Deutsche Telekom AG

Bonn

Q3 Zwischenbericht 2021

9M 2021

1. Januar bis 30. September

Die Finanzdaten des Konzerns auf einen Blick

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in Mio. € Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in% Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020
Umsatz und Ergebnis a
Umsatzerlöse 26.877 26.393 1,8 79.860 73.377
davon: Inlandsanteil % 26,4 22,8 23,2 24,7
davon: Auslandsanteil % 73,6 77,2 76,8 75,3
EBITDA 10.468 10.615 (1,4) 31.298 27.581
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 11.139 11.102 0,3 32.714 29.936
EBITDA AL 8.723 9.133 (4,5) 26.313 23.638
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 9.661 9.692 (0,3) 28.323 26.065
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 35,9 36,7 35,5 35,5
Betriebsergebnis (EBIT) 3.466 3.107 11,6 10.672 8.704
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) 889 817 8,8 3.705 2.487
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 1.313 1.509 (13,0) 4.627 4.072
Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert) 0,19 0,17 11,8 0,78 0,52
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert) 0,27 0,32 (15,6) 0,97 0,86
Bilanz
Bilanzsumme 273.355 265.292
Eigenkapital 78.861 72.034
Eigenkapitalquote % 28,8 27,2
Netto-Finanzverbindlichkeiten 130.375 124.521
Cashflow a
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 9.233 7.338 25,8 25.620 16.445
Cash Capex (4.666) (4.763) 2,0 (21.260) (12.880)
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (4.362) (4.490) 2,9 (12.932) (11.512)
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) b 4.895 2.897 69,0 12.818 8.867
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) b 2.940 1.634 79,9 8.290 5.347
Cashflow aus Investitionstätigkeit (6.380) (4.048) (57,6) (22.687) (15.302)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (5.582) (6.573) 15,1 (10.094) 4.661
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in Mio. € Veränderung in% Gesamtjahr 2020
Umsatz und Ergebnis a
Umsatzerlöse 8,8 100.999
davon: Inlandsanteil 24,5
davon: Auslandsanteil 75,5
EBITDA 13,5 38.633
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 9,3 40.374
EBITDA AL 11,3 33.178
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 8,7 35.017
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) 34,7
Betriebsergebnis (EBIT) 22,6 12.804
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) 49,0 4.158
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 13,6 5.715
Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert) 50,0 0,88
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert) 12,8 1,20
Bilanz
Bilanzsumme 3,0 264.917
Eigenkapital 9,5 72.550
Eigenkapitalquote 27,4
Netto-Finanzverbindlichkeiten 4,7 120.227
Cashflow a
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 55,8 23.743
Cash Capex (65,1) (18.694)
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (12,3) (16.980)
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) b 44,6 10.756
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) b 55,0 6.288
Cashflow aus Investitionstätigkeit (48,3) (22.649)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit n.a. 7.561

a Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Werte der Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.
b Vor Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen und vor Auflösung von Zinssicherungsgeschäften bei T-Mobile US in den ersten neun Monaten 2020.

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in Mio. 30.09.2021 31.12.2020 Veränderung
30.09.2021/​
31.12.2020 in %
30.09.2020 Veränderung
30.09.2021/​
30.09.2020 in %
Kunden im Festnetz und Mobilfunk Mobilfunk-Kunden a 250,5 241,5 3,7 237,9 5,3
Festnetz-Anschlüsse 27,4 27,4 0,1 27,3 0,2
Breitband-Kunden b 22,2 21,7 2,2 21,5 3,3

a Inkl. Wholesale-Kunden der T-Mobile US.
b Ohne Wholesale.

Die Zahlenangaben im vorliegenden Bericht wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe addieren. Veränderungen wurden auf Basis der genaueren Millionenwerte berechnet.

An unsere Aktionäre

Die Deutsche Telekom auf einen Blick

Konzernumsatz

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Der Konzernumsatz erhöhte sich um 8,8 % auf 79,9 Mrd. €. Organisch wuchs unser Umsatz um 4,0 Mrd. € bzw. 5,3 %.

Dabei zeigt unser Segment USA einen Umsatzanstieg von 13,4 %. Organisch lag der Umsatz um 7,1 % über Vorjahresniveau, was auf gestiegene Service- und Endgeräteumsätze zurückzuführen ist.

Unsere Segmente Deutschland und Europa konnten ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % bzw. 1,3 % aufgrund der guten Geschäftsentwicklung steigern.

Der Umsatz unseres Segments Systemgeschäft lag um 2,9 % unter Vorjahresniveau, insbesondere infolge des erwartungsgemäß rückläufigen klassischen IT-Infrastrukturgeschäfts.

In unserem Segment Group Development lag der Umsatz durch das operative und strukturelle Wachstum der Geschäftseinheiten T‑Mobile Netherlands und GD Towers um 9,7 % über dem Vorjahresniveau. Organisch wuchs der Umsatz um 4,3 %.

EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse)

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Unser bereinigtes EBITDA AL erhöhte sich um 8,7 % auf 28,3 Mrd. €, wobei alle operativen Segmente hierzu beitrugen. Organisch stieg unser bereinigtes EBITDA AL um 0,8 Mrd. € bzw. 3,0 %.

Unser Segment USA zeigt eine deutliche Erhöhung des bereinigten EBITDA AL von 11,4 %, was insbesondere auf den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint zurückzuführen ist. Organisch stieg das bereinigte EBITDA AL - trotz der negativen Auswirkungen aus dem begonnenen Rückzug aus dem Endgeräte-Mietmodell - um 1,9 %.

Unsere Segmente Deutschland und Europa weisen Anstiege beim bereinigten EBITDA AL um 3,7 % bzw. 3,1 % aus.

Einen deutlichen Anstieg des bereinigten EBITDA AL von 16,6 % zeigt unser Segment Group Development. Hier wirkten v. a. eine positive Umsatzentwicklung bei T‑Mobile Netherlands und GD Towers, der Erwerb von Simpel sowie das effiziente Kosten-Management der T‑Mobile Netherlands positiv.

Die bereinigte EBITDA AL-Marge des Konzerns lag mit 35,5 % auf Vorjahresniveau. Im Segment Deutschland lag die bereinigte EBITDA AL-Marge bei 39,9 %, im Segment Europa bei 36,0 % und im Segment USA bei 34,5 %.

EBIT

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Unser EBIT erhöhte sich um 2,0 Mrd. € bzw. 22,6 % auf 10,7 Mrd. €, insbesondere aufgrund der beim bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekte.

Das EBITDA AL ist mit Sondereinflüssen in Höhe von 2,0 Mrd. € belastet, denen in der Vergleichsperiode als Sondereinflüsse erfasste Aufwendungen in Höhe von 2,4 Mrd. € gegenüber standen. Im Zusammenhang mit entstandenen Akquisitions- und Integrationsaufwendungen sowie mit Restrukturierungskosten zur Realisierung von Kosteneffizienzen aus dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint wurden Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mrd. € erfasst. Weitere 0,6 Mrd. € standen im Zusammenhang mit einer Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte in den USA. Aus der Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts entstand ein Entkonsolidierungsertrag in Höhe von 0,2 Mrd. €. Gegenüber dem Vergleichszeitraum fielen um 0,5 Mrd. € geringere Aufwendungen für Personalrestrukturierungen an.

Die Abschreibungen lagen insbesondere aufgrund des Erwerbs von Sprint um 1,7 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode.

Konzernüberschuss

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Der Konzernüberschuss erhöhte sich um 1,2 Mrd. € bzw. 49,0 % auf 3,7 Mrd. €.

Unser Finanzergebnis veränderte sich von minus 3,2 Mrd. € auf minus 3,7 Mrd. €. Dabei entwickelte sich das Zinsergebnis um 0,4 Mrd. € auf minus 3,5 Mrd. € rückläufig v. a. aufgrund der im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie die in diesem Zusammenhang durchgeführte Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Das sonstige Finanzergebnis verringerte sich leicht auf minus 0,2 Mrd. €. Der Anstieg des Zinsertrags aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten wurde durch ein verringertes Ergebnis aus Finanzinstrumenten überkompensiert.

Der Steueraufwand erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,3 Mrd. € auf 1,7 Mrd. €.

Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis lag mit 1,6 Mrd. € auf Vorjahresniveau.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 0,11 € auf 0,97 €.

Eigenkapitalquote

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Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 1,4 Prozentpunkte auf 28,8 %.

Die Erhöhung des Eigenkapitals um 6,3 Mrd. € ist im Wesentlichen auf den Überschuss in Höhe von 5,3 Mrd. € und auf das erfolgsneutral erfasste sonstige Ergebnis in Höhe von 4,9 Mrd. € zurückzuführen. Hierin enthalten sind v. a. Effekte aus der Währungsumrechnung (3,8 Mrd. €) sowie der Neubewertung der leistungsorientierten Pläne (1,1 Mrd. €).

Eigenkapitalmindernd wirkten v. a. die Dividendenausschüttung an unsere Aktionäre (2,8 Mrd. €) und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen (0,2 Mrd. €) sowie die Ausübung bestehender Aktienoptionen zum Erwerb von T‑Mobile US-Aktien (0,8 Mrd. €). Dies erfolgte im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage.

Netto-Finanzverbindlichkeiten

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Die Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2020 von 120,2 Mrd. € auf 130,4 Mrd. €.

Erhöhend wirkten insbesondere folgende Sachverhalte: Erwerb von Spektrum (8,3 Mrd. €), v. a. im Segment USA, Währungskurseffekte (5,0 Mrd. €), Dividendenausschüttungen an unsere Aktionäre - inklusive an Minderheiten - (3,1 Mrd. €), Zugänge von Leasing-Verbindlichkeiten (4,0 Mrd. €), der Erwerb von Shentel (1,9 Mrd. €) sowie Bewertungseffekte im Zusammenhang mit den von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen (0,5 Mrd. €).

Reduzierend wirkte im Wesentlichen der Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) in Höhe von 12,8 Mrd. €.

Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum)

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Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) erhöhte sich von 11,5 Mrd. € auf 12,9 Mrd. €.

Der Anstieg resultierte v. a. aus dem Einbezug von Sprint sowie aus dem weiteren Ausbau des 5G-Netzwerks in den USA. Im Segment Deutschland sank der Cash Capex aufgrund geringerer Auszahlungen sowie witterungsbedingt niedrigerer Investitionen in Glasfaser. Im Segment Europa investierten wir ebenfalls weiter in unser Glasfasernetz und trieben den Ausbau unserer Mobilfunk-Infrastruktur voran.

Der Cash Capex (einschließlich Investitionen in Spektrum) stieg von 12,9 Mrd. € auf 21,3 Mrd. €. Im Berichtszeitraum wurden Spektrumlizenzen in Höhe von 8,3 Mrd. € erworben, im Wesentlichen FCC-Mobilfunk-Lizenzen im Rahmen der C-Band-Auktion im Segment USA. In der Vergleichsperiode waren im Segment USA FCC-Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 1,0 Mrd. € und in den Segmenten Europa und Group Development Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von jeweils 0,2 Mrd. € enthalten.

Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)¹

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Der Free Cashflow AL erhöhte sich von 5,3 Mrd. € auf 8,3 Mrd. €.

Erhöhend wirkte die positive Geschäftsentwicklung der operativen Segmente. Ebenfalls erhöhend wirkten in der aktuellen Berichtsperiode Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 0,2 Mrd. €, während sich in der Vorjahresperiode negative Effekte aus Factoring-Vereinbarungen in Höhe von minus 0,6 Mrd. € ergaben.

Belastend wirkten neben dem um 1,4 Mrd. € höheren Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) insbesondere eine im September 2021 seitens T‑Mobile US geleistete Vorauszahlung für Standortmieten sowie höhere Zinszahlungen (netto), im Wesentlichen resultierend aus den im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten und der in diesem Zusammenhang begonnenen Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Höhere Ertragsteuerzahlungen wirkten ebenfalls belastend.

→ Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im Konzern-Zwischenlagebericht.

1 Vor Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen und vor Auflösung von Zinssicherungsgeschäften bei T‑Mobile US in den ersten neun Monaten 2020.

Wichtige Ereignisse im dritten Quartal 2021

→ Weitere Informationen zu diesen und weiteren Ereignissen finden Sie in unseren Medieninformationen.

Unternehmens- und sonstige Transaktionen

Strategische Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der unternehmerischen Kontrolle an T‑Mobile US. Am 6. September 2021 hat die Deutsche Telekom, wie auf dem Kapitalmarkttag 2021 angekündigt, strategische Maßnahmen ergriffen, um ihre Beteiligung an T‑Mobile US zu erhöhen und damit langfristig die bestehende unternehmerische Kontrolle über das US-Unternehmen sowie die Vollkonsolidierung zu sichern.

Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US durch Vereinbarung mit SoftBank als neuem Aktionär und strategischem Partner. Entsprechend der am 6. September 2021 zwischen der Deutschen Telekom und SoftBank abgeschlossenen Vereinbarung hat die Deutsche Telekom am 28. September 2021 insgesamt rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien von SoftBank erworben. Im Gegenzug erhielt SoftBank 225 Mio. neue Aktien an der Deutschen Telekom AG im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2017 und ist somit mit rund 4,5 % an der Deutschen Telekom AG beteiligt. Die Deutsche Telekom hat durch die Transaktion ihren Anteil an T‑Mobile US um 3,6 Prozentpunkte erhöht und hält zum 30. September 2021 46,8 % der Anteile. Zur weiteren Erhöhung ihres Anteils an T‑Mobile US erwägt die Deutsche Telekom darüber hinaus den Kauf von weiteren rund 20 Mio. T‑Mobile US-Aktien, finanziert durch einen Teil der erwarteten Barmittelzuflüsse aus der vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile Netherlands. Nach Abschluss dieser Transaktionen wird der Kapitalanteil an T‑Mobile US bei rund 48,4 % liegen. Deutsche Telekom und SoftBank haben außerdem eine Vereinbarung über eine neue strategische Partnerschaft getroffen, durch die die Deutsche Telekom zu einem wichtigen europäischen Partner im Ökosystem von SoftBank wird.

Vereinbarte Veräußerung der T‑Mobile Netherlands. Ebenfalls am 6. September 2021 haben die Deutsche Telekom und Tele2 mit WP/​AP Telecom Holdings IV eine Vereinbarung zum Verkauf unserer Tochtergesellschaft T‑Mobile Netherlands unterzeichnet. Der Barmittelzufluss wird voraussichtlich ca. 3,8 Mrd. € betragen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt von behördlichen Genehmigungen und weiterer Vollzugsbedingungen.

Erwerb von Shentel. Am 28. Mai 2021 wurde zwischen T‑Mobile US und Shentel ein Kaufvertrag über den Erwerb von Vermögenswerten und Schulden im direkten Zusammenhang mit dem Mobilfunk-Geschäftsbetrieb von Shentel unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 1. Juli 2021 vollzogen. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 1,9 Mrd. US‑$ (1,6 Mrd. €).

Veräußerung der Telekom Romania Communications. Am 6. November 2020 hat OTE mit Orange Romania eine Vereinbarung über die Veräußerung ihres 54-prozentigen Anteils an der Telekom Romania Communications, die das rumänische Festnetz-Geschäft betreibt, an Orange Romania geschlossen. Die Transaktion wurde am 30. September 2021 nach Genehmigung durch die zuständigen Behörden vollzogen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 296 Mio. €.

→ Weitere Informationen zu den genannten Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung" im Konzern-Zwischenlagebericht sowie in den Abschnitten "Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis" bzw. "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

T‑Mobile US

Rating. Im August 2021 haben alle drei großen Rating-Agenturen das jeweilige Rating für unsere Tochtergesellschaft T‑Mobile US angehoben. Die Ratings verbesserten sich wie folgt: Moody's: von Ba2 auf Ba1, Standard & Poor's: von BB auf BB+, Fitch: von BB+ auf BBB-.

Cyberangriff auf T‑Mobile US. Im August 2021 bestätigte T-Mobile US, Opfer eines kriminellen Cyberangriffs geworden zu sein, von dem Daten von Millionen bestehender, ehemaliger und potenzieller Kunden aus ihren Systemen betroffen waren. Mit Unterstützung externer Fachleute für Cybersicherheit hat T-Mobile US die Sicherheitslücke für einen unbefugten Zugang zu ihren Systemen lokalisiert und geschlossen. Es wurden die Kunden ermittelt, deren Daten betroffen waren, und entsprechend der bestehenden bundesstaatlichen und nationalen Vorgaben über den Vorfall informiert. T-Mobile US hat eine Reihe weiterer Maßnahmen ergriffen, um ihre ständigen Anstrengungen und ihr Engagement für die Themen Datenschutz und -sicherheit zu bekräftigen. Die durchgeführten forensischen Ermittlungen sind mittlerweile abgeschlossen und T-Mobile US ist überzeugt, einen umfassenden Überblick über die gestohlenen Daten erlangt zu haben.

Investitionen in Netze

Netzausbau in Deutschland. Im dritten Quartal 2021 haben wir zusätzlich über 1.000 Standorte für 5G gerüstet. Damit ist unser 5G-Netz für 87,3 % der Haushalte in Deutschland verfügbar. In über 90 Städten ist 5G nun mit einer Frequenz von 3,6 Gigahertz verfügbar. Zudem haben wir im dritten Quartal 2021 eine LTE-Abdeckung von 98,9 % der deutschen Haushalte erreicht.

Zum Ende des dritten Quartals 2021 haben rund 2,9 Mio. Haushalte in Deutschland die Möglichkeit einer direkten Anbindung an unser Glasfasernetz (FTTH, FTTB). Im dritten Quartal 2021 haben wir 435 Neubaugebiete, darunter 44 Gewerbegebiete, mit Glasfaser erschlossen. Nachdem wir bereits im März und Juni 2021 unsere Ambition für den FTTH-Ausbau, u. a. in Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf und München verkündet hatten, gaben wir im September unsere Ziele für das Saarland bekannt. Dort sollen bis Ende 2028 über 120.000 Haushalte und Unternehmensstandorte mit direkten Glasfaser-Anschlüssen bis ins Haus versorgt werden.

Netzausbau in den USA. Zum Ende des dritten Quartals 2021 versorgte T‑Mobile US 190 Mio. Menschen in den USA mit "Ultra Capacity 5G" im 2,5 GHz-Band und Millimeterwellen-Bereich (mmWave). Gleichzeitig wird die Erweiterung des 5G-Netzes auf Basis des 600 MHz-Spektrums vorangetrieben, worüber bereits ca. 308 Mio. Menschen in den USA erreicht werden.

Netzausbau in Europa. Auch in unseren europäischen Landesgesellschaften haben wir den Netzausbau im dritten Quartal 2021 kontinuierlich vorangetrieben. In Griechenland ermöglichen wir z. B. mit dem landesweit größten Glasfasernetz 480.000 Haushalten und Unternehmen Zugang zu FTTH. In der Slowakei hat Slovak Telekom mit mehr als 800.000 Haushalten einen weiteren Meilenstein bei der Abdeckung ihres eigenen Glasfasernetzes erreicht. Zum Ende des dritten Quartals 2021 haben rund 6,7 Mio. Haushalte in unseren Landesgesellschaften die Möglichkeit, eine direkte Anbindung an unser schnelles Glasfasernetz mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/​s zu buchen. In Kroatien erreicht Hrvatski Telekom als führender Betreiber bei der Entwicklung von 5G-Netzen und -Diensten mit insgesamt 600 5G-Basisstationen bereits 2 Mio. Menschen mit seinem 5G-Netz und hat mit dem im August 2021 ersteigerten Spektrum die Voraussetzungen geschaffen, seine Führungsposition weiter auszubauen. In Polen ist im September 2021 die 3.000ste 5G-Basisstation von T‑Mobile Polska in Betrieb gegangen. Abgeschaltet hat T‑Mobile Polska Ende September 2021 Frequenzen im 3G-Netz, um die frei werdenden Frequenzen für die schnelleren und leistungsfähigeren Dienste LTE/​4G und 5G zu nutzen. Zum Ende des dritten Quartals 2021 versorgten wir in unseren europäischen Ländern 97,9 % der Bevölkerung mit LTE und erreichten damit insgesamt rund 109 Mio. Einwohner.

Unwetter und Hochwasser in Deutschland

Mitte Juli 2021 hat ein Unwettertief in Deutschland mit Starkregenereignissen zu Hochwasser- und Flutkatastrophen geführt. In einer Reihe von Städten und Gemeinden, vorwiegend in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, hat die Infrastruktur wie Straßen, Strom- und Telekommunikationsleitungen, Vermittlungsstellen oder Mobilfunk-Standorte erhebliche Beschädigungen erlitten. In den ersten Tagen und Wochen danach lag der Fokus der Aktivitäten auf der Wiedererrichtung des Mobilfunknetzes, um Menschen vor Ort und Katastrophen-Helfer*innen erreichbar zu machen sowie die Wiederaufbauphase im Festnetz zu überbrücken. Um die betroffenen Bewohner*innen schnell zu unterstützen, hat die Deutsche Telekom u. a. rund 5.000 Mobiltelefone einschließlich SIM-Karten, Powerbanks und Schnellstarter Pakete kostenlos zur Verfügung gestellt. Zudem arbeitet die Telekom daran, das Festnetz so schnell wie möglich wieder aufzubauen. Die mobile Versorgung war bereits Ende Juli in den betroffenen Gebieten wiederhergestellt. Seitdem werden die Kapazitäten kontinuierlich und bedarfsgerecht erweitert. Von den mehr als 102.000 von den Fluten beschädigten Festnetz-Anschlüssen sind mittlerweile mehr als 90 % wieder am Netz. Betroffene Kund*innen versorgen wir mit entsprechenden Interimsprodukten. Auch der Kundenservice ist vor Ort, um die Anwohner*innen bei allen Fragen der Wiederherstellung zu unterstützen. In den besonders stark betroffenen Regionen bauen wir die Telekommunikationsinfrastruktur in enger Abstimmung mit Kommunen und weiteren Versorgern neu auf. Dabei setzen wir auf ein FTTH-Netz, das rund 35.000 neue Glasfaser-Anschlüsse bis direkt in die Gebäude anbieten wird.

Kooperationen und Partnerschaften

T‑Systems und Google Cloud bauen souveräne Cloud für Deutschland. In der neu zu bauenden Cloud-Lösung können Kunden sensible Daten verarbeiten und gleichzeitig die Skalierbarkeit, Innovationskraft und Zuverlässigkeit von Public Cloud-Diensten nutzen. Die Kunden erhalten volle Kontrolle über ihre Daten und die genutzte Software. Vorgegebene strenge Compliance-Anforderungen, wie sie z. B. für öffentliche Einrichtungen bestehen, werden u. a. durch Verschlüsselung und Identitätsmanagement umgesetzt. Der Betrieb der Cloud und das Management der Services werden durch die T‑Systems umgesetzt. Das Angebot richtet sich zunächst an deutsche Kunden aus verschiedenen Branchen wie dem Gesundheitswesen, der Automobilindustrie, dem öffentlichen Nahverkehr und dem öffentlichen Sektor.

→ Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Telekom und Messe München realisieren Highspeed-Kommunikation für die IAA MOBILITY 2021. Die Deutsche Telekom und die Messe München haben zum Start der IAA die Kooperation im Bereich Mobilfunk und Festnetz ausgeweitet, um den Besucher*innen ein völlig neues Messeerlebnis zu ermöglichen. Da sich der Ausstellerbereich der IAA erstmals auf große Teile des Münchener Stadtgebiets erstreckte, wurden Glasfaser-Anschlüsse und 29 neue 5G-Standorte errichtet, die eine neue Mobilitätsplattform entstehen lassen. Bereits seit Jahren ist die Deutsche Telekom strategischer Netzwerk-Partner der Messe München im Bereich Mobilfunk und Festnetz.

→ Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

T‑Systems und Shell verständigen sich auf die Förderung von digitalen Innovationen zur Erreichung von Klimazielen. T‑Systems und Shell Gas & Power Developments haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um digitale Innovationen voranzutreiben, damit beide Unternehmen ihr Ziel von Netto-Null-Emissionen schneller erreichen. Die Absichtserklärung sieht u. a. vor, gemeinsam an Innovationen und Dienstleistungen zu arbeiten, um die digitale Transformation von Shell zu beschleunigen und die Zusammenarbeit im Hinblick auf Investitionen und Beteiligungen an Geschäftsmodellen, die auf eine Dekarbonisierung der Gesellschaft ausgerichtet sind, zu vertiefen. In diesem Zusammenhang wird Shell unsere Tochtergesellschaft T‑Mobile US mit erneuerbarer Energie beliefern und im Gegenzug wird T‑Systems in den nächsten drei Jahren mehr als 10.000 Elektrofahrzeug-Ladestationen in Deutschland für Shell installieren. Es wird darüber hinaus noch an weiteren Innovationen zur Entlastung des Klimas wie z. B. Hybrid- und Edge Computing, 5G-Konnektivität und Kühltechnologie für Rechenzentren gearbeitet.

→ Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Produkte, Tarife und Services

Telekom zeigt neue Lösungen für die smarte Mobilität in der Stadt. Auf dem ITS World Congress 2021 in Hamburg zeigten wir innovative Verkehrskonzepte für mehr Nachhaltigkeit und Sicherheit. Technologien wie z. B. 5G, Edge Computing, Sensorik, Cloud Computing und Künstliche Intelligenz ermöglichen eine unkompliziertere Parkplatzsuche sowie eine bessere Qualität und Zuverlässigkeit des öffentlichen Verkehrs. Radfahrer sollen durch eine Kollisionswarnung besser geschützt und Emissionen können durch die Vernetzung von Fahrzeugen im und zum Hamburger Hafen sowie einer anlassbezogenen Mauterhebung im Stadtgebiet verringert werden.

→ Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Digitale Bürger-Services in der Smart City App. Die App "Citykey" der Telekom Deutschland ist der neue digitale Begleiter für den Alltag in der Stadt. Mit der App können Bürger*innen Services aus den Bereichen digitale Verwaltung, Unterhaltung und Veranstaltungen oder Touristik in Anspruch nehmen. So lassen sich z. B. Termine oder Formulare der Stadt unkompliziert buchen und ausfüllen, Nachrichten und Informationen beziehen oder Mängel an Infrastruktur melden. Städte und Kommunen haben so die Möglichkeit, ihre Verwaltung schnell und kostengünstig zu digitalisieren und Bürger*innen aktiv in die Gestaltung mit einzubeziehen.

Digital X 2021. Am 7. und 8. September 2021 richteten wir in der Kölner Innenstadt die Weltausstellung der Digitalisierung, die Digital X 2021, aus. Auf fünf Bühnen und an mehr als 100 Kölner Standorten, zu denen u. a. Gaststätten, Bars, Hotels und Co-Working-Spaces gehörten, wurde mit einem vielfältigen Programm die Themen digitale Transformation und Nachhaltigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft bearbeitet. Ziel war es, in den Vorträgen und Workshops digitale Lösungen u. a. aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, 5G, IoT, Virtual Reality (VR)/​Augmented Reality (AR) oder Cloud-Services zu präsentieren und damit die Menschen für die Digitalisierung zu begeistern. Mehr als 300 Unternehmen präsentierten Lösungen für die digitale Transformation. Die Veranstaltung, zu der viele hochkarätige und internationale Redner*innen Beiträge leisteten, wurde von mehr als 20.000 Teilnehmer*innen besucht.

→ Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Deutsche Telekom baut 5G-Campus-Netz für industrienahe Entwicklungen in Berlin. Im Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science bauen wir ein 5G-Campus-Netzwerk zur Erforschung und Erprobung von Anwendungen für die autonome Produktionslogistik. Ziel ist es, Lösungen auf Basis von 5G und Edge Computing schnell in die produktionstechnische Praxis von Unternehmen zu überführen.

→ Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Telekom Shops starten mit neuem Geschäftskunden-Fachkonzept. In rund 190 Telekom Stores in Deutschland erhalten Selbstständige sowie kleine und mittelständische Unternehmen ab sofort das komplette Lösungs-Portfolio der Telekom. Neben klassischen Festnetz- und Mobilfunk-Angeboten gehören auch Homeoffice- und IT-Lösungen wie z. B. Hardware, Microsoft 365, Magenta Business POS, Cloud PBX und Security-Angebote dazu. Die dafür speziell qualifizierten Mitarbeiter*innen nehmen zudem auch Beratungstermine im regionalen Umfeld der Shops wahr, z. B. direkt beim Kunden vor Ort.

Auszeichnungen

Die folgende Grafik stellt die wesentlichen Auszeichnungen des dritten Quartals 2021 zusammen:

Konzern-Zwischenlagebericht

Konzernstruktur, -strategie und -steuerung

Hinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und -steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2020. Aus Sicht des Konzerns ergaben sich folgende Änderungen bzw. Ergänzungen:

Strategische Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der unternehmerischen Kontrolle an T‑Mobile US. Am 6. September 2021 hat die Deutsche Telekom, wie auf dem Kapitalmarkttag im Mai 2021 angekündigt, strategische Maßnahmen ergriffen, um ihre Beteiligung an T‑Mobile US zu erhöhen und damit langfristig die bestehende unternehmerische Kontrolle über das US-Unternehmen sowie die Vollkonsolidierung zu sichern. Die Deutsche Telekom bestätigt in diesem Zusammenhang den mittelfristigen Ausblick für den Konzern vom Kapitalmarkttag 2021 einschließlich des Ziels, das bereinigte Ergebnis je Aktie bis 2024 auf mehr als 1,75 € je Aktie zu steigern.

Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US durch Vereinbarung mit SoftBank als neuem Aktionär und strategischem Partner. Entsprechend der am 6. September 2021 zwischen der Deutschen Telekom und SoftBank abgeschlossenen Vereinbarung hat die Deutsche Telekom insgesamt rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien von SoftBank erworben. Dazu hat die Deutsche Telekom einen Teil ihrer im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Aktien der T‑Mobile US am 23. September 2021 ausgeübt. Im Gegenzug erhielt SoftBank 225 Mio. neue Aktien der Deutschen Telekom AG aus dem Genehmigten Kapital 2017. Der Umfang der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage betrug 576 Mio. €. Die Kapitalerhöhung der Deutschen Telekom AG wurde mit Eintragung ins Handelsregister am 28. September 2021 durchgeführt. Als Ergebnis dieser Transaktion wurde SoftBank mit rund 4,5 % der ausstehenden Aktien Aktionär der Deutschen Telekom AG. Für die Gesamtzahl von rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien, die im Rahmen dieses Aktientauschs erworben wurden, errechnet sich im Zusammenhang mit der Ausübung der bestehenden Aktienoptionen ein gewichteter Durchschnittspreis von rund 118 US‑$ je T‑Mobile US-Aktie. Für die 225 Mio. Telekom-Aktien, die SoftBank im Gegenzug erhalten hat, und die einem Veräußerungsverbot bis 2024 unterliegen, haben beide Unternehmen einen beizulegenden Wert von 20 € je Aktie vereinbart. Durch diese Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage steigt die Anzahl der ausstehenden Aktien der Deutschen Telekom AG von 4.761 Mio. Aktien auf 4.986 Mio. Aktien. Mit Abschluss der Transaktion hat die Deutsche Telekom ihren Anteil an T‑Mobile US um 3,6 Prozentpunkte auf 46,8 % erhöht. Der Anteil an T‑Mobile US-Aktien, über die die Deutsche Telekom aufgrund einer mit SoftBank im Rahmen des Erwerbs von Sprint abgeschlossenen Vereinbarung die Stimmrechte ausüben kann, beträgt zum 30. September 2021 52,0 %. Es ist beabsichtigt, den strategischen Partner SoftBank bei der Besetzung eines Aufsichtsratsmandats bei der Deutschen Telekom AG zu unterstützen.

Darüber hinaus erwägt die Deutsche Telekom einen Betrag von bis zu 2,4 Mrd. US‑$ aus der vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile Netherlands zu verwenden, um weitere Aktienoptionen auf rund 20 Mio. T‑Mobile US-Aktien auszuüben und den Anteil an T‑Mobile US um weitere rund 1,6 Prozentpunkte zu erhöhen. Nach Abschluss beider Transaktionen wird der Kapitalanteil an T‑Mobile US bei rund 48,4 % liegen. Deutsche Telekom und SoftBank haben außerdem eine Vereinbarung über eine neue strategische Partnerschaft getroffen, durch die die Deutsche Telekom zu einem wichtigen europäischen Partner im Ökosystem von SoftBank wird.

Vereinbarte Veräußerung der T‑Mobile Netherlands. Ebenfalls am 6. September 2021 haben die Deutsche Telekom und Tele2 mit WP/​AP Telecom Holdings IV - einem Konsortium aus Private Equity Fonds, die von Apax Partners und Warburg Pincus beraten werden - eine Vereinbarung zum Verkauf unserer Tochtergesellschaft T‑Mobile Netherlands unterzeichnet. Die Transaktion markiert den Abschluss der Überprüfung strategischer Optionen für T‑Mobile Netherlands, die während des Kapitalmarkttags 2021 angekündigt worden war. Der vorläufige Verkaufspreis basiert auf einem Unternehmenswert von 5,1 Mrd. €. Der Barmittelzufluss - bezogen auf unseren Anteilsbesitz von 75 % - wird voraussichtlich rund 3,8 Mrd. € betragen. Einen Teil des Barmittelzuflusses erwägt die Deutsche Telekom für die weitere Erhöhung des Anteils an T‑Mobile US zu verwenden. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt von behördlichen Genehmigungen und weiterer Vollzugsbedingungen. Die Vermögenswerte und Schulden der T‑Mobile Netherlands werden zum 30. September 2021 in unserer Konzern-Bilanz als "zur Veräußerung gehalten" ausgewiesen. Der Abschluss der Transaktion wird spätestens bis zum ersten Quartal 2022 erwartet.

Erwerb von Shentel. Am 28. Mai 2021 wurde zwischen T‑Mobile US und Shenandoah Personal Communications Company (Shentel) - einem Anbieter von Mobilfunk-Netzprodukten in bestimmten Regionen einiger US-Bundesstaaten - ein Kaufvertrag über den Erwerb von Vermögenswerten und Schulden im direkten Zusammenhang mit dem Mobilfunk-Geschäftsbetrieb von Shentel unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 1. Juli 2021 vollzogen. Zuvor wurden notwendige Genehmigungen der Regulierungsbehörden eingeholt sowie weitere Vollzugsbedingungen erfüllt. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 1,9 Mrd. US‑$ (1,6 Mrd. €).

Veräußerung der Telekom Romania Communications. Am 6. November 2020 hat OTE mit Orange Romania eine Vereinbarung über die Veräußerung ihres 54-prozentigen Anteils an der Telekom Romania Communications (TKR), die das rumänische Festnetz-Geschäft betreibt, an Orange Romania geschlossen. Die Transaktion wurde am 30. September 2021 nach Genehmigung durch die zuständigen Behörden vollzogen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 296 Mio. €. Das aus dem Verkauf resultierende Entkonsolidierungsergebnis ist aus Konzernsicht unwesentlich. Die von der TKR gehaltenen 30 % der Anteile an der Telekom Romania Mobile Communications wurden vereinbarungsgemäß am 9. September 2021 von der OTE für einen Kaufpreis von 59 Mio. € erworben.

Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und Errichtung eines Infrastrukturfonds. Am 21. Januar 2021 haben u. a. die Deutsche Telekom, Cellnex Telecom (Cellnex) und die neu gegründete, unabhängig gemanagte Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II (DIV) eine Vereinbarung unterzeichnet, die jeweiligen niederländischen passiven Mobilfunk-Infrastruktur-Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom und der Cellnex, in der Cellnex Netherlands (Cellnex NL) zusammenzuführen. Im Rahmen der Vereinbarung wurde - nach Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörde - die niederländische Funkturmgesellschaft T‑Mobile Infra am 1. Juni 2021 an die DIV veräußert und nachfolgend in die Cellnex NL eingebracht. Der von der Deutschen Telekom erhaltene Barmittelzufluss beträgt 0,4 Mrd. €. Der Veräußerungsgewinn beträgt 0,3 Mrd. € und ist wie folgt aufzuteilen: 0,2 Mrd. € waren zum 30. Juni 2021 in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten und 0,1 Mrd. € werden anteilig durch die nachfolgend genannte Sale-and-Leaseback-Transaktion in späteren Perioden erfasst. Unmittelbar vor dem Verkauf hat T‑Mobile Infra der Deutschen Telekom AG zusätzlich eine Dividende in Höhe von 0,3 Mrd. € ausgeschüttet. Zum 30. September 2021 hält die Deutsche Telekom 37,65 % der Anteile an der neuen Cellnex NL mittelbar über die Beteiligung an der DIV und bezieht die Beteiligung mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. € nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss ein. T‑Mobile Netherlands hat weiterhin vollständigen Zugang zur eingebrachten passiven Mobilfunk-Infrastruktur durch eine langfristige Vereinbarung zu marktüblichen Konditionen, im Wesentlichen über die Anmietung entsprechender Infrastruktur. Die in der Vereinbarung enthaltene Leasing-Komponente erfüllt die Voraussetzungen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion. In diesem Zusammenhang wurden zum 1. Juni 2021 Nutzungsrechte in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mrd. € erfasst.

Verlagerung des Wachstumsfelds Internet der Dinge (IoT). Die Deutsche Telekom hat die Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT GmbH zum 1. Januar 2021 vom operativen Segment Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des operativen Segments Deutschland verlagert. Die Konzerntochter verantwortet das IoT-Geschäft der Deutschen Telekom. Durch die Verlagerung sind wir in der Lage, den IoT-Markt schneller zu bedienen und somit die Position der Deutschen Telekom in diesem Wachstumsmarkt zu stärken. In den beiden betroffenen Segmenten wurden die Vorjahreswerte der operativen Entwicklung, der Kunden- und Mitarbeiterentwicklung sowie der Auftragseingang rückwirkend angepasst.

Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts. Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom ihr österreichisches Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in die Einheit GD Towers des operativen Segments Group Development verlagert, um Effizienzen im Management des Funkturmgeschäfts zu heben. Darüber hinaus wird GD Towers den Ausbau des Drittgeschäfts, die Steigerung der Profitabilität sowie die Erschließung von Wachstumsfeldern vorantreiben. In den beiden betroffenen Segmenten wurden die Vorjahreswerte nicht angepasst.

Reorganisation der DT IT. Zum 1. Januar 2021 wurden die Deutsche Telekom IT (DT IT) Russland, DT IT Slowakei und DT IT Ungarn vom operativen Segment Deutschland in das Segment Group Headquarters & Group Services verlagert. In den beiden betroffenen Segmenten wurden die Vorjahreswerte nicht angepasst.

Verantwortung leben. Wir richten Kernunternehmensprozesse zur Wahrnehmung unserer gesellschaftlichen Verantwortung konsequent nachhaltig aus. Mit unserem neuen Konzernprogramm "#GreenMagenta" wollen wir effektiv zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen und erweitern damit unsere bisherige Klimastrategie. Die Klimaneutralität für eigene Emissionen soll bis spätestens 2025 erreicht werden. Auch die Emissionen aus der Produktion bis hin zum Betrieb beim Kunden sollen bereits 2040 - zehn Jahre früher als bisher geplant - komplett klimaneutral sein.

Kapitalmarkttag 2021. Im Mai 2021 haben wir bei unserem Kapitalmarkttag unsere mittelfristige Strategie und den finanziellen Ausblick vorgestellt. Basis für die zukünftige Dividendenentwicklung bleibt das bereinigte Ergebnis je Aktie. Dieser Wert soll von 1,20 € im Jahr 2020 bis 2024 auf mehr als 1,75 € steigen. Vorbehaltlich der erforderlichen Gremienbeschlüsse sollen 40 bis 60 % des bereinigten Ergebnisses je Aktie ausgeschüttet werden. Seit November 2019 gilt als Mindestdividende 0,60 € je Aktie. Außerdem beabsichtigen wir, in den kommenden Jahren Aktienkäufe von Anteilen an der T‑Mobile US zu tätigen, um mittelfristig die Aktienmehrheit (> 50 %) an der US-Tochter zu sichern. Dies führt zu einer um ein Jahr späteren Erreichung des angestrebten Zielkorridors der relativen Verschuldung von 2,25x bis 2,75x im Jahr 2024.

Rating-Ausblick für die Deutsche Telekom AG angehoben. Im Juni 2021 hat die Rating-Agentur Moody's den Rating-Ausblick der Deutschen Telekom AG von "Baa1/​negativ" auf "Baa1/​stabil" angehoben.

Wirtschaftliches Umfeld

Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2020 dargestellten Situation des wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den ersten neun Monaten 2021, den Ausblick, die zurzeit wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sowie auf das regulatorische Umfeld eingegangen. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick erfolgt unter dem Vorbehalt, dass die Quantifizierung der Auswirkungen der Corona-Krise stark von dem weiteren Verlauf der Coronavirus-Pandemie abhängt.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen hat sich die Weltkonjunktur merklich erholt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner im Oktober 2021 aktualisierten Prognose mit einem Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 von 5,9 % und erwartet für das Jahr 2022 ein Wachstum von 4,9 %.

Für die deutsche Wirtschaft rechnet der IWF mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,1 % im laufenden Jahr. Das Geschäftsklima im Informations- und Kommunikationstechnologiesektor ist weiterhin gut: Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der Geschäftslage und ‑erwartungen berechnet, ist im dritten Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal zwar leicht zurückgegangen, bewegt sich aber weiterhin auf hohem Niveau - auch im Vergleich zur Gesamtwirtschaft.

Auch die Volkswirtschaften unserer Kernmärkte in Nordamerika und Europa werden in diesem Jahr wachsen: Der IWF rechnet im laufenden Jahr mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung um 6,0 % in den USA und um 5,0 % in der Eurozone. Die Verteuerung von Vorprodukten hat allerdings dazu geführt, dass die Inflationsraten diesseits und jenseits des Atlantiks deutlich angezogen haben.

Ausblick

In den USA hat die Wirtschaft im zweiten Quartal 2021 bereits wieder das Niveau vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie erreicht. Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte dürfte sich das Wirtschaftswachstum aufgrund von Arbeitskräftemangel und Lieferengpässen etwas abschwächen. Im Euroraum zeichnet sich eine fortgesetzte Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2021 ab, wobei Lieferengpässe die Industriekonjunktur dämpfen. Zum Jahresende dürfte die Wirtschaftsleistung im Euroraum wieder das Vorkrisenniveau erreichen.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Neben den Unwägbarkeiten bezüglich des weiteren Pandemieverlaufs besteht das Risiko, dass fortdauernde Lieferengpässe, Arbeitskräftemangel und steigende Energiepreise die konjunkturelle Erholung dämpfen. Auch könnte sich die derzeitige Inflationsbeschleunigung nicht nur als vorübergehendes Phänomen erweisen, sondern verstetigen. Weitere Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung ergeben sich aus den weiterhin schwelenden Handelskonflikten zwischen den USA und China sowie sonstigen geopolitischen Risiken.

Regulierung

Commitment-Verträge sind in Kraft getreten. Im vierten Quartal 2020 wurden die Vereinbarungen mit Telefónica und Vodafone über die langjährige Zusammenarbeit im Festnetz verlängert. Hierbei wurden die bisherigen Kontingentverträge durch neue Commitment-Verträge ersetzt. Im ersten Quartal 2021 konnten entsprechende langfristige Vereinbarungen auch mit 1&1 und NetCologne getroffen werden. Diese umfassen sowohl die bestehenden Breitbandnetze als auch die in den kommenden Jahren von der Deutschen Telekom kontinuierlich auszubauenden FTTH-Glasfasernetze. Nachdem die Bundesnetzagentur (BNetzA) keine regulatorischen Einwände gegen die Vereinbarungen vorgetragen hat, sind sie zum 1. April 2021 in Kraft getreten. Dadurch sind die Voraussetzungen für die Zusammenarbeit im Festnetz für die nächsten 10 Jahre geschaffen.

Festlegung von Terminierungsentgelten ab 1. Juli 2021 durch die Europäische Kommission. Die Europäische Kommission hat am 22. April 2021 einen Rechtsakt veröffentlicht, mit dem jeweils eine einheitliche Preisobergrenze für Mobilfunk- (MTR) und Festnetz-Terminierung (FTR) für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union festgelegt werden. Demnach werden die Mobilfunk-Terminierungsentgelte in mehreren Schritten auf ein einheitliches Niveau von 0,2 Eurocent/​Min. im Jahr 2024 abgesenkt werden. Für Festnetz-Terminierungsentgelte wird bereits zum 1. Januar 2022 ein einheitliches Niveau von 0,07 Eurocent/​Min. gesetzt; zum 1. Juli 2021 gelten bereits neue, aber noch je nach Mitgliedsland variierende Preisobergrenzen.

Umsetzung des "Europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation" (EKEK) in nationales Recht. In Deutschland wird das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz zum 1. Dezember 2021 in Kraft treten. Die Novellierung des deutschen Telekommunikationsgesetzes (TKG) ist erforderlich, um europäische Vorgaben aus dem EKEK in nationales Recht umzusetzen. Die wichtigsten Änderungen betreffen Verbraucherschutzregelungen, die Regulierung von sog. "Netzen mit hoher Kapazität", worunter auch FTTH fällt, die Frequenzregulierung, Regelungen zum Universaldienst sowie den Wegfall der Möglichkeit zur Abrechnung von Kabelfernsehanschlüssen über die Nebenkosten der Miete. So wurden zugunsten der Verbraucher Regelungen zu den Vertragslaufzeiten und Vertragsverlängerungen angepasst. Hierdurch sind Verträge nun nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit monatlich kündbar. Weitere Änderungen betreffen die bereits bestehenden Rechte der Endkunden zur Minderung bei Schlechtleistung, die nun noch einmal im TKG aufgenommen wurden. Für die Entstörung gibt es strengere Fristen als bisher. Im Bereich der Wholesale-Regulierung marktmächtiger Unternehmen sieht das TKG Regulierungserleichterungen für den Ausbau von FTTH-Netzen vor. Der bisherige Universaldienst wird nun in Form eines Versorgungsanspruchs sichergestellt.

Mindestanforderungen müssen hierzu noch in einer Rechtsverordnung festgelegt werden. Eine wichtige Änderung besteht im Wegfall des sog. "Nebenkostenprivilegs" zum 30. Juni 2024. Nach diesem Datum dürfen Vermieter die Kosten für Kabel-TV und Internet-Dienste nicht mehr als Betriebskosten in Rechnung stellen. Die Finanzierung des Ausbaus mit Glasfaser erfolgt über neue Finanzierungsinstrumente wie ein Glasfaser-Bereitstellungsentgelt für die Mieter in Höhe von max. 60 Euro pro Jahr für 5 bzw. 9 Jahre, eine Umlage auf die Kaltmiete oder die bereits bestehenden Regelungen zu Netznutzungsentgelten. Auch für Netzbetreiber sinken damit die Kosten für Nutzung von Inhausnetzen. In Griechenland und in Ungarn ist der EKEK bereits in nationales Recht umgesetzt worden; in den Niederlanden und der Tschechischen Republik ist der Gesetzgebungsprozess im Gange.

BNetzA legt Entscheidungsentwurf für die FTTH-Netze Regulierungsentscheidung vor. Am 11. Oktober 2021 hat die BNetzA ihren Entscheidungsentwurf zur zukünftigen Regulierung des Zugangs zum Kupfer- und Glasfasernetz der Deutschen Telekom vorgelegt. Der Entwurf sieht für FTTH-Netze Regulierungserleichterungen vor: Es soll künftig weder eine ex-ante- noch eine Zugangsregulierung geben. Stattdessen wird das auch im neuen TKG verankerte Prinzip der "Gleichwertigkeit des Zugangs" (Equivalence of Input, EoI) umgesetzt. Das Konzept sieht vor, dass Vorleistungsnachfrager auf dieselben sachlichen und personellen Ressourcen zugreifen können wie der Vertrieb der Deutschen Telekom. Auch bei der Regulierung von Layer2 (VDSL) beabsichtigt die BNetzA, künftig von der herkömmlichen ex-ante-Regulierung abzusehen und die Entgelte einer Anzeigepflicht zu unterwerfen. Der Entscheidungsentwurf sieht weiterhin vor, dass die Deutsche Telekom Zugang zu Leerrohren und zu Systemen der Betriebsunterstützung gewähren muss. Die Frist für Stellungnahmen zum Entscheidungsentwurf endet am 15. November 2021; die Notifizierung des Entwurfs bei der EU-Kommission soll im Januar 2022 erfolgen.

Deutsches Gericht hebt die fusionskontrollrechtliche Freigabe des Gemeinschaftsunternehmens Glasfaser Nordwest auf. Die Deutsche Telekom und EWE haben 2020 das Gemeinschaftsunternehmen "Glasfaser Nordwest" gegründet. Ziel des Joint Ventures ist es, bis zu 1,5 Mio. Haushalte und Unternehmensstandorte mit schnellem Internet zu versorgen. Falls die Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf vom 22. September 2021 rechtskräftig wird, muss das Bundeskartellamt erneut über die Freigabe und etwaige Auflagen entscheiden. Bis dahin kann das Gemeinschaftsunternehmen den FTTH-Ausbau fortsetzen. Gegen die Nichtzulassung einer Revision gegen die Entscheidung des OLG Düsseldorf hat die Deutsche Telekom Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt.

BNetzA-Sicherheitskatalog stuft Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze erstmals als Unternehmen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial ein. Die BNetzA hat am 25. August 2021 besondere Sicherheitsanforderungen für Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze festgelegt. Für kritische Komponenten gelten nach dem IT-Sicherheitsgesetz 2.0 besondere gesetzliche Anforderungen wie z. B. eine Zertifizierungspflicht.

Weitere Informationen zum TKG-Sicherheitskatalog der BNetzA finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancensituation - Risiken aus strategischer Transformation und Integration".

Frequenzvergabe

In den USA endete am 17. Februar 2021 die Assignment-Phase der C-Band-Auktion (3,7-4,2 GHz). Die FCC gab am 24. Februar 2021 die Anzahl der ersteigerten Lizenzen der mitbietenden Unternehmen bekannt. Verizon gab ca. 45 Mrd. US‑$ für 3.511 Lizenzen aus, AT&T über 23 Mrd. US‑$ für 1.621 Lizenzen und T‑Mobile US 9,3 Mrd. US‑$ für 142 Lizenzen. Insgesamt wurden in der C-Band-Auktion 280 MHz versteigert. Die Lizenzerwerber sind verpflichtet, über die kommenden drei Jahre sog. "Relocation Payments" für die Umsiedlung der bisherigen Lizenzinhaber zu tätigen. Diese werden sich für T‑Mobile US voraussichtlich auf 1,2 Mrd. US‑$ belaufen. In den USA begann am 5. Oktober 2021 die 3,45 GHz-Auktion. In dieser Auktion werden insgesamt 100 MHz an Frequenzen in dem Bereich zwischen 3.450 bis 3.550 MHz vergeben. In Ungarn wurde die Neuvergabe des 900 und 1.800 MHz-Spektrums, für das die Lizenzen 2022 auslaufen, am 28. Januar 2021 durchgeführt und abgeschlossen. Magyar Telekom erwarb 2x 8 bzw. 2x 20 MHz zu einem Gesamtpreis von umgerechnet 123 Mio. €. In Kroatien hat Hrvatski Telekom bei der Frequenzvergabe der Bereiche 700, 3.400 bis 3.800 sowie 26.000 MHz am 12. August 2021 Spektrum für insgesamt 17,4 Mio. € erworben.

Nach wie vor gibt es keine Neuigkeiten zu dem in Polen verschobenen Starttermin für die 3.400 bis 3.800 MHz-Vergabe. Das Verfahren wird durch offene Gesetzgebungsverfahren aufgehalten. Es besteht die Erwartung, dass weiter vier 80 MHz-Lizenzen zu vergeben sind. Weitere Auktionsdetails sind noch offen. Rumänien plant eine große Frequenzauktion für die Bereiche 800, 2.600 und 3.400 bis 3.800 MHz. Deren Durchführung wird für Winter/​Frühjahr 2021/​22 erwartet. Die Vergabe des 5G-Spek-trums in den Bändern 700 MHz und 1.500 MHz wurde davon abgetrennt und soll voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2022 folgen. Die Verlängerung des 2.100 MHz-Spektrums bis 2030 ist entschieden; die Abwicklung erfolgt bis Ende 2021. Die slowakische Regulierungsbehörde bereitet die Allokation des 3.400 bis 3.800 MHz-Bereichs vor, welcher jedoch erst 2024 für den breitbandigen Mobilfunk verfügbar wird. Eine Konsultation dazu wurde gestartet. Zwischenzeitlich wurde für die Vergabeprozedur die Ergänzung um den bisher ungenutzten 2.600 MHz-TDD-Bereich (50 MHz) in die Planungen aufgenommen. Es erfolgte eine Verschiebung der Auktion in das nächste Jahr.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wesentlichen laufenden und geplanten Frequenzvergaben wie Auktionen sowie Lizenzverlängerungen. Daneben gibt es in verschiedenen Ländern Hinweise auf in Kürze erwartete Frequenzvergaben.

Wesentliche Frequenzvergaben

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Erwarteter Vergabestart Erwartetes Vergabeende Frequenzbereiche (MHz) Vergabeverfahren Aktuelle Hinweise
Kroatien beendet 700 /​ 3.400-3.800 /​ 26.000 Auktion (Sequential SMRA a) Beendet am 12.08.2021. Gesamtinvestition von 17,4 Mio. €. Erwartung einer weiteren Vergabe in 2022.
Polen Q1 2022 Q2 2022 3.400-3.800 Auktion (SMRA a), 4 Blöcke à 80 MHz, Cap bei 80 MHz Neustart verzögert sich weiter durch politische Diskussionen um nationale Sicherheits-Richtlinien (Cyber Security Act).
Polen Q3 2022 Q4 2022 700 /​ 2.100 /​ 26.000 Auktion, Details noch offen Planungen für alle Bereiche noch unsicher wg. Diskussionen um Vergabemodelle, Stillstand bei 700 MHz-Grenzkoordinierungsgesprächen mit Russland.
Rumänien Q4 2021 Q1 2022 800 /​ 2.100 /​ 2.600 /​ 3.400-3.800 Auktion (Tender-Vergabe), Caps bei 2x20 MHz <1GHz bzw. 120 MHz im Bereich 3,4-3,8 GHz Verfahren geplant bis Q1 2022. Verlängerung von 2.100 MHz bis 2030 entschieden, in Kraft Ende 2021.
Rumänien H2 2022 H2 2022 700 /​ 1.500 Auktion, Details noch offen
Slowakei Q2 2022 H2 2022 3.400-3.800 /​ 2.600 (TDD) Auktion (SMRA a), Nutzungsbedingungen noch offen, Cap bei 100 MHz Zweite Konsultation im Q4 2021 zur Finalisierung der Regeln. Deutliche Reduktion der Startpreise erwartet. Auktionsstart erwartet für April 2022.
Tschechische Republik Q3 2023 Q1 2024 900 /​ 1.800 /​ 2.100 Verlängerung erwartet 900 /​ 1.800 MHz-GSM-Lizenz und 2.100 MHz-UMTS-Lizenz von TMCZ enden in 2024.
USA gestartet Q4 2021/​ Q1 2022 3.450-3.550 Auktion (Ascending Clock Auction b) Start: 05.10.2021
USA H1 2022 H1 2022 2.500-2.700 Auktion, Details noch offen Andauernde Konsultation

a Simultaneous Multi Round Auction (SMRA): simultane elektronische Mehrrundenauktion mit aufsteigenden, parallelen Geboten für alle beteiligten Frequenzbänder.
b Ascending Clock Auction: elektronische Mehrrundenauktion mit einer Clock-Phase zur Klärung der in verschiedenen Gebieten nachgefragten Frequenzmengen und einer Zuteilungsphase zur Bestimmung der Verteilung der frequenzspezifischen Zuteilungsbereiche auf die Bieter.

Geschäftsentwicklung des Konzerns

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Neben der Übernahme der zu diesem Zeitpunkt neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden führte dies auch zum Einbezug sämtlicher ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschafteter Erträge und Aufwendungen in die KonzernGewinn- und Verlustrechnung der Deutschen Telekom. Das hat in den ersten drei Quartalen 2021 weiterhin Einfluss auf die Vergleichbarkeit der Darstellung der Ertrags- und Finanzlage der Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten.

→ Weitere Informationen zu dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Die Deutsche Telekom hat die Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT GmbH zum 1. Januar 2021 vom operativen Segment Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des operativen Segments Deutschland verlagert. Die Konzerntochter verantwortet das IoT-Geschäft der Deutschen Telekom. In den beiden betroffenen Segmenten wurden die Vorjahreswerte der operativen Entwicklung, der Kunden- und Mitarbeiterentwicklung sowie der Auftragseingang rückwirkend angepasst. Auf der Ebene des Gesamtkonzerns ergaben sich keine Anpassungen.

→ Weitere Informationen zu der Verlagerung des IoT-Geschäfts finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung".

Unsere Geschäftstätigkeit war in verschiedenen Geschäftsfeldern bei Umsatz und Ergebnis von der Coronavirus-Pandemie betroffen. So bedeuten temporäre Reisebeschränkungen geringere Roaming- und Visitoren-Umsätze. Des Weiteren ergaben sich Belastungen im Endgerätegeschäft. Zudem ist die Corona-Krise auch in unserem Großkundengeschäft spürbar. Auf der anderen Seite verzeichneten wir eine verstärkte Nachfrage bei Sprachverbindungen im Mobilfunk wie im Festnetz.

Ertragslage des Konzerns

Umsatz

In den ersten drei Quartalen 2021 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 79,9 Mrd. €, der mit einem Anstieg von 6,5 Mrd. € um 8,8 % über dem Niveau des Vergleichszeitraums lag. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme eines vergleichbaren Konsolidierungskreises in der Vorjahresperiode und ohne Berücksichtigung von Währungskurseffekten, entwickelte sich der Umsatz mit einem Anstieg von 4,0 Mrd. € bzw. 5,3 % positiv. In der organischen Betrachtung wurde der Konzernumsatz in der Vergleichsperiode aufgrund von Konsolidierungskreiseffekten - im Wesentlichen aus dem Erwerb von Sprint, der Veräußerung der Prepaid-Sparte von Sprint an DISH sowie dem Erwerb von Shentel im operativen Segment USA - um im Saldo 5,6 Mrd. € erhöht und es wurden negative Währungskurseffekte von im Saldo 3,0 Mrd. € berücksichtigt.

Zur positiven Umsatzentwicklung trug insbesondere unser operatives Segment USA mit einem Anstieg von 13,4 % bei. Organisch betrachtet, d. h. vor allem neutralisiert um den Erwerb von Sprint sowie unter der Annahme konstanter Währungskurse, lag der Umsatz um 7,1 % über Vorjahresniveau, was sowohl auf gestiegene Service- als auch auf gestiegene Endgeräteumsätze zurückzuführen ist. In unserem Heimatmarkt Deutschland lagen die Umsätze mit einem Anstieg von 1,8 % über dem Niveau des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen getrieben durch den Umsatzanstieg bei Breitband und bei den Endgeräteverkäufen sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk. Unser operatives Segment Europa erzielte in den ersten drei Quartalen 2021 einen Umsatzanstieg von 1,3 %. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse, erhöhte sich der Umsatz um 1,9 %. Die organischen Zuwächse sind hauptsächlich auf die gute Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen. Maßgeblich hierfür waren v. a. die gestiegenen höhermargigen Service-Umsätze sowie leicht gestiegene Roaming- und Visitoren-Umsätze und höhere Umsätze aus Endgeräteverkäufen. Eine stabile Umsatzentwicklung verzeichnete hingegen das Festnetz-Geschäft. Der Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag um 2,9 % unter Vorjahresniveau. Der Rückgang ist im Wesentlichen getrieben durch das erwartungsgemäß rückläufige klassische IT-Infrastrukturgeschäft, zum Teil bedingt durch bewusste unternehmerische Entscheidungen wie den Abbau von End-User-Services. Dagegen wuchsen unsere Wachstumsfelder deutlich, insbesondere Public Cloud, Digital Solutions und Road Charging. Der Umsatz unseres operativen Segments Group Development stieg um 9,7 %. Organisch betrachtet, d. h. neutralisiert um die Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts, die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts sowie den Erwerb des niederländischen MVNO und SIM-Anbieters Simpel, stieg der Umsatz um 4,3 %. Der Umsatzanstieg resultierte aus dem operativen und strukturellen Wachstum unserer beiden Geschäftseinheiten T‑Mobile Netherlands und GD Towers mit der DFMG sowie dem österreichischen Funkturmgeschäft.

Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung unserer Segmente finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente".

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz

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in Mio. € Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in% Q1-Q3 2021
Konzernumsatz 26.390 26.593 26.877 26.393 1,8 79.860
Deutschland 5.942 5.903 5.990 5.842 2,5 17.835
USA 16.483 16.643 16.807 16.569 1,4 49.933
Europa 2.729 2.823 2.905 2.880 0,9 8.456
Systemgeschäft 1.015 1.006 971 955 1,7 2.992
Group Development 782 780 787 719 9,5 2.349
Group Headquarters & Group Services 625 671 617 625 (1,3) 1.913
Intersegmentumsatz (1.186) (1.232) (1.200) (1.197) (0,3) (3.619)
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in Mio. € Q1-Q3 2020 Veränderung in% Gesamtjahr 2020
Konzernumsatz 73.377 8,8 100.999
Deutschland 17.525 1,8 23.790
USA 44.024 13,4 61.208
Europa 8.344 1,3 11.335
Systemgeschäft 3.082 (2,9) 4.159
Group Development 2.142 9,7 2.883
Group Headquarters & Group Services 1.910 0,2 2.556
Intersegmentumsatz (3.651) 0,9 (4.932)

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz¹

Regionale Umsatzverteilung

1 Weitere Informationen zum Außenumsatz finden Sie im Abschnitt "Segmentberichterstattung" im Konzern-Zwischenabschluss.

Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 62,4 % mit Abstand den größten Beitrag zum Konzernumsatz und lag damit aufgrund des Erwerbs von Sprint um 2,4 Prozentpunkte über dem Niveau der Vergleichsperiode. Auch die Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz erhöhte sich in diesem Zusammenhang deutlich von 75,3 % auf 76,8 %.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

In den ersten drei Quartalen 2021 erzielten wir ein gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,3 Mrd. € bzw. 8,7 % höheres bereinigtes EBITDA AL in Höhe von 28,3 Mrd. €. Organisch betrachtet erhöhte sich das bereinigte EBITDA AL um 0,8 Mrd. € bzw. 3,0 %. In der organischen Betrachtung wurde das bereinigte EBITDA AL in der Vergleichsperiode aufgrund von Konsolidierungskreiseffekten - im Wesentlichen aus dem Erwerb von Sprint sowie der Veräußerung der Prepaid-Sparte von Sprint an DISH im operativen Segment USA - um 2,5 Mrd. € erhöht und es wurden negative Währungskurseffekte von im Saldo 1,1 Mrd. € berücksichtigt.

Alle operativen Segmente leisteten einen positiven Beitrag zu dieser Entwicklung. Das bereinigte EBITDA AL unseres operativen Segments USA entwickelte sich deutlich positiv, was u. a. auf den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint zurückzuführen ist. Organisch betrachtet, d. h. vor allem neutralisiert um den Erwerb von Sprint sowie unter der Annahme konstanter Währungskurse, lag das bereinigte EBITDA AL um 1,9 % über Vorjahresniveau. Das bereinigte EBITDA AL stieg im Wesentlichen aufgrund des zuvor erläuterten Anstiegs der Service- und Endgeräteumsätze. Dem standen negative Auswirkungen aus dem begonnenen Rückzug aus dem Endgeräte-Mietmodell in den USA sowie höhere operative Aufwendungen - überwiegend im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sprint - gegenüber. Unser operatives Segment Deutschland trug dank werthaltigem Umsatzwachstum und einer verbesserten Kosteneffizienz mit einem um 3,7 % höheren bereinigten EBITDA AL zum Anstieg bei. Um 3,1 % erhöhte sich das bereinigte EBITDA AL in unserem operativen Segment Europa. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse sowie um die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts zum operativen Segment Group Development neutralisiert, stieg das bereinigte EBITDA AL um 5,0 %. Dazu trugen neben den positiven Effekten aus dem Umsatz auch Einsparungen bei den indirekten Kosten bei. In unserem operativen Segment Systemgeschäft entwickelte sich das bereinigte EBITDA AL mit 3,9 % positiv. Effizienzeffekte aus unserem Transformationsprogramm sowie Effekte durch Umsatzsteigerung in unseren Wachstumsfeldern überstiegen den Ergebnisrückgang im klassischen IT-Infrastrukturgeschäft. Das bereinigte EBITDA AL in unserem operativen Segment Group Development erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 16,6 %; organisch betrachtet um 10,6 %. Der Anstieg resultierte aus der positiven Umsatzentwicklung bei T‑Mobile Netherlands, aus dem Erwerb von Simpel sowie dem effizienten Kosten-Management der T‑Mobile Netherlands. Das GD Towers Geschäft entwickelte sich aufgrund steigender Mengen konstant positiv und wurde durch die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts weiter verstärkt.

Beitrag der Segmente zum bereinigten Konzern-EBITDA AL

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in Mio. € Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in% Q1-Q3 2021
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) im Konzern 9.245 9.418 9.661 9.692 (0,3) 28.323
Deutschland 2.305 2.354 2.456 2.364 3,9 7.115
USA 5.706 5.737 5.771 5.994 (3,7) 17.215
Europa 946 994 1.105 1.064 3,9 3.046
Systemgeschäft 62 72 80 77 3,9 215
Group Development 316 318 340 284 19,7 975
Group Headquarters & Group Services (84) (21) (86) (90) 4,4 (191)
Überleitung (7) (37) (5) 0 n.a. (50)
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in Mio. € Q1-Q3 2020 Veränderung in% Gesamtjahr 2020
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) im Konzern 26.065 8,7 35.017
Deutschland 6.864 3,7 9.188
USA 15.458 11,4 20.997
Europa 2.953 3,1 3.910
Systemgeschäft 207 3,9 279
Group Development 836 16,6 1.101
Group Headquarters & Group Services (220) 13,2 (429)
Überleitung (32) (56,2) (28)

Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,7 Mrd. € bzw. 11,3 % auf 26,3 Mrd. €. Dabei veränderten sich die EBITDA AL-wirksamen Sondereinflüsse von minus 2,4 Mrd. € auf minus 2,0 Mrd. €. Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalrestrukturierungen lagen bei 0,4 Mrd. € und damit um 0,5 Mrd. € unter dem Vergleichsniveau von 0,9 Mrd. €. Ein Teil des Rückgangs war auf die Auflösung einer in den Jahren 2010 und 2011 seitens OTE gebildeten sonstigen Personalrückstellung im Zusammenhang mit einer zusätzlichen Zahlung an den griechischen Sozialversicherungsfonds IKA-ETAM, aufgrund eines diesbezüglich im September 2021 abgeschlossenen Verfahrens zurückzuführen. Im Bereich der Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen waren Aufwendungen im Saldo in Höhe von 1,5 Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Davon standen 0,9 Mrd. € im Wesentlichen im Zusammenhang mit entstandenen Akquisitions- und Integrationsaufwendungen sowie mit Restrukturierungskosten zur Realisierung von Kosteneffizienzen aus dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint. Weitere 0,6 Mrd. € standen im Zusammenhang mit einer Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte in den USA. In der Vergleichsperiode waren im Bereich der Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen Aufwendungen im Saldo in Höhe von 1,1 Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Diese standen ebenfalls im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint. Daneben entlasteten im operativen Segment Group Development positive Sondereinflüsse das EBITDA AL im Saldo in Höhe von 0,2 Mrd. €. Diese standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem aus der Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts entstandenen Entkonsolidierungsertrag. Bei den sonstigen EBITDA AL-wirksamen Sondereinflüssen waren im Vorjahr 0,5 Mrd. € im Wesentlichen als Aufwendungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie im operativen Segment USA erfasst.

→ Weitere Informationen zur Entwicklung des (bereinigten) EBITDA AL unserer Segmente finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente".

Eine Überleitung der Definition des EBITDA auf die "after leases"-Betrachtung (EBITDA AL) kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:

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in Mio. € Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in% Q1-Q3 2021
EBITDA 10.361 10.469 10.468 10.615 (1,4) 31.298
Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte a (1.284) (1.399) (1.470) (1.264) (16,3) (4.154)
Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing- Verbindlichkeiten a (279) (277) (274) (219) (25,1) (830)
EBITDA AL 8.798 8.793 8.723 9.133 (4,5) 26.313
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (447) (625) (938) (560) (67,5) (2.010)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 9.245 9.418 9.661 9.692 (0,3) 28.323
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in Mio. € Q1-Q3 2020 Veränderung in% Gesamtjahr 2020
EBITDA 27.581 13,5 38.633
Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte a (3.311) (25,5) (4.530)
Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing- Verbindlichkeiten a (632) (31,3) (925)
EBITDA AL 23.638 11,3 33.178
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (2.427) 17,2 (1.839)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 26.065 8,7 35.017

a Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T‑Mobile US.

EBIT

Das EBIT des Konzerns erhöhte sich von 8,7 Mrd. € auf 10,7 Mrd. € und war damit um 2,0 Mrd. € bzw. 22,6 % höher als im Vergleichszeitraum. Ursächlich für diese Veränderung sind u. a. die beim bereinigten EBITDA AL bzw. EBITDA AL beschriebenen Effekte. Die Abschreibungen lagen insgesamt bei 20,6 Mrd. € und damit um 1,7 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die seit dem 1. April 2020 zu berücksichtigende Sprint zurückzuführen. Darüber hinaus führte im operativen Segment USA eine Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint zu um 0,6 Mrd. € höheren planmäßigen Abschreibungen der entsprechenden Nutzungsrechte. Die Wertminderungen verringerten sich von 0,7 Mrd. € auf 0,1 Mrd. €. In der Vergleichsperiode entfielen diese in Höhe von insgesamt 0,5 Mrd. € auf das operative Segment Systemgeschäft und das Segment Group Headquarters & Group Services sowie in Höhe von 0,2 Mrd. € auf das operative Segment Europa. Die in den ersten drei Quartalen 2021 erfassten Wertminderungen entfallen auf das operative Segment Systemgeschäft und auf das Segment Group Headquarters & Group Services. Diese standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft im dritten Quartal des Vorjahres.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich um 1,5 Mrd. € bzw. 27,4 % auf 7,0 Mrd. €. Das Finanzergebnis veränderte sich gegenüber den ersten neun Monaten 2020 von minus 3,2 Mrd. € auf minus 3,7 Mrd. €. Dabei entwickelte sich das Zinsergebnis um 0,4 Mrd. € auf minus 3,5 Mrd. € rückläufig. Gründe hierfür sind v. a. die im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie die in diesem Zusammenhang durchgeführte Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Das sonstige Finanzergebnis verringerte sich im Vorjahresvergleich leicht auf minus 0,2 Mrd. €. Einerseits erhöhte sich der Zinsertrag aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten v. a. im Segment Group Headquarters & Group Services um 0,5 Mrd. €. Andererseits verringerte sich das Ergebnis aus Finanzinstrumenten um 0,5 Mrd. €. Dazu beigetragen haben zum einen negative Bewertungseffekte, die u. a. aus eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US sowie aus einem Forward-Geschäft zur Preissicherung des künftigen Erwerbs von T‑Mobile US-Aktien stammen. Zum anderen resultierten im Saldo positive Bewertungseffekte aus der Amortisation und Folgebewertung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von T‑Mobile US-Aktien.

Konzernüberschuss, bereinigter Konzernüberschuss

Der Konzernüberschuss hat sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,2 Mrd. € auf 3,7 Mrd. € erhöht. Der Steueraufwand erhöhte sich um 0,3 Mrd. € auf 1,7 Mrd. €. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis blieb stabil bei 1,6 Mrd. € und entfällt im Wesentlichen auf unser operatives Segment USA. Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen, die sich auf den Konzernüberschuss insgesamt in Höhe von minus 0,9 Mrd. € auswirkten, betrug der bereinigte Konzernüberschuss in den ersten neun Monaten 2021 4,6 Mrd. € und lag damit um 0,6 Mrd. € über dem Niveau der Vorjahresperiode.

→ Weitere Informationen zum Steueraufwand finden Sie im Abschnitt "Ertragsteuern" im Konzern-Zwischenabschluss.

Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des Konzernüberschusses auf den um Sondereinflüsse bereinigten Konzernüberschuss:

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in Mio. € Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in% Q1-Q3 2021
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) 936 1.879 889 817 8,8 3.705
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (447) (625) (938) (560) (67,5) (2.010)
Personalrestrukturierung (171) (268) 0 (289) 100,0 (439)
Sachbezogene Restrukturierungen (5) (5) (4) (6) 33,3 (14)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (245) (346) (868) (293) n.a. (1.460)
Wertaufholungen 0 0 0 50 (100,0) 0
Sonstiges (26) (5) (66) (22) n.a. (97)
Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse 182 391 514 (133) n.a. 1.087
Wertminderungen (70) (61) (38) (630) 94,0 (170)
Finanzergebnis (12) 1 0 0 n.a. (10)
Ertragsteuern 130 234 259 386 (32,9) 624
Minderheiten 134 217 293 111 n.a. 644
Sondereinflüsse (265) (234) (423) (692) 38,9 (923)
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 1.201 2.113 1.313 1.509 (13,0) 4.627
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in Mio. € Q1-Q3 2020 Veränderung in% Gesamtjahr 2020
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) 2.487 49,0 4.158
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (2.427) 17,2 (1.839)
Personalrestrukturierung (893) 50,8 (1.268)
Sachbezogene Restrukturierungen (22) 36,4 (32)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (1.093) (33,6) (1.655)
Wertaufholungen 50 (100,0) 1.655
Sonstiges (470) 79,4 (539)
Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse 843 28,9 283
Wertminderungen (630) 73,0 (656)
Finanzergebnis (28) 64,3 (25)
Ertragsteuern 878 (28,9) 730
Minderheiten 623 3,4 234
Sondereinflüsse (1.584) 41,7 (1.557)
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 4.072 13,6 5.715

Ergebnis je Aktie, bereinigtes Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus dem Konzernüberschuss im Verhältnis zur gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Stammaktien - diese betrug bis zum 30. September 2021 4.766 Mio. Stück. Dies führt zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,78 €. In der Vergleichsperiode betrug das Ergebnis je Aktie 0,52 €. Das um Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt 0,97 € gegenüber 0,86 € in der Vergleichsperiode.

Sondereinflüsse

Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des EBITDA AL, des EBIT und des Konzernüberschusses auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte:

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in Mio. € EBITDA AL
Q1-Q3 2021
EBIT
Q1-Q3 2021
EBITDA AL
Q1-Q3 2020
EBIT
Q1-Q3 2020
EBITDA AL
Gesamtjahr 2020
EBIT Gesamtjahr
2020
EBITDA AL/​EBIT 26.313 10.672 23.638 8.704 33.178 12.804
Deutschland (390) (390) (536) (588) (752) (805)
Personalrestrukturierung (310) (310) (475) (475) (676) (676)
Sachbezogene Restrukturierungen (9) (9) (13) (13) (18) (18)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (2) (2) (25) (25) (18) (18)
Wertminderungen 0 0 0 (52) 0 (52)
Sonstiges (70) (70) (23) (23) (40) (40)
USA (1.555) (1.613) (1.407) (1.407) (370) (370)
Personalrestrukturierung (15) (15) (32) (32) (32) (32)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (1.540) (1.540) (955) (955) (1.522) (1.522)
Wertminderungen 0 (58) 0 0 0 0
Wertaufholungen 0 0 0 0 1.604 1.604
Sonstiges 0 0 (420) (420) (420) (420)
Europa 55 55 (60) (220) (188) (374)
Personalrestrukturierung 101 101 (99) (99) (181) (181)
Sachbezogene Restrukturierungen (1) (1) 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (38) (38) (2) (2) (6) (6)
Wertminderungen 0 0 0 (160) 0 (186)
Wertaufholungen 0 0 50 50 50 50
Sonstiges (8) (8) (9) (9) (51) (51)
Systemgeschäft (168) (238) (157) (530) (209) (582)
Personalrestrukturierung (109) (109) (129) (129) (167) (167)
Sachbezogene Restrukturierungen (2) (2) (2) (2) (3) (3)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (39) (39) 0 0 0 0
Wertminderungen 0 (71) 0 (373) 0 (373)
Sonstiges (18) (18) (26) (26) (39) (39)
Group Development 161 161 (55) (55) (43) (43)
Personalrestrukturierung (7) (7) (9) (9) (11) (11)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 170 170 (45) (45) (30) (30)
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges (2) (2) (2) (2) (2) (2)
Group Headquarters & Group Services (113) (127) (214) (258) (277) (322)
Personalrestrukturierung (99) (99) (149) (149) (201) (201)
Sachbezogene Restrukturierungen (2) (2) (7) (7) (11) (11)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (12) (12) (67) (67) (78) (78)
Wertminderungen 0 (14) 0 (44) 0 (44)
Sonstiges 0 0 10 10 14 14
Konzern (2.010) (2.152) (2.427) (3.058) (1.839) (2.496)
Personalrestrukturierung (439) (439) (893) (893) (1.268) (1.268)
Sachbezogene Restrukturierungen (14) (14) (22) (22) (32) (32)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (1.460) (1.460) (1.093) (1.093) (1.655) (1.655)
Wertminderungen 0 (142) 0 (630) 0 (656)
Wertaufholungen 0 0 50 50 1.655 1.655
Sonstiges (97) (97) (470) (470) (539) (539)
EBITDA AL/​EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 28.323 12.824 26.065 11.762 35.017 15.300
Finanzergebnis (bereinigt um Sondereinflüsse) (3.623) (3.176) (4.103)
Ergebnis vor Ertragsteuern (bereinigt um Sondereinflüsse) 9.202 8.586 11.197
Ertragsteuern (bereinigt um Sondereinflüsse) (2.352) (2.342) (2.659)
Überschuss/​(Fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 6.850 6.245 8.538
Zurechnung des Überschusses/​(Fehlbetrags) (bereinigt um Sondereinflüsse) an die
Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag)) (bereinigt um Sondereinflüsse) 4.627 4.072 5.715
Anteile anderer Gesellschafter (bereinigt um Sondereinflüsse) 2.223 2.173 2.823

Mitarbeiter

Entwicklung des Personalbestands

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30.09.2021 31.12.2020 Veränderung Veränderung in%
Mitarbeiter (FTE) im Konzern 216.265 226.291 (10.026) (4,4)
davon: Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis) 9.766 10.583 (817) (7,7)
Deutschland a 61.153 66.348 (5.195) (7,8)
USA 69.868 71.303 (1.435) (2,0)
Europa 35.563 41.272 (5.709) (13,8)
Systemgeschäft 27.383 28.098 (715) (2,5)
Group Development 2.703 2.684 19 0,7
Group Headquarters & Group Services a 19.595 16.585 3.010 18,1

a Zum 1. Januar 2021 wurden ca. 3,7 Tsd. Mitarbeiter im Zuge einer Reorganisation der Deutschen Telekom IT aus dem operativen Segment Deutschland in den Bereich "Technologie und Innovation" des Segments Group Headquarters & Group Services umgegliedert. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Der Mitarbeiterbestand des Konzerns sank im Vergleich zum Jahresende 2020 um 4,4 %. In unserem operativen Segment Deutschland sank die Anzahl der Mitarbeiter um 7,8 % gegenüber dem Jahresende 2020, was im Wesentlichen aus der Umgliederung von Mitarbeitern in das Segment Group Headquarters & Group Services im Zusammenhang mit einer Reorganisationsmaßnahme der Deutschen Telekom IT resultierte. Darüber hinaus setzte sich die Inanspruchnahme sozialverträglicher Instrumente zum Personalumbau, wie z. B. engagierter Vorruhestand oder Altersteilzeit, fort. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment USA sank saisonal bedingt um 2,0 % gegenüber dem 31. Dezember 2020. In unserem operativen Segment Europa sank die Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahresende um 13,8 %. Im Zusammenhang mit der Veräußerung der Festnetz-Sparte in Rumänien am 30. September 2021 verringerte sich der Mitarbeiterbestand um rund 3,5 Tsd. Die Mitarbeiterzahl in unserem operativen Segment Systemgeschäft sank gegenüber dem Jahresende 2020 um 2,5 %, im Wesentlichen bedingt durch Effizienzmaßnahmen (-1,1 %) und die Veräußerung eines Geschäftsbetriebs (-1,4 %). Im operativen Segment Group Development ist der leichte Anstieg der Mitarbeiterzahl um 0,7 % auf das Insourcing vormals externer Aktivitäten zur Realisierung von Kosteneinsparungen bei T‑Mobile Netherlands zurückzuführen. Der Personalbestand im Segment Group Headquarters & Group Services stieg im Vergleich zum Jahresende 2020 um 18,1 %, im Wesentlichen bedingt durch die bereits zuvor beschriebene Umgliederung von Mitarbeitern aus dem operativen Segment Deutschland.

Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Konzern-Bilanz (Kurzfassung)

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in Mio. € 30.09.2021 in % 31.12.2020 in % 30.09.2020
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.337 2,3 12.939 4,9 10.642
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.110 5,2 13.523 5,1 12.960
Immaterielle Vermögenswerte 130.709 47,8 118.066 44,6 120.873
Sachanlagen 60.072 22,0 60.975 23,0 61.594
Nutzungsrechte 30.807 11,3 30.302 11,4 31.756
Kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte 8.357 3,1 9.640 3,6 9.293
Aktive latente Steuern 7.514 2,7 7.972 3,0 7.861
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 4.559 1,7 1.113 0,4 44
Sonstige Aktiva 10.890 4,0 10.387 3,9 10.269
Bilanzsumme 273.355 100,0 264.917 100,0 265.292
Passiva
Kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 108.921 39,8 107.108 40,4 107.856
Kurz- und langfristige Leasing-Verbindlichkeiten 32.806 12,0 32.715 12,3 33.853
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 8.235 3,0 9.760 3,7 8.318
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 6.445 2,4 7.684 2,9 8.481
Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen 8.777 3,2 9.033 3,4 8.508
Passive latente Steuern 18.908 6,9 17.260 6,5 17.706
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 1.274 0,5 449 0,2 0
Sonstige Passiva 9.128 3,3 8.358 3,2 8.536
Eigenkapital 78.861 28,8 72.550 27,4 72.034
Bilanzsumme 273.355 100,0 264.917 100,0 265.292

Unsere Bilanzsumme beträgt am 30. September 2021 273,4 Mrd. € und erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 8,4 Mrd. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für Spektrumerwerbe im operativen Segment USA zurückzuführen. Ebenso trugen positive Währungskurseffekte sowie Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen aus dem erstmaligen Einbezug der durch die T‑Mobile US erworbenen Shentel zur Erhöhung des Buchwerts bei. Gegenläufig wirkte u. a. ein rückläufiger Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Auf der Aktivseite lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 14,1 Mrd. € um 0,6 Mrd. € über dem Niveau des Jahresendes 2020. Der Anstieg resultierte aus stichtagsbedingt höheren Forderungsbeständen im operativen Segment USA sowie Währungskurseffekten. Gegenläufig wirkten niedrigere Forderungsbestände im operativen Segment Group Development, v. a. infolge der Umklassifizierung der Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands im Zuge der vereinbarten Veräußerung in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, sowie im operativen Segment Deutschland.

Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich um 11,7 Mrd. € auf insgesamt 190,8 Mrd. €. Dies ist im Wesentlichen auf die Beendigung der C-Band-Auktion in den USA zurückzuführen - T‑Mobile US hat hier 142 Lizenzen für rund 7,8 Mrd. € (9,3 Mrd. US‑$) ersteigert sowie erste "Relocation Payments" für die Umsiedlung der bisherigen Lizenzinhaber in Höhe von 0,2 Mrd. € geleistet. Darüber hinaus wurden im operativen Segment Europa die im November 2020 durch die T‑Mobile Czech Republic ersteigerten 5G-Lizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. € erworben. In Ungarn wurde die Neuvergabe des 900 und 1.800 MHz-Spektrums am 28. Januar 2021 durchgeführt und abgeschlossen. Magyar Telekom erwarb Spektrumlizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Investitionen im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung, dem Netzwerk-Ausbau sowie dem Erwerb mobiler Endgeräte im operativen Segment USA sowie mit dem Breitband- und Glasfaser-Ausbau und der Mobilfunk-Infrastruktur in den operativen Segmenten Deutschland und Europa wirkten ebenfalls buchwerterhöhend. Ebenso trugen positive Währungskurseffekte mit 7,5 Mrd. € sowie Konsolidierungskreiseffekte mit 1,6 Mrd. €, im Wesentlichen aus dem erstmaligen Einbezug der durch die T‑Mobile US erworbenen Shentel, zur Erhöhung des Buchwerts bei. Abschreibungen verminderten die Buchwerte um insgesamt 16,0 Mrd. €. Die Umklassifizierung der Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands im Zuge der vereinbarten Veräußerung in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und Abgänge reduzierten die Buchwerte in Höhe von 2,9 Mrd. € bzw. 1,3 Mrd. €.

→ Weitere Informationen zum Erwerb von Shentel und zur vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile Netherlands finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Die Nutzungsrechte haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 im Wesentlichen aufgrund der folgenden Effekte um 0,5 Mrd. € auf 30,8 Mrd. € verändert: Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in Höhe von 4,3 Mrd. €, u. a. infolge einer nach der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds abgeschlossenen Sale-and-Leaseback-Transaktion, positive Währungskurseffekte in Höhe von 1,5 Mrd. € und Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Shentel, in Höhe von 0,3 Mrd. €. Den Buchwert mindernd wirkten sich Abschreibungen in Höhe von 4,6 Mrd. € aus. Darin enthalten sind um 0,6 Mrd. € höhere planmäßige Abschreibungen aufgrund einer im operativen Segment USA erfassten Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint. Ebenfalls buchwertmindernd wirkten die Umklassifizierung der Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in Höhe von 0,5 Mrd. € sowie Abgänge in Höhe von 0,2 Mrd. €.

→ Weitere Informationen zu den genannten Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Die kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich um 1,3 Mrd. € auf 8,4 Mrd. €. Dabei verringerte sich der Buchwert der Derivate mit Hedge-Beziehung um 0,5 Mrd. € auf 1,6 Mrd. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der positiven Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch das angestiegene Zinsniveau. Der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung reduzierte sich im Saldo um 0,7 Mrd. € auf 1,3 Mrd. €. Unter Berücksichtigung der teilweisen Ausübung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von T‑Mobile US-Aktien sowie von Bewertungseffekten aufgrund der negativen Entwicklung des Aktienkurses der T‑Mobile US verringerte sich der Buchwert dieser Aktienoptionen gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 0,5 Mrd. €. Ebenfalls negative Bewertungseffekte resultierten aus eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US und standen u. a. mit der vorzeitigen Rückzahlung von Anleihen im Zusammenhang. Buchwerterhöhend wirkten dagegen positive Bewertungseffekte bei in Verträgen eingebetteten Stromtermingeschäften in Höhe von 0,2 Mrd. € sowie Forderungen aus noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland in Höhe von 0,2 Mrd. €.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 3,4 Mrd. € auf 4,6 Mrd. €. Der Anstieg beruht in Höhe von 4,5 Mrd. € auf der Umklassifizierung der Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands im Zuge der am 6. September 2021 vereinbarten Veräußerung. Dem gegenüber stehen im Wesentlichen Buchwertrückgänge in Höhe von 0,4 Mrd. € aufgrund der Veräußerung der niederländischen T‑Mobile Infra zum 1. Juni 2021 sowie in Höhe von 0,6 Mrd. € aufgrund der Veräußerung der Telekom Romania Communications zum 30. September 2021.

→ Weitere Informationen zu den genannten Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Der Anstieg der sonstigen Aktiva um 0,5 Mrd. € auf 10,9 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus dem erhöhten Buchwert der Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds. Infolge der Transaktion sind im operativen Segment Group Development 37,65 % der Anteile an der Cellnex NL mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. € nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen worden. Darüber hinaus wirkten Währungskurseffekte buchwerterhöhend.

→ Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Auf der Passivseite erhöhten sich unsere kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Jahresende 2020 um 1,8 Mrd. € auf insgesamt 108,9 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 3,6 Mrd. €. T‑Mobile US hat in den ersten neun Monaten 2021 Anleihen (Senior Notes) in Höhe von insgesamt 11,8 Mrd. US‑$ (9,8 Mrd. €) emittiert sowie Anleihen in Höhe von insgesamt 5,8 Mrd. US‑$ (4,9 Mrd. €) vorzeitig zurückgezahlt. Des Weiteren wurden durch T‑Mobile US Anleihen in Höhe von 2,3 Mrd. US‑$ (1,9 Mrd. €) sowie im Konzern Euro-Anleihen in Höhe von 1,7 Mrd. € und US-Dollar-Anleihen in Höhe von 0,3 Mrd. US‑$ (0,2 Mrd. €) planmäßig getilgt. Der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 1,4 Mrd. €. Im Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) für derivative Finanzinstrumente reduzierten sich die finanziellen Verbindlichkeiten um 0,2 Mrd. €.

Die kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,1 Mrd. € auf insgesamt 32,8 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 1,6 Mrd. €. Ebenso trugen Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen aus dem erstmaligen Einbezug der durch die T‑Mobile US erworbenen Shentel, zur Erhöhung des Buchwerts bei. Gegenläufig wirkten insbesondere die Aufgabe von ehemaligen Sprint-Mobilfunk-Standorten und einzelner ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment USA sowie eine im September 2021 seitens T‑Mobile US an eine US-Funkturmgesellschaft - im Rahmen einer in der Berichtsperiode vereinbarten Änderung des bestehenden Leasing-Vertrags - geleistete Vorauszahlung für Standortmieten in Höhe von 0,9 Mrd. €.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 1,5 Mrd. € auf 8,2 Mrd. €, was insbesondere auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber Endgeräteherstellern und rückläufige Verbindlichkeiten für bezogene Leistungen im operativen Segment USA zurückzuführen ist. Darüber hinaus reduzierte sich der Verbindlichkeitenbestand im operativen Segment Group Development infolge der Umklassifizierung der Verbindlichkeiten der T‑Mobile Netherlands. Im operativen Segment Europa reduzierte sich der Verbindlichkeitenbestand ebenfalls. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten dagegen buchwerterhöhend.

Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 1,2 Mrd. € auf 6,4 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch eine positive Kursentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten Vermögenswerte sowie Rechnungszinsanpassungen, aus denen insgesamt ein erfolgsneutral erfasster Ertrag aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen von 1,1 Mrd. € resultierte.

Die Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,8 Mrd. € auf 1,3 Mrd. €. Der Anstieg beruht in Höhe von 1,3 Mrd. € auf der Umklassifizierung der Schulden der T‑Mobile Netherlands im Zuge der vereinbarten Veräußerung. Dem gegenüber stehen im Wesentlichen Buchwertrückgänge in Höhe von 0,2 Mrd. € im Zusammenhang mit der Veräußerung der niederländischen T‑Mobile Infra zum 1. Juni 2021 sowie in Höhe von 0,3 Mrd. € aufgrund der Veräußerung der Telekom Romania Communications zum 30. September 2021.

→ Weitere Informationen zu den genannten Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Die sonstigen Passiva haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,8 Mrd. € auf 9,1 Mrd. € erhöht. Dies resultierte insbesondere aus den um 0,4 Mrd. € gestiegenen übrigen Schulden. Unter anderem begründen höhere Schulden im Zusammenhang mit noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland sowie Währungskurseffekte diesen Anstieg.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 von 72,6 Mrd. € auf 78,9 Mrd. €. Erhöhend wirkte sich der Überschuss in Höhe von 5,3 Mrd. € auf das Eigenkapital aus. Ebenso erhöhte das sonstige Ergebnis das Eigenkapital um 4,9 Mrd. €. Das Eigenkapital verringerte sich im Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 2,8 Mrd. € und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Ebenfalls reduzierte der im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage durchgeführte Erwerb von T‑Mobile US-Aktien den Buchwert des Eigenkapitals im Saldo um 0,8 Mrd. €. Infolge des im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage durchgeführten Erwerbs von T‑Mobile US-Aktien erhöhte sich der Anteil der Deutschen Telekom AG an T‑Mobile US um 3,6 Prozentpunkte auf 46,8 %. Unter Berücksichtigung eines beizulegenden Zeitwerts von 0,8 Mrd. € für die ausgeübten Aktienoptionen, die als Teil der Gegenleistung an SoftBank erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden, erhöhte sich das Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens um insgesamt 1,5 Mrd. €, während sich die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 2,4 Mrd. € verringerten. Hierdurch erhöhte sich der Anteil der Eigentümer des Mutterunternehmens am Überschuss und folglich das Ergebnis je Aktie. Konsolidierungskreisänderungen - im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung der Telekom Romania Communications im operativen Segment Europa - in Höhe von 0,2 Mrd. € sowie Transaktionen mit Eigentümern in Höhe von 0,1 Mrd. € wirkten sich buchwertmindernd aus.

→ Weitere Informationen zur Bilanz finden Sie im Abschnitt "Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz" im Konzern-Zwischenabschluss.

Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeiten

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in Mio. € 30.09.2021 31.12.2020 Veränderung Veränderung in % 30.09.2020
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 91.645 87.702 3.943 4,5 86.758
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.896 5.257 (1.361) (25,9) 4.893
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 13.380 14.149 (769) (5,4) 16.205
Leasing-Verbindlichkeiten a 33.458 32.715 743 2,3 33.853
Finanzielle Verbindlichkeiten und Leasing Verbindlichkeiten 142.379 139.823 2.556 1,8 141.708
Zinsabgrenzungen (1.159) (1.035) (124) (12,0) (1.115)
Sonstige (798) (703) (95) (13,5) (721)
Brutto-Finanzverbindlichkeiten 140.422 138.085 2.337 1,7 139.872
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.337 12.939 (6.602) (51,0) 10.642
Derivative finanzielle Vermögenswerte 2.823 4.038 (1.215) (30,1) 4.342
Andere finanzielle Vermögenswerte 887 881 6 0,7 367
Netto-Finanzverbindlichkeiten 130.375 120.227 10.148 8,4 124.521

a Einschließlich der zum 30. September 2021 in den Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen enthaltenen Leasing-Verbindlichkeiten der T-Mobile Netherlands.

Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten

Die sonstigen Effekte in Höhe von 157 Mio. € enthalten u. a. den Aufbau von Verbindlichkeiten für den Erwerb von Medienübertragungsrechten.

Herleitung des Free Cashflow AL

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in Mio. € Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in % Q1-Q3 2021
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 8.307 8.080 9.233 7.338 25,8 25.620
Zinszahlungen Nullkupon-Anleihen 0 0 0 0 n.a. 0
Auflösung Zinssicherungsgeschäfte T‑Mobile US 0 0 0 0 n.a. 0
Cashflow aus Geschäftstätigkeit a 8.307 8.080 9.233 7.338 25,8 25.620
Cash Capex (12.272) (4.322) (4.666) (4.763) 2,0 (21.260)
Investitionen in Spektrum 7.989 35 304 273 11,4 8.328
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (4.283) (4.287) (4.362) (4.490) 2,9 (12.932)
Einzahlungen aus Abgängen von
immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen
48 58 25 49 (49,0) 130
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) a 4.072 3.851 4.895 2.897 69,0 12.818
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten b (1.487) (1.085) (1.955) (1.263) (54,8) (4.528)
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) a 2.585 2.766 2.940 1.634 79,9 8.290
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in Mio. € Q1-Q3 2020 Veränderung in % Gesamtjahr 2020
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 16.445 55,8 23.743
Zinszahlungen Nullkupon-Anleihen 1.600 (100,0) 1.600
Auflösung Zinssicherungsgeschäfte T‑Mobile US 2.158 (100,0) 2.158
Cashflow aus Geschäftstätigkeit a 20.203 26,8 27.501
Cash Capex (12.880) (65,1) (18.694)
Investitionen in Spektrum 1.368 n.a. 1.714
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (11.512) (12,3) (16.980)
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen
Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen
176 (26,1) 236
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) a 8.867 44,6 10.756
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten b (3.521) (28,6) (4.468)
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) a 5.347 55,0 6.288

a Vor Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen und vor Auflösung von Zinssicherungsgeschäften bei T-Mobile US in den ersten neun Monaten 2020.
b Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T‑Mobile US.

Der Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode von 5,3 Mrd. € auf 8,3 Mrd. €. Folgende Effekte beeinflussten die Entwicklung:

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 5,4 Mrd. €. Die gute Geschäftsentwicklung, sowohl in als auch außerhalb der USA, wirkte positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Der Anstieg ist zudem auf den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint zum 1. April 2020 zurückzuführen. Belastend wirkten insbesondere um 0,5 Mrd. € höhere Zinszahlungen (netto), im Wesentlichen resultierend aus den im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der in diesem Zusammenhang durchgeführten Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Die Ertragsteuerzahlungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,2 Mrd. €. Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 0,2 Mrd. € wirkten in den ersten neun Monaten 2021 positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. In der Vergleichsperiode ergaben sich negative Effekte aus Factoring-Vereinbarungen in Höhe von minus 0,6 Mrd. €, im Wesentlichen resultierend aus der vertragsgemäßen Kündigung einer revolvierenden Factoring-Vereinbarung im operativen Segment Deutschland.

Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) erhöhte sich von 11,5 Mrd. € auf 12,9 Mrd. €. Die Erhöhung ergab sich im Wesentlichen im operativen Segment USA in Höhe von 1,7 Mrd. € durch den Einbezug von Sprint sowie den weiteren Ausbau des 5G-Netzwerks. Gegenläufig verringerte sich der Cash Capex im operativen Segment Deutschland um 0,2 Mrd. €, bedingt durch rückläufige Investitionen: Es wurden für 2021 geplante Baumaßnahmen in das vierte Quartal 2020 vorgezogen sowie im ersten und zweiten Quartal 2021 witterungsbedingt weniger in Glasfaser investiert, was im dritten Quartal 2021 teilweise nachgeholt wurde.

Der Anstieg der Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten resultierte insbesondere aus Zahlungen für im operativen Segment USA bestehende Leasing-Verhältnisse resultierend aus dem Einbezug von Sprint sowie einer im September 2021 seitens T‑Mobile US geleisteten Vorauszahlung für Standortmieten.

→ Weitere Informationen zur Kapitalflussrechnung finden Sie im Abschnitt "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Zwischenabschluss.

Geschäftsentwicklung der operativen Segmente

→ Weitere Informationen zu der Geschäftsentwicklung der operativen Segmente finden Sie im IR-Back-up auf unserer Investor Relations Website.

Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom die Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT GmbH vom operativen Segment Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des operativen Segments Deutschland verlagert. In den beiden Segmenten wurden die Vorjahreswerte der operativen Entwicklung, der Kunden- und Mitarbeiterentwicklung sowie der Auftragseingang rückwirkend angepasst.

→ Weitere Informationen zu der Verlagerung des IoT-Geschäfts finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung" sowie im Abschnitt "Segmentberichterstattung" im Konzern-Zwischenabschluss.

Deutschland

Kundenentwicklung

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in Tsd. 30.09.2021 30.06.2021 Veränderung 30.09.2021/​ 30.06.2021 in % 31.12.2020 Veränderung 30.09.2021/​ 31.12.2020 in % 30.09.2020
Mobilfunk-Kunden 52.184 50.272 3,8 48.213 8,2 47.564
Vertragskunden a, b 22.914 22.682 1,0 25.975 (11,8) 25.684
Prepaid-Kunden a, b 29.270 27.590 6,1 22.239 31,6 21.880
Festnetz-Anschlüsse 17.543 17.555 (0,1) 17.590 (0,3) 17.602
Breitband-Anschlüsse Retail 14.394 14.304 0,6 14.118 2,0 13.997
davon: Glasfaser 10.175 9.971 2,0 9.515 6,9 9.246
TV (IPTV, Sat) 3.966 3.933 0,8 3.864 2,6 3.787
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 3.744 3.853 (2,8) 4.101 (8,7) 4.235
Breitband-Anschlüsse Wholesale 7.900 7.853 0,6 7.733 2,2 7.633
davon: Glasfaser 6.708 6.636 1,1 6.433 4,3 6.287
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in Tsd. Veränderung 30.09.2021/​ 30.09.2020 in %
Mobilfunk-Kunden 9,7
Vertragskunden a, b (10,8)
Prepaid-Kunden a, b 33,8
Festnetz-Anschlüsse (0,3)
Breitband-Anschlüsse Retail 2,8
davon: Glasfaser 10,0
TV (IPTV, Sat) 4,7
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) (11,6)
Breitband-Anschlüsse Wholesale 3,5
davon: Glasfaser 6,7

a Aufgrund der Neuaufstellung des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden im Jahr 2020 wurden zum 1. Januar 2021 im Geschäftskundenbereich ca. 310 Tsd. SIM-Karten ausgebucht, die nun als interne Karten behandelt werden. Die Vorjahreswerte wurden rückwirkend angepasst.
b Seit dem 1. Januar 2021 werden ca. 3,6 Mio. SIM-Karten eines Service Providers, die bisher unter den Vertragskunden ausgewiesen wurden, unter den Prepaid-Kunden ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamt

In Deutschland sind wir weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. Wir begeistern unsere Kunden mit einer ausgezeichneten Netzqualität - in Festnetz und Mobilfunk - sowie einem breiten Produkt-Portfolio und exzellentem Service. Wir wollen unseren Kunden ein nahtloses und technologieunabhängiges Telekommunikationserlebnis bieten. Deshalb vermarkten wir neben Festnetz- und Mobilfunk-Produkten auch konvergente Produkte. Ende Mai 2021 haben wir den "MagentaEINS Unlimited" Vorteil eingeführt mit deutschlandweit unbegrenztem Datenvolumen. Mit unseren konvergenten Produkten der "MagentaEINS" Familie überzeugen wir unsere Kunden weiterhin. Bis Ende September 2021 haben sich über 5,1 Mio. Kunden dafür entschieden. Der Kundenbestand liegt somit über Vorjahresendniveau.

Nach wie vor gab es eine hohe Nachfrage nach unseren Glasfaser-basierten Anschlüssen: Die Gesamtzahl dieser Anschlüsse stieg bis Ende September 2021 auf rund 16,9 Mio. In den ersten neun Monaten 2021 haben wir somit in Deutschland 935 Tsd. Anschlüsse neu an unser Glasfasernetz angebunden. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben.

Mobilfunk

Im Mobilfunk-Bereich gewannen wir in den ersten neun Monaten 2021 insgesamt rund 4,0 Mio. Kunden hinzu; davon entfielen 464 Tsd. Kunden auf unser eigenes werthaltiges Vertragskundengeschäft unter den Marken "Telekom" und "congstar". Gründe dafür sind die konstante Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen und unsere vielfach ausgezeichnete Netzqualität. Seit dem 1. Januar 2021 werden die bisher unter den Vertragskunden ausgewiesenen Kunden eines Service Providers unter den Prepaid-Kunden ausgewiesen. Unter Berücksichtigung dieser Ausweisänderung konnten wir im Bereich der Prepaid-Kunden seit Jahresbeginn einen Zuwachs von rund 3,4 Mio. Kunden verzeichnen, der im Wesentlichen durch unsere Automotive-Initiativen im Geschäftskundenbereich getrieben ist.

Die Option StreamOn, mit der bestimmte Nutzungen von Streaming-Diensten für Musik, Gaming oder Video nicht auf das Datenvolumen des Tarifs angerechnet werden, erfreut sich nach wie vor reger Nachfrage. Ende September 2021 nutzten knapp 4,4 Mio. Kunden diese Option, 17,6 % mehr als ein Jahr zuvor.

Festnetz

Der Festnetz-Breitband-Markt ist durch eine Vielzahl von Akteuren mit unterschiedlichen Infrastrukturen gekennzeichnet - vom überregionalen Anbieter bis hin zum regionalen Versorger. Um unsere Marktposition als führender integrierter Telekommunikationsanbieter in Deutschland zu behaupten, bauen wir unsere Angebote weiter aus.

Die Anzahl unserer Breitband-Anschlüsse ist in den ersten neun Monaten 2021 auf rund 14,4 Mio. bzw. um 276 Tsd. gewachsen. Die Nachfrage nach unseren Glasfaser-basierten Anschlüssen Retail ist dabei mit 660 Tsd. der Treiber. Bei unseren TV-Kunden konnten wir gegenüber dem Jahresende 2020 ein Wachstum um 102 Tsd. verzeichnen. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse leicht um 47 Tsd., was eine deutliche Reduzierung der Anschlussverluste gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum darstellt. Die Anzahl unserer Festnetz-Anschlüsse ist somit wie erwartet nahezu stabil bei 17,5 Mio. Anschlüssen.

Wholesale

Zum 30. September 2021 lag der Anteil der Glasfaser-basierten Anschlüsse am Gesamtbestand mit 57,6 % um 3,2 Prozentpunkte über dem Jahresende 2020. Ursache für das Wachstum war in erster Linie die Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresende um 357 Tsd. Gründe dafür sind zum einen die Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-basierten Anschlüssen, zum anderen, dass Endkunden zu Kabelanbietern wechseln. Hinzu kommt, dass unsere Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-basierte Anschlüsse migrieren. Insgesamt lag der Anschlussbestand im Bereich Wholesale Ende September 2021 bei rund 11,6 Mio.

Operative Entwicklung

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in Mio. € Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in %
Gesamtumsatz 5.942 5.903 5.990 5.842 2,5
Privatkunden 2.984 2.979 3.076 2.880 6,8
Geschäftskunden 2.188 2.166 2.158 2.166 (0,4)
Wholesale 709 679 687 744 (7,7)
Sonstiges 61 78 70 52 34,6
Betriebsergebnis (EBIT) 1.215 1.182 1.346 1.009 33,4
EBIT-Marge % 20,4 20,0 22,5 17,3
Abschreibungen (1.001) (1.009) (1.000) (1.165) 14,2
EBITDA 2.215 2.191 2.346 2.174 7,9
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (99) (172) (119) (204) 41,7
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 2.314 2.363 2.464 2.378 3,6
EBITDA AL 2.206 2.182 2.337 2.160 8,2
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (99) (172) (119) (204) 41,7
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 2.305 2.354 2.456 2.364 3,9
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 38,8 39,9 41,0 40,5
Cash Capex (860) (839) (993) (964) (3,0)
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in Mio. € Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020 Veränderung in % Gesamtjahr 2020
Gesamtumsatz 17.835 17.525 1,8 23.790
Privatkunden 9.039 8.654 4,4 11.740
Geschäftskunden 6.512 6.486 0,4 8.857
Wholesale 2.074 2.235 (7,2) 2.983
Sonstiges 209 150 39,3 210
Betriebsergebnis (EBIT) 3.743 2.988 25,3 3.970
EBIT-Marge 21,0 17,0 16,7
Abschreibungen (3.010) (3.372) 10,7 (4.510)
EBITDA 6.752 6.360 6,2 8.480
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (390) (536) 27,2 (752)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 7.142 6.896 3,6 9.232
EBITDA AL 6.725 6.328 6,3 8.435
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (390) (536) 27,2 (752)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 7.115 6.864 3,7 9.188
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) 39,9 39,2 38,6
Cash Capex (2.692) (2.928) 8,1 (4.191)

Gesamtumsatz

In den ersten neun Monaten 2021 erzielten wir einen Gesamtumsatz in Höhe von 17,8 Mrd. €, der mit einem Anstieg um 1,8 % über dem Niveau des Vorjahres lag. Dies ist im Wesentlichen getrieben durch den Umsatzanstieg bei Breitband um 6,1 % und bei den Endgeräten sowohl im Mobilfunk um 14,9 % als auch im Festnetz um 6,6 %. In Summe war der Umsatz durch die Coronavirus-Pandemie beeinflusst wie z. B. durch temporär verhängte Reisebeschränkungen und Lockdowns sowie verschlechterte wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Daraus ergaben sich negative Effekte bei den Roaming- und Visitoren-Umsätzen sowie Verzögerungen oder Verschiebungen bei laufenden Aufträgen im Bereich des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden. Aufgrund der Entspannung bei der Corona-Situation insbesondere in den Sommermonaten ist dieser Effekt im zweiten und dritten Quartal geringer ausgefallen.

Im Privatkundenbereich stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,4 %. Das klassische Festnetz-Geschäft wurde weiterhin durch mengenbedingte Umsatzrückgänge bei den Voice-Komponenten beeinflusst. Dagegen stieg der Umsatz im Breitband-Geschäft um 6,7 %, u. a. positiv beeinflusst durch eine höhere Kundensensibilität für stabile Datenleitungen. Ebenfalls stieg das Festnetz-Endgerätegeschäft um 9,5 %, beeinflusst durch das starke Endgeräte-Mietgeschäft. Das Mobilfunk-Geschäft entwickelte sich um 5,5 % positiv, im Wesentlichen durch höhere Umsätze aus dem Mobilfunk-Endgerätegeschäft und eine positive Teilnehmerentwicklung unserer Zweitmarke "congstar".

Im Geschäftskundenbereich lag der Umsatz um 0,4 % über Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der IT-Umsatz um 6,1 % im Wesentlichen durch das Vorantreiben der Digitalisierung bei mittelständischen Unternehmen. Der Mobilfunk-Umsatz lag insgesamt um 1,3 % über Vorjahresniveau. Positive Umsätze aus dem Endgerätegeschäft sowie das anhaltende Bestandswachstum trugen dazu bei. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse sowie neutralisiert um die Verlagerung der Deutsche Telekom IT (DT IT) Russland, DT IT Slowakei und DT IT Ungarn in das Segment Group Headquarters & Group Services, ergibt sich ein deutlicher Umsatzanstieg um 2,2 % im Vorjahresvergleich.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich lag Ende September 2021 um 7,2 % unter Vorjahresniveau. Die positive Mengenentwicklung der Glasfaser-basierten Anschlüsse von 6,7 % gegenüber der Vorjahresperiode setzte sich fort. Dies konnte aber die rückläufigen Umsätze aus Mengenverlusten bei den Teilnehmer-Anschlussleitungen um 11,6 % nicht kompensieren. Darüber hinaus ist im Vorjahresvergleich der positive Beitrag aufgrund der Verkürzung der Kundenbindungsdauer bei der Vermietung von Teilnehmer-Anschlussleitungen im Rahmen der Umstellung auf den Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leases" weggefallen. Zum 1. April 2021 führt der Übergang von Kontingentverträgen in neue Commitment-Verträge zu verstärkten Umsatzrückgängen im zweiten und dritten Quartal 2021. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass in dem neuen Modell zu Beginn niedrigere jährliche Commitment-Zahlungen gegenüber den bisherigen Upfront-Zahlungen der Kontingentverträge hinterlegt sind. In den Folgejahren steigen die jährlichen Commitment-Zahlungen an. Der Voice-Umsatz lag unter dem Niveau des Vorjahres, im Wesentlichen aufgrund der damals Corona-bedingt höheren Umsätze.

→ Weitere Informationen zum Inkrafttreten der Commitment-Verträge finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld - Regulierung".

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA AL stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um 251 Mio. € bzw. 3,7 % und betrug 7,1 Mrd. €. Unsere bereinigte EBITDA AL-Marge ist im Vergleich zum Vorjahr von 39,2 % auf 39,9 % gestiegen. Hauptgründe dafür sind die positive operative Entwicklung getrieben durch das werthaltige Umsatzwachstum sowie eine verbesserte Kosteneffizienz. Diese ist im Wesentlichen auf geringere Personalaufwendungen, u. a. aufgrund einer niedrigeren Anzahl an Mitarbeitern und weiteren Umsetzungen von Effizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen, zurückzuführen.

Gegenläufig zu den beim bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekten wirkten geringere als Sondereinflüsse erfasste Aufwendungen für sozialverträgliche Instrumente zum Personalumbau, insbesondere engagierter Vorruhestand. In den ersten neun Monaten 2021 wuchs unser EBITDA AL auf 6,7 Mrd. € und lag um 6,3 % über Vorjahresniveau.

EBIT

Das Betriebsergebnis lag um 25,3 % über Vorjahresniveau und betrug rund 3,7 Mrd. €. Die positive Entwicklung des EBITDA zusammen mit niedrigeren Abschreibungen, insbesondere getrieben durch geringere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, trugen zu dieser Entwicklung bei.

Cash Capex

Der Cash Capex sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 236 Mio. € bzw. 8,1 %. Dies ist v. a. auf zwei Gründe zurückzuführen. Zum einen resultierten geringere Auszahlungen gegenüber der Vergleichsperiode aus im vierten Quartal 2020 vorgezogenen Investitionen. Zum anderen lag der cash-wirksame Teil des Book Capex unter dem Vorjahresniveau aufgrund witterungsbedingt niedrigerer Investitionen in Glasfaser im ersten und zweiten Quartal 2021, was im dritten Quartal 2021 teilweise nachgeholt wurde. Wir gehen davon aus, dass wir im aktuellen Geschäftsjahr wie geplant 1,2 Mio. Haushalte neu an unser Glasfasernetz anbinden werden.

Insgesamt investierten wir in den ersten neun Monaten 2021 rund 2,7 Mrd. € insbesondere in den 5G- und Glasfaser-Ausbau. Hierbei ist z. B. die Zahl der Haushalte, die die Möglichkeit einer direkten Anbindung an unser Glasfasernetz haben, bis Ende September 2021 auf rund 2,9 Mio. gestiegen. Im Mobilfunk profitieren unsere Kunden von einer hohen LTE-Netzabdeckung. So versorgten wir zum 30. September 2021 in Deutschland 98,9 % der Haushalte mit LTE. 5G können jetzt bereits 87,3 % der Haushalte in Deutschland nutzen.

USA

Kundenentwicklung

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in Tsd. 30.09.2021 30.06.2021 Veränderung 30.09.2021/​ 30.06.2021 in % 31.12.2020 Veränderung 30.09.2021/​ 31.12.2020 in % 30.09.2020
Kunden 106.920 104.789 2,0 102.064 4,8 100.362
Postpaid-Kunden 85.913 83.848 2,5 81.350 5,6 79.732
Postpaid-Telefonie- Kunden a, b 69.418 68.029 2,0 66.618 4,2 65.794
Andere Postpaid-Kunden a, b 16.495 15.819 4,3 14.732 12,0 13.938
Prepaid-Kunden a, c 21.007 20.941 0,3 20.714 1,4 20.630
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in Tsd. Veränderung
30.09.2021/​
30.09.2020 in %
Kunden 6,5
Postpaid-Kunden 7,8
Postpaid-Telefonie- Kunden a, b 5,5
Andere Postpaid-Kunden a, b 18,3
Prepaid-Kunden a, c 1,8

Anpassungen der Kundenbasis

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in Tsd. Summe Kundenbasisanpassungen 2020 Anpassung der Kundendefinition Prepaid-Sparte Sprint zum 01.07.2020 c Anpassung der Kundendefinition Sprint zum 01.04.2020 a Zugänge Sprint zum 01.04.2020
Kunden 28.354 (9.393) (4.853) 42.600
Postpaid-Kunden 28.830 0 (5.514) 34.344
Postpaid-Telefonie-Kunden 24.055 0 (1.861) 25.916
Andere Postpaid-Kunden 4.775 0 (3.653) 8.428
Prepaid-Kunden (476) (9.393) 661 8.256

a Einschließlich der im Rahmen des Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen Kunden und spezifischer Anpassungen der Kundenbasis zum 1. April 2020.
b Im ersten Quartal 2021 wurden durch die Übernahme eines verbundenen Unternehmens 11.000 Postpaid-Telefonie-Kunden und 1.000 weitere Postpaid Kunden übernommen. Im dritten Quartal 2021 wurden im Zuge des Erwerbs der Mobilfunk-Vermögenswerte von Shentel 716.000 Postpaid-Telefonie Kunden und 90.000 weitere Postpaid-Kunden übernommen.
c Zur Erlangung der Genehmigungen der US-Behörden für den Zusammenschluss mit Sprint wurden zum 1. Juli 2020 im Wesentlichen alle übernommenen Prepaid-Kunden nachfolgend durch DISH übernommen. Nach Abschluss der Transaktion mit DISH haben wir einen Rahmenvertrag (Master Network Service Agreement) geschlossen, gemäß dem wir den Prepaid-Kunden von DISH als virtueller Mobilfunk-Netzbetreiber für einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren Mobilfunk-Dienste anbieten. Infolgedessen nahm T-Mobile US eine Anpassung der Kundenbasis vor, durch die sich die Zahl der Prepaid-Kunden im dritten Quartal 2020 um 9,4 Mio. verringert hat. Die in unserer Gesamtkundenbasis zum 30. Juni 2020 berücksichtigten Prepaid-Kunden umfassen auch die nachfolgend durch DISH übernommenen Kunden. Es ist davon auszugehen, dass diese Kunden sich aufgrund unterschiedlicher Grundsätze zum Ausweis von Kunden von den durch den Rahmenvertrag abgedeckten Kunden unterscheiden und als Wholesale-Kunden zu klassifizieren sind.

Kunden

Zum 30. September 2021 hatte das operative Segment USA (T-Mobile US) 106,9 Mio. Kunden, gegenüber einem Bestand von 102,1 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2020. Der Zuwachs lag in den ersten neun Monaten 2021 bei 4,0 Mio. Kunden gegenüber 4,1 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die Gründe dafür erläutern wir nachfolgend:

Der Anstieg bei den Postpaid-Kunden belief sich in den ersten neun Monaten 2021 auf netto 3,7 Mio., gegenüber netto 3,9 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die rückläufige Entwicklung ist insbesondere begründet durch einen geringeren Zuwachs bei den anderen Postpaid-Kunden infolge des starken Bruttozuwachses im öffentlichen Bereich und Bildungssektor im Vorjahreszeitraum sowie einer höheren Anzahl an Anschlussverlusten in der aktuellen Berichtsperiode infolge einer größeren Kundenbasis. Dieser Entwicklung stand aufgrund des vermehrten Kundenkontakts im stationären Einzelhandel in der aktuellen Berichtsperiode im Vergleich zu den Corona-bedingten Shop-Schließungen im Vorjahr, ein höherer Zuwachs bei den Postpaid-Telefonie-Kunden gegenüber. Teilweise wurde dieser durch eine höhere Kundenabwanderung abgeschwächt.

Der Anstieg bei den Prepaid-Kunden betrug in den ersten neun Monaten 2021 netto 293 Tsd., gegenüber netto 247 Tsd. Anschlussverlusten im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf eine niedrigere Kundenabwanderung zurückzuführen.

Operative Entwicklung

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in Mio. € Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in %
Gesamtumsatz 16.483 16.643 16.807 16.569 1,4
Betriebsergebnis (EBIT) 2.144 2.147 1.680 2.395 (29,9)
EBIT-Marge % 13,0 12,9 10,0 14,5
Abschreibungen (4.577) (4.484) (4.740) (4.528) (4,7)
EBITDA 6.722 6.632 6.419 6.923 (7,3)
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (151) (272) (539) (168) n.a.
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 6.873 6.904 6.958 7.091 (1,9)
EBITDA AL 5.446 5.248 4.966 5.753 (13,7)
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (261) (489) (805) (240) n.a.
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 5.706 5.737 5.771 5.994 (3,7)
EBITDA AL Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 34,6 34,5 34,3 36,2
Cash Capex (10.513) (2.725) (2.804) (2.744) (2,2)
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in Mio. € Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020 Veränderung in % Gesamtjahr 2020
Gesamtumsatz 49.933 44.024 13,4 61.208
Betriebsergebnis (EBIT) 5.971 5.863 1,8 9.187
EBIT-Marge 12,0 13,3 15,0
Abschreibungen (13.801) (11.201) (23,2) (15.665)
EBITDA 19.772 17.064 15,9 24.852
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (962) (1.334) 27,9 (270)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 20.735 18.398 12,7 25.122
EBITDA AL 15.660 14.051 11,5 20.628
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (1.555) (1.407) (10,5) (370)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 17.215 15.458 11,4 20.997
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) 34,5 35,1 34,3
Cash Capex (16.041) (7.131) n.a. (10.394)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA stieg in den ersten neun Monaten 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 44,0 Mrd. € um 13,4 % auf 49,9 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis erhöhte sich der Gesamtumsatz der T-Mobile US um 20,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hauptgrund dafür waren höhere Service- und Endgeräteumsätze, die sich im Einzelnen wie folgt entwickelten:

Die Service-Umsätze stiegen in den ersten neun Monaten 2021 v. a. aufgrund der höheren durchschnittlichen Anzahl an Postpaid-Kundenkonten, des höheren durchschnittlichen Umsatzes je Postpaid-Kundenkonto (Average Revenue per Account, ARPA) und der höheren Wholesale-Umsätze, die v. a. aus unserem Rahmenvertrag über Mobilfunk-Dienste mit DISH und aus anderen erfolgreichen MVNO-Partnerschaften resultieren. Außerdem trugen höhere andere Service-Umsätze, insbesondere infolge der Integration des durch den Zusammenschluss mit Sprint übernommenen Festnetz-Geschäfts, maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.

Die Endgeräteumsätze stiegen in den ersten neun Monaten 2021 insbesondere aufgrund eines stärkeren Endgeräteabsatzes, mit Ausnahme der am Ende der Mietzeit kundenseitig erworbenen Geräte, v. a. aufgrund einer höheren Anzahl an verkauften Endgeräten infolge einer normalisierteren Wechselaktivität im Vergleich zum von gedämpften Rahmenbedingungen durch die Coronavirus-Pandemie geprägten Vorjahr. Dazu beigetragen hat auch der planmäßige Umstieg bei der Endgerätefinanzierung weg vom Mietmodell hin zum Ratenkaufmodell. Darüber hinaus wurden höhere Umsätze durch Endgeräteverkäufe erzielt, mit Ausnahme der am Ende der Mietzeit kundenseitig erworbenen Geräte, da der durchschnittliche Umsatz je verkauftem Gerät durch den höheren Anteil hochwertiger Telefone gegenüber anderen Endgeräten im Portfolio gestiegen ist. Abgeschwächt wurde dieser Umsatzzuwachs allerdings aufgrund vermehrter Werbeangebote. Darüber hinaus sind die Endgeräteumsätze durch höhere Erlöse aus der Verwertung zurückgenommener Geräte gestiegen. Dieser Trend ist im Wesentlichen auf einen wachsenden Anteil von High-End-Geräten und eine größere Anzahl zurückgegebener Geräte zurückzuführen. Des Weiteren hat sich ein verstärkter Absatz an Zubehör aufgrund des vermehrten Kundenkontakts im stationären Einzelhandel nach den Corona-bedingten Shop-Schließungen im Vorjahr positiv ausgewirkt. Zudem ist der Anstieg der Endgeräteumsätze auf den Zusammenschluss mit Sprint zurückzuführen, etwa durch den gestiegenen Absatz an Zubehör aufgrund einer gewachsenen Kundenbasis sowie, insbesondere infolge des höheren Bestands an Mietgeräten, vermehrt am Ende der Mietzeit kundenseitig erworbener Geräte. Diesen positiven Umsatztrends stand ein Rückgang der Umsätze aus der Vermietung von Endgeräten gegenüber, da aufgrund des planmäßigen Umstiegs bei der Endgerätefinanzierung weg vom Mietmodell hin zum Ratenkaufmodell die Zahl der Mietgeräte rückläufig ist.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Auf Euro-Basis stieg das bereinigte EBITDA AL um 11,4 % von 15,5 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 17,2 Mrd. € in den ersten neun Monaten 2021. Die bereinigte EBITDA AL-Marge sank von 35,1 % in den ersten neun Monaten 2020 auf 34,5 %. Auf US-Dollar-Basis wuchs das bereinigte EBITDA AL im gleichen Zeitraum um 18,2 %. Das bereinigte EBITDA AL stieg im Wesentlichen aufgrund des zuvor erläuterten Anstiegs der Service- und Endgeräteumsätze. Diesen positiven Einflüssen wirkten ein Anstieg des Materialaufwands für den Bezug von Endgeräten, höhere Service-Kosten sowie gestiegene Vertriebs- und Verwaltungskosten entgegen. Die höheren Materialaufwendungen sind insbesondere zurückzuführen auf höhere Aufwendungen für den Bezug von Endgeräten, mit Ausnahme der am Ende der Mietzeit kundenseitig erworbenen Geräte, v. a. durch eine höhere Anzahl an verkauften Endgeräten infolge einer durch den Zusammenschluss mit Sprint gewachsenen Kundenbasis, einer normalisierteren Wechselaktivität im Vergleich zum von gedämpften Rahmenbedingungen durch die Coronavirus-Pandemie geprägten Vorjahr sowie des planmäßigen Umstiegs bei der Endgerätefinanzierung weg vom Mietmodell hin zum Ratenkaufmodell. Darüber hinaus stiegen die Materialaufwendungen, mit Ausnahme der am Ende der Mietzeit kundenseitig erworbenen Geräte, da die durchschnittlichen Kosten je verkauftem Gerät durch den höheren Anteil hochwertiger Telefone gegenüber anderen Endgeräten im Portfolio gestiegen sind. Ursächlich für den gestiegenen Materialaufwand waren v. a. höhere Aufwendungen für die Verwertung einer gestiegenen Anzahl zurückgenommener Geräte, höhere Kosten für Zubehör aufgrund des vermehrten Kundenkontakts im stationären Einzelhandel nach den Corona-bedingten Shop-Schließungen im Vorjahr und einer gewachsenen Kundenbasis im Zuge des Zusammenschlusses mit Sprint. Hinzu kamen höhere Materialaufwendungen für Mietgeräte, insbesondere aufgrund der höheren Anzahl an Mietgeräten infolge des Zusammenschlusses mit Sprint. Der Anstieg der Service-Kosten ist hauptsächlich zurückzuführen auf höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit Anmietungen und Backhaul-Vereinbarungen, die im Zuge des Zusammenschlusses mit Sprint übernommen wurden. Darüber hinaus führte der weitere Ausbau des landesweiten 5G-Netzes, einschließlich eines neuen Rahmenvertrags aus dem Jahr 2020 über die Anmietung von Funktürmen, sowie höhere Aufwendungen für Personal und personalbezogene Leistungen, insbesondere aufgrund der höheren Personalzahlen infolge des Zusammenschlusses mit Sprint, zu höheren Service-Kosten. Ursächlich für die gestiegenen Vertriebs- und Verwaltungskosten sind insbesondere höhere Aufwendungen für Werbung, externe Kräfte und Dienstleistungen. Darüber hinaus trugen höhere Mietaufwendungen im Wesentlichen infolge des Zusammenschlusses mit Sprint sowie höhere Aufwendungen für Personal und personalbezogene Leistungen durch die gestiegenen Personalzahlen, v. a. infolge des Zusammenschlusses mit Sprint, dazu bei. Diesem Kostenanstieg standen niedrigere Aufwendungen für uneinbringliche Forderungen gegenüber.

Im EBITDA AL sind in den ersten neun Monaten 2021 negative Sondereinflüsse in Höhe von 1,6 Mrd. € enthalten, während im Vorjahreszeitraum negative Sondereinflüsse in Höhe von 1,4 Mrd. € erfasst wurden. Diese Entwicklung ergab sich im Wesentlichen aus in den ersten neun Monaten 2021 gestiegenen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Sprint-Zusammenschluss, während die Sondereinflüsse im Vorjahreszeitraum höhere Personalaufwendungen, Provisionen im indirekten Vertrieb, Reinigungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie und die Ausbuchung eines Abrechnungssystems für Postpaid-Kunden umfassten. Dem wirkte die von SoftBank geleistete Zahlung einer Strukturierungsgebühr entgegen. Die Sondereinflüsse der Berichtsperiode beinhalten Aufwendungen infolge des Zusammenschlusses mit Sprint und Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Erwerb von verbundenen Unternehmen, einschließlich Rechtskosten und Beratungsleistungen für den Vollzug dieser Transaktionen. Des Weiteren umfassen sie Restrukturierungskosten, einschließlich Abfindungen, Rationalisierungsmaßnahmen im stationären Handel, Netzwerk-Stilllegungen sowie Integrationskosten zur Erzielung von Effizienzen im Netz, im Einzelhandel, in der IT und im Back Office-Betrieb, die Migration von Kunden in das Netz von T-Mobile US und die Folgen von im Zuge des Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen Rechtsverfahren. Insgesamt stieg das EBITDA AL aufgrund der bereits beschriebenen Faktoren, einschließlich der Auswirkungen von Sondereinflüssen, um 11,5 % von 14,1 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 15,7 Mrd. € in den ersten neun Monaten 2021.

EBIT

Das EBIT stieg von 5,9 Mrd. € in den ersten neun Monaten 2020 auf 6,0 Mrd. € im Berichtszeitraum. Auf US-Dollar-Basis stieg das EBIT im gleichen Zeitraum um 8,2 %, insbesondere aufgrund des gestiegenen EBITDA AL. Auf US-Dollar-Basis erhöhten sich die Abschreibungen um 30,5 %, hauptsächlich aufgrund des weiteren Ausbaus des landesweiten 5G-Netzes, höherer Abschreibungen auf Mietgeräte aufgrund eines höheren Bestands an Mietgeräten infolge des Zusammenschlusses mit Sprint sowie höherer Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte.

Cash Capex

Der Cash Capex stieg von 7,1 Mrd. € in den ersten neun Monaten 2020 auf 16,0 Mrd. € in den ersten neun Monaten 2021. Auf US-Dollar-Basis erhöhte sich der Cash Capex um 11,1 Mrd. US-$, v. a. aufgrund von erworbenen Spektrumlizenzen, insbesondere im Rahmen der C-Band-Auktion im März 2021 in Höhe von 8,9 Mrd. US-$, der Integration des infolge des Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen Netzes und des weiteren Ausbaus des landesweiten 5G-Netzes.

Europa

Kundenentwicklung

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in Tsd. 30.09.2021 30.06.2021 Veränderung 30.09.2021/​ 30.06.2021 in % 31.12.2020 Veränderung 30.09.2021/​ 31.12.2020 in %
Europa, gesamt Mobilfunk-Kunden 46.391 45.788 1,3 45.619 1,7
Vertragskunden a 27.430 27.172 0,9 26.844 2,2
Prepaid-Kunden a 18.962 18.616 1,9 18.775 1,0
Festnetz-Anschlüsse 9.126 9.111 0,2 9.084 0,5
davon: IP-basiert 8.579 8.537 0,5 8.439 1,7
Breitband-Kunden b 7.114 7.059 0,8 6.943 2,5
TV (IPTV, Sat, Kabel) c 5.132 5.098 0,7 5.046 1,7
Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL)/​ Wholesale PSTN 1.960 1.996 (1,8) 2.246 (12,7)
Breitband-Anschlüsse Wholesale 810 774 4,7 684 18,4
Griechenland Mobilfunk-Kunden 6.985 6.935 0,7 6.914 1,0
Festnetz-Anschlüsse 2.607 2.605 0,1 2.589 0,7
Breitband-Kunden 2.274 2.252 1,0 2.185 4,1
Rumänien Mobilfunk-Kunden 4.628 4.582 1,0 4.683 (1,2)
Festnetz-Anschlüsse 1.387 1.409 (1,6) 1.444 (3,9)
Breitband-Kunden 822 841 (2,3) 912 (9,9)
Ungarn Mobilfunk-Kunden a 5.582 5.503 1,4 5.427 2,9
Festnetz-Anschlüsse 1.796 1.778 1,0 1.759 2,1
Breitband-Kunden b 1.387 1.361 1,9 1.321 5,0
Polen Mobilfunk-Kunden 11.425 11.290 1,2 11.198 2,0
Festnetz-Anschlüsse 29 30 (3,3) 31 (6,5)
Breitband-Kunden b 67 59 13,6 32 n.a.
Tschechische Republik Mobilfunk-Kunden 6.259 6.205 0,9 6.178 1,3
Festnetz-Anschlüsse 633 625 1,3 606 4,5
Breitband-Kunden 386 383 0,8 368 4,9
Kroatien Mobilfunk-Kunden 2.326 2.273 2,3 2.253 3,2
Festnetz-Anschlüsse 879 881 (0,2) 885 (0,7)
Breitband-Kunden 633 630 0,5 625 1,3
Slowakei Mobilfunk-Kunden 2.493 2.479 0,6 2.441 2,1
Festnetz-Anschlüsse 870 865 0,6 865 0,6
Breitband-Kunden 626 620 1,0 607 3,1
Österreich Mobilfunk-Kunden 5.126 5.067 1,2 5.074 1,0
Festnetz-Anschlüsse 586 582 0,7 569 3,0
Breitband-Kunden 655 650 0,8 635 3,1
Übrige d Mobilfunk-Kunden 1.568 1.453 7,9 1.451 8,1
Festnetz-Anschlüsse 339 335 1,2 335 1,2
Breitband-Kunden 266 263 1,1 259 2,7
scrollen
in Tsd. 30.09.2020 Veränderung 30.09.2021/​ 30.09.2020 in %
Europa, gesamt 45.743 1,4
26.628 3,0
19.115 (0,8)
9.062 0,7
8.381 2,4
6.856 3,8
4.977 3,1
2.262 (13,4)
639 26,8
Griechenland 7.071 (1,2)
2.584 0,9
2.141 6,2
Rumänien 4.691 (1,3)
1.467 (5,5)
934 (12,0)
Ungarn 5.425 2,9
1.742 3,1
1.297 6,9
Polen 11.071 3,2
31 (6,5)
22 n.a.
Tschechische Republik 6.181 1,3
593 6,7
361 6,9
Kroatien 2.292 1,5
888 (1,0)
623 1,6
Slowakei 2.412 3,4
862 0,9
598 4,7
Österreich 5.098 0,5
560 4,6
625 4,8
Übrige d 1.502 4,4
335 1,2
256 3,9

a In Ungarn wurden zum 1. Januar 2020 im Rahmen der Vereinheitlichung der zugrundeliegenden Kundendefinition M2M-Karten ausschließlich dem Prepaid-Kundensegment zugeordnet.
b Die Vorjahresvergleichswerte für Breitband-Kunden in Polen und Ungarn wurden im Rahmen der Vereinheitlichung der zugrundeliegenden Kundendefinition rückwirkend angepasst.
c Die Vergleichswerte für TV-Kunden in Kroatien wurden im Rahmen der Vereinheitlichung der zugrundeliegenden Kundendefinition rückwirkend angepasst.
d "Übrige" enthält die Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro und die Anschlüsse der GTS Central Europe Gruppe in Rumänien.

Gesamt

Im operativen Segment Europa erzielten wir zum Ende der ersten neun Monate 2021 wieder einen leichten Anstieg bei der Kundenentwicklung. In den ersten neun Monaten 2021 verzeichneten wir leichte Zuwächse bei den Festnetz-Kunden. Gerade das konvergente Produkt-Portfolio "MagentaOne" erzielte durch die anhaltende Nachfrage einen Anstieg bei den FMC-Kunden um 8,7 % im Vergleich zum Jahresende 2020. Mit Hochdruck bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur mit moderner Glasfaser aus. Insgesamt konnten wir die Zahl der Breitband-Kunden um 2,5 % erhöhen. Auch das Mobilfunk-Geschäft erzielte wiederholt leicht steigende Kundenzahlen - sowohl bei den werthaltigen Vertragskunden als auch bei den Prepaid-Kunden. Unser Ausbau des 5G-Netzes kommt gut voran: In den meisten Landesgesellschaften konnten wir den Vertrieb von 5G-Angeboten kommerziell starten.

Mobilfunk

Im operativen Segment Europa zählten wir zum Ende der ersten neun Monate 2021 insgesamt 46,4 Mio. Mobilfunk-Kunden; gegenüber dem Jahresende 2020 zeigt sich somit ein leichtes Wachstum. Die Anzahl der werthaltigen Vertragskunden stieg um 2,2 %. Dabei wuchs der Vertragskundenbestand in allen Landesgesellschaften, insbesondere in Polen, der Tschechischen Republik und Österreich. Insgesamt blieb der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand nahezu unverändert stabil bei 59,1 %. Neben der reinen Kundenentwicklung haben wir das "Mehr-für-Mehr"-Prinzip in unserem Produkt-Portfolio erfolgreich fortgeführt, um die Werthaltigkeit pro Kunde nachhaltig zu steigern. Darüber hinaus profitierten unsere Kunden im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie von einer hohen Netzabdeckung mit einer schnellen, mobilen Breitband-Anbindung. So versorgten wir zum 30. September 2021 in den Ländern unseres operativen Segments 97,9 % der Bevölkerung mit LTE und erreichten damit insgesamt rund 109 Mio. Einwohner. Auch die 5G-Abdeckung schreitet in den Ländern unseres operativen Segments voran. So konnte bereits ein großer Anteil der Bevölkerung z. B. in Griechenland, Kroatien und Österreich an das 5G-Netz der Telekom angebunden werden.

Auch der Prepaid-Kundenbestand zeigte im Vergleich zum Jahresende 2020 ein leichtes Wachstum von 1,0 %. Mit Zuwächsen u. a. in Polen und Ungarn konnten wir die Rückgänge insbesondere in Rumänien überkompensieren. Darüber hinaus bieten wir unseren Prepaid-Kunden hochwertige Vertragstarife an, was sich ebenfalls positiv auf das Vertragskundengeschäft auswirkte.

Festnetz

Das Breitband-Geschäft ist zum 30. September 2021 gegenüber dem Vorjahresendwert um 2,5 % auf insgesamt 7,1 Mio. Kunden gewachsen. In fast allen Landesgesellschaften, insbesondere in Griechenland, Ungarn, Polen, Österreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei, erhöhten sich die Kundenbestände deutlich, außer in Rumänien. Mittels unserer stetigen Investitionen in zukunftsweisende Glasfaser-Technologien bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur konsequent aus. Zum Ende des dritten Quartals 2021 haben rund 6,7 Mio. Haushalte in unseren Landesgesellschaften die Möglichkeit, eine direkte Anbindung an unser schnelles Glasfasernetz mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/​s zu buchen. Der Anteil der IP-basierten Anschlüsse an den gesamten Festnetz-Anschlüssen stieg im selben Zeitraum auf 94,0 %. Insgesamt bewegte sich die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse in unserem operativen Segment Europa mit 9,1 Mio. knapp über dem Vorjahresniveau.

Das TV- und Entertainment-Geschäft zählte zum 30. September 2021 insgesamt 5,1 Mio. Kunden und zeigte damit ein leichtes Wachstum von 1,7 % gegenüber dem Vorjahresendwert. Der TV-Markt ist in vielen Ländern unseres Segments bereits gesättigt; hier sind es neben den Telekommunikationsunternehmen auch sog. "OTT-Player", die TV-Dienste anbieten.

FMC - Fixed Mobile Convergence

Unser konvergentes Produkt-Portfolio "MagentaOne" erfreut sich in all unseren Landesgesellschaften großer Beliebtheit. Im Privatkundenbereich erreichten wir zum Ende der ersten neun Monate 2021 einen Bestand von 6,3 Mio. FMC-Kunden; das entspricht einem Anstieg von 8,7 % gegenüber dem Vorjahresendwert. Insbesondere unsere Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn, Österreich und der Tschechischen Republik trugen zu diesem Wachstum bei. Auch im Geschäftskundenbereich vertreiben wir das Produkt "MagentaOne Business" mit steigenden Zuwachsraten.

Operative Entwicklung

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in Mio. € Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in %
Gesamtumsatz 2.729 2.823 2.905 2.880 0,9
Griechenland 717 759 790 763 3,5
Rumänien 210 217 200 244 (18,0)
Ungarn 406 424 454 429 5,8
Polen 341 349 353 365 (3,3)
Tschechische Republik 269 280 283 268 5,6
Kroatien 219 223 235 247 (4,9)
Slowakei 190 194 197 190 3,7
Österreich 326 327 344 330 4,2
Übrige a 70 76 78 73 6,8
Betriebsergebnis (EBIT) 385 425 654 382 71,2
EBIT-Marge % 14,1 15,1 22,5 13,3
Abschreibungen (645) (648) (624) (823) 24,2
EBITDA 1.029 1.073 1.278 1.205 6,1
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (10) (15) 80 30 n.a.
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 1.039 1.088 1.198 1.175 2,0
EBITDA AL 936 979 1.185 1.094 8,3
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (10) (15) 80 30 n.a.
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 946 994 1.105 1.064 3,9
Griechenland 298 304 342 326 4,9
Rumänien 37 44 56 50 12,0
Ungarn 106 133 154 139 10,8
Polen 95 100 100 98 2,0
Tschechische Republik 111 120 117 109 7,3
Kroatien 79 85 106 95 11,6
Slowakei 84 78 89 88 1,1
Österreich b 125 123 129 136 (5,1)
Übrige a 11 8 13 23 (43,5)
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 34,7 35,2 38,0 36,9
Cash Capex (485) (386) (453) (431) (5,1)
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Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020 Veränderung in % Gesamtjahr 2020
Gesamtumsatz 8.456 8.344 1,3 11.335
Griechenland 2.266 2.162 4,8 2.940
Rumänien 627 710 (11,7) 951
Ungarn 1.284 1.262 1,7 1.734
Polen 1.042 1.084 (3,9) 1.453
Tschechische Republik 832 789 5,4 1.072
Kroatien 678 675 0,4 917
Slowakei 581 562 3,4 773
Österreich 996 960 3,8 1.302
Übrige a 224 204 9,8 283
Betriebsergebnis (EBIT) 1.463 1.095 33,6 1.278
EBIT-Marge % 17,3 13,1 11,3
Abschreibungen (1.916) (2.124) 9,8 (2.875)
EBITDA 3.380 3.219 5,0 4.153
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 55 (60) n.a. (188)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 3.325 3.279 1,4 4.341
EBITDA AL 3.101 2.893 7,2 3.722
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse 55 (60) n.a. (188)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 3.046 2.953 3,1 3.910
Griechenland 944 899 5,0 1.199
Rumänien 137 120 14,2 153
Ungarn 392 377 4,0 520
Polen 295 290 1,7 378
Tschechische Republik 348 324 7,4 430
Kroatien 269 253 6,3 337
Slowakei 251 247 1,6 335
Österreich b 378 383 (1,3) 496
Übrige a 31 59 (47,5) 63
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 36,0 35,4 34,5
Cash Capex (1.324) (1.431) 7,5 (2.216)

Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.

a "Übrige" enthält die Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro sowie die GTS Central Europe Gruppe in Rumänien und Europe Headquarters.
b Zum 1. Januar 2021 wurde das österreichische Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in das operative Segment Group Development verlagert. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamtumsatz

Unser operatives Segment Europa erzielte in den ersten neun Monaten 2021 einen Gesamtumsatz von 8,5 Mrd. €, gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 1,3 %. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse, erhöhte sich der Umsatz um 1,9 % gegenüber dem Vorjahresniveau.

Die organischen Zuwächse sind hauptsächlich auf die gute Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen. Maßgeblich hierfür waren v. a. gestiegene Service-Umsätze mit höheren Margen, leicht gestiegene Roaming- und Visitoren-Umsätze sowie höhere Umsätze aus Endgeräteverkäufen. Eine gleichbleibende Umsatzentwicklung verzeichnete hingegen das Festnetz-Geschäft. Dabei konnten insbesondere die deutlich höheren Umsätze beim Breitband-Geschäft die Einbußen im Wholesale-Geschäft sowie die erwartungsgemäß geringeren Umsätze bei der Sprachtelefonie ausgleichen. Das Systemgeschäft war insgesamt rückläufig.

Die beste organische Umsatzentwicklung aus Länderperspektive hatten zum 30. September 2021 unsere Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn und Österreich zu verzeichnen. Dadurch konnten wir die sinkenden Umsätze in Rumänien und Polen ausgleichen.

Im Privatkundenbereich erhöhten sich die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum organisch um 2,3 %. Dazu beigetragen haben zum großen Teil höhere Mobilfunk-Umsätze: Sowohl die Service-Umsätze als auch die Verkäufe von mobilen Endgeräten stiegen an. Im Festnetz-Bereich erzielten wir im Breitband-/​TV-Geschäft dank unserer innovativen TV- und Entertainment-Angebote und des kontinuierlichen Ausbaus der Glasfaser-Technologie ein Plus bei der Umsatzentwicklung. Dadurch konnten wir die rückläufigen Umsätze bei der Sprachtelefonie überkompensieren. Zusätzlich wirkte sich auch eine höhere Anzahl an FMC-Kunden umsatzsteigernd aus.

Der Geschäftskundenbereich hat im Vorjahresvergleich eine stabile organische Umsatzentwicklung erreicht. Die ersten drei Quartale 2021 waren geprägt von steigenden Umsätzen in unserer Mobilfunk-Sparte. Treiber dafür sind die nach dem Corona-Lockdown wieder zunehmenden Roaming-Umsätze sowie ein Mehrbedarf an mobilen Daten durch hybrides Arbeiten. Aufgrund dieser Trends erleben wir eine Stagnation im Festnetz-Bereich. Zwar vertreiben wir erfolgreich Glasfaser-basierte Breitband-Dienste und bieten in Rumänien und Kroatien Festnetz-spezifische Sicherheitsfeatures für das Surfen im Internet an, jedoch ist der Trend zum mobilen Arbeiten spürbar. Das ICT-Geschäft verläuft im Vorjahresvergleich leicht rückläufig. In unseren Wachstumsthemen Cloud, Smart Cities und Security verkaufen wir unsere Lösungen an Großkunden und den öffentlichen Sektor weiterhin erfolgreich.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Unser operatives Segment Europa erzielte in den ersten neun Monaten 2021 ein bereinigtes EBITDA AL von 3,0 Mrd. € und lag damit um 3,1 % über dem Vorjahreszeitraum. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse sowie um die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts zum operativen Segment Group Development neutralisiert, stieg das bereinigte EBITDA AL um 5,0 % und verzeichnete damit weiterhin einen positiven Ergebnisbeitrag. Dazu trugen neben den positiven Effekten aus dem Umsatz auch Einsparungen bei den indirekten Kosten, auch durch geringere Aufwendungen beim Personal, bei.

Aus Länderperspektive war der Anstieg des bereinigten organischen EBITDA AL auf die positive Entwicklung in allen unseren Landesgesellschaften, insbesondere aber in Griechenland, Österreich und Ungarn, zurückzuführen.

Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,2 % auf 3,1 Mrd. €. Der Ertrag aus Sondereinflüssen lag im Saldo bei 55 Mio. € gegenüber einem Aufwand aus Sondereinflüssen in der Vergleichsperiode in Höhe von minus 60 Mio. €. Grund für diese Veränderungen war die Auflösung einer in den Jahren 2010 und 2011 seitens OTE gebildeten sonstigen Personalrückstellung im Zusammenhang mit einer zusätzlichen Zahlung an den griechischen Sozialversicherungsfonds IKA-ETAM in Höhe von 134 Mio. €. Im September 2021 wurde ein diesbezüglich geführtes Verfahren abgeschlossen. Organisch betrachtet stieg das EBITDA AL um 9,1 % an.

Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern

Griechenland. In Griechenland lagen die Umsätze mit 2,3 Mrd. € um 4,8 % über dem Vorjahr. Die gute Entwicklung im Mobilfunk-Bereich ist im Wesentlichen auf den Zugewinn neuer Vertragskunden zurückzuführen. Damit verbunden sind sowohl höhere Endgeräteverkäufe als auch höhere Service-Umsätze. Aufgrund der sich wieder zunehmend normalisierenden Reisetätigkeit entwickelten sich auch die Visitoren-Umsätze positiv. Der intensive Glasfaser- und Vectoring-Ausbau, einhergehend mit entsprechend höheren Kundenzahlen, beeinflusste das Festnetz-Geschäft zunehmend positiv. Hier erwirtschafteten wir in den ersten neun Monaten 2021 steigende Umsätze im Wesentlichen getrieben durch das Breitband-Geschäft. Ferner trug das Systemgeschäft zum Umsatzwachstum bei.

In den ersten neun Monaten 2021 lag das bereinigte EBITDA AL in Griechenland bei 944 Mio. € und stieg gegenüber dem Vorjahr somit um 5,0 %. Zu verdanken ist dies einer umsatzbedingt höheren Nettomarge. Die indirekten Kosten bewegten sich insgesamt auf dem Niveau der Vorjahresperiode.

Ungarn. Bis zum 30. September 2021 erzielten wir in Ungarn einen Umsatz von 1,3 Mrd. €. Damit entwickelte sich der Umsatz trotz negativer Währungskurseffekte leicht positiv. Organisch betrachtet lagen die Umsätze 4,3 % über dem Vorjahresniveau. Das Mobilfunk-Geschäft ist dabei der wesentliche Treiber. Vor allem die Service-Umsätze entwickelten sich positiv. Darüber hinaus konnten durch Zuwächse bei der Anzahl der Vertragskunden positive Effekte auf das Endgerätegeschäft verzeichnet werden. Der Festnetz-Bereich entwickelte sich ebenfalls leicht positiv mit steigenden Umsätzen im TV- sowie im Breitband-Geschäft, beides durch eine höhere Kundenbasis. Auch das Systemgeschäft trug zur Umsatzsteigerung bei. Unser Konvergenzangebot "MagentaOne" entwickelte sich weiterhin erfolgreich mit einer erneut gestiegenen Kundenzahl und entsprechenden Umsätzen.

Das bereinigte EBITDA AL lag mit 392 Mio. € um 4,0 % über dem Vorjahresniveau. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL um 6,4 %. Dieses Wachstum ist insbesondere auf die höheren Umsätze zurückzuführen, die den Anstieg der Kosten mehr als ausgleichen.

Polen. In Polen reduzierten sich die Umsätze in den ersten neun Monaten 2021 um 3,9 % auf 1,0 Mrd. €. Verursacht war dies durch negative Währungskurseffekte. Organisch betrachtet reduzierten sich die Umsätze lediglich um 1,2 %. Dabei verzeichnete das Mobilfunk-Geschäft leichte Rückgänge aus reduzierten National Roaming-Umsätzen. Im Festnetz-Geschäft konnten wir die Anzahl der FTTH-Kunden deutlich steigern und damit die Basis für weiteres Breitband-Wachstum schaffen.

Das bereinigte EBITDA AL lag zum 30. September 2021 mit 295 Mio. € um 1,7 % über der Vorjahresperiode. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL v. a. infolge geringerer Kosten um 4,6 % an.

Tschechische Republik. In den ersten neun Monaten 2021 lagen die Umsätze in der Tschechischen Republik bei 832 Mio. € und somit um 5,4 % über dem Niveau des Vorjahres. Organisch betrachtet stiegen die Umsätze um 2,9 % an. Dabei lagen die Mobilfunk-Umsätze über dem Niveau des Vorjahres. Das geht im Wesentlichen auf das Geschäft der Service-Umsätze (ohne Visitoren) mit höheren Margen zurück, begleitet von höheren Endgeräteumsätzen. Daneben erweist sich auch das Festnetz-Geschäft mit seinem Breitband- und TV-Geschäft erneut als Umsatztreiber. Die Anzahl der Breitband-Kunden stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich an. Im Bereich des Systemgeschäfts konnten wir ebenfalls Umsätze hinzugewinnen.

Das bereinigte EBITDA AL erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,4 % auf 348 Mio. €. Organisch betrachtet stieg das Ergebnis hauptsächlich umsatzbedingt um 5,1 %.

Österreich. In Österreich erwirtschafteten wir in den ersten neun Monaten 2021 einen Umsatz von 996 Mio. €. Das entspricht einem Anstieg von 3,8 % und ist im Wesentlichen auf Zuwächse bei den Service-Umsätzen mit höheren Margen zurückzuführen. Der Verkauf von mobilen Endgeräten leistete ebenso einen positiven Umsatzbeitrag. Die Visitoren-Umsätze unterlagen noch einem leicht negativen Einfluss. Die Umsätze im Festnetz-Geschäft entwickelten sich ebenfalls positiv. Das Breitband-Geschäft erzielte deutliche Zuwachsraten, u. a. infolge einer höheren Kundenbasis und höherwertigerer Tarife.

Das bereinigte EBITDA AL sank zum 30. September 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % auf 378 Mio. €. Organisch betrachtet, d. h. neutralisiert um die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts zum operativen Segment Group Development, stieg das bereinigte EBITDA AL aufgrund der positiven Umsatzeffekte deutlich um 9,8 % an. Ein wesentlicher Beitrag kommt aus der Realisierung von Synergieeffekten sowie aus der Ausweitung konvergenter Produktangebote.

EBIT

Unser operatives Segment Europa wies in den ersten neun Monaten 2021 eine Steigerung des EBIT um 368 Mio. € auf. Neben einem um 161 Mio. € höheren EBITDA fielen die Abschreibungen um 208 Mio. € niedriger aus. Dabei lagen die planmäßigen Abschreibungen leicht unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Hier wirkten sich v. a. die ausgesetzten Abschreibungen aufgrund des am 30. September 2021 vollzogenen Verkaufs des als zur Veräußerung gehaltenen Festnetz-Geschäfts in Rumänien aus. Im dritten Quartal des Vorjahres führten außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der seinerzeit geplanten Veräußerung des rumänischen Festnetz-Geschäfts zu einer unterjährigen Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte des im Konzern verbleibenden rumänischen Mobilfunk-Geschäfts in Höhe von insgesamt 160 Mio. €. Begründet war diese Wertminderung durch den Wegfall der bisherigen MVNO-Vereinbarungen.

Cash Capex

Zum 30. September 2021 wies das operative Segment Europa einen im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 % niedrigeren Cash Capex von 1,3 Mrd. € aus. Dieser Rückgang ist auf geringere Auszahlungen für den Erwerb von Spektrumlizenzen, v. a. in Ungarn, zurückzuführen. Wir investieren weiterhin im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in die Bereitstellung von Breitband- und Glasfaser-Technologie sowie in 5G.

Systemgeschäft

Auftragseingang

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in Mio. € Q1-Q3 2021 H1 2021 Gesamtjahr 2020 Q1-Q3 2020 Veränderung Q1-Q3 2021/​ Q1-Q3 2020 in %
Auftragseingang 2.821 2.019 4.564 2.485 13,5

Geschäftsentwicklung

Die ersten neun Monate 2021 standen weiter im Zeichen der Fokussierung unseres Systemgeschäfts auf Wachstums- und Zukunftsthemen sowie der Fortsetzung unseres Transformationsprogramms. Im Rahmen des Transformationsprogramms haben wir die Anpassung unserer Organisation, Abläufe und Kapazitäten sowie die Entwicklung der Strategie für unser Portfolio weiter vorangetrieben. Selbstständige Portfolio-Einheiten verantworten sowohl unsere Wachstumsfelder (z. B. Public Cloud und Security) als auch unser klassisches IT-Geschäft.

Wir haben ausgewählte Branchen definiert (Automotive, Gesundheitswesen, öffentliche Hand und öffentliches Transportwesen), für die wir auf Basis unserer Expertise verstärkt vertikale Lösungen anbieten werden. Darüber hinaus haben wir Kooperationen mit führenden Cloud Service-Anbietern vereinbart (z. B. Amazon, Google, Microsoft), um unseren Kunden ein noch breiteres und flexibleres Spektrum an Cloud-Lösungen anbieten zu können. Um unsere Konzernstrategie im Feld "Führend bei Geschäftskunden-Produktivität" konsequent umzusetzen, wurde zum 1. Januar 2021 unsere Portfolio-Einheit IoT (Internet of Things) in das operative Segment Deutschland überführt.

Der Auftragseingang unseres operativen Segments Systemgeschäft liegt in den ersten neun Monaten 2021 um 13,5 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung reflektiert die Erholung von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die wirtschaftliche Lage unserer Geschäftskunden und die Zurückhaltung bei der Vergabe von Aufträgen im Vorjahr. Insbesondere in unseren Wachstumsfeldern ist eine deutlich positive Entwicklung zu verzeichnen.

Operative Entwicklung

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in Mio. € Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in %
Gesamtumsatz 1.015 1.006 971 955 1,7
davon: Umsatz extern 798 799 765 743 3,0
Betriebsergebnis (EBIT) (27) (68) (35) (403) 91,3
EBIT-wirksame Sondereinflüsse (56) (104) (79) (433) 81,8
EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 29 36 44 30 46,7
EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 2,9 3,6 4,5 3,1
Abschreibungen (80) (74) (101) (445) 77,3
EBITDA 53 7 67 42 59,5
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (36) (91) (41) (59) 30,5
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 89 98 107 102 4,9
EBITDA AL 26 (19) 39 18 n.a.
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (36) (91) (41) (59) 30,5
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 62 72 80 77 3,9
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 6,1 7,2 8,2 8,1
Cash Capex (49) (50) (46) (68) 32,4
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in Mio. € Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020 Veränderung in % Gesamtjahr 2020
Gesamtumsatz 2.992 3.082 (2,9) 4.159
davon: Umsatz extern 2.362 2.413 (2,1) 3.237
Betriebsergebnis (EBIT) (129) (513) 74,9 (534)
EBIT-wirksame Sondereinflüsse (238) (530) 55,1 (582)
EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 109 17 n.a. 48
EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) 3,6 0,6 1,2
Abschreibungen (256) (650) 60,6 (720)
EBITDA 127 137 (7,3) 185
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (168) (157) (7,0) (209)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 294 294 0,0 394
EBITDA AL 47 51 (7,8) 70
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (168) (157) (7,0) (209)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 215 207 3,9 279
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) 7,2 6,7 6,7
Cash Capex (146) (149) 2,0 (235)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag in den ersten neun Monaten 2021 bei 3,0 Mrd. € bzw. um 2,9 % unter Vorjahresniveau. Der Rückgang ist im Wesentlichen getrieben durch das erwartungsgemäß rückläufige klassische IT-Infrastrukturgeschäft, zum Teil bedingt durch bewusste unternehmerische Entscheidungen wie den Abbau von End User Services. Dagegen wachsen unsere Wachstumsfelder deutlich, insbesondere Public Cloud (+21,0 %), Digital Solutions (+13,4 %) und Road Charging (+12,4 %).

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

In den ersten neun Monaten 2021 stieg das bereinigte EBITDA AL unseres operativen Segments Systemgeschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 % auf 215 Mio. €. Effizienzeffekte aus unserem Transformationsprogramm sowie Effekte durch Umsatzsteigerung in unseren Wachstumsfeldern überstiegen den Ergebnisrückgang im klassischen IT-Infrastrukturgeschäft. Das EBITDA AL sank gegenüber dem Vorjahr um 4 Mio. € auf 47 Mio. €. Die Sondereinflüsse lagen um 11 Mio. € über Vorjahr bei minus 168 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch ein negatives Entkonsolidierungsergebnis im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Geschäftsbetriebs sowie gegenläufig niedrigere Restrukturierungskosten.

Bereinigtes EBIT, EBIT

Das bereinigte EBIT unseres operativen Segments Systemgeschäft stieg in den ersten neun Monaten 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 92 Mio. € auf 109 Mio. €, insbesondere vor dem Hintergrund rückläufiger planmäßiger Abschreibungen. Das EBIT stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 384 Mio. € auf minus 129 Mio. €. Der Aufwand aus Sondereinflüssen lag um 292 Mio. € unter dem Vorjahreszeitraum bei minus 238 Mio. €. Im dritten Quartal des Vorjahres belastete eine nicht zahlungswirksame Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte das EBIT in Höhe von 0,4 Mrd. €, die in der Folge zu einer Verringerung der Abschreibungsbasis führte. In den ersten neun Monaten 2021 wurden nicht zahlungswirksame Wertminderungen der langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 0,1 Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Diese standen ebenfalls im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft im dritten Quartal des Vorjahres.

Cash Capex

Der Cash Capex des operativen Segments Systemgeschäft lag in den ersten neun Monaten 2021 mit 146 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Schwerpunkt unserer Investitionen liegt perspektivisch weiterhin auf der Entwicklung unseres Wachstumsgeschäfts.

Group Development Kundenentwicklung

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in Tsd. 30.09.2021 30.06.2021 Veränderung 30.09.2021/​ 30.06.2021 in % 31.12.2020 Veränderung 30.09.2021/​ 31.12.2020 in %
T‑Mobile Netherlands Mobilfunk-Kunden 6.894 6.853 0,6 6.803 1,3
Festnetz Anschlüsse 721 707 2,0 682 5,7
Breitband-Kunden 709 695 2,0 668 6,1
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in Tsd. 30.09.2020 Veränderung 30.09.2021/​ 30.09.2020 in %
T‑Mobile Netherlands 5.761 19,7
661 9,1
647 9,6

In den Niederlanden stieg die Kundenanzahl im Mobilfunk-Bereich leicht an. Die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse in den Niederlanden stieg durch die positive Entwicklung im operativen Geschäft ebenfalls an und profitierte weiterhin von der Wiedereröffnung der Shops nach dem Corona-Lockdown Ende April 2021 sowie von den erfolgreichen Werbemaßnahmen.

Operative Entwicklung

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in Mio. € Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in %
Gesamtumsatz 782 780 787 719 9,5
davon: T‑Mobile Netherlands 513 506 515 484 6,4
davon: GD Towers a, b 282 283 270 248 8,9
Betriebsergebnis (EBIT) 166 381 219 154 42,2
Abschreibungen (210) (219) (183) (190) 3,7
EBITDA 376 600 402 344 16,9
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (16) 198 (21) (11) (90,9)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 392 403 423 355 19,2
davon: T‑Mobile Netherlands 171 184 208 163 27,6
davon: GD Towers a, b 224 226 220 199 10,6
EBITDA AL 301 516 319 273 16,8
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (16) 198 (21) (11) (90,9)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 316 318 340 284 19,7
davon: T‑Mobile Netherlands 151 155 179 141 27,0
davon: GD Towers a, b 169 170 164 149 10,1
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 40,4 40,8 43,2 39,5
Cash Capex (115) (134) (144) (330) 56,4
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in Mio. € Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020 Veränderung in % Gesamtjahr 2020
Gesamtumsatz 2.349 2.142 9,7 2.883
davon: T‑Mobile Netherlands 1.534 1.441 6,5 1.946
davon: GD Towers a, b 835 743 12,4 989
Betriebsergebnis (EBIT) 766 417 83,7 562
Abschreibungen (613) (576) (6,4) (780)
EBITDA 1.379 993 38,9 1.343
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 161 (55) n.a. (43)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 1.218 1.049 16,1 1.386
davon: T‑Mobile Netherlands 563 482 16,8 639
davon: GD Towers a, b 670 589 13,8 786
EBITDA AL 1.135 781 45,3 1.058
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse 161 (55) n.a. (43)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 975 836 16,6 1.101
davon: T‑Mobile Netherlands 484 419 15,5 554
davon: GD Towers a, b 503 439 14,6 587
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 41,5 39,0 38,2
Cash Capex (393) (566) 30,6 (699)

a Zum 1. Januar 2021 wurde das österreichische Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in das operative Segment Group Development verlagert. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.
b Zum 1. Juni 2021 wurde das niederländische Funkturmgeschäft an die DIV veräußert und nachfolgend in die Cellnex Netherlands eingebracht.

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Group Development stieg in den ersten neun Monaten 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,7 % auf 2,3 Mrd. €. Organisch betrachtet, d. h. neutralisiert um die Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts zum 1. Juni 2021, die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts zum 1. Januar 2021 sowie den Erwerb des niederländischen MVNO und SIM-Anbieters Simpel zum 1. Dezember 2020, stieg der Umsatz um 4,3 %. Der Umsatzanstieg resultierte aus dem operativen und strukturellen Wachstum unserer beiden Geschäftseinheiten T‑Mobile Netherlands und GD Towers mit der DFMG sowie dem österreichischen Funkturmgeschäft. In den Niederlanden trug insbesondere der Mobilfunk-Bereich aufgrund höherer "Out of Bundle"-Umsätze und höherer Endgeräteverkäufe zum Umsatzanstieg bei. Der Bereich GD Towers verzeichnete ebenso einen Umsatzanstieg, welcher auf einem mengenbedingten Wachstum bei der DFMG beruht sowie durch die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts weiter verstärkt wurde.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Das bereinigte EBITDA AL stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um 16,6 % auf 975 Mio. € an. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL um 10,6 %. Der Anstieg resultierte aus der zuvor genannten positiven Umsatzentwicklung bei T‑Mobile Netherlands, aus dem Erwerb von Simpel sowie dem effizienten Kosten-Management der T‑Mobile Netherlands. Das GD Towers Geschäft entwickelte sich aufgrund steigender Mengen konstant positiv und wurde durch die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts weiter gestärkt. Darüber hinaus konnte auch eine operative Steigerung des bereinigten EBITDA AL durch Umsatzwachstum und Kostentransformation erreicht werden. Positive Sondereinflüsse entlasteten das EBITDA AL im Saldo in Höhe von 161 Mio. €. Diese standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem aus der Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts entstandenen Entkonsolidierungsertrag. Das EBITDA AL stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um 354 Mio. € auf 1,1 Mrd. € an.

EBIT

Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Wesentlichen aufgrund der beim EBITDA AL beschriebenen Entwicklung auf 766 Mio. €. Die Abschreibungen lagen 6,4 % über dem Niveau der Vergleichsperiode im Wesentlichen aufgrund der seit dem 1. Januar 2021 zu berücksichtigenden Abschreibungen aus dem österreichischen Funkturmgeschäft. Gegenläufig wirkten sich geringere Abschreibungen im Zusammenhang mit der seit dem 6. September 2021 als zur Veräußerung gehaltenen T‑Mobile Netherlands, und dem damit verbundenen Aussetzen der planmäßigen Abschreibungen, aus.

Cash Capex

Der Cash Capex lag bei 393 Mio. € und somit unter dem Niveau des Vergleichszeitraums, im Wesentlichen bedingt durch den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen durch T‑Mobile Netherlands in der Vergleichsperiode.

Group Headquarters & Group Services

Operative Entwicklung

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in Mio. € Q1 2021 Q2 2021 Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in % Q1-Q3 2021
Gesamtumsatz 625 671 617 625 (1,3) 1.913
Betriebsergebnis (EBIT) (357) (378) (392) (430) 8,8 (1.127)
Abschreibungen (330) (382) (354) (358) 1,1 (1.066)
EBITDA (27) 4 (38) (73) 47,9 (62)
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (26) (55) (32) (75) 57,3 (113)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) (2) 59 (6) 2 n.a. 51
EBITDA AL (110) (75) (119) (164) 27,4 (304)
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (26) (55) (32) (75) 57,3 (113)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) (84) (21) (86) (90) 4,4 (191)
Cash Capex (250) (222) (230) (223) (3,1) (702)
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in Mio. € Q1-Q3 2020 Veränderung in % Gesamtjahr 2020
Gesamtumsatz 1.910 0,2 2.556
Betriebsergebnis (EBIT) (1.140) 1,1 (1.655)
Abschreibungen (978) (9,0) (1.304)
EBITDA (162) 61,7 (350)
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (214) 47,2 (277)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 52 (1,9) (73)
EBITDA AL (434) 30,0 (707)
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (214) 47,2 (277)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) (220) 13,2 (429)
Cash Capex (693) (1,3) (990)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services lag im Berichtszeitraum auf Vorjahresniveau. Positiv wirkten sich die höheren konzerninternen Umsätze bei Deutsche Telekom IT aus der Lizenzierung des ERP-Systems aus. Gegenläufig sanken die Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude aufgrund der weiteren Optimierung von Flächen.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

In der Berichtsperiode verbesserte sich das bereinigte EBITDA AL unseres Segments Group Headquarters & Group Services im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29 Mio. € auf minus 191 Mio. €. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen bei Deutsche Telekom IT aus der Lizenzierung des ERP-Systems und aus geringeren operativen Aufwendungen bei unseren Group Services. Gegenläufig belasteten geringere Erträge aus Immobilienverkäufen und gesunkene Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude das bereinigte EBITDA AL.

Insgesamt war das EBITDA AL in der Berichtsperiode mit Sondereinflüssen, insbesondere für Personalmaßnahmen, in Höhe von 113 Mio. € belastet. Im Vorjahreszeitraum standen dem Sondereinflüsse, ebenfalls insbesondere für Personalmaßnahmen, in Höhe von 214 Mio. € gegenüber.

EBIT

Die Verbesserung des EBIT um 13 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf minus 1.127 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Effekten: Einerseits aus der positiven Entwicklung des EBITDA AL und andererseits aus dem Anstieg der Abschreibungen. Letzteres ist im Wesentlichen auf das erhöhte Fertigungsvolumen im Zusammenhang mit der Einführung agiler Prozesse und auf kürzere Projektlaufzeiten bei Deutsche Telekom IT zurückzuführen. Darüber hinaus stiegen die Abschreibungen durch höhere Aktivierungen im Rahmen der Lizenzierung des ERP-Systems. Gegenläufig sanken die Abschreibungen im Bereich Grundstücke und Gebäude infolge der fortgesetzten Optimierung unseres Immobilien-Portfolios. Ferner ergab sich im ersten Quartal 2021 eine Wertminderung auf durch das operative Segment Systemgeschäft genutzte Software in Höhe von 14 Mio. €. Diese stand im Zusammenhang mit der unterjährigen Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft im dritten Quartal des Vorjahres. Damals entfielen in diesem Zusammenhang 44 Mio. € auf das Segment Group Headquarters & Group Services.

Cash Capex

Der Cash Capex erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 9 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund von höheren Investitionen im Bereich "Technologie und Innovation".

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Wir verweisen diesbezüglich auf die "Ereignisse nach der Berichtsperiode" im Konzern-Zwischenabschluss.

Prognose

Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf der aktuellen Einschätzung unseres Managements. Abweichend von den im zusammengefassten Lagebericht 2020 (Geschäftsbericht 2020, Seite 107 ff.) sowie in den Konzern-Zwischenberichten zum 31. März 2021 (Seite 32 f.) und 30. Juni 2021 (Seite 36) veröffentlichten Prognosen, gehen wir davon aus, dass das bereinigte EBITDA AL und der Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) stärker als bislang erwartet wachsen werden. Bisher gingen wir in unserer Prognose von einer Steigerung des bereinigten EBITDA AL auf über 37,2 Mrd. € aus. Nun erwarten wir, dass das bereinigte EBITDA AL des Konzerns im Geschäftsjahr 2021 rund 38 Mrd. € betragen wird. Maßgeblich dafür ist zum einen die über unseren Erwartungen liegende Entwicklung des Geschäfts im operativen Segment USA, für das wir jetzt ein bereinigtes EBITDA AL von rund 26,5 Mrd. US‑$ statt zuletzt 26,1 Mrd. US‑$ erwarten. Aber auch für das Geschäft außerhalb der USA erwarten wir mit insgesamt 14,6 Mrd. € ein höheres bereinigtes EBITDA AL als die zuletzt erwarteten 14,4 Mrd. €. Aufgrund des höher erwarteten bereinigten EBITDA AL sowohl in den USA als auch außerhalb der USA erwarten wir nun einen Free Cashflow AL des Konzerns (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) in Höhe von rund 8,5 Mrd. € statt der zuletzt erwarteten über 8,0 Mrd. €. Die übrigen abgegebenen Aussagen behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Darüber hinaus gehen wir im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld" in diesem Konzern-Zwischenlagebericht auf Ergänzungen und neue Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Situation ein. Ferner wird auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses Berichts verwiesen.

Risiko- und Chancensituation

Im Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen und neuen Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2020 dargestellten Risiko- und Chancensituation ausgeführt. Ferner wird auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses Berichts verwiesen.

Risiko- und Chancen-Management-System

Ab dem zweiten Quartal 2021 wurden Anpassungen im Risiko- und Chancen-Management-System aufgrund des neu gefassten Prüfungsstandards 340 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) zur Prüfung des Risikofrüherkennungssystems vorgenommen. Im Wesentlichen geht es hierbei um die Implementierung eines Risikotragfähigkeitskonzepts, die Verbesserung der Risikoaggregation (z. B. verstärkte Quantifizierung von Risiken) sowie die Umbenennung und teilweise Neuzuordnung der Risiken und Chancen zu den Risiko- und Chancenkategorien. Zusätzlich wurden die Werte zur Einordnung des Risikoausmaßes angepasst, da durch organisches Unternehmenswachstum und den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint das EBITDA AL der Deutschen Telekom stark gewachsen ist. Diese Anpassungen haben Auswirkungen auf die Darstellung und Bewertung der Risiken und Chancen. Eine detaillierte Erläuterung der Änderungen werden wir im Geschäftsbericht 2021 geben. Im Konzern-Zwischenbericht zum 30. September 2021 werden ausschließlich die "inhaltlichen" Änderungen der Risiko- und Chancenkategorien beschrieben und nicht die, deren Ursprung in der Anpassung der Methodik liegt.

Konjunkturelle Risiken Deutschland und Europa

Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen zeichnet sich in Deutschland und Europa eine kräftige Wirtschaftserholung ab. Das Geschäfts- und Konsumklima hat sich in den letzten Monaten spürbar verbessert. Gleichzeitig trifft die ansteigende gesamtwirtschaftliche Nachfrage auf Angebotsbeschränkungen: Die Preise für Rohstoffe sind in die Höhe geschnellt und immer mehr Unternehmen fehlt es an Vorprodukten. Diese Lieferengpässe verstärken den Inflationsdruck weltweit. Die Wachstumsaussichten für Deutschland und Europa sind insgesamt jedoch positiv. Der Internationale Währungsfonds rechnet in seiner Prognose von Oktober 2021 mit einem Wachstum der Wirtschaft im Euroraum von 5,0 % für das laufende Jahr (Deutschland +3,1 %); ein Rückfall in eine Rezession gilt als unwahrscheinlich. Die Unwägbarkeiten bezüglich des weiteren Verlaufs der Coronavirus-Pandemie, u. a. die Bildung von Virusmutationen, lassen uns mögliche wirtschaftliche Folgen nicht ausschließen. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Vergangenheit, sind durch die Coronavirus-Pandemie nur eingeschränkte Auswirkungen auf das Geschäft der Deutschen Telekom zu erwarten. Daher haben wir die Risikobedeutung der Risikokategorie "Konjunkturelle Risiken Deutschland" und "Konjunkturelle Risiken Europa" auf "gering" abgesenkt.

Konjunkturelle Risiken USA

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die USA angehoben. Im März 2021 wurde ein 1.900 Mrd. US‑$ schweres Konjunkturpaket verabschiedet, das perspektivisch allerdings auch mit höheren US-Körperschaftsteuersätzen einhergehen könnte, die unter Umständen unsere Konzerngesellschaft T‑Mobile US in Zukunft stärker steuerlich belasten würden. Der Internationale Währungsfonds rechnet in seiner Prognose von Oktober 2021 mit einem Wachstum der US-Wirtschaft von 6,0 % für das laufende Jahr; ein Rückfall in eine Rezession gilt als unwahrscheinlich. Die Wirtschaftstätigkeit in den USA hat Mitte dieses Jahres ihr Vorkrisenniveau wieder erreicht. Aufgrund der Wachstumsaussichten haben wir die Risikobedeutung der Risikokategorie "Konjunkturelle Risiken USA" auf "gering" abgesenkt.

Risiken aus strategischer Transformation und Integration

Die Zusammenarbeit mit chinesischen Lieferanten wird durch den andauernden Handelskonflikt zwischen den USA und China erschwert. Seit 2020 sanktionieren die USA aufgrund von Sicherheitsbedenken die Nutzung von US-Technologie für und durch chinesische Lieferanten. Dabei wirken sie auch auf andere Länder ein, sich entsprechend zu verhalten. In Deutschland hat der Gesetzgeber durch das neue "Zweite Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme" (IT-Sicherheitsgesetz 2.0) eine langjährige intensive Diskussion um die Sicherheit in kritischen Infrastrukturen beendet. Positiv ist, dass nun einige Anforderungen an kritische Infrastrukturen (KRITIS) geregelt werden, die lange Zeit strittig waren. Die Deutsche Telekom selbst prüft sicherheitskritische Komponenten seit langem vor dem Einbau und laufend im Betrieb. Wir gehen davon aus, dass auch die Prüfung durch die Behörden mit einem zügigen Netzausbau vereinbar ist und es nicht zu dauerhaften Verzögerungen kommt. Das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 beinhaltet kein Verbot von einzelnen Herstellern. Für die praktische Anwendung des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 erarbeitet das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gegenwärtig die notwendigen Regularien (u. a. zur Zertifizierung kritischer Komponenten und Garantieerklärung der Hersteller). Bezüglich der möglicherweise betroffenen kritischen Komponenten sind die Vorgaben des sog. "TKG-Sicherheitskatalogs" relevant, der zwischen der BNetzA und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erarbeitet und Anfang August 2021 veröffentlicht wurde. Hinsichtlich einer Zertifizierungspflicht verbauter Komponenten sieht der Katalog eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2025 vor, so dass bis dahin weitestgehend von einem Bestandsschutz auszugehen ist. Das Risiko einer Rückbauanordnung bereits im Netz verbauter Komponenten ist anhand der Gesetzeslage als gering einzuschätzen. Für die Zeit ab dem 1. Januar 2026 kann indes nicht ausgeschlossen werden, dass kritische Komponenten sämtlicher, der heute im Betrieb befindlichen Hersteller, nicht weiter genutzt werden dürfen. Zur Klärung unbestimmter Rechtsbegriffe und des Anwendungsumfangs des Sicherheitskatalogs wurde netzbetreiberübergreifend ein förmliches Widerspruchsverfahren angestrengt. Unabhängig davon wird eine Rückbauanordnung einmal genehmigter Komponenten nur nach hohen Hürden angeordnet werden können. In anderen Ländern wie Österreich und Polen besteht weiterhin die Möglichkeit, dass es zu einem angeordneten Austausch von Lieferanten in kritischer Infrastruktur innerhalb von vorgegebenen Fristen kommen kann. Insbesondere aufgrund des in Deutschland erlassenen IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 reduziert sich das potenzielle Schadensausmaß und wir haben die Risikobedeutung der Risikokategorie "Risiken aus strategischer Transformation und Integration" auf "mittel" abgesenkt.

Regulierungsrisiken

Neue staatliche Interventionen im Kontext Netzsicherheit in Polen in Diskussion. In Polen hat die Regierung im Januar 2021 einen Entwurf für ein Cyber-Sicherheitsgesetz und neue Bestimmungen für eine Novelle des Telekommunikationsgesetzes veröffentlicht. Demnach sollen neue Mobilfunknetz-Betreiber mit privilegiertem Zugang zu Ressourcen etabliert werden. Dies könnte zu Wettbewerbsverzerrungen führen und die Wettbewerbsposition unserer Mobilfunk-Tochter in Polen negativ beeinflussen.

Umsetzung des "Europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation" (EKEK) in nationales Recht. Die Umsetzung des EKEK in das jeweilige nationale Recht der Länder, in denen die Deutsche Telekom Beteiligungen hält, bietet Chancen, insbesondere für eine investitionsfreundlichere Regulierung, aber auch Risiken, v. a. für erhöhte Aufwendungen zur Umsetzung der erweiterten verbraucherschutzrechtlichen Vorgaben. Die Regelungen sind in Deutschland bereits durch das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz, das zum 1. Dezember 2021 in Kraft tritt, umgesetzt.

→ Weitere Informationen zur Umsetzung des EKEK finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld - Regulierung".

Rechtsverfahren

Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. In den von der Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (heute Vodafone Kabel Deutschland GmbH) einerseits und von der Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG (heute Vodafone Hessen GmbH), der Unitymedia NRW GmbH (heute Vodafone NRW GmbH) und der Kabel BW GmbH (heute Vodafone BW GmbH) andererseits geführten Klageverfahren gegen die Telekom Deutschland GmbH hat der Bundesgerichtshof die Revisionen der Kläger mit Beschlüssen vom 18. Mai 2021 insoweit zugelassen, als die Klagen Ansprüche für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2012 (Vodafone Kabel Deutschland GmbH) bzw. für die übrigen Kläger ab dem 1. Januar 2016 betreffen. Die finanziellen Auswirkungen beider Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Prospekthaftungsverfahren (dritter Börsengang - DT3). Hierbei handelt es sich um ursprünglich ca. 2.600 laufende Klagen von ca. 16.000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage des Prospekts vom 26. Mai 2000 verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesem Prospekt unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich aktuell auf insgesamt noch ca. 78 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/​oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht (LG) Frankfurt am Main hatte Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Am 16. Mai 2012 hatte das OLG Frankfurt am Main festgestellt, dass der Börsenprospekt der Deutschen Telekom AG keinen wesentlichen Fehler enthält. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014 diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Am 30. November 2016 stellte das OLG Frankfurt am Main in einem Musterentscheid fest, dass aus dem vom BGH festgestellten Fehler eine grundsätzliche Haftung der Deutschen Telekom AG resultieren könne; Einzelheiten seien aber in den Ausgangsverfahren zu klären. Auf Beschwerde beider Parteien hat der BGH das Verfahren im Februar 2021 erneut an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Die Deutsche Telekom hat bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet.

Sammelklage im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint. Am 4. Juni 2021 wurden vor dem Delaware Court of Chancery eine Aktionärssammelklage (Shareholder Class Action) und eine abgeleitete Aktionärsklage (Derivative Action) gegen die Deutsche Telekom, SoftBank, T‑Mobile US und alle unserer damaligen Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US eingereicht. Darin wird geltend gemacht, dass diese mit der ergänzenden Vereinbarung über die Kaufpreisanpassung zur Fusionsvereinbarung und SoftBanks nachfolgender Monetarisierung der T‑Mobile US-Aktien ihre Treuepflichten verletzt hätten. Die sich aus diesem Verfahren ergebende Klageforderung und das finanzielle Risiko für die Deutsche Telekom können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Verfahren gegen T-Mobile US wegen Cyberangriff auf T-Mobile US. Im August 2021 bestätigte T-Mobile US, Opfer eines kriminellen Cyberangriffs geworden zu sein, von dem Daten von Millionen bestehender, ehemaliger und potenzieller Kunden aus ihren Systemen betroffen waren. Mit Unterstützung externer Fachleute für Cybersicherheit hat T-Mobile US die Sicherheitslücke für einen unbefugten Zugang zu ihren Systemen lokalisiert und geschlossen. Es wurden die Kunden ermittelt, deren Daten betroffen waren, und entsprechend der bestehenden bundesstaatlichen und nationalen Vorgaben über den Vorfall informiert. Aufgrund des Cyberangriffs sind zahlreiche Klagen gegen T-Mobile US eingereicht worden, einschließlich mehrerer Sammelklagen, in denen nicht spezifizierte monetäre Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden. Zudem sind Anfragen von verschiedenen staatlichen Behörden, Strafverfolgungsbehörden und anderen Stellen eingegangen. T-Mobile US kann aus diesem Grund auch Gegenstand weiterer Ermittlungen der Aufsichtsbehörden und zivilrechtlicher Klagen sein. Derzeit kann das sich aus diesen Verfahren ergebende finanzielle Risiko nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Kartellverfahren

Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission. Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 entschieden, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängt, die im Januar 2015 vollständig bezahlt wurden. Im Jahr 2018 hat das Gericht der Europäischen Union die Entscheidung der Europäischen Kommission nach einer von Slovak Telekom und Deutsche Telekom eingelegten Berufung teilweise für nichtig erklärt und die verhängten Bußgelder um insgesamt 13 Mio. € reduziert. Mit Urteil vom 25. März 2021 wurde eine weitere Berufung zum Europäischen Gerichtshof vollumfänglich abgewiesen. Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission hatten Wettbewerber Klage vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Mit diesen Klagen begehren sie die Erstattung eines angeblichen Schadens, der sich aus dem von der Europäischen Kommission festgestellten Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung durch die Slovak Telekom ergeben haben soll. Derzeit sind noch zwei Klagen in Höhe von insgesamt 112 Mio. € zuzüglich Zinsen anhängig. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Einschätzung zur Gesamtrisikosituation

Die Gesamtrisikosituation hat sich im Vergleich zu der im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2020 dargestellten Risiko- und Chancensituation aufgrund von verbesserten Konjunkturprognosen in Deutschland, Europa und in den USA sowie des neuen IT-Sicherheitsgesetzes 2.0, was Klarheit hinsichtlich Beschränkungen mit chinesischen Lieferanten geschaffen hat, verbessert. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind in unserem Risiko-Management-System, wie auch nach Einschätzung unseres Managements, keine wesentlichen Risiken absehbar, die den Bestand der Deutschen Telekom AG oder eines wesentlichen Konzernunternehmens gefährden könnten.

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Bilanz

Aktiva

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in Mio. € 30.09.2021 31.12.2020 Veränderung Veränderung in% 30.09.2020
Kurzfristige Vermögenswerte 34.586 37.293 (2.707) (7,3) 32.725
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.337 12.939 (6.602) (51,0) 10.642
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.110 13.523 587 4,3 12.960
Vertragsvermögenswerte 1.976 1.966 10 0,5 1.926
Ertragsteuerforderungen 270 349 (79) (22,6) 213
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.304 3.224 80 2,5 2.650
Vorräte 2.138 2.695 (557) (20,7) 2.342
Übrige Vermögenswerte 1.890 1.484 406 27,4 1.948
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 4.559 1.113 3.446 n.a. 44
Langfristige Vermögenswerte 238.769 227.624 11.145 4,9 232.568
Immaterielle Vermögenswerte 130.709 118.066 12.643 10,7 120.873
Sachanlagen 60.072 60.975 (903) (1,5) 61.594
Nutzungsrechte 30.807 30.302 505 1,7 31.756
Aktivierte Vertragskosten 2.335 2.192 143 6,5 2.133
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 980 543 437 80,5 550
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.053 6.416 (1.363) (21,2) 6.643
Aktive latente Steuern 7.514 7.972 (458) (5,7) 7.861
Übrige Vermögenswerte 1.298 1.159 139 12,0 1.159
Bilanzsumme 273.355 264.917 8.438 3,2 265.292

Passiva

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in Mio. € 30.09.2021 31.12.2020 Veränderung Veränderung in% 30.09.2020
Kurzfristige Schulden 35.035 37.135 (2.100) (5,7) 35.109
Finanzielle Verbindlichkeiten 10.811 12.652 (1.841) (14,6) 12.419
Leasing-Verbindlichkeiten 4.663 5.108 (445) (8,7) 5.134
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
8.235 9.760 (1.525) (15,6) 8.318
Ertragsteuerverbindlichkeiten 916 690 226 32,8 558
Sonstige Rückstellungen 3.494 3.638 (144) (4,0) 3.490
Übrige Schulden 3.977 3.213 764 23,8 3.525
Vertragsverbindlichkeiten 1.665 1.625 40 2,5 1.666
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
1.274 449 825 n.a. 0
Langfristige Schulden 159.460 155.232 4.228 2,7 158.149
Finanzielle Verbindlichkeiten 98.110 94.456 3.654 3,9 95.437
Leasing-Verbindlichkeiten 28.143 27.607 536 1,9 28.718
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 6.445 7.684 (1.239) (16,1) 8.481
Sonstige Rückstellungen 5.283 5.395 (112) (2,1) 5.018
Passive latente Steuern 18.908 17.260 1.648 9,5 17.706
Übrige Schulden 2.011 2.418 (407) (16,8) 2.375
Vertragsverbindlichkeiten 560 411 149 36,3 414
Schulden 194.495 192.367 2.128 1,1 193.259
Eigenkapital 78.861 72.550 6.311 8,7 72.034
Gezeichnetes Kapital 12.765 12.189 576 4,7 12.189
Eigene Anteile (45) (46) 1 2,2 (46)
12.720 12.143 577 4,8 12.143
Kapitalrücklage 63.705 62.640 1.065 1,7 62.610
Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag (36.720) (38.905) 2.185 5,6 (39.398)
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis (2.318) (4.115) 1.797 43,7 (2.927)
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) 3.705 4.158 (453) (10,9) 2.487
Anteile der Eigentümer des Mutterunternehmens 41.092 35.922 5.170 14,4 34.916
Anteile anderer Gesellschafter 37.769 36.628 1.141 3,1 37.118
Bilanzsumme 273.355 264.917 8.438 3,2 265.292

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in Mio. € Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in% Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020 Veränderung in%
Umsatzerlöse 26.877 26.393 1,8 79.860 73.377 8,8
davon: nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge 65 61 6,6 206 218 (5,5)
Sonstige betriebliche Erträge 250 254 (1,6) 1.091 1.073 1,7
Bestandsveränderungen 16 (1) n.a. 12 29 (58,6)
Aktivierte Eigenleistungen 724 702 3,1 2.104 2.029 3,7
Materialaufwand (11.866) (11.065) (7,2) (35.021) (31.307) (11,9)
Personalaufwand (4.340) (4.618) 6,0 (13.698) (14.233) 3,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen (1.195) (1.050) (13,8) (3.050) (3.386) 9,9
Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten (132) (197) 33,0 (401) (671) 40,2
Gewinne/​(Verluste) aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten
(31) (52) 40,4 (84) (137) 38,7
Sonstiges (1.032) (801) (28,8) (2.565) (2.578) 0,5
EBITDA 10.468 10.615 (1,4) 31.298 27.581 13,5
Abschreibungen (7.002) (7.508) 6,7 (20.625) (18.876) (9,3)
Betriebsergebnis (EBIT) 3.466 3.107 11,6 10.672 8.704 22,6
Zinsergebnis (1.159) (1.100) (5,4) (3.462) (3.100) (11,7)
Zinserträge 108 105 2,9 323 298 8,4
Zinsaufwendungen (1.267) (1.205) (5,1) (3.785) (3.398) (11,4)
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 4 (1) n.a. (40) (7) n.a.
Sonstiges Finanzergebnis (337) 111 n.a. (159) (96) (65,6)
Finanzergebnis (1.491) (990) (50,6) (3.661) (3.204) (14,3)
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.974 2.116 (6,7) 7.011 5.501 27,4
Ertragsteuern (467) (495) 5,7 (1.728) (1.463) (18,1)
Überschuss/​(Fehlbetrag) 1.508 1.621 (7,0) 5.283 4.038 30,8
Zurechnung des Überschusses/​(Fehlbetrags) an die
Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag)) 889 817 8,8 3.705 2.487 49,0
Anteile anderer Gesellschafter 618 804 (23,1) 1.578 1.550 1,8
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in Mio. € Gesamtjahr 2020
Umsatzerlöse 100.999
davon: nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge 278
Sonstige betriebliche Erträge 2.879
Bestandsveränderungen (15)
Aktivierte Eigenleistungen 2.774
Materialaufwand (44.674)
Personalaufwand (18.853)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (4.476)
Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten (862)
Gewinne/​(Verluste) aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten (188)
Sonstiges (3.425)
EBITDA 38.633
Abschreibungen (25.829)
Betriebsergebnis (EBIT) 12.804
Zinsergebnis (4.224)
Zinserträge 414
Zinsaufwendungen (4.638)
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen (12)
Sonstiges Finanzergebnis 109
Finanzergebnis (4.128)
Ergebnis vor Ertragsteuern 8.677
Ertragsteuern (1.929)
Überschuss/​(Fehlbetrag) 6.747
Zurechnung des Überschusses/​(Fehlbetrags) an die
Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag)) 4.158
Anteile anderer Gesellschafter 2.589

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Werte der Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Ergebnis je Aktie

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Q3 2021 Q3 2020 Veränderung in% Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechneter Überschuss/​(Fehlbetrag) (Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag)) Mio. € 889 817 8,8 3.705 2.487
Angepasste gewichtete durchschnittliche Anzahl
der ausstehenden Stammaktien unverwässert/​verwässert
Mio. Stück 4.800 4.743 1,2 4.766 4.743
Ergebnis je Aktie unverwässert/​ verwässert 0,19 0,17 11,8 0,78 0,52
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Veränderung in% Gesamtjahr 2020
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechneter Überschuss/​(Fehlbetrag) (Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag)) 49,0 4.158
Angepasste gewichtete durchschnittliche Anzahl
der ausstehenden Stammaktien unverwässert/​verwässert
0,5 4.743
Ergebnis je Aktie unverwässert/​ verwässert 50,0 0,88

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Werte der Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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in Mio. € Q3 2021 Q3 2020 Veränderung Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020 Veränderung
Überschuss/​(Fehlbetrag) 1.508 1.621 (113) 5.283 4.038 1.245
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden
Ergebnis aus der Neubewertung von gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten 46 (12) 58 133 47 86
Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen (522) (515) (7) 1.088 (1.870) 2.958
Neubewertung im Rahmen von Unternehmenserwerben 0 0 0 0 0 0
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 11 142 (131) (213) 154 (367)
(466) (385) (81) 1.008 (1.670) 2.678
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe
Erfolgswirksame Änderung 20 0 20 61 0 61
Erfolgsneutrale Änderung 1.641 (2.845) 4.486 3.689 (3.889) 7.578
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von gehaltenen Fremdkapitalinstrumenten Erfolgswirksame Änderung 74 0 74 253 212 41
Erfolgsneutrale Änderung (74) 51 (125) (253) (144) (109)
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (designierte Risikokomponenten) Erfolgswirksame Änderung 12 151 (139) 26 292 (266)
Erfolgsneutrale Änderung 13 (173) 186 160 (1.255) 1.415
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (Kosten der Absicherung) Erfolgswirksame Änderung 1 1 0 2 2 0
Erfolgsneutrale Änderung 35 7 28 55 (21) 76
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen Erfolgswirksame Änderung 0 0 0 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung 0 1 (1) 0 1 (1)
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (18) (5) (13) (64) 252 (316)
1.703 (2.812) 4.515 3.929 (4.552) 8.481
Sonstiges Ergebnis 1.238 (3.197) 4.435 4.937 (6.222) 11.159
Gesamtergebnis 2.745 (1.576) 4.321 10.220 (2.184) 12.404
Zurechnung des Gesamtergebnisses an die Eigentümer des Mutterunternehmens 1.165 (908) 2.073 6.498 (1.460) 7.958
Anteile anderer Gesellschafter 1.580 (668) 2.248 3.722 (724) 4.446
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in Mio. € Gesamtjahr 2020
Überschuss/​(Fehlbetrag) 6.747
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden
Ergebnis aus der Neubewertung von gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten 62
Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen (1.358)
Neubewertung im Rahmen von Unternehmenserwerben 0
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 0
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 142
(1.154)
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe
Erfolgswirksame Änderung 0
Erfolgsneutrale Änderung (6.578)
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von gehaltenen Fremdkapitalinstrumenten Erfolgswirksame Änderung 491
Erfolgsneutrale Änderung (481)
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (designierte Risikokomponenten) Erfolgswirksame Änderung 431
Erfolgsneutrale Änderung (1.446)
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (Kosten der Absicherung) Erfolgswirksame Änderung 2
Erfolgsneutrale Änderung (30)
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen Erfolgswirksame Änderung 0
Erfolgsneutrale Änderung 1
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 283
(7.327)
Sonstiges Ergebnis (8.481)
Gesamtergebnis (1.734)
Zurechnung des Gesamtergebnisses an die Eigentümer des Mutterunternehmens (496)
Anteile anderer Gesellschafter (1.238)

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Werte der Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in Mio. € Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens
Bezahltes Eigenkapital Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Kapitalrücklage Gewinnrücklagen einschl. Ergebnisvortrag Konzernüberschuss/​
(-fehlbetrag)
Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
Stand zum 1. Januar 2020 12.189 (47) 55.029 (38.709) 3.867 (808)
Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis
Transaktionen mit Eigentümern 7.371 (350)
Gewinnvortrag 3.867 (3.867)
Dividendenausschüttung (2.846)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 210
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien 1 0
Überschuss/​(Fehlbetrag) 2.487
Sonstiges Ergebnis (1.706) (1.809)
Gesamtergebnis
Transfer in Gewinnrücklagen (4)
Stand zum 30. September 2020 12.189 (46) 62.610 (39.398) 2.487 (2.967)
Stand zum 1. Januar 2021 12.189 (46) 62.640 (38.905) 4.158 (4.092)
Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis
Transaktionen mit Eigentümern (152)
Gewinnvortrag 4.158 (4.158)
Dividendenausschüttung (2.846)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 576 1.063 (83)
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 154
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien 1
Überschuss/​(Fehlbetrag) 3.705
Sonstiges Ergebnis 821 1.720
Gesamtergebnis
Transfer in Gewinnrücklagen 52
Stand zum
30. September 2021
12.765 (45) 63.705 (36.720) 3.705 (2.454)
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in Mio. € Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Neubewertungsrücklage Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (IFRS 9) Fremdkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (IFRS 9) Sicherungsinstrumente: designierte Risikokomponenten (IFRS 9) Sicherungsinstrumente: Kosten der Absicherung (IFRS 9) At equity bilanzierte Unternehmen
Stand zum 1. Januar 2020 (21) 101 (6) 130 51 0
Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis
Transaktionen mit Eigentümern 0 0 12 379
Gewinnvortrag
Dividendenausschüttung
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien
Überschuss/​(Fehlbetrag)
Sonstiges Ergebnis 47 19 (661) (20) 1
Gesamtergebnis
Transfer in Gewinnrücklagen 5 0 0 (1)
Stand zum 30. September 2020 (16) 148 25 (153) 32 0
Stand zum 1. Januar 2021 (14) 156 0 (223) 24 0
Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis
Transaktionen mit Eigentümern 5
Gewinnvortrag
Dividendenausschüttung
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG (64)
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien
Überschuss/​(Fehlbetrag)
Sonstiges Ergebnis 127 0 122 57
Gesamtergebnis
Transfer in Gewinnrücklagen 5 (60) 0
Stand zum
30. September 2021
(9) 223 0 (160) 81 0
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in Mio. € Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Summe Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Konzern-Eigenkapital
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Steuern
Stand zum 1. Januar 2020 (69) 31.707 14.524 46.231
Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis 0 17.329 17.329
Transaktionen mit Eigentümern (109) 7.303 5.999 13.301
Gewinnvortrag 0 0
Dividendenausschüttung (2.846) (215) (3.061)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 210 205 416
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien 1 1
Überschuss/​(Fehlbetrag) 2.487 1.550 4.038
Sonstiges Ergebnis 183 (3.947) (2.275) (6.222)
Gesamtergebnis (1.460) (724) (2.184)
Transfer in Gewinnrücklagen 0 0
Stand zum 30. September 2020 4 34.916 37.118 72.034
Stand zum 1. Januar 2021 34 35.922 36.628 72.550
Übertrag aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (181) (181)
Transaktionen mit Eigentümern (1) (149) 3 (145)
Gewinnvortrag 0 0 0
Dividendenausschüttung (2.846) (234) (3.080)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 19 1.511 (2.358) (847)
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 154 188 342
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien 1 0 1
Überschuss/​(Fehlbetrag) 3.705 1.578 5.283
Sonstiges Ergebnis (53) 2.794 2.142 4.937
Gesamtergebnis 6.498 3.722 10.220
Transfer in Gewinnrücklagen 3 0 0 0
Stand zum
30. September 2021
1 41.092 37.769 78.861

Konzern-Kapitalflussrechnung

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in Mio. € Q3 2021 Q3 2020 Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020 Gesamtjahr 2020
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.974 2.116 7.011 5.501 8.677
Abschreibungen 7.002 7.508 20.625 18.876 25.829
Finanzergebnis 1.491 990 3.661 3.204 4.128
Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften 32 0 (130) (9) (10)
Ergebnis aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen (13) 0 (13) 0 0
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 85 251 90 645 (857)
Ergebnis aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen 64 71 62 249 368
Veränderung aktives operatives Working Capital (187) (859) 249 (1.220) (2.702)
Veränderung sonstige operative Vermögenswerte 378 (59) (164) (323) (509)
Veränderung der Rückstellungen 131 134 (368) (128) 20
Veränderung passives operatives Working Capital (43) (1.085) (1.173) (2.960) (2.108)
Veränderung sonstige operative Verbindlichkeiten (250) (145) 147 38 (239)
Erhaltene/​(Gezahlte) Ertragsteuern (262) (332) (618) (406) (690)
Erhaltene Dividenden 4 2 6 6 6
Nettozahlungen aus Abschluss, Auflösung und Konditionenänderung von Zinsderivaten (1) (17) (1) (2.207) (2.207)
Operativer Cashflow 10.406 8.577 29.384 21.266 29.706
Gezahlte Zinsen (1.344) (1.388) (4.549) (5.782) (7.252)
Erhaltene Zinsen 170 150 786 961 1.289
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 9.233 7.338 25.620 16.445 23.743
Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte (1.431) (1.098) (11.519) (4.154) (5.756)
Sachanlagen (3.236) (3.665) (9.740) (8.726) (12.938)
Langfristige finanzielle Vermögenswerte (83) (150) (259) (525) (566)
Auszahlungen für geförderte Investitionen in den Breitband-Ausbau (114) (123) (294) (337) (507)
Einzahlungen von Fördermitteln für Investitionen in den Breitband-Ausbau 99 76 202 152 431
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Übernahme
der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen
(1.588) (1) (1.613) (4.649) (5.028)
Einzahlungen aus Abgängen von
Immateriellen Vermögenswerten 0 0 1 2 3
Sachanlagen 24 48 129 175 233
Langfristigen finanziellen Vermögenswerten 54 13 244 86 112
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Verlust
der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen
202 1.085 347 1.106 1.094
Veränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit mehr als 3 Monate),
Wertpapiere und Forderungen des kurzfristigen finanziellen Vermögens
(307) (216) (185) 1.574 273
Sonstiges 0 (17) 0 (6) (2)
Cashflow aus Investitionstätigkeit (6.380) (4.048) (22.687) (15.302) (22.649)
Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (11) 94 4.287 19.012 19.018
Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (4.856) (4.917) (15.960) (31.091) (34.939)
Aufnahme mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten 1.703 0 10.278 26.113 34.131
Rückzahlung mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 (1.699) (1.699)
Dividendenausschüttungen (inkl. an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen) (178) (193) (3.087) (3.067) (3.067)
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (2.180) (1.476) (5.215) (4.206) (5.371)
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern 1 23 12 47 53
Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern (62) (103) (409) (448) (565)
Sonstiges 0 0 0 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (5.582) (6.573) (10.094) 4.661 7.561
Auswirkung von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) 136 (612) 492 (556) (1.036)
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
69 0 68 0 (73)
Nettoveränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) (2.524) (3.895) (6.602) 5.249 7.547
Bestand am Anfang der Periode 8.861 14.537 12.939 5.393 5.393
Bestand am Ende der Periode 6.337 10.642 6.337 10.642 12.939

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Werte der Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

Rechnungslegung

Die Deutsche Telekom AG veröffentlicht freiwillig in Einklang mit § 53 Abs. 6 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse einen Quartals-Finanzbericht, der einen Konzern-Zwischenabschluss und einen Konzern-Zwischenlagebericht umfasst. Der Konzern-Zwischenabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzern-Zwischenlagebericht wurde unter Beachtung des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) aufgestellt.

Statement of Compliance

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2021 ist unter Beachtung der Regelungen des International Accounting Standards (IAS) 34 aufgestellt worden. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 gewählt. Alle von der Deutschen Telekom AG angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.

Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält der prüferisch durchgesehene Quartals-Finanzbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Hinsichtlich der im Rahmen der Konzernrechnungslegung angewendeten Grundlagen und Methoden verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020.

Erstmals in der Berichtsperiode anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen

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Verlautbarung Titel Anwendungspflicht für die
Deutsche Telekom ab
Änderungen Voraussichtliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom
In EU-Recht übernommene IFRS
Amendment to IFRS 16 Covid-19-related Rent Concessions 01.01.2021 a Erleichterungsregelungen für die Bilanzierung von Mietzugeständnissen beim Leasingnehmer, welche aufgrund der COVID-19-Pandemie gewährt wurden. Statt zu beurteilen, ob eine Mietkonzession als Modifizierung des Leasingvertrags zu bilanzieren ist, darf der Leasingnehmer die Veränderungen der Leasingzahlungen so behandeln, als läge keine Modifizierung vor. Keine Inanspruchnahme der Erleichterungsmöglichkeit durch die Deutsche Telekom.
Amendments to IFRS 4 Insurance Contracts - deferral of IFRS 9 01.01.2021 Verschiebung der Erstanwendung von IFRS 9 für die Versicherungsunternehmen. Keine Auswirkungen.
Amendments to IFRS 9, IAS 39 and IFRS 7, IFRS 4 and IFRS 16 Interest Rate Benchmark Reform (Phase 2) 01.01.2021 Die Anpassungen behandeln die Folgewirkungen von Änderungen an Finanzinstrumenten durch die IBOR-Reform, Vorschriften bzgl. der Bilanzierung des Hedge Accounting sowie die begleitenden Angabevorschriften. Voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen.

a Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Deutsche Telekom hat bereits im Geschäftsjahr 2020 beschlossen, von der Erleichterungsmöglichkeit keinen Gebrauch zu machen.

Die Reform der Referenzzinssätze (IBORs) führt aufgrund intensiver Vorbereitungs- und Implementierungsarbeiten derzeit zu niedrigen Restrisiken in der zeitlichen Umsetzung und der genauen inhaltlichen Ausgestaltung der geplanten Änderungen für einzelne in Fremdwährung abgeschlossene Kontrakte. Die Deutsche Telekom ist hinsichtlich der Absicherung von Zins- und Währungsrisiken in designierten Fair Value- und Cashflow Hedges von diesen Unsicherheiten betroffen, soweit bestimmte Referenzzinssätze Teil der Sicherungsbeziehungen sind (EURIBOR, USD-LIBOR, GBP-LIBOR und CHF-LIBOR). Die Konzern-Treasury analysiert fortlaufend die aktuellen Entwicklungen und leitet ggf. zusätzlich notwendige Maßnahmen zum Übergang auf die neuen Referenzzinssätze ein. Der Übergang von EONIA auf €STR wurde bereits umgesetzt, während für die Währungen CHF, GBP und JPY konkrete Umsetzungsarbeiten bis zum Jahresende 2021 andauern werden, damit unmittelbar zum Jahresanfang 2022 der effektive Übergang zu den neuen Referenzzinssätzen erfolgen kann. Der Umstellungszeitpunkt für alle weiteren von der Reform betroffenen Währungen ist abhängig von der jeweiligen Marktliquidität der neuen Risk Free Rates. Für den USD-LIBOR wird marktseitig eine Umstellung bis Mitte 2023 erwartet.

→ Weitere Informationen zu veröffentlichten, aber noch nicht angewendeten Standards, Interpretationen und Änderungen sowie Angaben zum Ansatz und zur Bewertung von Bilanzposten als auch zu Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten sind dem Kapitel "Grundlagen und Methoden" des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2020 zu entnehmen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen der Berichtsstruktur

Die Deutsche Telekom hat in der Berichtsperiode keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom die Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT GmbH vom operativen Segment Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des operativen Segments Deutschland verlagert. Die Deutsche Telekom IoT GmbH verantwortet das IoT-Geschäft der Deutschen Telekom. Durch die Verlagerung kann der IoT-Markt schneller bedient werden und somit die Position der Deutschen Telekom in diesem Wachstumsmarkt gestärkt werden. In den beiden betroffenen Segmenten wurden die Vorjahresvergleichswerte in der Segmentberichterstattung entsprechend rückwirkend angepasst.

Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom das österreichische Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in die Einheit GD Towers des operativen Segments Group Development verlagert, um Effizienzen im Management des Funkturmgeschäfts zu heben. Darüber hinaus wird GD Towers den Ausbau des Drittgeschäfts, die Steigerung der Profitabilität sowie die Erschließung von Wachstumsfeldern vorantreiben. Des Weiteren wurden zum 1. Januar 2021 die Deutsche Telekom IT (DT IT) Russland, DT IT Slowakei und DT IT Ungarn vom operativen Segment Deutschland in das Segment Group Headquarters & Group Services verlagert. Die Vorjahresvergleichswerte in den betroffenen Segmenten wurden nicht rückwirkend angepasst, da die Auswirkungen von untergeordneter Bedeutung für den Konzern sind, und die Kosten der Aufbereitung den Nutzen einer entsprechenden Anpassung übersteigen.

Coronavirus-Pandemie

Die Coronavirus-Pandemie hat sich zu einer globalwirtschaftlichen Krise entwickelt. Die Auswirkungen auf die Telekommunikationsbranche und die Deutsche Telekom sind durch eine höhere Nachfrage nach bestimmten Telekommunikationsdienstleistungen nicht so gravierend wie in anderen Branchen. Die Geschäftstätigkeit und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom war in verschiedenen Geschäftsfeldern bei Umsatz und Ergebnis von der Coronavirus-Pandemie betroffen, jedoch nicht in wesentlichem Umfang. Die Deutsche Telekom hat Kosteneinsparmaßnahmen zur Mitigation möglicher Ergebniseffekte aufgesetzt. Wir stellen zu diesem Zeitpunkt nur geringe Auswirkungen auf Zahlungsausfälle und Kundenzahlen fest.

Mögliche künftige Auswirkungen auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden werden fortlaufend analysiert. Die Unwägbarkeiten bezüglich des weiteren Verlaufs der Coronavirus-Pandemie, u. a. die Bildung von Virusmutationen, lassen die Deutsche Telekom mögliche wirtschaftliche Folgen nicht ausschließen. Zum Beispiel könnten mögliche neue Reisebeschränkungen, Shop-Schließungen oder Lieferkettenunterbrechungen zu weiteren Rückgängen des Roaming- und Visitoren-Volumens oder rückläufigen Endgeräteverkäufen und einer geringeren Anzahl von Vertragsabschlüssen führen. Zusätzlich kann das Großkundengeschäft z. B. durch aufgeschobene oder revidierte Kundenentscheidungen weiter zurückgehen. Darüber hinaus sind erhöhte Forderungsausfälle im Privat- und Geschäftskundenbereich nicht auszuschließen. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Vergangenheit, sind durch die Coronavirus-Pandemie nur eingeschränkte Auswirkungen auf das Geschäft der Deutschen Telekom zu erwarten.

Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen

In den ersten neun Monaten 2021 waren folgende Entwicklungen im Zusammenhang mit den in Vorperioden von der Deutschen Telekom vollzogenen Transaktionen im Konzern zu verzeichnen.

Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint

T‑Mobile US und Sprint Corp. haben gemeinsam mit ihren Mehrheitsaktionären Deutsche Telekom AG und SoftBank K.K. am 29. April 2018 eine verbindliche Vereinbarung abgeschlossen, um die beiden Gesellschaften zu einem Unternehmen zusammenzuführen. Am 26. Juli 2019 sowie am 20. Februar 2020 wurden weitere Bedingungen des Zusammenschlusses vereinbart. Die Transaktion wurde am 1. April 2020 vollzogen. Zuvor wurden notwendige Genehmigungen der nationalen und regionalen Regulierungs- und Kartellbehörden und Gerichte in den USA eingeholt sowie weitere Vollzugsbedingungen erfüllt. Zuletzt hatte die US-Behörde California Public Utilities Commission (CPUC) dem Zusammenschluss am 16. April 2020 zugestimmt. Infolge des Zusammenschlusses hat T‑Mobile US alle Sprint-Anteile übernommen.

Der Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint wurde über einen Aktientausch ohne Barkomponente vollzogen. Für jeweils 9,75 Sprint-Anteile erhielten deren Aktionäre, mit Ausnahme von SoftBank, im Gegenzug eine neue Aktie der T‑Mobile US. Gemäß der ergänzenden Vereinbarung vom 20. Februar 2020 hat sich SoftBank bereit erklärt, insgesamt 48.751.557 Stammaktien der T‑Mobile US, erhalten im Zuge der Transaktion, unmittelbar ohne zusätzliche Gegenleistung an T‑Mobile US zurück zu übertragen, so dass SoftBank effektiv für jeweils 11,31 Sprint-Anteile eine neue Aktie der T‑Mobile US erhielt. Unter Berücksichtigung dieser Anpassungen wurden insgesamt 373.396.310 neue T‑Mobile US-Stammaktien an die Sprint-Aktionäre ausgegeben.

Die Kaufpreisallokation und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden von Sprint zum Erwerbszeitpunkt wurden zum 31. März 2021 abgeschlossen.

Die übertragene Gegenleistung setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. € Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Ausgegebene T‑Mobile US-Stammaktien 28.649
+ Anwartschaften aus aktienbasierten Vergütungsplänen 350
+ Bedingte Gegenleistungen gegenüber SoftBank 1.721
- Erhaltene Zahlung aus Kostenumlage von SoftBank im Zusammenhang mit CPUC (93)
= Übertragene Gegenleistung 30.627

Bemessen mit dem am Vollzugstag letzten öffentlich verfügbaren Börsenschlusskurs der T‑Mobile US-Aktie zum 31. März 2020 in Höhe von 83,90 US‑$, betrug der Gesamtwert der T‑Mobile US-Stammaktien, ausgegeben im Umtausch für die Sprint-Stammaktien, 31,3 Mrd. US‑$ (28,6 Mrd. €). Darüber hinaus ist Teil der übertragenen Gegenleistung die Übernahme der aktienbasierten Vergütung für bestimmte Sprint-Mitarbeiter aus deren vor dem Zusammenschluss erbrachten Arbeitsleistungen sowie eine bedingte Kaufpreiskomponente, zu leisten an SoftBank. Die bedingte Kaufpreiskomponente resultiert aus der am 20. Februar 2020 geschlossenen Vereinbarung, dass, sofern der 45-Tage-volumengewichtete durchschnittliche Aktienkurs der T‑Mobile US-Stammaktie zu einem Zeitpunkt innerhalb eines Zeitraums zwischen dem 1. April 2022 und dem 31. Dezember 2025 den Wert von 150,00 US‑$ erreichen oder übersteigen sollte, die T‑Mobile US 48.751.557 Stammaktien, d. h. die Anzahl der von SoftBank an T‑Mobile US im Zuge des Vollzugs der Transaktion übertragenen Aktien, ohne Gegenleistung an SoftBank übertragen wird. Die Bewertung der bedingten Kaufpreiskomponente wurde mittels Monte-Carlo-Simulation vorgenommen. Wesentliche Parameter und Annahmen sind die Volatilität in Höhe von 28,5 %, der risikolose Zins in Höhe von 0,44 %, der Zeitraum der Bedingungserfüllung, der 45-Tage-volumengewichtete durchschnittliche Aktienkurs der T‑Mobile US-Stammaktie sowie der entsprechende Aktienkurs zum Erwerbszeitpunkt. Der maximale Wert der undiskontierten bedingten Gegenleistung entspricht der Anzahl der zu übertragenden Aktien multipliziert mit dem Kurs bei Erreichen der Bedingung. Die übertragene Gegenleistung vermindert sich um eine anteilige Kostenerstattung durch SoftBank an die Deutsche Telekom aus der Erfüllung von Vollzugsbedingungen gegenüber der CPUC. Im Zuge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint wurde auch die Finanzierungsstruktur neu geordnet. Unmittelbar nach der Transaktion wurden Verbindlichkeiten der ehemaligen Sprint in Höhe von 9,8 Mrd. US‑$ (rund 8,9 Mrd. €) zurückgezahlt, von denen 7,4 Mrd. US‑$ (rund 6,8 Mrd. €) einer verpflichtenden Kontrollwechsel-Klausel unterlagen und in diesem Rahmen fällig wurden. Die zurückgezahlten Beträge sind zum Vollzugstag in den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten und in der Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2020 im Cashflow aus Investitionstätigkeit (verpflichtende Rückzahlungen) bzw. im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (optionale Rückzahlungen) ausgewiesen. Die Gesamtkosten des Erwerbs, einschließlich der verpflichtenden Tilgung von Finanzverbindlichkeiten zum Erwerbsstichtag, betrugen damit 37,4 Mrd. €.

Nach Abschluss der Transaktion hielten die Deutsche Telekom rund 43,6 % der T‑Mobile US-Aktien, SoftBank rund 24,7 % und übrige Aktionäre rund 31,7 % an der "neuen" T‑Mobile US. Aufgrund einer mit SoftBank abgeschlossenen Stimmrechtsvereinbarung und des Umstands, dass von der Deutschen Telekom benannte Personen im Board of Directors der neuen Gesellschaft mehrheitlich vertreten sind, wird T‑Mobile US weiterhin als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen.

Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden von Sprint sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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in Mio. € Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte 7.903
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.904
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.924
Vertragsvermögenswerte 141
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 205
Übrige Vermögenswerte 364
Ertragsteuerforderungen 18
Vorräte 602
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 1.745
Langfristige Vermögenswerte 85.678
Goodwill 8.704
Andere immaterielle Vermögenswerte 50.322
davon: FCC-Spektrumlizenzen 41.629
davon: Kundenstamm 4.481
davon: übrige 4.212
Sachanlagen 13.660
Nutzungsrechte 6.287
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 224
Aktive latente Steuern 6.269
Übrige Vermögenswerte 212
Vermögenswerte 93.581
Passiva
Kurzfristige Schulden 18.978
Finanzielle Verbindlichkeiten 11.988
Leasing-Verbindlichkeiten 1.669
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 2.948
Ertragsteuerverbindlichkeiten 136
Sonstige Rückstellungen 890
Vertragsverbindlichkeiten 249
Übrige Schulden 664
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit
zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
434
Langfristige Schulden 43.976
Finanzielle Verbindlichkeiten 27.068
Leasing-Verbindlichkeiten 5.146
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 816
Sonstige Rückstellungen 1.057
Passive latente Steuern 9.809
Übrige Schulden 55
Vertragsverbindlichkeiten 25
Schulden 62.954

Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen FCC-Spektrumlizenzen und Kundenbeziehungen, die mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 41.629 Mio. € bzw. 4.481 Mio. € bewertet wurden. Hierbei wurden die Spektrumlizenzen auf Grundlage der Greenfield-Methode bewertet. Nach der Greenfield-Methode wird der Wert eines immateriellen Vermögenswerts unter Verwendung eines hypothetischen Cashflow-Szenarios bestimmt, bei dem das operative Geschäft eines Unternehmens entwickelt wird, das zu Beginn nur den immateriellen Vermögenswert besitzt. FCC-Spektrumlizenzen haben eine unbestimmte Nutzungsdauer. Bei der Bewertung der Kundenbeziehungen wurde die Multi-Period Excess Earnings-Methode zugrunde gelegt. Bei dieser Methode wird der beizulegende Zeitwert des Kundenstamms durch die Ermittlung des Barwerts der Ergebnisse nach Steuern, welche den bestehenden Kunden zugerechnet werden können, ermittelt. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen beträgt durchschnittlich acht Jahre. In den übrigen immateriellen Vermögenswerten sind u. a. befristete Anmietungen von Spektrum (Spektrum-Leases) enthalten, deren Bewertung die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen und die Bemessung der Vorteilhaftigkeit der Verträge gegenüber aktuellen Marktwerten umfasst. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge beträgt zum Erwerbszeitpunkt 20 Jahre für nicht kündbare Mietverträge mit einer Laufzeit von in der Regel 30 Jahren und 7 Jahre für kündbare Verträge mit einer Mindestlaufzeit von in der Regel 10 Jahren.

Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 2.924 Mio. €. Der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 3.076 Mio. €, davon sind erwartungsgemäß 152 Mio. € uneinbringlich.

Im ersten Quartal 2021 wurden Bewertungsanpassungen der übernommenen Vermögenswerte und Schulden vorgenommen, die im Wesentlichen Steuern, Eventualverbindlichkeiten und Spektrum-Leases betrafen und zu einer unwesentlichen Veränderung des Goodwills führten.

Der erworbene Goodwill in Höhe von 8.704 Mio. € berechnet sich wie folgt:

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in Mio. € Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Übertragene Gegenleistung 30.627
- Beizulegender Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte (84.877)
+ Beizulegender Zeitwert der übernommenen Schulden 62.954
= Goodwill 8.704

Die nicht beherrschenden Anteile haben durch den Aktientausch in vollem Umfang an der Transaktion teilgenommen. Durch die Ausgabe von T‑Mobile US-Stammaktien an die ehemaligen Sprint-Aktionäre ist der Gesamtanteil der nicht beherrschenden Anteile gestiegen. Der angesetzte Betrag der kumulierten nicht beherrschenden Anteile an der T‑Mobile US wurde auf Basis der neubewerteten Anteile am Eigenkapital der T‑Mobile US ermittelt und beträgt zum 1. April 2020 auf Basis der Kaufpreisallokation 34,7 Mrd. € (31. Dezember 2019: 11,0 Mrd. €). Da die an die ehemaligen Sprint-Aktionäre im Rahmen des Aktientauschs ausgegebenen Anteile mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, kommt die Full Goodwill-Methode zur Anwendung. Der Goodwill umfasst die im Zusammenhang mit dem Erwerb antizipierten Synergien, die erwarteten Neukundenzugänge und den zusammengeführten Personalbestand. Kein Bestandteil des erfassten Goodwills ist ertragsteuerlich abzugsfähig.

→ Weitere Informationen zu dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur" im zusammengefassten Lagebericht sowie im Kapitel "Grundlagen und Methoden - Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Anhang im Geschäftsbericht 2020.

Erwerb von Simpel durch T‑Mobile Netherlands

Am 16. Oktober 2020 unterzeichnete T‑Mobile Netherlands B.V. eine Vereinbarung über den Erwerb von 100 % der Anteile an der Complex Bidco B.V. einschließlich ihrer 100 %-Beteiligung an dem niederländischen MVNO und SIM-Anbieter Simpel.nl B.V. Am 16. November 2020 hat die niederländische Regulierungsbehörde (Authority for Consumers and Markets) dem Erwerb ohne Auflagen zugestimmt. Der Erwerb wurde am 1. Dezember 2020 vollzogen. Die Complex Bidco B.V. einschließlich Simpel.nl B.V. wird seit dem 1. Dezember 2020 in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen.

Die Kaufpreisallokation und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden von Simpel zum Erwerbszeitpunkt wurden zum 30. Juni 2021 abgeschlossen. Die Finalisierung der Kaufpreisallokation hat zu keinen wesentlichen Änderungen gegenüber den im Konzern-Anhang zum 31. Dezember 2020 dargestellten beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt geführt.

Die übertragene Gegenleistung setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. € Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Barzahlung 259
+ Beizulegender Zeitwert der Kaufoption 26
+ Ausgleich der zuvor bestehenden Beziehungen 8
= Übertragene Gegenleistung 293

Die Kaufoption resultierte aus der im Juli 2019 geschlossenen Call-Option-Vereinbarung, die der T‑Mobile Netherlands das Recht zum Erwerb von 100 % der Anteile an der Complex Bidco B.V. einschließlich ihrer 100 %-Beteiligung an Simpel zusicherte.

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in Mio. € Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte 6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1
Übrige Vermögenswerte 1
Langfristige Vermögenswerte 336
Goodwill 196
Andere immaterielle Vermögenswerte 138
davon: Kundenstamm 114
davon: Marke 15
davon: übrige 9
Sachanlagen 1
Aktive latente Steuern 1
Vermögenswerte 342
Passiva
Kurzfristige Schulden 15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 4
Ertragsteuerverbindlichkeiten 7
Übrige Schulden 4
Langfristige Schulden 34
Passive latente Steuern 34
Schulden 49

Die Bewertung des Kundenstamms wurde anhand der Multi-Period Excess Earnings-Methode vorgenommen. Bei dieser Methode wird der beizulegende Zeitwert des Kundenstamms durch die Ermittlung des Barwerts der Ergebnisse nach Steuern, welche den bestehenden Kunden zugerechnet werden können, ermittelt. Der Kundenstamm wird über die Restnutzungsdauer von ca. 8 Jahren abgeschrieben. Die Marke wurde mittels der Lizenzpreisanalogie-Methode bewertet. Bei dieser Methode wird der Wert der Marke errechnet, indem unterstellt wird, welche Lizenzraten fiktiv zu entrichten wären, würde sich der betreffende Vermögenswert nicht im Eigentum des Unternehmens befinden. Die Marke wird über die Restnutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Die Buchwerte der erworbenen Forderungen entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Wesentliche Eventualverbindlichkeiten wurden nicht identifiziert.

Die passiven latenten Steuern umfassen den Steuereffekt aus temporären Differenzen zwischen dem beizulegenden Zeitwert der jeweiligen Vermögenswerte und Schulden und dem entsprechenden Buchwert für Steuerzwecke.

Der erworbene Goodwill in Höhe von 196 Mio. € berechnet sich wie folgt:

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in Mio. € Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Übertragene Gegenleistung 293
- Beizulegender Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte (146)
+ Beizulegender Zeitwert der übernommenen Schulden 49
= Goodwill 196

Der Goodwill spiegelt den Wert der im Zusammenhang mit dem Erwerb erwarteten Neukundenzugänge wider. Kein Bestandteil des erfassten Goodwills ist ertragsteuerlich abzugsfähig.

→ Weitere Informationen zu dem Erwerb von Simpel finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden - Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Anhang im Geschäftsbericht 2020.

In den ersten neun Monaten 2021 wurden von der Deutschen Telekom folgende Transaktionen durchgeführt, die Auswirkung auf den Konsolidierungskreis hatten. Weitere - hier nicht dargestellte - Veränderungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentliche Bedeutung für den Konzern-Zwischenabschluss der Deutschen Telekom.

Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und Errichtung eines Infrastrukturfonds

Die Deutsche Telekom hat einen Fonds für Investitionen in digitale Infrastruktur in Europa gegründet. Am 21. Januar 2021 haben u. a. die Deutsche Telekom, Cellnex Telecom S.A. (Cellnex) und die neu gegründete, unabhängig gemanagte Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II SICAF-RAIF (DIV) eine Vereinbarung unterzeichnet, die jeweiligen niederländischen passiven Mobilfunk-Infrastruktur-Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom und der Cellnex, T‑Mobile Infra B.V. und Cellnex Netherlands B.V. (Cellnex NL), in der Cellnex NL zusammenzuführen. Im ersten Schritt wurde eine Kapitalerhöhung bei der DIV durch die Deutsche Telekom und Cellnex durchgeführt. Als Folge halten die Deutsche Telekom 66,67 % und Cellnex 33,33 % der Anteile an der DIV. Da die Deutsche Telekom die DIV beherrscht, wird die DIV in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom als Tochterunternehmen einbezogen. Anschließend wurde die T‑Mobile Infra B.V. an die DIV veräußert. Die Deutsche Telekom hat von der T‑Mobile Infra B.V. unmittelbar vor dem Verkauf eine Dividende in Höhe von 0,3 Mrd. € erhalten. Im nächsten Schritt brachte die DIV ihre Beteiligung an der T‑Mobile Infra B.V. in die Cellnex NL ein. Im Gegenzug erhielt die DIV eine Beteiligung von 37,65 % an dem "neuen" Unternehmen Cellnex NL. Die Transaktion wurde am 1. Juni 2021 vollzogen, nachdem von der zuständigen Wettbewerbsbehörde alle erforderlichen Genehmigungen erteilt worden waren. Infolgedessen verlor die Deutsche Telekom die Beherrschung über die T‑Mobile Infra B.V., das daraus resultierende Entkonsolidierungsergebnis in Höhe von insgesamt 0,3 Mrd. € ist in Höhe von 0,2 Mrd. € in den sonstigen betrieblichen Erträgen zum 30. September 2021 enthalten. 0,1 Mrd. € werden anteilig durch die nachfolgend beschriebene Sale-and Leaseback-Transaktion in späteren Perioden erfasst. Die Beteiligung an Cellnex NL wird seit dem 1. Juni 2021 mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. € mittelbar über die Beteiligung an der DIV nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der Buchwert der nicht beherrschenden Anteile von 33,33 % an der DIV betrug zum 1. Juni 2021 0,1 Mrd. €. Aufgrund der mit den Anteilen an der DIV verbundenen Inhaberkündigungsrechte werden die nicht beherrschenden Anteile in den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

T‑Mobile Netherlands hat weiterhin vollständigen Zugang zur eingebrachten passiven Mobilfunk-Infrastruktur durch eine langfristige Vereinbarung zu marktüblichen Konditionen, im Wesentlichen über die Anmietung entsprechender Infrastruktur. Die in der Vereinbarung enthaltene Leasing-Komponente mit einer unkündbaren Rest-Grundmietzeit von ca. 12 Jahren erfüllt die Voraussetzungen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion. In diesem Zusammenhang wurden zum 1. Juni 2021 Nutzungsrechte in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mrd. € erfasst. Der Gewinn aus dem Sale-and-Leaseback betrug insgesamt 0,1 Mrd. €, davon wurden 12 Mio. € direkt erfolgswirksam erfasst, der verbleibende Betrag wird erfolgswirksam über die Rest-Nutzungsdauer der aktivierten Nutzungsrechte erfasst. Der aus der Veräußerung der T‑Mobile Infra B.V. resultierende Barmittelzufluss in Höhe von insgesamt 377 Mio. € ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung zum 30. September 2021 in Höhe von 135 Mio. € im Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäftsbetriebs im Cashflow aus Investitionstätigkeit sowie in Höhe von 242 Mio. € im Zusammenhang mit dem Sale-and-Leaseback der passiven Mobilfunk-Infrastruktur im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

An der DIV sollen sich künftig neben der Deutschen Telekom und Cellnex weitere institutionelle Investoren beteiligen können. Die Deutsche Telekom beabsichtigt, in der Zielstruktur rund 25 % an dem Fonds zu halten. Bis zum Verlust der Beherrschung wird die DIV als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen werden.

Erwerb von Shentel

Sprint hatte eine Reihe von Verträgen mit der Shenandoah Personal Communications Company (Shentel) unterzeichnet, durch die Shentel für Sprint zum exklusiven Anbieter von Mobilfunk-Netzprodukten in bestimmten Regionen einiger US-Bundesstaaten mit insgesamt rund 1,1 Mio. Kunden wurde. In einem dieser Verträge wurde Sprint eine Option eingeräumt, die Mobilfunk-Vermögenswerte von Shentel zu erwerben. Am 26. August 2020 hat Sprint diese Option ausgeübt und Shentel diesbezüglich eine verbindliche Mitteilung gemacht. Am 28. Mai 2021 wurde zwischen T‑Mobile US und Shentel ein Kaufvertrag über den Erwerb von Vermögenswerten und Schulden im direkten Zusammenhang mit dem oben genannten Mobilfunk-Geschäftsbetrieb von Shentel unterzeichnet. Der Kaufpreis beträgt 1,9 Mrd. US‑$ vorbehaltlich bestimmter in der Vereinbarung festgelegter sowie weiterer, zwischen den Parteien vereinbarter Kaufpreisanpassungen. Die Transaktion wurde am 1. Juli 2021 vollzogen. Zuvor wurden notwendige Genehmigungen der Regulierungsbehörden eingeholt sowie weitere Vollzugsbedingungen erfüllt.

Die vorläufige, zum Erwerbszeitpunkt übertragene Gegenleistung in Form einer Barzahlung belief sich - unter Berücksichtigung der geleisteten Zahlung für den Ausgleich der zuvor bestehenden Beziehungen zwischen T‑Mobile US und Shentel in Höhe von insgesamt 0,1 Mrd. US‑$ (0,1 Mrd. €) - auf 1,9 Mrd. US‑$ (1,6 Mrd. €).

Der Erwerb erfüllt die Voraussetzungen eines Unternehmenszusammenschlusses gemäß IFRS 3. Die Kaufpreisallokation und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden von Shentel zum Erwerbszeitpunkt ist zum 30. September 2021 noch nicht abgeschlossen. Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden von Shentel sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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in Mio. € Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte 2
Vorräte 2
Langfristige Vermögenswerte 1.899
Goodwill 872
Andere immaterielle Vermögenswerte 654
Sachanlagen 109
Nutzungsrechte 259
Aktive latente Steuern 5
Vermögenswerte 1.901
Passiva
Kurzfristige Schulden 61
Leasing-Verbindlichkeiten 61
Langfristige Schulden 252
Sonstige Rückstellungen 30
Leasing-Verbindlichkeiten 222
Schulden 313

Der vorläufige Goodwill in Höhe von 872 Mio. € berechnet sich wie folgt:

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in Mio. € Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Übertragene Gegenleistung 1.588
- Beizulegender Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte (1.029)
+ Beizulegender Zeitwert der übernommenen Schulden 313
= Goodwill 872

Der vorläufige Goodwill umfasst die im Zusammenhang mit dem Erwerb antizipierten Kosteneinsparungen, insbesondere durch die Integration der Netzwerk-Infrastruktur und der Telekommunikationseinrichtungen. Voraussichtlich ist kein Bestandteil des erfassten Goodwills ertragsteuerlich abzugsfähig.

Andere immaterielle Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen zurückerworbene Rechte zur Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen im ehemaligen Gebiet der Geschäftstätigkeit von Shentel. Die zurückerworbenen Rechte resultieren daraus, dass der bis 2029 laufende Management- und Service-Vertrag mit Shentel im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses vorzeitig beendet wurde und T‑Mobile US daher das für diesen Zeitraum an Shentel übertragene Vertriebs- und Betriebsrecht und damit die Cashflows aus den Kundenverträgen zurückerlangt hat. Die Bewertung der zurückerworbenen Rechte wurde anhand der Multi-Period Excess Earnings-Methode vorgenommen. Diese Rechte werden über die Restnutzungsdauer von ca. 9 Jahren abgeschrieben.

Wesentliche Eventualverbindlichkeiten wurden nicht identifiziert.

In der Berichtsperiode waren im Konzern transaktionsbezogene Kosten in Höhe von insgesamt 10 Mio. € angefallen. Diese umfassten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten und sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Der Konzernumsatz der Deutschen Telekom erhöhte sich in der Berichtsperiode aufgrund des Erwerbs um 124 Mio. €. Im Konzernergebnis der laufenden Berichtsperiode ist ein Gesamtergebnis der Shentel vor der Zurechnung auf die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 7 Mio. € enthalten. Hätte sich der Unternehmenszusammenschluss bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 ereignet, wären der Konzernumsatz bzw. das Konzernergebnis vor der Zurechnung auf die nicht beherrschenden Anteile um weitere 202 Mio. € bzw. 24 Mio. € höher als berichtet ausgefallen.

Veräußerung der Telekom Romania Communications

Am 6. November 2020 hat OTE mit Orange Romania eine Vereinbarung über die Veräußerung des 54-prozentigen Anteils an der Telekom Romania Communications S.A. (TKR), die das rumänische Festnetz-Geschäft betreibt, an Orange Romania geschlossen. Die Transaktion wurde am 30. September 2021 vollzogen, nachdem notwendige behördliche Genehmigungen erteilt und weitere Vollzugsbedingungen erfüllt wurden. Der Kaufpreis beläuft sich auf 296 Mio. €. Der aus dem Verkauf resultierende Entkonsolidierungsverlust beträgt 29 Mio. €. Zuvor wurden die von der TKR gehaltenen 30 % der Anteile an der Telekom Romania Mobile Communications (TKRM) vereinbarungsgemäß am 9. September 2021 von der OTE für einen Kaufpreis von 59 Mio. € erworben.

Folgende Transaktion wird in Zukunft den Konsolidierungskreis der Deutschen Telekom ändern:

Vereinbarte Veräußerung der T‑Mobile Netherlands

Am 6. September 2021 haben die Deutsche Telekom und Tele2 mit WP/​AP Telecom Holdings IV - einem Konsortium aus Private Equity Fonds, die von Apax Partners und Warburg Pincus beraten werden - eine Vereinbarung zum Verkauf der T‑Mobile Netherlands unterzeichnet. Der vorläufige Verkaufspreis basiert auf einem Unternehmenswert von 5,1 Mrd. €. Der Barmittelzufluss - bezogen auf einen Anteilsbesitz von 75 % - wird voraussichtlich rund 3,8 Mrd. € betragen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt von behördlichen Genehmigungen und weiterer Vollzugsbedingungen. Die Vermögenswerte und Schulden der T‑Mobile Netherlands werden zum 30. September 2021 in der Konzern-Bilanz als "zur Veräußerung gehalten" ausgewiesen. Der Abschluss der Transaktion wird spätestens bis zum ersten Quartal 2022 erwartet.

Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis

Aktienrückkauf OTE

OTE hat infolge eines im Zeitraum vom 4. März 2020 bis zum 31. Oktober 2020 durchgeführten Aktienrückkauf-Programms insgesamt 9.965.956 eigene Aktien mit einem Gesamtwert von 121 Mio. € erworben. In der außerordentlichen Hauptversammlung der OTE S.A. vom 4. Dezember 2020 wurde beschlossen, 9.965.956 Aktien mit einer entsprechenden Kapitalherabsetzung von rund 28 Mio. € einzuziehen. Die Aktien wurden am 15. Januar 2021 an der Börse in Athen eingezogen. Infolgedessen stieg der Anteil der Deutschen Telekom an der OTE von 46,91 % auf 47,90 %.

Darüber hinaus hat OTE im Zeitraum vom 1. November 2020 bis zum 30. April 2021 im Rahmen des fortgeführten Aktienrückkauf-Programms weitere 3.469.500 eigene Aktien mit einem Gesamtwert von 47 Mio. € erworben. In der ordentlichen Hauptversammlung der OTE S.A. am 9. Juni 2021 wurde beschlossen, eigene Aktien im Volumen von 3.469.500 Stück mit einer entsprechenden Kapitalherabsetzung von rund 10 Mio. € einzuziehen. Die Aktien wurden am 19. Juli 2021 an der Börse in Athen eingezogen. Infolgedessen stieg der Anteil der Deutschen Telekom an der OTE von 47,90 % auf 48,29 %.

Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US durch Vereinbarung mit SoftBank als neuem Aktionär und strategischem Partner

Am 6. September 2021 haben die Deutsche Telekom und SoftBank eine zwei Teile umfassende Transaktion vereinbart. Diese Vereinbarung folgt der Strategie der Deutschen Telekom, ihre Beteiligung an T‑Mobile US auf mehr als 50% zu erhöhen, um damit langfristig die bestehende unternehmerische Kontrolle über das US-Unternehmen und die Vollkonsolidierung zu sichern.

Entsprechend der Vereinbarung hat die Deutsche Telekom insgesamt rund 45 Mio. T‑Mobile US-Aktien von Softbank erworben. Dazu hat die Deutsche Telekom einen Teil ihrer im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Aktien der T‑Mobile US am 23. September 2021 ausgeübt. Im Gegenzug erhielt SoftBank 225 Mio. neue Aktien der Deutschen Telekom AG aus dem Genehmigten Kapital 2017. Der Umfang der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage betrug 576 Mio. €. Die Kapitalerhöhung der Deutschen Telekom AG wurde mit Eintragung ins Handelsregister am 28. September 2021 durchgeführt. Als Ergebnis dieser Transaktion ist SoftBank mit rund 4,5% der ausstehenden Aktien Aktionär der Deutschen Telekom AG. Für die Gesamtzahl von rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien, die im Rahmen dieses Aktientauschs erworben wurden, errechnet sich im Zusammenhang mit der Ausübung der bestehenden Aktienoptionen ein gewichteter Durchschnittspreis von rund 118 US‑$ je T‑Mobile US-Aktie. Für die 225 Mio. Telekom-Aktien, die SoftBank im Gegenzug erhalten hat, und die einem Veräußerungsverbot bis 2024 unterliegen, haben beide Unternehmen einen beizulegenden Wert von 20 € je Aktie vereinbart. Durch diese Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage steigt die Anzahl der ausstehenden Aktien der Deutschen Telekom AG von 4.761 Mio. Aktien auf 4.986 Mio. Aktien. Mit Abschluss der Transaktion hat die Deutsche Telekom ihren Anteil an T‑Mobile US um 3,6 Prozentpunkte auf 46,8 % erhöht. Der beizulegende Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung beläuft sich auf 4,8 Mrd. € und bemisst sich nach dem Börsenkurs der Deutschen Telekom AG-Aktien zum Zeitpunkt der Übertragung der Aktien an SoftBank sowie dem beizulegenden Zeitwert der ausgeübten Aktienoptionen zum Zeitpunkt der Ausübung. Der Anteil an T‑Mobile US-Aktien, über die die Deutsche Telekom aufgrund einer mit SoftBank im Rahmen des Erwerbs von Sprint abgeschlossenen Vereinbarung die Stimmrechte ausüben kann, beträgt zum 30. September 2021 52,0 %. Es ist beabsichtigt, SoftBank bei der künftigen Besetzung eines Aufsichtsratsmandats bei der Deutschen Telekom AG zu unterstützen.

→ Die Darstellung der Effekte im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage sowie der teilweisen Ausübung und Folgebewertung der Aktienoptionen finden Sie in den Abschnitten "Eigenkapital", "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" und "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Darüber hinaus erwägt die Deutsche Telekom einen Betrag von bis zu 2,4 Mrd. US‑$ aus der vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile Netherlands zu verwenden, um weitere Aktienoptionen auf rund 20 Mio. T‑Mobile US-Aktien auszuüben und den Anteil an T‑Mobile US um weitere rund 1,6 Prozentpunkte zu erhöhen. Nach Abschluss beider Transaktionen wird der Kapitalanteil an T‑Mobile US bei rund 48,4 % liegen.

Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag mit 14,1 Mrd. € um 0,6 Mrd. € über dem Niveau des Jahresendes 2020. Der Anstieg resultierte aus stichtagsbedingt höheren Forderungsbeständen im operativen Segment USA sowie Währungskurseffekten, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Gegenläufig wirkten niedrigere Forderungsbestände im operativen Segment Group Development, v. a. infolge der Umklassifizierung der Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands im Zuge der vereinbarten Veräußerung in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, sowie im operativen Segment Deutschland.

→ Weitere Informationen zu der vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile Netherlands finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Vertragsvermögenswerte

Der Buchwert der Vertragsvermögenswerte lag zum Abschluss-Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2020 unverändert bei 2,0 Mrd. €. Die Vertragsvermögenswerte betreffen rechtlich noch nicht entstandene Forderungen aus der - im Vergleich zur Rechnungsstellung - früheren Erfassung von Umsätzen, insbesondere aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren. Weiterhin werden bilanzierte Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung in den Vertragsvermögenswerten erfasst.

Vorräte

Der Buchwert der Vorräte reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,6 Mrd. € auf 2,1 Mrd. €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus Abverkäufen von hochpreisigen Mobilfunk-Endgeräten aufgrund einer Marketing-Aktion im operativen Segment USA. Positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten buchwerterhöhend.

Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der folgenden Effekte um 12,6 Mrd. € auf 130,7 Mrd. €: Zugänge in Höhe von 12,4 Mrd. € erhöhten den Buchwert der immateriellen Vermögenswerte. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Beendigung der C-Band-Auktion der FCC in den USA. T‑Mobile US hat 142 Lizenzen für 7,8 Mrd. € (9,3 Mrd. US‑$) ersteigert sowie erste "Relocation Payments" für die Umsiedlung der bisherigen Lizenzinhaber in Höhe von 0,2 Mrd. € geleistet. Im operativen Segment Europa gab es Lizenzerwerbe von insgesamt 0,2 Mrd. €. Die im November 2020 durch die T‑Mobile Czech Republic ersteigerten 5G-Lizenzen wurden in 2021 in Höhe von 0,1 Mrd. € erworben. Darüber hinaus wurde in Ungarn die Neuvergabe des 900 und 1.800 MHz-Spektrums am 28. Januar 2021 durchgeführt und abgeschlossen. Magyar Telekom erwarb Spektrumlizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Ebenso trugen positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 5,9 Mrd. € sowie Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen aus dem erstmaligen Einbezug der durch die T‑Mobile US erworbenen Shentel, mit 1,6 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Darin enthalten ist auch ein aus der Transaktion entstandener vorläufiger Goodwill in Höhe von 0,9 Mrd. €. Buchwertmindernd wirkten die Umklassifizierung der Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands im Zuge der vereinbarten Veräußerung in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in Höhe von 2,2 Mrd. € sowie Abschreibungen in Höhe von 5,0 Mrd. €.

→ Weitere Informationen zu den genannten Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Im Zuge der Neuausrichtung des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden wurden im September 2020 die den betroffenen Geschäftsbereichen zugeordneten Vermögenswerte und Schulden im Wesentlichen von den operativen Segmenten Systemgeschäft und Europa in das operative Segment Deutschland übertragen. Die Neuaufstellung des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden veranlasste in Verbindung mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie im dritten Quartal 2020 eine unterjährige anlassbezogene Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft zugeordneten Vermögenswerte, bei der eine Verschlechterung der Geschäftsaussichten für das IT-Geschäft festgestellt wurde. In der Folge wurden Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im operativen Segment Systemgeschäft und auf immaterielle Vermögenswerte im Segment Group Headquarters & Group Services erfasst. In den ersten drei Quartalen 2021 resultierten hieraus Wertminderungen in Höhe von insgesamt 0,1 Mrd. € auf im Wesentlichen in der Entwicklung bzw. im Bau befindliche immaterielle Vermögenswerte.

→ Weitere Informationen zu der Wertminderung finden Sie im Geschäftsbericht 2020, Angabe 6 "Immaterielle Vermögenswerte".

Sachanlagen

Der Buchwert der Sachanlagen reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,9 Mrd. € auf 60,1 Mrd. €. Zugänge in Höhe von 10,4 Mrd. €, im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung, dem Netzwerk-Ausbau sowie dem Erwerb mobiler Endgeräte im operativen Segment USA sowie dem Breitband- und Glasfaser-Ausbau und dem Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur in den operativen Segmenten Deutschland und Europa erhöhten den Buchwert. Ebenso trugen positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 1,6 Mrd. € sowie Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Shentel, mit 0,1 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Gegenläufig wirkten Abschreibungen in Höhe von 11,0 Mrd. €, Abgänge in Höhe von 1,3 Mrd. € sowie die Umklassifizierung der Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in Höhe von 0,7 Mrd. €.

→ Weitere Informationen zu der vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile Netherlands finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Nutzungsrechte

Der Buchwert der Nutzungsrechte hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 im Wesentlichen aufgrund der folgenden Effekte um 0,5 Mrd. € auf 30,8 Mrd. € erhöht: Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in Höhe von 4,3 Mrd. €, u. a. infolge einer nach der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds abgeschlossenen Sale-and-Leaseback-Transaktion. Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe von 1,5 Mrd. € und Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Shentel, in Höhe von 0,3 Mrd. €. Den Buchwert mindernd wirkten sich Abschreibungen in Höhe von 4,6 Mrd. € aus. Darin enthalten sind um 0,6 Mrd. € höhere planmäßige Abschreibungen aufgrund einer im operativen Segment USA erfassten Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint. Ebenfalls buchwertmindernd wirkten die Umklassifizierung der Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in Höhe von 0,5 Mrd. € sowie Abgänge in Höhe von 0,2 Mrd. €.

→ Weitere Informationen zu den genannten Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Aktivierte Vertragskosten

Der Buchwert der aktivierten Vertragskosten lag zum 30. September 2021 mit 2,3 Mrd. € um 0,1 Mrd. € über dem Niveau am 31. Dezember 2020. Die aktivierten Vertragskosten entfallen im Wesentlichen auf die operativen Segmente USA, Deutschland und Europa.

Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen an nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 von 0,5 Mrd. € auf 1,0 Mrd. € erhöht. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Einrichtung eines Infrastrukturfonds. Infolge der Transaktion sind im operativen Segment Group Development 37,65 % der Anteile an der Cellnex Netherlands B.V. mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. € nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen worden.

→ Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte lag mit 8,4 Mrd. € um 1,3 Mrd. € unter dem Niveau am 31. Dezember 2020. Dabei verringerte sich der Buchwert der Derivate mit Hedge-Beziehung um 0,5 Mrd. € auf 1,6 Mrd. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der positiven Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch das angestiegene Zinsniveau. Der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung reduzierte sich im Saldo um 0,7 Mrd. € auf 1,3 Mrd. €. Unter Berücksichtigung der teilweisen Ausübung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von T‑Mobile US-Aktien sowie von Bewertungseffekten verringerte sich der Buchwert dieser Aktienoptionen gegenüber dem 31. Dezember 2020 aus folgenden Gründen um 0,5 Mrd. € auf 0,3 Mrd. €: Aufgrund der negativen Entwicklung des Aktienkurses der T‑Mobile US ergab sich in den ersten neun Monaten 2021 ein negatives Bewertungsergebnis im sonstigen Finanzergebnis von minus 0,2 Mrd. €. Darüber hinaus führte die Amortisation aus der initialen Bewertung der Aktienoptionen zum beizulegenden Zeitwert zu einem laufenden Ertrag in Höhe von 0,2 Mrd. € sowie im Zusammenhang mit der Ausübung der Optionen zu einem einmaligen Ertrag in Höhe von 0,4 Mrd. € im sonstigen Finanzergebnis. Zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienoptionen hatten diese einen beizulegenden Zeitwert von 0,8 Mrd. €. Dieser Betrag wurde infolge der Ausbuchung der ausgeübten Optionen als Teil der Gegenleistung an SoftBank erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, wodurch der Buchwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte sank. Darüber hinaus verringerte sich der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehungen um 0,4 Mrd. € aufgrund negativer Bewertungseffekte aus eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US u. a. aus der vorzeitigen Rückzahlung von Anleihen. Buchwerterhöhend wirkten dagegen positive Bewertungseffekte bei in Verträgen eingebetteten Stromtermingeschäften in Höhe von 0,2 Mrd. € sowie Forderungen aus noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland mit 0,2 Mrd. €. Die hinterlegten Barsicherheiten lagen mit 0,5 Mrd. € auf dem Niveau des Jahresendes 2020. Die Beendigung der C-Band-Auktion der FCC in den USA im Februar 2021 reduzierte den Buchwert um 0,4 Mrd. €. Erhöhend wirkten sich seitens des Segments Group Headquarters & Group Services geleistete Barsicherheiten in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie die Hinterlegung einer Barsicherheit für die im Oktober 2021 in den USA begonnene Frequenz-Auktion in Höhe von 0,1 Mrd. € aus.

→ Weitere Informationen zu eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US sowie zu den Aktienoptionen finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Der Buchwert der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 3,4 Mrd. € auf 4,6 Mrd. €. Der Anstieg beruht in Höhe von 4,5 Mrd. € auf der Umklassifizierung der Vermögenswerte der T‑Mobile Netherlands im Zuge der am 6. September 2021 vereinbarten Veräußerung. Dem gegenüber stehen im Wesentlichen Buchwertrückgänge in Höhe von 0,4 Mrd. € aufgrund der Veräußerung der niederländischen T‑Mobile Infra zum 1. Juni 2021 sowie in Höhe von 0,6 Mrd. € aufgrund der Veräußerung der Telekom Romania Communications zum 30. September 2021. Beide waren zum 31. Dezember 2020 wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft.

→ Weitere Informationen zu den genannten Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Finanzielle Verbindlichkeiten und Leasing-Verbindlichkeiten

In der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzung und die Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten zum 30. September 2021 dargestellt:

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in Mio. € 30.09.2021 Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit > 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit
> 5 Jahre
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 91.645 4.714 27.328 59.603
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.896 1.411 1.658 827
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 484 53 150 281
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall 3.300 454 2.278 568
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 7.014 2.430 2.118 2.467
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1.921 1.638 150 134
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 662 113 454 95
Finanzielle Verbindlichkeiten 108.921 10.811 34.136 63.974

Der Buchwert der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2020 im Wesentlichen aufgrund der nachfolgend beschriebenen Sachverhalte um 1,8 Mrd. € auf insgesamt 108,9 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 3,6 Mrd. €.

Der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten erhöhte sich um 3,9 Mrd. €. Erhöhend wirkten insbesondere die in der Berichtsperiode durch T‑Mobile US emittierten Anleihen (Senior Notes) in Höhe von insgesamt 11,8 Mrd. US‑$ (9,8 Mrd. €) mit Laufzeiten zwischen 2026 und 2060 und einer Verzinsung zwischen 2,25 % und 3,6 %. Buchwerterhöhend wirkten darüber hinaus die durch die Deutsche Telekom AG emittierten AUD-Anleihen von 0,1 Mrd. AUD (0,1 Mrd. €) sowie Euro-Anleihen von 0,1 Mrd. €. Gegenläufig wirkten in der Berichtsperiode vorzeitige Tilgungen durch T‑Mobile US von Anleihen in Höhe von insgesamt 5,8 Mrd. US‑$ (4,9 Mrd. €) mit ursprünglichen Laufzeiten bis zwischen 2023 und 2026 und einer Verzinsung zwischen 4,5 % und 6,5 %, planmäßige Tilgungen durch T‑Mobile US von Anleihen in Höhe von 2,3 Mrd. US‑$ (1,9 Mrd. €) sowie im Konzern von Euro-Anleihen in Höhe von 1,7 Mrd. € und US-Dollar-Anleihen in Höhe von 0,3 Mrd. US‑$ (0,2 Mrd. €). Durch Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhte sich der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten um 3,2 Mrd. €.

Der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 1,4 Mrd. € auf 3,9 Mrd. €, im Wesentlichen bedingt durch planmäßige Tilgungen in der Berichtsperiode in Höhe von 1,2 Mrd. € sowie einen Rückgang in Höhe von 0,2 Mrd. € im Zusammenhang mit Factoring im operativen Segment USA.

Bei den Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall in Höhe von 3,3 Mrd. € (31. Dezember 2020: 3,9 Mrd. €) handelt es sich im Wesentlichen um von Sprint emittierte Anleihen. Für diese Anleihen wurden Sicherheiten gestellt, weshalb sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten darstellen. Buchwertreduzierend wirkten die Tilgungen der Berichtsperiode in Höhe von umgerechnet 0,8 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um 0,2 Mrd. €.

Der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten lag mit 7,0 Mrd. € um 0,2 Mrd. € unter dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Im Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) für derivative Finanzinstrumente reduzierte sich der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten insgesamt um 0,2 Mrd. €.

→ Weitere Informationen zu den Barsicherheiten finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Der Buchwert der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten hat sich um 0,2 Mrd. € auf 0,7 Mrd. € verringert, im Wesentlichen im Zusammenhang mit positiven Bewertungseffekten in der Berichtsperiode.

→ Weitere Informationen zu den derivativen finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Der Buchwert der kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,1 Mrd. € auf insgesamt 32,8 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 1,6 Mrd. €. Ebenso trugen Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen aus dem erstmaligen Einbezug der durch die T‑Mobile US erworbenen Shentel, mit 0,3 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Gegenläufig wirkten insbesondere die Aufgabe von ehemaligen Sprint-Mobilfunk-Standorten und einzelner ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment USA sowie eine im September 2021 seitens T‑Mobile US an eine US-Funkturmgesellschaft - im Rahmen einer in der Berichtsperiode vereinbarten Änderung des bestehenden Leasing-Vertrags - geleistete Vorauszahlung für Standortmieten in Höhe von 0,9 Mrd. €. Insgesamt sind Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 4,7 Mrd. € innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten reduzierte sich um 1,5 Mrd. € auf 8,2 Mrd. €, was insbesondere auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber Endgeräteherstellern und rückläufige Verbindlichkeiten für bezogene Leistungen im operativen Segment USA zurückzuführen ist. Darüber hinaus reduzierte sich der Verbindlichkeitenbestand im operativen Segment Group Development infolge der Umklassifizierung der Verbindlichkeiten der T‑Mobile Netherlands in die Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen. Im operativen Segment Europa reduzierte sich der Verbindlichkeitenbestand ebenfalls. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten dagegen buchwerterhöhend.

→ Weitere Informationen zu der vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile Netherlands finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Der Buchwert der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 1,2 Mrd. € auf 6,4 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch eine positive Kursentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten Vermögenswerte sowie Rechnungszinsanpassungen, aus denen insgesamt ein erfolgsneutral erfasster Ertrag aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen von 1,1 Mrd. € resultierte.

Im ersten Quartal 2021 wurden die Risikoleistungen (Tod in der Aktivphase und Invalidität) der außertariflichen Mitarbeiter in Deutschland neu gestaltet, wie es bereits auch für die tariflichen Mitarbeiter im vierten Quartal 2020 umgesetzt wurde. Durch die Neugestaltung der Risikoleistung von einer jährlichen Beitragszahlung (anteilig) hin zur Zahlung einer Pauschalleistung erteilt der Arbeitgeber zukünftig dienstzeitunabhängige Zusagen zur Risikoleistung. Damit werden künftig Auszahlungen der Risikoleistungen direkt im Jahr der Zahlung als Aufwand erfasst. Die nach der bisherigen Regelung zurückgestellten Beträge in Höhe von 0,1 Mrd. € wurden im ersten Quartal 2021 aufwandsmindernd aufgelöst.

→ Weitere Informationen zur Global Pension Policy und Planbeschreibung finden Sie im Geschäftsbericht 2020, Angabe 15 "Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen".

Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen

Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen Rückstellungen reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende 2020 um 0,3 Mrd. € auf 8,8 Mrd. €. Dieser Rückgang resultierte u. a. aus der Umklassifizierung der Schulden der T‑Mobile Netherlands im Zuge der vereinbarten Veräußerung in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen. Darüber hinaus wirkte die Auflösung einer in den Jahren 2010 und 2011 seitens OTE gebildeten sonstigen Personalrückstellung für eine zusätzliche Zahlung an den griechischen Sozialversicherungsfonds IKA-ETAM aufgrund eines im September 2021 abgeschlossenen Verfahrens reduzierend auf den Rückstellungsbestand.

→ Weitere Informationen zu der vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile Netherlands finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Übrige Schulden

Der Buchwert der kurz- und langfristigen übrigen Schulden erhöhte sich um 0,4 Mrd. € auf 6,0 Mrd. €. Die Schulden aufgrund bestehender Ausbauverpflichtungen im Zusammenhang mit noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland erhöhten sich um 0,1 Mrd. €. Darüber hinaus wirkten höhere Abgrenzungen im operativen Segment USA sowie negative Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von Euro in US-Dollar, buchwerterhöhend. Gegenläufig reduzierte die Umklassifizierung der Schulden der T‑Mobile Netherlands in die Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen den Buchwert.

→ Weitere Informationen zu der vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile Netherlands finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Vertragsverbindlichkeiten

Der Buchwert der kurz- und langfristigen Vertragsverbindlichkeiten lag mit 2,2 Mrd. € um 0,2 Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Im Wesentlichen sind hierunter abgegrenzte Umsatzerlöse erfasst.

Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen

Der Buchwert der Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,8 Mrd. € auf 1,3 Mrd. €. Der Anstieg beruht in Höhe von 1,3 Mrd. € auf der Reklassifizierung der Schulden der T‑Mobile Netherlands im Zuge der am 6. September 2021 vereinbarten Veräußerung. Dem gegenüber stehen im Wesentlichen Buchwertrückgänge in Höhe von 0,2 Mrd. € aufgrund der Veräußerung der niederländischen T‑Mobile Infra zum 1. Juni 2021 sowie in Höhe von 0,3 Mrd. € aufgrund der Veräußerung der Telekom Romania Communications zum 30. September 2021. Beide waren zum 31. Dezember 2020 wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft.

→ Weitere Informationen zu den genannten Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Eigenkapital

Der Buchwert des Eigenkapitals erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 von 72,6 Mrd. € auf 78,9 Mrd. €. Erhöhend wirkten sich der Überschuss in Höhe von 5,3 Mrd. € sowie Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierten Vergütungen in Höhe von 0,3 Mrd. € auf das Eigenkapital aus. Ebenso erhöhte das sonstige Ergebnis das Eigenkapital um 4,9 Mrd. €. Hier trugen im Wesentlichen erfolgsneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3,8 Mrd. €, die Neubewertung der leistungsorientierten Pläne in Höhe von 1,1 Mrd. € sowie Gewinne aus Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,2 Mrd. € zum positiven sonstigen Ergebnis bei. Gegenläufig wirkten sich Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen in Höhe von 0,3 Mrd. € negativ auf das sonstige Ergebnis aus. Das Eigenkapital verringerte sich im Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 2,8 Mrd. € und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Ebenfalls reduzierte der im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage durchgeführte Erwerb von T‑Mobile US-Aktien den Buchwert des Eigenkapitals im Saldo um 0,8 Mrd. €. Auch wirkten sich Konsolidierungskreisänderungen - im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung der Telekom Romania Communications im operativen Segment Europa - in Höhe von 0,2 Mrd. € sowie Transaktionen mit Eigentümern in Höhe von 0,1 Mrd. € buchwertmindernd aus.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderung des Konsolidierungskreises, die Entwicklung der Transaktionen mit Eigentümern und die gegen Sacheinlage durchgeführte Kapitalerhöhung:

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in Mio. € 30.09.2021 31.12.2020
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Konzern-Eigenkapital Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Konzern-Eigenkapital
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (181) (181) 0 17.329 17.329
Erwerb Sprint 0 0 0 0 17.331 17.331
Verkauf Telekom Romania Communications 0 (170) (170) 0 0 0
Sonstige Effekte 0 (11) (11) 0 (2) (2)
Transaktionen mit Eigentümern (149) 3 (145) 7.299 5.967 13.266
Erwerb Sprint 0 0 0 7.474 5.915 13.389
Aktienbasierte Vergütung T‑Mobile US (152) 161 9 (207) 249 42
Aktienrückkauf Magyar Telekom 9 (38) (29) 68 (83) (15)
Aktienrückkauf OTE (36) (77) (113) (40) (103) (143)
Aktienrückkauf Hrvatski Telekom (2) (10) (12) 5 (17) (12)
Sale-and-Leaseback T‑Mobile Netherlands 33 (33) 0 0 0 0
Sonstige Effekte 0 0 0 (1) 6 5
Kapitalerhöhung der Deutschen Telekom AG 1.511 (2.358) (847) 0 0 0

Im Zusammenhang mit der am 6. September 2021 zwischen der Deutschen Telekom und SoftBank abgeschlossenen Vereinbarung zum Erwerb von rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien wurde am 28. September 2021 eine Kapitalerhöhung des gezeichneten Kapitals durch Ausgabe von 225 Mio. Stückaktien zum geringsten Ausgabepreis von 2,56 € pro Stück gegen Sacheinlage im Handelsregister eingetragen und durchgeführt. Die Erhöhung des gezeichneten Kapitals beträgt insgesamt 576 Mio. €. Die Anzahl der ausstehenden Aktien der Deutschen Telekom AG steigt in diesem Zusammenhang von 4.761 Mio. Aktien auf 4.986 Mio. Aktien.

Die Sachkapitalerhöhung wurde durch Einbringung von 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien durch SoftBank in die Deutsche Telekom AG gegen Übertragung von 225 Mio. Aktien der Deutschen Telekom AG aus dem Genehmigten Kapital 2017 durchgeführt. Infolge der Transaktion erhöhte sich der Anteil der Deutschen Telekom AG an T‑Mobile US um 3,6 Prozentpunkte auf 46,8 %. Da T‑Mobile US bereits als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG einbezogen wird, führt die Anteilserhöhung lediglich zu einer Verringerung des Anteils anderer Gesellschafter am Konzern-Eigenkapital in Höhe von 2.358 Mio. € und zu einer Erhöhung des Eigenkapitals der Eigentümer des Mutterunternehmens von im Saldo 1.511 Mio. €.

Zum Erwerb der rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien hat die Deutsche Telekom am 23. September 2021 einen Teil ihrer im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen ausgeübt. Diese Aktienoptionen hatten zum Zeitpunkt der Ausübung einen beizulegenden Zeitwert von 847 Mio. €. Dieser Betrag wurde infolge der Ausbuchung der ausgeübten Optionen als Teil der Gegenleistung an SoftBank erfolgsneutral im Eigenkapital (Anteil der Eigentümer des Mutterunternehmens) erfasst, wodurch die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sanken.

→ Weitere Informationen zu der Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US durch die mit SoftBank abgeschlossene Vereinbarung finden Sie im Abschnitt "Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis".

→ Weitere Informationen zur Darstellung der Effekte im Zusammenhang mit den Aktienoptionen finden Sie in den Abschnitten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" und "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die unterjährige Veränderung des Konsolidierungskreises führt neben der Übernahme der zu diesem Zeitpunkt neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden auch zum Einbezug sämtlicher ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschafteter Erträge und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Deutschen Telekom. Dies hat Einfluss auf die Vergleichbarkeit der Werte der aktuellen Periode mit den Vorjahresvergleichswerten.

→ Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Umsatzerlöse

Die Umsätze gliedern sich in die folgenden Erlösarten:

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in Mio. € Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 62.856 59.016
Deutschland 15.239 14.904
USA 36.993 33.559
Europa 7.054 7.023
Systemgeschäft 2.294 2.319
Group Development 1.216 1.156
Group Headquarters & Group Services 61 55
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren 13.757 10.669
Deutschland 1.635 1.449
USA 10.699 7.875
Europa 1.071 1.019
Systemgeschäft 48 52
Group Development 304 275
Group Headquarters & Group Services 1 0
Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten 3.247 3.691
Deutschland 522 610
USA 2.239 2.589
Europa 166 160
Systemgeschäft 20 42
Group Development 211 202
Group Headquarters & Group Services 89 89
Konzernumsatz 79.860 73.377

→ Weitere Informationen zur Entwicklung der Umsatzerlöse finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im Konzern-Zwischenlagebericht.

Sonstige betriebliche Erträge

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in Mio. € Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020
Erträge aus der Zuschreibung langfristiger Vermögenswerte 3 52
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 96 105
Erträge aus Kostenerstattungen 93 105
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 65 52
Erträge aus sonstigen Nebengeschäften 16 16
Übrige sonstige betriebliche Erträge 819 744
davon: Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen 214 9
1.091 1.073

Die Erträge aus der Zuschreibung langfristiger Vermögenswerte enthielten in der Vergleichsperiode 2020 eine Wertaufholung in Höhe von 50 Mio. € auf Sachanlagen im operativen Segment Europa. Diese standen im Zusammenhang mit dem seit Oktober 2020 zur Veräußerung geplanten rumänischen Festnetz-Geschäfts. In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen war in der Vergleichsperiode eine von SoftBank erhaltene Strukturierungsgebühr in Höhe von 0,3 Mrd. € enthalten. Diese erhielt T‑Mobile US als Gegenleistung für die Unterstützung beim sofortigen Abverkauf von T‑Mobile US-Aktien durch SoftBank. Die Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen resultierten aus der Veräußerung der niederländischen Funkturmgesellschaft T‑Mobile Infra an die unabhängig gemanagte Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle (DIV) und deren nachfolgender Einbringung in die Cellnex NL im Zusammenhang der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.

→ Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Mio. € Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020
Wertminderungsaufwand aus finanziellen Vermögenswerten (401) (671)
Gewinne/​(Verluste) aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten (84) (137)
Sonstige (2.566) (2.578)
Aufwand Rechts- und Prüfungskosten (559) (417)
Verluste aus Anlagenabgängen (158) (354)
Ergebnis aus Bewertung von Factoring-Forderungen (3) (5)
Sonstige Steuern (382) (388)
Aufwand Geldverkehr und Bürgschaften (404) (359)
Versicherungsaufwendungen (103) (88)
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen (959) (968)
davon: Verluste aus Entkonsolidierung und aus Veräußerung von nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen 70 0
(3.050) (3.386)

Der Rückgang des Wertminderungsaufwands aus finanziellen Vermögenswerten im Vorjahresvergleich resultierte im Wesentlichen aus Wertberichtigungen von Kundenforderungen aufgrund gesunkener Bonität im ersten Halbjahr 2020 als Folge der Coronavirus-Pandemie im operativen Segment USA; hingegen waren im Jahr 2021 keine entsprechenden Wertminderungen vorzunehmen. Die in den ersten neun Monaten 2021 angefallenen Verluste aus Anlagenabgängen resultierten u. a. aus der Ausbuchung beschädigter langfristiger Vermögenswerte wie Telekommunikationsleitungen, Vermittlungsstellen und Mobilfunk-Standorte infolge der Unwetter- und Hochwasserkatastrophe in Deutschland im Juli 2021. In der Vergleichsperiode resultierten Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von 0,2 Mrd. € aus der Ausbuchung einer noch in Bau befindlichen Abrechnungssoftware für Vertragskunden in den USA. Vor der Migration der Sprint-Vertragskunden auf die T‑Mobile US Abrechnungssoftware wurde entschieden, dass sich diese für die gemeinsame Kundenbasis nicht eignet und nicht in Betrieb genommen wird. Die Verluste aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen resultierten u. a. in Höhe von 29 Mio. € aus der Veräußerung des 54-prozentigen Anteils an der Telekom Romania Communications (TKR) am 30. September 2021, davon in Höhe von 20 Mio. € im Zusammenhang mit der Ausbuchung der dazugehörigen Währungsrücklage im Konzern, sowie aus der Veräußerung eines Geschäftsbetriebs im operativen Segment Systemgeschäft. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte lagen in den ersten drei Quartalen 2021 bei 20,6 Mrd. € und damit insgesamt um 1,7 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei stiegen die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen um 1,2 Mrd. €, auf immaterielle Vermögenswerte um 0,2 Mrd. € und auf aktivierte Nutzungsrechte um 0,9 Mrd. €. Die Anstiege sind im Wesentlichen jeweils auf die seit dem 1. April 2020 in den Konsolidierungskreis einbezogene Sprint zurückzuführen. Im operativen Segment USA führte eine Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint zu um 0,6 Mrd. € höheren planmäßigen Abschreibungen der entsprechenden Nutzungsrechte.

Die Wertminderungen verringerten sich gegenüber der Vergleichsperiode von 0,7 Mrd. € auf 0,1 Mrd. €. In der Vergleichsperiode waren Wertminderungen in Höhe von 0,5 Mrd. € aus einer unterjährig anlassbezogenen Überprüfung der Werthaltigkeit der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft zugeordneten Vermögenswerte sowie 0,2 Mrd. € aus einer ebenfalls unterjährig anlassbezogenen Überprüfung der Werthaltigkeit der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien zugeordneten Vermögenswerte enthalten. Die in den ersten drei Quartalen 2021 erfassten Wertminderungen resultieren im Wesentlichen als Folge der im Vorjahr anlassbezogenen Überprüfung der Werthaltigkeit der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft zugeordneten Vermögenswerte und entfallen mit 68 Mio. € auf das operative Segment Systemgeschäft und mit 14 Mio. € auf das Segment Group Headquarters & Group Services.

→ Weitere Informationen zur unterjährig erfassten Wertminderung finden Sie im Abschnitt "Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz".

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis veränderte sich gegenüber den ersten neun Monaten 2020 von minus 3,2 Mrd. € auf minus 3,7 Mrd. €. Dabei entwickelte sich das Zinsergebnis um 0,4 Mrd. € auf minus 3,5 Mrd. € rückläufig. Gründe hierfür sind v. a. die im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie die in diesem Zusammenhang durchgeführte Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Das sonstige Finanzergebnis verringerte sich im Vorjahresvergleich um 0,1 Mrd. € auf minus 0,2 Mrd. €. Einerseits erhöhte sich der Zinsertrag aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten v. a. im Segment Group Headquarters & Group Services um 0,5 Mrd. €. Andererseits ist dies auf ein um 0,5 Mrd. € verringertes Ergebnis aus Finanzinstrumenten zurückzuführen. Dazu beigetragen haben zum einen negative Bewertungseffekte, die u. a. aus der vorzeitigen Rückzahlung von Anleihen und der daraus folgenden Ausbuchung von eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US sowie aus einem im Mai 2021 mit einer Bank abgeschlossenen Forward-Geschäft zur Preissicherung des künftigen Erwerbs von T‑Mobile US-Aktien stammen. Zum anderen resultierten im Saldo positive Bewertungseffekte aus der Amortisation und Folgebewertung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen lag auf dem Niveau der Vergleichsperiode.

→ Weitere Informationen zu eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

→ Die Darstellung der Effekte aus der teilweisen Ausübung und Folgebewertung der Aktienoptionen im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage finden Sie in den Abschnitten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" und "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Ertragsteuern

In den ersten drei Quartalen 2021 entstand ein Steueraufwand von 1,7 Mrd. €. Die Höhe der Steuer spiegelt im Wesentlichen den Anteil der Länder am Vorsteuerergebnis und deren jeweilige nationalen Steuersätze wider. Darüber hinaus wirken sich latente Steuereffekte für Vorjahre im operativen Segment USA in Höhe von 0,2 Mrd. € steuermindernd aus. Im Vergleichszeitraum entstand bei einem niedrigeren Vorsteuerergebnis ein Steueraufwand in Höhe von 1,5 Mrd. €.

Sonstige Angaben

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Entwicklung des Cashflow der Berichtsperiode ist damit nur bedingt mit der Vorjahresperiode vergleichbar.

→ Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Cashflow aus Geschäftstätigkeit

Gegenüber der Vergleichsperiode erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 9,2 Mrd. € auf 25,6 Mrd. €. Die gute Geschäftsentwicklung, sowohl in als auch außerhalb der USA, wirkte positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Der Anstieg ist zudem auf den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint zum 1. April 2020 zurückzuführen. Im Vergleichszeitraum belasteten geleistete Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen in Höhe von insgesamt 1,6 Mrd. € den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Zusätzlich war der Cashflow aus Geschäftstätigkeit im Vergleichszeitraum in Höhe von 2,2 Mrd. € aus der vorzeitigen Auflösung eines Zinssicherungsgeschäfts für Darlehensaufnahmen bei T‑Mobile US belastet. Darüber hinaus wirkten insbesondere um 0,5 Mrd. € höhere Zinszahlungen (netto), im Wesentlichen resultierend aus den im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der in diesem Zusammenhang durchgeführten Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens, belastend. Die Ertragsteuerzahlungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,2 Mrd. €. Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 0,2 Mrd. € wirkten im Berichtszeitraum positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. In der Vergleichsperiode ergaben sich negative Effekte aus Factoring-Vereinbarungen in Höhe von minus 0,6 Mrd. €, im Wesentlichen resultierend aus der vertragsgemäßen Kündigung einer revolvierenden Factoring-Vereinbarung im operativen Segment Deutschland.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

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in Mio. € Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020
Cash Capex
Operatives Segment Deutschland (2.692) (2.928)
Operatives Segment USA (16.041) (7.131)
Operatives Segment Europa (1.324) (1.431)
Operatives Segment Systemgeschäft (146) (149)
Operatives Segment Group Development (393) (566)
Group Headquarters & Group Services (702) (693)
Überleitung 40 18
(21.260) (12.880)
Auszahlungen für geförderte Investitionen in den Breitband-Ausbau (294) (337)
Einzahlungen von Fördermitteln für Investitionen in den Breitband-Ausbau 202 152
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) (138) 1.564
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem vollzogenen Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint 0 (4.647)
davon: Übernahme liquider Mittel von Sprint a 0 2.117
davon: Rückzahlung von Sprint-Darlehen mit Kontrollwechsel-Klausel 0 (6.764)
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Shentel durch T‑Mobile US (1.588) 0
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des Sprint-Prepaid-Geschäfts an DISH b 0 1.085
Sonstige Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen (25) 0
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Einbringung der Beteiligung an T‑Mobile Infra in die Cellnex Netherlands c 135 0
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Beteiligung an Telekom Romania Communications d 202 0
Sonstige Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen 33 21
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 107 176
Sonstiges (62) (436)
(22.687) (15.302)

a Enthält u. a. eine erhaltene Zahlung aus einer Kostenumlage von SoftBank im Zusammenhang mit CPUC in Höhe von 93 Mio. €.
b Von der gesamten Kaufpreiszahlung in Höhe von 1.221 Mio. € wurden 136 Mio. € im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Dabei handelt es sich um Forderungen gegen Kunden im Zusammenhang mit Endgerätefinanzierungen (Equipment Installment Plan) im veräußerten Sprint-Prepaid-Geschäft.
c Enthält neben dem Zahlungsmittelzufluss für den Verkauf des Geschäftsbetriebs in Höhe von 113 Mio. € (118 Mio. € Zahlungsmittelzufluss abzüglich abgegangener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 5 Mio. €) den Zahlungsmittelzufluss aus der Sale-und-Leaseback-Transaktion in Höhe von 23 Mio. €.
d Enthält neben dem Zahlungsmittelzufluss für den Verkauf des Geschäftsbetriebs in Höhe von 292 Mio. € abgegangene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 89 Mio. €.

Der Cash Capex lag mit 21,3 Mrd. € um 8,4 Mrd. € über der Vergleichsperiode. Im Berichtszeitraum wurden im operativen Segment USA FCC-Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 8,2 Mrd. € im Wesentlichen im Rahmen der Beendigung der C-Band-Auktion und im operativen Segment Europa Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. € erworben. In der Vergleichsperiode waren 1,4 Mrd. € für erworbene Mobilfunk-Lizenzen enthalten, welche in Höhe von 1,0 Mrd. € das operative Segment USA und in Höhe von jeweils 0,2 Mrd. € die operativen Segmente Europa und Group Development betrafen. Ohne Berücksichtigung der Investitionen in Mobilfunk-Lizenzen lag der Cash Capex um 1,4 Mrd. € über der Vergleichsperiode. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus einem Anstieg um 1,7 Mrd. € im operativen Segment USA aufgrund des Einbezugs von Sprint sowie infolge des weiteren Ausbaus des 5G-Netzwerks. Gegenläufig wirkte sich ein Rückgang im operativen Segment Deutschland um 0,2 Mrd. € aus. Witterungsbedingt wurde im ersten und zweiten Quartal 2021 weniger in Glasfaser investiert, was im dritten Quartal 2021 teilweise nachgeholt wurde. Zudem wurden für 2021 geplante Baumaßnahmen in das vierte Quartal 2020 vorgezogen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

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in Mio. € Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020
Rückzahlung Anleihen (9.448) (8.783)
Dividendenausschüttungen (inkl. an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen) (3.087) (3.067)
Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten aus finanziertem Capex und Opex (97) (324)
Rückzahlung von EIB-Krediten (1.093) (193)
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) 0 (4)
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (5.215) (4.206)
Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten für Medienübertragungsrechte (253) (270)
Zahlungsflüsse Continuing Involvement Factoring (netto) (71) (77)
Schuldscheindarlehen (netto) (58) (202)
Begebung Anleihen 10.035 1.609
Commercial Paper (netto) 0 0
Tagesgeldaufnahmen Kreditinstitute (netto) 0 0
Tilgung Verbindlichkeiten aus 5G-Spektrumerwerb in Deutschland (195) (110)
Tilgung Verbindlichkeiten aus 5G-Spektrumerwerb in den Niederlanden (204) 0
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Sale-and-Leaseback der passiven Mobilfunk-Infrastruktur der T‑Mobile Infra 242 0
Ausgabe besicherter Anleihen im Zusammenhang mit Erwerb Sprint 0 20.942
Aufnahme besichertes Darlehen im Zusammenhang mit Erwerb Sprint 0 3.562
Aufnahme Brückenfinanzierung im Zusammenhang mit Erwerb Sprint 0 17.405
Rückzahlung Brückenfinanzierung im Zusammenhang mit Erwerb Sprint 0 (17.493)
Rückzahlung Sprint-Darlehen (Aufnahme vor Erwerb durch T‑Mobile US) 0 (3.572)
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern
Aktienoptionen T‑Mobile US 8 36
Kapitaleinzahlungen Cellnex Netherlands 3 0
Kapitaleinzahlungen Toll4Europe 0 11
12 47
Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern
Aktienrückkäufe T‑Mobile US (254) (316)
Aktienrückkäufe OTE (112) (102)
Sonstige Auszahlungen (43) (30)
(409) (448)
Sonstiges (254) (154)
(10.094) 4.661

Zahlungsunwirksame Transaktionen

Entsprechend der am 6. September 2021 zwischen der Deutschen Telekom und SoftBank abgeschlossenen Vereinbarung hat die Deutsche Telekom am 28. September 2021 insgesamt rund 45,4 Mio. T‑Mobile US-Aktien von Softbank erworben. Im Gegenzug erhielt SoftBank 225 Mio. neue Aktien an der Deutschen Telekom AG im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage.

→ Weitere Informationen zu der Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US durch die mit SoftBank abgeschlossene Vereinbarung finden Sie im Abschnitt "Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis".

Die Deutsche Telekom hat im Berichtszeitraum nicht auf Finanzierungsformen zurückgegriffen, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich v. a. durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden (in der Vergleichsperiode: 0,2 Mrd. €).

Die Deutsche Telekom hat im Berichtszeitraum in Höhe von 4,5 Mrd. € Vermögenswerte, im Wesentlichen Netzwerk-Ausstattung und Grundstücke und Gebäude, angemietet. In der Bilanz werden diese Vermögenswerte in der Folge unter den Nutzungsrechten und die dazugehörigen Verpflichtungen unter den Leasing-Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. In der Vergleichsperiode ergab sich ein Wert von 12,8 Mrd. €, welcher in Höhe von 9,4 Mrd. € durch einen modifizierten Vertrag mit American Tower über die Anmietung von ca. 20.729 Funktürmen begründet war, der zu einer Erhöhung des Buchwerts der Nutzungsrechte sowie der Leasing-Verbindlichkeiten in gleicher Höhe führte. Ohne diesen Effekt ergibt sich ein Anstieg in Höhe von 1,0 Mrd. € gegenüber der Vergleichsperiode, welcher im Wesentlichen aus dem weiteren Ausbau des 5G-Netzwerks sowie dem Einbezug von Sprint im operativen Segment USA und aus den Sale-and-Leaseback-Vereinbarungen im Zuge der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden resultiert.

Gegenleistungen für den Erwerb von Medienübertragungsrechten werden von der Deutschen Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei Vertragsabschluss oder verteilt über die Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene Medienübertragungsrechte wurden im Berichtszeitraum finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige Gegenleistungen in Höhe von 0,4 Mrd. € passiviert (in der Vergleichsperiode: 0,2 Mrd. €). Die Zahlung der Gegenleistung wird im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Im operativen Segment USA wurden in den ersten drei Quartalen 2021 Mobilfunk-Endgeräte in Höhe von 0,9 Mrd. € in den Sachanlagen aktiviert (in der Vergleichsperiode: 2,1 Mrd. €). Diese stehen im Zusammenhang mit dem Endgeräte-Mietmodell der T‑Mobile US, bei dem Kunden das Endgerät nicht kaufen, sondern mieten. Die Auszahlungen werden im Cashflow aus Geschäftstätigkeit gezeigt. Der Rückgang resultierte insbesondere aus dem Rückzug aus dem Endgeräte-Mietmodell.

Aus der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds im operativen Segment Group Development resultierten folgende zahlungsunwirksame Transaktionen: Zum einen wurde die Beteiligung an T‑Mobile Infra in die Cellnex Netherlands gegen Gewährung einer Beteiligung von 37,65 % an dem "neuen" Unternehmen Cellnex Netherlands eingebracht. Zum anderen wurde zur Sicherung des Zugangs der T‑Mobile Netherlands zur eingebrachten passiven Mobilfunk-Infrastruktur eine langfristige Vereinbarung, im Wesentlichen über die Anmietung entsprechender Infrastruktur, als Sale-and-Leaseback-Transaktion abgeschlossen.

→ Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Segmentberichterstattung

Die folgende Tabelle gibt einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente und das Segment Group Headquarters & Group Services der Deutschen Telekom für die ersten drei Quartale 2021 und 2020.

→ Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" im Konzern-Zwischenlagebericht.

Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom die Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT GmbH vom operativen Segment Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des operativen Segments Deutschland verlagert. In den beiden Segmenten wurden die Vorjahresvergleichswerte rückwirkend angepasst. Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom das österreichische Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in die Einheit GD Towers des operativen Segments Group Development verlagert. Die Vorjahresvergleichswerte in den beiden betroffenen Segmenten wurden nicht rückwirkend angepasst. Zum 1. Januar 2021 wurden die DT IT Russland, DT IT Slowakei und DT IT Ungarn vom operativen Segment Deutschland in das Segment Group Headquarters & Group Services verlagert. Die Vorjahresvergleichswerte in den beiden betroffenen Segmenten wurden nicht rückwirkend angepasst.

→ Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Rechnungslegung".

In Übereinstimmung mit den internen Grundsätzen der Segmentsteuerung wird bei intern an Konzerngesellschaften begebenen Darlehen mit eingebetteten Derivaten die derivative Komponente auch im Segmentabschluss der Gläubigergesellschaft abgespalten und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Segmentinformationen in den ersten drei Quartalen

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in Mio. € Vergleichsperiode
Außenumsatz Intersegmentumsatz Gesamtumsatz Betriebsergebnis (EBIT) Planmäßige Abschreibungen
Deutschland Q1-Q3 2021 17.396 439 17.835 3.743 (2.998)
Q1-Q3 2020 16.962 563 17.525 2.988 (3.319)
USA Q1-Q3 2021 49.931 2 49.933 5.971 (13.761)
Q1-Q3 2020 44.022 2 44.024 5.863 (11.165)
Europa Q1-Q3 2021 8.291 165 8.456 1.463 (1.913)
Q1-Q3 2020 8.202 142 8.344 1.095 (1.961)
Systemgeschäft Q1-Q3 2021 2.362 630 2.992 (129) (185)
Q1-Q3 2020 2.413 669 3.082 (513) (277)
Group Development Q1-Q3 2021 1.731 618 2.349 766 (613)
Q1-Q3 2020 1.633 509 2.142 417 (576)
Group Headquarters & Group Services Q1-Q3 2021 150 1.763 1.913 (1.127) (1.051)
Q1-Q3 2020 144 1.766 1.910 (1.140) (933)
Summe Q1-Q3 2021 79.860 3.619 83.478 10.687 (20.521)
Q1-Q3 2020 73.377 3.651 77.027 8.710 (18.231)
Überleitung Q1-Q3 2021 0 (3.619) (3.619) (15) 36
Q1-Q3 2020 0 (3.651) (3.651) (6) 25
Konzern Q1-Q3 2021 79.860 0 79.860 10.672 (20.485)
Q1-Q3 2020 73.377 0 73.377 8.704 (18.206)
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in Mio. € Vergleichsperiode Stichtag
Wertminderungen Segmentvermögen a Segmentschulden a Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen a
Deutschland (12) 47.921 35.051 36
(53) 45.114 32.725 34
USA (40) 188.530 123.228 311
(37) 176.765 117.681 296
Europa (3) 24.885 8.604 54
(163) 27.034 9.172 54
Systemgeschäft (71) 4.135 3.632 21
(373) 4.094 3.754 23
Group Development 0 10.458 12.310 544
0 9.212 11.220 122
Group Headquarters & Group Services (15) 47.649 61.874 14
(45) 48.047 63.188 14
Summe (141) 323.578 244.699 980
(671) 310.266 237.740 543
Überleitung 1 (50.223) (50.204) 0
1 (45.349) (45.373) 0
Konzern (140) 273.355 194.495 980
(670) 264.917 192.367 543

a Werte sind stichtagsbezogen auf den 30. September 2021 und den 31. Dezember 2020.

Eventualverbindlichkeiten

Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 dargestellten Eventualverbindlichkeiten ausgeführt.

Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. In den von der Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (heute Vodafone Kabel Deutschland GmbH) einerseits und von der Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG (heute Vodafone Hessen GmbH), der Unitymedia NRW GmbH (heute Vodafone NRW GmbH) und der Kabel BW GmbH (heute Vodafone BW GmbH) andererseits geführten Klageverfahren gegen die Telekom Deutschland GmbH hat der Bundesgerichtshof die Revisionen der Kläger mit Beschlüssen vom 18. Mai 2021 insoweit zugelassen, als die Klagen Ansprüche für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2012 (Vodafone Kabel Deutschland GmbH) bzw. für die übrigen Kläger ab dem 1. Januar 2016 betreffen. Die finanziellen Auswirkungen beider Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Prospekthaftungsverfahren (dritter Börsengang - DT3). Hierbei handelt es sich um ursprünglich ca. 2.600 laufende Klagen von ca. 16.000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage des Prospekts vom 26. Mai 2000 verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesem Prospekt unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich aktuell auf insgesamt noch ca. 78 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/​oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht (LG) Frankfurt am Main hatte Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Am 16. Mai 2012 hatte das OLG Frankfurt am Main festgestellt, dass der Börsenprospekt der Deutschen Telekom AG keinen wesentlichen Fehler enthält. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014 diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Am 30. November 2016 stellte das OLG Frankfurt am Main in einem Musterentscheid fest, dass aus dem vom BGH festgestellten Fehler eine grundsätzliche Haftung der Deutschen Telekom AG resultieren könne; Einzelheiten seien aber in den Ausgangsverfahren zu klären. Auf Beschwerde beider Parteien hat der BGH das Verfahren im Februar 2021 erneut an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Die Deutsche Telekom hat zum 30. September 2021 bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet.

Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission. Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 entschieden, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängt, die im Januar 2015 vollständig bezahlt wurden. Im Jahr 2018 hat das Gericht der Europäischen Union die Entscheidung der Europäischen Kommission nach einer von Slovak Telekom und Deutsche Telekom eingelegten Berufung teilweise für nichtig erklärt und die verhängten Bußgelder um insgesamt 13 Mio. € reduziert. Mit Urteil vom 25. März 2021 wurde eine weitere Berufung zum Europäischen Gerichtshof vollumfänglich abgewiesen. Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission hatten Wettbewerber Klage vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Mit diesen Klagen begehren sie die Erstattung eines angeblichen Schadens, der sich aus dem von der Europäischen Kommission festgestellten Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung durch die Slovak Telekom ergeben haben soll. Derzeit sind noch zwei Klagen in Höhe von insgesamt 112 Mio. € zuzüglich Zinsen anhängig. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Sammelklage im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint. Am 4. Juni 2021 wurden vor dem Delaware Court of Chancery eine Aktionärssammelklage (Shareholder Class Action) und eine abgeleitete Aktionärsklage (Derivative Action) gegen die Deutsche Telekom, SoftBank, T‑Mobile US und alle unserer damaligen Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US eingereicht. Darin wird geltend gemacht, dass diese mit der ergänzenden Vereinbarung über die Kaufpreisanpassung zur Fusionsvereinbarung und SoftBanks nachfolgender Monetarisierung der T‑Mobile US-Aktien ihre Treuepflichten verletzt hätten. Die sich aus diesem Verfahren ergebende Klageforderung und das finanzielle Risiko für die Deutsche Telekom können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Verfahren gegen T‑Mobile US wegen Cyberangriff auf T‑Mobile US. Im August 2021 bestätigte T‑Mobile US, Opfer eines kriminellen Cyberangriffs geworden zu sein, von dem Daten von Millionen bestehender, ehemaliger und potenzieller Kunden aus ihren Systemen betroffen waren. Mit Unterstützung externer Fachleute für Cybersicherheit hat T‑Mobile US die Sicherheitslücke für einen unbefugten Zugang zu ihren Systemen lokalisiert und geschlossen. Es wurden die Kunden ermittelt, deren Daten betroffen waren, und entsprechend der bestehenden bundesstaatlichen und nationalen Vorgaben über den Vorfall informiert. Aufgrund des Cyberangriffs sind zahlreiche Klagen gegen T-Mobile US eingereicht worden, einschließlich mehrerer Sammelklagen, in denen nicht spezifizierte monetäre Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden. Zudem sind Anfragen von verschiedenen staatlichen Behörden, Strafverfolgungsbehörden und anderen Stellen eingegangen. T‑Mobile US kann aus diesem Grund auch Gegenstand weiterer Ermittlungen der Aufsichtsbehörden und zivilrechtlicher Klagen sein. Derzeit kann das sich aus diesen Verfahren ergebende finanzielle Risiko nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen Telekom zum 30. September 2021:

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in Mio. € 30.09.2021
Bestellobligo für Sachanlagevermögen 6.521
Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte 1.254
Abgeschlossene Einkaufsverpflichtungen für Vorräte 5.266
Sonstiges Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen 19.470
Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen gegenüber der Postbeamtenversorgungskasse 1.464
Verpflichtungen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben 36
Andere sonstige Verpflichtungen 154
34.165
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Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert 30.09.2021 Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam a
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 6.337 6.337
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 5.621 5.621
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 8.489 8.489
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 4.516 4.516
davon: gezahlte Collaterals AC 493 493
davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand AC 1.914 1.914
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 0 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 223 223
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 551 551
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 3 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 1.270 1.270
davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte FVTPL 458 458
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte FVTPL 250 250
davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen FVTPL 331 331
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.553 314 1.239
Leasing-Vermögenswerte n.a. 241
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen AC 419 419
Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen FVOCI 34 34
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 8.235 8.235
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten AC 91.645 91.645
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 3.896 3.896
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen AC 484 484
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall AC 3.300 3.300
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten AC 7.014 7.014
davon: erhaltene Collaterals AC 1.324 1.324
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Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 Beizulegender Zeitwert 30.09.2021 b
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 8.489
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.547
davon: gezahlte Collaterals
davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 223
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 551
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.270
davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte 458
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte 250
davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen 331
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.553
Leasing-Vermögenswerte 241
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 34
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 100.707
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.003
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 571
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall 3.536
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 7.032
davon: erhaltene Collaterals

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

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in Mio. € Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert 30.09.2021 Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam a
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten AC 1.921 1.921
davon: mit Inhaberkündigungsrechten ausgestattete Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an konsolidierten Personengesellschaften AC 134 134
Leasing-Verbindlichkeiten n.a. 32.806
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 464 464
davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen FVTPL 0 0
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte FVTPL 17 17
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 198 171 28
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen AC 1.020 1.020
davon: aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 16.893 16.893
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung FVOCI 8.489 8.489
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung FVOCI 585 585
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 1.496 1.496
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 117.515 117.515
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 464 464
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in Mio. €
Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 Beizulegender Zeitwert 30.09.2021 b
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
davon: mit Inhaberkündigungsrechten ausgestattete Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an konsolidierten Personengesellschaften
Leasing-Verbindlichkeiten 32.806
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 464
davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen 0
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte 17
Derivate mit Hedge-Beziehung 198
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
davon: aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.547
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung 8.489
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung 585
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 1.496
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 115.849
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 464

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien

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in Mio. € Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert 31.12.2020 Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam a
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 12.939 12.939
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 6.007 6.007
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 7.516 7.516
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 4.722 4.722
davon: gezahlte Collaterals AC 543 543
davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand AC 1.676 1.676
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 0 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 203 203
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 425 425
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 3 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 1.992 1.992
davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte FVTPL 889 889
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte FVTPL 77 77
davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen FVTPL 819 819
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 2.047 21 2.026
Leasing-Vermögenswerte n.a. 248
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen AC 206 206
Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen FVOCI 32 32
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 9.760 9.760
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten AC 87.702 87.702
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 5.257 5.257
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen AC 490 490
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall AC 3.886 3.886
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten AC 7.206 7.206
davon: erhaltene Collaterals AC 1.530 1.530
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten AC 1.703 1.703
davon: mit Inhaberkündigungsrechten ausgestattete Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an konsolidierten Personengesellschaften AC 6 6
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in Mio. €
Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 Beizulegender Zeitwert 31.12.2020 b
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 7.516
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.758
davon: gezahlte Collaterals
davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 203
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 425
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.992
davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte 889
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte 77
davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen 819
Derivate mit Hedge-Beziehung 2.047
Leasing-Vermögenswerte 248
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 32
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 97.655
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.393
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 586
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall 4.167
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 7.270
davon: erhaltene Collaterals
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
davon: mit Inhaberkündigungsrechten ausgestattete Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an konsolidierten Personengesellschaften

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

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in Mio. € Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert 31.12.2020 Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam a
Leasing-Verbindlichkeiten n.a. 32.715
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 478 478
davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen FVTPL 8 8
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte FVTPL 129 129
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 386 334 52
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen AC 398 398
davon: aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 23.874 23.874
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn-und Verlustrechnung FVOCI 7.516 7.516
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung FVOCI 457 457
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 2.198 2.198
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 116.402 116.402
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 478 478
scrollen
in Mio. €
Wertansatz Bilanz nach IFRS 16 Beizulegender Zeitwert 31.12.2020 b
Leasing-Verbindlichkeiten 32.715
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 478
davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen 8
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte 129
Derivate mit Hedge-Beziehung 386
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
davon: aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.758
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn-und Verlustrechnung 7.516
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung 457
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 2.198
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 115.071
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 478

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 2,3 Mrd. € (31. Dezember 2020: 2,0 Mrd. €) enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist die Verwendung von aktuellen, für das betreffende Finanzinstrument an liquiden Märkten beobachtbaren Bewertungsfaktoren (Eingangsparameter) zu maximieren und die Verwendung anderer Eingangsparameter (z. B. historische Preise, Preise für ähnliche Instrumente, Preise auf nicht liquiden Märkten) zu minimieren. Für diese Zwecke ist eine Bewertungshierarchie mit drei Bewertungsstufen (Levels) definiert. Sind für das betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag notierte Preise auf liquiden Märkten verfügbar, werden diese unangepasst für die Bewertung verwendet (Level 1-Bewertung). Andere Eingangsparameter sind dann für die Bewertung irrelevant. Ein Beispiel sind aktiv gehandelte börsennotierte Aktien und Anleihen. Sind für das betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag zwar keine notierten Preise auf liquiden Märkten verfügbar, kann es jedoch mittels anderer am Abschluss-Stichtag am Markt beobachtbarer Eingangsparameter bewertet werden, liegt eine Level 2-Bewertung vor. Voraussetzung hierfür ist, dass die beobachtbaren Eingangsparameter nicht wesentlich angepasst und keine nicht beobachtbaren Eingangsparameter verwendet werden müssen. Ein Beispiel für Level 2-Bewertungen sind besicherte Zins-Swaps, Devisentermingeschäfte und Zins-/​Währungs-Swaps, die anhand aktueller Zinssätze bzw. Fremdwährungskurse bewertet werden können. Sofern die Voraussetzungen für eine Level 1-Bewertung oder eine Level 2-Bewertung nicht erfüllt sind, liegt eine Level 3-Bewertung vor. In solchen Fällen müssen beobachtbare Eingangsparameter wesentlich angepasst bzw. nicht beobachtbare Eingangsparameter verwendet werden.

Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

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in Mio. € 30.09.2021 31.12.2020
Level 1 Level 2 Level 3 Summe Level 1 Level 2
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 8.489 8.489
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 137 77 9 223 133 62
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 34 551 585
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 3 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 232 1.038 1.270 207
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.553 1.553 2.047
Passiva
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 447 17 464 341
Derivate mit Hedge-Beziehung 198 198 386
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in Mio. € 31.12.2020
Level 3 Summe
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 7.516 7.516
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 8 203
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 457 457
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 3 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.785 1.992
Derivate mit Hedge-Beziehung 2.047
Passiva
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 137 478
Derivate mit Hedge-Beziehung 386

Von den zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumenten der sonstigen finanziellen Vermögenswerte bilden die Instrumente der verschiedenen Levels jeweils eigene Klassen von Finanzinstrumenten. Die beizulegenden Zeitwerte des Gesamtbestands an Eigenkapitalinstrumenten in Level 1 entsprechen jeweils den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag.

Börsennotierte Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten werden Level 1 oder Level 2 in Abhängigkeit von der Marktliquidität des jeweiligen Instruments zugeordnet. Folglich sind die in EUR oder USD denominierten Emissionen mit relativ großem Emissionsvolumen grundsätzlich als Level 1 qualifiziert, die übrigen grundsätzlich als Level 2. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 1 zugeordneten Instrumente entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 2 zugeordneten Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.

Da für die im Bestand befindlichen Level 2 zugeordneten derivativen Finanzinstrumente mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare Eingangsparameter in die Bewertung einfließen. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei finden zum Abschluss-Stichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als Wechselkurse werden die am Abschluss-Stichtag geltenden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price.

Die zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumente umfassen eine Vielzahl von Investments in strategische, nicht-börsennotierte Einzelpositionen. Die Deutsche Telekom erachtet die gewählte Bewertung über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung für angemessen, da für die Beteiligungen keine kurzfristigen Gewinnerzielungsabsichten bestehen. Im Zeitpunkt der Veräußerung eines Investments wird der gesamte kumulierte Gewinn oder Verlust in die Gewinnrücklagen reklassifiziert. Erwerbe und Veräußerungen basieren auf geschäftspolitischen Investitionsentscheidungen.

Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten

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in Mio. € Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: Aktienoptionen Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte Derivative finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte
Buchwert zum 1. Januar 2021 457 889 805 77 (129)
Zugänge (inkl. erstmaliger Klassifizierung als Level 3) 72 72 0 0 0
Erfolgswirksam erfasste Wertminderungen (inkl. Abgangsverluste) (714) (419) (28) (3)
Erfolgswirksam erfasste Werterhöhungen (inkl. Abgangsgewinne) 178 773 191 119
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste negative Wertänderungen (46)
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste positive Wertänderungen 154
Abgänge (88) 0 (847) 0 0
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Kursdifferenzen 2 33 0 10 (4)
Buchwert zum 30. September 2021 551 458 312 250 (17)

Bei den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumenten der sonstigen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von 536 Mio. € um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis der besten verfügbaren Informationen zum Abschluss-Stichtag vollzogen wird. Die größte Relevanz misst die Deutsche Telekom dabei grundsätzlich Transaktionen über Anteile an den betreffenden Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem werden Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche Informationen für die Bewertung verwendet werden, ist sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen Transaktion zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die Transaktion zu marktüblichen Konditionen vollzogen wurde. Außerdem ist hierbei der Grad der Ähnlichkeit zwischen Bewertungsobjekt und vergleichbarem Unternehmen zu berücksichtigen. Nach Einschätzung der Deutschen Telekom sind die beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag hinreichend zuverlässig bestimmbar. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode verweisen wir auf die vorstehende Tabelle. Am Abschluss-Stichtag waren Beteiligungen mit einem Buchwert von 34 Mio. € zur Veräußerung gehalten, für die übrigen bestand keine Verkaufsabsicht. Bei Beteiligungen mit einem Buchwert von 411 Mio. € fanden in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen zu marktüblichen Konditionen statt, weshalb die dort vereinbarten Anteilspreise unangepasst für die Bewertung zum 30. September 2021 heranzuziehen waren. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 6 Mio. € entspricht nach Analyse der operativen Entwicklung (insbesondere Umsatzerlöse, EBIT und Liquidität) der bisherige Buchwert dem aktuellen beizulegenden Zeitwert. Aufgrund besserer Vergleichbarkeit sind frühere marktübliche Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen neueren Transaktionen über Anteile gleichartiger Unternehmen vorzuziehen. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 119 Mio. €, bei denen die letzten marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen schon weiter in der Vergangenheit liegen, repräsentiert eine Bewertung auf Basis von in größerer zeitlicher Nähe vollzogenen marktüblichen Transaktionen über Anteile gleichartiger Unternehmen den beizulegenden Zeitwert am zuverlässigsten. Hierbei wurden Multiples auf die Bezugsgröße erwartete Umsatzerlöse (Bandbreite von 3,0 bis 12,7) angewendet. Entsprechend den individuellen Gegebenheiten wurde bei den Multiples das 25 %-Quantil, der Median oder das 75 %-Quantil verwendet. Wären für die Multiples und für die erwarteten Umsatzerlöse andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Weiterhin sind mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 15 Mio. € nicht wesentliche Einzeltitel enthalten, deren Wertschwankungen von untergeordneter Bedeutung sind.

Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 458 Mio. € um in von T‑Mobile US emittierte Anleihen eingebettete Optionen. Die durch T‑Mobile US jederzeit ausübbaren Optionen ermöglichen die vorzeitige Tilgung der Anleihen zu festgelegten Ausübungspreisen. Für die Anleihen als Gesamtinstrumente sind zwar regelmäßig und auch am Abschluss-Stichtag beobachtbare Marktpreise verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Diese Kündigungsrechte werden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Dabei werden historische Zinsvolatilitäten von Anleihen der T‑Mobile US und vergleichbarer Emittenten verwendet, da sie zum Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren Schätzwert als aktuelle Marktvolatilitäten darstellen. Die ebenfalls nicht beobachtbare Spread-Kurve wurde auf Basis aktueller Marktpreise von Anleihen der T‑Mobile US und Schuldinstrumenten vergleichbarer Emittenten ermittelt. Risikoloser Zins und Spread wurden getrennt voneinander simuliert. Zum aktuellen Abschluss-Stichtag wurden für die verschiedenen Rating-Stufen der Anleihen folgende Zinsvolatilitäten und Spreads verwendet:

Verwendete Zinsvolatilitäten und Spreads nach Rating-Stufen

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in% Zinsvolatilität (absoluter Wert) Spread
BBB+ 0,2 %-0,3 % 0,2 %-1,1 %
BBB- 0,6 %-0,8 % 0,3 %-1,8 %
BB+ 1,0 %-1,3 % 0,4 %-2,3 %

Für den nicht beobachtbaren Eingangsparameter Mean Reversion wurden 3 % verwendet. Die verwendeten Werte stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten Schätzwert dar. Wären für die Zinsvolatilität, die Spread-Kurve und für die Mean Reversion andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Wäre der risikolose Zins am Abschluss-Stichtag um 50 Basispunkte höher (niedriger) gewesen, wäre der beizulegende Zeitwert der Optionen um 119 Mio. € niedriger (um 148 Mio. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von in Euro umgerechnet 64 Mio. € für unrealisierte Verluste erfasst. Im Berichtszeitraum wurden drei Optionen ausgeübt und die betreffenden Anleihen vorzeitig gekündigt. Im Zeitpunkt der Kündigung wurden die Optionen mit ihrem jeweiligen gesamten Buchwert von in Euro umgerechnet 499 Mio. € aufwandswirksam ausgebucht. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf die obenstehende Tabelle verwiesen. Die im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfassten Wertänderungen waren im Wesentlichen auf Bewegungen der bewertungsrelevanten Zinssätze und historischen absoluten Zinsvolatilitäten zurückzuführen. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Sensitivitäten¹ der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten in Abhängigkeit der nicht beobachtbaren Eingangsparameter

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in Mio. € Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: Aktienoptionen Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte Derivative finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte
Multiple nächst höheres Quantil 43
Multiple nächst niedrigeres Quantil (21)
Erwartete Umsatzerlöse +10 % 6
Erwartete Umsatzerlöse -10 % (7)
Zinsvolatilität b +10 % 50
Zinsvolatilität b -10 % (46)
Spread-Kurve c +50 Basispunkte (193)
Spread-Kurve c -50 Basispunkte 232
Mean Reversion d +100 Basispunkte (31)
Mean Reversion d -100 Basispunkte 36
Zukünftige Energiepreise +10 % 68 16
Zukünftige Energiepreise -10 % (82) (16)
Zukünftige Energieproduktionsmenge +5 % 38 4
Zukünftige Energieproduktionsmenge -5 % (52) (4)
Zukünftige Preise für Renewable Energy Credits e +100 % 108 30
Zukünftige Preise für Renewable Energy Credits e von Null (123) (30)
Aktienkursvolatilität f +10 % 31
Aktienkursvolatilität f -10 % (30)

1 Veränderung des betreffenden Eingangsparameters unter der Annahme, dass alle übrigen Eingangsparameter unverändert sind.
b Die Zinsvolatilität gibt das Ausmaß der Zinsänderungen im Zeitablauf an (relative Änderung). Je größer die Zinsbewegungen, desto höher die Zinsvolatilität.
c Die Spread-Kurve zeigt für die jeweiligen Laufzeiten die Differenz zwischen von T-Mobile US zu bezahlenden Zinsen und risikolosen Zinsen. Für die Sensitivitätsberechnung wird für die Spread-Kurve ein Minimum von Null gesetzt, d. h. negative Spreads sind ausgeschlossen.
d Als Mean Reversion wird die Annahme bezeichnet, dass sich die Zinsen nach einer Änderung wieder zu ihrem Mittelwert zurückbewegen. Je höher der gewählte Wert (Mean Reversion Speed), desto schneller wird im Bewertungsmodell zum Mittelwert zurückgekehrt.
e Die Renewable Energy Credits sind US-amerikanische Emissionszertifikate.
f Die Aktienkursvolatilität gibt die Schwankungsbreite des Basiswertes über die Restlaufzeit einer Option an.

Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet minus 17 Mio. € um Stromtermingeschäfte (Energy Forward Agreements), die in von der T‑Mobile US abgeschlossene Verträge eingebettet sind. Dies gilt entsprechend für derivative finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 250 Mio. €. Diese Verträge bestehen aus jeweils zwei Komponenten, dem Energy Forward Agreement und dem Erwerb von Renewable Energy Credits durch T‑Mobile US. Die Verträge wurden seit 2017 mit Energieproduzenten geschlossen und haben Laufzeiten von 12 bis 15 Jahren ab jeweiligem kommerziellem Produktionsbeginn. Für ein Energy Forward Agreement wird der kommerzielle Produktionsbeginn für 2023 erwartet, für die übrigen hat er bereits stattgefunden. Der jeweilige Erfüllungszeitraum des separat als Derivate bilanzierten Energy Forward Agreements startet ebenfalls bei kommerziellem Produktionsbeginn. Unter den Energy Forward Agreements erhält T‑Mobile US während des Erfüllungszeitraums variable Beträge basierend auf der tatsächlichen Produktionsmenge des Energieproduzenten und dann aktuellen Energiepreisen und bezahlt feste Beträge je produzierter Energieeinheit. Die Energy Forward Agreements werden mangels beobachtbarer Marktpreise mittels Bewertungsmodellen bewertet. Der Wert der Derivate wird wesentlich beeinflusst von der künftigen Produktionsmenge des Energieproduzenten, die T‑Mobile US zum Abschluss-Stichtag mit 4.057 Gigawattstunden pro Jahr veranschlagt hat. Der Wert der Derivate wird außerdem wesentlich beeinflusst von den künftigen Energiepreisen auf den betreffenden Märkten. Für einen Zeitraum von etwa 5 Jahren sind in der Regel Marktpreise beobachtbar, darüber hinaus ist die Marktliquidität gering. Des Weiteren wird der Wert der Derivate wesentlich beeinflusst von den ebenfalls nicht beobachtbaren künftigen Preisen für Renewable Energy Credits. Für den nicht beobachtbaren Zeitraum hat T‑Mobile US on-peak-Energiepreise (Energiepreise für Zeiten relativ hoher Energienachfrage) zwischen in Euro umgerechnet 17,30 €/​MWh und 50,18 €/​MWh und off-peak-Energiepreise (Energiepreise für Zeiten relativ niedriger Energienachfrage) zwischen in Euro umgerechnet 9,78 €/​MWh und 39,40 €/​MWh verwendet. Für das on-peak/​off-peak-Verhältnis wurde ein Wert von durchschnittlich 52 % verwendet. Die verwendeten Werte stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten Schätzwert dar. Am Abschluss-Stichtag ist der errechnete beizulegende Zeitwert aus Sicht der Deutschen Telekom für alle Stromtermingeschäfte positiv und beträgt für die Vermögenswerte in Euro umgerechnet insgesamt 336 Mio. € und für die Verbindlichkeiten 42 Mio. €. Wären für die künftigen Energiepreise, für die künftige Energieproduktionsmenge und für die künftigen Preise der Renewable Energy Credits andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle dargestellt. Aus der Level 3-Bewertung wurde in der Berichtsperiode im sonstigen betrieblichen Ergebnis ein Nettoergebnis (Ertrag) von in Euro umgerechnet 271 Mio. € für unrealisierte Gewinne der Derivate erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf die entsprechende Tabelle verwiesen. Die Wertänderungen im Berichtszeitraum sind im Wesentlichen auf Veränderungen der beobachtbaren und der nicht beobachtbaren Energiepreise sowie auf Zinseffekte zurückzuführen. Aufgrund ihrer Eigenart bilden die Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Nach Einschätzung der T‑Mobile US wurden die Verträge zu aktuellen Marktkonditionen geschlossen, und bei der Bewertung wurden die am besten geeigneten Werte für die nicht beobachtbaren Eingangsparameter verwendet. Der Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug jeweils Null. Weil nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Derivate haben, wurde - mit Ausnahme der nachfolgend erläuterten, von Sprint abgeschlossenen Verträge - im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung jeweils ergebende Betrag nicht bilanziert. Vielmehr werden diese Beträge über den Zeitraum der kommerziellen Energieproduktion linear ertragswirksam amortisiert (in Euro umgerechnet jährlich insgesamt 12 Mio. €). Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der periodischen Bewertung der Derivate mit dem jeweiligen Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern. Alle Beträge aus der Derivatebewertung werden je Vertrag sowohl in der Bilanz (derivative finanzielle Vermögenswerte bzw. derivative finanzielle Verbindlichkeiten) als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge) saldiert. Die Entwicklung des noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu amortisierenden Betrags in der Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Auch bei den noch vor dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint abgeschlossenen Verträgen haben nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Derivate. Aufgrund der Vorschriften für Unternehmenszusammenschlüsse sind jedoch die sich bei der Bewertung jeweils ergebenden Beträge als derivative finanzielle Vermögenswerte erfasst, weshalb für diese Verträge keine noch zu amortisierenden Beträge existieren. An den nachfolgenden Abschluss-Stichtagen werden die Effekte aus der periodischen Bewertung der Derivate in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge) erfasst.

In den Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerten sind mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 312 Mio. € derivative finanzielle Vermögenswerte enthalten, die aus erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US resultieren. Die jederzeit ausübbaren Aktienoptionen haben eine Laufzeit bis 2024, können teilweise zu festen sowie teilweise zu variablen Kaufpreisen ausgeübt werden und werden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Dabei werden neben dem am Markt beobachtbaren Aktienkurs und den risikolosen Zinssätzen auch durchschnittliche, aus historischen und aktuellen Werten abgeleitete Aktienkursvolatilitäten der T‑Mobile US und vergleichbarer Unternehmen verwendet, da diese zum AbschlussStichtag einen zuverlässigeren Schätzwert für diesen Eingangsparameter darstellen als ausschließlich aktuelle Marktvolatilitäten. Der zum aktuellen Abschluss-Stichtag für die Aktienkursvolatilität verwendete absolute Wert lag bei 26,3 % und stellt nach unserer Einschätzung den besten Schätzwert dar. Am Abschluss-Stichtag beträgt der errechnete beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen 602 Mio. €. Wäre für die Aktienkursvolatilität ein anderer Wert verwendet worden, hätte sich ein anderer beizulegender Zeitwert errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle dargestellt. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Der Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug Null. Weil nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Optionen haben, wurde im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung ergebende Fair Value von in Euro umgerechnet 1.005 Mio. € (vor Abzug von Transaktionskosten) nicht bilanziert. Vielmehr wird dieser Betrag über die Laufzeit der Optionen ertragswirksam amortisiert. Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der periodischen Bewertung der Optionen mit dem Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern. Alle Beträge aus der Optionsbewertung werden sowohl in der Bilanz (sonstige derivative finanzielle Vermögenswerte), als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstiges Finanzergebnis) saldiert. Die Wertänderungen im Berichtszeitraum sind im Wesentlichen auf Veränderungen des Aktienkurses sowie des risikolosen Zinses zurückzuführen. In der Berichtsperiode wurden die Aktienoptionen teilweise ausgeübt. Die Entwicklung des noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu amortisierenden Betrags in der Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

→ Weitere Informationen zur Ausübung der Aktienoptionen finden Sie im Abschnitt "Sonstige finanzielle Vermögenswerte".

Entwicklung der noch nicht amortisierten Beträge

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in Mio. € Energy Forward Agreements Aktienoptionen
Bewertung bei erstmaliger Erfassung 173 1.005
Bewertung bei erstmaliger Erfassung (Zugänge im Berichtszeitraum) 0 0
In Vorperioden ertragswirksam amortisierte Beträge (18) (127)
In der aktuellen Berichtsperiode ertragswirksam amortisierte Beträge (8) (175)
Kursdifferenzen (2) (49)
Abgänge in der aktuellen Berichtsperiode 0 (372)
Nicht amortisierte Beträge zum 30. September 2021 145 282

Für die in Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis oder zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen stellt das Kreditrisiko der jeweiligen Gegenpartei den wesentlichen Einflussfaktor bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dar. Wären zum Abschluss-Stichtag um 1 % höhere (niedrigere) Ausfallraten anzusetzen gewesen, so wären bei unveränderten Bezugsgrößen die beizulegenden Zeitwerte der Instrumente um 1 % niedriger (höher) gewesen.

In den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten finanziellen Vermögenswerten sind derivative finanzielle Vermögenswerte mit einem in Euro umgerechneten Buchwert von 18 Mio. € enthalten, die aus von Dritten erworbenen Optionen zum Kauf von Unternehmensanteilen resultieren. Hieraus sind keine wesentlichen Wertschwankungen zu erwarten. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Angaben zum Kreditrisiko

Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet, und es verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Von Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die Deutsche Telekom frei verfügbare Barmittel im Rahmen von Collateralverträgen in Höhe von 1.324 Mio. € (31. Dezember 2020: 1.530 Mio. €). Hierdurch wurde das Ausfallrisiko um 1.323 Mio. € (31. Dezember 2020: 1.516 Mio. €) reduziert, da den erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) am Abschluss-Stichtag in dieser Höhe entsprechende Nettoderivatepositionen gegenüberstehen. Für die derivativen Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert, deren Buchwert zum Abschluss-Stichtag 1.785 Mio. € (31. Dezember 2020: 2.253 Mio. €) betrug, bestand aufgrund dieser Vereinbarungen zum 30. September 2021 ein maximales Ausfallrisiko in Höhe von 79 Mio. € (31. Dezember 2020: 44 Mio. €).

An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die Deutsche Telekom im Rahmen von Collateralverträgen zum Abschluss-Stichtag Barsicherheiten in Höhe von 316 Mio. € (31. Dezember 2020: 34 Mio. €). Den gezahlten Barsicherheiten stehen am Abschluss-Stichtag in Höhe von 263 Mio. € (31. Dezember 2020: 34 Mio. €) entsprechende Nettoderivatepositionen gegenüber, weshalb sie in dieser Höhe keinen Ausfallrisiken unterlagen.

Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten bilden die erhaltenen (gezahlten) Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen Verbindlichkeiten (Vermögenswerten). Darüber hinaus existieren keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindernden Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht somit deren Buchwert.

Bei einem Großteil der von T‑Mobile US emittierten Anleihen hat T‑Mobile US gemäß der Anleihebedingungen das Recht, die Anleihen zu bestimmten Konditionen vorzeitig zu kündigen. Diese Kündigungsrechte stellen eingebettete Derivate dar und werden gesondert als derivative finanzielle Vermögenswerte in der Konzern-Bilanz angesetzt. Da sie keinem Ausfallrisiko unterliegen, bilden sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Zu den Energy Forward Agreements, für die keine Sicherheiten gestellt werden, wird auf vorstehende Ausführungen verwiesen. Darüber hinaus existiert kein Ausfallrisiko aus im Bestand befindlichen eingebetteten Derivaten. Für die von Dritten erworbenen Optionen auf Aktien eines Tochterunternehmens der Deutschen Telekom sowie andere Unternehmensanteile bestehen keine Sicherheiten (siehe oben).

Im Zusammenhang mit Auktionen zum Erwerb von Spektrumlizenzen haben Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom zusätzlich Barsicherheiten von umgerechnet 86 Mio. € hinterlegt (31. Dezember 2020: 446 Mio. €). Für von Sprint emittierte Verbindlichkeiten mit dem Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall waren am Abschluss-Stichtag Zahlungsmittel von umgerechnet 87 Mio. € (31. Dezember 2020: 63 Mio. €) als Barsicherheit verpfändet. Diese Barsicherheiten unterliegen keinem wesentlichen Ausfallrisiko.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 beschriebenen Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ergaben sich bis zum 30. September 2021 folgende wesentlichen Änderungen:

Bundesrepublik Deutschland. Nach der am 28. September 2021 durchgeführten Kapitalerhöhung der Deutschen Telekom AG gegen Sacheinlage ist die Bundesrepublik Deutschland (Bund) direkt und indirekt (über die KfW Bankengruppe) mit insgesamt 30,5 % (31. Dezember 2020: 31,9 %) an der Deutschen Telekom AG beteiligt. Die Kapitalerhöhung erfolgte im Zusammenhang mit der Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US durch Vereinbarung mit SoftBank.

→ Weitere Informationen zur Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage finden Sie im Abschnitt "Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis".

Assoziiertes Unternehmen. Im Zuge der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds hat die neu gegründete, unabhängig gemanagte Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II SICAF-RAIF (DIV) die zuvor von der T‑Mobile Netherlands erworbenen Anteile an der T‑Mobile Infra B.V. in die Cellnex Netherlands B.V. eingebracht. Im Gegenzug erhielt die DIV eine Beteiligung von 37,65 % an dem "neuen" Unternehmen Cellnex NL. Seit dem wird die Cellnex NL nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Transaktion wurde am 1. Juni 2021 vollzogen. Nach der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds hat T‑Mobile Netherlands im Zuge einer Sale-and-Leaseback-Transaktion mit der T‑Mobile Infra B.V. weiterhin vollständigen Zugang zur eingebrachten passiven Mobilfunk-Infrastruktur. Hierzu wurde eine langfristige Vereinbarung über die Anmietung zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

→ Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Deutsche Telekom beschleunigt Glasfaser-Ausbau durch Gemeinschaftsunternehmen mit IFM. Die Deutsche Telekom hat am 5. November 2021 den Einstieg von IFM Global Infrastructure Fund - der durch IFM Investors beraten wird - mit einer Beteiligung von 50 % an der Ausbaugesellschaft Glasfaser Plus GmbH bekannt gegeben. Der vereinbarte Kaufpreis für den 50 %-Anteil an dem Tochterunternehmen beläuft sich auf 0,9 Mrd. €, welcher zur Hälfte mit Abschluss der Transaktion und der restliche Anteil nach Ausbaufortschritt zu entrichten ist. Das daraus entstehende Gemeinschaftsunternehmen soll ab 2022 bis 2028 vier Millionen zusätzliche gigabitfähige FTTH-Anschlüsse im ländlichen Raum und in Fördergebieten ausbauen. Damit untermauert die Telekom ihren Anspruch, führendes Unternehmen für den Glasfaser-Ausbau in Deutschland zu sein. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt von fusionskontrollrechtlichen Genehmigungen. Das Gemeinschaftsunternehmen wird mit Abschluss der Transaktion nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bonn, den 12. November 2021

Deutsche Telekom AG

Der Vorstand

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Timotheus Höttges
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Adel Al-Saleh Birgit Bohle Srini Gopalan Dr. Christian P. Illek
Thorsten Langheim Dominique Leroy Claudia Nemat

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Deutsche Telekom AG, Bonn

Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzern-Zwischenlagebericht der Deutsche Telekom AG, Bonn, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2021, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Frankfurt am Main, den 12. November 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Thomas Tandetzki Dr. Sven Willms
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Überleitungsrechnung zu Ausweisänderungen für wesentliche Kennzahlen der Vorjahresvergleichsperiode

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in Mio. € Gesamtumsatz Betriebsergebnis (EBIT) EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) Planmäßige Abschreibungen Wertminderungen Segmentvermögen
Q1-Q3 2020/​30. September 2020 Darstellung zum 30. September 2020 - wie berichtet
Deutschland 17.520 3.093 6.898 (3.302) 0 44.171
USA 44.024 5.863 15.458 (11.165) (37) 177.995
Europa 8.344 1.095 2.953 (1.961) (163) 25.481
Systemgeschäft 3.095 (618) 173 (294) (426) 4.105
Group Development 2.142 417 836 (576) 0 8.914
Group Headquarters & Group Services 1.910 (1.140) (220) (933) (45) 48.988
Summe 77.035 8.710 26.098 (18.231) (671) 309.654
Überleitung (3.657) (6) (32) 25 1 (44.362)
Konzern 73.377 8.704 26.065 (18.206) (670) 265.292
Q1-Q3 2020/​30. September 2020 +/​- Verlagerung des IoT-Geschäfts zum 1. Januar 2021
Deutschland 5 (105) (34) (17) (53) 128
USA 0 0 0 0 0 0
Europa 0 0 0 0 0 0
Systemgeschäft (13) 105 34 17 53 (108)
Group Development 0 0 0 0 0 0
Group Headquarters & Group Services 0 0 0 0 0 0
Summe (8) 0 0 0 0 20
Überleitung 6 0 0 0 0 (20)
Konzern 0 0 0 0 0 0
Q1-Q3 2020/​30. September 2020 = Darstellung nach Ausweisänderungen
Deutschland 17.525 2.988 6.864 (3.319) (53) 44.299
USA 44.024 5.863 15.458 (11.165) (37) 177.995
Europa 8.344 1.095 2.953 (1.961) (163) 25.481
Systemgeschäft 3.082 (513) 207 (277) (373) 3.997
Group Development 2.142 417 836 (576) 0 8.914
Group Headquarters & Group Services 1.910 (1.140) (220) (933) (45) 48.988
Summe 77.027 8.710 26.098 (18.231) (671) 309.674
Überleitung (3.651) (6) (32) 25 1 (44.382)
Konzern 73.377 8.704 26.065 (18.206) (670) 265.292
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in Mio. € Segmentschulden
Q1-Q3 2020/​30. September 2020 Darstellung zum 30. September 2020 - wie berichtet
Deutschland 32.131
USA 118.003
Europa 8.957
Systemgeschäft 4.242
Group Development 11.014
Group Headquarters & Group Services 63.284
Summe 237.631
Überleitung (44.372)
Konzern 193.259
Q1-Q3 2020/​30. September 2020 +/​- Verlagerung des IoT-Geschäfts zum 1. Januar 2021
Deutschland 82
USA 0
Europa 0
Systemgeschäft (63)
Group Development 0
Group Headquarters & Group Services 0
Summe 19
Überleitung (19)
Konzern 0
Q1-Q3 2020/​30. September 2020 = Darstellung nach Ausweisänderungen
Deutschland 32.213
USA 118.003
Europa 8.957
Systemgeschäft 4.179
Group Development 11.014
Group Headquarters & Group Services 63.284
Summe 237.650
Überleitung (44.391)
Konzern 193.259

Überleitungsrechnung zur organischen Entwicklung für wesentliche Kennzahlen der Vorjahresvergleichsperiode

In der organischen Betrachtung werden die Zahlen der Vergleichsperiode aufgrund von Konsolidierungskreiseffekten, Währungskurseffekten und sonstigen Effekten angepasst. Dies erhöht die Aussagefähigkeit des Vorjahresvergleichs an eine geänderte Unternehmensstruktur bzw. Währungskursentwicklungen.

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in Mio. € Überleitung auf organische Werte
Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020 Veränderung Veränderung in % Überleitung Q1-Q3 2020 davon: Währungskurseffekte
Umsatz 79.860 73.377 6.483 8,8 2.479 (3.030)
Deutschland 17.835 17.525 310 1,8 (156) (3)
USA 49.933 44.024 5.909 13,4 2.578 (2.973)
Europa 8.456 8.344 112 1,3 (49) (40)
Systemgeschäft 2.992 3.082 (90) (2,9) (70) (16)
Group Development 2.349 2.142 207 9,7 110 0
Group Headquarters & Group Services 1.913 1.910 3 0,2 1 0
Überleitung (3.619) (3.651) 32 0,9 65 2
EBITDA AL 26.313 23.638 2.675 11,3 1.398 (976)
Deutschland 6.725 6.328 397 6,3 (5) 0
USA 15.660 14.051 1.609 11,5 1.399 (972)
Europa 3.101 2.893 208 7,2 (50) (7)
Systemgeschäft 47 51 (4) (7,8) (5) 3
Group Development 1.135 781 354 45,3 45 0
Group Headquarters & Group Services (304) (434) 130 30,0 18 5
Überleitung (51) (32) (19) (59,4) (4) (5)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 28.323 26.065 2.258 8,7 1.426 (1.088)
Deutschland 7.115 6.864 251 3,7 (5) 0
USA 17.215 15.458 1.757 11,4 1.428 (1.084)
Europa 3.046 2.953 93 3,1 (51) (8)
Systemgeschäft 215 207 8 3,9 (5) 3
Group Development 975 836 139 16,6 45 0
Group Headquarters & Group Services (191) (220) 29 13,2 18 5
Überleitung (50) (32) (18) (56,2) (4) (4)
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in Mio. € Organische Veränderung
Organisch Q1-Q3 2020 Veränderung Veränderung in %
Umsatz 75.856 4.004 5,3
Deutschland 17.369 466 2,7
USA 46.602 3.331 7,1
Europa 8.295 161 1,9
Systemgeschäft 3.012 (20) (0,7)
Group Development 2.252 97 4,3
Group Headquarters & Group Services 1.911 2 0,1
Überleitung (3.586) (33) (0,9)
EBITDA AL 25.036 1.277 5,1
Deutschland 6.323 402 6,4
USA 15.450 210 1,4
Europa 2.843 258 9,1
Systemgeschäft 46 1 1,7
Group Development 826 309 37,4
Group Headquarters & Group Services (416) 112 27,0
Überleitung (36) (15) (41,7)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 27.491 832 3,0
Deutschland 6.859 256 3,7
USA 16.886 329 1,9
Europa 2.902 144 5,0
Systemgeschäft 202 13 6,5
Group Development 881 94 10,6
Group Headquarters & Group Services (203) 12 5,7
Überleitung (36) (14) (38,9)

Glossar

Für Begriffserklärungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2020 und das darin enthaltene Glossar.

Haftungsausschluss

Dieser Bericht (v. a. das Kapitel "Prognose") enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter "erwarten", "davon ausgehen", "annehmen", "beabsichtigen", "einschätzen", "anstreben", "zum Ziel setzen", "planen", "werden", "erstreben", "Ausblick" und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA AL oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen.

Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Dazu gehören u. a. auch der Fortschritt, den die Deutsche Telekom mit den personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die Auswirkungen anderer bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften sowie von Unternehmenszusammenschlüssen.

Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb, der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Entwicklungen.

Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden.

Die Deutsche Telekom lehnt - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.

Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom alternative Leistungskennzahlen vor, z. B. EBITDA, EBITDA AL, bereinigtes EBITDA, bereinigtes EBITDA AL, bereinigte EBITDA AL-Marge, bereinigtes EBIT, EBIT-Marge, bereinigter Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag), bereinigtes Ergebnis je Aktie, Free Cashflow, Free Cashflow AL sowie Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Alternative Leistungskennzahlen unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zugrunde.

→ Weitere Informationen zu alternativen Leistungskennzahlen finden Sie im Geschäftsbericht 2020, Kapitel "Konzernsteuerung" sowie auf unserer Investor Relations Website.

Die Zahlenangaben in diesem Bericht wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.

In unserem Konzern-Zwischenbericht (PDF und online) verweisen wir mittels Hinweisen bzw. Verlinkungen auf Internet-Seiten mit weiterführenden Informationen außerhalb des Konzern-Zwischenberichts. Dies erfolgt lediglich ergänzend und dient ausschließlich dem vereinfachten Zugang zu diesen Informationen. Wir weisen darauf hin, dass diese Informationen nicht Bestandteil des Konzern-Zwischenberichts sind.

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Bei allen Terminen Änderungen vorbehalten.

→ Weitere Termine, Terminaktualisierungen und Hinweise zu Live-Übertragungen finden Sie auf unserer Investor Relations Website.

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Der Konzern-Zwischenbericht 1. Januar bis 30. September 2021 ist eine Veröffentlichung der Deutschen Telekom AG und liegt auch in englischer Sprache vor. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

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