Deutsche Telekom AG

Bonn

Zwischenbericht Q1

1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 2016

KONZERNZWISCHENBERICHT

DIE FINANZDATEN DES KONZERNS AUF EINEN BLICK

scroll
in Mio. €
Q1 2016 Q1 2015 Veränderung in % Gesamtjahr 2015
UMSATZ UND ERGEBNIS




Umsatzerlöse
17 630 16 842 4,7 % 69 228
davon: Inlandsanteil % 34,5 37,0
36,2
davon: Auslandsanteil % 65,5 63,0
63,8
Betriebsergebnis (EBIT)
4 525 1 466 n. a. 7 028
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)
3 125 787 n. a. 3 254
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse)
1 047 1 036 1,1% 4 113
EBITDA
7 667 4 160 84,3% 18 388
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)
5 163 4 574 12,9% 19 908
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 29,3 27,2
28,8
Ergebnis je Aktie unverwässert/verwässert 0,68 0,17 n. a. 0,71
BILANZ




Bilanzsumme
143 605 137 461 4,5% 143 920
Eigenkapital
38 444 36 996 3,9% 38 150
Eigenkapitalquote % 26,8 26,9
26,5
Netto-Finanzverbindlichkeiten
47 603 46 310 2,8% 47 570
CASHFLOW




Cashflow aus Geschäftstätigkeit
3 496 3 308 5,7% 14 997
Cash Capex
(3 896) (4 429) 12,0% (14 613)
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)
822 865 (5,0)% 4 546
Cashflow aus Investitionstätigkeit
(3 738) (2 937) (27,3)% (15 015)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
828 (3 136) n. a. (876)


KUNDEN IM FESTNETZ UND IM MOBILFUNK

scroll
in Mio.

Veränderung
Veränderung



31.03.2016/31.12.2015
31.03.2016/31.03.2015

31.03.2016 31.12.2015 in % 31.03.2015 in %
Mobilfunk-Kunden 158,4 156,4 1,3% 152,4 3,9%
Festnetz-Anschlüsse 28,8 29,0 (0,7)% 29,5 (2,4)%
Breitband-Anschlüssea 18,0 17,8 1,1% 17,5 2,9%


a Ohne Wholesale.


Die Definitionen wesentlicher von der Deutschen Telekom verwandter Kennzahlen finden sich im Glossar des Geschäftsberichts 2015 (Seite 251 ff.).

AN UNSERE AKTIONÄRE

ENTWICKLUNG IM KONZERN

KONZERNUMSATZ

Unser Wachstumskurs setzte sich fort: Zum Jahresauftakt stieg der Konzernumsatz um 0,8 Mrd. € auf 17,6 Mrd. € - ein Plus von 4,7 %. Zu dieser Entwicklung trug v. a. unser operatives Segment USA bei, das gegenüber dem Vorjahresquartal um 13,2 % zulegen konnte.

Unser operatives Segment Systemgeschäft konnte ein Umsatzplus von 6,1 % aufzeigen.

In unserem Heimatmarkt Deutschland mussten wir einen Rückgang von 2,5 % hinnehmen. Dieser resultierte insbesondere aus geringeren Endgeräteverkäufen sowie aus einem leichten Rückgang der Service-Umsätze.

Regulierungs- und wettbewerbsbedingt lag der Umsatz unseres operativen Segments Europa mit 2,4 % unter dem Vorjahresniveau.

Auch auf vergleichbarer Basis - also ohne Wechselkurs- und Konsolidierungskreiseffekte -wuchs unser Konzernumsatz um 0,8 Mrd. €.

Konzernumsatz
in Mrd. €

EBITDA BEREINIGT

Unser bereinigtes EBITDA wuchs ebenfalls deutlich um 0,6 Mrd. € bzw. 12,9 %.

Am stärksten konnte hierzu unser operatives Segment USA mit einem Plus von 0,7 Mrd. € beitragen; Haupttreiber dabei war der anhaltende Erfolg der "Uncarrier"-Initiativen. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg von 17,7 % auf 24,4 %.

Die bereinigte EBITDA-Marge des Konzerns lag mit 29,3 % über dem Vorjahresniveau von 27,2 %. Unsere margenstärksten operativen Segmente sind weiterhin Deutschland mit 40,0 % und Europa mit 32,0 %.

EBITDA bereinigt
in Mrd. €

EBIT

Unser EBIT stieg stark von 1,5 Mrd. € auf 4,5 Mrd. €.

Geprägt war die Entwicklung des ersten Quartals 2016 von zwei positiven Sondereinflüssen: Ein Ertrag von rund 2,5 Mrd. € resultierte aus der vollzogenen Veräußerung unseres Anteils am Joint Venture EE. Ein weiterer Ertrag von 0,4 Mrd. € stammte aus einem im März 2016 abgeschlossenen Tausch von Mobilfunk-Lizenzen zwischen T-Mobile US und AT&T.

Weiterhin profitierte das EBIT von der positiven Geschäftsentwicklung unseres operativen Segments USA.

Gegenläufig lagen die Abschreibungen infolge des weiteren 4G/LTE-Netzausbaus und des im Juni 2015 erfolgten Starts des JUMP! On Demand Programms in unserem operativen Segment USA um 0,4 Mrd. € über dem Niveau des Vorjahresquartals.

EBIT
in Mrd. €

KONZERNÜBERSCHUSS

Der Konzernüberschuss stieg aufgrund der zuvor beschriebenen Effekte ebenfalls stark um 2,3 Mrd. € auf 3,1 Mrd. €.

Unser Finanzergebnis verbesserte sich um 0,2 Mrd. €, v. a. im Zusammenhang mit Bewertungseffekten aus der Folgebewertung eingebetteter Derivate bei Anleihen der T-Mobile US.

Aufgrund des gestiegenen Ergebnisses vor Ertragsteuern erhöhte sich der Steueraufwand des laufenden Geschäftsjahres gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode um 0,7 Mrd. €.

Konzernüberschuss
in Mrd. €

EIGENKAPITALQUOTE

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 26,8 %.

Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Jahresende 2015 nur geringfügig um 0,3 Mrd. € auf 143,6 Mrd. €.

Das Eigenkapital stieg gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 0,3 Mrd. € auf 38,4 Mrd. €. Erhöhend wirkte insbesondere der Überschuss von 3,4 Mrd. €. Vermindernd wirkten v. a. ergebnisneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung (2,1 Mrd. €), Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 0,5 Mrd. € sowie die Berücksichtigung versicherungsmathematischer Verluste (nach Steuern) in Höhe von 0,4 Mrd. €.

Eigenkapitalquote
in %

CASH CAPEX

Der Cash Capex (einschließlich Investitionen in Spektrum) verringerte sich um 0,5 Mrd. € auf 3,9 Mrd. €.

Im Berichtszeitraum wurden Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von insgesamt 1,1 Mrd. € erworben, v. a. in den operativen Segmenten USA und Europa. In der Vergleichsperiode waren in den operativen Segmenten USA und Europa 1,9 Mrd. € erworbene Mobilfunk-Lizenzen enthalten.

Ohne Berücksichtigung der Effekte aus Spektrumerwerben stieg der Cash Capex um 0,3 Mrd. €, v. a. im operativen Segment USA im Zusammenhang mit Investitionen für die Netzmodernisierung, einschließlich des Ausbaus des 4G/LTE-Netzwerks.

Cash Capex
in Mrd. €

FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)

Der Free Cashflow reduzierte sich nur geringfügig auf 0,8 Mrd. €.

Erhöhend wirkte der um 0,2 Mrd. € über Vorjahresniveau liegende Cashflow aus Geschäftstätigkeit, welcher im Wesentlichen durch die positive Geschäftsentwicklung des operativen Segments USA beeinflusst war.

Vermindernd wirkten sich der gegenüber der Vorjahresperiode um 0,3 Mrd. € erhöhte Cash Capex (ohne Investitionen in Spektrum) sowie die um 0,1 Mrd. € niedrigere Dividendenzahlung des Joint Ventures EE aus.

Free Cashflow
(vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)
in Mrd. €

NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten blieben mit 47,6 Mrd. € unverändert auf dem Stand zum Jahresende 2015.

Erhöhend wirkten der Erwerb von Mobilfunk-Spektrum (1,1 Mrd. €) und Zahlungen an externe Versorgungsträger (Dotierung CTA: 0,3 Mrd. €).

Vermindernd wirkten der Free Cashflow (0,8 Mrd. €) sowie Währungskurseffekte (0,7 Mrd. €).

Netto-Finanzverbindlichkeiten
in Mrd. €

Weitergehende Erläuterungen finden sich im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns", Seite 12 ff.

DIE DEUTSCHE TELEKOM AUF EINEN BLICK

Auch in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2016 blieb die Deutsche Telekom auf Wachstumskurs. Der Umsatz im Konzern stieg um 4,7 % auf 17,6 Mrd. €. Einmal mehr wurde das Umsatzwachstum v. a. durch das starke US-Geschäft getragen, das aufgrund des anhaltend starken Kundenwachstums um 13,2 % zulegte. Im operativen Segment Deutschland führten v. a. rückläufige Endgeräteerlöse sowie leicht rückläufige Service-Umsätze zu einem Umsatzrückgang von 2,5 %, während sich im operativen Segment Europa die Umsatztrends zwar leicht verbesserten, im Ergebnis jedoch ein Umsatzrückgang verblieb. Im operativen Segment Systemgeschäft ergab sich ein deutliches Umsatzplus von rund 6,1 %, das im Wesentlichen durch den Abschluss der Aufbauphase des Mauterhebungssystems in Belgien bedingt war.

Die Umsatzsteigerung legte auch die Basis für das Wachstum beim bereinigten EBITDA, das um 12,9 % auf 5,2 Mrd. € zulegen konnte. Maßgeblich war auch hier das Wachstum in den USA, die um 0,7 Mrd. € zulegen konnte. Ohne das operative Segment USA war das bereinigte EBITDA im Saldo mit rund 0,1 Mrd. € rückläufig. Hauptursache hierfür war der Rückgang des Ergebnisbeitrags des Segments Group Headquarters & Group Services, das im Vorjahresquartal von einem Einmaleffekt profitierte.

Bei den Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - dem Cash Capex - setzen wir weiterhin auf Differenzierung durch hohe Netzqualität. Zwar sank auf den ersten Blick der Cash Capex von 4,4 Mrd. € auf 3,9 Mrd. €, dieser Rückgang war aber ausschließlich auf rückläufige Auszahlungen für den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen zurückzuführen: Wurden im Vorjahresquartal noch 1,9 Mrd. € gezahlt, so waren es im ersten Quartal 2016 1,1 Mrd. €. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus Spektrumerwerben erhöhten sich die Investitionen um rund 0,3 Mrd. €. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf Investitionen in das Mobilfunknetz in den USA zurückzuführen.

Das EBIT und der Konzernüberschuss profitierten im ersten Quartal 2016 von zwei Sondereinflüssen: zum einen der zahlungsunwirksame Ertrag in Höhe von 2,5 Mrd. € aus der Veräußerung unseres Anteils am Joint Venture EE an die BT, und zum anderen der Buchgewinn aus dem Tausch von Mobilfunk-Lizenzen in den USA in Höhe von 0,4 Mrd. €. Das EBIT stieg deshalb deutlich von 1,5 Mrd. € auf 4,5 Mrd. €, während der Konzernüberschuss um 2,3 Mrd. € auf 3,1 Mrd. € zulegte. Der um Sondereinflüsse bereinigte Konzernüberschuss lag stabil bei rund 1,0 Mrd. €.

Im Lichte der Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2016 bestätigen wir die Prognose für das Gesamtjahr.

DIE T-AKTIE

Aktienrendite der T-Aktie im ersten Quartal 2016
in %

Entwicklung der T-Aktie

scroll


Q1 2016 Q1 2015 Gesamtjahr 2015
XETRA SCHLUSSKURSE



Börsenkurs am letzten Handelstag 15,78 17,05 16,69
Höchster Kurs 16,69 17,32 17,60
Niedrigster Kurs 14,27 12,63 12,63
GEWICHTUNG DER AKTIE IN WICHTIGEN AKTIENINDIZES



DAX 30 % 6,0 5,4 5,9
Dow Jones Euro STOXX 50© % 2,5 2,2 2,5
Dow Jones Europe STOXX 600 Telecommunications© % 14,2 13,9 14,4
Marktkapitalisierung Mrd. € 72,7 77,3 76,9
Ausgegebene Aktien Mio. Stück 4 607 4 536 4 607


Historische Performance der T-Aktie zum 31. März 2016
in %

An den internationalen Börsenplätzen gestaltete sich der Start in das Jahr 2016 alles andere als vielversprechend. Bis Mitte Februar verzeichneten alle wichtigen Börsenindizes deutliche Kursrückgänge, die in der Spitze bis zu 15 % betrugen. Hintergrund war die weiterhin als kritisch angesehene Lage der Weltkonjunktur - besonderes Augenmerk galt der Situation in China -sowie die anhaltende Schwäche des Ölpreises. Unterm Strich verloren im ersten Quartal 2016 sowohl der DAX 30 als auch der Dow Jones Euro STOXX 50© mehr als 7 %, während der Nikkei sogar 11 % einbüßte. Lediglich der Dow Jones konnte mit 2,2 % ein leichtes Plus verzeichnen.

Der Telekommunikationsmarkt in Europa konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen und verzeichnete mit minus 6,2 % einen ähnlichen Rückgang.

Auch die Aktie der Deutschen Telekom folgte diesem Trend, war jedoch mit minus 5,5 % auf Total Return Basis nicht so stark wie der Sektor rückgängig.

WICHTIGE EREIGNISSE IM ERSTEN QUARTAL 2016

UNTERNEHMENSTRANSAKTIONEN

Verkauf unseres Joint Ventures EE. Nachdem die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) im Januar 2016 dem Verkauf des Joint Ventures EE an die britische BT ohne Auflagen zugestimmt hatte, haben wir und der französische Telekommunikationsanbieter Orange am 29. Januar 2016 die Transaktion zu einem Kaufpreis von 13,2 Mrd. GBP vollzogen. Im Gegenzug erhielten wir für unseren Anteil am Joint Venture EE insgesamt 12,0 % der Anteile an der BT sowie eine Barkomponente in Höhe von 25,7 Mio. GBP Aus der Veräußerung ergab sich ein Ertrag von rund 2,5 Mrd. €, davon rund 0,9 Mrd. € aus in Vorjahren ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Effekten. Weiterhin erhielten die Gesellschafter vom Joint Venture EE am 25. Januar 2016 eine abschließende Dividende von insgesamt 0,3 Mrd. GBP, an der wir mit unserem zu diesem Zeitpunkt bestehenden Kapitalanteil von 50 % partizipiert haben.

ANLEIHEEMISSIONEN

Die Deutsche Telekom International Finance B.V. hat mit Garantie der Deutschen Telekom AG am 23. März 2016 eine Euro-Anleihe über 4,5 Mrd. € in drei Tranchen platziert: Eine 4-jährige variabel verzinsliche Tranche mit einem Volumen von 1,25 Mrd. € wurde mit einem Aufschlag von 35 Basispunkten über dem 3-Monats-Euribor, eine 7-jährige festverzinsliche Tranche mit einem Volumen von 1,75 Mrd. € mit einem Kupon von 0,625 % sowie eine 12-jährige Tranche mit einem Volumen von 1,5 Mrd. € mit einem fixen Kupon von 1,5 % ausgegeben. Die Emission ist Teil unserer allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten wurden dadurch nicht erhöht.

INVESTITIONEN IN NETZE UND SPEKTREN

Erwerb und Tausch von Mobilfunk-Lizenzen in den USA. Im Januar 2016 erwarb T-Mobile US für rund 0,5 Mrd. € Mobilfunk-Lizenzen, die die Versorgung von nahezu 20 Mio. Einwohnern in sieben großen Ballungszentren ermöglichen. Des Weiteren unterzeichnete T-Mobile US im Januar 2016 Vereinbarungen mit Dritten über den Tausch und den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen für rund 0,6 Mrd. €, mit denen rund 48 Mio. Menschen erreicht werden können. Infolgedessen wurden im ersten Quartal 2016 zu tauschende Mobilfunk-Lizenzen im Wert von 0,3 Mrd. € in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen reklassifiziert. Vorbehaltlich der Genehmigung der Aufsichtsbehörden und anderer für eine solche Transaktion üblichen Voraussetzungen wird mit dem Mitte 2016 erwarteten Vollzug der Tauschtransaktion voraussichtlich ein zahlungsunwirksamer Ertrag erfasst. Im März 2016 vollzogen T-Mobile US und AT&T den im dritten Quartal 2015 vereinbarten Tausch von Mobilfunk-Lizenzen. Hieraus resultierte ein zahlungsunwirksamer Ertrag von 0,4 Mrd. €.

Erwerb von Mobilfunk-Frequenzen in Polen. Bei der im Oktober 2015 beendeten Frequenzauktion in Polen erreichte T-Mobile Polska die Höchstbieterposition und ersteigerte Frequenzen in Höhe von ca. 0,5 Mrd. €, die Anfang Februar 2016 gezahlt wurden. Weiterhin stehen wir in Verhandlungen mit der polnischen Regulierungsbehörde UKE über die Annahme weiterer Frequenzen in Höhe von rund 0,5 Mrd. €. Diese wurden T-Mobile Polska von UKE angeboten, nachdem der Höchstbieter die Annahme der Frequenzen verweigert hatte. Gemäß den Auktionsregeln wurden T-Mobile Polska daraufhin als zweithöchstem Bieter die Frequenzen zum Kauf angeboten. Am 8. Februar 2016 hat T-Mobile Polska einen Antrag auf Zuteilung dieses Frequenzblocks gestellt. Die Klärung der Neuzuordnung der Frequenzen hält noch an. Ein finaler Abschluss der Zuteilung wird bis Ende des zweiten Quartals 2016 erwartet.

KOOPERATIONEN

Exklusive Partnerschaft mit i.am+. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona gaben wir unsere langfristig angelegte Kooperation mit dem vom Entrepreneur und Musiker will.i.am gegründeten Innovationsunternehmen i.am+ bekannt. Im Fokus der Zusammenarbeit steht die exklusive Vermarktung des Produkts "dial" - eine Uhr und ein Smartphone zugleich, das sich durch eine Vielzahl innovativer Anwendungen von bisherigen sog. "Wearables" unterscheidet. Die Bedienung erfolgt über die hochentwickelte Sprachsteuerung AneedA. Sie liefert Musik, Informationen und verfügt über eine persönliche, künstliche Intelligenz. Im Laufe des Jahres wird "dial" in den ersten europäischen Telekom Märkten erhältlich sein. Darüber hinaus beteiligten wir uns mit unserem strategischen Investment Fonds "Telekom Innovation Pool" am Innovationsunternehmen i.am+.

Innovative Technologiepartnerschaft mit SK Telecom vereinbart. Mit Südkoreas größtem Telekommunikationsunternehmen SK Telecom sind wir Ende Februar 2016 eine strategische Partnerschaft eingegangen mit dem gemeinsamen Ziel, die eigenen markt-, kunden- und technologiespezifischen Leistungspotenziale als Branchenführer weiter auszubauen, um so einen zusätzlichen Nutzen für den Kunden zu schaffen. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Services, Internet der Dinge (IoT) und den damit verbundenen Forschungsgebieten. Weiterhin wurde im Rahmen der Zusammenarbeit vereinbart, im zweiten Quartal 2016 den innovativen Pico Beamer von SK Telecom erst deutschland-, dann europaweit zu vermarkten -im Gegenzug plant SK Telecom unsere WLAN-Lösung für Fahrzeuge "In-Car WiFi" im südkoreanischen Markt einzuführen.

Vertriebspartnerschaft mit Akamai geschlossen. Auf der CeBIT haben wir einen umfangreichen Partnervertrag mit Akamai, dem weltweit führenden Anbieter von Content Delivery Network (CDN)-Diensten, unterzeichnet. Somit können wir unser internationales Angebot für Großkunden weiter ausbauen und das komplette Lösungsportfolio von Akamai anbieten. Die Dienste von Akamai beschleunigen Web-Seiten und Cloud-Anwendungen auf den Endgeräten und sorgen dafür, dass digitale Inhalte schnell, zuverlässig und sicher verfügbar sind. Die Partnerschaft mit Akamai zahlt auf unsere Strategie ein, unsere führende Marktposition bei Geschäftskunden weiter auszubauen.

INNOVATIONEN

Rekorde bei 5G-Demonstration. Zum weltweit ersten Mal zeigten wir auf dem Mobile World Congress in Barcelona ein komplettes Ende-zu-Ende 5G-System. Dabei wurde eine Reaktionszeit, sog. "Latenz", von unter einer Millisekunde gemessen. Das ist ein technischer Rekord und ein wichtiger Schritt, um wirkliche Echtzeit-Anwendungen wie selbstfahrende Autos oder medizinische Ferneingriffe überhaupt realisieren zu können. Unsere Technik-Führerschaft konnten wir auch bei den Bandbreiten demonstrieren: Gemeinsam mit Partnern steigerten wir bei einer Mobilfunk-Verbindung zu einem Smartphone-Prototyp die Datenrate auf mehr als 1,5 GBit/s. Solche Datenraten sind zukünftig v. a. für Anwendungen mit hochauflösenden Bildern oder Filmen notwendig. Bereits wenige Tage vor dem Mobile World Congress konnte unser Innovationslabor 5G:haus, das wir zusammen mit führenden Branchenpartnern im März 2015 zur Entwicklung und Standardisierung neuer Technologien gründeten, und unser Partner Huawei eine Rekord-Datenübertragung erreichen: Bei einem Live-Versuch mit Millimeter-Wellen-Technologie wurden Multi-User-Verbindungsgeschwindigkeiten von bis zu 70 GBit/s erreicht.

Mit Kupfer Glasfaser-Geschwindigkeit erreicht. Zusammen mit Nokia haben wir in einem Laborversuch gezeigt, wie mit der neuen Ultra-Breitband-Zugangstechnik XG-FAST Datenübertragungsgeschwindigkeiten von über 10 GBit/s auf Kupferkabel erzielt werden können. Dabei nutzt XG-FAST den letzten Abschnitt des vorhandenen Kupfernetzes, um dort Geschwindigkeiten zu erzielen, die der Übertragung auf Glasfaser ähnlich sind. Die Technik befindet sich in einer frühen Phase der Entwicklung, zeigt aber, dass sich weitere neue Möglichkeiten eröffnen, um hohe Übertragungsraten zur Verfügung stellen zu können.

NEUE GROSSKUNDENVERTRÄGE

T-Systems bleibt weitere fünf Jahre Betreiber der Großrechner-Plattform eines Automobilherstellers. Gemeinsam mit diesem Automobilhersteller werden wir die Digitalisierung der Automobilbranche vorantreiben und die dazugehörigen Plattformen modernisieren und flexibilisieren. Neben dem klassischen IT-Geschäft werden wir auch zukünftig beim Thema vernetztes Auto zusammenarbeiten.

NEUE PRODUKTE UND TARIFE

Zu Beginn der diesjährigen CeBIT präsentierten wir unsere "Open Telekom Cloud". Geschäftskunden können mit unserem Public Cloud-Angebot neben maßgeschneiderten Private Cloud-Lösungen auch Infrastruktur, Software und Anwendungen nach Bedarf kostengünstig und sicher über das Internet beziehen. Die Hardware und das Lösungskonzept wird von unserem Technologiepartner Huawei betrieben. Unsere Netze sorgen dabei für eine zuverlässige Verfügbarkeit und unsere zertifizierten deutschen Cloud-Rechenzentren von T-Systems ermöglichen größtmögliche Qualität und Sicherheit. Die "Open Telekom Cloud" ist für uns ein zentraler Baustein zur Erweiterung unseres Cloud-Ökosystems.

Weiterhin wurden auf der CeBIT neue Produkte für Sicherheitslösungen vorgestellt: Mit "Internet Protect Pro" bieten wir Geschäftskunden einen Komplettschutz für Bedrohungen aus dem Internet aus einer Hand an. "Internet Protect Pro" wird in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Internet-Sicherheitsspezialisten Zscaler aus der TelekomCloud angeboten und schützt vor Schadcodes, Cyberangriffen und Datendiebstahl in Echtzeit. Mit "Mobile Protect Pro" bieten wir Unternehmen einen Rundumschutz für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Die von Zimperum, dem führenden Anbieter von Sicherheitsprodukten im Mobilfunk, entwickelte Lösung basiert u. a. auf selbstständig lernenden Algorithmen, die auch unbekannte Risiken identifizieren können. Beide Sicherheitsprodukte sind erste Lösungen aus unserem neuen Bereich Telekom Security, in dem wir alle Sicherheitsbereiche des Konzerns gebündelt haben.

"MagentaEins" ist seit März 2016 für Privatkunden in allen unseren europäischen integrierten Märkten verfügbar: Nach der Slowakei, Rumänien, Ungarn, EJR Mazedonien, Griechenland und Montenegro ist nun auch Kroatien dem Konzept des konvergenten Produktportfolios gefolgt. Hierbei handelt es sich um ein den lokalen Marktgegebenheiten und Anforderungen angepasstes internationales Marketing-Konzept, welches Internet, Telefonie und Unterhaltung jederzeit, überall und von jedem Gerät nutzbar macht.

Mit den neuen "MagentaMobil Happy" Tarifen erhalten unsere "MagentaEins" Kunden in Deutschland gegen ein monatliches Entgelt alle zwölf Monate ein neues Top-Smartphone oder -Tablet. Mit Happy, der seit März 2016 buchbar ist, starteten wir "MagentaEins 5.0" und erweitern unser "MagentaEins" Portfolio um ein weiteres attraktives Angebot. Zusätzlich bieten wir ab Mitte April 2016 unsere neuen "MagentaMobil" Tarife für Privat- und Geschäftskunden an. In den "MagentaMobil" Tarifen S, M und L erhalten unsere Kunden noch mehr Inklusivleistungen: Neben der Erhöhung des Highspeed-Datenvolumens beinhalten die Tarife eine integrierte HotSpot-Flat sowie ein kostenloses EU-Roaming-Paket für Telefon, SMS und mobile Datennutzung im europäischen Ausland.

AUSZEICHNUNGEN

Nachfolgende Grafik stellt die wesentlichen Auszeichnungen des ersten Quartals 2016 zusammen. Weitere Auszeichnungen finden Sie online unter: www.telekom.com/medien.

Wesentliche Auszeichnungen im ersten Quartal 2016

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

KONZERNSTRUKTUR, -STRATEGIE UND -STEUERUNG

Hinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und -steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht 2015 (Geschäftsbericht 2015, Seite 58 ff.). Aus Sicht des Konzerns ergaben sich hierzu keine wesentlichen Änderungen.

Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Bei dem Geschäftskundenbereich der Magyar Telekom handelt es sich um eine Einheit in Ungarn, die im Wesentlichen ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden erbringt. Die Zusammenführung wurde aus Gründen einer besseren Steuerbarkeit der Gesellschaft durchgeführt. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst.

Für nähere Informationen verweisen wir auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss (Seite 44 f.).

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 dargestellten Situation des wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den ersten drei Monaten 2016, den Ausblick, die zurzeit wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken, den Telekommunikationsmarkt sowie auf das regulatorische Umfeld eingegangen. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick erfolgt unter dem Vorbehalt, dass keine wesentlichen unerwarteten Ereignisse im Prognosezeitraum eintreffen.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die Weltkonjunktur hat sich im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal leicht abgeschwächt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im April 2016 seine Wachstumsprognose für die Entwicklung der Weltwirtschaft für die Jahre 2016 und 2017 leicht nach unten korrigiert. Grund für das verhaltene Wachstum ist in erster Linie die schwache konjunkturelle Entwicklung in den Schwellenländern. Nach den angepassten IWF-Prognosen werden die Schwellen- und Entwicklungsländer 2016 um 4,1 % wachsen, die Industrieländer um 1,9 %.

In unseren Kernmärkten haben sich die Wachstumsraten der Volkswirtschaften im ersten Quartal 2016 überwiegend positiv entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland wuchs im Berichtsquartal um 1,4 % gegenüber dem Vorjahresquartal, gestützt v. a. vom privaten Konsum. Auch die Arbeitslosenquote blieb mit durchschnittlich 6,2 % auf niedrigem Niveau. Die US-Wirtschaft wuchs im ersten Quartal 2016 um 2,2 %. Die US-Konjunktur profitierte unverändert von einem robusten Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote lag im ersten Quartal 2016 bei 4,9 %. In nahezu allen Ländern unseres operativen Segments Europa haben sich die Wachstumsraten des BIP und die Beschäftigung zu Beginn 2016 positiv entwickelt. Die Volkswirtschaften profitierten v. a. von einem steigenden Binnenkonsum und niedrigen Energiepreisen. Griechenland hat nach wie vor Schwierigkeiten, an das gesamteuropäische Wachstum anzuschließen.

AUSBLICK

Für unsere Kernmärkte gehen wir weiterhin von einer stabilen konjunkturellen Entwicklung aus. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Deutschland, den USA und den Ländern unseres operativen Segments Europa - mit der Ausnahme Griechenlands - ist robust. Das Wachstum wird in erster Linie von der positiven Entwicklung der privaten Konsumausgaben und niedrigen Öl- und Energiepreisen gestützt. Mit einer Erholung der griechischen Wirtschaft ist voraussichtlich 2017 zu rechnen.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Die wirtschaftliche und politische Entwicklung der letzten Monate hat gezeigt, dass mit den Unwägbarkeiten für die Entwicklung der Weltkonjunktur und auch die unserer Länder zugenommen haben. Geopolitische Krisen, ausgelöst etwa von einer erhöhten Terrorgefahr oder großen Flüchtlingsströmen, können die Volkswirtschaften unserer Länder negativ beeinflussen. Darüber hinaus kann eine anhaltende Konjunkturschwäche, v. a. in den Schwellenländern, den Welthandel und damit die Märkte unserer operativen Segmente belasten. Auch die anhaltende Diskussion über mögliche Austritte aus der Europäischen Union kann die wirtschaftliche Entwicklung in Europa beeinträchtigen. Die politische und wirtschaftliche Lage in Griechenland hat sich grundsätzlich stabilisiert. Es bleiben jedoch Risikofaktoren wie z. B. die knappe parlamentarische Mehrheit der Regierungskoalition und ein möglicherweise zunehmender Widerstand gegen die Sparpolitik, der die Verhandlungen mit internationalen Gläubigern gefährden könnte. Insofern kann eine neuerliche krisenhafte Zuspitzung der politischen Situation nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

TELEKOMMUNIKATIONSMARKT

Der Konsolidierungsdruck in der europäischen Telekommunikationsbranche ist nach wie vor hoch. Gründe dafür sind insbesondere sinkende Umsätze durch den steigenden Wettbewerb. Gleichzeitig sind hohe Investitionen für den Netzausbau, für Innovationen und den Erwerb von Spektrum nötig. Vor diesem Hintergrund sorgt das gescheiterte Konsolidierungsvorhaben in Dänemark für Unsicherheit in der Branche: Bereits im September 2015 zogen Telenor und TeliaSonera ihre Fusionspläne zurück, nachdem sich die Unternehmen nicht mit der EU-Kommission auf geeignete Bedingungen einigen konnten. Es bleibt weiterhin abzuwarten, welche Signalwirkung diese Entscheidung auf die laufenden und zukünftigen Konsolidierungsvorhaben in der EU haben wird. Die britische Wettbewerbsbehörde hat dem Erwerb von EE durch BT im Januar 2016 ohne Auflagen zugestimmt. Andererseits prüft die EU-Kommission weiterhin die geplante Fusion zwischen Hutchison und Telefonica in Großbritannien und hat den Zusammenschluss von Liberty Global und BASE in Belgien nur unter strengen Auflagen genehmigt. Konsolidierungsaktivitäten sind auch in anderen Ländern zu beobachten: So planen Vodafone und Liberty Global ihre Aktivitäten in den Niederlanden zusammenzulegen und in Italien wollen Hutchison und VimpelCom gemeinsame Wege gehen.

Europäische Datenschutzgrundverordnung. Einen Teil der digitalen Binnenmarktstrategie bildet die Reform des Datenschutzes durch die im Dezember 2015 zwischen Europäischer Kommission, EU-Rat und Europäischem Parlament ausverhandelte Datenschutzgrundverordnung. Nach der am 14. April 2016 erfolgten Verabschiedung im Europäischen Parlament tritt die Verordnung 20 Tage nach Veröffentlichung im Amtsblatt der EU zwischen Mai und Juni 2016 in Kraft und kommt nach einer 2-jährigen Übergangsfrist 2018 zur Anwendung. Das neue Datenschutzrecht schließt eine große Lücke in der Regulierung im Bezug auf Dienstleister außerhalb der EU und setzt grundsätzlich für sämtliche Marktteilnehmer, die in der EU agieren, die gleichen Regeln. Die Verordnung sichert ein hohes Datenschutzniveau in Europa und ermöglicht gleichzeitig neue digitale Geschäftsmodelle. Die Datenschutzgrundverordnung bedarf keiner Umsetzung in nationales Recht, sie gilt in den Mitgliedsstaaten unmittelbar. Entgegenstehendes oder redundantes deutsches Recht muss im Zuge eines sog. "Rechtsbereinigungsgesetzes" aufgehoben werden. Wegen der in 2017 anstehenden Bundestagswahl ist mit einem Gesetzentwurf bereits in der zweiten Hälfte 2016 zu rechnen.

Safe Harbor. Im Nachgang zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 6. Oktober 2015, welches die Safe Harbor-Entscheidung der EU-Kommission für ungültig erklärt hat, hat die EU-Kommission Anfang Februar 2016 ein Nachfolgeabkommen (EU-US Privacy Shield) vorgestellt. Durch das Privacy Shield soll, analog zum ehemaligen Safe Harbor-Abkommen, die Übertragung und Verarbeitung personenbezogener Daten von EU-Bürgern in den USA ermöglicht werden. Allerdings bestehen erhebliche Zweifel, ob die in der Urteilsbegründung identifizierten Mängel (u. a. kein angemessenes Schutzniveau für personenbezogene Daten in den USA, kein ausreichender Schutz vor dem uneingeschränkten Zugriff US-amerikanischer Sicherheitsbehörden, keine Gewährleistung eines effektiven Rechtsschutzes) behoben werden konnten. Die sog. "Art. 29 Arbeitsgruppe", die sich aus Vertretern der nationalen Datenschutzbehörden in Europa zusammensetzt, hat daher in ihrer offiziellen Stellungnahme am 13. April 2016 weitere Verbesserungen empfohlen. Dies betrifft v. a. die weitere Eingrenzung der Kriterien für die Massenüberwachung, eindeutige Garantien, Kompetenzen für die neu zu schaffende Schlichtungsstelle sowie den Zugang zu US-Gerichten für EU-Bürger. Zudem sollte bei gültig werden der EU-Datenschutzgrundverordnung in zwei Jahren ein Review des Abkommens erfolgen. Die alternativen Transfermethoden (Binding Corporate Rules, Standardvertragsklauseln) sollen zunächst weiterhin ihre Gültigkeit behalten. Die EU-Kommission plant derzeit eine Ratifizierung des Abkommens für Juni 2016. Dies wird aber davon abhängen, ob vorher alle EU-Mitgliedsstaaten dem Entwurf zugestimmt haben.

IT-Sicherheitsgesetz. Im Rahmen des IT-Sicherheitsgesetzes (IT-SiG) wurde im ersten Quartal 2016 ein Entwurf der Rechtsverordnung (KRITIS VO) erarbeitet, in dem die Kriterien festgelegt werden, anhand derer die Betreiber der kritischen Infrastrukturen (KRITIS) aus den Sektoren Informationstechnik und Telekommunikation, Wasser, Energie und Ernährung erkennen können, ob sie unter die Regelungen des IT-SiG fallen. Die Verordnung soll voraussichtlich im Mai 2016 in Kraft treten.

Für das zweite Quartal 2016 wird die finale Verabschiedung der EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit erwartet, nach welcher, ergänzend zu den Bestimmungen des IT-SiG, nun auch Online-Marktplätze, Suchmaschinenbetreiber und Cloud-Dienstleister die Einhaltung von Mindestanforderungen für die Sicherheit ihrer Infrastrukturen gewährleisten und Zwischenfälle melden müssen. Daraus kann die Notwendigkeit für den deutschen Gesetzgeber erwachsen, das IT-SiG entsprechend anzupassen. Es bleibt abzuwarten, ob im Zuge einer solchen Änderung auch die bisherigen Mängel des IT-SiG bezüglich der Nicht-Berücksichtigung von Hard- und Software-Herstellern korrigiert werden.

REGULIERUNG

Weiterer Vectoring-Ausbau beantragt. Am 7. April 2016 hat die BNetzA einen Beschlussentwurf auf unseren Antrag zum Vectoring-Ausbau zur EU-Kommission nach Brüssel notifiziert. So wie im vorangegangenen Konsultationsentwurf wird uns damit ein weitgehend exklusiver Ausbau der Nahbereiche ermöglicht. Allerdings sollen im Vergleich zum ersten Entscheidungsentwurf die Wettbewerber insgesamt mehr Nahbereiche selbst mit Vectoring erschließen können. Die EU-Kommission hat bis Mitte Mai 2016 Zeit, den Entwurf zu kommentieren. Sofern die Kommission keine ernsthaften Zweifel äußert, ist mit einem Abschluss des Regulierungsverfahrens im zweiten Quartal 2016 zu rechnen. Die regulatorischen Voraussetzungen für eine konkrete Umsetzung sind jedoch erst mit einer Anpassung des Standardangebots gegeben, was voraussichtlich im vierten Quartal 2016 abgeschlossen wird.

Die BNetzA hat am 28. Oktober 2015 die Regulierungsverfügung für den Bitstrommarkt erlassen. Ergänzend zur bisherigen ex post-Regulierung für sog. "Layer-3-Bitstromzugangsprodukte" sieht diese eine ex ante-Genehmigungspflicht für Layer-2-Bitstromzugangsprodukte (BSA) vor, allerdings ohne die Anforderung einer kostenorientierten Entgeltregulierung. Die BNetzA reguliert auch die Angebotskonditionen des Layer-2-Bitstromzugangsprodukts im Rahmen eines sog. "Standardangebotsverfahrens". Hierzu hat sie Anfang April 2016 einen vorläufigen Beschluss erlassen. Mit einer finalen Entscheidung ist im Juni 2016 zu rechnen. Im ersten Quartal 2016 haben wir einen Entgeltantrag zum neuen Layer-2-BSA bei der BNetzA eingereicht. Wesentliche beantragte Entgelte waren die monatlichen Überlassungsentgelte für einen VDSL-Endkundenanschluss sowie für die Übergabeanschlüsse am sog. "Broadband Network Gateway" (BNG). Der vorläufige Beschluss im Entgeltverfahren wird Mitte des zweiten Quartals 2016 erwartet, danach schließen sich dann noch die nationale und die EU-Konsultation an, sodass mit der endgültigen Genehmigung der Entgelte zum 1. Juli 2016 zu rechnen ist.

BNetzA-Verfahren zu "MagentaZuhause Hybrid". Seit Anfang 2015 bieten wir für Endkunden mit "MagentaZuhause Hybrid" Tarife an, bei denen die Kapazitäten von Festnetz (DSL) und Mobilfunk (LTE) dank innovativer Netztechnik in einem Anschlussprodukt kombiniert werden. 2015 hatte die BNetzA bereits einen Antrag der 1&1 Telecom GmbH auf Bereitstellung eines entsprechenden Vorleistungsprodukts abgelehnt. In Bezug auf die Preise von "MagentaZuhause Hybrid" führte die BNetzA ab Januar 2016 noch Vorermittlungen wegen von 1&1, NetCologne und M-net erhobenen Vorwürfen angeblich zu niedriger Preise durch. Da aus Sicht der Behörde die Preise jedoch nicht zu beanstanden waren, stellte die BNetzA die Vorermittlungen am 10. März 2016 ein.

Entgeltanträge zu den TAL-Überlassungsentgelten. Am 5. Februar 2016 haben wir Entgeltanträge für die monatlichen Überlassungsentgelte für die Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) sowie für Produkte zum Zugang zu passiver Infrastruktur eingereicht. Am 20. April 2016 hat die BNetzA die Konsultationsentwürfe für die Entgeltentscheidungen veröffentlicht. Demnach sollen die Entgelte für die wichtigste Variante, den Zugang zur Teilnehmer-Anschlussleitung bis zum Hauptverteiler, um 1,7 % von 10,19 €/Monat auf 10,02 €/ Monat sinken. Die Konsultationsentwürfe werden zunächst national und dann international konsultiert. Sofern die EU-Kommission keine ernsthaften Zweifel äußert, erwarten wir Ende Juni 2016 die finalen Entscheidungen. Gültig werden die neuen Entgelte ab dem 1. Juli 2016.

Weitere Sonderabgaben bei unseren internationalen Beteiligungen. Neben bereits bekannten Sondersteuern, u. a. in Griechenland, Ungarn, Rumänien und Kroatien, wurde in Österreich die Einführung einer Steuer auf Mobilfunk-Masten zwar diskutiert, jedoch abschließend verworfen.

FREQUENZVERGABE

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wesentlichen Frequenzvergaben wie Auktionen sowie Lizenzverlängerungen 2016 in Deutschland und bei unseren internationalen Beteiligungen. Daneben gibt es in verschiedenen Ländern Hinweise auf einige in Kürze erwartete Frequenzvergaben.

scroll
Wesentliche Frequenzvergaben Vergabestart Vergabeende Frequenzbereiche (MHz) Vergabeverfahren Erworbenen Frequenzen (MHz) Frequenzinvestitionen
Albanien Q3/2016 Q4/2016 3 500/3 700 Sealed Bida Sequenziell noch offen noch offen
Griechenland Q3/2016 Q4/2016 1 800 Details noch offen noch offen noch offen
Großbritannien Q3/2016 Q4/2016 2 300/3 500 Auktion (SMRAb) (erwartet) noch offen noch offen
Montenegro Q2/2016 Q3/2016 800/900/1 800/
2 100/2 600
Auktion (CCAc) noch offen noch offen
Niederlande Q2/2014 Q1/2016 2 100 Lizenzverlängerung bis 2020 2x20 24 Mio. €
Polen Q1/2015 Q2/2016 800/2 600 Auktion (SMRAb)/ Sealed Bida 2x5/2x15 2,1 Mrd. PLN (rund 0,5 Mrd. €d)
Slowakei Q2/2016 Q3/2016 1 800 Auktion (SMRAb) noch offen noch offen
Tschechische Republik Q2/2016 Q3/2016 1 800/2 600 Auktion (SMRAb) noch offen noch offen
Tschechische Republik Q3/2016 Q4/2016 3 700 Auktion (SMRAb) (erwartet) noch offen noch offen
Ungarn Q2/2016 Q2/2016 3 500/3 700 Sealed Bida noch offen noch offen
USA Q2/2016 Q3/2016 600 Incentive Auctione noch offen noch offen


a Abgabe eines einzelnen Gebots in verschlossenem Briefumschlag, z. T. sequenziell, in mehreren Vergaben.
b Simultane elektronische Mehrrundenauktion mit aufsteigenden, parallelen Geboten für alle Bereiche.
c Combinatorial Clock Auction, dreistufige Mehrrundenauktion für Spektrum aus allen Frequenzbändern.
d Summe der finalen Gebote. Möglicher Erwerb eines weiteren Frequenzblocks noch in Klärung. Frequenzzuteilungen in Q2/2016 erwartet.
e Menge und Preise des zu handelnden Spektrums abhängig von der Abgabe des Spektrums durch Rundfunkanbieter.


GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES KONZERNS

ERTRAGSLAGE DES KONZERNS

UMSATZ

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016 erzielten wir einen Konzernumsatz von 17,6 Mrd. €, der mit einem Wachstum von 0,8 Mrd. € bzw. 4,7 % über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums lag. Zu dieser positiven Entwicklung trug maßgeblich die Geschäftsentwicklung in unserem operativen Segment USA bei: Die erfolgreichen "Uncarrier"-Initiativen von T-Mobile US ließen die Zahl an Neukunden und damit auch die Service-Umsätze weiterhin stark steigen. Im Gegensatz dazu wurden die Endgeräteumsätze negativ beeinflusst. Im Zuge des im Juni 2015 bei T-Mobile US eingeführten Geschäftsmodells JUMP! On Demand gingen Kunden vermehrt dazu über, hochwertige Endgeräte zu mieten. In unserem Heimatmarkt Deutschland waren die Umsätze mit 2,5 % rückläufig. Dies ist v. a. auf geringere Endgeräteverkäufe sowie leicht rückläufige Service-Umsätze im Mobilfunk zurückzuführen. In unserem operativen Segment Europa mussten wir einen Umsatzrückgang von 2,4 % hinnehmen. Entscheidungen von Regulierungsbehörden belasteten unsere Umsatzentwicklung nach wie vor. Zusätzlich setzte die immer noch hohe Wettbewerbsintensität auf den Telekommunikationsmärkten in unseren Landesgesellschaften die Umsätze weiter unter Druck. Der Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag um 6,1 % über dem Niveau des Vorjahresquartals, was v. a. durch den Abschluss der Aufbauphase des Mauterhebungssystems in Belgien bedingt war. Der Umsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich im Vorjahresvergleich im Wesentlichen aufgrund der fehlenden Umsätze im Zusammenhang mit dem Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia im November 2015 und der Neuaufstellung des Bereichs Group Innovation+.

Ohne Berücksichtigung von positiven Wechselkurseffekten in Höhe von insgesamt 0,1 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, und negativen Konsolidierungskreiseffekten in Höhe von insgesamt 0,1 Mrd. € stieg der Umsatz um 0,8 Mrd. € bzw. 4,5 %. Detailliertere Angaben zu den Umsatzentwicklungen in unseren operativen Segmenten Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft sowie in dem Segment Group Headquarters & Group Services können dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" (Seite 17 ff.) entnommen werden.

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz
in Mio. €


scroll

Q1 2016 Q1 2015 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2015
KONZERNUMSATZ 17 630 16 842 788 4,7% 69 228
Deutschland 5 452 5 589 (137) (2,5)% 22 421
USA 7 816 6 905 911 13,2 % 28 925
Europaa 3 080 3 157 (77) (2,4)% 13 024
Systemgeschäfta 2 045 1 927 118 6,1 % 8 194
Group Headquarters & Group Services 513 565 (52) (9,2)% 2 275
Intersegmentumsatz (1 276) (1 301) 25 1,9% (5 611)


a Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss, Seite 44 f.


Regionale Umsatzverteilung
in %

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatza
in %

a Für nähere Informationen zum Außenumsatz verweisen wir auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss, Seite 44 f.


Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 44,3 % unverändert den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Im Vergleich zur Vorjahresperiode erhöhte sich der Anteil am Konzernumsatz, v. a. aufgrund des weiterhin starken Anstiegs an Neukunden, um 3,3 Prozentpunkte. Rückläufig zeigten sich hingegen die Anteile unserer operativen Segmente Deutschland und Europa sowie des Segments Group Headquarters & Group Services. Der Anteil unseres operativen Segments Systemgeschäft blieb stabil bei 8,8 %. Im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode erhöhte sich die Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz von 63,0 % auf 65,5 %.

EBITDA, BEREINIGTES EBITDA

Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen erwirtschafteten wir im ersten Quartal 2016 ein gegenüber dem Vergleichszeitraum um 0,6 Mrd. € gestiegenes bereinigtes EBITDA von 5,2 Mrd. €. Zu dieser Entwicklung trug in erster Linie unser operatives Segment USA mit einem Plus des bereinigten EBITDA-Beitrags von 0,7 Mrd. € bei; Haupttreiber dabei war der anhaltende Erfolg der "Uncarrier"-Initiativen. Die im Rahmen von JUMP! On Demand erzielten Umsatzeffekte leisteten ebenfalls einen Beitrag zum Anstieg des bereinigten EBITDA, da die entsprechenden Kosten über die Laufzeit des Mietvertrags abgeschrieben wurden und sich damit nicht auf das bereinigte EBITDA auswirkten. Wechselkurseffekte sowie Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen wirkten sich nur von untergeordneter Bedeutung auf die Entwicklung des bereinigten EBITDA aus.

Gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum erhöhte sich unser EBITDA deutlich um 3,5 Mrd. € auf 7,7 Mrd. €; enthalten waren positive Sondereinflüsse im Saldo in Höhe von 2,5 Mrd. €. In erster Linie handelte es sich dabei um einen Ertrag aus der am 29. Januar 2016 durchgeführten Veräußerung unseres Anteils am Joint Venture EE von rund 2,5 Mrd. €. Aus einem im März 2016 vollzogenen Tausch von Mobilfunk-Lizenzen zwischen T-Mobile US und AT&T resultierte ein Ertrag von 0,4 Mrd. €. Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogene Restrukturierungsaufwendungen beliefen sich insgesamt auf 0,3 Mrd. € und lagen damit auf Vorjahresniveau. Detailliertere Angaben zur Entwicklung von EBITDA/bereinigtem EBITDA unserer Segmente können dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" (Seite 17 ff.) entnommen werden.

Beitrag der Segmente zum Konzern-EBITDA bereinigt
in Mio. €

scroll

Q1 2016 Q1 2015 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2015
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN 5 163 4 574 589 12,9 % 19 908
Deutschland 2 180 2 211 (31) (1,4)% 8 790
USA 1 908 1 225 683 55,8% 6 654
Europaa 986 1 016 (30) (3,0)% 4 329
Systemgeschäfta 206 145 61 42,1 % 740
Group Headquarters & Group Services (117) (22) (95) n. a. (552)
Überleitung - (1) 1 n. a. (53)


a Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss, Seite 44 f.


EBIT

Das EBIT des Konzerns lag bei 4,5 Mrd. € und war damit 3,1 Mrd. € höher als im Vorjahresvergleichszeitraum. Ursachen für diese Veränderung sind -neben den beim EBITDA beschriebenen positiven Effekten - die im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 Mrd. € höheren Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Diese standen im Zusammenhang mit dem Ausbau des 4G/LTE-Netzes und dem im Juni 2015 erfolgten Start des JUMP! On Demand Programms in unserem operativen Segment USA.

ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ebenfalls deutlich um 3,3 Mrd. € auf 4,3 Mrd. €. Neben den bereits zuvor beschriebenen Effekten ist die Verbesserung unseres Finanzergebnisses um 0,2 Mrd. € Grund für diesen Anstieg. Dazu beigetragen haben v. a. Bewertungseffekte aus der Folgebewertung eingebetteter Derivate bei Anleihen der T-Mobile US. Im Zusammenhang mit dem Verkauf unseres Anteils am Joint Venture EE erhielten wir am 25. Januar 2016 eine abschließende Dividende von rund 0,2 Mrd. €; im Vorjahresquartal vereinnahmten wir eine Dividendenzahlung von 0,3 Mrd. €.

KONZERNÜBERSCHUSS

Den Konzernüberschuss steigerten wir um 2,3 Mrd. € auf 3,1 Mrd. €. Der Steueraufwand des laufenden Geschäftsjahres belief sich auf 0,9 Mrd. € und erhöhte sich somit um 0,7 Mrd. € gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode. Weitere Erläuterungen hierzu finden Sie im Konzern-Zwischenabschluss, Seite 43. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,3 Mrd. €. In unserem operativen Segment USA trug neben der positiven Geschäftsentwicklung insbesondere der zuvor genannte Bewertungseffekt im Finanzergebnis zum Anstieg des den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechneten Ergebnisses bei.

Anzahl der Mitarbeiter (am Stichtag)

scroll

31.03.2016 31.12.2015
Deutschland 69 217 68 638
USA 43 445 44 229
Europaa 50 098 51 125
Systemgeschäfta 43 940 44 504
Group Headquarters & Group Services 16 621 16 747
ANZAHL MITARBEITER KONZERN 223 320 225 243
davon: Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis)b 18 810 18 483


a Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss, Seite 44 f.
b Enthält Rückkehrer aus entkonsolidierten Konzerngesellschaften.


Der Mitarbeiterbestand des Konzerns sank im Vergleich zum Jahresende 2015 um 0,9 %. Im operativen Segment Deutschland stieg der Personalbestand leicht um 0,8 %, v. a. aufgrund einer Verlagerung von 480 Mitarbeitern aus dem operativen Segment Systemgeschäft in das operative Segment Deutschland. Dieser Effekt hat den Personalabbau überkompensiert. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment USA sank um 1,8 %. Die Reduzierung von Personal zur Kundenakquisition wurde jedoch teilweise durch die Gewinnung zusätzlicher Kräfte für den Netzausbau und für den Verwaltungsbereich kompensiert. In unserem operativen Segment Europa reduzierte sich der Mitarbeiterbestand gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 2,0 %. Hauptgrund hierfür waren im Wesentlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in einigen Ländern unseres operativen Segments. In unserem operativen Segment Systemgeschäft sank die Mitarbeiteranzahl um 1,3 %, v. a. aufgrund von Personalumbaumaßnahmen im In- und Ausland und der Verlagerung von 480 Mitarbeitern in das operative Segment Deutschland. Die Mitarbeiterzahl im Segment Group Headquarters & Group Services sank im Vergleich zum Jahresende 2015 leicht um 0,8 %, im Wesentlichen aufgrund des fortgeführten Personalumbaus.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES KONZERNS

Bilanzstruktur
in Mio. €

Unsere Bilanzsumme belief sich auf 143,6 Mrd. € und verringerte sich damit im Vergleich zum 31. Dezember 2015 nur geringfügig.

Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 0,4 Mrd. € auf 57,4 Mrd. € hauptsächlich aufgrund von Zugängen von insgesamt 3,0 Mrd. €. Hierin enthalten sind u. a. 1,1 Mrd. € für den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen durch T-Mobile US, die überwiegend aus dem mit AT&T im März 2016 vollzogenen Tausch von Mobilfunk-Lizenzen stammen. Weiterhin resultierten Zugänge aus dem Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen durch T-Mobile US im Januar 2016 für rund 0,5 Mrd. € sowie durch T-Mobile Polska für rund 0,5 Mrd. €. Buchwertvermindernd wirkten negative Währungskurseffekte in Höhe von 1,3 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Einen ebenfalls buchwertmindernden Effekt hatten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,0 Mrd. € sowie die vorgenommene Reklassifizierung von Vermögenswerten in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen von 0,3 Mrd. €.

Die Sachanlagen reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 0,2 Mrd. € auf 44,4 Mrd. €. Zugänge von 2,8 Mrd. €, in erster Linie in den operativen Segmenten USA und Deutschland, erhöhten den Buchwert. Hierin enthalten sind auch 0,7 Mrd. € an Aktivierungen höherpreisiger Mobilfunk-Endgeräte. Diese stehen im Zusammenhang mit dem bei T-Mobile US im Juni 2015 eingeführten Geschäftsmodell JUMP! On Demand, bei dem Kunden das Endgerät nicht mehr kaufen, sondern mieten. Dagegen reduzierten Währungskurseffekte den Buchwert um 0,6 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Planmäßige Abschreibungen wirkten in Höhe von 2,1 Mrd. € buchwertmindernd. Ebenfalls vermindernd wirkten Abgänge von 0,2 Mrd. €.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sanken um 0,3 Mrd. € auf 8,9 Mrd. €. Reduzierend wirkte das bei T-Mobile US im Juni 2015 eingeführte Geschäftsmodell JUMP! On Demand: Hier enthalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Vertragsabschluss mit dem Kunden nicht mehr die Forderung aus dem Endgeräteverkauf, sondern nur noch die monatliche Miete für das Endgerät. Ebenfalls vermindernd wirkten Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Im Zusammenhang mit im Berichtszeitraum abgeschlossenen Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe kurzfristig fälliger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierte sich der Forderungsbestand ebenfalls.

In den sonstigen Aktiva waren zum 31. März 2016 folgende wesentliche Effekte enthalten: Der Rückgang bei den Buchwerten der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen um 6,5 Mrd. € auf 0,4 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus dem am 29. Januar 2016 vollzogenen Verkauf unserer Anteile am Joint Venture EE. Dieser wirkte sich in Höhe von 5,8 Mrd. € buchwertvermindernd aus. Darüber hinaus wurde im März 2016 eine zwischen T-Mobile US und AT&T vereinbarte Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen abgeschlossen. Dies hatte ebenfalls einen buchwertvermindernden Effekt von 0,7 Mrd. €. Gegenläufig erhöhte eine im ersten Quartal 2016 zwischen T-Mobile US und Sprint vereinbarte Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen den Buchwert um 0,3 Mrd. €. Die kurzfristigen und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 5,4 Mrd. € auf 14,7 Mrd. €. Für unsere veräußerten Anteile am Joint Venture EE erhielten wir im Gegenzug neben einer Barkomponente insgesamt 12,0 % der Anteile an der BT; dieser Zugang wirkte sich mit 7,4 Mrd. € buchwerterhöhend aus. Aus der erfolgsneutralen Folgewertung dieses börsengehandelten Unternehmensanteils resultierte zum 31. März 2016 ein Buchwert von 6,7 Mrd. €. Die Vorräte erhöhten sich um 0,2 Mrd. €, v. a. aufgrund eines höheren Bevorratungsvolumens an Endgeräten. Dies stand u. a. im Zusammenhang mit der im ersten Quartal 2016 erfolgten Markteinführung höherpreisiger Smartphones bei T-Mobile US.

Unsere kurzfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um 0,3 Mrd. € auf insgesamt 62,1 Mrd. € vermindert. Die Deutsche Telekom International Finance B.V. hat mit Garantie der Deutschen Telekom AG am 23. März 2016 im Rahmen unseres Daueremissionsprogramms (Debt Issuance-Programm) eine Euro-Anleihe über 4,5 Mrd. € in drei Tranchen platziert: Eine 4-jährige variabel verzinsliche Tranche mit einem Volumen von 1,25 Mrd. € wurde mit einem Aufschlag von 35 Basispunkten über dem 3-Monats-Euribor, eine 7-jährige festverzinsliche Tranche mit einem Volumen von 1,75 Mrd. € mit einem Kupon von 0,625 % sowie eine 12-jährige Tranche im Volumen von 1,5 Mrd. € mit einem fixen Kupon von 1,5 % ausgegeben. Gegenläufig wirkten sich im ersten Quartal 2016 durchgeführte Rückzahlungen eines US-Dollar-Bonds in Höhe von 1,0 Mrd. US-$ (rund 0,9 Mrd. €), von Commercial Papers in Höhe von 1,6 Mrd. € sowie von Schuldscheindarlehen in Höhe von 0,4 Mrd. € aus. Zusätzlich reduzierten Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro die finanziellen Verbindlichkeiten um rund 1,3 Mrd. €. Darüber hinausgehende wesentliche Effekte auf die finanziellen Verbindlichkeiten sind dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf Seite 43 f. des Konzern-Zwischenabschlusses zu entnehmen.

Ohne Auswirkungen auf die Entwicklung der finanziellen Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom AG am 6. März 2016 gegenüber T-Mobile US eine unwiderrufliche und zeitlich befristete Kreditzusage über 2 Mrd. US-$ (rund 1,8 Mrd. €) abgegeben. Im Rahmen dieser Zusage verpflichtet sich die Deutsche Telekom AG, Senior Notes-Anleihen der T-Mobile US mit einem Nominalwert von 2 Mrd. US-$ zum festgelegten Zinssatz von 5,3 % p. a. mit einer Laufzeit bis zum 15. März 2021 zu erwerben. T-Mobile US wurde das Recht gewährt, bis zum 7. Dezember 2016 diese Kreditzusage in Anspruch zu nehmen.

Der Anstieg bei den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen um 0,3 Mrd. € auf 8,4 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus Rechnungszinsanpassungen, aus denen insgesamt ein erfolgsneutral zu erfassender versicherungsmathematischer Verlust von 0,6 Mrd. € (vor Steuern) resultierte. Eine im ersten Quartal 2016 vorgenommene Erhöhung des Planvermögens (Dotierung Contractual Trust Agreement) in Deutschland um 0,3 Mrd. € minderte die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen hingegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um 1,2 Mrd. € auf 9,9 Mrd. € verringert. Ursächlich hierfür waren neben dem Abbau des Verbindlichkeitenbestands in den Landesgesellschaften unseres operativen Segments Europa und im operativen Segment Deutschland Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.

Das Eigenkapital stieg gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 0,3 Mrd. € auf 38,4 Mrd. € an. Erhöhend wirkte dabei der Überschuss von 3,4 Mrd. €. Dem entgegen standen ergebnisneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2,1 Mrd. €. Davon wurden mit Vollzug des Verkaufs unserer Anteile am Joint Venture EE am 29. Januar 2016 die bis zu diesem Zeitpunkt im Eigenkapital ausgewiesenen Gewinne aus der Umrechnung von Britischem Pfund in Euro in Höhe von 0,9 Mrd. € erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert. Darüber hinaus wirkten folgende Effekte eigenkapitalmindernd: Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 0,5 Mrd. €, welche im Zusammenhang mit der Folgewertung unserer Anteile an der BT standen, sowie die Berücksichtigung versicherungsmathematischer Verluste (nach Steuern) in Höhe von 0,4 Mrd. €. Aus der erfolgsneutralen Bewertung von Sicherungsinstrumenten resultierte ein Verlust in Höhe von 0,2 Mrd. €.

Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten
in Mrd. €

Die sonstigen Effekte von 0,1 Mrd. € enthalten u. a. Finanzierungsformen, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden. In der Bilanz werden diese in der Folge unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für nähere Informationen zu den Netto-Finanzverbindlichkeiten verweisen wir auf die Angaben zur Herleitung der Pro-forma-Kennzahlen im Kapitel "Weitere Informationen" (Seite 54 ff.).

Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)
in Mio. €

scroll

Q1
2016
Q1
2015
Veränderung
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2015
OPERATIVER CASHFLOW 4 497 4 288 209 4,9 % 17 496
Erhaltene/(gezahlte) Zinsen (1 001) (980) (21) (2,1)% (2 499)
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 3 496 3 308 188 5,7% 14 997
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor
Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen (CASH CAPEX)
(2 831) (2 530) (301) (11,9)% (10 818)
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen
Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen
157 87 70 80,5 % 367
FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG UND
INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)
822 865 (43) (5,0)% 4 546


Free Cashflow. Der Free Cashflow des Konzerns vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum reduzierte sich gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode nur geringfügig auf 0,8 Mrd. €. Dabei erhöhte sich einerseits der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 0,2 Mrd. €. Andererseits stiegen auch die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen um 0,3 Mrd. €.

Zum Anstieg des Cashflows aus Geschäftstätigkeit trug im Wesentlichen die positive Geschäftsentwicklung des operativen Segments USA bei. Im Berichtszeitraum wurden Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode wirkten sich Factoring-Vereinbarungen insgesamt mit 0,2 Mrd. € positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit aus. Dies beinhaltet im Wesentlichen Factoring-Vereinbarungen im operativen Segment Deutschland. Negativ auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit wirkte eine im Vorjahresvergleich um 0,1 Mrd. € niedrigere Dividendenzahlung des ehemaligen Joint Ventures EE.

Der gegenüber der Vergleichsperiode höhere Cash Capex (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) resultierte v. a. aus dem operativen Segment USA im Zusammenhang mit der Netzmodernisierung, einschließlich des Ausbaus des 4G/LTE-Netzwerks.

Weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung sind dem Konzern-Zwischenabschluss auf Seite 43 f. zu entnehmen.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER OPERATIVEN SEGMENTE

DEUTSCHLAND

KUNDENENTWICKLUNG

scroll
in Tsd.

Veränderung
Veränderung



31.03.2016/31.12.2015
31.03.2016/31.03.2015

31.03.2016 31.12.2015 in % 31.03.2015 in %
GESAMT




Mobilfunk-Kunden 40 643 40 373 0,7% 39 200 3,7%
Vertragskunden 23 940 23 709 1,0% 22 576 6,0%
Prepaid-Kunden 16 703 16 665 0,2% 16 624 0,5%
Festnetz-Anschlüsse 20 093 20 227 (0,7)% 20 555 (2,2)%
davon: IP-basiert Retail 7 470 6 887 8,5% 5 120 45,9%
Breitband-Anschlüsse 12 706 12 644 0,5% 12 437 2,2%
davon: Glasfaser 3 286 2 923 12,4% 2 094 56,9%
TV (IPTV, Sat) 2 736 2 683 2,0% 2 516 8,7%
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 7 867 8 050 (2,3)% 8 619 (8,7)%
Wholesale entbündelte Anschlüsse 3 319 3 015 10,1% 2 353 41,1%
davon: Glasfaser 1 741 1 444 20,6% 886 96,5 %
Wholesale gebündelte Anschlüsse 206 227 (9,3)% 287 (28,2)%
DAVON: PRIVATKUNDEN




Mobilfunk-Kunden 28 856 29 016 (0,6)% 28 945 (0,3)%
Vertragskunden 17 453 17 297 0,9% 16 303 7,1 %
Prepaid-Kunden 11 403 11 719 (2,7)% 12 642 (9,8)%
Festnetz-Anschlüsse 15 790 15 900 (0,7)% 16 158 (2,3)%
davon: IP-basiert Retail 6 521 6 076 7,3 % 4 610 41,5 %
Breitband-Anschlüsse 10 257 10 209 0,5 % 10 012 2,4 %
davon: Glasfaser 2 841 2 530 12,3 % 1 806 57,3 %
TV (IPTV, Sat) 2 546 2 492 2,2 % 2 326 9,5 %
DAVON: GESCHÄFTSKUNDEN




Mobilfunk-Kunden 11 787 11 358 3,8% 10 256 14,9%
Vertragskunden 6 487 6 412 1,2 % 6 273 3,4 %
Prepaid-Kunden (M2M) 5 300 4 946 7,2 % 3 982 33,1 %
Festnetz-Anschlüsse 3 311 3 339 (0,8)% 3 375 (1,9)%
davon: IP-basiert Retail 897 773 16,0% 482 86,1 %
Breitband-Anschlüsse 2 093 2 093 0,0% 2 090 0,1 %
davon: Glasfaser 435 385 13,0% 283 53,7 %
TV (IPTV, Sat) 189 190 (0,5)% 188 0,5%


Gesamt

In Deutschland sind wir weiterhin Marktführer - sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. So begeistern wir unsere Kunden mit mehrfach ausgezeichneter Netzqualität - im Festnetz und im Mobilfunk - sowie einem breiten Produkt-Portfolio.

Für unser erstes integriertes Produkt "MagentaEins", bestehend aus Festnetz- und Mobilfunk-Komponenten, konnten wir bisher 2,2 Mio. Kunden gewinnen.

Im Mobilfunk gewannen wir im ersten Quartal 2016 insgesamt 270 Tsd. Kunden hinzu. Dank der hohen Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integrierten Datenvolumen entwickelte sich der Bestand an Vertragskunden positiv.

Mit unserem "Netz der Zukunft" stellen wir modernste Anschlusstechnik zur Verfügung. Bis Ende 2018 wollen wir unser Netz vollständig auf die IP-Technologie umstellen. Bis zum Ende des ersten Quartals 2016 konnten wir 10,4 Mio. Retail- und Wholesale-Anschlüsse auf IP migrieren; dies entspricht einer Quote von 43 %.

Eine starke Nachfrage verzeichneten wir weiterhin bei unseren Glasfaser-Produkten: So stieg die Anzahl der Anschlüsse innerhalb des ersten Quartals 2016 um 660 Tsd. auf insgesamt 5,0 Mio. In den letzten zwölf Monaten haben wir somit 2 Mio. deutsche Haushalte mit Glasfaser verbunden. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung deutlich höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben - und werden dies auch in Zukunft verstärkt tun. Mit unserem Kontingentmodell und dessen zukünftiger Weiterentwicklung setzen wir Anreize für eine Migration aus den klassischen Vorleistungsprodukten - wie gebündelte Wholesale-Anschlüsse oder die Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) - hin zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen.

Mobilfunk

Neue Impulse setzen wir durch unsere herausragende Netzqualität und unser breites Produkt-Portfolio für werthaltige Vertragskunden. Seit dem Jahresende 2015 gewannen wir insgesamt 231 Tsd. Vertragskunden hinzu. Dabei verzeichneten wir bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft unter den Marken "Telekom" und "congstar" ein Plus von 138 Tsd. Das Geschäft der Wiederverkäufer (Service Provider) stieg um 93 Tsd. Die Zahl der Prepaid-Kunden erhöhte sich seit Jahresende 2015 um 38 Tsd., wobei der Anstieg im Bereich Geschäftskunden den Rückgang im Privatkundenbereich kompensierte.

Bei den mobilen Endgeräten belief sich der Anteil an verkauften Smartphones auf 93,3 %. Dies waren v. a. Android- und iOS-Endgeräte (iPhones), wobei insbesondere hochpreisige Endgeräte nachgefragt wurden.

Festnetz

Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz - v. a. durch aggressive Preisangebote von Wettbewerbern - gehen wir neue Wege in der Vermarktung: Unser Fokus liegt dabei auf integrierten Angeboten sowie TV- und Glasfaser-Anschlüssen. Der Erfolg gibt uns Recht: Die Zahl unserer Breitband-Anschlüsse stieg um 62 Tsd. gegenüber dem Vorjahresende. Von unseren Breitband-Kunden sind insgesamt 21,5 % TV-Kunden: Allein im ersten Quartal 2016 konnten wir 53 Tsd. TV-Kunden hinzugewinnen. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 134 Tsd. Im Hinblick auf die Anschlussverluste pro Quartal sehen wir insgesamt einen stabilen Trend.

Mit unseren "MagentaZuhause" Tarifen bieten wir ein umfassendes Produkt-Portfolio für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und tarifabhängigen Bandbreiten an. "MagentaZuhause Hybrid" bündelt Festnetz- und Mobilfunk-Technologie in einem Router. Für dieses innovative Produkt, das wir bundesweit im März 2015 eingeführt haben, konnten wir bislang 200 Tsd. Kunden gewinnen - vorwiegend im ländlichen Raum.

Im Rahmen unserer Kooperationen in der Wohnungswirtschaft haben wir rund 157 Tsd. Wohnungen an unser Netz angeschlossen.

Privatkunden

Im ersten Quartal 2016 lag die Zahl unserer Mobilfunk-Kunden um 0,6 % unter dem Stand des Vorjahres. Die Zahl der Prepaid-Kunden sank um 316 Tsd. Dabei wechselten einige Kunden in unsere Mobilfunk-Verträge, wie z. B. in günstige "congstar" Tarife. Gegenläufig konnten wir im Mobilfunk 156 Tsd. Vertragskunden hinzugewinnen, davon entfielen 62 Tsd. Neukunden auf unsere Marken "Telekom" und "congstar". Insbesondere die hohe Akzeptanz unserer "MagentaMobil" Tarife sowie der "AllnetFlat" Tarife bei "congstar" führten zu diesem Vertragskundenzuwachs. Das Geschäft mit den Wiederverkäufern (Service Provider) stieg seit Jahresbeginn um 93 Tsd.

Im Festnetzmarkt herrscht nach wie vor ein hoher Preis- und Wettbewerbsdruck. In diesem Marktumfeld ist es uns dennoch gelungen, die Anschlussverluste auf dem Niveau des Vorjahresquartals zu halten. Im ersten Quartal 2016 stellten wir im Festnetz 445 Tsd. Kunden auf IP-basierte Anschlüsse um. Gegenüber dem Jahresende 2015 konnten wir 54 Tsd. TV-Kunden hinzugewinnen. Von den 10,3 Mio. Breitband-Anschlüssen waren rund 2,8 Mio. Glasfaser-Anschlüsse - das entspricht einem Plus von 311 Tsd. allein im ersten Quartal 2016.

Geschäftskunden

Der positive Trend im Geschäftskundensegment aus dem Vorjahr setzte sich fort: Seit Jahresbeginn konnten wir 429 Tsd. neue Mobilfunk-Kunden gewinnen; davon waren 75 Tsd. werthaltige Vertragskunden. Beim mobilen Internet wächst die Kundennachfrage nach Tarifen mit mehr Bandbreite in Verbindung mit höherwertigen Endgeräten. In einem sehr preisaggressiven Markt konnten wir im M2M-Bereich 354 Tsd. Karten hinzugewinnen. Ursache für das Wachstum ist der vermehrte Einsatz von SIM-Karten, v. a. in der Automobil- und in der Logistikbranche. Die Zahl der Festnetz-Anschlüsse blieb gegenüber dem Jahresende 2015 mit 3,3 Mio. stabil. Auch die Breitband-Anschlüsse lagen mit 2,1 Mio. auf dem Niveau des Jahresendes 2015, wobei wir die Zahl der Glasfaser-Anschlüsse um 13,0 % steigern konnten.

Positiv entwickelte sich die Nachfrage nach IT-Cloud-Produkten, bei denen wir ein Umsatzwachstum von 39 % verzeichneten. Auch bei den neuen IP-basierten Produkten aus unserer "DeutschlandLAN" Produktfamilie, wie z. B. "IP Start" und "IP Voice/Data", verzeichneten wir Zuwächse.

Wholesale

Zum Ende des ersten Quartals 2016 lag der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am Gesamtbestand mit 15,3 % um 2,5 Prozentpunkte über dem Wert des Jahresendes 2015. Ursache für das verstärkte Wachstum bei unseren entbündelten Wholesale-Anschlüssen um 304 Tsd. bzw. 10,1 % gegenüber dem Jahresende 2015 war in erster Linie die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Die Zahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse sank hingegen um 21 Tsd. Dieser Trend wird wohl in den kommenden Jahren anhalten, weil unsere Mitbewerber von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Produkten mit mehr Bandbreite oder auf eigene Infrastrukturen wechseln. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Jahresende 2015 um 183 Tsd. bzw. 2,3 %. Dieser Rückgang hat verschiedene Gründe: zum einen die Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen, zum anderen der Wechsel von Endkunden zu Kabelanbietern. Dazu kommt, dass Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-Anschlüsse und teilweise auch auf Mobilfunk-basierte Anschlüsse migrieren. Insgesamt stieg der Anschlussbestand im Bereich Wholesale gegenüber dem Jahresende 2015 leicht auf 11,4 Mio.

OPERATIVE ENTWICKLUNG
in Mio. €

scroll


Q1 2016 Q1 2015 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2015
GESAMTUMSATZ
5 452 5 589 (137) (2,5)% 22 421
Privatkunden
2 922 3 037 (115) (3,8)% 12 146
Geschäftskunden
1 447 1 484 (37) (2,5)% 5 942
Wholesale
933 912 21 2,3 % 3 685
Sonstiges
150 156 (6) (3,8)% 648
Betriebsergebnis (EBIT)
1 074 1 190 (116) (9,7)% 4 490
EBIT-Marge % 19,7 21,3

20,0
Abschreibungen
(948) (935) (13) (1,4)% (3 755)
EBITDA
2 022 2 125 (103) (4,8)% 8 245
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse
(158) (86) (72) (83,7)% (545)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)
2 180 2 211 (31) (1,4)% 8 790
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 40,0 39,6

39,2
CASH CAPEX
(908) (949) 41 4,3% (5 609)


Seit dem 1. Januar 2016 wurde das Segment Mehrwertdienste aufgelöst und der Umsatz wird im Privat-, Geschäftskunden- und im sonstigen Bereich allokiert. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Gesamtumsatz

Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,5 %. Zu dieser Entwicklung trugen v. a. die Endgeräteumsätze ohne Vertragsbeziehung aus dem Mobilfunk-Geschäft bei, das Mobilfunk-Geschäft sank um 5,8 %. Ohne diesen Effekt lag die Umsatzentwicklung mit 1,3 % unter dem Vorjahreszeitraum. Positiv auf die Umsatzentwicklung im Festnetz wirkten sich die gestiegenen TV- und IT-Umsätze aus. Jedoch konnten diese die rückläufigen Umsätze in anderen Bereichen nicht vollständig kompensieren, sodass im Festnetz-Geschäft ein Umsatzminus von 1,0 % verblieb.

Im Privatkundenbereich sank der Umsatz um 3,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mengen- und preisbedingte Umsatzrückgänge prägten weiterhin das klassische Festnetz-Geschäft: Es ging um 2,3 % zurück, v. a. aufgrund gefallener variabler Entgelte und Voice-Umsätze. Der Umsatz im Breitband-Geschäft stieg hingegen um 1,6 %. Im Mobilfunk-Bereich sank der Umsatz um 6,3 %: Haupttreiber war hier das rückläufige Endgerätegeschäft. Unsere mobilen Service-Umsätze lagen im Vergleich zum Vorjahresquartal nur leicht um 0,3 % unter dem Vorjahresniveau - dabei konnten die gestiegenen Service-Umsätze unter der Marke "congstar" die rückläufigen Umsätze im Prepaid-Geschäft nahezu ausgleichen.

Im Geschäftskundenbereich sank der Umsatz um 2,5 %, v. a. wegen der sinkenden Mobilfunk-Umsätze, die um 4,9 % nachgaben. Wesentliche Treiber waren hier die Service-Umsätze. Im Festnetz wirkten rückläufige Umsätze in der klassischen Sprachtelefonie; die positive Entwicklung bei den IT-Umsätzen konnte diese nicht vollständig ausgleichen.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich lag um 2,3 % über Vorjahresniveau. Die positive Entwicklung ist v. a. auf die gestiegenen Umsätze mit entbündelten Anschlüssen zurückzuführen, insbesondere durch das Kontingentmodell.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA war im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 1,4 % rückläufig und betrug 2,2 Mrd. €. Ursache dafür war in erster Linie der geringere Umsatz. Mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 40,0 % erreichen wir unseren erwarteten Zielwert. Das EBITDA belief sich im Berichtszeitraum auf 2,0 Mrd. € - ein Rückgang gegenüber dem Vergleichsquartal um 4,8 %. Hauptgrund waren höhere Sondereinflüsse für Aufwendungen im Zusammenhang mit unserem Personalumbau.

EBIT

Das Betriebsergebnis sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,7 % auf 1,1 Mrd. €, v. a. wegen gestiegener Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen. Zudem wirkten leicht höhere Abschreibungen mindernd auf das EBIT.

Cash Capex

Der Cash Capex lag im Berichtszeitraum bei 0,9 Mrd. € und damit saisonal bedingt unter dem Vorjahreszeitraum. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie investierten wir auch 2016 verstärkt in den Vectoring- und Glasfaserkabel-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere LTE-Infrastruktur.

USA

KUNDENENTWICKLUNG

scroll
in Tsd.

Veränderung
Veränderung



31.03.2016/31.12.2015
31.03.2016/31.03.2015

31.03.2016 31.12.2015 in % 31.03.2015 in %
USA




Mobilfunk-Kunden 65 503 63 282 3,5% 56 836 15,2%
Eigene Kunden (unter eigener Marke) 51 174 49 326 3,7% 44 699 14,5%
Eigene Postpaid-Kunden 32 736 31 695 3,3% 28 310 15,6%
Eigene Prepaid-Kunden 18 438 17 631 4,6% 16 389 12,5%
Wholesale-Kunden 14 329 13 956 2,7% 12 137 18,1%


Zum 31. März 2016 hatte das operative Segment USA (T-Mobile US) 65,5 Mio. Kunden gegenüber einem Bestand von 63,3 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2015. Der Nettozuwachs um 2,2 Mio. Kunden in den ersten drei Monaten 2016 lag über dem Anstieg um netto 1,8 Mio. im Vorjahresvergleichszeitraum. Die Gründe dafür erläutern wir nachfolgend:

Eigene Kunden (unter eigener Marke). Der Anstieg bei den eigenen Postpaid-Kunden betrug in den ersten drei Monaten 2016 netto 1 041 Tsd. gegenüber netto 1 125 Tsd. im ersten Quartal 2015. Ursachen für den in den ersten drei Monaten des Jahres anhaltend starken Nettozuwachs bei den eigenen Postpaid-Kunden waren die positive Resonanz der Kunden auf die "Uncarrier"-Initiativen der T-Mobile US - z. B. JUMP! On Demand -, die stetige Verbesserung unserer Netze und spezielle Angebote. Der Anstieg bei den eigenen Postpaid-Kunden in den ersten drei Monaten 2016 lag unter dem des Vorjahresvergleichszeitraums, insbesondere da - bezogen auf eine gestiegene Kundenbasis - die relativ stetige Wechslerrate bei diesen Kunden und anhaltend starker Wettbewerb zu erhöhten Deaktivierungen führten. Dieser Rückgang wurde teilweise durch höhere Bruttozuwächse in dieser Kundengruppe ausgeglichen.

Der Anstieg bei den eigenen Prepaid-Kunden betrug in den ersten drei Monaten 2016 netto 807 Tsd. gegenüber einem Anstieg von netto 73 Tsd. im ersten Quartal 2015. Diese positive Entwicklung war in erster Linie dem höheren Bruttozuwachs infolge des Erfolgs spezieller Angebote und des anhaltenden Wachstums in neuen Märkten zuzuschreiben.

Wholesale-Kunden. Die Zahl der Wholesale-Kunden erhöhte sich in den ersten drei Monaten 2016 um netto 373 Tsd. gegenüber einem Anstieg von netto 620 Tsd. im ersten Quartal 2015. Grund für diesen Rückgang waren höhere MVNO-Deaktivierungen, die teilweise durch MVNO-Bruttozuwächse kompensiert wurden.

OPERATIVE ENTWICKLUNG

scroll
in Mio. €
Q1 2016 Q1 2015 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2015
GESAMTUMSATZ
7 816 6 905 911 13,2 % 28 925
Betriebsergebnis (EBIT)
956 273 683 n. a. 2 454
EBIT-Marge % 12,2 4,0

8,5
Abschreibungen
(1 312) (838) (474) (56,6)% (3 775)
EBITDA
2 268 1 111 1 157 n. a. 6 229
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse
360 (114) 474 n. a. (425)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)
1 908 1 225 683 55,8% 6 654
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 24,4 17,7

23,0
CASH CAPEX
(1 756) (2 729) 973 35,7 % (6 381)


Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz des operativen Segments USA belief sich im ersten Quartal 2016 auf 7,8 Mrd. €; dies entspricht gegenüber 6,9 Mrd. € im Vorjahresvergleichszeitraum einem Plus von 13,2 %. Auf US-Dollar-Basis wuchs der Gesamtumsatz um 10,9 % gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres. Hauptgrund dafür waren höhere Service-Umsätze, die wiederum zurückzuführen sind auf den Kundenzuwachs durch die positive Resonanz auf die "Uncarrier"-Initiativen von T-Mobile US, den Erfolg spezieller Angebote und das anhaltende Wachstum in neuen Märkten. Die Endgeräteumsätze waren rückläufig, insbesondere da zum einen die Zahl der verkauften Geräte zurückging und zum anderen die durchschnittlichen Umsätze je verkauftem Gerät aufgrund der Möglichkeit der Ratenzahlung niedriger ausfielen. Dieser rückläufigen Entwicklung standen höhere Mietumsätze aus der vermehrten Nutzung des Angebots, im Rahmen des JUMP! On Demand Programms Endgeräte zu mieten, gegenüber. Hinzu kam, dass es sich dabei zunehmend um hochwertige Endgeräte handelt. Umsätze im Zusammenhang mit gemieteten Endgeräten im Rahmen von JUMP! On Demand werden über die Laufzeit des Mietvertrags erfasst und nicht mit Lieferung des Geräts an den Kunden.

EBITDA, bereinigtes EBITDA, bereinigte EBITDA-Marge

Das bereinigte EBITDA stieg um 55,8 % von 1,2 Mrd. € im Vorjahresvergleichszeitraum auf 1,9 Mrd. € in den ersten drei Monaten 2016. Auf US-Dollar-Basis wuchs es im ersten Quartal 2016 um 53,5 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Positiv beeinflusst wurde das bereinigte EBITDA von der positiven Kundenresonanz auf die "Uncarrier"-Initiativen der T-Mobile US und dem anhaltenden Erfolg spezieller Angebote. Dies führte wiederum zu höheren Service-Umsätzen sowohl mit eigenen Prepaid- als auch mit eigenen Postpaid-Kunden. Zunehmend mieteten Kunden Endgeräte im Rahmen von JUMP! On Demand: Die insbesondere dadurch bedingten geringeren Verluste aus Endgeräteverkäufen trugen ebenfalls zum Anstieg des bereinigten EBITDA bei, da die entsprechenden Endgerätekosten aktiviert und über die Laufzeit des Mietvertrags abgeschrieben werden und sich nicht auf das bereinigte EBITDA auswirken. Zusätzlich wirkten sich im ersten Quartal 2016 fokussierte Kostenkontrollen und Synergie-Effekte aus der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS positiv auf das bereinigte EBITDA aus. Diesen positiven Effekten gegenüber standen höhere Provisionen durch den Bruttozuwachs bei den eigenen T-Mobile US Kunden sowie höhere personalbezogene Kosten für die Betreuung der wachsenden Kundenbasis. Aufgrund der bereits beschriebenen Faktoren erhöhte sich die bereinigte EBITDA-Marge von 17,7 % im ersten Quartal 2015 auf 24,4 % in den ersten drei Monaten 2016.

Nicht im bereinigten EBITDA für das erste Quartal 2016 enthalten sind Sondereinflüsse in Höhe von 0,4 Mrd. €, v. a. im Zusammenhang mit einem zahlungsunwirksamen Ertrag aus der Spektrumtransaktion mit AT&T. Diesem standen Kosten aus der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS und der aktienbasierten Vergütung gegenüber. Insgesamt stieg das EBITDA aufgrund der bereits beschriebenen Sachverhalte von 1,1 Mrd. € im Vorjahresvergleichszeitraum auf 2,3 Mrd. € im ersten Quartal 2016.

EBIT

Das EBIT stieg von 273 Mio. € im ersten Quartal 2015 auf 956 Mio. € im Berichtsquartal. Grund war ein höheres bereinigtes EBITDA, dem allerdings höhere Abschreibungen auf Sachanlagen gegenüberstanden. Dieser Anstieg bei den Abschreibungen im Berichtsquartal resultierte aus den im Rahmen des im zweiten Quartal 2015 gestarteten JUMP! On Demand Programms gemieteten Endgeräten sowie dem Ausbau des 4G/LTE-Netzes der T-Mobile US.

Cash Capex

Der Cash Capex reduzierte sich im ersten Quartal 2016 von 2,7 Mrd. € im Vorjahresquartal auf 1,8 Mrd. €, v. a. aufgrund des Erwerbs von Spektrumlizenzen für 1,9 Mrd. € in der FCC-Auktion im Januar 2015. Gegenläufig wirkten sich im ersten Quartal 2016 Auszahlungen für Spektrumerwerbe von 0,6 Mrd. € aus. T-Mobile US hält weiterhin daran fest in den Ausbau des 4G/ LTE-Netzes zu investieren.

EUROPA

KUNDENENTWICKLUNG

Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss (Seite 44 f.).

a Im vierten Quartal 2015 verringerte sich die Anzahl der Mobilfunk-Kunden in Polen um 3 838 Tsd. im Zusammenhang mit der Ausbuchung inaktiver Prepaid-SIM-Karten.


scroll
in Tsd.


Veränderung
Veränderung




31.03.2016/31.12.2015
31.03.2016/31.03.2015


31.03.2016 31.12.2015 in % 31.03.2015 in %
EUROPA, GESAMTa Mobilfunk-Kunden 52 208 52 737 (1,0)% 56 365 (7,4)%

Festnetz-Anschlüsse 8 687 8 763 (0,9)% 8 987 (3,3)%

davon: IP-basiert 4 261 4 132 3,1% 3 626 17,5%

Breitband-Anschlüsse Retail 5 254 5 189 1,3% 5 046 4,1%

TV (IPTV, Sat, Kabel) 3 922 3 905 0,4% 3 741 4,8%

Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL)/ Wholesale PSTN 2 242 2 239 0,1% 2 279 (1,6)%

Wholesale gebündelte Anschlüsse 122 121 0,8% 136 (10,3)%

Wholesale entbündelte Anschlüsse 215 199 8,0% 156 37,8%
GRIECHENLAND Mobilfunk-Kunden 7 477 7 399 1,1% 7 308 2,3%

Festnetz-Anschlüsse 2 583 2 586 (0,1)% 2 599 (0,6)%

Breitband-Anschlüsse 1 574 1 531 2,8% 1 413 11,4%
RUMÄNIEN Mobilfunk-Kunden 5 934 5 992 (1,0)% 6 008 (1,2)%

Festnetz-Anschlüsse 2 055 2 091 (1,7)% 2 189 (6,1)%

Breitband-Anschlüsse 1 204 1 186 1,5% 1 192 1,0%
UNGARN Mobilfunk-Kunden 5 372 5 504 (2,4)% 5 463 (1,7)%

Festnetz-Anschlüsse 1 659 1 674 (0,9)% 1 710 (3,0)%

Breitband-Anschlüsse 1 028 1 023 0,5 % 990 3,8%
POLENa Mobilfunk-Kunden 11 821 12 056 (1,9)% 15 794 (25,2)%

Festnetz-Anschlüsse 18 18 0,0% 12 50,0%

Breitband-Anschlüsse 17 15 13,3% 11 54,5%
TSCHECHISCHE REPUBLIK Mobilfunk-Kunden 6 024 6 019 0,1% 5 993 0,5%

Festnetz-Anschlüsse 141 154 (8,4)% 155 (9,0)%

Breitband-Anschlüsse 133 134 (0,7)% 145 (8,3)%
KROATIEN Mobilfunk-Kunden 2 206 2 233 (1,2)% 2 214 (0,4)%

Festnetz-Anschlüsse 1 012 1 004 0,8% 1 052 (3,8)%

Breitband-Anschlüsse 749 741 1,1% 726 3,2%
NIEDERLANDE Mobilfunk-Kunden 3 668 3 677 (0,2)% 3 830 (4,2)%
SLOWAKEI Mobilfunk-Kunden 2 231 2 235 (0,2)% 2 202 1,3%

Festnetz-Anschlüsse 851 855 (0,5)% 875 (2,7)%

Breitband-Anschlüsse 609 599 1,7% 570 6,8%
ÖSTERREICH Mobilfunk-Kunden 4 221 4 323 (2,4)% 3 956 6,7%
ÜBRIGEb Mobilfunk-Kunden 3 255 3 299 (1,3)% 3 596 (9,5)%

Festnetz-Anschlüsse 367 381 (3,7)% 395 (7,1)%

Breitband-Anschlüsse 283 285 (0,7)% 293 (3,4)%


a Im vierten Quartal 2015 verringerte sich die Anzahl der Mobilfunk-Kunden in Polen um 3 838 Tsd. im Zusammenhang mit der Ausbuchung inaktiver Prepaid-SIM-Karten.
b Übrige enthält die Landesgesellschaften der Länder Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie die Anschlüsse der GTS Central Europe Gruppe in Rumänien.


Gesamt

Die Landesgesellschaften unseres operativen Segments Europa standen auch im ersten Quartal 2016 vor der Herausforderung, sich in einem von hohem Wettbewerb geprägten Marktumfeld zu behaupten. Erfolgreich führten wir unsere Konvergenzmarke "MagentaOne" in sieben unserer integrierten Länder ein. Bereits zum 31. März 2016 haben wir über 1,0 Mio. FMC-Kunden gewinnen können - ein Anstieg von 13,9 % allein im ersten Quartal 2016. Ein wichtiger Erfolgsfaktor unseres konvergenten Produkt-Portfolios ist die gemeinsame Vermarktung von Festnetz und Mobilfunk für ein nahtloses Telekommunikationserlebnis. Auch das TV-Geschäft konnte im Markt überzeugen. Die Schlüsselfaktoren für diese erfolgreiche Vermarktung sind zum einem unsere große Angebotsvielfalt bei den TV-Diensten und zum anderen die Bereitstellung von hohen Bandbreiten, welche wir durch einen entsprechenden Technologie-Mix - abgestimmt auf die jeweilige Telekommunikationsinfrastruktur der Länder unseres operativen Segments - erzielen. Konsequent treiben wir deshalb im Bereich Festnetz den Ausbau von schnellen glasfaser basierenden Anschlüssen (FTTH, FTTB und FTTC) immer weiter voran. Im Mobilfunk können wir unseren Kunden bereits in vielen Ländern über LTE Advanced/4G+ Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s und teilweise sogar darüber hinaus zur Verfügung stellen. Im Rahmen unserer paneuropäischen Netzstrategie steigerten wir auch die Anzahl der IP-Anschlüsse - in erster Linie dank der erfolgreichen Migration von klassischen PSTN-Anschlüssen auf IP-Technologie.

Auch beim Thema Vernetzung eingesetzter Maschinen weltweit möchten wir für unsere Kunden der beste integrierte Anbieter sein. In der Machine-to-Machine (M2M)-Kommunikation wachsen wir über unsere Mobilfunk- und Festnetz-Angebote hinaus entlang der Wertschöpfungskette und bieten kundenorientierte Lösungselemente an. Dabei profitieren wir von der Lösungs- und Integrationskompetenz von T-Systems, einem starken Partnernetzwerk sowie der beginnenden Umsetzung unserer Smart Cities-Strategie.

Mobilfunk

Mobile Telefonie und Datenanwendungen. Im ersten Quartal 2016 verzeichneten wir in unserem Gesamtbestand 52,2 Mio. Mobilfunk-Kunden. Dieser leichte Rückgang um 1,0 % gegenüber dem Jahresendwert 2015 ist im Wesentlichen auf Verluste bei den Prepaid-Kunden zurückzuführen. Der Hauptgrund dafür ist, dass das Prepaid-Geschäft in unseren europäischen Mobilfunk-Märkten insbesondere durch preisaggressive MVNOs stark umkämpft ist. Gemäß unserer Strategie, uns auf das werthaltige Vertragskundengeschäft zu konzentrieren, entwickelte sich dieses Geschäft positiv und wir steigerten die Kundenzahl gegenüber dem Jahresende 2015 leicht auf 26,5 Mio. Zu diesem Ergebnis haben viele unserer Landesgesellschaften beigetragen, im Wesentlichen Österreich, Rumänien und die Niederlande. Der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand lag zum Ende des ersten Quartals 2016 bei 50,8 %.

Das Fundament für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. Wir positionieren uns in den jeweiligen Märkten als Qualitätsanbieter mit dem besten Service - und in vielen Ländern auch als Anbieter mit dem besten Mobilfunknetz. Dies wurde z. B. im ersten Quartal 2016 durch die Auszeichnung von P3 Communications "Best in Test" unserer Landesgesellschaft in den Niederlanden eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Teil unserer Netzstrategie ist es, unsere Mobilfunknetze konsequent mit der 4G/LTE-Technologie in allen Ländern unseres operativen Segments weiter auszubauen, um danach die Übertragungsgeschwindigkeiten zu erhöhen. Dank unserer Investitionen in unser 4G/LTE-Netzwerk profitieren unsere Kunden von einer größeren Netzabdeckung mit schneller mobiler Breitband-Anbindung. So versorgten wir zum Ende des ersten Quartals 2016 in den Ländern unseres operativen Segments bereits 72 % der Bevölkerung mit LTE und erreichten somit insgesamt mehr als 94 Mio. Einwohner. Bis 2018 wollen wir insgesamt eine Netzabdeckung zwischen 75 und 95 % erreichen. Dass unsere Kunden diese hohen Bandbreiten nutzen, zeigt nicht nur der hohe Datenverbrauch, sondern lässt sich auch anhand der Verkaufszahlen mobiler Endgeräte feststellen; so belief sich der Anteil von Smartphones bereits auf 80 %.

Festnetz

Telefon, Internet und Fernsehen. Weil sich unsere TV- und Entertainment-Angebote zu einem wichtigen Standbein im Privatkundengeschäft entwickelt haben, investieren wir kontinuierlich in Verbesserungen unserer Entertainment-Dienste. Dazu gehört einerseits ein Angebot mit einer überzeugenden Auswahl an Film-, Sport- und Fernsehrechten. Andererseits arbeiten wir verstärkt daran, Dienste anzubieten, die unsere Kunden in hoher Qualität nutzen können - und zwar überall und auf allen Endgeräten. Wir steigerten im ersten Quartal 2016 die Anzahl unserer TV-Kunden gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,4 % auf 3,9 Mio., im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um 4,8 %. Ein Großteil der Nettozuwächse von 181 Tsd. entfiel dabei auf Griechenland, Rumänien, Ungarn und die Slowakei.

Als integrierter Telekommunikationsanbieter wollen wir die Konvergenz von Festnetz- und Mobilfunk-Technologie vorantreiben und bieten unseren Kunden in allen unseren integrierten Ländern sehr erfolgreich das Konzept der Konvergenzmarke "MagentaOne" an. Insgesamt konnten wir zum 31. März 2016 über 1,0 Mio. FMC-Kunden gewinnen: ein Plus von 13,9 %. Dazu beigetragen haben v. a. Griechenland und Rumänien. Waren wir zunächst nur auf das Privatkundensegment fokussiert, weitern wir das Angebot von "MagentaOne" nun auch auf das Geschäftskundensegment aus. Bereits in Rumänien, EJR Mazedonien und Kroatien bieten wir unseren Geschäftskunden "MagentaOne Business" und in Griechenland "COSMOTE Business One" an. Das technische Grundgerüst für FMC-Produkte ist ein vereinfachtes und standardisiertes Netzwerk; Voraussetzung dafür ist, dass die Landesgesellschaften mit Festnetz-Architektur auf IP-Technologie umstellen. Insgesamt lag der Anteil der IP-basierten Anschlüsse auf Segmentebene bei 49,1 %. Zum 31. März 2016 konnten wir bei den IP-basierten Anschlüssen einen Bestand von 4,3 Mio. verzeichnen - gegenüber dem Jahresendwert 2015 ein Zuwachs von 3,1 %. Nach dem erfolgreichen Abschluss der IP-Migration in der Slowakei und in der EJR Mazedonien im Jahr 2014 folgten Montenegro und Kroatien in 2015. Für das laufende Geschäftsjahr planen wir, Ungarn vollständig auf die IP-Technologie zu migrieren. In unserem operativen Segment Europa nutzten zum Ende der Berichtsperiode 8,7 Mio. Kunden einen Festnetz-Anschluss, das sind 0,9 % weniger als am 31. Dezember 2015. Hauptgrund für diesen Rückgang sind Anschlussverluste bei der klassischen Telefonie (PSTN).

Bei den Breitband-Anschlüssen Retail blieb das Wachstum dynamisch - mit einem Plus von 1,3 % auf 5,3 Mio. Anschlüsse, im Jahresvergleich sogar auf plus 4,1 %. Einer der Haupttreiber für den Anstieg war das DSL-Geschäft, v. a. in Griechenland, wo sich die zukunftsorientierte VDSL-Technologie eines regen Zuwachses erfreut. Aber auch in Rumänien, Ungarn und der Slowakei nahm die Zahl der DSL-basierten Breitband-Anschlüsse zu. Die Abdeckung der Haushalte mit Glasfaser liegt in unseren Landesgesellschaften zum Stichtag bei 20 % nach noch 19 % zum Jahresende 2015. Bis 2018 wollen wir 50 % der Haushalte in unseren integrierten Landesgesellschaften mit FTTx, d. h. Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s, versorgen.

OPERATIVE ENTWICKLUNG
in Mio. €

scroll


Q1 2016 Q1 2015 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2015
GESAMTUMSATZ
3 080 3 157 (77) (2,4)% 13 024
Griechenland
685 692 (7) (1,0)% 2 878
Rumänien
234 241 (7) (2,9)% 984
Ungarn
403 445 (42) (9,4)% 1 848
Polen
378 382 (4) (1,0)% 1 544
Tschechische Republik
229 226 3 1,3 % 958
Kroatien
220 211 9 4,3 % 909
Niederlande
324 346 (22) (6,4)% 1 394
Slowakei
187 187 0 0,0% 783
Österreich
208 197 11 5,6% 829
Übrigea
270 279 (9) (3,2)% 1 136
Betriebsergebnis (EBIT)
326 326 0 0,0% 1 476
EBIT-Marge % 10,6 10,3

11,3
Abschreibungen
(636) (636) 0 0,0% (2 632)
EBITDA
962 962 0 0,0% 4 108
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse
(24) (54) 30 55,6% (221)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)
986 1 016 (30) (3,0)% 4 329
Griechenland
267 263 4 1,5 % 1 118
Rumänien
38 55 (17) (30,9)% 205
Ungarn
126 115 11 9,6% 526
Polen
120 130 (10) (7,7)% 580
Tschechische Republik
99 89 10 11,2% 390
Kroatien
82 81 1 1,2% 367
Niederlande
88 133 (45) (33,8)% 500
Slowakei
78 73 5 6,8% 296
Österreich
69 65 4 6,2% 259
Übrigea
20 13 7 53,8% 88
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 32,0 32,2

33,2
CASH CAPEX
(1 009) (498) (511) n. a. (1 667)


Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.

a Übrige enthält die Landesgesellschaften der Länder Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie ICSS (International Carrier Sales & Solutions), ICSS/GNF-Geschäft der Local Business Units, GNF (Global Network Factory), GTS Central Europe Gruppe in Rumänien, Europa Headquarter, Group Technology sowie Pan-Net.


Gesamtumsatz

Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Quartal 2016 einen Gesamtumsatz von 3,1 Mrd. €; gegenüber der Vergleichsperiode ging der Umsatz um 2,4 % zurück. Organisch betrachtet, d. h. ohne Berücksichtigung der Ausgliederung des Energie-Resale-Geschäfts in Ungarn zum 1. Januar 2016 sowie unter der Annahme konstanter Wechselkurse, blieb der Segmentumsatz nahezu stabil (minus 0,4 %). Ohne die Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung in den Niederlanden wäre der organische Umsatz des operativen Segments Europa sogar leicht positiv (plus 0,4 %).

Entscheidungen von Regulierungsbehörden belasteten unsere Umsatzentwicklung nach wie vor. So waren abgesenkte Mobilfunk-Terminierungsentgelte z. B. in Ungarn ursächlich für den Rückgang des organischen Umsatzes. Zusätzlich setzte die immer noch hohe Wettbewerbsintensität auf den Telekommunikationsmärkten in unseren Landesgesellschaften die Umsätze weiter unter Druck. Das Wholesale-Geschäft entwickelte sich nahezu stabil.

Weil sich unsere Landesgesellschaften weiterhin erfolgreich auf die strategischen Wachstumsfelder ausrichten, konnten wir die negativen Umsatzeffekte auf Segmentebene durch ein in diesen Geschäftsfeldern generiertes Umsatzplus von 6,5 % teilweise kompensieren. So betrug der Anteil der Wachstumsfelder am Segmentumsatz 30,4 %. Der Umsatz aus dem mobilen Datengeschäft legte gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,3 % auf 26 Mio. € zu. Dazu beigetragen haben die meisten Länder unseres operativen Segments, v. a. die Tschechische Republik, Österreich und Griechenland. Der Großteil des Umsatzes aus dem mobilen Datengeschäft entfiel auf Privatkunden. Attraktive Tarife in Verbindung mit einem breiten Portfolio an Endgeräten ließen die Nutzungsrate bei den Datendiensten, v. a. bei den Vertragskunden, deutlich ansteigen. Dank des innovativen TV- und Programm-Managements setzte das TV-Geschäft seinen Aufwärtstrend der vergangenen Quartale fort: Zum Ende des ersten Quartals 2016 erhöhte sich der TV-Umsatz um 11,2 % und machte rund 20 % der in den Wachstumsfeldern erzielten Umsätze aus. Gegenüber dem Vorjahresquartal zeigte auch der Geschäftskundenbereich B2B/ICT steigende Umsatzzahlen: Ursächlich hierfür ist das erweiterte Produkt- und Service-Portfolio, auch dank des in 2014 erfolgten Erwerbs der GTS Central Europe Gruppe. Das Geschäft mit den Cloud-Diensten trägt ebenfalls dazu bei, in dem es in einem hart umkämpften Markt auch weiter deutlich wächst. Zusätzlich zu den Wachstumsfeldern erwirtschafteten wir bei den Verkäufen von mobilen Endgeräten ein Umsatzplus von 4,1 %.

Betrachtet man den organischen Segmentumsatz aus Länderperspektive, so war im ersten Quartal 2016 das Geschäft in den Niederlanden am stärksten von absoluten Umsatzrückgängen betroffen - im Wesentlichen durch preisgetriebene Rückgänge bei der Sprachtelefonie. Ein leichtes Plus bei den Verkäufen von mobilen Endgeräten wirkte hier nur teilweise kompensatorisch. Auch Rumänien musste Umsatzeinbußen im rückläufigen Festnetz-Geschäft hinnehmen. Hierbei waren es v. a. sinkende Umsätze bei der Sprachtelefonie sowie im B2B/ICT-Geschäft, die nur zum Teil durch den Zuwachs im Mobilfunk-Geschäft ausgeglichen werden konnten. Positiv auf den organischen Segmentumsatz wirkten sich höhere Umsatzbeiträge v. a. in Ungarn, Österreich sowie in Polen aus.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Quartal 2016 ein bereinigtes EBITDA von 986 Mio. €; das sind 3,0 % weniger als im Vorjahresquartal. Organisch betrachtet, d. h. ohne Berücksichtigung der Ausgliederung des Energie-Resale-Geschäfts in Ungarn zum 1. Januar 2016 sowie unter der Annahme konstanter Wechselkurse, sank das bereinigte EBITDA um 2,4 %. Ohne Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung in den Niederlanden läge das organische bereinigte EBITDA des operativen Segments Europa sogar bei plus 2,4 %.

Zum einen wirkten die insgesamt geringeren Umsätze auf Segmentebene negativ auf das bereinigte EBITDA. Zum anderen waren höhere direkte Kosten u. a. durch höhere Marktinvestitionen ursächlich für eine weitere Verminderung des bereinigten EBITDA. Änderungen in der Gesetzgebung, wie Steuern und Abgaben, staatliche Sparprogramme sowie Entscheidungen von Regulierungsbehörden setzten unser Ergebnis zusätzlich unter Druck. Diese negativen Effekte konnten wir nur teilweise ausgleichen, indem wir die indirekten Kosten senkten. Einen positiven Beitrag hierzu leisteten v. a. Einsparungen bei den Personalkosten.

Aus Länderperspektive war das rückläufige bereinigte EBITDA hauptsächlich auf die Niederlande, Rumänien und das griechische Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen. Dem entgegen standen höhere bereinigte EBITDA-Beiträge v. a. in Ungarn und der Tschechischen Republik sowie aus dem Festnetz-Geschäft in Griechenland.

Unser EBITDA lag mit 962 Mio. € auf Vorjahresniveau, wobei zwei gegenläufige Effekte wirkten. Zu einem war das EBITDA des Vorjahresquartals von höheren negativen Sondereinflüssen, im Wesentlichen aufgrund des Aufwands für die vergleichsweise Beilegung einer gegen die Slovak Telekom gerichteten Schadenersatzklage, belastet. Gegenläufig wirkte im ersten Quartal 2016 der Rückgang des bereinigten EBITDA.

Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern

Auf unserem Weg zum führenden europäischen Telekommunikationsanbieter verfolgen wir die Strategie, die meisten unserer Landesgesellschaften zu integrierten All IP-Playern zu entwickeln: Sie sollen ihre Kunden mit dem besten Kundenerlebnis begeistern - und das unabhängig von ihrer jeweiligen Marktposition. Hierfür etablieren wir ein Produktionsmodell mithilfe einer paneuropäischen voll IP-basierten Netzinfrastruktur und des besten Netzzugangs sowie optimierter Prozesse und Kundenschnittstellen. Die meisten unserer Gesellschaften agieren auf ihren jeweiligen Märkten bereits sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk. Nachfolgend stellen wir beispielhaft drei Landesgesellschaften detailliert vor:

Griechenland. In Griechenland sanken die Umsätze gegenüber der Vorjahresperiode leicht um 1,0 % auf 685 Mio. €. Die immer noch angespannte wirtschaftliche Lage und die hohe Wettbewerbssituation wirkten sich insgesamt negativ auf die Mobilfunk-Umsätze aus. So haben wir geringere Umsätze bei der Sprachtelefonie generiert, auch infolge einer zurückhaltenden Nutzung der Sprachdienste. Auch der Umsatz aus dem Verkauf von mobilen Endgeräten war rückläufig. Dem gegenüber steht die positive Entwicklung des Datengeschäfts mit einer zweistelligen Zuwachsrate dank einer deutlich höheren Datennutzung.

Der Umsatzanstieg aus dem Festnetz-Geschäft - großteils getrieben durch das TV-Geschäft - kompensierte teilweise den Umsatzrückgang aus dem Mobilfunk-Geschäft. Das TV-Geschäft stieg gegenüber dem Vorjahresquartal mit einem Umsatzzuwachs von über 50 % signifikant an. Denn die Nachfrage (rund 90 Tsd. Nettokunden gegenüber dem Vorjahresquartal) nach unserem Angebot mit einer großen Vielfalt an TV-Diensten und TV-Inhalten war besonders hoch. Dazu trug auch die erfolgreiche Einführung des FMC-Produkts "CosmoteOne" bei. In Verbindung mit dem Ausbau der Breitband-Anschlüsse auf DSL-Technologie verzeichneten wir auch hier einen kräftigen Kundenzuwachs mit einem positiven Effekt auf unsere Breitband-Umsätze. Der Geschäftskundenbereich B2B/ICT leistete ebenso einen positiven Beitrag. Insgesamt ist es uns dadurch gelungen, die sinkenden Umsätze bei der Sprachtelefonie auszugleichen.

Im ersten Quartal 2016 lag das bereinigte EBITDA in Griechenland bei 267 Mio. € und verzeichnete somit einen Anstieg gegenüber der Vorjahresperiode um 1,5 %. Die insgesamt niedrigeren Umsätze wurden sowohl durch Einsparungen bei den direkten Kosten als auch bei den indirekten Kosten voll ausgeglichen. Einsparungen bei den indirekten Kosten sind im Wesentlichen auf geringere Personalkosten zurückzuführen. Auf das EBITDA wirkten in einem geringeren Umfang auch Sondereinflüsse - in erster Linie im Zusammenhang mit Aufwendungen für Personalmaßnahmen.

Ungarn. In Ungarn reduzierte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,4 % auf 403 Mio. €; ohne Berücksichtigung der Ausgliederung des Energie-Resale-Geschäfts sowie unter der Annahme konstanter Wechselkurse verzeichneten wir sogar eine organische Umsatzsteigerung von 4,1 %. Zu verdanken ist diese Zunahme großteils der positiven Entwicklung im Festnetz-Geschäft, insbesondere durch Umsatzzuwächse im Breitband- und im TV-Geschäft. Der Anteil des Breitband- und TV-Geschäfts an den gesamten Festnetz-Umsätzen betrug im ersten Quartal 2016 48 %. Gemäß unserer Strategie, in unseren integrierten Landesgesellschaften ein paneuropäisches Netzwerk aufzubauen, vermarkten wir verstärkt IP-basierte Breitband-Anschlüsse, sodass wir wie geplant Ende des Jahres vollständig auf IP migrieren werden. Demzufolge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal die Anzahl der Breitband-Anschlüsse. Davon profitierte auch unser TV-Geschäft, das unsere Kunden mit seinen innovativen Diensten über alle Bildschirme hinweg überzeugte. Der erfolgreiche Start von "MagentaOne" im letzten Jahr trug ebenfalls dazu bei. Zudem leistete der Geschäftskundenbereich B2B/ICT einen deutlich positiven Umsatzbeitrag, sodass wir die insgesamt rückläufigen Sprachumsätze bei der klassischen Telefonie mehr als ausgleichen konnten.

Im Mobilfunk-Geschäft reduzierten sich insbesondere die Service-Umsätze gegenüber der Vorjahresperiode, was vollständig auf geringere Terminierungsentgelte durch die Mobilfunk-Regulierung zurückzuführen war. Der positive Trend beim Geschäft mit mobilen Datenumsätzen setzte sich auch im ersten Quartal 2016 mit einem Anstieg von 10,7 % weiter fort. Diese positive Entwicklung ist u. a. das Resultat unseres schnellen Mobilfunknetzes und der hohen Reichweite. Dazu kommt, dass wir erfolgreich innovative Produkte vermarktet haben, was sich sowohl im Nutzungsverhalten als auch der Tatsache widerspiegelt, dass der Anteil von Smartphones an den insgesamt verkauften Endgeräten hoch war. Das machte sich auch bei den Endgeräteverkäufen bemerkbar.

Das bereinigte EBITDA betrug 126 Mio. € und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,6 %. Organisch stieg das bereinigte EBITDA sogar um 12,5 %.

Österreich. In Österreich erwirtschafteten wir im ersten Quartal 2016 einen Umsatz von 208 Mio. €, das sind 5,6 % mehr als im Vorjahresquartal. Großteils ist dies auf gestiegene Umsätze beim mobilen Datengeschäft zurückzuführen. Dank des weiterhin hohen Anstiegs bei der Anzahl der Vertragskunden erhöhte sich auch der Anteil der Datenumsätze an den Gesamtumsätzen. Zudem führten leicht höhere Umsätze bei der Sprachtelefonie zu einem positiven Umsatzbeitrag. Ursachen dafür waren v. a. die erfolgreiche Einführung des neuen Tarifmodells im letzten Jahr sowie eine anhaltend hohe Nachfrage nach Smartphones. Beides führte dazu, dass die Nutzung unserer Datendienste sprunghaft anstieg. Diese insgesamt positiven Effekte wirkten den leicht geringeren Umsätzen aus dem SMS-Geschäft entgegen. Zudem trug das Geschäft mit dem Verkauf von mobilen Endgeräten positiv zur Umsatzentwicklung bei.

Das bereinigte EBITDA stieg im ersten Quartal 2016 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,2 % und betrug somit 69 Mio. € - insbesondere bedingt durch den höheren Umsatz. Gestiegene Marktinvestitionen bei den direkten Kosten konnten damit ausgeglichen werden. Die indirekten Kosten lagen auf Vorjahresniveau.

EBIT

In unserem operativen Segment Europa lag das EBIT im ersten Quartal 2016 mit 326 Mio. € ebenso wie die planmäßigen Abschreibungen auf Vorjahresniveau.

Cash Capex

Im ersten Quartal 2016 wies unser operatives Segment Europa einen Cash Capex von 1,0 Mrd. € aus; 511 Mio. € mehr als im Vorjahresquartal - in erster Linie wegen der im ersten Quartal 2016 getätigten Erwerbe von Mobilfunk-Spektrum in Polen sowie der Frequenzverlängerung in den Niederlanden.

SYSTEMGESCHÄFT

WESENTLICHE KPIs

Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss (Seite 44 f.).

scroll
Veränderung
Veränderung




31.03.2016/31.12.2015
31.03.2016/31.03.2015


31.03.2016 31.12.2015 in % 31.03.2015 in %
AUFTRAGSEINGANG Mio. € 1 522 5 608 n. a. 212 25,6%
COMPUTING & DESKTOP SERVICES





Anzahl der betreuten Server Stück 63 255 62 590 1,1% 61 406 3,0%
Anzahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme Mio. Stück 1,67 1,71 (2,3)% 1,62 3,1%
SYSTEMS INTEGRATION





Fakturierte Stunden Mio. 1,7 5,3 n. a. 1,4 21,4%
Utilization Rate % 82,1 82,9 (0,8)% p 81,7 0,4 % p


Geschäftsentwicklung

Im ersten Quartal 2016 entwickelte sich unser operatives Segment Systemgeschäft gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum positiv, wobei die Market Unit auch durch den Abschluss der Aufbauphase im Rahmen unseres Großkundenprojekts zur Errichtung und zum Betrieb eines elektronischen Mauterhebungssystems in Belgien profitierte. Gestärkt durch die Neuausrichtung konnten sich insbesondere unsere Standardlösungen aus dem Wachstumsfeld Cloud Computing gegen den preisaggressiven Wettbewerb durchsetzen. So stieg der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresquartal um 25,6 %. Ein weiterer wichtiger Baustein für den Ausbau unseres Cloud-Geschäfts sind strategische Partnerschaften. Das heißt, wir bieten Lösungen unserer Partner entsprechend den Bedürfnissen unserer Kunden aus unseren Rechenzentren in Deutschland an. Dabei spielen die Aspekte Sicherheit und Hochverfügbarkeit für T-Systems und für unsere Kunden eine wichtige Rolle.

Um den Anforderungen aus den neuen Vertragsabschlüssen gerecht zu werden, modernisieren und konsolidieren wir unsere ICT-Ressourcen kontinuierlich. Vor diesem Hintergrund stieg die Anzahl der betreuten Server gegenüber dem ersten Quartal 2015 um 3,0 %. Bei den Rechenzentren konnten wir durch den technischen Fortschritt immer größere und leistungsstärkere Einheiten errichten - dies wirkt auch positiv auf unsere Kosteneffizienz. Die Zahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme stieg gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahrs um 3,1 %.

OPERATIVE ENTWICKLUNG

scroll
in Mio. €
Q1 2016 Q1 2015 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2015
GESAMTUMSATZ
2 045 1 927 118 6,1 % 8 194
Betriebsergebnis (EBIT)
30 (70) 100 n. a. (541)
EBIT-wirksame Sondereinflüsse
(60) (84) 24 28,6% (713)
EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse)
90 14 76 n. a. 172
EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 4,4 0,7

2,1
Abschreibungen
(116) (141) 25 17,7 % (634)
EBITDA
146 71 75 n. a. 93
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse
(60) (74) 14 18,9% (647)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)
206 145 61 42,1% 740
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 10,1 7,5

9,0
CASH CAPEX
(237) (248) 11 4,4% (1 151)


Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft betrug im Berichtsquartal 2,0 Mrd. € und lag um 6,1 % über dem Niveau des Vorjahresquartals.

Der Umsatz der Market Unit, also im Kern das Geschäft mit externen Kunden, war mit 1,7 Mrd. € um 6,6 % höher als im ersten Quartal 2015; dabei bauten wir insbesondere den internationalen Umsatz aus, der um 17,5 % stieg. Dies war im Wesentlichen durch den Abschluss der Aufbauphase des Mauterhebungssystems in Belgien bedingt. Darüber hinaus entwickelte sich der Umsatz aus Neuverträgen, u. a. aus dem Bereich Cloud, positiv. Gegenläufig wirkten die generell rückläufige Preisentwicklung im ICT-Geschäft sowie Wechselkurseffekte negativ auf den Umsatz der Market Unit.

Im Geschäftsbereich Telekom IT, der hauptsächlich die nationale interne IT unseres Konzerns bündelt, lag der Umsatz durch die konzerninterne Endabrechnung mit 317 Mio. € um 3,6 % über dem Niveau des Vorjahres. Bedingt durch die weiteren Kosteneinsparungen des Konzerns bei der IT, werden die Umsätze der Telekom IT im Jahresverlauf planmäßig unter dem Vorjahresniveau liegen.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Im ersten Quartal 2016 stieg das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Systemgeschäft um 61 Mio. € bzw. 42,1 %. Dies ist auf einen deutlich gestiegenen Beitrag der Market Unit um 45,2 % zurückzuführen. Das verbesserte Ergebnis der Market Unit resultierte in erster Linie aus der in der Berichtsperiode abgeschlossenen Aufbauphase des Mauterhebungssystems in Belgien. Das bereinigte EBITDA der Telekom IT lag leicht unter Vorjahresniveau. Die bereinigte EBITDA-Marge unseres operativen Segments Systemgeschäft stieg von 7,5 % im Vorjahresvergleichszeitraum auf 10,1 %.

Das EBITDA stieg ebenfalls gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 75 Mio. € auf 146 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch die beim bereinigten EBITDA beschriebenen Effekte sowie um 14 Mio. € niedrigere Sondereinflüsse, v. a. durch Restrukturierungsprogramme.

EBIT, bereinigtes EBIT

Das bereinigte EBIT stieg gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode um 76 Mio. €. Insbesondere der beim EBITDA beschriebene Einmaleffekt der Market Unit trug zu dieser positiven Entwicklung bei. Die bereinigte EBIT-Marge stieg daher von 0,7 % im ersten Quartal 2015 auf 4,4 %. Weiterhin wirkten gesunkene Abschreibungen, bedingt durch die Migration von IT-Plattformen, positiv auf das bereinigte EBIT.

Cash Capex

Der Cash Capex lag im Berichtszeitraum bei 237 Mio. €. Unser weiterhin hohes Investitionsniveau steht im Zusammenhang mit der zunehmenden Weiterentwicklung der Digitalisierung von Wirtschaftsunternehmen. Deshalb werden wir in Wachstumsfelder wie Vernetztes Automobil und Gesundheit sowie in digitale Zukunftsfelder wie Cloud Computing oder Cyber Security investieren. Dem entgegen wirkten Effizienzsteigerungen, u. a. durch die Standardisierung der ICT-Plattformen und durch die Konsolidierung von Rechenzentren.

GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES

Group Headquarters & Group Services umfasst alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind. Für weitere Informationen verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur" im Geschäftsbericht 2015, Seite 58 ff.

scroll
in Mio. € Q1 2016 Q1 2015 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2015
GESAMTUMSATZ 513 565 (52) (9,2)% 2 275
Betriebsergebnis (EBIT) 2 139 (252) 2 391 n. a. (860)
Abschreibungen (130) (144) 14 9,7 % (627)
EBITDA 2 269 (108) 2 377 n. a. (233)
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 2 386 (86) 2 472 n. a. 319
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) (117) (22) (95) n. a. (552)
CASH CAPEX (60) (96) 36 37,5 % (342)


Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich im ersten Quartal 2016 gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 9,2 %. Dies ist im Wesentlichen auf die fehlenden Umsätze im Zusammenhang mit dem Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia im November 2015 und die Neuaufstellung des Bereichs Group Innovation+ zurückzuführen. Des Weiteren sanken die konzerninternen Umsätze durch die weitere Optimierung von Flächen im Bereich Grundstücke und Gebäude.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

In der Berichtsperiode reduzierte sich das bereinigte EBITDA unseres Segments Group Headquarters & Group Services im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 95 Mio. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus einem im ersten Quartal 2015 erfassten Ertrag in Höhe von 175 Mio. € im Zusammenhang mit einer Vergleichsvereinbarung zur Beilegung eines kartellrechtlichen Beschwerdeverfahrens. Ohne Berücksichtigung dieses Einmaleffekts lag das bereinigte EBITDA um 80 Mio. € über dem des ersten Quartals 2015. Dies resultierte im Wesentlichen aus höheren Erträgen aus Immobilienverkäufen sowie geringeren Personalaufwendungen infolge des fortgesetzten Personalumbaus bei Vivento. Weitere das bereinigte EBITDA erhöhende Effekte resultierten aus der Neuaufstellung des Bereichs Group Innovation+. Negativ wirkten die im ersten Quartal 2016 fehlenden Beiträge infolge des Verkaufs von t-online.de und InteractiveMedia sowie die weitere Optimierung von Flächen im Bereich Grundstücke und Gebäude.

Insgesamt wirkten sich im ersten Quartal 2016 positive Sondereinflüsse von 2,4 Mrd. € auf das EBITDA aus. Diese ergaben sich in erster Linie aus dem am 29. Januar 2016 vollzogenen Verkauf unseres Joint Ventures EE an die britische BT. Aus der Veräußerung erzielten wir einen Ertrag von rund 2,5 Mrd. €. Die Aufwendungen - insbesondere für Personalmaßnahmen -lagen mit rund 0,1 Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

EBIT

Hauptursache für den Anstieg des EBIT um 2,4 Mrd. € gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ist der im Berichtszeitraum erfasste Ertrag aus der Veräußerung unseres Joint Ventures EE. Die Abschreibungen lagen um 14 Mio. € unter dem Vorjahresniveau.

Cash Capex

Der Cash Capex verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 36 Mio. €, im Wesentlichen resultierend aus geringeren Fahrzeug- und Lizenzanschaffungen.

EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODE (31. MÄRZ 2016)

Informationen zu dem am 7. April 2016 in Brüssel notifizierten Beschlussentwurf der BNetzA für die Regulierung von Vectoring im Nahbereich sowie zu dem am 20. April 2016 veröffentlichten Konsultationsentwurf der BNetzA zu den TAL-Überlassungsentgelten finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld", Seite 10 ff.

Informationen zu den Entwicklungen im Rechtsverfahren Schadensersatzklage gegen OTE sowie zu den abgeschlossenen Schadensersatzklagen im Zusammenhang mit Entgelten für die Überlassung von Teilnehmerdaten finden sich im Kapitel "Risiko- und Chancensituation", Seite 31 f.

Tarifabschluss Konzernzentrale und Telekom Deutschland. Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di einigten sich am 13. April 2016 auf einen Tarifabschluss für die Konzernzentrale und die Telekom Deutschland. Der neue Tarifvertrag sieht vor, die Gehälter rückwirkend zum 1. April 2016 um 2,2 % und zum 1. April 2017 um weitere 2,1 % anzuheben. Die unteren Gehaltsbänder stiegen zum 1. April 2016 überproportional um 2,6 %. Der neue Tarifvertrag gilt ab dem 1. Februar 2016 und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Platzierung von Aktien der Scout24 AG. In einem beschleunigten Book-building-Verfahren platzierten wir am 14. April 2016 rund 2,6 Mio. Aktien der Scout24 AG zu einem Preis von 30,00 € je platzierter Aktie. Der Verkauf wurde am 18. April 2016 vollzogen. Der uns zufließende Bruttoerlös belief sich auf rund 79 Mio. €. Nach Abschluss des Verkaufs halten wir noch ca. 11,8 Mio. Aktien, was rund 10,9 % der Gesamtzahl der Aktien der Scout24 AG entspricht. Aufgrund des weiterhin maßgeblichen Einflusses auf die Finanz- und Geschäftspolitik wird die verbleibende Beteiligung an der Scout24 AG unverändert nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen und gehört nach wie vor zum Segment Group Headquarters & Group Services.

Finanzierungsmaßnahmen. Am 1. April 2016 hat T-Mobile US Senior Notes im Gesamtvolumen von 1,0 Mrd. US-$ begeben. Die Nettoerlöse aus dieser Emission sollen für den Erwerb von Spektrum u. a. im 700 MHz-A-Band verwendet werden. Am 12. April 2016 hat die Deutsche Telekom International Finance B.V. mit Garantie der Deutschen Telekom AG im Rahmen unseres Daueremissionsprogramms (Debt Issuance-Programm) eine Euro-Anleihe im Volumen von 0,5 Mrd. € ausgegeben. Diese Emission ist Teil der allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Ohne Auswirkungen auf die Entwicklung der finanziellen Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom AG im April 2016 gegenüber T-Mobile US unwiderrufliche und zeitlich befristete Kreditzusagen über weitere bis zu 2,0 Mrd. US-$ abgegeben.

PROGNOSE

Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf der aktuellen Einschätzung unseres Managements. Zum heutigen Zeitpunkt liegen keine Erkenntnisse vor, dass sich die im zusammengefassten Lagebericht 2015 (Geschäftsbericht 2015, Seite 116 ff.) veröffentlichten Prognosen wesentlich verändert haben. Die dort abgegebenen Aussagen behalten dementsprechend weiterhin ihre Gültigkeit. Weiterhin gehen wir im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld" in diesem Konzern-Zwischenlagebericht auf Ergänzungen und neue Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Situation ein. Ferner wird auf den "Disclaimer" am Ende dieses Berichts verwiesen.

RISIKO- UND CHANCENSITUATION

Im Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen und neuen Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 dargestellten Risiko- und Chancensituation ausgeführt (Geschäftsbericht 2015, Seite 125 ff.). Ferner wird auf den "Disclaimer" am Ende dieses Berichts verwiesen.

RECHTSVERFAHREN

Entgelte für die Überlassung von Teilnehmer-Anschlussleitungen. Die nach der Umsetzung von Vergleichsvereinbarungen mit den (ehemaligen) Klägerinnen ergangenen Neubescheidungen und Klagerücknahmen (siehe Abschnitt "Regulierung", Seite 32) führen dazu, dass das Risiko aus den verbleibenden Verfahren für die TAL-Überlassungs- und Einmalentgelte als gering eingeschätzt wird. Wir werden daher in Zukunft nicht über die noch anhängigen Verfahren berichten.

Schadensersatzklage in Malaysia nach rechtskräftigem Schiedsurteil. Die Celcom Malaysia Berhad (Celcom) und die Technology Resources Industries Berhad klagen vor den staatlichen Gerichten in Kuala Lumpur, Malaysia, gegen insgesamt elf Beklagte, darunter auch die DeTeAsia Holding GmbH (DTAH), eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Die Kläger verlangen Schadensersatz und Entschädigung in Höhe von 232 Mio. US-$ zuzüglich Zinsen. Diesen Betrag hatte die DTAH im Jahr 2005 aufgrund eines rechtskräftig zu ihren Gunsten ergangenen Schiedsurteils gegen die Celcom vollstreckt. Die Durchführung des erstinstanzlichen Hauptverfahrens ist für Oktober 2016 angesetzt. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit noch nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Schadensersatzklage gegen OTE. Im Verfahren der Lannet Communications S. A. gegen die OTE wegen Schadensersatz in Höhe von ca. 176 Mio. € zuzüglich Zinsen hat das zuständige Gericht in Athen am 8. April 2016 einem Antrag der OTE stattgegeben und den Kläger verpflichtet, die Klage zurückzunehmen.

IN 2016 ABGESCHLOSSENE VERFAHREN

Schadensersatzklagen im Zusammenhang mit Entgelten für die Überlassung von Teilnehmerdaten. 2005 wurde die Deutsche Telekom AG von der telegate AG auf Schadensersatz in Höhe von ca. 86 Mio. € zuzüglich Zinsen verklagt. Die telegate AG begründete ihre Klage mit angeblich überhöhten Preisen der Deutschen Telekom AG für die Überlassung von Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999. Ebenfalls 2005 wurde die Deutsche Telekom AG von Dr. Harisch - Gründer der telegate AG - auf Schadensersatz in Höhe von zuletzt ca. 612 Mio. € zuzüglich Zinsen verklagt. Nachdem sowohl Dr. Harisch als auch die telegate AG in erster und zweiter Instanz mit ihren Klagen unterlagen, wurde zunächst im April 2015 die von Dr. Harisch eingelegte Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision vom Bundesgerichtshof zurückgewiesen. Der Bundesgerichtshof hat nun auch die Nichtzulassungsbeschwerde der telegate AG mit Beschluss vom 12. April 2016 zurückgewiesen. Damit sind beide Klagen rechtskräftig abgewiesen und die Verfahren beendet.

REGULIERUNG

Verbraucherschutz. Die BNetzA hatte im Februar 2014 einen Verordnungsentwurf vorgestellt, der im Schwerpunkt auf mehr Transparenz und höhere Kostenkontrolle bei Telekommunikationsdiensten abzielt. Der Verordnungsentwurf wird nach Abstimmung mit den zu beteiligenden Ministerien voraussichtlich noch im zweiten Quartal 2016 verabschiedet. Im September 2015 hat die BNetzA bereits ihr Mess-System gestartet, mit dem Verbraucher ihre verfügbare Bandbreite bei Festnetz- und Mobilfunk-Anschlüssen messen können. Die Veröffentlichung der Darstellung der bundesweit erreichten Anschlussbandbreiten wird voraussichtlich im Mai 2016 erfolgen. Die Verordnung tritt nach einer 6-monatigen Umsetzungsfrist in Kraft. Für einzelne Regeln ist eine verlängerte Umsetzungsfrist von zwölf Monaten vorgesehen.

Rückwirkende Neubescheidung von Entgeltgenehmigungen. Die 2015 mit Klägern bezüglich der TAL-Überlassungsentgelte geschlossenen Vergleichsvereinbarungen, in denen die ursprünglich genehmigten Entgelte vereinbart wurden und sich die Vertragspartner verpflichtet haben, anhängige Klagen zurückzunehmen, konnten bis April 2016 vollständig umgesetzt werden. Auf dieser Basis haben wir am 23. September 2015 und am 30. November 2015 entsprechende Entgeltanträge bei der BNetzA gestellt, welche am 5. November 2015 und am 1. Februar 2016 genehmigt wurden. Damit sind die TAL-Überlassungsentgelte der Vergangenheit in der Höhe der ursprünglichen Genehmigung nunmehr für nahezu den gesamten Markt rechtskräftig geworden.

Frequenzvergabe. Im Hinblick auf Risiken und Chancen bei der Frequenzregulierung ist v. a. auf die Spektrumvergabe-Prozesse hinzuweisen, die derzeit in einigen Ländern in Vorbereitung sind bzw. sich in Planung befinden. Bei den Vergaben geht es hauptsächlich um die Auktion von Frequenzen in den Bereichen 0,8 GHz, 1,8 GHz, 2,6 GHz und 3,5 GHz. Derzeit werden in Griechenland, Großbritannien, Montenegro, der Tschechischen Republik, Ungarn und der Slowakei Vergaben vorbereitet, die voraussichtlich bis Ende 2016 durchgeführt werden. Daneben hat in den USA die sog. "Incentive Auction" zur Umverteilung von ehemaligem Rundfunkspektrum auf Mobilfunk-Nutzungen begonnen. Während sich die erste Phase an die Rundfunkbetreiber richtet, wird sich die zweite Phase später im Jahr auf den Verkauf der freigewordenen Frequenzen an interessierte Mobilfunk-Firmen konzentrieren.

Am 27. Oktober 2015 verabschiedeten EU-Parlament und Europäischer Rat die EU-Verordnung zum Telekommunikationsbinnenmarkt, die Regelungen zu Netzneutralität, International Roaming und Informationspflichten beinhaltet.

Netzneutralität. Das Gremium der Europäischen Regulierungsbehörden (GEREK) ist derzeit mit der Ausgestaltung der Leitlinien zur Umsetzung der Verordnung zur Netzneutralität befasst. Eine erste Konsultation dieser Leitlinien ist für Anfang Juni 2016 und die Veröffentlichung für Ende August 2016 angekündigt.

International Roaming. Die Europäische Kommission hat im ersten Quartal 2016 eine Konsultation über weitere Maßnahmen zur Abschaffung von Roaming-Aufschlägen abgeschlossen. Die Kommission wird voraussichtlich spätestens zum 15. Juni 2016 einen Gesetzgebungsvorschlag zur weiteren Regulierung der Wholesale Roaming-Entgelte veröffentlichen, der voraussichtlich bis Mitte 2017 verabschiedet werden soll. Je nach Ausgestaltung dieses Vorschlags können für uns und unsere Beteiligungen Umsatzrisiken u. a. aus dem Missbrauch des internationalen Roaming-Mechanismus zur Umgehung nationaler Konditionen entstehen.

Die EU-Kommission hat am 15. März 2016 eine öffentliche Konsultation zur Überprüfung der Terminierungsempfehlung vom 7. Mai 2009 mit Frist 7. Juni 2016 gestartet. Mit dieser werden zum einen die Effekte des mit der bisherigen Terminierungsempfehlung eingeführten sog. "Pure-LRIC-Kosten-maßstabs" überprüft sowie zum anderen Fragen bezüglich der zukünftigen regulatorischen Maßnahmen gestellt. Mit zukünftigen regulatorischen Maßnahmen sind sowohl Risiken als auch Chancen verbunden. Risiken ergeben sich aus damit verbundenen zukünftigen Entgeltabsenkungen. Die Chance besteht darin, dass die Kommission die Terminierungsmärkte deregulieren könnte.

EINSCHÄTZUNG ZUR GESAMTRISIKOSITUATION

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind in unserem Risiko-Management-System wie auch nach Einschätzung unseres Managements keine wesentlichen Risiken absehbar, die den Bestand der Deutschen Telekom AG oder eines wesentlichen Konzernunternehmens gefährden könnten.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-BILANZ

AKTIVA

scroll
in Mio. € 31.03.2016 31.12.2015 Veränderung Veränderung in % 31.03.2015
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 25 453 32 184 (6 731) (20,9) % 28 549
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 332 6 897 435 6,3 % 5 100
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 8 894 9 238 (344) (3,7)% 10 696
Ertragsteuerforderungen 136 129 7 5,4 % 125
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4 829 5 805 (976) (16,8)% 2 702
Vorräte 1 998 1 847 151 8,2 % 1 841
Übrige Vermögenswerte 1 855 1 346 509 37,8% 1 826
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 409 6 922 (6 513) (94,1)% 6 259
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 118 152 111 736 6 416 5,7% 108 912
Immaterielle Vermögenswerte 57 384 57 025 359 0,6% 56 791
Sachanlagen 44 442 44 637 (195) (0,4)% 41 221
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 811 822 (11) (1,3)% 652
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 9 877 3 530 6 347 n. a. 3 759
Aktive latente Steuern 5 119 5 248 (129) (2,5)% 6 142
Übrige Vermögenswerte 519 474 45 9,5% 347
BILANZSUMME 143 605 143 920 (315) (0,2)% 137 461


PASSIVA

scroll
in Mio. € 31.03.2016 31.12.2015 Veränderung Veränderung in % 31.03.2015
KURZFRISTIGE SCHULDEN 32 211 33 548 (1 337) (4,0)% 28 357
Finanzielle Verbindlichkeiten 13 876 14 439 (563) (3,9)% 10 116
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 9 867 11 090 (1 223) (11,0)% 9 542
Ertragsteuerverbindlichkeiten 260 197 63 32,0% 278
Sonstige Rückstellungen 3 227 3 367 (140) (4,2)% 3 605
Übrige Schulden 4 981 4 451 530 11,9% 4 816
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen - 4 (4) n. a. -
LANGFRISTIGE SCHULDEN 72 950 72 222 728 1,0 % 72 108
Finanzielle Verbindlichkeiten 48 185 47 941 244 0,5 % 47 004
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 8 369 8 028 341 4,2 % 9 213
Sonstige Rückstellungen 3 027 2 978 49 1,6% 2 536
Passive latente Steuern 9 342 9 205 137 1,5 % 9 236
Übrige Schulden 4 027 4 070 (43) (1,1)% 4 119
SCHULDEN 105 161 105 770 (609) (0,6) % 100 465
EIGENKAPITAL 38 444 38 150 294 0,8 % 36 996
Gezeichnetes Kapital 11 793 11 793 0 0,0% 11 611
Eigene Anteile (51) (51) 0 0,0% (53)

11 742 11 742 0 0,0% 11 558
Kapitalrücklage 52 399 52 412 (13) 0,0% 51 796
Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag (36 187) (38 969) 2 782 7,1 % (37 385)
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis (1 470) (178) (1 292) n. a. (235)
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
-
1 139 (1 139) n. a. 1 201
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) 3 125 3 254 (129) (4,0)% 787
ANTEILE DER EIGENTÜMER DES MUTTERUNTERNEHMENS 29 609 29 400 209 0,7% 27 722
Anteile anderer Gesellschafter 8 835 8 750 85 1,0% 9 274
BILANZSUMME 143 605 143 920 (315) (0,2)% 137 461


KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

scroll
in Mio. € Q1 2016 Q1 2015 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2015
UMSATZERLÖSE 17 630 16 842 788 4,7% 69 228
Sonstige betriebliche Erträge 3 179 397 2 782 n. a. 2 008
Bestandsveränderungen 12 5 7 n. a. (11)
Aktivierte Eigenleistungen 480 501 (21) (4,2)% 2 041
Materialaufwand (8 663) (8 907) 244 2,7 % (35 706)
Personalaufwand (4 062) (3 870) (192) (5,0)% (15 856)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (909) (808) (101) (12,5)% (3 316)
Abschreibungen (3 142) (2 694) (448) (16,6)% (11 360)
BETRIEBSERGEBNIS 4 525 1 466 3 059 n. a. 7 028
Zinsergebnis (633) (600) (33) (5,5)% (2 363)
Zinserträge 62 65 (3) (4,6)% 246
Zinsaufwendungen (695) (665) (30) (4,5)% (2 609)
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 2 (2) 4 n. a. 24
Sonstiges Finanzergebnis 417 159 258 n. a. 89
FINANZERGEBNIS (214) (443) 229 51,7% (2 250)
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 4 311 1 023 3 288 n. a. 4 778
Ertragsteuern (934) (234) (700) n. a. (1 276)
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) 3 377 789 2 588 n. a. 3 502
ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) AN DIE




Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) 3 125 787 2 338 n. a. 3 254
Anteile anderer Gesellschafter 252 2 250 n. a. 248


ERGEBNIS JE AKTIE

scroll


Q1 2016 Q1 2015 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2015
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechneter Überschuss/(Fehlbetrag) (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) Mio. € 3 125 787 2 338 n. a. 3 254
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien unverwässert/verwässert Mio. Stück 4 587 4 515 72 1,6% 4 553
ERGEBNIS JE AKTIE UNVERWÄSSERT/VERWÄSSERT 0,68 0,17 0,51 n. a. 0,71


KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

scroll
in Mio. € Q1 2016 Q1 2015 Veränderung Gesamtjahr 2015
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) 3 377 789 2 588 3 502
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn-
und Verlustrechnung umklassifiziert werden




Ergebnis aus der Neubewertung von
leistungsorientierten Plänen
(638) (766) 128 230
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen
an at equity bilanzierten Unternehmen
0 0 0 0
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital
verrechnete Wertänderungen
196 233 (37) (60)

(442) (533) 91 170
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umklassifiziert werden,
wenn bestimmte Gründe vorliegen




Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der
Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe




Erfolgswirksame Änderung (948) 4 (952) 4
Erfolgsneutrale Änderung (1 182) 2 460 (3 642) 2 000
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung
von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten




Erfolgswirksame Änderung (1) 2 (3) 0
Erfolgsneutrale Änderung (459) 5 (464) 31
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten



Erfolgswirksame Änderung 244 (404) 648 (255)
Erfolgsneutrale Änderung (409) 605 (1 014) 653
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen
an at equity bilanzierten Unternehmen




Erfolgswirksame Änderung 7 0 7 0
Erfolgsneutrale Änderung 1 3 (2) 25
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital
verrechnete Wertänderungen
53 (61) 114 (127)

(2 694) 2 614 (5 308) 2 331
SONSTIGES ERGEBNIS (3 136) 2 081 (5 217) 2 501
GESAMTERGEBNIS 241 2 870 (2 629) 6 003
ZURECHNUNG DES GESAMTERGEBNISSES AN DIE



Eigentümer des Mutterunternehmens 223 2 270 (2 047) 5 221
Anteile anderer Gesellschafter 18 600 (582) 782


KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

scroll
in Mio. € Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens

Bezahltes Eigenkapital Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis

Gezeichnetes
Kapital
Eigene
Anteile
Kapital-
rücklage
Gewinnrücklagen
einschl.
Ergebnisvortrag
Konzernüberschuss/
(-fehlbetrag)
Währungsumrechnung
ausländischer
Geschäftsbetriebe
STAND ZUM 1. JANUAR 2015 11 611 (53) 51 778 (39 783) 2 924 (1 247)
Veränderung Konsolidierungskreis





Transaktionen mit Eigentümern

(22)

(3)
Gewinnvortrag


2 924 (2 924)
Dividendenausschüttung





Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung

40


Überschuss/(Fehlbetrag)



787
Sonstiges Ergebnis


(526)
1 860
GESAMTERGEBNIS





Transfer in Gewinnrücklagen





STAND ZUM 31. MÄRZ 2015 11 611 (53) 51 796 (37 385) 787 610
STAND ZUM 1. JANUAR 2016 11 793 (51) 52 412 (38 969) 3 254 427
Veränderung Konsolidierungskreis





Transaktionen mit Eigentümern

(47)

(1)
Gewinnvortrag


3 254 (3 254)
Dividendenausschüttung





Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung

34


Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien





Überschuss/(Fehlbetrag)



3 125
Sonstiges Ergebnis


(437)
(1 901)
GESAMTERGEBNIS





Transfer in Gewinnrücklagen


(35)

STAND ZUM 31. MÄRZ 2016 11 793 (51) 52 399 (36 187) 3 125 (1 475)


scroll
in Mio. € Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Summe

Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis

Neubewertungs-
rücklage
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
Sicherungs-
instrumente
At equity
bilanzierte
Unternehmen
Steuern

STAND ZUM 1. JANUAR 2015 (62) 79 340 (42) (108) 25 437
Veränderung Konsolidierungskreis




0
Transaktionen mit Eigentümern




(25)
Gewinnvortrag




0
Dividendenausschüttung




0
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung




40
Überschuss/(Fehlbetrag)




787
Sonstiges Ergebnis 2 6 201 1 (61) 1 483
GESAMTERGEBNIS




2 270
Transfer in Gewinnrücklagen




0
STAND ZUM 31. MÄRZ 2015 (60) 85 541 (41) (169) 27 722
STAND ZUM 1. JANUAR 2016 (62) 110 738 (17) (235) 29 400
Veränderung Konsolidierungskreis




0
Transaktionen mit Eigentümern




(48)
Gewinnvortrag




0
Dividendenausschüttung




0
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung




34
Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien




0
Überschuss/(Fehlbetrag)




3 125
Sonstiges Ergebnis
(460) (165) 8 53 (2 902)
GESAMTERGEBNIS




223
Transfer in Gewinnrücklagen


35
0
STAND ZUM 31. MÄRZ 2016 (62) (350) 573 26 (182) 29 609


scroll
in Mio. € Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Konzern-Eigenkapital






STAND ZUM 1. JANUAR 2015 8 629 34 066
Veränderung Konsolidierungskreis
0
Transaktionen mit Eigentümern 40 15
Gewinnvortrag
0
Dividendenausschüttung (15) (15)
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 20 60
Überschuss/(Fehlbetrag) 2 789
Sonstiges Ergebnis 598 2 081
GESAMTERGEBNIS 600 2 870
Transfer in Gewinnrücklagen
0
STAND ZUM 31. MÄRZ 2015 9 274 36 996
STAND ZUM 1. JANUAR 2016 8 750 38 150
Veränderung Konsolidierungskreis
0
Transaktionen mit Eigentümern 49 1
Gewinnvortrag
0
Dividendenausschüttung
0
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 18 52
Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien
0
Überschuss/(Fehlbetrag) 252 3 377
Sonstiges Ergebnis (234) (3 136)
GESAMTERGEBNIS 18 241
Transfer in Gewinnrücklagen
0
STAND ZUM 31. MÄRZ 2016 8 835 38 444


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

scroll
in Mio. € Q1 2016 Q1 2015 Gesamtjahr 2015
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUER 4 311 1 023 4 778
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen
3 142 2 694 11 360
Finanzergebnis 214 443 2 250
Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften (6) - (583)
Ergebnis aus Veräußerungen von nach der
Equity-Methode bewerteten Anteilen
(2 507) - -
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 91 59 243
Ergebnis aus dem Abgang immaterieller
Vermögenswerte und Sachanlagen
(410) 10 (87)
Veränderung aktives Working Capital (417) (258) (1 438)
Veränderung der Rückstellungen (92) 46 112
Veränderung übriges passives Working Capital 128 78 878
Erhaltene/(Gezahlte) Ertragsteuern (132) (136) (695)
Erhaltene Dividenden 175 279 578
Nettozahlungen aus Abschluss, Auflösung und
Konditionenänderung von Zinsderivaten
0 50 100
OPERATIVER CASHFLOW 4 497 4 288 17 496
Gezahlte Zinsen (1 167) (1 180) (3 464)
Erhaltene Zinsen 166 200 965
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 3 496 3 308 14 997
Auszahlungen für Investitionen in


Immaterielle Vermögenswerte (1 707) (2 440) (6 446)
Sachanlagen (2 189) (1 989) (8 167)
Langfristige finanzielle Vermögenswerte (310) (61) (493)
Auszahlungen für die Übernahme der Beherrschung
über Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen
1 (8) (28)
Einzahlungen aus Abgängen von


Immateriellen Vermögenswerten 0 0 4
Sachanlagen 157 87 363
Langfristigen finanziellen Vermögenswerten 43 9 446
Einzahlungen aus dem Verlust der Beherrschung
über Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen
11 (1) (58)
Veränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit mehr als
3 Monate), Wertpapiere und Forderungen des
kurzfristigen finanziellen Vermögens
262 1 468 (638)
Sonstiges (6) (2) 2
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT (3 738) (2 937) (15 015)
Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 7 897 2 734 33 490
Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (11 401) (6 271) (36 944)
Aufnahme mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten 4 459 599 5 247
Rückzahlung mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten 0 (140) (207)
Dividendenausschüttungen (inkl. Minderheiten) (9) - (1 256)
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (76) (53) (224)
Aktienrückkauf Deutsche Telekom AG - - (15)
Verkauf eigene Aktien Deutsche Telekom AG - - 31
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht
beherrschenden Gesellschaftern
1 19 43
Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht
beherrschenden Gesellschaftern
(43) (25) (1 041)
Sonstiges - 1 -
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT 828 (3 136) (876)
Auswirkung von Kursveränderungen auf
die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate)
(151) 341 267
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang
mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
- 1 1
NETTOVERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL (LAUFZEIT BIS 3 MONATE) 435 (2 423) (626)
BESTAND AM ANFANG DER PERIODE 6 897 7 523 7 523
BESTAND AM ENDE DER PERIODE 7 332 5 100 6 897


ERHEBLICHE EREIGNISSE UND GESCHÄFTSVORFÄLLE

RECHNUNGSLEGUNG

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der europäischen Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie am 26. November 2015 sind die bisher im § 37x WpHG a.F. enthaltenen gesetzlichen Verpflichtungen zur Erstellung und Veröffentlichung von Quartalsmitteilungen sowie Quartalsfinanzberichten gestrichen worden. Die Frankfurter Börse sieht hingegen weiterhin eine vierteljährliche Berichtspflicht für die im Prime Standard gelisteten Unternehmen vor, allerdings nach Anpassung ihrer Börsenordnung mit Wirkung zum 26. November 2015 nur noch in Form einer Quartalsmitteilung (§ 51a Abs. 1 BörsenO FWB n.F.). Diese Pflicht zur Veröffentlichung einer Quartalsmitteilung entfällt jedoch, wenn das Unternehmen freiwillig einen Quartalsfinanzbericht entsprechend § 37w WpHG veröffentlicht (§ 51a Abs. 6 BörsenO FWB n.F.). In Einklang mit dem neu gefassten § 51a Abs. 6 der Börsenordnung veröffentlicht die Deutsche Telekom AG weiterhin freiwillig einen Quartalsfinanzbericht der unverändert einen Konzern-Zwischenabschluss und einen Konzern-Zwischenlagebericht umfasst. Der Konzern-Zwischenabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzern-Zwischenlagebericht wurde unter Beachtung des WpHG aufgestellt.

STATEMENT OF COMPLIANCE

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2016 ist freiwillig unter Beachtung der Regelungen des International Accounting Standards (IAS) 34 aufgestellt worden. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 gewählt. Alle von der Deutschen Telekom angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.

Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält der prüferisch durchgesehene Quartalsfinanzbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Hinsichtlich der im Rahmen der Konzernrechnungslegung angewendeten Grundlagen und Methoden verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 (Geschäftsbericht 2015, Seite 161 ff.).

ERSTMALS IN DER BERICHTSPERIODE ANZUWENDENDE NEUE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN SOWIE ÄNDERUNGEN VON STANDARDS UND INTERPRETATIONEN, DIE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016 RELEVANT SIND

scroll
Verlautbarung Titel Anwendungspflicht der Deutschen Telekom ab Voraussichtliche Änderungen Voraussichtliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom
Amendments to IAS 1 Disclosure Initiative 01.01.2016 Die Änderungen sollen eine Reduzierung auf wesentliche und vereinfachte Angaben im Abschluss ermöglichen. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Amendments to IAS 16 and IAS 38 Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation 01.01.2016 Eine erlösbasierte Abschreibungsmethode für Sachanlagen wird als nicht zulässig angesehen, während für immaterielle Vermögenswerte lediglich die widerlegbare Vermutung besteht, dass eine solche Methode nicht sachgerecht sei. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Amendments to IAS 16 and IAS 41 Bearer Plants 01.01.2016
Keine Relevanz für die Deutsche Telekom.
Amendments to IAS 19 Defined Benefit Plans - Employee Contributions 01.01.2016 Das Ziel besteht in einer vereinfachten Bilanzierung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu einem Pensionsplan, die es ermöglicht, Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Amendments to IAS 27 Equity Method in Separate Financial Statements 01.01.2016
Keine Relevanz für die Deutsche Telekom.
Amendments to IFRS 11 Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations 01.01.2016 Beim Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb gemäß IFRS 3 darstellt, sind alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht in Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Da die Änderungen nur künftige Transaktionen betreffen, ist eine Prognose hinsichtlich der Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom nicht möglich.
Annual Improvements Project Annual Improvements to IFRSs 2010-2012
Cycle
01.01.2016 Klarstellungen zahlreicher bereits veröffentlichter Standards. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Annual Improvements Project Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle 01.01.2016 Klarstellungen zahlreicher bereits veröffentlichter Standards. Keine wesentlichen Auswirkungen.


Weitere Informationen zu veröffentlichten, aber noch nicht angewendeten Standards, Interpretationen und Änderungen, sowie Angaben zum Ansatz und zur Bewertung von Bilanzposten als auch zu Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten sind dem Kapitel "Grundlagen und Methoden" des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2015 zu entnehmen (Geschäftsbericht 2015, Seite 161 ff.).

ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN UND ÄNDERUNGEN DER BERICHTSSTRUKTUR

Zur Vereinheitlichung der Steuerungsstruktur wurde die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum 1. Januar 2016 vom Umsatzkostenverfahren auf das leistungsbezogene Gesamtkostenverfahren umgestellt. Die Umstellung auf das Gesamtkostenverfahren stellt eine freiwillige Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Sinne des IAS 8.14b dar. Um die Vergleichbarkeit zu den Vorjahresperioden zu gewährleisten, wurden die entsprechenden Werte rückwirkend angepasst.

Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Bei dem Geschäftskundenbereich der Magyar Telekom handelt es sich um eine Einheit in Ungarn, die im Wesentlichen ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden erbringt. Die Zusammenführung wurde aus Gründen einer besseren Steuerbarkeit der Gesellschaft durchgeführt. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst.

VERÄNDERUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES UND TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMERN

Verkauf des Joint Ventures EE

Nachdem die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) im Januar 2016 dem Verkauf des Joint Ventures EE an die britische BT ohne Auflagen zugestimmt hatte, haben die Deutsche Telekom AG und der französische Telekommunikationsanbieter Orange am 29. Januar 2016 die Transaktion zu einem Kaufpreis von 13,2 Mrd. GBP vollzogen. Im Gegenzug erhielt die Deutsche Telekom AG für ihren Anteil am Joint Venture EE insgesamt 12,0 % der Anteile an der BT sowie eine Barkomponente in Höhe von 25,7 Mio. GBP. Aus der Veräußerung ergab sich ein Ertrag von rund 2,5 Mrd. €, davon rund 0,9 Mrd. € aus in Vorjahren ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Effekten. Weiterhin erhielten die Gesellschafter vom Joint Venture EE am 25. Januar 2016 eine abschließende Dividende von insgesamt 0,3 Mrd. GBP, an der die Deutsche Telekom AG mit ihrem zu diesem Zeitpunkt bestehenden Kapitalanteil von 50 % partizipiert hat. Die im Zuge der Transaktion erhaltenen Anteile an BT werden in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen. Die Anteile werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Weitere Informationen sind im Kapitel "Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz" im Abschnitt "Sonstige finanzielle Vermögenswerte", Seite 41, enthalten.

DARSTELLUNG DER QUANTITATIVEN AUSWIRKUNGEN AUF DEN KONSOLIDIERUNGSKREIS IM ERSTEN QUARTAL 2016

Die Deutsche Telekom erwarb bzw. veräußerte im vorhergehenden Geschäftsjahr Gesellschaften. Die Vergleichbarkeit des Konzern-Zwischenabschlusses und der Angaben in der Segmentberichterstattung ist daher zum Teil eingeschränkt.

Die dargestellten Effekte im operativen Segment Europa resultierten aus der zum 1. Januar 2016 erfolgten Ausgliederung des Energie-Resale-Geschäfts in Ungarn.

Die dargestellten Effekte im Segment Group Headquarters & Group Services resultierten aus der Veräußerung der Online-Plattform t-online.de und des Digitalvermarkters InteractiveMedia im vierten Quartal 2015.

In der folgenden Tabelle werden die Auswirkungen der Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Segmentberichterstattung dargestellt.

scroll
in Mio. € Gesamt Q1 2015

Q1 2016 Gesamt Deutschland USA Europa Systemgeschäft
Umsatzerlöse 17 630 16 842

(54)
Sonstige betriebliche Erträge 3 179 397

0
Bestandsveränderungen 12 5

0
Aktivierte Eigenleistungen 480 501

0
Materialaufwand (8 663) (8 907)

51
Personalaufwand (4 062) (3 870)

0
Sonstige betriebliche Aufwendungen (909) (808)

0
Abschreibungen (3 142) (2 694)

0
BETRIEBSERGEBNIS 4 525 1 466 0 0 (3) 0
Zinsergebnis (633) (600)

0
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 2 (2)

0
Sonstiges Finanzergebnis 417 159

0
FINANZERGEBNIS (214) (443) 0 0 0 0
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 4 311 1 023 0 0 (3) 0
Ertragsteuern (934) (234)

0
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) 3 377 789 0 0 (3) 0


scroll
in Mio. € Q1 2015 Organische Veränderung

Group Headquarters & Group Services Überleitung Pro-formaa Q1 2016
Umsatzerlöse (25)
16 763 867
Sonstige betriebliche Erträge 0
397 2 782
Bestandsveränderungen 0
5 7
Aktivierte Eigenleistungen 0
501 (21)
Materialaufwand 2
(8 854) 191
Personalaufwand 9
(3 861) (201)
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6
(802) (107)
Abschreibungen 1
(2 693) (449)
BETRIEBSERGEBNIS (7) 0 456 3 069
Zinsergebnis 0
(600) (33)
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 0
(2) 4
Sonstiges Finanzergebnis 0
159 258
FINANZERGEBNIS 0 0 (443) 229
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (7) 0 1 013 3 298
Ertragsteuern 0
(234) (700)
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) (7) 0 779 2 598


a Auf Basis des Konsolidierungskreises der aktuellen Berichtsperiode.


AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sanken um 0,3 Mrd. € auf 8,9 Mrd. €. Im Zusammenhang mit im Berichtszeitraum abgeschlossenen Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe kurzfristig fälliger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierte sich der Forderungsbestand. Ebenfalls reduzierend wirkte das bei T-Mobile US im Juni 2015 eingeführte Geschäftsmodell JUMP! On Demand: Hier enthalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Vertragsabschluss mit dem Kunden nicht mehr die Forderung aus dem Endgeräteverkauf, sondern nur noch die monatliche Miete für das Endgerät. Ebenfalls vermindernd wirkten Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN

Der Rückgang der Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen um 6,5 Mrd. € auf 0,4 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus den folgenden zwei Effekten: Der am 29. Januar 2016 vollzogene Verkauf der seit Dezember 2014 reklassifizierten Anteile am Joint Venture EE wirkte sich in Höhe von 5,8 Mrd. € buchwertvermindernd aus. Darüber hinaus wurde im März 2016 die im dritten Quartal 2015 zwischen T-Mobile US und AT&T vereinbarte Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen zur Verbesserung der Mobilfunknetz-Abdeckung der T-Mobile US abgeschlossen. Dies verminderte den Buchwert um 0,7 Mrd. €. Gegenläufig erhöhte eine im ersten Quartal 2016 mit Sprint vereinbarte Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen, ebenfalls zur Verbesserung der Mobilfunknetz-Abdeckung der T-Mobile US, den Buchwert um 0,3 Mrd. €.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN

Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 0,4 Mrd. € auf 57,4 Mrd. €, hauptsächlich aufgrund von Zugängen von insgesamt 3,0 Mrd. €. Hierin enthalten sind u. a. 1,1 Mrd. € für den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen durch T-Mobile US, die überwiegend aus dem mit AT&T im März 2016 vollzogenen Tausch von Mobilfunk-Lizenzen stammen. Weiterhin resultierten Zugänge aus dem Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen durch T-Mobile US im Januar 2016 für rund 0,5 Mrd. € sowie durch T-Mobile Polska für rund 0,5 Mrd. €. Buchwertvermindernd wirkten negative Währungskurseffekte in Höhe von 1,3 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Einen ebenfalls buchwertmindernden Effekt hatten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,0 Mrd. € sowie die vorgenommene Reklassifizierung von Vermögenswerten in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen von 0,3 Mrd. €.

Die Sachanlagen reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 0,2 Mrd. € auf 44,4 Mrd. €. Zugänge von 2,8 Mrd. €, in erster Linie in den operativen Segmenten USA und Deutschland, erhöhten den Buchwert. Hierin enthalten sind auch 0,7 Mrd. € an Aktivierungen höherpreisiger Mobilfunk-Endgeräte. Diese stehen im Zusammenhang mit dem bei T-Mobile US im Juni 2015 eingeführten Geschäftsmodell JUMP! On Demand, bei dem Kunden das Endgerät nicht mehr kaufen sondern mieten. Dagegen reduzierten Währungskurseffekte den Buchwert um 0,6 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Planmäßige Abschreibungen wirkten in Höhe von 2,1 Mrd. € buchwertmindernd. Ebenfalls vermindernd wirkten Abgänge von 0,2 Mrd. €.

SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 5,4 Mrd. € auf 14,7 Mrd. €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Zugang des 12,0 %-Anteils in Form von Aktien an der BT infolge des am 29. Januar 2016 vollzogenen Verkaufs der Anteile am Joint Venture EE in Höhe von 7,4 Mrd. €. Zum 31. März 2016 ergab sich aus der Folgewertung dieses in der Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" erfassten und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten börsengehandelten Unternehmensanteils ein Buchwert von 6,7 Mrd. €.

VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um 1,2 Mrd. € auf 9,9 Mrd. € verringert. Ursächlich hierfür waren neben dem Abbau des Verbindlichkeitenbestands in den Landesgesellschaften des operativen Segments Europa und im operativen Segment Deutschland Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die finanziellen Verbindlichkeiten verminderten sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um 0,3 Mrd. € auf insgesamt 62,1 Mrd. €.

Die Deutsche Telekom International Finance B.V. hat mit Garantie der Deutschen Telekom AG am 23. März 2016 im Rahmen eines Daueremissionsprogramms (Debt Issuance-Programm) eine Euro-Anleihe über 4,5 Mrd. € in drei Tranchen platziert: Eine 4-jährige variabel verzinsliche Tranche mit einem Volumen von 1,25 Mrd. € wurde mit einem Aufschlag von 35 Basispunkten über dem 3-Monats-Euribor, eine 7-jährige festverzinsliche Tranche mit einem Volumen von 1,75 Mrd. € mit einem Kupon von 0,625 % sowie eine 12-jährige Tranche im Volumen von 1,5 Mrd. € mit einem fixen Kupon von 1,5 % ausgegeben.

Im ersten Quartal 2016 erfolgten Rückzahlungen eines US-Dollar-Bonds in Höhe von 1,0 Mrd. US-$ (rund 0,9 Mrd. €), von Commercial Papers in Höhe von 1,6 Mrd. € sowie von Schuldscheindarlehen in Höhe von 0,4 Mrd. €. Darüber hinaus reduzierten Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro die finanziellen Verbindlichkeiten um rund 1,3 Mrd. €.

In der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzung und die Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. März 2016 dargestellt:

scroll
in Mio. € 31.03.2016 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit >1 bis 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 48 677 7 955 13 669 27 053
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3 933 1 617 1 467 849
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing 1 951 333 907 711
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 628 112 229 287
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall 1 739 18 70 1 651
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 2 939 2 260 497 182
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1 473 1 393 78 2
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 721 188 222 311
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 62 061 13 876 17 139 31 046


PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen erhöhten sich um 0,3 Mrd. € auf 8,4 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch Rechnungszinsanpassungen, aus denen insgesamt ein erfolgsneutral zu erfassender versicherungsmathematischer Verlust von 0,6 Mrd. € resultierte. Eine im ersten Quartal 2016 vorgenommene Erhöhung des Planvermögens (Dotierung Contractual Trust Agreement) in Deutschland um 0,3 Mrd. € minderte die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen hingegen.

Die Deutsche Telekom hat im Rahmen einer Planänderung die Verzinsung der Kapitalkonten innerhalb der betrieblichen Altersversorgung im Inland von 3,75 % p. a. auf 3,50 % p. a. reduziert. Die Änderung dient dazu, eine konzerneinheitliche und zugleich kapitalmarktnahe Verzinsung der Beiträge zum Kapitalkonto mithilfe eines Richtzinses zu erreichen. Aufgrund der deutlich gesunkenen Zinsen war eine kapitalmarktnahe Verzinsung nicht mehr gegeben. Die Änderung des Zinssatzes wird prospektiv angewendet und führt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Jahr 2016 zu einem unwesentlichen positiven Einmaleffekt.

EIGENKAPITAL

Mit Vollzug des Verkaufs des Joint Ventures EE am 29. Januar 2016 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt im Eigenkapital als sonstiges Ergebnis ausgewiesenen Gewinne aus der Umrechnung von Britischem Pfund in Euro in Höhe von 0,9 Mrd. € erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert. Der korrespondierende Ausweis erfolgte in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten standen im Zusammenhang mit der Folgewertung der Anteile an der BT.

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

scroll
in Mio. € Q1 2016 Q1 2015
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 458 18
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 13 13
Erträge aus Kostenerstattungen 8 71
Erträge aus sonstigen Nebengeschäften 7 11
Übrige sonstige betriebliche Erträge 2 693 284
davon: Erträge aus Entkonsolidierungen und

aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen 2 513 -

3 179 397


Die Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten erhöhten sich im Vergleich zum ersten Quartal 2015 um 0,4 Mrd. €. Ursächlich hierfür war der Ertrag aus einer im März 2016 vollzogenen Transaktion zwischen T-Mobile US und AT&T über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,4 Mrd. € auf insgesamt 2,7 Mrd. €. Insbesondere die Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen trugen aufgrund des Verkaufs der Anteile am Joint Venture EE mit 2,5 Mrd. € maßgeblich zu diesem Anstieg bei. Davon resultierten rund 0,9 Mrd. € aus in Vorjahren erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Effekten. In der Vorjahresperiode war in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen ein Ertrag in Höhe von 175 Mio. € aus einer Vergleichsvereinbarung zur Beilegung eines kartellrechtlichen Beschwerdeverfahrens enthalten.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

scroll
in Mio. € Q1 2016 Q1 2015
Aufwand Rechts- und Prüfungskosten (45) (30)
Verluste aus Anlagenabgängen (47) (28)
Verluste aus Entkonsolidierungen - (1)
Ergebnis aus Forderungsbewertungen (204) (200)
Sonstige Steuern (142) (97)
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen (471) (452)

(909) (808)


Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.

ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 0,4 Mrd. € auf 3,1 Mrd. €. Diese Erhöhung stand im Zusammenhang mit dem Ausbau des 4G/LTE-Netzes und dem im Juni 2015 erfolgten Start des JUMP! On Demand Programms im operativen Segment USA. Beides führte im Ergebnis zu einer erhöhten Abschreibungsbasis.

FINANZERGEBNIS

Das sonstige Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch Bewertungseffekte, die aus der Folgebewertung der in den Mandatory Convertible Preferred Stocks der T-Mobile US (wirtschaftlich ähnlich einer nachrangigen Pflichtwandelanleihe) enthaltenen eingebetteten Derivate sowie aus der Folgebewertung der in von T-Mobile US emittierten Anleihen eingebetteten Optionen stammen, verbessert. Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet eine am 25. Januar 2016 erhaltene abschließende Dividendenzahlung des Joint Ventures EE in Höhe von 0,2 Mrd. €. Im Vorjahresquartal war hier eine Dividendenzahlung in Höhe von 0,3 Mrd. € erfolgswirksam berücksichtigt.

ERTRAGSTEUERN

Im ersten Quartal 2016 entstand ein Steueraufwand in Höhe von 0,9 Mrd. €. Die vergleichsweise niedrige Steuerquote ist insbesondere auf die Steuerfreiheit des Ertrags aus der Veräußerung der Anteile am Joint Venture EE zurückzuführen. Gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode erhöhte sich der Steueraufwand um 0,7 Mrd. €, was im Wesentlichen aus einem höheren Vorsteuerergebnis resultiert.

SONSTIGE ANGABEN

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Cashflow aus Geschäftstätigkeit

Gegenüber der Vergleichsperiode erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 0,2 Mrd. € auf 3,5 Mrd. €. Hierzu trug im Wesentlichen die positive Geschäftsentwicklung des operativen Segments USA bei. Im Berichtszeitraum wurden Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Factoring-Vereinbarungen wirkten sich im Berichtszeitraum insgesamt mit 0,7 Mrd. € positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit aus. Dies beinhaltet im Wesentlichen Factoring-Vereinbarungen im operativen Segment Deutschland. Im Vergleichszeitraum betrug der Effekt aus Factoring-Vereinbarungen 0,5 Mrd. €. Negativ auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit wirkte eine im Vorjahresvergleich um 0,1 Mrd. € niedrigere Dividendenzahlung des ehemaligen Joint Ventures EE.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

scroll
in Mio. € Q1 2016 Q1 2015
Cash Capex

Operatives Segment Deutschland (908) (949)
Operatives Segment USA (1 756) (2 729)
Operatives Segment Europa (1 009) (498)
Operatives Segment Systemgeschäft (237) (248)
Group Headquarters & Group Services (60) (96)
Überleitung 74 91

(3 896) (4 429)
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) (21) 1 340
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 157 87
Dotierung Contractual Trust Agreement (CTA) für Pensionszusagen (250) -
Erwerb/Veräußerung Staatsanleihen (netto) 200 70
Sonstiges 72 (5)

(3 738) (2 937)


Der Cash Capex verminderte sich um 0,5 Mrd. € auf 3,9 Mrd. €. Im Berichtszeitraum wurden Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von insgesamt 1,1 Mrd. € erworben, v. a. in den operativen Segmenten USA und Europa. In der Vergleichsperiode waren in den operativen Segmenten USA und Europa 1,9 Mrd. € erworbene Mobilfunk-Lizenzen enthalten. Darüber hinaus stieg der Cash Capex v. a. im operativen Segment USA im Zusammenhang mit der Netzmodernisierung, einschließlich des Ausbaus des 4G/LTE-Netzwerks.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

scroll
in Mio. € Q1 2016 Q1 2015
Rückzahlung Anleihen (886) (2 274)
Dividendenausschüttungen (inkl. Minderheiten) (9) -
Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten aus finanziertem Capex und Opex (91) (241)
Rückzahlung EIB-Kredite - (412)
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) (88) 20
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (76) (53)
Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten für Medienübertragungsrechte (58) (43)
Geldanlagen des Joint Ventures EE (netto) (220) (199)
Aktienrückkauf Deutsche Telekom AG - -
Zahlungsflüsse Continuing Involvement Factoring (netto) 5 39
Verkauf eigene Aktien Deutsche Telekom AG - -
Ziehung von EIB-Krediten - 599
Schuldscheindarlehen (netto) (336) -
Begebung Anleihen 4 459 -
Commercial Paper (netto) (1 556) (303)
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern

Kapitalerhöhung T-Mobile US - -
Aktienoptionen T-Mobile US 1 19

1 19
Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern

Aktienrückkauf T-Mobile US (42) (25)
Sonstiges (1) -

(43) (25)
Sonstiges (274) (263)

828 (3 136)


Zahlungsunwirksame Transaktionen in der Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Deutsche Telekom hat im ersten Quartal 2016 in Höhe von insgesamt 0,2 Mrd. € Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich im Wesentlichen durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden (im ersten Quartal 2015: 0,6 Mrd. €). In der Bilanz werden diese in der Folge unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Die Deutsche Telekom hat im ersten Quartal 2016 in Höhe von insgesamt 0,1 Mrd. € Netzwerkausstattung angemietet (im ersten Quartal 2015: 0,1 Mrd. €), die als Finanzierungs-Leasing-Verhältnis klassifiziert ist. In der Bilanz wird dieses ebenfalls unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Gegenleistung für den Erwerb von Medienübertragungsrechten wird von der Deutschen Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei Vertragsabschluss oder verteilt über die Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene Medienübertragungsrechte wurden im ersten Quartal 2016 finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige Gegenleistungen in Höhe von 0,1 Mrd. € passiviert (im ersten Quartal 2015: 0,1 Mrd. €). Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Im operativen Segment USA wurden im Berichtszeitraum Mobilfunk-Endgeräte in Höhe von 0,7 Mrd. € in den Sachanlagen aktiviert. Diese stehen im Zusammenhang mit dem bei T-Mobile US in 2015 eingeführten Geschäftsmodell JUMP! On Demand, bei dem Kunden das Endgerät nicht mehr kaufen, sondern mieten. Die Auszahlungen werden im Cashflow aus Geschäftstätigkeit gezeigt.

Im operativen Segment USA wurde im März 2016 der im dritten Quartal 2015 zwischen T-Mobile US und AT&T vereinbarte Tausch von Mobilfunk-Lizenzen vollzogen und Mobilfunk-Lizenzen im Wert von 1,1 Mrd. € zahlungsunwirksam erworben.

Aus dem am 29. Januar 2016 vollzogenen Verkauf des Joint Ventures EE an die britische BT hat die Deutsche Telekom den Kaufpreis für ihren Anteil von 13,2 Mrd. GBP in Form von insgesamt 12,0 % der Anteile an der BT sowie eine Barkomponente in Höhe von 25,7 Mio. GBP erhalten.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die folgende Tabelle gibt einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente und das Segment Group Headquarters & Group Services der Deutschen Telekom für das erste Quartal 2016 und 2015.

Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Bei dem Geschäftskundenbereich der Magyar Telekom handelt es sich um eine Einheit in Ungarn, die im Wesentlichen ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden erbringt. Die Zusammenführung wurde aus Gründen einer besseren Steuerbarkeit der Gesellschaft durchgeführt. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst.

Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der Deutschen Telekom liegen im Wesentlichen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Deutsche Telekom beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Leistungen der Telekom IT werden grundsätzlich ohne Gewinnmarge verrechnet; ab 1. Januar 2016 neu beauftragte Entwicklungsleistungen werden nicht verrechnet, jedoch der internen Steuerungslogik folgend auf Ebene des Segments aktiviert.

Ausführliche Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung der operativen Segmente und des Segments Group Headquarters & Group Services sind dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" im Konzern-Zwischenlagebericht auf Seite 17 ff. zu entnehmen.

Segmentinformationen im ersten Quartal

scroll
in Mio. €
Außenumsatz Intersegmentumsatz Gesamtumsatz Betriebsergebnis (EBIT) Planmäßige Abschreibungen
Deutschland Q1 2016 5 136 316 5 452 1 074 (940)

Q1 2015 5 265 324 5 589 1 190 (935)
USA Q1 2016 7 816 0 7 816 956 (1 312)

Q1 2015 6 904 1 6 905 273 (838)
Europa Q1 2016 3 018 62 3 080 326 (636)

Q1 2015 3 098 59 3 157 326 (635)
Systemgeschäft Q1 2016 1 545 500 2 045 30 (116)

Q1 2015 1 420 507 1 927 (70) (141)
Group Headquarters & Group Services Q1 2016 115 398 513 2 139 (129)

Q1 2015 155 410 565 (252) (135)
SUMME Q1 2016 17 630 1 276 18 906 4 525 (3 133)

Q1 2015 16 842 1 301 18 143 1 467 (2 684)
Überleitung Q1 2016 - (1 276) (1 276) - -

Q1 2015 - (1 301) (1 301) (1) -
KONZERN Q1 2016 17 630 - 17 630 4 525 (3 133)

Q1 2015 16 842 - 16 842 1 466 (2 684)


scroll
in Mio. € Wertminderungen Segmentvermögena Segmentschuldena Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmena
Deutschland (8) 32 745 25 774 20

0 33 552 26 270 20
USA 0 60 579 44 203 205

0 62 534 46 087 215
Europa 0 30 785 12 641 62

(1) 30 437 12 543 61
Systemgeschäft 0 9 094 6 229 18

0 8 701 5 870 21
Group Headquarters & Group Services (1) 46 476 52 022 507

(9) 44 532 50 830 504
SUMME (9) 179 679 140 869 812

(10) 179 756 141 600 821
Überleitung - (36 074) (35 708) (1)

- (35 836) (35 830) 1
KONZERN (9) 143 605 105 161 811

(10) 143 920 105 770 822


a Werte sind stichtagsbezogen auf den 31. März 2016 und den 31. Dezember 2015.


EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 dargestellten Eventualverbindlichkeiten ausgeführt.

Schadensersatzklage in Malaysia nach rechtskräftigem Schiedsurteil. Die Celcom Malaysia Berhad (Celcom) und die Technology Resources Industries Berhad klagen vor den staatlichen Gerichten in Kuala Lumpur, Malaysia, gegen insgesamt elf Beklagte, darunter auch die DeTeAsia Holding GmbH (DTAH), eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Die Kläger verlangen Schadensersatz und Entschädigung in Höhe von 232 Mio. US-$ zuzüglich Zinsen. Diesen Betrag hatte die DTAH im Jahr 2005 aufgrund eines rechtskräftig zu ihren Gunsten ergangenen Schiedsurteils gegen die Celcom vollstreckt. Die Durchführung des erstinstanzlichen Hauptverfahrens ist für Oktober 2016 angesetzt. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit noch nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Schadensersatzklage gegen OTE. Im Verfahren der Lannet Communications S. A. gegen die OTE wegen Schadensersatz in Höhe von ca. 176 Mio. € zuzüglich Zinsen hat das zuständige Gericht in Athen am 8. April 2016 einem Antrag der OTE stattgegeben und den Kläger verpflichtet, die Klage zurückzunehmen.

KÜNFTIGE VERPFLICHTUNGEN AUS OPERATING LEASING-GESCHÄFTEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Verpflichtungen aus Operating Leasing-Verhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen Telekom zum 31. März 2016:

scroll
in Mio. € 31.03.2016
Künftige Verpflichtungen aus Operating Leasing-Geschäften 20 749
Bestellobligo für Sachanlagevermögen 2 017
Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte 1 283
Abgeschlossene Einkaufsverpflichtungen für Vorräte 3 002
Sonstiges Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen 12 505
Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen gegenüber der Postbeamtenversorgungskasse 3 855
Verpflichtungen aus der Übernahme von Gesellschaftsanteilen 1
Andere sonstige Verpflichtungen 41

43 453


ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien


scroll
in Mio. €

Wertansatz Bilanz nach IAS 39

Bewertungs-
kategorie
nach IAS 39
Buchwert
31.03.2016
Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Anschaffungs-
kosten
Beizulegender
Zeitwert
erfolgsneutral
Beizulegender
Zeitwert
erfolgswirksam
AKTIVA





Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 7 332 7 332


Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 8 653 8 653


Ausgereichte Darlehen und Forderungen LaR/n. a. 2 237 2 037


davon: Gezahlte Collaterals LaR 74 74


Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte





Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen HtM 6 6


Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 9 809
153 9 656
Derivative finanzielle Vermögenswerte





Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 1 651


1 651
davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte FAHfT 684


684
Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 1 003

485 518
PASSIVA





Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 9 815 9 815


Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten FLAC 48 677 48 677


Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 3 933 3 933


Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen FLAC 628 628


Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall FLAC 1 739 1 739


Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 2 939 2 939


davon: Erhaltene Collaterals FLAC 1 721 1 721


Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 1 473 1 473


Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing n. a. 1 951



Derivative finanzielle Verbindlichkeiten





Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 640


640
davon: In emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte FLHfT 251


251
davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen FLHfT 37


37
Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 81

67 14
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39





Kredite und Forderungen/Loans and Receivables LaR 18 022 18 022


Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Maturity Investments HtM 6 6


Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assets AfS 9 809
153 9 656
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading FAHfT 1 651


1 651
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/ Financial Liabilities Measured at Amortized Cost FLAC 69 204 69 204


Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading FLHfT 640


640


scroll
in Mio. €



Wertansatz Bilanz nach IAS 39

Wertansatz
Bilanz
nach IAS 17
Beizulegender
Zeitwert
31.03.2016a
Bewertungs-
kategorie
nach IAS 39
Buchwert
31.12.2015
Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten
Anschaffungs-
kosten
AKTIVA





Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
- LaR 6 897 6 897
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- LaR 8 752 8 752
Ausgereichte Darlehen und Forderungen 200 2 279 LaR/n. a. 3 283 3 076
davon: Gezahlte Collaterals
- LaR 98 98
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte





Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
- HtM 10 10
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
9 656 AfS 3 354
156
Derivative finanzielle Vermögenswerte





Derivate ohne Hedge-Beziehung
1 651 FAHfT 1 526

davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte
684 FAHfT 390

Derivate mit Hedge-Beziehung
1 003 n. a. 1 160

PASSIVA





Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- FLAC 11 037 11 037
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten
54 093 FLAC 47 766 47 766
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
4 024 FLAC 4 190 4 190
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen
758 FLAC 934 934
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall
1 785 FLAC 1 822 1 822
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten
2 976 FLAC 3 009 3 009
davon: Erhaltene Collaterals
- FLAC 1 740 1 740
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
- FLAC 1 798 1 798
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing 1 951 2 290 n. a. 1 927

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten





Derivate ohne Hedge-Beziehung
640 FLHfT 817

davon: In emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte
251 FLHfT 298

davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen
37 FLHfT 39

Derivate mit Hedge-Beziehung
81 n. a. 117

Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39





Kredite und Forderungen/Loans and Receivables
2 279 LaR 18 725 18 725
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Maturity Investments
- HtM 10 10
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assets
9 656 AfS 3 354
156
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading
1 651 FAHfT 1 526

Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/ Financial Liabilities Measured at Amortized Cost
63 636 FLAC 70 556 70 556
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading
640 FLHfT 817


scroll
in Mio. € Wertansatz Bilanz nach IAS 39


Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Beizulegender Zeitwert 31.12.2015a
AKTIVA



Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente


-
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen


-
Ausgereichte Darlehen und Forderungen

207 3 318
davon: Gezahlte Collaterals


-
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte



Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen


-
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 3 198

3 198
Derivative finanzielle Vermögenswerte



Derivate ohne Hedge-Beziehung
1 526
1 526
davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte
390
390
Derivate mit Hedge-Beziehung 870 290
1 160
PASSIVA



Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen


-
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten


52 194
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten


4 247
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen


1 069
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall


1 830
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten


3 059
davon: Erhaltene Collaterals


-
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten


-
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing

1 927 2 166
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten



Derivate ohne Hedge-Beziehung
817
817
davon: In emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte
298
298
davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen
39
39
Derivate mit Hedge-Beziehung 107 10
117
Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39



Kredite und Forderungen/Loans and Receivables


3 111
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Maturity Investments


-
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assets 3 198

3 198
Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading
1 526
1 526
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/ Financial Liabilities Measured at Amortized Cost


62 399
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading
817
817


a Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurde die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29a in Anspruch genommen.


In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 1,3 Mrd. € (31. Dezember 2015: 1,0 Mrd. €) enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Bei den zu Anschaffungskosten bewerteten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Eigenkapitalinstrumente, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.

Finanzinstrumente, die zum Fair Value bewertet werden

scroll

in Mio. €
31.03.2016 31.12.2015

Level 1 Level 2 Level 3 Summe Level 1 Level 2
AKTIVA





Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 9 385
271 9 656 2 931
Financial Assets Held for Trading (FAHfT)
967 684 1 651
1 136
Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung
1 003
1 003
1 160
PASSIVA





Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT)
352 288 640
480
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung
81
81
117


scroll

in Mio. €
31.12.2015

Level 3 Summe
AKTIVA

Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 267 3 198
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 390 1 526
Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung
1 160
PASSIVA

Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 337 817
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung
117


Von den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (AfS) der sonstigen originären finanziellen Vermögenswerte bilden die Instrumente der verschiedenen Levels jeweils eigene Klassen von Finanzinstrumenten. Der Gesamtbestand an Instrumenten in Level 1 von 9 385 Mio. € (31. Dezember 2015: 2 931 Mio. €) besteht aus zwei separaten Klassen von Finanzinstrumenten. Zum einen sind dies mit einem Buchwert von umgerechnet rund 2,7 Mrd. € börsennotierte Schuldtitel, davon größtenteils kurzfristige US-amerikanische Staatsanleihen. Zum anderen ist dies mit einem Buchwert von umgerechnet rund 6,7 Mrd. € eine strategische Beteiligung von 12 % an der BT, die in der Berichtperiode zugegangen ist. Die beizulegenden Zeitwerte des Gesamtbestands an Instrumenten in Level 1 entsprechen jeweils den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag.

Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten


scroll
in Mio. € Available-for-Sale Financial Assets (AfS) Financial Assets Held for Trading (FAHfT): In Anleihen eingebettete Optionen auf vorzeitige Tilgung Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT): In Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte
Buchwert zum 1. Januar 2016 267 390 (298)
Zugänge (inkl. erstmaliger Klassifizierung als Level 3) 4 - -
Erfolgswirksam erfasste Wertminderungen 0 (3) -
Erfolgswirksam erfasste Werterhöhungen - 322 35
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste negative Wertänderungen 0 - -
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste positive Wertänderungen 0 - -
Abgänge 0 - -
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Kursdifferenzen - (25) 12
BUCHWERT ZUM 31. MÄRZ 2016 271 684 (251)


Bei den Level 3 zugeordneten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten der sonstigen originären finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von 271 Mio. € um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis der besten verfügbaren Informationen zum Abschluss-Stichtag vorgenommen wird. Die größte Relevanz misst die Deutsche Telekom dabei grundsätzlich erfolgten Transaktionen über Anteile an den betreffenden Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem werden erfolgte Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche Informationen letztlich für die Bewertung verwendet werden, ist sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen Transaktion zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die Transaktion zu marktüblichen Konditionen erfolgte. Außerdem ist hierbei der Grad der Ähnlichkeit zwischen Bewertungsobjekt und vergleichbarem Unternehmen zu berücksichtigen. Nach Einschätzung der Deutschen Telekom sind die beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag hinreichend zuverlässig bestimmbar. Bei Beteiligungen mit einem Buchwert von 109 Mio. € fanden in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen zu marktüblichen Konditionen statt, weshalb die dort vereinbarten Anteilspreise unangepasst für die Bewertung zum 31. März 2016 heranzuziehen waren.

Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 140 Mio. € liegen zwar die letzten marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen schon weiter in der Vergangenheit, jedoch entspricht nach erfolgter Analyse der operativen Entwicklung (insbesondere Umsatzerlöse, EBIT und Liquidität) der bisherige Buchwert dem aktuellen beizulegenden Zeitwert und ist, aufgrund eingeschränkter Vergleichbarkeit, einer Bewertung auf Basis von in größerer zeitlicher Nähe erfolgten Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen vorzuziehen. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 22 Mio. €, bei denen die letzten marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen schon weiter in der Vergangenheit liegen, repräsentiert eine Bewertung auf Basis von in größerer zeitlicher Nähe erfolgten marktüblichen Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen den beizulegenden Zeitwert am zuverlässigsten. Hierbei wurden Multiples auf die Bezugsgröße Umsatzerlöse (Bandbreite von 1,40 bis 5,56) angewendet, wobei der jeweilige Median verwendet wurde. In bestimmten Fällen waren aufgrund individueller Gegebenheiten Bewertungsabschläge auf den jeweiligen Multiple erforderlich. Wäre als Multiple der jeweilige Wert des 2/3-Quantils (des 1/3-Quantils) verwendet worden, so wäre bei unveränderten Bezugsgrößen der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag um insgesamt 2 Mio. € höher (um 7 Mio. € niedriger) gewesen. Wären die verwendeten Bezugsgrößen um 10 % höher (niedriger) gewesen, so wäre bei unveränderten Multiples der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag um insgesamt 2 Mio. € höher (um 2 Mio. € niedriger) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Beteiligungen im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von weniger als 1 Mio. € für unrealisierte Verluste erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode siehe vorstehende Tabelle. Für die Beteiligungen bestand am Abschluss-Stichtag keine Verkaufsabsicht.

Die Zuordnung der börsennotierten Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten zu Level 1 oder Level 2 erfolgt auf Basis der Höhe des Handelsvolumens für das jeweilige Instrument. In EUR oder USD denominierte Emissionen mit relativ großem Emissionsvolumen sind grundsätzlich als Level 1 zu qualifizieren, die übrigen grundsätzlich als Level 2. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 1 zugeordneten Instrumente entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 2 zugeordneten Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen, sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.

Da für die im Bestand befindlichen Level 2 zugeordneten derivativen Finanzinstrumente mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare Input-Parameter in die Bewertung einfließen. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei finden zum Abschluss-Stichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als Wechselkurse werden die am Abschluss-Stichtag geltenden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price.

Bei den Level 3 zugeordneten Financial Assets Held for Trading der sonstigen derivativen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 684 Mio. € um in von T-Mobile US emittierte Anleihen eingebettete Optionen. Die durch T-Mobile US jederzeit ausübbaren Optionen ermöglichen die vorzeitige Tilgung der Anleihen zu festgelegten Ausübungspreisen. Für die Anleihen als Gesamtinstrumente sind zwar regelmäßig und auch am Abschluss-Stichtag beobachtbare Marktpreise verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Diese Kündigungsrechte wurden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Dabei werden historische Zinsvolatilitäten von Anleihen der T-Mobile US und vergleichbarer Emittenten verwendet, da sie zum Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren Schätzwert für diesen nicht beobachtbaren Input-Parameter darstellen als aktuelle Marktvolatilitäten. Der zum aktuellen Abschluss-Stichtag für die Zinsvolatilität verwendete absolute Wert lag bei 2,4 bis 3,0 %. Die ebenfalls nicht beobachtbare Spread-Kurve wurde auf Basis aktueller Marktpreise von Anleihen der T-Mobile US und Schuldinstrumenten vergleichbarer Emittenten ermittelt. Die zum aktuellen Abschluss-Stichtag verwendeten Spreads lagen für die Restlaufzeiten der Anleihen zwischen 3,4 und 4,9 % und im kürzerfristigen Bereich zwischen 2,3 und 3,0 %. Für den ebenso nicht beobachtbaren Input-Parameter Mean Reversion stellten nach unserer Einschätzung 10 % den besten Schätzwert dar. Wären für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag um 10 % höhere (niedrigere) absolute Zinsvolatilitäten verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet insgesamt 81 Mio. € höher (um 76 Mio. € niedriger) gewesen. Wären für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag um 100 Basispunkte höhere (niedrigere) Spreads verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet insgesamt 210 Mio. € niedriger (um 298 Mio. € höher) gewesen. Wäre für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag eine um 100 Basispunkte höhere (niedrigere) Mean Reversion verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet insgesamt 17 Mio. € niedriger (um 20 Mio. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Ertrag) von in Euro umgerechnet 319 Mio. € für unrealisierte Gewinne erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf vorstehende Tabelle verwiesen. Die im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfassten Werterhöhungen sind im Wesentlichen auf ein gesunkenes Zinsniveau und eine höhere historische absolute Zinsvolatilität zurückzuführen. Aufgrund seiner Eigenart bildet dieses Instrument eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Bei den Level 3 zugeordneten Financial Liabilities Held for Trading der finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 251 Mio. € um Aktienoptionen, die eingebettet sind in von T-Mobile US emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock. Die Mandatory Convertible Preferred Stock werden bei Laufzeitende 2017 in eine variable Anzahl von Aktien der T-Mobile US umgetauscht und nach IFRS nicht als Eigenkapital, sondern als Fremdkapital bilanziert. Das Gesamtinstrument wird aufgespalten in ein zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziertes Schuldinstrument (Anleihe) und ein erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziertes eingebettetes Derivat. Dieses Derivat umfasst neben der Wandlung am Laufzeitende auch die den Investoren eingeräumten vorzeitigen Wandlungsrechte. Für die Mandatory Convertible Preferred Stock als Gesamtinstrument ist regelmäßig und auch zum Abschluss-Stichtag ein beobachtbarer Marktpreis verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Die Wandlungsrechte werden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Der Marktpreis des Gesamtinstruments und seiner Komponenten ist im Wesentlichen abhängig von der Entwicklung des Aktienkurses der T-Mobile US sowie des Marktzinsniveaus. Wäre am Abschluss-Stichtag der Aktienkurs der T-Mobile US um 10 % höher (niedriger) gewesen, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet 102 Mio. € niedriger (um 97 Mio. € höher) gewesen. Wäre für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag ein um 100 Basispunkte höherer (niedrigerer) Marktzinssatz verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet 13 Mio. € niedriger (um 10 Mio. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Ertrag) von in Euro umgerechnet 35 Mio. € für unrealisierte Gewinne erfasst. Zur Entwicklung des Buchwerts in der Berichtsperiode wird auf vorstehende Tabelle verwiesen. Die Wertentwicklung im Berichtszeitraum ist im Wesentlichen auf einen leichten Rückgang des Aktienkurses der T-Mobile US zurückzuführen. Aufgrund seiner Eigenart bildet dieses Instrument eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

In den Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten sind derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 37 Mio. € enthalten, die aus einer im Geschäftsjahr 2015 Dritten gewährten Option zum Kauf von Anteilen an einem Tochterunternehmen der Deutschen Telekom resultieren. Die Laufzeit endet 2017, und es sind auch künftig keine nennenswerten Wertschwankungen zu erwarten. Aufgrund seiner Eigenart bildet dieses Instrument eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Angaben zum Kreditrisiko. Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet, und es verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Von Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die Deutsche Telekom frei verfügbare Barmittel im Rahmen von Collateralverträgen in Höhe von 1 721 Mio. € (31. Dezember 2015: 1 740 Mio. €). Hierdurch wurde das Ausfallrisiko um 1 582 Mio. € reduziert, da den erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) am Abschluss-Stichtag in dieser Höhe entsprechende Nettoderivatepositionen gegenüberstehen. Für die derivativen Finanzinstrumente mit positivem beizulegenden Zeitwert, deren Buchwert zum Abschluss-Stichtag 1 970 Mio. € (31. Dezember 2015: 2 296 Mio. €) betrug, bestand aufgrund dieser Vereinbarungen zum 31. März 2016 ein maximales Ausfallrisiko in Höhe von 25 Mio. € (31. Dezember 2015: 79 Mio. €). Es existiert kein Ausfallrisiko aus im Bestand befindlichen eingebetteten Derivaten. An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die Deutsche Telekom im Rahmen von Collateralverträgen Barsicherheiten in Höhe von 74 Mio. € (31. Dezember 2015: 98 Mio. €). Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Den gezahlten Barsicherheiten stehen am Abschluss-Stichtag in Höhe von 67 Mio. € entsprechende Nettoderivatepositionen gegenüber, weshalb sie in dieser Höhe keinen Ausfallrisiken unterlagen. Die gezahlten Collaterals sind unter den ausgereichten Darlehen und Forderungen innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten bilden die gezahlten Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen Vermögenswerten. Ebenso bilden die unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen erhaltenen Collaterals aufgrund ihrer Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten eine eigene Klasse von finanziellen Verbindlichkeiten. Darüber hinaus existieren keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindernden Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht somit deren Buchwert.

DIENSTLEISTUNGSKONZESSIONSVEREINBARUNGEN

Satellic NV, Machelen, Belgien, hat am 25. Juli 2014 mit der in Belgien für die Mauterhebung zuständigen Behörde Viapass eine vertragliche Vereinbarung über Errichtung, Betrieb und Finanzierung eines elektronischen Mauterhebungssystems abgeschlossen. Die Abnahme des Systems durch Viapass erfolgte am 30. März 2016, sodass die Errichtungsphase am 31. März 2016 vollendet wurde. Infolgedessen wurde zum Abschluss-Stichtag ein Ergebnis aus Auftragsfertigung in Höhe von 0,1 Mrd. € realisiert. Es bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,5 Mrd. €. Insgesamt sind im Rahmen der Auftragsfertigung des Systems Aufwendungen von 0,4 Mrd. € angefallen. Durch den Beginn der Betriebsphase am 1. April 2016 werden die gesonderten Entgelte für Betriebs- und Instandhaltungsleistungen künftig in den jeweiligen Perioden als Umsatzerlöse nach den Regelungen des IAS 18 erfasst.

ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Zu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 beschriebenen Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ergaben sich bis zum 31. März 2016, mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Sachverhalte, keine wesentlichen Änderungen.

Mit dem Vollzug des Verkaufs am 29. Januar 2016 gehört das Joint Venture EE nicht mehr zum Kreis der nahestehenden Unternehmen der Deutschen Telekom AG. Zum Abschluss-Stichtag 31. Dezember 2015 bestanden Kreditzusagen in Höhe von 0,3 Mrd. €. Die Vereinbarung zu den Kreditzusagen sah vor, dass die Deutsche Telekom AG zum Zeitpunkt des Vollzugs des Verkaufs mit sofortiger Wirkung einseitig kündigen konnte. Zum Vollzugsdatum der Transaktion hat die Deutsche Telekom AG von diesem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht, sodass keine Verpflichtungen aus den Kreditzusagen mehr bestehen. Gegenüber externen Vertragspartnern des Joint Ventures EE bestanden zum 31. Dezember 2015 Bürgschaften und Garantieerklärungen in Höhe von insgesamt 0,9 Mrd. €, diese werden derzeit an die neuen Gegebenheiten angepasst.

Bis zum Vollzug des Verkaufs am 29. Januar 2016 wurden vom Joint Venture EE angelegte Gelder von der Deutschen Telekom an die Gesellschaft in Höhe von netto 0,2 Mrd. € zurückgezahlt.

ORGANE

Veränderungen im Aufsichtsrat

Waltraud Litzenberger hat ihr Mandat mit Ablauf des 31. Dezember 2015 niedergelegt. Nicole Koch wurde zum 1. Januar 2016 gerichtlich in den Aufsichtsrat bestellt.

EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODE (31. MÄRZ 2016)

Informationen zu den Entwicklungen im Rechtsverfahren Schadensersatzklage gegen OTE befinden sich im Abschnitt "Eventualverbindlichkeiten", Seite 45.

Tarifabschluss Konzernzentrale und Telekom Deutschland. Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di einigten sich am 13. April 2016 auf einen Tarifabschluss für die Konzernzentrale und die Telekom Deutschland. Der neue Tarifvertrag sieht vor, die Gehälter rückwirkend zum 1. April 2016 um 2,2 % und zum 1. April 2017 um weitere 2,1 % anzuheben. Die unteren Gehaltsbänder stiegen zum 1. April 2016 überproportional um 2,6 %. Der neue Tarifvertrag gilt ab dem 1. Februar 2016 und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Platzierung von Aktien der Scout24 AG. In einem beschleunigten Book-building-Verfahren platzierte die Deutsche Telekom AG am 14. April 2016 rund 2,6 Mio. Aktien der Scout24 AG zu einem Preis von 30,00 € je platzierter Aktie. Der Verkauf wurde am 18. April 2016 vollzogen. Der der Deutschen Telekom AG zufließende Bruttoerlös belief sich auf rund 79 Mio. €. Nach Abschluss des Verkaufs hält die Deutsche Telekom AG noch ca. 11,8 Mio. Aktien, was rund 10,9 % der Gesamtzahl der Aktien der Scout24 AG entspricht. Aufgrund des weiterhin maßgeblichen Einflusses auf die Finanz- und Geschäftspolitik wird die verbleibende Beteiligung an der Scout24 AG unverändert nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen und gehört nach wie vor zum Segment Group Headquarters & Group Services.

Finanzierungsmaßnahmen. Am 1. April 2016 hat T-Mobile US Senior Notes im Gesamtvolumen von 1,0 Mrd. US-$ begeben. Die Nettoerlöse aus dieser Emission sollen für den Erwerb von Spektrum u. a. im 700 MHz-A-Band verwendet werden. Am 12. April 2016 hat die Deutsche Telekom International Finance B.V. mit Garantie der Deutschen Telekom AG im Rahmen eines Daueremissionsprogramms (Debt Issuance-Programm) eine Euro-Anleihe im Volumen von 0,5 Mrd. € ausgegeben. Diese Emission ist Teil der allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Ohne Auswirkungen auf die Entwicklung der finanziellen Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom AG im April 2016 gegenüber T-Mobile US unwiderrufliche und zeitlich befristete Kreditzusagen über weitere bis zu 2,0 Mrd. US-$ abgegeben.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Bonn, den 4. Mai 2016

Deutsche Telekom AG
Der Vorstand

Timotheus Höttges

scroll
Reinhard Clemens Niek Jan van Damme Thomas Dannenfeldt
Dr. Christian P. Illek Dr. Thomas Kremer Claudia Nemat


BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die Deutsche Telekom AG, Bonn

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Deutsche Telekom AG, Bonn, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016, die Bestandteile des Quartals-Finanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.


Frankfurt am Main, den 4. Mai 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

scroll
Harald Kayser Thomas Tandetzki
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer


WEITERE INFORMATIONEN

HERLEITUNG DER PRO-FORMA-KENNZAHLEN

SONDEREINFLÜSSE

Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des EBITDA, des EBIT und des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags) auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte. Die Herleitungsrechnungen sind sowohl für die Berichtsperiode als auch für die Vorjahresvergleichsperiode und das Gesamtjahr 2015 dargestellt:

scroll
in Mio. € EBITDA EBIT EBITDA EBIT EBITDA EBIT

Q1 2016 Q1 2016 Q1 2015 Q1 2015 Gesamtjahr 2015 Gesamtjahr 2015
EBITDA/EBIT 7 667 4 525 4 160 1 466 18 388 7 028
DEUTSCHLAND (158) (158) (86) (86) (545) (545)
Personalrestrukturierung (144) (144) (61) (61) (402) (402)
Sachbezogene Restrukturierungen (14) (14) (14) (14) (21) (21)
Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges 0 0 (11) (11) (122) (122)
USA 360 360 (114) (114) (425) (425)
Personalrestrukturierung (7) (7) (22) (22) (50) (50)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 367 367 (95) (95) (382) (382)
Wertminderungen - 0 - 0 - 0
Sonstiges 0 0 3 3 7 7
EUROPA (24) (24) (54) (54) (221) (264)
Personalrestrukturierung (29) (29) (22) (22) (177) (177)
Sachbezogene Restrukturierungen (1) (1) (2) (2) (14) (14)
Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 6 6 0 0 31 31
Wertminderungen - 0 - 0 - (43)
Sonstiges 0 0 (30) (30) (61) (61)
SYSTEMGESCHÄFT (60) (60) (74) (84) (647) (713)
Personalrestrukturierung (33) (33) (34) (34) (367) (367)
Sachbezogene Restrukturierungen (3) (3) (31) (34) (259) (263)
Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 0 0 (6) (6) (4) (4)
Sonstiges (24) (24) (3) (10) (17) (79)
GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES 2 386 2 386 (86) (86) 319 303
Personalrestrukturierung (35) (35) (33) (33) (213) (213)
Sachbezogene Restrukturierungen (16) (16) (32) (32) (48) (48)
Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 2 458 2 458 (19) (19) 574 574
Wertminderungen - 0 - - - 0
Sonstiges (21) (21) (2) (2) 6 (10)
KONZERNÜBERLEITUNG 0 0 0 0 (1) (1)
Personalrestrukturierung 0 0 0 0 (1) (1)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 (1) (1)
Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 0 0 0 0 1 1
Sonstiges 0 0 0 0 0 0
SUMME SONDEREINFLÜSSE 2 504 2 504 (414) (424) (1 520) (1 645)
EBITDA/EBIT (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) 5 163 2 021 4 574 1 890 19 908 8 673
Finanzergebnis (bereinigt um Sondereinflüsse)
(215)
(441)
(2 233)
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)
1 806
1 449
6 440
Ertragsteuern (bereinigt um Sondereinflüsse)
(582)
(366)
(1 927)
ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)
1 224
1 083
4 513
ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) AN DIE





Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/ (-fehlbetrag)) (bereinigt um Sondereinflüsse)
1 047
1 036
4 113
Anteile anderer Gesellschafter (bereinigt um Sondereinflüsse)
177
47
400


BRUTTO- UND NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN

Nach Auffassung der Deutschen Telekom stellen die Netto-Finanzverbindlichkeiten eine wichtige Kennzahl für Investoren, Analysten und Rating-Agenturen dar.

scroll
in Mio. € 31.03.2016 31.12.2015 Veränderung Veränderung in % 31.03.2015
Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 13 876 14 439 (563) (3,9)% 10 116
Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 48 185 47 941 244 0,5 % 47 004
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 62 061 62 380 (319) (0,5) % 57 120
Zinsabgrenzungen (696) (1 014) 318 31,4 % (876)
Sonstige (832) (857) 25 2,9% (847)
BRUTTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 60 533 60 509 24 0,0% 55 397
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 332 6 897 435 6,3 % 5 100
Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar/ zu Handelszwecken gehalten 2 666 2 877 (211) (7,3)% 219
Derivative finanzielle Vermögenswerte 2 654 2 686 (32) (1,2)% 2 820
Andere finanzielle Vermögenswerte 278 479 (201) (42,0)% 948
NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 47 603 47 570 33 0,1% 46 310


ÜBERLEITUNGSRECHNUNG ZU DEN IM ERSTEN QUARTAL 2016 DURCHGEFÜHRTEN AUSWEISÄNDERUNGEN FÜR WESENTLICHE KENNZAHLEN DER VORJAHRESVERGLEICHSPERIODE

scroll
in Mio. € Gesamtumsatz Betriebsergebnis (EBIT) EBITDA EBITDA bereinigt Planmäßige Abschreibungen Wertminderungen
Q1 2015/31. MÄRZ 2015





DARSTELLUNG ZUM 31. MÄRZ 2015 - WIE BERICHTET





Deutschland 5 589 1 190 2 125 2 211 (935) -
USA 6 905 273 1 111 1 225 (838) -
Europa 3 106 320 953 1 008 (632) (1)
Systemgeschäft 2 001 (65) 80 154 (145) -
Group Headquarters & Group Services 565 (252) (108) (22) (135) (9)
SUMME 18 166 1 466 4 161 4 576 (2 685) (10)
Überleitung (1 324) - (1) (2) 1 -
KONZERN 16 842 1 466 4 160 4 574 (2 684) (10)
Q1 2015/31. MÄRZ 2015





+/- AUSWEISÄNDERUNG MAGYAR TELEKOM ZUM 1. JANUAR 2015





Deutschland - - - - - -
USA - - - - - -
Europa 51 6 9 8 (3) -
Systemgeschäft (74) (5) (9) (9) 4 -
Group Headquarters & Group Services - - - - - -
SUMME (23) 1 - (1) 1 -
Überleitung 23 (1) - 1 (1) -
KONZERN - - - - - -
Q1 2015/31. MÄRZ 2015





= DARSTELLUNG ZUM 31. MÄRZ 2016





Deutschland 5 589 1 190 2 125 2 211 (935) -
USA 6 905 273 1 111 1 225 (838) -
Europa 3 157 326 962 1 016 (635) (1)
Systemgeschäft 1 927 (70) 71 145 (141) -
Group Headquarters & Group Services 565 (252) (108) (22) (135) (9)
SUMME 18 143 1 467 4 161 4 575 (2 684) (10)
Überleitung (1 301) (1) (1) (1) - -
KONZERN 16 842 1 466 4 160 4 574 (2 684) (10)


scroll
in Mio. € Segmentvermögena Segmentschuldena
Q1 2015/31. MÄRZ 2015

DARSTELLUNG ZUM 31. MÄRZ 2015 - WIE BERICHTET

Deutschland 33 552 26 270
USA 62 534 46 087
Europa 30 296 12 595
Systemgeschäft 9 067 6 043
Group Headquarters & Group Services 44 532 50 830
SUMME 179 981 141 825
Überleitung (36 061) (36 055)
KONZERN 143 920 105 770
Q1 2015/31. MÄRZ 2015

+/- AUSWEISÄNDERUNG MAGYAR TELEKOM ZUM 1. JANUAR 2015

Deutschland - -
USA - -
Europa 141 (52)
Systemgeschäft (366) (173)
Group Headquarters & Group Services - -
SUMME (225) (225)
Überleitung 225 225
KONZERN - -
Q1 2015/31. MÄRZ 2015

= DARSTELLUNG ZUM 31. MÄRZ 2016

Deutschland 33 552 26 270
USA 62 534 46 087
Europa 30 437 12 543
Systemgeschäft 8 701 5 870
Group Headquarters & Group Services 44 532 50 830
SUMME 179 756 141 600
Überleitung (35 836) (35 830)
KONZERN 143 920 105 770


a Werte sind stichtagsbezogen auf den 31. Dezember 2015.


GLOSSAR

Für Begriffserklärungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2015 und das darin enthaltene Glossar (Seite 251 ff.).

DISCLAIMER

Dieser Bericht (v. a. das Kapitel "Prognose") enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter "erwarten", "davon ausgehen", "annehmen", "beabsichtigen", "einschätzen", "anstreben", "zum Ziel setzen", "planen", "werden", "erstreben", "Ausblick" und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten.

Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Dazu gehören u. a. auch der Fortschritt, den die Deutsche Telekom mit den personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die Auswirkungen anderer bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften sowie von Unternehmenszusammenschlüssen. Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb, der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten, oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden. Die Deutsche Telekom lehnt - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.

Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom Pro-forma-Kennzahlen vor, z. B. EBITDA, EBITDA-Marge, bereinigtes EBITDA, bereinigte EBITDA-Marge, bereinigtes EBIT, bereinigte EBIT-Marge, bereinigter Konzernüberschuss/(-fehlbetrag), Free Cashflow sowie Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Pro-forma-Kennzahlen unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zugrunde.

FINANZKALENDERa

scroll
4. Mai 2016 25. Mai
2016
22. Juni
2016
11. August
2016
10. November
2016
2. März
2017
11. Mai
2017
Veröffentlichung
des Konzern-
Zwischenberichts
zum 31. März
2016
Haupt-
versammlung
2016
Dividenden-
auszahlungb
Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 30. Juni 2016 Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 30. September 2016 Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2016 Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 31. März 2017


a Weitere Termine, Terminaktualisierungen und Hinweise zu Live-Übertragungen finden Sie auf www.telekom.com.
b Es wird erwogen, die Dividende erneut wahlweise in bar oder in Form von Aktien zu leisten. Die Barausschüttung soll dann voraussichtlich am 22. Juni 2016 erfolgen. Vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und des Vorliegens weiterer gesetzlicher Voraussetzungen.


IMPRESSUM

Deutsche Telekom AG
Unternehmenskommunikation
D-53262 Bonn

Telefon 0228 181 4949
Telefax 0228 181 94004
E-Mail medien@telekom.de
www.telekom.com

Bei allen Fragen rund um die T-Aktie kontaktieren Sie:
Telefon 0228 181 88880
Telefax 0228 181 88899
E-Mail investor.relations@telekom.de

Dieser Konzern-Zwischenbericht ist auf der Investor-Relations-Seite im Internet abrufbar unter: www.telekom.com/investor-relations

Unseren Geschäftsbericht finden Sie im Internet unter:
www.telekom.com/geschaeftsbericht2015
www.telekom.com/annualreport2015

Dieser Konzern-Zwischenbericht
1. Januar bis 31. März 2016
liegt auch in englischer Sprache vor.
Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

Dieser Konzern-Zwischenbericht ist eine Veröffentlichung der Deutschen Telekom AG.

KNr. 642 100 012A deutsch
KNr. 642 100 013A englisch

Gedruckt mit mineralölfreier Farbe auf chlorfrei gebleichtem Papier.

Wenn Ihr Mobiltelefon über eine QR-Code Erkennungs-Software verfügt, gelangen Sie nach dem Scannen dieses Codes direkt auf unsere Investor-Relations Website.