DFV Deutsche Familienversicherung AGFrankfurt am MainHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022Das digitale VersicherungsunternehmenDFV Deutsche Familienversicherung AGKonzern-Halbjahresbericht 2022Sehr geehrte Damen und Herren,nachdem das Jahr 2021 im Zeichen der Corona-Pandemie
stand, einschließlich der bekannten Auswirkungen in
nahezu alle Bereiche des Lebens hinein, hatten wir die
Erwartung, dass das Geschäftsjahr 2022 sich "normaler"
entwickeln würde. Weit gefehlt. Mit der russischen
Aggression in der Ukraine ist etwas nach Europa
zurückgekehrt, was nur wenige für möglich
gehalten hatten: Krieg. Der Vorstand der Deutschen
Familienversicherung hat sehr schnell nach dem 24. Februar
die möglichen Auswirkungen des Krieges auf das
Geschäftsmodell analysiert und diese in der Folge eng
beobachtet. Lieferkettenengpässe, Inflation und
Zinserhöhungen können durchaus auch dem
operativen Geschäftsmodell eines digitalen
Versicherers etwas anhaben. Diese Risiken sind jedoch
bislang beherrschbar. Relevanter sind die Wirkungen auf die
Kapitalanlagen. Hier zahlte sich in den ersten sechs
Monaten aus, dass wir das gesamte Kapitalanlagenmanagement
bereits in 2021 deutlich professionalisiert hatten und
somit schnell auf die Veränderungen reagieren konnten.
Im operativen Geschäft wuchsen die
Beitragseinnahmen im ersten Halbjahr um 36 Prozent
gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum, auch
getragen von dem erfolgten Einstieg in die aktive
Rückversicherung. Das Geschäftsmodell der
Deutschen Familienversicherung ist grundsätzlich
profitabel, wenn die Vertriebsausgaben in einem gesunden
Verhältnis zu den Beitragseinnahmen stehen. Die
substanziellen Krisen in der Welt haben den Vorstand
veranlasst, die Möglichkeiten der Deutschen
Familienversicherung zu nutzen und von einem rein
Wachstums-orientierten Kurs auf einen
Performanceorientierten Kurs umzuschwenken. Damit ist der
Grundstein gelegt, um das Unternehmen auch im Gesamtjahr
2022 in die Gewinnzone zu führen.
Wir setzen aktuell zeitgleich unter anderem
Maßnahmen eines Kostenmanagements um, stellen den
Vertrieb neu auf, führen neue Produkte am Markt ein
und realisieren weitere Prozessautomatisierungen. Dies
alles wäre ohne das engagierte und professionelle
Agieren aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht
möglich. Der Vorstand dankt diesen ausdrücklich
für ihr Wirken.
Zusammen werden wir das Unternehmen konsequent
weiterentwickeln. Ihre Vertriebskraft und ihre hochgradig
digitalisierten Geschäftsprozesse haben, so wird uns
aus dem Markt bestätigt, die Deutsche
Familienversicherung zu einem Maßstab für ein
funktionierendes InsurTech-Unternehmen gemacht. Im
Mittelpunkt stehen dabei unsere Kundinnen und Kunden,
für die wir unablässig weitere innovative
Lösungen und Geschäftsprozesse entwickeln, die
unserem Credo gerecht werden: "Einfach. Vernünftig."
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Stefan Knoll
Vorsitzender des Vorstands (CEO)
Frankfurt am Main, 8. August 2022
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT1 WIRTSCHAFTLICHES UMFELD UND BRANCHENENTWICKLUNGLaut ifo-Konjunkturanalyse vom 15. Juni 2022 erholte
sich die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr 2022 von
der COVID-19-Pandemie und den zurückgehenden
Lockdown-Maßnahmen. Die damit einhergehende
Normalisierung des privaten Konsums verlieh der Konjunktur
einen kräftigen Schub. Das Wachstum des
Bruttoinlandsprodukts wird für das Jahr 2022 mit 2,5 %
prognostiziert, während für das Jahr 2023 aktuell
ein Wachstum von 3,7 % erwartet wi rd. Die Inflationsrate
soll laut ifo-Konjunkturanalyse in 2022 mit 6,8 % den
höchsten Wert seit dem Jahr 1974 erreichen und damit
die Bürgerinnen und Bürger belasten. Auch
für das kommende Jahr 2023 wird eine
überdurchschnittliche Steigerung der Verbraucherpreise
gegenüber Vorjahr von 3,3 % erwartet.
Im Verarbeitenden Gewerbe hingegen stagnierte die
Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2022. Hier machten
sich bereits erste Folgen des Krieges in der Ukraine
bemerkbar. Für sich genommen reduzierten sich dadurch
die gesamtdeutschen Warenexporte um 1,2 % innerhalb des
Monats März 2022 und der Exportüberschuss
reduzierte sich deutlich. Zudem verschärfte der Krieg
die Engpässe bei der Lieferung von Rohstoffen und
Vorprodukten, unter denen die Industrie bereits seit dem
vergangenen Jahr litt. Vor allem die Automobilindustrie
musste deshalb im März 2022 vorübergehend die
Produktion drosseln.
Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte nach
dem Ende des ersten Halbjahres 2022 zum ersten Mal seit elf
Jahren die Zinsen. Mit der Erhöhung um 0,5 % kam es
zugleich auch zu einer Abkehr von den Negativzinsen. Zudem
werden die zuletzt als inflationsfördernd bezeichneten
und in die Kritik geratenen Ankäufe von Wertpapieren
ausgesetzt. Im weiteren Verlauf des Jahres 2022 erwarten
EZB-Volkswirte aufgrund der stark ansteigenden Zinsen eine
Verbesserung der Inflationsentwicklung, jedoch auch eine
Verlangsamung des Wachstums. Erhöhte Schwankungen in
Aktien- und Anleihekursen werden in der geopolitischen Lage
auf der Tagesordnung bleiben.
Die Aktien der Versicherungsbranche konnten sich in
diesem Umfeld mit -5 % im Berichtszeitraum aufgrund hoher
Wertbeständigkeit besser als ein vergleichbarer
Deutscher Aktienindex (-20 %) entwickeln. Höhere
Renditen auf 10-jährige Bundesanleihen, die von einer
Rendite von -0,12 % zum Jahresstart 2022 auf bis zu 1,75 %
zum Ende des ersten Halbjahres 2022 anstiegen,
ermöglichen für Neuanlagen ein verbessertes
Ertragspotenzial für die Kunden wie auch die
Versicherungen selbst.
2 ENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFSDie Deutsche Familienversicherung blickt auf ein erstes
Halbjahr 2022 mit einem, trotz der erheblichen Verwerfungen
im Lichte der Ukraine-Krise und trotz fortgesetzter
Einschränkungen durch die COVID-19-Krise, insgesamt
erfreulichen Geschäftsverlauf zurück. Der bereits
in 2021 eingeleitete Übergang von einem rein
Wachstums-orientierten hin zu einem
Performance-orientierten Geschäftsmodell wurde mit
einer Vielzahl detaillierter Maßnahmen unterlegt.
Diese Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf eine
Fokussierung des Vertriebs mit Blick auf die
Vertriebskanäle, auf mehrere Neuproduktentwicklungen
zwecks Arrondierung des Produktportfolios für die
relevanten Zielgruppen der Deutschen Familienversicherung,
auf die weiter fortschreitende Digitalisierung von
Geschäftsprozessen, vor allem in der Schaden-und
Leistungsregulierung, und auf Maßnahmen des
Kostenmanagements wie auch die Schärfung der
Kostendisziplin. Darüber hinaus wurde auch im ersten
Halbjahr 2022 ein Fokus auf die weitere
Professionalisierung des Kapitalanlagenmanagements gelegt -
in einem anspruchsvollen Marktumfeld mit hoher
Volatilität und steigenden Zinsen. In ihrer Gesamtheit
führten diese Maßnahmen, obgleich teils noch in
der Umsetzung befindlich, im ersten Halbjahr 2022 zu einem
erfreulichen Beitrag zur Erfüllung des für 2022
gesteckten Jahresziels, nämlich ein positives
Konzernergebnis vor Steuern von 0 bis 1 Mio. € zu
erreichen.
2.1 Entwicklung des NeugeschäftsIn den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 konnte die
Deutsche Familienversicherung trotz der herausfordernden
Auswirkungen durch die Ukraine-Krise weiteres Wachstum
generieren. Auch wenn die COVID-19-Pandemie in den
Hintergrund gerückt ist, kann sie noch nicht als
beendet betrachtet werden.
Das Neugeschäft der ersten sechs Monate 2022 lag
mit 33.468 neu abgeschlossenen Verträgen etwa um 20 %
unter dem Neugeschäft des Vorjahresvergleichszeitraums
(41.624 Neuverträge). Aus Gründen der allgemeinen
wirtschaftlichen Lage, im Besonderen wegen der bestehenden
hohen Unsicherheiten durch die Ukraine-Krise, hat sich die
Deutsche Familienversicherung für eine Reduzierung der
absoluten Vertriebsausgaben entschieden, um auch
darüber einen Beitrag zum Erreichen der
Profitabilität zu leisten. Damit einher ging auch die
Reduzierung der relativen Abschlusskosten, die sich im
Vorjahr in die falsche Richtung entwickelt haben. Beides
zusammen wird den Vertrieb bereits im Jahr 2022 deutlich
effizienter machen. Zugleich ist zu konstatieren, dass sich
die digitalen Vertriebswege weiter als robust erwiesen
haben.
Unter Berücksichtigung der für das zweite
Halbjahr 2022 geplanten vertrieblichen Aktivitäten und
produktseitigen Initiativen liegen wir nach den ersten
sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Rahmen
unserer vertrieblichen Jahresplanung, die ein
Neugeschäft im Volumen von 35 Mio. € laufende
Beiträge für ein Jahr (Bestandsbeiträge)
vorsieht. Einen Anteil daran wird
erwartungsgemäß auch das seit Mitte 2021
laufende Österreichgeschäft haben, in dem die
Deutsche Familienversicherung das
Tierkrankenversicherungsprodukt für Hunde und Katzen
vertreibt (www.dfv.at). Mehrere Kooperationsverträge,
die begonnen wurden oder aktuell in Entwicklung sind,
bergen zusätzliches Potenzial für künftige
Vertriebserfolge.
2.2 Entwicklung des ProduktportfoliosEs ist das Ziel der Deutschen Familienversicherung, die
Produktbasis weiter zu verbreitern, um ihren Kunden
optimalen Schutz zu bieten, getreu dem Motto
"Einfach.Vernünftig.". Im ersten Halbjahr 2022 haben
wir unseren neuen DFV -TierkrankenSchutz OP für Hunde
und Katzen eingeführt. Dieser bietet neben dem 2019
eingeführten Vollschutz nun einen preisgünstigen
Grundschutz bei notwendigen teuren Operationen.
Darüber hinaus hat die Deutsche
Familienversicherung zum 1. Juli 2022 einen neuen
DFV-UnfallSchutz eingeführt. Neben dem von Stiftung
Warentest mit "sehr gut" (Note 1,5) bewerteten
Exklusivprodukt bieten wir nun den DFV-UnfallSchutz
Situativ an, bei welchem sich die Grundsumme in drei Stufen
sekundengenau auf die Höhe des Exklusivprodukts
anheben lässt und ebenfalls sekundengenau bis zu drei
Personen mitversichert werden können.
In der Auslandsreisekrankenversicherung ist es uns
wieder gelungen, uns mit einem "sehr gut" in der
Spitzenklasse der Anbieter zu positionieren. Der
DFV-ZahnSchutz wurde im Juni 2022 zum siebten Mal in Folge
als Testsieger von Stiftung Warentest ausgezeichnet.
Die Deutsche Familienversicherung trat Mitte 2021 in die
Haftung als Rückversicherer des Konsortiums CareFlex
Chemie (Gruppe) ein. Erstversicherungsanteile der Barmenia
Krankenversicherung AG, Wuppertal, wurden im Volumen von
rund 40 Mio. € im Wege eines
Rückversicherungsvertrags rückwirkend zum 1. Juni
2021 übernommen. Durch dieses aktive
Rückversicherungsgeschäft wurden im ersten
Halbjahr 2022 Beitragseinnahmen in Höhe von 17,9 Mio.
€ erzielt.
2.3 Fortschreibung der DigitalisierungGemeinsam mit der STTech GmbH, einem Start-up aus dem
Umfeld der TU München, hat die Deutsche
Familienversicherung im ersten Halbjahr 2022 die Hyrance AG
gegründet, die neueste Technologien für die
Entwicklung Software-basierter Automatisierung in der
Schaden- und Leistungsregulierung nutzt. Hyrance steht
dabei für Hyper Automated Insurance. Die Deutsche
Familienversicherung verfolgt mit der Beteiligung das Ziel
den Automatisierungsgrad insbesondere in der eigenen
Schaden- und Leistungsbearbeitung deutlich zu erhöhen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Erschließung
neuer digitaler Geschäftsfelder, wie bspw.
Blockchain-basierter Versicherungsprodukte. In das
Unternehmen bringen die beiden Gründungsunternehmen
ihr Know-how aus den Bereichen der Versicherung,
Künstliche Intelligenz sowie Software- und
IT-Architekturdesign und Automatisierung ein.
2.4 Berichterstattung über Veränderungen der Prognosen aus dem KonzernlageberichtMit Blick auf die Prognosen aus dem Konzernlagebericht
2021 sehen wir keine wesentlichen Veränderungen im
Sinne des DRS 16.35, ebenso wenig wie Abweichungen zur
grundsätzlichen Entwicklung des Konzerns entsprechend
der Darstellung im Konzernlagebericht 2021. Wie im
Prognosebericht weiter unten dargelegt, strebt die Deutsche
Familienversicherung weiterhin einen Konzern-Gewinn vor
Steuern 2022 von bis zu 1 Mio. € an.
3 GESCHÄFTSENTWICKLUNG3.1 Versicherungstechnisches ErgebnisDie gebuchten Bruttobeiträge stiegen im ersten
Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr von 66,7
Mio. € einschließlich der neu aufgenommenen
aktiven Rückversicherung um 36 % auf 90,8 Mio. €.
Zu diesem Wachstum trugen erneut die Zahnzusatzversicherung
(+12 %) und die Tierkrankenversicherung (+33 %) bei.
Zusammen mit der Pflegeversicherung stehen diese Produkte
mit 62,6 Mio. € für 69 % des Beitragsvolumens.
Das neu aufgenommene aktive
Rückversicherungsgeschäft erzielte im ersten
Halbjahr 2022 Bruttobeiträge von 17,9 Mio. €.
Die abgegebenen Rückversicherungsbeiträge
sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 32,6 Mio.
€ um 0,2 Mio. € auf 32,4 Mio. €. Die
verdienten Nettobeiträge konnten von 34,3 Mio. €
um 24,4 Mio. € auf 58,7 Mio. € gesteigert werden.
Hier wirken sich die Beiträge aus der Mitte 2021 neu
aufgenommenen aktiven Rückversicherung aus, die
ihrerseits nicht rückversichert sind.
Die Nettoleistungen an Kunden sind von 23,6 Mio. €
um 17,9 Mio. € auf 41,6 Mio. € gestiegen. Sie
enthalten neben den Schadenzahlungen auch die
Veränderungen der Schaden- und
Deckungsrückstellungen, saldiert um den Anteil der
Rückversicherer. Hierin enthalten ist auch die
Erhöhung der im Rahmen der aktiven
Rückversicherung übernommenen Verpflichtungen um
12,9 Mio. €, die als Deckungsrückstellungen
passiviert wurden. Die Schadenquote (netto) stieg nur
leicht von 68,9 % auf 70,8 %.
Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb,
die auch die Vertriebsaufwendungen enthalten, sind im
Vorjahresvergleich um 3,6 Mio. € bzw. um 26 %
gestiegen. Bereinigt um die Aufwendungen aus der aktiven
Rückversicherung gingen die Aufwendungen aus dem
selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sogar um
1,3 Mio. € bzw. 9 % zurück. Grund hierfür
ist das im vergangenen Jahr initiierte
Kostenmanagementprogramm, insbesondere mit dem Fokus auf
Sachkosten. Die Anzahl der Neuabschlüsse liegt mit
33.468 Verträgen 20 % unter dem Niveau des ersten
Halbjahres 2021 (41.624 Verträge). Die dadurch
generierten laufenden Beiträge für ein Jahr
(Bestandsbeiträge) betrugen in den ersten sechs
Monaten des Jahres 2022 insgesamt 9,4 Mio. € (H1 2021:
13,7 Mio. €).
Das Operative Ergebnis des ersten Halbjahres 2022 liegt
mit 1,9 Mio. € deutlich über dem Operativen
Ergebnis des Vorjahresvergleichszeitraums (-1,0 Mio.
€). Durch konsequentes Kostenmanagement und den
zielgerichteten Einsatz von Vertriebsausgaben ist es der
Deutschen Familienversicherung gelungen, in den ersten
sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 ein positives
Operatives Ergebnis zu erwirtschaften, das die angestrebten
Jahresziele untermauert.
3.2 KapitalanlageDas Kapitalanlagenergebnis (ohne Marktwertentwicklungen
des Bestands) der ersten sechs Monate des
Geschäftsjahres 2022 bewegte sich trotz eines sehr
angespannten Kapitalmarkts nur unwesentlich unter dem des
Vergleichszeitraums 2021. Es beträgt 3,4 Mio. €,
während im Vorjahresvergleichszeitraum im Zuge der
Marktaufholungseffekte im Zusammenhang der
COVID-19-Kapitalmarktkrise ein Kapitalanlageergebnis von
4,0 Mio. € erwirtschaftet wurde.
Vermögensumschichtungen im Kapitalanlagenbestand
führten zu Realisierung von
Nettoveräußerungsgewinnen in Höhe von 1,9
Mio. € (H1 2021: 3,6 Mio. €). Die laufenden Zins-
und Dividendeneinnahmen erhöhten sich deutlich auf 2,7
Mio. € (H1 2021: 1,1 Mio. €). Hingegen sind die
Aufwendungen für die Verwaltung der Kapitalanlagen nur
leicht gestiegen (H1 2022: 0,5 Mio. €; H1 2021: 0,4
Mio. €).
Das allgemeine Kapitalanlageumfeld und der Zinsanstieg
im Speziellen führten dazu, dass die Marktwerte der
Anleihen, die den Großteil des Kapitalanlagenbestands
der Deutschen Familienversicherung ausmachen, sanken.
Hierdurch reduzierte sich die Rücklage für
unrealisierte Gewinne und Verluste nach Steuern um 14,9
Mio. € im ersten Halbjahr 2022 (H1 2021: -0,7 Mio.).
Zum 30. Juni 2022 beträgt diese Rücklage auf
Basis einer stichtagsbezogenen Marktbewertung -16,0 Mio.
€.
3.3 HalbjahresergebnisDie Deutsche Familienversicherung schließt das
erste Halbjahr 2022 mit einem Vorsteuergewinn von 1,9 Mio.
€ ab (H1 2021: -1,0 Mio. €). Nach der Verrechnung
von Steuern ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 1,3
Mio. € für das erste Halbjahr 2022 (H1 2021: -0,7
Mio. €).
Diese signifikante Profitabilitätssteigerung
gegenüber dem Vorjahreszeitraum resultiert im
Wesentlichen aus eingeleiteten Maßnahmen zum
Kostenmanagement.
3.4 Cashflow und LiquiditätslageDer operative Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2022
27,3 Mio. € (H1 2021: 6,4 Mio. €). Er speiste
sich einerseits aus dem positiven Ergebnis, andererseits
vor allem aus dem Aufbau der Alterungsrückstellungen.
Dieser Rückstellungsaufbau reduzierte das
Konzernergebnis, führte jedoch zu keinem unmittelbaren
Mittelabfluss, so dass über den Umfang des
Konzernergebnisses hinaus liquide Mittel verblieben.
Da die Alterungsrückstellung mit Aktivvermögen
zu hinterlegen sind, wurde der operative Cashflow vor allem
für den weiteren Aufbau des Kapitalanlagebestands
genutzt (24,2 Mio. €, H1 2021: 42,7 Mio. €). Die
liquiden Mittel erhöhten sich seit Jahresbeginn von
4,3 Mio. € um rund 3,0 Mio. € auf 7,3 Mio.
€.
Die Deutsche Familienversicherung konnte im
Geschäftsjahr zu jeder Zeit ihren
Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Anhaltspunkte für
eine künftige Gefährdung sind nicht erkennbar.
3.5 Chancen- und Risikobericht3.5.1 Beschreibung der RisikostrukturDie Deutsche Familienversicherung hat in ihrem
Geschäftsbericht 2021 ausführlich über die
Chancen und Risiken berichtet. Die Darstellungen und
Bewertungen der Chancen- und Risikosituation der Deutschen
Familienversicherung sind unverändert gültig.
Gegenstand des Unternehmens ist das
Versicherungsgeschäft. Diese Tätigkeit ist
naturgemäß mit Risiken verbunden. Wichtig ist es
daher, Risiken im Rahmen der vorhandenen
Risikotragfähigkeit gezielt einzugehen, soweit die
damit verbundenen Chancen eine adäquate
Wertschöpfung erwarten lassen. Das Risikomanagement
der Deutschen Familienversicherung zielt darauf ab,
Produkt- und Vertragsrisiken frühzeitig zu
identifizieren, zu kontrollieren und letztendlich
systemisch zu bewältigen. Ein aktives Risikomanagement
findet durch den Vorstand und die Führungskräfte
statt. Routinemäßig berichten die
Abteilungsleiter gegenüber Ressort- oder
Gesamtvorstand über den aktuellen
Geschäftsverlauf auch unter möglicherweise
risikobehafteten Gesichtspunkten.
Zur Risikostrategie der Deutschen Familienversicherung
zählen auch die Risikoabwälzung auf solvente
Rückversicherungsunternehmen mit sehr guter
Bonität über quotale Risikoübernahmen und
flexibel erweiterbare Großschäden- und
Naturkatastrophendeckungen sowie ein jährlich
angepasster Versicherungsschutz für
Ertragsausfall/Betriebsunterbrechungen,
Betriebshaftpflicht, Cyberrisiken sowie
Geschäftsgebäude und -inventar.
Der Gesamtvorstand und der Aufsichtsrat werden
turnusmäßig über die
Quartals-Solvabilitätskennzahlen informiert. Die
SCR-Bedeckungsquote der Deutschen Familienversicherung lag
im ersten Halbjahr 2022 mit über 250 % weiterhin
deutlich oberhalb der gesetzlichen Anforderungen.
Das Gesamtrisiko der Deutschen Familienversicherung
lässt sich in folgende Risikokategorien einteilen:
scrollen
Neben den dargestellten Risiken enthält das
Chancen-/Risikoprofil der Deutschen Familienversicherung
auch Chancen, die es in einem ausgewogenen
Chancen-/Risikomanagement zu nutzen gilt. Dazu gehören
versicherungstechnische Chancen, etwa aus einem
günstigen Schadenverlauf, Chancen in den
Kapitalanlagen, abhängig unter anderem von den
strategischen und taktischen Festlegungen des
Kapitalanlagenmanagements und der Kapitalmarktentwicklung,
und vor allem auch strategische Chancen, die beispielsweise
in einem frühzeitigen Besetzen von
Zukunftsmärkten, einer schnellen Markteinführung
und vertrieblichen Erfolgen etwa bei Kooperationen bestehen
können.
Zur Steuerung der Zins- und Marktpreisrisiken im Bereich
der Kapitalanlagen wurde im Vorjahr ein auf derivativer
Finanzinstrumente basierender Absicherungsprozess
implementiert, der in definierten Absicherungsfällen
den Einsatz von börsengehandelten Derivaten vorsieht.
Dieser Absicherungsfall lag aufgrund der
Kapitalmarktentwicklungen im ersten Halbjahr 2022 vor, so
dass die Deutsche Familienversicherung zum 30. Juni 2022
Derivate bilanziert. Positive Marktwerte werden unter den
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumenten ausgewiesen, während negative
Marktwerte unter den Sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert
werden.
Gerade in der weiter anhaltenden COVID-19-Pandemie, der
aktuell hohen Inflationsrate und vor dem Hintergrund der
Ukraine-Krise mit ihren immanenten Unsicherheiten,
beobachten wir die Situation sehr genau, um aufkommenden
Chancen wie auch Risiken kurzfristig begegnen zu
können.
3.5.2 Zusammenfassende Darstellung der RisikolageZusammenfassend stellt die Deutsche Familienversicherung
fest, dass aus den aktuellen Erkenntnissen und
beschriebenen Gegebenheiten keine bestandsgefährdenden
gegenwärtigen Entwicklungen erkennbar sind, die die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
sowie deren Risikotragfähigkeit wesentlich
beeinträchtigen könnten.
3.6 PrognoseberichtDie Deutsche Familienversicherung wird auch im zweiten
Halbjahr 2022 ihren Wachstumskurs bei konsequentem
Kostenmanagement fortsetzen und hält an dem gesetzten
Neugeschäftsziel von 35 Mio. € laufende
Bruttobeiträge für ein Jahr
(Bestandsbeiträge) fest. Auf Basis der vorliegenden
Halbjahreszahlen sowie der Erwartungen für den Rest
des Jahres geht die Deutsche Familienversicherung aus
vorsichtigen Erwägungen heraus weiterhin von einem
positiven Ergebnis vor Steuern von bis zu 1 Mio. €
für das Gesamtjahr 2022 aus.
Dank der anhaltenden Steigerung der Beiträge und
den positiven Auswirkungen des Kostenmanagementprogramms
sieht sich die Deutsche Familienversicherung für die
Zukunft gut aufgestellt und geht von einer weiteren
Verbesserung des Ergebnisses aus. Diese Prognose ist vor
dem Hintergrund möglicher wirtschaftlicher
Auswirkungen durch weitere COVID-19-Wellen sowie
möglicher Verwerfungen auf dem Kapitalmarkt als
Konsequenz der Ukraine-Krise mit Unsicherheiten behaftet.
VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSSBILANZAKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
GESAMTERGEBNISRECHNUNGscrollen
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSscrollen
scrollen
KAPITALFLUSSRECHNUNGscrollen
Der Finanzmittelfonds beinhaltet laufende Guthaben bei
Kreditinstituten. Sofern Posten, die innerhalb des
Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit
ausgewiesen sind, Bestandteile enthalten, die der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
sind, kann dies zu abweichenden Veränderungswerten
zwischen Kapitalflussrechnung und Bilanz führen.
Der Gesamtbetrag der gezahlten Zinsen setzt sich aus den
in den Positionen Nr. 12 und Nr. 19 ausgewiesenen
Beträgen zusammen. Zum 31.12.2021 wurde die
Kapitalflussrechnung neu strukturiert. Erhaltene Zinsen,
Dividenden und sonstige Kapitalerträge wurden, wie bei
Versicherungen üblich, dem Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit zugeordnet. Daher wurde H1
2021 entsprechend angepasst.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNGscrollen
scrollen
scrollen
scrollen
scrollen
scrollen
scrollen
scrollen
1 Ausgenommen planmäßige
Abschreibungen und Amortisationen.
VERKÜRZTER ANHANG NACH IAS 341 ALLGEMEINE ANGABEN1.1 BerichtsgrundlagenDer verkürzte Konzernzwischenabschluss des
DFV-Konzerns wird in Übereinstimmung mit IAS 34
dargestellt und wurde in Übereinstimmung mit den
International Financial Reporting Standards (IFRS), wie von
der Europäischen Union übernommen, erstellt.
Für bereits bestehende und unveränderte IFRS
stimmen die in der Erstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses angewandten Bilanzierungs-,
Bewertungs-, Konsolidierungs- und Ausweisgrundsätze
mit denjenigen überein, die in der Erstellung des
Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2021
angewandt wurden. Der verkürzte
Konzernzwischenabschluss sollte zusammen mit dem
Konzernabschluss des DFV-Konzerns für das
Geschäftsjahr 2021 gelesen werden.
Auf die Berichts- und die Vergleichsperiode wurden
einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angewendet. Der Konzernabschluss wurde unter der
Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.
Berichtswährung ist der Euro. Der Konzernabschluss
wird in vollen Euro dargestellt, wodurch
Rundungsdifferenzen entstehen können.
Der für Versicherungsunternehmen aktuell noch
maßgebliche IFRS 4 "Versicherungsverträge"
erlaubt während einer Übergangsphase, der Phase
I, gemäß IFRS 4.13 die versicherungstechnischen
Posten prinzipiell nach den vor der IFRS-Einführung
angewandten Rechnungslegungsvorschriften zu bilanzieren und
zu bewerten. Entsprechend hat die Deutsche
Familienversicherung im Einklang mit IFRS 4.25 die für
die Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach dem
HGB und anderen zusätzlich für
Versicherungsunternehmen geltenden nationalen
Rechnungslegungsvorschriften angewandt.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss
des DFV-Konzerns wurde mit Beschluss des Vorstandes vom 8.
August 2022 freigegeben.
1.2 Kürzlich übernommene Rechnungslegungsvorschriften (erstmalige Anwendung zum 1. Januar 2022)Die in der nachstehenden Tabelle genannten Standards
waren im Berichtsjahr erstmalig anzuwenden. Die Deutsche
Familienversicherung ist von den Änderungen nicht
betroffen, daher ergeben sich keine Auswirkungen auf den
Konzernabschluss.
scrollen
Am 14. Mai 2020 hat der International Accounting
Standards Board (IASB) 'Jährliche Verbesserungen an
den IFRS 20182020' herausgegeben. Es sind vier Standards
durch diese Änderungen betroffen (IFRS 1, IFRS 9, IFRS
16, IAS 41). Keine dieser Änderungen betrifft die
Deutsche Familienversicherung.
Darüber hinaus waren folgende Änderungen in
diesem Berichtsjahr erstmalig anzuwenden:
Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrages (Änderungen an IAS 37)In den Änderungen geht es insbesondere um Kosten,
die ein Unternehmen als Kosten für die Erfüllung
eines Vertrages mit aufnehmen sollte, wenn es beurteilt, ob
ein Vertrag belastend ist.
Verweis auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3) und Änderungen an IFRS 3 UnternehmenszusammenschlüsseEs wurde ein veralteter Verweis ersetzt.
Sachanlagen - Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung (Änderungen an IAS 16)Bei der Änderung geht es um Einnahmen, die aus der
Veräußerung von Artikeln entstehen, die
produziert werden, während eine Sachanlage an den Ort
und in den Zustand gebracht wird, die notwendig sind, um
diese in der von der Unternehmensführung beabsichtigen
Weise zu nutzen.
1.3 Wesentliche in kommenden Rechnungslegungsperioden von der Deutschen Familienversicherung anzuwendende neue IFRS-StandardsIFRS 17, Versicherungsverträge (EU-Endorsement-Verfahren abgeschlossen)Das IASB hat mit dem derzeit anzuwendenden IFRS 4 im
Jahr 2004 eine Übergangslösung zur Bilanzierung
von Versicherungsverträgen veröffentlicht, die
mittlerweile seit über zehn Jahren anzuwenden ist.
Der finale neue Standard IFRS 17,
Versicherungsverträge, ist ab dem 1. Januar 2023
erstmals verbindlich anzuwenden.
IFRS 17 gilt weitgehend für alle Versicherungs- und
Rückversicherungsverträge, die ein Unternehmen
zeichnet. Die Definition von Versicherungsverträgen
wurde aus IFRS 4 übernommen.
Gegenstand des Standards ist die Abbildung der aus
Versicherungsverträgen resultierenden
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Im Zuge der
Standardentwicklung hat sich der Present Value of
Fulfilment Cashflows als favorisiertes Bewertungskonzept
herauskristallisiert. Der Present Value of Fulfilment
Cashflows ergibt sich als laufende Schätzung des aus
Unternehmenssicht notwendigen Erwartungsbarwerts der
Zahlungsströme, um die aus einem Versicherungsvertrag
resultierenden Verpflichtungen zu erfüllen.
Die Bewertung der Rückstellung für
zukünftige Deckung erfolgt im allgemeinen Modell
(general model) nach einem 3-Bausteine-Ansatz (Building
Block Approach, BBA):
scrollen
Übersteigen die Barwerte der erwarteten
Einzahlungen die der erwarteten risikoadjustierten
Auszahlungen, ist die verbleibende Residualgröße
als vertragliche Servicemarge (Contractual Service Margin,
CSM) anzusetzen. Negative Margen sind ergebniswirksam in
der Gewinn- und Verlustrechnung zu realisieren.
Grundsätzlich ist zwischen der prospektiven
Rückstellung für zukünftige Deckung und der
Rückstellung für eingetretene Schäden zu
unterscheiden. Auf die Rückstellung für
eingetretene Schäden wird das obige Konzept
gleichermaßen angewendet.
Nicht alle Versicherungsverträge müssen nach
dem 3-Bausteine-Ansatz abgebildet werden. Verträge mit
einer Laufzeit von höchstens einem Jahr können
nach der vereinfachten Methode (Premium Allocation
Approach, PAA) abgebildet werden. Dies gilt auch für
Verträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf
Monaten, bei denen die Anwendung der vereinfachten Methode
zu ähnlichen Ergebnissen führen würde wie
unter dem 3-Bausteine-Ansatz. Auf Verträge, bei denen
der PAA keine vernünftige Schätzung für den
3-Bausteine-Ansatz darstellt, findet der vereinfachte
Ansatz jedoch keine Anwendung. Dazu zählen
verlustträchtige Verträge sowie Verträge,
die eingebettete Optionen oder Garantien beinhalten oder
lange Laufzeiten aufweisen.
Neben Erstversicherungsverträgen (inklusive der
aktiven Rückversicherung) sind außerdem passive
Rückversicherungsverträge durch einen
Erstversicherer zu bewerten. Die Bewertung von passiven
Rückversicherungsverträgen erfolgt
grundsätzlich spiegelbildlich zum 3-Bausteine-Ansatz,
wobei einige Modifikationen zu beachten sind.
Für die Bilanzierung des
Lebensversicherungsgeschäfts, speziell des
überschussberechtigten Geschäfts, hat das IASB
mit der Aufnahme des Variable-Fee-Ansatzes (VFA) wichtige
Weichen gestellt. Beim VFA dürfen Schwankungen im
Umfang des auf den Versicherer entfallenden Anteils des
Kapitalanlageergebnisses und im Wert der Garantien mit der
CSM verrechnet werden. Ein Versicherungsvertrag gilt als
direkt überschussberechtigt und fällt damit in
den Anwendungsbereich des Variable-Fee-Ansatzes, wenn:
scrollen
Nach aktuellem Stand lässt sich aus dieser
Definition der direkt überschussberechtigten
Verträge die Anwendbarkeit des VFA für
überschussberechtigtes Erstversicherungsgeschäft
in Deutschland ableiten.
Rückversicherungsverträge fallen nicht unter den
VFA, selbst wenn sie sich auf Versicherungsverträge
beziehen, die unter den VFA fallen.
Anders als im allgemeinen Modell erfolgt die Verzinsung
der vertraglichen Servicemarge unter dem VFA nicht mit dem
Locked-in-Zins, sondern mit dem aktuellen Zins.
Im Kontext der Folgebewertung sind die Themen
Erfolgsvereinnahmung und Umgang mit
Schätzungsänderungen hinsichtlich der erwarteten
Cashflows, der Risikoanpassung und der Zinsstrukturkurve
von großer Bedeutung. Schätzungsänderungen
in den erwarteten Cashflows und der Risikoanpassung
bezüglich zukünftiger Deckungen werden mit der
CSM verrechnet, die Effekte aus Zinsschwankungen auf die
versicherungstechnischen Passiva können auf
Portfolioebene entweder erfolgswirksam in der GuV oder
erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden
(OCI-Wahlrecht).
Mit der OCI-Lösung hat das IASB ein Instrument zur
Vermeidung von Volatilität in der Gewinn- und
Verlustrechnung eines Versicherers beschlossen. Demnach
können Auswirkungen von Marktzinsschwankungen auf den
Erfüllungsbarwert der versicherungstechnischen
Verpflichtungen erfolgsneutral im Eigenkapital (OCI)
erfasst werden. Analog dazu wurde in IFRS 9 für die
Aktivseite eine Kategorie für Finanzinstrumente mit
Fremdkapitalcharakter geschaffen, die ebenfalls einer
erfolgsneutralen Bewertung (OCI) mit dem beizulegenden
Zeitwert entsprechend dem Gesc häftsmodell "Halten und
Verkaufen" unterliegt. Während für die neue
Anlagekategorie bei Veräußerung eines
Finanzinstruments ein Recycling erfolgt, wird ein analoger
Effekt bei Anwendung der OCI-Lösung auf der
Passivseite durch die aufwandswirksame Zinszuführung
mit dem bei Einbuchung fixierten (locked-in) Zinssatz
gewährleistet.
Beurteilung möglicher Auswirkungen der Anwendung von IFRS 17Mit der Einführung von IFRS 17 werden sich ein
wesentlicher Teil der Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten in der Bilanz sowie die gesamte Struktur
der Gewinn- und Verlustrechnung im Konzernabschluss der
Deutschen Familienversicherung komplett verändern.
Dies entspricht einer weitgehenden Neueinführung der
IFRS bei der Deutschen Familienversicherung, die zudem
einen Paradigmenwechsel zur bisher angewandten
Bilanzierungsmethode für Versicherungsverträge
darstellt. Künftig sind alle Zahlungsein- und
-ausgänge aus einem Versicherungsvertrag bereits zu
Beginn des Vertrages zu schätzen und abzubilden.
Fehleinschätzungen bezüglich der Cashflows
führen zu erhöhter GuV-Volatilität. Dies
wird vor allem in der ersten Zeit nach der
Neueinführung von IFRS 17 zu großen
Herausforderungen hinsichtlich der Planbarkeit,
Vorhersehbarkeit und Interpretierbarkeit der
Unternehmensergebnisse führen.
Die Einführung von IFRS 17 ist stets in engem
Zusammenspiel mit IFRS 9 zu betrachten, wodurch die
Anforderungen an die Anwender noch einmal erhöht
werden.
Herausforderungen im künftigen Zusammenspiel von IFRS 9 und IFRS 17Die wesentliche Herausforderung in der gemeinsamen
Anwendung von IFRS 9 und IFRS 17 stellt die Vermeidung
eines Accounting Mismatch dar. Dafür ist die
Möglichkeit zur weitgehend kongruenten Ausübung
der OCI-Option für Finanzinstrumente auf der
Aktivseite und für Versicherungsverträge auf der
Passivseite von wesentlicher Bedeutung.
Der im September 2016 erschienene Standard "Applying
IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance
Contracts", Amendments to IFRS 4, enthält unter
anderem den Deferral Approach für
Versicherungsunternehmen, der diesen grundsätzlich
gestattet, IFRS 9 erst mit erstmaliger Anwendung von IFRS
17 einzuführen. Die Möglichkeit der
Inanspruchnahme der vorübergehenden Befreiung von der
Anwendung des IFRS 9 besteht für Unternehmen, die
überwiegend im Versicherungsgeschäft tätig
sind. Die DFV erfüllt die notwendigen Voraussetzungen
hierfür (der Anteil der Versicherungsaktivitäten
des Konzerns lag am 31. Dezember 201 5 bei 100 %, eine
Änderung der Geschäftstätigkeit hat
zwischenzeitlich nicht stattgefunden) und nimmt u. a. wegen
der Wechselwirkung der Bilanzierung der Finanzinstrumente
und Versicherungsverträge die Möglichkeit der
Verschiebung in Anspruch. Die Deutsche Familienversicherung
wird IFRS 9 zusammen mit dem IFRS 17 einführen.
IFRS 9 klassifiziert die Finanzinstrumente in folgende
Bewertungskategorien:
1. Zu fortgeführten Anschaffungskosten
2. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI
(FK))
3. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
4. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI
(EK))
Zur Einordnung in die Kategorien des IFRS 9 wird
einerseits auf das Zahlungsstromkriterium (SPPI)
abgestellt, das vorgibt, dass die Vertragsbedingungen des
finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten
Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die
ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen auf
den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen. Sofern das
SPPI-Kriterium erfüllt ist, werden die
Finanzinstrumente einer der beiden ersten Kategorien
zugeordnet. Parallel dazu wird das Geschäftsmodell, in
dessen Rahmen die Finanzinstrumente gehalten werden, als
Einordnungskriterium herangezogen. Sofern die Zielsetzung
darin besteht, den finanziellen Vermögenswert zur
Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungen zu halten, wird
er zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. In
diese Kategorie werden voraussichtlich Forderungen und
Bankbestände fallen. Sofern das Geschäftsmodell
sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen
Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller
Vermögenswerte besteht, wird er erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert (FVOCI (FK)) bewertet. Die Deutsche
Familienversicherung wird voraussichtlich den
Großteil der Kapitalanlagen, nämlich die
Anleihen, unter dieser Kategorie bewerten.
Sofern das Zahlungsstromkriterium nicht erfüllt
ist, verbleibt die Klassifizierung in die Kategorie 3 bzw.
4. Grundsätzlich erfolgt die Bewertung erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert. Allerdings kann ein Unternehmen
beim erstmaligen Ansatz bestimmter Finanzinvestitionen in
Eigenkapitalinstrumente die Bewertungskategorie
"Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (FVOCI (EK))
wählen. Im Gegensatz zur erfolgsneutralen Bewertung
bei Fremdkapital -instrumenten werden sämtlichen
Wertänderungen im Sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst und
Wertminderungen nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesen.
Neben dieser Änderung ist als weitere wesentliche
Änderung des IFRS 9 die Wertminderungserfassung zu
nennen. Nach dem bisherigen Standard erfolgt eine
Wertminderung über die Gewinn- und Verlustrechnung
nur, sofern die Wertminderung eingetreten ist, zum Beispiel
bei stark gesunkener Bonität des Gläubigers oder
Zahlungsverzug. Im Berichtsjahr liegen im Bereich der
Anleihen keine Hinweise hierfür vor. IFRS 9 begegnet
der in der Finanzmarktkrise deutlich gewordenen Kritik am
alten Standard, dass solche Wertminderung zu spät und
zu gering erfolgen, mit der Einführung des Expected
Credit Loss-Modells (ECL). Dieses erfasst in
unterschiedlichen Abstufungen für jedes
Finanzinstrument der Kategorien zu fortgeführten
Anschaffungskosten und FVOCI (FK) einen erwarteten
Wertminderungsaufwand. Damit wird bereits im
Zugangszeitpunkt eine prognostizierte Wertberichtigung
erfolgswirksam erfasst, die mit ansteigendem Risiko in der
Folgebewertung restriktiver berechnet werden muss. Diese
Umstellung wird vor allem die von der Deutschen
Familienversicherung gehaltenen Anleihen betreffen.
FazitDie erstmalige Anwendung von IFRS 9 und die Umsetzung
von IFRS 17 zum 1. Januar 2023 erfordert derzeit
erheblichen Umstellungsaufwand. Dies resultiert in einer
Neuordnung der IFRS-Rechnungslegung für die Deutsche
Familienversicherung, die zu einem völlig neuen Bild
des IFRS-Konzernabschlusses führen wird.
Die Deutsche Familienversicherung hat derzeit folgende
Maßnahmen zur Implementierung von IFRS 17 und IFRS 9
eingeleitet bzw. durchgeführt:
scrollen
Qualitative Analysen haben gezeigt, dass die Bewertung
der versicherungstechnischen Verpflichtungen beim
Krankenversicherungsgeschäft nach Art der
Lebensversicherung mit dem VFA, beim
Krankenversicherungsgeschäft nach Art der
Schadenversicherung und beim Schaden/Unfallgeschäft
hingegen mit dem PAA erfolgen wird. Die Bewertung des
Rückversicherungsgeschäfts wird bis auf zwei
Ausnahmen ebenfalls mit dem PAA erfolgen.
Zum Zeitpunkt der Verfassung dieser Berichtserstellung
ist eine quantitative Aussage zu möglichen
Auswirkungen auf den Wert der versicherungstechnischen
Passiva und der Aktiva nach IFRS 17 und IFRS 9 nicht
möglich.
1.4 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Berichtszeitraum 2022 erfolgten keine Änderungen
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
1.5 KonsolidierungskreisDer Kreis der konsolidierten Unternehmen hat sich
gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um die Hyrance AG
vergrößert. Die Deutsche Familienversicherung
hält 50,0 % plus 1 Aktie an der Hyrance AG und darf 2
von 3 Vorstände bestimmen. Augrund der Beherrschung
wird die Hyrance AG vollständig in den
Konzernabschluss der Deutschen Familienversicherung
einbezogen. Zudem werden erstmalig nicht beherrschende
Anteile ausgewiesen.
scrollen
1 Die DFV Deutsche Familienversicherung AG
hält 50% der Anteile plus 1 Aktie an der Hyrance AG.
2 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GESAMTERGEBNISRECHNUNG2.1 Aktiva2.1.1 Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswertescrollen
2.1.2 Nutzungsrechte an Immobilien gemäß IFRS 16NUTZUNGSRECHTE GEMÄSS IFRS 16scrollen
Aufgrund von Renovierungsarbeiten und dem damit
verbundenen Nutzungsausfall des Bürogebäudes im
Reuterweg wurde der Deutschen Familienversicherung eine
mietfreie Zeit gewährt. Verbindlichkeit und
Nutzungsrecht wurden daher zum 30. Juni 2022 neu bewertet
und ausgebucht.
2.1.3 DepotforderungenDie Depotforderungen aus dem Mitte 2021 aufgenommenen
aktiven Rückversicherungsgeschäft betragen 17.743
T€ (4.888 T€ zum 31.12.2021).
2.1.4 FinanzinstrumenteFINANZINSTRUMENTE - JEDERZEIT VERÄUSSERBARscrollen
FINANZINSTRUMENTE - ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETscrollen
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
im Rahmen der Absicherung von Zins- und Marktpreisrisiken
werden unter den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Finanzinstrumenten ausgewiesen, während
negative Marktwerte unter den Sonstigen Verbindlichkeiten
auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen werden.
WertpapierleihegeschäfteZum Berichtszeitpunkt waren keine Wertpapiere verliehen.
2.1.5 ForderungenFORDERUNGENscrollen
2.1.6 Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen RückstellungenANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DEN VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RÜCKSTELLUNGENscrollen
2.1.6.1 Anteile der Rückversicherer an der Entwicklung der BeitragsüberträgeANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DER ENTWICKLUNG DER BEITRAGSÜBERTRÄGEscrollen
2.1.6.2 Anteile der Rückversicherer an der Entwicklung der DeckungsrückstellungANTEIL DER RÜCKVERSICHERER AN DER ENTWICKLUNG DER DECKUNGSRÜCKSTELLUNGscrollen
2.1.6.3 Anteile der Rückversicherer an der Entwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DER ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLEscrollen
2.1.7 Steuerabgrenzungscrollen
scrollen
scrollen
scrollen
Die Erhöhung der aktiven latenten Steuern im
Bereich der Kapitalanlagen ist auf das allgemeine
Kapitalanlageumfeld und den Zinsanstieg im Speziellen
zurückzuführen. Die Marktwerte der Anleihen, die
den Großteil des Kapitalanlagenbestands der Deutschen
Familienversicherung ausmachen, sanken. Hierdurch
reduzierte sich die Rücklage für unrealisierte
Gewinne und Verluste nach Steuern um 14,9 Mio. € im
ersten Halbjahr 2022 (H1 2021: -0,7 Mio.), wobei der
Steuereffekt als aktive latente Steuern aktiviert wurde.
2.1.8 Übrige AktivaÜBRIGE AKTIVAscrollen
2.2 Passiva2.2.1 EigenkapitalDie Eigenkapitalentwicklung wird in der
Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
2.2.2 Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN (BRUTTO)scrollen
Die Deckungsrückstellung enthält
übernommene Verpflichtungen aus dem Mitte 2021
aufgenommenen aktiven Rückversicherungsgeschäft
in Höhe von 17.743 T€ (4.888 T€ zum
31.12.2021).
2.2.2.1 Entwicklung der BeitragsüberträgeENTWICKLUNG DER BEITRAGSÜBERTRÄGEscrollen
2.2.2.2 Entwicklung der DeckungsrückstellungENTWICKLUNG DER DECKUNGSRÜCKSTELLUNGscrollen
Der Zinsanteil wird mit dem jeweiligen Rechnungszins aus
dem Geschäftsjahr, bezogen auf den Mittelwert aus der
Bilanzdeckungsrückstellung des Vorjahres und des
Geschäftsjahres, ermittelt.
2.2.2.3 Entwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLEscrollen
2.2.2.4 Übrige versicherungstechnische RückstellungenENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR BEITRAGSRÜCKERSTATTUNGscrollen
SONSTIGE VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGENscrollen
2.2.3 Sonstige RückstellungenENTWICKLUNG DER SONSTIGEN RÜCKSTELLUNGENscrollen
Die Restlaufzeit der Sonstigen Rückstellungen
beträgt maximal zwölf Monate.
2.2.4 VerbindlichkeitenVERBINDLICHKEITENscrollen
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
im Rahmen der Absicherung von Zins- und Marktpreisrisiken
werden unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen,
während positive Marktwerte unter den erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten
auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen werden.
2.3 Gesamtergebnisrechnung2.3.1 Verdiente BeiträgeHinsichtlich der gebuchten Beiträge,
Veränderungen der Beitragsüberträge und den
verdienten Beiträgen (jeweils brutto, rück und
netto) verweisen wir auf die Gesamtergebnisrechnung.
2.3.2 Ergebnis KapitalanlagenERGEBNIS KAPITALANLAGENscrollen
2.3.3 Sonstige ErträgeSONSTIGE ERTRÄGEscrollen
2.3.4 VersicherungsleistungenVERSICHERUNGSLEISTUNGENscrollen
2.3.5 Aufwendungen für den VersicherungsbetriebAUFWENDUNGEN FÜR DEN VERSICHERUNGSBETRIEBscrollen
Von den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
der ersten sechs Monate 2022 von insgesamt 17,3 Mio. €
entfallen 12,5 Mio. € auf die Erstversicherung und 4,9
Mio. € auf die aktive Rückversicherung.
2.3.6 Sonstige AufwendungenSONSTIGE AUFWENDUNGENscrollen
3 SONSTIGE ANGABEN3.1 Finanzinstrumente und Ermittlung des beizulegenden Wertes (Fair-Value-Hierarchie)ANGABE DER VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN NACH LEVELN (30.06.2022)scrollen
ANGABE DER VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN NACH LEVELN (31.12.2021)scrollen
3.2 Angaben zu EventualverbindlichkeitenZum Bilanzstichtag (30. Juni 2022) bestehen keine
Eventualverbindlichkeiten zusätzlich zu den in der
Bilanz erfassten Rückstellungen, über die zu
berichten wäre.
3.3 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem
Schluss des Halbjahres eingetreten und weder in der Gewinn-
und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt
sind, liegen nicht vor.
Frankfurt am Main, den 8. August 2022
DFV Deutsche Familienversicherung AG
Der Vorstand
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die DFV Deutsche Familienversicherung AG, Frankfurt
a.M.
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022, der
Gesamtergebnisrechnung, der Kapitalflussrechnung, der
Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie
ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der DFV Deutsche
Familienversicherung AG, Frankfurt a.M., für den
Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022, die
Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115
WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS) für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach haben
wir die prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und Personen
mit Verantwortlichkeit in der Rechnungslegung sowie auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss der DFV Deutsche
Familienversicherung AG, Frankfurt a.M., in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS
für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 10. August 2022
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
scrollen
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER"Wir versichern nach bestem Wissen, dass
gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen für die
Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2022 ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind."
Frankfurt am Main, den 8. August 2022
DFV Deutsche Familienversicherung AG
Der Vorstand
DFV Deutsche Familienversicherung AGReuterweg 47
60323 Frankfurt
Deutschland
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||