DIERIG HOLDING AKTIENGESELLSCHAFT
Augsburg
Zwischenmitteilung nach § 37 WpHG
Wertpapier-Kenn-Nr. 558 000 (ISIN DE0005580005)
Zwischenmitteilung innerhalb des 1. Halbjahres 2013 (1. Quartal 2013)
Geschäftsverlauf vom 1. Januar 2013 bis 31. März 2013
Die Dierig-Gruppe konnte im ersten Quartal 2013 an die stabile Geschäftsentwicklung
des Jahres 2012 anknüpfen. In den ersten drei Monaten 2013 erzielte die Dierig-Gruppe
einen nicht konsolidierten Umsatz von 21,2 Millionen Euro und liegt damit gleichauf
mit den Vorgaben des entsprechenden Vorjahresquartals, als ein Umsatz von 21,3 Millionen
Euro erzielt wurde. Trotz des gelungenen Starts in das Geschäftsjahr 2013 bleibt die
Dierig-Gruppe im Ausblick auf das Textilgeschäft im Gesamtjahr vorsichtig. Beim Textilabsatz
in Spanien, Italien und Portugal scheint die Talsohle erreicht, aber noch nicht durchschritten
zu sein.
Das Bettwäschegeschäft im deutschsprachigen Raum lag unter dem Vorjahresniveau. Hauptursache
dafür war, dass im Herbst 2012 mit Neckermann ein Kunde insolvenzbedingt abgewickelt
wurde. Anhaltend positiv entwickelten sich die Exportaktivitäten mit Damasten in Westafrika.
Dennoch bergen die anhaltenden politischen Unruhen in Mali nach wie vor ein Risikopotenzial.
Im Immobiliengeschäft der Gruppe zeigte sich im ersten Quartal 2013 eine planmäßige
Entwicklung. Die Umsätze aus Vermietung und Verpachtung entwickelten sich aufgrund
neuer vermieteter Flächen positiv. Im Jahresverlauf 2013 erwartet die Dierig-Gruppe
im Immobiliengeschäft ein anhaltendes Wachstum.
Textilien
Der Umsatz der Textilbranche in Deutschland lag nach Angaben des Branchenverbands
Textil+Mode in den ersten beiden Monaten des Jahres 2013 um 4,2 Prozent niedriger
als im Vorjahreszeitraum. Die Textilindustrie blieb dabei um 3,4 Prozent unter den
Vorjahreszahlen, die Bekleidungsindustrie büßte 5,2 Prozent ein. Frühindikatoren lassen
nach Verbandsangaben keine Trendwende erkennen.
Mit Wachstum startete jedoch der deutsche Einzelhandel ins Jahr 2013. Nach vorläufigen
Angaben des Statistischen Bundesamtes setzten die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland
im Januar 2013 nominal 4,0 Prozent und real 2,4 Prozent mehr um als im Januar 2012.
Der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren schnitt hingegen
weniger gut ab, hier belief sich der Zuwachs auf nominal 1,7 Prozent und real 0,8
Prozent.
Die textilen Aktivitäten der Dierig-Gruppe entwickelten sich in den ersten drei Monaten
2013 weitgehend parallel zum Markt. Das Produktsegment Bettwäsche blieb zwar unter
dem Umsatz des Vorjahresquartals, konnte aber die Planzahlen übertreffen. fleuresse,
die Bettwäschemarke für den Facheinzelhandel, erreichte in den ersten drei Monaten
des Jahres 2013 die hohen Umsatzvorgaben des entsprechenden Vorjahresquartals. Dies
ist umso bemerkenswerter, als sich im kalten Monat März die Frühjahrskollektionen
nur schleppend verkauften. Im Gegenzug konnten die Lagerbestände an Biber und Flanell
geräumt werden. Mit dem Verlauf der Leitmesse „Heimtextil“ vom 9. bis 12. Januar 2013
in Frankfurt zeigt sich fleuresse bei der Besucherfrequenz und dem Orderverhalten
des Handels zufrieden. Ebenfalls positiv verliefen die Online-Verkäufe.
Auch Kaeppel, die Bettwäschemarke für die Großbetriebsformen im Einzelhandel, lag
im ersten Quartal 2013 über Plan. Allerdings verfehlte die Gesellschaft als Folge
der Insolvenz und Abwicklung des Kunden Neckermann den Vorjahresumsatz. Ergebnisseitig
konnte sich die Marke jedoch leicht verbessern.
Der Bettwäscheabsatz in der Schweiz erreichte im ersten Quartal exakt das Vorjahresniveau.
Der Schweizer Einzelhandel leidet seit geraumer Zeit darunter, dass die Konsumenten
im grenznahen Ausland einkaufen. Die Schweizer Landesgesellschaft hatte daher im Vorjahr
einen Umsatzrückgang zu verzeichnen, der nun zumindest gestoppt werden konnte. Bei
der Bettwäschegesellschaft in Österreich blieben die Inlandsverkäufe im ersten Quartal
2013 unter der Vorjahresmarke. Dies konnte durch ein Anziehen der Umsätze in den CEE-Staaten
nur teilweise kompensiert werden.
Saldiert lagen die Bettwäscheumsätze im ersten Quartal 2013 leicht unter dem Vorjahresniveau,
aber über Plan. Die Ertragssituation der Bettwäschegesellschaften war zufriedenstellend.
Im Export nach Afrika konnte Dierig die ersten drei Monate über Plan und dem Vorjahr
abschließen. Die anhaltenden Unruhen im Norden Malis zeigten keine negativen Auswirkungen
auf den Gang der Geschäfte. Allerdings bedeutet der Konflikt ein erhebliches Risikopotential.
Im Handelsgeschäft mit Roh- und Fertiggeweben war die Entwicklung im ersten Quartal
2013 abermals herausfordernd. Aus Italien, Spanien und Portugal kamen kaum neue Nachfrageimpulse.
Zumindest konnten sich aber die Umsätze auf niedrigem Niveau einpendeln. Das Objektgeschäft
mit Textilien für Hotels, Krankenhäuser und Heime verlief schwierig. Der belieferte
Großhandel ging verstärkt dazu über, seine Ware selbst zu importieren. Auch im Handel
mit technischen Textilien verschärfte sich der Wettbewerb. Dennoch gelang es, die
Handelsumsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zu steigern. Zusätzlich war
es möglich, im eng begrenzten Maß Preiserhöhungen durchzusetzen und damit bei steigenden
Einstandskosten, vorrangig verursacht durch ansteigende Energiekosten, die Margen
zu stabilisieren.
Immobilien
Die Immobilienkonjunktur in Deutschland war im ersten Quartal 2013 unverändert gut.
Niedrige Zinsen und die Angst vor einer Geldentwertung sorgten abermals für eine hohe
Nachfrage nach Wohnimmobilien. Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien blieb dahinter
zurück, aber auch in diesem Segment waren keine negativen Auswirkungen der europäischen
Staatsschuldenkrise bemerkbar. An den meisten Standorten hielten sich Anfang 2013
das Angebot an Büro-, Lager- und Produktionsimmobilien und die Flächennachfrage die
Waage. Dies gilt auch für den Dierig-Standort Augsburg. Am zweiten wichtigen Standort
Kempten zeigte sich eine etwas geringere Nachfrage nach Gewerbeflächen.
Die Immobilienumsätze der Dierig-Gruppe entwickelten sich in den ersten drei Monaten
2013 erfreulich. Die Investitionen des Vorjahres, insbesondere in den Kauf des Standortes
Porschestraße Gersthofen, spiegeln sich in höheren Mieterlösen wider. Die Neubau-
und Sanierungsmaßnahmen, zuvorderst am 2012 erworbenen Areal am historischen Augsburger
Schlacht- und Viehhof, verliefen wie vorgesehen. Erfolge gibt es auch beim beabsichtigten
Verkauf weiterer Restgrundstücke. Dazu zählen das ehemalige Spinnereigebäude am Standort
Bocholt und Wohnbaugrundstücke am Standort Augsburg-Mühlbach, für die Kaufinteressenten
gefunden werden konnten.
Ausblick
Der weitere Ausblick auf das Geschäftsjahr fällt schwer, da die Euro- und Staatsschuldenkrise
mit vielen Unwägbarkeiten verbunden ist. Gleichwohl bleibt der Dierig-Konzern für
2013 gedämpft optimistisch. Nach einem zufriedenstellenden ersten Quartal ist Dierig
zuversichtlich, im restlichen Jahr an die stabile Unternehmensentwicklung der Vorjahre
anknüpfen zu können. Aus dem Bettwäschemarkt kommen nach dem 2013 verspätet einsetzenden
Frühling wieder positive Impulse. Im Damast-Export nach Afrika ist aufgrund saisonaler
Effekte ein starkes zweites Quartal zu erwarten. Das Fest des Fastenbrechens am Ende
des Fastenmonats Ramadan ist nach dem Opferfest der zweithöchste Festtag der islamischen
Welt und hat für den Handel eine ähnliche Bedeutung wie Weihnachten für die westliche
Hemisphäre. Daher liegen im Bereich Afrika-Damast derzeit hohe Orders vor. Die textilen
Handelsgeschäfte in Südeuropa haben sich zwischenzeitlich auf niedrigem Niveau stabilisiert,
allerdings gibt die Entwicklung in Frankreich Anlass zur Sorge. Eine Kompensation
der nachlassenden Verkäufe durch eine Umsatzsteigerung im Inland und in Nordeuropa
erscheint jedoch möglich.
Im Immobilienbereich ist aufgrund der Vorinvestitionen der vergangenen Jahre und der
Vermarktung neuer Flächen eine Umsatzsteigerung zu erwarten. Allerdings wurde am Standort
Kempten eine wesentliche Teilfläche aus den ehemaligen Produktionsflächen, welche
von einem Mieter als Lager genutzt wurde, zum Sommer 2013 gekündigt. Die Anschlussvermietung
ist noch offen. Der drohende Leerstand betrifft dennoch lediglich drei Prozent des
gesamten Mietflächenangebots der Dierig-Gruppe und rund ein Prozent der Mietumsätze.
Verbunden mit dem Leerstand besteht die Option, die Fläche zu modernisieren und anschließend
höherwertig zu vermieten.
Um die Ertragskraft zu halten, wird Dierig auch zukünftig die eigenen Flächen weiterentwickeln
und strategische Zukäufe planen. Die aktuelle Planungsgrundlage ist konservativ, wobei
genügend Spielräume bestehen, um Geschäftschancen zu nutzen.
Des Weiteren behalten die Aussagen im Prognosebericht des Konzernlageberichts 2012
ihre Gültigkeit.
Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Die Umsatzentwicklung im Dierig-Konzern im ersten Quartal 2013 verlief stabil. Der
Textilsektor hat mit einem leichten Umsatzminus abgeschlossen, wobei die eigenen Vorgaben
damit übertroffen wurden. Die Umsätze der Immobilienaktivitäten entwickelten sich
ebenfalls positiv und lagen über den Vorjahres- und Planwerten. Insgesamt liegt der
Dierig-Konzern mit der Umsatzentwicklung damit über den eigenen Erwartungen.
Die Ertragssituation entwickelte sich im bisherigen Verlauf des Jahres 2013 planmäßig.
Bei der Finanz- und Vermögenslage des Dierig-Konzerns zum 31. März 2013 ergaben sich
gegenüber der im Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2012 dargestellten Situation
nur geringfügige Verschiebungen.
Ereignisse nach dem 31. März 2013
Im Zeitraum vom 31. März 2013 bis zum Redaktionsschluss dieser Zwischenmitteilung
im ersten Halbjahr ergaben sich keine Entwicklungen, die über die in dieser Mitteilung
beschriebenen hinausgehen.
Risikosituation des Dierig-Konzerns
Gegenüber den im Konzernlagebericht 2012 beschriebenen Risiken haben sich in den ersten
drei Monaten 2013 keine Veränderungen ergeben.
Service & Kontakt
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.dierig.de
Hier stehen Ihnen auch der aktuelle Geschäftsbericht 2012 sowie alle Informationen
rund um die Hauptversammlung am 23. Mai 2013 zum Download zur Verfügung.
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