Deutsche Telekom AGBonnHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022Konzern-Zwischenbericht H1 2022 1. Januar bis 30. JuniDie Deutsche Telekom auf einen Blickin Mio. €
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Informationen zu der Geschäftsentwicklung der
operativen Segmente finden Sie im Kapitel
"Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" im
Konzern-Zwischenlagebericht sowie im IR-Back-up auf unserer
Investor Relations Website.
in Mio.
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a Inklusive Wholesale-Kunden der T-Mobile US.
Die Zahlenangaben im vorliegenden Bericht wurden
kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen,
dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe
addieren. Veränderungen wurden auf Basis der genaueren
Millionenwerte berechnet.
An unsere AktionäreDie Finanzdaten des Konzerns auf einen BlickKonzernumsatzDer Konzernumsatz erhöhte sich um 6,1 % auf 56,2
Mrd. €. Organisch wuchs unser Umsatz um 0,4 Mrd.
€ bzw. 0,8 %. Der Service-Umsatz erhöhte sich um
4,3 Mrd. € bzw. 10,4 % auf 45,2 Mrd. €, organisch
um 1,9 Mrd. € bzw. 4,5 %.
Dabei zeigt die USA einen im Wesentlichen
währungskursbedingten Umsatzanstieg von 10,7 %.
Organisch lag der Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau.
Unser Segment Deutschland konnte seine Umsätze im
Vergleich zum Vorjahr aufgrund der guten
Geschäftsentwicklung um 1,8 % steigern.
Im Segment Europa verringerte sich der Umsatz um 1,8 %
aufgrund der Veräußerung des rumänischen
Festnetz-Geschäfts. Organisch erhöhte er sich
jedoch um 4,2 %.
Der Umsatz im Systemgeschäft lag um 1,0 % unter
Vorjahresniveau, insbesondere infolge des
erwartungsgemäß rückläufigen
klassischen IT-Infrastrukturgeschäfts.
Bei Group Development sank der Umsatz um 28,7 % aufgrund
des Verkaufs der T‑Mobile Netherlands zum 31.
März 2022. Organisch lag der Umsatz durch das
operative und strukturelle Wachstum der
Geschäftseinheit GD Towers um 5,8 % über dem
Vorjahresniveau.
in Mrd. €
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse)Unser bereinigtes EBITDA AL erhöhte sich um 5,9 %
auf 19,8 Mrd. €. Organisch stieg es um 0,1 Mrd. €
bzw. 0,7 %.
Die USA zeigt eine im Wesentlichen
währungskursbedingte Erhöhung des bereinigten
EBITDA AL von 9,3 %. Organisch sank es um 1,3 %. Das
bereinigte Core EBITDA AL stieg um 1,9 Mrd. € bzw.
19,6 % auf 11,7 Mrd. €.
Unser Deutschland-Segment erzielte dank werthaltigem
Umsatzwachstum und verbesserter Kosteneffizienz einen
Anstieg um 3,3 % beim bereinigten EBITDA AL.
Im Segment Europa erhöhte sich das bereinigte
EBITDA AL um 1,1 %, organisch sogar um 5,7 %.
Im Systemgeschäft stieg das bereinigte EBITDA AL um
15,7 %. Effizienzeffekte aus unserem
Transformationsprogramm sowie Umsatzsteigerungen in den
Wachstumsfeldern überstiegen den Rückgang im
klassischen IT-Infrastrukturgeschäft.
Aufgrund des Verkaufs der T‑Mobile Netherlands zum
31. März 2022 verringerte sich das bereinigte EBITDA
AL bei Group Development um 18,1 %. Organisch stieg es um
15,0 %, da sich das GD Towers Geschäft konstant
positiv entwickelte.
Die bereinigte EBITDA AL-Marge des Konzerns lag mit 35,2
% konstant hoch auf Vorjahresniveau. Im Segment Deutschland
lag die bereinigte EBITDA AL-Marge bei 39,9 %, im Segment
Europa bei 36,0 % und im Segment USA bei 34,1 %.
in Mrd. €
Betriebsergebnis (EBIT)Unser EBIT erhöhte sich um 1,5 Mrd. € bzw.
20,5 % auf 8,7 Mrd. €.
Das EBITDA AL erhöhte sich um 0,9 Mrd. € bzw.
5,4 % auf 18,5 Mrd. €. Es war im Saldo durch
Sondereinflüsse in Höhe von 1,2 Mrd. €
belastet. Die Aufwendungen für
Personalrestrukturierungen lagen bei 0,6 Mrd. € und
damit leicht über Vorjahr. Aus der Entkonsolidierung
der GlasfaserPlus sowie der T‑Mobile Netherlands
entstanden Erträge in Höhe von 1,7 Mrd. €
bzw. 0,9 Mrd. €. Gegenläufig dazu fielen bei
T‑Mobile US durch den Zusammenschluss mit Sprint
Integrationsaufwendungen in Höhe von 2,8 Mrd. €
an. Weitere Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mrd. €
resultierten aus dem geschlossenen Vergleich und den
weiteren anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs
auf T‑Mobile US.
Die Abschreibungen lagen mit 14,3 Mrd. € um 0,7
Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode.
Dabei erhöhten sich die planmäßigen
Abschreibungen um 0,3 Mrd. €. Die Wertminderungen
erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd.
€ auf 0,5 Mrd. € und entfielen in der
Berichtsperiode im Wesentlichen auf Vermögenswerte des
glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint.
in Mrd. €
KonzernüberschussDer Konzernüberschuss erhöhte sich um 2,6 Mrd.
€ auf 5,4 Mrd. €.
Unser Finanzergebnis verbesserte sich um 0,6 Mrd. €
auf minus 1,5 Mrd. €. Dabei verbesserte sich
insbesondere das sonstige Finanzergebnis im Zusammenhang
mit der Bewertung von Derivaten. Der Zinsanteil aus der
Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten
erhöhte sich um 0,4 Mrd. €. Dahingegen war das
Zinsergebnis um 0,2 Mrd. € rückläufig.
Der Steueraufwand erhöhte sich um 0,2 Mrd. €
auf 1,4 Mrd. €.
Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete
Ergebnis reduzierte sich um 0,6 Mrd. € auf 0,3 Mrd.
€. Der Rückgang stammt im Wesentlichen aus dem
Segment USA.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich von
0,70 € auf 0,94 €.
in Mrd. €
EigenkapitalquoteDie Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vergleich zum
31. Dezember 2021 um 0,4 Prozentpunkte auf 29,3 %.
Die Erhöhung des Eigenkapitals um 7,0 Mrd. €
ist im Wesentlichen auf den Überschuss in Höhe
von 5,7 Mrd. € und auf das sonstige Ergebnis in
Höhe von 7,8 Mrd. € zurückzuführen.
Hierin enthalten sind v. a. Effekte aus der
Währungsumrechnung (6,0 Mrd. €) sowie der
Neubewertung der leistungsorientierten Pläne (2,1 Mrd.
€).
Eigenkapitalmindernd wirkten v. a.
Dividendenausschüttungen an unsere Aktionäre (3,2
Mrd. €) und an andere Gesellschafter von
Tochterunternehmen (0,2 Mrd. €) sowie der Erwerb von
T‑Mobile US Aktien zur weiteren Erhöhung des
Kapitalanteils an T‑Mobile US (2,7 Mrd. €). Die
Veräußerung der T‑Mobile Netherlands
verringerte das Eigenkapital um 0,6 Mrd. €.
in %
Netto-FinanzverbindlichkeitenDie Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich
gegenüber dem Jahresende 2021 um 14,0 Mrd. € auf
146,1 Mrd. €.
Erhöhend wirkten insbesondere
Währungskurseffekte (8,8 Mrd. €) sowie die
Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US
und Crown Castle. Hieraus ergab sich eine Erhöhung der
Nutzungsrechte (6,6 Mrd. €) und eine Erhöhung der
Sachanlagen (0,8 Mrd. €). Spiegelbildlich stiegen die
Netto-Finanzverbindlichkeiten insgesamt um 7,4 Mrd. €
an. Des Weiteren wirkten die Dividendenausschüttung -
inklusive Minderheiten - (3,2 Mrd. €), der Erwerb von
Spektrum v. a. in den USA (2,7 Mrd. €), Zugänge
von Leasing-Verbindlichkeiten (2,3 Mrd. €) und die
Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US (2,2
Mrd. €) erhöhend.
Reduzierend wirkten im Wesentlichen der Free Cashflow
(vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) in
Höhe von 8,4 Mrd. € und die
Unternehmenstransaktionen T‑Mobile Netherlands sowie
GlasfaserPlus in Höhe von insgesamt 4,7 Mrd. €.
in Mrd. €
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum)Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum)
erhöhte sich von 8,6 Mrd. € auf 9,6 Mrd. €.
Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem weiteren
Ausbau des 5G-Netzwerks in den USA und
Währungskurseffekten v. a. aus der Umrechnung von
US-Dollar in Euro.
Der Cash Capex (einschließlich Investitionen in
Spektrum) verringerte sich um 4,3 Mrd. € auf 12,3 Mrd.
€. Im Berichtszeitraum wurden Spektrumlizenzen in
Höhe von 2,6 Mrd. € erworben, im Wesentlichen
FCC-Mobilfunk-Lizenzen im Segment USA. In der
Vergleichsperiode wurden Auszahlungen für
FCC-Mobilfunk-Lizenzen im Wesentlichen im Rahmen der
C-Band-Auktion im Segment USA in Höhe von 8,0 Mrd.
€ geleistet.
in Mrd. €
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)Der Free Cashflow AL erhöhte sich von 5,4 Mrd.
€ auf 6,5 Mrd. €.
Erhöhend wirkte die positive
Geschäftsentwicklung der operativen Segmente. Zudem
wirkten der
Rückgang der Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten
in Höhe von 0,7 Mrd. € sowie um 0,1 Mrd. €
niedrigere Ertragsteuerzahlungen positiv.
Belastend wirkte der erhöhte Cash Capex (vor
Investitionen in Spektrum) sowie um 0,1 Mrd. €
höhere Zinszahlungen (netto).
in Mrd. €
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
"Geschäftsentwicklung des Konzerns" im
Konzern-Zwischenlagebericht.
Weitere Informationen zu der Geschäftsentwicklung
der operativen Segmente finden Sie im Kapitel
"Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" im
Konzern-Zwischenlagebericht sowie im IR-Back-up auf unserer
Investor Relations Website.
Highlights im zweiten Quartal 2022Weitere Informationen zu diesen und weiteren Ereignissen
finden Sie in unseren Medieninformationen.
Prognose-Erhöhung für das Geschäftsjahr 2022Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung
erhöhen wir erneut unsere Prognose für das
bereinigte EBITDA AL des Konzerns für das
Geschäftsjahr 2022. Statt eines bereinigten EBITDA AL
von über 36,6 Mrd. € erwarten wir nun einen Wert
von rund 37 Mrd. €. Den Free Cashflow AL des Konzerns
(vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)
prognostizieren wir auf dem zuletzt erhöhten Niveau
von über 10 Mrd. € bei einer für das
Geschäft außerhalb der USA höheren
Erwartung von 3,8 Mrd. € statt bislang 3,7 Mrd.
€.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel
"Prognose" im Konzern-Zwischenlagebericht.
PersonaliaBei der Hauptversammlung am 7. April 2022 haben unsere
Aktionäre Herrn Dr. Frank Appel zum Mitglied des
Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG gewählt. Im
Anschluss daran hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Appel zum
neuen Aufsichtsratsvorsitzenden, als Nachfolger des mit
Ablauf der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat
ausscheidenden Herrn Prof. Dr. Ulrich Lehner, gewählt.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserem
Medienbericht.
TransaktionenDie Deutsche Telekom hat am 12. April 2022 insgesamt
rund 21,2 Mio. T‑Mobile US Aktien von SoftBank zu
einem Kaufpreis von 2,4 Mrd. US‑$ (2,2 Mrd. €)
durch weitere Ausübung von Aktienoptionen erworben.
Mit Abschluss der Transaktion hat die Deutsche Telekom
ihren Anteil an T‑Mobile US um 1,7 Prozentpunkte auf
48,4 % erhöht.
Weitere Informationen zu Unternehmens- und sonstigen
Transaktionen finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur,
-strategie und -steuerung" im Konzern-Zwischenlagebericht
sowie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im
Konzern-Zwischenabschluss.
RatingAm 22. April 2022 hat die Rating-Agentur Standard &
Poor's den Rating-Ausblick für die Deutsche Telekom AG
von "stabil" auf "positiv" angehoben und zudem das
Langfrist-Rating mit "BBB" bestätigt. Eine
Verbesserung unseres Langfrist-Ratings hält Standard
& Poor's innerhalb der nächsten zwei Jahre
für möglich.
Investitionen in NetzeNetzausbau in Deutschland. Zum Ende des ersten
Halbjahres 2022 ist unser 5G-Netz für 92,6 % der
Haushalte in Deutschland verfügbar - in mehr als 460
Städten über die schnelle Frequenz von 3,6 GHz.
Seit Juni 2022 nutzen wir die neue 700 MHz-Frequenz
für 5G, mit der nun mehr als 3.000 Antennen funken.
Damit verbessern wir v. a. die Mobilfunk-Versorgung auf dem
Land.
Die Gesamtzahl der deutschen Haushalte, die die
Möglichkeit einer direkten Anbindung an unser
Glasfasernetz haben, ist zum 30. Juni 2022 weiter
gestiegen. Im Mai bzw. Juni 2022 gaben wir weitere Projekte
für den verstärkten Glasfaser-Ausbau, u. a. in
Nürnberg, Bochum und der Region Stuttgart, bekannt.
Netzausbau in den USA. Zum Ende des ersten Halbjahres
2022 versorgte T‑Mobile US 235 Mio. Menschen in den
USA mit "Ultra Capacity 5G" im schnellen 2,5 GHz-Band und
Millimeterwellen-Bereich (mmWave). Auf Basis ihres 600
MHz-Spektrums erreicht unsere US-Tochter bereits 320 Mio.
Menschen in den USA. Zum 30. Juni 2022 hat T‑Mobile
US wie geplant die Abschaltung ihres 3G-CDMA-Netzes
abgeschlossen. Zudem hat unsere US-Tochter im zweiten
Quartal 2022 damit begonnen, das 4G-LTE-Netz der ehemaligen
Sprint planmäßig außer Betrieb zu nehmen.
Netzausbau in Europa. Zum Ende des ersten Halbjahres
2022 haben unsere Landesgesellschaften 36,5 % der
Bevölkerung in unserem europäischen Footprint mit
5G versorgt. Im zweiten Quartal 2022 hat Slovak Telekom
erfolgreich an Spektrumvergaben im 3,x GHz-Band
teilgenommen. Zum 30. Juni 2022 hat Magyar Telekom in
Ungarn sein 3G-Netz abgeschaltet, um die frei werdenden
Frequenzen für die leistungsfähigeren
Technologien 4G und 5G zu nutzen.
Zum 30. Juni 2022 haben insgesamt rund 7,4 Mio.
Haushalte die Möglichkeit, eine direkte Anbindung an
unser schnelles Glasfasernetz mit Geschwindigkeiten von bis
zu 1 GBit/s zu buchen.
Corporate ResponsibilityCorporate Digital Responsibility. Bereits seit 2017
beleuchtet die Deutsche Telekom das Thema der
verantwortungsvollen Digitalisierung aus verschiedenen
Perspektiven. Anfang Juni 2022 haben wir mit "Corporate
Digital Responsibility@Deutsche Telekom" unser neu
erarbeitetes Selbstverständnis für digitale
Verantwortung vorgestellt. Damit bieten wir eine
Orientierungshilfe, um den vielfältigen Auswirkungen
der Digitalisierung aktiv zu begegnen und die daraus
entstehenden Herausforderungen zu meistern.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserem
Medienbericht.
GreenTech Festival. Vom 22. bis 24. Juni 2022 haben wir
auf dem weltgrößten Nachhaltigkeitsfestival in
Berlin unter dem Motto "Rethink. Reuse. Repeat." gezeigt,
wie wir ökologische Nachhaltigkeit und smarte
Ansätze vereinen. Bei unserem ganzheitlich nachhaltig
konzipierten Messeauftritt stellten wir z. B. das
"Refurbished Phone" für Privat- und
Geschäftskunden vor: Ausrangierte Smartphones zu einem
fairen Preis anzukaufen, aufzubereiten und die Bestandteile
zu recyclen, entspricht unserer Vision von einer
Kreislaufwirtschaft.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserem
Medienbericht.
T‑Systems fährt elektrisch. Ab 2022 stellt
T‑Systems die Geschäftsfahrzeugflotte weltweit
auf Elektroautos um. In den nächsten Jahren soll sich
der Anteil an elektrischen Geschäftsfahrzeugen des
Unternehmens auf nahezu 100 % erhöhen. Damit reduziert
T‑Systems seine CO
2-Emissionen um rund 1.000 Tonnen pro Jahr.
Diese jährliche Einsparung entspricht 10 % der aktuell
bei T‑Systems verbleibenden Emissionen durch selbst
erzeugte oder zugekaufte Energie.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserem
Medienbericht.
MitarbeitendeDie Deutsche Telekom und die Vereinte
Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben am 12. Mai 2022
eine Tarifeinigung erzielt. Die Einigung gilt für
bundesweit rund 55.000 Tarifangestellte, Auszubildende und
Dual Studierende der Konzernzentrale, der Telekom
Deutschland sowie der Deutschen Telekom IT. Im Wesentlichen
wurde vereinbart, die Gehälter der Tarifangestellten
in zwei Stufen jeweils zum 1. August 2022 um 2,7 % bis 3,1
% und zum 1. Juni 2023 um weitere 2,1 % anzuheben.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserem
Medienbericht.
Kooperationen, Partnerschaften und GroßaufträgeGlasfaser-Kooperationen in Deutschland. Im Juni 2022
gaben wir eine langfristige Kooperation mit GLASFASER RUHR
bekannt. Gemeinsames Ziel ist, dass Bochum, eine der
größten Städte des Ruhrgebiets, bis 2032
über ein flächendeckendes Glasfasernetz
verfügen soll - mehr als 134.000 direkte
Glasfaser-Anschlüsse sollen dafür neu entstehen.
Die Gigabit-Infrastruktur werden wir gemeinsam bauen und
betreiben. Der Ausbau soll Anfang 2023 beginnen. Mit
Vodafone wurde im Juni 2022 der nächste
FTTH-Produktvertrag unterzeichnet, nachdem wir uns Ende
2020 über die Nutzung unseres VDSL- und
Glasfasernetzes geeinigt hatten. Die strategische
Partnerschaft im Festnetz erlaubt uns, die Auslastung
unserer Netze zu sichern und so den Glasfaser-Ausbau in
Deutschland zu beschleunigen.
T‑Mobile US und DISH erweitern Partnerschaft. Am
21. Juni 2022 hat unsere US-amerikanische Tochter mit dem
Mobilfunk-Anbieter DISH eine Anpassung des seit dem Jahr
2020 bestehenden Rahmenvertrags (Master Network Service
Agreement) unterzeichnet. Mit dem Rahmenvertrag aus 2020
wird den Kunden von DISH, inklusive der Prepaid-Kunden,
Zugang zum landesweiten T‑Mobile US 5G-Netz
ermöglicht. Die nun erfolgte Vertragsanpassung umfasst
u. a. eine veränderte Preisgestaltung und erweiterte
Roaming-Lösungen für DISH 5G-Kunden.
BARMER beauftragt T‑Systems und Verimi. Ende Juni
2022 gaben die Unternehmen bekannt, dass T‑Systems
für die Versicherten der BARMER digitale
Identitäten über ID-Dienste bereitstellen und
verwalten wird. T‑Systems setzt dabei auf die Verimi
ID-Wallet. Das Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik hat die ID-Wallet als sicheres
Verfahren bereits genehmigt. T‑Systems betreibt den
Service in ihrer Open Telekom Cloud. Vier Rechenzentren
sorgen für Schutz und Ausfallsicherheit des
ID-Dienstes. Er entsteht nach den Vorgaben der gematik.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserem
Medienbericht.
Produkte, Tarife und ServicesHannover Messe 2022. Für die Hannover Messe vom 30.
Mai bis 2. Juni 2022 haben wir das Messegelände zu
einem 5G-Innovations-Campus gerüstet. Es bietet ein
privates Campus-Netz, das allein Messegesellschaft und
Austeller für ihre Anwendungen nutzen können.
Gleichzeitig werden die Messebesucher auf dem Gelände
mit dem öffentlichen 5G-Netz versorgt. So wurde ein
Testfeld für 5G-Anwendungen erschaffen, auf dem
Technologie-Führer unterschiedlicher Branchen aktiv
werden konnten und Industrie Lösungen, wie z. B. ein
autonomer Gabelstapler, live erlebbar wurden.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserem
Medienbericht.
Voice over 5G für Portland und Salt Lake City.
T‑Mobile US führte im Juni 2022 Voice over 5G in
den beiden US-Städten ein. Dabei handelt es sich um
einen eigenständigen 5G-Dienst, der nicht an LTE
gebunden ist. Das schafft die Voraussetzung für ein
neues Leistungsniveau mit hohen Geschwindigkeiten,
Reaktionsfähigkeit in Echtzeit und volle
Konnektivität. Da der Sprachverkehr nun über 5G
übertragen wird, können Endgeräte
ständig mit dem 5G-Netz verbunden bleiben, sodass
Anwendungen, die eine nahtlose 5G-Verbindung erfordern,
zukünftig möglich sind.
Verlängerung Call-by-Call und Preselection.
Verbraucher in Deutschland können die sog.
Sparvorwahlen Call-by-Call und Preselection weiterhin
nutzen. Die Telekom Deutschland und der Verband der
Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten
(VATM) haben sich darauf verständigt, die sog.
Betreibervorauswahlen bis zum Jahresende 2024 möglich
zu machen. Das bisher geltende freiwillige Abkommen
zwischen den beiden Partnern wird damit um weitere zwei
Jahre verlängert.
AuszeichnungenDie folgende Grafik stellt die wesentlichen
Auszeichnungen des zweiten Quartals 2022 zusammen:
Konzern-ZwischenlageberichtKonzernstruktur, -strategie und -steuerungHinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und
-steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im
zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht
2021. Aus Sicht des Konzerns führten die folgenden
wichtigen Ereignisse im ersten Halbjahr 2022 zu
Änderungen bzw. Ergänzungen.
KonzernstrukturVeräußerung der T‑Mobile Netherlands.
Die Deutsche Telekom und Tele2 haben am 6. September 2021
eine Vereinbarung mit WP/AP Telecom Holdings IV - einem
Konsortium aus Private Equity Fonds, die von Apax Partners
und Warburg Pincus beraten werden - zum Verkauf unserer
Tochtergesellschaft T‑Mobile Netherlands
unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 31. März 2022
vollzogen, nachdem die notwendigen behördlichen
Genehmigungen erteilt und weitere Vollzugsbedingungen
erfüllt wurden. Der Verkaufspreis basiert auf einem
Unternehmenswert von 5,1 Mrd. €. Der Barmittelzufluss
- bezogen auf unseren Anteilsbesitz von 75 % - betrug 3,6
Mrd. €. Bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise der
Transaktion ergab sich ohne Berücksichtigung der
teilweisen Verrechnung von konzerninternen
Gesellschafterdarlehen sowie sonstiger konzerninterner
Transaktionen ein Wertzufluss von 4,0 Mrd. €. Der aus
dem Verkauf resultierende Entkonsolidierungsgewinn betrug
0,9 Mrd. €. Bis zum Vollzug der Transaktion war die
Gesellschaft dem operativen Segment Group Development
zugeordnet.
Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US.
Die Deutsche Telekom hat wie angekündigt einen Teil
des Barmittelzuflusses aus dem Verkauf der T‑Mobile
Netherlands für die weitere Erhöhung ihres
Anteils an T‑Mobile US verwendet und am 12. April
2022 rund 21,2 Mio. Aktien der T‑Mobile US zu einem
Kaufpreis von 2,4 Mrd. US‑$ (2,2 Mrd. €) von
SoftBank erworben. Dazu hat die Deutsche Telekom einen
weiteren Teil ihrer im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen
Aktienoptionen zum Kauf von Aktien der T‑Mobile US
ausgeübt. Hieraus errechnet sich ein gewichteter
Durchschnittspreis von rund 113 US‑$ je
T‑Mobile US Aktie. Mit Abschluss der Transaktion hat
die Deutsche Telekom ihren Anteil an T‑Mobile US um
1,7 Prozentpunkte auf 48,4 % erhöht.
Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus mit IFM. Die
Deutsche Telekom hatte am 5. November 2021 den Einstieg von
IFM Global Infrastructure Fund - der durch IFM Investors
beraten wird - mit einer Beteiligung von 50 % an der
Ausbaugesellschaft GlasfaserPlus bekannt gegeben. Der
Verkauf eines 50 %-Anteils an GlasfaserPlus wurde am 28.
Februar 2022 vollzogen, nachdem die EU-Kommission die
Transaktion am 25. Januar 2022 genehmigt hat und die
restlichen Vollzugsbedingungen erfüllt wurden. Der
Verkaufspreis beläuft sich auf 0,9 Mrd. €,
welcher zur Hälfte mit Abschluss der Transaktion
gezahlt wurde und dessen verbleibender Anteil sukzessive
bei Erreichung bestimmter Ausbaufortschritte entsteht. Das
entstandene Gemeinschaftsunternehmen soll bis 2028 4 Mio.
zusätzliche gigabitfähige FTTH-Anschlüsse im
ländlichen Raum und in Fördergebieten ausbauen.
Infolge des nach Rechnungslegungssicht aus der Transaktion
resultierenden Verlusts der Beherrschung über die
GlasfaserPlus-Gesellschaften wurden diese zum 28. Februar
2022 entkonsolidiert. Der hieraus entstandene
Entkonsolidierungsgewinn betrug 1,7 Mrd. €. Bis zum
Vollzug der Transaktion waren die Gesellschaften dem
operativen Segment Deutschland zugeordnet. Die Anteile an
dem Gemeinschaftsunternehmen werden unter Anwendung der
Equity-Methode im operativen Segment Deutschland in den
Konzernabschluss einbezogen.
Darüber hinaus werden die folgenden Sachverhalte
die Segment- und Organisationsstruktur der Deutschen
Telekom zukünftig verändern:
Vereinbarung mit DigitalBridge und Brookfield über
GD Towers. Am 13. Juli 2022 hat die Deutsche Telekom mit
DigitalBridge und Brookfield eine Vereinbarung über
den Verkauf von 51,0 % der Anteile an den Gesellschaften
des Funkturmgeschäfts in Deutschland und
Österreich im operativen Segment Group Development (GD
Towers) geschlossen. Der vorläufige Verkaufspreis
basiert auf einem Unternehmenswert von 17,5 Mrd. €.
Der geschätzte Barmittelzufluss aus der Transaktion
wird voraussichtlich 10,9 Mrd. € betragen. Der bei der
Deutschen Telekom verbleibende Anteil von 49,0 %
ermöglicht es, an künftigen Wertsteigerungen der
GD Towers zu partizipieren. Nach Vollzug der Transaktion
wird die Deutsche Telekom die veräußerte passive
Netzinfrastruktur in Deutschland und Österreich
zurückmieten, was Telekom Deutschland und
T‑Mobile Austria ermöglicht, ihre
Netzführerschaft im Mobilfunk fortzusetzen. Ab dem
dritten Quartal 2022 wird GD Towers im Konzernabschluss als
aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen.
Weitere Informationen zur Vereinbarung mit DigitalBridge
und Brookfield über GD Towers finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.
Aufnahme neuer Gesellschafter in den Infrastrukturfonds
DIV II. Am 2. August 2022 hat die Digital Transformation
Capital Partners neue Investoren in die Fondsgesellschaft
Digital Infrastructure Vehicle II (DIV II) aufgenommen.
Infolgedessen reduzierte sich der Anteil der Deutschen
Telekom an der DIV II von 66,67 % auf 43,5 %, weshalb die
Gesellschaft im dritten Quartal 2022 entkonsolidiert wird.
Der im Konzern verbleibende Anteil wird künftig als
assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den
Konzernabschluss einbezogen.
Weitere Informationen zur Aufnahme neuer Gesellschafter
in die DIV II finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im
Konzern-Zwischenabschluss.
Verlagerung des Security-Geschäfts. Um unsere
Konzernstrategie im Feld "Führend bei
Geschäftskunden-Produktivität" konsequent
umzusetzen, wurde zum 1. Juli 2022 das
Security-Geschäft in Deutschland, Österreich und
der Schweiz vom operativen Segment Systemgeschäft in
das operative Segment Deutschland überführt. Zum
dritten Quartal 2022 werden in den beiden betroffenen
Segmenten die Vorjahreswerte der operativen Entwicklung,
der Mitarbeiterentwicklung sowie der Auftragseingang
rückwirkend angepasst.
KonzernsteuerungEine Überleitung des im Konzern-Zwischenabschluss
ausgewiesenen Konzernumsatzes einschließlich dessen
Aufgliederung nach Erlösarten auf den finanziellen
Leistungsindikator Service-Umsatz kann der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden:
in Mrd. €
scrollen
scrollen
a Nicht Gegenstand der Service-Umsatz Definition
sind v. a. Umsätze aus Mehrwertdiensten, aus Antrags-
und Auftragsleistungen und sonstige einmalige bzw. variable
Umsätze.
Zum 1. Januar 2022 haben wir unsere Definition des
Service-Umsatzes erweitert. Im Wesentlichen werden seitdem
auch bestimmte Kundengebühren im operativen Segment
USA, v. a. vor dem Hintergrund der besseren
Vergleichbarkeit mit dem nach US-GAAP ermittelten
Service-Umsatz der T‑Mobile US, und weitere
Erlöse untergeordneter Größenordnung, v. a.
in den operativen Segmenten USA und Systemgeschäft, in
unseren Service-Umsatz einbezogen. Hierdurch erhöht
sich der Service-Umsatz in der Berichtsperiode um 0,7 Mrd.
€. Die Vorjahresvergleichswerte wurden nicht
rückwirkend angepasst.
Verbesserung des Rating-Ausblicks. Am 22. April 2022 hat
die Rating-Agentur Standard & Poor's den
Rating-Ausblick für die Deutsche Telekom AG von
"stabil" auf "positiv" angehoben und zudem das
Langfrist-Rating mit "BBB" bestätigt. Eine
Verbesserung des Langfrist-Ratings hält Standard &
Poor's innerhalb der nächsten zwei Jahre für
möglich.
GovernanceVorstand. Mit Beschluss vom 15. Dezember 2021 hat der
Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG die Bestellung von
Herrn Timotheus Höttges zum Vorstandsvorsitzenden zum
31. Dezember 2021 aufgehoben und Herrn Höttges
für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember
2026 zum Vorstandsvorsitzenden wiederbestellt.
Aufsichtsrat. Bei der Hauptversammlung am 7. April 2022
haben die Aktionäre der Deutschen Telekom AG Herrn Dr.
Frank Appel zum Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen
Telekom AG gewählt. Im Anschluss daran hat der
Aufsichtsrat Herrn Dr. Appel zum neuen
Aufsichtsratsvorsitzenden, als Nachfolger des mit Ablauf
der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden
Herrn Prof. Dr. Ulrich Lehner, gewählt.
Wirtschaftliches UmfeldIm Folgenden werden Ergänzungen und neue
Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht im
Geschäftsbericht 2021 dargestellten Situation des
wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf
die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den ersten sechs
Monaten 2022, die zurzeit wesentlichen
gesamtwirtschaftlichen Risiken sowie auf das regulatorische
Umfeld eingegangen. Ein gesamtwirtschaftlicher Ausblick ist
momentan nur bedingt möglich, da mit dem Krieg in der
Ukraine und seinen Folgen die wirtschaftliche Unsicherheit
und die Abwärtsrisiken erheblich gestiegen sind.
Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDer Krieg in der Ukraine hat den Ausblick auf die
weltwirtschaftliche Entwicklung deutlich verschlechtert.
Als Reaktion auf den Angriff sind umfassende Sanktionen
gegen Russland verhängt worden, die das Land
weitgehend von den internationalen Finanzmärkten
ausschließen und den Warenhandel deutlich
einschränken. Darüber hinaus belasten zunehmende
Sorgen um Europas Energieversorgung, hohe
Preissteigerungsraten, steigende US-Leitzinsen und
Lieferengpässe v. a. wegen der Corona-Lockdowns in
China den Konjunkturausblick.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung hat der
Internationale Währungsfonds (IWF) im Juli 2022 seine
Prognosen nochmals nach unten revidiert und rechnet nunmehr
mit einem Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung von
3,2 % für das laufende Jahr und lediglich 2,9 %
für das Jahr 2023.
Für die deutsche Wirtschaft liegt die
Konsensus-Prognose für das Wachstum des
Bruttoinlandsprodukts bei 1,6 % und für den Anstieg
der Verbraucherpreise bei 7,2 % im laufenden Jahr. Unter
dem Eindruck des Kriegs in der Ukraine und seiner
wirtschaftlichen Folgen hat sich das Geschäftsklima in
der Gesamtwirtschaft und auch in der Digitalbranche
eingetrübt. Im Mai 2022 gab der
Bitkom-ifo-Digitalindex für die aktuelle
Geschäftslage nach, auch die Geschäftserwartungen
für die kommenden Monate gingen deutlich zurück.
Die Volkswirtschaften unserer Kernmärkte in
Nordamerika und Europa werden in diesem Jahr wachsen, wenn
auch in geringerem Maße als vor Beginn des
Ukraine-Kriegs prognostiziert. Laut Konsensus-Prognose soll
die Wirtschaftsleistung in den USA im laufenden Jahr um 2,1
% wachsen, in der Eurozone um 2,7 %. Die Europäische
Zentralbank hat im Juli 2022 ihre Leitzinsen um 0,5
Prozentpunkte erhöht und weitere Anhebungen in
Aussicht gestellt. In den USA hat die US-Notenbank zur
Bekämpfung der hohen Inflationsrate ihren Leitzins im
Juli 2022 nochmals um 0,75 Prozentpunkte angehoben (die
vierte Leitzinserhöhung im laufenden Jahr) und weitere
Erhöhungen signalisiert.
Gesamtwirtschaftliche RisikenDie umfangreichen Zinserhöhungen in den USA stellen
ebenso ein beträchtliches Konjunkturrisiko dar wie die
reduzierten russischen Erdgaslieferungen in Europa. Weitere
Risiken resultieren aus den Auswirkungen der
Lockdown-Maßnahmen in China auf die globalen
Lieferketten und aus einer erneuten Intensivierung des
weltweiten Pandemiegeschehens. Vor diesem Hintergrund sind
die Risiken einer Rezession in den USA und in Europa
deutlich angestiegen.
RegulierungEuropäische Roaming-Regulierung. Am 1. Juli 2022
trat die neue Roaming-Verordnung in der Europäischen
Union in Kraft. Dadurch wurde die bisherige
Roaming-Regulierung bis zum Jahr 2032 verlängert und
erweitert. Die seit 2017 bestehenden Vorgaben zu "Roam like
at Home", wonach Endkunden innerhalb der Europäischen
Union zu nationalen Bedingungen telefonieren und
Datenvolumen nutzen können, galten zunächst
für 5 Jahre und wurden nun für weitere 10 Jahre
verlängert. Zusätzlich wurden neue
Transparenzvorschriften eingeführt und festgelegt,
dass die Qualität von Roaming-Leistungen
gegenüber dem Leistungsumfang im Heimatland nicht
reduziert werden soll. Für entsprechende Vorleistungen
zwischen den Netzbetreibern wurden neue, niedrigere
Preisobergrenzen bis 2031 festgelegt, die 2024/2025 erneut
überprüft werden sollen. Zuvor diskutierte
Verschärfungen bei der Regulierung von
Telefongesprächen und SMS zwischen
Mitgliedsländern der Europäischen Union sind in
die finale Verordnung nicht aufgenommen worden.
Entgeltgenehmigung für kupferbasierte Vorleistungen
in Deutschland für 10 Jahre. Am 28. Juni 2022
veröffentlichte die Bundesnetzagentur (BNetzA) ihren
finalen Beschluss, wonach die Entgelte für die
Teilnehmeranschlussleitung (TAL) für den Zeitraum Juli
2022 bis Juni 2032, also erstmalig für 10 Jahre,
festgelegt werden. Demnach gelten seit dem 1. Juli 2022
10,65 €/Monat bzw. 6,92 €/Monat für die
wichtigsten Entgelte (Überlassung der Kupferleitung
für die längere Strecke zwischen Endkunde und
Hauptverteiler im Gebäude der Telekom bzw. für
die kürzere Strecke zwischen Endkunde und
Kabelverzweiger auf der Straße) und ab dem 1. Juli
2027 um 4 % erhöhte Entgelte von 11,08 €/Monat
und 7,20 €/Monat.
BNetzA Entscheidung für die Zugangsregulierung
inklusive Zugang zu FTTH-Netzen. Am 21. Juli 2022 hat die
BNetzA ihre Entscheidung zur zukünftigen Regulierung
des Zugangs zum Kupfer- und Glasfasernetz der Deutschen
Telekom veröffentlicht. Vorangegangen waren nationale
und internationale Konsultationen. Gegenüber der
bisherigen Regulierung ergeben sich für FTTH-Netze
Regulierungserleichterungen, indem künftig weder eine
ex-ante- noch eine Zugangsregulierung vorgesehen ist.
Stattdessen wird das auch im neuen Telekommunikationsgesetz
verankerte Prinzip der "Gleichwertigkeit des Zugangs"
(Equivalence of Input, EoI) umgesetzt. Das Konzept sieht
vor, dass Vorleistungsnachfrager auf dieselben sachlichen
und personellen Ressourcen zugreifen können wie der
Vertrieb der Deutschen Telekom. Auch bei der Regulierung
von Layer2 (VDSL) wird die BNetzA künftig von der
herkömmlichen ex-ante-Regulierung absehen und die
Entgelte einer Anzeigepflicht unterwerfen. Die bis Ende
2031 vereinbarten sog. Commitment-Verträge haben auch
nach erweiterter Prüfung den Nachbildbarkeitstest
bestanden. Die Entscheidung sieht weiterhin vor, dass die
Deutsche Telekom Zugang zu Leerrohren und oberirdischen
Linien gewähren muss. Die konkreten Zugangskonditionen
werden in nachfolgenden Verfahren festgelegt.
FrequenzvergabeIn den USA endete am 4. Januar 2022 die Assignment-Phase
der Auktion 110, bei der die Federal Communications
Commission (FCC) 100 MHz im Bereich 3.450 bis 3.550 MHz
vergeben hat. T‑Mobile US konnte sich insgesamt 199
Lizenzen für 2,9 Mrd. US‑$ (2,6 Mrd. €)
sichern. Im ersten Quartal 2022 hat OTE in Griechenland
erfolgreich an der Frequenzvergabe im 430 MHz-Band
teilgenommen und Spektrum für rund 1,2 Mio. €
erworben. In der Slowakei wurde die 3,x GHz-Auktion im Mai
2022 mit Erfolg durchgeführt. Slovak Telekom sicherte
sich 100 MHz für 16 Mio. €. Zudem einigten sich
die vier etablierten Netzbetreiber auf eine neue Aufteilung
(Reshuffling) des 1.800 MHz-Bands, sodass sie nun jeweils
2x 20 MHz zusammenhängend nutzen können. Für
diese Aufteilung wurden die Lizenzen in der Folge für
eine Gebühr von 8,9 Mio. € pro Netzbetreiber
für 15 Jahre verlängert.
In Kroatien bereitet die Regulierungsbehörde eine
Multiband-Auktion vor, deren Durchführung für das
vierte Quartal 2022 erwartet wird. Nach einer ersten
Konsultation im Frühjahr 2022 wird eine SMRA-Auktion
erwartet. Finale Regeln und der Start der Vergabe sollen
bis November/Dezember 2022 erfolgen. Nach wie vor gibt es
keine Neuigkeiten zu dem in Polen verschobenen Starttermin
für die 3.400 bis 3.800 MHz-Vergabe. Das Verfahren
wird durch offene Gesetzgebungsverfahren aufgehalten. Es
besteht weiterhin die Erwartung, dass vier 80 MHz-Lizenzen
per SMRA und mit einem Cap von 80 MHz zu vergeben sind.
Weitere Auktionsdetails sind noch offen. In der
Tschechischen Republik wurde das
Verlängerungsverfahren für die 2024 auslaufende
2.100 MHz-Lizenz von T‑Mobile Czech Republic formal
eingeleitet. Bezüglich der ebenfalls 2024 endenden
900/ 1.800 MHz-GSM-Lizenz wird es eine eigene Prozedur
geben, die für 2023 erwartet wird. Rumänien plant
die Vergabe des 5G-Spektrums in den Bändern 700 MHz,
1.500 MHz, 2.600 MHz und 3.400 bis 3.800 MHz, die
voraussichtlich noch im zweiten Halbjahr 2022 erfolgen
soll. In den USA hat am 29. Juli 2022 die nächste
Frequenzauktion 108 im Bereich 2,5 GHz begonnen. In
Deutschland laufen die Nutzungsrechte für 800, 1.800
und 2.600 MHz Ende 2025 aus. Die BNetzA sieht noch
erheblichen Klärungsbedarf zu verschiedenen
Fragestellungen. Mit einer Entscheidung zur Vergabe ist
daher nicht vor 2023 zu rechnen.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über
die wesentlichen laufenden und geplanten Frequenzvergaben
wie Auktionen sowie Lizenzverlängerungen. Daneben gibt
es in verschiedenen Ländern Hinweise auf in Kürze
erwartete Frequenzvergaben.
Wesentliche Frequenzvergabenscrollen
a Simultaneous Multi Round Auction (SMRA):
simultane elektronische Mehrrundenauktion mit
aufsteigenden, parallelen Geboten für alle beteiligten
Frequenzbänder.
Geschäftsentwicklung des KonzernsIm Folgenden werden Ergänzungen und neue
Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht im
Geschäftsbericht 2021 dargestellten wichtigen
Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die
Geschäftsentwicklung des Konzerns ausgeführt.
Von den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine ist unser
Geschäft nicht unmittelbar betroffen. Wir als Deutsche
Telekom betreiben keine Netze in Russland und der Ukraine.
Auch ein möglicher Lieferstopp russischer
Gaslieferungen hätte keinen direkten Einfluss auf
unseren Netzbetrieb. Die Deutsche Telekom führt ihre
Entwicklertätigkeiten in Russland nicht fort. Einem
hauptsächlich in St. Petersburg ansässigen Team
von Software-Entwicklern, die Dienstleistungen für
Kunden außerhalb Russlands erbringen, haben wir
angeboten, außerhalb Russlands zu arbeiten. Die
mittelbare Betroffenheit der Deutschen Telekom, v. a.
über die Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche
Entwicklung, können wir noch nicht sicher bewerten.
Der gesamtwirtschaftliche Ausblick hat sich v. a. aufgrund
der umfassenden Sanktionen, der Einschränkung des
Warenhandels sowie der steigenden Energiepreise deutlich
verschlechtert.
Darüber hinaus ist die Entwicklung der
Weltwirtschaft nach wie vor von der Coronavirus-Pandemie
geprägt. Auch wenn die Pandemie für die
Telekommunikationsbranche bis dato nur eingeschränkt
negative Auswirkungen zeigte, so könnte eine erneute
Intensivierung des weltweiten Pandemiegeschehens zu einer
Verlängerung und Ausweitung der angebotsseitigen
Engpässe führen. Basierend auf den Erkenntnissen
aus der Vergangenheit erwarten wir durch die
Coronavirus-Pandemie auch zukünftig nur
eingeschränkt Auswirkungen auf unser Geschäft.
Ertragslage des KonzernsKonzernumsatz und -ergebnisin Mio. €
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scrollen
Um die Aussagefähigkeit des Vorjahresvergleichs
aufgrund einer geänderten Unternehmensstruktur bzw.
aufgrund von Währungskursentwicklungen zu
erhöhen, beschreiben wir ausgewählte
Ergebnisgrößen zusätzlich in einer
organischen Betrachtung. In dieser werden die Zahlen der
Vorjahresvergleichsperiode um Konsolidierungskreis-,
Währungskurs- und sonstige Effekte angepasst. Aufgrund
von Konsolidierungskreiseffekten wurden unsere
Ergebnisgrößen in der Vergleichsperiode in der
organischen Betrachtung im operativen Segment Europa im
Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung
des rumänischen Festnetz-Geschäfts zum 30.
September 2021 sowie im operativen Segment Group
Development im Zusammenhang mit der Veräußerung
der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022
verringert. Gegenläufig erhöhten sich in dieser
Betrachtungsweise im operativen Segment USA im Zusammenhang
mit dem Erwerb von Shentel zum 1. Juli 2021 unsere
Ergebnisgrößen in der Vergleichsperiode.
Währungskurseffekte resultierten im Wesentlichen aus
der Umrechnung von US-Dollar in Euro.
Umsatz, Service-UmsatzIm ersten Halbjahr 2022 erzielten wir einen
Konzernumsatz in Höhe von 56,2 Mrd. €, der mit
einem Anstieg von 3,2 Mrd. € um 6,1 % über dem
Niveau des Vergleichszeitraums lag. Organisch betrachtet
erhöhte sich der Umsatz um 0,4 Mrd. € bzw. 0,8 %,
wobei positive Währungskurseffekte von im Saldo 3,4
Mrd. € berücksichtigt wurden und im Wesentlichen
die zuvor genannten Konsolidierungskreiseffekte im Saldo um
0,7 Mrd. € verringernd wirkten. Der Service-Umsatz des
Konzerns erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um
4,3 Mrd. € bzw. 10,4 % auf 45,2 Mrd. €. Organisch
betrachtet erhöhte sich der Service-Umsatz um 1,9 Mrd.
€ bzw. 4,5 %.
Informationen zur Erweiterung der
Service-Umsatz-Definition finden Sie im Kapitel
"Konzernstruktur, -strategie und -steuerung".
Beitrag der Segmente zum Konzernumsatzin Mio. €
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scrollen
Zur positiven Umsatzentwicklung trug insbesondere unser
operatives Segment USA mit einem im Wesentlichen
währungskursbedingten Anstieg von 10,7 % bei.
Organisch betrachtet lag der Umsatz nahezu auf
Vorjahresniveau, was auf einen gestiegenen Service-Umsatz,
kompensiert durch einen niedrigeren Endgeräteumsatz
zurückzuführen ist. In unserem Heimatmarkt
Deutschland lagen die Umsätze mit einem Anstieg von
1,8 % über dem Niveau des Vorjahres. Dies ist im
Wesentlichen getrieben durch den Umsatzanstieg im
Festnetz-Kerngeschäft, v. a. durch Breitband, sowie
bei den Service-Umsätzen im Mobilfunk. In unserem
operativen Segment Europa reduzierte sich im ersten
Halbjahr 2022 der Umsatz im Vorjahresvergleich im
Wesentlichen aufgrund der Veräußerung des
rumänischen Festnetz-Geschäfts um 1,8 %.
Organisch betrachtet erhöhte sich der Umsatz jedoch um
4,2 %. Die organischen Zuwächse sind
hauptsächlich auf die gute Entwicklung im
Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen.
Maßgeblich hierfür waren v. a. die gestiegenen
höhermargigen mobilen Service-Umsätze, gestiegene
Roaming- und Visitoren-Umsätze sowie volumenbedingt
höhere Umsätze aus Endgeräteverkäufen.
Eine bessere Entwicklung verzeichneten die
Service-Umsätze des Festnetz-Geschäfts. Der
Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag
um 1,0 % und organisch betrachtet um 0,6 % unter
Vorjahresniveau. Der Rückgang ist im Wesentlichen
getrieben durch das erwartungsgemäß
rückläufige klassische
IT-Infrastrukturgeschäft, zum Teil bedingt durch
bewusste unternehmerische Entscheidungen wie den Abbau von
End-User-Services. Positive Entwicklungen, insbesondere in
der Portfolio-Einheit Digital Solutions, konnten den
Rückgang nicht vollständig kompensieren. Der
Umsatz unseres operativen Segments Group Development sank
im Vorjahresvergleich, im Wesentlichen beeinflusst durch
die Veräußerung der T‑Mobile Netherlands,
um 28,7 %. Organisch betrachtet stieg er um 5,8 %. Dabei
resultierte der Umsatzanstieg aus dem operativen und
strukturell bedingten Wachstum der Geschäftseinheit GD
Towers.
Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung unserer
Segmente finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung
der operativen Segmente".
Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz¹in %
Regionale Umsatzverteilung
Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives
Segment USA mit einem Anteil von 65,3 % mit Abstand den
größten Beitrag zum Konzernumsatz und lag um 2,8
Prozentpunkte über dem Niveau der Vergleichsperiode.
Auch die Auslandsquote am Konzernumsatz erhöhte sich
von 76,5 % auf 77,7 %.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALIm ersten Halbjahr 2022 erzielten wir ein gegenüber
dem Vergleichszeitraum um 1,1 Mrd. € bzw. 5,9 %
höheres bereinigtes EBITDA AL in Höhe von 19,8
Mrd. €. Organisch betrachtet erhöhte sich das
bereinigte EBITDA AL um 0,1 Mrd. € bzw. 0,7 %, wobei
positive Währungskurseffekte von im Saldo 1,2 Mrd.
€ berücksichtigt wurden und
Konsolidierungskreiseffekte im Saldo um 0,2 Mrd. €
verringernd wirkten. Das bereinigte Core EBITDA AL, das
sich durch die Herausnahme der Umsatzerlöse aus der
Endgerätevermietung in den USA vom bereinigten EBITDA
AL unterscheidet und damit eine Darstellung der operativen
Entwicklung zeigt, die nicht durch den strategischen
Rückzug aus dem Geschäft der
Endgerätevermietung verzerrt ist, stieg um 2,0 Mrd.
€ bzw. 11,5 % auf 19,0 Mrd. €.
Beitrag der Segmente zum bereinigten Konzern-EBITDA ALin Mio. €
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scrollen
Alle operativen Segmente, mit Ausnahme von Group
Development - hier war die Entwicklung durch die
Veräußerung der T‑Mobile Netherlands
beeinflusst -, leisteten einen positiven Beitrag zu der
Entwicklung des bereinigten EBITDA AL. Unser operatives
Segment USA zeigt eine im Wesentlichen
währungskursbedingte Erhöhung des bereinigten
EBITDA AL von 9,3 %. Organisch betrachtet lag das
bereinigte EBITDA AL um 1,3 % unter Vorjahresniveau. Das
bereinigte Core EBITDA AL stieg um 1,9 Mrd. € bzw.
19,6 % auf 11,7 Mrd. €. Unser operatives Segment
Deutschland trug dank werthaltigem Umsatzwachstum und einer
verbesserten Kosteneffizienz mit einem um 3,3 %
höheren bereinigten EBITDA AL zum Anstieg bei. Auch
organisch betrachtet lag das bereinigte EBITDA AL um 3,3 %
über dem Vorjahresniveau. Um 1,1 % erhöhte sich
das bereinigte EBITDA AL in unserem operativen Segment
Europa. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL
um 5,7 % und verzeichnete damit erneut einen deutlich
positiven Ergebnisbeitrag. Dabei konnten die organischen
Umsatzzuwächse insbesondere die gestiegenen indirekten
Kosten überkompensieren. In unserem operativen Segment
Systemgeschäft entwickelte sich das bereinigte EBITDA
AL mit 15,7 % bzw. organisch betrachtet ebenfalls mit 15,7
% positiv. Effizienzeffekte aus unserem
Transformationsprogramm sowie Umsatzsteigerungen in unseren
Wachstumsfeldern überstiegen den Ergebnisrückgang
im klassischen IT-Infrastrukturgeschäft. Das
bereinigte EBITDA AL in unserem operativen Segment Group
Development verringerte sich im Vorjahresvergleich aufgrund
des Verkaufs der T‑Mobile Netherlands zum 31.
März 2022 um 18,1 %. Organisch betrachtet stieg es um
15,0 %, da das GD Towers Geschäft sich aufgrund
steigender Mengen konstant positiv entwickelte und durch
die Entwicklung des österreichischen
Funkturmgeschäfts weiter verstärkt wurde.
Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem
Vergleichszeitraum um 0,9 Mrd. € bzw. 5,4 % auf 18,5
Mrd. €. Dabei veränderten sich die EBITDA
AL-wirksamen Sondereinflüsse von minus 1,1 Mrd. €
auf minus 1,2 Mrd. €. Aufwendungen im Zusammenhang mit
Personalrestrukturierungen lagen bei 0,6 Mrd. € und
damit um 0,1 Mrd. € über Vorjahr. Im Bereich der
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und
Zukäufen waren Aufwendungen im Saldo in Höhe von
0,1 Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Davon
stammen Erträge in Höhe von 1,7 Mrd. € aus
der Entkonsolidierung der GlasfaserPlus sowie weitere 0,9
Mrd. € aus der Veräußerung der
T‑Mobile Netherlands. Gegenläufig dazu fielen
Aufwendungen im Saldo in Höhe von 2,8 Mrd. €, im
Wesentlichen im Zusammenhang mit entstandenen
Integrationsaufwendungen aus dem Zusammenschluss von
T‑Mobile US und Sprint, an. Darunter erfasst sind v.
a. Rabatte auf Endgeräte für ehemalige
Sprint-Kunden, deren bisherige Endgeräte im
T‑Mobile US Mobilfunk-Netzwerk nicht mehr nutzbar
sind, sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der
Außerbetriebnahme des Sprint-Mobilfunk-Netzwerks.
Letztere enthalten v. a. zusätzliche Abschreibungen
aus Nutzungsdauerverkürzungen von angemieteter
Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte in den USA.
In der Vergleichsperiode waren im Bereich der
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und
Zukäufen Aufwendungen im Saldo in Höhe von 0,6
Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Diese
Aufwendungen standen ebenfalls im Zusammenhang mit dem
Zusammenschluss mit Sprint und wurden teilweise kompensiert
durch einen Ertrag aus der Veräußerung des
niederländischen Funkturmgeschäfts. Die
Wertminderungen beliefen sich auf 0,2 Mrd. € und
entfielen im Wesentlichen auf im Zusammenhang mit dem
glasfaserbasierten Festnetz der ehemaligen Sprint
verwendeten Nutzungsrechte. Die sonstigen EBITDA
AL-wirksamen Sondereinflüsse betrugen minus 0,3 Mrd.
€ und enthalten Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mrd.
€ für den geschlossenen Vergleich und die
weiteren anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs
auf T‑Mobile US sowie gegenläufig erhaltene
Abschlagszahlungen für
Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit durch
die Hochwasser- und Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen
und Rheinland-Pfalz im Juli 2021 entstandenen Schäden
in Höhe von 0,1 Mrd. €.
Weitere Informationen zur Entwicklung des (bereinigten)
EBITDA AL unserer Segmente finden Sie im Kapitel
"Geschäftsentwicklung der operativen Segmente".
Eine Überleitung der Definition des EBITDA auf die
"after leases"-Betrachtung (EBITDA AL) kann der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
in Mio. €
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scrollen
a Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der
T-Mobile US.
Betriebsergebnis (EBIT)Das EBIT des Konzerns erhöhte sich auf 8,7 Mrd.
€ und war damit um 1,5 Mrd. € bzw. 20,5 %
höher als im Vergleichszeitraum. Ursächlich
für diese Veränderung sind v. a. die beim
bereinigten EBITDA AL bzw. EBITDA AL beschriebenen Effekte
im Zusammenhang mit den Entkonsolidierungserträgen.
Die Abschreibungen lagen mit 14,3 Mrd. € um 0,7 Mrd.
€ über dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei
erhöhten sich die planmäßigen
Abschreibungen um 0,3 Mrd. €. Im operativen Segment
USA führte eine Nutzungsdauerverkürzung von
angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte
infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und
Sprint zu um 1,1 Mrd. € höheren
planmäßigen Abschreibungen der entsprechenden
Nutzungsrechte. Gegenläufig reduzierten sich im
operativen Segment USA die planmäßigen
Abschreibungen auf Sachanlagen aufgrund des fortgesetzten
strategischen Rückzugs aus dem Geschäft der
Endgerätevermietung. Im operativen Segment Group
Development lagen die planmäßigen Abschreibungen
im Zusammenhang mit der bis zu ihrem Verkauf als zur
Veräußerung gehaltenen T‑Mobile
Netherlands und dem damit verbundenen Aussetzen der
planmäßigen Abschreibungen sowie der
anschließenden Veräußerung der
T‑Mobile Netherlands unter Vorjahresniveau. Die
Wertminderungen erhöhten sich gegenüber dem
Vorjahr um 0,4 Mrd. € auf 0,5 Mrd. €. Die in der
Berichtsperiode erfassten Wertminderungen entfielen im
Wesentlichen auf Vermögenswerte des glasfaserbasierten
Festnetzes der ehemaligen Sprint.
Ergebnis vor ErtragsteuernDas Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich um 2,1
Mrd. € auf 7,2 Mrd. €. Das Finanzergebnis
verbesserte sich gegenüber der Vergleichsperiode von
minus 2,2 Mrd. € auf minus 1,5 Mrd. €. Dabei
verbesserte sich das sonstige Finanzergebnis von 0,2 Mrd.
€ auf 1,0 Mrd. €. Dazu beigetragen haben
insbesondere positive Bewertungseffekte aus einem
Forward-Geschäft zur Preissicherung des künftigen
Erwerbs von T‑Mobile US Aktien sowie im
Periodenvergleich weniger stark negative Bewertungseffekte
aus in Anleihen eingebetteten Derivaten der T‑Mobile
US. Positive Bewertungseffekte aus der Amortisation und
Folgebewertung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen
Aktienoptionen zum Kauf von T‑Mobile US Aktien lagen
leicht über Vorjahrsniveau. Der Zinsanteil aus der
Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten
erhöhte sich um 0,4 Mrd. €. Dahingegen
entwickelte sich das Zinsergebnis von minus 2,3 Mrd. €
auf minus 2,5 Mrd. € rückläufig.
Konzernüberschuss, bereinigter KonzernüberschussDer Konzernüberschuss hat sich im Vergleich zur
Vorjahresperiode um 2,6 Mrd. € auf 5,4 Mrd. €
erhöht. Der Steueraufwand erhöhte sich um 0,2
Mrd. € auf 1,4 Mrd. €. Das den Anteilen anderer
Gesellschafter zugerechnete Ergebnis reduzierte sich um 0,6
Mrd. € auf 0,3 Mrd. €. Der Rückgang
entfällt im Wesentlichen auf unser operatives Segment
USA. Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen,
die sich auf den Konzernüberschuss insgesamt in
Höhe von 0,7 Mrd. € auswirkten, betrug der
bereinigte Konzernüberschuss im ersten Halbjahr 2022
4,7 Mrd. € und lag damit um 1,4 Mrd. € über
dem Niveau der Vorjahresperiode.
Weitere Informationen zum Steueraufwand finden Sie im
Abschnitt "Ertragsteuern" im Konzern-Zwischenabschluss.
Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des
Konzernüberschusses auf den um Sondereinflüsse
bereinigten Konzernüberschuss:
in Mio. €
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Ergebnis je Aktie, bereinigtes Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus dem
Konzernüberschuss im Verhältnis zur gewichteten
durchschnittlichen Anzahl ausstehender Stammaktien - diese
betrug bis zum 30. Juni 2022 4.972 Mio. Stück. Dies
führt zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,09
€. In der Vergleichsperiode betrug das Ergebnis je
Aktie 0,59 €. Das um Konzernüberschusswirksame
Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis je Aktie
beträgt 0,94 € gegenüber 0,70 € in der
Vergleichsperiode.
SondereinflüsseDie folgende Tabelle zeigt die Herleitung des EBITDA AL,
des EBIT und des Konzernüberschusses auf die um
Sondereinflüsse bereinigten Werte:
in Mio. €
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in Mio. €
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MitarbeiterEntwicklung des Personalbestandsscrollen
Der Mitarbeiterbestand des Konzerns lag zum 30. Juni
2022 um 2,7 % unter dem Niveau zum Jahresende 2021. In
unserem operativen Segment Deutschland reduzierte sich die
Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Jahresende 2021
um 2,3 %. Dies resultierte im Wesentlichen aus der
Inanspruchnahme sozialverträglicher Instrumente zum
Personalumbau, wie z. B. engagierter Vorruhestand oder
Altersteilzeit. Der Personalrückgang von 3,2 % im
operativen Segment USA gegenüber dem Jahresende 2021
ist v. a. auf gezielte Rationalisierungsmaßnahmen zur
Kostensenkung zurückzuführen. In unserem
operativen Segment Europa sank die Mitarbeiterzahl
gegenüber dem Vorjahresende leicht um 1,8 %,
insbesondere in Kroatien, der Slowakei und Polen. Die
Mitarbeiterzahl in unserem operativen Segment
Systemgeschäft ist gegenüber dem Jahresende 2021
um 1,6 % gewachsen. Dabei wurde die Bestandswirkung unserer
Effizienzmaßnahmen durch Mehrbedarfe in unseren
Wachstumsbereichen überkompensiert. Im operativen
Segment Group Development lag die Mitarbeiterzahl mit einem
Rückgang um 69,0 % aufgrund der Veräußerung
der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022
deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Mitarbeiterbestand
im Segment Group Headquarters & Group Services sank im
Vergleich zum Jahresende 2021 um 1,2 %, im Wesentlichen
bedingt durch den weiteren Personalumbau bei Vivento.
Vermögens- und Finanzlage des KonzernsKonzern-Bilanz (Kurzfassung)in Mio. €
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Am 30. Juni 2022 betrug unsere Bilanzsumme 301,7 Mrd.
€ und erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember
2021 um 20,1 Mrd. €. Vor allem
Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung
von US-Dollar in Euro, trugen zur Erhöhung der
Bilanzsumme bei. Weiter ist der Anstieg auf die insgesamt
anhaltend hohe Investitionstätigkeit, u. a.
Spektrumerwerbe im operativen Segment USA,
zurückzuführen. Darüber hinaus erhöhte
die zwischen T‑Mobile US und Crown Castle
geschlossene Vereinbarung über die Modifikation
bereits bestehender Verträge von Mobilfunk-Standorten
die Bilanzsumme. Gegenläufig verringerte sich die
Bilanzsumme im Zusammenhang mit der Veräußerung
der T‑Mobile Netherlands.
Auf der Aktivseite lagen die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen mit 16,9 Mrd. € um 1,6 Mrd. €
über dem Niveau des Jahresendes 2021. Im operativen
Segment USA war der Anstieg der Forderungsbestände im
Wesentlichen währungskursbedingt. Darüber hinaus
ergaben sich dort höhere Forderungen aus dem
Geschäftsmodell der Endgerätefinanzierung sowie
gestiegener Kundenzahlen. Ebenfalls buchwerterhöhend
wirkten höhere Forderungsbestände im operativen
Segment Deutschland.
Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich
um 11,9 Mrd. € auf 144,5 Mrd. €. Hierzu trugen im
Wesentlichen Währungskurseffekte, v. a. aus der
Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 10,0 Mrd. € bei.
Ebenso erhöhten Zugänge den Buchwert in Höhe
von 5,1 Mrd. €. Diese entfallen in Höhe von 2,7
Mrd. € auf den Erwerb von Mobilfunk-Spektrum und
resultieren nahezu ausschließlich aus den im Januar
2022 bei der 3.450 MHz-Auktion der Federal Communications
Commission (FCC) erworbenen 199 Mobilfunk-Lizenzen.
Positive Konsolidierungskreiseffekte trugen mit 0,1 Mrd.
€ ebenfalls zur Erhöhung des Buchwerts bei.
Buchwertmindernd wirkten Abschreibungen in Höhe von
3,3 Mrd. € sowie Abgänge in Höhe von 0,1
Mrd. €.
Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum 31.
Dezember 2021 um 3,4 Mrd. € auf 65,2 Mrd. €.
Zugänge in Höhe von 8,5 Mrd. €, im
Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung, dem
Netzwerk-Ausbau sowie dem Breitband- und Glasfaser-Ausbau
und dem Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur erhöhten
den Buchwert. Die Modifikation der Verträge zwischen
T‑Mobile US und Crown Castle für bestehende
Mobilfunk-Standorte erhöhte den Buchwert um 0,8 Mrd.
€. Ebenso trugen Währungskurseffekte, v. a. aus
der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 2,5 Mrd. €
zur Erhöhung des Buchwerts bei. Umgliederungen von
Leasing-Vermögenswerten nach Ende der vertraglichen
Leasing-Laufzeit in die Sachanlagen, v. a. im operativen
Segment USA, erhöhten den Buchwert in Höhe von
0,2 Mrd. €. Gegenläufig wirkten Abschreibungen in
Höhe von 6,9 Mrd. €. Hierin sind Wertminderungen
in Höhe von 0,2 Mrd. € enthalten. Diese stehen im
Zusammenhang mit der zum 30. Juni 2022 durchgeführten
Überprüfung der Werthaltigkeit der
Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der
ehemaligen Sprint. Abgänge in Höhe von 0,7 Mrd.
€ wirkten ebenfalls buchwertmindernd.
Die Nutzungsrechte erhöhten sich im Vergleich zum
31. Dezember 2021 um 7,3 Mrd. € auf 38,1 Mrd. €.
Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in Höhe von
8,9 Mrd. €, v. a. infolge der zwischen T‑Mobile
US und Crown Castle geschlossenen Vereinbarung über
die Modifikation bereits bestehender Verträge, im
Wesentlichen über die Anmietung von
Mobilfunk-Standorten von Crown Castle. Aus der
Vertragsmodifikation ergibt sich eine Erhöhung der
Nutzungsrechte um 6,6 Mrd. €. Ebenfalls
buchwerterhöhend wirkten Währungskurseffekte, v.
a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe
von 2,8 Mrd. €. Den Buchwert minderten Abschreibungen
in Höhe von 4,1 Mrd. €. Darin enthalten sind um
1,1 Mrd. € höhere planmäßige
Abschreibungen aufgrund einer im operativen Segment USA
erfassten Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter
Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des
Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint.
Darüber hinaus sind hierin Wertminderungen in
Höhe von 0,2 Mrd. € enthalten. Diese stehen im
Zusammenhang mit der zum 30. Juni 2022 durchgeführten
Überprüfung der Werthaltigkeit der
Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der
ehemaligen Sprint. Ebenfalls reduzierten Umgliederungen von
Leasing-Vermögenswerten nach Ende der vertraglichen
Leasing-Laufzeit in die Sachanlagen, v. a. im operativen
Segment USA, den Buchwert in Höhe von 0,2 Mrd. €.
Abgänge in Höhe von 0,1 Mrd. € wirkten
ebenfalls buchwertmindernd.
Die kurz- und langfristigen finanziellen
Vermögenswerte erhöhten sich um 0,5 Mrd. €
auf 9,4 Mrd. €. Die ausgereichten Darlehen und
Forderungen erhöhten sich um 0,2 Mrd. € auf 3,6
Mrd. €. Im Zusammenhang mit dem Verkauf eines 50
%-Anteils an GlasfaserPlus wurde eine bedingte
Kaufpreisforderung in Höhe von 0,4 Mrd. €
erfasst. Darüber hinaus erhöhten sich die
hinterlegten Barsicherheiten. Im Zusammenhang mit
Forderungen aus noch zu empfangenden Zuwendungen aus
Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in
Deutschland erhöhten sich die ausgereichten Darlehen
und Forderungen um 0,2 Mrd. €. Der Buchwert der
Derivate mit Hedge-Beziehung verringerte sich um 0,5 Mrd.
€ auf 1,0 Mrd. €. Dies resultierte im
Wesentlichen aus dem Rückgang der positiven Marktwerte
aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a.
begründet durch den deutlichen Anstieg des
Zinsniveaus. Der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung
erhöhte sich im Saldo von 1,2 Mrd. € auf 1,4 Mrd.
€. Begründet ist dies durch einen Buchwertanstieg
von 0,4 Mrd. € bei den Zins- und
Währungsderivaten aufgrund von
Währungskurseffekten (v. a. aus dem Anstieg des
US-Dollar gegenüber dem Euro). Ebenfalls
buchwerterhöhend wirkten positive Bewertungseffekte
bei in Verträgen eingebetteten
Stromtermingeschäften in Höhe von 0,1 Mrd.
€. Im Zusammenhang mit negativen Bewertungseffekten
aus in Anleihen der T‑Mobile US eingebetteten
Derivaten verringerte sich der Buchwert der Derivate ohne
Hedge-Beziehung um 0,4 Mrd. €.
Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 4,8
Mrd. € auf 0,1 Mrd. €. Der Rückgang
resultierte in Höhe von 4,7 Mrd. € aus dem
Verkauf der T‑Mobile Netherlands zum 31. März
2022 sowie in Höhe von 0,1 Mrd. € aus dem Verkauf
des 50 %-Anteils an GlasfaserPlus zum 28. Februar 2022.
Beide Gesellschaften waren zum 31. Dezember 2021 wegen
konkret bestehender Verkaufsabsichten als "zur
Veräußerung gehalten" eingestuft.
Weitere Informationen zu den genannten Unternehmens- und
sonstigen Transaktionen finden Sie im Kapitel
"Konzernstruktur, -strategie und -steuerung".
Der Anstieg der sonstigen Aktiva um 1,8 Mrd. € auf
13,7 Mrd. € resultierte in Höhe von 1,1 Mrd.
€ aus der Erhöhung des Buchwerts der
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen.
Wesentlicher Grund hierfür war der Verkauf des 50
%-Anteils an GlasfaserPlus. Infolge des aus der Transaktion
nach Rechnungslegungssicht resultierenden Verlusts der
Beherrschung über GlasfaserPlus wurde diese zum 28.
Februar 2022 entkonsolidiert. Seit diesem Zeitpunkt werden
die verbleibenden 50 % der Anteile an dem
Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den
Konzernabschluss einbezogen. Zum 30. Juni 2022 betrug der
Buchwert der Beteiligung 1,0 Mrd. €. Die
Vorratsbestände erhöhten sich um 0,1 Mrd. €.
Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren
Beständen an hochpreisigen Mobilfunk-Endgeräten
im operativen Segment Deutschland.
Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von
US-Dollar in Euro, wirkten ebenfalls buchwerterhöhend.
Gegenläufig entwickelte sich der Vorratsbestand im
operativen Segment USA mangels Markteinführung neuer
insbesondere hochpreisiger Geräte
rückläufig.
Auf der Passivseite erhöhten sich unsere kurz- und
langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten im Vergleich
zum Jahresende 2021 um 3,0 Mrd. € auf insgesamt 114,5
Mrd. €. Der Buchwert der Anleihen und sonstigen
verbrieften Verbindlichkeiten erhöhte sich um 2,1 Mrd.
€. Durch Währungskurseffekte, insbesondere aus
der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhte sich der
Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften
Verbindlichkeiten um 6,1 Mrd. €. Buchwertreduzierend
wirkten Tilgungen durch T‑Mobile US von einer Anleihe
in Höhe von 0,5 Mrd. US‑$ (0,5 Mrd. €)
sowie im Konzern von einer EUR-Anleihe in Höhe von 0,1
Mrd. € und einer GBP-Anleihe in Höhe von 0,7 Mrd.
GBP (0,8 Mrd. €). Darüber hinaus verringerte sich
der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften
Verbindlichkeiten um 2,4 Mrd. € im Zusammenhang mit
Bewertungseffekten aus Derivaten mit Hedge-Beziehung,
für die die bilanzielle Gegenbuchung in den Anleihen
und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten vorgenommen
wird. Der Buchwert der sonstigen verzinslichen
Verbindlichkeiten lag mit 7,5 Mrd. € um 0,3 Mrd.
€ unter dem Niveau zum 31. Dezember 2021. Im
Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals)
für derivative Finanzinstrumente reduzierte sich der
Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten
insgesamt um 1,3 Mrd. €. Die Modifikation der
Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle
bezüglich der Mobilfunk-Standorte erhöhte den
Buchwert um 0,8 Mrd. €. Buchwerterhöhend wirkten
negative Bewertungseffekte bei den Derivaten mit
Hedge-Beziehung. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem
Anstieg der negativen Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair
Value Hedges und ist v. a. begründet durch den
deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Buchwertreduzierend
wirkten positive Bewertungseffekte aus einem
Forward-Geschäft zur Preissicherung des künftigen
Erwerbs von T‑Mobile US Aktien.
Die kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten
erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um
9,4 Mrd. € auf insgesamt 42,5 Mrd. €. Der Anstieg
steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Modifikation
der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown
Castle, aus der sich eine Erhöhung der Buchwerte der
Leasing-Verbindlichkeiten um 6,6 Mrd. € ergab.
Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung
von US-Dollar in Euro, erhöhten die
Leasing-Verbindlichkeiten um 3,1 Mrd. €.
Gegenläufig wirkte der Rückgang des Buchwerts um
0,1 Mrd. €, u. a. im Zusammenhang mit der Aufgabe von
ehemaligen Sprint-Mobilfunk-Standorten und einzelner
ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment USA.
Ebenfalls buchwertmindernd wirkte der Rückgang im
Segment Group Headquarters & Group Services in
Höhe von 0,1 Mrd. €.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 0,7 Mrd.
€ auf 11,2 Mrd. €, was insbesondere auf
höhere Verbindlichkeiten in den operativen Segmenten
Deutschland, USA und Systemgeschäft
zurückzuführen ist. Im operativen Segment USA war
der Anstieg währungskursbedingt. Gegenläufig
reduzierte sich dort der Verbindlichkeitenbestand u. a.
gegenüber Endgeräteherstellern. Der
Verbindlichkeitenbestand des operativen Segments Europa war
leicht rückläufig.
Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen
Verpflichtungen verringerten sich im Vergleich zum 31.
Dezember 2021 um 2,2 Mrd. € auf 3,9 Mrd. €.
Begründet ist dies im Wesentlichen durch
Rechnungszinsanpassungen. Einen gegenläufigen Effekt
hatte die Marktwertentwicklung der als Planvermögen
ausgegliederten Vermögenswerte. Insgesamt ergab sich
aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen
ein erfolgsneutral erfasster Gewinn in Höhe von 2,1
Mrd. €.
Die kurz- und langfristigen sonstigen
Rückstellungen reduzierten sich im Vergleich zum
Jahresende 2021 um 1,1 Mrd. € auf 8,4 Mrd. €.
Dabei verringerten sich die übrigen
Personalrückstellungen um 1,0 Mrd. € im
Wesentlichen im Zusammenhang mit den im ersten Halbjahr
2022 an die Mitarbeiter gezahlten erfolgsabhängigen
Vergütungsbestandteile für das Vorjahr sowie
einem Rückgang der Rückstellung für die
Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK). Letzteres war im
Wesentlichen auf die Folgebewertung des nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen bewerteten
Barwerts (Zinseffekt) zurückzuführen. Die
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen
verringerten sich um 0,4 Mrd. €. Gegenläufig
erhöhten sich die Rückstellungen für
Prozessrisiken im Saldo in Höhe von 0,3 Mrd. €.
In Höhe von 0,4 Mrd. € stand dies im Zusammenhang
mit dem geschlossenen Vergleich und den weiteren
anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs auf
T‑Mobile US.
Die Schulden in direktem Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 1,4
Mrd. € auf 0,0 Mrd. €. Der Rückgang steht im
Zusammenhang mit dem Verkauf der T‑Mobile Netherlands
zum 31. März 2022.
Die sonstigen Passiva haben sich im Vergleich zum 31.
Dezember 2021 um 1,4 Mrd. € auf 9,8 Mrd. €
erhöht. Dies resultierte insbesondere aus den um 0,8
Mrd. € gestiegenen übrigen Schulden, was in
Höhe von 0,4 Mrd. € durch einen Anstieg der
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern verursacht war.
Darüber hinaus erhöhten sich die
Ertragsteuerverbindlichkeiten um 0,3 Mrd. €.
Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem
31. Dezember 2021 von 81,5 Mrd. € auf 88,5 Mrd.
€. Erhöhend wirkten der Überschuss in
Höhe von 5,7 Mrd. €, das sonstige Ergebnis in
Höhe von 7,8 Mrd. € sowie Kapitalerhöhungen
aus anteilsbasierten Vergütungen in Höhe von 0,3
Mrd. €. Das Eigenkapital verringerte sich im
Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die
Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das
Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 3,2 Mrd. €
und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in
Höhe von 0,2 Mrd. €. Ebenso reduzierten
Transaktionen mit Eigentümern den Buchwert in
Höhe von 2,9 Mrd. € - im Wesentlichen aufgrund
des weiteren Erwerbs von T‑Mobile US Aktien zur
Erhöhung des Kapitalanteils.
Konsolidierungskreisveränderungen - im Wesentlichen
aufgrund der Veräußerung der T‑Mobile
Netherlands im operativen Segment Group Development -
verringerten den Buchwert des Eigenkapitals in Höhe
von 0,6 Mrd. €.
Weitere Informationen zur Bilanz finden Sie im Abschnitt
"Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz" im
Konzern-Zwischenabschluss.
Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeitenin Mio. €
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Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeitenin Mio. €
Aus der Modifikation der Verträge zwischen
T‑Mobile US und Crown Castle ergab sich eine
Erhöhung der Netto-Finanzverbindlichkeiten von
insgesamt 7,4 Mrd. €. Diese resultierte aus einer
Erhöhung der Nutzungsrechte sowie der
Leasing-Verbindlichkeiten um jeweils 6,6 Mrd. € und
einer Erhöhung der Sachanlagen sowie der sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten um jeweils 0,8 Mrd. €.
Die sonstigen Effekte enthalten eine Vielzahl kleinerer
Effekte.
Herleitung des Free Cashflow ALin Mio. €
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scrollen
a Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der
T‑Mobile US.
Der Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und
Investitionen in Spektrum) erhöhte sich gegenüber
der Vergleichsperiode von 5,4 Mrd. € auf 6,5 Mrd.
€. Folgende Effekte beeinflussten die Entwicklung:
Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit
erhöhte sich aufgrund der guten
Geschäftsentwicklung um 1,6 Mrd. € auf 18,0 Mrd.
€. Um 0,1 Mrd. € niedrigere Ertragsteuerzahlungen
wurden durch um 0,1 Mrd. € höhere Zinszahlungen
(netto) kompensiert.
Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum)
erhöhte sich von 8,6 Mrd. € auf 9,6 Mrd. €.
Im operativen Segment USA erhöhte sich der Cash Capex
um 1,1 Mrd. € auf 6,4 Mrd. € im Wesentlichen
aufgrund des weiteren Ausbaus des 5G-Netzwerks sowie
aufgrund von Währungskurseffekten v. a. aus der
Umrechnung von US-Dollar in Euro. Im operativen Segment
Deutschland investierten wir im ersten Halbjahr 2022 rund
1,8 Mrd. €, insbesondere in den Glasfaser- und
5G-Ausbau und lagen damit um 0,1 Mrd. € über dem
Niveau der Vergleichsperiode. Unsere Investitionen im
operativen Segment Europa lagen stabil bei 0,8 Mrd. €.
Auch hier investieren wir weiterhin im Rahmen unserer
integrierten Netzstrategie in die Bereitstellung von
Breitband- und Glasfaser-Technologie sowie in 5G.
Der Rückgang der Tilgung von
Leasing-Verbindlichkeiten resultierte insbesondere aus
Zahlungen für im operativen Segment USA bestehende
Leasing-Verhältnisse.
Weitere Informationen zur Kapitalflussrechnung finden
Sie im Abschnitt "Erläuterungen zur
Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Zwischenabschluss.
Geschäftsentwicklung der operativen SegmenteDeutschlandKundenentwicklungin Tsd.
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GesamtIn Deutschland sind wir weiterhin Marktführer,
sowohl bei den Festnetz- als auch bei den
Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg
sind unsere leistungsfähigen Netze. Wir
überzeugen unsere Kunden mit einer ausgezeichneten
Netzqualität - in Festnetz und Mobilfunk - sowie einem
breiten Produkt-Portfolio und exzellentem Service. Wir
wollen unseren Kunden ein nahtloses und
technologieunabhängiges Telekommunikationserlebnis
bieten. Deshalb vermarkten wir neben Festnetz- und
Mobilfunk-Produkten auch konvergente Produkte. Bis Ende
Juni 2022 haben sich rund 5,4 Mio. Kunden für unsere
konvergenten Produkte der "MagentaEINS" Familie
entschieden. Der Kundenbestand liegt somit über
Vorjahresniveau.
Nach wie vor gab es eine hohe Nachfrage nach unseren
glasfaserbasierten Anschlüssen. Die Gesamtzahl dieser
Kundenanschlüsse stieg bis Ende Juni 2022 auf rund
17,7 Mio. Im ersten Halbjahr 2022 haben in Deutschland 562
Tsd. zusätzliche Kunden einen glasfaserbasierten
Anschluss von uns erhalten. Mit dem fortschreitenden
Glasfaser-Ausbau haben wir die Vermarktung höherer
Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben.
MobilfunkIm Mobilfunk-Bereich stieg die Zahl der Kunden im
werthaltigen Vertragskundengeschäft unter den Marken
"Telekom" und "congstar" um insgesamt 387 Tsd. Kunden.
Gründe dafür sind die konstante Nachfrage nach
Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen. Seit dem
1. Januar 2022 wird ein Teil der bisher unter den
Vertragsprivatkunden ausgewiesenen Kunden unter den
Prepaid-Kunden ausgewiesen. Unter Berücksichtigung
dieser Ausweisänderung konnten wir im Bereich der
Prepaid-Kunden seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 890 Tsd.
Kunden verzeichnen, der im Wesentlichen durch unsere
Automotive-Initiativen im Geschäftskundenbereich
getrieben ist.
FestnetzDer Festnetz-Breitband-Markt ist durch eine Vielzahl von
Akteuren mit unterschiedlichen Infrastrukturen
gekennzeichnet - vom überregionalen Anbieter bis hin
zum regionalen Versorger. Um unsere Marktposition als
führender integrierter Telekommunikationsanbieter in
Deutschland zu behaupten, bauen wir unsere Angebote weiter
aus.
Die Anzahl unserer Breitband-Anschlüsse ist im
ersten Halbjahr 2022 auf 14,6 Mio. gewachsen. Die Nachfrage
nach unseren glasfaserbasierten Anschlüssen Retail ist
dabei mit 457 Tsd. der Treiber. Bei unseren TV-Kunden
konnten wir gegenüber dem Jahresende 2021 ein Wachstum
um 38 Tsd. verzeichnen. Im klassischen Festnetz sank die
Zahl der Anschlüsse um 88 Tsd. Die Anzahl unserer
Festnetz-Anschlüsse liegt somit bei 17,4 Mio.
Anschlüssen.
WholesaleZum 30. Juni 2022 lag der Anteil der glasfaserbasierten
Anschlüsse am Gesamtbestand mit 60,6 % um 2,0
Prozentpunkte über dem Jahresende 2021. Das Wachstum
ergibt sich aus der Nachfrage nach unseren
Commitment-Verträgen. Darüber hinaus spielt die
steigende Nachfrage der Endkunden nach Anschlüssen mit
höherer Bandbreite eine Rolle. Die Zahl unserer
Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich
gegenüber dem Vorjahresende um 271 Tsd. Gründe
dafür sind zum einen die Verlagerung zu
höherwertigen glasfaserbasierten Anschlüssen, zum
anderen, dass Endkunden zu anderen Anbietern wechseln.
Hinzu kommt, dass unsere Wholesale-Kunden ihre Endkunden
auf eigene glasfaserbasierten Anschlüsse migrieren.
Insgesamt lag der Anschlussbestand im Bereich Wholesale
Ende Juni 2022 bei rund 11,4 Mio.
Operative Entwicklungin Mio. €
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Gesamtumsatz, Service-UmsatzIm ersten Halbjahr 2022 erzielten wir einen Gesamtumsatz
in Höhe von 12,1 Mrd. €, der um 1,8 % über
dem Niveau des Vorjahres lag. Der Zuwachs bei den
Service-Umsätzen um 1,4 % ist sowohl auf den
Umsatzanstieg im Festnetz-Kerngeschäft, im
Wesentlichen durch Breitband, als auch bei den
Service-Umsätzen im Mobilfunk
zurückzuführen. Organisch betrachtet stiegen die
Service-Umsätze um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr
an.
Im Privatkundenbereich stieg der Umsatz gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 3,2 %. Der Umsatz im
Breitband-Geschäft stieg um 6,3 %, u. a. positiv
beeinflusst durch eine höhere Kundensensibilität
für stabile Datenleitungen und hohe Bandbreiten.
Ebenfalls stieg das Festnetz-Endgerätegeschäft um
3,6 %, beeinflusst durch das kundenseitig stark in Anspruch
genommene Endgeräte-Mietgeschäft. Das klassische
Festnetz-Geschäft wurde weiterhin durch mengenbedingte
Umsatzrückgänge bei den Voice-Komponenten
beeinflusst. Das Mobilfunk-Geschäft entwickelte sich
um 3,6 % positiv durch höhere Service-Umsätze, im
Wesentlichen aufgrund der positiven Kundenentwicklung
unserer Zweitmarke "congstar" und allgemeiner
Erholungstendenzen, u. a. erhöhte Reise- und
Freizeittätigkeiten.
Im Geschäftskundenbereich lag der Umsatz um 0,5 %
leicht über dem Vorjahresniveau. Unter
Berücksichtigung des Einmalumsatzeffekts aus dem
öffentlichen Sektor im Vorjahr würde der Umsatz
operativ bei einem Anstieg von 1,6 % liegen. Das
Mobilfunk-Geschäft stieg um 6,6 % aufgrund positiver
Umsätze aus dem Endgerätegeschäft sowie
durch das anhaltende Bestandswachstum. Dagegen ist der
IT-Umsatz operativ mit 1,2 % rückläufig, was u.
a. auf einen Lieferengpass bei Halbleitern
zurückzuführen ist.
Der Umsatz im Wholesale-Bereich lag Ende Juni 2022 mit
0,6 % unter Vorjahresniveau. Die positive Mengenentwicklung
der glasfaserbasierten Anschlüsse von 3,7 %
gegenüber der Vorjahresperiode setzte sich fort. Dies
konnte aber die rückläufigen Umsätze aus
Mengenverlusten bei den Teilnehmer-Anschlussleitungen um
13,0 % nicht kompensieren. Der Voice-Umsatz lag unter dem
Niveau des Vorjahres, im Wesentlichen aufgrund
rückläufiger Menge.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALDas um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA AL stieg
gegenüber dem Vergleichszeitraum um 156 Mio. €
bzw. 3,3 % und betrug 4,8 Mrd. €. Auch organisch
betrachtet lag das bereinigte EBITDA AL um 3,3 % über
dem Vorjahresniveau. Unsere bereinigte EBITDA AL-Marge ist
im Vergleich zum Vorjahr von 39,3 % auf 39,9 % gestiegen.
Hauptgründe dafür sind die positive operative
Entwicklung getrieben durch das werthaltige Umsatzwachstum
sowie eine verbesserte Kosteneffizienz. Diese ist auf
geringere Personalaufwendungen, u. a. aufgrund einer
niedrigeren Anzahl an Mitarbeitern und weiteren Umsetzungen
von Effizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen,
zurückzuführen.
Zu den beim bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekten
wirkten als Sondereinflüsse im Wesentlichen der
erfasste Entkonsolidierungsertrag der GlasfaserPlus in
Höhe von 1,7 Mrd. € sowie eine erste
Abschlagszahlung im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im
Juli 2021 in Höhe von 0,1 Mrd. €. Zusätzlich
wirkten Aufwendungen für sozialverträgliche
Instrumente zum Personalumbau. Im ersten Halbjahr 2022
stieg unser EBITDA AL um 1,8 Mrd. € auf 6,2 Mrd.
€.
Weitere Informationen zu dem Gemeinschaftsunternehmen
GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Kapitel
"Konzernstruktur, -strategie und -steuerung".
Betriebsergebnis (EBIT)Das Betriebsergebnis betrug 4,2 Mrd. € und lag
somit um 77,1 % über dem Vorjahresniveau. Die positive
Entwicklung des bereinigten EBITDA AL sowie der
Entkonsolidierungsertrag der GlasfaserPlus trugen zu diesem
Anstieg bei.
Cash CapexDer Cash Capex stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode
um 79 Mio. € bzw. 4,6 %. Insgesamt investierten wir im
ersten Halbjahr 2022 rund 1,8 Mrd. €, insbesondere in
den Glasfaser- und 5G-Ausbau. Die Gesamtzahl der deutschen
Haushalte, die die Möglichkeit einer direkten
Anbindung an unser Glasfasernetz haben, ist im ersten
Halbjahr 2022 weiter gestiegen. Im Mobilfunk profitieren
unsere Kunden von einer hohen LTE- und 5G-Netzabdeckung. 5G
können bereits über 92,6 % der Haushalte in
Deutschland nutzen.
USAKundenentwicklungin Tsd.
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a Durch die Anpassung der Kundenbasis im zweiten
Quartal 2022 reduzierte sich die Gesamtkundenzahl um 1,32
Mio. Kunden. Kunden, die von der Abschaltung der alten
CDMA- und LTE-Netze von Sprint sowie des UMTS-Netzes von
T-Mobile US betroffen sind, sind nicht mehr in der
Kundenbasis enthalten. Dadurch reduzierte sich der Bestand
an Postpaid-Telefonie-Kunden im ersten Quartal 2022 um 212
Tsd. und an anderen Postpaid-Kunden um 349 Tsd. Im zweiten
Quartal verringerte sich der Bestand an
Postpaid-Telefonie-Kunden um weitere 284 Tsd., an anderen
Postpaid-Kunden um 946 Tsd. und an Prepaid-Kunden um 28
Tsd. Im Zusammenhang mit der Übernahme von Unternehmen
haben wir im ersten Quartal 2022 die Kundenbasis angepasst,
sodass sich die Zahl der Postpaid-Telefonie-Kunden um 17
Tsd. erhöhte und die der anderen Postpaid-Kunden um 14
Tsd. verringerte. Bestimmte Kunden, die nun über
Reseller-Verträge versorgt werden, sind nicht mehr in
unserer ausgewiesenen Postpaid-Kundenbasis enthalten.
Dadurch reduzierte sich im zweiten Quartal 2022 der Bestand
an Postpaid-Telefonie-Kunden um 42 Tsd. und an anderen
Postpaid-Kunden um 20 Tsd.
KundenZum 30. Juni 2022 hatte das operative Segment USA
(T-Mobile US) 110,0 Mio. Kunden, gegenüber einem
Bestand von 108,7 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2021. Der
Nettozuwachs lag in den ersten sechs Monaten 2022 bei 3,2
Mio. Kunden gegenüber 2,7 Mio. im Vorjahreszeitraum.
Die Gründe dafür erläutern wir nachfolgend:
Der Anstieg bei den Postpaid-Kunden belief sich im
ersten Halbjahr 2022 auf netto 3,0 Mio. gegenüber 2,5
Mio. im Vorjahreszeitraum. Dieses Wachstum ist auf den
höheren Zuwachs bei den anderen Postpaid-Kunden, v. a.
aufgrund des Nettoanstiegs bei Highspeed-Internet-Kunden,
vernetzten Geräten und Wearables,
zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein
geringerer Anstieg bei den Postpaid-Telefonie-Kunden.
Dieser resultierte daher, dass der Fokus im Vorjahr auf
Sprint-Kundenbindungsmaßnahmen lag, mit dem Ziel, die
Abwanderungsquote ehemaliger Sprint-Kunden zu verringern,
zumal Sprint-Kunden in der Vergangenheit weniger
Anschlüsse pro Konto hatten. Diesem geringeren Anstieg
stand eine geringere Kundenabwanderung gegenüber. Der
unter den anderen Postpaid-Kunden erfasste Nettozuwachs bei
den Highspeed-Internet-Kunden lag im ersten Halbjahr 2022
bei 826 Tsd. und im Vorjahreszeitraum bei 188 Tsd.
Der Anstieg bei den Prepaid-Kunden betrug im ersten
Halbjahr 2022 netto 208 Tsd., gegenüber netto 227 Tsd.
in der ersten Jahreshälfte 2021. Diese
rückläufige Entwicklung steht im Zusammenhang mit
dem fortgesetzten Umstieg auf Postpaid-Tarife in der
Branche und wurde teilweise von unserem neuen
Highspeed-Internet-Angebot und der geringeren
Kundenabwanderung kompensiert. Der unter den Prepaid-Kunden
erfasste Anstieg bei den Highspeed-Internet-Kunden lag im
ersten Halbjahr 2022 bei netto 72 Tsd. Da das
Prepaid-Angebot für Highspeed Internet erst im ersten
Quartal 2022 an den Markt ging, gibt es keine
Vergleichsbasis für den Kundenzuwachs bei
Prepaid-Highspeed-Internet aus dem ersten Halbjahr 2021.
Operative Entwicklungin Mio. €
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scrollen
Gesamtumsatz, Service-UmsatzDer Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA stieg
im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem
Vorjahreszeitraum von 33,1 Mrd. € um 10,7 % auf 36,7
Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis blieb der Gesamtumsatz der
T-Mobile US weitestgehend stabil. Der Umsatz stieg
hauptsächlich aufgrund höherer
Service-Umsätze an. Dem standen niedrigere
Endgeräteumsätze gegenüber. Die Umsätze
entwickelten sich im Einzelnen wie folgt:
Die Service-Umsätze stiegen im ersten Halbjahr 2022
um 19,3 % auf 28,2 Mrd. €. Organisch erhöhten
sich die Service-Umsätze um 6,2 %. Das Wachstum ist
hauptsächlich auf höhere Postpaid-Umsätze
zurückzuführen, v. a. aufgrund einer gestiegenen
durchschnittlichen Anzahl an Postpaid-Kundenkonten und
eines höheren durchschnittlichen Umsatzes je
Postpaid-Kundenkonto (Average Revenue per Account, ARPA).
Darüber hinaus stiegen die Service-Umsätze auch
aufgrund höherer Umsätze im Prepaid-Bereich, die
im Wesentlichen auf einen Zuwachs beim durchschnittlichen
Umsatz je Prepaid-Kunde (Average Revenue per User, ARPU)
sowie bei der durchschnittlichen Anzahl an Prepaid-Kunden
zurückzuführen sind. Gegenläufig wirkten
niedrigere Wholesale- und andere Service-Umsätze
infolge geringerer Umsätze aus Werbeaktivitäten
und im Festnetz-Geschäft. Dem standen wiederum
höhere Umsätze aus dem staatlich subventionierten
Lifeline-Programm gegenüber.
Die Endgeräteumsätze verringerten sich im
ersten Halbjahr 2022 insbesondere aufgrund des
Rückgangs der Umsätze aus der Vermietung von
Endgeräten sowie des Rückgangs der von Kunden am
Ende des Mietzeitraums erworbenen Mietgeräte. Dazu
beigetragen hat im Wesentlichen die geringere Anzahl an von
Kunden gemieteten Geräten aufgrund des fortgesetzten
strategischen Umstiegs bei der Endgerätefinanzierung
von der Vermietung hin zum Ratenkauf. Ein weiterer Grund
für die rückläufigen
Endgeräteumsätze ist ein niedrigerer
durchschnittlicher Umsatz je verkauftem Endgerät, v.
a. aufgrund höherer Rabattierungen. Dazu zählten
Rabattaktionen für ehemalige Sprint-Kunden, um ihnen
den Wechsel ins Netz von T‑Mobile US zu erleichtern.
Diese Effekte wurden teilweise durch einen wachsenden
Anteil von High-End-Geräten kompensiert. Dem
Rückgang der Endgeräteumsätze stand eine
höhere Anzahl an verkauften Endgeräten
gegenüber, u. a. durch Wechsel-Angebote für
ehemalige Sprint-Kunden.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALAuf Euro-Basis stieg das bereinigte EBITDA AL um 9,3 %
von 11,4 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 12,5 Mrd.
€ in den ersten sechs Monaten 2022. Die bereinigte
EBITDA AL-Marge verringerte sich von 34,5 % im ersten
Halbjahr 2021 auf 34,1 % in der Berichtsperiode. Auf
US-Dollar-Basis blieb das bereinigte EBITDA AL im gleichen
Zeitraum weitestgehend stabil. Das bereinigte EBITDA AL
verringerte sich im Wesentlichen aufgrund höherer
Aufwendungen für Forderungsausfälle, die auf
höhere Forderungssalden zurückzuführen sind,
einer im Vergleich zu den Pandemie-bedingt gedämpften
Rahmenbedingungen normalisierteren Situation sowie der
für die Zukunft erwarteten gesamtwirtschaftlichen
Auswirkungen. Diesen reduzierenden Effekten standen die
zuvor erläuterten höheren Service-Umsätze,
ein niedrigerer Materialaufwand für Endgeräte und
niedrigere Verwaltungskosten - mit Ausnahme von Kosten im
Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint - sowie
gestiegene Synergieeffekte infolge des Zusammenschlusses
mit Sprint gegenüber. Auf US-Dollar-Basis verringerte
sich der Umsatz aus der Vermietung von Endgeräten im
ersten Halbjahr 2022 um 56,3 % infolge des fortgesetzten
strategischen Umstiegs bei der Endgerätefinanzierung -
weg vom Mietmodell, hin zum Ratenkaufmodell.
Das bereinigte Core EBITDA AL stieg um 19,6 % von 9,8
Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 11,7 Mrd. € im
ersten Halbjahr 2022. Auf US-Dollar-Basis wuchs das
bereinigte Core EBITDA AL im gleichen Zeitraum um 8,5 %.
Diese Entwicklung geht hauptsächlich auf die beim
bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekte zurück,
ohne Berücksichtigung der Änderungen beim Umsatz
aus Endgerätevermietung.
Im EBITDA AL sind in den ersten sechs Monaten 2022
negative Sondereinflüsse in Höhe von 3,5 Mrd.
€ enthalten, während im Vorjahreszeitraum
negative Sondereinflüsse in Höhe von 0,8 Mrd.
€ erfasst wurden. Die Entwicklung bei den
Sondereinflüssen ergab sich im ersten Halbjahr 2022 im
Wesentlichen aus höheren Aufwendungen im Zusammenhang
mit Unternehmenstransaktionen, höheren Rechtskosten,
einschließlich der Aufwendungen in Höhe von 0,4
Mrd. € für den geschlossenen Vergleich und die
weiteren anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs
auf T-Mobile US und höheren Aufwendungen aufgrund der
zahlungsunwirksamen Wertminderung von Nutzungsrechten im
Festnetz-Bereich. In den Sondereinflüssen sind v. a.
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Integration von Sprint
enthalten. Diese Aufwendungen setzen sich zusammen aus
Integrationskosten zur Erzielung von Effizienzen im Netz,
im Einzelhandel, in der IT und im Back Office-Betrieb,
für die Migration von Kunden in das Netz von T-Mobile
US und die Minimierung der Folgen von im Zuge des
Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen
Rechtsverfahren. Des Weiteren umfassen diese Aufwendungen
Restrukturierungskosten, einschließlich Abfindungen,
Rationalisierungsmaßnahmen im stationären
Handel, Netzwerk-Abschaltung sowie
Transaktionsaufwendungen, einschließlich Rechtskosten
und Beratungsleistungen für den Vollzug der
Transaktionen. Insgesamt verringerte sich das EBITDA AL im
ersten Halbjahr 2022 um 15,3 % von 10,7 Mrd. € im
Vorjahreszeitraum auf 9,1 Mrd. €, aufgrund der bereits
beschriebenen Faktoren, einschließlich der
Auswirkungen von Sondereinflüssen.
Betriebsergebnis (EBIT)Das EBIT ging um 31,0 % von 4,3 Mrd. € im ersten
Halbjahr 2021 auf 3,0 Mrd. € in der ersten
Jahreshälfte 2022 zurück. Auf US-Dollar-Basis
sank das EBIT im gleichen Zeitraum um 36,6 %, insbesondere
aufgrund des niedrigeren EBITDA AL und höherer
Abschreibungen. Die Abschreibungen blieben auf
US-Dollar-Basis weitestgehend stabil, v. a. aufgrund von
zahlungsunwirksamen Wertminderungen auf Vermögenswerte
des glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint,
die im ersten Halbjahr 2022 erfasst wurden, sowie
höheren planmäßigen Abschreibungen (mit
Ausnahme der Mietgeräte) im Zusammenhang mit dem
weiteren Ausbau des landesweiten 5G-Netzes. Diesen
höheren Abschreibungen standen niedrigere
planmäßige Abschreibungen auf Mietgeräte
infolge einer gesunkenen Gesamtzahl an von Kunden
gemieteten Geräten sowie die vollständige
Abschreibung bestimmter 4G-Netzwerk-Komponenten
gegenüber, darunter auch Anlagen, die von der
Abschaltung der alten CDMA- und LTE-Netze von Sprint
betroffen waren.
Cash CapexDer Cash Capex reduzierte sich um 32,0 % von 13,2 Mrd.
€ im ersten Halbjahr 2021 auf 9,0 Mrd. € in den
ersten sechs Monaten 2022. Auf US-Dollar-Basis verringerte
sich der Cash Capex um 37,3 %, v. a. aufgrund
rückläufiger Auszahlungen für den Erwerb von
Spektrumlizenzen: Dem Erwerb im Rahmen der C-Band-Auktion
im März 2021 in Höhe von 8,9 Mrd. US-$ steht der
Erwerb von Spektrumlizenzen in Höhe von 2,8 Mrd. US-$
im Rahmen der "Auction 110" im Februar 2022 gegenüber.
Gegenläufig wirkten höhere Auszahlungen für
den Erwerb von Sachanlagen für den beschleunigten
Ausbau des landesweiten 5G-Netzes sowie für die
Netzintegration im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit
Sprint.
EuropaKundenentwicklungin Tsd.
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scrollen
a Im vierten Quartal 2021 verringerte sich die
Anzahl der Anschlüsse bzw. Kunden in Rumänien
infolge der Veräußerung der Telekom Romania
Communications, die das rumänische
Festnetz-Geschäft betreibt, am 30. September 2021.
GesamtDie Kundenentwicklung im operativen Segment Europa hat
sich in der organischen Betrachtung bei allen Kennzahlen
gegenüber dem Jahresendwert 2021 verbessert. Gerade
mit unserem konvergenten Produkt-Portfolio erreichten wir
durch die anhaltende Nachfrage einen Anstieg bei den
FMC-Kunden um 6,1 % im Vergleich zum Jahresende 2021. Mit
Hochdruck bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur mit
moderner Glasfaser aus. So konnten wir die Zahl der
Breitband-Kunden um 2,2 % erhöhen. Auch das
Mobilfunk-Geschäft erzielte in der organischen
Betrachtung mit einem Plus von 3,5 % steigende Kundenzahlen
- sowohl bei den werthaltigen Vertragskunden als auch bei
den Prepaid-Kunden. Unser Ausbau des 5G-Netzes kommt gut
voran. In nahezu allen Landesgesellschaften konnten wir den
Vertrieb von 5G-Angeboten kommerziell starten.
MobilfunkZum Ende des ersten Halbjahres 2022 zählten wir im
operativen Segment Europa insgesamt 46,5 Mio.
Mobilfunk-Kunden; gegenüber dem Jahresende 2021 ein
Anstieg um 1,4 %. Die Anzahl der Vertragskunden reduzierte
sich leicht um 2,0 %, was großteils darauf
zurückzuführen ist, dass wir die SIM-Karten eines
Service Providers in Österreich als Wholesale-Kunden
seit dem 1. Januar 2022 nicht mehr zu unserem eigenen
Kundenbestand zählen. Ohne Berücksichtigung
dieses Effekts stieg die Anzahl der Vertragskunden leicht
um 1,5 %. In den anderen Landesgesellschaften wuchs dagegen
der Vertragskundenbestand, insbesondere in Polen, Ungarn,
der Tschechischen Republik und Griechenland, mit Ausnahme
der Slowakei. Insgesamt belief sich der Anteil der
Vertragskunden am Gesamtkundenbestand auf 56,1 %. Neben der
reinen Kundenentwicklung haben wir das
"Mehr-für-Mehr"-Angebot in unserem Produkt-Portfolio
erfolgreich fortgeführt, um die Werthaltigkeit pro
Kunde nachhaltig zu steigern. Darüber hinaus
profitierten unsere Kunden im Rahmen unserer integrierten
Netzstrategie von einer hohen Netzabdeckung mit einer
schnellen, mobilen Breitband-Anbindung. Auch die
5G-Abdeckung schreitet in den Ländern unseres
operativen Segments voran. Zum Ende des ersten Halbjahres
2022 haben unsere Landesgesellschaften 36,5 % der
Bevölkerung (insbesondere in Griechenland, Kroatien
und Österreich) mit 5G versorgt.
Der Prepaid-Kundenbestand zeigte im Vergleich zum
Jahresende 2021 ein Wachstum von 6,1 %. Gerade in Polen
haben sich die Zuwächse deutlich erhöht. Aufgrund
des Kriegs in der Ukraine kamen viele Geflüchtete in
die Nachbarregionen, insbesondere nach Polen. Unsere
Landesgesellschaften unterstützten u. a. mit der
Ausgabe von Prepaid-SIM-Karten. Im regulären
Geschäft bieten wir unseren Prepaid-Kunden hochwertige
Vertragstarife an, was sich ebenfalls positiv auf das
Vertragskundengeschäft auswirkte.
FestnetzDas Breitband-Geschäft hat sich gegenüber dem
Jahresende 2021 um 2,2 % auf insgesamt 6,5 Mio. Kunden
erhöht. Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen getrieben
durch die Landesgesellschaften in Ungarn, Polen,
Griechenland und der Tschechischen Republik. Mittels
unserer stetigen Investitionen in Glasfaser-Technologien
bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur konsequent aus. Zum
Ende des ersten Halbjahres 2022 haben rund 7,4 Mio.
Haushalte (Abdeckung von 29,2 %) über unsere
Landesgesellschaften die Möglichkeit, eine direkte
Anbindung an unser schnelles Glasfasernetz mit
Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s zu buchen. Die
Auslastung (Utilization Rate) liegt konstant bei rund 32 %.
Die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse konnte weiter
ausgebaut werden und liegt zum Ende des ersten Halbjahres
bei 7,8 Mio. Anschlüssen.
Das TV- und Entertainment-Geschäft zählte zum
30. Juni 2022 insgesamt 4,1 Mio. Kunden und erhöhte
sich um 1,2 % gegenüber dem Vorjahresendwert. Dazu hat
u. a. auch der exklusive Erwerb von Rechten für
Sportübertragungen beigetragen. Der TV-Markt ist in
vielen Ländern unseres Segments bereits
gesättigt; hier sind es neben den
Telekommunikationsunternehmen auch sog. OTT-Player, die
TV-Dienste anbieten.
FMC - Fixed Mobile Convergence und DigitalisierungUnser konvergentes Produkt-Portfolio "MagentaOne"
erfreut sich in all unseren Landesgesellschaften
großer Beliebtheit. Im Privatkundenbereich erreichten
wir zum Ende des ersten Halbjahres 2022 einen Bestand von
6,7 Mio. FMC-Kunden; das entspricht einem Anstieg von 6,1 %
gegenüber dem Vorjahresendwert. Insbesondere unsere
Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn,
Österreich, Polen und der Tschechischen Republik
trugen zu diesem Wachstum bei. Zum 30. Juni 2022 lag der
Anteil der FMC-Kunden an der Breitband-Kundenbasis bei 59,3
%. Auch im Geschäftskundenbereich vertreiben wir das
Produkt "MagentaOne Business" mit steigenden Zuwachsraten.
Die digitale Interaktion mit unseren Kunden bauen wir
weiter aus, um individueller und effizienter auf die
Kundenbedürfnisse einzugehen sowie Produkte und
innovative Dienstleistungen schneller am Markt zu
platzieren. Unsere Service-App nutzen 64 % unserer Kunden.
Operative Entwicklungin Mio. €
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Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen
den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften
ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf
der Ebene des operativen Segments.
Gesamtumsatz, Service-UmsatzUnser operatives Segment Europa erzielte im ersten
Halbjahr 2022 einen Gesamtumsatz von 5,5 Mrd. €,
gegenüber dem Vorjahreshalbjahr ein leichtes Minus von
1,8 %. Organisch betrachtet, d. h. um die
Veräußerung des rumänischen
Festnetz-Geschäfts am 30. September 2021 neutralisiert
und unter der Annahme konstanter Währungskurse,
erhöhte sich der Umsatz um 4,2 % gegenüber dem
Vorjahresniveau. Dabei verzeichneten die
Service-Umsätze eine rückläufige Entwicklung
gegenüber dem Vorjahr. Organisch stiegen sie um 3,6 %.
Regulatorische Eingriffe, wie beispielsweise die Absenkung
von Terminierungsentgelten, wirkten sich im ersten Halbjahr
2022 belastend auf unsere organische Umsatzentwicklung aus.
Die organischen Umsatz-Zuwächse sind
hauptsächlich auf die gute Entwicklung im
Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen.
Maßgeblich hierfür waren v. a. gestiegene mobile
Service-Umsätze mit höheren Margen, gestiegene
Roaming- und Visitoren-Umsätze sowie volumengetriebene
höhere Umsätze aus Endgeräteverkäufen.
Eine im Vorjahresvergleich bessere Umsatzentwicklung
verzeichneten die Service-Umsätze des
Festnetz-Geschäfts. Dabei konnte insbesondere die gute
Entwicklung beim Breitband- und TV-Geschäft sowie
höhere Wholesale-Umsätze die Einbußen bei
den erwartungsgemäß rückläufigen
Umsätzen der Sprachtelefonie ausgleichen. Das
Systemgeschäft verzeichnete insgesamt einen positiven
Umsatzbeitrag.
Alle Länder trugen in der organischen Betrachtung
zu einem positiven Umsatzwachstum bei. Dabei hatten unsere
Landesgesellschaften in Ungarn, Griechenland,
Österreich und der Tschechischen Republik die beste
Entwicklung aus Länderperspektive zu verzeichnen.
Im Privatkundenbereich erhöhten sich die
Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum organisch
um 3,2 %. Dazu beigetragen hat zum einen das
Mobilfunk-Geschäft: Hier stiegen sowohl die
Service-Umsätze als auch die Verkäufe von mobilen
Endgeräten. Die Zuwächse im Festnetz-Bereich
erzielten wir im Breitband- und TV-Geschäft dank
unserer innovativen TV- und Entertainment-Angebote und des
kontinuierlichen Ausbaus der Glasfaser-Technologie. Dadurch
konnten wir die rückläufigen Umsätze bei der
Sprachtelefonie überkompensieren. Zusätzlich
wirkte sich auch eine höhere Anzahl an FMC-Kunden
umsatzsteigernd aus.
Im Jahresvergleich konnte der
Geschäftskundenbereich im ersten Halbjahr 2022 das
organische Wachstum auf 4,7 % über alle
Produktkategorien (Festnetz, Mobilfunk und
Systemlösungen) steigern. Der Ausbau des Umsatzes im
Mobilfunk-Bereich lässt sich auf eine Zunahme der
Service-Umsätze, insbesondere in Österreich,
Griechenland, Ungarn und Kroatien, sowie der
Endgeräteumsätze zurückführen. Die
positive Entwicklung der Systemlösungen wurde
primär durch die Aktivitäten in der Tschechischen
Republik, Polen, Griechenland und Ungarn getragen. Im
Produktfeld der professionellen Datenkommunikation zur
Standortvernetzung sind die neuen digitalen Dienste (SD-X,
SD-WAN) sowie der Bedarf an hoch performanten
Breitband-Internet-Anschlüssen die Wachstumstreiber.
Die Umsätze der neuen Wachstumsthemen Security und
Cloud verzeichneten zweistellige Steigerungsraten.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALUnser operatives Segment Europa erzielte zum Ende des
ersten Halbjahrs 2022 ein bereinigtes EBITDA AL von 2,0
Mrd. € und lag damit um 1,1 % leicht über dem
Vorjahresniveau. Organisch betrachtet, d. h. um die
Veräußerung des rumänischen
Festnetz-Geschäfts neutralisiert sowie unter der
Annahme konstanter Währungskurse, stieg das bereinigte
EBITDA AL um 5,7 % und verzeichnete damit erneut einen
deutlich positiven Ergebnisbeitrag. Dabei konnte eine
organische Nettomarge den Anstieg der indirekten Kosten
überkompensieren. Der Anstieg ist auf eine im Juni
2022 durch die ungarische Regulierungsbehörde
eingeführte Sondergewinnsteuer
zurückzuführen, die sich im zweiten Quartal 2022
in Höhe von 31,1 Mio. € auswirkte.
Aus Länderperspektive war der Anstieg des
bereinigten organischen EBITDA AL auf die positiven
Entwicklungen in allen unseren Landesgesellschaften,
insbesondere in Griechenland, Ungarn, Rumänien und der
Slowakei, zurückzuführen.
Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 1,5 % auf 1,9 Mrd. €. Die
Sondereinflüsse reduzierten sich gegenüber dem
Vorjahr leicht. Organisch betrachtet stieg das EBITDA AL um
6,2 % an.
Operative Entwicklung in ausgewählten LändernGriechenland. Zum 30. Juni 2022 lagen die Umsätze
in Griechenland mit 1,5 Mrd. € um 3,0 % über dem
Vorjahreszeitraum. Der intensive Glasfaser- und
Vectoring-Ausbau, einhergehend mit entsprechend
höheren Kundenzahlen, beeinflusste das
Festnetz-Geschäft weiterhin positiv. Hier
erwirtschafteten wir steigende Umsätze, im
Wesentlichen getrieben durch deutliche Zuwächse im
Breitband- und TV-Geschäft. Auch im Bereich Wholesale
wuchsen unsere Umsätze infolge einer erfolgreichen
Steigerung der Volumina internationaler Verbindungen
über unsere Netze. Die weiterhin gute Entwicklung im
Mobilfunk-Bereich ist im Wesentlichen auf den Zugewinn
neuer Vertragskunden zurückzuführen. Aufgrund des
sich trotz der Coronavirus-Pandemie wieder normalisierenden
Reiseaufkommens stiegen die Visitoren- und
Roaming-Umsätze deutlich an. Auch unser
Konvergenzangebot entwickelte sich erfolgreich: Wir
verzeichnen erneut gestiegene Kundenzahlen und
entsprechende Umsätze. Ferner trug das
Systemgeschäft zum Umsatzwachstum bei.
Im ersten Halbjahr 2022 lag das bereinigte EBITDA AL in
Griechenland bei 633 Mio. € und stieg gegenüber
dem Vorjahr somit deutlich um 5,1 %. Neben einer
höheren Nettomarge unterstützten auch geringere
indirekte Kosten diese positive Entwicklung.
Ungarn. In den ersten sechs Monaten 2022 erzielten wir
in Ungarn einen Umsatz von 865 Mio. €. Damit
erhöhte sich der Umsatz trotz negativer
Währungskurseffekte um 4,2 %. Organisch betrachtet
lagen die Umsätze um 9,8 % über der
Vorjahresperiode. Das Mobilfunk-Geschäft ist dabei der
wesentliche Treiber, v. a. bedingt durch höhere
Service-Umsätze. Darüber hinaus verzeichneten wir
durch Zuwächse bei der Anzahl der Vertragskunden
positive Effekte auf das Endgerätegeschäft. Die
Umsätze im Festnetz-Bereich stiegen gegenüber dem
Vorjahr ebenfalls an. Höhere Service-Umsätze
verbuchten wir auch im Breitband- sowie im
TV-Geschäft, beides erneut durch eine höhere
Kundenbasis. Auch unser Konvergenzangebot entwickelte sich
weiterhin erfolgreich mit einer erneut gestiegenen
Kundenzahl und entsprechenden Umsätzen. Das
Systemgeschäft trug ebenfalls zu dem Umsatzwachstum
bei.
Das bereinigte EBITDA AL lag mit 243 Mio. € um 1,7
% über dem Vorjahreszeitraum. Organisch betrachtet
stieg das bereinigte EBITDA AL um 8,1 %. Dieses Wachstum
ist insbesondere auf die deutlich höheren Umsätze
zurückzuführen, die den deutlichen Anstieg der
Kosten, im Wesentlichen getrieben durch die neu
eingeführte Sondergewinnsteuer in Höhe von 31,1
Mio. €, mehr als ausgleichen.
Polen. In Polen lagen die Umsätze im ersten
Halbjahr 2022 stabil bei 691 Mio. €. Organisch
betrachtet stiegen die Umsätze leicht um 2,3 %. Das
Mobilfunk-Geschäft zeigt ein leichtes Plus bei der
Umsatzentwicklung: Zuwächse bei der Anzahl der
Vertragskunden schlugen sich auch im
Endgerätegeschäft nieder. Darüber hinaus
glichen höhere Roaming- und Visitoren-Umsätze die
regulatorisch indizierte Absenkung der
Terminierungsentgelte aus. Auch die Anzahl der FTTH-Kunden
im Festnetz-Geschäft konnten wir deutlich steigern und
damit die Basis für weiteres Breitband-Wachstum
schaffen. Das spiegelt sich in unseren gestiegenen
Service-Umsätzen im Breitband-Geschäft wider,
auch dank unserer erfolgreichen Kooperationsvereinbarungen
bei der Netzinfrastruktur. Die Wholesale-Umsätze
wurden ebenfalls aufgrund einer regulatorisch indizierten
Absenkung der Terminierungsentgelte im Festnetz negativ
beeinflusst. Die Anzahl der Kunden, die unser
Konvergenzangebot nutzen, erhöhte sich in den ersten
sechs Monaten 2022 erneut deutlich und führte zu
entsprechend höheren Umsätzen. Auch im
Systemgeschäft konnten wir ein deutliches
Umsatzwachstum verbuchen.
Das bereinigte EBITDA AL lag im ersten Halbjahr 2022 mit
198 Mio. € um 1,5 % über dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres. Organisch betrachtet stieg das bereinigte
EBITDA AL v. a. infolge einer umsatzbedingt höheren
Nettomarge um 3,7 % an.
Tschechische Republik. In der Tschechischen Republik
lagen die Umsätze bei 600 Mio. € und somit um 9,3
% über dem Niveau des Vorjahreshalbjahres. Ohne
Berücksichtigung positiver Währungseffekte betrug
das organische Wachstum 4,2 %. Unsere Neuaufstellung im
Systemgeschäft zeigt positive Resultate: Wir
verzeichneten einen deutlichen Anstieg der Umsätze in
diesem Geschäftsfeld. Auch das Mobilfunk- und
Festnetz-Geschäft trugen zum Umsatzwachstum bei,
unterlagen jedoch einer regulatorisch indizierten Absenkung
der Terminierungsentgelte. Unser Konvergenzangebot wies
erneut gestiegene Kundenzahlen und entsprechendes
Umsatzwachstum auf.
Das bereinigte EBITDA AL erhöhte sich im Vergleich
zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 9,1 % auf 252 Mio.
€. Organisch betrachtet stieg das Ergebnis um 3,6 %.
Österreich. In Österreich erwirtschafteten wir
in den ersten sechs Monaten 2022 einen Umsatz von 678 Mio.
€. Das entspricht einem Anstieg von 4,0 % und ist im
Wesentlichen auf Zuwächse bei den
Mobilfunk-Umsätzen zurückzuführen. Dabei
zeigten die Roaming- und Visitoren-Umsätze einen
deutlich positiven Einfluss. Die Service-Umsätze im
Festnetz-Geschäft entwickelten sich ebenfalls
erfreulich. Das Breitband-Geschäft erzielte deutliche
Zuwachsraten, u. a. infolge einer höheren Kundenbasis
und höherwertigerer Tarife. Die Akzeptanz unseres
Konvergenzangebots stieg erneut deutlich und resultierte
auch hier in höheren Umsätzen.
Das bereinigte EBITDA AL stieg im Vergleich zum
Vorjahreshalbjahr umsatzbedingt um 1,2 % auf 252 Mio.
€ und konnte somit die höheren Kosten mehr als
ausgleichen.
Betriebsergebnis (EBIT)Unser operatives Segment Europa wies im ersten Halbjahr
2022 eine Steigerung des EBIT um 79 Mio. € auf. Neben
einem um 22 Mio. € höheren EBITDA fielen die
Abschreibungen um 57 Mio. € niedriger aus,
insbesondere in Kroatien und der Slowakei. Dabei lagen im
Wesentlichen die planmäßigen Abschreibungen
unter dem Niveau des Vorjahres.
Cash CapexIm ersten Halbjahr 2022 wies das operative Segment
Europa einen im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 % niedrigeren
Cash Capex von 766 Mio. € aus. Dieser Rückgang
ist im Wesentlichen auf geringere Auszahlungen für den
Erwerb von Spektrumlizenzen, v. a. in der Tschechischen
Republik, zurückzuführen. Darüber hinaus
verringerte sich der Cash Capex auch durch die
Veräußerung des rumänischen
Festnetz-Geschäfts. Wir investieren weiterhin im
Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in die
Bereitstellung von Breitband- und Glasfaser-Technologie
sowie in 5G.
SystemgeschäftAuftragseingangin Mio. €
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GeschäftsentwicklungDas erste Halbjahr 2022 stand weiterhin im Zeichen der
Fokussierung unseres Systemgeschäfts auf Wachstums-
und Zukunftsthemen sowie der Fortsetzung unseres
Transformationsprogramms. Wie am Kapitalmarkttag im Mai
2021 kommuniziert, haben wir den Markterfordernissen
folgend vier Portfolio-Bereiche etabliert: Advisory, Cloud
Services, Digital und Security.
Wir haben zudem ausgewählte Branchen definiert
(Automotive, Gesundheitswesen, öffentliche Hand und
öffentliches Transportwesen), für die wir auf
Basis unserer Expertise verstärkt vertikale
Lösungen anbieten. Darüber hinaus haben wir
Kooperationen mit führenden Cloud Service-Anbietern
vereinbart (z. B. Amazon, Google und Microsoft), um unseren
Kunden ein noch breiteres und flexibleres Spektrum an
Cloud-Lösungen anbieten zu können.
Der Auftragseingang unseres operativen Segments
Systemgeschäft lag im ersten Halbjahr 2022 um 0,4 %
über dem Vorjahr. Die Entwicklung beinhaltet einen
Anstieg von 92,4 % in unserem Public Cloud-Geschäft.
Dieses Wachstum kompensiert eine rückläufige
Entwicklung insbesondere im klassischen
IT-Infrastrukturgeschäft.
Operative Entwicklungin Mio. €
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Gesamtumsatz, Service-UmsatzDer Gesamtumsatz unseres operativen Segments
Systemgeschäft lag im ersten Halbjahr 2022 bei 2,0
Mrd. € bzw. um 1,0 % unter Vorjahresniveau, wobei der
externe Umsatz um 0,1 % angestiegen ist. Der Rückgang
des Gesamtumsatzes war überwiegend getrieben durch das
erwartungsgemäß rückläufige klassische
IT-Infrastrukturgeschäft, zum Teil bedingt durch
bewusste unternehmerische Entscheidungen wie den Abbau von
End-User-Services. Positive Entwicklungen, insbesondere in
der Portfolio-Einheit Digital Solutions (+10,3 %), konnten
den Rückgang nicht vollständig kompensieren.
Organisch betrachtet verringerte sich der Umsatz um 0,6 %
gegenüber dem Vorjahr. Die Service-Umsätze
entwickelten sich - bedingt durch die
Definitionserweiterung - mit 4,1 % positiv.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALIm ersten Halbjahr 2022 stieg das bereinigte EBITDA AL
unseres operativen Segments Systemgeschäft
gegenüber dem Vorjahr um 15,7 % auf 155 Mio. €.
Effizienzeffekte aus unserem Transformationsprogramm sowie
Effekte durch Umsatzsteigerung in unseren Wachstumsfeldern
überstiegen den Ergebnisrückgang im klassischen
IT-Infrastrukturgeschäft. Organisch betrachtet lag das
bereinigte EBITDA AL um 15,7 % über dem
Vorjahresniveau. Das EBITDA AL stieg gegenüber dem
Vorjahr um 79 Mio. € auf 86 Mio. €. Die
Sondereinflüsse lagen um 58 Mio. € unter Vorjahr
bei minus 69 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch
niedrigere Restrukturierungskosten sowie durch ein
negatives Entkonsolidierungsergebnis im Zusammenhang mit
der Veräußerung eines Geschäftsbetriebs im
Vorjahr.
Bereinigtes EBIT, EBITDas bereinigte EBIT unseres operativen Segments
Systemgeschäft stieg im ersten Halbjahr 2022
gegenüber dem Vorjahr um 29 Mio. € auf 94 Mio.
€, bedingt durch die beim EBITDA AL genannten
Gründe sowie aufgrund rückläufiger
Abschreibungen. Das EBIT stieg gegenüber dem Vorjahr
um 101 Mio. € auf 6 Mio. €. Der Aufwand aus
Sondereinflüssen lag um 72 Mio. € unter dem
Vorjahr bei minus 88 Mio. €, ebenfalls bedingt durch
die beim EBITDA AL genannten Gründe.
Cash CapexDer Cash Capex des operativen Segments
Systemgeschäft lag im ersten Halbjahr 2022 mit 97 Mio.
€ auf Vorjahresniveau. Der Schwerpunkt unserer
Investitionen liegt weiterhin auf der Entwicklung unseres
Wachstumsgeschäfts.
Group DevelopmentAm 31. März 2022 wurde die Veräußerung
der T‑Mobile Netherlands vollzogen. Seit dem 1. April
2022 ist T‑Mobile Netherlands damit nicht mehr
Bestandteil des Konzerns. In der operativen Entwicklung
sind die Beiträge für das erste Quartal aufgrund
der kumulierten Betrachtung weiterhin enthalten.
Weitere Informationen zum Vollzug der Transaktion finden
Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und
-steuerung".
Kundenentwicklungin Tsd.
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scrollen
Operative Entwicklungin Mio. €
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scrollen
Die Beiträge von T-Mobile Netherlands und GD Towers
sind ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten
auf der Ebene des operativen Segments dargestellt.
Gesamtumsatz, Service-UmsatzDer Gesamtumsatz unseres operativen Segments Group
Development sank im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem
Vorjahr um 28,7 % auf 1,1 Mrd. €. Organisch betrachtet
veränderte sich der Umsatz in der Vergleichsperiode
durch die Veräußerung des niederländischen
Funkturmgeschäfts zum 1. Juni 2021 sowie die
Veräußerung der T‑Mobile Netherlands zum
31. März 2022 und stieg gegenüber dem Vorjahr um
5,8 %. Der Umsatzanstieg resultierte aus dem operativen und
strukturell bedingten Wachstum unserer
Geschäftseinheit GD Towers mit dem deutschen sowie dem
österreichischen Funkturmgeschäft. Die positive
Entwicklung beruht auf einer Erhöhung der Anzahl
unserer Standorte in Deutschland und wurde durch das
österreichische Funkturmgeschäft weiter
verstärkt. Der Service-Umsatz war aufgrund der
Veräußerung der T‑Mobile Netherlands
deutlich rückläufig. Das GD Towers Geschäft
erzielte keine Service-Umsätze.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALDas bereinigte EBITDA AL sank um 18,1 % auf 519 Mio.
€. Auch hier resultierte der Rückgang
hauptsächlich aus der Veräußerung der
T‑Mobile Netherlands. Organisch betrachtet stieg das
bereinigte EBITDA AL um 15,0 %. Das GD Towers Geschäft
entwickelte sich aufgrund steigender Mengen konstant
positiv und wurde durch das österreichische
Funkturmgeschäft weiter gestärkt. Darüber
hinaus konnte auch eine operative Steigerung des
bereinigten EBITDA AL durch Umsatzwachstum und
Kostentransformation erreicht werden. Positive
Sondereinflüsse entlasteten das EBITDA AL im Saldo in
Höhe von 906 Mio. €. Diese standen im
Wesentlichen im Zusammenhang mit dem aus der
Veräußerung der Geschäftseinheit
T‑Mobile Netherlands entstandenen
Entkonsolidierungsertrag. Das EBITDA AL stieg
gegenüber dem Vergleichszeitraum um 609 Mio. €
auf 1,4 Mrd. € an.
Betriebsergebnis (EBIT)Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr im
Wesentlichen aufgrund der beim EBITDA AL beschriebenen
Entwicklung um 0,8 Mrd. € auf 1,4 Mrd. €. Die
Abschreibungen lagen unter dem Niveau des Vorjahres, im
Wesentlichen aufgrund geringerer Abschreibungen im
Zusammenhang mit der seit dem 6. September 2021 als zur
Veräußerung gehaltenen T‑Mobile
Netherlands und dem damit verbundenen Aussetzen der
planmäßigen Abschreibungen.
Cash CapexDer Cash Capex lag bei 158 Mio. € und somit
deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang
ist hauptsächlich durch die Veräußerung der
T‑Mobile Netherlands sowie durch niedrigere
realisierte Ausbaumengen der GD Towers im Vergleich zum
Vorjahr begründet.
Group Headquarters & Group ServicesOperative Entwicklungin Mio. €
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scrollen
Gesamtumsatz, Service-UmsatzDer Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters
& Group Services verringerte sich im ersten Halbjahr
2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,9 %. Diese
Entwicklung ist im Wesentlichen auf gesunkene
konzerninterne Umsätze im Bereich Grundstücke und
Gebäude aufgrund der weiteren Optimierung von
Flächen sowie auf geringere konzerninterne
Service-Umsätze bei Deutsche Telekom IT aus der
Lizenzierung des One.ERP-Systems zurückzuführen.
Gegenläufig stieg der Umsatz durch die Verlagerung von
zuvor im operativen Segment Deutschland angesiedelten
Bereichen im Zusammenhang mit der Bündelung von
Finanzfunktionen. Vor diesem Hintergrund reduzierte sich
der Umsatz organisch betrachtet um 7,5 % gegenüber der
Vorjahresperiode.
Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA ALIn der Berichtsperiode reduzierte sich das bereinigte
EBITDA AL unseres Segments Group Headquarters & Group
Services im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 80 Mio.
€ auf minus 185 Mio. €. Diese Entwicklung
resultierte im Wesentlichen aus den gesunkenen
Umsätzen im Bereich Grundstücke und Gebäude
und bei Deutsche Telekom IT.
Insgesamt wirkten sich in der Berichtsperiode im Saldo
positive Sondereinflüsse in Höhe von 1 Mio.
€ auf das EBITDA AL aus. Dabei standen der positiven
Wirkung durch die Reduzierung von sonstigen
Rückstellungen, u. a. im Zusammenhang mit der
Beendigung eines Rechtsverfahrens, gegenläufig
Aufwendungen für Personalmaßnahmen
gegenüber. Im Vorjahreszeitraum war das EBITDA AL mit
Sondereinflüssen, insbesondere für
Personalmaßnahmen, in Höhe von 81 Mio. €
belastet.
Betriebsergebnis (EBIT)Der Rückgang des EBIT um 31 Mio. €
gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf minus 766 Mio.
€ resultierte aus einem Anstieg der Abschreibungen,
der im Wesentlichen auf kürzere Projektlaufzeiten bei
Deutsche Telekom IT zurückzuführen ist. Das
EBITDA AL lag auf dem Niveau der Vergleichsperiode.
Cash CapexDer Cash Capex lag auf dem Niveau der Vorjahresperiode.
Einem gesunkenen Cash Capex für Fahrzeuge standen
höhere Investitionen im Bereich "Technologie und
Innovation" gegenüber.
Ereignisse nach der BerichtsperiodeWir verweisen diesbezüglich auf die "Ereignisse
nach der Berichtsperiode" im Konzern-Zwischenabschluss.
PrognoseDie in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf
der aktuellen Einschätzung unseres Managements.
Abweichend von den im zusammengefassten Lagebericht 2021
(Geschäftsbericht 2021, Seite 120 ff.) sowie im
Konzern-Zwischenbericht zum 31. März 2022 (Seite 34)
veröffentlichten Prognosen, gehen wir nun von einer
höheren Erwartung für das bereinigte EBITDA AL
aus. Bisher gingen wir in unserer Prognose für das
Jahr 2022 von einem bereinigten EBITDA AL von mehr als 36,6
Mrd. € aus. Nun erwarten wir, dass das bereinigte
EBITDA AL des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 rund 37
Mrd. € betragen wird. Maßgeblich dafür ist
zum einen die über unserer Erwartung liegende
Entwicklung des Geschäfts im operativen Segment USA,
für das wir jetzt ein bereinigtes EBITDA AL von rund
26,8 Mrd. US‑$ statt bislang rund 26,6 Mrd.
US‑$ erwarten. Aber auch für das Geschäft
außerhalb der USA erwarten wir mit insgesamt 14,3
Mrd. € ein höheres bereinigtes EBITDA AL als die
zuletzt erwarteten 14,2 Mrd. €. Den Free Cashflow AL
des Konzerns (vor Ausschüttung und Investitionen in
Spektrum) prognostizieren wir auf dem zuletzt erhöhten
Niveau von über 10 Mrd. €. Für das
Geschäft außerhalb der USA erwarten wir einen
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen
in Spektrum) in Höhe von 3,8 Mrd. € statt der
zuletzt erwarteten 3,7 Mrd. €. Die übrigen
abgegebenen Aussagen behalten auch im derzeitigen
makroökonomischen Umfeld weiterhin ihre
Gültigkeit. Im Rahmen unserer Planung haben wir einen
US-Dollar-Wechselkurs von unverändert 1,18 US‑$
angenommen; ein Ergebnis für T‑Mobile
Netherlands wurde nicht berücksichtigt.
Details zu den mit der weltwirtschaftlichen Entwicklung
einhergehenden Unternehmensrisiken finden Sie im Kapitel
"Risiko- und Chancensituation". Darüber hinaus gehen
wir im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld" in diesem
Konzern-Zwischenlagebericht auf Ergänzungen und neue
Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Situation ein.
Ferner wird auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses
Berichts verwiesen.
Risiko- und ChancensituationIm Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen
und neuen Entwicklungen zu der im zusammengefassten
Lagebericht im Geschäftsbericht 2021 dargestellten
Risiko- und Chancensituation ausgeführt. Ferner wird
auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses Berichts
verwiesen.
Risiken aus dem makroökonomischen Umfeld. Die
Unsicherheit über die weltwirtschaftliche Entwicklung
ist weiterhin hoch. Der Krieg in der Ukraine hat den
Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung deutlich
verschlechtert. Eine Konsequenz sind die stark gestiegenen
Energiepreise, welche zu höheren Energie-, Transport-
und Herstellungskosten führen. Ein Lieferstopp
für russische Energieträger könnte zu
weltweit steigenden Energiepreisen und
Versorgungsengpässen v. a. für unsere operativen
Segmente Deutschland und Europa führen.
Zusätzlich hat die Coronavirus-Pandemie immer noch
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und das
gesellschaftliche Zusammenleben. Auch wenn die Pandemie bis
dato nur eingeschränkt negative Auswirkungen für
die Telekommunikation zeigte, so könnte eine
Intensivierung des Pandemiegeschehens zu einer
Verlängerung und Ausweitung der angebotsseitigen
Engpässe führen. In diesem Zusammenhang stellt
die zentrale Rolle Chinas für die globalen Liefer- und
Wertschöpfungsketten in Kombination mit der dortigen
Null-Toleranz-Strategie ein besonderes Risiko dar. Die
Kombination aus weiter steigenden Preisen und anhaltenden
Lieferengpässen birgt das Risiko einer Stagflation, d.
h. einer Situation mit ausbleibendem oder negativem
Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig hoher Inflation. Dies
kann zu weiteren Preiserhöhungen bei Einkaufsprodukten
führen. Zudem könnte sich das Kaufverhalten der
Kunden ändern, indem sie in günstigere Tarife
wechseln und es könnten mehr Zahlungsausfälle
auftreten. Ähnliche Entwicklungen könnte es auch
in den USA geben, wo die pandemiebedingten Hilfsprogramme
der Regierung auslaufen. Des Weiteren wird mit steigenden
Zinsen in den USA, in Europa und in Deutschland gerechnet,
was ebenfalls zu weniger Investitionen und sinkendem Konsum
führen kann. Steigende Zinsen können die
Zinszahlungen erhöhen. Zusätzliche Risiken
könnten eventuell aus weiteren geopolitischen
Konflikten und der Unsicherheit aus internationalen
Handelskonflikten resultieren. Wir sehen daher für
unsere Segmente Deutschland, USA und Europa eine
Verschlechterung der makroökonomischen Situation und
erhöhen die Risikobedeutung von gering auf mittel.
Einkauf- und Lieferantenrisiken. Die Lieferketten der
Deutschen Telekom werden aktuell durch einige Faktoren
negativ beeinflusst, z. B. durch Verknappung von
Halbleiter-Chips, die Coronavirus-Pandemie, geopolitische
Spannungen und den Krieg in der Ukraine. Bei den
Halbleiter-Chips besteht seit einigen Quartalen ein
Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem
Weltmarkt. Zusätzlich behindern Einschränkungen
durch Pandemie-Maßnahmen (z. B. Lockdowns in
asiatischen Ländern) und die Geopolitik (z. B.
Technologie-Sanktionen der USA) die globale
Logistikstabilität der Rohstoffe für die
Produktion von Chips und zugehörige Prozesse wie
Gehäusefertigung und Tests. Des Weiteren steigen die
allgemeinen Kosten von Halbleiter-Materialien, der
Produktion und der globalen Logistik und führen zu
generellen Preiserhöhungen für Produkte und
Dienstleistungen. In Europa treten gerade
Lieferverzögerungen auf. Kurzfristige Engpässe
konnten jedoch durch Maßnahmen vermieden werden.
Ebenfalls könnte es in den USA zu
Bestandsengpässen kommen. Für die
Halbleiter-Verfügbarkeit wird mittelfristig durch den
Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten mit
einer Entspannung gerechnet. Daneben steigen, teilweise
inflationsbedingt, die allgemeinen Kosten von
Halbleiter-Materialien, der Produktion, der globalen
Logistik, Energie und Arbeitslöhnen und führen zu
generellen Preiserhöhungen für Produkte und
Dienstleistungen. Die Risikobedeutung der Risikokategorie
"Einkauf- und Lieferantenrisiken" hat sich von gering auf
mittel erhöht, da sich die Lage durch die chinesische
Null-Covid-Politik und u. a. der damit verbundenen
Schließung von chinesischen Häfen sowie nicht
absehbaren Folgen des Ukraine-Kriegs verschärfen
könnte. Den Herausforderungen begegnen wir mit
organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen
Maßnahmen. So besteht z. B. seit Anfang 2021 die
konzernweite "Supply Chain Resilience". Hier werden in
regelmäßigen Intervallen die Risikosituation
bewertet und bei Notwendigkeit entsprechende
Mitigierungsmaßnahmen eingeleitet und deren Umsetzung
überwacht.
RechtsverfahrenKlagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von
Kabelkanalanlagen. In den vom BGH an die zuständigen
Oberlandesgerichte zurückverwiesenen Klagen der
Vodafone Deutschland GmbH und der Vodafone Hessen et al.
(jetzt Vodafone West GmbH) gegen die Telekom Deutschland
GmbH wegen vermeintlich überhöhter Entgelte
für die Nutzung von Kabelkanalanlagen, hat die
Klägerin Vodafone Deutschland GmbH zwischenzeitlich
ihre Klageanträge aktualisiert und beziffert diese nun
auf ca. 749 Mio. € zuzüglich Zinsen für den
Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2021. Die
finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht
ausreichend verlässlich geschätzt werden.
Verfahren gegen T‑Mobile US wegen Cyberangriff auf
T‑Mobile US. Wie im zusammengefassten Lagebericht im
Geschäftsbericht 2021 berichtet, wurden aufgrund des
Cyberangriffs Verbrauchersammelklagen gegen T‑Mobile
US sowie eine Aktionärsklage (Derivative Action) gegen
die Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der
T‑Mobile US erhoben. Die Aktionärsklage
(Derivative Action) gegen die Mitglieder des
Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US
wurde zwischenzeitlich vom Kläger zurückgenommen.
Am 22. Juli 2022 hat T‑Mobile US eine Vereinbarung
zur Beilegung der bundesgerichtlichen
Verbrauchersammelklage in Höhe von 350 Mio. US‑$
(331 Mio. €) abgeschlossen. Darüber hinaus sagt
T‑Mobile US zu, in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt
150 Mio. US‑$ (142 Mio. €) für
Datensicherheit und damit verbundene Technologien
auszugeben. Der Vergleich unterliegt noch der gerichtlichen
Genehmigung. Weitere Verfahren, die infolge des
Cyberangriffs anhängig gemacht wurden, sind weiterhin
anhängig. T‑Mobile US hat im Zusammenhang mit
dem geschlossenen Vergleich und den weiteren
anhängigen Verfahren bilanzielle Risikovorsorge in
Höhe von insgesamt rund 0,4 Mrd. US‑$ (rund 0,4
Mrd. €) getroffen. Im Hinblick auf die Anfragen von
verschiedenen staatlichen Behörden,
Strafverfolgungsbehörden und anderen Stellen
kooperiert T‑Mobile US weiterhin vollumfänglich.
Derzeit kann das sich hieraus ergebende finanzielle Risiko
nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.
KartellverfahrenSchadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer
Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission.
Wie im zusammengefassten Lagebericht im
Geschäftsbericht 2021 berichtet, haben Wettbewerber im
Anschluss an eine Bußgeldentscheidung der
Europäischen Kommission Klage vor dem Zivilgericht in
Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Nachdem in der
Berichtsperiode eine weitere Klage bei Gericht eingereicht
wurde, sind derzeit drei Klagen in Höhe von insgesamt
219 Mio. € zuzüglich Zinsen anhängig. Die
finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht
ausreichend verlässlich geschätzt werden.
Einschätzung zur GesamtrisikosituationDie Gesamtrisikosituation hat sich im Vergleich zu der
im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht
2021 dargestellten Risiko- und Chancensituation aufgrund
des Kriegs in der Ukraine und den daraus resultierenden
Folgen für die Weltwirtschaft verschlechtert. Zum
Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind in unserem
Risiko-Management-System, wie auch nach Einschätzung
unseres Managements, keine wesentlichen Risiken absehbar,
die den Bestand der Deutschen Telekom AG oder eines
wesentlichen Konzernunternehmens gefährden
könnten.
Konzern-ZwischenabschlussKonzern-BilanzAktivain Mio. €
scrollen
Passivascrollen
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungin Mio. €
scrollen
scrollen
Ergebnis je Aktiein Mio. €
scrollen
scrollen
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
scrollen
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungin Mio. €
scrollen
scrollen
scrollen
scrollen
Konzern-Kapitalflussrechnungin Mio. €
scrollen
scrollen
Wesentliche Ereignisse und GeschäftsvorfälleRechnungslegungDer Halbjahres-Finanzbericht der Deutschen Telekom AG
umfasst nach den Vorschriften der §§ 115 ff.
Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) einen
Konzern-Zwischenabschluss und einen
Konzern-Zwischenlagebericht sowie die Versicherung der
gesetzlichen Vertreter nach § 297 Abs. 2 Satz 4,
§ 315 Abs. 1 Satz 5 Handelsgesetzbuch (HGB). Der
Konzern-Zwischenabschluss wurde unter Beachtung der
International Financial Reporting Standards (IFRS) für
die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU zum
Abschluss-Stichtag anzuwenden sind, aufgestellt. Der
Konzern-Zwischenlagebericht wurde unter Beachtung des
Wertpapierhandelsgesetzes aufgestellt.
Statement of ComplianceDer Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 ist
unter Beachtung der Regelungen des International Accounting
Standards (IAS) 34 aufgestellt. In Einklang mit den
Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter
Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2021 gewählt. Alle von der Deutschen Telekom
AG angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für
die Anwendung in der EU übernommen.
Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält der
prüferisch durchgesehene Halbjahres-Finanzbericht alle
üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die
für eine angemessene Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind.
Hinsichtlich der im Rahmen der Konzernrechnungslegung
angewendeten Grundlagen und Methoden verweisen wir auf den
Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021.
Erstmals in der Berichtsperiode anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungenscrollen
Weitere Informationen zu veröffentlichten, aber
noch nicht angewendeten Standards, Interpretationen und
Änderungen sowie Angaben zum Ansatz und zur Bewertung
von Bilanzposten als auch zu Ermessensentscheidungen und
Schätzungsunsicherheiten sind dem Kapitel "Grundlagen
und Methoden" des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht
2021 zu entnehmen.
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen der BerichtsstrukturDie Deutsche Telekom hat in der Berichtsperiode keine
wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden vorgenommen.
Krieg in der UkraineVon den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine ist die
Geschäftstätigkeit und damit die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom nicht
wesentlich betroffen. Die Deutsche Telekom betreibt keine
Netze in Russland und der Ukraine. Auch ein möglicher
Lieferstopp russischer Gaslieferungen hätte keinen
direkten Einfluss auf den Netzbetrieb des Konzerns. Die
Deutsche Telekom führt ihre Entwicklertätigkeiten
in Russland nicht fort. Mögliche künftige
Auswirkungen auf die Bewertung einzelner
Vermögenswerte und Schulden werden fortlaufend
analysiert. Die mittelbare Betroffenheit der Deutschen
Telekom, v. a. über die Auswirkungen auf die
weltwirtschaftliche Entwicklung, kann noch nicht sicher
bewertet werden. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick hat
sich aufgrund der umfassenden Sanktionen, der
Einschränkung des Warenhandels sowie der steigenden
Energiepreise deutlich verschlechtert.
Coronavirus-PandemieDie Entwicklung der Weltwirtschaft ist nach wie vor von
der Coronavirus-Pandemie geprägt. Die Auswirkungen auf
die Telekommunikationsbranche und die Deutsche Telekom sind
durch eine höhere Nachfrage nach bestimmten
Telekommunikationsdienstleistungen nicht so gravierend wie
in anderen Branchen. Die Geschäftstätigkeit und
damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Deutschen Telekom war in verschiedenen
Geschäftsfeldern bei Umsatz und Ergebnis von der
Coronavirus-Pandemie betroffen, jedoch nicht in
wesentlichem Umfang.
Auch wenn die Pandemie für die
Telekommunikationsbranche bis dato nur eingeschränkt
negative Wirkungen zeigte, so könnte eine erneute
Intensivierung des weltweiten Pandemiegeschehens zu einer
Verlängerung und Ausweitung der angebotsseitigen
Engpässe führen. Die Unwägbarkeiten
bezüglich des weiteren Verlaufs der
Coronavirus-Pandemie, u. a. die Bildung von
Virusmutationen, lassen die Deutsche Telekom mögliche
wirtschaftliche Folgen nicht ausschließen.
Mögliche künftige Auswirkungen auf die Bewertung
einzelner Vermögenswerte und Schulden werden
fortlaufend analysiert. Basierend auf den Erkenntnissen aus
der Vergangenheit, sind durch die Coronavirus-Pandemie auch
zukünftig nur eingeschränkt Auswirkungen auf das
Geschäft der Deutschen Telekom zu erwarten.
Änderungen zugrunde liegender ParameterÄnderungen in den zugrunde liegenden Parametern
beziehen sich v. a. auf die im Rahmen der
Währungsumrechnung verwendeten Wechselkurse sowie auf
die Zinssätze für die Ermittlung der
Pensionsverpflichtungen.
Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro
entwickelten sich wie folgt:
in €
scrollen
Für die Ermittlung des Barwerts der
Pensionsverpflichtungen wurden folgende wesentliche
Rechnungszinssätze zugrunde gelegt:
in %
scrollen
Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige TransaktionenIm ersten Halbjahr 2022 wurden von der Deutschen Telekom
folgende Transaktionen durchgeführt, die Auswirkung
auf den Konsolidierungskreis hatten. Weitere - hier nicht
dargestellte - Veränderungen im Konsolidierungskreis
hatten keine wesentliche Bedeutung für den
Konzern-Zwischenabschluss der Deutschen Telekom.
Veräußerung der T‑Mobile NetherlandsAm 6. September 2021 haben die Deutsche Telekom und
Tele2 mit WP/AP Telecom Holdings IV - einem Konsortium aus
Private Equity Fonds, die von Apax Partners und Warburg
Pincus beraten werden - eine Vereinbarung zum Verkauf der
T‑Mobile Netherlands unterzeichnet. Die Transaktion
wurde am 31. März 2022 vollzogen, nachdem die
notwendigen behördlichen Genehmigungen erteilt und
weitere Vollzugsbedingungen erfüllt wurden. Der
Verkaufspreis basiert auf einem Unternehmenswert von 5,1
Mrd. €. Der Barmittelzufluss - bezogen auf den
gesamten Anteilsbesitz der Deutschen Telekom von 75 % -
betrug 3,6 Mrd. €. Der aus dem Verkauf resultierende
Entkonsolidierungsgewinn betrug 0,9 Mrd. €. Bis zum
Vollzug der Transaktion war die Gesellschaft dem operativen
Segment Group Development zugeordnet. Zum 31. Dezember 2021
waren die Vermögenswerte und Schulden der
T‑Mobile Netherlands wegen konkret bestehender
Verkaufsabsichten als "zur Veräußerung gehalten"
eingestuft.
Weitere Informationen zu den zum 31. Dezember 2021 im
Konzernabschluss enthaltenen Vermögenswerten und
Schulden der T‑Mobile Netherlands finden Sie in
Angabe 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
sowie Schulden in direktem Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen"
des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2021.
Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus mit IFMDie Deutsche Telekom hat am 5. November 2021 den
Einstieg von IFM Global Infrastructure Fund mit einer
Beteiligung von 50 % an der Ausbaugesellschaft
GlasfaserPlus GmbH bekannt gegeben. Der Verkauf eines 50
%-Anteils an GlasfaserPlus wurde am 28. Februar 2022
vollzogen, nachdem die EU-Kommission die Transaktion am 25.
Januar 2022 genehmigt hat und die restlichen
Vollzugsbedingungen erfüllt wurden. Der Verkaufspreis
beläuft sich auf 0,9 Mrd. €. Die erste
Kaufpreistranche von 0,4 Mrd. € wurde mit Abschluss
der Transaktion gezahlt. Der verbleibende Anteil des
Kaufpreises entsteht sukzessive bei Erreichung bestimmter
Ausbaufortschritte. In diesem Zusammenhang wurde zum
Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion eine bedingte
Kaufpreisforderung in Höhe von 0,5 Mrd. € in den
sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfasst. Das
entstandene Gemeinschaftsunternehmen soll bis 2028 4 Mio.
zusätzliche gigabitfähige FTTH-Anschlüsse im
ländlichen Raum und in Fördergebieten ausbauen.
Infolge des aus der Transaktion resultierenden Verlusts der
Beherrschung über die GlasfaserPlus-Gesellschaften
wurden diese zum 28. Februar 2022 entkonsolidiert. Bis zum
Vollzug der Transaktion war die Gesellschaft dem operativen
Segment Deutschland zugeordnet. Der hieraus entstandene
Entkonsolidierungsgewinn von 1,7 Mrd. € ist in den
sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Der Anteil
des Entkonsolidierungsgewinns, der den bei der Deutschen
Telekom verbleibenden Anteilen an
GlasfaserPlus-Gesellschaften zum Zeitpunkt des Verlustes
der Beherrschung unter Zugrundelegung des beizulegenden
Zeitwerts zuzurechnen war, betrug 0,9 Mrd. €. Die
Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen werden seit dem 28.
Februar 2022 unter Anwendung der Equity-Methode in den
Konzernabschluss im operativen Segment Deutschland
einbezogen. Zum 30. Juni 2022 betrug der Buchwert der
Anteile 1,0 Mrd. €.
Weitere Informationen zum Buchwert der bedingten
Kaufpreisforderung finden Sie im Abschnitt "Angaben zu
Finanzinstrumenten".
Folgende Transaktionen werden in Zukunft den
Konsolidierungskreis der Deutschen Telekom ändern:
Vereinbarung mit DigitalBridge und Brookfield über das Funkturmgeschäft des Konzerns in Deutschland und ÖsterreichAm 13. Juli 2022 hat die Deutsche Telekom mit
DigitalBridge und Brookfield eine Vereinbarung über
den Verkauf von 51,0 % der Anteile an den Gesellschaften
des Funkturmgeschäfts in Deutschland und
Österreich im operativen Segment Group Development
(GD-Tower-Gesellschaften) geschlossen. Der vorläufige
Verkaufspreis basiert auf einem Unternehmenswert von 17,5
Mrd. €. Der geschätzte Barmittelzufluss aus der
Transaktion wird voraussichtlich 10,9 Mrd. € betragen.
Nach dem Abschluss der Transaktion wird die Deutsche
Telekom die Beherrschung über die
GD-Tower-Gesellschaften verlieren. Der bei der Deutschen
Telekom verbleibende Anteil von 49,0 % wird infolge nach
der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die
Transaktion steht unter dem Vorbehalt notwendiger
regulatorischer Genehmigungen. Der Abschluss der
Transaktion wird um das Jahresende 2022 erwartet. Nach
Vollzug der Transaktion wird der Deutsche Telekom Konzern
die veräußerte passive Netzinfrastruktur in
Deutschland und Österreich im Zuge eines
Sale-and-Leaseback zurückmieten. Ab dem dritten
Quartal 2022 werden die GD-Tower-Gesellschaften im
Konzernabschluss als aufgegebener Geschäftsbereich
ausgewiesen.
Aufnahme neuer Gesellschafter in den Infrastrukturfonds (DIV II)Am 2. August 2022 hat die Digital Transformation Capital
Partners (DTCP Infra) neue Investoren in die
Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II SCSp
SICAV-RAIF (DIV II) aufgenommen. Infolgedessen reduzierte
sich der Anteil der Deutschen Telekom an der DIV II von
66,67 % auf 43,5 %. Gleichzeitig wird ein Beirat etabliert,
in dem bis zu zehn der wichtigsten Investoren aufgenommen
werden. Durch die Aufnahme neuer Gesellschafter verliert
die Deutsche Telekom die Beherrschung über die DIV II.
Infolgedessen wird die Gesellschaft im dritten Quartal 2022
entkonsolidiert. Der im Konzern verbleibende Anteil von
43,5 % wird künftig als assoziiertes Unternehmen nach
der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die
Aufnahmen weiterer Investoren sind geplant. Der Anteil der
Deutschen Telekom wird sich künftig voraussichtlich
auf rund 25 % verringern, was der angestrebten Zielstruktur
entsprechen wird.
Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den KonsolidierungskreisAktienrückkauf OTEIn der außerordentlichen Hauptversammlung der OTE
S.A. am 18. Januar 2022 wurde beschlossen, eigene Aktien im
Volumen von 8.638.512 Stück, die infolge eines
Aktienrückkaufprogramms erworben wurden, mit einer
entsprechenden Kapitalherabsetzung von rund 24 Mio. €
einzuziehen. Die Aktien wurden am 22. Februar 2022 an der
Börse in Athen eingezogen. Infolgedessen stieg der
Anteil der Deutschen Telekom an der OTE von 48,29 % auf
49,22 % und betrug zum 30. Juni 2022 unverändert 49,22
%.
In der ordentlichen Hauptversammlung der OTE S.A. am 25.
Mai 2022 wurde beschlossen, weitere eigene Aktien im
Volumen von 5.617.282 Stück, die infolge eines
Aktienrückkaufprogramms erworben wurden, mit einer
entsprechenden Kapitalherabsetzung von rund 16 Mio. €
einzuziehen. Die Aktien wurden am 12. Juli 2022 an der
Börse in Athen eingezogen. Infolgedessen stieg der
Anteil der Deutschen Telekom an der OTE zum 12. Juli 2022
von 49,22 % auf 49,85 %.
Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile USEntsprechend des erklärten strategischen Ziels zur
langfristigen Sicherung der unternehmerischen Kontrolle an
T‑Mobile US hat die Deutsche Telekom am 12. April
2022 weitere insgesamt rund 21,2 Mio. T‑Mobile US
Aktien von SoftBank zu einem Kaufpreis von 2,4 Mrd.
US‑$ (2,2 Mrd. €) erworben. Dazu hat die
Deutsche Telekom einen weiteren Teil ihrer im Juni 2020 von
SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Aktien der
T‑Mobile US ausgeübt. Hieraus errechnet sich ein
gewichteter Durchschnittspreis von rund 113 US‑$ je
T‑Mobile US Aktie. Mit Abschluss der Transaktion hat
die Deutsche Telekom ihren Anteil an T‑Mobile US um
1,7 Prozentpunkte auf 48,4 % erhöht. Der beizulegende
Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung (im Sinne der IFRS)
beläuft sich auf 2,7 Mrd. € und umfasst eine
Barzahlung von 2,2 Mrd. € sowie den beizulegenden
Zeitwert der ausgeübten Aktienoptionen zum Zeitpunkt
der Ausübung von 0,5 Mrd. €. Für den Erwerb
wurden Barmittelzuflüsse aus dem Verkauf der
T‑Mobile Netherlands teilweise genutzt. Der Anteil an
T‑Mobile US Aktien, über die die Deutsche
Telekom aufgrund einer mit SoftBank im Rahmen des Erwerbs
von Sprint abgeschlossenen Vereinbarung die Stimmrechte
ausüben kann, beträgt zum 30. Juni 2022 51,8 %.
Die Darstellung der Effekte im Zusammenhang mit der
teilweisen Ausübung und Folgebewertung der
Aktienoptionen finden Sie in den Abschnitten
"Eigenkapital", "Sonstige finanzielle Vermögenswerte"
und "Angaben zu Finanzinstrumenten".
Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-BilanzForderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen lag mit 16,9 Mrd. € um 1,6 Mrd. €
über dem Niveau des Jahresendes 2021. Im operativen
Segment USA war der Anstieg der Forderungsbestände im
Wesentlichen währungskursbedingt. Darüber hinaus
ergaben sich dort höhere Forderungen aus dem
Geschäftsmodell der Endgerätefinanzierung sowie
gestiegener Kundenzahlen. Ebenfalls buchwerterhöhend
wirkten höhere Forderungsbestände im operativen
Segment Deutschland.
VertragsvermögenswerteDer Buchwert der Vertragsvermögenswerte lag zum
Abschluss-Stichtag bei 2,1 Mrd. € gegenüber 2,0
Mrd. € zum 31. Dezember 2021. Die
Vertragsvermögenswerte betreffen rechtlich noch nicht
entstandene Forderungen aus der - im Vergleich zur
Rechnungsstellung - früheren Erfassung von
Umsätzen, insbesondere aus dem Verkauf von Gütern
und Handelswaren. Weiterhin werden bilanzierte Forderungen
aus langfristiger Auftragsfertigung in den
Vertragsvermögenswerten erfasst.
VorräteDer Buchwert der Vorräte erhöhte sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 0,1 Mrd. € auf 3,0
Mrd. €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus
höheren Beständen an hochpreisigen
Mobilfunk-Endgeräten im operativen Segment
Deutschland. Währungskurseffekte, v. a. aus der
Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten ebenfalls
buchwerterhöhend. Gegenläufig entwickelte sich
der Vorratsbestand im operativen Segment USA mangels
Markteinführung neuer insbesondere hochpreisiger
Geräte.
Immaterielle VermögenswerteDer Buchwert der immateriellen Vermögenswerte
erhöhte sich um 11,9 Mrd. € auf 144,5 Mrd.
€. Hierzu trugen im Wesentlichen
Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von
US-Dollar in Euro, mit 10,0 Mrd. € bei. Ebenso
erhöhten Zugänge den Buchwert in Höhe von
5,1 Mrd. €. Diese entfallen in Höhe von 2,7 Mrd.
€ auf den Erwerb von Mobilfunk-Spektrum und
resultieren nahezu ausschließlich aus den im Januar
2022 bei der 3.450 MHz-Auktion der Federal Communications
Commission (FCC) erworbenen 199 Mobilfunk-Lizenzen.
Positive Konsolidierungskreiseffekte trugen mit 0,1 Mrd.
€ ebenfalls zur Erhöhung des Buchwerts bei.
Buchwertmindernd wirkten Abschreibungen in Höhe von
3,3 Mrd. €. Hierin enthalten sind Wertminderungen in
Höhe von 0,1 Mrd. €. Abgänge verminderten
den Buchwert in Höhe von 0,1 Mrd. €.
Weitere Informationen zu den Wertminderungen finden Sie
im Abschnitt "Sachanlagen".
SachanlagenDer Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 3,4 Mrd. € auf 65,2
Mrd. €. Zugänge in Höhe von 8,5 Mrd. €,
im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung, dem
Netzwerk-Ausbau sowie dem Breitband- und Glasfaser-Ausbau
und dem Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur erhöhten
den Buchwert. Die Modifikation der Verträge zwischen
T‑Mobile US und Crown Castle für bestehende
Mobilfunk-Standorte erhöhte den Buchwert um 0,8 Mrd.
€. Ebenso trugen Währungskurseffekte, v. a. aus
der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 2,5 Mrd. €
zur Erhöhung des Buchwerts bei. Umgliederungen von
Leasing-Vermögenswerten nach Ende der vertraglichen
Leasing-Laufzeit in die Sachanlagen, v. a. im operativen
Segment USA, erhöhten den Buchwert in Höhe von
0,2 Mrd. €. Gegenläufig wirkten Abschreibungen in
Höhe von 6,9 Mrd. €. Hierin enthalten sind
Wertminderungen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Diese
stehen im Zusammenhang mit der im Folgenden beschriebenen
Überprüfung der Werthaltigkeit der
Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der
ehemaligen Sprint. Abgänge in Höhe von 0,7 Mrd.
€ wirkten ebenfalls buchwertmindernd.
Weitere Informationen zur Vertragsmodifikation zwischen
T‑Mobile US und Crown Castle finden Sie im Abschnitt
"Nutzungsrechte".
Im zweiten Quartal 2022 hat T‑Mobile US das
3G-CDMA-Netz außer Betrieb genommen sowie mit der
Abschaltung des 4G-LTE-Netzes der ehemaligen Sprint
begonnen. Bisher wurde der Betrieb dieser Netze durch ein
eigenes glasfaserbasiertes Festnetz ("Wireline Network")
der Sprint unterstützt. Die Vermögenswerte dieses
Festnetzes, die im Wesentlichen Grundstücke und
Gebäude, Kommunikationssysteme und Netzwerk-Technik,
Glasfaser-Kabelanlagen sowie Nutzungsrechte umfassen, waren
daher für Zwecke der Überprüfung der
Werthaltigkeit mit den Mobilfunk-Vermögenswerten
zusammenzufassen und somit Bestandteil der
zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA. Durch die
Außerbetriebnahme der Sprint-Mobilfunknetze
generieren die Vermögenswerte des glasfaserbasierten
Festnetzes der Sprint nunmehr von den Vermögenswerten
des Mobilfunk-Geschäfts unabhängige
Zahlungszuflüsse. Damit ist die Zuordnung zur
zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA nicht mehr gegeben.
Dies führte zum 30. Juni 2022 zu einer
unterjährigen anlassbezogenen Überprüfung
der Werthaltigkeit der Vermögenswerte des
glasfaserbasierten Festnetzes. Der beizulegende Zeitwert
der Vermögenswerte wurde unter Anwendung der
Kombination von kosten-, ertrags- und marktwertorientierten
Ansätzen, einschließlich Annahmen der
Marktteilnehmer, ermittelt. Bei der Wertermittlung wurden
Level 3 Eingangsparameter zugrunde gelegt. Der verwendete
Diskontierungszinssatz betrug 7,5 %. Der erzielbare Betrag
der Vermögenswerte, ermittelt unter Zugrundelegung des
beizulegenden Zeitwerts abzüglich der
Veräußerungskosten, lag um 452 Mio. € unter
deren Buchwert und betrug 649 Mio. €. Die
Wertminderung entfällt mit 228 Mio. € auf
Sachanlagen, mit 201 Mio. € auf Nutzungsrechte und mit
23 Mio. € auf immaterielle Vermögenswerte.
NutzungsrechteDer Buchwert der Nutzungsrechte erhöhte sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 7,3 Mrd. € auf 38,1
Mrd. €. Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in
Höhe von 8,9 Mrd. €, v. a. infolge der im Januar
2022 zwischen T‑Mobile US und Crown Castle
geschlossenen Vereinbarung über die Modifikation
bereits bestehender Verträge, im Wesentlichen
über die Anmietung von Mobilfunk-Standorten von Crown
Castle. Diese Vereinbarung umfasst eine Modifikation der
monatlichen Leasing-Zahlungen für bestehende
Mobilfunk-Standorte und eine Verlängerung der
unkündbaren Leasing-Laufzeit bis zum 31. Dezember 2033
(mit zusätzlichen Verlängerungsoptionen). Aus der
Vertragsmodifikation ergibt sich eine Erhöhung der
Nutzungsrechte sowie der Leasing-Verbindlichkeiten um
jeweils 7,3 Mrd. US‑$ (6,6 Mrd. €) und eine
Erhöhung der Sachanlagen sowie der sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten um jeweils 0,9 Mrd.
US‑$ (0,8 Mrd. €) für Vertragsbestandteile,
die aufgrund ihres Finanzierungscharakters nicht im
Anwendungsbereich von IFRS 16 liegen. Ebenfalls
buchwerterhöhend wirkten Währungskurseffekte, v.
a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe
von 2,8 Mrd. €. Den Buchwert minderten Abschreibungen
in Höhe von 4,1 Mrd. €. Darin enthalten sind um
1,1 Mrd. € höhere planmäßige
Abschreibungen aufgrund einer im operativen Segment USA
erfassten Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter
Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des
Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint.
Darüber hinaus sind hierin Wertminderungen in
Höhe von 0,2 Mrd. € enthalten. Diese stehen im
Zusammenhang mit der Überprüfung der
Werthaltigkeit der Vermögenswerte des
glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint.
Ebenfalls reduzierten Umgliederungen von
Leasing-Vermögenswerten nach Ende der vertraglichen
Leasing-Laufzeit in die Sachanlagen, v. a. im operativen
Segment USA, den Buchwert in Höhe von 0,2 Mrd. €.
Abgänge in Höhe von 0,1 Mrd. € wirkten
ebenfalls buchwertmindernd.
Weitere Informationen zu den Wertminderungen finden Sie
im Abschnitt "Sachanlagen".
Aktivierte VertragskostenDer Buchwert der aktivierten Vertragskosten lag zum 30.
Juni 2022 mit 3,0 Mrd. € um 0,4 Mrd. € über
dem Niveau am 31. Dezember 2021. Die aktivierten
Vertragskosten entfallen im Wesentlichen auf die operativen
Segmente USA, Deutschland und Europa.
Beteiligungen an nach der Equity-Methode einbezogenen UnternehmenDer Buchwert der Beteiligungen an nach der
Equity-Methode einbezogenen Unternehmen hat sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 1,1 Mrd. € auf 2,0
Mrd. € erhöht. Dies steht im Wesentlichen im
Zusammenhang mit dem vollzogenen Verkauf eines 50 %-Anteils
an GlasfaserPlus. Infolge des aus der Transaktion
resultierenden Verlusts der Beherrschung über die
GlasfaserPlus-Gesellschaften wurden diese zum 28. Februar
2022 entkonsolidiert. Seit diesem Zeitpunkt werden die
verbleibenden 50 % der Anteile an dem
Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den
Konzernabschluss einbezogen. Nach Vollzug der Transaktion
wurde vertragsgemäß eine Einzahlung in die
Rücklage der GlasfaserPlus in Höhe von 0,1 Mrd.
€ geleistet. Zum 30. Juni 2022 betrug der Buchwert der
Beteiligung 1,0 Mrd. €.
Weitere Informationen zum Gemeinschaftsunternehmen
GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Seit dem 1. Juni 2021 werden 37,65 % der Anteile an der
Cellnex Netherlands B.V. infolge der im Vorjahr vollzogenen
Transaktion im Zusammenhang mit der Zusammenlegung des
Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der
Einrichtung eines Infrastrukturfonds nach der
Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die
Kaufpreisallokation zur Bewertung der 37,65 % Anteile an
der Cellnex Netherlands B.V. zum Erwerbszeitpunkt am 1.
Juni 2021 wurde im Mai 2022 finalisiert. Entsprechend der
Kaufpreisallokation betrug die übertragene
Gegenleistung 0,4 Mrd. €. Die anteiligen stillen
Reserven entfielen im Wesentlichen auf einen Goodwill (0,2
Mrd. €). Zum 30. Juni 2022 betrug der Buchwert der
Beteiligung 0,4 Mrd. €.
Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des
Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der
Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen" des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht
2021.
Sonstige finanzielle Vermögenswertein Mio. €
scrollen
Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen
finanziellen Vermögenswerte erhöhte sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 0,5 Mrd. € auf 9,4
Mrd. €. Der Saldo der ausgereichten Darlehen und
Forderungen erhöhte sich um 0,2 Mrd. € auf 3,6
Mrd. €. Im Zusammenhang mit dem Verkauf eines 50
%-Anteils an GlasfaserPlus wurde eine bedingte
Kaufpreisforderung erfasst. Diese entsteht als
verbleibender Anteil des Kaufpreises sukzessive bei
Erreichung bestimmter Ausbaufortschritte und betrug zum 30.
Juni 2022 0,4 Mrd. €. Darüber hinaus erhöhte
sich der Buchwert der hinterlegten Barsicherheiten. Im
Zusammenhang mit Forderungen aus noch zu empfangenden
Zuwendungen aus Förderprojekten für den
Breitband-Ausbau in Deutschland erhöhte sich der
Buchwert der sonstigen Forderungen um 0,2 Mrd. €. Der
Buchwert der Derivate mit Hedge-Beziehung verringerte sich
um 0,5 Mrd. € auf 1,0 Mrd. €. Dies resultierte im
Wesentlichen aus dem Rückgang der positiven Marktwerte
aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a.
begründet durch den deutlichen Anstieg des
Zinsniveaus. Der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung
erhöhte sich im Saldo von 1,2 Mrd. € auf 1,4 Mrd.
€. Begründet ist dies durch einen Buchwertanstieg
von 0,4 Mrd. € bei den Zins- und
Währungsderivaten aufgrund von
Währungskurseffekten (v. a. aus dem Anstieg des
US-Dollar gegenüber dem Euro). Ebenfalls
buchwerterhöhend wirkten positive Bewertungseffekte
bei in Verträgen eingebetteten
Stromtermingeschäften in Höhe von 0,1 Mrd.
€. Im Zusammenhang mit den von SoftBank erhaltenen
Aktienoptionen zum Kauf von T‑Mobile US Aktien
entwickelte sich der Buchwert der Aktienoptionen
gegenüber dem 31. Dezember 2021 stabil. Dies
begründet sich einerseits durch die positive
Entwicklung des Aktienkurses der T‑Mobile US sowie
die Amortisation aus der initialen Bewertung der
Aktienoptionen zum beizulegenden Zeitwert sowie
andererseits durch die Ausbuchung der ausgeübten
Optionen im April 2022. Zum Zeitpunkt der Ausübung der
Aktienoptionen hatten diese einen beizulegenden Zeitwert
von 0,5 Mrd. €. Im Zusammenhang mit negativen
Bewertungseffekten aus in Anleihen der T‑Mobile US
eingebetteten Derivaten verringerte sich der Buchwert der
Derivate ohne Hedge-Beziehung um 0,4 Mrd. €.
Weitere Informationen zu eingebetteten Derivaten der
T‑Mobile US sowie zu den Aktienoptionen finden Sie im
Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".
Weitere Informationen zum Gemeinschaftsunternehmen
GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Übrige VermögenswerteDer Buchwert der kurz- und langfristigen übrigen
Vermögenswerte erhöhte sich um 0,3 Mrd. €
auf 3,4 Mrd. €. Zum 30. Juni 2022 werden im Buchwert
diverse Vorauszahlungen in Höhe von insgesamt 2,8 Mrd.
€ (31. Dezember 2021: 2,6 Mrd. €) ausgewiesen,
darunter im Wesentlichen Vorauszahlungen im Zusammenhang
mit Vereinbarungen über Dienstleistungen für
bestimmte Mobilfunk-Einrichtungen, die nicht unter den
Anwendungsbereich des Leasing-Standards IFRS 16 fallen.
Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung
von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um
insgesamt 0,2 Mrd. €.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenDer Buchwert der zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen verringerte sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 4,8 Mrd. € auf 0,1
Mrd. €. Der Rückgang resultierte in Höhe von
4,7 Mrd. € aus dem Verkauf der T‑Mobile
Netherlands zum 31. März 2022 sowie in Höhe von
0,1 Mrd. € aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an der
GlasfaserPlus zum 28. Februar 2022. Beide Gesellschaften
waren zum 31. Dezember 2021 wegen konkret bestehender
Verkaufsabsichten als "zur Veräußerung gehalten"
eingestuft.
Weitere Informationen zu den genannten
Unternehmenstransaktionen finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Finanzielle Verbindlichkeiten und Leasing-VerbindlichkeitenIn der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzung und
die Fälligkeitsstruktur der finanziellen
Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2022 dargestellt:
in Mio. €
scrollen
Der Buchwert der kurz- und langfristigen finanziellen
Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum
Jahresende 2021 im Wesentlichen aufgrund der nachfolgend
beschriebenen Sachverhalte um 3,0 Mrd. € auf insgesamt
114,5 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere
aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den
Buchwert um insgesamt 6,8 Mrd. €.
Der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften
Verbindlichkeiten erhöhte sich um 2,1 Mrd. €.
Durch Währungskurseffekte, insbesondere aus der
Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhte sich der
Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften
Verbindlichkeiten um 6,1 Mrd. €. Buchwertreduzierend
wirkten in der Berichtsperiode Tilgungen durch
T‑Mobile US von einer Anleihe in Höhe von 0,5
Mrd. US‑$ (0,5 Mrd. €) sowie im Konzern von
einer EUR-Anleihe in Höhe von 0,1 Mrd. € und
einer GBP-Anleihe in Höhe von 0,7 Mrd. GBP (0,8 Mrd.
€). Darüber hinaus verringerte sich der Buchwert
um 2,4 Mrd. € im Zusammenhang mit Bewertungseffekten
aus Derivaten mit Hedge-Beziehung, für die die
bilanzielle Gegenbuchung in den Anleihen und sonstigen
verbrieften Verbindlichkeiten vorgenommen wird. Dies
resultierte im Wesentlichen aus der negativen
Marktwertentwicklung aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges
und ist v. a. begründet durch den deutlichen Anstieg
des Zinsniveaus. Durch die Folgebewertung nach der
Effektivzinsmethode reduzierte sich der Buchwert um 0,2
Mrd. €.
Der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten blieb im Vergleich zum 31. Dezember 2021
unverändert bei 4,0 Mrd. €.
Bei den Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger
zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall in Höhe von 3,3
Mrd. € (31. Dezember 2021: 3,2 Mrd. €) handelt es
sich im Wesentlichen um von Sprint emittierte Anleihen.
Für diese Anleihen wurden Sicherheiten gestellt,
weshalb sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten
darstellen. Buchwertreduzierend wirkten die Tilgungen in
der Berichtsperiode in Höhe von umgerechnet 0,2 Mrd.
€. Währungskurseffekte aus der Umrechnung von
US-Dollar in Euro erhöhten den Buchwert um 0,3 Mrd.
€.
Der Buchwert der sonstigen verzinslichen
Verbindlichkeiten lag mit 7,5 Mrd. € um 0,3 Mrd.
€ unter dem Niveau zum 31. Dezember 2021. Im
Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals)
für derivative Finanzinstrumente reduzierte sich der
Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten
insgesamt um 1,3 Mrd. €. Die Modifikation der
Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle
bezüglich der Mobilfunk-Standorte erhöhte den
Buchwert um 0,8 Mrd. €.
Weitere Informationen zu den Barsicherheiten finden Sie
im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".
Weitere Informationen zur Vertragsmodifikation zwischen
T‑Mobile US und Crown Castle finden Sie im Abschnitt
"Nutzungsrechte".
Der Buchwert der derivativen finanziellen
Verbindlichkeiten hat sich um 1,1 Mrd. € auf 1,8 Mrd.
€ erhöht. Buchwerterhöhend wirkten negative
Bewertungseffekte bei den Derivaten mit Hedge-Beziehung.
Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der
negativen Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges
und ist v. a. begründet durch den deutlichen Anstieg
des Zinsniveaus. Buchwertreduzierend wirkten positive
Bewertungseffekte aus einem Forward-Geschäft zur
Preissicherung des künftigen Erwerbs von
T‑Mobile US Aktien.
Weitere Informationen zu den derivativen finanziellen
Verbindlichkeiten finden Sie im Abschnitt "Angaben zu
Finanzinstrumenten".
Der Buchwert der kurz- und langfristigen
Leasing-Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich
zum 31. Dezember 2021 um 9,4 Mrd. € auf insgesamt 42,5
Mrd. €. Der Anstieg steht im Wesentlichen im
Zusammenhang mit der Modifikation der Verträge
zwischen T‑Mobile US und Crown Castle, aus der sich
eine Erhöhung der Buchwerte der
Leasing-Verbindlichkeiten um 6,6 Mrd. € ergab.
Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung
von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um 3,1
Mrd. €. Gegenläufig wirkte der Rückgang des
Buchwerts um 0,1 Mrd. € u. a. im Zusammenhang mit der
Aufgabe von ehemaligen Sprint-Mobilfunk-Standorten und
einzelner ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment
USA. Ebenfalls buchwertmindernd wirkte der Rückgang im
Segment Group Headquarters & Group Services in
Höhe von 0,1 Mrd. €.
Weitere Informationen zur Vertragsmodifikation zwischen
T‑Mobile US und Crown Castle finden Sie im Abschnitt
"Nutzungsrechte".
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige VerbindlichkeitenDer Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten erhöhte
sich um 0,7 Mrd. € auf 11,2 Mrd. €, was
insbesondere auf höhere Verbindlichkeiten in den
operativen Segmenten Deutschland, USA und
Systemgeschäft zurückzuführen ist. Im
operativen Segment USA war der Anstieg
währungskursbedingt. Gegenläufig reduzierte sich
dort der Verbindlichkeitenbestand u. a. gegenüber
Endgeräteherstellern. Der Verbindlichkeitenbestand des
operativen Segments Europa war leicht rückläufig.
Pensionsrückstellungen und ähnliche VerpflichtungenDer Buchwert der Pensionsrückstellungen und
ähnlichen Verpflichtungen verringerte sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 2,2 Mrd. € auf 3,9
Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch
Rechnungszinsanpassungen. Einen gegenläufigen Effekt
hatte die Marktwertentwicklung der als Planvermögen
ausgegliederten Vermögenswerte. Insgesamt ergab sich
aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen
ein erfolgsneutral erfasster Gewinn in Höhe von 2,1
Mrd. €.
Kurz- und langfristige sonstige RückstellungenDer Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen
Rückstellungen reduzierte sich im Vergleich zum
Jahresende 2021 um 1,1 Mrd. € auf 8,4 Mrd. €.
Dabei verringerten sich die übrigen
Personalrückstellungen um 1,0 Mrd. € im
Wesentlichen im Zusammenhang mit den im ersten Halbjahr
2022 an die Mitarbeiter gezahlten erfolgsabhängigen
Vergütungsbestandteile für das Vorjahr sowie
einem Rückgang der Rückstellung für die
Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK). Letzterer war im
Wesentlichen auf die Folgebewertung des nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen bewerteten
Barwerts (Zinseffekt) zurückzuführen und ist
bedingt durch den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Die
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen
verringerten sich um 0,4 Mrd. €. Dies stand ebenfalls
im Zusammenhang mit dem Anstieg des Zinsniveaus.
Gegenläufig erhöhten sich die Rückstellungen
für Prozessrisiken im Saldo in Höhe von 0,3 Mrd.
€. In Höhe von 0,4 Mrd. € stand dies im
Zusammenhang mit dem geschlossenen Vergleich und den
weiteren anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs
auf T‑Mobile US. Währungskurseffekte, v. a. aus
der Umrechnung von US-Dollar in Euro, trugen zur
Erhöhung des Buchwerts bei.
Übrige SchuldenDer Buchwert der kurz- und langfristigen übrigen
Schulden erhöhte sich um 0,8 Mrd. € auf 6,4 Mrd.
€, was in Höhe von 0,4 Mrd. € durch einen
Anstieg der Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern
verursacht war. Die Schulden aufgrund bestehender
Ausbauverpflichtungen im Zusammenhang mit noch zu
empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für
den Breitband-Ausbau in Deutschland erhöhten sich um
0,1 Mrd. €. Ebenso trugen Währungskurseffekte, v.
a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, zur
Erhöhung des Buchwerts bei.
VertragsverbindlichkeitenDer Buchwert der kurz- und langfristigen
Vertragsverbindlichkeiten lag mit 2,6 Mrd. € um 0,3
Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2021. Im
Wesentlichen sind hierunter abgegrenzte Umsatzerlöse
erfasst.
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
Der Buchwert der Schulden in direktem Zusammenhang mit
zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 1,4
Mrd. € auf 0,0 Mrd. €. Der Rückgang steht im
Zusammenhang mit dem Verkauf der T‑Mobile Netherlands
zum 31. März 2022. Diese war zum 31. Dezember 2021
wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als "zur
Veräußerung gehalten" eingestuft.
Weitere Informationen zum Verkauf der T‑Mobile
Netherlands finden Sie im Abschnitt "Veränderung des
Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".
EigenkapitalDer Buchwert des Eigenkapitals erhöhte sich
gegenüber dem 31. Dezember 2021 von 81,5 Mrd. €
auf 88,5 Mrd. €. Erhöhend wirkten der
Überschuss in Höhe von 5,7 Mrd. € sowie das
sonstige Ergebnis in Höhe von 7,8 Mrd. €. Im
sonstigen Ergebnis trugen im Wesentlichen erfolgsneutrale
Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von
6,0 Mrd. €, die Neubewertung der leistungsorientierten
Pläne in Höhe von 2,1 Mrd. € sowie Gewinne
aus Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,5 Mrd. €
zum Anstieg bei. Gegenläufig wirkten sich Steuern auf
direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen
in Höhe von 0,7 Mrd. € negativ auf das sonstige
Ergebnis aus. Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierten
Vergütungen erhöhten das Eigenkapital in
Höhe von 0,3 Mrd. €. Das Eigenkapital verringerte
sich im Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an
die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das
Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 3,2 Mrd. €
und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in
Höhe von 0,2 Mrd. €. Ebenso reduzierten
Transaktionen mit Eigentümern den Buchwert in
Höhe von 2,9 Mrd. € - im Wesentlichen aufgrund
des weiteren Erwerbs von T‑Mobile US Aktien zur
Erhöhung des Kapitalanteils.
Konsolidierungskreisveränderungen - im Wesentlichen
aufgrund der Veräußerung der T‑Mobile
Netherlands im operativen Segment Group Development -
verringerten den Buchwert des Eigenkapitals in Höhe
von 0,6 Mrd. €.
Weitere Informationen zur Erhöhung des
Kapitalanteils an T‑Mobile US und zum Verkauf der
T‑Mobile Netherlands finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderung des
Konsolidierungskreises, die Entwicklung der Transaktionen
mit Eigentümern und die im vergangenen
Geschäftsjahr gegen Sacheinlage durchgeführte
Kapitalerhöhung:
in Mio. €
scrollen
Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung UmsatzerlöseDie Umsätze gliedern sich in die folgenden
Erlösarten:
in Mio. €
scrollen
Weitere Informationen zur Entwicklung der
Umsatzerlöse finden Sie im Kapitel
"Geschäftsentwicklung des Konzerns" im
Konzern-Zwischenlagebericht.
Sonstige betriebliche Erträgein Mio. €
scrollen
Die Erträge aus Versicherungsentschädigungen
resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen
Abschlagszahlungen von Versicherungen im Zusammenhang mit
durch die Hochwasser- und Flutkatastrophe in
Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli 2021
entstandenen Schäden. Die Erträge aus
Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von
nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen resultierten
in Höhe von 1,7 Mrd. € aus dem Verlust der
Beherrschung über die GlasfaserPlus-Gesellschaften.
Aus der Veräußerung der T‑Mobile
Netherlands resultierte ein Entkonsolidierungsgewinn von
0,9 Mrd. €, der unter Berücksichtigung der
Rückzahlung interner Gesellschafterdarlehen sowie des
Netto-Reinvermögens zum Zeitpunkt der
Entkonsolidierung ermittelt wurde. Darüber hinaus
beinhalten die übrigen sonstigen betrieblichen
Erträge eine Vergleichszahlung von 0,2 Mrd. € im
Zusammenhang mit der Beilegung einer Reihe von
Patentstreitigkeiten zwischen T‑Mobile US und einem
Wettbewerber sowie eine Vielzahl von
betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.
Weitere Informationen zu den genannten
Unternehmenstransaktionen finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Sonstige betriebliche Aufwendungenin Mio. €
scrollen
Der Anstieg des Wertminderungsaufwands aus finanziellen
Vermögenswerten im Vorjahresvergleich resultierte im
Wesentlichen aus Wertberichtigungen von Kundenforderungen
v. a. im operativen Segment USA. Diese resultieren aus
höheren Forderungsbeständen sowie möglichen
zukünftigen makroökonomischen Auswirkungen. Die
Aufwendungen für Rechts- und Prüfungskosten
enthalten 0,4 Mrd. € für den geschlossenen
Vergleich und die weiteren anhängigen Verfahren wegen
des Cyberangriffs auf T‑Mobile US. Die übrigen
sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe
von 0,2 Mrd. € Aufwendungen im operativen Segment USA
für Datenspeicherung in Rechenzentren, in
Cloud-Anwendungen oder sonstige IT-Dienstleistungen.
Darüber hinaus sind hierin eine Vielzahl von
betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten
enthalten.
AbschreibungenDie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte,
Sachanlagen und Nutzungsrechte lagen im ersten Halbjahr
2022 bei 14,3 Mrd. € und damit insgesamt mit 0,7 Mrd.
€ über dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei
erhöhten sich die planmäßigen
Abschreibungen um 0,3 Mrd. €. Im operativen Segment
USA führte eine Nutzungsdauerverkürzung von
angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte
infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und
Sprint zu um 1,1 Mrd. € höheren
planmäßigen Abschreibungen der entsprechenden
Nutzungsrechte. Gegenläufig reduzierten sich im
operativen Segment USA die planmäßigen
Abschreibungen auf Sachanlagen aufgrund des fortgesetzten
strategischen Rückzugs aus dem Geschäft der
Endgerätevermietung. Im operativen Segment Group
Development lagen die Abschreibungen im Zusammenhang mit
der bis zu ihrem Verkauf als zur Veräußerung
gehaltenen T‑Mobile Netherlands und dem damit
verbundenen Aussetzen der planmäßigen
Abschreibungen sowie der anschließenden
Veräußerung der T‑Mobile Netherlands unter
Vorjahresniveau. Die Wertminderungen erhöhten sich
gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. € auf 0,5 Mrd.
€. Die in der Berichtsperiode erfassten
Wertminderungen entfielen im Wesentlichen auf
Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der
ehemaligen Sprint.
Weitere Informationen zu den Wertminderungen finden Sie
im Abschnitt "Sachanlagen".
FinanzergebnisDas Finanzergebnis veränderte sich gegenüber
dem ersten Halbjahr 2021 von minus 2,2 Mrd. € auf
minus 1,5 Mrd. €. Dabei verbesserte sich das sonstige
Finanzergebnis von 0,2 Mrd. € auf 1,0 Mrd. €.
Dazu beigetragen haben insbesondere positive
Bewertungseffekte aus einem Forward-Geschäft zur
Preissicherung des künftigen Erwerbs von
T‑Mobile US Aktien sowie im Periodenvergleich weniger
stark negative Bewertungseffekte aus in Anleihen
eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US. Positive
Bewertungseffekte aus der Amortisation und Folgebewertung
der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum
Kauf von T‑Mobile US Aktien lagen leicht über
Vorjahrsniveau. Der Zinsanteil aus der Bewertung von
Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhte sich
um 0,4 Mrd. €. Dieser stand im Wesentlichen im
Zusammenhang mit der Folgebewertung des nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen bewerteten
Barwerts der Rückstellung für die
Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK). Dahingegen entwickelte
sich das Zinsergebnis von minus 2,3 Mrd. € auf minus
2,5 Mrd. € rückläufig. Das Ergebnis aus nach
der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen lag auf dem
Niveau der Vergleichsperiode.
Weitere Informationen zu eingebetteten Derivaten der
T‑Mobile US finden Sie im Abschnitt "Angaben zu
Finanzinstrumenten".
ErtragsteuernIm ersten Halbjahr 2022 entstand ein Steueraufwand in
Höhe von 1,4 Mrd. €. Die Höhe der Steuer
spiegelt im Wesentlichen den Anteil der Länder am
Vorsteuerergebnis und deren jeweilige nationale
Steuersätze wider. Die effektive Steuerquote wurde
allerdings durch die Realisierung steuerfreier Erträge
aus der Veräußerung der T‑Mobile
Netherlands und von Anteilen an der GlasfaserPlus
wesentlich reduziert. Im Vergleichszeitraum entstand bei
einem niedrigeren Vorsteuerergebnis ein Steueraufwand in
Höhe von 1,3 Mrd. €.
Sonstige AngabenErläuterungen zur Konzern-KapitalflussrechnungCashflow aus GeschäftstätigkeitGegenüber der Vergleichsperiode erhöhte sich
der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 1,6 Mrd.
€ auf 18,0 Mrd. €. Die gute
Geschäftsentwicklung, sowohl in als auch
außerhalb der USA, wirkte hier positiv. Ebenfalls
positiv wirkten um 0,1 Mrd. € niedrigere
Ertragsteuerzahlungen. Belastend wirkten dagegen um 0,1
Mrd. € höhere Zinszahlungen (netto).
Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 0,1 Mrd. €
wirkten im ersten Halbjahr 2022 positiv auf den Cashflow
aus Geschäftstätigkeit. In der Vergleichsperiode
ergaben sich ebenfalls positive Effekte aus
Factoring-Vereinbarungen von 0,1 Mrd. €.
Cashflow aus Investitionstätigkeitin Mio. €
scrollen
a Enthält neben dem Zahlungsmittelzufluss
für den Verkauf des Geschäftsbetriebs in
Höhe von 113 Mio. € (118 Mio. €
Zahlungsmittelzufluss abzüglich abgegangener
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in
Höhe von 5 Mio. €) den Zahlungsmittelzufluss aus
der Sale- und-Leaseback-Transaktion in Höhe von 23
Mio. €.
Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 12,3 Mrd.
€ um 4,3 Mrd. € unter der Vergleichsperiode. Im
Berichtszeitraum wurden im operativen Segment USA
FCC-Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 2,6 Mrd. €
erworben. Weitere 0,1 Mrd. € wurden in diesem
Zusammenhang im Geschäftsjahr 2021 als Anzahlung
geleistet und in den Auszahlungen für Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen des
Vorjahres berücksichtigt. In der Vergleichsperiode
waren Auszahlungen für erworbene Mobilfunk-Lizenzen im
operativen Segment USA in Höhe von 8,0 Mrd. € und
im operativen Segment Europa in Höhe von 0,1 Mrd.
€ enthalten. Ohne Berücksichtigung der
Investitionen in Mobilfunk-Lizenzen lagen die Auszahlungen
für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen um 1,1 Mrd. € über der
Vergleichsperiode. Die Veränderung ergibt sich im
Wesentlichen aus einem Anstieg im operativen Segment USA
infolge des weiteren Ausbaus des 5G‑Netzwerks sowie
aus Währungskurseffekten.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeitin Mio. €
scrollen
Zahlungsunwirksame TransaktionenDie Deutsche Telekom hat im Berichtszeitraum in
Höhe von 8,9 Mrd. € Vermögenswerte, im
Wesentlichen Netzwerk-Ausstattung, Mobilfunk-Standorte und
Grundstücke und Gebäude, angemietet. In der
Bilanz werden diese Vermögenswerte in der Folge unter
den Nutzungsrechten und die dazugehörigen
Verpflichtungen unter den Leasing-Verbindlichkeiten
ausgewiesen. Die künftigen Tilgungen der
Verbindlichkeiten werden im Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Im
Berichtszeitraum entfielen 6,6 Mrd. € auf die
Modifikation der Verträge mit Crown Castle, die zu
einer Erhöhung des Buchwerts der Nutzungsrechte sowie
der Leasing-Verbindlichkeiten in gleicher Höhe
führte. Ohne diesen Effekt lagen die Anmietungen von
Vermögenswerten um 0,4 Mrd. € unter der
Vergleichsperiode, im Wesentlichen begründet durch den
Verkauf der T‑Mobile Netherlands. Darüber hinaus
erhöhten sich im Rahmen der Vertragsmodifikation die
Sachanlagen sowie die sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten um jeweils 0,8 Mrd. € für
Vertragsbestandteile, die aufgrund ihres
Finanzierungscharakters nicht im Anwendungsbereich von IFRS
16 liegen.
Weitere Informationen zur Vertragsmodifikation zwischen
T‑Mobile US und Crown Castle finden Sie im Abschnitt
"Nutzungsrechte".
Gegenleistungen für den Erwerb von
Medienübertragungsrechten werden von der Deutschen
Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei
Vertragsabschluss oder verteilt über die
Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene
Medienübertragungsrechte wurden im Berichtszeitraum
finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige
Gegenleistungen in Höhe von 0,2 Mrd. € passiviert
(in der Vergleichsperiode: 0,1 Mrd. €). Die Zahlung
der Gegenleistung wird im Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Im operativen Segment USA wurden im Berichtszeitraum
Mobilfunk-Endgeräte in Höhe von 0,2 Mrd. €
in den Sachanlagen aktiviert (in der Vergleichsperiode: 0,7
Mrd. €). Diese stehen im Zusammenhang mit dem
Endgeräte-Mietmodell der T‑Mobile US, bei dem
Kunden das Endgerät nicht kaufen, sondern mieten. Die
Auszahlungen werden im Cashflow aus
Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Der Rückgang
resultierte insbesondere aus dem Rückzug aus dem
Endgeräte-Mietmodell.
SegmentberichterstattungDie folgende Tabelle gibt einen Gesamtüberblick
über die operativen Segmente und das Segment Group
Headquarters & Group Services der Deutschen Telekom
für das erste Halbjahr 2022 und 2021.
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel
"Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" im
Konzern-Zwischenlagebericht.
In Übereinstimmung mit den internen
Grundsätzen der Segmentsteuerung wird bei intern an
Konzerngesellschaften begebenen Darlehen mit eingebetteten
Derivaten die derivative Komponente auch im
Segmentabschluss der Gläubigergesellschaft abgespalten
und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Segmentinformationen im ersten Halbjahrin Mio. €
scrollen
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a Werte sind stichtagsbezogen auf den 30. Juni
2022 und den 31. Dezember 2021.
Eventualverbindlichkeiten und -forderungenIm Folgenden werden Ergänzungen und neue
Entwicklungen zu den im Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr 2021 dargestellten
Eventualverbindlichkeiten und -forderungen ausgeführt.
Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von
Kabelkanalanlagen. In den vom BGH an die zuständigen
Oberlandesgerichte zurückverwiesenen Klagen der
Vodafone Deutschland GmbH und der Vodafone Hessen et al.
(jetzt Vodafone West GmbH) gegen die Telekom Deutschland
GmbH wegen vermeintlich überhöhter Entgelte
für die Nutzung von Kabelkanalanlagen, hat die
Klägerin Vodafone Deutschland GmbH zwischenzeitlich
ihre Klageanträge aktualisiert und beziffert diese nun
auf ca. 749 Mio. € zuzüglich Zinsen für den
Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2021. Die
finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht
ausreichend verlässlich geschätzt werden.
Verfahren gegen T‑Mobile US wegen Cyberangriff auf
T‑Mobile US. Wie im zusammengefassten Lagebericht im
Geschäftsbericht 2021 berichtet, wurden aufgrund des
Cyberangriffs Verbrauchersammelklagen gegen T‑Mobile
US sowie eine Aktionärsklage (Derivative Action) gegen
die Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der
T‑Mobile US erhoben. Die Aktionärsklage
(Derivative Action) gegen die Mitglieder des
Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US
wurde zwischenzeitlich vom Kläger zurückgenommen.
Am 22. Juli 2022 hat T‑Mobile US eine Vereinbarung
zur Beilegung der bundesgerichtlichen
Verbrauchersammelklage in Höhe von 350 Mio. US‑$
(331 Mio. €) abgeschlossen. Darüber hinaus sagt
T‑Mobile US zu, in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt
150 Mio. US‑$ (142 Mio. €) für
Datensicherheit und damit verbundene Technologien
auszugeben. Der Vergleich unterliegt noch der gerichtlichen
Genehmigung. Weitere Verfahren, die infolge des
Cyberangriffs anhängig gemacht wurden, sind weiterhin
anhängig. T‑Mobile US hat im Zusammenhang mit
dem geschlossenen Vergleich und den weiteren
anhängigen Verfahren bilanzielle Risikovorsorge in
Höhe von insgesamt rund 0,4 Mrd. US‑$ (rund 0,4
Mrd. €) getroffen. Im Hinblick auf die Anfragen von
verschiedenen staatlichen Behörden,
Strafverfolgungsbehörden und anderen Stellen
kooperiert T‑Mobile US weiterhin vollumfänglich.
Derzeit kann das sich hieraus ergebende finanzielle Risiko
nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.
Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer
Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission.
Wie im zusammengefassten Lagebericht im
Geschäftsbericht 2021 berichtet, haben Wettbewerber im
Anschluss an eine Bußgeldentscheidung der
Europäischen Kommission Klage vor dem Zivilgericht in
Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Nachdem in der
Berichtsperiode eine weitere Klage bei Gericht eingereicht
wurde, sind derzeit drei Klagen in Höhe von insgesamt
219 Mio. € zuzüglich Zinsen anhängig. Die
finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht
ausreichend verlässlich geschätzt werden.
Entschädigungen im Zusammenhang mit der Hochwasser-
und Flutkatastrophe im Juli 2021. Im Zusammenhang mit durch
die Hochwasser- und Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen
und Rheinland-Pfalz im Juli 2021 entstandenen Schäden
bestehen Eventualforderungen in Höhe von 0,1 Mrd.
€.
Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie folgende Tabelle gibt einen Überblick über
die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen
Telekom zum 30. Juni 2022:
in Mio. €
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Angaben zu FinanzinstrumentenBuchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte
nach Klassen und Bewertungskategorien in Mio. €
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a Für in Verträge eingebettete
Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene
Optionen zum Kauf oder Verkauf von Anteilen an
Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen
wir auf die detaillierten Ausführungen im
nachfolgenden Abschnitt.
in Mio. €
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Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorienin Mio. €
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wir auf die detaillierten Ausführungen im
nachfolgenden Abschnitt.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind
Forderungen in Höhe von 2,9 Mrd. € (31. Dezember
2021: 2,8 Mrd. €) enthalten, die eine Laufzeit von
mehr als einem Jahr haben. Der beizulegende Zeitwert
entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.
Angaben zum beizulegenden ZeitwertBei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist die
Verwendung von aktuellen, für das betreffende
Finanzinstrument an liquiden Märkten beobachtbaren
Bewertungsfaktoren (Eingangsparameter) zu maximieren und
die Verwendung anderer Eingangsparameter (z. B. historische
Preise, Preise für ähnliche Instrumente, Preise
auf nicht liquiden Märkten) zu minimieren. Für
diese Zwecke ist eine Bewertungshierarchie mit drei
Bewertungsstufen (Levels) definiert. Sind für das
betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag notierte
Preise auf liquiden Märkten verfügbar, werden
diese unangepasst für die Bewertung verwendet (Level
1-Bewertung). Andere Eingangsparameter sind dann für
die Bewertung irrelevant. Ein Beispiel sind aktiv
gehandelte börsennotierte Aktien und Anleihen. Sind
für das betreffende Finanzinstrument am
Abschluss-Stichtag zwar keine notierten Preise auf liquiden
Märkten verfügbar, kann es jedoch mittels anderer
am Abschluss-Stichtag am Markt beobachtbarer
Eingangsparameter bewertet werden, liegt eine Level
2-Bewertung vor. Voraussetzung hierfür ist, dass die
beobachtbaren Eingangsparameter nicht wesentlich angepasst
und keine nicht beobachtbaren Eingangsparameter verwendet
werden müssen. Ein Beispiel für Level
2-Bewertungen sind besicherte Zins-Swaps,
Devisentermingeschäfte und Zins-/Währungs-Swaps,
die anhand aktueller Zinssätze bzw.
Fremdwährungskurse bewertet werden können. Sofern
die Voraussetzungen für eine Level 1-Bewertung oder
eine Level 2-Bewertung nicht erfüllt sind, liegt eine
Level 3-Bewertung vor. In solchen Fällen müssen
beobachtbare Eingangsparameter wesentlich angepasst bzw.
nicht beobachtbare Eingangsparameter verwendet werden.
Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werdenin Mio. €
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scrollen
Von den zum beizulegenden Zeitwert über das
sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumenten der
sonstigen finanziellen Vermögenswerte bilden die
Instrumente der verschiedenen Levels jeweils eigene Klassen
von Finanzinstrumenten. Die beizulegenden Zeitwerte des
Gesamtbestands an Eigenkapitalinstrumenten in Level 1
entsprechen jeweils den Kursnotierungen zum
Abschluss-Stichtag.
Börsennotierte Anleihen und sonstige verbriefte
Verbindlichkeiten werden Level 1 oder Level 2 in
Abhängigkeit von der Marktliquidität des
jeweiligen Instruments zugeordnet. Folglich sind die in EUR
oder USD denominierten Emissionen mit relativ großem
Emissionsvolumen grundsätzlich als Level 1
qualifiziert, die übrigen grundsätzlich als Level
2. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 1 zugeordneten
Instrumente entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit
den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die
beizulegenden Zeitwerte der Level 2 zugeordneten
Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden
verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils
gültigen Zinsstrukturkurve sowie der
währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve
der Deutschen Telekom ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und sonstigen verzinslichen
Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden
verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils
gültigen Zinsstrukturkurve sowie der
währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve
der Deutschen Telekom ermittelt. Die beizulegenden
Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und der Ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen
werden als Barwerte der mit den Forderungen verbundenen
Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen
Zinsstrukturkurve sowie des Ausfallrisikos der Schuldner
ermittelt.
Da für die im Bestand befindlichen Level 2
zugeordneten derivativen Finanzinstrumente mangels
Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die
Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle
berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare
Eingangsparameter in die Bewertung einfließen.
Für derivative Finanzinstrumente entspricht der
beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom
bei Übertragung des Finanzinstruments zum
Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen
müsste. Dabei finden zum Abschluss-Stichtag relevante
Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als
Wechselkurse werden die am Abschluss-Stichtag geltenden
Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen
Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem
Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price
umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten
Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte
entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price.
Die zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumente umfassen eine
Vielzahl von Investments in strategische,
nicht-börsennotierte Einzelpositionen. Die Deutsche
Telekom erachtet die gewählte Bewertung über das
sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung
in die Gewinn- und Verlustrechnung für angemessen, da
für die Beteiligungen keine kurzfristigen
Gewinnerzielungsabsichten bestehen. Im Zeitpunkt der
Veräußerung eines Investments wird der gesamte
kumulierte Gewinn oder Verlust in die Gewinnrücklagen
reklassifiziert. Erwerbe und Veräußerungen
basieren auf geschäftspolitischen
Investitionsentscheidungen.
Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeitenin Mio. €
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scrollen
Bei den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert
über das sonstige Ergebnis bewerteten
Eigenkapitalinstrumenten der sonstigen finanziellen
Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von
505 Mio. € um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis
der besten verfügbaren Informationen zum
Abschluss-Stichtag vollzogen wird. Die größte
Relevanz misst die Deutsche Telekom dabei
grundsätzlich Transaktionen über Anteile an den
betreffenden Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem
werden Transaktionen über Anteile an vergleichbaren
Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche
Informationen für die Bewertung verwendet werden, ist
sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen Transaktion
zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die
Transaktion zu marktüblichen Konditionen vollzogen
wurde. Außerdem ist hierbei der Grad der
Ähnlichkeit zwischen Bewertungsobjekt und
vergleichbarem Unternehmen zu berücksichtigen. Nach
Einschätzung der Deutschen Telekom sind die
beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen zum
Abschluss-Stichtag hinreichend zuverlässig bestimmbar.
Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode
verweisen wir auf die vorstehende Tabelle. Am
Abschluss-Stichtag waren keine Beteiligungen zur
Veräußerung gehalten. Bei Beteiligungen mit
einem Buchwert von 267 Mio. € fanden in hinreichender
zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag Transaktionen
über Anteile dieser Unternehmen zu marktüblichen
Konditionen statt, weshalb die dort vereinbarten
Anteilspreise unangepasst für die Bewertung zum 30.
Juni 2022 heranzuziehen waren. Für Beteiligungen mit
einem Buchwert von 9 Mio. € entspricht nach Analyse
der operativen Entwicklung (insbesondere Umsatzerlöse,
EBIT und Liquidität) der bisherige Buchwert dem
aktuellen beizulegenden Zeitwert. Aufgrund besserer
Vergleichbarkeit sind frühere marktübliche
Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen neueren
Transaktionen über Anteile gleichartiger Unternehmen
vorzuziehen. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von
229 Mio. €, bei denen die letzten marktüblichen
Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen schon
weiter in der Vergangenheit liegen, repräsentiert eine
Bewertung auf Basis von in größerer zeitlicher
Nähe vollzogenen marktüblichen Transaktionen
über Anteile gleichartiger Unternehmen den
beizulegenden Zeitwert am zuverlässigsten. Hierbei
wurden Multiples auf die Bezugsgröße "erwartete
Umsatzerlöse" (Bandbreite von 3,1 bis 15,9)
angewendet. Entsprechend den individuellen Gegebenheiten
wurde bei den Multiples das 25 %-Quantil, der Median oder
das 75 %-Quantil verwendet. Wären für die
Multiples und für die erwarteten Umsatzerlöse
andere Werte verwendet worden, hätten sich andere
beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen
Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der
nachfolgenden Tabelle dargestellt. Weiterhin sind mit einem
Buchwert von umgerechnet 23 Mio. € nicht wesentliche
Einzeltitel enthalten, deren Wertschwankungen von
untergeordneter Bedeutung sind.
Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne
Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen
Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von
umgerechnet 68 Mio. € um in von T‑Mobile US
emittierte Anleihen eingebettete Optionen. Die durch
T‑Mobile US jederzeit ausübbaren Optionen
ermöglichen die vorzeitige Tilgung der Anleihen zu
festgelegten Ausübungspreisen. Für die Anleihen
als Gesamtinstrumente sind zwar regelmäßig und
auch am Abschluss-Stichtag beobachtbare Marktpreise
verfügbar, nicht jedoch für die darin
eingebetteten Optionen. Diese Kündigungsrechte werden
mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Dabei werden
historische Zinsvolatilitäten von Anleihen der
T‑Mobile US und vergleichbarer Emittenten verwendet,
da sie zum Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren
Schätzwert als aktuelle Marktvolatilitäten
darstellen. Die ebenfalls nicht beobachtbare Spread-Kurve
wurde auf Basis aktueller Marktpreise von Anleihen der
T‑Mobile US und Schuldinstrumenten vergleichbarer
Emittenten ermittelt. Risikoloser Zins und Spread wurden
getrennt voneinander simuliert. Zum aktuellen
Abschluss-Stichtag wurden für die verschiedenen
Rating-Stufen der Anleihen folgende Zinsvolatilitäten
und Spreads verwendet:
Verwendete Zinsvolatilitäten und Spreads nach Rating-Stufenscrollen
Für den nicht beobachtbaren Eingangsparameter Mean
Reversion wurden 3 % verwendet. Die verwendeten Werte
stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten
Schätzwert dar. Wären für die
Zinsvolatilität, die Spread-Kurve und für die
Mean Reversion andere Werte verwendet worden, hätten
sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese
hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in
der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Wäre der
risikolose Zins am Abschluss-Stichtag um 50 Basispunkte
höher (niedriger) gewesen, wäre der beizulegende
Zeitwert der Optionen um 21 Mio. € niedriger (um 29
Mio. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode
wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand
befindlichen Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im
sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von
umgerechnet 419 Mio. € für unrealisierte Verluste
erfasst. Im Berichtszeitraum wurde keine Option
ausgeübt. Zur Entwicklung der Buchwerte in der
Berichtsperiode wird auf die obenstehende Tabelle
verwiesen. Die im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfassten
Wertänderungen waren im Wesentlichen auf Bewegungen
der bewertungsrelevanten Zinssätze und historischen
absoluten Zinsvolatilitäten zurückzuführen.
Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine
eigene Klasse von Finanzinstrumenten.
Sensitivitäten¹ der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten in Abhängigkeit der nicht beobachtbaren Eingangsparameterin Mio. €
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scrollen
1 Veränderung des betreffenden
Eingangsparameters unter der Annahme, dass alle
übrigen Eingangsparameter unverändert sind.
Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne
Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen
Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von
umgerechnet 303 Mio. € um Stromtermingeschäfte
(Energy Forward Agreements), die in von der T‑Mobile
US abgeschlossene Verträge eingebettet sind. Dies gilt
entsprechend für derivative finanzielle
Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von umgerechnet
weniger als 1 Mio. €. Diese Verträge bestehen aus
jeweils zwei Komponenten, dem Energy Forward Agreement und
dem Erwerb von Renewable Energy Credits durch
T‑Mobile US. Für ein Energy Forward Agreement
wird der kommerzielle Produktionsbeginn für 2024
erwartet, für die übrigen hat er bereits
stattgefunden. Unter den separat als Derivate bilanzierten
Energy Forward Agreements erhält T‑Mobile US ab
kommerziellem Produktionsbeginn während der
Vertragslaufzeit variable Beträge basierend auf der
tatsächlichen Energieproduktionsmenge und dann
aktuellen Energiepreisen und bezahlt feste Beträge je
produzierter Energieeinheit. Die Energy Forward Agreements
werden mangels beobachtbarer Marktpreise mittels
Bewertungsmodellen bewertet. Der Wert der Derivate wird
wesentlich beeinflusst von der künftigen
Energieproduktionsmenge, den künftigen Energiepreisen
auf den betreffenden Märkten und den künftigen
Preisen für Renewable Energy Credits. Die wesentlichen
Vertragsparameter einschließlich der für die
nicht beobachtbaren Parameter bzw. Zeiträume
getroffenen Annahmen sind in der nachfolgenden Tabelle
dargestellt. Diese getroffenen Annahmen stellen nach
unserer Einschätzung den jeweils besten
Schätzwert dar. Nach Einschätzung der
T‑Mobile US wurden die Verträge zu aktuellen
Marktkonditionen geschlossen und bei der Bewertung wurden
die am besten geeigneten Werte für die nicht
beobachtbaren Eingangsparameter verwendet. Der
Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug jeweils Null.
Weil nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen
Einfluss auf die Bewertung der Derivate haben, wurde - mit
Ausnahme der nachfolgend erläuterten, von Sprint
abgeschlossenen Verträge - im Zeitpunkt der
erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung jeweils
ergebende Betrag (Day 1 Gain) nicht bilanziert. Vielmehr
werden die Day 1 Gains über den Zeitraum der
kommerziellen Energieproduktion linear ertragswirksam
amortisiert. Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus
der periodischen Bewertung der Derivate mit dem jeweiligen
Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern.
Alle Beträge aus der Derivatebewertung werden je
Vertrag sowohl in der Bilanz (derivative finanzielle
Vermögenswerte bzw. derivative finanzielle
Verbindlichkeiten) als auch in der Gewinn- und
Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw.
sonstige betriebliche Erträge) saldiert. Auch Sprint
hat solche Verträge im Bestand. Diese wurden noch vor
dem Unternehmenszusammenschluss mit T‑Mobile US
abgeschlossen, und auch bei ihnen haben nicht beobachtbare
Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung
der Derivate. Aufgrund der Vorschriften für
Unternehmenszusammenschlüsse sind jedoch die sich bei
der Bewertung jeweils ergebenden Beträge als
derivative finanzielle Vermögenswerte erfasst, weshalb
für diese Verträge keine noch zu amortisierenden
Beträge existieren. An den nachfolgenden
Abschluss-Stichtagen werden die Effekte aus der
periodischen Bewertung der Derivate in voller Höhe in
der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche
Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge)
erfasst. Die vorstehenden Ausführungen gelten
grundsätzlich entsprechend für Level 3
zugeordnete Derivate mit Hedge-Beziehung der derivativen
finanziellen Vermögenswerte mit einem Buchwert von
umgerechnet weniger als 1 Mio. €. Diese Verträge
wurden im Berichtszeitraum in Europa abgeschlossen, wobei
es sich um freistehende Stromtermingeschäfte handelt,
die keinen Erwerb von Renewable Energy Certificates oder
anderen Emissionszertifikaten umfassen. Dementsprechend
wird der Wert dieser Derivate nicht beeinflusst von den
künftigen Preisen für Emissionszertifikate. Aus
diesen Verträgen resultierte ein im Zeitpunkt der
erstmaligen Erfassung nicht bilanzierter Day 1 Gain. Der
kommerzielle Produktionsbeginn wird für 2023 erwartet.
Im Rahmen der Hedge-Beziehung wird der effektive Teil der
Wertänderungen im sonstigen Ergebnis erfasst und
modifiziert bei Eintritt des gesicherten
Grundgeschäfts (physische Stromlieferungen) den
entsprechenden Materialaufwand. Ineffektivitäten
werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw.
sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Am
Abschluss-Stichtag ist der errechnete beizulegende Zeitwert
aus Sicht der Deutschen Telekom für alle vorstehend
dargestellten, von den Konzerngesellschaften
abgeschlossenen Stromtermingeschäfte positiv und
beträgt umgerechnet 597 Mio. €. Wären
für die künftigen Energiepreise, für die
künftige Energieproduktionsmenge und für die
künftigen Preise der Renewable Energy Credits andere
Werte verwendet worden, hätten sich andere
beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen
Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden
Tabelle dargestellt. Aus der Level 3-Bewertung wurde in der
Berichtsperiode für alle vorstehenden
Stromtermingeschäfte im sonstigen betrieblichen
Ergebnis ein Nettoergebnis (Ertrag) von umgerechnet 112
Mio. € für unrealisierte Gewinne der Derivate
erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte in der
Berichtsperiode wird auf die entsprechende Tabelle
verwiesen. Die Wertänderungen im Berichtszeitraum sind
im Wesentlichen auf Veränderungen der beobachtbaren
und der nicht beobachtbaren Energiepreise sowie auf
Zinseffekte zurückzuführen. Außerdem wurde
von T‑Mobile US eine Wertminderung erfasst für
ein Projekt, dessen kommerzieller Produktionsbeginn noch
nicht erreicht wurde, weil zu erwarten ist, dass die
Vertragskonditionen zu Gunsten des Vertragspartners
angepasst werden müssen, um die Projektrealisierung
sicherzustellen. Die Entwicklung des noch in der Gewinn-
und Verlustrechnung zu amortisierenden Day 1 Gains in der
Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Die lineare ertragswirksame Amortisation der Day 1 Gains
während der kommerziellen Energieproduktion
beläuft sich auf umgerechnet insgesamt 23 Mio. €
pro Jahr. Aufgrund ihrer Eigenart bilden die
Stromtermingeschäfte eine eigene Klasse von
Finanzinstrumenten.
scrollen
In den Level 3 zugeordneten finanziellen
Vermögenswerten sind mit einem Buchwert von
umgerechnet 224 Mio. € derivative finanzielle
Vermögenswerte enthalten, die aus erworbenen
Aktienoptionen zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US
resultieren. Die jederzeit ausübbaren Aktienoptionen
haben eine Laufzeit bis 2024, können teilweise zu
festen sowie teilweise zu variablen Kaufpreisen
ausgeübt werden und werden mithilfe eines
Optionspreismodells bewertet. Dabei werden neben dem am
Markt beobachtbaren Aktienkurs und den risikolosen
Zinssätzen auch durchschnittliche, aus historischen
und aktuellen Werten abgeleitete
Aktienkursvolatilitäten der T‑Mobile US und
vergleichbarer Unternehmen verwendet, da diese zum
Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren
Schätzwert für diesen Eingangsparameter
darstellen als ausschließlich aktuelle
Marktvolatilitäten. Der zum aktuellen
Abschluss-Stichtag für die Aktienkursvolatilität
verwendete Wert lag bei 26,2 % und stellt nach unserer
Einschätzung den besten Schätzwert dar. Am
Abschluss-Stichtag beträgt der errechnete beizulegende
Zeitwert der Aktienoptionen umgerechnet 329 Mio. €.
Wäre für die Aktienkursvolatilität ein
anderer Wert verwendet worden, hätte sich ein anderer
beizulegender Zeitwert errechnet. Diese hypothetischen
Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden
Tabelle dargestellt. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese
Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Der
Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug Null. Weil
nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss
auf die Bewertung der Optionen haben, wurde im Zeitpunkt
der erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung
ergebende Fair Value von umgerechnet 1.005 Mio. € (vor
Abzug von Transaktionskosten) nicht bilanziert. Vielmehr
wird dieser Betrag über die Laufzeit der Optionen
ertragswirksam amortisiert. Diese Amortisation modifiziert
den Effekt aus der periodischen Bewertung der Optionen mit
dem Bewertungsmodell und aktualisierten
Bewertungsparametern. Alle Beträge aus der
Optionsbewertung werden sowohl in der Bilanz (sonstige
derivative finanzielle Vermögenswerte) als auch in der
Gewinn- und Verlustrechnung (sonstiges Finanzergebnis)
saldiert. Die Wertänderungen im Berichtszeitraum sind
im Wesentlichen auf Veränderungen des Aktienkurses
sowie des risikolosen Zinses zurückzuführen. In
der Berichtsperiode wurden die Aktienoptionen teilweise
ausgeübt. Die Entwicklung des noch in der Gewinn- und
Verlustrechnung zu amortisierenden Betrags in der
Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Weitere Informationen zu den Aktienoptionen finden Sie
im Abschnitt "Sonstige finanzielle Vermögenswerte".
In den Level 3 zugeordneten finanziellen
Vermögenswerten ist mit einem Buchwert von 17 Mio.
€ ein derivativer finanzieller Vermögenswert
enthalten, der aus einer erworbenen Option zum Verkauf der
Anteile an der Cellnex Netherlands resultiert (Put-Option).
Die Option wurde zeitgleich mit den Anteilen erworben,
Optionsstillhalterin ist Cellnex. Der Ausübungspreis
der Option entspricht grundsätzlich dem beizulegenden
Zeitwert der Anteile, wobei jedoch für den Fall der
Ausübung bis zum Ende des vierten Laufzeitjahres feste
Mindestausübungspreise vereinbart sind. Die jederzeit
ausübbare Option hat eine Laufzeit bis 2026 und wird
mit einem Optionspreismodell bewertet. Unter
Berücksichtigung der Volatilitäten vergleichbarer
Unternehmen wurde für die Bewertung eine
Anteilspreisvolatilität von 20 % verwendet, die nach
unserer Einschätzung den besten Schätzwert
für diesen nicht beobachtbaren Parameter darstellt.
Der ebenfalls nicht beobachtbare beizulegende Zeitwert der
Anteile beläuft sich am Abschluss-Stichtag auf 0,5
Mrd. €. Der errechnete beizulegende Zeitwert der
Option beträgt am Abschluss-Stichtag 112 Mio. €.
Wären für die Anteilspreisvolatilität und
den beizulegenden Zeitwert der Anteile andere Werte
verwendet worden, hätte sich ein anderer beizulegender
Zeitwert errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen
(Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle
dargestellt. Die Gegenleistung (im Sinne des IFRS) der
Deutschen Telekom für den Anteilserwerb entsprach dem
beizulegenden Zeitwert der Anteile, der Transaktionspreis
der Option betrug Null. Weil nicht beobachtbare
Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung
der Option haben, wurde im Zeitpunkt der erstmaligen
Erfassung der sich bei der Bewertung ergebende Fair Value
von 129 Mio. € nicht bilanziert. Vielmehr wird dieser
Betrag über vier Jahre ertragswirksam amortisiert.
Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der
periodischen Bewertung der Option mit dem Bewertungsmodell
und aktualisierten Bewertungsparametern. Alle Beträge
aus der Optionsbewertung werden sowohl in der Bilanz
(sonstige derivative finanzielle Vermögenswerte), als
auch in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige
betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche
Erträge) saldiert. Die Wertänderung im
Berichtszeitraum ist im Wesentlichen auf den Anstieg des
beizulegenden Zeitwerts der Anteile und die geringere
Restlaufzeit zurückzuführen. Die Entwicklung des
noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu amortisierenden
Betrages in der Berichtsperiode ist der nachfolgenden
Tabelle zu entnehmen.
Entwicklung der noch nicht amortisierten Beträgein Mio. €
scrollen
In den Level 3 zugeordneten finanziellen
Vermögenswerten (Ausgereichte Darlehen und sonstige
Forderungen) ist mit einem Buchwert von 427 Mio. € die
bedingte Kaufpreisforderung aus dem Verkauf eines 50
%-Anteils an GlasfaserPlus enthalten. Sie entsteht
sukzessive bei Erreichung bestimmter Fortschritte beim
Glasfaser-Ausbau und wird erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Für die Bewertung legt die Deutsche
Telekom die aktuelle Ausbauplanung der GlasfaserPlus zu
Grunde. Zum aktuellen Abschluss-Stichtag ist davon
auszugehen, dass von 2025 bis 2028 Zahlungen fällig
werden. Der Spread der Schuldnerin IFM stellt einen nicht
beobachtbaren Eingangsparameter dar, zum aktuellen
Abschluss-Stichtag wurden bei der Abzinsung der einzelnen
Zahlungen Werte zwischen 1,9 % und 2,1 % verwendet. Die
verwendeten Annahmen stellen nach unserer Einschätzung
den jeweils besten Schätzwert dar. Wären für
die Höhe und die Fälligkeitszeitpunkte der
Zahlungen und für den Spread andere Annahmen verwendet
worden, hätte sich ein anderer beizulegender Zeitwert
errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen
(Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle
dargestellt. Aus der Level 3-Bewertung der Forderung wurde
in der Berichtsperiode im sonstigen betrieblichen Ergebnis
ein Nettoergebnis (Aufwand) von 28 Mio. € für
unrealisierte Abzinsungseffekte erfasst. Zur Entwicklung
der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf die
obenstehende Tabelle verwiesen. Die Wertänderung im
Berichtszeitraum ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der
bewertungsrelevanten Zinssätze
zurückzuführen. Aufgrund seiner Eigenart bildet
dieses Instrument eine eigene Klasse von
Finanzinstrumenten. Bei den übrigen, Level 3
zugeordneten finanziellen Vermögenswerten
(Ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen) mit
einem Buchwert von 25 Mio. € handelt es sich um
unwesentliche Sachverhalte, aus denen keine wesentlichen
Wertschwankungen zu erwarten sind.
Weitere Informationen zum Gemeinschaftsunternehmen
GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Für die Level 3 zugeordneten zum beizulegenden
Zeitwert über das sonstige Ergebnis oder zum
beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
übrigen ausgereichten Darlehen und sonstigen
Forderungen stellt das Kreditrisiko der jeweiligen
Gegenpartei den wesentlichen Einflussfaktor bei der
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dar. Wären zum
Abschluss-Stichtag um 1 % höhere (niedrigere)
Ausfallraten anzusetzen gewesen, so wären bei
unveränderten Bezugsgrößen die
beizulegenden Zeitwerte der Instrumente um 1 % niedriger
(höher) gewesen.
In den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert
erfolgswirksam bewerteten finanziellen Vermögenswerten
sind mit einem Buchwert von 21 Mio. € weitere von
Dritten erworbene Optionen zum Kauf von
Unternehmensanteilen enthalten. Aus diesen
Einzelsachverhalten sind keine wesentlichen
Wertschwankungen zu erwarten. Aufgrund ihrer Eigenart
bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von
Finanzinstrumenten.
Angaben zum KreditrisikoGemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden
im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden
Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw.
negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet, und es
verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung
bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall
bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Von
Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h.
der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden
Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht
der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die
Deutsche Telekom frei verfügbare Barmittel im Rahmen
von Collateral-Verträgen in Höhe von 323 Mio.
€ (31. Dezember 2021: 1.616 Mio. €). Hierdurch
wurde das Ausfallrisiko um 323 Mio. € (31. Dezember
2021: 1.590 Mio. €) reduziert, da den erhaltenen
Barsicherheiten (Collaterals) am Abschluss-Stichtag in
dieser Höhe entsprechende Nettoderivatepositionen
gegenüberstehen. Für die derivativen
Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert,
deren Buchwert zum Abschluss-Stichtag 1.734 Mio. €
(31. Dezember 2021: 1.844 Mio. €) betrug, bestand
aufgrund dieser Vereinbarungen zum 30. Juni 2022 ein
verbleibendes Ausfallrisiko in Höhe von 259 Mio.
€ (31. Dezember 2021: 13 Mio. €).
An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d.
h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden
Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht
der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die
Deutsche Telekom im Rahmen von Collateral-Verträgen
zum Abschluss-Stichtag Barsicherheiten in Höhe von 827
Mio. € (31. Dezember 2021: 423 Mio. €). Den
gezahlten Barsicherheiten stehen am Abschluss-Stichtag in
Höhe von 655 Mio. € (31. Dezember 2021: 423 Mio.
€) entsprechende Nettoderivatepositionen
gegenüber, weshalb sie in dieser Höhe keinen
Ausfallrisiken unterlagen.
Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden
derivativen Finanzinstrumenten bilden die erhaltenen
(gezahlten) Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen
Verbindlichkeiten (Vermögenswerten). Darüber
hinaus existieren keine wesentlichen, das maximale
Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten
mindernden Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der
übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht
somit deren Buchwert.
Bei einem Großteil der von T‑Mobile US
emittierten Anleihen hat T‑Mobile US gemäß
der Anleihebedingungen das Recht, die Anleihen zu
bestimmten Konditionen vorzeitig zu kündigen. Diese
Kündigungsrechte stellen eingebettete Derivate dar und
werden gesondert als derivative finanzielle
Vermögenswerte in der Konzern-Bilanz angesetzt. Da sie
keinem Ausfallrisiko unterliegen, bilden sie eine eigene
Klasse von Finanzinstrumenten. Zu den Energy Forward
Agreements, für die keine Sicherheiten gestellt
werden, wird auf vorstehende Ausführungen verwiesen.
Darüber hinaus existiert kein Ausfallrisiko aus im
Bestand befindlichen eingebetteten Derivaten. Für die
von Dritten erworbenen Optionen auf Aktien eines
Tochterunternehmens der Deutschen Telekom sowie andere
Unternehmensanteile bestehen keine Sicherheiten (siehe
Angaben zuvor).
Im Zusammenhang mit Auktionen zum Erwerb von
Spektrumlizenzen haben Tochtergesellschaften der Deutschen
Telekom zusätzlich Barsicherheiten von umgerechnet 64
Mio. € hinterlegt (31. Dezember 2021: 90 Mio. €).
Für von Sprint emittierte Verbindlichkeiten mit dem
Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei
Ausfall waren am Abschluss-Stichtag Zahlungsmittel von
umgerechnet 81 Mio. € (31. Dezember 2021: 76 Mio.
€) als Barsicherheit verpfändet. Diese
Barsicherheiten unterliegen keinem wesentlichen
Ausfallrisiko.
Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenZu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021
beschriebenen Angaben über Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen ergab sich bis zum
30. Juni 2022 folgende wesentliche Änderung:
Gemeinschaftsunternehmen. Die Deutsche Telekom hat am 5.
November 2021 den Einstieg von IFM Global Infrastructure
Fund mit einer Beteiligung von 50 % an der
Ausbaugesellschaft GlasfaserPlus GmbH bekannt gegeben. Der
Verkauf eines 50 %-Anteils an GlasfaserPlus wurde am 28.
Februar 2022 vollzogen, nachdem die EU-Kommission die
Transaktion am 25. Januar 2022 genehmigt hat und die
restlichen Vollzugsbedingungen erfüllt wurden. Die
Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen werden seit dem 28.
Februar 2022 unter Anwendung der Equity-Methode in den
Konzernabschluss einbezogen. Zum 30. Juni 2022 betrug der
Buchwert der Beteiligung 1,0 Mrd. €.
Weitere Informationen zum Gemeinschaftsunternehmen
GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
OrganeVorstand. Mit Beschluss vom 15. Dezember 2021 hat der
Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG die Bestellung von
Herrn Timotheus Höttges zum Vorstandsvorsitzenden zum
31. Dezember 2021 aufgehoben und Herrn Höttges
für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember
2026 zum Vorstandsvorsitzenden wiederbestellt.
Aufsichtsrat. Bei der Hauptversammlung am 7. April 2022
haben die Aktionäre der Deutschen Telekom AG Herrn Dr.
Frank Appel zum Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen
Telekom AG gewählt. Im Anschluss daran hat der
Aufsichtsrat Herrn Dr. Appel zum neuen
Aufsichtsratsvorsitzenden, als Nachfolger des mit Ablauf
der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden
Herrn Prof. Dr. Ulrich Lehner, gewählt.
Ereignisse nach der BerichtsperiodeVereinbarung mit DigitalBridge und Brookfield über
das Funkturmgeschäft des Konzerns in Deutschland und
Österreich. Am 13. Juli 2022 hat die Deutsche Telekom
mit DigitalBridge und Brookfield eine Vereinbarung
über den Verkauf von 51,0 % der Anteile an den
Gesellschaften des Funkturmgeschäfts in Deutschland
und Österreich im operativen Segment Group Development
(GD-Tower-Gesellschaften) geschlossen.
Weitere Informationen zur Vereinbarung mit DigitalBridge
und Brookfield über GD Towers finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Verfahren gegen T‑Mobile US wegen Cyberangriff auf
T‑Mobile US. Informationen zur am 22. Juli 2022
abgeschlossenen Vereinbarung zur Beilegung der
bundesgerichtlichen Verbrauchersammelklage finden Sie im
Abschnitt "Eventualverbindlichkeiten und -forderungen".
Aufnahme neuer Gesellschafter in den Infrastrukturfonds
(DIV II). Am 2. August 2022 hat die Digital Transformation
Capital Partners (DTCP Infra) neue Investoren in die
Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II SCSp
SICAV-RAIF (DIV II) aufgenommen. Infolgedessen reduzierte
sich der Anteil der Deutschen Telekom von 66,67 % auf 43,5
%.
Weitere Informationen zur Aufnahme neuer Gesellschafter
in den Infrastrukturfonds DIV II finden Sie im Abschnitt
"Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige
Transaktionen".
Vereinbarungen über den Erwerb von Spektrumlizenzen
in den USA. Am 8. August 2022 hat T-Mobile US mit Channel
51 License Co LLC und LB License Co, LLC
(Veräußerer) Vereinbarungen über den Erwerb
von 600 MHz-Spektrumlizenzen zu einem Kaufpreis von
insgesamt 3,5 Mrd. US-$ (3,4 Mrd. €) geschlossen. Die
Lizenzen werden ohne damit verbundene
Netzwerk-Vermögenswerte erworben. Derzeit werden diese
Lizenzen durch T-Mobile US im Rahmen bestehender
Vereinbarungen mit den Veräußerern über die
befristete Anmietung von Spektrum (Spectrum Leases)
genutzt. Die Vereinbarungen stehen unter dem Vorbehalt der
Genehmigungen der Regulierungsbehörden sowie weiterer
Vollzugsbedingungen. Der Abschluss der Transaktionen wird
zwischen Mitte und Ende 2023 erwartet.
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bonn, den 11. August 2022
Deutsche Telekom AG
Der Vorstand
Timotheus Höttges
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Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Deutsche Telekom AG, BonnWir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
- bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022, der Gewinn-
und Verlustrechnung sowie der Gesamtergebnisrechnung, der
Eigenkapitalveränderungsrechnung, der
Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den
Konzern-Zwischenlagebericht der Deutschen Telekom AG, Bonn,
für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022,
die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach §
115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht
unterzogen. Die Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses
nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)
für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach
den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des
Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine
Bescheinigung zu dem Konzern-Zwischenabschluss und dem
Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des
Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen sowie unter
ergänzender Beachtung des International Standard on
Review Engagements 2410 "Review of Interim Financial
Information Performed by the Independent Auditor of the
Entity" vorgenommen. Danach haben wir die prüferische
Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir
bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit
ausschließen können, dass der
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss der Deutschen Telekom AG, Bonn,
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der
EU anzuwenden sind, oder dass der
Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht
in Übereinstimmung mit den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden ist.
Düsseldorf, den 11. August 2022
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Weitere InformationenÜberleitungsrechnung zur organischen Entwicklung für wesentliche Kennzahlen der VorjahresvergleichsperiodeIn der organischen Betrachtung werden die Zahlen der
Vergleichsperiode aufgrund von
Konsolidierungskreiseffekten, Währungskurseffekten und
sonstigen Effekten angepasst. Dies erhöht die
Aussagefähigkeit des Vorjahresvergleichs an eine
geänderte Unternehmensstruktur bzw.
Währungskursentwicklungen.
in Mio. €
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GlossarFür Begriffserklärungen verweisen wir auf den
Geschäftsbericht 2021 und das darin enthaltene
Glossar.
HaftungsausschlussDieser Bericht (v. a. das Kapitel "Prognose")
enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die
gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen
Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse
widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die
Wörter "erwarten", "davon ausgehen", "annehmen",
"beabsichtigen", "einschätzen", "anstreben", "zum Ziel
setzen", "planen", "werden", "erstreben", "Ausblick" und
vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten
im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder
Ziele für Umsatz, bereinigtes EBITDA AL oder andere
Maßstäbe für die Performance beziehen.
Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit
gültigen Plänen, Einschätzungen und
Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten.
Solche Aussagen unterliegen Risiken und
Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig
einzuschätzen sind und die im Allgemeinen
außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen.
Dazu gehören u. a. auch der Fortschritt, den die
Deutsche Telekom mit den personalbezogenen
Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die
Auswirkungen anderer bedeutender strategischer und
operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs
oder der Veräußerung von Gesellschaften sowie
von Unternehmenszusammenschlüssen.
Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und
Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind
Veränderungen der Währungskurse und
Zinssätze, regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb,
der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei
den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und
aufsichtsrechtliche Entwicklungen.
Sollten diese oder andere Risiken und
Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den
Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig
herausstellen, so können die tatsächlichen
Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen
abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder
impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann keine Garantie
dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht
werden.
Die Deutsche Telekom lehnt - unbeschadet bestehender
kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - jede
Verantwortung für eine Aktualisierung der
zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung
neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder
anderer Dinge ab.
Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen
legt die Deutsche Telekom alternative Leistungskennzahlen
vor, z. B. Service-Umsatz, EBITDA, EBITDA AL, bereinigtes
EBITDA, bereinigtes EBITDA AL, bereinigtes Core EBITDA AL,
bereinigte EBITDA AL-Marge, bereinigtes EBIT, EBIT-Marge,
bereinigter Konzernüberschuss/(-fehlbetrag),
bereinigtes Ergebnis je Aktie, Free Cashflow, Free Cashflow
AL sowie Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die
nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind.
Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als
Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen.
Alternative Leistungskennzahlen unterliegen weder den IFRS
noch anderen allgemein geltenden
Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen
diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen
zugrunde.
Weitere Informationen zu alternativen
Leistungskennzahlen finden Sie im Geschäftsbericht
2021, Kapitel "Konzernsteuerung" sowie auf unserer Investor
Relations Website.
Die Zahlenangaben in diesem Bericht wurden
kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen,
dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe
addieren.
In unserem Konzern-Zwischenbericht (PDF und online)
verweisen wir mittels Hinweisen bzw. Verlinkungen auf
Internet-Seiten mit weiterführenden Informationen
außerhalb des Konzern-Zwischenberichts. Dies erfolgt
lediglich ergänzend und dient ausschließlich dem
vereinfachten Zugang zu diesen Informationen. Wir weisen
darauf hin, dass diese Informationen nicht Bestandteil des
Konzern-Zwischenberichts sind.
Finanzkalender11. August 2022Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum
30. Juni 2022
10. November 202Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum
30. September 2022
23. Februar 2023Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr
2022 und Veröffentlichung des Geschäftsberichts
2022
5. April 2023
Hauptversammlung 2023
11. Mai 2023Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum
31. März 2023
10. August 2023Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum
30. Juni 2023
Bei allen Terminen Änderungen vorbehalten.
Weitere Termine, Terminaktualisierungen und Hinweise zu
Live-Übertragungen finden Sie auf unserer Investor
Relations Website.
ImpressumDeutsche Telekom AG
Friedrich-Ebert-Allee 140
53113 Bonn
www.telekom.com
Kontakt für Medienanfragen:Unternehmenskommunikation
Telefon 0228 181 49494
E-Mail medien@telekom.de
Kontakt für Fragen rund um die T-Aktie:Investor RelationsTelefon 0228 181 88880
E-Mail investor.relations@telekom.de
Der Konzern-Zwischenbericht 1. Januar bis 30. Juni 2022
ist eine Veröffentlichung der Deutschen Telekom AG und
liegt auch in englischer Sprache vor. Im Zweifelsfall ist
die deutsche Version maßgeblich.
Dieser Konzern-Zwischenbericht ist im Internet abrufbar.
Unser Geschäftsbericht ist im Internet abrufbar.
Konzeption: Deutsche Telekom AG
Gestaltung & technische Umsetzung:nexxar GmbH, Wien - Online-Geschäftsberichte und
Online-Nachhaltigkeitsberichte
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