Deutsche Telekom AG

Bonn

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022

Konzern-Zwischenbericht H1 2022 1. Januar bis 30. Juni

Die Deutsche Telekom auf einen Blick

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q2 2022 Q2 2021
Umsatz und Ergebnis
Konzernumsatz 56.191 52.983 6,1 28.168 26.593
davon: Inlandsanteil % 22,3 21,6 21,4 19,5
davon: Auslandsanteil % 77,7 78,4 78,6 80,5
Service-Umsatz 45.178 40.913 10,4 22.891 20.657
EBITDA 23.019 20.830 10,5 9.927 10.469
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 22.912 21.575 6,2 11.476 10.877
EBITDA AL 18.539 17.591 5,4 7.453 8.793
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 19.763 18.662 5,9 9.891 9.418
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 35,2 35,2 35,1 35,4
Betriebsergebnis (EBIT) 8.684 7.207 20,5 2.356 3.688
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) 5.409 2.815 92,1 1.460 1.879
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 4.683 3.315 41,3 2.445 2.113
Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert) 1,09 0,59 84,7 0,29 0,40
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert) 0,94 0,70 34,3 0,49 0,45
Bilanz
Bilanzsumme 301.686 270.504 11,5
Eigenkapital 88.492 77.000 14,9
Eigenkapitalquote % 29,3 28,5
Netto-Finanzverbindlichkeiten 146.104 127.972 14,2
Cashflow
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 17.979 16.387 9,7 8.621 8.080
Cash Capex (12.259) (16.593) 26,1 (5.086) (4.322)
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (9.642) (8.570) (12,5) (4.984) (4.287)
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) 8.421 7.923 6,3 3.671 3.851
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) 6.540 5.350 22,2 2.759 2.766
Cashflow aus Investitionstätigkeit (10.148) (16.307) 37,8 (5.636) (3.934)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (10.491) (4.513) n.a. (7.838) (5.100)
scrollen
Veränderung in% Gesamtjahr
2021
Umsatz und Ergebnis
Konzernumsatz 5,9 108.794
davon: Inlandsanteil 23,0
davon: Auslandsanteil 77,0
Service-Umsatz 10,8 84.057
EBITDA (5,2) 40.539
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 5,5 43.175
EBITDA AL (15,2) 33.893
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 5,0 37.330
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) 34,3
Betriebsergebnis (EBIT) (36,1) 13.057
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (22,3) 4.176
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 15,7 5.862
Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert) (27,5) 0,87
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert) 8,9 1,22
Bilanz
Bilanzsumme 281.627
Eigenkapital 81.469
Eigenkapitalquote 28,9
Netto-Finanzverbindlichkeiten 132.142
Cashflow
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 6,7 32.171
Cash Capex (17,7) (26.366)
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (16,3) (17.978)
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) (4,7) 14.332
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) (0,3) 8.810
Cashflow aus Investitionstätigkeit (43,3) (27.403)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (53,7) (10.779)

Informationen zu der Geschäftsentwicklung der operativen Segmente finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" im Konzern-Zwischenlagebericht sowie im IR-Back-up auf unserer Investor Relations Website.

in Mio.

scrollen
30.06.2022 31.12.2021 Veränderung
30.06.2022/​
31.12.2021 in %
30.06.2021 Veränderung
30.06.2022/​ 30.06.2021 in %
Kunden im Festnetz und Mobilfunk
Mobilfunk-Kunden a 241,1 248,2 (2,9) 246,6 (2,3)
Festnetz-Anschlüsse 25,3 26,1 (3,0) 27,4 (7,7)
Breitband-Kunden b 21,1 21,6 (2,3) 22,0 (4,3)

a Inklusive Wholesale-Kunden der T-Mobile US.
b Ohne Wholesale.

Die Zahlenangaben im vorliegenden Bericht wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe addieren. Veränderungen wurden auf Basis der genaueren Millionenwerte berechnet.

An unsere Aktionäre

Die Finanzdaten des Konzerns auf einen Blick

Konzernumsatz

Der Konzernumsatz erhöhte sich um 6,1 % auf 56,2 Mrd. €. Organisch wuchs unser Umsatz um 0,4 Mrd. € bzw. 0,8 %. Der Service-Umsatz erhöhte sich um 4,3 Mrd. € bzw. 10,4 % auf 45,2 Mrd. €, organisch um 1,9 Mrd. € bzw. 4,5 %.

Dabei zeigt die USA einen im Wesentlichen währungskursbedingten Umsatzanstieg von 10,7 %.

Organisch lag der Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau.

Unser Segment Deutschland konnte seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der guten Geschäftsentwicklung um 1,8 % steigern.

Im Segment Europa verringerte sich der Umsatz um 1,8 % aufgrund der Veräußerung des rumänischen Festnetz-Geschäfts. Organisch erhöhte er sich jedoch um 4,2 %.

Der Umsatz im Systemgeschäft lag um 1,0 % unter Vorjahresniveau, insbesondere infolge des erwartungsgemäß rückläufigen klassischen IT-Infrastrukturgeschäfts.

Bei Group Development sank der Umsatz um 28,7 % aufgrund des Verkaufs der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022. Organisch lag der Umsatz durch das operative und strukturelle Wachstum der Geschäftseinheit GD Towers um 5,8 % über dem Vorjahresniveau.

in Mrd. €

EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse)

Unser bereinigtes EBITDA AL erhöhte sich um 5,9 % auf 19,8 Mrd. €. Organisch stieg es um 0,1 Mrd. € bzw. 0,7 %.

Die USA zeigt eine im Wesentlichen währungskursbedingte Erhöhung des bereinigten EBITDA AL von 9,3 %. Organisch sank es um 1,3 %. Das bereinigte Core EBITDA AL stieg um 1,9 Mrd. € bzw. 19,6 % auf 11,7 Mrd. €.

Unser Deutschland-Segment erzielte dank werthaltigem Umsatzwachstum und verbesserter Kosteneffizienz einen Anstieg um 3,3 % beim bereinigten EBITDA AL.

Im Segment Europa erhöhte sich das bereinigte EBITDA AL um 1,1 %, organisch sogar um 5,7 %.

Im Systemgeschäft stieg das bereinigte EBITDA AL um 15,7 %. Effizienzeffekte aus unserem Transformationsprogramm sowie Umsatzsteigerungen in den Wachstumsfeldern überstiegen den Rückgang im klassischen IT-Infrastrukturgeschäft.

Aufgrund des Verkaufs der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022 verringerte sich das bereinigte EBITDA AL bei Group Development um 18,1 %. Organisch stieg es um 15,0 %, da sich das GD Towers Geschäft konstant positiv entwickelte.

Die bereinigte EBITDA AL-Marge des Konzerns lag mit 35,2 % konstant hoch auf Vorjahresniveau. Im Segment Deutschland lag die bereinigte EBITDA AL-Marge bei 39,9 %, im Segment Europa bei 36,0 % und im Segment USA bei 34,1 %.

in Mrd. €

Betriebsergebnis (EBIT)

Unser EBIT erhöhte sich um 1,5 Mrd. € bzw. 20,5 % auf 8,7 Mrd. €.

Das EBITDA AL erhöhte sich um 0,9 Mrd. € bzw. 5,4 % auf 18,5 Mrd. €. Es war im Saldo durch Sondereinflüsse in Höhe von 1,2 Mrd. € belastet. Die Aufwendungen für Personalrestrukturierungen lagen bei 0,6 Mrd. € und damit leicht über Vorjahr. Aus der Entkonsolidierung der GlasfaserPlus sowie der T‑Mobile Netherlands entstanden Erträge in Höhe von 1,7 Mrd. € bzw. 0,9 Mrd. €. Gegenläufig dazu fielen bei T‑Mobile US durch den Zusammenschluss mit Sprint Integrationsaufwendungen in Höhe von 2,8 Mrd. € an. Weitere Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mrd. € resultierten aus dem geschlossenen Vergleich und den weiteren anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs auf T‑Mobile US.

Die Abschreibungen lagen mit 14,3 Mrd. € um 0,7 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei erhöhten sich die planmäßigen Abschreibungen um 0,3 Mrd. €. Die Wertminderungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. € auf 0,5 Mrd. € und entfielen in der Berichtsperiode im Wesentlichen auf Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint.

in Mrd. €

Konzernüberschuss

Der Konzernüberschuss erhöhte sich um 2,6 Mrd. € auf 5,4 Mrd. €.

Unser Finanzergebnis verbesserte sich um 0,6 Mrd. € auf minus 1,5 Mrd. €. Dabei verbesserte sich insbesondere das sonstige Finanzergebnis im Zusammenhang mit der Bewertung von Derivaten. Der Zinsanteil aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhte sich um 0,4 Mrd. €. Dahingegen war das Zinsergebnis um 0,2 Mrd. € rückläufig.

Der Steueraufwand erhöhte sich um 0,2 Mrd. € auf 1,4 Mrd. €.

Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis reduzierte sich um 0,6 Mrd. € auf 0,3 Mrd. €. Der Rückgang stammt im Wesentlichen aus dem Segment USA.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 0,70 € auf 0,94 €.

in Mrd. €

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 0,4 Prozentpunkte auf 29,3 %.

Die Erhöhung des Eigenkapitals um 7,0 Mrd. € ist im Wesentlichen auf den Überschuss in Höhe von 5,7 Mrd. € und auf das sonstige Ergebnis in Höhe von 7,8 Mrd. € zurückzuführen. Hierin enthalten sind v. a. Effekte aus der Währungsumrechnung (6,0 Mrd. €) sowie der Neubewertung der leistungsorientierten Pläne (2,1 Mrd. €).

Eigenkapitalmindernd wirkten v. a. Dividendenausschüttungen an unsere Aktionäre (3,2 Mrd. €) und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen (0,2 Mrd. €) sowie der Erwerb von T‑Mobile US Aktien zur weiteren Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US (2,7 Mrd. €). Die Veräußerung der T‑Mobile Netherlands verringerte das Eigenkapital um 0,6 Mrd. €.

in %

Netto-Finanzverbindlichkeiten

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2021 um 14,0 Mrd. € auf 146,1 Mrd. €.

Erhöhend wirkten insbesondere Währungskurseffekte (8,8 Mrd. €) sowie die Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle. Hieraus ergab sich eine Erhöhung der Nutzungsrechte (6,6 Mrd. €) und eine Erhöhung der Sachanlagen (0,8 Mrd. €). Spiegelbildlich stiegen die Netto-Finanzverbindlichkeiten insgesamt um 7,4 Mrd. € an. Des Weiteren wirkten die Dividendenausschüttung - inklusive Minderheiten - (3,2 Mrd. €), der Erwerb von Spektrum v. a. in den USA (2,7 Mrd. €), Zugänge von Leasing-Verbindlichkeiten (2,3 Mrd. €) und die Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US (2,2 Mrd. €) erhöhend.

Reduzierend wirkten im Wesentlichen der Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) in Höhe von 8,4 Mrd. € und die Unternehmenstransaktionen T‑Mobile Netherlands sowie GlasfaserPlus in Höhe von insgesamt 4,7 Mrd. €.

in Mrd. €

Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum)

Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) erhöhte sich von 8,6 Mrd. € auf 9,6 Mrd. €.

Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem weiteren Ausbau des 5G-Netzwerks in den USA und Währungskurseffekten v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.

Der Cash Capex (einschließlich Investitionen in Spektrum) verringerte sich um 4,3 Mrd. € auf 12,3 Mrd. €. Im Berichtszeitraum wurden Spektrumlizenzen in Höhe von 2,6 Mrd. € erworben, im Wesentlichen FCC-Mobilfunk-Lizenzen im Segment USA. In der Vergleichsperiode wurden Auszahlungen für FCC-Mobilfunk-Lizenzen im Wesentlichen im Rahmen der C-Band-Auktion im Segment USA in Höhe von 8,0 Mrd. € geleistet.

in Mrd. €

Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)

Der Free Cashflow AL erhöhte sich von 5,4 Mrd. € auf 6,5 Mrd. €.

Erhöhend wirkte die positive Geschäftsentwicklung der operativen Segmente. Zudem wirkten der

Rückgang der Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 0,7 Mrd. € sowie um 0,1 Mrd. € niedrigere Ertragsteuerzahlungen positiv.

Belastend wirkte der erhöhte Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) sowie um 0,1 Mrd. € höhere Zinszahlungen (netto).

in Mrd. €

Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im Konzern-Zwischenlagebericht.

Weitere Informationen zu der Geschäftsentwicklung der operativen Segmente finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" im Konzern-Zwischenlagebericht sowie im IR-Back-up auf unserer Investor Relations Website.

Highlights im zweiten Quartal 2022

Weitere Informationen zu diesen und weiteren Ereignissen finden Sie in unseren Medieninformationen.

Prognose-Erhöhung für das Geschäftsjahr 2022

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung erhöhen wir erneut unsere Prognose für das bereinigte EBITDA AL des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022. Statt eines bereinigten EBITDA AL von über 36,6 Mrd. € erwarten wir nun einen Wert von rund 37 Mrd. €. Den Free Cashflow AL des Konzerns (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) prognostizieren wir auf dem zuletzt erhöhten Niveau von über 10 Mrd. € bei einer für das Geschäft außerhalb der USA höheren Erwartung von 3,8 Mrd. € statt bislang 3,7 Mrd. €.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Prognose" im Konzern-Zwischenlagebericht.

Personalia

Bei der Hauptversammlung am 7. April 2022 haben unsere Aktionäre Herrn Dr. Frank Appel zum Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG gewählt. Im Anschluss daran hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Appel zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden, als Nachfolger des mit Ablauf der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Herrn Prof. Dr. Ulrich Lehner, gewählt.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Transaktionen

Die Deutsche Telekom hat am 12. April 2022 insgesamt rund 21,2 Mio. T‑Mobile US Aktien von SoftBank zu einem Kaufpreis von 2,4 Mrd. US‑$ (2,2 Mrd. €) durch weitere Ausübung von Aktienoptionen erworben. Mit Abschluss der Transaktion hat die Deutsche Telekom ihren Anteil an T‑Mobile US um 1,7 Prozentpunkte auf 48,4 % erhöht.

Weitere Informationen zu Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung" im Konzern-Zwischenlagebericht sowie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Rating

Am 22. April 2022 hat die Rating-Agentur Standard & Poor's den Rating-Ausblick für die Deutsche Telekom AG von "stabil" auf "positiv" angehoben und zudem das Langfrist-Rating mit "BBB" bestätigt. Eine Verbesserung unseres Langfrist-Ratings hält Standard & Poor's innerhalb der nächsten zwei Jahre für möglich.

Investitionen in Netze

Netzausbau in Deutschland. Zum Ende des ersten Halbjahres 2022 ist unser 5G-Netz für 92,6 % der Haushalte in Deutschland verfügbar - in mehr als 460 Städten über die schnelle Frequenz von 3,6 GHz. Seit Juni 2022 nutzen wir die neue 700 MHz-Frequenz für 5G, mit der nun mehr als 3.000 Antennen funken. Damit verbessern wir v. a. die Mobilfunk-Versorgung auf dem Land.

Die Gesamtzahl der deutschen Haushalte, die die Möglichkeit einer direkten Anbindung an unser Glasfasernetz haben, ist zum 30. Juni 2022 weiter gestiegen. Im Mai bzw. Juni 2022 gaben wir weitere Projekte für den verstärkten Glasfaser-Ausbau, u. a. in Nürnberg, Bochum und der Region Stuttgart, bekannt.

Netzausbau in den USA. Zum Ende des ersten Halbjahres 2022 versorgte T‑Mobile US 235 Mio. Menschen in den USA mit "Ultra Capacity 5G" im schnellen 2,5 GHz-Band und Millimeterwellen-Bereich (mmWave). Auf Basis ihres 600 MHz-Spektrums erreicht unsere US-Tochter bereits 320 Mio. Menschen in den USA. Zum 30. Juni 2022 hat T‑Mobile US wie geplant die Abschaltung ihres 3G-CDMA-Netzes abgeschlossen. Zudem hat unsere US-Tochter im zweiten Quartal 2022 damit begonnen, das 4G-LTE-Netz der ehemaligen Sprint planmäßig außer Betrieb zu nehmen.

Netzausbau in Europa. Zum Ende des ersten Halbjahres 2022 haben unsere Landesgesellschaften 36,5 % der Bevölkerung in unserem europäischen Footprint mit 5G versorgt. Im zweiten Quartal 2022 hat Slovak Telekom erfolgreich an Spektrumvergaben im 3,x GHz-Band teilgenommen. Zum 30. Juni 2022 hat Magyar Telekom in Ungarn sein 3G-Netz abgeschaltet, um die frei werdenden Frequenzen für die leistungsfähigeren Technologien 4G und 5G zu nutzen.

Zum 30. Juni 2022 haben insgesamt rund 7,4 Mio. Haushalte die Möglichkeit, eine direkte Anbindung an unser schnelles Glasfasernetz mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/​s zu buchen.

Corporate Responsibility

Corporate Digital Responsibility. Bereits seit 2017 beleuchtet die Deutsche Telekom das Thema der verantwortungsvollen Digitalisierung aus verschiedenen Perspektiven. Anfang Juni 2022 haben wir mit "Corporate Digital Responsibility@Deutsche Telekom" unser neu erarbeitetes Selbstverständnis für digitale Verantwortung vorgestellt. Damit bieten wir eine Orientierungshilfe, um den vielfältigen Auswirkungen der Digitalisierung aktiv zu begegnen und die daraus entstehenden Herausforderungen zu meistern.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

GreenTech Festival. Vom 22. bis 24. Juni 2022 haben wir auf dem weltgrößten Nachhaltigkeitsfestival in Berlin unter dem Motto "Rethink. Reuse. Repeat." gezeigt, wie wir ökologische Nachhaltigkeit und smarte Ansätze vereinen. Bei unserem ganzheitlich nachhaltig konzipierten Messeauftritt stellten wir z. B. das "Refurbished Phone" für Privat- und Geschäftskunden vor: Ausrangierte Smartphones zu einem fairen Preis anzukaufen, aufzubereiten und die Bestandteile zu recyclen, entspricht unserer Vision von einer Kreislaufwirtschaft.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

T‑Systems fährt elektrisch. Ab 2022 stellt T‑Systems die Geschäftsfahrzeugflotte weltweit auf Elektroautos um. In den nächsten Jahren soll sich der Anteil an elektrischen Geschäftsfahrzeugen des Unternehmens auf nahezu 100 % erhöhen. Damit reduziert T‑Systems seine CO 2-Emissionen um rund 1.000 Tonnen pro Jahr. Diese jährliche Einsparung entspricht 10 % der aktuell bei T‑Systems verbleibenden Emissionen durch selbst erzeugte oder zugekaufte Energie.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Mitarbeitende

Die Deutsche Telekom und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben am 12. Mai 2022 eine Tarifeinigung erzielt. Die Einigung gilt für bundesweit rund 55.000 Tarifangestellte, Auszubildende und Dual Studierende der Konzernzentrale, der Telekom Deutschland sowie der Deutschen Telekom IT. Im Wesentlichen wurde vereinbart, die Gehälter der Tarifangestellten in zwei Stufen jeweils zum 1. August 2022 um 2,7 % bis 3,1 % und zum 1. Juni 2023 um weitere 2,1 % anzuheben.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Kooperationen, Partnerschaften und Großaufträge

Glasfaser-Kooperationen in Deutschland. Im Juni 2022 gaben wir eine langfristige Kooperation mit GLASFASER RUHR bekannt. Gemeinsames Ziel ist, dass Bochum, eine der größten Städte des Ruhrgebiets, bis 2032 über ein flächendeckendes Glasfasernetz verfügen soll - mehr als 134.000 direkte Glasfaser-Anschlüsse sollen dafür neu entstehen. Die Gigabit-Infrastruktur werden wir gemeinsam bauen und betreiben. Der Ausbau soll Anfang 2023 beginnen. Mit Vodafone wurde im Juni 2022 der nächste FTTH-Produktvertrag unterzeichnet, nachdem wir uns Ende 2020 über die Nutzung unseres VDSL- und Glasfasernetzes geeinigt hatten. Die strategische Partnerschaft im Festnetz erlaubt uns, die Auslastung unserer Netze zu sichern und so den Glasfaser-Ausbau in Deutschland zu beschleunigen.

T‑Mobile US und DISH erweitern Partnerschaft. Am 21. Juni 2022 hat unsere US-amerikanische Tochter mit dem Mobilfunk-Anbieter DISH eine Anpassung des seit dem Jahr 2020 bestehenden Rahmenvertrags (Master Network Service Agreement) unterzeichnet. Mit dem Rahmenvertrag aus 2020 wird den Kunden von DISH, inklusive der Prepaid-Kunden, Zugang zum landesweiten T‑Mobile US 5G-Netz ermöglicht. Die nun erfolgte Vertragsanpassung umfasst u. a. eine veränderte Preisgestaltung und erweiterte Roaming-Lösungen für DISH 5G-Kunden.

BARMER beauftragt T‑Systems und Verimi. Ende Juni 2022 gaben die Unternehmen bekannt, dass T‑Systems für die Versicherten der BARMER digitale Identitäten über ID-Dienste bereitstellen und verwalten wird. T‑Systems setzt dabei auf die Verimi ID-Wallet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat die ID-Wallet als sicheres Verfahren bereits genehmigt. T‑Systems betreibt den Service in ihrer Open Telekom Cloud. Vier Rechenzentren sorgen für Schutz und Ausfallsicherheit des ID-Dienstes. Er entsteht nach den Vorgaben der gematik.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Produkte, Tarife und Services

Hannover Messe 2022. Für die Hannover Messe vom 30. Mai bis 2. Juni 2022 haben wir das Messegelände zu einem 5G-Innovations-Campus gerüstet. Es bietet ein privates Campus-Netz, das allein Messegesellschaft und Austeller für ihre Anwendungen nutzen können. Gleichzeitig werden die Messebesucher auf dem Gelände mit dem öffentlichen 5G-Netz versorgt. So wurde ein Testfeld für 5G-Anwendungen erschaffen, auf dem Technologie-Führer unterschiedlicher Branchen aktiv werden konnten und Industrie Lösungen, wie z. B. ein autonomer Gabelstapler, live erlebbar wurden.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Voice over 5G für Portland und Salt Lake City. T‑Mobile US führte im Juni 2022 Voice over 5G in den beiden US-Städten ein. Dabei handelt es sich um einen eigenständigen 5G-Dienst, der nicht an LTE gebunden ist. Das schafft die Voraussetzung für ein neues Leistungsniveau mit hohen Geschwindigkeiten, Reaktionsfähigkeit in Echtzeit und volle Konnektivität. Da der Sprachverkehr nun über 5G übertragen wird, können Endgeräte ständig mit dem 5G-Netz verbunden bleiben, sodass Anwendungen, die eine nahtlose 5G-Verbindung erfordern, zukünftig möglich sind.

Verlängerung Call-by-Call und Preselection. Verbraucher in Deutschland können die sog. Sparvorwahlen Call-by-Call und Preselection weiterhin nutzen. Die Telekom Deutschland und der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) haben sich darauf verständigt, die sog. Betreibervorauswahlen bis zum Jahresende 2024 möglich zu machen. Das bisher geltende freiwillige Abkommen zwischen den beiden Partnern wird damit um weitere zwei Jahre verlängert.

Auszeichnungen

Die folgende Grafik stellt die wesentlichen Auszeichnungen des zweiten Quartals 2022 zusammen:

Konzern-Zwischenlagebericht

Konzernstruktur, -strategie und -steuerung

Hinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und -steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2021. Aus Sicht des Konzerns führten die folgenden wichtigen Ereignisse im ersten Halbjahr 2022 zu Änderungen bzw. Ergänzungen.

Konzernstruktur

Veräußerung der T‑Mobile Netherlands. Die Deutsche Telekom und Tele2 haben am 6. September 2021 eine Vereinbarung mit WP/​AP Telecom Holdings IV - einem Konsortium aus Private Equity Fonds, die von Apax Partners und Warburg Pincus beraten werden - zum Verkauf unserer Tochtergesellschaft T‑Mobile Netherlands unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 31. März 2022 vollzogen, nachdem die notwendigen behördlichen Genehmigungen erteilt und weitere Vollzugsbedingungen erfüllt wurden. Der Verkaufspreis basiert auf einem Unternehmenswert von 5,1 Mrd. €. Der Barmittelzufluss - bezogen auf unseren Anteilsbesitz von 75 % - betrug 3,6 Mrd. €. Bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise der Transaktion ergab sich ohne Berücksichtigung der teilweisen Verrechnung von konzerninternen Gesellschafterdarlehen sowie sonstiger konzerninterner Transaktionen ein Wertzufluss von 4,0 Mrd. €. Der aus dem Verkauf resultierende Entkonsolidierungsgewinn betrug 0,9 Mrd. €. Bis zum Vollzug der Transaktion war die Gesellschaft dem operativen Segment Group Development zugeordnet.

Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US. Die Deutsche Telekom hat wie angekündigt einen Teil des Barmittelzuflusses aus dem Verkauf der T‑Mobile Netherlands für die weitere Erhöhung ihres Anteils an T‑Mobile US verwendet und am 12. April 2022 rund 21,2 Mio. Aktien der T‑Mobile US zu einem Kaufpreis von 2,4 Mrd. US‑$ (2,2 Mrd. €) von SoftBank erworben. Dazu hat die Deutsche Telekom einen weiteren Teil ihrer im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Aktien der T‑Mobile US ausgeübt. Hieraus errechnet sich ein gewichteter Durchschnittspreis von rund 113 US‑$ je T‑Mobile US Aktie. Mit Abschluss der Transaktion hat die Deutsche Telekom ihren Anteil an T‑Mobile US um 1,7 Prozentpunkte auf 48,4 % erhöht.

Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus mit IFM. Die Deutsche Telekom hatte am 5. November 2021 den Einstieg von IFM Global Infrastructure Fund - der durch IFM Investors beraten wird - mit einer Beteiligung von 50 % an der Ausbaugesellschaft GlasfaserPlus bekannt gegeben. Der Verkauf eines 50 %-Anteils an GlasfaserPlus wurde am 28. Februar 2022 vollzogen, nachdem die EU-Kommission die Transaktion am 25. Januar 2022 genehmigt hat und die restlichen Vollzugsbedingungen erfüllt wurden. Der Verkaufspreis beläuft sich auf 0,9 Mrd. €, welcher zur Hälfte mit Abschluss der Transaktion gezahlt wurde und dessen verbleibender Anteil sukzessive bei Erreichung bestimmter Ausbaufortschritte entsteht. Das entstandene Gemeinschaftsunternehmen soll bis 2028 4 Mio. zusätzliche gigabitfähige FTTH-Anschlüsse im ländlichen Raum und in Fördergebieten ausbauen. Infolge des nach Rechnungslegungssicht aus der Transaktion resultierenden Verlusts der Beherrschung über die GlasfaserPlus-Gesellschaften wurden diese zum 28. Februar 2022 entkonsolidiert. Der hieraus entstandene Entkonsolidierungsgewinn betrug 1,7 Mrd. €. Bis zum Vollzug der Transaktion waren die Gesellschaften dem operativen Segment Deutschland zugeordnet. Die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode im operativen Segment Deutschland in den Konzernabschluss einbezogen.

Darüber hinaus werden die folgenden Sachverhalte die Segment- und Organisationsstruktur der Deutschen Telekom zukünftig verändern:

Vereinbarung mit DigitalBridge und Brookfield über GD Towers. Am 13. Juli 2022 hat die Deutsche Telekom mit DigitalBridge und Brookfield eine Vereinbarung über den Verkauf von 51,0 % der Anteile an den Gesellschaften des Funkturmgeschäfts in Deutschland und Österreich im operativen Segment Group Development (GD Towers) geschlossen. Der vorläufige Verkaufspreis basiert auf einem Unternehmenswert von 17,5 Mrd. €. Der geschätzte Barmittelzufluss aus der Transaktion wird voraussichtlich 10,9 Mrd. € betragen. Der bei der Deutschen Telekom verbleibende Anteil von 49,0 % ermöglicht es, an künftigen Wertsteigerungen der GD Towers zu partizipieren. Nach Vollzug der Transaktion wird die Deutsche Telekom die veräußerte passive Netzinfrastruktur in Deutschland und Österreich zurückmieten, was Telekom Deutschland und T‑Mobile Austria ermöglicht, ihre Netzführerschaft im Mobilfunk fortzusetzen. Ab dem dritten Quartal 2022 wird GD Towers im Konzernabschluss als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen.

Weitere Informationen zur Vereinbarung mit DigitalBridge und Brookfield über GD Towers finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Aufnahme neuer Gesellschafter in den Infrastrukturfonds DIV II. Am 2. August 2022 hat die Digital Transformation Capital Partners neue Investoren in die Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II (DIV II) aufgenommen. Infolgedessen reduzierte sich der Anteil der Deutschen Telekom an der DIV II von 66,67 % auf 43,5 %, weshalb die Gesellschaft im dritten Quartal 2022 entkonsolidiert wird. Der im Konzern verbleibende Anteil wird künftig als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Weitere Informationen zur Aufnahme neuer Gesellschafter in die DIV II finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Verlagerung des Security-Geschäfts. Um unsere Konzernstrategie im Feld "Führend bei Geschäftskunden-Produktivität" konsequent umzusetzen, wurde zum 1. Juli 2022 das Security-Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz vom operativen Segment Systemgeschäft in das operative Segment Deutschland überführt. Zum dritten Quartal 2022 werden in den beiden betroffenen Segmenten die Vorjahreswerte der operativen Entwicklung, der Mitarbeiterentwicklung sowie der Auftragseingang rückwirkend angepasst.

Konzernsteuerung

Eine Überleitung des im Konzern-Zwischenabschluss ausgewiesenen Konzernumsatzes einschließlich dessen Aufgliederung nach Erlösarten auf den finanziellen Leistungsindikator Service-Umsatz kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:

in Mrd. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2 2022 Q2 2021
Konzernumsatz 56,2 53,0 6,1 28,0 28,2 26,6
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren (9,6) (9,3) (3,9) (5,0) (4,6) (4,6)
Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten (1,4) (2,3) 40,0 (0,7) (0,7) (1,1)
Umsatzerlöse aus der Erbringung von
Dienstleistungen
45,2 41,4 9,1 22,3 22,9 20,9
+/​- Überleitung auf den Service-Umsatz als finanzieller Leistungsindikator
Anpassung der Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen a (0,5) (1,1) 49,2 (0,3) (0,3) (0,5)
Anpassung der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren b 0,2 0,1 5,6 0,1 0,1 0,1
Anpassung der Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten c 0,4 0,4 (12,6) 0,2 0,2 0,2
Service-Umsatz 45,2 40,9 10,4 22,3 22,9 20,7
scrollen
Veränderung in% Gesamtjahr
2021
Konzernumsatz 5,9 108,8
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren (0,9) (19,6)
Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten 40,3 (4,1)
Umsatzerlöse aus der Erbringung von
Dienstleistungen
9,5 85,1
+/​- Überleitung auf den Service-Umsatz als finanzieller Leistungsindikator
Anpassung der Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen a 50,3 (2,2)
Anpassung der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren b 16,7 0,3
Anpassung der Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten c (10,6) 0,9
Service-Umsatz 10,8 84,1

a Nicht Gegenstand der Service-Umsatz Definition sind v. a. Umsätze aus Mehrwertdiensten, aus Antrags- und Auftragsleistungen und sonstige einmalige bzw. variable Umsätze.
b Betrifft Umsätze aus dem Verkauf von Hardware im Zusammenhang mit dem ICT-Geschäft.
c Betrifft im Wesentlichen Umsätze aus dem Wholesale-Bereich (z. B. im Zusammenhang mit Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) und Kollokationsflächen

Zum 1. Januar 2022 haben wir unsere Definition des Service-Umsatzes erweitert. Im Wesentlichen werden seitdem auch bestimmte Kundengebühren im operativen Segment USA, v. a. vor dem Hintergrund der besseren Vergleichbarkeit mit dem nach US-GAAP ermittelten Service-Umsatz der T‑Mobile US, und weitere Erlöse untergeordneter Größenordnung, v. a. in den operativen Segmenten USA und Systemgeschäft, in unseren Service-Umsatz einbezogen. Hierdurch erhöht sich der Service-Umsatz in der Berichtsperiode um 0,7 Mrd. €. Die Vorjahresvergleichswerte wurden nicht rückwirkend angepasst.

Verbesserung des Rating-Ausblicks. Am 22. April 2022 hat die Rating-Agentur Standard & Poor's den Rating-Ausblick für die Deutsche Telekom AG von "stabil" auf "positiv" angehoben und zudem das Langfrist-Rating mit "BBB" bestätigt. Eine Verbesserung des Langfrist-Ratings hält Standard & Poor's innerhalb der nächsten zwei Jahre für möglich.

Governance

Vorstand. Mit Beschluss vom 15. Dezember 2021 hat der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG die Bestellung von Herrn Timotheus Höttges zum Vorstandsvorsitzenden zum 31. Dezember 2021 aufgehoben und Herrn Höttges für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2026 zum Vorstandsvorsitzenden wiederbestellt.

Aufsichtsrat. Bei der Hauptversammlung am 7. April 2022 haben die Aktionäre der Deutschen Telekom AG Herrn Dr. Frank Appel zum Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG gewählt. Im Anschluss daran hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Appel zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden, als Nachfolger des mit Ablauf der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Herrn Prof. Dr. Ulrich Lehner, gewählt.

Wirtschaftliches Umfeld

Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2021 dargestellten Situation des wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den ersten sechs Monaten 2022, die zurzeit wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sowie auf das regulatorische Umfeld eingegangen. Ein gesamtwirtschaftlicher Ausblick ist momentan nur bedingt möglich, da mit dem Krieg in der Ukraine und seinen Folgen die wirtschaftliche Unsicherheit und die Abwärtsrisiken erheblich gestiegen sind.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Krieg in der Ukraine hat den Ausblick auf die weltwirtschaftliche Entwicklung deutlich verschlechtert. Als Reaktion auf den Angriff sind umfassende Sanktionen gegen Russland verhängt worden, die das Land weitgehend von den internationalen Finanzmärkten ausschließen und den Warenhandel deutlich einschränken. Darüber hinaus belasten zunehmende Sorgen um Europas Energieversorgung, hohe Preissteigerungsraten, steigende US-Leitzinsen und Lieferengpässe v. a. wegen der Corona-Lockdowns in China den Konjunkturausblick.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung hat der Internationale Währungsfonds (IWF) im Juli 2022 seine Prognosen nochmals nach unten revidiert und rechnet nunmehr mit einem Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,2 % für das laufende Jahr und lediglich 2,9 % für das Jahr 2023.

Für die deutsche Wirtschaft liegt die Konsensus-Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bei 1,6 % und für den Anstieg der Verbraucherpreise bei 7,2 % im laufenden Jahr. Unter dem Eindruck des Kriegs in der Ukraine und seiner wirtschaftlichen Folgen hat sich das Geschäftsklima in der Gesamtwirtschaft und auch in der Digitalbranche eingetrübt. Im Mai 2022 gab der Bitkom-ifo-Digitalindex für die aktuelle Geschäftslage nach, auch die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate gingen deutlich zurück.

Die Volkswirtschaften unserer Kernmärkte in Nordamerika und Europa werden in diesem Jahr wachsen, wenn auch in geringerem Maße als vor Beginn des Ukraine-Kriegs prognostiziert. Laut Konsensus-Prognose soll die Wirtschaftsleistung in den USA im laufenden Jahr um 2,1 % wachsen, in der Eurozone um 2,7 %. Die Europäische Zentralbank hat im Juli 2022 ihre Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte erhöht und weitere Anhebungen in Aussicht gestellt. In den USA hat die US-Notenbank zur Bekämpfung der hohen Inflationsrate ihren Leitzins im Juli 2022 nochmals um 0,75 Prozentpunkte angehoben (die vierte Leitzinserhöhung im laufenden Jahr) und weitere Erhöhungen signalisiert.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die umfangreichen Zinserhöhungen in den USA stellen ebenso ein beträchtliches Konjunkturrisiko dar wie die reduzierten russischen Erdgaslieferungen in Europa. Weitere Risiken resultieren aus den Auswirkungen der Lockdown-Maßnahmen in China auf die globalen Lieferketten und aus einer erneuten Intensivierung des weltweiten Pandemiegeschehens. Vor diesem Hintergrund sind die Risiken einer Rezession in den USA und in Europa deutlich angestiegen.

Regulierung

Europäische Roaming-Regulierung. Am 1. Juli 2022 trat die neue Roaming-Verordnung in der Europäischen Union in Kraft. Dadurch wurde die bisherige Roaming-Regulierung bis zum Jahr 2032 verlängert und erweitert. Die seit 2017 bestehenden Vorgaben zu "Roam like at Home", wonach Endkunden innerhalb der Europäischen Union zu nationalen Bedingungen telefonieren und Datenvolumen nutzen können, galten zunächst für 5 Jahre und wurden nun für weitere 10 Jahre verlängert. Zusätzlich wurden neue Transparenzvorschriften eingeführt und festgelegt, dass die Qualität von Roaming-Leistungen gegenüber dem Leistungsumfang im Heimatland nicht reduziert werden soll. Für entsprechende Vorleistungen zwischen den Netzbetreibern wurden neue, niedrigere Preisobergrenzen bis 2031 festgelegt, die 2024/​2025 erneut überprüft werden sollen. Zuvor diskutierte Verschärfungen bei der Regulierung von Telefongesprächen und SMS zwischen Mitgliedsländern der Europäischen Union sind in die finale Verordnung nicht aufgenommen worden.

Entgeltgenehmigung für kupferbasierte Vorleistungen in Deutschland für 10 Jahre. Am 28. Juni 2022 veröffentlichte die Bundesnetzagentur (BNetzA) ihren finalen Beschluss, wonach die Entgelte für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) für den Zeitraum Juli 2022 bis Juni 2032, also erstmalig für 10 Jahre, festgelegt werden. Demnach gelten seit dem 1. Juli 2022 10,65 €/​Monat bzw. 6,92 €/​Monat für die wichtigsten Entgelte (Überlassung der Kupferleitung für die längere Strecke zwischen Endkunde und Hauptverteiler im Gebäude der Telekom bzw. für die kürzere Strecke zwischen Endkunde und Kabelverzweiger auf der Straße) und ab dem 1. Juli 2027 um 4 % erhöhte Entgelte von 11,08 €/​Monat und 7,20 €/​Monat.

BNetzA Entscheidung für die Zugangsregulierung inklusive Zugang zu FTTH-Netzen. Am 21. Juli 2022 hat die BNetzA ihre Entscheidung zur zukünftigen Regulierung des Zugangs zum Kupfer- und Glasfasernetz der Deutschen Telekom veröffentlicht. Vorangegangen waren nationale und internationale Konsultationen. Gegenüber der bisherigen Regulierung ergeben sich für FTTH-Netze Regulierungserleichterungen, indem künftig weder eine ex-ante- noch eine Zugangsregulierung vorgesehen ist. Stattdessen wird das auch im neuen Telekommunikationsgesetz verankerte Prinzip der "Gleichwertigkeit des Zugangs" (Equivalence of Input, EoI) umgesetzt. Das Konzept sieht vor, dass Vorleistungsnachfrager auf dieselben sachlichen und personellen Ressourcen zugreifen können wie der Vertrieb der Deutschen Telekom. Auch bei der Regulierung von Layer2 (VDSL) wird die BNetzA künftig von der herkömmlichen ex-ante-Regulierung absehen und die Entgelte einer Anzeigepflicht unterwerfen. Die bis Ende 2031 vereinbarten sog. Commitment-Verträge haben auch nach erweiterter Prüfung den Nachbildbarkeitstest bestanden. Die Entscheidung sieht weiterhin vor, dass die Deutsche Telekom Zugang zu Leerrohren und oberirdischen Linien gewähren muss. Die konkreten Zugangskonditionen werden in nachfolgenden Verfahren festgelegt.

Frequenzvergabe

In den USA endete am 4. Januar 2022 die Assignment-Phase der Auktion 110, bei der die Federal Communications Commission (FCC) 100 MHz im Bereich 3.450 bis 3.550 MHz vergeben hat. T‑Mobile US konnte sich insgesamt 199 Lizenzen für 2,9 Mrd. US‑$ (2,6 Mrd. €) sichern. Im ersten Quartal 2022 hat OTE in Griechenland erfolgreich an der Frequenzvergabe im 430 MHz-Band teilgenommen und Spektrum für rund 1,2 Mio. € erworben. In der Slowakei wurde die 3,x GHz-Auktion im Mai 2022 mit Erfolg durchgeführt. Slovak Telekom sicherte sich 100 MHz für 16 Mio. €. Zudem einigten sich die vier etablierten Netzbetreiber auf eine neue Aufteilung (Reshuffling) des 1.800 MHz-Bands, sodass sie nun jeweils 2x 20 MHz zusammenhängend nutzen können. Für diese Aufteilung wurden die Lizenzen in der Folge für eine Gebühr von 8,9 Mio. € pro Netzbetreiber für 15 Jahre verlängert.

In Kroatien bereitet die Regulierungsbehörde eine Multiband-Auktion vor, deren Durchführung für das vierte Quartal 2022 erwartet wird. Nach einer ersten Konsultation im Frühjahr 2022 wird eine SMRA-Auktion erwartet. Finale Regeln und der Start der Vergabe sollen bis November/​Dezember 2022 erfolgen. Nach wie vor gibt es keine Neuigkeiten zu dem in Polen verschobenen Starttermin für die 3.400 bis 3.800 MHz-Vergabe. Das Verfahren wird durch offene Gesetzgebungsverfahren aufgehalten. Es besteht weiterhin die Erwartung, dass vier 80 MHz-Lizenzen per SMRA und mit einem Cap von 80 MHz zu vergeben sind. Weitere Auktionsdetails sind noch offen. In der Tschechischen Republik wurde das Verlängerungsverfahren für die 2024 auslaufende 2.100 MHz-Lizenz von T‑Mobile Czech Republic formal eingeleitet. Bezüglich der ebenfalls 2024 endenden 900/​ 1.800 MHz-GSM-Lizenz wird es eine eigene Prozedur geben, die für 2023 erwartet wird. Rumänien plant die Vergabe des 5G-Spektrums in den Bändern 700 MHz, 1.500 MHz, 2.600 MHz und 3.400 bis 3.800 MHz, die voraussichtlich noch im zweiten Halbjahr 2022 erfolgen soll. In den USA hat am 29. Juli 2022 die nächste Frequenzauktion 108 im Bereich 2,5 GHz begonnen. In Deutschland laufen die Nutzungsrechte für 800, 1.800 und 2.600 MHz Ende 2025 aus. Die BNetzA sieht noch erheblichen Klärungsbedarf zu verschiedenen Fragestellungen. Mit einer Entscheidung zur Vergabe ist daher nicht vor 2023 zu rechnen.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wesentlichen laufenden und geplanten Frequenzvergaben wie Auktionen sowie Lizenzverlängerungen. Daneben gibt es in verschiedenen Ländern Hinweise auf in Kürze erwartete Frequenzvergaben.

Wesentliche Frequenzvergaben

scrollen
Erwarteter
Vergabestart
Erwartetes
Vergabeende
Frequenzbereiche (MHz) Vergabeverfahren Aktuelle Hinweise
Kroatien Q4 2022 Q1 2023 800/​900/​1.800/​2.100/​
2.600/​3.400 - 3.800/​26.000
Auktion (SMRA a), weitere Details noch offen Bisher unverkaufte Reste in 3.400 - 3.800 MHz und 26.000 MHz nur bei Interesse im Markt.
Polen H2 2022 H2 2022 3.400 - 3.800 Auktion (SMRA a), 4 Blöcke à 80 MHz, Cap bei 80 MHz Neustart verzögert sich weiter durch politische Diskussionen um nationale Sicherheits-Richtlinien (Cyber Security Act).
Polen Q4 2022 Q2 2023 700/​2.100/​26.000 Auktion, Details und zeitliche
Planung noch offen
Planungen für alle Bereiche noch unsicher wegen Diskussionen um Vergabemodelle, Abhängigkeit von Verabschiedung einer Sicherheits-Verordnung und Stillstand bei 700 MHz-Grenzkoordinierungsgesprächen mit Russland.
Rumänien H2 2022 H2 2022 700/​1.500/​2.600/​
3.400 - 3.800
Auktion (SMRA a), Startpreise veröffentlicht Konsultation wurde im Juli 2022 durchgeführt und Vergabe soll in H2 2022 erfolgen.
Tschechische Republik Q2 2023 Q4 2023 900/​1.800/​2.100 2.100 MHz
Verlängerungsprozedur
900/​1.800 MHz-GSM-Lizenz und 2.100 MHz-UMTS-Lizenz von TMCZ enden 2024.
Verlängerungsverfahren für 900/​ 1.800 MHz in 2023 erwartet.
2.100 MHz Verlängerungsprozedur mit Konsultation gestartet.
USA gestartet Q3 2022 2.496 - 2.690 Ascending Clock Auction b Start: 29.07.2022

a Simultaneous Multi Round Auction (SMRA): simultane elektronische Mehrrundenauktion mit aufsteigenden, parallelen Geboten für alle beteiligten Frequenzbänder.
b Ascending Clock Auction: elektronische Mehrrundenauktion mit einer Clock-Phase zur Klärung der in verschiedenen Gebieten nachgefragten Frequenzmengen und einer Zuteilungsphase zur Bestimmung der Verteilung der frequenzspezifischen Zuteilungsbereiche auf die Bieter.

Geschäftsentwicklung des Konzerns

Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2021 dargestellten wichtigen Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns ausgeführt.

Von den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine ist unser Geschäft nicht unmittelbar betroffen. Wir als Deutsche Telekom betreiben keine Netze in Russland und der Ukraine. Auch ein möglicher Lieferstopp russischer Gaslieferungen hätte keinen direkten Einfluss auf unseren Netzbetrieb. Die Deutsche Telekom führt ihre Entwicklertätigkeiten in Russland nicht fort. Einem hauptsächlich in St. Petersburg ansässigen Team von Software-Entwicklern, die Dienstleistungen für Kunden außerhalb Russlands erbringen, haben wir angeboten, außerhalb Russlands zu arbeiten. Die mittelbare Betroffenheit der Deutschen Telekom, v. a. über die Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche Entwicklung, können wir noch nicht sicher bewerten. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick hat sich v. a. aufgrund der umfassenden Sanktionen, der Einschränkung des Warenhandels sowie der steigenden Energiepreise deutlich verschlechtert.

Darüber hinaus ist die Entwicklung der Weltwirtschaft nach wie vor von der Coronavirus-Pandemie geprägt. Auch wenn die Pandemie für die Telekommunikationsbranche bis dato nur eingeschränkt negative Auswirkungen zeigte, so könnte eine erneute Intensivierung des weltweiten Pandemiegeschehens zu einer Verlängerung und Ausweitung der angebotsseitigen Engpässe führen. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Vergangenheit erwarten wir durch die Coronavirus-Pandemie auch zukünftig nur eingeschränkt Auswirkungen auf unser Geschäft.

Ertragslage des Konzerns

Konzernumsatz und -ergebnis

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2
2022
Q2
2021
Konzernumsatz 56.191 52.983 6,1 28.023 28.168 26.593
davon: Service-Umsatz 45.178 40.913 10,4 22.287 22.891 20.657
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
19.763 18.662 5,9 9.873 9.891 9.418
EBITDA AL 18.539 17.591 5,4 11.087 7.453 8.793
Abschreibungen (14.335) (13.623) (5,2) (6.765) (7.570) (6.781)
Betriebsergebnis (EBIT) 8.684 7.207 20,5 6.327 2.356 3.688
Finanzergebnis (1.523) (2.170) 29,8 (890) (634) (495)
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.160 5.037 42,1 5.438 1.723 3.193
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) 5.409 2.815 92,1 3.949 1.460 1.879
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 4.683 3.315 41,3 2.238 2.445 2.113
Ergebnis je Aktie (unverwässert/​ verwässert) 1,09 0,59 84,7 0,79 0,29 0,40
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert) 0,94 0,70 34,3 0,45 0,49 0,45
scrollen
Veränderung in% Gesamtjahr
2021
Konzernumsatz 5,9 108.794
davon: Service-Umsatz 10,8 84.057
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
5,0 37.330
EBITDA AL (15,2) 33.893
Abschreibungen (11,6) (27.482)
Betriebsergebnis (EBIT) (36,1) 13.057
Finanzergebnis (28,1) (5.139)
Ergebnis vor Ertragsteuern (46,0) 7.918
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (22,3) 4.176
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 15,7 5.862
Ergebnis je Aktie (unverwässert/​ verwässert) (27,5) 0,87
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (unverwässert/​verwässert) 8,9 1,22

Um die Aussagefähigkeit des Vorjahresvergleichs aufgrund einer geänderten Unternehmensstruktur bzw. aufgrund von Währungskursentwicklungen zu erhöhen, beschreiben wir ausgewählte Ergebnisgrößen zusätzlich in einer organischen Betrachtung. In dieser werden die Zahlen der Vorjahresvergleichsperiode um Konsolidierungskreis-, Währungskurs- und sonstige Effekte angepasst. Aufgrund von Konsolidierungskreiseffekten wurden unsere Ergebnisgrößen in der Vergleichsperiode in der organischen Betrachtung im operativen Segment Europa im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung des rumänischen Festnetz-Geschäfts zum 30. September 2021 sowie im operativen Segment Group Development im Zusammenhang mit der Veräußerung der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022 verringert. Gegenläufig erhöhten sich in dieser Betrachtungsweise im operativen Segment USA im Zusammenhang mit dem Erwerb von Shentel zum 1. Juli 2021 unsere Ergebnisgrößen in der Vergleichsperiode. Währungskurseffekte resultierten im Wesentlichen aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.

Umsatz, Service-Umsatz

Im ersten Halbjahr 2022 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 56,2 Mrd. €, der mit einem Anstieg von 3,2 Mrd. € um 6,1 % über dem Niveau des Vergleichszeitraums lag. Organisch betrachtet erhöhte sich der Umsatz um 0,4 Mrd. € bzw. 0,8 %, wobei positive Währungskurseffekte von im Saldo 3,4 Mrd. € berücksichtigt wurden und im Wesentlichen die zuvor genannten Konsolidierungskreiseffekte im Saldo um 0,7 Mrd. € verringernd wirkten. Der Service-Umsatz des Konzerns erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Mrd. € bzw. 10,4 % auf 45,2 Mrd. €. Organisch betrachtet erhöhte sich der Service-Umsatz um 1,9 Mrd. € bzw. 4,5 %.

Informationen zur Erweiterung der Service-Umsatz-Definition finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung".

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2 2022 Q2
2021
Konzernumsatz 56.191 52.983 6,1 28.023 28.168 26.593
davon: Service-Umsatz 45.178 40.913 10,4 22.287 22.891 20.657
Deutschland 12.059 11.844 1,8 5.994 6.064 5.903
USA 36.673 33.126 10,7 18.048 18.626 16.643
Europa 5.451 5.551 (1,8) 2.704 2.747 2.823
Systemgeschäft 2.001 2.021 (1,0) 996 1.005 1.006
Group Development 1.115 1.563 (28,7) 825 291 780
Group Headquarters &
Group Services
1.220 1.296 (5,9) 604 616 671
Intersegmentumsatz (2.329) (2.419) 3,7 (1.147) (1.182) (1.232)
scrollen
Veränderung in% Gesamtjahr
2021
Konzernumsatz 5,9 108.794
davon: Service-Umsatz 10,8 84.057
Deutschland 2,7 24.164
USA 11,9 68.359
Europa (2,7) 11.384
Systemgeschäft (0,1) 4.019
Group Development (62,7) 3.165
Group Headquarters &
Group Services
(8,2) 2.515
Intersegmentumsatz 4,1 (4.812)

Zur positiven Umsatzentwicklung trug insbesondere unser operatives Segment USA mit einem im Wesentlichen währungskursbedingten Anstieg von 10,7 % bei. Organisch betrachtet lag der Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau, was auf einen gestiegenen Service-Umsatz, kompensiert durch einen niedrigeren Endgeräteumsatz zurückzuführen ist. In unserem Heimatmarkt Deutschland lagen die Umsätze mit einem Anstieg von 1,8 % über dem Niveau des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen getrieben durch den Umsatzanstieg im Festnetz-Kerngeschäft, v. a. durch Breitband, sowie bei den Service-Umsätzen im Mobilfunk. In unserem operativen Segment Europa reduzierte sich im ersten Halbjahr 2022 der Umsatz im Vorjahresvergleich im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung des rumänischen Festnetz-Geschäfts um 1,8 %. Organisch betrachtet erhöhte sich der Umsatz jedoch um 4,2 %. Die organischen Zuwächse sind hauptsächlich auf die gute Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen. Maßgeblich hierfür waren v. a. die gestiegenen höhermargigen mobilen Service-Umsätze, gestiegene Roaming- und Visitoren-Umsätze sowie volumenbedingt höhere Umsätze aus Endgeräteverkäufen. Eine bessere Entwicklung verzeichneten die Service-Umsätze des Festnetz-Geschäfts. Der Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag um 1,0 % und organisch betrachtet um 0,6 % unter Vorjahresniveau. Der Rückgang ist im Wesentlichen getrieben durch das erwartungsgemäß rückläufige klassische IT-Infrastrukturgeschäft, zum Teil bedingt durch bewusste unternehmerische Entscheidungen wie den Abbau von End-User-Services. Positive Entwicklungen, insbesondere in der Portfolio-Einheit Digital Solutions, konnten den Rückgang nicht vollständig kompensieren. Der Umsatz unseres operativen Segments Group Development sank im Vorjahresvergleich, im Wesentlichen beeinflusst durch die Veräußerung der T‑Mobile Netherlands, um 28,7 %. Organisch betrachtet stieg er um 5,8 %. Dabei resultierte der Umsatzanstieg aus dem operativen und strukturell bedingten Wachstum der Geschäftseinheit GD Towers.

Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung unserer Segmente finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente".

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz¹

in %

Regionale Umsatzverteilung

1 Weitere Informationen zum Außenumsatz finden Sie im Abschnitt "Segmentberichterstattung" im Konzern-Zwischenabschluss.

Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 65,3 % mit Abstand den größten Beitrag zum Konzernumsatz und lag um 2,8 Prozentpunkte über dem Niveau der Vergleichsperiode. Auch die Auslandsquote am Konzernumsatz erhöhte sich von 76,5 % auf 77,7 %.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Im ersten Halbjahr 2022 erzielten wir ein gegenüber dem Vergleichszeitraum um 1,1 Mrd. € bzw. 5,9 % höheres bereinigtes EBITDA AL in Höhe von 19,8 Mrd. €. Organisch betrachtet erhöhte sich das bereinigte EBITDA AL um 0,1 Mrd. € bzw. 0,7 %, wobei positive Währungskurseffekte von im Saldo 1,2 Mrd. € berücksichtigt wurden und Konsolidierungskreiseffekte im Saldo um 0,2 Mrd. € verringernd wirkten. Das bereinigte Core EBITDA AL, das sich durch die Herausnahme der Umsatzerlöse aus der Endgerätevermietung in den USA vom bereinigten EBITDA AL unterscheidet und damit eine Darstellung der operativen Entwicklung zeigt, die nicht durch den strategischen Rückzug aus dem Geschäft der Endgerätevermietung verzerrt ist, stieg um 2,0 Mrd. € bzw. 11,5 % auf 19,0 Mrd. €.

Beitrag der Segmente zum bereinigten Konzern-EBITDA AL

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2
2022
Q2
2021
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse) im Konzern
19.763 18.662 5,9 9.873 9.891 9.418
Deutschland 4.815 4.659 3,3 2.388 2.426 2.354
USA 12.509 11.444 9,3 6.172 6.337 5.737
Europa 1.961 1.940 1,1 976 986 994
Systemgeschäft 155 134 15,7 73 82 72
Group Development 519 634 (18,1) 356 164 318
Group Headquarters &
Group Services
(185) (105) (76,2) (85) (100) (21)
Überleitung (11) (45) 75,6 (7) (3) (37)
scrollen
Veränderung in% Gesamtjahr
2021
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse) im Konzern
5,0 37.330
Deutschland 3,1 9.520
USA 10,5 22.697
Europa (0,8) 4.007
Systemgeschäft 13,9 286
Group Development (48,4) 1.307
Group Headquarters &
Group Services
n.a. (440)
Überleitung 91,9 (47)

Alle operativen Segmente, mit Ausnahme von Group Development - hier war die Entwicklung durch die Veräußerung der T‑Mobile Netherlands beeinflusst -, leisteten einen positiven Beitrag zu der Entwicklung des bereinigten EBITDA AL. Unser operatives Segment USA zeigt eine im Wesentlichen währungskursbedingte Erhöhung des bereinigten EBITDA AL von 9,3 %. Organisch betrachtet lag das bereinigte EBITDA AL um 1,3 % unter Vorjahresniveau. Das bereinigte Core EBITDA AL stieg um 1,9 Mrd. € bzw. 19,6 % auf 11,7 Mrd. €. Unser operatives Segment Deutschland trug dank werthaltigem Umsatzwachstum und einer verbesserten Kosteneffizienz mit einem um 3,3 % höheren bereinigten EBITDA AL zum Anstieg bei. Auch organisch betrachtet lag das bereinigte EBITDA AL um 3,3 % über dem Vorjahresniveau. Um 1,1 % erhöhte sich das bereinigte EBITDA AL in unserem operativen Segment Europa. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL um 5,7 % und verzeichnete damit erneut einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag. Dabei konnten die organischen Umsatzzuwächse insbesondere die gestiegenen indirekten Kosten überkompensieren. In unserem operativen Segment Systemgeschäft entwickelte sich das bereinigte EBITDA AL mit 15,7 % bzw. organisch betrachtet ebenfalls mit 15,7 % positiv. Effizienzeffekte aus unserem Transformationsprogramm sowie Umsatzsteigerungen in unseren Wachstumsfeldern überstiegen den Ergebnisrückgang im klassischen IT-Infrastrukturgeschäft. Das bereinigte EBITDA AL in unserem operativen Segment Group Development verringerte sich im Vorjahresvergleich aufgrund des Verkaufs der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022 um 18,1 %. Organisch betrachtet stieg es um 15,0 %, da das GD Towers Geschäft sich aufgrund steigender Mengen konstant positiv entwickelte und durch die Entwicklung des österreichischen Funkturmgeschäfts weiter verstärkt wurde.

Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 0,9 Mrd. € bzw. 5,4 % auf 18,5 Mrd. €. Dabei veränderten sich die EBITDA AL-wirksamen Sondereinflüsse von minus 1,1 Mrd. € auf minus 1,2 Mrd. €. Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalrestrukturierungen lagen bei 0,6 Mrd. € und damit um 0,1 Mrd. € über Vorjahr. Im Bereich der Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen waren Aufwendungen im Saldo in Höhe von 0,1 Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Davon stammen Erträge in Höhe von 1,7 Mrd. € aus der Entkonsolidierung der GlasfaserPlus sowie weitere 0,9 Mrd. € aus der Veräußerung der T‑Mobile Netherlands. Gegenläufig dazu fielen Aufwendungen im Saldo in Höhe von 2,8 Mrd. €, im Wesentlichen im Zusammenhang mit entstandenen Integrationsaufwendungen aus dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint, an. Darunter erfasst sind v. a. Rabatte auf Endgeräte für ehemalige Sprint-Kunden, deren bisherige Endgeräte im T‑Mobile US Mobilfunk-Netzwerk nicht mehr nutzbar sind, sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Außerbetriebnahme des Sprint-Mobilfunk-Netzwerks. Letztere enthalten v. a. zusätzliche Abschreibungen aus Nutzungsdauerverkürzungen von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte in den USA. In der Vergleichsperiode waren im Bereich der Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen Aufwendungen im Saldo in Höhe von 0,6 Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Diese Aufwendungen standen ebenfalls im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint und wurden teilweise kompensiert durch einen Ertrag aus der Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts. Die Wertminderungen beliefen sich auf 0,2 Mrd. € und entfielen im Wesentlichen auf im Zusammenhang mit dem glasfaserbasierten Festnetz der ehemaligen Sprint verwendeten Nutzungsrechte. Die sonstigen EBITDA AL-wirksamen Sondereinflüsse betrugen minus 0,3 Mrd. € und enthalten Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mrd. € für den geschlossenen Vergleich und die weiteren anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs auf T‑Mobile US sowie gegenläufig erhaltene Abschlagszahlungen für Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit durch die Hochwasser- und Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli 2021 entstandenen Schäden in Höhe von 0,1 Mrd. €.

Weitere Informationen zur Entwicklung des (bereinigten) EBITDA AL unserer Segmente finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente".

Eine Überleitung der Definition des EBITDA auf die "after leases"-Betrachtung (EBITDA AL) kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2 2022 Q2
2021
EBITDA 23.019 20.830 10,5 13.092 9.927 10.469
Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte a (3.770) (2.683) (40,5) (1.654) (2.116) (1.399)
Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing-
Verbindlichkeiten a
(710) (556) (27,7) (351) (358) (277)
EBITDA AL 18.539 17.591 5,4 11.087 7.453 8.793
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(1.224) (1.072) (14,2) 1.214 (2.438) (625)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 19.763 18.662 5,9 9.873 9.891 9.418
scrollen
Veränderung in% Gesamtjahr
2021
EBITDA (5,2) 40.539
Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte a (51,3) (5.547)
Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing-
Verbindlichkeiten a
(29,2) (1.099)
EBITDA AL (15,2) 33.893
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
n.a. (3.437)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 5,0 37.330

a Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T-Mobile US.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT des Konzerns erhöhte sich auf 8,7 Mrd. € und war damit um 1,5 Mrd. € bzw. 20,5 % höher als im Vergleichszeitraum. Ursächlich für diese Veränderung sind v. a. die beim bereinigten EBITDA AL bzw. EBITDA AL beschriebenen Effekte im Zusammenhang mit den Entkonsolidierungserträgen. Die Abschreibungen lagen mit 14,3 Mrd. € um 0,7 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei erhöhten sich die planmäßigen Abschreibungen um 0,3 Mrd. €. Im operativen Segment USA führte eine Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint zu um 1,1 Mrd. € höheren planmäßigen Abschreibungen der entsprechenden Nutzungsrechte. Gegenläufig reduzierten sich im operativen Segment USA die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen aufgrund des fortgesetzten strategischen Rückzugs aus dem Geschäft der Endgerätevermietung. Im operativen Segment Group Development lagen die planmäßigen Abschreibungen im Zusammenhang mit der bis zu ihrem Verkauf als zur Veräußerung gehaltenen T‑Mobile Netherlands und dem damit verbundenen Aussetzen der planmäßigen Abschreibungen sowie der anschließenden Veräußerung der T‑Mobile Netherlands unter Vorjahresniveau. Die Wertminderungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. € auf 0,5 Mrd. €. Die in der Berichtsperiode erfassten Wertminderungen entfielen im Wesentlichen auf Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich um 2,1 Mrd. € auf 7,2 Mrd. €. Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber der Vergleichsperiode von minus 2,2 Mrd. € auf minus 1,5 Mrd. €. Dabei verbesserte sich das sonstige Finanzergebnis von 0,2 Mrd. € auf 1,0 Mrd. €. Dazu beigetragen haben insbesondere positive Bewertungseffekte aus einem Forward-Geschäft zur Preissicherung des künftigen Erwerbs von T‑Mobile US Aktien sowie im Periodenvergleich weniger stark negative Bewertungseffekte aus in Anleihen eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US. Positive Bewertungseffekte aus der Amortisation und Folgebewertung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von T‑Mobile US Aktien lagen leicht über Vorjahrsniveau. Der Zinsanteil aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhte sich um 0,4 Mrd. €. Dahingegen entwickelte sich das Zinsergebnis von minus 2,3 Mrd. € auf minus 2,5 Mrd. € rückläufig.

Konzernüberschuss, bereinigter Konzernüberschuss

Der Konzernüberschuss hat sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,6 Mrd. € auf 5,4 Mrd. € erhöht. Der Steueraufwand erhöhte sich um 0,2 Mrd. € auf 1,4 Mrd. €. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis reduzierte sich um 0,6 Mrd. € auf 0,3 Mrd. €. Der Rückgang entfällt im Wesentlichen auf unser operatives Segment USA. Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen, die sich auf den Konzernüberschuss insgesamt in Höhe von 0,7 Mrd. € auswirkten, betrug der bereinigte Konzernüberschuss im ersten Halbjahr 2022 4,7 Mrd. € und lag damit um 1,4 Mrd. € über dem Niveau der Vorjahresperiode.

Weitere Informationen zum Steueraufwand finden Sie im Abschnitt "Ertragsteuern" im Konzern-Zwischenabschluss.

Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des Konzernüberschusses auf den um Sondereinflüsse bereinigten Konzernüberschuss:

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2 2022 Q2
2021
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) 5.409 2.815 92,1 3.949 1.460 1.879
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(1.224) (1.072) (14,2) 1.214 (2.438) (625)
Personalrestrukturierung (569) (439) (29,6) (183) (386) (268)
Sachbezogene
Restrukturierungen
(46) (9) n.a. (9) (37) (5)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (99) (592) 83,3 1.333 (1.433) (346)
Wertminderungen (201) 0 n.a. (4) (197) 0
Sonstiges (308) (31) n.a. 77 (385) (5)
Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse 1.949 573 n.a. 496 1.453 391
Wertminderungen (341) (132) n.a. (30) (310) (61)
Finanzergebnis 24 (11) n.a. 21 3 1
Ertragsteuern 782 364 n.a. 4 778 234
Minderheiten 1.484 351 n.a. 502 982 217
Sondereinflüsse 726 (499) n.a. 1.710 (985) (234)
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 4.683 3.315 41,3 2.238 2.445 2.113
scrollen
Veränderung in% Gesamtjahr
2021
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (22,3) 4.176
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
n.a. (3.437)
Personalrestrukturierung (44,0) (717)
Sachbezogene
Restrukturierungen
n.a. (22)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen n.a. (2.542)
Wertminderungen n.a. 0
Sonstiges n.a. (156)
Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse n.a. 1.751
Wertminderungen n.a. (258)
Finanzergebnis n.a. (139)
Ertragsteuern n.a. 1.064
Minderheiten n.a. 1.084
Sondereinflüsse n.a. (1.686)
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 15,7 5.862

Ergebnis je Aktie, bereinigtes Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus dem Konzernüberschuss im Verhältnis zur gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Stammaktien - diese betrug bis zum 30. Juni 2022 4.972 Mio. Stück. Dies führt zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,09 €. In der Vergleichsperiode betrug das Ergebnis je Aktie 0,59 €. Das um Konzernüberschusswirksame Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt 0,94 € gegenüber 0,70 € in der Vergleichsperiode.

Sondereinflüsse

Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des EBITDA AL, des EBIT und des Konzernüberschusses auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte:

in Mio. €

scrollen
EBITDA AL
H1 2022
EBIT
H1 2022
EBITDA AL
H1 2021
EBIT
H1 2021
EBITDA AL Gesamtjahr 2021 EBIT Gesamtjahr 2021
EBITDA AL/​EBIT 18.539 8.684 17.591 7.207 33.893 13.057
Deutschland 1.409 1.409 (271) (271) (588) (588)
Personalrestrukturierung (274) (274) (248) (248) (471) (471)
Sachbezogene Restrukturierungen (3) (3) (6) (6) (12) (12)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 1.634 1.634 (2) (2) (3) (3)
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges 51 51 (16) (16) (102) (102)
USA (3.454) (3.745) (750) (808) (2.637) (2.692)
Personalrestrukturierung (124) (124) (17) (17) (16) (16)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (2.750) (2.791) (733) (733) (2.621) (2.618)
Wertminderungen (200) (452) 0 (57) 0 (58)
Sonstiges (379) (379) 0 0 0 0
Europa (18) (18) (25) (25) 11 11
Personalrestrukturierung (44) (44) (18) (18) 83 83
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 (1) (1) (1) (1)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 5 5 (3) (3) (39) (39)
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges 21 21 (3) (3) (32) (32)

in Mio. €

scrollen
EBITDA AL
H1 2022
EBIT
H1 2022
EBITDA AL
H1 2021
EBIT
H1 2021
EBITDA AL Gesamtjahr 2021 EBIT Gesamtjahr 2021
Systemgeschäft (69) (88) (127) (160) (213) (393)
Personalrestrukturierung (49) (49) (76) (76) (148) (148)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 (1) (1) (3) (3)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (2) (2) (39) (39) (39) (39)
Wertminderungen 0 (19) 0 (33) 0 (180)
Sonstiges (17) (17) (12) (12) (24) (24)
Group Development 906 906 182 182 173 173
Personalrestrukturierung (2) (2) (6) (6) (8) (8)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 909 909 189 189 184 184
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges (1) (1) (2) (2) (3) (3)
Group Headquarters & Group Services 1 (21) (81) (95) (182) (203)
Personalrestrukturierung (76) (76) (75) (75) (157) (157)
Sachbezogene Restrukturierungen (43) (43) (2) (2) (7) (7)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 104 104 (5) (5) (23) (23)
Wertminderungen (1) (23) 0 (14) 0 (21)
Sonstiges 17 17 1 1 5 5
Konzern (1.224) (1.557) (1.072) (1.176) (3.437) (3.692)
Personalrestrukturierung (569) (569) (439) (439) (717) (717)
Sachbezogene Restrukturierungen (46) (46) (9) (9) (22) (22)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (99) (140) (592) (592) (2.542) (2.538)
Wertminderungen (201) (494) 0 (104) 0 (258)
Sonstiges (308) (308) (31) (31) (156) (156)
EBITDA AL/​EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 19.763 10.240 18.662 8.383 37.330 16.749
Finanzergebnis (bereinigt um Sondereinflüsse) (1.540) (2.131) (4.998)
Ergebnis vor Ertragsteuern (bereinigt um Sondereinflüsse) 8.700 6.251 11.752
Ertragsteuern (bereinigt um Sondereinflüsse) (2.193) (1.626) (2.879)
Überschuss/​(Fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 6.507 4.626 8.873
Zurechnung des Überschusses/​(Fehlbetrags) (bereinigt um Sondereinflüsse) an die
Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag)) (bereinigt um Sondereinflüsse) 4.683 3.315 5.862
Anteile anderer Gesellschafter (bereinigt um Sondereinflüsse) 1.824 1.311 3.011

Mitarbeiter

Entwicklung des Personalbestands

scrollen
30.06.2022 31.12.2021 Veränderung Veränderung in%
Mitarbeiter (FTE) im Konzern 210.595 216.528 (5.933) (2,7)
davon: Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis) 8.889 9.653 (764) (7,9)
Deutschland 58.794 60.189 (1.395) (2,3)
USA 68.826 71.094 (2.268) (3,2)
Europa 34.689 35.319 (630) (1,8)
Systemgeschäft 28.187 27.754 433 1,6
Group Development 829 2.674 (1.845) (69,0)
Group Headquarters & Group Services 19.270 19.498 (228) (1,2)

Der Mitarbeiterbestand des Konzerns lag zum 30. Juni 2022 um 2,7 % unter dem Niveau zum Jahresende 2021. In unserem operativen Segment Deutschland reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Jahresende 2021 um 2,3 %. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme sozialverträglicher Instrumente zum Personalumbau, wie z. B. engagierter Vorruhestand oder Altersteilzeit. Der Personalrückgang von 3,2 % im operativen Segment USA gegenüber dem Jahresende 2021 ist v. a. auf gezielte Rationalisierungsmaßnahmen zur Kostensenkung zurückzuführen. In unserem operativen Segment Europa sank die Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahresende leicht um 1,8 %, insbesondere in Kroatien, der Slowakei und Polen. Die Mitarbeiterzahl in unserem operativen Segment Systemgeschäft ist gegenüber dem Jahresende 2021 um 1,6 % gewachsen. Dabei wurde die Bestandswirkung unserer Effizienzmaßnahmen durch Mehrbedarfe in unseren Wachstumsbereichen überkompensiert. Im operativen Segment Group Development lag die Mitarbeiterzahl mit einem Rückgang um 69,0 % aufgrund der Veräußerung der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Mitarbeiterbestand im Segment Group Headquarters & Group Services sank im Vergleich zum Jahresende 2021 um 1,2 %, im Wesentlichen bedingt durch den weiteren Personalumbau bei Vivento.

Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Konzern-Bilanz (Kurzfassung)

in Mio. €

scrollen
30.06.2022 in % 31.12.2021 Veränderung 30.06.2021
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.281 1,8 7.617 (2.336) 8.861
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.853 5,6 15.299 1.554 13.968
Immaterielle Vermögenswerte 144.544 47,9 132.647 11.897 128.431
Sachanlagen 65.185 21,6 61.770 3.415 60.439
Nutzungsrechte 38.061 12,6 30.777 7.284 30.624
Kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte 9.394 3,1 8.888 506 9.072
Aktive latente Steuern 8.604 2,9 7.906 698 7.752
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 99 0,0 4.856 (4.757) 664
Sonstige Aktiva 13.665 4,5 11.867 1.798 10.693
Bilanzsumme 301.686 100,0 281.627 20.059 270.504
Passiva
Kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 114.506 38,0 111.466 3.040 109.690
Kurz- und langfristige Leasing-Verbindlichkeiten 42.525 14,1 33.133 9.392 33.263
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 11.179 3,7 10.452 727 8.342
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 3.913 1,3 6.134 (2.221) 5.925
Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen 8.378 2,8 9.463 (1.085) 8.575
Passive latente Steuern 22.925 7,6 19.809 3.116 18.257
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen
0 0,0 1.365 (1.365) 271
Sonstige Passiva 9.768 3,2 8.336 1.432 9.181
Eigenkapital 88.492 29,3 81.469 7.023 77.000
Bilanzsumme 301.686 100,0 281.627 20.059 270.504

Am 30. Juni 2022 betrug unsere Bilanzsumme 301,7 Mrd. € und erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 20,1 Mrd. €. Vor allem Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, trugen zur Erhöhung der Bilanzsumme bei. Weiter ist der Anstieg auf die insgesamt anhaltend hohe Investitionstätigkeit, u. a. Spektrumerwerbe im operativen Segment USA, zurückzuführen. Darüber hinaus erhöhte die zwischen T‑Mobile US und Crown Castle geschlossene Vereinbarung über die Modifikation bereits bestehender Verträge von Mobilfunk-Standorten die Bilanzsumme. Gegenläufig verringerte sich die Bilanzsumme im Zusammenhang mit der Veräußerung der T‑Mobile Netherlands.

Auf der Aktivseite lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 16,9 Mrd. € um 1,6 Mrd. € über dem Niveau des Jahresendes 2021. Im operativen Segment USA war der Anstieg der Forderungsbestände im Wesentlichen währungskursbedingt. Darüber hinaus ergaben sich dort höhere Forderungen aus dem Geschäftsmodell der Endgerätefinanzierung sowie gestiegener Kundenzahlen. Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten höhere Forderungsbestände im operativen Segment Deutschland.

Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 11,9 Mrd. € auf 144,5 Mrd. €. Hierzu trugen im Wesentlichen Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 10,0 Mrd. € bei. Ebenso erhöhten Zugänge den Buchwert in Höhe von 5,1 Mrd. €. Diese entfallen in Höhe von 2,7 Mrd. € auf den Erwerb von Mobilfunk-Spektrum und resultieren nahezu ausschließlich aus den im Januar 2022 bei der 3.450 MHz-Auktion der Federal Communications Commission (FCC) erworbenen 199 Mobilfunk-Lizenzen. Positive Konsolidierungskreiseffekte trugen mit 0,1 Mrd. € ebenfalls zur Erhöhung des Buchwerts bei. Buchwertmindernd wirkten Abschreibungen in Höhe von 3,3 Mrd. € sowie Abgänge in Höhe von 0,1 Mrd. €.

Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 3,4 Mrd. € auf 65,2 Mrd. €. Zugänge in Höhe von 8,5 Mrd. €, im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung, dem Netzwerk-Ausbau sowie dem Breitband- und Glasfaser-Ausbau und dem Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur erhöhten den Buchwert. Die Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle für bestehende Mobilfunk-Standorte erhöhte den Buchwert um 0,8 Mrd. €. Ebenso trugen Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 2,5 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Umgliederungen von Leasing-Vermögenswerten nach Ende der vertraglichen Leasing-Laufzeit in die Sachanlagen, v. a. im operativen Segment USA, erhöhten den Buchwert in Höhe von 0,2 Mrd. €. Gegenläufig wirkten Abschreibungen in Höhe von 6,9 Mrd. €. Hierin sind Wertminderungen in Höhe von 0,2 Mrd. € enthalten. Diese stehen im Zusammenhang mit der zum 30. Juni 2022 durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint. Abgänge in Höhe von 0,7 Mrd. € wirkten ebenfalls buchwertmindernd.

Die Nutzungsrechte erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 7,3 Mrd. € auf 38,1 Mrd. €. Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in Höhe von 8,9 Mrd. €, v. a. infolge der zwischen T‑Mobile US und Crown Castle geschlossenen Vereinbarung über die Modifikation bereits bestehender Verträge, im Wesentlichen über die Anmietung von Mobilfunk-Standorten von Crown Castle. Aus der Vertragsmodifikation ergibt sich eine Erhöhung der Nutzungsrechte um 6,6 Mrd. €. Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe von 2,8 Mrd. €. Den Buchwert minderten Abschreibungen in Höhe von 4,1 Mrd. €. Darin enthalten sind um 1,1 Mrd. € höhere planmäßige Abschreibungen aufgrund einer im operativen Segment USA erfassten Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint. Darüber hinaus sind hierin Wertminderungen in Höhe von 0,2 Mrd. € enthalten. Diese stehen im Zusammenhang mit der zum 30. Juni 2022 durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint. Ebenfalls reduzierten Umgliederungen von Leasing-Vermögenswerten nach Ende der vertraglichen Leasing-Laufzeit in die Sachanlagen, v. a. im operativen Segment USA, den Buchwert in Höhe von 0,2 Mrd. €. Abgänge in Höhe von 0,1 Mrd. € wirkten ebenfalls buchwertmindernd.

Die kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 0,5 Mrd. € auf 9,4 Mrd. €. Die ausgereichten Darlehen und Forderungen erhöhten sich um 0,2 Mrd. € auf 3,6 Mrd. €. Im Zusammenhang mit dem Verkauf eines 50 %-Anteils an GlasfaserPlus wurde eine bedingte Kaufpreisforderung in Höhe von 0,4 Mrd. € erfasst. Darüber hinaus erhöhten sich die hinterlegten Barsicherheiten. Im Zusammenhang mit Forderungen aus noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland erhöhten sich die ausgereichten Darlehen und Forderungen um 0,2 Mrd. €. Der Buchwert der Derivate mit Hedge-Beziehung verringerte sich um 0,5 Mrd. € auf 1,0 Mrd. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der positiven Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung erhöhte sich im Saldo von 1,2 Mrd. € auf 1,4 Mrd. €. Begründet ist dies durch einen Buchwertanstieg von 0,4 Mrd. € bei den Zins- und Währungsderivaten aufgrund von Währungskurseffekten (v. a. aus dem Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro). Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten positive Bewertungseffekte bei in Verträgen eingebetteten Stromtermingeschäften in Höhe von 0,1 Mrd. €. Im Zusammenhang mit negativen Bewertungseffekten aus in Anleihen der T‑Mobile US eingebetteten Derivaten verringerte sich der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung um 0,4 Mrd. €.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 4,8 Mrd. € auf 0,1 Mrd. €. Der Rückgang resultierte in Höhe von 4,7 Mrd. € aus dem Verkauf der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022 sowie in Höhe von 0,1 Mrd. € aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an GlasfaserPlus zum 28. Februar 2022. Beide Gesellschaften waren zum 31. Dezember 2021 wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft.

Weitere Informationen zu den genannten Unternehmens- und sonstigen Transaktionen finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung".

Der Anstieg der sonstigen Aktiva um 1,8 Mrd. € auf 13,7 Mrd. € resultierte in Höhe von 1,1 Mrd. € aus der Erhöhung des Buchwerts der Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen. Wesentlicher Grund hierfür war der Verkauf des 50 %-Anteils an GlasfaserPlus. Infolge des aus der Transaktion nach Rechnungslegungssicht resultierenden Verlusts der Beherrschung über GlasfaserPlus wurde diese zum 28. Februar 2022 entkonsolidiert. Seit diesem Zeitpunkt werden die verbleibenden 50 % der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Zum 30. Juni 2022 betrug der Buchwert der Beteiligung 1,0 Mrd. €. Die Vorratsbestände erhöhten sich um 0,1 Mrd. €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Beständen an hochpreisigen Mobilfunk-Endgeräten im operativen Segment Deutschland. Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten ebenfalls buchwerterhöhend. Gegenläufig entwickelte sich der Vorratsbestand im operativen Segment USA mangels Markteinführung neuer insbesondere hochpreisiger Geräte rückläufig.

Auf der Passivseite erhöhten sich unsere kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Jahresende 2021 um 3,0 Mrd. € auf insgesamt 114,5 Mrd. €. Der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten erhöhte sich um 2,1 Mrd. €. Durch Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhte sich der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten um 6,1 Mrd. €. Buchwertreduzierend wirkten Tilgungen durch T‑Mobile US von einer Anleihe in Höhe von 0,5 Mrd. US‑$ (0,5 Mrd. €) sowie im Konzern von einer EUR-Anleihe in Höhe von 0,1 Mrd. € und einer GBP-Anleihe in Höhe von 0,7 Mrd. GBP (0,8 Mrd. €). Darüber hinaus verringerte sich der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten um 2,4 Mrd. € im Zusammenhang mit Bewertungseffekten aus Derivaten mit Hedge-Beziehung, für die die bilanzielle Gegenbuchung in den Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten vorgenommen wird. Der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten lag mit 7,5 Mrd. € um 0,3 Mrd. € unter dem Niveau zum 31. Dezember 2021. Im Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) für derivative Finanzinstrumente reduzierte sich der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten insgesamt um 1,3 Mrd. €. Die Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle bezüglich der Mobilfunk-Standorte erhöhte den Buchwert um 0,8 Mrd. €. Buchwerterhöhend wirkten negative Bewertungseffekte bei den Derivaten mit Hedge-Beziehung. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der negativen Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Buchwertreduzierend wirkten positive Bewertungseffekte aus einem Forward-Geschäft zur Preissicherung des künftigen Erwerbs von T‑Mobile US Aktien.

Die kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 9,4 Mrd. € auf insgesamt 42,5 Mrd. €. Der Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle, aus der sich eine Erhöhung der Buchwerte der Leasing-Verbindlichkeiten um 6,6 Mrd. € ergab. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten die Leasing-Verbindlichkeiten um 3,1 Mrd. €. Gegenläufig wirkte der Rückgang des Buchwerts um 0,1 Mrd. €, u. a. im Zusammenhang mit der Aufgabe von ehemaligen Sprint-Mobilfunk-Standorten und einzelner ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment USA. Ebenfalls buchwertmindernd wirkte der Rückgang im Segment Group Headquarters & Group Services in Höhe von 0,1 Mrd. €.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 0,7 Mrd. € auf 11,2 Mrd. €, was insbesondere auf höhere Verbindlichkeiten in den operativen Segmenten Deutschland, USA und Systemgeschäft zurückzuführen ist. Im operativen Segment USA war der Anstieg währungskursbedingt. Gegenläufig reduzierte sich dort der Verbindlichkeitenbestand u. a. gegenüber Endgeräteherstellern. Der Verbindlichkeitenbestand des operativen Segments Europa war leicht rückläufig.

Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 2,2 Mrd. € auf 3,9 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch Rechnungszinsanpassungen. Einen gegenläufigen Effekt hatte die Marktwertentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten Vermögenswerte. Insgesamt ergab sich aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen ein erfolgsneutral erfasster Gewinn in Höhe von 2,1 Mrd. €.

Die kurz- und langfristigen sonstigen Rückstellungen reduzierten sich im Vergleich zum Jahresende 2021 um 1,1 Mrd. € auf 8,4 Mrd. €. Dabei verringerten sich die übrigen Personalrückstellungen um 1,0 Mrd. € im Wesentlichen im Zusammenhang mit den im ersten Halbjahr 2022 an die Mitarbeiter gezahlten erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile für das Vorjahr sowie einem Rückgang der Rückstellung für die Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK). Letzteres war im Wesentlichen auf die Folgebewertung des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewerteten Barwerts (Zinseffekt) zurückzuführen. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen verringerten sich um 0,4 Mrd. €. Gegenläufig erhöhten sich die Rückstellungen für Prozessrisiken im Saldo in Höhe von 0,3 Mrd. €. In Höhe von 0,4 Mrd. € stand dies im Zusammenhang mit dem geschlossenen Vergleich und den weiteren anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs auf T‑Mobile US.

Die Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 1,4 Mrd. € auf 0,0 Mrd. €. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit dem Verkauf der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022.

Die sonstigen Passiva haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 1,4 Mrd. € auf 9,8 Mrd. € erhöht. Dies resultierte insbesondere aus den um 0,8 Mrd. € gestiegenen übrigen Schulden, was in Höhe von 0,4 Mrd. € durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern verursacht war. Darüber hinaus erhöhten sich die Ertragsteuerverbindlichkeiten um 0,3 Mrd. €.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 von 81,5 Mrd. € auf 88,5 Mrd. €. Erhöhend wirkten der Überschuss in Höhe von 5,7 Mrd. €, das sonstige Ergebnis in Höhe von 7,8 Mrd. € sowie Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierten Vergütungen in Höhe von 0,3 Mrd. €. Das Eigenkapital verringerte sich im Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 3,2 Mrd. € und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Ebenso reduzierten Transaktionen mit Eigentümern den Buchwert in Höhe von 2,9 Mrd. € - im Wesentlichen aufgrund des weiteren Erwerbs von T‑Mobile US Aktien zur Erhöhung des Kapitalanteils. Konsolidierungskreisveränderungen - im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung der T‑Mobile Netherlands im operativen Segment Group Development - verringerten den Buchwert des Eigenkapitals in Höhe von 0,6 Mrd. €.

Weitere Informationen zur Bilanz finden Sie im Abschnitt "Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz" im Konzern-Zwischenabschluss.

Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeiten

in Mio. €

scrollen
30.06.2022 31.12.2021 a Veränderung
Veränderung in% 30.06.2021
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 95.953 93.857 2.096 2,2 91.749
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.999 4.003 (4) (0,1) 4.480
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 14.554 13.730 824 6,0 13.461
Leasing-Verbindlichkeiten 42.525 33.767 8.758 25,9 33.263
Finanzielle Verbindlichkeiten und Leasing
Verbindlichkeiten
157.032 145.357 11.675 8,0 142.953
Zinsabgrenzungen (1.023) (1.012) (11) (1,1) (1.017)
Sonstige (994) (855) (139) (16,3) (934)
Brutto-Finanzverbindlichkeiten 155.015 143.490 11.525 8,0 141.002
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.281 7.617 (2.336) (30,7) 8.861
Derivative finanzielle Vermögenswerte 2.369 2.762 (393) (14,2) 3.650
Andere finanzielle Vermögenswerte 1.261 969 292 30,1 519
Netto-Finanzverbindlichkeiten 146.104 132.142 13.962 10,6 127.972

a Einschließlich der zum 31. Dezember 2021 in den Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen enthaltenen Netto-Finanzverbindlichkeiten der T-Mobile Netherlands.

Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten

in Mio. €

Aus der Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle ergab sich eine Erhöhung der Netto-Finanzverbindlichkeiten von insgesamt 7,4 Mrd. €. Diese resultierte aus einer Erhöhung der Nutzungsrechte sowie der Leasing-Verbindlichkeiten um jeweils 6,6 Mrd. € und einer Erhöhung der Sachanlagen sowie der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um jeweils 0,8 Mrd. €. Die sonstigen Effekte enthalten eine Vielzahl kleinerer Effekte.

Herleitung des Free Cashflow AL

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2
2022
Q2
2021
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 17.979 16.387 9,7 9.358 8.621 8.080
Immaterielle Vermögenswerte (4.679) (10.089) 53,6 (3.551) (1.128) (1.016)
Sachanlagen (7.579) (6.505) (16,5) (3.621) (3.958) (3.306)
Cash Capex (12.259) (16.593) 26,1 (7.173) (5.086) (4.322)
Investitionen in Spektrum 2.616 8.024 (67,4) 2.514 102 35
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (9.642) (8.570) (12,5) (4.658) (4.984) (4.287)
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen 84 105 (20,0) 50 34 58
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) 8.421 7.923 6,3 4.750 3.671 3.851
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten a (1.881) (2.573) 26,9 (969) (912) (1.085)
Free Cashflow AL
(vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)
6.540 5.350 22,2 3.781 2.759 2.766
scrollen
Veränderung in% Gesamtjahr
2021
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 6,7 32.171
Immaterielle Vermögenswerte (11,0) (12.749)
Sachanlagen (19,7) (13.616)
Cash Capex (17,7) (26.366)
Investitionen in Spektrum n.a. 8.388
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (16,3) (17.978)
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen (41,4) 139
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) (4,7) 14.332
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten a 15,9 (5.521)
Free Cashflow AL
(vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)
(0,3) 8.810

a Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T‑Mobile US.

Der Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode von 5,4 Mrd. € auf 6,5 Mrd. €. Folgende Effekte beeinflussten die Entwicklung:

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erhöhte sich aufgrund der guten Geschäftsentwicklung um 1,6 Mrd. € auf 18,0 Mrd. €. Um 0,1 Mrd. € niedrigere Ertragsteuerzahlungen wurden durch um 0,1 Mrd. € höhere Zinszahlungen (netto) kompensiert.

Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) erhöhte sich von 8,6 Mrd. € auf 9,6 Mrd. €. Im operativen Segment USA erhöhte sich der Cash Capex um 1,1 Mrd. € auf 6,4 Mrd. € im Wesentlichen aufgrund des weiteren Ausbaus des 5G-Netzwerks sowie aufgrund von Währungskurseffekten v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Im operativen Segment Deutschland investierten wir im ersten Halbjahr 2022 rund 1,8 Mrd. €, insbesondere in den Glasfaser- und 5G-Ausbau und lagen damit um 0,1 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode. Unsere Investitionen im operativen Segment Europa lagen stabil bei 0,8 Mrd. €. Auch hier investieren wir weiterhin im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in die Bereitstellung von Breitband- und Glasfaser-Technologie sowie in 5G.

Der Rückgang der Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten resultierte insbesondere aus Zahlungen für im operativen Segment USA bestehende Leasing-Verhältnisse.

Weitere Informationen zur Kapitalflussrechnung finden Sie im Abschnitt "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Zwischenabschluss.

Geschäftsentwicklung der operativen Segmente

Deutschland

Kundenentwicklung

in Tsd.

scrollen
30.06.2022 31.03.2022 Veränderung
30.06.2022/​
31.03.2022 in %
31.12.2021 Veränderung
30.06.2022/​
31.12.2021 in %
30.06.2021
Mobilfunk-Kunden 54.551 53.968 1,1 53.211 2,5 50.272
Vertragskunden 23.402 23.165 1,0 23.129 1,2 22.682
Prepaid-Kunden 31.149 30.803 1,1 30.081 3,6 27.590
Festnetz-Anschlüsse 17.437 17.480 (0,2) 17.525 (0,5) 17.555
Breitband-Anschlüsse Retail 14.578 14.533 0,3 14.478 0,7 14.304
davon: Glasfaser 10.836 10.584 2,4 10.379 4,4 9.971
TV (IPTV, Sat) 4.039 4.018 0,5 4.001 0,9 3.933
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 3.351 3.487 (3,9) 3.622 (7,5) 3.853
Breitband-Anschlüsse Wholesale 8.001 7.970 0,4 7.948 0,7 7.853
davon: Glasfaser 6.883 6.837 0,7 6.778 1,5 6.636
scrollen
Veränderung
30.06.2022/​
30.06.2021 in %
Mobilfunk-Kunden 8,5
Vertragskunden 3,2
Prepaid-Kunden 12,9
Festnetz-Anschlüsse (0,7)
Breitband-Anschlüsse Retail 1,9
davon: Glasfaser 8,7
TV (IPTV, Sat) 2,7
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) (13,0)
Breitband-Anschlüsse Wholesale 1,9
davon: Glasfaser 3,7

Gesamt

In Deutschland sind wir weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. Wir überzeugen unsere Kunden mit einer ausgezeichneten Netzqualität - in Festnetz und Mobilfunk - sowie einem breiten Produkt-Portfolio und exzellentem Service. Wir wollen unseren Kunden ein nahtloses und technologieunabhängiges Telekommunikationserlebnis bieten. Deshalb vermarkten wir neben Festnetz- und Mobilfunk-Produkten auch konvergente Produkte. Bis Ende Juni 2022 haben sich rund 5,4 Mio. Kunden für unsere konvergenten Produkte der "MagentaEINS" Familie entschieden. Der Kundenbestand liegt somit über Vorjahresniveau.

Nach wie vor gab es eine hohe Nachfrage nach unseren glasfaserbasierten Anschlüssen. Die Gesamtzahl dieser Kundenanschlüsse stieg bis Ende Juni 2022 auf rund 17,7 Mio. Im ersten Halbjahr 2022 haben in Deutschland 562 Tsd. zusätzliche Kunden einen glasfaserbasierten Anschluss von uns erhalten. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau haben wir die Vermarktung höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben.

Mobilfunk

Im Mobilfunk-Bereich stieg die Zahl der Kunden im werthaltigen Vertragskundengeschäft unter den Marken "Telekom" und "congstar" um insgesamt 387 Tsd. Kunden. Gründe dafür sind die konstante Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen. Seit dem 1. Januar 2022 wird ein Teil der bisher unter den Vertragsprivatkunden ausgewiesenen Kunden unter den Prepaid-Kunden ausgewiesen. Unter Berücksichtigung dieser Ausweisänderung konnten wir im Bereich der Prepaid-Kunden seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 890 Tsd. Kunden verzeichnen, der im Wesentlichen durch unsere Automotive-Initiativen im Geschäftskundenbereich getrieben ist.

Festnetz

Der Festnetz-Breitband-Markt ist durch eine Vielzahl von Akteuren mit unterschiedlichen Infrastrukturen gekennzeichnet - vom überregionalen Anbieter bis hin zum regionalen Versorger. Um unsere Marktposition als führender integrierter Telekommunikationsanbieter in Deutschland zu behaupten, bauen wir unsere Angebote weiter aus.

Die Anzahl unserer Breitband-Anschlüsse ist im ersten Halbjahr 2022 auf 14,6 Mio. gewachsen. Die Nachfrage nach unseren glasfaserbasierten Anschlüssen Retail ist dabei mit 457 Tsd. der Treiber. Bei unseren TV-Kunden konnten wir gegenüber dem Jahresende 2021 ein Wachstum um 38 Tsd. verzeichnen. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 88 Tsd. Die Anzahl unserer Festnetz-Anschlüsse liegt somit bei 17,4 Mio. Anschlüssen.

Wholesale

Zum 30. Juni 2022 lag der Anteil der glasfaserbasierten Anschlüsse am Gesamtbestand mit 60,6 % um 2,0 Prozentpunkte über dem Jahresende 2021. Das Wachstum ergibt sich aus der Nachfrage nach unseren Commitment-Verträgen. Darüber hinaus spielt die steigende Nachfrage der Endkunden nach Anschlüssen mit höherer Bandbreite eine Rolle. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresende um 271 Tsd. Gründe dafür sind zum einen die Verlagerung zu höherwertigen glasfaserbasierten Anschlüssen, zum anderen, dass Endkunden zu anderen Anbietern wechseln. Hinzu kommt, dass unsere Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene glasfaserbasierten Anschlüsse migrieren. Insgesamt lag der Anschlussbestand im Bereich Wholesale Ende Juni 2022 bei rund 11,4 Mio.

Operative Entwicklung

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2
2022
Gesamtumsatz 12.059 11.844 1,8 5.994 6.064
Privatkunden 6.151 5.963 3,2 3.066 3.086
Geschäftskunden 4.375 4.354 0,5 2.173 2.202
Wholesale 1.380 1.388 (0,6) 693 687
Sonstiges 152 139 9,4 63 89
Service-Umsatz 10.692 10.542 1,4 5.316 5.376
Betriebsergebnis (EBIT) 4.246 2.397 77,1 3.021 1.225
EBIT-Marge % 35,2 20,2 50,4 20,2
Abschreibungen (1.991) (2.010) 0,9 (997) (994)
EBITDA 6.237 4.406 41,6 4.017 2.220
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 1.409 (271) n.a. 1.622 (213)
EBITDA (bereinigt um
Sondereinflüsse)
4.828 4.678 3,2 2.395 2.433
EBITDA AL 6.224 4.388 41,8 4.010 2.213
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
1.409 (271) n.a. 1.622 (213)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 4.815 4.659 3,3 2.388 2.426
EBITDA AL-Marge (bereinigt um
Sondereinflüsse)
% 39,9 39,3 39,8 40,0
Cash Capex (1.778) (1.699) (4,6) (902) (876)
scrollen
Q2
2021
Veränderung in% Gesamtjahr
2021
Gesamtumsatz 5.903 2,7 24.164
Privatkunden 2.979 3,6 12.221
Geschäftskunden 2.166 1,7 8.878
Wholesale 679 1,2 2.767
Sonstiges 78 14,1 298
Service-Umsatz 5.280 1,8 21.298
Betriebsergebnis (EBIT) 1.182 3,6 4.951
EBIT-Marge 20,0 20,5
Abschreibungen (1.009) 1,5 (4.016)
EBITDA 2.191 1,3 8.968
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (172) (23,8) (588)
EBITDA (bereinigt um
Sondereinflüsse)
2.363 3,0 9.556
EBITDA AL 2.182 1,4 8.932
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(172) (23,8) (588)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 2.354 3,1 9.520
EBITDA AL-Marge (bereinigt um
Sondereinflüsse)
39,9 39,4
Cash Capex (839) (4,4) (4.116)

Gesamtumsatz, Service-Umsatz

Im ersten Halbjahr 2022 erzielten wir einen Gesamtumsatz in Höhe von 12,1 Mrd. €, der um 1,8 % über dem Niveau des Vorjahres lag. Der Zuwachs bei den Service-Umsätzen um 1,4 % ist sowohl auf den Umsatzanstieg im Festnetz-Kerngeschäft, im Wesentlichen durch Breitband, als auch bei den Service-Umsätzen im Mobilfunk zurückzuführen. Organisch betrachtet stiegen die Service-Umsätze um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr an.

Im Privatkundenbereich stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,2 %. Der Umsatz im Breitband-Geschäft stieg um 6,3 %, u. a. positiv beeinflusst durch eine höhere Kundensensibilität für stabile Datenleitungen und hohe Bandbreiten. Ebenfalls stieg das Festnetz-Endgerätegeschäft um 3,6 %, beeinflusst durch das kundenseitig stark in Anspruch genommene Endgeräte-Mietgeschäft. Das klassische Festnetz-Geschäft wurde weiterhin durch mengenbedingte Umsatzrückgänge bei den Voice-Komponenten beeinflusst. Das Mobilfunk-Geschäft entwickelte sich um 3,6 % positiv durch höhere Service-Umsätze, im Wesentlichen aufgrund der positiven Kundenentwicklung unserer Zweitmarke "congstar" und allgemeiner Erholungstendenzen, u. a. erhöhte Reise- und Freizeittätigkeiten.

Im Geschäftskundenbereich lag der Umsatz um 0,5 % leicht über dem Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung des Einmalumsatzeffekts aus dem öffentlichen Sektor im Vorjahr würde der Umsatz operativ bei einem Anstieg von 1,6 % liegen. Das Mobilfunk-Geschäft stieg um 6,6 % aufgrund positiver Umsätze aus dem Endgerätegeschäft sowie durch das anhaltende Bestandswachstum. Dagegen ist der IT-Umsatz operativ mit 1,2 % rückläufig, was u. a. auf einen Lieferengpass bei Halbleitern zurückzuführen ist.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich lag Ende Juni 2022 mit 0,6 % unter Vorjahresniveau. Die positive Mengenentwicklung der glasfaserbasierten Anschlüsse von 3,7 % gegenüber der Vorjahresperiode setzte sich fort. Dies konnte aber die rückläufigen Umsätze aus Mengenverlusten bei den Teilnehmer-Anschlussleitungen um 13,0 % nicht kompensieren. Der Voice-Umsatz lag unter dem Niveau des Vorjahres, im Wesentlichen aufgrund rückläufiger Menge.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA AL stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um 156 Mio. € bzw. 3,3 % und betrug 4,8 Mrd. €. Auch organisch betrachtet lag das bereinigte EBITDA AL um 3,3 % über dem Vorjahresniveau. Unsere bereinigte EBITDA AL-Marge ist im Vergleich zum Vorjahr von 39,3 % auf 39,9 % gestiegen. Hauptgründe dafür sind die positive operative Entwicklung getrieben durch das werthaltige Umsatzwachstum sowie eine verbesserte Kosteneffizienz. Diese ist auf geringere Personalaufwendungen, u. a. aufgrund einer niedrigeren Anzahl an Mitarbeitern und weiteren Umsetzungen von Effizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen, zurückzuführen.

Zu den beim bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekten wirkten als Sondereinflüsse im Wesentlichen der erfasste Entkonsolidierungsertrag der GlasfaserPlus in Höhe von 1,7 Mrd. € sowie eine erste Abschlagszahlung im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im Juli 2021 in Höhe von 0,1 Mrd. €. Zusätzlich wirkten Aufwendungen für sozialverträgliche Instrumente zum Personalumbau. Im ersten Halbjahr 2022 stieg unser EBITDA AL um 1,8 Mrd. € auf 6,2 Mrd. €.

Weitere Informationen zu dem Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung".

Betriebsergebnis (EBIT)

Das Betriebsergebnis betrug 4,2 Mrd. € und lag somit um 77,1 % über dem Vorjahresniveau. Die positive Entwicklung des bereinigten EBITDA AL sowie der Entkonsolidierungsertrag der GlasfaserPlus trugen zu diesem Anstieg bei.

Cash Capex

Der Cash Capex stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 79 Mio. € bzw. 4,6 %. Insgesamt investierten wir im ersten Halbjahr 2022 rund 1,8 Mrd. €, insbesondere in den Glasfaser- und 5G-Ausbau. Die Gesamtzahl der deutschen Haushalte, die die Möglichkeit einer direkten Anbindung an unser Glasfasernetz haben, ist im ersten Halbjahr 2022 weiter gestiegen. Im Mobilfunk profitieren unsere Kunden von einer hohen LTE- und 5G-Netzabdeckung. 5G können bereits über 92,6 % der Haushalte in Deutschland nutzen.

USA

Kundenentwicklung

in Tsd.

scrollen
Veränderung
30.06.2022/​
31.03.2022
Veränderung
30.06.2022/​
31.12.2021
30.06.2022 31.03.2022 in % 31.12.2021 in % 30.06.2021
Kunden 110.023 109.541 0,4 108.719 1,2 104.789
Postpaid-Kunden 88.787 88.423 0,4 87.663 1,3 83.848
Postpaid-Telefonie-Kundena, b 71.053 70.656 0,6 70.262 1,1 68.029
Andere Postpaid-Kundena, b 17.734 17.767 (0,2) 17.401 1,9 15.819
Prepaid-Kunden 21.236 21.118 0,6 21.056 0,9 20.941
scrollen
Veränderung
30.06.2022/​
30.06.2021
in %
Kunden 5,0
Postpaid-Kunden 5,9
Postpaid-Telefonie-Kundena, b 4,4
Andere Postpaid-Kundena, b 12,1
Prepaid-Kunden 1,4

a Durch die Anpassung der Kundenbasis im zweiten Quartal 2022 reduzierte sich die Gesamtkundenzahl um 1,32 Mio. Kunden. Kunden, die von der Abschaltung der alten CDMA- und LTE-Netze von Sprint sowie des UMTS-Netzes von T-Mobile US betroffen sind, sind nicht mehr in der Kundenbasis enthalten. Dadurch reduzierte sich der Bestand an Postpaid-Telefonie-Kunden im ersten Quartal 2022 um 212 Tsd. und an anderen Postpaid-Kunden um 349 Tsd. Im zweiten Quartal verringerte sich der Bestand an Postpaid-Telefonie-Kunden um weitere 284 Tsd., an anderen Postpaid-Kunden um 946 Tsd. und an Prepaid-Kunden um 28 Tsd. Im Zusammenhang mit der Übernahme von Unternehmen haben wir im ersten Quartal 2022 die Kundenbasis angepasst, sodass sich die Zahl der Postpaid-Telefonie-Kunden um 17 Tsd. erhöhte und die der anderen Postpaid-Kunden um 14 Tsd. verringerte. Bestimmte Kunden, die nun über Reseller-Verträge versorgt werden, sind nicht mehr in unserer ausgewiesenen Postpaid-Kundenbasis enthalten. Dadurch reduzierte sich im zweiten Quartal 2022 der Bestand an Postpaid-Telefonie-Kunden um 42 Tsd. und an anderen Postpaid-Kunden um 20 Tsd.
b Im ersten Quartal 2021 wurden durch die Übernahme eines verbundenen Unternehmens 11 Tsd. Postpaid-Telefonie-Kunden und 1 Tsd. andere Postpaid-Kunden übernommen.

Kunden

Zum 30. Juni 2022 hatte das operative Segment USA (T-Mobile US) 110,0 Mio. Kunden, gegenüber einem Bestand von 108,7 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2021. Der Nettozuwachs lag in den ersten sechs Monaten 2022 bei 3,2 Mio. Kunden gegenüber 2,7 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die Gründe dafür erläutern wir nachfolgend:

Der Anstieg bei den Postpaid-Kunden belief sich im ersten Halbjahr 2022 auf netto 3,0 Mio. gegenüber 2,5 Mio. im Vorjahreszeitraum. Dieses Wachstum ist auf den höheren Zuwachs bei den anderen Postpaid-Kunden, v. a. aufgrund des Nettoanstiegs bei Highspeed-Internet-Kunden, vernetzten Geräten und Wearables, zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein geringerer Anstieg bei den Postpaid-Telefonie-Kunden. Dieser resultierte daher, dass der Fokus im Vorjahr auf Sprint-Kundenbindungsmaßnahmen lag, mit dem Ziel, die Abwanderungsquote ehemaliger Sprint-Kunden zu verringern, zumal Sprint-Kunden in der Vergangenheit weniger Anschlüsse pro Konto hatten. Diesem geringeren Anstieg stand eine geringere Kundenabwanderung gegenüber. Der unter den anderen Postpaid-Kunden erfasste Nettozuwachs bei den Highspeed-Internet-Kunden lag im ersten Halbjahr 2022 bei 826 Tsd. und im Vorjahreszeitraum bei 188 Tsd.

Der Anstieg bei den Prepaid-Kunden betrug im ersten Halbjahr 2022 netto 208 Tsd., gegenüber netto 227 Tsd. in der ersten Jahreshälfte 2021. Diese rückläufige Entwicklung steht im Zusammenhang mit dem fortgesetzten Umstieg auf Postpaid-Tarife in der Branche und wurde teilweise von unserem neuen Highspeed-Internet-Angebot und der geringeren Kundenabwanderung kompensiert. Der unter den Prepaid-Kunden erfasste Anstieg bei den Highspeed-Internet-Kunden lag im ersten Halbjahr 2022 bei netto 72 Tsd. Da das Prepaid-Angebot für Highspeed Internet erst im ersten Quartal 2022 an den Markt ging, gibt es keine Vergleichsbasis für den Kundenzuwachs bei Prepaid-Highspeed-Internet aus dem ersten Halbjahr 2021.

Operative Entwicklung

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2 2022
Gesamtumsatz 36.673 33.126 10,7 18.048 18.626
Service-Umsatz 28.163 23.604 19,3 13.624 14.539
Betriebsergebnis (EBIT) 2.962 4.291 (31,0) 2.044 918
EBIT-Marge % 8,1 13,0 11,3 4,9
Abschreibungen (10.046) (9.062) (10,9) (4.604) (5.443)
EBITDA 13.008 13.353 (2,6) 6.647 6.361
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (2.124) (424) n.a. (820) (1.304)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 15.132 13.777 9,8 7.467 7.665
EBITDA AL 9.055 10.694 (15,3) 4.914 4.141
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(3.454) (750) n.a. (1.258) (2.196)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
12.509 11.444 9,3 6.172 6.337
Core EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) a 11.717 9.796 19,6 5.741 5.976
EBITDA AL-Marge
(bereinigt um Sondereinflüsse)
% 34,1 34,5 34,2 34,0
Cash Capex (9.003) (13.237) 32,0 (5.535) (3.468)
scrollen
Q2 2021 Veränderung in% Gesamtjahr
2021
Gesamtumsatz 16.643 11,9 68.359
Service-Umsatz 11.929 21,9 48.929
Betriebsergebnis (EBIT) 2.147 (57,2) 7.217
EBIT-Marge 12,9 10,6
Abschreibungen (4.484) (21,4) (18.338)
EBITDA 6.632 (4,1) 25.555
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (272) n.a. (1.836)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 6.904 11,0 27.392
EBITDA AL 5.248 (21,1) 20.060
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(489) n.a. (2.637)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
5.737 10,5 22.697
Core EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) a 4.967 20,3 19.912
EBITDA AL-Marge
(bereinigt um Sondereinflüsse)
34,5 33,2
Cash Capex (2.725) (27,3) (18.594)

a Das bereinigte Core EBITDA AL unterscheidet sich durch die Herausnahme der Umsatzerlöse aus der Endgerätevermietung vom bereinigten EBITDA AL und zeigt damit eine Darstellung der operativen Entwicklung, die nicht durch den Rückzug aus dem Geschäft der Endgerätevermietung verzerrt ist.

Gesamtumsatz, Service-Umsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA stieg im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 33,1 Mrd. € um 10,7 % auf 36,7 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis blieb der Gesamtumsatz der T-Mobile US weitestgehend stabil. Der Umsatz stieg hauptsächlich aufgrund höherer Service-Umsätze an. Dem standen niedrigere Endgeräteumsätze gegenüber. Die Umsätze entwickelten sich im Einzelnen wie folgt:

Die Service-Umsätze stiegen im ersten Halbjahr 2022 um 19,3 % auf 28,2 Mrd. €. Organisch erhöhten sich die Service-Umsätze um 6,2 %. Das Wachstum ist hauptsächlich auf höhere Postpaid-Umsätze zurückzuführen, v. a. aufgrund einer gestiegenen durchschnittlichen Anzahl an Postpaid-Kundenkonten und eines höheren durchschnittlichen Umsatzes je Postpaid-Kundenkonto (Average Revenue per Account, ARPA). Darüber hinaus stiegen die Service-Umsätze auch aufgrund höherer Umsätze im Prepaid-Bereich, die im Wesentlichen auf einen Zuwachs beim durchschnittlichen Umsatz je Prepaid-Kunde (Average Revenue per User, ARPU) sowie bei der durchschnittlichen Anzahl an Prepaid-Kunden zurückzuführen sind. Gegenläufig wirkten niedrigere Wholesale- und andere Service-Umsätze infolge geringerer Umsätze aus Werbeaktivitäten und im Festnetz-Geschäft. Dem standen wiederum höhere Umsätze aus dem staatlich subventionierten Lifeline-Programm gegenüber.

Die Endgeräteumsätze verringerten sich im ersten Halbjahr 2022 insbesondere aufgrund des Rückgangs der Umsätze aus der Vermietung von Endgeräten sowie des Rückgangs der von Kunden am Ende des Mietzeitraums erworbenen Mietgeräte. Dazu beigetragen hat im Wesentlichen die geringere Anzahl an von Kunden gemieteten Geräten aufgrund des fortgesetzten strategischen Umstiegs bei der Endgerätefinanzierung von der Vermietung hin zum Ratenkauf. Ein weiterer Grund für die rückläufigen Endgeräteumsätze ist ein niedrigerer durchschnittlicher Umsatz je verkauftem Endgerät, v. a. aufgrund höherer Rabattierungen. Dazu zählten Rabattaktionen für ehemalige Sprint-Kunden, um ihnen den Wechsel ins Netz von T‑Mobile US zu erleichtern. Diese Effekte wurden teilweise durch einen wachsenden Anteil von High-End-Geräten kompensiert. Dem Rückgang der Endgeräteumsätze stand eine höhere Anzahl an verkauften Endgeräten gegenüber, u. a. durch Wechsel-Angebote für ehemalige Sprint-Kunden.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Auf Euro-Basis stieg das bereinigte EBITDA AL um 9,3 % von 11,4 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 12,5 Mrd. € in den ersten sechs Monaten 2022. Die bereinigte EBITDA AL-Marge verringerte sich von 34,5 % im ersten Halbjahr 2021 auf 34,1 % in der Berichtsperiode. Auf US-Dollar-Basis blieb das bereinigte EBITDA AL im gleichen Zeitraum weitestgehend stabil. Das bereinigte EBITDA AL verringerte sich im Wesentlichen aufgrund höherer Aufwendungen für Forderungsausfälle, die auf höhere Forderungssalden zurückzuführen sind, einer im Vergleich zu den Pandemie-bedingt gedämpften Rahmenbedingungen normalisierteren Situation sowie der für die Zukunft erwarteten gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen. Diesen reduzierenden Effekten standen die zuvor erläuterten höheren Service-Umsätze, ein niedrigerer Materialaufwand für Endgeräte und niedrigere Verwaltungskosten - mit Ausnahme von Kosten im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint - sowie gestiegene Synergieeffekte infolge des Zusammenschlusses mit Sprint gegenüber. Auf US-Dollar-Basis verringerte sich der Umsatz aus der Vermietung von Endgeräten im ersten Halbjahr 2022 um 56,3 % infolge des fortgesetzten strategischen Umstiegs bei der Endgerätefinanzierung - weg vom Mietmodell, hin zum Ratenkaufmodell.

Das bereinigte Core EBITDA AL stieg um 19,6 % von 9,8 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 11,7 Mrd. € im ersten Halbjahr 2022. Auf US-Dollar-Basis wuchs das bereinigte Core EBITDA AL im gleichen Zeitraum um 8,5 %. Diese Entwicklung geht hauptsächlich auf die beim bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekte zurück, ohne Berücksichtigung der Änderungen beim Umsatz aus Endgerätevermietung.

Im EBITDA AL sind in den ersten sechs Monaten 2022 negative Sondereinflüsse in Höhe von 3,5 Mrd. € enthalten, während im Vorjahreszeitraum negative Sondereinflüsse in Höhe von 0,8 Mrd. € erfasst wurden. Die Entwicklung bei den Sondereinflüssen ergab sich im ersten Halbjahr 2022 im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen, höheren Rechtskosten, einschließlich der Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mrd. € für den geschlossenen Vergleich und die weiteren anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs auf T-Mobile US und höheren Aufwendungen aufgrund der zahlungsunwirksamen Wertminderung von Nutzungsrechten im Festnetz-Bereich. In den Sondereinflüssen sind v. a. Aufwendungen im Zusammenhang mit der Integration von Sprint enthalten. Diese Aufwendungen setzen sich zusammen aus Integrationskosten zur Erzielung von Effizienzen im Netz, im Einzelhandel, in der IT und im Back Office-Betrieb, für die Migration von Kunden in das Netz von T-Mobile US und die Minimierung der Folgen von im Zuge des Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen Rechtsverfahren. Des Weiteren umfassen diese Aufwendungen Restrukturierungskosten, einschließlich Abfindungen, Rationalisierungsmaßnahmen im stationären Handel, Netzwerk-Abschaltung sowie Transaktionsaufwendungen, einschließlich Rechtskosten und Beratungsleistungen für den Vollzug der Transaktionen. Insgesamt verringerte sich das EBITDA AL im ersten Halbjahr 2022 um 15,3 % von 10,7 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 9,1 Mrd. €, aufgrund der bereits beschriebenen Faktoren, einschließlich der Auswirkungen von Sondereinflüssen.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT ging um 31,0 % von 4,3 Mrd. € im ersten Halbjahr 2021 auf 3,0 Mrd. € in der ersten Jahreshälfte 2022 zurück. Auf US-Dollar-Basis sank das EBIT im gleichen Zeitraum um 36,6 %, insbesondere aufgrund des niedrigeren EBITDA AL und höherer Abschreibungen. Die Abschreibungen blieben auf US-Dollar-Basis weitestgehend stabil, v. a. aufgrund von zahlungsunwirksamen Wertminderungen auf Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint, die im ersten Halbjahr 2022 erfasst wurden, sowie höheren planmäßigen Abschreibungen (mit Ausnahme der Mietgeräte) im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau des landesweiten 5G-Netzes. Diesen höheren Abschreibungen standen niedrigere planmäßige Abschreibungen auf Mietgeräte infolge einer gesunkenen Gesamtzahl an von Kunden gemieteten Geräten sowie die vollständige Abschreibung bestimmter 4G-Netzwerk-Komponenten gegenüber, darunter auch Anlagen, die von der Abschaltung der alten CDMA- und LTE-Netze von Sprint betroffen waren.

Cash Capex

Der Cash Capex reduzierte sich um 32,0 % von 13,2 Mrd. € im ersten Halbjahr 2021 auf 9,0 Mrd. € in den ersten sechs Monaten 2022. Auf US-Dollar-Basis verringerte sich der Cash Capex um 37,3 %, v. a. aufgrund rückläufiger Auszahlungen für den Erwerb von Spektrumlizenzen: Dem Erwerb im Rahmen der C-Band-Auktion im März 2021 in Höhe von 8,9 Mrd. US-$ steht der Erwerb von Spektrumlizenzen in Höhe von 2,8 Mrd. US-$ im Rahmen der "Auction 110" im Februar 2022 gegenüber. Gegenläufig wirkten höhere Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen für den beschleunigten Ausbau des landesweiten 5G-Netzes sowie für die Netzintegration im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint.

Europa

Kundenentwicklung

in Tsd.

scrollen
30.06.2022 31.03.2022 Veränderung
30.06.2022/​
31.03.2022 in %
31.12.2021 Veränderung
30.06.2022/​
31.12.2021 in %
Europa, gesamta, b Mobilfunk-Kunden 46.459 45.584 1,9 45.816 1,4
Vertragskunden 26.046 25.803 0,9 26.575 (2,0)
Prepaid-Kunden 20.413 19.781 3,2 19.241 6,1
Festnetz-Anschlüsse 7.839 7.814 0,3 7.802 0,5
Breitband-Kunden 6.521 6.451 1,1 6.381 2,2
TV (IPTV, Sat, Kabel) 4.067 4.050 0,4 4.019 1,2
Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL)/​
Wholesale PSTN
1.849 1.886 (2,0) 1.932 (4,3)
Breitband-Anschlüsse Wholesale 937 909 3,1 865 8,3
Griechenland Mobilfunk-Kunden 7.275 7.130 2,0 7.045 3,3
Festnetz-Anschlüsse 2.621 2.619 0,1 2.624 (0,1)
Breitband-Kunden 2.329 2.315 0,6 2.306 1,0
Rumänien a Mobilfunk-Kunden 3.941 3.821 3,1 3.691 6,8
Festnetz-Anschlüsse 0 0 n.a. 0 n.a.
Breitband-Kunden 0 0 n.a. 0 n.a.
Ungarn Mobilfunk-Kunden 5.811 5.727 1,5 5.634 3,1
Festnetz-Anschlüsse 1.848 1.836 0,7 1.821 1,5
Breitband-Kunden 1.461 1.440 1,5 1.417 3,1
Polen Mobilfunk-Kunden 12.107 11.845 2,2 11.542 4,9
Festnetz-Anschlüsse 29 29 0,0 29 0,0
Breitband-Kunden 107 91 17,6 77 39,0
Tschechische Republik Mobilfunk-Kunden 6.373 6.338 0,6 6.297 1,2
Festnetz-Anschlüsse 673 659 2,1 645 4,3
Breitband-Kunden 411 401 2,5 391 5,1
Kroatien Mobilfunk-Kunden 2.318 2.275 1,9 2.276 1,8
Festnetz-Anschlüsse 872 872 0,0 875 (0,3)
Breitband-Kunden 642 637 0,8 633 1,4
Slowakei Mobilfunk-Kunden 2.460 2.479 (0,8) 2.502 (1,7)
Festnetz-Anschlüsse 858 867 (1,0) 880 (2,5)
Breitband-Kunden 636 639 (0,5) 633 0,5
Österreich b Mobilfunk-Kunden 4.557 4.394 3,7 5.258 (13,3)
Festnetz-Anschlüsse 601 598 0,5 593 1,3
Breitband-Kunden 661 659 0,3 656 0,8
Übrige c Mobilfunk-Kunden 1.617 1.574 2,7 1.572 2,9
Festnetz-Anschlüsse 337 335 0,6 336 0,3
Breitband-Kunden 273 269 1,5 268 1,9
scrollen
30.06.2021 Veränderung
30.06.2022/​ 30.06.2021
in %
Europa, gesamta, b Mobilfunk-Kunden 45.788 1,5
Vertragskunden 27.172 (4,1)
Prepaid-Kunden 18.616 9,7
Festnetz-Anschlüsse 9.111 (14,0)
Breitband-Kunden 7.050 (7,5)
TV (IPTV, Sat, Kabel) 5.098 (20,2)
Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL)/​
Wholesale PSTN
1.996 (7,4)
Breitband-Anschlüsse Wholesale 774 21,1
Griechenland Mobilfunk-Kunden 6.935 4,9
Festnetz-Anschlüsse 2.605 0,6
Breitband-Kunden 2.252 3,4
Rumänien a Mobilfunk-Kunden 4.582 (14,0)
Festnetz-Anschlüsse 1.409 (100,0)
Breitband-Kunden 841 (100,0)
Ungarn Mobilfunk-Kunden 5.503 5,6
Festnetz-Anschlüsse 1.778 3,9
Breitband-Kunden 1.361 7,3
Polen Mobilfunk-Kunden 11.290 7,2
Festnetz-Anschlüsse 30 (3,3)
Breitband-Kunden 53 n.a.
Tschechische Republik Mobilfunk-Kunden 6.205 2,7
Festnetz-Anschlüsse 625 7,7
Breitband-Kunden 380 8,2
Kroatien Mobilfunk-Kunden 2.273 2,0
Festnetz-Anschlüsse 881 (1,0)
Breitband-Kunden 630 1,9
Slowakei Mobilfunk-Kunden 2.479 (0,8)
Festnetz-Anschlüsse 865 (0,8)
Breitband-Kunden 620 2,6
Österreich b Mobilfunk-Kunden 5.067 (10,1)
Festnetz-Anschlüsse 582 3,3
Breitband-Kunden 650 1,7
Übrige c Mobilfunk-Kunden 1.453 11,3
Festnetz-Anschlüsse 335 0,6
Breitband-Kunden 263 3,8

a Im vierten Quartal 2021 verringerte sich die Anzahl der Anschlüsse bzw. Kunden in Rumänien infolge der Veräußerung der Telekom Romania Communications, die das rumänische Festnetz-Geschäft betreibt, am 30. September 2021.
b Seit dem 1. Januar 2022 werden 921 Tsd. Vertragskunden eines Service Providers in Österreich als Wholesale-Kunden und nicht mehr als eigene Kunden ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden nicht rückwirkend angepasst.
c "Übrige" enthält die Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro und die Anschlüsse der GTS Central Europe Gruppe in Rumänien.

Gesamt

Die Kundenentwicklung im operativen Segment Europa hat sich in der organischen Betrachtung bei allen Kennzahlen gegenüber dem Jahresendwert 2021 verbessert. Gerade mit unserem konvergenten Produkt-Portfolio erreichten wir durch die anhaltende Nachfrage einen Anstieg bei den FMC-Kunden um 6,1 % im Vergleich zum Jahresende 2021. Mit Hochdruck bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur mit moderner Glasfaser aus. So konnten wir die Zahl der Breitband-Kunden um 2,2 % erhöhen. Auch das Mobilfunk-Geschäft erzielte in der organischen Betrachtung mit einem Plus von 3,5 % steigende Kundenzahlen - sowohl bei den werthaltigen Vertragskunden als auch bei den Prepaid-Kunden. Unser Ausbau des 5G-Netzes kommt gut voran. In nahezu allen Landesgesellschaften konnten wir den Vertrieb von 5G-Angeboten kommerziell starten.

Mobilfunk

Zum Ende des ersten Halbjahres 2022 zählten wir im operativen Segment Europa insgesamt 46,5 Mio. Mobilfunk-Kunden; gegenüber dem Jahresende 2021 ein Anstieg um 1,4 %. Die Anzahl der Vertragskunden reduzierte sich leicht um 2,0 %, was großteils darauf zurückzuführen ist, dass wir die SIM-Karten eines Service Providers in Österreich als Wholesale-Kunden seit dem 1. Januar 2022 nicht mehr zu unserem eigenen Kundenbestand zählen. Ohne Berücksichtigung dieses Effekts stieg die Anzahl der Vertragskunden leicht um 1,5 %. In den anderen Landesgesellschaften wuchs dagegen der Vertragskundenbestand, insbesondere in Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik und Griechenland, mit Ausnahme der Slowakei. Insgesamt belief sich der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand auf 56,1 %. Neben der reinen Kundenentwicklung haben wir das "Mehr-für-Mehr"-Angebot in unserem Produkt-Portfolio erfolgreich fortgeführt, um die Werthaltigkeit pro Kunde nachhaltig zu steigern. Darüber hinaus profitierten unsere Kunden im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie von einer hohen Netzabdeckung mit einer schnellen, mobilen Breitband-Anbindung. Auch die 5G-Abdeckung schreitet in den Ländern unseres operativen Segments voran. Zum Ende des ersten Halbjahres 2022 haben unsere Landesgesellschaften 36,5 % der Bevölkerung (insbesondere in Griechenland, Kroatien und Österreich) mit 5G versorgt.

Der Prepaid-Kundenbestand zeigte im Vergleich zum Jahresende 2021 ein Wachstum von 6,1 %. Gerade in Polen haben sich die Zuwächse deutlich erhöht. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine kamen viele Geflüchtete in die Nachbarregionen, insbesondere nach Polen. Unsere Landesgesellschaften unterstützten u. a. mit der Ausgabe von Prepaid-SIM-Karten. Im regulären Geschäft bieten wir unseren Prepaid-Kunden hochwertige Vertragstarife an, was sich ebenfalls positiv auf das Vertragskundengeschäft auswirkte.

Festnetz

Das Breitband-Geschäft hat sich gegenüber dem Jahresende 2021 um 2,2 % auf insgesamt 6,5 Mio. Kunden erhöht. Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen getrieben durch die Landesgesellschaften in Ungarn, Polen, Griechenland und der Tschechischen Republik. Mittels unserer stetigen Investitionen in Glasfaser-Technologien bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur konsequent aus. Zum Ende des ersten Halbjahres 2022 haben rund 7,4 Mio. Haushalte (Abdeckung von 29,2 %) über unsere Landesgesellschaften die Möglichkeit, eine direkte Anbindung an unser schnelles Glasfasernetz mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/​s zu buchen. Die Auslastung (Utilization Rate) liegt konstant bei rund 32 %. Die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse konnte weiter ausgebaut werden und liegt zum Ende des ersten Halbjahres bei 7,8 Mio. Anschlüssen.

Das TV- und Entertainment-Geschäft zählte zum 30. Juni 2022 insgesamt 4,1 Mio. Kunden und erhöhte sich um 1,2 % gegenüber dem Vorjahresendwert. Dazu hat u. a. auch der exklusive Erwerb von Rechten für Sportübertragungen beigetragen. Der TV-Markt ist in vielen Ländern unseres Segments bereits gesättigt; hier sind es neben den Telekommunikationsunternehmen auch sog. OTT-Player, die TV-Dienste anbieten.

FMC - Fixed Mobile Convergence und Digitalisierung

Unser konvergentes Produkt-Portfolio "MagentaOne" erfreut sich in all unseren Landesgesellschaften großer Beliebtheit. Im Privatkundenbereich erreichten wir zum Ende des ersten Halbjahres 2022 einen Bestand von 6,7 Mio. FMC-Kunden; das entspricht einem Anstieg von 6,1 % gegenüber dem Vorjahresendwert. Insbesondere unsere Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn, Österreich, Polen und der Tschechischen Republik trugen zu diesem Wachstum bei. Zum 30. Juni 2022 lag der Anteil der FMC-Kunden an der Breitband-Kundenbasis bei 59,3 %. Auch im Geschäftskundenbereich vertreiben wir das Produkt "MagentaOne Business" mit steigenden Zuwachsraten.

Die digitale Interaktion mit unseren Kunden bauen wir weiter aus, um individueller und effizienter auf die Kundenbedürfnisse einzugehen sowie Produkte und innovative Dienstleistungen schneller am Markt zu platzieren. Unsere Service-App nutzen 64 % unserer Kunden.

Operative Entwicklung

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2 2022
Gesamtumsatz 5.451 5.551 (1,8) 2.704 2.747
Griechenland 1.521 1.476 3,0 748 773
Rumänien 157 427 (63,2) 78 78
Ungarn 865 830 4,2 437 427
Polen 691 689 0,3 342 349
Tschechische Republik 600 549 9,3 295 305
Kroatien 425 442 (3,8) 209 216
Slowakei 391 384 1,8 192 198
Österreich 678 652 4,0 342 335
Übrige a 158 146 8,2 75 83
Service-Umsatz 4.572 4.732 (3,4) 2.264 2.308
Betriebsergebnis (EBIT) 889 810 9,8 446 443
EBIT-Marge % 16,3 14,6 16,5 16,1
Abschreibungen (1.235) (1.292) 4,4 (619) (617)
EBITDA 2.124 2.102 1,0 1.065 1.059
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (18) (25) 28,0 (1) (16)
EBITDA (bereinigt um
Sondereinflüsse)
2.142 2.127 0,7 1.066 1.075
EBITDA AL 1.944 1.915 1,5 975 969
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(18) (25) 28,0 (1) (16)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 1.961 1.940 1,1 976 986
Griechenland 633 602 5,1 314 319
Rumänien 25 81 (69,1) 12 14
Ungarn 243 239 1,7 127 116
Polen 198 195 1,5 98 100
Tschechische Republik 252 231 9,1 125 127
Kroatien 160 163 (1,8) 79 81
Slowakei 174 162 7,4 86 89
Österreich 252 249 1,2 124 128
Übrige a 24 18 33,3 11 12
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 36,0 34,9 36,1 35,9
Cash Capex (766) (871) 12,1 (362) (404)
scrollen
Q2
2021
Veränderung in% Gesamtjahr
2021
Gesamtumsatz 2.823 (2,7) 11.384
Griechenland 759 1,8 3.078
Rumänien 217 (64,1) 709
Ungarn 424 0,7 1.769
Polen 349 0,0 1.427
Tschechische Republik 280 8,9 1.146
Kroatien 223 (3,1) 908
Slowakei 194 2,1 790
Österreich 327 2,4 1.351
Übrige a 76 9,2 301
Service-Umsatz 2.407 (4,1) 9.638
Betriebsergebnis (EBIT) 425 4,2 1.814
EBIT-Marge 15,1 15,9
Abschreibungen (648) 4,8 (2.576)
EBITDA 1.073 (1,3) 4.390
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (15) (6,7) 11
EBITDA (bereinigt um
Sondereinflüsse)
1.088 (1,2) 4.380
EBITDA AL 979 (1,0) 4.018
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(15) (6,7) 11
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 994 (0,8) 4.007
Griechenland 304 4,9 1.265
Rumänien 44 (68,2) 147
Ungarn 133 (12,8) 536
Polen 100 0,0 385
Tschechische Republik 120 5,8 471
Kroatien 85 (4,7) 355
Slowakei 78 14,1 327
Österreich 123 4,1 487
Übrige a 8 50,0 34
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) 35,2 35,2
Cash Capex (386) (4,7) (1.905)

Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.

a "Übrige" enthält die Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro sowie die GTS Central Europe Gruppe in Rumänien und Europe Headquarters.

Gesamtumsatz, Service-Umsatz

Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Halbjahr 2022 einen Gesamtumsatz von 5,5 Mrd. €, gegenüber dem Vorjahreshalbjahr ein leichtes Minus von 1,8 %. Organisch betrachtet, d. h. um die Veräußerung des rumänischen Festnetz-Geschäfts am 30. September 2021 neutralisiert und unter der Annahme konstanter Währungskurse, erhöhte sich der Umsatz um 4,2 % gegenüber dem Vorjahresniveau. Dabei verzeichneten die Service-Umsätze eine rückläufige Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Organisch stiegen sie um 3,6 %. Regulatorische Eingriffe, wie beispielsweise die Absenkung von Terminierungsentgelten, wirkten sich im ersten Halbjahr 2022 belastend auf unsere organische Umsatzentwicklung aus.

Die organischen Umsatz-Zuwächse sind hauptsächlich auf die gute Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen. Maßgeblich hierfür waren v. a. gestiegene mobile Service-Umsätze mit höheren Margen, gestiegene Roaming- und Visitoren-Umsätze sowie volumengetriebene höhere Umsätze aus Endgeräteverkäufen. Eine im Vorjahresvergleich bessere Umsatzentwicklung verzeichneten die Service-Umsätze des Festnetz-Geschäfts. Dabei konnte insbesondere die gute Entwicklung beim Breitband- und TV-Geschäft sowie höhere Wholesale-Umsätze die Einbußen bei den erwartungsgemäß rückläufigen Umsätzen der Sprachtelefonie ausgleichen. Das Systemgeschäft verzeichnete insgesamt einen positiven Umsatzbeitrag.

Alle Länder trugen in der organischen Betrachtung zu einem positiven Umsatzwachstum bei. Dabei hatten unsere Landesgesellschaften in Ungarn, Griechenland, Österreich und der Tschechischen Republik die beste Entwicklung aus Länderperspektive zu verzeichnen.

Im Privatkundenbereich erhöhten sich die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum organisch um 3,2 %. Dazu beigetragen hat zum einen das Mobilfunk-Geschäft: Hier stiegen sowohl die Service-Umsätze als auch die Verkäufe von mobilen Endgeräten. Die Zuwächse im Festnetz-Bereich erzielten wir im Breitband- und TV-Geschäft dank unserer innovativen TV- und Entertainment-Angebote und des kontinuierlichen Ausbaus der Glasfaser-Technologie. Dadurch konnten wir die rückläufigen Umsätze bei der Sprachtelefonie überkompensieren. Zusätzlich wirkte sich auch eine höhere Anzahl an FMC-Kunden umsatzsteigernd aus.

Im Jahresvergleich konnte der Geschäftskundenbereich im ersten Halbjahr 2022 das organische Wachstum auf 4,7 % über alle Produktkategorien (Festnetz, Mobilfunk und Systemlösungen) steigern. Der Ausbau des Umsatzes im Mobilfunk-Bereich lässt sich auf eine Zunahme der Service-Umsätze, insbesondere in Österreich, Griechenland, Ungarn und Kroatien, sowie der Endgeräteumsätze zurückführen. Die positive Entwicklung der Systemlösungen wurde primär durch die Aktivitäten in der Tschechischen Republik, Polen, Griechenland und Ungarn getragen. Im Produktfeld der professionellen Datenkommunikation zur Standortvernetzung sind die neuen digitalen Dienste (SD-X, SD-WAN) sowie der Bedarf an hoch performanten Breitband-Internet-Anschlüssen die Wachstumstreiber. Die Umsätze der neuen Wachstumsthemen Security und Cloud verzeichneten zweistellige Steigerungsraten.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Unser operatives Segment Europa erzielte zum Ende des ersten Halbjahrs 2022 ein bereinigtes EBITDA AL von 2,0 Mrd. € und lag damit um 1,1 % leicht über dem Vorjahresniveau. Organisch betrachtet, d. h. um die Veräußerung des rumänischen Festnetz-Geschäfts neutralisiert sowie unter der Annahme konstanter Währungskurse, stieg das bereinigte EBITDA AL um 5,7 % und verzeichnete damit erneut einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag. Dabei konnte eine organische Nettomarge den Anstieg der indirekten Kosten überkompensieren. Der Anstieg ist auf eine im Juni 2022 durch die ungarische Regulierungsbehörde eingeführte Sondergewinnsteuer zurückzuführen, die sich im zweiten Quartal 2022 in Höhe von 31,1 Mio. € auswirkte.

Aus Länderperspektive war der Anstieg des bereinigten organischen EBITDA AL auf die positiven Entwicklungen in allen unseren Landesgesellschaften, insbesondere in Griechenland, Ungarn, Rumänien und der Slowakei, zurückzuführen.

Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,5 % auf 1,9 Mrd. €. Die Sondereinflüsse reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr leicht. Organisch betrachtet stieg das EBITDA AL um 6,2 % an.

Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern

Griechenland. Zum 30. Juni 2022 lagen die Umsätze in Griechenland mit 1,5 Mrd. € um 3,0 % über dem Vorjahreszeitraum. Der intensive Glasfaser- und Vectoring-Ausbau, einhergehend mit entsprechend höheren Kundenzahlen, beeinflusste das Festnetz-Geschäft weiterhin positiv. Hier erwirtschafteten wir steigende Umsätze, im Wesentlichen getrieben durch deutliche Zuwächse im Breitband- und TV-Geschäft. Auch im Bereich Wholesale wuchsen unsere Umsätze infolge einer erfolgreichen Steigerung der Volumina internationaler Verbindungen über unsere Netze. Die weiterhin gute Entwicklung im Mobilfunk-Bereich ist im Wesentlichen auf den Zugewinn neuer Vertragskunden zurückzuführen. Aufgrund des sich trotz der Coronavirus-Pandemie wieder normalisierenden Reiseaufkommens stiegen die Visitoren- und Roaming-Umsätze deutlich an. Auch unser Konvergenzangebot entwickelte sich erfolgreich: Wir verzeichnen erneut gestiegene Kundenzahlen und entsprechende Umsätze. Ferner trug das Systemgeschäft zum Umsatzwachstum bei.

Im ersten Halbjahr 2022 lag das bereinigte EBITDA AL in Griechenland bei 633 Mio. € und stieg gegenüber dem Vorjahr somit deutlich um 5,1 %. Neben einer höheren Nettomarge unterstützten auch geringere indirekte Kosten diese positive Entwicklung.

Ungarn. In den ersten sechs Monaten 2022 erzielten wir in Ungarn einen Umsatz von 865 Mio. €. Damit erhöhte sich der Umsatz trotz negativer Währungskurseffekte um 4,2 %. Organisch betrachtet lagen die Umsätze um 9,8 % über der Vorjahresperiode. Das Mobilfunk-Geschäft ist dabei der wesentliche Treiber, v. a. bedingt durch höhere Service-Umsätze. Darüber hinaus verzeichneten wir durch Zuwächse bei der Anzahl der Vertragskunden positive Effekte auf das Endgerätegeschäft. Die Umsätze im Festnetz-Bereich stiegen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls an. Höhere Service-Umsätze verbuchten wir auch im Breitband- sowie im TV-Geschäft, beides erneut durch eine höhere Kundenbasis. Auch unser Konvergenzangebot entwickelte sich weiterhin erfolgreich mit einer erneut gestiegenen Kundenzahl und entsprechenden Umsätzen. Das Systemgeschäft trug ebenfalls zu dem Umsatzwachstum bei.

Das bereinigte EBITDA AL lag mit 243 Mio. € um 1,7 % über dem Vorjahreszeitraum. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL um 8,1 %. Dieses Wachstum ist insbesondere auf die deutlich höheren Umsätze zurückzuführen, die den deutlichen Anstieg der Kosten, im Wesentlichen getrieben durch die neu eingeführte Sondergewinnsteuer in Höhe von 31,1 Mio. €, mehr als ausgleichen.

Polen. In Polen lagen die Umsätze im ersten Halbjahr 2022 stabil bei 691 Mio. €. Organisch betrachtet stiegen die Umsätze leicht um 2,3 %. Das Mobilfunk-Geschäft zeigt ein leichtes Plus bei der Umsatzentwicklung: Zuwächse bei der Anzahl der Vertragskunden schlugen sich auch im Endgerätegeschäft nieder. Darüber hinaus glichen höhere Roaming- und Visitoren-Umsätze die regulatorisch indizierte Absenkung der Terminierungsentgelte aus. Auch die Anzahl der FTTH-Kunden im Festnetz-Geschäft konnten wir deutlich steigern und damit die Basis für weiteres Breitband-Wachstum schaffen. Das spiegelt sich in unseren gestiegenen Service-Umsätzen im Breitband-Geschäft wider, auch dank unserer erfolgreichen Kooperationsvereinbarungen bei der Netzinfrastruktur. Die Wholesale-Umsätze wurden ebenfalls aufgrund einer regulatorisch indizierten Absenkung der Terminierungsentgelte im Festnetz negativ beeinflusst. Die Anzahl der Kunden, die unser Konvergenzangebot nutzen, erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2022 erneut deutlich und führte zu entsprechend höheren Umsätzen. Auch im Systemgeschäft konnten wir ein deutliches Umsatzwachstum verbuchen.

Das bereinigte EBITDA AL lag im ersten Halbjahr 2022 mit 198 Mio. € um 1,5 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL v. a. infolge einer umsatzbedingt höheren Nettomarge um 3,7 % an.

Tschechische Republik. In der Tschechischen Republik lagen die Umsätze bei 600 Mio. € und somit um 9,3 % über dem Niveau des Vorjahreshalbjahres. Ohne Berücksichtigung positiver Währungseffekte betrug das organische Wachstum 4,2 %. Unsere Neuaufstellung im Systemgeschäft zeigt positive Resultate: Wir verzeichneten einen deutlichen Anstieg der Umsätze in diesem Geschäftsfeld. Auch das Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft trugen zum Umsatzwachstum bei, unterlagen jedoch einer regulatorisch indizierten Absenkung der Terminierungsentgelte. Unser Konvergenzangebot wies erneut gestiegene Kundenzahlen und entsprechendes Umsatzwachstum auf.

Das bereinigte EBITDA AL erhöhte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 9,1 % auf 252 Mio. €. Organisch betrachtet stieg das Ergebnis um 3,6 %.

Österreich. In Österreich erwirtschafteten wir in den ersten sechs Monaten 2022 einen Umsatz von 678 Mio. €. Das entspricht einem Anstieg von 4,0 % und ist im Wesentlichen auf Zuwächse bei den Mobilfunk-Umsätzen zurückzuführen. Dabei zeigten die Roaming- und Visitoren-Umsätze einen deutlich positiven Einfluss. Die Service-Umsätze im Festnetz-Geschäft entwickelten sich ebenfalls erfreulich. Das Breitband-Geschäft erzielte deutliche Zuwachsraten, u. a. infolge einer höheren Kundenbasis und höherwertigerer Tarife. Die Akzeptanz unseres Konvergenzangebots stieg erneut deutlich und resultierte auch hier in höheren Umsätzen.

Das bereinigte EBITDA AL stieg im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr umsatzbedingt um 1,2 % auf 252 Mio. € und konnte somit die höheren Kosten mehr als ausgleichen.

Betriebsergebnis (EBIT)

Unser operatives Segment Europa wies im ersten Halbjahr 2022 eine Steigerung des EBIT um 79 Mio. € auf. Neben einem um 22 Mio. € höheren EBITDA fielen die Abschreibungen um 57 Mio. € niedriger aus, insbesondere in Kroatien und der Slowakei. Dabei lagen im Wesentlichen die planmäßigen Abschreibungen unter dem Niveau des Vorjahres.

Cash Capex

Im ersten Halbjahr 2022 wies das operative Segment Europa einen im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 % niedrigeren Cash Capex von 766 Mio. € aus. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Auszahlungen für den Erwerb von Spektrumlizenzen, v. a. in der Tschechischen Republik, zurückzuführen. Darüber hinaus verringerte sich der Cash Capex auch durch die Veräußerung des rumänischen Festnetz-Geschäfts. Wir investieren weiterhin im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in die Bereitstellung von Breitband- und Glasfaser-Technologie sowie in 5G.

Systemgeschäft

Auftragseingang

in Mio. €

scrollen
H1 2022 Q1 2022 Gesamtjahr
2021
H1 2021 Veränderung
H1 2022/​
H1 2021 in %
Auftragseingang 2.027 1.097 4.174 2.019 0,4

Geschäftsentwicklung

Das erste Halbjahr 2022 stand weiterhin im Zeichen der Fokussierung unseres Systemgeschäfts auf Wachstums- und Zukunftsthemen sowie der Fortsetzung unseres Transformationsprogramms. Wie am Kapitalmarkttag im Mai 2021 kommuniziert, haben wir den Markterfordernissen folgend vier Portfolio-Bereiche etabliert: Advisory, Cloud Services, Digital und Security.

Wir haben zudem ausgewählte Branchen definiert (Automotive, Gesundheitswesen, öffentliche Hand und öffentliches Transportwesen), für die wir auf Basis unserer Expertise verstärkt vertikale Lösungen anbieten. Darüber hinaus haben wir Kooperationen mit führenden Cloud Service-Anbietern vereinbart (z. B. Amazon, Google und Microsoft), um unseren Kunden ein noch breiteres und flexibleres Spektrum an Cloud-Lösungen anbieten zu können.

Der Auftragseingang unseres operativen Segments Systemgeschäft lag im ersten Halbjahr 2022 um 0,4 % über dem Vorjahr. Die Entwicklung beinhaltet einen Anstieg von 92,4 % in unserem Public Cloud-Geschäft. Dieses Wachstum kompensiert eine rückläufige Entwicklung insbesondere im klassischen IT-Infrastrukturgeschäft.

Operative Entwicklung

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2 2022
Gesamtumsatz 2.001 2.021 (1,0) 996 1.005
davon: Umsatz extern 1.597 1.596 0,1 802 795
Service-Umsatz a 1.959 1.882 4,1 973 986
Betriebsergebnis (EBIT) 6 (95) n.a. (2) 7
EBIT-wirksame Sondereinflüsse (88) (160) 45,0 (45) (43)
EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 94 65 44,6 43 50
EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 4,7 3,2 4,3 5,0
Abschreibungen (132) (155) 14,8 (71) (61)
EBITDA 138 60 n.a. 70 68
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (69) (127) 45,7 (30) (39)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 207 187 10,7 100 107
EBITDA AL 86 7 n.a. 43 43
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (69) (127) 45,7 (31) (38)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
155 134 15,7 73 82
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 7,7 6,6 7,3 8,2
Cash Capex (97) (99) 2,0 (43) (54)
scrollen
Q2 2021 Veränderung in% Gesamtjahr
2021
Gesamtumsatz 1.006 (0,1) 4.019
davon: Umsatz extern 799 (0,5) 3.171
Service-Umsatz a 962 2,5 3.893
Betriebsergebnis (EBIT) (68) n.a. (242)
EBIT-wirksame Sondereinflüsse (104) 58,7 (393)
EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 36 38,9 151
EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) 3,6 3,8
Abschreibungen (74) 17,6 (425)
EBITDA 7 n.a. 183
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (91) 57,1 (213)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 98 9,2 396
EBITDA AL (19) n.a. 73
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (91) 58,2 (213)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
72 13,9 286
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) 7,2 7,1
Cash Capex (50) (8,0) (237)

a Zum 1. Januar 2022 haben wir die Definition des Service-Umsatzes im Konzern erweitert, wodurch sich dieser Wert in der Berichtsperiode erhöht hat. Die Vorjahreswerte wurden nicht rückwirkend angepasst.

Gesamtumsatz, Service-Umsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag im ersten Halbjahr 2022 bei 2,0 Mrd. € bzw. um 1,0 % unter Vorjahresniveau, wobei der externe Umsatz um 0,1 % angestiegen ist. Der Rückgang des Gesamtumsatzes war überwiegend getrieben durch das erwartungsgemäß rückläufige klassische IT-Infrastrukturgeschäft, zum Teil bedingt durch bewusste unternehmerische Entscheidungen wie den Abbau von End-User-Services. Positive Entwicklungen, insbesondere in der Portfolio-Einheit Digital Solutions (+10,3 %), konnten den Rückgang nicht vollständig kompensieren. Organisch betrachtet verringerte sich der Umsatz um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Service-Umsätze entwickelten sich - bedingt durch die Definitionserweiterung - mit 4,1 % positiv.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Im ersten Halbjahr 2022 stieg das bereinigte EBITDA AL unseres operativen Segments Systemgeschäft gegenüber dem Vorjahr um 15,7 % auf 155 Mio. €. Effizienzeffekte aus unserem Transformationsprogramm sowie Effekte durch Umsatzsteigerung in unseren Wachstumsfeldern überstiegen den Ergebnisrückgang im klassischen IT-Infrastrukturgeschäft. Organisch betrachtet lag das bereinigte EBITDA AL um 15,7 % über dem Vorjahresniveau. Das EBITDA AL stieg gegenüber dem Vorjahr um 79 Mio. € auf 86 Mio. €. Die Sondereinflüsse lagen um 58 Mio. € unter Vorjahr bei minus 69 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch niedrigere Restrukturierungskosten sowie durch ein negatives Entkonsolidierungsergebnis im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Geschäftsbetriebs im Vorjahr.

Bereinigtes EBIT, EBIT

Das bereinigte EBIT unseres operativen Segments Systemgeschäft stieg im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 29 Mio. € auf 94 Mio. €, bedingt durch die beim EBITDA AL genannten Gründe sowie aufgrund rückläufiger Abschreibungen. Das EBIT stieg gegenüber dem Vorjahr um 101 Mio. € auf 6 Mio. €. Der Aufwand aus Sondereinflüssen lag um 72 Mio. € unter dem Vorjahr bei minus 88 Mio. €, ebenfalls bedingt durch die beim EBITDA AL genannten Gründe.

Cash Capex

Der Cash Capex des operativen Segments Systemgeschäft lag im ersten Halbjahr 2022 mit 97 Mio. € auf Vorjahresniveau. Der Schwerpunkt unserer Investitionen liegt weiterhin auf der Entwicklung unseres Wachstumsgeschäfts.

Group Development

Am 31. März 2022 wurde die Veräußerung der T‑Mobile Netherlands vollzogen. Seit dem 1. April 2022 ist T‑Mobile Netherlands damit nicht mehr Bestandteil des Konzerns. In der operativen Entwicklung sind die Beiträge für das erste Quartal aufgrund der kumulierten Betrachtung weiterhin enthalten.

Weitere Informationen zum Vollzug der Transaktion finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung".

Kundenentwicklung

in Tsd.

scrollen
30.06.2022 31.03.2022 Veränderung
30.06.2022/​
31.03.2022 in %
31.12.2021 Veränderung
30.06.2022/​
31.12.2021 in %
T‑Mobile
Netherlands
Mobilfunk-Kunden 0 6.949 (100,0) 6.939 (100,0)
Festnetz
Anschlüsse
0 754 (100,0) 739 (100,0)
Breitband-Kunden 0 744 (100,0) 728 (100,0)
scrollen
30.06.2021 Veränderung 30.06.2022/​ 30.06.2021 in %
T‑Mobile
Netherlands
6.853 (100,0)
707 (100,0)
695 (100,0)

Operative Entwicklung

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in % Q1 2022 Q2
2022
Gesamtumsatz 1.115 1.563 (28,7) 825 291
davon: T‑Mobile Netherlands 536 1.019 (47,4) 536 0
davon: GD Towers a 570 565 0,9 284 285
Service-Umsatz 411 789 (47,9) 411 0
Betriebsergebnis (EBIT) 1.357 547 n.a. 1.194 162
Abschreibungen (193) (429) 55,0 (97) (97)
EBITDA 1.550 976 58,8 1.291 259
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 906 182 n.a. 869 38
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 644 794 (18,9) 422 222
davon: T‑Mobile Netherlands 201 355 (43,4) 201 0
davon: GD Towers a 461 451 2,2 229 232
EBITDA AL 1.425 816 74,6 1.224 201
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse 906 182 n.a. 869 38
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 519 634 (18,1) 356 164
davon: T‑Mobile Netherlands 190 306 (37,9) 190 0
davon: GD Towers a 347 339 2,4 173 174
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 46,5 40,6 43,2 56,4
Cash Capex (158) (250) 36,8 (99) (59)
scrollen
Q2
2021
Veränderung in % Gesamtjahr
2021
Gesamtumsatz 780 (62,7) 3.165
davon: T‑Mobile Netherlands 506 (100,0) 2.071
davon: GD Towers a 283 0,7 1.112
Service-Umsatz 399 (100,0) 1.621
Betriebsergebnis (EBIT) 381 (57,5) 1.084
Abschreibungen (219) 55,7 (706)
EBITDA 600 (56,8) 1.790
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 198 (80,8) 173
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 403 (44,9) 1.618
davon: T‑Mobile Netherlands 184 (100,0) 757
davon: GD Towers a 226 2,7 894
EBITDA AL 516 (61,0) 1.479
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse 198 (80,8) 173
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 318 (48,4) 1.307
davon: T‑Mobile Netherlands 155 (100,0) 668
davon: GD Towers a 170 2,4 669
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) 40,8 41,3
Cash Capex (134) 56,0 (572)

Die Beiträge von T-Mobile Netherlands und GD Towers sind ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments dargestellt.

a Zum 1. Juni 2021 wurde das niederländische Funkturmgeschäft an die DIV veräußert und nachfolgend in die Cellnex Netherlands eingebracht.

Gesamtumsatz, Service-Umsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Group Development sank im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 28,7 % auf 1,1 Mrd. €. Organisch betrachtet veränderte sich der Umsatz in der Vergleichsperiode durch die Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts zum 1. Juni 2021 sowie die Veräußerung der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022 und stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,8 %. Der Umsatzanstieg resultierte aus dem operativen und strukturell bedingten Wachstum unserer Geschäftseinheit GD Towers mit dem deutschen sowie dem österreichischen Funkturmgeschäft. Die positive Entwicklung beruht auf einer Erhöhung der Anzahl unserer Standorte in Deutschland und wurde durch das österreichische Funkturmgeschäft weiter verstärkt. Der Service-Umsatz war aufgrund der Veräußerung der T‑Mobile Netherlands deutlich rückläufig. Das GD Towers Geschäft erzielte keine Service-Umsätze.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Das bereinigte EBITDA AL sank um 18,1 % auf 519 Mio. €. Auch hier resultierte der Rückgang hauptsächlich aus der Veräußerung der T‑Mobile Netherlands. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL um 15,0 %. Das GD Towers Geschäft entwickelte sich aufgrund steigender Mengen konstant positiv und wurde durch das österreichische Funkturmgeschäft weiter gestärkt. Darüber hinaus konnte auch eine operative Steigerung des bereinigten EBITDA AL durch Umsatzwachstum und Kostentransformation erreicht werden. Positive Sondereinflüsse entlasteten das EBITDA AL im Saldo in Höhe von 906 Mio. €. Diese standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem aus der Veräußerung der Geschäftseinheit T‑Mobile Netherlands entstandenen Entkonsolidierungsertrag. Das EBITDA AL stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um 609 Mio. € auf 1,4 Mrd. € an.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der beim EBITDA AL beschriebenen Entwicklung um 0,8 Mrd. € auf 1,4 Mrd. €. Die Abschreibungen lagen unter dem Niveau des Vorjahres, im Wesentlichen aufgrund geringerer Abschreibungen im Zusammenhang mit der seit dem 6. September 2021 als zur Veräußerung gehaltenen T‑Mobile Netherlands und dem damit verbundenen Aussetzen der planmäßigen Abschreibungen.

Cash Capex

Der Cash Capex lag bei 158 Mio. € und somit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang ist hauptsächlich durch die Veräußerung der T‑Mobile Netherlands sowie durch niedrigere realisierte Ausbaumengen der GD Towers im Vergleich zum Vorjahr begründet.

Group Headquarters & Group Services

Operative Entwicklung

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q1 2022 Q2 2022 Q2 2021
Gesamtumsatz 1.220 1.296 (5,9) 604 616 671
Service-Umsatz 486 500 (2,8) 245 242 256
Betriebsergebnis (EBIT) (766) (735) (4,2) (369) (397) (378)
Abschreibungen (738) (712) (3,7) (379) (359) (382)
EBITDA (28) (23) (21,7) 10 (37) 4
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 2 (81) n.a. 16 (14) (55)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) (30) 57 n.a. (6) (23) 59
EBITDA AL (184) (186) 1,1 (72) (112) (75)
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
1 (81) n.a. 13 (12) (55)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
(185) (105) (76,2) (85) (100) (21)
Cash Capex (473) (472) (0,2) (235) (238) (222)
scrollen
Veränderung in % Gesamtjahr
2021
Gesamtumsatz (8,2) 2.515
Service-Umsatz (5,5) 984
Betriebsergebnis (EBIT) (5,0) (1.764)
Abschreibungen 6,0 (1.463)
EBITDA n.a. (300)
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 74,5 (182)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) n.a. (118)
EBITDA AL (49,3) (622)
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
78,2 (182)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
n.a. (440)
Cash Capex (7,2) (1.007)

Gesamtumsatz, Service-Umsatz

Der Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,9 %. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf gesunkene konzerninterne Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude aufgrund der weiteren Optimierung von Flächen sowie auf geringere konzerninterne Service-Umsätze bei Deutsche Telekom IT aus der Lizenzierung des One.ERP-Systems zurückzuführen. Gegenläufig stieg der Umsatz durch die Verlagerung von zuvor im operativen Segment Deutschland angesiedelten Bereichen im Zusammenhang mit der Bündelung von Finanzfunktionen. Vor diesem Hintergrund reduzierte sich der Umsatz organisch betrachtet um 7,5 % gegenüber der Vorjahresperiode.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

In der Berichtsperiode reduzierte sich das bereinigte EBITDA AL unseres Segments Group Headquarters & Group Services im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 80 Mio. € auf minus 185 Mio. €. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus den gesunkenen Umsätzen im Bereich Grundstücke und Gebäude und bei Deutsche Telekom IT.

Insgesamt wirkten sich in der Berichtsperiode im Saldo positive Sondereinflüsse in Höhe von 1 Mio. € auf das EBITDA AL aus. Dabei standen der positiven Wirkung durch die Reduzierung von sonstigen Rückstellungen, u. a. im Zusammenhang mit der Beendigung eines Rechtsverfahrens, gegenläufig Aufwendungen für Personalmaßnahmen gegenüber. Im Vorjahreszeitraum war das EBITDA AL mit Sondereinflüssen, insbesondere für Personalmaßnahmen, in Höhe von 81 Mio. € belastet.

Betriebsergebnis (EBIT)

Der Rückgang des EBIT um 31 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf minus 766 Mio. € resultierte aus einem Anstieg der Abschreibungen, der im Wesentlichen auf kürzere Projektlaufzeiten bei Deutsche Telekom IT zurückzuführen ist. Das EBITDA AL lag auf dem Niveau der Vergleichsperiode.

Cash Capex

Der Cash Capex lag auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Einem gesunkenen Cash Capex für Fahrzeuge standen höhere Investitionen im Bereich "Technologie und Innovation" gegenüber.

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Wir verweisen diesbezüglich auf die "Ereignisse nach der Berichtsperiode" im Konzern-Zwischenabschluss.

Prognose

Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf der aktuellen Einschätzung unseres Managements. Abweichend von den im zusammengefassten Lagebericht 2021 (Geschäftsbericht 2021, Seite 120 ff.) sowie im Konzern-Zwischenbericht zum 31. März 2022 (Seite 34) veröffentlichten Prognosen, gehen wir nun von einer höheren Erwartung für das bereinigte EBITDA AL aus. Bisher gingen wir in unserer Prognose für das Jahr 2022 von einem bereinigten EBITDA AL von mehr als 36,6 Mrd. € aus. Nun erwarten wir, dass das bereinigte EBITDA AL des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 rund 37 Mrd. € betragen wird. Maßgeblich dafür ist zum einen die über unserer Erwartung liegende Entwicklung des Geschäfts im operativen Segment USA, für das wir jetzt ein bereinigtes EBITDA AL von rund 26,8 Mrd. US‑$ statt bislang rund 26,6 Mrd. US‑$ erwarten. Aber auch für das Geschäft außerhalb der USA erwarten wir mit insgesamt 14,3 Mrd. € ein höheres bereinigtes EBITDA AL als die zuletzt erwarteten 14,2 Mrd. €. Den Free Cashflow AL des Konzerns (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) prognostizieren wir auf dem zuletzt erhöhten Niveau von über 10 Mrd. €. Für das Geschäft außerhalb der USA erwarten wir einen Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) in Höhe von 3,8 Mrd. € statt der zuletzt erwarteten 3,7 Mrd. €. Die übrigen abgegebenen Aussagen behalten auch im derzeitigen makroökonomischen Umfeld weiterhin ihre Gültigkeit. Im Rahmen unserer Planung haben wir einen US-Dollar-Wechselkurs von unverändert 1,18 US‑$ angenommen; ein Ergebnis für T‑Mobile Netherlands wurde nicht berücksichtigt.

Details zu den mit der weltwirtschaftlichen Entwicklung einhergehenden Unternehmensrisiken finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancensituation". Darüber hinaus gehen wir im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld" in diesem Konzern-Zwischenlagebericht auf Ergänzungen und neue Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Situation ein. Ferner wird auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses Berichts verwiesen.

Risiko- und Chancensituation

Im Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen und neuen Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2021 dargestellten Risiko- und Chancensituation ausgeführt. Ferner wird auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses Berichts verwiesen.

Risiken aus dem makroökonomischen Umfeld. Die Unsicherheit über die weltwirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin hoch. Der Krieg in der Ukraine hat den Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung deutlich verschlechtert. Eine Konsequenz sind die stark gestiegenen Energiepreise, welche zu höheren Energie-, Transport- und Herstellungskosten führen. Ein Lieferstopp für russische Energieträger könnte zu weltweit steigenden Energiepreisen und Versorgungsengpässen v. a. für unsere operativen Segmente Deutschland und Europa führen. Zusätzlich hat die Coronavirus-Pandemie immer noch Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und das gesellschaftliche Zusammenleben. Auch wenn die Pandemie bis dato nur eingeschränkt negative Auswirkungen für die Telekommunikation zeigte, so könnte eine Intensivierung des Pandemiegeschehens zu einer Verlängerung und Ausweitung der angebotsseitigen Engpässe führen. In diesem Zusammenhang stellt die zentrale Rolle Chinas für die globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten in Kombination mit der dortigen Null-Toleranz-Strategie ein besonderes Risiko dar. Die Kombination aus weiter steigenden Preisen und anhaltenden Lieferengpässen birgt das Risiko einer Stagflation, d. h. einer Situation mit ausbleibendem oder negativem Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig hoher Inflation. Dies kann zu weiteren Preiserhöhungen bei Einkaufsprodukten führen. Zudem könnte sich das Kaufverhalten der Kunden ändern, indem sie in günstigere Tarife wechseln und es könnten mehr Zahlungsausfälle auftreten. Ähnliche Entwicklungen könnte es auch in den USA geben, wo die pandemiebedingten Hilfsprogramme der Regierung auslaufen. Des Weiteren wird mit steigenden Zinsen in den USA, in Europa und in Deutschland gerechnet, was ebenfalls zu weniger Investitionen und sinkendem Konsum führen kann. Steigende Zinsen können die Zinszahlungen erhöhen. Zusätzliche Risiken könnten eventuell aus weiteren geopolitischen Konflikten und der Unsicherheit aus internationalen Handelskonflikten resultieren. Wir sehen daher für unsere Segmente Deutschland, USA und Europa eine Verschlechterung der makroökonomischen Situation und erhöhen die Risikobedeutung von gering auf mittel.

Einkauf- und Lieferantenrisiken. Die Lieferketten der Deutschen Telekom werden aktuell durch einige Faktoren negativ beeinflusst, z. B. durch Verknappung von Halbleiter-Chips, die Coronavirus-Pandemie, geopolitische Spannungen und den Krieg in der Ukraine. Bei den Halbleiter-Chips besteht seit einigen Quartalen ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Weltmarkt. Zusätzlich behindern Einschränkungen durch Pandemie-Maßnahmen (z. B. Lockdowns in asiatischen Ländern) und die Geopolitik (z. B. Technologie-Sanktionen der USA) die globale Logistikstabilität der Rohstoffe für die Produktion von Chips und zugehörige Prozesse wie Gehäusefertigung und Tests. Des Weiteren steigen die allgemeinen Kosten von Halbleiter-Materialien, der Produktion und der globalen Logistik und führen zu generellen Preiserhöhungen für Produkte und Dienstleistungen. In Europa treten gerade Lieferverzögerungen auf. Kurzfristige Engpässe konnten jedoch durch Maßnahmen vermieden werden. Ebenfalls könnte es in den USA zu Bestandsengpässen kommen. Für die Halbleiter-Verfügbarkeit wird mittelfristig durch den Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten mit einer Entspannung gerechnet. Daneben steigen, teilweise inflationsbedingt, die allgemeinen Kosten von Halbleiter-Materialien, der Produktion, der globalen Logistik, Energie und Arbeitslöhnen und führen zu generellen Preiserhöhungen für Produkte und Dienstleistungen. Die Risikobedeutung der Risikokategorie "Einkauf- und Lieferantenrisiken" hat sich von gering auf mittel erhöht, da sich die Lage durch die chinesische Null-Covid-Politik und u. a. der damit verbundenen Schließung von chinesischen Häfen sowie nicht absehbaren Folgen des Ukraine-Kriegs verschärfen könnte. Den Herausforderungen begegnen wir mit organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Maßnahmen. So besteht z. B. seit Anfang 2021 die konzernweite "Supply Chain Resilience". Hier werden in regelmäßigen Intervallen die Risikosituation bewertet und bei Notwendigkeit entsprechende Mitigierungsmaßnahmen eingeleitet und deren Umsetzung überwacht.

Rechtsverfahren

Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. In den vom BGH an die zuständigen Oberlandesgerichte zurückverwiesenen Klagen der Vodafone Deutschland GmbH und der Vodafone Hessen et al. (jetzt Vodafone West GmbH) gegen die Telekom Deutschland GmbH wegen vermeintlich überhöhter Entgelte für die Nutzung von Kabelkanalanlagen, hat die Klägerin Vodafone Deutschland GmbH zwischenzeitlich ihre Klageanträge aktualisiert und beziffert diese nun auf ca. 749 Mio. € zuzüglich Zinsen für den Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2021. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Verfahren gegen T‑Mobile US wegen Cyberangriff auf T‑Mobile US. Wie im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2021 berichtet, wurden aufgrund des Cyberangriffs Verbrauchersammelklagen gegen T‑Mobile US sowie eine Aktionärsklage (Derivative Action) gegen die Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US erhoben. Die Aktionärsklage (Derivative Action) gegen die Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US wurde zwischenzeitlich vom Kläger zurückgenommen. Am 22. Juli 2022 hat T‑Mobile US eine Vereinbarung zur Beilegung der bundesgerichtlichen Verbrauchersammelklage in Höhe von 350 Mio. US‑$ (331 Mio. €) abgeschlossen. Darüber hinaus sagt T‑Mobile US zu, in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt 150 Mio. US‑$ (142 Mio. €) für Datensicherheit und damit verbundene Technologien auszugeben. Der Vergleich unterliegt noch der gerichtlichen Genehmigung. Weitere Verfahren, die infolge des Cyberangriffs anhängig gemacht wurden, sind weiterhin anhängig. T‑Mobile US hat im Zusammenhang mit dem geschlossenen Vergleich und den weiteren anhängigen Verfahren bilanzielle Risikovorsorge in Höhe von insgesamt rund 0,4 Mrd. US‑$ (rund 0,4 Mrd. €) getroffen. Im Hinblick auf die Anfragen von verschiedenen staatlichen Behörden, Strafverfolgungsbehörden und anderen Stellen kooperiert T‑Mobile US weiterhin vollumfänglich. Derzeit kann das sich hieraus ergebende finanzielle Risiko nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Kartellverfahren

Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission. Wie im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2021 berichtet, haben Wettbewerber im Anschluss an eine Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission Klage vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Nachdem in der Berichtsperiode eine weitere Klage bei Gericht eingereicht wurde, sind derzeit drei Klagen in Höhe von insgesamt 219 Mio. € zuzüglich Zinsen anhängig. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Einschätzung zur Gesamtrisikosituation

Die Gesamtrisikosituation hat sich im Vergleich zu der im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2021 dargestellten Risiko- und Chancensituation aufgrund des Kriegs in der Ukraine und den daraus resultierenden Folgen für die Weltwirtschaft verschlechtert. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind in unserem Risiko-Management-System, wie auch nach Einschätzung unseres Managements, keine wesentlichen Risiken absehbar, die den Bestand der Deutschen Telekom AG oder eines wesentlichen Konzernunternehmens gefährden könnten.

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Bilanz

Aktiva

in Mio. €

scrollen
Veränderung
30.06.2022 31.12.2021 Veränderung in% 30.06.2021
Kurzfristige Vermögenswerte 33.630 38.799 (5.169) (13,3) 32.728
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.281 7.617 (2.336) (30,7) 8.861
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.853 15.299 1.554 10,2 13.968
Vertragsvermögenswerte 2.093 2.034 59 2,9 1.995
Ertragsteuerforderungen 195 321 (126) (39,3) 242
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.179 4.051 128 3,2 3.061
Vorräte 2.992 2.855 137 4,8 2.066
Übrige Vermögenswerte 1.939 1.766 173 9,8 1.872
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen
99 4.856 (4.757) (98,0) 664
Langfristige Vermögenswerte 268.056 242.828 25.228 10,4 237.775
Immaterielle Vermögenswerte 144.544 132.647 11.897 9,0 128.431
Sachanlagen 65.185 61.770 3.415 5,5 60.439
Nutzungsrechte 38.061 30.777 7.284 23,7 30.624
Aktivierte Vertragskosten 2.950 2.585 365 14,1 2.315
Beteiligungen an nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen 1.995 938 1.057 n.a. 950
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.215 4.836 379 7,8 6.011
Aktive latente Steuern 8.604 7.906 698 8,8 7.752
Übrige Vermögenswerte 1.502 1.369 133 9,7 1.255
Bilanzsumme 301.686 281.627 20.059 7,1 270.504

Passiva

scrollen
Veränderung
30.06.2022 31.12.2021 Veränderung in% 30.06.2021
Kurzfristige Schulden 39.647 38.803 844 2,2 35.225
Finanzielle Verbindlichkeiten 12.199 12.243 (44) (0,4) 11.902
Leasing-Verbindlichkeiten 5.342 5.040 302 6,0 4.977
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
11.179 10.452 727 7,0 8.342
Ertragsteuerverbindlichkeiten 811 549 262 47,7 833
Sonstige Rückstellungen 4.009 3.903 106 2,7 3.389
Übrige Schulden 4.250 3.584 666 18,6 3.812
Vertragsverbindlichkeiten 1.857 1.668 189 11,3 1.699
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen
0 1.365 (1.365) (100,0) 271
Langfristige Schulden 173.547 161.355 12.192 7,6 158.279
Finanzielle Verbindlichkeiten 102.307 99.223 3.084 3,1 97.788
Leasing-Verbindlichkeiten 37.183 28.094 9.089 32,4 28.286
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 3.913 6.134 (2.221) (36,2) 5.925
Sonstige Rückstellungen 4.369 5.560 (1.191) (21,4) 5.186
Passive latente Steuern 22.925 19.809 3.116 15,7 18.257
Übrige Schulden 2.114 1.959 155 7,9 2.257
Vertragsverbindlichkeiten 736 577 159 27,6 580
Schulden 213.194 200.159 13.035 6,5 193.504
Eigenkapital 88.492 81.469 7.023 8,6 77.000
Gezeichnetes Kapital 12.765 12.765 0 0,0 12.189
Eigene Anteile (36) (37) 1 2,7 (46)
12.729 12.728 1 0,0 12.144
Kapitalrücklage 62.266 63.773 (1.507) (2,4) 62.597
Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag (33.938) (36.358) 2.420 6,7 (36.217)
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis 1.528 (1.641) 3.169 n.a. (2.969)
Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag) 5.409 4.176 1.233 29,5 2.815
Anteile der Eigentümer des Mutterunternehmens 47.993 42.679 5.314 12,5 38.370
Anteile anderer Gesellschafter 40.499 38.790 1.709 4,4 38.630
Bilanzsumme 301.686 281.627 20.059 7,1 270.504

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q2
2022
Q2
2021
Veränderung in%
Umsatzerlöse 56.191 52.983 6,1 28.168 26.593 5,9
davon: nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge 266 141 88,7 138 69 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 3.452 841 n.a. 288 553 (47,9)
Bestandsveränderungen 32 (5) n.a. 11 (5) n.a.
Aktivierte Eigenleistungen 1.407 1.380 2,0 721 706 2,1
Materialaufwand (25.611) (23.155) (10,6) (12.669) (11.722) (8,1)
Personalaufwand (9.721) (9.358) (3,9) (4.926) (4.702) (4,8)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (2.730) (1.855) (47,2) (1.665) (954) (74,5)
Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten (602) (269) n.a. (361) (124) n.a.
Gewinne/​(Verluste) aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten (18) (53) 66,0 (5) (29) 82,8
Sonstiges (2.110) (1.533) (37,6) (1.299) (801) (62,2)
EBITDA 23.019 20.830 10,5 9.927 10.469 (5,2)
Abschreibungen (14.335) (13.623) (5,2) (7.570) (6.781) (11,6)
Betriebsergebnis (EBIT) 8.684 7.207 20,5 2.356 3.688 (36,1)
Zinsergebnis (2.540) (2.304) (10,2) (1.297) (1.118) (16,0)
Zinserträge 228 215 6,0 113 100 13,0
Zinsaufwendungen (2.768) (2.519) (9,9) (1.410) (1.218) (15,8)
Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen 1 (44) n.a. (18) (33) 45,5
Sonstiges Finanzergebnis 1.016 178 n.a. 681 656 3,8
Finanzergebnis (1.523) (2.170) 29,8 (634) (495) (28,1)
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.160 5.037 42,1 1.723 3.193 (46,0)
Ertragsteuern (1.412) (1.261) (12,0) (329) (719) 54,2
Überschuss/​(Fehlbetrag) 5.749 3.776 52,3 1.394 2.473 (43,6)
Zurechnung des Überschusses/​(Fehlbetrags) an die
Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag))
5.409 2.815 92,1 1.460 1.879 (22,3)
Anteile anderer Gesellschafter 340 960 (64,6) (66) 594 n.a.
scrollen
Gesamtjahr
2021
Umsatzerlöse 108.794
davon: nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge 276
Sonstige betriebliche Erträge 1.299
Bestandsveränderungen (6)
Aktivierte Eigenleistungen 2.868
Materialaufwand (49.683)
Personalaufwand (18.463)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (4.271)
Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten (638)
Gewinne/​(Verluste) aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten (123)
Sonstiges (3.510)
EBITDA 40.539
Abschreibungen (27.482)
Betriebsergebnis (EBIT) 13.057
Zinsergebnis (4.601)
Zinserträge 451
Zinsaufwendungen (5.052)
Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen (102)
Sonstiges Finanzergebnis (437)
Finanzergebnis (5.139)
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.918
Ertragsteuern (1.815)
Überschuss/​(Fehlbetrag) 6.103
Zurechnung des Überschusses/​(Fehlbetrags) an die
Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag))
4.176
Anteile anderer Gesellschafter 1.927

Ergebnis je Aktie

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung in% Q2 2022 Q2 2021
Den Eigentümern des
Mutterunternehmens zugerechneter
Überschuss/​(Fehlbetrag)
(Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag))
Mio. € 5.409 2.815 92,1 1.460 1.879
Angepasste gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien (unverwässert/​verwässert) Mio. Stück 4.972 4.744 4,8 4.972 4.744
Ergebnis je Aktie (unverwässert/​ verwässert) 1,09 0,59 84,7 0,29 0,40
scrollen
Veränderung in% Gesamtjahr
2021
Den Eigentümern des
Mutterunternehmens zugerechneter
Überschuss/​(Fehlbetrag)
(Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag))
(22,3) 4.176
Angepasste gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien (unverwässert/​verwässert) 4,8 4.813
Ergebnis je Aktie (unverwässert/​ verwässert) (27,5) 0,87

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung Q2
2022
Q2
2021
Veränderung
Überschuss/​(Fehlbetrag) 5.749 3.776 1.973 1.394 2.473 (1.079)
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umklassifiziert werden
Ergebnis aus der Neubewertung von gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten 51 87 (36) 39 54 (15)
Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 2.142 1.610 532 994 631 363
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (619) (223) (396) (317) (38) (279)
1.574 1.474 100 715 648 67
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe
Erfolgswirksame Änderung 0 41 (41) (2) 41 (43)
Erfolgsneutrale Änderung 5.975 2.047 3.928 4.586 (649) 5.235
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von gehaltenen Fremdkapitalinstrumenten Erfolgswirksame Änderung 512 179 333 307 97 210
Erfolgsneutrale Änderung (591) (179) (412) (354) (147) (207)
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (designierte Risikokomponenten)
Erfolgswirksame Änderung (51) 14 (65) (84) 98 (182)
Erfolgsneutrale Änderung 547 148 399 370 24 346
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (Kosten der Absicherung)
Erfolgswirksame Änderung 1 1 0 0 1 (1)
Erfolgsneutrale Änderung (22) 21 (43) (6) 12 (18)
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (105) (46) (59) (57) (33) (24)
6.266 2.226 4.040 4.760 (556) 5.316
Sonstiges Ergebnis 7.840 3.700 4.140 5.475 92 5.383
Gesamtergebnis 13.589 7.475 6.114 6.869 2.565 4.304
Zurechnung des Gesamtergebnisses an die
Eigentümer des Mutterunternehmens
10.019 5.333 4.686 4.503 2.439 2.064
Anteile anderer Gesellschafter 3.570 2.142 1.428 2.366 126 2.240
scrollen
Gesamtjahr
2021
Überschuss/​(Fehlbetrag) 6.103
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umklassifiziert werden
Ergebnis aus der Neubewertung von gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten 112
Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 1.426
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (261)
1.278
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe
Erfolgswirksame Änderung 61
Erfolgsneutrale Änderung 5.142
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von gehaltenen Fremdkapitalinstrumenten Erfolgswirksame Änderung 417
Erfolgsneutrale Änderung (497)
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (designierte Risikokomponenten)
Erfolgswirksame Änderung 17
Erfolgsneutrale Änderung 296
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (Kosten der Absicherung)
Erfolgswirksame Änderung 2
Erfolgsneutrale Änderung 60
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (81)
5.417
Sonstiges Ergebnis 6.694
Gesamtergebnis 12.798
Zurechnung des Gesamtergebnisses an die
Eigentümer des Mutterunternehmens
8.010
Anteile anderer Gesellschafter 4.788

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

in Mio. €

scrollen
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens
Bezahltes Eigenkapital Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Kapitalrücklage Gewinnrücklagen einschl. Ergebnisvortrag Konzernüberschuss/​
(-fehlbetrag)
Währungsumrechnung ausländischer
Geschäftsbetriebe
Stand zum 1. Januar 2021 12.189 (46) 62.640 (38.905) 4.158 (4.092)
Übertrag aufgrund Änderung der
Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis
Transaktionen mit Eigentümern (110) 1
Gewinnvortrag 4.158 (4.158)
Dividendenausschüttung (2.846)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 67
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien
Überschuss/​(Fehlbetrag) 2.815
Sonstiges Ergebnis 1.330 1.006
Gesamtergebnis
Transfer in Gewinnrücklagen 46
Stand zum 30. Juni 2021 12.189 (46) 62.597 (36.217) 2.815 (3.085)
Stand zum 1. Januar 2022 12.765 (37) 63.773 (36.358) 4.176 (1.747)
Übertrag aufgrund Änderung der
Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis
Transaktionen mit Eigentümern (1.640) 4
Gewinnvortrag 4.176 (4.176)
Dividendenausschüttung (3.182)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 133
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien 1
Überschuss/​(Fehlbetrag) 5.409
Sonstiges Ergebnis 1.439 2.842
Gesamtergebnis
Transfer in Gewinnrücklagen (14)
Stand zum 30. Juni 2022 12.765 (36) 62.266 (33.938) 5.409 1.099
scrollen
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (IFRS 9) Fremdkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (IFRS 9) Sicherungsinstrumente: designierte Risikokomponenten (IFRS 9) Sicherungsinstrumente:
Kosten der
Absicherung (IFRS 9)
At equity bilanzierte Unternehmen Steuern
Stand zum 1. Januar 2021 156 0 (223) 24 0 34
Übertrag aufgrund Änderung der
Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis
Transaktionen mit Eigentümern 4 (1)
Gewinnvortrag
Dividendenausschüttung
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien
Überschuss/​(Fehlbetrag)
Sonstiges Ergebnis 81 119 22 (41)
Gesamtergebnis
Transfer in Gewinnrücklagen (52) 2
Stand zum 30. Juni 2021 185 0 (100) 46 0 (5)
Stand zum 1. Januar 2022 143 (37) (56) 86 0 (22)
Übertrag aufgrund Änderung der
Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis
Transaktionen mit Eigentümern (2) (25) 8
Gewinnvortrag
Dividendenausschüttung
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien
Überschuss/​(Fehlbetrag)
Sonstiges Ergebnis 52 (38) 450 (22) (113)
Gesamtergebnis
Transfer in Gewinnrücklagen 10
Stand zum 30. Juni 2022 205 (77) 369 64 0 (128)
scrollen
Summe
Stand zum 1. Januar 2021 35.922
Übertrag aufgrund Änderung der
Rechnungslegungsvorschriften
0
Veränderung Konsolidierungskreis 0
Transaktionen mit Eigentümern (106)
Gewinnvortrag 0
Dividendenausschüttung (2.846)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 0
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 67
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien 0
Überschuss/​(Fehlbetrag) 2.815
Sonstiges Ergebnis 2.517
Gesamtergebnis 5.333
Transfer in Gewinnrücklagen 0
Stand zum 30. Juni 2021 38.370
Stand zum 1. Januar 2022 42.679
Übertrag aufgrund Änderung der
Rechnungslegungsvorschriften
0
Veränderung Konsolidierungskreis 0
Transaktionen mit Eigentümern (1.656)
Gewinnvortrag 0
Dividendenausschüttung (3.182)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 0
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 133
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien 1
Überschuss/​(Fehlbetrag) 5.409
Sonstiges Ergebnis 4.610
Gesamtergebnis 10.019
Transfer in Gewinnrücklagen 0
Stand zum 30. Juni 2022 47.993
scrollen
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Anteile anderer Gesellschafter Gesamt
Konzern-Eigenkapital
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Neubewertungsrücklage Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (IFRS 9)
Stand zum 1. Januar 2021 (14) 156 36.628 72.550
Übertrag aufgrund Änderung der
Rechnungslegungsvorschriften
0 0
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0
Transaktionen mit Eigentümern 10 (96)
Gewinnvortrag 0 0
Dividendenausschüttung (234) (3.080)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 0 0
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 83 150
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien 0 0
Überschuss/​(Fehlbetrag) 960 3.776
Sonstiges Ergebnis 81 1.182 3.700
Gesamtergebnis 2.142 7.475
Transfer in Gewinnrücklagen 3 (52) 0 0
Stand zum 30. Juni 2021 (11) 185 38.630 77.000
Stand zum 1. Januar 2022 (7) 143 38.790 81.469
Übertrag aufgrund Änderung der
Rechnungslegungsvorschriften
0 0
Veränderung Konsolidierungskreis (583) (583)
Transaktionen mit Eigentümern (1.223) (2.879)
Gewinnvortrag 0 0
Dividendenausschüttung (197) (3.379)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG 0 0
Kapitalerhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 143 275
Aktienrückkauf/​Treuhänderisch hinterlegte Aktien 0 1
Überschuss/​(Fehlbetrag) 340 5.749
Sonstiges Ergebnis 52 3.230 7.840
Gesamtergebnis 3.570 13.589
Transfer in Gewinnrücklagen 3 10 0 0
Stand zum 30. Juni 2022 (4) 205 40.499 88.492

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021 Veränderung Q2
2022
Q2 2021 Veränderung
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.160 5.037 2.123 1.723 3.193 (1.470)
Abschreibungen 14.335 13.623 712 7.570 6.781 789
Finanzergebnis 1.523 2.170 (647) 634 495 139
Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften (2.553) (163) (2.390) 0 (163) 163
Ergebnis aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen (66) 0 (66) (66) 0 (66)
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 315 5 310 233 (92) 325
Ergebnis aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen 56 (2) 58 38 (7) 45
Veränderung aktives operatives Working Capital (433) 436 (869) (135) (242) 107
Veränderung sonstige operative Vermögenswerte (73) (542) 469 9 (203) 212
Veränderung der Rückstellungen (354) (499) 145 289 (80) 369
Veränderung passives operatives Working Capital 372 (1.130) 1.502 (163) (330) 167
Veränderung sonstige operative Verbindlichkeiten 643 397 246 254 145 109
Erhaltene/​(Gezahlte) Ertragsteuern (257) (357) 100 (209) (102) (107)
Erhaltene Dividenden 3 2 1 1 1 0
Nettozahlungen aus Abschluss, Auflösung und Konditionenänderung von Zinsderivaten 0 0 0 0 0 0
Operativer Cashflow 20.671 18.977 1.694 10.177 9.396 781
Gezahlte Zinsen (3.360) (3.206) (154) (1.987) (1.718) (269)
Erhaltene Zinsen 668 615 53 431 402 29
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 17.979 16.387 1.592 8.621 8.080 541
Auszahlungen für Investitionen in
Immaterielle Vermögenswerte (4.679) (10.089) 5.410 (1.128) (1.016) (112)
Sachanlagen (7.579) (6.505) (1.074) (3.958) (3.306) (652)
Langfristige finanzielle Vermögenswerte (501) (176) (325) (225) (111) (114)
Auszahlungen für geförderte Investitionen in den Breitband-Ausbau (162) (179) 17 (90) (95) 5
Einzahlungen von Fördermitteln für Investitionen in den Breitband-Ausbau 129 103 26 85 77 8
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen (52) (25) (27) (1) (1) 0
Einzahlungen aus Abgängen von
Immateriellen Vermögenswerten 2 1 1 1 1 0
Sachanlagen 82 105 (23) 33 57 (24)
Langfristigen finanziellen Vermögenswerten 156 190 (34) 115 128 (13)
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen 4.089 145 3.944 0 145 (145)
Veränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit mehr als 3 Monate), Wertpapiere und Forderungen des kurzfristigen finanziellen Vermögens (1.633) 122 (1.755) (467) 187 (654)
Sonstiges 1 0 1 0 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit (10.148) (16.307) 6.159 (5.636) (3.934) (1.702)
Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 1.212 4.297 (3.085) 1.180 3.673 (2.493)
Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (3.438) (11.105) 7.667 (2.238) (7.331) 5.093
Aufnahme mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten 1 8.575 (8.574) 1 2.909 (2.908)
Rückzahlung mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Dividendenausschüttungen (inkl. an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen) (3.247) (2.909) (338) (3.247) (2.909) (338)
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (2.415) (3.035) 620 (1.180) (1.311) 131
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern 25 11 14 22 8 14
Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern (2.629) (347) (2.282) (2.377) (140) (2.237)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (10.491) (4.513) (5.978) (7.838) (5.100) (2.738)
Auswirkung von Kursveränderungen auf die
Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate)
316 356 (40) 259 (58) 317
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 8 (1) 9 0 (1) 1
Nettoveränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) (2.336) (4.078) 1.742 (4.594) (1.014) (3.580)
Bestand am Anfang der Periode 7.617 12.939 (5.322) 9.875 9.872 3
Bestand am Ende der Periode 5.281 8.861 (3.580) 5.281 8.861 (3.580)
scrollen
Gesamtjahr
2021
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.918
Abschreibungen 27.482
Finanzergebnis 5.139
Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften (130)
Ergebnis aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen (13)
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 226
Ergebnis aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen 161
Veränderung aktives operatives Working Capital (1.475)
Veränderung sonstige operative Vermögenswerte (1.059)
Veränderung der Rückstellungen (152)
Veränderung passives operatives Working Capital 241
Veränderung sonstige operative Verbindlichkeiten (260)
Erhaltene/​(Gezahlte) Ertragsteuern (893)
Erhaltene Dividenden 8
Nettozahlungen aus Abschluss, Auflösung und Konditionenänderung von Zinsderivaten (1)
Operativer Cashflow 37.191
Gezahlte Zinsen (6.158)
Erhaltene Zinsen 1.138
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 32.171
Auszahlungen für Investitionen in
Immaterielle Vermögenswerte (12.749)
Sachanlagen (13.616)
Langfristige finanzielle Vermögenswerte (336)
Auszahlungen für geförderte Investitionen in den Breitband-Ausbau (436)
Einzahlungen von Fördermitteln für Investitionen in den Breitband-Ausbau 420
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen (1.617)
Einzahlungen aus Abgängen von
Immateriellen Vermögenswerten 2
Sachanlagen 137
Langfristigen finanziellen Vermögenswerten 352
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen 352
Veränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit mehr als 3 Monate), Wertpapiere und Forderungen des kurzfristigen finanziellen Vermögens 89
Sonstiges 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit (27.403)
Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 4.431
Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (18.040)
Aufnahme mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten 12.925
Rückzahlung mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten 0
Dividendenausschüttungen (inkl. an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen) (3.145)
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (6.458)
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern 14
Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern (506)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (10.779)
Auswirkung von Kursveränderungen auf die
Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate)
620
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 68
Nettoveränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) (5.323)
Bestand am Anfang der Periode 12.939
Bestand am Ende der Periode 7.617

Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

Rechnungslegung

Der Halbjahres-Finanzbericht der Deutschen Telekom AG umfasst nach den Vorschriften der §§ 115 ff. Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) einen Konzern-Zwischenabschluss und einen Konzern-Zwischenlagebericht sowie die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 297 Abs. 2 Satz 4, § 315 Abs. 1 Satz 5 Handelsgesetzbuch (HGB). Der Konzern-Zwischenabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU zum Abschluss-Stichtag anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzern-Zwischenlagebericht wurde unter Beachtung des Wertpapierhandelsgesetzes aufgestellt.

Statement of Compliance

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 ist unter Beachtung der Regelungen des International Accounting Standards (IAS) 34 aufgestellt. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 gewählt. Alle von der Deutschen Telekom AG angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.

Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält der prüferisch durchgesehene Halbjahres-Finanzbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Hinsichtlich der im Rahmen der Konzernrechnungslegung angewendeten Grundlagen und Methoden verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021.

Erstmals in der Berichtsperiode anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen

scrollen
Verlautbarung Titel Anwendungspflicht für die Deutsche Telekom ab Änderungen Voraussichtliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom
In EU-Recht übernommen
Amendments to IAS 16
e IFRS
Proceeds before Intended
Use
01.01.2022 Die Änderung untersagt es einem Unternehmen, von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Sachanlage Erlöse abzuziehen, die es aus dem Verkauf von Gegenständen erzielt, die während der Zeit, in welcher der Vermögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand gebracht wurde, hergestellt wurden. Die Definition der Kosten für Testläufe wird klargestellt. Erlöse und Kosten im Zusammenhang mit produzierten Gegenständen, die nicht aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens stammen, sind getrennt auszuweisen. Der Posten der Gesamtergebnisrechnung, in dem diese Erlöse erfasst werden, ist anzugeben. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Amendments to IAS 37 Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets 01.01.2022 Klarstellung, dass zu den Erfüllungskosten eines Vertrags alle direkt dem Vertrag zurechenbaren Kosten gehören. Diese umfassen die zusätzlich für die Erfüllung des Vertrags entstehenden Kosten (sog. Incremental Costs, wie z. B. direkte Lohn- und Materialkosten) und eine Zurechnung anderer Kosten, die direkt der Vertragserfüllung zuzurechnen sind. Zudem wird klargestellt, dass sich eine etwaige vorrangige Wertminderung auf die zur Vertragserfüllung eingesetzten (bisher: mit dem Vertrag verbundenen) Vermögenswerte erstreckt. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Amendments to IFRS 3 Reference to the Conceptual Framework 01.01.2022 Verweis auf das neu überarbeitete Rahmenkonzept der IFRS wurde aufgenommen. Ergänzung der Vorschrift, dass ein Erwerber bei der Identifizierung von übernommenen Verpflichtungen, die in den Anwendungsbereich des IAS 37 oder IFRIC 21 fallen, die Regelungen des IAS 37 oder IFRIC 21 anstelle des Rahmenkonzepts anzuwenden hat. Des Weiteren wird IFRS 3 um ein explizites Ansatzverbot für erworbene Eventualforderungen ergänzt. Keine wesentlichen Auswirkungen.
Annual Improvements Project Annual Improvements to IFRSs 2018-2020 Cycle 01.01.2022 Punktuelle Überarbeitung von IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41. Keine wesentlichen Auswirkungen.

Weitere Informationen zu veröffentlichten, aber noch nicht angewendeten Standards, Interpretationen und Änderungen sowie Angaben zum Ansatz und zur Bewertung von Bilanzposten als auch zu Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten sind dem Kapitel "Grundlagen und Methoden" des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2021 zu entnehmen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen der Berichtsstruktur

Die Deutsche Telekom hat in der Berichtsperiode keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Krieg in der Ukraine

Von den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine ist die Geschäftstätigkeit und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom nicht wesentlich betroffen. Die Deutsche Telekom betreibt keine Netze in Russland und der Ukraine. Auch ein möglicher Lieferstopp russischer Gaslieferungen hätte keinen direkten Einfluss auf den Netzbetrieb des Konzerns. Die Deutsche Telekom führt ihre Entwicklertätigkeiten in Russland nicht fort. Mögliche künftige Auswirkungen auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden werden fortlaufend analysiert. Die mittelbare Betroffenheit der Deutschen Telekom, v. a. über die Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche Entwicklung, kann noch nicht sicher bewertet werden. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick hat sich aufgrund der umfassenden Sanktionen, der Einschränkung des Warenhandels sowie der steigenden Energiepreise deutlich verschlechtert.

Coronavirus-Pandemie

Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist nach wie vor von der Coronavirus-Pandemie geprägt. Die Auswirkungen auf die Telekommunikationsbranche und die Deutsche Telekom sind durch eine höhere Nachfrage nach bestimmten Telekommunikationsdienstleistungen nicht so gravierend wie in anderen Branchen. Die Geschäftstätigkeit und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom war in verschiedenen Geschäftsfeldern bei Umsatz und Ergebnis von der Coronavirus-Pandemie betroffen, jedoch nicht in wesentlichem Umfang.

Auch wenn die Pandemie für die Telekommunikationsbranche bis dato nur eingeschränkt negative Wirkungen zeigte, so könnte eine erneute Intensivierung des weltweiten Pandemiegeschehens zu einer Verlängerung und Ausweitung der angebotsseitigen Engpässe führen. Die Unwägbarkeiten bezüglich des weiteren Verlaufs der Coronavirus-Pandemie, u. a. die Bildung von Virusmutationen, lassen die Deutsche Telekom mögliche wirtschaftliche Folgen nicht ausschließen. Mögliche künftige Auswirkungen auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden werden fortlaufend analysiert. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Vergangenheit, sind durch die Coronavirus-Pandemie auch zukünftig nur eingeschränkt Auswirkungen auf das Geschäft der Deutschen Telekom zu erwarten.

Änderungen zugrunde liegender Parameter

Änderungen in den zugrunde liegenden Parametern beziehen sich v. a. auf die im Rahmen der Währungsumrechnung verwendeten Wechselkurse sowie auf die Zinssätze für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro entwickelten sich wie folgt:

in €

scrollen
Stichtagskurse Durchschnittskurse
30.06.2022 31.12.2021 30.06.2021 H1 2022 H1 2021
100 Tschechische Kronen (CZK) 4,04139 4,02124 3,92280 4,04515 3,92724
100 Kroatische Kuna (HRK) 13,27840 13,30760 13,34740 13,28860 13,33560
1.000 Ungarische Forint (HUF) 2,51566 2,70845 2,84443 2,51843 2,85699
100 Mazedonische Denar (MKD) 1,62405 1,62339 1,62273 1,62386 1,62601
100 Polnische Zloty (PLN) 21,32330 21,75600 22,13050 21,51700 22,20540
1 US-Dollar (USD) 0,96219 0,88285 0,84076 0,94632 0,83050

Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen wurden folgende wesentliche Rechnungszinssätze zugrunde gelegt:

in %

scrollen
30.06.2022 31.12.2021
Inland 3,22 1,18
USA 4,91 3,05
Schweiz 2,35 0,33

Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen

Im ersten Halbjahr 2022 wurden von der Deutschen Telekom folgende Transaktionen durchgeführt, die Auswirkung auf den Konsolidierungskreis hatten. Weitere - hier nicht dargestellte - Veränderungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentliche Bedeutung für den Konzern-Zwischenabschluss der Deutschen Telekom.

Veräußerung der T‑Mobile Netherlands

Am 6. September 2021 haben die Deutsche Telekom und Tele2 mit WP/​AP Telecom Holdings IV - einem Konsortium aus Private Equity Fonds, die von Apax Partners und Warburg Pincus beraten werden - eine Vereinbarung zum Verkauf der T‑Mobile Netherlands unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 31. März 2022 vollzogen, nachdem die notwendigen behördlichen Genehmigungen erteilt und weitere Vollzugsbedingungen erfüllt wurden. Der Verkaufspreis basiert auf einem Unternehmenswert von 5,1 Mrd. €. Der Barmittelzufluss - bezogen auf den gesamten Anteilsbesitz der Deutschen Telekom von 75 % - betrug 3,6 Mrd. €. Der aus dem Verkauf resultierende Entkonsolidierungsgewinn betrug 0,9 Mrd. €. Bis zum Vollzug der Transaktion war die Gesellschaft dem operativen Segment Group Development zugeordnet. Zum 31. Dezember 2021 waren die Vermögenswerte und Schulden der T‑Mobile Netherlands wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft.

Weitere Informationen zu den zum 31. Dezember 2021 im Konzernabschluss enthaltenen Vermögenswerten und Schulden der T‑Mobile Netherlands finden Sie in Angabe 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sowie Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen" des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2021.

Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus mit IFM

Die Deutsche Telekom hat am 5. November 2021 den Einstieg von IFM Global Infrastructure Fund mit einer Beteiligung von 50 % an der Ausbaugesellschaft GlasfaserPlus GmbH bekannt gegeben. Der Verkauf eines 50 %-Anteils an GlasfaserPlus wurde am 28. Februar 2022 vollzogen, nachdem die EU-Kommission die Transaktion am 25. Januar 2022 genehmigt hat und die restlichen Vollzugsbedingungen erfüllt wurden. Der Verkaufspreis beläuft sich auf 0,9 Mrd. €. Die erste Kaufpreistranche von 0,4 Mrd. € wurde mit Abschluss der Transaktion gezahlt. Der verbleibende Anteil des Kaufpreises entsteht sukzessive bei Erreichung bestimmter Ausbaufortschritte. In diesem Zusammenhang wurde zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion eine bedingte Kaufpreisforderung in Höhe von 0,5 Mrd. € in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfasst. Das entstandene Gemeinschaftsunternehmen soll bis 2028 4 Mio. zusätzliche gigabitfähige FTTH-Anschlüsse im ländlichen Raum und in Fördergebieten ausbauen. Infolge des aus der Transaktion resultierenden Verlusts der Beherrschung über die GlasfaserPlus-Gesellschaften wurden diese zum 28. Februar 2022 entkonsolidiert. Bis zum Vollzug der Transaktion war die Gesellschaft dem operativen Segment Deutschland zugeordnet. Der hieraus entstandene Entkonsolidierungsgewinn von 1,7 Mrd. € ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Der Anteil des Entkonsolidierungsgewinns, der den bei der Deutschen Telekom verbleibenden Anteilen an GlasfaserPlus-Gesellschaften zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung unter Zugrundelegung des beizulegenden Zeitwerts zuzurechnen war, betrug 0,9 Mrd. €. Die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen werden seit dem 28. Februar 2022 unter Anwendung der Equity-Methode in den Konzernabschluss im operativen Segment Deutschland einbezogen. Zum 30. Juni 2022 betrug der Buchwert der Anteile 1,0 Mrd. €.

Weitere Informationen zum Buchwert der bedingten Kaufpreisforderung finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Folgende Transaktionen werden in Zukunft den Konsolidierungskreis der Deutschen Telekom ändern:

Vereinbarung mit DigitalBridge und Brookfield über das Funkturmgeschäft des Konzerns in Deutschland und Österreich

Am 13. Juli 2022 hat die Deutsche Telekom mit DigitalBridge und Brookfield eine Vereinbarung über den Verkauf von 51,0 % der Anteile an den Gesellschaften des Funkturmgeschäfts in Deutschland und Österreich im operativen Segment Group Development (GD-Tower-Gesellschaften) geschlossen. Der vorläufige Verkaufspreis basiert auf einem Unternehmenswert von 17,5 Mrd. €. Der geschätzte Barmittelzufluss aus der Transaktion wird voraussichtlich 10,9 Mrd. € betragen. Nach dem Abschluss der Transaktion wird die Deutsche Telekom die Beherrschung über die GD-Tower-Gesellschaften verlieren. Der bei der Deutschen Telekom verbleibende Anteil von 49,0 % wird infolge nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt notwendiger regulatorischer Genehmigungen. Der Abschluss der Transaktion wird um das Jahresende 2022 erwartet. Nach Vollzug der Transaktion wird der Deutsche Telekom Konzern die veräußerte passive Netzinfrastruktur in Deutschland und Österreich im Zuge eines Sale-and-Leaseback zurückmieten. Ab dem dritten Quartal 2022 werden die GD-Tower-Gesellschaften im Konzernabschluss als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen.

Aufnahme neuer Gesellschafter in den Infrastrukturfonds (DIV II)

Am 2. August 2022 hat die Digital Transformation Capital Partners (DTCP Infra) neue Investoren in die Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II SCSp SICAV-RAIF (DIV II) aufgenommen. Infolgedessen reduzierte sich der Anteil der Deutschen Telekom an der DIV II von 66,67 % auf 43,5 %. Gleichzeitig wird ein Beirat etabliert, in dem bis zu zehn der wichtigsten Investoren aufgenommen werden. Durch die Aufnahme neuer Gesellschafter verliert die Deutsche Telekom die Beherrschung über die DIV II. Infolgedessen wird die Gesellschaft im dritten Quartal 2022 entkonsolidiert. Der im Konzern verbleibende Anteil von 43,5 % wird künftig als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Aufnahmen weiterer Investoren sind geplant. Der Anteil der Deutschen Telekom wird sich künftig voraussichtlich auf rund 25 % verringern, was der angestrebten Zielstruktur entsprechen wird.

Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis

Aktienrückkauf OTE

In der außerordentlichen Hauptversammlung der OTE S.A. am 18. Januar 2022 wurde beschlossen, eigene Aktien im Volumen von 8.638.512 Stück, die infolge eines Aktienrückkaufprogramms erworben wurden, mit einer entsprechenden Kapitalherabsetzung von rund 24 Mio. € einzuziehen. Die Aktien wurden am 22. Februar 2022 an der Börse in Athen eingezogen. Infolgedessen stieg der Anteil der Deutschen Telekom an der OTE von 48,29 % auf 49,22 % und betrug zum 30. Juni 2022 unverändert 49,22 %.

In der ordentlichen Hauptversammlung der OTE S.A. am 25. Mai 2022 wurde beschlossen, weitere eigene Aktien im Volumen von 5.617.282 Stück, die infolge eines Aktienrückkaufprogramms erworben wurden, mit einer entsprechenden Kapitalherabsetzung von rund 16 Mio. € einzuziehen. Die Aktien wurden am 12. Juli 2022 an der Börse in Athen eingezogen. Infolgedessen stieg der Anteil der Deutschen Telekom an der OTE zum 12. Juli 2022 von 49,22 % auf 49,85 %.

Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US

Entsprechend des erklärten strategischen Ziels zur langfristigen Sicherung der unternehmerischen Kontrolle an T‑Mobile US hat die Deutsche Telekom am 12. April 2022 weitere insgesamt rund 21,2 Mio. T‑Mobile US Aktien von SoftBank zu einem Kaufpreis von 2,4 Mrd. US‑$ (2,2 Mrd. €) erworben. Dazu hat die Deutsche Telekom einen weiteren Teil ihrer im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Aktien der T‑Mobile US ausgeübt. Hieraus errechnet sich ein gewichteter Durchschnittspreis von rund 113 US‑$ je T‑Mobile US Aktie. Mit Abschluss der Transaktion hat die Deutsche Telekom ihren Anteil an T‑Mobile US um 1,7 Prozentpunkte auf 48,4 % erhöht. Der beizulegende Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung (im Sinne der IFRS) beläuft sich auf 2,7 Mrd. € und umfasst eine Barzahlung von 2,2 Mrd. € sowie den beizulegenden Zeitwert der ausgeübten Aktienoptionen zum Zeitpunkt der Ausübung von 0,5 Mrd. €. Für den Erwerb wurden Barmittelzuflüsse aus dem Verkauf der T‑Mobile Netherlands teilweise genutzt. Der Anteil an T‑Mobile US Aktien, über die die Deutsche Telekom aufgrund einer mit SoftBank im Rahmen des Erwerbs von Sprint abgeschlossenen Vereinbarung die Stimmrechte ausüben kann, beträgt zum 30. Juni 2022 51,8 %.

Die Darstellung der Effekte im Zusammenhang mit der teilweisen Ausübung und Folgebewertung der Aktienoptionen finden Sie in den Abschnitten "Eigenkapital", "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" und "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag mit 16,9 Mrd. € um 1,6 Mrd. € über dem Niveau des Jahresendes 2021. Im operativen Segment USA war der Anstieg der Forderungsbestände im Wesentlichen währungskursbedingt. Darüber hinaus ergaben sich dort höhere Forderungen aus dem Geschäftsmodell der Endgerätefinanzierung sowie gestiegener Kundenzahlen. Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten höhere Forderungsbestände im operativen Segment Deutschland.

Vertragsvermögenswerte

Der Buchwert der Vertragsvermögenswerte lag zum Abschluss-Stichtag bei 2,1 Mrd. € gegenüber 2,0 Mrd. € zum 31. Dezember 2021. Die Vertragsvermögenswerte betreffen rechtlich noch nicht entstandene Forderungen aus der - im Vergleich zur Rechnungsstellung - früheren Erfassung von Umsätzen, insbesondere aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren. Weiterhin werden bilanzierte Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung in den Vertragsvermögenswerten erfasst.

Vorräte

Der Buchwert der Vorräte erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 0,1 Mrd. € auf 3,0 Mrd. €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Beständen an hochpreisigen Mobilfunk-Endgeräten im operativen Segment Deutschland. Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten ebenfalls buchwerterhöhend. Gegenläufig entwickelte sich der Vorratsbestand im operativen Segment USA mangels Markteinführung neuer insbesondere hochpreisiger Geräte.

Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte erhöhte sich um 11,9 Mrd. € auf 144,5 Mrd. €. Hierzu trugen im Wesentlichen Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 10,0 Mrd. € bei. Ebenso erhöhten Zugänge den Buchwert in Höhe von 5,1 Mrd. €. Diese entfallen in Höhe von 2,7 Mrd. € auf den Erwerb von Mobilfunk-Spektrum und resultieren nahezu ausschließlich aus den im Januar 2022 bei der 3.450 MHz-Auktion der Federal Communications Commission (FCC) erworbenen 199 Mobilfunk-Lizenzen. Positive Konsolidierungskreiseffekte trugen mit 0,1 Mrd. € ebenfalls zur Erhöhung des Buchwerts bei. Buchwertmindernd wirkten Abschreibungen in Höhe von 3,3 Mrd. €. Hierin enthalten sind Wertminderungen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Abgänge verminderten den Buchwert in Höhe von 0,1 Mrd. €.

Weitere Informationen zu den Wertminderungen finden Sie im Abschnitt "Sachanlagen".

Sachanlagen

Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 3,4 Mrd. € auf 65,2 Mrd. €. Zugänge in Höhe von 8,5 Mrd. €, im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung, dem Netzwerk-Ausbau sowie dem Breitband- und Glasfaser-Ausbau und dem Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur erhöhten den Buchwert. Die Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle für bestehende Mobilfunk-Standorte erhöhte den Buchwert um 0,8 Mrd. €. Ebenso trugen Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 2,5 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Umgliederungen von Leasing-Vermögenswerten nach Ende der vertraglichen Leasing-Laufzeit in die Sachanlagen, v. a. im operativen Segment USA, erhöhten den Buchwert in Höhe von 0,2 Mrd. €. Gegenläufig wirkten Abschreibungen in Höhe von 6,9 Mrd. €. Hierin enthalten sind Wertminderungen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Diese stehen im Zusammenhang mit der im Folgenden beschriebenen Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint. Abgänge in Höhe von 0,7 Mrd. € wirkten ebenfalls buchwertmindernd.

Weitere Informationen zur Vertragsmodifikation zwischen T‑Mobile US und Crown Castle finden Sie im Abschnitt "Nutzungsrechte".

Im zweiten Quartal 2022 hat T‑Mobile US das 3G-CDMA-Netz außer Betrieb genommen sowie mit der Abschaltung des 4G-LTE-Netzes der ehemaligen Sprint begonnen. Bisher wurde der Betrieb dieser Netze durch ein eigenes glasfaserbasiertes Festnetz ("Wireline Network") der Sprint unterstützt. Die Vermögenswerte dieses Festnetzes, die im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude, Kommunikationssysteme und Netzwerk-Technik, Glasfaser-Kabelanlagen sowie Nutzungsrechte umfassen, waren daher für Zwecke der Überprüfung der Werthaltigkeit mit den Mobilfunk-Vermögenswerten zusammenzufassen und somit Bestandteil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA. Durch die Außerbetriebnahme der Sprint-Mobilfunknetze generieren die Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der Sprint nunmehr von den Vermögenswerten des Mobilfunk-Geschäfts unabhängige Zahlungszuflüsse. Damit ist die Zuordnung zur zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA nicht mehr gegeben. Dies führte zum 30. Juni 2022 zu einer unterjährigen anlassbezogenen Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes. Der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte wurde unter Anwendung der Kombination von kosten-, ertrags- und marktwertorientierten Ansätzen, einschließlich Annahmen der Marktteilnehmer, ermittelt. Bei der Wertermittlung wurden Level 3 Eingangsparameter zugrunde gelegt. Der verwendete Diskontierungszinssatz betrug 7,5 %. Der erzielbare Betrag der Vermögenswerte, ermittelt unter Zugrundelegung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten, lag um 452 Mio. € unter deren Buchwert und betrug 649 Mio. €. Die Wertminderung entfällt mit 228 Mio. € auf Sachanlagen, mit 201 Mio. € auf Nutzungsrechte und mit 23 Mio. € auf immaterielle Vermögenswerte.

Nutzungsrechte

Der Buchwert der Nutzungsrechte erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 7,3 Mrd. € auf 38,1 Mrd. €. Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in Höhe von 8,9 Mrd. €, v. a. infolge der im Januar 2022 zwischen T‑Mobile US und Crown Castle geschlossenen Vereinbarung über die Modifikation bereits bestehender Verträge, im Wesentlichen über die Anmietung von Mobilfunk-Standorten von Crown Castle. Diese Vereinbarung umfasst eine Modifikation der monatlichen Leasing-Zahlungen für bestehende Mobilfunk-Standorte und eine Verlängerung der unkündbaren Leasing-Laufzeit bis zum 31. Dezember 2033 (mit zusätzlichen Verlängerungsoptionen). Aus der Vertragsmodifikation ergibt sich eine Erhöhung der Nutzungsrechte sowie der Leasing-Verbindlichkeiten um jeweils 7,3 Mrd. US‑$ (6,6 Mrd. €) und eine Erhöhung der Sachanlagen sowie der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um jeweils 0,9 Mrd. US‑$ (0,8 Mrd. €) für Vertragsbestandteile, die aufgrund ihres Finanzierungscharakters nicht im Anwendungsbereich von IFRS 16 liegen. Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe von 2,8 Mrd. €. Den Buchwert minderten Abschreibungen in Höhe von 4,1 Mrd. €. Darin enthalten sind um 1,1 Mrd. € höhere planmäßige Abschreibungen aufgrund einer im operativen Segment USA erfassten Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint. Darüber hinaus sind hierin Wertminderungen in Höhe von 0,2 Mrd. € enthalten. Diese stehen im Zusammenhang mit der Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint. Ebenfalls reduzierten Umgliederungen von Leasing-Vermögenswerten nach Ende der vertraglichen Leasing-Laufzeit in die Sachanlagen, v. a. im operativen Segment USA, den Buchwert in Höhe von 0,2 Mrd. €. Abgänge in Höhe von 0,1 Mrd. € wirkten ebenfalls buchwertmindernd.

Weitere Informationen zu den Wertminderungen finden Sie im Abschnitt "Sachanlagen".

Aktivierte Vertragskosten

Der Buchwert der aktivierten Vertragskosten lag zum 30. Juni 2022 mit 3,0 Mrd. € um 0,4 Mrd. € über dem Niveau am 31. Dezember 2021. Die aktivierten Vertragskosten entfallen im Wesentlichen auf die operativen Segmente USA, Deutschland und Europa.

Beteiligungen an nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen an nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 1,1 Mrd. € auf 2,0 Mrd. € erhöht. Dies steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem vollzogenen Verkauf eines 50 %-Anteils an GlasfaserPlus. Infolge des aus der Transaktion resultierenden Verlusts der Beherrschung über die GlasfaserPlus-Gesellschaften wurden diese zum 28. Februar 2022 entkonsolidiert. Seit diesem Zeitpunkt werden die verbleibenden 50 % der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nach Vollzug der Transaktion wurde vertragsgemäß eine Einzahlung in die Rücklage der GlasfaserPlus in Höhe von 0,1 Mrd. € geleistet. Zum 30. Juni 2022 betrug der Buchwert der Beteiligung 1,0 Mrd. €.

Weitere Informationen zum Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Seit dem 1. Juni 2021 werden 37,65 % der Anteile an der Cellnex Netherlands B.V. infolge der im Vorjahr vollzogenen Transaktion im Zusammenhang mit der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Einrichtung eines Infrastrukturfonds nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kaufpreisallokation zur Bewertung der 37,65 % Anteile an der Cellnex Netherlands B.V. zum Erwerbszeitpunkt am 1. Juni 2021 wurde im Mai 2022 finalisiert. Entsprechend der Kaufpreisallokation betrug die übertragene Gegenleistung 0,4 Mrd. €. Die anteiligen stillen Reserven entfielen im Wesentlichen auf einen Goodwill (0,2 Mrd. €). Zum 30. Juni 2022 betrug der Buchwert der Beteiligung 0,4 Mrd. €.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2021.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

in Mio. €

scrollen
30.06.2022 31.12.2021
Gesamt Gesamt
Ausgereichte Darlehen und Forderungen 3.622 3.426
Sonstige Forderungen - Förderprojekte der öffentlichen Hand 1.980 1.794
Derivative finanzielle Vermögenswerte 2.369 2.762
davon: Derivate mit Hedge-Beziehung 1.019 1.560
davon: Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.350 1.202
Eigenkapitalinstrumente - bewertet zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 3 3
Eigenkapitalinstrumente - bewertet zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 539 437
Schuldinstrumente - bewertet zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 667 233
Leasing-Vermögenswerte 211 228
Sonstige 4 4
9.394 8.888

Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 0,5 Mrd. € auf 9,4 Mrd. €. Der Saldo der ausgereichten Darlehen und Forderungen erhöhte sich um 0,2 Mrd. € auf 3,6 Mrd. €. Im Zusammenhang mit dem Verkauf eines 50 %-Anteils an GlasfaserPlus wurde eine bedingte Kaufpreisforderung erfasst. Diese entsteht als verbleibender Anteil des Kaufpreises sukzessive bei Erreichung bestimmter Ausbaufortschritte und betrug zum 30. Juni 2022 0,4 Mrd. €. Darüber hinaus erhöhte sich der Buchwert der hinterlegten Barsicherheiten. Im Zusammenhang mit Forderungen aus noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland erhöhte sich der Buchwert der sonstigen Forderungen um 0,2 Mrd. €. Der Buchwert der Derivate mit Hedge-Beziehung verringerte sich um 0,5 Mrd. € auf 1,0 Mrd. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der positiven Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung erhöhte sich im Saldo von 1,2 Mrd. € auf 1,4 Mrd. €. Begründet ist dies durch einen Buchwertanstieg von 0,4 Mrd. € bei den Zins- und Währungsderivaten aufgrund von Währungskurseffekten (v. a. aus dem Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro). Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten positive Bewertungseffekte bei in Verträgen eingebetteten Stromtermingeschäften in Höhe von 0,1 Mrd. €. Im Zusammenhang mit den von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von T‑Mobile US Aktien entwickelte sich der Buchwert der Aktienoptionen gegenüber dem 31. Dezember 2021 stabil. Dies begründet sich einerseits durch die positive Entwicklung des Aktienkurses der T‑Mobile US sowie die Amortisation aus der initialen Bewertung der Aktienoptionen zum beizulegenden Zeitwert sowie andererseits durch die Ausbuchung der ausgeübten Optionen im April 2022. Zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienoptionen hatten diese einen beizulegenden Zeitwert von 0,5 Mrd. €. Im Zusammenhang mit negativen Bewertungseffekten aus in Anleihen der T‑Mobile US eingebetteten Derivaten verringerte sich der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung um 0,4 Mrd. €.

Weitere Informationen zu eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US sowie zu den Aktienoptionen finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Weitere Informationen zum Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Übrige Vermögenswerte

Der Buchwert der kurz- und langfristigen übrigen Vermögenswerte erhöhte sich um 0,3 Mrd. € auf 3,4 Mrd. €. Zum 30. Juni 2022 werden im Buchwert diverse Vorauszahlungen in Höhe von insgesamt 2,8 Mrd. € (31. Dezember 2021: 2,6 Mrd. €) ausgewiesen, darunter im Wesentlichen Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Vereinbarungen über Dienstleistungen für bestimmte Mobilfunk-Einrichtungen, die nicht unter den Anwendungsbereich des Leasing-Standards IFRS 16 fallen. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 0,2 Mrd. €.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Der Buchwert der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 4,8 Mrd. € auf 0,1 Mrd. €. Der Rückgang resultierte in Höhe von 4,7 Mrd. € aus dem Verkauf der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022 sowie in Höhe von 0,1 Mrd. € aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an der GlasfaserPlus zum 28. Februar 2022. Beide Gesellschaften waren zum 31. Dezember 2021 wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft.

Weitere Informationen zu den genannten Unternehmenstransaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Finanzielle Verbindlichkeiten und Leasing-Verbindlichkeiten

In der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzung und die Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2022 dargestellt:

in Mio. €

scrollen
30.06.2022 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit
>1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
> 5 Jahre
31.12.2021
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 95.953 6.675 30.678 58.600 93.857
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.999 1.942 1.291 767 4.003
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall 3.272 594 2.321 357 3.248
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 7.494 1.259 2.547 3.689 7.826
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1.980 1.654 122 203 1.829
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.808 77 542 1.190 703
Finanzielle Verbindlichkeiten 114.506 12.199 37.501 64.806 111.466

Der Buchwert der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2021 im Wesentlichen aufgrund der nachfolgend beschriebenen Sachverhalte um 3,0 Mrd. € auf insgesamt 114,5 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 6,8 Mrd. €.

Der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten erhöhte sich um 2,1 Mrd. €. Durch Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhte sich der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten um 6,1 Mrd. €. Buchwertreduzierend wirkten in der Berichtsperiode Tilgungen durch T‑Mobile US von einer Anleihe in Höhe von 0,5 Mrd. US‑$ (0,5 Mrd. €) sowie im Konzern von einer EUR-Anleihe in Höhe von 0,1 Mrd. € und einer GBP-Anleihe in Höhe von 0,7 Mrd. GBP (0,8 Mrd. €). Darüber hinaus verringerte sich der Buchwert um 2,4 Mrd. € im Zusammenhang mit Bewertungseffekten aus Derivaten mit Hedge-Beziehung, für die die bilanzielle Gegenbuchung in den Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten vorgenommen wird. Dies resultierte im Wesentlichen aus der negativen Marktwertentwicklung aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Durch die Folgebewertung nach der Effektivzinsmethode reduzierte sich der Buchwert um 0,2 Mrd. €.

Der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieb im Vergleich zum 31. Dezember 2021 unverändert bei 4,0 Mrd. €.

Bei den Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall in Höhe von 3,3 Mrd. € (31. Dezember 2021: 3,2 Mrd. €) handelt es sich im Wesentlichen um von Sprint emittierte Anleihen. Für diese Anleihen wurden Sicherheiten gestellt, weshalb sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten darstellen. Buchwertreduzierend wirkten die Tilgungen in der Berichtsperiode in Höhe von umgerechnet 0,2 Mrd. €. Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro erhöhten den Buchwert um 0,3 Mrd. €.

Der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten lag mit 7,5 Mrd. € um 0,3 Mrd. € unter dem Niveau zum 31. Dezember 2021. Im Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) für derivative Finanzinstrumente reduzierte sich der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten insgesamt um 1,3 Mrd. €. Die Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle bezüglich der Mobilfunk-Standorte erhöhte den Buchwert um 0,8 Mrd. €.

Weitere Informationen zu den Barsicherheiten finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Weitere Informationen zur Vertragsmodifikation zwischen T‑Mobile US und Crown Castle finden Sie im Abschnitt "Nutzungsrechte".

Der Buchwert der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten hat sich um 1,1 Mrd. € auf 1,8 Mrd. € erhöht. Buchwerterhöhend wirkten negative Bewertungseffekte bei den Derivaten mit Hedge-Beziehung. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der negativen Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Buchwertreduzierend wirkten positive Bewertungseffekte aus einem Forward-Geschäft zur Preissicherung des künftigen Erwerbs von T‑Mobile US Aktien.

Weitere Informationen zu den derivativen finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Der Buchwert der kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 9,4 Mrd. € auf insgesamt 42,5 Mrd. €. Der Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle, aus der sich eine Erhöhung der Buchwerte der Leasing-Verbindlichkeiten um 6,6 Mrd. € ergab. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um 3,1 Mrd. €. Gegenläufig wirkte der Rückgang des Buchwerts um 0,1 Mrd. € u. a. im Zusammenhang mit der Aufgabe von ehemaligen Sprint-Mobilfunk-Standorten und einzelner ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment USA. Ebenfalls buchwertmindernd wirkte der Rückgang im Segment Group Headquarters & Group Services in Höhe von 0,1 Mrd. €.

Weitere Informationen zur Vertragsmodifikation zwischen T‑Mobile US und Crown Castle finden Sie im Abschnitt "Nutzungsrechte".

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten erhöhte sich um 0,7 Mrd. € auf 11,2 Mrd. €, was insbesondere auf höhere Verbindlichkeiten in den operativen Segmenten Deutschland, USA und Systemgeschäft zurückzuführen ist. Im operativen Segment USA war der Anstieg währungskursbedingt. Gegenläufig reduzierte sich dort der Verbindlichkeitenbestand u. a. gegenüber Endgeräteherstellern. Der Verbindlichkeitenbestand des operativen Segments Europa war leicht rückläufig.

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Der Buchwert der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 2,2 Mrd. € auf 3,9 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch Rechnungszinsanpassungen. Einen gegenläufigen Effekt hatte die Marktwertentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten Vermögenswerte. Insgesamt ergab sich aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen ein erfolgsneutral erfasster Gewinn in Höhe von 2,1 Mrd. €.

Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen

Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen Rückstellungen reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende 2021 um 1,1 Mrd. € auf 8,4 Mrd. €. Dabei verringerten sich die übrigen Personalrückstellungen um 1,0 Mrd. € im Wesentlichen im Zusammenhang mit den im ersten Halbjahr 2022 an die Mitarbeiter gezahlten erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile für das Vorjahr sowie einem Rückgang der Rückstellung für die Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK). Letzterer war im Wesentlichen auf die Folgebewertung des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewerteten Barwerts (Zinseffekt) zurückzuführen und ist bedingt durch den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen verringerten sich um 0,4 Mrd. €. Dies stand ebenfalls im Zusammenhang mit dem Anstieg des Zinsniveaus. Gegenläufig erhöhten sich die Rückstellungen für Prozessrisiken im Saldo in Höhe von 0,3 Mrd. €. In Höhe von 0,4 Mrd. € stand dies im Zusammenhang mit dem geschlossenen Vergleich und den weiteren anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs auf T‑Mobile US. Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, trugen zur Erhöhung des Buchwerts bei.

Übrige Schulden

Der Buchwert der kurz- und langfristigen übrigen Schulden erhöhte sich um 0,8 Mrd. € auf 6,4 Mrd. €, was in Höhe von 0,4 Mrd. € durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern verursacht war. Die Schulden aufgrund bestehender Ausbauverpflichtungen im Zusammenhang mit noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland erhöhten sich um 0,1 Mrd. €. Ebenso trugen Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, zur Erhöhung des Buchwerts bei.

Vertragsverbindlichkeiten

Der Buchwert der kurz- und langfristigen Vertragsverbindlichkeiten lag mit 2,6 Mrd. € um 0,3 Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2021. Im Wesentlichen sind hierunter abgegrenzte Umsatzerlöse erfasst.

Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen

Der Buchwert der Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 1,4 Mrd. € auf 0,0 Mrd. €. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit dem Verkauf der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022. Diese war zum 31. Dezember 2021 wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft.

Weitere Informationen zum Verkauf der T‑Mobile Netherlands finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Eigenkapital

Der Buchwert des Eigenkapitals erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 von 81,5 Mrd. € auf 88,5 Mrd. €. Erhöhend wirkten der Überschuss in Höhe von 5,7 Mrd. € sowie das sonstige Ergebnis in Höhe von 7,8 Mrd. €. Im sonstigen Ergebnis trugen im Wesentlichen erfolgsneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6,0 Mrd. €, die Neubewertung der leistungsorientierten Pläne in Höhe von 2,1 Mrd. € sowie Gewinne aus Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,5 Mrd. € zum Anstieg bei. Gegenläufig wirkten sich Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen in Höhe von 0,7 Mrd. € negativ auf das sonstige Ergebnis aus. Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierten Vergütungen erhöhten das Eigenkapital in Höhe von 0,3 Mrd. €. Das Eigenkapital verringerte sich im Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 3,2 Mrd. € und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Ebenso reduzierten Transaktionen mit Eigentümern den Buchwert in Höhe von 2,9 Mrd. € - im Wesentlichen aufgrund des weiteren Erwerbs von T‑Mobile US Aktien zur Erhöhung des Kapitalanteils. Konsolidierungskreisveränderungen - im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung der T‑Mobile Netherlands im operativen Segment Group Development - verringerten den Buchwert des Eigenkapitals in Höhe von 0,6 Mrd. €.

Weitere Informationen zur Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US und zum Verkauf der T‑Mobile Netherlands finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderung des Konsolidierungskreises, die Entwicklung der Transaktionen mit Eigentümern und die im vergangenen Geschäftsjahr gegen Sacheinlage durchgeführte Kapitalerhöhung:

in Mio. €

scrollen
30.06.2022 31.12.2021
Eigenkapital der
Eigentümer des Mutterunternehmens
Anteile anderer Gesellschafter Gesamt
Konzern-Eigenkapital
Eigenkapital der
Eigentümer des Mutterunternehmens
Anteile anderer Gesellschafter Gesamt
Konzern-Eigenkapital
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (583) (583) 0 (181) (181)
Verkauf T‑Mobile Netherlands 0 (583) (583) 0 0 0
Verkauf Telekom Romania Communications 0 0 0 0 (170) (170)
Sonstige Effekte 0 0 0 0 (11) (11)
Transaktionen mit Eigentümern (1.656) (1.223) (2.879) (179) (48) (227)
Aktienrückkauf OTE (52) (97) (149) (62) (131) (193)
Aktienrückkauf Hrvatski Telekom (2) (22) (24) (1) (12) (13)
Erhöhung Kapitalanteil an T‑Mobile US (1.493) (1.178) (2.672)
Aktienbasierte Vergütung T‑Mobile US (123) 127 4 (157) 165 9
Aktienrückkauf Magyar Telekom 15 (53) (38) 9 (38) (29)
Sale-and-Leaseback T‑Mobile Netherlands 0 0 0 33 (33) 0
Sonstige Effekte 0 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung der
Deutschen Telekom AG
0 0 0 1.511 (2.358) (847)

Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse

Die Umsätze gliedern sich in die folgenden Erlösarten:

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 45.184 41.401
Deutschland 10.306 10.131
USA 28.343 24.247
Europa 4.510 4.638
Systemgeschäft 1.566 1.550
Group Development 418 795
Group Headquarters & Group Services 42 40
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren 9.608 9.250
Deutschland 1.193 1.065
USA 7.535 7.230
Europa 740 709
Systemgeschäft 23 31
Group Development 117 215
Group Headquarters & Group Services 0 0
Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten 1.399 2.331
Deutschland 302 356
USA 792 1.648
Europa 100 105
Systemgeschäft 8 16
Group Development 144 144
Group Headquarters & Group Services 55 63
Konzernumsatz 56.191 52.983

Weitere Informationen zur Entwicklung der Umsatzerlöse finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im Konzern-Zwischenlagebericht.

Sonstige betriebliche Erträge

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021
Erträge aus der Zuschreibung langfristiger Vermögenswerte 2 1
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 38 82
Erträge aus Kostenerstattungen 62 64
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 132 47
Erträge aus sonstigen Nebengeschäften 12 11
Übrige sonstige betriebliche Erträge 3.208 636
davon: Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen 2.619 201
3.452 841

Die Erträge aus Versicherungsentschädigungen resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Abschlagszahlungen von Versicherungen im Zusammenhang mit durch die Hochwasser- und Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli 2021 entstandenen Schäden. Die Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen resultierten in Höhe von 1,7 Mrd. € aus dem Verlust der Beherrschung über die GlasfaserPlus-Gesellschaften. Aus der Veräußerung der T‑Mobile Netherlands resultierte ein Entkonsolidierungsgewinn von 0,9 Mrd. €, der unter Berücksichtigung der Rückzahlung interner Gesellschafterdarlehen sowie des Netto-Reinvermögens zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung ermittelt wurde. Darüber hinaus beinhalten die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge eine Vergleichszahlung von 0,2 Mrd. € im Zusammenhang mit der Beilegung einer Reihe von Patentstreitigkeiten zwischen T‑Mobile US und einem Wettbewerber sowie eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.

Weitere Informationen zu den genannten Unternehmenstransaktionen finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Sonstige betriebliche Aufwendungen

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021
Wertminderungsaufwand aus finanziellen Vermögenswerten (602) (269)
Gewinne/​(Verluste) aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten (18) (53)
Sonstige (2.110) (1.533)
Aufwand Rechts- und Prüfungskosten (576) (272)
Verluste aus Anlagenabgängen (94) (80)
Ergebnis aus Bewertung von Factoring-Forderungen (2) (2)
Sonstige Steuern (320) (270)
Aufwand Geldverkehr und Bürgschaften (294) (256)
Versicherungsaufwendungen (81) (67)
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen (743) (586)
(2.730) (1.855)

Der Anstieg des Wertminderungsaufwands aus finanziellen Vermögenswerten im Vorjahresvergleich resultierte im Wesentlichen aus Wertberichtigungen von Kundenforderungen v. a. im operativen Segment USA. Diese resultieren aus höheren Forderungsbeständen sowie möglichen zukünftigen makroökonomischen Auswirkungen. Die Aufwendungen für Rechts- und Prüfungskosten enthalten 0,4 Mrd. € für den geschlossenen Vergleich und die weiteren anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs auf T‑Mobile US. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von 0,2 Mrd. € Aufwendungen im operativen Segment USA für Datenspeicherung in Rechenzentren, in Cloud-Anwendungen oder sonstige IT-Dienstleistungen. Darüber hinaus sind hierin eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten enthalten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte lagen im ersten Halbjahr 2022 bei 14,3 Mrd. € und damit insgesamt mit 0,7 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei erhöhten sich die planmäßigen Abschreibungen um 0,3 Mrd. €. Im operativen Segment USA führte eine Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint zu um 1,1 Mrd. € höheren planmäßigen Abschreibungen der entsprechenden Nutzungsrechte. Gegenläufig reduzierten sich im operativen Segment USA die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen aufgrund des fortgesetzten strategischen Rückzugs aus dem Geschäft der Endgerätevermietung. Im operativen Segment Group Development lagen die Abschreibungen im Zusammenhang mit der bis zu ihrem Verkauf als zur Veräußerung gehaltenen T‑Mobile Netherlands und dem damit verbundenen Aussetzen der planmäßigen Abschreibungen sowie der anschließenden Veräußerung der T‑Mobile Netherlands unter Vorjahresniveau. Die Wertminderungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. € auf 0,5 Mrd. €. Die in der Berichtsperiode erfassten Wertminderungen entfielen im Wesentlichen auf Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint.

Weitere Informationen zu den Wertminderungen finden Sie im Abschnitt "Sachanlagen".

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis veränderte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 von minus 2,2 Mrd. € auf minus 1,5 Mrd. €. Dabei verbesserte sich das sonstige Finanzergebnis von 0,2 Mrd. € auf 1,0 Mrd. €. Dazu beigetragen haben insbesondere positive Bewertungseffekte aus einem Forward-Geschäft zur Preissicherung des künftigen Erwerbs von T‑Mobile US Aktien sowie im Periodenvergleich weniger stark negative Bewertungseffekte aus in Anleihen eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US. Positive Bewertungseffekte aus der Amortisation und Folgebewertung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von T‑Mobile US Aktien lagen leicht über Vorjahrsniveau. Der Zinsanteil aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhte sich um 0,4 Mrd. €. Dieser stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Folgebewertung des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewerteten Barwerts der Rückstellung für die Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK). Dahingegen entwickelte sich das Zinsergebnis von minus 2,3 Mrd. € auf minus 2,5 Mrd. € rückläufig. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen lag auf dem Niveau der Vergleichsperiode.

Weitere Informationen zu eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Ertragsteuern

Im ersten Halbjahr 2022 entstand ein Steueraufwand in Höhe von 1,4 Mrd. €. Die Höhe der Steuer spiegelt im Wesentlichen den Anteil der Länder am Vorsteuerergebnis und deren jeweilige nationale Steuersätze wider. Die effektive Steuerquote wurde allerdings durch die Realisierung steuerfreier Erträge aus der Veräußerung der T‑Mobile Netherlands und von Anteilen an der GlasfaserPlus wesentlich reduziert. Im Vergleichszeitraum entstand bei einem niedrigeren Vorsteuerergebnis ein Steueraufwand in Höhe von 1,3 Mrd. €.

Sonstige Angaben

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Cashflow aus Geschäftstätigkeit

Gegenüber der Vergleichsperiode erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 1,6 Mrd. € auf 18,0 Mrd. €. Die gute Geschäftsentwicklung, sowohl in als auch außerhalb der USA, wirkte hier positiv. Ebenfalls positiv wirkten um 0,1 Mrd. € niedrigere Ertragsteuerzahlungen. Belastend wirkten dagegen um 0,1 Mrd. € höhere Zinszahlungen (netto). Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 0,1 Mrd. € wirkten im ersten Halbjahr 2022 positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. In der Vergleichsperiode ergaben sich ebenfalls positive Effekte aus Factoring-Vereinbarungen von 0,1 Mrd. €.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (4.679) (10.089)
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (7.579) (6.505)
Auszahlungen für geförderte Investitionen in den Breitband-Ausbau (162) (179)
Einzahlungen von Fördermitteln für Investitionen in den Breitband-Ausbau 129 103
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) (1.657) 124
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen (52) (25)
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Einbringung der Beteiligung an T‑Mobile Infra in die Cellnex Netherlands a 0 135
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des 75 %-Anteils an T‑Mobile Netherlands b 3.642 0
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des 50 %-Anteils an der GlasfaserPlus c 432 0
Sonstige Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen 15 33
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
84 83
Sonstiges (320) 13
(10.148) (16.307)

a Enthält neben dem Zahlungsmittelzufluss für den Verkauf des Geschäftsbetriebs in Höhe von 113 Mio. € (118 Mio. € Zahlungsmittelzufluss abzüglich abgegangener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 5 Mio. €) den Zahlungsmittelzufluss aus der Sale- und-Leaseback-Transaktion in Höhe von 23 Mio. €.
b Enthält neben dem Zahlungsmittelzufluss für den Verkauf des 75 %-Anteils in Höhe von 3.671 Mio. € abgegangene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 29 Mio. €.
c Enthält neben dem Zahlungsmittelzufluss für den Verkauf des 50 %-Anteils in Höhe von 441 Mio. € abgegangene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 9 Mio. €.

Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 12,3 Mrd. € um 4,3 Mrd. € unter der Vergleichsperiode. Im Berichtszeitraum wurden im operativen Segment USA FCC-Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 2,6 Mrd. € erworben. Weitere 0,1 Mrd. € wurden in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2021 als Anzahlung geleistet und in den Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen des Vorjahres berücksichtigt. In der Vergleichsperiode waren Auszahlungen für erworbene Mobilfunk-Lizenzen im operativen Segment USA in Höhe von 8,0 Mrd. € und im operativen Segment Europa in Höhe von 0,1 Mrd. € enthalten. Ohne Berücksichtigung der Investitionen in Mobilfunk-Lizenzen lagen die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um 1,1 Mrd. € über der Vergleichsperiode. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus einem Anstieg im operativen Segment USA infolge des weiteren Ausbaus des 5G‑Netzwerks sowie aus Währungskurseffekten.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

in Mio. €

scrollen
H1 2022 H1 2021
Rückzahlung von Anleihen (1.385) (5.330)
Dividendenausschüttungen (inkl. an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen) (3.247) (2.909)
Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten aus finanziertem Capex und Opex 0 (41)
Rückzahlung von EIB-Krediten (12) (481)
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) 122 0
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (2.415) (3.035)
Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten für Medienübertragungsrechte (171) (140)
Zahlungsflüsse Continuing Involvement Factoring (netto) 13 (71)
Begebung von Anleihen 0 8.332
Tagesgeldaufnahmen Kreditinstitute (netto) 1 0
Tilgung Verbindlichkeiten aus 5G-Spektrumerwerb in Deutschland (85) (85)
Tilgung von Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall (243) (474)
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Sale-and-Leaseback der passiven Mobilfunk-Infrastruktur der T‑Mobile Infra 0 242
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern
Aktienoptionen T‑Mobile US
3 7
Kapitaleinzahlungen Cellnex Netherlands 16 3
Sonstige Einzahlungen 5 0
25 11
Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern
Erhöhung Kapitalanteil an T‑Mobile US
(2.210) 0
Aktienrückkäufe T‑Mobile US (192) (243)
Aktienrückkäufe OTE (151) (65)
Sonstige Auszahlungen (76) (39)
(2.629) (347)
Sonstiges (464) (184)
(10.491) (4.513)

Zahlungsunwirksame Transaktionen

Die Deutsche Telekom hat im Berichtszeitraum in Höhe von 8,9 Mrd. € Vermögenswerte, im Wesentlichen Netzwerk-Ausstattung, Mobilfunk-Standorte und Grundstücke und Gebäude, angemietet. In der Bilanz werden diese Vermögenswerte in der Folge unter den Nutzungsrechten und die dazugehörigen Verpflichtungen unter den Leasing-Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Im Berichtszeitraum entfielen 6,6 Mrd. € auf die Modifikation der Verträge mit Crown Castle, die zu einer Erhöhung des Buchwerts der Nutzungsrechte sowie der Leasing-Verbindlichkeiten in gleicher Höhe führte. Ohne diesen Effekt lagen die Anmietungen von Vermögenswerten um 0,4 Mrd. € unter der Vergleichsperiode, im Wesentlichen begründet durch den Verkauf der T‑Mobile Netherlands. Darüber hinaus erhöhten sich im Rahmen der Vertragsmodifikation die Sachanlagen sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um jeweils 0,8 Mrd. € für Vertragsbestandteile, die aufgrund ihres Finanzierungscharakters nicht im Anwendungsbereich von IFRS 16 liegen.

Weitere Informationen zur Vertragsmodifikation zwischen T‑Mobile US und Crown Castle finden Sie im Abschnitt "Nutzungsrechte".

Gegenleistungen für den Erwerb von Medienübertragungsrechten werden von der Deutschen Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei Vertragsabschluss oder verteilt über die Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene Medienübertragungsrechte wurden im Berichtszeitraum finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige Gegenleistungen in Höhe von 0,2 Mrd. € passiviert (in der Vergleichsperiode: 0,1 Mrd. €). Die Zahlung der Gegenleistung wird im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Im operativen Segment USA wurden im Berichtszeitraum Mobilfunk-Endgeräte in Höhe von 0,2 Mrd. € in den Sachanlagen aktiviert (in der Vergleichsperiode: 0,7 Mrd. €). Diese stehen im Zusammenhang mit dem Endgeräte-Mietmodell der T‑Mobile US, bei dem Kunden das Endgerät nicht kaufen, sondern mieten. Die Auszahlungen werden im Cashflow aus Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Der Rückgang resultierte insbesondere aus dem Rückzug aus dem Endgeräte-Mietmodell.

Segmentberichterstattung

Die folgende Tabelle gibt einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente und das Segment Group Headquarters & Group Services der Deutschen Telekom für das erste Halbjahr 2022 und 2021.

Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" im Konzern-Zwischenlagebericht.

In Übereinstimmung mit den internen Grundsätzen der Segmentsteuerung wird bei intern an Konzerngesellschaften begebenen Darlehen mit eingebetteten Derivaten die derivative Komponente auch im Segmentabschluss der Gläubigergesellschaft abgespalten und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Segmentinformationen im ersten Halbjahr

in Mio. €

scrollen
Vergleichsperiode
Außenumsatz Intersegmentumsatz Gesamtumsatz Betriebsergebnis (EBIT) Planmäßige
Abschreibungen
Deutschland H1 2022 11.801 258 12.059 4.246 (1.990)
H1 2021 11.552 292 11.844 2.397 (2.008)
USA H1 2022 36.669 4 36.673 2.962 (9.576)
H1 2021 33.125 1 33.126 4.291 (9.036)
Europa H1 2022 5.349 102 5.451 889 (1.230)
H1 2021 5.452 99 5.551 810 (1.290)
Systemgeschäft H1 2022 1.597 404 2.001 6 (113)
H1 2021 1.596 425 2.021 (95) (122)
Group Development H1 2022 678 437 1.115 1.357 (193)
H1 2021 1.154 409 1.563 547 (429)
Group Headquarters & Group Services H1 2022 96 1.124 1.220 (766) (715)
H1 2021 103 1.193 1.296 (735) (697)
Summe H1 2022 56.191 2.329 58.519 8.694 (13.817)
H1 2021 52.983 2.419 55.401 7.215 (13.582)
Überleitung H1 2022 0 (2.329) (2.329) (10) 1
H1 2021 0 (2.419) (2.419) (8) 35
Konzern H1 2022 56.191 0 56.191 8.684 (13.816)
H1 2021 52.983 0 52.983 7.207 (13.547)
scrollen
Vergleichsperiode Stichtag
Wertminderungen Segmentvermögen a Segmentschulden a Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen a
Deutschland (1) 49.420 33.151 998
(1) 46.407 33.071 33
USA (470) 219.882 145.823 366
(26) 196.781 129.522 323
Europa (5) 23.609 8.719 54
(2) 24.135 8.284 54
Systemgeschäft (19) 4.084 3.324 23
(33) 4.120 3.619 23
Group Development 0 6.115 4.092 539
0 10.700 6.587 491
Group Headquarters & Group Services (24) 37.151 56.373 15
(14) 38.851 58.470 14
Summe (519) 340.261 251.482 1.995
(76) 320.994 239.553 938
Überleitung 0 (38.575) (38.288) 0
0 (39.367) (39.394) 0
Konzern (519) 301.686 213.194 1.995
(76) 281.627 200.159 938

a Werte sind stichtagsbezogen auf den 30. Juni 2022 und den 31. Dezember 2021.

Eventualverbindlichkeiten und -forderungen

Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 dargestellten Eventualverbindlichkeiten und -forderungen ausgeführt.

Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. In den vom BGH an die zuständigen Oberlandesgerichte zurückverwiesenen Klagen der Vodafone Deutschland GmbH und der Vodafone Hessen et al. (jetzt Vodafone West GmbH) gegen die Telekom Deutschland GmbH wegen vermeintlich überhöhter Entgelte für die Nutzung von Kabelkanalanlagen, hat die Klägerin Vodafone Deutschland GmbH zwischenzeitlich ihre Klageanträge aktualisiert und beziffert diese nun auf ca. 749 Mio. € zuzüglich Zinsen für den Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2021. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Verfahren gegen T‑Mobile US wegen Cyberangriff auf T‑Mobile US. Wie im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2021 berichtet, wurden aufgrund des Cyberangriffs Verbrauchersammelklagen gegen T‑Mobile US sowie eine Aktionärsklage (Derivative Action) gegen die Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US erhoben. Die Aktionärsklage (Derivative Action) gegen die Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US wurde zwischenzeitlich vom Kläger zurückgenommen. Am 22. Juli 2022 hat T‑Mobile US eine Vereinbarung zur Beilegung der bundesgerichtlichen Verbrauchersammelklage in Höhe von 350 Mio. US‑$ (331 Mio. €) abgeschlossen. Darüber hinaus sagt T‑Mobile US zu, in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt 150 Mio. US‑$ (142 Mio. €) für Datensicherheit und damit verbundene Technologien auszugeben. Der Vergleich unterliegt noch der gerichtlichen Genehmigung. Weitere Verfahren, die infolge des Cyberangriffs anhängig gemacht wurden, sind weiterhin anhängig. T‑Mobile US hat im Zusammenhang mit dem geschlossenen Vergleich und den weiteren anhängigen Verfahren bilanzielle Risikovorsorge in Höhe von insgesamt rund 0,4 Mrd. US‑$ (rund 0,4 Mrd. €) getroffen. Im Hinblick auf die Anfragen von verschiedenen staatlichen Behörden, Strafverfolgungsbehörden und anderen Stellen kooperiert T‑Mobile US weiterhin vollumfänglich. Derzeit kann das sich hieraus ergebende finanzielle Risiko nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission. Wie im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2021 berichtet, haben Wettbewerber im Anschluss an eine Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission Klage vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Nachdem in der Berichtsperiode eine weitere Klage bei Gericht eingereicht wurde, sind derzeit drei Klagen in Höhe von insgesamt 219 Mio. € zuzüglich Zinsen anhängig. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Entschädigungen im Zusammenhang mit der Hochwasser- und Flutkatastrophe im Juli 2021. Im Zusammenhang mit durch die Hochwasser- und Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli 2021 entstandenen Schäden bestehen Eventualforderungen in Höhe von 0,1 Mrd. €.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen Telekom zum 30. Juni 2022:

in Mio. €

scrollen
30.06.2022
Bestellobligo für Sachanlagevermögen 7.750
Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte 1.539
Abgeschlossene Einkaufsverpflichtungen für Vorräte 4.966
Sonstiges Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen 27.615
Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen gegenüber der Postbeamtenversorgungskasse 901
Verpflichtungen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben 19
Andere sonstige Verpflichtungen 51
42.841

Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien in Mio. €

scrollen
Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewertungskategorie nach
IFRS 9
Buchwert
30.06.2022
Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
Beizulegender
Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam a
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 5.281 5.281
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 6.556 6.556
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 10.296 10.296
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 5.605 5.605
davon: gezahlte Collaterals AC 973 973
davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand AC 1.980 1.980
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis
FVOCI 0 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 667 667
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 539 539
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 3 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 1.350 1.350
davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte FVTPL 68 68
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte FVTPL 303 303
davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf bzw. Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen FVTPL 262 262
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.019 931 88
Leasing-Vermögenswerte n.a. 211
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen AC 0 0
Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
FVOCI 0 0
scrollen
Wertansatz
Bilanz nach
IFRS 16
Beizulegender Zeitwert 30.06.2022 b
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 10.296
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 5.620
davon: gezahlte Collaterals
davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis
0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 667
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 539
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.350
davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte 68
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte 303
davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf bzw. Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen 262
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.019
Leasing-Vermögenswerte 211
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
0

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf oder Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

in Mio. €

scrollen
Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewertungskategorie nach
IFRS 9
Buchwert
30.06.2022
Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
Beizulegender
Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam a Wertansatz
Bilanz nach
IFRS 16
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen AC
11.179 11.179
Anleihen und sonstige verbriefte
Verbindlichkeiten AC
95.953 95.953
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 3.999 3.999
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall AC 3.272 3.272
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten AC 7.494 7.494
davon: erhaltene Collaterals AC 323 323
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten AC 1.980 1.980
davon: mit Inhaberkündigungsrechten
ausgestattete Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter an
konsolidierten Personengesellschaften AC
203 203
Leasing-Verbindlichkeiten n.a. 42.525 42.525
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 364 364
davon: in Verträge eingebettete
Stromtermingeschäfte FVTPL
0 0
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.444 53 1.391
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen AC
0 0
davon: aggregiert nach
Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 17.442 17.442
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis mit nachträglicher
Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung FVOCI
10.296 10.296
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis ohne nachträgliche
Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung FVOCI
539 539
Finanzielle Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL
2.020 2.020
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten AC
123.877 123.877
Finanzielle Verbindlichkeiten zum
beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL
364 364
scrollen
Bewertungskategorie nach
IFRS 9
Beizulegender Zeitwert 30.06.2022 b
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen AC
Anleihen und sonstige verbriefte
Verbindlichkeiten AC
90.906
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 3.903
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall AC 3.187
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten AC 7.307
davon: erhaltene Collaterals AC
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten AC
davon: mit Inhaberkündigungsrechten
ausgestattete Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter an
konsolidierten Personengesellschaften AC
Leasing-Verbindlichkeiten n.a.
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 364
davon: in Verträge eingebettete
Stromtermingeschäfte FVTPL
0
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.444
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen AC
davon: aggregiert nach
Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 5.620
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis mit nachträglicher
Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung FVOCI
10.296
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis ohne nachträgliche
Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung FVOCI
539
Finanzielle Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL
2.020
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten AC
105.303
Finanzielle Verbindlichkeiten zum
beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL
364

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf oder Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien

in Mio. €

scrollen
Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewertungskategorie nach
IFRS 9
Buchwert
31.12.2021
Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam a
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 7.617 7.617
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 5.814 5.814
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 9.486 9.486
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 5.224 5.224
davon: gezahlte Collaterals AC 589 589
davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand AC 1.794 1.794
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 0 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 233 233
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 437 437
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 3 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 1.202 1.202
davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte FVTPL 464 464
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte FVTPL 191 191
davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf bzw. Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen FVTPL 264 264
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.560 364 1.196
Leasing-Vermögenswerte n.a. 228
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
AC 428 428
Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen
FVOCI 29 29
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 10.452 10.452
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten AC 93.857 93.857
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 4.003 4.003
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall AC 3.248 3.248
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten AC 7.826 7.826
davon: erhaltene Collaterals AC 1.616 1.616
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten AC 1.829 1.829
davon: mit Inhaberkündigungsrechten ausgestattete Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an konsolidierten
Personengesellschaften
AC 185 185
scrollen
Wertansatz
Bilanz nach
IFRS 16
Beizulegender Zeitwert 31.12.2021 b
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 9.486
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 5.252
davon: gezahlte Collaterals
davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 233
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 437
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.202
davon: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte 464
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte 191
davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf bzw. Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen 264
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.560
Leasing-Vermögenswerte 228
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen
29
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 103.397
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.090
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall 3.389
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 7.321
davon: erhaltene Collaterals
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
davon: mit Inhaberkündigungsrechten ausgestattete Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an konsolidierten
Personengesellschaften

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf oder Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

in Mio. €

scrollen
Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewertungskategorie nach
IFRS 9
Buchwert 31.12.2021 Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam a
Leasing-Verbindlichkeiten n.a. 33.133
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 586 586
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte FVTPL 7 7
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 118 107 11
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen AC 1.086 1.086
davon: aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 19.083 19.083
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden
Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
FVOCI 9.486 9.486
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden
Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
FVOCI 466 466
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 1.438 1.438
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 122.300 122.300
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 586 586
scrollen
Wertansatz
Bilanz nach
IFRS 16
Beizulegender Zeitwert 31.12.2021 b
Leasing-Verbindlichkeiten 33.133
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 586
davon: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte 7
Derivate mit Hedge-Beziehung 118
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
davon: aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 5.252
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden
Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
9.486
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden
Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
466
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 1.438
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 118.197
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 586

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf oder Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.
b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 2,9 Mrd. € (31. Dezember 2021: 2,8 Mrd. €) enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

Angaben zum beizulegenden Zeitwert

Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist die Verwendung von aktuellen, für das betreffende Finanzinstrument an liquiden Märkten beobachtbaren Bewertungsfaktoren (Eingangsparameter) zu maximieren und die Verwendung anderer Eingangsparameter (z. B. historische Preise, Preise für ähnliche Instrumente, Preise auf nicht liquiden Märkten) zu minimieren. Für diese Zwecke ist eine Bewertungshierarchie mit drei Bewertungsstufen (Levels) definiert. Sind für das betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag notierte Preise auf liquiden Märkten verfügbar, werden diese unangepasst für die Bewertung verwendet (Level 1-Bewertung). Andere Eingangsparameter sind dann für die Bewertung irrelevant. Ein Beispiel sind aktiv gehandelte börsennotierte Aktien und Anleihen. Sind für das betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag zwar keine notierten Preise auf liquiden Märkten verfügbar, kann es jedoch mittels anderer am Abschluss-Stichtag am Markt beobachtbarer Eingangsparameter bewertet werden, liegt eine Level 2-Bewertung vor. Voraussetzung hierfür ist, dass die beobachtbaren Eingangsparameter nicht wesentlich angepasst und keine nicht beobachtbaren Eingangsparameter verwendet werden müssen. Ein Beispiel für Level 2-Bewertungen sind besicherte Zins-Swaps, Devisentermingeschäfte und Zins-/​Währungs-Swaps, die anhand aktueller Zinssätze bzw. Fremdwährungskurse bewertet werden können. Sofern die Voraussetzungen für eine Level 1-Bewertung oder eine Level 2-Bewertung nicht erfüllt sind, liegt eine Level 3-Bewertung vor. In solchen Fällen müssen beobachtbare Eingangsparameter wesentlich angepasst bzw. nicht beobachtbare Eingangsparameter verwendet werden.

Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

in Mio. €

scrollen
30.06.2022 31.12.2021
Level 1 Level 2 Level 3 Summe Level 1 Level 2
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis
10.296 10.296
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Ausgereichte
Darlehen und sonstige Forderungen
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 0 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 215 452 667 145 77
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 11 528 539 29
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 3 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 716 634 1.350 286
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.019 1.019 1.560
Passiva
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 364 364 579
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.444 1.444 118
scrollen
31.12.2021
Level 3 Summe
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis
9.486 9.486
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Ausgereichte
Darlehen und sonstige Forderungen
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 0 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 10 232
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis 437 466
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 3 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 916 1.202
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.560
Passiva
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 7 586
Derivate mit Hedge-Beziehung 118

Von den zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumenten der sonstigen finanziellen Vermögenswerte bilden die Instrumente der verschiedenen Levels jeweils eigene Klassen von Finanzinstrumenten. Die beizulegenden Zeitwerte des Gesamtbestands an Eigenkapitalinstrumenten in Level 1 entsprechen jeweils den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag.

Börsennotierte Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten werden Level 1 oder Level 2 in Abhängigkeit von der Marktliquidität des jeweiligen Instruments zugeordnet. Folglich sind die in EUR oder USD denominierten Emissionen mit relativ großem Emissionsvolumen grundsätzlich als Level 1 qualifiziert, die übrigen grundsätzlich als Level 2. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 1 zugeordneten Instrumente entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 2 zugeordneten Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen werden als Barwerte der mit den Forderungen verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie des Ausfallrisikos der Schuldner ermittelt.

Da für die im Bestand befindlichen Level 2 zugeordneten derivativen Finanzinstrumente mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare Eingangsparameter in die Bewertung einfließen. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei finden zum Abschluss-Stichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als Wechselkurse werden die am Abschluss-Stichtag geltenden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price.

Die zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumente umfassen eine Vielzahl von Investments in strategische, nicht-börsennotierte Einzelpositionen. Die Deutsche Telekom erachtet die gewählte Bewertung über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung für angemessen, da für die Beteiligungen keine kurzfristigen Gewinnerzielungsabsichten bestehen. Im Zeitpunkt der Veräußerung eines Investments wird der gesamte kumulierte Gewinn oder Verlust in die Gewinnrücklagen reklassifiziert. Erwerbe und Veräußerungen basieren auf geschäftspolitischen Investitionsentscheidungen.

Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten

in Mio. €

scrollen
Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in emittierte Anleihen eingebettete Kündigungsrechte Derivative finanzielle
Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: Aktienoptionen
Derivative finanzielle Vermögenswerte: Stromtermingeschäfte a Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte
Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: Put-Option über Anteile
Buchwert zum 1. Januar 2022 437 464 222 191 (7) 22
Zugänge (inkl. erstmaliger Klassifizierung als Level 3) 57 0 0 0 0 0
Erfolgswirksam erfasste Wertminderungen (inkl. Abgangsverluste) 0 (419) 0 (92) 0 (12)
Erfolgswirksam erfasste Werterhöhungen (inkl. Abgangsgewinne) 0 0 464 192 7 7
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste negative Wertänderungen (9) 0 0 0 0 0
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste positive Wertänderungen 68 0 0 0 0 0
Abgänge (29) 0 (462) (13) 0 0
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Kursdifferenzen 4 23 0 25 0 0
Buchwert zum 30. Juni 2022 528 68 224 303 0 17
scrollen
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: bedingte Kaufpreisforderung
Buchwert zum 1. Januar 2022 0
Zugänge (inkl. erstmaliger Klassifizierung als Level 3) 455
Erfolgswirksam erfasste Wertminderungen (inkl. Abgangsverluste) (28)
Erfolgswirksam erfasste Werterhöhungen (inkl. Abgangsgewinne) 0
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste negative Wertänderungen 0
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste positive Wertänderungen 0
Abgänge 0
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Kursdifferenzen 0
Buchwert zum 30. Juni 2022 427

a Einige Stromtermingeschäfte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, während die übrigen als Sicherungsinstrumente in Hedge-Beziehungen designiert sind. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie in den nachstehenden Erläuterungen.

Bei den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumenten der sonstigen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von 505 Mio. € um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis der besten verfügbaren Informationen zum Abschluss-Stichtag vollzogen wird. Die größte Relevanz misst die Deutsche Telekom dabei grundsätzlich Transaktionen über Anteile an den betreffenden Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem werden Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche Informationen für die Bewertung verwendet werden, ist sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen Transaktion zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die Transaktion zu marktüblichen Konditionen vollzogen wurde. Außerdem ist hierbei der Grad der Ähnlichkeit zwischen Bewertungsobjekt und vergleichbarem Unternehmen zu berücksichtigen. Nach Einschätzung der Deutschen Telekom sind die beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag hinreichend zuverlässig bestimmbar. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode verweisen wir auf die vorstehende Tabelle. Am Abschluss-Stichtag waren keine Beteiligungen zur Veräußerung gehalten. Bei Beteiligungen mit einem Buchwert von 267 Mio. € fanden in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen zu marktüblichen Konditionen statt, weshalb die dort vereinbarten Anteilspreise unangepasst für die Bewertung zum 30. Juni 2022 heranzuziehen waren. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 9 Mio. € entspricht nach Analyse der operativen Entwicklung (insbesondere Umsatzerlöse, EBIT und Liquidität) der bisherige Buchwert dem aktuellen beizulegenden Zeitwert. Aufgrund besserer Vergleichbarkeit sind frühere marktübliche Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen neueren Transaktionen über Anteile gleichartiger Unternehmen vorzuziehen. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 229 Mio. €, bei denen die letzten marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen schon weiter in der Vergangenheit liegen, repräsentiert eine Bewertung auf Basis von in größerer zeitlicher Nähe vollzogenen marktüblichen Transaktionen über Anteile gleichartiger Unternehmen den beizulegenden Zeitwert am zuverlässigsten. Hierbei wurden Multiples auf die Bezugsgröße "erwartete Umsatzerlöse" (Bandbreite von 3,1 bis 15,9) angewendet. Entsprechend den individuellen Gegebenheiten wurde bei den Multiples das 25 %-Quantil, der Median oder das 75 %-Quantil verwendet. Wären für die Multiples und für die erwarteten Umsatzerlöse andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Weiterhin sind mit einem Buchwert von umgerechnet 23 Mio. € nicht wesentliche Einzeltitel enthalten, deren Wertschwankungen von untergeordneter Bedeutung sind.

Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von umgerechnet 68 Mio. € um in von T‑Mobile US emittierte Anleihen eingebettete Optionen. Die durch T‑Mobile US jederzeit ausübbaren Optionen ermöglichen die vorzeitige Tilgung der Anleihen zu festgelegten Ausübungspreisen. Für die Anleihen als Gesamtinstrumente sind zwar regelmäßig und auch am Abschluss-Stichtag beobachtbare Marktpreise verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Diese Kündigungsrechte werden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Dabei werden historische Zinsvolatilitäten von Anleihen der T‑Mobile US und vergleichbarer Emittenten verwendet, da sie zum Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren Schätzwert als aktuelle Marktvolatilitäten darstellen. Die ebenfalls nicht beobachtbare Spread-Kurve wurde auf Basis aktueller Marktpreise von Anleihen der T‑Mobile US und Schuldinstrumenten vergleichbarer Emittenten ermittelt. Risikoloser Zins und Spread wurden getrennt voneinander simuliert. Zum aktuellen Abschluss-Stichtag wurden für die verschiedenen Rating-Stufen der Anleihen folgende Zinsvolatilitäten und Spreads verwendet:

Verwendete Zinsvolatilitäten und Spreads nach Rating-Stufen

scrollen
in % Zinsvolatilität (absoluter Wert) Spread
BBB+ 0,1 % - 0,2 % 0,3%-1,6%
BBB- 0,3 %- 0,4% 0,7% - 2,7 %
BB+/​BB 0,4%-0,6% 1,2 % - 4,6 %

Für den nicht beobachtbaren Eingangsparameter Mean Reversion wurden 3 % verwendet. Die verwendeten Werte stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten Schätzwert dar. Wären für die Zinsvolatilität, die Spread-Kurve und für die Mean Reversion andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Wäre der risikolose Zins am Abschluss-Stichtag um 50 Basispunkte höher (niedriger) gewesen, wäre der beizulegende Zeitwert der Optionen um 21 Mio. € niedriger (um 29 Mio. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von umgerechnet 419 Mio. € für unrealisierte Verluste erfasst. Im Berichtszeitraum wurde keine Option ausgeübt. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf die obenstehende Tabelle verwiesen. Die im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfassten Wertänderungen waren im Wesentlichen auf Bewegungen der bewertungsrelevanten Zinssätze und historischen absoluten Zinsvolatilitäten zurückzuführen. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Sensitivitäten¹ der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten in Abhängigkeit der nicht beobachtbaren Eingangsparameter

in Mio. €

scrollen
Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden
Zeitwert über das sonstige Ergebnis
Derivative finanzielle
Vermögenswerte zum beizulegenden
Zeitwert erfolgswirksam: in emittierte
Anleihen eingebettete Kündigungsrechte
Derivative finanzielle
Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: Aktienoptionen
Derivative finanzielle Vermögenswerte: Stromtermingeschäfte g Derivative finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte Derivative finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: Put-Option über Anteile
Multiple nächst höheres Quantil 174
Multiple nächst niedrigeres Quantil (107)
Erwartete Umsatzerlöse +10 % 21
Erwartete Umsatzerlöse -10 % (21)
Zinsvolatilität b +10 % 2
Zinsvolatilität b -10 % (1)
Spread-Kurve c +50 Basispunkte (24)
Spread-Kurve c -50 Basispunkte 40
Mean Reversion d +100 Basispunkte (1)
Mean Reversion d -100 Basispunkte 1
Zukünftige Energiepreise +10 % 106 10
Zukünftige Energiepreise -10 % (113) (10)
Zukünftige Energieproduktionsmenge +5 % 60 3
Zukünftige Energieproduktionsmenge -5 % (67) (3)
Zukünftige Preise für Renewable Energy Credits e +100 % 11 2
Zukünftige Preise für Renewable Energy Credits e von Null (18) (2)
Aktienkursvolatilität f +10 % 12
Aktienkursvolatilität f -10 % (13)
Volatilität des beizulegenden Zeitwerts der Anteile +10 % 3
Volatilität des beizulegenden Zeitwerts der Anteile -10 % (3)
Beizulegender Zeitwert der Anteile +10 % (19)
Beizulegender Zeitwert der Anteile -10 % 21
Geplanter Glasfaser-Ausbau wird 1 Jahr früher als erwartet fertiggestellt
Geplanter Glasfaser-Ausbau wird 1 Jahr später als erwartet fertiggestellt
Tatsächlicher Glasfaser-Ausbau ist jedes
Jahr 5 % höher als geplant
Tatsächlicher Glasfaser-Ausbau ist jedes Jahr 5 % niedriger als geplant
scrollen
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam: bedingte Kaufpreisforderung
Multiple nächst höheres Quantil
Multiple nächst niedrigeres Quantil
Erwartete Umsatzerlöse +10 %
Erwartete Umsatzerlöse -10 %
Zinsvolatilität b +10 %
Zinsvolatilität b -10 %
Spread-Kurve c +50 Basispunkte (10)
Spread-Kurve c -50 Basispunkte 10
Mean Reversion d +100 Basispunkte
Mean Reversion d -100 Basispunkte
Zukünftige Energiepreise +10 %
Zukünftige Energiepreise -10 %
Zukünftige Energieproduktionsmenge +5 %
Zukünftige Energieproduktionsmenge -5 %
Zukünftige Preise für Renewable Energy Credits e +100 %
Zukünftige Preise für Renewable Energy Credits e von Null
Aktienkursvolatilität f +10 %
Aktienkursvolatilität f -10 %
Volatilität des beizulegenden Zeitwerts der Anteile +10 %
Volatilität des beizulegenden Zeitwerts der Anteile -10 %
Beizulegender Zeitwert der Anteile +10 %
Beizulegender Zeitwert der Anteile -10 %
Geplanter Glasfaser-Ausbau wird 1 Jahr früher als erwartet fertiggestellt 16
Geplanter Glasfaser-Ausbau wird 1 Jahr später als erwartet fertiggestellt (17)
Tatsächlicher Glasfaser-Ausbau ist jedes
Jahr 5 % höher als geplant
42
Tatsächlicher Glasfaser-Ausbau ist jedes Jahr 5 % niedriger als geplant (42)

1 Veränderung des betreffenden Eingangsparameters unter der Annahme, dass alle übrigen Eingangsparameter unverändert sind.
b Die Zinsvolatilität gibt das Ausmaß der Zinsänderungen im Zeitablauf an (relative Änderung). Je größer die Zinsbewegungen, desto höher die Zinsvolatilität.
c Die Spread-Kurve zeigt für die jeweiligen Laufzeiten die Differenz zwischen vom Schuldner zu bezahlenden Zinsen und risikolosen Zinsen. Für die Sensitivitätsberechnung wird für die Spread-Kurve ein Minimum von Null gesetzt, d. h. negative Spreads sind ausgeschlossen.
d Als Mean Reversion wird die Annahme bezeichnet, dass sich die Zinsen nach einer Änderung wieder zu ihrem Mittelwert zurückbewegen. Je höher der gewählte Wert (Mean Reversion Speed), desto schneller wird im Bewertungsmodell zum Mittelwert zurückgekehrt.
e Die Renewable Energy Credits sind US-amerikanische Emissionszertifikate.
f Die Aktienkursvolatilität gibt die Schwankungsbreite des Basiswertes über die Restlaufzeit einer Option an.
g Einige Stromtermingeschäfte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, während die übrigen als Sicherungsinstrumente in Hedge-Beziehungen designiert sind. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie in den nachstehenden Erläuterungen.

Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von umgerechnet 303 Mio. € um Stromtermingeschäfte (Energy Forward Agreements), die in von der T‑Mobile US abgeschlossene Verträge eingebettet sind. Dies gilt entsprechend für derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von umgerechnet weniger als 1 Mio. €. Diese Verträge bestehen aus jeweils zwei Komponenten, dem Energy Forward Agreement und dem Erwerb von Renewable Energy Credits durch T‑Mobile US. Für ein Energy Forward Agreement wird der kommerzielle Produktionsbeginn für 2024 erwartet, für die übrigen hat er bereits stattgefunden. Unter den separat als Derivate bilanzierten Energy Forward Agreements erhält T‑Mobile US ab kommerziellem Produktionsbeginn während der Vertragslaufzeit variable Beträge basierend auf der tatsächlichen Energieproduktionsmenge und dann aktuellen Energiepreisen und bezahlt feste Beträge je produzierter Energieeinheit. Die Energy Forward Agreements werden mangels beobachtbarer Marktpreise mittels Bewertungsmodellen bewertet. Der Wert der Derivate wird wesentlich beeinflusst von der künftigen Energieproduktionsmenge, den künftigen Energiepreisen auf den betreffenden Märkten und den künftigen Preisen für Renewable Energy Credits. Die wesentlichen Vertragsparameter einschließlich der für die nicht beobachtbaren Parameter bzw. Zeiträume getroffenen Annahmen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Diese getroffenen Annahmen stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten Schätzwert dar. Nach Einschätzung der T‑Mobile US wurden die Verträge zu aktuellen Marktkonditionen geschlossen und bei der Bewertung wurden die am besten geeigneten Werte für die nicht beobachtbaren Eingangsparameter verwendet. Der Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug jeweils Null. Weil nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Derivate haben, wurde - mit Ausnahme der nachfolgend erläuterten, von Sprint abgeschlossenen Verträge - im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung jeweils ergebende Betrag (Day 1 Gain) nicht bilanziert. Vielmehr werden die Day 1 Gains über den Zeitraum der kommerziellen Energieproduktion linear ertragswirksam amortisiert. Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der periodischen Bewertung der Derivate mit dem jeweiligen Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern. Alle Beträge aus der Derivatebewertung werden je Vertrag sowohl in der Bilanz (derivative finanzielle Vermögenswerte bzw. derivative finanzielle Verbindlichkeiten) als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge) saldiert. Auch Sprint hat solche Verträge im Bestand. Diese wurden noch vor dem Unternehmenszusammenschluss mit T‑Mobile US abgeschlossen, und auch bei ihnen haben nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Derivate. Aufgrund der Vorschriften für Unternehmenszusammenschlüsse sind jedoch die sich bei der Bewertung jeweils ergebenden Beträge als derivative finanzielle Vermögenswerte erfasst, weshalb für diese Verträge keine noch zu amortisierenden Beträge existieren. An den nachfolgenden Abschluss-Stichtagen werden die Effekte aus der periodischen Bewertung der Derivate in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge) erfasst. Die vorstehenden Ausführungen gelten grundsätzlich entsprechend für Level 3 zugeordnete Derivate mit Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen Vermögenswerte mit einem Buchwert von umgerechnet weniger als 1 Mio. €. Diese Verträge wurden im Berichtszeitraum in Europa abgeschlossen, wobei es sich um freistehende Stromtermingeschäfte handelt, die keinen Erwerb von Renewable Energy Certificates oder anderen Emissionszertifikaten umfassen. Dementsprechend wird der Wert dieser Derivate nicht beeinflusst von den künftigen Preisen für Emissionszertifikate. Aus diesen Verträgen resultierte ein im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung nicht bilanzierter Day 1 Gain. Der kommerzielle Produktionsbeginn wird für 2023 erwartet. Im Rahmen der Hedge-Beziehung wird der effektive Teil der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis erfasst und modifiziert bei Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts (physische Stromlieferungen) den entsprechenden Materialaufwand. Ineffektivitäten werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Am Abschluss-Stichtag ist der errechnete beizulegende Zeitwert aus Sicht der Deutschen Telekom für alle vorstehend dargestellten, von den Konzerngesellschaften abgeschlossenen Stromtermingeschäfte positiv und beträgt umgerechnet 597 Mio. €. Wären für die künftigen Energiepreise, für die künftige Energieproduktionsmenge und für die künftigen Preise der Renewable Energy Credits andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle dargestellt. Aus der Level 3-Bewertung wurde in der Berichtsperiode für alle vorstehenden Stromtermingeschäfte im sonstigen betrieblichen Ergebnis ein Nettoergebnis (Ertrag) von umgerechnet 112 Mio. € für unrealisierte Gewinne der Derivate erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf die entsprechende Tabelle verwiesen. Die Wertänderungen im Berichtszeitraum sind im Wesentlichen auf Veränderungen der beobachtbaren und der nicht beobachtbaren Energiepreise sowie auf Zinseffekte zurückzuführen. Außerdem wurde von T‑Mobile US eine Wertminderung erfasst für ein Projekt, dessen kommerzieller Produktionsbeginn noch nicht erreicht wurde, weil zu erwarten ist, dass die Vertragskonditionen zu Gunsten des Vertragspartners angepasst werden müssen, um die Projektrealisierung sicherzustellen. Die Entwicklung des noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu amortisierenden Day 1 Gains in der Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die lineare ertragswirksame Amortisation der Day 1 Gains während der kommerziellen Energieproduktion beläuft sich auf umgerechnet insgesamt 23 Mio. € pro Jahr. Aufgrund ihrer Eigenart bilden die Stromtermingeschäfte eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

scrollen
in Mio. € USA Übrige
Vertragslaufzeit ab kommerziellem Produktionsbeginn in Jahren 12 bis 15 15
Laufzeitende der Verträge, bei denen die kommerzielle Produktion bereits begonnen hat 2029 bis 2035 n.a.
Erwartete Energieproduktion in GWh pro Jahr 4.057 196
Erwartete Energiepreise pro MWh für den nicht beobachtbaren Zeitraum in Euro 37 bis 231
on-peak (d. h. Zeiten relativ hoher Energienachfrage) in Euro 26 bis 83
off-peak (d. h. Zeiten relativ niedriger Energienachfrage) in Euro 24 bis 66
on-peak/​off-peak-Verhältnis 52 %
Länge des Zeitraums in Jahren, für den Energiepreise regelmäßig beobachtbar sind bis zu 10 etwa 3
Länge des Zeitraums in Jahren, für den Preise für Renewable Energy Credits regelmäßig beobachtbar sind etwa 3 n.a.

In den Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerten sind mit einem Buchwert von umgerechnet 224 Mio. € derivative finanzielle Vermögenswerte enthalten, die aus erworbenen Aktienoptionen zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US resultieren. Die jederzeit ausübbaren Aktienoptionen haben eine Laufzeit bis 2024, können teilweise zu festen sowie teilweise zu variablen Kaufpreisen ausgeübt werden und werden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Dabei werden neben dem am Markt beobachtbaren Aktienkurs und den risikolosen Zinssätzen auch durchschnittliche, aus historischen und aktuellen Werten abgeleitete Aktienkursvolatilitäten der T‑Mobile US und vergleichbarer Unternehmen verwendet, da diese zum Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren Schätzwert für diesen Eingangsparameter darstellen als ausschließlich aktuelle Marktvolatilitäten. Der zum aktuellen Abschluss-Stichtag für die Aktienkursvolatilität verwendete Wert lag bei 26,2 % und stellt nach unserer Einschätzung den besten Schätzwert dar. Am Abschluss-Stichtag beträgt der errechnete beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen umgerechnet 329 Mio. €. Wäre für die Aktienkursvolatilität ein anderer Wert verwendet worden, hätte sich ein anderer beizulegender Zeitwert errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle dargestellt. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Der Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug Null. Weil nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Optionen haben, wurde im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung ergebende Fair Value von umgerechnet 1.005 Mio. € (vor Abzug von Transaktionskosten) nicht bilanziert. Vielmehr wird dieser Betrag über die Laufzeit der Optionen ertragswirksam amortisiert. Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der periodischen Bewertung der Optionen mit dem Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern. Alle Beträge aus der Optionsbewertung werden sowohl in der Bilanz (sonstige derivative finanzielle Vermögenswerte) als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstiges Finanzergebnis) saldiert. Die Wertänderungen im Berichtszeitraum sind im Wesentlichen auf Veränderungen des Aktienkurses sowie des risikolosen Zinses zurückzuführen. In der Berichtsperiode wurden die Aktienoptionen teilweise ausgeübt. Die Entwicklung des noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu amortisierenden Betrags in der Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Weitere Informationen zu den Aktienoptionen finden Sie im Abschnitt "Sonstige finanzielle Vermögenswerte".

In den Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerten ist mit einem Buchwert von 17 Mio. € ein derivativer finanzieller Vermögenswert enthalten, der aus einer erworbenen Option zum Verkauf der Anteile an der Cellnex Netherlands resultiert (Put-Option). Die Option wurde zeitgleich mit den Anteilen erworben, Optionsstillhalterin ist Cellnex. Der Ausübungspreis der Option entspricht grundsätzlich dem beizulegenden Zeitwert der Anteile, wobei jedoch für den Fall der Ausübung bis zum Ende des vierten Laufzeitjahres feste Mindestausübungspreise vereinbart sind. Die jederzeit ausübbare Option hat eine Laufzeit bis 2026 und wird mit einem Optionspreismodell bewertet. Unter Berücksichtigung der Volatilitäten vergleichbarer Unternehmen wurde für die Bewertung eine Anteilspreisvolatilität von 20 % verwendet, die nach unserer Einschätzung den besten Schätzwert für diesen nicht beobachtbaren Parameter darstellt. Der ebenfalls nicht beobachtbare beizulegende Zeitwert der Anteile beläuft sich am Abschluss-Stichtag auf 0,5 Mrd. €. Der errechnete beizulegende Zeitwert der Option beträgt am Abschluss-Stichtag 112 Mio. €. Wären für die Anteilspreisvolatilität und den beizulegenden Zeitwert der Anteile andere Werte verwendet worden, hätte sich ein anderer beizulegender Zeitwert errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle dargestellt. Die Gegenleistung (im Sinne des IFRS) der Deutschen Telekom für den Anteilserwerb entsprach dem beizulegenden Zeitwert der Anteile, der Transaktionspreis der Option betrug Null. Weil nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Option haben, wurde im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung ergebende Fair Value von 129 Mio. € nicht bilanziert. Vielmehr wird dieser Betrag über vier Jahre ertragswirksam amortisiert. Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der periodischen Bewertung der Option mit dem Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern. Alle Beträge aus der Optionsbewertung werden sowohl in der Bilanz (sonstige derivative finanzielle Vermögenswerte), als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge) saldiert. Die Wertänderung im Berichtszeitraum ist im Wesentlichen auf den Anstieg des beizulegenden Zeitwerts der Anteile und die geringere Restlaufzeit zurückzuführen. Die Entwicklung des noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu amortisierenden Betrages in der Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Entwicklung der noch nicht amortisierten Beträge

in Mio. €

scrollen
Stromtermingeschäfte Aktienoptionen Put-Option über Anteile
Bewertung bei erstmaliger Erfassung 173 1.005 129
Bewertung bei erstmaliger Erfassung (Zugänge im Berichtszeitraum) 141 0 0
In Vorperioden ertragswirksam amortisierte Beträge (29) (328) (19)
In der aktuellen Berichtsperiode ertragswirksam amortisierte Beträge (6) (38) (16)
Kursdifferenzen 15 (49) 0
Abgänge in Vorperioden 0 (372) 0
Abgänge in der aktuellen Berichtsperiode 0 (134) 0
Nicht amortisierte Beträge zum 30. Juni 2022 294 84 94

In den Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerten (Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen) ist mit einem Buchwert von 427 Mio. € die bedingte Kaufpreisforderung aus dem Verkauf eines 50 %-Anteils an GlasfaserPlus enthalten. Sie entsteht sukzessive bei Erreichung bestimmter Fortschritte beim Glasfaser-Ausbau und wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Bewertung legt die Deutsche Telekom die aktuelle Ausbauplanung der GlasfaserPlus zu Grunde. Zum aktuellen Abschluss-Stichtag ist davon auszugehen, dass von 2025 bis 2028 Zahlungen fällig werden. Der Spread der Schuldnerin IFM stellt einen nicht beobachtbaren Eingangsparameter dar, zum aktuellen Abschluss-Stichtag wurden bei der Abzinsung der einzelnen Zahlungen Werte zwischen 1,9 % und 2,1 % verwendet. Die verwendeten Annahmen stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten Schätzwert dar. Wären für die Höhe und die Fälligkeitszeitpunkte der Zahlungen und für den Spread andere Annahmen verwendet worden, hätte sich ein anderer beizulegender Zeitwert errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle dargestellt. Aus der Level 3-Bewertung der Forderung wurde in der Berichtsperiode im sonstigen betrieblichen Ergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von 28 Mio. € für unrealisierte Abzinsungseffekte erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf die obenstehende Tabelle verwiesen. Die Wertänderung im Berichtszeitraum ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der bewertungsrelevanten Zinssätze zurückzuführen. Aufgrund seiner Eigenart bildet dieses Instrument eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Bei den übrigen, Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerten (Ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen) mit einem Buchwert von 25 Mio. € handelt es sich um unwesentliche Sachverhalte, aus denen keine wesentlichen Wertschwankungen zu erwarten sind.

Weitere Informationen zum Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Für die Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis oder zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrigen ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen stellt das Kreditrisiko der jeweiligen Gegenpartei den wesentlichen Einflussfaktor bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dar. Wären zum Abschluss-Stichtag um 1 % höhere (niedrigere) Ausfallraten anzusetzen gewesen, so wären bei unveränderten Bezugsgrößen die beizulegenden Zeitwerte der Instrumente um 1 % niedriger (höher) gewesen.

In den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten finanziellen Vermögenswerten sind mit einem Buchwert von 21 Mio. € weitere von Dritten erworbene Optionen zum Kauf von Unternehmensanteilen enthalten. Aus diesen Einzelsachverhalten sind keine wesentlichen Wertschwankungen zu erwarten. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Angaben zum Kreditrisiko

Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet, und es verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Von Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die Deutsche Telekom frei verfügbare Barmittel im Rahmen von Collateral-Verträgen in Höhe von 323 Mio. € (31. Dezember 2021: 1.616 Mio. €). Hierdurch wurde das Ausfallrisiko um 323 Mio. € (31. Dezember 2021: 1.590 Mio. €) reduziert, da den erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) am Abschluss-Stichtag in dieser Höhe entsprechende Nettoderivatepositionen gegenüberstehen. Für die derivativen Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert, deren Buchwert zum Abschluss-Stichtag 1.734 Mio. € (31. Dezember 2021: 1.844 Mio. €) betrug, bestand aufgrund dieser Vereinbarungen zum 30. Juni 2022 ein verbleibendes Ausfallrisiko in Höhe von 259 Mio. € (31. Dezember 2021: 13 Mio. €).

An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die Deutsche Telekom im Rahmen von Collateral-Verträgen zum Abschluss-Stichtag Barsicherheiten in Höhe von 827 Mio. € (31. Dezember 2021: 423 Mio. €). Den gezahlten Barsicherheiten stehen am Abschluss-Stichtag in Höhe von 655 Mio. € (31. Dezember 2021: 423 Mio. €) entsprechende Nettoderivatepositionen gegenüber, weshalb sie in dieser Höhe keinen Ausfallrisiken unterlagen.

Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten bilden die erhaltenen (gezahlten) Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen Verbindlichkeiten (Vermögenswerten). Darüber hinaus existieren keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindernden Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht somit deren Buchwert.

Bei einem Großteil der von T‑Mobile US emittierten Anleihen hat T‑Mobile US gemäß der Anleihebedingungen das Recht, die Anleihen zu bestimmten Konditionen vorzeitig zu kündigen. Diese Kündigungsrechte stellen eingebettete Derivate dar und werden gesondert als derivative finanzielle Vermögenswerte in der Konzern-Bilanz angesetzt. Da sie keinem Ausfallrisiko unterliegen, bilden sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Zu den Energy Forward Agreements, für die keine Sicherheiten gestellt werden, wird auf vorstehende Ausführungen verwiesen. Darüber hinaus existiert kein Ausfallrisiko aus im Bestand befindlichen eingebetteten Derivaten. Für die von Dritten erworbenen Optionen auf Aktien eines Tochterunternehmens der Deutschen Telekom sowie andere Unternehmensanteile bestehen keine Sicherheiten (siehe Angaben zuvor).

Im Zusammenhang mit Auktionen zum Erwerb von Spektrumlizenzen haben Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom zusätzlich Barsicherheiten von umgerechnet 64 Mio. € hinterlegt (31. Dezember 2021: 90 Mio. €). Für von Sprint emittierte Verbindlichkeiten mit dem Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall waren am Abschluss-Stichtag Zahlungsmittel von umgerechnet 81 Mio. € (31. Dezember 2021: 76 Mio. €) als Barsicherheit verpfändet. Diese Barsicherheiten unterliegen keinem wesentlichen Ausfallrisiko.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 beschriebenen Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ergab sich bis zum 30. Juni 2022 folgende wesentliche Änderung:

Gemeinschaftsunternehmen. Die Deutsche Telekom hat am 5. November 2021 den Einstieg von IFM Global Infrastructure Fund mit einer Beteiligung von 50 % an der Ausbaugesellschaft GlasfaserPlus GmbH bekannt gegeben. Der Verkauf eines 50 %-Anteils an GlasfaserPlus wurde am 28. Februar 2022 vollzogen, nachdem die EU-Kommission die Transaktion am 25. Januar 2022 genehmigt hat und die restlichen Vollzugsbedingungen erfüllt wurden. Die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen werden seit dem 28. Februar 2022 unter Anwendung der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Zum 30. Juni 2022 betrug der Buchwert der Beteiligung 1,0 Mrd. €.

Weitere Informationen zum Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Organe

Vorstand. Mit Beschluss vom 15. Dezember 2021 hat der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG die Bestellung von Herrn Timotheus Höttges zum Vorstandsvorsitzenden zum 31. Dezember 2021 aufgehoben und Herrn Höttges für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2026 zum Vorstandsvorsitzenden wiederbestellt.

Aufsichtsrat. Bei der Hauptversammlung am 7. April 2022 haben die Aktionäre der Deutschen Telekom AG Herrn Dr. Frank Appel zum Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG gewählt. Im Anschluss daran hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Appel zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden, als Nachfolger des mit Ablauf der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Herrn Prof. Dr. Ulrich Lehner, gewählt.

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Vereinbarung mit DigitalBridge und Brookfield über das Funkturmgeschäft des Konzerns in Deutschland und Österreich. Am 13. Juli 2022 hat die Deutsche Telekom mit DigitalBridge und Brookfield eine Vereinbarung über den Verkauf von 51,0 % der Anteile an den Gesellschaften des Funkturmgeschäfts in Deutschland und Österreich im operativen Segment Group Development (GD-Tower-Gesellschaften) geschlossen.

Weitere Informationen zur Vereinbarung mit DigitalBridge und Brookfield über GD Towers finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Verfahren gegen T‑Mobile US wegen Cyberangriff auf T‑Mobile US. Informationen zur am 22. Juli 2022 abgeschlossenen Vereinbarung zur Beilegung der bundesgerichtlichen Verbrauchersammelklage finden Sie im Abschnitt "Eventualverbindlichkeiten und -forderungen".

Aufnahme neuer Gesellschafter in den Infrastrukturfonds (DIV II). Am 2. August 2022 hat die Digital Transformation Capital Partners (DTCP Infra) neue Investoren in die Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II SCSp SICAV-RAIF (DIV II) aufgenommen. Infolgedessen reduzierte sich der Anteil der Deutschen Telekom von 66,67 % auf 43,5 %.

Weitere Informationen zur Aufnahme neuer Gesellschafter in den Infrastrukturfonds DIV II finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Vereinbarungen über den Erwerb von Spektrumlizenzen in den USA. Am 8. August 2022 hat T-Mobile US mit Channel 51 License Co LLC und LB License Co, LLC (Veräußerer) Vereinbarungen über den Erwerb von 600 MHz-Spektrumlizenzen zu einem Kaufpreis von insgesamt 3,5 Mrd. US-$ (3,4 Mrd. €) geschlossen. Die Lizenzen werden ohne damit verbundene Netzwerk-Vermögenswerte erworben. Derzeit werden diese Lizenzen durch T-Mobile US im Rahmen bestehender Vereinbarungen mit den Veräußerern über die befristete Anmietung von Spektrum (Spectrum Leases) genutzt. Die Vereinbarungen stehen unter dem Vorbehalt der Genehmigungen der Regulierungsbehörden sowie weiterer Vollzugsbedingungen. Der Abschluss der Transaktionen wird zwischen Mitte und Ende 2023 erwartet.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bonn, den 11. August 2022

Deutsche Telekom AG

Der Vorstand

Timotheus Höttges

scrollen
Adel Al-Saleh Birgit Bohle Srini Gopalan Dr. Christian P. Illek
scrollen
Thorsten Langheim Dominique Leroy Claudia Nemat

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Deutsche Telekom AG, Bonn

Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung, der Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzern-Zwischenlagebericht der Deutschen Telekom AG, Bonn, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements 2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Deutschen Telekom AG, Bonn, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Düsseldorf, den 11. August 2022

Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

scrollen
Christoph Schenk Marion Lammers
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Weitere Informationen

Überleitungsrechnung zur organischen Entwicklung für wesentliche Kennzahlen der Vorjahresvergleichsperiode

In der organischen Betrachtung werden die Zahlen der Vergleichsperiode aufgrund von Konsolidierungskreiseffekten, Währungskurseffekten und sonstigen Effekten angepasst. Dies erhöht die Aussagefähigkeit des Vorjahresvergleichs an eine geänderte Unternehmensstruktur bzw. Währungskursentwicklungen.

in Mio. €

scrollen
Überleitung auf organische Werte
H1 2022 H1 2021 Veränderung Veränderung in% Überleitung
H1 2021
davon: Währungskurseffekte
Umsatz 56.191 52.983 3.208 6,1 2.789 3.440
Deutschland 12.059 11.844 215 1,8 5 4
USA 36.673 33.126 3.547 10,7 3.592 3.434
Europa 5.451 5.551 (100) (1,8) (322) (23)
Systemgeschäft 2.001 2.021 (20) (1,0) (8) 25
Group Development 1.115 1.563 (448) (28,7) (508) 0
Group Headquarters & Group Services 1.220 1.296 (76) (5,9) 23 0
EBITDA AL 18.539 17.591 948 5,4 710 1.103
Deutschland 6.224 4.388 1.836 41,8 0 1
USA 9.055 10.694 (1.639) (15,3) 1.143 1.101
Europa 1.944 1.915 29 1,5 (85) (3)
Systemgeschäft 86 7 79 n.a. 39 1
Group Development 1.425 816 609 74,6 (389) 0
Group Headquarters & Group Services (184) (186) 2 1,1 (4) (1)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
19.763 18.662 1.101 5,9 962 1.191
Deutschland 4.815 4.659 156 3,3 1 1
USA 12.509 11.444 1.065 9,3 1.228 1.187
Europa 1.961 1.940 21 1,1 (85) (3)
Systemgeschäft 155 134 21 15,7 (1) 4
Group Development 519 634 (115) (18,1) (183) 0
Group Headquarters & Group Services (185) (105) (80) (76,2) (4) (1)
scrollen
Organische Veränderung
Organisch
H1 2021
Veränderung Veränderung in%
Umsatz 55.772 419 0,8
Deutschland 11.850 209 1,8
USA 36.718 (44) (0,1)
Europa 5.229 222 4,2
Systemgeschäft 2.013 (12) (0,6)
Group Development 1.054 61 5,8
Group Headquarters & Group Services 1.319 (98) (7,5)
EBITDA AL 18.301 239 1,3
Deutschland 4.388 1.835 41,8
USA 11.836 (2.781) (23,5)
Europa 1.830 113 6,2
Systemgeschäft 46 40 86,7
Group Development 427 998 n.a.
Group Headquarters & Group Services (189) 6 3,0
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
19.625 138 0,7
Deutschland 4.660 155 3,3
USA 12.672 (163) (1,3)
Europa 1.855 107 5,7
Systemgeschäft 134 21 15,7
Group Development 452 68 15,0
Group Headquarters & Group Services (109) (76) (69,5)

Glossar

Für Begriffserklärungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2021 und das darin enthaltene Glossar.

Haftungsausschluss

Dieser Bericht (v. a. das Kapitel "Prognose") enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter "erwarten", "davon ausgehen", "annehmen", "beabsichtigen", "einschätzen", "anstreben", "zum Ziel setzen", "planen", "werden", "erstreben", "Ausblick" und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für Umsatz, bereinigtes EBITDA AL oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen.

Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Dazu gehören u. a. auch der Fortschritt, den die Deutsche Telekom mit den personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die Auswirkungen anderer bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften sowie von Unternehmenszusammenschlüssen.

Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind Veränderungen der Währungskurse und Zinssätze, regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb, der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Entwicklungen.

Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden.

Die Deutsche Telekom lehnt - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.

Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom alternative Leistungskennzahlen vor, z. B. Service-Umsatz, EBITDA, EBITDA AL, bereinigtes EBITDA, bereinigtes EBITDA AL, bereinigtes Core EBITDA AL, bereinigte EBITDA AL-Marge, bereinigtes EBIT, EBIT-Marge, bereinigter Konzernüberschuss/​(-fehlbetrag), bereinigtes Ergebnis je Aktie, Free Cashflow, Free Cashflow AL sowie Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Alternative Leistungskennzahlen unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zugrunde.

Weitere Informationen zu alternativen Leistungskennzahlen finden Sie im Geschäftsbericht 2021, Kapitel "Konzernsteuerung" sowie auf unserer Investor Relations Website.

Die Zahlenangaben in diesem Bericht wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.

In unserem Konzern-Zwischenbericht (PDF und online) verweisen wir mittels Hinweisen bzw. Verlinkungen auf Internet-Seiten mit weiterführenden Informationen außerhalb des Konzern-Zwischenberichts. Dies erfolgt lediglich ergänzend und dient ausschließlich dem vereinfachten Zugang zu diesen Informationen. Wir weisen darauf hin, dass diese Informationen nicht Bestandteil des Konzern-Zwischenberichts sind.

Finanzkalender

11. August 2022

Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 30. Juni 2022

10. November 202

Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 30. September 2022

23. Februar 2023

Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2022 und Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2022

5. April 2023

Hauptversammlung 2023

11. Mai 2023

Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 31. März 2023

10. August 2023

Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts zum 30. Juni 2023

Bei allen Terminen Änderungen vorbehalten.

Weitere Termine, Terminaktualisierungen und Hinweise zu Live-Übertragungen finden Sie auf unserer Investor Relations Website.

Impressum

Deutsche Telekom AG

Friedrich-Ebert-Allee 140

53113 Bonn

www.telekom.com

Kontakt für Medienanfragen:

Unternehmenskommunikation

Telefon 0228 181 49494

E-Mail medien@telekom.de

Kontakt für Fragen rund um die T-Aktie:

Investor Relations

Telefon 0228 181 88880

E-Mail investor.relations@telekom.de

Der Konzern-Zwischenbericht 1. Januar bis 30. Juni 2022 ist eine Veröffentlichung der Deutschen Telekom AG und liegt auch in englischer Sprache vor. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

Dieser Konzern-Zwischenbericht ist im Internet abrufbar.

Unser Geschäftsbericht ist im Internet abrufbar.

Konzeption: Deutsche Telekom AG

Gestaltung & technische Umsetzung:

nexxar GmbH, Wien - Online-Geschäftsberichte und Online-Nachhaltigkeitsberichte