert der Mindest-Leasing-Zahlungen Bruttoinvestition Barwert der Mindest-Leasing-Zahlungen
FÄLLIGKEIT        
Bis 1 Jahr 94 86 98 90
1 bis 3 Jahre 116 110 113 103
3 bis 5 Jahre 12 12 31 33
Über 5 Jahre 2 2 2 1
  224 210 244 227

Operating Leasing-Verhältnisse.

Ist die Deutsche Telekom Leasing-Geber im Rahmen von Operating Leasing-Verhältnissen, setzt sie die überlassenen Vermögenswerte weiterhin in ihrer Bilanz an. Die erhaltenen Leasing-Raten werden erfolgswirksam erfasst. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Funktürmen, Gebäudeflächen und Endgeräten. Die Verträge haben eine Vertragslaufzeit von durchschnittlich 15 Jahren. Die künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen aus unkündbaren Operating Leasing-Verhältnissen können der folgenden Tabelle 156 entnommen werden:

T 156 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
FÄLLIGKEIT    
Bis 1 Jahr 1 184 314
1 bis 3 Jahre 728 380
3 bis 5 Jahre 339 289
Über 5 Jahre 485 507
  2 736 1 490

Die Erhöhung der zukünftigen Mindest-Leasing-Zahlungen resultiert im Wesentlichen aus erwarteten Leasing-Raten im Rahmen der Vermietung von Mobilfunk-Endgeräten im Zusammenhang mit dem im Juni 2015 eingeführten Endgeräte-Mietmodell bei T-Mobile US.

35 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen Telekom:

T 157 in Mio. €

scroll
31.12.2015
Summe Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Bestellobligo für Sachanlagevermögen 1 924 1 731 183 10
Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte 1 132 1 058 74 0
Abgeschlossene Einkaufsverpflichtungen für Vorräte 4 430 2 364 2 066 0
Sonstiges Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen 10 774 5 445 3 980 1 349
Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen gegenüberder Postbeamtenversorgungskasse 4 185 492 1 409 2 284
Andere sonstige Verpflichtungen 755 277 478 0
  23 200 11 367 8 190 3 643

36 ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG

SHARE MATCHING PLAN

Im Geschäftsjahr 2011 sind bestimmte Führungskräfte vertraglich dazu verpflichtet worden, mindestens 10 bis maximal 33,3 % des ausgezahlten variablen kurzfristigen Gehaltsbestandteils, der sich nach dem Grad der Zielerreichung der für das Geschäftsjahr fixierten Zielvorgabe jeder Person bestimmt (Variable i), in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments der entsprechenden Person erworbene Aktie eine zusätzliche Aktie gewähren (Share Matching Plan). Nach Ablauf einer vierjährigen Haltefrist werden diese dem Planberechtigten zugeteilt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde Führungskräften, soweit sie nicht bereits vertraglich zur Teilnahme verpflichtet wurden, eine Teilnahme am Share Matching Plan auf freiwilliger Basis angeboten. Zur Teilnahme investieren die Führungskräfte mindestens 10 bis maximal 33,3 % des ausgezahlten variablen kurzfristigen Gehaltsbestandteils, der sich nach dem Grad der Zielerreichung der für das Geschäftsjahr fixierten Zielvorgabe jeder Person bestimmt (Variable i), in Aktien der Deutschen Telekom AG. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments der entsprechenden Person erworbene Aktie zusätzliche Aktien gewähren (Share Matching Plan). Die Teilnahme am Share Matching Plan und die Anzahl der zusätzlich gewährten Aktien sind abhängig von der individuellen Performance der Führungskraft. Nach Ablauf einer vierjährigen Haltefrist werden die zusätzlichen Aktien dem Planberechtigten zugeteilt. Das Angebot an die Führungskräfte zur freiwilligen Teilnahme am Share Matching Plan erfolgt nur in den Jahren, in denen das Free Cashflow-Ziel des Vorjahres erreicht wurde.

Die einzelnen Share Matching-Pläne werden jeweils am Tag der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert erstmals erfasst. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird der Aktienkurs der Deutschen Telekom AG um die erwarteten Dividendenansprüche gekürzt, da bis zur Zuteilung der Matching Shares keine Dividendenansprüche bestehen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden insgesamt 0,5 Mio. Stück Matching Shares zu einem durchschnittlich gewichteten beizulegenden Zeitwert von 14,10 € den Planberechtigten gewährt. Der Aufwand ist zeitanteilig bis zum Ende der Dienstzeitperiode gegen die Kapitalrücklage zu erfassen und beträgt zum 31. Dezember 2015 2,91 Mio. € (31. Dezember 2014: 1,89 Mio. €). Die bis zum 31. Dezember 2015 erfasste Kapitalrücklage für den Share Matching Plan beträgt 8,17 Mio. € (31. Dezember 2014: 5,26 Mio. €).

Zum Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands, die ebenfalls am Share Matching Plan beteiligt sind, wird auf den "Vergütungsbericht" im zusammengefassten Lagebericht verwiesen.

LONG TERM INCENTIVE PLAN

Im Geschäftsjahr 2015 wurde den Führungskräften erstmals, soweit nicht bereits eine vertragliche Zusage vorlag, die Teilnahme an einem Long Term Incentive Plan angeboten. Die teilnehmenden Führungskräfte erhalten zu Planbeginn ein virtuelles Aktienpaket. Die Anzahl der virtuellen Aktien ist abhängig von der Management-Gruppen-Einordnung des Teilnehmers, der individuellen Performance und dem Jahreszielgehalt. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren beträgt der Wert des virtuellen Aktienpakets zu Planbeginn zwischen 10% und 43% des Jahreszielgehalts.

Während der vierjährigen Planlaufzeit ändert sich der Wert der virtuellen Aktien analog den Veränderungen des Börsenkurses der Aktie der Deutschen Telekom AG. Die Anzahl der virtuellen Aktien verändert sich durch die Zielerreichung von vier gleich gewichteten Kennzahlen (Return on Capital Employed, bereinigte Earnings Per Share, Mitarbeiterzufriedenheit und Kundenzufriedenheit), die am Ende eines jeden Jahres festgestellt werden. Am Ende der vierjährigen Planlaufzeit werden die Ergebnisse der vier Jahresscheiben summiert und die virtuellen Aktien auf Basis eines in einer Referenzperiode ermittelten Aktienkurses umgerechnet und als Barbetrag ausgezahlt.

Der Long Term Incentive Plan wurde am Tag der Gewährung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Plans ist das Produkt aus Anzahl der virtuellen Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs der Deutschen Telekom AG diskontiert auf den Abschluss-Stichtag. Im Geschäftsjahr 2015 wurden insgesamt 4,4 Mio. Stück virtuelle Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen beizulegenden Zeitwert von 13,16 € gewährt. Bis zum Ende der Dienstzeitperiode ist der Plan zu jedem Abschluss-Stichtag neu zu bewerten und zeitanteilig als Aufwand zu erfassen. Der Aufwand für den Long Term Incentive Plan beträgt zum 31. Dezember 2015 17,24 Mio. € (31. Dezember 2014: 0 Mio. €). In gleicher Höhe wurde eine Rückstellung gebildet.

ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG BEI T-MOBILE US

T-Mobile US führt den Omnibus Incentive Plan 2013 weiter fort, durch den die Emission von bis zu 63 Mio. Aktien der T-Mobile US genehmigt wurde. Im Rahmen dieses Plans kann die Gesellschaft Aktienoptionen, Stock Appreciation Rights, RestrICTed Stock, RestrICTed Stock Units (RSUs) und Leistungsprämien an Mitarbeiter, Berater sowie Direktoren ohne Mitarbeiterstatus ausgeben. Zum 31. Dezember 2015 waren 29 Mio. Aktien (31. Dezember 2014: 37 Mio. Aktien) der T-Mobile US für die zukünftige Ausgabe im Rahmen dieses Plans verfügbar.

T-Mobile US begibt rsus an berechtigte Mitarbeiter und bestimmte Direktoren ohne Mitarbeiterstatus. rsus berechtigen den Planteilnehmer, am Ende eines Erdienungszeitraums von bis zu 3,5 Jahren Aktien der T-Mobile US zu erhalten.

Darüber hinaus begibt die Gesellschaft leistungsabhängige Performance Stock Units (PSUS) an berechtigte Top-Führungskräfte der Gesellschaft. PSUS berechtigen den Planteilnehmer, am Ende eines Erdienungszeitraums von bis zu 2,5 Jahren Aktien der T-Mobile US zu erhalten, wenn ein bestimmtes Leistungsziel erreicht wurde. Die Zahl der letztlich zu erhaltenen Aktien ist abhängig von einer vorher festgelegten Performance des Operating Free Cashflows sowie des Total Shareholder Returns der Gesellschaft im Vergleich zu einer definierten Vergleichsgruppe.

Aus dem Plan resultierten die folgenden Aktienentwicklungen der T-Mobile US:

T 158

scroll
Aktien in Stück Gewichteter durchschnittlicher Fair Value am Gewährungstag in US-$
Noch nicht erdiente Aktien 1. Januar 2015 19 952 089 24,15
Gewährt 9 760 057 35,56
Erdient (11 956 345) 25,28
Verfallen (1 421 530) 27,36
Noch nicht erdiente Aktien 31. Dezember 2015 16 334 271 29,95

Das Programm wird zum beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung bewertet und die Kosten werden gemäß einem Erdienungsplan stufenweise über die jeweilige Dienstzeit als Aufwand erfasst, abzüglich der zu erwartenden verfallenden Aktien. Der beizulegende Zeitwert der Aktienzuteilungen für die rsus basiert auf dem Schlusskurs der Aktie der T-Mobile US am Tag der Gewährung. Der beizulegende Zeitwert der Aktienzuteilungen für die PSUS wurde mittels des Monte Carlo-Modells ermittelt. Der Aufwand für die aktienbasierte Vergütung betrug zum 31. Dezember 2015 227 Mio. € (31. Dezember 2014: 159 Mio. €).

Vor dem Zusammenschluss hatte MetroPCS eine Reihe von Aktienoptionsplänen ausgegeben (Predecessor Plans). Im Zuge des Erwerbs von MetroPCS wurden die Pläne geändert. Nach der Verabschiedung des Omnibus Incentive Plan 2013 der T-Mobile US durch die Anteilseigner dürfen keine neuen Zuteilungen im Rahmen der Predecessor Plans erfolgen.

Aus diesem Plan resultierten die folgenden Entwicklungen der Optionsrechte auf Aktien an der T-Mobile US:

T 159

scroll
Aktien in Stück Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis in US-$ Gewichtete durchschnittliche vertragliche Restlaufzeit in Jahren
Ausstehende/ ausübbare Aktienoptionen 1. Januar 2015 4 348 912 24,96 3,7
Ausgeübt (2 381 650) 19,91  
Verfallen (142 908) 38,32  
Ausstehende/ ausübbare Aktienoptionen 31. Dezember 2015 1 824 354 30,50 2,7

Im Geschäftsjahr 2015 erzeugten die Ausübungen Einzahlungen in Höhe von 42 Mio. € (47 Mio. US-$) (2014: 17 Mio. € (27 Mio. US-$)).

37 FINANZINSTRUMENTE UND RISIKO-MANAGEMENT

T 160 Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien in Mio. €

scroll
Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Bewertungs-
kategorie nach IAS 39
Buchwert 31.12.2015 Fortgeführte Anschaffungs-
kosten
Anschaffungs-
kosten
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
AKTIVA            
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 6 897 6 897      
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 8 752 8 752      
Ausgereichte Darlehen und Forderungen LaR/n. a. 3 283 3 076      
davon: Gezahlte Collaterals LaR 98 98      
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte            
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen HtM 10 10      
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertea AfS 3 354   156 3 198  
Derivative finanzielle Vermögenswerteb            
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 1 526       1 526
davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte FAHfT 390       390
Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 1 160     870 290
PASSIVAc            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 11 037 11 037      
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten FLAC 47 766 47 766      
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 4 190 4 190      
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen FLAC 934 934      
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall FLAC 1 822 1 822      
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 3 009 3 009      
davon: Erhaltene Collaterals FLAC 1 740 1 740      
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 1 798 1 798      
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing n. a. 1 927        
Derivative finanzielle Verbindlichkeitenb            
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 817       817
davon: In emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte FLHfT 298       298
davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen FLHfT 39       39
Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 117     107 10
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39            
Kredite und Forderungen/Loans and Receivables LaR 18 725 18 725      
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Maturity Investments HtM 10 10      
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assetsa AfS 3 354   156 3 198  
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading FAHfT 1 526       1 526
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/ Financial Liabilities Measured at Amortized Cost FLAC 70 556 70 556      
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading FLHfT 817       817
scroll
Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Beizulegender Zeitwert 31.12.2015d Bewertungs-
kategorie nach IAS 39
Buchwert 31.12.2014 Fortgeführte Anschaffungs-
kosten
Anschaffungs-
kosten
AKTIVA            
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   - LaR 7 523 7 523  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   - LaR 10 262 10 262  
Ausgereichte Darlehen und Forderungen 207 3 318 LaR/n. a. 3 224 2 997  
davon: Gezahlte Collaterals   - LaR 527 527  
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte            
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen     HtM 10 10  
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertea   3 198 AfS 683   122
Derivative finanzielle Vermögenswerteb            
Derivate ohne Hedge-Beziehung   1 526 FAHfT 835    
davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte   390 FAHfT 183    
Derivate mit Hedge-Beziehung   1 160 n. a. 508    
PASSIVAc            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   - FLAC 9 631 9 631  
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten   52 194 FLAC 44 219 44 219  
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   4 247 FLAC 3 676 3 676  
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen   1 069 FLAC 946 946  
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall   1 830 FLAC - -  
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten   3 059 FLAC 1 775 1 775  
davon: Erhaltene Collaterals   - FLAC 486 486  
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten   - FLAC 2 055 2 055  
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing 1 927 2 166 n. a. 1 461    
Derivative finanzielle Verbindlichkeitenb            
Derivate ohne Hedge-Beziehung   817 FLHfT 664    
davon: In emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte   298 FLHfT -    
davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen   39 FLHfT -    
Derivate mit Hedge-Beziehung   117 n. a. 431    
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39            
Kredite und Forderungen/Loans and Receivables   3 111 LaR 20 782 20 782  
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Mat urity Investments   - HtM 10 10  
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assetsa   3 198 AfS 683   122
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading   1 526 FAHfT 835    
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/ Financial Liabilities Measured at Amortized Cost   62 399 FLAC 62 302 62 302  
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading   817 FLHfT 664    
scroll
Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Beizulegender Zeitwert 31.12.2014d
AKTIVA        
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente       -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen       -
Ausgereichte Darlehen und Forderungen     227 3 256
davon: Gezahlte Collaterals       -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte        
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen       -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertea 561     561
Derivative finanzielle Vermögenswerteb        
Derivate ohne Hedge-Beziehung   835   835
davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte   183   183
Derivate mit Hedge-Beziehung 286 222   508
PASSIVAc        
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen       -
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten       49 402
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten       3 788
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen       1 106
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall       -
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten       1 836
davon: Erhaltene Collaterals       -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten       -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing     1 461 1 869
Derivative finanzielle Verbindlichkeitenb        
Derivate ohne Hedge-Beziehung   664   664
davon: In emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte       -
davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen       -
Derivate mit Hedge-Beziehung 423 8   431
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39        
Kredite und Forderungen/Loans and Receivables       3 029
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Mat urity Investments       -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assetsa 561     561
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading   835   835
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/ Financial Liabilities Measured at Amortized Cost       56 132
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading   664   664

a Vgl. dazu ausführlich Angabe 8 "Sonstige finanzielle Vermögenswerte".
b Zu Einzelheiten wird auf die Aufstellung derivativer Finanzinstrumente in diesem Abschnitt verwiesen.
c Bezüglich der zum Stichtag bestehenden Finanzgarantien und Kreditzusagen wird auf die weiteren Angaben in diesem Abschnitt verwiesen.
d Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurde die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29a in Anspruch genommen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 1,0 Mrd. € (31. Dezember 2014: 1,6 Mrd. €) enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, deren beizulegende Zeitwerte jedoch angegeben werden

T 161 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Level 1 Eingangs-
parameter als Preise auf aktiven Märkten
Level 2 Andere Eingangs-
parameter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind
Level 3 Nicht beobachtbare Eingangs-
parametera
Summe Level 1 Eingangs- parameter als Preise auf aktiven Märkten Level 2 Andere Eingangs- parameter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind
AKTIVA            
Ausgereichte Darlehen und Forderungen   3 318   3 318   3 256
PASSIVA            
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/ Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) 41 498 20 810 91 62 399 41 121 14 828
davon: Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 41 498 10 605 91 52 194 41 121 8 098
davon: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   4 247   4 247   3 788
davon: Verbindlichkeiten gegenüber Nicht- Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen   1 069   1 069   1 106
davon: Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall   1 830   1 830
davon: Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten   3 059   3 059   1 836
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing   2 166   2 166   1 869
scroll
31.12.2014
Level 3 Nicht beobachtbare Eingangsparametera Summe
AKTIVA    
Ausgereichte Darlehen und Forderungen   3 256
PASSIVA    
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/ Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) 183 56 132
davon: Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 183 49 402
davon: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   3 788
davon: Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen   1 106
davon: Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall    
davon: Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten   1 836
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing   1 869

a Abspaltung eingebetteter Derivate; beizulegender Zeitwert des Gesamtinstruments ist als Level 1 zu klassifizieren.

Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

T 162 in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Level 1 Eingangs-
parameter als Preise auf aktiven Märkten
Level 2 Andere Eingangs-
parameter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind
Level 3 Nicht beobachtbare Eingangs-
parameter
Summe Level 1 Eingangs-
parameter als Preise auf aktiven Märkten
Level 2 Andere Eingangs-
parameter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind
AKTIVA            
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 2 931   267 3 198 348 5
Financial Assets Held for Trading (FAHfT)   1 136 390 1 526   652
Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung   1 160   1 160   508
PASSIVA            
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT)   480 337 817   664
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung   117   117   431
scroll
31.12.2014
Level 3 Nicht beobachtbare Eingangsparameter Summe
AKTIVA    
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 208 561
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 183 835
Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung   508
PASSIVA    
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT)   664
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung   431

Von den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (AfS) der sonstigen originären finanziellen Vermögenswerte bilden die Instrumente der verschiedenen Levels jeweils eigene Klassen von Finanzinstrumenten. In Level 1 werden 2 931 Mio. € (31. Dezember 2014: 348 Mio. €) ausgewiesen, die größtenteils auf börsennotierte Staatsanleihen entfallen, deren beizulegende Zeitwerte jeweils den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag entsprechen. Der Anstieg der als Level 1 ausgewiesenen Instrumente im Vergleich zum letzten Abschluss-Stichtag resultiert mit einem Buchwert von umgerechnet 2,8 Mrd. € aus dem Erwerb von kurzfristigen US-amerikanischen Staatsanleihen. Zur erfolgten Emission von Verbindlichkeiten durch die T-Mobile US (vgl. Angabe 10 "Finanzielle Verbindlichkeiten").

Bei den Level 3 zugeordneten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten der sonstigen originären finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von 267 Mio. € um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis der besten verfügbaren Informationen zum Abschluss-Stichtag vorgenommen wird. Die größte Relevanz misst die Deutsche Telekom dabei grundsätzlich erfolgten Transaktionen über Anteile an den betreffenden Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem werden erfolgte Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche Informationen letztlich für die Bewertung verwendet werden, ist sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen Transaktion zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die Transaktion zu marktüblichen Konditionen erfolgte. Außerdem ist hierbei der Grad der Ähnlichkeit zwischen Bewertungsobjekt und vergleichbarem Unternehmen zu berücksichtigen. Nach Einschätzung der Deutschen Telekom sind die beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag hinreichend zuverlässig bestimmbar. Bei Beteiligungen mit einem Buchwert von 107 Mio. € fanden in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen zu marktüblichen Konditionen statt, weshalb die dort vereinbarten Anteilspreise nach Einschätzung der Deutschen Telekom unangepasst für die Bewertung zum 31. Dezember 2015 heranzuziehen waren. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 138 Mio. € liegen zwar die letzten marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen schon weiter in der Vergangenheit, jedoch entspricht nach erfolgter Analyse der operativen Entwicklung (insbesondere Umsatzerlöse, EBIT und Liquidität) nach Einschätzung der Deutschen Telekom der bisherige Buchwert dem aktuellen beizulegenden Zeitwert und ist, aufgrund eingeschränkter Vergleichbarkeit, einer Bewertung auf Basis von in größerer zeitlicher Nähe erfolgten Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen vorzuziehen. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 22 Mio. €, bei denen die letzten marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen schon weiter in der Vergangenheit liegen, repräsentiert nach Einschätzung der Deutschen Telekom eine Bewertung auf Basis von in größerer zeitlicher Nähe erfolgten marktüblichen Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen den beizulegenden Zeitwert am zuverlässigsten. Hierbei wurden Multiples auf die Bezugsgröße Umsatzerlöse (Bandbreite von 1,40 bis 5,56) angewendet, wobei der jeweilige Median verwendet wurde. In bestimmten Fällen waren aufgrund individueller Gegebenheiten Bewertungsabschläge auf den jeweiligen Multiple erforderlich. Wäre als Multiple der jeweilige Wert des 2/3-Quantils (des 1/3-Quantils) verwendet worden, so wäre bei unveränderten Bezugsgrößen der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag um insgesamt 2 Mio. € höher (um 7 Mio. € niedriger) gewesen. Wären die verwendeten Bezugsgrößen um 10 % höher (niedriger) gewesen, so wäre bei unveränderten Multiples der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag um insgesamt 2 Mio. € höher (um 2 Mio. € niedriger) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Beteiligungen im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von 8 Mio. € für unrealisierte Verluste erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode siehe nachfolgende Tabelle 163. Für die Beteiligungen bestand am Abschluss-Stichtag keine Verkaufsabsicht.

Die Zuordnung der börsennotierten Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten zu Level 1 oder Level 2 erfolgt auf Basis der Höhe des Handelsvolumens für das jeweilige Instrument. In EUR oder USD denominierte Emissionen mit relativ großem Emissionsvolumen sind regelmäßig als Level 1 zu qualifizieren, die übrigen regelmäßig als Level 2. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 1 zugeordneten Instrumente entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 2 zugeordneten Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen, sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.

Da für die im Bestand befindlichen Level 2 zugeordneten derivativen Finanzinstrumente mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare Input-Parameter in die Bewertung einfließen. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei finden zum Abschluss-Stichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als Wechselkurse werden die am Abschluss-Stichtag geltenden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price.

Bei den Level 3 zugeordneten Financial Assets Held for Trading der sonstigen derivativen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 390 Mio. € um in von T-Mobile US emittierte Anleihen eingebettete Optionen. Die durch T-Mobile US jederzeit ausübbaren Optionen ermöglichen die vorzeitige Tilgung der Anleihen zu festgelegten Ausübungspreisen. Für die Anleihen als Gesamtinstrumente sind zwar regelmäßig und auch am Abschluss-Stichtag beobachtbare Marktpreise verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Diese Kündigungsrechte wurden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Dabei wurden historische Zinsvolatilitäten von Anleihen der T-Mobile US und vergleichbarer Emittenten verwendet, da sie nach unserer Einschätzung zum Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren Schätzwert für diesen nicht beobachtbaren Input-Parameter darstellen als aktuelle Marktvolatilitäten. Der zum aktuellen Abschluss-Stichtag für die Zinsvolatilität verwendete absolute Wert lag bei 1,8 bis 2,4 %. Die ebenfalls nicht beobachtbare Spread-Kurve wurde auf Basis aktueller Marktpreise von Anleihen der T-Mobile US und Schuldinstrumenten vergleichbarer Emittenten ermittelt. Die zum aktuellen Abschluss-Stichtag verwendeten Spreads lagen für die Restlaufzeiten der Anleihen zwischen 3,3 und 4,9 % und im kürzerfristigen Bereich zwischen 2,2 und 2,8 %. Für den ebenso nicht beobachtbaren Input-Parameter Mean Reversion stellten nach unserer Einschätzung 10 % den besten Schätzwert dar. Wären für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag um 10 % höhere (niedrigere) absolute Zinsvolatilitäten verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet insgesamt 54 Mio. € höher (um 59 Mio. € niedriger) gewesen. Wären für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag um 100 Basispunkte höhere (niedrigere) Spreads verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet insgesamt 144 Mio. € niedriger (um 217 Mio. € höher) gewesen. Wäre für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag eine um 100 Basispunkte höhere (niedrigere) Mean Reversion verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet insgesamt 13 Mio. € niedriger (um 16 Mio. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Ertrag) von in Euro umgerechnet 166 Mio. € für unrealisierte Gewinne erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf nachstehende Tabelle 163 verwiesen. Die im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfassten Werterhöhungen sind im Wesentlichen auf ein gesunkenes Zinsniveau und eine höhere historische absolute Zinsvolatilität zurückzuführen. Die im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfassten Wertminderungen sind im Wesentlichen auf einen Anstieg des Zinsniveaus zurückzuführen. Aufgrund seiner Eigenart bildet dieses Instrument eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Bei den Level 3 zugeordneten Financial Liabilities Held for Trading der finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 298 Mio. € um Aktienoptionen, die eingebettet sind in von T-Mobile US emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock. Die Mandatory Convertible Preferred Stock werden bei Laufzeitende 2017 in eine variable Anzahl von Aktien der T-Mobile US umgetauscht und nach IFRS nicht als Eigenkapital, sondern als Fremdkapital bilanziert. Das Gesamtinstrument wird aufgespalten in ein zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziertes Schuldinstrument (Anleihe) und ein erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziertes eingebettetes Derivat. Dieses Derivat umfasst neben der Wandlung am Laufzeitende auch die den Investoren eingeräumten vorzeitigen Wandlungsrechte. Für die Mandatory Convertible Preferred Stock als Gesamtinstrument ist regelmäßig und auch zum Abschluss-Stichtag ein beobachtbarer Marktpreis verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Die Wandlungsrechte wurden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Der Marktpreis des Gesamtinstruments und seiner Komponenten ist im Wesentlichen abhängig von der Entwicklung des Aktienkurses der T-Mobile US sowie des Marktzinsniveaus. Wäre am Abschluss-Stichtag der Aktienkurs der T-Mobile US um 10 % höher (niedriger) gewesen, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet 110 Mio. € niedriger (um 108 Mio. € höher) gewesen. Wäre für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag ein um 100 Basispunkte höherer (niedrigerer) Marktzinssatz verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet 15 Mio. € niedriger (um 16 Mio. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von in Euro umgerechnet 295 Mio. € für unrealisierte Verluste erfasst. Zur Entwicklung des Buchwerts in der Berichtsperiode wird auf nebenstehende Tabelle 163 verwiesen. Zum 31. Dezember 2014 war der Wert des Derivats aus Sicht der Deutschen Telekom noch leicht positiv (Buchwert weniger als 1 Mio. €), weshalb es als Vermögenswert auszuweisen war. Die Wertentwicklung im Berichtszeitraum ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Aktienkurses der T-Mobile US zurückzuführen. Aufgrund seiner Eigenart bildet dieses Instrument eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

In den Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten sind derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 39 Mio. € enthalten, die aus einer in der Berichtsperiode Dritten gewährten Option zum Kauf von Anteilen an einem Tochterunternehmen der Deutschen Telekom resultieren. Die Laufzeit endet 2017, und es sind auch künftig keine nennenswerten Wertschwankungen zu erwarten. Aufgrund seiner Eigenart bildet dieses Instrument eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

T 163 Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten in Mio. €

scroll
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) Financial Assets Held for Trading (FAHfT): In Anleihen eingebettete Optionen auf vorzeitige Tilgung Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT): In Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte
Buchwert zum 1. Januar 2015 208 183 0
Zugänge (inklusive erstmaliger Klassifizierung als Level 3) 49 27 -
Erfolgswirksam erfasste Wertminderungen (8) (174) (323)
Erfolgswirksam erfasste Werterhöhungen - 340 28
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste negative Wertänderungen (18)    
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste positive Wertänderungen 48    
Abgänge (12) - -
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Kursdifferenzen - 14 (3)
BUCHWERT ZUM 31. DEZEMBER 2015 267 390 (298)

T 164 Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien in Mio. €

scroll
Erfolgswirksam aus Zinsen, Dividenden Erfolgswirksam aus der Folgebewertung Erfolgsneutral aus der Folgebewertung Erfolgswirksam aus Abgang
zum beizulegenden Zeitwert Währungs-
umrechnung
Wertberichtigung zum beizulegenden Zeitwert
Loans and Receivables (LaR) 34   1 854 (748)    
Held-to-Maturity Investments (HtM)            
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 7     (4) 31 3
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) n. a. 258        
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (2 381)   (2 144)      
  (2 340) 258 (290) (752) 31 3
scroll
Nettoergebnis
2015
Loans and Receivables (LaR) 1 140
Held-to-Maturity Investments (HtM) -
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 37
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) 258
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (4 525)
  (3 090)

in Mio. €

scroll
Erfolgswirksam aus Zinsen, Dividenden Erfolgswirksam aus der Folgebewertung Erfolgsneutral aus der Folgebewertung Erfolgswirksam aus Abgang
zum beizulegenden Zeitwert Währungs-
umrechnung
Wertberichtigung zum beizulegenden Zeitwert
Loans and Receivables (LaR) 16   1 865 (602)    
Held-to-Maturity Investments (HtM)            
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 7     (132) 41 20
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) n. a. 435        
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (2 446)   (2 255)     29
  (2 423) 435 (390) (734) 41 49
scroll
Nettoergebnis
2014
Loans and Receivables (LaR) 1 279
Held-to-Maturity Investments (HtM) -
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) (64)
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) 435
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (4 672)
  (3 022)

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis, die Dividenden im sonstigen Finanzergebnis (Beteiligungsergebnis) ausgewiesen (vgl. Angabe 22 "Zinsergebnis" und Angabe 24 "Sonstiges Finanzergebnis"). Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst die Deutsche Telekom im sonstigen Finanzergebnis. Davon ausgenommen sind die der Bewertungskategorie Loans and Receivables zuzuordnenden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vgl. Angabe 2 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen"), die unter den Vertriebskosten ausgewiesen werden. In das Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie Held for Trading zugeordnet sind (Gewinne in Höhe von netto 258 Mio. €), gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Gewinne aus der Währungsumrechnung von den der Bewertungskategorie Loans and Receivables zugeordneten finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 1 854 Mio. € resultieren überwiegend aus der konzerninternen Weiterleitung von Darlehen, welche die Finanzierungsgesellschaft der Deutschen Telekom, die Deutsche Telekom International Finance B. V., in Fremdwährung am Kapitalmarkt aufnimmt. Diesen stehen entsprechende Währungskursverluste aus den Kapitalmarktverbindlichkeiten gegenüber (2 144 Mio. €). Hierin enthalten sind Währungsgewinne aus Derivaten, die die Deutsche Telekom im Rahmen des Hedge Accountings als Sicherungsinstrumente im Währungsbereich eingesetzt hat (335 Mio. €; 2014: Währungsgewinne von 331 Mio. €). Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (Aufwendungen in Höhe von 2 381 Mio. €) schließt im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Anleihen und aus sonstigen (verbrieften) Finanzverbindlichkeiten ein. Ferner werden darunter auch Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung und Zinserträge aus der Abzinsung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen subsumiert. Nicht enthalten sind jedoch die Zinsaufwendungen und Zinserträge aus Zinsderivaten, welche die Deutsche Telekom in der Berichtsperiode im Rahmen von Fair Value Hedges als Sicherungsinstrumente zur Absicherung des Zeitwertrisikos finanzieller Verbindlichkeiten eingesetzt hat (vgl. Angabe 22 "Zinsergebnis").

Grundsätze des Risiko-Managements.

Die Deutsche Telekom unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse, der Zinssätze und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risiko-Managements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente (Sicherungsgeschäfte) eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h., für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsinstrumente grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen. Zudem wird über Collateralvereinbarungen mit allen Kernbanken das Ausfallrisiko für derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert minimiert. Abhängig vom Rating, von der Kursentwicklung und vom Credit Default Swap-Level des Kontrahenten werden darüber hinaus die Limits für Geldanlagen festgelegt und täglich überwacht.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende RisikoManagement obliegen der Konzern-Treasury. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risikoausmaßes informiert wird.

Die Treasury betrachtet das effektive Management des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben. Die wesentlichen Risiken liegen hierbei im Währungs- und Zinsbereich.

Währungsrisiken.

Die Währungskursrisiken der Deutschen Telekom resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d. h. die Risiken, die aus der Umrechnung des Abschlusses der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann die Deutsche Telekom jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko besichern.

Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich resultieren u. a. aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen. Die Deutsche Telekom sichert diese Risiken. Falls die Risikoposition 100 Mio. € übersteigt, obliegt die Sicherungsstrategie einer speziellen Entscheidung des Vorstands. Liegt die Risikoposition unter 100 Mio. €, führt die Konzern-Treasury die Währungssicherung selbstständig durch. Zum Abschluss-Stichtag unterlag die Deutsche Telekom keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.

Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Die Treasury sichert diese Risiken vollständig. Zur Umwandlung von auf fremde Währung lautenden finanziellen Verpflichtungen und konzerninternen Darlehen in die funktionalen Währungen der Konzernunternehmen werden Zins-/Währungs-Swaps und Devisenderivate eingesetzt.

Zum Abschluss-Stichtag bestanden die auf ausländische Währungen lautenden Verbindlichkeiten, für die Währungsrisiken gesichert sind, in erster Linie aus Anleihen in Australischen Dollar, Britischen Pfund, Japanischen Yen, Norwegischen Kronen, Schweizer Franken und US-Dollar. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschluss-Stichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.

Im operativen Bereich wickeln die Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Auszahlungen, die außerhalb der jeweiligen funktionalen Währung erfolgen, führen zu Fremdwährungsrisiken im Konzern. Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen für die Beschaffung von Netztechnik und Mobilfunk-Geräten sowie Zahlungen an internationale Telekommunikationsgesellschaften für die Bereitstellung von Anschlussleistungen. Zur Sicherung setzt die Deutsche Telekom i. d. R. Devisenderivate ein. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschluss-Stichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Währungsrisiken unterliegt die Deutsche Telekom Zinsänderungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschluss-Stichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschluss-Stichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die Deutsche Telekom Finanzinstrumente kontrahiert hat.

Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen, unverzinsliche Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Währungskursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.

Im Bestand befindliche unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und demnach mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 verbunden.

Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in funktionaler Währung erfasst oder mittels Derivateeinsatz in die funktionale Währung überführt. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.

Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden.

Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Net Investment Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsinstrument vollständig in derselben Periode im Eigenkapital aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden.

Zins-/Währungs-Swaps sind stets originären Grundgeschäften zugeordnet, sodass auch aus diesen Instrumenten keine Währungswirkungen entstehen.

Die Deutsche Telekom ist demnach nur Währungsrisiken aus bestimmten Devisenderivaten ausgesetzt. Dabei handelt es sich zum einen um Devisenderivate, die in eine wirksame Cashflow Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind. Kursänderungen der diesen Geschäften zugrunde liegenden Währungen haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und auf den beizulegenden Zeitwert dieser Sicherungsinstrumente. Zum anderen handelt es sich um die Devisenderivate, welche weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bereits bilanzierten Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind. Diese Derivate dienen der Sicherung von Planpositionen. Kursänderungen der solchen Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Währungen wirken sich auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert) aus.

Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar und dem Britischen Pfund zum 31. Dezember 2015 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente vor Steuern um 38 Mio. € höher (niedriger) (31. Dezember 2014: 21 Mio. € höher (niedriger)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 38 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR/USD: 52 Mio. € und EUR/GBP: -14 Mio. €.

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2015 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären das sonstige Finanzergebnis und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente vor Steuern um 42 Mio. € höher (niedriger) (31. Dezember 2014: 115 Mio. € höher (niedriger)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 42 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR/PLN: 26 Mio. € und EUR/USD: 18 Mio. €.

Zinsrisiken.

Die Deutsche Telekom unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone und in den USA. Um die Auswirkungen von Zinsschwankungen in diesen Regionen zu minimieren, managt die Deutsche Telekom das Zinsrisiko für die auf Euro und US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten getrennt. Einmal im Jahr legt der Vorstand für den Planungszeitraum von mindestens drei Jahren die gewünschte Mischung aus fest und variabel verzinslichen Netto-Finanzverbindlichkeiten fest. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury Zinsderivate ein, um so die Zinsausstattung für die Netto-Finanzverbindlichkeiten der vom Vorstand vorgegebenen Zusammensetzung anzupassen.

Aufgrund der derivativen Sicherungsinstrumente waren in 2015 durchschnittlich 53% (2014: 60%) der auf Euro lautenden und 87% (2014: 93%) der auf US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten festverzinslich. Der durchschnittliche Wert ist repräsentativ für das Gesamtjahr. Da T-Mobile US als selbstfinanzierende Gesellschaft für die "Nettoposition USD" verantwortlich ist und ein höherer Fixanteil für High-Yield-Emittenten durchaus marktüblich und sinnvoll ist, wurden in 2015 keine Zinssteuerungsmaßnahmen für den US-Dollar beschlossen und umgesetzt.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die zinsbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind zinsbedingte Marktbewertungsänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft weitestgehend ergebnisneutral und unterliegen deshalb keinen Zinsänderungsrisiken.

Marktzinssatzänderungen betreffen bei Zinsderivaten in Fair Value Hedges jedoch die Höhe der Zinszahlungen, wirken sich damit auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein.

Marktzinssatzänderungen bei Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Marktzinssatzänderungen bei Zinsderivaten (Zins-Swaps, Zins-/Währungs-Swaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Währungsderivate unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und haben daher keinen Einfluss auf die Zinssensitivitäten.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2015 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 369 Mio. € (31. Dezember 2014: 301 Mio. €) geringer gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2015 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 443 Mio. € (31. Dezember 2014: 366 Mio. €) höher gewesen. In dieser Simulation sind die Effekte aus den vorstehend dargestellten Level 3 zugeordneten Finanzinstrumenten enthalten. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von -369 Mio. € bzw. +443 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus den potenziellen Effekten aus Zinsderivaten von -353 Mio. € bzw. +426 Mio. €, originären variabel verzinslichen Finanzschulden von -35 Mio. € bzw. +35 Mio. € sowie sonstigen originären finanziellen Vermögenswerten von +33 Mio. € bzw. -33 Mio. €. Die potenziellen Effekte aus Zinsderivaten werden teilweise kompensiert durch gegenläufige Wertentwicklungen bei nicht derivativen Finanzinstrumenten, die jedoch aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften nicht abgebildet werden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2015 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre die Sicherungsrücklage im Eigenkapital vor Steuern um 24 Mio. € geringer (höher) (31. Dezember 2014: 97 Mio. € höher (geringer)) gewesen, und die im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten vor Steuern um 9 Mio. € (31. Dezember 2014: 0 Mio. €) geringer (höher) gewesen.

Sonstige Preisrisiken. IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage.

Neben den vorstehend dargestellten wertbildenden Faktoren der Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente existierten zum 31. Dezember 2015, wie auch schon zum 31. Dezember 2014, keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken.

Ausfallrisiken.

Die Deutsche Telekom ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Finanzierungsbereich werden Geschäfte grundsätzlich nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen, verbunden mit einem laufenden Bonitäts-Management-System. Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierter Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Das Geschäft mit Großkunden, insbesondere internationalen Carriern, unterliegt einer gesonderten Bonitätsüberwachung. Gemessen an dem gesamten Risikoausmaß aus dem Ausfallrisiko sind die Forderungen gegenüber diesen Kontrahenten jedoch nicht so groß, dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden.

T165 Sonstige Preisrisiken. IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken in Mio. €

scroll
31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Derivative finanzielle Vermögenswerte Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegende Bruttobeträge 701 778 2 296 597
In der Bilanz nach IAS 32.42 saldierte Beträge (126) (126) - -
In der Bilanz ausgewiesene Nettobeträge 575 652 2 296 597
Beträge, die einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen und die nicht alle Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32.42 erfüllen (23) (23) (2 217) (587)
davon: Beträge im Zusammenhang mit angesetzten Finanzinstrumenten (23) (23) (492) (492)
davon: Beträge im Zusammenhang mit finanziellen Sicherheiten (einschließlich Barsicherheiten) - - (1 725) (95)
NETTOBETRÄGE 552 629 79 10

in Mio. €

scroll
31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Derivative finanzielle Vermögenswerte Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegende Bruttobeträge 301 347 1 160 1 095
In der Bilanz nach IAS 32.42 saldierte Beträge (102) (102) - -
In der Bilanz ausgewiesene Nettobeträge 199 245 1 160 1 095
Beträge, die einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen und die nicht alle Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32.42 erfüllen (11) (11) (1 108) (1 091)
davon: Beträge im Zusammenhang mit angesetzten Finanzinstrumenten (11) (11) (624) (624)
davon: Beträge im Zusammenhang mit finanziellen Sicherheiten (einschließlich Barsicherheiten) - - (484) (467)
NETTOBETRÄGE 188 234 52 4

Saldierungen werden v. a. für Forderungen und Verbindlichkeiten bei der Deutschen Telekom AG sowie der Telekom Deutschland GmbH für die Durchleitung von internationalen Telefongesprächen im Festnetz und bei Roaming-Gebühren im Mobilfunknetz vorgenommen.

Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet und es verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Von Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die Deutsche Telekom entsprechend den in Angabe 1 "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" genannten Collateralverträgen frei verfügbare Barmittel, die das Ausfallrisiko weiter reduzierten.

An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die Deutsche Telekom im Rahmen von Collateralverträgen Barsicherheiten. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Den gezahlten Barsicherheiten (Collaterals) (vgl. Angabe 8 "Sonstige finanzielle Vermögenswerte") stehen am Abschluss-Stichtag in Höhe von 95 Mio. € entsprechende negative Nettoderivatepositionen gegenüber, weshalb sie in dieser Höhe zum Abschluss-Stichtag keinen Ausfallrisiken unterlagen. Die gezahlten Collaterals sind unter den ausgereichten Darlehen und Forderungen innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten bilden die gezahlten Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen Vermögenswerten. Ebenso bilden die unter den sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten innerhalb der finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen erhaltenen Collaterals aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten eine eigene Klasse von finanziellen Verbindlichkeiten.

Bei von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom emittierten Anleihen hat gemäß Anleihebedingungen diese Tochtergesellschaft das Recht, die Anleihen zu bestimmten Konditionen vorzeitig zu kündigen. Diese Kündigungsrechte stellen eingebettete Derivate dar und werden separat als derivative finanzielle Vermögenswerte bilanziert. Bei von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom emittierten Mandatory Convertible Preferred Stock stellen die enthaltenen Wandlungsrechte ein eingebettetes Derivat dar und werden separat als derivatives Finanzinstrument bilanziert. Da diese Kündigungs- und Wandlungsrechte keinem Ausfallrisiko unterliegen, bilden sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Darüber hinaus existieren keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindernden Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht somit deren Buchwert.

Des Weiteren ist die Deutsche Telekom auch durch die Gewährung finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Zum Abschluss-Stichtag waren Garantiebeträge im Nominalvolumen von insgesamt 84 Mio. € (31. Dezember 2014: 50 Mio. €) zugesagt, die zugleich das maximale Ausfallrisiko darstellen.

Zum Abschluss-Stichtag deuten keinerlei Anzeichen darauf hin, dass der Deutschen Telekom aus einer finanziellen Garantie ein Verlust droht.

Risiken aus Finanzierungs- und Kreditzusagen.

Die Deutsche Telekom hat dem Joint Venture EE im Berichtszeitraum zu marktüblichen Konditionen eine noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusage über einen Höchstbetrag von 225 Mio. GBP gewährt. Die Kreditlinie kann jederzeit in Anspruch genommen werden und hat eine Laufzeit bis zum 14. November 2016. Die Kreditlinie verlängert sich um jeweils zwölf Monate, wenn sie von der Deutschen Telekom nicht mindestens drei Monate vor Laufzeitende gekündigt wird. Der Nominalbetrag von 225 Mio. GBP stellt das maximale Ausfallrisiko aus dieser Kreditzusage dar. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Deutsche Telekom die Kreditlinie zum Zeitpunkt des Vollzugs des Verkaufs des Joint Ventures EE mit sofortiger Wirkung einseitig kündigen kann. Zum Zeitpunkt des am 29. Januar 2016 erfolgten Vollzugs des Verkaufs hat die Deutsche Telekom von diesem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht. Dadurch entfiel die Kreditzusage, und es besteht seither keine Verpflichtung mehr für die Deutsche Telekom. Zum Vollzug des Verkaufs siehe Angabe 40 "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" sowie Angabe 43 "Ereignisse nach der Berichtsperiode".

Im Rahmen des Betreibens eines Netzes in Großbritannien durch das Joint Venture EE hat sich die Deutsche Telekom zur Zahlung verpflichtet für den Fall, dass das Joint Venture seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Diese Garantie hat eine Laufzeit bis zum 9. Dezember 2029. Der Nominalbetrag von 150 Mio. GBP stellt das maximale Ausfallrisiko aus dieser Garantiezusage dar. Im Zuge des im Januar 2016 erfolgten Vollzugs des Verkaufs des Joint Ventures EE wird künftig die Garantieverpflichtung an die neuen Gegebenheiten angepasst. Zum Vollzug des Verkaufs siehe Angabe 40 "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" sowie Angabe 43 "Ereignisse nach der Berichtsperiode".

Es liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko der Finanzierungs- und Kreditzusagen mindernden Vereinbarungen vor. Zum Abschluss-Stichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass der Deutschen Telekom ein Verlust droht.

Liquiditätsrisiken.

Vgl. dazu Angabe 10 "Finanzielle Verbindlichkeiten".

SICHERUNGSMASSNAHMEN

Fair Value Hedges.

Zur Sicherung des Zeitwertrisikos festverzinslicher Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom im Wesentlichen Zins-Swaps und Forward Zins-Swaps ("Zahle variabel - Empfange fix") in EUR, GBP, NOK und USD eingesetzt. Als Grundgeschäfte wurden festverzinsliche EUR-, GBP-, NOK- und USD-Anleihen designiert. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen des Euribor-, der GBP-Libor-, NoK-oiBoR bzw. USD-Libor-Swap-Rate ergeben, werden durch die Wertänderungen der Zins-Swaps ausgeglichen. Darüber hinaus ist ein Zins-/Währungs-Swap über 125 Mio. aud als Fair Value Hedge designiert, der eine fest verzinsliche Anleihe in ein variabel verzinsliches Papier umwandelt. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die festverzinslichen Anleihen in variabel verzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung.

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschluss-Stichtag mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. Zum Abschluss-Stichtag waren alle designierten Sicherungsbeziehungen hinreichend effektiv.

Im Berichtszeitraum wurden neue Fair Value Hedges mit einem Nominalvolumen von insgesamt 5,4 Mrd. € zur Reduzierung des Fair Value-Risikos designiert.

Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe Tabelle 166), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2015 Zinsderivate mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert 0,3 Mrd. € (31. Dezember 2014: 0,2 Mrd. €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Fair Value Hedges designiert. Aus der Buchwertanpassung der Grundgeschäfte resultieren im Geschäftsjahr 2015 im sonstigen Finanzergebnis erfasste Verluste von 0,1 Mrd. € (2014: Verluste von 0,4 Mrd. €), aus den Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte wurden Gewinne von 0,1 Mrd. € (2014: Gewinne von 0,4 Mrd. €) im sonstigen Finanzergebnis erfasst.

Cashflow Hedges - Zinsänderungsrisiken.

Zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos variabel verzinslicher Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom Payer-Zins-Swaps und Forward Payer-Zins-Swaps ("Zahle fix - Empfange variabel") abgeschlossen. Die während des Sicherungszeitraums zu leistenden Zinszahlungen stellen die gesicherten Grundgeschäfte dar und werden auch in diesem Zeitraum erfolgswirksam. Die Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der Euribor- bzw. Libor-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Zins-Swaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die variabel verzinslichen Anleihen in festverzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen enden in den Jahren 2016 bis 2018. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung.

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft.

In der Berichtsperiode wurden Ineffektivitäten in Höhe von insgesamt 7 Mio. € (Ertrag) erfolgswirksam im sonstigen Finanzergebnis erfasst (2014: Ertrag 19 Mio. €).

Alle designierten Sicherungsbeziehungen waren zum Abschluss-Stichtag hinreichend effektiv.

Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe Tabelle 166), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2015 Zinsderivate mit einem beizulegenden Zeitwert von -0,1 Mrd. € (31. Dezember 2014: -0,3 Mrd. €) und einem Nominalvolumen von 1,0 Mrd. € (31. Dezember 2014: 3,1 Mrd. €) als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von Cashflow Hedges designiert.

Aus der erfolgsneutralen Erfassung der Wertveränderung der Sicherungsinstrumente resultieren im Geschäftsjahr 2015 im Eigenkapital Verluste (vor Steuern) von 1 Mio. € (2014: Verluste von 97 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2015 wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Verluste in Höhe von 100 Mio. € (2014: Verluste in Höhe von 77 Mio. €) erfolgswirksam in das sonstige Finanzergebnis reklassifiziert.

Cashflow Hedges - Währungsrisiken.

Zur Sicherung nicht in funktionaler Währung denominierter Zahlungsströme hat die Deutsche Telekom Devisenderivate und Zins-/Währungs-Swaps abgeschlossen. Die während des Sicherungszeitraums zu leistenden Fremdwährungszahlungen stellen die gesicherten Grundgeschäfte dar und werden auch in diesem Zeitraum erfolgswirksam. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen enden in den Jahren 2016 bis 2033. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. Alle designierten Sicherungsbeziehungen waren zum Abschluss-Stichtag hinreichend effektiv.

Im Berichtszeitraum wurden keine neuen Cashflow Hedges dieser Art designiert.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Devisenderivaten resultierende Gewinne (vor Steuern) von insgesamt 654 Mio. € (2014: Gewinn von 362 Mio. €) im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst. Diese Wertänderungen stellen den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung dar. Im Geschäftsjahr 2015 wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Gewinne in Höhe von 358 Mio. € in das sonstige Finanzergebnis und Verluste in Höhe von 4 Mio. € in das Betriebsergebnis (2014: Gewinne von 338 Mio. € in das sonstige Finanzergebnis und Gewinne in Höhe von 6 Mio. € in das Betriebsergebnis) reklassifiziert. Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Abschluss-Stichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden.

Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe Tabelle 166), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2015 Devisentermingeschäfte mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert -26 Mio. € (31. Dezember 2014: -5 Mio. €), die aus Devisenkäufen im Gesamtvolumen von 0,5 Mrd. € und Devisenverkäufen im Gesamtvolumen von 0,7 Mrd. € resultieren (31. Dezember 2014: Devisenkäufe 0,2 Mrd. € und Devisenverkäufe 0,4 Mrd. €), sowie Zins-/Währungs-Swaps mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert 0,9 Mrd. € (31. Dezember 2014: 0,1 Mrd. €) und einem Gesamtvolumen in Höhe von 4,8 Mrd. € (31. Dezember 2014: 4,8 Mrd. €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert.

Absicherung einer Nettoinvestition.

Aus der bereits 2012 dedesignierten Absicherung der Nettoinvestition in T-Mobile US gegen Schwankungen des US-Dollar-Kassakurses haben sich in 2015 keinerlei Effekte ergeben. Der Bestand des erfolgsneutral im Eigenkapital (kumuliertes sonstiges Konzernergebnis) erfassten Ergebnisses beträgt unverändert -0,4 Mrd. € (vor Steuern).

Derivative Finanzinstrumente.

In der folgenden Tabelle 166 sind die bilanzierten beizulegenden Zeitwerte der verschiedenen derivativen Finanzinstrumente dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob diese in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 (Fair Value Hedge, Cashflow Hedge, Net Investment Hedge) eingebunden sind oder nicht. Sonstige Derivate können zudem eingebettet, d. h. Bestandteil eines zusammengesetzten Instruments, welches einen nicht derivativen Basisvertrag enthält, sein.

T 166 in Mio. €

scroll
Buchwerte Buchwerte
31.12.2015 31.12.2014
AKTIVA    
Zins-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 49 53
In Verbindung mit Fair Value Hedges 290 222
In Verbindung mit Cashflow Hedges - -
Devisentermingeschäfte/Devisen-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 29 67
In Verbindung mit Cashflow Hedges 7 4
Zins-/Währungs-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 1 057 531
In Verbindung mit Fair Value Hedges - -
In Verbindung mit Cashflow Hedges 863 282
Sonstige Derivate in Verbindung mit Cashflow Hedges - -
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehung 1 1
Eingebettete Derivate 390 183
PASSIVA    
Zins-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 238 235
In Verbindung mit Fair Value Hedges - -
In Verbindung mit Cashflow Hedges 74 252
Devisentermingeschäfte/Devisen-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 147 229
In Verbindung mit Cashflow Hedges 33 9
In Verbindung mit Net Investment Hedges - -
Zins-/Währungs-Swaps    
Ohne Hedge-Beziehung 76 185
In Verbindung mit Fair Value Hedges 10 8
In Verbindung mit Cashflow Hedges - 162
Sonstige Derivate in Verbindung mit Cashflow Hedges - -
Sonstige Derivate ohne Hedge-Beziehung 58 15
Eingebettete Derivate 298 -

Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten

Factoring-Transaktionen mit Übertragung im Wesentlichen aller Chancen und Risiken.

Seit 1. Januar 2015 besteht eine Factoring-Transaktion, gemäß der eine Bank zum Ankauf von kurzfristig fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verpflichtet ist. Die Ankaufsverpflichtung der Bank ist monatlich revolvierend und erstreckt sich auf einen maximalen Forderungsbestand von in Euro umgerechnet insgesamt 250 Mio. €. Darüber hinausgehende Verkäufe sind im Einzelfall zu vereinbaren. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit bis 2020, wobei die Deutsche Telekom frei entscheiden kann, ob und in welchem Umfang das revolvierende Nominalvolumen ausgenutzt wird. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das Kreditrisiko stellt im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen dar und wird gegen Zahlung eines fixen Kaufpreisabschlages vollständig auf die Bank übertragen. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Das aus dem Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den per 31. Dezember 2015 verkauften und ausgebuchten Forderungen (Nominalvolumen 306 Mio. €) beträgt 1 Mio. €. Im Ausbuchungszeitpunkt wurden der feste Kaufpreisabschlag sowie der beizulegende Zeitwert des erwarteten Verlusts aus dem Spätzahlungsrisiko aufwandswirksam erfasst. Der in den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesene erwartete Verlust aus dem Spätzahlungsrisiko repräsentiert das gesamte anhaltende Engagement der Deutschen Telekom, Buchwert und beizulegender Zeitwert betragen per 31. Dezember 2015 jeweils weniger als 1 Mio. €. Aus ihrem anhaltenden Engagement hat die Deutsche Telekom Kaufpreisabschläge und Programmgebühren (Zinsen und Bankmarge) im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von insgesamt 72 Mio. € aufwandswirksam erfasst. Die Deutsche Telekom erfasst die von den Käufern erhaltenen Kaufpreiszahlungen im operativen Cashflow (vgl. dazu Angabe 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung"). Das Volumen an verkauften Forderungen während des Geschäftsjahres betrug zwischen 193 Mio. € und 348 Mio. €. Per 31. Dezember 2015 wurde für das von der Deutschen Telekom vorzunehmende Forderungs-Management eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 3 Mio. € gebildet. Eine in der Vorperiode noch aktive Factoring-Vereinbarung war zum Abschluss-Stichtag bereits vollständig beendet und abgewickelt.

Factoring-Transaktionen mit Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken sowie Übertragung der Verfügungsmacht.

Es bestehen Factoring-Transaktionen, gemäß denen Banken zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verpflichtet sind. Die verkauften Forderungen umfassen sowohl bereits fällige Entgelte als auch über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren zahlbare Entgelte aus Endgeräteverkäufen. Die Ankaufsverpflichtung der Banken ist monatlich revolvierend und erstreckt sich auf einen maximalen Forderungsbestand von in Euro umgerechnet insgesamt 737 Mio. €. Darüber hinausgehende Verkäufe sind im Einzelfall zu vereinbaren. Der Kaufpreis wird bis zu einer Höhe von maximal insgesamt 503 Mio. € sofort bei Verkauf ausbezahlt, darüber hinausgehende Kaufpreisanteile erst, soweit der Bestand an verkauften Forderungen wieder entsprechend absinkt. Die Laufzeit der Vereinbarungen endet zwischen 2016 und 2019, wobei die Deutsche Telekom frei entscheiden kann, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Der Kaufpreis entspricht dem Nominalbetrag. Die Deutsche Telekom trägt aus den verschiedenen Tranchen kreditrisikobedingte Ausfälle bis maximal 134 Mio. €. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle übernehmen die Banken. Es besteht eine Kreditversicherung, die Ausfälle bestimmter Debitoren bis zu einem Höchstbetrag von 150 Mio. € erstattet und auf diese Weise das Verlustrisiko mindert. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin fast vollständig von der Deutschen Telekom getragen. Das aus Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den per 31. Dezember 2015 verkauften Forderungen (Nominalvolumen insgesamt umgerechnet 451 Mio. €) vor Berücksichtigung der Kreditversicherung beträgt 151 Mio. €. So gut wie alle mit den verkauften Forderungen verbundenen Risiken und Chancen wurden weder übertragen noch behalten (Aufteilung der wesentlichen Risiken zwischen Deutscher Telekom und Bank). Die Verfügungsgewalt über die verkauften Forderungen ging auf die Banken über, da sie über die tatsächliche Fähigkeit zum Weiterverkauf der Forderungen verfügen. Alle per 31. Dezember 2015 verkauften Forderungen wurden ausgebucht. Im Ausbuchungszeitpunkt wird der beizulegende Zeitwert der erwarteten Verluste aufwandswirksam in den finanziellen Verbindlichkeiten erfasst. Per 31. Dezember 2015 beträgt der Buchwert der das gesamte anhaltende Engagement der Deutschen Telekom repräsentierenden finanziellen Verbindlichkeit 4 Mio. € und dessen beizulegender Zeitwert 4 Mio. €. Aus ihrem anhaltenden Engagement hat die Deutsche Telekom mit Bonitätsabschlägen und Verlustzuweisungen zur Deckung der monatlichen Ausfallrisiken einschließlich Programmgebühren (Zinsen und Bankmarge) im Geschäftsjahr insgesamt 13 Mio. € aufwandswirksam erfasst, seit Transaktionsbeginn kumuliert 51 Mio. €. Die Deutsche Telekom erfasst die von den Käufern erhaltenen Kaufpreiszahlungen im operativen Cashflow (vgl. dazu Angabe 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung"). Die Bank hat das Recht, sämtliche überfälligen Forderungen an die Deutsche Telekom zurückzuverkaufen, wobei bei einem Teil der Transaktionen der Kaufpreis dem Nominalbetrag entspricht und im auf den Rückkauf folgenden Monat zu zahlen ist (ausstehendes Forderungsvolumen per 31. Dezember 2015: in Euro umgerechnet 370 Mio. €). In anderen Transaktionen entspricht der Kaufpreis den tatsächlich erzielten Inkasso- bzw. Veräußerungserlösen, und ist zahlbar im Monat nachdem die Deutsche Telekom diese Inkasso- bzw. Veräußerungserlöse vereinnahmt hat (ausstehendes Forderungsvolumen per 31. Dezember 2015: in Euro umgerechnet 81 Mio. €). Solche Rückkäufe haben keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle, und zwar auch nicht im Fall des Rückkaufs zum Nominalbetrag, da solche Ausfälle der Bank entsprechend der vereinbarten Risikoteilung zurückbelastet würden. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag seit Transaktionsbeginn keinen wesentlichen Schwankungen. Der Buchwert der per 31. Dezember 2015 von der Deutschen Telekom für das vorzunehmende Forderungs-Management gebildeten Rückstellung beträgt weniger als 1 Mio. €.

Factoring-Transaktionen mit Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken, bei denen die Verfügungsmacht bei der Deutschen Telekom verbleibt.

Die Deutsche Telekom schloss fünf Factoring-Vereinbarungen, gemäß denen sie auf revolvierender Basis Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Die Forderungsverkäufe erfolgen täglich und werden monatlich abgerechnet. Die verkauften Forderungen umfassen sowohl bereits fällige Entgelte als auch über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren zahlbare Entgelte aus Endgeräteverkäufen. Forderungsschuldner sind sowohl Privat- als auch Geschäftskunden. Unter keiner Transaktion ist die Deutsche Telekom anderen Risiken ausgesetzt als dem in dem jeweiligen Vertrag vereinbarten, aus den verkauften Forderungen resultierenden Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko. Die Laufzeit der Vereinbarungen endet zwischen 2017 und 2020.

In einer Factoring-Vereinbarung haben die Käufer eine monatlich revolvierende Ankaufsverpflichtung, die sich auf einen maximalen Forderungsbestand von in Euro umgerechnet 1 331 Mio. € erstreckt. Der Kaufpreis wird bis zu einer Höhe von in Euro umgerechnet maximal 689 Mio. € sofort bei Verkauf ausbezahlt, darüber hinausgehende Kaufpreisanteile erst, soweit der Bestand an verkauften Forderungen wieder entsprechend absinkt. In der Transaktion verkaufen Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom Forderungen an eine strukturierte Einheit (Structured Entity), die wiederum auch eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom ist und die ausschließlich für diese Factoring-Vereinbarung gegründet wurde. Die strukturierte Einheit hat keine anderen Vermögenswerte und Schulden außer den aus dem Kauf und Verkauf der Forderungen gemäß Factoring-Vereinbarung resultierenden. Sie verkauft die Forderungen weiter an eine andere strukturierte Einheit. Die Deutsche Telekom konsolidiert diese andere strukturierte Einheit nicht, da sie nicht die Möglichkeit hat, deren relevante Aktivitäten zu steuern. Diese andere strukturierte Einheit veräußert anteilig die Rechte an den Forderungen (Ownership Interests) an Banken. Der von der Deutschen Telekom konsolidierten strukturierten Einheit werden die erforderlichen Finanzmittel im Rahmen der allgemeinen Konzernfinanzierung der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellt. Die von der Deutschen Telekom nicht konsolidierte strukturierte Einheit wird von den konzernexternen Forderungserwerbern finanziert. Alle Forderungserwerbe erfolgen in einem automatisierten Prozess unter Beachtung der im Forderungskaufvertrag festgelegten Ankaufskriterien. Die Deutsche Telekom ist verpflichtet, betagte Forderungen sowie Forderungen, bei denen eine Wertberichtigung unmittelbar bevorsteht, zum Nominalbetrag zurückzukaufen. Die aus den Rückkäufen resultierenden Zahlungsmittelabflüsse wären im auf den Rückkauf folgenden Monat. Solche Rückkäufe von Forderungen hätten keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle, da diese den Käufern entsprechend der vereinbarten Risikoteilung zurückbelastet würden. Das Nominalvolumen der von der Deutschen Telekom verkauften und noch nicht getilgten Forderungen betrug zum Abschluss-Stichtag in Euro umgerechnet 856 Mio. €.

In einer weiteren Factoring-Vereinbarung haben die Käufer eine monatlich revolvierende Ankaufsverpflichtung, wobei die Höhe des sofort auszuzahlenden Kaufpreises auf Basis der Forderungscharakteristika festgelegt wird. Die Ankaufsverpflichtung der Käufer erstreckt sich auf einen Forderungsbestand, der zu einer sofortigen Kaufpreiszahlung von in Euro umgerechnet 735 Mio. € führt. Der restliche Kaufpreis wird erst ausbezahlt, soweit der Bestand an verkauften Forderungen entsprechend sinkt bzw. sich die Forderungscharakteristika ändern. In der Transaktion verkaufen Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom Forderungen an eine strukturierte Einheit (Structured Entity), die wiederum auch eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom ist und die ausschließlich für diese Factoring-Vereinbarung gegründet wurde. Dieser strukturierten Einheit werden die erforderlichen Finanzmittel im Rahmen der allgemeinen Konzernfinanzierung der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellt. Sie hat keine anderen Vermögenswerte und Schulden außer den aus dem Kauf und Verkauf der Forderungen gemäß Factoring-Vereinbarung resultierenden. Die strukturierte Einheit überträgt die rechtliche Gläubigerstellung an den Forderungen an eine Bank, die diese rechtliche Gläubigerstellung wahrnimmt zu Gunsten der an den Forderungen wirtschaftlich berechtigten Investoren (Administrative Agent). Diese Investoren sind eine Bank sowie eine strukturierte Einheit. Die Deutsche Telekom konsolidiert diese strukturierte Einheit nicht, da sie nicht die Möglichkeit hat, deren relevante Aktivitäten zu steuern. Die strukturierte Einheit wird finanziert durch die Emission von Schuldscheindarlehen an konzernexterne Dritte oder alternativ mittels einer von einer Bank gestellten Kreditlinie. Alle Forderungserwerbe erfolgen in einem automatisierten Prozess unter Beachtung der im Forderungskaufvertrag festgelegten Ankaufskriterien. Die Deutsche Telekom ist verpflichtet, betagte Forderungen sowie Forderungen, bei denen eine Wertberichtigung unmittelbar bevorsteht, zum Nominalbetrag zurückzukaufen. Solche Rückkäufe würden zu keinem Zahlungsmittelabfluss führen, sondern zu einer entsprechenden Minderung der einbehaltenen und erst künftig an die Deutsche Telekom zu zahlenden Kaufpreisbestandteile. Die Rückkäufe hätten keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle, da diese den Käufern entsprechend der vereinbarten Risikoteilung zurückbelastet würden. Das Nominalvolumen der von der Deutschen Telekom verkauften und noch nicht getilgten Forderungen betrug zum Abschluss-Stichtag in Euro umgerechnet 941 Mio. €.

Eine andere Factoring-Vereinbarung hat ein maximales Programmvolumen von 150 Mio. €. Sofern der Käufer einem darüber hinaus gehenden Forderungsankauf zustimmt, wird insoweit der Kaufpreis gestundet, bis das maximale Programmvolumen wieder entsprechend absinkt. In dieser Struktur existiert keine von der Deutschen Telekom konsolidierte strukturierte Einheit. Vielmehr erfolgen die Forderungsverkäufe direkt an eine strukturierte Einheit, die von der Deutschen Telekom mangels Möglichkeit der Steuerung der relevanten Aktivitäten nicht konsolidiert wird. Diese strukturierte Einheit hält die Forderungen und allokiert die aus ihnen resultierenden Chancen und Risiken mittels vertraglicher Vereinbarungen auf die Deutsche Telekom und eine Bank. Die strukturierte Einheit wird finanziert durch die Emission von Schuldscheindarlehen an konzernexterne Dritte oder alternativ mittels einer von einer Bank gestellten Kreditlinie. Bei einem Forderungs-Portfolio erfolgen die Forderungserwerbe in einem automatisierten Prozess unter Beachtung der im Forderungskaufvertrag festgelegten Ankaufskriterien. Bei einem anderen Forderungs-Portfolio kann die strukturierte Einheit entscheiden, ob und welche Forderungen angekauft werden, wobei das vereinbarte Mindestvolumen zwingend anzukaufen ist. Die Deutsche Telekom ist verpflichtet, betagte Forderungen sowie Forderungen, bei denen eine Wertberichtigung unmittelbar bevorsteht, zum Nominalbetrag zurückzukaufen. Die aus den Rückkäufen resultierenden Zahlungsmittelabflüsse wären im auf den Rückkauf folgenden Monat. Solche Rückkäufe von Forderungen hätten keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle, da diese den Käufern entsprechend der vereinbarten Risikoteilung zurückbelastet würden. Das Nominalvolumen der von der Deutschen Telekom verkauften und noch nicht getilgten Forderungen betrug zum Abschluss-Stichtag 100 Mio. €.

Keine der strukturierten Einheiten hat andere Geschäftsaktivitäten als den Kauf oder Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder anderen Investments.

In einer weiteren Factoring-Vereinbarung mit einem maximalen Forderungsvolumen von 725 Mio. € verkauft die Deutsche Telekom die Forderungen ohne Zwischenschaltung von strukturierten Einheiten direkt an die konzernexternen Erwerber. Soweit mehr Forderungen angekauft werden, wird insoweit der Kaufpreis gestundet, bis das maximale Programmvolumen wieder entsprechend absinkt. Die Deutsche Telekom kann entscheiden, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden können. Forderungen, bei denen eine Wertminderung unmittelbar bevorsteht, werden an die Deutsche Telekom zurückverkauft, wobei der Kaufpreis den tatsächlich erzielten Inkasso- bzw. Veräußerungserlösen entspricht und zu zahlen ist im Monat nachdem die Deutsche Telekom diese Inkasso- bzw. Veräußerungserlöse vereinnahmt hat. Solche Rückkäufe hätten also weder Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle noch auf die Liquiditätslage der Deutschen Telekom.

In einer weiteren Factoring-Vereinbarung mit einem maximalen Forderungsvolumen von 150 Mio. € verkauft die Deutsche Telekom die Forderungen ohne Zwischenschaltung von strukturierten Einheiten direkt an die konzernexternen Erwerber. Die Deutsche Telekom kann entscheiden, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden können. Es besteht eine Kreditversicherung, die Ausfälle bestimmter Debitoren bis zu einem Höchstbetrag von 35 Mio. € erstattet und auf diese Weise das Verlustrisiko mindert.

Das Nominalvolumen der von der Deutschen Telekom unter den fünf Factoring-Vereinbarungen verkauften und noch nicht getilgten Forderungen betrug zum Abschluss-Stichtag in Euro umgerechnet 2 773 Mio. €. Die Beurteilung der aus den verkauften Forderungen resultierenden Risiken basiert auf dem Kreditrisiko und dem Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das von der Deutschen Telekom maximal zu tragende Kreditrisiko beläuft sich zum Abschluss-Stichtag auf in Euro umgerechnet 457 Mio. € und entfällt größtenteils auf die Transaktionen, bei denen strukturierte Einheiten eingebunden sind. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle übernehmen die Käufer. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Das aus dem Kreditrisiko und dem Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den zum Abschluss-Stichtag verkauften Forderungen beträgt in Euro umgerechnet 469 Mio. € und entfällt größtenteils auf die Transaktionen, bei denen strukturierte Einheiten eingebunden sind. So gut wie alle mit den verkauften Forderungen verbundenen Chancen und Risiken wurden weder übertragen noch behalten (Aufteilung der wesentlichen Chancen und Risiken zwischen Deutscher Telekom und den Käufern). Die Deutsche Telekom führt für die verkauften Forderungen weiterhin das Forderungs-Management (Servicing) durch. Unter den Factoring-Vereinbarungen, bei denen strukturierte Einheiten eingeschaltet sind, haben die Käufer das Recht, das Servicing ohne besondere Gründe auf Dritte zu übertragen. Obwohl die Deutsche Telekom nicht berechtigt ist, über die verkauften Forderungen in anderer Weise zu verfügen als in ihrer Rolle als Servicer, behält die Deutsche Telekom die Verfügungsmacht über die verkauften Forderungen, da die Käufer und die strukturierten Einheiten nicht über die tatsächliche Fähigkeit zum Weiterverkauf der erworbenen Forderungen verfügen. Im Zeitpunkt des Forderungsverkaufs wird der beizulegende Zeitwert der erwarteten Verluste aufwandswirksam erfasst. Erwartete künftige Auszahlungen sind als Bestandteil der verbundenen Verbindlichkeit ausgewiesen. In den Transaktionen mit strukturierten Einheiten werden bestimmte Kaufpreisbestandteile zunächst einbehalten und, in Abhängigkeit von der Höhe der tatsächlichen Forderungsausfälle, erst später an die Deutsche Telekom ausbezahlt. Soweit die spätere Vereinnahmung solcher Kaufpreisbestandteile erwartet wird, werden sie in Höhe ihres beizulegenden Zeitwerts aktiviert. Die Deutsche Telekom bilanziert die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin in Höhe ihres anhaltenden Engagements, d. h. in Höhe des Maximalbetrags, mit dem sie weiterhin für das den verkauften Forderungen innewohnende Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko haftet, und passiviert eine korrespondierende, als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesene verbundene Verbindlichkeit. Die Forderungen und die verbundene Verbindlichkeit werden nachfolgend in dem Umfang ausgebucht, in dem sich das anhaltende Engagement der Deutschen Telekom reduziert (insbesondere bei erfolgter Zahlung durch den Kunden). Der Buchwert der Forderungen wird nachfolgend aufwandswirksam reduziert in dem Umfang, wie die aus dem Kreditrisiko und dem Spätzahlungsrisiko resultierenden, von der Deutschen Telekom zu tragenden tatsächlichen Verluste die anfänglich erwarteten übersteigen. Das anhaltende Engagement der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2015 betrug in Euro umgerechnet 469 Mio. € und der Buchwert der verbundenen Verbindlichkeit in Euro umgerechnet 475 Mio. €. Die Deutsche Telekom erfasst die von den Käufern erhaltenen Kaufpreiszahlungen im operativen Cashflow, soweit sie auf den ausgebuchten Teil der Forderungen entfallen, und im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, soweit sie auf den weiterhin bilanzierten Teil der Forderungen entfallen (vgl. dazu Angabe 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung"). Der Buchwert der per 31. Dezember 2015 von der Deutschen Telekom für das vorzunehmende Forderungs-Management gebildeten Rückstellung beträgt 4 Mio. €. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag seit Beginn der jeweiligen Transaktion keinen wesentlichen Schwankungen.

38 KAPITAL-MANAGEMENT

Angaben zum Kapital-Management.

Vorrangiges Ziel des Kapital-Managements bzw. der Finanzstrategie der Deutschen Telekom ist es, einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen der vier Interessengruppen

Aktionäre

Fremdkapitalgeber

Mitarbeiter

"Unternehmer im Unternehmen"

sicherzustellen. Weitere Informationen hierzu sind dem Kapitel "Konzernsteuerung" im zusammengefassten Lagebericht zu entnehmen.

Eine wichtige Kennzahl der Kapitalmarkt-Kommunikation gegenüber Investoren, Analysten und Rating-Agenturen ist die relative Verschuldung, die das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA darstellt. Zum 31. Dezember 2015 ergibt sich hieraus ein Wert von 2,4 (31. Dezember 2014: 2,4). Der Zielkorridor für die relative Verschuldung liegt zwischen 2,0 und 2,5. Die Kenngröße Netto-Finanzverbindlichkeiten ist nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards und kann in der Definition und Berechnung dieser Größe bei anderen Unternehmen abweichend sein. Eine weitere wesentliche Kenngröße ist die Eigenkapitalquote, das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, jeweils gemäß Konzern-Bilanz. Zum 31. Dezember 2015 beträgt die Eigenkapitalquote 26,5 % (31. Dezember 2014: 26,3 %). Der Zielkorridor liegt zwischen 25 und 35 %. Darüber hinaus hält die Deutsche

Telekom eine Liquiditätsreserve, welche die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate deckt.

T 167 Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeiten; Eigenkapital in Mio. €

scroll
31.12.2015 31.12.2014
Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 14 439 10 558
Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 47 941 44 669
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 62 380 55 227
Zinsabgrenzungen (1 014) (1 097)
Sonstige (857) (1 038)
BRUTTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 60 509 53 092
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6 897 7 523
Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar/ zu Handelszwecken gehalten 2 877 289
Derivative finanzielle Vermögenswerte 2 686 1 343
Andere finanzielle Vermögenswerte 479 1 437
NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 47 570 42 500
EIGENKAPITAL 38 150 34 066

39 DIENSTLEISTUNGSKONZESSIONSVEREINBARUNGEN

Satellic N. V., Machelen, Belgien, ist ein vollkonsolidiertes Tochterunternehmen der Deutschen Telekom und hat am 25. Juli 2014 mit der in Belgien für die Mauterhebung zuständigen Behörde Viapass eine vertragliche Vereinbarung über Errichtung, Betrieb und Finanzierung eines elektronischen Mauterhebungssystems abgeschlossen. Die Errichtung des Systems wird voraussichtlich am 31. März 2016 abgeschlossen sein, die anschließende Betriebsphase umfasst zwölf Jahre zuzüglich drei Mal ein Jahr Verlängerungsmöglichkeit durch Viapass. Satellic hat keinen Anspruch auf die Mauteinnahmen, sondern erhält vertraglich vereinbarte Entgelte für die Errichtung und den Betrieb des Systems. Viapass kann die Vereinbarung bei Zahlung einer angemessenen Kompensation mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten beenden. Bei regulärer oder vorzeitiger Beendigung der Vereinbarung hat Satellic die Pflicht, auf Anforderung wesentliche, noch nicht in das Eigentum der Viapass übergegangene Vermögenswerte zum Betrieb des Mautsystems an Viapass zu übergeben; die Software-Plattform zur Mauterhebung würde in diesem Fall jedoch nicht auf Viapass übergehen. Die Vereinbarung wurde als Dienstleistungskonzessionsvereinbarung i. S. d. iFRic 12 eingestuft. Während der Errichtungsphase werden Umsatzerlöse aus langfristiger Auftragsfertigung gemäß IAS 11 erfasst und ein finanzieller Vermögenswert im Einklang mit iFRic 12 angesetzt. Der Fertigstellungsgrad wird aus dem Anteil der bis zum Bilanz-Stichtag angefallenen Auftragskosten an den erwarteten gesamten Auftragskosten bestimmt ("Cost to Cost"-Methode). Umsatzerlöse aus gesonderten Entgelten für Betriebs- und Instandhaltungsleistungen während der Betriebsphase werden in den jeweiligen Perioden nach IAS 18 erfasst. Im Berichtsjahr bestehen Umsatzerlöse aus Auftragsfertigung von 239 Mio. € und ein aktiver Bestand aus langfristiger Auftragsfertigung von 293 Mio. €, welcher unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen wird. Die Erlöse sind nach IAS 11 nur in Höhe der als Aufwand angefallenen Auftragskosten erfasst ("Zero Profit"-Methode). Im Rahmen der Auftragsfertigung sind bisher insgesamt Kosten von 293 Mio. € angefallen.

40 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Bundesrepublik Deutschland und andere nahestehende Unternehmen.

Die Bundesrepublik Deutschland (Bund) ist direkt und indirekt (über die KfW Bankengruppe) mit insgesamt rund 31,8% (31. Dezember 2014: 31,7 %) an der Deutschen Telekom AG beteiligt. Sie besitzt in der Hauptversammlung eine sichere Präsenzmehrheit und begründet damit ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Deutschen Telekom. Daher gelten der Bund und die von ihm beherrschten Unternehmen bzw. Unternehmen, bei denen der Bund wesentlichen Einfluss ausüben kann, als nahestehende Unternehmen der Deutschen Telekom. Die Geschäftsbeziehungen der Deutschen Telekom bestehen jeweils unmittelbar zu den einzelnen Unternehmen, Behörden und sonstigen staatlichen Stellen als voneinander unabhängigen Parteien. Die Deutsche Telekom nimmt an Frequenzauktionen der Bundesnetzagentur teil. Erwerbe über Lizenzen an Mobilfunk-Spektren können gegenüber dieser Behörde Ausbauverpflichtungen zur Folge haben.

Der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation (Bundesanstalt) sind per Gesetz bestimmte Aufgaben übertragen worden, die unternehmensübergreifen-de Angelegenheiten der Deutschen Telekom AG sowie der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG betreffen. Die Bundesanstalt führt u. a. die Postbeamtenkrankenkasse, das Erholungswerk, die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (vap) und das Betreuungswerk für die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post AG und die Deutsche Postbank AG. Die Koordinations- und Verwaltungsaufgaben werden auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen wahrgenommen. Im Rahmen der Altersversorgung für Beamte hatte die Deutsche Telekom zusammen mit der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG bis zum Berichtsjahr 2012 eine gemeinsame Versorgungskasse, den Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e. V., Bonn (BPS-PT), unterhalten. Mit dem Gesetz zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse (PVKNeuG) wurden zum 1. Januar 2013 die Aufgaben des BPS-PT im Rahmen der Postbeamtenversorgung (organisiert in der Postbeamtenversorgungskasse) auf die bereits bestehende Bundesanstalt übertragen. Die Aufgaben der Postbeamtenversorgung werden damit durch die Postbeamtenversorgungskasse als Bestandteil der Bundesanstalt wahrgenommen. Diese gemeinsame Postbeamtenversorgungskasse ist arbeitsteilig tätig und übernimmt dazu für den Bund treuhänderisch die Finanzverwaltung im Rahmen der Altersversorgung. Für das Geschäftsjahr 2015 wurden von der Deutschen Telekom Zahlungen in Höhe von 85 Mio. € (2014: 58 Mio. €, 2013: 58 Mio. €) geleistet. Zahlungen wurden zudem nach den Vorschriften des PVKNeuG an die Postbeamtenversorgungskasse geleistet (vgl. Angabe 12 "Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen").

Der Bund und die von ihm beherrschten Unternehmen bzw. Unternehmen, bei denen der Bund wesentlichen Einfluss ausüben kann, sind Kunden bzw. Lieferanten der Deutschen Telekom und haben somit gegenseitige Vertragsbeziehungen mit der Deutschen Telekom.

Die Bundesrepublik Deutschland (Bund) und die KfW Bankengruppe haben sich die ihnen für das Geschäftsjahr 2014 zustehende Dividende für die gehaltenen Aktien an der Deutschen Telekom AG teilweise in bar auszahlen lassen und teilweise Aktien aus genehmigtem Kapital gewählt. In diesem Zusammenhang wurden im Juni 2015 13 905 tsd. Stück Aktien an den Bund und 12 761 tsd. Stück Aktien an die KfW Bankengruppe übertragen. Der Anteil des Bundes an der Deutschen Telekom AG beträgt zum 31. Dezember 2015 14,3 %, und der Anteil der KfW Bankengruppe an der Deutschen Telekom AG beträgt zum 31. Dezember 2015 17,5%. Darüber hinaus hatte die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2015 keine für sich einzeln betrachtet wesentlichen Transaktionen, die zu marktunüblichen Konditionen oder, wie der beschriebene Sachverhalt, außerhalb der normalen Geschäftstätigkeit durchgeführt wurden.

Gemeinschaftsunternehmen.

Gegenüber dem am 1. April 2010 gegründeten Joint Venture EE erzielte die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen (z. B. Roaming-Gebühren) und Service- und Lizenzvereinbarungen sowie sonstige betriebliche Erträge in Höhe von insgesamt 193 Mio. € (2014: 283 Mio. €, 2013: 294 Mio. €). Gegenüber Toll Collect resultieren Umsatzerlöse in Höhe von 83 Mio. € (2014: 65 Mio. €, 2013: 62 Mio. €) insbesondere aus Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsdienstleistungen sowie Beratungsleistungen.

Im Berichtsjahr wurden vom Joint Venture EE ursprünglich angelegte Gelder in Höhe von netto 0,2 Mrd. € von der Deutschen Telekom an die Gesellschaft zurückgezahlt. Im Anschluss daran hat das Joint Venture EE erneut Gelder in Höhe von netto 0,2 Mrd. € bei der Deutschen Telekom angelegt.

Zum Jahresende bestanden gegenüber dem Joint Venture EE Forderungen in Höhe von 38 Mio. € (31. Dezember 2014: 175 Mio. €, 31. Dezember 2013: 94 Mio. €), Verbindlichkeiten in Höhe von 235 Mio. € (31. Dezember 2014: 257 Mio. €, 31. Dezember 2013: 241 Mio. €) sowie Kreditzusagen in Höhe von 0,3 Mrd. € (31. Dezember 2014: 0,3 Mrd. €, 31. Dezember 2013: 0,3 Mrd. €). Die Vereinbarung zu den Kreditzusagen sah vor, dass die Deutsche Telekom AG zum Zeitpunkt des Vollzugs des Verkaufs des Joint Ventures EE mit sofortiger Wirkung einseitig kündigen kann. Zum Vollzugsdatum der Transaktion hat die Deutsche Telekom AG von diesem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht, sodass keine Verpflichtungen aus den Kreditzusagen mehr bestehen. Gegenüber externen Vertragspartnern der Gesellschaft bestanden Bürgschaften und Garantieerklärungen in Höhe von insgesamt 0,9 Mrd. € (31. Dezember 2014: 0,6 Mrd. €, 31. Dezember 2013: 0,6 Mrd. €). Im Zuge des am 29. Januar 2016 erfolgten Vollzugs des Verkaufs des Joint Ventures EE werden künftig die Garantieverpflichtungen an die neuen Gegebenheiten angepasst.

Gegenüber Toll Collect bestanden zum 31. Dezember 2015 Forderungen in Höhe von 40 Mio. € (31. Dezember 2014: 11 Mio. €, 31. Dezember 2013: 13 Mio. €), Verbindlichkeiten in Höhe von 0 Mio. € (31. Dezember 2014: 12 Mio. €, 31. Dezember 2013: 12 Mio. €), eine Kapitalintakthalteerklärung sowie Kreditgarantien gegenüber Banken. Zu weiteren Erläuterungen wird auf Angabe 33 "Eventualverbindlichkeiten und -forderungen" verwiesen.

Darüber hinaus existieren keine wesentlichen Umsätze, Forderungen oder Verbindlichkeiten mit bzw. gegenüber Gemeinschaftsunternehmen.

Natürliche nahestehende Personen.

Im Berichtsjahr betrugen die für kurzfristig fällige Leistungen erfassten Aufwendungen an Vorstand und Aufsichtsrat 16,1 Mio. € (2014: 13,5 Mio. €) und die anderen langfristig fälligen Leistungen 3,2 Mio. € (2014: 2,5 Mio. €). Für die Vorstandsversorgung wurde Dienstzeitaufwand in Höhe von 3,2 Mio. € erfasst (2014: 2,4 Mio. €). Darüber hinaus sind Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen des Vorstands in Höhe von 870 TSD. € (2014: 862 TSD. €) angefallen. Für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses wurden 0,0 Mio. € (2014: 2,9 Mio. €) gezahlt und als Aufwand erfasst.

Zum 31. Dezember 2015 hat die Deutsche Telekom Rückstellungen für die Vorstandsvergütung aus kurzfristig fälligen Leistungen von 5,6 Mio. € (2014: 4,7 Mio. €) und aus anderen langfristig fälligen Leistungen von 7,3 Mio. € (2014: 5,9 Mio. €) passiviert. Darüber hinaus beläuft sich der Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) aus der Vorstandsversorgung auf 20,5 Mio. € (2014: 18,3 Mio. €).

Der Gesamtaufwand für die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat beträgt im Berichtsjahr 23,5 Mio. € (2014: 22,2 Mio. €).

Zu weiteren Informationen wird auf den "Vergütungsbericht" im zusammengefassten Lagebericht und die Angabe 41 "Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat" verwiesen.

Den Arbeitnehmern, die in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom gewählt wurden, steht weiterhin ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags zu. Die Höhe des Gehalts entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion bzw. Tätigkeit im Unternehmen. Daneben haben keine wesentlichen Transaktionen mit natürlichen nahestehenden Personen stattgefunden.

41 VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die Darstellung des Systems der Vorstandsvergütung sowie die Pflichtangaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Sätze 5-8 HGB sind Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.

Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2015

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 betragen insgesamt 17,6 Mio. € (2014: 13,9 Mio. €). Darin enthalten sind insgesamt 101 207 Stück Anrechte auf Matching Shares mit einem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung von 1,4 Mio. € (2014: 1,2 Mio. €).

Frühere Mitglieder des Vorstands

Für Leistungen und Ansprüche früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind 7,1 Mio. € (2014: 9,2 Mio. €) als Gesamtbezüge zugeflossen. Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden für diesen Personenkreis sowie deren Hinterbliebene 188,1 Mio. € (2014: 196,9 Mio. €) als Rückstellungen (Bewertung nach IAS 19) passiviert.

Sonstiges

Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Vorstandsmitglieder bzw. ehemalige Vorstandsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Angabe der individuellen Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats sind Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2015 beträgt 2 683 500,00 € (zuzüglich Umsatzsteuer) und setzt sich zusammen aus festen jährlichen Vergütungen und Sitzungsgeldern.

Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsratsmitglieder bzw. ehemalige Aufsichtsratsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen.

42 ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AktG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG haben die nach § 161 des AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom AG zugänglich gemacht. Der vollständige Wortlaut der Entsprechenserklärung ist über die Internet-Seite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) im Bereich Investor Relations unter der Rubrik "Corporate Governance" zugänglich.

43 EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODE

Verkauf des Joint Ventures EE.

Nachdem die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) im Januar 2016 dem Verkauf des Joint Ventures EE an die britische bt ohne Auflagen zugestimmt hatte, haben die Deutsche Telekom AG und der französische Telekommunikationsanbieter Orange am 29. Januar 2016 die Transaktion zu einem angepassten Kaufpreis von 13,2 Mrd. GBP vollzogen. Im Gegenzug erhielt die Deutsche Telekom AG für ihren Anteil am Joint Venture EE insgesamt 12,0% der Anteile an der bt sowie eine Barkomponente in Höhe von 25,7 Mio. GBP. Aus der Veräußerung wird sich voraussichtlich ein Ertrag von rund 2,5 Mrd. € ergeben; hiervon werden rund 0,9 Mrd. € aus in Vorjahren ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Effekten resultieren. Weiterhin erhielten die Gesellschafter vom Joint Venture EE am 25. Januar 2016 eine abschließende Dividende von insgesamt 0,3 Mrd. GBP, an der die Deutsche Telekom AG mit ihrem zu diesem Zeitpunkt bestehenden Kapitalanteil von 50,0% partizipiert hat. Die im Zuge der Transaktion erhaltenen Anteile an bt werden zukünftig in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert.

Erwerb von Mobilfunk-Frequenzen in den USA.

Im Januar 2016 erwarb T-Mobile US für rund 0,6 Mrd. US-$ Mobilfunk-Lizenzen, die die Versorgung von nahezu 20 Mio. Einwohnern in sieben großen Ballungszentren ermöglichen. Des Weiteren unterzeichnete T-Mobile US im Januar 2016 Vereinbarungen mit Dritten über den Tausch und den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen, mit denen rund 23 Mio. Menschen in sieben großen Metropolregionen erreicht werden können. Infolgedessen werden im ersten Quartal 2016 zu tauschende Mobilfunk-Lizenzen im Wert von 0,3 Mrd. US-$ in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen reklassifiziert. Vorbehaltlich der Genehmigung der Aufsichtsbehörden und anderer für solche Transaktionen üblichen Voraussetzungen wird mit dem Mitte 2016 erwarteten Vollzug der Tauschtransaktion voraussichtlich ein zahlungsunwirksamer Ertrag erfasst.

Erwerb von Mobilfunk-Frequenzen in Polen.

Bei der im Oktober 2015 beendeten Frequenzauktion in Polen erreichte T-Mobile Polska die Höchstbieterposition und ersteigerte Frequenzen in Höhe von ca. 0,5 Mrd. €, die Anfang Februar 2016 gezahlt wurden. Weiterhin steht T-Mobile Polska in Verhandlungen mit der polnischen Regulierungsbehörde UKE über die Annahme weiterer Frequenzen in Höhe von rund 0,5 Mrd. €. Diese wurden T-Mobile Polska von UKE angeboten, nachdem der Höchstbieter die Annahme der Frequenzen verweigert hatte. Gemäß den Auktionsregeln wurden T-Mobile Polska daraufhin als zweithöchstem Bieter die Frequenzen zum Kauf angeboten. Am 8. Februar 2016 hat T-Mobile Polska einen Antrag auf Zuteilung dieses Frequenzblocks gestellt.

44 HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS GEMÄSS § 314 HGB

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr 2015 als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

T 168 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Mio. €

scroll
2015
Abschlussprüfungsleistungen 15
Andere Bestätigungsleistungen 6
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 1
  22

Unter den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, Entgelte für die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse, prüferische Begleitung im Rahmen der Dokumentation des internen Kontrollsystems für die Finanzberichterstattung, Prüfung von Informationssystemen und Prozessen sowie Honorare für weitere Prüfungsleistungen ausgewiesen.

Bei den Honoraren für andere Bestätigungsleistungen handelt es sich v. a. um die Beauftragung regulatorischer Themen für die Bundesnetzagentur.

Die sonstigen Leistungen umfassen überwiegend Leistungen im Zusammenhang mit betriebswirtschaftlichen Grundsatzfragen zur Erfüllung der Anforderungen, die von der Bundesnetzagentur und anderen Behörden an die Gesellschaft gestellt werden, sowie Leistungen zur strategischen Unterstützung.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Deutschen Telekom AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Bonn, den 9. Februar 2016

Deutsche Telekom AG

Der Vorstand

Timotheus Höttges

Reinhard Clemens

Niek Jan van Damme

Thomas Dannenfeldt

Dr. Christian P. Illek

Dr. Thomas Kremer

Claudia Nemat

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Deutsche Telekom AG, Bonn

Vermerk zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG, Bonn, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Konzernbilanz, KonzernGewinn- und Verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft.

Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss

Der Vorstand der Deutschen Telekom AG, Bonn, ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

Vermerk zum Konzernlagebericht

Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der Deutschen Telekom AG, Bonn, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG ist verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der zusammengefasste Lagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des zusammengefassten Lageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 9. Februar 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Kayser, Wirtschaftsprüfer

Thomas Tandetzki, Wirtschaftsprüfer