Deutsche Telekom AGBonnQ3 Zwischenbericht 20219M 20211. Januar bis 30. SeptemberDie Finanzdaten des Konzerns auf einen Blickscrollen scrollen
a Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als
vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die
Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der
Werte der Berichtsperiode mit den
Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur
Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im
Konzern-Zwischenabschluss.
scrollen
a Inkl. Wholesale-Kunden der T-Mobile US.
Die Zahlenangaben im vorliegenden Bericht wurden
kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen,
dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe
addieren. Veränderungen wurden auf Basis der genaueren
Millionenwerte berechnet.
An unsere AktionäreDie Deutsche Telekom auf einen BlickKonzernumsatzscrollen
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse)scrollen
EBITscrollen
Konzernüberschussscrollen
Eigenkapitalquotescrollen
Netto-Finanzverbindlichkeitenscrollen
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum)scrollen
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)¹scrollen
→ Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
"Geschäftsentwicklung des Konzerns" im
Konzern-Zwischenlagebericht.
Wichtige Ereignisse im dritten Quartal 2021→ Weitere Informationen zu diesen und weiteren
Ereignissen finden Sie in unseren Medieninformationen.
Unternehmens- und sonstige TransaktionenStrategische Maßnahmen zur langfristigen Sicherung
der unternehmerischen Kontrolle an T‑Mobile US. Am 6.
September 2021 hat die Deutsche Telekom, wie auf dem
Kapitalmarkttag 2021 angekündigt, strategische
Maßnahmen ergriffen, um ihre Beteiligung an
T‑Mobile US zu erhöhen und damit langfristig die
bestehende unternehmerische Kontrolle über das
US-Unternehmen sowie die Vollkonsolidierung zu sichern.
Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US
durch Vereinbarung mit SoftBank als neuem Aktionär und
strategischem Partner. Entsprechend der am 6. September
2021 zwischen der Deutschen Telekom und SoftBank
abgeschlossenen Vereinbarung hat die Deutsche Telekom am
28. September 2021 insgesamt rund 45,4 Mio. T‑Mobile
US-Aktien von SoftBank erworben. Im Gegenzug erhielt
SoftBank 225 Mio. neue Aktien an der Deutschen Telekom AG
im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage unter
Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2017 und ist somit mit
rund 4,5 % an der Deutschen Telekom AG beteiligt. Die
Deutsche Telekom hat durch die Transaktion ihren Anteil an
T‑Mobile US um 3,6 Prozentpunkte erhöht und
hält zum 30. September 2021 46,8 % der Anteile. Zur
weiteren Erhöhung ihres Anteils an T‑Mobile US
erwägt die Deutsche Telekom darüber hinaus den
Kauf von weiteren rund 20 Mio. T‑Mobile US-Aktien,
finanziert durch einen Teil der erwarteten
Barmittelzuflüsse aus der vereinbarten
Veräußerung der T‑Mobile Netherlands. Nach
Abschluss dieser Transaktionen wird der Kapitalanteil an
T‑Mobile US bei rund 48,4 % liegen. Deutsche Telekom
und SoftBank haben außerdem eine Vereinbarung
über eine neue strategische Partnerschaft getroffen,
durch die die Deutsche Telekom zu einem wichtigen
europäischen Partner im Ökosystem von SoftBank
wird.
Vereinbarte Veräußerung der T‑Mobile
Netherlands. Ebenfalls am 6. September 2021 haben die
Deutsche Telekom und Tele2 mit WP/AP Telecom Holdings IV
eine Vereinbarung zum Verkauf unserer Tochtergesellschaft
T‑Mobile Netherlands unterzeichnet. Der
Barmittelzufluss wird voraussichtlich ca. 3,8 Mrd. €
betragen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt von
behördlichen Genehmigungen und weiterer
Vollzugsbedingungen.
Erwerb von Shentel. Am 28. Mai 2021 wurde zwischen
T‑Mobile US und Shentel ein Kaufvertrag über den
Erwerb von Vermögenswerten und Schulden im direkten
Zusammenhang mit dem Mobilfunk-Geschäftsbetrieb von
Shentel unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 1. Juli
2021 vollzogen. Der vorläufige Kaufpreis beträgt
1,9 Mrd. US‑$ (1,6 Mrd. €).
Veräußerung der Telekom Romania
Communications. Am 6. November 2020 hat OTE mit Orange
Romania eine Vereinbarung über die
Veräußerung ihres 54-prozentigen Anteils an der
Telekom Romania Communications, die das rumänische
Festnetz-Geschäft betreibt, an Orange Romania
geschlossen. Die Transaktion wurde am 30. September 2021
nach Genehmigung durch die zuständigen Behörden
vollzogen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 296 Mio.
€.
→ Weitere Informationen zu den genannten
Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im
Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung" im
Konzern-Zwischenlagebericht sowie in den Abschnitten
"Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den
Konsolidierungskreis" bzw. "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im
Konzern-Zwischenabschluss.
T‑Mobile USRating. Im August 2021 haben alle drei großen
Rating-Agenturen das jeweilige Rating für unsere
Tochtergesellschaft T‑Mobile US angehoben. Die
Ratings verbesserten sich wie folgt: Moody's: von Ba2 auf
Ba1, Standard & Poor's: von BB auf BB+, Fitch: von BB+
auf BBB-.
Cyberangriff auf T‑Mobile US. Im August 2021
bestätigte T-Mobile US, Opfer eines kriminellen
Cyberangriffs geworden zu sein, von dem Daten von Millionen
bestehender, ehemaliger und potenzieller Kunden aus ihren
Systemen betroffen waren. Mit Unterstützung externer
Fachleute für Cybersicherheit hat T-Mobile US die
Sicherheitslücke für einen unbefugten Zugang zu
ihren Systemen lokalisiert und geschlossen. Es wurden die
Kunden ermittelt, deren Daten betroffen waren, und
entsprechend der bestehenden bundesstaatlichen und
nationalen Vorgaben über den Vorfall informiert.
T-Mobile US hat eine Reihe weiterer Maßnahmen
ergriffen, um ihre ständigen Anstrengungen und ihr
Engagement für die Themen Datenschutz und -sicherheit
zu bekräftigen. Die durchgeführten forensischen
Ermittlungen sind mittlerweile abgeschlossen und T-Mobile
US ist überzeugt, einen umfassenden Überblick
über die gestohlenen Daten erlangt zu haben.
Investitionen in NetzeNetzausbau in Deutschland. Im dritten Quartal 2021 haben
wir zusätzlich über 1.000 Standorte für 5G
gerüstet. Damit ist unser 5G-Netz für 87,3 % der
Haushalte in Deutschland verfügbar. In über 90
Städten ist 5G nun mit einer Frequenz von 3,6
Gigahertz verfügbar. Zudem haben wir im dritten
Quartal 2021 eine LTE-Abdeckung von 98,9 % der deutschen
Haushalte erreicht.
Zum Ende des dritten Quartals 2021 haben rund 2,9 Mio.
Haushalte in Deutschland die Möglichkeit einer
direkten Anbindung an unser Glasfasernetz (FTTH, FTTB). Im
dritten Quartal 2021 haben wir 435 Neubaugebiete, darunter
44 Gewerbegebiete, mit Glasfaser erschlossen. Nachdem wir
bereits im März und Juni 2021 unsere Ambition für
den FTTH-Ausbau, u. a. in Berlin, Hamburg, Frankfurt am
Main, Düsseldorf und München verkündet
hatten, gaben wir im September unsere Ziele für das
Saarland bekannt. Dort sollen bis Ende 2028 über
120.000 Haushalte und Unternehmensstandorte mit direkten
Glasfaser-Anschlüssen bis ins Haus versorgt werden.
Netzausbau in den USA. Zum Ende des dritten Quartals
2021 versorgte T‑Mobile US 190 Mio. Menschen in den
USA mit "Ultra Capacity 5G" im 2,5 GHz-Band und
Millimeterwellen-Bereich (mmWave). Gleichzeitig wird die
Erweiterung des 5G-Netzes auf Basis des 600 MHz-Spektrums
vorangetrieben, worüber bereits ca. 308 Mio. Menschen
in den USA erreicht werden.
Netzausbau in Europa. Auch in unseren europäischen
Landesgesellschaften haben wir den Netzausbau im dritten
Quartal 2021 kontinuierlich vorangetrieben. In Griechenland
ermöglichen wir z. B. mit dem landesweit
größten Glasfasernetz 480.000 Haushalten und
Unternehmen Zugang zu FTTH. In der Slowakei hat Slovak
Telekom mit mehr als 800.000 Haushalten einen weiteren
Meilenstein bei der Abdeckung ihres eigenen Glasfasernetzes
erreicht. Zum Ende des dritten Quartals 2021 haben rund 6,7
Mio. Haushalte in unseren Landesgesellschaften die
Möglichkeit, eine direkte Anbindung an unser schnelles
Glasfasernetz mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s zu
buchen. In Kroatien erreicht Hrvatski Telekom als
führender Betreiber bei der Entwicklung von 5G-Netzen
und -Diensten mit insgesamt 600 5G-Basisstationen bereits 2
Mio. Menschen mit seinem 5G-Netz und hat mit dem im August
2021 ersteigerten Spektrum die Voraussetzungen geschaffen,
seine Führungsposition weiter auszubauen. In Polen ist
im September 2021 die 3.000ste 5G-Basisstation von
T‑Mobile Polska in Betrieb gegangen. Abgeschaltet hat
T‑Mobile Polska Ende September 2021 Frequenzen im
3G-Netz, um die frei werdenden Frequenzen für die
schnelleren und leistungsfähigeren Dienste LTE/4G und
5G zu nutzen. Zum Ende des dritten Quartals 2021 versorgten
wir in unseren europäischen Ländern 97,9 % der
Bevölkerung mit LTE und erreichten damit insgesamt
rund 109 Mio. Einwohner.
Unwetter und Hochwasser in DeutschlandMitte Juli 2021 hat ein Unwettertief in Deutschland mit
Starkregenereignissen zu Hochwasser- und Flutkatastrophen
geführt. In einer Reihe von Städten und
Gemeinden, vorwiegend in Nordrhein-Westfalen und
Rheinland-Pfalz, hat die Infrastruktur wie Straßen,
Strom- und Telekommunikationsleitungen, Vermittlungsstellen
oder Mobilfunk-Standorte erhebliche Beschädigungen
erlitten. In den ersten Tagen und Wochen danach lag der
Fokus der Aktivitäten auf der Wiedererrichtung des
Mobilfunknetzes, um Menschen vor Ort und
Katastrophen-Helfer*innen erreichbar zu machen sowie die
Wiederaufbauphase im Festnetz zu überbrücken. Um
die betroffenen Bewohner*innen schnell zu
unterstützen, hat die Deutsche Telekom u. a. rund
5.000 Mobiltelefone einschließlich SIM-Karten,
Powerbanks und Schnellstarter Pakete kostenlos zur
Verfügung gestellt. Zudem arbeitet die Telekom daran,
das Festnetz so schnell wie möglich wieder aufzubauen.
Die mobile Versorgung war bereits Ende Juli in den
betroffenen Gebieten wiederhergestellt. Seitdem werden die
Kapazitäten kontinuierlich und bedarfsgerecht
erweitert. Von den mehr als 102.000 von den Fluten
beschädigten Festnetz-Anschlüssen sind
mittlerweile mehr als 90 % wieder am Netz. Betroffene
Kund*innen versorgen wir mit entsprechenden
Interimsprodukten. Auch der Kundenservice ist vor Ort, um
die Anwohner*innen bei allen Fragen der Wiederherstellung
zu unterstützen. In den besonders stark betroffenen
Regionen bauen wir die Telekommunikationsinfrastruktur in
enger Abstimmung mit Kommunen und weiteren Versorgern neu
auf. Dabei setzen wir auf ein FTTH-Netz, das rund 35.000
neue Glasfaser-Anschlüsse bis direkt in die
Gebäude anbieten wird.
Kooperationen und PartnerschaftenT‑Systems und Google Cloud bauen souveräne
Cloud für Deutschland. In der neu zu bauenden
Cloud-Lösung können Kunden sensible Daten
verarbeiten und gleichzeitig die Skalierbarkeit,
Innovationskraft und Zuverlässigkeit von Public
Cloud-Diensten nutzen. Die Kunden erhalten volle Kontrolle
über ihre Daten und die genutzte Software. Vorgegebene
strenge Compliance-Anforderungen, wie sie z. B. für
öffentliche Einrichtungen bestehen, werden u. a. durch
Verschlüsselung und Identitätsmanagement
umgesetzt. Der Betrieb der Cloud und das Management der
Services werden durch die T‑Systems umgesetzt. Das
Angebot richtet sich zunächst an deutsche Kunden aus
verschiedenen Branchen wie dem Gesundheitswesen, der
Automobilindustrie, dem öffentlichen Nahverkehr und
dem öffentlichen Sektor.
→ Weiterführende Informationen finden Sie in
unserem Medienbericht.
Telekom und Messe München realisieren
Highspeed-Kommunikation für die IAA MOBILITY 2021. Die
Deutsche Telekom und die Messe München haben zum Start
der IAA die Kooperation im Bereich Mobilfunk und Festnetz
ausgeweitet, um den Besucher*innen ein völlig neues
Messeerlebnis zu ermöglichen. Da sich der
Ausstellerbereich der IAA erstmals auf große Teile
des Münchener Stadtgebiets erstreckte, wurden
Glasfaser-Anschlüsse und 29 neue 5G-Standorte
errichtet, die eine neue Mobilitätsplattform entstehen
lassen. Bereits seit Jahren ist die Deutsche Telekom
strategischer Netzwerk-Partner der Messe München im
Bereich Mobilfunk und Festnetz.
→ Weiterführende Informationen finden Sie in
unserem Medienbericht.
T‑Systems und Shell verständigen sich auf die
Förderung von digitalen Innovationen zur Erreichung
von Klimazielen. T‑Systems und Shell Gas & Power
Developments haben eine Absichtserklärung
unterzeichnet, um digitale Innovationen voranzutreiben,
damit beide Unternehmen ihr Ziel von Netto-Null-Emissionen
schneller erreichen. Die Absichtserklärung sieht u. a.
vor, gemeinsam an Innovationen und Dienstleistungen zu
arbeiten, um die digitale Transformation von Shell zu
beschleunigen und die Zusammenarbeit im Hinblick auf
Investitionen und Beteiligungen an Geschäftsmodellen,
die auf eine Dekarbonisierung der Gesellschaft ausgerichtet
sind, zu vertiefen. In diesem Zusammenhang wird Shell
unsere Tochtergesellschaft T‑Mobile US mit
erneuerbarer Energie beliefern und im Gegenzug wird
T‑Systems in den nächsten drei Jahren mehr als
10.000 Elektrofahrzeug-Ladestationen in Deutschland
für Shell installieren. Es wird darüber hinaus
noch an weiteren Innovationen zur Entlastung des Klimas wie
z. B. Hybrid- und Edge Computing, 5G-Konnektivität und
Kühltechnologie für Rechenzentren gearbeitet.
→ Weiterführende Informationen finden Sie in
unserem Medienbericht.
Produkte, Tarife und ServicesTelekom zeigt neue Lösungen für die smarte
Mobilität in der Stadt. Auf dem ITS World Congress
2021 in Hamburg zeigten wir innovative Verkehrskonzepte
für mehr Nachhaltigkeit und Sicherheit. Technologien
wie z. B. 5G, Edge Computing, Sensorik, Cloud Computing und
Künstliche Intelligenz ermöglichen eine
unkompliziertere Parkplatzsuche sowie eine bessere
Qualität und Zuverlässigkeit des
öffentlichen Verkehrs. Radfahrer sollen durch eine
Kollisionswarnung besser geschützt und Emissionen
können durch die Vernetzung von Fahrzeugen im und zum
Hamburger Hafen sowie einer anlassbezogenen Mauterhebung im
Stadtgebiet verringert werden.
→ Weiterführende Informationen finden Sie in
unserem Medienbericht.
Digitale Bürger-Services in der Smart City App. Die
App "Citykey" der Telekom Deutschland ist der neue digitale
Begleiter für den Alltag in der Stadt. Mit der App
können Bürger*innen Services aus den Bereichen
digitale Verwaltung, Unterhaltung und Veranstaltungen oder
Touristik in Anspruch nehmen. So lassen sich z. B. Termine
oder Formulare der Stadt unkompliziert buchen und
ausfüllen, Nachrichten und Informationen beziehen oder
Mängel an Infrastruktur melden. Städte und
Kommunen haben so die Möglichkeit, ihre Verwaltung
schnell und kostengünstig zu digitalisieren und
Bürger*innen aktiv in die Gestaltung mit
einzubeziehen.
Digital X 2021. Am 7. und 8. September 2021 richteten
wir in der Kölner Innenstadt die Weltausstellung der
Digitalisierung, die Digital X 2021, aus. Auf fünf
Bühnen und an mehr als 100 Kölner Standorten, zu
denen u. a. Gaststätten, Bars, Hotels und
Co-Working-Spaces gehörten, wurde mit einem
vielfältigen Programm die Themen digitale
Transformation und Nachhaltigkeit von Wirtschaft und
Gesellschaft bearbeitet. Ziel war es, in den Vorträgen
und Workshops digitale Lösungen u. a. aus den
Bereichen Künstliche Intelligenz, 5G, IoT, Virtual
Reality (VR)/Augmented Reality (AR) oder Cloud-Services zu
präsentieren und damit die Menschen für die
Digitalisierung zu begeistern. Mehr als 300 Unternehmen
präsentierten Lösungen für die digitale
Transformation. Die Veranstaltung, zu der viele
hochkarätige und internationale Redner*innen
Beiträge leisteten, wurde von mehr als 20.000
Teilnehmer*innen besucht.
→ Weiterführende Informationen finden Sie in
unserem Medienbericht.
Deutsche Telekom baut 5G-Campus-Netz für
industrienahe Entwicklungen in Berlin. Im
Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science bauen
wir ein 5G-Campus-Netzwerk zur Erforschung und Erprobung
von Anwendungen für die autonome Produktionslogistik.
Ziel ist es, Lösungen auf Basis von 5G und Edge
Computing schnell in die produktionstechnische Praxis von
Unternehmen zu überführen.
→ Weiterführende Informationen finden Sie in
unserem Medienbericht.
Telekom Shops starten mit neuem
Geschäftskunden-Fachkonzept. In rund 190 Telekom
Stores in Deutschland erhalten Selbstständige sowie
kleine und mittelständische Unternehmen ab sofort das
komplette Lösungs-Portfolio der Telekom. Neben
klassischen Festnetz- und Mobilfunk-Angeboten gehören
auch Homeoffice- und IT-Lösungen wie z. B. Hardware,
Microsoft 365, Magenta Business POS, Cloud PBX und
Security-Angebote dazu. Die dafür speziell
qualifizierten Mitarbeiter*innen nehmen zudem auch
Beratungstermine im regionalen Umfeld der Shops wahr, z. B.
direkt beim Kunden vor Ort.
AuszeichnungenDie folgende Grafik stellt die wesentlichen
Auszeichnungen des dritten Quartals 2021 zusammen:
Konzern-ZwischenlageberichtKonzernstruktur, -strategie und -steuerungHinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und
-steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im
zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht
2020. Aus Sicht des Konzerns ergaben sich folgende
Änderungen bzw. Ergänzungen:
Strategische Maßnahmen zur langfristigen Sicherung
der unternehmerischen Kontrolle an T‑Mobile US. Am 6.
September 2021 hat die Deutsche Telekom, wie auf dem
Kapitalmarkttag im Mai 2021 angekündigt, strategische
Maßnahmen ergriffen, um ihre Beteiligung an
T‑Mobile US zu erhöhen und damit langfristig die
bestehende unternehmerische Kontrolle über das
US-Unternehmen sowie die Vollkonsolidierung zu sichern. Die
Deutsche Telekom bestätigt in diesem Zusammenhang den
mittelfristigen Ausblick für den Konzern vom
Kapitalmarkttag 2021 einschließlich des Ziels, das
bereinigte Ergebnis je Aktie bis 2024 auf mehr als 1,75
€ je Aktie zu steigern.
Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US
durch Vereinbarung mit SoftBank als neuem Aktionär und
strategischem Partner. Entsprechend der am 6. September
2021 zwischen der Deutschen Telekom und SoftBank
abgeschlossenen Vereinbarung hat die Deutsche Telekom
insgesamt rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien von
SoftBank erworben. Dazu hat die Deutsche Telekom einen Teil
ihrer im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen
zum Kauf von Aktien der T‑Mobile US am 23. September
2021 ausgeübt. Im Gegenzug erhielt SoftBank 225 Mio.
neue Aktien der Deutschen Telekom AG aus dem Genehmigten
Kapital 2017. Der Umfang der Kapitalerhöhung gegen
Sacheinlage betrug 576 Mio. €. Die
Kapitalerhöhung der Deutschen Telekom AG wurde mit
Eintragung ins Handelsregister am 28. September 2021
durchgeführt. Als Ergebnis dieser Transaktion wurde
SoftBank mit rund 4,5 % der ausstehenden Aktien
Aktionär der Deutschen Telekom AG. Für die
Gesamtzahl von rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien, die
im Rahmen dieses Aktientauschs erworben wurden, errechnet
sich im Zusammenhang mit der Ausübung der bestehenden
Aktienoptionen ein gewichteter Durchschnittspreis von rund
118 US‑$ je T‑Mobile US-Aktie. Für die 225
Mio. Telekom-Aktien, die SoftBank im Gegenzug erhalten hat,
und die einem Veräußerungsverbot bis 2024
unterliegen, haben beide Unternehmen einen beizulegenden
Wert von 20 € je Aktie vereinbart. Durch diese
Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage steigt die Anzahl
der ausstehenden Aktien der Deutschen Telekom AG von 4.761
Mio. Aktien auf 4.986 Mio. Aktien. Mit Abschluss der
Transaktion hat die Deutsche Telekom ihren Anteil an
T‑Mobile US um 3,6 Prozentpunkte auf 46,8 %
erhöht. Der Anteil an T‑Mobile US-Aktien,
über die die Deutsche Telekom aufgrund einer mit
SoftBank im Rahmen des Erwerbs von Sprint abgeschlossenen
Vereinbarung die Stimmrechte ausüben kann,
beträgt zum 30. September 2021 52,0 %. Es ist
beabsichtigt, den strategischen Partner SoftBank bei der
Besetzung eines Aufsichtsratsmandats bei der Deutschen
Telekom AG zu unterstützen.
Darüber hinaus erwägt die Deutsche Telekom
einen Betrag von bis zu 2,4 Mrd. US‑$ aus der
vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile
Netherlands zu verwenden, um weitere Aktienoptionen auf
rund 20 Mio. T‑Mobile US-Aktien auszuüben und
den Anteil an T‑Mobile US um weitere rund 1,6
Prozentpunkte zu erhöhen. Nach Abschluss beider
Transaktionen wird der Kapitalanteil an T‑Mobile US
bei rund 48,4 % liegen. Deutsche Telekom und SoftBank haben
außerdem eine Vereinbarung über eine neue
strategische Partnerschaft getroffen, durch die die
Deutsche Telekom zu einem wichtigen europäischen
Partner im Ökosystem von SoftBank wird.
Vereinbarte Veräußerung der T‑Mobile
Netherlands. Ebenfalls am 6. September 2021 haben die
Deutsche Telekom und Tele2 mit WP/AP Telecom Holdings IV -
einem Konsortium aus Private Equity Fonds, die von Apax
Partners und Warburg Pincus beraten werden - eine
Vereinbarung zum Verkauf unserer Tochtergesellschaft
T‑Mobile Netherlands unterzeichnet. Die Transaktion
markiert den Abschluss der Überprüfung
strategischer Optionen für T‑Mobile Netherlands,
die während des Kapitalmarkttags 2021 angekündigt
worden war. Der vorläufige Verkaufspreis basiert auf
einem Unternehmenswert von 5,1 Mrd. €. Der
Barmittelzufluss - bezogen auf unseren Anteilsbesitz von 75
% - wird voraussichtlich rund 3,8 Mrd. € betragen.
Einen Teil des Barmittelzuflusses erwägt die Deutsche
Telekom für die weitere Erhöhung des Anteils an
T‑Mobile US zu verwenden. Die Transaktion steht unter
dem Vorbehalt von behördlichen Genehmigungen und
weiterer Vollzugsbedingungen. Die Vermögenswerte und
Schulden der T‑Mobile Netherlands werden zum 30.
September 2021 in unserer Konzern-Bilanz als "zur
Veräußerung gehalten" ausgewiesen. Der Abschluss
der Transaktion wird spätestens bis zum ersten Quartal
2022 erwartet.
Erwerb von Shentel. Am 28. Mai 2021 wurde zwischen
T‑Mobile US und Shenandoah Personal Communications
Company (Shentel) - einem Anbieter von
Mobilfunk-Netzprodukten in bestimmten Regionen einiger
US-Bundesstaaten - ein Kaufvertrag über den Erwerb von
Vermögenswerten und Schulden im direkten Zusammenhang
mit dem Mobilfunk-Geschäftsbetrieb von Shentel
unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 1. Juli 2021
vollzogen. Zuvor wurden notwendige Genehmigungen der
Regulierungsbehörden eingeholt sowie weitere
Vollzugsbedingungen erfüllt. Der vorläufige
Kaufpreis beträgt 1,9 Mrd. US‑$ (1,6 Mrd.
€).
Veräußerung der Telekom Romania
Communications. Am 6. November 2020 hat OTE mit Orange
Romania eine Vereinbarung über die
Veräußerung ihres 54-prozentigen Anteils an der
Telekom Romania Communications (TKR), die das
rumänische Festnetz-Geschäft betreibt, an Orange
Romania geschlossen. Die Transaktion wurde am 30. September
2021 nach Genehmigung durch die zuständigen
Behörden vollzogen. Der Kaufpreis beläuft sich
auf 296 Mio. €. Das aus dem Verkauf resultierende
Entkonsolidierungsergebnis ist aus Konzernsicht
unwesentlich. Die von der TKR gehaltenen 30 % der Anteile
an der Telekom Romania Mobile Communications wurden
vereinbarungsgemäß am 9. September 2021 von der
OTE für einen Kaufpreis von 59 Mio. € erworben.
Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den
Niederlanden und Errichtung eines Infrastrukturfonds. Am
21. Januar 2021 haben u. a. die Deutsche Telekom, Cellnex
Telecom (Cellnex) und die neu gegründete,
unabhängig gemanagte Fondsgesellschaft Digital
Infrastructure Vehicle II (DIV) eine Vereinbarung
unterzeichnet, die jeweiligen niederländischen
passiven Mobilfunk-Infrastruktur-Tochtergesellschaften der
Deutschen Telekom und der Cellnex, in der Cellnex
Netherlands (Cellnex NL) zusammenzuführen. Im Rahmen
der Vereinbarung wurde - nach Zustimmung der
zuständigen Wettbewerbsbehörde - die
niederländische Funkturmgesellschaft T‑Mobile
Infra am 1. Juni 2021 an die DIV veräußert und
nachfolgend in die Cellnex NL eingebracht. Der von der
Deutschen Telekom erhaltene Barmittelzufluss beträgt
0,4 Mrd. €. Der Veräußerungsgewinn
beträgt 0,3 Mrd. € und ist wie folgt aufzuteilen:
0,2 Mrd. € waren zum 30. Juni 2021 in den sonstigen
betrieblichen Erträgen enthalten und 0,1 Mrd. €
werden anteilig durch die nachfolgend genannte
Sale-and-Leaseback-Transaktion in späteren Perioden
erfasst. Unmittelbar vor dem Verkauf hat T‑Mobile
Infra der Deutschen Telekom AG zusätzlich eine
Dividende in Höhe von 0,3 Mrd. €
ausgeschüttet. Zum 30. September 2021 hält die
Deutsche Telekom 37,65 % der Anteile an der neuen Cellnex
NL mittelbar über die Beteiligung an der DIV und
bezieht die Beteiligung mit einem Buchwert in Höhe von
0,4 Mrd. € nach der Equity-Methode in den
Konzernabschluss ein. T‑Mobile Netherlands hat
weiterhin vollständigen Zugang zur eingebrachten
passiven Mobilfunk-Infrastruktur durch eine langfristige
Vereinbarung zu marktüblichen Konditionen, im
Wesentlichen über die Anmietung entsprechender
Infrastruktur. Die in der Vereinbarung enthaltene
Leasing-Komponente erfüllt die Voraussetzungen einer
Sale-and-Leaseback-Transaktion. In diesem Zusammenhang
wurden zum 1. Juni 2021 Nutzungsrechte in Höhe von 0,3
Mrd. € sowie Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe
von 0,4 Mrd. € erfasst.
Verlagerung des Wachstumsfelds Internet der Dinge (IoT).
Die Deutsche Telekom hat die Geschäfts- und
Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT
GmbH zum 1. Januar 2021 vom operativen Segment
Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des
operativen Segments Deutschland verlagert. Die
Konzerntochter verantwortet das IoT-Geschäft der
Deutschen Telekom. Durch die Verlagerung sind wir in der
Lage, den IoT-Markt schneller zu bedienen und somit die
Position der Deutschen Telekom in diesem Wachstumsmarkt zu
stärken. In den beiden betroffenen Segmenten wurden
die Vorjahreswerte der operativen Entwicklung, der Kunden-
und Mitarbeiterentwicklung sowie der Auftragseingang
rückwirkend angepasst.
Verlagerung des österreichischen
Funkturmgeschäfts. Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche
Telekom ihr österreichisches Funkturmgeschäft vom
operativen Segment Europa in die Einheit GD Towers des
operativen Segments Group Development verlagert, um
Effizienzen im Management des Funkturmgeschäfts zu
heben. Darüber hinaus wird GD Towers den Ausbau des
Drittgeschäfts, die Steigerung der Profitabilität
sowie die Erschließung von Wachstumsfeldern
vorantreiben. In den beiden betroffenen Segmenten wurden
die Vorjahreswerte nicht angepasst.
Reorganisation der DT IT. Zum 1. Januar 2021 wurden die
Deutsche Telekom IT (DT IT) Russland, DT IT Slowakei und DT
IT Ungarn vom operativen Segment Deutschland in das Segment
Group Headquarters & Group Services verlagert. In den
beiden betroffenen Segmenten wurden die Vorjahreswerte
nicht angepasst.
Verantwortung leben. Wir richten
Kernunternehmensprozesse zur Wahrnehmung unserer
gesellschaftlichen Verantwortung konsequent nachhaltig aus.
Mit unserem neuen Konzernprogramm "#GreenMagenta" wollen
wir effektiv zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen und
erweitern damit unsere bisherige Klimastrategie. Die
Klimaneutralität für eigene Emissionen soll bis
spätestens 2025 erreicht werden. Auch die Emissionen
aus der Produktion bis hin zum Betrieb beim Kunden sollen
bereits 2040 - zehn Jahre früher als bisher geplant -
komplett klimaneutral sein.
Kapitalmarkttag 2021. Im Mai 2021 haben wir bei unserem
Kapitalmarkttag unsere mittelfristige Strategie und den
finanziellen Ausblick vorgestellt. Basis für die
zukünftige Dividendenentwicklung bleibt das bereinigte
Ergebnis je Aktie. Dieser Wert soll von 1,20 € im Jahr
2020 bis 2024 auf mehr als 1,75 € steigen.
Vorbehaltlich der erforderlichen Gremienbeschlüsse
sollen 40 bis 60 % des bereinigten Ergebnisses je Aktie
ausgeschüttet werden. Seit November 2019 gilt als
Mindestdividende 0,60 € je Aktie. Außerdem
beabsichtigen wir, in den kommenden Jahren Aktienkäufe
von Anteilen an der T‑Mobile US zu tätigen, um
mittelfristig die Aktienmehrheit (> 50 %) an der
US-Tochter zu sichern. Dies führt zu einer um ein Jahr
späteren Erreichung des angestrebten Zielkorridors der
relativen Verschuldung von 2,25x bis 2,75x im Jahr 2024.
Rating-Ausblick für die Deutsche Telekom AG
angehoben. Im Juni 2021 hat die Rating-Agentur Moody's den
Rating-Ausblick der Deutschen Telekom AG von "Baa1/negativ"
auf "Baa1/stabil" angehoben.
Wirtschaftliches UmfeldIm Folgenden werden Ergänzungen und neue
Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht im
Geschäftsbericht 2020 dargestellten Situation des
wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf
die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den ersten neun
Monaten 2021, den Ausblick, die zurzeit wesentlichen
gesamtwirtschaftlichen Risiken sowie auf das regulatorische
Umfeld eingegangen. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick
erfolgt unter dem Vorbehalt, dass die Quantifizierung der
Auswirkungen der Corona-Krise stark von dem weiteren
Verlauf der Coronavirus-Pandemie abhängt.
Gesamtwirtschaftliche EntwicklungMit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen hat
sich die Weltkonjunktur merklich erholt. Der Internationale
Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner im Oktober 2021
aktualisierten Prognose mit einem Wachstum der weltweiten
Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 von 5,9 % und erwartet
für das Jahr 2022 ein Wachstum von 4,9 %.
Für die deutsche Wirtschaft rechnet der IWF mit
einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,1 % im
laufenden Jahr. Das Geschäftsklima im Informations-
und Kommunikationstechnologiesektor ist weiterhin gut: Der
Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der
Geschäftslage und ‑erwartungen berechnet, ist im
dritten Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal zwar
leicht zurückgegangen, bewegt sich aber weiterhin auf
hohem Niveau - auch im Vergleich zur Gesamtwirtschaft.
Auch die Volkswirtschaften unserer Kernmärkte in
Nordamerika und Europa werden in diesem Jahr wachsen: Der
IWF rechnet im laufenden Jahr mit einem Wachstum der
Wirtschaftsleistung um 6,0 % in den USA und um 5,0 % in der
Eurozone. Die Verteuerung von Vorprodukten hat allerdings
dazu geführt, dass die Inflationsraten diesseits und
jenseits des Atlantiks deutlich angezogen haben.
AusblickIn den USA hat die Wirtschaft im zweiten Quartal 2021
bereits wieder das Niveau vor Ausbruch der
Coronavirus-Pandemie erreicht. Im Verlauf der zweiten
Jahreshälfte dürfte sich das Wirtschaftswachstum
aufgrund von Arbeitskräftemangel und
Lieferengpässen etwas abschwächen. Im Euroraum
zeichnet sich eine fortgesetzte Erholung in der zweiten
Jahreshälfte 2021 ab, wobei Lieferengpässe die
Industriekonjunktur dämpfen. Zum Jahresende
dürfte die Wirtschaftsleistung im Euroraum wieder das
Vorkrisenniveau erreichen.
Gesamtwirtschaftliche RisikenNeben den Unwägbarkeiten bezüglich des
weiteren Pandemieverlaufs besteht das Risiko, dass
fortdauernde Lieferengpässe, Arbeitskräftemangel
und steigende Energiepreise die konjunkturelle Erholung
dämpfen. Auch könnte sich die derzeitige
Inflationsbeschleunigung nicht nur als vorübergehendes
Phänomen erweisen, sondern verstetigen. Weitere
Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung ergeben
sich aus den weiterhin schwelenden Handelskonflikten
zwischen den USA und China sowie sonstigen geopolitischen
Risiken.
RegulierungCommitment-Verträge sind in Kraft getreten. Im
vierten Quartal 2020 wurden die Vereinbarungen mit
Telefónica und Vodafone über die
langjährige Zusammenarbeit im Festnetz
verlängert. Hierbei wurden die bisherigen
Kontingentverträge durch neue Commitment-Verträge
ersetzt. Im ersten Quartal 2021 konnten entsprechende
langfristige Vereinbarungen auch mit 1&1 und NetCologne
getroffen werden. Diese umfassen sowohl die bestehenden
Breitbandnetze als auch die in den kommenden Jahren von der
Deutschen Telekom kontinuierlich auszubauenden
FTTH-Glasfasernetze. Nachdem die Bundesnetzagentur (BNetzA)
keine regulatorischen Einwände gegen die
Vereinbarungen vorgetragen hat, sind sie zum 1. April 2021
in Kraft getreten. Dadurch sind die Voraussetzungen
für die Zusammenarbeit im Festnetz für die
nächsten 10 Jahre geschaffen.
Festlegung von Terminierungsentgelten ab 1. Juli 2021
durch die Europäische Kommission. Die Europäische
Kommission hat am 22. April 2021 einen Rechtsakt
veröffentlicht, mit dem jeweils eine einheitliche
Preisobergrenze für Mobilfunk- (MTR) und
Festnetz-Terminierung (FTR) für alle Mitgliedsstaaten
der Europäischen Union festgelegt werden. Demnach
werden die Mobilfunk-Terminierungsentgelte in mehreren
Schritten auf ein einheitliches Niveau von 0,2
Eurocent/Min. im Jahr 2024 abgesenkt werden. Für
Festnetz-Terminierungsentgelte wird bereits zum 1. Januar
2022 ein einheitliches Niveau von 0,07 Eurocent/Min.
gesetzt; zum 1. Juli 2021 gelten bereits neue, aber noch je
nach Mitgliedsland variierende Preisobergrenzen.
Umsetzung des "Europäischen Kodex für die
elektronische Kommunikation" (EKEK) in nationales Recht. In
Deutschland wird das
Telekommunikationsmodernisierungsgesetz zum 1. Dezember
2021 in Kraft treten. Die Novellierung des deutschen
Telekommunikationsgesetzes (TKG) ist erforderlich, um
europäische Vorgaben aus dem EKEK in nationales Recht
umzusetzen. Die wichtigsten Änderungen betreffen
Verbraucherschutzregelungen, die Regulierung von sog.
"Netzen mit hoher Kapazität", worunter auch FTTH
fällt, die Frequenzregulierung, Regelungen zum
Universaldienst sowie den Wegfall der Möglichkeit zur
Abrechnung von Kabelfernsehanschlüssen über die
Nebenkosten der Miete. So wurden zugunsten der Verbraucher
Regelungen zu den Vertragslaufzeiten und
Vertragsverlängerungen angepasst. Hierdurch sind
Verträge nun nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit
monatlich kündbar. Weitere Änderungen betreffen
die bereits bestehenden Rechte der Endkunden zur Minderung
bei Schlechtleistung, die nun noch einmal im TKG
aufgenommen wurden. Für die Entstörung gibt es
strengere Fristen als bisher. Im Bereich der
Wholesale-Regulierung marktmächtiger Unternehmen sieht
das TKG Regulierungserleichterungen für den Ausbau von
FTTH-Netzen vor. Der bisherige Universaldienst wird nun in
Form eines Versorgungsanspruchs sichergestellt.
Mindestanforderungen müssen hierzu noch in einer
Rechtsverordnung festgelegt werden. Eine wichtige
Änderung besteht im Wegfall des sog.
"Nebenkostenprivilegs" zum 30. Juni 2024. Nach diesem Datum
dürfen Vermieter die Kosten für Kabel-TV und
Internet-Dienste nicht mehr als Betriebskosten in Rechnung
stellen. Die Finanzierung des Ausbaus mit Glasfaser erfolgt
über neue Finanzierungsinstrumente wie ein
Glasfaser-Bereitstellungsentgelt für die Mieter in
Höhe von max. 60 Euro pro Jahr für 5 bzw. 9
Jahre, eine Umlage auf die Kaltmiete oder die bereits
bestehenden Regelungen zu Netznutzungsentgelten. Auch
für Netzbetreiber sinken damit die Kosten für
Nutzung von Inhausnetzen. In Griechenland und in Ungarn ist
der EKEK bereits in nationales Recht umgesetzt worden; in
den Niederlanden und der Tschechischen Republik ist der
Gesetzgebungsprozess im Gange.
BNetzA legt Entscheidungsentwurf für die FTTH-Netze
Regulierungsentscheidung vor. Am 11. Oktober 2021 hat die
BNetzA ihren Entscheidungsentwurf zur zukünftigen
Regulierung des Zugangs zum Kupfer- und Glasfasernetz der
Deutschen Telekom vorgelegt. Der Entwurf sieht für
FTTH-Netze Regulierungserleichterungen vor: Es soll
künftig weder eine ex-ante- noch eine
Zugangsregulierung geben. Stattdessen wird das auch im
neuen TKG verankerte Prinzip der "Gleichwertigkeit des
Zugangs" (Equivalence of Input, EoI) umgesetzt. Das Konzept
sieht vor, dass Vorleistungsnachfrager auf dieselben
sachlichen und personellen Ressourcen zugreifen können
wie der Vertrieb der Deutschen Telekom. Auch bei der
Regulierung von Layer2 (VDSL) beabsichtigt die BNetzA,
künftig von der herkömmlichen ex-ante-Regulierung
abzusehen und die Entgelte einer Anzeigepflicht zu
unterwerfen. Der Entscheidungsentwurf sieht weiterhin vor,
dass die Deutsche Telekom Zugang zu Leerrohren und zu
Systemen der Betriebsunterstützung gewähren muss.
Die Frist für Stellungnahmen zum Entscheidungsentwurf
endet am 15. November 2021; die Notifizierung des Entwurfs
bei der EU-Kommission soll im Januar 2022 erfolgen.
Deutsches Gericht hebt die fusionskontrollrechtliche
Freigabe des Gemeinschaftsunternehmens Glasfaser Nordwest
auf. Die Deutsche Telekom und EWE haben 2020 das
Gemeinschaftsunternehmen "Glasfaser Nordwest"
gegründet. Ziel des Joint Ventures ist es, bis zu 1,5
Mio. Haushalte und Unternehmensstandorte mit schnellem
Internet zu versorgen. Falls die Entscheidung des
Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf vom 22. September
2021 rechtskräftig wird, muss das Bundeskartellamt
erneut über die Freigabe und etwaige Auflagen
entscheiden. Bis dahin kann das Gemeinschaftsunternehmen
den FTTH-Ausbau fortsetzen. Gegen die Nichtzulassung einer
Revision gegen die Entscheidung des OLG Düsseldorf hat
die Deutsche Telekom Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt.
BNetzA-Sicherheitskatalog stuft Betreiber
öffentlicher Telekommunikationsnetze erstmals als
Unternehmen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial
ein. Die BNetzA hat am 25. August 2021 besondere
Sicherheitsanforderungen für Betreiber
öffentlicher Telekommunikationsnetze festgelegt.
Für kritische Komponenten gelten nach dem
IT-Sicherheitsgesetz 2.0 besondere gesetzliche
Anforderungen wie z. B. eine Zertifizierungspflicht.
Weitere Informationen zum TKG-Sicherheitskatalog der
BNetzA finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancensituation
- Risiken aus strategischer Transformation und
Integration".
FrequenzvergabeIn den USA endete am 17. Februar 2021 die
Assignment-Phase der C-Band-Auktion (3,7-4,2 GHz). Die FCC
gab am 24. Februar 2021 die Anzahl der ersteigerten
Lizenzen der mitbietenden Unternehmen bekannt. Verizon gab
ca. 45 Mrd. US‑$ für 3.511 Lizenzen aus,
AT&T über 23 Mrd. US‑$ für 1.621
Lizenzen und T‑Mobile US 9,3 Mrd. US‑$ für
142 Lizenzen. Insgesamt wurden in der C-Band-Auktion 280
MHz versteigert. Die Lizenzerwerber sind verpflichtet,
über die kommenden drei Jahre sog. "Relocation
Payments" für die Umsiedlung der bisherigen
Lizenzinhaber zu tätigen. Diese werden sich für
T‑Mobile US voraussichtlich auf 1,2 Mrd. US‑$
belaufen. In den USA begann am 5. Oktober 2021 die 3,45
GHz-Auktion. In dieser Auktion werden insgesamt 100 MHz an
Frequenzen in dem Bereich zwischen 3.450 bis 3.550 MHz
vergeben. In Ungarn wurde die Neuvergabe des 900 und 1.800
MHz-Spektrums, für das die Lizenzen 2022 auslaufen, am
28. Januar 2021 durchgeführt und abgeschlossen. Magyar
Telekom erwarb 2x 8 bzw. 2x 20 MHz zu einem Gesamtpreis von
umgerechnet 123 Mio. €. In Kroatien hat Hrvatski
Telekom bei der Frequenzvergabe der Bereiche 700, 3.400 bis
3.800 sowie 26.000 MHz am 12. August 2021 Spektrum für
insgesamt 17,4 Mio. € erworben.
Nach wie vor gibt es keine Neuigkeiten zu dem in Polen
verschobenen Starttermin für die 3.400 bis 3.800
MHz-Vergabe. Das Verfahren wird durch offene
Gesetzgebungsverfahren aufgehalten. Es besteht die
Erwartung, dass weiter vier 80 MHz-Lizenzen zu vergeben
sind. Weitere Auktionsdetails sind noch offen.
Rumänien plant eine große Frequenzauktion
für die Bereiche 800, 2.600 und 3.400 bis 3.800 MHz.
Deren Durchführung wird für Winter/Frühjahr
2021/22 erwartet. Die Vergabe des 5G-Spek-trums in den
Bändern 700 MHz und 1.500 MHz wurde davon abgetrennt
und soll voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2022 folgen.
Die Verlängerung des 2.100 MHz-Spektrums bis 2030 ist
entschieden; die Abwicklung erfolgt bis Ende 2021. Die
slowakische Regulierungsbehörde bereitet die
Allokation des 3.400 bis 3.800 MHz-Bereichs vor, welcher
jedoch erst 2024 für den breitbandigen Mobilfunk
verfügbar wird. Eine Konsultation dazu wurde
gestartet. Zwischenzeitlich wurde für die
Vergabeprozedur die Ergänzung um den bisher
ungenutzten 2.600 MHz-TDD-Bereich (50 MHz) in die Planungen
aufgenommen. Es erfolgte eine Verschiebung der Auktion in
das nächste Jahr.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über
die wesentlichen laufenden und geplanten Frequenzvergaben
wie Auktionen sowie Lizenzverlängerungen. Daneben gibt
es in verschiedenen Ländern Hinweise auf in Kürze
erwartete Frequenzvergaben.
Wesentliche Frequenzvergabenscrollen
a Simultaneous Multi Round Auction (SMRA):
simultane elektronische Mehrrundenauktion mit
aufsteigenden, parallelen Geboten für alle beteiligten
Frequenzbänder.
Geschäftsentwicklung des KonzernsSeit dem 1. April 2020 wird Sprint als
vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Neben
der Übernahme der zu diesem Zeitpunkt neu bewerteten
Vermögenswerte und Schulden führte dies auch zum
Einbezug sämtlicher ab dem
Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschafteter Erträge
und Aufwendungen in die KonzernGewinn- und Verlustrechnung
der Deutschen Telekom. Das hat in den ersten drei Quartalen
2021 weiterhin Einfluss auf die Vergleichbarkeit der
Darstellung der Ertrags- und Finanzlage der Berichtsperiode
mit den Vorjahresvergleichswerten.
→ Weitere Informationen zu dem Zusammenschluss von
T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.
Die Deutsche Telekom hat die Geschäfts- und
Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT
GmbH zum 1. Januar 2021 vom operativen Segment
Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des
operativen Segments Deutschland verlagert. Die
Konzerntochter verantwortet das IoT-Geschäft der
Deutschen Telekom. In den beiden betroffenen Segmenten
wurden die Vorjahreswerte der operativen Entwicklung, der
Kunden- und Mitarbeiterentwicklung sowie der
Auftragseingang rückwirkend angepasst. Auf der Ebene
des Gesamtkonzerns ergaben sich keine Anpassungen.
→ Weitere Informationen zu der Verlagerung des
IoT-Geschäfts finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur,
-strategie und -steuerung".
Unsere Geschäftstätigkeit war in verschiedenen
Geschäftsfeldern bei Umsatz und Ergebnis von der
Coronavirus-Pandemie betroffen. So bedeuten temporäre
Reisebeschränkungen geringere Roaming- und
Visitoren-Umsätze. Des Weiteren ergaben sich
Belastungen im Endgerätegeschäft. Zudem ist die
Corona-Krise auch in unserem Großkundengeschäft
spürbar. Auf der anderen Seite verzeichneten wir eine
verstärkte Nachfrage bei Sprachverbindungen im
Mobilfunk wie im Festnetz.
Ertragslage des KonzernsUmsatzIn den ersten drei Quartalen 2021 erzielten wir einen
Konzernumsatz in Höhe von 79,9 Mrd. €, der mit
einem Anstieg von 6,5 Mrd. € um 8,8 % über dem
Niveau des Vergleichszeitraums lag. Organisch betrachtet,
d. h. unter der Annahme eines vergleichbaren
Konsolidierungskreises in der Vorjahresperiode und ohne
Berücksichtigung von Währungskurseffekten,
entwickelte sich der Umsatz mit einem Anstieg von 4,0 Mrd.
€ bzw. 5,3 % positiv. In der organischen Betrachtung
wurde der Konzernumsatz in der Vergleichsperiode aufgrund
von Konsolidierungskreiseffekten - im Wesentlichen aus dem
Erwerb von Sprint, der Veräußerung der
Prepaid-Sparte von Sprint an DISH sowie dem Erwerb von
Shentel im operativen Segment USA - um im Saldo 5,6 Mrd.
€ erhöht und es wurden negative
Währungskurseffekte von im Saldo 3,0 Mrd. €
berücksichtigt.
Zur positiven Umsatzentwicklung trug insbesondere unser
operatives Segment USA mit einem Anstieg von 13,4 % bei.
Organisch betrachtet, d. h. vor allem neutralisiert um den
Erwerb von Sprint sowie unter der Annahme konstanter
Währungskurse, lag der Umsatz um 7,1 % über
Vorjahresniveau, was sowohl auf gestiegene Service- als
auch auf gestiegene Endgeräteumsätze
zurückzuführen ist. In unserem Heimatmarkt
Deutschland lagen die Umsätze mit einem Anstieg von
1,8 % über dem Niveau des Vorjahres. Dies ist im
Wesentlichen getrieben durch den Umsatzanstieg bei
Breitband und bei den Endgeräteverkäufen sowohl
im Festnetz als auch im Mobilfunk. Unser operatives Segment
Europa erzielte in den ersten drei Quartalen 2021 einen
Umsatzanstieg von 1,3 %. Organisch betrachtet, d. h. unter
der Annahme konstanter Währungskurse, erhöhte
sich der Umsatz um 1,9 %. Die organischen Zuwächse
sind hauptsächlich auf die gute Entwicklung im
Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen.
Maßgeblich hierfür waren v. a. die gestiegenen
höhermargigen Service-Umsätze sowie leicht
gestiegene Roaming- und Visitoren-Umsätze und
höhere Umsätze aus Endgeräteverkäufen.
Eine stabile Umsatzentwicklung verzeichnete hingegen das
Festnetz-Geschäft. Der Umsatz unseres operativen
Segments Systemgeschäft lag um 2,9 % unter
Vorjahresniveau. Der Rückgang ist im Wesentlichen
getrieben durch das erwartungsgemäß
rückläufige klassische
IT-Infrastrukturgeschäft, zum Teil bedingt durch
bewusste unternehmerische Entscheidungen wie den Abbau von
End-User-Services. Dagegen wuchsen unsere Wachstumsfelder
deutlich, insbesondere Public Cloud, Digital Solutions und
Road Charging. Der Umsatz unseres operativen Segments Group
Development stieg um 9,7 %. Organisch betrachtet, d. h.
neutralisiert um die Veräußerung des
niederländischen Funkturmgeschäfts, die
Verlagerung des österreichischen
Funkturmgeschäfts sowie den Erwerb des
niederländischen MVNO und SIM-Anbieters Simpel, stieg
der Umsatz um 4,3 %. Der Umsatzanstieg resultierte aus dem
operativen und strukturellen Wachstum unserer beiden
Geschäftseinheiten T‑Mobile Netherlands und GD
Towers mit der DFMG sowie dem österreichischen
Funkturmgeschäft.
Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung unserer
Segmente finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung
der operativen Segmente".
Beitrag der Segmente zum Konzernumsatzscrollen scrollen Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz¹
Regionale Umsatzverteilung
Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives
Segment USA mit einem Anteil von 62,4 % mit Abstand den
größten Beitrag zum Konzernumsatz und lag damit
aufgrund des Erwerbs von Sprint um 2,4 Prozentpunkte
über dem Niveau der Vergleichsperiode. Auch die
Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz erhöhte
sich in diesem Zusammenhang deutlich von 75,3 % auf 76,8 %.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALIn den ersten drei Quartalen 2021 erzielten wir ein
gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,3 Mrd. €
bzw. 8,7 % höheres bereinigtes EBITDA AL in Höhe
von 28,3 Mrd. €. Organisch betrachtet erhöhte
sich das bereinigte EBITDA AL um 0,8 Mrd. € bzw. 3,0
%. In der organischen Betrachtung wurde das bereinigte
EBITDA AL in der Vergleichsperiode aufgrund von
Konsolidierungskreiseffekten - im Wesentlichen aus dem
Erwerb von Sprint sowie der Veräußerung der
Prepaid-Sparte von Sprint an DISH im operativen Segment USA
- um 2,5 Mrd. € erhöht und es wurden negative
Währungskurseffekte von im Saldo 1,1 Mrd. €
berücksichtigt.
Alle operativen Segmente leisteten einen positiven
Beitrag zu dieser Entwicklung. Das bereinigte EBITDA AL
unseres operativen Segments USA entwickelte sich deutlich
positiv, was u. a. auf den Zusammenschluss von
T‑Mobile US und Sprint zurückzuführen ist.
Organisch betrachtet, d. h. vor allem neutralisiert um den
Erwerb von Sprint sowie unter der Annahme konstanter
Währungskurse, lag das bereinigte EBITDA AL um 1,9 %
über Vorjahresniveau. Das bereinigte EBITDA AL stieg
im Wesentlichen aufgrund des zuvor erläuterten
Anstiegs der Service- und Endgeräteumsätze. Dem
standen negative Auswirkungen aus dem begonnenen
Rückzug aus dem Endgeräte-Mietmodell in den USA
sowie höhere operative Aufwendungen - überwiegend
im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sprint - gegenüber.
Unser operatives Segment Deutschland trug dank werthaltigem
Umsatzwachstum und einer verbesserten Kosteneffizienz mit
einem um 3,7 % höheren bereinigten EBITDA AL zum
Anstieg bei. Um 3,1 % erhöhte sich das bereinigte
EBITDA AL in unserem operativen Segment Europa. Organisch
betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter
Währungskurse sowie um die Verlagerung des
österreichischen Funkturmgeschäfts zum operativen
Segment Group Development neutralisiert, stieg das
bereinigte EBITDA AL um 5,0 %. Dazu trugen neben den
positiven Effekten aus dem Umsatz auch Einsparungen bei den
indirekten Kosten bei. In unserem operativen Segment
Systemgeschäft entwickelte sich das bereinigte EBITDA
AL mit 3,9 % positiv. Effizienzeffekte aus unserem
Transformationsprogramm sowie Effekte durch
Umsatzsteigerung in unseren Wachstumsfeldern
überstiegen den Ergebnisrückgang im klassischen
IT-Infrastrukturgeschäft. Das bereinigte EBITDA AL in
unserem operativen Segment Group Development erhöhte
sich im Vorjahresvergleich um 16,6 %; organisch betrachtet
um 10,6 %. Der Anstieg resultierte aus der positiven
Umsatzentwicklung bei T‑Mobile Netherlands, aus dem
Erwerb von Simpel sowie dem effizienten Kosten-Management
der T‑Mobile Netherlands. Das GD Towers Geschäft
entwickelte sich aufgrund steigender Mengen konstant
positiv und wurde durch die Verlagerung des
österreichischen Funkturmgeschäfts weiter
verstärkt.
Beitrag der Segmente zum bereinigten Konzern-EBITDA ALscrollen scrollen Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem
Vergleichszeitraum um 2,7 Mrd. € bzw. 11,3 % auf 26,3
Mrd. €. Dabei veränderten sich die EBITDA
AL-wirksamen Sondereinflüsse von minus 2,4 Mrd. €
auf minus 2,0 Mrd. €. Aufwendungen im Zusammenhang mit
Personalrestrukturierungen lagen bei 0,4 Mrd. € und
damit um 0,5 Mrd. € unter dem Vergleichsniveau von 0,9
Mrd. €. Ein Teil des Rückgangs war auf die
Auflösung einer in den Jahren 2010 und 2011 seitens
OTE gebildeten sonstigen Personalrückstellung im
Zusammenhang mit einer zusätzlichen Zahlung an den
griechischen Sozialversicherungsfonds IKA-ETAM, aufgrund
eines diesbezüglich im September 2021 abgeschlossenen
Verfahrens zurückzuführen. Im Bereich der
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und
Zukäufen waren Aufwendungen im Saldo in Höhe von
1,5 Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Davon
standen 0,9 Mrd. € im Wesentlichen im Zusammenhang mit
entstandenen Akquisitions- und Integrationsaufwendungen
sowie mit Restrukturierungskosten zur Realisierung von
Kosteneffizienzen aus dem Zusammenschluss von
T‑Mobile US und Sprint. Weitere 0,6 Mrd. €
standen im Zusammenhang mit einer
Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter
Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte in den USA.
In der Vergleichsperiode waren im Bereich der
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und
Zukäufen Aufwendungen im Saldo in Höhe von 1,1
Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Diese standen
ebenfalls im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem
Zusammenschluss mit Sprint. Daneben entlasteten im
operativen Segment Group Development positive
Sondereinflüsse das EBITDA AL im Saldo in Höhe
von 0,2 Mrd. €. Diese standen im Wesentlichen im
Zusammenhang mit dem aus der Veräußerung des
niederländischen Funkturmgeschäfts entstandenen
Entkonsolidierungsertrag. Bei den sonstigen EBITDA
AL-wirksamen Sondereinflüssen waren im Vorjahr 0,5
Mrd. € im Wesentlichen als Aufwendungen im
Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie im operativen
Segment USA erfasst.
→ Weitere Informationen zur Entwicklung des
(bereinigten) EBITDA AL unserer Segmente finden Sie im
Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen
Segmente".
Eine Überleitung der Definition des EBITDA auf die
"after leases"-Betrachtung (EBITDA AL) kann der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
scrollen scrollen
a Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der
T‑Mobile US.
EBITDas EBIT des Konzerns erhöhte sich von 8,7 Mrd.
€ auf 10,7 Mrd. € und war damit um 2,0 Mrd.
€ bzw. 22,6 % höher als im Vergleichszeitraum.
Ursächlich für diese Veränderung sind u. a.
die beim bereinigten EBITDA AL bzw. EBITDA AL beschriebenen
Effekte. Die Abschreibungen lagen insgesamt bei 20,6 Mrd.
€ und damit um 1,7 Mrd. € über dem Niveau
der Vergleichsperiode. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf
die seit dem 1. April 2020 zu berücksichtigende Sprint
zurückzuführen. Darüber hinaus führte
im operativen Segment USA eine Nutzungsdauerverkürzung
von angemieteter Netzwerk-Technik für
Mobilfunk-Standorte infolge des Zusammenschlusses von
T‑Mobile US und Sprint zu um 0,6 Mrd. €
höheren planmäßigen Abschreibungen der
entsprechenden Nutzungsrechte. Die Wertminderungen
verringerten sich von 0,7 Mrd. € auf 0,1 Mrd. €.
In der Vergleichsperiode entfielen diese in Höhe von
insgesamt 0,5 Mrd. € auf das operative Segment
Systemgeschäft und das Segment Group Headquarters
& Group Services sowie in Höhe von 0,2 Mrd. €
auf das operative Segment Europa. Die in den ersten drei
Quartalen 2021 erfassten Wertminderungen entfallen auf das
operative Segment Systemgeschäft und auf das Segment
Group Headquarters & Group Services. Diese standen im
Wesentlichen im Zusammenhang mit der Überprüfung
der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
Systemgeschäft im dritten Quartal des Vorjahres.
Ergebnis vor ErtragsteuernDas Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich um 1,5
Mrd. € bzw. 27,4 % auf 7,0 Mrd. €. Das
Finanzergebnis veränderte sich gegenüber den
ersten neun Monaten 2020 von minus 3,2 Mrd. € auf
minus 3,7 Mrd. €. Dabei entwickelte sich das
Zinsergebnis um 0,4 Mrd. € auf minus 3,5 Mrd. €
rückläufig. Gründe hierfür sind v. a.
die im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen
finanziellen Verbindlichkeiten sowie die in diesem
Zusammenhang durchgeführte Neustrukturierung und
Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Das sonstige
Finanzergebnis verringerte sich im Vorjahresvergleich
leicht auf minus 0,2 Mrd. €. Einerseits erhöhte
sich der Zinsertrag aus der Bewertung von
Rückstellungen und Verbindlichkeiten v. a. im Segment
Group Headquarters & Group Services um 0,5 Mrd. €.
Andererseits verringerte sich das Ergebnis aus
Finanzinstrumenten um 0,5 Mrd. €. Dazu beigetragen
haben zum einen negative Bewertungseffekte, die u. a. aus
eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US sowie aus
einem Forward-Geschäft zur Preissicherung des
künftigen Erwerbs von T‑Mobile US-Aktien
stammen. Zum anderen resultierten im Saldo positive
Bewertungseffekte aus der Amortisation und Folgebewertung
der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum
Kauf von T‑Mobile US-Aktien.
Konzernüberschuss, bereinigter KonzernüberschussDer Konzernüberschuss hat sich im Vergleich zur
Vorjahresperiode um 1,2 Mrd. € auf 3,7 Mrd. €
erhöht. Der Steueraufwand erhöhte sich um 0,3
Mrd. € auf 1,7 Mrd. €. Das den Anteilen anderer
Gesellschafter zugerechnete Ergebnis blieb stabil bei 1,6
Mrd. € und entfällt im Wesentlichen auf unser
operatives Segment USA. Ohne Berücksichtigung von
Sondereinflüssen, die sich auf den
Konzernüberschuss insgesamt in Höhe von minus 0,9
Mrd. € auswirkten, betrug der bereinigte
Konzernüberschuss in den ersten neun Monaten 2021 4,6
Mrd. € und lag damit um 0,6 Mrd. € über dem
Niveau der Vorjahresperiode.
→ Weitere Informationen zum Steueraufwand finden
Sie im Abschnitt "Ertragsteuern" im
Konzern-Zwischenabschluss.
Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des
Konzernüberschusses auf den um Sondereinflüsse
bereinigten Konzernüberschuss:
scrollen scrollen Ergebnis je Aktie, bereinigtes Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus dem
Konzernüberschuss im Verhältnis zur gewichteten
durchschnittlichen Anzahl ausstehender Stammaktien - diese
betrug bis zum 30. September 2021 4.766 Mio. Stück.
Dies führt zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe von
0,78 €. In der Vergleichsperiode betrug das Ergebnis
je Aktie 0,52 €. Das um
Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse
bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt 0,97 €
gegenüber 0,86 € in der Vergleichsperiode.
SondereinflüsseDie folgende Tabelle zeigt die Herleitung des EBITDA AL,
des EBIT und des Konzernüberschusses auf die um
Sondereinflüsse bereinigten Werte:
scrollen MitarbeiterEntwicklung des Personalbestandsscrollen Der Mitarbeiterbestand des Konzerns sank im Vergleich
zum Jahresende 2020 um 4,4 %. In unserem operativen Segment
Deutschland sank die Anzahl der Mitarbeiter um 7,8 %
gegenüber dem Jahresende 2020, was im Wesentlichen aus
der Umgliederung von Mitarbeitern in das Segment Group
Headquarters & Group Services im Zusammenhang mit einer
Reorganisationsmaßnahme der Deutschen Telekom IT
resultierte. Darüber hinaus setzte sich die
Inanspruchnahme sozialverträglicher Instrumente zum
Personalumbau, wie z. B. engagierter Vorruhestand oder
Altersteilzeit, fort. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in
unserem operativen Segment USA sank saisonal bedingt um 2,0
% gegenüber dem 31. Dezember 2020. In unserem
operativen Segment Europa sank die Mitarbeiterzahl
gegenüber dem Vorjahresende um 13,8 %. Im Zusammenhang
mit der Veräußerung der Festnetz-Sparte in
Rumänien am 30. September 2021 verringerte sich der
Mitarbeiterbestand um rund 3,5 Tsd. Die Mitarbeiterzahl in
unserem operativen Segment Systemgeschäft sank
gegenüber dem Jahresende 2020 um 2,5 %, im
Wesentlichen bedingt durch Effizienzmaßnahmen (-1,1
%) und die Veräußerung eines
Geschäftsbetriebs (-1,4 %). Im operativen Segment
Group Development ist der leichte Anstieg der
Mitarbeiterzahl um 0,7 % auf das Insourcing vormals
externer Aktivitäten zur Realisierung von
Kosteneinsparungen bei T‑Mobile Netherlands
zurückzuführen. Der Personalbestand im Segment
Group Headquarters & Group Services stieg im Vergleich
zum Jahresende 2020 um 18,1 %, im Wesentlichen bedingt
durch die bereits zuvor beschriebene Umgliederung von
Mitarbeitern aus dem operativen Segment Deutschland.
Vermögens- und Finanzlage des KonzernsKonzern-Bilanz (Kurzfassung)scrollen Unsere Bilanzsumme beträgt am 30. September 2021
273,4 Mrd. € und erhöhte sich im Vergleich zum
31. Dezember 2020 um 8,4 Mrd. €. Der Anstieg ist im
Wesentlichen auf die Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte für Spektrumerwerbe im operativen
Segment USA zurückzuführen. Ebenso trugen
positive Währungskurseffekte sowie
Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen aus dem
erstmaligen Einbezug der durch die T‑Mobile US
erworbenen Shentel zur Erhöhung des Buchwerts bei.
Gegenläufig wirkte u. a. ein rückläufiger
Bestand an Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten.
Auf der Aktivseite lagen die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen mit 14,1 Mrd. € um 0,6 Mrd. €
über dem Niveau des Jahresendes 2020. Der Anstieg
resultierte aus stichtagsbedingt höheren
Forderungsbeständen im operativen Segment USA sowie
Währungskurseffekten. Gegenläufig wirkten
niedrigere Forderungsbestände im operativen Segment
Group Development, v. a. infolge der Umklassifizierung der
Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands im Zuge
der vereinbarten Veräußerung in die zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen,
sowie im operativen Segment Deutschland.
Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen
erhöhten sich um 11,7 Mrd. € auf insgesamt 190,8
Mrd. €. Dies ist im Wesentlichen auf die Beendigung
der C-Band-Auktion in den USA zurückzuführen -
T‑Mobile US hat hier 142 Lizenzen für rund 7,8
Mrd. € (9,3 Mrd. US‑$) ersteigert sowie erste
"Relocation Payments" für die Umsiedlung der
bisherigen Lizenzinhaber in Höhe von 0,2 Mrd. €
geleistet. Darüber hinaus wurden im operativen Segment
Europa die im November 2020 durch die T‑Mobile Czech
Republic ersteigerten 5G-Lizenzen in Höhe von 0,1 Mrd.
€ erworben. In Ungarn wurde die Neuvergabe des 900 und
1.800 MHz-Spektrums am 28. Januar 2021 durchgeführt
und abgeschlossen. Magyar Telekom erwarb Spektrumlizenzen
in Höhe von 0,1 Mrd. €. Investitionen im
Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung, dem
Netzwerk-Ausbau sowie dem Erwerb mobiler Endgeräte im
operativen Segment USA sowie mit dem Breitband- und
Glasfaser-Ausbau und der Mobilfunk-Infrastruktur in den
operativen Segmenten Deutschland und Europa wirkten
ebenfalls buchwerterhöhend. Ebenso trugen positive
Währungskurseffekte mit 7,5 Mrd. € sowie
Konsolidierungskreiseffekte mit 1,6 Mrd. €, im
Wesentlichen aus dem erstmaligen Einbezug der durch die
T‑Mobile US erworbenen Shentel, zur Erhöhung des
Buchwerts bei. Abschreibungen verminderten die Buchwerte um
insgesamt 16,0 Mrd. €. Die Umklassifizierung der
Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands im Zuge
der vereinbarten Veräußerung in die zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und
Abgänge reduzierten die Buchwerte in Höhe von 2,9
Mrd. € bzw. 1,3 Mrd. €.
→ Weitere Informationen zum Erwerb von Shentel und
zur vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile
Netherlands finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im
Konzern-Zwischenabschluss.
Die Nutzungsrechte haben sich im Vergleich zum 31.
Dezember 2020 im Wesentlichen aufgrund der folgenden
Effekte um 0,5 Mrd. € auf 30,8 Mrd. €
verändert: Buchwerterhöhend wirkten Zugänge
in Höhe von 4,3 Mrd. €, u. a. infolge einer nach
der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den
Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds
abgeschlossenen Sale-and-Leaseback-Transaktion, positive
Währungskurseffekte in Höhe von 1,5 Mrd. €
und Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen im
Zusammenhang mit dem Erwerb der Shentel, in Höhe von
0,3 Mrd. €. Den Buchwert mindernd wirkten sich
Abschreibungen in Höhe von 4,6 Mrd. € aus. Darin
enthalten sind um 0,6 Mrd. € höhere
planmäßige Abschreibungen aufgrund einer im
operativen Segment USA erfassten
Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter
Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des
Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint.
Ebenfalls buchwertmindernd wirkten die Umklassifizierung
der Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands in
die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in
Höhe von 0,5 Mrd. € sowie Abgänge in
Höhe von 0,2 Mrd. €.
→ Weitere Informationen zu den genannten
Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und
sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.
Die kurz- und langfristigen finanziellen
Vermögenswerte verringerten sich um 1,3 Mrd. €
auf 8,4 Mrd. €. Dabei verringerte sich der Buchwert
der Derivate mit Hedge-Beziehung um 0,5 Mrd. € auf 1,6
Mrd. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem
Rückgang der positiven Marktwerte aus Zins-Swaps in
Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch das
angestiegene Zinsniveau. Der Buchwert der Derivate ohne
Hedge-Beziehung reduzierte sich im Saldo um 0,7 Mrd. €
auf 1,3 Mrd. €. Unter Berücksichtigung der
teilweisen Ausübung der im Juni 2020 von SoftBank
erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von T‑Mobile
US-Aktien sowie von Bewertungseffekten aufgrund der
negativen Entwicklung des Aktienkurses der T‑Mobile
US verringerte sich der Buchwert dieser Aktienoptionen
gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 0,5 Mrd. €.
Ebenfalls negative Bewertungseffekte resultierten aus
eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US und standen
u. a. mit der vorzeitigen Rückzahlung von Anleihen im
Zusammenhang. Buchwerterhöhend wirkten dagegen
positive Bewertungseffekte bei in Verträgen
eingebetteten Stromtermingeschäften in Höhe von
0,2 Mrd. € sowie Forderungen aus noch zu empfangenden
Zuwendungen aus Förderprojekten für den
Breitband-Ausbau in Deutschland in Höhe von 0,2 Mrd.
€.
Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um
3,4 Mrd. € auf 4,6 Mrd. €. Der Anstieg beruht in
Höhe von 4,5 Mrd. € auf der Umklassifizierung der
Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands im Zuge
der am 6. September 2021 vereinbarten
Veräußerung. Dem gegenüber stehen im
Wesentlichen Buchwertrückgänge in Höhe von
0,4 Mrd. € aufgrund der Veräußerung der
niederländischen T‑Mobile Infra zum 1. Juni 2021
sowie in Höhe von 0,6 Mrd. € aufgrund der
Veräußerung der Telekom Romania Communications
zum 30. September 2021.
→ Weitere Informationen zu den genannten
Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und
sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.
Der Anstieg der sonstigen Aktiva um 0,5 Mrd. € auf
10,9 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus dem
erhöhten Buchwert der Beteiligungen an at equity
bilanzierten Unternehmen. Dies resultierte im Wesentlichen
aus der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den
Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds.
Infolge der Transaktion sind im operativen Segment Group
Development 37,65 % der Anteile an der Cellnex NL mit einem
Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. € nach der
Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen worden.
Darüber hinaus wirkten Währungskurseffekte
buchwerterhöhend.
→ Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des
Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der
Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.
Auf der Passivseite erhöhten sich unsere kurz- und
langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten im Vergleich
zum Jahresende 2020 um 1,8 Mrd. € auf insgesamt 108,9
Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der
Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den
Buchwert um insgesamt 3,6 Mrd. €. T‑Mobile US
hat in den ersten neun Monaten 2021 Anleihen (Senior Notes)
in Höhe von insgesamt 11,8 Mrd. US‑$ (9,8 Mrd.
€) emittiert sowie Anleihen in Höhe von insgesamt
5,8 Mrd. US‑$ (4,9 Mrd. €) vorzeitig
zurückgezahlt. Des Weiteren wurden durch
T‑Mobile US Anleihen in Höhe von 2,3 Mrd.
US‑$ (1,9 Mrd. €) sowie im Konzern Euro-Anleihen
in Höhe von 1,7 Mrd. € und US-Dollar-Anleihen in
Höhe von 0,3 Mrd. US‑$ (0,2 Mrd. €)
planmäßig getilgt. Der Buchwert der
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 1,4
Mrd. €. Im Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten
(Collaterals) für derivative Finanzinstrumente
reduzierten sich die finanziellen Verbindlichkeiten um 0,2
Mrd. €.
Die kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten
erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um
0,1 Mrd. € auf insgesamt 32,8 Mrd. €.
Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung
von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um
insgesamt 1,6 Mrd. €. Ebenso trugen
Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen aus dem
erstmaligen Einbezug der durch die T‑Mobile US
erworbenen Shentel, zur Erhöhung des Buchwerts bei.
Gegenläufig wirkten insbesondere die Aufgabe von
ehemaligen Sprint-Mobilfunk-Standorten und einzelner
ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment USA sowie
eine im September 2021 seitens T‑Mobile US an eine
US-Funkturmgesellschaft - im Rahmen einer in der
Berichtsperiode vereinbarten Änderung des bestehenden
Leasing-Vertrags - geleistete Vorauszahlung für
Standortmieten in Höhe von 0,9 Mrd. €.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 1,5 Mrd.
€ auf 8,2 Mrd. €, was insbesondere auf geringere
Verbindlichkeiten gegenüber Endgeräteherstellern
und rückläufige Verbindlichkeiten für
bezogene Leistungen im operativen Segment USA
zurückzuführen ist. Darüber hinaus
reduzierte sich der Verbindlichkeitenbestand im operativen
Segment Group Development infolge der Umklassifizierung der
Verbindlichkeiten der T‑Mobile Netherlands. Im
operativen Segment Europa reduzierte sich der
Verbindlichkeitenbestand ebenfalls.
Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung
von US-Dollar in Euro, wirkten dagegen
buchwerterhöhend.
Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen
Verpflichtungen verringerten sich im Vergleich zum 31.
Dezember 2020 um 1,2 Mrd. € auf 6,4 Mrd. €.
Begründet ist dies im Wesentlichen durch eine positive
Kursentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten
Vermögenswerte sowie Rechnungszinsanpassungen, aus
denen insgesamt ein erfolgsneutral erfasster Ertrag aus der
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen von 1,1
Mrd. € resultierte.
Die Schulden in direktem Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um
0,8 Mrd. € auf 1,3 Mrd. €. Der Anstieg beruht in
Höhe von 1,3 Mrd. € auf der Umklassifizierung der
Schulden der T‑Mobile Netherlands im Zuge der
vereinbarten Veräußerung. Dem gegenüber
stehen im Wesentlichen Buchwertrückgänge in
Höhe von 0,2 Mrd. € im Zusammenhang mit der
Veräußerung der niederländischen
T‑Mobile Infra zum 1. Juni 2021 sowie in Höhe
von 0,3 Mrd. € aufgrund der Veräußerung der
Telekom Romania Communications zum 30. September 2021.
→ Weitere Informationen zu den genannten
Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und
sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.
Die sonstigen Passiva haben sich im Vergleich zum 31.
Dezember 2020 um 0,8 Mrd. € auf 9,1 Mrd. €
erhöht. Dies resultierte insbesondere aus den um 0,4
Mrd. € gestiegenen übrigen Schulden. Unter
anderem begründen höhere Schulden im Zusammenhang
mit noch zu empfangenden Zuwendungen aus
Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in
Deutschland sowie Währungskurseffekte diesen Anstieg.
Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem
31. Dezember 2020 von 72,6 Mrd. € auf 78,9 Mrd.
€. Erhöhend wirkte sich der Überschuss in
Höhe von 5,3 Mrd. € auf das Eigenkapital aus.
Ebenso erhöhte das sonstige Ergebnis das Eigenkapital
um 4,9 Mrd. €. Das Eigenkapital verringerte sich im
Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die
Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das
Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 2,8 Mrd. €
und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in
Höhe von 0,2 Mrd. €. Ebenfalls reduzierte der im
Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage
durchgeführte Erwerb von T‑Mobile US-Aktien den
Buchwert des Eigenkapitals im Saldo um 0,8 Mrd. €.
Infolge des im Wege einer Kapitalerhöhung gegen
Sacheinlage durchgeführten Erwerbs von T‑Mobile
US-Aktien erhöhte sich der Anteil der Deutschen
Telekom AG an T‑Mobile US um 3,6 Prozentpunkte auf
46,8 %. Unter Berücksichtigung eines beizulegenden
Zeitwerts von 0,8 Mrd. € für die ausgeübten
Aktienoptionen, die als Teil der Gegenleistung an SoftBank
erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden, erhöhte
sich das Eigenkapital der Eigentümer des
Mutterunternehmens um insgesamt 1,5 Mrd. €,
während sich die Anteile anderer Gesellschafter am
Eigenkapital um 2,4 Mrd. € verringerten. Hierdurch
erhöhte sich der Anteil der Eigentümer des
Mutterunternehmens am Überschuss und folglich das
Ergebnis je Aktie. Konsolidierungskreisänderungen - im
Wesentlichen aufgrund der Veräußerung der
Telekom Romania Communications im operativen Segment Europa
- in Höhe von 0,2 Mrd. € sowie Transaktionen mit
Eigentümern in Höhe von 0,1 Mrd. € wirkten
sich buchwertmindernd aus.
→ Weitere Informationen zur Bilanz finden Sie im
Abschnitt "Ausgewählte Erläuterungen zur
Konzern-Bilanz" im Konzern-Zwischenabschluss.
Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeitenscrollen Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten
Die sonstigen Effekte in Höhe von 157 Mio. €
enthalten u. a. den Aufbau von Verbindlichkeiten für
den Erwerb von Medienübertragungsrechten.
Herleitung des Free Cashflow ALscrollen scrollen
a Vor Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen
und vor Auflösung von Zinssicherungsgeschäften
bei T-Mobile US in den ersten neun Monaten 2020.
Der Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und
Investitionen in Spektrum) erhöhte sich gegenüber
der Vergleichsperiode von 5,3 Mrd. € auf 8,3 Mrd.
€. Folgende Effekte beeinflussten die Entwicklung:
Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit
erhöhte sich um 5,4 Mrd. €. Die gute
Geschäftsentwicklung, sowohl in als auch
außerhalb der USA, wirkte positiv auf den Cashflow
aus Geschäftstätigkeit. Der Anstieg ist zudem auf
den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint zum 1.
April 2020 zurückzuführen. Belastend wirkten
insbesondere um 0,5 Mrd. € höhere Zinszahlungen
(netto), im Wesentlichen resultierend aus den im Rahmen des
Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen
Verbindlichkeiten sowie der in diesem Zusammenhang
durchgeführten Neustrukturierung und Erhöhung des
Finanzierungsvolumens. Die Ertragsteuerzahlungen
erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um
0,2 Mrd. €. Factoring-Vereinbarungen in Höhe von
0,2 Mrd. € wirkten in den ersten neun Monaten 2021
positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit.
In der Vergleichsperiode ergaben sich negative Effekte aus
Factoring-Vereinbarungen in Höhe von minus 0,6 Mrd.
€, im Wesentlichen resultierend aus der
vertragsgemäßen Kündigung einer
revolvierenden Factoring-Vereinbarung im operativen Segment
Deutschland.
Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum)
erhöhte sich von 11,5 Mrd. € auf 12,9 Mrd.
€. Die Erhöhung ergab sich im Wesentlichen im
operativen Segment USA in Höhe von 1,7 Mrd. €
durch den Einbezug von Sprint sowie den weiteren Ausbau des
5G-Netzwerks. Gegenläufig verringerte sich der Cash
Capex im operativen Segment Deutschland um 0,2 Mrd. €,
bedingt durch rückläufige Investitionen: Es
wurden für 2021 geplante Baumaßnahmen in das
vierte Quartal 2020 vorgezogen sowie im ersten und zweiten
Quartal 2021 witterungsbedingt weniger in Glasfaser
investiert, was im dritten Quartal 2021 teilweise
nachgeholt wurde.
Der Anstieg der Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten
resultierte insbesondere aus Zahlungen für im
operativen Segment USA bestehende Leasing-Verhältnisse
resultierend aus dem Einbezug von Sprint sowie einer im
September 2021 seitens T‑Mobile US geleisteten
Vorauszahlung für Standortmieten.
→ Weitere Informationen zur Kapitalflussrechnung
finden Sie im Abschnitt "Erläuterungen zur
Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Zwischenabschluss.
Geschäftsentwicklung der operativen Segmente→ Weitere Informationen zu der
Geschäftsentwicklung der operativen Segmente finden
Sie im IR-Back-up auf unserer Investor Relations Website.
Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom die
Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die
Deutsche Telekom IoT GmbH vom operativen Segment
Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des
operativen Segments Deutschland verlagert. In den beiden
Segmenten wurden die Vorjahreswerte der operativen
Entwicklung, der Kunden- und Mitarbeiterentwicklung sowie
der Auftragseingang rückwirkend angepasst.
→ Weitere Informationen zu der Verlagerung des
IoT-Geschäfts finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur,
-strategie und -steuerung" sowie im Abschnitt
"Segmentberichterstattung" im Konzern-Zwischenabschluss.
DeutschlandKundenentwicklungscrollen scrollen
a Aufgrund der Neuaufstellung des
Telekommunikationsgeschäfts für
Geschäftskunden im Jahr 2020 wurden zum 1. Januar 2021
im Geschäftskundenbereich ca. 310 Tsd. SIM-Karten
ausgebucht, die nun als interne Karten behandelt werden.
Die Vorjahreswerte wurden rückwirkend angepasst.
GesamtIn Deutschland sind wir weiterhin Marktführer,
sowohl bei den Festnetz- als auch bei den
Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg
sind unsere leistungsfähigen Netze. Wir begeistern
unsere Kunden mit einer ausgezeichneten Netzqualität -
in Festnetz und Mobilfunk - sowie einem breiten
Produkt-Portfolio und exzellentem Service. Wir wollen
unseren Kunden ein nahtloses und
technologieunabhängiges Telekommunikationserlebnis
bieten. Deshalb vermarkten wir neben Festnetz- und
Mobilfunk-Produkten auch konvergente Produkte. Ende Mai
2021 haben wir den "MagentaEINS Unlimited" Vorteil
eingeführt mit deutschlandweit unbegrenztem
Datenvolumen. Mit unseren konvergenten Produkten der
"MagentaEINS" Familie überzeugen wir unsere Kunden
weiterhin. Bis Ende September 2021 haben sich über 5,1
Mio. Kunden dafür entschieden. Der Kundenbestand liegt
somit über Vorjahresendniveau.
Nach wie vor gab es eine hohe Nachfrage nach unseren
Glasfaser-basierten Anschlüssen: Die Gesamtzahl dieser
Anschlüsse stieg bis Ende September 2021 auf rund 16,9
Mio. In den ersten neun Monaten 2021 haben wir somit in
Deutschland 935 Tsd. Anschlüsse neu an unser
Glasfasernetz angebunden. Mit dem fortschreitenden
Glasfaser-Ausbau und der Vectoring-Technologie haben wir
die Vermarktung höherer Bandbreiten erfolgreich
vorangetrieben.
MobilfunkIm Mobilfunk-Bereich gewannen wir in den ersten neun
Monaten 2021 insgesamt rund 4,0 Mio. Kunden hinzu; davon
entfielen 464 Tsd. Kunden auf unser eigenes werthaltiges
Vertragskundengeschäft unter den Marken "Telekom" und
"congstar". Gründe dafür sind die konstante
Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem
Datenvolumen und unsere vielfach ausgezeichnete
Netzqualität. Seit dem 1. Januar 2021 werden die
bisher unter den Vertragskunden ausgewiesenen Kunden eines
Service Providers unter den Prepaid-Kunden ausgewiesen.
Unter Berücksichtigung dieser Ausweisänderung
konnten wir im Bereich der Prepaid-Kunden seit Jahresbeginn
einen Zuwachs von rund 3,4 Mio. Kunden verzeichnen, der im
Wesentlichen durch unsere Automotive-Initiativen im
Geschäftskundenbereich getrieben ist.
Die Option StreamOn, mit der bestimmte Nutzungen von
Streaming-Diensten für Musik, Gaming oder Video nicht
auf das Datenvolumen des Tarifs angerechnet werden, erfreut
sich nach wie vor reger Nachfrage. Ende September 2021
nutzten knapp 4,4 Mio. Kunden diese Option, 17,6 % mehr als
ein Jahr zuvor.
FestnetzDer Festnetz-Breitband-Markt ist durch eine Vielzahl von
Akteuren mit unterschiedlichen Infrastrukturen
gekennzeichnet - vom überregionalen Anbieter bis hin
zum regionalen Versorger. Um unsere Marktposition als
führender integrierter Telekommunikationsanbieter in
Deutschland zu behaupten, bauen wir unsere Angebote weiter
aus.
Die Anzahl unserer Breitband-Anschlüsse ist in den
ersten neun Monaten 2021 auf rund 14,4 Mio. bzw. um 276
Tsd. gewachsen. Die Nachfrage nach unseren
Glasfaser-basierten Anschlüssen Retail ist dabei mit
660 Tsd. der Treiber. Bei unseren TV-Kunden konnten wir
gegenüber dem Jahresende 2020 ein Wachstum um 102 Tsd.
verzeichnen. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der
Anschlüsse leicht um 47 Tsd., was eine deutliche
Reduzierung der Anschlussverluste gegenüber dem
Vorjahresvergleichszeitraum darstellt. Die Anzahl unserer
Festnetz-Anschlüsse ist somit wie erwartet nahezu
stabil bei 17,5 Mio. Anschlüssen.
WholesaleZum 30. September 2021 lag der Anteil der
Glasfaser-basierten Anschlüsse am Gesamtbestand mit
57,6 % um 3,2 Prozentpunkte über dem Jahresende 2020.
Ursache für das Wachstum war in erster Linie die
Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Die Zahl unserer
Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich
gegenüber dem Vorjahresende um 357 Tsd. Gründe
dafür sind zum einen die Verlagerung zu
höherwertigen Glasfaser-basierten Anschlüssen,
zum anderen, dass Endkunden zu Kabelanbietern wechseln.
Hinzu kommt, dass unsere Wholesale-Kunden ihre Endkunden
auf eigene Glasfaser-basierte Anschlüsse migrieren.
Insgesamt lag der Anschlussbestand im Bereich Wholesale
Ende September 2021 bei rund 11,6 Mio.
Operative Entwicklungscrollen scrollen GesamtumsatzIn den ersten neun Monaten 2021 erzielten wir einen
Gesamtumsatz in Höhe von 17,8 Mrd. €, der mit
einem Anstieg um 1,8 % über dem Niveau des Vorjahres
lag. Dies ist im Wesentlichen getrieben durch den
Umsatzanstieg bei Breitband um 6,1 % und bei den
Endgeräten sowohl im Mobilfunk um 14,9 % als auch im
Festnetz um 6,6 %. In Summe war der Umsatz durch die
Coronavirus-Pandemie beeinflusst wie z. B. durch
temporär verhängte Reisebeschränkungen und
Lockdowns sowie verschlechterte wirtschaftliche
Rahmenbedingungen. Daraus ergaben sich negative Effekte bei
den Roaming- und Visitoren-Umsätzen sowie
Verzögerungen oder Verschiebungen bei laufenden
Aufträgen im Bereich des
Telekommunikationsgeschäfts für
Geschäftskunden. Aufgrund der Entspannung bei der
Corona-Situation insbesondere in den Sommermonaten ist
dieser Effekt im zweiten und dritten Quartal geringer
ausgefallen.
Im Privatkundenbereich stieg der Umsatz gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 4,4 %. Das klassische
Festnetz-Geschäft wurde weiterhin durch mengenbedingte
Umsatzrückgänge bei den Voice-Komponenten
beeinflusst. Dagegen stieg der Umsatz im
Breitband-Geschäft um 6,7 %, u. a. positiv beeinflusst
durch eine höhere Kundensensibilität für
stabile Datenleitungen. Ebenfalls stieg das
Festnetz-Endgerätegeschäft um 9,5 %, beeinflusst
durch das starke Endgeräte-Mietgeschäft. Das
Mobilfunk-Geschäft entwickelte sich um 5,5 % positiv,
im Wesentlichen durch höhere Umsätze aus dem
Mobilfunk-Endgerätegeschäft und eine positive
Teilnehmerentwicklung unserer Zweitmarke "congstar".
Im Geschäftskundenbereich lag der Umsatz um 0,4 %
über Vorjahresniveau. Gegenüber dem
Vorjahreszeitraum stieg der IT-Umsatz um 6,1 % im
Wesentlichen durch das Vorantreiben der Digitalisierung bei
mittelständischen Unternehmen. Der Mobilfunk-Umsatz
lag insgesamt um 1,3 % über Vorjahresniveau. Positive
Umsätze aus dem Endgerätegeschäft sowie das
anhaltende Bestandswachstum trugen dazu bei. Organisch
betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter
Währungskurse sowie neutralisiert um die Verlagerung
der Deutsche Telekom IT (DT IT) Russland, DT IT Slowakei
und DT IT Ungarn in das Segment Group Headquarters &
Group Services, ergibt sich ein deutlicher Umsatzanstieg um
2,2 % im Vorjahresvergleich.
Der Umsatz im Wholesale-Bereich lag Ende September 2021
um 7,2 % unter Vorjahresniveau. Die positive
Mengenentwicklung der Glasfaser-basierten Anschlüsse
von 6,7 % gegenüber der Vorjahresperiode setzte sich
fort. Dies konnte aber die rückläufigen
Umsätze aus Mengenverlusten bei den
Teilnehmer-Anschlussleitungen um 11,6 % nicht kompensieren.
Darüber hinaus ist im Vorjahresvergleich der positive
Beitrag aufgrund der Verkürzung der
Kundenbindungsdauer bei der Vermietung von
Teilnehmer-Anschlussleitungen im Rahmen der Umstellung auf
den Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leases" weggefallen.
Zum 1. April 2021 führt der Übergang von
Kontingentverträgen in neue Commitment-Verträge
zu verstärkten Umsatzrückgängen im zweiten
und dritten Quartal 2021. Dies ist im Wesentlichen darauf
zurückzuführen, dass in dem neuen Modell zu
Beginn niedrigere jährliche Commitment-Zahlungen
gegenüber den bisherigen Upfront-Zahlungen der
Kontingentverträge hinterlegt sind. In den Folgejahren
steigen die jährlichen Commitment-Zahlungen an. Der
Voice-Umsatz lag unter dem Niveau des Vorjahres, im
Wesentlichen aufgrund der damals Corona-bedingt
höheren Umsätze.
→ Weitere Informationen zum Inkrafttreten der
Commitment-Verträge finden Sie im Kapitel
"Wirtschaftliches Umfeld - Regulierung".
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALDas um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA AL stieg
gegenüber dem Vergleichszeitraum um 251 Mio. €
bzw. 3,7 % und betrug 7,1 Mrd. €. Unsere bereinigte
EBITDA AL-Marge ist im Vergleich zum Vorjahr von 39,2 % auf
39,9 % gestiegen. Hauptgründe dafür sind die
positive operative Entwicklung getrieben durch das
werthaltige Umsatzwachstum sowie eine verbesserte
Kosteneffizienz. Diese ist im Wesentlichen auf geringere
Personalaufwendungen, u. a. aufgrund einer niedrigeren
Anzahl an Mitarbeitern und weiteren Umsetzungen von
Effizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen,
zurückzuführen.
Gegenläufig zu den beim bereinigten EBITDA AL
beschriebenen Effekten wirkten geringere als
Sondereinflüsse erfasste Aufwendungen für
sozialverträgliche Instrumente zum Personalumbau,
insbesondere engagierter Vorruhestand. In den ersten neun
Monaten 2021 wuchs unser EBITDA AL auf 6,7 Mrd. € und
lag um 6,3 % über Vorjahresniveau.
EBITDas Betriebsergebnis lag um 25,3 % über
Vorjahresniveau und betrug rund 3,7 Mrd. €. Die
positive Entwicklung des EBITDA zusammen mit niedrigeren
Abschreibungen, insbesondere getrieben durch geringere
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, trugen
zu dieser Entwicklung bei.
Cash CapexDer Cash Capex sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um
236 Mio. € bzw. 8,1 %. Dies ist v. a. auf zwei
Gründe zurückzuführen. Zum einen
resultierten geringere Auszahlungen gegenüber der
Vergleichsperiode aus im vierten Quartal 2020 vorgezogenen
Investitionen. Zum anderen lag der cash-wirksame Teil des
Book Capex unter dem Vorjahresniveau aufgrund
witterungsbedingt niedrigerer Investitionen in Glasfaser im
ersten und zweiten Quartal 2021, was im dritten Quartal
2021 teilweise nachgeholt wurde. Wir gehen davon aus, dass
wir im aktuellen Geschäftsjahr wie geplant 1,2 Mio.
Haushalte neu an unser Glasfasernetz anbinden werden.
Insgesamt investierten wir in den ersten neun Monaten
2021 rund 2,7 Mrd. € insbesondere in den 5G- und
Glasfaser-Ausbau. Hierbei ist z. B. die Zahl der Haushalte,
die die Möglichkeit einer direkten Anbindung an unser
Glasfasernetz haben, bis Ende September 2021 auf rund 2,9
Mio. gestiegen. Im Mobilfunk profitieren unsere Kunden von
einer hohen LTE-Netzabdeckung. So versorgten wir zum 30.
September 2021 in Deutschland 98,9 % der Haushalte mit LTE.
5G können jetzt bereits 87,3 % der Haushalte in
Deutschland nutzen.
USAKundenentwicklungscrollen scrollen Anpassungen der Kundenbasisscrollen
a Einschließlich der im Rahmen des
Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen Kunden und
spezifischer Anpassungen der Kundenbasis zum 1. April 2020.
KundenZum 30. September 2021 hatte das operative Segment USA
(T-Mobile US) 106,9 Mio. Kunden, gegenüber einem
Bestand von 102,1 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2020. Der
Zuwachs lag in den ersten neun Monaten 2021 bei 4,0 Mio.
Kunden gegenüber 4,1 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die
Gründe dafür erläutern wir nachfolgend:
Der Anstieg bei den Postpaid-Kunden belief sich in den
ersten neun Monaten 2021 auf netto 3,7 Mio., gegenüber
netto 3,9 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die
rückläufige Entwicklung ist insbesondere
begründet durch einen geringeren Zuwachs bei den
anderen Postpaid-Kunden infolge des starken Bruttozuwachses
im öffentlichen Bereich und Bildungssektor im
Vorjahreszeitraum sowie einer höheren Anzahl an
Anschlussverlusten in der aktuellen Berichtsperiode infolge
einer größeren Kundenbasis. Dieser Entwicklung
stand aufgrund des vermehrten Kundenkontakts im
stationären Einzelhandel in der aktuellen
Berichtsperiode im Vergleich zu den Corona-bedingten
Shop-Schließungen im Vorjahr, ein höherer
Zuwachs bei den Postpaid-Telefonie-Kunden gegenüber.
Teilweise wurde dieser durch eine höhere
Kundenabwanderung abgeschwächt.
Der Anstieg bei den Prepaid-Kunden betrug in den ersten
neun Monaten 2021 netto 293 Tsd., gegenüber netto 247
Tsd. Anschlussverlusten im Vorjahreszeitraum. Diese
Entwicklung ist hauptsächlich auf eine niedrigere
Kundenabwanderung zurückzuführen.
Operative Entwicklungscrollen scrollen GesamtumsatzDer Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA stieg
in den ersten neun Monaten 2021 gegenüber dem
Vorjahreszeitraum von 44,0 Mrd. € um 13,4 % auf 49,9
Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis erhöhte sich der
Gesamtumsatz der T-Mobile US um 20,4 % gegenüber dem
Vorjahreszeitraum. Hauptgrund dafür waren höhere
Service- und Endgeräteumsätze, die sich im
Einzelnen wie folgt entwickelten:
Die Service-Umsätze stiegen in den ersten neun
Monaten 2021 v. a. aufgrund der höheren
durchschnittlichen Anzahl an Postpaid-Kundenkonten, des
höheren durchschnittlichen Umsatzes je
Postpaid-Kundenkonto (Average Revenue per Account, ARPA)
und der höheren Wholesale-Umsätze, die v. a. aus
unserem Rahmenvertrag über Mobilfunk-Dienste mit DISH
und aus anderen erfolgreichen MVNO-Partnerschaften
resultieren. Außerdem trugen höhere andere
Service-Umsätze, insbesondere infolge der Integration
des durch den Zusammenschluss mit Sprint übernommenen
Festnetz-Geschäfts, maßgeblich zu dieser
Entwicklung bei.
Die Endgeräteumsätze stiegen in den ersten
neun Monaten 2021 insbesondere aufgrund eines
stärkeren Endgeräteabsatzes, mit Ausnahme der am
Ende der Mietzeit kundenseitig erworbenen Geräte, v.
a. aufgrund einer höheren Anzahl an verkauften
Endgeräten infolge einer normalisierteren
Wechselaktivität im Vergleich zum von gedämpften
Rahmenbedingungen durch die Coronavirus-Pandemie
geprägten Vorjahr. Dazu beigetragen hat auch der
planmäßige Umstieg bei der
Endgerätefinanzierung weg vom Mietmodell hin zum
Ratenkaufmodell. Darüber hinaus wurden höhere
Umsätze durch Endgeräteverkäufe erzielt, mit
Ausnahme der am Ende der Mietzeit kundenseitig erworbenen
Geräte, da der durchschnittliche Umsatz je verkauftem
Gerät durch den höheren Anteil hochwertiger
Telefone gegenüber anderen Endgeräten im
Portfolio gestiegen ist. Abgeschwächt wurde dieser
Umsatzzuwachs allerdings aufgrund vermehrter Werbeangebote.
Darüber hinaus sind die Endgeräteumsätze
durch höhere Erlöse aus der Verwertung
zurückgenommener Geräte gestiegen. Dieser Trend
ist im Wesentlichen auf einen wachsenden Anteil von
High-End-Geräten und eine größere Anzahl
zurückgegebener Geräte zurückzuführen.
Des Weiteren hat sich ein verstärkter Absatz an
Zubehör aufgrund des vermehrten Kundenkontakts im
stationären Einzelhandel nach den Corona-bedingten
Shop-Schließungen im Vorjahr positiv ausgewirkt.
Zudem ist der Anstieg der Endgeräteumsätze auf
den Zusammenschluss mit Sprint zurückzuführen,
etwa durch den gestiegenen Absatz an Zubehör aufgrund
einer gewachsenen Kundenbasis sowie, insbesondere infolge
des höheren Bestands an Mietgeräten, vermehrt am
Ende der Mietzeit kundenseitig erworbener Geräte.
Diesen positiven Umsatztrends stand ein Rückgang der
Umsätze aus der Vermietung von Endgeräten
gegenüber, da aufgrund des planmäßigen
Umstiegs bei der Endgerätefinanzierung weg vom
Mietmodell hin zum Ratenkaufmodell die Zahl der
Mietgeräte rückläufig ist.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALAuf Euro-Basis stieg das bereinigte EBITDA AL um 11,4 %
von 15,5 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 17,2 Mrd.
€ in den ersten neun Monaten 2021. Die bereinigte
EBITDA AL-Marge sank von 35,1 % in den ersten neun Monaten
2020 auf 34,5 %. Auf US-Dollar-Basis wuchs das bereinigte
EBITDA AL im gleichen Zeitraum um 18,2 %. Das bereinigte
EBITDA AL stieg im Wesentlichen aufgrund des zuvor
erläuterten Anstiegs der Service- und
Endgeräteumsätze. Diesen positiven
Einflüssen wirkten ein Anstieg des Materialaufwands
für den Bezug von Endgeräten, höhere
Service-Kosten sowie gestiegene Vertriebs- und
Verwaltungskosten entgegen. Die höheren
Materialaufwendungen sind insbesondere
zurückzuführen auf höhere Aufwendungen
für den Bezug von Endgeräten, mit Ausnahme der am
Ende der Mietzeit kundenseitig erworbenen Geräte, v.
a. durch eine höhere Anzahl an verkauften
Endgeräten infolge einer durch den Zusammenschluss mit
Sprint gewachsenen Kundenbasis, einer normalisierteren
Wechselaktivität im Vergleich zum von gedämpften
Rahmenbedingungen durch die Coronavirus-Pandemie
geprägten Vorjahr sowie des planmäßigen
Umstiegs bei der Endgerätefinanzierung weg vom
Mietmodell hin zum Ratenkaufmodell. Darüber hinaus
stiegen die Materialaufwendungen, mit Ausnahme der am Ende
der Mietzeit kundenseitig erworbenen Geräte, da die
durchschnittlichen Kosten je verkauftem Gerät durch
den höheren Anteil hochwertiger Telefone
gegenüber anderen Endgeräten im Portfolio
gestiegen sind. Ursächlich für den gestiegenen
Materialaufwand waren v. a. höhere Aufwendungen
für die Verwertung einer gestiegenen Anzahl
zurückgenommener Geräte, höhere Kosten
für Zubehör aufgrund des vermehrten
Kundenkontakts im stationären Einzelhandel nach den
Corona-bedingten Shop-Schließungen im Vorjahr und
einer gewachsenen Kundenbasis im Zuge des Zusammenschlusses
mit Sprint. Hinzu kamen höhere Materialaufwendungen
für Mietgeräte, insbesondere aufgrund der
höheren Anzahl an Mietgeräten infolge des
Zusammenschlusses mit Sprint. Der Anstieg der
Service-Kosten ist hauptsächlich
zurückzuführen auf höhere Aufwendungen im
Zusammenhang mit Anmietungen und Backhaul-Vereinbarungen,
die im Zuge des Zusammenschlusses mit Sprint
übernommen wurden. Darüber hinaus führte der
weitere Ausbau des landesweiten 5G-Netzes,
einschließlich eines neuen Rahmenvertrags aus dem
Jahr 2020 über die Anmietung von Funktürmen,
sowie höhere Aufwendungen für Personal und
personalbezogene Leistungen, insbesondere aufgrund der
höheren Personalzahlen infolge des Zusammenschlusses
mit Sprint, zu höheren Service-Kosten. Ursächlich
für die gestiegenen Vertriebs- und Verwaltungskosten
sind insbesondere höhere Aufwendungen für
Werbung, externe Kräfte und Dienstleistungen.
Darüber hinaus trugen höhere Mietaufwendungen im
Wesentlichen infolge des Zusammenschlusses mit Sprint sowie
höhere Aufwendungen für Personal und
personalbezogene Leistungen durch die gestiegenen
Personalzahlen, v. a. infolge des Zusammenschlusses mit
Sprint, dazu bei. Diesem Kostenanstieg standen niedrigere
Aufwendungen für uneinbringliche Forderungen
gegenüber.
Im EBITDA AL sind in den ersten neun Monaten 2021
negative Sondereinflüsse in Höhe von 1,6 Mrd.
€ enthalten, während im Vorjahreszeitraum
negative Sondereinflüsse in Höhe von 1,4 Mrd.
€ erfasst wurden. Diese Entwicklung ergab sich im
Wesentlichen aus in den ersten neun Monaten 2021
gestiegenen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem
Sprint-Zusammenschluss, während die
Sondereinflüsse im Vorjahreszeitraum höhere
Personalaufwendungen, Provisionen im indirekten Vertrieb,
Reinigungsaufwendungen im Zusammenhang mit der
Coronavirus-Pandemie und die Ausbuchung eines
Abrechnungssystems für Postpaid-Kunden umfassten. Dem
wirkte die von SoftBank geleistete Zahlung einer
Strukturierungsgebühr entgegen. Die
Sondereinflüsse der Berichtsperiode beinhalten
Aufwendungen infolge des Zusammenschlusses mit Sprint und
Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Erwerb von
verbundenen Unternehmen, einschließlich Rechtskosten
und Beratungsleistungen für den Vollzug dieser
Transaktionen. Des Weiteren umfassen sie
Restrukturierungskosten, einschließlich Abfindungen,
Rationalisierungsmaßnahmen im stationären
Handel, Netzwerk-Stilllegungen sowie Integrationskosten zur
Erzielung von Effizienzen im Netz, im Einzelhandel, in der
IT und im Back Office-Betrieb, die Migration von Kunden in
das Netz von T-Mobile US und die Folgen von im Zuge des
Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen
Rechtsverfahren. Insgesamt stieg das EBITDA AL aufgrund der
bereits beschriebenen Faktoren, einschließlich der
Auswirkungen von Sondereinflüssen, um 11,5 % von 14,1
Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 15,7 Mrd. € in
den ersten neun Monaten 2021.
EBITDas EBIT stieg von 5,9 Mrd. € in den ersten neun
Monaten 2020 auf 6,0 Mrd. € im Berichtszeitraum. Auf
US-Dollar-Basis stieg das EBIT im gleichen Zeitraum um 8,2
%, insbesondere aufgrund des gestiegenen EBITDA AL. Auf
US-Dollar-Basis erhöhten sich die Abschreibungen um
30,5 %, hauptsächlich aufgrund des weiteren Ausbaus
des landesweiten 5G-Netzes, höherer Abschreibungen auf
Mietgeräte aufgrund eines höheren Bestands an
Mietgeräten infolge des Zusammenschlusses mit Sprint
sowie höherer Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte.
Cash CapexDer Cash Capex stieg von 7,1 Mrd. € in den ersten
neun Monaten 2020 auf 16,0 Mrd. € in den ersten neun
Monaten 2021. Auf US-Dollar-Basis erhöhte sich der
Cash Capex um 11,1 Mrd. US-$, v. a. aufgrund von erworbenen
Spektrumlizenzen, insbesondere im Rahmen der C-Band-Auktion
im März 2021 in Höhe von 8,9 Mrd. US-$, der
Integration des infolge des Zusammenschlusses mit Sprint
übernommenen Netzes und des weiteren Ausbaus des
landesweiten 5G-Netzes.
EuropaKundenentwicklungscrollen scrollen
a In Ungarn wurden zum 1. Januar 2020 im Rahmen
der Vereinheitlichung der zugrundeliegenden
Kundendefinition M2M-Karten ausschließlich dem
Prepaid-Kundensegment zugeordnet.
GesamtIm operativen Segment Europa erzielten wir zum Ende der
ersten neun Monate 2021 wieder einen leichten Anstieg bei
der Kundenentwicklung. In den ersten neun Monaten 2021
verzeichneten wir leichte Zuwächse bei den
Festnetz-Kunden. Gerade das konvergente Produkt-Portfolio
"MagentaOne" erzielte durch die anhaltende Nachfrage einen
Anstieg bei den FMC-Kunden um 8,7 % im Vergleich zum
Jahresende 2020. Mit Hochdruck bauen wir unsere
Festnetz-Infrastruktur mit moderner Glasfaser aus.
Insgesamt konnten wir die Zahl der Breitband-Kunden um 2,5
% erhöhen. Auch das Mobilfunk-Geschäft erzielte
wiederholt leicht steigende Kundenzahlen - sowohl bei den
werthaltigen Vertragskunden als auch bei den
Prepaid-Kunden. Unser Ausbau des 5G-Netzes kommt gut voran:
In den meisten Landesgesellschaften konnten wir den
Vertrieb von 5G-Angeboten kommerziell starten.
MobilfunkIm operativen Segment Europa zählten wir zum Ende
der ersten neun Monate 2021 insgesamt 46,4 Mio.
Mobilfunk-Kunden; gegenüber dem Jahresende 2020 zeigt
sich somit ein leichtes Wachstum. Die Anzahl der
werthaltigen Vertragskunden stieg um 2,2 %. Dabei wuchs der
Vertragskundenbestand in allen Landesgesellschaften,
insbesondere in Polen, der Tschechischen Republik und
Österreich. Insgesamt blieb der Anteil der
Vertragskunden am Gesamtkundenbestand nahezu
unverändert stabil bei 59,1 %. Neben der reinen
Kundenentwicklung haben wir das
"Mehr-für-Mehr"-Prinzip in unserem Produkt-Portfolio
erfolgreich fortgeführt, um die Werthaltigkeit pro
Kunde nachhaltig zu steigern. Darüber hinaus
profitierten unsere Kunden im Rahmen unserer integrierten
Netzstrategie von einer hohen Netzabdeckung mit einer
schnellen, mobilen Breitband-Anbindung. So versorgten wir
zum 30. September 2021 in den Ländern unseres
operativen Segments 97,9 % der Bevölkerung mit LTE und
erreichten damit insgesamt rund 109 Mio. Einwohner. Auch
die 5G-Abdeckung schreitet in den Ländern unseres
operativen Segments voran. So konnte bereits ein
großer Anteil der Bevölkerung z. B. in
Griechenland, Kroatien und Österreich an das 5G-Netz
der Telekom angebunden werden.
Auch der Prepaid-Kundenbestand zeigte im Vergleich zum
Jahresende 2020 ein leichtes Wachstum von 1,0 %. Mit
Zuwächsen u. a. in Polen und Ungarn konnten wir die
Rückgänge insbesondere in Rumänien
überkompensieren. Darüber hinaus bieten wir
unseren Prepaid-Kunden hochwertige Vertragstarife an, was
sich ebenfalls positiv auf das Vertragskundengeschäft
auswirkte.
FestnetzDas Breitband-Geschäft ist zum 30. September 2021
gegenüber dem Vorjahresendwert um 2,5 % auf insgesamt
7,1 Mio. Kunden gewachsen. In fast allen
Landesgesellschaften, insbesondere in Griechenland, Ungarn,
Polen, Österreich, der Tschechischen Republik und der
Slowakei, erhöhten sich die Kundenbestände
deutlich, außer in Rumänien. Mittels unserer
stetigen Investitionen in zukunftsweisende
Glasfaser-Technologien bauen wir unsere
Festnetz-Infrastruktur konsequent aus. Zum Ende des dritten
Quartals 2021 haben rund 6,7 Mio. Haushalte in unseren
Landesgesellschaften die Möglichkeit, eine direkte
Anbindung an unser schnelles Glasfasernetz mit
Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s zu buchen. Der Anteil
der IP-basierten Anschlüsse an den gesamten
Festnetz-Anschlüssen stieg im selben Zeitraum auf 94,0
%. Insgesamt bewegte sich die Anzahl der
Festnetz-Anschlüsse in unserem operativen Segment
Europa mit 9,1 Mio. knapp über dem Vorjahresniveau.
Das TV- und Entertainment-Geschäft zählte zum
30. September 2021 insgesamt 5,1 Mio. Kunden und zeigte
damit ein leichtes Wachstum von 1,7 % gegenüber dem
Vorjahresendwert. Der TV-Markt ist in vielen Ländern
unseres Segments bereits gesättigt; hier sind es neben
den Telekommunikationsunternehmen auch sog. "OTT-Player",
die TV-Dienste anbieten.
FMC - Fixed Mobile ConvergenceUnser konvergentes Produkt-Portfolio "MagentaOne"
erfreut sich in all unseren Landesgesellschaften
großer Beliebtheit. Im Privatkundenbereich erreichten
wir zum Ende der ersten neun Monate 2021 einen Bestand von
6,3 Mio. FMC-Kunden; das entspricht einem Anstieg von 8,7 %
gegenüber dem Vorjahresendwert. Insbesondere unsere
Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn,
Österreich und der Tschechischen Republik trugen zu
diesem Wachstum bei. Auch im Geschäftskundenbereich
vertreiben wir das Produkt "MagentaOne Business" mit
steigenden Zuwachsraten.
Operative Entwicklungscrollen scrollen Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen
den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften
ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf
der Ebene des operativen Segments.
a "Übrige" enthält die
Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro sowie die
GTS Central Europe Gruppe in Rumänien und Europe
Headquarters.
GesamtumsatzUnser operatives Segment Europa erzielte in den ersten
neun Monaten 2021 einen Gesamtumsatz von 8,5 Mrd. €,
gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 1,3 %.
Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter
Währungskurse, erhöhte sich der Umsatz um 1,9 %
gegenüber dem Vorjahresniveau.
Die organischen Zuwächse sind hauptsächlich
auf die gute Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft
zurückzuführen. Maßgeblich hierfür
waren v. a. gestiegene Service-Umsätze mit
höheren Margen, leicht gestiegene Roaming- und
Visitoren-Umsätze sowie höhere Umsätze aus
Endgeräteverkäufen. Eine gleichbleibende
Umsatzentwicklung verzeichnete hingegen das
Festnetz-Geschäft. Dabei konnten insbesondere die
deutlich höheren Umsätze beim
Breitband-Geschäft die Einbußen im
Wholesale-Geschäft sowie die
erwartungsgemäß geringeren Umsätze bei der
Sprachtelefonie ausgleichen. Das Systemgeschäft war
insgesamt rückläufig.
Die beste organische Umsatzentwicklung aus
Länderperspektive hatten zum 30. September 2021 unsere
Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn und
Österreich zu verzeichnen. Dadurch konnten wir die
sinkenden Umsätze in Rumänien und Polen
ausgleichen.
Im Privatkundenbereich erhöhten sich die
Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum organisch
um 2,3 %. Dazu beigetragen haben zum großen Teil
höhere Mobilfunk-Umsätze: Sowohl die
Service-Umsätze als auch die Verkäufe von mobilen
Endgeräten stiegen an. Im Festnetz-Bereich erzielten
wir im Breitband-/TV-Geschäft dank unserer innovativen
TV- und Entertainment-Angebote und des kontinuierlichen
Ausbaus der Glasfaser-Technologie ein Plus bei der
Umsatzentwicklung. Dadurch konnten wir die
rückläufigen Umsätze bei der Sprachtelefonie
überkompensieren. Zusätzlich wirkte sich auch
eine höhere Anzahl an FMC-Kunden umsatzsteigernd aus.
Der Geschäftskundenbereich hat im
Vorjahresvergleich eine stabile organische
Umsatzentwicklung erreicht. Die ersten drei Quartale 2021
waren geprägt von steigenden Umsätzen in unserer
Mobilfunk-Sparte. Treiber dafür sind die nach dem
Corona-Lockdown wieder zunehmenden Roaming-Umsätze
sowie ein Mehrbedarf an mobilen Daten durch hybrides
Arbeiten. Aufgrund dieser Trends erleben wir eine
Stagnation im Festnetz-Bereich. Zwar vertreiben wir
erfolgreich Glasfaser-basierte Breitband-Dienste und bieten
in Rumänien und Kroatien Festnetz-spezifische
Sicherheitsfeatures für das Surfen im Internet an,
jedoch ist der Trend zum mobilen Arbeiten spürbar. Das
ICT-Geschäft verläuft im Vorjahresvergleich
leicht rückläufig. In unseren Wachstumsthemen
Cloud, Smart Cities und Security verkaufen wir unsere
Lösungen an Großkunden und den öffentlichen
Sektor weiterhin erfolgreich.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALUnser operatives Segment Europa erzielte in den ersten
neun Monaten 2021 ein bereinigtes EBITDA AL von 3,0 Mrd.
€ und lag damit um 3,1 % über dem
Vorjahreszeitraum. Organisch betrachtet, d. h. unter der
Annahme konstanter Währungskurse sowie um die
Verlagerung des österreichischen
Funkturmgeschäfts zum operativen Segment Group
Development neutralisiert, stieg das bereinigte EBITDA AL
um 5,0 % und verzeichnete damit weiterhin einen positiven
Ergebnisbeitrag. Dazu trugen neben den positiven Effekten
aus dem Umsatz auch Einsparungen bei den indirekten Kosten,
auch durch geringere Aufwendungen beim Personal, bei.
Aus Länderperspektive war der Anstieg des
bereinigten organischen EBITDA AL auf die positive
Entwicklung in allen unseren Landesgesellschaften,
insbesondere aber in Griechenland, Österreich und
Ungarn, zurückzuführen.
Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahr um 7,2 % auf 3,1 Mrd. €. Der Ertrag aus
Sondereinflüssen lag im Saldo bei 55 Mio. €
gegenüber einem Aufwand aus Sondereinflüssen in
der Vergleichsperiode in Höhe von minus 60 Mio.
€. Grund für diese Veränderungen war die
Auflösung einer in den Jahren 2010 und 2011 seitens
OTE gebildeten sonstigen Personalrückstellung im
Zusammenhang mit einer zusätzlichen Zahlung an den
griechischen Sozialversicherungsfonds IKA-ETAM in Höhe
von 134 Mio. €. Im September 2021 wurde ein
diesbezüglich geführtes Verfahren abgeschlossen.
Organisch betrachtet stieg das EBITDA AL um 9,1 % an.
Operative Entwicklung in ausgewählten LändernGriechenland. In Griechenland lagen die Umsätze mit
2,3 Mrd. € um 4,8 % über dem Vorjahr. Die gute
Entwicklung im Mobilfunk-Bereich ist im Wesentlichen auf
den Zugewinn neuer Vertragskunden zurückzuführen.
Damit verbunden sind sowohl höhere
Endgeräteverkäufe als auch höhere
Service-Umsätze. Aufgrund der sich wieder zunehmend
normalisierenden Reisetätigkeit entwickelten sich auch
die Visitoren-Umsätze positiv. Der intensive
Glasfaser- und Vectoring-Ausbau, einhergehend mit
entsprechend höheren Kundenzahlen, beeinflusste das
Festnetz-Geschäft zunehmend positiv. Hier
erwirtschafteten wir in den ersten neun Monaten 2021
steigende Umsätze im Wesentlichen getrieben durch das
Breitband-Geschäft. Ferner trug das
Systemgeschäft zum Umsatzwachstum bei.
In den ersten neun Monaten 2021 lag das bereinigte
EBITDA AL in Griechenland bei 944 Mio. € und stieg
gegenüber dem Vorjahr somit um 5,0 %. Zu verdanken ist
dies einer umsatzbedingt höheren Nettomarge. Die
indirekten Kosten bewegten sich insgesamt auf dem Niveau
der Vorjahresperiode.
Ungarn. Bis zum 30. September 2021 erzielten wir in
Ungarn einen Umsatz von 1,3 Mrd. €. Damit entwickelte
sich der Umsatz trotz negativer Währungskurseffekte
leicht positiv. Organisch betrachtet lagen die Umsätze
4,3 % über dem Vorjahresniveau. Das
Mobilfunk-Geschäft ist dabei der wesentliche Treiber.
Vor allem die Service-Umsätze entwickelten sich
positiv. Darüber hinaus konnten durch Zuwächse
bei der Anzahl der Vertragskunden positive Effekte auf das
Endgerätegeschäft verzeichnet werden. Der
Festnetz-Bereich entwickelte sich ebenfalls leicht positiv
mit steigenden Umsätzen im TV- sowie im
Breitband-Geschäft, beides durch eine höhere
Kundenbasis. Auch das Systemgeschäft trug zur
Umsatzsteigerung bei. Unser Konvergenzangebot "MagentaOne"
entwickelte sich weiterhin erfolgreich mit einer erneut
gestiegenen Kundenzahl und entsprechenden Umsätzen.
Das bereinigte EBITDA AL lag mit 392 Mio. € um 4,0
% über dem Vorjahresniveau. Organisch betrachtet stieg
das bereinigte EBITDA AL um 6,4 %. Dieses Wachstum ist
insbesondere auf die höheren Umsätze
zurückzuführen, die den Anstieg der Kosten mehr
als ausgleichen.
Polen. In Polen reduzierten sich die Umsätze in den
ersten neun Monaten 2021 um 3,9 % auf 1,0 Mrd. €.
Verursacht war dies durch negative
Währungskurseffekte. Organisch betrachtet reduzierten
sich die Umsätze lediglich um 1,2 %. Dabei
verzeichnete das Mobilfunk-Geschäft leichte
Rückgänge aus reduzierten National
Roaming-Umsätzen. Im Festnetz-Geschäft konnten
wir die Anzahl der FTTH-Kunden deutlich steigern und damit
die Basis für weiteres Breitband-Wachstum schaffen.
Das bereinigte EBITDA AL lag zum 30. September 2021 mit
295 Mio. € um 1,7 % über der Vorjahresperiode.
Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL v. a.
infolge geringerer Kosten um 4,6 % an.
Tschechische Republik. In den ersten neun Monaten 2021
lagen die Umsätze in der Tschechischen Republik bei
832 Mio. € und somit um 5,4 % über dem Niveau des
Vorjahres. Organisch betrachtet stiegen die Umsätze um
2,9 % an. Dabei lagen die Mobilfunk-Umsätze über
dem Niveau des Vorjahres. Das geht im Wesentlichen auf das
Geschäft der Service-Umsätze (ohne Visitoren) mit
höheren Margen zurück, begleitet von höheren
Endgeräteumsätzen. Daneben erweist sich auch das
Festnetz-Geschäft mit seinem Breitband- und
TV-Geschäft erneut als Umsatztreiber. Die Anzahl der
Breitband-Kunden stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
deutlich an. Im Bereich des Systemgeschäfts konnten
wir ebenfalls Umsätze hinzugewinnen.
Das bereinigte EBITDA AL erhöhte sich im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 7,4 % auf 348 Mio. €.
Organisch betrachtet stieg das Ergebnis hauptsächlich
umsatzbedingt um 5,1 %.
Österreich. In Österreich erwirtschafteten wir
in den ersten neun Monaten 2021 einen Umsatz von 996 Mio.
€. Das entspricht einem Anstieg von 3,8 % und ist im
Wesentlichen auf Zuwächse bei den
Service-Umsätzen mit höheren Margen
zurückzuführen. Der Verkauf von mobilen
Endgeräten leistete ebenso einen positiven
Umsatzbeitrag. Die Visitoren-Umsätze unterlagen noch
einem leicht negativen Einfluss. Die Umsätze im
Festnetz-Geschäft entwickelten sich ebenfalls positiv.
Das Breitband-Geschäft erzielte deutliche
Zuwachsraten, u. a. infolge einer höheren Kundenbasis
und höherwertigerer Tarife.
Das bereinigte EBITDA AL sank zum 30. September 2021 im
Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % auf 378 Mio. €.
Organisch betrachtet, d. h. neutralisiert um die
Verlagerung des österreichischen
Funkturmgeschäfts zum operativen Segment Group
Development, stieg das bereinigte EBITDA AL aufgrund der
positiven Umsatzeffekte deutlich um 9,8 % an. Ein
wesentlicher Beitrag kommt aus der Realisierung von
Synergieeffekten sowie aus der Ausweitung konvergenter
Produktangebote.
EBITUnser operatives Segment Europa wies in den ersten neun
Monaten 2021 eine Steigerung des EBIT um 368 Mio. €
auf. Neben einem um 161 Mio. € höheren EBITDA
fielen die Abschreibungen um 208 Mio. € niedriger aus.
Dabei lagen die planmäßigen Abschreibungen
leicht unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Hier wirkten
sich v. a. die ausgesetzten Abschreibungen aufgrund des am
30. September 2021 vollzogenen Verkaufs des als zur
Veräußerung gehaltenen Festnetz-Geschäfts
in Rumänien aus. Im dritten Quartal des Vorjahres
führten außerplanmäßige
Abschreibungen im Zusammenhang mit der seinerzeit geplanten
Veräußerung des rumänischen
Festnetz-Geschäfts zu einer unterjährigen
Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte des im
Konzern verbleibenden rumänischen
Mobilfunk-Geschäfts in Höhe von insgesamt 160
Mio. €. Begründet war diese Wertminderung durch
den Wegfall der bisherigen MVNO-Vereinbarungen.
Cash CapexZum 30. September 2021 wies das operative Segment Europa
einen im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 % niedrigeren Cash
Capex von 1,3 Mrd. € aus. Dieser Rückgang ist auf
geringere Auszahlungen für den Erwerb von
Spektrumlizenzen, v. a. in Ungarn,
zurückzuführen. Wir investieren weiterhin im
Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in die
Bereitstellung von Breitband- und Glasfaser-Technologie
sowie in 5G.
SystemgeschäftAuftragseingangscrollen GeschäftsentwicklungDie ersten neun Monate 2021 standen weiter im Zeichen
der Fokussierung unseres Systemgeschäfts auf
Wachstums- und Zukunftsthemen sowie der Fortsetzung unseres
Transformationsprogramms. Im Rahmen des
Transformationsprogramms haben wir die Anpassung unserer
Organisation, Abläufe und Kapazitäten sowie die
Entwicklung der Strategie für unser Portfolio weiter
vorangetrieben. Selbstständige Portfolio-Einheiten
verantworten sowohl unsere Wachstumsfelder (z. B. Public
Cloud und Security) als auch unser klassisches
IT-Geschäft.
Wir haben ausgewählte Branchen definiert
(Automotive, Gesundheitswesen, öffentliche Hand und
öffentliches Transportwesen), für die wir auf
Basis unserer Expertise verstärkt vertikale
Lösungen anbieten werden. Darüber hinaus haben
wir Kooperationen mit führenden Cloud
Service-Anbietern vereinbart (z. B. Amazon, Google,
Microsoft), um unseren Kunden ein noch breiteres und
flexibleres Spektrum an Cloud-Lösungen anbieten zu
können. Um unsere Konzernstrategie im Feld
"Führend bei Geschäftskunden-Produktivität"
konsequent umzusetzen, wurde zum 1. Januar 2021 unsere
Portfolio-Einheit IoT (Internet of Things) in das operative
Segment Deutschland überführt.
Der Auftragseingang unseres operativen Segments
Systemgeschäft liegt in den ersten neun Monaten 2021
um 13,5 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung
reflektiert die Erholung von den Auswirkungen der
Coronavirus-Pandemie auf die wirtschaftliche Lage unserer
Geschäftskunden und die Zurückhaltung bei der
Vergabe von Aufträgen im Vorjahr. Insbesondere in
unseren Wachstumsfeldern ist eine deutlich positive
Entwicklung zu verzeichnen.
Operative Entwicklungscrollen scrollen GesamtumsatzDer Gesamtumsatz unseres operativen Segments
Systemgeschäft lag in den ersten neun Monaten 2021 bei
3,0 Mrd. € bzw. um 2,9 % unter Vorjahresniveau. Der
Rückgang ist im Wesentlichen getrieben durch das
erwartungsgemäß rückläufige klassische
IT-Infrastrukturgeschäft, zum Teil bedingt durch
bewusste unternehmerische Entscheidungen wie den Abbau von
End User Services. Dagegen wachsen unsere Wachstumsfelder
deutlich, insbesondere Public Cloud (+21,0 %), Digital
Solutions (+13,4 %) und Road Charging (+12,4 %).
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALIn den ersten neun Monaten 2021 stieg das bereinigte
EBITDA AL unseres operativen Segments Systemgeschäft
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 % auf 215 Mio.
€. Effizienzeffekte aus unserem
Transformationsprogramm sowie Effekte durch
Umsatzsteigerung in unseren Wachstumsfeldern
überstiegen den Ergebnisrückgang im klassischen
IT-Infrastrukturgeschäft. Das EBITDA AL sank
gegenüber dem Vorjahr um 4 Mio. € auf 47 Mio.
€. Die Sondereinflüsse lagen um 11 Mio. €
über Vorjahr bei minus 168 Mio. €, im
Wesentlichen bedingt durch ein negatives
Entkonsolidierungsergebnis im Zusammenhang mit der
Veräußerung eines Geschäftsbetriebs sowie
gegenläufig niedrigere Restrukturierungskosten.
Bereinigtes EBIT, EBITDas bereinigte EBIT unseres operativen Segments
Systemgeschäft stieg in den ersten neun Monaten 2021
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 92 Mio. € auf
109 Mio. €, insbesondere vor dem Hintergrund
rückläufiger planmäßiger
Abschreibungen. Das EBIT stieg gegenüber der
Vorjahresperiode um 384 Mio. € auf minus 129 Mio.
€. Der Aufwand aus Sondereinflüssen lag um 292
Mio. € unter dem Vorjahreszeitraum bei minus 238 Mio.
€. Im dritten Quartal des Vorjahres belastete eine
nicht zahlungswirksame Wertminderung der langfristigen
Vermögenswerte das EBIT in Höhe von 0,4 Mrd.
€, die in der Folge zu einer Verringerung der
Abschreibungsbasis führte. In den ersten neun Monaten
2021 wurden nicht zahlungswirksame Wertminderungen der
langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 0,1 Mrd.
€ als Sondereinflüsse erfasst. Diese standen
ebenfalls im Wesentlichen im Zusammenhang mit der
Überprüfung der Werthaltigkeit der
zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft im
dritten Quartal des Vorjahres.
Cash CapexDer Cash Capex des operativen Segments
Systemgeschäft lag in den ersten neun Monaten 2021 mit
146 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der
Schwerpunkt unserer Investitionen liegt perspektivisch
weiterhin auf der Entwicklung unseres
Wachstumsgeschäfts.
Group Development Kundenentwicklungscrollen scrollen In den Niederlanden stieg die Kundenanzahl im
Mobilfunk-Bereich leicht an. Die Anzahl der
Festnetz-Anschlüsse in den Niederlanden stieg durch
die positive Entwicklung im operativen Geschäft
ebenfalls an und profitierte weiterhin von der
Wiedereröffnung der Shops nach dem Corona-Lockdown
Ende April 2021 sowie von den erfolgreichen
Werbemaßnahmen.
Operative Entwicklungscrollen scrollen
a Zum 1. Januar 2021 wurde das
österreichische Funkturmgeschäft vom operativen
Segment Europa in das operative Segment Group Development
verlagert. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.
GesamtumsatzDer Gesamtumsatz unseres operativen Segments Group
Development stieg in den ersten neun Monaten 2021
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,7 % auf 2,3 Mrd.
€. Organisch betrachtet, d. h. neutralisiert um die
Veräußerung des niederländischen
Funkturmgeschäfts zum 1. Juni 2021, die Verlagerung
des österreichischen Funkturmgeschäfts zum 1.
Januar 2021 sowie den Erwerb des niederländischen MVNO
und SIM-Anbieters Simpel zum 1. Dezember 2020, stieg der
Umsatz um 4,3 %. Der Umsatzanstieg resultierte aus dem
operativen und strukturellen Wachstum unserer beiden
Geschäftseinheiten T‑Mobile Netherlands und GD
Towers mit der DFMG sowie dem österreichischen
Funkturmgeschäft. In den Niederlanden trug
insbesondere der Mobilfunk-Bereich aufgrund höherer
"Out of Bundle"-Umsätze und höherer
Endgeräteverkäufe zum Umsatzanstieg bei. Der
Bereich GD Towers verzeichnete ebenso einen Umsatzanstieg,
welcher auf einem mengenbedingten Wachstum bei der DFMG
beruht sowie durch die Verlagerung des
österreichischen Funkturmgeschäfts weiter
verstärkt wurde.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALDas bereinigte EBITDA AL stieg gegenüber dem
Vergleichszeitraum um 16,6 % auf 975 Mio. € an.
Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL um 10,6
%. Der Anstieg resultierte aus der zuvor genannten
positiven Umsatzentwicklung bei T‑Mobile Netherlands,
aus dem Erwerb von Simpel sowie dem effizienten
Kosten-Management der T‑Mobile Netherlands. Das GD
Towers Geschäft entwickelte sich aufgrund steigender
Mengen konstant positiv und wurde durch die Verlagerung des
österreichischen Funkturmgeschäfts weiter
gestärkt. Darüber hinaus konnte auch eine
operative Steigerung des bereinigten EBITDA AL durch
Umsatzwachstum und Kostentransformation erreicht werden.
Positive Sondereinflüsse entlasteten das EBITDA AL im
Saldo in Höhe von 161 Mio. €. Diese standen im
Wesentlichen im Zusammenhang mit dem aus der
Veräußerung des niederländischen
Funkturmgeschäfts entstandenen
Entkonsolidierungsertrag. Das EBITDA AL stieg
gegenüber dem Vergleichszeitraum um 354 Mio. €
auf 1,1 Mrd. € an.
EBITDas EBIT erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahreszeitraum im Wesentlichen aufgrund der beim EBITDA
AL beschriebenen Entwicklung auf 766 Mio. €. Die
Abschreibungen lagen 6,4 % über dem Niveau der
Vergleichsperiode im Wesentlichen aufgrund der seit dem 1.
Januar 2021 zu berücksichtigenden Abschreibungen aus
dem österreichischen Funkturmgeschäft.
Gegenläufig wirkten sich geringere Abschreibungen im
Zusammenhang mit der seit dem 6. September 2021 als zur
Veräußerung gehaltenen T‑Mobile
Netherlands, und dem damit verbundenen Aussetzen der
planmäßigen Abschreibungen, aus.
Cash CapexDer Cash Capex lag bei 393 Mio. € und somit unter
dem Niveau des Vergleichszeitraums, im Wesentlichen bedingt
durch den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen durch
T‑Mobile Netherlands in der Vergleichsperiode.
Group Headquarters & Group ServicesOperative Entwicklungscrollen scrollen GesamtumsatzDer Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters
& Group Services lag im Berichtszeitraum auf
Vorjahresniveau. Positiv wirkten sich die höheren
konzerninternen Umsätze bei Deutsche Telekom IT aus
der Lizenzierung des ERP-Systems aus. Gegenläufig
sanken die Umsätze im Bereich Grundstücke und
Gebäude aufgrund der weiteren Optimierung von
Flächen.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALIn der Berichtsperiode verbesserte sich das bereinigte
EBITDA AL unseres Segments Group Headquarters & Group
Services im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29 Mio.
€ auf minus 191 Mio. €. Diese Entwicklung
resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen
bei Deutsche Telekom IT aus der Lizenzierung des
ERP-Systems und aus geringeren operativen Aufwendungen bei
unseren Group Services. Gegenläufig belasteten
geringere Erträge aus Immobilienverkäufen und
gesunkene Umsätze im Bereich Grundstücke und
Gebäude das bereinigte EBITDA AL.
Insgesamt war das EBITDA AL in der Berichtsperiode mit
Sondereinflüssen, insbesondere für
Personalmaßnahmen, in Höhe von 113 Mio. €
belastet. Im Vorjahreszeitraum standen dem
Sondereinflüsse, ebenfalls insbesondere für
Personalmaßnahmen, in Höhe von 214 Mio. €
gegenüber.
EBITDie Verbesserung des EBIT um 13 Mio. €
gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf minus 1.127 Mio.
€ resultierte im Wesentlichen aus zwei
gegenläufigen Effekten: Einerseits aus der positiven
Entwicklung des EBITDA AL und andererseits aus dem Anstieg
der Abschreibungen. Letzteres ist im Wesentlichen auf das
erhöhte Fertigungsvolumen im Zusammenhang mit der
Einführung agiler Prozesse und auf kürzere
Projektlaufzeiten bei Deutsche Telekom IT
zurückzuführen. Darüber hinaus stiegen die
Abschreibungen durch höhere Aktivierungen im Rahmen
der Lizenzierung des ERP-Systems. Gegenläufig sanken
die Abschreibungen im Bereich Grundstücke und
Gebäude infolge der fortgesetzten Optimierung unseres
Immobilien-Portfolios. Ferner ergab sich im ersten Quartal
2021 eine Wertminderung auf durch das operative Segment
Systemgeschäft genutzte Software in Höhe von 14
Mio. €. Diese stand im Zusammenhang mit der
unterjährigen Überprüfung der Werthaltigkeit
der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft
im dritten Quartal des Vorjahres. Damals entfielen in
diesem Zusammenhang 44 Mio. € auf das Segment Group
Headquarters & Group Services.
Cash CapexDer Cash Capex erhöhte sich gegenüber der
Vergleichsperiode um 9 Mio. €, im Wesentlichen
aufgrund von höheren Investitionen im Bereich
"Technologie und Innovation".
Ereignisse nach der BerichtsperiodeWir verweisen diesbezüglich auf die "Ereignisse
nach der Berichtsperiode" im Konzern-Zwischenabschluss.
PrognoseDie in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf
der aktuellen Einschätzung unseres Managements.
Abweichend von den im zusammengefassten Lagebericht 2020
(Geschäftsbericht 2020, Seite 107 ff.) sowie in den
Konzern-Zwischenberichten zum 31. März 2021 (Seite 32
f.) und 30. Juni 2021 (Seite 36) veröffentlichten
Prognosen, gehen wir davon aus, dass das bereinigte EBITDA
AL und der Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und
Investitionen in Spektrum) stärker als bislang
erwartet wachsen werden. Bisher gingen wir in unserer
Prognose von einer Steigerung des bereinigten EBITDA AL auf
über 37,2 Mrd. € aus. Nun erwarten wir, dass das
bereinigte EBITDA AL des Konzerns im Geschäftsjahr
2021 rund 38 Mrd. € betragen wird. Maßgeblich
dafür ist zum einen die über unseren Erwartungen
liegende Entwicklung des Geschäfts im operativen
Segment USA, für das wir jetzt ein bereinigtes EBITDA
AL von rund 26,5 Mrd. US‑$ statt zuletzt 26,1 Mrd.
US‑$ erwarten. Aber auch für das Geschäft
außerhalb der USA erwarten wir mit insgesamt 14,6
Mrd. € ein höheres bereinigtes EBITDA AL als die
zuletzt erwarteten 14,4 Mrd. €. Aufgrund des
höher erwarteten bereinigten EBITDA AL sowohl in den
USA als auch außerhalb der USA erwarten wir nun einen
Free Cashflow AL des Konzerns (vor Ausschüttung und
Investitionen in Spektrum) in Höhe von rund 8,5 Mrd.
€ statt der zuletzt erwarteten über 8,0 Mrd.
€. Die übrigen abgegebenen Aussagen behalten
weiterhin ihre Gültigkeit. Darüber hinaus gehen
wir im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld" in diesem
Konzern-Zwischenlagebericht auf Ergänzungen und neue
Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Situation ein.
Ferner wird auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses
Berichts verwiesen.
Risiko- und ChancensituationIm Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen
und neuen Entwicklungen zu der im zusammengefassten
Lagebericht im Geschäftsbericht 2020 dargestellten
Risiko- und Chancensituation ausgeführt. Ferner wird
auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses Berichts
verwiesen.
Risiko- und Chancen-Management-SystemAb dem zweiten Quartal 2021 wurden Anpassungen im
Risiko- und Chancen-Management-System aufgrund des neu
gefassten Prüfungsstandards 340 des Instituts der
Wirtschaftsprüfer (IDW) zur Prüfung des
Risikofrüherkennungssystems vorgenommen. Im
Wesentlichen geht es hierbei um die Implementierung eines
Risikotragfähigkeitskonzepts, die Verbesserung der
Risikoaggregation (z. B. verstärkte Quantifizierung
von Risiken) sowie die Umbenennung und teilweise
Neuzuordnung der Risiken und Chancen zu den Risiko- und
Chancenkategorien. Zusätzlich wurden die Werte zur
Einordnung des Risikoausmaßes angepasst, da durch
organisches Unternehmenswachstum und den Zusammenschluss
von T‑Mobile US und Sprint das EBITDA AL der
Deutschen Telekom stark gewachsen ist. Diese Anpassungen
haben Auswirkungen auf die Darstellung und Bewertung der
Risiken und Chancen. Eine detaillierte Erläuterung der
Änderungen werden wir im Geschäftsbericht 2021
geben. Im Konzern-Zwischenbericht zum 30. September 2021
werden ausschließlich die "inhaltlichen"
Änderungen der Risiko- und Chancenkategorien
beschrieben und nicht die, deren Ursprung in der Anpassung
der Methodik liegt.
Konjunkturelle Risiken Deutschland und EuropaMit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen
zeichnet sich in Deutschland und Europa eine kräftige
Wirtschaftserholung ab. Das Geschäfts- und Konsumklima
hat sich in den letzten Monaten spürbar verbessert.
Gleichzeitig trifft die ansteigende gesamtwirtschaftliche
Nachfrage auf Angebotsbeschränkungen: Die Preise
für Rohstoffe sind in die Höhe geschnellt und
immer mehr Unternehmen fehlt es an Vorprodukten. Diese
Lieferengpässe verstärken den Inflationsdruck
weltweit. Die Wachstumsaussichten für Deutschland und
Europa sind insgesamt jedoch positiv. Der Internationale
Währungsfonds rechnet in seiner Prognose von Oktober
2021 mit einem Wachstum der Wirtschaft im Euroraum von 5,0
% für das laufende Jahr (Deutschland +3,1 %); ein
Rückfall in eine Rezession gilt als unwahrscheinlich.
Die Unwägbarkeiten bezüglich des weiteren
Verlaufs der Coronavirus-Pandemie, u. a. die Bildung von
Virusmutationen, lassen uns mögliche wirtschaftliche
Folgen nicht ausschließen. Basierend auf den
Erkenntnissen aus der Vergangenheit, sind durch die
Coronavirus-Pandemie nur eingeschränkte Auswirkungen
auf das Geschäft der Deutschen Telekom zu erwarten.
Daher haben wir die Risikobedeutung der Risikokategorie
"Konjunkturelle Risiken Deutschland" und "Konjunkturelle
Risiken Europa" auf "gering" abgesenkt.
Konjunkturelle Risiken USAFührende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre
Wachstumsprognosen für die USA angehoben. Im März
2021 wurde ein 1.900 Mrd. US‑$ schweres
Konjunkturpaket verabschiedet, das perspektivisch
allerdings auch mit höheren
US-Körperschaftsteuersätzen einhergehen
könnte, die unter Umständen unsere
Konzerngesellschaft T‑Mobile US in Zukunft
stärker steuerlich belasten würden. Der
Internationale Währungsfonds rechnet in seiner
Prognose von Oktober 2021 mit einem Wachstum der
US-Wirtschaft von 6,0 % für das laufende Jahr; ein
Rückfall in eine Rezession gilt als unwahrscheinlich.
Die Wirtschaftstätigkeit in den USA hat Mitte dieses
Jahres ihr Vorkrisenniveau wieder erreicht. Aufgrund der
Wachstumsaussichten haben wir die Risikobedeutung der
Risikokategorie "Konjunkturelle Risiken USA" auf "gering"
abgesenkt.
Risiken aus strategischer Transformation und IntegrationDie Zusammenarbeit mit chinesischen Lieferanten wird
durch den andauernden Handelskonflikt zwischen den USA und
China erschwert. Seit 2020 sanktionieren die USA aufgrund
von Sicherheitsbedenken die Nutzung von US-Technologie
für und durch chinesische Lieferanten. Dabei wirken
sie auch auf andere Länder ein, sich entsprechend zu
verhalten. In Deutschland hat der Gesetzgeber durch das
neue "Zweite Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit
informationstechnischer Systeme" (IT-Sicherheitsgesetz 2.0)
eine langjährige intensive Diskussion um die
Sicherheit in kritischen Infrastrukturen beendet. Positiv
ist, dass nun einige Anforderungen an kritische
Infrastrukturen (KRITIS) geregelt werden, die lange Zeit
strittig waren. Die Deutsche Telekom selbst prüft
sicherheitskritische Komponenten seit langem vor dem Einbau
und laufend im Betrieb. Wir gehen davon aus, dass auch die
Prüfung durch die Behörden mit einem zügigen
Netzausbau vereinbar ist und es nicht zu dauerhaften
Verzögerungen kommt. Das IT-Sicherheitsgesetz 2.0
beinhaltet kein Verbot von einzelnen Herstellern. Für
die praktische Anwendung des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0
erarbeitet das Bundesministerium des Innern, für Bau
und Heimat gegenwärtig die notwendigen Regularien (u.
a. zur Zertifizierung kritischer Komponenten und
Garantieerklärung der Hersteller). Bezüglich der
möglicherweise betroffenen kritischen Komponenten sind
die Vorgaben des sog. "TKG-Sicherheitskatalogs" relevant,
der zwischen der BNetzA und dem Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik erarbeitet und Anfang
August 2021 veröffentlicht wurde. Hinsichtlich einer
Zertifizierungspflicht verbauter Komponenten sieht der
Katalog eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2025
vor, so dass bis dahin weitestgehend von einem
Bestandsschutz auszugehen ist. Das Risiko einer
Rückbauanordnung bereits im Netz verbauter Komponenten
ist anhand der Gesetzeslage als gering einzuschätzen.
Für die Zeit ab dem 1. Januar 2026 kann indes nicht
ausgeschlossen werden, dass kritische Komponenten
sämtlicher, der heute im Betrieb befindlichen
Hersteller, nicht weiter genutzt werden dürfen. Zur
Klärung unbestimmter Rechtsbegriffe und des
Anwendungsumfangs des Sicherheitskatalogs wurde
netzbetreiberübergreifend ein förmliches
Widerspruchsverfahren angestrengt. Unabhängig davon
wird eine Rückbauanordnung einmal genehmigter
Komponenten nur nach hohen Hürden angeordnet werden
können. In anderen Ländern wie Österreich
und Polen besteht weiterhin die Möglichkeit, dass es
zu einem angeordneten Austausch von Lieferanten in
kritischer Infrastruktur innerhalb von vorgegebenen Fristen
kommen kann. Insbesondere aufgrund des in Deutschland
erlassenen IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 reduziert sich das
potenzielle Schadensausmaß und wir haben die
Risikobedeutung der Risikokategorie "Risiken aus
strategischer Transformation und Integration" auf "mittel"
abgesenkt.
RegulierungsrisikenNeue staatliche Interventionen im Kontext Netzsicherheit
in Polen in Diskussion. In Polen hat die Regierung im
Januar 2021 einen Entwurf für ein
Cyber-Sicherheitsgesetz und neue Bestimmungen für eine
Novelle des Telekommunikationsgesetzes veröffentlicht.
Demnach sollen neue Mobilfunknetz-Betreiber mit
privilegiertem Zugang zu Ressourcen etabliert werden. Dies
könnte zu Wettbewerbsverzerrungen führen und die
Wettbewerbsposition unserer Mobilfunk-Tochter in Polen
negativ beeinflussen.
Umsetzung des "Europäischen Kodex für die
elektronische Kommunikation" (EKEK) in nationales Recht.
Die Umsetzung des EKEK in das jeweilige nationale Recht der
Länder, in denen die Deutsche Telekom Beteiligungen
hält, bietet Chancen, insbesondere für eine
investitionsfreundlichere Regulierung, aber auch Risiken,
v. a. für erhöhte Aufwendungen zur Umsetzung der
erweiterten verbraucherschutzrechtlichen Vorgaben. Die
Regelungen sind in Deutschland bereits durch das
Telekommunikationsmodernisierungsgesetz, das zum 1.
Dezember 2021 in Kraft tritt, umgesetzt.
→ Weitere Informationen zur Umsetzung des EKEK
finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld -
Regulierung".
RechtsverfahrenKlagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von
Kabelkanalanlagen. In den von der Kabel Deutschland
Vertrieb und Service GmbH (heute Vodafone Kabel Deutschland
GmbH) einerseits und von der Unitymedia Hessen GmbH &
Co. KG (heute Vodafone Hessen GmbH), der Unitymedia NRW
GmbH (heute Vodafone NRW GmbH) und der Kabel BW GmbH (heute
Vodafone BW GmbH) andererseits geführten
Klageverfahren gegen die Telekom Deutschland GmbH hat der
Bundesgerichtshof die Revisionen der Kläger mit
Beschlüssen vom 18. Mai 2021 insoweit zugelassen, als
die Klagen Ansprüche für den Zeitraum ab dem 1.
Januar 2012 (Vodafone Kabel Deutschland GmbH) bzw. für
die übrigen Kläger ab dem 1. Januar 2016
betreffen. Die finanziellen Auswirkungen beider Verfahren
können derzeit nicht ausreichend verlässlich
geschätzt werden.
Prospekthaftungsverfahren (dritter Börsengang -
DT3). Hierbei handelt es sich um ursprünglich ca.
2.600 laufende Klagen von ca. 16.000 angeblichen
Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage des
Prospekts vom 26. Mai 2000 verkauft wurden. Die Kläger
behaupten, dass einzelne Angaben in diesem Prospekt
unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert
beläuft sich aktuell auf insgesamt noch ca. 78 Mio.
€ zuzüglich Zinsen. Die Klagen richten sich zum
Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik
Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende
Banken. Das Landgericht (LG) Frankfurt am Main hatte
Vorlagebeschlüsse nach dem
Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum
Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main erlassen und die
Ausgangsverfahren ausgesetzt. Am 16. Mai 2012 hatte das OLG
Frankfurt am Main festgestellt, dass der
Börsenprospekt der Deutschen Telekom AG keinen
wesentlichen Fehler enthält. Der Bundesgerichtshof
(BGH) hatte in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014
diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im
Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das
OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Am 30. November
2016 stellte das OLG Frankfurt am Main in einem
Musterentscheid fest, dass aus dem vom BGH festgestellten
Fehler eine grundsätzliche Haftung der Deutschen
Telekom AG resultieren könne; Einzelheiten seien aber
in den Ausgangsverfahren zu klären. Auf Beschwerde
beider Parteien hat der BGH das Verfahren im Februar 2021
erneut an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen.
Die Deutsche Telekom hat bilanzielle Risikovorsorge in
angemessener Höhe gebildet.
Sammelklage im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit
Sprint. Am 4. Juni 2021 wurden vor dem Delaware Court of
Chancery eine Aktionärssammelklage (Shareholder Class
Action) und eine abgeleitete Aktionärsklage
(Derivative Action) gegen die Deutsche Telekom, SoftBank,
T‑Mobile US und alle unserer damaligen Mitglieder des
Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US
eingereicht. Darin wird geltend gemacht, dass diese mit der
ergänzenden Vereinbarung über die
Kaufpreisanpassung zur Fusionsvereinbarung und SoftBanks
nachfolgender Monetarisierung der T‑Mobile US-Aktien
ihre Treuepflichten verletzt hätten. Die sich aus
diesem Verfahren ergebende Klageforderung und das
finanzielle Risiko für die Deutsche Telekom
können derzeit nicht ausreichend verlässlich
geschätzt werden.
Verfahren gegen T-Mobile US wegen Cyberangriff auf
T-Mobile US. Im August 2021 bestätigte T-Mobile US,
Opfer eines kriminellen Cyberangriffs geworden zu sein, von
dem Daten von Millionen bestehender, ehemaliger und
potenzieller Kunden aus ihren Systemen betroffen waren. Mit
Unterstützung externer Fachleute für
Cybersicherheit hat T-Mobile US die Sicherheitslücke
für einen unbefugten Zugang zu ihren Systemen
lokalisiert und geschlossen. Es wurden die Kunden
ermittelt, deren Daten betroffen waren, und entsprechend
der bestehenden bundesstaatlichen und nationalen Vorgaben
über den Vorfall informiert. Aufgrund des
Cyberangriffs sind zahlreiche Klagen gegen T-Mobile US
eingereicht worden, einschließlich mehrerer
Sammelklagen, in denen nicht spezifizierte monetäre
Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden. Zudem
sind Anfragen von verschiedenen staatlichen Behörden,
Strafverfolgungsbehörden und anderen Stellen
eingegangen. T-Mobile US kann aus diesem Grund auch
Gegenstand weiterer Ermittlungen der Aufsichtsbehörden
und zivilrechtlicher Klagen sein. Derzeit kann das sich aus
diesen Verfahren ergebende finanzielle Risiko nicht
ausreichend verlässlich geschätzt werden.
KartellverfahrenSchadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer
Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission.
Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014
entschieden, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem
slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge
dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche
Telekom verhängt, die im Januar 2015 vollständig
bezahlt wurden. Im Jahr 2018 hat das Gericht der
Europäischen Union die Entscheidung der
Europäischen Kommission nach einer von Slovak Telekom
und Deutsche Telekom eingelegten Berufung teilweise
für nichtig erklärt und die verhängten
Bußgelder um insgesamt 13 Mio. € reduziert. Mit
Urteil vom 25. März 2021 wurde eine weitere Berufung
zum Europäischen Gerichtshof vollumfänglich
abgewiesen. Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung
der Europäischen Kommission hatten Wettbewerber Klage
vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom
erhoben. Mit diesen Klagen begehren sie die Erstattung
eines angeblichen Schadens, der sich aus dem von der
Europäischen Kommission festgestellten Missbrauch der
marktbeherrschenden Stellung durch die Slovak Telekom
ergeben haben soll. Derzeit sind noch zwei Klagen in
Höhe von insgesamt 112 Mio. € zuzüglich
Zinsen anhängig. Die finanziellen Auswirkungen
können derzeit nicht ausreichend verlässlich
geschätzt werden.
Einschätzung zur GesamtrisikosituationDie Gesamtrisikosituation hat sich im Vergleich zu der
im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht
2020 dargestellten Risiko- und Chancensituation aufgrund
von verbesserten Konjunkturprognosen in Deutschland, Europa
und in den USA sowie des neuen IT-Sicherheitsgesetzes 2.0,
was Klarheit hinsichtlich Beschränkungen mit
chinesischen Lieferanten geschaffen hat, verbessert. Zum
Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind in unserem
Risiko-Management-System, wie auch nach Einschätzung
unseres Managements, keine wesentlichen Risiken absehbar,
die den Bestand der Deutschen Telekom AG oder eines
wesentlichen Konzernunternehmens gefährden
könnten.
Konzern-ZwischenabschlussKonzern-BilanzAktivascrollen Passivascrollen Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen scrollen Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als
vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die
Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der
Werte der Berichtsperiode mit den
Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur
Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".
Ergebnis je Aktiescrollen scrollen Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als
vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die
Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der
Werte der Berichtsperiode mit den
Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur
Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen scrollen Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als
vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die
Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der
Werte der Berichtsperiode mit den
Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur
Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen scrollen scrollen Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als
vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die
Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der
Werte der Berichtsperiode mit den
Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur
Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".
Wesentliche Ereignisse und GeschäftsvorfälleRechnungslegungDie Deutsche Telekom AG veröffentlicht freiwillig
in Einklang mit § 53 Abs. 6 der Börsenordnung der
Frankfurter Wertpapierbörse einen
Quartals-Finanzbericht, der einen Konzern-Zwischenabschluss
und einen Konzern-Zwischenlagebericht umfasst. Der
Konzern-Zwischenabschluss wurde unter Beachtung der
International Financial Reporting Standards (IFRS) für
die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, aufgestellt. Der Konzern-Zwischenlagebericht wurde
unter Beachtung des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG)
aufgestellt.
Statement of ComplianceDer Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2021 ist
unter Beachtung der Regelungen des International Accounting
Standards (IAS) 34 aufgestellt worden. In Einklang mit den
Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter
Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2020 gewählt. Alle von der Deutschen Telekom
AG angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für
die Anwendung in der EU übernommen.
Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält der
prüferisch durchgesehene Quartals-Finanzbericht alle
üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die
für eine angemessene Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind.
Hinsichtlich der im Rahmen der Konzernrechnungslegung
angewendeten Grundlagen und Methoden verweisen wir auf den
Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020.
Erstmals in der Berichtsperiode anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungenscrollen Die Reform der Referenzzinssätze (IBORs) führt
aufgrund intensiver Vorbereitungs- und
Implementierungsarbeiten derzeit zu niedrigen Restrisiken
in der zeitlichen Umsetzung und der genauen inhaltlichen
Ausgestaltung der geplanten Änderungen für
einzelne in Fremdwährung abgeschlossene Kontrakte. Die
Deutsche Telekom ist hinsichtlich der Absicherung von Zins-
und Währungsrisiken in designierten Fair Value- und
Cashflow Hedges von diesen Unsicherheiten betroffen, soweit
bestimmte Referenzzinssätze Teil der
Sicherungsbeziehungen sind (EURIBOR, USD-LIBOR, GBP-LIBOR
und CHF-LIBOR). Die Konzern-Treasury analysiert fortlaufend
die aktuellen Entwicklungen und leitet ggf. zusätzlich
notwendige Maßnahmen zum Übergang auf die neuen
Referenzzinssätze ein. Der Übergang von EONIA auf
€STR wurde bereits umgesetzt, während für
die Währungen CHF, GBP und JPY konkrete
Umsetzungsarbeiten bis zum Jahresende 2021 andauern werden,
damit unmittelbar zum Jahresanfang 2022 der effektive
Übergang zu den neuen Referenzzinssätzen erfolgen
kann. Der Umstellungszeitpunkt für alle weiteren von
der Reform betroffenen Währungen ist abhängig von
der jeweiligen Marktliquidität der neuen Risk Free
Rates. Für den USD-LIBOR wird marktseitig eine
Umstellung bis Mitte 2023 erwartet.
→ Weitere Informationen zu veröffentlichten,
aber noch nicht angewendeten Standards, Interpretationen
und Änderungen sowie Angaben zum Ansatz und zur
Bewertung von Bilanzposten als auch zu
Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten
sind dem Kapitel "Grundlagen und Methoden" des
Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2020 zu entnehmen.
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen der BerichtsstrukturDie Deutsche Telekom hat in der Berichtsperiode keine
wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden vorgenommen.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom
die Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die
Deutsche Telekom IoT GmbH vom operativen Segment
Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des
operativen Segments Deutschland verlagert. Die Deutsche
Telekom IoT GmbH verantwortet das IoT-Geschäft der
Deutschen Telekom. Durch die Verlagerung kann der IoT-Markt
schneller bedient werden und somit die Position der
Deutschen Telekom in diesem Wachstumsmarkt gestärkt
werden. In den beiden betroffenen Segmenten wurden die
Vorjahresvergleichswerte in der Segmentberichterstattung
entsprechend rückwirkend angepasst.
Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom das
österreichische Funkturmgeschäft vom operativen
Segment Europa in die Einheit GD Towers des operativen
Segments Group Development verlagert, um Effizienzen im
Management des Funkturmgeschäfts zu heben.
Darüber hinaus wird GD Towers den Ausbau des
Drittgeschäfts, die Steigerung der Profitabilität
sowie die Erschließung von Wachstumsfeldern
vorantreiben. Des Weiteren wurden zum 1. Januar 2021 die
Deutsche Telekom IT (DT IT) Russland, DT IT Slowakei und DT
IT Ungarn vom operativen Segment Deutschland in das Segment
Group Headquarters & Group Services verlagert. Die
Vorjahresvergleichswerte in den betroffenen Segmenten
wurden nicht rückwirkend angepasst, da die
Auswirkungen von untergeordneter Bedeutung für den
Konzern sind, und die Kosten der Aufbereitung den Nutzen
einer entsprechenden Anpassung übersteigen.
Coronavirus-PandemieDie Coronavirus-Pandemie hat sich zu einer
globalwirtschaftlichen Krise entwickelt. Die Auswirkungen
auf die Telekommunikationsbranche und die Deutsche Telekom
sind durch eine höhere Nachfrage nach bestimmten
Telekommunikationsdienstleistungen nicht so gravierend wie
in anderen Branchen. Die Geschäftstätigkeit und
damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Deutschen Telekom war in verschiedenen
Geschäftsfeldern bei Umsatz und Ergebnis von der
Coronavirus-Pandemie betroffen, jedoch nicht in
wesentlichem Umfang. Die Deutsche Telekom hat
Kosteneinsparmaßnahmen zur Mitigation möglicher
Ergebniseffekte aufgesetzt. Wir stellen zu diesem Zeitpunkt
nur geringe Auswirkungen auf Zahlungsausfälle und
Kundenzahlen fest.
Mögliche künftige Auswirkungen auf die
Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden werden
fortlaufend analysiert. Die Unwägbarkeiten
bezüglich des weiteren Verlaufs der
Coronavirus-Pandemie, u. a. die Bildung von
Virusmutationen, lassen die Deutsche Telekom mögliche
wirtschaftliche Folgen nicht ausschließen. Zum
Beispiel könnten mögliche neue
Reisebeschränkungen, Shop-Schließungen oder
Lieferkettenunterbrechungen zu weiteren
Rückgängen des Roaming- und Visitoren-Volumens
oder rückläufigen Endgeräteverkäufen
und einer geringeren Anzahl von Vertragsabschlüssen
führen. Zusätzlich kann das
Großkundengeschäft z. B. durch aufgeschobene
oder revidierte Kundenentscheidungen weiter
zurückgehen. Darüber hinaus sind erhöhte
Forderungsausfälle im Privat- und
Geschäftskundenbereich nicht auszuschließen.
Basierend auf den Erkenntnissen aus der Vergangenheit, sind
durch die Coronavirus-Pandemie nur eingeschränkte
Auswirkungen auf das Geschäft der Deutschen Telekom zu
erwarten.
Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige TransaktionenIn den ersten neun Monaten 2021 waren folgende
Entwicklungen im Zusammenhang mit den in Vorperioden von
der Deutschen Telekom vollzogenen Transaktionen im Konzern
zu verzeichnen.
Zusammenschluss von T‑Mobile US und SprintT‑Mobile US und Sprint Corp. haben gemeinsam mit
ihren Mehrheitsaktionären Deutsche Telekom AG und
SoftBank K.K. am 29. April 2018 eine verbindliche
Vereinbarung abgeschlossen, um die beiden Gesellschaften zu
einem Unternehmen zusammenzuführen. Am 26. Juli 2019
sowie am 20. Februar 2020 wurden weitere Bedingungen des
Zusammenschlusses vereinbart. Die Transaktion wurde am 1.
April 2020 vollzogen. Zuvor wurden notwendige Genehmigungen
der nationalen und regionalen Regulierungs- und
Kartellbehörden und Gerichte in den USA eingeholt
sowie weitere Vollzugsbedingungen erfüllt. Zuletzt
hatte die US-Behörde California Public Utilities
Commission (CPUC) dem Zusammenschluss am 16. April 2020
zugestimmt. Infolge des Zusammenschlusses hat
T‑Mobile US alle Sprint-Anteile übernommen.
Der Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint
wurde über einen Aktientausch ohne Barkomponente
vollzogen. Für jeweils 9,75 Sprint-Anteile erhielten
deren Aktionäre, mit Ausnahme von SoftBank, im
Gegenzug eine neue Aktie der T‑Mobile US.
Gemäß der ergänzenden Vereinbarung vom 20.
Februar 2020 hat sich SoftBank bereit erklärt,
insgesamt 48.751.557 Stammaktien der T‑Mobile US,
erhalten im Zuge der Transaktion, unmittelbar ohne
zusätzliche Gegenleistung an T‑Mobile US
zurück zu übertragen, so dass SoftBank effektiv
für jeweils 11,31 Sprint-Anteile eine neue Aktie der
T‑Mobile US erhielt. Unter Berücksichtigung
dieser Anpassungen wurden insgesamt 373.396.310 neue
T‑Mobile US-Stammaktien an die Sprint-Aktionäre
ausgegeben.
Die Kaufpreisallokation und die Bewertung der
Vermögenswerte und Schulden von Sprint zum
Erwerbszeitpunkt wurden zum 31. März 2021
abgeschlossen.
Die übertragene Gegenleistung setzt sich wie folgt
zusammen:
scrollen Bemessen mit dem am Vollzugstag letzten öffentlich
verfügbaren Börsenschlusskurs der T‑Mobile
US-Aktie zum 31. März 2020 in Höhe von 83,90
US‑$, betrug der Gesamtwert der T‑Mobile
US-Stammaktien, ausgegeben im Umtausch für die
Sprint-Stammaktien, 31,3 Mrd. US‑$ (28,6 Mrd.
€). Darüber hinaus ist Teil der übertragenen
Gegenleistung die Übernahme der aktienbasierten
Vergütung für bestimmte Sprint-Mitarbeiter aus
deren vor dem Zusammenschluss erbrachten Arbeitsleistungen
sowie eine bedingte Kaufpreiskomponente, zu leisten an
SoftBank. Die bedingte Kaufpreiskomponente resultiert aus
der am 20. Februar 2020 geschlossenen Vereinbarung, dass,
sofern der 45-Tage-volumengewichtete durchschnittliche
Aktienkurs der T‑Mobile US-Stammaktie zu einem
Zeitpunkt innerhalb eines Zeitraums zwischen dem 1. April
2022 und dem 31. Dezember 2025 den Wert von 150,00
US‑$ erreichen oder übersteigen sollte, die
T‑Mobile US 48.751.557 Stammaktien, d. h. die Anzahl
der von SoftBank an T‑Mobile US im Zuge des Vollzugs
der Transaktion übertragenen Aktien, ohne
Gegenleistung an SoftBank übertragen wird. Die
Bewertung der bedingten Kaufpreiskomponente wurde mittels
Monte-Carlo-Simulation vorgenommen. Wesentliche Parameter
und Annahmen sind die Volatilität in Höhe von
28,5 %, der risikolose Zins in Höhe von 0,44 %, der
Zeitraum der Bedingungserfüllung, der
45-Tage-volumengewichtete durchschnittliche Aktienkurs der
T‑Mobile US-Stammaktie sowie der entsprechende
Aktienkurs zum Erwerbszeitpunkt. Der maximale Wert der
undiskontierten bedingten Gegenleistung entspricht der
Anzahl der zu übertragenden Aktien multipliziert mit
dem Kurs bei Erreichen der Bedingung. Die übertragene
Gegenleistung vermindert sich um eine anteilige
Kostenerstattung durch SoftBank an die Deutsche Telekom aus
der Erfüllung von Vollzugsbedingungen gegenüber
der CPUC. Im Zuge des Zusammenschlusses von T‑Mobile
US und Sprint wurde auch die Finanzierungsstruktur neu
geordnet. Unmittelbar nach der Transaktion wurden
Verbindlichkeiten der ehemaligen Sprint in Höhe von
9,8 Mrd. US‑$ (rund 8,9 Mrd. €)
zurückgezahlt, von denen 7,4 Mrd. US‑$ (rund 6,8
Mrd. €) einer verpflichtenden Kontrollwechsel-Klausel
unterlagen und in diesem Rahmen fällig wurden. Die
zurückgezahlten Beträge sind zum Vollzugstag in
den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten
und in der Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2020 im
Cashflow aus Investitionstätigkeit (verpflichtende
Rückzahlungen) bzw. im Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit (optionale Rückzahlungen)
ausgewiesen. Die Gesamtkosten des Erwerbs,
einschließlich der verpflichtenden Tilgung von
Finanzverbindlichkeiten zum Erwerbsstichtag, betrugen damit
37,4 Mrd. €.
Nach Abschluss der Transaktion hielten die Deutsche
Telekom rund 43,6 % der T‑Mobile US-Aktien, SoftBank
rund 24,7 % und übrige Aktionäre rund 31,7 % an
der "neuen" T‑Mobile US. Aufgrund einer mit SoftBank
abgeschlossenen Stimmrechtsvereinbarung und des Umstands,
dass von der Deutschen Telekom benannte Personen im Board
of Directors der neuen Gesellschaft mehrheitlich vertreten
sind, wird T‑Mobile US weiterhin als
vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen.
Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden
Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und
Schulden von Sprint sind in der folgenden Tabelle
dargestellt:
scrollen Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte
umfassen im Wesentlichen FCC-Spektrumlizenzen und
Kundenbeziehungen, die mit einem beizulegenden Zeitwert in
Höhe von 41.629 Mio. € bzw. 4.481 Mio. €
bewertet wurden. Hierbei wurden die Spektrumlizenzen auf
Grundlage der Greenfield-Methode bewertet. Nach der
Greenfield-Methode wird der Wert eines immateriellen
Vermögenswerts unter Verwendung eines hypothetischen
Cashflow-Szenarios bestimmt, bei dem das operative
Geschäft eines Unternehmens entwickelt wird, das zu
Beginn nur den immateriellen Vermögenswert besitzt.
FCC-Spektrumlizenzen haben eine unbestimmte Nutzungsdauer.
Bei der Bewertung der Kundenbeziehungen wurde die
Multi-Period Excess Earnings-Methode zugrunde gelegt. Bei
dieser Methode wird der beizulegende Zeitwert des
Kundenstamms durch die Ermittlung des Barwerts der
Ergebnisse nach Steuern, welche den bestehenden Kunden
zugerechnet werden können, ermittelt. Die
wirtschaftliche Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen
beträgt durchschnittlich acht Jahre. In den
übrigen immateriellen Vermögenswerten sind u. a.
befristete Anmietungen von Spektrum (Spektrum-Leases)
enthalten, deren Bewertung die vertraglichen
Zahlungsverpflichtungen und die Bemessung der
Vorteilhaftigkeit der Verträge gegenüber
aktuellen Marktwerten umfasst. Die durchschnittliche
Restlaufzeit der Mietverträge beträgt zum
Erwerbszeitpunkt 20 Jahre für nicht kündbare
Mietverträge mit einer Laufzeit von in der Regel 30
Jahren und 7 Jahre für kündbare Verträge mit
einer Mindestlaufzeit von in der Regel 10 Jahren.
Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 2.924 Mio.
€. Der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen beläuft sich auf 3.076 Mio. €,
davon sind erwartungsgemäß 152 Mio. €
uneinbringlich.
Im ersten Quartal 2021 wurden Bewertungsanpassungen der
übernommenen Vermögenswerte und Schulden
vorgenommen, die im Wesentlichen Steuern,
Eventualverbindlichkeiten und Spektrum-Leases betrafen und
zu einer unwesentlichen Veränderung des Goodwills
führten.
Der erworbene Goodwill in Höhe von 8.704 Mio.
€ berechnet sich wie folgt:
scrollen Die nicht beherrschenden Anteile haben durch den
Aktientausch in vollem Umfang an der Transaktion
teilgenommen. Durch die Ausgabe von T‑Mobile
US-Stammaktien an die ehemaligen Sprint-Aktionäre ist
der Gesamtanteil der nicht beherrschenden Anteile
gestiegen. Der angesetzte Betrag der kumulierten nicht
beherrschenden Anteile an der T‑Mobile US wurde auf
Basis der neubewerteten Anteile am Eigenkapital der
T‑Mobile US ermittelt und beträgt zum 1. April
2020 auf Basis der Kaufpreisallokation 34,7 Mrd. €
(31. Dezember 2019: 11,0 Mrd. €). Da die an die
ehemaligen Sprint-Aktionäre im Rahmen des
Aktientauschs ausgegebenen Anteile mit dem beizulegenden
Zeitwert bewertet werden, kommt die Full Goodwill-Methode
zur Anwendung. Der Goodwill umfasst die im Zusammenhang mit
dem Erwerb antizipierten Synergien, die erwarteten
Neukundenzugänge und den zusammengeführten
Personalbestand. Kein Bestandteil des erfassten Goodwills
ist ertragsteuerlich abzugsfähig.
→ Weitere Informationen zu dem Zusammenschluss von
T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Kapitel
"Konzernstruktur" im zusammengefassten Lagebericht sowie im
Kapitel "Grundlagen und Methoden - Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im
Konzern-Anhang im Geschäftsbericht 2020.
Erwerb von Simpel durch T‑Mobile NetherlandsAm 16. Oktober 2020 unterzeichnete T‑Mobile
Netherlands B.V. eine Vereinbarung über den Erwerb von
100 % der Anteile an der Complex Bidco B.V.
einschließlich ihrer 100 %-Beteiligung an dem
niederländischen MVNO und SIM-Anbieter Simpel.nl B.V.
Am 16. November 2020 hat die niederländische
Regulierungsbehörde (Authority for Consumers and
Markets) dem Erwerb ohne Auflagen zugestimmt. Der Erwerb
wurde am 1. Dezember 2020 vollzogen. Die Complex Bidco B.V.
einschließlich Simpel.nl B.V. wird seit dem 1.
Dezember 2020 in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom
einbezogen.
Die Kaufpreisallokation und die Bewertung der
Vermögenswerte und Schulden von Simpel zum
Erwerbszeitpunkt wurden zum 30. Juni 2021 abgeschlossen.
Die Finalisierung der Kaufpreisallokation hat zu keinen
wesentlichen Änderungen gegenüber den im
Konzern-Anhang zum 31. Dezember 2020 dargestellten
beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte
und übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt
geführt.
Die übertragene Gegenleistung setzt sich wie folgt
zusammen:
scrollen Die Kaufoption resultierte aus der im Juli 2019
geschlossenen Call-Option-Vereinbarung, die der
T‑Mobile Netherlands das Recht zum Erwerb von 100 %
der Anteile an der Complex Bidco B.V. einschließlich
ihrer 100 %-Beteiligung an Simpel zusicherte.
scrollen Die Bewertung des Kundenstamms wurde anhand der
Multi-Period Excess Earnings-Methode vorgenommen. Bei
dieser Methode wird der beizulegende Zeitwert des
Kundenstamms durch die Ermittlung des Barwerts der
Ergebnisse nach Steuern, welche den bestehenden Kunden
zugerechnet werden können, ermittelt. Der Kundenstamm
wird über die Restnutzungsdauer von ca. 8 Jahren
abgeschrieben. Die Marke wurde mittels der
Lizenzpreisanalogie-Methode bewertet. Bei dieser Methode
wird der Wert der Marke errechnet, indem unterstellt wird,
welche Lizenzraten fiktiv zu entrichten wären,
würde sich der betreffende Vermögenswert nicht im
Eigentum des Unternehmens befinden. Die Marke wird
über die Restnutzungsdauer von 10 Jahren
abgeschrieben.
Die Buchwerte der erworbenen Forderungen entsprechen den
beizulegenden Zeitwerten. Wesentliche
Eventualverbindlichkeiten wurden nicht identifiziert.
Die passiven latenten Steuern umfassen den Steuereffekt
aus temporären Differenzen zwischen dem beizulegenden
Zeitwert der jeweiligen Vermögenswerte und Schulden
und dem entsprechenden Buchwert für Steuerzwecke.
Der erworbene Goodwill in Höhe von 196 Mio. €
berechnet sich wie folgt:
scrollen Der Goodwill spiegelt den Wert der im Zusammenhang mit
dem Erwerb erwarteten Neukundenzugänge wider. Kein
Bestandteil des erfassten Goodwills ist ertragsteuerlich
abzugsfähig.
→ Weitere Informationen zu dem Erwerb von Simpel
finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden -
Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen" im Konzern-Anhang im Geschäftsbericht
2020.
In den ersten neun Monaten 2021 wurden von der Deutschen
Telekom folgende Transaktionen durchgeführt, die
Auswirkung auf den Konsolidierungskreis hatten. Weitere -
hier nicht dargestellte - Veränderungen im
Konsolidierungskreis hatten keine wesentliche Bedeutung
für den Konzern-Zwischenabschluss der Deutschen
Telekom.
Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und Errichtung eines InfrastrukturfondsDie Deutsche Telekom hat einen Fonds für
Investitionen in digitale Infrastruktur in Europa
gegründet. Am 21. Januar 2021 haben u. a. die Deutsche
Telekom, Cellnex Telecom S.A. (Cellnex) und die neu
gegründete, unabhängig gemanagte
Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II
SICAF-RAIF (DIV) eine Vereinbarung unterzeichnet, die
jeweiligen niederländischen passiven
Mobilfunk-Infrastruktur-Tochtergesellschaften der Deutschen
Telekom und der Cellnex, T‑Mobile Infra B.V. und
Cellnex Netherlands B.V. (Cellnex NL), in der Cellnex NL
zusammenzuführen. Im ersten Schritt wurde eine
Kapitalerhöhung bei der DIV durch die Deutsche Telekom
und Cellnex durchgeführt. Als Folge halten die
Deutsche Telekom 66,67 % und Cellnex 33,33 % der Anteile an
der DIV. Da die Deutsche Telekom die DIV beherrscht, wird
die DIV in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom als
Tochterunternehmen einbezogen. Anschließend wurde die
T‑Mobile Infra B.V. an die DIV veräußert.
Die Deutsche Telekom hat von der T‑Mobile Infra B.V.
unmittelbar vor dem Verkauf eine Dividende in Höhe von
0,3 Mrd. € erhalten. Im nächsten Schritt brachte
die DIV ihre Beteiligung an der T‑Mobile Infra B.V.
in die Cellnex NL ein. Im Gegenzug erhielt die DIV eine
Beteiligung von 37,65 % an dem "neuen" Unternehmen Cellnex
NL. Die Transaktion wurde am 1. Juni 2021 vollzogen,
nachdem von der zuständigen Wettbewerbsbehörde
alle erforderlichen Genehmigungen erteilt worden waren.
Infolgedessen verlor die Deutsche Telekom die Beherrschung
über die T‑Mobile Infra B.V., das daraus
resultierende Entkonsolidierungsergebnis in Höhe von
insgesamt 0,3 Mrd. € ist in Höhe von 0,2 Mrd.
€ in den sonstigen betrieblichen Erträgen zum 30.
September 2021 enthalten. 0,1 Mrd. € werden anteilig
durch die nachfolgend beschriebene Sale-and
Leaseback-Transaktion in späteren Perioden erfasst.
Die Beteiligung an Cellnex NL wird seit dem 1. Juni 2021
mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. €
mittelbar über die Beteiligung an der DIV nach der
Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der
Buchwert der nicht beherrschenden Anteile von 33,33 % an
der DIV betrug zum 1. Juni 2021 0,1 Mrd. €. Aufgrund
der mit den Anteilen an der DIV verbundenen
Inhaberkündigungsrechte werden die nicht
beherrschenden Anteile in den langfristigen finanziellen
Verbindlichkeiten ausgewiesen.
T‑Mobile Netherlands hat weiterhin
vollständigen Zugang zur eingebrachten passiven
Mobilfunk-Infrastruktur durch eine langfristige
Vereinbarung zu marktüblichen Konditionen, im
Wesentlichen über die Anmietung entsprechender
Infrastruktur. Die in der Vereinbarung enthaltene
Leasing-Komponente mit einer unkündbaren
Rest-Grundmietzeit von ca. 12 Jahren erfüllt die
Voraussetzungen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion. In
diesem Zusammenhang wurden zum 1. Juni 2021 Nutzungsrechte
in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie
Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mrd. €
erfasst. Der Gewinn aus dem Sale-and-Leaseback betrug
insgesamt 0,1 Mrd. €, davon wurden 12 Mio. €
direkt erfolgswirksam erfasst, der verbleibende Betrag wird
erfolgswirksam über die Rest-Nutzungsdauer der
aktivierten Nutzungsrechte erfasst. Der aus der
Veräußerung der T‑Mobile Infra B.V.
resultierende Barmittelzufluss in Höhe von insgesamt
377 Mio. € ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung zum
30. September 2021 in Höhe von 135 Mio. € im
Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäftsbetriebs im
Cashflow aus Investitionstätigkeit sowie in Höhe
von 242 Mio. € im Zusammenhang mit dem
Sale-and-Leaseback der passiven Mobilfunk-Infrastruktur im
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
An der DIV sollen sich künftig neben der Deutschen
Telekom und Cellnex weitere institutionelle Investoren
beteiligen können. Die Deutsche Telekom beabsichtigt,
in der Zielstruktur rund 25 % an dem Fonds zu halten. Bis
zum Verlust der Beherrschung wird die DIV als
Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen
Telekom einbezogen werden.
Erwerb von ShentelSprint hatte eine Reihe von Verträgen mit der
Shenandoah Personal Communications Company (Shentel)
unterzeichnet, durch die Shentel für Sprint zum
exklusiven Anbieter von Mobilfunk-Netzprodukten in
bestimmten Regionen einiger US-Bundesstaaten mit insgesamt
rund 1,1 Mio. Kunden wurde. In einem dieser Verträge
wurde Sprint eine Option eingeräumt, die
Mobilfunk-Vermögenswerte von Shentel zu erwerben. Am
26. August 2020 hat Sprint diese Option ausgeübt und
Shentel diesbezüglich eine verbindliche Mitteilung
gemacht. Am 28. Mai 2021 wurde zwischen T‑Mobile US
und Shentel ein Kaufvertrag über den Erwerb von
Vermögenswerten und Schulden im direkten Zusammenhang
mit dem oben genannten Mobilfunk-Geschäftsbetrieb von
Shentel unterzeichnet. Der Kaufpreis beträgt 1,9 Mrd.
US‑$ vorbehaltlich bestimmter in der Vereinbarung
festgelegter sowie weiterer, zwischen den Parteien
vereinbarter Kaufpreisanpassungen. Die Transaktion wurde am
1. Juli 2021 vollzogen. Zuvor wurden notwendige
Genehmigungen der Regulierungsbehörden eingeholt sowie
weitere Vollzugsbedingungen erfüllt.
Die vorläufige, zum Erwerbszeitpunkt
übertragene Gegenleistung in Form einer Barzahlung
belief sich - unter Berücksichtigung der geleisteten
Zahlung für den Ausgleich der zuvor bestehenden
Beziehungen zwischen T‑Mobile US und Shentel in
Höhe von insgesamt 0,1 Mrd. US‑$ (0,1 Mrd.
€) - auf 1,9 Mrd. US‑$ (1,6 Mrd. €).
Der Erwerb erfüllt die Voraussetzungen eines
Unternehmenszusammenschlusses gemäß IFRS 3. Die
Kaufpreisallokation und die Bewertung der
Vermögenswerte und Schulden von Shentel zum
Erwerbszeitpunkt ist zum 30. September 2021 noch nicht
abgeschlossen. Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte
der übernommenen Vermögenswerte und Schulden von
Shentel sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
scrollen Der vorläufige Goodwill in Höhe von 872 Mio.
€ berechnet sich wie folgt:
scrollen Der vorläufige Goodwill umfasst die im Zusammenhang
mit dem Erwerb antizipierten Kosteneinsparungen,
insbesondere durch die Integration der
Netzwerk-Infrastruktur und der
Telekommunikationseinrichtungen. Voraussichtlich ist kein
Bestandteil des erfassten Goodwills ertragsteuerlich
abzugsfähig.
Andere immaterielle Vermögenswerte beinhalten im
Wesentlichen zurückerworbene Rechte zur Erbringung von
Telekommunikationsdienstleistungen im ehemaligen Gebiet der
Geschäftstätigkeit von Shentel. Die
zurückerworbenen Rechte resultieren daraus, dass der
bis 2029 laufende Management- und Service-Vertrag mit
Shentel im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses vorzeitig
beendet wurde und T‑Mobile US daher das für
diesen Zeitraum an Shentel übertragene Vertriebs- und
Betriebsrecht und damit die Cashflows aus den
Kundenverträgen zurückerlangt hat. Die Bewertung
der zurückerworbenen Rechte wurde anhand der
Multi-Period Excess Earnings-Methode vorgenommen. Diese
Rechte werden über die Restnutzungsdauer von ca. 9
Jahren abgeschrieben.
Wesentliche Eventualverbindlichkeiten wurden nicht
identifiziert.
In der Berichtsperiode waren im Konzern
transaktionsbezogene Kosten in Höhe von insgesamt 10
Mio. € angefallen. Diese umfassten im Wesentlichen
Rechts- und Beratungskosten und sind in den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen enthalten.
Der Konzernumsatz der Deutschen Telekom erhöhte
sich in der Berichtsperiode aufgrund des Erwerbs um 124
Mio. €. Im Konzernergebnis der laufenden
Berichtsperiode ist ein Gesamtergebnis der Shentel vor der
Zurechnung auf die nicht beherrschenden Anteile in
Höhe von 7 Mio. € enthalten. Hätte sich der
Unternehmenszusammenschluss bereits zu Beginn des
Geschäftsjahres 2021 ereignet, wären der
Konzernumsatz bzw. das Konzernergebnis vor der Zurechnung
auf die nicht beherrschenden Anteile um weitere 202 Mio.
€ bzw. 24 Mio. € höher als berichtet
ausgefallen.
Veräußerung der Telekom Romania CommunicationsAm 6. November 2020 hat OTE mit Orange Romania eine
Vereinbarung über die Veräußerung des
54-prozentigen Anteils an der Telekom Romania
Communications S.A. (TKR), die das rumänische
Festnetz-Geschäft betreibt, an Orange Romania
geschlossen. Die Transaktion wurde am 30. September 2021
vollzogen, nachdem notwendige behördliche
Genehmigungen erteilt und weitere Vollzugsbedingungen
erfüllt wurden. Der Kaufpreis beläuft sich auf
296 Mio. €. Der aus dem Verkauf resultierende
Entkonsolidierungsverlust beträgt 29 Mio. €.
Zuvor wurden die von der TKR gehaltenen 30 % der Anteile an
der Telekom Romania Mobile Communications (TKRM)
vereinbarungsgemäß am 9. September 2021 von der
OTE für einen Kaufpreis von 59 Mio. € erworben.
Folgende Transaktion wird in Zukunft den
Konsolidierungskreis der Deutschen Telekom ändern:
Vereinbarte Veräußerung der T‑Mobile NetherlandsAm 6. September 2021 haben die Deutsche Telekom und
Tele2 mit WP/AP Telecom Holdings IV - einem Konsortium aus
Private Equity Fonds, die von Apax Partners und Warburg
Pincus beraten werden - eine Vereinbarung zum Verkauf der
T‑Mobile Netherlands unterzeichnet. Der
vorläufige Verkaufspreis basiert auf einem
Unternehmenswert von 5,1 Mrd. €. Der Barmittelzufluss
- bezogen auf einen Anteilsbesitz von 75 % - wird
voraussichtlich rund 3,8 Mrd. € betragen. Die
Transaktion steht unter dem Vorbehalt von behördlichen
Genehmigungen und weiterer Vollzugsbedingungen. Die
Vermögenswerte und Schulden der T‑Mobile
Netherlands werden zum 30. September 2021 in der
Konzern-Bilanz als "zur Veräußerung gehalten"
ausgewiesen. Der Abschluss der Transaktion wird
spätestens bis zum ersten Quartal 2022 erwartet.
Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den KonsolidierungskreisAktienrückkauf OTEOTE hat infolge eines im Zeitraum vom 4. März 2020
bis zum 31. Oktober 2020 durchgeführten
Aktienrückkauf-Programms insgesamt 9.965.956 eigene
Aktien mit einem Gesamtwert von 121 Mio. € erworben.
In der außerordentlichen Hauptversammlung der OTE
S.A. vom 4. Dezember 2020 wurde beschlossen, 9.965.956
Aktien mit einer entsprechenden Kapitalherabsetzung von
rund 28 Mio. € einzuziehen. Die Aktien wurden am 15.
Januar 2021 an der Börse in Athen eingezogen.
Infolgedessen stieg der Anteil der Deutschen Telekom an der
OTE von 46,91 % auf 47,90 %.
Darüber hinaus hat OTE im Zeitraum vom 1. November
2020 bis zum 30. April 2021 im Rahmen des
fortgeführten Aktienrückkauf-Programms weitere
3.469.500 eigene Aktien mit einem Gesamtwert von 47 Mio.
€ erworben. In der ordentlichen Hauptversammlung der
OTE S.A. am 9. Juni 2021 wurde beschlossen, eigene Aktien
im Volumen von 3.469.500 Stück mit einer
entsprechenden Kapitalherabsetzung von rund 10 Mio. €
einzuziehen. Die Aktien wurden am 19. Juli 2021 an der
Börse in Athen eingezogen. Infolgedessen stieg der
Anteil der Deutschen Telekom an der OTE von 47,90 % auf
48,29 %.
Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US durch Vereinbarung mit SoftBank als neuem Aktionär und strategischem PartnerAm 6. September 2021 haben die Deutsche Telekom und
SoftBank eine zwei Teile umfassende Transaktion vereinbart.
Diese Vereinbarung folgt der Strategie der Deutschen
Telekom, ihre Beteiligung an T‑Mobile US auf mehr als
50% zu erhöhen, um damit langfristig die bestehende
unternehmerische Kontrolle über das US-Unternehmen und
die Vollkonsolidierung zu sichern.
Entsprechend der Vereinbarung hat die Deutsche Telekom
insgesamt rund 45 Mio. T‑Mobile US-Aktien von
Softbank erworben. Dazu hat die Deutsche Telekom einen Teil
ihrer im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen
zum Kauf von Aktien der T‑Mobile US am 23. September
2021 ausgeübt. Im Gegenzug erhielt SoftBank 225 Mio.
neue Aktien der Deutschen Telekom AG aus dem Genehmigten
Kapital 2017. Der Umfang der Kapitalerhöhung gegen
Sacheinlage betrug 576 Mio. €. Die
Kapitalerhöhung der Deutschen Telekom AG wurde mit
Eintragung ins Handelsregister am 28. September 2021
durchgeführt. Als Ergebnis dieser Transaktion ist
SoftBank mit rund 4,5% der ausstehenden Aktien
Aktionär der Deutschen Telekom AG. Für die
Gesamtzahl von rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien, die
im Rahmen dieses Aktientauschs erworben wurden, errechnet
sich im Zusammenhang mit der Ausübung der bestehenden
Aktienoptionen ein gewichteter Durchschnittspreis von rund
118 US‑$ je T‑Mobile US-Aktie. Für die 225
Mio. Telekom-Aktien, die SoftBank im Gegenzug erhalten hat,
und die einem Veräußerungsverbot bis 2024
unterliegen, haben beide Unternehmen einen beizulegenden
Wert von 20 € je Aktie vereinbart. Durch diese
Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage steigt die Anzahl
der ausstehenden Aktien der Deutschen Telekom AG von 4.761
Mio. Aktien auf 4.986 Mio. Aktien. Mit Abschluss der
Transaktion hat die Deutsche Telekom ihren Anteil an
T‑Mobile US um 3,6 Prozentpunkte auf 46,8 %
erhöht. Der beizulegende Zeitwert der hingegebenen
Gegenleistung beläuft sich auf 4,8 Mrd. € und
bemisst sich nach dem Börsenkurs der Deutschen Telekom
AG-Aktien zum Zeitpunkt der Übertragung der Aktien an
SoftBank sowie dem beizulegenden Zeitwert der
ausgeübten Aktienoptionen zum Zeitpunkt der
Ausübung. Der Anteil an T‑Mobile US-Aktien,
über die die Deutsche Telekom aufgrund einer mit
SoftBank im Rahmen des Erwerbs von Sprint abgeschlossenen
Vereinbarung die Stimmrechte ausüben kann,
beträgt zum 30. September 2021 52,0 %. Es ist
beabsichtigt, SoftBank bei der künftigen Besetzung
eines Aufsichtsratsmandats bei der Deutschen Telekom AG zu
unterstützen.
→ Die Darstellung der Effekte im Zusammenhang mit
der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage sowie der
teilweisen Ausübung und Folgebewertung der
Aktienoptionen finden Sie in den Abschnitten
"Eigenkapital", "Sonstige finanzielle Vermögenswerte"
und "Angaben zu Finanzinstrumenten".
Darüber hinaus erwägt die Deutsche Telekom
einen Betrag von bis zu 2,4 Mrd. US‑$ aus der
vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile
Netherlands zu verwenden, um weitere Aktienoptionen auf
rund 20 Mio. T‑Mobile US-Aktien auszuüben und
den Anteil an T‑Mobile US um weitere rund 1,6
Prozentpunkte zu erhöhen. Nach Abschluss beider
Transaktionen wird der Kapitalanteil an T‑Mobile US
bei rund 48,4 % liegen.
Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-BilanzForderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen lag mit 14,1 Mrd. € um 0,6 Mrd. €
über dem Niveau des Jahresendes 2020. Der Anstieg
resultierte aus stichtagsbedingt höheren
Forderungsbeständen im operativen Segment USA sowie
Währungskurseffekten, v. a. aus der Umrechnung von
US-Dollar in Euro. Gegenläufig wirkten niedrigere
Forderungsbestände im operativen Segment Group
Development, v. a. infolge der Umklassifizierung der
Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands im Zuge
der vereinbarten Veräußerung in die zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen,
sowie im operativen Segment Deutschland.
→ Weitere Informationen zu der vereinbarten
Veräußerung der T‑Mobile Netherlands
finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".
VertragsvermögenswerteDer Buchwert der Vertragsvermögenswerte lag zum
Abschluss-Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2020
unverändert bei 2,0 Mrd. €. Die
Vertragsvermögenswerte betreffen rechtlich noch nicht
entstandene Forderungen aus der - im Vergleich zur
Rechnungsstellung - früheren Erfassung von
Umsätzen, insbesondere aus dem Verkauf von Gütern
und Handelswaren. Weiterhin werden bilanzierte Forderungen
aus langfristiger Auftragsfertigung in den
Vertragsvermögenswerten erfasst.
VorräteDer Buchwert der Vorräte reduzierte sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,6 Mrd. € auf 2,1
Mrd. €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen
aus Abverkäufen von hochpreisigen
Mobilfunk-Endgeräten aufgrund einer Marketing-Aktion
im operativen Segment USA. Positive
Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von
US-Dollar in Euro, wirkten buchwerterhöhend.
Immaterielle VermögenswerteDer Buchwert der immateriellen Vermögenswerte
erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der folgenden
Effekte um 12,6 Mrd. € auf 130,7 Mrd. €:
Zugänge in Höhe von 12,4 Mrd. €
erhöhten den Buchwert der immateriellen
Vermögenswerte. Diese resultieren im Wesentlichen aus
der Beendigung der C-Band-Auktion der FCC in den USA.
T‑Mobile US hat 142 Lizenzen für 7,8 Mrd. €
(9,3 Mrd. US‑$) ersteigert sowie erste "Relocation
Payments" für die Umsiedlung der bisherigen
Lizenzinhaber in Höhe von 0,2 Mrd. € geleistet.
Im operativen Segment Europa gab es Lizenzerwerbe von
insgesamt 0,2 Mrd. €. Die im November 2020 durch die
T‑Mobile Czech Republic ersteigerten 5G-Lizenzen
wurden in 2021 in Höhe von 0,1 Mrd. € erworben.
Darüber hinaus wurde in Ungarn die Neuvergabe des 900
und 1.800 MHz-Spektrums am 28. Januar 2021
durchgeführt und abgeschlossen. Magyar Telekom erwarb
Spektrumlizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Ebenso
trugen positive Währungskurseffekte, v. a. aus der
Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 5,9 Mrd. € sowie
Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen aus dem
erstmaligen Einbezug der durch die T‑Mobile US
erworbenen Shentel, mit 1,6 Mrd. € zur Erhöhung
des Buchwerts bei. Darin enthalten ist auch ein aus der
Transaktion entstandener vorläufiger Goodwill in
Höhe von 0,9 Mrd. €. Buchwertmindernd wirkten die
Umklassifizierung der Vermögenswerte der
T‑Mobile Netherlands im Zuge der vereinbarten
Veräußerung in die zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen in Höhe von 2,2 Mrd.
€ sowie Abschreibungen in Höhe von 5,0 Mrd.
€.
→ Weitere Informationen zu den genannten
Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und
sonstige Transaktionen".
Im Zuge der Neuausrichtung des
Telekommunikationsgeschäfts für
Geschäftskunden wurden im September 2020 die den
betroffenen Geschäftsbereichen zugeordneten
Vermögenswerte und Schulden im Wesentlichen von den
operativen Segmenten Systemgeschäft und Europa in das
operative Segment Deutschland übertragen. Die
Neuaufstellung des Telekommunikationsgeschäfts
für Geschäftskunden veranlasste in Verbindung mit
den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie im dritten
Quartal 2020 eine unterjährige anlassbezogene
Überprüfung der Werthaltigkeit der
zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft
zugeordneten Vermögenswerte, bei der eine
Verschlechterung der Geschäftsaussichten für das
IT-Geschäft festgestellt wurde. In der Folge wurden
Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen im operativen Segment Systemgeschäft und
auf immaterielle Vermögenswerte im Segment Group
Headquarters & Group Services erfasst. In den ersten
drei Quartalen 2021 resultierten hieraus Wertminderungen in
Höhe von insgesamt 0,1 Mrd. € auf im Wesentlichen
in der Entwicklung bzw. im Bau befindliche immaterielle
Vermögenswerte.
→ Weitere Informationen zu der Wertminderung finden
Sie im Geschäftsbericht 2020, Angabe 6 "Immaterielle
Vermögenswerte".
SachanlagenDer Buchwert der Sachanlagen reduzierte sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,9 Mrd. € auf 60,1
Mrd. €. Zugänge in Höhe von 10,4 Mrd.
€, im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung,
dem Netzwerk-Ausbau sowie dem Erwerb mobiler Endgeräte
im operativen Segment USA sowie dem Breitband- und
Glasfaser-Ausbau und dem Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur
in den operativen Segmenten Deutschland und Europa
erhöhten den Buchwert. Ebenso trugen positive
Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von
US-Dollar in Euro, mit 1,6 Mrd. € sowie
Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen im
Zusammenhang mit dem Erwerb von Shentel, mit 0,1 Mrd.
€ zur Erhöhung des Buchwerts bei.
Gegenläufig wirkten Abschreibungen in Höhe von
11,0 Mrd. €, Abgänge in Höhe von 1,3 Mrd.
€ sowie die Umklassifizierung der Vermögenswerte
der T‑Mobile Netherlands in die zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in
Höhe von 0,7 Mrd. €.
→ Weitere Informationen zu der vereinbarten
Veräußerung der T‑Mobile Netherlands
finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".
NutzungsrechteDer Buchwert der Nutzungsrechte hat sich im Vergleich
zum 31. Dezember 2020 im Wesentlichen aufgrund der
folgenden Effekte um 0,5 Mrd. € auf 30,8 Mrd. €
erhöht: Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in
Höhe von 4,3 Mrd. €, u. a. infolge einer nach der
Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den
Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds
abgeschlossenen Sale-and-Leaseback-Transaktion. Ebenfalls
buchwerterhöhend wirkten positive
Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von
US-Dollar in Euro, in Höhe von 1,5 Mrd. € und
Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen im
Zusammenhang mit dem Erwerb der Shentel, in Höhe von
0,3 Mrd. €. Den Buchwert mindernd wirkten sich
Abschreibungen in Höhe von 4,6 Mrd. € aus. Darin
enthalten sind um 0,6 Mrd. € höhere
planmäßige Abschreibungen aufgrund einer im
operativen Segment USA erfassten
Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter
Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des
Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint.
Ebenfalls buchwertmindernd wirkten die Umklassifizierung
der Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands in
die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in
Höhe von 0,5 Mrd. € sowie Abgänge in
Höhe von 0,2 Mrd. €.
→ Weitere Informationen zu den genannten
Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und
sonstige Transaktionen".
Aktivierte VertragskostenDer Buchwert der aktivierten Vertragskosten lag zum 30.
September 2021 mit 2,3 Mrd. € um 0,1 Mrd. €
über dem Niveau am 31. Dezember 2020. Die aktivierten
Vertragskosten entfallen im Wesentlichen auf die operativen
Segmente USA, Deutschland und Europa.
Beteiligungen an at equity bilanzierten UnternehmenDer Buchwert der Beteiligungen an nach der
Equity-Methode einbezogenen Unternehmen hat sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2020 von 0,5 Mrd. € auf 1,0
Mrd. € erhöht. Dies resultierte im Wesentlichen
aus der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den
Niederlanden und der Einrichtung eines Infrastrukturfonds.
Infolge der Transaktion sind im operativen Segment Group
Development 37,65 % der Anteile an der Cellnex Netherlands
B.V. mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. €
nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen
worden.
→ Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des
Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der
Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Sonstige finanzielle VermögenswerteDer Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen
finanziellen Vermögenswerte lag mit 8,4 Mrd. € um
1,3 Mrd. € unter dem Niveau am 31. Dezember 2020.
Dabei verringerte sich der Buchwert der Derivate mit
Hedge-Beziehung um 0,5 Mrd. € auf 1,6 Mrd. €.
Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der
positiven Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges
und ist v. a. begründet durch das angestiegene
Zinsniveau. Der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung
reduzierte sich im Saldo um 0,7 Mrd. € auf 1,3 Mrd.
€. Unter Berücksichtigung der teilweisen
Ausübung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen
Aktienoptionen zum Kauf von T‑Mobile US-Aktien sowie
von Bewertungseffekten verringerte sich der Buchwert dieser
Aktienoptionen gegenüber dem 31. Dezember 2020 aus
folgenden Gründen um 0,5 Mrd. € auf 0,3 Mrd.
€: Aufgrund der negativen Entwicklung des Aktienkurses
der T‑Mobile US ergab sich in den ersten neun Monaten
2021 ein negatives Bewertungsergebnis im sonstigen
Finanzergebnis von minus 0,2 Mrd. €. Darüber
hinaus führte die Amortisation aus der initialen
Bewertung der Aktienoptionen zum beizulegenden Zeitwert zu
einem laufenden Ertrag in Höhe von 0,2 Mrd. €
sowie im Zusammenhang mit der Ausübung der Optionen zu
einem einmaligen Ertrag in Höhe von 0,4 Mrd. € im
sonstigen Finanzergebnis. Zum Zeitpunkt der Ausübung
der Aktienoptionen hatten diese einen beizulegenden
Zeitwert von 0,8 Mrd. €. Dieser Betrag wurde infolge
der Ausbuchung der ausgeübten Optionen als Teil der
Gegenleistung an SoftBank erfolgsneutral im Eigenkapital
erfasst, wodurch der Buchwert der sonstigen finanziellen
Vermögenswerte sank. Darüber hinaus verringerte
sich der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehungen um
0,4 Mrd. € aufgrund negativer Bewertungseffekte aus
eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US u. a. aus der
vorzeitigen Rückzahlung von Anleihen.
Buchwerterhöhend wirkten dagegen positive
Bewertungseffekte bei in Verträgen eingebetteten
Stromtermingeschäften in Höhe von 0,2 Mrd. €
sowie Forderungen aus noch zu empfangenden Zuwendungen aus
Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in
Deutschland mit 0,2 Mrd. €. Die hinterlegten
Barsicherheiten lagen mit 0,5 Mrd. € auf dem Niveau
des Jahresendes 2020. Die Beendigung der C-Band-Auktion der
FCC in den USA im Februar 2021 reduzierte den Buchwert um
0,4 Mrd. €. Erhöhend wirkten sich seitens des
Segments Group Headquarters & Group Services geleistete
Barsicherheiten in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie die
Hinterlegung einer Barsicherheit für die im Oktober
2021 in den USA begonnene Frequenz-Auktion in Höhe von
0,1 Mrd. € aus.
→ Weitere Informationen zu eingebetteten Derivaten
der T‑Mobile US sowie zu den Aktienoptionen finden
Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenDer Buchwert der zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen stieg im Vergleich zum 31.
Dezember 2020 um 3,4 Mrd. € auf 4,6 Mrd. €. Der
Anstieg beruht in Höhe von 4,5 Mrd. € auf der
Umklassifizierung der Vermögenswerte der
T‑Mobile Netherlands im Zuge der am 6. September 2021
vereinbarten Veräußerung. Dem gegenüber
stehen im Wesentlichen Buchwertrückgänge in
Höhe von 0,4 Mrd. € aufgrund der
Veräußerung der niederländischen
T‑Mobile Infra zum 1. Juni 2021 sowie in Höhe
von 0,6 Mrd. € aufgrund der Veräußerung der
Telekom Romania Communications zum 30. September 2021.
Beide waren zum 31. Dezember 2020 wegen konkret bestehender
Verkaufsabsichten als "zur Veräußerung gehalten"
eingestuft.
→ Weitere Informationen zu den genannten
Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und
sonstige Transaktionen".
Finanzielle Verbindlichkeiten und Leasing-VerbindlichkeitenIn der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzung und
die Fälligkeitsstruktur der finanziellen
Verbindlichkeiten zum 30. September 2021 dargestellt:
scrollen Der Buchwert der kurz- und langfristigen finanziellen
Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum
Jahresende 2020 im Wesentlichen aufgrund der nachfolgend
beschriebenen Sachverhalte um 1,8 Mrd. € auf insgesamt
108,9 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere
aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den
Buchwert um insgesamt 3,6 Mrd. €.
Der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften
Verbindlichkeiten erhöhte sich um 3,9 Mrd. €.
Erhöhend wirkten insbesondere die in der
Berichtsperiode durch T‑Mobile US emittierten
Anleihen (Senior Notes) in Höhe von insgesamt 11,8
Mrd. US‑$ (9,8 Mrd. €) mit Laufzeiten zwischen
2026 und 2060 und einer Verzinsung zwischen 2,25 % und 3,6
%. Buchwerterhöhend wirkten darüber hinaus die
durch die Deutsche Telekom AG emittierten AUD-Anleihen von
0,1 Mrd. AUD (0,1 Mrd. €) sowie Euro-Anleihen von 0,1
Mrd. €. Gegenläufig wirkten in der
Berichtsperiode vorzeitige Tilgungen durch T‑Mobile
US von Anleihen in Höhe von insgesamt 5,8 Mrd.
US‑$ (4,9 Mrd. €) mit ursprünglichen
Laufzeiten bis zwischen 2023 und 2026 und einer Verzinsung
zwischen 4,5 % und 6,5 %, planmäßige Tilgungen
durch T‑Mobile US von Anleihen in Höhe von 2,3
Mrd. US‑$ (1,9 Mrd. €) sowie im Konzern von
Euro-Anleihen in Höhe von 1,7 Mrd. € und
US-Dollar-Anleihen in Höhe von 0,3 Mrd. US‑$
(0,2 Mrd. €). Durch Währungskurseffekte,
insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro,
erhöhte sich der Buchwert der Anleihen und sonstigen
verbrieften Verbindlichkeiten um 3,2 Mrd. €.
Der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten reduzierte sich im Vergleich zum 31.
Dezember 2020 um 1,4 Mrd. € auf 3,9 Mrd. €, im
Wesentlichen bedingt durch planmäßige Tilgungen
in der Berichtsperiode in Höhe von 1,2 Mrd. €
sowie einen Rückgang in Höhe von 0,2 Mrd. €
im Zusammenhang mit Factoring im operativen Segment USA.
Bei den Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger
zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall in Höhe von 3,3
Mrd. € (31. Dezember 2020: 3,9 Mrd. €) handelt es
sich im Wesentlichen um von Sprint emittierte Anleihen.
Für diese Anleihen wurden Sicherheiten gestellt,
weshalb sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten
darstellen. Buchwertreduzierend wirkten die Tilgungen der
Berichtsperiode in Höhe von umgerechnet 0,8 Mrd.
€. Währungskurseffekte, insbesondere aus der
Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den
Buchwert um 0,2 Mrd. €.
Der Buchwert der sonstigen verzinslichen
Verbindlichkeiten lag mit 7,0 Mrd. € um 0,2 Mrd.
€ unter dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Im
Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals)
für derivative Finanzinstrumente reduzierte sich der
Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten
insgesamt um 0,2 Mrd. €.
→ Weitere Informationen zu den Barsicherheiten
finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".
Der Buchwert der derivativen finanziellen
Verbindlichkeiten hat sich um 0,2 Mrd. € auf 0,7 Mrd.
€ verringert, im Wesentlichen im Zusammenhang mit
positiven Bewertungseffekten in der Berichtsperiode.
→ Weitere Informationen zu den derivativen
finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie im Abschnitt
"Angaben zu Finanzinstrumenten".
Der Buchwert der kurz- und langfristigen
Leasing-Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich
zum 31. Dezember 2020 um 0,1 Mrd. € auf insgesamt 32,8
Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der
Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den
Buchwert um insgesamt 1,6 Mrd. €. Ebenso trugen
Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen aus dem
erstmaligen Einbezug der durch die T‑Mobile US
erworbenen Shentel, mit 0,3 Mrd. € zur Erhöhung
des Buchwerts bei. Gegenläufig wirkten insbesondere
die Aufgabe von ehemaligen Sprint-Mobilfunk-Standorten und
einzelner ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment USA
sowie eine im September 2021 seitens T‑Mobile US an
eine US-Funkturmgesellschaft - im Rahmen einer in der
Berichtsperiode vereinbarten Änderung des bestehenden
Leasing-Vertrags - geleistete Vorauszahlung für
Standortmieten in Höhe von 0,9 Mrd. €. Insgesamt
sind Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 4,7 Mrd.
€ innerhalb eines Jahres fällig.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige VerbindlichkeitenDer Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten reduzierte sich
um 1,5 Mrd. € auf 8,2 Mrd. €, was insbesondere
auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber
Endgeräteherstellern und rückläufige
Verbindlichkeiten für bezogene Leistungen im
operativen Segment USA zurückzuführen ist.
Darüber hinaus reduzierte sich der
Verbindlichkeitenbestand im operativen Segment Group
Development infolge der Umklassifizierung der
Verbindlichkeiten der T‑Mobile Netherlands in die
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen. Im
operativen Segment Europa reduzierte sich der
Verbindlichkeitenbestand ebenfalls.
Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung
von US-Dollar in Euro, wirkten dagegen
buchwerterhöhend.
→ Weitere Informationen zu der vereinbarten
Veräußerung der T‑Mobile Netherlands
finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".
Pensionsrückstellungen und ähnliche VerpflichtungenDer Buchwert der Pensionsrückstellungen und
ähnlichen Verpflichtungen verringerte sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 1,2 Mrd. € auf 6,4
Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch
eine positive Kursentwicklung der als Planvermögen
ausgegliederten Vermögenswerte sowie
Rechnungszinsanpassungen, aus denen insgesamt ein
erfolgsneutral erfasster Ertrag aus der Neubewertung von
leistungsorientierten Plänen von 1,1 Mrd. €
resultierte.
Im ersten Quartal 2021 wurden die Risikoleistungen (Tod
in der Aktivphase und Invalidität) der
außertariflichen Mitarbeiter in Deutschland neu
gestaltet, wie es bereits auch für die tariflichen
Mitarbeiter im vierten Quartal 2020 umgesetzt wurde. Durch
die Neugestaltung der Risikoleistung von einer
jährlichen Beitragszahlung (anteilig) hin zur Zahlung
einer Pauschalleistung erteilt der Arbeitgeber
zukünftig dienstzeitunabhängige Zusagen zur
Risikoleistung. Damit werden künftig Auszahlungen der
Risikoleistungen direkt im Jahr der Zahlung als Aufwand
erfasst. Die nach der bisherigen Regelung
zurückgestellten Beträge in Höhe von 0,1
Mrd. € wurden im ersten Quartal 2021 aufwandsmindernd
aufgelöst.
→ Weitere Informationen zur Global Pension Policy
und Planbeschreibung finden Sie im Geschäftsbericht
2020, Angabe 15 "Pensionsrückstellungen und
ähnliche Verpflichtungen".
Kurz- und langfristige sonstige RückstellungenDer Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen
Rückstellungen reduzierte sich im Vergleich zum
Jahresende 2020 um 0,3 Mrd. € auf 8,8 Mrd. €.
Dieser Rückgang resultierte u. a. aus der
Umklassifizierung der Schulden der T‑Mobile
Netherlands im Zuge der vereinbarten Veräußerung
in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen.
Darüber hinaus wirkte die Auflösung einer in den
Jahren 2010 und 2011 seitens OTE gebildeten sonstigen
Personalrückstellung für eine zusätzliche
Zahlung an den griechischen Sozialversicherungsfonds
IKA-ETAM aufgrund eines im September 2021 abgeschlossenen
Verfahrens reduzierend auf den Rückstellungsbestand.
→ Weitere Informationen zu der vereinbarten
Veräußerung der T‑Mobile Netherlands
finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".
Übrige SchuldenDer Buchwert der kurz- und langfristigen übrigen
Schulden erhöhte sich um 0,4 Mrd. € auf 6,0 Mrd.
€. Die Schulden aufgrund bestehender
Ausbauverpflichtungen im Zusammenhang mit noch zu
empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für
den Breitband-Ausbau in Deutschland erhöhten sich um
0,1 Mrd. €. Darüber hinaus wirkten höhere
Abgrenzungen im operativen Segment USA sowie negative
Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von Euro
in US-Dollar, buchwerterhöhend. Gegenläufig
reduzierte die Umklassifizierung der Schulden der
T‑Mobile Netherlands in die Schulden in direktem
Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen den Buchwert.
→ Weitere Informationen zu der vereinbarten
Veräußerung der T‑Mobile Netherlands
finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".
VertragsverbindlichkeitenDer Buchwert der kurz- und langfristigen
Vertragsverbindlichkeiten lag mit 2,2 Mrd. € um 0,2
Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Im
Wesentlichen sind hierunter abgegrenzte Umsatzerlöse
erfasst.
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und VeräußerungsgruppenDer Buchwert der Schulden in direktem Zusammenhang mit
zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,8
Mrd. € auf 1,3 Mrd. €. Der Anstieg beruht in
Höhe von 1,3 Mrd. € auf der Reklassifizierung der
Schulden der T‑Mobile Netherlands im Zuge der am 6.
September 2021 vereinbarten Veräußerung. Dem
gegenüber stehen im Wesentlichen
Buchwertrückgänge in Höhe von 0,2 Mrd.
€ aufgrund der Veräußerung der
niederländischen T‑Mobile Infra zum 1. Juni 2021
sowie in Höhe von 0,3 Mrd. € aufgrund der
Veräußerung der Telekom Romania Communications
zum 30. September 2021. Beide waren zum 31. Dezember 2020
wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als "zur
Veräußerung gehalten" eingestuft.
→ Weitere Informationen zu den genannten
Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im
Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und
sonstige Transaktionen".
EigenkapitalDer Buchwert des Eigenkapitals erhöhte sich
gegenüber dem 31. Dezember 2020 von 72,6 Mrd. €
auf 78,9 Mrd. €. Erhöhend wirkten sich der
Überschuss in Höhe von 5,3 Mrd. € sowie
Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierten
Vergütungen in Höhe von 0,3 Mrd. € auf das
Eigenkapital aus. Ebenso erhöhte das sonstige Ergebnis
das Eigenkapital um 4,9 Mrd. €. Hier trugen im
Wesentlichen erfolgsneutrale Effekte aus der
Währungsumrechnung in Höhe von 3,8 Mrd. €,
die Neubewertung der leistungsorientierten Pläne in
Höhe von 1,1 Mrd. € sowie Gewinne aus
Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,2 Mrd. € zum
positiven sonstigen Ergebnis bei. Gegenläufig wirkten
sich Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete
Wertänderungen in Höhe von 0,3 Mrd. €
negativ auf das sonstige Ergebnis aus. Das Eigenkapital
verringerte sich im Zusammenhang mit
Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der
Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2020
in Höhe von 2,8 Mrd. € und an andere
Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 0,2
Mrd. €. Ebenfalls reduzierte der im Wege einer
Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage durchgeführte
Erwerb von T‑Mobile US-Aktien den Buchwert des
Eigenkapitals im Saldo um 0,8 Mrd. €. Auch wirkten
sich Konsolidierungskreisänderungen - im Wesentlichen
aufgrund der Veräußerung der Telekom Romania
Communications im operativen Segment Europa - in Höhe
von 0,2 Mrd. € sowie Transaktionen mit
Eigentümern in Höhe von 0,1 Mrd. €
buchwertmindernd aus.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderung des
Konsolidierungskreises, die Entwicklung der Transaktionen
mit Eigentümern und die gegen Sacheinlage
durchgeführte Kapitalerhöhung:
scrollen Im Zusammenhang mit der am 6. September 2021 zwischen
der Deutschen Telekom und SoftBank abgeschlossenen
Vereinbarung zum Erwerb von rund 45,4 Mio. T‑Mobile
US-Aktien wurde am 28. September 2021 eine
Kapitalerhöhung des gezeichneten Kapitals durch
Ausgabe von 225 Mio. Stückaktien zum geringsten
Ausgabepreis von 2,56 € pro Stück gegen
Sacheinlage im Handelsregister eingetragen und
durchgeführt. Die Erhöhung des gezeichneten
Kapitals beträgt insgesamt 576 Mio. €. Die Anzahl
der ausstehenden Aktien der Deutschen Telekom AG steigt in
diesem Zusammenhang von 4.761 Mio. Aktien auf 4.986 Mio.
Aktien.
Die Sachkapitalerhöhung wurde durch Einbringung von
45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien durch SoftBank in die
Deutsche Telekom AG gegen Übertragung von 225 Mio.
Aktien der Deutschen Telekom AG aus dem Genehmigten Kapital
2017 durchgeführt. Infolge der Transaktion
erhöhte sich der Anteil der Deutschen Telekom AG an
T‑Mobile US um 3,6 Prozentpunkte auf 46,8 %. Da
T‑Mobile US bereits als vollkonsolidiertes
Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen
Telekom AG einbezogen wird, führt die
Anteilserhöhung lediglich zu einer Verringerung des
Anteils anderer Gesellschafter am Konzern-Eigenkapital in
Höhe von 2.358 Mio. € und zu einer Erhöhung
des Eigenkapitals der Eigentümer des
Mutterunternehmens von im Saldo 1.511 Mio. €.
Zum Erwerb der rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien
hat die Deutsche Telekom am 23. September 2021 einen Teil
ihrer im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen
ausgeübt. Diese Aktienoptionen hatten zum Zeitpunkt
der Ausübung einen beizulegenden Zeitwert von 847 Mio.
€. Dieser Betrag wurde infolge der Ausbuchung der
ausgeübten Optionen als Teil der Gegenleistung an
SoftBank erfolgsneutral im Eigenkapital (Anteil der
Eigentümer des Mutterunternehmens) erfasst, wodurch
die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sanken.
→ Weitere Informationen zu der Erhöhung des
Kapitalanteils an T‑Mobile US durch die mit SoftBank
abgeschlossene Vereinbarung finden Sie im Abschnitt
"Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den
Konsolidierungskreis".
→ Weitere Informationen zur Darstellung der Effekte
im Zusammenhang mit den Aktienoptionen finden Sie in den
Abschnitten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" und
"Angaben zu Finanzinstrumenten".
Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungSeit dem 1. April 2020 wird Sprint als
vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die
unterjährige Veränderung des
Konsolidierungskreises führt neben der Übernahme
der zu diesem Zeitpunkt neu bewerteten Vermögenswerte
und Schulden auch zum Einbezug sämtlicher ab dem
Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschafteter Erträge
und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
der Deutschen Telekom. Dies hat Einfluss auf die
Vergleichbarkeit der Werte der aktuellen Periode mit den
Vorjahresvergleichswerten.
→ Weitere Informationen zum Zusammenschluss von
T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
UmsatzerlöseDie Umsätze gliedern sich in die folgenden
Erlösarten:
scrollen → Weitere Informationen zur Entwicklung der
Umsatzerlöse finden Sie im Kapitel
"Geschäftsentwicklung des Konzerns" im
Konzern-Zwischenlagebericht.
Sonstige betriebliche Erträgescrollen Die Erträge aus der Zuschreibung langfristiger
Vermögenswerte enthielten in der Vergleichsperiode
2020 eine Wertaufholung in Höhe von 50 Mio. € auf
Sachanlagen im operativen Segment Europa. Diese standen im
Zusammenhang mit dem seit Oktober 2020 zur
Veräußerung geplanten rumänischen
Festnetz-Geschäfts. In den übrigen sonstigen
betrieblichen Erträgen war in der Vergleichsperiode
eine von SoftBank erhaltene Strukturierungsgebühr in
Höhe von 0,3 Mrd. € enthalten. Diese erhielt
T‑Mobile US als Gegenleistung für die
Unterstützung beim sofortigen Abverkauf von
T‑Mobile US-Aktien durch SoftBank. Die Erträge
aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen
von nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen
resultierten aus der Veräußerung der
niederländischen Funkturmgesellschaft T‑Mobile
Infra an die unabhängig gemanagte Fondsgesellschaft
Digital Infrastructure Vehicle (DIV) und deren
nachfolgender Einbringung in die Cellnex NL im Zusammenhang
der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den
Niederlanden. Die übrigen sonstigen betrieblichen
Erträge enthalten eine Vielzahl von
betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.
→ Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des
Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der
Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Sonstige betriebliche Aufwendungenscrollen Der Rückgang des Wertminderungsaufwands aus
finanziellen Vermögenswerten im Vorjahresvergleich
resultierte im Wesentlichen aus Wertberichtigungen von
Kundenforderungen aufgrund gesunkener Bonität im
ersten Halbjahr 2020 als Folge der Coronavirus-Pandemie im
operativen Segment USA; hingegen waren im Jahr 2021 keine
entsprechenden Wertminderungen vorzunehmen. Die in den
ersten neun Monaten 2021 angefallenen Verluste aus
Anlagenabgängen resultierten u. a. aus der Ausbuchung
beschädigter langfristiger Vermögenswerte wie
Telekommunikationsleitungen, Vermittlungsstellen und
Mobilfunk-Standorte infolge der Unwetter- und
Hochwasserkatastrophe in Deutschland im Juli 2021. In der
Vergleichsperiode resultierten Verluste aus
Anlagenabgängen in Höhe von 0,2 Mrd. € aus
der Ausbuchung einer noch in Bau befindlichen
Abrechnungssoftware für Vertragskunden in den USA. Vor
der Migration der Sprint-Vertragskunden auf die
T‑Mobile US Abrechnungssoftware wurde entschieden,
dass sich diese für die gemeinsame Kundenbasis nicht
eignet und nicht in Betrieb genommen wird. Die Verluste aus
Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von
nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen resultierten
u. a. in Höhe von 29 Mio. € aus der
Veräußerung des 54-prozentigen Anteils an der
Telekom Romania Communications (TKR) am 30. September 2021,
davon in Höhe von 20 Mio. € im Zusammenhang mit
der Ausbuchung der dazugehörigen
Währungsrücklage im Konzern, sowie aus der
Veräußerung eines Geschäftsbetriebs im
operativen Segment Systemgeschäft. Die übrigen
sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten eine
Vielzahl von betragsmäßig geringen
Einzelsachverhalten.
AbschreibungenDie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte,
Sachanlagen und Nutzungsrechte lagen in den ersten drei
Quartalen 2021 bei 20,6 Mrd. € und damit insgesamt um
1,7 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode.
Dabei stiegen die planmäßigen Abschreibungen auf
Sachanlagen um 1,2 Mrd. €, auf immaterielle
Vermögenswerte um 0,2 Mrd. € und auf aktivierte
Nutzungsrechte um 0,9 Mrd. €. Die Anstiege sind im
Wesentlichen jeweils auf die seit dem 1. April 2020 in den
Konsolidierungskreis einbezogene Sprint
zurückzuführen. Im operativen Segment USA
führte eine Nutzungsdauerverkürzung von
angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte
infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und
Sprint zu um 0,6 Mrd. € höheren
planmäßigen Abschreibungen der entsprechenden
Nutzungsrechte.
Die Wertminderungen verringerten sich gegenüber der
Vergleichsperiode von 0,7 Mrd. € auf 0,1 Mrd. €.
In der Vergleichsperiode waren Wertminderungen in Höhe
von 0,5 Mrd. € aus einer unterjährig
anlassbezogenen Überprüfung der Werthaltigkeit
der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
Systemgeschäft zugeordneten Vermögenswerte sowie
0,2 Mrd. € aus einer ebenfalls unterjährig
anlassbezogenen Überprüfung der Werthaltigkeit
der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien
zugeordneten Vermögenswerte enthalten. Die in den
ersten drei Quartalen 2021 erfassten Wertminderungen
resultieren im Wesentlichen als Folge der im Vorjahr
anlassbezogenen Überprüfung der Werthaltigkeit
der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
Systemgeschäft zugeordneten Vermögenswerte und
entfallen mit 68 Mio. € auf das operative Segment
Systemgeschäft und mit 14 Mio. € auf das Segment
Group Headquarters & Group Services.
→ Weitere Informationen zur unterjährig
erfassten Wertminderung finden Sie im Abschnitt
"Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz".
FinanzergebnisDas Finanzergebnis veränderte sich gegenüber
den ersten neun Monaten 2020 von minus 3,2 Mrd. € auf
minus 3,7 Mrd. €. Dabei entwickelte sich das
Zinsergebnis um 0,4 Mrd. € auf minus 3,5 Mrd. €
rückläufig. Gründe hierfür sind v. a.
die im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen
finanziellen Verbindlichkeiten sowie die in diesem
Zusammenhang durchgeführte Neustrukturierung und
Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Das sonstige
Finanzergebnis verringerte sich im Vorjahresvergleich um
0,1 Mrd. € auf minus 0,2 Mrd. €. Einerseits
erhöhte sich der Zinsertrag aus der Bewertung von
Rückstellungen und Verbindlichkeiten v. a. im Segment
Group Headquarters & Group Services um 0,5 Mrd. €.
Andererseits ist dies auf ein um 0,5 Mrd. €
verringertes Ergebnis aus Finanzinstrumenten
zurückzuführen. Dazu beigetragen haben zum einen
negative Bewertungseffekte, die u. a. aus der vorzeitigen
Rückzahlung von Anleihen und der daraus folgenden
Ausbuchung von eingebetteten Derivaten der T‑Mobile
US sowie aus einem im Mai 2021 mit einer Bank
abgeschlossenen Forward-Geschäft zur Preissicherung
des künftigen Erwerbs von T‑Mobile US-Aktien
stammen. Zum anderen resultierten im Saldo positive
Bewertungseffekte aus der Amortisation und Folgebewertung
der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum
Kauf von Anteilen an T‑Mobile US. Das Ergebnis aus
nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen lag auf
dem Niveau der Vergleichsperiode.
→ Weitere Informationen zu eingebetteten Derivaten
der T‑Mobile US finden Sie im Abschnitt "Angaben zu
Finanzinstrumenten".
→ Die Darstellung der Effekte aus der teilweisen
Ausübung und Folgebewertung der Aktienoptionen im
Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage
finden Sie in den Abschnitten "Sonstige finanzielle
Vermögenswerte" und "Angaben zu Finanzinstrumenten".
ErtragsteuernIn den ersten drei Quartalen 2021 entstand ein
Steueraufwand von 1,7 Mrd. €. Die Höhe der Steuer
spiegelt im Wesentlichen den Anteil der Länder am
Vorsteuerergebnis und deren jeweilige nationalen
Steuersätze wider. Darüber hinaus wirken sich
latente Steuereffekte für Vorjahre im operativen
Segment USA in Höhe von 0,2 Mrd. € steuermindernd
aus. Im Vergleichszeitraum entstand bei einem niedrigeren
Vorsteuerergebnis ein Steueraufwand in Höhe von 1,5
Mrd. €.
Sonstige AngabenErläuterungen zur Konzern-KapitalflussrechnungSeit dem 1. April 2020 wird Sprint als
vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die
Entwicklung des Cashflow der Berichtsperiode ist damit nur
bedingt mit der Vorjahresperiode vergleichbar.
→ Weitere Informationen zum Zusammenschluss von
T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Cashflow aus GeschäftstätigkeitGegenüber der Vergleichsperiode erhöhte sich
der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 9,2 Mrd.
€ auf 25,6 Mrd. €. Die gute
Geschäftsentwicklung, sowohl in als auch
außerhalb der USA, wirkte positiv auf den Cashflow
aus Geschäftstätigkeit. Der Anstieg ist zudem auf
den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint zum 1.
April 2020 zurückzuführen. Im Vergleichszeitraum
belasteten geleistete Zinszahlungen für
Nullkupon-Anleihen in Höhe von insgesamt 1,6 Mrd.
€ den Cashflow aus Geschäftstätigkeit.
Zusätzlich war der Cashflow aus
Geschäftstätigkeit im Vergleichszeitraum in
Höhe von 2,2 Mrd. € aus der vorzeitigen
Auflösung eines Zinssicherungsgeschäfts für
Darlehensaufnahmen bei T‑Mobile US belastet.
Darüber hinaus wirkten insbesondere um 0,5 Mrd. €
höhere Zinszahlungen (netto), im Wesentlichen
resultierend aus den im Rahmen des Erwerbs von Sprint
übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der
in diesem Zusammenhang durchgeführten
Neustrukturierung und Erhöhung des
Finanzierungsvolumens, belastend. Die Ertragsteuerzahlungen
erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um
0,2 Mrd. €. Factoring-Vereinbarungen in Höhe von
0,2 Mrd. € wirkten im Berichtszeitraum positiv auf den
Cashflow aus Geschäftstätigkeit. In der
Vergleichsperiode ergaben sich negative Effekte aus
Factoring-Vereinbarungen in Höhe von minus 0,6 Mrd.
€, im Wesentlichen resultierend aus der
vertragsgemäßen Kündigung einer
revolvierenden Factoring-Vereinbarung im operativen Segment
Deutschland.
Cashflow aus Investitionstätigkeitscrollen
a Enthält u. a. eine erhaltene Zahlung aus
einer Kostenumlage von SoftBank im Zusammenhang mit CPUC in
Höhe von 93 Mio. €.
Der Cash Capex lag mit 21,3 Mrd. € um 8,4 Mrd.
€ über der Vergleichsperiode. Im Berichtszeitraum
wurden im operativen Segment USA FCC-Mobilfunk-Lizenzen in
Höhe von 8,2 Mrd. € im Wesentlichen im Rahmen der
Beendigung der C-Band-Auktion und im operativen Segment
Europa Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. €
erworben. In der Vergleichsperiode waren 1,4 Mrd. €
für erworbene Mobilfunk-Lizenzen enthalten, welche in
Höhe von 1,0 Mrd. € das operative Segment USA und
in Höhe von jeweils 0,2 Mrd. € die operativen
Segmente Europa und Group Development betrafen. Ohne
Berücksichtigung der Investitionen in
Mobilfunk-Lizenzen lag der Cash Capex um 1,4 Mrd. €
über der Vergleichsperiode. Die Veränderung
ergibt sich im Wesentlichen aus einem Anstieg um 1,7 Mrd.
€ im operativen Segment USA aufgrund des Einbezugs von
Sprint sowie infolge des weiteren Ausbaus des 5G-Netzwerks.
Gegenläufig wirkte sich ein Rückgang im
operativen Segment Deutschland um 0,2 Mrd. € aus.
Witterungsbedingt wurde im ersten und zweiten Quartal 2021
weniger in Glasfaser investiert, was im dritten Quartal
2021 teilweise nachgeholt wurde. Zudem wurden für 2021
geplante Baumaßnahmen in das vierte Quartal 2020
vorgezogen.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeitscrollen Zahlungsunwirksame TransaktionenEntsprechend der am 6. September 2021 zwischen der
Deutschen Telekom und SoftBank abgeschlossenen Vereinbarung
hat die Deutsche Telekom am 28. September 2021 insgesamt
rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien von Softbank
erworben. Im Gegenzug erhielt SoftBank 225 Mio. neue Aktien
an der Deutschen Telekom AG im Wege einer
Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage.
→ Weitere Informationen zu der Erhöhung des
Kapitalanteils an T‑Mobile US durch die mit SoftBank
abgeschlossene Vereinbarung finden Sie im Abschnitt
"Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den
Konsolidierungskreis".
Die Deutsche Telekom hat im Berichtszeitraum nicht auf
Finanzierungsformen zurückgegriffen, durch welche die
Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich v. a.
durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später
fällig werden (in der Vergleichsperiode: 0,2 Mrd.
€).
Die Deutsche Telekom hat im Berichtszeitraum in
Höhe von 4,5 Mrd. € Vermögenswerte, im
Wesentlichen Netzwerk-Ausstattung und Grundstücke und
Gebäude, angemietet. In der Bilanz werden diese
Vermögenswerte in der Folge unter den Nutzungsrechten
und die dazugehörigen Verpflichtungen unter den
Leasing-Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die künftigen
Tilgungen der Verbindlichkeiten werden im Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. In der
Vergleichsperiode ergab sich ein Wert von 12,8 Mrd. €,
welcher in Höhe von 9,4 Mrd. € durch einen
modifizierten Vertrag mit American Tower über die
Anmietung von ca. 20.729 Funktürmen begründet
war, der zu einer Erhöhung des Buchwerts der
Nutzungsrechte sowie der Leasing-Verbindlichkeiten in
gleicher Höhe führte. Ohne diesen Effekt ergibt
sich ein Anstieg in Höhe von 1,0 Mrd. €
gegenüber der Vergleichsperiode, welcher im
Wesentlichen aus dem weiteren Ausbau des 5G-Netzwerks sowie
dem Einbezug von Sprint im operativen Segment USA und aus
den Sale-and-Leaseback-Vereinbarungen im Zuge der
Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den
Niederlanden resultiert.
Gegenleistungen für den Erwerb von
Medienübertragungsrechten werden von der Deutschen
Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei
Vertragsabschluss oder verteilt über die
Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene
Medienübertragungsrechte wurden im Berichtszeitraum
finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige
Gegenleistungen in Höhe von 0,4 Mrd. € passiviert
(in der Vergleichsperiode: 0,2 Mrd. €). Die Zahlung
der Gegenleistung wird im Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Im operativen Segment USA wurden in den ersten drei
Quartalen 2021 Mobilfunk-Endgeräte in Höhe von
0,9 Mrd. € in den Sachanlagen aktiviert (in der
Vergleichsperiode: 2,1 Mrd. €). Diese stehen im
Zusammenhang mit dem Endgeräte-Mietmodell der
T‑Mobile US, bei dem Kunden das Endgerät nicht
kaufen, sondern mieten. Die Auszahlungen werden im Cashflow
aus Geschäftstätigkeit gezeigt. Der Rückgang
resultierte insbesondere aus dem Rückzug aus dem
Endgeräte-Mietmodell.
Aus der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den
Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds im
operativen Segment Group Development resultierten folgende
zahlungsunwirksame Transaktionen: Zum einen wurde die
Beteiligung an T‑Mobile Infra in die Cellnex
Netherlands gegen Gewährung einer Beteiligung von
37,65 % an dem "neuen" Unternehmen Cellnex Netherlands
eingebracht. Zum anderen wurde zur Sicherung des Zugangs
der T‑Mobile Netherlands zur eingebrachten passiven
Mobilfunk-Infrastruktur eine langfristige Vereinbarung, im
Wesentlichen über die Anmietung entsprechender
Infrastruktur, als Sale-and-Leaseback-Transaktion
abgeschlossen.
→ Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des
Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der
Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
SegmentberichterstattungDie folgende Tabelle gibt einen Gesamtüberblick
über die operativen Segmente und das Segment Group
Headquarters & Group Services der Deutschen Telekom
für die ersten drei Quartale 2021 und 2020.
→ Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
"Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" im
Konzern-Zwischenlagebericht.
Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom die
Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die
Deutsche Telekom IoT GmbH vom operativen Segment
Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des
operativen Segments Deutschland verlagert. In den beiden
Segmenten wurden die Vorjahresvergleichswerte
rückwirkend angepasst. Zum 1. Januar 2021 hat die
Deutsche Telekom das österreichische
Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in die
Einheit GD Towers des operativen Segments Group Development
verlagert. Die Vorjahresvergleichswerte in den beiden
betroffenen Segmenten wurden nicht rückwirkend
angepasst. Zum 1. Januar 2021 wurden die DT IT Russland, DT
IT Slowakei und DT IT Ungarn vom operativen Segment
Deutschland in das Segment Group Headquarters & Group
Services verlagert. Die Vorjahresvergleichswerte in den
beiden betroffenen Segmenten wurden nicht rückwirkend
angepasst.
→ Weitere Informationen hierzu finden Sie im
Abschnitt "Rechnungslegung".
In Übereinstimmung mit den internen
Grundsätzen der Segmentsteuerung wird bei intern an
Konzerngesellschaften begebenen Darlehen mit eingebetteten
Derivaten die derivative Komponente auch im
Segmentabschluss der Gläubigergesellschaft abgespalten
und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Segmentinformationen in den ersten drei Quartalenscrollen scrollen
a Werte sind stichtagsbezogen auf den 30.
September 2021 und den 31. Dezember 2020.
EventualverbindlichkeitenIm Folgenden werden Ergänzungen und neue
Entwicklungen zu den im Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr 2020 dargestellten
Eventualverbindlichkeiten ausgeführt.
Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von
Kabelkanalanlagen. In den von der Kabel Deutschland
Vertrieb und Service GmbH (heute Vodafone Kabel Deutschland
GmbH) einerseits und von der Unitymedia Hessen GmbH &
Co. KG (heute Vodafone Hessen GmbH), der Unitymedia NRW
GmbH (heute Vodafone NRW GmbH) und der Kabel BW GmbH (heute
Vodafone BW GmbH) andererseits geführten
Klageverfahren gegen die Telekom Deutschland GmbH hat der
Bundesgerichtshof die Revisionen der Kläger mit
Beschlüssen vom 18. Mai 2021 insoweit zugelassen, als
die Klagen Ansprüche für den Zeitraum ab dem 1.
Januar 2012 (Vodafone Kabel Deutschland GmbH) bzw. für
die übrigen Kläger ab dem 1. Januar 2016
betreffen. Die finanziellen Auswirkungen beider Verfahren
können derzeit nicht ausreichend verlässlich
geschätzt werden.
Prospekthaftungsverfahren (dritter Börsengang -
DT3). Hierbei handelt es sich um ursprünglich ca.
2.600 laufende Klagen von ca. 16.000 angeblichen
Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage des
Prospekts vom 26. Mai 2000 verkauft wurden. Die Kläger
behaupten, dass einzelne Angaben in diesem Prospekt
unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert
beläuft sich aktuell auf insgesamt noch ca. 78 Mio.
€ zuzüglich Zinsen. Die Klagen richten sich zum
Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik
Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende
Banken. Das Landgericht (LG) Frankfurt am Main hatte
Vorlagebeschlüsse nach dem
Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum
Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main erlassen und die
Ausgangsverfahren ausgesetzt. Am 16. Mai 2012 hatte das OLG
Frankfurt am Main festgestellt, dass der
Börsenprospekt der Deutschen Telekom AG keinen
wesentlichen Fehler enthält. Der Bundesgerichtshof
(BGH) hatte in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014
diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im
Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das
OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Am 30. November
2016 stellte das OLG Frankfurt am Main in einem
Musterentscheid fest, dass aus dem vom BGH festgestellten
Fehler eine grundsätzliche Haftung der Deutschen
Telekom AG resultieren könne; Einzelheiten seien aber
in den Ausgangsverfahren zu klären. Auf Beschwerde
beider Parteien hat der BGH das Verfahren im Februar 2021
erneut an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen.
Die Deutsche Telekom hat zum 30. September 2021 bilanzielle
Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet.
Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer
Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission.
Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014
entschieden, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem
slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge
dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche
Telekom verhängt, die im Januar 2015 vollständig
bezahlt wurden. Im Jahr 2018 hat das Gericht der
Europäischen Union die Entscheidung der
Europäischen Kommission nach einer von Slovak Telekom
und Deutsche Telekom eingelegten Berufung teilweise
für nichtig erklärt und die verhängten
Bußgelder um insgesamt 13 Mio. € reduziert. Mit
Urteil vom 25. März 2021 wurde eine weitere Berufung
zum Europäischen Gerichtshof vollumfänglich
abgewiesen. Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung
der Europäischen Kommission hatten Wettbewerber Klage
vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom
erhoben. Mit diesen Klagen begehren sie die Erstattung
eines angeblichen Schadens, der sich aus dem von der
Europäischen Kommission festgestellten Missbrauch der
marktbeherrschenden Stellung durch die Slovak Telekom
ergeben haben soll. Derzeit sind noch zwei Klagen in
Höhe von insgesamt 112 Mio. € zuzüglich
Zinsen anhängig. Die finanziellen Auswirkungen
können derzeit nicht ausreichend verlässlich
geschätzt werden.
Sammelklage im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit
Sprint. Am 4. Juni 2021 wurden vor dem Delaware Court of
Chancery eine Aktionärssammelklage (Shareholder Class
Action) und eine abgeleitete Aktionärsklage
(Derivative Action) gegen die Deutsche Telekom, SoftBank,
T‑Mobile US und alle unserer damaligen Mitglieder des
Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US
eingereicht. Darin wird geltend gemacht, dass diese mit der
ergänzenden Vereinbarung über die
Kaufpreisanpassung zur Fusionsvereinbarung und SoftBanks
nachfolgender Monetarisierung der T‑Mobile US-Aktien
ihre Treuepflichten verletzt hätten. Die sich aus
diesem Verfahren ergebende Klageforderung und das
finanzielle Risiko für die Deutsche Telekom
können derzeit nicht ausreichend verlässlich
geschätzt werden.
Verfahren gegen T‑Mobile US wegen Cyberangriff auf
T‑Mobile US. Im August 2021 bestätigte
T‑Mobile US, Opfer eines kriminellen Cyberangriffs
geworden zu sein, von dem Daten von Millionen bestehender,
ehemaliger und potenzieller Kunden aus ihren Systemen
betroffen waren. Mit Unterstützung externer Fachleute
für Cybersicherheit hat T‑Mobile US die
Sicherheitslücke für einen unbefugten Zugang zu
ihren Systemen lokalisiert und geschlossen. Es wurden die
Kunden ermittelt, deren Daten betroffen waren, und
entsprechend der bestehenden bundesstaatlichen und
nationalen Vorgaben über den Vorfall informiert.
Aufgrund des Cyberangriffs sind zahlreiche Klagen gegen
T-Mobile US eingereicht worden, einschließlich
mehrerer Sammelklagen, in denen nicht spezifizierte
monetäre Schadensersatzforderungen geltend gemacht
werden. Zudem sind Anfragen von verschiedenen staatlichen
Behörden, Strafverfolgungsbehörden und anderen
Stellen eingegangen. T‑Mobile US kann aus diesem
Grund auch Gegenstand weiterer Ermittlungen der
Aufsichtsbehörden und zivilrechtlicher Klagen sein.
Derzeit kann das sich aus diesen Verfahren ergebende
finanzielle Risiko nicht ausreichend verlässlich
geschätzt werden.
Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie folgende Tabelle gibt einen Überblick über
die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen
Telekom zum 30. September 2021:
scrollen scrollen scrollen
a Für in Verträge eingebettete
Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene
Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und
assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die
detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
scrollen scrollen
a Für in Verträge eingebettete
Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene
Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und
assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die
detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorienscrollen scrollen
a Für in Verträge eingebettete
Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene
Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und
assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die
detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
scrollen scrollen
a Für in Verträge eingebettete
Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene
Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und
assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die
detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind
Forderungen in Höhe von 2,3 Mrd. € (31. Dezember
2020: 2,0 Mrd. €) enthalten, die eine Laufzeit von
mehr als einem Jahr haben. Der beizulegende Zeitwert
entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.
Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werdenBei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist die
Verwendung von aktuellen, für das betreffende
Finanzinstrument an liquiden Märkten beobachtbaren
Bewertungsfaktoren (Eingangsparameter) zu maximieren und
die Verwendung anderer Eingangsparameter (z. B. historische
Preise, Preise für ähnliche Instrumente, Preise
auf nicht liquiden Märkten) zu minimieren. Für
diese Zwecke ist eine Bewertungshierarchie mit drei
Bewertungsstufen (Levels) definiert. Sind für das
betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag notierte
Preise auf liquiden Märkten verfügbar, werden
diese unangepasst für die Bewertung verwendet (Level
1-Bewertung). Andere Eingangsparameter sind dann für
die Bewertung irrelevant. Ein Beispiel sind aktiv
gehandelte börsennotierte Aktien und Anleihen. Sind
für das betreffende Finanzinstrument am
Abschluss-Stichtag zwar keine notierten Preise auf liquiden
Märkten verfügbar, kann es jedoch mittels anderer
am Abschluss-Stichtag am Markt beobachtbarer
Eingangsparameter bewertet werden, liegt eine Level
2-Bewertung vor. Voraussetzung hierfür ist, dass die
beobachtbaren Eingangsparameter nicht wesentlich angepasst
und keine nicht beobachtbaren Eingangsparameter verwendet
werden müssen. Ein Beispiel für Level
2-Bewertungen sind besicherte Zins-Swaps,
Devisentermingeschäfte und Zins-/Währungs-Swaps,
die anhand aktueller Zinssätze bzw.
Fremdwährungskurse bewertet werden können. Sofern
die Voraussetzungen für eine Level 1-Bewertung oder
eine Level 2-Bewertung nicht erfüllt sind, liegt eine
Level 3-Bewertung vor. In solchen Fällen müssen
beobachtbare Eingangsparameter wesentlich angepasst bzw.
nicht beobachtbare Eingangsparameter verwendet werden.
Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werdenscrollen scrollen Von den zum beizulegenden Zeitwert über das
sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumenten der
sonstigen finanziellen Vermögenswerte bilden die
Instrumente der verschiedenen Levels jeweils eigene Klassen
von Finanzinstrumenten. Die beizulegenden Zeitwerte des
Gesamtbestands an Eigenkapitalinstrumenten in Level 1
entsprechen jeweils den Kursnotierungen zum
Abschluss-Stichtag.
Börsennotierte Anleihen und sonstige verbriefte
Verbindlichkeiten werden Level 1 oder Level 2 in
Abhängigkeit von der Marktliquidität des
jeweiligen Instruments zugeordnet. Folglich sind die in EUR
oder USD denominierten Emissionen mit relativ großem
Emissionsvolumen grundsätzlich als Level 1
qualifiziert, die übrigen grundsätzlich als Level
2. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 1 zugeordneten
Instrumente entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit
den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die
beizulegenden Zeitwerte der Level 2 zugeordneten
Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden
verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils
gültigen Zinsstrukturkurve sowie der
währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve
der Deutschen Telekom ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten
gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus
Schuldscheindarlehen und sonstigen verzinslichen
Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden
verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils
gültigen Zinsstrukturkurve sowie der
währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve
der Deutschen Telekom ermittelt.
Da für die im Bestand befindlichen Level 2
zugeordneten derivativen Finanzinstrumente mangels
Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die
Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle
berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare
Eingangsparameter in die Bewertung einfließen.
Für derivative Finanzinstrumente entspricht der
beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom
bei Übertragung des Finanzinstruments zum
Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen
müsste. Dabei finden zum Abschluss-Stichtag relevante
Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als
Wechselkurse werden die am Abschluss-Stichtag geltenden
Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen
Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem
Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price
umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten
Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte
entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price.
Die zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumente umfassen eine
Vielzahl von Investments in strategische,
nicht-börsennotierte Einzelpositionen. Die Deutsche
Telekom erachtet die gewählte Bewertung über das
sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung
in die Gewinn- und Verlustrechnung für angemessen, da
für die Beteiligungen keine kurzfristigen
Gewinnerzielungsabsichten bestehen. Im Zeitpunkt der
Veräußerung eines Investments wird der gesamte
kumulierte Gewinn oder Verlust in die Gewinnrücklagen
reklassifiziert. Erwerbe und Veräußerungen
basieren auf geschäftspolitischen
Investitionsentscheidungen.
Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten
finanziellen Vermögenswerte und finanziellen
Verbindlichkeiten
scrollen Bei den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert
über das sonstige Ergebnis bewerteten
Eigenkapitalinstrumenten der sonstigen finanziellen
Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von
536 Mio. € um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis
der besten verfügbaren Informationen zum
Abschluss-Stichtag vollzogen wird. Die größte
Relevanz misst die Deutsche Telekom dabei
grundsätzlich Transaktionen über Anteile an den
betreffenden Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem
werden Transaktionen über Anteile an vergleichbaren
Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche
Informationen für die Bewertung verwendet werden, ist
sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen Transaktion
zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die
Transaktion zu marktüblichen Konditionen vollzogen
wurde. Außerdem ist hierbei der Grad der
Ähnlichkeit zwischen Bewertungsobjekt und
vergleichbarem Unternehmen zu berücksichtigen. Nach
Einschätzung der Deutschen Telekom sind die
beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen zum
Abschluss-Stichtag hinreichend zuverlässig bestimmbar.
Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode
verweisen wir auf die vorstehende Tabelle. Am
Abschluss-Stichtag waren Beteiligungen mit einem Buchwert
von 34 Mio. € zur Veräußerung gehalten,
für die übrigen bestand keine Verkaufsabsicht.
Bei Beteiligungen mit einem Buchwert von 411 Mio. €
fanden in hinreichender zeitlicher Nähe zum
Abschluss-Stichtag Transaktionen über Anteile dieser
Unternehmen zu marktüblichen Konditionen statt,
weshalb die dort vereinbarten Anteilspreise unangepasst
für die Bewertung zum 30. September 2021 heranzuziehen
waren. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 6 Mio.
€ entspricht nach Analyse der operativen Entwicklung
(insbesondere Umsatzerlöse, EBIT und Liquidität)
der bisherige Buchwert dem aktuellen beizulegenden
Zeitwert. Aufgrund besserer Vergleichbarkeit sind
frühere marktübliche Transaktionen über
Anteile dieser Unternehmen neueren Transaktionen über
Anteile gleichartiger Unternehmen vorzuziehen. Für
Beteiligungen mit einem Buchwert von 119 Mio. €, bei
denen die letzten marktüblichen Transaktionen
über Anteile dieser Unternehmen schon weiter in der
Vergangenheit liegen, repräsentiert eine Bewertung auf
Basis von in größerer zeitlicher Nähe
vollzogenen marktüblichen Transaktionen über
Anteile gleichartiger Unternehmen den beizulegenden
Zeitwert am zuverlässigsten. Hierbei wurden Multiples
auf die Bezugsgröße erwartete Umsatzerlöse
(Bandbreite von 3,0 bis 12,7) angewendet. Entsprechend den
individuellen Gegebenheiten wurde bei den Multiples das 25
%-Quantil, der Median oder das 75 %-Quantil verwendet.
Wären für die Multiples und für die
erwarteten Umsatzerlöse andere Werte verwendet worden,
hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet.
Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten)
sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Weiterhin
sind mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 15 Mio.
€ nicht wesentliche Einzeltitel enthalten, deren
Wertschwankungen von untergeordneter Bedeutung sind.
Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne
Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen
Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von
in Euro umgerechnet 458 Mio. € um in von
T‑Mobile US emittierte Anleihen eingebettete
Optionen. Die durch T‑Mobile US jederzeit
ausübbaren Optionen ermöglichen die vorzeitige
Tilgung der Anleihen zu festgelegten Ausübungspreisen.
Für die Anleihen als Gesamtinstrumente sind zwar
regelmäßig und auch am Abschluss-Stichtag
beobachtbare Marktpreise verfügbar, nicht jedoch
für die darin eingebetteten Optionen. Diese
Kündigungsrechte werden mithilfe eines
Optionspreismodells bewertet. Dabei werden historische
Zinsvolatilitäten von Anleihen der T‑Mobile US
und vergleichbarer Emittenten verwendet, da sie zum
Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren
Schätzwert als aktuelle Marktvolatilitäten
darstellen. Die ebenfalls nicht beobachtbare Spread-Kurve
wurde auf Basis aktueller Marktpreise von Anleihen der
T‑Mobile US und Schuldinstrumenten vergleichbarer
Emittenten ermittelt. Risikoloser Zins und Spread wurden
getrennt voneinander simuliert. Zum aktuellen
Abschluss-Stichtag wurden für die verschiedenen
Rating-Stufen der Anleihen folgende Zinsvolatilitäten
und Spreads verwendet:
Verwendete Zinsvolatilitäten und Spreads nach Rating-Stufenscrollen Für den nicht beobachtbaren Eingangsparameter Mean
Reversion wurden 3 % verwendet. Die verwendeten Werte
stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten
Schätzwert dar. Wären für die
Zinsvolatilität, die Spread-Kurve und für die
Mean Reversion andere Werte verwendet worden, hätten
sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese
hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in
der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Wäre der
risikolose Zins am Abschluss-Stichtag um 50 Basispunkte
höher (niedriger) gewesen, wäre der beizulegende
Zeitwert der Optionen um 119 Mio. € niedriger (um 148
Mio. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode
wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand
befindlichen Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im
sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von in
Euro umgerechnet 64 Mio. € für unrealisierte
Verluste erfasst. Im Berichtszeitraum wurden drei Optionen
ausgeübt und die betreffenden Anleihen vorzeitig
gekündigt. Im Zeitpunkt der Kündigung wurden die
Optionen mit ihrem jeweiligen gesamten Buchwert von in Euro
umgerechnet 499 Mio. € aufwandswirksam ausgebucht. Zur
Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf
die obenstehende Tabelle verwiesen. Die im Berichtszeitraum
erfolgswirksam erfassten Wertänderungen waren im
Wesentlichen auf Bewegungen der bewertungsrelevanten
Zinssätze und historischen absoluten
Zinsvolatilitäten zurückzuführen. Aufgrund
ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse
von Finanzinstrumenten.
Sensitivitäten¹ der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten in Abhängigkeit der nicht beobachtbaren Eingangsparameterscrollen
1 Veränderung des betreffenden
Eingangsparameters unter der Annahme, dass alle
übrigen Eingangsparameter unverändert sind.
Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne
Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen
Verbindlichkeiten handelt es sich mit einem Buchwert von in
Euro umgerechnet minus 17 Mio. € um
Stromtermingeschäfte (Energy Forward Agreements), die
in von der T‑Mobile US abgeschlossene Verträge
eingebettet sind. Dies gilt entsprechend für
derivative finanzielle Vermögenswerte mit einem
Buchwert von in Euro umgerechnet 250 Mio. €. Diese
Verträge bestehen aus jeweils zwei Komponenten, dem
Energy Forward Agreement und dem Erwerb von Renewable
Energy Credits durch T‑Mobile US. Die Verträge
wurden seit 2017 mit Energieproduzenten geschlossen und
haben Laufzeiten von 12 bis 15 Jahren ab jeweiligem
kommerziellem Produktionsbeginn. Für ein Energy
Forward Agreement wird der kommerzielle Produktionsbeginn
für 2023 erwartet, für die übrigen hat er
bereits stattgefunden. Der jeweilige
Erfüllungszeitraum des separat als Derivate
bilanzierten Energy Forward Agreements startet ebenfalls
bei kommerziellem Produktionsbeginn. Unter den Energy
Forward Agreements erhält T‑Mobile US
während des Erfüllungszeitraums variable
Beträge basierend auf der tatsächlichen
Produktionsmenge des Energieproduzenten und dann aktuellen
Energiepreisen und bezahlt feste Beträge je
produzierter Energieeinheit. Die Energy Forward Agreements
werden mangels beobachtbarer Marktpreise mittels
Bewertungsmodellen bewertet. Der Wert der Derivate wird
wesentlich beeinflusst von der künftigen
Produktionsmenge des Energieproduzenten, die T‑Mobile
US zum Abschluss-Stichtag mit 4.057 Gigawattstunden pro
Jahr veranschlagt hat. Der Wert der Derivate wird
außerdem wesentlich beeinflusst von den
künftigen Energiepreisen auf den betreffenden
Märkten. Für einen Zeitraum von etwa 5 Jahren
sind in der Regel Marktpreise beobachtbar, darüber
hinaus ist die Marktliquidität gering. Des Weiteren
wird der Wert der Derivate wesentlich beeinflusst von den
ebenfalls nicht beobachtbaren künftigen Preisen
für Renewable Energy Credits. Für den nicht
beobachtbaren Zeitraum hat T‑Mobile US
on-peak-Energiepreise (Energiepreise für Zeiten
relativ hoher Energienachfrage) zwischen in Euro
umgerechnet 17,30 €/MWh und 50,18 €/MWh und
off-peak-Energiepreise (Energiepreise für Zeiten
relativ niedriger Energienachfrage) zwischen in Euro
umgerechnet 9,78 €/MWh und 39,40 €/MWh verwendet.
Für das on-peak/off-peak-Verhältnis wurde ein
Wert von durchschnittlich 52 % verwendet. Die verwendeten
Werte stellen nach unserer Einschätzung den jeweils
besten Schätzwert dar. Am Abschluss-Stichtag ist der
errechnete beizulegende Zeitwert aus Sicht der Deutschen
Telekom für alle Stromtermingeschäfte positiv und
beträgt für die Vermögenswerte in Euro
umgerechnet insgesamt 336 Mio. € und für die
Verbindlichkeiten 42 Mio. €. Wären für die
künftigen Energiepreise, für die künftige
Energieproduktionsmenge und für die künftigen
Preise der Renewable Energy Credits andere Werte verwendet
worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte
errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen
(Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle
dargestellt. Aus der Level 3-Bewertung wurde in der
Berichtsperiode im sonstigen betrieblichen Ergebnis ein
Nettoergebnis (Ertrag) von in Euro umgerechnet 271 Mio.
€ für unrealisierte Gewinne der Derivate erfasst.
Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird
auf die entsprechende Tabelle verwiesen. Die
Wertänderungen im Berichtszeitraum sind im
Wesentlichen auf Veränderungen der beobachtbaren und
der nicht beobachtbaren Energiepreise sowie auf Zinseffekte
zurückzuführen. Aufgrund ihrer Eigenart bilden
die Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.
Nach Einschätzung der T‑Mobile US wurden die
Verträge zu aktuellen Marktkonditionen geschlossen,
und bei der Bewertung wurden die am besten geeigneten Werte
für die nicht beobachtbaren Eingangsparameter
verwendet. Der Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug
jeweils Null. Weil nicht beobachtbare Eingangsparameter
wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Derivate haben,
wurde - mit Ausnahme der nachfolgend erläuterten, von
Sprint abgeschlossenen Verträge - im Zeitpunkt der
erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung jeweils
ergebende Betrag nicht bilanziert. Vielmehr werden diese
Beträge über den Zeitraum der kommerziellen
Energieproduktion linear ertragswirksam amortisiert (in
Euro umgerechnet jährlich insgesamt 12 Mio. €).
Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der
periodischen Bewertung der Derivate mit dem jeweiligen
Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern.
Alle Beträge aus der Derivatebewertung werden je
Vertrag sowohl in der Bilanz (derivative finanzielle
Vermögenswerte bzw. derivative finanzielle
Verbindlichkeiten) als auch in der Gewinn- und
Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw.
sonstige betriebliche Erträge) saldiert. Die
Entwicklung des noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu
amortisierenden Betrags in der Berichtsperiode ist der
nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Auch bei den noch vor
dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint
abgeschlossenen Verträgen haben nicht beobachtbare
Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung
der Derivate. Aufgrund der Vorschriften für
Unternehmenszusammenschlüsse sind jedoch die sich bei
der Bewertung jeweils ergebenden Beträge als
derivative finanzielle Vermögenswerte erfasst, weshalb
für diese Verträge keine noch zu amortisierenden
Beträge existieren. An den nachfolgenden
Abschluss-Stichtagen werden die Effekte aus der
periodischen Bewertung der Derivate in voller Höhe in
der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche
Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge)
erfasst.
In den Level 3 zugeordneten finanziellen
Vermögenswerten sind mit einem Buchwert von in Euro
umgerechnet 312 Mio. € derivative finanzielle
Vermögenswerte enthalten, die aus erhaltenen
Aktienoptionen zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US
resultieren. Die jederzeit ausübbaren Aktienoptionen
haben eine Laufzeit bis 2024, können teilweise zu
festen sowie teilweise zu variablen Kaufpreisen
ausgeübt werden und werden mithilfe eines
Optionspreismodells bewertet. Dabei werden neben dem am
Markt beobachtbaren Aktienkurs und den risikolosen
Zinssätzen auch durchschnittliche, aus historischen
und aktuellen Werten abgeleitete
Aktienkursvolatilitäten der T‑Mobile US und
vergleichbarer Unternehmen verwendet, da diese zum
AbschlussStichtag einen zuverlässigeren
Schätzwert für diesen Eingangsparameter
darstellen als ausschließlich aktuelle
Marktvolatilitäten. Der zum aktuellen
Abschluss-Stichtag für die Aktienkursvolatilität
verwendete absolute Wert lag bei 26,3 % und stellt nach
unserer Einschätzung den besten Schätzwert dar.
Am Abschluss-Stichtag beträgt der errechnete
beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen 602 Mio. €.
Wäre für die Aktienkursvolatilität ein
anderer Wert verwendet worden, hätte sich ein anderer
beizulegender Zeitwert errechnet. Diese hypothetischen
Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden
Tabelle dargestellt. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese
Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Der
Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug Null. Weil
nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss
auf die Bewertung der Optionen haben, wurde im Zeitpunkt
der erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung
ergebende Fair Value von in Euro umgerechnet 1.005 Mio.
€ (vor Abzug von Transaktionskosten) nicht bilanziert.
Vielmehr wird dieser Betrag über die Laufzeit der
Optionen ertragswirksam amortisiert. Diese Amortisation
modifiziert den Effekt aus der periodischen Bewertung der
Optionen mit dem Bewertungsmodell und aktualisierten
Bewertungsparametern. Alle Beträge aus der
Optionsbewertung werden sowohl in der Bilanz (sonstige
derivative finanzielle Vermögenswerte), als auch in
der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstiges Finanzergebnis)
saldiert. Die Wertänderungen im Berichtszeitraum sind
im Wesentlichen auf Veränderungen des Aktienkurses
sowie des risikolosen Zinses zurückzuführen. In
der Berichtsperiode wurden die Aktienoptionen teilweise
ausgeübt. Die Entwicklung des noch in der Gewinn- und
Verlustrechnung zu amortisierenden Betrags in der
Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
→ Weitere Informationen zur Ausübung der
Aktienoptionen finden Sie im Abschnitt "Sonstige
finanzielle Vermögenswerte".
Entwicklung der noch nicht amortisierten Beträgescrollen Für die in Level 3 zugeordneten zum beizulegenden
Zeitwert über das sonstige Ergebnis oder zum
beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen stellt das
Kreditrisiko der jeweiligen Gegenpartei den wesentlichen
Einflussfaktor bei der Ermittlung des beizulegenden
Zeitwerts dar. Wären zum Abschluss-Stichtag um 1 %
höhere (niedrigere) Ausfallraten anzusetzen gewesen,
so wären bei unveränderten
Bezugsgrößen die beizulegenden Zeitwerte der
Instrumente um 1 % niedriger (höher) gewesen.
In den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert
erfolgswirksam bewerteten finanziellen Vermögenswerten
sind derivative finanzielle Vermögenswerte mit einem
in Euro umgerechneten Buchwert von 18 Mio. €
enthalten, die aus von Dritten erworbenen Optionen zum Kauf
von Unternehmensanteilen resultieren. Hieraus sind keine
wesentlichen Wertschwankungen zu erwarten. Aufgrund ihrer
Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von
Finanzinstrumenten.
Angaben zum KreditrisikoGemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden
im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden
Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw.
negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet, und es
verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung
bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall
bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Von
Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h.
der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden
Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht
der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die
Deutsche Telekom frei verfügbare Barmittel im Rahmen
von Collateralverträgen in Höhe von 1.324 Mio.
€ (31. Dezember 2020: 1.530 Mio. €). Hierdurch
wurde das Ausfallrisiko um 1.323 Mio. € (31. Dezember
2020: 1.516 Mio. €) reduziert, da den erhaltenen
Barsicherheiten (Collaterals) am Abschluss-Stichtag in
dieser Höhe entsprechende Nettoderivatepositionen
gegenüberstehen. Für die derivativen
Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert,
deren Buchwert zum Abschluss-Stichtag 1.785 Mio. €
(31. Dezember 2020: 2.253 Mio. €) betrug, bestand
aufgrund dieser Vereinbarungen zum 30. September 2021 ein
maximales Ausfallrisiko in Höhe von 79 Mio. €
(31. Dezember 2020: 44 Mio. €).
An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d.
h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden
Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht
der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die
Deutsche Telekom im Rahmen von Collateralverträgen zum
Abschluss-Stichtag Barsicherheiten in Höhe von 316
Mio. € (31. Dezember 2020: 34 Mio. €). Den
gezahlten Barsicherheiten stehen am Abschluss-Stichtag in
Höhe von 263 Mio. € (31. Dezember 2020: 34 Mio.
€) entsprechende Nettoderivatepositionen
gegenüber, weshalb sie in dieser Höhe keinen
Ausfallrisiken unterlagen.
Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden
derivativen Finanzinstrumenten bilden die erhaltenen
(gezahlten) Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen
Verbindlichkeiten (Vermögenswerten). Darüber
hinaus existieren keine wesentlichen, das maximale
Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten
mindernden Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der
übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht
somit deren Buchwert.
Bei einem Großteil der von T‑Mobile US
emittierten Anleihen hat T‑Mobile US gemäß
der Anleihebedingungen das Recht, die Anleihen zu
bestimmten Konditionen vorzeitig zu kündigen. Diese
Kündigungsrechte stellen eingebettete Derivate dar und
werden gesondert als derivative finanzielle
Vermögenswerte in der Konzern-Bilanz angesetzt. Da sie
keinem Ausfallrisiko unterliegen, bilden sie eine eigene
Klasse von Finanzinstrumenten. Zu den Energy Forward
Agreements, für die keine Sicherheiten gestellt
werden, wird auf vorstehende Ausführungen verwiesen.
Darüber hinaus existiert kein Ausfallrisiko aus im
Bestand befindlichen eingebetteten Derivaten. Für die
von Dritten erworbenen Optionen auf Aktien eines
Tochterunternehmens der Deutschen Telekom sowie andere
Unternehmensanteile bestehen keine Sicherheiten (siehe
oben).
Im Zusammenhang mit Auktionen zum Erwerb von
Spektrumlizenzen haben Tochtergesellschaften der Deutschen
Telekom zusätzlich Barsicherheiten von umgerechnet 86
Mio. € hinterlegt (31. Dezember 2020: 446 Mio.
€). Für von Sprint emittierte Verbindlichkeiten
mit dem Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung
bei Ausfall waren am Abschluss-Stichtag Zahlungsmittel von
umgerechnet 87 Mio. € (31. Dezember 2020: 63 Mio.
€) als Barsicherheit verpfändet. Diese
Barsicherheiten unterliegen keinem wesentlichen
Ausfallrisiko.
Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenZu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020
beschriebenen Angaben über Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen ergaben sich bis zum
30. September 2021 folgende wesentlichen Änderungen:
Bundesrepublik Deutschland. Nach der am 28. September
2021 durchgeführten Kapitalerhöhung der Deutschen
Telekom AG gegen Sacheinlage ist die Bundesrepublik
Deutschland (Bund) direkt und indirekt (über die KfW
Bankengruppe) mit insgesamt 30,5 % (31. Dezember 2020: 31,9
%) an der Deutschen Telekom AG beteiligt. Die
Kapitalerhöhung erfolgte im Zusammenhang mit der
Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US durch
Vereinbarung mit SoftBank.
→ Weitere Informationen zur Kapitalerhöhung
gegen Sacheinlage finden Sie im Abschnitt "Sonstige
Transaktionen ohne Auswirkungen auf den
Konsolidierungskreis".
Assoziiertes Unternehmen. Im Zuge der Zusammenlegung des
Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der
Errichtung eines Infrastrukturfonds hat die neu
gegründete, unabhängig gemanagte
Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II
SICAF-RAIF (DIV) die zuvor von der T‑Mobile
Netherlands erworbenen Anteile an der T‑Mobile Infra
B.V. in die Cellnex Netherlands B.V. eingebracht. Im
Gegenzug erhielt die DIV eine Beteiligung von 37,65 % an
dem "neuen" Unternehmen Cellnex NL. Seit dem wird die
Cellnex NL nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss
einbezogen. Die Transaktion wurde am 1. Juni 2021
vollzogen. Nach der Zusammenlegung des
Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der
Errichtung eines Infrastrukturfonds hat T‑Mobile
Netherlands im Zuge einer Sale-and-Leaseback-Transaktion
mit der T‑Mobile Infra B.V. weiterhin
vollständigen Zugang zur eingebrachten passiven
Mobilfunk-Infrastruktur. Hierzu wurde eine langfristige
Vereinbarung über die Anmietung zu marktüblichen
Konditionen abgeschlossen.
→ Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des
Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der
Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Ereignisse nach der BerichtsperiodeDeutsche Telekom beschleunigt Glasfaser-Ausbau durch
Gemeinschaftsunternehmen mit IFM. Die Deutsche Telekom hat
am 5. November 2021 den Einstieg von IFM Global
Infrastructure Fund - der durch IFM Investors beraten wird
- mit einer Beteiligung von 50 % an der Ausbaugesellschaft
Glasfaser Plus GmbH bekannt gegeben. Der vereinbarte
Kaufpreis für den 50 %-Anteil an dem
Tochterunternehmen beläuft sich auf 0,9 Mrd. €,
welcher zur Hälfte mit Abschluss der Transaktion und
der restliche Anteil nach Ausbaufortschritt zu entrichten
ist. Das daraus entstehende Gemeinschaftsunternehmen soll
ab 2022 bis 2028 vier Millionen zusätzliche
gigabitfähige FTTH-Anschlüsse im ländlichen
Raum und in Fördergebieten ausbauen. Damit untermauert
die Telekom ihren Anspruch, führendes Unternehmen
für den Glasfaser-Ausbau in Deutschland zu sein. Die
Transaktion steht unter dem Vorbehalt von
fusionskontrollrechtlichen Genehmigungen. Das
Gemeinschaftsunternehmen wird mit Abschluss der Transaktion
nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bonn, den 12. November 2021
Deutsche Telekom AG
Der Vorstand
scrollen scrollen Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Deutsche Telekom AG, BonnWir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung,
Gesamtergebnisrechnung,
Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben -
und den Konzern-Zwischenlagebericht der Deutsche Telekom
AG, Bonn, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30.
September 2021, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts
nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten
Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den
für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des
Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine
Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss und dem
Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des
Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender
Beachtung des International Standard on Review Engagements
"Review of Interim Financial Information Performed by the
Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen.
Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Frankfurt am Main, den 12. November 2021
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
scrollen Weitere InformationenÜberleitungsrechnung zu Ausweisänderungen für wesentliche Kennzahlen der Vorjahresvergleichsperiodescrollen scrollen Überleitungsrechnung zur organischen Entwicklung für wesentliche Kennzahlen der VorjahresvergleichsperiodeIn der organischen Betrachtung werden die Zahlen der
Vergleichsperiode aufgrund von
Konsolidierungskreiseffekten, Währungskurseffekten und
sonstigen Effekten angepasst. Dies erhöht die
Aussagefähigkeit des Vorjahresvergleichs an eine
geänderte Unternehmensstruktur bzw.
Währungskursentwicklungen.
scrollen scrollen GlossarFür Begriffserklärungen verweisen wir auf den
Geschäftsbericht 2020 und das darin enthaltene
Glossar.
HaftungsausschlussDieser Bericht (v. a. das Kapitel "Prognose")
enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die
gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen
Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse
widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die
Wörter "erwarten", "davon ausgehen", "annehmen",
"beabsichtigen", "einschätzen", "anstreben", "zum Ziel
setzen", "planen", "werden", "erstreben", "Ausblick" und
vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten
im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder
Ziele für Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA AL
oder andere Maßstäbe für die Performance
beziehen.
Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit
gültigen Plänen, Einschätzungen und
Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten.
Solche Aussagen unterliegen Risiken und
Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig
einzuschätzen sind und die im Allgemeinen
außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen.
Dazu gehören u. a. auch der Fortschritt, den die
Deutsche Telekom mit den personalbezogenen
Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die
Auswirkungen anderer bedeutender strategischer und
operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs
oder der Veräußerung von Gesellschaften sowie
von Unternehmenszusammenschlüssen.
Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und
Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind
Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze,
regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb, der schärfer
ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien,
Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Entwicklungen.
Sollten diese oder andere Risiken und
Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den
Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig
herausstellen, so können die tatsächlichen
Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen
abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder
impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann keine Garantie
dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht
werden.
Die Deutsche Telekom lehnt - unbeschadet bestehender
kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - jede
Verantwortung für eine Aktualisierung der
zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung
neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder
anderer Dinge ab.
Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen
legt die Deutsche Telekom alternative Leistungskennzahlen
vor, z. B. EBITDA, EBITDA AL, bereinigtes EBITDA,
bereinigtes EBITDA AL, bereinigte EBITDA AL-Marge,
bereinigtes EBIT, EBIT-Marge, bereinigter
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag), bereinigtes Ergebnis
je Aktie, Free Cashflow, Free Cashflow AL sowie Brutto- und
Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der
Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen sind
als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die
nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Alternative
Leistungskennzahlen unterliegen weder den IFRS noch anderen
allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere
Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen
andere Definitionen zugrunde.
→ Weitere Informationen zu alternativen
Leistungskennzahlen finden Sie im Geschäftsbericht
2020, Kapitel "Konzernsteuerung" sowie auf unserer Investor
Relations Website.
Die Zahlenangaben in diesem Bericht wurden
kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen,
dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe
addieren.
In unserem Konzern-Zwischenbericht (PDF und online)
verweisen wir mittels Hinweisen bzw. Verlinkungen auf
Internet-Seiten mit weiterführenden Informationen
außerhalb des Konzern-Zwischenberichts. Dies erfolgt
lediglich ergänzend und dient ausschließlich dem
vereinfachten Zugang zu diesen Informationen. Wir weisen
darauf hin, dass diese Informationen nicht Bestandteil des
Konzern-Zwischenberichts sind.
Finanzkalenderscrollen Bei allen Terminen Änderungen vorbehalten.
→ Weitere Termine, Terminaktualisierungen und
Hinweise zu Live-Übertragungen finden Sie auf unserer
Investor Relations Website.
ImpressumDeutsche Telekom AG
Friedrich-Ebert-Allee 140
53113 Bonn
www.telekom.com
Kontakt für Medienanfragen:
Unternehmenskommunikation
Telefon 0228 181 49494
E-Mail medien@telekom.de
Kontakt für Fragen rund um die T-Aktie:
Investor Relations
Telefon 0228 181 88880
E-Mail investor.relations@telekom.de
Der Konzern-Zwischenbericht 1. Januar bis 30. September
2021 ist eine Veröffentlichung der Deutschen Telekom
AG und liegt auch in englischer Sprache vor. Im
Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.
Dieser Konzern-Zwischenbericht ist im Internet abrufbar.
Unser Geschäftsbericht ist im Internet abrufbar.
Konzeption: Deutsche Telekom AG
Gestaltung & technische Umsetzung: nexxar GmbH, Wien
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