BRANICKS Group AGFrankfurt am MainBranicks Group AG Halbjahresfinanzbericht 2024Entschuldung und operative StärkeÜber die Branicks Group AGDie Branicks Group AG ist der führende deutsche
börsennotierte Gewerbeimmobilienspezialist mit
über 25 Jahren Erfahrung am Immobilienmarkt und Zugang
zu einem breiten Investorennetzwerk. Unsere Basis bildet
die überregionale und regionale Immobilienplattform
mit neun Standorten in allen wichtigen deutschen
Märkten (inkl. VIB Vermögen AG). Zum Stichtag 30.
Juni 2024 betreuen wir 339 Objekte mit einem Marktwert von
12,5 Mrd. Euro onsite - wir sind präsent vor Ort,
immer nah am Mieter und der Immobilie.
Das Segment Commercial Portfolio umfasst den
Immobilieneigenbestand von Branicks. Hier erzielt der
Konzern kontinuierliche Cashflows aus Mieteinnahmen,
optimiert den Wert von Bestandsobjekten und realisiert
Gewinne durch Verkäufe. Weitere Erträge entstehen
über gezielte Beteiligungen. Über die
Tochtergesellschaft VIB agiert Branicks auch als
Projektentwickler für neue Logistikobjekte.
Im Segment Institutional Business werden die Leistungen
rund um Immobilieninvestments institutioneller Anleger
zusammengefasst. Zu den betreuten Vehikeln zählen
insbesondere Immobilienfonds, die in europäische
Büro- und Logistikimmobilien investieren. Während
der Laufzeit der Fonds erzielt Branicks
Managementerträge für verschiedene
Leistungskomponenten der aktiven Bewirtschaftung.
Unser Geschäftsmodell
KennzahlenFinanzkennzahlenscrollen
Finanzkennzahlenscrollen
Bilanzkennzahlenscrollen
Operative Kennzahlenscrollen
Operative Kennzahlen (Commercial Portfolio) 3scrollen
1 Alle Zahlen je Aktie angepasst
gemäß IFRS (Aktienzahl 30.06.2024: 83.565.510;
31.12.2023: 83.565.510).
VorwortLiebe Aktionärinnen und Aktionäre,wir liefern, was wir versprechen - und dies in einem
Umfeld, das in der ersten Jahreshälfte 2024 von
anhaltender Unsicherheit am Immobilienmarkt und
geopolitischen Krisen sowie konjunkturellen Problemen
geprägt war.
Der Transaktionsmarkt für Gewerbeimmobilien zeigt
zwar erste Belebungstendenzen, das gesamte Volumen blieb
aber auf einem niedrigen Niveau. Vor diesem Hintergrund war
Branicks in den ersten sechs Monaten mit dem Verkauf von 15
Immobilien und einem Verkaufswert von insgesamt 361 Mio.
Euro, die zum Teil aber erst im dritten Quartal beurkundet
wurden, ein sehr aktiver Marktteilnehmer. Dies
unterstreicht die hohe Qualität unseres
Immobilienportfolios.
Zwei zentrale Themen bestimmen den bisherigen Verlauf
dieses Geschäftsjahres. Zum einen die Refinanzierung
und Entschuldung unserer Unternehmensgruppe und zum anderen
die Stabilisierung der operativen Stärke sowie die
Rückkehr zu einem profitablen Wachstum von Ergebnis
und Cashflows. Bei beiden Themen konnten wir entlang des
Ende März 2024 definierten Restrukturierungsplans
große Erfolge erzielen. So haben wir dank guter
Like-for-like-Vermietungserlöse, die trotz der
Abverkäufe um 2 % über dem vergleichbaren
Vorjahreswert lagen, und dank der Transaktionserlöse
die Brückenfinanzierung massiv zurückgefahren.
Diese lag Anfang 2022 bei 500 Mio. Euro und Ende 2023 noch
bei 200 Mio. Euro. Mitte des Jahres 2024 konnten wir sie
bereits auf 120 Mio. Euro reduzieren, und dank weiterer
Transaktions- sowie Mieterlöse und Management Fees
für die Projektentwicklung ist dieser Wert bis Ende
August sogar auf nur noch 40 Mio. Euro gesunken. Damit
werden wir unsere Finanzierungskosten in Zukunft drastisch
senken und unser Ziel, die Brückenfinanzierung bis
Jahresende 2024 auf null herunterzufahren und unsere
Verschuldungskennzahlen zu verbessern, erreichen. Bis
Jahresende 2025 tun wir alles dafür, die wichtige 50
%-Schwelle nach unten zu durchbrechen.
Auch operativ kann sich unsere Performance sehen lassen.
Bei den Funds from Operations (FFO) liegen wir nach sechs
Monaten mit 19,4 Mio. Euro zwar unter Vorjahr, aber voll
auf Kurs, unser Jahresziel von 40 bis 55 Mio. Euro zu
erreichen. Erfreulich entwickelte sich dabei unser
Vermietungsgeschäft mit Nettomieteinnahmen von 77,1
Mio. Euro, wobei der Rückgang gegenüber dem
Vorjahreswert im Wesentlichen auf die
Immobilienverkäufe zurückzuführen war. Auch
hier streben wir unverändert unser kommuniziertes
Gesamtjahresziel von 500 bis 600 Mio. Euro im Commercial
Portfolio an.
Die genannten Transaktionen waren auch der Hauptgrund
dafür, dass die Assets under Management zum 30. Juni
2024 bei 12,5 Mrd. Euro liegen, wobei 3,6 Mrd. Euro auf den
Eigenbestand des Commercial Portfolios und 8,9 Mrd. Euro
auf das Drittgeschäft für institutionelle
Investoren, unser Segment Institutional Business,
entfielen. Im Rahmen der laufenden Portfoliooptimierung
setzen wir verstärkt auf die beiden strategischen
Asset-Klassen Logistik und Büro, die zum
Berichtsstichtag 80 % des Marktwerts des Commercial
Portfolios ausmachen. Stolz sind wir auf die konsequente
nachhaltige Ertüchtigung unserer Immobilien - den
Anteil der Green Buildings am Commercial Portfolio konnten
wir auf 44,2 % anheben. Dies ist ein zentraler Baustein
für die zukünftige Wertgenerierung und bildet die
Wünsche und Forderungen unserer Mieter und Investoren
ab.
Dank dieser Erfolge und der für die kommenden
Quartale geplanten Maßnahmenpakete für eine
höhere Kosteneffizienz sind wir auf einem guten Weg,
um bis 2026 die Rückkehr zu einem Nettogewinn und
positiven Cashflows zu erreichen. Grundvoraussetzungen
hierfür sind folgende strategische Zielvorgaben:
scrollen
Wir haben Ihnen, liebe Aktionärinnen und
Aktionäre, viel abverlangt, und auch wir sind sehr
unzufrieden mit der Entwicklung unseres Aktienkurses. Und
es gibt noch viel zu tun. Sind wir jedoch weiterhin so
erfolgreich bei den Themen Refinanzierung und Rückkehr
zu operativer Stärke, dann bin ich als ebenfalls nicht
unbeträchtlich beteiligte Vorstandsvorsitzende der
Branicks Group AG davon überzeugt, dass dies der
Kapitalmarkt honorieren wird. Neben den genannten
Ambitionen ist es zudem unser Ziel, Branicks mittelfristig
wieder zu einem verlässlichen Dividendenwert zu
machen.
Hierfür müssen wir weiter liefern, da gibt es
keine Alternative.
Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
gesamten Unternehmensgruppe sehr für ihr unglaubliches
Engagement und ihren Beitrag in diesen herausfordernden
Zeiten und danken auch Ihnen, liebe Aktionärinnen und
Aktionäre, für Ihr Vertrauen in unser
Unternehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Frankfurt am Main, im August 2024
scrollen
KonzernzwischenlageberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungDeutsche Wirtschaft stabilisiert sich im ersten Halbjahr 2024Trotz des weiterhin herausfordernden globalen Umfelds
hat sich die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr 2024
stabilisiert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes
stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal um
0,2% gegenüber dem Vorquartal. Im zweiten Quartal kam
die Erholung mit einem leichten Rückgang der
Wirtschaftsleistung um 0,1 % allerdings bereits wieder ins
Stocken. Damit lag das deutsche BIP im zweiten Quartal 2024
preis- und kalenderbereinigt um 0,1 % unter dem
Vorjahreswert.
Im Vorjahresvergleich ergaben sich insbesondere bei den
Ausrüstungsinvestitionen und den Bauinvestitionen
Rückgänge. Die erwartete Erholung des privaten
Konsums blieb zu Jahresbeginn weitgehend aus. Trotz
nachlassender Inflation stagnierten die privaten
Konsumausgaben im ersten Quartal. Damit blieb die
Entwicklung des privaten Konsums spürbar hinter dem
Anstieg der verfügbaren Einkommen zurück, was im
Wesentlichen die Folge einer gestiegenen Sparquote bzw.
einer geringen Anschaffungsneigung war.
Etwas aufgehellte Stimmung unter den UnternehmenDer ifo Geschäftsklimaindex lag im Juni 2024 bei
88,6 Punkten und zeigte sich damit gegenüber dem Stand
zum Jahresende 2023 (86,4 Punkte) leicht verbessert. Der
Anstieg war ausschließlich auf die verbesserte
Einschätzung der Erwartungen der Unternehmen
zurückzuführen (+ 4,7 Punkte), während die
Einschätzung der aktuellen Lage (- 0,2 Punkte) nahezu
unverändert blieb. Nach Ansicht des ifo Instituts
fällt es der deutschen Wirtschaft weiterhin schwer,
die Stagnation zu überwinden. Negativ war die Stimmung
im Juni 2024 vor allem im Bauhauptgewerbe und im Handel.
Der Dienstleistungssektor blickte dagegen am
zuversichtlichsten nach vorne.
EZB senkt LeitzinsenIm ersten Halbjahr 2024 setzte sich der sukzessive
Rückgang der Inflationsrate sowohl in Deutschland als
auch in der Eurozone fort. So lag die Teuerung in
Deutschland im Juni 2024 mit 2,2 % nur noch knapp über
dem Ziel der Europäischen Zentralbank ("EZB") von 2 %.
Im Dezember 2023 hatte die Inflationsrate noch bei 3,7 %
gelegen. Die rückläufige Inflation resultierte
vor allem aus niedrigeren Energie- und
Nahrungsmittelpreisen. Die sogenannte Kerninflation, bei
der die stark schwankenden Preise für Nahrungsmittel
und Energie bereinigt werden, lag im Juni 2024 bei 2,9 %
und damit erstmals seit Februar 2022 wieder unterhalb der
3-Prozent-Marke.
Deutsche Wirtschaft stagniertBIP in Q2 2024 - 0,1 % (gegenüber Vorjahr)
Leicht aufgehellte Stimmung ifo Geschäftsklimaindex:88,6 Punkte
(Dezember 2023: 86,4 Punkte)
Stabiler Arbeitsmarkt +178 Tsd. Erwerbstätige(gegenüber Vorjahr)
Teuerungsrate nähert sich EZB-Ziel an Inflation + 2,2 %(Juni 2024)
In Reaktion auf die nachlassende Inflation senkte die
EZB im Juni 2024 ihren Hauptrefinanzierungssatz um 25
Basispunkte auf 4,25 %. Zwar legte sich die EZB nicht auf
weitere Zinsschritte in der zweiten Jahreshälfte fest,
betonte aber, dass sich die Inflationsaussichten seit der
letzten Zinsanhebung im September 2023 deutlich verbessert
hätten.
BranchenentwicklungVermietungsmarkt im ersten Halbjahr 2024Asset-Klasse Büro: Flächenumsatz legt um 9 %
zu Nach Einschätzung des
Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle ("JLL")
vollzog sich im ersten Halbjahr 2024 am deutschen
Büro-Vermietungsmarkt eine Wende zum Positiven. Zwar
lag der Flächenumsatz mit 1,27 Mio. qm noch deutlich
unter dem 10-Jahres-Schnitt, gegenüber dem relativ
schwachen Vorjahreswert entspricht dies dennoch einem
Anstieg von 9 %. Die erhöhte Abschlussbereitschaft
führt JLL vor allem auf den robusten Arbeitsmarkt und
die unverändert hohe Bereitschaft der Unternehmen
zurück, Mitarbeiter einzustellen, insbesondere in dem
für den Büromarkt relevanten
Dienstleistungssektor.
Stabiler ArbeitsmarktDer deutsche Arbeitsmarkt zeigte im ersten Halbjahr -
wie bereits im Vorjahr - eine divergierende, aber
grundsätzlich stabile Entwicklung. Einerseits nahm die
Zahl der Arbeitslosen im Juni 2024 um 172.000
gegenüber dem Vorjahreswert zu. Andererseits lag die
Anzahl der Erwerbstätigen nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes bei 46,0 Mio. Menschen.
Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies einem
Anstieg von rund 178.000.
Innerhalb der Top-7-Bürostandorte zeigte sich ein
differenziertes Bild. Starke Zuwächse waren in
Stuttgart (+ 45 %) und München (+ 21 %) zu beobachten,
während Hamburg (- 17 %) und Köln (- 8 %) unter
dem Vorjahr lagen. Der seit einiger Zeit zu beobachtende
Trend der zunehmenden Bedeutung der Themen Qualität
und Nachhaltigkeit in Bezug auf Büroobjekte war laut
JLL auch im ersten Halbjahr ungebrochen.
In den ersten sechs Monaten 2024 wurden insgesamt rund
0,90 Mio. qm Bürofläche fertiggestellt. Der
starke Zuwachs von 37 % erklärt sich im Wesentlichen
durch die schwache Vorjahresvergleichsbasis. Gleichzeitig
war die Anzahl der verschobenen oder gestoppten
Neubauprojekte weiterhin hoch. Neben den hohen Baukosten
wirken sich vor allem die restriktiveren Anforderungen der
Banken für Projektfinanzierungen negativ aus.
Büroflächenumsatz in Top-7-Städten1,3 Mio. qm
(+9 % gegenüber Vorjahr)
Fertiggestellte Flächen0,9 Mio. qm
(+ 37% gegenüber Vorjahr)
Leerstandsquote6,2 %
(Vorjahr: 5,3 %)
Spitzenmieten+ 4,4 %
(gegenüber Vorjahr)
Moderate Zunahme des Leerstands, weiter steigende SpitzenmietenDie Leerstandsquote erhöhte sich zum Ende des
ersten Halbjahrs auf durchschnittlich 6,2 % (Vorjahr: 5,3
%). JLL führt den Anstieg im Wesentlichen auf die
konjunkturell bedingte Nachfrageschwäche zurück.
Mit Ausnahme von Düsseldorf blieb die Leerstandsquote
an allen anderen Top-7-Bürostand-orten im einstelligen
Prozentbereich.
Der Wettbewerb um Topflächen in zentralen Lagen
führte im ersten Halbjahr zu einem weiteren Anstieg
der Spitzenmieten. Der JLL-Spitzenmietpreisindex stieg im
Jahresvergleich um 4,4 %. Allerdings war im zweiten Quartal
2024 an fast allen Topstandorten nur eine stabile
Entwicklung zu beobachten. Abseits der Topstandorte
registrierte JLL eine deutlich verhaltenere Entwicklung.
Insbesondere in B- und C-Lagen stieg der Druck auf die
Vermieter, Incentives zu gewähren.
Asset-Klasse Industrie und Logistik: Leichter Zuwachs gegenüber schwachem VorjahreswertNach Angaben von Colliers lag der Flächenumsatz in
den Top-8-Industrie- und Logistikimmobilienmärkten im
ersten Halbjahr 2024 bei rund 956.000 qm. Gegenüber
dem Vorjahreszeitraum entspricht dies zwar einem Zuwachs
von 5 %. Beim Vergleich zum zweiten Halbjahr 2023 (- 23 %)
und dem 5-Jahres-Durchschnitt (- 28 %) zeigt sich aber,
dass das Vermietungsvolumen absolut betrachtet noch auf
niedrigem Niveau lag. Die Experten von BNP Paribas Real
Estate (BNPPRE) führen das Ergebnis auf die nach wie
vor eher schwache wirtschaftliche Entwicklung zurück,
die sich bremsend auf die Nachfrage auswirkt, da viele
Unternehmen bestehende Mietverträge verlängern,
was für die Ermittlung des Flächenumsatzes nicht
relevant ist.
In der regionalen Betrachtung zeigte sich im ersten
Halbjahr eine uneinheitliche Entwicklung. Starken
Zuwächsen in Köln (+ 124 %) und Frankfurt (+ 68
%) standen Rückgänge in Leipzig (- 39 %) und
Düsseldorf (- 19 %) gegenüber.
Nach einem starken Anstieg der Mieten in den letzten
Jahren hat sich das Mietniveau im ersten Halbjahr 2024
gegenüber dem Jahresende 2023 überwiegend
stabilisiert. Im Vergleich zum 30. Juni 2023 ergibt sich
noch ein durchschnittliches Wachstum der Spitzenmieten von
6 %. Mit Ausnahme von Leipzig lagen die Spitzenmieten in
allen Top-Logistikregionen im ersten Halbjahr 2024 bei
über 7 Euro/qm; in München sogar bei über 9
Euro/qm.
Investitionsmarkt im ersten Halbjahr 2024Anziehende Transaktionstätigkeit, absolutes Volumen noch niedrigWie von zahlreichen Marktbeobachtern erwartet,
verzeichnete der deutsche Investmentmarkt für
Gewerbeimmobilien im ersten Halbjahr 2024 eine Belebung.
Laut BNPPRE stieg das Transaktionsvolumen um 34 % auf 12,2
Mrd. Euro. Der Anstieg wurde wesentlich vom
Portfoliosegment getragen, das sich mit einem Volumen von
2,7 Mrd. Euro mehr als verdoppelte. Die positive
Entwicklung im ersten Halbjahr 2024 ist allerdings auch vor
dem Hintergrund des sehr schwachen Transaktionsgeschehens
im Vorjahr zu sehen. So lag das Transaktionsvolumen im
ersten Halbjahr - trotz des Anstiegs - noch 46 % unter dem
10-Jahres-Durchschnitt. Dennoch erkennt BNPPRE einen
deutlichen Aufwärtstrend. Nachdem das
Transaktionsvolumen im ersten Quartal 2024 noch bei 5,6
Mrd. Eurogelegen hatte, konnte im zweiten Quartal ein
Volumen von 6,6 Mrd. Euro erzielt werden.
Das Investitionsvolumen an den deutschen A-Standorten
(Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln,
München, Stuttgart) belief sich im ersten Halbjahr
2024 auf knapp 6,5 Mrd. Euro. Das entspricht einem Zuwachs
von 59 %, der deutlich über dem Zuwachs des
Gesamtmarkts lag (+ 34 %). Mit Ausnahme von Stuttgart
konnten alle übrigen Standorte das Transaktionsvolumen
teilweise deutlich steigern. Den Spitzenplatz belegt erneut
Berlin, auf Platz zwei folgt München.
Starker Umsatzanstieg bei Einzelhandels- und Logistikobjekten, verhaltene Nachfrage nach BüroobjektenMit knapp 30 % (Vorjahr: 21 %) steuerten
Einzelhandelsobjekte den mit Abstand größten
Anteil des Gesamtinvestmentvolumens bei. Der Umsatz in
dieser Asset-Klasse stieg um 92 % auf 3,6 Mrd. Euro.
Ebenfalls einen deutlichen Zuwachs von 84 % erzielten
Logistikobjekte, die einen Umsatz von 2,8 Mrd. Euro
verbuchten. Ihr Anteil am Gesamtinvestmentvolumen lag bei
23 % (Vorjahr: 17 %). Die Verunsicherung über die
weitere Entwicklung der Büronutzermärkte sowie
die abwartende Haltung vieler Investoren bezüglich der
finalen Preisentwicklung führten zu einem
Rückgang des Transaktionsvolumens für
Büroobjekte von 31 % auf 2,2 Mrd. Euro. Entsprechend
sank der Anteil dieser Asset-Klasse am
Gesamtinvestmentvolumen auf 18 % (Vorjahr: 36 %).
Der deutsche Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien
zog im ersten Halbjahr zunehmendes Interesse
ausländischer Investoren auf sich. Deren Anteil am
Transaktionsvolumen stieg um 10 Prozentpunkte auf 38 %.
Stabile SpitzenrenditenDie Spitzenrenditen blieben im ersten Halbjahr 2024
über alle Asset-Klassen hinweg praktisch
unverändert, nachdem diese seit Mitte 2022 infolge der
deutlich höheren Finanzierungskosten kontinuierlich
gestiegen waren. Bei Büroobjekten an den A-Standorten
lagen die Spitzenrenditen im Schnitt bei 4,36 %.
Gegenüber dem Vorjahresstichtag stellt das zwar noch
einen Anstieg von 47 Basispunkten dar, gegenüber dem
Wert zum Jahresende 2023 blieben die Renditen damit aber
stabil. Eine ähnliche Entwicklung war bei
Logistikobjekten zu verzeichnen, bei denen die
Spitzenrenditen zum Ende des ersten Halbjahrs 2024 bei 4,25
% lagen (+ 25 Basispunkte gegenüber Vorjahr,
unverändert gegenüber Jahresende 2023). Auch
innerstädtische Geschäftshäuser zeigten sich
stabil und erzielten im Durchschnitt eine Spitzenrendite
von 3,76 %.
Transaktionsvolumen Gewerbeimmobilien12,2 Mrd. €
(Vorjahr: 9,8 Mrd. €)
Volumen Büroimmobilien2,2 Mrd. €
(Vorjahr: 3,2 Mrd. €)
Volumen Logistikimmobilien2,8 Mrd. €
(Vorjahr: 1,5 Mrd. €)
Spitzenrendite Büro4,36 %
(Vorjahr: 3,89 %)
Spitzenrendite Logistik4,25 %
(Vorjahr: 4,00 %)
GeschäftsentwicklungPlattformAssets under ManagementDie Assets under Management (AuM) der Branicks-Plattform
lagen Ende Juni 2024 bei 12,5 Mrd. Euro und damit 1,7 Mrd.
Euro unter dem Niveau des Vorjahres (30. Juni 2023: 14,2
Mrd. Euro). Davon entfielen 3,6 Mrd. Euro auf den
Eigenbestand (Commercial Portfolio) und 8,9 Mrd. Euro auf
das Drittgeschäft für institutionelle Investoren
(Institutional Business). Am 30. Juni des Vorjahres waren
es 4,1 Mrd. Euro im Commercial Portfolio und 10,1 Mrd. Euro
im Institutional Business. Die Rückgänge sind
insbesondere auf Transaktionstätigkeiten
zurückzuführen.
Assets under Management
Gegenüber Jahresbeginn waren die Assets under
Management auf der Plattform rückläufig (31.
Dezember 2023: 13,2 Mrd. Euro, davon 3,6 Mrd. Euro im
Eigenbestand und 9,6 Mrd. Euro im Drittgeschäft). Der
Rückgang im Institutional Business ist insbesondere
auf die erfolgreiche Übergabe des "Global Tower",
Neubewertungseffekte und Verkäufe
zurückzuführen.
Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 ergibt sich zum
Ende des Berichtszeitraums eine sehr ähnliche
regionale Portfoliostruktur auf der Plattform mit 7 % der
Assets under Management in der Region Nord, 12 % in der
Region Ost, 28 % in der Region Mitte, 24 % in der Region
West und 29 % in der Region Süd (30. Juni 2023: 7 %,
11 %, 30 %, 23 % und 29 %).
Portfolio nach Segmentenscrollen
scrollen
1 Marktwerte jeweils zum 31.12. des Vorjahres,
spätere Zugänge zu Anschaffungskosten.
TransaktionenZum Ende des zweiten Quartals 2024 wurden insgesamt 15
Verkäufe notariell beurkundet. Dabei handelt es sich
um ein Objekt in Regensburg aus dem Eigenbestand mit einem
Gesamtvolumen von rund 4 Mio. Euro. Zwei weitere Objekte in
München aus dem Drittgeschäft im Volumen von rund
48 Mio. Euro wurden Ende März beurkundet. Im Juni 2024
wurde der Verkauf eines Pakets von 12 Logistikimmobilien
aus dem Portfolio der VIB Vermögen AG (VIB) an den
internationalen Logistikimmobilienentwickler P3 Logistic
Parks notariell beurkundet. Der Verkaufswert betrug rund
309 Mio. Euro. Der Besitz-, Nutzen- und Lastenübergang
(BNL) wurde in der Zwischenzeit, nach dem Berichtsstichtag,
schrittweise vollzogen. In der ersten Jahreshälfte gab
es wie erwartet keine beurkundeten Ankäufe.
Transaktionen 2024Ankäufescrollen
Verkäufescrollen
VermietungsgeschäftDie annualisierte Vermietungsleistung mit rund 27,2 Mio.
Euro lag über dem Vorjahr (rund 24,6 Mio. Euro). Das
Wachstum von 11 % zum Vorjahr ist v.a. getrieben durch die
Anschlussvermietung von Büroflächen in der
Frankfurter Innenstadt. Im ersten Halbjahr 2024 wurden u.a.
vier größere Vertragsverlängerungen mit
einer Gesamtfläche von rund 104.000 qm abgeschlossen,
wovon rund 74.000 qm auf das Institutional Business mit
Flächen in Frankfurt, Hodenhagen und
Mönchengladbach entfielen sowie rund 30.000 qm auf die
VIB innerhalb des Commercial Portfolios mit einer
Fläche in Uffenheim.
Die flächenbezogene Vermietungsleistung im ersten
Halbjahr 2024 lag bei rund 180.900 qm und erreichte damit
nicht den hohen Wert des Vorjahreszeitraums (Vorjahr: rund
257.900 qm), der durch vier großräumige
Neuvermietungen von Handels- und Logistikflächen
geprägt war.
Von den unter Vertrag gebrachten Mieten entfielen im
Berichtszeitraum rund 5,9 Mio. Euro auf das Commercial
Portfolio und rund 21,3 Mio. Euro auf das Institutional
Business (Vorjahr: 10,7 Mio. Euro und 13,9 Mio. Euro).
Auf Renewals entfiel ein Mietvolumen von 23,8 Mio. Euro,
auf Neuvermietungen 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: 14,9 Mio. Euro
und 9,7 Mio. Euro).
Die Like-for-like-Mieteinnahmen (ohne
Berücksichtigung von Portfoliozugängen und
-abgängen) stiegen in den zwölf Monaten bis zum
30. Juni 2024 für das gesamte betreute Portfolio um
2,0 %. Im Commercial Portfolio lag das
Like-for-like-Wachstum bei 0,8 %, im Institutional Business
bei 2,5 %. In beiden Segmenten spielten Indexierungen
weiterhin eine große Rolle. Rund 68 % des
Mietauslaufvolumens liegt in den Jahren ab 2028.
Insbesondere zu größeren Ausläufen in den
Jahren 2024 und 2025 gibt es bereits Gespräche mit den
Nutzern.
Vermietungsleistung nach Nutzungsartscrollen
Vermietungsleistung nach Vertragsart
Vermietungsleistung nach Segmenten
Commercial PortfolioDas Segment Commercial Portfolio umfasst den
Immobilieneigenbestand der Branicks Group. Hier werden
kontinuierliche Cashflows aus Mieteinnahmen erzielt.
Darüber hinaus optimiert Branicks Group den Wert ihrer
Bestandsobjekte und realisiert Gewinne durch Verkäufe
zum richtigen Zeitpunkt. Weitere Erträge werden mit
Beteiligungen erzielt.
Zum 30. Juni 2024 umfasste das direkt gehaltene
Portfolio 160 Immobilien (30. Juni 2023: 174). Der
Marktwert des Portfolios lag bei 3.592,2 Mio. Euro (30.
Juni 2023: 4.096,3 Mio. Euro) und die Mietfläche bei
rund 1.733.463 qm (30. Juni 2023: rund 1.880.000 qm).
Auf Basis von 179,5 Mio. Euro annualisierten
Mieteinnahmen (ohne Berücksichtigung von
Projektentwicklungen und Repositionierungsobjekten)
entspricht das einer Bruttomietrendite von 5,3 % (30. Juni
2023: 186,5 Mio. Euro und 4,9 %). Die EPRA-Leerstandsquote
lag bei 6,2 % (30. Juni 2023: 4,9 %), die durchschnittliche
Laufzeit der Mietverträge (WALT) bei 4,5 Jahren (30.
Juni 2023: 5,0 Jahre). Die Reduktion der Kennzahl WALT und
der Anstieg der Leerstandsquote im direkten
Vorjahresvergleich sind vor allem durch die
transaktionsbedingte Veränderungen des Portfolios
bedingt.
Im Rahmen der laufenden Portfoliooptimierung setzt
Branicks zunehmend auf die beiden strategischen
Asset-Klassen Logistik und Büro, die am Bilanzstichtag
30. Juni 2024 zusammen 80 % des Marktwerts des Commercial
Portfolios ausmachen (30. Juni 2023: 78 %).
Like-for-like-Mieteinnahmen
Top-3-Vermietungenscrollen
scrollen
Die Asset-Klasse Büro ist mit 42 % des Marktwerts
die größte Asset-Klasse. Sie trägt mit 75,7
Mio. Euro rund 42% der annualisierten Mieten bei.
Logistikimmobilien folgen an zweiter Stelle mit einem
Anteil von 38 % am Portfolio-Marktwert bzw. 40 % der
Mieten. Handelsobjekte machen nur noch 7 % vom Marktwert
und 7 % der Mieten aus.
Der Anteil von Green Buildings am Marktwert des
Commercial Portfolios (Green-Building-Quote) per Ende Juni
2024 erhöhte sich leicht auf 44,2 % (31. Dezember
2023: 43,6 %).
Auf die zehn größten Mieter im Eigenbestand
entfielen zum 30. Juni 2024 insgesamt 30,0 % der
annualisierten Mieten. Auch bei den Top-Mietern zeigt sich
der Fokus auf die Nutzungsarten Büro und Logistik.
Asset-Klassen Commercial Portfolio (Basis: Marktwert) 1scrollen
scrollen
Top-10-Mieter Commercial Portfolioscrollen
Institutional BusinessDie Assets under Management im Drittgeschäft am 30.
Juni 2024 betrugen insgesamt 8.947,9 Mio. Euro für 179
Objekte (30. Juni 2023: 10.064,0 Mio. Euro für 184
Objekte). Die Reduzierung der Objektanzahl ist insbesondere
auf die Verkaufstätigkeiten und erfolgreiche
Übergabe von Mandaten zurückzuführen.
Die Branicks Group betreut aktuell 32 Vehikel (17 Pool
Funds mit 5,8 Mrd. Euro, neun Club Deals mit 1,7 Mrd. Euro
und sechs Individualmandate mit 1,5 Mrd. Euro) für
insgesamt 172 institutionelle Investoren.
Rund 61 % des Eigenkapitals stammen von Anlegern, die in
mehr als einem Anlageprodukt von Branicks investiert sind.
Aktuell stehen noch rund 182 Mio. Euro zugesagtes
Eigenkapital für weitere Ankäufe oder bereits
beurkundete Forward Deals zur Verfügung.
Asset-Klassen
Basis: Assets under Management in Mio. Euro.
Das Fundraising für die noch zu platzierenden
Anteile wird derzeit fortgeführt - mit dem Ziel, im
Laufe des Geschäftsjahres alle Anteile bei
institutionellen Investoren zu platzieren.
Investitionspartner 1
1 Prozentwerte bezogen auf gezeichnetes
Eigenkapital am 30. Juni 2024.
Diese Anteile werden per 30. Juni 2024 als "zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte" in der Konzernbilanz ausgewiesen. Auch
für weitere Investmentprodukte laufen bereits
Gespräche und Marktsondierungen.
PersonalentwicklungZum Stichtag 30. Juni 2024 beschäftigte der
Branicks-Konzern insgesamt 274 Mitarbeiter, nach 300 zum
Jahresende 2023. Der leichte Rückgang im ersten
Halbjahr 2024 ist insbesondere auf die reduzierte
Mitarbeiteranzahl im Bereich Asset- und Property-Management
zurückzuführen.
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterscrollen
Umsatz- und ErtragslageDas erste Halbjahr 2024 der Branicks war einerseits
durch stabile Erträge im Vermietungsgeschäft und
andererseits durch ein herausforderndes Marktumfeld im
Transaktionsbereich sowie durch die finanzielle
Konsolidierung geprägt. In einer Marktsituation, die
insbesondere von herausfordernden geopolitischen
Rahmenbedingungen, hohen Zinsen und einer anhaltend hohen
Inflation geprägt ist, hat die Branicks Funds from
Operations ("FFO") nach Minderheiten in Höhe von 19,4
Mio. Euro (Vorjahr: 22,4 Mio. Euro) erzielt. Das
Konzernergebnis liegt mit - 131,5 Mio. Euro (Vorjahr: -16,6
Mio. Euro) deutlich unter dem Niveau des Vorjahreswerts.
Hier schlugen vor allem ein höherer Zinsaufwand von
63,5 Mio. Euro (Vorjahr: 53,2 Mio. Euro) und
transaktionsbedingte Sonderabschreibungen auf Immobilien
von 114,6 Mio. Euro (Vorjahr: 23,9 Mio. Euro) zu Buche.
Insgesamt ist die Branicks trotz herausfordernder Marktlage
auf Kurs, ihre kommunizierten Jahresziele zu erreichen.
FFO nach Minderheiten trotz schwierigen Marktumfelds bei 19,4 Mio. Euro dank stabilen VermietungsgeschäftsDas stabile und erfolgreiche Vermietungsgeschäft im
Rahmen unseres 360-Grad-Ansatzes konnte im ersten Halbjahr
2024 den Rückgang der Mieterträge nicht
vollständig kompensieren. Die Nettomieteinnahmen
betragen im Berichtszeitraum 77,1 Mio. Euro (Vorjahr: 85,0
Mio. Euro). Insgesamt liegen die FFO im ersten Halbjahr
2024 mit 19,4 Mio. Euro aufgrund des gestiegenen
Zinsaufwands und den transaktionsbedingt verringerten
Mieten 3,0 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr:
22,4 Mio. Euro).
Die FFO je Aktie (nach Minderheiten) liegen bei einer um
0,3 % höheren durchschnittlichen Aktienanzahl bei 0,23
Euro (Vorjahr: 0,27 Euro).
Konzernergebnis durch Zinsaufwand und Sonderabschreibungen beeinflusstInsbesondere aufgrund von transaktionsbedingten
Sonderabschreibungen und gestiegenem Zinsaufwand
einschließlich Sondereffekten liegt das
Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2024 bei - 131,5 Mio.
Euro (Vorjahr: -16,6 Mio. Euro). Der Ergebnisanteil der
Konzernaktionäre für das erste Halbjahr 2024
beträgt - 101,6 Mio. Euro (Vorjahr: -15,1 Mio. Euro).
Das Ergebnis je Aktie beträgt bei einer um 278.744
höheren Aktienanzahl - 1,22 Euro (Vorjahr: -0,18
Euro).
FFO-Überleitung nach SegmentenDie FFO-Überleitung nach Segmenten der Branicks
umfasst die zwei Segmente Commercial Portfolio, das den
Immobilien-Eigenbestand umfasst, und Institutional
Business, das für institutionelle Investoren gemanagte
Immobilien umfasst. Im Folgenden wird die Umsatz- und
Ertragslage der einzelnen Segmente dargestellt.
Überleitung FFOscrollen
scrollen
Commercial PortfolioBrutto- und Nettomieteinnahmen von Verkäufen beeinflusstTrotz einer guten Vermietungsleistung im ersten Halbjahr
2024 mit einem Like-for-like-Wachstum der direkt erhaltenen
Mieteinnahmen von 0,8 % im Commercial Portfolio sind die
Bruttomieteinnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
aufgrund von Verkäufen auf 89,1 Mio. Euro (Vorjahr:
96,9 Mio. Euro) zurückgegangen. Analog haben sich die
Nettomieteinnahmen auf 77,1 Mio. Euro reduziert (Vorjahr:
85,0 Mio. Euro).
Verkaufsgewinn trotz schwieriger MarktbedingungenIm ersten Halbjahr 2024 wurden Verkaufsgewinne in
Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro)
erzielt.
Operative Kosten von Einmalkosten beeinflusstDie operativen Kosten sind im ersten Halbjahr 2024 auf
13,6 Mio. Euro (Vorjahr: 11,4 Mio. Euro) gestiegen.
Während die Personalkosten von 7,7 Mio. Euro im
Vorjahr auf 6,3 Mio. Euro zurückgegangen sind, stiegen
die Verwaltungskosten v.a. aufgrund von Einmalaufwendungen
für Rechts- und Beratungskosten von 3,7 Mio. Euro im
Vorjahr auf 7,3 Mio. Euro zum 30. Juni 2024.
Sonderabschreibungen belasten das ErgebnisIm Zusammenhang mit Transaktionen wurden
Sonderabschreibungen von 114,6 Mio. Euro (Vorjahr: 23,9
Mio. Euro) vorgenommen. Insgesamt stehen damit
Abschreibungen im ersten Halbjahr 2024 von 152,6 Mio. Euro
zu Buche (Vorjahr: 58,2 Mio. Euro).
Zinsergebnis durch Neuordnung der Verbindlichkeiten geprägtEnde des ersten Quartals haben wir unsere
Kapitalmarktverbindlichkeiten neu geordnet. Die hierdurch
erhöhten Zinsaufwendungen sowie die in diesem
Zusammenhang angefallenden Einmalaufwendungen in Höhe
von 12,7 Mio. Euro haben das Zinsergebnis auf -54,3 Mio.
Euro (Vorjahr: -45,1 Mio. Euro) reduziert.
FFO-Beitrag nach Abzug von Minderheiten bei 17,8 Mio. EuroDer FFO-Beitrag des Segments beträgt per 30. Juni
2024 17,8 Mio. Euro nach Abzug von Minderheiten (Vorjahr:
22,0 Mio. Euro) und ist wesentlich durch den höheren
Zinsaufwand sowie durch transaktionsbedingt geringere
Mieteinnahmen geprägt.
Institutional BusinessErträge aus Immobilienmanagement durch stabile wiederkehrende Fees und geringe Transaktionstätigkeit geprägtDie Branicks hat Immobilienmanagementerträge von
20,8 Mio. Euro (Vorjahr: 21,8 Mio. Euro) erzielt. Diese
beinhalten ausschließlich wiederkehrende Asset-,
Property-Management- und Development-Fees. Transaktions-
und Performance-Fees wurden im ersten Halbjahr 2024 sowie
auch im Vorjahr nicht generiert. Wir erwarten eine
allmähliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte
2024 in Bezug auf die Transaktions- und Performance-Fees.
Beteiligungserträge stabil bei 1,5 Mio. EuroDie Beteiligungserträge aus dem Institutional
Business liegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil
bei 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro).
Operative Kosten um 2,7 Mio. Euro zurückgegangenDie operativen Kosten lagen mit 19,3 Mio. Euro (Vorjahr:
22,0 Mio. Euro) rund 12 % niedriger als im Vorjahr. Dies
resultiert im Wesentlichen aus geringeren Personalkosten
von 12,0 Mio. Euro (Vorjahr: 14,4 Mio. Euro). Die
Verwaltungskosten sind ebenfalls auf 7,3 Mio. Euro
(Vorjahr: 7,6 Mio. Euro) zurückgegangen.
Positiver FFO-Beitrag nach MinderheitenDer FFO-Beitrag des Segments liegt insgesamt im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert bei 1,6 Mio.
Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro).
FinanzlageDas erste Halbjahr 2024 war geprägt durch die
finanzielle Konsolidierung sowie das hohe Zinsumfeld. Durch
die Ende des ersten Quartals erreichte Verlängerung
der Bridge-Finanzierung und der Schuldscheindarlehen 2024
ist der absolute Zinsaufwand einschließlich
Einmaleffekte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.
Mit dem im März erfolgreich abgeschlossenen
StaRUG-Verfahren wurde Planungssicherheit im Hinblick auf
Tilgungszeitpunkte, Zinsaufwand und Liquidität
erreicht. Die im Geschäfts- und Liquiditätsplan
angenommenen Teilschritte des Schuldenabbaus wurden mit
Tilgung einer weiteren Tranche der Bridge-Finanzierung von
40,0 Mio. Euro zum 30.06.2024 planmäßig
abgearbeitet. Bis zum Berichtstag wurden nochmal 80 Mio.
Euro getilgt, sodass zum Berichtstag noch 40 Mio. Euro aus
der Bridge-Finanzierung ausstehend sind.
Laufzeit Schulden
Die durchschnittliche Laufzeit aller Finanzschulden
liegt zum 30. Juni 2024 bei 3,4 Jahren (31. Dezember 2023:
3,7 Jahre). Der Anteil der Finanzierungen mit Laufzeiten
größer als fünf Jahre liegt zum 30. Juni
2024 bei 22 % (31. Dezember 2023: 23 %). Ohne die
Bridge-Finanzierung beträgt die durchschnittliche
Laufzeit 3,5 Jahre (31. Dezember 2023: 3,9 Jahre).
Mit rund 61 % besteht gut die Hälfte der
Finanzschulden aus Hypothekendarlehen, die mit einem
breiten Spektrum deutscher Kreditinstitute vereinbart sind.
Der verbleibende Teil stammt überwiegend aus
Unternehmensanleihen, Schuldscheinen und der
Bridge-Finanzierung.
Die durchschnittlichen Zinskosten aller Finanzschulden
lagen zum 30. Juni 2024 bei 3,2 % (31. Dezember 2023: 3,1
%). Alle Finanzschulden exkl. Bridge-Finanzierung haben
einen Durchschnittszinssatz von 3,0% (31. Dezember 2023:
3,0 %).
Zum 30. Juni 2024 sind rund 82 % der Finanzschulden
(exkl. der Bridge-Finanzierung) festverzinslich oder
bezüglich Zinsschwankungen abgesichert (31. Dezember
2023: 84 %).
LTV leicht auf 61,5 % angestiegenDer LTV, der um temporäre Warehousing-Effekte
bereinigt wird, ist im Vergleich zum Jahresende
temporär leicht auf 61,5% gestiegen (31. Dezember
2023: 60,1%). Der temporäre Anstieg resultiert aus zum
30. Juni 2024 noch nicht erfolgten Closings von bereits
beurkundeten Transaktionen.
Korrespondierend ist auch der Adjusted LTV, der den Wert
des Institutional Business einschließt, auf 58,8%
gestiegen (31. Dezember 2023: 57,6%).
Loan-To-Value (LTV)scrollen
1 Bereinigt um Warehousing.
Cashflows von Abflüssen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit geprägtDer Cashflow des ersten Halbjahrs 2024 ist im
Wesentlichen durch den negativen Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit in Höhe von -233,9 Mio.
Euro geprägt. Hier schlagen im Wesentlichen die
Teiltilgung der Bridge-Finanzierung in Höhe von
insgesamt 80,0 Mio. Euro und die Tilgung von
Immobiliendarlehen in Höhe von 169,8 Mio. Euro zu
Buche.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft
sich auf -39,4 Mio. Euro (Vorjahr: 147,6 Mio. Euro) und
resultiert hauptsächlich aus dem Ankauf einer
Immobilie in Hamburg.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
im ersten Halbjahr 2024 liegt mit 19,1 Mio. Euro unter dem
Niveau des Vorjahreswertes (64,0 Mio. Euro). Dies liegt
einerseits an höheren Zinszahlungen (45,7 Mio. Euro,
Vorjahr: 36,5 Mio. Euro) und andererseits an ausbleibenden
operativen Mittelzuflüssen aus
Transaktionsgebühren.
Der Finanzmittelfonds ist unter Berücksichtigung
der zahlungswirksamen Veränderungen im Vergleich zum
Vorjahr insgesamt um 393,7 Mio. Euro zurückgegangen.
Cashflowscrollen
VermögenslageDie Bilanzsumme ist per 30. Juni 2024 gegenüber dem
Jahresende 2023 um 372,4 Mio. Euro auf 4.473,8 Mio. Euro
zurückgegangen.
Der Rückgang des langfristigen Vermögens um
399,4 Mio. Euro auf 3.641,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4.040,6
Mio. Euro) ist im Wesentlichen auf die Umgliederung von 12
Logistikimmobilien in die kurzfristigen "Zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte" zurückzuführen. Die
Verkäufe dieser Immobilien wurden Ende Juni 2024
beurkundet; der Übergang von Betrieb, Nutzen und
Lasten ist innerhalb des dritten Quartals 2024 erfolgt.
Der Anstieg des kurzfristigen Vermögens um 27,0
Mio. Euro auf 832,6 Mio. Euro (Vorjahr: 805,6 Mio. Euro)
ist einerseits auf den Rückgang der liquiden Mittel um
254,2 Mio. Euro auf 91,4 Mio. Euro (Vorjahr: 345,6 Mio.
Euro) aufgrund von Darlehenstilgungen und andererseits auf
den Anstieg der "Zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerte" um 289,9 Mio. Euro auf
527,4 Mio. Euro (Vorjahr: 237,5 Mio. Euro) insbesondere
aufgrund der Umgliederung von 12 Logistikimmobilien
zurückzuführen.
Die langfristigen Finanzschulden sind aufgrund von
Umgliederungen in die kurzfristigen Finanzschulden um 116,9
Mio. Euro auf 2.199,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2.316,1 Mio.
Euro) zurückgegangen, während sich im
Rückgang der kurzfristigen Finanzschulden um 113,0
Mio. Euro auf 505,9 Mio. Euro (Vorjahr: 618,9 Mio. Euro)
insbesondere die im April und Juni 2024 erfolgten
Teiltilgungen der Bridge-Finanzierung in Höhe von
insgesamt 80,0 Mio. Euro niederschlagen.
Eigenkapital durch Konzernergebnis beeinflusstDas Eigenkapital per 30. Juni 2024 ist im Vergleich zum
31. Dezember 2023 um 140,4 Mio. Euro auf 1.386,7 Mio. Euro
zurückgegangen (31. Dezember 2023: 1.527,1 Mio. Euro).
Dies resultiert im Wesentlichen aus dem negativen
Konzernergebnis des ersten Halbjahres 2024 von -131,5 Mio.
Euro (Vorjahr: -16,6 Mio. Euro). Die bilanzielle
Eigenkapitalquote liegt zum Stichtag weiterhin solide bei
31,0 % (31. Dezember 2023: 31,5 %).
Überblick Bilanzscrollen
Adjusted Net Asset Value zeigt vollen Wert des Institutional BusinessDie Kennzahl Net Asset Value (NAV) gibt den Substanzwert
aller materiellen und immateriellen Vermögenswerte
abzüglich der Verbindlichkeiten an. Dieser
Nettovermögenswert betrug 1.271,3 Mio. Euro zum 30.
Juni 2024 (31. Dezember 2023: 1.298,4 Mio. Euro). Der Wert
der Immobilienmanagement-Dienstleistungen des Institutional
Business ist nur teilweise über den bilanzierten
Geschäfts- oder Firmenwert, immaterielle
Vermögenswerte sowie sonstige Aktiva und Passiva im
NAV reflektiert. Ergänzt um diesen Wertbeitrag ergibt
sich zum Bilanzstichtag ein Gesamtwert für den
Adjusted NAV von 1.446,5 Mio. Euro (31. Dezember 2023:
1.473,5 Mio. Euro).
Je Aktie betrug der NAV bei einer gegenüber dem
Jahresende 2023 unveränderten Aktienanzahl 15,21 Euro,
nach 15,54 Euro zum 31. Dezember 2023. Der Adjusted NAV je
Aktie belief sich zum 30. Juni 2024 auf 17,31 Euro (31.
Dezember 2023: 17,63 Euro).
Adjusted NAV-Überleitung inklusive Wert des Institutional Business
Net Asset Valuescrollen
1 Anpassung um latente Steuern (TEUR +98.002;
Vorjahr: TEUR +67.250), Finanzinstrumente (TEUR 0; Vorjahr:
TEUR -2.909) und IFRS 5 Vermögenswerte und Schulden
(TEUR -344.212; Vorjahr: TEUR -61.344).
Prognose-, Risiko- und ChancenberichtRisiko- und ChancenberichtIm Konzernabschluss sowie im Konzernlagebericht für
das Geschäftsjahr 2023, der im April 2024
veröffentlicht wurde, geht die Branicks
ausführlich auf die Chancen und Risiken der
Geschäftstätigkeit ein und informiert über
das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem.
Veränderungen in der Risikoeinschätzung haben
sich seitdem nicht ergeben. Auf der Seite der Chancen hat
sich aufgrund der Zinssenkung der EZB im Juni 2024 die
Aussicht auf eine Erholung des Transaktionsmarkts weiter
verbessert.
Erwartete Rahmenbedingungen im zweiten Halbjahr 2024Gesamtwirtschaftliche EntwicklungNach Einschätzung des Instituts für
Weltwirtschaft (IfW) Kiel sollte sich die zu Jahresbeginn
eingesetzte Konjunkturerholung in Deutschland fortsetzen
und die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr leicht um 0,2
% zulegen. Getragen wird die Stabilisierung der Wirtschaft
vor allem von zwei Faktoren: zum einen anziehenden Exporten
infolge des Wachstums der Weltwirtschaft und zum anderen
einer Belebung des privaten Konsums aufgrund hoher
Lohnzuwächse und eines robusten Arbeitsmarkts. Auch
der ifo Geschäftsklimaindex weist auf einen gewissen
Stimmungsumschwung unter den deutschen Unternehmen hin.
Insbesondere die Erwartungen (89,0 Punkte im Juni 2024)
haben sich gegenüber dem Jahresende 2023 (84,3 Punkte)
verbessert. Die Tatsache, dass der Index in den vergangenen
drei Monaten seit dem Höchststand im April 2024
kontinuierlich gefallen ist, deutet allerdings darauf, dass
von einem durchgreifenden Aufschwung nicht die Rede sein
kann.
Einen Hauptgrund für das leicht verbesserte
wirtschaftliche Umfeld sieht das IfW Kiel in der von der
EZB eingeläuteten Zinswende, die die
Finanzierungsbedingungen sowohl für Unternehmen als
auch für private Haushalte verbessert. Im weiteren
Jahresverlauf 2024 erwartet das IfW Kiel zwei weitere
Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte. Auf ihrer
Sitzung im Juli hat die EZB die Erwartung
geäußert, dass die Inflation in der Eurozone im
weiteren Jahresverlauf um das aktuelle Niveau von rund 2,5%
schwanken wird und sich dann im kommenden Jahr in Richtung
des Ziels von 2 % zurückbilden wird.
BranchenentwicklungIm Juli 2024 bestätigte das
Immobilienberatungsunternehmen JLL seine Prognose eines
Anstiegs des Flächenumsatzes an den
Top-7-Bürostandorten im laufenden Jahr um 6% auf rund
2,7 Mio. qm. Dabei erwartet JLL im zweiten Halbjahr auch
wieder verstärkt Großanmietungen von über
5.000 qm, nachdem das Ergebnis des ersten Halbjahrs
überwiegend von kleinen und mittleren Flächen
getragen wurde. Ein Risiko sieht JLL - trotz steigender
Leerstände - im bestehenden Engpass an ESG-konformen
Flächen. Da sich viele Unternehmen
Nachhaltigkeitszielen verpflichtet haben, müssen auch
die Büroflächen den entsprechenden Anforderungen
genügen. Sind solche Flächen nicht
verfügbar, entscheiden sich Unternehmen häufig
für die Verlängerung der bestehenden
Mietverträge. Aufgrund des weiter anhaltenden Fokus
der Mieter auf Qualität und nur moderater
Leerstände rechnet JLL für das Gesamtjahr 2024
mit einem Mietpreisanstieg von rund 6 % über alle
Top-7-Bürostandorte hinweg.
Vor dem Hintergrund der nur langsamen konjunkturellen
Erholung kommen die Marktforscher von BNPPRE zu der
Einschätzung, dass sich der Flächenumsatz im
deutschen Logistikvermietungsmarkt bis zum Jahresende 2024
tendenziell stabil entwickeln wird. Der langjährige
Durchschnitt würde damit deutlich unterschritten. In
Bezug auf das Mietpreisniveau rechnet BNPPRE ebenfalls mit
einer überwiegend stabilen Entwicklung.
Für den deutschen Investmentmarkt für
Gewerbeimmobilien erwartet BNPPRE im laufenden Jahr dagegen
einen moderaten Aufwärtstrend. Zwar kommt der
Konjunkturaufschwung langsamer voran als erwartet, dennoch
hat sich die Stimmung an den Investmentmärkten
spürbar aufgehellt, insbesondere da die Anleger wieder
mehr Vertrauen in das aktuelle und zukünftige
Marktumfeld fassen. So prognostiziert BNPPRE für 2024
einen Anstieg des Transaktionsvolumens von 25 bis 30 %. Bei
den Spitzenrenditen wird eine Stabilisierung als das
wahrscheinlichste Szenario betrachtet.
Bestätigung Prognose 2024Wir bestätigen unsere Prognose für das
Geschäftsjahr 2024:
scrollen
Investor Relations und KapitalmarktAktienmärkte im ersten Halbjahr 2024 mit viel Licht und etwas SchattenDie globalen Aktienmärkte setzten 2024 den
positiven Trend aus dem letzten Quartal des Vorjahres fort
und starteten mit einer hohen Dynamik in das Jahr. Diese
wurde getrieben von der Aussicht auf deutliche
Zinssenkungen und dem Tech- und KI-induzierten
Rückenwind aus den USA, der sich auch positiv auf die
deutschen Börsen auswirkte. Die Verschärfung des
Nahostkonflikts und die deutliche Verschiebung der
Fed-Zinssenkungspläne führten im weiteren Verlauf
zu einer Gegenbewegung auf den Märkten und es kam zu
einem deutlichen Anstieg der Volatilität. Nach einem
positiven Mai verunsicherten die Europawahlen Anfang Juni
die Märkte.
Die deutschen Leitindizes entwickelten sich im ersten
Halbjahr unterschiedlich. Während der DAX um rund 9 %
zulegte, betrug das Plus im SDAX lediglich 2 %. Bei den
Immobilientiteln war aufgrund der Aussicht auf sinkende
Zinsen und einer langsamen Erholung des Transaktionsmarktes
im Vergleich zu 2023 ein verhaltenes Aufatmen zu erkennen.
Dennoch verloren die Branchenindizes EPRA Developed Europe
und EPRA Germany seit Jahresbeginn 5 % bzw. 7 %.
Branicks-Aktie mit Kursverlusten im ersten HalbjahrDie Branicks-Aktie (vormals DIC Asset AG) eröffnete
den Handel am 2. Januar 2024 bei 3,395 Euro. Der Titel
erfuhr Ende Januar mit der Ankündigung, dass man
Verhandlungen über die Verlängerung der
bestehenden Brückenfinanzierung und des bestehenden
Schuldscheindarlehens mit ursprünglicher
Fälligkeit im Jahr 2024 führe, einen starken
Dämpfer.
Wertentwicklung 2024indexiert (Xetra-Schlusskurs vom 31.12.2023 = 100 %), Branicks Group AG ohne Berücksichtigung von Dividendenausschüttung
Dieser konnte nach erfolgreicher Neuregelung und
Laufzeitenverlängerung der beiden Finanzierungen im
Rahmen eines StaRUG-Verfahrens teilweise kompensiert
werden. Die guten Finanzkennzahlen für das erste
Quartal führten zu einem weiteren Aufwärtsschub
im Mai. Anfang Juni kam es zu Kursverlusten, die
insbesondere auf die Marktunsicherheit rund um die
Realisierung der bis zum Halbjahr erwarteten Transaktionen
zurückzuführen waren. Die Aktie schloss am 28.
Juni 2024 mit einem Xetra-Schlusskurs von 2,00 Euro, was
einem Rückgang von 41 % gegenüber dem Schlusskurs
2023 entspricht.
Aktuell eine ausstehende Anleihe bei BranicksDie Entwicklung des Anleihemarkts hing maßgeblich
an den Erwartungen rund um die Notenbankpolitik in den USA
und Europa. Die Verzögerung des Lockerungszyklus,
insbesondere durch die Fed, begrenzte größere
Kursanstiege bei Anleihen. Während der Anleihemarkt
2023 für den Immobiliensektor unter dem Zinsanstieg
und Insolvenzen innerhalb der Branche litt, wurde er im
ersten Halbjahr 2024 wieder attraktiver.
Aktuell hat Branicks eine Anleihe ausstehend. Der Green
Bond 21/26 mit einem Volumen von 400 Mio. Euro schloss zum
28. Juni 2024 unter pari bei 39,01 % und lag damit auf dem
Niveau des Eröffnungskurses des Jahres. Die geplante
Mittelverwendung der Anleihe für Green Buildings steht
im Einklang mit den Nachhaltigkeitsentwicklungszielen
(Sustainable Development Goals) 9 und 11 der Vereinten
Nationen.
Virtuelle Hauptversammlung 2024Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 22. August
2024, die wie in den Vorjahren als Online-Veranstaltung
ohne physische Präsenz von Aktionären,
Bevollmächtigten und Gästen stattfand, wurden
alle Tagesordnungspunkte mit großen Mehrheiten
bestätigt.
Unter anderem wurde Herr Jürgen Josef Overath als
neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt. Er
übernimmt den Sitz von Herrn Prof. Dr. Ulrich Reuter,
der sein Amt mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 vorzeitig
niedergelegt hat. Seine Amtszeit entspricht dem Rest der
Amtszeit von Herrn Prof. Dr. Ulrich Reuter und endet
entsprechend mit der Hauptversammlung, die über die
Entlastung für das Geschäftsjahr 2024
entscheidet.
In weiteren Beschlüssen wurden unter anderem
Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr
2023 entlastet. Zudem wurde für das Geschäftsjahr
2024 die Prüfungsgesellschaft BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum
Abschlussprüfer gewählt und der
Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat
erörtert. In ihrer Rede blickte die
Vorstandsvorsitzende Sonja Wärntges auf das Jahr 2023
zurück und gab einen Einblick in die Entwicklungen
2024, die sich vor allem in einer anziehenden
Transaktionsdynamik sowie weiteren Entschuldungsschritten
der Gesellschaft ausdrücken.
Basisdaten Branicks Group Aktiescrollen
Kennzahlen zur Branicks Group Aktie 1scrollen
1 Jeweils Xetra-Schlusskurse verwendet.
Basisdaten Anleihescrollen
Aktionärsstruktur
Quelle: WpHG-Meldungen, Stand: 01.08.2024
Stabile AktionärsstrukturDer Aktionärskreis der Branicks Group AG weist eine
grundsätzlich stabile Struktur mit nationalen und
internationalen institutionellen Investoren auf. Die
Deutsche Immobilien Chancen-Gruppe hält als
Ankeraktionär aktuell rund 28,2 % der Aktien, wovon
rund 8,2 % über die TTL Real Estate GmbH zugerechnet
werden. Die RAG-Stiftung ist seit 2014 als
Großaktionär an der Branicks Group AG beteiligt
und hält rund 10,0 % der Aktien. Yannick Patrick
Heller hat im Februar 2021 die 10 %-Schwelle
überschritten und hält aktuell rund 10,1 % der
Aktien. Der Streubesitz liegt aktuell bei rund 51,7 %. Alle
uns vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen
veröffentlichen wir auf unserer Website und im
Konzernanhang ab → Seite 37.
Kontinuierliche KapitalmarktkommunikationUnsere Investor-Relations-Arbeit basiert auf den
Prinzipien Offenheit, Transparenz und Fairness
gegenüber allen Finanzmarktteilnehmern. Die
fortlaufende und zeitnahe Information der Aktionäre,
Investoren und Analysten über die aktuellen
Entwicklungen und den Geschäftsverlauf steht im
Zentrum der IR-Aktivitäten.
Im ersten Halbjahr fanden zahlreiche Gespräche
sowohl mit Fremdkapitalgebern und Anleihegläubigern
als auch mit institutionellen und Privatinvestoren statt,
sowohl telefonisch als auch per E-Mail. Vorherrschendes
Thema der Gespräche war die Finanzlage und
Entschuldung der Gesellschaft im Rahmen der
Restrukturierung. Zudem fanden zur Veröffentlichung
des Geschäftsberichts 2023 sowie der Finanzkennzahlen
des ersten Quartals 2024 Webcasts mit Präsentation des
Vorstands für die Kapitalmarktöffentlichkeit
statt, denen sich eine offene Q&A-Session anschloss.
Alle kapitalmarktrelevanten Informationen rund um
Branicks sind auf unserer Website zeitnah abrufbar und
werden kontinuierlich gepflegt. Neben Finanzberichten,
Unternehmenspräsentationen und Mitteilungen sind dort
auch die Mitschnitte der Telefonkonferenzen zur Jahres- und
Quartalsberichterstattung und eine detaillierte
Konsens-Übersicht über aktuelle
Analystenmeinungen zu finden.
Laufender Austausch mit AnalystenZum Stichtag dieses Zwischenberichts, dem 30. Juni 2024,
wird die Branicks Group AG von insgesamt acht Analysten
gecovert. Demnach gibt es drei Kaufempfehlungen, zwei
Empfehlungen zum Halten und drei Verkaufsempfehlungen. Die
Kursziele bewegen sich in einer Bandbreite von 1,50 Euro
bis 5,00 Euro und das Median-Kursziel liegt bei 3,30 Euro
je Aktie.
Die Schätzungen der Research-Häuser werden
regelmäßig aktualisiert und auf der IR-Website
von Branicks veröffentlicht. Das IR-Team pflegt einen
regelmäßigen Austausch mit den betreuenden
Analysten zu Fragen der Modellierung und
Unternehmensbewertung; auch im ersten Halbjahr 2024 fanden
diesbezüglich zahlreiche Gespräche statt.
Aktuelle Analystenempfehlungenscrollen
Stand: 30. Juni 2024
IR-Aktivitäten 2024scrollen
Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juniscrollen
1 Mit neuer Durchschnittsaktienanzahl
gemäß IFRS.
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juniscrollen
Konzernbilanz zum 30. Juni 2024scrollen
scrollen
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juniscrollen
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2024scrollen
scrollen
1 Nach Berücksichtigung latenter Steuern.
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2023scrollen
scrollen
1 Nach Berücksichtigung latenter Steuern.
Konzernanhang zum 30. Juni 2024KonzernanhangAllgemeine Angaben zur BerichterstattungDer Zwischenbericht umfasst gem. § 115 WpHG einen
verkürzten Konzernzwischenabschluss und einen
Konzernzwischenlagebericht. Der verkürzte
Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 wurde nach den
Vorschriften der International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind,
für die Zwischenberichterstattung aufgestellt (IAS
34). Den Zwischenabschlüssen der einbezogenen
Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der
Konzernzwischenlagebericht wurde unter Beachtung der
anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt.
Im Konzernzwischenabschluss werden die gleichen Methoden
zur Konsolidierung, Währungsumrechnung, Bilanzierung
und Bewertung wie im Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr 2023 angewendet, mit Ausnahme der unten
dargestellten Änderungen. Die Ertragsteuern wurden auf
Basis des für das Gesamtjahr erwarteten Steuersatzes
abgegrenzt.
Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss
enthält nicht alle gem. IFRS geforderten Angaben
für Konzernabschlüsse und sollte daher in
Verbindung mit dem Konzernabschluss zum31. Dezember 2023,
der die Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss
darstellt, gelesen werden. Darüber hinaus verweist die
Branicks Group AG ("Branicks") hinsichtlich wesentlicher
Veränderungen und Geschäftsvorfälle bis zum
30. Juni 2024 auf den Konzernzwischenlagebericht in diesem
Dokument.
Im Rahmen der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses
müssen von der Unternehmensleitung Schätzungen
durchgeführt und Annahmen getätigt werden. Diese
beeinflussen sowohl die Höhe der für
Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten
angegebenen Beträge zum Bilanzstichtag als auch die
Höhe des Ausweises von Erträgen und Aufwendungen
im Berichtszeitraum. Tatsächlich anfallende
Beträge können von diesen Schätzungen
abweichen. Bis Ende Juni 2024 ergaben sich keine
Anpassungen aufgrund veränderter Schätzungen oder
Annahmen.
Anwendung neuer Standards und Interpretationena) Erstmalig im Geschäftsjahr anzuwendende Standards,scrollen
Diese Standards und Änderungen zu Standards haben
keine wesentlichen Auswirkungen auf den
Konzernzwischenabschluss der Branicks.
b) Veröffentlichte, noch nicht angewendete Standards und Änderungen an StandardsFolgende in den kommenden Jahren in Kraft tretende
Standards wurden in geltendes EU-Recht übernommen:
scrollen
Folgende in den kommenden Jahren in Kraft tretende
Standards wurden noch nicht in geltendes EU-Recht
übernommen:
scrollen
Alle aufgeführten Standards werden von der Branicks
erst ab dem Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung
angewendet. Die Auswirkungen der noch nicht in EU-Recht
übernommenen Änderungen bzw. Neuerungen auf den
Konzernabschluss der Branicks werden derzeit noch
geprüft.
Grundlagen der ZwischenabschlusserstellungDie Bewertung geht wie im Vorjahr von der
Going-Concern-Prämisse aus. Wir verweisen dazu auf die
Ausführungen im Geschäftsbericht 2023 im
Notes-Abschnitt "Grundlagen der Abschlusserstellung". Zum
30. Juni 2024 haben wir den Geschäfts- und
Liquiditätsplan, der dem StaRUG-Verfahren zugrunde
lag, planmäßig abgearbeitet. Wir gehen mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass der
Geschäftsplan auch weiterhin umgesetzt werden kann.
Vor diesem Hintergrund stehen der Annahme der
Going-Concern-Prämisse keine Hindernisse entgegen.
Angaben zu FinanzinstrumentenFür die vom Konzern gehaltenen nicht
börsennotierten Anteile an der DIC Opportunistic GmbH
sowie für gehaltene Anteile an Kommanditgesellschaften
liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor
(Stufe 3 nach IFRS 13). Der beizulegende Zeitwert leitet
sich aus dem indirekt gehaltenen Immobilien- und
Aktienvermögen ab. Zwischen dem 31. Dezember 2023 und
dem Bilanzstichtag ergaben sich Wertänderungen in
Höhe von insgesamt - 863 TEUR. Für die Bewertung
des Immobilienvermögens wird auf den Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2023 verwiesen.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die
beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen
Vermögenswerte und Schulden für jede einzelne
Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet diese auf
die entsprechenden Bilanzpositionen über. Die für
den Konzern maßgeblichen Bewertungskategorien nach
IFRS 9 sind Financial Assets at Fair Value through OCI
(FVOCI), Financial Assets at Fair Value through Profit or
Loss (FVTPL), Financial Assets at Amortised Cost (FAAC)
sowie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost
(FLAC).
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1 ohne kurzfristige Leasingverbindlichkeiten
Die Entwicklung der Finanzinstrumente der Stufe 3 stellt
sich wie folgt dar:
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Der Bewertungseffekt wird in Höhe von - 1.111 TEUR
erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis sowie in Höhe von
248 TEUR erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesen.
AnlagevermögenDie Gesellschaft wendet für die Bewertung der
Immobilien das Anschaffungskostenmodell nach IAS 40.56 an.
Für die Ermittlung der Marktwerte der als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien gemäß
IFRS 13 wird auf die Angaben im Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2023 verwiesen.
Guthaben bei Kreditinstituten und KassenbestandVon dem bestehenden Guthaben unterliegen 66.138 TEUR
kurzfristigen Verfügungsbeschränkungen über
den Bilanzstichtag hinaus.
SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung der Branicks wird unter
Beachtung von IFRS 8 "Geschäftssegmente" - dem
Management Approach folgend - aufgestellt und die
Berichterstattung auf zwei Säulen fokussiert: zum
einen auf das Segment Commercial Portfolio, das den
Immobilieneigenbestand umfasst, zum anderen das Segment
Institutional Business, in dem die
Managementdienstleistungen für institutionelle
Investoren zusammengefasst werden.
Segmentberichterstattungscrollen
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDer Rückgang der Nettomieten auf 77.055 TEUR
(Vorjahr: 84.978 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus
Verkäufen. Dem Rückgang des Personalaufwands auf
18.313 TEUR (Vorjahr: 22.066 TEUR) aufgrund von
Kapazitätsanpassungen steht ein Anstieg des
Verwaltungsaufwands auf 14.564 TEUR (Vorjahr: 11.283 TEUR)
aufgrund von höheren Rechts- und Beratungskosten
entgegen. Die Abschreibungen haben sich aufgrund von
Sonderabschreibungen auf Immobilien und Finanzanlagen auf
157.033 TEUR (Vorjahr: 60.243 TEUR) erhöht. Der
Zinsaufwand ist vor allem aufgrund von im Vergleich zum
Vorjahr höheren variablen Zinsen auf 63.512 TEUR
(Vorjahr: 53.200 TEUR) gestiegen.
HaftungsverhältnisseZum 30. Juni 2024 wurden Haftungsverhältnisse in
Höhe von 30,0 Mio. Euro neu abgeschlossen.
Ereignisse nach dem BilanzstichtagZwischen Bilanzstichtag des Konzernzwischenabschlusses
und Veröffentlichungsdatum wurde eine Tranche der
Bridge-Finanzierung von 80,0 Mio. Euro getilgt. Die
verbleibenden 40,0 Mio. Euro sind vertragsgemäß
am 31. Dezember 2024 fällig.
Des Weiteren hat der Besitz-, Nutzen- und
Lastenübergang für den Verkauf eines
Logistikportfolios mit 12 Objekten aus dem Segment
Commercial Portfolio mit einem Transaktionsvolumen von rund
309 Mio. Euro zwischen dem Bilanzstichtag des
Konzernzwischenabschlusses und heute stattgefunden.
Außerdem wurde der Verkauf von vier
Fachmarkt-Immobilien aus dem Commercial Portfolio mit einem
Mittelzufluss von rd. 27 Mio. Euro beurkundet. Der
Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten ist bis zum
30.09.2024 geplant.
In der Hauptversammlung am 22. August 2024 wurde Herr
Jürgen Overath in den Aufsichtsrat gewählt.
TochterunternehmenDie zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich
der Tochterunternehmen des Konzerns (Teilkonzern VIB
Vermögen AG), an denen wesentliche nicht beherrschende
Anteile bestehen, sind nachfolgend angegeben. Bei den
langfristigen Vermögenswerten handelt es sich im
Wesentlichen um die nach IAS 40 in Verbindung mit IAS 13
bewerteten Investment Properties.
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Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Frankfurt am Main, den 26. August 2024
Der Vorstand
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Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Branicks Group AGWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Konzerngewinn- und Verlustrechnung,
Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz,
Konzernkapitalflussrechnung,
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie
ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben -
und den Konzernzwischenlagebericht der Branicks Group AG,
Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar 2024
bis zum 30. Juni 2024, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht
auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Hamburg, 26. August 2024
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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1 Nur für das Commercial Portfolio
berechnet.
Anschrift und ImpressumBranicks Group AG
Neue Mainzer Straße 32 - 36
60311 Frankfurt am Main
Tel. (069) 9454858-0
Fax (069) 9454858-99 98
ir@braaicks.com | vwwv.braaicks.com
© August 2024 | Herausgeber: Branicks Group AG
Konzept, Gestaltung und Umsetzung:
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG
Zukunftsbezogene AussagenDieser Halbjahresbericht enthält Angaben, die sich
auf die zukünftige Entwicklung beziehen. Diese
Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis
der uns derzeit zur Verfügung stehenden Informationen
getroffen haben. Sollten die den Aussagen zugrunde gelegten
Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie im
Risikobericht angesprochen - eintreten, so können die
tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten
Ergebnissen abweichen.
Hinweis:Dieser Bericht erscheint in Deutsch (Originalversion)
und in Englisch (nicht bindende Übersetzung).
Aus rechnerischen Gründen können in Tabellen
und bei Verweisen durch Rundung Differenzen zu den
mathematisch exakten Werten (Geldbeträge (TEUR);
Prozentangaben (%) etc.) auftreten.
Im Text wird in der Regel das generische Maskulinum
verwendet, wobei alle Geschlechter gleichermaßen
gemeint sind.
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