![]() DFV Deutsche Familienversicherung AGFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Inhalt Lagebericht über das Geschäftsjahr 2011
Anlage zum Lagebericht Bilanz zum 31. Dezember 2011 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 Anhang
BESTÄTIGUNGSVERMERK Bericht des Aufsichtsrates Lagebericht über das Geschäftsjahr 20111. Wirtschaftliches Umfeld und BranchenentwicklungNach dem Krisenjahr 2009 und einer robusten Entwicklung 2010 dominierte zum Anfang des abgelaufenen Wirtschaftsjahres 2011 vornehmlich Optimismus in Hinsicht auf die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Mit Beginn des 2. Quartals 2011 begann eine signifikante Eintrübung aller relevanten Prognosen und es musste festgestellt werden, dass die strukturellen Probleme der Wirtschaftskrise 2009 ungelöst sind. Auch wenn die mediale Berichterstattung den Fokus auf die Euro-Schuldenkrise gelegt hat, ist die Entwicklung in den USA nicht weniger besorgniserregend. Die Weltwirtschaft befindet sich nach Einschätzung der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) im Zustand erhöhter Unsicherheit. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 reduzierte sie ihre globale Wachstumsprognose von 4,2 % auf 3,8 %. Weitere Prognosen der OECD werden unter dem Vorbehalt ungewöhnlich hoher Ereignisrisiken aufgrund der Schuldenkrise im Euroraum und der unsicheren fiskalischen Situation in den USA gestellt. Ebenfalls nach OECD-Prognosen wird sich das Bruttoinlandsprodukt des abgelaufenen Geschäftsjahres der 27 Staaten der Europäischen Union um 1,6 % verbessern (Vorjahr +2,0 %). Der Bundesrepublik Deutschland ist es innerhalb dieser Staatengemeinschaft gelungen, eine führende Rolle nicht nur bei der Bewältigung der Euro-Schuldenkrise einzunehmen. Mit einem ebenfalls durch die OECD prognostizierten Wachstum des Bruttoinlandprodukts um 2,9 % und einer soliden Entwicklung am Arbeitsmarkt nimmt die Bundesrepublik Deutschland eine wichtige Rolle in der Euro-Zone ein. Trotz solider Binnennachfrage wird die Bundesrepublik Deutschland die globale Konjunkturschwäche aufgrund seiner starken Exportabhängigkeit überdurchschnittlich deutlich zu spüren bekommen, das sich ebenfalls nach Meinung der OECD in einer Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes für 2012 von nur noch 0,8 % widerspiegelt. Die deutschen Versicherer verzeichneten im Jahr 2011 trotz Euro-Schuldenkrise und spürbarer Abschwächung der Konjunktur eine zufrieden stellende Geschäftsentwicklung. So geht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der durch seine Mitgliedsunternehmen mehr als 95 % des Marktvolumens repräsentiert, in der Schaden- und Unfallversicherung von einem Wachstum der Beitragseinnahmen von voraussichtlich 2,5 % aus. Die private Krankenversicherung erwartet einen noch deutlicheren Anstieg der Beitragseinnahmen von 4,5 %. In der Lebensversicherung wird ein Wachstum um rund 3 % erwartet. So geht der GDV in der Schaden- und Unfallversicherung davon aus, dass die Beitragseinnahmen auf € 56,6 Mrd. (Vorjahr € 55,1 Mrd.) gesteigert werden können. In der privaten Krankenversicherung wird von einem Anstieg der Beitragseinnahmen auf € 34,9 Mrd. (Vorjahr € 33,4 Mrd.) ausgegangen. Hiervon entfallen auf die Krankenversicherung voraussichtlich € 32,8 Mrd. (+ 5,1 %) und auf die Pflegeversicherung € 2,1 Mrd. (+ 2,1 %). Das Beitragsvolumen für Zusatzversicherungen erreichte bis Mitte 2011 insgesamt € 3,4 Mrd. 2. Entwicklung des Geschäftsverlaufs und Ertragslage der Gesellschaft2.1. Entwicklung des Geschäftsverlaufs Nach einer außerordentlich erfolgreichen Unternehmensentwicklung im Geschäftsjahr 2010 hat die DFV Deutsche Familienversicherung AG die sich abzeichnende stärkere Ertragskraft genutzt, um in eine verbesserte strategische Ausgangsposition zu investieren. Hierbei sind folgende Maßnahmen und Projekte von besonderer Bedeutung: - Entwicklung und Einführung der DFV DeutschlandPflege Nach Auffassung des Vorstandes ist die zu erwartende demografische Entwicklung, in Verbindung mit dem Leistungsvermögen der etablierten sozialen Sicherungssysteme, Grundlage dafür, dass die Finanzierung der durch Pflege verursachten Kosten eine der großen volkswirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte sein wird. Eine Besetzung des Themas „private Pflegezusatzversicherung“ soll ein weiteres strategisches Wachstumsfeld des Unternehmens sein. Die Entwicklung der DFV DeutschlandPflege als eines der führenden existenten Pflegetagegeldangeboten stellte die DFV Deutsche Familienversicherung AG im abgelaufenen Geschäftsjahr vor große Herausforderungen. Erstmalig bietet das Unternehmen ein Produkt an, welches nach Art der Lebensversicherung kalkuliert ist. Darüber hinaus konnten Prozesse im Bereich der bei diesem Produkt notwendigen Gesundheitsprüfung etabliert werden, die nicht nur eine gute Risikoselektion sicherstellen, sondern auch gleichzeitig vertrieblich gut umsetzbar sind. Parallel hierzu wurden erhebliche Gelder in eine TV-Kampagne für die Produkteinführung investiert. Eine angestrebte starke Positionierung der DFV Deutsche Familienversicherung AG im Markt der Pflegezusatzversicherung wird einen besonders nachhaltigen und profitablen Beitrag in Hinsicht auf das weitere Wachstum des Unternehmens sicherstellen. - Erschließung des Vertriebsweges über Versicherungsmakler Das durch die DFV AG aufgebaute Produktportfolio im Bereich der Krankenzusatzversicherung, insbesondere im Bereich der Pflegezusatzversicherung, hat eine starke Nachfrage im Umfeld von Versicherungsmaklern und sogenannten Maklerpool-Gesellschaften ausgelöst. Im ablaufenden Geschäftsjahr ist es gelungen, Kooperationsvereinbarungen mit führenden Maklerpool-Gesellschaften abzuschließen. In diesem Zusammenhang hat die DFV Deutsche Familienversicherung AG notwendige flankierende Prozesse im Zusammenhang mit der Zusammenarbeit mit Maklerpool-Gesellschaften aufgebaut und erhebliche Ressourcen in Präsenz und Ausbildung investiert. Die sich bereits im 2. Halbjahr 2011 abzeichnende Entwicklung stimmt den Vorstand der DFV AG optimistisch, dass dieser neu erschlossene Vertriebsweg einen zusätzlichen und nachhaltigen Beitrag zur weiteren positiven Entwicklung des Unternehmens leisten wird. - Überarbeitung des Markenauftritts Der in den Geschäftsjahren 2007 bis 2010 aufgebaute Markenauftritt des Unternehmens war uneinheitlich und verbesserungswürdig. Nach intensiven Vorarbeiten hat das Unternehmen Mitte des 2. Quartals 2011 einen neuen Markenauftritt verabschiedet, dem sich eine komplette Überarbeitung des Corporate Designs anschloss. Bereits im 4. Quartal 2011 konnte die Umstellung des neuen Markenauftritts und Corporate Designs in der gesamten vertrieblichen und betrieblichen Kommunikation abgeschlossen werden. Unabhängig von hiermit in Verbindung stehenden erheblichen Aufwendungen konnte damit eine solide Basis geschaffen werden, von der das Unternehmen kurz-, mittel- und langfristig profitieren wird. - Erstteilnahme an einem Unternehmensrating Nach intensiven Vorarbeiten erfolgte am 15. Juli 2011 die Publikation eines ersten Rating-Ergebnisses des Unternehmens. Nach Meinung der Assekurata Rating-Agentur GmbH, eine der führenden Rating Agenturen der Assekuranz, erfüllt die DFV Deutsche Familienversicherung die Qualitätsanforderungen der Versicherungen gut. Assekurata vergibt hierfür das Rating „A“. Aufgrund der dominierenden Rolle der Krankenzusatzversicherung im Geschäftsmix des Unternehmens stuft Assekurata die Gesellschaft als nicht substitutiven Krankenversicherer ein. Ergebnis des Ratings sind ebenfalls sehr gute Beurteilungen im Bereich Sicherheit, Beitragsstabilität und Kundenorientierung. Der Erfolg des Unternehmens wird „zufriedenstellend“ eingeschätzt, währenddessen Wachstum und Attraktivität im Markt als „exzellent“ beurteilt werden. Das realisierte Ratingergebnis ist auch unter vertrieblichen Gesichtspunkten ein großer Erfolg, weil hiermit der Beleg erbracht wird, dass auch ein junges Unternehmen, wie die DFV Deutsche Familienversicherung AG, auch unter den strengen Anforderungen einer Rating-Agentur, in Hinblick auf Sicherheit und Nachhaltigkeit positiv beurteilt wird. 2.2. Beitragsentwicklung und Leistungen an Kunden Die Bruttobeitragseinnahmen betrugen im Berichtsjahr € 19,6 Mio. Sie nahmen damit gegenüber dem Vorjahr (€ 11,7 Mio.) um € 7,9 Mio. zu. Zum Jahresende verfügt die DFV Deutsche Familienversicherung AG über einen Bestand von 194 Tsd. Verträgen (+ 18,3 %). Die Bestandsprämie liegt bei € 22,6 Mio. (+ 12,4 %). Für unsere Kunden haben wir im Berichtsjahr € 6,1 Mio. (Vorjahr € 2,7 Mio.) schadenbedingte Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle geleistet; die Bruttoschadenreserven zum Bilanzstichtag betragen € 3,4 Mio. (Vorjahr € 1,4 Mio.). 2.3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit Die DFV Deutsche Familienversicherung AG schließt das Berichtsjahr mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von € -1.843 Tsd. ab. Das Ergebnis ist maßgeblich durch Investitionen und einmaligen Kostenbelastungen im Zusammenhang mit den unter Ziffer 2.1. genannten Projekten beeinflusst. Diese Investitionsentscheidungen hat der Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat des Unternehmens entschieden; das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit entspricht in Folge dessen den Erwartungen. 2.4. Sparten und Bestandsaufteilung zum Bilanzstichtag Die nachstehende Zusammenfassung gibt einen Überblick über die Sparten und Bestandsaufteilung zum Bilanzstichtag in Hinsicht auf die Verteilung der Bruttobeitragseinnahmen und Anzahl der Verträge, sowohl nach Versicherungszweigen als auch nach Kombiversicherungsprodukten. scroll
Dem Erfordernis des Spartentrennungsprinzips Rechnung tragend wurden die einzelnen Versicherungsverträge der Kombiversicherungsprodukte den einzelnen Versicherungszweigen zugeordnet. Die spartenbezogenen Teilergebnisse sind der folgenden Bruttodarstellung zu entnehmen. scroll
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vor Schwankungsrückstellung 2.5. Kapitalanlagen und Kapitalanlagenergebnis Die Kapitalanlagen der Gesellschaft betrugen zum Ende des Berichtsjahres € 6,2 Mio. (Vorjahr € 5,5 Mio.). Die Differenz ergibt sich im Wesentlichen aus der im Berichtsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung sowie dem Betriebsergebnis. Die unverändert konservative Kapitalanlagepolitik des Unternehmens zeigt sich nach Anlagegattungen in der folgenden Übersicht. Struktur der Kapitalanlagen scroll
Bei Zinsen auf niedrigem Niveau fielen Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von Tsd. € 127,5 (Vorjahr Tsd. € 71,0) an. Kursverluste ergaben sich durch Abgängen bei Wertpapierverkäufen in Höhe von Tsd. € 40 (Vorjahr € 0), an Kursgewinnen fielen Tsd. € 2,6 an (Vorjahr € 0). Abschreibungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. An Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen fielen Tsd. € 6,8 (Vorjahr Tsd. € 2,4) an. Die laufende Durchschnittsverzinsung der sonstigen Kapitalanlagen beträgt 1,43 % (Vorjahr 1,61 %). 2.6. Cashflow und Liquiditätslage Zum Bilanzstichtag war der Finanzmittelfonds mit € 0,6 Mio. auf Vorjahresniveau bei einer liquiden Veränderung des Finanzmittelfonds von -0,1 Mio. €. Im Ergebnis resultiert dies aus dem positiven Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 0,1 Mio., einem positiven Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von € 0,7 Mio. aufgrund der im Geschäftsjahr in dieser Höhe durchgeführten Kapitalerhöhung und Auszahlungen zum Erwerb von Vermögensgegenständen, insbesondere Finanzanlagen in Höhe von € 0,9 Mio. (negativer Cash Flow aus Investitionstätigkeit). 3. Risikoberichterstattung3.1. Einführung und Beschreibung der Risikostruktur Gegenstand des Unternehmens ist das Versicherungsgeschäft. Auch diese Tätigkeit ist aufgrund der Unsicherheit der zukünftigen Entwicklung mit Risiken verbunden. Das Risikomanagement der DFV Deutsche Familienversicherung AG zielt darauf ab, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, sie zu kontrollieren und letztendlich systematisch zu bewältigen. Gerade in Hinsicht auf die stark expandierende Unternehmensstruktur ist eine besonders weitgehende Risikofrüherkennung notwendig. Ein aktives Risikomanagement findet durch die Vorstände und Führungskräfte statt. Routinemäßig berichten die Abteilungsleiter gegenüber Ressort- oder Gesamtvorstand über den aktuellen Geschäftsverlauf auch unter möglicherweise risikobehafteten Gesichtspunkten. Bei der im Wirtschaftsjahr fortgesetzten Prozessmodellierung wurden unter Einbindung der Vorstände risikobehaftete Geschäftsvorfälle identifiziert und entsprechende Melderoutinen weiterentwickelt. Über dieses Verfahren ist es dem Unternehmen möglich, frühzeitig bestehende Risiken zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Das Gesamtrisiko der DFV Deutsche Familienversicherung AG lässt sich in folgende Risikokategorien einteilen:
Die Risikovorsorge der DFV Deutsche Familienversicherung AG entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Risikomanagements nach § 64 a VAG. Die Maßnahmen zum Risikomanagement wurden gegenüber dem Aufsichtsrat und der Aufsichtsbehörde in unserem Bericht nach § 64 a VAG vom 14. April 2011 hinreichend dokumentiert. Die gesamte Organisationsstruktur und Prozessabläufe sind auf die Umsetzung der Anforderung nach § 64 a VAG ausgerichtet und etabliert. Bis einschließlich 31. Dezember 2011 war die DFV AG durch Schreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 13. Januar 2011 von den Regelungen des § 64 a Abs. 1 Satz 4 Nr. 4 VAG befreit. Zum 1. Januar 2012 wurde eine unabhängige interne Revisionsfunktion etabliert. 3.2. Versicherungstechnische Risiken Im Rahmen des Risikomanagements nimmt die Identifikation, Bewertung und Steuerung von versicherungstechnischen Risiken naturgemäß eine wesentliche Stellung ein. Das Hauptrisiko in den betriebenen Versicherungssparten ist das Prämien- und Schadenrisiko. Es besteht darin, dass aus den im Voraus kalkulierten Prämien, künftig vertraglich festgelegte Schadenzahlungen zu leisten sind, deren Höhe bei der Prämienfestsetzung nicht sicher bekannt ist (Zufalls- und Änderungsrisiko). Ein weiteres Risiko ist das Reserverisiko. Es besteht darin, dass der zu leistende Schadenaufwand höher sein kann, als zum Zeitpunkt der Schadenmeldung erwartet. Die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgt für jeden Schadenfall einzeln auf Basis differenzierter Statistiken und unter Beachtung des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips. Diesen Risiken begegnet die DFV Deutsche Familienversicherung AG durch eine risikogerechte Kalkulation der Beiträge, durch eine gezielte Annahmepolitik und durch stringente Zeichnungsrichtlinien. Im Rahmen eines systematischen Bestandscontrollings stellen wir ein angemessenes Verhältnis von Beitragseinnahmen zu Schaden- und Leistungsaufwendungen sicher. Gegen die Auswirkungen des Schadenrisikos schützt sich die DFV AG durch den Abschluss von geeigneten proportionalen Rückversicherungsverträgen. Darüber hinaus besteht für die Sparten Unfall-, Hausrat- und Glashaftpflicht ein weiterer Rückversicherungsvertrag, durch den die Leistungsverpflichtungen, die eine festgelegte Größe überschreiten (Schadenexzedent), in Zession gegeben werden. 3.2. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Das im Berichtsjahr aufgebaute Neugeschäft wurde zu einem untergeordneten Teil über Versicherungsvermittler akquiriert. Daher bestehen Risiken aufgrund von Provisionsrückforderungen nur in unerheblichem Umfang. Die im Geschäftsjahr 2011 primäre Anbindung von Maklerpool-Gesellschaften als Empfänger geleisteter und zukünftiger Provisionszahlungen ist deshalb ebenfalls positiv zu beurteilen, da Unternehmensgröße und Solvenz dieser Maklerpool-Gesellschaften besser ist, als bei Einzelmaklern, ist das Ausfallrisiko reduziert. Zudem verringern vereinbarte Stornohaftungen und Stornoreserven die Ausfallwahrscheinlichkeiten. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer mit Fälligkeitstermin älter als 3 Monate in Höhe von Tsd. € 282 (Vorjahr Tsd. € 258), die zum Bilanzstichtag mit 29 % (Vorjahr 25 %) pauschal wertberichtigt wurden. EDV-gestützte Inkasso- und Mahnprozesse machen dieses Risikopotenzial gut beherrschbar. Bei der Auswahl von Rückversicherungsunternehmen ist die Bonität ein wesentliches Entscheidungsmerkmal. Gegenüber dem Vorjahr gab es keine Veränderungen hinsichtlich der Rückversicherungspartner des Unternehmens. Diese sind zum Bilanzstichtag
Der Vorstand der Gesellschaft informiert sich laufend über die wirtschaftliche Entwicklung der Rückversicherungspartner. 3.3. Risiken aus Kapitalanlagen Die Kapitalanlagestrategie im abgelaufenen Geschäftsjahr war durch folgende Rahmenbedingungen dominiert:
Im Zusammenhang mit Kapitalanlagen bestehen folgende Einzelrisiken: - Marktpreisrisiken Sie entstehen aus dem potenziellen Verlust aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen für Kapitalanlagen, als auch aus Zins-, Wechselkurs- und Aktienkursveränderungen. - Bonitätsrisiken Sie ergeben sich aus Bonitätsveränderungen von Emittenten. - Liquiditätsrisiken Sie bestehen darin, dass durch nicht zeitgerechten Liquiditätszufluss die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft gefährdet würde. Betrachtet man die aktuelle Situation an den Finanzmärkten, sind Marktpreis- und Bonitätsrisiken von besonderer Bedeutung. Diesen besonderen Rahmenbedingungen begegnet das Unternehmen durch folgende Maßnahmen:
Für die zu erwartenden Zahlungen wird monatlich eine roulierende Liquiditätsplanung erstellt. Dementsprechend werden auch die Kapitalanlagen disponiert. Durch die Mischung und Streuung der getätigten Kapitalanlageentscheidungen sind Liquiditätsrisiken auch bei unvorhersehbar höheren Schäden, bzw. Leistungszusagen als gering einzuschätzen. 3.4. Operationale und sonstige Risiken Grundsätzlich besteht für jedes Unternehmen eine Vielzahl operationaler Risiken aus dem laufenden Betrieb. Relevant sind besonders betriebliche Risiken, die durch menschliches oder technisches Versagen bzw. durch externe Einflüsse bestehen können. Im Rahmen des IT-Outsourcings profitiert die DFV Deutsche Familienversicherung AG von den hohen Sicherheits- und Funktionalitätsniveaus eines IT-Dienstleisters. Dessen räumlich getrennte Host-Rechnersysteme stellen die rasche Wiederaufnahme des Betriebes im Katastrophenfall sicher. Die Funktionsfähigkeit wird durch regelmäßig durchgeführte Störfallsimulationen überwacht. Der Bedrohung durch Viren- und Hacker-Attacken begegnet die DFV AG durch technische und organisatorische Maßnahmen. Neben dem Einsatz aktueller Firewalls und Virenscanner, werden die mit der Nutzung von E-Mail- und Internet verbundenen Risiken zusätzlich durch eine restriktive Berechtigungsstruktur begegnet, die den Nutzungsumfang für Endanwender durch eingeschränkte Zugriffe auf die Systeme begrenzt. Handlungsrisiken von Mitarbeitern beugt die DFV Deutsche Familienversicherung vor, indem für jeden Mitarbeiter eindeutige Vollmachtgrenzen für zahlungsrelevante Vorgänge definiert sind. Zahlungseinschränkungen sind im maschinellen In- und Exkassosystem hinterlegt und können nicht umgangen werden. Ansonsten wird darüber hinaus, wo notwendig und wirtschaftlich vertretbar, das Vier-Augen-Prinzip eingehalten. Im Übrigen erfolgt eine Kontrolle über Stichproben und Dienstaufsicht. Sonstige Risiken im Zusammenhang mit betrieblichen Systemen oder Prozessen können sich aufgrund verändernder politischer, rechtlicher bzw. steuerlicher Rahmenbedingungen ergeben. Hier erfolgt in den zuständigen Fachbereichen eine konsequente, fortlaufende Überwachung und Prüfung auch hinsichtlich bilanzieller Auswirkungen. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass operationale und sonstige Risiken für die Entwicklung der DFV Deutsche Familienversicherung AG von eher untergeordneter Bedeutung sind. 3.5. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Insgesamt stellt der Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG fest, dass sich gegenwärtig keine Entwicklungen abzeichnen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen können. In diesem Zusammenhang seien auch die Solvabilitätsanforderungen in Höhe des Mindestgarantiefonds erwähnt, die wie im Vorjahr € 3,5 Mio. betragen. Diesen stehen zum Bilanzstichtag Eigenmittel in Höhe von € 5,3 Mio. gegenüber. Bewertungsreserven sind nicht in die Berechnung eingeflossen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind daher nicht erkennbar. 4. Berichtspflichtige VorgängeDie Gesellschaft wurde als übernehmende Rechtsträgerin nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 21. Februar 2011 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Gesellschafter vom 25. Februar 2011 mit der PS Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRA 43434) verschmolzen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2011 wurde das Grundkapital gegen Bareinlage um € 0,7 Mio. auf € 27,4 Mio. durch Ausgabe von 710.765 neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Nennwert von je € 1,- erhöht. Gleichzeitig wurde die Kapitalrücklage durch ein Agio um Tsd. € 21,6 auf Tsd. € 832,4 aufgestockt. Die Hauptversammlung vom 25. Februar 2011 hat darüber hinaus eine Satzungsänderung hinsichtlich § 6 Abs. 1 (Aufsichtsrat) beschlossen. Damit besteht der Aufsichtsrat aus sechs (bislang drei) Personen. Neu in den Aufsichtsrat eingetreten sind:
In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung vom 18. März 2011 erfolgte die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden und dessen Stellvertreters. Mit Eintragung der neuen Mitglieder in das Handelsregister am 23. Mai 2011 setzt sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:
5. NachtragsberichtMit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Januar 2012 wurde das Grundkapital gegen Bareinlage um € 4,3 Mio. auf € 30,0 Mio. durch Ausgabe von 2.600.001 und einer neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktie im Nennwert von je € 1,- erhöht. Dem damit verbunden Aufgeld in Höhe von € 1,7 Mio. entsprechend wurde die Kapitalrücklage von € 0,8 auf € 2,5 Mio. aufgestockt. Weitere berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. 6. AusblickBelastbare Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung der Versicherungswirtschaft im Jahre 2012 liegen noch nicht vor. In einer Pressemeldung vom 17. November 2011 äußert sich Rolf-Peter Hoenen, Präsident des GDV, dahingehend, dass auch für 2012 trotz aller bestehender Unsicherheiten eine weitere Verbesserung der Beitragsentwicklung für die Gesamtbranche möglich ist. Gleichzeitig wird für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland nach Meinung der OECD mit einer deutlichen Wachstumsabschwächung und einem prognostizierten Wachstum des Bruttoinlandsproduktes der Bundesrepublik Deutschland um nur noch 0,8 % gerechnet. Umfangreiche Vorarbeiten und Investitionen des Geschäftsjahres 2011 bringen die DFV Deutsche Familienversicherung AG in eine gute Ausgangssituation für das Geschäftsjahr 2012. Der Vorstand der DFV AG ist zuversichtlich, dass es gelingen wird, auch im Jahr 2012 die positive Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres fortzusetzen. Mitte 2011 hat das Unternehmen die geschaffene Arbeitsgruppe „Solvency II“ mit der Evaluierung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen im Hinblick auf die Erfüllung der im Zusammenhang mit Solvency II gestellten Anforderungen beauftragt. Es ist davon auszugehen, dass bis zum dritten Quartal des Jahres 2012 alle organisatorischen Vorkehrungen getroffen sein werden. Gleichzeitig kann die DFV Deutsche Familienversicherung AG davon ausgehen, dass die künftigen Solvabilitätsanforderungen auch unter den nach Solvency II bestehenden Voraussetzungen abschließend erfüllt werden können. Im laufenden Geschäftsjahr 2012 wird es insbesondere darum gehen, etablierte Kooperationen weiter auszubauen und Marktanteile, insbesondere im Bereich der Pflegeversicherung, auszudehnen. Wir erwarten daher in den nächsten beiden Jahren ein Bestandswachstum mindestens auf Vorjahresniveau. Das Ausbleiben technischer Einmaleffekte des Geschäftsjahres 2011 lässt künftig positive Ergebnisse der normalen Geschäftstätigkeit erwarten.
Frankfurt, 17. Januar 2011 DFV Deutsche Familienversicherung AG Der Vorstand Dr. Stefan M. Knoll Philipp J. N. Vogel Anlage zum LageberichtVon uns betriebene Versicherungszweige und VersicherungsartenDie nachstehend genannten Versicherungszweige und -arten betreiben wir ausschließlich im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft. scroll
Bilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva scroll
Es wird bestätigt, dass die für das von der DFV Deutsche Familienversicherung AG im Geschäftsjahr 2011 betriebene Pflegeversicherungsgeschäft zu ermittelnde Altersrückstellung gemäß § 12c VAG sowie im Einklang mit den Bestimmungen des § 341f HGB, § 16 KalV und § 25 Abs. 5 RechVersV berechnet wurden. Bei Aufrechnung negativer Altersrückstellungen gegen positive Altersrückstellungen ergibt sich für dieses Geschäft ein negativer Betrag, so dass für das Geschäftsjahr 2011 für das von der DFV Deutsche Familienversicherung AG gezeichnete Pflegeversicherungsgeschäft in der Bilanz kein Passivposten für die Altersrückstellungen zu bilden ist.
Der Verantwortliche Aktuar Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011scroll
Anhang1. Grundlagen der RechnungslegungDer Jahresabschluss und der Lagebericht werden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsgesellschaften (RechVersV) aufgestellt. Auf die Angabe von Leerposten wird gemäß § 265 Abs. 8 HGB verzichtet. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorzunehmenden Abschreibungen angesetzt. Für Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche und nicht festverzinsliche Wertpapiere erfolgt der Bewertungsansatz gemäß § 341b Abs. 2 in Verbindung mit § 253 Abs. 1 und 3 HGB nach den Vorschriften für die Bewertung des Anlagevermögens mit den Anschaffungskosten. Abweichend zum Vorjahr erfolgt die Bewertung nicht mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert, da die Finanzanlagen dem Unternehmen langfristig zur Verfügung gestellt werden. Gründe für vorzunehmende außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht erkennbar. Einlagen bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft werden zum Nennwert, vermindert um gebotene Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Die übrigen Forderungen werden ebenfalls zum Nennwert – ggf. wertberichtigt – ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) wird zu Anschaffungskosten vermindert um zulässige Abschreibungen bilanziert. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks sowie Kassenbestand werden zum Nennwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen ausgewiesen. Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden nach den Regelungen der §§ 341e bis 341h HGB in Höhe ihres erkennbaren Risikos dotiert. Die Schwankungsrückstellungen werden zudem gemäß § 29 RechVersV entsprechend der Anlage zu dieser Verordnung „Vorschriften zur Bildung von Schwankungsrückstellungen“ gebildet. Die sonstigen unter dem Posten andere Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages bewertet, der der voraussichtlichen Inanspruchnahme entspricht. Die anderen Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Angaben zu den Aktiva3.1. Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Kapitalanlagen Immaterielle Vermögensgegenstände betreffen entgeltlich erworbene Software, Lizenz- und Markenrechte, Aufbau des Internetportals, TV-Produktionen und Anzahlungen für Bestandsführungssoftware. Die Entwicklung dieses Vermögens und der sonstigen Kapitalanlagen wird im folgenden Bruttoanlagenspiegel dargestellt. scroll
Die im Geschäftsjahr nicht vorgenommenen Abschreibungen bei den sonstigen Kapitalanlagen beliefen sich auf 59,34 Tsd. €. Anteilsbesitz Entsprechend § 285 Nr. 11 HGB ergibt die nachstehende Übersicht die Angaben zum Anteilsbesitz am Bilanzstichtag. scroll
Die Beteiligung an der DFVV Dt. Familienversicherung- Vertriebsgesellschaft mbH erfolgte im Geschäftsjahr. 3.2. Forderungen Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern bestehen vor pauschaler Wertberichtigung in Höhe von 524,0 Tsd. € (Vorjahr: 482,5 Tsd. €). Hiervon sind Forderungen von 149,4 Tsd. € (Vorjahr: 224,7 Tsd. €) bis zu 90 Tage alt. Nach Berücksichtigung der Pauschalwertberichtigung von 82,9 Tsd. € (Vorjahr: 65,0 Tsd. €) betragen die Forderungen an Versicherungsnehmer 441,1 Tsd. € (Vorjahr: 417,5 Tsd. €). Die Forderungen an Versicherungsvermittler betragen 31,1 Tsd. € (Vorjahr: 132,4 €) und wurden im Geschäftsjahr um 67,0 Tsd. € wertberichtigt. 3.3. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft Im Berichtjahr waren keine Forderungen auszuweisen. Im Vorjahr waren es 74,1 Tsd. € und resultierten aus vier Rückversicherungsabrechnungen. 4. Angaben zu den Passiva4.1. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 27,4 Mio. € (Vorjahr: 26,7Mio. €) und ist voll eingezahlt. Im Berichtsjahr wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2011 eine Kapitalerhöhung von rund 0,7 Mio. € durch Ausgabe von 0,7 Mio. neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien im Nennwert von je einem Euro durchgeführt. Gleichzeitig wurde die Kapitalrücklage durch ein Aufgeld um 21,6 Tsd. € aufgestockt. 4.2. Versicherungstechnische Rückstellungen Die versicherungstechnischen Rückstellungen weisen folgende Bestandteile aus: Beitragsüberträge, Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schaden- und Spätschadenreserven), Schwankungsrückstellung und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen, in der eine Stornorückstellung ausgewiesen wird. Die Beitragsüberträge werden unter Berücksichtigung der unterjährigen Fälligkeiten gemäß § 341e Abs. 2 Nr. 1 HGB nach der Bruchteils- bzw. 1/360-Methode maschinell ermittelt. Die Schadenreserven für die laufenden Geschäftsjahresschäden und für bekannte Spätschäden werden aus dem EDV-gestützten Schadensystem einzeln ermittelt. Die Spätschadenreserven für unbekannte Spätschäden werden mathematisch-analytisch berechnet und laufend mit der Höhe der tatsächlich gemeldeten Schadenwerte der Anfalljahre bis 2011 verglichen. Gleichzeitig werden die auf die Schadenreserven insgesamt entfallenden externen und internen Regulierungsaufwendungen anhand eigener Erfahrungswertreihen ermittelt und laufend plausibilisiert. Die spartenbezogene Berechnung der Schwankungsrückstellungen ergab unter Anwendung des § 341h Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV einen Zuführungsbedarf in der Sparte Unfallversicherung von 140,8 Tsd. € (Vj. 156,3 Tsd. €), in der Haftpflichtversicherung von 119,7 Tsd. € (Vj. 130,6 Tsd. €) und in der Hausratversicherung von 65,1 Tsd. € (Vj. 48,2 Tsd. €), somit insgesamt 325,7 Tsd. €. In der Schwankungsrückstellung wurden insgesamt 660,8 Tsd. € (Vj. 335,1 Tsd. €) zurückgestellt. 4.3. Andere Rückstellungen Die Entwicklung der hier ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen wird in der nachstehenden Übersicht erfasst. scroll
4.4. Andere Verbindlichkeiten Sämtliche unter den anderen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Posten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4.5. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft Die hier ausgewiesene Verbindlichkeit von 635,8 Tsd. € (Vorjahr: 140,7 Tsd. €) betreffen mehrere Rückversicherungsabrechnungen des vierten Quartals 2011. Unter Berücksichtigung der noch nicht abgerechneten Anteile der Rückversicherer an den Schadenreserven beträgt der Rückversicherungssaldo des Geschäftsjahres -1.595,5 Tsd. € (Vorjahr: 2.393,7 Tsd. €) und setzt sich nach Sparten wie folgt zusammen: scroll
5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDas Tochterunternehmen DFVS (Deutsche Familienversicherung Servicegesellschaft mbH) hat einen langfristigen Mietvertrag bis zum 30. Mai 2018 abgeschlossen, der durch eine Patronatserklärung der DFV Deutsche Familienversicherung AG unterlegt ist. Die sich aus der möglichen Inanspruchnahme ergebenden Verpflichtungen würden für das laufende Geschäftsjahr 320,7 Tsd. € und für die Jahre 2013 bis 2018 voraussichtlich 1.737,1 Tsd. € betragen. Ein begründetes Risiko aus möglicher Inanspruchnahme ist nicht erkennbar. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus der langfristigen Anmietung der Geschäftsräume bis zum 30. Oktober 2016. Die aus diesen Verpflichtungen resultierenden Aufwendungen betragen für das laufende Geschäftsjahr 367,3 Tsd. € und für die Jahre 2013 bis 2016 voraussichtlich 1.407,8 Tsd. €. Ferner bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit unterschiedlichen Laufzeiten für die Nutzung von Hardware, Kommunikations- und Netzwerktechnik sowie andere technische Hilfsmittel, Büroeinrichtung und Fahrzeuge. Die sich aus diesen Verträgen ergebenden Verpflichtungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2012 voraussichtlich auf rund 302 Tsd. € und für die Jahre 2013 bis 2014 voraussichtlich auf 604 Tsd. €. 6. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung6.1. Angaben nach § 51 Abs. 4 Nr. 1 RechVersV Die Angaben werden in zwei Übersichten nachstehend zusammengefasst. scroll
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einschließlich Glasversicherung 6.2. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R. Die im Berichtsjahr ausgewiesenen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb werden verursachungsgerecht nach sachlogisch ermittelten Verteilungsschlüsseln getrennt nach Sach- und Personalaufwendungen auf die Funktionsbereiche der Gesellschaft aufgeteilt. Die nicht zuordenbaren Aufwendungen werden als sonstige Aufwendungen ausgewiesen. Die Zusammensetzung des Gesamtaufwandes nach § 43 Abs. 5 RechVersV zeigt die nachstehende Übersicht. scroll
6.3. Erträge aus Kapitalanlagen Die Erträge des Berichtsjahrs resultieren aus der Anlage von Aktien, Investmentanteilen, festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapieren, sonstigen Ausleihungen und Festgeldern. Es entstanden Erträge in Höhe von 127,5 Tsd. € (Vorjahr: 71,0 Tsd. €). Durch Abgänge entstandene Gewinne und Verluste saldierten sich auf -37,4 Tsd. € (Vorjahr: 0,0 €). Abschreibungen wurden in Höhe von 59,3 Tsd. € (Vorjahr: 0,0 €) nicht vorgenommen. Die laufende Durchschnittsverzinsung aus den sonstigen Kapitalanlagen beträgt im Jahresdurchschnitt 1,43 % (Vorjahr: 1,61 %). 6.4. Sonstige Erträge Die sonstigen Erträge in Höhe von 394,0 Tsd. € (Vorjahr: 25,3 Tsd. €) entstanden im Wesentlichen durch erbrachte Beratungsleistungen von 350 Tsd. € im Zusammenhang mit Reparaturkostenversicherungen. 6.5. Sonstige Aufwendungen Bei den sonstigen Aufwendungen handelt es sich ausschließlich um die nicht den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zuordenbaren Aufwendungen nach § 48 RechVersV, deren Zusammensetzung sich aus der folgenden Übersicht ergibt. scroll
6.6. Verschmelzungsverlust Die bisherige Organträgerin PS Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt, wurde auf der Grundlage des Verschmelzungsvertrages vom 21. Februar 2011 auf die DFV AG übertragen. Die beteiligten Gesellschafter legten am 25. Februar 2011 die erforderlichen Zustimmungsbeschlüsse vor. Mit der Übertragung endete der bis zum Geschäftsjahr 2010 durchgeführte Ergebnisabführungsvertrag zum 31. Dezember 2010. Der durch die Übertragung entstandene Verschmelzungsverlust von 21,0 Mio. € besteht im Wesentlichen aus den durch die von der bisherigen Organträgerin getragenen Verluste der DFV AG aus den Jahren 2007 bis 2010. 7. Sonstige Angaben7.1. Personalbestand Im Berichtsjahresdurchschnitt waren – ohne das über einen Dienstleistungsvertrag in die DFV Servicegesellschaft mbH ausgegliederte Personal – rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt, davon 20 in leitender Position. Einschließlich des ausgegliederten Servicepersonals (rund 55 Beschäftigte, davon 5 Teamleiter) waren es im Durchschnitt des Berichtsjahres 95 Angestellte, davon 25 Führungskräfte. Im Außendienst wurde kein Personal beschäftigt. 7.2. Angaben nach § 51 Abs. 5 RechVersV scroll
7.3. Vorstand und Aufsichtsrat Mitglieder des Vorstandes sind:
Mitglieder des Aufsichtsrates sind:
7.4. Bezüge des Vorstandes und Aufsichtsrates Angaben zu den Bezügen des Vorstandes nach § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB werden unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB nicht veröffentlicht. Die Aufsichtsratsbezüge des Berichtsjahrs werden unter den sonstigen Aufwendungen unter Ziffer 6.5. ausgewiesen. 7.5. Honorar des Abschlussprüfers Zum Abschlussstichtag beläuft sich das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für auf das Geschäftsjahr entfallende Dienstleistungen auf 27 Tsd. € netto, welches ausschließlich auf Leistungen zur Abschlussprüfung entfällt.
Frankfurt, 17. Januar 2011 DFV Deutsche Familienversicherung AG Der Vorstand Dr. Stefan M. Knoll Philipp J. N. Vogel BESTÄTIGUNGSVERMERKWegen der teilweisen Offenlegung des Jahresabschlusses wird darauf hingewiesen, dass sich nachfolgender Bestätigungsvermerk auf den ungekürzten Jahresabschluss bezieht. Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DFV Deutsche Familienversicherung AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Offenbach am Main, 3. Februar 2012 Hartmut W. Schubert, Wirtschaftsprüfer Friedrich W. Stöhr, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung laufend überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2011 zu drei Sitzungen zusammengetreten und hat sich über laufende Berichte umfassend über den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Lage und Entwicklung der Gesellschaft waren Gegenstand eingehender Beratungen. Der Aufsichtsrat nahm Einsicht in wichtige Geschäftsunterlagen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand darüber hinaus mit dem Vorstand in ständiger Verbindung. Er ließ sich über bedeutsame Fragen und Maßnahmen der Geschäftspolitik regelmäßig informieren. Die Bader Förster Schubert GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Offenbach am Main, hat den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 sowie den Lagebericht des Vorstandes unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und den Lagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer an und hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gemäß §§ 171 Abs. 2 in Verbindung mit 172 AktG gebilligt.
Frankfurt am Main, 2. März 2012 DFV Deutsche Familienversicherung AG Der Aufsichtsrat Hartmut Bergemann, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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