DIC Asset AGFrankfurt am MainHalbjahresbericht zum 30.06.2020H1 2020 HALBJAHRESBERICHTdynamic performanceÜBER DIE DIC ASSET AG Mit über 20 Jahren Erfahrung am deutschen Immobilienmarkt ist die DIC Asset AG mit
sieben Standorten regional in allen wichtigen deutschen Märkten vertreten und betreut
187 Objekte mit einem Marktwert von rund 8,5 Mrd. Euro (Stand: 30.06.2020). Die DIC
Asset AG nutzt ihre eigene integrierte Immobilienmanagement-Plattform, um mit einem
aktiven Asset-Management-Ansatz unternehmensweit Wertsteigerungspotenziale zu heben
und Erträge zu steigern. Im Bereich Commercial Portfolio (1,9 Mrd. Euro Assets under Management) agiert die
DIC Asset AG als Eigentümer und Bestandshalter und erwirtschaftet kontinuierliche
Cashflows aus langfristig stabilen Mieterträgen und der Wertoptimierung des eigenen
Immobilienportfolios. Im Bereich Institutional Business (6,6 Mrd. Euro Assets under Management), der unter
GEG German Estate Group firmiert, erwirtschaftet die DIC Asset AG Erträge aus der
Strukturierung und dem Management von Investmentvehikeln mit attraktiven Ausschüttungsrenditen
für nationale und internationale institutionelle Investoren. Die DIC Asset AG ist seit Juni 2006 im SDAX notiert. KENNZAHLEN
1)
alle Zahlen je Aktie angepasst gem. IFRS. (Aktienzahl H1 2020: 78.233.605; H1 2019:
71.204.683) LIEBE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE, uns alle beschäftigt wohl gerade eine entscheidende Frage: Wie wird unsere Welt in
einer Zeit nach Covid-19 aussehen - dieses vielzitierte "New Normal"? Und Sie als
Aktionärinnen und Aktionäre der DIC Asset AG fragen sich dazu: Wie steht mein Unternehmen
in diesen besonderen Zeiten da und wie sind die Perspektiven? Auf diese Fragen möchten
wir Ihnen heute antworten. Lassen Sie es uns gleich zu Beginn sagen: Das erste Halbjahr war für uns erfolgreich
-trotz der Umstände durch Covid-19. Und die DIC Asset AG ist auf einem guten Kurs.
Wir haben am 5. April - also mitten in Corona-Zeiten - die Prognose abgegeben, dass
wir in diesem Jahr zu einem hohen Ergebnis auf Vorjahresniveau kommen. Und diese Prognose
möchten wir heute noch einmal bestätigen. Ihr Unternehmen ist und bleibt erfolgreich. Dazu drei Fakten:
Auf unserer Hauptversammlung am 8. Juli haben wir Ihnen unser neues Motto präsentiert.
Das lautet "Dynamic Performance". Gerade in solchen Zeiten können wir zeigen, was
wir unter "Dynamic Performance" verstehen. Wir warten nicht ab, wie sich die Situation
vielleicht entwickeln könnte. Sondern wir handeln. Und zwar schnell, zuverlässig und
kreativ. Das ist genau das, was wir unter "Dynamic Performance" verstehen. Und das
wollen wir Ihnen an drei Beispielen aus unserem Business erläutern. Erstens: In den Tagen des Lockdowns haben auch uns Mieter um Stundungen gebeten.
Wir haben entschieden, dass wir verlässlich an der Seite unserer Mieter stehen und
auf eine gemeinsame Zukunft setzen. Insgesamt waren es Stundungen in Höhe von rund
1,3 Mio. Euro. Für diese Stundungen haben wir Vorsorgen gebildet, die in der Jahresprognose
bereits berücksichtigt sind. Wir haben aber keine Anzeichen dafür, dass wir auf diesen
Stundungen sitzenbleiben. Denn im Juli waren wir bei den Mieten wieder auf "vor-Corona-Niveau".
Verlässlichkeit zahlt sich aus. Und dafür haben wir oft einen Dank von Mietern erhalten.
Es würde den Rahmen sprengen, hier daraus zu zitieren. Zweitens: Mit einer Vielzahl von Mietern aus den vom Lockdown besonders betroffenen
Branchen wie Handel, Hotel und Gastronomie haben wir individuelle Vereinbarungen geschlossen.
Oft war es die Kombination aus kurzfristiger vorübergehender Entlastung bei der Miete
und einer gleichzeitigen Verlängerung von Vertragslaufzeiten. Und drittens: Auch wir haben das Unternehmen Kaufhof als Mieter. Wir können Ihnen
sagen, dass die Themen hierzu bereits gelöst sind und der Standort Bremen in Bearbeitung
ist. Auch dies ist in unserer Prognose 2020 schon berücksichtigt. Für die Standorte
in Chemnitz und Leverkusen konnten wir längere Laufzeiten vereinbaren und haben im
Gegenzug die Mieten angepasst. Für den Standort Bremen, den Galeria Kaufhof Ende Oktober
aufgeben wird, sind wir bereits an der Erstellung eines umfassenden Nachnutzungskonzepts
- auch unter Einbeziehung der aktuellen Untermieter, die derzeit 40 % der Mietflächen
belegen. Sie sehen, "Dynamic Performance" ist eine Haltung, die das gesamte Team der DIC Asset
AG auszeichnet. Dahinter steht ein schnelles und entschlossenes Handeln. Und damit
werden wir auch den Herausforderungen begegnen, vor denen unsere Branche jetzt steht.
Wir alle kennen ja die aktuellen Prognosen, die uns immer wieder zugespitzt sagen:
Der Handel ist in der Krise - und fast alles wird nur noch Online gekauft. Das Home-Office
ist im Trend - wer braucht da noch Büros? Und dann kommt im Herbst noch die angeblich
größte Insolvenzwelle seit dem zweiten Weltkrieg. Was aus diesen Prognosen wird, werden
wir sehen. Doch ein herausragendes Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass es
nicht abwartet, ob diese Prognosen eintreffen oder nicht. Sondern dass es auf solche
Herausforderungen reagiert. Wir können sagen, dass wir das tun. Das Team der DIC Asset
AG beschäftigt sich intensiv damit, wie wir dem "New Normal" begegnen. Und wir sehen
uns gut aufgestellt. Zum einen wegen des Umfelds hier in Deutschland. Das Land ist auch in Corona-Zeiten
ein sicherer Hafen. Die ganze Welt schaut voller Bewunderung auf unser Land, weil
es uns so gut und so schnell gelungen ist, das Virus erstmal in den Griff zu bekommen.
Das stärkt das Ansehen und die Attraktivität des Investitionsstandortes und des Immobilienmarktes
hierzulande. Und das ist der Markt, auf dem die DIC Asset AG engagiert ist. Und zum
anderen spüren wir dieses Vertrauen in unser Geschäft. Wir haben eine sehr gute Vermietungspipeline
und auch eine sehr gute Ankaufspipeline. Nur ein Beispiel: Unser Mieter Google hat
gerade angefragt, sich auf den Flächen in Frankfurt nochmal deutlich zu erweitern. Es wird also auch weiterhin Büros geben. Die werden nur anders aussehen. Sie müssen
mehr Platz bieten und flexibles Arbeiten möglich machen. Dafür sind wir vorbereitet
und arbeiten mit unserem Team daran, entsprechende Kundenwünsche zu erfüllen. Wir
haben Flächen in den Randgebieten der Top-Lagen, die durch Corona noch interessanter
werden. Und ja, es wird sicher auch Insolvenzen geben, wodurch Flächen frei werden.
In einem Immobilienmarkt, auf dem nahezu Vollvermietung herrscht, sehen wir uns auch
hier gut aufgestellt. Schließlich werden wir den Mix in unseren Asset-Klassen auf
das "New Normal" einstellen. Wir werden mittelfristig das Thema Logistik ausbauen.
Und den Handel stabil halten - damit geht dessen Anteil am Portfolio zurück. Sie sehen, dass unser Geschäftsmodell mit einer starken Plattform aus zwei wesentlichen
Ertragssäulen ganz aktuell also eine hohe Krisenresilienz und Flexibilität beweist.
Lassen Sie uns das noch anhand einiger Zahlen aus dem ersten Halbjahr belegen:
Die Ergebnisse im ersten Halbjahr und unser Ausblick für das zweite Halbjahr stimmen
uns daher unverändert zuversichtlich. Wir hatten es eingangs bereits gesagt und wiederholen
es: Wir bestätigen unsere Prognose von Anfang April, dass wir das laufende Jahr mit
einem FFO von 94-96 Mio. Euro. auf dem hohen Niveau des Vorjahres abschließen. Wir
bleiben verlässlich. Und das in einer Welt, die sich rasant verändert. Unser mittelfristiges Ziel über das Geschäftsjahr 2020 hinaus bleibt der Ausbau unserer
Assets under Management auf über 10 Mrd. Euro. Dieses Ziel haben wir jüngst am 8.
Juli 2020 auf unserer virtuellen Hauptversammlung bekräftigt, und Sie haben uns mit
Ihrer hohen Zustimmung zu allen Tagesordnungspunkten erneut Ihr Vertrauen geschenkt.
Mit der Annahme unseres unveränderten Dividendenvorschlags von 0,66 Euro je Aktie
haben Sie den Anspruch einer hohen Dividendenkontinuität bestätigt. Auch diesmal haben
Sie wieder die Wahl, Ihre Dividende in Form einer Aktiendividende zu erhalten. Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, wir wissen noch nicht, wie das "New Normal" aussieht.
Aber wir wissen bereits, was es braucht, um in der Welt von morgen erfolgreich zu
sein. Nie waren Agilität, Teamgeist und hohe Managementqualität wichtiger. Wir sind
bestrebt, Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, mit unserer Leistung jeden Tag
aufs Neue zu überzeugen, die Ertragskraft Ihres Unternehmens weiter voranzutreiben
und zu beweisen: "Dynamic Performance" - das können wir! Frankfurt am Main, im Juli 2020
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Anfang 2020 hat binnen weniger Wochen die Covid-19-Pandemie die Volkswirtschaften
vieler Länder abrupt nahezu zum Stillstand gebracht und die internationalen Märkte
im ersten Halbjahr empfindlich getroffen. Ebenso außergewöhnlich waren die Reaktionen
der politischen Entscheidungsträger. Mit geld- und fiskalpolitischen Impulsen bisher
beispiellosen Ausmaßes begannen Notenbanken und Staatsregierungen der Krise entgegenzusteuern,
um ein Übergreifen des realwirtschaftlichen Einbruchs auf das globale Finanzsystem
zu verhindern. Deutsche Wirtschaft: Umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zeigen Wirkung Für den Wirtschaftsstandort Deutschland stand das erste Halbjahr 2020 unter dem Zeichen
einer möglichst schnellen und stringenten Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Am 22.
März 2020 erließen Bund und Länder strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Am
23. März beschloss die Bundesregierung ein historisches Hilfspaket für von Covid-19
betroffene Unternehmen und Menschen. Die behördlichen Auflagen zeigten rasch Wirkung:
Neuinfektionszahlen gingen deutlich zurück, sodass schon am 20. April erste Lockerungen
der Schutzmaßnahmen in Kraft traten. Am 6. Mai verkündete die Bundesregierung weitere
Lockerungen mit der sukzessiven Rücknahme von Kontaktbeschränkungen. Das erlaubte
in der Folge ein langsames, aber stetiges Hochfahren des gesellschaftlichen Lebens
und der Wirtschaft. Im Juni 2020 verabschiedete die Regierungskoalition ein umfangreiches Konjunktur-
und Zukunftspaket, um die Wirtschaft in Deutschland nach dem Lockdown wieder anzukurbeln.
Das Paket umfasst einen weitreichenden Katalog von 57 Maßnahmenkomplexen und hat ein
Volumen von bis zu 130 Mrd. Euro. Zentrales Element ist die Senkung der Mehrwertsteuer
für sechs Monate bis zum 31. Dezember von 19 auf 16 Prozent, der ermäßigte Steuersatz
wird von sieben auf fünf Prozent gesenkt. Zudem sollen im Rahmen des Zukunftspakets
50 Mrd. Euro in die Energie-, Digitalisierungs- und Mobilitätswende fließen. Sämtliche bisher beschlossen Maßnahmen, die auch als "Corona-Schutzschild für Deutschland"
zusammengefasst werden, umfassen gemäß Bundesfinanzministerium haushaltswirksame Maßnahmen
von über 350 Mrd. Euro und darüber hinaus Garantien über knapp 820 Mrd. Euro, steuerliche
Hilfsmaßnahmen und zur Beschäftigungssicherung eine breite und aufgestockte Regelung
zur Bereitstellung von Kurzarbeitergeld. Mit dem entschlossenen Handeln der Regierung
zum Schutz der Gesundheit der Bürger und der Unterstützung von Arbeitnehmern wie Unternehmen
bei der Bewältigung der Coronakrise hat Deutschland seinen Ruf als "sicherer Hafen"
im internationalen Vergleich festigen können. ifo-Barometer Sommer 2020: Trendwende eingeleitet Im ersten Quartal fiel das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 % niedriger aus als im Vorquartal.
Für das zweite Quartal 2020, das die unmittelbaren Bremsspuren des Lockdowns in Deutschland
spiegelt, rechnet das ifo-Institut mit einem historischen Rückgang von 11,9 %. Dem
stark rückläufigen privaten Konsum und eingebrochenen Unternehmensinvestitionen wirken
das Konjunkturpaket und kräftige Impulse aus der Finanzpolitik entgegen. Zum Ende
des Halbjahres zeichnet sich bereits eine Trendwende in der deutschen Wirtschaft ab:
Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juni auf 86,2 Punkten (nach 79,7 Punkte im Vormonat)
so stark wie nie zuvor. Die Zukunftserwartungen legten in sämtlichen Branchen zu.
Damit mehren sich die Anzeichen, dass seitens der deutschen Wirtschaft das Konjunkturtief
im Sommer 2020 bereits überwunden sein könnte. Übereinstimmend zeichnen die etablierten
volkswirtschaftlichen Analysten in ihren Ausblicken für die Konjunktur in Deutschland
das Bild eines "V"-Szenarios mit einer kurzen, scharfen Zäsur in 2020 und einer kräftigen
Gegenbewegung in 2021. Entwicklung am Arbeitsmarkt: Stellenabbau gebremst Die Covid-19-Pandemie in Deutschland hinterlässt Spuren am Arbeitsmarkt, die im internationalen
Vergleich allerdings moderat ausfallen. Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung mit
erleichtertem Zugang zu dem schon während der Finanzkrise bewährten Kurzarbeitergeld
zeigt Wirkung, so die Bilanz der Bundesagentur für Arbeit (BA) bei der jüngsten Veröffentlichung
der Arbeitsmarkt-Statistiken am Ende des ersten Halbjahrs. Nach einer starken Zäsur
auf dem Höhepunkt der Corona-Krise im April hat sich der Jobabbau im Mai und im Juni
weiter abgeschwächt: Im Juni lag die Arbeitslosenquote bei 6,2% und damit 1,3 Prozentpunkte
über dem Juni-Wert im Vorjahr; der Anstieg gegenüber Mai 2020 betrug 0,1 Prozentpunkte.
Es zeichnet sich ab, dass ein Großteil der Wirtschaft bereits zu einer "neuen Normalität"
zurückkehrt, während die vom Lockdown besonders betroffenen Branchen, insbesondere
Gastronomie, Touristik, Luftfahrt und der Einzelhandel, noch um tragfähige Konzepte
ringen und in dem Zuge Stellen abbauen. Büroimmobilien-Vermietungsmarkt: rasche Anpassung der Nachfrager-Ansprüche Mit den im März erlassenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ging laut JLL schon
im ersten Quartal die Neigung der Unternehmen, neue Verträge abzuschließen, merklich
zurück: Im Jahresvergleich wurde ein Rückgang des Flächenumsatzes um 30% auf 0,7 Mio.
qm registriert, der sich im zweiten Quartal weiter verstärkte. Insgesamt wurden laut
JLL im ersten Halbjahr 1,28 Mio. qm Bürofläche vermietet oder an Eigennutzer verkauft,
das entspricht im Jahresvergleich einem Rückgang um fast 36%. Das historisch niedrige Leerstandniveau in den Top-7-lmmobilienstandorten veränderte
sich allerdings nach übereinstimmenden Meldungen der Maklerhäuser im zweiten Quartal
gar nicht oder nur wenig: Savills sieht den Leerstand unverändert bei 3,1%, JLL meldet
für das zweite Quartal 3,2% nach 3,0% für das erste Quartal, Colliers kommt auf 3,1%
nach 2,9%. Colliers notiert, dass die gesunde Leerstandsrate im Büroimmobilienmarkt
bei etwa 5% zu verorten wäre, die somit auch mit dem unmittelbaren Corona-lmpact nicht
erreicht ist. Ein besorgniserregendes Überangebot an Vermietungsflächen sei nicht
in Sicht, zumal die Fertigstellungszahlen mit noch nicht unter Vertrag gebrachten
Flächen absehbar nicht exorbitant in die Höhe schnellen. Für die in Umsetzung befindlichen
Projekte sind bereits hohe Vorvermietungsquoten gemeldet und rein spekulative Projekte
kommen derzeit nicht neu hinzu. Bis zum Jahresende rechnet JLL mit einem nur moderaten
Anstieg der Leerstände auf 3,6%. Zu rechnen ist freilich mit einer Veränderung in den Ansprüchen der Flächennachfrager.
Home Office bleibt nach Einschätzung von renommierten Analysten wie Bulwiengesa künftig
ein Trend in der Arbeitsorganisation, jedoch als teilzeitliches Modell für einige
Tage in der Woche und nicht als dauerhafte Vollzeitlösung. Fundamentale Verwerfungen
in der Flächennachfrage zöge dies nicht nach sich: Den zeitlich und räumlich begrenzten
Möglichkeiten, den Arbeitsplatz in die Privatwohnung zu verlagern, steht ein absehbar
höherer Flächenverbrauch pro Kopf gegenüber, da sämtliche Firmen mit neuen Arbeitsplatzkonzepten
mehr Abstand ihrer Mitarbeiter zueinander vorsehen. Themen wie Well-being, Arbeitsplatzsicherheit
sowie Um- und Nachrüstmöglichkeiten werden intensiver geprüft. Bei vorsichtiger Einschätzung
der Unternehmen über die wirtschaftliche Erholung ist tendenziell die Nachfrage nach
Flächen auf Spitzenmietpreisniveau stärker betroffen als Flächen mit durchschnittlichen
Mietpreisen, sodass Letztere stärker von der künftigen "neuen Normalität" der Büroarbeit
profitieren können. Halbjahresbilanz am deutschen Immobilieninvestmentmarkt: in Summe stark Das Transaktionsvolumen am Immobilieninvestmentmarkt - inklusive Wohnimmobilien -
lag im ersten Halbjahr laut CBRE bei 41,8 Mrd. Euro und damit um 34% über dem Vorjahreszeitraum.
Hauptsächlich lag dies am starken ersten Quartal, denn das Volumen im Quartalsvergleich
ging deutlich um rund die Hälfte von 28,2 Mrd. Euro in Ql auf 13,6 Mrd. Euro in Q2
zurück. Zu dem hohen Halbjahreswert trug ein hoher Anteil an Großtransaktionen oberhalb
der 100-Mio.-Euro-Marke bei (insgesamt: 26,8 Mrd. Euro), zu denen auch Unternehmensübernahmen
wie die TLG-Übernahme durch Aroundtown und die Godewind-Übernahme durch Covivio zählten.
Übereinstimmend berichten die großen Maklerhäuser, dass Corona-bedingt die Prüf- und
Entscheidungsprozesse im zweiten Quartal länger dauerten und dadurch die Investitionsdynamik
an Schwung verlor; zudem war ein Großteil ausländischer Käufer ohne lokale Präsenz
vom Markt abgeschnitten. CBRE meldet den Umsatz in Büroimmobilien mit 12,8 Mrd. Euro knapp vor Wohnimmobilien
(12,5 Mrd. Euro). In der Betrachtung der Assetklassen blieben demnach Büroimmobilien
auf Platz 1, wo vor allem und wenig überraschend das Core-Segment mit seinen gesicherten
Cashflows verstärkt im Fokus steht. Die Nachfrage nach langfristig stabilen Immobilien-Investmentprodukten
wird weiter befeuert von dem Mangel an Anlagealternativen, zumal die EZB mit ihrem
Anleiheaufkaufprogramm auf die Zinsen drückt. CBRE sieht als neuere Entwicklung eine
steigende Relevanz beim Mix aus Wohnen und Gewerbe sowie bei Logistik. Hier zeichnen
sich die Bedürfnisse und Potenziale der "Post-Corona-City" ab, mit Bedarf an Quartiersentwicklungen
und Nachnutzungskonzepten für Nonfood-Einzelhandelsflächen, die bereits vor Covid-19
mit veränderten Nutzerpräferenzen und einem wachsenden Online-Konsum vor größeren
Zukunftsherausforderungen standen. Corona hat diese Trends stark beschleunigt und
bei Immobilieninvestoren den Bedarf an Management- und Entwicklungskompetenz stark
ansteigen lassen. Die Preisentwicklung zeigt, so CBRE, nicht die von manchen erwarteten Corona-bedingten
Abschläge: Das weiterhin sehr gute Investmentsentiment habe keinen Grund für Preisminderungen
gegeben. Mit Ausnahme des Hotelsektors und Teilen des Retailsektors blieben die Spitzenrenditen
am Ende von Q2 stabil auf dem Niveau des Vorquartals (jeweils 2,89% in den Top-7).
CBRE rechnet angesichts reichlich vorhandener Liquidität im Markt mit einer anziehenden
Investitionsdynamik in der zweiten Jahreshälfte mit einem Fokus auf Core-Objekten
und entsprechend verschärftem Produktmangel in diesem Segment, sodass für den weiteren
Jahresverlauf kein Anstieg der Spitzenrenditen zu erwarten wäre. Für das Gesamtjahr
könnten, sofern der Standort Deutschland von einer zweiten Pandemie-Welle verschont
bleibt, insgesamt über 50 Mrd. Euro mit Transaktionen im Gewerbeimmobiliensegment
umgesetzt werden. Dies entspräche einem Rückgang von rund 10% gegenüber dem Vorjahr. GESCHÄFTSENTWICKLUNGHighlights 1. Halbjahr 2020
ENTWICKLUNG DES BETREUTEN IMMOBILIENVERMÖGENSAssets under Management deutlich ausgebaut Die Assets under Management der DIC Asset AG stiegen gegenüber dem 30. Juni 2019
um 20% auf 8,5 Mrd. Euro und nähern sich damit unserem mittelfristigen Ziel von 10
Mrd. Euro weiter an. Sie verteilen sich mit 1,9 Mrd. Euro auf das Segment Commercial Portfolio (+6%; 30.
Juni 2019: 1,8 Mrd. Euro,) und 6,6 Mrd. Euro auf das Segment Institutional Business
(+25%; 30. Juni 2019: 5,3 Mrd. Euro). PORTFOLIO NACH SEGMENTEN
*
Marktwerte jeweils zum 31.12. des Vorjahres, spätere Zugänge zu Anschaffungskosten TRANSAKTIONEN 2020*
*
alle Werte in der Tabelle sind Gesamtinvestitionskosten (GIK) Transaktionen im Gesamtvolumen von knapp 500 Mio. Euro realisiert Insgesamt wurde von unseren Investment-Teams bis zum Bilanzstichtag ein Volumen von
knapp 500 Mio. Euro im Rahmen von An- und Verkäufen notariell beurkundet. Auf der Ankaufsseite wurden im ersten Halbjahr Akquisitionen über rund 249 Mio. Euro
beurkundet. Davon entfielen rund 116 Mio. Euro auf das Commercial Portfolio und rund
133 Mio. Euro auf das Segment Institutional Business. Weitere Zukäufe sowohl für den
Eigenbestand als auch für das Institutional Business sind in Prüfung. Für sechs Objekte mit einem Gesamtvolumen von 905 Mio. Euro, fand der Besitz-, Nutzen-
und Lastenübergang (BNL) bis zum Stichtag der Halbjahresbilanz statt. Darunter befinden
sich das Stadthaus in Köln mit Gesamtinvestitionskosten (GIK) von 527 Mio. Euro sowie
die Projektentwicklung Infinity Office in Düsseldorf (GIK 164 Mio. Euro), die 2018
im Rahmen eines Forward Deals angekauft und mit Fertigstellung als Club Deal verkauft
wurde. Auf der Verkaufseite wurden drei Objekte aus dem Institutional Business für 235 Mio.
Euro sowie ein Objekt aus dem Commercial Portfolio für 11 Mio. Euro veräußert. Das
beurkundete Gesamtvolumen belief sich auf rund 246 Mio. Euro. Bei zwei Verkaufsobjekten fand der Besitz-, Nutzen- und Lastenübergang im 1. Halbjahr
statt. Regionale Entwicklung: Ausbau der Präsenz an den Top-Immobilienstandorten Mit der Eröffnung der Niederlassung Köln zum Jahreswechsel hat die DIC Asset AG ihr
lokales Netzwerk weiter verstärkt und ihre Präsenz an den Top-Immobilienstandorten
Deutschlands ausgebaut. Die Niederlassung Köln betreut inzwischen Immobilien in einem
Volumen von über 1,0 Mrd. Euro, darunter die Landmark-Immobilie "Stadthaus Köln" mit
einem Volumen von mehr als 500 Mio. Euro, die im vierten Quartal 2019 für eine Gruppe
institutioneller Investoren als Club Deal erworben wurde. Der im ersten Halbjahr erfolgte BNL-Übergang des Stadhauses Köln trug wesentlich
dazu bei, dass die Gewichtung der Region West zum Stichtag bezogen auf den Marktwert
auf 26% anstieg (30. Juni 2019: 20%). Das betreute Immobilienvermögen ist im Jahresvergleich
in allen sechs Regionen angestiegen, ein stärkerer Rückgang der Gewichtung einer Region
beruht daher lediglich auf relativ stärkerem Wachstum anderer Regionen. Wachsende Vermietungsleistung im H1 2020 durch starkes zweites QuartalLangfristige Anmietungen sichern nachhaltigen CashflowSehr starkes zweites Vermietungsquartal mit Trend zu Mietverlängerungen Unsere Immobilienmanagement-Teams haben trotz der Einschränkungen der Corona-Pandemie
mit einer Vermietungsleistung von 88.700 qm ein äußerst starkes zweites Quartal erreicht
(Q1 2020: 37.100 qm). Damit addieren sich die im ersten Halbjahr 2020 unter Vertrag
gebrachten Mietverträge auf 125.800 qm, dies entspricht einem Plus von 55% gegenüber
dem Vorjahreszeitraum (H1 2019: 81.300 qm). Davon entfielen wie im Vorjahr rund 68% auf das Segment Commercial Portfolio und
32% auf das Segment Institutional Business. Wir erkennen aktuell einen Trend hin zu längerfristigen Mietvertragsverlängerungen,
der u.a. durch eine gesunkene Neigung von Unternehmen zu Umzügen während der Pandemie
bedingt ist. Der Anteil von Anschlussvermietungen stieg im H1 2020 mit 95.400 qm auf
rund 76% an (H1 2019: 68%), während der Anteil von Neuvermietungen auf 24% sank (H1
2019: 32%). Bei den Anschlussvermietungen konnten wir im Durchschnitt die vereinbarten Mieten
um 4,9% steigern. Es stieg nicht nur der Anteil der Anschlussvermietungen an der Gesamtleistung, die
Unternehmen präferierten zusätzlich längere Laufzeiten der Mietverträge. Die mittlere
Laufzeit der Anschlussvermietungen im Institutional Business erhöhte sich auf 8,2
Jahre (H1 2019: 3,8 Jahre), die im Commercial Portfolio auf 4,2 Jahre (H1 2019: 2,5
Jahre). Bei den abgeschlossenen Neuvermietungen lag die durchschnittliche Laufzeit
im Segment Commercial Portfolio bei 4,8 Jahren (H1 2019: 5,4 Jahre) und im Segment
Institutional Business bei 8,2 Jahren (H1 2019: 5,4 Jahre) Die unter Vertrag gebrachten annualisierten Mieteinnahmen erhöhten sich um 36% auf
16,3 Mio. Euro (H1 2019: 12,0 Mio. Euro). TOP-VERMIETUNGEN
Die Vermietungsleistung konzentrierte sich vor allem auf großvolumige Vermietungen
ab 1.000 qm. Mit der Berufsakademie Mannheim wurde bspw. der Vertrag über rund 17.900 qm Bürofläche
mit dem Träger, der Öffentlichen Hand, bis ins Jahr 2028 verlängert. Auch im Institutional
Business dominierten großvolumige Vermietungen mit einem Anteil von 74%. Die größte
Vermietung gelang mit Allianz Deutschland in Karlsruhe im Zuge einer Anschlussvermietung
über 14.000 qm Bürofläche bis ins Jahr 2030. Mit 77% (nach qm) stellen die Bürovermietungen den weitaus größten Anteil der Vermietungsleistung
nach Nutzungsarten, gefolgt von Lager-/Logistikflächen mit einem Anteil von 15%. Das Mietauslaufvolumen 2020 reduzierte sich durch die sehr gute Vermietungsarbeit
im ersten Halbjahr auf nur noch 1,1%. Über 74% der Mietverträge enden erst 2024 und
später. VERMIETUNGSLEISTUNG NACH NUTZUNGSARTEN
SEGMENT COMMERCIAL PORTFOLIOKonstanter Fokus auf Ausbau der Portfolioqualität Unser Segment Commercial Portfolio umfasst unsere direkten Immobilieninvestments,
mit denen wir langfristig stabile Mieteinnahmen erzielen. Zudem optimieren wir unsere
Immobilien zur Wertsteigerung durch aktives Vermietungsmanagement und heben Potenziale
durch Bestandsentwicklungen. Wir nutzen attraktive Chancen am Markt für Zukäufe, mit
denen wir unser Portfolio diversifizieren und seine Ertragskraft stabilisieren, und
realisieren Gewinne durch Verkäufe zu geeigneten Zeitpunkten. Zum 30. Juni 2020 umfasste das Commercial Portfolio 93 Immobilien (30. Juni 2019:
100). Die Qualität im Portfolio konnten wir durch unser aktives Asset- und Propertymanagement,
den Verkauf von Immobilien zur Portfoliooptimierung und den Erwerb von attraktiven
und cashflowstarken Immobilien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter steigern.
Wichtige Performancekennzahlen wurden bei geringerer Objektzahl im Jahresvergleich
verbessert: Die EPRA-Leerstandsquote betrug zum 30. Juni 2020 7,5% und lag damit 30
Basispunkte unter dem Vorjahreswert. Die durchschnittliche Mietlaufzeit (WALT) stieg
von 6,2 auf 6,3 Jahre. Die durchschnittliche Miete in Euro pro qm im Commercial Portfolio
stieg von 9,82 Euro auf 10,36 Euro. ENTWICKLUNG COMMERCIAL PORTFOLIO*
Proaktiver Kontakt mit Mietern Um den Herausforderungen der Covid-19-Pandemie zu begegnen, haben wir gemeinsam mit
betroffenen Mietern nach individuellen Regelungen gesucht, die beiderseitig auch weiterhin
die Basis für eine langfristige und vertrauensvolle Partnerschaft schaffen. Mit Mietern
aus den vom Lockdown besonders betroffenen Branchen Handel, Hotel und Gastronomie
wurden Vereinbarungen getroffen und die Mietverträge angepasst, um die Mieter kurzfristig
zu entlasten. Meist wurde die Miete für drei Monate reduziert und zugleich die Mietvertragslaufzeit
um diesen Zeitraum verlängert. Mit der Galeria Kaufhof GmbH wurde für die Standorte
Chemnitz und Leverkusen die durchschnittliche Laufzeit der Mietverträge bei neuen
vertraglichen Konditionen auf über 13 Jahre verlängert, wodurch eine Schließung abgewendet
werden konnte. Am nicht weitergeführten Kaufhof-Standort Bremen befindet wir uns bereits
in Planung für Nachnutzungskonzepte. Zudem werden sowohl mit potenziellen neuen Mietern
als auch mit bestehenden Untermietern erste Gespräche zur Weiterführung der Mietverhältnisse
geführt. Die annualisierten Mieteinnahmen im Commercial Portfolio beliefen sich am 30. Juni
2020 auf 97,2 Mio. Euro und lagen v.a. transaktionsbedingt unter dem Vorjahreswert
(30. Juni 2019: 103,0 Mio. Euro). Infolge der hauptsächlich mit Mietern aus dem Retail-Sektor
getroffenen individuellen Vereinbarungen aufgrund von COVID-19 sind die annualisierten
Like-for-like-Mieteinnahmen am 30. Juni 2020 geringfügig um 0,6% zurückgegangen. Ankauf erstklassiger Core-Objekte - Marktwert steigt auf über 2 Mrd. Euro Für das weitere Wachstum in unserem Eigenbestand und zur weiteren Diversifizierung
der Mieterstruktur haben wir im Berichtszeitraum den Ankauf von zwei qualitativ hochwertigen
Büroimmobilien für rund 116 Mio. Euro (GIK) notariell beurkundet. Die neuwertige und voll vermietete Immobilie "SAP-Turm" in Frankfurt/Eschborn mit
Baujahr 2018 wird vom Softwareunternehmen SAP genutzt. Die durchschnittliche Mietvertragslaufzeit
beträgt rund 8,0 Jahre. Die hochwertige Büroimmobilie in Hannover verfügt über insgesamt
rund 9.350 qm und ist von der ING-DiBa angemietet. Die durchschnittliche Mietvertragslaufzeit
beträgt rund 9,5 Jahre. Beide Objekte generieren zusammen jährliche Bruttomieteinnahmen
in Höhe von rund 4,5 Mio. Euro. Der Marktwert der Immobilien des Commercial Portfolios stieg von rund 1,8 Mrd. Euro
am 30. Juni 2019 auf rund 1,9 Mrd. Euro am 30. Juni 2020. Der Anstieg resultiert im
Wesentlichen aus abgeschlossenen Transaktionen, für die der Besitz-, Nutzen und Lastenübergang
in den letzten zwölf Monaten stattgefunden hat und teilweise aus gestiegener Marktbewertung
zum 31. Dezember 2019. Mit den beiden jüngsten Ankäufen erreicht das Commercial Portfolio
pro forma einen Marktwert von über 2 Mrd. Euro. Fokus auf Büro und Ausbau weiterer Asset-Klassen Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2020 haben wir erstmals das Commercial Portfolio mit
93 Objekten in Asset-Klassen aufgeteilt. Dabei ergibt sich folgendes Bild:
ASSET-KLASSEN
SEGMENT INSTITUTIONAL BUSINESSInstitutional Business: nachhaltige Ertragssäule mit stetigem Wachstum der Assets under Management Das Segment Institutional Business erwirtschaftet Gebühren aus der Tätigkeit als
Initiator und Manager von Immobilien-Spezialfonds, Individualmandaten und Club Deals
für institutionelle Investoren. Darüber hinaus tritt die DIC Asset AG in geringem
Maße auch als Co-Investor auf und erzielt in einigen Mandaten Beteiligungserträge. Zum 30. Juni 2020 stiegen die Assets under Management im Institutional Business gegenüber
dem Vorjahreswert um 25% auf 6,6 Mrd. Euro (30. Juni 2019: 5,3 Mrd. Euro). Das Institutional Business hat im ersten Halbjahr seine Funktion als zweite starke
Ertragssäule unseres Geschäfts unter Beweis gestellt, die mit gegenüber dem Vorjahr
mehr als verdoppelten Management-Erträgen von 42,1 Millionen Euro aktuell für 56%
unseres operativen Ergebnisses (FFO) verantwortlich ist. Im ersten Halbjahr haben wir planmäßig mehrere Strukturierungen durchgeführt. Eine
markante Transaktion war die Initiierung und Strukturierung eines Club Deals über
rund 175 Mio. Euro für das Infinity Office in Düsseldorf für zwei renommierte institutionelle
Investorenadressen. Des Weiteren hat unser Infrastruktur-Fonds GEG Public Infrastructure
I ein dank unserer Development-Expertise sehr erfolgreich und nachhaltig aufgewertetes
Objekt in Wiesbaden in den Bestand übernommen. Fokus auf Core-Immobilien Die DIC Asset AG bzw. ihre Tochtergesellschaft GEG, unter deren Marke das institutionelle
Drittgeschäft betrieben wird, verfügt über eine langjährige Expertise und eine gut
dokumentierte Erfolgshistorie im deutschen Markt für Gewerbeimmobilien. Der strategische Fokus im Geschäftsbereich Institutional Business liegt auf Objekten
mit Core-Risikoprofil. Auf diese entfällt die große Mehrheit (87%) der Assets under
Management am 30. Juni 2020. Immobilien mit den Anlageprofilen Manage-to-core, Value
add und Opportunistic werden den Portfolios vereinzelt beigemischt - abhängig vom
jeweiligen Mandat. Hier können wir mit unserer Immobilienexpertise und Vor-Ort-Kompetenz
zusätzliche Werte heben und realisieren. Eigenkapital für weiteres Wachstum gesichert Der Vorstand der DIC Asset AG erwartet, dass sich die Nachfrage nach deutschen Gewerbeimmobilien
auch zukünftig fortsetzen wird und ist überzeugt, dass sich eine Normalisierung des
Transaktionsmarkts aktuell bereits im zweiten Halbjahr 2020 abzeichnet. Die Nachfrage
institutioneller Investoren nach den durch uns angebotenen Produkten wird u.a. vom
weiterbestehenden Niedrigzinsumfeld mit fehlenden Anlagealternativen und den gesunden
Fundamentaldaten des deutschen Immobilienmarkts, der sich auch aktuell bei internationalen
Investoren wieder als "Safe Haven" erwiesen hat, weiter angetrieben. Vor allem die etablierte vertrauensvolle Investorenbasis, die wir mit der Integration
der GEG gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich erweitert haben, hat dafür gesorgt,
dass wir eine stetige Nachfrage nach unseren Managementleistungen verzeichnen. Aktuell steht weiteres Eigenkapital für zusätzliche Investments in Höhe von über
500 Mio. Euro zur Verfügung. Dies ermöglicht perspektivisch die Akquisition weiterer
Immobilien im Umfang von mehr als 1 Mrd. Euro. PERSONALENTWICKLUNG Zum Stichtag 30. Juni 2020 beschäftigte die DIC Asset AG insgesamt 246 Mitarbeiter,
ein vergleichbarer Wert zum Jahresende 2019. Davon sind 37 Personen im Bereich Portfoliomanagement,
Investment und Fonds beschäftigt, 150 Personen im Bereich Asset-, Property- und Development-Management
sowie 59 Personen im Bereich Konzernmanagement und Administration. ANZAHL MITARBEITER
VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND Mit Beginn des zweiten Quartals ist Patrick Weiden, vormals Leiter des Bereichs Equity
& Debt Capital Markets bei Bankhaus Lampe, in den Vorstand der DIC Asset AG eingetreten:
Als Vorstand Kapitalmarkt (CCMO) übernimmt er die Steuerung von Kapitalmarktmaßnahmen,
Kapitalmarktkommunikation und M&A der DIC Asset AG als eigenes Ressort. UMSATZ- UND ERTRAGSLAGE Im Juni 2019 erwarb die DIC Asset AG die GEG German Estate Group und konsolidierte
damit verbundene Erträgen und Aufwendungen im Halbjahresabschluss 2019 lediglich für
den Monat Juni. Folglich sind die Aufwendungen und Erträge des vorliegenden Halbjahresabschlusses
nicht vollständig mit der Periode H1 2019 vergleichbar. Insbesondere die Erträge aus
Immobilienmanagement und die operativen Aufwendungen sind von der Konsolidierung der
GEG über den gesamten Halbjahreszeitraum 2020 beeinflusst. Gesamterträge steigen um 21 % auf 114,3 Mio. Euro Die Gesamterträge konnten im ersten Halbjahr 2020 um 21% auf 114,3 Mio. Euro gesteigert
werden (H1 2019: 94,1 Mio. Euro), was insbesondere an den stark gestiegenen Erträgen
aus Immobilienmanagement lag. Aufgrund geringerer Verkaufsaktivitäten im ersten Halbjahr
2020 gingen die Erlöse aus Immobilienverkäufen zwar auf 9,5 Mio. Euro zurück (H1 2019:
16,0 Mio. Euro). Allerdings konnte ein um rund 50% verbessertes Verkaufsergebnis in
Höhe von 2,5 Mio. Euro (H1 2019: 1,7 Mio. Euro) erzielt werden. ENTWICKLUNG DER ERTRÄGE
FFO um 18% auf 50,6 Mio. Euro gesteigert Das operative Ergebnis (FFO) des ersten Halbjahres 2020 lag mit 50,6 Mio. Euro um
18% über dem Vorjahresergebnis (H1 2019: 43,0 Mio. Euro). Maßgeblich hierfür waren
insbesondere die signifikant gestiegenen Erträge aus dem Immobilienmanagement. Diese
haben die durch die GEG-Transaktion gestiegenen operativen Aufwendungen, geringeren
Nettomieten aufgrund Corona-bedingten höheren Wertberichtigungen und das geringere
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ohne Projektentwicklungen und Verkäufe mehr
als überkompensiert. Der FFO je Aktie stieg - bei einer um 10% höheren durchschnittlichen Aktienanzahl
nach der Kapitalerhöhung im Januar - um 8% auf 0,65 Euro (H1 2019: 0,60 Euro). Konzernüberschuss um 10% auf 28,5 Mio. Euro erhöht Aufgrund der positiven Entwicklung des FFO konnten wir trotz geringerem Ergebnis
aus Verkäufen sowie gestiegenen Abschreibungen den Konzernüberschuss im ersten Halbjahr
2020 auf 28,5 Mio. Euro steigern (H1 2019: 26,0 Mio). Das Ergebnis je Aktie blieb
trotz der höheren Aktienanzahl auf dem Niveau des Vorjahres bei 0,36 Euro (H1 2019:
0,37 Euro). SEGMENTBERICHT Seit dem 30. Juni 2019 berichten wir über unsere zwei Segmente Commercial Portfolio,
das unseren Immobilien-Eigenbestand umfasst, und Institutional Business, das unsere
für institutionelle Investoren gemanagten Immobilien umfasst. Den im Vorjahr noch
gesondert ausgewiesenen Effekt aus der TLG-Dividende haben wir mit dem Segment Institutional
Business zusammengefasst. Im Folgenden stellen wir die Umsatz- und Ertragslage der
einzelnen Segmente dar. ÜBERLEITUNG FFO
COMMERCIAL PORTFOLIOBrutto-Mieteinnahmen steigen um 3% Aufgrund der Ankäufe des letzten Jahres lagen die Bruttomieteinnahmen des ersten
Halbjahres 2020 mit 51,4 Mio. Euro 3% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (H1 2019:
49,7 Mio. Euro). Die zusätzlichen Mieteinnahmen überkompensierten die transaktionsbedingten
Abgänge von Bruttomieteinnahmen und den Effekt temporärer Mietreduzierungen aufgrund
der Covid-19-Pandemie in Höhe von 0,8 Mio. Euro. Netto-Mieteinnahmen von Covid-19-Pandemie geprägt Die Bundesregierung hat im Zuge der Covid-19 Pandemie ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung
von Unternehmen beschlossen. Hierunter fällt ein temporärer Kündigungsschutz für Mietverhältnisse
mit im April bis Juni 2020 nicht gezahlten Mieten soweit diese bis zum 30. Juni 2022
nachgezahlt werden. Die hierdurch zusätzlich gebildeten Wertberichtigungen in Höhe
von 3,1 Mio. Euro für im Zeitraum April bis Juni 2020 nicht gezahlte Mieten führten
zu um 5% auf 41,0 Mio. Euro verringerten Nettomieteinnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
(H1 2019: 43,0 Mio. Euro). Verkaufsgewinn um rund 50% gesteigert Im ersten Halbjahr 2020 haben wir trotz 41 % geringerer Veräußerungserlöse einen
Verkaufsgewinn von 2,5 Mio. Euro (H1 2019: 1,7 Mio. Euro) erzielt. Operative Kostenquote stabil Die operativen Kosten haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,0 Mio. Euro
erhöht. Aufgrund temporärer Effekte im Zuge der Covid-19-Pandemie haben sich die Personalkosten
um 0,3 Mio. Euro auf 4,1 Mio. Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 erhöht. Die
Verwaltungskosten sind ebenso aufgrund Covid-19-bedingt erhöhter Rechts- und Beratungsleistungen
und IT-Kosten um 0,7 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum
gestiegen. Die operative Kostenquote im Segment Commercial Portfolio beträgt nahezu
unverändert zum Vorjahreszeitraum 13% (H1 2019: 12%). Zinsergebnis um 13 % verbessert Aufgrund der im zweiten Halbjahr 2019 durchgeführten Maßnahmen zur Optimierung der
Finanzierungskonditionen, Rückzahlung der Anleihe 14/19 mit einem Coupon von 4,625%
p.a. mit einem Volumen von 175,0 Mio Euro sowie der erstmaligen Begebung von niedrig
verzinsten Schuldscheindarlehen (durchschnittlich 1,55% p.a.) mit einem Volumen von
180 Mio. Euro, hat sich das Zinsergebnis um 1,9 Mio. Euro auf -12,3 Mio. Euro (H1
2019: -14,2 Mio. Euro) verbessert. FFO-Beitrag Das Segment Commercial Portfolio erzielte erneut einen guten FFO-Beitrag von 22,1
Mio. Euro, der trotz Corona-Pandemie nur 0,9 Mio. Euro unter dem des Vorjahreszeitraums
liegt (H1 2019: 23,0 Mio. Euro). Hierfür sind im Wesentlichen die um 2,0 Mio. Euro
geringeren Nettomieten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verantwortlich, die durch
die in Q2 2020 Corona-bedingt um 3,1 Mio. Euro erhöhten Wertberichtigungen geprägt
sind. INSTITUTIONAL BUSINESSErträge aus Immobilienmanagement mehr als verdoppelt Die Erträge aus dem Immobilienmanagement sind durch die deutliche Steigerung der
Assets under Management im Institutional Business gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
von 17,5 Mio. Euro auf 42,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt worden. Aufgrund der erfolgreichen
Strukturierungen und Transaktionen des ersten Halbjahres 2020 sind die transaktionsbezogenen
Erträge auf 24,0 Mio. Euro gestiegen (H1 2019: 7,8 Mio. Euro), während die Asset-,
Property-Management- und Development-Fees 18,1 Mio. Euro zum Ergebnis des ersten Halbjahres
2020 beitrugen (H1 2019: 9,7 Mio. Euro). Beteiligungserträge von 6,3 Mio. Euro Die Beteiligungserträge aus dem Institutional Business konnten von 2,8 Mio. Euro
in H1 2019 auf 6,3 Mio. Euro signifikant gesteigert werden. Durch den Wegfall der
Dividendeneinnahmen aus der 2019 veräußerten TLG-Beteiligung (H1 2019: Erträge von
13,0 Mio. Euro) verringerten sich die Beteiligungserträge insgesamt auf 6,3 Mio. Euro
(H1 2019: 15,8 Mio. Euro). Operative Kosten durch Wachstum beeinflusst Im stark gewachsenen Segment Institutional Business stiegen die operativen Kosten
bedingt durch den GEG-Erwerb in 2019 auf 17,6 Mio. Euro (H1 2019: 11,0 Mio. Euro).
Während in H1 2019 die operativen Kosten der GEG nur einen Monat enthalten waren,
sind sie in 2020 die gesamten sechs Monate erfasst. Die Personalkosten erhöhten sich
durch die Integration der GEG-Teams auf 10,5 Mio. Euro (H1 2019: 6,9 Mio. Euro). Die
administrativen Kosten stiegen im Zuge des deutlichen Wachstums der Assets under Management
auf 7,1 Mio. Euro (H1 2019: 4,1 Mio. Euro). Zinsergebnis signifikant verbessert Das Zinsergebnis hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um 0,8 Mio. Euro
bzw. 30% auf -1,9 Mio. Euro verbessert. Hierfür ist, wie auch im Segment Commercial
Portfolio, die Optimierung der Finanzierungskonditionen im zweiten Halbjahr 2019 verantwortlich. FFO-Beitrag um 43% gesteigert Aufgrund des erfolgreichen Wachstumskurses auch im Segment Institutional Business
konnte der FFO-Beitrag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,5 Mio. Euro auf 28,5
Mio. Euro gesteigert werden (H1 2019: 20,0 Mio. Euro). Hierzu trugen insbesondere
die signifikant gestiegenen Immobilienmanagementerträge bei. TLG-Dividende Im Vorjahreszeitraum konnten aus der 2019 veräußerten TLG-Beteiligung Dividendeneinnahmen
in Höhe von 13,0 Mio. Euro erlöst werden, aus denen ein FFO-Beitrag von 10,0 Mio.
Euro resultierte. Dieser in 2019 gesondert dargestellter Beitrag wird im aktuellen
Berichtsjahr nicht mehr gesondert dargestellt, sondern für den Vergleichszeitraum
2019 innerhalb des Segments Institutional Business erfasst. FINANZLAGE Die bilanziellen Finanzschulden haben sich um 49,2 Mio. Euro auf 1.498,0 Mio. Euro
zum 30. Juni 2020 verringert (31.12.19: 1.547,2 Mio. Euro). Aufgrund der zum Quartalsende
erfolgten Refinanzierungen haben sich die kurzfristigen verzinslichen Finanzschulden
verringert, während sich die langfristigen verzinslichen Finanzschulden erhöht haben. Mit rund 65% besteht der überwiegende Teil unserer Finanzschulden aus Darlehen, die
mit einem breiten Spektrum deutscher Kreditinstitute vereinbart sind. Der verbleibende
Teil stammt überwiegend aus unseren Unternehmensanleihen und dem 2019 begebenen Schuldschein. Die durchschnittliche Laufzeit der Schulden einschließlich der Anleihen und Schuldschein
blieb aufgrund der neu abgeschlossenen langfristigen Refinanzierungen zum 30. Juni
2020 mit 3,9 Jahren im Vergleich zum Vorjahresstichtag bzw. Jahresende 2019 konstant
(30. Juni 2019: 3,9 Jahre; 31. Dezember 2019: 3,9 Jahre). Der Anteil der Finanzierungen
mit Laufzeiten größer als fünf Jahre erhöhte sich zum 30. Juni 2020 im Vergleich zum
Jahresende 2019 auf 15% (31. Dezember 2019: 13%). Die durchschnittlichen Zinskosten aller Bankfinanzierungen lagen bei rund 1,7% und
sind damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht gesunken (30. Juni 2019: 1,8%).
Inklusive der Unternehmensanleihen und dem Schuldschein sind die durchschnittlichen
Zinskosten aufgrund unserer Optimierung der Finanzierungskonditionen zum 30. Juni
2020 auf 2,1% gesunken (30. Juni 2019: 2,5%). Der Zinsdeckungsgrad, das Verhältnis von EBITDA zu Zinsergebnis, ist im ersten Halbjahr
mit 473% auf einem ähnlich hohen Niveau wie zum Jahresende 2019 (31. Dezember 2019:
509%). Zum 30. Juni 2020 sind rund 95% unserer Finanzschulden festverzinslich oder
bezüglich Zinsschwankungen abgesichert (31. Dezember 2019: 91%). LtV um 350 Basispunkte verbessert Der LtV hat sich insbesondere aufgrund der im Januar durchgeführten Kapitalerhöhung
im Vergleich zum Jahresende um 350 Basispunkte auf 44,3% verbessert. Erstmaliger Ausweis des Adjusted LtV Um dem Wert des Institutional Business entsprechend in der LtV-Ermittlung Rechnung
zu tragen haben wir, analog zum Adjusted NAV, in diesem Bericht erstmalig den Adjusted
LtV ausgewiesen. Bezieht man den Wert der Dienstleistungen des Segments Institutional
Business mit in die Berechnung des LtV ein, ergibt sich ein Adjusted LtV von 38,9%
(31. Dezember 2019: 41,8%). Hierfür werden vom Marktwert des Vermögens zunächst der
dort bereits erfasste Goodwill von 177,9 Mio. Euro sowie die dazugehörigen Dienstleistungsverträge
in Höhe von 43,9 Mio. abgezogen und anschließend der geprüfte Marktwert des Institutional
Business in Höhe von 557,0 Mio. Euro hinzugerechnet. LOAN TO VALUE (LTV)
*
enthält Anteile an assoziierten Unternehmen und Beteiligungen Cashflow durch Kapitalerhöhung und Refinanzierungen geprägt Der Cashflow des ersten Halbjahres 2020 ist im Wesentlichen von der Einzahlung aus
der Kapitalerhöhung im Januar sowie den Refinanzierungstätigkeiten im Commercial Portfolio
geprägt. Die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und Finanzierungstätigkeiten führten
zu einem Mittelzufluss. Hauptsächlich aufgrund von Investitionen in das Bestandsportfolio
sowie Zahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Objekten führte der Cashflow aus
Investitionstätigkeit zu einem Mittelabfluss. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
lag im ersten Halbjahr 2020 mit 41,5 Mio. Euro geringfügig unter dem Vorjahreswert
(42,3 Mio. Euro), was insbesondere auf zum Bilanzstichtag noch nicht zahlungswirksam
erfasste Immobilienmanagementerträge zurückzuführen ist. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -18,6 Mio. Euro (H1 2019:
+39,4 Mio. Euro) und ist Ausdruck unseres weiteren Wachstumskurses durch Investitionen
in neue Objekte bzw. unser Bestandsportfolio. Der Vorjahreswert war vor allem geprägt
durch die Veräußerung der Anteile an der TLG Immobilien AG. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2020 bei 42,5 Mio.
Euro nach -30,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum und ist im Wesentlichen durch Einzahlungen
aus der Kapitalerhöhung (109,7 Mio. Euro) geprägt. Demgegenüber stand ein Saldo aus
-63,5 Mio. Euro aus den Rückzahlungen und Einzahlungen von Darlehen aufgrund der weiteren
Optimierung unserer Finanzierungsstruktur. Im Vorjahreszeitraum erfolgten geringere
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Darlehen. Darüber hinaus wurden im Vorjahr im
ersten Halbjahr 17,7 Mio. Euro für die Auszahlung der Dividende geleistet. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich gegenüber dem Jahresende um 65,3 Mio. Euro auf
416,6 Mio. Euro. CASHFLOW
VERMÖGENSLAGE Die Vermögenslage des ersten Halbjahres 2020 war im Wesentlichen durch die Kapital-erhöhung
im Januar geprägt. Die Barkapitalerhöhung wurde aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss
des Bezugsrechts im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens ("Accelerated
Bookbuilding Verfahren", "ABB") durchgeführt. Insgesamt wurden 6.857.774 neue Aktien
zu einem Preis von 16,00 Euro platziert. Aus der Kapitalerhöhung flossen der Gesellschaft
Nettoemissionserlöse in Höhe von ca. 107,3 Mio. Euro zu, was einerseits das kurzfristige
Vermögen durch den Geldeingang sowie andererseits das Eigenkapital erhöht hat. Hierdurch
ist die Bilanzsumme per 30. Juni 2020 gegenüber dem Jahresende 2019 um 68,1 Mio. Euro
auf 2.725,5 Mio. Euro gestiegen. Das langfristige Vermögen ist gegenüber dem Jahresendes
2019 stabil geblieben. Im Juni 2020 haben wir langfristige Refinanzierungen von Objekten
des Commercial Portfolios durchgeführt. Die entsprechenden Verbindlichkeiten wurden
zum Jahresende 2019 in den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen. Zum 30. Juni
2020 haben sich durch die langfristige Refinanzierung dieser Objekte die kurzfristigen
Finanzschulden verringert und die langfristigen Finanzschulden erhöht. Eigenkapital gestärkt Die im Januar durchgeführte Kapitalerhöhung hat das gezeichnete Kapital um 6,9 Mio.
Euro erhöht. Die Kapitalrücklage hat sich hierdurch nach Abzug der Kosten für die
Kapitalerhöhung um 100,4 Mio. Euro erhöht. Insgesamt stieg das Eigenkapital per 30.
Juni 2020 im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 128,4 Mio. Euro von 968,8 Mio. Euro
auf 1.097,2 Mio. Euro. Neben der Kapitalerhöhung trug der positive Konzernüberschuss
des ersten Halbjahres 2020 in Höhe von 28,5 Mio. Euro zum Anstieg des Eigenkapitals
bei. Die bilanzielle Eigenkapitalquote erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2019
von 36,5% auf 40,3%. ÜBERBLICK BILANZ
Adjusted Net Asset Value zeigt vollen Wert des Institutional Business Die Kennzahl EPRA-Net-Asset-Value (EPRA-NAV) gibt den Substanzwert aller materiellen
und immateriellen Vermögenswerte abzüglich der Verbindlichkeiten an. Dieser Nettovermögenswert
betrug 1.382,4 Mio. Euro zum Ende des ersten Halbjahrs 2020. Der Wert der Immobilienmanagement-Dienstleistungen
des Institutional Business ist nur teilweise über den bilanzierten Geschäfts- und
Firmenwert im EPRA-NAV reflektiert. Ergänzt um diesen Wertbeitrag ergibt sich zum
Bilanzstichtag ein Gesamtwert für den Adjusted NAV von 1.745,1 Mio. Euro (31. Dezember
2019: 1.607,2 Mio. Euro). Je Aktie betrug der EPRA-NAV, bei einer um 6.857.774 höheren Aktienanzahl gegenüber
dem Jahresende 2019, 17,48 Euro, nach 17,23 Euro zum 31. Dezember 2019. Der Adjusted
NAV je Aktie belief sich zum 30. Juni 2020 auf 22,07 Euro (31. Dezember 2019: 22,26
Euro). Aufgrund der im Januar durchgeführten Kapitalerhöhung ergab sich ein Verwässerungseffekt
in der Überleitung des Wertes vom EPRA-NAV zum Adjusted NAV in Höhe von -0,44 Euro
pro Aktie. EPRA-NET-ASSET-VALUE
*
Anpassung um latente Steuern (TEUR +9.219 Vj: TEUR 7.880), Finanzinstrumente (TEUR
-4.578 Vj: TEUR -3.045; und IFRS 5 Vermögenswerte und Schulden (TEUR -55.777; Vj:
TEUR -65.123) AKTUALISIERTE PROGNOSE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020 Aufgrund der zu erwartenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie hat die DIC Asset
AG am 3. April 2020 frühzeitig ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2020 angepasst.
Die Auswirkungen auf die bisherige Prognose sind im Wesentlichen auf die im gesamten
Bundesgebiet angeordneten Maßnahmen im zweiten Quartal zurückzuführen, die unter anderem
zu einer geringeren Transaktionsaktivität im deutschen Immobilienmarkt führten und
daher insgesamt das Gesamtvolumen getätigter Transaktionen am Investmentmarkt bis
zum Jahresende 2020 beeinflussen werden. Die DIC Asset AG hat daher ihre ursprüngliche
Prognose für An- und Verkäufe für beide Geschäftssegmente angepasst. Aus einem geringeren
als ursprünglich geplanten Transaktionsvolumen oder später als geplanten Besitz-,
Nutzen- und Lastenübergängen, sowohl im Geschäftsbereich Commercial Portfolio als
auch im Institutional Business, rechnet die Gesellschaft insgesamt mit ankaufsbezogen
geringeren Bruttomieteinnahmen, geringeren transaktionsbezogenen Managementerträgen
und daraus resultierend geringeren laufenden Managementerträgen. Das durch den Bundestag/Bundesrat verabschiedete "Gesetz zur Abmilderung der Folgen
der Covid-19-Pandemie" Ende März gewährte direkt betroffenen Mietern für die Monate
April bis Juni uneingeschränkten Kündigungsschutz, wenn diese Corona-bedingt die Zahlung
ihrer Miete aussetzten. Die ausstehenden Mieten müssen nach der gesetzlichen Regelung
bis spätestens 30. Juni 2022 gezahlt werden. Die DIC Asset AG ist daher frühzeitig mit ihren Mietern in Dialog getreten, vorrangig
aus dem Handels- und Hotelsektor aus beiden Geschäftssegmenten. Dabei hat die DIC
Asset AG mit ihren Mietern eine beiderseitige bestmögliche vertragliche Lösung angestrebt,
die eine langfristig ausgerichtete Partnerschaft gewährleistet. Mit wesentlichen Mietern
im Commercial Portfolio hat die DIC Asset AG bis zum Bilanzstichtag vertragliche Regelungen
und Mietvertragsanpassungen getroffen und somit das Risiko von Mietausfällen im weiteren
Jahresverlauf deutlich minimiert. Zudem erreichten die Mietzahlungen einschließlich
Vorauszahlungen für Mietnebenkosten im Monat Juli 2020 wieder ein vergleichbares Niveau
wie vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Erwartete Umsatz- und Ertragslage 2020 auf hohem Vorjahresniveau Der Vorstand geht nach heutigem Stand unverändert davon aus, dass die Auswirkungen
der Covid-19-Pandemie insgesamt einen Effekt auf die erwarteten Mieteinnahmen und
Managementerträge der DIC Asset AG im Geschäftsjahr 2020 haben werden. Auf Basis der
guten Ergebnisse des ersten Halbjahres 2020, der hohen Finanzstärke aus den verfügbaren
liquiden Mittel zur Finanzierung unseres Wachstums sowie auf Basis einer gut gefüllten
Transaktionspipeline mit weiteren gesicherten Eigenkapitalzusagen von mehr als 500
Mio. Euro von institutionellen Investoren, rechnet die DIC Asset für das zweite Halbjahr
2020 im Rahmen der angepassten Prognose mit einer weiteren stabilen Entwicklung der
Bruttomieteinnahmen im Segment Commercial Portfolio sowie der Erträge aus Immobilienmanagement
und Beteiligungserträge im Segment Institutional Business. Für das Geschäftsjahr 2020 planen wir, Funds from Operations (FFO) in Höhe von 94
bis 96 Mio. Euro (bisher 104 bis 106 Mio. Euro) und damit auf dem hohen Niveau des
Vorjahres 2019 (95,0 Mio. Euro) zu erwirtschaften. Dazu beitragen sollen erwartete
Bruttomieteinnahmen in Höhe von 94-98 Mio. Euro (zuvor: 102-104 Mio. Euro), Immobilienmanagementerträge
von 80-90 Mio. Euro (zuvor: 85-95 Mio. Euro) und Ankäufe von insgesamt 700 Mio. Euro
bis 1,1 Mrd. Euro, davon 200 bis 300 Mio. Euro für das Commercial Portfolio (zuvor:
500-600 Mio. Euro) und für das Institutional Business von 500 Mio. Euro bis 800 Mio.
Euro (zuvor: 1,1-1,3 Mrd. Euro). Die geplanten Verkäufe im Umfang von 400 Mio. Euro
bleiben unverändert, davon im Commercial Portfolio rund 100 Mio. Euro und im Institutional
Business rund 300 Mio. Euro. Die angepasste Prognose steht unter der Voraussetzung, dass es im Verlauf des zweiten
Halbjahres 2020 zu keinen erneuten Einschränkungen aufgrund einer zunehmenden Verschlechterung
der aktuellen Covid-19-Lage und damit verbundenen durch die Bundesregierung erneut
in Kraft tretenden Restriktionen sowie auf Basis aktueller Vorhersagen zu keiner weiteren
signifikanten negativen Veränderung der wirtschaftlichen Rahmendaten im Jahr 2020
kommt, die in der Folge auch zu verstärkten Auswirkungen auf bestehende Mietverhältnisse
sowie auf Transaktionsaktivitäten am Immobilienmarkt führen würden. Hinsichtlich der Aktualisierung der Chancen und Risiken für das Geschäftsjahr 2020
verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang ab S. 90ff. INVESTOR RELATIONS UND KAPITALMARKTWeltweite Aktienmärkte geprägt vom exogenen Schock Covid-19 Der deutsche Leitindex DAX startete zunächst freundlich in das Jahr 2020 und markierte
im Februar noch ein neues Allzeithoch. Im März folgte dann ein scharfer Einbruch.
Die Ausbreitung des Corona-Virus von Asien nach Europa und in die USA brachte die
Volkswirtschaften vieler Länder vorübergehend zum Stillstand und führte an den internationalen
Börsen bis Mitte März zu einem Absturz historischen Ausmaßes. Der DAX fiel vom Jahreshoch
bei 13.784 am 19. Februar bis zum 18. März um fast 40% auf 8.442 Punkte. Besonders
hart traf es dabei Aktien aus unmittelbar von Reise- und Ausgangsbeschränkungen betroffenen
Branchen wie Fluggesellschaften, Einzelhandel und Hotel/ Gastronomie. Das koordinierte Eingreifen von Notenbanken und Regierungen mit umfangreichen geld-
und fiskalpolitischen Impulsen führte trotz der anhaltenden Pandemie zu einer schnellen
Gegenbewegung an den Aktienmärkten, die bis zum Halbjahresende ein Großteil der Verluste
seit Jahresbeginn wieder wettmachen konnten. Der DAX schloss das Halbjahr mit einem
Minus von knapp 7%, der SDAX mit einem Minus von 8%. Auch der Immobiliensektor wurde
von der Corona-Pandemie in Mitleidenschaft gezogen; die Furcht vor globaler Rezession,
steigender Arbeitslosigkeit und Unternehmensinsolvenzen ließen den Index "EPRA Developed
Europe" um bis zu 38% einbrechen und Ende Juni mit einem Verlust von 23% schließen.
Lediglich der Index "EPRA Germany" schaffte es, das erste Halbjahr auf dem Niveau
des Jahresbeginns zu beenden. Die DIC Asset AG-Aktie zog nach dem überaus erfolgreichen Börsenjahr 2019, das den
Aktionären einen Kursgewinn von 74% bescherte, ausgehend vom Jahresschlusskurs 2019
von 15,90 Euro zunächst weiter an und erreichte im Februar 2020 ein 52-Wochen-Hoch
von 17,40 Euro. Im Zuge des Corona-Schocks fiel die Aktie auf ein 52-Wochen-Tief von
6,69 Euro, um sich dann mit einer Gegenbewegung bis zum Ende des Halbjahres auf 11,94
Euro zu erholen. Dies entspricht einem Minus von 25% gegenüber dem Jahresultimo 2019
und auf 12-Monatssicht gegenüber dem Halbjahresschlusskurs 2019 (10,14 Euro) einem
Plus von 18%. BASISDATEN ZUR DIC ASSET AG-AKTIE
KENNZAHLEN ZUR DIC ASSET AG-AKTIE 1)
(1)
jeweils Xetra-Schlusskurse Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen Im Januar 2020 platzierte die DIC Asset AG zur Finanzierung der weiteren Wachstumsstrategie
insgesamt 6.857.774 neue Aktien zu einem Preis von 16,00 Euro. Beide Ankeraktionäre
- die zur Deutsche Immobilien Chancen-Gruppe gehörende TTL Real Estate GmbH und die
RAG-Stiftung - übten dabei ihr Bezugsrecht aus und erwarben neue Aktien im Rahmen
des Platzierungsverfahrens. Zudem konnte die Ketom AG als neue bedeutende Aktionärin
mit einem Aktienanteil von 5,0% gewonnen werden. Insgesamt floss der Gesellschaft
ein Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 110 Mio. Euro zu. Durch die Kapitalerhöhung
stieg die Gesamtzahl der Aktien auf 79.071.549. Die neuen Aktien tragen dieselben
Rechte wie die bestehenden Aktien. Die Marktkapitalisierung stieg zum 30. Juni 2020
auf 944 Mio. Euro (30. Juni 2019: 732 Mio. Euro). Der Streubesitz liegt zum Zeitpunkt dieser Berichtsveröffentlichung bei 50,8%. Notenbanken stemmen sich gegen Rezession, Zinsen erneut auf Rekordtief Um die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern und ein Wiederaufflammen der Finanzkrise
zu verhindern, reagierten die Notenbanken frühzeitig mit energischen Maßnahmen. Die
US-Notenbank FED senkte den Leitzins in zwei Schritten drastisch auf 0,00% bis 0,25%
und reagierte mit massiven Liquiditätshilfen, u.a. in Form von Anleihekäufen in Höhe
von 700 Milliarden US-Dollar. Auch die EZB stemmt sich mit avisierten umfassenden
Käufen von Staats- und Unternehmensanleihen in einem Umfang von bis zu 750 Milliarden
Euro bis Ende 2020 gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Die Nervosität an den Finanzmärkten führte dazu, dass die Renditen von als sicher
geltenden Staatsanleihen auf Rekordtiefs fielen. Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen
sank zeitweise auf minus 0,746%. Unternehmensanleihen der DIC Asset AG Die DIC Asset AG hat aktuell zwei Unternehmensanleihen mit einem Gesamtvolumen von
330 Mio. Euro platziert. Die Anleihe 17/22 mit einem Volumen von 180 Mio. Euro wird
im Juli 2022 fällig, die Anleihe 18/23 mit einem Volumen von 150 Mio. Euro im Oktober
2023. Dem allgemeinen Renditeanstieg von Unternehmensanleihen in Folge der Unsicherheit
an den Finanzmärkten konnten sich auch die Anleihen der DIC Asset AG nicht entziehen.
Ausgehend vom Jahreseröffnungskurs von 103,8% (Anleihe 17/22) und 104,0% (Anleihe
18/23) Jahres gaben die Kurse im März bis auf knapp unter 80% nach, konnten sich dann
aber schnell und im weiteren Halbjahresverlauf nahezu vollständig zu erholen. Zum
Halbjahresende 2020 notierten beide Anleihen wieder über dem Ausgabekurs bei 100,4%
(Anleihe 17/22) und 101,1% (Anleihe 18/23). BASISDATEN ZU DEN DIC ASSET AG-ANLEIHEN
KENNZAHLEN ZU DEN DIC ASSET AG-ANLEIHEN
Quelle: vwd group / EQS Group AG IR-Aktivitäten Aktionäre, Investoren und Analysten wurden von der DIC Asset AG trotz der derzeitigen
Einschränkungen durch die Corona- Pandemie laufend über aktuelle Entwicklungen und
den Geschäftsverlauf informiert. Zu Jahresbeginn standen zunächst die Kommunikation
der Kapitalerhöhung und des Konzernabschlusses 2019 im Fokus. Den Jahresabschlussbericht
2019 legte die DIC Asset AG ihren Aktionären erneut im Rahmen eines "Fast Close" bereits
am 5. Februar und damit als erster deutscher Immobilienwert und auch als erstes Unternehmen
im Prime Standard vor. Die für das erste Halbjahr ab März angesetzten Investorenkonferenzen und Roadshows
konnten aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr in konventioneller Form durchgeführt
werden. Der Vorstand und das Investor-Relations-Team stellten die Kapitalmarktkommunikation
rasch auf neue digitale Kanäle um und führten Investorengespräche mit nationalen und
internationalen Investoren ausschließlich virtuell. Hauptversammlung beschließt Erhöhung der Dividende um 38% auf 0,66 Euro Die ursprünglich bereits für den 17. März 2020 terminierte Hauptversammlung hatten
wir aufgrund der behördlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kurzfristig
verschieben müssen und auf der in der Folge geschaffenen gesetzlichen Grundlage für
Online-Hauptversammlungen neu ausgerichtet. Die Hauptversammlung fand am 8. Juli als
virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz von Aktionären, Bevollmächtigten
und Gästen statt. Auf dem Fundament des stabilen Geschäftsmodells der DIC Asset AG,
der zwischenzeitlichen erfolgreichen Anpassungsmaßnahmen im Geschäftsbetrieb und der
weiter positiven Zukunftsaussichten bekräftigte der Vorstand seinen ursprünglichen
Dividendenvorschlag. Für das Geschäftsjahr 2019 wurde eine Dividendenerhöhung um 18
Cent auf 0,66 Euro pro Aktie beschlossen. Alle weiteren Vorschläge der Verwaltung, unter anderem die Schaffung eines neuen
Genehmigten Kapitals 2020, wurden ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen. Mit Ablauf der Hauptversammlung 2020 endete die Amtszeit der Aufsichtsräte Prof.
Dr. Ulrich Reuter, Dr. Anton Wiegers sowie des im Mai 2019 gerichtlich bestellten
Aufsichtsratsmitglieds René Zahnd. Prof. Dr. Ulrich Reuter und René Zahnd wurden von
der Hauptversammlung erneut für fünf Jahre in den Aufsichtsrat gewählt. IR-KALENDER 2020
Aktuelle Termine finden Sie auch auf unserer Website: www.dic-asset.de/investor-relations/termine Als neues Aufsichtsratsmitglied in Nachfolge von Dr. Anton Wiegers wurde Michael
Zahn ebenfalls für fünf Jahre in das Kontrollgremium gewählt. Michael Zahn ist Vorstandsvorsitzender
der Deutsche Wohnen SE und bringt so seine Erfahrung als CEO einer großen, im DAX
notierten Immobilienaktiengesellschaft in den Aufsichtsrat der DIC Asset AG ein. Auch für das Geschäftsjahr 2019 haben die Aktionäre der DIC Asset AG wieder das Wahlrecht,
die Dividende in bar oder in Form neuer Aktien zu erhalten. Da die neuen Aktien durch
Ausnutzung des auf der Hauptversammlung beschlossenen Genehmigten Kapitals 2020 geschaffen
werden, beginnt die Bezugsfrist erst nach erfolgter Eintragung des Genehmigten Kapitals
in das Handelsregister, voraussichtlich am 24. August 2020. DIGITAL Sustainability Report 2019Nachhaltigkeitsbericht erstmals in digitaler Form veröffentlicht Als eines der führenden deutschen börsennotier ten Immobilienunter nehmen ist die
DIC Asset AG der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet: Um langfristig wirtschaftlich
erfolgreich sein zu können, beachtet die Unternehmensführung deshalb neben ökonomischen
auch ESG-Aspekte ("Ecological, Social, Governance") und berichtet seit 2011 darüber
in Form eines jährlichen Berichts. Parallel zur fortschreitenden Digitalisierung in unserem Unternehmen haben wir in
diesem Jahr erstmals einen digitalen Nachhaltigkeitsbericht auf der Internetseite
der Gesellschaft veröffentlicht. Dabei orientieren wir uns weiterhin an den höchsten
internationalen Berichtsstandards der Global Reporting Initiative (GRI Standards)
sowie den vom europäischen Branchenverband EPRA erarbeiteten ESG-Berichtsstandards
für Immobilienunternehmen. HIGHLIGHTS DES BERICHTS:
KONZERNABSCHLUSS ZUM 30. JUNI 2020KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI
*
Aktienanzahl gem. IFRS per H1 2020 von 78.233.605 (H1 2019: 71.204.683) KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI
KONZERNBILANZAktiva in TEUR
Passiva in TEUR
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
*
nach Berücksichtigung latenter Steuern KONZERNANHANGALLGEMEINE ANGABEN ZUR BERICHTERSTATTUNG Der Zwischenbericht umfasst gem. § 115 WpHG einen verkürzten Konzernzwischenabschluss
und einen Konzernzwischenlagebericht. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde
nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie
sie in der EU anzuwenden sind, für die Zwischenberichterstattung aufgestellt (IAS
34). Den Quartalsabschlüssen der einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Konzernzwischenlagebericht wurde unter Beachtung
der anwendbaren Vorschriften des WpHG erstellt. Im Konzernzwischenabschluss werden die gleichen Methoden zur Konsolidierung, Währungsumrechnung,
Bilanzierung und Bewertung wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 angewendet,
mit Ausnahme der unten dargestellten Änderungen. Die Ertragsteuern wurden auf Basis
des für das Gesamtjahr erwarteten Steuersatzes abgegrenzt. Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle gem. IFRS geforderten
Angaben für Konzernabschlüsse und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2019, der die Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss darstellt,
gelesen werden. Darüber hinaus verweisen wir hinsichtlich wesentlicher Veränderungen
und Geschäftsvorfälle bis zum 30. Juni 2020 auf den Zwischenlagebericht in diesem
Dokument. Im Rahmen der Erstellung des Abschlusses müssen von der Unternehmensleitung Schätzungen
durchgeführt und Annahmen getätigt werden. Diese beeinflussen sowohl die Höhe der
für Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten angegebenen Beträge zum
Bilanzstichtag als auch die Höhe des Ausweises von Erträgen und Aufwendungen im Berichtszeitraum.
Tatsächlich anfallende Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Bis Ende Juni
2020 ergaben sich keine Anpassungen aufgrund veränderter Schätzungen oder Annahmen. NEUE STANDARDS UND INTERPRETATIONENa) Erstmalig im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards Folgende Standards, Änderungen zu Standards und Interpretationen wurden im aktuellen
Geschäftsjahr erstmalig angewandt. Erstmalige Anwendung im aktuellen Geschäftsjahr
Diese Standards und Änderungen zu Standards haben keine wesentlichen Auswirkungen
auf den Konzernabschluss der DIC Asset AG. b) Veröffentlichte, noch nicht angewendete Standards und Änderungen an Standards Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen, gibt es aktuell
keine veröffentlichten Standards oder Standardänderungen, die bereits in EU-Recht
übernommen worden sind. Folgende in den kommenden Jahren in Kraft tretende Standards wurden noch nicht in
geltendes EU-Recht übernommen: Standards, die noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen wurden
Alle aufgeführten Standards werden von der DIC Asset AG erst ab dem Zeitpunkt der
verpflichtenden Erstanwendung angewendet. Die Auswirkungen der noch nicht in EU-Recht
übernommenen Änderungen bzw. Neuerungen auf den Konzernabschluss der DIC Asset AG
werden derzeit noch geprüft. ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN Für die vom Konzern gehaltenen nicht börsennotierten Anteile an der DIC Opportunistic
GmbH sowie für gehaltene Anteile an Kommanditgesellschaften liegen keine auf einem
aktiven Markt notierten Preise vor (Stufe 3 nach IFRS 13). Der beizulegende Zeitwert
leitet sich aus dem indirekt gehaltenen Immobilien- und Aktienvermögen ab. Zwischen
dem 31. Dezember 2019 und dem Bilanzstichtag ergaben sich Wertänderungen in Höhe von
insgesamt -5.673 TEUR. Für die Bewertung des Immobilienvermögens verweisen wir auf
unseren Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019. Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der
einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Schulden für jede einzelne Kategorie von
Finanzinstrumenten dar und leitet diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen über.
Die für den Konzern maßgeblichen Bewertungskategorien nach IFRS 9 sind Financial Assets
at fair value through OCI (FVOCI), Financial Assets at fair value through profit or
loss (FVPL), Financial Assets at amortised cost (FAAC) sowie Financial Liabilities
Measured at Amortised Cost (FLAC) und Financial Liabilities at fair value through
profit or loss (FLFV).
*
ohne kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Die Entwicklung der Finanzinstrumente der Stufe 3 stellt sich wie folgt dar:
Der Bewertungseffekt wird in Höhe von -6.146 TEUR im sonstigen Ergebnis sowie in
Höhe von 473 TEUR direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Ergänzungen Die Gesellschaft wendet für die Bewertung der Immobilien das Anschaffungskostenmodell
nach IAS 40.56 an. Für die Ermittlung der Marktwerte der als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien gemäß IFRS 13 verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2019. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Die Segmentberichterstattung wird unter Beachtung von IFRS 8 "Geschäftssegmente"
- dem Management Approach folgend - aufgestellt und die Berichterstattung auf zwei
Säulen fokussiert: zum einen auf das Segment Commercial Portfolio, das unseren Immobilien-Eigenbestand
umfasst. Zum anderen das Segment Institutional Business in dem wir unsere Management
Dienstleistungen für institutionelle Investoren zusammenfassen. Die im Vorjahresbericht
separat ausgewiesenen TLG-Dividende wird nunmehr in der Vergleichsperiode 2019 im
Segment Institutional Business dargestellt. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
*
Die sonstigen Bereinigungen beinhalten: HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Bis zum 30. Juni 2020 wurden die folgenden Bürgschaften neu ausgegeben: Die DIC Asset AG hat für ihre Tochtergesellschaft, die DIC Objekt Düsseldorf Schwannstraße
GmbH & Co. KG eine Patronatserklärung in Höhe von 16.000 TEUR gegenüber der HANSAINVEST
Hanseatische Investment- Gesellschaft mit beschränkter Haftung und der BNP Paribas
Real Estate Investment Management Germany GmbH abgegeben. CHANCEN UND RISIKEN Im Konzernabschluss sowie im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019, der im
Februar 2020 veröffentlicht wurde, gehen wir ausführlich auf die Chancen und Risiken
der Geschäftstätigkeit ein und informieren über das Risikomanagementsystem und das
interne Kontrollsystem. Aus heutiger Sicht haben sich mit Ausnahme der nachfolgend
beschriebenen Sachverhalte keine wesentlichen Änderungen der Einschätzung von Risiken
und Chancen für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft gegenüber dem 31. Dezember
2019 ergeben. Insoweit haben die im Lagebericht 2019 unter dem Kapitel "Risiko- und Chancenbericht"
gemachten Angaben daher unverändert Gültigkeit bei Berücksichtigung folgender Ergänzungen: Allgemeine Marktrisiken Die Corona-Pandemie und die daraufhin ergriffenen rechtlichen Maßnahmen haben zu
einer erheblichen Beeinträchtigung der gesamtwirtschaftlichen Lage und Entwicklung
in Deutschland und in großen Teilen der Welt geführt. Demnach hat die Ausbreitung
des Corona-Virus die sich ursprünglich abzeichnende konjunkturelle Erholung abrupt
beendet, sodass für das Geschäftsjahr 2020 in Deutschland eine Rezession abzusehen
ist. Die Bundesregierung rechnet für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts
um 6,5%. Die sich hieraus ergebenden kurzfristigen Folgen auf den Immobiliengesamtmarkt
sind schwerpunktmäßig in den Teilmärkten für Hotels, Einzelhandels- und Büroimmobilien
als auch ggf. in der weiteren Zinsentwicklung zu erwarten. Mit der Lockerung der Corona-bedingten
Einschränkungen seit Mai 2020 fasst die Wirtschaft allmählich wieder Tritt und liegt
damit recht nahe an dem von Wirtschaftsexperten prognostiziertem Risikoszenario eines
"ausgeprägten V". Bei der V-förmigen Erholung folgt auf einem steilen Rückgang der
Wirtschaftsleistung eine nach kurzer Zeit ebenso rasche Erholung. Die Prognose der
Bundesregierung deckt sich weitgehend mit den Erwartungen der großen Wirtschaftsforschungsinstitute.
Die Stützungsmaßnahmen sowie die beschlossenen wirtschaftspolitischen Konjunkturimpulse
auf EU- und Länderebene wirken sich dabei positiv aus. Daher ist mit einer wirtschaftlichen
Erholung bereits für das zweite Halbjahr 2020 zu rechnen sowie mit einer deutlichen
Erholung für das Jahr 2021. Die Wirtschaftsweisen der Bundesregierung erwarten, dass
sich die Wirtschaft spürbar erholt. Ihrer Prognose zufolge könnte das Bruttoinlandsprodukt
im kommenden Jahr um 4,9 Prozent wachsen. Die DIC Asset AG unterliegt diesen allgemeinen Marktrisiken. Mit der seit Sommer
eintretenden Erholung gehen wir davon aus, dass die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
kurzfristiger Natur sind und nehmen daher eine mittlere Wahrscheinlichkeit für eine
weiter negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung auf mittlere bis lange Sicht an.
Dies hätte leichte bis mittelschwere finanzielle Auswirkungen. Die Auswirkungen der
Covid-19-Pandemie hängen jedoch auch weiterhin von Dauer und Ausmaß der notwendigen
Einschränkungen ab, die bei einer erneuten Verschlechterung der aktuellen Covid-19-Lage
und damit verbundene durch die Bundesregierung erneut in Kraft tretende Restriktionen
sowie auf Basis aktueller Vorhersagen zu einer weiteren signifikanten negativen Veränderung
der wirtschaftlichem Rahmendaten in 2020 und darüber hinaus führen könnten, die in
der Folge auch zu verstärkten Auswirkungen auf bestehende Mietverhältnisse sowie auf
Transaktionsaktivitäten am Immobilienmarkt führen würden. Mietausfallrisiken Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und
Strafverfahrensrecht vom 27. März 2020 räumte Mietern die Möglichkeit ein, Mietzahlungen
für einen begrenzten Zeitraum auszusetzen und diese erst später zu entrichten. Von
dieser Möglichkeit haben im Zeitraum April bis Juni insbesondere direkt betroffene
Mieter vorrangig aus dem Handels-, Gastronomie und Hotelbereich Gebrauch gemacht.
In Abhängigkeit von Dauer und Ausmaß der Corona-Pandemie muss damit gerechnet werden,
dass Teile dieser Mieter infolge von Insolvenzen ihren Zahlungsverpflichtungen in
Gänze nicht oder nur noch teilweise nachkommen können. Folglich ist für das Geschäftsjahr
2020 gegenüber dem Vorjahr mit höheren Forderungsausfällen zu rechnen. Die DIC Asset
AG hat hierfür entsprechend höhere Wertberichtigungen gebildet und zudem mit wesentlichen
Mietern bereits vertragliche Vereinbarungen getroffen und damit Planungssicherheit
für zukünftige Mietcashflows geschaffen. Insgesamt hätte der Eintritt des Mietausfallrisikos
aufgrund der bereits gebildeten Vorsorge geringe bis mittlere finanzielle Auswirkungen. Vermietungsrisiken Auch die Vermietungsrisiken dürften bedingt durch die Folgen der Pandemie zunehmen.
In Abhängigkeit davon, wie stark und wie lang die wirtschaftlichen Auswirkungen sein
werden, wird in Teilen (z.B. Textileinzelhandel, Gastronomie) die Anschluss- und Neuvermietung
schwieriger werden. Als Konsequenz hieraus ist aus heutiger Sicht nicht auszuschließen,
dass die Leerstandsquote in 2020 über der von 2019 liegt oder sich nicht wie geplant
entwickelt, sich aber weiterhin in einem aus unserer Sicht komfortablen Rahmen bewegen
wird. Insgesamt hätte der Eintritt von Vermietungsrisiken geringe finanzielle Auswirkungen. Bewertungsrisiko Da die rezessiven Folgen der Covid-19-Pandemie auch Auswirkungen auf die allgemeine
Risikoeinschätzung in der Wirtschaft und auf die Zinsentwicklung haben können, sind
negative Einflüsse auf die Bewertung von Immobilien, u.a. durch den Ansatz höherer
Zinssätze sowie veränderten Annahmen zu Marktmieten, Leerstandszeiträumen und Mietvertragslaufzeiten
nicht auszuschließen. Belastbare Prognosen hinsichtlich Höhe und Umfang der Bewertungseffekte
sind derzeit jedoch nicht bzw. nur sehr eingeschränkt möglich. Der Umfang etwaiger
negativer Folgen für die Immobilienbewertung wird maßgeblich von der weiteren Dauer
der Covid-19-Pandemie sowie einer erneuten Verschärfung der Einschränkungen des öffentlichen
Lebens und damit der nachfolgenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Aus
heutiger Sicht schätzen wir das Risiko finanzieller Auswirkungen als gering bis mittel
ein. Institutional Business - Management- und Beteiligungserträge Im Segment Institutional Business erzielt die DIC Asset als Haupteinnahmequelle wiederkehrende
Einnahmen aus dem Asset- und Propertymanagement, Managementgebühren bei Transaktionen
und der Strukturierung von neuen Anlagevehikeln. Aufgrund anhaltender Unsicherheiten
bezüglich der Covid-19-Pandemie und den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen kann
es zu verzögerten Transaktionen kommen bzw. könnten sich Investoren aus Anlagevehikeln
zurückziehen bzw. nicht neu investieren. Aufgrund unserer Expertise, der hohen Kundenbindung und auf Basis der laufenden und
geplanten Aktivitäten für den weiteren Jahresverlauf in 2020, erachten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit
und den finanziellen Umfang der Risiken auch aus der Covid-19-Pandemie im Segment
Institutional Business für gering bis mittel. Für das zweite Halbjahr 2020 ist mit
einer Normalisierung des Transaktionsmarkts zu rechnen. Die Nachfrage institutioneller
Investoren nach den durch die DIC Asset angebotenen Produkten wird u.a. vom weiterbestehenden
Niedrigzinsumfeld mit fehlenden Anlagealternativen und den gesunden Fundamentaldaten
des deutschen Immobilienmarkts, der sich auch aktuell bei internationalen Investoren
wieder als "Safe Haven" erwiesen hat, weiter angetrieben. Weiteres Eigenkapital für
zusätzliche Investments in Höhe von über 500 Mio. Euro stehen der DIC Asset zur Verfügung.
Dies ermöglicht perspektivisch die Akquisition weiterer Immobilien im Umfang von mehr
als 1 Mrd. Euro. Insgesamt ist festzuhalten, dass den Unternehmensfortbestand gefährdende Risiken
aus heutiger Sicht nicht zu erkennen sind EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Zwischen dem Bilanzstichtag und heute hat der Besitz-, Nutzen- und Lastenübergang
für den Ankauf eines Objekts aus dem Commercial Portfolio mit einem Transaktionsvolumen
von rund 69,3 Mio. Euro stattgefunden. Die Hauptversammlung der DIC Asset AG hat am 8. Juli 2020 stattgefunden. Die Veranstaltung
wurde aufgrund der veränderten Gesetzeslage infolge der Covid-19-Pandemie erstmals
als virtuelle Hauptversammlung durchgeführt. Für das Geschäftsjahr 2019 wurde die
Ausschüttung einer Dividende von 0,66 Euro beschlossen, wie in den Vorjahren wahlweise
in bar oder in Form neuer Aktien (Aktiendividende). Allen weiteren Vorschläge der
Verwaltung wurden mit großer Mehrheit bestätigt. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Frankfurt am Main, den 28. Juli 2020
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT An die DIC Asset AG, Frankfurt am Main Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung,
Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der DIC Asset AG, Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020,
die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach
den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichtes unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Nürnberg, den 28. Juli 2020 Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
DIC Asset AG Neue Mainzer Straße 20 • MainTor 60311 Frankfurt am Main Tel. (069) 9 45 48 58-0 Fax (069) 9 45 48 58-99 98 ir@dic-asset.de ■ www.dic-asset.de Realisierung: LinusContent AG, Frankfurt am Main Disclaimer Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen mit damit verbundenen Risiken
und Unwägbarkeiten. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erfahrungen, Vermutungen
und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten
Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und
Ergebnisse zu verstehen. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung und die Ergebnisse
der DIC Asset AG sowie des Konzerns sind von einer Vielzahl von Faktoren abhängig,
die verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten beinhalten. Sie können in der Zukunft
unter Umständen wesentlich von den diesem Bericht zugrunde gelegten Annahmen abweichen.
Besagte Risiken und Unwägbarkeiten werden im Risikobericht im Rahmen der Finanzberichterstattung
ausführlich behandelt. Dieser Bericht stellt kein Angebot zum Verkauf und keine Aufforderung
zur Abgabe eines Angebots zum Kauf von Wertpapieren der DIC Asset AG dar. Die DIC
Asset AG übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht enthaltenen zukunftsgerichteten
Aussagen anzupassen oder zu aktualisieren. Aus rechnerischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (TEUR; Prozentangaben (%) etc.) auftreten. Hinweis: Dieser Bericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und in Englisch (nicht bindende
Übersetzung). |
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