Dierig Holding AktiengesellschaftAugsburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022Halbjahresfinanzbericht vom 1. Januar bis 30. Juni 20221. GRUNDLAGEN DES KONZERNSDie Dierig Holding AG als Hauptgesellschaft des
Dierig-Konzerns ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem
Recht und fungiert als Holding. Ihre Tochtergesellschaft
Dierig Textilwerke GmbH ist als konzernleitende
Zwischenholding die Muttergesellschaft der operativen
Tochtergesellschaften in Deutschland. Zudem verfügt
die Dierig Textilwerke GmbH im Immobiliensegment über
ein eigenes operatives Geschäft. Das Unternehmen
Dierig wurde im Jahr 1805 im schlesischen Langenbielau als
textiles Verlagsgeschäft gegründet.
Die Konzernstrategie fußt auf unternehmerischer
Nachhaltigkeit. Die Sicherung und langfristige Mehrung der
Substanz hat in jedem Fall Vorrang vor dem Erreichen
kurzfristiger Renditeziele. Die Dividendenpolitik basiert
darauf, die Anteilseigner an Erträgen aus dem
operativen Geschäft angemessen zu beteiligen.
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Wie im Vorjahr wirkte sich im ersten Halbjahr 2022 die
COVID-19-Pandemie negativ auf das Wirtschaftsgeschehen aus.
Weltweit führten gestörte Lieferketten zu
Versorgungsengpässen. In Deutschland machte sich zudem
in vielen Bereichen der Fachkräftemangel bemerkbar,
der eine rasche wirtschaftliche Erholung hemmte. Noch
stärker spürbar als die Folgen der Pandemie waren
die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Dabei
führte die Verteuerung von Öl und Gas weltweit zu
einem Anstieg der Inflation. Die Teuerung und das durch sie
bedingte Angstsparen lähmte die Konsumkonjunktur. Auch
setzte die Inflation in vielen Ländern eine
Lohn-Preis-Spirale in Gang. Die Erhöhung der
Leitzinsen zur Inflationsbekämpfung führte zu
einem Rückgang an den Aktienmärkten, was die
Konsumkonjunktur zusätzlich dämpfte.
Vor dem Hintergrund dieser krisenhaften
Wirtschaftsentwicklung überprüften Aufsichtsrat,
Vorstand und die Geschäftsführungen der
Tochtergesellschaften fortwährend die
Geschäftsmodelle des Dierig-Konzerns und seiner
operativen Tochtergesellschaften, die übergeordneten
Strategien, die Ziele, das Steuerungssystem sowie die
Aktivitäten in Forschung und Entwicklung. Die
Prüfungen ergaben, dass die Ausrichtung geeignet ist,
den Konzern sicher durch die Krise und aus der Krise zu
führen. In Summe ergaben sich im ersten Halbjahr 2022
bei der grundsätzlichen Ausrichtung keine oder nur
unwesentliche Veränderungen gegenüber der im
Konzernlagebericht 2021 (vgl. Geschäftsbericht 2021,
S. 51ff.) dargestellten Situation. Daher verweisen wir auf
die dortige Darstellung der Grundlagen des Konzerns.
Die Steuerung des Konzerns und seiner Unternehmen
erfolgte im ersten Halbjahr 2022 wie in der Vergangenheit
im Wesentlichen anhand der Kennzahlen Umsatzerlöse,
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräte
und Eigenkapitalquote. Im Immobiliensegment ist
zusätzlich der Vermietungsgrad steuerungsrelevant.
In Krisenzeiten gewinnt die Liquidität besondere
Bedeutung. Über die oben beschriebenen Kennzahlen ist
eine zeitnahe Kontrolle und Steuerung der Liquidität
gewährleistet, sodass hierfür kein eigenes
Kennzahlensystem erforderlich ist.
2. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN2.1 Entwicklung der WeltwirtschaftAls internationales Textilunternehmen mit Kunden in rund
30 Ländern und weltweiten Aktivitäten in der
Beschaffung ist der Dierig-Konzern abhängig von
globalen ökonomischen Entwicklungen. Die
Weltwirtschaft konnte im ersten Halbjahr 2022 die 2021
einsetzende wirtschaftliche Erholung von der
COVID-19-Pandemie nicht fortsetzen. So geht die Weltbank in
ihrem am 7. Juni 2022 veröffentlichten
Konjunkturbericht "Global Economic Prospects" davon aus,
dass die Weltwirtschaft im Jahr 2022 bedingt durch den
Krieg in der Ukraine und sich daraus ableitender weiterer
negativer Einflussfaktoren nur noch um 2,9 Prozent wachsen
wird. Damit korrigierte die Weltbank ihre zum Jahresanfang
2022 aufgestellte Prognose, nach der die Weltwirtschaft im
Jahr 2022 um 5,7 Prozent wachsen sollte, deutlich nach
unten. Auch warnt die Weltbank vor dem steigenden Risiko
einer globalen Stagflation.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) kommt in
seinem am 26. Juli 2022 veröffentlichten Bericht
"World Economic Outlook" zu einem ähnlichen Ergebnis.
Demnach soll die Weltwirtschaft im Jahr 2022 nur um 3,2
Prozent wachsen. Damit korrigierte der IWF seine Prognose
aus dem April 2022 um 0,4 Prozentpunkte nach unten.
Für 2023 erwartet der IWF ein Wachstum von lediglich
2,9 Prozent, rechnet also mit einer länger anhaltenden
Phase niedriger Wachstumsraten. Laut IWF wird das
Aufeinandertreffen eines gebremsten Wirtschaftswachstums
auf eine hohe Inflation die humanitären Krisen im
globalen Süden verschärfen und zum Ausbruch neuer
Versorgungskrisen führen können. Damit steigt die
Wahrscheinlichkeit neuer Migrationsbewegungen, die
ihrerseits weltweit zur weiteren politischen und
wirtschaftlichen Destabilisierung führen können.
2.2 Textilkonjunktur in den relevanten
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| Gesellschaft | Ziel laut Prognosebericht 2022 (vgl. Geschäftsbericht 2021 S. 69) | Zielerreichung 1. Halbjahr 2022 | Bemerkungen |
| Dierig-Konzern | Bestandssicherung, Sicherung der Liquidität, Krisenmanagement (Corona-Krise und Auswirkungen des Ukrainekriegs) | ✓ | Keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar |
| Ermittlung von Daten im Hinblick auf neue Verpflichtungen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung | ✓ | Aktivitäten im Hinblick auf neue Berichtspflichten sind im Plan | |
| Ggfls. Anpassung der Kostenstruktur an den eventuell rückläufigen Textilumsatz | ✓ | Textilumsatz zum Halbjahr auf Vorjahresniveau | |
| Anpassung der Forderungen an den eventuell rückläufigen Textilumsatz | ✓ | Übererfüllung - Textilumsatz auf Vorjahresniveau; Textilforderungen gesunken | |
| Möglichst geringer Aufbau von Lagerbeständen | ✓ | Lagerbestand auf solidem Niveau | |
| Sicherung des Eigenkapitals | ✓ | Übererfüllung - Erhöhung des Eigenkapitals von 43,9 Millionen Euro zu Jahresbeginn 2022 auf 47,7 Millionen Euro zur Mitte des Jahres 2022, Verbesserung der Eigenkapitalquote von 38,8 Prozent auf 42,2 Prozent | |
| Stabilisierung des Vermietungsgrads und der Mieteinnahmen | ✓ | Stabiler Vermietungsgrad bei 96 Prozent, Immobilienumsatz mit 1,4 Prozent leicht unter Vorjahr. | |
| fleuresse GmbH | Stabilisierung des Umsatzes auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | ✓ | Leichter Umsatzrückgang, Kostenstruktur ist angepasst |
| Adam Kaeppel GmbH | Stabilisierung des Umsatzes auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | ✓ | Leichte Umsatzsteigerung, Kostenstruktur ist angepasst |
| Christian Dierig GmbH, Österreich | Stabilisierung des Umsatzes auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | ✓ | Umsatzsteigerung |
| Dierig AG, Schweiz | Stabilisierung des Umsatzes auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | ✓ | Stabiler Geschäftsverlauf |
| BIMATEX GmbH | Stabilisierung des Umsatzes auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | o | Umsatzrückgang, Kostenstruktur ist angepasst |
| Christian Dierig GmbH | Stabilisierung des Umsatzes mit technischen Textilien auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | ✓ | Umsatzsteigerung |
| Sicherung der Kundenbeziehungen im Damastexport nach Westafrika, Fortführung der Geschäfte im Einklang mit der Sicherheitslage; ggfls. Anpassen der Kostensituation | o | Neuaufnahme der Geschäfte in Mali verzögern sich aufgrund der Sanktionen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft; Altforderungen wurden teilweise realisiert | |
| Dierig Textilwerke GmbH (Immobilienbereich) | Planmäßiger Fortschritt beim Wohnbauprojekt Mühlbach-Quartier: Abriss von Bestandsgebäuden; Fertigstellung der Parkgarage; Detailplanungen | ✓ | Vorhaben liegen bisher im Plan |
| Entwicklung für Nutzungsplanungen des neuen Standortes Augsburger Straße in Gersthofen (Schwaba) für die Zeit nach dem Auszug des Alteigentümers/Mieters | ✓ | Konzeptionelle Arbeiten liegen im Plan | |
| Nachfrageabhängige Nachverdichtung der Vermietung; Aufwertung der Standorte durch mieterspezifische Umbauten | ✓ | Konzeptionelle Arbeiten liegen im Plan | |
| Stabilisierung des Vermietungsgrades | ✓ | Keine wesentlichen Mietausfälle; Anschlussvermietungen in der Regel ohne außerplanmäßigen Leerstand | |
| Suche nach interessanten anzukaufenden Entwicklungsstandorten | ✓ | Fortwährende Prüfung des Marktes; Gespräche mit potentiellem Tauschpartner | |
| Prinz GmbH | Beibehaltung des hohen Vermietungsgrades | ✓ | Vermietungsgrad stabil und durch Vertragsverlängerung des Hauptmieters langfristig gesichert |
| Peter Wagner Immobilien AG (PWI) | Stabilisierung der Umsätze; Ausbau des Portfolios insbesondere in der Immobilienverwaltung | o | Konjunkturbedingter Umsatzrückgang durch geringere Provisionserlöse aus dem Verkauf; Ausbau des Verwaltungsgeschäfts |
| ✓ | Ziel erreicht |
| O | Ziel in Teilen erreicht |
| - | Ziel nicht erreicht |
| I / 2022 | I / 2021 | Veränderung | |
| in Mio. € | in Mio. € | ||
| Umsatzerlöse Textil | 18,5 | 18,5 | - |
| Umsatzerlöse Immobilien | 7,0 | 7,1 | -1,4% |
| Umsatzerlöse Gesamt | 25,5 | 25,6 | -0,4% |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2,4 | 1,7 | 41,2% |
| darin: Gewinne aus Grundstücksverkäufen | 0,5 | - | n. a. |
| Vermietungsgrad Immobilien | 96% | 96% | - |
Im ersten Halbjahr 2022 lag der Textilumsatz auf
Vorjahresniveau. Das Immobiliensegment verzeichnet einen
geplanten Umsatzrückgang von 1,4 Prozent
gegenüber Vorjahr. Der Konzernumsatz ist mit 25,5
Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Der Materialaufwand
bezifferte sich zum 30. Juni 2022 auf 12,2 Millionen Euro,
was gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 12,7 Millionen
Euro eine leichte Reduzierung um 0,5 Millionen Euro
bedeutet und folglich auch die Materialaufwandsquote
reduziert. Der Personalaufwand bezifferte sich im ersten
Halbjahr 2022 auf 4,2 Millionen Euro. Damit lag der
Personalaufwand um 0,4 Millionen Euro unter dem des
Vorjahreszeitraums. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen haben sich im Gegenzug um 0,3 Millionen Euro
von 5,3 Millionen Euro auf 5,6 Millionen Euro erhöht.
Darin enthalten sind unter anderem die mit der Auslagerung
der Logistik im Jahr 2021 externalisierten Kosten für
die Logistikdienstleistungen.
Im ersten Halbjahr 2022 erzielte der Dierig-Konzern ein
gegenüber dem Vorjahreszeitraum kaum verändertes
Finanzergebnis in Höhe von -376 Tausend Euro (i.Vj.
T€ -351). Das Ergebnis vor Ertragsteuern belief sich
im ersten Halbjahr 2022 auf 2,4 Millionen Euro (i.Vj.
€ 1,7 Mio.). Im Ergebnis sind Anlagenverkaufsgewinne
in Höhe von T€ 365 enthalten.
Das Konzernperiodenergebnis (nach Steuern) bezifferte
sich auf 2,0 Millionen Euro (i.Vj. € 1,4 Mio.). Das
rechnerische Ergebnis je Aktie lag im ersten Halbjahr 2022
bei 0,48 Euro (i.Vj. € 0,35).
| Cash Flow des Dierig-Konzerns | 30.06.2022 | 30.06.2021 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 2,9 | 1,3 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 0,2 | 2,2 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -6,3 | -1,6 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -0,3 | -4,7 |
| Flüssige Mittel | 2,4 | 8,8 |
Angaben in Millionen Euro
Aufgrund der Ergebnisverbesserung lag der Cash Flow des
Dierig-Konzerns im ersten Halbjahr 2022 um 1,6 Millionen
Euro über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Cash
Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
bezifferte sich auf 0,2 Millionen Euro und ging damit
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,0 Millionen Euro
zurück. Ursächlich für den Rückgang
sind insbesondere der Abbau der sonstigen kurzfristigen
Schulden sowie von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und aus den gestiegenen Vorräten.
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit war im
ersten Halbjahr 2022 zum einen geprägt von
Investitionen am Standort Mühlbach im Zusammenhang mit
dem Wohnbauprojekt, zum anderen durch den
Grundstückstausch in Gersthofen. Daneben wurden
Immobilieninvestitionen in den Umbau von
Bestandsflächen an allen Standorten getätigt.
Signifikant sind die Veränderungen beim Cash Flow aus
Finanzierungstätigkeit. Dieser bezifferte sich zum
Halbjahresende 2022 auf -0,3 Millionen Euro (i.Vj. €
-4,7 Mio.). Der wesentliche Abfluss im Vorjahr war bestimmt
durch Sondertilgungen von Finanzierungen, um
Verwahrentgelte zu vermeiden. Das Liquiditätsniveau
ist ausreichend zur Finanzierung des laufenden
Geschäftsbetriebs. Darüber hinaus stehen dem
Dierig-Konzern Kreditlinien der Hausbanken zur
Verfügung. Damit zeigte sich der Dierig-Konzern im
ersten Halbjahr 2022 gut finanziert.
Die Bilanzsumme des Dierig-Konzerns beziffert sich zum
30. Juni 2022 auf 113,1 Millionen Euro und lag damit um 0,1
Millionen Euro unter dem Stichtag des 31. Dezember 2021.
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung | |
| Investment Properties (in Millionen €) | 84,5 | 73,8 | 14,5% |
| Investment Properties (in Relation zur Bilanzsumme) | 74,7% | 65,3% | 9,1pp |
| Vorräte (in Millionen €) | 12,4 | 10,5 | 18,1% |
| Vorräte (in Relation zur Bilanzsumme) | 11,0% | 9,3% | 1,7pp |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte (in Millionen €) | 5,9 | 6,4 | -7,8% |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte (in Relation zur Bilanzsumme) | 5,2% | 5,7% | -0,5pp |
Im ersten Halbjahr 2022 konnte der Dierig-Konzern seine
Forderungen und sonstigen Vermögenswerte deutlich
verringern. Hingegen haben sich die Vorräte im
Berichtszeitraum erhöht.
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung | |
| Eigenkapital (in Millionen €) | 47,7 | 43,9 | 8,7% |
| Eigenkapital (in Relation zur Bilanzsumme) | 42,2% | 38,8% | 3,4pp |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten (in Millionen €) | 14,4 | 17,2 | 16,3% |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten (in Relation zur Bilanzsumme) | 12,7% | 15,2% | -2,5pp |
| Pensionsrückstellungen (in Millionen €) | 12,3 | 16,6 | -25,9% |
| Pensionsrückstellungen (in Relation zur Bilanzsumme | 10,9% | 14,7% | -3,8pp |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (in Millionen €) | 6,2 | 1,8 | 244,4% |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (in Relation zur Bilanzsumme) | 5,5% | 1,6% | 3,9pp |
Das Eigenkapital stieg im ersten Halbjahr 2022 von 43,9
Millionen Euro zu Anfang der Berichtsperiode auf 47,7
Millionen Euro zu deren Ende. Die langfristigen
Finanzverbindlichkeiten sanken von 17,2 Millionen Euro auf
14,4 Millionen Euro. Die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten haben sich im ersten Halbjahr 2022
deutlich von 1,8 Millionen Euro zu Anfang der
Berichtsperiode auf 6,2 Millionen Euro zu deren Ende
erhöht. Die Gesamtverschuldung des Dierig-Konzerns hat
sich damit im Verlauf des ersten Halbjahres 2022 leicht
erhöht, die Eigenkapitalquote hingegen stieg auf 42,2
Prozent.
Am Ende des ersten Halbjahres 2022 beschäftigte der
Dierig-Konzern 147 Mitarbeiter (126 Angestellte und 21
gewerbliche Mitarbeiter). Ende 2021 waren 154 Mitarbeiter
beschäftigt gewesen. Der Rückgang resultiert
hauptsächlich aus natürlicher Fluktuation sowie
Eintritte in den Ruhestand.
Die Gesellschaften des Dierig-Konzerns betreiben ihre
Geschäfte im Einklang mit geltendem Recht und nach
hohen unternehmens-ethischen und ökologischen
Standards. Im Vorgriff auf die aus der EU-Taxonomie und die
aus der Reform der Nachhaltigkeitsberichterstattung von
Unternehmen der Europäischen Union resultierenden
neuen Berichtspflichten setzte sich der Dierig-Konzern 2021
mit den aus dem Geschäft resultierenden Auswirkungen
auf die Umwelt und das Klima sowie mit Sozialstandards und
Steuerungssystemen auseinander.
Ziel ist es, nicht nur die Berichtspflichten zu
erfüllen, sondern die Leistungen des Unternehmens im
Bereich der Nachhaltigkeit zu verbessern. Dies dient auch
dazu, neue Geschäftschancen zu nutzen, zumal immer
mehr Kunden sich in ihren Kaufentscheidungen von
Nachhaltigkeitskriterien lenken lassen. Gleichzeitig zielen
die Aktivitäten auf die Finanzmärke. Immer mehr
Investoren treffen ihre Anlageentscheidungen anhand der
Leistungsfähigkeit des Anlageziels im Bereich
Nachhaltigkeit. Auch die Entscheidung der Banken, ob und zu
welchen Konditionen Kredite vergeben werden, wird zunehmend
von Nachhaltigkeitskriterien bestimmt.
Der Dierig-Konzern strebt an, seine Leistung im Bereich
Nachhaltigkeit stetig zu verbessern und hat sich als
äußeres Zeichen hierfür im ersten Halbjahr
2022 dem UN Global Compact Netzwerk angeschlossen.
Nach Ende des Berichtszeitraums haben sich bis
Redaktionsschluss des Halbjahresfinanzberichts keine
Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.
In diesem Prognosebericht bezieht sich der
Dierig-Konzern auf das restliche Geschäftsjahr 2022.
Wo dies möglich ist, blickt der Dierig-Konzern
freiwillig über den Prognosezeitraum hinaus.
Die im Konzernlagebericht 2021 dargestellten Prognosen
wurden vor dem Hintergrund des kurz davor erfolgten
Überfalls der russischen Armee auf die Ukraine
erstellt und sind entsprechend verhalten. Zum Zeitpunkt der
Prognoseerstellung waren die hohe Inflation und die sich
abzeichnende Gaskrise nicht absehbar. Mit hoher
Wahrscheinlichkeit werden die genannten Entwicklungen zu
einer massiven Verschlechterung der Konsumkonjunktur
führen.
Auch wird sich die Immobilienkonjunktur infolge
mangelnder Nachfrage und als Resultat der Zinswende
deutlich eintrüben.
Der bisherige Geschäftsverlauf des Jahres 2022 kann
daher nicht linear fortgeschrieben werden. Gleichwohl wird
die grundsätzliche Prognose aus dem Konzernlagebericht
2021 (vgl. Geschäftsbericht 2021, S. 67ff.)
bestätigt.
In Summe erwartet der Dierig-Konzern 2022 einen
Rückgang des Textilumsatzes zwischen 10 und 15 Prozent
gegenüber dem Vorjahr und einen stabilen
Immobilienumsatz. Saldiert bedeutet dies, dass der
Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um etwa 10 bis 12
Prozent sinken wird. Aufgrund der eingeleiteten und bereits
greifenden Kostenmaßnahmen wird der Dierig-Konzern im
Jahr 2022 ein positives operatives Ergebnis erwirtschaften,
das jedoch unter dem Ergebnis des Vorjahres liegen kann.
Erfolgsfaktoren sind die gute Kapitalausstattung,
Kompetenzen in den Bereichen Textil und Immobilien,
etablierte Kundenbeziehungen und fortwährendes
Kostenmanagement.
Der zu erwartende rückläufige Textilumsatz
wird nach aktuellen Einschätzungen im Jahr 2022 die
Höhe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
reduzieren. Die Lagerbestände haben im Jahr 2021
bereits einen tiefen Stand erreicht. Angesichts des schwer
einschätzbaren Konsumverhaltens sowie der
Preisentwicklung wurden im ersten Halbjahr 2022 weniger
Textilien geordert. Die weitere Einkaufspolitik ist
abhängig von dem Orderverhalten der Kunden, der
weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise und der
Verfügbarkeit von Ware. Für das Jahr 2022 ist zu
erwarten, dass sich Lagerbestände auf niedrigem Niveau
stabilisieren, wenn gleich die höheren Einstandskosten
tendenziell zu einem Anstieg der Lagerbestände
führen. Für die textilen Gesellschaften der
Dierig-Gruppe sind Lagerbestände unabdingbar, um die
Kundennachfrage schnell bedienen zu können.
Die Entwicklung des Eigenkapitals und der
Eigenkapitalquote ist auch im hohen Maße von der
Höhe möglicher Investitionen und von
Grundstückstransaktionen im Immobiliensegment
abhängig. Die projektierten Baumaßnahmen am
Standort Augsburg-Mühlbach zur Errichtung von rund 211
Wohnungen werden zum Großteil fremdfinanziert sein.
Die für das Jahr 2022 vorgesehenen Baumaßnahmen
werden derzeit weitestgehend aus flüssigen Mitteln
finanziert.
Der Auftragsbestand im Textilsegment des Dierig-Konzerns
bezifferte sich zum 30. Juni 2022 auf 16,0 Millionen Euro
und erhöhte sich damit leicht im Vergleich zum 31.
Dezember 2021 mit 15,8 Millionen Euro. Durch die zunehmende
Kurzfristigkeit der Aufträge und durch die zunehmende
Neigung der Kunden, Aufträge bei Nachfragestockungen
zu stornieren oder zumindest den Abruf bestellter Ware zu
verschieben, verliert der Auftragsbestand als
Frühindikator immer mehr an Bedeutung.
Die Entwicklung der Vorräte und der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen im zweiten Halbjahr 2022 ist
gekoppelt an die Umsatzentwicklung im Textilsegment. Ein
weiterer Abbau der Lagerbestände wird nicht
angestrebt, da dies zulasten der Lieferfähigkeit gehen
würde.
Wie in der Vergangenheit ist die Planungsgrundlage
konservativ und fußt auf einer realistischen
Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung, wobei
genügend Spielräume bestehen, um
Geschäftschancen zu nutzen. Der Dierig-Konzern wird
auch in Zukunft solide finanziert sein. Geplant ist, den
Finanzierungsbedarf für die operative
Geschäftstätigkeit aus dem laufenden Cash Flow
abzudecken.
Der Prognosebericht enthält in die Zukunft
gerichtete Aussagen, die auf Annahmen oder Schätzungen
des Managements der Dierig Holding AG beruhen. Trotz der
Annahme, dass die vorausschauenden Aussagen realistisch
sind, kann nicht garantiert werden, dass diese Erwartungen
sich auch als richtig erweisen werden.
| Gesellschaft | Ziel laut Prognosebericht 2022 (vgl. Geschäftsbericht 2021 S. 69) | Zielbestätigung bzw. angepasstes Ziel bis Ende 2022 |
| Dierig-Konzern | Bestandssicherung, Sicherung der Liquidität, Krisenmanagement (Corona-Krise und Auswirkungen des Ukrainekriegs) | Ziel bestätigt |
| Ermittlung von Daten im Hinblick auf neue Verpflichtungen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung | Ziel bestätigt | |
| Ggfls. Anpassung der Kostenstruktur an den eventuell rückläufigen Textilumsatz | Ziel bestätigt | |
| Anpassung der Forderungen an den eventuell rückläufigen Textilumsatz | Ziel bestätigt | |
| Möglichst geringer Aufbau von Lagerbeständen | Ziel bestätigt | |
| Sicherung des Eigenkapitals | Ziel bestätigt | |
| Stabilisierung des Vermietungsgrads und der Mieteinnahmen | Ziel bestätigt | |
| fleuresse GmbH | Stabilisierung des Umsatzes auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | Ziel bestätigt |
| Adam Kaeppel GmbH | Stabilisierung des Umsatzes auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | Ziel bestätigt |
| Christian Dierig GmbH, Österreich | Stabilisierung des Umsatzes auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | Ziel bestätigt |
| Dierig AG, Schweiz | Stabilisierung des Umsatzes auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | Ziel bestätigt |
| BIMATEX GmbH | Stabilisierung des Umsatzes auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | Ziel bestätigt |
| Christian Dierig GmbH | Stabilisierung des Umsatzes mit technischen Textilien auf möglichst hohem Niveau; ggfls. Anpassung der Kostensituation | Ziel bestätigt |
| Sicherung der Kundenbeziehungen im Damastexport nach Westafrika, Fortführung der Geschäfte im Einklang mit der Sicherheitslage; ggfls. Anpassen der Kostensituation | Ziel grundsätzlich bestätigt, Verschiebung des Neueinstiegs in den Textilmarkt in Mali bis zur Aussetzung der Wirtschaftssanktionen | |
| Dierig Textilwerke GmbH (Immobilienbereich) | Planmäßiger Fortschritt beim Wohnbauprojekt Mühlbach-Quartier: Abriss von Bestandsgebäuden; Fertigstellung der Parkgarage; Detailplanungen | Ziel bestätigt (Abriss der Hallen, Fertigstellung der Parkgarage) |
| Entwicklung für Nutzungsplanungen des neuen Standortes Augsburger Straße in Gersthofen (Schwaba) für die Zeit nach dem Auszug des Alteigentümers/Mieters | Ziel bestätigt | |
| Nachfrageabhängige Nachverdichtung der Vermietung; Aufwertung der Standorte durch mieterspezifische Umbauten | Ziel bestätigt | |
| Stabilisierung des Vermietungsgrades | Ziel bestätigt | |
| Suche nach interessanten anzukaufenden Entwicklungsstandorten | Ziel bestätigt (erweiterte Perspektiven durch mögliche Tauschgeschäfte) | |
| Prinz GmbH | Beibehaltung des hohen Vermietungsgrades | Ziel bestätigt |
| Peter Wagner Immobilien AG (PWI) | Stabilisierung der Umsätze; Ausbau des Portfolios insbesondere in der Immobilienverwaltung | Ziel grundsätzlich bestätigt, konjunkturbedingt könnte der Umsatz aus dem Transaktionsgeschäft stärker sinken als geplant |
Das Geschäft der Dierig-Gruppe wird von einer Reihe
externer Größen beeinflusst, die zahlreiche
Chancen eröffnen oder verschiedene Risiken bergen.
Diese Einflussfaktoren werden im Rahmen des
Risikomanagementsystems erfasst und entsprechend ihrer
Eintrittswahrscheinlichkeit und Tragweite bewertet. Dies
gilt auch für neue Geschäftsrisiken, die von der
Corona-Krise und dem Krieg in der Ukraine hervorgerufen
werden.
Die Auswirkungen der Pandemie und des Ukraine-Kriegs auf
die Geschäfte des Dierig-Konzerns sind nach wie vor
gravierend, erscheinen jedoch für den Dierig-Konzern
als beherrschbar. Dies gilt auch für die
Konjunkturrisiken, die aus der steigenden Inflation
erwachsen.
Diese Risiken sind bereits im Konzernlagebericht 2021
(vgl. Geschäftsbericht 2021, S. 70ff.) hinreichend
erfasst und dargestellt. Daher verweisen wir auf die dort
getroffenen Aussagen. Über die Nutzung aktueller
Geschäftschancen berichten wir im Wirtschaftsbericht,
über konkrete Ziele im Prognosebericht.
Infolge der Summe der risikomindernden Maßnahmen
und Systeme sowie der guten Ausstattung mit Eigenkapital
sieht der Vorstand im gesamten Umfeld der Aktivitäten
weder bestandsgefährdende Risiken noch Risiken
für die künftige Entwicklung des Konzerns.
Die im Konzernlagebericht 2021 dargestellten Angaben
nach § 289a Abs. 1 und § 315a Abs. 4 HGB sowie
der erläuternde Bericht haben nach wie vor und
unverändert Gültigkeit. Daher verweisen wir auf
die Darstellung im Konzernlagebericht 2021 (vgl.
Geschäftsbericht 2021, S. 74ff.).
Der nach § 162 AktG aufgestellte
Vergütungsbericht über die im Jahr 2021
geschuldete und gewährte Vergütung von Vorstand
und Aufsichtsrat wurde der Hauptversammlung vom 24. Mai
2022 zur Abstimmung vorgelegt und von dieser mit einer
Mehrheit von 99,99 Prozent gebilligt.
Im Vergütungssystem von Vorstand und Aufsichtsrat
gab es im ersten Halbjahr 2022 keine strukturellen
Änderungen im Vergleich zum Jahr 2021. Daher verweisen
wir auf die Darstellung auf der Internetseite
https://www.dierig.de/investor-relations/corporate-governance
Augsburg, den 19. August 2022
Dierig Holding AG
Der Vorstand
| Ellen Dinges-Dierig | Benjamin Dierig |
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | ||
| € | € | ||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | 2.997.400 | 2.997.646 |
| II. | Sachanlagen | 1.608.102 | 1.518.296 |
| III. | Investment Properties | 84.526.980 | 73.830.576 |
| IV. | Finanzanlagen | 108.976 | 108.976 |
| V. | Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 381.190 | 449.865 |
| VI. | Latente Steuern | 2.344.155 | 2.344.155 |
| Summe langfristiger Vermögenswerte | 91.966.803 | 81.249.515 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| I. | Vorräte | 12.358.504 | 10.506.835 |
| II. | Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 5.854.413 | 6.415.201 |
| III. | Steuerforderungen | 574.868 | 875.261 |
| IV. | Flüssige Mittel | 2.371.362 | 8.770.229 |
| V. | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | 5.397.433 |
| Summe kurzfristiger Vermögenswerte | 21.159.148 | 31.964.959 | |
| 113.125.951 | 113.214.473 |
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | ||
| € | € | ||
| EIGENKAPITAL | |||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 11.000.000 | 11.000.000 |
| Eigene Anteile | -253.786 | -253.786 | |
| II. | Gewinnrücklagen | 33.613.371 | 32.471.836 |
| III. | Andere Rücklagen | 3.120.403 | 422.851 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dierig Holding AG | 47.479.988 | 43.640.901 | |
| IV. | Nicht beherrschte Anteile | 208.587 | 212.887 |
| Summe Eigenkapital | 47.688.575 | 43.853.788 | |
| Langfristige Schulden | |||
| 1. | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 14.442.427 | 17.229.136 |
| 2. | Pensionsrückstellungen | 12.254.174 | 16.636.476 |
| 3. | Sonstige langfristige finanzielle Schulden | 2.112.386 | 1.960.989 |
| 4. | Latente Steuern | 9.390.415 | 8.094.779 |
| Summe langfristige Schulden | 38.199.403 | 43.921.381 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| 1. | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 6.245.181 | 1.768.620 |
| 2. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.546.120 | 2.885.322 |
| 3. | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 14.812.645 | 16.011.599 |
| 4. | Kurzfristige Rückstellungen | 850.351 | 967.619 |
| 5. | Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | 2.783.675 | 3.661.155 |
| 6. | Steuerverbindlichkeiten | - | 144.991 |
| Summe kurzfristige Schulden | 27.237.973 | 25.439.305 | |
| 113.125.951 | 113.214.473 |
| 01.01.-30.06.2022 | 01.01.-30.06.2021 | |
| € | € | |
| Umsatzerlöse | 25.478.298 | 25.620.242 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 709.398 | 376.189 |
| Materialaufwand | 12.182.122 | 12.668.525 |
| Personalaufwand | 4.241.438 | 4.607.074 |
| Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen, Investment Properties und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 1.340.091 | 1.342.929 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.600.933 | 5.316.057 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 2.823.113 | 2.061.846 |
| Finanzergebnis | -375.719 | -351.466 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.447.394 | 1.710.380 |
| Ertragsteuern | 485.238 | 287.853 |
| Konzernperiodenergebniss | 1.962.155 | 1.422.527 |
| davon entfallen auf die Aktionäre des Mutterunternehmens | 1.957.855 | 1.418.227 |
| davon entfallen auf nicht beherrschte Anteile 1) | 4.300 | 4.300 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) in Euro | 0,48 | 0,35 |
1) 6% Anteil an der Prinz GmbH
| 01.01.-30.06.2022 | 01.01.-30.06.2021 | |
| € | € | |
| Konzernperiodenergebnis | 1.962.155 | 1.422.527 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden: | ||
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus der Anwendung des überarbeiteten IAS 19 | 3.985.949 | 40.847 |
| Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne/Verluste aus der Anwendung des überarbeiteten IAS 19 | -1.286.664 | -13.185 |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden: | ||
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten | 27.794 | 106.887 |
| Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten | -8.972 | -34.503 |
| Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften | -16.254 | -9.818 |
| Sonstiges Ergebnis | 2.701.852 | 90.228 |
| Gesamtergebnis | 4.664.007 | 1.512.755 |
| davon entfallen auf die Aktionäre des Mutterunternehmens | 4.659.707 | 1.508.455 |
| davon entfallen auf nicht beherrschte Anteile 1) | 4.300 | 4.300 |
1) 6% Anteil an der Prinz GmbH
| 30.06.2022 | 30.06.2021 | |
| T€ | T€ | |
| Konzernperiodenergebnis | 1.962 | 1.422 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Investment Properties und Nutzungrechte aus Leasingverhältnissen | 1.340 | 1.343 |
| Veränderung latenter Steuern | - | - |
| Veränderung der Pensionsrückstellungen | -396 | -1.419 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 2.906 | 1.346 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | -117 | -241 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -454 | -3 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -922 | 2.999 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -1.196 | -1.939 |
| 1. Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 217 | 2.162 |
| Einzahlungen aus den Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 5.850 | 62 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -12.101 | -1.665 |
| 2. Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -6.251 | -1.603 |
| Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 2.500 | 26 |
| Auszahlungen für die Tilgung/Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten | -824 | -5.948 |
| Aufnahme von Konzernkrediten | 825 | 2.576 |
| Rückzahlung von Konzernkrediten | -2.024 | -476 |
| Dividendenauszahlung | -826 | -830 |
| 3. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -349 | -4.652 |
| 4. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzbestands (Summe Punkt 1.+2.+3.) | -6.383 | -4.093 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen (Währungsumrechnungsrücklage) | -16 | -10 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode 01.01.2022 (Vj. 01.01.2021) | 8.770 | 12.853 |
| 5. Zahlungsmittel am Ende der Periode 30.06.2022 (Vj 30.06.2021) | 2.371 | 8.750 |
| Gezeichnetes Kapital | Gewinnrücklagen | Andere Rücklagen | Eigenkapital der Aktionäre | Nicht beherrschte Anteile | Konzerneigenkapital | |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Stand am 01.01.2021 | 10.746 | 29.212 | 283 | 40.241 | 213 | 40.454 |
| Dividendenzahlung | - | -821 | - | -821 | -9 | -830 |
| Jahresüberschuss | - | 1.418 | - | 1.418 | 4 | 1.422 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | 90 | 90 | - | 90 |
| Gesamtergebnis zum 30.06.2021 | - | 1.418 | 90 | 1.508 | 4 | 1.512 |
| Stand am 30.06.2021 | 10.746 | 29.809 | 373 | 40.928 | 208 | 41.136 |
| Gezeichnetes Kapital | Gewinnrücklagen | Andere Rücklagen | Eigenkapital der Aktionäre | Nicht beherrschte Anteile | Konzerneigenkapital | |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Stand am 01.01.2022 | 10.746 | 32.472 | 423 | 43.641 | 213 | 43.854 |
| Dividendenzahlung | - | -821 | - | -821 | -9 | -830 |
| Jahresüberschuss | - | 1.962 | - | 1.962 | 4 | 1.966 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | 2.698 | 2.698 | - | 2.698 |
| Gesamtergebnis zum 30.06.2022 | - | 1.962 | 2.698 | 4.660 | 4 | 4.664 |
| Stand am 30.06.2022 | 10.746 | 33.613 | 3.121 | 47.480 | 208 | 47.688 |
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
der Dierig Holding AG zum 30. Juni 2022 wurde
gemäß § 37w WpHG sowie im Einklang mit den
am Abschlussstichtag anzuwendenden International Financial
Reporting Standards (IFRS) erstellt. Dementsprechend wurde
der Halbjahresfinanzbericht in Übereinstimmung mit dem
für die Zwischenberichterstattung gültigen IAS 34
aufgestellt. Vom Wahlrecht der Erstellung eines
verkürzten Zwischenabschlusses gemäß IAS
34.8 wird Gebrauch gemacht. Die im
Konzern-Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten
Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Der
vorstehende Halbjahresfinanzbericht wird in Euro erstellt
und zum Teil auf Tausend Euro gerundet. Eine detaillierte
Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im
Anhang zum Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts
2021 (vgl. S. 85-87) veröffentlicht.
Die zum 1. Januar 2022 erstmalig anzuwendenden
geänderten Rechnungslegungsvorschriften hatten keinen
Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage. Eine ausführliche Aufstellung dieser
Rechnungslegungsvorschriften ist dem Konzernanhang des
Geschäftsberichts 2021 zu entnehmen.
Im Rahmen der Erstellung eines
Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS
34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand
Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen
treffen, die die Anwendung von
Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis
der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der
Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Sämtliche
Annahmen und Schätzungen beruhen auf Prämissen,
die zum Stichtag Gültigkeit hatten. Die
tatsächlichen Beträge können von diesen
Schätzungen abweichen, wenn die angenommenen
Rahmenbedingungen sich entgegen den Erwartungen entwickelt
haben. Änderungen werden zum Zeitpunkt der Erlangung
von besseren Kenntnissen erfolgswirksam berücksichtigt
und die Prämissen entsprechend angepasst. Es haben
sich keine Änderungen bei Annahmen und
Schätzungen im Vergleich zum Jahresabschluss 2021
ergeben.
In den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss zum 30.
Juni 2022 der Dierig Holding AG werden die Abschlüsse
des Mutterunternehmens und der von ihr beherrschten
Unternehmen einbezogen. Im ersten Halbjahr 2022 ergaben
sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis. Der
Konsolidierungskreis umfasst zum 30. Juni 2022
einschließlich der Muttergesellschaft elf (31.
Dezember 2021: elf) Inlandsgesellschaften und zwei
Auslandsgesellschaften (31. Dezember 2021: zwei). Bei allen
Tochterunternehmen wird die Verfügungsmacht durch eine
Stimmrechtsmehrheit erreicht; atypische Fälle liegen
nicht vor.
Unverändert werden drei Tochtergesellschaften wegen
untergeordneter Bedeutung, wie im Vorjahr, eine inaktive
Gesellschaft sowie zwei reine
Komplementär-Verwaltungsgesellschaften, aus
Konzernsicht nicht konsolidiert, sondern gemäß
IFRS 9 bewertet. Grundlage für die Beurteilung der
Wesentlichkeit sind der Konzernumsatz, das Ergebnis sowie
die Bilanzsumme. Die Nichteinbeziehung der
Tochtergesellschaften führt zu keiner Veränderung
des Konzernumsatzes und würde die Bilanz nur
unwesentlich (<0,1%) ändern.
Durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sind
neue, umfassende und immer noch schwer zu quantifizierende
Risiken erwachsen. Da weder beschaffungs- noch absatzseitig
direkte Geschäftsbeziehungen mit in den
kriegführenden Ländern ansässigen
Unternehmen unterhalten werden, sind keine Geschäfte
von diesen Kriegshandlungen bzw. aus daraus resultierenden
Sanktionen unmittelbar betroffen. Es bestehen keine
Forderungen gegenüber Wirtschaftssubjekten in der
Ukraine und in Russland sowie keine Vermögenswerte in
den beiden Ländern. Daher ergeben sich durch den
Angriffskrieg keine Hinweise auf Wertminderungsbedarf von
Vermögenswerten oder Forderungen, keine wesentlichen
Änderungen von Schätzungen oder Auswirkungen auf
Kredite oder Tilgungsleistungen. Die durch den Ukrainekrieg
beeinflussten generellen Marktentwicklungen führten zu
einem Anstieg des Zinssatzes für die
Pensionsrückstellungen von 0,60% zum 31. Dezember 2021
auf 2,90% zum 30. Juni 2022.
Auch wenn die wirtschaftlichen Aktivitäten des
Dierig-Konzerns nicht direkt vom Kriegsgeschehen
berührt werden, ist auch im zweiten Halbjahr 2022 mit
einer wesentlichen Beeinträchtigung des
Geschäftsverlaufs durch massiv gestiegene Energie- und
Baukosten, durch eine weiter zunehmende Volatilität
der Fremdwährungskurse, durch Zahlungsausfälle
oder verspätete Zahlungen, durch Verzögerungen im
Auftragseingang und durch sich zuspitzende
Lieferengpässe zu rechnen.
Insgesamt entspricht die Bewertung der Finanzinstrumente
zum Halbjahresabschluss im Wesentlichen den Parametern zum
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. Die
Fair-Value-Bewertungen unterliegen im Wesentlichen dem
gleichen Bewertungsvorgehen und -ansätzen.
Ein erhöhter Wertminderungsbedarf nach IAS 36 wird
durch die Auswirkungen des Ukrainekriegs derzeit nicht
gesehen, zumal die Investment Properties und die
Geschäfts- und Firmenwerte dem Immobiliensegment
zugeordnet sind und daher weiterhin eine stabile
Entwicklung aufweisen. Wesentliche Effekte durch
Parameteränderungen waren nicht zu beobachten.
Das Liquiditätsrisiko wird derzeit nicht als
erhöht angesehen. Im ersten Halbjahr konnten Kredite
planmäßig getilgt bzw. zurückgeführt
werden. Zusätzliche Darlehensaufnahmen bei
Kreditinstituten waren nicht notwendig. Das
Liquiditätsrisiko wird weiterhin als gering
eingestuft.
| 1. Hj. 2022 | 1. Hj. 2021 | |
| Periodenergebnis in TEUR | 1.962 | 1.423 |
| Durchschnittliche Zahl der ausstehenden Stückaktien | 4.103.100 | 4.103.100 |
| (unverwässertes = verwässertes) Ergebnis je Stückaktie in EUR | 0,48 | 0,35 |
| Gezahlte Dividende je Stückaktie in EUR | 0,20 | 0,20 |
| Textil | Immobilien | IFRS-Anpassung | ||||
| 30.06.2022 | 30.06.2021 | 30.06.2022 | 30.06.2021 | 30.06.2022 | 30.06.2021 | |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Segmentumsätze | 18.491 | 18.483 | 6.987 | 7.137 | - | - |
| davon: Inland | 10.890 | 10.393 | 6.987 | 7.137 | - | - |
| davon: verbleibende EU | 6.312 | 6.473 | - | - | - | - |
| davon: übriges Europa | 1.124 | 1.218 | - | - | - | - |
| davon restliche Welt | 165 | 399 | - | - | - | - |
| Alle Umsätze werden zu einem bestimmten Zeitpunkt realisiert. | ||||||
| Investitionen | 199 | 165 | 11.902 | 1.526 | - | - |
| davon: Inland | 179 | 131 | 11.902 | 1.526 | - | - |
| davon: verbleibende EU | 18 | 12 | - | - | - | - |
| davon: übriges Europa | 2 | 22 | - | - | - | - |
| Segmentergebnis | -287 | -287 | 2.060 1) | 1.292 1) | 189 | 418 |
| darin enthalten: | ||||||
| Anlagenverkaufsgewinne (nach Steuern) | - | - | 365 | - | - | - |
| Konzern | ||
| 30.06.2022 | 30.06.2021 | |
| T€ | T€ | |
| Segmentumsätze | 25.478 | 25.620 |
| davon: Inland | 17.877 | 17.530 |
| davon: verbleibende EU | 6.312 | 6.473 |
| davon: übriges Europa | 1.124 | 1.218 |
| davon restliche Welt | 165 | 399 |
| Alle Umsätze werden zu einem bestimmten Zeitpunkt realisiert. | ||
| Investitionen | 12.101 | 1.691 |
| davon: Inland | 12.081 | 1.657 |
| davon: verbleibende EU | 18 | 12 |
| davon: übriges Europa | 2 | 22 |
| Segmentergebnis | 1.962 | 1.423 |
| darin enthalten: | ||
| Anlagenverkaufsgewinne (nach Steuern) | 365 | - |
1) Das operative Immobilienergebnis beträgt
T€ 1.695 (i.Vj. T€ 1.292).
| Textil | Immobilien | IFRS-Anpassung | ||||
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2022 | 31.12.2021 | |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Vorräte | 12.343 | 10.500 | 16 | 7 | - | - |
| davon: Inland | 9.954 | 8.765 | 16 | 7 | - | - |
| davon: verbleibende EU | 2.204 | 1.597 | - | - | - | - |
| davon: übriges Europa | 185 | 138 | - | - | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.285 | 4.657 | 1.232 | 1.301 | 130 | 131 |
| davon: Inland | 1.728 | 2.648 | 1.232 | 1.301 | 99 | 102 |
| davon: verbleibende EU | 1.404 | 1.533 | - | - | 80 | 67 |
| davon: übriges Europa | 98 | 223 | - | - | 6 | 19 |
| davon: restliche Welt | 55 | 254 | - | - | -55 | -58 |
| Konzern | ||
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | |
| T€ | T€ | |
| Vorräte | 12.359 | 10.507 |
| davon: Inland | 9.970 | 8.772 |
| davon: verbleibende EU | 2.204 | 1.597 |
| davon: übriges Europa | 185 | 138 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.647 | 6.089 |
| davon: Inland | 3.059 | 4.051 |
| davon: verbleibende EU | 1.484 | 1.600 |
| davon: übriges Europa | 104 | 242 |
| davon: restliche Welt | - | 196 |
Das gezeichnete Kapital der Dierig Holding AG ist in
4.200.000 nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen
Anteil am Grundkapital von EUR 2,62 eingeteilt, ist
vollständig eingezahlt und beträgt
unverändert EUR 11.000.000. Auf Basis der
Ermächtigung der Hauptversammlung hat der Vorstand mit
Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile im Umfang von
96.900 Stückaktien zum Wert von EUR 627.150 als
Akquisitionswährung erworben. Der Nennwert der eigenen
Anteile in Höhe von EUR 253.786 wurde vom gezeichneten
Kapital abgesetzt. Entsprechend beträgt das
rechnerische Grundkapital zum 31. Dezember 2021 und zum 30.
Juni 2022 unverändert EUR 10.746.214.
Nach IAS 24 gelten als nahestehende Personen bzw.
Unternehmen solche, die vom berichtenden Unternehmen
beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen
Einfluss nehmen können. Die Textil-Treuhand GmbH, die
als Muttergesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung von 70,13
Prozent an der Dierig Holding AG hält, hat an die
Dierig Textilwerke GmbH ein unbesichertes Darlehen in
Höhe von T€ 14.699 (i.Vj. T€ 16.274)
ausgereicht. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen
Bedingungen. Der Zinsaufwand belief sich im ersten Halbjahr
auf T€ 115 (T€ i.Vj. 126).
Daneben bestehen mit nicht-konsolidierten verbundenen
Unternehmen zum 30. Juni 2022 kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 114 (i.Vj.
T€ 113). Die im ersten Halbjahr 2022 erfassten
Zinsaufwendungen dafür belaufen sich auf T€ 0,6
(i.Vj. T€ 0,5). Bei sich veränderten
Marktverhältnissen wird der Zinssatz entsprechend
angepasst.
Mit Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern bzw. ihnen
nahestehenden Personen bestehen Mietverträge, für
die im ersten Halbjahr 2022 T€ 22 (i.Vj. T€ 21)
vereinnahmt bzw. T€ 34 (i.Vj. T€ 33) ausgegeben
wurden. Die Mieten sind marktüblich. Zum Stichtag des
Zwischenabschlusses bestanden keine Forderungen und
Verbindlichkeiten.
Nach Ende des Berichtszeitraums haben sich bis
Redaktionsschluss des Halbjahresfinanzberichts keine
Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.
Der verkürzte Konzernabschluss vom 1. Januar bis
30. Juni 2021 -bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung, Konzerngesamtperiodenergebnis,
Konzernkapitalflussrechnung,
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie
ausgewählten erläuternden Anhangsangaben - und
der Konzernlagebericht vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch
einer prüferischen Durchsicht durch eine zur
Abschlussprüfung befähigten Person unterzogen.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Augsburg, 19. August 2022
Dierig Holding AG
Vorstand
| Ellen Dinges-Dierig | Benjamin Dierig |
Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält in die
Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen oder
Schätzungen des Managements der Dierig Holding AG
beruhen. Trotz der Annahme, dass die vorausschauenden
Aussagen realistisch sind, kann nicht dafür garantiert
werden, dass diese Erwartungen sich auch als richtig
erweisen werden.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.dierig.de.
Hier stehen Ihnen auch der Geschäftsbericht 2021 sowie
weitere Informationen zum Download zur Verfügung.
Dierig Holding AG
Kirchbergstraße 23
Tel.: +49 (0) 821 - 5210 - 395
Fax: +49 (0) 821 - 5210 - 393
E-Mail: info@dierig.de, www.dierig.de
Geschäftsjahresende 31.12.2022