![]() Deutsche Telekom AGBonnHalbjahresfinanzbericht 2020DEUTSCHE TELEKOM KONZERN-ZWISCHENBERICHT
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| in Mio. € | ||||||
| Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung in % |
H1 2020 | H1 2019 | Veränderung in % |
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| UMSATZ UND ERGEBNIS | ||||||
| Umsatzerlöse | 27.041 | 19.664 | 37,5 | 46.984 | 39.152 | 20,0 |
| davon: Inlandsanteil % | 22,5 | 31,0 | 25,8 | 31,0 | ||
| davon: Auslandsanteil % | 77,5 | 69,0 | 74,2 | 69,0 | ||
| Betriebsergebnis (EBIT) | 3.087 | 2.350 | 31,4 | 5.597 | 4.608 | 21,5 |
| Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) | 754 | 944 | (20,1) | 1.670 | 1.845 | (9,5) |
| Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) | ||||||
| (bereinigt um Sondereinflüsse) | 1.278 | 1.329 | (3,8) | 2.562 | 2.512 | 2,0 |
| EBITDA | 10.026 | 6.701 | 49,6 | 16.966 | 13.162 | 28,9 |
| EBITDA AL | 8.585 | 5.721 | 50,1 | 14.505 | 11.221 | 29,3 |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 11.271 | 7.263 | 55,2 | 18.834 | 14.164 | 33,0 |
| EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) | 9.829 | 6.283 | 56,4 | 16.373 | 12.223 | 34,0 |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % | 36,3 | 32,0 | 34,8 | 31,2 | ||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) € | 0,16 | 0,20 | (20,0) | 0,35 | 0,39 | (10,3) |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) € | 0,27 | 0,28 | (3,6) | 0,54 | 0,53 | 1,9 |
| BILANZ | ||||||
| Bilanzsumme | 269.971 | 164.214 | 64,4 | |||
| Eigenkapital | 73.502 | 42.690 | 72,2 | |||
| Eigenkapitalquote % | 27,2 | 26,0 | ||||
| Netto-Finanzverbindlichkeiten | 120.897 | 75.709 | 59,7 | |||
| CASHFLOW | ||||||
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 5.148 | 5.598 | (8,0) | 9.107 | 11.607 | (21,5) |
| Cash Capex | (4.547) | (4.199) | (8,3) | (8.117) | (8.027) | (1,1) |
| Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) | (3.669) | (3.324) | (10,4) | (7.022) | (7.006) | (0,2) |
| Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen | ||||||
| in Spektrum)a, b | 3.677 | 2.312 | 59,0 | 5.970 | 4.682 | 27,5 |
| Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen | ||||||
| in Spektrum)a, b | 2.425 | 1.546 | 56,9 | 3.712 | 3.103 | 19,6 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | (8.548) | (3.754) | n.a. | (11.254) | (7.350) | (53,1) |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 13.797 | (4.086) | n.a. | 11.234 | (4.058) | n.a. |
| in Mio. € | |
| Gesamtjahr 2019 | |
| UMSATZ UND ERGEBNIS | |
| Umsatzerlöse | 80.531 |
| davon: Inlandsanteil % | 30,5 |
| davon: Auslandsanteil % | 69,5 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 9.457 |
| Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) | 3.867 |
| Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) | |
| (bereinigt um Sondereinflüsse) | 4.948 |
| EBITDA | 27.120 |
| EBITDA AL | 23.143 |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 28.708 |
| EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) | 24.731 |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % | 30,7 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) € | 0,82 |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) € | 1,04 |
| BILANZ | |
| Bilanzsumme | 170.672 |
| Eigenkapital | 46.231 |
| Eigenkapitalquote % | 27,1 |
| Netto-Finanzverbindlichkeiten | 76.031 |
| CASHFLOW | |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 23.074 |
| Cash Capex | (14.357) |
| Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) | (13.118) |
| Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen | |
| in Spektrum)a, b | 10.133 |
| Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen | |
| in Spektrum)a, b | 7.013 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | (14.230) |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | (7.141) |
a
Vor Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen.
b
Vor Rückzahlung Zinssicherungsgeschäfte T-Mobile US.
| in Mio. | |||||
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | Veränderung 30.06.2020/ 31.12.2019 in % | 30.06.2019 | Veränderung 30.06.2020/ 30.06.2019 in % |
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| KUNDEN IM FESTNETZ UND MOBILFUNK | |||||
| Mobilfunk-Kundena | 235,8 | 184,0 | 28,1 | 179,8 | 31,1 |
| Festnetz-Anschlüsse | 27,3 | 27,5 | (0,9) | 27,9 | (2,2) |
| Breitband-Kundenb | 21,3 | 21,0 | 1,4 | 20,7 | 2,9 |
a
Inkl. Wholesale-Kunden der T-Mobile US.
b
Ohne Wholesale.
Die Zahlenangaben im vorliegenden Bericht wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann
dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.
Seit dem Geschäftsjahr 2019 kommt der Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leases" zur
Anwendung. Aufgrund dessen hat sich die Definition einiger unserer finanziellen Leistungsindikatoren
geändert: Die Messung unserer operativen Leistungskraft erfolgt über das "EBITDA after
leases" (EBITDA AL) statt über das EBITDA. Der Leistungsindikator Free Cashflow wurde
durch den "Free Cashflow after leases" (Free Cashflow AL) ersetzt. Die Definitionen
wesentlicher von der Deutschen Telekom verwandter Kennzahlen und weitere Informationen
zu IFRS 16 finden Sie im Geschäftsbericht 2019, Kapitel "Konzernsteuerung" und "Grundlagen
und Methoden".

| ― |
Der Konzernumsatz erhöhte sich um 20,0 % auf 47,0 Mrd. €. Ohne den Erwerb von Sprint sowie neutralisiert um Währungskurseffekte wuchs unser Umsatz um 0,1 Mrd. € bzw. 0,1 %. |
| ― |
Dabei zeigt unser operatives Segment USA inklusive der Umsatzbeiträge aus der erworbenen Sprint und inklusive Währungskursdifferenzen einen Umsatzanstieg von 39,9 %. Organisch betrachtet lag der Umsatz auf Vorjahresniveau. |
| ― |
Trotz durch die Coronavirus-Pandemie verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte unser operatives Segment Deutschland ein Umsatzplus von 1,0 % erzielen und in unserem operativen Segment Europa stabilisierten sich die Umsätze organisch betrachtet auf Vorjahresniveau; berichtet verzeichneten wir ein Minus von 2,1 %. |
| ― |
Der Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag um 1,8 % unter Vorjahresniveau, insbesondere infolge des Coronavirus-Pandemie bedingten Rückgangs des IT-Markts. |
| ― |
Zur Erhöhung des Umsatzes um 4,4 % in unserem operativen Segment Group Development hat das Wachstum von T‑Mobile Netherlands und DFMG beigetragen. |

| ― |
Unser bereinigtes EBITDA AL erhöhte sich um 34,0 % auf 16,4 Mrd. €. Alle operativen Segmente, außer Systemgeschäft - hier reduzierte sich das bereinigte EBITDA AL zum Teil bedingt durch die Coronavirus-Pandemie um 9,1 % -, tragen hierzu bei. Ohne Konsolidierungskreis- und Währungskurseffekte stieg unser bereinigtes EBITDA AL um 1,3 Mrd. € bzw. 8,6 %. |
| ― |
Unser operatives Segment USA zeigt eine deutliche Erhöhung des bereinigten EBITDA AL von 70,5 %, was im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sprint, insbesondere auf gestiegene Service- und Endgeräteumsätze, zurückzuführen ist. Diesen positiven Einflüssen standen überwiegend im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sprint stehende höhere operative Aufwendungen gegenüber. |
| ― |
Unser operatives Segment Deutschland weist einen Anstieg des bereinigten EBITDA AL um 2,8 % und Europa einen leichten Anstieg um 0,2 % aus. Einen deutlichen Anstieg des bereinigten EBITDA AL von 9,1 % zeigte auch unser operatives Segment Group Development. |
| ― |
Die bereinigte EBITDA AL-Marge des Konzerns lag mit 34,8 % um 3,6 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. In Deutschland lag die bereinigte EBITDA AL-Marge bei 40,4 %, in Europa bei 33,8 % und in den USA bei 34,5 %. |

| ― |
Unser EBIT erhöhte sich um 1,0 Mrd. € auf 5,6 Mrd. €, insbesondere aufgrund der beim bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekte. |
| ― |
Das EBITDA AL ist mit Sondereinflüssen in Höhe von 1,9 Mrd. € belastet, denen in der Vergleichsperiode Aufwendungen in Höhe von 1,0 Mrd. € gegenüber standen. Im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss von T‑Mobile US mit Sprint wurden Aufwendungen in Höhe von 0,8 Mrd. € erfasst; in der Vergleichsperiode fielen 0,3 Mrd. € an. Zudem wurden im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie im operativen Segment USA Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mrd. € als Sondereinflüsse klassifiziert. |
| ― |
Die planmäßigen Abschreibungen lagen insbesondere aufgrund des Erwerbs von Sprint um 2,8 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode. |

| ― |
Der Konzernüberschuss verringerte sich um 0,1 Mrd. € auf 1,7 Mrd. €. |
| ― |
Unser Finanzergebnis verringerte sich um 1,3 Mrd. € auf minus 2,2 Mrd. €, im Wesentlichen im Zusammenhang mit einem um 0,8 Mrd. € rückläufigen Zinsergebnis aufgrund der übernommen finanziellen Verbindlichkeiten von Sprint sowie der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses begonnenen Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Zudem war das Zinsergebnis in Höhe von 0,3 Mrd. € mit Bereitstellungsentgelten für eine kurzfristige Brückenfinanzierung belastet. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten reduzierte sich um 0,3 Mrd. € auf minus 0,1 Mrd. €. |
| ― |
Der Steueraufwand in Höhe von 1,0 Mrd. € liegt auf dem Wert der Vergleichsperiode. |
| ― |
Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis liegt mit 0,7 Mrd. € um 0,1 Mrd. € unter dem Vorjahreswert. |
| ― |
Das bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt 0,54 € und liegt damit leicht über dem Wert der Vorjahresperiode von 0,53 €. |

| ― |
Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des ersten Halbjahres 2020 nahezu stabil bei 27,2 %: Die Bilanzsumme erhöhte sich um 99,3 Mrd. € auf 270,0 Mrd. € und das Eigenkapital um 27,3 Mrd. € auf 73,5 Mrd. €. |
| ― |
Die Erhöhung des Eigenkapitals ist in Höhe von 30,7 Mrd. € auf den Zusammenschluss von T‑Mobile US mit Sprint zurückzuführen. Erhöhend wirkten zudem der Überschuss (2,4 Mrd. €), Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechneten Wertänderungen (0,3 Mrd. €) sowie Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierter Vergütung (0,2 Mrd. €). |
| ― |
Mindernd wirkten v. a. die Dividendenausschüttung an unsere Aktionäre (2,8 Mrd. €) und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen (0,2 Mrd. €), die Neubewertung der leistungsorientierten Pläne (1,4 Mrd. €), erfolgsneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung (1,0 Mrd. €) und erfolgsneutral erfasste Verluste aus Sicherungsinstrumenten (1,0 Mrd. €) - im Wesentlichen im Zusammenhang mit abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäften für Darlehensaufnahmen bei T‑Mobile US, die im April 2020 vorzeitig aufgelöst wurden. |

| ― |
Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) lag mit 7,0 Mrd. € stabil auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Wir investieren weiter in unser Glasfasernetz in Europa und treiben den Ausbau unserer Mobilfunk-Infrastruktur inklusive des neuen Mobilfunk-Standards 5G voran. Im operativen Segment USA erhöht sich der Cash Capex aufgrund des Einbezugs von Sprint sowie infolge des weiteren Ausbaus des 5G-Netzwerks. |
| ― |
Der Cash Capex (einschließlich Investitionen in Spektrum) stieg um 0,1 Mrd. € auf 8,1 Mrd. €. Im Berichtszeitraum wurden im operativen Segment USA FCC-Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 0,9 Mrd. € und im operativen Segment Europa Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 0,2 Mrd. € erworben. In der Vergleichsperiode waren 1,0 Mrd. € für erworbene Mobilfunk-Lizenzen enthalten, welche v. a. das operative Segment USA betrafen. |

| ― |
Der Free Cashflow AL stieg um 0,6 Mrd. € auf 3,7 Mrd. €. |
| ― |
Ohne Berücksichtigung von geleisteten Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen sowie der vorzeitigen Rückzahlung von Zinssicherungsgeschäften im operativen Segment USA erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 1,3 Mrd. €. Dabei wirkte insbesondere die weiterhin positive Geschäftsentwicklung der operativen Segmente, insbesondere der USA - nun inklusive Sprint -, erhöhend. |
| ― |
Belastend wirkten insbesondere höhere Zinszahlungen, im Wesentlichen resultierend aus den im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der in diesem Zusammenhang begonnenen Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Unsere vertragsgemäße Kündigung einer revolvierenden Factoring-Vereinbarung im operativen Segment Deutschland sowie höhere Tilgungen von Leasing-Verbindlichkeiten im Wesentlichen im operativen Segment USA wirkten ebenfalls belastend. |

| ― |
Die Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2019 um 44,9 Mrd. € auf 120,9 Mrd. €. |
| ― |
Erhöhend wirkten insbesondere die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses von Sprint übernommenen Finanzverbindlichkeiten (44,1 Mrd. €). Die Dividendenausschüttungen - inklusive an Minderheiten - wirkten mit 2,9 Mrd. € zusätzlich erhöhend; ebenso wie die Zinssicherungsgeschäfte für Darlehensaufnahmen bei T‑Mobile US (1,1 Mrd. €) und der Erwerb von Spektrum (1,1 Mrd. €). |
| ― |
Reduzierend wirkten im Wesentlichen der Free Cashflow (6,0 Mrd. €) und Währungskurseffekte (1,0 Mrd. €). |
a
Vor Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen.
b
Vor Rückzahlung Zinssicherungsgeschäfte T‑Mobile US.
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns".
Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint. Am 1. April 2020 haben sich T‑Mobile
US und Sprint zur "neuen", größeren T‑Mobile US zusammengeschlossen. Zuvor hatte die
Transaktion verschiedene Genehmigungsprozesse durchlaufen, an denen eine Vielzahl
nationaler und regionaler Behörden und Gerichte in den USA beteiligt war. Die Fusion
ist das Ergebnis einer erfolgreichen Strategie der Deutschen Telekom für das US-Geschäft.
Die neue T‑Mobile US wird mit einer Marktkapitalisierung von rund 130 Mrd. US‑$ (auf
Basis des Aktienkurses am 30. Juni 2020) und einer umfangreichen Ausstattung mit Mobilfunk-Spektrum
die erfolgreiche Un-Carrier-Strategie und den 5G-Netzausbau forciert fortsetzen. Durch
die kapitalschonende Strukturierung der Transaktion als reiner Aktientausch fließt
kein Kapital von der Deutschen Telekom in Richtung T‑Mobile US.
Im Zuge des Zusammenschlusses wurden im zweiten Quartal 2020 verschiedene Refinanzierungsmaßnahmen
durchgeführt. So hat T‑Mobile US am 1. April 2020 ein neues besichertes Darlehen (Term
Loan) in Höhe von 4 Mrd. US‑$ aufgenommen. Mit der Emission von besicherten Anleihen
am 9. April 2020 in einer Gesamthöhe von 19 Mrd. US‑$, mit Laufzeiten zwischen 5 und
30 Jahren und einer Verzinsung zwischen 3,500 % und 4,500 %, wurde eine kurzfristige
Brückenfinanzierung abgelöst. Darüber hinaus emittierte T‑Mobile US am 24. Juni 2020
besicherte Anleihen in einer Gesamthöhe von 4 Mrd. US‑$, mit Laufzeiten zwischen 6
und 11 Jahren und einer Verzinsung zwischen 1,500 % und 2,550 %.
Am 22. Juni 2020 hat die Deutsche Telekom Kaufoptionen von SoftBank für rund 101
Millionen T‑Mobile US Aktien erhalten und sich damit langfristig den Zugriff auf die
Kapitalmehrheit bei T‑Mobile US gesichert. Im Gegenzug haben wir SoftBank den sofortigen
Abverkauf von rund 198 Millionen Aktien ermöglicht. T‑Mobile US profitiert dabei von
einer bereits erhaltenen Strukturierungsgebühr in Höhe von 0,3 Mrd. US‑$ (0,3 Mrd.
€).
Zum 1. Juli 2020 wurde fristgemäß eine entscheidende Auflage der US-Behörden für
die Genehmigung der Fusion erfüllt: die Veräußerung der Prepaid-Sparte von Sprint
an DISH Network Corp. Zudem wurde eine Vereinbarung zur Veräußerung von Spektrum an
DISH bestätigt.
Weitere Informationen zu dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie
in den Kapiteln "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung" und "Prognose" sowie
"Erhebliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle" im Konzern-Zwischenabschluss.
Vorzeitige Tilgung von Euro- und USD-Anleihen. Im Rahmen unseres konzernweiten Verbindlichkeiten-Managements
wurden mit Wirkung zum 15. April 2020 von drei Euro-Anleihen der Deutschen Telekom
International Finance B.V. insgesamt 0,8 Mrd. € zurückgekauft und damit vorzeitig
getilgt. Darüber hinaus wurden mit Wirkung zum 26. Mai 2020 von 2 Mrd. US‑$ Anleihen
der Deutschen Telekom International Finance B.V. insgesamt 1,4 Mrd. US‑$ (1,3 Mrd.
€) zurückgekauft und vorzeitig getilgt.
Die weltweiten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (Covid-19) haben vielfältige
Auswirkungen auf unsere Konzernaktivitäten: So wurden z. B. Fachmessen wie die Digital
X (Digital Edition) oder die Hannover Messe ("Accelerate Digital Now"), bei denen
wir als Partner aktiv sind, zu digitalen Veranstaltungen. Auch hat die Deutsche Telekom
nach den gesetzlichen Neuregelungen vom 28. März 2020 ihre ordentliche Hauptversammlung
am 19. Juni 2020 virtuell abgehalten.
Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und stehen dazu. Unser
Service läuft stabil, obwohl wir kurzfristig für viele Mitarbeiter auf Homeoffice
umstellen mussten. Unsere Standorte und Shops sind unter Berücksichtigung strenger
Sicherheits- und Hygienevorkehrungen wieder geöffnet. Die hohen Investitionen der
Vergangenheit zahlen sich aus: Wir sorgen dafür, dass unsere Netze als digitale Lebensadern
der Wirtschaft und der Gesellschaft trotz deutlich höherer Belastungen stabil sind.
Wir haben eine verstärkte Nachfrage bei Sprachverbindungen im Mobilfunk wie im Festnetz
verzeichnet. Aufgrund der Homeoffice-Nutzung nahmen Anwendungen wie Webkonferenzen,
Videotelefonie, Videosprechstunden und Online-Shopping zu. Aber auch klassisches TV,
TV-Streaming und Gaming waren stark gefragt. Unsere Geschäftskunden unterstützen wir
in der Krise, indem wir z. B. seit dem Shutdown im März 2020 für die schnelle Abbildung
des großen Homeoffice-Bedarfs entsprechende Angebote wie Microsoft 365 mit Teams oder
Webex Meetings von Cisco platziert haben. Ebenso haben wir im Moment der Schulschließungen
mit kostenlosen Teststellungen Soforthilfe für virtuellen Unterricht über Cloud-basiertes
Web-Conferencing bereitgestellt.
Nach nur 55 Tagen Entwicklungszeit haben wir in enger Zusammenarbeit mit SAP sowie
weiteren Partnern die von der Bundesregierung beauftragte Corona-Warn-App umgesetzt.
Zwischen dem 16. Juni 2020 und dem Ende des zweiten Quartals 2020 ist die App über
14 Millionen Mal heruntergeladen worden und ist mittlerweile für alle EU-Bürger nutzbar.
Mit der App haben die Entwicklungspartner den Prozess für eine erfolgreiche Unterbrechung
der Infektionskette im Hinblick auf die Coronavirus-Pandemie digitalisiert: von einer
möglichen Infizierung bis hin zur Warnung möglicher Kontaktpersonen, vom Smartphone
bis ins Labor.
Unsere Geschäftstätigkeit war in verschiedenen Geschäftsfeldern bei Umsatz und Ergebnis
von der Coronavirus-Pandemie betroffen. So verzeichneten wir z. B. europaweite Rückgänge
beim Retail Roaming sowie im Mobilfunk-Endgerätegeschäft, europaweite Anstiege der
Festnetz-Telefonie und Verzögerungen bei Projektumsetzungen im eher niedrigmargigen
ICT-Geschäft. Bislang gleichen sich die Einflüsse in Auswirkung auf das bereinigte
EBITDA AL abseits der USA weitgehend aus und wir stellen zu diesem Zeitpunkt nur geringe
Auswirkungen auf Zahlungsausfälle und Kundenzahlen fest.
Weitere Informationen zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf unser Geschäft
finden Sie in den Kapiteln "Geschäftsentwicklung des Konzerns", "Prognose" und "Risiko-
und Chancensituation".
Dr. Dirk Wössner, Vorstandsmitglied für das Ressort "Deutschland", hatte dem Aufsichtsrat
der Deutschen Telekom AG Anfang dieses Jahres mitgeteilt, dass er seinen zum 31. Dezember
2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Am 18. Juni 2020 hat der Aufsichtsrat
der Deutschen Telekom AG Srini Gopalan, bisher verantwortlich für den Vorstandsbereich
"Europa", mit Wirkung zum 1. November 2020 zum neuen Vorstand für das Ressort "Deutschland"
bestellt. Herr Dr. Wössner hat sein Mandat mit Ablauf des 31. Oktober 2020 niedergelegt.
Der Aufsichtsrat hat die Suche nach einem Nachfolger für das Vorstandsressort "Europa"
im Rahmen eines strukturierten Nachfolgeprozesses eingeleitet.
Frequenzauktion T‑Mobile US. In der im März 2020 zu Ende gegangenen Auktion von Mobilfunk-Lizenzen
ersteigerte T‑Mobile US Lizenzen in den Bereichen 37 GHz, 39 GHz und 47 GHz zu einem
Gesamtwert von 873 Mio. US‑$. Der Erwerb dient der Erweiterung der 5G-Spektrumsposition
des Unternehmens in den USA. Bis zum 31. März 2020 wurden Anzahlungen in Höhe von
175 Mio. US‑$ geleistet. Der verbleibende Betrag wurde am 8. April 2020 überwiesen.
Zu diesem Zeitpunkt wurden die Lizenzen offiziell zugeteilt und sind seitdem wirtschaftlich
nutzbar.
Start für unsere 5G-Initiative in Deutschland. Seit Mitte Juli erreicht unser 5G-Netz
über rund 30.000 Antennen bereits rund 40 Millionen Menschen in Deutschland. Mit innovativer
Technologie, intelligentem Einsatz von Spektrum, den passenden Tarifen und neuen 5G-Smartphones
ermöglichen wir unseren Kunden den Einstieg ins 5G-Zeitalter. Unser nächstes Ziel
ist es, bis zum Ende des Jahres rund 2/3 der deutschen Bevölkerung mit 5G zu erreichen.
Unser internationaler 5G-Ausbau läuft auf Hochtouren. Durch eine Roaming-Partnerschaft
mit der General Communication Inc. (GCI) hat T‑Mobile US seine 5G-Präsenz um Alaska
erweitert und ist somit der einzige Mobilfunk-Anbieter in den USA, der in allen 50
US-Bundesstaaten 5G-Abdeckung anbieten kann. Das landesweite 5G-Netz von T‑Mobile
US ist mit einer Fläche von mehr als einer Million Quadratmeilen und mehr als 7.500
Städten das größte US-amerikanische Netzwerk und erreicht mehr als 250 Millionen Menschen.
Magyar Telekom hat durch den intensiven Netzausbau in den letzten Jahren u. a. dazu
beigetragen, dass Ungarn im jüngsten Bericht des Digital Economy and Society Index
der EU-Kommission einen Schritt nach vorn gemacht hat: Unser Festnetz bietet Gigabit-Bandbreite
an mehr als 2 Millionen Endpunkten und erreicht so ca. 40 % der Haushalte und Unternehmen
in Ungarn. Zudem haben wir dort auch bereits unseren kommerziellen 5G-Dienst gestartet.
Mit der Einführung des 5G-Netzwerks Anfang Juni 2020 und den entsprechenden Tarifen
stehen nun auch T‑Mobile Polska Kunden unbegrenzte Gigabyte, Konversation und SMS
zur Verfügung. Bis Ende Juni 2020 deckt das 5G-Netz von T‑Mobile Polska dank 1.600
Basisstationen in ganz Polen bis zu 6 Millionen Menschen in 46 Städten ab.
LTE-Netz erreicht über 98 Prozent aller deutschen Haushalte. Wir sind auf dem Weg
einer flächendeckenden Mobilfunk-Versorgung einen Schritt weiter. Gleichwohl stellt
die Versorgung der Verkehrswege für alle Netzbetreiber eine Herausforderung dar. Seit
Beginn des Jahres 2020 wurden insgesamt 850 LTE-Standorte entweder neu gebaut oder
bestehende Standorte mit LTE-Antennen ausgestattet. In den Ländern unseres Segments
Europa versorgten wir zum 30. Juni 2020 97,3 % der Bevölkerung mit LTE und erreichten
damit insgesamt rund 107 Millionen Einwohner.
Breitband-Ausbau in Europa. Seit Jahresanfang haben rund 2,5 Millionen Haushalte
in Deutschland vom Breitband-Ausbau der Telekom profitiert. Allein im zweiten Quartal
2020 haben wir für rund 1,2 Millionen Haushalte die Internet-Geschwindigkeit erhöht.
32,8 Millionen Haushalte können einen Tarif mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s),
23,9 Millionen Haushalte können einen Tarif mit bis zu 250 MBit/s oder mehr buchen.
Die Zahl der Haushalte, die mit reinen Glasfaser-Anschlüssen (FTTH/FTTB) angebunden
sind, stieg im zweiten Quartal 2020 um über 104 Tausend und beträgt 1,8 Millionen.
Hier sind Geschwindigkeiten bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich.
Auch in Griechenland schreitet unser Netzausbau kontinuierlich voran: Zusätzliche
180.000 Haushalte und Unternehmen haben im Juni 2020 über COSMOTE Fibre Zugang zu
unserer FTTH-Infrastruktur mit Internet-Geschwindigkeiten von 100 und 200 MBit/s.
Seit Jahresbeginn wurden 30.000 neue FTTH-Leitungen hinzugefügt, was einer Steigerung
von 20 % gegenüber dem Jahresende 2019 entspricht.
Auch unsere Landesgesellschaften in Ungarn und der Slowakei treiben den Breitband-Ausbau
mit modernen Glasfaserbasierten Anschlüssen verstärkt voran.
Wir jagen weiterhin Funklöcher. Bereits im April 2020 haben wir die Anzahl der Kommunen
verdoppelt, die im Rahmen der Aktion "Wir jagen Funklöcher" einen LTE-Netzausbau erhalten
werden. Im Juni 2020 haben wir 180 weitere Kandidaten angekündigt, die wir in unser
Ausbauprogramm 2021/2022 aufnehmen und mit LTE versorgen wollen. Ursprünglich waren
wir von 50 Kommunen ausgegangen, aber wegen des großen Erfolgs und der sehr hohen
Beteiligung in ganz Deutschland werden wir jetzt sechsmal mehr Masten bauen, d. h.
die Zahl der Masten im Rahmen des Programms auf über 300 steigern. Die ersten Masten
wurden bereits in Betrieb genommen. In den Gewinner-Kommunen, die im April 2020 bekanntgegeben
wurden, soll der Ausbau ebenfalls noch in diesem Jahr starten.
Großauftrag für T‑Systems aus der Schweiz. T‑Systems hat von den Schweizerischen
Bundesbahnen (SBB) einen Großauftrag über Applikations-Entwicklungs- und -Betriebsleistungen
erhalten. Der Vertrag erstreckt sich über eine Grundlaufzeit von fünf Jahren, beinhaltet
Verlängerungsoptionen für maximal weitere fünf Jahre und hat ein Auftragsvolumen von
rund 170 Mio. €. Dafür entwickelt und betreibt die T‑Systems Tochter Multimedia Solutions
für die Schweizerischen Bundesbahnen Software, wie z. B. Web- und Cloud-Anwendungen,
mobile Apps sowie geographische Informations-Systeme.
Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Medienberichten.
Roaming im europäischen IoT-Netz wird Realität. Wir bieten derzeit Roaming für NarrowBand
IoT (NB-IoT) in neun eigenen Märkten an. Um Roaming im Netz für das Internet der Dinge
(IoT) in weiten Teilen Europas anbieten zu können, unterzeichneten wir Roaming-Vereinbarungen
mit Swisscom, Telia Company und Vodafone. Damit wird das Angebot für das Maschinen-
und Sensorennetz um weitere neun europäische Länder erweitert. Mit dem Ausbau des
Partnernetzwerks reagieren wir auf die steigende Nachfrage nach internationaler Abdeckung.
Erstes privates 5G-Netz in Aachen. Gemeinsam mit Ericsson haben wir im April 2020
das erste private 5G-Netz im Center Connected Industry (CCI) am Campus der RWTH Aachen
eingeschaltet. Zusammen mit anderen CCI-Mitgliedern arbeiten die Partner an neuen
Lösungen für die Fabrik der Zukunft.
Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Medienberichten.
Managed Network Services für Partner. Wir bauen unsere Zusammenarbeit mit Microsoft
für Public Cloud Services weiter aus: Als einer der neuesten Partner in Europa bieten
wir nun Managed Network Services für Microsoft Azure an und liefern gemanagte Services
für Cloud Connectivity und Cloud Security. Zugleich haben wir uns dem Programm "Azure
Networking Managed Service Provider" (MSP) angeschlossen. Außerdem ist T‑Systems jetzt
Mitglied im Partnerprogramm für Managed Service Provider von Amazon Web Services (AWS).
Hallo Magenta: Smart Speaker Mini. Nach unserer ersten Version des Smart Speakers
haben wir nun eine kleinere Version des Lautsprechers vorgestellt. Auch der Smart
Speaker Mini bietet Datensicherheit nach europäischen Richtlinien und erfüllt die
hohen Datenschutz-Standards, die wir uns selbst auferlegt haben. Der Mini hat dieselbe
Funktionalität wie der Große - allerdings ist er nur rund halb so groß.
fraenk - unsere neue Mobilfunk-App. fraenk ist ein neues Angebot in der Magenta-Familie,
speziell ausgerichtet auf preisbewusste, digital-affine Mobilfunk-Kunden. Der Tarif
enthält 4 GB Datenvolumen mit LTE 25 sowie Telefonie- und SMS-Flat in alle deutschen
Netze für rund 10 Euro im Monat. Bestellt und verwaltet werden kann der Tarif nur
per App. fraenk ist monatlich kündbar und ermöglicht die Rufnummer-Mitnahme.
Schneller zur neuen Prepaid-Karte. Seit Sommer 2020 vereinfachen wir die Legitimation
beim Verkauf von Prepaid-Karten im stationären Handel. Mit einem zertifizierten Verfahren
prüfen unsere Handelspartner schneller die Identität des Käufers. Dazu nutzen wir
das "Vor-Ort-Auslesen" der auf dem Personalausweis oder auf dem elektronischen Aufenthaltstitel
gespeicherten Personendaten. Das erhöht die Sicherheit und spart Zeit. Das Vor-Ort-Auslesen
bedarf einer Berechtigung durch das Bundesverwaltungsamt. Telekom Deutschland ist
der erste Mobilfunk-Anbieter, der eine solche Berechtigung erhalten hat.
Neue Exklusiv-Inhalte in der MagentaTV Megathek. MagentaTV präsentierte im Juni 2020
exklusiv die zweite Staffel der Thrillerserie "Banking District" sowie die Weltpremiere
von "Swarm Intelligence". Im Mai 2020 zeigten wir zwei deutsche Streaming-Premieren:
die zweite Staffel der Serie "Meine geniale Freundin" und die dritte Staffel der Krimireihe
"Rocco Schiavone". Seit April 2020 ist SCROLLER-TV, ein digitales Lernformat speziell
für Grundschulkinder, neu in der Familie der #DABEI-Unterhaltung.
Erweitertes Cyber Security-Angebot. Wir haben eine Reihe neuer Angebote in unser
Security-Portfolio aufgenommen: Mit "Business Network Protect Complete" stärken wir
zusammen mit WatchGuard die Cyberabwehr kleiner Firmen. Das Angebot kombiniert in
einem Gerät WLAN-Router und Firewall. Außerdem bieten wir seit Mitte April 2020 das
neue Sicherheitspaket "Magenta Security Shield" mit den wichtigsten Cyber-Abwehrmaßnahmen
für Großunternehmen und Mittelstand an.
Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Medienberichten.
Die folgende Grafik stellt die wesentlichen Auszeichnungen des zweiten Quartals 2020
zusammen:
| Connect Hotline-Test Deutsche Telekom ist Testsieger mit Urteil "sehr gut". Magenta Telekom überzeugt mit der besten Kunden-Hotline Österreichs. |
Connect IPTV-Test Das Fachmagazin hat für das TV-Streaming-Angebot von MagentaTV die Gesamtnote "überragend" vergeben (Ausgabe 6/2020). |
Hackett Digital Award Deutsche Telekom Services Europe erhält den Digital Award der Hackett Group in der Kategorie "Automation". |
| Speedtest Chip.de Deutsche Telekom ist der zuverlässigste Internet-Anbieter in Deutschland mit der Note 1,4 in der Gesamtwertung. |
DAX ESG 50-Index Deutsche Telekom ist in den neuen Nachhaltigkeits-Index aufgenommen worden. |
Connect! The Smart TV Award Deutsche Telekom siegt beim Preis des Medien-Netzwerk Bayern und der Deutschen TV-Plattform mit dem MagentaSport-Angebot "Konferenz-Alarm" in der Kategorie "Bestes Special Interest Angebot". |
| APRIL - JUNI | ||
| Connect Kundenbarometer Mobilfunk B2B Doppelsieg für Deutsche Telekom und Magenta Telekom bei der Umfrage des Fachmagazins zur Zufriedenheit von Business-Kunden (Ausgabe 6/2020). |
Best-in-Test Zum fünften Mal in Folge hat T-Mobile Polska die Auszeichnung hinsichtlich der Qualität der Sprachverbindungen und Datenübertragungsdienste erhalten. |
Die besten Mobilfunkanbieter 2020 für den Handel Im Ranking der Telecom Handel Leser gewinnt die Deutsche Telekom den Sonderpreis für das beste Mobilfunknetz in Deutschland sowie in der Kategorie "Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit". |
| Connect Leserwahl 2020 Deutsche Telekom und Magenta Telekom haben bei dem Mobilfunk-Netztest in den Kategorien "Mobilfunk-Netzbetreiber" und "Festnetz-Anbieter" gewonnen. |
Opensignal Test 2020 Deutsche Telekom hat im Test fünf der sieben möglichen "nationalen Auszeichnungen" gewonnen. |
Connect Festnetztest 2020 Deutsche Telekom ist der Spitzenreiter in der Kategorie "Sprache". |
Weitere Informationen zu den oben genannten Ereignissen im zweiten Quartal 2020 finden
Sie online unter: www.telekom.com/de/medien/medieninformationen
Hinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und -steuerung verweisen wir auf
die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2019. Aus Sicht
des Konzerns ergaben sich folgende Änderungen bzw. Ergänzungen:
Das Fundament für unsere verantwortungsvolle Unternehmensführung und den geschäftlichen
Erfolg bilden unsere gemeinsamen Unternehmenswerte und unsere im Februar 2020 aktualisierten
Leitlinien:

Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint. Am 1. April 2020 erfolgte der Zusammenschluss
von T‑Mobile US und Sprint zur neuen, größeren T‑Mobile US. Zuvor hatte die Transaktion
verschiedene Genehmigungsprozesse durchlaufen, an denen eine Vielzahl nationaler und
regionaler Behörden und Gerichte in den USA beteiligt war. Zuletzt hatte die US-Behörde
California Public Utilities Commission (CPUC) dem Zusammenschluss am 16. April 2020
zugestimmt. Die Fusion ist das Ergebnis einer erfolgreichen Strategie der Deutschen
Telekom für das US-Geschäft. Durch den Zusammenschluss erreicht die neue T‑Mobile
US eine Marktkapitalisierung von rund 130 Mrd. US‑$ (auf Basis des Aktienkurses der
neuen T‑Mobile US am 30. Juni 2020) und verfügt über eine umfangreichere Ausstattung
mit Mobilfunk-Spektrum. Damit verbessert sich die Basis für eine umfangreichere Flächenabdeckung
sowie eine Kapazitätsausweitung des Mobilfunknetzes und damit das Potenzial für weiteres
Kundenwachstum deutlich. Die Planung des fusionierten Unternehmens basiert weiter
auf Kosten- und Investitionssynergien im Barwert von 43 Mrd. US‑$ (nach Integrationskosten).
Drei Jahre nach Wirksamwerden der Fusion sollen Einsparungen aus diesen Synergien
erstmals die Integrationskosten übersteigen.
Der Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint erfolgte über einen reinen Aktientausch
ohne Barkomponente. Zum Abschluss der Transaktion hielt die Deutsche Telekom rund
43,6 % der T‑Mobile US Aktien, konnte aber aufgrund einer mit SoftBank abgeschlossenen
Stimmrechtsvereinbarung zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses über rund 68,3 % der Anteile
der neuen T‑Mobile US die Stimmrechte ausüben. Am 22. Juni 2020 hat die Deutsche Telekom
Kaufoptionen von SoftBank für rund 101 Millionen T‑Mobile US Aktien erhalten und sich
damit langfristig den Zugriff auf die Kapitalmehrheit bei T‑Mobile US gesichert. Im
Gegenzug haben wir SoftBank den sofortigen Abverkauf von rund 198 Millionen Aktien
ermöglicht. T‑Mobile US profitiert dabei von einer bereits erhaltenen Strukturierungsgebühr
in Höhe von 0,3 Mrd. US‑$ (0,3 Mrd. €). Durch die Veräußerung der von SoftBank gehaltenen
Aktien verringerte sich der Anteil an den T‑Mobile US Aktien, über die wir die Stimmrechte
ausüben können, zum 30. Juni 2020 auf ca. 54,1 % und weiterhin zum 5. August 2020
auf ca. 52,5 %.
Für die Struktur der neuen T‑Mobile US ist zu berücksichtigen, dass mit dem US-amerikanischen
Justizministerium Department of Justice (DoJ) eine Vereinbarung unter Auflagen geschlossen
wurde, wonach Sprint sein Prepaid-Geschäft an den Satelliten-TV-Betreiber DISH für
rund 1,4 Mrd. US‑$ (1,3 Mrd. €) abgibt. Die Veräußerung des Prepaid-Geschäfts von
Sprint umfasst rund 9,4 Millionen Kunden. Zudem sieht die Vereinbarung vor, dass ein
Teil des 800 MHz-Spektrums von Sprint an DISH für rund 3,6 Mrd. US‑$ (3,2 Mrd. €)
verkauft werden soll. Zum 1. Juli 2020 wurde die Auflage der US-Behörden zur Veräußerung
des Prepaid-Geschäfts von Sprint erfüllt sowie eine Vereinbarung zur Veräußerung von
Spektrum an DISH fristgerecht abgeschlossen.
Im Zuge des Zusammenschlusses wurden im zweiten Quartal 2020 verschiedene Refinanzierungsmaßnahmen
durchgeführt. So hat T‑Mobile US am 1. April 2020 ein neues besichertes Darlehen (Term
Loan) in Höhe von 4 Mrd. US‑$ (3,6 Mrd. €) aufgenommen. Mit der Emission von besicherten
Anleihen am 9. April 2020 in einer Gesamthöhe von 19 Mrd. US‑$ (17,5 Mrd. €), mit
Laufzeiten zwischen 5 und 30 Jahren und einer Verzinsung zwischen 3,500 % und 4,500
%, wurde eine kurzfristige Brückenfinanzierung, die für Zwecke der Finanzierung des
Zusammenschlusses am 1. April 2020 aufgenommen wurde, abgelöst. Darüber hinaus emittierte
T‑Mobile US am 24. Juni 2020 besicherte Anleihen in einer Gesamthöhe von 4,0 Mrd.
US‑$ (3,6 Mrd. €), mit Laufzeiten zwischen 6 und 11 Jahren und einer Verzinsung zwischen
1,500 % und 2,550 %. Nach Zustandekommen des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und
Sprint hat die Rating-Agentur Standard & Poor's - wie 2018 angekündigt - das Rating
der Deutschen Telekom AG von BBB+ auf BBB mit stabilem Ausblick gesenkt. Damit sind
wir weiterhin ein solides Investment Grade-Unternehmen mit Zugang zu den internationalen
Kapitalmärkten.
Veränderungen im Vorstand. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG hat in seiner
Sitzung am 22. Mai 2019 beschlossen, den Vorstandsbereich "Datenschutz, Recht und
Compliance" (DRC) als Organisation mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 aufzulösen. Die
Bereiche Revision und Risiko-Management wurden dem Vorstandsbereich "Finanzen" zugeordnet.
Der Bereich Sicherheit (Group Security Governance) wurde dem Vorstandsbereich "Technologie
und Innovation" zugeordnet. Die Bereiche Datenschutz, Recht und Compliance wurden
dem Ressort "Personal" zugeordnet und werden durch Frau Dr. Claudia Junker geführt,
die als General Counsel und Generalbevollmächtigte unmittelbar an Frau Birgit Bohle
berichtet. Frau Birgit Bohle führt das erweiterte Ressort "Personal und Recht" seit
dem 1. Januar 2020. Herr Dr. Thomas Kremer ist altersbedingt mit Wirkung zum 31. März
2020 aus dem Konzern ausgeschieden. Bis zu seinem Ausscheiden hat Herr Dr. Kremer
den Übergang in die neuen Strukturen im Rahmen einer Transitionsaufgabe begleitet.
Seit dem 1. April 2020 verfügt die Deutsche Telekom AG nunmehr über acht Vorstandsbereiche.
Herr Dr. Dirk Wössner, Vorstandsmitglied für das Ressort "Deutschland", hatte dem
Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG Anfang dieses Jahres mitgeteilt, dass er seinen
zum 31. Dezember 2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Am 18. Juni 2020
hat der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG Herrn Srini Gopalan, bisher verantwortlich
für den Vorstandsbereich "Europa", mit Wirkung zum 1. November 2020 zum neuen Vorstand
für das Ressort "Deutschland" bestellt. Herr Dr. Wössner hat sein Mandat mit Ablauf
des 31. Oktober 2020 niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat die Suche nach einem Nachfolger
für das Vorstandsressort "Europa" im Rahmen eines strukturierten Nachfolgeprozesses
eingeleitet.
Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusammengefassten
Lagebericht im Geschäftsbericht 2019 dargestellten Situation des wirtschaftlichen
Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den
ersten sechs Monaten 2020, den Ausblick, die zurzeit wesentlichen gesamtwirtschaftlichen
Risiken sowie auf das regulatorische Umfeld eingegangen. Der gesamtwirtschaftliche
Ausblick erfolgt unter dem Vorbehalt, dass die Quantifizierung der Auswirkungen der
Corona-Krise nur mit hoher Unsicherheit möglich ist, da es bislang kaum historische
Erfahrungen mit vergleichbaren Situationen gibt.
Seit dem Frühjahr 2020 steht die Weltwirtschaft unter dem Eindruck der Coronavirus-Pandemie.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seinem im Juni 2020 aktualisierten
Frühjahrsgutachten mit einem Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung im Jahr 2020
um 4,9 % und erwartet für das Jahr 2021 ein Wachstum von 5,4 %. Die weltweite Konjunktur
werde sich 2021 nur partiell erholen, da das erwartete Niveau der Wirtschaftstätigkeit
deutlich unter dem Niveau bleiben wird, das vor der Corona-Krise prognostiziert wurde.
Für die deutsche Wirtschaft rechnet der IWF mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts
(BIP) um 7,8 % im laufenden Jahr. Die Corona-Krise trifft einzelne Wirtschaftszweige
in unterschiedlichem Maße. In der Digitalbranche hat sich das Geschäftsklima zuletzt
verbessert: Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der Geschäftslage
und -erwartungen berechnet, drehte im Juni 2020 erstmals seit Februar wieder ins Plus.
Die Informations- und Telekommunikations-Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage
mittlerweile deutlich besser als noch im April und Mai dieses Jahres.
Auch die Volkswirtschaften unserer Kernmärkte in Nordamerika und Europa werden in
diesem Jahr schrumpfen: Der IWF rechnet im laufenden Jahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung
um 8,0 % in den USA und um 10,2 % in der Eurozone. In den USA hat sich die Lage auf
dem Arbeitsmarkt im Juni 2020 deutlich verbessert; allerdings dürfte die hohe Zahl
an Neuinfektionen, die mancherorts dazu geführt hat, dass Lockerungen der Maßnahmen
gegen die Coronavirus-Pandemie wieder zurückgenommen wurden, die Erholung des privaten
Konsums bremsen.
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie haben die Weltwirtschaft in
die schwerste Rezession der Nachkriegszeit gestürzt. Inzwischen mehren sich aber die
Zeichen, dass der Tiefpunkt durchschritten ist. Auf den tiefen Wirtschaftseinbruch
im ersten Halbjahr 2020 dürfte im zweiten Halbjahr eine allmähliche Erholung folgen.
Sollte es allerdings nicht gelingen, die Anzahl der Neuinfektionen etwa durch Smart
Distancing gering zu halten, den Lockerungskurs fortzusetzen und die Unsicherheit
der Unternehmen und Haushalte zu senken, ist mit einer länger anhaltenden Schwächephase
zu rechnen.
Gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben sich v. a. aus möglichen weiteren Coronavirus-Pandemiewellen.
Mit erneuten Einschränkungen wäre ein weiterer Rückgang der Wirtschaftsaktivität wahrscheinlich.
Käme es etwa durch Insolvenzen zu umfangreicheren Zahlungsausfällen bei Krediten,
könnte dies zudem das Bankensystem belasten, und es könnten sich Risiken für die Finanzstabilität
ergeben. Gleichzeitig dürfte es mit zunehmender Dauer der Corona-Krise für die Staaten
schwieriger werden, diese Krise durch staatliche Schuldenaufnahme und Stützungsmaßnahmen
zu überbrücken. Weitere Risiken resultieren aus unverändert fortbestehenden Handelskonflikten
und aus der Brexit-Unsicherheit. Es ist weiterhin offen, wie die künftigen Wirtschaftsbeziehungen
zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union nach dem Ablauf der
Übergangsfrist Ende dieses Jahres ausgestaltet werden.
Reaktionen von Telekommunikations-Regulierungsbehörden auf die Coronavirus-Pandemie.
Die Europäische Kommission hat zusammen mit dem Gremium der Europäischen Regulierungsbehörden
(GEREK) in einer gemeinsamen Verlautbarung Ende März 2020 erklärt, dass die verstärkte
Internetnutzung generell bislang zu keinen wesentlichen Netzengpässen geführt hat.
Dies bestätigen auch die im Juni 2020 veröffentlichten GEREK-Berichte zur Stabilität
der Telekommunikationsnetze in Europa. Im Fall temporärer Netzüberlastung seien Maßnahmen
im Rahmen der gesetzlichen Regelungen möglich, für die aber strenge Einschränkungen
gelten und die von nationalen Regulierungsbehörden überwacht werden. Die BNetzA hat
dazu am 25. März 2020 einen "Leitfaden zu Verkehrsmanagementmaßnahmen" veröffentlicht,
nach enger Abstimmung mit der Branche und unter Einbezug der von der Telekom Deutschland
vorgeschlagenen Maßnahmen zur Sicherung der Netzstabilität. Einzelne Regulierungsbehörden
haben zudem weitere spezifische regulatorische Vorgaben auferlegt, wie z. B. in Österreich
die Verpflichtung zum Versand behördlicher SMS. Außerdem wurden Zeitplanungen für
anstehende Frequenzvergaben angepasst. Details sind der untenstehenden Tabelle zu
entnehmen.
Roaming-Regulierung. Die Europäische Kommission hat eine Konsultation zur zukünftigen
Regulierung von internationalem Roaming gestartet. Die aktuelle Regulierung hat bis
zum Jahr 2022 Preisobergrenzen für die Entgelte gesetzt, die Mobilfunk-Netzbetreiber
anderen europäischen Mobilfunk-Netzbetreibern für die Roaming-Nutzung in Rechnung
stellen können. Konsultiert wird neben der Frage zukünftiger Entgeltregulierung auch,
ob und welche Regelungen zukünftig für das Roaming für Internet of Things (IoT) und
den Roaming-Zugang zu Mehrwertdiensten und Notrufnummern gelten sollen.
Im zweiten Quartal 2020 sind folgende Frequenzvergaben erfolgt: In Ungarn wurden
Magyar Telekom die im März 2020 für umgerechnet 263 Mio. € ersteigerten Frequenzen
von insgesamt 160 MHz im April 2020 zugeteilt. Des Weiteren war T‑Mobile US im März
2020 bei der Frequenzauktion in den USA mit insgesamt 691 MHz Spektrum erfolgreich
und hat die für 873 Mio. US‑$ ersteigerten 5G-Lizenzen im April 2020 erhalten. In
den Niederlanden startete am 29. Juni 2020 eine Auktion für Frequenzen in den Bereichen
700, 1.500 und 2.100 MHz. Sie endete mit dem Abschluss der Zuordnungsphase am 21.
Juli 2020. T‑Mobile Netherlands ersteigerte Frequenzen in allen drei Frequenzbereichen
für einen Betrag von 400 Mio. €. Derweil wurden in Griechenland, Österreich und Polen
die Starttermine von Frequenzvergaben in Richtung des dritten bzw. vierten Quartals
2020 verschoben und in Ungarn wurden Pläne für eine weitere Auktion bekannt. Während
Kroatien die Frequenzvergabe nun für das erste Halbjahr 2021 plant und ggf. um weitere
Frequenzbereiche erweitert, haben die Slowakei und die Tschechische Republik ihre
Vergabeplanungen gestoppt - der Neustart ist zurzeit offen.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wesentlichen Frequenzvergaben wie
Auktionen sowie Lizenzverlängerungen. Daneben gibt es in verschiedenen Ländern Hinweise
auf in Kürze erwartete Frequenzvergaben.
| Erwarteter Vergabestart | Erwartetes Vergabeende | Frequenzbereiche (MHz) | Vergabeverfahren | Erworbene Frequenzen (MHz) | Frequenzinvestition/ Aktuelle Hinweise | |
| Griechenland | Q4 2020 | Q1 2021 | 700 / 2.100 / 3.600 / 26.000 | Auktion (SMRAa), erwartet | noch offen | Durchführung wg. Corona vsl. in Q4 2020-Q1 2021 |
| Kroatien | Q1 2021 | Q2 2021 | 700 / 3.400-3.800 / 26.000, weitere Bänder möglich | Auktion, noch offen | noch offen | Versch. wg. Corona, mögliche Verbind. mit weiterer Vergabe |
| Niederlande | Q2 2020 | beendet | 700 / 1.500 / 2.100 | Hybride Auktion (SMRA, Clock Auction) | 2x10 MHz im 700 MHz-Band, 10 MHz im 1.500 MHz-Band, 2x20 MHz im 2.100 MHz-Band | Ende der Auktion am 21.07.2020, 400 Mio. € |
| Österreich | Q3 2020 | Q4 2020 | 700 / 1.500 / 2.100 | Auktion (CCAb) | noch offen | Versch. des Starts wg. Corona, neuer Termin am 17.08.2020 |
| Polen | Q4 2020 | Q1 2021 | 3.400-3.800 | Auktion (SMRAa), Details noch offen | noch offen | Neustart wg. Corona-Verordn., 800 MHz zu späterem Termin |
| Polen | Q3 2022 | Q4 2022 | 700 / 2.100 / 26.000 | Auktion, Details noch offen | noch offen | Planung für 2022 noch offen |
| Rumänien | Q3 2020 | Q4 2020 | 700/ 800/ 1.500 / 2.600 / 3.400-3.800 / 26.000 | Auktion, Details noch offen | noch offen | Regierung hält an Planung für Q3 2020 fest |
| Slowakei | Q3 2020 | Q4 2020 | 700/ 900/ 1.500 / 1.800 | Auktion (SMRAa), Details noch offen | noch offen | Vergabeplanung gestoppt, Gründe und Neustart offen |
| Tschechische Republik | Q3 2020 | Q4 2020 | 700 / 3.400-3.600 | Auktion (SMRAa), Details noch offen | noch offen | Planungsabbruch und neue Konsultation, Neustart offen |
| Ungarn | Q4 2020 | Q1 2021 | 900/ 1.500 / 1.800 / 2.300 | Auktion (Clock Auction), erwartet | noch offen | 1.500 / 2.300 MHz vsl. später |
| USA | Q3 2020 | Q3/Q4 2020 | 3.550-3.700 | Auktion (Clock Auction) | noch offen | noch offen |
| USA | Q4 2020 | Q2 2021 | 3.700-4.000 | Auktion (Clock Auction) | noch offen | noch offen |
| USA | Q3 2021 | Q4 2021 | 2.500-2.700 | Auktion (SMRAa) | noch offen | noch offen |
a
Simultane elektronische Mehrrundenauktion mit aufsteigenden, parallelen Geboten für
alle beteiligten Frequenzbänder.
b
Combinatorial Clock Auction: dreistufige Mehrrundenauktion für Spektrum aus allen
beteiligten Frequenzbändern.
Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die unterjährige Veränderung des
Konsolidierungskreises führt neben der Übernahme der zu diesem Zeitpunkt neu bewerteten
Vermögenswerte und Schulden auch zum Einbezug sämtlicher ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt
erwirtschafteter Erträge und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
der Deutschen Telekom. Dies hat Einfluss auf die Vergleichbarkeit der Zahlen der aktuellen
Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten.
Weitere Informationen zu dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie
im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung".
Im ersten Halbjahr 2020 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 47,0 Mrd. €,
der mit einem Anstieg von 7,8 Mrd. € um 20,0 % über dem Niveau des Vergleichszeitraums
lag. Ohne Berücksichtigung positiver Konsolidierungskreiseffekte - im Wesentlichen
aus dem Erwerb von Sprint im operativen Segment USA - von im Saldo 7,2 Mrd. € und
positiver Währungskurseffekte von im Saldo 0,5 Mrd. € - v. a. aus der Umrechnung von
US-Dollar in Euro - entwickelte sich der Umsatz mit einem Anstieg von 0,1 Mrd. € bzw.
0,1 % leicht positiv.
Zur positiven Umsatzentwicklung trug insbesondere unser operatives Segment USA mit
einem Anstieg von 39,9 % bei. Neutralisiert um den Erwerb von Sprint sowie bereinigt
um Währungskurseffekte lag der Umsatz gegenüber der Vergleichsperiode auf Vorjahresniveau.
In unserem Heimatmarkt Deutschland lagen die Umsätze um 1,0 % über Vorjahresniveau.
Hierzu trugen v. a. die gute Entwicklung im Festnetz-Geschäft, im Wesentlichen durch
den Anstieg der Breitband-Umsätze, sowie gleichbleibende Umsätze im Mobilfunk-Geschäft
bei. Als Folge der Coronavirus-Pandemie ergaben sich negative Effekte bei den Roaming-
und Visitoren-Umsätzen sowie beim Endgeräteumsatz. Insgesamt konnte der Umsatzverlust
jedoch durch Zuwächse im Festnetz-Bereich kompensiert werden. In unserem operativen
Segment Europa verringerte sich der Umsatz insbesondere währungskursbedingt um 2,1
%. Organisch betrachtet stabilisierte sich der Umsatz - trotz der Einflüsse aus der
Coronavirus-Pandemie - auf Vorjahresniveau. Dabei entwickelt sich das Festnetz-Geschäft
mit höheren Umsätzen im Breitband- und TV-Geschäft sehr solide. Im Mobilfunk-Geschäft
beobachteten wir leicht rückläufige Umsatzentwicklungen. Hierbei waren es v. a. die
Rückgänge im Endgerätegeschäft sowie bei den Roaming-Umsätzen als Folge der verhängten
Reisebeschränkungen. Teilweise konnten wir diesen negativen Effekten durch gestiegene
höhermargige Service-Umsätze entgegenwirken. Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments
Systemgeschäft lag um 1,8 % unter Vorjahresniveau und reflektiert den durch die Coronavirus-Pandemie
bedingten Rückgang des IT-Markts in Westeuropa. Die positive Umsatzentwicklung in
unseren Wachstumsfeldern Public Cloud und Security konnte den Rückgang im klassischen
IT- sowie im Projektgeschäft nicht vollständig kompensieren. Insbesondere die Entwicklung
unseres Wachstumsbereichs Digital Solutions war von den Auswirkungen der Corona-virus-Pandemie
auf die Automobilbranche beeinflusst. Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments
Group Development stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,4 %. Der Anstieg resultiert
aus dem operativen Wachstum unserer beiden Tochterunternehmen T‑Mobile Netherlands
und DFMG.
Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung unserer Segmente finden Sie im Kapitel
"Geschäftsentwicklung der operativen Segmente".
| in Mio. € | Q1 2020 | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung | Veränderung in % | H1 2020 |
| KONZERNUMSATZ | 19.943 | 27.041 | 19.664 | 7.377 | 37,5 | 46.984 |
| Deutschland | 5.405 | 5.446 | 5.388 | 58 | 1,1 | 10.852 |
| USA | 10.157 | 17.297 | 9.826 | 7.471 | 76,0 | 27.455 |
| Europa | 2.903 | 2.843 | 2.978 | (135) | (4,5) | 5.746 |
| Systemgeschäft | 1.628 | 1.616 | 1.673 | (57) | (3,4) | 3.244 |
| Group Development | 708 | 716 | 683 | 33 | 4,8 | 1.424 |
| Group Headquarters & Group Services | 632 | 649 | 678 | (29) | (4,3) | 1.281 |
| Intersegmentumsatz | (1.491) | (1.528) | (1.561) | 33 | 2,1 | (3.019) |
| in Mio. € | H1 2019 | Veränderung in % | Gesamtjahr 2019 |
| KONZERNUMSATZ | 39.152 | 20,0 | 80.531 |
| Deutschland | 10.745 | 1,0 | 21.886 |
| USA | 19.623 | 39,9 | 40.420 |
| Europa | 5.869 | (2,1) | 12.168 |
| Systemgeschäft | 3.304 | (1,8) | 6.805 |
| Group Development | 1.364 | 4,4 | 2.797 |
| Group Headquarters & Group Services | 1.329 | (3,6) | 2.620 |
| Intersegmentumsatz | (3.081) | 2,0 | (6.166) |


Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von
58,4 % mit Abstand den größten Beitrag zum Konzernumsatz und lag damit aufgrund des
Erwerbs von Sprint um 8,3 Prozentpunkte über dem Niveau der Vergleichsperiode. Auch
die Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz erhöhte sich in diesem Zusammenhang
deutlich von 69,0 % auf 74,2 %.
Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen erzielten wir im ersten Halbjahr 2020
ein gegenüber dem Vergleichszeitraum um 4,2 Mrd. € bzw. 34,0 % höheres bereinigtes
EBITDA AL in Höhe von 16,4 Mrd. €. Dabei wirkten positive Konsolidierungskreiseffekte
- im Wesentlichen aus dem Erwerb von Sprint - von im Saldo 2,7 Mrd. € und positive
Währungskurseffekte von im Saldo 0,2 Mrd. € - v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar
in Euro - erhöhend. Aber auch ohne deren Berücksichtigung stieg das bereinigte EBITDA
AL um 1,3 Mrd. € bzw. 8,6 %.
Alle Segmente, mit Ausnahme des operativen Segments Systemgeschäft, leisteten einen
positiven Beitrag zu dieser Entwicklung: Das bereinigte EBITDA AL unseres operativen
Segments USA entwickelte sich mit 70,5 % deutlich positiv, was im Zusammenhang mit
dem Erwerb von Sprint insbesondere auf gestiegene Service- und Endgeräteumsätze zurückzuführen
ist. Diesen positiven Einflüssen standen - überwiegend im Zusammenhang mit dem Erwerb
von Sprint - höhere operative Aufwendungen gegenüber. Unser operatives Segment Deutschland
trug dank positiver Umsatzentwicklung und einer verbesserten Kosteneffizienz mit einem
um 2,8 % höheren bereinigten EBITDA AL dazu bei. Um 0,2 % erhöhte sich das bereinigte
EBITDA AL in unserem operativen Segment Europa. Unter Annahme konstanter Währungskurse
und neutralisiert um die Veräußerung der Telekom Albania zeigt sich sogar ein Anstieg
von 2,2 %. Zu dieser Entwicklung beigetragen haben hauptsächlich Einsparungen bei
den indirekten Kosten. In unserem operativen Segment Systemgeschäft entwickelte sich
das bereinigte EBITDA AL mit 9,1 % rückläufig. Hauptgrund hierfür war der Ergebnisrückgang
im klassischen IT- sowie im Projektgeschäft, zum Teil bedingt durch Einflüsse der
Coronavirus-Pandemie. Zur Erhöhung des bereinigten EBITDA AL in unserem operativen
Segment Group Development trugen neben dem Umsatzwachstum Synergieeffekte aus der
Übernahme der Tele2 Netherlands und ein effizientes Kosten-Management der T‑Mobile
Netherlands bei. Auch das GD Towers Geschäft entwickelt sich aufgrund steigender Mengen
konstant positiv.
| in Mio. € | Q1 2020 | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung | Veränderung in% | H1 2020 |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN |
6.544 | 9.829 | 6.283 | 3.546 | 56,4 | 16.373 |
| Deutschland | 2.164 | 2.218 | 2.153 | 65 | 3,0 | 4.382 |
| USA | 3.160 | 6.304 | 2.872 | 3.432 | n.a. | 9.464 |
| Europa | 963 | 978 | 991 | (13) | (1,3) | 1.941 |
| Systemgeschäft | 100 | 98 | 127 | (29) | (22,8) | 199 |
| Group Development | 269 | 283 | 250 | 33 | 13,2 | 552 |
| Group Headquarters & Group Services | (104) | (28) | (82) | 54 | 65,9 | (132) |
| Überleitung | (8) | (24) | (29) | 5 | 17,2 | (31) |
| in Mio. € | H1 2019 | Veränderung in % |
Gesamtjahr 2019 |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN |
12.223 | 34,0 | 24.731 |
| Deutschland | 4.261 | 2,8 | 8.720 |
| USA | 5.551 | 70,5 | 11.134 |
| Europa | 1.937 | 0,2 | 4.005 |
| Systemgeschäft | 219 | (9,1) | 519 |
| Group Development | 506 | 9,1 | 1.033 |
| Group Headquarters & Group Services | (219) | 39,7 | (651) |
| Überleitung | (31) | 0 | (29) |
Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 3,3 Mrd. € bzw.
29,3 % auf 14,5 Mrd. €. Dabei veränderten sich die EBITDA-wirksamen Sondereinflüsse
von minus 1,0 Mrd. € auf minus 1,9 Mrd. €. Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen
lagen mit 0,6 Mrd. € auf dem Niveau des Vergleichszeitraums. Darüber hinaus waren
im Bereich der Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen Aufwendungen
in Höhe von 0,8 Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Diese standen in Höhe von 0,8
Mrd. € im Zusammenhang mit dem Genehmigungsprozess zum Zusammenschluss von T‑Mobile
US und Sprint sowie mit entstandenen Akquisitions- und Integrationsaufwendungen. Im
Vorjahr waren in diesem Zusammenhang 0,3 Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Die Aufwendungen
entstanden im Wesentlichen im operativen Segment USA. Darüber hinaus entfielen 0,2
Mrd. € auf eine im operativen Segment USA erfasste Ausbuchung einer noch in Bau befindlichen
Abrechnungssoftware für Vertragskunden. Gegenläufig wirkte sich eine von SoftBank
erhaltene Strukturierungsgebühr in Höhe von 0,3 Mrd. € als Gegenleistung für die Unterstützung
beim sofortigen Abverkauf von T‑Mobile US Aktien durch SoftBank aus. Die sonstigen
EBITDA-wirksamen Sondereinflüsse beliefen sich auf minus 0,4 Mrd. € und resultierten
im Wesentlichen aus im operativen Segment USA erfassten Aufwendungen im Zusammenhang
mit der Coronavirus-Pandemie.
Weitere Informationen zur Entwicklung des (bereinigten) EBITDA AL unserer Segmente
finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente".
Eine Überleitung der Definition des EBITDA auf die "after leases"-Betrachtung (EBITDA
AL) kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| in Mio. € | Q1 2020 | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung | Veränderung in % |
H1 2020 |
| EBITDA | 6.940 | 10.026 | 6.701 | 3.325 | 49,6 | 16.966 |
| Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechtea | (831) | (1.218) | (779) | (439) | (56,4) | (2.047) |
| Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing- Verbindlichkeitena | (189) | (224) | (200) | (24) | (12,0) | (413) |
| EBITDA AL | 5.921 | 8.585 | 5.721 | 2.864 | 50,1 | 14.505 |
| in Mio. € | H1 2019 | Veränderung in % | Gesamtjahr 2019 |
| EBITDA | 13.162 | 28,9 | 27.120 |
| Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechtea | (1.543) | (32,7) | (3.181) |
| Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing- Verbindlichkeitena | (398) | (3,8) | (796) |
| EBITDA AL | 11.221 | 29,3 | 23.143 |
a
Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T-Mobile US.
Das EBIT des Konzerns erhöhte sich von 4,6 Mrd. € auf 5,6 Mrd. € und war damit um
1,0 Mrd. € bzw. 21,5 % höher als im Vergleichszeitraum. Ursächlich für diese Veränderung
sind u. a. die beim EBITDA AL bzw. bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekte. Die
planmäßigen Abschreibungen lagen insgesamt bei 11,4 Mrd. € und damit um 2,8 Mrd. €
über dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die seit
dem 1. April 2020 zu berücksichtigende Sprint zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern verringerte sich von 3,7 Mrd. € auf 3,4 Mrd. €. Dabei
verringerte sich das Finanzergebnis um 1,3 Mrd. € auf minus 2,2 Mrd. €. Dieser Rückgang
resultiert im Wesentlichen aus einem um 0,8 Mrd. € auf minus 2,0 Mrd. € gestiegenen
Zinsergebnis. Gründe hierfür sind v. a. die im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen
finanziellen Verbindlichkeiten sowie die in diesem Zusammenhang begonnene Neustrukturierung
und Erhöhung des Finanzierungsvolumens einschließlich angefallener Bereitstellungsentgelte
für eine kurzfristig in Anspruch genommene Brückenfinanzierung. Das sonstige Finanzergebnis
verringerte sich im Vorjahresvergleich um 0,4 Mrd. € auf minus 0,2 Mrd. €. Dies resultierte
im Wesentlichen aus im Zusammenhang mit Derivaten stehenden Bewertungseffekten.
Der Konzernüberschuss verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode von 1,8 Mrd.
€ auf 1,7 Mrd. €. Der Steueraufwand betrug im ersten Halbjahr 2020 wie in der Vergleichsperiode
1,0 Mrd. €. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis reduzierte
sich um 0,1 Mrd. € auf 0,7 Mrd. €, im Wesentlichen in unserem operativen Segment USA.
Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen, die sich auf den Konzernüberschuss insgesamt
in Höhe von minus 0,9 Mrd. € auswirkten, betrug der bereinigte Konzernüberschuss im
ersten Halbjahr 2020 2,6 Mrd. € und lag damit leicht über dem Niveau der Vorjahresperiode
von 2,5 Mrd. €.
Weitere Informationen zum Steueraufwand finden Sie im Abschnitt "Ertragsteuern" im
Konzern-Zwischenabschluss.
Die folgende Tabelle zeigt eine Herleitung des Konzernüberschusses auf den um Sondereinflüsse
bereinigten Konzernüberschuss:
| in Mio. € | Q1 2020 | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung | Veränderung in % | H1 2020 |
| KONZERNÜBERSCHUSS/ (-FEHLBETRAG) | 916 | 754 | 944 | (190) | (20,1) | 1.670 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (623) | (1.245) | (562) | (683) | n.a. | (1.868) |
| Personalrestrukturierung | (342) | (262) | (304) | 42 | 13,8 | (604) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | (8) | (8) | (30) | 22 | 73,3 | (16) |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | (145) | (655) | (174) | (481) | n.a. | (800) |
| Sonstiges | (128) | (319) | (54) | (265) | n.a. | (448) |
| Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse | 254 | 720 | 178 | 542 | n.a. | 976 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | (50) | 50 | (100,0) | 0 |
| Finanzergebnis | (21) | (8) | (1) | (7) | n.a. | (28) |
| Ertragsteuern | 167 | 325 | 173 | 152 | 87,9 | 492 |
| Minderheiten | 108 | 403 | 56 | 347 | n.a. | 512 |
| SONDEREINFLÜSSE | (368) | (525) | (385) | (140) | (36,4) | (892) |
| KONZERNÜBERSCHUSS/ (-FEHLBETRAG) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 1.284 | 1.278 | 1.329 | (51) | (3,8) | 2.562 |
| in Mio. € | H1 2019 | Veränderung in% | Gesamtjahr 2019 |
| KONZERNÜBERSCHUSS/ (-FEHLBETRAG) | 1.845 | (9,5) | 3.867 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (1.002) | (86,4) | (1.589) |
| Personalrestrukturierung | (594) | (1,7) | (913) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | (49) | 67,3 | (81) |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | (285) | n.a. | (462) |
| Sonstiges | (74) | n.a. | (132) |
| Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse | 335 | n.a. | 508 |
| Wertminderungen | (50) | (100,0) | (370) |
| Finanzergebnis | (1) | n.a. | (4) |
| Ertragsteuern | 295 | 66,8 | 461 |
| Minderheiten | 91 | n.a. | 421 |
| SONDEREINFLÜSSE | (667) | (33,7) | (1.081) |
| KONZERNÜBERSCHUSS/ (-FEHLBETRAG) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 2.512 | 2,0 | 4.948 |
Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus dem Konzernüberschuss im Verhältnis zur
angepassten gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Stammaktien - diese
beträgt zum 30. Juni 2020 4.743 Mio. Stück. Dies führt zu einem Ergebnis je Aktie
in Höhe von 0,35 €. In der Vergleichsperiode betrug das Ergebnis je Aktie 0,39 €.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie, bereinigt um Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse,
beträgt 0,54 € gegenüber 0,53 € in der Vergleichsperiode.
Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des EBITDA AL, des EBIT und des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags)
auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte:
| in Mio. € | EBITDA AL H1 2020 |
EBIT H1 2020 |
EBITDA AL H1 2019 |
EBIT H1 2019 |
EBITDA AL Gesamtjahr 2019 |
EBIT Gesamtjahr 2019 |
| EBITDA AL/EBIT | 14.505 | 5.597 | 11.221 | 4.608 | 23.143 | 9.457 |
| DEUTSCHLAND | (314) | (314) | (293) | (293) | (425) | (425) |
| Personalrestrukturierung | (288) | (288) | (284) | (284) | (396) | (396) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | (9) | (9) | (18) | (18) | (38) | (38) |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | (6) | (6) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges | (11) | (11) | 9 | 9 | 9 | 9 |
| USA | (1.166) | (1.166) | (299) | (299) | (544) | (544) |
| Personalrestrukturierung | (32) | (32) | (4) | (4) | (17) | (17) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | (715) | (715) | (295) | (295) | (527) | (527) |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges | (420) | (420) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EUROPA | (90) | (90) | (86) | (86) | (146) | (466) |
| Personalrestrukturierung | (78) | (78) | (79) | (79) | (116) | (116) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | (3) | (3) | (5) | (5) | (23) | (23) |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | (320) |
| Sonstiges | (9) | (9) | (2) | (2) | (8) | (8) |
| in Mio. € | EBITDA AL H1 2020 |
EBIT H1 2020 | EBITDA AL H1 2019 |
EBIT H1 2019 | EBITDA AL Gesamtjahr 2019 | EBIT Gesamtjahr 2019 |
| SYSTEMGESCHÄFT | (114) | (114) | (176) | (203) | (331) | (358) |
| Personalrestrukturierung | (95) | (95) | (74) | (74) | (169) | (169) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | (2) | (2) | (3) | (3) | (5) | (5) |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | 0 | 0 | 0 | 0 | (11) | (11) |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | (27) | 0 | (27) |
| Sonstiges | (17) | (17) | (99) | (99) | (146) | (146) |
| GROUP DEVELOPMENT | (44) | (44) | (25) | (25) | 97 | 97 |
| Personalrestrukturierung | (4) | (4) | (15) | (15) | (19) | (19) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | 0 | 0 | 0 | 0 | (1) | (1) |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | (39) | (39) | (10) | (10) | 111 | 111 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges | (1) | (1) | 0 | 0 | 4 | 4 |
| GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES | (140) | (140) | (124) | (124) | (239) | (239) |
| Personalrestrukturierung | (107) | (107) | (139) | (139) | (197) | (197) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | (5) | (5) | (27) | (27) | (38) | (38) |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | (37) | (37) | 25 | 25 | (13) | (13) |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges | 10 | 10 | 18 | 18 | 9 | 9 |
| KONZERN | (1.868) | (1.868) | (1.002) | (1.052) | (1.589) | (1.959) |
| Personalrestrukturierung | (604) | (604) | (594) | (594) | (913) | (913) |
| Sachbezogene Restrukturierungen | (16) | (16) | (49) | (49) | (81) | (81) |
| Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen | (800) | (800) | (285) | (285) | (462) | (462) |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | (50) | 0 | (370) |
| Sonstiges | (448) | (448) | (74) | (74) | (132) | (132) |
| EBITDA AL/EBIT (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 16.373 | 7.465 | 12.223 | 5.660 | 24.731 | 11.416 |
| Finanzergebnis (bereinigt um Sondereinflüsse) | (2.185) | (871) | (2.192) | |||
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 5.280 | 4.788 | 9.223 | |||
| Ertragsteuern (bereinigt um Sondereinflüsse) | (1.460) | (1.333) | (2.454) | |||
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 3.821 | 3.456 | 6.770 | |||
| ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) AN DIE | ||||||
| Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag))(bereinigt um Sondereinflüsse) | 2.562 | 2.512 | 4.948 | |||
| Anteile anderer Gesellschafter (bereinigt um Sondereinflüsse) | 1.258 | 944 | 1.822 |
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | Veränderung | Veränderung in% | |
| MITARBEITER (FTE) IM KONZERN | 229.170 | 210.533 | 18.637 | 8,9 |
| davon: Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis) | 11.443 | 12.153 | (710) | (5,8) |
| Deutschland | 58.807 | 60.501 | (1.694) | (2,8) |
| USA | 70.807 | 47.312 | 23.495 | 49,7 |
| Europa | 42.362 | 44.591 | (2.229) | (5,0) |
| Systemgeschäft | 37.368 | 38.096 | (728) | (1,9) |
| Group Development | 2.642 | 2.603 | 39 | 1,5 |
| Group Headquarters & Group Services | 17.183 | 17.430 | (247) | (1,4) |
Der Mitarbeiterbestand des Konzerns stieg im Vergleich zum Jahresende 2019 um 8,9
% im Wesentlichen durch die Integration der Sprint-Mitarbeiter. In unserem operativen
Segment Deutschland setzte sich die Inanspruchnahme sozialverträglicher Instrumente
zum Personalumbau, wie z. B. engagierter Vorruhestand oder Altersteilzeit, fort, so
dass die Anzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment Deutschland um 2,8 %
gegenüber dem Jahresende 2019 sank. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen
Segment USA stieg zum 30. Juni 2020 gegenüber dem 31. Dezember 2019 durch die Integration
der Sprint-Mitarbeiter um 49,7 %. In unserem operativen Segment Europa sank die Mitarbeiterzahl
gegenüber dem Vorjahresende um 5,0 %. Dabei verringerte sich der Mitarbeiterbestand
v. a. in Ungarn und Griechenland. Die Mitarbeiterzahl in unserem operativen Segment
Systemgeschäft sank gegenüber dem Jahresende 2019 insgesamt um 1,9 %, im Wesentlichen
bedingt durch Effizienzmaßnahmen. In Deutschland sank der Personalbestand um 2,7 %
und in unseren Landesgesellschaften um 5,5 %. Der Bestand in unseren internationalen
Produktionsstandorten wuchs infolge von Near- und Offshoring um 1,6 %. Im operativen
Segment Group Development ist der Anstieg der Mitarbeiterzahl um 1,5 % auf das Insourcing
externer Aktivitäten zur Realisierung von Kosteneinsparungen in den Niederlanden zurückzuführen.
Der Personalbestand im Segment Group Headquarters & Group Services sank im Vergleich
zum Jahresende 2019 um 1,4 %, im Wesentlichen bedingt durch den weiteren Personalumbau
bei Vivento.
| in Mio. € | 30.06.2020 | in % | 31.12.2019 | in % | 30.06.2019 |
| AKTIVA | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.690 | 4,7 | 10.846 | 6,4 | 9.898 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 126.372 | 46,8 | 68.202 | 40,0 | 66.266 |
| Sachanlagen | 62.912 | 23,3 | 49.548 | 29,0 | 49.119 |
| Nutzungsrechte | 23.821 | 8,8 | 17.998 | 10,5 | 17.549 |
| Kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte | 9.492 | 3,5 | 7.250 | 4,2 | 4.918 |
| Aktive latente Steuern | 8.434 | 3,1 | 2.704 | 1,6 | 3.163 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 1.786 | 0,7 | 97 | 0,1 | 94 |
| Sonstige Aktiva | 24.464 | 9,1 | 14.027 | 8,2 | 13.207 |
| BILANZSUMME | 269.971 | 100,0 | 170.672 | 100,0 | 164.214 |
| PASSIVA | |||||
| Kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 116.610 | 43,2 | 66.349 | 38,9 | 64.187 |
| Kurz- und langfristige Leasing-Verbindlichkeiten | 25.806 | 9,6 | 19.835 | 11,6 | 19.347 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 9.601 | 3,6 | 9.431 | 5,5 | 9.647 |
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 8.003 | 3,0 | 5.831 | 3,4 | 6.569 |
| Passive latente Steuern | 18.716 | 6,9 | 8.954 | 5,2 | 8.935 |
| Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | 541 | 0,2 | 29 | 0,0 | 0 |
| Sonstige Passiva | 17.192 | 6,4 | 14.012 | 8,2 | 12.839 |
| Eigenkapital | 73.502 | 27,2 | 46.231 | 27,1 | 42.690 |
| BILANZSUMME | 269.971 | 100,0 | 170.672 | 100,0 | 164.214 |
Unsere Bilanzsumme beträgt am 30. Juni 2020 270,0 Mrd. € und erhöhte sich im Vergleich
zum 31. Dezember 2019 um 99,3 Mrd. €. Der deutliche Anstieg ist im Wesentlichen auf
die Veränderung des Konsolidierungskreises im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sprint
im operativen Segment USA zurückzuführen. Mit Vollzug der Transaktion am 1. April
2020 sind in allen Posten der Bilanz die übernommenen und neubewerteten Vermögenswerte
und Schulden von Sprint erstmalig mit einbezogen worden.
Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im
Kapitel "Veränderung des Konsolidierungskreises".
Auf der Aktivseite lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 12,7
Mrd. € um 1,8 Mrd. € über dem Niveau des Jahresendes 2019. Der Anstieg ist in Höhe
von 2,7 Mrd. € auf den Einbezug von Sprint zum 1. April 2020 zurückzuführen. Ohne
diesen Effekt entwickelte sich der Forderungsbestand im operativen Segment USA rückläufig,
was im Wesentlichen auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen ist.
Dabei entwickelte sich die Anzahl der abgeschlossenen Neuverträge über Endgerätefinanzierungen
(Equipment Installment Plan) aufgrund der vorübergehenden Shop-Schließungen rückläufig.
Im operativen Segment Deutschland erhöhte sich der Forderungsbestand infolge der vertragsgemäßen
Kündigung einer revolvierenden Factoring-Vereinbarung für Forderungen gegen Privat-
und Geschäftskunden.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen erhöhten sich
bedingt durch den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint um insgesamt 73,8 Mrd.
€ auf 189,3 Mrd. €. Darin enthalten ist auch ein aus der Transaktion entstandener
vorläufiger Goodwill in Höhe von 8,4 Mrd. €. Investitionen von insgesamt 9,5 Mrd.
€ v. a. im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung und dem Netzwerk-Ausbau im
operativen Segment USA, sowie für den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, die IP-Transformation
und die Mobilfunk-Infrastruktur in den operativen Segmenten Deutschland und Europa
erhöhten ebenfalls die Buchwerte. Auch darin enthalten sind im operativen Segment
USA erworbene FCC-Spektrumlizenzen - im Wesentlichen aus einer im März 2020 zu Ende
gegangenen Frequenzauktion - in Höhe von 0,9 Mrd. € sowie im operativen Segment Europa
im Rahmen einer im März 2020 in Ungarn zu Ende gegangenen 5G-Frequenzauktion erworbene
Spektrumlizenzen in Höhe von 0,3 Mrd. €. Planmäßige Abschreibungen verminderten die
Buchwerte um insgesamt 9,0 Mrd. €. Negative Währungskurseffekte in Höhe von 2,0 Mrd.
€, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, reduzierten die Buchwerte. Abgänge
in Höhe von 0,8 Mrd. € reduzierten die Buchwerte ebenfalls. Darin enthalten ist die
Ausbuchung einer noch in Bau befindlichen Abrechnungssoftware für Vertragskunden in
den USA in Höhe von 0,2 Mrd. €. Aufgrund der Migration der Sprint-Vertragskunden auf
die T‑Mobile US Abrechnungssoftware wurde entschieden, dass sich diese für die gemeinsame
Kundenbasis nicht eignet und nicht in Betrieb genommen wird.
Nutzungsrechte an Leasing-Vermögenswerten wurden zum 30. Juni 2020 in Höhe von 23,8
Mrd. € bilanziert. Im Rahmen des Zusammenschlusses mit Sprint wurden Nutzungsrechte
in Höhe von 6,3 Mrd. € übernommen.
Die kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 2,2 Mrd.
€ auf 9,5 Mrd. €. Dabei resultierte aus dem Erwerb von Sprint ein Anstieg von 0,4
Mrd. €. Die Derivate ohne Hedge-Beziehung erhöhten sich um 0,5 Mrd. € im Wesentlichen
im Zusammenhang mit neu zugegangenen sowie im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen
eingebetteten Derivaten bei T‑Mobile US. Die Derivate mit Hedge-Beziehung erhöhten
sich um 1,7 Mrd. €, im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der positiven Marktwerte
aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges. Des Weiteren erhöhten sich die sonstigen finanziellen
Vermögenswerte in Höhe von 0,3 Mrd. € im Zusammenhang mit noch zu empfangenden Zuwendungen
aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland. Im Zusammenhang mit hinterlegten
Barsicherheiten - insbesondere in Verbindung mit abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäften
für Darlehensaufnahmen bei T‑Mobile US, die im April 2020 vorzeitig aufgelöst wurden
-, verringerte sich der Buchwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte insgesamt
um 0,6 Mrd. €.
Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
erhöhten sich im Zusammenhang mit der im Zuge des Erwerbs von Sprint durch T‑Mobile
US mit dem US-Satelliten-TV-Betreiber DISH getroffenen Vereinbarung, das Prepaid-Geschäft
von Sprint an DISH zu veräußern um 1,7 Mrd. €. Diese Transaktion resultiert aus einer
Genehmigungsauflage des US-amerikanischen Justizministeriums Department of Justice
zum Zusammenschluss mit Sprint und wurde zum 1. Juli 2020 fristgerecht abgeschlossen.
Der Anstieg der sonstigen Aktiva um 10,4 Mrd. € resultiert ebenfalls im Wesentlichen
aus dem erstmaligen Einbezug von Sprint. Die Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
erhöhten sich insgesamt um 9,1 Mrd. auf 14,5 Mrd. €.
Auf der Passivseite erhöhten sich unsere kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
im Vergleich zum Jahresende 2019 um 50,3 Mrd. € auf insgesamt 116,6 Mrd. €. Dies resultierte
in Höhe von 39,8 Mrd. € aus der Übernahme der Schulden von Sprint. Unmittelbar nach
der Transaktion wurden Verbindlichkeiten der ehemaligen Sprint in Höhe von 9,8 Mrd.
US‑$ (8,9 Mrd. €) zurückgezahlt. Im Zuge des Zusammenschlusses wurden im zweiten Quartal
2020 verschiedene Refinanzierungsmaßnahmen durchgeführt. So hat T‑Mobile US am 1.
April 2020 ein neues besichertes Darlehen (Term Loan) in Höhe von 4 Mrd. US‑$ (3,7
Mrd. €) aufgenommen. Mit der Emission von besicherten Anleihen am 9. April 2020 in
einer Gesamthöhe von 19 Mrd. US‑$ (17,3 Mrd. €) wurde eine kurzfristige aufgenommene
Brückenfinanzierung abgelöst. Darüber hinaus emittierte T‑Mobile US am 24. Juni 2020
besicherte Anleihen in einer Gesamthöhe von 4,0 Mrd. US‑$ (3,6 Mrd. €). Im Rest des
Konzerns wurden im ersten Halbjahr Anleihen mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet
1,6 Mrd. € in unterschiedlichen Währungen emittiert. Getilgt wurden Anleihen im Gesamtvolumen
von umgerechnet 5,6 Mrd. €, ebenfalls in unterschiedlichen Währungen. Eine in der
Vergangenheit emittierte Postschatzanweisung (Nullkupon-Anleihe) mit einem Buchwert
von 1,4 Mrd. € war am 31. Dezember 2019 fällig. Im Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten
(Collaterals) für derivative Finanzinstrumente erhöhten sich die finanziellen Verbindlichkeiten
in Höhe von 1,5 Mrd. €.
Die kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten betrugen am 30. Juni 2020 insgesamt
25,8 Mrd. €. Der Anstieg um 6,0 Mrd. € resultiert im Wesentlichen aus dem Einbezug
von Sprint.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten
erhöhten sich um 0,2 Mrd. € auf 9,6 Mrd. €. Aus dem Einbezug von Sprint resultierte
ein Anstieg des Buchwerts um 2,9 Mrd. €. Operativ verzeichnete das operative Segment
USA im Vergleich zum 31. Dezember 2019 einen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, was insbesondere auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber Endgeräteherstellern
sowie rückläufige Verbindlichkeiten aufgrund geringerer Marketing-Aktivitäten u. a.
als Folge der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen ist. Auch in den anderen operativen
Segmenten reduzierte sich der Verbindlichkeitenbestand.
Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen erhöhten sich im Vergleich
zum 31. Dezember 2019 um 2,2 Mrd. € auf 8,0 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen
durch Verwerfungen an den Finanzmärkten im ersten Halbjahr 2020 und der damit einhergehenden
rückläufigen Kursentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten Vermögenswerte sowie
der Veränderung des Konsolidierungskreises im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sprint.
Die Schulden im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen erhöhten sich um 0,5 Mrd. €. Dieser Anstieg
steht im Zusammenhang mit der getroffenen und zum 1. Juli 2020 vollzogenen Vereinbarung
zum Verkauf des Prepaid-Geschäfts von Sprint an DISH.
Die sonstigen Passiva haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2019 insbesondere
aufgrund gestiegener kurz- und langfristiger übriger Schulden, Vertragsverbindlichkeiten
sowie sonstiger Rückstellungen erhöht. Bei den übrigen Schulden resultierte der Anstieg
in Höhe von 0,9 Mrd. € aus dem Einbezug von Sprint. Darüber hinaus erhöhten sich die
übrigen Schulden aufgrund bestehender Ausbauverpflichtungen um 0,2 Mrd. €. Diese stehen
im Zusammenhang mit zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau
im operativen Segment Deutschland. Auch bei den Vertragsverbindlichkeiten und den
sonstigen Rückstellungen wirkte sich insbesondere der Einbezug von Sprint buchwerterhöhend
aus.
Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 von 46,2 Mrd. € auf
73,5 Mrd. €. Der am 1. April 2020 vollzogene Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint
hat zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zu einer Erhöhung des Eigenkapitals in Höhe
von 30,7 Mrd. € geführt. Ebenso erhöhten der Überschuss in Höhe von 2,4 Mrd. € sowie
Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierter Vergütung in Höhe von 0,2 Mrd. € den Buchwert.
Das Eigenkapital verringerte sich im Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an
die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 2,8
Mrd. € und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €.
Ebenso reduzierte das sonstige Ergebnis das Eigenkapital in Höhe von 3,0 Mrd. €. Hier
trugen im Wesentlichen die Neubewertung der leistungsorientierten Pläne, erfolgsneutrale
Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Verluste aus Sicherungsinstrumenten - im
Wesentlichen aus Zinssicherungsgeschäften für Darlehensaufnahmen bei T‑Mobile US,
die im April 2020 vorzeitig aufgelöst wurden und deren kumulierte Wertänderungen über
die Laufzeiten der Darlehen künftig aufzulösen sind - zum, negativen sonstigen Ergebnis
bei. Gegenläufig wirkten Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechneten Wertänderungen
positiv auf das sonstige Ergebnis aus.
Weitere Informationen zur Bilanz finden Sie im Abschnitt "Ausgewählte Erläuterungen
zur Konzern-Bilanz" im Konzern-Zwischenabschluss.
| in Mio. € | 30.06.2020 | 31.12.2019 | Veränderung | Veränderung in % |
30.06.2019 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) | 13.567 | 11.463 | 2.104 | 18,4 | 13.582 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) | 103.043 | 54.886 | 48.157 | 87,7 | 50.605 |
| Leasing-Verbindlichkeiten | 25.806 | 19.835 | 5.971 | 30,1 | 19.347 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND LEASING‑VERBINDLICHKEITEN | 142.416 | 86.184 | 56.232 | 65,2 | 83.534 |
| Zinsabgrenzungen | (1.097) | (748) | (349) | (46,7) | (717) |
| Sonstige | (852) | (739) | (113) | (15,3) | (924) |
| BRUTTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN | 140.467 | 84.697 | 55.770 | 65,8 | 81.893 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 14.537 | 5.393 | 9.144 | n.a. | 3.894 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 4.598 | 2.333 | 2.265 | 97,1 | 2.031 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 435 | 940 | (505) | (53,7) | 259 |
| NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN | 120.897 | 76.031 | 44.866 | 59,0 | 75.709 |

Die sonstigen Effekte in Höhe von 0,4 Mrd. € enthalten Effekte aus der Bewertung
eingebetteter Derivate bei T‑Mobile US sowie eine Vielzahl kleinerer Effekte.
| in Mio. € | Q1 2020 | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung in % | H1 2020 | H1 2019 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 3.960 | 5.148 | 5.598 | (8,0) | 9.107 | 11.607 |
| Zinszahlungen Nullkupon-Anleihen | 1.600 | 0 | 0 | n.a. | 1.600 | 0 |
| Rückzahlung Zinssicherungsgeschäfte T‑Mobile US | 0 | 2.158 | 0 | n.a. | 2.158 | 0 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEITa, b | 5.560 | 7.306 | 5.598 | 30,5 | 12.865 | 11.607 |
| Cash Capex | (3.570) | (4.547) | (4.199) | (8,3) | (8.117) | (8.027) |
| Investitionen in Spektrum | 217 | 878 | 875 | 0,3 | 1.095 | 1.020 |
| CASH CAPEX (VOR INVESTITIONEN IN SPEKTRUM) | (3.353) | (3.669) | (3.324) | (10,4) | (7.022) | (7.006) |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen | 87 | 41 | 38 | 7,9 | 128 | 82 |
| FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)a, b | 2.294 | 3.677 | 2.312 | 59,0 | 5.970 | 4.682 |
| Tilgung von Leasing-Verbindlichkeitenc | (1.007) | (1.251) | (766) | (63,3) | (2.258) | (1.580) |
| FREE CASHFLOW AL (VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)a, b | 1.287 | 2.425 | 1.546 | 56,9 | 3.712 | 3.103 |
| in Mio. € | Veränderung in % |
Gesamtjahr 2019 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | (21,5) | 23.074 |
| Zinszahlungen Nullkupon-Anleihen | n.a. | 0 |
| Rückzahlung Zinssicherungsgeschäfte T‑Mobile US | n.a. | 0 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEITa, b | 10,8 | 23.074 |
| Cash Capex | (1,1) | (14.357) |
| Investitionen in Spektrum | 7,4 | 1.239 |
| CASH CAPEX (VOR INVESTITIONEN IN SPEKTRUM) | (0,2) | (13.118) |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen | 56,1 | 176 |
| FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)a, b | 27,5 | 10.133 |
| Tilgung von Leasing-Verbindlichkeitenc | (42,9) | (3.120) |
| FREE CASHFLOW AL (VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)a, b | 19,6 | 7.013 |
a
Vor Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen.
b
Vor Rückzahlung Zinssicherungsgeschäfte T-Mobile US.
c
Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T‑Mobile US.
Der Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) erhöhte sich
gegenüber der Vorjahresperiode um 0,6 Mrd. € auf 3,7 Mrd. €. Folgende Effekte beeinflussten
die Entwicklung:
Ohne Berücksichtigung der geleisteten Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen sowie
der vorzeitigen Rückzahlung von Zinssicherungsgeschäften für Darlehensaufnahmen bei
T‑Mobile US erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 1,3 Mrd. €. Dabei
wirkte insbesondere die weiterhin positive Geschäftsentwicklung der operativen Segmente,
insbesondere der USA - nun inklusive Sprint -, erhöhend auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit.
Insgesamt um 0,8 Mrd. € höhere Zinszahlungen (netto), im Wesentlichen resultierend
aus den im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten
sowie der in diesem Zusammenhang begonnenen Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens
einschließlich angefallener Bereitstellungsentgelte für eine kurzfristig in Anspruch
genommene Brückenfinanzierung, wirkten belastend. Die Ertragsteuerzahlungen verringerten
sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,3 Mrd. €. Factoring-Vereinbarungen in Höhe
von 0,5 Mrd. € wirkten im ersten Halbjahr 2020 negativ auf den Cashflow der Geschäftstätigkeit,
im Wesentlichen resultierend aus der vertragsgemäßen Kündigung einer revolvierenden
Factoring-Vereinbarung im operativen Segment Deutschland. In der Vergleichsperiode
ergaben sich positive Effekte aus Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 0,3 Mrd. €.
Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) liegt auf dem Niveau der Vergleichsperiode.
Im operativen Segment Deutschland ist der Rückgang im Wesentlichen auf die zu Beginn
des dritten Quartals 2019 geänderte Vorgehensweise der Abbildung von Zuwendungen der
öffentlichen Hand für Förderprojekte im Bereich Breitband-Ausbau zurückzuführen. Die
erhaltenen Zuwendungen und die geleisteten Auszahlungen für den Ausbau sind seitdem
nicht mehr Bestandteil des Cash Capex. Im operativen Segment USA erhöht sich der Cash
Capex aufgrund des Einbezugs von Sprint sowie infolge des weiteren Ausbaus des 5G-Netzwerks.
Der Anstieg der geleisteten Tilgungen von Leasing-Verbindlichkeiten resultiert insbesondere
aus Zahlungen für im operativen Segment USA bestehende Leasing-Verhältnisse. Hier
wirkte sich einerseits der Einbezug von Sprint aus. Andererseits wirkten sich Zahlungen
aus erstmalig für im Jahr 2019 neu abgeschlossene Leasing-Verhältnisse für Netzwerk-Technik
und Mobilfunk-Standorte im Rahmen des 5G-Netzausbaus aus.
Weitere Informationen zur Kapitalflussrechnung finden Sie im Abschnitt "Erläuterungen
zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Zwischenabschluss.
Weitere Informationen finden Sie in unserem IR-Back-up online unter: www.telekom.com/de/investor-relations
| in Tsd. | 30.06.2020 | 31.03.2020 | Veränderung 30.06.2020/ 31.03.2020 in % |
31.12.2019 | Veränderung 30.06.2020/ 31.12.2019 in % |
30.06.2019 |
| Mobilfunk-Kunden | 47.395 | 46.960 | 0,9 | 46.189 | 2,6 | 44.827 |
| Vertragskunden | 25.505 | 25.475 | 0,1 | 25.291 | 0,8 | 24.974 |
| Prepaid-Kunden | 21.889 | 21.485 | 1,9 | 20.898 | 4,7 | 19.853 |
| Festnetz-Anschlüsse | 17.649 | 17.711 | (0,4) | 17.824 | (1,0) | 18.228 |
| davon: IP-basiert Retail | 17.509 | 17.510 | 0,0 | 17.479 | 0,2 | 16.614 |
| Breitband-Anschlüsse Retail | 13.900 | 13.813 | 0,6 | 13.730 | 1,2 | 13.636 |
| davon: Glasfaser | 9.012 | 8.787 | 2,6 | 8.529 | 5,7 | 7.913 |
| TV (IPTV, Sat) | 3.724 | 3.678 | 1,3 | 3.618 | 2,9 | 3.477 |
| Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) | 4.361 | 4.505 | (3,2) | 4.638 | (6,0) | 4.913 |
| Breitband-Anschlüsse Wholesale | 7.552 | 7.445 | 1,4 | 7.372 | 2,4 | 7.126 |
| davon: Glasfaser | 6.155 | 5.994 | 2,7 | 5.863 | 5,0 | 5.503 |
| in Tsd. | Veränderung 30.06.2020/ 30.06.2019 in % |
| Mobilfunk-Kunden | 5,7 |
| Vertragskunden | 2,1 |
| Prepaid-Kunden | 10,3 |
| Festnetz-Anschlüsse | (3,2) |
| davon: IP-basiert Retail | 5,4 |
| Breitband-Anschlüsse Retail | 1,9 |
| davon: Glasfaser | 13,9 |
| TV (IPTV, Sat) | 7,1 |
| Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) | (11,2) |
| Breitband-Anschlüsse Wholesale | 6,0 |
| davon: Glasfaser | 11,8 |
In Deutschland sind wir weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch
bei den Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen
Netze. Wir begeistern unsere Kunden mit einer ausgezeichneten Netzqualität - in Festnetz
und Mobilfunk - sowie einem breiten Produkt-Portfolio und exzellentem Service. Wir
wollen unseren Kunden ein nahtloses und technologieunabhängiges Telekommunikationserlebnis
bieten. Deshalb vermarkten wir neben Festnetz- und Mobilfunk-Produkten auch konvergente
Produkte. Mit unserem konvergenten Produkt "MagentaEINS" überzeugen wir weiterhin
unsere Kunden. Bis zum Ende des ersten Halbjahres 2020 haben sich über 4,8 Mio. Kunden
dafür entschieden.
Nach wie vor gab es eine hohe Nachfrage nach unseren Glasfaser-basierten Anschlüssen:
Die Gesamtzahl dieser Anschlüsse stieg bis Ende Juni 2020 auf rund 15,2 Mio. In den
ersten sechs Monaten 2020 haben wir somit in Deutschland 775 Tsd. Anschlüsse neu an
unser Glasfasernetz angebunden. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der
Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben.
Im Mobilfunk-Bereich gewannen wir in den ersten sechs Monaten 2020 insgesamt 1,2
Mio. Kunden hinzu; davon entfielen insgesamt 251 Tsd. Kunden auf unser eigenes Vertragskundengeschäft
unter den Marken "Telekom" und "congstar". Grund dafür ist die beständig hohe Nachfrage
nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen. Im Vertragskundengeschäft der
Wiederverkäufer (Service Provider) ist die Anzahl der Mobilfunk-Kunden leicht gesunken,
was auf die Volatilität der Entwicklung bei einigen unserer Service Provider zurückzuführen
ist. Im Bereich der Prepaid-Kunden konnten wir seit Jahresbeginn einen Zuwachs von
991 Tsd. Kunden verzeichnen, der im Wesentlichen durch unsere Automotive-Initiativen
im Geschäftskundenbereich getrieben ist.
Die Option StreamOn, mit der bestimmte Nutzungen von Streaming-Diensten für Musik,
Gaming oder Video nicht auf das Datenvolumen des Tarifs angerechnet werden, findet
nach wie vor hervorragenden Absatz. Zum Ende des ersten Halbjahres 2020 nutzten 3,5
Mio. Kunden diese Option, 54 % mehr als ein Jahr zuvor.
Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz - v. a. durch
aggressive Preisangebote von Wettbewerbern - gehen wir neue Wege in der Vermarktung.
Unser Fokus liegt auf konvergenten Angeboten und Produktweiterentwicklung, z. B. MagentaTV
mit exklusivem Zugriff auf diverse Zusatzinhalte über die Megathek und die bekannten
StreamingDienste, sowie TV- und Glasfaser-basierten Anschlüssen.
Die Anzahl unserer Breitband-Anschlüsse ist gegenüber dem Jahresende 2019 um 170
Tsd. gewachsen. Bei unseren TV-Kunden konnten wir in den ersten sechs Monaten 2020
ein Wachstum um 106 Tsd. verzeichnen. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse
um 175 Tsd., was eine deutliche Reduzierung der Anschlussverluste gegenüber dem Vergleichszeitraum
darstellt - damals insbesondere bedingt durch die IP-Migration bei Privatkunden.
Mit unseren "MagentaZuhause" Tarifen bieten wir ein umfassendes Produkt-Portfolio
für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und tarifabhängigen Bandbreiten
an.
Ende Juni 2020 lag der Anteil der Glasfaser-basierten Anschlüsse am Gesamtbestand
mit 51,7 % um 2,8 Prozentpunkte über dem Jahresende 2019. Ursache für das Wachstum
war in erster Linie die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Die Zahl unserer
Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresende um 277 Tsd.
Gründe dafür sind zum einen die Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-basierten Anschlüssen,
zum anderen, dass Endkunden zu Kabelanbietern wechseln. Hinzu kommt, dass unsere Wholesale-Kunden
ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-basierte Anschlüsse migrieren. Insgesamt lag der
Anschlussbestand im Bereich Wholesale zum Ende des ersten Halbjahres 2020 bei rund
11,9 Mio.
| in Mio. € | Q1 2020 | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung in % | H1 2020 | |
| GESAMTUMSATZ | 5.405 | 5.446 | 5.388 | 1,1 | 10.852 | |
| Privatkunden | 2.873 | 2.901 | 2.861 | 1,4 | 5.775 | |
| Geschäftskunden | 1.522 | 1.517 | 1.514 | 0,2 | 3.039 | |
| Wholesale | 937 | 952 | 927 | 2,7 | 1.889 | |
| Sonstiges | 73 | 76 | 86 | (11,6) | 149 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 903 | 1.024 | 892 | 14,8 | 1.927 | |
| EBIT-Marge | % | 16,7 | 18,8 | 16,6 | 17,8 | |
| Abschreibungen | (1.071) | (1.082) | (1.144) | 5,4 | (2.153) | |
| EBITDA | 1.974 | 2.106 | 2.036 | 3,4 | 4.080 | |
| EBITDA AL | 1.968 | 2.100 | 2.028 | 3,6 | 4.068 | |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (196) | (118) | (125) | 5,6 | (314) | |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 2.170 | 2.224 | 2.161 | 2,9 | 4.394 | |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 2.164 | 2.218 | 2.153 | 3,0 | 4.382 | |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | % | 40,0 | 40,7 | 40,0 | 40,4 | |
| CASH CAPEX | (1.036) | (898) | (1.069) | 16,0 | (1.934) |
| in Mio. € | H1 2019 | Veränderung in % | Gesamtjahr 2019 |
| GESAMTUMSATZ | 10.745 | 1,0 | 21.886 |
| Privatkunden | 5.695 | 1,4 | 11.621 |
| Geschäftskunden | 3.024 | 0,5 | 6.181 |
| Wholesale | 1.858 | 1,7 | 3.739 |
| Sonstiges | 168 | (11,3) | 345 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 1.754 | 9,9 | 4.063 |
| EBIT-Marge | 16,3 | 18,6 | |
| Abschreibungen | (2.227) | 3,3 | (4.256) |
| EBITDA | 3.981 | 2,5 | 8.319 |
| EBITDA AL | 3.968 | 2,5 | 8.295 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (293) | (7,2) | (425) |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 4.274 | 2,8 | 8.744 |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 4.261 | 2,8 | 8.720 |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | 39,7 | 39,8 | |
| CASH CAPEX | (2.284) | 15,3 | (4.349) |
In den ersten sechs Monaten 2020 erzielten wir einen Gesamtumsatz in Höhe von 10,9
Mrd. €, der mit einem Wachstum um 1,0 % über dem Niveau des Vorjahres lag. Hierzu
trugen v. a. die gute Entwicklung im Festnetz-Geschäft, im Wesentlichen durch den
Anstieg der Breitband-Umsätze um 5,1 %, sowie gleichbleibende Umsätze im Mobilfunk-Geschäft
bei. In Summe war der Umsatz insbesondere im zweiten Quartal 2020 durch die Coronavirus-Pandemie
beeinflusst (z. B. durch verhängte Reisebeschränkungen, temporäre Shop-Schließungen,
verstärktes Arbeiten aus dem Homeoffice und Ausfall von Veranstaltungen). Daraus ergaben
sich negative Effekte bei den Roaming- und Visitoren-Umsätzen sowie beim Endgeräteumsatz.
Positiv entwickelten sich hingegen die variablen Umsatzbestandteile. Insgesamt konnte
der Umsatzverlust durch Zuwächse im Festnetz-Bereich kompensiert werden.
Im Privatkundenbereich stieg der Umsatz, verglichen mit der Vorjahresperiode, um
1,4 %. Das klassische Festnetz-Geschäft wird weiterhin durch mengenbedingte Umsatzrückgänge
bei den Voice-Komponenten geprägt. Dagegen stieg der Umsatz im Breitband-Geschäft
um 4,1 %. Das Mobilfunk-Geschäft wuchs nur um 0,3 %, im Wesentlichen aufgrund der
negativen Entwicklung von Roaming- und Visitoren-Umsätzen als Folge der Coronavirus-Pandemie.
Im Geschäftskundenbereich wuchs der Umsatz um 0,5 %. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum
legte der IT-Umsatz um 7,9 % und der Mobilfunk-Umsatz um 0,4 % zu. Die zuvor genannten
negativen Einflüsse aus der Corona-Krise haben sich auch im Geschäftskundenbereich
insbesondere im Mobilfunk-Geschäft bemerkbar gemacht. Die rückläufige Entwicklung
der klassischen Sprachtelefonie aus Mengenverlusten v. a. im Rahmen der IP-Migration
im Festnetz hält weiter an, wenngleich etwas abgeschwächt durch niedrigere Verluste
bei Verbindungsentgelten.
Der Umsatz im Wholesale-Bereich lag im ersten Halbjahr 2020 mit 1,7 % über Vorjahresniveau.
Dies ist im Wesentlichen auf die weiterhin positiven Umsatzbeiträge aus unserem Kontingentmodell
zurückzuführen. Verursacht durch die Corona-Krise lagen die Voice-Umsätze aus den
Verbindungsminuten über dem Vorjahresniveau. Die generell rückläufigen Umsätze aus
Mengenverlusten bei Teilnehmer-Anschlussleitungen konnten somit überkompensiert werden.
Im ersten Halbjahr 2020 erwirtschafteten wir ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um rund 100 Mio. € bzw. 2,5 % höheres EBITDA AL von rund 4,1 Mrd. €. Hauptgründe dafür
sind die gute operative Entwicklung getrieben durch das Umsatzwachstum sowie eine
verbesserte Kosteneffizienz. Diese ist im Wesentlichen auf geringere Personalaufwendungen,
v. a. aufgrund einer niedrigeren Anzahl an Mitarbeitern und weiteren Umsetzungen von
Effizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen zurückzuführen. Gegenläufig wirkten höhere
als Sondereinflüsse erfasste Aufwendungen für sozialverträgliche Instrumente zum Personalumbau.
Das bereinigte EBITDA AL stieg somit gegenüber dem Vergleichszeitraum um 121 Mio.
€ bzw. 2,8 % und betrug 4,4 Mrd. €. Unsere bereinigte EBITDA AL-Marge ist im Vergleich
zur Vorjahresperiode von 39,7 % auf 40,4 % gestiegen.
Das Betriebsergebnis lag um 9,9 % über dem Vorjahresniveau und betrug 1,9 Mrd. €.
Das höhere EBITDA-Niveau trug zusammen mit niedrigeren Abschreibungen, getrieben durch
geringere Abschreibungen auf Sachanlagen als im Vorjahreszeitraum, zu dieser Entwicklung
bei.
Der Cash Capex sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,3 %. Dies ist im Wesentlichen
auf die zu Beginn des dritten Quartals des Vorjahres geänderte Vorgehensweise der
Abbildung von Zuwendungen der öffentlichen Hand für Förderprojekte im Bereich Breitband-Ausbau
zurückzuführen. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie investierten wir weiterhin
in den Breitband- und Glasfaser-Ausbau sowie in unsere Mobilfunk-Infrastruktur. Hierbei
ist z. B. die Zahl der Haushalte, die mit reinen Glasfaser-Anschlüssen (FTTH/FTTB)
angebunden sind, um 104 Tsd. im zweiten Quartal 2020 gestiegen und beträgt 1,8 Millionen.
Hier sind Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich.
| in Tsd. | 30.06.2020 | 01.04.2020 | Anpassung der Kunden- definition |
Zugänge Sprint | 31.03.2020 | Veränderung 30.06.2020/ 31.03.2020 in % |
| Eigene Kunden (unter eigener Marke)a | 107.720 | 106.290 | (4.853) | 42.600 | 68.543 | 57,2 |
| Eigene Postpaid-Kundenb | 77.753 | 76.641 | (5.514) | 34.344 | 47.811 | 62,6 |
| Eigene Prepaid-Kundenb, c, d | 29.967 | 29.649 | 662 | 8.256 | 20.732 | 44,5 |
| in Tsd. | 31.12.2019 | Veränderung 30.06. 2020/ 31.12. 2019 in % |
30.06.2019 | Veränderung 30.06. 2020/ 30.06. 2019 in % |
| Eigene Kunden (unter eigener Marke)a | 67.895 | 58,7 | 65.983 | 63,3 |
| Eigene Postpaid-Kundenb | 47.034 | 65,3 | 44.646 | 74,2 |
| Eigene Prepaid-Kundenb, c, d | 20.860 | 43,7 | 21.337 | 40,4 |
a
Mit Beginn des ersten Quartals 2020 weist T-Mobile US aufgrund des Ausbaus des Machine-to-Machine
(M2M)- und Internet of Things (IoT)-Produktangebots keine Wholesale-Kunden mehr aus
und fokussiert sich stattdessen auf die Kennzahlen zu den Prepaid- und Postpaid-Kunden.
b
Einschließlich der im Rahmen des Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen Kunden
und spezifischer Anpassungen der Kundenbasis.
c
Zur Erlangung der Genehmigungen der US-Behörden für den Zusammenschluss mit Sprint
wurden zum 1. Juli 2020 im Wesentlichen alle übernommenen Prepaid-Kunden nachfolgend
durch DISH übernommen. Nach Abschluss der Transaktion mit DISH haben wir eine MVNO-Vereinbarung
("Mobile Virtual Network Operator") geschlossen, gemäß der wir den Prepaid-Kunden
von DISH als virtueller Mobilfunk-Netzbetreiber für einen Zeitraum von bis zu sieben
Jahren Mobilfunk-Dienste anbieten. Die in unserer Gesamtkundenbasis zum 30. Juni 2020
berücksichtigten Prepaid-Kunden umfassen auch die nachfolgend durch DISH übernommenen
Kunden. Es ist davon auszugehen, dass diese Kunden sich aufgrund unterschiedlicher
Grundsätze zum Ausweis von Kunden von den durch die MVNO-Vereinbarung abgedeckten
Kunden unterscheiden und als Wholesale-Kunden zu klassifizieren sind.
d
Am 18. Juli 2019 unterzeichnete T‑Mobile US eine Vereinbarung, durch die bestimmte
T‑Mobile US Prepaid-Produkte nun von einem derzeitigen MVNO-Partner angeboten und
vertrieben werden. Infolgedessen nahm T‑Mobile US eine Anpassung der Kundenbasis vor,
durch die sich die Zahl der eigenen Prepaid-Kunden im dritten Quartal 2019 um 616
Tsd. verringert hat.
Zum 30. Juni 2020 hatte das operative Segment USA (T‑Mobile US) 107,7 Mio. Kunden,
gegenüber einem Bestand von 67,9 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2019, insbesondere aufgrund
der im Rahmen des Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen Kundenbasis. Der Nettozuwachs
lag in den ersten sechs Monaten 2020 bei 2,1 Mio. Kunden gegenüber 2,3 Mio. im Vorjahreszeitraum.
Die Gründe dafür erläutern wir nachfolgend:
Der Anstieg bei den Postpaid-Kunden betrug im ersten Halbjahr 2020 netto 1,9 Mio.,
gegenüber netto 2,1 Mio. im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist auf den geringeren
Nettozuwachs bei Postpaid-Telefonie-Kunden zurückzuführen. Ursächlich dafür waren
im Wesentlichen eine niedrigere Wechselaktivität in der Branche aufgrund von Kontaktbeschränkungen
und vorübergehenden Shop-Schließungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie
und eine höhere Kundenabwanderung infolge der Integration der durch den Zusammenschluss
mit Sprint übernommenen Kundenbasis. Dem wirkten teilweise höhere Nettozuwächse bei
anderen Postpaid-Kunden insbesondere aufgrund höherer Bruttozuwächse bei vernetzten
Geräten durch neu hinzugewonnene Bildungseinrichtungen sowie eine geringere Kundenabwanderung
entgegen.
Die Zahl der Prepaid-Kunden stieg im ersten Halbjahr 2020 um netto 190 Tsd. gegenüber
einem Anstieg von netto 200 Tsd. im Vorjahreszeitraum. Diese rückläufige Entwicklung
beim Zuwachs der Prepaid-Kunden (ohne Berücksichtigung des am 1. Juli 2020 an DISH
veräußerten Sprint-Prepaid-Geschäfts) ist im Wesentlichen auf eine niedrigere Wechselaktivität
in der Branche aufgrund von Kontaktbeschränkungen und vorübergehenden Shop-Schließungen
im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen, konnte teilweise jedoch
durch die geringere Kundenabwanderung und Werbeaktivitäten im Markt kompensiert werden.
| in Mio. € | Q1 2020 | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung in % | H1 2020 | |
| GESAMTUMSATZ | 10.157 | 17.297 | 9.826 | 76,0 | 27.455 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 1.509 | 1.959 | 1.465 | 33,7 | 3.468 | |
| EBIT-Marge | % | 14,9 | 11,3 | 14,9 | 12,6 | |
| Abschreibungen | (2.084) | (4.589) | (1.870) | n.a. | (6.673) | |
| EBITDA | 3.593 | 6.548 | 3.334 | 96,4 | 10.141 | |
| EBITDA AL | 2.886 | 5.412 | 2.672 | n.a. | 8.298 | |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (274) | (892) | (200) | n.a. | (1.166) | |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 3.867 | 7.441 | 3.534 | n.a. | 11.307 | |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 3.160 | 6.304 | 2.872 | n.a. | 9.464 | |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | % | 31,1 | 36,4 | 29,2 | 34,5 | |
| CASH CAPEX | (1.708) | (2.679) | (2.272) | (17,9) | (4.387) |
| in Mio. € | H1 2019 | Veränderung in % | Gesamtjahr 2019 |
| GESAMTUMSATZ | 19.623 | 39,9 | 40.420 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2.840 | 22,1 | 5.488 |
| EBIT-Marge | 14,5 | 13,6 | |
| Abschreibungen | (3.704) | (80,2) | (7.777) |
| EBITDA | 6.545 | 54,9 | 13.265 |
| EBITDA AL | 5.252 | 58,0 | 10.590 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (299) | n.a. | (544) |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 6.843 | 65,2 | 13.809 |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 5.551 | 70,5 | 11.134 |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | 28,3 | 27,5 | |
| CASH CAPEX | (3.985) | (10,1) | (6.369) |
Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA stieg im ersten Halbjahr 2020 gegenüber
dem Vorjahreszeitraum von 19,6 Mrd. € um 39,9 % auf 27,5 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis
erhöhte sich der Gesamtumsatz von T‑Mobile US um 36,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Hauptgrund dafür waren im Wesentlichen höhere Service-Umsätze, die auf folgende Faktoren
zurückzuführen sind: Die im Rahmen des Zusammenschlusses mit Sprint übernommene Kundenbasis,
den zunehmenden Erfolg mit neuen Kundensegmenten und Tarifen sowie das anhaltende
Wachstum in bestehenden und neu erschlossenen Märkten. Ein weiterer Umsatztreiber
waren der höhere durchschnittliche Umsatz je Postpaid-Telefonie-Kunde. Ursächlich
für den Anstieg beim Gesamtumsatz sind außerdem höhere Endgeräteumsätze aufgrund der
höheren Anzahl an von Kunden gemieteten Geräten, v. a. durch die im Rahmen des Zusammenschlusses
mit Sprint übernommenen Kundenverträge, sowie höhere Roaming-Umsätze und Umsätze mit
anderen Services infolge des durch den Zusammenschluss mit Sprint übernommenen Festnetz-Geschäfts.
Auf Euro-Basis stieg das bereinigte EBITDA AL um 70,5 % von 5,6 Mrd. € im Vorjahreszeitraum
auf 9,5 Mrd. € in den ersten sechs Monaten 2020. Die bereinigte EBITDA AL-Marge erhöhte
sich von 28,3 % im ersten Halbjahr 2019 auf 34,5 %. Auf US-Dollar-Basis wuchs das
bereinigte EBITDA AL im gleichen Zeitraum um 66,3 %. Das bereinigte EBITDA AL stieg
im Wesentlichen aufgrund des zuvor erläuterten Anstiegs der Service- und Endgeräteumsätze.
Diesen positiven Einflüssen wirkten folgende Faktoren entgegen: höhere personalbezogene
Aufwendungen insbesondere aufgrund der höheren Mitarbeiterzahlen infolge des Zusammenschlusses
mit Sprint, höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit Backhaul-Vereinbarungen für Leasing-Verträge,
für im Rahmen des Zusammenschlusses mit Sprint übernommene Funktürme sowie für den
weiteren Ausbau des 5G-Netzes, höhere Aufwendungen durch den Zusammenschluss mit Sprint
für die Verwertung von zurückgenommenen Geräten, höhere Aufwendungen für den Bezug
von Endgeräten, insbesondere aufgrund der höheren Anzahl an Mietgeräten infolge des
Zusammenschlusses mit Sprint, höhere Aufwendungen für Provisionen v. a. aufgrund des
höheren Personalbestands im Einzelhandel durch den Zusammenschluss mit Sprint, höhere
Aufwendungen im Zusammenhang mit gebildeter Risikovorsorge für Rechtstreitigkeiten
und Verpflichtungen aus dem Zusammenschluss mit Sprint sowie höhere Aufwendungen für
Wertberichtigungen auf Forderungen durch infolge des Zusammenschlusses mit Sprint
übernommene Kunden, höhere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen vor
dem Hintergrund der erwarteten volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie,
höhere Reparatur- und Instandhaltungskosten v. a. infolge des Zusammenschlusses mit
Sprint und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem durch den Zusammenschluss mit Sprint
übernommenen Festnetz-Geschäft. Der Effekt aus der Amortisation aktivierter Vertragskosten
im Zusammenhang mit aufgewendeten Provisionen - einschließlich des Effekts aus der
Aktivierung von Vertragskosten infolge des Zusammenschlusses mit Sprint - verringerten
das bereinigte EBITDA AL im ersten Halbjahr 2020 um 87 Mio. US‑$ gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Im EBITDA AL sind für die ersten sechs Monate 2020 negative Sondereinflüsse in Höhe
von 1,2 Mrd. € enthalten, während im Vorjahreszeitraum negative Sondereinflüsse in
Höhe von 0,3 Mrd. € erfasst wurden. Die Entwicklung bei den Sondereinflüssen ergab
sich im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss
mit Sprint (0,5 Mrd. €), Provisionen im indirekten Vertrieb und Reinigungsaufwendungen
im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie (insgesamt 0,4 Mrd. €) und der Ausbuchung
eines Abrechnungssystems für Vertragskunden (0,2 Mrd. €). Dem stand die von SoftBank
geleistete Zahlung der Strukturierungsgebühr in Höhe von 0,3 Mrd. € gegenüber. Insgesamt
stieg das EBITDA AL aufgrund der zuvor beschriebenen Faktoren, einschließlich der
Auswirkungen von Sondereinflüssen, um 58,0 % von 5,3 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf
8,3 Mrd. € im ersten Halbjahr 2020.
Das EBIT stieg von 2,8 Mrd. € im ersten Halbjahr 2019 auf 3,5 Mrd. € im Berichtszeitraum.
Auf US-Dollar-Basis stieg das EBIT im gleichen Zeitraum um 18,9 %, insbesondere aufgrund
des höheren EBITDA AL. Auf US-Dollar-Basis erhöhten sich die Abschreibungen um 75,7
%, hauptsächlich aufgrund höherer Abschreibungen auf durch den Sprint-Zusammenschluss
übernommene Vermögenswerte (ohne Mietgeräte) und aufgrund des weiteren Ausbaus des
landesweiten 5G-Netzes. Ursächlich waren außerdem höhere Abschreibungen auf Mietgeräte
aufgrund einer höheren Anzahl an von Kunden gemieteten Endgeräten, die im Wesentlichen
auf die im Rahmen des Zusammenschlusses mit Sprint übernommene Kundenbasis zurückgeht,
sowie höhere Abschreibungen auf durch den Zusammenschluss mit Sprint übernommene immaterielle
Vermögenswerte.
Der Cash Capex stieg von 4,0 Mrd. € im ersten Halbjahr 2019 auf 4,4 Mrd. € in den
ersten sechs Monaten 2020. Auf US-Dollar-Basis erhöhte sich der Cash Capex um 7,2
%, v. a. aufgrund der Integration des infolge des Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen
Netzes und des anhaltenden Ausbaus unseres landesweiten 5G-Netzes.
| in Tsd. | 30.06.2020 | 31.03.2020 | Veränderung 30.06.2020/ 31.03.2020 in % |
31.12.2019 |
Veränderung 30.06.2020/ 31.12.2019 in % |
|
| EUROPA, | Mobilfunk-Kunden | 45.665 | 45.916 | (0,5) | 46.165 | (1,1) |
| GESAMT | Vertragskundena | 26.528 | 26.354 | 0,7 | 26.245 | 1,1 |
| Prepaid-Kundena | 19.137 | 19.562 | (2,2) | 19.920 | (3,9) | |
| Festnetz-Anschlüsseb | 9.040 | 9.096 | (0,6) | 9.105 | (0,7) | |
| davon: IP-basiertb | 8.322 | 8.347 | (0,3) | 8.311 | 0,1 | |
| Breitband-Kunden | 6.806 | 6.737 | 1,0 | 6.672 | 2,0 | |
| TV (IPTV, Sat, Kabel) | 4.960 | 4.940 | 0,4 | 4.945 | 0,3 | |
| Teilnehmer Anschlussleitung (TAL)/ Wholesale PSTN | 2.265 | 2.301 | (1,6) | 2.294 | (1,3) | |
| Breitband-Anschlüsse Wholesalec | 602 | 557 | 8,1 | 533 | 12,9 | |
| GRIECHENLAND | Mobilfunk-Kunden | 7.172 | 7.311 | (1,9) | 7.365 | (2,6) |
| Festnetz-Anschlüsse | 2.575 | 2.637 | (2,4) | 2.638 | (2,4) | |
| Breitband-Kunden | 2.112 | 2.065 | 2,3 | 2.033 | 3,9 | |
| RUMÄNIEN | Mobilfunk-Kunden | 4.709 | 4.777 | (1,4) | 4.916 | (4,2) |
| Festnetz-Anschlüsse | 1.487 | 1.504 | (1,1) | 1.560 | (4,7) | |
| Breitband-Kunden | 959 | 978 | (1,9) | 1.014 | (5,4) | |
| UNGARN | Mobilfunk-Kunden | 5.398 | 5.378 | 0,4 | 5.369 | 0,5 |
| Festnetz-Anschlüsse | 1.722 | 1.718 | 0,2 | 1.703 | 1,1 | |
| Breitband-Kunden | 1.271 | 1.256 | 1,2 | 1.231 | 3,2 | |
| POLEN | Mobilfunk-Kunden | 11.021 | 10.982 | 0,4 | 10.954 | 0,6 |
| Festnetz-Anschlüsse | 29 | 26 | 11,5 | 18 | 61,1 | |
| Breitband-Kunden | 24 | 18 | 33,3 | 18 | 33,3 | |
| TSCHECHISCHE | Mobilfunk-Kunden | 6.239 | 6.267 | (0,4) | 6.265 | (0,4) |
| REPUBLIK | Festnetz-Anschlüsseb | 583 | 568 | 2,6 | 533 | 9,4 |
| Breitband-Kunden | 356 | 350 | 1,7 | 320 | 11,3 | |
| KROATIEN | Mobilfunk-Kunden | 2.232 | 2.248 | (0,7) | 2.274 | (1,8) |
| Festnetz-Anschlüsse | 893 | 897 | (0,4) | 908 | (1,7) | |
| Breitband-Kunden | 622 | 620 | 0,3 | 621 | 0,2 | |
| SLOWAKEI | Mobilfunk-Kunden | 2.399 | 2.409 | (0,4) | 2.428 | (1,2) |
| Festnetz-Anschlüsse | 861 | 859 | 0,2 | 860 | 0,1 | |
| Breitband-Kunden | 591 | 583 | 1,4 | 576 | 2,6 | |
| ÖSTERREICH | Mobilfunk-Kunden | 4.990 | 4.998 | (0,2) | 5.019 | (0,6) |
| Festnetz-Anschlüsse | 556 | 553 | 0,5 | 549 | 1,3 | |
| Breitband-Kunden | 620 | 617 | 0,5 | 612 | 1,3 | |
| ÜBRIGEd | Mobilfunk-Kunden | 1.505 | 1.545 | (2,6) | 1.576 | (4,5) |
| Festnetz-Anschlüsse | 333 | 334 | (0,3) | 335 | (0,6) | |
| Breitband-Kunden | 252 | 250 | 0,8 | 249 | 1,2 |
| in Tsd. | 30.06.2019 | Veränderung 30.06.2020/ 30.06.2019 in % |
| EUROPA, | 46.469 | (1,7) |
| GESAMT | 25.778 | 2,9 |
| 20.691 | (7,5) | |
| 9.057 | (0,2) | |
| 8.031 | 3,6 | |
| 6.540 | 4,1 | |
| 4.910 | 1,0 | |
| 2.268 | (0,1) | |
| 488 | 23,4 | |
| GRIECHENLAND | 7.605 | (5,7) |
| 2.607 | (1,2) | |
| 1.972 | 7,1 | |
| RUMÄNIEN | 5.258 | (10,4) |
| 1.648 | (9,8) | |
| 1.055 | (9,1) | |
| UNGARN | 5.332 | 1,2 |
| 1.680 | 2,5 | |
| 1.189 | 6,9 | |
| POLEN | 10.869 | 1,4 |
| 19 | 52,6 | |
| 10 | n.a. | |
| TSCHECHISCHE | 6.224 | 0,2 |
| REPUBLIK | 454 | 28,4 |
| 290 | 22,8 | |
| KROATIEN | 2.286 | (2,4) |
| 916 | (2,5) | |
| 619 | 0,5 | |
| SLOWAKEI | 2.402 | (0,1) |
| 854 | 0,8 | |
| 557 | 6,1 | |
| ÖSTERREICH | 4.938 | 1,1 |
| 546 | 1,8 | |
| 606 | 2,3 | |
| ÜBRIGEd | 1.555 | (3,2) |
| 332 | 0,3 | |
| 241 | 4,6 |
a
M2M-Karten (Machine to Machine) wurden zum 1. Januar 2020 konzerneinheitlich neu
klassifiziert und ausschließlich dem Prepaid-Kundensegment zugeordnet. Der Teil der
M2M-Karten, der bis dahin im Vertragskundensegment ausgewiesen war, wurde entsprechend
reklassifiziert. Die Vorjahresvergleichswerte wurden rückwirkend angepasst.
b
Die Vorjahresvergleichswerte für IP-basierte Festnetz-Anschlüsse in der Tschechischen
Republik wurde im Rahmen der Vereinheitlichung der zugrunde liegenden Kundendefinition
angepasst.
c
Die Vorjahresvergleichswerte für Breitband-Anschlüsse Wholesale in Kroatien und Griechenland
wurden im Rahmen der Vereinheitlichung der zugrunde liegenden Kundendefinition angepasst.
d
"Übrige" enthält die Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro und die Anschlüsse
der GTS Central Europe Gruppe in Rumänien. Die Landesgesellschaft in Albanien haben
wir zum 7. Mai 2019 veräußert.
Alle Märkte unseres Segments Europa waren mit Beginn des zweiten Quartals 2020 durch
die verhängten Reisebeschränkungen und temporären Shop-Schließungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie
betroffen. Indem wir bei der Kundenansprache verstärkt auf digitalisierte Dienste
wie z. B. unsere Service-App sowie auf Service-Center-Leistungen setzten, konnten
wir den Vertrieb und Service sicherstellen und somit die negativen Effekte der Coronavirus-Pandemie
durch unsere konvergenten Produkte und unsere Netzinfrastruktur weitgehend ausgleichen.
Gerade das konvergente Produkt-Portfolio "MagentaOne" erfreute sich großer Beliebtheit
und erzielte einen zweistelligen Anstieg bei den FMC-Kunden um 10,4 %. Kontinuierlich
bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur mit modernen Glasfaser-basierten Anschlüssen
(FTTH, FTTB und FTTC) aus, in den Landesgesellschaften Griechenland, Ungarn und der
Slowakei erfolgte der Ausbau im ersten Halbjahr 2020 am stärksten. Insgesamt konnten
wir seit Jahresanfang 2,0 % Breitband-Kunden hinzugewinnen.
Im Mobilfunk-Geschäft verzeichneten wir einen Zuwachs bei den werthaltigen Vertragskunden
und konnten den Rückgang in der Prepaid-Kundenbasis zum Teil ausgleichen. Bei 5G setzten
wir bereits vor einem Jahr den ersten Meilenstein mit dem Marktstart in Österreich.
Anfang April 2020 ist nach der erfolgreichen 5G-Auktion auch Ungarn hinzugekommen.
Polen als dritte Landesgesellschaft ist ebenfalls im zweiten Quartal 2020 5G kommerziell
gestartet. Nach Frequenzauktionen, die in einzelnen Ländern für 2020 erwartet werden,
sollen weitere 5G-Netze hinzukommen.
Im operativen Segment Europa zählten wir im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 45,7 Mio.
Mobilfunk-Kunden; gegenüber dem Jahresendwert 2019 verzeichneten wir beim Kundenbestand
einen leichten Rückgang von 1,1 %. Die Anzahl der werthaltigen Vertragskunden stieg
leicht um 1,1 % (gegenüber dem Vorjahreshalbjahr sogar um 2,9 %). Dabei zeigte der
Vertragskundenbestand bei den meisten unserer Landesgesellschaften ein Plus: Hohe
Zuwächse erzielten wir insbesondere in Rumänien, Polen, Österreich, Ungarn und Griechenland.
Insgesamt beträgt der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand 58,1 %. Zusätzlich
zu unseren innovativen Diensten und Tarifen haben wir bereits im letzten Jahr in einigen
Ländern das neu gestaltete Produkt-Portfolio nach dem "Mehr-für-Mehr"-Prinzip eingeführt:
Danach bieten wir unseren Kunden für einen geringen monatlichen Mehrpreis hochwertige
Zusatzleistungen an, z. B. mehr Datenvolumen, wodurch gleichzeitig die hohe Nachfrage
nach Datenvolumen durch Video-Streaming und Gaming bedient wird. Darüber hinaus profitierten
unsere Kunden im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie von einer hohen Netzabdeckung
mit einer schnellen, mobilen Breitband-Anbindung. So versorgten wir zum 30. Juni 2020
in den Ländern unseres operativen Segments 97,3 % der Bevölkerung mit LTE und erreichten
damit insgesamt rund 107 Mio. Einwohner.
Erwartungsgemäß entwickelte sich der Prepaid-Kundenbestand hingegen rückläufig. Das
liegt zum einen daran, dass wir den Fokus unseres Marktangangs auf die Vertragstarife
ausrichten und unsere Prepaid-Kunden davon überzeugen wollen, in höherwertige Tarife
zu wechseln. Das ist uns auch bei einem Teil der Prepaid-Kunden geglückt. Zudem werden
in regelmäßigen Abständen inaktive SIM-Karten aus der Kundenbasis ausgebucht.
Das Breitband-Geschäft konnte trotz Coronavirus-Pandemie weiter wachsen: Gegenüber
dem Vorjahresendwert erhöhte sich der Kundenbestand um 2,0 % auf insgesamt 6,8 Mio.
Kunden (gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um 4,1 %). Insbesondere in unseren Landesgesellschaften
in Griechenland, Ungarn und der Tschechischen Republik erhöhten sich die Kundenbestände
deutlich. Mittels der weiterhin hohen Investitionen in zukunftsweisende Glasfaser-basierte
Technologien bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur konsequent aus. Dadurch konnten
wir die Abdeckung der Haushalte mit Glasfaser bei unseren vier größten Landesgesellschaften
zum 30. Juni 2020 auf 3,5 Mio. Haushalte erhöhen. Der Anteil der IP-basierten Anschlüsse
an den gesamten Festnetz-Anschlüssen stieg bis Ende Juni 2020 auf 92,1 %. Insgesamt
bewegte sich die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse in unserem operativen Segment Europa
mit 9,0 Mio. auf Vorjahresniveau.
Das TV- und Entertainment-Geschäft stabilisierte sich zum 30. Juni 2020 gegenüber
dem Vorjahr bei insgesamt 5,0 Mio. Kunden. Der TV-Markt ist in vielen Ländern unseres
Segments bereits gesättigt; hier sind es neben den Telekommunikationsunternehmen auch
sog. "OTT-Player", die TV-Dienste anbieten.
Unser konvergentes Produkt-Portfolio "MagentaOne" erfreut sich in all unseren Landesgesellschaften
großer Beliebtheit. Im Privatkundenbereich erreichten wir bis zum Ende des ersten
Halbjahres 2020 einen Bestand von 5,3 Mio. FMC-Kunden; das entspricht einem Anstieg
von 10,4 % gegenüber dem Vorjahresendwert. Insbesondere unsere Landesgesellschaften
in Griechenland, Ungarn, Rumänien und Österreich trugen zu diesem zweistelligen Wachstum
bei. Auch im Geschäftskundenbereich vertreiben wir das Produkt "MagentaOne Business"
mit steigenden Zuwachsraten.
| in Mio. € | Q1 2020 | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung in % | H1 2020 | |
| GESAMTUMSATZ | 2.903 | 2.843 | 2.978 | (4,5) | 5.746 | |
| Griechenland | 707 | 692 | 720 | (3,9) | 1.399 | |
| Rumänien | 237 | 229 | 231 | (0,9) | 466 | |
| Ungarn | 427 | 405 | 455 | (11,0) | 832 | |
| Polen | 360 | 359 | 366 | (1,9) | 719 | |
| Tschechische Republik | 266 | 255 | 265 | (3,8) | 521 | |
| Kroatien | 214 | 215 | 239 | (10,0) | 428 | |
| Slowakei | 186 | 186 | 190 | (2,1) | 372 | |
| Österreich | 313 | 317 | 315 | 0,6 | 630 | |
| Übrigea | 235 | 227 | 244 | (7,0) | 461 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 372 | 387 | 357 | 8,4 | 758 | |
| EBIT-Marge | % | 12,8 | 13,6 | 12,0 | 13,2 | |
| Abschreibungen | (662) | (646) | (681) | 5,1 | (1.308) | |
| EBITDA | 1.034 | 1.033 | 1.038 | (0,5) | 2.067 | |
| EBITDA AL | 924 | 927 | 930 | (0,3) | 1.851 | |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (39) | (51) | (62) | 17,7 | (90) | |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 1.073 | 1.084 | 1.099 | (1,4) | 2.157 | |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 963 | 978 | 991 | (1,3) | 1.941 | |
| Griechenland | 288 | 285 | 290 | (1,7) | 573 | |
| Rumänien | 34 | 36 | 29 | 24,1 | 70 | |
| Ungarn | 114 | 125 | 139 | (10,1) | 238 | |
| Polen | 96 | 97 | 100 | (3,0) | 192 | |
| Tschechische Republik | 110 | 105 | 114 | (7,9) | 214 | |
| Kroatien | 76 | 82 | 91 | (9,9) | 159 | |
| Slowakei | 79 | 80 | 79 | 1,3 | 159 | |
| Österreich | 123 | 124 | 114 | 8,8 | 247 | |
| Übrigea | 44 | 45 | 35 | 28,6 | 89 | |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | % | 33,2 | 34,4 | 33,3 | 33,8 | |
| CASH CAPEX | (438) | (567) | (469) | (20,9) | (1.005) |
| in Mio. € | H1 2019 | Veränderung in % | Gesamtjahr 2019 |
| GESAMTUMSATZ | 5.869 | (2,1) | 12.168 |
| Griechenland | 1.417 | (1,3) | 2.943 |
| Rumänien | 448 | 4,0 | 980 |
| Ungarn | 914 | (9,0) | 1.872 |
| Polen | 713 | 0,8 | 1.486 |
| Tschechische Republik | 522 | (0,2) | 1.088 |
| Kroatien | 459 | (6,8) | 960 |
| Slowakei | 375 | (0,8) | 785 |
| Österreich | 621 | 1,4 | 1.276 |
| Übrigea | 488 | (5,5) | 975 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 696 | 8,9 | 1.182 |
| EBIT-Marge | 11,9 | 9,7 | |
| Abschreibungen | (1.377) | 5,0 | (3.131) |
| EBITDA | 2.072 | (0,2) | 4.313 |
| EBITDA AL | 1.851 | 0,0 | 3.858 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (86) | (4,7) | (146) |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 2.158 | 0,0 | 4.460 |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 1.937 | 0,2 | 4.005 |
| Griechenland | 573 | 0,0 | 1.212 |
| Rumänien | 55 | 27,3 | 141 |
| Ungarn | 260 | (8,5) | 551 |
| Polen | 192 | 0,0 | 383 |
| Tschechische Republik | 221 | (3,2) | 448 |
| Kroatien | 174 | (8,6) | 360 |
| Slowakei | 162 | (1,9) | 327 |
| Österreich | 233 | 6,0 | 467 |
| Übrigea | 67 | 32,8 | 114 |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | 33,0 | 32,9 | |
| CASH CAPEX | (915) | (9,8) | (1.824) |
Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen
der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene
des operativen Segments.
Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Halbjahr 2020 einen Gesamtumsatz
von 5,7 Mrd. €, gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 2,1 %. Organisch betrachtet, d.
h. unter der Annahme konstanter Währungskurse sowie um die Veräußerung der Telekom
Albania zum 7. Mai 2019 neutralisiert, stabilisierte sich der Umsatz - trotz durch
die Coronavirus-Pandemie verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - auf
Vorjahresniveau.
Gerade das Festnetz-Geschäft bewährte sich als solides Geschäftsfeld: So verzeichneten
wir im Breitband-Geschäft höhere organische Umsätze auch infolge des kontinuierlichen
Ausbaus unserer Netze. Vielerorts wurden wir bereits als das Telekommunikationsunternehmen
mit dem besten Netz ausgezeichnet (z. B. Connect Leserwahl 2020). Dank unserem Angebot
an breitgefächerten Diensten verzeichnete auch das TV-Geschäft leichte Zuwachsraten.
Das Systemgeschäft sowie das Wholesale-Geschäft wuchsen gegenüber dem Vorjahr, u.
a. getrieben durch höhere Umsätze in Rumänien. Im Mobilfunk-Geschäft beobachteten
wir, dass viele Privatkunden Konsumausgaben angesichts drohender Kurzarbeit oder gar
Entlassungen scheuen - mit möglicher Auswirkung auf die Nachfrage nach höherpreisigen
Verträgen und hochwertigen Endgeräten. Gegenüber dem Vorjahr weisen wir einen leichten
organischen Umsatzrückgang aus. Hierbei waren es v. a. die Rückgänge im eher niedrigmargigen
Endgerätegeschäft sowie bei den Roaming-Umsätzen als Folge der verhängten Reisebeschränkungen.
Teilweise konnten wir diesen negativen Effekten durch gestiegene höhermargige Service-Umsätze
(ohne Roaming) entgegenwirken.
Die beste organische Umsatzentwicklung aus Länderperspektive hatten im ersten Halbjahr
2020 unsere Landesgesellschaften in Polen, Rumänien, der Tschechischen Republik und
Österreich. Dadurch konnten wir die sinkenden Umsätze insbesondere in Kroatien, Griechenland
und Ungarn ausgleichen.
Der Privatkundenbereich zeigte einen Umsatzrückgang von 2,0 % gegenüber der Vorjahresperiode.
Niedrigere Umsätze im mobilen Endgerätegeschäft sowie beim Roaming konnten nur teilweise
durch Zugewinne bei den höhermargigen Service-Umsätzen (ohne Roaming) ausgeglichen
werden. Im Festnetz-Bereich erzielten wir im Breitband-/TV-Geschäft dank unserer innovativen
TV- und Entertainment-Angebote und dem kontinuierlichen Ausbau der Glasfaser-Technologie
ein Plus bei der Umsatzentwicklung. Dadurch konnten wir die rückläufigen Umsätze bei
der Sprachtelefonie ausgleichen. Zusätzlich wirkte sich auch eine höhere Anzahl bei
den FMC-Kunden umsatzsteigernd aus.
Der Geschäftskundenbereich verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatzrückgang
von 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem das Mobilfunk-Geschäft konnte aufgrund
der Coronavirus-Pandemie nicht das Vorjahresniveau halten. Ausgelöst wurden diese
Effekte zum großen Teil durch fehlende Roaming-Umsätze sowie durch einen signifikant
geringeren Sprach- und Datenverkehr von SIM-Karten in den besonders betroffenen Industrien,
wie z. B. der Tourismusbranche. Einen positiven Trend hat hingegen unser Cloud-Geschäft
erzielt: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich eine starke Nachfrage nach
Kollaborationstools wie Cisco Webex und Microsoft Teams.
Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Halbjahr 2020 ein bereinigtes
EBITDA AL von 1,9 Mrd. € und erreichte damit das Niveau des Vorjahres. Organisch betrachtet,
d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse sowie um die Veräußerung der Telekom
Albania neutralisiert, stieg das bereinigte EBITDA AL um 2,2 % und verzeichnete weiterhin
eine positive Ergebnisentwicklung. Zu dieser Entwicklung beigetragen haben hauptsächlich
Einsparungen bei den indirekten Kosten insbesondere durch geringere Aufwendungen beim
Personal, Marketing und bei Reisekosten.
Aus Länderperspektive war der Anstieg des bereinigten organischen EBITDA AL im Wesentlichen
auf die positive Entwicklung in unseren Landesgesellschaften in Rumänien, Österreich
und Polen zurückzuführen. Gegenteilig entwickelte sich v. a. unsere Landesgesellschaft
in Kroatien: Geringere Mobilfunk-Umsätze, insbesondere durch rückläufige Umsätze beim
Endgeräteverkauf, konnten nur teilweise durch positive Umsatzeffekte aus dem Breitband-
und dem Systemgeschäft aufgefangen werden.
Unser EBITDA AL blieb gegenüber dem Vorjahr stabil bei 1,9 Mrd. €. Die Sondereinflüsse
lagen nahezu auf Vorjahresniveau. Organisch betrachtet stieg das EBITDA AL um 1,8
% an.
Griechenland. In Griechenland reduzierten sich die Umsätze im ersten Halbjahr 2020
und lagen mit 1,4 Mrd. € um 1,3 % unter dem Vorjahresniveau. Vor allem im Mobilfunk-Geschäft
sanken die Service-Umsätze v. a. roamingbedingt. Die Verkäufe von mobilen Endgeräten
verringerten sich gegenüber dem Vorjahr. Teilweise konnte das Geschäft mit dem konvergenten
Produkt-Portfolio diesen negativen Effekten mit höheren Kundenzahlen entgegenwirken.
Das Festnetz-Geschäft verzeichnete weiterhin leicht höhere Umsätze: Vor allem das
Breitband-Geschäft wuchs aufgrund des kontinuierlichen Glasfaser- und Vectoring-Ausbaus
deutlich. Auch das Systemgeschäft zeigte deutliche Wachstumsraten, während sich das
Wholesale-Geschäft annähernd auf Vorjahresniveau bewegte.
Im ersten Halbjahr 2020 lag das bereinigte EBITDA AL in Griechenland mit 573 Mio.
€ stabil auf Vorjahresniveau: Der Umsatzrückgang wurde durch geringere direkte und
indirekte Kosten vollständig kompensiert.
Ungarn. Im ersten Halbjahr 2020 lagen die Umsätze in Ungarn bei 832 Mio. € und verringerten
sich somit um 9,0 % gegenüber dem Vorjahr. Großteils trugen negative Wechselkurseffekte
dazu bei. Organisch betrachtet reduzierten sich die Umsätze um 1,8 %. Dieser Rückgang
war v. a. geprägt durch geringere Umsätze im Systemgeschäft, das im Vorjahr noch mehrere
Großaufträge gewinnen konnte, die in diesem Halbjahr nicht in gleicher Höhe wiederholt
werden konnten. Dagegen verzeichnete das Breitband-/TV-Geschäft weiterhin einen Umsatzanstieg,
u. a. durch eine höhere Kundenbasis. Organisch betrachtet erzielte auch das Mobilfunk-Geschäft
ein Plus gegenüber der Vergleichsperiode sowohl beim mobilen Endgeräteverkauf, als
auch bei den Service-Umsätzen, was teils durch eine gestiegene Kundenbasis bei den
werthaltigen Vertragskunden, teils durch volumenbedingt höhere Umsätze bei der Sprachtelefonie
getrieben war. Auch entwickelte sich unser Konvergenzangebot "MagentaOne" weiterhin
erfolgreich, mit einer deutlich höheren Kundenzahl und entsprechenden Umsätzen.
Das bereinigte EBITDA AL lag mit 238 Mio. € um 8,5 % unter dem Vorjahresniveau. Organisch
betrachtet verzeichnete das bereinigte EBITDA AL einen leichten Rückgang um 0,9 %.
Einsparungen hauptsächlich bei den indirekten Kosten, insbesondere durch geringere
Personalaufwendungen, konnten den Umsatzrückgang teilweise auffangen.
Polen. Zum 30. Juni 2020 lagen die Umsätze in Polen mit 719 Mio. € um 0,8 % leicht
über dem Niveau des Vorjahres. Organisch betrachtet verzeichnete der Umsatz mit 3,7
% einen deutlichen Anstieg. Dieses Wachstum resultierte sowohl aus höheren Mobilfunk-
als auch Festnetz-Umsätzen. Rückgänge beim Umsatz für mobile Endgeräte konnten durch
gestiegene Service-Umsätze insbesondere durch volumenbedingt höhere Umsätze bei der
Sprachtelefonie ausgeglichen werden. Der Zuwachs im Festnetz-Bereich resultierte im
Wesentlichen aus der positiven Entwicklung des Systemgeschäfts. Leicht rückläufig
entwickelte sich hingegen das Wholesale-Geschäft.
Das bereinigte EBITDA AL lag mit 192 Mio. € auf dem Vorjahresniveau. Organisch betrachtet
stieg das bereinigte EBITDA AL um 3,0 % an infolge einer höheren Nettomarge.
Tschechische Republik. Im ersten Halbjahr 2020 lagen die Umsätze in der Tschechischen
Republik bei 521 Mio. € und somit stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Organisch betrachtet
stiegen die Umsätze um 2,2 % an. Das Festnetz-Geschäft als starker Wachstumstreiber
legte auch im ersten Halbjahr 2020 gegenüber der Vorjahresperiode gerade im Breitband-
und TV-Geschäft zu. Die kontinuierlichen Investitionen in neue Glasfasernetze zahlten
sich aus, was man an der höheren Anzahl an Kunden erkennen kann. Das Mobilfunk-Geschäft
wies insgesamt leicht geringere Umsätze aus, was durch niedrigmargige Endgeräteumsätze
verursacht wurde. Höhermargige Service-Umsätze (ohne Roaming) wirkten teilweise entgegen.
Auch entwickelten sich unsere Konvergenzangebote "MagentaOne" und "MagentaOne Business"
weiterhin sehr erfolgreich, mit steigenden Kundenzahlen und entsprechenden Umsätzen.
Das bereinigte EBITDA AL reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 % auf 214
Mio. €. Organisch betrachtet blieb das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert:
Der positive organische Umsatzbeitrag wurde teilweise durch leicht höhere direkte
und indirekte Kosten aufgezehrt.
Österreich. In Österreich erwirtschafteten wir zum 30. Juni 2020 einen Umsatz von
630 Mio. €. Das entspricht einem Anstieg von 1,4 %. Dieser Zuwachs basierte im Wesentlichen
auf gestiegenen höhermargigen Service-Umsätzen; großteils ist das auf das im Mai letzten
Jahres gestartete Magenta Produkt-Portfolio zurückzuführen, welches von unseren Kunden
sehr gut angenommen wurde. Das Geschäft mit mobilen Endgeräten trug ebenso zu dem
Umsatzzuwachs bei. Neben den Breitband-Internet-Diensten auf Mobilfunk-Basis bieten
wir seit dem Start der Marke "Magenta" konvergente Produkte an. Dass Konvergenzprodukte
auf unsere Kunden wirken, zeigt sich auch an der Entwicklung des Festnetz-Bereichs:
Insbesondere das Breitband-Geschäft erzielte positive Zuwachsraten, u. a. infolge
einer höheren Kundenbasis.
Das bereinigte EBITDA AL stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 % auf 247 Mio. €.
Neben den positiven Umsatzeffekten trugen auch Einsparungen bei den indirekten Kosten
zu diesem Anstieg bei.
In unserem operativen Segment Europa verzeichneten wir beim EBIT im ersten Halbjahr
2020 einen Anstieg um 8,9 % auf 758 Mio. €. Ursächlich für das höhere EBIT waren geringere
planmäßige Abschreibungen.
Zum 30. Juni 2020 wies unser operatives Segment Europa einen im Vergleich zur Vorjahresperiode
um 9,8 % höheren Cash Capex in Höhe von 1,0 Mrd. € aus. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen
auf höhere Auszahlungen für den Erwerb von Spektrumlizenzen in Ungarn zurückzuführen.
Zudem investieren wir weiterhin auf hohem Niveau im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie
in die Bereitstellung von Breitband- und Glasfaser-Technologie sowie in 5G.
| in Mio. € | H1 2020 | Q1 2020 | 2019 | H1 2019 | Veränderung H1 2020/ H1 2019 in % |
| AUFTRAGSEINGANG | 2.826 | 1.393 | 7.329 | 3.494 | (19,1) |
Das erste Halbjahr 2020 stand weiter im Zeichen der Entwicklung unseres neu ausgerichteten
Systemgeschäfts. Investitionen in Wachstums- und Zukunftsthemen (z. B. Public Cloud,
Internet der Dinge (IoT), Digital Solutions, Security) bilden hierbei die Basis für
die weitere Ausrichtung der Segmentstrategie auf den nachhaltigen Übergang des Geschäfts
in strategische Wachstumsfelder bei gleichzeitiger Stärkung des Telekommunikationsgeschäfts
und erfolgreichem Management des Rückgangs im klassischen IT-Geschäft.
Im Rahmen eines umfangreichen Transformationsprogramms haben wir unsere Organisation
und Abläufe neu ausgerichtet, Kapazitäten angepasst und eine neue Strategie für unser
Portfolio entwickelt. Selbstständige Portfolio-Einheiten verantworten sowohl unsere
Wachstumsfelder (Public Cloud, Internet der Dinge (IoT), Digital Solutions, Security,
SAP, Classified ICT und Road Charging) als auch unser klassisches IT- und Telekommunikationsgeschäft.
Um unsere Konzernstrategie im Feld "Führend bei Geschäftskunden-Produktivität" konsequent
umzusetzen, wurde zudem am 1. Juli 2020 unser Telekommunikationsgeschäft für Geschäftskunden
nebst "Classified ICT" im operativen Segment Deutschland zusammengeführt.
Darüber hinaus haben die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die weltweite
Wirtschaftsleistung Einfluss auf die wirtschaftliche Lage unserer Geschäftskunden.
Dies führte zum Teil zu Verzögerungen bei laufenden Projekten und Verschiebungen bei
Vertragsabschlüssen, insbesondere in den Bereichen klassische IT und Digital Solutions.
Im ersten Halbjahr 2020 liegt der Auftragseingang unseres operativen Segments Systemgeschäft
dadurch um 19,1 % unter dem Vorjahr und auch unter unseren Erwartungen.
| in Mio. € | Q1 2020 | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung in % | H1 2020 | |
| GESAMTUMSATZ | 1.628 | 1.616 | 1.673 | (3,4) | 3.244 | |
| davon: Umsatz extern | 1.290 | 1.267 | 1.321 | (4,1) | 2.557 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | (36) | (54) | (126) | 57,1 | (90) | |
| EBIT-wirksame Sondereinflüsse | (49) | (65) | (157) | 58,6 | (114) | |
| EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) | 13 | 11 | 31 | (64,5) | 23 | |
| EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | % | 0,8 | 0,7 | 1,9 | 0,7 | |
| Abschreibungen | (121) | (121) | (155) | 21,9 | (242) | |
| EBITDA | 84 | 67 | 29 | n.a. | 151 | |
| EBITDA AL | 51 | 34 | (3) | n.a. | 85 | |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (49) | (65) | (130) | 50,0 | (114) | |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 133 | 132 | 158 | (16,5) | 265 | |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 100 | 98 | 127 | (22,8) | 199 | |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | % | 6,1 | 6,1 | 7,6 | 6,1 | |
| CASH CAPEX | (35) | (66) | (73) | 9,6 | (101) |
| in Mio. € | H1 2019 | Veränderung in % | Gesamtjahr 2019 |
| GESAMTUMSATZ | 3.304 | (1,8) | 6.805 |
| davon: Umsatz extern | 2.599 | (1,6) | 5.380 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | (175) | 48,6 | (218) |
| EBIT-wirksame Sondereinflüsse | (203) | 43,8 | (358) |
| EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) | 28 | (17,9) | 140 |
| EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | 0,8 | 2,1 | |
| Abschreibungen | (283) | 14,5 | (532) |
| EBITDA | 108 | 39,8 | 314 |
| EBITDA AL | 43 | 97,7 | 188 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (176) | 35,2 | (331) |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 284 | (6,7) | 645 |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 219 | (9,1) | 519 |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | 6,6 | 7,6 | |
| CASH CAPEX | (167) | 39,5 | (384) |
Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag im ersten Halbjahr
2020 mit 3,2 Mrd. € leicht unter Vorjahresniveau und reflektiert den durch die Coronavirus-Pandemie
bedingten Rückgang des IT-Markts in Westeuropa. Die positive Umsatzentwicklung in
unseren Wachstumsfeldern Public Cloud und Security konnte den Rückgang im klassischen
IT-sowie im Projektgeschäft nicht vollständig kompensieren. Insbesondere die Entwicklung
unseres Wachstumsbereichs Digital Solutions war von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie
auf die Automobilbranche beeinflusst.
Im ersten Halbjahr 2020 sank das bereinigte EBITDA AL unseres operativen Segments
Systemgeschäft gegenüber dem Vorjahr um 20 Mio. € auf 199 Mio. €. Hauptgrund hierfür
war der Ergebnisrückgang im klassischen IT- sowie im Projektgeschäft, zum Teil bedingt
durch Einflüsse der Coronavirus-Pandemie. Das EBITDA AL stieg gegenüber dem Vorjahr
aufgrund einer Portfolio-Bereinigung in 2019 um 42 Mio. € auf 85 Mio. €. Die Sondereinflüsse
lagen aus diesem Grund um 62 Mio. € unter Vorjahr bei minus 114 Mio. €.
Das bereinigte EBIT unseres operativen Segments Systemgeschäft sank im ersten Halbjahr
2020 gegenüber dem Vorjahr um 5 Mio. € auf 23 Mio. €. Insbesondere die beim bereinigten
EBITDA AL beschriebenen Effekte trugen zu dieser Entwicklung bei. Das EBIT stieg im
Berichtszeitraum um 85 Mio. € auf minus 90 Mio. €, aufgrund der beim EBITDA AL genannten
Effekte.
Der Cash Capex des operativen Segments Systemgeschäft lag im ersten Halbjahr 2020
bei 101 Mio. € verglichen mit 167 Mio. € im Vorjahr. Dies resultiert aus geringerem
Investitionsbedarf im klassischen IT-Geschäft sowie im Wachstumsbereich Digital Solutions,
der von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Automobilbranche betroffen
ist. Perspektivisch liegt der Schwerpunkt unserer Investitionen weiterhin bei der
Entwicklung unseres Wachstumsgeschäfts, wie z. B. Digital Solutions, Internet der
Dinge (IoT) und Road Charging.
| in Tsd. | 30.06.2020 | 31.03.2020 | Veränderung 30.06.2020/ 31.03.2020 in % |
31.12.2019 | Veränderung 30.06.2020/ 31.12.2019 in % |
|
| NIEDERLANDE | Mobilfunk-Kunden | 5.741 | 5.686 | 1,0 | 5.610 | 2,3 |
| Festnetz Anschlüsse | 644 | 632 | 1,9 | 619 | 4,0 | |
| Breitband-Kunden | 628 | 616 | 1,9 | 605 | 3,8 |
| in Tsd. | 30.06.2019 | Veränderung 30.06.2020/ 30.06.2019 in % |
| NIEDERLANDE | 5.455 | 5,2 |
| 578 | 11,4 | |
| 562 | 11,7 |
Die Anzahl der Mobilfunk-Kunden und Festnetz-Anschlüsse in den Niederlanden stieg
durch die positive Entwicklung im operativen Geschäft weiterhin kontinuierlich an.
Vor allem im Mobilfunk-Bereich konnten wir dank unseres Tarif-Portfolios mit dem Angebot
großer Datenpakete bis hin zu unbegrenztem Datenvolumen trotz der verschlechterten
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen infolge der Coronavirus-Pandemie und des intensiven
Wettbewerbs neue Kunden gewinnen. Auch im Privatkunden-Festnetz-Geschäft stieg die
Anzahl der Kunden weiter an.
| in Mio. € | Q1 2020 | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung in % | H1 2020 | |
| GESAMTUMSATZ | 708 | 716 | 683 | 4,8 | 1.424 | |
| davon: Niederlande | 476 | 480 | 458 | 4,8 | 956 | |
| davon: GD Towers | 247 | 248 | 239 | 3,8 | 495 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 139 | 123 | 102 | 20,6 | 263 | |
| Abschreibungen | (194) | (192) | (199) | 3,5 | (386) | |
| EBITDA | 333 | 316 | 300 | 5,3 | 649 | |
| EBITDA AL | 262 | 246 | 232 | 6,0 | 508 | |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (7) | (37) | (18) | n.a. | (44) | |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 340 | 353 | 319 | 10,7 | 693 | |
| davon: Niederlande | 157 | 163 | 137 | 19,0 | 320 | |
| davon: GD Towers | 195 | 195 | 188 | 3,7 | 390 | |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 269 | 283 | 250 | 13,2 | 552 | |
| davon: Niederlande | 136 | 143 | 117 | 22,2 | 278 | |
| davon: GD Towers | 145 | 145 | 140 | 3,6 | 290 | |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | % | 38,0 | 39,5 | 36,6 | 38,8 | |
| CASH CAPEX | (119) | (117) | (106) | (10,4) | (236) |
| in Mio. € | H1 2019 | Veränderung in % | Gesamtjahr 2019 |
| GESAMTUMSATZ | 1.364 | 4,4 | 2.797 |
| davon: Niederlande | 918 | 4,1 | 1.910 |
| davon: GD Towers | 475 | 4,2 | 945 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 227 | 15,9 | 615 |
| Abschreibungen | (398) | 3,0 | (812) |
| EBITDA | 626 | 3,7 | 1.427 |
| EBITDA AL | 481 | 5,6 | 1.130 |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (25) | (76,0) | 97 |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | 651 | 6,5 | 1.330 |
| davon: Niederlande | 284 | 12,7 | 591 |
| davon: GD Towers | 380 | 2,6 | 771 |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 506 | 9,1 | 1.033 |
| davon: Niederlande | 240 | 15,8 | 502 |
| davon: GD Towers | 278 | 4,3 | 563 |
| EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) | 37,1 | 36,9 | |
| CASH CAPEX | (192) | (22,9) | (452) |
Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Group Development stieg im ersten Halbjahr
2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,4 % auf 1,4 Mrd. €. Der Anstieg resultiert
aus dem operativen Wachstum unserer beiden Tochterunternehmen T‑Mobile Netherlands
und DFMG. In den Niederlanden trugen der Geschäfts- und der Privatkundenbereich aufgrund
des Kundenwachstums sowie höherer Endgeräteverkäufe zum Umsatzanstieg bei. Der Bereich
GD Towers verzeichnete ebenso einen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr, welcher
auf einem mengenbedingten Wachstum bei der DFMG beruht.
Das EBITDA AL stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um 5,6 % auf 508 Mio. € an.
Im Wesentlichen resultiert dieser Anstieg aus den zuvor genannten zum Umsatzwachstum
beitragenden Effekten, aus Synergien aus der Übernahme der Tele2 Netherlands und dem
effizienten Kosten-Management der Gesellschaft. Das GD Towers Geschäft entwickelt
sich aufgrund steigender Mengen konstant positiv. Darüber hinaus konnte auch eine
operative Steigerung durch Umsatzwachstum und Kostentransformation erreicht werden.
Das bereinigte EBITDA AL stieg aufgrund der genannten Effekte um 9,1 % auf 552 Mio.
€ an.
Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgrund der beim EBITDA AL
beschriebenen Effekte um 15,9 % auf 263 Mio. €. Die Abschreibungen lagen unter dem
Niveau der Vergleichsperiode.
Der Cash Capex stieg im Vergleich zum Vorjahr um 44 Mio. € auf 236 Mio. €. Dies ist
v. a. auf zusätzliche Investitionen für den 5G-Ausbau sowie zur Integration der Tele2
Netherlands, und höhere Investitionen bei der DFMG im Zusammenhang mit dem Ausbau
der Mobilfunk-Infrastruktur in Deutschland zurückzuführen.
| in Mio. € | Q1 2020 | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung in % | H1 2020 | H1 2019 |
| GESAMTUMSATZ | 632 | 649 | 678 | (4,3) | 1.281 | 1.329 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | (371) | (351) | (314) | (11,8) | (723) | (707) |
| Abschreibungen | (300) | (331) | (307) | (7,8) | (631) | (568) |
| EBITDA | (71) | (21) | (7) | n.a. | (91) | (139) |
| EBITDA AL | (163) | (110) | (108) | (1,9) | (273) | (343) |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (58) | (82) | (27) | n.a. | (140) | (124) |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | (12) | 61 | 20 | n.a. | 49 | (15) |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | (104) | (28) | (82) | 65,9 | (132) | (219) |
| CASH CAPEX | (233) | (242) | (231) | (4,8) | (475) | (505) |
| in Mio. € | Veränderung in % | Gesamtjahr 2019 |
| GESAMTUMSATZ | (3,6) | 2.620 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | (2,3) | (1.648) |
| Abschreibungen | (11,1) | (1.159) |
| EBITDA | 34,5 | (489) |
| EBITDA AL | 20,4 | (889) |
| EBITDA-wirksame Sondereinflüsse | (12,9) | (239) |
| EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) | n.a. | (250) |
| EBITDA AL (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) | 39,7 | (651) |
| CASH CAPEX | 5,9 | (1.028) |
Der Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte
sich im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,6 %. Diese Entwicklung
ist hauptsächlich auf die gesunkenen Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude, im
Wesentlichen aufgrund der weiteren Optimierung von Flächen, zurückzuführen.
In der Berichtsperiode verbesserte sich das bereinigte EBITDA AL unseres Segments
Group Headquarters & Group Services im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 87 Mio.
€ auf minus 132 Mio. €. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus geringeren
operativen Aufwendungen bei unseren Group Services, höheren Erträgen aus Immobilienverkäufen
und dem reduzierten Personalbestand bei Vivento infolge des fortgesetzten Personalumbaus.
Gegenläufig belasteten die gesunkenen Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude das
bereinigte EBITDA AL.
Insgesamt war das EBITDA AL im ersten Halbjahr 2020 mit Sondereinflüssen, insbesondere
für Personalmaßnahmen, in Höhe von 140 Mio. € belastet. Im Vorjahreszeitraum standen
dem Sondereinflüsse, ebenfalls insbesondere für Personalmaßnahmen, in Höhe von 124
Mio. € gegenüber.
Der leichte Rückgang des EBIT um 16 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf minus
723 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Effekten: Einerseits
aus der positiven Entwicklung des EBITDA AL und andererseits aus dem Anstieg der Abschreibungen.
Letzteres ist im Wesentlichen auf gestiegene planmäßige Abschreibungen zurückzuführen,
die daraus resultieren, dass konzernintern neu beauftragte Entwicklungsleistungen
im Inland seit Januar 2016 nicht mehr verrechnet, sondern bei Deutsche Telekom IT
aktiviert werden. Gegenläufig sanken die Abschreibungen im Bereich Grundstücke und
Gebäude infolge der fortgesetzten Optimierung unseres Immobilien-Portfolios.
Der Cash Capex reduzierte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 30 Mio. €, im Wesentlichen
aufgrund von geringeren Investitionen im Bereich Technologie und Innovation.
Wir verweisen diesbezüglich auf die "Ereignisse nach der Berichtsperiode" im Konzern-Zwischenabschluss.
Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf der aktuellen Einschätzung
unseres Managements. Der Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint hat einen wesentlichen
Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. In den im zusammengefassten
Lagebericht im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichten Prognosen waren mögliche Auswirkungen
aus der Transaktion nicht enthalten. Unter Berücksichtigung des am 1. April 2020 erfolgten
Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint erwarten wir für das nun größere operative
Segment USA für das Geschäftsjahr 2020 ein bereinigtes EBITDA AL von rund 22 Mrd.
US‑$, statt bislang 13,0 Mrd. US‑$. Der Cash Capex erhöht sich auch aufgrund der erwarteten
Investitionen im Zusammenhang mit der Integration der Unternehmen auf rund 11 Mrd.
US‑$, statt eines bisher erwarteten stabilen Verlaufs ausgehend von einer Basis in
Höhe von 6,0 Mrd. US‑$ im Geschäftsjahr 2019. Unsere Erwartungen für den Konzern für
das Geschäftsjahr 2020 erhöhen sich damit für das bereinigte EBITDA AL von bislang
25,5 Mrd. € auf rund 34 Mrd. € und den Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum)
erwarten wir in einer Höhe von rund 17 Mrd. €, statt bislang 13,0 Mrd. €. Die Erwartung
für den Free Cashflow AL des Konzerns vermindert sich insbesondere durch die Integrationskosten.
Wir erwarten einen Free Cashflow AL in Höhe von mindestens 5,5 Mrd. €, statt bislang
8,0 Mrd. €.
Es besteht weiterhin Unsicherheit darüber, wie stark die Geschäftstätigkeit und damit
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom insgesamt, abhängig
von der weiteren Entwicklung der Coronavirus-Pandemie, betroffen sein könnte. Auf
Basis aktueller Studien der anerkannten Wirtschaftsforschungsinstitute evaluieren
wir fortlaufend die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung. Auf Basis unserer aktuellen Ergebnisse sehen wir sich ausgleichende Einflüsse
innerhalb des bereinigten EBITDA AL. Für das operative Segment Systemgeschäft erwarten
wir jedoch, bedingt durch das gegenwärtig schwierige Neugeschäft, nicht die ursprüngliche
Prognose für Umsatz und das bereinigte EBITDA AL erreichen zu können. Zum aktuellen
Zeitpunkt behalten die im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichten
Prognose-Aussagen, neben der Aktualisierung der Erwartungen im Zusammenhang mit der
Sprint-Transaktion, jedoch insgesamt weiterhin ihre Gültigkeit. Dennoch können Abweichungen
aufgrund der aktuellen makroökonomischen Unsicherheit für die Zukunft nicht grundsätzlich
ausgeschlossen werden.
Details zu den mit der Coronavirus-Pandemie einhergehenden Unternehmensrisiken finden
Sie im Kapitel "Risiko- und Chancensituation". Weiterhin gehen wir im Kapitel "Wirtschaftliches
Umfeld" auf die Konjunkturentwicklung ein. Ferner wird auf den "Haftungsausschluss"
am Ende dieses Berichts verwiesen.
Im Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen und neuen Entwicklungen zu der im
zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2019 dargestellten Risiko- und Chancensituation
ausgeführt. Ferner wird auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses Berichts verwiesen.
Die Coronavirus-Pandemie hat sich zu einer globalwirtschaftlichen Krise entwickelt.
Die Auswirkungen auf die Telekommunikationsbranche sind durch höhere Nachfrage nach
bestimmten Telekommunikationsdienstleistungen nicht so gravierend wie in anderen Branchen.
Es besteht weiterhin Unsicherheit darüber, wie stark die Geschäftstätigkeit und damit
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom insgesamt, abhängig
von der weiteren Entwicklung der Coronavirus-Pandemie, betroffen sein könnte. Zum
Beispiel könnten mögliche neue Reisebeschränkungen, Shop-Schließungen oder Lieferkettenunterbrechungen
zu weiteren Rückgängen des Roaming- und Visitoren-Volumens oder rückläufigen Endgeräteverkäufen
und einer geringeren Anzahl von Vertragsabschlüssen führen. Zusätzlich kann das Großkundengeschäft
z. B. durch aufgeschobene oder revidierte Kundenentscheidungen weiter zurückgehen.
Darüber hinaus sind erhöhte Forderungsausfälle im Privat- und Geschäftskundenbereich
nicht auszuschließen. Die Deutsche Telekom hat Kosteneinsparmaßnahmen zur Mitigation
möglicher Ergebniseffekte aufgesetzt. Die Coronavirus-Pandemie wirkt sich negativ
auf die konjunkturellen Unternehmensrisiken des Konzerns aus. In den operativen Segmenten
USA, Deutschland und Europa erhöhte sich die Risikobedeutung im ersten Halbjahr 2020
von "gering" auf "mittel".
Der Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint wurde am 1. April 2020 vollzogen.
Die Umsetzung des Zusammenschlusses stellt T‑Mobile US vor komplexe Herausforderungen,
die erfolgreich bewältigt werden müssen, um die geplanten Synergien zu erzielen und
die vereinbarten Auflagen der Behörden zu erfüllen. Die Zusammenführung beider Unternehmen
zur neuen T‑Mobile US betrifft alle betrieblichen Bereiche; Beispiele sind die Zusammenführung
der Mobilfunknetze sowie der IT- und Technik-Landschaft, das Kundenmanagement, der
Vertrieb, das Personalmanagement, die Logistik und das Kontrollumfeld. Gleichzeitig
wird es u. a. notwendig sein, die mit den Kartell- und Regulierungsbehörden vereinbarten
Auflagen wie z. B. der Federal Communications Commission (FCC), des US-amerikanischen
Justizministeriums Department of Justice (DoJ), der Aufsichtsbehörden diverser US-amerikanischer
Bundesstaaten sowie des Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS)
zu erfüllen. Mit der Veräußerung des Prepaid-Geschäfts von Sprint sowie der Bestätigung
einer Vereinbarung zur Veräußerung von Spektrum an DISH wurde zum 1. Juli 2020 bereits
eine entscheidende Auflage der US-Behörden für die Genehmigung der Fusion erfüllt.
Um die mit der Integration verbundenen Integrationsherausforderungen zu reflektieren,
haben wir die Risikobedeutung der Risikokategorie "Risiken aus Markt und Umfeld USA"
auf "hoch" erhöht.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind in unserem Risiko-Management-System,
wie auch nach Einschätzung unseres Managements, keine wesentlichen Risiken absehbar,
die den Bestand der Deutschen Telekom AG oder eines wesentlichen Konzernunternehmens
gefährden könnten.
| in Mio. € | 30.06.2020 | 31.12.2019 | Veränderung | Veränderung in % | 30.06.2019 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 37.936 | 24.689 | 13.247 | 53,7 | 21.801 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 14.537 | 5.393 | 9.144 | n.a. | 3.894 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.690 | 10.846 | 1.844 | 17,0 | 9.898 |
| Vertragsvermögenswerte | 1.905 | 1.876 | 29 | 1,5 | 1.894 |
| Ertragsteuerforderungen | 245 | 481 | (236) | (49,1) | 511 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.776 | 3.254 | (478) | (14,7) | 2.187 |
| Vorräte | 2.077 | 1.568 | 509 | 32,5 | 1.702 |
| Übrige Vermögenswerte | 1.919 | 1.175 | 744 | 63,3 | 1.621 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 1.786 | 97 | 1.689 | n.a. | 94 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 232.035 | 145.983 | 86.052 | 58,9 | 142.413 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 126.372 | 68.202 | 58.170 | 85,3 | 66.266 |
| Sachanlagen | 62.912 | 49.548 | 13.364 | 27,0 | 49.119 |
| Nutzungsrechte | 23.821 | 17.998 | 5.823 | 32,4 | 17.549 |
| Aktivierte Vertragskosten | 2.081 | 2.075 | 6 | 0,3 | 1.873 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 541 | 489 | 52 | 10,6 | 675 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.715 | 3.996 | 2.719 | 68,0 | 2.731 |
| Aktive latente Steuern | 8.434 | 2.704 | 5.730 | n.a. | 3.163 |
| Übrige Vermögenswerte | 1.158 | 970 | 188 | 19,4 | 1.036 |
| BILANZSUMME | 269.971 | 170.672 | 99.299 | 58,2 | 164.214 |
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | Veränderung | Veränderung in % | 30.06.2019 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | 39.015 | 32.913 | 6.102 | 18,5 | 35.063 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 13.567 | 11.463 | 2.104 | 18,4 | 13.582 |
| Leasing-Verbindlichkeiten | 5.812 | 3.987 | 1.825 | 45,8 | 4.019 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 9.601 | 9.431 | 170 | 1,8 | 9.647 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 566 | 463 | 103 | 22,2 | 359 |
| Sonstige Rückstellungen | 3.395 | 3.082 | 313 | 10,2 | 2.580 |
| Übrige Schulden | 3.739 | 2.850 | 889 | 31,2 | 3.177 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 1.794 | 1.608 | 186 | 11,6 | 1.700 |
| Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | 541 | 29 | 512 | n.a. | 0 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | 157.454 | 91.528 | 65.926 | 72,0 | 86.461 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 103.043 | 54.886 | 48.157 | 87,7 | 50.605 |
| Leasing-Verbindlichkeiten | 19.994 | 15.848 | 4.146 | 26,2 | 15.328 |
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 8.003 | 5.831 | 2.172 | 37,2 | 6.569 |
| Sonstige Rückstellungen | 4.820 | 3.581 | 1.239 | 34,6 | 3.319 |
| Passive latente Steuern | 18.716 | 8.954 | 9.762 | n.a. | 8.935 |
| Übrige Schulden | 2.450 | 1.972 | 478 | 24,2 | 1.173 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 428 | 456 | (28) | (6,1) | 532 |
| SCHULDEN | 196.469 | 124.441 | 72.028 | 57,9 | 121.524 |
| EIGENKAPITAL | 73.502 | 46.231 | 27.271 | 59,0 | 42.690 |
| Gezeichnetes Kapital | 12.189 | 12.189 | 0 | 0,0 | 12.189 |
| Eigene Anteile | (47) | (47) | 0 | 0,0 | (48) |
| 12.142 | 12.142 | 0 | 0,0 | 12.141 | |
| Kapitalrücklage | 62.535 | 55.029 | 7.506 | 13,6 | 54.919 |
| Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag | (39.014) | (38.709) | (305) | (0,8) | (39.131) |
| Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | (1.573) | (622) | (951) | n.a. | (886) |
| Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) | 1.670 | 3.867 | (2.197) | (56,8) | 1.845 |
| ANTEILE DER EIGENTÜMER DES MUTTERUNTERNEHMENS | 35.760 | 31.707 | 4.053 | 12,8 | 28.888 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 37.743 | 14.524 | 23.219 | n.a. | 13.802 |
| BILANZSUMME | 269.971 | 170.672 | 99.299 | 58,2 | 164.214 |
Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Transaktion hat Auswirkungen
auf die Vergleichbarkeit der Werte der aktuellen Periode mit den Vorjahresvergleichswerten.
Weitere Informationen zur Transaktion finden Sie im Kapitel "Erhebliche Ereignisse
und Geschäftsvorfälle".
| in Mio. € | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung in % | H1 2020 | H1 2019 | Veränderung in % |
| UMSATZERLÖSE | 27.041 | 19.664 | 37,5 | 46.984 | 39.152 | 20,0 |
| davon: nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge | 75 | 90 | (16,7) | 156 | 178 | (12,4) |
| Sonstige betriebliche Erträge | 527 | 254 | n.a. | 820 | 457 | 79,4 |
| Bestandsveränderungen | 2 | 23 | (91,3) | 30 | 55 | (45,5) |
| Aktivierte Eigenleistungen | 721 | 589 | 22,4 | 1.326 | 1.179 | 12,5 |
| Materialaufwand | (11.678) | (8.781) | (33,0) | (20.243) | (17.623) | (14,9) |
| Personalaufwand | (5.131) | (4.262) | (20,4) | (9.615) | (8.563) | (12,3) |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (1.456) | (786) | (85,2) | (2.336) | (1.495) | (56,3) |
| Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten | (333) | (63) | n.a. | (474) | (141) | n.a. |
| Gewinne/(Verluste) aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten | (33) | (29) | (13,8) | (85) | (47) | (80,9) |
| Sonstiges | (1.090) | (694) | (57,1) | (1.777) | (1.307) | (36,0) |
| EBITDA | 10.026 | 6.701 | 49,6 | 28,9 | 13.162 | |
| Abschreibungen | (6.939) | (4.351) | (59,5) | (11.368) | (8.555) | (32,9) |
| BETRIEBSERGEBNIS | 3.087 | 2.350 | 31,4 | 5.597 | 4.608 | 21,5 |
| Zinsergebnis | (1.443) | (590) | n.a. | (2.000) | (1.193) | (67,6) |
| Zinserträge | 93 | 76 | 22,4 | 193 | 159 | 21,4 |
| Zinsaufwendungen | (1.536) | (665) | n.a. | (2.193) | (1.352) | (62,2) |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | (7) | 35 | n.a. | (6) | 101 | n.a. |
| Sonstiges Finanzergebnis | 202 | 88 | n.a. | (206) | 220 | n.a. |
| FINANZERGEBNIS | (1.249) | (466) | n.a. | (2.213) | (872) | n.a. |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 1.838 | 1.883 | (2,4) | 3.384 | 3.735 | (9,4) |
| Ertragsteuern | (517) | (511) | (1,2) | (968) | (1.038) | 6,7 |
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) | 1.321 | 1.372 | (3,7) | 2.417 | 2.697 | (10,4) |
| ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/ (FEHLBETRAGS) AN DIE | ||||||
| Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) | 754 | 944 | (20,1) | 1.670 | 1.845 | (9,5) |
| Anteile anderer Gesellschafter | 568 | 428 | 32,7 | 747 | 853 | (12,4) |
| in Mio. € | Gesamtjahr 2019 |
| UMSATZERLÖSE | 80.531 |
| davon: nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge | 345 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.121 |
| Bestandsveränderungen | 29 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 2.418 |
| Materialaufwand | (36.956) |
| Personalaufwand | (16.723) |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (3.301) |
| Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten | (452) |
| Gewinne/(Verluste) aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten | (42) |
| Sonstiges | (2.807) |
| EBITDA | 27.120 |
| Abschreibungen | (17.663) |
| BETRIEBSERGEBNIS | 9.457 |
| Zinsergebnis | (2.364) |
| Zinserträge | 348 |
| Zinsaufwendungen | (2.712) |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 87 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 81 |
| FINANZERGEBNIS | (2.197) |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 7.260 |
| Ertragsteuern | (1.993) |
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) | 5.268 |
| ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/ (FEHLBETRAGS) AN DIE | |
| Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) | 3.867 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1.401 |
Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Transaktion hat Auswirkungen
auf die Vergleichbarkeit der Werte der aktuellen Periode mit den Vorjahresvergleichswerten.
Weitere Informationen zur Transaktion finden Sie im Kapitel "Erhebliche Ereignisse
und Geschäftsvorfälle".
| Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung in % | H1 2020 | H1 2019 | ||
| Den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechneter Überschuss/(Fehlbetrag) (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) | Mio. € | 754 | 944 | (20,1) | 1.670 | 1.845 |
| Angepasste gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien unverwässert/verwässert | Mio. Stück | 4.743 | 4.743 | 0,0 | 4.743 | 4.761 |
| ERGEBNIS JE AKTIE UNVERWÄSSERT/ VERWÄSSERT | € | 0,16 | 0,20 | (20,0) | 0,35 | 0,39 |
| Veränderung in % | Gesamtjahr 2019 | |
| Den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechneter Überschuss/(Fehlbetrag) (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) | (9,5) | 3.867 |
| Angepasste gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien unverwässert/verwässert | (0,4) | 4.743 |
| ERGEBNIS JE AKTIE UNVERWÄSSERT/ VERWÄSSERT | (10,3) | 0,82 |
| in Mio. € | Q2 2020 | Q2 2019 | Veränderung | H1 2020 | H1 2019 | Veränderung |
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) | 1.321 | 1.372 | (51) | 2.417 | 2.697 | (280) |
| Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden | ||||||
| Ergebnis aus der Neubewertung von gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten | 45 | 17 | 28 | 59 | 34 | 25 |
| Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | (348) | (774) | 426 | (1.355) | (982) | (373) |
| Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | 97 | 146 | (49) | 11 | 159 | (148) |
| (205) | (611) | 406 | (1.285) | (789) | (496) | |
| Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen | ||||||
| Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe | ||||||
| Erfolgswirksame Änderung | 0 | (8) | 8 | 0 | (8) | 8 |
| Erfolgsneutrale Änderung | (1.291) | (329) | (962) | (1.045) | 180 | (1.225) |
| Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von gehaltenen Fremdkapitalinstrumenten | ||||||
| Erfolgswirksame Änderung | 105 | (18) | 123 | 212 | (43) | 255 |
| Erfolgsneutrale Änderung | (33) | 17 | (50) | (195) | 29 | (224) |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (designierte Risikokomponenten) | ||||||
| Erfolgswirksame Änderung | 141 | 79 | 62 | 141 | (21) | 162 |
| Erfolgsneutrale Änderung | (162) | (561) | 399 | (1.082) | (704) | (378) |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (Kosten der Absicherung) | ||||||
| Erfolgswirksame Änderung | 1 | 0 | 1 | 1 | 1 | 0 |
| Erfolgsneutrale Änderung | (27) | (33) | 6 | (29) | (25) | (4) |
| Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | ||||||
| Erfolgswirksame Änderung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutrale Änderung | 0 | 0 | 0 | 0 | 11 | (11) |
| Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | 4 | 137 | (133) | 257 | 195 | 62 |
| (1.263) | (714) | (549) | (1.740) | (384) | (1.356) | |
| SONSTIGES ERGEBNIS | (1.467) | (1.325) | (142) | (3.025) | (1.173) | (1.852) |
| GESAMTERGEBNIS | (146) | 48 | (194) | (608) | 1.524 | (2.132) |
| ZURECHNUNG DES GESAMTERGEBNISSES AN DIE | ||||||
| Eigentümer des Mutterunternehmens | (35) | (139) | 104 | (552) | 806 | (1.358) |
| Anteile anderer Gesellschafter | (179) | 186 | (365) | (57) | 718 | (775) |
| in Mio. € | Gesamtjahr 2019 |
| ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) | 5.268 |
| Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden | |
| Ergebnis aus der Neubewertung von gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten | 99 |
| Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | (603) |
| Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 0 |
| Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | 134 |
| (369) | |
| Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen | |
| Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe | |
| Erfolgswirksame Änderung | (8) |
| Erfolgsneutrale Änderung | 463 |
| Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von gehaltenen Fremdkapitalinstrumenten | |
| Erfolgswirksame Änderung | (47) |
| Erfolgsneutrale Änderung | 34 |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (designierte Risikokomponenten) | |
| Erfolgswirksame Änderung | (148) |
| Erfolgsneutrale Änderung | (483) |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (Kosten der Absicherung) | |
| Erfolgswirksame Änderung | 2 |
| Erfolgsneutrale Änderung | (9) |
| Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | |
| Erfolgswirksame Änderung | (7) |
| Erfolgsneutrale Änderung | 11 |
| Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | 155 |
| (38) | |
| SONSTIGES ERGEBNIS | (407) |
| GESAMTERGEBNIS | 4.861 |
| ZURECHNUNG DES GESAMTERGEBNISSES AN DIE | |
| Eigentümer des Mutterunternehmens | 3.514 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1.347 |
| in Mio. € | Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens | |||||
| Bezahltes Eigenkapital | Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital | Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | ||||
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen einschl. Ergebnisvortrag | Konzern-überschuss/ (-fehl-betrag) | Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | |
| STAND ZUM 1. JANUAR 2019 | 12.189 | (49) | 54.646 | (37.392) | 2.166 | (1.120) |
| Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften | 221 | |||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||||||
| Transaktionen mit Eigentümern | 120 | (3) | ||||
| Gewinnvortrag | 2.166 | (2.166) | ||||
| Dividendenausschüttung | (3.320) | |||||
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | ||||||
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | 153 | |||||
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | 1 | 0 | 2 | |||
| Überschuss/(Fehlbetrag) | 1.845 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | (819) | 138 | ||||
| GESAMTERGEBNIS | ||||||
| Transfer in Gewinnrücklagen | 10 | |||||
| STAND ZUM 30. JUNI 2019 | 12.189 | (48) | 54.919 | (39.131) | 1.845 | (985) |
| STAND ZUM 1. JANUAR 2020 | 12.189 | (47) | 55.029 | (38.709) | 3.867 | (808) |
| Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften | ||||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||||||
| Transaktionen mit Eigentümern | 7.374 | (336) | ||||
| Gewinnvortrag | 3.867 | (3.867) | ||||
| Dividendenausschüttung | (2.846) | |||||
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | ||||||
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | 133 | |||||
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | ||||||
| Überschuss/(Fehlbetrag) | 1.670 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | (1.323) | (485) | ||||
| GESAMTERGEBNIS | ||||||
| Transfer in Gewinnrücklagen | (3) | |||||
| STAND ZUM 30. JUNI 2020 | 12.189 | (47) | 62.535 | (39.014) | 1.670 | (1.630) |
| in Mio. € | Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens | |||||
| Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | ||||||
| Neubewertungsrücklage | Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (IFRS 9) | Fremdkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (IFRS 9) | Sicherungsinstrumente: designierte Risikokomponenten (IFRS 9) | Sicherungsinstrumente: Kosten der Absicherung (IFRS 9) | At equity bilanzierte Unternehmen | |
| STAND ZUM 1. JANUAR 2019 | (28) | 84 | 2 | 519 | 58 | (4) |
| Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften | 0 | |||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||||||
| Transaktionen mit Eigentümern | 0 | 0 | 2 | |||
| Gewinnvortrag | ||||||
| Dividendenausschüttung | ||||||
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | ||||||
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | ||||||
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | ||||||
| Überschuss/(Fehlbetrag) | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 34 | (9) | (513) | (24) | 10 | |
| GESAMTERGEBNIS | ||||||
| Transfer in Gewinnrücklagen | 4 | (14) | 0 | |||
| STAND ZUM 30. JUNI 2019 | (24) | 104 | (6) | 8 | 35 | 6 |
| STAND ZUM 1. JANUAR 2020 | (21) | 101 | (6) | 130 | 51 | 0 |
| Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften | ||||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||||||
| Transaktionen mit Eigentümern | 12 | 377 | ||||
| Gewinnvortrag | ||||||
| Dividendenausschüttung | ||||||
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | ||||||
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | ||||||
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | ||||||
| Überschuss/(Fehlbetrag) | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 59 | (3) | (617) | (27) | ||
| GESAMTERGEBNIS | ||||||
| Transfer in Gewinnrücklagen | 3 | |||||
| STAND ZUM 30. JUNI 2020 | (17) | 160 | 3 | (110) | 24 | 0 |
| in Mio. € | Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens | Summe | Anteile anderer Gesellschafter | Gesamt Konzern Eigenkapital |
| Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | ||||
| Steuern | ||||
| STAND ZUM 1. JANUAR 2019 | (165) | 30.907 | 12.530 | 43.437 |
| Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften | 221 | 125 | 346 | |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 245 | 245 | |
| Transaktionen mit Eigentümern | (1) | 118 | 331 | 449 |
| Gewinnvortrag | 0 | 0 | 0 | |
| Dividendenausschüttung | (3.320) | (236) | (3.555) | |
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | ||||
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | 153 | 89 | 242 | |
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | 3 | 0 | 3 | |
| Überschuss/(Fehlbetrag) | 1.845 | 853 | 2.697 | |
| Sonstiges Ergebnis | 143 | (1.039) | (135) | (1.173) |
| GESAMTERGEBNIS | 806 | 718 | 1.523 | |
| Transfer in Gewinnrücklagen | 0 | 0 | 0 | |
| STAND ZUM 30. JUNI 2019 | (22) | 28.888 | 13.802 | 42.690 |
| STAND ZUM 1. JANUAR 2020 | (69) | 31.707 | 14.524 | 46.231 |
| Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften | ||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | 17.329 | 17.329 | ||
| Transaktionen mit Eigentümern | (109) | 7.317 | 6.006 | 13.323 |
| Gewinnvortrag | ||||
| Dividendenausschüttung | (2.846) | (174) | (3.019) | |
| Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG | ||||
| Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung | 133 | 113 | 246 | |
| Aktienrückkauf/Treuhänderisch hinterlegte Aktien | ||||
| Überschuss/(Fehlbetrag) | 1.670 | 747 | 2.417 | |
| Sonstiges Ergebnis | 175 | (2.222) | (803) | (3.025) |
| GESAMTERGEBNIS | (552) | (56) | (608) | |
| Transfer in Gewinnrücklagen | ||||
| STAND ZUM 30. JUNI 2020 | (3) | 35.760 | 37.743 | 73.502 |
| in Mio. € | Q2 2020 | Q2 2019 | H1 2020 | H1 2019 | Gesamtjahr 2019 |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 1.838 | 1.883 | 3.384 | 3.735 | 7.260 |
| Abschreibungen | 6.939 | 4.351 | 11.368 | 8.555 | 17.663 |
| Finanzergebnis | 1.249 | 466 | 2.213 | 872 | 2.197 |
| Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften | (9) | 12 | (9) | 12 | 9 |
| Ergebnis aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen | 0 | 0 | 0 | (1) | (143) |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 164 | 125 | 394 | 314 | 569 |
| Ergebnis aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen | 199 | 15 | 178 | 41 | 112 |
| Veränderung aktives operatives Working Capital | (95) | 260 | (361) | 346 | (814) |
| Veränderung sonstige operative Vermögenswerte | 226 | (63) | (263) | (392) | (248) |
| Veränderung der Rückstellungen | (162) | (297) | (263) | (396) | 203 |
| Veränderung passives operatives Working Capital | (1.667) | (483) | (1.875) | (426) | (440) |
| Veränderung sonstige operative Verbindlichkeiten | 37 | 66 | 182 | 463 | (325) |
| Erhaltene/(Gezahlte) Ertragsteuern | 70 | (193) | (74) | (371) | (758) |
| Erhaltene Dividenden | 1 | 13 | 4 | 13 | 15 |
| Nettozahlungen aus Abschluss, Auflösung und Konditionenänderung von Zinsderivaten | (2.189) | 0 | (2.189) | 0 | (3) |
| OPERATIVER CASHFLOW | 6.600 | 6.157 | 12.690 | 12.765 | 25.297 |
| Gezahlte Zinsen | (1.917) | (1.113) | (4.394) | (2.068) | (3.924) |
| Erhaltene Zinsen | 464 | 554 | 811 | 909 | 1.701 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 5.148 | 5.598 | 9.107 | 11.607 | 23.074 |
| Auszahlungen für Investitionen in | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | (1.900) | (1.808) | (3.055) | (2.838) | (4.375) |
| Sachanlagen | (2.648) | (2.391) | (5.061) | (5.188) | (9.982) |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | (237) | (53) | (374) | (79) | (417) |
| Auszahlungen für geförderte Investitionen in den Breitband-Ausbaua | (112) | 0 | (214) | 0 | (401) |
| Einzahlungen von Fördermitteln für Investitionen in den Breitband-Ausbaua | 53 | 0 | 76 | 0 | 341 |
| Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen | (4.647) | (12) | (4.648) | (249) | (261) |
| Einzahlungen aus Abgängen von | |||||
| Immateriellen Vermögenswerten | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 40 | 38 | 126 | 82 | 176 |
| Langfristigen finanziellen Vermögenswerten | 54 | 23 | 73 | 35 | 251 |
| Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen | 22 | 31 | 22 | 31 | 62 |
| Veränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit mehr als 3 Monate), Wertpapiere und Forderungen des kurzfristigen finanziellen Vermögens | 826 | 418 | 1.790 | 858 | 376 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 11 | (2) | (1) |
| CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | (8.548) | (3.754) | (11.254) | (7.350) | (14.230) |
| Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 17.597 | 4.804 | 18.918 | 10.746 | 10.778 |
| Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | (22.109) | (4.924) | (26.175) | (12.420) | (16.533) |
| Aufnahme mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 24.506 | 450 | 26.114 | 3.033 | 6.278 |
| Rückzahlung mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten | (1.697) | (2) | (1.699) | (4) | (21) |
| Dividendenausschüttungen (inkl. an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen) | (2.874) | (3.409) | (2.874) | (3.409) | (3.561) |
| Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten | (1.467) | (967) | (2.730) | (1.860) | (3.835) |
| Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern | 20 | 0 | 24 | 1 | 13 |
| Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern | (179) | (38) | (344) | (145) | (261) |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | 13.797 | (4.086) | 11.234 | (4.058) | (7.141) |
| Auswirkung von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) | 63 | (9) | 57 | 16 | 11 |
| Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| NETTOVERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL (LAUFZEIT BIS 3 MONATE) | 10.459 | (2.250) | 9.144 | 214 | 1.713 |
| BESTAND AM ANFANG DER PERIODE | 4.078 | 6.144 | 5.393 | 3.679 | 3.679 |
| BESTAND AM ENDE DER PERIODE | 14.537 | 3.894 | 14.537 | 3.894 | 5.393 |
Der Halbjahres-Finanzbericht der Deutschen Telekom AG umfasst nach den Vorschriften
des § 115 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) einen Konzern-Zwischenabschluss und einen
Konzern-Zwischenlagebericht sowie die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach
§ 297 Abs. 2 Satz 4, § 315 Abs. 1 Satz 6 Handelsgesetzbuch (HGB). Der Konzern-Zwischenabschluss
wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzern-Zwischenlagebericht
wurde unter Beachtung des Wertpapierhandelsgesetzes aufgestellt.
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 ist unter Beachtung der Regelungen
des International Accounting Standards (IAS) 34 aufgestellt worden. In Einklang mit
den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2019 gewählt. Alle von der Deutschen Telekom AG angewendeten IFRS
wurden von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.
Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält der prüferisch durchgesehene Halbjahres-Finanzbericht
alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Hinsichtlich
der im Rahmen der Konzernrechnungslegung angewendeten Grundlagen und Methoden verweisen
wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019.
| Verlautbarung | Titel | Anwendungspflicht für die Deutsche Telekom ab | Änderungen | Voraussichtliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom |
| Amendments to References to the Conceptual Framework | References to the Conceptual Framework | 01.01.2020 | Aktualisierung der Querverweise auf das neu überarbeitete Rahmenkonzept in den entsprechenden Standards und Interpretationen. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
| Amendments to IAS 1 and IAS 8 | Definition of Material | 01.01.2020 | Klarstellung der Definition des Begriffs der Wesentlichkeit. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
| Amendments to IFRS 3 | Business Combinations | 01.01.2020 | Änderungen in der Definition eines Geschäftsbetriebs zur Klarstellung, ob ein Geschäftsbetrieb oder eine Gruppe von Vermögenswerten erworben wurde. | Keine wesentlichen Auswirkungen. |
| Amendments to IFRS 9, IAS 39 and IFRS 7 | Interest Rate Benchmark Reform | 01.01.2020 | Erleichterungen bzgl. der Hedge-Accounting-Vorschriften, die verpflichtend für alle von der Reform des Referenzzinssatzes betroffenen Sicherungsbeziehungen anzuwenden sind. Zusätzlich sind weitere Angaben darüber vorgesehen. | Die Details der Auswirkungen werden im Anschluss an diese Tabelle erläutert. |
Die Reform der Referenzzinssätze (IBORs) führt aktuell zu Unsicherheiten in der zeitlichen
Umsetzung und der genauen inhaltlichen Ausgestaltung der geplanten Änderungen. Die
Deutsche Telekom ist hinsichtlich der Absicherung von Zins- und Währungsrisiken in
designierten Fair Value- und Cashflow Hedges von diesen Unsicherheiten betroffen,
soweit bestimmte Referenzzinssätze Teil der Sicherungsbeziehungen sind (EURIBOR, USD-LIBOR,
GBP-LIBOR, AUD-LIBOR, CHF-LIBOR, HKD-LIBOR und NOK-OIBOR). Die Konzern-Treasury analysiert
fortlaufend die aktuellen Entwicklungen und leitet ggf. notwendige Maßnahmen zum Übergang
auf die neuen Referenzzinssätze ein. Die Deutsche Telekom erwartet aus den Änderungen
der Referenzzinssätze keine wesentlichen Auswirkungen.
Informationen zu den Sicherungsbeziehungen finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".
Weitere Informationen zu veröffentlichten, aber noch nicht angewendeten Standards,
Interpretationen und Änderungen, sowie Angaben zum Ansatz und zur Bewertung von Bilanzposten
als auch zu Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten sind dem Kapitel
"Grundlagen und Methoden" des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2019 zu entnehmen.
Die Deutsche Telekom hat in der Berichtsperiode keine wesentlichen Änderungen der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Berichtsstruktur vorgenommen.
Die Coronavirus-Pandemie hat sich zu einer globalwirtschaftlichen Krise entwickelt.
Die Auswirkungen auf die Telekommunikationsbranche und die Deutsche Telekom sind durch
höhere Nachfrage nach bestimmten Telekommunikationsdienstleistungen nicht so gravierend
wie in anderen Branchen. Die Geschäftstätigkeit und damit die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage der Deutschen Telekom war in verschiedenen Geschäftsfeldern bei Umsatz
und Ergebnis von der Coronavirus-Pandemie betroffen, jedoch nicht in wesentlichem
Umfang. So verzeichneten wir z. B. europaweite Rückgänge beim Retail Roaming sowie
im Mobilfunk-Endgerätegeschäft, europaweite Anstiege der Festnetz-Telefonie und Verzögerungen
bei Projektumsetzungen im eher niedrigmargigen ICT-Geschäft. Die Deutsche Telekom
hat Kosteneinsparmaßnahmen zur Mitigation möglicher Ergebniseffekte aufgesetzt. Bislang
gleichen sich die Einflüsse in Auswirkung auf das bereinigte EBITDA AL abseits der
USA weitgehend aus und wir stellen zu diesem Zeitpunkt nur geringe Auswirkungen auf
Zahlungsausfälle und Kundenzahlen fest. Es besteht jedoch weiterhin Unsicherheit darüber,
wie stark die Geschäftstätigkeit und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Deutschen Telekom zukünftig insgesamt, abhängig von der weiteren Entwicklung der
Coronavirus-Pandemie, betroffen sein könnte. Zum Beispiel könnten mögliche neue Reisebeschränkungen,
Shop-Schließungen oder Lieferkettenunterbrechungen zu weiteren Rückgängen des Roaming-
und Visitoren-Volumens oder rückläufigen Endgeräteverkäufen und einer geringeren Anzahl
von Vertragsabschlüssen führen. Zusätzlich kann das Großkundengeschäft z. B. durch
aufgeschobene oder revidierte Kundenentscheidungen weiter zurückgehen. Darüber hinaus
sind erhöhte Forderungsausfälle im Privat- und Geschäftskundenbereich nicht auszuschließen.
Weitere mögliche künftige Auswirkungen auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte
und Schulden werden fortlaufend analysiert.
Die Deutsche Telekom hat ein Steuerungssystem implementiert, das sich bei der Ermittlung
und Erfassung der Ertragskraft an einem um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA AL orientiert,
um Aussagen über die zukünftige Entwicklung der Ertragslage zu ermöglichen. Der Erfassungsprozess
für diese Sondereinflüsse ermöglicht es, die durch die Coronavirus-Pandemie verursachten
Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu identifizieren. Im ersten
Halbjahr 2020 sind in diesem Zusammenhang insgesamt 0,4 Mrd. € erfasst worden. Diese
Aufwendungen entfallen fast ausschließlich auf das operative Segment USA und sind
dort in den Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Weitere Informationen zum Steuerungssystem finden Sie im Kapitel "Konzernsteuerung"
im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2019.
Weitere Informationen zur Entwicklung des (bereinigten) EBITDA AL/Sondereinflüsse
finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" im Konzern-Zwischenlagebericht.
Im ersten Halbjahr 2020 wurde von der Deutschen Telekom die nachfolgende Transaktion
durchgeführt, die Auswirkung auf den Konsolidierungskreis hat. Weitere - hier nicht
dargestellte - Veränderungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentliche Bedeutung
für den Konzern-Zwischenabschluss der Deutschen Telekom.
T‑Mobile US und Sprint Corp. haben gemeinsam mit ihren Mehrheitsaktionären Deutsche
Telekom AG und SoftBank K.K. am 29. April 2018 eine verbindliche Vereinbarung abgeschlossen,
um die beiden Gesellschaften zu einem Unternehmen zusammenzuführen. Am 26. Juli 2019
sowie am 20. Februar 2020 wurden weitere Bedingungen des Zusammenschlusses vereinbart.
Die Transaktion wurde am 1. April 2020 vollzogen. Zuvor wurden notwendige Genehmigungen
der nationalen und regionalen Regulierungs- und Kartellbehörden und Gerichte in den
USA eingeholt sowie weitere Vollzugsbedingungen erfüllt. Zuletzt hatte die US-Behörde
California Public Utilities Commission (CPUC) dem Zusammenschluss am 16. April 2020
zugestimmt. Infolge des Zusammenschlusses hat T‑Mobile US alle Sprint-Anteile übernommen.
Sprint ist ein US-Telekommunikationsunternehmen mit einem umfassenden Angebot an Festnetz-
und Mobilfunk-Produkten und Dienstleistungen. Die "neue" T‑Mobile US wird die erfolgreiche
Un-Carrier-Strategie und den 5G-Netzausbau verstärkt fortsetzen. Die Basis für eine
umfangreichere Flächenabdeckung sowie eine Kapazitätsausweitung des Mobilfunknetzes
und damit das Potenzial für weiteres Kundenwachstum verbessern sich deutlich. Durch
den Zusammenschluss wird der Marktanteil der "neuen" T‑Mobile US erhöht und es sollen
Synergie-und Skaleneffekte realisiert werden.
Der Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint wurde über einen Aktientausch ohne
Barkomponente vollzogen. Für jeweils 9,75 Sprint-Anteile erhielten deren Aktionäre
im Gegenzug eine neue Aktie der T‑Mobile US. Gemäß der ergänzenden Vereinbarung vom
20. Februar 2020 hat sich SoftBank bereit erklärt, insgesamt 48.751.557 Stammaktien
der T‑Mobile US, erhalten im Zuge der Transaktion, unmittelbar ohne zusätzliche Gegenleistung
an T‑Mobile US zurück zu übertragen, so dass SoftBank nunmehr effektiv für jeweils
11,31 Sprint-Anteile eine neue Aktie der T‑Mobile US erhielt. Für die übrigen Sprint-Aktionäre
blieb das Umtauschverhältnis unverändert bei 9,75 Sprint-Anteilen gegen eine Stammaktie
der T‑Mobile US. Unter Berücksichtigung dieser Anpassungen wurden insgesamt 373.396.310
neue T‑Mobile US Stammaktien an die Sprint-Aktionäre ausgegeben.
Die vorläufige übertragene Gegenleistung setzt sich wie folgt zusammen:
| in Mio. € | Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt |
| Ausgegebene T‑Mobile US Stammaktien | 28.649 |
| + Anwartschaften aus aktienbasierten Vergütungsplänen | 350 |
| + Bedingte Gegenleistungen gegenüber SoftBank | 1.721 |
| - Erhaltene Zahlung aus Kostenumlage von SoftBank im Zusammenhang mit CPUC | (93) |
| = ÜBERTRAGENE GEGENLEISTUNG (VORLÄUFIG) | 30.627 |
Bemessen mit dem zum Aktientausch letzten öffentlich verfügbaren Börsenschlusskurs
der T‑Mobile US Aktie zum 31. März 2020 in Höhe von 83,90 US‑$, betrug der Gesamtwert
der T‑Mobile US Stammaktien, ausgegeben im Umtausch für die Sprint-Stammaktien, 31,3
Mrd. US‑$ (28,6 Mrd. €). Darüber hinaus umfasste die übertragene Gegenleistung die
Übernahme der aktienbasierten Vergütung für bestimmte Sprint-Mitarbeiter aus deren
vor dem Zusammenschluss erbrachten Arbeitsleistungen sowie eine bedingte Kaufpreiskomponente,
zu leisten an die SoftBank. Die bedingte Kaufpreiskomponente resultiert aus der am
20. Februar 2020 geschlossenen Vereinbarung, dass, sofern der 45-Tage-volumengewichtete
durchschnittliche Aktienkurs von der T‑Mobile US Stammaktie zu einem Zeitpunkt innerhalb
eines Zeitraums zwischen dem 1. April 2022 und dem 31. Dezember 2025 den Wert von
150,00 US‑$ erreichen oder übersteigen sollte, die T‑Mobile US 48.751.557 Stammaktien,
d. h. die Anzahl der von SoftBank an T‑Mobile US im Zuge des Vollzugs der Transaktion
übertragenen Aktien, ohne Gegenleistung an SoftBank übertragen wird. Die Bewertung
der bedingten Kaufpreiskomponente wurde mittels Monte Carlo Simulation vorgenommen.
Wesentliche Parameter und Annahmen sind die Volatilität in Höhe von 28,5 %, der risikolose
Zins in Höhe von 0,44 %, der Zeitraum der Bedingungserfüllung, der 45-Tage-volumengewichtete
durchschnittliche Aktienkurs von der T‑Mobile US Stammaktie sowie der entsprechende
Aktienkurs zum Erwerbszeitpunkt. Der maximale Wert der undiskontierten bedingten Gegenleistung
entspricht somit der Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Kurs bei Erreichen der
Bedingung. Die übertragene Gegenleistung vermindert sich um eine anteilige Kostenerstattung
durch die SoftBank an die Deutsche Telekom aus der Erfüllung von Vollzugsbedingungen
im Zusammenhang mit der CPUC. Im Zuge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint
wurde auch die Finanzierungsstruktur neu geordnet. Unmittelbar nach der Transaktion
wurden Verbindlichkeiten der ehemaligen Sprint in Höhe von 9,8 Mrd. US‑$ (rund 8,9
Mrd. €) zurückgezahlt, von denen 7,4 Mrd. US‑$ (rund 6,8 Mrd. €) einer verpflichtenden
Kontrollwechsel-Klausel unterlagen und in diesem Rahmen fällig wurden. Die zurückgezahlten
Beträge sind zum Transaktionsstichtag in den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
enthalten und in der Kapitalflussrechnung zum 30. Juni 2020 im Cashflow aus Investitionstätigkeit
(verpflichtende Rückzahlungen) bzw. im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (optionale
Rückzahlungen) ausgewiesen. Die Gesamtkosten des Erwerbs, einschließlich der verpflichtenden
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten zum Erwerbsstichtag, betrugen damit 37,4 Mrd.
€.
Nach Abschluss der Transaktion hielten mittelbar sowie unmittelbar die Deutsche Telekom
rund 43,6 % der T‑Mobile US Aktien, SoftBank rund 24,7 % und übrige Aktionäre rund
31,7 % an der "neuen" T‑Mobile US. Aufgrund einer mit SoftBank abgeschlossenen Stimmrechtsvereinbarung
und des Umstands, dass von der Deutschen Telekom benannte Personen im Board of Directors
der neuen Gesellschaft mehrheitlich vertreten sind, wird T‑Mobile US weiterhin als
vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom
einbezogen.
Die Kaufpreisallokation und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden von Sprint
zum Erwerbszeitpunkt ist zum 30. Juni 2020 noch nicht abgeschlossen. Die vorläufigen
beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden von Sprint sind
in der folgenden Tabelle dargestellt:
| in Mio. € | Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt |
| AKTIVA | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 7.620 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.024 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.714 |
| Vertragsvermögenswerte | 141 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 213 |
| Übrige Vermögenswerte | 144 |
| Vorräte | 602 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 1.782 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 81.134 |
| Goodwill | 8.402 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 51.303 |
| davon: FCC-Spektrumlizenzen | 41.629 |
| davon: Kundenstamm | 4.481 |
| davon: übrige | 5.193 |
| Sachanlagen | 14.122 |
| Nutzungsrechte | 6.286 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 224 |
| Aktive latente Steuern | 584 |
| Übrige Vermögenswerte | 213 |
| VERMÖGENSWERTE | 88.754 |
| PASSIVA | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | 18.570 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 11.912 |
| Leasing-Verbindlichkeiten | 1.669 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 2.880 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 35 |
| Sonstige Rückstellungen | 711 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 209 |
| Übrige Schulden | 720 |
| Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | 434 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | 39.557 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 27.878 |
| Leasing-Verbindlichkeiten | 5.146 |
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 814 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.034 |
| Passive latente Steuern | 4.435 |
| Übrige Schulden | 229 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 21 |
| SCHULDEN | 58.127 |
Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen FCC-Spektrumlizenzen
und Kundenbeziehungen, die mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 41.629 Mio.
€ bzw. 4.481 Mio. € bewertet wurden. Hierbei wurden die Spektrumlizenzen auf Grundlage
der Greenfield-Methode bewertet. Nach der Greenfield-Methode wird der Wert des immateriellen
Vermögenswerts unter Verwendung eines hypothetischen Cashflow-Szenarios bestimmt,
bei dem das operative Geschäft eines Unternehmens entwickelt wird, das zu Beginn nur
den immateriellen Vermögenswert besitzt. FCC-Spektrumlizenzen haben eine unbestimmte
Nutzungsdauer. Bei der Bewertung der Kundenbeziehungen wurde die Multi-Period Excess
Earnings-Methode zugrunde gelegt. Bei dieser Methode wird der beizulegende Zeitwert
des Kundenstamms durch die Ermittlung des Barwerts der Ergebnisse nach Steuern, welche
den bestehenden Kunden zugerechnet werden können, berechnet. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer
der Kundenbeziehungen beträgt durchschnittlich acht Jahre. Die übrigen immateriellen
Vermögenswerte umfassen u. a. befristete Anmietungen von Spektrum (Spektrum-Leases),
deren Bewertung die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen und die Bemessung der Vorteilhaftigkeit
der Verträge gegenüber aktuellen Marktwerten umfasst. Die Bewertung und damit auch
die Bestimmung der Nutzungsdauern bedingt eine detaillierte Analyse einer Vielzahl
von Einzelverträgen und ist derzeit noch nicht abgeschlossen.
Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
beläuft sich auf 2.714 Mio. €. Der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen beläuft sich auf 2.886 Mio. €, davon sind erwartungsgemäß 152 Mio. € uneinbringlich.
Der erworbene Goodwill in Höhe von vorläufig 8.402 Mio. €, der in der Konzern-Bilanz
der Deutschen Telekom anzusetzen ist, berechnet sich wie folgt:
| in Mio. € | Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt |
| Übertragene Gegenleistung | 30.627 |
| - beizulegender Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte | 80.352 |
| + beizulegender Zeitwert der übernommenen Schulden | 58.127 |
| = GOODWILL | 8.402 |
Die nicht beherrschenden Anteile haben durch den Aktientausch in vollem Umfang an
der Transaktion teilgenommen. Durch die Ausgabe von T‑Mobile US Stammaktien an die
ehemaligen Sprint-Aktionäre ist der Gesamtanteil der nicht beherrschenden Anteile
gestiegen. Der vorläufig angesetzte Betrag der kumulierten nicht beherrschenden Anteile
an der T‑Mobile US wurde auf Basis der neubewerteten Anteile am Eigenkapital der T‑Mobile
US ermittelt und beträgt zum 1. April 2020 auf Basis der vorläufigen Kaufpreisallokation
34,7 Mrd. € (31. Dezember 2019: 11,0 Mrd. €). Da die an die ehemaligen Sprint-Aktionäre
im Rahmen des Aktientauschs ausgegebenen Anteile mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet
wurden, kommt die sog. "Full Goodwill-Methode" zur Anwendung. Der so ermittelte vorläufige
Goodwill umfasst den Wert der im Zusammenhang mit dem Erwerb antizipierten Synergien,
erwarteten Neukundenzugängen und des zusammengeführten Personalbestands. Voraussichtlich
ist kein Bestandteil des erfassten Goodwills ertragsteuerlich abzugsfähig.
Im ersten Halbjahr 2020 waren im Konzern transaktionsbezogene Kosten in Höhe von
insgesamt 0,2 Mrd. € (im Geschäftsjahr 2019: 0,1 Mrd. €) angefallen. Diese umfassten
im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten und sind in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen enthalten.
Der Konzernumsatz der Deutschen Telekom erhöhte sich in der Berichtsperiode aufgrund
des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint um 6,9 Mrd. €. Im Konzernergebnis
der laufenden Berichtsperiode ist ein Gesamtergebnis der Sprint vor Steuern und vor
der Zurechnung auf die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 0,2 Mrd. € enthalten.
Hätte sich der Unternehmenszusammenschluss bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2020
ereignet, wäre der Konzernumsatz und das Konzernergebnis vor der Zurechnung auf die
nicht beherrschenden Anteile um jeweils 5,7 Mrd. € und 0,5 Mrd. € (vorläufige Schätzung
basierend auf Pro-Forma Angaben der T-Mobile US nach US-GAAP) höher als berichtet
ausgefallen.
Am 26. Juli 2019 haben T‑Mobile US, Deutsche Telekom, Sprint, SoftBank und der US-Satelliten-TV-Betreiber
DISH Network Corp. mit dem US-amerikanischen Justizministerium Department of Justice
(DoJ) eine Vereinbarung unter Auflagen geschlossen, die für die künftige Struktur
der neuen T‑Mobile US wesentliche Bedeutung haben wird. Demnach wurde nach dem erfolgten
Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint das Prepaid-Geschäft von Sprint im Zuge
eines Asset Deals an DISH für rund 1,4 Mrd. US‑$ (1,3 Mrd. €) unter Berücksichtigung
von Working Capital Kaufpreisanpassungen veräußert. Die Transaktion wurde am 1. Juli
2020 vollzogen. Zudem sieht die Vereinbarung vor, dass ein Teil des 800 MHz-Spektrums
von Sprint an DISH für rund 3,6 Mrd. US‑$ verkauft werden soll. Der Spektrumverkauf
steht unter dem Vorbehalt der Genehmigungen der Regulierungsbehörde, die mit Ablauf
von drei Jahren nach dem Vollzug des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint
zu beantragen ist, sowie weiterer Vollzugsbedingungen. T‑Mobile US hat eine Leaseback-Option
für einen von ihr benötigten Anteil des Spektrums für zwei weitere Jahre nach dem
Vollzug des Verkaufs.
Am 22. Juni 2020 haben sich SoftBank und die Deutsche Telekom darauf geeinigt, dass
SoftBank 198.314.426 Stammaktien der T‑Mobile US im Wert von mehr als 20 Mrd. US‑$
veräußern darf. Mit der Vereinbarung wurde sichergestellt, dass die Deutsche Telekom
weiterhin die Kontrolle über die T‑Mobile US behält. Der Anteil von der SoftBank würde
sich demnach auf etwa 8 % reduzieren. Die Deutsche Telekom erhält im Gegenzug Kaufoptionen
von der SoftBank auf insgesamt 101.491.623 Stammaktien der T‑Mobile US, die bis zum
22. Juni 2024 ausgeübt werden können. Durch die darauffolgende Veräußerung der von
der SoftBank gehaltenen Aktien verringerte sich der Anteil an den T‑Mobile US Aktien,
über die die Deutsche Telekom die Stimmrechte ausüben kann, zum 30. Juni 2020 auf
ca. 54,1 % und weiterhin zum 5. August 2020 auf ca. 52,5 %.
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung"
im Konzern-Zwischenlagebericht sowie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".
OTE hat infolge eines im Zeitraum vom 25. Februar 2019 bis zum 31. Januar 2020 durchgeführten
Aktienrückkauf-Programms insgesamt 9.764.743 eigene Aktien mit einem Gesamtwert von
120 Mio. € erworben. In der außerordentlichen Hauptversammlung der OTE S.A. vom 20.
Februar 2020 wurde beschlossen, 9.764.743 Aktien mit einer entsprechenden Kapitalherabsetzung
von rund 28 Mio. € einzuziehen. Die Aktien wurden am 27. März 2020 an der Börse in
Athen eingezogen. Infolgedessen stieg der Anteil der Deutschen Telekom an der OTE
von 45,96 % auf 46,91 %.
Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die unterjährige Veränderung des
Konsolidierungskreises führt neben der Übernahme der zu diesem Zeitpunkt neu bewerteten
Vermögenswerte und Schulden auch zum Einbezug sämtlicher ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt
erwirtschafteter Erträge und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
der Deutschen Telekom. Dies hat Einfluss auf die Vergleichbarkeit der Werte der aktuellen
Periode mit den Vorjahresvergleichswerten.
Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises".
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag mit 12,7 Mrd. € um
1,8 Mrd. € über dem Niveau des Jahresendes 2019. Der Anstieg ist in Höhe von 2,7 Mrd.
€ auf den Einbezug von Sprint zurückzuführen. Ohne diesen Effekt entwickelte sich
der Forderungsbestand im operativen Segment USA rückläufig, was im Wesentlichen auf
die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen ist. Dabei entwickelte sich
die Anzahl abgeschlossener Neuverträge über Endgerätefinanzierungen (Equipment Installment
Plan) aufgrund der vorübergehenden Shop-Schließungen rückläufig. Der Wertberichtigungsbedarf
auf Kundenforderungen erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode in erster Linie
aufgrund der durch den Erwerb von Sprint gestiegenen Kundenbasis und zusätzlich im
Zusammenhang mit erwarteten Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Im operativen Segment
Deutschland erhöhte sich der Forderungsbestand infolge der vertragsgemäßen Kündigung
einer revolvierenden Factoring-Vereinbarung für Forderungen gegen Privat- und Geschäftskunden.
Das Forderungsvolumen der anderen operativen Segmente war insgesamt leicht rückläufig.
Ebenso wirkten Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro,
buchwertmindernd.
Der Buchwert der Vertragsvermögenswerte liegt zum Abschluss-Stichtag im Vergleich
zum 31. Dezember 2019 unverändert bei 1,9 Mrd. €. Aus den im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses
übernommenen Vermögenswerten von Sprint ergab sich ein Anstieg in Höhe von 0,1 Mrd.
€. Gegenläufig wirkten sich Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar
in Euro, aus. Die Vertragsvermögenswerte betreffen rechtlich noch nicht entstandene
Forderungen aus der - im Vergleich zur Rechnungsstellung - früheren Erfassung von
Umsätzen, insbesondere aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren. Weiterhin werden
bilanzierte Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung in den Vertragsvermögenswerten
erfasst.
Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises".
Der Buchwert der Vorräte erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 0,5 Mrd.
€ auf 2,1 Mrd. €. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den im Rahmen des
Unternehmenszusammenschlusses übernommenen Vermögenswerten von Sprint.
Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte erhöhte sich um 58,2 Mrd. € auf 126,4
Mrd. €. Konsolidierungskreiseffekte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sprint trugen
in Höhe von 59,7 Mrd. € hierzu bei. Darin enthalten ist auch ein aus der Transaktion
entstandener vorläufiger Goodwill in Höhe von 8,4 Mrd. €. Zugänge in Höhe von 3,2
Mrd. € erhöhten ebenfalls den Buchwert. Diese entfielen im Wesentlichen auf Investitionen
in den operativen Segmenten USA, Europa und Deutschland, v. a. für die Entwicklung
von Netzwerk-Software. Auch darin enthalten sind im operativen Segment USA erworbene
FCC-Spektrumlizenzen - im Wesentlichen aus einer im März 2020 zu Ende gegangenen Frequenzauktion
- in Höhe von 0,9 Mrd. € sowie im operativen Segment Europa im Rahmen einer im März
2020 in Ungarn zu Ende gegangenen 5G-Frequenzauktion erworbene Spektrumlizenzen in
Höhe von 0,3 Mrd. €. Planmäßige Abschreibungen in Höhe von 3,0 Mrd. €, negative Währungskurseffekte,
v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe von 1,5 Mrd. € und Abgänge
in Höhe von 0,2 Mrd. €, im Wesentlichen aus der Ausbuchung einer noch in Bau befindlichen
Abrechnungssoftware für Vertragskunden in den USA, reduzierten den Buchwert. Aufgrund
der Migration der Sprint-Vertragskunden auf die T‑Mobile US Abrechnungssoftware wurde
entschieden, dass sich diese für die gemeinsame Kundenbasis nicht eignet und nicht
in Betrieb genommen wird.
Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 13,4
Mrd. € auf 62,9 Mrd. €. Die Effekte aus der Konsolidierungskreisveränderung im Zusammenhang
mit dem Erwerb von Sprint trugen hierzu in Höhe von 14,1 Mrd. € bei. Weiterhin erhöhten
Zugänge in Höhe von 6,3 Mrd. €, im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung und
dem Netzwerk-Ausbau im operativen Segment USA sowie für den Breitband- und Glasfaser-Ausbau,
die IP-Transformation und die Mobilfunk-Infrastruktur in den operativen Segmenten
Deutschland und Europa, den Buchwert. Planmäßige Abschreibungen in Höhe von 6,0 Mrd.
€, Abgänge in Höhe von 0,6 Mrd. € sowie negative Währungskurseffekte in Höhe von 0,4
Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, reduzierten den Buchwert.
Der Buchwert der Nutzungsrechte hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 5,8
Mrd. € auf 23,8 Mrd. € erhöht. Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Zusammenhang
mit dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint trug in Höhe von 6,3 Mrd. € hierzu
bei. Zusätzlich wirkten Zugänge in Höhe von 2,3 Mrd. €, im Wesentlichen im operativen
Segment USA, buchwerterhöhend. Gegenläufig reduzierten planmäßige Abschreibungen in
Höhe von 2,3 Mrd. €, Abgänge in Höhe von 0,2 Mrd. € und negative Währungskurseffekte
in Höhe von 0,2 Mrd. € den Buchwert.
Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises".
Der Buchwert der aktivierten Vertragskosten lag zum 30. Juni 2020 mit 2,1 Mrd. €
unverändert auf dem Niveau zum 31. Dezember 2019. Die aktivierten Vertragskosten entfallen
im Wesentlichen auf die operativen Segmente Deutschland, USA und Europa.
Der Buchwert der Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen liegt im Vergleich
zum 31. Dezember 2019 unverändert bei 0,5 Mrd. €.
Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte liegt
mit 9,5 Mrd. € um 2,2 Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2019. Aus dem Erwerb
von Sprint resultierte zum Erstkonsolidierungszeitpunkt ein Anstieg von 0,4 Mrd. €.
Bei den derivativen finanziellen Vermögenswerten erhöhte sich der Buchwert der Derivate
ohne Hedge-Beziehung um 0,5 Mrd. € auf 1,4 Mrd. € im Wesentlichen im Zusammenhang
mit neu zugegangenen sowie im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen eingebetteten
Derivaten bei T‑Mobile US. Der Buchwert der Derivate mit Hedge-Beziehung erhöhte sich
um 1,7 Mrd. € auf 3,2 Mrd. €. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg
der positiven Marktwerte aus ZinsSwaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet
durch den deutlichen Rückgang des Zinsniveaus. Des Weiteren erhöhten sich die sonstigen
finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 0,3 Mrd. € im Zusammenhang mit noch zu empfangenden
Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland. Im Zusammenhang
mit hinterlegten Barsicherheiten - insbesondere in Verbindung mit abgeschlossenen
Zinssicherungsgeschäften für Darlehensaufnahmen bei T‑Mobile US, die im April 2020
vorzeitig aufgelöst wurden - verringerte sich der Buchwert der sonstigen finanziellen
Vermögenswerte insgesamt um 0,6 Mrd. €.
Der Buchwert der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
erhöhte sich um 1,7 Mrd. € auf 1,8 Mrd. €. Dies steht im Zusammenhang mit der im Zuge
des Erwerbs von Sprint durch T‑Mobile US mit dem US-Satelliten-TV-Betreiber DISH getroffenen
Vereinbarung, das Prepaid-Geschäft von Sprint im Zuge eines Asset Deals an DISH zu
veräußern. Die Transaktion resultiert aus einer Genehmigungsauflage des US-amerikanischen
Justizministeriums Department of Justice (DoJ) zum Zusammenschluss mit Sprint und
wurde zum 1. Juli 2020 fristgerecht abgeschlossen. Im Zuge des Ausweises als zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sind Sachanlagevermögen,
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Goodwill und übrige Vermögenswerte umklassifiziert
worden.
Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises".
Weitere Informationen zur Veräußerung des Prepaid-Geschäfts finden Sie im Abschnitt
"Ereignisse nach der Berichtsperiode".
In der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzung und die Fälligkeitsstruktur der
finanziellen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2020 dargestellt:
| in Mio. € | 30.06.2020 | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit >1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit > 5 Jahre |
| Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten | 94.330 | 5.699 | 30.580 | 58.051 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.977 | 1.678 | 2.120 | 1.179 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen | 501 | 0 | 53 | 449 |
| Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall | 4.667 | 862 | 2.618 | 1.187 |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | 9.511 | 3.494 | 2.043 | 3.975 |
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | 1.918 | 1.795 | 128 | (5) |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 706 | 41 | 264 | 402 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | 116.610 | 13.567 | 37.806 | 65.237 |
Der Buchwert der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhte sich
im Vergleich zum Jahresende 2019 um 50,3 Mrd. € auf insgesamt 116,6 Mrd. €. Dieser
Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Konsolidierung von Sprint nach dem vollzogenen
Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint. Währungskurseffekte, insbesondere aus
der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 1,1 Mrd.
€.
Durch die Erstkonsolidierung von Sprint zum 1. April 2020 erhöhte sich der Buchwert
der finanziellen Verbindlichkeiten um insgesamt 39,8 Mrd. €. Im Zuge des Zusammenschlusses
von T‑Mobile US und Sprint wurde auch die Finanzierungsstruktur neu geordnet. Unmittelbar
nach der Transaktion wurden Verbindlichkeiten der ehemaligen Sprint in Höhe von 9,8
Mrd. US‑$ (8,9 Mrd. €) zurückgezahlt, von denen 7,4 Mrd. US‑$ (6,8 Mrd. €) einer verpflichtenden
Kontrollwechsel-Klausel unterlagen und in diesem Rahmen fällig wurden.
Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises".
Im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint nahm die "neue" T‑Mobile US am
1. April 2020 Teile einer vereinbarten Brückenfinanzierung mit insgesamt 16 Banken
mit einem Gesamtvolumen von 19 Mrd. US‑$ (17,3 Mrd. €) in Anspruch. Dabei wurden in
Verbindung mit der Brückenfinanzierung Bereitstellungsgebühren in Höhe von 0,4 Mrd.
US‑$ (0,3 Mrd. €) an die Banken gezahlt. Zusätzlich hat T-Mobile US am 1. April 2020
ein neues besichertes Darlehen (Term Loan) in Höhe von 4 Mrd. US-$ (3,7 Mrd. €) aufgenommen.
Damit wurden u. a. konzerninterne Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Deutschen
Telekom AG vorzeitig getilgt und Schulden der ehemaligen Sprint refinanziert. Mit
der Emission von besicherten Anleihen am 9. April 2020 in einer Gesamthöhe von 19
Mrd. US‑$ (17,3 Mrd. €), mit Laufzeiten zwischen 5 und 30 Jahren und einer Verzinsung
zwischen 3,500 % und 4,500 % wurde die Brückenfinanzierung abgelöst. Am 24. Juni 2020
emittierte T‑Mobile US besicherte Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 4 Mrd. US‑$
(3,6 Mrd. €), mit Laufzeiten zwischen 6 und 11 Jahren und einer Verzinsung zwischen
1,500 % und 2,550 %. Mit den emittierten Anleihen sollen konzerninterne Darlehen zurückgezahlt
und hochverzinsliche Anleihen der ehemaligen Sprint refinanziert werden.
Buchwerterhöhend wirkten darüber hinaus die im ersten Quartal 2020 durch die Deutsche
Telekom AG emittierten US-Dollar-Anleihen von 1,3 Mrd. US‑$ (1,1 Mrd. €), Euro-Anleihen
von 0,2 Mrd. € sowie CHF-Anleihen von 0,3 Mrd. CHF (0,3 Mrd. €).
Gegenläufig wirkten in der Berichtsperiode die planmäßigen Tilgungen im Konzern von
US-Dollar-Anleihen im Gesamtvolumen von 1,3 Mrd. US‑$ (1,1 Mrd. €), von Euro-Anleihen
im Gesamtvolumen von 2,0 Mrd. € sowie einer Nullkupon-Anleihe von 0,4 Mrd. €. Darüber
hinaus wurden im Rahmen des Verbindlichkeiten-Managements im Konzern durch teilweisen
Rückkauf von Euro-Anleihen sowie US-Dollar-Anleihen der Deutsche Telekom International
Finance B.V. mit Fälligkeiten in 2021 und 2022 vorzeitige Tilgungen im Gesamtvolumen
von jeweils 0,8 Mrd. € und 1,4 Mrd. US‑$ (1,3 Mrd. €) vorgenommen.
Der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 1,5 Mrd. € auf 5,0 Mrd. €. Der Rückgang beruht
im Wesentlichen auf der Veränderung des Saldos der kurzfristigen Geldaufnahmen in
Höhe von minus 1,4 Mrd. € (netto). Darin enthalten ist eine in der Vergangenheit emittierte
Postschatzanweisung (Nullkupon-Anleihe) mit einem Buchwert von 1,4 Mrd. €, die am
31. Dezember 2019 fällig und an diesem Tag von einem Kreditinstitut aus dessen Mitteln
getilgt wurde. Die Zahlung der Deutschen Telekom AG an dieses Kreditinstitut floss
am darauffolgenden Bankarbeitstag am 2. Januar 2020.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung".
Bei den Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall
in Höhe von 4,7 Mrd. € (31. Dezember 2019: 0,0 Mrd. €) handelt es sich im Wesentlichen
um von Sprint emittierte Anleihen, für die bestimmte Spektrumlizenzen und Zahlungsmittel
als Sicherheit gestellt wurden.
Der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten liegt mit 9,5 Mrd. € um
5,1 Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2019. Ein Anstieg in Höhe von 3,6 Mrd.
€ des Buchwerts der langfristigen sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten resultierte
aus dem Erwerb von Sprint zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Im Zusammenhang mit erhaltenen
Barsicherheiten (Collaterals) für derivative Finanzinstrumente erhöhte sich der Buchwert
der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten insgesamt um 1,5 Mrd. €.
Weitere Informationen zu den Barsicherheiten finden Sie im Abschnitt "Angaben zu
Finanzinstrumenten".
Der Buchwert der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten hat sich um insgesamt
0,9 Mrd. € auf 0,7 Mrd. € verringert, im Wesentlichen durch den Rückgang in Höhe von
1,0 Mrd. € aus der vorzeitigen Auflösung von Zinssicherungsgeschäften durch T‑Mobile
US Anfang April 2020. Diese Zinssicherungsgeschäfte in Höhe von nominal umgerechnet
8,8 Mrd. € waren für Darlehensaufnahmen bei T‑Mobile US abgeschlossen worden und in
effektive Sicherungsbeziehungen als Cashflow Hedges designiert. Bis zum Zeitpunkt
der Auflösung ergab sich in der Berichtsperiode aus der Bewertung ein erfolgsneutral
erfasster Verlust in Höhe von 0,9 Mrd. €. Die gesicherten Darlehensaufnahmen wurden
am 1. April 2020 getätigt.
Weitere Informationen zu den derivativen finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie
im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".
Der Buchwert der kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten erhöhte sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 6,0 Mrd. € auf insgesamt 25,8 Mrd. €. Der Anstieg
resultiert im Wesentlichen aus dem Einbezug von Sprint im operativen Segment USA.
Der überwiegende Teil der Leasing-Verbindlichkeiten entfällt auf das operative Segment
USA. Insgesamt sind Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 5,8 Mrd. € innerhalb eines
Jahres fällig.
Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten
erhöhte sich um 0,2 Mrd. € auf 9,6 Mrd. €. Aus dem Einbezug von Sprint resultierte
ein Anstieg des Buchwerts um 2,9 Mrd. €. Operativ verzeichnete das operative Segment
USA im Vergleich zum 31. Dezember 2019 einen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, was insbesondere auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber Endgeräteherstellern
sowie rückläufige Verbindlichkeiten aufgrund geringerer Marketing-Aktivitäten u. a.
als Folge der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen ist. Auch in den anderen operativen
Segmenten reduzierte sich der Verbindlichkeitenbestand.
Der Buchwert der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen erhöhte sich
im Vergleich zum 31. Dezember 2019 von 5,8 Mrd. € auf 8,0 Mrd. €. Begründet ist dies
im Wesentlichen durch Verwerfungen an den Finanzmärkten im ersten Halbjahr 2020 und
der damit einhergehenden rückläufigen Kursentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten
Vermögenswerte. Insgesamt resultierte hieraus ein erfolgsneutral erfasster Verlust
aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen in Höhe von 1,4 Mrd. €. Darüber
hinaus erhöhte sich der Buchwert durch die Veränderung des Konsolidierungskreises
im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint um 0,8 Mrd. €.
Weitere Informationen zur Global Pension Policy und Planbeschreibung finden Sie im
Geschäftsbericht 2019, Angabe 15 "Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen".
Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen Rückstellungen erhöhte sich im
Vergleich zum Jahresende 2019 um 1,6 Mrd. € auf 8,2 Mrd. €. Davon entfielen 1,7 Mrd.
€ auf den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint.
Der Buchwert der kurz- und langfristigen übrigen Schulden erhöhte sich um 1,4 Mrd.
€ auf 6,2 Mrd. €. Aus dem Einbezug von Sprint resultierte ein Anstieg in Höhe von
0,9 Mrd. €. Darüber hinaus erhöhten sich die übrigen Schulden aufgrund bestehender
Ausbauverpflichtungen um 0,2 Mrd. €. Diese stehen im Zusammenhang mit zu empfangenden
Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau im operativen Segment Deutschland.
Der Buchwert der kurz- und langfristigen Vertragsverbindlichkeiten liegt mit 2,2
Mrd. € um 0,2 Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2019. Im Wesentlichen sind hierunter
abgegrenzte Umsatzerlöse erfasst. In Höhe von 0,2 Mrd. € ist der Anstieg auf den Einbezug
von Sprint zurückzuführen.
Der Buchwert der Schulden im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen erhöhte sich um 0,5 Mrd. €.
Dieser Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der getroffenen und zum 1.
Juli 2020 vollzogenen Vereinbarung zum Verkauf des Prepaid-Geschäfts von Sprint an
DISH. Es sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umklassifiziert
worden.
Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises".
Weitere Informationen zur Veräußerung des Prepaid-Geschäfts finden Sie im Abschnitt
"Ereignisse nach der Berichtsperiode".
Der Buchwert des Eigenkapitals erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 von 46,2
Mrd. € auf 73,5 Mrd. €. Der am 1. April 2020 vollzogene Zusammenschluss von T‑Mobile
US und Sprint hat zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in Höhe von 17,3 Mrd. € zu
eigenkapitalerhöhenden Veränderungen des Konsolidierungskreises und in Höhe von 13,4
Mrd. € zu eigenkapitalerhöhenden Transaktionen mit Eigentümern (inklusive einer erhaltenen
Zahlung aus der Kostenumlage von SoftBank im Zusammenhang mit CPUC) geführt. Ebenso
erhöhten der Überschuss in Höhe von 2,4 Mrd. € sowie Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierter
Vergütung in Höhe von 0,2 Mrd. € den Buchwert. Das Eigenkapital verringerte sich im
Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG
für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 2,8 Mrd. € und an andere Gesellschafter von
Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Ebenso reduzierte das sonstige Ergebnis
das Eigenkapital in Höhe von 3,0 Mrd. €. Hier trugen im Wesentlichen die Neubewertung
der leistungsorientierten Pläne in Höhe von 1,4 Mrd. €, erfolgsneutrale Effekte aus
der Währungsumrechnung in Höhe von 1,0 Mrd. € sowie Verluste aus Sicherungsinstrumenten
- im Wesentlichen aus abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäften für Darlehensaufnahmen
bei T‑Mobile US, die im April 2020 vorzeitig aufgelöst wurden und deren kumulierte
Wertänderungen über die Laufzeiten der Darlehen künftig aufzulösen sind - in Höhe
von 1,0 Mrd. € zum negativen sonstigen Ergebnis bei. Gegenläufig wirkten sich Steuern
auf direkt mit dem Eigenkapital verrechneten Wertänderungen in Höhe von 0,3 Mrd. €
positiv auf das sonstige Ergebnis aus.
Vor allem infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint hat sich der Anteil
des Konzern-Eigenkapitals, der auf die Anteile anderer Gesellschafter entfällt, von
14,5 Mrd. € auf 37,7 Mrd. € erhöht. Die Entwicklung der Transaktionen mit Eigentümern
und die Veränderung des Konsolidierungskreises in der Eigenkapitalveränderungsrechnung
zeigt die nachfolgende Tabelle:
| in Mio. € | 30.06.2020 | 31.12.2019 | ||||
| Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens | Anteile anderer Gesellschafter | Gesamt Konzern-Eigenkapital | Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens | Anteile anderer Gesellschafter | Gesamt Konzern-Eigenkapital | |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 17.329 | 17.329 | 0 | 239 | 239 |
| Erwerb Sprint | 0 | 17.331 | 17.331 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb Tele2 Netherlands | 0 | 0 | 0 | 0 | 239 | 239 |
| Sonstige Effekte | 0 | (2) | (2) | 0 | 0 | 0 |
| Transaktionen mit Eigentümern | 7.317 | 6.006 | 13.323 | 73 | 340 | 413 |
| Erwerb Sprint | 7.474 | 5.915 | 13.389 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb Tele2 Netherlands | 0 | 0 | 0 | 293 | 226 | 519 |
| Aktienrückkauf Magyar Telekom | (9) | (6) | (15) | 0 | 0 | 0 |
| Aktienrückkauf OTE | (25) | (37) | (62) | (29) | (81) | (110) |
| Aktienrückkauf Hrvatski Telekom | 3 | (11) | (8) | 0 | 0 | 0 |
| Rumänien Kapitalrestrukturierung | 0 | 0 | 0 | (51) | 51 | 0 |
| Sonstige Effekte | (127) | 146 | 19 | (140) | 144 | 4 |
Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises".
Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die unterjährige Veränderung des
Konsolidierungskreises führt neben der Übernahme der zu diesem Zeitpunkt neu bewerteten
Vermögenswerte und Schulden auch zum Einbezug sämtlicher ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt
erwirtschafteter Erträge und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
der Deutschen Telekom. Dies hat Einfluss auf die Vergleichbarkeit der Werte der aktuellen
Periode mit den Vorjahresvergleichswerten.
Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises".
Die Umsätze gliedern sich in die folgenden Erlösarten:
| in Mio. € | H1 2020 | H1 2019 |
| Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen | 38.119 | 32.070 |
| Deutschland | 8.834 | 8.675 |
| USA | 21.273 | 15.220 |
| Europa | 4.822 | 4.899 |
| Systemgeschäft | 2.456 | 2.515 |
| Group Development | 699 | 730 |
| Group Headquarters & Group Services | 36 | 31 |
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren | 6.631 | 6.078 |
| Deutschland | 1.001 | 1.018 |
| USA | 4.745 | 4.127 |
| Europa | 646 | 692 |
| Systemgeschäft | 52 | 64 |
| Group Development | 187 | 177 |
| Group Headquarters & Group Services | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten | 2.234 | 1.004 |
| Deutschland | 384 | 402 |
| USA | 1.437 | 276 |
| Europa | 106 | 109 |
| Systemgeschäft | 49 | 20 |
| Group Development | 201 | 134 |
| Group Headquarters & Group Services | 58 | 64 |
| KONZERNUMSATZ | 46.984 | 39.152 |
Weitere Informationen zur Entwicklung der Umsatzerlöse finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung
des Konzerns" im Konzern-Zwischenlagebericht.
| in Mio. € | H1 2020 | H1 2019 |
| Erträge aus der Zuschreibung langfristiger Vermögenswerte | 3 | 0 |
| Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 79 | 34 |
| Erträge aus Kostenerstattungen | 73 | 74 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 34 | 56 |
| Erträge aus sonstigen Nebengeschäften | 12 | 11 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 619 | 282 |
| davon: Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen | 9 | 1 |
| 820 | 457 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von 0,3 Mrd. € eine
von SoftBank erhaltene Strukturierungsgebühr. Diese erhielt T‑Mobile US als Gegenleistung
für die Unterstützung beim sofortigen Abverkauf von T‑Mobile US Aktien durch SoftBank.
Darüber hinaus enthalten die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge eine Vielzahl
von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.
| in Mio. € | H1 2020 | H1 2019 |
| Wertminderungsaufwand aus finanziellen Vermögenswerten | (474) | (141) |
| Gewinne/(Verluste) aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten | (85) | (47) |
| Sonstige | (1.777) | (1.307) |
| Aufwand Rechts- und Prüfungskosten | (305) | (138) |
| Verluste aus Anlagenabgängen | (257) | (74) |
| Ergebnis aus Bewertung von Factoring-Forderungen | (4) | (77) |
| Sonstige Steuern | (283) | (257) |
| Aufwand Geldverkehr und Bürgschaften | (259) | (172) |
| Versicherungsaufwendungen | (55) | (48) |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | (615) | (541) |
| (2.336) | (1.495) |
Der Anstieg des Wertminderungsaufwands aus finanziellen Vermögenswerten resultiert
im Wesentlichen aus Wertberichtigungen von Kundenforderungen aufgrund gesunkener Bonität
als Folge der Coronavirus-Pandemie im operativen Segment USA. Die Aufwendungen für
Rechts- und Prüfungskosten erhöhten sich im Wesentlichen vor dem Hintergrund des Zusammenschlusses
von T‑Mobile US und Sprint. Die Verluste aus Anlagenabgängen resultieren in Höhe von
0,2 Mrd. € aus der Ausbuchung einer noch in Bau befindlichen Abrechnungssoftware für
Vertragskunden in den USA. Aufgrund der Migration der Sprint-Vertragskunden auf die
T‑Mobile US Abrechnungssoftware wurde entschieden, dass sich diese für die gemeinsame
Kundenbasis nicht eignet und nicht in Betrieb genommen wird. Die übrigen sonstigen
betrieblichen Aufwendungen enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.
Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises".
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte
lagen bei 11,4 Mrd. € und damit insgesamt um 2,8 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode.
Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen
in Höhe von 1,6 Mrd. € sowie den planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
in Höhe von 0,6 Mrd. €. Die Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte erhöhten
sich um 0,6 Mrd. €. Die Anstiege sind im Wesentlichen jeweils auf die seit dem 1.
April 2020 zu berücksichtigende Sprint zurückzuführen.
Das Finanzergebnis verringerte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 um 1,3 Mrd.
€ auf minus 2,2 Mrd. €. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einem um 0,8
Mrd. € auf minus 2,0 Mrd. € rückläufigen Zinsergebnis. Gründe hierfür sind v. a. die
im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie
die in diesem Zusammenhang begonnene Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens
einschließlich angefallener Bereitstellungsentgelte für eine kurzfristig in Anspruch
genommene Brückenfinanzierung. Das sonstige Finanzergebnis verringerte sich im Vorjahresvergleich
um 0,4 Mrd. € auf minus 0,2 Mrd. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem infolge
von Bewertungseffekten um 0,3 Mrd. € auf minus 0,1 Mrd. € reduzierten Ergebnis aus
Finanzinstrumenten. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen lag leicht
unter dem Niveau der Vergleichsperiode.
Weitere Informationen zu eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US finden Sie im Abschnitt
"Angaben zu Finanzinstrumenten".
Im ersten Halbjahr 2020 entstand ein Steueraufwand von 1,0 Mrd. €. Die Steuerquote
von 29 % spiegelt im Wesentlichen den Anteil der Länder am Vorsteuerergebnis und deren
jeweilige nationalen Steuersätze wider. Im Vergleichszeitraum entstand ebenfalls ein
Steueraufwand in Höhe von 1,0 Mrd. €. Bei einem etwas höheren Vorsteuerergebnis betrug
die Steuerquote 28 %.
Gegenüber der Vergleichsperiode reduzierte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit
um 2,5 Mrd. € auf 9,1 Mrd. €. Der Rückgang steht u. a. im Zusammenhang mit der Rückzahlung
einer im Jahr 1990 durch die Deutsche Telekom AG emittierte Postschatzanweisung (Nullkupon-Anleihe)
mit einem Nominalbetrag von 0,2 Mrd. €. Diese wurde am 31. Dezember 2019 fällig und
an diesem Tag von einem Kreditinstitut aus dessen Mitteln getilgt. Die Zahlung der
Deutschen Telekom AG an dieses Kreditinstitut floss am darauf folgenden Bankarbeitstag
am 2. Januar 2020. Der Zinsanteil belief sich auf 1,2 Mrd. €. Darüber hinaus wirkte
sich im ersten Halbjahr 2020 die Rückzahlung einer weiteren Nullkupon-Anleihe mit
0,4 Mrd. € belastend aus. Der Zinsanteil belief sich auf 0,4 Mrd. €. Zusätzlich ist
der Cashflow aus Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2020 in Höhe von 2,2 Mrd. €
aus der vorzeitigen Auflösung eines Zinssicherungsgeschäfts für Darlehensaufnahmen
bei T‑Mobile US belastet. Insgesamt um 0,8 Mrd. € höhere Zinszahlungen (netto), im
Wesentlichen resultierend aus den im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen
Verbindlichkeiten sowie der in diesem Zusammenhang begonnenen Neustrukturierung und
Erhöhung des Finanzierungsvolumens einschließlich angefallener Bereitstellungsentgelte
für eine kurzfristig in Anspruch genommene Brückenfinanzierung, wirkten ebenfalls
belastend. Die Ertragsteuerzahlungen verringerten sich gegenüber der Vergleichsperiode
um 0,3 Mrd. €. Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 0,5 Mrd. € wirkten im ersten Halbjahr
2020 negativ auf den Cashflow der Geschäftstätigkeit, im Wesentlichen resultierend
aus der vertragsgemäßen Kündigung einer revolvierenden Factoring-Vereinbarung im operativen
Segment Deutschland. In der Vergleichsperiode ergaben sich positive Effekte aus Factoring-Vereinbarungen
in Höhe von 0,3 Mrd. €. Die weiterhin positive Geschäftsentwicklung der operativen
Segmente, insbesondere der USA, wirkte erhöhend auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit.
| in Mio. € | H1 2020 | H1 2019 |
| Cash Capex | ||
| Operatives Segment Deutschland | (1.934) | (2.284) |
| Operatives Segment USA | (4.387) | (3.985) |
| Operatives Segment Europa | (1.005) | (915) |
| Operatives Segment Systemgeschäft | (101) | (167) |
| Operatives Segment Group Development | (236) | (192) |
| Group Headquarters & Group Services | (475) | (505) |
| Überleitung | 21 | 21 |
| (8.117) | (8.027) | |
| Auszahlungen für geförderte Investitionen in den Breitband-Ausbaua | (214) | 0 |
| Einzahlungen von Fördermitteln für Investitionen in den Breitband-Ausbaua | 76 | 0 |
| Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) | 1.783 | 836 |
| Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem vollzogenen Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint | (4.647) | 0 |
| davon: Übernahme liquider Mittel von Sprintb | 2.117 | 0 |
| davon: Rückzahlung von Sprint‑Darlehen mit Kontrollwechsel-Klausel | (6.764) | 0 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an Tele2 Netherlandsc | 0 | (230) |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 128 | 82 |
| Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen | 22 | 31 |
| Sonstiges | (285) | (42) |
| (11.254) | (7.350) |
a
Weitere Informationen zur im zweiten Halbjahr 2019 durchgeführten Schätzungsänderung
finden Sie im Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Schätzungsänderungen"
im Konzern-Anhang im Geschäftsbericht 2019.
b
Enthält auch eine erhaltene Zahlung aus einer Kostenumlage von SoftBank im Zusammenhang
mit CPUC in Höhe von 93 Mio. €.
c
Enthält neben dem Kaufpreis in Höhe von 234 Mio. € zugegangene Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 4 Mio. €.
Der Cash Capex liegt mit 8,1 Mrd. € um 0,1 Mrd. € über der Vergleichsperiode. Im
Berichtszeitraum wurden im operativen Segment USA FCC-Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von
0,9 Mrd. € und im operativen Segment Europa Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 0,2 Mrd.
€ erworben. In der Vergleichsperiode waren 1,0 Mrd. € für erworbene Mobilfunk-Lizenzen
enthalten, welche v. a. das operative Segment USA betrafen. Ohne Berücksichtigung
der Investitionen in Mobilfunk-Lizenzen liegt der Cash Capex auf dem Niveau der Vergleichsperiode.
Im operativen Segment Deutschland ist der Rückgang im Wesentlichen auf die zu Beginn
des dritten Quartals 2019 geänderte Vorgehensweise der Abbildung von Zuwendungen der
öffentlichen Hand für Förderprojekte im Bereich Breitband-Ausbau zurückzuführen. Die
erhaltenen Zuwendungen und die geleisteten Auszahlungen für den Ausbau sind seitdem
nicht mehr Bestandteil des Cash Capex. Im operativen Segment USA erhöht sich der Cash
Capex aufgrund des Einbezugs von Sprint sowie infolge des weiteren Ausbaus des 5G-Netzwerks.
| in Mio. € | H1 2020 | H1 2019 |
| Rückzahlung Anleihen | (5.449) | 0 |
| Dividendenausschüttungen (inkl. an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen) | (2.874) | (3.409) |
| Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten aus finanziertem Capex und Opex | (160) | 0 |
| Rückzahlung von EIB-Krediten | (181) | (111) |
| Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) | (4) | (26) |
| Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten | (2.730) | (1.860) |
| Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten für Medienübertragungsrechte | (193) | (182) |
| Zahlungsflüsse Continuing Involvement Factoring (netto) | (93) | (19) |
| Ziehung von EIB-Krediten | 0 | 500 |
| Schuldscheindarlehen (netto) | (202) | 144 |
| Begebung Anleihen | 1.609 | 2.234 |
| Commercial Paper (netto) | 0 | (467) |
| Tagesgeldaufnahmen Kreditinstitute (netto) | 0 | (626) |
| Tilgung Spektrum Verbindlichkeiten | (197) | 0 |
| Ausgabe besicherter Anleihen im Zusammenhang mit Erwerb Sprint | 20.942 | 0 |
| Aufnahme besichertes Darlehen im Zusammenhang mit Erwerb Sprint | 3.562 | 0 |
| Aufnahme Brückenfinanzierung im Zusammenhang mit Erwerb Sprint | 17.405 | 0 |
| Rückzahlung Brückenfinanzierung im Zusammenhang mit Erwerb Sprint | (17.493) | 0 |
| Rückzahlung Sprint-Darlehen (Aufnahme vor Erwerb durch T‑Mobile US) | (2.304) | 0 |
| Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern Aktienoptionen T‑Mobile US | 13 | 1 |
| Kapitaleinzahlungen Toll4Europe | 11 | 0 |
| 24 | 1 | |
| Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern Aktienrückkäufe T‑Mobile US | (255) | (91) |
| Aktienrückkäufe OTE | (60) | (46) |
| Sonstiges | (29) | (5) |
| (344) | (144) | |
| Sonstiges | (84) | (93) |
| 11.234 | (4.058) |
Die Deutsche Telekom hat im ersten Halbjahr 2020 in Höhe von 0,1 Mrd. € Finanzierungsformen
gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
aus dem operativen und investiven Bereich im Wesentlichen durch Zwischenschaltung
von Bankgeschäften später fällig werden (im ersten Halbjahr 2019: 0,3 Mrd. €). In
der Bilanz werden diese in der Folge unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Bei Zahlung wird der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit vorgenommen.
Die Deutsche Telekom hat im ersten Halbjahr 2020 in Höhe von 2,3 Mrd. € Vermögenswerte,
im Wesentlichen Netzwerk-Ausstattung und Grundstücke und Gebäude, angemietet (im ersten
Halbjahr 2019: 2,9 Mrd. €). In der Bilanz werden diese Vermögenswerte in der Folge
unter den Nutzungsrechten und die dazugehörige Verpflichtung unter den Leasing-Verbindlichkeiten
ausgewiesen. Die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten werden im Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Gegenleistungen für den Erwerb von Medienübertragungsrechten werden von der Deutschen
Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei Vertragsabschluss oder verteilt über
die Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene Medienübertragungsrechte wurden im ersten
Halbjahr 2020 finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige Gegenleistungen in Höhe
von 0,1 Mrd. € passiviert (im ersten Halbjahr 2019: 0,1 Mrd. €). Bei Zahlung erfolgt
der Ausweis im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.
Im operativen Segment USA wurden im ersten Halbjahr 2020 Mobilfunk-Endgeräte in Höhe
von 1,6 Mrd. € in den Sachanlagen aktiviert (im ersten Halbjahr 2019: 0,3 Mrd. €).
Diese stehen im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell "JUMP! On Demand" der T‑Mobile
US, bei dem Kunden das Endgerät nicht kaufen, sondern mieten. Die Auszahlungen werden
im Cashflow aus Geschäftstätigkeit gezeigt.
Der Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint im operativen Segment USA zum 1. April
2020 wurde im Wesentlichen über einen Aktientausch ohne Barkomponente vollzogen.
Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises".
Die folgende Tabelle gibt einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente und
das Segment Group Headquarters & Group Services der Deutschen Telekom für das erste
Halbjahr 2020 und 2019.
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen
Segmente" im Konzern-Zwischenlagebericht.
In Übereinstimmung mit den internen Grundsätzen der Segmentsteuerung wird bei intern
an Konzerngesellschaften begebenen Darlehen mit eingebetteten Derivaten die derivative
Komponente auch im Segmentabschluss der Gläubigergesellschaft abgespalten und erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
| in Mio. € | Vergleichsperiode | |||||
| Außenumsatz | Intersegmentumsatz | Gesamtumsatz | Betriebsergebnis (EBIT) | Planmäßige Abschreibungen | ||
| Deutschland | H1 2020 | 10.218 | 634 | 10.852 | 1.927 | (2.153) |
| H1 2019 | 10.095 | 650 | 10.745 | 1.754 | (2.227) | |
| USA | H1 2020 | 27.454 | 1 | 27.455 | 3.468 | (6.673) |
| H1 2019 | 19.622 | 1 | 19.623 | 2.840 | (3.704) | |
| Europa | H1 2020 | 5.574 | 172 | 5.746 | 758 | (1.307) |
| H1 2019 | 5.699 | 170 | 5.869 | 696 | (1.370) | |
| Systemgeschäft | H1 2020 | 2.557 | 687 | 3.244 | (90) | (242) |
| H1 2019 | 2.599 | 705 | 3.304 | (175) | (256) | |
| Group Development | H1 2020 | 1.086 | 338 | 1.424 | 263 | (386) |
| H1 2019 | 1.041 | 323 | 1.364 | 227 | (398) | |
| Group Headquarters | H1 2020 | 94 | 1.187 | 1.281 | (723) | (631) |
| & Group Services | H1 2019 | 96 | 1.233 | 1.329 | (707) | (568) |
| SUMME | H1 2020 | 46.984 | 3.019 | 50.002 | 5.603 | (11.392) |
| H1 2019 | 39.152 | 3.081 | 42.234 | 4.635 | (8.523) | |
| Überleitung | H1 2020 | 0 | (3.019) | (3.019) | (6) | 25 |
| H1 2019 | 0 | (3.081) | (3.081) | (27) | 23 | |
| KONZERN | H1 2020 | 46.984 | 0 | 46.984 | 5.597 | (11.367) |
| H1 2019 | 39.152 | 0 | 39.152 | 4.608 | (8.500) | |
| in Mio. € | Vergleichsperiode | Stichtag | ||
| Wertminderungen | Segmentvermögena | Segmentschuldena | Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmena |
|
| Deutschland | 0 | 41.099 | 30.835 | 38 |
| 0 | 41.253 | 30.968 | 12 | |
| USA | 0 | 181.862 | 120.672 | 320 |
| 0 | 84.413 | 54.087 | 289 | |
| Europa | (2) | 27.314 | 11.081 | 53 |
| (6) | 27.699 | 10.843 | 59 | |
| Systemgeschäft | 0 | 6.499 | 4.962 | 24 |
| (28) | 6.615 | 4.800 | 25 | |
| Group Development | 0 | 8.548 | 10.647 | 97 |
| 0 | 8.395 | 10.571 | 96 | |
| Group Headquarters | 0 | 50.024 | 63.669 | 9 |
| & Group Services | 0 | 54.162 | 65.066 | 9 |
| SUMME | (2) | 315.346 | 241.866 | 541 |
| (34) | 222.537 | 176.335 | 489 | |
| Überleitung | 0 | (45.375) | (45.397) | 0 |
| (20) | (51.865) | (51.894) | 0 | |
| KONZERN | (2) | 269.971 | 196.469 | 541 |
| (54) | 170.672 | 124.441 | 489 | |
a
Werte sind stichtagsbezogen auf den 30. Juni 2020 und den 31. Dezember 2019.
Im ersten Halbjahr 2020 sind keine Ergänzungen und neue Entwicklungen zu den im Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2019 dargestellten Eventualverbindlichkeiten auszuführen.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die sonstigen finanziellen Verpflichtungen
der Deutschen Telekom zum 30. Juni 2020:
| in Mio. € | 30.06.2020 |
| Bestellobligo für Sachanlagevermögen | 6.798 |
| Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte | 489 |
| Abgeschlossene Einkaufsverpflichtungen für Vorräte | 3.289 |
| Sonstiges Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen | 18.441 |
| Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen gegenüber der Postbeamtenversorgungskasse | 1.800 |
| Verpflichtungen aus der Übernahme von Gesellschaftsanteilen | 4 |
| Andere sonstige Verpflichtungen | 46 |
| 30.868 |
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien
| in Mio. € | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 30.06.2020 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | |
| AKTIVA Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 14.537 | 14.537 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 6.313 | 6.313 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | FVOCI | 6.376 | 6.376 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | FVTPL | 2 | 2 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 4.186 | 4.186 | |||
| davon: gezahlte Collaterals | AC | 84 | 84 | |||
| davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand | AC | 1.684 | 1.684 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | FVOCI | 0 | 0 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | FVTPL | 129 | 129 | |||
| Eigenkapitalinstrumente | ||||||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | FVOCI | 366 | 366 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | FVTPL | 3 | 3 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 1.431 | 1.431 | |||
| davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte | FVTPL | 1.050 | 1.050 | |||
| davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte | FVTPL | 86 | 86 | |||
| davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen | FVTPL | 19 | 19 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 3.167 | 485 | 2.682 | ||
| Leasing-Vermögenswerte | n.a. | 208 | ||||
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | AC | 429 | 429 | |||
| Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | FVOCI | 35 | 35 | |||
| in Mio. € | ||
| Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 | Beizulegender Zeitwert 30.06.2020a | |
| AKTIVA Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 6.376 | |
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 2 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 4.224 | |
| davon: gezahlte Collaterals | ||
| davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 129 | |
| Eigenkapitalinstrumente | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 366 | |
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 3 | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.431 | |
| davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte | 1.050 | |
| davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte | 86 | |
| davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen | 19 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 3.167 | |
| Leasing-Vermögenswerte | 208 | |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | ||
| Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 35 |
| in Mio. € | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 30.06.2020 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | |
| PASSIVA Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 9.601 | 9.601 | |||
| Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten | AC | 94.330 | 94.330 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 4.977 | 4.977 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen | AC | 501 | 501 | |||
| Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall | AC | 4.667 | 4.667 | |||
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | AC | 9.511 | 9.511 | |||
| davon: erhaltene Collaterals | AC | 2.809 | 2.809 | |||
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | AC | 1.918 | 1.918 | |||
| Leasing-Verbindlichkeiten | n.a. | 25.806 | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 319 | 319 | |||
| davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen | FVTPL | 8 | 8 | |||
| davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte | FVTPL | 118 | 118 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 387 | 376 | 11 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | AC | 541 | 541 | |||
| davon: aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | ||||||
| AKTIVA | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 25.465 | 25.465 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | FVOCI | 6.376 | 6.376 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | FVOCI | 401 | 401 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | FVTPL | 1.565 | 1.565 | |||
| PASSIVA | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 126.046 | 126.046 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | FVTPL | 319 | 319 | |||
| in Mio. € | ||
| Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 | Beizulegender Zeitwert 30.06.2020a | |
| PASSIVA Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
||
| Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten | 97.907 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.041 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen | 584 | |
| Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall | 4.696 | |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | 9.827 | |
| davon: erhaltene Collaterals | ||
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | ||
| Leasing-Verbindlichkeiten | 25.806 | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung | 319 | |
| davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen | 8 | |
| davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte | 118 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 387 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | ||
| davon: aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | ||
| AKTIVA | ||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 4.224 | |
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | 6.376 | |
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | 401 | |
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 1.565 | |
| PASSIVA | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 118.055 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 319 |
| in Mio. € | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2019 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | |
| AKTIVA | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 5.393 | 5.393 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 5.452 | 5.452 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | FVOCI | 5.390 | 5.390 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | FVTPL | 4 | 4 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 4.282 | 4.282 | |||
| davon: gezahlte Collaterals | AC | 637 | 637 | |||
| davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand | AC | 1.350 | 1.350 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | FVOCI | 0 | 0 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | FVTPL | 121 | 121 | |||
| Eigenkapitalinstrumente | ||||||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | FVOCI | 293 | 293 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | FVTPL | 22 | 22 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 893 | 893 | |||
| davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte | FVTPL | 630 | 630 | |||
| davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte | FVTPL | 0 | 0 | |||
| davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen | FVTPL | |||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 1.439 | 287 | 1.152 | ||
| Leasing-Vermögenswerte | n.a. | 197 | ||||
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | AC | 0 | 0 | |||
| Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | FVOCI | 35 | 35 | |||
| in Mio. € | ||
| Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 | Beizulegender Zeitwert 31.12.2019a | |
| AKTIVA | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 5.390 | |
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 4 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 4.317 | |
| davon: gezahlte Collaterals | ||
| davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 121 | |
| Eigenkapitalinstrumente | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 293 | |
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 22 | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 893 | |
| davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte | 630 | |
| davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte | 0 | |
| davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.439 | |
| Leasing-Vermögenswerte | 197 | |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | ||
| Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 35 |
| in Mio. € | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2019 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | |
| PASSIVA | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 9.431 | 9.431 | |||
| Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten | AC | 51.644 | 51.644 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 6.516 | 6.516 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen | AC | 699 | 699 | |||
| Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall | AC | 0 | 0 | |||
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | AC | 4.369 | 4.369 | |||
| davon: erhaltene Collaterals | AC | 1.273 | 1.273 | |||
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | AC | 1.476 | 1.476 | |||
| Leasing-Verbindlichkeiten | n.a. | 19.835 | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 325 | 325 | |||
| davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen | FVTPL | 7 | 7 | |||
| davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte | FVTPL | 146 | 146 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 1.319 | 1.253 | 66 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | AC | 29 | 29 | |||
| davon: aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | ||||||
| AKTIVA | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 15.127 | 15.127 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn-und Verlustrechnung | FVOCI | 5.390 | 5.390 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn-und Verlustrechnung | FVOCI | 328 | 328 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | FVTPL | 1.040 | 1.040 | |||
| PASSIVA | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 74.164 | 74.164 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | FVTPL | 325 | 325 | |||
| in Mio. € | ||
| Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 | Beizulegender Zeitwert 31.12.2019a | |
| PASSIVA | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten | 56.357 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.572 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen | 799 | |
| Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall | 0 | |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | 4.506 | |
| davon: erhaltene Collaterals | ||
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | ||
| Leasing-Verbindlichkeiten | 19.835 | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 325 | |
| davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen | 7 | |
| davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte | 146 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.319 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen | ||
| davon: aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | ||
| AKTIVA | ||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 4.317 | |
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn-und Verlustrechnung | 5.390 | |
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn-und Verlustrechnung | 328 | |
| Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 1.040 | |
| PASSIVA | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 68.234 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 325 |
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 1,7
Mrd. € (31. Dezember 2019: 1,8 Mrd. €) enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem
Jahr haben. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.
Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist die Verwendung von aktuellen,
für das betreffende Finanzinstrument an liquiden Märkten beobachtbaren Bewertungsfaktoren
(Eingangsparameter) zu maximieren und die Verwendung anderer Eingangsparameter (z.
B. historische Preise, Preise für ähnliche Instrumente, Preise auf nicht liquiden
Märkten) zu minimieren. Für diese Zwecke ist eine Bewertungshierarchie mit drei Bewertungsstufen
(Levels) definiert. Sind für das betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag
notierte Preise auf liquiden Märkten verfügbar, werden diese unangepasst für die Bewertung
verwendet (Level 1-Bewertung). Andere Eingangsparameter sind dann für die Bewertung
irrelevant. Ein Beispiel sind aktiv gehandelte börsennotierte Aktien und Anleihen.
Sind für das betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag zwar keine notierten
Preise auf liquiden Märkten verfügbar, kann es jedoch mittels anderer am Abschluss-Stichtag
am Markt beobachtbarer Eingangsparameter bewertet werden, liegt eine Level 2-Bewertung
vor. Voraussetzung hierfür ist, dass die beobachtbaren Eingangsparameter nicht wesentlich
angepasst und keine nicht beobachtbaren Eingangsparameter verwendet werden müssen.
Ein Beispiel für Level 2-Bewertungen sind besicherte Zins-Swaps, Devisentermingeschäfte
und Zins-/Währungs-Swaps, die anhand aktueller Zinssätze bzw. Fremdwährungskurse bewertet
werden können. Sofern die Voraussetzungen für eine Level 1-Bewertung oder eine Level
2-Bewertung nicht erfüllt sind, liegt eine Level 3-Bewertung vor. In solchen Fällen
müssen beobachtbare Eingangsparameter wesentlich angepasst bzw. nicht beobachtbare
Eingangsparameter verwendet werden.
| in Mio. € | 30.06.2020 | 31.12.2019 | ||||
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe | Level 1 | Level 2 | |
| AKTIVA | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 6.376 | 6.376 | ||||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 2 | 2 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | ||||||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 0 | |||||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 121 | 8 | 129 | 114 | ||
| Eigenkapitalinstrumente | ||||||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 401 | 401 | ||||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 3 | 3 | 22 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 276 | 1.155 | 1.431 | 263 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 3.167 | 3.167 | 1.439 | |||
| PASSIVA | ||||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 193 | 126 | 319 | 172 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 387 | 387 | 1.319 | |||
| in Mio. € | 31.12.2019 | |
| Level 3 | Summe | |
| AKTIVA | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 5.390 | 5.390 |
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 4 | 4 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 0 | |
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 7 | 121 |
| Eigenkapitalinstrumente | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 328 | 328 |
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam | 22 | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 630 | 893 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.439 | |
| PASSIVA | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 153 | 325 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.319 | |
Von den zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumenten
der sonstigen finanziellen Vermögenswerte bilden die Instrumente der verschiedenen
Levels jeweils eigene Klassen von Finanzinstrumenten. Die beizulegenden Zeitwerte
des Gesamtbestands an Eigenkapitalinstrumenten in Level 1 entsprechen jeweils den
Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag.
Börsennotierte Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten werden Level 1
oder Level 2 in Abhängigkeit von der Marktliquidität des jeweiligen Instruments zugeordnet.
Folglich sind die in EUR oder USD denominierten Emissionen mit relativ großem Emissionsvolumen
grundsätzlich als Level 1 qualifiziert, die übrigen grundsätzlich als Level 2. Die
beizulegenden Zeitwerte der Level 1 zugeordneten Instrumente entsprechen den Nominalwerten
multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die beizulegenden Zeitwerte
der Level 2 zugeordneten Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen
Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert
bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten
gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und sonstigen verzinslichen
Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter
Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert
bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.
Da für die im Bestand befindlichen Level 2 zugeordneten derivativen Finanzinstrumente
mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter
finanzmathematischer Modelle berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare Input-Parameter
in die Bewertung einfließen. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende
Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments
zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei finden zum
Abschluss-Stichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als Wechselkurse
werden die am Abschluss-Stichtag geltenden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden
derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden.
Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen.
Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty
Price.
Anfang April 2020 wurden Zinssicherungsgeschäfte in Höhe von nominal umgerechnet
8,8 Mrd. € vorzeitig aufgelöst. Diese Geschäfte wurden für Darlehensaufnahmen bei
T‑Mobile US abgeschlossen und in effektive Sicherungsbeziehungen als Cashflow Hedges
designiert. In der Berichtsperiode ergab sich aus der Bewertung ein im sonstigen Ergebnis
erfasster Verlust aus Sicherungsinstrumenten in Höhe von 924 Mio. €. Die gesicherten
Darlehensaufnahmen wurden am 1. April 2020 getätigt. Die Bewertungsergebnisse der
Zinssicherungsgeschäfte zwischen dem 1. April 2020 und ihrer Auflösung im Laufe der
darauffolgenden Tage belaufen sich auf 39 Mio. € (Aufwand) und wurden im sonstigen
Finanzergebnis erfasst.
Die zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumente
umfassen eine Vielzahl von Investments in strategische, nicht-börsennotierte Einzelpositionen.
Die Deutsche Telekom erachtet die gewählte Bewertung über das sonstige Ergebnis ohne
nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung für angemessen,
da für die Beteiligungen keine kurzfristigen Gewinnerzielungsabsichten bestehen. Im
Zeitpunkt der Veräußerung eines Investments wird der gesamte kumulierte Gewinn oder
Verlust in die Gewinnrücklagen reklassifiziert. Erwerbe und Veräußerungen basieren
auf geschäftspolitischen Investitionsentscheidungen.
| in Mio. € | Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte | Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: Aktienoptionen | Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte | Derivative finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte |
| Buchwert zum 1. Januar 2020 | 328 | 630 | 0 | (146) | |
| Zugänge (inkl. erstmaliger Klassifizierung als Level 3) | 34 | 271 | 0 | 43 | 0 |
| Erfolgswirksam erfasste Wertminderungen (inkl. Abgangsverluste) | n.a. | (346) | 0 | 0 | (18) |
| Erfolgswirksam erfasste Werterhöhungen (inkl. Abgangsgewinne) | n.a. | 492 | 0 | 44 | 46 |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste negative Wertänderungen | (5) | n.a. | n.a. | n.a. | n.a. |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste positive Wertänderungen | 64 | n.a. | n.a. | n.a. | n.a. |
| Abgänge | (20) | 0 | n.a. | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Kursdifferenzen | 0 | 3 | 0 | (1) | 0 |
| BUCHWERT ZUM 30. JUNI 2020 | 401 | 1.050 | 0 | 86 | (118) |
Bei den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis
bewerteten Eigenkapitalinstrumenten der sonstigen finanziellen Vermögenswerte handelt
es sich mit einem Buchwert von 394 Mio. € um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis
der besten verfügbaren Informationen zum Abschluss-Stichtag vollzogen wird. Die größte
Relevanz misst die Deutsche Telekom dabei grundsätzlich Transaktionen über Anteile
an den betreffenden Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem werden Transaktionen über
Anteile an vergleichbaren Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche Informationen
für die Bewertung verwendet werden, ist sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen Transaktion
zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die Transaktion zu marktüblichen
Konditionen vollzogen wurde. Außerdem ist hierbei der Grad der Ähnlichkeit zwischen
Bewertungsobjekt und vergleichbarem Unternehmen zu berücksichtigen. Nach Einschätzung
der Deutschen Telekom sind die beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag
hinreichend zuverlässig bestimmbar. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode
verweisen wir auf die vorstehende Tabelle. Am Abschluss-Stichtag waren Beteiligungen
mit einem Buchwert von 35 Mio. € zur Veräußerung gehalten, für die übrigen bestand
keine Verkaufsabsicht. Bei Beteiligungen mit einem Buchwert von 240 Mio. € fanden
in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag Transaktionen über Anteile
dieser Unternehmen zu marktüblichen Konditionen statt, weshalb die dort vereinbarten
Anteilspreise unangepasst für die Bewertung zum 30. Juni 2020 heranzuziehen waren.
Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 64 Mio. € entspricht nach Analyse der operativen
Entwicklung (insbesondere Umsatzerlöse, EBIT und Liquidität) der bisherige Buchwert
dem aktuellen beizulegenden Zeitwert. Aufgrund besserer Vergleichbarkeit sind frühere
marktübliche Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen neueren Transaktionen über
Anteile gleichartiger Unternehmen vorzuziehen. Für Beteiligungen mit einem Buchwert
von 90 Mio. €, bei denen die letzten marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser
Unternehmen schon weiter in der Vergangenheit liegen, repräsentiert eine Bewertung
auf Basis von in größerer zeitlicher Nähe vollzogenen marktüblichen Transaktionen
über Anteile gleichartiger Unternehmen den beizulegenden Zeitwert am zuverlässigsten.
Hierbei wurden Multiples auf die Bezugsgröße erwartete Umsatzerlöse (Bandbreite von
1,6 bis 8,4) angewendet. Entsprechend den individuellen Gegebenheiten wurde bei den
Multiples das 25 %-Quantil, der Median oder das 75 %-Quantil verwendet. Wären für
die Multiples und für die erwarteten Umsatzerlöse andere Werte verwendet worden, hätten
sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten)
sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Weiterhin sind mit einem Buchwert von
in Euro umgerechnet 7 Mio. € nicht wesentliche Einzeltitel enthalten, deren Wertschwankungen
von untergeordneter Bedeutung sind.
Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen
Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 1.050 Mio.
€ um in von T‑Mobile US emittierte Anleihen eingebettete Optionen. Die durch T‑Mobile
US jederzeit ausübbaren Optionen ermöglichen die vorzeitige Tilgung der Anleihen zu
festgelegten Ausübungspreisen. Für die Anleihen als Gesamtinstrumente sind zwar regelmäßig
und auch am Abschluss-Stichtag beobachtbare Marktpreise verfügbar, nicht jedoch für
die darin eingebetteten Optionen. Diese Kündigungsrechte werden mithilfe eines Optionspreismodells
bewertet. Dabei werden historische Zinsvolatilitäten von Anleihen der T‑Mobile US
und vergleichbarer Emittenten verwendet, da sie zum Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren
Schätzwert als aktuelle Marktvolatilitäten darstellen. Die ebenfalls nicht beobachtbare
Spread-Kurve wurde auf Basis aktueller Marktpreise von Anleihen der T‑Mobile US und
Schuldinstrumenten vergleichbarer Emittenten ermittelt. Zum aktuellen Abschluss-Stichtag
wurden für die verschiedenen Rating-Stufen der Anleihen folgende Zinsvolatilitäten
und Spreads verwendet:
| Zinsvolatilität (absoluter Wert) | Spread (Restlaufzeit der Anleihen) | Spread (kürzerfristiger Bereich) | |
| BBB+ | 0,1% - 1,0% | 1,3% - 2,2% | 0,9% - 1,1% |
| BBB- | 0,3% - 2,1% | 1,7% - 2,8% | 1,1% - 1,5% |
| BB | 1,7% - 2,3% | 3,1% - 3,8% | 2,8% - 2,9% |
Für den ebenso nicht beobachtbaren Eingangsparameter Mean Reversion wurden jeweils
10 % verwendet. Die verwendeten Werte stellen nach unserer Einschätzung den jeweils
besten Schätzwert dar. Wären für die Zinsvolatilität, die Spread-Kurve und für die
Mean Reversion andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte
errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der nachfolgenden
Tabelle dargestellt. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im
Bestand befindlichen Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im sonstigen Finanzergebnis
ein Nettoergebnis (Ertrag) von in Euro umgerechnet 241 Mio. € für unrealisierte Gewinne
erfasst. Im Berichtszeitraum wurde eine Option ausgeübt und die betreffende Anleihe
vorzeitig gekündigt. Im Zeitpunkt der Kündigung wurde die Option mit ihrem gesamten
Buchwert von in Euro umgerechnet 20 Mio. € aufwandswirksam ausgebucht. Zur Entwicklung
der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf die obenstehende Tabelle verwiesen.
Die im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfassten Wertänderungen waren im Wesentlichen
auf Bewegungen der bewertungsrelevanten Zinssätze und historischen absoluten Zinsvolatilitäten
zurückzuführen. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse
von Finanzinstrumenten.
| in Mio. € | Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis | Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte | Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: Aktienoptionen | Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte | Derivative finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte |
| Multiple nächst höheres Quantil | 43 | ||||
| Multiple nächst niedrigeres Quantil | (31) | ||||
| Erwartete Umsatzerlöse +10 % | 3 | ||||
| Erwartete Umsatzerlöse -10 % | (6) | ||||
| Zinsvolatilitätb +10 % | 75 | ||||
| Zinsvolatilitätb -10 % | (78) | ||||
| Spread-Kurvec +100 Basispunkte | (361) | ||||
| Spread-Kurvec -100 Basispunkte | 543 | ||||
| Mean Reversiond +100 Basispunkte | (23) | ||||
| Mean Reversiond -100 Basispunkte | 24 | ||||
| Zukünftige Energiepreise +10 % | 36 | 48 | |||
| Zukünftige Energiepreise -10 % | (37) | (48) | |||
| Zukünftige Energieproduktionsmenge +5 % | 16 | 4 | |||
| Zukünftige Energieproduktionsmenge -5 % | (16) | (4) | |||
| Zukünftige Preise für Renewable Energy Creditse +100 % | 15 | 22 | |||
| Zukünftige Preise für Renewable Energy Creditse von Null | (15) | (22) | |||
| Aktienkursvolatilitätf +10 % | 87 | ||||
| Aktienkursvolatilitätf -10 % | (87) |
a
Veränderung des betreffenden Eingangsparameters unter der Annahme, dass alle übrigen
Eingangsparameter unverändert sind.
b
Die Zinsvolatilität gibt das Ausmaß der Zinsänderungen im Zeitablauf an (relative
Änderung). Je größer die Zinsbewegungen, desto höher die Zinsvolatilität.
c
Die Spread-Kurve zeigt für die jeweiligen Laufzeiten die Differenz zwischen von T-Mobile
US zu bezahlenden Zinsen und Zinsen auf US-amerikanische Bundesanleihen.
d
Als Mean Reversion wird die Annahme bezeichnet, dass sich die Zinsen nach einer Änderung
wieder zu ihrem Mittelwert zurückbewegen. Je höher der gewählte Wert (Mean Reversion
Speed), desto schneller wird im Bewertungsmodell zum Mittelwert zurückgekehrt.
e
Die Renewable Energy Credits sind US-amerikanische Emissionszertifikate.
f
Die Aktienkursvolatilität gibt die Schwankungsbreite des Basiswertes über die Restlaufzeit
einer Option an.
Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen
Verbindlichkeiten handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet minus
118 Mio. € um Stromtermingeschäfte (Energy Forward Agreements), die in von der T‑Mobile
US abgeschlossene Verträge eingebettet sind. Dies gilt entsprechend für derivative
finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 86 Mio. €. Diese
Verträge bestehen aus jeweils zwei Komponenten, dem Energy Forward Agreement und dem
Erwerb von Renewable Energy Credits durch T‑Mobile US. Die Verträge wurden seit 2017
mit Energieproduzenten geschlossen und haben Laufzeiten von 12 bis 20 Jahren ab jeweiligem
kommerziellem Produktionsbeginn. Für vier Energy Forward Agreements hat der kommerzielle
Produktionsbeginn bereits stattgefunden, für die übrigen wird er zwischen 2020 und
2021 erwartet. Der jeweilige Erfüllungszeitraum des separat als Derivate bilanzierten
Energy Forward Agreements startet ebenfalls bei kommerziellem Produktionsbeginn. Unter
den Energy Forward Agreements erhält T‑Mobile US während des Erfüllungszeitraums variable
Beträge basierend auf der tatsächlichen Produktionsmenge des Energieproduzenten und
dann aktuellen Energiepreisen und bezahlt feste Beträge je produzierter Energieeinheit.
Die Energy Forward Agreements werden mangels beobachtbarer Marktpreise mittels Bewertungsmodellen
bewertet. Der Wert der Derivate wird wesentlich beeinflusst von der künftigen Produktionsmenge
des Energieproduzenten, die T‑Mobile US zum Abschluss-Stichtag mit 4.230 Gigawattstunden
pro Jahr veranschlagt hat. Der Wert der Derivate wird außerdem wesentlich beeinflusst
von den künftigen Energiepreisen, die für den Zeitraum jenseits von etwa fünf Jahren
nicht beobachtbar sind. Des Weiteren wird der Wert der Derivate wesentlich beeinflusst
von den ebenfalls nicht beobachtbaren künftigen Preisen für Renewable Energy Credits.
Für den nicht beobachtbaren Zeitraum hat T‑Mobile US on-peak-Energiepreise (Energiepreise
für Zeiten relativ hoher Energienachfrage) zwischen in Euro umgerechnet 14,89 €/MWh
und 60,69 €/MWh und off-peak-Energiepreise (Energiepreise für Zeiten relativ niedriger
Energienachfrage) zwischen in Euro umgerechnet 8,84 €/MWh und 40,79 €/MWh verwendet.
Für das on-peak/off-peak-Verhältnis wurde ein Wert von durchschnittlich 50 % verwendet.
Die verwendeten Werte stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten Schätzwert
dar. Wären für die künftigen Energiepreise, für die künftige Energieproduktionsmenge
und für die künftigen Preise der Renewable Energy Credits andere Werte verwendet worden,
hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen
(Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle dargestellt. Aus der Level 3-Bewertung
wurde in der Berichtsperiode im sonstigen betrieblichen Ergebnis ein Nettoergebnis
(Ertrag) von in Euro umgerechnet 73 Mio. € für unrealisierte Gewinne der Derivate
erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf die entsprechende
Tabelle verwiesen. Die Wertänderungen im Berichtszeitraum sind im Wesentlichen auf
Veränderungen der beobachtbaren und der nicht beobachtbaren Energiepreise sowie auf
Zinseffekte zurückzuführen. Bestandserhöhend wirkte, dass im Zuge des Zusammenschlusses
mit Sprint zwei in 2019 von Sprint abgeschlossene Verträge mit einem Buchwert von
in Euro umgerechnet 43 Mio. € als finanzielle Vermögenswerte eingebucht wurden. Aufgrund
ihrer Eigenart bilden die Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Nach
Einschätzung der T‑Mobile US wurden die Verträge zu aktuellen Marktkonditionen geschlossen,
und bei der Bewertung wurden die am besten geeigneten Werte für die nicht beobachtbaren
Eingangsparameter verwendet. Der Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug jeweils
Null. Weil nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung
der Derivate haben, wurde - mit Ausnahme der nachfolgend erläuterten, von Sprint abgeschlossenen
Verträge - im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung jeweils
ergebende Betrag nicht bilanziert. Vielmehr werden diese Beträge über den Zeitraum
der kommerziellen Energieproduktion linear ertragswirksam amortisiert (in Euro umgerechnet
jährlich insgesamt 13 Mio. €). Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der periodischen
Bewertung der Derivate mit dem jeweiligen Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern.
Alle Beträge aus der Derivatebewertung werden je Vertrag sowohl in der Bilanz (derivative
finanzielle Vermögenswerte bzw. derivative finanzielle Verbindlichkeiten) als auch
in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige
betriebliche Erträge) saldiert. Die Entwicklung des noch in der Gewinn- und Verlustrechnung
zu amortisierenden Betrags in der Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu
entnehmen.
Auch bei den von Sprint abgeschlossenen Verträgen haben nicht beobachtbare Eingangsparameter
wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Derivate. Aufgrund der Vorschriften für
Unternehmenszusammenschlüsse wurden jedoch am 1. April 2020 die sich bei der Bewertung
jeweils ergebenden Beträge als derivative finanzielle Vermögenswerte erfasst, weshalb
für diese Verträge keine noch zu amortisierenden Beträge existieren. An den nachfolgenden
Abschluss-Stichtagen werden die Effekte aus der periodischen Bewertung der Derivate
in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen
bzw. sonstige betriebliche Erträge) erfasst.
In den Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerten sind derivative finanzielle
Vermögenswerte enthalten, die aus im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen
zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US resultieren. Die jederzeit ausübbaren Aktienoptionen
haben eine Laufzeit bis 2024, können teilweise zu festen sowie teilweise zu variablen
Kaufpreisen ausgeübt werden und werden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet.
Dabei werden neben dem am Markt beobachtbaren Aktienkurs und den risikolosen Zinssätzen
auch durchschnittliche, aus historischen und aktuellen Werten abgeleitete Aktienkursvolatilitäten
der T‑Mobile US und vergleichbarer Unternehmen verwendet, da diese zum Abschluss-Stichtag
einen zuverlässigeren Schätzwert für diesen Input-Parameter darstellen als ausschließlich
aktuelle Marktvolatilitäten. Der zum aktuellen Abschluss-Stichtag für die Aktienkursvolatilität
verwendete absolute Wert lag bei 28,5 %. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente
eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Der Transaktionspreis bei Vertragsschluss
betrug Null. Weil nicht beobachtbare Input-Parameter wesentlichen Einfluss auf die
Bewertung der Optionen haben, wurde im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung der sich
bei der Bewertung ergebende Fair Value von in Euro umgerechnet 982 Mio. € nicht bilanziert.
Vielmehr wird dieser Betrag über die Laufzeit der Optionen ertragswirksam amortisiert.
Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der periodischen Bewertung der Optionen
mit dem Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern. Alle Beträge aus
der Optionsbewertung werden sowohl in der Bilanz (sonstige derivative finanzielle
Vermögenswerte), als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstiges Finanzergebnis)
saldiert. Der Buchwert zum Abschluss-Stichtag betrug Null. Die Wertänderungen im Berichtszeitraum
sind im Wesentlichen auf Veränderungen des Aktienkurses sowie des risikolosen Zinses
zurückzuführen. Die Entwicklung des noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu amortisierenden
Betrags in der Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
| in Mio. € | Energy Forward Agreements | Aktienoptionen |
| Bewertung bei erstmaliger Erfassung | 178 | 982 |
| Bewertung bei erstmaliger Erfassung (Zugänge im Berichtszeitraum) | 0 | 0 |
| In Vorperioden ertragswirksam amortisierte Beträge | (9) | 0 |
| In der aktuellen Berichtsperiode ertragswirksam amortisierte Beträge | (5) | (37) |
| Kursdifferenzen | 4 | 2 |
| NICHT AMORTISIERTE BETRÄGE ZUM 30. JUNI 2020 | 168 | 947 |
Für die in Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis
oder zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie Ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen stellt das Kreditrisiko
der jeweiligen Gegenpartei den wesentlichen Einflussfaktor bei der Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts dar. Wären zum Abschluss-Stichtag um 1 % höhere (niedrigere)
Ausfallraten anzusetzen gewesen, so wären bei unveränderten Bezugsgrößen die beizulegenden
Zeitwerte der Instrumente um 1 % niedriger (höher) gewesen.
In den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sind derivative finanzielle
Vermögenswerte mit einem in Euro umgerechneten Buchwert von 19 Mio. € sowie derivative
finanzielle Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von minus 8 Mio. € enthalten, die
aus von Dritten erworbenen bzw. an Dritte gewährten Optionen zum Kauf von Unternehmensanteilen
resultieren. Aus diesen Einzelsachverhalten sind keine wesentlichen Wertschwankungen
zu erwarten. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente jeweils eine eigene
Klasse von Finanzinstrumenten.
Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden im Insolvenzfall sämtliche mit dem
betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden
Zeitwert aufgerechnet, und es verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung
bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet
und ausgeglichen. Von Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der
Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente,
aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die Deutsche Telekom
frei verfügbare Barmittel im Rahmen von Collateralverträgen in Höhe von 2.809 Mio.
€ (31. Dezember 2019: 1.273 Mio. €). Hierdurch wurde das Ausfallrisiko um 2.806 Mio.
€ (31. Dezember 2019: 1.207 Mio. €) reduziert, da den erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals)
am Abschluss-Stichtag in dieser Höhe entsprechende Nettoderivatepositionen gegenüberstehen.
Für die derivativen Finanzinstrumente mit positivem beizulegenden Zeitwert, deren
Buchwert zum Abschluss-Stichtag 3.443 Mio. € (31. Dezember 2019: 1.703 Mio. €) betrug,
bestand aufgrund dieser Vereinbarungen zum 30. Juni 2020 ein maximales Ausfallrisiko
in Höhe von 84 Mio. € (31. Dezember 2019: 49 Mio. €).
An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven
bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht
der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die Deutsche Telekom im Rahmen
von Collateralverträgen zum Abschluss-Stichtag Barsicherheiten in Höhe von 27 Mio.
€ (31. Dezember 2019: 564 Mio. €). Den gezahlten Barsicherheiten stehen am Abschluss-Stichtag
in Höhe von 27 Mio. € (31. Dezember 2019: 554 Mio. €) entsprechende Nettoderivatepositionen
gegenüber, weshalb sie in dieser Höhe keinen Ausfallrisiken unterlagen.
Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten
bilden die erhaltenen (gezahlten) Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen
Verbindlichkeiten (Vermögenswerten). Darüber hinaus existieren keine wesentlichen,
das maximale Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindernden Vereinbarungen.
Das maximale Ausfallrisiko der übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht somit
deren Buchwert.
Zu den Energy Forward Agreements, für die keine Sicherheiten gestellt werden, wird
auf vorstehende Ausführungen verwiesen. Darüber hinaus existiert kein Ausfallrisiko
aus im Bestand befindlichen eingebetteten Derivaten.
Für die von Dritten erhaltenen Optionen auf Aktien eines Tochterunternehmens der
Deutschen Telekom sowie andere Unternehmensanteile bestehen keine Sicherheiten (siehe
oben).
Zu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 beschriebenen Angaben über Beziehungen
zu nahestehenden Unternehmen und Personen ergaben sich bis zum 30. Juni 2020 keine
wesentlichen Änderungen.
Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG hat in seiner Sitzung am 22. Mai 2019 beschlossen,
den Vorstandsbereich "Datenschutz, Recht und Compliance" (DRC) als Organisation mit
Wirkung zum 31. Dezember 2019 aufzulösen. Die Bereiche Revision und Risiko-Management
wurden dem Vorstandsbereich "Finanzen" zugeordnet. Die Bereiche Datenschutz, Recht
und Compliance wurden dem Ressort "Personal" zugeordnet und werden durch Frau Dr.
Claudia Junker geführt, die als General Counsel und Generalbevollmächtigte unmittelbar
an Frau Birgit Bohle berichtet. Frau Birgit Bohle führt das erweiterte Ressort "Personal
und Recht" seit dem 1. Januar 2020. Herr Dr. Thomas Kremer ist altersbedingt mit Wirkung
zum 31. März 2020 aus dem Konzern ausgeschieden. Bis zu seinem Ausscheiden hat Herr
Dr. Kremer den Übergang in die neuen Strukturen im Rahmen einer Transitionsaufgabe
begleitet.
Herr Dr. Dirk Wössner, Vorstandsmitglied für das Ressort "Deutschland", hatte dem
Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG Anfang dieses Jahres mitgeteilt, dass er seinen
zum 31. Dezember 2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Am 18. Juni 2020
hat der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG Herrn Srini Gopalan, bisher verantwortlich
für den Vorstandsbereich "Europa", mit Wirkung zum 1. November 2020 zum neuen Vorstand
für das Ressort "Deutschland" bestellt. Herr Dr. Wössner hat sein Mandat mit Ablauf
des 31. Oktober 2020 niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat die Suche nach einem Nachfolger
für das Vorstandsressort "Europa" im Rahmen eines strukturierten Nachfolgeprozesses
eingeleitet.
Neuaufstellung des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden im operativen
Segment Deutschland. Mit Wirkung zum 1. Juli 2020 wurde im operativen Segment Deutschland
eine neue Einheit für Geschäftskunden etabliert. Hierzu sind die zuvor im operativen
Segment Systemgeschäft erfassten "TC Services" und "Classified ICT", mit Ausnahme
einiger Aktivitäten im Bereich des Classified IT-Projektgeschäfts, im Rahmen eines
Abspaltungs- und Übernahmevertrages auf eine neue 100 %ige Tochtergesellschaft der
Telekom Deutschland GmbH im operativen Segment Deutschland übertragen worden. Zudem
sollen zum 1. Oktober 2020 die bisher im operativen Segment Europa bzw. im Segment
Group Headquarters & Group Services ausgewiesenen Teilbereiche Telekom Global Carrier
(TGC) bzw. Network Infrastructure (NWI), die zusammen den als "Deutsche Telekom Global
Carrier" (DTGC) bezeichneten Geschäftsbereich bilden, im Wege der Ausgliederung von
der Deutschen Telekom AG auf die Telekom Deutschland GmbH übertragen werden. Dem entsprechenden
Ausgliederungs- und Übernahmevertrag hat die Hauptversammlung der Deutschen Telekom
AG am 19. Juni 2020 bereits mit der erforderlichen qualifizierten Mehrheit zugestimmt.
Im Zuge dieser Transaktionen werden die den Geschäftsbereichen zugeordneten Vermögenswerte
und Schulden in das operative Segment Deutschland übertragen. Mit diesem Schritt verfolgt
die Deutsche Telekom konsequent die Konzernstrategie im Bereich "Führend bei Geschäftskunden-Produktivität".
Veräußerung des Sprint-Prepaid-Geschäfts. Für die Struktur der neuen T‑Mobile US
ist zu berücksichtigen, dass mit dem US-amerikanischen Justizministerium Department
of Justice (DoJ) eine Vereinbarung unter Auflagen geschlossen wurde, wonach Sprint
sein Prepaid-Geschäft an den Satelliten-TV-Betreiber DISH für rund 1,4 Mrd. US‑$ (1,3
Mrd. €) abgibt. Die Veräußerung des Prepaid-Geschäfts von Sprint umfasst rund 9,4
Millionen Kunden. Zudem sieht die Vereinbarung vor, dass ein Teil des 800 MHz-Spektrums
von Sprint an DISH für rund 3,6 Mrd. US‑$ (3,2 Mrd. €) verkauft werden soll. Zum 1.
Juli 2020 wurde die Auflage der US-Behörden zur Veräußerung des Prepaid-Geschäfts
von Sprint erfüllt sowie die Vereinbarung zur Veräußerung von Spektrum an DISH fristgerecht
bestätigt.
Beendigung der 5G-Frequenzauktion in den Niederlanden. Die zum operativen Segment
Group Development gehörende T‑Mobile Netherlands hat im Rahmen der am 21. Juli 2020
beendeten ersten 5G-Auktion in den Niederlanden Frequenzen in den Frequenzbereichen
700, 1.500 und 2.100 MHz für einen Betrag von 0,4 Mrd. € ersteigert.
Weitere Informationen zu Frequenzvergaben finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches
Umfeld" im Konzern-Zwischenlagebericht.
Vorzeitige Tilgung von USD-Anleihen durch T‑Mobile US. Am 4. Juli 2020 hat T‑Mobile
US Anleihen ("Senior Notes") mit einem Zinssatz von 6,500 %, einer Laufzeit bis 2024
und einem Gesamtvolumen von 1,0 Mrd. US‑$ vorzeitig getilgt.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahres-Finanzberichterstattung der Konzern-Halbjahresabschluss ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bonn, den 13. August 2020
Deutsche Telekom AG
Der Vorstand
| Timotheus Höttges | |||
| Adel Al-Saleh | Birgit Bohle | Srini Gopalan | Dr. Christian P. Illek |
| Thorsten Langheim | Claudia Nemat | Dr. Dirk Wössner |
An die Deutsche Telekom AG, Bonn
Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzern-Zwischenlagebericht
der Deutsche Telekom AG, Bonn, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020, die
Bestandteile des Halbjahres-Finanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und
dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und
des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Frankfurt am Main, den 13. August 2020
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Dr. Peter Bartels | Thomas Tandetzki |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Für Begriffserklärungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2019 und das darin
enthaltene Glossar.
Dieser Bericht (v. a. das Kapitel "Prognose") enthält zukunftsbezogene Aussagen,
welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich
zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter "erwarten",
"davon ausgehen", "annehmen", "beabsichtigen", "einschätzen", "anstreben", "zum Ziel
setzen", "planen", "werden", "erstreben", "Ausblick" und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet
und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für
Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA AL oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen.
Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und
Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen
Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind
und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Dazu
gehören u. a. auch der Fortschritt, den die Deutsche Telekom mit den personalbezogenen
Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die Auswirkungen anderer bedeutender strategischer
und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften
sowie von Unternehmenszusammenschlüssen.
Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen,
sind Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb,
der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten
und aufsichtsrechtliche Entwicklungen.
Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten
sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so
können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen
abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche
Telekom kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht
werden.
Die Deutsche Telekom lehnt - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen
- jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch
Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge
ab. Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom alternative
Leistungskennzahlen vor, z. B. EBITDA, EBITDA AL, EBITDA AL-Marge, bereinigtes EBITDA,
bereinigtes EBITDA AL, bereinigte EBITDA ALMarge, bereinigtes EBIT, bereinigte EBIT-Marge,
bereinigter Konzernüberschuss/(-fehlbetrag), Free Cashflow, Free Cashflow AL sowie
Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften
sind.
Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten
Angaben zu sehen. Alternative Leistungskennzahlen unterliegen weder den IFRS noch
anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen
diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zugrunde.
Weitere Informationen zu alternativen Leistungskennzahlen finden Sie im Geschäftsbericht
2019, Kapitel "Konzernsteuerung" sowie auf der Website der Deutschen Telekom.
Die Zahlenangaben in diesem Bericht wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu
führen, dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.
In unserem Konzern-Zwischenbericht (PDF und Online) verweisen wir mittels Hinweisen
bzw. Verlinkungen auf Internet-Seiten mit weiterführenden Informationen außerhalb
des Konzern-Zwischenberichts. Dies erfolgt lediglich ergänzend und dient ausschließlich
dem vereinfachten Zugang zu diesen Informationen. Wir weisen darauf hin, dass diese
Informationen nicht Bestandteil des Konzern-Zwischenberichts sind.
| 13. August 2020 | 12. November 2020 | 26. Februar 2021 | 7. April 2021 |
| Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 30. Juni 2020 | Veröffentlichung des Konzern Zwischenberichts zum 30. September 2020 | Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2020 und Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2020 | Hauptversammlung 2021 |
Bei allen Terminen Änderungen vorbehalten.
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Der Konzern-Zwischenbericht 1. Januar bis 30. Juni 2020 ist eine Veröffentlichung
der Deutschen Telekom AG und liegt auch in englischer Sprache vor. Im Zweifelsfall
ist die deutsche Version maßgeblich.
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