![]() DFV Deutsche Familienversicherung AGFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012GESCHÄFTSBERICHT 2012Inhalt
1 Lagebericht über das Geschäftsjahr 20121 Wirtschaftliches Umfeld und BranchenentwicklungAuch im fünften Jahr der Finanzmarktkrise sieht der internationale Währungsfond (IWF) eine erhebliche Gefahr neuer Wachstumseinbrüche. In seinem im Oktober 2012 veröffentlichten Ausblick senkt der IWF die bisherigen Wachstumsprognosen teils deutlich. Die Weltwirtschaft wird demzufolge in diesem Jahr nur noch um 3,3 % wachsen. Auch die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sieht, dass die Erholung der Weltwirtschaft ins Stocken geraten ist: Die Rezession im Euroraum und die unerwartet starke Konjunkturabschwächung in vielen aufstrebenden Volkswirtschaften sind Grundlage dieser Einschätzung. Ebenfalls nach OECD–Prognosen wird sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone um 0,1 % verschlechtern. Der Bundesrepublik Deutschland ist es innerhalb dieser Staatengemeinschaft zwar gelungen, eine führende Rolle bei der Bewältigung der Euro-Schuldenkrise einzunehmen. Gleichzeitig aber werden die Aussichten für Deutschland nach einer Prognose des IWF erneut nach unten korrigiert. Die IWF-Volkswirte sehen das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Geschäftsjahr 2012 bei einem Zuwachs von 0,9 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland erwartete in ihrer Jahresprojektion 2012 zunächst eine temporäre konjunkturelle Schwächephase, jedoch keine Rezession. Im Jahresdurchschnitt rechnete die Bundesregierung mit einer Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes von 0,7 %. Vor diesem Hintergrund wächst die deutsche Wirtschaft nach wie vor etwas kräftiger als der Euroraum insgesamt. Die deutschen Versicherer erwarten für 2012 eine stabile Geschäftsentwicklung. So geht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der über seine Mitgliedsunternehmen mehr als 95 % des Marktvolumens repräsentiert, spartenübergreifend von einem Anstieg der Beitragseinnahmen um 1,5 % auf € 180,7 Mrd. (Vorjahr € 178,1 Mrd.) aus. Die Schaden- und Unfallversicherer erzielen bei den Beitragseinnahmen ein Plus von voraussichtlich 3,7 % und damit das kräftigste Wachstum seit 1994. Die private Krankenversicherung erwartet einen Anstieg der Beitragseinnahmen von 3,4 %. In der Lebensversicherung ist bei Versicherungen gegen laufenden Beitrag zum zweiten Mal in Folge ein moderates Wachstum zu verzeichnen (+ 0,6 %). 2 Entwicklung des Geschäftsverlaufs und Ertragslage der Gesellschaft2.1 Entwicklung des Geschäftsverlaufs Das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 war für die DFV Deutsche Familienversicherung AG erfolgreich: Grundlage hierfür sind folgende Maßnahmen und Projekte von besonderer Bedeutung:
2.2 Beitragsentwicklung und Leistungen an Kunden Die gebuchten Bruttobeiträge betrugen im Berichtsjahr € 23,7 Mio. Sie nahmen damit gegenüber dem Vorjahr (€ 19,6 Mio.) um € 4,1 Mio. zu. Zum Jahresende verfügt die DFV Deutsche Familienversicherung AG über einen Bestand von 232.424 Verträgen (Vorjahr: 193.765 Verträge; +20,0 %). Die Bestandsprämie liegt bei € 27,8 Mio. (Vorjahr: € 22,6 Mio.; +23,0 %). Die Leistungen an Kunden betrugen im Berichtsjahr € 7,6 Mio. (Vorjahr: € 6,1 Mio.). Der Ausweis erfolgt unter den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle. Die Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle zum Bilanzstichtag betragen € 4,7 Mio. (Vorjahr: € 3,4 Mio.). 2.3 Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit Die DFV Deutsche Familienversicherung AG schließt das Berichtsjahr mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 897 (Vorjahr: T€ -1.843) ab. Nach Aufnahme des Geschäftsbetriebes im Jahr 2007 waren die vergangenen Jahre durch erhebliche Anfangsinvestitionen in die Errichtung einer leistungsfähigen Aufbau- und Ablauforganisation sowie Investitionen in den Aufbau eines Versicherungsbestandes geprägt. Am Ende des 6. Geschäftsjahres konnte nun erstmals ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit realisiert werden. 2.4 Sparten und Bestandsaufteilung zum Bilanzstichtag Die nachstehende Zusammenfassung gibt einen Überblick über die Sparten- und Bestandsaufteilung zum Bilanzstichtag in Hinsicht auf die Verteilung der Bruttobeitragseinnahmen und Anzahl der Verträge, sowohl nach Versicherungszweigen als auch nach Kombiversicherungsprodukten: Bestandsentwicklung scroll
Dem Erfordernis der Spartentrennung Rechnung tragend, wurden die einzelnen Versicherungsverträge der Kombiversicherungsprodukte den einzelnen Versicherungszweigen zugeordnet. Die spartenbezogenen Teilergebnisse sind der folgenden Bruttodarstellung zu entnehmen: Schadenentwicklung scroll
Kostenentwicklung scroll
Versicherungstechnische Ergebnisse scroll
2.5 Kapitalanlagen und Kapitalanlagenergebnis Die Kapitalanlagen der Gesellschaft betrugen zum Ende des Berichtsjahres € 10,5 Mio. (Vorjahr: € 6,2 Mio.). Die Differenz ergibt sich im Wesentlichen aus den im Berichtsjahr durchgeführten Kapitalerhöhungen. Die unverändert konservative Kapitalanlagepolitik des Unternehmens zeigt sich nach Anlagegattungen in der folgende Übersicht: Struktur der Kapitalanlagen scroll
Bei Zinsen auf immer noch historischen Tiefstständen, fielen Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von T€ 168,0 (Vorjahr: T€ 127,5) an. Es wurden Abgangsgewinne in Höhe von T€ 24,8 (Vorjahr: T€ 2,6) realisiert. Es entstanden Abgangsverluste durch Abgänge bei Wertpapierverkäufen in Höhe von T€ 35,1 (Vorjahr: T€ 40,0). Abschreibungen wurden in Höhe von T€ 11,1 (Vorjahr: T€ 0,0) vorgenommen. Die Aufwendungen für Verwaltung von Kapitalanlagen stiegen auf Grund des höheren Kapitalanlagebestandes auf T€ 13,2 (Vorjahr: T€ 6,8) an. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen beträgt 1,60 % (Vorjahr: 1,43 %). 2.6 Vermögenslage Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17.01.2012 wurde das Grundkapital gegen Bareinlage um € 2,6 Mio. auf € 30,0 Mio. durch Ausgabe von 2.600.001 auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Nennwert von je € 1,00 erhöht. Der Ausgabepreis der neuen Aktien betrug € 1,65 je Aktie. Die Kapitalrücklage des Unternehmens wurde durch das gezahlte Aufgeld in Höhe von € 1,7 Mio. von € 0,8 Mio. auf € 2,5 Mio. aufgestockt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29.10.2012 wurde das Grundkapital gegen Bareinlage um € 2,1 Mio. auf € 32,1 Mio. durch Ausgabe von 2.110.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Nennwert von je € 1,00 erhöht. Der Ausgabepreis der neuen Aktien betrug € 1,65 je Aktie. Die Kapitalrücklage des Unternehmens wurde durch das gezahlte Aufgeld in Höhe von € 1,4 Mio. von € 2,5 Mio. auf € 3,9 Mio. aufgestockt. Die Entwicklung der Immateriellen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen durch die unter 2.1. genannten Projekte zur Einführung eines neuen Bestandsführungssystems sowie einer neuen IT-Infrastruktur geprägt. Die Aktivierung der geleisteten Anzahlungen sowie der damit im Zusammenhang stehenden Personal- und Sachkosten erfolgte in Höhe von € 2,4 Mio.. 2.7 Cashflow und Liquiditätslage Zum Bilanzstichtag war der Finanzmittelfonds mit € 2,6 Mio. bei einer liquiden Veränderung des Finanzmittelfonds von € 2,0 Mio. deutlich höher als im Vorjahr mit € 0,6 Mio. Im Ergebnis resultiert dies aus dem positiven Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 1,4 Mio., einem positiven Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von € 7,8 Mio. aufgrund der im Geschäftsjahr in dieser Höhe durchgeführten Kapitalerhöhung und Auszahlungen zum Erwerb von Vermögensgegenständen, insbesondere Finanzanlagen in Höhe von € 7,1 Mio. (negativer Cash Flow aus Investitionstätigkeit). 3 Risikoberichterstattung3.1 Einführung und Beschreibung der Risikostruktur Gegenstand des Unternehmens ist das Versicherungsgeschäft. Diese Tätigkeit ist aufgrund der Unsicherheit der zukünftigen Entwicklungen mit Risiken verbunden. Das Risikomanagement der DFV Deutsche Familienversicherung AG zielt darauf ab, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, sie zu kontrollieren und letztendlich systemisch zu bewältigen. Gerade in Hinsicht auf die stark expandierende Unternehmensstruktur ist eine besonders weitgehende Risikofrüherkennung notwendig. Ein aktives Risikomanagement findet durch die Vorstände und Führungskräfte statt. Routinemäßig berichten die Abteilungsleiter gegenüber Ressort– oder Gesamtvorstand über den aktuellen Geschäftsverlauf auch unter möglicherweise risikobehafteten Gesichtspunkten. Bei den im Wirtschaftsjahr fortgesetzten Prozessmodellierungen wurden unter Einbindung der Vorstände risikobehaftete Geschäftsvorfälle identifiziert und entsprechende Melderoutinen weiter entwickelt. Über dieses Verfahren ist es dem Unternehmen möglich, frühzeitig bestehende Risiken zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Das Gesamtrisiko der DFV Deutsche Familienversicherung AG lässt sich in folgende Risikokategorien einteilen:
Die Risikovorsorge der DFV Deutsche Familienversicherung AG entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Risikomanagements nach § 64a VAG. Die gesamte Organisationsstruktur und Prozessabläufe sind auf die Umsetzung der Anforderungen nach § 64a VAG ausgerichtet, etabliert und dokumentiert. Nach dem die DFV Deutsche Familienversicherung AG bis einschließlich 31.12.2011 durch Schreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 13.01.2011 von den Regelungen des § 64a Abs. 1 Satz 4 Nr. 4 VAG befreit war, wurde zum 01.01.2012 die Stelle einer unabhängigen internen Revision geschaffen. 3.2 Versicherungstechnische Risiken Im Rahmen des Risikomanagement nimmt die Identifikation, Bewertung und Steuerung von versicherungstechnischen Risiken naturgemäß eine wesentliche Stellung ein. Das Hauptrisiko in den betriebenen Versicherungssparten ist das Prämien- und Schadenrisiko. Es besteht darin, dass aus den im Voraus kalkulierten Prämien, künftig vertraglich festgelegte Schadenszahlungen zu leisten sind, deren Höhe bei der Prämienfestsetzung nicht sicher bekannt ist (Zufalls- und Änderungsrisiko). Ein weiteres Risiko ist das Reserverisiko. Es besteht darin, dass der zu leistende Schadenaufwand höher sein kann als zum Zeitpunkt der Schadenmeldung erwartet. Die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgt für jeden Schadenfall einzeln auf Basis differenzierter Statistiken und unter Beachtung des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips. Diesen Risiken begegnet die DFV Deutsche Familienversicherung AG durch eine risikogerechte Kalkulation der Beiträge, durch eine gezielte Annahmepolitik und durch stringente Zeichnungsrichtlinien. Im Rahmen eines systematischen Bestandscontrollings stellen wir ein angemessenes Verhältnis von Beitragseinnahmen zu Schaden- und Leistungsaufwendungen sicher. Gegen die Auswirkungen des Schadensrisikos schützt sich die DFV Deutsche Familienversicherung AG durch den Abschluss von geeigneten proportionalen Rückversicherungsverträgen. Darüber hinaus besteht für die Sparten Unfall, Hausrat und Haftpflicht ein weiterer Rückversicherungsvertrag, durch den die Leistungsverpflichtungen, die eine festgelegte Größe überschreiten (Schadenexzedent), in Zession gegeben werden. Die Schadenquoten – (brutto) der vergangenen sechs Jahre im Überblick: scroll
3.3 Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Das im Berichtsjahr aufgebaute Neugeschäft wurde gegenüber dem Vorjahr in größerem Umfang über Versicherungsvermittler akquiriert. Daher bestehen Risiken aufgrund von Provisionsrückforderungen. Dem wird durch ausreichende Stornoreserven und Stornohaftungszeiten hinreichend begegnet. Außerdem wird durch die im Geschäftsjahr 2012 ausgebaute Anbindung von Maklerpoolgesellschaften, als Empfänger von Provisionszahlungen, die Provisionsrückforderungsrisiken aufgrund ihrer Unternehmensgröße und Solvenz gegenüber der Situation bei Einzelmaklern reduziert. So kann das Ausfallrisiko reduziert werden. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft. Versicherungsnehmer mit Fälligkeitstermin älter als drei Monate in Höhe von T€ 234 (Vorjahr: T€ 282), die zum Bilanzstichtag mit 45 % (Vorjahr: 29 %) pauschal wertberichtigt wurden. EDV-gestützte Inkasso- und Mahnprozesse machen dieses Risikopotential gut beherrschbar. Bei der Auswahl von Rückversicherungsunternehmen ist die Bonität ein wesentliches Entscheidungsmerkmal. Zum Bilanzstichtag sind folgende Unternehmen Rückversicherungspartner des Unternehmens:
Der Vorstand der Gesellschaft informiert sich laufend über die wirtschaftliche Entwicklung der Rückversicherungspartner. 3.4 Risiken aus Kapitalanlagen Die Kapitalanlagestrategie im ablaufenden Geschäftjahr war durch folgende Rahmenbedingungen dominiert:
Im Zusammenhang mit Kapitalanlagen bestehen folgende Einzelrisiken:
Betrachtet man die aktuelle Situation an den Finanzmärkten sind Marktpreis- und Bonitätsrisiken von besonderer Bedeutung. Diesen besonderen Rahmenbedingungen begegnet das Unternehmen durch folgenden Maßnahmen:
Für die zu erwartenden Zahlungen wird monatlich eine rollierende Liquiditätsplanung erstellt. Dementsprechend werden auch die Kapitalanlagen disponiert. Durch die Mischung und Streuung der getätigten Kapitalanlagenentscheidungen sind Liquiditätsrisiken auch bei unvorhersehbaren höheren Schäden bzw. Leistungszusagen als gering einzuschätzen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) und der Anlagenverordnung (AnlV) sowie den entsprechenden BaFin-Rundschreiben sind permanent erfüllt worden. 3.5 Operationale und sonstige Risiken Grundsätzlich besteht für jedes Unternehmen eine Vielzahl operationaler Risiken aus dem laufenden Betrieb. Relevant sind besonders betriebliche Risiken, die durch menschliches oder technisches Versagen bzw. durch externe Einflüsse entstehen können. Im Rahmen des noch bestehenden IT Outsourcings profitiert die DFV Deutsche Familienversicherung AG von den hohen Sicherheits- und Funktionalitätsniveaus eines IT Dienstleisters. Dessen räumlich getrennte Hostsysteme stellen eine rasche Wiederaufnahme des Betriebes im Katastrophenfall sicher. Die Funktionsfähigkeit wird durch regelmäßig durchgeführte Störfallsimulationen überwacht. Der Bedrohung durch Viren- und Hackerattacken begegnet die DFV Deutsche Familienversicherung AG durch technische und organisatorische Maßnahmen. Neben dem Einsatz aktueller Firewalls und Virenscanner, werden die mit der Nutzung von E-Mail- und Internetverbundenen Risiken zusätzlich durch eine restriktive Berechtigungsstruktur begegnet, die den Nutzungsumfang für Endanwender durch eingeschränkte Zugriffe auf die Systeme begrenzt. Handlungsrisiken von Mitarbeitern beugt die DFV Deutsche Familienversicherung AG vor, in dem für jeden Mitarbeiter eindeutige Vollmachtsgrenzen für zahlungsrelevante Vorgänge definiert sind. Zahlungseinschränkungen sind in maschinellen In- und Exkassosystemen hinterlegt und können nicht umgangen werden. Ansonsten wird darüber hinaus, wo notwendig und wirtschaftlich sinnvoll, dass Vieraugenprinzip eingehalten. Im Übrigen erfolgt eine Kontrolle über Stichproben und Dienstaufsicht. Sonstige Risiken in Zusammenhang mit betrieblichen Systemen oder Prozessen können sich aufgrund verändernder politischer, rechtlicher bzw. steuerlicher Rahmenbedingungen ergeben. Hier erfolgt in den zuständigen Fachbereichen eine konsequente, fortlaufende Überwachung und Prüfung auch hinsichtlich bilanzieller Auswirkungen. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass operationale sonstige Risiken für die Entwicklung der DFV Deutsche Familienversicherung AG von eher untergeordneter Bedeutung sind. 3.6 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Insgesamt stellt der Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG fest, dass sich gegenwärtig keine Entwicklungen abzeichnen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen können. In diesem Zusammenhang seien auch die Solvabilitätsanforderungen in Höhe des Mindestgarantiefonds erwähnt, die wie im Vorjahr € 3,5 Mio. betragen. Diesen stehen zum Bilanzstichtag Eigenmittel in Höhe von € 11,3 Mio. gegenüber. Bewertungsreserven sind nicht in die Berechnung eingeflossen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können sind daher nicht erkennbar. 4 Berichtspflichtige VorgängeMit Schreiben vom 16. August 2012 hat Herr Prof. Dr. jur. Wolfram Wrabetz seinen Rücktritt aus dem Aufsichtsrat mit Ablauf der 18. Aufsichtsratssitzung am 16. August 2012 erklärt. Aktionäre, Vorstand und Aufsichtsrat danken Herrn Prof. Dr. Wrabetz für seine langjährige engagierte Mitarbeit im Aufsichtsgremium des Unternehmens. Eine Nachwahl in Hinsicht auf das frei gewordene Aufsichtsratmandat wird früh im Geschäftsjahr 2013 erwartet. 5 NachtragsberichtBerichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. 6 AusblickDie Volkswirte des IWF sehen auch für das Geschäftsjahr 2013 erhebliche Risiken in Zusammenhang mit neuen Wachstumseinbrüchen. Nach Meinung des IWF wird die Weltwirtschaft in 2013 um 3,6 % wachsen. Die Prognosen für Deutschland wurden für dieses Jahr von 1,4 auf ebenfalls nur noch 0,9 % nach unten korrigiert. Rolf-Peter Hoenen hat sich, als ehemaliger Präsident des GDV (bis November 2012), in der Pressemeldung von 14.11.2012 dahin gehend geäußert, dass der Verband für 2013 „vorsichtig optimistisch“ ist, an einer zufrieden stellenden Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2012 anzuschließen. In der vom GDV beauftragten Studie „IFO Geschäftsklima Versicherungswirtschaft“ wird festgestellt, dass in der Versicherungswirtschaft überwiegend mit steigenden Beitragseinnahmen in 2013 gerechnet wird. 60 % der Befragten gehen von einem eher steigenden, 32 % von einem eher gleich bleibenden und lediglich 8 % von einem eher sinkenden Beitragsaufkommen im Vergleich zu 2012 aus. In Hinsicht auf die Geschäftsentwicklung der DFV Deutsche Familienversicherung AG und die gewählte Schwerpunktbildung im Bereich der Pflegeversicherung ist das zum 01.01.2013 in Kraft tretende Pflegeneuausrichtungsgesetz von besonderer Relevanz. Gegenstand des Pflegeneuausrichtungsgesetztes ist u.a. die Einführung der staatlich geförderten Pflegetagegeldversicherung. Alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland, mit einer bestehenden gesetzlichen Pflegepflichtversicherung erhalten einen staatlichen Zuschuss in Höhe von € 5,00 pro Monat, wenn sie einen förderfähigen Pflegetagegeldtarife abschließen. Im 4. Quartal 2012 war die DFV Deutsche Familienversicherung AG intensiv mit der Erstellung eines förderfähigen Pflegetagegeldtarifes beschäftigt, den das Unternehmen seit 01.01.2013 unter dem Namen „DFV FörderPflege“ vertreibt. Der Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG begrüßt die Einführung der staatlich geförderten Pflegezusatzversicherung. Die zu erwartende mediale Berichterstattung und die Attraktivität der staatlichen Förderung lässt eine hohe Aufmerksamkeit in deutlich breiteren Bevölkerungsschichten erwarten. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG, dass die Neugeschäftsergebnisse im Bereich Pflegeversicherung im Geschäftsjahr 2013 gesteigert werden können. Im Geschäftsjahr 2012 etablierte Kooperationen lassen darüber hinaus ein weiterhin steigendes Neugeschäft, auch in den sonstigen Sparten, insbesondere in der Krankenzusatzversicherung, erwarten. Wir erwarten daher in den nächsten beiden Jahren eine dynamische Weiterentwicklung des Bestandswachstums. Ebenfalls wird erwartet, dass die Ertragskraft des Unternehmens weiterhin positiv ausgebaut werden kann.
Frankfurt am Main, den 31. Januar 2013 DFV Deutsche Familienversicherung AG Der Vorstand Dr. Stefan M. Knoll Philipp J. N. Vogel 7 Anlage zum LageberichtVerzeichnis der im Geschäftsjahr von uns betriebenen Versicherungszweige und Versicherungssparten scroll
In Rückdeckung übernommenes Geschäft: Nicht substitutive Krankenversicherung 8 ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss beträgt T€ 897. Der Vorstand schlägt vor, diesen mit dem Verlustvortrag zu verrechnen. Bilanz zum 31. Dezember 2012Aktiva scroll
Die DFV Deutsche Familienversicherung AG (DFV) hat im Geschäftsjahr 2012 nicht substitutives Krankenversicherungsgeschäft nach Art der Lebensversicherung betrieben: Pflegeversicherung, Krankentagegeldversicherung und Zusatzversicherung für stationäre Heilbehandlung Es wird bestätigt, dass die für das von der DFV im Geschäftsjahr 2012 oben genannten nach Art der Lebensversicherung betriebene Krankenversicherungsgeschäft zu ermittelnde Alterungsrückstellungen gemäß § 12c VAG sowie im Einklang mit den Bestimmungen des § 341f HGB, § 16 KalV und § 25 Abs.5 RechVersV nach der prospektiven Methode berechnet wurden. Bei Aufrechnung negativer Alterungsrückstellungen gegen positive Alterungsrückstellungen ergibt sich für dieses Geschäft ein negativer Betrag, so dass für das Geschäftsjahr 2012 in der Bilanz kein Passivposten für Alterungsrückstellungen zu bilden ist.
Der Verantwortliche Aktuar Dr. Berthold Ströter Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012scroll
Anhang1 Grundlagen der RechnungslegungDer Jahresabschluss und der Lagebericht werden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsgesellschaften (RechVersV) aufgestellt. Auf die Angabe von Leerposten wird gemäß § 265 Abs. 8 HGB verzichtet. 2 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorzunehmenden Abschreibungen angesetzt. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden gemäß § 341 b Abs. 1 S. 2 HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Im Falle von dauernden Wertminderungen erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Für Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere erfolgt der Bewertungsansatz gemäß § 341b Abs. 2 in Verbindung mit § 253 Abs. 1, 4 und 5 HGB nach den Vorschriften für die Bewertung des Umlaufvermögens mit den Anschaffungskosten gemäß dem strengen Niederstwertprinzip. Auf diese Posten werden keine stillen Lasten gebildet. Namensschuldverschreibungen werden gemäß § 341 c Abs.1 und 2 HGB mit dem Nennwert angesetzt. Schuldscheindarlehen werden gemäß § 341 b Abs. 1 S. 2 HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Im Falle von dauernden Wertminderungen erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Einlagen bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft werden zum Nennwert, vermindert um gebotene Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Die übrigen Forderungen werden ebenfalls zum Nennwert – ggf. wertberichtigt – ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) wird zu Anschaffungskosten vermindert um zulässige Abschreibungen bilanziert. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks sowie Kassenbestand werden zum Nennwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen ausgewiesen. Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden nach den Regelungen der §§ 341e bis 341h HGB in Höhe ihres erkennbaren Risikos dotiert. Die Beitragsüberträge werden nach dem 360stel-System berechnet. Altersrückstellung werden gemäß § 12c VAG sowie im Einklang mit den Bestimmungen des § 341f HGB, § 16 KalV und § 25 Abs. 5 RechVersV berechnet. Bei Aufrechnung negativer Altersrückstellungen gegen positive Altersrückstellungen ergibt sich für dieses Geschäft ein negativer Betrag, so dass für das Geschäftsjahr 2012 wie im Vorjahr für das von der DFV Deutsche Familienversicherung AG gezeichnete Pflegeversicherungsgeschäft in der Bilanz kein Passivposten für die Altersrückstellungen zu bilden ist. In den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist die Rückstellung für Entschädigungen nach dem voraussichtlichen Bedarf je Schaden einzeln ermittelt und bewertet. Für noch nicht bekannte Schadenereignisse wurde gemäß der Bestimmung nach § 341g Abs. 2 HGB mit Hilfe eines Schätzverfahrens die Spätschadenrückstellung berechnet. Die Geschäftsjahres-Spätschadenrückstellung wurde mit Hilfe des BAV-Verfahrens ermittelt. In diesem mathematischen Berechnungsverfahren fließen die bisherigen Erfahrungen in Bezug auf Anzahl der nachgemeldeten Spätschäden und der damit verbundenen Aufwendungen über einen Beobachtungszeitraum von 5 Jahren ein. Die Stornorückstellung ist aufgrund von Erfahrungsgrundsätzen pro Versicherungssparte ermittelt. Die Schwankungsrückstellungen werden zudem gemäß § 29 RechVersV entsprechend der Anlage zu dieser Verordnung „Vorschriften zur Bildung von Schwankungsrückstellungen“ gebildet. Die sonstigen unter dem Posten andere Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages bewertet, der der voraussichtlichen Inanspruchnahme entspricht. Die anderen Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufgrund der Darstellung in T€ kann es zu Rundungsdifferenzen in den Summationen kommen. 3 Angaben zu den Aktiva3.1 Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Kapitalanlagen Immaterielle Vermögensgegenstände betreffen entgeltlich erworbene Software, Lizenz- und Markenrechte, Aufbau des Internetportals, TV-Produktionen und Anzahlungen für Bestandsführungssoftware. Die Entwicklung dieses Vermögens und der sonstigen Kapitalanlagen wird im folgenden Muster 1 dargestellt. Entwicklung der Aktivposten A., B.I. bis II. im Geschäftsjahr scroll
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Die Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen entsprechen den Anschaffungskosten. Die Zeitwerte der Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen und anderer festverzinslicher Wertpapiere entsprechen den Börsenkursen bzw. Rücknahmepreisen. Bei Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen entsprechen die Zeitwerte den Renditekursen. Auf Grund des im Geschäftsjahr leicht gesunkenen Zinsniveaus ergaben sich höhere Bewertungsreserven zum Bilanzstichtag. 3.2 Anteilsbesitz Entsprechend § 285 Nr. 11 HGB ergibt die nachstehende Übersicht die Angaben zum Anteilsbesitz am Bilanzstichtag. scroll
Die Beteiligung an der Stiftung PflegeZukunft gestalten gGmbH und MeinPlus Servicegesellschaft mbH erfolgte im Geschäftsjahr. 3.3 Forderungen Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern bestehen vor pauschaler Wertberichtigung in Höhe von T€ 673,3 (Vorjahr: T€ 524,0). Hiervon sind Forderungen von T€ 237,5 (Vorjahr: T€ 149,4) bis zu 90 Tage alt. Nach Berücksichtigung der Pauschalwertberichtigung von T€ 140,5 (Vorjahr: T€ 82,9) betragen die Forderungen an Versicherungsnehmer T€ 532,8 (Vorjahr: T€ 441,1). Die Forderungen an Versicherungsvermittler betragen T€ 144,6 (Vorjahr: T€ 31,1). Diese resultieren in Höhe von T€ 109,9 (Vorjahr: T€ 0,0) aus noch nicht abgerechneten Beitragsforderungen und bedurften im Geschäftsjahr keiner Wertberichtigung (Vorjahr: T€ 67,0). 3.4 Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft Die im Berichtjahr ausgewiesene Forderung resultiert aus der Rückversicherungsabrechnung gegenüber AON Benfield. 4 Angaben zu den Passiva4.1 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt € 32,1 Mio. (Vorjahr: € 27,4 Mio.) und ist voll eingezahlt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Januar 2012 wurde das Grundkapital gegen Bareinlage um € 2,6 Mio. auf € 30,0 Mio. durch Ausgabe von 2.600.001 auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Nennwert von je € 1,00 erhöht. Der Ausgabepreis der neuen Aktien betrug € 1,65 je Aktie. Die Kapitalrücklage des Unternehmens wurde durch das gezahlte Aufgeld in Höhe von € 1,7 Mio. von € 0,8 Mio. auf € 2,5 Mio. aufgestockt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Oktober 2012 wurde das Grundkapital gegen Bareinlage um € 2,1 Mio. auf € 32,1 Mio. durch Ausgabe von 2.110.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Nennwert von je € 1,00 erhöht. Der Ausgabepreis der neuen Aktien betrug € 1,65 je Aktie. Die Kapitalrücklage des Unternehmens wurde durch das gezahlte Aufgeld in Höhe von € 1,4 Mio. von € 2,5 Mio. auf € 3,9 Mio. aufgestockt. Der ausgewiesene Verlustvortrag resultiert im Wesentlichen aus dem Verschmelzungsverlust im Vorjahr in Höhe von T€ 21.028 der PS Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG auf die DFV. Weiterhin sind aus dem vororganschaftlichen Verhältnis stammende Verluste in Höhe von T€ 27 sowie der Vorjahresverlust in Höhe von T€ 1.843 enthalten. 4.2 Versicherungstechnische Rückstellungen Die versicherungstechnischen Rückstellungen weisen folgende Bestandteile aus: Beitragsüberträge, Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schaden- und Spätschadenreserven), Schwankungsrückstellung und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen, in der eine Stornorückstellung ausgewiesen wird. Bruttoschadenreserve und Schwankungsrückstellung scroll
4.3 Andere Rückstellungen Die Entwicklung der hier ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen wird in der nachstehenden Übersicht erfasst. Sonstige Rückstellungen scroll
4.4 Andere Verbindlichkeiten Sämtliche unter den anderen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Posten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4.5 Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft Die hier ausgewiesene Verbindlichkeit von 179,5 T€ (Vorjahr: T€ 635,8) betreffen die Rückversicherungsabrechnungen gegenüber der ÖRAG Rechtsschutzversicherung AG des vierten Quartals 2012. Unter Berücksichtigung der noch nicht abgerechneten Anteile der Rückversicherer an den Schadenreserven beträgt der Rückversicherungssaldo des Geschäftsjahres T€ -1.208,2 (Vorjahr: T€ -1.595,5) und setzt sich nach Sparten wie folgt zusammen: Rückversicherungssaldo scroll
5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung5.1 Angaben nach § 51 Abs. 4 Nr. 1 RechVersV Die Angaben werden in den folgenden Übersichten nachstehend zusammengefasst. scroll
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Bei Verträgen mit täglichem Kündigungsrecht erfolgt die Berücksichtigung erst nach einem Jahr Vertragslaufzeit. Das stark angewachsene Neugeschäft im 4. Quartal ist daher noch nicht in dieser Kennzahl ersichtlich. 5.2 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb scroll
5.3 Erträge aus Kapitalanlagen Die Erträge des Berichtsjahrs resultieren aus der Anlage von Aktien, Investmentanteilen, festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapieren, sonstigen Ausleihungen und Festgeldern. Es entstanden Erträge in Höhe von T€ 168,0 (Vorjahr: T€ 127,5). Durch Abgänge entstandene Gewinne und Verluste saldierten sich auf T€ -10,3 (Vorjahr: T€ -37,4). Abschreibungen wurden in Höhe von T€ 11,1 (Vorjahr: T€ 0,0) vorgenommen. Die Nettoverzinsung beträgt 1,60 % (Vorjahr: 1,43 %). 5.4 Sonstige Erträge Die sonstigen Erträge in Höhe von T€ 451,2 (Vorjahr: T€ 483,3) enthalten im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 313,2 Erträge für erbrachte Dienstleistungen an die DFVV (Vorjahr: erbrachte Beratungsleistungen von T€ 350,0 im Zusammenhang mit Reparaturkostenversicherungen). Diesen stehen Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen in gleicher Höhe gegenüber. 5.5. Sonstige Aufwendungen Bei den sonstigen Aufwendungen handelt es sich ausschließlich um die nicht den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zuordenbaren Aufwendungen nach § 48 RechVersV, deren Zusammensetzung sich aus der folgenden Übersicht ergibt. Sonstige Aufwendungen scroll
5.6 Latente Steuern Zum 31.12.2012 errechnet sich eine künftige Steuerentlastung aus höheren Wertansätzen aus steuerlich nutzbaren Verlustvorträgen. Die aktive Steuerlatenz wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 31,7 %. 6 Sonstige Angaben6.1 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus der langfristigen Anmietung der Geschäftsräume bis zum 31.03.2018 sowie 31.12.2022. Die aus diesen Verpflichtungen resultierenden Aufwendungen betragen für das laufende Geschäftsjahr T€ 684 und für die Jahre 2013 bis 2018 voraussichtlich T€ 4.410 und für die Jahre 2019 bis 2022 voraussichtlich T€ 2.676. Ferner bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit unterschiedlichen Laufzeiten für die Nutzung von Hardware, Kommunikations- und Netzwerktechnik sowie andere technische Hilfsmittel, Büroeinrichtung und Fahrzeuge. Die sich aus diesen Verträgen ergebenden Verpflichtungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich auf rund T€ 119 und für die Jahre 2013 bis 2017 voraussichtlich auf T€ 86. 6.2 Personalbestand Im Berichtsjahresdurchschnitt waren – ohne das über einen Dienstleistungsvertrag in die DFVS Servicegesellschaft mbH ausgegliederte Personal – rund 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt, davon 23 in leitender Position. Einschließlich des ausgegliederten Servicepersonals (rund 54 Beschäftigte) waren es im Durchschnitt des Berichtsjahres 108 Angestellte, davon 26 Führungskräfte. Im Außendienst wurden 6 Mitarbeiter beschäftigt. 6.3 Angaben nach § 51 Abs. 5 RechVersV Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen scroll
6.4 Vorstand und Aufsichtsrat Mitglieder des Vorstandes sind:
Mitglieder des Aufsichtsrates sind:
6.5 Bezüge des Vorstandes und Aufsichtsrates Angaben zu den Bezügen des Vorstandes nach § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB werden unter Inan-spruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB nicht veröffentlicht. Die Aufsichtsratsbezüge des Berichtsjahres werden unter den sonstigen Aufwendungen unter Ziffer 6.5. ausgewiesen. 6.6 Honorar des Abschlussprüfers Zum Abschlussstichtag beläuft sich das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für auf das Geschäftsjahr entfallende Dienstleistungen auf T€ 32 brutto, welches ausschließlich auf Leistungen zur Abschlussprüfung entfällt.
Frankfurt am Main, den 31. Januar 2013 DFV DEUTSCHE FAMILIENVERSICHERUNG AG Der Vorstand Dr. Stefan M. Knoll Philipp J. N. Vogel BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DFV Deutsche Familienversicherung AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Offenbach am Main, den 1. Februar 2013 BADER □ FÖRSTER □ SCHUBERT GMBH Friedrich W. Stöhrm, Wirtschaftsprüfer Hartmut W. Schubert, Wirtschaftsprüfer
Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung laufend überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2012 zu drei Sitzungen zusammengetreten und hat sich über laufende Berichte umfassend über den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Lage und Entwicklung der Gesellschaft waren Gegenstand eingehender Beratungen. Der Aufsichtsrat nahm Einsicht in wichtige Geschäftsunterlagen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand darüber hinaus mit dem Vorstand in ständiger Verbindung. Er ließ sich über bedeutsame Fragen und Maßnahmen der Geschäftspolitik regelmäßig informieren. Die Bader Förster Schubert GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Offenbach am Main, hat den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 sowie den Lagebericht des Vorstandes unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 und den Lagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer an und hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gemäß §§ 171 Abs. 2 in Verbindung mit 172 AktG gebilligt.
Frankfurt am Main, den 20. März 2013 DFV Deutsche Familienversicherung AG Der Aufsichtsrat Hartmut Bergemann Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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