DF Deutsche Forfait AktiengesellschaftKölnHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024www.dfag.de
Diversifikation-Transparenz-FlexibilitätKonzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2024III Konzernzwischenlagebericht der DF Deutsche Forfait AG für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis 30. Juni 2024I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS(1) Geschäftsmodell des KonzernsDie DF-Gruppe ist auf Außenhandelsfinanzierungen
und damit verbundene Dienstleistungen spezialisiert. Zu
ihren Kunden zählen Exporteure, Importeure und andere
Finanzunternehmen. Der geografische Fokus der DF-Gruppe
liegt derzeit auf den Ländern des Nahen und Mittleren
Ostens, insbesondere dem Iran. Im Rahmen des Iran-Handels
konzentriert sich die DF-Gruppe seit dem Jahr 2018 aus
geschäftspolitischen Gründen ausschließlich
auf den Handel mit humanitären Gütern.
Das Produktportfolio der DF-Gruppe ist auf den
geographischen Fokus und die spezifischen Bedürfnisse
der Kunden abgestimmt. Besonders hervorzuheben ist der
Marketing Service, bei dem nach einer internen
Compliance-Prüfung Geschäfte aus den Bereichen
Nahrungsmittel, Pharma und Healthcare an strategische
Partner vermittelt werden, die diese anschließend
abwickeln. Zudem betreibt der Konzern das Inkasso von
Außenhandelsforderungen, das für die Region
Naher und Mittlerer Osten von der tschechischen
Tochtergesellschaft DF Deutsche Forfait Middle East s.r.o.
durchgeführt wird. Die DF Deutsche Forfait s.r.o. ist
für die übrigen geographischen Märkte mit
einem Schwerpunkt auf Schwellenländer zuständig.
Darüber hinaus bietet die DF Deutsche Forfait
s.r.o. Factoring-Dienstleistungen vornehmlich für
tschechische Kunden an. Dieses Produkt erweitert das
Produktportfolio der DF-Gruppe seit Ende 2020. Die
Forfaitierung wird von der Deutsche Forfait GmbH oder der
DF Deutsche Forfait ME s.r.o angeboten, wobei Forderungen
unter Berücksichtigung der individuellen Risiken des
jeweiligen Geschäfts angekauft werden. Die DF-Gruppe
akquiriert ihre Geschäfte durch den eigenen Vertrieb
oder über Vermittler beziehungsweise strategische
Partner in der Regel im Land des Importeurs. Ergänzend
dazu bietet die DF-Gruppe Beratungs- und
Schulungsleistungen im Bereich Compliance, bei denen sie
ihr länderspezifisches Know-how, ihr Netzwerk sowie
ihre Expertise in Compliance-Fragen vermarktet.
Seit 2023 ist die DF-Gruppe im neuen Geschäftsfeld
Trading als eigenständiger Händler von
Agrarprodukten tätig und stellt dabei die Einhaltung
der geltenden Compliance-Anforderungen sicher.
Zur weiteren Diversifizierung hat die DF-Gruppe ihr
Produkt "Beratung Projektfinanzierung" um
M&A-Aktivitäten erweitert. Der Schwerpunkt der
Projektberatung liegt weiterhin auf Service- und
Beratungsleistungen im Rahmen von Projektfinanzierungen,
die auch außerhalb der Zielregion - vor allem in
Schwellenländern - angeboten werden. Damit wird die
Geschäftstätigkeit der DF-Gruppe auch
geographisch breiter aufgestellt. Ergänzend dazu
wurden 2024 eigene M&A-Aktivitäten in das
Portfolio aufgenommen, die nach dem Berichtsstichtag zu
einem ersten, erfolgreich abgeschlossenen Unternehmenskauf
in Deutschland führten. (siehe Besondere Ereignisse
nach Bilanzstichtag)
Die Struktur der im Berichtsjahr von der DF-Gruppe
angeboten Produktlösungen ist in der folgenden Grafik
dargestellt.
Die tschechische Tochtergesellschaft DF s.r.o. hat im
Jahr 2023 mit der Implementierung einer neuen
Finanzsoftware begonnen, um die Factoring-Dienstleistungen
zu vereinfachen und zu optimieren. Diese strategisch
wichtige Investition in die Zukunft wird es
ermöglichen, nach Abschluss der Implementierung das
Geschäft in diesem Bereich effektiver und effizienter
wieder aufzunehmen.
Das Geschäftsmodell der DF-Gruppe unterliegt
rechtlichen, politischen sowie wirtschaftlichen
Einflussfaktoren, vor allem im Hinblick auf
Sanktionierungen und Handelsbeschränkungen.
Insbesondere die Einhaltung von Restriktionen wird durch
das unternehmensinterne Compliance-Team intensiv
überwacht.
(2) Struktur der DF-GruppeDie in Köln ansässige DF Deutsche Forfait AG
("DF AG" oder "Gesellschaft") ist die Holding- und
Konzernobergesellschaft der DF-Gruppe. Die DF AG
verfügt über vier operative Tochtergesellschaften
sowie eine weitere Tochtergesellschaft, die als
Zwischenholding fungiert. Zu den operativen
Tochtergesellschaften gehört die Deutsche Forfait GmbH
in Köln ("DF GmbH"), die DF Deutsche Forfait s.r.o.
("DF s.r.o.") sowie die DF Deutsche Forfait Middle East
s.r.o. ("DF ME s.r.o."), beide mit Sitz in Prag,
Tschechische Republik. Die DF Food & Beverage Holding
GmbH ("DF FB Holding") fungiert als Zwischenholding der
operativen Tochtergesellschaft Vagabund Brauerei FB GmbH
("DF Vagabund"), beide mit Sitz in Köln.
Organisationsstruktur
Die DF GmbH konzentriert sich mit ihrem Produktangebot,
das vor allem den Marketing Service, das
Forfaitierungsgeschäft und das Inkasso von
Außenhandelsforderungen sowie Beratungsleistungen
umfasst, auf die Region Naher und Mittlerer Osten. Daneben
erbringt sie Serviceleistungen für die anderen
Gesellschaften der DF-Gruppe. Hierzu zählen unter
anderem die Bereiche Rechnungswesen, Vertragsabwicklung,
Compliance, Vertrieb und Risikomanagement.
Bei den Tochtergesellschaften in Prag sind das
Factoring-Geschäft, die Abwicklung einzelner
Geschäfte, wie z.B. die Vergabe von Darlehen, der An-
und Verkauf von Solawechseln sowie Inkassotätigkeiten
angesiedelt. Die DF ME s.r.o. konzentriert sich hierbei auf
Transaktionen und das Produkt Trading im Nahen und
Mittleren Osten mit Schwerpunkt Iran; die DF s.r.o. deckt
das übrige geographische Spektrum mit Schwerpunkt auf
Emerging Markets ab.
Alle Tochtergesellschaften sind rechtlich
eigenständige Einheiten mit voller rechtlicher
Autonomie.
Die DF-Gruppe zeichnet sich durch ihre breite
Aufstellung, ihre umfangreiche Produktpalette und ihre
Fokussierung auf den Nahen Osten sowie auf humanitäre
Güter aus. Diese Kombination verleiht ihr ein
einzigartiges Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Branche.
Der Gesellschaft sind keine vergleichbaren Mitbewerber oder
eine Peergroup innerhalb Europas bekannt.
II. WIRTSCHAFTSBERICHT(1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie weltwirtschaftliche Lage war im ersten Halbjahr 2024
nach wie vor von den Auswirkungen des Ukrainekrieges und
verstärkt auch durch den Nahostkonflikt geprägt.
Anfang des Jahres 2024 nahmen der Internationale
Währungsfonds (IWF) und die Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
leichte Aufwärtskorrekturen in den wirtschaftlichen
Prognosen für 2024 vor. Der IWF prognostizierte am 31.
Januar 2024 ein globales Wachstum von 3,1 % in 2024 und 3,2
% in 2025. Im Oktober 2023 lag die Prognose noch 0,2
Prozentpunkte niedriger.
Auch die OECD hob die Prognosen am 5. Februar 2024
gegenüber November 2023 um 0,2 Prozentpunkte auf 2,9 %
an. 2025 prognostiziert die OECD unverändert 3,0 %.
Die Weltbank dagegen sieht das Wachstum der Weltwirtschaft
in ihrem Ausblick vom 09. Januar 2024 bei 2,4 % für
2024 und 2,7 % für 2025. Allerdings weisen alle drei
Organisationen darauf hin, dass das globale Wachstum gering
und regional deutlich unterschiedlich verteilt bleibt.
Insbesondere im Euroraum würde das Wachstum
gedämpft ausfallen, da hohe Energiepreise und hohe
Zinsen die Verbraucherstimmung und die
Unternehmensinvestitionen dämpfen würden. Global
kommt hinzu, dass Angriffe auf Schiffe im Roten Meer die
Transportkosten drastisch erhöhen und die Lieferzeiten
verlängern, wodurch Produktionspläne gestört
wurden.
Für das Welthandelsvolumen prognostizierte der IWF
im Januar 2024 3,3 % für 2024 und 3,6 % für das
nächste Jahr, wobei diese Zahlen deutlich unter dem
historischen Durchschnittswert von 4,9 % liegen werden. Im
Juli 2024 wurden diese Prognosen auf 3,1 % und 3,4 % im
nächsten Jahr nach unten korrigiert, lagen damit aber
um 0,1 % höher als die Prognosen vom April 2024. Zum
Vergleich: In 2023 betrug der Zuwachs lediglich 0,8 %.
Die EU-Kommission erwartete im Mai 2024 ein BIP-Wachstum
von 1,0 % in der EU, 0,8 % im Euroraum und 0,1 % in
Deutschland. Die OECS prognostiziert für den Euroraum
0,7 % und für das kommende Jahr 1,5 %, so sich denn
die Binnennachfrage erholt. Der IWF sagt 0,8 % für
2024 und 1,5 % für 2025 voraus.
Die Prognosen für Deutschland haben sich immer noch
nicht aufgehellt. Der IWF rechnet Mitte des Jahres
weiterhin nur mit 0,2 % Wachstum. Die ifo
Konjunkturprognose vom 6. März 2024 bestätigt
diese 0,2 %, wobei jedoch die Prognose im Vergleich zum
Winter 2023 um 0,7 Prozentpunkte herabgesetzt wurden. 2025
wurde die Prognose leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 1,5 %
angehoben. Damit wäre jedoch Deutschland 2024
weiterhin Schlusslicht unter den großen
Industrienationen, während 2025 voraussichtlich
Italien und Japan eine schlechtere Entwicklung haben
werden.
Die Inflationsrate betrug im Juni 2024 im Euroraum 2,5 %
nach 5,5 % im Juni 2023. Für Deutschland sank die
Inflation im Juni 2024 auf 2,5 % nach 6,8 % im Vorjahr.
Für den für die DF-Gruppe relevanten Markt in
Tschechien prognostizierte der Frühjahrsreport der
Europäischen Kommission 1,2 % Wachstum für 2024
und 2,8 % für 2025 nach minus 0,3 % im vergangenen
Jahr. Die Inflationsrate in Tschechien konnte einen
Rückgang auf 2,2 % von 11,2 % verzeichnen.
Die weltweite Kerninflation wird für 2024 mit 5,9 %
vorausgesagt (nach 6,8 % in 2023) und soll 2025 auf 4,5 %
zurückgehen.
Nach dem Wirtschaftsausblick der GTAI Germany Trade
& Invest, Berlin vom Juli 2024 soll die wirtschaftliche
Entwicklung im für die DF-Gruppe wichtigen Zielmarkt
Iran im iranischen Wirtschaftsjahr 2023/24 (iranisches Jahr
21. März bis 20. März) nach Angaben der
Iranischen Zentralbank um 5 % gestiegen sein. Die Weltbank
prognostiziert für das folgenden Wirtschaftsjahr
2024/25 ein Plus von 3,2 %. Dabei trägt die Öl-
und Gasförderung wieder wesentlich zum Wachstum bei,
der Sektor wird ein Plus von 14,7 % für das Jahr
2023/24 ausweisen.
Allerdings legte auch die Nichtölwirtschaft im Iran
deutlich zu. Die verarbeitende Industrie stieg um 4,4 %,
die Bauwirtschaft um 7,1 % und der Dienstleistungssektor um
3,8 %. Die Inflationsrate im Iran betrug nach Angaben von
Statista 41,5 % in 2023 und wird 2024 bei 37,5 % liegen.
(2) Geschäftsverlaufa. ErtragslageDas Konzern-Gesamtergebnis der DF-Gruppe lag im ersten
Halbjahr 2024 mit EUR 1,5 Mio. unterhalb des
Vorjahresergebnisses von EUR 1,9 Mio. Hauptsächlicher
Grund waren geringere Zinserträge, die im
Vergleichszeitraum des Vorjahres aufgrund der
stichtagsbezogenen Einflüsse des
Tradinggeschäftes außerordentlich hoch waren.
Das Ergebnis wurde erzielt aus einem gestiegenen Volumen
der fortgeführten Geschäftsbereiche von insgesamt
EUR 105,1 Mio. (Vorjahr: EUR 83,1 Mio.).
Die transaktionsbezogenen Erträge reduzierten sich
auf EUR 5,0 Mio. (Vorjahr: stichtagsbezogen
hauptsächlich durch das Trading-Geschäft EUR 25,4
Mio.). Die Provisionserträge aus dem Marketing Service
stiegen hingegen auf EUR 4,9 Mio. (Vorjahr EUR 4,1 Mio.).
Es wurden keine Erträge aus dem Forfaitierungs-
(Vorjahr EUR 0,3 Mio.) und Trading-Geschäft (Vorjahr
EUR 20,6 Mio.) erzielt.
Die transaktionsbezogenen Aufwendungen fielen analog zu
den Erträgen, bedingt durch das stichtagsbezogene
Trading-Geschäfts des Vorjahres, von EUR 20,9 Mio. auf
EUR 0,3 Mio. Dies führte insgesamt zu einer Steigerung
des Rohergebnisses auf EUR 4,7 Mio. (Vorjahr: EUR 4,4
Mio.).
Der Personalaufwand lag mit EUR 1,1 Mio. fast
unverändert auf Vorjahrsniveau. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen lagen ebenso nahezu
unverändert bei EUR 1,2 Mio. (Vorjahr EUR 1,2 Mio.).
Die Zinserträge gingen durch geringere vertraglich
vereinbarte Verzugszinsen auf EUR 0,1 Mio. (Vorjahr EUR 0,6
Mio.) zurück. Die Zinsaufwendungen lagen
unverändert bei EUR 0,4 Mio. und resultieren fast
ausschließlich aus Darlehenszinsen für das der
DF GmbH zur Verfügung gestellte Darlehen des
Mehrheitsaktionärs der DF AG.
Das Konzernergebnis vor Steuern lag im ersten Halbjahr
2024 mit EUR 2,0 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 2,3
Mio. Der Rückgang basiert größtenteils auf
den deutlich geringeren Zinserträgen. Das
Konzernergebnis nach Steuern hat sich dementsprechend und
durch höhere latente Steuern auf EUR 1,5 Mio. (Vorjahr
EUR 2,0 Mio.) verringert, wobei das Ergebnis je Aktie 0,12
Euro beträgt (Vorjahr 0,16 Euro).
Insgesamt hat die DF-Gruppe unter den gegebenen
Marktverhältnissen wieder ein zufriedenstellendes
Ergebnis realisiert.
b. FinanzlageDer Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit der
DF-Gruppe betrug im ersten Halbjahr 2024 EUR 2,3 Mio.
(Vorjahr EUR -13,5 Mio.). Die wesentliche Ursache für
den stichtagsbezogenen Anstieg ist die deutliche Abnahme
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der
sonstigen Vermögenswerte. Diese resultierten im
letzten Halbjahr stichtagsbedingt als Sondereffekt aus dem
vor über den Stichtag hinaus gehaltenen ersten
Trading-Geschäft.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war im
Berichtszeitraum von untergeordneter Bedeutung. Der
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stieg von EUR -0,6
Mio. aufgrund der letztjährigen Dividendenzahlung auf
EUR -0,1 Mio. im ersten Halbjahr 2024. Die DF-Gruppe ist im
ersten Halbjahr zielkonform allen Zahlungsverpflichtungen
fristgerecht nachgekommen.
Die Finanzmittel betrugen am Ende des Berichtszeitraums
insgesamt EUR 44,2 Mio.
Der Anstieg des Eigenkapitals der DF-Gruppe zum 30. Juni
2024 auf EUR 30,3 Mio. (Jahresende 2023 EUR 28,8 Mio.) ist
auf die Erhöhung der Gewinnrücklagen
zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote
beträgt 58,8 % nach 58,1 % zum 31. Dezember 2023.
Zum 30. Juni 2024 verfügte die DF-Gruppe, neben dem
Darlehen des Mehrheitsgesellschafters der DF AG, über
keine Kredite oder Kreditlinien bei Kreditinstituten oder
weiteren Personen.
c. VermögenslageDie Summe aller Vermögenswerte der DF-Gruppe betrug
zum Bilanzstichtag 30. Juni 2024 insgesamt EUR 51,6 Mio.
(zum Jahresende 2023 EUR 49,6 Mio.). Die langfristigen
Vermögenswerte sind aufgrund der Reduzierung latenter
Steuerforderungen leicht auf insgesamt EUR 4,8 Mio.
gesunken (zum Jahresende 2023 EUR 5,2 Mio.); die
kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich auf EUR
46,8 Mio. (zum Jahresende 2023 EUR 44,3 Mio.).
Die DF-Gruppe verfügte zum 30. Juni 2024 über
Zahlungsmittel in Höhe von EUR 44,2 Mio.
d. Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklungen und der kriegerischen KonflikteDie für die DF-Gruppe wesentlichen finanziellen
Leistungsindikatoren - Geschäftsvolumen, Rohergebnis
sowie das Konzernergebnis vor Steuern- wurden im ersten
Halbjahr 2024 durch die sich weltweit verschlechternden
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht signifikant
beeinflusst. Insbesondere der ertragsstarke Marketing
Service erwies sich weiterhin als stabiles Element im
Leistungsspektrum des Konzerns. Aufgrund der schwierigen
Wirtschaftslage sowie der Zurückhaltung der
Marktteilnehmer in unseren bisherigen Zielmärkten
wurden Diversifizierungen in Produkten und Zielländern
eingeleitet.
Das Geschäftsvolumen definiert sich als das
Gesamt-Umsatzvolumen der unserer Provisionsberechnung
zugrundeliegenden Geschäfte.
Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wurden durch
die genannten Einflüsse ebenfalls nicht
beeinträchtigt. Die DF-Gruppe setzt weiterhin auf ihre
sehr erfahrenen und langjährigen Mitarbeiter, die mit
ihrer fachspezifischen Expertise kontinuierlich zur
positiven Geschäftsentwicklung beitragen. Besonders
unsere strategischen Partnerschaften und Vermittler in den
Zielmärkten sind entscheidend für die
erfolgreiche Umsetzung unserer Geschäftsstrategie. Das
Know-how der tschechischen Tochtergesellschaften bleibt bis
zur vollständigen Implementierung der neuen Software
erhalten und gesichert, um in Zukunft wieder Ergebnisse in
diesen Bereichen zu erzielen.
Der russische Militäreinsatz gegen die Ukraine hat
nach wie vor weltweit politische und wirtschaftliche
negative Auswirkungen. Da die DF-Gruppe jedoch keine Kunden
in Russland hat, gab es im ersten Halbjahr 2024 weiterhin
keine direkten Auswirkungen auf das operative
Geschäft.
Auch die ausgeweiteten Auseinandersetzungen zwischen der
Hisbollah und Israel hatten keinen wesentlichen Einfluss
auf unsere Geschäftstätigkeit, die sich
ausschließlich auf den humanitären Bereich
konzentriert.
(3) Entwicklung der DF-AktieDie Aktie der DF Deutsche Forfait AG bewegte sich im
ersten Halbjahr 2024 in einem engen Seitwärtskorridor.
Nach dem Jahresstart von EUR 1,83 erreichte der Kurs ein
Hoch von EUR 1,92, bevor die Veröffentlichung der
vorläufigen Zahlen mit einer nicht erreichten
EBT-Prognose den Kurs auf ein Halbjahrestief von EUR 1,49
drückte.
Der Kurs schloss am 28. Juni bei EUR 1,66, sodass
für das Halbjahr ein Kursverlust von EUR 0,17 oder 9,3
% zu verzeichnen war.
Die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der DF
Deutsche Forfait AG betrug am 30. Juni 2024 EUR 19,7 Mio.
(Vorjahr: EUR 27,9 Mio.). Insgesamt wurden im Verlauf des
ersten Halbjahres rund 92.000 DF-Aktien über die
Börsenplätze Frankfurt und XETRA gehandelt,
verglichen mit 255.000 Stück im gleichen Zeitraum des
Vorjahres.
(4) HauptversammlungDie DF Deutsche Forfait AG hat am 2. Juli 2024 ihre
ordentliche Hauptversammlung für das
Geschäftsjahr 2023 abgehalten. Vorstand und
Aufsichtsrat berichteten auf der in Präsenz in
Köln abgehaltenen Versammlung über die operativen
Leistungen des Unternehmens im vergangenen Jahr und
erläuterten die strategischen Initiativen und die
Pläne für die Zukunft.
Allen Tagesordnungspunkten wurden von der
Hauptversammlung mit deutlicher Mehrheit des mit über
85 % anwesenden Grundkapitals zugestimmt. Die zur
Abstimmung stehenden Beschlussvorschläge umfassten die
Thesaurierung des Bilanzgewinns aus dem Geschäftsjahr
2023, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die
Wahl der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMC Audit
GmbH, München, zum Abschlussprüfer für das
laufende Geschäftsjahr, die Billigung des
Vergütungsberichts, die Ermächtigung des
Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien sowie die
Präzisierung zweier Paragrafen der Satzung.
Nach Bilanzstichtag reichten drei Aktionäre eine
Anfechtungsklage gegen den Beschluss der Thesaurierung des
Bilanzgewinnes ein, über die zum Redaktionsstichtag
dieses Berichtes noch nicht entschieden wurde. Der Eingang
der Anfechtungsklage wurde gem. § 246 Abs. 4 Satz 1
AktG am 19.08.2024 im Bundesanzeiger veröffentlicht.
III. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTIm Hinblick auf den Chancen- und Risikobericht wird auf
die ausführliche Darstellung im Konzernlagebericht zum
31. Dezember 2023 verwiesen.
Die dort erläuterten Risiken selbst sind auch unter
Berücksichtigung des andauernden Ukrainekrieges und
des Nahostkonfliktes bis zum Ende des Berichtszeitraums
unverändert geblieben. Die substanziellen Risiken
für die DF-Gruppe liegen weiterhin auf der
Ertragsseite. Aufgrund der geographischen Spezialisierung
der DF-Gruppe besteht eine hohe Abhängigkeit von der
weiteren politischen und wirtschaftlichen Entwicklung im
Nahen und Mittleren Osten, dem sogenannten
Länderrisiko, sowie von der Zusammenarbeit mit ihren
strategischen Partnern.
Durch die Spezialisierung und Alleinstellung im Markt
ist die DF-Gruppe in der Lage, hohe Erträge zu
erzielen. Gleichzeitig birgt die Spezialisierung des
Geschäftsmodells der DF-Gruppe und die enge
Zusammenarbeit mit eingespielten Partnern auch ein
erhebliches Risiko. Sollte ein wichtiger Partner der
DF-Gruppe aus politischen oder wirtschaftlichen
Gründen ausfallen, kann dies zu einer
Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung
für die DF-Gruppe führen.
Im ersten Halbjahr wurde die Provisionserträge
größtenteils mit einem einzigen Kunden erzielt.
Das daraus resultierende Konzentrationsrisiko schätzt
die DF-Gruppe als gering und vertretbar ein, da mit diesem
Kunden eine langjährige Geschäftsbeziehung
besteht. Darüber hinaus erhielt die Gesellschaft im
ersten Halbjahr mehrere Anfragen an die operativen
Gesellschaften in Tschechien und Deutschland zu den
Produkten Trading, Factoring und Forfaitierung. Diese
führten jedoch aufgrund von Risiko- und
Compliance-Erwägungen nicht zu
Geschäftsabschlüssen und somit auch nicht zu
einem Ergebnisbeitrag. Die DF-Gruppe erwartet, dass sich
dies in der Zukunft wieder ändert.
Neben den zuvor dargestellten Geschäftsrisiken
beeinflussen die weiterhin hohe Inflation, hohe
Energiepreise, der Ukrainekrieg und der Nahostkonflikt nach
wie vor die globale Wirtschaftsleistung und somit auch den
Welthandel. Da jedoch der humanitäre Bereich mit
Nahrungsmitteln, Pharma- und Healthcare-Produkten, auf den
sich die DF-Gruppe konzentriert, im Vergleich zum Handel
mit anderen Gütern deutlich weniger stark von den
entsprechenden Einflussfaktoren betroffen war und dies auch
für das laufende Geschäftsjahr 2024 zu erwarten
ist, geht die DF-Gruppe von einer vergleichbaren
Risikosituation wie im Vorjahr aus.
Weiterhin besteht die Gefahr, dass die Mittel für
den Import von medizinischen Gütern und
Nahrungsmitteln im Nahen und Mittleren Osten nur
eingeschränkt zur Verfügung stehen oder einzelne
Produkte der DF-Gruppe aufgrund regulatorischer oder
sonstiger Gegebenheiten nicht weiter vermarktet werden
können, was zu einer Verringerung des
Geschäftsvolumens der DF-Gruppe führen kann.
Die stetige Beobachtung der Märkte, das hohe
Maß an Flexibilität sowie die langjährige
Expertise im Trade-Finance Bereich in Verbindung mit einem
bewährten Compliance-System bieten der Gesellschaft
gute Chancen, ihr Geschäftsvolumen künftig weiter
auszudehnen.
Die bestehenden Sanktionen schränken weiterhin die
Nutzung vorhandener Finanzmittel im Iran ein und halten
zugleich die Transaktionskosten auf einem hohen Niveau,
wodurch der bestehenden Nachfrage nicht gänzlich
nachgekommen werden kann. Aufgrund der Vorrangigkeit, der
dem Geschäft der DF-Gruppe zugrundeliegenden nicht
sanktionierten Warenbewegungen, konnte bisher keine
Beeinträchtigung beobachtet werden.
Die vertieften wirtschaftlichen Beziehungen zwischen
Iran und China könnten sich positiv auf die
Entwicklung des Geschäftsvolumens der DF-Gruppe
auswirken. Gleichzeitig besteht jedoch das Risiko, das die
DF-Gruppe verstärkt mit Herausforderungen konfrontiert
wird, insbesondere bei Exportgeschäften im Bereich
Nahrungs- und Agrarprodukten. Dies könnte der Fall
sein, wenn der Handel zwischen den BRICS-Staaten weiter
zunimmt und Länder aus der Europäischen Union
außen vor bleiben.
Nach aktueller Beurteilung des Vorstands zum Zeitpunkt
der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses und dieses
Zwischenlageberichts überwiegen auf der Basis der
politischen, geographischen sowie wirtschaftlichen
Entwicklung der letzten Monate die Chancen die Risiken
deutlich. Die DF-Gruppe rechnet weiterhin mit einer
anhaltenden Profitabilität.
IV. PROGNOSEBERICHTTrotz der anhaltenden geopolitischen Risiken sehen der
IWF und die OECD Anhaltspunkte für vorsichtigen
Optimismus für eine weltweite verbesserte
Konjunkturentwicklung. Die Inflation sinkt weltweit
schneller als erwartet und die Arbeitslosigkeit sei in den
meisten Regionen auf oder nahe einem Rekordtief.
Die USA erziele momentan ein durch den privaten Konsum
und eine unerwartet expansive Fiskalpolitik ein sehr
robustes Wachstum. Auch mehrere große
Schwellenländer wie Indien, Brasilien und die
Türkei überraschten positiv. Ebenso halfen in
China Konjunkturmaßnahmen, die anhaltende
Schwäche am Immobilienmarkt auszugleichen. In anderen
fortgeschrittenen Volkswirtschaften, insbesondere Europa,
schwächte sich das Wachstum dagegen ab.
Nur das Wachstum in China, Korea und den Vereinigten
Staaten verhalf dem Welthandel im vierten Quartal 2023
trotz der anhaltenden Schwäche in Europa zu einer
Erholung. Diese scheint sich auch 2024 fortzusetzen, auch
wenn sie nach wie vor fragil und stark von den Vereinigten
Staaten und China abhängig ist.
Seit Beginn der Angriffe auf Frachtschiffe im Roten Meer
ist der Transit von Containerschiffen durch den Suezkanal
stark zurückgegangen, die durchschnittliche
tägliche Anzahl der Schiffe war zwischen Januar und
Mitte April 2024 um etwa die Hälfte niedriger als im
letzten Quartal 2023. Die Umleitung um das Kap der Guten
Hoffnung beeinträchtigt knapp 10 % des weltweiten
Seehandels und knapp ein Fünftel des Volumens der
Langstreckenschiffe und verlängert die Fahrtzeiten
für die betroffene Fracht zwischen Nordeuropa und
Asien um etwa 30 %. Die Trockenheit im Panamakanal tat ihr
Übriges, um Frachtzeiten und -kosten zu erhöhen.
In der Gesamtschau liegen die Frachtkosten zurzeit immer
noch etwa 60 % über den Vergleichswerten des
Vorjahres, was den Inflationsrückgang verlangsamen
dürfte. Allerdings tragen das moderate globale
Nachfragewachstum und die laufende Auslieferung neuer
Schiffe bisher dazu bei, die Angebotsengpässe in
Grenzen zu halten. Die Indikatoren für
Lieferkettenengpässe haben sich bisher nur
geringfügig verschlechtert und liegen unter dem Niveau
von 2021/22.
Vor diesem weiter durchwachsenen, aber nicht (mehr)
gänzlich düsteren Hintergrund haben sowohl die
OECD (2. Mai) als auch der IWF (16. April) ihre Prognosen
für das Weltwirtschaftswachstum leicht nach oben
korrigiert: Die OECD erhöhte ihre Prognosen für
2024 und 2025 um je 0,2 PP auf 3,1 bzw. 3,2 %, der IWF
revidierte sie für 2024 um 0,1 PP und behielt sie
für 2025 unverändert bei, erwartet werden somit
für beide Jahre 3,2 %.
Die Weltbank prognostiziert für den Iran für
das folgenden Wirtschaftsjahr 2024/25 ein Plus von 3,2 %.
Dabei trägt die Öl- und Gasförderung wieder
wesentlich zum Wachstum bei, der Sektor wird ein Plus von
14,7 % für das Jahr 2023/24 ausweisen.
Der Fokus der Geschäftstätigkeit der DF-Gruppe
in der Zielregion Naher und Mittlerer Osten liegt nach wie
vor auf den Produktgruppen Nahrungsmittel, Pharma und
Healthcare. Diese Güter dienen der Grundversorgung der
Bevölkerung und sind im Hinblick auf den Iran somit
befreit von den bestehenden Sanktionen. Die bestehenden
US-Sanktionen schränken zwar nach wie vor die Nutzung
vorhandener Finanzmittel im Iran ein, werden die seit 2022
eingestellten Verhandlungen zum sogenannten "Joint
Comprehensive Plan of Action", dem JCPOA-Abkommen jedoch
fortgeführt, kann dies eine Lockerung der bestehenden
Sanktionen durch die US-Regierung gegenüber dem Iran
zur Folge haben.
Bezugnehmend auf den russischen Militäreinsatz
gegen die Ukraine und die resultierenden Sanktionen unter
anderem der USA, der EU und des Vereinigten
Königreichs gegen Russland, sind weiterhin negative
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie das globale
Handelsgeschehen zu erwarten.
Der Nahostkonflikt hat ebenfalls große negative
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, insbesondere durch die
im Vorstehenden beschriebenen erheblichen Auswirkungen auf
den Schiffstransport durch das Rote Meer. Die Gefahr, dass
dieser Konflikt eskaliert, ist weiterhin präsent und
kann im Falle einer regionalen oder internationalen
Ausweitung erhebliche negative Auswirkungen auf die
Weltwirtschaft haben.
Für das Geschäftsjahr 2024 werden aus dem
ersten M&A-Geschäft keine nennenswerten
Ergebnisbeiträge erwartet. Insgesamt rechnet die
DF-Gruppe im zweiten Halbjahr 2024 mit einer Verbesserung
der Geschäftslage im Vergleich zum 2. Halbjahr 2023,
da der einmalige negative Effekt der Rechtsstreitigkeiten
mit der Varengold Bank AG in diesem Jahr keine Rolle
spielt.
Die DF-Gruppe hat bisher aufgrund der umfangreichen
Diversifizierungen in unseren Geschäftsfeldern und
Zielländern nur einen Rahmen für eine
mögliche Prognose für das Geschäftsjahr 2024
mit einer Steigerung der Kennziffern Geschäftsvolumen,
Rohergebnis und Ergebnis vor Steuern (EBT) im unteren
zweistelligen Prozentbereich angegeben.
Unter der Voraussetzung, dass in den kommenden Monaten
die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen,
insbesondere in der Zielregion, stabil bleiben und die
negativen Auswirkungen des Russland-Ukrainekrieges und
insbesondere des Nahostkonfliktes auf die Weltwirtschaft
nicht zunehmen, erwartet die Geschäftsleitung für
das laufende Jahr eine Steigerung des
Geschäftsvolumens um 5 % bis 15 %, einen Anstieg des
Rohergebnisses um 10 % bis 15 % sowie eine Erhöhung
des Ergebnisses vor Steuern (EBT) um 10 % bis 20 % im
Vergleich zum Vorjahr, ohne Berücksichtigung der DF
Vagabund.
V. BESONDERE EREIGNISSE NACH BILANZSTICHTAGÜbernahme der Assets der Vagabund Brauerei GmbH / BerlinDie Vagabund Brauerei FB GmbH, eine neugegründete
Tochtergesellschaft der ebenfalls neu gegründeten
Zwischenholding DF Food & Beverage Holding GmbH der DF
Deutsche Forfait AG (ISIN: DE000A2AA204) (DF AG) hat am 1.
Juli 2024 alle Assets der insolventen Berliner Craft Beer
Brauerei Vagabund Brauerei GmbH übernommen. Damit
setzt die DF-Gruppe ihre angekündigte Diversifikation
der Geschäftsfelder fort.
Die Aktivitäten der seit 2011 in Berlin bekannten
Brauerei und der angeschlossenen Gaststätte im
denkmalgeschützten Kesselhaus der ehemaligen
Osram-Höfe werden mit der Mehrheit der etablierten
Mitarbeiter fortgeführt. Eine neue
Geschäftsleitung sowie Investitionen in die
Brauanlage, die Abfüllanlage und einen
verstärkten Fokus auf das Marketing sollen die
Produktion und den Vertrieb in Berlin optimieren und
langfristig über die Stadtgrenzen hinaus ausdehnen.
Mir der Spezialisierung auf Craft-Biere bedient die
Brauerei eine Nische und steht nicht in direkter Konkurrenz
zu Großbrauereien im Massenmarkt. Aufgrund von
Preissteigerungen bei Rohstoffen besteht das Risiko einer
Margenverringerung, die jedoch in diesem Segment durch
Preisanpassungen ausgeglichen werden könnte. Insgesamt
bewertet der Vorstand der DF-Gruppe die Chancen deutlich
höher als die Risiken.
Durch die Diversifizierung in Firmenbeteiligungen
und/oder -übernahmen soll das von externen Faktoren,
die sich überwiegend unserem Einfluss entziehen,
geprägte schwankende Finanzierungsgeschäft
ausgeglichen und somit konstante und sichere Einnahmen
generiert werden. Aus diesem ersten M&A-Deal erwartet
die Geschäftsleitung in diesem Jahr wie bereits im
Prognosebericht angegeben keinen nennenswerten
Ergebnisbeitrag.
Anhängige RechtsstreitigkeitenIm ersten Quartal 2024 wurde der Rechtsstreitigkeit mit
der Varengold Bank AG nach der Freigabe und Auszahlung der
Vermögenswerte an die DF GmbH im Dezember 2023 in der
Hauptsache für erledigt erklärt. Die DF GmbH hat
die Kosten des Rechtstreits zu tragen. Rechtshängig
bleibt jedoch noch die Frage der Streitwerthöhe und
damit verbunden die endgültige Kostenentscheidung. Zum
Redaktionsstichtag dieses Berichtes war diese Frage noch
nicht geklärt.
Nach dem Stichtag 30.06 reichten drei Aktionäre
eine Anfechtungsklage gegen den Beschluss der
Hauptversammlung zur Thesaurierung des Bilanzgewinnes ein.
Über diese Klage wurde zum Redaktionsstichtag dieses
Berichtes noch nicht entschieden. Der Eingang der
Anfechtungsklage wurde gem. § 246 Abs. 4 Satz 1 AktG
am 19.08.2024 im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Köln, 20. September 2024
Der Vorstand
KONZERNZWISCHENABSCHLUSS FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2024III KonzernbilanzAktivascrollen
Passivascrollen
III Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
III Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
Das Konzernergebnis sowie das Konzern-Gesamtergebnis
sind vollumfänglich den Anteilseignern des
Mutterunternehmens zuzurechnen.
I Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
III Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
1 Other Comprehensive Income (OCI)
III Ausgewählte erläuternde Anhangangaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024I. GRUNDSÄTZE(1) GrundlagenDie DF Deutsche Forfait AG (auch "DF AG" oder
"Gesellschaft") ist Muttergesellschaft der DF-Gruppe (auch
"DF Konzern" oder "Konzern") und hat die Rechtsform einer
Aktiengesellschaft. Die Anschrift der Gesellschaft lautet
Gustav-Heinemann-Ufer 56, 50968 Köln. Sie wird am
Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 112638
geführt.
Die DF-Gruppe hat sich auf
Außenhandelsfinanzierungen und damit
zusammenhängende Dienstleistungen für Exporteure,
Importeure und andere Finanzunternehmen spezialisiert. Der
Konzern ist somit als ein Ein-Segment-Unternehmen
anzusehen. Eine Segmentierung im Sinne des IFRS 8 erfolgt
daher nicht. Der geographische Schwerpunkt der DF-Gruppe
liegt innerhalb dieses Marktsegments auf den Ländern
des Nahen und Mittleren Ostens sowie insbesondere dem Iran.
Im Hinblick auf den Handel mit dem Iran beschränkt
sich die DF-Gruppe aus geschäftspolitischen
Gründen auf humanitäre Güter.
Die Darstellung des Zwischenabschlusses erfolgt im
Einklang mit IAS 34 in verkürztem Umfang
gegenüber dem Konzernjahresabschluss. Der
ungeprüfte verkürzte Konzernzwischenabschluss der
DF AG zum 30. Juni 2024 wurde unter Beachtung der
gültigen International Financial Reporting Standards
(IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in
der EU anzuwenden sind, und den nach § 315e Abs. 1 HGB
ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen
Vorschriften aufgestellt. Der Zwischenabschluss wurde
grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden erstellt, die auch dem
vorangegangenen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023
zugrunde lagen. Alle für das erste Halbjahr 2024
verbindlichen Interpretationen des International Financial
Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden
ebenfalls angewendet.
Die Konzernwährung lautet auf Euro. Alle
Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben,
soweit nichts anderes vermerkt ist. Die angegebenen Werte
werden kaufmännisch gerundet. Dies kann im Rahmen von
Summierungen und Prozentangaben zu geringfügigen
Rundungsdifferenzen führen.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die
im Insolvenzplan aus dem Jahr 2016 beschriebenen
Forderungen und Verbindlichkeiten in den Posten
Vermögenswerte Gläubiger und Verbindlichkeiten
Gläubiger zusammengefasst. Diese Posten sind in der
Konzernbilanz gesondert ausgewiesen und im Konzernanhang
erläutert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist
nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn-
und Verlustrechnung werden Erträge und Aufwendungen
nach Arten gruppiert und die Summe der Hauptertrags- und
Hauptaufwandsarten angegeben, um den Besonderheiten einer
Forfaitierungsgesellschaft Rechnung zu tragen.
Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der
Unternehmensfortführung aufgestellt.
Hinsichtlich der wesentlichen Schätzungen und
Annahmen bei der Bilanzierung haben sich keine erheblichen
Änderungen ergeben; hierzu verweisen wir daher auch
auf die Erläuterungen im Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2023.
(2) Änderungen der Standards durch das IASBIn diesem verkürzten Konzernzwischenabschluss
werden die gleichen Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für
das Geschäftsjahr 2023 angewendet. Hinsichtlich der
Grundsätze und Methoden im Rahmen der
Konzernrechnungslegung wird auf den Konzernanhang des
Geschäftsberichts 2023 verwiesen.
Die vom IASB veröffentlichten und von der EU
bestätigten Verlautbarungen bzw. Änderungen von
Verlautbarungen des IASB mit einem erstmaligen
Anwendungszeitpunkt zum 1. Januar 2024 hat die Gruppe im 1
. Halbjahr 2024 beachtet und sofern relevant, angewandt.
Aus diesen Änderungen ergaben sich keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-
Finanz- und Ertragslage der DF AG.
Auch aus der zukünftigen Anwendung
veröffentlichter, aber noch nicht angewendeter
Standards, Interpretationen und Änderungen werden
keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den
Konzernabschluss erwartet.
(3) KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis der DF AG ist im Folgenden
dargestellt und ist im Vergleich zum Konzernabschluss vom
31. Dezember 2023 um die beiden Gesellschaften DF FB
Holding und DF Vagabund erweitert worden. Bei beiden
Gesellschaften handelt es sich um eigene Gründungen.
Der Abschlussstichtag für die Muttergesellschaft und
für die Tochtergesellschaften ist einheitlich der 31.
Dezember. Der Anteil am jeweiligen Eigenkapital hat sich
gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
scrollen
(4) WährungsumrechnungDer Konzernzwischenabschluss wird in Euro, der
funktionalen und Berichtswährung des
Mutterunternehmens gemäß IAS 21, "Auswirkungen
von Wechselkursänderungen", dargestellt.
Da die Tochterunternehmen ihre Geschäfte in
finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer
Hinsicht selbständig betreiben, ist die funktionale
Währung grundsätzlich identisch mit der
jeweiligen Landeswährung des Tochterunternehmens. Im
Konzernzwischenabschluss werden daher die Aufwendungen und
Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen,
die in fremder Währung aufgestellt sind, zum
Durchschnittskurs, Vermögenswerte und Schulden zum
Stichtagskurs in Euro umgerechnet.
Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende
Währungsunterschied wird innerhalb des Eigenkapitals
als Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung
ausgewiesen. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus
abweichenden Umrechnungskursen zwischen der Bilanz und der
Gesamtergebnisrechnung resultieren, werden im sonstigen
Ergebnis erfasst.
Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten
werden bei Zugang zum Anschaffungskurs bewertet. Zum
Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -Verluste
werden in der Gewinn- und Verlustrechnung
berücksichtigt.
Die für die Währungsumrechnung in Euro
zugrunde gelegten Wechselkurse entsprechen den von der
Europäischen Zentralbank veröffentlichten
Euro-Referenzkursen und stellen sich wie folgt dar:
scrollen
II. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(5) Transaktionsbezogene ErträgeDie transaktionsbezogenen Erträge beinhalten:
scrollen
Provisionserträge ergeben sich im Wesentlichen aus
Vermittlungs-, Beratungs- und Serviceleistungen im Bereich
des Zahlungsverkehrs. Die darin enhaltenen
Marketingerlöse werden von der DF GmbH
ausschließlich mit einem Kunden in der Region Naher
Osten erzielt.
(6) Transaktionsbezogene Aufwendungenscrollen
Die Provisionsaufwendungen stehen in kausalem
Zusammenhang mit den entsprechenden Erträgen.
(7) Ergebnis aus transaktionsbezogenen Erträgen und Aufwendungen (Rohergebnis)Das Rohergebnis errechnet sich als Differenz zwischen
den transaktionsbezogenen Erträgen und Aufwendungen.
scrollen
(8) Sonstige ErträgeDie sonstigen Erträge setzen sich wie folgt
zusammen:
scrollen
(9) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie
folgt zusammen:
scrollen
Die Rechts-, Beratungs- und Abschlusskosten sowie
Honorare betreffen überwiegend Aufwendungen für
Abschluss- und Zwischenprüfungen, Steuerberatung sowie
gesellschaftsrechtliche Beratung.
(10) FinanzergebnisDie Zinserträge des ersten Halbjahres 2024 in
Höhe von TEUR 95 (Vorjahr TEUR 615) beruhen auf der
Verzinsung von Bankguthaben (Vorjahr i.W. aus dem
Tradinggeschäft). Die Zinsaufwendungen in Höhe
von TEUR 384 (Vorjahr TEUR 377) resultieren
überwiegend aus Zinsen für das der DF GmbH zur
Verfügung gestellte Darlehen des
Mehrheitsaktionärs der DF AG.
(11) ErtragsteuernBis zum Jahr 2019 hat die DF AG steuerliche Verluste
erzielt, von denen nicht mit der erforderlichen
Wahrscheinlichkeit angenommen werden konnte, dass
künftig zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung
stehen, gegen welche die Verluste verwendet werden
können. Mit Anwendung des
Gewinnabführungsvertrags zwischen der DF AG und der DF
GmbH, der am 3. August 2020 mit Zustimmung der
Hauptversammlung vom 30. Juni 2020 durch Eintragung in das
Handelsregister wirksam geworden ist und rückwirkend
ab dem 1. Januar 2020 gilt, war die bisherige Annahme
bezüglich der Verlustverrechnung zu revidieren.
Bezüglich der steuerlichen Situation der DF AG
verweisen wir auch auf die Erläuterungen des
Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023.
Der für das erste Halbjahr 2024 ausgewiesene
Steueraufwand setzt sich aus der auf den Berichtszeitraum
entfallenden Ertragsteuer in Höhe von TEUR 158
(Vorjahr TEUR 167) sowie der Auflösung latenter
Steuerforderungen in Höhe von TEUR 398 (Vorjahr TEUR
185) zusammen. Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember
2023 bilanzierten latenten Steuern in Höhe von TEUR
3.882 reduzierten sich mithin auf TEUR 3.483 zum 30. Juni
2024.
Steuerforderungen bestehen in Höhe von TEUR 338
(Vorjahr TEUR 346), die sich i.W. in Höhe von TEUR 334
aus der für den Veranlagungszeitraum 2020 ermittelten
Körperschaftsteuer zuzüglich
Solidaritätszuschlag der DF AG ergeben.
Von den bilanzierten Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
in Höhe von TEUR 2.361 (Vorjahr TEUR 2.224) entfallen
TEUR 158 (Vorperiode TEUR 167) auf das im Berichtszeitraum
erzielte Ergebnis. Hieraus resultiert im Berichtszeitraum
ein ergebniswirksamer Ertrag in Höhe von TEUR 30
(Vorjahr TEUR 13).
III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(die Angabe zum Vorjahr bezieht sich auf den 31.12.2023)
(12) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen
sich im ersten Halbjahr 2024 auf TEUR 1.094 (Vorjahr TEUR
1.271).
(13) Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteBei den Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von TEUR
44.234 (Vorjahr TEUR 41.909) handelt es sich um Guthaben
bei Kreditinstituten mit Fälligkeiten bis zu drei
Monaten.
(14) EigenkapitalDie Veränderung des Eigenkapitals des DF Konzerns
zum 30. Juni 2024 ist in der
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Das Grundkapital des Konzerns ist in voller Höhe
eingezahlt und beträgt zum Bilanzstichtag
unverändert EUR 11.887.483. Es ist, ebenfalls
unverändert zum Vorjahr, eingeteilt in 11.887.483
nennwertlose Stückaktien, die auf den Namen lauten.
Unter Berücksichtigung des im Berichtszeitraum
erzielten Konzernergebnisses hat sich das Eigenkapital zum
30. Juni 2024 auf TEUR 30.333 erhöht (Vorjahr TEUR
28.804). Die Eigenkapitalquote beträgt somit 58,8 %
(Vorjahr 58,1 %).
(15) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
beinhalten nahezu ausschließlich Verpflichtungen aus
im zweiten Quartal 2024 bezogenen Leistungen in Höhe
von TEUR 1.006 (Vorjahr TEUR 504).
(16) Sonstige kurzfristige SchuldenDie sonstigen kurzfristigen Schulden betragen TEUR 1.858
(Vorjahr TEUR 1.979). Diese betreffen überwiegend
kurzfristige Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR
169 und Tantiemenverpflichtungen mit TEUR 121,
Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.505.
(17) Vermögenswerte Gläubiger und Verbindlichkeiten GläubigerDie Vermögenswerte Gläubiger beinhalten den
gesamten Massebestand der Gesellschaft. Die
verteilungsfähige Masse umfasst im Wesentlichen
Forderungen aus dem Forfaitierungsgeschäft vor
Insolvenz und setzt sich wie folgt zusammen:
scrollen
Das Restrukturierungsportfolio betrifft
überfällige und rechtsanhängige Forderungen
gegen diverse Schuldner. Die Wertänderung des
Restrukturierungs- und Handelsportfolios resultiert im
Wesentlichen aus Fair Value-Anpassungen.
Die Vermögenswerte Gläubiger (Forderungen des
Restrukturierungsportfolios) werden erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet, der auch dem Buchwert
entspricht. Dieser Bewertung liegt im Wesentlichen die
Einschätzung der jeweiligen Erfolgsaussichten der
gerichtlichen Durchsetzung der rechtshängigen
Forderungen zugrunde. Gemäß der im Konzernanhang
zum 31. Dezember 2023 beschriebenen Kategorisierung handelt
es sich um Vermögenswerte der Stufe 3 der
Bemessungshierarchie. Die Bewertungsgrundlagen der
Vermögenswerte Gläubiger und der
Verbindlichkeiten Gläubiger sind im Vergleich zum
Vorjahr unverändert; wir verweisen auch auf die
Angaben im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember
2023.
Bei den Verbindlichkeiten Gläubiger handelt es sich
um Verbindlichkeiten, die zur Insolvenztabelle angemeldet
wurden.
Unter Verrechnung von Zahlungseingängen der
Schuldner und Ausgaben, die im Wesentlichen aus der
Rechtsverfolgung resultierten, sowie Zahlungsmitteln, die
die Treuhänderin für künftig anfallende
Rechtsverfolgungskosten zur Verfügung gestellt hat,
wurden Treuhand-Guthaben mit Verpflichtungen gegenüber
der Treuhänderin in Höhe von TEUR 263 saldiert.
Gemäß Insolvenzplan erfolgt die Bedienung der
nach dem Teilverzicht der Gläubiger verbleibenden
Verbindlichkeiten ausschließlich in dem Maße,
wie das zum Zeitpunkt der Feststellung des Insolvenzplans
bestehende Vermögen der DF AG verwertet wird. Durch
die Regelungen im Insolvenzplan gehen somit alle Chancen
und Risiken aus der Verwertung der Vermögenswerte
Gläubiger auf die Gläubiger über. Die
Verbindlichkeiten Gläubiger können daher zu
keinem Zeitpunkt höher sein als die
Vermögenswerte Gläubiger. Um eine
Rechnungslegungsanomalie ("accounting mismatch") zu
vermeiden, erfolgt die Bewertung der Verbindlichkeiten
Gläubiger zum, durch den durch die Wertentwicklung der
Vermögenswerte bestimmten, beizulegenden Zeitwert (IAS
39.9b).
IV. SONSTIGE ANGABEN(18) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDer DF Konzern ist wie in der Vorperiode von den
Angabepflichten des IAS 24 ausschließlich in Bezug
auf Geschäfte mit Personen und Unternehmen mit
maßgeblichem Einfluss sowie zu den Mitgliedern des
Managements in Schlüsselpositionen (Vorstand und
Aufsichtsrat) der DF AG betroffen. Zum Bilanzstichtag sind
der Vorstand und der Aufsichtsrat als nahestehend
anzusehen.
Herr Dr. Shahab Manzouri ist aufgrund seines
Anteilsbesitzes eine Person mit maßgeblichem Einfluss
und verkörpert die oberste herrschende Ebene des
Konzerns. Herr Dr. Manzouri hat der DF GmbH im Februar 2019
ein Darlehen in Höhe von EUR 15,0 Mio. mit einer
Mindestlaufzeit von drei Jahren zur Verfügung
gestellt, das mit dem EURIBOR für 12 Monate
zuzüglich 1,0 % und abzüglich etwaiger
Guthabengebühren (Negativzins) zu verzinsen ist. Die
DF GmbH hat im Berichtszeitraum Darlehenszinsen in
Höhe von TEUR 366 (Vorjahr TEUR 354) als Aufwand
erfasst und als sonstige kurzfristige Schuld zum 30. Juni
2023 bilanziert. Zum Bilanzstichtag waren insgesamt TEUR
16.505 (Vorjahr TEUR 16.139) ausstehend.
Das Aufsichtsratsmitglied Herr Wolfgang Habermann hat am
9. April 2024 einen Beratervertrag mit der Gesellschaft
geschlossen, um die DF AG im Bereich M&A sowie den
damit verbundenen Restrukturierungsprojekten zu beraten. Es
sind hierfür im Berichtszeitraum TEUR 38 angefallen.
(19) Besondere Ereignisse nach Ende der BerichtsperiodeAm 2. Juli 2024 fand die ordentliche Hauptversammlung
für das Geschäftsjahr 2023 statt, die allen
Tagesordnungspunkten den Vorschlägen entsprechend
zugestimmt hat.
Die Tochtergesellschaft DF Vagabund hat den
Geschäftsbetrieb der insolventen Vagabund Brauerei
GmbH am 1. Juli 2024 erworben.
Weitere besondere Ereignisse nach dem Stichtag 30. Juni
2024 liegen nicht vor.
Köln, 20. September 2024
Der Vorstand
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTVERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERIII Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtBESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die DF Deutsche Forfait AG, KölnWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung,
Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie ausgewählten Anhangsangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der DF Deutsche Forfait AG,
Köln, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30.
Juni 2024, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses nach dem International
Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie
sie in der EU anzuwenden sind, und des
Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind.
Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in
erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der
Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet
deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung
erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können
wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss der DF Deutsche Forfait AG,
Köln, für den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis 30.
Juni 2024 in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 20. September 2024
KPMC Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
scrollen
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der
Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermitteln und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben
sind.
Köln, 20. September 2024
Der Vorstand
DF Deutsche Forfait AG
Gustav-Heinemann-Ufer 56
50968 Köln
Telefon +49 221 9 73 76-0
Telefax +49 221 7 90 761 063
E-Mail dfag@dfag.de
Internet www.dfag.de
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||