Ad-hoc | 2 February 1999 13:39
Ad hoc-Service: Deutz AG
Presseinformation
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Vorabinformation zum Geschäftsjahr 1998
Alle in dieser Information enthaltenen Zahlen sind vorläufig.
DEUTZ Konzern im Geschäftsjahr 1998 weiter
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit : 40,9 Mio. DM;
Verbesserung um 26,7 Mio. DM gegenüber 1997
Der Umsatz des DEUTZ Konzerns lag 1998 mit 3.317 Mio. DM auf
Vorjahresniveau. In beiden Jahren waren die Umsätze wesentlich durch
die Abrechnung von Großaufträgen im Industrieanlagenbereich geprägt.
Auch die Auftragseingänge erreichten mit 2.537 Mio. DM nahezu das
Niveau des Vorjahres (1997: 2.609 Mio. DM). Das operative Ergebnis
(EBIT) konnte um 61% auf 113,3 Mio. DM gesteigert werden. Darin sind
in 1998 14 Mio. DM zusätzliche Belastungen durch die neuen
versicherungsmathematischen Grundsätze (neue Sterbetafeln) für die
Berechnung unserer Pensionsrückstellungen enthalten. Das Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag bei 40,9 Mio. DM gegenüber 14,2
Mio. DM im Vorjahr. Das verbesserte Ergebnis führte zu einer
Eigenkapitalrentabilität von 13% (1997:1%). Die
Gesamtkapitalrentabilität (ROCE) stieg von 4,1% auf 6,6%.
Motorengeschäft
Operatives Ergebnis im Motorengeschäft weiter verbessert
Im Motorengeschäft erzielte der DEUTZ Konzern im Geschäftsjahr 1998
ein operatives Ergebnis (EBIT) von 109,5 (1997: 94,9) Mio. DM. Die
Ergebnisverbesserungen resultierten aus erhöhtem Geschäftsvolumen,
positiven Währungseffekten und Produktivitätssteigerungen.
Landtechnik, Aggregate und Baumaschinen: Marktanteile gesteigert
Der Wachstumskurs hat sich im Bereich der schnellaufenden
Dieselmotoren (4 – 440 kW) auch 1998 fortgesetzt. Gegenüber dem
Vorjahr konnte der Umsatz um 16 % auf 1.116 Mio. DM (1997: 959 Mio.
DM) gesteigert werden. Der Absatz stieg um fast 20.000 Motoren auf
über 154.000 an. Besonders erfreulich war das Wachstum in den
Segmenten Baumaschinen, Landmaschinen und Aggregate, die 70% des
Gesamtabsatzes von DEUTZ ausmachen. In diesen Segmenten hat DEUTZ
Marktanteile gewonnen.
Absatzrekord in Nordamerika
Der Konjunkturverlauf in den USA war im Geschäftsjahr 1998 sehr gut.
Im Vergleich zu anderen Motorenherstellern erreichte DEUTZ mit 17%
eine überproportionale Zuwachsrate in den USA. Mit über 46.500
verkauften Motoren erzielte DEUTZ einen neuen historischen
Verkaufsrekord in Nordamerika.
Umsatzrückgang bei Mittel- und Großmotoren
Bei den Mittel- und Großmotoren aus Mannheim (380 – 7.400 kW) lag der
Umsatz mit 394 (1997: 527) Mio. DM unter dem Vorjahresniveau. Grund
für diesen Umsatzrückgang war die Krise in dem für uns wichtigen
asiatischen Absatzmarkt. Seit dem Sommer 1998 wurde allerdings wieder
ein Wachstum im Auftragseingang erreicht. Dieses Wachstum ist der
Erfolg einer Fokussierung auf das Gasmotorengeschäft und die
europäischen Märkte.
Wachstum im Servicegeschäft
Der Geschäftsbereich SERVICE erreichte 1998 einen Weltumsatz von
628 (1997: 609) Mio. DM und damit eine Steigerung um 3 %. Das Wachstum
führen wir auf erste Erfolge des Projektes SERVICE 2000 zurück. Ziel
des Projektes ist es, durch eine konsequente Markt- und
Kundenorientierung die Potentiale umfassender auszuschöpfen und
Marktanteil, Umsatz und Ergebnis bis zum Jahr 2001 substantiell zu
steigern.
Industrieanlagenbereich
Operatives Ergebnis: 16 Mio. DM – Verbesserung gegenüber 1997: 19 Mio.
DM
Im Industrieanlagenbereich wurde im Geschäftsjahr 1998 das operative
Ergebnis (EBIT) um 19,2 Mio. DM auf 16,3 Mio. DM verbessert. Durch die
Konzentration auf Kernkomponenten, und vor allem die Anpassung der
Kapazitäten und Strukturen an das verringerte Geschäftsvolumen, konnte
die Rentabilität gesteigert werden.
Im schwierigen Markt gut behauptet
Die Asienkrise hat das Industrieanlagengeschäft 1998 stark beeinflußt.
Die fehlenden Aufträge aus dieser Region wurden durch hohe
Auftragseingänge in Nordamerika kompensiert. Dadurch blieb der
Auftragseingang nach der Bereinigung von im Vorjahr veräußerten
Geschäftsaktivitäten in den Kernsparten Zement- und
Aufbereitungstechnik gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Umsatz
erreichte mit 1.157 (1997: 1.239) Mio. DM nahezu das gleiche Niveau
wie im Vorjahr.
Finanzlage
Gesamtverschuldung im Konzern um rund 90 Mio. DM verringert
Insgesamt wurden im DEUTZ Konzern 1998 rund 90 Mio. DM Schulden
abgebaut. Einer Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen um 133 Mio. DM steht eine geringe Erhöhung der
Bankverbindlichkeiten und Wechselverbindlichkeiten von 39 Mio. DM
gegenüber. Die Netto-Finanzverschuldung des DEUTZ Konzerns betrug am
31.12.1998 543 (31.12.1997: 500) Mio. DM. Darin enthalten sind
Verpflichtungen aus Off-Balance-Finanzierungen in Höhe von 380
(31.12.1997: 424) Mio. DM. Die gesamte Netto-Finanzverschuldung wurde
in den letzten drei Jahren um fast 50 % gesenkt.
Ausblick auf 1999
Trotz schwierigerem Marktumfeld weitere Umsatz- und
Ergebnisverbesserung geplant
Wir erwarten für 1999 ein weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum. Die
unübersichtliche Lage der Weltwirtschaft läßt zu diesem Zeitpunkt
präzisere Prognosen nicht zu.
Ende der Mitteilung