![]() DFV Deutsche Familienversicherung AGFrankfurt am MainKonzernhalbjahresbericht 2020Das führende europäische InsurTechVorwort des VorstandesSehr geehrte Damen und Herren, als der Vorstand die Planung für das Jahr 2020 aufgestellt hat, die auch für dieses
Jahr einen Zuwachs von 100.000 Verträgen vorsah, geschah dies mit einem gewissen Respekt
vor der Aufgabe. War schon das gleich lautende Ziel des Vorjahres äußerst ambitioniert
- immerhin war das eine glatte Verdopplung der Vertriebsleistung von 2018 -, fehlte
zu Beginn des Jahres 2020 ein mit CareFlex Henkel vergleichbarer Akquisitionserfolg,
der einen guten Start in das Jahr versprach. Mit dem Start in das Jahr 2020 galt es also, sich auf die besonderen Befähigungen
der Deutschen Familienversicherung zum Online-Vertrieb zu verlassen. Und tatsächlich
konnte der reine Online-Vertrieb im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr deutlich
gesteigert werden. Im Januar und Februar war die Deutsche Familienversicherung, was
das gesteckte Jahresziel anbelangte, nicht nur im Zeitziel, es sah sogar nach einem
geradezu fulminanten Jahr aus, wenn man die bis dahin erreichten Ergebnisse auf das
Jahr hochgerechnet hat. Doch dann kam die Coronakrise. Mit den Reisewarnungen der
Bundesregierung brach das ohnehin nicht sehr beitragsstarke Geschäft der Auslandskrankenversicherung
vollständig ein, was die Produktionsdelle erklärt. Darüber hinaus lief der Online-Vertrieb
in den übrigen Sparten jedoch ohne jede Eintrübung auf dem Vor-Corona-Niveau weiter
- und das bis heute. Die uneingeschränkte Fortsetzung des Geschäftsbetriebes galt auch für die Deutsche
Familienversicherung insgesamt. Durch die neue technische Ausstattung aller Arbeitsplätze
war es von einem auf den anderen Tag möglich, dass nahezu alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von zuhause arbeiten konnten. Entgegen allen Bedenken blieb die Produktivität
auf dem Vor-Corona-Niveau und so hat sich das mobile Arbeiten als eine veritable Alternative
zur stationären Arbeit im Büro herausgestellt. Weil die Personaldecke der Deutschen Familienversicherung für die Realisierung der
gesteckten Unternehmensziele ebenso zu gering war wie für die Umsetzung von CareFlex
Chemie, sollte mit dem Projekt "COD" ein völlig neuartiges Personalgewinnungskonzept
umgesetzt werden. Tatsächlich gelang es der Deutschen Familienversicherung, innerhalb
von nur sechs Wochen weit über 3.000 Bewerbungen zu realisieren. Dadurch konnten wir
alle neu geschaffenen Planstellen besetzen. Die Masse der Neueinstellungen erfolgte
bereits im ersten Halbjahr 2020. Neben dem Neugeschäft und der Fortschreibung des Grundbetriebes galt es, CareFlex
Chemie umzusetzen. Zur Umsetzung dieser ersten Branchenlösung einer arbeitgeberfinanzierten
Pflegezusatzversicherung ist ein Konsortium gebildet worden, in dem die Deutsche Familienversicherung
Co-Konsortialführer für Produkt und Verwaltung ist. Da die in Rede stehende Pflegezusatzversicherung
bereits Ende des Jahres 2019 aktuariell finalisiert war, war das erste Halbjahr 2020
durch das Aufsetzen der notwendigen Prozesse und die Verhandlungen um die erforderlichen
Verträge geprägt. Letztere wurden im Juni 2020 finalisiert. Mit Ersterem liegt die
Deutsche Familienversicherung umsetzungstechnisch im Zeitziel. Weil CareFlex Chemie auch eine IT-Komponente hat, zumal wegen der Verantwortlichkeit
für die damit in Zusammenhang stehenden Prozesse, darf die Entwicklung dort nicht
unerwähnt bleiben. Bereits im Jahr 2019 haben wir beschlossen, die bestehende IT-Infrastruktur
auf einen inländischen Serviceprovider zu übertragen, wodurch diese erheblich leistungsfähiger
wird, was zur Abbildung des angestrebten Wachstums erforderlich ist. Dieses Projekt,
das auf zwölf Monate angelegt ist und bis zum Ende des Jahres 2020 abgeschlossen sein
soll, entspricht ebenfalls der Planung. Mit Ausbruch der Corona-Krise hat der Vorstand beschlossen, sich von den vorhandenen
Aktien zu trennen. Dies hatte eine Realisierung von Verlusten zur Folge. Inzwischen
wurde die gesamte Vermögensanlage neu strukturiert und die realisierten Verluste konnten
weitgehend wieder kompensiert werden. Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass die Deutsche Familienversicherung
ihren Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt hat und mit den Vorbereitungen auf CareFlex
Chemie die Voraussetzungen geschaffen hat, dass sich das Unternehmen im Jahr 2021
verdoppeln kann. Die Corona-Krise hatte und hat keine negativen Auswirkungen auf das
ambitionierte Neugeschäft, und die Verluste der Kapitalanlage, die eine Reaktion auf
die Verluste an den Börsen waren, konnten weitgehend kompensiert werden. Insgesamt
liegt die Deutsche Familienversicherung, was die geplanten Unternehmensergebnisse
anbelangt, zum Ende des ersten Halbjahres 2020 im Zeitziel. Für das zweite Halbjahr wird es darum gehen, die Weichen für einen neuen Firmensitz
ebenso zu stellen wie für die Umstrukturierung des Unternehmens. Die Trennung von
Sach- und Krankenversicherungsgeschäft wird mit der Gründung neuer Risikoträger ebenso
einhergehen wie die Umsetzung der Absicht, das bestehende Produktportfolio deutlich
zu erweitern und die Weichenstellung für den Eintritt in das europäische Ausland zu
legen. Alldem diente die Kapitalerhöhung, die aus dem Genehmigten Kapital Anfang Juli
2020 erfolgt ist und dem Unternehmen eine zusätzliche Kapitalisierung von brutto 32
Mio. € eingebracht hat. Herzlichst Dr. Stefan M. Knoll Vorsitzender des Vorstandes (CEO) Frankfurt, 13. August 2020 KONZERNLAGEBERICHT1 WIRTSCHAFTLICHES UMFELD UND BRANCHENENTWICKLUNG Gemäß der ifo-Konjunkturprognose vom 1. Juli 2020 sind die Aussichten für die wirtschaftliche
Entwicklung im Jahr 2020 wieder verhalten positiv, nachdem das 1. Halbjahr massiv
durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst war. Als Folge ist die deutsche Wirtschaft
in die tiefste Rezession ihrer Nachkriegsgeschichte gestürzt. Das Bruttoinlandsprodukt
ist nach einem Rückgang im Q1 2020 in Höhe von 1,8 % im zweiten Vierteljahr um weitere
11,7 % geschrumpft. Da die Neuinfektionszahlen deutlich zurückgehen, wurden die Maßnahmen
zur Begrenzung der weiteren Verbreitung mittlerweile gelockert oder für manche Wirtschaftsbereiche
ganz aufgehoben. So ist es gelungen, die konjunkturelle Talfahrt zu stoppen, und die
Erholung der wirtschaftlichen Aktivität konnte einsetzen. Bedingt durch die niedrige
Produktion von Waren und Dienstleistungen werden die Zuwachsraten mit 6,9 % und 3,8
% im dritten und vierten Quartal kräftig erwartet. Trotzdem wird die Wirtschaftsleistung
2020 im Durchschnitt voraussichtlich um 6,7 % niedriger sein als im Jahr 2019. Im
kommenden Jahr wird eine weitere Erholung erwartet, die im Jahresdurchschnitt das
Bruttoinlandsprodukt um 6,4 % wachsen lassen dürfte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins noch immer auf null Prozent.
Im Verlauf von 2020 sind für viele Zinsexperten gleichbleibende Zinsen wahrscheinlich,
einige halten einen leichten Anstieg für möglich. Schwankungen sind aber aufgrund
der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten aufgrund der Corona-Krise möglich. Mittel-
bis langfristig gehen viele Experten ebenfalls von einem stagnierenden Zinsniveau
aus. Eine nachhaltige Trendwende und ein starker Zinsanstieg werden derzeit nicht
erwartet. 10-JÄHRIGE BUNDESANLEIHE/DAX![]() Das anhaltend niedrige Zinsniveau erschwert die Erwirtschaftung ausreichender Kapitalerträge
zunehmend. Die Aufrechterhaltung der langfristigen Sicherung der Erfüllbarkeit der
Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern hängt mehr denn je von der Fähigkeit
des Unternehmens ab, im Kerngeschäft profitabel zu sein. 2 ENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFES Der Geschäftsverlauf kann trotz der massiven Verwerfungen durch COVID-19 insgesamt
als äußerst zufriedenstellend bewertet werden. In Bezug auf Wachstum und das geplante
Neugeschäft zeichnet sich eine Erfüllung aller gesteckten Ziele ab. Unabhängig davon
setzt die Deutsche Familienversicherung ihren Entwicklungsprozess im Hinblick auf
die weitere Ausgestaltung des Produktportfolios, die Optimierung der innerbetrieblichen
Prozesse, die Digitalisierung, den Kundenservice und die Kapitalanlage mit großer
Energie fort. 2.1 Entwicklung des Aktienkurses Der Aktienkurs der Deutschen Familienversicherung hat im ersten Halbjahr 2020 eine
äußerst positive Entwicklung genommen, maßgeblich im Juni 2020, nachdem sich der Kurs
im Frühjahr trotz der massiven Verwerfungen an den Kapitalmärkten behaupten konnte.
Einer der Treiber für das derzeitige Aktienhoch ist der vor kurzem vollzogene Börsengang
des US-Insurtechs Lemonade, der die Unterbewertung der Deutschen Familienversicherung
am Kapitalmarkt verdeutlicht hat. Weitere Gründe für den Aufwärtstrend sind die gute
Performance des Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr sowie die nunmehr ratifizierte
Pflege-Branchenlösung "CareFlex Chemie", mit der die Deutsche Familienversicherung
im Jahr 2021 nahezu eine Verdopplung des Geschäftsvolumens generieren wird. AKTIENKURS DEUTSCHE FAMILIENVERSICHERUNG![]() 2.2 Entwicklung des Neugeschäfts Die Erfolgsgeschichte des letzten Jahres wird in 2020 nahtlos fortgesetzt, was mit
Blick auf den konjunkturellen Einbruch durch COVID-19 sehr beachtlich ist. Das Neugeschäft
ist mit 46.415 neu abgeschlossenen Verträgen äußerst erfolgreich verlaufen und konnte
fast die bisherige Rekordmarke des 1. Halbjahres 2019 erreichen. Bereinigt um den
im 1. Halbjahr 2019 enthaltenen Sondereffekt aus der Pflege-Kooperation mit Henkel
ist das Neugeschäft sogar um 16 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Hier zeigt sich
einmal mehr die Robustheit des Geschäftsmodells und des Vertriebes über digitale Vertriebskanäle.
Somit liegen wir sowohl bei den Neugeschäftsstücken als auch beim neuen Beitrag im
Rahmen der Planung. 2.3 Entwicklung des Produktportfolios Die Weiterentwicklung unserer Sachprodukte wurde erfolgreich fortgeführt. Insbesondere
die Überarbeitung unserer Privathaftpflichtversicherung hat sich mit der Testnote
"sehr gut" bei Stiftung Warentest bezahlt gemacht. Mit der Überarbeitung von KombiVersicherung
und DFV-VerkehrsrechtsSchutz haben wir aktuelle Marktentwicklungen aufgegriffen und
umgesetzt. Auch unsere im Bereich der Tierkrankenversicherung bestehende Kooperation
mit Pro.Sieben/Sat.1 haben wir weiter ausgebaut. Unter der Marke PETPROTECT wird auf
den TV-Kanälen der Mediengruppe seit Dezember 2019 auch die DFV-HundehalterhaftpflichtVersicherung
angeboten. Die positiven Erfahrungen dieser Kooperation haben uns veranlasst, Anfang
August 2020 eine Neuauflage unserer Hundehalterhaftpflichtversicherung auf den Markt
zu bringen. Unsere Zahnzusatzversicherung wurde im Juni 2020 zum fünften Mal in Folge
als Testsieger von Stiftung Warentest ausgezeichnet. Auch im Bereich der Pflegezusatzversicherung
wurden wir zum wiederholten Male Testsieger bei Stiftung Warentest. Diese erneuten
Auszeichnungen dokumentieren in beeindruckender Weise unsere Kompetenz in der Kranken-
und Pflegezusatzversicherung. 2.4 Outsourcing der IT-Infrastruktur Das im zweiten Halbjahr 2019 begonnene IT-Infrastruktur-Outsourcing beinhaltete auch
die Neuausstattung aller Arbeitsplätze sowie die Umstellung der gesamten Kommunikation
auf Skype for Business. Jeder Arbeitsplatz wurde dabei mit Notebooks, Dockingstations
und großen Bildschirmen ausgestattet, sodass ein mobiles Arbeiten innerhalb des Hauses,
aber auch ortsunabhängig möglich ist. Mit Eintritt des Lockdowns, aufgrund der COVID-19-Pandemie, erwies sich die Entscheidung
für diese Ausstattung als sehr weitsichtig. So konnte der Geschäftsbetrieb ohne Unterbrechung
oder Einschränkungen unmittelbar fortgesetzt werden. Rund 90 % der Mitarbeiter arbeiten
seit Beginn der Einschränkungen mobil von zuhause aus, und dies ohne Auswirkungen
auf die Produktivität. Für Kunden und Geschäftspartner ist dies nicht wahrnehmbar,
da die gesamte Kommunikation über Skype for Business abgewickelt wird. Im ersten Halbjahr 2020 konnte die Installation der dedizierten IT-Infrastruktur
bei unserem Outsourcing-Dienstleister abgeschlossen und die Transformation weiterer
Services auf die neue Infrastruktur durchgeführt werden. Wir gehen davon aus, dass
das Outsourcing noch in diesem Jahr abgeschlossen wird und unsere Systeme vollständig
auf der neuen Infrastruktur betrieben werden. 2.5 Fortschreibung der DigitalisierungAutomatisierung Im Bereich der Automatisierung konnte mit der Einführung neuer Prozesse ein deutlicher
Zuwachs der vollautomatisch verarbeiteten Leistungsfälle erreicht werden. Zum Halbjahr
2020 wurde bereits die Gesamtzahl des Jahres 2019 übertroffen. Dies ergibt eine Steigerung
von 54 % im Vergleich zum Vorjahr. DFV-App Die kontinuierliche Weiterentwicklung der DFV Versicherung App und die Einführung
neuer Funktionen führte erneut zu einer deutlichen von unseren Kunden wahrgenommenen
Verbesserung. In den jeweiligen App Stores erzielt die DFV Versicherung App nicht
nur unter den Versicherern Bestbewertungen. So konnten im Apple App Store 4,8 und
Google Play Store 4,9 von fünf möglichen Sternen bei einer Anzahl von insgesamt 48.000
Installationen erreicht werden. 3 GESCHÄFTSENTWICKLUNG3.1 Versicherungstechnisches Ergebnis Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr
von 41.846 T€ um 28,3 % auf 53.701 T€. Zu diesem Wachstum trugen erneut die Krankenzusatzversicherungen
(Zahnzusatzversicherungen: +29,8 % und Pflegeversicherung: +18,5 %) sowie die im Mai
2019 eingeführte Tierkrankenversicherung (Beitrag 1. Hj. 2020: 1,2 Mio. €, 1. Hj.
2019: 25 T€) bei. Die abgegebenen Rückversicherungsbeiträge stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
von 16.116 T€ um 9.254 T€ auf 25.370 T€. Die Steigerung der verdienten Nettobeiträge
belief sich von 25,7 Mio. € um 10,6 % auf 28,4 Mio. €. Dass die verdienten Beiträge nicht in gleichem Maße gestiegen sind wie die Bruttobeiträge,
ist auf den Umstand zurückzuführen, dass der Anteil der relativ hoch rückversicherten
Zahn- und Pflegezusatzversicherungen zugenommen hat. Dieser Umstand beeinflusst nicht
nur den zedierten Anteil an den Beiträgen, er wirkt sich auch positiv sowohl bei der
Finanzierung des Vertriebes als auch bei der Abwicklung und Reservierung von Versicherungsschäden
aus. Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die auch die Netto-Vertriebsaufwendungen
enthalten, sind daher im Vorjahresvergleich um 258 T€ gesunken. Dennoch konnte die
Anzahl der Neuabschlüsse ohne den Sondereffekt des Kooperationsvertrags mit Henkel
im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 16 % erhöht werden.
Die Nettoleistungen an Kunden, welche den Aufbau von Schadenrückstellungen enthalten,
sind von 15.544 T€ um 1.648 T€ auf 17.192 T€ gestiegen. Sie entwickelten sich nahezu
analog zu den verdienten Nettobeiträgen. Die Fortschreibung des starken Neugeschäfts geht, wie in den Vorjahren, mit planmäßigen
hohen Vertriebsaufwendungen einher. Diese Vertriebsaufwendungen belasteten das Konzernergebnis
der Deutschen Familienversicherung dadurch stark und bewegen es in den negativen Bereich.
Die hinzunehmen ist gerechtfertigt, weil so die Basis für ein in Zukunft ertragreiches
Versicherungsgeschäft gelegt wird. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spürt die Deutsche Familienversicherung im Konzernergebnis
vornehmlich durch die im nächsten Abschnitt näher beschriebenen Belastungen im Kapitalanlageergebnis
von -1,9 Mio. €. Das versicherungstechnische Ergebnis (nach HGB) lag im ersten Halbjahr 2020 erwartungsgemäß
bei -3.304 T€ (H1 2019: -2.961 T€). Die Netto-Schadenquote blieb im Berichtszeitraum
unverändert zum Jahr 2019 bei 60,5 %. 3.2 Kapitalanlage Die Kapitalanlageentwicklung des ersten Halbjahres 2020 war geprägt von den durch
die Corona-Pandemie induzierten Kapitalmarktturbulenzen. Die Deutsche Familienversicherung trennte sich frühzeitig in der Krise von ihren
Aktienbeständen. Sie erhöhte während der akuten Phase der Kapitalmarktkrise den Anteil
der Barmittel sowie der Staats- und Unternehmensanleihen. Diese Vermögensumschichtung
führte zu der Realisierung von Nettoveräußerungsverlusten in Höhe von 2.189 T€ (H1
2019: Gewinn 1.176 T€). Gegenläufig wirkten sich die laufenden Zinseinnahmen in Höhe
von 423 T€ (H1 2019: 438 T€) aus, während die Aufwendungen für die Verwaltung der
Kapitalanlagen mit 178 T€ (H1 2019: 131 T€) das Kapitalanlageergebnis von insgesamt
-1.944 T€ (H1 2019: 1.215 T€) schmälerten. Zum Stichtag des Halbjahresabschlusses wurde die Erholung des Kapitalmarktes im Wesentlichen
vollzogen, so dass die Marktwerte der Kapitalanlagen im Schnitt bereits wieder über
deren Einstandskursen lagen. Die Deutsche Familienversicherung erwartet daher keine
Wiederholung dieses negativen Kapitalmarkteffektes im zweiten Halbjahr 2020. 3.3 Halbjahresergebnis Die deutsche Familienversicherung schließt das erste Halbjahr 2020 erwartungsgemäß
mit einem Vorsteuerverlust ab. Dieser erhöhte sich von 3.595 T€ für das erste Halbjahr
2019 um 2.393 T€ auf 5.988 T€. Nach der Verrechnung von Steuern ergibt sich ein Verlust
nach Steuern von 4.083 T€ für das erste Halbjahr 2020 (H1 2019: 2.756 T€). Wesentlicher Treiber der Ergebnisverschlechterung ist das gegenüber dem Vorjahreszeitraum
aufgrund der Corona-Krise um 3.159 T€ eingebrochene Kapitalanlageergebnis. Bereinigt
um diesen einmaligen Effekt entwickelte sich das erste Konzern-Halbjahresergebnis
2020 den Erwartungen entsprechend. 3.4 Cashflow und Liquiditätslage Der operative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt zum 1. Hj 3.896
T€. Unter Berücksichtigung von zusätzlichen Schadenzahlungen (2,45 Mio. €) durch Reserveauflösungen
und der Begleichung einer Vertriebsrechnung aus dem Jahr 2019 (0,95 Mio. €) beläuft
sich der bereinigte operative Cashflow auf 7,5 Mio. € und entspricht damit der Hälfte
des Geschäftsjahres-Wertes 2019. Der operative Cashflow wurde einerseits für den weiteren Aufbau des Kapitalanlagebestands
sowie der Erweiterung der IT-Infrastruktur, anderseits für die Tilgung der IFRS 16-Leasingverbindlichkeit
genutzt. Die liquiden Mittel reduzierten sich seit Jahresbeginn von 3,8 Mio. € um
0,7 Mio. € auf 3,1 Mio. €. Die Deutsche Familienversicherung hatte zu keiner Zeit Liquiditätsschwierigkeiten. 3.5 Chancen- und Risikobericht3.5.1 Einführung und Beschreibung der Risikostruktur Die Deutsche Familienversicherung hat in ihrem Geschäftsbericht 2019 ausführlich
über die Chancen und Risiken berichtet. Die Darstellungen und Bewertungen der Chancen-
und Risikosituation der Deutschen Familienversicherung sind unverändert gültig. Gegenstand des Unternehmens ist das Versicherungsgeschäft. Diese Tätigkeit ist naturgemäß
mit Risiken verbunden. Wichtig ist es daher, Risiken im Rahmen der vorhandenen Risikotragfähigkeit
gezielt einzugehen, soweit die damit verbundenen Chancen eine adäquate Wertschöpfung
erwarten lassen. Das Risikomanagement der Deutschen Familienversicherung zielt darauf
ab, Produkt- und Vertragsrisiken frühzeitig zu identifizieren, zu kontrollieren und
letztendlich systemisch zu bewältigen. Ein aktives Risikomanagement findet durch die
Vorstände und Führungskräfte statt. Routinemäßig berichten die Abteilungsleiter gegenüber
Ressort- oder Gesamtvorstand über den aktuellen Geschäftsverlauf auch unter möglicherweise
risikobehafteten Gesichtspunkten. Zur Risikostrategie der Deutschen Familienversicherung zählen auch die Risikoabwälzung
auf solvente Rückversicherungsunternehmen mit sehr guter Bonität über quotale Risikoübernahmen
und flexibel erweiterbare Großschäden- und Naturkatastrophendeckungen sowie ein jährlich
angepasster Versicherungsschutz für Ertragsausfall/Betriebsunterbrechungen, Betriebshaftpflicht,
Cyberrisiken sowie Geschäftsgebäude und -inventar. Der Gesamtvorstand und der Aufsichtsrat werden turnusmäßig über die Quartals-Solvabilitätskennzahlen
informiert. Die Solvabilitätsquote der Deutschen Familienversicherung lag im ersten
Halbjahr 2020 deutlich oberhalb der gesetzlichen Anforderungen. Die Deutsche Familienversicherung verfügt über eine unabhängige Risikocontrollingfunktion
(URCF), deren Aufgabengebiet die kontinuierliche, unabhängige und objektive Umsetzung
und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems der Deutschen Familienversicherung
umfasst. Bei der Ausgestaltung der URCF und des Risikomanagementsystems wird das Prinzip
der Proportionalität angewendet. Das Gesamtrisiko der Deutschen Familienversicherung lässt sich in folgende Risikokategorien
einteilen:
3.5.2 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Zusammenfassend stellt die Deutsche Familienversicherung fest, dass aus den aktuellen
Erkenntnissen und beschriebenen Gegebenheiten keine bestandsgefährdenden gegenwärtigen
Entwicklungen erkennbar sind, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
sowie deren Risikotragfähigkeit wesentlich beeinträchtigen könnten. 3.6 Prognosebericht Die Deutsche Familienversicherung wird auch im zweiten Halbjahr 2020 ihren Wachstumskurs
fortsetzen und hält an den gesetzten Zielen von 100.000 Neuabschlüssen fest. Auf Basis
der vorliegenden Halbjahreszahlen sowie der Erwartungen für den Rest des Jahres geht
die Deutsche Familienversicherung unverändert von einem Vorsteuerverlust zwischen
9 und 11 Mio. € für das Gesamtjahr 2020 aus. Darin nicht berücksichtigt sind aus der
Kapitalerhöhung resultierende Investitionen, welche sich möglicherweise auf das Ergebnis
2020 auswirken könnten. Diese Prognose ist vor dem Hintergrund möglicher wirtschaftlicher
Auswirkungen durch eine 2. COVID-19-Welle sowie möglicher Verwerfungen auf dem Kapitalmarkt
mit Unsicherheiten behaftet. Dank der für 2021 erwarteten erheblichen Steigerung der Beiträge, die insbesondere
durch die neuen CareFlex-Verträge getrieben werden, geht die Deutsche Familienversicherung
von einer Kompensation der in 2020 anfallenden Vorbereitungsaufwendungen für dieses
Produkt aus. Insgesamt erwartet die Deutsche Familienversicherung ab dem Jahr 2021
positive Ergebnisse. Um die Ziele der Deutschen Familienversicherung konsequenter und schneller erreichen
zu können wurde am 7. Juli 2020 eine Kapitalerhöhung von rund 10 % zu einem Ausgabepreis
von 24,40 € durchgeführt. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Nachtragsbericht. KONZERNABSCHLUSSBILANZ ZUM 30. JUNI 2020AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSscroll
KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
SEGMENTBERICHTERSTATTUNGscroll
scroll
scroll
scroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
ZUSATZINFOscroll
*
Ausgenommen planmäßige Abschreibungen und Amortisationen. Zu Vergleichszwecken wurde die Periode 2019 angepasst. Hierfür wurden die Rubriken
"Sonstige" und "Konsolidierungseffekte" zusammengefasst und auf die Kernsegmente überführt. KONZERN-ANHANG1. ALLGEMEINE ANGABEN1.1 Berichtsgrundlagen Der verkürzte Konzernzwischenabschluss des DFV-Konzerns wird in Übereinstimmung mit
IAS 34 dargestellt und wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie von der Europäischen Union übernommen, erstellt. Für bereits bestehende und unveränderte IFRS stimmen die in der Erstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs-, Konsolidierungs-
und Ausweisgrundsätze mit denjenigen überein, die in der Erstellung des Konzernabschlusses
für das Geschäftsjahr 2019 angewandt wurden. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss
sollte zusammen mit dem Konzernabschluss des DFV-Konzerns für das Geschäftsjahr 2019
gelesen werden. Auf die Berichts- und die Vergleichsperiode wurden einheitliche Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden angewendet, sofern nicht prospektive Methodenänderungen für das
Berichtsjahr ausdrücklich erlaubt waren. Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse
der Unternehmensfortführung aufgestellt. Berichtswährung ist der Euro. Der Konzernabschluss
wird in vollen Euro dargestellt, wodurch Rundungsdifferenzen entstehen können. Der für Versicherungsunternehmen aktuell noch maßgebliche IFRS 4 "Versicherungsverträge"
erlaubt während einer Übergangsphase, der Phase I, gemäß IFRS 4.13 die versicherungstechnischen
Posten prinzipiell nach den vor der IFRS-Einführung angewandten Rechnungslegungsvorschriften
zu bilanzieren und zu bewerten. Entsprechend hat die Deutsche Familienversicherung im Einklang mit IFRS 4.25 die
für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach dem HGB und anderen zusätzlich
für Versicherungsunternehmen geltenden nationalen Rechnungslegungsvorschriften angewandt. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss des DFV-Konzerns wurde mit Beschluss
des Vorstandes vom 3. August 2020 freigegeben. 1.2 Kürzlich übernommene Rechnungslegungsvorschriften (erstmalige Anwendung zum 1. Januar 2020) Die in der nachstehenden Tabelle genannten Standards waren zum 1. Januar 2020 anzuwenden.
Sofern sie den DFV-Konzern betrafen, wurden sie in diesem Zwischenabschluss umgesetzt. scroll
Die Übernahme dieser Standards hatte keine oder keine wesentlichen Effekte auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DFV-Konzerns. 1.3 Bewertungsänderungen Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 erfolgten keine Änderungen der Bewertungsmethoden. 2. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ UND -GESAMTERGEBNISRECHNUNG2.1 Konzern-Aktiva2.1.1 Entwicklung der sonstigen immateriellen VermögenswerteENTWICKLUNG DER SONSTIGEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEscroll
2.1.2 NutzungsrechteNUTZUNGSRECHTE GEM. IFRS 16scroll
2.1.3 Finanzinstrumente - jederzeit veräußerbarFINANZINSTRUMENTE - JEDERZEIT VERÄUSSERBARscroll
Wertpapierleihegeschäfte Zum Berichtszeitpunkt waren keine Wertpapiere verliehen. 2.1.4 ForderungenFORDERUNGENscroll
2.1.5 Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen RückstellungenANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DEN VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RÜCKSTELLUNGENscroll
2.1.5.1 Anteile der Rückversicherer an der Entwicklung der BeitragsüberträgeANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DER ENTWICKLUNG DER BEITRAGSÜBERTRÄGEscroll
2.1.5.2 Anteile der Rückversicherer an der Entwicklung der DeckungsrückstellungANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DER ENTWICKLUNG DER DECKUNGSRÜCKSTELLUNGscroll
2.1.5.3 Anteile der Rückversicherer an der Entwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DER ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLEscroll
2.1.6 SteuerabgrenzungSTEUERABGRENZUNG - AKTIVscroll
STEUERABGRENZUNG - PASSIVscroll
2.1.7 Übrige AktivaÜBRIGE AKTIVAscroll
2.2 Konzern-Passiva2.2.1 Eigenkapital Die Eigenkapitalentwicklung wird in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
dargestellt. 2.2.2 Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN (BRUTTO)scroll
2.2.2.1 Entwicklung der BeitragsüberträgeENTWICKLUNG DER BEITRAGSÜBERTRÄGEscroll
2.2.2.2 Entwicklung der DeckungsrückstellungENTWICKLUNG DER DECKUNGSRÜCKSTELLUNGscroll
Der Zinsanteil wird mit dem jeweiligen Rechnungszins aus dem Geschäftsjahr, bezogen
auf den Mittelwert aus der Bilanzdeckungsrückstellung des Vorjahres und des Geschäftsjahres,
ermittelt. 2.2.2.3 Entwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLEscroll
2.2.2.4 Entwicklung der Rückstellung für BeitragsrückerstattungENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR BEITRAGSRÜCKERSTATTUNGscroll
2.2.2.5 Sonstige versicherungstechnische RückstellungenSONSTIGE VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGENscroll
2.2.3 Andere RückstellungenENTWICKLUNG DER SONSTIGEN RÜCKSTELLUNGENscroll
Die Restlaufzeit der Sonstigen Rückstellungen ist maximal zwölf Monate. Ausgenommen
hiervon ist die in den Anderen Rückstellungen enthaltene Leasingverbindlichkeit nach
IFRS 16 in Höhe von 1.720 T€, die bis zum 31. Dezember 2022 ratierlich getilgt wird. 2.2.4 VerbindlichkeitenVERBINDLICHKEITENscroll
2.3 Konzerngesamtergebnisrechnung2.3.1 Verdiente Beiträge Hinsichtlich der gebuchten Beiträge, Veränderungen der Beitragsüberträge und der
verdienten Beiträge (jeweils brutto, rück und netto) verweisen wir auf die Konzerngesamtergebnisrechnung. 2.3.2 Ergebnis KapitalanlagenERGEBNIS KAPITALANLAGENscroll
2.3.3 Sonstige ErträgeSONSTIGE ERTRÄGEscroll
2.3.4 VersicherungsleistungenVERSICHERUNGSLEISTUNGENscroll
2.3.5 Aufwendungen für den VersicherungsbetriebAUFWENDUNGEN FÜR DEN VERSICHERUNGSBETRIEBscroll
2.3.6 Sonstige AufwendungenSONSTIGE AUFWENDUNGENscroll
3 SONSTIGE ANGABEN3.1 Finanzinstrumente und Ermittlung des beizulegenden Wertes (Fair-Value-Hierarchie)ANGABE DER VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN NACH LEVELN (30.06.2020)scroll
ANGABE DER VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN NACH LEVELN (31.12.2019)scroll
3.2 Angaben zu Eventualschulden Zum Bilanzstichtag (30. Juni 2020) bestehen keine Eventualschulden zusätzlich zu
den in der Konzernbilanz erfassten Rückstellungen, über die zu berichten wäre. 3.3 Nachtragsbericht Am 7. Juli 2020 hat die Deutsche Familienversicherung AG im Rahmen einer Barkapitalerhöhung
unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals und unter Ausschluss des Bezugsrechts
der Aktionäre insgesamt 1.326.160 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien zum Preis
von 24,40 € je Aktie im Wege einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren
platziert. Die Kapitalerhöhung war deutlich überzeichnet. Das Grundkapital der Gesellschaft
erhöhte sich von 26.523.240 € um 2.652.320 € bzw. knapp 10% auf 29.175.560 €. Der
Gesellschaft floss aus der Kapitalerhöhung ein Bruttoemissionserlös von rund 32,35
Mio. € zu. Der Nettoemissionserlös aus der Kapitalerhöhung soll von der Gesellschaft
zur Fortführung der bisherigen Wachstumsstrategie, einschließlich der Gründung neuer
Risikoträger bzw. der Gründung eines Krankenversicherers und eines Sachversicherers
sowie der Entwicklung neuer Produkte, verwendet werden. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres
eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz
berücksichtigt sind, liegen nicht vor. 3.4 Versicherung der gesetzlichen Vertreter "Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind." Frankfurt am Main, den 13. August 2020 DFV Deutsche Familienversicherung AG Der Vorstand scroll
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die DFV Deutsche Familienversicherung AG Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung,
Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden
Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der DFV Deutsche Familienversicherung
AG für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Köln, den 13. August 2020 Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft scroll
DFV Deutsche Familienversicherung AG Reuterweg 47 60323 Frankfurt Deutschland |
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