![]() Deutsche Telekom AGBonnZwischenbericht zum 3. Quartal 20161. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2016
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| in Mio. € | ||||||
| Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung in % | Q1-Q3 2016 |
Q1-Q3 2015 |
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| UMSATZ UND ERGEBNIS | ||||||
| Umsatzerlöse | 18 105 | 17 099 | 5,9 % | 53 552 | 51 369 | |
| davon: Inlandsanteil | % | 34,2 | 36,4 | 34,2 | 36,4 | |
| davon: Auslandsanteil | % | 65,8 | 63,6 | 65,8 | 63,6 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2 156 | 1 785 | 20,8 % | 8 227 | 5 057 | |
| Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) | 1 053 | 809 | 30,2 % | 4 799 | 2 308 | |
| Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) | 1 040 | 1 040 | 0,0 % | 3 141 | 3 154 | |
| EBITDA | 5 334 | 4 581 | 16,4 % | 17 698 | 13 275 | |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 5 535 | 5 165 | 7,2 % | 16 155 | 14 765 | |
| EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | % | 30,6 | 30,2 | 30,2 | 28,7 | |
| Ergebnis je Aktie unverwässert/verwässert | € | 0,23 | 0,18 | 27,8 % | 1,04 | 0,51 |
| BILANZ | ||||||
| Bilanzsumme | 143 117 | 135 229 | ||||
| Eigenkapital | 37 621 | 36 508 | ||||
| Eigenkapitalquote | % | 26,3 | 27,0 | |||
| Netto-Finanzverbindlichkeiten | 48 484 | 47 868 | ||||
| CASHFLOW | ||||||
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 4 557 | 3 946 | 15,5 % | 11 984 | 11 125 | |
| Cash Capex | (3 885) | (2 813) | (38,1) % | (10 484) | (11 572) | |
| Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) | 1 904 | 1 308 | 45,6 % | 4 046 | 3 548 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | (4 364) | (2 714) | (60,8) % | (10 331) | (9 475) | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 136 | (1 417) | n. a. | (976) | (4 947) |
| in Mio. € | ||
| Veränderung in % | Gesamtjahr 2015 |
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| UMSATZ UND ERGEBNIS | ||
| Umsatzerlöse | 4,2 % | 69 228 |
| davon: Inlandsanteil | 36,2 | |
| davon: Auslandsanteil | 63,8 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 62,7 % | 7 028 |
| Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) | n. a. | 3 254 |
| Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) | (0,4) % | 4 113 |
| EBITDA | 33,3 % | 18 388 |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 9,4 % | 19 908 |
| EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | 28,8 | |
| Ergebnis je Aktie unverwässert/verwässert | n. a. | 0,71 |
| BILANZ | ||
| Bilanzsumme | 5,8 % | 143 920 |
| Eigenkapital | 3,0 % | 38 150 |
| Eigenkapitalquote | 26,5 | |
| Netto-Finanzverbindlichkeiten | 1,3 % | 47 570 |
| CASHFLOW | ||
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 7,7 % | 14 997 |
| Cash Capex | 9,4 % | (14 613) |
| Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) | 14,0 % | 4 546 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | (9,0) % | (15 015) |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 80,3 % | (876) |
| in Mio. | |||||
| 30.09.2016 | 31.12.2015 | Veränderung 30.09.2016/ 31.12.2015 in % | 30.09.2015 | Veränderung 30.09.2016/ 30.09.2015 in % | |
| Mobilfunk-Kunden | 163,0 | 156,4 | 4,2 % | 157,4 | 3,6 % |
| Festnetz-Anschlüsse | 28,5 | 29,0 | (1,7) % | 29,2 | (2,4) % |
| Breitband-Anschlüssea | 18,2 | 17,8 | 2,2 % | 17,7 | 2,8 % |
Die Definitionen wesentlicher von der Deutschen Telekom verwandter Kennzahlen finden
sich im Kapitel "Konzernsteuerung" (Geschäftsbericht 2015, Seite 63 ff.).
| ― |
Wachstumstrend fortgesetzt: Der Konzernumsatz stieg von 51,4 Mrd. € auf 53,6 Mrd. € -ein Plus von 4,2 %. |
| ― |
Mit einem Umsatzplus von 13,5 % ist unser operatives Segment USA weiterhin der Wachstumsmotor des Konzerns. |
| ― |
Rückgänge mussten hingegen unsere anderen Segmente hinnehmen: Der Umsatzrückgang in Deutschland von 2,1 % resultierte insbesondere aus geringeren Endgeräteverkäufen im Mobilfunk. In unserem operativen Segment Europa war der Rückgang von 2,3 % v. a. durch die Ausgliederung des Energie-Resale-Geschäfts in Ungarn bedingt. |
| ― |
Auf vergleichbarer Basis - also ohne Wechselkurs- und Konsolidierungskreiseffekte - wuchs unser Konzernumsatz sogar um 5,0 %. |

| ― |
Unser bereinigtes EBITDA wuchs deutlich um 1,4 Mrd. € auf 16,2 Mrd. €. |
| ― |
Aufgrund des anhaltenden Erfolgs von T-Mobile US konnten wir alleine im operativen Segment USA einen Anstieg des bereinigten EBITDA von 1,7 Mrd. € erzielen. |
| ― |
Rückläufig war insbesondere das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Europa - v. a. wettbewerbs- und regulierungsbedingt - sowie unseres Segments Group Headquarters & Group Services, das von einem positiven Einmaleffekt in 2015 profitierte. |
| ― |
Die bereinigte EBITDA-Marge des Konzerns lag mit 30,2 % über dem Vorjahresniveau von 28,7 %. Unsere margenstärksten operativen Segmente sind weiterhin Deutschland mit 40,5 % und Europa mit 33,2 %. |

| ― |
Unser EBIT stieg stark von 5,1 Mrd. € auf 8,2 Mrd. €. |
| ― |
Das EBIT der Berichtsperiode profitierte von der starken Geschäftsentwicklung in den USA und von positiven Sondereinflüssen, im Wesentlichen aus der vollzogenen Veräußerung unseres Anteils am Joint Venture EE im Januar 2016 (2,5 Mrd. €) sowie aus in 2016 abgeschlossenen Tauschtransaktionen von Mobilfunk-Lizenzen in den USA (0,5 Mrd. €). |
| ― |
Die Abschreibungen lagen um 1,3 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode, im Wesentlichen aufgrund des weiteren 4G/LTE-Netzausbaus und des im Juni 2015 erfolgten Starts des JUMP! On Demand Programms in unserem operativen Segment USA. |

| ― |
Der Konzernüberschuss stieg aufgrund der zuvor beschriebenen Effekte ebenfalls stark um 2,5 Mrd. € auf 4,8 Mrd. €. |
| ― |
Unser Finanzergebnis verbesserte sich um 0,4 Mrd. €, v. a. im Zusammenhang mit Bewertungseffekten aus der Folgebewertung eingebetteter Derivate bei Anleihen der T-Mobile US. |
| ― |
Aufgrund des gestiegenen Ergebnisses vor Ertragsteuern erhöhte sich der Steueraufwand des laufenden Geschäftsjahres gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode um 0,7 Mrd. €. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis stieg um 0,4 Mrd. €, insbesondere aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung unseres operativen Segments USA. |

| ― |
Die Eigenkapitalquote sank leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 26,3 %. |
| ― |
Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Jahresende 2015 ebenfalls nur leicht um 0,6 % auf 143,1 Mrd. €. Das Eigenkapital sank gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 0,5 Mrd. € auf 37,6 Mrd. €. |
| ― |
Erhöhend wirkte insbesondere der Überschuss von 5,3 Mrd. €. |
| ― |
Die Dividendenausschüttung an unsere Aktionäre für das Geschäftsjahr 2015 (2,5 Mrd. €) wirkte eigenkapitalmindernd. Die durchgeführte Kapitalerhöhung - im Zusammenhang mit der den Aktionären gewährten Möglichkeit, ihre Dividendenansprüche in Aktien zu tauschen - erhöhte das Kapital um 1,0 Mrd. €. Die Barausschüttung an unsere Aktionäre betrug rund 1,5 Mrd. €. |
| ― |
Vermindernd wirkten außerdem v. a. Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (2,0 Mrd. €), ergebnisneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung (1,5 Mrd. €) sowie die Berücksichtigung versicherungsmathematischer Verluste (nach Steuern) (0,9 Mrd. €). |

| ― |
Der Cash Capex (einschließlich Investitionen in Spektrum) verringerte sich um 1,1 Mrd. € auf 10,5 Mrd. €. |
| ― |
Im Berichtszeitraum wurden Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von insgesamt 2,2 Mrd. € erworben, v. a. in den operativen Segmenten USA und Europa. In der Vorjahresvergleichsperiode wurden insgesamt 3,8 Mrd. € in Mobilfunk-Lizenzen investiert - im Wesentlichen in den operativen Segmenten USA und Deutschland. |
| ― |
Ohne Berücksichtigung der Effekte aus Spektrumerwerben stieg der Cash Capex um 0,4 Mrd. €, v. a. im operativen Segment USA im Zusammenhang mit Investitionen für die Netzmodernisierung, einschließlich des Ausbaus des 4G/LTE-Netzwerks. |

| ― |
Der Free Cashflow stieg stark um 0,5 Mrd. € bzw. 14,0 % auf 4,0 Mrd. €. |
| ― |
Erhöhend wirkte der um 0,9 Mrd. € über Vorjahresniveau liegende Cashflow aus Geschäftstätigkeit, der v. a. von der positiven Geschäftsentwicklung des operativen Segments USA profitierte. Die Dividendenzahlung unserer Finanzinvestition BT von 0,1 Mrd. € wirkte ebenfalls positiv. |
| ― |
Vermindernd wirkte der gegenüber der Vorjahresperiode um 0,4 Mrd. € erhöhte Cash Capex (ohne Investitionen in Spektrum). Weiterhin vermindernd wirkte sich eine im Vorjahresvergleich um 0,2 Mrd. € niedrigere Dividendenzahlung des ehemaligen Joint Ventures EE aus. |

| ― |
Die Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2015 um 0,9 Mrd. €. |
| ― |
Erhöhend wirkten der Erwerb von Mobilfunk-Spektrum (2,2 Mrd. €), die Dividendenausschüttungen - inkl. an Minderheiten in Beteiligungen - (1,6 Mrd. €) sowie die Zahlungen an externe Versorgungsträger (Dotierung CTA: 0,3 Mrd. €) und eine Vielzahl anderer Effekte. |
| ― |
Vermindernd wirkten v. a. der Free Cashflow (4,0 Mrd. €), Währungskurseffekte (0,4 Mrd. €) sowie die Veräußerung eines Aktienpakets an der Scout24 AG (0,1 Mrd. €). |

Weitergehende Erläuterungen finden sich im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns",
Seite 13 ff.
Weiterhin auf Wachstumskurs. Die Geschäftszahlen der ersten neun Monate des Jahres
2016 bewegen sich weiterhin im Rahmen der Jahresprognose und des mittelfristigen Finanzausblicks.
Der Umsatz im Konzern legte um 4,2 % auf rund 53,6 Mrd. € zu. Auf organischer Basis
- also ohne Berücksichtigung von Konsolidierungskreisveränderungen und Wechselkursschwankungen
- legte der Umsatz mit 5,0 % noch etwas stärker zu. Einmal mehr war das Umsatzplus
durch das USA-Geschäft getrieben, das bedingt durch starkes Wachstum der Mobilfunk-Kundenbasis
um 13,5% zulegen konnte. In Deutschland sank der Umsatz um 2,1 %, im operativen Segment
Europa betrug der Rückgang 2,3% und im operativen Segment Systemgeschäft 1,7%. Während
in Deutschland maßgeblich das Endgerätegeschäft für den Umsatzrückgang verantwortlich
war, war im operativen Segment Europa die Ausgliederung des Geschäftes mit dem Weiterverkauf
von Strom (Energie-Resale-Geschäft) der Haupttreiber. Im Systemgeschäft wirkten Wechselkursschwankungen
und genereller Preisdruck im ICT-Geschäft dämpfend auf die Umsatzentwicklung.
Das Umsatzwachstum von rund 2,2 Mrd. € schlug sich auch in einer Verbesserung unseres
operativen Ergebnisses um rund 1,4 Mrd. € nieder: Das bereinigte EBITDA legte um 9,4%
von 14,8 Mrd. € auf 16,2 Mrd. € zu. Auch hier war das USA-Geschäft, mit einem Plus
von 1,7 Mrd. € bzw. 36,2 % der maßgebliche Faktor. Rückgänge verzeichneten insbesondere
die Segmente Europa und Group Fleadquarters & Group Services. Während in Europa der
Wettbewerb und die Regulierung die maßgeblichen Themen waren, profitierte Group Fleadquarters
& Group Services im Vorjahreszeitraum von einem positiven Einmaleffekt.
Die Investitionen in unsere Netze stiegen auch in den ersten neun Monaten 2016 weiter
an. Der Cash Capex ohne die Auszahlungen für den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen stieg
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,4 Mrd. € auf rund 8,2 Mrd. €. Auch hier war
der Anstieg maßgeblich durch unser operatives Segment USA verursacht, infolge des
fortgeführten Ausbaus des Mobilfunknetzes.
Der Konzernüberschuss stieg stark um 2,5 Mrd. € auf 4,8 Mrd. €. Neben der Verbesserung
des bereinigten EBITDA um rund 1,4 Mrd. € trugen die Veräußerung unseres Anteils am
Joint Venture EE im Januar 2016 (2,5 Mrd. €) sowie die in 2016 abgeschlossenen Tauschtransaktionen
von Mobilfunk-Lizenzen in den USA (0,5 Mrd. €) zur Ergebnisverbesserung bei. Gegenläufig
wirkten sich höhere Abschreibungen und Steuern aus.
Vor dem Hintergrund der Geschäftszahlen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2016
hält die Deutsche Telekom an ihrer Prognose für das Gesamtjahr 2016 fest.

| Q1-Q3 2016 | Q1-Q3 2015 | Gesamtjahr 2015 | ||
| XETRA SCHLUSSKURSE | ||||
| Börsenkurs am letzten Handelstag | € | 14,92 | 15,89 | 16,69 |
| Höchster Kurs | € | 16,69 | 17,60 | 17,60 |
| Niedrigster Kurs | € | 13,98 | 12,63 | 12,63 |
| GEWICHTUNG DER AKTIE IN WICHTIGEN AKTIENINDIZES | ||||
| DAX 30 | % | 5,5 | 6,1 | 5,9 |
| Dow Jones Euro STOXX 50© | % | 2,3 | 2,5 | 2,5 |
| Dow Jones Europe STOXX 600 Telecommunications© | % | 15,3 | 14,4 | 14,4 |
| Marktkapitalisierung | Mrd. € | 69,8 | 73,2 | 76,9 |
| Ausgegebene Aktien | Mio. Stück | 4 677 | 4 607 | 4 607 |

Keine Trendwende in Sicht: Auch im dritten Quartal 2016 setzten sich an den europäischen und asiatischen Börsen die schwachen Trends aus dem ersten Halbjahr 2016 fort. Zinspolitik, konjunktureller Ausblick und der Ausgang des Referendums zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union blieben die dominierenden Themen. Der Dow Jones Euro STOXX 50© verlor 4,7 % und der DAX 30 2,2 %, während der Nikkei mit einem Minus von 12,1 % noch deutlicher verlor. Die Trendverbesserung bei den europäischen Indizes im dritten Quartal 2016 ist insbesondere auf die Erholung nach dem dramatischen Einbruch infolge der Abstimmung über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zurückzuführen. Nach wie vor zeigten sich die US-amerikanischen Börsen relativ unbeeindruckt von der Schwäche der europäischen und asiatischen Börsen: Der Dow Jones legte um 6,1 % zu.
Der Telekommunikationssektor blieb weiterhin stark unter Druck und verlor 12,7 % im
bisherigen Jahresverlauf. Neben der allgemeinen Schwäche der europäischen Börsen setzten
insbesondere Befürchtungen um ein sich verschlechterndes Regulierungsumfeld in Europa
den Kursen der Telekommunikationsunternehmen zu.
Diesem Trend konnte sich auch die Aktie der Deutschen Telekom nicht entziehen. Sie
beendete die ersten neun Monate des Jahres 2016 - auf Total Return Basis - mit einem
Minus von 7,5 %.
Die Deutsche Telekom International Finance B.V. hat mit Garantie der Deutschen Telekom
AG im September 2016 bei institutionellen Investoren eine US-Dollar-Anleihe über 2,75
Mrd. US-$ in vier Tranchen zu sehr günstigen Konditionen begeben: Eine 3-jährige variabel
verzinsliche Tranche mit einem Volumen von 250 Mio. US-$ wurde mit einem Aufschlag
von 45 Basispunkten über US-Dollar 3-Monats-Libor, eine 3-jährige festverzinsliche
Tranche mit einem Volumen von 750 Mio. US-$ mit einem Kupon von 1,5 %, eine 5-jährige
Tranche im Volumen von 1,0 Mrd. US-$ mit einem Kupon von 1,95 % sowie eine 7-jährige
Tranche im Volumen von 750 Mio. US-$ mit einem Kupon von 2,485 % ausgegeben.
Zahlung für den Erwerb von Mobilfunk-Frequenzen in Polen. Für die im Juni 2016 seitens
T-Mobile Polska erworbenen Mobilfunk-Frequenzen erfolgte die Zahlung in Höhe von rund
0,5 Mrd. € am 4. Juli 2016.
Tausch und Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen in den USA. Ein im ersten Quartal 2016 mit
verschiedenen Wettbewerbern vereinbarter Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen im Wert von
insgesamt 0,6 Mrd. € wurde im August 2016 vollzogen. Im September 2016 unterzeichnete
T-Mobile US mit einem Wettbewerber eine Vereinbarung über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen.
Infolgedessen wurden im dritten Quartal 2016 zu tauschende Mobilfunk-Lizenzen im Wert
von 0,1 Mrd. € in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen reklassifiziert. Ebenfalls im September 2016 vollzogen T-Mobile
US und ein Wettbewerber einen im ersten Quartal 2016 vereinbarten Tausch von Mobilfunk-Lizenzen.
Hieraus resultierte ein zahlungsunwirksamer Ertrag von 0,1 Mrd. €.
Gigabit-Schallmauer beim Datentransfer durchbrochen. Unsere Rolle als Technologieführer
konnten wir erneut unter Beweis stellen: Mobile Datengeschwindigkeiten von 1,2 GBit/s
wurden im August 2016 in Warschau, Polen sowie im September 2016 in Berlin, Deutschland
im Rahmen von Live-Demonstrationen von LTE Advanced Pro erreicht. LTE Advanced Pro
und das Erreichen von Geschwindigkeiten im GBit-Bereich spielen bei der Vorbereitung
auf künftige Kundenanforderungen eine großen Rolle - sie schlagen eine Brücke zu 5G
und ermöglichen bereits heute Netzeffizienzen, die zur Erfüllung der rasant steigenden
Erwartungen der Endnutzer benötigt werden.
Inbetriebnahme der paneuropäischen Produktionsstätte in Ungarn. Für die Telekommunikationsentwicklung
der Zukunft streben wir im Rahmen unserer Konzernstrategie "Leading European Telco"
ein paneuropäisches Produktionsmodell mit einer geeigneten IP-basierten Infrastruktur
an. Mit der Inbetriebnahme unserer ersten Produktionsstätte in Budapest, Ungarn, im
August 2016 wurde nun der erste Eckpfeiler hierfür gelegt. Zwei weitere Produktionsstandorte
werden 2017 in Polen und Griechenland entstehen. Die Produktionsstandorte werden für
alle unsere europäischen Landesgesellschaften in Form von Produktbausteinen Dienste,
wie Voicemail, SMS oder E-Mail bereitstellen. Jede Landesgesellschaft kann diese Bausteine
individuell - auf die Bedürfnisse des jeweiligen lokalen Markts angepasst - zusammenstellen.
Der Aufbau unseres paneuropäischen Netzes sorgt somit nicht nur für eine langfristige
Wettbewerbsfähigkeit auf den lokalen Märkten, sondern schafft gleichzeitig konzernweite
Synergieeffekte in ganz Europa.
Im dritten Quartal 2016 sowie nach dem 30. September 2016 hat ein Endgerätehersteller
Rückrufaktionen für bestimmte Smartphones in den USA bekannt gegeben. Infolgedessen
wurden bei T-Mobile US keine Umsatzerlöse im Zusammenhang mit diesen Endgeräteverkäufen
an Kunden realisiert. Darüber hinaus wurden die in den Vorräten befindlichen Endgeräte
mit dem Nettoveräußerungswert bewertet. Der Endgerätehersteller hat der T-Mobile US
daraufhin eine Erstattung zugesagt. T-Mobile US hat einen in diesem Zusammenhang vom
Endgerätehersteller zu erstattenden Betrag mit dem entstandenen Verlust beim Materialaufwand
verrechnet, was ebenso zu einer Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen führte.
Der österreichische Autobahnbetreiber ASFINAG beauftragt T-Systems ab 2018 mit dem
Betrieb des zentralen Mautsystems "GoMaut 2.0". Der im August 2016 erteilte Großkundenauftrag
mit einer Laufzeit von 10 Jahren umfasst den Betrieb der IT-Systeme für die Mautverrechnung,
der rund 230 Vertriebsstellen im In- und Ausland sowie der 48 mobilen Kontrolleinheiten.
T-Systems wird die Hardware im eigenen hochsicheren Rechenzentrum, dem "T-Center"
in Wien, betreiben sowie bestehende Applikationen weiterentwickeln und modernisieren.
Zum Einsatz werden zukunftsweisende Virtualisierungs- und Automatisierungstechnologien
kommen, die die Sicherheit und die Qualität erhöhen sowie die Kosten senken sollen.
T-Systems konnte erneut den Automobilhersteller Daimler von seiner IT-Kompetenz überzeugen
und somit einen Großkundenvertrag mit einem Auftragsvolumen im dreistelligen Millionenbereich
abschließen. Der Großauftrag beinhaltet den Betrieb und die Modernisierung der Großrechner
sowie wichtiger IT-Anwendungen des Automobilherstellers. Weiterhin wird T-Systems
mehr als zwei Millionen Fahrzeuge weltweit über die Connected-Car-Plattform von Daimler
vernetzen. Auch in den nächsten Jahren wird T-Systems die Fahrzeugvernetzung betreiben.
Neugestaltung des "MagentaMobil Start" Prepaid-Portfolios. Unsere Bestands- und Neukunden
in Deutschland profitieren ab Oktober 2016 von attraktiven Angeboten mit 50 % mehr
Datenvolumen und Datengeschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s im LTE-Netz. Zudem bieten
wir Prepaid-Kunden in den Tarifen "MagentaMobil Start S, M und L" eine kostenlose
HotSpot Flat an. Außerdem werden die angebotenen Tarife und Surfpässe ohne Zusatzkosten
um die Nutzung in der EU erweitert. Das neue "MagentaMobil Start" Portfolio bietet
verschiedene Tarife an - von XS bis L - je nach Nutzungsverhalten und Bedarf der Kunden.
Neue Dienste in der "Open Telekom Cloud". Nach dem erfolgreichen Start der "Open Telekom
Cloud" im ersten Quartal dieses Jahres haben wir unser Angebot im dritten Quartal
2016 um drei neue Services erweitert: eine relationale Datenbank, die sich einfach
aufsetzen und erweitern lässt, einen neuen Cloud-Container-Service, mit dem sich komplette
Applikationslandschaften auf Knopfdruck verschieben lassen, und eine Hochleistungsoption
"High Performance Flavor" für die Bearbeitung großer Datenmengen.
"PaketButler": Paketannahme und -versand an der Wohnungstür. Unsere neue vernetzte
Lösung für die einfache Paketannahme und den Versand von Retouren, der "PaketButler",
ist seit August 2016 in den deutschen Großstädten Hamburg, München, Köln und Bonn
im Einsatz. Später soll er auch bundesweit angeboten werden. Gemeinsam mit unserem
Partner feldsechs aus Hamburg haben wir den "PaketButler" entwickelt und ihn in enger
Kooperation mit DHL auf den Markt gebracht. Der "PaketButler" kann aber grundsätzlich
von allen Zustellern genutzt werden. Die vernetzte Paketbox ermöglicht eine sichere,
einfache und komfortable Paketannahme und -versand, auch wenn keiner zu Hause ist.
Am Zustelltag des Pakets stellt der Kunde die Box einfach vor die Wohnungstür und
verankert deren reißfesten Gurt zwischen Zarge und Tür. Die Sendung wird diebstahlsicher
vom Zusteller in der Box deponiert. Der "PaketButler" informiert über eine SIM-Karte
den Empfänger, dass seine Bestellung eingetroffen ist. Über eine PIN, welche über
eine zugehörende App verwaltet wird, kann die Box geöffnet werden.
Unbegrenztes Datenvolumen mit "T-Mobile ONE". Im September 2016 hat T-Mobile US die
jüngste ihrer "Uncarrier"-Initiativen eingeleitet: T-Mobile ONE und T-Mobile ONE Plus.
Damit können die Kunden unbegrenzt telefonieren, SMS versenden und über ein unbegrenztes
Hochgeschwindigkeits-4G/ LTE Datenvolumen verfügen. T-Mobile ONE ermöglicht Videostreams
in DVD-Qualität (480p), und Tethering erfolgt mit maximaler 3G-Geschwindig-keit. Kunden
im Tarif T-Mobile ONE Plus erhalten zusätzlich unbegrenztes Hochgeschwindigkeits-4G/LTE
Mobile HotSpot-Datenvolumen, beliebig viele HD DayPasses und bis zu doppelt so schnelle
Verbindungen bei Auslandsreisen in mehr als 140 Ländern und Reisezielen.
Neue Sicherheitslösung für Smartphones. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA)
in Berlin präsentierten wir u. a. unsere neue Sicherheitslösung für Smartphones "Mobile
Protect Pro". Basierend auf selbstlernenden Algorithmen identifiziert die App auch
unerkannte Risiken und erkennt Angriffsvektoren, die bei bisherigen Mobile-Device-Lösungen
bislang unbekannt oder unzugänglich waren. "Mobile Protect Pro" ist zunächst für Unternehmen
jeder Größenordnung erhältlich - perspektivisch wird sie auch Privatkunden angeboten.
Nachfolgende Grafik stellt die wesentlichen Auszeichnungen des dritten Quartals 2016
zusammen. Weitere Auszeichnungen finden Sie online unter: www.telekom.com/medien.

Hinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und -steuerung verweisen wir auf
die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht 2015 (Geschäftsbericht 2015, Seite
58 ff.). Aus Sicht des Konzerns ergaben sich hierzu keine wesentlichen Änderungen.
Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom
in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet
war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Bei dem Geschäftskundenbereich
der Magyar Telekom handelt es sich um eine Einheit in Ungarn, die im Wesentlichen
ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden erbringt. Die Vorjahresvergleichswerte
wurden entsprechend rückwirkend angepasst.
Für nähere Informationen verweisen wir auf die Angaben zur Segmentberichterstattung
im Konzern-Zwischenabschluss (Seite 47 f.).
Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusammengefassten
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 dargestellten Situation des wirtschaftlichen
Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den
ersten neun Monaten 2016, den Ausblick, die zurzeit wesentlichen gesamtwirtschaftlichen
Risiken, den Telekommunikationsmarkt sowie auf das regulatorische Umfeld eingegangen.
Der gesamtwirtschaftliche Ausblick erfolgt unter dem Vorbehalt, dass keine wesentlichen
unerwarteten Ereignisse im Prognosezeitraum eintreffen.
Die Weltkonjunktur hat sich im Laufe des Jahres 2016 wieder etwas belebt. Der Internationale
Währungsfonds (IWF) hat im Oktober 2016 seine Wachstumsprognose für die Entwicklung
der Weltwirtschaft für die Jahre 2016 und 2017 bestätigt. Grund für die Entwicklung
ist die stabile Produktion in den meisten Industrieländern und eine konjunkturelle
Verbesserung in den Schwellenländern. Die IWF-Prognosen erwarten für die Schwellen-
und Entwicklungsländer in 2016 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 4,2
% und für die Industrieländer um 1,6 %.
In unseren Kernmärkten haben sich die Wachstumsraten der Volkswirtschaften in den
ersten neun Monaten 2016 überwiegend positiv entwickelt. Das BIP in Deutschland wuchs
im dritten Quartal um 1,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal, gestützt unverändert v.
a. vom privaten Konsum. Auch die Arbeitslosenquote lag im September 2016 mit 5,9 %
auf niedrigem Niveau. Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2016 um 1,4 %. Die
Arbeitslosenquote lag im September 2016 mit 5,0 % auf einem stabilen Niveau. In nahezu
allen Ländern unseres operativen Segments Europa entwickelten sich die Wachstumsraten
des BIP und die Arbeitslosenquoten auch im dritten Quartal 2016 weiterhin positiv.
Die Volkswirtschaften profitierten unverändert von einem steigenden Binnenkonsum und
der stabilen Nachfrage aus der Eurozone. Griechenlands Volkswirtschaft befindet sich
weiterhin im Umbruch und kann von dem gesamteuropäischen Wachstum nicht profitieren.
Für unsere Kernmärkte gehen wir weiterhin von einer stabilen konjunkturellen Entwicklung
in 2016 aus. Die Unsicherheiten, die sich durch den Ausgang des britischen Referendums
ergeben haben, sollten bei einem geordneten Austritt aus der Europäischen Union das
Wirtschaftswachstum in Europa in 2017 nur marginal belasten. Das gesamtwirtschaftliche
Wachstum in Deutschland, den USA und den Ländern unseres operativen Segments Europa
ist robust. Das Wachstum wird in erster Linie von der positiven Entwicklung der privaten
Konsumausgaben gestützt. In Griechenland zeichnet sich eine Stabilisierung der wirtschaftlichen
Lage ab. Es wird erwartet, dass sich die Wachstumsraten der Volkswirtschaft Großbritanniens
unter den Unsicherheiten abschwächen werden.
Die wirtschaftliche und politische Entwicklung der letzten Monate hat gezeigt, dass
die Unwägbarkeiten für die Entwicklung der Weltkonjunktur und auch für die unserer
Länder zugenommen haben. Das Votum des britischen Volkes zum Austritt Großbritanniens
aus der Europäischen Union und dessen politische Umsetzung, sowie die Gefahr, dass
weitere Länder einen möglichen Austritt aus der Europäischen Union anstreben, kann
die wirtschaftliche Entwicklung, v. a. in Europa und in dessen Folge auch die Weltwirtschaft
beeinträchtigen. Geopolitische Krisen, ausgelöst etwa von einer erhöhten Terrorgefahr
oder großen Flüchtlingsströmen, können die Volkswirtschaften unserer Länder negativ
beeinflussen. Darüber hinaus kann eine erneute Konjunkturschwäche, v. a. in den Schwellenländern,
den Welthandel und damit die Märkte unserer operativen Segmente belasten. Die politische
Lage in Griechenland hat sich grundsätzlich stabilisiert. Es bleiben jedoch Risikofaktoren,
wie z. B. die knappe parlamentarische Mehrheit der Regierungskoalition und ein möglicherweise
zunehmender Widerstand gegen die Sparpolitik. Insofern kann eine neuerliche krisenhafte
Zuspitzung der politischen Situation nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Der Konsolidierungsdruck in der europäischen Telekommunikationsbranche ist nach wie vor hoch. Gründe dafür sind insbesondere sinkende Umsätze durch den steigenden Wettbewerb und technologischen Wandel. Gleichzeitig sind hohe Investitionen für den Netzausbau, für Innovationen und den Erwerb von Spektrum nötig. Während die britische Wettbewerbsbehörde dem Erwerb von EE durch BT im Januar 2016 ohne Auflagen zugestimmt hat, wurde der Zusammenschluss von Liberty Global und BASE in Belgien von der EU-Kommission nur unter strengen Auflagen genehmigt. Darüber hinaus hat die Intervention der EU-Kommission Konsolidierungsvorhaben in Dänemark (Telia/Telenor) und Großbritannien (3 & O2 ) verhindert. In Italien hat die EU-Kommission die Etablierung eines vierten Mobilfunknetz-Betreibers gefordert und Iliad damit einen günstigen Markteintritt beschert. Die EU-Kommission hat den Zusammenschluss von Vodafone und Liberty Global in den Niederlanden unter Auflagen genehmigt.
Europäische Datenschutzgrundverordnung. Die Europäische Datenschutzgrundverordnung
kommt ab dem 25. Mai 2018 zur Anwendung. Das neue Datenschutzrecht schließt eine große
Lücke in der Regulierung in Bezug auf Dienstleister außerhalb der EU und setzt grundsätzlich
für sämtliche Marktteilnehmer, die in der EU agieren, die gleichen Regeln. Die Verordnung
sichert ein hohes Datenschutzniveau in Europa und ermöglicht gleichzeitig neue digitale
Geschäftsmodelle. Die Datenschutzgrundverordnung bedarf keiner Umsetzung in nationales
Recht, sie gilt in den Mitgliedstaaten unmittelbar. Entgegenstehendes oder redundantes
deutsches Recht muss im Zuge eines sog. "Rechtsbereinigungsgesetzes" aufgehoben werden.
EU-US Privacy Shield. Im Nachgang zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH)
vom 6. Oktober 2015, welches die Safe Harbor-Entscheidung der EU-Kommission für ungültig
erklärt hat, hat die EU-Kommission Anfang Februar 2016 ein Nachfolgeabkommen (EU-US
Privacy Shield) vorgestellt. Durch das Privacy Shield soll, analog zum ehemaligen
Safe Harbor-Abkommen, die Übertragung und Verarbeitung personenbezogener Daten von
EU-Bürgern in den USA ermöglicht werden. Der finale Entwurf des Privacy Shields, der
nach erfolgter mehrheitlicher Zustimmung durch die Mitgliedsstaaten am 11. Juli 2016
durch die EU-Kommission verabschiedet wurde, enthält sog. "Privacy Principles", die
im Vergleich zu Safe Harbor verbesserte Datenschutzanforderungen festlegen, an die
sich US-Unternehmen verbindlich halten müssen, wenn sie sich unter dem Shield zertifizieren
wollen. Nach zwischenzeitlich geäußerter Kritik an dem ersten Entwurf des Privacy
Shields versuchte die EU-Kommission mit einem überarbeiteten Entwurf, insbesondere
den zuletzt geäußerten Bedenken der sog. "Art. 29 Arbeitsgruppe", die sich aus Vertretern
der nationalen Datenschutzbehörden in Europa zusammensetzt, Rechnung zu tragen. Gerade
im Hinblick auf die Rechtmäßigkeit der weiterhin möglichen massenhaften Erfassung
personenbezogener Daten durch nationale US-Behörden ist eine erneute Befassung des
EuGH mit dem Privacy Shield nicht auszuschließen.
IT-Sicherheitsgesetz. Im Rahmen des IT-Sicherheitsgesetzes (IT-SiG) wurde im ersten
Quartal 2016 ein Entwurf der Rechtsverordnung (KRITIS VO) erarbeitet, in dem die Kriterien
festgelegt werden, anhand derer die Betreiber der kritischen Infrastrukturen (KRITIS)
aus den Sektoren Informationstechnik und Telekommunikation, Wasser, Energie und Ernährung
erkennen können, ob sie unter die Regelungen des IT-SiG fallen. Die Verordnung ist
am 3. Mai 2016 in Kraft getreten. Für den Telekommunikationssektor sind infolgedessen
die Vorschriften des Telekommunikationsgesetzes verschärft worden, sodass insbesondere
in Bezug auf die Ausfallsicherheit der Netze und Dienste dem Stand der Technik entsprechende
Vorkehrungen zu treffen sind. Diese Vorkehrungen wurden von uns allerdings auch schon
vor der Gesetzesanpassung aus eigenem Interesse getroffen, sodass wesentliche Pflichten
zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit bereits heute von uns erfüllt werden.
Das Europäische Parlament hat am 6. Juli 2016 die EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit
verabschiedet, nach welcher, ergänzend zu den Bestimmungen des IT-SiG, nun auch Online-Marktplätze,
Suchmaschinenbetreiber und Cloud-Dienstleister die Einhaltung von Mindestanforderungen
für die Sicherheit ihrer Infrastrukturen gewährleisten und Zwischenfälle melden müssen.
Daraus kann die Notwendigkeit für den deutschen Gesetzgeber erwachsen, das IT-SiG
entsprechend anzupassen. Es bleibt abzuwarten, ob im Zuge einer solchen Änderung auch
die bisherigen Mängel des IT-SiG bezüglich der Nicht-Berücksichtigung von Hard- und
Software-Herstellern korrigiert werden.
Weiterer Vectoring-Ausbau beschlossen. Am 23. Februar 2015 beantragten wir bei der
Bundesnetzagentur (BNetzA) weitere 6,1 Millionen Haushalte mit superschnellen Internet-Anschlüssen
("Vectoring Technik") im sogenannten Nahbereich zu versorgen. Die BNetzA hat am 1.
September 2016 mit der Veröffentlichung der Regulierungsverfügung den Vectoring-Ausbau
ermöglicht. Im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Vertrags haben wir uns dazu verpflichtet,
Vectoring-Technik im Nahbereich bundesweit in mehr als 7 000 Anschlussbereichen auszubauen.
Die Verpflichtung ist mit einer Geldstrafe von bis zu 224 Mio. € verbunden, sollten
wir der Verpflichtung nicht fristgerecht nachkommen. Die konkreten Konditionen für
Vectoring im Nahbereich werden derzeit von der BNetzA im Rahmen eines Standardangebotsverfahrens
überprüft. Dieses wird voraussichtlich Mitte 2017 abgeschlossen sein. Mit Blick auf
Vectoring außerhalb des Nahbereichs: In einer Eilentscheidung Ende Juni 2016 hat uns
die BNetzA eine Fristverlängerung gewährt, nach der wir bis zum 31. Oktober 2016 Vectoring
auch dann betreiben können, wenn wir Wettbewerbern, die dann keinen Zugang mehr zur
VDSL-Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) am Kabelverzweiger (KVz) von uns in diesen
Gebieten erhalten können, alternativ ein Layer-3-Bitstromzugangsprodukt anbieten.
Ab dem 1. November 2016 reicht dazu kein Layer-3-Bitstromprodukt mehr, sondern wir
müssen dort ein Layer-2-Bitstromprodukt anbieten.
Die BNetzA hat am 28. Oktober 2015 die Regulierungsverfügung für den Bitstrommarkt
erlassen. Ergänzend zur bisherigen ex post-Regulierung für sog. "Layer-3-Bitstromzugangsprodukte"
sieht diese eine ex ante-Genehmigungspflicht für Layer-2-Bitstromzugangsprodukte (BSA)
vor, allerdings ohne die Anforderung einer kostenorientierten Entgeltregulierung.
Die BNetzA reguliert auch die Angebotskonditionen des Layer-2-Bitstromzugangsprodukts
im Rahmen eines sog. "Standardangebotsverfahrens". Hierzu hat sie Anfang April 2016
einen vorläufigen Beschluss erlassen. Mit einer finalen Entscheidung ist im vierten
Quartal 2016 zu rechnen. Im ersten Quartal 2016 haben wir einen Entgeltantrag zum
neuen Layer-2-BSA bei der BNetzA eingereicht. Wesentliche beantragte Entgelte waren
die monatlichen Überlassungsentgelte für einen VDSL-Endkundenanschluss sowie für die
Übergabeanschlüsse am sog. "Broadband Network Gateway" (BNG). Der vorläufige Beschluss
im Entgeltverfahren wurde am 28. Juni 2016 veröffentlicht. Gegenüber den von uns beantragten
Entgelten hat die BNetzA Anpassungen bei der Entgelthöhe und Preisstruktur vorgenommen.
Die neuen Entgelte sind bis zum 30. November 2017 vorläufig genehmigt. Die finale
Genehmigung ergeht nach Abschluss des nationalen und EU-weiten Konsultationsverfahrens.
Sofern die EU-Kommission keine ernsthaften Zweifel erhebt, rechnen wir mit der endgültigen
Genehmigung der Entgelte im vierten Quartal 2016.
BNetzA-Verfahren zu "MagentaZuhause Hybrid". Seit Anfang 2015 bieten wir für Endkunden
mit "MagentaZuhause Hybrid" Tarife an, bei denen die Kapazitäten von Festnetz (DSL)
und Mobilfunk (LTE) dank innovativer Netztechnik in einem Anschlussprodukt kombiniert
werden. 2015 hatte die BNetzA einen Antrag der 1&1 Telecom GmbH auf Bereitstellung
eines entsprechenden Vorleistungsprodukts abgelehnt. Die BNetzA gewährte in dem Verfahren
einen "innovationsbedingten Wettbewerbsvorsprung". In Bezug auf die Preise von "MagentaZuhause
Hybrid" führte die BNetzA ab Januar 2016 noch Vorermittlungen wegen von 1&1, NetCologne
und M-net erhobenen Vorwürfen angeblich zu niedriger Preise durch. Da aus Sicht der
Behörde die Preise jedoch nicht zu beanstanden waren, stellte die BNetzA die Vorermittlungen
am 10. März 2016 ein.
Entgeltanträge zu den TAL-Überlassungsentgelten. Am 29. Juni 2016 hat die BNetzA die
finalen Entgeltbeschlüsse für die monatlichen Überlassungsentgelte der Teilnehmer-Anschlussleitung
(TAL) sowie für den dafür notwendigen Zugang zu passiver Infrastruktur veröffentlicht.
Demnach sinken die Entgelte für die wichtigste Variante, den Zugang zur Teilnehmer-Anschlussleitung
bis zum Hauptverteiler, gegenüber dem zuvor genehmigten Entgelt um 1,7 % von 10,19
€/Monat auf 10,02 €/Monat. Auch die Miete für Kabelkanalanlagen und für die unbeschaltete
Glasfaser wurde deutlich reduziert. Die neuen Entgelte sind zum 1. Juli 2016 in Kraft
getreten.
Weitere Sonderabgaben bei unseren internationalen Beteiligungen. Neben bereits bekannten
Sondersteuern, u. a. in Griechenland, Ungarn, Rumänien und Kroatien, wurden in Griechenland
im Rahmen eines weiteren Maßnahmenpakets Steuern in Höhe von 5 % auf Breitband-Internet-Zugänge
und in Höhe von 10 % auf Pay-TV eingeführt.
Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wesentlichen Frequenzvergaben
wie Auktionen sowie Lizenzverlängerungen bei unseren internationalen Beteiligungen.
Daneben gibt es in verschiedenen Ländern Hinweise auf in Kürze erwartete Frequenzvergaben.
Weitere Informationen zu den Frequenzvergaben finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancensitutation",
Seite 32 ff.
| Vergabestart | Vergabeende | Frequenzbereiche (MHz) |
Vergabeverfahren | Erworbene Frequenzen (MHz) | Frequenzinvestitionen | |
| Albanien | Q3/2017 | Q4/2017 | 800 | Sealed Bida oder Auktion | noch offen | noch offen |
| Griechenland | Q4/2016 | Q1/2017 | 1500/1 800/2 600 | Details noch offen | noch offen | noch offen |
| Mazedonien | Q2/2017 | Q3/2017 | 900/1 800/3 500 | Sealed Bida oder Auktion | noch offen | noch offen |
| Montenegro | Q3/2016 | Q3/2016 | 800/900/ 1 800/2 100/2 600 |
Auktion (CCAb ) | 2x20 in 800 MHz sowie weiteres Spektrum |
27,3 Mio. € |
| Österreich | Q1/2017 | Q2/2017 | 3 500/3 700 | Auktion (CCAb erwartet) |
noch offen | noch offen |
| Niederlande | Q2/2014 | Q1/2016 | 2 100 | Lizenzverlängerung bis 2020 |
2x20 | 24 Mio. € |
| Polen | Q1/2015 | Q2/2016 | 800/2 600 | Auktion (SMRAc )/ Sealed Bida | 2x10/2x15 | ca. 4 Mrd. PLN (rund 1,0 Mrd. €) |
| Slowakei | Q1/2017 | Q2/2017 | 1 800/3 700 | Auktion (SMRAc ) | noch offen | noch offen |
| Tschechische Republik | Q2/2016 | Q2/2016 | 1 800/2 600 | Auktion (SMRAc ) | 2x10/1x25 | 27 Mio. € |
| Tschechische Republik | Q1/2017 | Q2/2017 | 3 700 | Auktion (SMRAc
) (erwartet) |
noch offen | noch offen |
| Tschechische Republik | Q4/2016 | Q1/2017 | 900/1 800 | Lizenzverlängerung (erwartet) |
noch offen | noch offen |
| USA | Q3/2016 | Q1/2017 (erwartet) |
600 | Incentive Auctiond | noch offen | noch offen |
a
Abgabe eines einzelnen Gebots in verschlossenem Briefumschlag, z. T. sequenziell,
in mehreren Vergaben.
b
Combinatorial Clock Auction, dreistufige Mehrrundenauktion für Spektrum aus allen
Frequenzbändern.
c
Simultane elektronische Mehrrundenauktion mit aufsteigenden, parallelen Geboten für
alle Bereiche.
d
Menge und Preise des zu handelnden Spektrums abhängig von der Abgabe des Spektrums
durch Rundfunkanbieter.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 erzielten wir einen Konzernumsatz von 53,6 Mrd. €, der mit einem Wachstum von 2,2 Mrd. € bzw. 4,2 % deutlich über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums lag. Zu dieser positiven Entwicklung trug maßgeblich die Geschäftsentwicklung in unserem operativen Segment USA bei: Die erfolgreichen "Uncarrier"-Initiativen von T-Mobile US ließen die Zahl an Neukunden und damit auch die Service-Umsätze weiterhin stark steigen. Weiterhin stiegen die Endgeräte-Umsätze an: Kunden gingen im Zuge des im Juni 2015 bei T-Mobile US eingeführten Geschäftsmodells JUMP! On Demand vermehrt dazu über, hochwertige Endgeräte zu mieten. Gegenläufig entwickelten sich dadurch die Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten rückläufig. In unserem Heimatmarkt Deutschland waren die Umsätze mit 2,1 % rückläufig - in erster Linie aufgrund geringerer Umsätze mit Mobilfunk-Endgeräten ohne Vertragsbeziehung. Auch in unserem operativen Segment Europa lagen die Umsätze um 2,3 % unter dem Niveau der ersten neun Monate 2015. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Ausgliederung des Energie-Resale-Geschäfts zum 1. Januar 2016 in Ungarn. Zusätzlich setzte die immer noch hohe Wettbewerbsintensität auf den Telekommunikationsmärkten in unseren Landesgesellschaften - insbesondere in den Niederlanden - die Umsätze weiter unter Druck. Trotz des Abschlusses der Aufbauphase des Mauterhebungssystems in Belgien im ersten Quartal 2016 lag der Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft um 1,7 % unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Generell wirkte sich die rückläufige Preisentwicklung im ICT-Geschäft negativ aus. Der Umsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich im Vorjahresvergleich im Wesentlichen aufgrund der fehlenden Umsätze im Zusammenhang mit dem Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia im November 2015 sowie der Neuaufstellung des Bereichs Group Innovation+ .
Ohne Berücksichtigung von negativen Wechselkurseffekten in Höhe von insgesamt 0,2
Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von Polnischem Zloty sowie US-Dollar in Euro, und
negativen Konsolidierungskreiseffekten in Höhe von insgesamt 0,2 Mrd. €, stieg der
Umsatz sogar um 2,5 Mrd. € bzw. 5,0 %. Detailliertere Angaben zu den Umsatzentwicklungen
in unseren operativen Segmenten Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft sowie in
dem Segment Group Headquarters & Group Services können dem Kapitel "Geschäftsentwicklung
der operativen Segmente" (Seite 19 ff.) entnommen werden.
| in Mio. € |
||||||
| Q1 2016 |
Q2 2016 |
Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung in % | Q1-Q3 2016 |
|
| KONZERNUMSATZ | 17 630 | 17 817 | 18 105 | 17 099 | 5,9 % | 53 552 |
| Deutschland | 5 452 | 5 406 | 5 551 | 5 593 | (0,8) % | 16 409 |
| USA | 7 816 | 8 196 | 8 281 | 7 059 | 17,3 % | 24 293 |
| Europaa | 3 080 | 3 106 | 3 223 | 3 261 | (1,2) % | 9 409 |
| Systemgeschäfta | 2 045 | 2 009 | 1 875 | 2 031 | (7,7) % | 5 929 |
| Group Headquarters & Group Services | 513 | 542 | 559 | 555 | 0,7 % | 1 614 |
| Intersegmentumsatz | (1 276) | (1 442) | (1 384) | (1 400) | 1,1 % | (4 102) |
| in Mio. € |
|||
| Q1-Q3 2015 |
Veränderung in % | Gesamtjahr 2015 |
|
| KONZERNUMSATZ | 51 369 | 4,2 % | 69 228 |
| Deutschland | 16 762 | (2,1) % | 22 421 |
| USA | 21 407 | 13,5 % | 28 925 |
| Europaa | 9 627 | (2,3) % | 13 024 |
| Systemgeschäfta | 6 031 | (1,7) % | 8 194 |
| Group Headquarters & Group Services | 1 704 | (5,3) % | 2 275 |
| Intersegmentumsatz | (4 162) | 1,4 % | (5 611) |

in %

Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von
45,4 % unverändert den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Im Vergleich zur Vorjahresperiode
erhöhte sich der Anteil am Konzernumsatz, v. a. aufgrund des weiterhin starken Anstiegs
an Neukunden, um 3,7 Prozentpunkte. Rückläufig zeigten sich hingegen die Anteile unserer
anderen operativen Segmente sowie des Segments Group Headquarters & Group Services.
Im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode erhöhte sich die Auslandsquote des Konzerns
am Konzernumsatz von 63,6 % auf 65,8 %.
Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen erwirtschafteten wir in den ersten drei
Quartalen 2016 ein gegenüber dem Vergleichszeitraum um 1,4 Mrd. € bzw. 9,4 % gestiegenes
bereinigtes EBITDA von 16,2 Mrd. €. Zu dieser Entwicklung trug unser operatives Segment
USA mit einem Plus des bereinigten EBITDA-Beitrags von 1,7 Mrd. € bei; Haupttreiber
dabei war der anhaltende Erfolg der "Uncarrier"-Initiativen. Die im Rahmen von JUMP!
On Demand erzielten Umsatzeffekte aus dem Endgeräte-Mietmodell leisteten ebenfalls
einen Beitrag zum Anstieg des bereinigten EBITDA, da die entsprechenden Kosten über
die Laufzeit des Mietvertrags abgeschrieben wurden und sich damit nicht auf das bereinigte
EBITDA auswirkten. Rückläufig war das bereinigte EBITDA v. a. bei unserem operativen
Segment Europa v. a. wettbewerbs- und regulierungsbedingt sowie bei unserem Segment
Group Headquarters &Group Services, das von einem positiven Einmaleffekt in 2015 profitiert
hatte. Wechselkurseffekte sowie Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen wirkten
sich nur geringfügig auf die Entwicklung des bereinigten EBITDA aus.
Gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum erhöhte sich unser EBITDA deutlich um 4,4
Mrd. € auf 17,7 Mrd. €; enthalten waren positive Sondereinflüsse im Saldo in Höhe
von 1,5 Mrd. €. In erster Linie handelte es sich dabei um einen Ertrag aus der am
29. Januar 2016 durchgeführten Veräußerung unseres Anteils am Joint Venture EE von
rund 2,5 Mrd. €. Aus im März und im September 2016 vollzogenen Tauschtransaktionen
über Mobilfunk-Lizenzen zwischen T-Mobile US und zwei Wettbewerbern resultierten Erträge
von insgesamt 0,5 Mrd. €. Aus dem am 18. April 2016 vollzogenen Verkauf von rund 2,6
Mio. Aktien der Scout24 AG wurde ein Ertrag von rund 0,1 Mrd. € realisiert. Aufwendungen
im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogene Restrukturierungsaufwendungen
beliefen sich insgesamt auf 1,2 Mrd. € und lagen damit auf dem Niveau des Vergleichszeitraums.
Darüber hinaus wirkten sich in den ersten drei Quartalen 2016 Aufwendungen aus der
Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS von rund 0,1 Mrd. € aus. Im Vergleichszeitraum
waren diesbezüglich Aufwendungen von 0,4 Mrd. € erfasst. Detailliertere Angaben zur
Entwicklung von EBITDA/bereinigtem EBITDA unserer Segmente können dem Kapitel "Geschäftsentwicklung
der operativen Segmente" (Seite 19 ff.) entnommen werden.
| in Mio. € | ||||||
| Q1 2016 |
Q2 2016 |
Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung in % | Q1-Q3 2016 |
|
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN | 5 163 | 5 457 | 5 535 | 5 165 | 7,2 % | 16 155 |
| Deutschland | 2 180 | 2 225 | 2 250 | 2 269 | (0,8) % | 6 655 |
| USA | 1 908 | 2 172 | 2 156 | 1 702 | 26,7 % | 6 236 |
| Europaa | 986 | 1 038 | 1 100 | 1 157 | (4,9) % | 3 124 |
| Systemgeschäfta | 206 | 175 | 141 | 176 | (19,9) % | 522 |
| Group Headquarters & Group Services | (117) | (108) | (110) | (133) | 17,3 % | (335) |
| Überleitung | - | (45) | (2) | (6) | 66,7 % | (47) |
| in Mio. € | |||
| Q1-Q3 2015 |
Veränderung in % | Gesamtjahr 2015 |
|
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN | 14 765 | 9,4 % | 19 908 |
| Deutschland | 6 704 | (0,7) % | 8 790 |
| USA | 4 579 | 36,2 % | 6 654 |
| Europaa | 3 254 | (4,0) % | 4 329 |
| Systemgeschäfta | 524 | (0,4) % | 740 |
| Group Headquarters & Group Services | (231) | (45,0) % | (552) |
| Überleitung | (65) | 27,7 % | (53) |
Das EBIT des Konzerns lag bei 8,2 Mrd. € und war damit 3,2 Mrd. € höher als im Vorjahresvergleichszeitraum.
Ursachen für diese Veränderung sind die beim EBITDA beschriebenen Effekte. Mindernd
wirkten sich die im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,3 Mrd. € höheren Abschreibungen
auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen aus. Diese standen im Zusammenhang
mit dem Ausbau des 4G/LTE-Netzes und dem im Juni 2015 gestarteten JUMP! On Demand
Programm in unserem operativen Segment USA.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
ebenfalls deutlich um 3,5 Mrd. € auf 6,7 Mrd. €. Neben den bereits zuvor beschriebenen
Effekten ist die Verbesserung unseres Finanzergebnisses um 0,4 Mrd. € Grund für diesen
Anstieg. Dazu beigetragen haben v. a. Bewertungseffekte aus der Folgebewertung eingebetteter
Derivate bei T-Mobile US. Im Zusammenhang mit dem Verkauf unseres Anteils am Joint
Venture EE erhielten wir am 25. Januar 2016 eine abschließende Dividende von rund
0,2 Mrd. €; im Vorjahresvergleichszeitraum vereinnahmten wir Dividendenzahlungen von
0,4 Mrd. €. Aus unserer Finanzinvestition BT resultierte 2016 erstmals eine Dividendenzahlung
von 0,1 Mrd. €.
Den Konzernüberschuss steigerten wir um 2,5 Mrd. € auf 4,8 Mrd. €. Der Steueraufwand
des laufenden Geschäftsjahres belief sich auf 1,4 Mrd. € und erhöhte sich somit um
0,7 Mrd. € gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode. Weitere Erläuterungen hierzu
finden Sie im Konzern-Zwischenabschluss, Seite 46. Das den Anteilen anderer Gesellschafter
zugerechnete Ergebnis erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,4 Mrd. €.
In unserem operativen Segment USA trug neben der positiven Geschäftsentwicklung insbesondere
der zuvor genannte Bewertungseffekt im Finanzergebnis zum Anstieg des den Anteilen
anderer Gesellschafter zugerechneten Ergebnisses bei.
| 30.09.2016 | 31.12.2015 | |
| Deutschland | 67 368 | 68 638 |
| USA | 44 148 | 44 229 |
| Europaa | 48 706 | 51 125 |
| Systemgeschäfta | 43 644 | 44 504 |
| Group Headquarters & Group Services | 15 388 | 16 747 |
| ANZAHL MITARBEITER KONZERN | 219 254 | 225 243 |
| davon: Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis) | 16 656 | 18 483 |
Der Mitarbeiterbestand des Konzerns sank im Vergleich zum Jahresende 2015 um 2,7 %.
Durch Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz, einen reduzierten Einstellungsverlauf
in operativen Bereichen sowie die vermehrte Inanspruchnahme des Instruments Vorruhestand
Beamte verringerte sich der Personalbestand unseres operativen Segments Deutschland.
Zum 1. Januar 2016 sind 480 Mitarbeiter des operativen Segments Systemgeschäft zum
operativen Segment Deutschland gewechselt, sodass insgesamt die Anzahl der Mitarbeiter
im operativen Segment Deutschland um 1,9 % sank. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in
unserem operativen Segment USA sank um 0,2 %. Die Reduzierung von Personal zur Kundenakquisition
wurde jedoch teilweise durch die Gewinnung zusätzlicher Kräfte für den Kunden-Service,
den Netzausbau und für den Verwaltungsbereich kompensiert. In unserem operativen Segment
Europa reduzierte sich der Mitarbeiterbestand gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 4,7
%. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen unseres
operativen Segments v. a. in Ungarn, Polen, Rumänien und Mazedonien. In unserem operativen
Segment Systemgeschäft sank die Mitarbeiteranzahl um 1,9 %, v. a. aufgrund von Personalumbaumaßnahmen
im In- und Ausland und der Verlagerung von 480 Mitarbeitern in das operative Segment
Deutschland. Die Mitarbeiterzahl im Segment Group Headquarters & Group Services sank
im Vergleich zum Jahresende 2015 um 8,1 %, im Wesentlichen aufgrund des fortgeführten
Personalumbaus.

Unsere Bilanzsumme belief sich auf 143,1 Mrd. € und verringerte sich damit im Vergleich
zum 31. Dezember 2015 nur geringfügig.
Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 1,9 Mrd. € auf 59,0 Mrd. €, hauptsächlich
aufgrund von Zugängen von insgesamt 6,0 Mrd. €. Hierin enthalten sind u. a. Zugänge
bei T-Mobile US, die überwiegend aus mit Wettbewerbern im März und im September 2016
in Höhe von insgesamt 1,4 Mrd. € vollzogenen Transaktionen über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen
stammen. Weiterhin resultierten Zugänge aus Erwerben von Mobilfunk-Lizenzen durch
T-Mobile US in 2016 für insgesamt rund 1,2 Mrd. € sowie durch T-Mobile Polska für
rund 1,0 Mrd. €. Buchwertmindernd wirkten negative Währungskurseffekte in Höhe von
0,7 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Einen ebenfalls buchwertmindernden
Effekt hatten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 3,0 Mrd. € sowie die vorgenommene
Reklassifizierung von Vermögenswerten in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen von 0,4 Mrd. €.
Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 0,5 Mrd. € auf
45,1 Mrd. €. Zugänge von 7,9 Mrd. €, in erster Linie in den operativen Segmenten USA
und Deutschland, erhöhten den Buchwert. Hierin enthalten sind auch 1,1 Mrd. € für
Aktivierungen höherpreisiger Mobilfunk-Endgeräte. Diese stehen im Zusammenhang mit
dem bei T-Mobile US im Juni 2015 eingeführten Geschäftsmodell JUMP! On Demand, bei
dem Kunden das Endgerät nicht mehr kaufen, sondern mieten. Dagegen reduzierten Währungskurseffekte
den Buchwert um 0,3 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Planmäßige
Abschreibungen wirkten in Höhe von 6,4 Mrd. € buchwertmindernd. Ebenfalls vermindernd
wirkten Abgänge von 0,6 Mrd. €.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sanken um
0,6 Mrd. € auf 8,6 Mrd. €. Im Zusammenhang mit den im Berichtszeitraum abgeschlossenen
Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe fälliger Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen reduzierte sich der Forderungsbestand. Ebenfalls vermindernd
wirkten Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Gegenläufig
wirkten im Zusammenhang mit der im ersten Quartal 2016 abgeschlossenen Errichtungsphase
und dem Übergang in die Betriebsphase des elektronischen Mauterhebungssystems in Belgien
aktivierte Forderungen.
In den sonstigen Aktiva waren zum 30. September 2016 folgende wesentliche Effekte
enthalten: Der Rückgang des Buchwerts der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen um 6,7 Mrd. € auf 0,3 Mrd. € resultierte im
Wesentlichen aus dem am 29. Januar 2016 vollzogenen Verkauf unserer Anteile am Joint
Venture EE. Dieser wirkte sich in Höhe von 5,8 Mrd. € buchwertmindernd aus. In diesem
Zusammenhang wirkten Währungskurseffekte aus der Umrechnung von Britischem Pfund in
Euro in Höhe von 0,2 Mrd. € im Vergleich zum 31. Dezember 2015 ebenfalls buchwertmindernd.
Darüber hinaus wurde im März 2016 die im dritten Quartal 2015 zwischen T-Mobile US
und einem Wettbewerber vereinbarte Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen
zur Verbesserung der Mobilfunknetz-Abdeckung der T-Mobile US abgeschlossen. Dies verminderte
den Buchwert um 0,7 Mrd. €. Gegenläufig erhöhte eine im dritten Quartal 2016 zwischen
T-Mobile US und einem Wettbewerber vereinbarte Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen,
ebenfalls zur Verbesserung der Mobilfunknetz-Abdeckung der T-Mobile US, den Buchwert
um 0,1 Mrd. €. Insgesamt erhöhten sich die kurzfristigen und langfristigen sonstigen
finanziellen Vermögenswerte im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 3,4 Mrd. € auf 12,8
Mrd. €. Für unsere veräußerten Anteile am Joint Venture EE erhielten wir im Gegenzug
neben einer Barkomponente insgesamt 12,0 % der Anteile an der BT; dieser Zugang wirkte
sich mit 7,4 Mrd. € buchwerterhöhend aus. Aus der erfolgsneutralen Folgewertung dieses
börsengehandelten Unternehmensanteils resultierte zum 30. September 2016 ein Buchwert
von 5,4 Mrd. €. Ebenfalls erhöhend wirkten sich eine im zweiten Quartal 2016 hinterlegte
rückerstattungsfähige Barsicherheit im Zusammenhang mit einem möglichen Erwerb von
Vermögenswerten in den USA in Höhe von rund 2,0 Mrd. € sowie positive Bewertungseffekte
aus eingebetteten Optionen bei emittierten Anleihen der T-Mobile US in Höhe von 0,5
Mrd. € aus. Den Buchwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten bereits
im ersten Halbjahr 2016 fällig gewordene US-amerikanische Staatsanleihen im Volumen
von 2,8 Mrd. €. Weiterhin buchwertmindernd wirkten sich im Juni 2016 durchgeführte
vorzeitige Auflösungen von Zinsderivaten mit einem beizulegenden Zeitwert von 0,6
Mrd. € aus. Dementsprechend wurde die Ausgleichszahlung in Höhe von 0,3 Mrd. € im
Cashflow aus Geschäftstätigkeit und in Höhe von 0,3 Mrd. € im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
erfasst.
Unsere kurzfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben sich im
Vergleich zum Jahresende 2015 geringfügig um 0,1 Mrd. € auf insgesamt 62,3 Mrd. €
verringert. Die Deutsche Telekom International Finance B.V. hat mit Garantie der Deutschen
Telekom AG am 23. März 2016 im Rahmen eines Daueremissionsprogramms (Debt Issuance-Programm)
eine Euro-Anleihe über 4,5 Mrd. € in drei Tranchen platziert: Eine 4-jährige variabel
verzinsliche Tranche mit einem Volumen von 1,25 Mrd. € wurde mit einem Aufschlag von
35 Basispunkten über dem 3-Monats-Euribor, eine 7-jährige festverzinsliche Tranche
mit einem Volumen von 1,75 Mrd. € mit einem Kupon von 0,625 % sowie eine 12-jährige
Tranche im Volumen von 1,5 Mrd. € mit einem fixen Kupon von 1,5 % ausgegeben. Am 1.
April 2016 hat T-Mobile US Senior Notes im Gesamtvolumen von 1,0 Mrd. US-$ begeben.
Die Nettoerlöse aus dieser Emission sollen für den Erwerb von Spektrum im 700 MHz-A-Band
sowie für andere Spektrumerwerbe verwendet werden. Ebenfalls im April 2016 hat die
Deutsche Telekom International Finance B.V. mit Garantie der Deutschen Telekom AG
im Rahmen eines Daueremissionsprogramms eine Euro-Anleihe im Volumen von 0,5 Mrd.
€ ausgegeben. Des Weiteren hat die Deutsche Telekom AG im Juli 2016 ein Darlehen der
Europäischen Investitionsbank über 0,5 Mrd. € mit 6-jähriger Laufzeit und einem fixen
Zinssatz von 0,318 % aufgenommen.
Ferner hat die Deutsche Telekom International Finance B.V. mit Garantie der Deutschen
Telekom AG im September 2016 eine US-Dollar-Anleihe über 2,75 Mrd. US-$ (rund 2,5
Mrd. €) in vier Tranchen begeben: Eine 3-jährige variabel verzinsliche Tranche mit
einem Volumen von 250 Mio. US-$ wurde mit einem Aufschlag von 45 Basispunkten über
US-Dollar 3-Monats-Libor, eine 3-jährige festverzinsliche Tranche mit einem Volumen
von 750 Mio. US-$ mit einem Kupon von 1,5 %, eine 5-jährige Tranche im Volumen von
1,0 Mrd. US-$ mit einem Kupon von 1,95 % sowie eine 7-jährige Tranche im Volumen von
750 Mio. US-$ mit einem Kupon von 2,485 % ausgegeben.
In den ersten neun Monaten 2016 erfolgten Rückzahlungen von zwei US-Dollar-Bonds im
Gesamtvolumen von 2,25 Mrd. US-$ (rund 2,0 Mrd. €), von Euro-Anleihen über in Summe
0,9 Mrd. €, einer Anleihe in Schweizer Franken über 0,4 Mrd. CHF (rund 0,4 Mrd. €),
von Commercial Paper in Höhe von 3,3 Mrd. € (netto) sowie von Schuldscheindarlehen
in Höhe von 0,4 Mrd. € (netto). Ebenfalls den Buchwert der finanziellen Verbindlichkeiten
mindernd, wirkte der Rückgang von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in
Höhe von 0,1 Mrd. €. Darüber hinausgehende wesentliche Effekte auf die finanziellen
Verbindlichkeiten sind dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf Seite 46 f. des
Konzern-Zwischenabschlusses zu entnehmen.
Ohne Auswirkungen auf die Entwicklung der finanziellen Verbindlichkeiten hat die Deutsche
Telekom AG im März sowie im April 2016 gegenüber T-Mobile US unwiderrufliche und zeitlich
befristete Kreditzusagen über 2 Mrd. US-$ (rund 1,8 Mrd. €) bzw. über weitere bis
zu 2,0 Mrd. US-$ abgegeben.
Der Anstieg bei den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen um 1,1 Mrd.
€ auf 9,1 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus Rechnungszinsanpassungen, aus denen
insgesamt ein erfolgsneutral zu erfassender versicherungsmathematischer Verlust von
1,3 Mrd. € (vor Steuern) resultierte. Eine im ersten Quartal 2016 vorgenommene Erhöhung
des Planvermögens (Dotierung Contractual Trust Agreement) in Deutschland um 0,3 Mrd.
€ minderte die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen hingegen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
haben sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um 2,2 Mrd. € auf 8,9 Mrd. € verringert.
Ursächlich hierfür waren neben dem Abbau des Verbindlichkeitenbestands in den Landesgesellschaften
des operativen Segments Europa und bei T-Mobile US auch Währungskurseffekte aus der
Umrechnung von US-Dollar in Euro.
Das Eigenkapital sank gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 0,5 Mrd. € auf 37,6 Mrd.
€. Erhöhend wirkte dabei der Überschuss von 5,3 Mrd. €. Dem entgegen standen ergebnisneutrale
Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1,5 Mrd. €. Davon wurden mit Vollzug
des Verkaufs unserer Anteile am Joint Venture EE am 29. Januar 2016 die bis zu diesem
Zeitpunkt im Eigenkapital ausgewiesenen Gewinne aus der Umrechnung von Britischem
Pfund in Euro in Höhe von 0,9 Mrd. € erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert. Darüber hinaus wirkten folgende Effekte eigenkapitalmindernd: Verluste
aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
in Höhe von 2,0 Mrd. €, welche im Zusammenhang mit der Folgewertung unserer Anteile
an der BT standen, sowie die Berücksichtigung versicherungsmathematischer Verluste
(nach Steuern) in Höhe von 0,9 Mrd. €. Ebenfalls eigenkapitalmindernd wirkten Dividendenausschüttungen
für das Geschäftsjahr 2015 an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 2,5
Mrd. € und an Minderheiten in Höhe von 0,1 Mrd. €. Dem entgegen wirkte eine im Zusammenhang
mit der unseren Aktionären gewährten Möglichkeit, ihre Dividendenansprüche in Aktien
zu tauschen, durchgeführte Kapitalerhöhung unter Einbringung der Dividendenansprüche
von 1,0 Mrd. €.

Die sonstigen Effekte von 1,3 Mrd. € enthalten u. a. Verbindlichkeiten für die Anmietung
von als Finanzierungs-Leasing-Verhältnis klassifizierter Netzwerkausstattung im Wesentlichen
in unserem operativen Segment USA sowie Verbindlichkeiten für den Erwerb von Medienübertragungsrechten.
Darüber hinaus sind in den sonstigen Effekten im geringen Volumen Finanzierungsformen
enthalten, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen durch Einbeziehung von Bankgeschäften später fällig werden. In der Bilanz
werden diese in der Folge unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für
nähere Informationen zu den Netto-Finanzverbindlichkeiten verweisen wir auf die Angaben
zur Herleitung der Pro-forma-Kennzahlen im Kapitel "Weitere Informationen" (Seite
58 ff.).
| in Mio. € |
||||||
| Q1 2016 |
Q2 2016 |
Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung in % |
Q1-Q3 2016 |
|
| OPERATIVER CASHFLOW | 4 497 | 4 513 | 5 185 | 4 479 | 15,8 % | 14 195 |
| Erhaltene/(gezahlte) Zinsen | (1 001) | (582) | (628) | (533) | (17,8) % | (2 211) |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 3 496 | 3 931 | 4 557 | 3 946 | 15,5 % | 11 984 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen (CASH CAPEX) |
(2 831) |
(2 664) | (2 739) | (2 698) | (1,5) % | (8 234) |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen | 157 | 53 | 86 | 60 | 43,3 % | 296 |
| FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM) |
822 | 1 320 | 1 904 | 1 308 | 45,6 % | 4 046 |
| in Mio. € |
|||
| Q1-Q3 2015 |
Veränderung in % |
Gesamtjahr 2015 |
|
| OPERATIVER CASHFLOW | 13 288 | 6,8 % | 17 496 |
| Erhaltene/(gezahlte) Zinsen | (2 163) | (2,2) % | (2 499) |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 11 125 | 7,7 % | 14 997 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen (CASH CAPEX) |
(7 803) | (5,5) % | (10 818) |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen | 226 | 31,0 % | 367 |
| FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM) |
3 548 | 14,0 % | 4 546 |
Free Cashflow. Der Free Cashflow des Konzerns vor Ausschüttung und Investitionen in
Spektrum erhöhte sich gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode um 0,5 Mrd. € auf 4,0
Mrd. €. Dabei erhöhte sich einerseits der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 0,9 Mrd.
€. Andererseits stiegen auch die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
(ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen um 0,4 Mrd. €.
Zum Anstieg des Cashflows aus Geschäftstätigkeit trug im Wesentlichen die positive
Geschäftsentwicklung des operativen Segments USA bei. Im Berichtszeitraum wurden Factoring-Vereinbarungen
über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
abgeschlossen.
Im Vergleich zur Vorjahresperiode wirkten sich Factoring-Vereinbarungen insgesamt
mit 0,4 Mrd. € positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit aus. Dies beinhaltet
im Wesentlichen Factoring-Vereinbarungen im operativen Segment USA und Deutschland.
Einzahlungen aufgrund von Auflösungen bzw. Konditionenänderungen von Zinsderivaten
wirkten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,2 Mrd. € aus. Ebenfalls positiv
machte sich eine im Vorjahresvergleich um 0,1 Mrd. € niedrigere Auszahlung für Ertragsteuern
bemerkbar. Negativ wirkte dagegen eine im Vorjahresvergleich um 0,2 Mrd. € niedrigere
Dividendenzahlung des ehemaligen Joint Ventures EE auf die Entwicklung des Cashflows
aus Geschäftstätigkeit. Der erstmalig in 2016 erhaltenen Dividendenzahlung der BT
in Höhe von 0,1 Mrd. € stand in der Vergleichsperiode die erhaltene Dividendenzahlung
der Scout24 Gruppe in entsprechender Höhe gegenüber.
Der gegenüber der Vergleichsperiode höhere Cash Capex (ohne Goodwill und vor Investitionen
in Spektrum) resultierte v. a. aus dem operativen Segment USA im Zusammenhang mit
der Netzmodernisierung, einschließlich des Ausbaus des 4G/LTE-Netzwerks.
Weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung sind dem Konzern-Zwischenabschluss
auf Seite 46 f. zu entnehmen.

| in Tsd. |
||||||
| 30.09.2016 | 30.06.2016 | Veränderung 30.09.2016/ 30.06.2016 in % | 31.12.2015 | Veränderung 30.09.2016/ 31.12.2015 in % | 30.09.2015 | |
| GESAMT | ||||||
| Mobilfunk-Kunden | 41 461 | 41 138 | 0,8 % | 40 373 | 2,7 % | 39 892 |
| Vertragskunden | 24 705 | 24 096 | 2,5 % | 23 709 | 4,2 % | 23 347 |
| Prepaid-Kunden | 16 756 | 17 042 | (1,7) % | 16 665 | 0,5 % | 16 545 |
| Festnetz-Anschlüsse | 19 873 | 19 971 | (0,5) % | 20 227 | (1,8) % | 20 354 |
| davon: IP-basiert Retail | 8 435 | 7 958 | 6,0 % | 6 887 | 22,5 % | 6 354 |
| Breitband-Anschlüsse | 12 835 | 12 770 | 0,5 % | 12 644 | 1,5 % | 12 596 |
| davon: Glasfaser | 3 857 | 3 577 | 7,8 % | 2 923 | 32,0 % | 2 613 |
| TV (IPTV, Sat) | 2 818 | 2 777 | 1,5 % | 2 683 | 5,0 % | 2 632 |
| Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) | 7 431 | 7 648 | (2,8) % | 8 050 | (7,7) % | 8 231 |
| Wholesale entbündelte Anschlüsse | 3 905 | 3 621 | 7,8 % | 3 015 | 29,5 % | 2 752 |
| davon: Glasfaser | 2 274 | 2 028 | 12,1 % | 1 444 | 57,5 % | 1 222 |
| Wholesale gebündelte Anschlüsse | 179 | 192 | (6,8) % | 227 | (21,1) % | 246 |
| DAVON: PRIVATKUNDEN | ||||||
| Mobilfunk-Kunden | 29 061 | 28 996 | 0,2 % | 29 016 | 0,2 % | 28 870 |
| Vertragskunden | 18 054 | 17 526 | 3,0 % | 17 297 | 4,4 % | 16 933 |
| Prepaid-Kunden | 11 007 | 11 470 | (4,0) % | 11 719 | (6,1) % | 11 937 |
| Festnetz-Anschlüsse | 15 609 | 15 695 | (0,5) % | 15 900 | (1,8) % | 16 003 |
| davon: IP-basiert Retail | 7 236 | 6 872 | 5,3 % | 6 076 | 19,1 % | 5 653 |
| Breitband-Anschlüsse | 10 355 | 10 302 | 0,5 % | 10 209 | 1,4 % | 10 162 |
| davon: Glasfaser | 3 316 | 3 080 | 7,7 % | 2 530 | 31,1 % | 2 262 |
| TV (IPTV, Sat) | 2 626 | 2 585 | 1,6 % | 2 492 | 5,4 % | 2 441 |
| DAVON: GESCHÄFTSKUNDEN | ||||||
| Mobilfunk-Kunden | 12 400 | 12 142 | 2,1 % | 11 358 | 9,2 % | 11 022 |
| Vertragskunden | 6 651 | 6 570 | 1,2 % | 6 412 | 3,7 % | 6 414 |
| Prepaid-Kunden (M2M) | 5 749 | 5 572 | 3,2 % | 4 946 | 16,2 % | 4 608 |
| Festnetz-Anschlüsse | 3 275 | 3 288 | (0,4) % | 3 339 | (1,9) % | 3 340 |
| davon: IP-basiert Retail | 1 126 | 1 025 | 9,9 % | 773 | 45,7 % | 667 |
| Breitband-Anschlüsse | 2 099 | 2 096 | 0,1 % | 2 093 | 0,3 % | 2 092 |
| davon: Glasfaser | 525 | 484 | 8,5 % | 385 | 36,4 % | 343 |
| TV (IPTV, Sat) | 191 | 190 | 0,5 % | 190 | 0,5 % | 189 |
| in Tsd. |
|
| Veränderung 30.09.2016/ 30.09.2015 in % | |
| GESAMT | |
| Mobilfunk-Kunden | 3,9 % |
| Vertragskunden | 5,8 % |
| Prepaid-Kunden | 1,3 % |
| Festnetz-Anschlüsse | (2,4) % |
| davon: IP-basiert Retail | 32,8 % |
| Breitband-Anschlüsse | 1,9 % |
| davon: Glasfaser | 47,6 % |
| TV (IPTV, Sat) | 7,1 % |
| Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) | (9,7) % |
| Wholesale entbündelte Anschlüsse | 41,9 % |
| davon: Glasfaser | 86,1 % |
| Wholesale gebündelte Anschlüsse | (27,2) % |
| DAVON: PRIVATKUNDEN | |
| Mobilfunk-Kunden | 0,7 % |
| Vertragskunden | 6,6 % |
| Prepaid-Kunden | (7,8) % |
| Festnetz-Anschlüsse | (2,5) % |
| davon: IP-basiert Retail | 28,0 % |
| Breitband-Anschlüsse | 1,9 % |
| davon: Glasfaser | 46,6 % |
| TV (IPTV, Sat) | 7,6 % |
| DAVON: GESCHÄFTSKUNDEN | |
| Mobilfunk-Kunden | 12,5 % |
| Vertragskunden | 3,7 % |
| Prepaid-Kunden (M2M) | 24,8 % |
| Festnetz-Anschlüsse | (1,9) % |
| davon: IP-basiert Retail | 68,8 % |
| Breitband-Anschlüsse | 0,3 % |
| davon: Glasfaser | 53,1 % |
| TV (IPTV, Sat) | 1,1 % |
In Deutschland sind wir weiterhin bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen
Marktführer. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. So begeistern
wir unsere Kunden mit mehrfach ausgezeichneter Netzqualität - im Festnetz belegt u.
a. durch den connect Netztest,
Heft 8/2016 und im Mobilfunk u. a. durch den connect Netztest, Heft 1/2016 - sowie
einem breiten Produkt-Portfolio.
Für unser integriertes Produkt "MagentaEins", bestehend aus Festnetz- und Mobilfunk-Komponenten,
konnten wir bisher 2,6 Mio. Kunden gewinnen.
Im Mobilfunk gewannen wir in den ersten drei Quartalen 2016 insgesamt 1,1 Mio. Kunden
hinzu. Davon konnten wir allein bei den Vertragskunden dank der hohen Nachfrage nach
Mobilfunk-Tarifen mit integrierten Datenvolumen einen Zuwachs von 1,0 Mio. Kunden
verzeichnen.
Mit unserem "Netz der Zukunft" stellen wir modernste Anschlusstechnik zur Verfügung.
Bis Ende 2018 wollen wir unser Netz vollständig auf die IP-Technologie umstellen.
Bis zum Ende des dritten Quartals 2016 konnten wir 12,0 Mio. Retail- und Wholesale-Anschlüsse
auf IP migrieren; dies entspricht einer Quote von 49 %.
Eine starke Nachfrage verzeichneten wir weiterhin bei unseren Glasfaser-Produkten:
So stieg die Anzahl der Anschlüsse innerhalb der ersten drei Quartale 2016 um 1,8
Mio. auf insgesamt 6,1 Mio. In den letzten zwölf Monaten haben wir somit 2,3 Mio.
Haushalte in Deutschland an unser Glasfaser-Netz angebunden. Mit dem fortschreitenden
Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung
deutlich höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben - und werden dies auch in
Zukunft verstärkt tun. Mit unserem Kontingent-Modell setzen wir weiterhin Anreize
für eine Migration aus den klassischen Vorleistungsprodukten - wie gebündelte Wholesale-Anschlüsse
oder die Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) - hin zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen.
Neue Impulse setzen wir durch unsere herausragende Netzqualität und unser breites
Produkt-Portfolio für werthaltige Vertragskunden. Mit einem verbesserten Leistungspaket
und transparenten, fairen Angeboten bieten wir unseren Kunden bestmögliche Mobilität.
Durch unser neues "MagentaMobil" Portfolio profitieren unsere Kunden von zahlreichen
Vorteilen: mehr Highspeed-Datenvolumen, HotSpot-Flat sowie inkludiertes Roaming im
EU-Ausland.
Seit dem Jahresende 2015 gewannen wir insgesamt 996 Tsd. Vertragskunden hinzu. Dabei
verzeichneten wir bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft unter den Marken "Telekom"
und "congstar" ein Plus von 386 Tsd. Das Vertragskundengeschäft der Wiederverkäufer
(Service Provider) stieg um 562 Tsd. Die Zahl der Prepaid-Kunden erhöhte sich seit
Jahresende 2015 um 91 Tsd., wobei der Anstieg im Bereich Geschäftskunden den Rückgang
im Privatkundenbereich kompensierte.
Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz - v. a. durch
aggressive Preisangebote von Wettbewerbern - gehen wir neue Wege in der Vermarktung.
Unser Fokus liegt dabei auf integrierten Angeboten sowie TV- und Glasfaser-Anschlüssen.
Der Erfolg gibt uns Recht: Die Zahl unserer Breitband-Anschlüsse stieg um 191 Tsd.
gegenüber dem Vorjahresende. 22,0 % unserer Breitband-Kunden sind TV-Kunden, von denen
wir allein in den ersten drei Quartalen 2016 135 Tsd. hinzugewinnen konnten. Im klassischen
Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 354 Tsd.
Mit unseren "MagentaZuhause" Tarifen bieten wir ein umfassendes Produkt-Portfolio
für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und tarifabhängigen Bandbreiten
an. "MagentaZuhause Hybrid" bündelt Festnetz- und Mobilfunk-Technologie in einem Router.
Für dieses innovative Produkt, das wir bundesweit im März 2015 eingeführt haben, konnten
wir bislang 265 Tsd. Kunden gewinnen - vorwiegend im ländlichen Raum.
Im Rahmen unserer Kooperationen in der Wohnungswirtschaft haben wir rund 162 Tsd.
Wohnungen an unser Netz angeschlossen.
Die Zahl unserer Mobilfunk-Kunden lag zum Ende des dritten Quartals 2016 mit 29,1
Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der Prepaid-Kunden sank um 712 Tsd. Dabei
wechselten einige Kunden in unsere Mobilfunk-Verträge, wie z. B. in günstige "congstar"
Tarife. Gegenläufig konnten wir im Mobilfunk 757 Tsd. Vertragskunden hinzugewinnen,
davon entfielen 147 Tsd. Neukunden auf unsere Eigenmarken. Insbesondere die hohe Akzeptanz
unserer "MagentaMobil" Tarife sowie der "AllnetFlat" Tarife bei "congstar" führten
zu diesem Vertragskundenzuwachs. Das Vertragskundengeschäft mit den Wiederverkäufern
(Service Provider) stieg seit Jahresbeginn um 562 Tsd.
Im Festnetz bewegen wir uns weiterhin in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. In den
ersten drei Quartalen 2016 stellten wir im Festnetz 1,2 Mio. Kunden auf IP-basierte
Anschlüsse um. Gegenüber dem Jahresende 2015 konnten wir 134 Tsd. TV-Kunden hinzugewinnen.
Von den 10,4 Mio. Breitband-Anschlüssen waren rund 3,3 Mio. Glasfaser-Anschlüsse -
das entspricht einem Plus von 786 Tsd. allein in den ersten drei Quartalen 2016.
Der positive Trend im Geschäftskundensegment aus dem Vorjahr setzte sich fort: Seit
Jahresbeginn konnten wir 1,0 Mio. neue Mobilfunk-Kunden gewinnen; davon waren 239
Tsd. werthaltige Vertragskunden. Beim mobilen Internet wächst die Kundennachfrage
nach Tarifen mit mehr Bandbreite in Verbindung mit höherwertigen Endgeräten. In einem
sehr preisaggressiven Markt konnten wir im M2M-Bereich 803 Tsd. Karten hinzugewinnen.
Ursache für das Wachstum ist der vermehrte Einsatz von SIM-Karten, v. a. in der Automobil-
und in der Logistikbranche. Gegenüber dem Jahresende 2015 reduzierte sich der Kundenbestand
bei den Festnetz-Anschlüssen leicht. Die Breitband-Anschlüsse lagen mit 2,1 Mio. auf
dem Niveau des Jahresendes 2015, wobei wir die Zahl der Glasfaser-Anschlüsse um 36,4
% steigern konnten.
Positiv entwickelte sich die Nachfrage nach IT-Cloud-Produkten, bei denen wir ein
Umsatzwachstum von 9,7 % verzeichneten. Auch bei den neuen IP-basierten Produkten
aus unserer "DeutschlandLAN" Produktfamilie, wie z. B. "IP Start" und "IP Voice/Data",
verzeichneten wir Zuwächse.
Zum Ende des dritten Quartals 2016 lag der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am Gesamtbestand
mit 19,7 % um 6,9 Prozentpunkte über dem Wert des Jahresendes 2015. Ursache für das
verstärkte Wachstum bei unseren entbündelten Wholesale-Anschlüssen um 890 Tsd. bzw.
29,5 % gegenüber dem Jahresende 2015 war in erster Linie die hohe Nachfrage im Rahmen
des Kontingentmodells. Die Zahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse sank hingegen
um 48 Tsd. Dieser Trend wird wohl in den kommenden Jahren anhalten, weil unsere Mitbewerber
von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Produkten mit mehr Bandbreite oder auf eigene
Infrastrukturen wechseln. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte
sich gegenüber dem Jahresende 2015 um 619 Tsd. bzw. 7,7 %. Dieser Rückgang hat verschiedene
Gründe: zum einen die Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen,
zum anderen der Wechsel von Endkunden zu Kabelanbietern. Dazu kommt, dass Wholesale-Kunden
ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-Anschlüsse und teilweise auch auf Mobilfunk-basierte
Anschlüsse migrieren. Insgesamt stieg der Anschlussbestand im Bereich Wholesale gegenüber
dem Jahresende 2015 leicht auf 11,5 Mio.
| in Mio. € |
||||||
| Q1 2016 |
Q2 2016 |
Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung in % | Q1-Q3 2016 |
|
| GESAMTUMSATZ | 5 452 | 5 406 | 5 551 | 5 593 | (0,8) % | 16 409 |
| Privatkunden | 2 922 | 2 863 | 2 967 | 3 028 | (2,0) % | 8 752 |
| Geschäftskunden | 1 447 | 1 451 | 1 489 | 1 486 | 0,2 % | 4 387 |
| Wholesale | 933 | 943 | 936 | 934 | 0,2 % | 2 812 |
| Sonstiges | 150 | 149 | 159 | 145 | 9,7 % | 458 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 1 074 | 882 | 1 190 | 1 227 | (3,0) % | 3 146 |
| EBIT-Marge % | 19,7 | 16,3 | 21,4 | 21,9 | 19,2 | |
| Abschreibungen | (948) | (964) | (937) | (919) | (2,0) % | (2 849) |
| EBITDA | 2 022 | 1 846 | 2 127 | 2 146 | (0,9) % | 5 995 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (158) | (379) | (123) | (123) | 0,0 % | (660) |
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 2 180 | 2 225 | 2 250 | 2 269 | (0,8) % | 6 655 |
| EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % |
40,0 | 41,1 | 40, 5 | 40,8 | 40,5 | |
| CASH CAPEX | (908) | (909) | (1 083) | (1 073) | (0,9) % | (2 900) |
| in Mio. € |
|||
| Q1-Q3 2015 |
Veränderung in % | Gesamtjahr 2015 |
|
| GESAMTUMSATZ | 16 762 | (2,1) % | 22 421 |
| Privatkunden | 9 112 | (4,0) % | 12 146 |
| Geschäftskunden | 4 432 | (1,0) % | 5 942 |
| Wholesale | 2 760 | 1,9 % | 3 685 |
| Sonstiges | 458 | 0,0 % | 648 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 3 573 | (12,0) % | 4 490 |
| EBIT-Marge % | 21,3 | 20,0 | |
| Abschreibungen | (2 800) | (1,8) % | (3 755) |
| EBITDA | 6 373 | (5,9) % | 8 245 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (331) | (99,4) % | (545) |
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 6 704 | (0,7) % | 8 790 |
| EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % |
40,1 | 39,2 | |
| CASH CAPEX | (4 644) | 37, 6 % | (5 609) |
Seit dem 1. Januar 2016 wurde das Segment Mehrwertdienste aufgelöst und der Umsatz
wird im Privat-, Geschäftskunden- und im sonstigen Bereich allokiert. Die Vorjahreswerte
wurden entsprechend angepasst.
Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,1 %. Zu dieser Entwicklung trugen
v. a. die Endgeräteumsätze ohne Vertragsbeziehung aus dem Mobilfunk-Geschäft bei.
Das Mobilfunk-Geschäft sank um 4,6 %, v. a. wegen des Endgeräteumsatzes. Positiv auf
die Umsatzentwicklung im Festnetz wirkten sich die gestiegenen IT-Umsätze aus. Jedoch
konnten diese die rückläufigen Umsätze in anderen Bereichen nicht vollständig kompensieren,
sodass im Festnetz-Geschäft ein Umsatzminus von 1,6 % verblieb.
Im Privatkundenbereich sank der Umsatz um 4,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mengenbedingte
Umsatzrückgänge prägten weiterhin das klassische Festnetz-Geschäft: Es ging um 2,0
% zurück, v. a. aufgrund gefallener variabler Entgelte und Voice-Umsätze. Der Umsatz
im Breitband-Geschäft stieg hingegen um 1,7 %. Im Mobilfunk-Bereich sank der Umsatz
um 6,1 %: Haupttreiber war hier das rückläufige Endgerätegeschäft. Unsere mobilen
Service-Umsätze lagen um 0,3 % unter dem Vorjahresniveau - dabei konnten die gestiegenen
Service-Umsätze unter der Marke "congstar" die rückläufigen Umsätze im Prepaid-Geschäft
nahezu ausgleichen.
Im Geschäftskundenbereich sank der Umsatz um 1,0 %, v. a. wegen der sinkenden Mobilfunk-Umsätze,
die um 1,1 % nachgaben. Wesentliche Treiber waren hier die Service-Umsätze. Auch im
Festnetz waren die Umsätze in der klassischen Sprachtelefonie rückläufig. Hingegen
positiv entwickelten sich die IT-Umsätze; diese konnten jedoch nicht die Umsatzverluste
aus den anderen Bereichen ausgleichen.
Der Umsatz im Wholesale-Bereich lag um 1,9 % über dem Vorjahresniveau. Die positive
Entwicklung ist v. a. auf die gestiegenen Umsätze mit entbündelten Anschlüssen zurückzuführen,
insbesondere durch das Kontingentmodell.
Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA war in den ersten drei Quartalen 2016 gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 0,7 % rückläufig und betrug 6,7 Mrd. €. Ursache dafür war
ausschließlich der geringere Umsatz, der durch Effizienzsteigerungsmaßnahmen in allen
Funktionen nahezu kompensiert werden konnte. Mit einer bereinigten EBITDA-Marge von
40,5 % erreichen wir unseren erwarteten Zielwert. Das EBITDA belief sich im Berichtszeitraum
auf 6,0 Mrd. € - ein Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum um 5,9 %. Hauptgrund
waren höhere Sondereinflüsse für Aufwendungen im Zusammenhang mit unserem Personalumbau.
Insbesondere wird in 2016 das Instrument Vorruhestand Beamte in deutlich größerem
Umfang in Anspruch genommen.
Das Betriebsergebnis sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,0 % auf 3,1 Mrd.
€, v. a. wegen gestiegener Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen. Zudem
wirkten leicht höhere Abschreibungen mindernd auf das EBIT.
Der Cash Capex lag um 1,7 Mrd. € unter dem Niveau des Vergleichszeitraums 2015, insbesondere
aufgrund der Ersteigerung von Frequenzen im Juni 2015. Ohne Berücksichtigung von Investitionen
in Spektrum lag der Cash Capex um 0,2 Mrd. € unter dem Vorjahreswert.
Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie investierten wir weiterhin verstärkt
in den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere
Mobilfunk-Infrastruktur.

| in Tsd. |
||||||
| 30.09.2016 | 30.06.2016 | Veränderung 30.09.2016/ 30.06.2016 in % |
31.12.2015 | Veränderung 30.09.2016/ 31.12.2015 in % |
30.09.2015 | |
| USA | ||||||
| Mobilfunk-Kunden | 69 354 | 67 384 | 2,9 % | 63 282 | 9,6 % | 61 220 |
| Eigene Kunden (unter eigener Marke)a | 52 502 | 52 540 | (0,1) % | 49 326 | 6,4 % | 47 565 |
| Eigene Postpaid-Kundena | 33 230 | 33 626 | (1,2) % | 31 695 | 4,8 % | 30 403 |
| Eigene Prepaid-Kundena | 19 272 | 18 914 | 1,9 % | 17 631 | 9,3 % | 17 162 |
| Wholesale-Kundena | 16 852 | 14 844 | 13,5 % | 13 956 | 20,8 % | 13 655 |
| in Tsd. |
|
| Veränderung 30.09.2016/ 30.09.2015 in % |
|
| USA | |
| Mobilfunk-Kunden | 13,3 % |
| Eigene Kunden (unter eigener Marke)a | 10,4 % |
| Eigene Postpaid-Kundena | 9,3 % |
| Eigene Prepaid-Kundena | 12,3 % |
| Wholesale-Kundena | 23,4 % |
Zum 30. September 2016 hatte das operative Segment USA (T-Mobile US) 69,4 Mio. Kunden
gegenüber einem Bestand von 63,3 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2015. Der Nettozuwachs
lag in den ersten neun Monaten 2016 bei 6,1 Mio. Kunden gegenüber netto 6,2 Mio. im
Vorjahresvergleichszeitraum. Die Gründe dafür erläutern wir nachfolgend:
Eigene Kunden (unter eigener Marke). Ohne Berücksichtigung des Verkaufs von Marketing-
und Vertriebsrechten an bestimmten bestehenden Co-Branding-Kunden der T-Mobile US
an einen Wholesale-Partner (MVNO-Transaktion) betrug der Anstieg bei den eigenen Postpaid-Kunden
in den ersten neun Monaten 2016 netto 2 900 Tsd. gegenüber einem Anstieg von netto
3 218 Tsd. im Vorjahresvergleichszeitraum. Ursache für den in den ersten neun Monaten
des Jahres anhaltend starken Nettozuwachs bei den eigenen Postpaid-Kunden waren die
positive Resonanz der Kunden auf die weiter laufenden "Uncarrier"-Initiativen der
T-Mobile US, die stetige Verbesserung unserer Netze und spezielle Angebote. Der geringere
Zuwachs bei den eigenen Postpaid-Kunden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist hauptsächlich
auf höhere Deaktivierungen aufgrund der gestiegenen Kundenbasis zurückzuführen. Teilweise
wurde dieser Effekt durch eine gesunkene Wechslerrate sowie durch die Umstellung eigener
Prepaid-Kunden auf eigene Postpaid-Tarife ausgeglichen.
Die Zahl der eigenen Prepaid-Kunden stieg in den ersten neun Monaten 2016 um netto
1 967 Tsd. (ohne Berücksichtigung der MVNO-Transaktion) gegenüber einem Anstieg von
netto 846 Tsd. im Vorjahresvergleichszeitraum. Diese positive Entwicklung war in erster
Linie dem Erfolg spezieller Angebote für die Marke MetroPCS und dem anhaltenden Wachstum
in neuen Märkten zuzuschreiben. Dem gegenüber stand die steigende Zahl eigener Prepaid-Kunden,
die auf eigene Postpaid-Tarife umgestiegen sind.
Wholesale-Kunden. Die Zahl der Wholesale-Kunden erhöhte sich in den ersten neun Monaten
2016 um netto 1 205 Tsd. (ohne Berücksichtigung der MVNO-Transaktion) gegenüber einem
Anstieg von netto 2 138 Tsd. im Vorjahresvergleichszeitraum. Grund für diesen Rückgang
waren insbesondere höhere Deaktivierungen vor dem Hintergrund einer wachsenden Kundenbasis
sowie ein rückläufiger Bruttozuwachs bei den Kunden.
| in Mio. € | ||||||
| Q1 2016 |
Q2 2016 |
Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung in % | Q1-Q3 2016 |
|
| GESAMTUMSATZ | 7 816 | 8 196 | 8 281 | 7 059 | 17,3 % | 24 293 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 956 | 821 | 926 | 537 | 72,4 % | 2 703 |
| EBIT-Marge % | 12,2 | 10,0 | 11,2 | 7,6 | 11,1 | |
| Abschreibungen | (1 312) | (1 302) | (1 315) | (931) | (41,2) % | (3 929) |
| EBITDA | 2 268 | 2 123 | 2 241 | 1 468 | 52,7 % | 6 632 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | 360 | (49) | 85 | (234) | n. a. | 396 |
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 1 908 | 2 172 | 2 156 | 1 702 | 26,7 % | 6 236 |
| EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % |
24,4 | 26,5 | 26,0 | 24,1 | 25,7 | |
| CASH CAPEX | (1 756) | (1 251) | (1 671) | (1 103) | (51,5) % | (4 678) |
| in Mio. € | |||
| Q1-Q3 2015 |
Veränderung in % | Gesamtjahr 2015 |
|
| GESAMTUMSATZ | 21 407 | 13,5 % | 28 925 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 1 538 | 75,7 % | 2 454 |
| EBIT-Marge % | 7,2 | 8,5 | |
| Abschreibungen | (2 622) | (49,8) % | (3 775) |
| EBITDA | 4 160 | 59,4 % | 6 229 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (419) | n. a. | (425) |
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 4 579 | 36,2 % | 6 654 |
| EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % |
21,4 | 23,0 | |
| CASH CAPEX | (5 062) | 7,6 % | (6 381) |
Der Gesamtumsatz des operativen Segments USA belief sich in den ersten neun Monaten
2016 auf 24,3 Mrd. €; dies entspricht gegenüber 21,4 Mrd. € im Vorjahresvergleichszeitraum
einem Plus von 13,5 %. Auf US-Dollar-Basis wuchs der Gesamtumsatz um 13,7 % gegenüber
den ersten neun Monaten des Vorjahres. Hauptgrund dafür waren höhere Service-Umsätze,
die wiederum zurückzuführen sind auf den Kundenzuwachs durch die positive Resonanz
auf die "Uncarrier"-Initiativen von T-Mobile US, den Erfolg spezieller Angebote für
die Marke MetroPCS und das anhaltende Wachstum in neuen Märkten. Vor allem aufgrund
höherer Mietumsätze aus dem am Ende des zweiten Quartals 2015 gestarteten Programm
JUMP! On Demand sind die Endgeräteumsätze gestiegen. Umsätze im Zusammenhang mit gemieteten
Endgeräten im Rahmen von JUMP! On Demand-Umsätze werden über die Laufzeit des Mietvertrags
erfasst und nicht mit Lieferung des Geräts an den Kunden. Positiv auf den Endgeräte-Umsatz
wirkte weiterhin der gestiegene Geräte- und Zubehörabsatz. Demgegenüber stand teilweise
ein rückläufiger durchschnittlicher Umsatz je verkauftem Gerät infolge von besonderen
Endgeräteangeboten und der Auswirkungen des am Ende des zweiten Quartals 2015 gestarteten
Programms JUMP! On Demand.
Das bereinigte EBITDA stieg um 36,2 % von 4,6 Mrd. € im Vorjahresvergleichszeitraum
auf 6,2 Mrd. € in den ersten neun Monaten 2016. Auf US-Dollar-Basis wuchs es in den
ersten neun Monaten 2016 um 36,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Positiv beeinflusst
wurde das bereinigte EBITDA von der starken Kundenresonanz auf die "Uncarrier"-Initiativen
der T-Mobile US und dem anhaltenden Erfolg spezieller Angebote und den daraus resultierenden
höheren Service-Umsätzen sowohl mit eigenen Prepaid- als auch mit eigenen Postpaid-Kunden.
Geringere Verluste aus Endgeräte-Verkäufen sind darauf zurückzuführen, dass Kunden
im Rahmen von JUMP! On Demand-Endgeräte gemietet haben. Die entsprechenden Kosten
der gemieteten Geräte werden aktiviert und über die Laufzeit des Mietvertrags abgeschrieben
und haben damit keinen Einfluss auf das bereinigte EBITDA. Zusätzlich wirkten sich
in den ersten neun Monaten 2016 fokussierte Kostenkontrollen und Synergie-Effekte
aus der Abschaltung des CDMA-Netzes (Code Division Multiple Access) von MetroPCS positiv
auf das bereinigte EBITDA aus. Diesen positiven Effekten gegenüber standen höhere
Kosten für die Betreuung der wachsenden Gesamtkundenbasis von T-Mobile US, einschließlich
gestiegener personalbezogener Kosten, höhere Provisionen durch den Bruttozuwachs bei
den eigenen T-Mobile US Kunden und höhere Werbekosten. Aufgrund der bereits beschriebenen
Faktoren erhöhte sich die bereinigte EBITDA-Marge von 21,4 % in den ersten neun Monaten
2015 auf 25,7 % in den ersten neun Monaten 2016.
Nicht im bereinigten EBITDA für die ersten neun Monate 2016 enthalten sind Sondereinflüsse
in Höhe von 0,4 Mrd. €, v. a. im Zusammenhang mit zahlungsunwirksamen Erträgen aus
den Spektrum-Transaktionen. Diesen standen Kosten aus der Abschaltung des CDMA-Netzes
von MetroPCS und Kosten für die aktienbasierte Vergütung gegenüber. Insgesamt stieg
das EBITDA aufgrund der bereits beschriebenen Sachverhalte, einschließlich der Auswirkungen
von Sondereinflüssen, von 4,2 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 6,6 Mrd. € in den ersten
neun Monaten 2016.
Das EBIT stieg von 1,5 Mrd. € in den ersten neun Monaten 2015 auf 2,7 Mrd. € im Berichtszeitraum.
Grund war ein höheres bereinigtes EBITDA, dem allerdings höhere Abschreibungen auf
Sachanlagen gegenüberstanden. Dieser Anstieg bei den Abschreibungen in den ersten
neun Monaten 2016 resultierte aus den im Rahmen des am Ende des zweiten Quartals 2015
gestarteten Programms JUMP! On Demand gemieteten Endgeräten sowie dem Ausbau des 4G/LTE-Netzes
der T-Mobile US.
Der Cash Capex sank in den ersten neun Monaten 2016 von 5,1 Mrd. € im Vorjahresvergleichszeitraum
auf 4,7 Mrd. €, v. a. aufgrund des Erwerbs von Spektrum-Lizenzen für 2,2 Mrd. €, insbesondere
in der FCC-Auktion im Januar 2015. Gegenläufig wirkten sich im Berichtszeitraum Auszahlungen
für Mobilfunk-Lizenzen von 1,2 Mrd. € aus, da T-Mobile US weiterhin daran festhält,
in den Ausbau des 4G/LTE-Netzes zu investieren.
Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom
in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet
war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichswerte
wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir
auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss (Seite 47
f.).
in Tsd.

| in Tsd. | ||||||
| 30.09.2016 | 30.06.2016 | Veränderung 30.09.2016/ 30.06.2016 in % | 31.12.2015 | Veränderung 30.09.2016/ 31.12.2015 in % | ||
| EUROPA, GESAMTa | Mobilfunk-Kunden | 52 211 | 52 213 | 0,0 % | 52 737 | (1,0) % |
| Festnetz-Anschlüsse | 8 599 | 8 639 | (0,5) % | 8 763 | (1,9) % | |
| davon: IP-basiert | 4 757 | 4 514 | 5,4 % | 4 132 | 15,1 % | |
| Breitband-Anschlüsse Retail | 5 352 | 5 307 | 0,8 % | 5 189 | 3,1 % | |
| TV (IPTV, Sat, Kabel) | 4 010 | 3 961 | 1,2 % | 3 905 | 2,7 % | |
| Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL)/ Wholesale PSTN | 2 234 | 2 239 | (0,2) % | 2 239 | (0,2) % | |
| Wholesale gebündelte Anschlüsse | 122 | 124 | (1,6) % | 121 | 0,8 % | |
| Wholesale entbündelte Anschlüsse | 237 | 227 | 4,4 % | 199 | 19,1 % | |
| GRIECHENLAND | Mobilfunk-Kunden | 7 666 | 7 610 | 0,7 % | 7 399 | 3,6 % |
| Festnetz-Anschlüsse | 2 569 | 2 576 | (0,3) % | 2 586 | (0,7) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 1 646 | 1 611 | 2,2 % | 1 531 | 7,5 % | |
| RUMÄNIEN | Mobilfunk-Kunden | 5 869 | 5 909 | (0,7) % | 5 992 | (2,1) % |
| Festnetz-Anschlüsse | 1 998 | 2 029 | (1,5) % | 2 091 | (4,4) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 1 198 | 1 204 | (0,5) % | 1 186 | 1,0 % | |
| UNGARN | Mobilfunk-Kunden | 5 301 | 5 344 | (0,8) % | 5 504 | (3,7) % |
| Festnetz-Anschlüsse | 1 650 | 1 655 | (0,3) % | 1 674 | (1,4) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 1 044 | 1 035 | 0,9 % | 1 023 | 2,1 % | |
| POLENa | Mobilfunk-Kunden | 11 221 | 11 635 | (3,6) % | 12 056 | (6,9) % |
| Festnetz-Anschlüsse | 20 | 18 | 11,1 % | 18 | 11,1 % | |
| Breitband-Anschlüsse | 16 | 15 | 6,7 % | 15 | 6,7 % | |
| TSCHECHISCHE REPUBLIK | Mobilfunk-Kunden | 6 002 | 6 008 | (0,1) % | 6 019 | (0,3) % |
| Festnetz-Anschlüsse | 147 | 140 | 5,0 % | 154 | (4,5) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 133 | 133 | - | 134 | (0,7) % | |
| KROATIEN | Mobilfunk-Kunden | 2 332 | 2 246 | 3,8 % | 2 233 | 4,4 % |
| Festnetz-Anschlüsse | 1 004 | 1 009 | (0,5) % | 1 004 | - | |
| Breitband-Anschlüsse | 771 | 762 | 1,2 % | 741 | 4,0 % | |
| NIEDERLANDE | Mobilfunk-Kunden | 3 703 | 3 671 | 0,9 % | 3 677 | 0,7 % |
| SLOWAKEI | Mobilfunk-Kunden | 2 226 | 2 227 | 0,0 % | 2 235 | (0,4) % |
| Festnetz-Anschlüsse | 847 | 848 | (0,1) % | 855 | (0,9) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 625 | 618 | 1,1 % | 599 | 4,3 % | |
| ÖSTERREICH | Mobilfunk-Kunden | 4 365 | 4 275 | 2,1 % | 4 323 | 1,0 % |
| ÜBRIGEb | Mobilfunk-Kunden | 3 525 | 3 287 | 7,2 % | 3 299 | 6,9 % |
| Festnetz-Anschlüsse | 364 | 365 | (0,3) % | 381 | (4,5) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 284 | 284 | - | 285 | (0,4) % |
| in Tsd. | |||
| 30.09.2015 | Veränderung 30.09.2016/ 30.09.2015 in % | ||
| EUROPA, GESAMTa | Mobilfunk-Kunden | 56 246 | (7,2) % |
| Festnetz-Anschlüsse | 8 798 | (2,3) % | |
| davon: IP-basiert | 3 973 | 19,7 % | |
| Breitband-Anschlüsse Retail | 5 122 | 4,5 % | |
| TV (IPTV, Sat, Kabel) | 3 832 | 4,6 % | |
| Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL)/ Wholesale PSTN | 2 241 | (0,3) % | |
| Wholesale gebündelte Anschlüsse | 121 | 0,8 % | |
| Wholesale entbündelte Anschlüsse | 181 | 30,9 % | |
| GRIECHENLAND | Mobilfunk-Kunden | 7 428 | 3,2 % |
| Festnetz-Anschlüsse | 2 577 | (0,3) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 1 480 | 11,2 % | |
| RUMÄNIEN | Mobilfunk-Kunden | 5 905 | (0,6) % |
| Festnetz-Anschlüsse | 2 117 | (5,6) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 1 181 | 1,4 % | |
| UNGARN | Mobilfunk-Kunden | 5 482 | (3,3) % |
| Festnetz-Anschlüsse | 1 677 | (1,6) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 1 010 | 3,4 % | |
| POLENa | Mobilfunk-Kunden | 15 696 | (28,5) % |
| Festnetz-Anschlüsse | 17 | 17,6 % | |
| Breitband-Anschlüsse | 13 | 23,1 % | |
| TSCHECHISCHE REPUBLIK | Mobilfunk-Kunden | 5 981 | 0,4 % |
| Festnetz-Anschlüsse | 147 | - | |
| Breitband-Anschlüsse | 138 | (3,6) % | |
| KROATIEN | Mobilfunk-Kunden | 2 323 | 0,4 % |
| Festnetz-Anschlüsse | 1 020 | (1,6) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 733 | 5,2 % | |
| NIEDERLANDE | Mobilfunk-Kunden | 3 686 | 0,5 % |
| SLOWAKEI | Mobilfunk-Kunden | 2 204 | 1,0 % |
| Festnetz-Anschlüsse | 858 | (1,3) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 587 | 6,5 % | |
| ÖSTERREICH | Mobilfunk-Kunden | 3 962 | 10,2 % |
| ÜBRIGEb | Mobilfunk-Kunden | 3 579 | (1,5) % |
| Festnetz-Anschlüsse | 385 | (5,5) % | |
| Breitband-Anschlüsse | 289 | (1,7) % |
a
Im vierten Quartal 2015 verringerte sich die Anzahl der Mobilfunk-Kunden in Polen
um 3 838 Tsd. im Zusammenhang mit der Ausbuchung inaktiver Prepaid-SIM-Karten.
b
"Übrige" enthält die Landesgesellschaften der Länder Albanien, EJR Mazedonien und
Montenegro sowie die Anschlüsse der GTS Central Europe Gruppe in Rumänien.
Die Landesgesellschaften unseres operativen Segments Europa standen auch in den ersten
neun Monaten 2016 vor der Herausforderung, sich in einem von hohem Wettbewerb geprägten
Marktumfeld zu behaupten. Dank unseres konvergenten Produkt-Portfolios "MagentaOne"
erzielten wir zum 30. September 2016 einen Bestand von rund 1,2 Mio. FMC-Kunden -
ein Wachstum von 35,0 % gegenüber Ende Dezember 2015. Ein wichtiger Erfolgsfaktor
unseres konvergenten Produkt-Portfolios ist die gemeinsame Vermarktung von Festnetz
und Mobilfunk für ein nahtloses Telekommunikationserlebnis. Insbesondere das TV-Geschäft
ist hierbei ein Erfolgsgarant. Die Schlüsselfaktoren für diese erfolgreiche Vermarktung
sind zum einen unsere große Angebotsvielfalt bei den TV-Diensten und zum anderen die
Bereitstellung von hohen Bandbreiten, welche wir durch einen entsprechenden Technologie-Mix
- abgestimmt auf die jeweilige Telekommunikationsinfrastruktur in den Landesgesellschaften
- erzielen. Konsequent treiben wir deshalb im Bereich Festnetz den Ausbau von schnellen
glasfaserbasierten Anschlüssen (FTTH, FTTB und FTTC) weiter voran. Im Mobilfunk können
wir unseren Kunden bereits in einigen Ländern über LTE Advanced/4G+ Übertragungsgeschwindigkeiten
von bis zu 375 MBit/s zur Verfügung stellen. Mit hohen Geschwindigkeiten in Verbindung
mit einem breiten Tarif-Portfolio, das die neusten und leistungsfähigsten Smartphones
enthält, konnten wir im Vertragskunden-Segment punkten und erzielten einen Anstieg
von 1,7 % gegenüber dem Jahresende 2015. Im Rahmen unserer paneuropäischen Netzstrategie
steigerten wir auch die Anzahl der IP-Anschlüsse - in erster Linie dank der erfolgreichen
Migration von klassischen PSTN-Anschlüssen auf IP-Technologie.
Auch beim Thema Internet der Dinge (IoT) möchten wir für unsere Kunden der beste integrierte
Anbieter sein. In der Machine-to-Machine (M2M)-Kommunikation bieten wir kundenorientierte
Lösungselemente entlang der Wertschöpfungskette an. Dabei profitieren wir von der
Lösungs- und Integrationskompetenz von T-Systems, einem starken Partnernetzwerk sowie
der beginnenden Umsetzung unserer Smart Cities-Strategie.
Zum 30. September 2016 verzeichneten wir in unserem Gesamtbestand 52,2 Mio. Mobilfunk-Kunden
- gegenüber dem Jahresendwert 2015 ein leichtes Minus von 1,0 %. Dieser Rückgang ist
auf Kundenverluste im Prepaid-Geschäft zurückzuführen, das wettbewerbsbedingt stark
unter Druck steht. Daneben trägt auch die von der polnischen Regierung Ende Juli 2016
eingeführte Prepaid-Registrierungsvorschrift zu einer weiteren Verschärfung im Prepaid-Segment
bei. Gemäß unserer Strategie, uns auf das werthaltige Vertragskundengeschäft zu konzentrieren,
erzielten wir in diesem Geschäft einen Anstieg von 1,7 %, was einem Zuwachs von rund
460 Tsd. Kunden entspricht. Somit konnten wir den Wachstumstrend im Vertragskundengeschäft
der ersten beiden Quartale auch im dritten Quartal 2016 fortsetzen. Insgesamt erhöhte
sich die Anzahl unserer Vertragskunden gegenüber dem Jahresende 2015 auf 26,9 Mio.
Nahezu alle unsere Landesgesellschaften trugen zu diesem Ergebnis bei, im Wesentlichen
Österreich, die Niederlande und Rumänien. Der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand
lag zum Ende des dritten Quartals 2016 bei 51,6 %.
Das Fundament für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. Wir positionieren
uns in den jeweiligen Märkten als Qualitätsanbieter mit dem besten Service - und in
vielen Ländern auch als Anbieter mit dem besten Mobilfunknetz. Dies belegen regelmäßig
unabhängige Mobilfunk-Tests, u. a. der "Best in Test" von P3 Communications. Dieses
begehrte Zertifikat haben neben den Niederlanden, EJR Mazedonien und Montenegro nun
auch die Gesellschaften in Griechenland, der Slowakei und Albanien für ihre ausgezeichnete
Netzqualität erhalten. Teil unserer Netzstrategie ist der konsequente Ausbau unserer
Mobilfunknetze mit 4G/LTE-Technologie, um die Übertragungsgeschwindigkeiten in allen
unseren Landesgesellschaften zu erhöhen. Dank unserer Investitionen in unser 4G/LTE-Netzwerk
profitieren unsere Kunden von einer größeren Netzabdeckung mit schneller mobiler Breitband-Anbindung.
So versorgten wir zum Ende der ersten neun Monate 2016 in den Ländern unseres operativen
Segments bereits 78 % der Bevölkerung mit LTE und erreichten somit insgesamt mehr
als 101 Mio. Einwohner. Bis 2018 wollen wir insgesamt eine Netzabdeckung zwischen
75 und 95 % erreichen. Dass unsere Kunden diese hohen Bandbreiten nutzen, zeigt nicht
nur das in Anspruch genommene hohe Datenvolumen, sondern lässt sich auch anhand der
Verkaufszahlen mobiler Endgeräte feststellen; so belief sich der Anteil von Smartphones
zum Ende des dritten Quartals 2016 auf 78 % und blieb damit weiterhin auf hohem Niveau.
Weil sich unsere TV- und Entertainment-Angebote zu einem wichtigen Standbein im Privatkundengeschäft
entwickelt haben, investieren wir kontinuierlich in Verbesserungen unserer Entertainment-Dienste.
Dazu gehört einerseits ein Angebot mit einer überzeugenden Auswahl an Film-, Sport-
und Fernsehinhalten. Andererseits arbeiten wir verstärkt daran, Dienste anzubieten,
die unsere Kunden in hoher Qualität nutzen können - und zwar überall und auf allen
Endgeräten. In Griechenland z. B. profitieren unsere Kunden seit April dieses Jahres
von einem neuen hybriden TV-Angebot, das die Vorteile von Satelliten- und IPTV kombiniert.
Unsere Innovationen werden von unseren Kunden honoriert: So steigerten wir in den
ersten neun Monaten 2016 die Anzahl unserer TV-Kunden gegenüber Ende Dezember 2015
um 2,7 % auf 4,0 Mio.; im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Anzahl der TV-Kunden
sogar um 4,6 %. Ein Großteil der Nettozuwächse von 178 Tsd. entfiel dabei auf Griechenland,
Rumänien, Ungarn und die Slowakei.
Als integrierter Telekommunikationsanbieter wollen wir die Konvergenz von Festnetz-
und Mobilfunk-Technologie vorantreiben und bieten unseren Kunden in allen unseren
integrierten Ländern sehr erfolgreich das konvergente Produkt "MagentaOne" an. Insgesamt
konnten wir bis zum 30. September 2016 mehr als 1,2 Mio. FMC-Kunden gewinnen: ein
Plus von 35,0 %. Dazu beigetragen haben v. a. Griechenland, Rumänien und Kroatien.
Nach Fokussierung auf das Privatkundensegment weiten wir das Angebot von "MagentaOne"
auf das Geschäftskundensegment aus: "MagentaOne Business" bieten wir ab dem dritten
Quartal 2016 nun auch in Montenegro - zusätzlich zu der Slowakei, Ungarn, Rumänien,
EJR Mazedonien, Kroatien und Griechenland an. Das technische Grundgerüst für FMC-Produkte
ist ein vereinfachtes und standardisiertes Netzwerk; Voraussetzung dafür ist, dass
die Landesgesellschaften mit Festnetz-Architektur auf IP-Technologie umstellen. Und
das wird erfolgreich umgesetzt: Nach der IP-Migration in der Slowakei und in der EJR
Mazedonien im Jahr 2014 folgten Montenegro und Kroatien in 2015. Die Umstellung auf
die IP-Technologie in Ungarn ist zum Ende des dritten Quartals 2016 bereits weit fortgeschritten;
mit einer vollständigen Migration der PSTN-Anschlüsse rechnen wir bis zum Jahresende.
Infolgedessen konnten wir zum 30. September 2016 bei den IP-basierten Anschlüssen
einen Bestand von 4,8 Mio. verzeichnen - ein Zuwachs von 15,1 % gegenüber dem Jahresendwert
2015. Insgesamt liegt der Anteil der IP-basierten Anschlüsse auf Segmentebene mit
55,3 % deutlich über dem der PSTN basierten Anschlüsse. In unserem operativen Segment
Europa nutzten zum Ende der Berichtsperiode 8,6 Mio. Kunden einen Festnetz-Anschluss,
das sind 1,9 % weniger als zum Jahresende 2015. Hauptgrund für diesen Rückgang sind
Anschlussverluste bei der klassischen Telefonie (PSTN).
Bei den Breitband-Anschlüssen Retail blieb das Wachstum dynamisch - hier verzeichneten
wir in den ersten neun Monaten 2016 einen Anstieg von 3,1 % auf 5,4 Mio. Anschlüsse,
im Jahresvergleich bedeutet dies ein Plus von 4,5 %. Die Anzahl der Breitband-Anschlüsse
ist dank des hohen Anteils an der DSL-Technologie in den vergangenen Quartalen konstant
gewachsen. Unser Engagement, in den integrierten Ländern unseres operativen Segments
vermehrt in glasfaserbasierte Anschlüsse zu investieren, kommt bei den Kunden an:
So erzielten wir zum Ende des dritten Quartals 2016 gegenüber dem Jahresende 2015
einen starken Anstieg im zweistelligen Bereich, insbesondere durch die erfolgreiche
Vermarktung in Rumänien, Ungarn und der Slowakei. Insgesamt konnte die Abdeckung der
Haushalte mit Glasfaser weiter erhöht werden und liegt in unseren Landesgesellschaften
zum Stichtag bei 23 %. Bis 2018 wollen wir 50 % der Haushalte in unseren integrierten
Landesgesellschaften mit glasfaserbasierten Anschlüssen (FTTx), also Übertragungsgeschwindigkeiten
von bis zu 100 M Bit/s, versorgen.
| in Mio. € | ||||||
| Q1 2016 |
Q2 2016 |
Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung in % | Q1-Q3 2016 |
|
| GESAMTUMSATZ | 3 080 | 3 106 | 3 223 | 3 261 | (1,2) % | 9 409 |
| Griechenland | 685 | 701 | 745 | 721 | 3,3 % | 2 131 |
| Rumänien | 234 | 242 | 242 | 239 | 1,3 % | 718 |
| Ungarn | 403 | 408 | 415 | 432 | (3,9) % | 1 226 |
| Polen | 378 | 343 | 373 | 391 | (4,6) % | 1 094 |
| Tschechische Republik | 229 | 233 | 239 | 242 | (1,2) % | 701 |
| Kroatien | 220 | 230 | 238 | 249 | (4,4) % | 688 |
| Niederlande | 324 | 319 | 332 | 346 | (4,0) % | 975 |
| Slowakei | 187 | 186 | 191 | 199 | (4,0) % | 564 |
| Österreich | 208 | 208 | 219 | 207 | 5,8 % | 635 |
| Übrigea | 270 | 293 | 296 | 300 | (1,3) % | 859 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 326 | 377 | 426 | 466 | (8,6) % | 1 129 |
| EBIT-Marge % | 10,6 | 12,1 | 13,2 | 14,3 | 12,0 | |
| Abschreibungen | (636) | (639) | (651) | (641) | (1,6) % | (1 926) |
| EBITDA | 962 | 1 016 | 1 077 | 1 107 | (2,7) % | 3 055 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (24) | (22) | (23) | (50) | 54,0 % | (69) |
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 986 | 1 038 | 1 100 | 1 157 | (4,9) % | 3 124 |
| Griechenland | 267 | 268 | 299 | 297 | 0,7 % | 834 |
| Rumänien | 38 | 38 | 53 | 48 | 10,4 % | 129 |
| Ungarn | 126 | 144 | 145 | 142 | 2,1 % | 415 |
| Polen | 120 | 100 | 125 | 164 | (23,8) % | 345 |
| Tschechische Republik | 99 | 100 | 103 | 100 | 3,0 % | 302 |
| Kroatien | 82 | 95 | 103 | 102 | 1,0 % | 280 |
| Niederlande | 88 | 102 | 91 | 125 | (27,2) % | 281 |
| Slowakei | 78 | 79 | 83 | 83 | 0,0 % | 240 |
| Österreich | 69 | 70 | 78 | 64 | 21,9 % | 217 |
| Übrigea | 20 | 42 | 18 | 35 | (48,6) % | 80 |
| EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % |
32,0 | 33,4 | 34,1 | 35,5 | 33,2 | |
| CASH CAPEX | (1 009) | (391) | (907) | (403) | n. a. | (2 307) |
| in Mio. € | |||
| Q1-Q3 2015 |
Veränderung in % | Gesamtjahr 2015 |
|
| GESAMTUMSATZ | 9 627 | (2,3) % | 13 024 |
| Griechenland | 2 117 | 0,7 % | 2 878 |
| Rumänien | 721 | (0,4) % | 984 |
| Ungarn | 1 330 | (7,8) % | 1 848 |
| Polen | 1 158 | (5,5) % | 1 544 |
| Tschechische Republik | 699 | 0,3 % | 958 |
| Kroatien | 682 | 0,9 % | 909 |
| Niederlande | 1 054 | (7,5) % | 1 394 |
| Slowakei | 571 | (1,2) % | 783 |
| Österreich | 609 | 4,3 % | 829 |
| Übrigea | 850 | 1,1 % | 1 136 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 1 183 | (4,6) % | 1 476 |
| EBIT-Marge % | 12,3 | 11,3 | |
| Abschreibungen | (1 903) | (1,2) % | (2 632) |
| EBITDA | 3 086 | (1,0) % | 4 108 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (168) | 58,9 % | (221) |
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 3 254 | (4,0) % | 4 329 |
| Griechenland | 827 | 0,8 % | 1 118 |
| Rumänien | 152 | (15,1) % | 205 |
| Ungarn | 402 | 3,2 % | 526 |
| Polen | 439 | (21,4) % | 580 |
| Tschechische Republik | 285 | 6,0 % | 390 |
| Kroatien | 273 | 2,6 % | 367 |
| Niederlande | 382 | (26,4) % | 500 |
| Slowakei | 232 | 3,4 % | 296 |
| Österreich | 195 | 11,3 % | 259 |
| Übrigea | 67 | 19,4 % | 88 |
| EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % |
33,8 | 33,2 | |
| CASH CAPEX | (1 204) | (91,6) % | (1 667) |
Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen
der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene
des operativen Segments.
Unser operatives Segment Europa erzielte in den ersten neun Monaten 2016 einen Gesamtumsatz
von 9,4 Mrd. €; gegenüber der Vergleichsperiode ging der Umsatz um 2,3 % zurück. Organisch
betrachtet, d. h. ohne Berücksichtigung der Ausgliederung des Energie-Resale-Geschäfts
in Ungarn zum 1. Januar 2016 sowie unter der Annahme konstanter Wechselkurse, stabilisierte
sich der Segmentumsatz nahezu auf Vorjahresniveau. Ohne die Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung
in den Niederlanden läge der organische Umsatz des operativen Segments Europa um 0,4
% leicht über dem Vorjahresniveau.
Entscheidungen von Regulierungsbehörden beeinflussten auch in den ersten neun Monaten
2016 unsere organischen Umsätze negativ durch abgesenkte Mobilfunk-Terminierungsentgelte,
v. a. in Ungarn sowie geringere Roaming-Regulierungsentgelte in vielen Ländern unseres
Segments. Belastend wirkte sich auch die hohe Wettbewerbsintensität auf die Telekommunikationsmärkte
unserer Landesgesellschaften aus.
Durch die strategischen Wachstumsfelder konnten wir dem Umsatzrückgang auf Segmentebene
durch ein in diesen Geschäftsfeldern generiertes Umsatzplus von 3,0 % teilweise entgegenwirken.
So betrug der Anteil der Wachstumsfelder am Segmentumsatz 30,0 %. Der Umsatz aus dem
mobilen Datengeschäft legte gegenüber dem Vergleichszeitraum um 4,9 % auf 1,4 Mrd.
€ zu. Dazu beigetragen haben die meisten Länder unseres operativen Segments, v. a.
Österreich, die Tschechische Republik, Ungarn und Kroatien. Der Großteil des absoluten
Umsatzzuwachses aus dem mobilen Datengeschäft entfiel auf das Privatkundengeschäft.
Die Nutzungsrate bei den Datendiensten, v. a. bei den Vertragskunden ist durch attraktive
Tarife in Verbindung mit einem breiten Portfolio an Endgeräten sowie einer hohen Bandbreite
weiterhin auf hohem Niveau. Dank unseres innovativen TV- und Programm-Managements
setzte das TV-Geschäft seinen Aufwärtstrend der vergangenen Quartale fort: In den
ersten neun Monaten 2016 erhöhte sich der TV-Umsatz um 11,0 % und machte rund 40 %
der in den Wachstumsfeldern erzielten Umsatzzuwächse aus und zeichnet sich damit als
zweitstärkster Wachstumstreiber nach dem mobilen Datengeschäft aus. Gegenüber dem
Vorjahresvergleichszeitraum zeigte der Geschäftskundenbereich B2B/ICT stabile Umsätze.
Zusätzlich zu den Wachstumsfeldern verzeichneten wir sowohl bei den Verkäufen von
mobilen Endgeräten eine Umsatzsteigerung als auch im Wholesale-Geschäft; Letzteres
erzielten wir im Wesentlichen durch einen mengenbedingten Anstieg bei der Terminierung
von Telefongesprächen.
Aus Länderperspektive betrachtet war die organische Umsatzentwicklung in den ersten
neun Monaten 2016 am stärksten durch das rückläufige Geschäft in den Niederlanden
betroffen. Verringerte Entgelte aufgrund der Roaming-Regulierung sowie wettbewerbsbedingte
Preisrückgänge - sowohl bei der Sprachtelefonie als auch beim Datengeschäft - wirkten
sich negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Positive Effekte sind durch einen deutlichen
Anstieg der Netto-Kundenzuwächse im dritten Quartal 2016 erkennbar. Auch leisteten
höhere Visitoren-Umsätze (Umsätze mit Dritten aus Roaming in unserem Heimatnetzwerk)
einen positiven Beitrag auf unsere Umsätze.
Auch Polen und die Slowakei mussten auf organischer Basis Umsatzeinbußen hinnehmen.
In Polen sanken die Umsätze bei der mobilen Sprachtelefonie: zum einen aufgrund eines
geringeren Volumens, zum anderen preisbedingt insbesondere durch niedrigere Roaming-Regulierungsentgelte.
Nur teilweise konnten diese Rückgänge durch höhere Umsätze bei den Visitoren als auch
bei den Verkäufen von Mobilfunk-Endgeräten kompensiert werden. Die Slowakei verzeichnete
zum Ende des dritten Quartals 2016 trotz positiver Mobilfunk-Umsätze insgesamt einen
Rückgang bei den Gesamtumsätzen. Geringere Umsätze, im Wesentlichen im B2B/ICT-Geschäft,
konnten nur teilweise durch den Umsatz-Anstieg im TV-Geschäft aufgefangen werden.
Positive Effekte auf den organischen Segmentumsatz erzielten v. a. die Landesgesellschaften
in Ungarn, Österreich und Griechenland und konnten somit die Rückgänge nahezu ausgleichen.
Unser operatives Segment Europa erzielte in den ersten neun Monaten 2016 ein bereinigtes
EBITDA von 3,1 Mrd. €; das sind 4,0 % weniger als in der Vorjahresperiode. Organisch
betrachtet, d. h. ohne Berücksichtigung der Ausgliederung des Energie-Resale-Geschäfts
in Ungarn zum 1. Januar 2016 sowie unter der Annahme konstanter Wechselkurse, sank
das bereinigte EBITDA um 3,4 %. Ohne Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung in
den Niederlanden stabilisierte sich das organische bereinigte EBITDA des operativen
Segments Europa auf dem Niveau des Vorjahres.
Zum einen wirkten die insgesamt geringeren organischen Umsätze auf Segmentebene negativ
auf das bereinigte EBITDA. Zum anderen waren höhere direkte Kosten - u. a. durch höhere
Interconnection-Kosten als auch durch gestiegene Marktinvestitionen - ursächlich für
eine weitere Verminderung des bereinigten EBITDA. Änderungen in der Gesetzgebung,
wie Steuern und Abgaben, staatliche Sparprogramme wie z. B. in Griechenland sowie
Entscheidungen von Regulierungsbehörden setzten unser Ergebnis zusätzlich unter Druck.
Die indirekten Kosten lagen auf Vorjahresniveau.
Aus Länderperspektive war das rückläufige bereinigte EBITDA im Wesentlichen auf die
Niederlande, Polen und Rumänien und das griechische Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen.
Dem gegenüber standen höhere bereinigte EBITDA-Beiträge, v. a. in Österreich, Ungarn
und der Tschechischen Republik sowie aus dem Festnetz-Geschäft in Griechenland.
Unser EBITDA reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,0 % auf 3,1 Mrd. €,
wobei zwei gegenläufige Effekte wirkten. Das EBITDA der Vorjahresperiode war durch
höhere negative Sondereinflüsse belastet: insbesondere in Griechenland durch Aufwendungen
für Personalmaßnahmen v. a. im Festnetz-Geschäft sowie in der Slowakei aufgrund des
Aufwands für die vergleichsweise Beilegung einer gegen die Slovak Telekom gerichteten
Schadensersatzklage. Gegenläufig wirkte in den ersten neun Monaten 2016 der hauptsächlich
umsatzbedingte Rückgang des bereinigten EBITDA.
Auf unserem Weg zum führenden europäischen Telekommunikationsanbieter verfolgen die
meisten unserer Landesgesellschaften die Strategie, sich zu integrierten All-IP-Playern
zu entwickeln: Sie wollen ihre Kunden mit dem besten Kundenerlebnis begeistern - und
das unabhängig von ihrer jeweiligen Marktposition. Hierfür etablieren wir ein Produktionsmodell
mithilfe einer paneuropäischen voll IP-basierten Netzinfrastruktur und des besten
Netzzugangs sowie optimierter Prozesse und Kundenschnittstellen. Die meisten unserer
Gesellschaften agieren auf ihren jeweiligen Märkten bereits sowohl im Festnetz als
auch im Mobilfunk. Nachfolgend stellen wir beispielhaft drei Landesgesellschaften
detailliert vor:
Griechenland. In Griechenland lagen die Umsätze in den ersten neun Monaten 2016 mit
2,1 Mrd. € leicht um 0,7 % über dem Vorjahresniveau. Die positive Umsatzentwicklung
im Festnetz-Geschäft konnte die Rückgänge im Mobilfunk-Geschäft vollständig kompensieren.
Insbesondere das TV-Geschäft erwies sich als stetiger Wachstumsmotor: Innovative TV-Dienste
mit einer großen Programmvielfalt überzeugten unsere Kunden, was sich in einem Kundenzuwachs
im zweistelligen Bereich niederschlug. Infolgedessen stieg auch der TV-Umsatz um 44
% gegenüber der Vorjahresperiode an -trotz der von der Regierung erhobenen Steuer
auf Pay-TV. Zum Umsatzanstieg trug auch das FMC-Produkt "CosmoteOne" bei. Durch die
gestiegene Anzahl der DSL-Anschlüsse konnte auch das Breitband-Geschäft profitieren.
Zusätzlich erzielte der Geschäftskundenbereich B2B/ICT einen positiven Beitrag auf
die Festnetz-Umsätze. Insgesamt konnten dadurch die negativen Effekte aus der Sprachtelefonie
überkompensiert werden.
Die Umsätze im Mobilfunk-Geschäft waren auch in den ersten neun Monaten 2016 von der
immer noch angespannten wirtschaftlichen Lage, der intensiven Wettbewerbssituation
sowie der neuen Steuergesetzgebung negativ beeinflusst. Insbesondere die preis- und
mengenbedingt rückläufigen Umsätze bei der Sprachtelefonie belasteten die Service-Umsätze.
Nur teilweise konnte ein höherer Kundenzuwachs diesem Rückgang entgegenwirken. Umsatzanstiege
im Geschäft mit mobilen Datendiensten - u. a. infolge einer Erhöhung des Datenvolumens
- sowie bei den Visitoren hatten einen positiven Effekt auf die Service-Umsätze. Der
Umsatz aus dem Verkauf von mobilen Endgeräten entwickelte sich gegenüber der Vorjahresperiode
rückläufig.
In den ersten neun Monaten 2016 lag das bereinigte EBITDA in Griechenland bei 834
Mio. € und verzeichnete somit hauptsächlich umsatzbedingt einen leichten Anstieg gegenüber
der Vorjahresperiode um 0,8 %. Bei fast stabiler Netto-Marge konnten Einsparungen
bei den indirekten Kosten - im Wesentlichen aufgrund geringerer Personalkosten - zur
Ergebnissteigerung beitragen.
Ungarn. In Ungarn reduzierte sich der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um
7,8 % auf 1,2 Mrd. €. Ohne Berücksichtigung der Ausgliederung des Energie-Resale-Geschäfts
sowie unter der Annahme konstanter Wechselkurse verzeichneten wir auf organischer
Basis eine Umsatzsteigerung von 2,3 %. Dieser Zuwachs ist sowohl auf das Mobilfunk-
als auch auf das Festnetz-Geschäft zurückzuführen.
Im Mobilfunk konnten wir mit deutlich höheren Umsätzen bei den Verkäufen von mobilen
Endgeräten die leicht rückläufigen Service-Umsätze voll ausgleichen. Diese waren von
gegenläufigen Effekten geprägt: niedrigere Entgelte bei der Mobilfunk-Terminierung
sowie bei der Roaming-Regulierung trugen zu einer Verminderung der Sprachumsätze bei.
Dem gegenüber standen höhere Umsätze bei den mobilen Datendiensten, die im Vergleich
zur Vorjahresperiode um 8,0 % zulegten. Diese positive Entwicklung ist u. a. das Resultat
unseres schnellen Mobilfunknetzes und dessen hoher Reichweite. Die positive Entwicklung
im Festnetz-Geschäft ist v. a. auf gestiegene Umsätze im TV- und im Breitband-Geschäft
zurückzuführen. Deren Anteil an den gesamten Festnetz-Umsätzen betrug in den ersten
neun Monaten 2016 48 %. Die Anzahl der Breitband-Anschlüsse erhöhte sich sukzessive,
insbesondere auch durch den Ausbau von Glasfaseranschlüssen. Davon profitierte auch
unser TV-Geschäft, das unsere Kunden mit seinen innovativen Diensten über alle Bildschirme
hinweg sowie durch die Programmvielfalt überzeugte. Das Angebot von "MagentaOne" im
Privatkunden- als auch im Geschäftskunden-Segment trug ebenfalls dazu bei. Durch diese
positiven Beiträge konnten wir die Umsatzrückgänge sowohl bei der klassischen Telefonie
als auch im Geschäftskundenbereich B2B/ICT mehr als ausgleichen.
Das bereinigte EBITDA erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 3,2 % und lag
somit bei 415 Mio. €. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA sogar um 4,8
%. Zu dieser Entwicklung trugen die höheren organischen Umsätze bei. Dieser Effekt
wurde teilweise durch höhere direkte Kosten kompensiert. Die indirekten Kosten bewegten
sich auf Vorjahresniveau.
Österreich. In Österreich erwirtschafteten wir in den ersten neun Monaten 2016 einen
Umsatz von 635 Mio. €, das sind 4,3 % mehr als im Vergleichszeitraum. Großteils ist
dies auf gestiegene Umsätze beim mobilen Datengeschäft zurückzuführen: die gestiegene
Anzahl an Vertragskunden führte auch zu einer erhöhten Nutzung der Datendienste. Der
Anteil der Datendienste am Gesamtumsatz betrug 28 %. Zudem wirkten gestiegene Visitoren-Umsätze
als auch gestiegene Umsätze aus dem Verkauf von mobilen Endgeräten positiv auf die
Umsatzentwicklung. Insgesamt konnten die positiven Effekte die Umsatzrückgänge bei
der Sprachtelefonie v. a. bedingt durch geringere Roaming Regulierungsentgelte überkompensieren.
Das bereinigte EBITDA stieg in den ersten neun Monaten 2016 im Vergleich zur Vorjahresperiode
um 11,3 % und betrug 217 Mio. €. Durch den höheren Umsatz konnten gestiegene Marktinvestitionen
bei den direkten Kosten ausgeglichen werden. Die indirekten Kosten lagen leicht über
dem Niveau des Vergleichszeitraums.
In unserem operativen Segment Europa sank das EBIT zum Ende des dritten Quartals 2016
um 4,6 % auf 1,1 Mrd. €. Ursächlich hierfür ist die rückläufige EBITDA-Entwicklung.
Zudem wirkten sich gestiegene Abschreibungen mindernd auf das EBIT aus.
In den ersten neun Monaten 2016 wies unser operatives Segment Europa einen Cash Capex
von 2,3 Mrd. € aus. Dies entspricht einem Anstieg von 1,1 Mrd. €, der in erster Linie
durch die in 2016 getätigten Erwerbe von Mobilfunk-Spektrum in Polen, der Tschechischen
Republik und Montenegro sowie der Frequenzverlängerung in den Niederlanden resultiert.
Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom
in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet
war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichswerte
wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir
auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss (Seite 47
f.).
in Mio. €

| 30.09.2016 | 30.06.2016 | Veränderung 30.09.2016/ 30.06.2016 in % |
31.12.2015 | Veränderung 30.09.2016/ 31.12.2015 in % |
||
| AUFTRAGSEINGANG | Mio. € | 4 147 | 2 980 | n. a. | 5 608 | n. a. |
| COMPUTING & DESKTOP SERVICES | ||||||
| Anzahl der betreuten Server | Stück | 71 886 | 66 002 | 8,9 % | 62 590 | 14,9 % |
| Anzahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme | Mio. Stück | 1,77 | 1,73 | 2,3 % | 1,71 | 3,5 % |
| SYSTEMS INTEGRATION | ||||||
| Fakturierte Stunden | Mio. | 5,3 | 3,6 | n. a. | 5,3 | n. a. |
| Utilization Rate | % | 83,3 | 83,4 | (0,1) % p | 82,9 | 0,4 % p |
| 30.09.2015 | Veränderung 30.09.2016/ 30.09.2015 in % |
|
| AUFTRAGSEINGANG | 3 684 | 12,6 % |
| COMPUTING & DESKTOP SERVICES | ||
| Anzahl der betreuten Server | 62 521 | 15,0 % |
| Anzahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme | 1,67 | 6,0 % |
| SYSTEMS INTEGRATION | ||
| Fakturierte Stunden | 4,0 | 32,5 % |
| Utilization Rate | 80,9 | 2,4 % p |
In den ersten neun Monaten 2016 entwickelte sich unser operatives Segment Systemgeschäft
gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum leicht rückläufig, obwohl die Market Unit
durch den Abschluss der Aufbauphase im Rahmen unseres Großkundenprojekts zur Errichtung
und zum Betrieb eines elektronischen Mauterhebungssystems in Belgien profitierte.
Gestärkt von der Neuausrichtung konnten sich insbesondere unsere Standardlösungen
aus dem Wachstumsfeld Cloud Computing gegen den preisaggressiven Wettbewerb durchsetzen.
Ein weiterer wichtiger Baustein für den Ausbau unseres Cloud-Geschäfts sind strategische
Partnerschaften. Das heißt, wir bieten Lösungen unserer Partner entsprechend den Bedürfnissen
unserer Kunden aus unseren Rechenzentren in Deutschland an. Dabei spielen die Aspekte
Sicherheit und Hochverfügbarkeit für T-Systems und für unsere Kunden eine wichtige
Rolle.
Um den Anforderungen aus den neuen Vertragsabschlüssen gerecht zu werden, modernisieren
und konsolidieren wir unsere ICT-Ressourcen kontinuierlich. Vor diesem Hintergrund
stieg die Anzahl der betreuten Server gegenüber dem Vergleichszeitraum um 15,0 %.
Bei den Rechenzentren konnten wir durch den technischen Fortschritt immer größere
und leistungsstärkere Einheiten errichten - dies wirkt auch positiv auf unsere Kosteneffizienz.
Die Zahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum
um 6,0 %.
| in Mio. € | ||||||
| Q1 2016 |
Q2 2016 |
Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung in % | Q1-Q3 2016 |
|
| GESAMTUMSATZ | 2 045 | 2 009 | 1 875 | 2 031 | (7,7) % | 5 929 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 30 | (99) | (75) | (99) | 24,2 % | (144) |
| EBIT-wirksame Sondereinflüsse | (60) | (110) | (86) | (147) | 41,5 % | (256) |
| EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) | 90 | 11 | 11 | 48 | (77,1) % | 112 |
| EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % |
4,4 | 0,5 | 0,6 | 2,4 | 1,9 | |
| Abschreibungen | (116) | (164) | (146) | (133) | (9,8) % | (426) |
| EBITDA | 146 | 65 | 71 | 34 | n. a. | 282 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (60) | (110) | (70) | (142) | 50,7 % | (240) |
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 206 | 175 | 141 | 176 | (19,9) % | 522 |
| EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % |
10,1 | 8,7 | 7,5 | 8,7 | 8,8 | |
| CASH CAPEX | (237) | (260) | (241) | (282) | 14,5 % | (738) |
| in Mio. € | |||
| Q1-Q3 2015 |
Veränderung in % | Gesamtjahr 2015 |
|
| GESAMTUMSATZ | 6 031 | (1,7) % | 8 194 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | (406) | 64,5 % | (541) |
| EBIT-wirksame Sondereinflüsse | (499) | 48,7 % | (713) |
| EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) | 93 | 20,4 % | 172 |
| EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % |
1,5 | 2,1 | |
| Abschreibungen | (495) | 13,9 % | (634) |
| EBITDA | 89 | n. a. | 93 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (435) | 44,8 % | (647) |
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 524 | (0,4) % | 740 |
| EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % |
8,7 | 9,0 | |
| CASH CAPEX | (806) | 8,4 % | (1 151) |
Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft betrug im Berichtszeitraum
5,9 Mrd. € und lag um 1,7 % unter dem Vorjahresniveau.
Der Umsatz der Market Unit, also im Kern das Geschäft mit externen Kunden, war mit
4,9 Mrd. € um 1,4 % niedriger als im Vergleichszeitraum; dabei sanken sowohl die nationalen
als auch die internationalen Umsätze trotz des Abschlusses der Aufbauphase des Mauterhebungssystems
in Belgien im ersten Quartal 2016. Negativ wirkten auf den Umsatz der Market Unit
die generell rückläufige Preisentwicklung im ICT-Geschäft sowie Wechselkurseffekte.
Im Geschäftsbereich Telekom IT, der hauptsächlich die nationale interne IT unseres
Konzerns bündelt, lag der Umsatz mit 1,1 Mrd. € um 3,2 % unter dem Niveau des Vorjahres.
Bedingt durch die weiteren Kosteneinsparungen des Konzerns bei der IT, werden die
Umsätze der Telekom IT im Jahresverlauf planmäßig unter dem Vorjahresniveau liegen.
Im Berichtszeitraum lag das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Systemgeschäft
auf Vorjahresniveau. Der deutlich gestiegene Beitrag der Market Unit um 11,8 % kompensiert
weitgehend den Rückgang innerhalb der Telekom IT. Das verbesserte Ergebnis der Market
Unit resultierte in erster Linie aus der im ersten Quartal 2016 erfolgreich abgeschlossenen
Aufbauphase des Mauterhebungssystems in Belgien. Gegenläufig wirkten sich getroffene
bilanzielle Risikovorsorgemaßnahmen für einzelne Großkundenverträge negativ aus. Das
bereinigte EBITDA der Telekom IT lag mit 76 Mio. € um 39,2 % unter dem Niveau des
Vergleichszeitraums, v. a. aufgrund der geringeren konzerninternen Weiterverrechnung
aus der Lizenzierung des konzernweiten ERP-Systems. Die bereinigte EBITDA-Marge unseres
operativen Segments Systemgeschäft stieg von 8,7 % im Vorjahresvergleichszeitraum
auf 8,8 %.
Das EBITDA stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 193 Mio. € auf 282 Mio. €, im
Wesentlichen bedingt durch die beim bereinigten EBITDA beschriebenen Effekte sowie
um 195 Mio. € niedrigere Sondereinflüsse, v. a. durch Restrukturierungsprogramme im
Vorjahr.
Das bereinigte EBIT stieg gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode um 19 Mio. € auf
112 Mio. €. Insbesondere der beim EBITDA beschriebene Einmaleffekt der Market Unit
trug zu dieser positiven Entwicklung bei. Die bereinigte EBIT-Marge der Berichtsperiode
stieg daher von 1,5 % auf 1,9 %. Weiterhin wirkten gesunkene Abschreibungen, bedingt
durch die Migration von IT-Plattformen, positiv auf das bereinigte EBIT.
Der Cash Capex sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4 %. Ursache hierfür sind
Effizienzsteigerungen, u. a. durch die Standardisierung der ICT-Plattformen und die
Konsolidierung von Rechenzentren. Unser weiterhin hohes Investitionsniveau von 738
Mio. € steht im Zusammenhang mit der zunehmenden Weiterentwicklung der Digitalisierung
von Wirtschaftsunternehmen. Deshalb investieren wir in Wachstumsfelder, wie Vernetztes
Automobil und Gesundheit sowie in digitale Zukunftsfelder, wie Cloud Computing oder
Cyber Security.
Group Headquarters & Group Services umfasst alle Konzerneinheiten, die nicht direkt
einem der operativen Segmente zugeordnet sind. Für weitere Informationen verweisen
wir auf das Kapitel "Konzernstruktur" im Geschäftsbericht 2015, Seite 58 ff.
| in Mio. € | ||||||
| Q1 2016 |
Q2 2016 |
Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung in % | Q1-Q3 2016 |
|
| GESAMTUMSATZ | 513 | 542 | 559 | 555 | 0,7 % | 1 614 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2 139 | (436) | (311) | (341) | 8,8 % | 1 392 |
| Abschreibungen | (130) | (129) | (130) | (174) | 25,3 % | (389) |
| EBITDA | 2 269 | (307) | (181) | (167) | (8,4) % | 1 781 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | 2 386 | (199) | (71) | (34) | n. a. | 2 116 |
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | (117) | (108) | (110) | (133) | 17,3 % | (335) |
| CASH CAPEX | (60) | (51) | (64) | (69) | 7,2 % | (175) |
| in Mio. € | |||
| Q1-Q3 2015 |
Veränderung in % | Gesamtjahr 2015 |
|
| GESAMTUMSATZ | 1 704 | (5,3) % | 2 275 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | (824) | n. a. | (860) |
| Abschreibungen | (456) | 14,7 % | (627) |
| EBITDA | (368) | n. a. | (233) |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (137) | n. a. | 319 |
| EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | (231) | (45,0) % | (552) |
| CASH CAPEX | (230) | 23,9 % | (342) |
Der Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte
sich in den ersten drei Quartalen 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,3 %. Diese
Entwicklung ist im Wesentlichen auf die fehlenden Umsätze im Zusammenhang mit dem
Verkauf unserer Online-Plattform t-online.de und unseres Digitalvermarkters InteractiveMedia
im November 2015 und die Neuaufstellung des Bereichs Group Innovation* zurückzuführen.
Des Weiteren sanken die konzerninternen Umsätze durch die fortgesetzte Optimierung
von Flächen im Bereich Grundstücke und Gebäude.
Im Berichtszeitraum reduzierte sich das bereinigte EBITDA unseres Segments Group Headquarters
& Group Services im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 104 Mio. €. Hauptursache hierfür
war ein im ersten Quartal 2015 erfasster Ertrag in Höhe von 175 Mio. € im Zusammenhang
mit einer Vergleichsvereinbarung zur Beilegung eines kartellrechtlichen Beschwerdeverfahrens.
Ohne Berücksichtigung dieses Einmaleffekts lag das bereinigte EBITDA um 71 Mio. €
über dem der Vergleichsperiode. Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf geringere
Personalaufwendungen infolge des fortgesetzten Personalumbaus insbesondere bei Vivento
zurückzuführen. Weitere positive Effekte resultieren aus der Neuaufstellung des Bereichs
Group Innovation* sowie der Auflösung von Rückstellungen. Gegenläufig wirkte die fortgesetzte
Optimierung von Flächen im Bereich Grundstücke und Gebäude auf die Entwicklung des
bereinigten EBITDA. Auch die fehlenden positiven Beiträge infolge des Verkaufs von
t-online.de und InteractiveMedia sowie reduzierte Erträge aus Kostenerstattungen im
Zusammenhang mit dem Verkauf unseres Joint Ventures EE an die britische BT im Januar
2016 schlugen sich negativ auf das bereinigte EBITDA der Berichtsperiode nieder.
In der Berichtsperiode verzeichneten wir im EBITDA positive Sondereinflüsse von 2,1
Mrd. €. Diese ergaben sich in erster Linie aus dem im Januar 2016 vollzogenen Verkauf
unseres Joint Ventures EE an die britische BT. Aus der Veräußerung erzielten wir einen
Ertrag von rund 2,5 Mrd. €. Zudem ergab sich aus dem Verkauf von Aktien der Scout24
AG im April 2016 ein Ertrag von rund 0,1 Mrd. €. Hingegen belasteten in der Berichtsperiode
Aufwendungen - insbesondere für Personalmaßnahmen - das EBITDA mit rund 0,4 Mrd. €.
Im Vorjahreszeitraum waren die Sondereinflüsse von rund 0,1 Mrd. € hauptsächlich durch
Aufwendungen für Personalmaßnahmen geprägt.
Hauptursache für den Anstieg des EBIT um 2,2 Mrd. € gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
ist der im Berichtszeitraum erfasste Ertrag aus der Veräußerung unseres Joint Ventures
EE. Die Abschreibungen lagen um 67 Mio. € unter dem Vorjahresniveau, im Wesentlichen
aufgrund von geringeren Abschreibungen im Bereich Grundstücke und Gebäude infolge
der fortgesetzten Optimierung unseres Immobilienportfolios.
Aufgrund geringerer Fahrzeug- und Lizenzanschaffungen sank der Cash Capex gegenüber
der Vergleichsperiode um 55 Mio. €.
Informationen zu der Entwicklung in dem Rechtsverfahren Klagen wegen Entgelten für
die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancensituation",
Seite 32 ff.
Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf der aktuellen Einschätzung
unseres Managements. Zum heutigen Zeitpunkt liegen keine Erkenntnisse vor, dass sich
die im zusammengefassten Lagebericht 2015 (Geschäftsbericht 2015, Seite 116 ff.) veröffentlichten
Prognosen wesentlich verändert haben. Die dort abgegebenen Aussagen behalten dementsprechend
weiterhin ihre Gültigkeit. Weiterhin gehen wir im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld"
in diesem Konzern-Zwischenlagebericht auf Ergänzungen und neue Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen
Situation ein. Ferner wird auf den "Disclaimer" am Ende dieses Berichts verwiesen.
Im Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen und neuen Entwicklungen zu der im
zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 dargestellten Risiko- und
Chancensituation ausgeführt (Geschäftsbericht 2015, Seite 125 ff.). Ferner wird auf
den "Disclaimer" am Ende dieses Berichts verwiesen.
Neue Verbraucherkreditregelungen in den Niederlanden. Der niederländische Oberste
Gerichtshof (Hoge Raad der Nederlanden) hat letztinstanzlich festgestellt, dass Mobilfunk-Verträge,
die mit einem kostenlosen oder preisreduzierten Endgerät gebündelt sind, und somit
der Endgerätepreis für den Kunden nicht ersichtlich ist, als Verbraucherkredit bzw.
Ratenkauf zu betrachten sind. Diese Verträge unterliegen demnach dem niederländischen
Verbraucherkreditrecht. In Konsequenz können Verträge, die diesen spezifischen Verbraucherkreditrechtsvorschriften
nicht entsprechen, rückabgewickelt werden. T-Mobile Netherlands prüft aktuell die
Konsequenzen dieses Urteils. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit noch nicht
ausreichend verlässlich geschätzt werden.
Schiedsverfahren Toll Collect. Im Schiedsverfahren Toll Collect fand im Juni 2016
eine weitere mündliche Verhandlung statt. Eine Veranlassung zur Anpassung der im Jahr
2014 getroffenen bilanziellen Risikovorsorge besteht nicht.
Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen. Fünf Telefonbuchpartnerverlage, deren Zivilklagen
noch rechtshängig sind, verfolgen ihre Ansprüche seit Juni 2016 parallel durch verwaltungsgerichtliche
Klagen gegen die Bundesnetzagentur.
Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. Die Klage der Unitymedia
Hessen GmbH & Co. KG und anderer Kläger gegen die Telekom Deutschland GmbH wurde am
11. Oktober 2016 vom Landgericht Köln erstinstanzlich abgewiesen. Das Urteil ist noch
nicht rechtskräftig.
Entgelte für die Überlassung von Teilnehmer-Anschlussleitungen. Die nach der Umsetzung
von Vergleichsvereinbarungen mit den (ehemaligen) Klägerinnen ergangenen Neubescheidungen
und Klagerücknahmen (siehe Abschnitt "Regulierung", Seite 33 f.) führen dazu, dass
das Risiko aus den verbleibenden Verfahren für die TAL-Überlassungs- und Einmalentgelte
als gering eingeschätzt wird. Wir werden daher in Zukunft nicht mehr über die noch
anhängigen Verfahren berichten.
Schadensersatzklage in Malaysia trotz früherem, anderslautenden rechtskräftigem Schiedsurteil.
Die Celcom Malaysia Berhad (Celcom) und die Technology Resources Industries Berhad
klagen vor den staatlichen Gerichten in Kuala Lumpur, Malaysia, gegen insgesamt elf
Beklagte, darunter auch die DeTeAsia Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen
Telekom AG. Die Kläger verlangen Schadensersatz und Entschädigung in Höhe von 232
Mio. US-$ zuzüglich Zinsen. Diesen Betrag hatte die DeTeAsia Holding GmbH im Jahr
2005 aufgrund eines rechtskräftig zu ihren Gunsten ergangenen Schiedsurteils gegen
die Celcom vollstreckt. Das ursprünglich für Oktober 2016 vorgesehene erstinstanzliche
Hauptverfahren wird nunmehr voraussichtlich im Frühjahr 2017 stattfinden. Die finanziellen
Auswirkungen können derzeit noch nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.
Schadensersatzklagen im Zusammenhang mit Entgelten für die Überlassung von Teilnehmerdaten.
2005 wurde die Deutsche Telekom AG von der telegate AG auf Schadensersatz in Höhe
von ca. 86 Mio. € zuzüglich Zinsen verklagt. Die telegate AG begründete ihre Klage
mit angeblich überhöhten Preisen der Deutschen Telekom AG für die Überlassung von
Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999. Ebenfalls 2005 wurde die Deutsche Telekom
AG von Dr. Harisch - Gründer der telegate AG - auf Schadensersatz in Höhe von zuletzt
ca. 612 Mio. € zuzüglich Zinsen verklagt. Nachdem sowohl Dr. Harisch als auch die
telegate AG in erster und zweiter Instanz mit ihren Klagen unterlegen waren, wurde
zunächst im April 2015 die von Dr. Harisch eingelegte Beschwerde gegen die Nichtzulassung
der Revision vom Bundesgerichtshof zurückgewiesen. Der Bundesgerichtshof hat nun auch
die Nichtzulassungsbeschwerde der telegate AG mit Beschluss vom 12. April 2016 zurückgewiesen.
Damit sind beide Klagen rechtskräftig abgewiesen und die Verfahren beendet.
Schadensersatzklage gegen OTE. Im Verfahren der Lannet Communications S. A. gegen
die OTE wegen Schadensersatz in Höhe von ca. 176 Mio. € zuzüglich Zinsen hat das zuständige
Gericht in Athen am 8. April 2016 einem Antrag der OTE stattgegeben und den Kläger
verpflichtet, die Klage zurückzunehmen. Die Entscheidung ist zwischenzeitlich rechtskräftig
geworden und das Verfahren somit beendet.
Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge der Bußgeldentscheidung der Europäischen
Kommission. Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission vom
15. Oktober 2014 hat neben Orange Slovensko und SWAN mittlerweile auch Slovanet Klage
vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Slovanet fordert
Schadensersatz in Höhe von 63 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Klage von Slovanet wurde
der Slovak Telekom noch nicht offiziell zugestellt. In den Verfahren gegen Orange
Slovensko und SWAN hat Slovak Telekom jeweils eine ausführliche Klageerwiderung eingereicht,
mit denen die jeweiligen Schadensersatzansprüche vollumfänglich zurückgewiesen werden.
Die finanziellen Auswirkungen dieser Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich
geschätzt werden.
Derzeit liegen noch keine objektiven Hinweise für eine erfolgswirksam zu erfassende
Wertminderung des Anteils der Deutschen Telekom an BT vor. Gleichwohl beobachten wir
die weitere Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts der BT-Aktie - in Abhängigkeit
der weiteren Entwicklung des Wechselkurses und/oder des Aktienkurses - im Hinblick
auf eine etwaige Wertminderung.
Verbraucherschutz. Die BNetzA hatte im Februar 2014 einen Verordnungsentwurf vorgestellt,
der im Schwerpunkt auf mehr Transparenz und höhere Kostenkontrolle bei Telekommunikationsdiensten
abzielt. Der Verordnungsentwurf wird nach Abstimmung mit den zu beteiligenden Ministerien
voraussichtlich noch im vierten Quartal 2016 verabschiedet. Im September 2015 hat
die BNetzA bereits ihr Mess-System gestartet, mit dem Verbraucher ihre verfügbare
Bandbreite bei Festnetz- und Mobilfunk-Anschlüssen messen können. Die Veröffentlichung
der Darstellung der bundesweit erreichten Anschlussbandbreiten ist im Juni 2016 ohne
große Pressereaktion erfolgt. Die Verordnung tritt nach einer 6-monatigen Umsetzungsfrist
in Kraft. Für einzelne Regeln ist eine verlängerte Umsetzungsfrist von zwölf Monaten
vorgesehen.
Rückwirkende Neubescheidung von Entgeltgenehmigungen. Die 2015 mit Klägern bezüglich
der TAL-Überlassungsentgelte geschlossenen Vergleichsvereinbarungen, in denen die
ursprünglich genehmigten Entgelte vereinbart wurden und sich die Vertragspartner verpflichtet
haben, anhängige Klagen zurückzunehmen, konnten bis April 2016 vollständig umgesetzt
werden. Auf dieser Basis haben wir am 23. September 2015 und am 30. November 2015
entsprechende Entgeltanträge bei der BNetzA gestellt, welche am 5. November 2015 und
am 1. Februar 2016 genehmigt wurden. Damit sind die TAL-Überlassungsentgelte der Vergangenheit
in der Höhe der ursprünglichen Genehmigung nunmehr für nahezu den gesamten Markt rechtskräftig
geworden.
Frequenzvergabe. Im Hinblick auf Risiken und Chancen bei der Frequenzregulierung ist
v. a. auf die Spektrumvergabe-Prozesse hinzuweisen, die derzeit in einigen Ländern
in Vorbereitung sind bzw. sich in Planung befinden. Bei den Vergaben geht es hauptsächlich
um die Auktion von Frequenzen in den Bereichen 0,8 GHz und 0,9 GHz sowie um 1,8 GHz
und 3,5 GHz bzw. 3,7 GHz. Derzeit werden in Albanien, Griechenland, Großbritannien,
EJR Mazedonien, Österreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei Vergaben vorbereitet,
die voraussichtlich bis Mitte 2017 durchgeführt werden. Einen finalen Abschluss fand
die im Juli 2016 gestartete mehrstufige 0,8/0,9/1,8/2,0 und 2,6 GHz-Auktion im August
2016 in Montenegro. Dabei erzielte Crnogorski Telekom 2x20 MHz im 0,8 GHz, 2x10 MHz
im 0,9 GHz, 2x25 MHz im 1,8 GHz, 2x20 MHz im 2,1 GHz sowie 2x10 MHz im 2,6 GHz-Band.
In der Tschechischen Republik konnte sich T-Mobile Czech Republic im Juni 2016 in
einer Auktion 2x10 MHz sowie einen Block von 25 MHz an Spektrum im 2,6 GHz-Band als
Ergänzungskapazität sichern. Bis zum Jahresende 2016 soll über die Verlängerung der
Nutzungsrechte für den Altbestand an 0,9/1,8 GHz-Spektrum der T-Mobile Czech Republic
entschieden werden. Zudem ist eine 3,7 GHz-Frequenzvergabe in Planung, die bis zum
Frühjahr 2017 erwartet wird. In den USA wurde im Juni 2016 die erste Phase der sog.
"Incentive Auction" zur Umverteilung von bisherigem Rundfunkspektrum auf Mobilfunk-Nutzungen
mit einem Handelsziel von 126 MHz und einem möglichen Preis von über 86 Mrd. US-$
abgeschlossen. Während sich diese Phase der Auktion an die Rundfunkbetreiber richtete,
konzentriert sich die zweite Phase, auf die sich T-Mobile US vorbereitet hat, auf
den Verkauf der frei gewordenen Frequenzen an interessierte Mobilfunk-Anbieter. Diese
zweite Phase hat im Herbst 2016 begonnen.
Am 27. Oktober 2015 verabschiedeten EU-Parlament und Europäischer Rat die EU-Verordnung
zum Telekommunikationsbinnenmarkt, die Regelungen zu Netzneutralität, International
Roaming und Informationspflichten beinhaltet.
| ― |
Netzneutralität. Das Gremium der Europäischen Regulierungsbehörden (GEREK) hat am 30. August 2016 Leitlinien zur Umsetzung der EU-Verordnung zur Netzneutralität (Telecom Single Market Regulation) veröffentlicht. Die GEREK-Leitlinien legen die Verordnung, wie erwartet, sehr restriktiv aus. Es bleibt abzuwarten, wie die nationalen Regulierungsbehörden diese Leitlinien in der Regulierungspraxis anwenden. |
| ― |
Informationspflichten. Neben den Regelungen zur Netzneutralität beinhalten die zur Konsultation veröffentlichten GEREK-Leitlinien auch weitreichende Regelungen zu den Informationspflichten, die den gesetzten Rahmen der EU-Verordnung deutlich einengen. Demnach sollen alle Angaben zu Bandbreiten von jedem Kunden auch erreicht werden können; die Informationen müssen rückwirkend auch allen Bestandskunden zur Verfügung gestellt werden. Beides beinhaltet entsprechende Umsatzrisiken. Da die Leitlinien keinen Gesetzescharakter besitzen, bleibt jedoch die nationale Umsetzung abzuwarten. |
| ― |
International Roaming. Die Europäische Kommission hat im ersten Quartal 2016 eine Konsultation über weitere Maßnahmen zur Abschaffung von Roaming-Aufschlägen abgeschlossen und am 15. Juni 2016 einen Gesetzgebungsvorschlag zur weiteren Regulierung der Wholesale Roaming-Entgelte veröffentlicht. Demnach sollen zum 15. Juni 2017 die regulierten Roaming-Vorleistungsentgelte zum Teil sehr deutlich sinken. Der Gesetzesentwurf soll bis Mitte 2017 vom Europäischen Rat und Parlament verabschiedet werden. Änderungen am aktuellen Entwurf sind dabei möglich. Nach jüngsten Vorschlägen aus dem Europäischen Parlament sollen die Vorleistungsentgelte sogar noch deutlich unter das von der Kommission vorgeschlagene Niveau sinken. Ein aktueller Vorschlag des Europäischen Rats sieht ebenfalls deutliche Absenkungen vor, die zwar teils leicht über, teils aber noch unter dem Kommissionsvorschlag liegen. Zudem hat die Kommission einen Vorschlag zur Regulierung, sog. "Fair Use Policies", veröffentlicht, nach dem in seltenen Fällen weiterhin ein Roaming-Aufschlag in Rechnung gestellt werden kann. Die Absenkung der regulierten Roaming-Vorleistungen führt für uns und unsere Beteiligungen zu Umsatzrisiken, u. a. auch aus dem Missbrauch des internationalen Roaming-Mechanismus zur Umgehung nationaler Konditionen. |
Die EU-Kommission hat am 15. März 2016 eine öffentliche Konsultation zur Überprüfung
der Terminierungsempfehlung vom 7. Mai 2009 mit Frist 7. Juni 2016 gestartet. Mit
dieser wurden zum einen die Effekte des mit der bisherigen Terminierungsempfehlung
eingeführten sog. "Pure-LRIC-Kostenmaßstabs" überprüft sowie zum anderen Fragen bezüglich
der zukünftigen regulatorischen Maßnahmen gestellt. Mit den am 14. September 2016
von der EU-Kommission veröffentlichten Vorschlägen zur Überarbeitung des geltenden
EU-Rechtsrahmens für Telekommunikation hat die EU-Kommission erstmals auch einen Artikel
zu "Termination Rates" mit aufgenommen, in dem sie die Inhalte der Empfehlung aus
2009 nun zum Gegenstand einer verbindlichen Richtlinie macht und zudem auch maximale
Preisobergrenzen für Terminierungsraten mit absoluten Werten für Mobilfunk- (MTR)
und Festnetz-Terminierung (FTR) vorschreiben will.
In Deutschland plant nun auch die BNetzA gemäß der Terminierungsempfehlung der EU-Kommission
den "Pure-LRIC-Kostenmaßstab" für die Festlegung der Terminierungsentgelte im Mobilfunk
und im Festnetz anzuwenden. Ein entsprechender Konsultationsentwurf für die Regulierungsverfügung
für die MTR wurde im zweiten Quartal 2016 national konsultiert und der Europäischen
Kommission notifiziert. Für die FTR wurde der Entwurf der Regulierungsverfügung im
dritten Quartal 2016 zur nationalen Konsultation veröffentlicht. Es ist zu befürchten,
dass die im vierten Quartal 2016 anstehenden Entgeltverfahren auf Basis von "Pure-LRIC"
zu deutlichen Entgeltabsenkungen führen.
EU-Rechtsrahmen für Telekommunikation. Am 14. September 2016 hat die EU-Kommission
Gesetzgebungsvorschläge zur Novellierung des EU-Rechtsrahmens für Telekommunikation
veröffentlicht, die dem Europäischen Parlament und Rat zur weiteren Befassung zugeleitet
werden. Der Rechtsrahmen umfasst die zentralen EU-Regelungen für den Telekommunikationssektor,
insbesondere die Preis- und Zugangsregulierung, die Frequenzpolitik, sektorspezifische
Verbraucherschutzregeln, die Vorschriften zum Universaldienst sowie den institutionellen
Rahmen. Eine Verabschiedung der neuen Regeln wird frühestens für das erste Halbjahr
2018 erwartet. Im Anschluss erfolgt die Umsetzung der Vorschriften in nationales Recht,
was mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Der Ausgang des umfangreichen Gesetzgebungsverfahrens
ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer vorhersehbar. Ausgehend von den Vorschlägen
der Europäischen Kommission ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind in unserem Risiko-Management-System,
wie auch nach Einschätzung unseres Managements, keine wesentlichen Risiken absehbar,
die den Bestand der Deutschen Telekom AG oder eines wesentlichen Konzernunternehmens
gefährden könnten.
| in Mio. € | |||||
| 30.09.2016 | 31.12.2015 | Veränderung | Veränderung in % | 30.09.2015 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 23 891 | 32 184 | (8 293) | (25,8) % | 27 747 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7 527 | 6 897 | 630 | 9,1 % | 4 510 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 8 607 | 9 238 | (631) | (6,8) % | 10 289 |
| Ertragsteuerforderungen | 105 | 129 | (24) | (18,6) % | 117 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 4 194 | 5 805 | (1 611) | (27,8) % | 2 386 |
| Vorräte | 1 599 | 1 847 | (248) | (13,4) % | 1 775 |
| Übrige Vermögenswerte | 1 609 | 1 346 | 263 | 19,5 % | 1 461 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 250 | 6 922 | (6 672) | (96,4) % | 7 209 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 119 226 | 111 736 | 7 490 | 6,7 % | 107 482 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 58 951 | 57 025 | 1 926 | 3,4 % | 56 049 |
| Sachanlagen | 45 148 | 44 637 | 511 | 1,1 % | 42 173 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 782 | 822 | (40) | (4,9) % | 424 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 8 583 | 3 530 | 5 053 | n. a. | 3 097 |
| Aktive latente Steuern | 5 136 | 5 248 | (112) | (2,1) % | 5 315 |
| Übrige Vermögenswerte | 626 | 474 | 152 | 32,1 % | 424 |
| BILANZSUMME | 143 117 | 143 920 | (803) | (0,6) % | 135 229 |
| in Mio. € | |||||
| 30.09.2016 | 31.12.2015 | Veränderung | Veränderung in % | 30.09.2015 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | 26 010 | 33 548 | (7 538) | (22,5) % | 31 734 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 8 959 | 14 439 | (5 480) | (38,0) % | 13 685 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 8 893 | 11 090 | (2 197) | (19,8) % | 9 846 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 247 | 197 | 50 | 25,4 % | 230 |
| Sonstige Rückstellungen | 2 850 | 3 367 | (517) | (15,4) % | 3 180 |
| Übrige Schulden | 4 962 | 4 451 | 511 | 11,5 % | 4 751 |
| Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | 99 | 4 | 95 | n. a. | 42 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | 79 486 | 72 222 | 7 264 | 10,1 % | 66 987 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 53 349 | 47 941 | 5 408 | 11,3 % | 43 402 |
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 9 091 | 8 028 | 1 063 | 13,2 % | 8 281 |
| Sonstige Rückstellungen | 3 189 | 2 978 | 211 | 7,1 % | 2 518 |
| Passive latente Steuern | 9 514 | 9 205 | 309 | 3,4 % | 8 787 |
| Übrige Schulden | 4 343 | 4 070 | 273 | 6,7 % | 3 999 |
| SCHULDEN | 105 496 | 105 770 | (274) | (0,3) % | 98 721 |
| EIGENKAPITAL | 37 621 | 38 150 | (529) | (1,4) % | 36 508 |
| Gezeichnetes Kapital | 11 973 | 11 793 | 180 | 1,5 % | 11 793 |
| Eigene Anteile | (50) | (51) | 1 | 2,0 % | (53) |
| 11 923 | 11 742 | 181 | 1,5 % | 11 740 | |
| Kapitalrücklage | 53 348 | 52 412 | 936 | 1,8 % | 52 408 |
| Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag | (39 174) | (38 969) | (205) | (0,5) % | (38 986) |
| Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | (2 459) | (178) | (2 281) | n. a. | (506) |
| Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | - | 1 139 | (1 139) | n. a. | 1 109 |
| Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) | 4 799 | 3 254 | 1 545 | 47,5 % | 2 308 |
| ANTEILE DER EIGENTÜMER DES MUTTERUNTERNEHMENS | 28 437 | 29 400 | (963) | (3,3) % | 28 073 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 9 184 | 8 750 | 434 | 5,0 % | 8 435 |
| BILANZSUMME | 143 117 | 143 920 | (803) | (0,6) % | 135 229 |
| in Mio. € | ||||||
| Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung in % | Q1-Q3 2016 |
Q1-Q3 2015 |
Veränderung in % | |
| UMSATZERLÖSE | 18 105 | 17 099 | 5,9 % | 53 552 | 51 369 | 4,2 % |
| Sonstige betriebliche Erträge | 386 | 233 | 65,7 % | 3 823 | 967 | n. a. |
| Bestandsveränderungen | 1 | 1 | 0,0 % | 7 | 9 | (22,2) % |
| Aktivierte Eigenleistungen | 532 | 515 | 3,3 % | 1 530 | 1 480 | 3,4 % |
| Materialaufwand | (8 975) | (8 624) | (4,1) % | (26 402) | (26 400) | 0,0 % |
| Personalaufwand | (3 836) | (3 857) | 0,5 % | (12 263) | (11 791) | (4,0) % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (879) | (786) | (11,8) % | (2 549) | (2 359) | (8,1) % |
| Abschreibungen | (3 178) | (2 796) | (13,7) % | (9 471) | (8 218) | (15,2) % |
| BETRIEBSERGEBNIS | 2 156 | 1 785 | 20,8 % | 8 227 | 5 057 | 62,7 % |
| Zinsergebnis | (646) | (579) | (11,6) % | (1 931) | (1 756) | (10,0) % |
| Zinserträge | 53 | 43 | 23,3 % | 163 | 164 | (0,6) % |
| Zinsaufwendungen | (699) | (622) | (12,4) % | (2 094) | (1 920) | (9,1) % |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | (1) | (18) | 94,4 % | 0 | (7) | n. a. |
| Sonstiges Finanzergebnis | 107 | (60) | n. a. | 431 | (101) | n. a. |
| FINANZERGEBNIS | (540) | (657) | 17,8 % | (1 500) | (1 864) | 19,5 % |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 1 616 | 1 128 | 43,3 % | 6 727 | 3 193 | n. a. |
| Ertragsteuern | (394) | (260) | (51,5) % | (1 442) | (777) | (85,6) % |
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) | 1 222 | 868 | 40,8 % | 5 285 | 2 416 | n. a. |
| ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) AN DIE | ||||||
| Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) | 1 053 | 809 | 30,2 % | 4 799 | 2 308 | n. a. |
| Anteile anderer Gesellschafter | 169 | 59 | n. a. | 486 | 108 | n. a. |
| in Mio. € | |
| Gesamtjahr 2015 |
|
| UMSATZERLÖSE | 69 228 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2 008 |
| Bestandsveränderungen | (11) |
| Aktivierte Eigenleistungen | 2 041 |
| Materialaufwand | (35 706) |
| Personalaufwand | (15 856) |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (3 316) |
| Abschreibungen | (11 360) |
| BETRIEBSERGEBNIS | 7 028 |
| Zinsergebnis | (2 363) |
| Zinserträge | 246 |
| Zinsaufwendungen | (2 609) |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 24 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 89 |
| FINANZERGEBNIS | (2 250) |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 4 778 |
| Ertragsteuern | (1 276) |
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) | 3 502 |
| ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) AN DIE | |
| Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) | 3 254 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 248 |
| Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung in % | Q1-Q3 2016 |
Q1-Q3 2015 |
||
| Den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechneter Überschuss/(Fehlbetrag) (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) | Mio. € | 1 053 | 809 | 30,2 % | 4 799 | 2 308 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien unverwässert/verwässert | Mio. Stück | 4 615 | 4 543 | 1,6 % | 4 615 | 4 543 |
| ERGEBNIS JE AKTIE UNVERWÄSSERT/ VERWÄSSERT | € | 0,23 | 0,18 | 27,8 % | 1,04 | 0,51 |
| Veränderung in % | Gesamtjahr 2015 |
|
| Den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechneter Überschuss/(Fehlbetrag) (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) | n. a. | 3 254 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien unverwässert/verwässert | 1,6 % | 4 553 |
| ERGEBNIS JE AKTIE UNVERWÄSSERT/ VERWÄSSERT | n. a. | 0,71 |
| in Mio. € | ||||||
| Q3 2016 |
Q3 2015 |
Veränderung | Q1-Q3 2016 |
Q1-Q3 2015 |
Veränderung | |
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) | 1 222 | 868 | 354 | 5 285 | 2 416 | 2 869 |
| Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden | ||||||
| Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | (244) | (228) | (16) | (1 322) | 197 | (1 519) |
| Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | 75 | 68 | 7 | 407 | (63) | 470 |
| (169) | (160) | (9) | (915) | 134 | (1 049) | |
| Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen | ||||||
| Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe | ||||||
| Erfolgswirksame Änderung | 0 | 0 | 0 | (948) | 4 | (952) |
| Erfolgsneutrale Änderung | 43 | (312) | 355 | (590) | 1 541 | (2 131) |
| Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | ||||||
| Erfolgswirksame Änderung | 2 | (1) | 3 | 7 | (1) | 8 |
| Erfolgsneutrale Änderung | (525) | 13 | (538) | (1 970) | 17 | (1 987) |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten | ||||||
| Erfolgswirksame Änderung | 117 | 127 | (10) | 415 | (212) | 627 |
| Erfolgsneutrale Änderung | (167) | (52) | (115) | (507) | 600 | (1 107) |
| Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | ||||||
| Erfolgswirksame Änderung | (2) | 0 | (2) | 5 | 0 | 5 |
| Erfolgsneutrale Änderung | (1) | (3) | 2 | 0 | 0 | 0 |
| Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | 15 | (22) | 37 | 29 | (119) | 148 |
| (518) | (250) | (268) | (3 559) | 1 830 | (5 389) | |
| SONSTIGES ERGEBNIS | (687) | (410) | (277) | (4 474) | 1 964 | (6 438) |
| GESAMTERGEBNIS | 535 | 458 | 77 | 811 | 4 380 | (3 569) |
| ZURECHNUNG DES GESAMTERGEBNISSES AN DIE | ||||||
| Eigentümer des Mutterunternehmens | 385 | 409 | (24) | 443 | 3 887 | (3 444) |
| Anteile anderer Gesellschafter | 150 | 49 | 101 | 368 | 493 | (125) |
| in Mio. € | |
| Gesamtjahr 2015 |
|
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) | 3 502 |
| Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden | |
| Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 230 |
| Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 0 |
| Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | (60) |
| 170 | |
| Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen | |
| Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe | |
| Erfolgswirksame Änderung | 4 |
| Erfolgsneutrale Änderung | 2 000 |
| Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | |
| Erfolgswirksame Änderung | 0 |
| Erfolgsneutrale Änderung | 31 |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten | |
| Erfolgswirksame Änderung | (255) |
| Erfolgsneutrale Änderung | 653 |
| Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | |
| Erfolgswirksame Änderung | 0 |
| Erfolgsneutrale Änderung | 25 |
| Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | (127) |
| 2 331 | |
| SONSTIGES ERGEBNIS | 2 501 |
| GESAMTERGEBNIS | 6 003 |
| ZURECHNUNG DES GESAMTERGEBNISSES AN DIE | |
| Eigentümer des Mutterunternehmens | 5 221 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 782 |
| in Mio. € | Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens |
|||||
Bezahltes Eigenkapital |
Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital | Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | ||||
| Gezeichnetes Kapital |
Eigene Anteile |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen einschl. Ergebnis- vortrag |
Konzern- überschuss/ (-fehlbetrag) |
Währungs- umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe |
|
| STAND ZUM 1. JANUAR 2015 | 11 611 | (53) | 51 778 | (39 783) | 2 924 | (1 247) |
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||||||
| Transaktionen mit Eigentümern | (396) | 196 | ||||
| Gewinnvortrag | 2 924 | (2 924) | ||||
| Dividendenausschüttung | (2 257) | |||||
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | 182 | 906 | ||||
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | 120 | |||||
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | ||||||
| Überschuss/(Fehlbetrag) | 2 308 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 132 | 1 162 | ||||
| GESAMTERGEBNIS | ||||||
| Transfer in Gewinnrücklagen | (2) | |||||
| STAND ZUM 30. SEPTEMBER 2015 | 11 793 | (53) | 52 408 | (38 986) | 2 308 | 111 |
| STAND ZUM 1. JANUAR 2016 | 11 793 | (51) | 52 412 | (38 969) | 3 254 | 427 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||||||
| Transaktionen mit Eigentümern | (58) | (2) | ||||
| Gewinnvortrag | 3 254 | (3 254) | ||||
| Dividendenausschüttung | (2 523) | |||||
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | 180 | 839 | ||||
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | 155 | |||||
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | 1 | 2 | ||||
| Überschuss/(Fehlbetrag) | 4 799 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | (900) | (1 434) | ||||
| GESAMTERGEBNIS | ||||||
| Transfer in Gewinnrücklagen | (38) | |||||
| STAND ZUM 30. SEPTEMBER 2016 | 11 973 | (50) | 53 348 | (39 174) | 4 799 | (1 009) |
| in Mio. € | Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens | Summe | ||||
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis |
||||||
| Neubewertungs- rücklage |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
Sicherungs- instrumente |
At equity bilanzierte Unternehmen |
Steuern | ||
| STAND ZUM 1. JANUAR 2015 | (62) | 79 | 340 | (42) | (108) | 25 437 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | |||||
| Transaktionen mit Eigentümern | (2) | (202) | ||||
| Gewinnvortrag | 0 | |||||
| Dividendenausschüttung | (2 257) | |||||
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | 1 088 | |||||
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | 120 | |||||
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | - | |||||
| Überschuss/(Fehlbetrag) | 2 308 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 16 | 388 | (119) | 1 579 | ||
| GESAMTERGEBNIS | 3 887 | |||||
| Transfer in Gewinnrücklagen | 2 | 0 | ||||
| STAND ZUM 30. SEPTEMBER 2015 | (62) | 95 | 728 | (42) | (227) | 28 073 |
| STAND ZUM 1. JANUAR 2016 | (62) | 110 | 738 | (17) | (235) | 29 400 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | |||||
| Transaktionen mit Eigentümern | (60) | |||||
| Gewinnvortrag | 0 | |||||
| Dividendenausschüttung | (2 523) | |||||
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | 1 019 | |||||
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | 155 | |||||
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | 3 | |||||
| Überschuss/(Fehlbetrag) | 4 799 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 2 | (1 966) | (92) | 5 | 29 | (4 356) |
| GESAMTERGEBNIS | 443 | |||||
| Transfer in Gewinnrücklagen | 38 | 0 | ||||
| STAND ZUM 30. SEPTEMBER 2016 | (60) | (1 856) | 646 | 26 | (206) | 28 437 |
| in Mio. € | Anteile anderer Gesellschafter | Gesamt Konzern-Eigenkapital |
| STAND ZUM 1. JANUAR 2015 | 8 629 | 34 066 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - |
| Transaktionen mit Eigentümern | (650) | (852) |
| Gewinnvortrag | - | 0 |
| Dividendenausschüttung | (98) | (2 355) |
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | - | 1 088 |
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | 61 | 181 |
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | - | - |
| Überschuss/(Fehlbetrag) | 108 | 2 416 |
| Sonstiges Ergebnis | 385 | 1 964 |
| GESAMTERGEBNIS | 493 | 4 380 |
| Transfer in Gewinnrücklagen | - | 0 |
| STAND ZUM 30. SEPTEMBER 2015 | 8 435 | 36 508 |
| STAND ZUM 1. JANUAR 2016 | 8 750 | 38 150 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | (1) | (1) |
| Transaktionen mit Eigentümern | 81 | 21 |
| Gewinnvortrag | - | 0 |
| Dividendenausschüttung | (97) | (2 620) |
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | - | 1 019 |
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | 83 | 238 |
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | - | 3 |
| Überschuss/(Fehlbetrag) | 486 | 5 285 |
| Sonstiges Ergebnis | (118) | (4 474) |
| GESAMTERGEBNIS | 368 | 811 |
| Transfer in Gewinnrücklagen | - | 0 |
| STAND ZUM 30. SEPTEMBER 2016 | 9 184 | 37 621 |
| in Mio. € | |||||
| Q3 2016 |
Q3 2015 |
Q1-Q3 2016 |
Q1-Q3 2015 |
Gesamtjahr 2015 |
|
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 1 616 | 1 128 | 6 727 | 3 193 | 4 778 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 3 178 | 2 796 | 9 471 | 8 218 | 11 360 |
| Finanzergebnis | 540 | 657 | 1 500 | 1 864 | 2 250 |
| Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften | 0 | 0 | (7) | 1 | (583) |
| Ergebnis aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen | 12 | - | (2 550) | - | - |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 94 | 41 | 258 | 157 | 243 |
| Ergebnis aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen | (108) | 48 | (507) | 23 | (87) |
| Veränderung aktives Working Capital | 410 | (787) | 244 | (705) | (1 438) |
| Veränderung der Rückstellungen | (14) | 252 | (408) | (124) | 112 |
| Veränderung übriges passives Working Capital | (580) | 445 | (772) | 471 | 878 |
| Erhaltene/(Gezahlte) Ertragsteuern | (113) | (187) | (380) | (487) | (695) |
| Erhaltene Dividenden | 150 | 86 | 330 | 576 | 578 |
| Nettozahlungen aus Abschluss, Auflösung und Konditionenänderung von Zinsderivaten | 0 | 0 | 289 | 101 | 100 |
| OPERATIVER CASHFLOW | 5 185 | 4 479 | 14 195 | 13 288 | 17 496 |
| Gezahlte Zinsen | (774) | (676) | (2 835) | (2 828) | (3 464) |
| Erhaltene Zinsen | 146 | 143 | 624 | 665 | 965 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 4 557 | 3 946 | 11 984 | 11 125 | 14 997 |
| Auszahlungen für Investitionen in | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | (1 862) | (759) | (4 393) | (5 593) | (6 446) |
| Sachanlagen | (2 023) | (2 054) | (6 091) | (5 979) | (8 167) |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | (51) | (73) | (404) | (186) | (493) |
| Auszahlungen für die Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen | 0 | (18) | 0 | (27) | (28) |
| Einzahlungen aus Abgängen von | |||||
| Immateriellen Vermögenswerten | 0 | 1 | 0 | 2 | 4 |
| Sachanlagen | 86 | 59 | 296 | 224 | 363 |
| Langfristigen finanziellen Vermögenswerten | 19 | 9 | 172 | 45 | 446 |
| Einzahlungen aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen | (6) | 0 | 5 | (8) | (58) |
| Veränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit mehr als 3 Monate), Wertpapiere und Forderungen des kurzfristigen finanziellen Vermögens | (526) | 119 | 89 | 2 047 | (638) |
| Sonstiges | (1) | 2 | (5) | 0 | 2 |
| CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | (4 364) | (2 714) | (10 331) | (9 475) | (15 015) |
| Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 8 900 | 13 115 | 24 248 | 27 961 | 33 490 |
| Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | (11 982) | (15 060) | (32 525) | (31 599) | (36 944) |
| Aufnahme mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 3 346 | 599 | 9 182 | 1 199 | 5 247 |
| Rückzahlung mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | (157) | (207) |
| Dividendenausschüttungen (inkl. Minderheiten) | (40) | (24) | (1 596) | (1 255) | (1 256) |
| Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten | (94) | (53) | (257) | (149) | (224) |
| Aktienrückkauf Deutsche Telekom AG | - | - | - | - | (15) |
| Verkauf eigene Aktien Deutsche Telekom AG | - | - | - | - | 31 |
| Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern | 10 | 6 | 22 | 41 | 43 |
| Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern | (4) | (88) | (50) | (988) | (1 041) |
| Sonstiges | 0 | 88 | 0 | 0 | - |
| CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | 136 | (1 417) | (976) | (4 947) | (876) |
| Auswirkung von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) | (9) | 23 | (47) | 305 | 267 |
| Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | - |
(22) | - | (21) | 1 |
| NETTOVERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL (LAUFZEIT BIS 3 MONATE) | 320 | (184) | 630 | (3 013) | (626) |
| BESTAND AM ANFANG DER PERIODE | 7 207 | 4 694 | 6 897 | 7 523 | 7 523 |
| BESTAND AM ENDE DER PERIODE | 7 527 | 4 510 | 7 527 | 4 510 | 6 897 |
Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der europäischen Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie
am 26. November 2015 sind die bisher im § 37x WpHG a.F. enthaltenen gesetzlichen Verpflichtungen
zur Erstellung und Veröffentlichung von Quartalsmitteilungen sowie Quartalsfinanzberichten
gestrichen worden. Die Frankfurter Börse sieht hingegen weiterhin eine vierteljährliche
Berichtspflicht für die im Prime Standard gelisteten Unternehmen vor, allerdings nach
Anpassung ihrer Börsenordnung mit Wirkung zum 26. November 2015 nur noch in Form einer
Quartalsmitteilung (§ 51a Abs. 1 BörsenO FWB n.F.). Diese Pflicht zur Veröffentlichung
einer Quartalsmitteilung entfällt jedoch, wenn das Unternehmen freiwillig einen Quartalsfinanzbericht
entsprechend § 37w WpHG veröffentlicht (§ 51a Abs. 6 BörsenO FWB n.F.). In Einklang
mit dem neu gefassten § 51a Abs. 6 der Börsenordnung veröffentlicht die Deutsche Telekom
AG weiterhin freiwillig einen Quartalsfinanzbericht, der unverändert einen Konzern-Zwischenabschluss
und einen Konzern-Zwischenlagebericht umfasst. Der Konzern-Zwischenabschluss wurde
unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzern-Zwischenlagebericht wurde
unter Beachtung des WpHG aufgestellt.
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2016 ist freiwillig unter Beachtung
der Regelungen des International Accounting Standards (IAS) 34 aufgestellt worden.
In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber
dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 gewählt. Alle von der Deutschen Telekom
angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.
Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält der prüferisch durchgesehene Quartalsfinanzbericht
alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Hinsichtlich
der im Rahmen der Konzernrechnungslegung angewendeten Grundlagen und Methoden verweisen
wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 (Geschäftsbericht
2015, Seite 161 ff.).
| Verlautbarung | Titel | Anwendungspflicht der Deutschen Telekom ab | Änderungen | Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom |
| Amendments to IAS 1 | Disclosure Initiative | 01.01.2016 | Die Änderungen sollen eine Reduzierung auf wesentliche und vereinfachte Angaben im Abschluss ermöglichen. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
| Amendments to IAS 16 and IAS 38 | Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation | 01.01.2016 | Eine erlösbasierte Abschreibungsmethode für Sachanlagen wird als nicht zulässig angesehen, während für immaterielle Vermögenswerte lediglich die widerlegbare Vermutung besteht, dass eine solche Methode nicht sachgerecht sei. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
| Amendments to IAS 16 and IAS 41 | Bearer Plants | 01.01.2016 | Keine Relevanz für die Deutsche Telekom. | |
| Amendments to IAS 19 | Defined Benefit Plans - Employee Contributions | 01.01.2016 | Mit der Überarbeitung von IAS 19 führt das IASB eine vereinfachte Bilanzierung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu einem Pensionsplan ein, die es ermöglicht, Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
| Amendments to IAS 27 | Equity Method in Separate Financial Statements | 01.01.2016 | Keine Relevanz für die Deutsche Telekom. | |
| Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28 | Investment Entities: Applying the Consolidation Exception | 01.01.2016 | Investmentgesellschaften fallen nicht unter IFRS 10 und sind insoweit von dessen Konsolidierungsvorschriften befreit. Diese Ausnahmevorschrift wurde in vier Punkten konkretisiert. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
| Amendments to IFRS 11 | Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations | 01.01.2016 | Beim Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb gemäß IFRS 3 darstellt, sind alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht in Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. | Da die Änderungen nur künftige Transaktionen betreffen, ist eine pauschale Aussage hinsichtlich der Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom nicht möglich. |
| Annual Improvements Project | Annual Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle | 01.01.2016 | Klarstellungen zahlreicher bereits veröffentlichter Standards. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
| Annual Improvements Project | Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle | 01.01.2016 | Klarstellungen zahlreicher bereits veröffentlichter Standards. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
Weitere Informationen zu veröffentlichten, aber noch nicht angewendeten Standards,
Interpretationen und Änderungen, sowie Angaben zum Ansatz und zur Bewertung von Bilanzposten
als auch zu Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten sind dem Kapitel
"Grundlagen und Methoden" des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2015 zu entnehmen
(Geschäftsbericht 2015, Seite 161 ff.).
Zur Vereinheitlichung der Steuerungsstruktur wurde die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
zum 1. Januar 2016 vom Umsatzkostenverfahren auf das leistungsbezogene Gesamtkostenverfahren
umgestellt. Die Umstellung auf das Gesamtkostenverfahren stellt eine freiwillige Änderung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Sinne des IAS 8.14b dar. Um die Vergleichbarkeit
zu den Vorjahresperioden zu gewährleisten, wurden die entsprechenden Werte rückwirkend
angepasst.
Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom
in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet
war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Bei dem Geschäftskundenbereich
der Magyar Telekom handelt es sich um eine Einheit in Ungarn, die im Wesentlichen
ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden erbringt. Die Vorjahresvergleichswerte
wurden entsprechend rückwirkend angepasst.
Nachdem die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) im
Januar 2016 dem Verkauf des Joint Ventures EE an die britische BT ohne Auflagen zugestimmt
hatte, haben die Deutsche Telekom AG und der französische Telekommunikationsanbieter
Orange am 29. Januar 2016 die Transaktion zu einem Kaufpreis von 13,2 Mrd. GBP vollzogen.
Im Gegenzug erhielt die Deutsche Telekom AG für ihren Anteil am Joint Venture EE insgesamt
12,0 % der Anteile an der BT sowie eine Barkomponente in Höhe von finalen 15,7 Mio.
GBP. Aus der Veräußerung ergab sich ein Ertrag von rund 2,5 Mrd. €, davon rund 0,9
Mrd. € aus in Vorjahren ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Effekten. Weiterhin
erhielten die Gesellschafter vom ehemaligen Joint Venture EE am 25. Januar 2016 eine
abschließende Dividende von insgesamt 0,3 Mrd. GBP, an der die Deutsche Telekom AG
mit ihrem zu diesem Zeitpunkt bestehenden Kapitalanteil von 50 % partizipiert hat.
Die im Zuge der Transaktion erhaltenen Anteile an BT werden in den sonstigen finanziellen
Vermögenswerten als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen.
Die Anteile werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Weitere Informationen
sind im Kapitel "Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz" im Abschnitt "Sonstige
finanzielle Vermögenswerte", Seite 44, sowie im Kapitel "Sonstige Angaben" im Abschnitt
"Angaben zu Finanzinstrumenten", Seite 50 ff., enthalten.
Im dritten Quartal 2016 sowie nach dem 30. September 2016 hat ein Endgerätehersteller
Rückrufaktionen für bestimmte Smartphones in den USA bekannt gegeben. Infolgedessen
wurden bei T-Mobile US keine Umsatzerlöse im Zusammenhang mit diesen Endgeräteverkäufen
an Kunden realisiert. Darüber hinaus wurden die in den Vorräten befindlichen Endgeräte
mit dem Nettoveräußerungswert bewertet. Der Endgerätehersteller hat der T-Mobile US
daraufhin eine Erstattung zugesagt. T-Mobile US hat einen in diesem Zusammenhang vom
Endgerätehersteller zu erstattenden Betrag mit dem entstandenen Verlust beim Materialaufwand
verrechnet, was ebenso zu einer Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen führte.
Die Deutsche Telekom erwarb bzw. veräußerte im vorhergehenden Geschäftsjahr Gesellschaften.
Die Vergleichbarkeit des Konzern-Zwischenabschlusses und der Angaben in der Segmentberichterstattung
ist daher zum Teil eingeschränkt.
Die dargestellten Effekte im operativen Segment Europa resultierten aus der zum 1.
Januar 2016 erfolgten Ausgliederung des Energie-Resale-Geschäfts in Ungarn.
Die dargestellten Effekte im Segment Group Headquarters & Group Services resultierten
aus der Veräußerung der Online-Plattform t-online.de und des Digitalvermarkters InteractiveMedia
im vierten Quartal 2015.
In der folgenden Tabelle werden die Auswirkungen der Veränderungen des Konsolidierungskreises
auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Segmentberichterstattung der Vergleichsperiode
dargestellt.
| in Mio. € | ||||||
| Gesamt Q1-Q3 2016 | Q1-Q3 2015 | |||||
| Gesamt | Deutschland |
USA | Europa | Systemgeschäft | ||
| Umsatzerlöse | 53 552 | 51 369 | (119) | |||
| Sonstige betriebliche Erträge | 3 823 | 967 | 0 | |||
| Bestandsveränderungen | 7 | 9 | 0 | |||
| Aktivierte Eigenleistungen | 1 530 | 1 480 | 0 | |||
| Materialaufwand | (26 402) | (26 400) | 115 | |||
| Personalaufwand | (12 263) | (11 791) | 1 | |||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (2 549) | (2 359) | 1 | |||
| Abschreibungen | (9 471) | (8 218) | 0 | |||
| BETRIEBSERGEBNIS | 8 227 | 5 057 | 0 | 0 | (2) | 0 |
| Zinsergebnis | (1 931) | (1 756) | 0 | |||
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 0 | (7) | 0 | |||
| Sonstiges Finanzergebnis | 431 | (101) | 0 | |||
| FINANZERGEBNIS | (1 500) | (1 864) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 6 727 | 3 193 | 0 | 0 | (2) | 0 |
| Ertragsteuern | (1 442) | (777) | 0 | |||
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) | 5 285 | 2 416 | 0 | 0 | (2) | 0 |
| in Mio. € | ||||
| Q1-Q3 2015 | Organische Veränderung Q1-Q3 2016 |
|||
| Group Headquarters & Group Services |
Überleitung | Pro-formaa | ||
| Umsatzerlöse | (73) | 51 177 | 2 375 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3 | 970 | 2 853 | |
| Bestandsveränderungen | 0 | 9 | (2) | |
| Aktivierte Eigenleistungen | (2) | 478 | 52 | |
| Materialaufwand | 5 | (26 280) | (122) | |
| Personalaufwand | 33 | (11 757) | (506) | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 22 | (2 336) | (213) | |
| Abschreibungen | 3 | (8 215) | (1 256) | |
| BETRIEBSERGEBNIS | (9) | 0 | 5 046 | 3 181 |
| Zinsergebnis | 0 | (1 756) | (175) | |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 0 | (7) | 7 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | 0 | (101) | 532 | |
| FINANZERGEBNIS | 0 | 0 | (1 864) | 364 |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | (9) | 0 | 3 182 | 3 545 |
| Ertragsteuern | 0 | (777) | (665) | |
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) | (9) | 0 | 2 405 | 2 880 |
a
Auf Basis des Konsolidierungskreises der aktuellen Berichtsperiode.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sanken um
0,6 Mrd. € auf 8,6 Mrd. €. Im Zusammenhang mit im Berichtszeitraum abgeschlossenen
Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe fälliger Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen reduzierte sich der Forderungsbestand. Ebenfalls vermindernd
wirkten Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Gegenläufig
wirkten im Zusammenhang mit der im ersten Quartal 2016 abgeschlossenen Errichtungsphase
und dem Übergang in die Betriebsphase des elektronischen Mauterhebungssystems in Belgien
aktivierte Forderungen. Weitere Informationen zum Mauterhebungssystem in Belgien sind
im Kapitel "Sonstige Angaben" im Abschnitt "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen",
Seite 55, enthalten.
Die Vorräte verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 0,2 Mrd. € auf
1,6 Mrd. €. Ursächlich hierfür waren insbesondere ein zum Abschluss-Stichtag geringerer
Bestand an Endgeräten (v. a. höherpreisiger Smartphones) bei T-Mobile US und Währungskurseffekte
aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.
Der Rückgang des Buchwerts der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen um 6,7 Mrd. € auf 0,3 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus
den folgenden Effekten: Der am 29. Januar 2016 vollzogene Verkauf der seit Dezember
2014 reklassifizierten Anteile am Joint Venture EE wirkte sich in Höhe von 5,8 Mrd.
€ buchwertmindernd aus.
In diesem Zusammenhang wirkten Währungskurseffekte aus der Umrechnung von Britischem
Pfund in Euro in Höhe von 0,2 Mrd. € im Vergleich zum 31. Dezember 2015 ebenfalls
buchwertmindernd. Darüber hinaus wurde im März 2016 die im dritten Quartal 2015 zwischen
T-Mobile US und einem Wettbewerber vereinbarte Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen
zur Verbesserung der Mobilfunknetz-Abdeckung der T-Mobile US abgeschlossen. Dies verminderte
den Buchwert um 0,7 Mrd. €. Gegenläufig erhöhte eine im dritten Quartal 2016 zwischen
T-Mobile US und einem Wettbewerber vereinbarte Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen,
ebenfalls zur Verbesserung der Mobilfunknetz-Abdeckung der T-Mobile US, den Buchwert
um 0,1 Mrd. €.
Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 1,9 Mrd. € auf 59,0 Mrd. €, hauptsächlich
aufgrund von Zugängen von insgesamt 6,0 Mrd. €. Hierin enthalten sind u. a. Zugänge
bei T-Mobile US, die überwiegend aus mit Wettbewerbern im März und im September 2016
in Höhe von insgesamt 1,4 Mrd. € vollzogenen Transaktionen über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen
stammen. Weiterhin resultierten Zugänge aus Erwerben von Mobilfunk-Lizenzen durch
T-Mobile US in 2016 für insgesamt rund 1,2 Mrd. € sowie durch T-Mobile Polska für
rund 1,0 Mrd. €. Buchwertmindernd wirkten negative Währungskurseffekte in Höhe von
0,7 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Einen ebenfalls buchwertmindernden
Effekt hatten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 3,0 Mrd. € sowie die vorgenommene
Reklassifizierung von Vermögenswerten in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen von 0,4 Mrd. €.
Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 0,5 Mrd. € auf
45,1 Mrd. €. Zugänge von 7,9 Mrd. €, in erster Linie in den operativen Segmenten USA
und Deutschland, erhöhten den Buchwert. Hierin enthalten sind auch 1,1 Mrd. € an Aktivierungen
höherpreisiger Mobilfunk-Endgeräte. Diese stehen im Zusammenhang mit dem bei T-Mobile
US im Juni 2015 eingeführten Geschäftsmodell JUMP! On Demand, bei dem Kunden das Endgerät
nicht mehr kaufen, sondern mieten. Dagegen reduzierten Währungskurseffekte den Buchwert
um 0,3 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Planmäßige Abschreibungen
wirkten in Höhe von 6,4 Mrd. € buchwertmindernd. Ebenfalls vermindernd wirkten Abgänge
von 0,6 Mrd. €.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember
2015 um 3,4 Mrd. € auf 12,8 Mrd. €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem
Zugang des 12,0 %-Anteils in Form von Aktien an der BT infolge des am 29. Januar 2016
vollzogenen Verkaufs der Anteile am Joint Venture EE in Höhe von 7,4 Mrd. €. Zum 30.
September 2016 ergab sich aus der Folgewertung dieses in der Bewertungskategorie "Zur
Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" erfassten und erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten börsengehandelten Unternehmensanteils ein Buchwert
von 5,4 Mrd. €. Weitere Informationen sind im Kapitel "Sonstige Angaben" im Abschnitt
"Angaben zu Finanzinstrumenten", Seite 50 ff., enthalten. Ebenfalls erhöhend wirkten
sich eine im zweiten Quartal 2016 hinterlegte rückerstattungsfähige Barsicherheit
im Zusammenhang mit einem möglichen Erwerb von Vermögenswerten in den USA in Höhe
von rund 2,0 Mrd. € sowie positive Bewertungseffekte aus eingebetteten Optionen bei
emittierten Anleihen der T-Mobile US in Höhe von 0,5 Mrd. € aus. Den Buchwert der
sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten bereits im ersten Halbjahr 2016
fällig gewordene US-amerikanische Staatsanleihen im Volumen von 2,8 Mrd. €. Weiterhin
buchwertmindernd wirkten sich im Juni 2016 durchgeführte vorzeitige Auflösungen von
Zinsderivaten mit einem beizulegenden Zeitwert von 0,6 Mrd. € aus. In der Konzern-Kapitalflussrechnung
werden Zahlungen aus Derivaten dort ausgewiesen, wo die zugehörigen gesicherten Grundgeschäfte
ausgewiesen werden. Dementsprechend wurde die Ausgleichszahlung in Höhe von 0,3 Mrd.
€ im Cashflow aus Geschäftstätigkeit und in Höhe von 0,3 Mrd. € im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
erfasst.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
haben sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um 2,2 Mrd. € auf 8,9 Mrd. € verringert.
Ursächlich hierfür waren neben dem Abbau des Verbindlichkeitenbestands in den Landesgesellschaften
des operativen Segments Europa und bei T-Mobile US auch Währungskurseffekte aus der
Umrechnung von US-Dollar in Euro.
Die finanziellen Verbindlichkeiten verringerten sich im Vergleich zum Jahresende 2015
geringfügig um 0,1 Mrd. € auf insgesamt 62,3 Mrd. €.
Die Deutsche Telekom International Finance B.V. hat mit Garantie der Deutschen Telekom
AG am 23. März 2016 im Rahmen eines Daueremissionsprogramms (Debt Issuance-Programm)
eine Euro-Anleihe über 4,5 Mrd. € in drei Tranchen platziert: Eine 4-jährige variabel
verzinsliche Tranche mit einem Volumen von 1,25 Mrd. € wurde mit einem Aufschlag von
35 Basispunkten über dem 3-Monats-Euribor, eine 7-jährige festverzinsliche Tranche
mit einem Volumen von 1,75 Mrd. € mit einem Kupon von 0,625 % sowie eine 12-jährige
Tranche im Volumen von 1,5 Mrd. € mit einem fixen Kupon von 1,5 % ausgegeben. Am 1.
April 2016 hat T-Mobile US Senior Notes im Gesamtvolumen von 1,0 Mrd. US-$ begeben.
Die Nettoerlöse aus dieser Emission sollen für den Erwerb von Spektrum im 700 MHz-A-Band
sowie für andere Spektrumerwerbe verwendet werden. Ebenfalls im April 2016 hat die
Deutsche Telekom International Finance B.V. mit Garantie der Deutschen Telekom AG
im Rahmen eines Daueremissionsprogramms eine Euro-Anleihe im Volumen von 0,5 Mrd.
€ ausgegeben. Des Weiteren hat die Deutsche Telekom AG im Juli 2016 ein Darlehen der
Europäischen Investitionsbank über 0,5 Mrd. € mit 6-jähriger Laufzeit und einem fixen
Zinssatz von 0,318 % aufgenommen.
Ferner hat die Deutsche Telekom International Finance B.V. mit Garantie der Deutschen
Telekom AG im September 2016 eine US-Dollar-Anleihe über 2,75 Mrd. US-$ (rund 2,5
Mrd. €) in vier Tranchen begeben: Eine 3-jährige variabel verzinsliche Tranche mit
einem Volumen von 250 Mio. US-$ wurde mit einem Aufschlag von 45 Basispunkten über
US-Dollar 3-Monats-Libor, eine 3-jährige festverzinsliche Tranche mit einem Volumen
von 750 Mio. US-$ mit einem Kupon von 1,5 %, eine 5-jährige Tranche im Volumen von
1,0 Mrd. US-$ mit einem Kupon von 1,95 % sowie eine 7-jährige Tranche im Volumen von
750 Mio. US-$ mit einem Kupon von 2,485 % ausgegeben.
In den ersten neun Monaten 2016 erfolgten Rückzahlungen von zwei US-Dollar-Bonds im
Gesamtvolumen von 2,25 Mrd. US-$ (rund 2,0 Mrd. €), von Euro-Anleihen über in Summe
0,9 Mrd. €, einer Anleihe in Schweizer Franken über 0,4 Mrd. CHF (rund 0,4 Mrd. €),
von Commercial Paper in Höhe von 3,3 Mrd. € (netto) sowie von Schuldscheindarlehen
in Höhe von 0,4 Mrd. € (netto). Ebenfalls den Buchwert der finanziellen Verbindlichkeiten
mindernd, wirkte der Rückgang von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in
Höhe von 0,1 Mrd. €.
In der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzung und die Fälligkeitsstruktur der
finanziellen Verbindlichkeiten zum 30. September 2016 dargestellt:
| in Mio. € | ||||
| 30.09.2016 | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit >1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | |
| Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten | 49 014 | 4 178 | 18 990 | 25 846 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4 065 | 1 218 | 2 104 | 743 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing | 2 378 | 451 | 1 242 | 685 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen | 556 | 34 | 204 | 318 |
| Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall | 1 766 | 18 | 72 | 1 676 |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | 1 922 | 1 365 | 375 | 182 |
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | 1 567 | 1 411 | 155 | 1 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 1 040 | 284 | 193 | 563 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | 62 308 | 8 959 | 23 335 | 30 014 |
Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen erhöhten sich um 1,1 Mrd.
€ auf 9,1 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch Rechnungszinsanpassungen,
aus denen insgesamt ein erfolgsneutral zu erfassender versicherungsmathematischer
Verlust von 1,3 Mrd. € resultierte. Eine im ersten Quartal 2016 vorgenommene Erhöhung
des Planvermögens (Dotierung Contractual Trust Agreement) in Deutschland um 0,3 Mrd.
€ minderte die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen hingegen.
Die Deutsche Telekom hat im März 2016 im Rahmen einer Planänderung die Verzinsung
der Kapitalkonten innerhalb der betrieblichen Altersversorgung im Inland von 3,75
% p. a. auf 3,50 % p. a. reduziert. Die Änderung dient dazu, eine konzerneinheitliche
und zugleich kapitalmarktnahe Verzinsung der Beiträge zum Kapitalkonto mithilfe eines
Richtzinses zu erreichen. Aufgrund der deutlich gesunkenen Zinsen war eine kapitalmarktnahe
Verzinsung nicht mehr gegeben. Die Änderung des Zinssatzes wird prospektiv angewendet
und führt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Jahr 2016 zu einem unwesentlichen
positiven Einmaleffekt.
Bei der für das Geschäftsjahr 2015 beschlossenen Dividende in Höhe von 0,55 € pro
Aktie konnten die Aktionäre zwischen der Erfüllung des Dividendenanspruchs in bar
oder dessen Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG wählen. Im Juni 2016 wurden
Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,0 Mrd. €
für Aktien aus genehmigtem Kapital eingebracht und damit nicht zahlungswirksam substituiert.
Dafür hat die Deutsche Telekom AG im Juni 2016 eine Erhöhung des gezeichneten Kapitals
in Höhe von 0,2 Mrd. € gegen Einlage von Dividendenansprüchen durchgeführt. Die Kapitalrücklage
hat sich in diesem Zusammenhang um 0,8 Mrd. € erhöht. Die Anzahl der Aktien erhöhte
sich um 70,3 Mio. Stück.
Mit Vollzug des Verkaufs des Joint Ventures EE am 29. Januar 2016 wurden die bis zu
diesem Zeitpunkt im Eigenkapital als sonstiges Ergebnis ausgewiesenen Gewinne aus
der Umrechnung von Britischem Pfund in Euro in Höhe von 0,9 Mrd. € erfolgswirksam
in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und dort in den sonstigen
betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Verluste
aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
in Höhe von 2,0 Mrd. € standen im Zusammenhang mit der Folgewertung der Anteile an
der BT.
| in Mio. € | ||
| Q1-Q3 2016 | Q1-Q3 2015 | |
| Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 620 | 106 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 68 | 41 |
| Erträge aus Kostenerstattungen | 156 | 202 |
| Erträge aus sonstigen Nebengeschäften | 28 | 36 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 2 951 | 582 |
| davon: Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen | 2 557 | - |
| 3 823 | 967 |
Die Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten erhöhten sich im Vergleich
zur Vorjahresperiode um 0,5 Mrd. €. Ursächlich hierfür waren der Ertrag aus einer
im März 2016 vollzogenen Transaktion zwischen T-Mobile US und einem Wettbewerber über
den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 0,4 Mrd. € sowie aus einer weiteren
im September 2016 vollzogenen Transaktion zwischen T-Mobile US und einem weiteren
Wettbewerber über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Die übrigen
sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um
2,4 Mrd. € auf insgesamt 3,0 Mrd. €. Insbesondere die Erträge aus Entkonsolidierungen
und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen trugen aufgrund
des Verkaufs der Anteile am Joint Venture EE mit 2,5 Mrd. € maßgeblich zu diesem Anstieg
bei. Davon resultierten rund 0,9 Mrd. € aus in Vorjahren erfolgsneutral im Eigenkapital
erfassten Effekten. Ebenfalls erhöhend wirkte sich der Ertrag aus dem am 18. April
2016 vollzogenen Verkauf von rund 2,6 Mio. Aktien der Scout24 AG von rund 0,1 Mrd.
€ aus. In der Vorjahresperiode war in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen
ein Ertrag in Höhe von 175 Mio. € aus einer Vergleichsvereinbarung zur Beilegung eines
kartellrechtlichen Beschwerdeverfahrens enthalten.
| in Mio. € | ||
| Q1-Q3 2016 | Q1-Q3 2015 | |
| Aufwand Rechts- und Prüfungskosten | (158) | (146) |
| Verluste aus Anlagenabgängen | (114) | (129) |
| Ergebnis aus Forderungsbewertungen | (635) | (656) |
| Sonstige Steuern | (329) | (294) |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | (1 313) | (1 134) |
| (2 549) | (2 359) |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig
geringen Einzelsachverhalten.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich gegenüber
dem Vorjahresvergleichszeitraum um 1,3 Mrd. € auf 9,5 Mrd. €. Diese Erhöhung stand
im Zusammenhang mit dem Ausbau des 4G/LTE-Netzes und dem im Juni 2015 gestarteten
JUMP! On Demand Programm im operativen Segment USA. Beides führte im Ergebnis zu einer
erhöhten Abschreibungsbasis.
Das sonstige Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch Bewertungseffekte
aus der Folgebewertung der in von T-Mobile US emittierten Anleihen eingebetteten Optionen
(Kündigungsrechte) verbessert. Zusätzlich wirkten sich Effekte aus der Folgebewertung
der in den Mandatory Convertible Preferred Stocks der T-Mobile US (wirtschaftlich
ähnlich einer nachrangigen Pflichtwandelanleihe) enthaltenen eingebetteten Derivate
weniger stark negativ aus. Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet eine erhaltene abschließende
Dividendenzahlung des ehemaligen Joint Ventures EE in Höhe von 0,2 Mrd. €. Im Vergleichszeitraum
war hier eine Dividendenzahlung in Höhe von 0,4 Mrd. € erfolgswirksam berücksichtigt.
Aus der Beteiligung an BT resultierte 2016 erstmals eine Dividendenzahlung von 0,1
Mrd. €.
In den ersten neun Monaten 2016 entstand ein Steueraufwand in Höhe von 1,4 Mrd. €.
Die vergleichsweise niedrige Steuerquote ist insbesondere auf die Steuerfreiheit des
Ertrags aus der Veräußerung der Anteile am Joint Venture EE zurückzuführen. Gegenüber
der Vorjahresvergleichsperiode erhöhte sich der Steueraufwand um 0,7 Mrd. €. Dieser
Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Vorsteuerergebnis.
Gegenüber der Vergleichsperiode erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um
0,9 Mrd. € auf 12,0 Mrd. €. Hierzu trug im Wesentlichen die positive Geschäftsentwicklung
des operativen Segments USA bei. Im Berichtszeitraum wurden Factoring-Vereinbarungen
über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
abgeschlossen. Factoring-Vereinbarungen wirkten sich im Berichtszeitraum insgesamt
mit 1,0 Mrd. € positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit aus. Dies beinhaltet
im Wesentlichen Factoring-Vereinbarungen in den operativen Segmenten USA und Deutschland.
Im Vergleichszeitraum betrug der Effekt aus Factoring-Vereinbarungen 0,6 Mrd. €. Einzahlungen
aus der Auflösung bzw. Konditionenänderung von Zinsderivaten wirkten sich in der Berichtsperiode
mit 0,3 Mrd. € (Vergleichsperiode 0,1 Mrd. €) positiv aus. Ebenfalls positiv machte
sich eine im Vorjahresvergleich um 0,1 Mrd. € niedrigere Auszahlung für Ertragsteuern
bemerkbar. Negativ wirkte dagegen eine im Vorjahresvergleich um 0,2 Mrd. € niedrigere
Dividendenzahlung des ehemaligen Joint Ventures EE auf die Entwicklung des Cashflows
aus Geschäftstätigkeit. Der erstmalig erhaltenen Dividendenzahlung der BT in Höhe
von 0,1 Mrd. € stand in der Vergleichsperiode die erhaltene Dividendenzahlung der
Scout24 Gruppe in entsprechender Höhe gegenüber.
| in Mio. € | |||
| Q1-Q3 2016 | Q1-Q3 2015 | ||
| Cash Capex | |||
| Operatives Segment Deutschland | (2 900) | (4 644) | |
| Operatives Segment USA | (4 678) | (5 062) | |
| Operatives Segment Europa | (2 307) | (1 204) | |
| Operatives Segment Systemgeschäft | (738) | (806) | |
| Group Headquarters & Group Services | (175) | (230) | |
| Überleitung | 314 | 374 | |
| (10 484) | (11 572) | ||
| Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) | (2 768) | 1 558 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen | 296 | 224 | |
| Dotierung Contractual Trust Agreement (CTA) für Pensionszusagen | (250) | ||
| Erwerb/Veräußerung Staatsanleihen (netto) | 2 788 | 164 | |
| Sonstiges | 87 | 151 | |
| (10 331) | (9 475) | ||
Der Cash Capex verminderte sich um 1,1 Mrd. € auf 10,5 Mrd. €. Im Berichtszeitraum
wurden Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von insgesamt 2,2 Mrd. € erworben, v. a. in den
operativen Segmenten USA und Europa. In der Vergleichsperiode waren v. a. in den operativen
Segmenten USA und Deutschland 3,8 Mrd. € erworbene Mobilfunk-Lizenzen enthalten. Darüber
hinaus stieg der Cash Capex ohne Berücksichtigung von Investitionen in Spektrum v.
a. im operativen Segment USA im Zusammenhang mit der Netzmodernisierung einschließlich
des Ausbaus des 4G/LTE-Netzwerks.
| in Mio. € | |||
| Q1-Q3 2016 | Q1-Q3 2015 | ||
| Rückzahlung Anleihen | (3 235) | (3 764) | |
| Dividendenausschüttungen (inkl. Minderheiten) | (1 596) | (1 255) | |
| Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten aus finanziertem Capex und Opex | (213) | (814) | |
| Rückzahlung EIB-Kredite | (650) | (412) | |
| Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) | 529 | (289) | |
| Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten | (257) | (149) | |
| Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten für Medienübertragungsrechte | (162) | (159) | |
| Geldanlagen des Joint Ventures EE (netto) | (220) | (226) | |
| Money Market Loans (netto) | (150) | (160) | |
| Zahlungsflüsse Continuing Involvement Factoring (netto) | 5 | 39 | |
| Ziehung von EIB-Krediten | 889 | 1 199 | |
| Schuldscheindarlehen (netto) | (582) | (179) | |
| Begebung Anleihen | 8 293 | - | |
| Commercial Paper (netto) | (3 276) | 2 576 | |
| Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern | |||
| Kapitalerhöhung T-Mobile US | - | - | |
| Aktienoptionen T-Mobile US | 22 | 41 | |
| 22 | 41 | ||
| Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern | |||
| Erwerb der restlichen Anteile der Slovak Telekom | - | (900) | |
| Aktienrückkauf T-Mobile US | (47) | (88) | |
| Sonstiges | (3) | - | |
| (50) | (988) | ||
| Sonstiges | (323) | (407) | |
| (976) | (4 947) | ||
Im Juni 2016 wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in
Höhe von 1,0 Mrd. € im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit nicht zahlungswirksam bedient,
sondern durch Aktien aus genehmigtem Kapital substituiert (siehe Kapitel "Ausgewählte
Erläuterungen zur KonzernBilanz" im Abschnitt "Eigenkapital", Seite 45). Die zahlungswirksame
Erfüllung der Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG betrug 1,5
Mrd. €. Im Vorjahr wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom
AG in Höhe von 1,1 Mrd. € nicht zahlungswirksam und in Höhe von 1,2 Mrd. € zahlungswirksam
erfüllt.
Die Deutsche Telekom hat in den ersten drei Quartalen 2016 in Höhe von insgesamt 0,2
Mrd. € Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich im Wesentlichen
durch Einbeziehung von Bankgeschäften später fällig werden (in den ersten drei Quartalen
2015: 0,7 Mrd. €). In der Bilanz werden diese in der Folge unter den finanziellen
Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.
Die Deutsche Telekom hat in den ersten drei Quartalen 2016 im Wesentlichen im operativen
Segment USA in Höhe von insgesamt 0,7 Mrd. € Netzwerkausstattung angemietet (in den
ersten drei Quartalen 2015: 0,4 Mrd. €), die als Finanzierungs-Leasing-Verhältnis
klassifiziert ist. In der Bilanz wird dieses ebenfalls unter den finanziellen Verbindlichkeiten
ausgewiesen. Die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten werden im Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Die Gegenleistung für den Erwerb von Medienübertragungsrechten wird von der Deutschen
Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei Vertragsabschluss oder verteilt über
die Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene Medienübertragungsrechte wurden in den
ersten drei Quartalen 2016 finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige Gegenleistungen
in Höhe von 0,2 Mrd. € passiviert (in den ersten drei Quartalen 2015: 0,1 Mrd. €).
Bei Zahlung erfolgt der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.
Im operativen Segment USA wurden im Berichtszeitraum Mobilfunk-Endgeräte in Höhe von
1,1 Mrd. € in den Sachanlagen aktiviert. Diese stehen im Zusammenhang mit dem bei
T-Mobile US im Vorjahr eingeführten Geschäftsmodell JUMP! On Demand, bei dem Kunden
das Endgerät nicht mehr kaufen, sondern mieten. Die Auszahlungen werden im Cashflow
aus Geschäftstätigkeit gezeigt.
Im operativen Segment USA wurde im März 2016 ein zwischen T-Mobile US und einem Wettbewerber
vereinbarter Tausch von Mobilfunk-Lizenzen vollzogen und Mobilfunk-Lizenzen im Wert
von 1,1 Mrd. € zahlungsunwirksam erworben. Ebenfalls im operativen Segment USA wurde
im September 2016 ein weiterer Tausch von Mobilfunk-Lizenzen vollzogen und Mobilfunk-Lizenzen
im Wert von 0,4 Mrd. € zahlungsunwirksam erworben.
Aus dem am 29. Januar 2016 vollzogenen Verkauf des Joint Ventures EE an die britische
BT hat die Deutsche Telekom den Kaufpreis für ihren Anteil von 13,2 Mrd. GBP in Form
von insgesamt 12,0 % der Anteile an der BT sowie eine Barkomponente in Höhe von finalen
15,7 Mio. GBP erhalten.
Die folgende Tabelle gibt einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente und das
Segment Group Headquarters & Group Services der Deutschen Telekom für die ersten drei
Quartale 2016 und 2015.
Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom
in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet
war, im operativen Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Bei dem Geschäftskundenbereich
der Magyar Telekom handelt es sich um eine Einheit in Ungarn, die im Wesentlichen
ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden erbringt. Die Vorjahresvergleichswerte
wurden entsprechend rückwirkend angepasst.
Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der Deutschen Telekom liegen
im Wesentlichen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Deutsche Telekom
beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses
(EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von
Marktpreisen verrechnet. Leistungen der Telekom IT werden grundsätzlich ohne Gewinnmarge
verrechnet; ab 1. Januar 2016 neu beauftragte Entwicklungsleistungen werden nicht
verrechnet, jedoch der internen Steuerungslogik folgend auf Ebene des Segments aktiviert.
Ausführliche Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung der operativen Segmente und des
Segments Group Headquarters & Group Services sind dem Kapitel "Geschäftsentwicklung
der operativen Segmente" im Konzern-Zwischenlagebericht auf Seite 19 ff. zu entnehmen.
| in Mio. € |
||||||
| Außenumsatz | Intersegmentumsatz | Gesamtumsatz | Betriebs ergebnis (EBIT) |
Planmäßige Abschreibungen |
||
| Deutschland | Q1-Q3 2016 | 15 420 | 989 | 16 409 | 3 146 | (2 836) |
| Q1-Q3 2015 | 15 748 | 1 014 | 16 762 | 3 573 | (2 793) | |
| USA | Q1-Q3 2016 | 24 293 | 0 | 24 293 | 2 703 | (3 929) |
| Q1-Q3 2015 | 21 406 | 1 | 21 407 | 1 538 | (2 623) | |
| Europa | Q1-Q3 2016 | 9 178 | 231 | 9 409 | 1 129 | (1 915) |
| Q1-Q3 2015 | 9 448 | 179 | 9 627 | 1 183 | (1 901) | |
| Systemgeschäft | Q1-Q3 2016 | 4 296 | 1 633 | 5 929 | (144) | (426) |
| Q1-Q3 2015 | 4 307 | 1 724 | 6 031 | (406) | (469) | |
| Group Headquarters & Group Services | Q1-Q3 2016 | 365 | 1 249 | 1 614 | 1 392 | (369) |
| Q1-Q3 2015 | 460 | 1 244 | 1 704 | (824) | (390) | |
| SUMME | Q1-Q3 2016 | 53 552 | 4 102 | 57 654 | 8 226 | (9 475) |
| Q1-Q3 2015 | 51 369 | 4 162 | 55 531 | 5 064 | (8 176) | |
| Überleitung | Q1-Q3 2016 | - | (4 102) | (4 102) | 1 | 48 |
| Q1-Q3 2015 | - | (4 162) | (4 162) | (7) | 58 | |
| KONZERN | Q1-Q3 2016 | 53 552 | - | 53 552 | 8 227 | (9 427) |
| Q1-Q3 2015 | 51 369 | - | 51 369 | 5 057 | (8 118) |
| in Mio. € |
||||
| Wertminderungen | Segmentvermögena | Segmentschuldena | Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmena | |
| Deutschland | (13) | 32 861 | 26 304 | 20 |
| (7) | 33 552 | 26 270 | 20 | |
| USA | 0 | 63 225 | 45 833 | 205 |
| 1 | 62 534 | 46 087 | 215 | |
| Europa | (11) | 31 021 | 12 511 | 62 |
| (2) | 30 437 | 12 543 | 61 | |
| Systemgeschäft | 0 | 9 032 | 6 204 | 21 |
| (26) | 8 701 | 5 870 | 21 | |
| Group Headquarters & Group Services | (20) | 43 417 | 51 006 | 474 |
| (66) | 44 532 | 50 830 | 504 | |
| SUMME | (44) | 179 556 | 141 858 | 782 |
| (100) | 179 756 | 141 600 | 821 | |
| Überleitung | - | (36 439) | (36 362) | - |
| - | (35 836) | (35 830) | 1 | |
| KONZERN | (44) | 143 117 | 105 496 | 782 |
| (100) | 143 920 | 105 770 | 822 |
a
Werte sind stichtagsbezogen auf den 30. September 2016 und den 31. Dezember 2015.
Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu den im Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2015 dargestellten Eventualverbindlichkeiten ausgeführt.
Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen. Fünf Telefonbuchpartnerverlage, deren Zivilklagen
noch rechtshängig sind, verfolgen ihre Ansprüche nunmehr parallel durch verwaltungsgerichtliche
Klagen gegen die Bundesnetzagentur.
Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. Die Klage der Unitymedia
Hessen GmbH & Co. KG und anderer Kläger gegen die Telekom Deutschland GmbH wurde am
11. Oktober 2016 vom Landgericht Köln erstinstanzlich abgewiesen. Das Urteil ist noch
nicht rechtskräftig.
Schadensersatzklage in Malaysia trotz früherem, anderslautenden rechtskräftigem Schiedsurteil.
Die Celcom Malaysia Berhad (Celcom) und die Technology Resources Industries Berhad
klagen vor den staatlichen Gerichten in Kuala Lumpur, Malaysia, gegen insgesamt elf
Beklagte, darunter auch die DeTeAsia Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen
Telekom AG. Die Kläger verlangen Schadensersatz und Entschädigung in Höhe von 232
Mio. US-$ zuzüglich Zinsen. Diesen Betrag hatte die DeTeAsia Holding GmbH im Jahr
2005 aufgrund eines rechtskräftig zu ihren Gunsten ergangenen Schiedsurteils gegen
die Celcom vollstreckt. Das ursprünglich für Oktober 2016 vorgesehene erstinstanzliche
Hauptverfahren wird nunmehr voraussichtlich im Frühjahr 2017 stattfinden. Die finanziellen
Auswirkungen können derzeit noch nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.
Schadensersatzklage gegen OTE. Im Verfahren der Lannet Communications S. A. gegen
die OTE wegen Schadensersatz in Höhe von ca. 176 Mio. € zuzüglich Zinsen hat das zuständige
Gericht in Athen am 8. April 2016 einem Antrag der OTE stattgegeben und den Kläger
verpflichtet, die Klage zurückzunehmen. Die Entscheidung ist zwischenzeitlich rechtskräftig
geworden und das Verfahren somit beendet.
Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge der Bußgeldentscheidung der Europäischen
Kommission. Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission vom
15. Oktober 2014 hat neben Orange Slovensko und SWAN mittlerweile auch Slovanet Klage
vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Slovanet fordert
Schadensersatz in Höhe von 63 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Klage von Slovanet wurde
der Slovak Telekom noch nicht offiziell zugestellt. In den Verfahren gegen Orange
Slovensko und SWAN hat Slovak Telekom jeweils eine ausführliche Klageerwiderung eingereicht,
mit denen die jeweiligen Schadensersatzansprüche vollumfänglich zurückgewiesen werden.
Die finanziellen Auswirkungen dieser Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich
geschätzt werden.
Neue Verbraucherkreditregelungen in den Niederlanden. Der niederländische Oberste
Gerichtshof (Hoge Raad der Nederlanden) hat letztinstanzlich festgestellt, dass Mobilfunk-Verträge,
die mit einem kostenlosen oder preisreduzierten Endgerät gebündelt sind, und somit
der Endgerätepreis für den Kunden nicht ersichtlich ist, als Verbraucherkredit bzw.
Ratenkauf zu betrachten sind. Diese Verträge unterliegen demnach dem niederländischen
Verbraucherkreditrecht. In Konsequenz können Verträge, die diesen spezifischen Verbraucherkreditrechtsvorschriften
nicht entsprechen, rückabgewickelt werden. T-Mobile Netherlands prüft aktuell die
Konsequenzen dieses Urteils. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit noch nicht
ausreichend verlässlich geschätzt werden.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Verpflichtungen aus Operating Leasing-Verhältnissen
und sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen Telekom zum 30. September
2016:
| in Mio. € | |
| 30.09.2016 | |
| Künftige Verpflichtungen aus Operating Leasing-Geschäften | 20 678 |
| Bestellobligo für Sachanlagevermögen | 2 310 |
| Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte | 914 |
| Abgeschlossene Einkaufsverpflichtungen für Vorräte | 3 270 |
| Sonstiges Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen | 10 956 |
| Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen gegenüber der Postbeamtenversorgungskasse | 4 072 |
| Verpflichtungen aus der Übernahme von Gesellschaftsanteilen | 1 |
| Andere sonstige Verpflichtungen | 26 |
| 42 227 |
| in Mio. € |
||||||
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
| Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 30.09.2016 |
Fortgeführte Anschaffungs- kosten |
Anschaffungs- kosten |
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral |
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
|
| AKTIVA | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 7 527 | 7 527 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 8 303 | 8 303 | |||
| Ausgereichte Darlehen und Forderungen | LaR/n. a. | 4 490 | 4 314 | |||
| davon: Gezahlte Collaterals | LaR | 117 | 117 | |||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen | HtM | 5 | 5 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 6 001 | 168 | 5 833 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 1 535 | 1 535 | |||
| davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte | FAHfT | 872 | 872 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n. a. | 745 | 262 | 483 | ||
| PASSIVA | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 8 840 | 8 840 | |||
| Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten | FLAC | 49 014 | 49 014 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 4 065 | 4 065 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen | FLAC | 556 | 556 | |||
| Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall | FLAC | 1 766 | 1 766 | |||
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | FLAC | 1 922 | 1 922 | |||
| davon: Erhaltene Collaterals | FLAC | 935 | 935 | |||
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | FLAC | 1 567 | 1 567 | |||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing | n. a. | 2 378 | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 988 | 988 | |||
| davon: In emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte | FLHfT | 477 | 477 | |||
| davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen | FLHfT | - | ||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n. a. | 52 | 31 | 21 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | FLHfT | 46 | 46 | |||
| Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 | ||||||
| Kredite und Forderungen/Loans and Receivables | LaR | 20 144 | 20 144 | |||
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Maturity Investments | HtM | 5 | 5 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assets | AfS | 6 001 | 168 | 5 833 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading | FAHfT | 1 535 | 1 535 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/ Financial Liabilities Measured at Amortized Cost | FLAC | 67 730 | 67 730 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading | FLHfT | 1 034 | 1 034 | |||
| in Mio. € |
in Mio. € | |||||
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
| Wertansatz Bilanz nach IAS 17 |
Beizulegender Zeitwert 30.09.2016a |
Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.12.2015 |
Fortgeführte Anschaffungs- kosten |
Anschaffungs- kosten |
|
| AKTIVA | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | LaR | 6 897 | 6 897 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | LaR | 8 752 | 8 752 | ||
| Ausgereichte Darlehen und Forderungen | 176 | 4 534 | LaR/n. a. | 3 283 | 3 076 | |
| davon: Gezahlte Collaterals | - | LaR | 98 | 98 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen | - | HtM | 10 | 10 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 5 833 | AfS | 3 354 | 156 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1 535 | FAHfT | 1 526 | |||
| davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte | 872 | FAHfT | 390 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 745 | n. a. | 1 160 | |||
| PASSIVA | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | FLAC | 11 037 | 11 037 | ||
| Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten | 55 595 | FLAC | 47 766 | 47 766 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4 168 | FLAC | 4 190 | 4 190 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen | 710 | FLAC | 934 | 934 | ||
| Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall | 1 822 | FLAC | 1 822 | 1 822 | ||
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | 1 954 | FLAC | 3 009 | 3 009 | ||
| davon: Erhaltene Collaterals | - | FLAC | 1 740 | 1 740 | ||
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | - | FLAC | 1 798 | 1 798 | ||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing | 2 378 | 2 742 | n. a. | 1 927 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 988 | FLHfT | 817 | |||
| davon: In emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte | 477 | FLHfT | 298 | |||
| davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen | - | FLHfT | 39 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 52 | n. a. | 117 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | 46 | - | ||||
| Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 | ||||||
| Kredite und Forderungen/Loans and Receivables | 4 358 | LaR | 18 725 | 18 725 | ||
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Maturity Investments | - | HtM | 10 | 10 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assets | 5 833 | AfS | 3 354 | 156 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading | 1 535 | FAHfT | 1 526 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/ Financial Liabilities Measured at Amortized Cost | 64 249 | FLAC | 70 556 | 70 556 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading | 1 034 | FLHfT | 817 | |||
| in Mio. € |
||||
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||
| Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral |
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
Wertansatz Bilanz nach IAS 17 | Beizulegender Zeitwert 31.12.2015a | |
| AKTIVA | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | |||
| Ausgereichte Darlehen und Forderungen | 207 | 3 318 | ||
| davon: Gezahlte Collaterals | - | |||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen | - | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 3 198 | 3 198 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1 526 | 1 526 | ||
| davon: In emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte | 390 | 390 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 870 | 290 | 1 160 | |
| PASSIVA | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | |||
| Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten | 52 194 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4 247 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen | 1 069 | |||
| Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall | 1 830 | |||
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | 3 059 | |||
| davon: Erhaltene Collaterals | - | |||
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | - | |||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing | 1 927 | 2 166 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 817 | 817 | ||
| davon: In emittierte Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte | 298 | 298 | ||
| davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen | 39 | 39 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 107 | 10 | 117 | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | - | |||
| Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 | ||||
| Kredite und Forderungen/Loans and Receivables | 3 111 | |||
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Maturity Investments | - | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assets | 3 198 | 3 198 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading | 1 526 | 1 526 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/ Financial Liabilities Measured at Amortized Cost | 62 399 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading | 817 | 817 | ||
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 1,3
Mrd. € (31. Dezember 2015: 1,0 Mrd. €) enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem
Jahr haben. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Bei
den zu Anschaffungskosten bewerteten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
handelt es sich um Eigenkapitalinstrumente, für die kein auf einem aktiven Markt notierter
Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden
kann.
| in Mio. € |
||||||
| 30.09.2016 | 31.12.2015 | |||||
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe | Level 1 | Level 2 | |
| AKTIVA | ||||||
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | 5 564 | 269 | 5 833 | 2 931 | ||
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | 663 | 872 | 1 535 | 1 136 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung | 745 | 745 | 1 160 | |||
| PASSIVA | ||||||
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | 511 | 477 | 988 | 480 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung | 52 | 52 | 117 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | 46 | 46 | ||||
| in Mio. € |
||
| 31.12.2015 | ||
| Level 3 | Summe | |
| AKTIVA | ||
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | 267 | 3 198 |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | 390 | 1 526 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung | 1 160 | |
| PASSIVA | ||
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | 337 | 817 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung | 117 | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | - | |
Von den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (AfS) der sonstigen
originären finanziellen Vermögenswerte bilden die Instrumente der verschiedenen Levels
jeweils eigene Klassen von Finanzinstrumenten. Der Gesamtbestand an Instrumenten in
Level 1 von 5 564 Mio. € (31. Dezember 2015: 2 931 Mio. €) besteht aus zwei separaten
Klassen von Finanzinstrumenten. Zum einen sind dies mit einem Buchwert von umgerechnet
rund 0,1 Mrd. € börsennotierte Schuldtitel. Zum anderen ist dies mit einem Buchwert
von umgerechnet rund 5,4 Mrd. € eine strategische Beteiligung von 12 % an der BT,
die in der Berichtsperiode zugegangen ist. Das Votum des britischen Volkes Ende Juni
2016 zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und dessen politische
Umsetzung hat an den internationalen Finanzmärkten zu Unsicherheit und einer deutlich
erhöhten Volatilität geführt, was sich auch auf den beizulegenden Zeitwert der Beteiligung
an der BT auswirkt. Ob diese Reaktionen von anhaltender Natur sind, ist jedoch aus
heutiger Sicht noch nicht absehbar. Der Aktienkurs der BT bewegte sich insgesamt noch
im Rahmen seiner gewöhnlichen Volatilität, und es sind keine negativen unternehmensspezifischen
Gründe für das Vorliegen einer Wertminderung erkennbar. Da die negative Kursentwicklung
auch noch nicht hinreichend lang anhält, liegen zum Abschluss-Stichtag weiterhin keine
objektiven Hinweise auf eine erfolgswirksam zu erfassende dauerhafte Wertminderung
des Buchwerts dieser Beteiligung vor. Die beizulegenden Zeitwerte des Gesamtbestands
an Instrumenten in Level 1 entsprechen jeweils den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag.
| in Mio. € |
|||
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | Financial Assets Held for Trading (FAHfT): In Anleihen eingebettete Optionen auf vorzeitige Tilgung | Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT): In Mandatory Convertible Preferred Stock eingebettete Wandlungsrechte | |
| Buchwert zum 1. Januar 2016 | 267 | 390 | (298) |
| Zugänge (inkl. erstmaliger Klassifizierung als Level 3) | 28 | 34 | |
| Erfolgswirksam erfasste Wertminderungen |
(7) | (219) | (219) |
| Erfolgswirksam erfasste Werterhöhungen |
- | 677 | 35 |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste negative Wertänderungen | (3) | - |
- |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste positive Wertänderungen | 6 | - |
- |
| Abgänge | (22) | - | - |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Kursdifferenzen | - | (10) | 5 |
| BUCHWERT ZUM 30. SEPTEMBER 2016 | 269 | 872 | (477) |
Bei den Level 3 zugeordneten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
der sonstigen originären finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert
von 269 Mio. € um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis der besten verfügbaren
Informationen zum Abschluss-Stichtag vorgenommen wird. Die größte Relevanz misst die
Deutsche Telekom dabei grundsätzlich erfolgten Transaktionen über Anteile an den betreffenden
Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem werden erfolgte Transaktionen über Anteile an
vergleichbaren Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche Informationen
letztlich für die Bewertung verwendet werden, ist sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen
Transaktion zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die Transaktion
zu marktüblichen Konditionen erfolgte. Außerdem ist hierbei der Grad der Ähnlichkeit
zwischen Bewertungsobjekt und vergleichbarem Unternehmen zu berücksichtigen. Nach
Einschätzung der Deutschen Telekom sind die beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen
zum Abschluss-Stichtag hinreichend zuverlässig bestimmbar. Bei Beteiligungen mit einem
Buchwert von 133 Mio. € fanden in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag
Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen zu marktüblichen Konditionen statt,
weshalb die dort vereinbarten Anteilspreise unangepasst für die Bewertung zum 30.
September 2016 heranzuziehen waren. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 114 Mio.
€ liegen zwar die letzten marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen
schon weiter in der Vergangenheit, jedoch entspricht nach erfolgter Analyse der operativen
Entwicklung (insbesondere Umsatzerlöse, EBIT und Liquidität) der bisherige Buchwert
dem aktuellen beizulegenden Zeitwert und ist, aufgrund eingeschränkter Vergleichbarkeit,
einer Bewertung auf Basis von in größerer zeitlicher Nähe erfolgten Transaktionen
über Anteile an vergleichbaren Unternehmen vorzuziehen. Für Beteiligungen mit einem
Buchwert von 22 Mio. €, bei denen die letzten marktüblichen Transaktionen über Anteile
dieser Unternehmen schon weiter in der Vergangenheit liegen, repräsentiert eine Bewertung
auf Basis von in größerer zeitlicher Nähe erfolgten marktüblichen Transaktionen über
Anteile an vergleichbaren Unternehmen den beizulegenden Zeitwert am zuverlässigsten.
Hierbei wurden Multiples auf die Bezugsgröße Umsatzerlöse (Bandbreite von 1,40 bis
5,56) angewendet, wobei der jeweilige Median verwendet wurde. In bestimmten Fällen
waren aufgrund individueller Gegebenheiten Bewertungsabschläge auf den jeweiligen
Multiple erforderlich. Wäre als Multiple der jeweilige Wert des 2/3-Quantils (des
1/3-Quantils) verwendet worden, so wäre bei unveränderten Bezugsgrößen der beizulegende
Zeitwert der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag um insgesamt 2 Mio. € höher (um
7 Mio. € niedriger) gewesen. Wären die verwendeten Bezugsgrößen um 10 % höher (niedriger)
gewesen, so wäre bei unveränderten Multiples der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen
zum Abschluss-Stichtag um insgesamt 2 Mio. € höher (um 2 Mio. € niedriger) gewesen.
In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen
Beteiligungen im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von 7 Mio. €
für unrealisierte Verluste erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode
siehe vorstehende Tabelle. Für die Beteiligungen bestand am Abschluss-Stichtag keine
Verkaufsabsicht.
Börsennotierte Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten werden Level 1 oder
Level 2 auf Basis der Höhe des Handelsvolumens für das jeweilige Instrument zugeordnet.
In EUR oder USD denominierte Emissionen mit relativ großem Emissionsvolumen sind grundsätzlich
als Level 1 zu qualifizieren, die übrigen grundsätzlich als Level 2. Die beizulegenden
Zeitwerte der Level 1 zugeordneten Instrumente entsprechen den Nominalwerten multipliziert
mit den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die beizulegenden Zeitwerte der Level
2 zugeordneten Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen
unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert
bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten
gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen, sonstigen verzinslichen
Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing werden als Barwerte
der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen
Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der
Deutschen Telekom ermittelt.
Da für die im Bestand befindlichen Level 2 zugeordneten derivativen Finanzinstrumente
mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter
finanzmathematischer Modelle berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare Input-Parameter
in die Bewertung einfließen. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende
Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments
zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei finden zum
Abschluss-Stichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als Wechselkurse
werden die am Abschluss-Stichtag geltenden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden
derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden.
Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen.
Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty
Price.
Bei den Level 3 zugeordneten Financial Assets Held for Trading der sonstigen derivativen
finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet
872 Mio. € um in von T-Mobile US emittierte Anleihen eingebettete Optionen. Die durch
T-Mobile US jederzeit ausübbaren Optionen ermöglichen die vorzeitige Tilgung der Anleihen
zu festgelegten Ausübungspreisen. Für die Anleihen als Gesamtinstrumente sind zwar
regelmäßig und auch am Abschluss-Stichtag beobachtbare Marktpreise verfügbar, nicht
jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Diese Kündigungsrechte wurden mithilfe
eines Optionspreismodells bewertet. Dabei werden historische Zinsvolatilitäten von
Anleihen der T-Mobile US und vergleichbarer Emittenten verwendet, da sie zum Abschluss-Stichtag
einen zuverlässigeren Schätzwert für diesen nicht beobachtbaren Input-Parameter darstellen
als aktuelle Marktvolatilitäten. Der zum aktuellen Abschluss-Stichtag für die Zinsvolatilität
verwendete absolute Wert lag bei 2,0 bis 2,7 %. Die ebenfalls nicht beobachtbare Spread-Kurve
wurde auf Basis aktueller Marktpreise von Anleihen der T-Mobile US und Schuldinstrumenten
vergleichbarer Emittenten ermittelt. Die zum aktuellen Abschluss-Stichtag verwendeten
Spreads lagen für die Restlaufzeiten der Anleihen zwischen 2,2 und 3,7 % und im kürzerfristigen
Bereich zwischen 1,1 und 1,8 %. Für den ebenso nicht beobachtbaren Input-Parameter
Mean Reversion stellten nach unserer Einschätzung 10 % den besten Schätzwert dar.
Wären für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag um 10 % höhere (niedrigere) absolute
Zinsvolatilitäten verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen
unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet
insgesamt 81 Mio. € höher (um 59 Mio. € niedriger) gewesen. Wären für die Bewertung
zum Abschluss-Stichtag um 100 Basispunkte höhere (niedrigere) Spreads verwendet worden,
so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende
Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet insgesamt 244 Mio. € niedriger (um 328
Mio. € höher) gewesen. Wäre für die Bewertung zum Abschluss-Stichtag eine um 100 Basispunkte
höhere (niedrigere) Mean Reversion verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile
US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen
um in Euro umgerechnet insgesamt 23 Mio. € niedriger (um 15 Mio. € höher) gewesen.
In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen
Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis
(Ertrag) von in Euro umgerechnet 458 Mio. € für unrealisierte Gewinne erfasst. Zur
Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf vorstehende Tabelle verwiesen.
Die im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfassten Wertänderungen sind im Wesentlichen
auf Bewegungen der bewertungsrelevanten Zinssätze und historischen absoluten Zinsvolatilitäten
zurückzuführen. Aufgrund seiner Eigenart bildet dieses Instrument eine eigene Klasse
von Finanzinstrumenten.
Bei den Level 3 zugeordneten Financial Liabilities Held for Trading der finanziellen
Verbindlichkeiten handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 477 Mio.
€ um Aktienoptionen, die eingebettet sind in von T-Mobile US emittierte Mandatory
Convertible Preferred Stock. Die Mandatory Convertible Preferred Stock werden bei
Laufzeitende 2017 in eine variable Anzahl von Aktien der T-Mobile US umgetauscht und
nach IFRS nicht als Eigenkapital, sondern als Fremdkapital ausgewiesen. Das Gesamtinstrument
wird aufgespalten in ein zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziertes Schuldinstrument
(Anleihe) und ein erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziertes eingebettetes
Derivat. Dieses Derivat umfasst neben der Wandlung am Laufzeitende auch die den Investoren
eingeräumten vorzeitigen Wandlungsrechte. Für die Mandatory Convertible Preferred
Stock als Gesamtinstrument ist regelmäßig und auch zum Abschluss-Stichtag ein beobachtbarer
Marktpreis verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Die Wandlungsrechte
werden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Der Marktpreis des Gesamtinstruments
und seiner Komponenten ist im Wesentlichen abhängig von der Entwicklung des Aktienkurses
der T-Mobile US sowie des Marktzinsniveaus. Wäre am Abschluss-Stichtag der Aktienkurs
der T-Mobile US um 10 % höher (niedriger) gewesen, so wäre aus Sicht der T-Mobile
US bei im Übrigen unveränderten Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen
um in Euro umgerechnet 132 Mio. € niedriger (um 129 Mio. € höher) gewesen. Wäre für
die Bewertung zum Abschluss-Stichtag ein um 100 Basispunkte höherer (niedrigerer)
Marktzinssatz verwendet worden, so wäre aus Sicht der T-Mobile US bei im Übrigen unveränderten
Parametern der beizulegende Zeitwert der Optionen um in Euro umgerechnet 10 Mio. €
niedriger (um 10 Mio. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag
im Bestand befindlichen Optionen im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand)
von in Euro umgerechnet 184 Mio. € für unrealisierte Verluste erfasst. Zur Entwicklung
des Buchwerts in der Berichtsperiode wird auf vorstehende Tabelle verwiesen. Die im
Berichtszeitraum erfolgswirksam erfassten Wertänderungen sind im Wesentlichen auf
Bewegungen des Aktienkurses der T-Mobile US zurückzuführen. Aufgrund seiner Eigenart
bildet dieses Instrument eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.
In den Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten sind derivative finanzielle
Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 46 Mio. € enthalten, die aus einer im Geschäftsjahr
2015 Dritten gewährten Option zum Kauf von Anteilen an einem Tochterunternehmen der
Deutschen Telekom resultieren. Die Laufzeit endet 2017, und es sind auch künftig keine
nennenswerten Wertschwankungen zu erwarten. Aufgrund seiner Eigenart bildet dieses
Instrument eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Im Berichtszeitraum wurden die
derivativen finanziellen Verbindlichkeiten umgegliedert in die Position derivative
finanzielle Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen.
Angaben zum Kreditrisiko. Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden im Insolvenzfall
sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw.
negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet, und es verbleibt lediglich in Höhe
des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich
neu berechnet und ausgeglichen. Von Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition,
d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen
Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die
Deutsche Telekom frei verfügbare Barmittel im Rahmen von Collateralverträgen in Höhe
von 935 Mio. € (31. Dezember 2015: 1 740 Mio. €). Hierdurch wurde das Ausfallrisiko
um 929 Mio. € reduziert, da den erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) am Abschluss-Stichtag
in dieser Höhe entsprechende Nettoderivatepositionen gegenüberstehen. Für die derivativen
Finanzinstrumente mit positivem beizulegenden Zeitwert, deren Buchwert zum Abschluss-Stichtag
1 408 Mio. € (31. Dezember 2015: 2 296 Mio. €) betrug, bestand aufgrund dieser Vereinbarungen
zum 30. September 2016 ein maximales Ausfallrisiko in Höhe von 37 Mio. € (31. Dezember
2015: 79 Mio. €). Es existiert kein Ausfallrisiko aus im Bestand befindlichen eingebetteten
Derivaten. An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der
positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente,
aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die Deutsche Telekom
im Rahmen von Collateralverträgen Barsicherheiten in Höhe von 117 Mio. € (31. Dezember
2015: 98 Mio. €). Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet
und ausgeglichen. Den gezahlten Barsicherheiten stehen am Abschluss-Stichtag in Höhe
von 124 Mio. € entsprechende Nettoderivatepositionen gegenüber, weshalb sie in voller
Höhe keinen Ausfallrisiken unterlagen. Die gezahlten Collaterals sind unter den ausgereichten
Darlehen und Forderungen innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen.
Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten
bilden die gezahlten Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen Vermögenswerten.
Ebenso bilden die unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen erhaltenen
Collaterals aufgrund ihrer Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten
eine eigene Klasse von finanziellen Verbindlichkeiten. Darüber hinaus existieren keine
wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindernden
Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der übrigen finanziellen Vermögenswerte
entspricht somit deren Buchwert.
Satellic NV, Machelen, Belgien, hat am 25. Juli 2014 mit der in Belgien für die Mauterhebung
zuständigen Behörde Viapass eine vertragliche Vereinbarung über Errichtung, Betrieb
und Finanzierung eines elektronischen Mauterhebungssystems abgeschlossen. Die Abnahme
des Systems durch Viapass erfolgte am 30. März 2016, sodass die Errichtungsphase am
31. März 2016 vollendet wurde. Infolgedessen wurde zum 31. März 2016 ein Ergebnis
aus Auftragsfertigung in Höhe von 0,1 Mrd. € realisiert. Es bestanden Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,5 Mrd. €. Insgesamt sind im Rahmen der
Auftragsfertigung des Systems Aufwendungen von 0,4 Mrd. € angefallen. Durch den Beginn
der Betriebsphase am 1. April 2016 werden die gesonderten Entgelte für Betriebs- und
Instandhaltungsleistungen künftig in den jeweiligen Perioden als Umsatzerlöse nach
den Regelungen des IAS 18 erfasst. In den ersten neun Monaten 2016 wurden insgesamt
Umsatzerlöse in Höhe von 0,2 Mrd. € realisiert.
Zu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 beschriebenen Angaben über Beziehungen
zu nahestehenden Unternehmen und Personen ergaben sich bis zum 30. September 2016,
mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Sachverhalte, keine wesentlichen Änderungen.
Mit dem Vollzug des Verkaufs am 29. Januar 2016 gehört das Joint Venture EE nicht
mehr zum Kreis der nahestehenden Unternehmen der Deutschen Telekom AG. Zum Abschluss-Stichtag
31. Dezember 2015 bestanden Kreditzusagen in Höhe von 0,3 Mrd. €. Die Vereinbarung
zu den Kreditzusagen sah vor, dass die Deutsche Telekom AG zum Zeitpunkt des Vollzugs
des Verkaufs mit sofortiger Wirkung einseitig kündigen konnte. Zum Vollzugsdatum der
Transaktion hat die Deutsche Telekom AG von diesem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht,
sodass keine Verpflichtungen aus den Kreditzusagen mehr bestehen. Die zum 31. Dezember
2015 ausgewiesenen Bürgschaften und Garantieerklärungen gegenüber externen Vertragspartnern
des ehemaligen Joint Ventures EE in Höhe von insgesamt 0,9 Mrd. € sind zum 30. September
2016 vollumfänglich mit vertraglichen Rückgriffsansprüchen gegenüber der BT abgedeckt.
Bis zum Vollzug des Verkaufs am 29. Januar 2016 wurden vom ehemaligen Joint Venture
EE angelegte Gelder von der Deutschen Telekom an die Gesellschaft in Höhe von netto
0,2 Mrd. € zurückgezahlt.
Die Bundesrepublik Deutschland (Bund) und die KfW Bankengruppe haben sich die ihnen
für das Geschäftsjahr 2015 zustehende Dividende für die gehaltenen Aktien an der Deutschen
Telekom AG teilweise in bar auszahlen lassen und teilweise Aktien aus genehmigtem
Kapital gewählt. In diesem Zusammenhang wurden im Juni 2016 16 491 Tsd. Stück Aktien
an den Bund und 15 055 Tsd. Stück Aktien an die KfW Bankengruppe übertragen. Der Anteil
des Bundes an der Deutschen Telekom AG beträgt zum 30. September 2016 14,5 % und der
Anteil der KfW Bankengruppe an der Deutschen Telekom AG beträgt zum 30. September
2016 17,5 %.
Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG hat in seiner Sitzung am 30. Juni 2016 beschlossen,
den Konzernvorstand um das neue Vorstandsressort Technologie und Innovation zu erweitern.
Das neue Ressort wird mit Wirkung zum 1. Januar 2017 von Claudia Nemat, bislang verantwortlich
für das Ressort Europa und Technik, geleitet.
Weiterhin hat der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG in seiner Sitzung am 30. Juni
2016 Srini Gopalan als neuen Vorstand für das Ressort Europa mit Wirkung zum 1. Januar
2017 bestellt.
Waltraud Litzenberger hat ihr Mandat im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG mit
Ablauf des 31. Dezember 2015 niedergelegt. Nicole Koch wurde zum 1. Januar 2016 gerichtlich
in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG bestellt. Mit Ablauf der Hauptversammlung
2016 endete das Aufsichtsratsmandat von Dr. Hubertus von Grünberg. Dr. Helga Jung
wurde von der Hauptversammlung 2016 zum neuen Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt.
Informationen zu der Entwicklung in dem Rechtsverfahren Klagen wegen Entgelten für
die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen finden Sie im Abschnitt "Eventualverbindlichkeiten",
Seite 48 f.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bonn, den 10. November 2016
Deutsche Telekom AG
Der Vorstand
Timotheus Höttges
| Reinhard Clemens | Niek Jan van Damme | Thomas Dannenfeldt |
| Dr. Christian P. Illek | Dr. Thomas Kremer | Claudia Nemat |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung,
Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der Deutsche Telekom AG, Bonn, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2016,
die Bestandteile des Quartals-Finanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach
den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des
Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften
des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht
auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Frankfurt am Main, den 10. November 2016
PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Harald Kayser | Thomas Tandetzki |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des EBITDA, des EBIT und des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags)
auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte. Die Herleitungsrechnungen sind sowohl
für die Berichtsperiode als auch für die Vorjahresvergleichsperiode und das Gesamtjahr
2015 dargestellt:
| in Mio. € | ||||||
| EBITDA Q1-Q3 2016 |
EBIT Q1-Q3 2016 |
EBITDA Q1-Q3 2015 |
EBIT Q1-Q3 2015 |
EBITDA Gesamtjahr 2015 |
EBIT Gesamtjahr 2015 |
|
| EBITDA/EBIT | 17 698 | 8 227 | 13 275 | 5 057 | 18 388 | 7 028 |
| DEUTSCHLAND | (660) | (660) | (331) | (331) | (545) | (545) |
| Personalrestrukturierung | (616) | (616) | (242) | (242) | (402) | (402) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | (31) | (31) | (92) | (92) | (112) | (112) |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges | (13) | (13) | 3 | 3 | (31) | (31) |
| USA | 396 | 396 | (419) | (419) | (425) | (425) |
| Personalrestrukturierung | (10) | (10) | (46) | (46) | (50) | (50) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | 406 | 406 | (379) | (379) | (382) | (382) |
| Wertminderungen | - | 0 | - | 0 | - | 0 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 6 | 6 | 7 | 7 |
| EUROPA | (69) | (69) | (168) | (168) | (221) | (264) |
| Personalrestrukturierung | (91) | (91) | (153) | (153) | (177) | (177) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | (3) | (3) | (5) | (5) | (14) | (14) |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | 25 | 25 | 36 | 36 | 31 | 31 |
| Wertminderungen | - | 0 | - | 0 | - | (43) |
| Sonstiges | 0 | 0 | (46) | (46) | (61) | (61) |
| SYSTEMGESCHÄFT | (240) | (256) | (435) | (499) | (647) | (713) |
| Personalrestrukturierung | (144) | (144) | (224) | (224) | (367) | (367) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | (10) | (10) | (202) | (205) | (259) | (263) |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | 0 | 0 | (6) | (6) | (4) | (4) |
| Sonstiges | (86) | (102) | (3) | (64) | (17) | (79) |
| GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES | 2 116 | 2 116 | (137) | (153) | 319 | 303 |
| Personalrestrukturierung | (308) | (308) | (120) | (120) | (213) | (213) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | (28) | (28) | (44) | (44) | (48) | (48) |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | 2 497 | 2 497 | 4 | 4 | 574 | 574 |
| Wertminderungen | - | 0 | - | 0 | - | 0 |
| Sonstiges | (45) | (45) | 23 | 7 | 6 | (10) |
| KONZERNÜBERLEITUNG | 0 | 1 | 0 | 0 | (1) | (1) |
| Personalrestrukturierung | (1) | 0 | 0 | 0 | (1) | (1) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 |
| Sonstiges | 1 | 1 | 0 | 0 | (1) | (2) |
| SUMME SONDEREINFLÜSSE | 1 543 | 1 528 | (1 490) | (1 570) | (1 520) | (1 645) |
| EBITDA/EBIT (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 16 155 | 6 699 | 14 765 | 6 627 | 19 908 | 8 673 |
| Finanzergebnis (bereinigt um Sondereinflüsse) | (1 492) | (1 846) | (2 233) | |||
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | ||||||
| (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 5 207 | 4 781 | 6 440 | |||
| Ertragsteuern (bereinigt um Sondereinflüsse) | (1 645) | (1 382) | (1 927) | |||
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 3 562 | 3 399 | 4 513 | |||
| ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) AN DIE | ||||||
| Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/ (-fehlbetrag)) (bereinigt um Sondereinflüsse) | 3 141 | 3 154 | 4 113 | |||
| Anteile anderer Gesellschafter (bereinigt um Sondereinflüsse) | 421 | 245 | 400 |
Nach Auffassung der Deutschen Telekom stellen die Netto-Finanzverbindlichkeiten eine
wichtige Kennzahl für Investoren, Analysten und Rating-Agenturen dar.
| in Mio. € | |||||
| 30.09.2016 | 31.12.2015 | Veränderung | Veränderung in % | 30.09.2015 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) | 8 959 | 14 439 | (5 480) | (38,0) % | 13 685 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) | 53 349 | 47 941 | 5 408 | 11,3 % | 43 402 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | 62 308 | 62 380 | (72) | (0,1) % | 57 087 |
| Zinsabgrenzungen | (793) | (1 014) | 221 | 21,8 % | (856) |
| Sonstige | (828) | (857) | 29 | 3,4 % | (798) |
| BRUTTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN | 60 687 | 60 509 | 178 | 0,3 % | 55 433 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7 527 | 6 897 | 630 | 9,1 % | 4 510 |
| Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar/ zu Handelszwecken gehalten | 99 | 2 877 | (2 778) | (96,6) % | 124 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 2 280 | 2 686 | (406) | (15,1) % | 2 330 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 2 297 | 479 | 1 818 | n. a. | 601 |
| NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN | 48 484 | 47 570 | 914 | 1,9 % | 47 868 |
| in Mio. € | ||||||
| Gesamtumsatz | Betriebsergebnis (EBIT) |
EBITDA | EBITDA bereinigt |
Planmäßige Abschreibungen |
Wertminderungen | |
| Q1-Q3 2015/30. SEPTEMBER 2015 DARSTELLUNG ZUM 30. SEPTEMBER 2015 - WIE BERICHTET |
||||||
| Deutschland | 16 762 | 3 573 | 6 373 | 6 704 | (2 793) | (7) |
| USA | 21 407 | 1 538 | 4 160 | 4 579 | (2 623) | 1 |
| Europa | 9 440 | 1 164 | 3 057 | 3 225 | (1 891) | (2) |
| Systemgeschäft | 6 282 | (387) | 118 | 553 | (479) | (26) |
| Group Headquarters & Group Services | 1 704 | (824) | (368) | (231) | (390) | (66) |
| SUMME | 55 595 | 5 064 | 13 340 | 14 830 | (8 176) | (100) |
| Überleitung | (4 226) | (7) | (65) | (65) | 58 | - |
| KONZERN | 51 369 | 5 057 | 13 275 | 14 765 | (8 118) | (100) |
| Q1-Q3 2015/30. SEPTEMBER 2015 +/- AUSWEISÄNDERUNG MAGYAR TELEKOM ZUM 1. JANUAR 2015 |
||||||
| Deutschland | - | - | - | - | - | - |
| USA | - | - | - | - | - | - |
| Europa | 187 | 19 | 29 | 29 | (10) | - |
| Systemgeschäft | (251) | (19) | (29) | (29) | 10 | - |
| Group Headquarters & Group Services | - | - | - | - | - | - |
| SUMME | (64) | - | - | - | - | - |
| Überleitung | 64 | - | - | - | - | - |
| KONZERN | - | - | - | - | - | - |
| Q1-Q3 2015/30. SEPTEMBER 2015 = DARSTELLUNG ZUM 30. SEPTEMBER 2016 |
||||||
| Deutschland | 16 762 | 3 573 | 6 373 | 6 704 | (2 793) | (7) |
| USA | 21 407 | 1 538 | 4 160 | 4 579 | (2 623) | 1 |
| Europa | 9 627 | 1 183 | 3 086 | 3 254 | (1 901) | (2) |
| Systemgeschäft | 6 031 | (406) | 89 | 524 | (469) | (26) |
| Group Headquarters & Group Services | 1 704 | (824) | (368) | (231) | (390) | (66) |
| SUMME | 55 531 | 5 064 | 13 340 | 14 830 | (8 176) | (100) |
| Überleitung | (4 162) | (7) | (65) | (65) | 58 | - |
| KONZERN | 51 369 | 5 057 | 13 275 | 14 765 | (8 118) | (100) |
| in Mio. € | ||
| Segmentvermögena | Segmentschuldena | |
| Q1-Q3 2015/30. SEPTEMBER 2015 DARSTELLUNG ZUM 30. SEPTEMBER 2015 - WIE BERICHTET |
||
| Deutschland | 33 552 | 26 270 |
| USA | 62 534 | 46 087 |
| Europa | 30 296 | 12 595 |
| Systemgeschäft | 9 067 | 6 043 |
| Group Headquarters & Group Services | 44 532 | 50 830 |
| SUMME | 179 981 | 141 825 |
| Überleitung | (36 061) | (36 055) |
| KONZERN | 143 920 | 105 770 |
| Q1-Q3 2015/30. SEPTEMBER 2015 +/- AUSWEISÄNDERUNG MAGYAR TELEKOM ZUM 1. JANUAR 2015 |
||
| Deutschland | - | - |
| USA | - | - |
| Europa | 141 | (52) |
| Systemgeschäft | (366) | (173) |
| Group Headquarters & Group Services | - | - |
| SUMME | (225) | (225) |
| Überleitung | 225 | 225 |
| KONZERN | - | - |
| Q1-Q3 2015/30. SEPTEMBER 2015 = DARSTELLUNG ZUM 30. SEPTEMBER 2016 |
||
| Deutschland | 33 552 | 26 270 |
| USA | 62 534 | 46 087 |
| Europa | 30 437 | 12 543 |
| Systemgeschäft | 8 701 | 5 870 |
| Group Headquarters & Group Services | 44 532 | 50 830 |
| SUMME | 179 756 | 141 600 |
| Überleitung | (35 836) | (35 830) |
| KONZERN | 143 920 | 105 770 |
a
Werte sind stichtagsbezogen auf den 31. Dezember 2015.
Für Begriffserklärungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2015 und das darin
enthaltene Glossar (Seite 251 ff.).
Dieser Bericht (v. a. das Kapitel "Prognose") enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche
die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger
Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter "erwarten", "davon
ausgehen", "annehmen", "beabsichtigen", "einschätzen", "anstreben", "zum Ziel setzen",
"planen", "werden", "erstreben", "Ausblick" und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet
und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für
Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen.
Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und
Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten.
Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten
schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen
Telekom liegen. Dazu gehören u. a. auch der Fortschritt, den die Deutsche Telekom
mit den personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die Auswirkungen
anderer bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs
oder der Veräußerung von Gesellschaften sowie von Unternehmenszusammenschlüssen. Weitere
mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen,
sind Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb,
der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten
und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren
eintreten, oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig
herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich
von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden.
Die Deutsche Telekom kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele
erreicht werden. Die Deutsche Telekom lehnt - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher
Verpflichtungen - jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen
Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder
anderer Dinge ab.
Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom Pro-forma-Kennzahlen
vor, z. B. EBITDA, EBITDA-Marge, bereinigtes EBITDA, bereinigte EBITDA-Marge, bereinigtes
EBIT, bereinigte EBIT-Marge, bereinigter Konzernüberschuss/(-fehlbetrag), Free Cashflow
sowie Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften
sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS
erstellten Angaben zu sehen. Pro-forma-Kennzahlen unterliegen weder den IFRS noch
anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen
diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zugrunde.
| 10. November 2016 | 2. März 2017 | 11. Mai 2017 |
| Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 30. September 2016 |
Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2016 |
Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 31. März 2017 |
| 31. Mai 2017 | 3. August 2017 | 9. November 2017 |
| Hauptversammlung 2017 |
Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 30. Juni 2017 |
Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 30. September 2017 |
Deutsche Telekom AG
Unternehmenskommunikation
D-53262 Bonn
Telefon 0228 181 4949
Telefax 0228 181 94004
E-Mail medien@telekom.de
www.telekom.com
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Telefax 0228 181 88899
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Dieser Konzern-Zwischenbericht ist auf der Investor-Relations-Seite im Internet abrufbar
unter: www.telekom.com/investor-relations
Unseren Geschäftsbericht finden Sie im Internet unter:
www.telekom.com/geschaeftsbericht2015
www.telekom.com/annualreport2015
Dieser Konzern-Zwischenbericht 1. Januar bis 30. September 2016 liegt auch in englischer
Sprache vor.
Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.
Dieser Konzern-Zwischenbericht ist eine Veröffentlichung der Deutschen Telekom AG.
KNr. 642 100 016A deutsch
KNr. 642 100 017A englisch
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