![]() Dierig Holding AGAugsburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Konzernjahresfinanzbericht 2010IFRS
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ― |
die Analyse und die Erörterung des Jahres- und des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2009; |
| ― |
die Erörterung von Maßnahmen des Vorstandes im Geschäftsbereich Textilien; |
| ― |
die Erörterung von Maßnahmen des Vorstandes im Geschäftsbereich Immobilien mit dem Schwerpunkt auf den laufenden und geplanten Investitionsvorhaben; |
| ― |
die Analyse und Erörterung der unterjährigen Geschäftsergebnisse und des Zwischenberichts; |
| ― |
die Überprüfung der Finanzlage und der Finanzierungsmöglichkeiten des Unternehmens; |
| ― |
die Zustimmung zur Konzernplanung für das Geschäftsjahr 2011; |
| ― |
die Erörterung von Maßnahmen des Vorstandes im Rahmen der Umsetzung neuer Rechnungslegungsvorschriften insbesondere des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes, des internen Kontrollsystems und der Compliance; |
| ― |
die Diskussion über die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. |
Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand im März 2011 eine Entsprechenserklärung
abgegeben und auf der Unternehmens-Homepage veröffentlicht, welche Empfehlungen des
Deutschen Corporate Governance Kodex nicht angewendet wurden oder werden.
Interessenskonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb des Aufsichtsrates
nicht aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl
des Gremiums als unabhängig einzustufen. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen
Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe
sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, geprüft.
Der Aufsichtsrat hat 2010 gemäß dem am 05. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz
zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) das System der Vorstandsbezüge
den neuen gesetzlichen Regelungen angepasst. Insbesondere hat der Aufsichtsrat die
Vorstandsvergütungen im Hinblick auf ihre Angemessenheit überprüft und den variablen
Teil der Vergütungen im Hinblick auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gestaltet.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2010 mit dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht des Vorstandes haben dem Aufsichtsrat
vorgelegen. Sie sind von dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer der
Gesellschaft, der RP Richter GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft
und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Den Auftrag zur Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat auf
der Grundlage seines in der Sitzung am 26. November 2010 gefassten Beschlusses erteilt.
Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat
vor Erteilung des Auftrags zur Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2010 eine Erklärung
des Abschlussprüfers darüber eingeholt, welche beruflichen, finanziellen oder sonstigen
Beziehungen zwischen dem Prüfer und dem Unternehmen bestehen, die Zweifel an seiner
Unabhängigkeit begründen könnten. Die Erklärung erstreckt sich auch auf den Umfang
anderer Beratungsleistungen, die für das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr
erbracht wurden. Nach der dem Aufsichtsrat durch den Abschlussprüfer vorgelegten Erklärung
ergaben sich keine Zweifel an dessen Unabhängigkeit.
Der Aufsichtsrat hatte für die Prüfung 2010 folgende Schwerpunkte mit dem Abschlussprüfer
festgelegt:
| ― |
Konzernlagebericht einschließlich Chancen- und Risikoberichterstattung (§ 315 Abs. 1 HGB, DRS 15, DRS 5) |
| ― |
Darstellung wesentlicher zukunftsbezogener Annahmen und Schätzungsunsicherheiten (IAS 1.125 ff.) |
Über beide Schwerpunkte berichtete der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat gesondert.
Beanstandungen haben sich nicht ergeben.
Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig
vor der Bilanzsitzung zugesandt. An der Bilanzsitzung am 25. März 2011 haben Vertreter
des Abschlussprüfers teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung
berichtet und Fragen aus dem Aufsichtsrat beantwortet. Der Abschlussprüfer stellte
im Rahmen seiner Prüfung unter anderem fest, dass potenzielle, den Fortbestand der
Gesellschaft und des Konzerns gefährdende Entwicklungen durch das gemäß § 91 Absatz
2 Aktiengesetz errichtete Risikofrüherkennungssystem erfasst und erkannt werden. Die
Risiken sind in den Lageberichten für die Einzelgesellschaft und den Konzern zutreffend
dargestellt. Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand ebenfalls das Risikomanagementsystem,
seine Organisation und die Wirkungsweise erörtert. Eventuelle Schwachpunkte im rechnungslegungsbezogenen
internen Kontroll- und Risikomanagementsystem wurden auch durch den Wirtschaftsprüfer
nicht festgestellt. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben alle Fragen
umfassend und zur Zufriedenheit des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat
von dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmend Kenntnis genommen.
Nach dem Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen eigenen Prüfung des Jahresabschlusses,
des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts sowie des Vorschlags
zur Gewinnverwendung sind Einwendungen nicht zu erheben. Lagebericht und Konzernlagebericht
spiegeln auch die unterjährig durch den Vorstand berichtete Entwicklung wider.
Der Aufsichtsrat billigt daher den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 und den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2010. Der Jahresabschluss der AG ist damit festgestellt.
Auch den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung hat der Aufsichtsrat geprüft.
Unter Berücksichtigung der aktuellen Finanz- und Liquiditätslage schließt sich der
Aufsichtsrat dem Vorschlag an.
Die RP Richter GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat zusätzlich den vom
Vorstand nach § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
geprüft. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
|
|
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." |
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
ebenfalls geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstandes
und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr erfolgreiches Engagement.
Augsburg, den 25. März 2011
Der Aufsichtsrat
| Dr. Hans-Peter Binder |
| Vorsitzender |
Vorstand und Aufsichtsrat der Dierig Holding AG begrüßen die Intention der Regierungskommission
Deutscher Corporate Governance Kodex, das Vertrauen - auch internationaler Anleger
- in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken sowie die Unternehmensinteressen
auch an den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und einer nachhaltigen Entwicklung
auszurichten. Daneben sind Vorstand und Aufsichtsrat der Überzeugung, dass bei der
Umsetzung der Empfehlungen des Kodex der wirtschaftliche Grundgedanke einer ausgewogenen
Kosten-Nutzen-Relation zu berücksichtigen ist. Gerade die Befolgung dieses Grundgedankens
trägt letztlich zu einer langfristigen, auf nachhaltige Wertschöpfung gerichteten
Unternehmensentwicklung bei. Aus firmenspezifischen Gründen weicht die Dierig Holding
AG dennoch in einzelnen Punkten von den Empfehlungen des Kodex ab.
Ein Abgleich der Entsprechenserklärung vom März 2010 mit der tatsächlich im Geschäftsjahr
2010 umgesetzten Corporate Governance ergab keine Abweichungen. Die Geschäftsordnungen
für Vorstand und Aufsichtsrat blieben 2010 unverändert. An der Hauptversammlung 2010
haben rechnerisch rund 84% des stimmberechtigten Grundkapitals teilgenommen. Alle
zur Beschlussfassung anstehenden Punkte wurden angenommen.
Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ist nachstehend aufgeführt und im Internet
unter www.dierig.de veröffentlicht. Ebenso im Internet veröffentlicht sind alle anderen
die Dierig Holding AG betreffenden Informationen wie Zwischenberichte, jährliche Geschäftsberichte,
Einladungen und sonstige Informationen zu Hauptversammlungen, Pressemitteilungen sowie
der Finanzkalender.
Vorstand und Aufsichtsrat der Dierig Holding AG erklären, dass den vom Bundesministerium
der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten
Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der
Fassung vom 26. Mai 2010 bis auf die nachfolgend genannten Ausnahmen entsprochen wird:
Die Gesellschaft soll den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte erleichtern.
Auch bei der Briefwahl und der Stimmrechtsvertretung soll die Gesellschaft die Aktionäre
unterstützen.
Die Satzung der Dierig Holding AG sieht keine Briefwahl vor. Die Dierig Holding AG
bietet aber den Aktionären die Möglichkeit, einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter
mit der Ausübung des Stimmrechts zu beauftragen, sodass die Wahrnehmung der Aktionärsrechte
durch die zusätzliche Möglichkeit einer Briefwahl im Ergebnis nicht erleichtert würde.
Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity)
achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.
Der Aufsichtsrat beachtet bei der Besetzung des Vorstandes die Empfehlungen der "Regierungskommission
Deutscher Corporate Governance Kodex". Zur Zeit steht keine Neubesetzung des Vorstandes
an. Der Aufsichtsrat wird aber bei der Neubesetzung auf Vielfalt (Diversity) achten.
Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten, der sich
insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements und der Compliance,
der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags
an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung
befasst. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und
Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren
verfügen.
Da der Aufsichtsrat der Dierig Holding AG sich aus lediglich sechs Mitgliedern zusammensetzt,
werden die Themengebiete, für deren Behandlung der Kodex einen Prüfungsausschuss empfiehlt,
effizient im Gesamtgremium diskutiert und entschieden. Die Einrichtung eines Prüfungsausschusses
durch den Aufsichtsrat erscheint daher weder angemessen noch notwendig.
Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern
der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die
Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt.
Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrates der Dierig Holding AG können geeignete
Wahlvorschläge an die Hauptversammlung effizient vorbereitet werden. Die Einrichtung
eines Nominierungsausschusses durch den Aufsichtsrat erscheint daher nicht notwendig.
Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter
Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des
Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für
Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten
Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge
des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen.
Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate
Governance Bericht veröffentlicht werden.
Der Aufsichtsrat hat sich bisher bei seinen Wahlvorschlägen ausschließlich von der
Eignung der Kandidatinnen und Kandidaten mit dem Ziel leiten lassen, den Aufsichtsrat
so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen
Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen
Erfahrungen verfügen.
Im Einzelnen setzt sich die Vorstandsvergütung aus einer festen Vergütung, einer variablen
Tantieme und einer Altersvorsorge zusammen. Die feste Vergütung wird als monatliches
Gehalt ausbezahlt. Die variable Tantieme ist auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung
auf Basis des gewichteten Konzernergebnisses (EBIT) der letzten drei Geschäftsjahre
(langfristiger Verhaltensanreiz) ausgerichtet. Daneben kann der Aufsichtsrat eine
nach der Ertragslage der Gesellschaft, besonderen Erfolgen und/oder persönlicher Leistung
zu bemessende Sondervergütung (Ermessenstantieme) gewähren. Die Höhe der Altersvorsorge
ist alters- und dienstzeitabhängig und errechnet sich anteilig auf Basis der zuletzt
bezogenen festen Vergütung.
Die variable Tantieme sowie die Ermessenstantieme sind nach oben begrenzt (Tantieme-Cap)
und werden am Ende des Monats, in der die Hauptversammlung für das betreffende Geschäftsjahr
stattfindet, ausbezahlt. Außer bei berechtigter fristloser Kündigung durch die Gesellschaft
oder unberechtigter Eigenkündigung vom Vorstand enthalten die Vorstandsverträge für
den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses eine Abfindungszusage.
Die Abfindung ist die Gesamtvergütung für die Restlaufzeit des Dienstvertrages, höchstens
jedoch zwei Jahresgesamtvergütungen (Abfindung-Cap). Aus Anlass der vorzeitigen Beendigung
der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) sind keine
besonderen Zusagen für Leistungen vereinbart worden.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Mai 2006 verzichtet die Dierig Holding AG
auch weiterhin auf den individuellen Ausweis der Vorstandsvergütung unter Namensnennung.
Weitere Ausführungen zum Vergütungssystem von Aufsichtsrat und Vorstand finden sich
im Vergütungsbericht (Konzernlagebericht und Konzernanhang Nr. 48).
Augsburg, im März 2011
Dierig Holding AG
| Der Aufsichtsrat | Der Vorstand |
Die Weltwirtschaft erholte sich im Jahr 2010 erfreulich rasch von der Krise. Nachdem
die Weltwirtschaft im Jahr 2009 um 2,2% geschrumpft war, wuchs die Menge der weltweit
produzierten Güter und Dienstleistungen im Jahr 2010 nach Angaben der Weltbank wieder
um 3,9%. Damit übertraf die Wirtschaftsleistung nicht nur das Vorkrisenniveau, auch
kehrte die Weltwirtschaft auf ihren Wachstumspfad zurück.
Nach Angaben der Weltbank ging fast die Hälfte des globalen Wachstums auf das Konto
der Schwellenländer. In China, wo auch im Krisenjahr 2009 ein Wachstum von 8,7% erreicht
wurde, stieg die Wirtschaftsleistung 2010 um rund 10%, die indische Wirtschaft erreichte
2010 ein Plus von über 8%. Im asiatisch-pazifischen Raum wurde ein Wachstum von 9,7%
erreicht.
Wesentlich langsamer ging die Erholung in den Industrienationen vonstatten. In den
USA wuchs die Wirtschaft nach vorläufigen Angaben des US-amerikanischen Handelsministeriums
im Jahr 2010 um immerhin 2,9%. Die Ursachen dafür waren einerseits milliardenschwere
Konjunkturprogramme und damit einhergehend eine Rekordverschuldung des Staates und
andererseits die - ebenfalls häufig kreditfinanzierten - Konsumausgaben der Verbraucher.
In der Europäischen Union lag das Wachstum im Jahr 2010 bei ca. 1,5%, wobei Deutschland
unter allen europäischen Staaten die Wirtschaftskrise am schnellsten bewältigte. In
Deutschland stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,6% und damit
so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Die Erholung erfolgte vor allem
während der Sommermonate.
Wachstumsimpulse kamen 2010 sowohl vom Außenhandel als auch aus dem Inland. Die Exporte
stiegen preisbereinigt um 14,2%, die Importe etwas weniger stark um 13,0%. Der Außenbeitrag,
also die Differenz zwischen Exporten und Importen, steuerte dadurch im Jahr 2010 einen
positiven Wachstumsbeitrag von 1,1 Prozentpunkten zum Bruttoinlandsprodukt bei. Im
Jahr 2009 war beim Außenbeitrag noch ein Defizit von 2,9 Prozentpunkten entstanden.
Im Inland stiegen aufgrund von Aufholeffekten die Investitionen in Maschinen und Anlagen
um enorme 9,4%. Die Bauinvestitionen nahmen um 2,8% zu. Die privaten Konsumausgaben
stiegen preisbereinigt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,5%, die staatlichen
Konsumausgaben nahmen im Wesentlichen bedingt durch die greifenden Konjunkturprogramme
um 2,2% zu.
Der Handelsverband HDE meldete für 2010 ein Wachstum der Einzelhandelsumsätze von
1,5%. Die höchsten Zuwächse in der Einzelhandelsstatistik erreichten von Januar bis
November 2010 die Luxusgüter Uhren und Schmuck mit 12,6% Steigerungsrate sowie Körperpflegemittel
und Kosmetik mit einem Plus von 7,5%. Für Bekleidung wurde in Deutschland 4,7% mehr
ausgegeben, für das Wohnen und Einrichten 1,0%. Die Unterhaltungselektronik, in den
Vorjahren stets in der Spitzengruppe der wachstumsstärksten Konsumartikel, erzielte
2010 ein Plus von lediglich 2,2%. Die Inflationsrate lag im Gesamtjahr 2010 bei gemittelten
1,1%. Anfang des Jahres gab es fast gar keine Teuerung, gegen Ende des Jahres beschleunigte
sich der Preisanstieg auf rund 1,7%. Der Großteil der Inflation ging auf Preissteigerungen
bei Strom und Kraftstoffen zurück.
Die Konsumkonjunktur resultierte größtenteils aus zwei Faktoren: der guten Entwicklung
auf dem Arbeitsmarkt und der damit verbundenen Erhöhung der Realeinkommen. Im Jahresdurchschnitt
waren 40,5 Millionen Personen in Deutschland beschäftigt, das waren 212.000 Personen
oder 0,5% mehr als ein Jahr zuvor. Damit erreichte die Beschäftigung einen neuen Höchststand.
Die Zahl der Erwerbslosen (internationale Abgrenzung) ging um 297.000 Personen (-
9,2%) auf 2,9 Millionen zurück. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nahm
nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2010 um 2,6% zu und belief sich auf € 1.595
Mrd. Die durchschnittlichen Löhne und Gehälter je Arbeitnehmer stiegen brutto um 2,2%
und netto um 3,4%. Gebremst wurde der Konsum jedoch von einer abermals gestiegenen
Sparquote. Im Jahr 2010 legten die privaten Haushalte 11,4% ihres Einkommens zurück.
2009 bezifferte sich die Sparquote noch auf 11,1%.
Stabilisierend für die Lage der Unternehmen war, dass die Erhöhung der Löhne und Gehälter
mit einer Steigerung der Arbeitsleistung und der Arbeitsproduktivität einherging.
Nach dem Auslaufen der Kurzarbeit nahmen die geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigem
um 2,0% gegenüber dem Vorjahr zu, im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) arbeitete
jeder Erwerbstätige 2010 im Durchschnitt sogar 5,7% mehr als im Jahr zuvor. Das preisbereinigte
BIP je Erwerbstätigenstunde stieg 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 1,0%.
Erkauft wurde der Aufschwung auch durch eine massive Ausweitung der Staatsverschuldung.
Der Staatssektor wies nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes
ein Defizit in Höhe von € 88,6 Mrd. aus. Das war der höchste jemals gemessene Wert.
Die Staatsausgaben stiegen 2010 um 2,2%, die Staatseinnahmen erhöhten sich um lediglich
0,9%.
Die Lage der deutschen Textilindustrie zeigte sich 2010 gegenüber dem Katastrophenjahr
2009 verbessert. Nach vorläufigen Daten des Gesamtverbands Textil + Mode wuchs der
Branchenumsatz der Textilindustrie im Jahr 2010 um 16,8%. Die Bekleidungsindustrie
indes verharrte 2010 mit einem Wachstum von 0,8% auf dem desaströsen Niveau des Vorjahres.
Aber auch die Textilindustrie blieb 2010 weit unter dem Vorkrisenniveau. Sie erzielte
2010 nur rund 90% der Umsätze des Basisjahres 2005. Die inländische Bekleidungsindustrie
hat gegenüber dem Basisjahr 2005 sogar ein Drittel des Umsatzvolumens verloren. Die
Beschäftigtenzahlen sowohl in der Textil- als auch in der Bekleidungsindustrie gehen
weiter zurück. Mit rund 122.000 Arbeitsplätzen in beiden Teilsegmenten sind Textil
und Mode für den deutschen Arbeitsmarkt praktisch bedeutungslos.
Die statistische Datenlage im für die Dierig-Gruppe besonders wichtigen Teilmarkt
der Bettwäsche ist unbefriedigend und wenig belastbar. Wegen der geringen Größe des
Marktsegmentes wird das Segment Bettwäsche nicht von einer aktuellen amtlichen Statistik
erfasst.
Angesichts dieser unscharfen Datenlage geht der Vorstand der Dierig Holding AG bei
der Ermittlung des Marktvolumens und der Branchenkonjunktur von eigenen Einschätzungen
aus. Demnach liegt der inländische Handelsumsatz mit Bettwäsche seit Jahren stabil
bei € 1 Mrd. Dies entspricht jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben von etwas über € 12. Diese
Zahlen werden durch Veröffentlichungen der Unternehmensberatung BBE Retail Experts
bestätigt. Die Branchenkonjunktur für Bettwäsche war nach eigener Einschätzung der
Dierig-Gruppe verhalten positiv.
Wesentlich stärker als die kleinen Verschiebungen auf dem Inlandsmarkt wirkten sich
im Berichtsjahr die Entwicklungen auf den internationalen Rohstoffmärkten auf den
deutschen Textilmarkt aus. Im Verlauf des Jahres 2010 verdoppelte sich der Preis für
Baumwolle, wobei sich der Preisanstieg zum Jahresende hin spekulationsbedingt immer
stärker beschleunigte. Zusätzlich zog der ansteigende Baumwollpreis die Preise für
andere Natur- und auch Kunstfasern nach oben.
Die Preisexplosion hat mehrere Ursachen. Die Baumwollernte in den wichtigsten Erzeugerregionen
fiel schlecht aus, Teile der Ernte wurden durch Naturkatastrophen vernichtet. Hinzu
kommt, dass die Nachfrage nach Textilien stetig zunimmt - zum einen durch die wachsende
Weltbevölkerung, zum anderen deshalb, weil in den Schwellenländern mit steigenden
Löhnen auch der Wohlstand zunimmt und immer mehr Menschen in die Lage versetzt werden,
Textilien zu kaufen. Nicht allein bei den Rohstoffen herrscht Knappheit. Gegenläufig
zur gesteigerten Nachfrage nach Textilien geht weltweit das Produktionsvolumen in
der Textilverarbeitung zurück. So wanderten in China und Indien, den beiden Textilgiganten
der Weltwirtschaft, 2010 viele Textilarbeiter in besser bezahlte Berufe ab. Zusätzlich
heizte die Spekulation in Rohstoffen die Preisentwicklung an. In Summe dieser Entwicklungen
stiegen 2010 die Einstandskosten für Textilien enorm. Dabei war es nicht möglich,
diese höheren Kosten auf der Beschaffungsseite an die krisengeschüttelten Verbrauchermärkte
weiterzugeben.
Nach Einschätzung des Vorstands der Dierig Holding AG markiert das Jahr 2010 den Anfang
eines langfristigen Trends. Selbst wenn es der Textilwirtschaft kurzfristig gelingt,
neue Beschaffungsregionen zu erschließen, werden sich die Verbraucherpreise für Textilien
mittelfristig überall in der Welt stark erhöhen, wobei die Preisentwicklung im Segment
Textil die allgemeine Teuerungsrate übersteigen wird.
Schon im Krisenjahr 2009 hatte die deutsche Immobilienwirtschaft im Vergleich zu anderen
Wirtschaftszweigen wenig Grund zur Klage. Der Markt blieb weitgehend stabil, lediglich
die Neuvermietungen an das produzierende Gewerbe gingen zurück. Im Jahr 2010 hellte
sich die Immobilienkonjunktur nochmals auf. Für viele Investoren war die Immobilie
die erste Wahl, um Vermögen sicher anzulegen. Erfreulicherweise konnte also in Deutschland
von einer Immobilienkrise keine Rede sein.
Gestützt durch die gute Beschäftigungslage stieg nach Angaben des Immobilienverbands
IVD die Nachfrage nach Produktionsflächen und Büroräumen an. Die gute Konsumkonjunktur
wirkte sich ebenfalls positiv auf die Vermarktung von Einzelhandelsflächen aus. In
beiden Segmenten sanken die Leerstandsraten. Besonders stark stieg die Nachfrage im
Wohnungsbau. Begünstigt durch niedrige Zinsen investierten private Bauherren wie gewerbliche
Investoren in "Betongold" - bevorzugt in den Städten. In ländlichen Gebieten war 2010
indes eine weitere Abwanderung der Bevölkerung und ein Überangebot an Wohnraum zu
beobachten. Im Bereich der Logistikimmobilien, einem wichtigen Teilmarkt für die Dierig-Gruppe,
verdoppelte sich nach Angaben des Immobilieninvestors Jones Lang LaSalle im Jahr 2010
innerhalb Deutschlands das Transaktionsvolumen aus Vermietungen und Verkäufen gegenüber
dem Vorjahr. Dies ist ein deutliches Signal für eine steigende Nachfrage nach Lagerflächen.
Trotz der positiven Nachfrageentwicklung in den meisten Segmenten der Immobilienwirtschaft
erhöhten sich insbesondere die Gewerbemieten überwiegend nur im Rahmen der allgemeinen
Teuerungsrate. Der allgemeine Aufschwung erwies sich 2010 noch als zu wenig tragfähig,
um größere Mieterhöhungen durchsetzen zu können.
Der steigende Flächenbedarf spiegelte sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes
jedoch bereits in der Entwicklung der Bauwirtschaft wider. Der amtlichen Statistik
zufolge verzeichnete die Wirtschaftsleistung im Baugewerbe 2010 erstmals seit über
zehn Jahren wieder ein Plus: Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Bauinvestitionen
um 2,8%, was in erster Linie einem kräftigen Zuwachs von 4,4% bei den Wohnbauten zuzuschreiben
war. Die Beschäftigtenzahl im Baugewerbe stieg um 1,4% auf hochgerechnet 710.000 Erwerbstätige.
Ein von der amtlichen Statistik abweichendes Bild zeichnet der Hauptverband der Bauindustrie,
der für das Jahr 2010 von einem Rückgang der Umsätze im Bauhauptgewerbe um nominal
1% berichtet. Zurückzuführen sei dies auf einen Rückgang im Wirtschaftsbau in Höhe
von 4,5% und ein Minus im öffentlichen Bau von 3%. Die Begründung: Die Konjunktur
im verarbeitenden Gewerbe sei zwar angesprungen, es brauche jedoch noch einige Zeit,
bis die Wirtschaft wieder bauintensive Erweiterungsinvestitionen in Auftrag geben
würde. Im öffentlichen Bau sei es zu einem verzögerten Abruf der Mittel aus den beiden
Konjunkturpaketen gekommen. Aus eigenen Marktbeobachtungen der Dierig-Gruppe ist jedoch
erkennbar, dass zumindest die regionale Bauwirtschaft an den süddeutschen Standorten
gut ausgelastet ist. Auch zogen die Baupreise 2010 regional leicht an.
Die Dierig-Gruppe ist unter anderem Eigentümerin von Immobilien, die von Sozialarbeitsträgern
im weitesten Sinne genutzt werden. Darunter sind Pflegeheime und Einrichtungen für
psychisch Kranke ebenso wie Lernwerkstätten und Bildungseinrichtungen der berufsbezogenen
Jugendhilfe. In diesem Spezialgebiet der Immobilienwirtschaft zeigte sich 2010 neue
Investitionsbereitschaft.
Die lokale Immobilienkonjunktur in Augsburg und Kempten, den beiden Hauptstandorten
der Dierig-Gruppe, zeigte sich im Jahr 2010 stark verbessert. Zwar sind im Großraum
Augsburg immer noch viele ehemalige Industrieareale nicht entwickelt. Diese Immobilien
stehen oftmals leer oder werden nur minderwertig genutzt. Entwickelte Flächen wurden
jedoch 2010 vom lokalen Immobilienmarkt schnell absorbiert, sodass es zu keinem Überangebot
kam. Auch bei den Logistikimmobilien setzte 2010 neue Nachfrage ein. 2009 hatte noch
durch den Neubau des Güterverkehrszentrums Augsburg ein Überangebot an Logistikflächen
bestanden. Dies wurde 2010 von örtlichen Logistikdienstleistern vollständig aufgenommen.
Auch auf dem Wohnungsmarkt zeigte sich neues Interesse. Durch die gezielte Stadtentwicklungspolitik
und insbesondere den Ausbau des Bildungsbereichs mit Universität, Fachhochschule und
weiteren Fachschulen ist Augsburg eine wachsende Stadt.
Gleiches gilt für Kempten, das als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum im sonst
ländlich geprägten Allgäu eine wirtschaftlich äußerst positive Entwicklung nimmt.
Insbesondere die Hochschule Kempten als "University of Applied Sciences" ist ein wichtiger
Standortfaktor. In Stadt und Umland gibt es viele Unternehmensgründungen, insbesondere
im Technologiebereich. Dies wirkte auch 2010 stimulierend auf den Immobilienmarkt.
Im Jahr 2009 herrschte in der Dierig-Gruppe Kurzarbeit. Zum Jahresbeginn hatten die
Umsatzeinbußen dramatische Ausmaße. Im Jahresverlauf zeigte sich jedoch ein Silberstreif
am Horizont, sodass die anfänglichen Umsatzverluste zum 31. Dezember 2009 auf 6,9%
begrenzt werden konnten. Daher konnte auch die Kurzarbeit am 31. Dezember 2009 beendet
werden.
Am 1. Januar 2010 startete das Unternehmen in ein Jahr, das nahtlos an das Wachstum
der zweiten Jahreshälfte 2009 anknüpfte und das mit einem erfreulichen Umsatzplus
die Erwartungen übertraf. Nahezu alle Gesellschaften übertrafen die Vorjahreszahlen
und zum überwiegenden Teil auch die Planvorgaben bei Umsatz und Ertrag deutlich.
Insbesondere der Textilbereich wuchs stark. Der konsolidierte textile Umsatz stieg
um 14,1 % respektive € 8,0 Mio. von € 57,1 Mio. im Jahr 2009 auf € 65,0 Mio. im Jahr
2010. 2010 wurden im Textilbereich € 32,7 Mio. im Ausland erlöst, die textile Exportquote
belief sich auf 50,2% (Vorjahr: 50,5%). Die Immobilien, die sich in 2009 als sehr
robust erwiesen, konnten ihren Umsatz trotz restriktiver Investitionspolitik behaupten.
Der um Konsolidierungen bereinigte Immobilienumsatz belief sich auf € 6,1 Mio. (Vorjahr:
€ 5,9 Mio.). Davon wurden im Ausland T€ 96 erlöst.
Damit stieg der konsolidierte Konzernumsatz im Jahr 2010 um € 8,1 Mio. oder 12,9%
von € 63,0 Mio. auf € 71,1 Mio.
| Umsatzentwicklung im Dierig-Konzern | 2010 | 2009 | Veränderung |
| Textil | 65,0 | 57,1 | 14,1% |
| Immobilien | 6,1 | 5,9 | 2,0% |
| Gesamt | 71,1 | 63,0 | 12,9% |
| Angaben in € Mio. |
|||
Damit bewertet der Vorstand das Geschäftsjahr 2010 als ein gutes Jahr. Entgegen der
noch im Krisenjahr 2009 erstellten und damit zurückhaltenden Planung konnten viele
Wachstumschancen genutzt werden. Der in mehrere Spezialsegmente gegliederte Textilbereich
der Dierig-Gruppe entwickelte sich wie im Vorjahr größtenteils besser als der Markt.
Zwar waren auch im Jahr 2010 Ausfälle zu verzeichnen. So wirkte sich die Insolvenz
des Versenders Quelle aus dem Jahr 2009 - Quelle war ein Großkunde der Bettwäschegesellschaft
Adam Kaeppel, die Schweizer Landesgesellschaft des Quelle-Versands ein wichtiger Kunde
der Dierig AG in Wil/St. Gallen - auf den Absatz im Jahr 2010 aus. Zudem kam es im
gesamten Marktumfeld zu diversen Ausfällen. Dennoch konnten die Textilgesellschaften
dies kompensieren und neue Kunden und Marktanteile hinzugewinnen. Wie bereits im Vorjahr
war es weiterhin schwierig, für internationale und innerdeutsche Textilgeschäfte in
vollem Umfang Warenkreditzusagen zu erhalten.
Die Immobiliensparte hatte in den Jahren 2009 und 2010 aus Gründen der Konsolidierung
und Risikominimierung darauf verzichtet, in größere Baumaßnahmen zu investieren. Daher
wurde im Jahr 2010 das Flächenangebot in geringerem Umfang vergrößert und die Bausubstanz
punktuell aufgewertet. Das Hauptaugenmerk lag 2010 auf der Sicherung der Mietverhältnisse
und der Entwicklung von Konzepten. Dennoch - und obwohl sich im fragilen Aufschwung
am Immobilienmarkt Mietpreissteigerungen nur im geringen Umfang realisieren ließen
- erreichte die Immobiliensparte stabile Mietumsätze.
Die Lage der Bereiche im Einzelnen:
Im deutschen Bettwäschemarkt ist die Dierig-Gruppe mit zwei Gesellschaften vertreten.
Die fleuresse GmbH verkauft mittel- bis hochpreisige Bettwäsche an Fachgeschäfte,
die Adam Kaeppel GmbH setzt mittelpreisige Bettwäsche an Großabnehmer des Einzelhandels
ab. 2010 profitierten beide Gesellschaften neben einer anhaltend guten Konsumkonjunktur
auch von einem langandauernden Winter 2009 auf 2010 und einem kalten Dezember 2010.
Im Weihnachtsgeschäft 2010 konnten große Mengen an warmer Flanell-Bettwäsche abgesetzt
werden.
Durch die Konzentration auf Großabnehmer hatte die Adam Kaeppel GmbH 2010 trotz guter
Konsumlaune einige widrige Entwicklungen zu verkraften. Im Jahr 2009 waren die Kaufhauskette
Hertie und der Quelle-Versand aus dem Markt ausgeschieden. Damit fehlten der Adam
Kaeppel GmbH im Jahr 2010 zwei wichtige Abnehmer. Zusätzlich erwies sich der Bettwäscheverkauf
an den Großkunden Karstadt im Jahr 2010 wegen des laufenden Insolvenzverfahrens als
schwierig. Dennoch gelang der Gesellschaft ein starkes Umsatzplus. Die Adam Kaeppel
GmbH konnte den Markt mit junger Mode und Qualität überzeugen. Leider war es 2010
nur teilweise möglich, die enormen Preissteigerungen beim Rohstoff Baumwolle an den
Markt weiterzugeben.
Auch die fleuresse GmbH entwickelte sich positiv und übertraf die Planzahlen und Vorjahresumsätze.
Noch stärker als bei der Schwestergesellschaft Adam Kaeppel GmbH hängt in dem von
der fleuresse GmbH abgedeckten Preis- und Qualitätssegment knapp unterhalb des schmalen
Luxusbereichs der Verkaufserfolg von modischen Entwicklungen ab. Der fleuresse GmbH
gelang es 2010, mit ihren hochmodischen Dessins und einer gelungenen technischen Umsetzung
im Textildruck Wettbewerber zu verdrängen. Ware von fleuresse unterscheidet sich vom
Wettbewerbsangebot vielfach durch die modische Dessinierung. Langfristig profitiert
die fleuresse GmbH vom demographischen Wandel. Ware von fleuresse wird insbesondere
von Konsumenten mittleren Alters und mit gehobenem Einkommen gekauft.
Die Christian Dierig Ges.m.b.H. mit Sitz im österreichischen Leonding übernimmt von
der fleuresse GmbH Muster und Meterware, konfektioniert sie auf landestypische Maße
und setzt die Ware anschließend in Österreich als Heimatmarkt und darüber hinaus in
Slowenien, Kroatien, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, in Südtirol und in Rumänien
ab. Im Jahr 2010 zeigte sich die Konsumkonjunktur in Österreich und den meisten Staaten
Südosteuropas ähnlich wie in Deutschland robust. Aus den Märkten Slowenien, Kroatien
und Rumänien meldete die Christian Dierig Ges.m.b.H. für 2010 eine noch zurückhaltende
Kaufbereitschaft. Dennoch konnte die Gesellschaft das Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus
abschließen und ihre Marktführerschaft ausbauen.
Die schweizerische Bettwäschegesellschaft Dierig AG in Wil/St. Gallen konzentriert
sich größtenteils noch auf den deutschsprachigen Landesteil, in dem ein ähnlicher
Wohn- und Einrichtungsgeschmack vorherrscht wie in Deutschland. Anders als in Deutschland
und Österreich wirkte sich in der Schweiz die Wirtschaftskrise zeitverzögert aus.
2009 blieb der Konsum weitgehend stabil, 2010 allerdings mussten die für die Dierig
AG wichtigen Abnehmer im Wäschefachhandel sowie in der Gastronomie und Hotellerie
Einbrüche hinnehmen. Außerdem verlor die Dierig AG im Jahr 2010 als Spätfolge der
Arcandor-Insolvenz aus dem Jahr 2009 einen wichtigen Versandhandelskunden. Trotz dieser
widrigen Umstände erreichte die Dierig AG knapp den Vorjahresumsatz.
Der saldierte Umsatz aller Bettwäschegesellschaften überstieg das Vorjahresniveau
erfreulich. Zudem entwickelten sich die Verkaufserlöse der Marken Kaeppel und fleuresse
besser als der Gesamtmarkt, sodass die Gesellschaften der Dierig-Gruppe im Segment
Markenbettwäsche abermals Marktanteile gewinnen konnten.
Auch das Segment des internationalen Handels mit Geweben, in dem mit der Christian
Dierig GmbH und der BIMATEX Textil-Marketing- und Vertriebs-GmbH (beide Augsburg)
zwei Unternehmen der Dierig-Gruppe aktiv sind, kehrte im Jahr 2010 wieder in den meisten
Bereichen in die Erfolgsspur zurück. Hier wurden zum Teil große Umsatzzuwächse erreicht,
auch durch die enorme Verteuerung der Baumwolle.
Das Exportgeschäft mit Damasten der Christian Dierig GmbH stagnierte. Die Ursachen:
In den westafrikanischen Absatzmärkten zeigten sich vielfach noch die akuten Auswirkungen
der Wirtschaftskrise. Außerdem transferierten in Europa beschäftigte Arbeitskräfte
weniger Geld in die Heimat, sodass sich der westafrikanische Markt für hochwertige
Bekleidungsstoffe rückläufig entwickelte und ein Überangebot auf die Preise drückte.
Erschwerend kam hinzu, dass es zum Jahresende 2010 in der Republik Elfenbeinküste
zu politischen Unruhen kam, die den Textilmarkt einbrechen ließen. Dennoch erreichte
die Christian Dierig GmbH in ihrer Sparte Afrika-Damaste die Planzahlen.
Dass die Christian Dierig GmbH dennoch ihre Vorjahreszahlen übertreffen konnte, liegt
an der positiven Entwicklung der Futterstoffsparte. Bei den Futterstoffen verteuerten
sich die Importe aus Asien im Jahr 2010 massiv. Sogar erste Versorgungslücken traten
auf. Marktveränderungen gab es auch auf Seiten der Konfektionierung. Aufgrund von
Qualitätsproblemen und der Preisentwicklung ging 2010 die frühere Dominanz asiatischer
Konfektionierer zurück, während die Lohnkonfektion in Ländern wie Tunesien, Marokko,
Serbien, Mazedonien, Rumänien und der Türkei eine größere Bedeutung für die europäische
Bekleidungsindustrie erhielt. Dies kam den Aktivitäten der Futterstoffsparte entgegen.
Die BIMATEX Textil-Marketing- und Vertriebs-GmbH verzeichnete in ihrem Kerngeschäft,
dem internationalen Rohgewebehandel, im Verlauf des Jahres 2010 ein deutliches Umsatzwachstum.
Während die Nachfrage nach Geweben aller Art in Europa und den USA stark anzog, verknappte
sich das Angebot aus Asien. Die Folge waren hohe Preissteigerungen auf dem Weltmarkt.
Dabei profitierte die BIMATEX stark von ihrer langfristigen Einkaufsstrategie und
der rechtzeitigen Bevorratung ihrer Waren.
Der Hauptgrund für die BIMATEX, ein eigenes Warenlager zu betreiben, ist die Lieferfähigkeit.
Anders als andere Anbieter im Textilgroßhandel, die kein eigenes Lager unterhalten,
sondern ihre Ware praktisch aus dem Übersee-Container heraus verkaufen, bleibt die
BIMATEX auch bei bestellten Kleinmengen immer lieferfähig. Allerdings muss die BIMATEX
die Handling- und Kapitalkosten des Lagers tragen und geht zusätzlich ein Lagerrisiko
ein: Fällt der Großhandelspreis, muss die Lagerware entsprechend abgewertet werden.
Durch die enormen Preissteigerungen von Baumwolle im Jahr 2010, die auch die Preise
anderer Fasern mit nach oben zog, konnte die BIMATEX ihre rechtzeitig eingekauften
Warenbestände im Jahresverlauf zu marktüblichen Preisen absetzen.
Eine Verknappung des Angebots zeigte sich auch in der zweiten Sparte der BIMATEX Textil-Marketing-
und Vertriebs-GmbH, dem Geschäft mit Objekttextilien. Darunter fallen Bett- und Tischwäsche,
Bademäntel, Hand- und Badetücher für Hotels sowie OP-Kittel, Flügelhemden oder Klinikbettwäsche.
Auch hier mussten die Verkaufspreise angepasst werden.
Die in der Dierig Textilwerke GmbH gebündelten Immobiliengeschäfte der Dierig-Gruppe
verliefen im Jahr 2010 positiv. Bei nahezu gleichbleibendem Flächenangebot und stagnierendem
Mietniveau erreichte die Immobiliensparte stabile Mietumsätze.
Der konsolidierte Immobilienumsatz aus Vermietung und Verpachtung belief sich auf
€ 6,1 Mio. (Vorjahr: € 5,9 Mio.) und lag damit 2,0% über dem Vorjahresniveau. Der
Anteil des Immobiliengeschäftes am konsolidierten Konzernumsatz betrug im Jahr 2010
8,6%.
Angesichts des zunächst fragilen Aufschwungs verfolgte die Immobiliensparte auch im
Geschäftsjahr 2010 eine vorsichtige Investitionsstrategie. Dem Gebot der Risikominimierung
folgend wurden weder neue Immobilien angekauft noch größere Bauarbeiten an Bestandsimmobilien
realisiert. Vielmehr lag das Hauptaugenmerk auf bestandssichernden Maßnahmen und dem
Abschluss langfristiger Mietverträge, verbunden mit der Vorbereitung der damit einhergehenden
Umbaumaßnahmen.
Zudem wurden potenzielle Zukäufe in Augsburg und Kempten, den beiden Hauptstandorten
der Konzernimmobilien, konzeptionell vorangetrieben, um den Grundstein für ein Wachstum
der Immobiliengeschäfte in den kommenden Jahren zu legen. Dank der aktiven Flächenvermarktung
konnte der Vermietungsgrad 2010 auf dem bisherigen Niveau gehalten und diverse Anschlussvermietungen
realisiert werden.
Im Einzelnen entwickelten sich die Immobilienstandorte wie folgt:
Der Standort Augsburg-Mühlbach ist Sitz der Dierig Holding AG und der meisten ihrer
inländischen Tochtergesellschaften. Nicht betriebsnotwendige Flächen, darunter historische
Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert und diverse Hallengebäude aus der Nachkriegszeit,
waren 2010 nahezu komplett vermietet. Die Immobilienprojekte am Standort Augsburg-Mühlbach
verliefen im Jahr 2010 planmäßig. Die Junge Werkstatt, ein langjähriger Bestandsmieter,
der in der berufsbezogenen Jugendhilfe aktiv ist, hatte 2010 einen größeren Flächenbedarf
im denkmalgeschützten Shed-Gebäude angemeldet. Dieses Vorhaben ist mit Umbaumaßnahmen
verbunden, für die 2010 die vertraglichen Grundlagen geschaffen wurden. Die noch umzubauenden
Mietflächen wurden bisher von textilen Konzerngesellschaften als Lagerfläche genutzt.
Zwei weitere Mieter haben ebenfalls Interesse an einer Vergrößerung ihrer Mietflächen
bekundet. Auch hierfür sind Umzüge im Bestand erforderlich.
Teile des Augsburger Martini Parks sind Eigentum der MCA Martini Textil GmbH & Co.
Veredelungswerke KG, Augsburg, einer 50-prozentigen Beteiligungsgesellschaft der Dierig
Textilwerke GmbH. Diese unterstützt ihre Beteiligungsgesellschaft beim Management
der Immobilien. Anders als ursprünglich vorgesehen, blieb die Freudenberg KG auch
im Jahr 2010 Hauptmieter der Flächen der MCA Martini Textil GmbH & Co. Veredelungswerke
KG. Damit blieb der Standort weiterhin gut ausgelastet. Für das Jahr 2011 ist jedoch
zu erwarten, dass die Freudenberg KG die Mietflächen verlassen wird. Anschlussvermietungen
werden verhandelt.
Der im Osten der Stadt Augsburg gelegene Prinz Gewerbepark wird als Lagerlogistik-
und Gewerbestandort vermietet. Hier zog im Jahr 2010 ein wichtiger Mieter aus. Die
freigemachten Hallenflächen konnten jedoch sofort an den zweiten Hauptmieter vermietet
werden. Damit war der Prinz Gewerbepark wie bereits im Vorjahr ganzjährig komplett
belegt.
Der ehemalige Standort der Bettwäschegesellschaft Adam Kaeppel GmbH am Rand der Augsburger
Innenstadt ist seit Anfang des Jahres 2009 teilvermietet. Der Mieter nahm zum Jahresende
einen Optionsvertrag an, zusätzlich zu den Flächen im Erdgeschoss das erste Obergeschoss
anzumieten. Die Umbauarbeiten finden im ersten Quartal 2011 statt. Damit ist die Immobilie
komplett belegt.
Überaus positiv gestaltete sich die Umnutzung des früheren Augsburger Schlacht- und
Viehhofs. Die bisherigen Mietverhältnisse waren im Geschäftsjahr 2010 stabil, insbesondere
die gastronomische Nutzung im Schlachthof, Restaurant und Bar, wurde sehr gut angenommen.
Endgültig geklärt werden konnte auch die Nutzung der ehemaligen Kälberhalle. Diese
ist der größte Bauteil und zugleich das architektonische Glanzstück des gesamten Ensembles.
Nachdem die Stadt Augsburg endgültig von einer Nutzung der früheren Kälberhalle als
Spielstätte des Stadttheaters Abstand genommen hatte, konnte die Tucher Bräu GmbH
& Co. KG als Muttergesellschaft der Hasen-Bräu Brauereibetriebsgesellschaft GmbH als
Mieterin gewonnen werden. Ursprünglich war vorgesehen, dass die traditionsreiche Augsburger
Hasen-Bräu mit ihrer Braustätte und einem Bräustüberl die ehemaligen Nachtstallungen
neben der Kälberhalle bezieht. Die Kälberhalle eignet sich jedoch aus konzeptionellen
wie aus architektonischen Gründen wesentlich besser für die geplante Nutzung. In der
Kälberhalle wird die neue Braustätte der Hasen-Bräu sowie eine Gaststätte mit Eventcharakter
entstehen. Die Sanierung der denkmalgeschützten Substanz wurde in enger Abstimmung
mit der Augsburger Baubehörde zum Jahresende 2010 begonnen. In der zweiten Jahreshälfte
2011 soll der Braubetrieb starten und die Gaststätte eröffnen. Für die Nachtstallungen
wird nun ein neues Nutzungskonzept erarbeitet. Besonders aussichtsreich ist, dieses
Gebäude ebenfalls gastronomisch und als Veranstaltungsraum zu nutzen.
Im Weiteren ist die Dierig Textilwerke GmbH Eigentümerin des Gewerbeparks Kottern
in Kempten. Dieses direkt an der Iller gelegene Areal ist ein wichtiger Standort für
die gewerbliche Wirtschaft der Stadt. Das ehemalige mehrgeschossige Spinnereigebäude
hat sich zu einem Kristallisationspunkt für moderne Dienstleistungsunternehmen aus
der Medienwirtschaft und Informationstechnologie entwickelt, was zur Bezeichnung Medienfabrik
führte (www.medienfabrik-kempten.de). In der Medienfabrik konnte die Dierig Textilwerke
GmbH in den vergangenen Jahren knapp 10.000 Quadratmeter Büro- und Dienstleistungsflächen
schaffen und komplett vermieten. Im Jahr 2010 wurde eine weitere Fläche von 400 Quadratmetern
im Auftrag eines Neumieters in Büroräume umgewandelt. Damit sind nur noch geringe
Restflächen unsaniert und frei, weshalb daran gearbeitet wird, das erfolgreiche Umnutzungskonzept
auch auf andere Teile des Betriebsgeländes zu übertragen.
Außerhalb der beiden Schwerpunktstandorte Augsburg und Kempten ist die Dierig Textilwerke
GmbH Eigentümerin weiterer Immobilien als Überreste der ehemaligen textilen Produktion.
Auch bei diesen entwickelten sich die Vermietungen und die Strategie zur Neuausrichtung
planmäßig.
Über das Mietflächenmanagement hinaus erarbeitete die Dierig Textilwerke GmbH im Jahr
2010 eine Reihe von neuen Immobilienkonzepten. Diese Planungen sind mit dem Erwerb
weiterer Flächen sowie mit Umbaumaßnahmen verbunden. Über die in der Konzeptionsphase
befindlichen Immobilienprojekte wurde mit den beteiligten Partnern Stillschweigen
vereinbart. Außerdem ist eine Offenlegung von konkreten Plänen und Vorhaben aus Wettbewerbsgründen
nicht angebracht. Der Investitionsplan für das Jahr 2011 umfasst Immobilieninvestitionen
in Höhe von € 4,5 Mio. Damit legt die Dierig-Gruppe die Basis für ein weiteres Wachstum
ihrer Immobiliensparte.
Der Dierig-Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2010 erfreulich entwickelt und konnte
die eigenen Prognosen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis übertreffen. Der Umsatz
ist auf Konzernebene um 12,9% gestiegen und liegt damit über dem Vorkrisenniveau von
2008. Gleichzeitig konnten wichtige Kostenpositionen wie sonstiger betrieblicher Aufwand
oder Personalaufwand begrenzt werden und wuchsen entsprechend nur unterproportional
oder wie die Materialaufwendungen parallel zum Umsatz. Ergebniswirksame Sondereffekte
wie die 2009 getätigten Immobilienverkäufe fanden 2010 nicht statt. Auf vergleichbarer
Basis - bereinigt um diese einmaligen Anlagenverkaufsgewinne 2009 - steigerte Dierig
das operative Ergebnis 2010 um rund 23%.
Per Saldo stand ein Umsatzplus von 12,9% von € 63,0 Mio. auf € 71,1 Mio. Wachstumsmotor
waren die Textilgeschäfte. Sie legten um 14,1% auf € 65,0 Mio. zu. Das stärkste Wachstum
bei Textilien konnte im europäischen Ausland mit einem Plus von 31,3% erzielt werden,
hingegen fiel der außereuropäische Umsatz um 17%. Aber auch die Aktivitäten in Deutschland
mit einem Zuwachs von 14,7% entwickelten sich gut. Sehr stabil zeigten sich 2010 einmal
mehr die Immobilienumsätze. Sie wuchsen um 2,0% auf € 6,1 Mio.
| Wichtigste betriebliche Aufwandspositionen des Dierig-Konzerns | |||
|
|
2010 | 2009 | Veränderung |
| Materialkosten (Textil) | 48,6 | 42,4 | 14,7% |
| Personalaufwand (nur Lohn und Gehalt) | 7,2 | 6,5 | 10,5% |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | 9,5 | 8,9 | 6,4% |
Angaben in € Mio.
Der Materialeinsatz im Dierig-Konzern konnte 2010 teilweiser Preissteigerungen auf
ein zum Umsatz nahezu paralleles Wachstum begrenzt werden. Besonders stark gestiegen
sind 2010 die Baumwollpreise als Basis der textilen Aktivitäten. Dierig begegnete
dem Preisanstieg soweit möglich mit einer detaillierten Bedarfsplanung und vorausschauenden
Bevorratung. Die Materialkosten stiegen trotz dieser Preiseffekte nur um 14,7%. Damit
blieb die Materialkostenquote gemessen am Textilumsatz mit 74,7% (2009: 74,3%) annähernd
stabil.
Der Personalaufwand (nur Lohn und Gehalt) wurde 2010 bereinigt um Sondereffekte stabil
gehalten. Die Erhöhung von 10,5% ist auf das Auslaufen der Kurzarbeit und das Ende
des freiwilligen Entgeltverzichts der leitenden Angestellten und des Vorstandes zurückzuführen.
In den Aufwendungen für Altersversorgung kam es 2010 durch einmalige Belastungen aus
den Anpassungen der versicherungsmathematischen Parameter in Höhe von insgesamt €
0,8 Mio. zu einer deutlichen Belastung. Entsprechend wuchsen die gesamten Personalaufwendungen
von € 7,4 Mio. auf € 8,8 Mio. und damit um 20,5%. Die Zahl der Mitarbeiter wurde mit
198 zu 196 annähernd stabil gehalten.
Von den bereits 2008 und 2009 umgesetzten Maßnahmen sowie der anhaltenden Kostendisziplin
konnte Dierig insbesondere beim sonstigen betrieblichen Aufwand profitieren. Er stieg
zwar von € 8,9 Mio. auf € 9,5 Mio., damit war der Zuwachs aber deutlich unterdurchschnittlich
gemessen am Umsatzwachstum.
Die sonstigen betrieblichen Erträge entwickelten sich 2010 mit einem Volumen von €
1,6 Mio. im normalen Rahmen. Der Rückgang gegenüber 2009 von € 4,3 Mio. auf € 1,6
Mio. ist allein auf die einmaligen Erlöse aus Grundstücksverkäufen in 2009 zurückzuführen.
Aus den Verkäufen war 2009 ein Anlagenverkaufsgewinn von € 2,6 Mio. (vor Steuern)
erlöst worden, der reinvestiert wird.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Dierig-Konzern betrug
€ 5,8 Mio. nach € 8,6 Mio. im Jahr zuvor. Bereinigt um die Sondereffekte 2009 konnte
ein Ergebniswachstum erzielt werden. Das bereinigte EBITDA 2009 lag bei € 5,0 Mio.
Berücksichtigt man zusätzlich, dass das Ergebnis 2010 durch die Sondereffekte aus
der erhöhten Zuführung zur Altersvorsorge negativ beeinflusst wurde, ist ersichtlich,
dass die operative Ergebnisentwicklung in der Dierig-Gruppe nicht nur voll intakt,
sondern mit einem stabilen Wachstum unterlegt ist.
Die Abschreibungen sanken 2010 um rund € 0,9 Mio. von € 2,5 Mio. auf € 1,6 Mio. Der
Wert von € 1,6 Mio. entspricht den jährlichen planmäßigen Abschreibungen. Der Grund
für den Rückgang zu 2009 ist der Wegfall einer im vergangenen Jahr vorgenommenen einmaligen
Wertanpassung auf ein Einzelgrundstück aufgrund einer veränderten Markteinschätzung
bei der zukünftigen Verwertung einer Immobilie.
Das Finanzergebnis konnte auf dem bereits 2009 verbesserten Niveau geringfügig optimiert
werden. Dafür waren stabile Zinsen verantwortlich, vor allem aber die um € 2,4 Mio.
zurückgeführten Finanzverbindlichkeiten.
Das Vorsteuerergebnis des Dierig-Konzerns errechnet sich mit € 1,5 Mio. und liegt
damit unter dem Wert des Vorjahres von € 3,2 Mio. Grund für die Veränderung sind die
beschriebenen positiven Ergebniseffekte 2009 aus dem Grundstücksverkauf in Höhe von
saldiert € 1,6 Mio. sowie die negativen Sondereffekte 2010 bei der Altersvorsorge.
Nach Steuern weist der Dierig-Konzern für 2010 einen Jahresüberschuss von € 1,0 Mio.
aus, nach € 2,1 Mio. im Vorjahr. Das rechnerische Ergebnis je Aktie liegt für 2010
bei € 0,24 nach € 0,51 im Jahr 2009.
| Dierig-Konzern: Ausgewählte Positionen der Passiva in Relation zur Bilanzsumme | ||
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Eigenkapital | 24,3% | 23,2% |
| Langfristige Schulden | 47,7% | 53,8% |
| Kurzfristige Schulden | 28,0% | 23,0% |
Die im Zuge des Geschäftsbetriebes erforderlichen Fremdmittel wurden bei den Hausbanken
beschafft. Die Zusammenarbeit mit diesen Bankinstituten verläuft vertrauensvoll und
professionell. Die eingeräumten Kreditlinien sind ausreichend zur Finanzierung der
laufenden Geschäfte und des weiteren Wachstums. Dabei weist der Kreditrahmen Reserven
zum tatsächlichen Finanzierungsbedarf auf.
Die Finanzierungsstrategie der Dierig-Gruppe hat zum Ziel, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit
der einzelnen Tochtergesellschaften bei gleichzeitiger Optimierung der Kapitalkosten
sicherzustellen. Zur Optimierung der Zahlungsströme und Bankkonditionen verfügt der
Dierig-Konzern über ein zentrales Cash-Management. Die notwendigen Finanzmittel werden
über die Zwischenholding Dierig Textilwerke GmbH bereitgestellt und mit den Kreditinstituten
verhandelt.
Der Dierig-Konzern konnte 2010 die Eigenkapitalquote erneut steigern und zwar um 1,1
Prozentpunkte. Neben der insgesamt intakten Ertragsentwicklung 2010 wirkte sich hier
vor allem aus, dass Gesellschaft und Aktionäre für 2009 auf die Ausschüttung einer
Dividende verzichtet hatten, um die Finanzkraft und Eigenkapitalausstattung der Gruppe
zu stärken. Deutlich zurückgegangen sind die Finanzverbindlichkeiten. Der Abbau um
€ 1,2 Mio. beruht auf Tilgungen. Gleichzeitig fanden Umbuchungen zwischen den langfristigen
und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten statt.
Zur Entwicklung der Finanzlage während des Geschäftsjahres 2010 im Einzelnen: Der
Dierig-Konzern konnte 2010 einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von €
1,1 Mio. erzielen. Im Vorjahr waren es € 5,7 Mio. Auch hier schlagen natürlich die
Anlagenverkaufsgewinne 2009 zu Buche. Wichtigste Quelle für den operativen Cash Flow
2010 war die Ertragsentwicklung. Etwas belastend auf den Cash Flow wirkte sich aus,
dass die Vorratsbestände, speziell die fertigen Erzeugnisse und Waren, erhöht wurden,
um dem insgesamt gestiegenen Geschäftsvolumen im Textil-Bereich gerecht zu werden.
| Cash Flow des Dierig-Konzerns | |||
|
|
2010 | 2009 | Veränderung |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 2,2 | 4,1 | -47,7% |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1,1 | 5,7 | -81,7% |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -0,5 | 1,1 |
|
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -1,2 | 5,0 | -75,4% |
| Angaben in € Mio. | |||
Dierig investierte 2010 rund € 1,1 Mio. Damit bewegte sich das Investitionsbudget
etwas unter dem langjährigen Mittel. Rund 28% der Investitionen entfielen auf den
Unternehmensbereich Textil. 72% der Investitionen flossen in die Immobilienaktivitäten,
vor allem waren dies Instandhaltungen und Großreparaturen. Ziel der Investitionsstrategie
im Immobilienbereich ist es, die Bestandsobjekte Schritt für Schritt einer höherwertigen
Vermarktung zuzuführen.
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit setzt sich nahezu ausschließlich aus
der laufenden Tilgung von Krediten zusammen. Die Höhe der getätigten Tilgungen auf
Kredite lag mit € 1,2 Mio. im Korridor der mehrjährigen Tilgungsplanung.
| Ausgewählte Positionen der Aktiv-Seite der Bilanz des Dierig-Konzerns in Relation zur Bilanzsumme | ||
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Sachanlagen | 2,9% | 2,9% |
| Investment Properties | 53,9% | 55,7% |
| Summe der langfristigen Vermögenswerte | 58,5% | 60,3% |
| Vorräte | 23,7% | 20,6% |
| Forderungen | 13,1% | 13,7% |
| Summe der kurzfristigen Vermögenswerte | 41,5% | 39,7% |
Die Bilanzsumme des Dierig-Konzerns erhöhte sich zum 31. Dezember 2010 um € 1,4 Mio.
auf € 94,4 Mio. Verantwortlich dafür waren in erster Linie die gestiegenen Vorräte.
Diese Position, für die sich die textilen Konzerngesellschaften verantwortlich zeichnen,
wuchs im Jahresvergleich um 16,6%. Grund ist die gezielte Bevorratung aufgrund der
steigenden Baumwollpreise. Hier wirken sich sowohl Mengen- als auch Preiseffekte in
der Höhe des Vorratsvermögens aus. Die kurzfristigen Vermögenswerte legten entsprechend
um 6,2% von € 36,9 Mio. auf € 39,2 Mio. zu.
Nachdem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in den vergangenen Jahren dank
eines konsequenten Forderungsmanagements durchwegs reduziert werden konnten, war damit
bereits 2008 ein Niveau erreicht, das angesichts der Charakteristika im Textil- und
Immobiliengeschäft kaum noch weiter verbessert werden konnte. Vor diesem Hintergrund
ist die Bestätigung des Niveaus aus dem Vorjahr als Erfolg zu werten - bei gleichzeitig
deutlich gestiegenem Geschäftsvolumen. Es ist auch 2010 wieder gelungen, die Werthaltigkeit
aller Forderungen zu erhalten.
Die langfristigen Vermögenswerte in Höhe von € 55,2 Mio. lagen leicht unter dem Vorjahreswert.
Verantwortlich für den Rückgang waren die planmäßig vorgenommenen Abschreibungen auf
die Investment Properties. Der Wert der Investment Properties lag zum 31. Dezember
2010 bei € 50,9 Mio. und damit geringfügig unter dem Vorjahreswert von € 51,8 Mio.
Zur Bedeutung der "Investment Properties" sei zusätzlich auf Punkt (8) "Investment
Properties" im Anhang des Konzernabschlusses verwiesen.
Folgende nichtfinanzielle Leistungsindikatoren haben Einfluss auf den Erfolg der Dierig-Gruppe:
Am Ende des Berichtsjahres 2010 beschäftigte die Dierig-Gruppe 198 Mitarbeiter (149
angestellte und 49 gewerbliche Mitarbeiter). Im Vorjahr waren 196 Mitarbeiter beschäftigt.
Der Aufwand für Löhne und Gehälter belief sich auf € 7,2 Mio. (Vorjahr: € 6,5 Mio.).
Einschließlich Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
bezifferte sich der Personalaufwand auf € 8,8 Mio. (Vorjahr: € 7,4 Mio.).
Damit bewältigte die Dierig-Gruppe das Umsatzplus von 12,9% während des Jahres 2010
bei einer äußerst geringen Erhöhung der Beschäftigtenzahl. Noch erwähnenswerter wird
die Leistung der Beschäftigten bei näherer Betrachtung des Geschäftsverlaufs. Vom
01. April bis zum 31. Dezember 2009 hatten alle tariflichen Mitarbeiter im Dierig-Konzern
wegen des Auftragsmangels nur 80% ihrer Tarifarbeitszeit gearbeitet (Kurzarbeit).
Mit dem neuen Jahr setzte dann unvermittelt ein stürmisches Umsatzwachstum ein. Damit
verbunden stieg auch das Arbeitspensum an den Schreibtischen und in den Hallen rasch
an.
Unser Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserer Gruppe, die mit
ihrem Engagement und ihrer Leistungsbereitschaft dazu beigetragen haben, dass wir
die Wachstumschancen nutzen konnten. Besonderer Dank gilt den 4 Jubilaren, die im
Jahr 2010 ihre 25- bzw. 40-jährige Betriebszugehörigkeit feiern konnten, sowie den
Mitgliedern der Betriebsräte für ihren Einsatz und die verständnisvolle Zusammenarbeit.
Die besondere Verantwortung des Unternehmens für seine Mitarbeiter zeigt sich nicht
zuletzt in der Fortführung der umfangreichen Pensionsverpflichtungen aus der Vergangenheit.
Der Konzern steht nach wie vor zu seinen Zahlungsverpflichtungen aus zugesagten Betriebsrenten.
So trug der 198 Mitarbeiter starke Konzern 2010 die Lasten aus 1.388 Betriebsrenten
und wird sie weiterhin zu tragen haben. Dies wirkt sich jährlich aufs Neue auf das
operative Geschäft aus und belastet das Ergebnis wie auch die Liquidität. Allein die
Veränderung der versicherungsmathematischen Parameter der Pensionsrückstellungen hat
2010 das Ergebnis mit T€ 761 belastet.
Von den textilen Handelsunternehmen der Dierig-Gruppe gehen nur geringe direkte Umweltauswirkungen
aus. Indirekte Umweltauswirkungen entstehen in der Produktion der Waren - insbesondere
in der Ausrüstung - und in der Logistik. Die Dierig-Gruppe führt in Deutschland sowie
anderen Herkunftsländern Kontrollen der Lieferanten durch und verpflichtet diese zu
umweltverträglichen Ausrüstungsverfahren.
Im Immobilienbereich optimiert die Dierig-Gruppe durch Investitionen in den Gebäudebestand
die Energieeffizienz der selbstgenutzten wie der vermieteten Flächen. Energiepässe
dokumentieren den guten Zustand der Gebäudesubstanz. Damit trägt die Dierig-Gruppe
zur langfristigen Einsparung von Energieressourcen bei.
Mit der Umnutzung von ehemaligen Industriearealen verbunden ist auch die Sanierung
von Altlasten in Böden. Die Dierig Textilwerke GmbH als Immobiliengesellschaft der
Dierig-Gruppe besitzt umfangreiche Kompetenzen in der Altlastenbeseitigung, nimmt
viele Sanierungsmaßnahmen freiwillig vor und geht im Rahmen der Bodensanierung auch
oftmals über den gesetzlich geforderten Rahmen hinaus. Bei der Beseitigung von Altlasten
arbeitet die Dierig Textilwerke GmbH ausschließlich mit qualifizierten Ingenieurbüros,
Fachfirmen und Laboren zusammen.
Die Dierig-Gruppe folgt in ihrem Wirtschaften auch aufgrund der über 200-jährigen
Geschichte und Verantwortung hohen unternehmensethischen Standards. Am Unternehmenssitz
Augsburg pflegt das Unternehmen einen intensiven Dialog mit Politik, Wirtschaft, Verbänden,
Universitäten und Schulen sowie mit sozialen Trägern und kulturellen Einrichtungen.
Das Unternehmen ist sich seiner Verantwortung insbesondere an den beiden Immobilienstandorten
Augsburg und Kempten bewusst. Ein Sinnbild dafür ist die enge Kooperation mit Sozialträgern
bei den verschiedenen Bildungseinrichtungen und Pflegeheimen in Dierig-Immobilien.
Auch stellt sich die Dierig Textilwerke GmbH als Eigentümerin denkmalgeschützter Immobilien
einer besonderen Verpflichtung, das bauliche und architektonische Erbe vergangener
Zeiten zu bewahren. Dabei gelingt es der Dierig Textilwerke GmbH mit großem Erfolg,
eine zeitgemäße Nutzung ehemaliger Industrieimmobilien mit allen Aspekten der Denkmalpflege
in Einklang zu bringen.
Ein Beleg für das kulturelle Engagement der Dierig Holding AG ist die Zusammenarbeit
mit dem Augsburger Stadttheater. Das 2009 entwickelte und uraufgeführte Stück "Die
Weber von Augsburg" stand unter dem Patronat der Dierig Holding AG, die dem Theater
Recherchemöglichkeiten und Kontakte zur Verfügung stellte. Ferner förderte die Dierig-Gruppe
die Buchveröffentlichung des Theaterstücks finanziell und stellte auch Mittel für
die Verfilmung der Aufführung zur Verfügung. Die Filmproduktion erfolgte 2010. Dank
der finanziellen Unterstützung der Dierig Holding AG ist es möglich, dass Buch und
Film Bibliotheken und Schulen zur Verfügung gestellt werden können. Weiterhin bot
die Dierig Holding AG dem Stadttheater das ehemalige Stückzimmer am Standort Augsburg-Mühlbach
kostenlos als Aufführungsstätte des Stücks an.
Das am 20. Januar 2010 eröffnete Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg wird
ebenfalls von der Dierig Holding AG durch Sachleistungen und Fachwissen unterstützt.
Die Dierig Holding AG gewährt den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Museums freien
Zugang zu den historischen Firmenarchiven, unterstützt den Ausstellungsbetrieb durch
kostenlose Sachleistungen und stellt dem Museum kostenlose Dauerleihgaben zur Verfügung.
Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der
Führungs- und Kontrollgremien der Dierig Holding AG. Der Vorstand berichtet in der
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB und Ziffer 3.10 des Deutschen
Corporate Governance Kodex - zugleich auch für den Aufsichtsrat -über die Unternehmensleitung,
-führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.dierig.de
in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.
Nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung
ergeben.
Im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit und verbunden mit ihrem unternehmerischen
Handeln sind die zur Dierig-Gruppe gehörenden Gesellschaften auf einigen Gebieten
einer Reihe möglicher Risiken ausgesetzt.
Im Rahmen eines Risikomanagement-Systems hat der Vorstand der Dierig Holding AG daher
Risikogrundsätze formuliert, die in der Organisations- und Verantwortungsstruktur
des Konzerns umgesetzt sind. Zur Erkennung und Eingrenzung der möglichen Risiken sind
unternehmenseinheitliche Planungsprozesse installiert. Die Erreichung der Planziele
sowie das Auftreten von Risiken werden regelmäßig auf der Basis eines detaillierten
und institutionalisierten Berichtswesens überwacht. Auf dieser Informationsgrundlage
sind der Vorstand und die Geschäftsleitungen der operativen Gesellschaften der Dierig-Gruppe
frühzeitig in der Lage, neue Risiken zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen,
sofern Abweichungen vom Plan auftreten. Die Revisionsabteilung überprüft das Risikomanagement-System
regelmäßig und optimiert es bei Bedarf.
Auch wenn sich im Jahr 2010 das geschäftliche Umfeld für die Dierig-Gruppe wieder
verbessert hat und im Gang der operativen Geschäfte akute Auswirkungen der Wirtschaftskrise
kaum mehr spürbar waren, zielt die Geschäftspolitik doch weiterhin darauf ab, Geschäftsrisiken
frühzeitig zu erkennen und konsequent in Umfang und Tragweite zu begrenzen.
Als Reaktion auf die Wirtschaftskrise wurden bereits in den Jahren 2008 und 2009 die
Intervalle der Informationsbeschaffung und -verarbeitung sowie des Berichtswesens
verkürzt, neue Daten erhoben und der Detaillierungsgrad des Berichtswesens verbessert.
Diese Maßnahmen zur Risikominderung wurden im Jahr 2010 beibehalten.
Weiterhin widmeten Vorstand und Finanzwesen im Jahr 2010 dem Forderungsmanagement
höchste Aufmerksamkeit. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass die große Insolvenzwelle
in früheren Zeiten meist nicht während der Krise ins Rollen kam, sondern im beginnenden
Aufschwung. Bei krisengeschwächter Kapitaldecke waren viele Unternehmen nicht mehr
imstande, ihre Geschäfte vorzufinanzieren. Atypisch ging 2010 jedoch die Zahl der
Unternehmenszusammenbrüche in Deutschland und den meisten anderen mittel- und nordeuropäischen
Ländern zurück. Gleichwohl war besondere Wachsamkeit angebracht, zumal die Unternehmen
der Dierig-Gruppe insbesondere im Textilgeschäft in Vorleistung für ihre Kunden gehen
müssen und nicht jedes Geschäft über Warenkreditversicherungen absichern können. Aufgrund
des bewährten Risikomanagement-Systems waren jedoch auch diese Risiken beherrschbar.
Somit sieht der Vorstand dank der Summe der risikomindernden Maßnahmen und Systeme
im gesamten Umfeld der Aktivitäten weder bestandsgefährdende Risiken noch Risiken
für die künftige Entwicklung des Konzerns (KonTraG).
Gemäß § 289 Abs. 5 HGB und § 315 Abs. 2 HGB berichtet die Dierig Holding AG über die
wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagement-Systems
im Hinblick auf den Konzern-Rechnungslegungsprozess:
Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird im Dierig-Konzern
eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet. Das vorhandene Risikomanagement-System
und das interne Kontrollsystem umfassen auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse
und die damit in Zusammenhang stehenden möglichen Risiken und notwendigen Kontrollen.
Das interne Kontroll- und Risikomanagement-System gewährleistet einen effizienten
Rechnungslegungsprozess. Ziel der vorhandenen Kontrollen ist ein möglichst umfassender
Fehlerausschluss. Soweit Fehler nicht von vornherein ausgeschlossen werden können,
muss das System mindestens gewährleisten, dass sie entdeckt und somit korrigiert werden
können. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in der Dierig Holding
AG in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch Kontroll-
und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich
und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und somit verlässliche und
relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können. Identifizierte Risiken
und entsprechend ergriffene Maßnahmen oder Empfehlungen werden an den Vorstand berichtet.
Wesentliche Elemente der Risikoprävention, -steuerung und Kontrolle in der Rechnungslegung
sind:
| ― |
Die organisatorische Trennung der Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling in Bezug auf die Abschlusserstellung. |
| ― |
Klare Struktur in Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung der bei der Dierig Holding AG und den in den Abschluss einbezogenen Tochterunternehmen eingerichteten Rechnungslegungsprozesse. |
| ― |
Die Buchführung für die Konzerntochtergesellschaften wird, soweit möglich und sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen der Auslandsgesellschaften entgegenstehen, zentral in Augsburg abgewickelt. |
| ― |
Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich soweit möglich um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- und Berechtigungskonzepte, die regelmäßig überprüft werden, sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. |
| ― |
Den Anforderungen entsprechende EDV-technische und personelle Ausstattung mit entsprechenden Qualifikationen. |
| ― |
Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Es erfolgen fortlaufend Plausibilitätsprüfungen, sowohl im Rahmen der tagesaktuellen Buchungen als auch beim monatlichen und quartalsweisen Reporting. |
| ― |
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. |
Um eine einheitliche, gesetzes- und IFRS-konforme Rechnungslegung sicherzustellen,
werden die Jahresabschlüsse der Dierig Holding AG und der Tochterunternehmen regelmäßig
durch lokal beauftragte Wirtschaftsprüfer geprüft. Neben konzerninternen Überprüfungen
nimmt auch der Abschlussprüfer eine Beurteilung der rechnungslegungsrelevanten Prozesse
vor. Er ist im Rahmen seiner Abschlussprüfung verpflichtet, dem Aufsichtsrat über
erkannte wesentliche Schwächen des Risikomanagement-Systems und des internen Kontrollsystems
zu berichten.
Nachfolgend werden wesentliche Risiken des unternehmerischen Handelns näher erläutert:
Als gravierend stellte sich im Jahr 2010 das Risiko aus der Beschaffung von Rohware
heraus. Im Verlauf des Jahres 2010 verdoppelte sich der Baumwollpreis und stieg im
ersten Quartal 2011 weitgehend spekulationsbedingt weiter auf bisher unerreichte Rekordhöhen.
In Folge der Preisexplosion weigern sich viele Vorlieferanten, zu den verabredeten
Konditionen zu liefern und verlangen im Widerspruch zu ihren Kontrakten Preiserhöhungen.
Diese Kontrakte sind in Entwicklungs- und Schwellenländern nur schwer einklagbar.
Im europäischen Raum sind die Textilgesellschaften der Dierig-Gruppe jedoch gegenüber
ihren Kunden und Geschäftspartnern oftmals an festgelegte Vertragspreise gebunden,
sodass Preiserhöhungen nur schwer durchsetzbar sind.
Die Dierig-Gruppe reagiert auf diese bereits eingetretenen und zu erwartenden Marktirritationen
mit einer besonders sorgsamen Geschäftspolitik bei der Sicherung von Bezugsquellen
und beim Aufbau von Lagerbeständen.
Die Überwachung von Vorräten und Forderungen bildet einen zentralen Bestandteil des
monatlichen Berichtswesens. Dadurch können wesentliche Abweichungen schnell erkannt
und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, um Wertberichtigungen bei Forderungen und Lagerware
sowie Problemen in der Vorratsstruktur, etwa bei der Lieferfähigkeit, vorzubeugen.
Einem Ausfall von Forderungen gegenüber Textilkunden beugt die Dierig-Gruppe durch
Warenkreditversicherungen vor.
Mit weiter extrem steigenden Baumwollpreisen vergrößert sich die Gefahr, dass die
Spekulationsblase platzt und der Baumwollpreis zumindest übergangsweise stark absackt.
Dies hätte zur Folge, dass auch die Lagerbestände abgewertet werden müssen. Bei der
Minimierung von Lagerrisiken entsteht indes ein Zielkonflikt mit der Lieferfähigkeit.
Die textilen Gesellschaften der Dierig-Gruppe trachten angesichts dieser Gefahr nach
einer ausgewogenen Vorratsstruktur mit schnell drehenden Beständen.
Einen wesentlichen Bestandteil des Risikomanagements bildet der Versicherungsbereich,
durch den bedeutende Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zentral abgesichert
werden. Dazu zählen neben den üblichen Sach- und Haftpflichtversicherungen auch Mietausfallversicherungen,
Betriebsunterbrechungsversicherungen, Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen für
Vorstand und Aufsichtsrat (sogenannte D&O-Versicherungen) sowie Kreditversicherungen,
mit denen insbesondere bedeutsame Textilgeschäfte abgesichert werden. Dabei können
Teile des Textilgeschäftes, insbesondere der Handel mit Abnehmern in Schwellen- und
Entwicklungsländern, nicht durch Warenkreditversicherungen abgesichert werden. Diese
Geschäfte werden mit besonderer Vorsicht betrieben.
Neuinvestitionen im Immobilienbereich tragen wesentlich zur langfristigen Ertragssicherung
der Dierig-Gruppe bei. Verbunden ist diese Investitionstätigkeit mit Fixkosten sowie
Marktrisiken. Die Dierig-Gruppe begegnet diesen Risiken durch ein Berichts- und Überwachungssystem.
Die Controllingabteilung analysiert auch die Aktivitäten des Immobilienbereichs.
Angesichts des zunächst fragilen Aufschwungs verfolgte die Immobiliensparte im Geschäftsjahr
2010 eine vorsichtige Investitionsstrategie. Dem Gebot der Risikominimierung folgend,
wurden weder neue Immobilien angekauft noch größere Bauarbeiten an Bestandsimmobilien
realisiert. Vielmehr lag das Hauptaugenmerk auf bestandssichernden Maßnahmen sowie
auf Planungen für zukünftige Investitionen.
Um rechtlichen Risiken vorzubeugen, werden wesentliche Rechtsgeschäfte mit externen
Anwälten abgestimmt. Haftungsrisiken und Schadenfälle werden durch weltweit wirksame
Versicherungen minimiert. Für das verbleibende Risiko sowie für Rechtsberatungskosten
werden Rückstellungen gebildet, soweit eine Inanspruchnahme nach kaufmännisch vorsichtiger
Beurteilung erwartet wird.
Das Geschäft der Dierig-Gruppe wird über Tochtergesellschaften betrieben, in denen
die Geschäftsführer über entsprechende Entscheidungskompetenzen verfügen, um marktnah
und eigenverantwortlich agieren zu können. Die Dierig-Gruppe hat deshalb eine Profit-Center-Struktur,
durch die gewährleistet wird, dass die strategischen Geschäftseinheiten von "Unternehmern
im Unternehmen" geführt werden. Alle leitenden Mitarbeiter sind der verantwortungsvollen
Unternehmensführung verpflichtet. Darüber hinaus werden interne Autorisierungsregelungen
regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Trotz mehrstufiger Prüfungs- und Controllingmechanismen
kann die Gefahr des Missbrauchs eingeräumter Handlungsvollmachten nie völlig ausgeschlossen
werden. 2010 gab es diesbezüglich keine negativen Vorkommnisse.
Beschaffung, Logistik und Vertrieb erfolgen in der Dierig-Gruppe dezentral über die
einzelnen Einheiten nach konzerneinheitlichen Vorgaben und Kontrollen. Dabei vermeidet
die Dierig-Gruppe insbesondere vor dem Hintergrund einer weltweiten Baumwollknappheit
die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und Beschaffungsmärkten. Im Vertriebsbereich
wird ebenfalls auf eine ausgewogene Kundenstruktur geachtet. Dabei gibt es in einzelnen
Bereichen strukturelle Abhängigkeiten vom Fach- und Einzelhandel wie auch vom Großhandel.
Zur Abwicklung von Geschäftsprozessen nutzt die Dierig-Gruppe IT-gestützte Kommunikationssysteme
in erheblichem Umfang. Hierdurch entsteht ein Risiko durch den Ausfall von Systemen.
Zur Minimierung dieser Risiken wurde ein Notfallplan erstellt und getestet, wie schnell
sich eine Systemverfügbarkeit wiederherstellen lässt. Die Handlungsfähigkeit des Unternehmens
wird demnach selbst bei einem Totalausfall nur kurzfristig beeinträchtigt. Zudem nutzt
die Dierig-Gruppe die Erfahrung interner und externer Hard- und Softwarespezialisten.
Der Dierig-Konzern finanziert sich überwiegend über Eigenkapital und Bankkredite.
Langfristige Darlehen werden mit einem konstanten Zins über die Laufzeit abgeschlossen
oder durch Zinsderivate abgesichert. Um ein Liquiditätsrisiko zu minimieren, verfügt
der Konzern über Kreditlinien, die den maximalen Fremdfinanzierungsbedarf des Geschäftsjahres
deutlich übersteigen, wobei neue Projekte außerhalb dieses Rahmens finanziert werden.
Benötigte Mittel zur Finanzierung des laufenden Geschäfts sowie der Investitionen
in den Tochtergesellschaften und Beteiligungen, die nicht aus dem laufenden Cash Flow
erwirtschaftet werden, beschafft die Dierig-Gruppe bei den Hausbanken. Die Zusammenarbeit
mit diesen Bankinstituten verläuft vertrauensvoll und professionell. Die Hausbanken
haben schriftlich bestätigt, dass sie im Jahr 2010 weder von der Dierig Holding AG
oder ihren Tochterunternehmen in Anspruch genommene Betriebsmittelkredite noch Immobilienkredite
an Dritte weiterverkauft haben und auch nicht beabsichtigen, dies in Zukunft zu tun.
Diese Bestätigungen geben damit die Gewähr, dass die Finanzierung des Unternehmens
und der Gruppe nicht von erneuten Finanzmarktturbulenzen gefährdet ist.
Wie bereits im Vorjahr, nutzte die Dierig-Gruppe auch im Jahr 2010 in Teilen der Betriebsmittelfinanzierung
die günstigen Konditionen bei kurzfristigen Zinsbindungen. Die Zinsentwicklung am
Kreditmarkt wird ständig beobachtet, um rechtzeitig langfristige Bindungen einzugehen.
Diese Strategie ist abgesichert durch die fest zugesagten Kreditlinien der Hausbanken.
Der Großteil der Konzernfinanzierung ist weiterhin über langfristige Darlehen mit
Festzinssatz beziehungsweise über Swap-Vereinbarungen abgedeckt.
Aus den Geschäftsaktivitäten der Dierig-Gruppe resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme
in unterschiedlichen Währungen (hauptsächlich in Euro und US-Dollar), wobei gegenläufige
Zahlungsströme in den einzelnen Währungen gegenübergestellt und aufgerechnet werden.
Im Spitzenausgleich können Währungskursschwankungen einen negativen Einfluss auf die
Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben. Dieses Restrisiko steuert der Konzern
durch den Einsatz derivater Finanzinstrumente, wobei diese nicht zu spekulativen Zwecken
eingesetzt werden.
Im Jahr 2010 verlor der Euro zwischen Jahresbeginn und Jahresmitte rund ein Fünftel
seines Wertes gegenüber dem Dollar, was ohne eine derivative Absicherung die Textileinkäufe
im Dollarraum entsprechend verteuert hätte. Dank der derivativen Währungsabsicherung
wurde das Ergebnis der Dierig-Gruppe davon jedoch kaum tangiert. Auch musste bei der
anschließenden Kurssteigerung des Euros, der seinen Wertverlust gegenüber dem Dollar
bis zum Jahresende wieder zur Hälfte wettmachen konnte, dank derivativer Instrumente
keine wechselkursbedingte Abwertung von Lagerbeständen vorgenommen werden.
Planungsrisiken bestehen naturgemäß in der Umsatzvorhersage, der Abschätzung von Wertberichtigungen
auf Vorräte, in Forderungsausfällen und in den Wechselkursen. Risiken, die den Bestand
des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung
des Vorstandes der Dierig Holding AG Anwendung finden, und erläutert Höhe und Struktur
der Vorstandsvergütung. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates
beschrieben.
Im Einzelnen setzt sich die Vorstandsvergütung aus einer festen Vergütung, einer variablen
Tantieme und einer Altersvorsorge zusammen. Die feste Vergütung wird als monatliches
Gehalt ausbezahlt. Die variable Tantieme ist auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung
auf Basis des gewichteten Konzernergebnisses (EBIT) der letzten drei Geschäftsjahre
(langfristiger Verhaltensanreiz) ausgerichtet. Daneben kann der Aufsichtsrat eine
nach der Ertragslage der Gesellschaft, besonderen Erfolgen und/oder persönlicher Leistung
zu bemessende Sondervergütung (Ermessenstantieme) gewähren. Die Höhe der Altersvorsorge
ist alters- und dienstzeitabhängig und errechnet sich anteilig auf Basis der zuletzt
bezogenen festen Vergütung.
Die variable Tantieme sowie die Ermessenstantieme sind nach oben begrenzt (Tantieme-Cap)
und werden am Ende des Monats, in der die Hauptversammlung für das betreffende Geschäftsjahr
stattfindet, ausbezahlt. Außer bei berechtigter fristloser Kündigung durch die Gesellschaft
oder unberechtigter Eigenkündigung vom Vorstand enthalten die Vorstandsverträge für
den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses eine Abfindungszusage.
Die Abfindung ist die Gesamtvergütung für die Restlaufzeit des Dienstvertrages, höchstens
jedoch zwei Jahresgesamtvergütungen (Abfindung-Cap). Aus Anlass der vorzeitigen Beendigung
der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) sind keine
besonderen Zusagen für Leistungen vereinbart worden.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2006 unterbleiben die in § 285 Satz
1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 sowie die in § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz
5 bis 9 des Handelsgesetzbuches geforderten individualisierten Angaben in den Jahresabschlüssen
und Konzernabschlüssen der Dierig Holding AG für die nächsten fünf Jahre, also für
die Geschäftsjahre 2006 bis 2010. Der Beschluss wurde mit einer Mehrheit von 99,7
% des vertretenen Aktienkapitals beschlossen.
Die Gesamtbezüge für den Vorstand betragen im Geschäftsjahr 2010 insgesamt T€ 648
(i.Vj. T€ 483, in 2008 T€ 603), die sich aus Fixbezügen in Höhe von T€ 518 (i.Vj.
T€ 453) sowie variablen Vergütungen in Höhe von T€ 130 (i.Vj. T€ 30) zusammensetzen.
Beim Vergleich mit den Vorjahreswerten ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr in
der Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 2009 in der Dierig-Gruppe aufgrund der wirtschaftlichen
Auswirkungen der Finanzkrise 20 % Kurzarbeit für die Mitarbeiter angemeldet und durchgeführt
wurde. Dabei haben sich auch die leitenden Angestellten und der Vorstand in gleichem
Maße dazu bereit erklärt, auf Gehaltsanteile zu verzichten. Zur weiteren Stärkung
dieser Maßnahme hat der Vorstand darüber hinaus auf wesentliche Anteile seiner variablen
Vergütung verzichtet.
Für Pensionsansprüche des Vorstandes wurden kumuliert T€ 1.498 (i.Vj. T€ 1.281) zurückgestellt,
deren Veränderung auf einer Anpassung verschiedener Parameter (Gehaltshöhe, Dienstzeit,
Zinssatz, Rententrend) beruht.
Mitglieder des Vorstandes erhalten vom Unternehmen keine Kredite.
Die Vergütung des Aufsichtsrates ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch
die Hauptversammlung festgelegt worden. Die gegenwärtig geltenden Vergütungsregeln
für den Aufsichtsrat wurden in der Hauptversammlung am 22. Juni 2001 verabschiedet,
sie sind in § 13 der Satzung der Dierig Holding AG wie folgt enthalten:
1. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine
feste Vergütung, die für das einzelne Mitglied € 5.000,00 pro Jahr, für den Vorsitzenden
das Doppelte und für den stellvertretenden Vorsitzenden das 1,5-fache beträgt.
2. Der Aufsichtsrat erhält ferner für jedes Prozent, um das die an die Aktionäre verteilte
Dividende 4% des Grundkapitals übersteigt, eine Vergütung in Höhe von € 12.000,00,
die im Verhältnis der festen Vergütung aufgeteilt wird.
3. Vergütungen und Auslagenersatz, die der Umsatzsteuer unterliegen, werden zuzüglich
der Umsatzsteuer gezahlt, wenn diese gesondert in Rechnung gestellt werden kann.
Die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2010 beträgt:
| Namen | Feste Vergütung |
Variable Vergütung |
Gesamt |
|
|
€ | € | € |
| Dr. Hans-Peter Binder (Vorsitzender) | 10.000,00 | 6.400,00 | 16.400,00 |
| Christian Gottfried Dierig (stellvertr. Vorsitzender) | 7.500,00 | 4.800,00 | 12.300,00 |
| Gerhard Götz | 5.000,00 | 3.200,00 | 8.200,00 |
| Dr. Rüdiger Liebs | 5.000,00 | 3.200,00 | 8.200,00 |
| Michael Totsiaris | 5.000,00 | 3.200,00 | 8.200,00 |
| Dr. Ralph Wollburg | 5.000,00 | 3.200,00 | 8.200,00 |
|
|
37.500,00 | 24.000,00 | 61.500,00 |
Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten vom Unternehmen keine Kredite.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und Vorstandes werden auch im Konzernanhang unter
Punkt (48) erläutert.
Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2010 € 11.000.000 und ist in 4.200.000
Stückaktien eingeteilt. Eine Stückaktie gewährt einen rechnerischen Anteil von € 2,61
am Grundkapital.
Nachdem die Satzung der Dierig Holding AG keine abweichenden Regelungen gegenüber
den Gesetzesvorschriften enthält, verweisen wir auf die Ausführungen im Aktiengesetz.
Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen:
Die Satzung der Gesellschaft enthält keine Regelungen, die die Stimmrechte oder die
Übertragung von Aktien beschränken. Diesbezügliche Vereinbarungen zwischen den Aktionären
sind dem Vorstand nicht bekannt.
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten:
Nach § 21 Abs. 1 WpHG hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige
Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder
unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
mitzuteilen. Die Textil-Treuhand GmbH, Augsburg, hat uns nach dieser Vorschrift bereits
2002 gemeldet, dass sie 70,13% der Aktien an der Dierig Holding AG besitzt und damit
auch 70,13% der Stimmrechte ausübt.
Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10%
der Stimmrechte erreichen oder überschreiten, sind uns nicht gemeldet worden und auch
nicht bekannt.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen:
Es wurden keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, ausgegeben.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre
Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben:
Die Gesellschaft hat keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme aufgelegt. Soweit Arbeitnehmer
der Gesellschaft sich auf andere Weise am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt
haben, ist dem Vorstand nicht bekannt, dass diese die ihnen zustehenden Kontrollrechte
nicht wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften
und der Bestimmungen der Satzung ausüben könnten.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung
der Mitglieder des Vorstandes und über die Änderung der Satzung:
Ergänzend zum Aktiengesetz wird in der Satzung der Dierig Holding AG geregelt, dass
die Zahl der Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat festgesetzt wird und dass der Vorstand
mindestens aus zwei Mitgliedern bestehen muss.
Befugnisse des Vorstandes insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben
beziehungsweise zurückzukaufen:
In der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, für
die Gesellschaft eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des derzeitigen Grundkapitals
zurückzukaufen. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf zehn vom Hundert des
Börsenkurses nicht unterschreiten und den Börsenkurs um nicht mehr als zehn vom Hundert
überschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der vorstehenden Regelung gilt
dabei der durchschnittliche Schlusspreis für die Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse
während der letzten drei Börsentage vor dem Erwerb der Aktien. Die Ermächtigung ist
gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 25. Mai 2015 befristet.
Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die erworbenen
eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre
an Dritte gegen Zahlung eines Barkaufpreises zu veräußern, wenn die erworbenen eigenen
Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft
gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Diese Ermächtigung gilt jedoch
nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts (gemäß § 186 Abs.
3 Satz 4 AktG) veräußerten Aktien insgesamt höchstens zehn vom Hundert des Grundkapitals
der Gesellschaft nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens
noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung von zehn
vom Hundert des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die nach Wirksamwerden dieser
Ermächtigung unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung
beschlossenen bzw. an deren Stelle tretenden Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien
aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts
ausgegeben werden. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung
gilt der durchschnittliche Schlusspreis für Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse
während der letzten drei Börsentage vor der Veräußerung der Aktien.
Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die erworbenen
Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen
oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre
wurde ausgeschlossen.
Der Vorstand wurde weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates
ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise einzuziehen.
Die zwischen dem 05. September 2008 und 31. Dezember 2008 über die Börse zu einem
Durchschnittskurs von € 6,47 erworbenen 96.900 eigenen Stückaktien befinden sich unverändert
im Bestand.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels
stehen:
Es bestehen keine derartigen Vereinbarungen.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots
mit Vorstandsmitgliedern und Arbeitnehmern getroffen sind:
Derartige Entschädigungsvereinbarungen wurden weder mit den Mitgliedern des Vorstandes
noch mit Arbeitnehmern getroffen.
Die Textil-Treuhand GmbH, Augsburg, hat nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass sie
die Mehrheit unserer Aktien besitzt. In dem von uns über Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen erstatteten Bericht haben wir folgende Erklärung abgegeben:
"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
aufgeführten Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist durch
getroffene Maßnahmen nicht benachteiligt worden. Dieser Beurteilung liegen die Umstände
zugrunde, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die berichtspflichtigen Vorgänge
durchgeführt wurden."
Bei vergangenen einschneidenden Krisen litt die Weltwirtschaft viele Jahre und Jahrzehnte
an den Nachwirkungen. Von der Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 erholte sich
die Weltwirtschaft jedoch weit schneller als vielfach prognostiziert. Insbesondere
die deutsche Wirtschaft fasste 2010 schnell wieder Fuß. Nicht nur die Dauer, auch
der Verlauf der jüngsten Wirtschaftskrise war atypisch. Üblicherweise setzt hierzulande
bereits bei einer Stagnation der Wirtschaft ein Abbau von Arbeitsplätzen ein. Im Jahr
2009, als das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 4,7 Prozent abstürzte, blieb die Beschäftigung
jedoch, dank Kurzarbeit und flexibler Arbeitszeitregelungen wie den Arbeitszeitkonten,
sehr stabil. Im Jahr 2010 meldete das Statistische Bundesamt sogar einen Anstieg der
Beschäftigung auf hohem Niveau. Ungewöhnlich war weiterhin, dass gerade der private
Konsum sich in den vergangenen Jahren als stabilisierend auf die Wirtschaft auswirkte.
Im üblichen Ablauf von Wirtschaftszyklen reagieren die privaten Haushalte bereits
bei den ersten Anzeichen eines Abschwungs mit Konsumverzicht. Eine Ursache dafür ist
die Angst um den Arbeitsplatz. In Schwung kommt der Konsum üblicherweise erst wieder
am Ende einer Wachstumsperiode, wenn im Aufschwung neue Arbeitsplätze entstanden sind.
In den vergangenen drei Jahren entwickelte sich die Wirtschaft in vielen Bereichen
anders, als es die volkswirtschaftliche Lehre postuliert. Für die Bewertung der heutigen
Situation der Wirtschaft gibt es keine tauglichen historischen Vorbilder. Damit wird
auch das Stellen einer Prognose für die geschäftliche Entwicklung der Dierig-Gruppe
schwierig, zumal eine Fülle von Einflussfaktoren zu berücksichtigen ist. Der Bereich
Textilien wird von weltwirtschaftlichen Entwicklungen ebenso tangiert wie von der
Konsumkonjunktur in den Absatzmärkten Deutschland, Mittel- und Südeuropa, den USA
und Westafrika. Der Bereich Immobilien ist abhängig von der Konstanz der positiven
Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und Bayern, speziell in den Städten Augsburg
und Kempten und deren Umland.
Bei der Einschätzung der weltwirtschaftlichen Entwicklung gab die Weltbank am 12.
Januar 2011 eine weitgehend positive Prognose ab. Nach den Angaben der UN-Organisation
war die Weltwirtschaft im Jahr 2010 um 3,9% gewachsen. Für 2011 sagt die Weltbank
eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 3,6% voraus. Dabei spielen die Schwellenländer
eine immer wichtigere Rolle. Für sie erwartet die Weltbank 2011 ein Wachstum um 6,0%.
Damit würden die Schwellen- und Entwicklungsländer fast die Hälfte des globalen Wachstums
beisteuern. Für China prognostiziert die Weltbank ein Wirtschaftswachstum von 8,7%
im Jahr 2011, für die gesamte Asien-Pazifik-Region wird ein Plus von 8,0% erwartet.
Die UN-Ökonomen rechnen sogar damit, dass Länder wie Brasilien und Südkorea die Kapitalzuflüsse
aus den Industrieländern begrenzen werden, um ein Überschäumen der Konjunktur und
das Entstehen von Anlageblasen zu vermeiden. In den Industrienationen rechnen die
Weltbank und der Internationale Währungsfonds mit einem anhaltenden Wachstum, allerdings
auf einem naturgemäß in gesättigten Märkten niedrigeren Niveau.
Als Gefahr sehen die Ökonomen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds zudem
die Staatsschulden der Industrienationen. Anlass zur Sorge geben der Schuldenstand
der USA und insbesondere die Verschuldung der südeuropäischen Staaten und Irlands.
Dies könne zu einem neuen Aufflackern der Euro-Krise und zu Währungsturbulenzen führen.
Besorgt äußerte sich die Weltbank in ihrer Jahreswirtschaftsprognose über den Preisanstieg
bei Rohstoffen. Dabei heben die Ökonomen vor allem auf Nahrungsmittel und Treibstoffe
ab. Die textilen Gesellschaften der Dierig-Gruppe erwarten aber auch einen weiteren
Anstieg der Baumwollpreise. Dieser rührt in erster Linie daher, dass in den Schwellenländern
neue Konsumentenmärkte für Textilprodukte entstehen. Im Sog der Verdopplung der Baumwollpreise
im Jahr 2010 und eines weiteren exorbitanten Anstiegs in den ersten Monaten des Jahres
2011 haben sich die Preise für andere Fasern ebenfalls deutlich erhöht. Dieser nachfragebedingte
Preisanstieg kann aber auch das Signal sein, dass textile Rohstoffmärkte zukünftig
zum Schauplatz großangelegter Spekulationen werden und Finanzinvestoren die Preise
für textile Erzeugnisse weiter treiben. Die textilen Gesellschaften der Dierig-Gruppe
rechnen damit, dass es bei einer weiteren Verteuerung der Fasern in den Jahren 2011
und 2012 unumgänglich sein wird, die Verbraucherpreise für Textilerzeugnisse ebenfalls
stark anzuheben. Nach Einschätzung der Dierig-Gruppe sind die Konsumentenmärkte jedoch
bereits heute an der Grenze der Belastbarkeit angelangt. Es steht damit zu befürchten,
dass noch stärkere Preiserhöhungen auf der Rohstoffseite die Verbraucherpreise so
weit treiben, dass die Nachfrage nach Textilien einbricht.
Ein Großteil des bislang beobachteten Preisanstiegs der Baumwolle ist inzwischen spekulationsbedingt.
Mindestens ebenso wahrscheinlich wie ein weiter steigender Baumwollpreis wird damit
ein Platzen der Spekulationsblase an den Märkten für textile Rohstoffe. Ein plötzliches
Absacken des Baumwollpreises hätte dramatische Auswirkungen: Unternehmen müssten Abnahmekontrakte
zu überhöhten Preisen erfüllen und Lagerbestände stark abwerten. Eine Insolvenzwelle
im Textilbereich wäre die Folge.
Im Übrigen dienten die Unruhen im arabischen Raum auch als Anlass für Börsenspekulanten,
den Baumwollpreis weiter zu treiben. Eine wesentlich größere Gefahr für die Weltwirtschaft
geht diesbezüglich aber von der Entwicklung der Ölmärkte aus. Als Folge der Volksaufstände
in Tunesien und dem wichtigen Öltransit-Land Ägypten ist der Ölpreis im Februar 2011
auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Ein Scheitern der Demokratiebewegung in diesen
Ländern im Bürgerkrieg und weitere politische Unruhen in Nordafrika und im Nahen und
Mittleren Osten könnten sowohl den Ölpreis weiter ansteigen lassen als auch die Verfügbarkeit
von Öl einschränken. Eine neue Ölkrise jedoch würde sich gravierend auf die Situation
der europäischen Volkswirtschaften auswirken und den Aufschwung hemmen. Dies hätte
fatale Folgen. Eine neue Rezessionsphase kurz nach der überstandenen Krise wäre von
den Unternehmen, der öffentlichen Hand und den privaten Haushalten kaum zu verkraften.
Trotz dieser Risiken überwiegt für die Gesellschaften der Dierig-Gruppe die Zuversicht,
in den Jahren 2011 und 2012 an die Unternehmensentwicklung des Jahres 2010 anzuknüpfen
und den guten Umsatz zu halten.
Alle textilen Gesellschaften gehen dabei von einer Vergrößerung ihrer Marktanteile
und von einem steigenden Preisniveau aus. Schon im Jahr 2010 haben viele bekannte
Bekleidungsmarken Preiserhöhungen durchgesetzt. Das Marktumfeld ist daher sensibilisiert
für weitere Preiserhöhungen. Dabei hat der steigende Baumwollpreis einen positiven
Nebeneffekt. So befürwortet der Textileinzelhandel, dass im Zuge höherer Rohstoffpreise
der Markt nicht länger mit Billigst-Ware überschwemmt wird und der Verbraucher damit
ein neues Gefühl für Qualitätsware erhält. Die beiden textilen Handelsgesellschaften
der Dierig-Gruppe, die Christian Dierig GmbH und die BIMATEX Textil-Marketing- und
Vertriebs-GmbH, besitzen eigene Lagermöglichkeiten und sind besser für erwartbare
Turbulenzen vorbereitet als viele ihrer Wettbewerber. Daher ist zu erwarten, dass
die zunehmende Textilverknappung es ermöglicht, neue interessante Geschäfte zu betreiben
und die Margen zu stabilisieren. Im Spezialgeschäft der Christian Dierig GmbH mit
Afrika-Damasten ist weiterhin mit einer fragilen politischen und wirtschaftlichen
Lage in einigen Ländern der Abnehmerregion zu rechnen. Dessen ungeachtet erwartet
die Gesellschaft einen stabilen Fortgang der Geschäfte und sieht bei einer Entspannung
der politischen Lage in der Republik Elfenbeinküste sogar neue Wachstumschancen.
Die Bettwäschegesellschaften Adam Kaeppel GmbH und fleuresse GmbH konnten in der Vergangenheit
stetig Marktanteile bei der Markenbettwäsche hinzugewinnen und sich erfolgreich im
Handel und bei den Verbrauchern positionieren. Beide Gesellschaften sind für ihre
design- und verkaufsstarke Ware bekannt. Die auf der Leitmesse Heim-textil im Januar
2011 in Frankfurt präsentierten neuen Kollektionen beider Gesellschaften wurden vom
Handel gut angenommen. Insbesondere die Verjüngung der Marke Kaeppel durch die Kollektion
"Must have by Kaeppel" sorgte für hohe Orders. Strategisch wird die Ware gegen die
Bettwäscheangebote von Discountern positioniert. Die Marke fleuresse dagegen wendet
sich an ein etwas älteres Publikum mit hohem verfügbarem Einkommen und einem gehobenen
Wohn- und Einrichtungsgeschmack. Kurz- und mittelfristig sieht die fleuresse GmbH
insbesondere durch die Designqualität ihrer Ware steigende Absatzchancen und arbeitet
daran, ihre Marktstellung im Luxusbereich des Objektgeschäfts auszubauen.
Die Christian Dierig Ges.m.b.H. mit Sitz im österreichischen Leonding blickt auf ein
gutes Geschäftsjahr 2010 zurück und erwartet für 2011 und 2012 aus den Märkten Slowenien,
Kroatien und Rumänien neue Kaufbereitschaft. Die schweizerische Bettwäschegesellschaft
Dierig AG in Wil/St. Gallen musste 2010 noch leichte Einbrüche hinnehmen, da die Wirtschaft
in der Schweiz im Vergleich zur deutschen Wirtschaft zeitverzögert aus der Krise kam.
Für 2011 ist mit einem Anziehen der schweizerischen Konsumkonjunktur zu rechnen. Angesichts
der guten Beschäftigungslage in der Schweiz und hoher verfügbarer Einkommen verbessern
sich auch die Geschäftsaussichten der Dierig AG.
Die Immobiliensparte, organisiert in der Dierig Textilwerke GmbH, hielt während der
Wirtschaftskrise den Vermietungsgrad der Konzernimmobilien stabil. Zur Risikominimierung
wurden 2009 und 2010 neue Flächen nur im direkten Mieterauftrag entwickelt. Die Gesellschaft
trieb jedoch die konzeptionelle Entwicklung verschiedener Projekte voran. Vor dem
Hintergrund einer deutlich aufgehellten Immobilienkonjunktur und basierend auf abgeschlossenen
mietvertraglichen Vereinbarungen wird die Gesellschaft im Jahr 2011 im größeren Umfang
in Neu- und Umbaumaßnahmen investieren. Zu erwähnen sind hierbei die bereits aufgenommenen
Arbeiten an der sogenannten Kälberhalle am ehemaligen Augsburger Schlacht- und Viehhof.
Im Rahmen der Entwicklungen zum KU-Werk wird diese historische Halle in eine Brauerei
und Gaststätte für eine Augsburger Traditionsbrauerei umgebaut. Am Konzernsitz in
Augsburg-Pfersee laufen die Vorbereitungen für den Ausbau der über hundertjährigen
Shed-Hallen zu Schulungs- und Büroräumen sowie Werkstatteinrichtungen der Jungen Werkstatt,
einem Träger in der berufsbezogenen Jugendhilfe. Der Investitionsplan 2011 der Immobiliensparte
sieht dafür und für weitere Bauvorhaben Mittel in Höhe von € 4,5 Mio. vor. Das neue
Flächenangebot wird größtenteils erst im dritten Quartal 2011 fertiggestellt und damit
im Wesentlichen erst 2012 umsatzrelevant werden.
Für das Jahr 2011 rechnet die Immobiliensparte der Dierig-Gruppe damit, dass der Großmieter
Freudenberg KG die Mietflächen am Standort Martini Park zurückgibt. In Abhängigkeit
davon, wie schnell, in welchem Umfang und zu welchen Konditionen eine Nachvermietung
möglich ist, kann der Auszug dieses Mieters zu zeitweiligen Umsatzverlusten führen.
Im Gegenzug erwartet die Dierig Textilwerke GmbH an anderen Standorten ein Umsatzplus.
Ursachen dafür sind die erwähnten Ausbauten, ein leicht steigendes Flächenangebot
und ebenfalls steigende Erlöse bei Neuvermietungen. Saldiert sind damit selbst bei
einem vorübergehend steigenden Leerstand am Standort Martini Park im Jahr 2011 stabile
Mieterlöse zu erwarten. Für 2012 erwartet die Immobiliensparte aufgrund der Fertigstellung
von Umbaumaßnahmen und der Übergabe neuer Flächen an die Mieter einen Umsatzanstieg.
Zusätzlich zum Vermietungsgeschäft stehen an einigen Standorten Grundstücke zum Verkauf.
Die Verkaufsentscheidung ist dabei einerseits abhängig von der Marktlage und andererseits
von der Entscheidungslage der potenziellen Käufer. Bei einem sich abzeichnenden attraktiven
Preisniveau rechnet die Dierig Textilwerke GmbH damit, in den kommenden beiden Jahren
durch Grundstücksverkäufe Erträge zu erwirtschaften. Diese Erträge werden wie in der
Vergangenheit zum Erwerb und zur Umwandlung neuer Immobilien genutzt.
Der Auftragsbestand im Textilsektor der Dierig-Gruppe bezifferte sich zum 31. Dezember
2010 auf € 23,6 Mio. (Vorjahr: € 17,4 Mio.). Zu berücksichtigen sind dabei die gestiegenen
Baumwollpreise, die sich positiv auf den Auftragsbestand auswirken. Gegenläufig wirkt
der Trend der Kunden, möglichst kurzfristig zu ordern, um sich nicht bei einem Absacken
des Baumwollpreises zu verspekulieren. Der Vermietungsgrad der Immobilien bewegt sich
weiterhin auf einem hohen Niveau, wobei die heterogene Flächen- und Mieterstruktur
mit mehr als 210.000 Quadratmetern Mietfläche und 250 Mietern das Vermietungsgeschäft
vor bestandsgefährdenden Veränderungen sichert.
In Summe erwartet die Dierig-Gruppe für 2011 und 2012 bei einem guten konjunkturellen
Umfeld weitere Wachstumsraten bei Umsatz und Ertrag. Die Geschäftsentwicklung wird
dabei nach wie vor von der Maxime bestimmt, auf risikoreiche Projekte ebenso wie auf
Geschäfte zu nicht auskömmlichen Margen zu verzichten. Negative Abweichungen vom Plan,
der sich für 2011 auf einem gegenüber 2010 höheren Niveau bewegt, werden aufgrund
des installierten Risikomanagement-Systems umgehend sichtbar, sodass bei Bedarf unverzüglich
Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Wie in der Vergangenheit ist die Planungsgrundlage
konservativ, wobei genügend Spielräume bestehen, um Geschäftschancen zu nutzen. Bestandsgefährdende
Risiken sind für die Dierig-Gruppe nicht erkennbar.
|
|
|
|
Stand 31.12.2010 |
|
Stand 31.12.2009 |
|
|
Notes | € | € | T€ | T€ |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
(6) |
|
88.167 |
|
102 |
| II. Sachanlagen | (7) |
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken |
|
2.090.223 |
|
2.067 |
|
| 2. Technische Anlagen und Maschinen |
|
213.571 |
|
241 |
|
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung |
|
457.929 |
|
416 |
|
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
|
1.666 |
|
0 |
|
|
|
|
|
2.763.389 |
|
2.724 |
| III. Investment Properties | (8) |
|
50.914.556 |
|
51.835 |
| IV. Finanzanlagen | (9) |
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
|
|
81.240 |
|
81 |
| V. Sonstige langfristige Vermögenswerte | (10) |
|
1.391.212 |
|
1.404 |
| VI. Latente Steuern | (11) |
|
0 |
|
0 |
| Summe langfristiger Vermögenswerte |
|
|
55.238.564 |
|
56.146 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
| I. Vorräte | (12) |
|
|
|
|
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
|
335.081 |
|
277 |
|
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
|
1.372.477 |
|
1.149 |
|
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren |
|
20.623.938 |
|
17.726 |
|
|
|
|
|
22.331.496 |
|
19.152 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (13) | 10.346.821 |
|
10.488 |
|
| 2. Sonstige Vermögenswerte | (14) | 1.893.070 |
|
2.258 |
|
|
|
|
|
12.239.891 |
|
12.746 |
| III. Steuerforderungen | (15) |
|
133.684 |
|
90 |
| IV. Flüssige Mittel | (16) |
|
4.458.364 |
|
4.902 |
| Summe kurzfristiger Vermögenswerte |
|
|
39.163.435 |
|
36.890 |
|
|
|
|
94.401.999 |
|
93.036 |
|
|
|
|
|
Stand 31.12.2010 |
|
Stand 31.12.2009 |
|
|
Notes | € | € | € | T€ | T€ |
| EIGENKAPITAL | (17) |
|
|
|
|
|
| I. Gezeichnetes Kapital |
|
11.000.000 |
|
|
11.000 |
|
| eigene Anteile |
|
-253.786 |
|
|
-254 |
|
|
|
|
|
10.746.214 |
|
|
|
| II. Gewinnrücklagen |
|
|
8.048.943 |
|
5.966 |
|
| III. Andere Rücklagen |
|
|
3.154.127 |
|
2.822 |
|
| IV. Konzerngewinn |
|
|
978.979 |
|
2.083 |
|
|
|
|
|
|
22.928.263 |
|
21.617 |
| Langfristige Schulden |
|
|
|
|
|
|
| 1. Langfristige Finanzverbindlichkeiten | (18) |
|
25.975.172 |
|
30.494 |
|
| 2. Pensionsrückstellungen | (19) |
|
14.286.769 |
|
14.494 |
|
| 3. Sonstige langfristige Schulden | (20) |
|
1.523.609 |
|
1.984 |
|
| 4. Latente Steuern | (21) |
|
3.237.557 |
|
3.034 |
|
|
|
|
|
|
45.023.107 |
|
50.006 |
| Kurzfristige Schulden |
|
|
|
|
|
|
| 1. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (22) |
|
7.956.936 |
|
5.830 |
|
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
(23) |
|
5.805.455 |
|
4.393 |
|
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
(24) |
|
7.639.491 |
|
6.511 |
|
| 4. Kurzfristige Rückstellungen | (25) |
|
3.368.902 |
|
2.808 |
|
| 5. Sonstige kurzfristige Schulden | (26) |
|
1.336.093 |
|
1.499 |
|
| 6. Steuerverbindlichkeiten | (27) |
|
343.752 |
|
372 |
|
|
|
|
|
|
26.450.629 |
|
21.413 |
|
|
|
|
|
94.401.999 |
|
93.036 |
|
|
|
Notes |
|
01.01.2010- 31.12.2010 |
|
01.01.2009- 31.12.2009 |
|
|
|
|
€ | € | T€ | T€ |
| Umsatzerlöse | (28) |
|
71.123.889 |
|
62.978 | |
|
|
Erhöhung (i.Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
|
|
1.153.639 |
|
-3.327 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (29) |
|
1.630.725 |
|
4.290 | |
| Materialaufwand | (30) |
|
|
|
|
|
| a) |
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
|
43.540.624 |
|
33.612 |
|
| b) | Aufwendungen für bezogene Leistungen |
|
6.265.369 |
|
5.472 |
|
|
|
|
|
|
49.805.993 |
|
39.084 |
| Personalaufwand | (31) |
|
|
|
|
|
| a) | Löhne und Gehälter |
|
|
7.234.057 |
|
6.548 |
| b) | Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
|
|
1.571.806 |
|
812 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
|
|
des Anlagevermögens, Sachanlagen und Investment Properties |
(32) |
|
1.560.140 |
|
2.530 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (33) |
|
9.502.885 |
|
8.928 | |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit |
|
|
4.233.372 |
|
6.039 | |
| Erträge aus Beteiligungen |
|
10.000 |
|
|
|
|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
123.497 |
|
147 |
|
|
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (34) |
2.875.706 |
|
2.993 |
|
|
| Finanzergebnis | (35) |
|
-2.742.209 |
|
-2.846 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
|
|
1.491.163 |
|
3.193 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern |
|
|
|
|
|
|
| Ertragsteuern | (36) |
|
512.184 |
|
1.110 | |
| Jahresergebnis |
|
|
978.979 |
|
2.083 | |
| Gewinnvortrag |
|
|
2.083.198 |
|
1.911 | |
| Zuführungen zu den Gewinnrücklagen |
|
|
-2.083.198 |
|
-1.911 | |
| Konzerngewinn |
|
|
978.979 |
|
2.083 | |
|
|
Notes | 01.01.2010- 31.12.2010 |
01.01.2009- 31.12.2009 |
|
|
|
|
€ |
T€ |
|
| Jahresergebnis1) ,2) |
|
978.979 | 2.083 | |
| Andere nicht im Jahresergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen |
|
|
|
|
| Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen |
|
332.569 | -20 | |
| Andere nicht im Jahresergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern |
|
332.569 | -20 | |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen der Periode |
|
1.311.548 | 2.063 | |
| Vom Jahresergebnis entfällt auf die Aktionäre |
|
978.979 | 2.083 | |
| Von der Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen der Periode entfällt auf die Aktionäre |
|
1.311.548 | 2.063 | |
| Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) in Euro |
(37) | 0,24 | 0,51 | |
1)
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 ist durch zusätzliche Belastungen aus den Anpassungen
der versicherungsmathematischen Parameter bei der Pensionsrückstellungsberechnung
in Höhe von insgesamt T€ 761 beeinflusst (vgl. Erläuterungen 5k, Pensionsrückstellungen
Nr. 19, Personalaufwand Nr. 31).
2)
Im Jahresergebnis 2009 sind auch Gewinne aus Grundstücksveräußerungen am Standort
Augsburg von T€ 1.701 (nach Steuern; siehe Anhang Nr. 29) enthalten. Diese Gewinne
werden reinvestiert und konnten daneben auch zur Wertanpassung, an eine sich veränderte
Markteinschätzung bei der zukünftigen Verwertung einer Immobilie in Höhe von T€ -651
(nach Steuern; siehe Anhang Nr. 32), verwendet werden. In den Einzelabschlüssen der
Konzerngesellschaften wurden die Veräußerungsgewinne ergebnisneutral in einen Sonderposten
nach § 6b EStG eingestellt.
|
|
Siehe Anhang Note Nr. 41 | 2010 | 2009 |
|
|
|
T€ | T€ |
|
|
Jahresüberschuss | 979 | 2.083 |
|
|
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investment Properties |
1.560 | 2.530 |
|
|
Veränderung der latenten Steuern | 204 | 822 |
|
|
Zahlungsunwirksame Vorgänge | -366 | -373 |
|
|
Veränderung der langfristigen Rückstellungen | -207 | -915 |
|
|
Cash Flow aus dem Ergebnis | 2.170 | 4.147 |
|
|
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | 561 | -886 |
|
|
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -62 | -2.627 |
|
|
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva |
-2.744 | 4.648 |
|
|
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva1) |
1.126 | 462 |
| 1. | Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.051 | 5.744 |
|
|
Erlöse aus den Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 667 | 2.692 |
|
|
Investitionen in das Anlagevermögen | -1.122 | -1.592 |
| 2. | Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -455 | 1.100 |
|
|
Aufnahme/Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten1) | -1.150 | -6.072 |
|
|
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -1.242 | -1.320 |
|
|
Konzernfinanzierung1) | 1.127 | 2.379 |
|
|
Einzahlungen für die Tilgung Restkaufpreis (Rheine) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens |
41 | 40 |
| 3. | Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -1.224 | -4.973 |
| 4. | Zahlungswirksame Veränderung des Finanzbestands (Summe Punkt 1.+2.+3.) | -628 | 1.871 |
|
|
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelbestands |
184 | -20 |
|
|
Finanzmittel am Anfang der Periode | 4.902 | 3.051 |
| 5. | Finanzmittel am Ende der Periode | 4.458 | 4.902 |
| Ergänzende Informationen zum Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit: |
|
|
|
| Geleistete Zahlungen |
|
|
|
|
|
für Zinsen | 2.089 | 2.169 |
|
|
für Ertragsteuern | 287 | 452 |
| Siehe Anhang Note Nr. 17 | Gezeichnetes Kapital |
Gewinn- rücklagen |
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis |
Andere Rücklagen |
Konzern- gewinn |
Konzern- eigenkapital |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| Stand 01.01.2009 | 10.746 | 4.054 | -93 | 2.935 | 1.911 | 19.553 |
| Fremdwährungsumrechnung |
|
|
-20 |
|
|
-20 |
| Zuführung zu den Gewinnrücklagen |
|
1.911 |
|
|
-1.911 | 0 |
| Eigene Anteile |
|
|
|
|
|
0 |
| Übrige Veränderungen |
|
1 |
|
|
|
1 |
| Konzernjahresüberschuss |
|
|
|
|
2.083 | 2.083 |
| Stand am 31.12.2009 | 10.746 | 5.966 | -113 | 2.935 | 2.083 | 21.617 |
|
|
Gezeichnetes Kapital |
Gewinn- rücklagen |
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis |
Andere Rücklagen |
Konzern- gewinn |
Konzern- eigenkapital |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| Stand 01.01.2010 | 10.746 | 5.966 | -113 | 2.935 | 2.083 | 21.617 |
| Fremdwährungsumrechnung |
|
|
332 |
|
|
332 |
| Zuführung zu den Gewinnrücklagen |
|
2.083 |
|
|
-2.083 | 0 |
| Übrige Veränderungen |
|
|
|
|
|
0 |
| Konzernjahresüberschuss |
|
|
|
|
979 | 979 |
| Stand am 31.12.2010 | 10.746 | 8.049 | 219 | 2.935 | 979 | 22.928 |
Als Konzernobergesellschaft erstellt die Dierig Holding Aktiengesellschaft mit Sitz
in Augsburg, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Augsburg
unter der Nummer HRB 6137, einen Konzernabschluss. Die Hauptgeschäftstätigkeiten des
Unternehmens sind Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von textilen Erzeugnissen
sowie die Verwaltung und Entwicklung von Immobilien. Ihr Mutterunternehmen, die Textil-Treuhand
GmbH, erstellt als oberstes Mutterunternehmen einen eigenen Konzernabschluss nach
internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS).
Der Konzernabschluss der Dierig Holding Aktiengesellschaft, Augsburg, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 steht im Einklang mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS) bzw. International Accounting Standards (IAS) des International
Accounting Standards Board (IASB), London/England, in der jeweils von der EU-Kommission
übernommenen Fassung. Alle für das Geschäftsjahr 2010 geltenden Auslegungen des International
Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und die früheren Interpretationen
des Standing Interpretations Committee (SIC) wurden berücksichtigt. Die Vorjahreszahlen
wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. Die weiterhin gültigen Vorschriften gem.
§ 315a Abs. 1 HGB wurden ebenfalls beachtet.
Der vorstehende Konzernabschluss wird in Euro erstellt.
Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen
einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Einzelabschlüsse
der einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
In der Bilanz wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden.
Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines
Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Entsprechend werden die Vermögenswerte
und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen
verbleiben. Die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt.
Im Konzernabschluss müssen in einem eng begrenzten Umfang Schätzungen und Annahmen
getroffen werden, die Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte
und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben.
Die tatsächlichen Werte können in einem eng begrenzten Umfang von den Schätzungen
abweichen.
Auf den Dierig-Konzern haben folgende überarbeitete Standards, die ab dem 1. Januar
2010 erstmalig angewendet wurden, keine Auswirkung:
| ― |
Änderung des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS: zusätzliche Ausnahmen" (veröffentlicht 11/2008) |
| ― |
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" (veröffentlicht 1/2008) |
| ― |
IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" (veröffentlicht 1/2008) |
| ― |
IAS 39 "Finanzinstrumente" (veröffentlicht 9/2009) |
| ― |
Änderung des IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütungen" (veröffentlicht 6/2009) |
| ― |
Änderung des IFRS 7 "Finanzinstrumente - Angaben" (veröffentlicht 3/2009) |
| ― |
"Annual Improvements Project 2009" (veröffentlicht 4/2009) |
Die folgenden Interpretationen des IFRIC hatten ebenfalls keine Auswirkungen auf die
Darstellung des Konzernabschlusses von Dierig:
| ― |
IFRIC 15 "Vereinbarungen über die Herstellung von Immobilien" |
| ― |
IFRIC 16 "Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" |
| ― |
IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Eigentümer" |
| ― |
IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten von Kunden" |
Die Europäische Union hat am 19. Juli 2010 folgende Neuregelungen übernommen:
| ― |
IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" sowie |
| ― |
Änderungen an IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen" |
Mit Verordnung (EG) Nr. 662/2010 vom 23. Juli 2010 hat die Europäische Union auch
IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" sowie
die entsprechende Änderung an IFRS 1 übernommen.
Das IASB hat eine Reihe von weiteren Verlautbarungen veröffentlicht. Im Einzelnen
handelt es sich um folgende Verlautbarungen:
| ― |
IFRS 9 "Finanzinstrumente" (veröffentlicht 11/2009) |
| ― |
"Annual Improvements Project 2010" (veröffentlicht 5/2010) |
Die kürzlich umgesetzten Rechnungslegungsverlautbarungen sowie die Verlautbarungen,
die noch nicht umgesetzt wurden, haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss
von Dierig.
In den Konzernabschluss der Dierig Holding AG werden die Abschlüsse des Mutterunternehmens
und der von ihm beherrschten Unternehmen (ihre Tochterunternehmen) ab dem Zeitpunkt
einbezogen, ab dem die Dierig Holding AG oder ihre Tochterunternehmen die Möglichkeit
der Beherrschung erhalten. Daneben werden Gemeinschaftsunternehmen (IAS 31) quotal
in den Konzernabschluss einbezogen. Ein Unternehmen (Leasinggeber) wird gemäß SIC
12 als Zweckgesellschaft (Special purpose entity), unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften
gem. IFRS 1.15 (First-Time Adoption of IFRS), in den Konzernabschluss einbezogen.
Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich der Muttergesellschaft 10 inländische
(i.Vj. 10) und 3 ausländische (i.Vj. 4) Unternehmen, die im Einzelnen in der Aufstellung
des Konzernanteilsbesitzes aufgeführt sind. Die Gesellschaft T. Scholten B.V., Hengelo,
deren Geschäftsaktivitäten auf die Bimatex Textil-Marketing- und Vertriebs-GmbH, Augsburg,
übertragen wurden, befindet sich seit November 2010 in Abwicklung und wurde deshalb
endkonsolidiert. Effekte haben sich daraus nicht ergeben, da sämtliche Chancen und
Risiken bereits im Vorjahr verarbeitet wurden. Soweit Anteile an Tochtergesellschaften
aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden diese nicht konsolidiert
und gemäß IAS 39 bewertet.
Tochterunternehmen werden gemäß IAS 27 vollkonsolidiert. Bei Gemeinschaftsunternehmen,
an denen die Beteiligung insgesamt 50 % beträgt, wird entsprechend der Beteiligungsquote
die Quotenkonsolidierung angewendet.
Bei der Kapitalkonsolidierung wurden die Erleichterungen gemäß IFRS 1.15 angewendet
und die bisherigen Werte aus dem HGB-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2003 übernommen.
Danach erfolgte die Kapitalkonsolidierung ausschließlich nach der Buchwertmethode,
wobei die Buchwerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden anteiligen Eigenkapital
verrechnet wurden. Dabei wurden aktive Unterschiedsbeträge, die einen Geschäftswert
darstellen, mit den Gewinnrücklagen verrechnet und passive Unterschiedsbeträge mit
Rücklagencharakter in die anderen Rücklagen eingestellt.
Die Kapitalkonsolidierung bei Unternehmensneuzugängen wird entsprechend IFRS 3 (Business
Combinations) nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Dabei werden die Anschaffungskosten
der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital
zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Seit dem Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung eines
IFRS-Konzernabschlusses (1. Januar 2005) erfolgten bis auf geringfügige Anteilsaufstockungen
keine Unternehmenszugänge.
Bei der Vollkonsolidierung werden die Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen
und Erträge der zu konsolidierenden Unternehmen voll angesetzt, während bei der Quotenkonsolidierung
die Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge nur in Höhe der entsprechenden
Beteiligungsquote in den Konzernabschluss übernommen werden. Umsätze, Aufwendungen
und Erträge, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen
Gesellschaften wurden eliminiert. Die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge betreffen
im Wesentlichen die Währungsumrechnung bei der Einbeziehung einer ausländischen Tochtergesellschaft
und wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Unwesentliche Zwischenergebnisse wurden
nicht eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach
IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls
umgerechnet. Monetäre Posten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag gemäß IAS
21 mit dem Stichtagskurs (Mittelkurs) vom 31. Dezember 2010 in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen
werden in der Periode, in der sie entstanden sind, erfolgswirksam erfasst. Für nicht
monetäre Vermögenswerte, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung
bewertet wurden und deren Wert in einer Fremdwährung angegeben wird, erfolgt die Währungsumrechnung
zu dem Zeitpunkt, an dem der beizulegende Zeitwert bestimmt wurde. Die Umrechnungsdifferenzen
aus einem nicht monetären Posten werden entsprechend dem Gewinn oder Verlust aus dem
nicht monetären Posten entweder direkt im Eigenkapital oder erfolgswirksam erfasst.
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung werden nach dem Konzept der funktionalen
Währung in Euro aufgestellt. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochtergesellschaften
wurden, soweit ihre Rechnungslegung nicht in Euro erfolgt, gemäß IAS 21 mit dem Stichtagskurs
(Mittelkurs) vom 31. Dezember 2010 in Euro umgerechnet. Die Positionen der Gewinn-
und Verlustrechnung werden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich daraus
ergebenden Umrechnungsunterschiede werden erfolgsneutral in der Konzernbilanz unter
der Position "andere Rücklagen, Fremdwährungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen.
Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Soweit sich Umrechnungsdifferenzen
im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden diese erfolgsneutral in der Konzernbilanz
unter der Position "andere Rücklagen, Fremdwährungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen.
Die wichtigsten im Konzernabschluss verwendeten Kurse haben sich in Relation zum Euro
wie folgt entwickelt:
| Land | Währung | Mittelkurs | Durchschnittskurs | ||
|
|
1 Euro = | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 |
| USA1) | USD | 1,3386 | 1,4400 | 1,3271 | 1,3934 |
| Schweiz | CHF | 1,2525 | 1,4839 | 1,3824 | 1,5099 |
1)
nur hinsichtlich der Devisenabsicherung relevant
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen
Unternehmen werden entsprechend IAS 27 nach den im Folgenden dargestellten Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt.
Als kurzfristige Posten werden solche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr ausgewiesen;
langfristige Posten haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden wie bisher mit den
Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer jeweiligen wirtschaftlichen Nutzungsdauer
(3 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung
sind im Konzernabschluss nicht enthalten.
Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft. Ändert sich
die erwartete Nutzungsdauer oder der erwartete Abschreibungsverlauf des immateriellen
Vermögenswerts, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode
gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt.
Die Sachanlagen werden gemäß IAS 16 weiterhin mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten
aktiviert und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer
linear abgeschrieben. Kosten für laufende Instandhaltung werden erfolgswirksam verrechnet.
Wenn durch die mit der Sachanlage verbundenen Kosten ein künftiger Nutzenzufluss verbunden
ist, erfolgt die Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Die Abschreibungen bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden werden in längstens 50 Jahren,
technische Anlagen und Maschinen in längstens 12 Jahren und andere Anlagen in 5 bis
7 Jahren vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den erwarteten
Nutzungsdauern im Konzern.
Immobilien werden als Investment Properties klassifiziert, wenn sie zur Erzielung
von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Die selbstgenutzten
Bereiche werden anhand einer Aufteilung der Nutzflächen von den Investment Properties
abgegrenzt und unter den Sachanlagen ausgewiesen. Gemäß dem Wahlrecht nach IAS 40
werden die Investment Properties nach dem Anschaffungskostenmodell wie bisher zu fortgeführten
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Bauzeitzinsen werden als Bestandteil
der Anschaffungs- und Herstellungskosten für einen qualifizierten Vermögensgegenstand
nach IAS 23 aktiviert. Abschreibungen werden linear über eine gewöhnliche Nutzungsdauer
von längstens 50 Jahren vorgenommen.
Bei immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Investment Properties wird eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Buchwerte gemäß IAS 36 regelmäßig auf Basis von "Cash Generating Units" vorgenommen, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei diesen Vermögenswerten gibt. Wir verweisen auf unsere Erläuterungen bei den Abschreibungen (siehe Anhang Nr. 32 sowie Fußnote2) Statement of comprehensive income).
Soweit der Buchwert von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen oder Investment
Properites (oder einer Cash Generating Unit) über dem am Bilanzstichtag erzielbaren
Betrag liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Diese
Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag bestimmt sich
aus dem Nettoveräußerungspreis oder - falls höher - dem Barwert des geschätzten zukünftigen
Cash Flows aus der Nutzung des Vermögenswertes (Nutzwert). Soweit die Gründe für außerplanmäßige
Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden Wertaufholungen auf die fortgeführten Anschaffungs-
oder Herstellungskosten vorgenommen.
Finanzanlagen (Beteiligungen und Wertpapiere) werden zu dem Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses
ein- und ausgebucht. Die erstmalige Erfassung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.
Die Beteiligungen werden gemäß IAS 39.46 (c) auch nach ihrer erstmaligen Erfassung
unverändert zu Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz der Wertpapiere erfolgt zu
fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Die hier ausgewiesenen Vermögenswerte werden teilweise als "bis zur Endfälligkeit
gehalten" und teilweise als "zur Veräußerung verfügbar" eingestuft. Im letzteren Fall
werden wesentliche Veränderungen im Verkehrswert ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst
und erst bei Verkauf oder anderweitigem Abgang in das Periodenergebnis einbezogen.
Unwesentliche Veränderungen werden direkt ergebniswirksam erfasst.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw.
zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Einstandspreisen,
ausgerüstete Gewebe sind zuzüglich bereits berechneter Ausrüstlöhne bewertet. Die
fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten
enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten.
Die Waren sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips
bewertet. Bewertungsvereinfachungsverfahren wurden nicht angewendet. Posten mit verminderter
Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgeschrieben. Soweit
die Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten der Vorräte den Wert übersteigen, der
sich, ausgehend von den realisierbaren Verkaufspreisen, abzüglich bis zum Verkauf
noch anfallender Kosten ergibt, wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.
Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden zum Nennwert bzw. zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen
Rechnung getragen.
Dieser Posten umfasst ausschließlich Zahlungsmittel und ist zum Nennwert angesetzt.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen
Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) für leistungsorientierte
Altersversorgungspläne, das unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen
errechnet wurde. Dabei wird zu jedem Bilanzstichtag eine versicherungsmathematische
Bewertung unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck
durchgeführt. Dem Anwartschaftsbarwert am Jahresende wurde das in Fonds ausgegliederte
Planvermögen zum Zeitwert gegenübergestellt. Versicherungsmathematische Gewinne und
Verluste - sowohl innerhalb als auch außerhalb des 10%-Korridors - werden grundsätzlich
sofort erfolgswirksam erfasst.
Der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Prämissen zugrunde gelegt:
|
|
2010 | 2009 |
| Parameter |
|
|
| Rechnungszins | 4,50% | 4,75% |
| Gehaltstrend | 1,75% | 1,75% |
| Rententrend | 2,00% | 2,20% |
| Erwartete Erträge des Fondsvermögens | 2,50% | 2,50% |
Siehe Erläuterungen bei den Pensionsrückstellungen Nr. 19, beim Personalaufwand Nr. 31 sowie bei Fußnote1) Statement of comprehensive income.
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen
gegenüber Dritten bestehen, die in der Vergangenheit begründet sind, die künftig wahrscheinlich
zu einem Abfluss von wirtschaftlich nutzbaren Ressourcen führen und deren Höhe verlässlich
geschätzt werden kann. Abzinsungen werden vorgenommen, wenn der Zinseffekt wesentlich
ist. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen berücksichtigt.
Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtig beste
Schätzung angepasst. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des wahrscheinlichen
Betrags. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesen.
Verbindlichkeiten und langfristige Finanzschulden werden unverändert zum Nennwert
oder mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Der Buchwert der langfristigen Schulden
entspricht im Wesentlichen dem Fair Value, wobei der Buchwert ausschlaggebend ist.
Am Bilanzstichtag besteht unter gewissenhafter Abwägung des sehr volatilen Marktumfeldes
bei überwiegend langfristigen Finanzierungen lediglich ein Spread von unter 0,3 %-Punkten
zwischen Buchwert und Fair Value. Die Auswirkungen daraus sind also insgesamt von
untergeordneter Bedeutung.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 für zeitlich abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsansätze
in der Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen in der IFRS/IAS-Bilanz
des Konzernabschlusses, für Anpassungen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsansätze sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen gebildet, soweit sich die
zugrunde liegenden Bewertungsunterschiede in zukünftigen Perioden umkehren. Latente
Steuern auf Vorteile aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen und noch
nicht genutzte Steuergutschriften werden in dem Umfang aktiviert, in dem mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass im jeweiligen Unternehmen künftig
ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die noch nicht genutzten
steuerlichen Verluste und noch nicht genutzten Steuergutschriften verwendet werden
können. Für die Prognoserechnung der Nutzbarkeit der Verlustvorträge wurde dabei ein
Prognosezeitraum von 5 Jahren zugrunde gelegt. Die latenten Steuern werden auf Basis
der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. zukünftig anzuwenden
sind. Die Ermittlung der latenten Steuern beruht unverändert gegenüber dem Vorjahr
auf einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % (zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5
% auf die Körperschaftsteuer) und einem pauschalierten Gewerbesteuersatz von 15,2
%. Der Gesamtsteuersatz für die Unternehmensgruppe beläuft sich auf 34,3 % (i.Vj.
34,7 %).
Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst, es sei denn sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste
Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital
erfasst. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft bzw. je Organkreis
saldiert, soweit sie Ertragsteuern betreffen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben
werden und der Konzern beabsichtigt, den Ausgleich seiner laufenden Steueransprüche
und Steuerschulden auf Nettobasis vorzunehmen.
Derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) werden im Dierig-Konzern ausschließlich
zur Sicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Wirksamkeit
der Sicherungsbeziehung wird prospektiv anhand einer genauen Gegenüberstellung der
Fälligkeiten von Grund- und Sicherungsgeschäft entsprechend IAS 39.AG108 durchgeführt.
Retrospektiv wird die Wirksamkeit zu jedem Bilanzstichtag mit einem Effektivitätstest
überprüft.
Bei Eingehen von Sicherungsgeschäften werden bestimmte Derivate bestimmten Grundgeschäften
zugeordnet. Die zur Behandlung als Sicherungsgeschäfte notwendigen materiellen und
formellen Voraussetzungen des IAS 39 wurden sowohl bei Abschluss der Sicherungsgeschäfte
als auch am Bilanzstichtag erfüllt. Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente
zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in
welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Soweit die eingesetzten Finanzinstrumente
zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge) abgeschlossen sind,
richtet sich die Bewertung des Grundgeschäfts nach der Bewertung des Sicherungsinstruments.
Die Bewertung des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments richtet sich dabei
nach dem Zeitwert. Zeitwertänderungen werden ergebniswirksam erfasst. Dabei gleichen
sich die Ergebnisse im Wesentlichen aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft aus, sodass
sich per Saldo keine Gewinn- und Verlustauswirkungen ergeben. Dabei wird das Sicherungsgeschäft
in dem gleichen Posten wie das Grundgeschäft ausgewiesen.
Im Rahmen von Darlehensaufnahmen werden teilweise Zinsswaps eingesetzt, die allein
der Absicherung eines festen Kreditzinses dienen und Teil der durch die Bank vorgegebenen
Kreditbedingungen sind. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und
retrospektiv durch eine einfache Gegenüberstellung von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft
nach IAS 39.AG108 durchgeführt. Bei diesen, zur Absicherung von Zahlungsströmen eingesetzten
Finanzinstrumenten (Cash Flow Hedge), fallen aufgrund der vollständigen Betrags- und
Fristenkongruenz zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft keine unrealisierten Gewinne
und Verluste des Sicherungsgeschäfts an, die zunächst unmittelbar im Eigenkapital
erfasst werden müssten. Vielmehr werden die Zinsverpflichtungen aus dem Grundgeschäft
ebenso wie der Nettoeffekt aus dem Sicherungsgeschäft monatsweise ergebniswirksam
erfasst und in saldierter Form im Zinsaufwand ausgewiesen.
Eventualschulden werden wie bisher nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben,
es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen
ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt.
Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich
ist.
Leasingverhältnisse, in denen ein wesentlicher Anteil des Nutzens und der Risiken
aus dem Eigentum am Leasingobjekt beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating
Leasing klassifiziert. Unter einem Operating Leasing erhaltene oder geleistete Zahlungen
werden über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst.
Bei der erstmaligen Erstellung des IFRS-Konzernabschlusses hat die Dierig Holding
AG das Wahlrecht nach IFRS 1.15 dahingehend ausgeübt, dass keine rückwirkende Anwendung
von IFRS 3 erfolgte. Infolgedessen konnte auf die rückwirkende Konsolidierung einer
Sale-and-lease-back-Transaktion aus dem Jahr 1994 zwischen der MCA Martini Textil
GmbH & Co. Veredelungswerke KG und der MARA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH
& Co. KG verzichtet werden; d.h. es werden die aus dieser Transaktion resultierenden
Forderungen bzw. Verbindlichkeiten und Aufwendungen bzw. Erträge eines jeden Geschäftsjahres
laufend eliminiert. In den Konzernabschluss wurde jedoch der Wertansatz des genannten
Grundstücks mit Gebäuden mit den im Einzelabschluss der Erwerberin (MARA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft
mbH & Co. KG) anzusetzenden Anschaffungskosten übernommen. Der aus der Veräußerung
bei der MCA Martini Textil GmbH & Co. Veredelungswerke KG entstandene Verkaufsgewinn
wurde gemäß IAS 17.59 abgegrenzt und über die Vertragslaufzeit aufgelöst (vgl. auch
7, 20, 26 und 46).
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage der Gesellschaft
zum Bilanzstichtag liefern (berücksichtigungspflichtige Ereignisse) werden im Konzernabschluss
bilanziell berücksichtigt. Nicht zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
werden im Anhang angegeben, wenn sie wesentlich sind, haben im Jahr 2010 jedoch nicht
vorgelegen.
Umsatzerlöse werden erfasst, wenn wahrscheinlich ist, dass der mit dem entsprechenden
Geschäftsvorfall verbundene wirtschaftliche Nutzen an die Gesellschaft fließt und
die Höhe des Umsatzes verlässlich bestimmt werden kann. Umsätze werden unter Berücksichtigung
etwaiger Preisnachlässe und Rabatte erfasst. Erlöse aus dem Verkauf von Gütern werden
erfasst, wenn die Lieferung erfolgt ist und die Übertragung der Risiken und Chancen
auf den Käufer stattgefunden hat.
Zinsen werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Periodenabgrenzung erfasst.
Fremdkapitalzinsen während der Herstellungsphase eines Vermögenswertes des Anlagevermögens
werden bis zu ihrer Fertigstellung aktiviert und nicht als Aufwand verbucht. Nach
erfolgter Fertigstellung werden die Fremdkapitalzinsen stets aufwandswirksam erfasst.
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt
ihrer Verursachung ergebniswirksam.
Die Segmentberichterstattung erfolgt wie bisher entsprechend der internen Organisations-
und Berichtsstruktur. Gemäß IFRS 8 werden die Aktivitäten des Dierig-Konzerns wie
im Vorjahr nach Geschäftstätigkeiten (Textil und Immobilien) abgegrenzt. Darüber hinaus
werden die Segmentangaben nach geografischen Gesichtspunkten aufgegliedert. Als Segmentergebnis
ist der Jahresüberschuss dargestellt.
Die Segmentberichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden des zugrunde liegenden Abschlusses. Die Beträge wurden vor Konsolidierungsmaßnahmen
ermittelt, jedoch sind intersegmentäre Konsolidierungen vorgenommen worden.
Für Vermögenswerte und Schulden, die von mehr als einem Segment genutzt oder zugerechnet
werden, erfolgte eine Aufteilung nach einem sachgerechten Schlüssel. Korrespondierende
Komponenten des Segmentergebnisses wurden nach den gleichen Kriterien zugeordnet.
Das Segmentvermögen umfasst die Gegenstände, die zur Erwirtschaftung des Jahresergebnisses
des jeweiligen Segments eingesetzt werden. Die Schulden umfassen die dem Working Capital
zuzurechnenden Schulden und die Finanzschulden. Das Vermögen schließt Beteiligungen
mit ein.
Im Anlagespiegel ist die Entwicklung des Konzernanlagevermögens dargestellt.
In diesem Posten wird im Wesentlichen Software ausgewiesen.
Beim Sachanlagevermögen handelt es sich überwiegend um eigengenutzte Grundstücke und
Gebäude.
Bei den Investment Properties handelt es sich um unterschiedlichste Grundstücke an
verschiedenen Standorten in Deutschland, die größtenteils gewerblich vermietet sind.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden Mieterlöse in Höhe von T€ 6.051 (i.Vj. T€ 5.932) erwirtschaftet,
denen Aufwendungen von T€ 5.740 (i.Vj. T€ 5.181) gegenüberstehen. Im Geschäftsjahr
2010 wurden Anlagenverkaufsgewinne/Wertanpassungen in Höhe von T€ 111 (i.Vj. T€ 1.049)
nach Steuern erzielt. Entsprechend dem überarbeiteten IAS 23 werden Bauzeitzinsen
als Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten für einen qualifizierten
Vermögensgegenstand erfasst. Im Geschäftsjahr 2009 und 2010 sind solche Bauzinsen
nicht angefallen. In den Investment Properties ist ein Grundstück mit aufstehendem
Betriebsgebäude bilanziert, dessen Buchwertansatz auf eine Sale-and-lease-back-Transaktion
aus dem Jahr 1994 zwischen den quotal (50 %) in den Konzernabschluss einbezogenen
Gesellschaften MCA Martini Textil GmbH & Co. Veredelungswerke KG und MARA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft
mbH & Co. KG zurückzuführen ist (vgl. 5q). Der fortgeführte Buchwert (50 %) stellt
sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt dar:
|
|
|
2010 | 2009 |
|
|
|
T€ | T€ |
| Gebäude-Anschaffungskosten | 1.029 | 1.029 | |
| ./. kumulierte Abschreibungen | -600 | -574 | |
| Fortgeführter Buchwert des Gebäudes | 429 | 455 | |
| Grundstück-Anschaffungskosten | 4.458 | 4.458 | |
| ./. kumulierte Abschreibungen | -813 | -813 | |
| Buchwert gesamt | 4.074 | 4.100 | |
Bezüglich der Abgrenzung der Erlöse und der Aufwendungen verweisen wir auf den Segmentbericht
unter Punkt (39). Gemäß IAS 40.53 kann auf eine Angabe des Zeitwertes der Investment
Properties verzichtet werden, "... wenn vergleichbare Markttransaktionen selten und
anderweitige zuverlässige Schätzungen für den beizulegenden Zeitwert (beispielsweise
basierend auf diskontierten Cash Flow-Prognosen) nicht verfügbar sind." (vgl. unter
Punkt 5d "Investment Properties"). Dies ist bei der Nach- und Umnutzung alter Industriestandorte
der Fall. Es wurden keine externen Gutachter herangezogen.
Bei dieser Position handelt es sich um Beteiligungen an mehreren Unternehmen, die
aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns nicht konsolidiert wurden.
In diesem Posten werden die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€
295 (i.Vj. T€ 272) ausgewiesen. Ebenfalls ausgewiesen wird der Restkaufpreis aus dem
Grundstücksverkauf Rheine aus dem Geschäftsjahr 2008. Die Finanzierung des Restkaufpreises
in Form eines Darlehens wird mit 4,8 % verzinst und voraussichtlich über eine Laufzeit
von 20 Jahren in gleichmäßigen Raten getilgt. Zum 31. Dezember 2010 wird ein langfristiger
Darlehensanteil von T€ 1.096 (i.Vj. T€ 1.132) bilanziert. Als Sicherheit für das Darlehen
dient das verkaufte Grundstück.
Siehe Punkt (21) zu passiven latenten Steuern.
Vermögenswerte werden als kurzfristig klassifiziert, wenn erwartet wird, dass sie
innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden.
Auf die Vorräte in Höhe von T€ 22.331 (i.Vj. T€ 19.152) wurden aufgrund der Bestandsrisiken
aus der Lagerdauer und Verwertbarkeit sowie für Wertberichtigungen aus der Währungsanpassung
kumulierte Abwertungen von T€ 3.686 (i.Vj. T€ 2.617) vorgenommen, die branchenspezifisch
im Wesentlichen auf Fertigerzeugnisse und Waren entfallen.
Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.
Erkennbare Einzelrisiken sind durch kumulierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von
T€ 840 (i.Vj. T€ 1.259) berücksichtigt. Zuführungen im Geschäftsjahr werden in der
Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Auflösungen
unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von T€ 1.893 (i.Vj. T€ 2.258) beinhalten unter
anderem Mietforderungen und Forderungen an Lieferanten sowie Abgrenzungen aus der
Periodenzuordnung. Auf die noch offenen Mietforderungen wurden in ausreichender Höhe
Wertberichtigungen gebildet.
Die Steuerforderungen beinhalten Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 8
(i.Vj. T€ 19) und Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 126 (i.Vj. T€ 71).
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Kassenbestand | 11 | 8 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 4.447 | 4.894 |
|
|
4.458 | 4.902 |
Die Entwicklung der flüssigen Mittel ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist gemäß IAS 1 als eigener Bestandteil des Konzernabschlusses
in einer Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Textil-Treuhand
GmbH hat uns ihre Mehrheitsbeteiligung nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt. Auf Basis
der Ermächtigung durch die Hauptversammlung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates
96.900 Stückaktien zum Wert von € 627.150 als Akquisitionswährung erworben.
Das gezeichnete Kapital ist in 4.200.000 nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen
Anteil am Grundkapital von € 2,61 eingeteilt, ist vollständig eingezahlt und beträgt
unverändert € 11.000.000. Der Nennwert der eigenen Anteile in Höhe von € 253.786 wurde
im Berichtsjahr erstmalig vom gezeichneten Kapital abgesetzt und das Vorjahr entsprechend
angepasst. Der Unterschiedsbetrag zu den Anschaffungskosten in Höhe von € 373.364
wurde mit den Gewinnrücklagen und nicht wie im Vorjahr mit dem gezeichneten Kapital
verrechnet.
Damit ergibt sich für das gezeichnete Kapital folgender Bilanzansatz:
|
|
|
2010 | 2009 |
|
|
|
T€ | T€ |
| Gezeichnetes Kapital Stand 01. Januar | 11.000 | 11.000 | |
| ./. | Rückkauf eigener Anteile | -254 | -254 |
| Gezeichnetes Kapital Stand 31. Dezember | 10.746 | 10.746 | |
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in
den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden
oder im Konzerngewinn enthalten sind. Daneben ist in diesem Posten die Neubewertungsrücklage
aus der Umstellung auf die Konzernbilanzierung nach IFRS verrechnet. Im Geschäftsjahr
wurden T€ 2.083 (i.Vj. T€ 1.911) aus dem Konzerngewinn in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Im Geschäftsjahr wurde erstmalig der über dem Nennwert liegende Wert der zurückgekauften
eigenen Anteile (T€ 373) mit den Gewinnrücklagen verrechnet, das Vorjahr entsprechend
angepasst.
Unter den anderen Rücklagen sind Beträge aus der Kapitalkonsolidierung sowie Differenzen
aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen
ausgewiesen. Die auf die Währungsumrechnung entfallenden Beträge sind in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
dargestellt.
Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten
durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei
wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse
operieren können. Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden, Zahlungsmitteln
sowie dem den Eigenkapitalgebern des Mutterunternehmens zustehenden Eigenkapital.
Dieses setzt sich zusammen aus ausgegebenen Aktien, Gewinnrücklagen und anderen Rücklagen.
Dem Eigenkapital in Höhe von € 22,9 Mio. stehen Nettofinanzschulden von € 30,9 Mio.
gegenüber (vgl. Nr. 43).
Ziele des Kapitalmanagements sind die Sicherstellung der Unternehmensfortführung und
eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals. Zur Umsetzung wird das Eigenkapital ins
Verhältnis zum Gesamtkapital gesetzt. In den letzten Geschäftsjahren war es Ziel,
für die vorgenannte Relation ein Verhältnis von 5:1 zu erhalten und tendenziell diese
Verhältniszahl in der Zukunft auf 4:1 zu verbessern. Hierfür werden insbesondere die
Finanzverbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen laufend
überwacht.
Unter den Finanzverbindlichkeiten werden alle verzinslichen Verpflichtungen ausgewiesen,
die zum jeweiligen Bilanzstichtag bestanden. Von den Finanzverbindlichkeiten in Höhe
von insgesamt T€ 33.932 (i.Vj. T€ 36.324) haben T€ 28.890 (i.Vj. T€ 29.487) eine Laufzeit
von ein bis fünf Jahren und T€ 5.042 (i.Vj. T€ 6.837) eine Laufzeit von mehr als fünf
Jahren. Die Finanzverbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber Kreditinstituten.
Der Berechnung der Pensionsaufwendungen (vgl. unter Punkt 5k) "Pensionsrückstellungen")
werden der geplante Dienstzeitaufwand (Anspruchserhöhung wegen längerer Dienstzeit)
sowie erwartete Erträge des Fondsvermögens zugrunde gelegt. Im Berichtsjahr wurden
wiederum keine neuen Zusagen gewährt. Die Pensionsaufwendungen bestehen aus dem Dienstzeitaufwand,
Zinsaufwand sowie den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten und wurden
dem Personalaufwand bzw. dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen zugerechnet.
Unter Berücksichtigung der Berechnungsgrundlagen nach IAS 19 resultiert folgende Darstellung
der Pensionszusagen:
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Rückstellungsfinanzierte Pensionen: |
|
|
| Veränderung des Anwartschaftsbarwerts |
|
|
| Anwartschaftsbarwert 1. Januar | 10.605 | 11.154 |
| Dienstzeitaufwand | 123 | 123 |
| Zinsaufwand | 477 | 483 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | 250 | -367 |
| Pensionszahlungen | -834 | -788 |
| Anwartschaftsbarwert 31. Dezember | 10.621 | 10.605 |
| Unmittelbare Verpflichtungen zum 31.12. | 10.621 | 10.605 |
| Durch Planvermögen finanzierte Rückstellungen: (Unterstützungsvereine Dierig e.V., Prima e.V.) |
|
|
| Veränderung des Anwartschaftsbarwerts |
|
|
| Anwartschaftsbarwert 1. Januar | 4.065 | 4.476 |
| Dienstzeitaufwand | 3 | 3 |
| Zinsaufwand | 185 | 193 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | -133 | -277 |
| Pensionszahlungen | -322 | -330 |
| Anwartschaftsbarwert 31. Dezember | 3.798 | 4.065 |
| Veränderung des Fondsvermögens (Unterstützungsverein Prima e.V.) |
|
|
| Fondsvermögen zum Zeitwert 1. Januar | 176 | 221 |
| Erträge des Fondsvermögens | 4 | 5 |
| Pensionszahlungen | -48 | -50 |
| Fondsvermögen zum Zeitwert 31. Dezember | 132 | 176 |
| Mittelbare Verpflichtungen zum 31.12. | 3.666 | 3.889 |
| Pensionsrückstellungen | 14.287 | 14.494 |
Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste in Höhe von insgesamt T€ -117 (i.Vj.
T€ 644) resultieren zu T€ -375 (i.Vj. T€ 394) aus der Zinsanpassung, zu T€ 244 (i.Vj.
T€ 0) aus der Rentendynamik und zu T€ 14 (i.Vj. T€ 250) aus der Bestandsveränderung
(IAS 19.120A).
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 ist durch zusätzliche Belastungen aus den Anpassungen der versicherungsmathematischen Parameter in Höhe von insgesamt T€ 761 beeinflusst (vgl. Erläuterungen zu 5k, Personalaufwand Nr. 31 und Fußnote1) Statement of comprehensive income).
Die sonstigen langfristigen Schulden betreffen im Wesentlichen folgende Positionen:
|
|
|
2010 | 2009 |
|
|
|
T€ | T€ |
| Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
|
| - | aus Sale-and-lease-back Vertrag (vgl. 5q, 46) | 823 | 1.097 |
| - | aus Forfaitierung | 200 | 268 |
| - | Restwerte aus Forderungsverkäufen | 274 | 366 |
| Verbindlichkeiten gegenüber einer Unterstützungskasse | 89 | 131 | |
| Übrige | 138 | 122 | |
|
|
|
1.524 | 1.984 |
|
|
2010 | 2009 | ||
|
|
Aktivisch | Passivisch | Aktivisch | Passivisch |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| Pensionsrückstellungen | 1.940 |
|
1.988 |
|
| Sonstige Rückstellungen | 80 |
|
|
|
| Verlustvorträge | 1.859 |
|
1.745 |
|
| Ansatz und Bewertung des |
|
|
|
|
| Anlagevermögens | 310 | 7.768 | 310 | 7.503 |
| Sale-and-Lease-back | 341 |
|
426 |
|
|
|
4.530 | 7.768 | 4.469 | 7.503 |
| Saldierung innerhalb der Steuerarten (KöSt/GewSt) |
-4.530 | -4.530 | -4.469 | -4.469 |
| Latente Steuern laut Bilanz | 0 | 3.238 | 0 | 3.034 |
Steuerliche Verlustvorträge, auf die keine aktiven Steuern angesetzt wurden, die aber
steuerlich unbegrenzt nutzbar sind, belaufen sich auf T€ 6.283 (i.Vj. T€ 6.004).
Verbindlichkeiten werden als kurzfristig klassifiziert, wenn ihre Tilgungen innerhalb
von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden.
Die kurzfristigen Finanzschulden betreffen ausschließlich Kreditinstitute und sind
zu marktüblichen Konditionen verzinst.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von unter
einem Jahr.
In dieser Position ist eine Verbindlichkeit in Höhe von T€ 7.328 (i.Vj. T€ 6.179)
gegenüber der Textil-Treuhand GmbH enthalten.
|
|
1.1.2010 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung 31 | .12.2010 | davon kurzfristig |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| Steuerrückstellungen | 314 | 59 | 5 | 163 | 413 | 413 |
| Personalrückstellungen | 1.051 | 682 | 1 | 689 | 1.057 | 1.057 |
| Fremde Dienstleistungen | 181 | 172 | 9 | 186 | 186 | 186 |
| Übrige Rückstellungen | 1.262 | 800 | 49 | 1.300 | 1.713 | 1.713 |
|
|
2.808 | 1.713 | 64 | 2.338 | 3.369 | 3.369 |
Die Personalrückstellungen betreffen hauptsächlich ergebnisabhängige Abschlussvergütungen
und Urlaubsansprüche der Mitarbeiter. Die Rückstellungen für fremde Dienstleistungen
beinhalten im Wesentlichen die Jahresabschlusskosten sowie Beratungsleistungen für
Steuer- und Rechtsangelegenheiten. Unter den übrigen Rückstellungen sind unter anderem
Umsatzboni und ausstehende Rechnungen bilanziert.
Dieser Posten betrifft mit T€ 274 (i.Vj. T€ 274) den kurzfristigen Anteil der Rechnungsabgrenzung
aus einem Sale-and-lease-back-Vertrag sowie Provisionen und Gutschriften an Kunden.
Die Steuerverbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lohnabzugssteuern in
Höhe von T€ 107 (i.Vj. T€ 90), Umsatzsteuer in Höhe von T€ 235 (i.Vj. T€ 276) und
sonstige Steuern in Höhe von T€ 2 (i.Vj. T€ 6).
| 2010 | Textil | Immobilien | Gesamt |
|
|
T€ | T€ | T€ |
| Deutschland | 32.409 | 5.955 | 38.364 |
| Übriges Europa | 24.060 | 96 | 24.156 |
| Übrige Welt | 8.604 |
|
8.604 |
|
|
65.073 | 6.051 | 71.124 |
| 2009 | Textil | Immobilien | Gesamt |
|
|
T€ | T€ | T€ |
| Deutschland | 28.252 | 5.851 | 34.103 |
| Übriges Europa | 18.329 | 81 | 18.410 |
| Übrige Welt | 10.465 |
|
10.465 |
|
|
57.046 | 5.932 | 62.978 |
|
|
|
2010 |
2009 |
|
|
|
T€ | T€ |
| Erträge aus Dienstleistungen |
|
267 | 196 |
| Erträge aus einem Sale-and-lease-back Geschäft |
|
274 | 274 |
| Anlagenverkaufsgewinne |
|
161 | 2.649 |
| Auflösung von kurzfristigen Rückstellungen | vgl. (25) | 64 | 316 |
| Übrige Erträge |
|
865 | 855 |
|
|
|
1.631 | 4.290 |
Die Erträge aus Dienstleistungen betreffen im Wesentlichen Kostenverrechnungen sowie Logistikserviceleistungen. Unter den Anlagenverkaufsgewinnen waren im Vorjahr Gewinne aus Grundstücksveräußerungen am Standort Augsburg in Höhe von T€ 2.609 (vor Steuern) ausgewiesen (Siehe Fußnote2) , Statement of comprehensive income). In den übrigen Erträgen sind unter anderem Auflösungen von Wertberichtigungen und Schadenserstattungen aus Sach- und Warenkreditversicherungen enthalten.
Im Materialaufwand sind die Aufwendungen für den Warenbezug und dessen Ausrüstung,
Zölle und Verpackungsmaterial enthalten.
Der Lohn- und Gehaltsaufwand hat sich von T€ 6.548 auf T€ 7.234 erhöht. Dabei sind
insbesondere die Einsparungen aus der im Vorjahr durchgeführten Kurzarbeit vom 1.
April 2009 -31. Dezember 2009 sowie dem freiwilligen Gehaltsverzicht der leitenden
Angestellten und des Vorstandes zu berücksichtigen. Im Geschäftsjahr hat sich die
Zahl der im Jahresdurchschnitt im Konzern beschäftigten Mitarbeiter von 196 auf 198
leicht erhöht.
Die Erhöhung der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung von T€ 812 auf T€ 1.572 entfällt im Wesentlichen mit T€ 761 auf die Änderungen der versicherungsmathematischen Parameter (vgl. Erläuterungen 5k), Pensionsrückstellungen Nr. 19) und Fußnote1) Statement of comprehensive income).
Im Vorjahr war unter dieser Position eine Wertanpassung an eine sich veränderte Markteinschätzung bei der zukünftigen Verwertung einer Immobilie in Höhe von T€ 1.000 (vor Steuern) enthalten (siehe Fußnote2) , Statement of comprehensive income).
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Betriebsaufwand | 3.146 | 2.858 |
| Verwaltungsaufwand | 1.683 | 1.556 |
| Vertriebsaufwand | 3.158 | 3.116 |
| Übrige Aufwendungen | 1.179 | 1.146 |
| sonstige Steuern | 337 | 252 |
|
|
9.503 | 8.928 |
Aufgrund der positiven Konjunkturentwicklung und der damit verbundenen Umsatzsteigerungen
hat sich insbesondere auch der Betriebsaufwand entsprechend erhöht.
Im Zinsaufwand sind aus den Pensionsrückstellungen Zinsen in Höhe von T€ 662 (i.Vj.
T€ 677) enthalten.
Eine Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten sowie ein geringeres Zinsniveau führte
zu einer weiteren Verbesserung des Finanzergebnisses von T€ 2.846 auf T€ 2.742.
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Laufende Steuern | 308,8 | 287,6 |
| Latente Steuern laufendes Jahr | 203,4 | 822,2 |
|
|
512,2 | 1.109,8 |
Das für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 anzuwendende deutsche Körperschaftsteuerrecht
sieht einen gegenüber dem Vorjahr unveränderten gesetzlichen Steuersatz von 15 % zuzüglich
des Solidaritätszuschlags von 5,5 % vor. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung
der Gesellschaften des Dierig-Konzerns beträgt ebenfalls unverändert 15,2 %.
In den laufenden Steuern sind überwiegend ausländische Steueraufwendungen in Höhe
von T€ 289 (i.Vj. T€ 229) sowie inländische Steuern von T€ 20 (i.Vj. T€ 59) enthalten.
Die Veränderung der latenten Steuern wird unter Punkt (21) dargestellt.
Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand stellt sich wie
folgt dar:
|
|
2010 |
|
2009 |
|
|
|
T€ | % | T€ | % |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 1.491,2 | 100,0 | 3.193,0 | 100,0 |
| Rechnerischer Steueraufwand |
|
|
|
|
| Körperschaftsteuer (15,0%, Vj. 15,0 %) | 223,7 | 15,0 | 479,0 | 15,0 |
| Solidaritätszuschlag (5,5%) | 12,3 | 0,8 | 26,3 | 0,8 |
| Gewerbesteuer (15,2 %; Vj. 15,2%) | 226,7 | 15,2 | 485,3 | 15,2 |
| rechnerischer Gesamtsteueraufwand | 462,7 | 31,0 | 990,6 | 31,0 |
| Steuereffekt der nicht abzugsfähigen |
|
|
|
|
| Aufwendungen | 70,6 | 4,7 | 111,7 | 3,5 |
| Steuereffekt der gewerbesteuerlichen |
|
|
|
|
| Zu- und Abrechnungen | 43,8 | 2,9 | 80,3 | 2,5 |
| Steuersatzbedingte Abweichungen (Ausland) | -54,4 | -3,6 | -62,9 | -2,0 |
| Sonstige Abweichungen | -10,5 | -0,7 | -9,9 | -0,3 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 512,2 | 34,3 | 1.109,8 | 34,7 |
Sonstige Steuern werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.
| Ergebnis je Aktie | 2010 | 2009 |
| Jahresergebnis in T€ | 979 | 2.083 |
| Durchschnittliche Zahl der ausstehenden Stückaktien | 4.103.100 | 4.103.100 |
| unverwässertes Ergebnis je Stückaktie in € | 0,24 | 0,51 |
Im Konzernüberschuss des Jahres 2009 ist das Ergebnis nach Steuern aus Grundstücksveräußerungen am Standort Augsburg sowie eine Wertanpassung in Höhe von insgesamt T€ 1.050 enthalten (siehe Fußnote2) , Statement of comprehensive income).
Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem
gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl
ermittelt. Weder zum 31. Dezember 2009 noch zum 31. Dezember 2010 standen Aktien aus,
die den Gewinn pro Aktie verwässern konnten. Durch den Rückkauf eigener Aktien (vgl.
17) Erläuterungen zum Eigenkapital) hat sich der gewichtete Durchschnitt der in Umlauf
befindlichen Stammaktien von 4.200.000 auf 4.103.100 Stückaktien reduziert.
Die als Gemeinschaftsunternehmen quotenkonsolidierten Unternehmen (MCA Martini Textil
GmbH & Co. Veredelungswerke KG, Masil Grundbesitzverwaltung GmbH und die MARA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft
mbH & Co. KG) können der Aufstellung über den Anteilsbesitz entnommen werden. Es ergeben
sich folgende aggregierte Gesamtsummen für alle Gemeinschaftsunternehmen:
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Langfristige Vermögenswerte | 8.738 | 8.747 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 165 | 163 |
| Langfristige Schulden | 6.106 | 6.490 |
| Kurzfristige Schulden | 2.799 | 2.458 |
| Buchgewinn (Sale-and-lease-back Geschäft) | 1.097 | 1.371 |
| Erträge | 1.795 | 1.736 |
| Aufwendungen | 1.648 | 2.642 |
Bei dem Buchgewinn aus dem Sale-and-lease-back-Geschäft handelt es sich um einen abgegrenzten
Ertrag, der gemäß IFRS den lang- und kurzfristigen Schulden zuzurechnen ist. (vgl.
5q und Nr. 46) In den Aufwendungen des Jahres 2009 sind Wertanpassungen an eine sich
veränderte Markteinschätzung bei der zukünftigen Verwertung einer Immobilie in Höhe
von T€ 1.000 enthalten.
Die Steuerung der Geschäftstätigkeit der nachfolgend dargestellten Segmente erfolgt
auf Basis der nach deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften (HGB)
ermittelten Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge. Bewertungsunterschiede
zu den entsprechenden Posten des Konzernabschlusses nach IFRS ergeben sich bei den
langfristigen Vermögenswerten, den langfristigen Schulden sowie ausgewählten hiermit
in Zusammenhang stehenden Aufwandsposten (im Wesentlichen Abschreibungen, Zinsaufwendungen
und latente Steueraufwendungen bzw. -erträge). Nachfolgende Tabelle enthält jeweils
die HGB-Zahlen sowie, soweit erforderlich, eine Überleitung auf die im Konzernabschluss
der Dierig-Gruppe ausgewiesenen Posten.
|
|
Textil | Immobilien | Konsolidierungen | |||
|
|
2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| Umsatzerlöse | 65.073 | 57.046 | 6.892 | 6.745 | -841 | -813 |
| davon: Inland | 32.409 | 28.252 | 6.796 | 6.664 | -841 | -813 |
| davon: verbleibende EU | 20.260 | 14.975 |
|
|
|
|
| davon: übriges Europa | 3.800 | 3.354 | 96 | 81 |
|
|
| davon: restliche Welt | 8.604 | 10.465 |
|
|
|
|
| Vermögen1) | 39.800 | 34.753 | 54.602 | 58.283 |
|
|
| davon: Inland | 34.261 | 29.464 | 54.602 | 58.283 |
|
|
| davon: verbleibende EU | 3.626 | 3.649 |
|
|
|
|
| davon: übriges Europa | 1.913 | 1.640 |
|
|
|
|
| Schulden | 25.835 | 24.651 | 45.639 | 46.768 |
|
|
| davon: Inland | 24.647 | 23.394 | 45.639 | 46.768 |
|
|
| davon: verbleibende EU | 948 | 1.021 |
|
|
|
|
| davon: übriges Europa | 240 | 236 |
|
|
|
|
| Investitionen2) | 316 | 307 | 806 | 1.285 |
|
|
| davon: Inland | 248 | 181 | 806 | 1.285 |
|
|
| davon: verbleibende EU | 41 | 69 |
|
|
|
|
| davon: übriges Europa | 27 | 57 |
|
|
|
|
| Segmentergebnis3),4) | 557 | 282 | 422 | 1.801 |
|
|
| darin enthalten: |
|
|
|
|
|
|
| Abschreibungen | 360 | 350 | 1.200 | 2.180 |
|
|
| Zinsaufwand | 627 | 621 | 2.249 | 2.372 |
|
|
| Zinserträge | 44 | 46 | 79 | 100 |
|
|
| Ertragsteuern | 291 | 150 | 221 | 960 |
|
|
| Cash-Flow aus dem Ergebnis | 859 | 117 | 1.311 | 4.030 |
|
|
|
|
Konzern | |
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Umsatzerlöse | 71.124 | 62.978 |
| davon: Inland | 38.364 | 34.103 |
| davon: verbleibende EU | 20.260 | 14.975 |
| davon: übriges Europa | 3.896 | 3.435 |
| davon: restliche Welt | 8.604 | 10.465 |
| Vermögen1) | 94.402 | 93.036 |
| davon: Inland | 88.863 | 87.747 |
| davon: verbleibende EU | 3.626 | 3.649 |
| davon: übriges Europa | 1.913 | 1.640 |
| Schulden | 71.474 | 71.419 |
| davon: Inland | 70.286 | 70.162 |
| davon: verbleibende EU | 948 | 1.021 |
| davon: übriges Europa | 240 | 236 |
| Investitionen2) | 1.122 | 1.592 |
| davon: Inland | 1.054 | 1.466 |
| davon: verbleibende EU | 41 | 69 |
| davon: übriges Europa | 27 | 57 |
| Segmentergebnis3),4) | 979 | 2.083 |
| darin enthalten: |
|
|
| Abschreibungen | 1.560 | 2.530 |
| Zinsaufwand | 2.876 | 2.993 |
| Zinserträge | 123 | 146 |
| Ertragsteuern | 512 | 1.110 |
| Cash-Flow aus dem Ergebnis | 2.170 | 4.147 |
1)
Immobiliensparte incl. Cashpooling
2)
Zugänge zu langfristigen Vermögenswerten (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen,
incl. Immobilien).
3)
In beiden Spartenergebnissen sind zusätzliche Belastungen aus den Anpassungen der
versicherungsmathematischen Parameter bei der Pensionsrückstellungberechnung in Höhe
von insgesamt T€ 761 enthalten.(vgl. Erläuterungen 5k, Pensionsrückstellungen Nr.
19, Personalaufwand Nr. 31 und Fußnote Statement of comprehensive income).
4)
Im Jahresergebnis 2009 sind auch Gewinne aus Grundstücksveräußerungen am Standort
Augsburg von T€ 1.701 (nach Steuern;siehe Anhang Nr. 29) enthalten. Diese Gewinne
werden reinvestiert und konnten daneben auch zur Wertanpassung, an eine sich veränderte
Markteinschätzung bei der Verwertung einer Immobilie in Höhe von T€ -651 (nach Steuern;
siehe Anhang Nr. 32), verwendet werden. Das operative Spartenergebnis Immobilien beträgt
T€ 751.
Die Umsatzerlöse werden im Segment "Textil" mit dem Vertrieb von Bettwäsche sowie
von Rohgewebe erzielt. Im Segment "Immobilien" fallen ausschließlich Mieterlöse an.
Die Spalte "Konsolidierungen" enthält Transaktionen zwischen den Segmenten in Form
von Vermietungsleistungen des Segments "Immobilien" an das Segment "Textil". Die Verrechnungspreise
für konzerninterne Umsätze werden marktorientiert festgelegt (At-Arm's-Length-Prinzip).
Mit keinem Kunden werden Umsätze von über 10 % der gesamten Erlöse erzielt. Für Zinsanteile,
die mehr als einem Segment zugerechnet werden, erfolgt gegebenenfalls eine Aufteilung
nach einem sachgerechten Schlüssel.
In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen sind in der Aufstellung
zum Anteilsbesitz dargestellt.
Die Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 (Cash Flow Statement), wie sich die Zahlungsmittel
im Konzern im Lauf des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben.
Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender
Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit und wurde nach der indirekten
Methode ermittelt. Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Bestand an Zahlungsmitteln
umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, das heißt den Kassenbestand
und die Guthaben bei Kreditinstituten.
Der Dierig-Konzern setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit
und dem geplanten Finanzbedarf in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente
ein. Diese Risiken beinhalten Wechselkursrisiken, Liquiditätsrisiken und zinsinduzierte
Zahlungsstromrisiken. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss
von Sicherungsgeschäften (wie Devisentermingeschäfte oder Zinsswaps) auszuschließen
bzw. zu begrenzen. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagement-Systems
durch Konzernrichtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen,
Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen
Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die
Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße
Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung
überprüft. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken höchster Bonität abgeschlossen.
Der Konzern ist Zinsrisiken ausgesetzt, da die Konzernunternehmen Finanzmittel zu
festen und variablen Zinssätzen aufnehmen. Das Risiko wird durch den Konzern gesteuert,
indem ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Mittelaufnahmen eingehalten
wird. Dies erfolgt unter Verwendung von Zinsswaps.
Zum Bilanzstichtag bestehen Swapgeschäfte mit einem Nominalwert in Höhe von T€ 10.602
(i.Vj. T€ 13.512) und einem Marktwert von T€ -645 (i.Vj. T€ -739), mit einer Laufzeit
bis 2014 (vgl. 5o).
Bestimmte Geschäftsvorfälle (Warenbezug) im Konzern lauten auf US-Dollar. Daher entstehen
Risiken aus Wechselkursschwankungen. Wechselkursrisiken werden durch Devisentermingeschäfte
innerhalb genehmigter Limits gesteuert. Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte
mit einem Nominalvolumen von T€ 7.548 bzw. TUSD 10.112 (i. Vj. T€ 4.131 bzw. TUSD
6.088).
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen. Da sämtliche
variabel verzinslichen Darlehen durch Cash Flow Hedges abgesichert sind, besteht demzufolge
kein Zinsänderungsrisiko. Durch die Verwendung von Fair Value Hedges zur Absicherung
von Währungsrisiken gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund-
und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und
Verlustrechnung aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken
in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden. In beiden Fällen kann deshalb
auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet werden.
Der Konzern steuert Finanzrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien
bei Banken sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen
Cash Flows. Durch eine frühe Refinanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten wird
das Finanzrisiko minimiert. Die folgende Darstellung zeigt die Fälligkeiten:
|
|
2011 | 2012 | 2013-2015 | 2016 und danach |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
5.805 |
|
|
|
| Finanzverbindlichkeiten | 7.957 | 1.708 | 19.225 | 5.042 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
7.639 |
|
|
|
| Sonstige Finanzschulden | 1.680 | 475 | 911 | 138 |
| sonstige finanzielle Verpflichtungen | 613 | 570 | 1.046 |
|
Als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben die Dierig
Holding AG und die Dierig Textilwerke GmbH Gesamtgrundschulden bestellt. Diese Grundschulden
valutieren zum Bilanzstichtag mit € 28,2 Mio. (i.Vj. € 30,4 Mio.).
Die Aufgliederung nach Bewertungskategorien nach IAS 39 sowie der bilanziellen Buchwerte
nach IFRS 7 stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2010 | langfristige Vermögenswerte |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige Vermögenswerte |
Zahlungsmittel | Finanzverbindlichkeiten | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
1.391 |
|
|
|
|
|
| Forderungen |
|
10.347 | 2.027 | 4.458 |
|
|
| Finanzielle Verbindlichkeiten die zum Restbuchwert bewertet werden |
|
|
|
|
41.571 | 5.805 |
| Gesamt Finanzinstrumente |
1.391 | 10.347 | 2.027 | 4.458 | 41.571 | 5.805 |
| nicht unter IAS 39 fallende Positionen |
|
|
|
|
|
|
| Gesamt | 1.391 | 10.347 | 2.027 | 4.458 | 41.571 | 5.805 |
| 31.12.2010 | sonstige Schulden |
|
|
T€ |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
|
| Forderungen |
|
| Finanzielle Verbindlichkeiten die zum Restbuchwert bewertet werden |
1.741 |
| Gesamt Finanzinstrumente |
1.741 |
| nicht unter IAS 39 fallende Positionen |
1.462 |
| Gesamt | 3.203 |
| 31.12.2009 | langfristig Vermögenswerte |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige Vermögenswerte |
Zahlungsmittel | Finanzverbindlichkeiten | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
1.404 |
|
|
|
|
|
| Forderungen |
|
10.488 | 2.348 | 4.902 |
|
|
| Finanzielle Verbindlichkeiten die zum Restbuchwert bewertet werden |
|
|
|
|
42.835 | 4.393 |
| Gesamt Finanzinstrumente |
1.404 | 10.488 | 2.348 | 4.902 | 42.835 | 4.393 |
| nicht unter IAS 39 fallende Positionen |
|
|
|
|
|
|
| Gesamt | 1.404 | 10.488 | 2.348 | 4.902 | 42.835 | 4.393 |
| 31.12.2009 | sonstige Schulden |
|
|
T€ |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
|
| Forderungen |
|
| Finanzielle Verbindlichkeiten die zum Restbuchwert bewertet werden |
2.027 |
| Gesamt Finanzinstrumente |
2.027 |
| nicht unter IAS 39 fallende Positionen |
1.828 |
| Gesamt | 3.855 |
Der Marktwert der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten stellt sich wie
folgt dar:
|
|
Buchwerte | Marktwerte | ||
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
1.391 | 1.404 | 1.391 | 1.404 |
| Forderungen | 16.832 | 17.738 | 16.832 | 17.738 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten die zum Restbuchwert bewertet werden |
-49.117 | -49.255 | -49.117 | -49.255 |
| Gesamt | -30.894 | -30.113 | -30.894 | -30.113 |
Die Marktwerte sämtlicher finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen
dem Buchwert (vgl. Punkt 5i und 5m).
Zum 31. Dezember 2010 hielt der Konzern keine zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente. Die Darstellung der Hierarchie beizulegender Zeitwerte in drei
Stufen kann daher entfallen.
Für eine Sale-and-lease-back-Transaktion und Bankkredite der MCA Martini Textil GmbH
& Co. Veredelungswerke KG hat die Dierig Holding AG eine selbstschuldnerische Höchstbürgschaft
in Höhe von T€ 1.344 übernommen. Die Bürgschaft valutiert zum 31. Dezember 2010 mit
T€ 1.042 (i.Vj. T€ 1.154) und reduziert sich jährlich um die geleisteten Tilgungen.
Für die latente Übernahmeverpflichtung der Geschäftsanteile der Komplementärgesellschaft
des Leasinggebers haben wir uns gesamtschuldnerisch mit der Martini KG, Augsburg,
gegenüber dem derzeitigen Gesellschafter verbürgt; der Barwertausgleich bei verfrühtem
Rückkauf beläuft sich 2010 auf T€ 141 (i.Vj. T€ 164) und vermindert sich degressiv
bis zum Jahr 2014.
Die nachfolgenden Miet- und Leasingzahlungen betreffen im Wesentlichen den Fremdanteil
eines Immobilienleasingvertrages sowie Kraftfahrzeuge und Büroausstattung. Die zugrunde
liegenden Verträge haben Laufzeiten zwischen drei und fünf Jahren.
| 2010 | Fällig 2011 |
Fällig 2012-2015 |
Fällig ab 2016 |
Gesamt |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| Summe der künftigen Miet- und Leasingzahlungen |
481 | 1.222 |
|
1.703 |
| Sonstige Verpflichtungen | 132 | 394 |
|
526 |
|
|
613 | 1.616 | 0 | 2.229 |
| 2009 | Fällig 2010 |
Fällig 2011-2014 |
Fällig ab 2015 |
Gesamt |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| Summe der künftigen Miet- und Leasingzahlungen |
434 | 1.442 |
|
1.876 |
| Sonstige Verpflichtungen | 132 | 526 |
|
658 |
|
|
566 | 1.968 | 0 | 2.534 |
Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw.
Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf
das Unternehmen Einfluss nehmen können.
Die Textil-Treuhand GmbH, die eine Mehrheitsbeteiligung von 70,13 % an der Dierig
Holding AG hält, hat an eine Konzerngesellschaft ein Darlehen in Höhe von T€ 7.328
(i.Vj. T€ 6.179) zu marktüblichen Konditionen ausgereicht.
Im Jahr 2010 wurde mit Herrn Christian Dierig, Sprecher des Vorstands der Dierig Holding
AG, ein Mietvertrag über eine Wohnimmobilie abgeschlossen. Die Netto-Kaltmiete pro
Quadratmeter beträgt EUR 10,00. Der Mietvertrag ist auf unbestimmte Zeit und zu marktüblichen
Bedingungen, wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind, abgeschlossen. Aus dem
Mietverhältnis wurden im Geschäftsjahr 2010 T€ 20 an Mieten vereinnahmt. Zum Bilanzstichtag
des Geschäftsjahres 2010 bestanden keine Forderungen und Verbindlichkeiten.
Ebenfalls im Jahr 2010 wurde an eine sonstige nahestehende Person eine Wohnimmobilie
zu einem Kaufpreis von EUR 600.000,00 zu marktüblichen Bedingungen, wie sie auch unter
fremden Dritten üblich sind, veräußert. Zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2010
bestanden ebenfalls keine Forderungen und Verbindlichkeiten mehr.
In Zusammenhang mit der oben in (5q) beschriebenen Sale-and-lease-back-Transaktion
zwischen der MCA Martini Textil GmbH & Co. Veredelungswerke KG und der MARA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft
mbH & Co. KG wurde der Veräußerungsgewinn in den Büchern der MCA Martini Textil GmbH
& Co. Veredelungswerke KG abgegrenzt. Zum 31. Dezember 2010 wird noch ein Abgrenzungsposten
von insgesamt T€ 1.097 (i.Vj. T€ 1.371) ausgewiesen, der in Höhe des im Folgejahr
zur Auflösung anstehenden Betrages von T€ 274 (i.Vj. T€ 274) in den sonstigen kurzfristigen
Schulden und mit dem Restbetrag in den sonstigen langfristigen Schulden enthalten
ist.
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Abschlussprüfungen | 78 | 80 |
| Steuererklärungen | 29 | 27 |
| Sonstige Beratungsleistungen | 11 | 2 |
|
|
118 | 109 |
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2006 unterbleiben die in § 285 Satz
1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 sowie die in § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz
5 bis 9 des Handelsgesetzbuches geforderten individualisierten Angaben in den Jahresabschlüssen
und Konzernabschlüssen der Dierig Holding AG für die nächsten fünf Jahre, also für
die Geschäftsjahre 2006 bis 2010. Der Beschluss wurde mit einer Mehrheit von 99,7
% des vertretenen Aktienkapitals beschlossen.
Die Gesamtbezüge für den Vorstand betragen im Geschäftsjahr 2010 insgesamt T€ 648
(i.Vj. T€ 483, in 2008 T€ 603), die sich aus Fixbezügen in Höhe von T€ 518 (i.Vj.
T€ 453) sowie variablen Vergütungen in Höhe von T€ 130 (i.Vj. T€ 30) zusammensetzen.
Beim Vergleich mit den Vorjahreswerten ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr in
der Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 2009 in der Dierig-Gruppe aufgrund der wirtschaftlichen
Auswirkungen der Finanzkrise 20 % Kurzarbeit für die Mitarbeiter angemeldet und durchgeführt
wurde. Dabei haben sich auch die leitenden Angestellten und der Vorstand in gleichem
Maße dazu bereit erklärt, auf Gehaltsanteile zu verzichten. Zur weiteren Stärkung
dieser Maßnahme hat der Vorstand darüber hinaus auf wesentliche Anteile seiner variablen
Vergütung verzichtet.
Für Pensionsansprüche des Vorstandes wurden kumuliert T€ 1.498 (i.Vj. T€ 1.281) zurückgestellt,
deren Veränderung auf einer Anpassung verschiedener Parameter (Gehaltshöhe, Dienstzeit,
Zinssatz, Rententrend) beruht.
An frühere Mitglieder des Vorstandes bzw. deren Hinterbliebene wurden von der Gesellschaft
T€ 319 (i.Vj. T€ 270) bezahlt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern
und ihren Hinterbliebenen sind T€ 3.071 (i.Vj. T€ 3.137) zurückgestellt. Der Aufsichtsrat
erhielt eine feste Vergütung in Höhe von T€ 38 (i.Vj. T€ 38). Für das Geschäftsjahr
wird eine variable Vergütung in Höhe von T€ 24 gewährt (i.Vj. T€ 0).
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 49 (i.Vj. 55) gewerbliche Mitarbeiter und 141
(i.Vj. 141) Angestellte beschäftigt.
Erläuterungspflichtige Ereignisse nach dem 31. Dezember 2010 liegen nicht vor.
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde
abgegeben und den Aktionären dauerhaft unter www.dierig.de zugänglich gemacht.
Christian Dierig, Sprecher
Mandate:
E. M. Group Holding AG, Wertingen
Vorsitzender des Aufsichtsrats1)
1)
Mitgliedschaft in inländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Bernhard Schad
Dr. Hans-Peter Binder, Vorsitzender
Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Bank AG, Filiale München, i. R.
weitere anzugebende Aufsichts- und Beiratsmandate:
Faber-Castell AG, Stein, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
A.W. Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH & Co., Stein
Knorr-Bremse AG, München
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München
Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach
Christian Gottfried Dierig, stellvertr. Vorsitzender
ehemaliger Vorsitzender des Vorstandes der Dierig Holding AG, Augsburg
Gerhard Götz
Technischer Angestellter
Vorsitzender des Betriebsrates
Dr. Rüdiger Liebs
Rechtsanwalt
weitere anzugebende Aufsichtsratsmandate:
A.S. Creation Tapeten AG, Gummersbach, stellvertr. Vorsitzender des Aufsichtsrats
Deutsche Investitions- und Vermögens-Treuhand Aktiengesellschaft (DIVAG), Düsseldorf,
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Michael Totsiaris
kaufmännischer Angestellter
Dr. Ralph Wollburg
Rechtsanwalt, Partner der Sozietät Linklaters LLP, Düsseldorf
Der Vorstand der Dierig Holding AG hat den Konzernabschluss am 3. März 2011 zur Weitergabe
an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss
zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Augsburg, den 3. März 2011
Dierig Holding AG
Der Vorstand
|
|
Immaterielle Vermögenswerte | Sachanlagen |
|
|
|
|
| in € | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Erträge | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt-Sachanlagen |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten |
|
|
|
|
|
|
| Anfangsstand 01.01.2009 | 1.222.001 | 5.447.833 | 1.131.033 | 2.949.236 | 0 | 9.528.102 |
| Währungsanpassung | 48 | 2.522 | 50 | 283 |
|
2.855 |
| Zugänge | 26.242 | 1.445 | 22.894 | 256.161 |
|
280.500 |
| Umbuchungen |
|
|
|
883 |
|
883 |
| Abgänge | 34.876 | 35.740 | 5.341 | 357.676 |
|
398.757 |
| Endstand 31.12.2009/ Anfangsstand 01.01.2010 | 1.213.415 | 5.416.060 | 1.148.636 | 2.848.887 | 0 | 9.413.583 |
| Währungsanpassung | 6.494 | 329.933 | 6.501 | 37.520 |
|
373.954 |
| Zugänge | 29.866 |
|
12.823 | 271.851 | 1.666 | 286.340 |
| Umbuchungen |
|
|
|
|
|
0 |
| Abgänge | 85.713 |
|
5.862 | 360.882 |
|
366.744 |
| Endstand 31.12.2010 | 1.164.063 | 5.745.993 | 1.162.098 | 2.797.376 | 1.666 | 9.707.133 |
| Abschreibungen |
|
|
|
|
|
|
| Anfangsstand 01.01.2009 | 1.095.694 | 3.265.090 | 872.093 | 2.608.493 | 0 | 6.745.676 |
| Währungsanpassung | 47 | 1.425 | 44 | 257 |
|
1.726 |
| Zugänge | 50.484 | 117.965 | 40.947 | 139.489 |
|
298.401 |
| Zuschreibungen |
|
|
|
|
|
0 |
| Umbuchungen |
|
|
|
|
|
0 |
| Abgänge | 34.876 | 35.740 | 5.124 | 315.533 |
|
356.397 |
| Endstand 31.12.2009/ Anfangsstand 01.01.2010 | 1.111.349 | 3.348.740 | 907.960 | 2.432.706 | 0 | 6.689.406 |
| Währungsanpassung | 6.175 | 191.690 | 5.166 | 28.911 |
|
225.767 |
| Zugänge | 44.085 | 115.340 | 39.883 | 161.164 |
|
316.387 |
| Zuschreibungen |
|
|
|
|
|
0 |
| Umbuchungen |
|
|
|
|
|
0 |
| Abgänge | 85.713 |
|
4.482 | 283.334 |
|
287.816 |
| Endstand 31.12.2010 | 1.075.896 | 3.655.770 | 948.527 | 2.339.447 | 0 | 6.943.744 |
| Bilanzwert 31.12.2010 | 88.167 | 2.090.223 | 213.571 | 457.929 | 1.666 | 2.763.389 |
| Bilanzwert 31.12.2009 | 102.066 | 2.067.320 | 240.676 | 416.181 | 0 | 2.724.177 |
|
|
Investment Properties | Finanzanlagen |
|
|
|
Anlagevermögen Gesamt |
| in € | Investment Properties | Anteile an verbundenen Unternehmen |
Wertpapiere des Anlagevermögens | Sonstige Ausleihungen | Gesamt Finanzanlagen | Summe |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten |
|
|
|
|
|
|
| Anfangsstand 01.01.2009 | 68.129.526 | 81.240 | 0 | 0 | 81.240 | 78.960.869 |
| Währungsanpassung |
|
|
|
|
0 | 2.903 |
| Zugänge | 1.285.486 |
|
|
|
0 | 1.592.228 |
| Umbuchungen | -883 |
|
|
|
0 | 0 |
| Abgänge | 74.490 |
|
|
|
0 | 508.123 |
| Endstand 31.12.2009/ Anfangsstand 01.01.2010 | 69.339.639 | 81.240 | 0 | 0 | 81.240 | 80.047.877 |
| Währungsanpassung |
|
|
|
|
0 | 380.448 |
| Zugänge | 805.577 |
|
|
|
0 | 1.121.783 |
| Umbuchungen |
|
|
|
|
0 | 0 |
| Abgänge | 1.060.056 |
|
|
|
0 | 1.512.513 |
| Endstand 31.12.2010 | 69.085.160 | 81.240 | 0 | 0 | 81.240 | 80.037.596 |
| Abschreibungen |
|
|
|
|
|
|
| Anfangsstand 01.01.2010 | 15.374.605 | 0 | 0 | 0 | 0 | 23.215.975 |
| Währungsanpassung |
|
|
|
|
0 | 1.773 |
| Zugänge | 2.180.915 |
|
|
|
0 | 2.529.800 |
| Zuschreibungen |
|
|
|
|
0 | 0 |
| Umbuchungen |
|
|
|
|
0 | 0 |
| Abgänge | 50.671 |
|
|
|
0 | 441.944 |
| Endstand 31.12.2009/ Anfangsstand 01.01.2010 | 17.504.849 | 0 | 0 | 0 | 0 | 25.305.604 |
| Währungsanpassung |
|
|
|
|
0 | 231.942 |
| Zugänge | 1.199.668 |
|
|
|
0 | 1.560.140 |
| Zuschreibungen |
|
|
|
|
0 | 0 |
| Umbuchungen |
|
|
|
|
0 | 0 |
| Abgänge | 533.913 |
|
|
|
0 | 907.442 |
| Endstand 31.12.2010 | 18.170.604 | 0 | 0 | 0 | 0 | 26.190.244 |
| Bilanzwert 31.12.2010 | 50.914.556 | 81.240 | 0 | 0 | 81.240 | 53.847.352 |
| Bilanzwert 31.12.2009 | 51.834.790 | 81.240 | 0 | 0 | 81.240 | 54.742.273 |
|
|
Name und Sitz der Gesellschaft |
Währung | Anteil am Kapital % |
Eigenkapital | Ergebnis | |
| I. | Vollkonsolidierte Unternehmen |
|
|
|
|
|
|
|
Inland |
|
|
|
|
|
|
|
Dierig Textilwerke GmbH, Augsburg* | € | 100 | u | 17.000 | Ergebnisabführungsvertrag mit der Dierig Holding AG |
|
|
Christian Dierig GmbH, Augsburg* | € | 100 | m | 4.550 | Ergebnisabführungsvertrag mit der Dierig Textilwerke GmbH |
|
|
BIMATEX Textil-Marketing- und Vertriebs-GmbH, Augsburg* |
€ | 100 | m | 242 | Ergebnisabführungsvertrag mit der Dierig Textilwerke GmbH |
|
|
fleuresse GmbH, Augsburg* | € | 100 | m | 2.050 | Ergebnisabführungsvertrag mit der Dierig Textilwerke GmbH |
|
|
Adam Kaeppel GmbH, Augsburg* | € | 100 | m | 1.790 | Ergebnisabführungsvertrag mit der Dierig Textilwerke GmbH |
|
|
Bleicherei Objekt GmbH & Co. KG, Kempten* | € | 100 | m | 33 | 0 |
|
|
Ausland |
|
|
|
|
|
|
|
CEDE Finanz- und Verwaltungs AG, Wil | CHF | 100 | u | 5.407 | 903 |
|
|
Dierig AG, Wil | CHF | 100 | m | 2.081 | 53 |
|
|
Christian Dierig Ges.m.b.H., Leonding | € | 100 | m | 2.669 | 776 |
| II. | Quotenkonsolidierte Unternehmen |
|
|
|
|
|
|
|
MCA Martini Textil GmbH & Co. Veredelungswerke KG, Augsburg |
€ | 50 | m | 578 | 25 |
|
|
Masil Grundbesitzverwaltung GmbH, Augsburg | € | 50 | m | 30 | Ergebnisabführungsvertrag mit der MCA Martini Textil GmbH & Co. Veredelungswerke KG |
|
|
MARA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald |
€ | 50 | m | 0 | 1 |
| III. | Nicht einbezogene Unternehmen |
|
|
|
|
|
|
|
S-Modelle Damenkleider GmbH, Augsburg | € | 100 | m | 0 | 0 |
|
|
Dierig Immobilien Verwaltungs-GmbH, Augsburg |
€ | 100 | m | 28 | 0 |
|
|
Bleicherei Verwaltungs GmbH, Kempten | € | 94 | m | 21 | 0 |
|
|
Martini Textil GmbH, Augsburg | € | 50 | m | 68 | 8 |
|
|
T. Scholten & Co. B.V., NL-Henglo i. L. | € | 100 | m | 0 | 0 |
| Anmerkung: 1 € = CHF 1,2525 m = mittelbar u = unmittelbar |
Beträge in Tausend Landeswährung | Stand 31.12.2010 |
||||
Wir haben den von der Dierig Holding Aktiengesellschaft, Augsburg, aufgestellten Konzernabschluss
- bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung,
Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss
und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der
Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und
den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses
und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
München, den 4. März 2011
RP RICHTER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Appel | Stahl |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Jahres- und Konzernabschluss der Dierig Holding AG ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des
Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft
sowie des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind."
Augsburg, den 03. März 2011
Dierig Holding AG
Der Vorstand
Christian Dierig
Bernhard Schad