EPCOS AG

München

Jahresabschluss AG 2009

Inhaltsverzeichnis

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Anhang

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Bilanz

Sonstige Angaben

Vergütungsbericht

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Lagebericht

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 (in Tausend EUR)

  Anhang 2009 2008
Umsatzerlöse (1) 745.702 1.088.674
Umsatzkosten   -757.338 -1.064.321
Bruttoergebnis   -11.636 24.353
Forschungs- und Entwicklungskosten   -48.493 -46.576
Vertriebskosten   -64.653 -67.116
Allgemeine Verwaltungskosten   -11.860 -13.805
Sonstige betriebliche Erträge (2) 240.841 149.615
Sonstige betriebliche Aufwendungen (3) -133.348 -70.272
Beteiligungsergebnis (4) 15.450 48.231
Zinsergebnis (5) -2.427 -1.850
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   21 33
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -16.105 22.613
Ertragsteuern (7) -799 -692
Jahresüberschuss   -16.904 21.921
Gewinnvortrag   69.715 78.683
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen   - -10.960
Bilanzgewinn   52.811 89.644

Bilanz zum 30. September 2009 (in Tausend EUR)

AKTIVA

  Anhang 2009 2008
A. Anlagevermögen (8)    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   15.234 13.019
II. Sachanlagen   98.941 120.266
III. Finanzanlagen   444.250 425.362
    558.425 558.647
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte (9) 32.863 52.639
Erhaltene Anzahlungen   -191 -177
    32.672 52.462
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (10)    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   95.670 121.693
2. Forderungen gegen Verbundene Unternehmen   371.350 210.268
3. Sonstige Vermögensgegenstände   6.677 7.759
    473.697 339.720
III. Flüssige Mittel   46.599 134.739
    552.968 526.921
C. Rechnungsabgrenzungsposten (11) 2.187 319
Summe Aktiva   1.113.580 1.085.887

PASSIVA

     
  Anhang 2009 2008
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital (13) 66.682 66.431
II. Kapitalrücklagen (14) 279.521 275.280
III. Gewinnrücklagen (15)    
andere Gewinnrücklagen   163.101 163.101
IV. Bilanzgewinn (16)    
    52.811 89.644
    562.115 594.456
B. Rückstellungen (17)    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   109.497 105.588
2. Sonstige Rückstellungen   17.779 30.568
    127.276 136.156
C. Verbindlichkeiten (18)    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   3.753 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   25.457 46.896
3. Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen   175.902 289.239
4. Sonstige Verbindlichkeiten   219.077 19.140
    424.189 355.275
Summe Passiva   1.113.580 1.085.887

Anhang zum Jahresabschluss 30. September 2009

EPCOS AG, München

Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 30. September 2009 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung hat EPCOS zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen.

Soweit der Jahresabschluss Posten in Fremdwährung enthält, erfolgte die Umrechnung in EUR zum Transaktionskurs bzw. bei Aktiva zum niedrigeren und bei Passiva zum höheren Stichtagskurs.

Alle Wertangaben erfolgen in Tausend EUR soweit nicht anders angegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Ein derivativ erworbener Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 255 (4) Satz 2 über 4 Jahre abgeschrieben. Sofern erforderlich wird eine Wertminderung der immateriellen Vermögensgegenstände durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgebildet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Geschäfts- und Fabrikgebäude werden über längstens 50 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen über längstens 12 Jahre, Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend über 5 Jahre abgeschrieben. Ab dem 01.01.2008 angeschaffte Sachanlagen werden linear abgeschrieben, während beim Altbestand die degressive Abschreibungsmethode angewandt wird. Vermögensgegenstände mit einem Wert von 150 EUR bis einschließlich 1.000 EUR werden in einem Sammelposten bilanziert und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die Auswirkung dieser Neuregelung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist für die Gesellschaft nicht wesentlich. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettoeinzelwert von 150 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Umlaufvermögen

In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt und mit dem gewogenen Durchschnitt bewertet. Fertige und Unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet; die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten, die nach den steuerlichen Bestimmungen aktivierungspflichtig sind. Nach denselben Grundsätzen sind die Unverrechneten Lieferungen und Leistungen bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Ferner werden Abwertungen, die aus Technik- und Preisrisiken resultieren, vorgenommen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert, vermindert um notwendige Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Abschreibungen auf Kreditrisiken werden in ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck gemäß § 6a EStG mit einem Zinssatz von 6 Prozent gebildet.

Zusätzlich wurde eine Rückstellung für Entgeltumwandlungszusagen gebildet. Die entsprechenden Aktiva werden gemäß § 253 HGB nach dem Niederstwertprinzip bewertet. Aufgrund der angenommenen Bewertungseinheit ist die Rückstellung in gleicher Höhe auszuweisen, wobei die Rückstellung mindestens der Rückstellung der Steuerbilanz zu entsprechend hat.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung tragen. Der Ansatz erfolgte mit den voraussichtlichen Zahlungsbeträgen. Bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen nach der modifizierten Teilwertmethode wurde ein Zinssatz von 5,5 Prozent zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Umsätze werden bilanziert, wenn sie realisiert oder realisierbar sind. Sie sind unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Zahlung zu berücksichtigen. Als Umsatz wird nur der Nettobetrag nach Abzug von Skonti, Kundenboni, Rabatten und Retouren erfasst.

Die EPCOS AG verrechnet an verbundene Unternehmen die an diese erbrachten Leistungen. Die Kosten werden bei der EPCOS AG verursachungsgerecht unter den Funktionskosten ausgewiesen. Erträge aus der Weiterverrechnung von Umsatzkosten sind in den Umsatzerlösen enthalten, während die Weiterverrechnung von anderen Funktionskosten unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung gegen Währungsrisiken aus bilanzierten, schwebenden und geplanten Grundgeschäften eingesetzt. Die Sicherungsgeschäfte müssen geeignet sein, das in den Grundgeschäften liegende Währungsrisiko zu vermindern bzw. zu neutralisieren. In Fremdwährung denominierte Forderungen, Verbindlichkeiten sowie die Liquidität wird mit dem Devisenmittelkurs umgerechnet. Die zugehörigen derivativen Devisensicherungsgeschäfte werden zum Marktwert jeweils am Bilanzstichtag angesetzt. Schwebende und geplante Grundgeschäfte in Fremdwährung werden nach vorgegebenen Risikolimits abgesichert. Diese Sicherungsgeschäfte werden imparitätisch bewertet, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt.

Des Weiteren werden Rohstoffterminkontrakte für Palladium abgeschlossen, die als durchlaufender Posten an eine andere Konzerngesellschaft weiterbelastet werden.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsätze (in Tausend EUR)

  2009 2008
Nach Geschäftssegmenten    
Kondensatoren und Induktivitäten 285.319 381.941
Keramische Bauelemente 223.813 410.358
Oberflächenwellen-Komponenten 236.570 296.375
Gesamt 745.702 1.088.674
Nach Regionen    
Deutschland 301.859 501.773
Europa ohne Deutschland 288.090 428.924
Übrige Regionen 155.753 157.977
Gesamt 745.702 1.088.674

Die Umsatzerlöse enthalten Erträge aus der Weiterverrechnung von Umsatzkosten an Tochterunternehmen in Höhe von 33.322 Tausend EUR (Vorjahr: 30.584 Tausend EUR), die sich auf Leistungen beziehen, welche die EPCOS AG für diese erbracht hat.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 240.841 Tausend EUR (Vorjahr: 149.615 Tausend EUR) beinhalten im Wesentlichen konzerninterne Leistungsverrechnungen in Höhe von 80.830 Tausend EUR (Vorjahr: 72.298 Tausend EUR) und Währungsgewinne. Außerdem erzielte die Gesellschaft periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen in Höhe von 4.391 Tausend EUR (Vorjahr: 4.645 Tausend EUR).

(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 133.348 Tausend EUR (Vorjahr: 70.272 Tausend EUR) wirken im Wesentlichen Währungsverluste. Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen in Höhe von 213 Tausend EUR (Vorjahr: 92 Tausend EUR) entstanden.

(4) Beteiligungsergebnis

Im Beteiligungsergebnis sind Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen mit 15.450 Tausend EUR (Vorjahr: 47.922 Tausend EUR) und Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe -1.864 Tausend EUR (Vorjahr: 0 Tausend EUR) enthalten. Im Vorjahr waren Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 309 Tausend EUR enthalten.

(5) Zinsergebnis (in Tausend EUR)

  2009 2008
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.283 14.614
davon aus Verbundenen Unternehmen (9.054) (9.611)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.039 -9.446
davon an Verbundene Unternehmen (-3.422) (-8.459)
Zinsanteil in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen -7.671 -7.018
Gesamt -2.427 -1.850

(6) Sonstige Steuern

Sonstige Steuern sind mit 639 Tausend EUR (Vorjahr: 161 Tausend EUR) unter den Funktionskosten erfasst.

(7) Ertragsteuern

Der Posten Ertragsteuern in Höhe von 799 Tausend EUR (Vorjahr: 692 Tausend EUR) beinhaltet im Wesentlichen ausländische Quellensteuer.

Erläuterungen zur Bilanz

(8) Anlagevermögen

Die Aufstellung unseres Anteilsbesitzes ist der Seite 35 zu entnehmen.

Im Oktober 2008 hat EPCOS mit der Gesellschaft Becrolux S.A., Luxemburg, einen Kaufvertrag über 51 Prozent der Anteile an der Becromal S.p.A. (Becromal) unterzeichnet. Der Kaufpreis, einschließlich direkt zurechenbarer Nebenkosten in Höhe von 0,5 Millionen EUR, belief sich auf 5,5 Millionen EUR, wobei keine Eigenkapitaltitel von EPCOS ausgegeben wurden.

Als sonstige Ausleihungen sind im Geschäftsjahr 19.276 Tausend EUR (Vorjahr 21.195 Tausend EUR) aus der Dotierung eines Contractual Trust Arrangement (Planvermögen nach IFRS) enthalten.

Entwicklung des Anlagevermögens (Handelsbilanz) zum 30. September 2009, in Tausend EUR

  2008 Zugänge Umbu-
chungen
Abgänge 2009 Kumulierte
Abschrei-
bungen
Buchwert 2009 Buchwert 2008 Abschrei-
bungen/
Zuschrei-
bung des
Geschäfts-
jahres
Immaterielle Vermögensgegenstände                  
Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten - 18.903 5.502 83 -1 24.487 12.650 11.837 8.000 1.748
Geschäfts- oder Firmenwert 9.188 0 0 0 9.188 5.791 3.397 5.019 1.622
Summe 28.091 5.502 83 -1 33.675 18.441 15.234 13.019 3.370
Sachanlagen                  
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 3.533 113 9 0 3.655 3.409 246 145 21
Technische Anlagen und Maschinen 255.305 10.879 3.271 -36.686 232.769 162.076 70.693 82.307 13.289
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 96.265 4.300 1.233 -29.151 72.647 50.398 22.249 30.885 7.248
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.929 3.449 -4.596 -29 5.753 0 5.753 6.929 0
Summe 362.032 18.741 -83 -65.866 314.824 215.883 98.941 120.266 20.558
Finanzanlagen                  
Anteile an Verbundenen Unternehmen 407.521 20.156 7.500 0 435.177 16.711 418.466 390.810 0
Beteiligungen 7.500 0 -7.500 0 0 0 0 7.500 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.857 1.466 0 -815 6.508 0 6.508 5.857 0
sonstige Ausleihungen 21.195 1.550 0 -3.469 19.276 0 19.276 21.195 0
Summe 442.073 23.172 0 -4.284 460.961 16.711 444.250 425.362 0
Summe Anlagevermögen 832.196 47.415 0 -70.151 809.460 251.035 558.425 558.647 23.928

(9) Vorräte zum 30. September (in Tausend EUR)

  2009 2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.891 8.031
Unfertige Erzeugnisse 7.694 8.248
Fertige Erzeugnisse und Waren 15.959 35.865
Unverrechnete Lieferungen und Leistungen 319 496
Erhaltene Anzahlungen -191 -178
Gesamt 32.672 52.462

(10) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Im Posten Forderungen gegen Verbundene Unternehmen in Höhe von 371.350 Tausend EUR (Vorjahr: 210.268 Tausend EUR) sind Forderungen aus Lieferung und Leistungen in Höhe von 74.642 Tausend EUR (Vorjahr: 33.781 Tausend EUR), kurzfristige Finanzforderungen in Höhe von 271.866 Tausend EUR (Vorjahr: 109.051 Tausend EUR), langfristige Finanzforderung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 24.200 Tausend EUR (Vorjahr: 65.620 Tausend EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 642 Tausend EUR (Vorjahr: 1.816 Tausend EUR) enthalten.

(11) Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von 12 Tausend EUR (Vorjahr: 119 Tausend EUR) aus einem syndizierten Kredit mit der HVB Luxemburg als Konsortialführer.

(12) Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen des Risikomanagements des Unternehmens wird eine Reihe von derivativen Finanzinstrumenten eingesetzt, um Risiken, die hauptsächlich aus Wechselkursschwankungen resultieren, zu begrenzen. Zudem schließt die Gesellschaft Rohstofftermingeschäfte zur Absicherung von Preisschwankungen von Palladium über einen Zeitraum von ein bis drei Monaten ab. Im selben Umfang und zu gleichen Konditionen werden Rohstofftermingeschäfte mit einer Tochter in Österreich abgeschlossen. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Übersicht der zum 30. September 2009 bestehenden derivativen Finanzinstrumente. Korrespondierende Geschäfte mit Verbundenen Unternehmen sind nicht enthalten.

Derivative Finanzinstrumente zum 30. September (in Tausend EUR)

  Nominalvolumen Marktwert
  2009 2008 2009 2008
Rohstoffterminkontrakte 7.215 30.356 -1.037 -13.642
Devisentermingeschäfte 175.703 199.492 1.159 352
Devisenoptionen 0 14.635 0 1.609

Die Nominalbeträge der derivativen Finanzgeschäfte entsprechen den Kauf- oder Verkaufsbeträgen bzw. den Kontraktwerten der gesicherten Grundgeschäfte.

Als Marktwert eines Finanzinstruments gilt der Betrag, der zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspersonen unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Bei der Bestimmung des Marktwertes eines derivativen Finanzinstruments bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften (z.B. schwebende Geschäfte und antizipierte Transaktionen) unberücksichtigt.

Im Einzelnen bestimmt sich der Marktwert für die unterschiedlichen Derivate wie folgt:

Rohstoffterminkontrakte Der Marktwert von Rohstoffsicherungsgeschäften ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Tagespreis und Ausübungspreis.
Währungsderivate Der Marktwert von Devisentermingeschäften und Devisenoptionen bestimmt sich in Abhängigkeit von Devisenterminkursen.

Die Vertragspartner des Unternehmens bei derivativen Finanzinstrumenten sind Banken erstklassiger Bonität.

In den folgenden Bilanzposten sind die nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanzierungsfähigen derivativen Finanzinstrumente mit den angegebenen Buchwerten erfasst:

Sonstige Rückstellungen zum 30. September (in Tausend EUR)

  2009 2008
Devisentermingeschäfte 1.779 3.583

Die extern mit Banken abgeschlossenen Rohstoffterminkontrakte und die korrespondierenden Geschäfte mit dem Verbundenen Unternehmen stellen eine geschlossene Position dar, bei der die Termingeschäfte vollständig währungsbetrags- und fristenkongruent sind.

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind 0 Tausend EUR (Vorjahr: 620 Tausend EUR) Prämien für Devisenoptionen enthalten.

(13) Gezeichnetes Kapital

(1) Grundkapital

Die Gesellschaft verfügt zum 30. September 2009 über ein Grundkapital von 66.682.270 EUR, eingeteilt in 66.682.270 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1 EUR je Stück.

(2) Genehmigtes Kapital 2004

Der Vorstand war durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Februar 2004 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 10. Februar 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 13.020.000 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2004). Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

(3) Bedingte Kapitalia

Die Gesellschaft verfügte durch die Hauptversammlungsbeschlüsse vom 28. September 1999 und vom 11. Februar 2004 über bedingte Kapitalia in Höhe von insgesamt 4.960.000 EUR für die Bedienung von Aktienoptionen (Bedingtes Kapital 1999/1 in Höhe von 2.480.000 EUR sowie Bedingtes Kapital 2004/11 in Höhe von 2.480.000 EUR).

Weiter bestanden durch die Hauptversammlungsbeschlüsse vom 6. März 2002 und vom 11. Februar 2004 bedingte Kapitalia in Höhe von 13.000.000 EUR für die Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen (Bedingtes Kapital 2002/1 in Höhe von 6.500.000 EUR sowie Bedingtes Kapital 2004/1 in Höhe von 6.500.000 EUR).

Am 16. Juli 2003 begab die Gesellschaft (als Garantin) durch ihre Tochtergesellschaft EPCOS Netherlands B.V. (als Anleiheschuldnerin; früher: EPCOS Finance B.V.) eine Wandelanleihe in Höhe von nominal 126.425.000 EUR, welche mit 2,5 Prozent verzinst wurde. Die Inhaber dieser Wandelanleihe konnten diese in maximal 6.500.000 Aktien der Gesellschaft umwandeln.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2008 wurden nach Ausübung von Aktienoptionen 1.114.000 Stück neue auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien der Gesellschaft ausgegeben. Durch die Ausgabe dieser neuen Aktien wurde das Grundkapital der Gesellschaft um 1.114.000 EUR erhöht, während das Bedingte Kapital 1999/1 um 496.000 EUR und das Bedingte Kapital 2004/11 um 618.000 EUR verringert wurde.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2009 wurden von Inhabern der am 16. Juli 2003 begebenen Wandelanleihe Wandlungsrechte ausgeübt, die zum Bezug von Aktien berechtigten. An diese Inhaber wurden infolge der Ausübung von Wandlungsrechten insgesamt 218.270 Stück neue, auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien der Gesellschaft ausgegeben. Diese 218.270 Stückaktien wurden aus dem Bedingten Kapital 2002/1 bedient.

Ferner wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2009 nach Ausübung von Aktienoptionen 33.000 Stück neue, auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien der Gesellschaft ausgegeben. Diese 33.000 Stückaktien wurden aus dem Bedingten Kapital 1999/1 bedient.

Durch die Ausgabe dieser neuen Aktien wurde das Grundkapital der Gesellschaft um insgesamt 251.270 EUR erhöht, während das Bedingte Kapital 2002/1 um 218.270 EUR und das Bedingte Kapital 1999/1 um 33.000 EUR verringert wurde.

Von der gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Februar 2004 eingeräumten Ermächtigung zur Ausgabe einer Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibung hat die Gesellschaft keinen Gebrauch gemacht. Das Bedingte Kapital 2004/1 blieb mithin unverändert.

Damit beträgt das Grundkapital der Gesellschaft zum 30. September 2009 66.682.270 EUR, das Bedingte Kapital 1999/1 1.946.000 EUR, das Bedingte Kapital 2002/1 6.281.730 EUR, das Bedingte Kapital 2004/11 1.850.000 EUR und das Bedingte Kapital 2004/1 6.500.000 EUR.

Im Rahmen der Ausübung von 33.000 Aktienoptionen im Geschäftsjahr 2009 und 1.114.000 Aktienoptionen im Geschäftsjahr 2008 wurde der zu zahlende Ausübungspreis bis zur Höhe des rechnerischen Wertes der ausgegebenen Aktien (1 EUR je Stück) dem Grundkapital gutgeschrieben. Der übersteigende Betrag von 469.590 EUR im Geschäftsjahr 2009 und 14.708.000 EUR im Geschäftsjahr 2008 wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

Im Rahmen der Ausübung von Wandlungsrechten durch die Inhaber der am 16. Juli 2003 begebenen Wandelanleihe wurde im Geschäftsjahr 2009 das gewandelte Nominalvolumen von 3.990.000 EUR bis zur Höhe des rechnerischen Wertes der ausgegebenen Aktien (1 EUR je Stück) dem Grundkapital gutgeschrieben. Der übersteigende Betrag von 3.771.730 EUR wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

(14) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der EPCOS AG.

Im Geschäftsjahr 2009 erhöhte sich die Kapitalrücklage aufgrund der Ausübung von Aktienoptionen.

(15) Gewinnrücklagen

Der Jahresfehlbetrag (im Vorjahr Jahresüberschuss) in Höhe von 16.904 Tausend EUR (Vorjahr: 21.921 Tausend EUR) wird auf neue Rechnung vorgetragen (im Vorjahr wurden 10.960 Tausend EUR gemäß § 58 Abs. 2 AktG in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt).

(16) Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

Bilanzgewinn zum 30. September (in Tausend EUR)

  2009 2008
Jahresfehlbetrag/-überschuss -16.904 21.921
Gewinnvortrag 69.715 78.683
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen - -10.960
Bilanzgewinn 52.811 89.644

(17) Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen umfassen die vertraglichen Versorgungsansprüche der Mitarbeiter, die unmittelbar gegenüber der im Geschäftsjahr 2002/2003 gegründeten EPCOS Unterstützungskasse e.V. bestehen, sowie deren Ansprüche auf Übergangszuschüsse. Im Geschäftsjahr 2009 wurde die EPCOS Unterstützungskasse e.V. mit 1.490 Tausend EUR (Vorjahr: 1.226 Tausend EUR) dotiert und die Pensionsrückstellungen entsprechend reduziert.

Der Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen entspricht dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwert gemäß § 6a EStG (abzüglich der Dotierung).

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Vorsorgen für Restrukturierungsmaßnahmen mit 417 Tausend EUR (Vorjahr: 5.183 Tausend EUR), Rückstellungen im sonstigen Personalbereich 11.729 Tausend EUR (Vorjahr: 15.818 Tausend EUR) sowie für Gewährleistungen 740 Tausend EUR (Vorjahr: 1.098 Tausend EUR).

(18) Verbindlichkeiten zum 30. September (in Tausend EUR)

die Restlaufzeiten gliedern sich wie folgt:

  2009 2008
  Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.753 1.503 2.250 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.457 25.457 0 0 46.896 46.116 780 0
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen                
  175.902 146.186 29.716 0 289.239 162.814 126.425 0
Sonstige Verbindlichkeiten 219.077 219.077 0 0 19.140 19.140 0 0
Gesamt 424.189 392.223 31.966 0 355.275 228.070 127.205 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 200.380 Tausend EUR (Vorjahr: 0 Tausend EUR) und Steuerschulden in Höhe von 1.962 Tausend EUR (Vorjahr: 2.426 Tausend EUR). Außerdem sind hier Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 351 Tausend EUR (Vorjahr: 325 Tausend EUR) ausgewiesen.

Sonstige Angaben

(19) Materialaufwand (in Tausend EUR)

  2009 2008
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 614.345 898.248
Aufwendungen für bezogene Leistungen 60.131 68.163
Gesamt 674.476 966.411

(20) Personalaufwand (in Tausend EUR)

  2009 2008
Löhne und Gehälter 111.450 119.133
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 17.161 18.057
Aufwendungen für Altersversorgung 5.454 10.134
Gesamt 134.065 147.324

Die Aufwendungen für Altersversorgung sind um den Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 7.671 Tausend EUR (Vorjahr: 7.018 Tausend EUR) gekürzt. Dieser Betrag wird als Aufwand im Zinsergebnis ausgewiesen.

Anzahl von Mitarbeitern zum Stichtag 30.09.2009 in folgenden Funktionen:

Personalstruktur

  2009 2008
Produktion 1.097 1.162
Vertrieb 233 239
Forschung und Entwicklung 218 226
Verwaltung und allgemeine Dienste 58 61
Gesamt 1.606 1.688

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 1.646 (Vorjahr: 1.707) Mitarbeiter beschäftigt.

(21) Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Die im Inland für Dienstleistungen des Abschlussprüfers Ernst & Young in dem Geschäftsjahr 2009 und KPMG in dem Geschäftsjahr 2008 als Aufwand erfassten Honorare beliefen sich auf:

Honorare

  2009 2008
Honorar für Abschlussprüfung 782 439
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleitungen - 96
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 50 22
Gesamt 832 557

(22) Organe der Gesellschaft und deren Vergütung

1. Mitglieder des Aufsichtsrats Stand 30. September 2009

Klaus Ziegler Vorsitzender; Mitglied des Beirats der EPCOS do Brasil Ltda., Gravataí/Brasilien
Dr. Wolf-Dieter Bopst (bis 12. Dezember 2008);
  Mitglied des Aufsichtsrats der OSRAM GmbH;
  Mitglied des Beirats der Fr. Jacob Söhne GmbH & Co. KG
Takehiro Kamigama (seit 7. Januar 2009);
  President & Chief Executive Officer der TDK Corporation, Japan; President & Chief Executive Officer der TDK-EPC Corporation, Japan;
  Director der Toppan TDK Label Co. Ltd., Japan
Prof. Dr. Anton Kathrein Stellvertreter des Vorsitzenden; geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der KATHREIN-Werke KG; Vorsitzender des Aufsichtsrats der Erste Rosenheimer Finanzservice AG
Dr. Bodo Lüttge Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Messer Group GmbH
Shiro Nomi (seit 7. Januar 2009);
  Executive Managing Director der TDK Corporation, Japan;
  Director der Tabuchi Electronic Co., Ltd, Japan;
  Director der TDK China Co., Ltd., China;
  Director der TDK Taiwan Corporation, Taiwan;
  Director der TDK (Malaysia) Sdn. Bhd., Malaysia;
  Director der TDK Europe S.A., Luxemburg;
  Director der TDK Lambda Holdings Inc., USA;
  Director der TDK-EPC Corporation, Japan;
  Geschäftsführer der TDK Germany GmbH, Deutschland
Prof. Dr. Claus Weyrich Mitglied des Aufsichtsrats der Heraeus Holding GmbH
Peter Geschka Product Technology Manager im Geschäftsbereich
  Oberflächenwellen-Komponenten der EPCOS AG;
  Mitglied des Betriebsrats der Betriebsstätte München der EPCOS AG
Peter Hoffmann Stellvertreter des Vorsitzenden;
  Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Betriebsstätte Heidenheim der EPCOS AG
Michael Leppek Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle München;
  Mitglied des Aufsichtsrats der Nokia Siemens Networks Management GmbH;
  Mitglied des Aufsichtsrats der MTU Aero Engines Holding AG;
  Mitglied des Aufsichtsrats der MTU Aero Engines GmbH
Hans-Jörg Napravnik (seit 27. November 2008);
  Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Heidenheim;
  Mitglied des Aufsichtsrats der Voith Paper Verwaltungs GmbH
Claus Ryschawy Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der EPCOS AG;
  stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Betriebsstätte München der EPCOS AG;
  Mitglied des Europäischen Betriebsrats des EPCOS-Konzerns
Andreas Strobel (bis 31. Oktober 2008);
  Erster Bevollmächtigter und Gewerkschaftssekretär der IG Metall Verwaltungsstelle Heidenheim;
  Mitglied des Aufsichtsrats der Voith AG, der Voith Paper
  Verwaltungs GmbH und der Voith Turbo Beteiligungs GmbH;
  Mitglied des Aufsichtsrats der Paul Hartmann AG
Winfried Wolff Quality System Manager der EPCOS AG

2. Mitglieder des Vorstands Stand 30. September 2009

Gerhard Pegam Vorsitzender; außerdem zuständig für Vertrieb, Corporate Center, Personal, Revision, Geschäftsbereich Kondensatoren; Präsident und Mitglied des Verwaltungsrats der EPCOS SAS, St. Denis/Frankreich;
  Vorsitzender des Verwaltungsrats der Becromal S.p.A., Mailand/Italien;
  Vorsitzender des Verwaltungsrats der Becromal Iceland ehf., Akureyri/Island;
  Vorsitzender des Verwaltungsrats der EPCOS (China) Investment Ltd., Shanghai/China, der EPCOS (Shanghai) Ltd., Shanghai/China, der EPCOS Limited., Hong Kong/China, der EPCOS KK, Tokio/Japan, der EPCOS Inc., Iselin/New Jersey, USA; und der EPCOS India Private Ltd., Nashik/Indien;
  Mitglied des Verwaltungsrats der EPCOS Electronic Components S.A., Málaga/Spanien;
  Mitglied des Beirats der EPCOS do Brasil Ltda., Gravataí/Brasilien
Dr. Werner Faber Technologie und Qualität, Geschäftsbereiche Folien-Kondensatoren, Induktivitäten, Oberflächenwellen-Komponenten, Keramische Bauelemente und Sensoren;
  Mitglied des Gesellschafterausschusses der EPCOS OHG, Deutschlandsberg/Österreich
Helmut König (bis 31. März 2009) Kaufmännische Leitung (Finanzierung, Rechnungswesen), Informationstechnik und Logistik, Revision, Investor Relations und Recht;
  (bis 31. März 2009) Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der EPCOS (China) Investment Ltd., Shanghai/China
Joachim Zichlarz (ab 1. April 2009) Kaufmännische Leitung (Finanzierung, Rechnungswesen), Informationstechnik und Logistik, Investor Relations und Recht;
  Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der EPCOS (China) Investment Ltd., Shanghai/China;
  Mitglied des Verwaltungsrats (Executive Vice President) der Becromal S.p.A., Mailand/Italien

3. Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen im Berichtszeitraum insgesamt 358 Tausend EUR (Vorjahr: 391 Tsd. EUR). Diese Vergütungen teilen sich wie folgt auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats auf:

Bezüge der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder in EUR

  2009 2008
  Fixbezüge Sitzungsgelder Fixbezüge Sitzungsgelder
Klaus Ziegler 40.000 30.000 40.000 30.000
Dr. Wolf-Dieter Bopst 4.000 2.000 20.000 6.000
Prof. Dr. Anton Kathrein 30.000 5.500 30.000 11.000
Peter Geschka 20.000 7.000 20.000 6.000
Peter Hoffmann 30.000 12.500 30.000 11.000
Takehiro Kamigama - - - -
Michael Leppek 20.000 12.000 20.000 3.000
Dr. Bodo Lüttge 20.000 13.000 20.000 13.000
Hans-Jörg Napravnik 16.877 6.000 - -
Shiro Nomi - - - -
Joachim Reinhart 4.000 - 20.000 5.000
Claus Ryschawy 20.000 7.000 20.000 5.000
Andreas Strobel 1.699 2.000 20.000 9.000
Prof. Dr. Claus Weyrich 20.000 7.000 20.000 6.000
Winfried Wolff 20.000 7.000 20.000 6.000

4. Vergütung des Vorstands

a) Gesamtbezüge

Die Gesamtbezüge aller vier (Vorjahr: drei) Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2009 betrugen 1.553 Tausend EUR (Vorjahr: 2.427 Tausend EUR). Davon entfielen 893 Tausend EUR (Vorjahr: 858 Tausend EUR) auf erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile und 660 Tausend EUR (Vorjahr: 1.003 Tausend EUR) auf erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile. Aktienkursbasierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung wurden im Geschäftsjahr 2009 nicht gewährt, weil der Aktienkurs infolge der Übernahme durch TDK und der damit verbundenen Spekulation auf einen Squeezeout den operativ wirtschaftlichen Geschäftsverlauf des Unternehmens nicht mehr adäquat widerspiegelte und sich deshalb nicht mehr als Maßstab für eine langfristige Incentivierung eignete (im Vorjahr wurden 150.000 SARs mit einem Gesamtwert von 566 Tausend EUR ausgegeben, denen zum Zeitpunkt ihrer Gewährung ein Zeitwert von 3,77 EUR beigelegt war).

1) Die erfolgsbezogenen Beträge werden in der Aufsichtsrat-Sitzung am 11.12.09 endgültig beschlossen.

b) Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder in EUR

Diese Vergütungsbestandteile teilten sich wie folgt auf die einzelnen Vorstandsmitglieder auf (gerundet auf Tausend EUR):

  Barvergütung Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung 5) Gesamtbezüge
Erfolgsunabhängig Erfolgsbezogen 4) Gesamtsumme Gewährte Anzahl in Stück Wert
Fixes Jahresgehalt Sonstige Bezüge 3) Zwischen- summe
Gerhard Pegam                
2009 420.000 29.000 449.000 360.000 809.000 0 - 809.000
2008 396.000 26.000 422.000 575.000 997.000 60.000 226.000 1.223.000
Dr. Werner Faber                
2009 228.000 19.000 247.000 180.000 427.000 0 - 427.000
2008 210.000 17.000 227.000 287.000 514.000 50.000 189.000 703.000
Helmut König 1)                
2009 81.000 24.000 105.000 60.000 165.000 0 - 165.000
2008 162.000 47.000 209.000 141.000 350.000 40.000 151.000 501.000
Joachim Zichlarz 2)                
2009 81.000 11.000 92.000 60.000 152.000 0 - 152.000
2008 - - - - - - - -

1) Die Angaben für Herrn Helmut König betreffen den Zeitraum bis zum 31. März 2009.
2) Die Angaben für Herrn Joachim Zichlarz betreffen den Zeitraum ab dem 1. April 2009.
3) In den sonstigen Bezügen sind bei Herrn Gerhard Pegam und Herrn Joachim Zichlarz auch die Prämien für eine Berufsunfähigkeits- und eine Risikolebensversicherung und bei Herrn Helmut König auch die - befristet zugesagte - Übernahme der Wohnraummiete enthalten.
4) Die Beträge sind dem Geschäftsjahr zugeordnet, für das die variable Vergütungskomponente gezahlt wurde. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt in der Regel im Januar des nächsten Geschäftsjahres. Die erfolgsbezogenen Beträge werden in der Aufsichtsrat-Sitzung am 11. Dezember 2009 endgültig beschlossen.
5) Geschäftsjahr 2009 = keine Gewährung; Geschäftsjahr 2008 = SARs. Dem genannten Wert liegt der Wert zum Zeitpunkt der Gewährung zugrunde.
Die Grundzüge des SAR-Plans und der Aktienoptionspläne werden im Konzernanhang in Abschnitt 6.28 dargestellt.

c) Weitergehende Angaben zur aktienbasierten Vergütung

Die den einzelnen Vorstandsmitgliedern bis einschließlich des Geschäftsjahres 2007 gewährten Aktienoptionen haben sich in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 wie folgt entwickelt:

Entwicklung der gewährten Aktienoptionen in Stück bzw. EUR

  Gerhard Pegam Dr. Werner Faber Helmut König 1) Joachim Zichlarz 2)
  Anzahl
der
Optionen
Gewichteter
Durchschnitt
der Ausübungs-
preise
Anzahl
der
Optionen
Gewichteter
Durchschnitt
der Ausübungs-
preise
Anzahl der Optionen Gewichteter
Durchschnitt
der Ausübungs-
preise
Anzahl
der
Optionen
Gewich-
teter
Durch-
schnitt der
Ausübungs-
preise
Am 1. Oktober 2007 ausstehende Optionen 295.000 35,02 119.500 21,55 30.000 16,31 - -
Im Geschäftsjahr 2008 gewährte Optionen 0 - 0 - 0 - - -
Im Geschäftsjahr 2008 verwirkte Optionen 0 - 0 - 0 - - -
Im Geschäftsjahr 2008 ausgeübte Optionen (140.000) 14,23 (58.500) 13,60 0 - - -
Gewichteter Durchschnittsaktienkurs am Tag der Ausübung   17,82   17,85   - - -
Im Geschäftsjahr 2008 verfallene Optionen (40.000) 105,04 (5.000) 105,04 0 - - -
Am 30. September 2008 ausstehende Optionen 115.000 35,96 56.000 22,40 30.000 16,31 - -
davon: ausübbare Optionen 65.000 51,08 16.000 37,64 0 - - -

1) Die Bestellung von Herrn Helmut König zum Vorstandsmitglied der EPCOS AG endete mit Ablauf des 31. März 2009.
2) Herr Joachim Zichlarz war bis 31. März 2009 leitender Angestellter der EPCOS AG und wurde mit Wirkung ab 1. April 2009 zum Vorstandsmitglied bestellt.

  Gerhard Pegam Dr. Werner Faber Helmut König 1) Joachim Zichlarz 2)
  Anzahl
der
Optionen
Gewichteter
Durchschnitt
der Ausübungs-
preise
Anzahl
der
Optionen
Gewichteter
Durchschnitt
der Ausübungs-
preise
Anzahl
der
Optionen
Gewichteter
Durchschnitt
der Ausübungs-
preise
Anzahl
der
Optionen
Gewichteter
Durchschnitt
der Ausübungs-
preise
Am 1. Oktober 2008 ausstehende Optionen 115.000 35,96 56.000 22,40 30.000 16,31 26.500 24,66
Im Geschäftsjahr 2009 gewährte Optionen 0 - 0 - 0 - - -
Im Geschäftsjahr 2009 verwirkte Optionen 0 - 0 - 0 - 0 -
Im Geschäftsjahr 2009 ausgeübte Optionen (50.000) 16,31 (40.000) 16,31 (30.000) 16,31 (17.000) 16,31
Gewichteter Durchschnittsaktienkurs am Tag der Ausübung   20,00   20,00   20,00   20,00
Im Geschäftsjahr 2009 verfallene Optionen (45.000) 64,11 (6.000) 64,11 0 - (4.000) 64,11
Am 30. September 2009 ausstehende Optionen 20.000 21,76 10.000 21,76 0 - 5.500 21,76
davon: ausübbare Optionen 20.000 21,76 10.000 21,76 0 - 5.500 21,76

1) Die Bestellung von Herrn Helmut König zum Vorstandsmitglied der EPCOS AG endete mit Ablauf des 31. März 2009.
2) Herr Joachim Zichlarz war bis 31. März 2009 leitender Angestellter der EPCOS AG und wurde mit Wirkung ab 1. April 2009 zum Vorstandsmitglied bestellt.

Die am Ende der Geschäftsjahre 2009 und 2008 noch ausstehenden Aktienoptionen der einzelnen Vorstandsmitglieder hatten jeweils folgende Bandbreiten und restliche Vertragslaufzeiten:

Am Ende des Geschäftsjahres ausstehende Aktienoptionen in Stück bzw. EUR

(Angaben in Stück bzw. EUR)
Ausübungspreis
30. September 2009
Gewichteter Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit in Jahren Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen
Gerhard Pegam Dr. Werner Faber Helmut König 1) Joachim Zichlarz 2)
21,76 1,2 20.000 10.000 0 5.500
(Angaben in Stück bzw. EUR)
Ausübungspreis
30. September 2008
Gewichteter Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit in Jahren Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen
Gerhard Pegam Dr. Werner Faber Helmut König 1) Joachim Zichlarz 2)
64,11 0,2 45.000 6.000 0 -
21,76 2,2 20.000 10.000 0 -
16,31 5,2 50.000 40.000 30.000 -
Summe   115.000 56.000 30.000 -

1) Die Bestellung von Herrn Helmut König zum Vorstandsmitglied der EPCOS AG endete mit Ablauf des 31. März 2009.
2) Herr Joachim Zichlarz war bis 31. März 2009 leitender Angestellter der EPCOS AG und wurde mit Wirkung ab 1. April 2009 zum Vorstandsmitglied bestellt.

In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wurde folgender Aufwand für die von den Vorstandsmitgliedern gehaltenen aktienbasierten Vergütungsinstrumente erfasst (gerundet auf Tausend EUR):

Gesamtaufwand für aktienbasierte Vergütung

  Geschäftsjahr 2009 Geschäftsjahr 2008
(Angaben in EUR) Es wurde keine aktienbasierte Vergütung gewährt Aktienoptionsplan Stock Appreciation Rights Plan Summe
Gerhard Pegam 16.000 98.000 298.000 396.000
Dr. Werner Faber 12.000 80.000 248.000 328.000
Helmut König 1) 9.000 55.000 198.000 253.000
Joachim Zichlarz 2) - - - -
Summe 37.000 233.000 744.000 977.000

Hinweis: Die Beträge in der Tabelle stellen keine tatsächlich zugeflossene Vergütung dar, sondern lediglich einen nach IFRS ermittelten zeitanteiligen Aufwand

1) Die Angaben für Herrn Helmut König betreffen den Zeitraum bis zum 31. März 2009.
2) Die Angaben für Herrn Joachim Zichlarz betreffen den Zeitraum ab dem 1. April 2009.

d) Ruhegehaltszusagen an aktive Vorstandsmitglieder

Die Jahresbeträge der am 30. September an die vier (Vorjahr: drei) Vorstandsmitglieder erteilten Ruhegehaltszusagen betrugen in 2009 zusammen 363 Tausend EUR (Vorjahr: 323 Tausend EUR). Diese Gesamtsumme teilte sich wie folgt auf die einzelnen Vorstandsmitglieder auf:

Ruhegehaltszusagen Jahresbetrag

(Angaben in EUR) Geschäftsjahr 2009 Geschäftsjahr 2008
Gerhard Pegam 195.000 180.000
Dr. Werner Faber 120.000 95.000
Helmut König 1) - 48.000
Joachim Zichlarz 2) 48.000 -

1) Die Angaben für Herrn Helmut König betreffen den Zeitraum bis zum 31. März 2009. Sein Ruhegehaltszusagestand unter der Bedingung, dass er nach dem Ende seiner bis zum 31. März 2009 laufenden Bestellung erneut zum Vorstandsmitglied der EPCOS AG bestellt wird.
2) Die Angaben für Herrn Joachim Zichlarz betreffen den Zeitraum ab dem 1. April 2009.

Pensionsrückstellungen

Den Pensionsrückstellungen wurden für die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2009 nach HGB insgesamt rund 670 Tausend EUR (Vorjahr: 578 Tausend EUR) zugeführt.

e) Ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen

An ausgeschiedene Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2009 Bezüge in Höhe von insgesamt 288 Tausend EUR (Vorjahr: 297 Tausend EUR) gezahlt. Darüber hinaus gehende Ansprüche wurden entweder von der Siemens AG erfüllt oder sind bereits abgewickelt. Die Rückstellungen für Pensionsansprüche dieses Personenkreises betrugen zum 30. September 2009 nach HGB insgesamt 2.159 Tausend EUR (Vorjahr: 2.191 Tausend EUR).

f) Sonstiges

Den Vorstandsmitgliedern wurden weder Vorschüsse oder Kredite gewährt, noch wurden für sie Haftungsverhältnisse eingegangen.

(23) Haftungsverhältnisse

Die EPCOS AG ist Verpflichtungen aus Bürgschaften in Höhe von 16.249 Tausend EUR (Vorjahr: 10.248 Tausend EUR) eingegangen. Diese waren komplett zu Gunsten Verbundener Unternehmen. Weiterhin wurden Patronatserklärungen für Verbundene Unternehmen in Höhe von 155.625 Tausend EUR (Vorjahr: 139.600 Tausend EUR) abgegeben.

Als Gesellschafterin der EPCOS OHG, Deutschlandsberg (Österreich), und der Ernst Hermann Ingenieur AG & Co., Fabrikation elektrischer Kontaktelemente KG, Berlin; haftet die EPCOS AG gesamtschuldnerisch und unbeschränkt.

(24) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 30.061 Tausend EUR (Vorjahr: 29.383 Tausend EUR).

Der Aufwand in 2008/2009 hierfür betrug 7.374 Tausend EUR (Vorjahr: 8.309 Tausend EUR).

(25) Angaben gemäß § 160 Nr. 8 AktG

AXA S.A. und verbundene Unternehmen

Die AXA S.A., Paris, Frankreich, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 30. Oktober 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,01 Prozent (das entspricht 6.700 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 0,01 Prozent (das entspricht 6.700 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Die AllianceBernstein L.P., New York, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 30. Oktober 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,01 Prozent (das entspricht 6.700 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 0,1 Prozent (das entspricht 6.700 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die Equitable Holdings LLC, New York, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 30. Oktober 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,01 Prozent (das entspricht 6.700 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 0,01 Prozent das entspricht 6.700 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Die AXA Equitable Life Insurance Company, vormals Equitable Life Assurance Society of the United States, New York, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 30. Oktober 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,01 Prozent (das entspricht 6.700 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 0,01 Prozent (das entspricht 6.700 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Die AXA Financial Services, LLC, New York, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 30. Oktober 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,01 Prozent (das entspricht 6.700 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 0,01 Prozent (das entspricht 6.700 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Die AXA Financial, Inc., New York, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 30. Oktober 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,01 Prozent (das entspricht 6.700 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 0,01 Prozent (das entspricht 6.700 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Dodge & Cox/Dodge & Cox International Stock Fund

Dodge & Cox International Stock Fund, San Francisco, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. Oktober 2008 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 17. Oktober 2008 die Schwellen von 10 Prozent, 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

Dodge & Cox, San Francisco, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. Oktober 2008 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 17. Oktober 2008 die Schwellen von 10 Prozent, 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

Paul E. Singer/Elliott International Capital Advisors Inc./Braxton Associates, Inc./Elliott Asset Management LLC/Elliott Capital Advisors, L.P./Hambledon, Inc./Elliott International, L.P./Elliott International Limited/Wolverton (Luxemburg) S.à r.l.

Paul E. Singer, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. November 2008 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 6. November 2008 die Schwellen von 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

Elliott Asset Management LLC, New York, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 6. November 2008 die Schwellen von 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

Braxton Associates, Inc., New York, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 6. November 2008 die Schwellen von 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

Elliott Capital Advisors, L.P., New York, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 6. November 2008 die Schwellen von 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

Elliott International Capital Advisors Inc., New York, USA, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 6. November 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

Hambledon, Inc., George Town, Cayman Islands, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS am 6. November 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

Elliott International, L.P., George Town, Cayman Islands hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 6. November 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

Elliott International Limited, George Town, Cayman Islands, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 6. November 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

Wolverton (Luxemburg) S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. November 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 6. November 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

Virmont S.à.r.l.

a) Virmont S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Februar 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 25. Mai 2007 die Schwelle von 3 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 4,033 Prozent (das entspricht 2.634.071 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 4,033 Prozent (das entspricht 2.634.071 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Alle diese Stimmrechte werden von der Alken Fund SICAV, deren Stimmrechtsanteil 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten.

b) Virmont S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Februar 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 24. Juli 2007 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 2,52 Prozent (das entspricht 1.648.814 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 2,52 Prozent (das entspricht 1.648.814 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

c) Virmont S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Februar 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 1. August 2007 die Schwelle von 3 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 3,06 Prozent (das entspricht 1.998.814 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 3,06 Prozent (das entspricht 1.998.814 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Alle diese Stimmrechte werden von der Alken Fund SICAV, deren Stimmrechtsanteil 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten.

d) Virmont S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Februar 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 28. November 2007 die Schwelle von 5 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 5,01 Prozent (das entspricht 3.271.998 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 5,01 Prozent (das entspricht 3.271.998 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Alle diese Stimmrechte werden von der Alken Fund SICAV, deren Stimmrechtsanteil 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten

e) Virmont S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Februar 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 18. Januar 2008 die Schwelle von 5 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 4,92 Prozent (das entspricht 3.215.289 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 4,92 Prozent (das entspricht 3.215.289 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 zuzurechnen. Alle diese Stimmrechte werden von der Alken Fund SICAV, deren Stimmrechtsanteil 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten.

f) Virmont S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Februar 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 9. April 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 1,57 Prozent (das entspricht 1.022.762 Stimmrechten) betrug. Davon sind ihr 1,57 Prozent (das entspricht 1.022.762 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

TDK Corporation und verbundene Unternehmen

a) Die TDK Corporation, Tokio, Japan, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. August 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 4. August 2008 die Schwellen von 3 Prozent , 5 Prozent und 10 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 13,24 Prozent (das entspricht 8.646.019 Stimmrechten) betrug. 1.657.000 dieser Stimmrechte, entsprechend einem Stimmrechtsanteil von 2,54 Prozent, wurden ihr gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

b) Unter Korrektur ihrer am 8. August 2008 veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hat die TDK Corporation, Tokio, Japan, der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. September 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 5. August 2008 die Schwellen von 15 Prozent und 20 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 21,09 Prozent (das entspricht 13.860.409 Stimmrechten) betrug. 4.257.000 dieser Stimmrechte, entsprechend einem Stimmrechtsanteil von 6,48 Prozent, resultierten aus Aktien, die von TDK Hong Kong Co. Ltd., Kowloon, Hong Kong, einem Tochterunternehmen der TDK Corporation, gehalten und der TDK Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wurden.

c) Unter Korrektur ihrer am 8. August 2008 veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hat die TDK Hong Kong Co. Ltd., Kowloon, Hong Kong, China, der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. September 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 5. August 2008 die Schwellen von 3 Prozent und 5 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 6,48 Prozent (das entspricht 4.257.000 Stimmrechten) betrug.

d) Unter Korrektur ihrer am 8. August 2008 veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hat die TDK Corporation, Tokio, Japan, der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. September 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 6. August 2008 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 26,76 Prozent (das entspricht 17.663.950 Stimmrechten) betrug. 4.257.000 dieser Stimmrechte, entsprechend einem Stimmrechtsanteil von 6,45 Prozent, resultierten aus Aktien, die von TDK Hong Kong Co. Ltd., Kowloon, Hong Kong, einem Tochterunternehmen der TDK Corporation, gehalten und der TDK Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet wurden.

e) Die TDK Corporation, Tokio, Japan, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. September 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 24. September 2008 die Schwelle von 30 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 33,75 Prozent (das entspricht 22.417.429 Stimmrechten) betrug. 4.257.000 dieser Stimmrechte, entsprechend einem Stimmrechtsanteil von 6,41 Prozent werden von der TDK Hong Kong Co. Ltd., Kowloon, Hong Kong, China, einem Tochterunternehmen der TDK Corporation, gehalten und der TDK Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

f) Die TDK Corporation, Tokio, Japan, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. Oktober 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 17. Oktober 2008 die Schwellen von 50 Prozent und 75 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 84,00 Prozent (das entspricht 55.800.277 Stimmrechten) betrug. Davon werden der TDK Corporation 28.147.050 Stimmrechte, entsprechend einem Stimmrechtsanteil von 42,37 Prozent, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Der TDK Corporation zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von der TDK Corporation kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten:

TDK Hong Kong Co. Ltd.

TDK Germany GmbH

g) Die TDK Germany GmbH, Düsseldorf, Deutschland, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. Oktober 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 17. Oktober 2008 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 35,96 Prozent (das entspricht 23.890.050 Stimmrechten) betrug.

h) TDK Hong Kong Co. Ltd., Kowloon, Hong Kong, China, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. September 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 18. September 2009 die Schwellen von 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) betrug.

i) Die TDK-EPC Corporation, Tokio, Japan, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 5. Oktober 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 1. Oktober 2009 die Schwellenwerte von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent, 30 Prozent, 50 Prozent und 75 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 95,82 Prozent (63.897.064 Stimmrechte) betrug. Davon werden der TDK-EPC Corporation 30.244.901 Stimmrechte, entsprechend einem Stimmrechtsanteil von 45,36 Prozent, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Der TDK-EPC Corporation zugerechnete Stimmrechte werden dabei über die TDK Germany GmbH gehalten, welche von der TDK-EPC Corporation kontrolliert wird und deren Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG 3 Prozent oder mehr beträgt.

(26) Angaben gemäß § 161 AktG

Eine aktualisierte Version der Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft im Dezember 2008 abgegeben und den Aktionären im Internet auf der EPCOS-Website dauerhaft zugänglich gemacht.

(27) Offenlegung

Der Jahresabschluss und der Lagebericht und Konzernlagebericht der EPCOS AG für das Geschäftsjahr 2009 werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und sind über die Internetseite des Unternehmensregisters zugänglich.

Die EPCOS AG stellt in Anwendung von § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS und einen Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns auf. Der Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2009 werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und sind über die Internetseite des Unternehmensregisters zugänglich.

(28) Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der TDK Corporation, Tokyo, Japan, einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei dieser erhältlich.

 

München, den 25. November 2009

Pegam

Dr. Faber

Zichlarz

Aufstellung des Anteilsbesitzes der EPCOS AG, München, gem. § 285 Nr. 11 HGB zum 30. September 2009 (Angaben Basis IFRS)

Beteiligungen zum 30. September 2009 (Angaben gemäß IFRS inkl. Kaufpreisanpassungen)

Tochtergesellschaften Eigenkapital
in Tsd. EUR
Ergebnis
in Tsd. EUR
Kapitalanteil
in Prozent
Deutschland      
Aktiv Sensor GmbH, Stahnsdorf, Berlin 2.144 (207)* 100
Ernst Herrmann Ingenieur AG & Co. KG, Berlin 4.064 (418) 100
Herrmann Beteiligungs GmbH, Berlin 36 1 100
Europa ohne Deutschland      
Becromal Iceland ehf, Akureyri, Island 3.907 (2.893) 60
Becromal S.p.A., Mailand, Italien 12.460 (16.601) 100
Becromal Norway A.S., Notodden, Norwegen 10.984 591 100
EPCOS Beteiligungs G.m.b.H., Deutschlandsberg, Österreich 145.952 (1.086) 100
EPCOS Lagerbetriebsgesellschaft m.b.H., Deutschlandsberg, Österreich 48 8 100
EPCOS OHG, Deutschlandsberg, Österreich 32.725 (67.994) 100
EPCOS Verwaltungsgesellschaft m.b.H., Deutschlandsberg, Österreich 149.831 13 100
EPCOS SAS, Saint Denis, Frankreich 1.912 373 100
EPCOS Nordic OY, Espoo (Helsinki), Finnland 252 83 100
EPCOS UK Ltd., Bracknell, Großbritannien 1.491 122 100
EPCOS Netherlands B.V., Nijmegen, Niederlande 2.823 (590) 100
EPCOS Polska Sp.zo.o, Warschau, Polen** 180 169 100
EPCOS 2 Portugal LDA, Lissabon, Portugal 354 26 100
EPCOS LLC, Moskau, Russland** (8) (26) 100
EPCOS Nordic AB, Kista, Schweden 625 156 100
EPCOS Schweiz Vertriebs GmbH, Zürich, Schweiz** 57 18 100
EPCOS Electronic Components S.A., Málaga, Spanien (16.349) (6.082) 100
EPCOS s.r.o., Šumperk, Tschechien 15.101 (1.149) 100
EPCOS Elektronikai Alkatrész Kft., Szombathely, Ungarn 36.573 3.221 100
Asien      
EPCOS (Anhui) Feida Electronics Co., Ltd, Ningguo City, China 26.630 1.136 60
EPCOS (China) Investment Ltd., Shanghai, China 89.320 16.529 100
EPCOS (Shanghai), Ltd., Shanghai, China 1.223 261 100
EPCOS (Xiamen) Co., Ltd., Xiamen, China 11.032 (1.798) 60
EPCOS (Xiaogan) Co., Ltd., Xiaogan, China 2.971 1.059 76
EPCOS (Zhuhai) Co., Ltd., Zhuhai, China 8.404 656 100
EPCOS (Zhuhai FTZ) Co., Ltd., Zhuhai, China 20.961 4.476 100
EPCOS Limited, Hong Kong, China 2.423 1.068 100
EPCOS Technology (Wuxi) Co., Ltd., Wuxi, China 32.126 5.762 100
Baoke Electronic (Wuxi) Co., Ltd, Wuxi, China 2.685 200 53,6
EPCOS India Private Ltd., Nashik, Indien 12.624 1.758 100
PT. EPCOS Indonesia, Batam, Indonesien 575 (873) 100
EPCOS KK, Yokohama, Japan 2.099 112 100
EPCOS RDC SDN. BHD., Johor Bahru, Malaysia 1.046 (419) 100
EPCOS SDN. BHD., Johor Bahru, Malaysia 13.930 2.461 100
EPCOS PTE LTD, Singapur 150.697 12.074 100
EPCOS Korea LLC, Seoul, Südkorea** 272 235 100
EPCOS Taiwan Co. Ltd, Taipei, Taiwan** 156 56 75
Amerika      
Becromal of America, Inc., Clinton, Tennessee, USA 6.290 (5.342) 100
Crystal Technology, Inc., Palo Alto, Kalifornien, USA 8.673 (707) 100
EPCOS Inc., Iselin, New Jersey, USA 5.132 371 100
EPCOS do Brasil Ltda., Gravataí, Brasilien 19.769 (9.502) 100
Assoziierte Unternehmen      
Becromal Properties ehf, Reykjavik, Island 7.813 1.120 40

* Nach Berücksichtigung Ergebnisabführungsvertrag gem. deutschen Bilanzierungsvorschriften
** Nicht konsolidierte Gesellschaften

Lagebericht und Konzernlagebericht zum Jahresabschluss 30. September 2009

der EPCOS AG, München

ALLGEMEINES

Die EPCOS AG ist ein führender Hersteller elektronischer Bauelemente, Module und Systeme mit Sitz in München/Deutschland. Mit seinem breit gefächerten Portfolio bietet EPCOS ein umfassendes Produkt- und Leistungsangebot aus einer Hand. Das Unternehmen konzentriert sich auf schnell wachsende und technologisch anspruchsvolle Märkte auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik, Automobil-, Industrie- und der Konsum-Elektronik. EPCOS verfügt über Entwicklungs- und Fertigungsstandorte sowie Vertriebsbüros in Europa, Asien, Nord- und Südamerika.

Elektronische Bauelemente befinden sich in jedem elektrischen und elektronischen Gerät. In Mobiltelefonen, Fernsehgeräten und Notebooks übernehmen sie genauso Schlüsselfunktionen wie in Kraftfahrzeugen, Waschmaschinen und Energiesparlampen, in industriellen Werkzeugmaschinen oder in elektrischen Aufzügen und Lokomotiven. Unsere Produkte verarbeiten elektrische Signale, schützen elektronische Schaltungen und sichern deren Versorgung mit Energie. In einem Kraftfahrzeug beispielsweise können bis zu 10.000 elektronische Bauelemente verbaut sein.

Historie

EPCOS war aus dem 1989 von Siemens und Matsushita gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Siemens Matsushita Components hervorgegangen. Der Börsengang fand am 15. Oktober 1999 zeitgleich in Frankfurt und New York statt. Der Handel an der New York Stock Exchange wurde 2007 eingestellt. Am 1. Oktober 2009 ist EPCOS mit dem Bauelementegeschäft von TDK unter dem Dach der in Japan gegründeten TDK-EPC Corporation (kurz: TDK-EPC) zusammengeführt worden. Die TDK Corporation und zwei ihrer Tochtergesellschaften halten seit Ende Oktober 2009 alle Aktien der EPCOS AG. In der Folge wurde Anfang November 2009 die Börsennotierung von EPCOS an allen deutschen Börsenplätzen eingestellt.

Anpassung des Geschäftsjahres

Bis zum Stichtag 30. September 2009 lief die Berichtsperiode der EPCOS AG jeweils vom 1. Oktober bis zum darauffolgenden 30. September.

Ab dem 1. April 2010 wird das Geschäftsjahr von EPCOS - laut Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 - an das Geschäftsjahr der TDK Corporation angepasst. Das nächste volle Geschäftsjahr läuft vom 1. April 2010 bis zum 31. März 2011. Die Laufzeit 1. April bis 31. März gilt danach auch für alle Folgegeschäftsjahre.

Den sechs Monate umfassenden Zeitraum zwischen 1. Oktober 2009 und 31. März 2010 stellt EPCOS in seiner Finanzberichterstattung als Rumpfgeschäftsjahr dar.

KONZERN

Wirtschaftskrise führt zu Umsatz- und Ergebnisrückgang, Zusammenschluss mit Bauelementegeschäft von TDK kommt gut voran

in Mio. EUR 2008 ± 2009
Umsatz 1.478 -22% 1.147
EBIT * 104 - -79
Jahresüberschuss/-fehlbetrag * 63 - -121
Investitionen in Anlagevermögen 155 -34% 103
Abschreibungen 122 +3% 126

* Nach Anpassung assoziierter Unternehmen zum 30. Juni 2008. Erläuterungen dazu finden Sie unter Punkt 6.9 im Konzernanhang.

Das Geschäftsjahr 2009 war maßgeblich von der weltweiten Wirtschaftskrise geprägt. Über alle Abnehmerbranchen und Regionen hinweg reagierten Kunden auf den Nachfrageeinbruch mit einer Drosselung der Produktion und einem massiven Abbau ihrer Lagerbestände. In der Folge verschoben oder stornierten sie ihre Bestellungen an elektronischen Bauelementen, wodurch auch EPCOS erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen musste.

Ihren Tiefpunkt erreichte die Geschäftsentwicklung von EPCOS im 2. Quartal 2009. Im weiteren Verlauf des Berichtsjahres hat sich die Nachfrage in allen Abnehmerbranchen und Regionen kontinuierlich belebt, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß und von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend. Zum Teil war diese Belebung allerdings auch auf eine Normalisierung der Lagerbestände bei Kunden zurückzuführen.

Umsatz

Der Umsatz von EPCOS ging im Berichtsjahr um 22 Prozent auf 1,15 Milliarden EUR zurück (Vorjahr: 1,48 Mrd. EUR).

Am stärksten sank der Umsatz mit einem Minus von mehr als 40 Prozent im Geschäft mit der Automobil-Elektronik. Ebenfalls prozentual zweistellig rückläufig war der mit Distributoren sowie mit Kunden aus der Industrie-Elektronik und der Informations- und Kommunikationstechnik erzielte Umsatz. Prozentual einstellig ging der Umsatz bei Produkten für die Konsum-Elektronik zurück.

Ergebnis

EPCOS verbuchte im Geschäftsjahr 2009 einen EBIT-Verlust in Höhe von minus 79 Millionen EUR (Vorjahr: plus 104 Mio. EUR). Grund dafür war der starke Umsatzeinbruch. Dessen Auswirkung auf die Ergebnisentwicklung konnte auch durch eine fortlaufende Anpassung der Ressourcenplanung und Einsatzfaktoren sowie weitere Kostensenkungen nicht kompensiert werden.

Während in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres jeweils ein EBIT-Verlust hingenommen werden musste, gelang im 4. Quartal 2009 beim EBIT mit plus 6 Millionen EUR die Rückkehr in die Gewinnzone.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf minus 121 Millionen EUR (Vorjahr: plus 63 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug minus 1,79 EUR (Vorjahr: plus 0,96 EUR).

Investitionen

In Folge der geringen Nachfrage und der damit einhergehenden Anpassung der Fertigungskapazitäten hat EPCOS im Berichtsjahr seine Investitionen in Anlagevermögen um 34 Prozent auf insgesamt 103 Millionen EUR verringert (Vorjahr: 155 Mio. EUR). Mit 69 Millionen EUR wurde nur etwas mehr als die Hälfte des Vorjahres (132 Mio. EUR) für den Kauf von Sachanlagen ausgegeben, so dass dieser Wert deutlich unter den Abschreibungen in Höhe von 126 Millionen EUR lag (Vorjahr: 122 Mio. EUR). Die restlichen 34 Millionen EUR entfielen im Wesentlichen auf die Beteiligung an dem chinesischen Tochterunternehmen EPCOS Feida und die Übernahme der Entwicklungsaktivitäten auf dem Gebiet der MEMS-Mikrofone (MEMS: Micro-Electro-Mechanical Systems) von dem US-amerikanischen Unternehmen Technitrol sowie auf die Aktivierung von Entwicklungskosten.

Nach Geschäftssegmenten betrachtet, entfiel der größte Investitionsanteil mit 52 Millionen EUR auf die Kondensatoren und Induktivitäten. 39 Millionen EUR investierte EPCOS bei den Oberflächenwellen-Komponenten sowie 12 Millionen EUR bei den Keramischen Bauelementen.

Zusammenschluss mit dem Bauelementegeschäft von TDK

Der Zusammenschluss von EPCOS mit dem Bauelementegeschäft von TDK kommt zügig und planmäßig voran.

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2009 wurden wichtige Meilensteine erreicht: Nachdem die Hauptaktionärin TDK Corporation im Januar 2009 die Schwelle von 95 Prozent der an EPCOS gehaltenen Anteile überschritten hatte, beschloss die EPCOS-Hauptversammlung am 20. Mai 2009 die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre gegen eine angemessene Barabfindung auf TDK. Am 26. Juni 2009 erteilte dann die Hauptversammlung von TDK die Zustimmung zur Ausgründung des TDK-Bauelementegeschäfts, womit der Schaffung einer neuen gemeinsamen Gesellschaft nichts mehr im Weg stand. Diese wurde am 1. Oktober 2009 unter dem Namen TDK-EPC Corporation in Japan gegründet. Unter deren Dach und der neuen Dachmarke TDK-EPC wird nun das Bauelementegeschäft von TDK und EPCOS geführt. Die etablierten Produktmarken von EPCOS und TDK werden weiter genutzt.

Am 22. Oktober 2009 wurde der Beschluss der EPCOS-Hauptversammlung über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Hauptaktionärin TDK Corporation in das Handelsregister der EPCOS AG eingetragen. Damit halten die TDK Corporation und zwei ihrer Tochtergesellschaften seit Ende Oktober 2009 sämtliche EPCOS-Aktien.

Die EPCOS AG ist seit Anfang November 2009 nicht mehr an der Börse notiert.

GESCHÄFTSSEGMENTE

Alle Geschäftssegmente von Nachfrageeinbruch betroffen

Anmerkung:

Als Steuerungssystem und zur Beurteilung der operativen Leistung seiner Geschäftssegmente verwendet EPCOS das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).

Umsatz nach Geschäftssegmenten in Mio. EUR

  2008 ± 2009
Kondensatoren und Induktivitäten 577 -13% 500
Keramische Bauelemente 502 -39% 307
Oberflächenwellen-Komponenten 398 -15% 340
Gesamtumsatz 1.478 -22% 1.147

Umsatzanteile nach Geschäftssegmenten

  2008 2009
Kondensatoren und Induktivitäten 39% 43%
Keramische Bauelemente 34% 27%
Oberflächenwellen-Komponenten 27% 30%

EBIT nach Geschäftssegmenten in Mio. EUR

  2008 2009
Kondensatoren und Induktivitäten * 42 -14
Keramische Bauelemente 39 -40
Oberflächenwellen-Komponenten 29 -24

* Nach Anpassung assoziierter Unternehmen zum 30. Juni 2008. Erläuterungen dazu finden Sie unter Punkt 6.9 im Konzernanhang.

In allen drei Geschäftssegmenten von EPCOS hat sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 rückläufig entwickelt.

Während bei den Kondensatoren und Induktivitäten der Umsatz um 13 Prozent und bei den Oberflächenwellen-Komponenten (OFW-Komponenten) um 15 Prozent zurückging, sank er im Geschäft mit Keramischen Bauelementen mit einem Minus von 39 Prozent am stärksten. Dieses Segment war von der äußerst schwachen Nachfrage nach Produkten für die Automobil-Elektronik am heftigsten betroffen.

In Folge des starken Umsatzrückgangs schnitt jedes Geschäftssegment mit einem Verlust ab. Das EBIT betrug bei den Kondensatoren und Induktivitäten minus 14 Millionen EUR, im Segment OFW-Komponenten minus 24 Millionen EUR und bei den Keramischen Bauelementen minus 40 Millionen EUR.

Die Geschäftssegmente im Einzelnen

1. Kondensatoren und Induktivitäten

in Mio. EUR 2008 ± 2009
Umsatz 577 -13% 500
EBIT * 42 - -14
Investitionen in Anlagevermögen 46 +13% 52

* Nach Anpassung assoziierter Unternehmen zum 30. Juni 2008. Erläuterungen dazu finden Sie unter Punkt 6.9 im Konzernanhang.

Im Geschäftssegment Kondensatoren und Induktivitäten sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 um 13 Prozent auf 500 Millionen EUR (Vorjahr: 577 Mio. EUR). Dennoch hat dieses Segment erneut den größten Beitrag zum Konzernumsatz geleistet, sein Anteil erhöhte sich auf 43 Prozent (Vorjahr: 39%).

Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren

Bei den Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren ist der Umsatz in Summe um rund 20 Prozent zurückgegangen.

Das Geschäft mit diesen Produkten war vor allem von dem erheblich niedrigeren Bedarf der Hersteller von Industrie-Elektronik betroffen. Die Nachfrage nach Kondensatoren für Anwendungen in der Automobil-Elektronik ging ebenfalls zurück. Darüber hinaus sank bei den Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren auch der Umsatz mit Distributoren.

Folien-Kondensatoren

Bei den Folien-Kondensatoren ging der Umsatz insgesamt um rund 6 Prozent zurück.

Den Umsatz mit Leistungskondensatoren konnte EPCOS im Berichtsjahr einstellig steigern. Der Zuwachs war darin begründet, dass das chinesische Tochterunternehmen EPCOS Feida Anfang 2009 seinen Betrieb aufgenommen hatte. EPCOS Feida entwickelt und fertigt Leistungskondensatoren, die vor allem in Haushaltsgeräten eingesetzt werden. Der Umsatz mit Kondensatoren, die etwa in Systemen zur Energieerzeugung und -übertragung sowie anderen Anwendungen der Industrie-Elektronik eingesetzt werden und zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen, lag nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Bei den anderen Folien-Kondensatoren sank der Umsatz um rund 20 Prozent unter den Vorjahreswert. Von dem Rückgang war das Geschäft mit Produkten für Systeme und Geräte von Herstellern aus allen Abnehmerbranchen betroffen.

Induktivitäten

Der Umsatz mit Induktivitäten ging prozentual zweistellig zurück.

Grund dafür war vor allem die sehr schwache Nachfrage der Hersteller von Automobil- und Industrie-Elektronik. Aber auch das Geschäft mit Kunden aus der Informations- und Kommunikationstechnik, der Konsum-Elektronik sowie mit Distributoren verlief deutlich schwächer als im Vorjahr.

Die Umsatzentwicklung war bei allen Produktgruppen des Induktivitätenspektrums rückläufig. Davon waren etwa Drosseln betroffen, die in Kraftfahrzeugen für den störungsfreien Datenaustausch zwischen dutzenden elektronischen Steuergeräten benötigt werden sowie Übertrager, die zum Beispiel in Energiesparlampen und Lampenvorschaltgeräten zu effizienterem Energieverbrauch und damit letztendlich auch zur Senkung der Stromkosten beitragen. Auch der Bedarf an EMV-Filtern ging zurück; diese Produkte stellen die Elektromagnetische Verträglichkeit sicher und schützen dadurch Anlagen vor gegenseitigen Störungen und vor Ausfall.

Ergebnis

Im Zuge der schwachen Geschäftsentwicklung betrug bei den Kondensatoren und Induktivitäten das EBIT im abgelaufenen Geschäftsjahr minus 14 Millionen EUR (Vorjahr: plus 42 Mio. EUR).

Investitionen in Anlagevermögen

Die Investitionen in Anlagevermögen im Geschäftssegment Kondensatoren und Induktivitäten beliefen sich auf 52 Millionen EUR (Vorjahr: 46 Mio. EUR). Diese sind unter anderem in das chinesische Tochterunternehmen EPCOS Feida und den Bau einer neuen Fabrik in Island geflossen. Dort wird unser Tochterunternehmen Becromal künftig kostengünstig Aluminiumfolien herstellen, die insbesondere für die Fertigung von Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren benötigt werden. Darüber hinaus investierte EPCOS vor allem in neue Produkte.

2. Keramische Bauelemente

in Mio. EUR 2008 ± 2009
Umsatz 502 -39% 307
EBIT 39 - -40
Investitionen in Anlagevermögen 32 -63% 12

Im Geschäftssegment Keramische Bauelemente ging der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 um 39 Prozent auf 307 Millionen EUR (Vorjahr: 502 Mio. EUR) zurück. In der Folge nahm der Anteil des Segments am Konzernumsatz auf 27 Prozent ab (Vorjahr: 34%).

Piezo-Aktuatoren

Wesentlicher Grund für den Umsatzrückgang war das schwache Geschäft mit Produkten für die Automobil-Elektronik. Der Umsatz mit Piezo-Aktuatoren für den Einsatz in Piezo-Kraftstoff-Einspritzsystemen war davon besonders hart betroffen und hat sich im Berichtszeitraum mehr als halbiert. Dennoch ist EPCOS bei diesen Schlüsselbauelementen, die in Diesel- und Benzinmotoren eine besonders effiziente und schadstoffarme Verbrennung ermöglichen, Weltmarktführer geblieben.

Vielschichtbauelemente

Der Umsatz mit keramischen Vielschichtbauelementen ging um mehr als 40 Prozent zurück. Der wesentliche Grund dafür war der geringe Bedarf der Kunden aus der Automobil- und Industrie-Elektronik. Darüber hinaus haben wir auf diesem Produktgebiet die Bereinigung unseres Produktportfolios fortgesetzt und damit unser Geschäftsvolumen weiter verringert.

Sensoren- und Sensor-Systeme

Bei den Sensoren und Sensor-Systemen sank der Umsatz im Berichtsjahr um rund 25 Prozent. Davon betroffen war vor allem das Geschäft mit Temperatur- und Drucksensoren für Anwendungen in der Automobil- und Industrie-Elektronik. EPCOS bietet eine sehr umfangreiche Palette an Sensoren: Temperatursensoren etwa, die in Maschinen beispielsweise messen, ob sich Betriebsflüssigkeiten wie Öl und Kühlwasser zu sehr erhitzt haben. Oder hochpräzise Sensoren zur Druckmessung in rauen Umgebungen, wie sie heiße Abgase oder Kraftstoffdämpfe darstellen. In Systemen, mit denen die Leistung, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit von Verbrennungsmotoren merklich verbessert werden kann, sind Drucksensoren von EPCOS Schlüsselbauelemente.

Thermistoren, Varistoren, Ableiter, Schaltfunkenstrecken

Der Umsatz mit Thermistoren und Scheibenvaristoren lag rund 25 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Diese temperatur- und spannungsabhängigen Widerstände, die entweder Schutz- oder Heizfunktionen übernehmen, wurden vor allem von Kunden aus der Automobil- und Industrie-Elektronik weniger nachgefragt als im Vorjahr. Der Umsatz mit Ableitern, bei denen EPCOS Weltmarktführer ist, lag erheblich unter dem Niveau des Vorjahres. Diese Produkte schützen insbesondere Telefonanlagen vor zu hohen Spannungen, wie sie bei Blitzschlägen auftreten. Auch bei Schaltfunkenstrecken, die etwa zum Zünden von Xenon-Autoscheinwerfern benötigt werden, ging der Umsatz zurück.

Ergebnis

Der bei den Keramischen Bauelementen verzeichnete Umsatzeinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte in diesem Segment einen EBIT-Verlust in Höhe von 40 Millionen EUR zur Folge (Vorjahr: plus 39 Mio. EUR).

Investitionen in Anlagevermögen

Angesichts der schlechten Geschäftsbedingungen wurden die Investitionen in Anlagevermögen im Segment Keramische Bauelemente im Berichtsjahr auf 12 Millionen EUR gesenkt (Vorjahr: 32 Mio. EUR). Aufgewendet wurden sie maßgeblich für neue Produkte.

3. OFW-Komponenten

in Mio. EUR 2008 ± 2009
Umsatz 398 -15% 340
EBIT 29 - -24
Investitionen in Anlagevermögen 78 -50% 39

Im Geschäftssegment OFW-Komponenten sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 um 15 Prozent auf 340 Millionen EUR (Vorjahr: 398 Mio. EUR). Trotzdem stieg der Anteil am Konzernumsatz auf 30 Prozent (Vorjahr: 27%).

Multimedia- und Mobilfunk-Filter

In Zeiten der Weltwirtschaftskrise haben sich die Verbraucher auch beim Kauf von Geräten der Unterhaltungselektronik zurückgehalten. Entsprechend nahm der Bauelementebedarf von Herstellern solcher Geräte ab. In Folge ging bei EPCOS der Umsatz im Geschäft mit OFW-Multimedia-Filtern um nahezu 20 Prozent zurück.

Diese negative Entwicklung konnte durch den leichten Umsatzzuwachs im Geschäft mit OFW-Mobilfunk-Filtern nicht ausgeglichen werden. Die Nachfrage nach diesen Bauelementen hat sich vor allem gegen Ende des Berichtsjahres deutlich belebt. EPCOS profitiert hier unter anderem von Produktionshochläufen bei neuen UMTS-Mobiltelefonen. In diesen Geräten sind wir mit unseren Mobilfunk-Filtern noch besser positioniert als in einfacheren Handys; außerdem benötigen die UMTS-Mobiltelefone mehr OFW-Filter.

Integrierte Hochfrequenzprodukte

Das Produktangebot von EPCOS für High-End-Mobilfunkgeräte umfasst neben Einzelfiltern auch eine ganze Reihe integrierter Hochfrequenzprodukte wie beispielsweise Duplexer und Frontend-Module. Darüber hinaus bietet EPCOS auch Module für den ESD-/EMI-Schutz von Mobiltelefonen; unsere Kunden können damit in ihren Geräten teurere Halbleiterbauelemente ersetzen. Im Geschäft mit keramischen Vielschichtmodulen hat sich die Nachfrage zwar in der zweiten Berichtsjahreshälfte belebt, der Umsatz ging aber in Summe für das gesamte Geschäftsjahr 2009 erheblich zurück.

Ergebnis

Das EBIT bei den OFW-Komponenten betrug im Berichtszeitraum minus 24 Millionen EUR (Vorjahr: plus 29 Mio. EUR).

Produktspektrum erweitert

EPCOS baut sein OFW-Komponentenangebot fortlaufend aus: Im Mai 2009 wurden von dem US-amerikanischen Unternehmen Technitrol dessen Entwicklungsaktivitäten auf dem Gebiet der MEMS-Mikrofone übernommen (MEMS: Micro-Electro-Mechanical Systems). Mit dieser Akquisition erschließt sich EPCOS den Wachstumsmarkt für miniaturisierte MEMS-Mikrofone, die insbesondere in Mobiltelefonen und Bluetooth Headsets eingesetzt werden. Das Marktvolumen dieser Anwendungen bewegt sich heute bereits im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Mit den neuen MEMS-Mikrofonen steigert EPCOS seinen Wertschöpfungsanteil vor allem in Mobilfunkgeräten. Das EPCOS-Produktportfolio deckt künftig neben dem Hochfrequenz- auch den Audiofrequenzbereich für die Aufnahme von Sprache und Ton ab. Bei Hochfrequenz-Filtern für Anwendungen im Mobilfunk ist EPCOS bereits seit langem Weltmarktführer. Neben Mobilfunkgeräten können MEMS-Mikrofone auch in PC-Notebooks und digitalen Kameras eingesetzt werden.

Investitionen in Anlagevermögen

EPCOS hat im Berichtsjahr seine Investitionen in Anlagevermögen im Geschäftssegment OFW-Komponenten auf 39 Millionen EUR gesenkt (Vorjahr: 78 Mio. EUR). Sie entfielen im Wesentlichen auf den Ausbau von Fertigungskapazitäten sowie auf den Produktionshochlauf neuer Produkte. Hinzu kam der Kauf der MEMS-Mikrofon-Entwicklung von Technitrol.

ABNEHMERBRANCHEN

Breite und ausgewogene Verankerung in den Zielmärkten

Umsatzanteile nach Abnehmerbranchen

  2008 2009
Informations- und Kommunikationstechnik 23% 25%
Industrie-Elektronik 23% 24%
Automobil-Elektronik 27% 20%
Distribution 16% 18%
Konsum-Elektronik 11% 13%

Umsatz nach Abnehmerbranchen in Mio. EUR

  2008 ± 2009
Informations- und Kommunikationstechnik 333 -14% 287
Industrie-Elektronik 341 -19% 278
Automobil-Elektronik 405 -42% 233
Distribution 240 -15% 204
Konsum-Elektronik 159 -9% 145
Gesamtumsatz 1,478 -22% 1.147

Die von der weltweiten Wirtschaftskrise maßgeblich geprägte Umsatzentwicklung von EPCOS war im Geschäftsjahr 2009 in allen Abnehmerbranchen rückläufig.

Der Umsatz mit Produkten für die Automobil-Elektronik sank um mehr als 40 Prozent und damit am stärksten; dadurch verringerte sich der Anteil der Automobil-Elektronik an unserem Gesamtumsatz auf 20 Prozent (Vorjahr: 27%). Der Umsatz mit Kunden aus der Informations- und Kommunikationstechnik ging um 14 Prozent zurück. Ihr Anteil am Gesamtumsatz erhöhte sich auf 25 Prozent (Vorjahr: 23%), womit die Informations- und Kommunikationstechnik im Berichtsjahr für EPCOS die umsatzstärkste Abnehmerbranche war. Nahezu gleichauf lag die Industrie-Elektronik mit einem Umsatzanteil in Höhe von 24 Prozent (Vorjahr: 23%); der Umsatz mit Produkten für diese Abnehmerbranche nahm um 19 Prozent ab. Der Umsatz mit Bauelementehändlern, die unsere Produkte weiterverkaufen, verringerte sich um 15 Prozent; der entsprechende Anteil am Konzernumsatz stieg auf 18 Prozent (Vorjahr: 16%). Unser Umsatz mit Herstellern aus der Konsum-Elektronik war um 9 Prozent rückläufig; ihr Anteil am Gesamtumsatz erhöhte sich auf 13 Prozent (Vorjahr: 11%).

Die Umsatzaufteilung von EPCOS nach Abnehmerbranchen hat sich gegenüber Vorjahr teilweise deutlich verschoben. Die breite Verankerung und verhältnismäßig ausgewogene Aufstellung des Unternehmens innerhalb seiner Zielmärkte blieb davon unberührt.

Informations- und Kommunikationstechnik

Umsatz überwiegend mit Mobilfunklösungen

Rund 70 Prozent des Umsatzes von EPCOS im Geschäft mit der Informations- und Kommunikationstechnik entfallen auf Bauelemente und Module, die in Mobilfunkgeräten eingesetzt werden.

Mobiltelefone wandeln sich immer stärker zu Multifunktionsgeräten, die über das Telefonieren hinaus mehr und mehr Anwendungsmöglichkeiten bieten, dabei aber gewohnt handlich-klein bleiben sollen. Um diesen Anforderungen nachkommen zu können werden auch künftig immer mehr elektronische Bauelementen benötigt - insbesondere Hochfrequenz-Filter und Module. Zudem profitiert EPCOS als Trendsetter bei der Miniaturisierung davon, dass auf den Leiterplatten der Platz für die benötigten Bauelementefunktionen immer enger wird.

Für die klassische Festnetz-Telekommunikation bietet EPCOS ebenfalls ein breites Portfolio. Dazu gehören unter anderem Entstör- und Schutzbauelemente für Telekommunikationsanlagen sowie Produkte für den Einsatz in DSL-Modems für den schnellen Internet-Zugang.

Industrie-Elektronik

Trend zu höherer Energieeffizienz hält an

Das Geschäft von EPCOS mit Produkten für die Industrie-Elektronik wird weiterhin wesentlich von dem Trend zu höherer Energieeffizienz getrieben. Unsere Kunden verlangen Lösungen, mit denen sich der Energieverbrauch von Anlagen und Maschinen sowie die Energieverluste bei der Stromerzeugung und -übertragung senken lassen.

Um Energie zu sparen, setzt die Industrie zunehmend auf drehzahlvariable Antriebe. Dafür sind Frequenzumrichter erforderlich, in denen unsere Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren zur Speicherung elektrischer Energie und zur Glättung der Spannung eingesetzt werden und damit Schlüsselfunktionen übernehmen.

Rund um den Globus werden Anstrengungen zur Kompensation elektrischer Blindleistung (BLK) in Stromnetzen unternommen. Als Weltmarktführer bietet EPCOS alle Schlüsselkomponenten für BLK-Systeme und kann außerdem Komplettlösungen liefern, in denen unter anderem Kondensatoren, Thyristor-Module und induktive Bauelemente von EPCOS verwendet werden. Darüber hinaus gewinnt die regenerative Energieerzeugung in Windkraft- und Solaranlagen weltweit immer größere Bedeutung; beispielsweise werden unsere Kondensatoren in Wechsel- und Umrichtern verbaut, die den gewonnenen Strom zur Einspeisung ins Netz umformen.

Daneben hält der Trend zur Automatisierung von Fertigungsanlagen in den klassischen Industrieländern an. Hinzu kommt die Modernisierung und Neuerrichtung von Fabrikanlagen in Ländern wie China, Indien und einigen ASEAN-Staaten.

Hersteller von Beleuchtungstechnik benötigen elektronische Bauelemente zur Produktion von Energiesparlampen, die, nicht zuletzt durch gesetzliche Vorgaben bedingt, immer häufiger herkömmliche Glühlampen ersetzen.

Automobil-Elektronik

Hoher Elektronikanteil in Kraftfahrzeugen

Auch wenn im Geschäftsjahr 2009 die massive Absatzkrise der Automobilindustrie bei EPCOS zu einem Umsatzeinbruch bei Produkten für die Automobil-Elektronik geführt hat, bleibt diese Abnehmerbranche eine tragende Säule unseres Geschäfts.

Kunden in der Automobil-Elektronik beliefert EPCOS mit Produkten aus allen drei Geschäftssegmenten, wobei der Großteil auf die Keramischen Bauelemente entfällt. Viele unserer Bauelemente und Lösungen sind für Systeme und Geräte der Automobil-Elektronik unverzichtbar. Getrieben wird unser Geschäft vor allem von der Anforderung, dass Kraftfahrzeuge ihren Treibstoff immer effizienter nutzen und dabei die Umwelt immer weniger belasten sollen sowie von den steigenden Ansprüchen bei Sicherheit und Komfort.

Dementsprechend waren es erneut die Piezo-Aktuatoren, auf die im Geschäft mit Produkten für die Automobil-Elektronik der größte Umsatzanteil entfiel. Kraftfahrzeughersteller setzen Piezo-Einspritzsysteme vor allem in Dieselmotoren ein, um das Einspritzen des Kraftstoffs exakter steuern und damit feiner dosieren zu können, was wiederum eine effizientere und schadstoffärmere Verbrennung ermöglicht.

Zur Verbesserung der Energiebilanz von Autos tragen auch unsere Sensoren und Sensorsysteme bei. Diese messen unter anderem die Temperatur der angesaugten Luft sowie von Abgas, Öl und Kühlmittel, bevor Steuergeräte diese Daten auswerten und zur Optimierung des Motorbetriebs nutzen. In Klimaanlagen ermöglichen Temperatursensoren von EPCOS eine verbesserte Regelung. Unsere Drucksensoren werden etwa in Abgasrückführungssystemen eingesetzt, mit denen die Emissionswerte von Verbrennungsmotoren spürbar weiter gesenkt werden können.

Nach wie vor sind elektronische Systeme gefragt, wenn es um die Sicherheit der Fahrzeuginsassen geht: Auch in Mittelklasse- und Kleinwagen werden etwa Airbags eingebaut; Antiblockier- und Stabilisierungssysteme sorgen dafür, dass Bremswege möglichst kurz und Autos in der Spur bleiben.

Darüber hinaus werden Kraftfahrzeuge mit immer mehr Informations- und Komfortsystemen ausgerüstet. Der zunehmende Funktionsumfang dieser Systeme erfordert einen steigenden Elektronikanteil: So gehören beispielsweise GPS-Navigationssysteme und digitale Audiogeräte immer häufiger jetzt auch in Mittelklasse- und Kleinwagen zur gängigen Ausstattung.

Konsum-Elektronik

Digitalisierung und geringer Stromverbrauch bestimmend

Unter der Bezeichnung Konsum-Elektronik fasst EPCOS die Unterhaltungs- und die Haushaltselektronik zusammen.

Mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit der Konsum-Elektronik erzielte EPCOS im Geschäftsjahr 2009 mit Herstellern aus der Unterhaltungselektronik. Unter anderem in Fernsehgeräten mit HDTV-Flachbildschirmen, in DVD- und in Blu-ray-Geräten sind unsere Bauelemente und Module genauso Schlüsselbauelemente wie in Internet-fähigen Spielekonsolen und MP3-Playern. Dort filtern sie Hochfrequenzsignale, sorgen für Elektromagnetische Verträglichkeit und schützen Elektronik vor elektrostatischen Entladungen.

Außerdem bieten wir ein breites Produktspektrum für Haushaltsgeräte. Auch in diesen steigt der Elektronikanteil: Elektromechanische Steuerungen werden zunehmend durch elektronische Regelungen ersetzt und der Energieverbrauch mit Hilfe neuer Technologiekonzepte gesenkt.

Distribution

Wichtige Vertriebspartner

Bauelemente-Distributoren sind wichtige Partner, die wesentlich dazu beitragen, die Versorgung unserer Kunden mit Standardbauelementen sicherzustellen. Sie bieten unseren Kunden eine breite Dienstleistungspalette, womit sich die Verfügbarkeit vieler unserer Bauelemente verbessert.

Mit Hilfe der Distribution als zusätzlichem Vertriebskanal kann EPCOS seine eigene Vertriebsmannschaft noch zielgerichteter und wirkungsvoller einsetzen und Vertriebskosten einsparen. Kunden wiederum können ihren Einkauf von Standardbauelementen auf Distributoren konzentrieren und die Anzahl ihrer Lieferanten und Kosten senken.

REGIONEN

Asien liefert den größten Umsatzbeitrag

Umsatzanteile nach Regionen

  2008 2009
Asien 25% 35%
Deutschland 35% 27%
Europa ohne Deutschland 30% 27%
NAFTA 6% 7%
Andere 4% 4%

Umsatz nach Regionen in Mio. EUR

  2008 ± 2009
Asien 374 +8% 405
Deutschland 508 -39% 307
Europa ohne Deutschland 440 -30% 307
NAFTA 93 -9% 85
Andere 63 -32% 43
Gesamtumsatz 1,478 -22% 1.147

In der regionalen Umsatzentwicklung von EPCOS schlug sich im Geschäftsjahr 2009 insbesondere das schwache Geschäft mit Produkten für die Automobil- und Industrie-Elektronik nieder. Dieses verursachte in Deutschland und im europäischen Ausland die stärksten Rückgänge, und auch in der NAFTA-Region sank der Umsatz. In Asien dagegen konnte EPCOS weiter wachsen.

Europa

Schwaches Geschäft mit Automobil- und Industrie-Elektronik

In Deutschland ging der Umsatz von EPCOS mit einem Minus von 39 Prozent am stärksten zurück, entsprechend verringerte sich der Anteil am Konzernumsatz auf 27 Prozent (Vorjahr: 35%). Im europäischen Ausland sank der Umsatz um 30 Prozent, der Anteil am Konzernumsatz verringerte sich ebenfalls auf 27 Prozent (Vorjahr: 30%).

Trotz des geringen Bedarfs aus der Automobil- und Industrie-Elektronik hat EPCOS mehr als die Hälfte seines Umsatzes in Europa erwirtschaftet, wo neben führenden Kunden aus diesen beiden Abnehmerbranchen auch einige große Kunden aus der Kommunikationstechnik verwurzelt sind.

Asien

Wachstum trotz Wirtschaftskrise

In Asien setzte EPCOS im Berichtsjahr 8 Prozent mehr um als im Vorjahr und hat damit in dieser Region 35 Prozent seines Konzernumsatzes erwirtschaftet (Vorjahr: 25%).

Diese erfreuliche Entwicklung ist wesentlich in dem Umsatzbeitrag des chinesischen Tochterunternehmens EPCOS Feida begründet, das Anfang 2009 seinen Betrieb aufgenommen hat. EPCOS Feida fertigt Kondensatoren, die insbesondere in Haushaltsgeräten, beispielsweise in Waschmaschinen, Trocknern und Kühlschränken, aber auch in Industriemaschinen, wie etwa in Antrieben und Pumpen zum Einsatz kommen. In diesen Anwendungen werden Kondensatoren benötigt, um Elektromotoren zu starten und zu betreiben.

Daneben entwickelte sich auch der Umsatz mit in Asien ansässigen Herstellern von Mobiltelefonen positiv.

NAFTA

Wichtiger Design-In-Markt

Der in der NAFTA-Region von EPCOS erzielte Umsatz ging im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9 Prozent zurück, sein Anteil am Konzernumsatz betrug 7 Prozent (Vorjahr: 6%). Auch in dieser Region ist der Umsatzrückgang im Wesentlichen auf die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zurückzuführen.

Obwohl der Umsatzanteil der NAFTA-Region verhältnismäßig klein ist, bleibt diese Region für unser Geschäft von wesentlicher Bedeutung. Nach wie vor werden neue Geräte und Systeme häufig in Nordamerika entwickelt. Dabei legen die Kunden fest, welche elektronischen Bauelemente welcher Marke für die Herstellung ihrer neuen Anwendungen freigegeben sind. Ist EPCOS bei solchen sogenannten Design-Ins erfolgreich, partizipieren wir mit unseren Lösungen auch an der jeweiligen Serienfertigung. Da unsere im NAFTA-Raum ansässigen Kunden immer häufiger in Asien fertigen, wirken sich solche Entscheidungen zunehmend in unserem Asien-Umsatz aus.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Mit neuen Technologien zukunftsträchtige Chancen eröffnen

in Mio. EUR 2008 ± 2009
Kosten für Forschung und Entwicklung 81 -1% 80

Fundiertes Wissen, umfassende Erfahrung und effiziente Prozesse sind zwingende Voraussetzungen dafür, die Anforderungen der Märkte nach innovativen Produkten und die sich laufend verändernden Kundenbedürfnisse erfüllen zu können. Unser hohes Leistungsvermögen auf den Gebieten der Materialforschung, Produktentwicklung sowie Prozesstechnologie versetzt uns in die Lage, sowohl Standardbauelemente als auch Lösungen zu realisieren, die auf individuelle Ansprüche von Kunden zugeschnitten sind. Die Ergebnisse unserer Innovationsarbeit verschaffen unseren Kunden und uns Vorteile im Wettbewerb und können uns neue zukunftsträchtige Anwendungen und Märkte erschließen.

Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) schaffen die Voraussetzungen für Innovation und kontinuierliche Verbesserung von Prozessen und Produkten und bilden eine wichtige Grundlage für künftiges Wachstum. Daher haben wir unsere F&E-Aufwendungen im Geschäftsjahr 2009 mit 80 Millionen EUR nahezu unverändert belassen (Vorjahr: 81 Mio. EUR). Ihr Anteil ist damit auf 7,0 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 5,5%) gestiegen. Neben einwandfreier Qualität und konkurrenzfähigen Kosten ist überlegene Innovationskraft ein entscheidender Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb.

Steigerung der Energieeffizienz und Miniaturisierung treiben Innovationen

Die Forderungen nach höherer Energieeffizienz elektrischer Geräte und Systeme gewinnen im Geschäft mit elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen fortlaufend an Bedeutung. Der Trend, den Energieverbrauch oder die Verluste bei der Energieverteilung zu senken, zeigt sich in allen unseren Abnehmerbranchen. Mit vielen Produkten und Lösungen trägt EPCOS dazu bei, dass unsere Umwelt geschont wird und der Verbraucher seine Energiekosten senken kann. Die Wachstums-Chancen, die sich durch das weltweit zunehmende Umweltbewusstsein ergeben, nutzen wir: Rund ein Viertel des Konzernumsatzes erzielt EPCOS bereits heute mit Produkten, die direkt oder indirekt zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen.

Die Miniaturisierung als weiterer Megatrend in der Elektronik wird unter anderem von der Forderung nach steigender Funktionsdichte in Elektrogeräten getrieben: Diese sollen für immer mehr Aufgaben eingesetzt werden und gleichzeitig immer kompakter, leichter und handlicher sein. Mobiltelefone beispielsweise bieten zunehmend Anwendungsmöglichkeiten, die über das Telefonieren weit hinausgehen, etwa als Kamera, MP3-Player, Navigationssystem, Fernseher und Radio. Als Schnittstellen für den Datentransfer kommen dann noch USB, Bluetooth und Wireless LAN dazu. Mit High-End-Mobiltelefonen soll außerdem überall problemlos telefoniert werden können - dasselbe Gerät muss also in mehreren Mobilfunkstandards funktionieren und damit Multimode- und Multiband-tauglich sein. Die Forderung nach immer mehr Funktionen in immer weniger Raum lassen sich nur erfüllen, wenn die eingesetzten elektronischen Bauelemente immer kleiner bzw. immer mehr Funktionen integriert werden.

Insbesondere auf dem Gebiet der Hochfrequenzanwendungen gehört EPCOS zu den Trendsettern in der Miniaturisierung und stellt dabei Schlüsselbauelemente wie Hochfrequenz-Filterprodukte und Module her.

Über den Mobilfunkmarkt hinausgehend, werden auch in anderen Abnehmerbranchen immer häufiger miniaturisierte Bauelemente verlangt. Auch diesbezüglich bietet EPCOS eine Reihe innovativer Lösungen, die in ihren Anwendungen Schlüsselfunktionen übernehmen.

PERSONAL

Nachfrageeinbruch macht Personalanpassung unvermeidlich

  2008 ± 2009
Mitarbeiter zum 30. September 21.195 -5% 20.076

Mitarbeiter nach Segmenten zum 30. September

  2009 2008 2009
Kondensatoren und Induktivitäten 12.237 60% 61%
Keramische Bauelemente 3.786 22% 19%
OFW-Komponenten 3.368 15% 17%
Vertrieb, Zentrale 685 3% 3%

Mitarbeiter nach Regionen zum 30. September

  2009 2008 2009
China 9.749 46% 49%
Europa ohne Deutschland 3.777 21% 19%
Asien ohne China 3.343 16% 16%
Deutschland 1.757 9% 9%
Amerika 1.450 8% 7%

EPCOS beschäftigte zum 30. September 2009 weltweit rund 20.100 Mitarbeiter (Vorjahr: rund 21.200). Damit hat sich im Berichtsjahr die Zahl der Beschäftigten um rund 5 Prozent verringert. Diese Entwicklung war darin begründet, dass in Folge der weltweiten Wirtschaftskrise und dem damit verbundenen Nachfrageeinbruch auch EPCOS seine Fertigungskapazitäten anpassen musste. Dazu wurden insbesondere an den Standorten in Deutschland vor allem Überstunden und Resturlaub abgebaut sowie Kurzarbeitprogramme genutzt. Darüber hinaus war es unvermeidlich, im Wesentlichen an Standorten im Ausland auch Personal abzubauen; besonders betroffen waren davon Standorte in Asien und Osteuropa.

Fast die Hälfte der Belegschaft in China,

Personalkosten pro Mitarbeiter gesenkt

Insgesamt waren in Asien 65 Prozent unserer Mitarbeiter tätig (Vorjahr: 62%), rund zwei Drittel davon in China: In dem weltweit am schnellsten wachsenden regionalen Elektronikmarkt beschäftigen wir inzwischen 49 Prozent unserer Belegschaft. Im Zuge des Starts des chinesischen Tochterunternehmens EPCOS Feida, das Leistungskondensatoren für Wechselspannungsanwendungen herstellt, hatten wir von unserem Partner Anhui Feida mehr als 1.000 Mitarbeiter übernommen.

Im europäischen Ausland ging der Anteil unserer Mitarbeiter um 2 Prozentpunkte auf 19 Prozent zurück, während er in Deutschland mit 9 Prozent unverändert geblieben ist. Der Anteil Amerikas an den Beschäftigten sank auf 7 Prozent (Vorjahr: 8 Prozent).

Absolut betrachtet verringerte sich die Mitarbeiteranzahl im abgelaufenen Geschäftsjahr in Ländern mit niedrigen Arbeitskosten um rund 980 und in Ländern mit hohen Arbeitskosten um rund 140. Der Anteil der Beschäftigten in Niedriglohnländern blieb mit 82 Prozent unverändert hoch. Die durchschnittlichen Personalkosten pro Mitarbeiter konnte EPCOS auf rund 19.000 EUR weiter senken (Vorjahr: 20.000 EUR).

Anzahl der F&E-Mitarbeiter konstant gehalten

Trotz des Personalabbaus im Geschäftsjahr 2009 hat EPCOS die Anzahl der weltweit in Forschung und Entwicklung tätigen Mitarbeiter mit rund 800 konstant gehalten.

Dass EPCOS weltweit für Kompetenz und Kundenorientierung bei anwendungsspezifischen Lösungen steht, ist auch der Verdienst unseres globalen Netzwerks in Vertrieb und Produktmarketing. Über 800 Mitarbeiter betreuen unsere Kunden, mehr als die Hälfte des Netzwerks setzt sich aus Ingenieuren und technischen Experten zusammen. Damit sind wir gut aufgestellt, um gemeinsam mit unseren Kunden die jeweils beste Lösung zu realisieren.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Schwacher Geschäftsverlauf beeinträchtigt Bilanzkennzahlen

Bilanzstruktur in Mio. EUR

  2008 2009
Eigenkapital * 681 532
Fremdkapital 713 758

Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad

  2008 2009
Eigenkapitalquote * 49% 41%
Verschuldungsgrad * 26% 69%

Netto-Cash-Flow in Mio. EUR

  2008 2009
Jahresüberschuss/-fehlbetrag * 63 -121
Abschreibungen 122 126
Veränderung Netto-Umlaufvermögen -14 16
Veränderung Rückstellungen und sonstige Überleitungspositionen * 7 10
Mittelzuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit, netto 178 31
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -137 -83
Auszahlungen für den Erwerb von Beteiligungen und Unternehmen -18 -20
Erlöse aus Verkäufen/Sonstige 20 3
Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit -135 -100
Netto-Cash-Flow 43 -69

* Nach Anpassung assoziierter Unternehmen zum 30. Juni 2008. Erläuterungen dazu finden Sie unter Punkt 6.9 im Konzernanhang.

Die schwache Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2009 hat sich entsprechend auf die Bilanzkennzahlen von EPCOS ausgewirkt (siehe auch Konzernanhang, Punkt 2):

Das Eigenkapital verringerte sich um 149 Millionen EUR auf 532 Millionen EUR (Vorjahr: 681 Mio. EUR) Dieser Rückgang ergab sich im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag (minus 121 Mio. EUR) und der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von rund 20 Mio. EUR. In der Folge verringerte sich auch die Eigenkapitalquote auf 41 Prozent (Vorjahr: 49 %).

Die kurzfristigen Aktiva inklusive der liquiden Mittel sanken im Berichtsjahr um 150 Millionen EUR auf 588 Millionen EUR. Dabei verringerte sich die Liquidität um 79 Millionen EUR auf 119 Millionen EUR. Wesentliche Gründe hierfür waren der negative Netto-Cash-Flow (minus 69 Mio. EUR) und die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2008. Der Vorratsbestand wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 soweit wie möglich an das gesunkene Geschäftsvolumen angepasst und um rund 40 Millionen EUR verringert. Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen kurzfristigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte waren aufgrund des gesunkenen Umsatzes gegenüber Vorjahr rückläufig.

Das Anlagevermögen und die sonstigen langfristigen Aktiva haben sich im Wesentlichen durch den Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände sowie des Sachanlagevermögens in Summe um 47 Millionen EUR auf 702 Millionen EUR erhöht. Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände ist vor allem in der Erstkonsolidierung von Becromal und EPCOS Feida sowie in aktivierten Entwicklungskosten begründet. Dies ist auch die Ursache für den Anstieg der Sachanlagen um rund 20 Millionen EUR gegenüber Vorjahr trotz deutlich unter Abschreibung liegenden Investitionen.

Insgesamt ergab sich somit zum Stichtag 30. September 2009 eine Bilanzsumme von 1.290 Millionen EUR, was einem Rückgang um 104 Millionen EUR gegenüber dem 30. September 2008 entspricht.

Auf der Passiv-Seite der Bilanz stiegen im Geschäftsjahr 2009 die Finanzschulden um 76 Millionen EUR auf 288 Millionen EUR - hauptsächlich aufgrund der vollständigen Übernahme von Becromal sowie des Finanzierungsleasings für eine Immobilie am Standort Krossanes/Island. Die Wandelanleihe in Höhe von 126 Millionen EUR wurde aufgrund des Kontrollwechsels zu TDK im abgelaufenen Geschäftsjahr getilgt und durch eine Finanzierung von TDK in Höhe von 200 Millionen EUR ersetzt. Die Netto-Finanzschulden in Höhe von 367 Millionen EUR zum Bilanzstichtag enthalten Pensionsverbindlichkeiten in Höhe von 198 Millionen EUR. Damit wuchs das Netto-Kreditvolumen im Berichtszeitraum um 191 Millionen EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken wegen des deutlich geringeren Umsatzes und der geringeren Investitionen um 33 Millionen EUR auf 119 Millionen EUR. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen und nicht finanziellen Schulden konnten volumenbedingt um rund 20 Millionen EUR gesenkt werden. Die Pensionsverbindlichkeiten stiegen um rund 36 Millionen EUR, was hauptsächlich durch versicherungsmathematische Effekte zu erklären ist.

Bedingt durch den Anstieg der Finanzschulden und der Pensionsverbindlichkeiten sowie den gleichzeitigen Rückgang des Eigenkapitals verschlechterte sich der Verschuldungsgrad von EPCOS auf 69 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent). Definiert ist der Verschuldungsgrad als das Verhältnis der Finanzschulden inklusive Pensionsverbindlichkeiten (486 Mio. EUR) abzüglich liquider Mittel (119 Mio. EUR) zum Eigenkapital (532 Mio. EUR).

Neben der vorhandenen Liquidität steht EPCOS eine Kreditlinie von TDK in Höhe von 300 Millionen EUR zur Verfügung, wovon zum Bilanzstichtag 200 Millionen EUR in Anspruch genommen waren. Darüber hinaus verfügte EPCOS zum 30. September 2009 über bilaterale Kreditlinien in Höhe von 90 Millionen EUR. Davon waren zum Bilanzstichtag 22 Millionen EUR in Anspruch genommen.

Netto-Cash-Flow

Der Netto-Cash-Flow von EPCOS belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf minus 69 Millionen EUR. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit sank um 146 Millionen EUR auf 31 Millionen EUR. Darin wirkte insbesondere der Jahresfehlbetrag in Höhe von minus 121 Millionen EUR negativ. Positiv dagegen wirkten die Abschreibungen in Höhe von 126 Millionen EUR. Die Verringerung des Netto-Umlaufvermögens schlug mit rund 16 Millionen EUR ebenfalls positiv zu Buche. Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit betrugen netto 100 Millionen EUR und darin wirkten hauptsächlich unsere Netto-Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 79 Millionen EUR.

Rating durch Mehrheitsbeteiligung von TDK verbessert

Aufgrund der im Oktober 2008 erfolgten Mehrheitsbeteiligung von TDK an EPCOS hatte Standard & Poor's das Rating am 3. November 2008 auf »BBB-« in den Bereich des »Investment Grade« angehoben. Der Ausblick »Credit Watch positive« blieb zunächst unverändert bestehen. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2009 erfolgte dann jedoch eine Verbesserung des Ratings auf »BBB« mit dem Ausblick »Developing«.

Abhängig von Umfang und Geschwindigkeit der Geschäftszusammenführung sowie von dem Grad an finanzieller Unterstützung durch TDK schließt Standard & Poor's eine weitere Anhebung des Ratings von EPCOS nicht aus.

EPCOS AG

Wirtschaftskrise belastet auch die EPCOS AG

Bilanzkennzahlen EPCOS AG

    2008 ± 2009
Gesamtvermögen in Mio. EUR 1.086 +2,6% 1.114
Eigenkapital in Mio. EUR 594 -5,4% 562
  Anteil am Gesamtvermögen 55% - 50%
Langfristige Aktiva in Mio. EUR 559 0% 558
  Anteil am Gesamtvermögen 51% - 50%

Die EPCOS AG, München, ist am 2. September 1999 durch formwechselnde Umwandlung aus der Siemens Matsushita Components GmbH, München (S+M GmbH), entstanden. Diese Gesellschaft firmierte bis zum 17. August 1999 als Siemens Matsushita Components Verwaltungsgesellschaft mbH, München (SMV mbH). Die SMV mbH hatte zuvor, mit Wirkung zum 1. Juli 1999, durch Anwachsung die Aktivitäten der Siemens Matsushita Components GmbH & Co. KG, München (S+M KG), übernommen.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2009 waren in der EPCOS AG 1.606 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.687 Mitarbeiter).

Der Jahresabschluss der EPCOS AG zum 30. September 2009 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt - im Gegensatz zum Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt wurde, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Umsatz

In dem im Berichtszeitraum äußerst schwierigen Konjunkturumfeld blieb der Umsatz in der EPCOS AG mit 746 Millionen EUR deutlich unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 1,09 Mrd. EUR). Der große Anteil des AG-Umsatzes am Konzernumsatz in Höhe von 1,15 Milliarden EUR ist darin begründet, dass die Fakturierung der Umsätze aller wesentlichen Tochtergesellschaften für Europa und ausgewählte Länder über die EPCOS AG erfolgt.

Die Geschäftssegmente trugen in unterschiedlichem Umfang zum Umsatz der EPCOS AG bei:

Der Umsatz bei den Kondensatoren und Induktivitäten sank um 25 Prozent, dennoch stieg der Anteil am Gesamtumsatz der EPCOS AG auf 38 Prozent (Vorjahr: 35%). Das Segment Keramische Bauelemente war am stärksten von der Krise in der Automobilindustrie betroffen, weshalb hier der Umsatz um 45 Prozent am stärksten zurückging. Der Anteil dieses Segments am Gesamtumsatz der EPCOS AG betrug nur noch 30 Prozent (Vorjahr: 38%). Damit war dieses Segment am stärksten vom Umsatzrückgang betroffen. Bei den OFW-Komponenten verringerte sich der Umsatz um 20 Prozent. Trotzdem ist der Anteil der OFW-Komponenten am Gesamtumsatz der EPCOS AG auf 32 Prozent gestiegen (Vorjahr: 27%). Grund hierfür ist der stärkere Umsatzrückgang in den beiden anderen Segmenten.

Die regionale Aufteilung des AG-Umsatzes war im Berichtsjahr insbesondere von dem schwachen Geschäft mit der Automobil- und Industrie-Elektronik gekennzeichnet. Dieses führte in Deutschland zu den regional stärksten Umsatzeinbußen, entsprechend schrumpfte der Umsatzanteil Deutschlands auf 40 Prozent (Vorjahr 46 %). Der Anteil des im europäischen Ausland getätigten Umsatzes der EPCOS AG blieb mit 39 Prozent (Vorjahr: 39%) stabil, der Anteil der anderen Regionen stieg auf 21 Prozent (Vorjahr: 15%).

Ergebnis

In der EPCOS AG betrug der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2009 rund 17 Millionen EUR (Vorjahr: plus 22 Mio. EUR). Grund hierfür waren vor allem Volumeneffekte in Folge des deutlich gesunkenen Umsatzes. Positiv dagegen wirkten Dividendenauszahlungen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von insgesamt 15 Millionen EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen waren im Wesentlichen durch konzerninterne Leistungsverrechnungen und das operative Währungsergebnis beeinflusst.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagevermögen in der EPCOS AG beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 19 Millionen EUR. Sie wurden überwiegend im Geschäftssegment OFW-Komponenten und hier im Wesentlichen für die Erweiterung der Fertigung getätigt. In den beiden Geschäftssegmenten Kondensatoren und Induktivitäten sowie Keramische Bauelemente wurde innerhalb der EPCOS AG nur in sehr geringem Umfang investiert, da der Großteil der Produktion dieser Segmente bereits außerhalb der EPCOS AG erfolgt.

RISIKOBERICHT

Zuverlässiges Risikomanagement

EPCOS ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Chancen wahrzunehmen und dabei gleichzeitig die Risiken zu begrenzen ist unsere dringlichste Aufgabe.

Unsere Risikopolitik ist unserer Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen treffen wir kontinuierlich Vorkehrungen, um unangemessene Risiken möglichst zu vermeiden.

Kontroll- und Risikomanagementsystem

Um unsere Risiken zu erfassen und zu überwachen, bedienen wir uns einer Reihe festgelegter Verfahren. Diese sind in dem konzernübergreifenden Kontroll- und Risikomanagementsystem von EPCOS zusammengefasst, zu dem unter anderem ein regelmäßiges unternehmensweites Planungs- und Berichtswesen gehört. EPCOS überprüft laufend - und so auch im Geschäftsjahr 2009 - die Zweckmäßigkeit und Effizienz seines Kontroll- und Risikomanagementsystems. Zusätzlich unterliegt dieses System der regelmäßigen Kontrolle durch den Abschlussprüfer, der dabei die Vorschriften des deutschen Aktienrechts anlegt. Die Anforderungen und Kontrollmechanismen des Sarbanes-Oxley-Acts Section 404 (SOX), die gemäß geltenden US-amerikanischen Regeln im Zuge des Börsengangs in den USA eingeführt wurden und im Vergleich zu deutschem Recht umfassender sind, werden auch nach dem Delisting in den USA und unter IFRS beibehalten.

Im Zuge der Umsetzung der SOX-Vorgaben haben wir in den vergangenen Jahren unsere Prozesse zur Absicherung einer zuverlässigen Berichterstattung und zur Vermeidung von Gesetzes- oder Richtlinienverstößen im Unternehmen weiter verbessert. Um die Kontrolle des gesetzeskonformen Ablaufs unserer Geschäftsprozesse sicherzustellen, hat EPCOS die Funktion des Chief Compliance Officers eingerichtet und regionale Compliance-Beauftragte ernannt. Unser internes Kontrollsystem ist so ausgelegt, dass der Konzernabschluss IFRS entspricht und dementsprechend ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wiedergegeben wird, das mit den tatsächlichen Verhältnissen übereinstimmt. Das Kontrollsystem folgt den Prinzipien des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission. Gemäß den Anforderungen von SOX haben wir unser rechnungslegungsbezogenes Kontrollsystem überprüft. Wie auch im Vorjahr hat dies zu keinen wesentlichen Beanstandungen geführt. Auch unser Wirtschaftsprüfer hat im Rahmen seiner Tätigkeiten sowie der Prüfung des Jahresabschlusses keine wesentlichen Schwächen unseres rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems festgestellt.

Unser Kontroll- und Risikomanagementsystem ist ein wesentliches Steuerungsinstrument unserer Geschäftsprozesse und stellt eine wichtige Grundlage unserer Entscheidungen dar. Wir halten damit nicht nur die Risiken im operativen Geschäft unter Kontrolle, sondern auch Währungs- und Zinsrisiken. Für die Geschäftsleitungen der operativen Einheiten sowie für die Leitungen der Zentralabteilungen sind die im Kontroll- und Risikomanagementsystem formulierten Grundsätze verbindlich. Im Rahmen unseres Kontroll- und Risikomanagementsystems werden Vorstand und Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über Risiken informiert.

Durch die in der Folge aufgeführten Risiken könnten das Geschäft, die Finanzausstattung und die Ergebnisse von EPCOS beeinträchtigt werden. Diese Risiken sind aber nicht die einzigen, denen wir ausgesetzt sind. Zusätzliche Risiken, die wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht kennen oder die wir derzeit für immateriell halten, könnten unser Geschäft ebenfalls beeinflussen.

Teile der beschriebenen Risiken, insbesondere im Währungs- und Zinsbereich, sichern wir mit derivativen Finanzinstrumenten ab. Die zur Finanzierung unseres weltweiten Geschäfts zur Verfügung stehenden Kredite sind in verschiedenen Währungen mit unterschiedlichen Laufzeiten vereinbart und unterliegen zum Teil einem Zinsänderungsrisiko. Um diese Risiken auf ein Minimum zu reduzieren, führen wir regelmäßig Zinsrisikoanalysen in den für uns relevanten Währungen durch. Alle derivativen Finanzinstrumente werden im Konzernabschluss, den IFRS-Vorschriften entsprechend, zu Marktwerten bilanziert. Als Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten wählt EPCOS Banken erstklassiger Bonität, um Ausfallrisiken entgegen zu wirken. Darüber hinaus setzt unser Unternehmen derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Marktpreisschwankungen von Edelmetallen zu vermeiden.

Weitere Angaben zu den bestehenden Finanzinstrumenten einschließlich der abgeschlossenen Derivate finden Sie im Konzernanhang unter 6.33.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Volatilität und zyklisches Nachfrageverhalten kennzeichnen den Markt für elektronische Bauelemente, Module und Systeme. Die Nachfrage hängt von den konjunkturellen Schwankungen der Weltwirtschaft ab.

Die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2009 war von einem äußerst schwierigen Konjunkturumfeld geprägt: Die Krise der internationalen Finanzmärkte, die sich bereits im Verlauf des Geschäftsjahres 2008 entwickelt hatte, weitete sich zu einer Weltwirtschaftskrise aus, die auch das Geschäft von EPCOS schwer traf. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2009 hatte die Krise ihren Tiefpunkt überwunden, die Erholung der Konjunktur ging jedoch von einem sehr niedrigen Niveau aus. Vor allem die Automobilindustrie, mit der EPCOS einen großen Anteil seines Umsatzes erwirtschaftet, wurde im Berichtsjahr besonders stark von der Wirtschaftskrise in Mitleidenschaft gezogen. Die Schwankungen bei Energie- und Materialkosten sowie die noch immer hohe Volatilität der Wechselkurse tragen weiterhin erheblich zur allgemeinen Verunsicherung auf den Märkten bei.

Die noch immer vorherrschende Unsicherheit über die Entwicklung der weltweiten Konjunktur erschwert die Prognose künftiger Umsatzvolumina und Verkaufspreise. Unsere Kunden sind teilweise selbst in zyklischen Branchen tätig und ihr Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen schwankt in starker Abhängigkeit von der Entwicklung ihrer eigenen Märkte. Dies kann bei EPCOS zu markanten Umsatzveränderungen und in Folge zu steigenden Stückkosten führen. Darüber hinaus erschweren die widrigen Rahmenbedingungen unsere Planung von Produktionsstückzahlen und Materialverbrauch sowie die Vorhersage künftiger Lieferanforderungen unserer Kunden. Daher passen wir unsere Bestände regelmäßig aufgrund möglicher Verbrauchs- bzw. Reichweitenrisiken sowie technischer Risiken an. Das Risiko fallender Preise beziehen wir in unsere Bestandsbewertung und im Rahmen unserer Bilanzierungsrichtlinien laufend ein.

Die Märkte, in denen EPCOS überwiegend aktiv ist, zeichnen sich auch durch hohes Innovationstempo und schnellen technologischen Wandel aus. Daher besteht grundsätzlich das Risiko, dass auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht schnell genug reagiert werden und Marktanteile an den Wettbewerb verloren gehen könnten. Zur Begrenzung dieses Risikos investiert EPCOS einen im Wettbewerbsvergleich verhältnismäßig hohen Anteil seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Risiken durch Wettbewerb

Die Industrie der elektronischen Bauelemente, Module und Systeme ist von einem starken Wettbewerb geprägt. In der Regel fallen die Preise unserer Produkte im Laufe ihres Lebenszyklus. Diesbezüglich haben sich im Zuge der Globalisierung die Rahmenbedingungen gerade unseres Geschäfts zusätzlich erschwert: Viele neue Konkurrenten aus Asien, insbesondere aus China, drängen mit niedrigen Preisen auf den Markt. Für einen Bauelementehersteller wie EPCOS besteht nach wie vor die Notwendigkeit, neue wettbewerbsfähige Lösungen schnell zu entwickeln und zu vermarkten. Dabei besteht das Risiko, dass der Anlauf neuer Produkte unerwartet hohe Kosten verursacht und die Ertragslage entsprechend belastet.

Diesen Herausforderungen begegnet EPCOS mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität seiner Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie mit dem Verlagern von Geschäftsprozessen in Niedriglohnländer. Ziel ist, unsere Kosten laufend zu verringern und gleichzeitig unseren Kunden den höchst möglichen Nutzen unserer Technologiekompetenz zu bieten. EPCOS investiert daher fortlaufend in die Entwicklung und Vermarktung seiner Technologien und Produkte.

Darüber hinaus bietet die Zusammenführung von EPCOS mit dem Bauelementegeschäft der TDK Corporation neue Möglichkeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, indem die Stärken des Partners sowie Synergien genutzt werden.

Kreditrisiken

Den finanziellen Verlust, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, definieren wir als Kreditrisiko. Kredit- bzw. Ausfallrisiken bestehen in erster Linie in Zusammenhang mit Forderungen aus operativen Lieferungen und Leistungen. Zur Reduzierung dieses Risikos haben wir für jeden Kunden ein maximales Volumen offener Forderungen definiert. Daher und aufgrund unserer breiten Kundenbasis erreicht die Forderungshöhe bei einzelnen Kunden keine Größenordnung, die im Falle eines Zahlungsausfalls eine Bestandsgefährdung für unser Unternehmen nach sich zöge.

Die aktuelle Höhe der ausstehenden Forderungen wird im Rahmen unseres Asset Managements fortlaufend überwacht und etwaige Überfälligkeiten durch ein zeitnahes Mahnwesen verfolgt. Ebenso führen wir Kreditwürdigkeitsprüfungen unserer Kunden durch, zu denen auch das Einholen von Bankauskünften zählt. Um dem erhöhten Ausfallrisiko auf Grund der Finanz- und Wirtschaftskrise Rechnung zu tragen, haben wir unsere Überwachungsmethoden noch weiter ausgebaut.

Das maximale Ausfallrisiko aus operativen Lieferungen und Leistungen entspricht in der Regel dem Buchwert.

In der Vergangenheit musste EPCOS keine nennenswerten Forderungsausfälle verzeichnen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken stellen das Risiko dar, den eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Diese Verpflichtungen ergeben sich unter anderem aus Zins- und Tilgungsleistungen, aus Investitionen, Steuern und anderen Zahlungen aus dem operativen Geschäft.

Derzeit verfügt EPCOS über eine teilweise genutzte Kreditlinie des TDK-Mutterkonzerns in Höhe von 300 Millionen EUR. Wir gehen davon aus, dass uns diese Kreditlinie und die von verschiedenen Banken gewährten bilateralen Kredite im bisherigen Umfang über das aktuelle Geschäftsjahr hinaus zur Verfügung stehen. In Bezug auf die bilateralen Bankkredite müssen wir auch in Zukunft die in den Kreditvereinbarungen genannten Kreditbedingungen erfüllen, die teilweise Geschäftskennzahlen beinhalten. Ergänzend zu diesen Instrumenten verfolgen wir kontinuierlich die an den Finanzmärkten verfügbaren Finanzierungsalternativen einschließlich deren Kosten. Ein wesentliches Ziel dabei ist es, die finanzielle Flexibilität von EPCOS zu erhalten und unangemessene Refinanzierungskosten und -risiken zu begrenzen. Sollte die Krise an den internationalen Finanzmärkten noch längere Zeit anhalten, könnten dadurch unsere Alternativen bei zukünftigen Finanzierungen eingeschränkt werden. Vor dem Hintergrund der durch TDK bereit gestellten Finanzierung würden sich daraus aber keine unmittelbaren Risiken für EPCOS ergeben.

Grundlage unseres langfristigen Liquiditätsmanagements ist eine rollierende 3-Jahresplanung, auf deren Basis die Finanzierungsstruktur für die zukünftigen Jahre festgelegt wird. Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement wird eine regelmäßige Liquiditätsvorschau sowie eine rollierende Abschätzung des Mittelzu- bzw. -abflusses aus betrieblicher Tätigkeit und Investitionstätigkeit erstellt. Dadurch können wir auf etwaige Veränderungen rechtzeitig reagieren, Refinanzierungsrisiken minimieren und kurzfristig überschüssige Mittel zinsoptimiert anlegen.

Die Zahlungsverpflichtungen aus den bilanzierten Verbindlichkeiten werden im Konzernanhang unter Punkt 6.33 dargestellt 1 .

Zinsänderungsrisiken

Wir unterliegen in moderatem Umfang Zinsänderungsrisiken, da in einzelnen Darlehensverträgen variable Zinssätze vereinbart sind und unsere Liquidität kurzfristig über einen rollierenden Zeitraum von maximal drei Monaten angelegt wird. Zum Umfang variabel verzinster Darlehen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang zu den Finanzschulden unter Punkt 6.23.

Zur Reduzierung unserer Zinsänderungsrisiken stellt die zentrale Finanzabteilung der EPCOS AG den Konzerntochtergesellschaften finanzielle Mittel über interne Darlehen bzw. entsprechende Cashpooling-Systeme zur Verfügung, soweit dies aufgrund länderspezifischer Vorschriften möglich und sinnvoll ist. Umgekehrt führen die Konzerngesellschaften ihre überschüssige Liquidität an die zentrale Finanzabteilung ab, soweit dies lokale Vorschriften erlauben.

EPCOS erfasst und kontrolliert ausschließlich liquiditätswirksame Zinsänderungsrisiken. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Darlehen ergibt sich in Abhängigkeit des Zinsniveaus. Dieses Risiko wirkt sich bilanziell allerdings nicht aus, da Darlehensverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Zinszahlungen für unsere per 30. September 2009 variabel verzinsten Kredite würden bei einem Anstieg des Zinsniveaus um 100 Basispunkte um 2,4 Millionen EUR pro Jahr steigen.

Währungsrisiken

Die weltweite Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichsten Währungen mit sich, wobei Euro (EUR), US-Dollar (USD), Japanischer Yen (JPY) und Singapur-Dollar (SGD) für das Unternehmen unverändert die größte Bedeutung haben. Da die Gesellschaften von EPCOS einem Währungsrisiko ausgesetzt sind, ist die Absicherung von Wechselkursrisiken ein wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagements. Hinzu kommt, dass sich - durch Währungsschwankungen bedingt - bei anderen Bauelementeherstellern deren Kostenpositionen verbessern und dadurch Auswirkungen auf das Marktpreisniveau ergeben können. So profitierten beispielsweise unsere japanischen und US-amerikanischen Wettbewerber im Geschäftsjahr 2009 nach wie vor von ihren verhältnismäßig schwachen lokalen Währungen, die ihnen Kosten- und damit Wettbewerbsvorteile verschafft haben.

Um Währungsrisiken zu minimieren, hat EPCOS in den vergangenen Jahren sowohl Wertschöpfung als auch Einkaufsprozesse von Mitteleuropa in Regionen mit niedrigeren Arbeitskosten verlagert. Die Währungen in vielen dieser Länder sind mehr oder weniger stark an den US-Dollar gebunden. Mittlerweile erbringt EPCOS mehr als 40 Prozent seiner Wertschöpfung im erweiterten US-Dollar-Raum. Dadurch konnte das Unternehmen sein Netto-Risiko verringern und die Wirkung des vom US-Dollar induzierten Preisdrucks auf unser Ergebnis abmildern.

1 Tabelle Fälligkeiten finanzieller Schulden

Währungsrisiken ergeben sich aus Zahlungsströmen in unseren Konzerngesellschaften, die nicht auf die jeweilige Bilanzwährung lauten - im Wesentlichen Euro, US-Dollar, Japanischer Yen und Singapur-Dollar. Zur Verringerung dieser Risiken achten wir darauf, möglichst viele Transaktionen, wie Umsätze, Einkäufe und Finanzierungen, in der jeweiligen Bilanzwährung zu vereinbaren bzw. eine ausgeglichene Netto-Währungsposition zu schaffen. Verbleibende Währungsrisiken werden durch unser zentrales Währungsmanagement laufend erfasst. Die Netto-Währungsposition in den einzelnen Währungen sichern wir mit Hilfe geeigneter Instrumente - insbesondere Devisentermingeschäfte und Optionen - in der Regel über einen Zeitraum von drei Monaten ab.

Zum 30. September 2009 bzw. 30. September 2008 war der Konzern folgendem Währungsrisiko ausgesetzt:

Nettowährungsrisiko in Mio., zum 30. September

      2009       2008  
  EUR USD JPY SGD EUR USD JPY SGD
Liquide Mittel und Finanzanlagen 8,9 16,9 339,8 2,2 3,8 14,3 183,4 2,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 57,6 206,9 447,6 0,1 56,8 216,1 316,4 0,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -70,7 -130,4 -2.250,1 -4,9 -35,5 -129,4 -1.793,4 -4,8
Fremdwährungsfinanzierungen -21,2 -33,4 0 0 -21,7 -8,3 0 0
Bilanzfelles Währungsrisiko, Brutto -25,4 59,9 -1.462,7 -2,6 3,4 92,7 -1.293,6 -2,0
Geschätztes zukünftiges Nettorisiko 23,8 27,0 -525,4 -8,7 5,5 -19,6 -434,3 -15,8
Bestehende Sicherungen -1,0 -75,3 2.248,3 10,3 -12,4 -78,4 2.940,8 16,8
Währungsrisiko, Netto -2,6 11,6 260,2 -1,0 -3,5 -5,3 1.212,9 -1,0

Die in der folgenden Tabelle dargestellten Währungssensitivitäten und ihre Wirkung auf das Vorsteuerergebnis ergeben sich unter der Annahme, der Euro habe sich gegenüber dem US-Dollar, Japanischen Yen und Singapur-Dollar zum jeweils 30. September um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet. Ferner unterstellt diese Analyse, dass alle anderen Variablen - insbesondere Zinsen sowie andere als die genannten Währungspaare - unverändert bleiben.

Wechselkurs-Sensitivitäten in Mio. EUR, zum 30. September

  2009     2008  
  USD JPY SGD USD JPY SGD
Ergebnis aus einer Aufwertung des EUR um 10% -0,6 0,1 -0,3 -2,4 +2,1 -0,7
Ergebnis aus einer Abwertung des EUR um 10% 0,7 -0,2 0,4 +2,0 -1,5 +0,6

Beschaffungsrisiken

Um Lieferengpässe und Abhängigkeiten bei unseren wichtigsten Rohmaterialien zu vermeiden, verfügen wir in der Regel über alternative Bezugsquellen. Innovationen und die Weiterentwicklung unserer Technologien und Prozesse tragen zudem wesentlich dazu bei, unseren Bedarf an kostenintensiven Rohmaterialien zu verringern. EPCOS benötigt für einige seiner Produkte allerdings Materialien, die in der geforderten Qualität nur von einer begrenzten Anzahl Lieferanten bereitgestellt werden können oder auf Rohmaterialien beruhen, die an der Börse gehandelt werden. Daher kann es vereinzelt zu Versorgungsengpässen oder von EPCOS nicht beeinflussbare Preisschwankungen kommen. Silber-Palladium-Pasten für die Fertigung etwa von Piezo-Aktuatoren sowie Wafer aus Lithium-Niobat, Lithium-Tantalat oder Quarz für die Herstellung von OFW-Komponenten zählen zu solchen Materialien. Gegen Preisänderungen bei Silber-Palladium-Pasten sichern wir uns über Termingeschäfte mit Laufzeiten in der Regel bis zu 12 Monaten ab.

Produkthaftung und Garantieansprüche

EPCOS haftet für die Qualität seiner Produkte gegenüber Kunden und Endverbrauchern. Trotz unserer umfassenden, regelmäßig kontrollierten sowie fortlaufend weiterentwickelten Maßnahmen zur Qualitätssicherung verbleibt ein geringes Restrisiko, dass einzelne unserer Produkte fehlerhaft sind. Solche Fehler könnten auch in den Anwendungen unserer Kunden zu Schäden führen - fehlerhafte Produkte von EPCOS könnten also zu Garantieansprüchen gegen das Unternehmen oder zu einer Haftung für Schäden führen, die durch solche fehlerhafte Produkte bei Kunden innerhalb der gesamten nachfolgenden Lieferkette entstanden sind. Fehlerhafte Produkte von EPCOS könnten außerdem unseren Vermarktungserfolg beeinträchtigen.

Personalrisiken

Unser Erfolg hängt von dem Wissen und der Erfahrung sowie der Motivation, dem Leistungswillen und dem Einsatz unserer Mitarbeiter ab.

Die Weiterentwicklung einer Unternehmenskultur, in der unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln auf allen Ebenen und in allen Teilen der Organisation gefördert werden und zur Entfaltung kommen sollen, stehen im Mittelpunkt unserer Personalführung. Um sich im globalen Wettbewerb behaupten und gegen zunehmende Konkurrenz immer besser durchsetzen zu können, ist EPCOS darauf angewiesen, dass sich alle Mitarbeiter - und insbesondere die besten und talentiertesten darunter - umfassend einbringen und Spitzenleistungen erbringen. EPCOS steigert die dazu notwendige Bereitschaft seiner Beschäftigten auch mit Hilfe leistungs- und erfolgsabhängiger Einkommenskomponenten und Entlohnungssysteme. Wir sind uns dessen bewusst, dass Leistungsträger kurzfristig nur sehr schwer ersetzt werden können. Um aufstrebende Mitarbeiter möglichst langfristig an unser Unternehmen zu binden und den Verlust von Kompetenz so gut es geht auszuschließen, zumindest aber schnell kompensieren zu können, betreiben wir Nachwuchsförderung und Karriereplanung. Im Bedarfsfall werben wir kochqualifizierte und erfahrene Fachleute an.

Informationstechnische Risiken

Zur Sicherung seines weltweiten internen Datenverkehrs verfügt EPCOS über ein umfassendes System von Datenleitungen und Netzwerken. Informationstechnische Risiken bestehen darin, dass Netzwerke ausfallen und Daten durch Bedien- und Programmfehler sowie externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden könnten. Diesen Risiken begegnen wir durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen, durch regelmäßige Datensicherungen sowie durch Nutzung von Backup-Systemen. Die zentralen Rechensysteme sind hochsicher und hochverfügbar ausgelegt, sodass ein Komplettausfall dieser Systeme unwahrscheinlich ist.

Die für die informationstechnische Sicherheit zuständigen Mitarbeiter kontrollieren diese Maßnahmen fortlaufend.

Umweltrisiken

Aufgrund seiner weltweiten Geschäftstätigkeit unterliegt EPCOS länderspezifischen Umweltgesetzen und -vorschriften, unter anderem zu Luftemission, Grundwasserverschmutzung, Abwasserbehandlung, Abfallentsorgung, Gebrauch und Behandlung gefährlicher Substanzen sowie Bodenuntersuchung und -entgiftung. Daraus ergeben sich für uns Haftungsrisiken aus dem laufenden wie auch vergangenen Geschäftsbetrieb.

Zusätzliche künftige Umweltanforderungen könnten es erforderlich machen, unsere derzeit bestehenden hohen Umweltstandards den neuen Verpflichtungen anzupassen - die Konsequenzen daraus könnten sich etwa in höheren Produktionskosten und in notwendigen Veränderungen der Produktionsprozesse auswirken.

Chancen

Mit der Gründung der TDK-EPC Corporation (TDK-EPC) am 1. Oktober 2009 in Japan ist ein weltweit führender Hersteller elektronischer Bauelemente, Module und Systeme mit einer starken Stellung in allen wichtigen Märkten entstanden. Die Perspektiven für das neue Unternehmen sind deshalb so viel versprechend, weil sich die Bauelementegeschäfte von TDK und EPCOS kaum überlappen, sondern sehr gut ergänzen. Dies gilt sowohl in Hinblick auf Technologien und Produkte als auch bezüglich Kunden und Absatzmärkte. Von Vorteil ist, dass TDK vor allem in der größten Wachstumsregion Asien sowie speziell in der Konsum-Elektronik und Informationstechnik etabliert ist. EPCOS dagegen verfügt besonders in Europa über eine starke Position in den Wachstumsmärkten der Automobil- und Industrie-Elektronik sowie weltweit auf dem Gebiet der Mobilfunkanwendungen (siehe auch Lagebericht, Abnehmerbranchen).

Neben den allgemein gültigen Chancen unternehmerischer Tätigkeit ergeben sich für EPCOS Chancen aus dem Trend zu höherer Energieeffizienz, der sich - wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß - in allen unseren Abnehmerbranchen auswirkt. Unter anderem könnte auch der zunehmende Funktionsumfang von Mobilfunkgeräten zu einer weiter wachsenden Nachfrage nach unseren Produkten führen.

Eine dauerhafte Technologie- und Innovationsführerschaft bietet die Chance, unsere Positionen in den Abnehmerbranchen nachhaltig zu verbessern. Auch auf diesem Gebiet gibt uns die Zusammenführung mit dem Bauelementegeschäft von TDK die Chance, auf Grundlage unserer vereinten und gestärkten Technologiekompetenz neue Produkte zu entwickeln, mit denen sich neue Anwendungsgebiete und damit Geschäftspotentiale erschließen lassen.

Neben überlegener Innovationskraft bei Technologien, Prozessen und Produkten ist auch deren einwandfreie Qualität ein entscheidender Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb. Insofern bietet die etwa im Rahmen der Null-Fehler-Qualitätsoffensive von EPCOS fortlaufend verbesserte Qualität die Chance, mit Hilfe marktführender Qualität unsere Positionen auf den immer qualitätssensibleren Märkten zu festigen und auszubauen.

AUSBLICK

Verbesserung der Geschäftsentwicklung erwartet

Konjunkturprognosen wieder freundlicher

Das Geschäftsjahr 2009 war von der schwersten Wirtschaftskrise seit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geprägt. Die Absatzschwierigkeiten unserer Kunden führten zu einem massiven Nachfragerückgang bei elektronischen Bauelementen. Inzwischen haben sich die Krise der internationalen Finanzmärkte und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft abgemildert. In der Folge steigt der Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen - von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend - wieder an.

Konjunkturforschungsinstitute gehen davon aus, dass die Entwicklung der Weltwirtschaft 2010 die Kehrtwende vollzieht und wieder wachsen dürfte. So erwartet der Internationale Währungsfond (IWF) für das nächste Kalenderjahr eine Wachstumsrate von weltweit 3,1 Prozent (2009: -1,1%). Für die Industrieländer prognostiziert der IWF eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent (2009: -3,4%). Für Deutschland rechnen die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute mit einem Wachstum von 1,2 Prozent (2009: -5,0%).

Investitionen erhöhen, Kosten weiter senken

EPCOS passt seine Ressourcenplanung für das Rumpfgeschäftsjahr 2010 (1. Oktober 2009 bis 31. März 2010; siehe auch Lagebericht, Allgemeines) an die sich verbessernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an und erwartet ein Investitionsvolumen, das über den Abschreibungen liegen wird. Investiert wird in Kapazitätserweiterungen sowie im Zuge des Fertigungshochlaufs neuer Produkte - insbesondere bei den OFW-Komponenten - in Geräte und Produktionsanlagen. Außerdem wird die EPCOS-Tochtergesellschaft Becromal den Ausbau einer Fabrik zur Herstellung von Aluminiumfolien vorantreiben.

EPCOS wird seine Anstrengungen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung weiterführen. Dabei bleibt die kontinuierliche Qualitätsverbesserung unserer Prozesse, Produkte und Dienstleistungen eine der wesentlichen Maßnahmen, um unsere Fehlerkosten zu senken. Wenn sinnvoll und möglich, verlagern wir Geschäftsprozesse in Niedriglohnländer, um insbesondere unsere Personalkosten zu verringern. Ein zusätzlicher Schwerpunkt wird die Steigerung unserer Produktivität sein.

Umsatzsteigerung und Ergebnisverbesserung

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts (Mitte November 2009) haben Kunden bei EPCOS ihre Bestellmengen wieder erhöht; diese liegen aber noch unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2008. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Rumpfgeschäftsjahr 2010 gegenüber der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2009 eine hohe prozentual einstellige Umsatzsteigerung und ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).

Sollten sich die Erwartungen auf eine Konjunkturbelebung über das Rumpfgeschäftsjahr hinaus erfüllen, kann davon ausgegangen werden, dass sich auch die Geschäftsaussichten von EPCOS für das neue Geschäftsjahr 2011 (1. April 2010 bis 31. März 2011) und darüber hinaus weiter verbessern werden.

Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 Satz 1 bzw. § 315 Abs. 2 Nr. 4 Satz 1 HGB

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2009 satzungsgemäß fixe Vergütungen sowie pro Teilnahme an einer Aufsichtsratssitzung oder eines -ausschusses Sitzungsgelder. Die fixen Vergütungen werden in Abhängigkeit von der Dauer der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bzw. des Vorsitzes oder stellvertretenden Vorsitzes während des Geschäftsjahres zeitanteilig berechnet (§ 11 Abs. 2 der Satzung).

Vergütung des Vorstands

1. Zielsetzung

Das Vergütungssystem soll die Vorstandsmitglieder entsprechend ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs sowie ihrer persönlichen Leistung angemessen entlohnen. Dabei wird der wirtschaftlichen Lage, dem Erfolg und den Zukunftsaussichten des Unternehmens eine besondere Bedeutung beigemessen. Die Höhe der Jahreszieleinkommen orientiert sich an der Größe, der globalen Ausrichtung und dem Vergleichsumfeld sowie der Vergütung für die Mitarbeiter des Unternehmens.

2. Vergütungsstruktur während der aktiven Tätigkeit

Die Vorstandsvergütung für die aktive Tätigkeit setzt sich derzeit aus drei Komponenten zusammen:

(a) Die erfolgsunabhängige Vergütung umfasst ein monatliches Fixgehalt, das in der Regel ca. 40 Prozent des Jahreszieleinkommens ausmachen soll, sowie sonstige Bezüge. Letztere bestehen im Wesentlichen aus der Bereitstellung eines Firmenwagens mit privater Nutzungsmöglichkeit und Zuschüssen zu bzw. der vollständigen Übernahme von Versicherungsprämien.

(b) Die erfolgsbezogene Vergütung macht in der Regel ca. 60 Prozent des Jahreszieleinkommens aus. Eine Hälfte dieser variablen Vergütungskomponente ermittelt sich aus der Multiplikation eines vertraglich fixierten Grundbetrages mit einem vom Aufsichtsrat entsprechend der Geschäftsentwicklung jährlich neu festgelegten Unternehmensfaktor. Die andere Hälfte richtet sich nach dem Erreichungsgrad einer Zielvorgabe, die auf das Ergebnis vor Steuern des EPCOS-Konzerns bezogen ist.

(c) Als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter erhielten die Vorstandsmitglieder in der Vergangenheit Aktienoptionen und im Geschäftsjahr 2008 einmalig sogenannte Stock Appreciation Rights (SARs). Im Geschäftsjahr 2009 wurde diese Vergütungskomponente nicht gewährt (siehe Anhang EPCOS AG im Abschnitt 23 und Konzernanhang Abschnitt 6.1.6 Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 Nr. 4a). Die Grundzüge der Aktienoptionspläne sowie des EPCOS Stock Appreciation Rights Plans 2007 werden im Konzernanhang in Abschnitt 6.28 beschrieben.

3. Zusagen für den Fall einer Beendigung der Tätigkeit

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewähren die im Geschäftsjahr 2009 bestehenden Dienstverträge Anspruch auf folgende Leistungen:

(a) Ruhegehalt

Als erfolgsunabhängige Komponente gibt es ein als fester Jahresbetrag individuell vereinbartes Ruhegehalt. Es wird an das Vorstandsmitglied selbst gezahlt, wenn es bei seinem Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft entweder das 60. Lebensjahr vollendet hat oder körperlich oder geistig nicht mehr in der Lage ist, seine Dienstobliegenheiten zu erfüllen, oder wenn seine Bestellung nicht erneuert wird. Für die Hinterbliebenen besteht ein Anspruch in verminderter Höhe: Das Witwengeld beträgt 60 Prozent, das Waisengeld 25 Prozent (für Vollwaisen) bzw. 15 Prozent (für Halbwaisen) des Ruhegehalts, das dem Vorstandsmitglied jeweils zustehen würde. Das Ruhegehalt wird nicht gezahlt, wenn der Dienstvertrag aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet wurde oder wenn ein wichtiger Grund gemäß § 84 Abs. 3 AktG zum Widerruf der Bestellung vorliegt. Außerdem können etwaige andere Versorgungsansprüche angerechnet werden.

Für das zum 1. April 2009 neu bestellte Vorstandsmitglied, Herrn Joachim Zichlarz, wurde das Ruhegehaltsabkommen dahingehend geändert, dass er im Falle einer Nichterneuerung seiner Bestellung keinen Anspruch auf eine vorzeitige Zahlung des Ruhegehalts hat. Die übrigen Regelungen wurden nicht geändert.

(b) Übergangsbezüge

Als zum Teil erfolgsunabhängige und zum Teil erfolgsbezogene Komponente gibt es darüber hinaus sogenannte Übergangsbezüge, die in einem Betrag ausgezahlt werden, wenn das Vorstandsmitglied aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und die Beendigung des Anstellungsvertrages nicht auf einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beruht oder das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 60. Lebensjahres auf eigenen Wunsch vorzeitig ausscheidet. Der auszuzahlende Betrag entspricht grundsätzlich dem Fixgehalt der letzten 12 Monate vor dem Ausscheiden sowie der Summe aus dem Zielbetrag für den Bonus und der Jahreszahlung für das vor dem Ausscheiden abgelaufene Geschäftsjahr. Wenn der Austrittstermin nicht mit dem Ende eines Geschäftsjahres zusammenfällt, kann der Anteil der Jahreszahlung auf Antrag des Vorstandsmitglieds auch pro rata temporis für die letzten zwölf Monate seiner Dienstzeit berechnet werden.

Mit dem zum 1. April 2009 neu bestellten Vorstandsmitglied, Herrn Joachim Zichlarz, wurde davon abweichend folgende Regelung vereinbart: Bei ihm werden die Übergangsbezüge nur gezahlt, wenn er durch Tod aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet oder wenn sein Anstellungsvertrag vor Vollendung seines 60. Lebensjahres nicht verlängert wird. Der Anspruch entfällt allerdings, wenn in seiner Person ein wichtiger Grund vorliegt, der die Gesellschaft zu einer außerordentlichen Kündigung berechtigt hätte, oder wenn er eine ihm angebotenen Verlängerung der Bestellung zu gleichen oder günstigeren Bedingungen vor Vollendung seines 60. Lebensjahres abgelehnt hat. Der auszuzahlende Betrag entspricht grundsätzlich der Summe aus dem Fixgehalt, dem Bonus und der Jahreszahlung, die für das letzte vollständige Geschäftsjahr seiner Bestellung tatsächlich gezahlt wurden; bei einem Ausscheiden während der letzten sechs Monate eines Geschäftsjahres wird allerdings das Geschäftsjahr zugrunde gelegt, in dem er ausscheidet.

(c) Abfindungszahlungen

Ein Anspruch auf Abfindungszahlungen steht den Vorstandsmitgliedern derzeit weder für allgemeine Fälle des vorzeitigen Ausscheidens noch für den Sonderfall eines Kontrollwechsels (Change of Control) zu. Sollte im Rahmen einer vorzeitigen Beendigung allerdings eine Ausgleichszahlung vereinbart oder eine Abfindung fällig werden, muss die Höhe des Betrages an der zum Zeitpunkt der Beendigung bestehenden Restlaufzeit des Vertrages bemessen werden und darf pro Jahr der Restlaufzeit das zum Zeitpunkt der Beendigung festgesetzte Jahreszieleinkommen nicht übersteigen. Außerdem können die Übergangsbezüge auf eine solche Ausgleichszahlung angerechnet werden.

Für das zum 1. April 2009 neu bestellte Vorstandsmitglied, Herrn Joachim Zichlarz, gilt davon abweichend folgende, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechende, Regelung: Bei einer vorzeitigen Beendigung seines Anstellungsvertrages erhält er grundsätzlich eine Abfindung, es sei denn, in seiner Person liegt ein wichtiger Grund vor, der die Gesellschaft zu einer außerordentlichen Kündigung berechtigen würde, oder er hat sein Amt ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes niedergelegt oder die vorzeitige Beendigung ist auf seinen eigenen Wunsch hin vereinbart worden oder er hat im Zeitpunkt der vorzeitigen Beendigung bereits das 60. Lebensjahr vollendet. Die Höhe der Abfindung bemisst sich nach der zum Zeitpunkt der vorzeitigen Beendigung bestehenden Restlaufzeit seines Anstellungsvertrages, wobei maximal eine Restlaufzeit von 2 Jahren vergütet wird. Die Berechnung des pro vollem Jahr der Restlaufzeit zu zahlenden Betrages entspricht derjenigen bei den Übergangsbezügen (siehe oben (b)). Während des abgefundenen Zeitraums werden Einkünfte aus anderen Tätigkeiten zur Hälfte und eine etwaige Firmenpension in voller Höhe angerechnet.

(d) Aktienoptionen und SARs

Die Ansprüche in Bezug auf bereits gewährte Aktienoptionen und SARs richten sich nach den jeweiligen Planbedingungen. Diese sehen vor, dass die Bezugs- bzw. Wertsteigerungsrechte aufrechterhalten bleiben, wenn das Vorstandsmitglied in den Ruhestand tritt, und auf die Erben übergehen, wenn es stirbt. Der SAR-Plan enthält darüber hinaus noch eine Change-of-Control-Regelung (siehe Abschnitt 6.28 im Konzernanhang). In den übrigen Fällen des Ausscheidens erlöschen die Bezugs- bzw. Wertsteigerungsrechte in der Regel. Nach dem Ausscheiden besteht kein Anspruch mehr auf die Gewährung weiterer Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung.

Angaben nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 30. September 2009 betrug das gezeichnete Kapital der Gesellschaft 66.682.270 EUR. Es ist eingeteilt in 66.682.270 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1 EUR je Stück.

Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, der dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.

Allerdings sind Aktien, die infolge der Ausübung von Aktienoptionen nach dem EPCOS-Aktienoptionsplan 1999 oder dem EPCOS-Aktienoptionsplan 2004 aus den bedingten Kapitalia nach § 4 Abs. 3 und Abs. 6 der Satzung entstehen, erst ab dem Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gewinnberechtigt. Das Gleiche gilt für Aktien, die im Laufe des Geschäftsjahres 2009 infolge der Ausübung von Wandlungsrechten aufgrund der am 16. Juli 2003 begebenen Wandelanleihe aus dem bedingten Kapital nach § 4 Abs. 4 der Satzung entstanden sind. Im Hinblick auf Dividendenansprüche aus früheren Geschäftsjahren weichen die Rechte aus diesen Aktien also von denen der anderen Aktien ab.

2. Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen der Übertragung der Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 des WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne der §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder Abs. la. WpHG nicht erfüllt werden.

3. Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent
Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent zum 30. September 2009

Die TDK Corporation, Tokio, Japan („TDK Corporation") hielt zum 30. September 2009 eine direkte Beteiligung von 50,47 Prozent (das entspricht 33.652.163 Stimmrechten) und eine indirekte Beteiligung von 45,36 Prozent (das entspricht 30.244.901 Stimmrechten) über die TDK Germany GmbH, Düsseldorf, Deutschland. Insgesamt betrug die direkte und die indirekte Beteiligung der TDK Corporation zum 30. September 2009 damit 95,82 Prozent (das entspricht 63.897.064 Stimmrechten).

Die TDK Germany GmbH, Düsseldorf, Deutschland, hielt zum 30. September 2009 eine direkte Beteiligung von 45,36 Prozent (das entspricht 30.244.901 Stimmrechten).

Entwicklungen hinsichtlich Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent nach Ende des Geschäftsjahres 2009 (30. September 2009)

Nach Ende des Geschäftsjahres 2009 (30. September 2009) haben sich folgende Entwicklungen hinsichtlich Kapitalbeteiligungen in Höhe von mehr als 10 Prozent ergeben:

Die TDK-EPC Corporation, Tokio, Japan, hielt nach ihrer Meldung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG vom 5. Oktober 2009 am 1. Oktober 2009 eine direkte Beteiligung von 50,47 Prozent (das entspricht 33.652.163 Stimmrechten) und eine indirekte Beteiligung von 45,36 Prozent über die TDK Germany GmbH, Düsseldorf, Deutschland. Insgesamt betrug die direkte und die indirekte Beteiligung der TDK-EPC Corporation am 1. Oktober 2009 damit 95,82 Prozent (das entspricht 63.897.064 Stimmrechten).

Der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 20. Mai 2009 getroffene Beschluss über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Gesellschaft auf die Hauptaktionärin TDK Corporation, Tokio, Japan, gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung gemäß §§ 327a ff. AktG wurde am 22. Oktober 2009 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen.

Mit der Eintragung des Übertragungsbeschlusses in das Handelsregister sind gemäß § 327e Abs. 3 Satz 1 AktG alle Aktien der Minderheitsaktionäre kraft Gesetzes auf die Hauptaktionärin TDK Corporation, Tokio, Japan, übergegangen.

4. Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die früheren satzungsmäßigen Rechte der Siemens AG und der Matsushita Electronic Components (Europe) GmbH, jeweils ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden, waren auf einen Zeitraum von fünf Jahren ab der Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister am 2. September 1999 befristet, haben sich also durch Zeitablauf erledigt. Seit den Wahlen zum Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung vom 14. Februar 2007 gehört dem Aufsichtsrat auch kein Mitglied der Siemens AG sowie der Matsushita Electronic Components (Europe) GmbH mehr an. Danach hat der Aufsichtsrat eine entsprechende Änderung der Satzung der Fassung nach beschlossen, durch welche die Entsendungsrechte aus dem Satzungstext gestrichen wurden.

5. Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Bis zum 22. Oktober 2009, also dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens des in Ziffer 3 (b) beschriebenen Squeeze-out, übten nach Kenntnis des Vorstands die Mitarbeiter, die Aktien der Gesellschaft hielten, ihre Stimmrechte überwiegend unmittelbar aus. Soweit Mitarbeiter, die Aktien der Gesellschaft hielten, ihre Stimmrechte durch eine Vereinigung von Belegschaftsaktionären ausüben ließen, bestand nach Kenntnis des Vorstands keine Stimmrechtskontrolle.

6. Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Änderung der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG sowie § 5 Abs. 1 der Satzung bestellt und abberufen. Danach ist hierfür der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat entscheidet über die Bestellung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder. Kommt diese Mehrheit nicht zustande, hat der Vermittlungsausschuss des Aufsichtsrats einen Vorschlag für die Bestellung zu machen, wobei danach für die Bestellung die einfache Mehrheit der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder genügt und der Aufsichtsratsvorsitzende notfalls zwei Stimmen hat, um eine Entscheidung herbeizuführen. Fehlt ein nach Gesetz oder Satzung erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen gemäß § 85 AktG gerichtlich bestellt.

Für Satzungsänderungen ist gemäß § 179 AktG die Hauptversammlung zuständig. Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist von der Hauptversammlung gemäß § 10 Abs. 4 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG auf den Aufsichtsrat übertragen worden. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung werden nach § 17 Abs. 1 der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst, sofern nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften oder der Satzung eine höhere Mehrheit erforderlich ist. Die Satzung enthält keine weiteren Bestimmungen, die für Hauptversammlungsbeschlüsse bestimmte Mehrheiten vorschreibt. Das Gesetz hingegen sieht für diverse satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung eine höhere Mehrheit zwingend vor. Insbesondere ist für Satzungsänderungen, die mit einer Änderung des Unternehmensgegenstands oder wesentlichen Kapitalmaßnahmen einhergehen, zusätzlich zur Mehrheit der abgegebenen Stimmen eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals erforderlich.

7. Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, die im Kern die Befugnis zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Ermächtigung zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft

Zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft ist der Vorstand nach Maßgabe der §§ 71ff. AktG befugt. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Februar 2008 wurde die Gesellschaft bis 12. August 2009 ermächtigt, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Genehmigtes Kapital

Nach § 4 Abs. 2 der Satzung war der Vorstand bis zum 10. Februar 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um insgesamt 13.020.000 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2004). Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Bedingte Kapitalia

Durch die Hauptversammlungsbeschlüsse vom 6. März 2002 und vom 11. Februar 2004 bestanden bedingte Kapitalia in Höhe von 13.000.000 EUR für die Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen (Bedingtes Kapital 2002/I in Höhe von 6.500.000 EUR sowie Bedingtes Kapital 2004/I in Höhe von 6.500.000 EUR).

Am 16. Juli 2003 begab die Gesellschaft (als Garantin) durch ihre Tochtergesellschaft EPCOS Netherlands B.V. (als Anleiheschuldnerin; früher: EPCOS Finance B.V.) eine Wandelanleihe in Höhe von nominal 126.425.000 EUR, die mit 2,5 Prozent verzinst wurde. Die Inhaber dieser Wandelanleihe konnten diese in maximal 6.500.000 Aktien der Gesellschaft umwandeln. Im Laufe des Geschäftsjahres 2009 wurde von Inhabern der am 16. Juli 2003 begebenen Wandelanleihe Wandlungsrechte ausgeübt, die zum Bezug von Aktien berechtigten. An diese Inhaber wurden infolge der Ausübung von Wandlungsrechten insgesamt 218.270 Stück neue, auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien der Gesellschaft ausgegeben. Durch die Ausgabe dieser neuen Aktien wurde das Grundkapital der Gesellschaft um 218.270 EUR erhöht, während das Bedingte Kapital 2002/I um 218.270 EUR verringert wurde.

Die Hauptversammlung vom 11. Februar 2004 hat den Vorstand bis zum 10. Februar 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag bis zu 500.000.000 EUR mit einer Laufzeit von längstens fünfzehn Jahren zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 6.500.000 EUR zu gewähren. Zur Bedienung der Wandlungs- und Optionsrechte war nach § 4 Abs. 5 der Satzung ein bedingtes Kapital in Höhe von 6.500.000 EUR (Bedingtes Kapital 2004/I) vorgesehen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht. Das Bedingte Kapital 2004/I blieb mithin unverändert.

Die Gesellschaft verfügte durch die Hauptversammlungsbeschlüsse vom 28. September 1999 und vom 11. Februar 2004 über bedingte Kapitalia in Höhe von insgesamt 4.960.000 EUR für die Bedienung von Aktienoptionen (Bedingtes Kapital 1999/1 in Höhe von 2.480.000 EUR sowie Bedingtes Kapital 2004/II in Höhe von 2.480.000 EUR).

Im Laufe des Geschäftsjahres 2007 wurden nach Ausübung von Aktienoptionen 17.000 Stück neue auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien der Gesellschaft ausgegeben. Durch die Ausgabe dieser neuen Aktien wurde das Grundkapital der Gesellschaft um 17.000 EUR erhöht, während das durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. September 1999 geschaffene Bedingte Kapital 1999/I um 5.000 EUR und das durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Februar 2004 geschaffene Bedingte Kapital 2004/II um 12.000 EUR verringert wurde.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2008 wurden nach Ausübung von Aktienoptionen 1.114.000 Stück neue auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien der Gesellschaft ausgegeben. Durch die Ausgabe dieser neuen Aktien wurde das Grundkapital der Gesellschaft um 1.114.000 EUR erhöht, während das Bedingte Kapital 1999/I um 496.000 EUR und das Bedingte Kapital 2004/I um 618.000 EUR verringert wurde.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2009 wurden nach Ausübung von Aktienoptionen 33.000 Stück neue auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien der Gesellschaft ausgegeben. Durch die Ausgabe dieser neuen Aktien wurde das Grundkapital der Gesellschaft um insgesamt 33.000 EUR erhöht, während das Bedingte Kapital 1999/I um 33.000 EUR verringert wurde.

Damit beträgt das Grundkapital der Gesellschaft zum 30. September 2009 66.682.270 EUR, das Bedingte Kapital 1999/I 1.946.000 EUR, das Bedingte Kapital 2002/I 6.281.730 EUR, das Bedingte Kapital 2004/II 1.850.000 EUR und das Bedingte Kapital 2004/I 6.500.000 EUR.

Die Ermächtigungen im Rahmen der EPCOS-Aktienoptionspläne 1999 und 2004, Bezugsrechte auf Aktien auszugeben, sind inzwischen erloschen. Die Anzahl der im Rahmen dieser Aktienoptionspläne jeweils ausgegebenen Optionen sowie die Anzahl der davon zum 30. September 2009 bereits verfallenen oder ausgeübten Optionen ist im Konzernanhang unter Punkt 6.28 dargestellt.

8. Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Die Gesellschaft war Garantin für die von ihrer Tochtergesellschaft EPCOS Netherlands B.V. (früher: EPCOS Finance B.V.) am 16. Juli 2003 emittierten Wandelanleihe in Höhe von nominal 126.425.000 EUR. Die Anleihebedingungen sahen das Recht der Anleihegläubiger vor, im Falle einer Änderung der Kontrolle (§ 17 der Anleihebedingungen) der Gesellschaft die vorzeitige Rückzahlung einzelner oder aller ihrer Schuldverschreibungen zu verlangen. Nach dem Erwerb der Mehrheit der EPCOS-Aktien durch die TDK Corporation, der TDK Hong Kong Co. Ltd. und der TDK Germany GmbH im Oktober 2008 entschieden sich einige wenige Inhaber der Wandelanleihe zum Wandel in EPCOS-Aktien, weit mehr zur vorzeitigen Tilgung. An die Inhaber der Wandelanleihe, die für die Wandlung optiert hatten, wurden in der Folge insgesamt 218.270 Stück neue, auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien der Gesellschaft ausgegeben. An die Inhaber der Wandelanleihe, die Tilgung verlangt hatten, wurden von EPCOS Zahlungen in Höhe von insgesamt 121.003.000 EUR geleistet. Die danach noch ausstehenden Wandelanleihen wurden von der Gesellschaft gemäß den Anleihebedingungen am 28. Januar 2009 vorzeitig getilgt. Es stehen daher keine Wandelanleihen mehr aus.

Die Gesellschaft verfügte seit 10. November 2004 über eine bis November 2009 vereinbarte syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 250.000.000 EUR. Ihre Vertragsbedingungen verpflichteten die Gesellschaft, eine Verschmelzung oder ähnliche Transaktion mit einem Dritten nur unter bestimmten Voraussetzungen herbeizuführen, welche die Kreditwürdigkeit der daraus hervorgehenden Einheit sichern sollten. Von der Kreditfazilität wurden 180 Millionen EUR in Anspruch genommen. Da der Zusammenschluss mit TDK der Gesellschaft eine Finanzierung zu wesentlich günstigeren Konditionen ermöglicht, wurde die Kreditfazilität von der Gesellschaft zum 18. September 2009 gekündigt und der in Anspruch genommene Betrag wieder zurückgeführt.

Die TDK Germany GmbH als herrschendes Unternehmen und die Gesellschaft als abhängiges Unternehmen haben am 24. März 2009 einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen. Der Beherrschungsvertrag wurde mit seiner Eintragung im Handelsregister am 29. Oktober 2009 wirksam. Die Vertragsbedingungen sehen vor, dass die Vertragspartner den Beherrschungsvertrag aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen können, wenn die TDK Germany GmbH und mit der TDK Germany GmbH im Sinne des § 15 AktG verbundene Unternehmen nicht mehr die Mehrheit der Stimmrechte aus Anteilen an der Gesellschaft halten.

9. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Die EPCOS AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

Erklärung des Vorstands gemäß § 312 Abs. 3 Satz 3 AktG

Ihren veröffentlichten Stimmrechtsmitteilungen entsprechend hielt die TDK Corporation, Tokio, Japan, im Zeitraum vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 zusammen mit Tochtergesellschaften, deren Stimmen ihr nach §16 Abs. 4 AktG zuzurechnen waren, zu jeder Zeit einen Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG, der gemäß § 17 Abs. 2 AktG zur Einstufung der EPCOS AG als einem von der TDK Corporation abhängigen Unternehmen führte. Am letzten Tag des vorgenannten Zeitraums, dem 30. September 2009, hielt die TDK Corporation zusammen mit der TDK Germany GmbH, deren Stimmen ihr nach § 16 Abs. 4 AktG zugerechnet wurden, an der EPCOS AG insgesamt einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 95,82 Prozent.

Da vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 zwischen der EPCOS AG und der TDK Corporation oder einer ihrer Tochtergesellschaften auch kein nach den Regelungen des § 294 Abs. 2 AktG wirksam gewordener Beherrschungsvertrag bestand, hat der Vorstand der EPCOS AG gemäß § 312 Abs. 1 AktG für das Geschäftsjahr 2008/2009 einen Bericht über die Beziehungen der EPCOS AG zu verbundenen Unternehmen aufzustellen.

Der Vorstand hat seinen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin erklärt, „dass die EPCOS AG, München, bei jedem Rechtsgeschäft und jeder Maßnahme, die getroffen oder unterlassen wurde und Gegenstand dieses Abhängigkeitsberichts ist, eine angemessene Gegenleistung erhielt oder, soweit die Gesellschaft durch solche vorgenannten Rechtsgeschäfte oder Maßnahmen Nachteile hinzunehmen hatte, diese ausgeglichen wurden. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

Nachtragsbericht

Gründung der TDK-EPC Corporation

Am 1. Oktober 2009 wurde in Japan die TDK-EPC Corporation (kurz: TDK-EPC) gegründet. Sie ist Ergebnis der Ausgründung des Geschäfts mit passiven elektronischen Bauelementen - und damit einer Kernaktivität - aus der TDK Corporation. Die TDK Corporation und zwei ihrer Tochtergesellschaften halten seit Ende Oktober 2009 alle Aktien der EPCOS AG. TDK-EPC ist für das zusammengeführte Bauelementegeschäft von TDK und EPCOS verantwortlich.

Stimmrechtsmeldungen nach dem 30. September 2009

Die TDK-EPC Corporation, Tokio, Japan, hielt nach ihrer Meldung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG vom 5. Oktober 2009 am 1. Oktober 2009 eine direkte Beteiligung von 50,47 Prozent (das entspricht 33.652.163 Stimmrechten) und eine indirekte Beteiligung von 45,36 Prozent über die TDK Germany GmbH, Düsseldorf, Deutschland.

Übertragung von Aktien gegen Barabfindung

Am 22. Oktober 2009 wurde die auf der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der EPCOS AG auf die TDK Corporation gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung ins Handelsregister eingetragen. Im Zuge dieses sogenannten Squeeze-out wurden alle ausstehenden Aktien auf die TDK Corporation gegen eine Barabfindung in Höhe von 18,14 EUR übertragen.

Einstellung der Börsennotierung

Als Folge der am 22. Oktober 2009 ins Handelsregister eingetragen Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der EPCOS AG auf die TDK Corporation gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung wurde die Börsennotierung der EPCOS-Aktien Anfang November an allen deutschen Börsenplätzen eingestellt.

Beherrschungsvertrag mit TDK

Am 29. Oktober 2009 wurde der am 24. März 2009 abgeschlossene Beherrschungsvertrag mit der TDK Germany GmbH in das Handelsregister eingetragen. Der Beherrschungsvertrag wurde ab dem Zeitpunkt der Eintragung wirksam.

Der Lagebericht und Konzernlagebericht enthält in Bezug auf die Geschäftsergebnisse, die finanzielle Situation, die Strategie und die Pläne von EPCOS Aussagen, die in die Zukunft gerichtet sind. Diese Aussagen sind durch Formulierungen wie »dürften«, »anstreben«, »beabsichtigen«, »davon ausgehen«, »erwarten«, »werden« oder vergleichbare Begriffe erkennbar. Solche vorausschauende Aussagen basieren auf einer Vielzahl von Annahmen, die sich als unrichtig erweisen können. Sie unterliegen außerdem einer Vielzahl äußerer Risikofaktoren, die EPCOS nur sehr bedingt beeinflussen kann. Das können zum Beispiel geringeres Wachstum in bedeutenden Märkten oder Veränderungen in unseren Abnehmerbranchen, in den Beziehungen zu unseren Kunden, in der Durchführbarkeit von Kostensenkungen oder in allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Bedingungen sein. Eine Aktualisierung der in die Zukunft gerichteten Aussagen durch EPCOS ist weder geplant noch übernimmt EPCOS die Verpflichtung dazu.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

München, den 25. November 2009

Der Vorstand

Pegam

Dr. Faber

Zichlarz

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns („Lagebericht und Konzernlagebericht") der EPCOS AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

München, 25. November 2009

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Broschulat, Wirtschaftsprüfer

Müller, Wirtschaftsprüfer

Geschäftsjahr 2009

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2008/2009 war zum einen geprägt von der weltweiten Wirtschaftskrise, die die Geschäftsentwicklung von EPCOS sehr negativ beeinflusst hat, zum anderen vom Zusammenschluss mit TDK, der reibungslos und zur Zufriedenheit der weit überwiegenden Mehrzahl der bisherigen EPCOS-Aktionäre verlaufen ist.

Die Wirtschaftskrise hat EPCOS besonders hart im Geschäft mit der Automobilindustrie, aber auch hinsichtlich der Nachfrage aus allen anderen Abnehmerbranchen getroffen. Ein im Geschäftsjahr 2008/2009 zu verzeichnender Umsatzrückgang gegenüber Vorjahr in Höhe von 22 % und ein Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 79 Millionen Euro unterstreichen diese Feststellungen. Das Unternehmen hat sich allerdings schnell und konsequent auf die widrigen Rahmenbedingungen eingestellt. So konnten im letzten Quartal des abgelaufenen ebenso wie im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres bereits wieder positive EBIT-Werte erzielt werden. Nun gilt es, die Ertragskraft von EPCOS nachhaltig auf ein Niveau zu heben, das den Erwartungen des Unternehmens und seiner Eigentümer entspricht. Das Erreichen dieses Ziels wird bis zu einem gewissen Grad von der konjunkturellen Entwicklung abhängen. Von entscheidender Bedeutung in diesem Zusammenhang wird aber auch sein, inwieweit es gelingen wird, den Zusammenschluss mit TDK auf operativer Ebene optimal umzusetzen. Die Voraussetzungen dafür wurden mit Gründung der „TDK-EPC Corporation" in Japan als der neuen Dachgesellschaft für das vereinte Bauelementegeschäft von TDK und EPCOS sowie der Eintragung des „Squeeze-outs" im Oktober 2009 geschaffen. Die ersten Schritte, um ein Maximum der bei TDK und EPCOS zweifellos reichlich vorhandenen Synergiepotentiale zu heben, sind unternommen und stimmen optimistisch. Der Großteil dieser Aufgabe liegt aber noch vor uns. Ihrer Bewältigung muss sich das Unternehmen in der kommenden Zeit mit ganzer Konzentration widmen.

Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft, über deren Risikolage und Risikomanagement sowie über alle wesentlichen Vorhaben und Planungen mündlich und schriftlich informiert. Über die Abweichungen des Geschäftsverlaufs von Plänen und Zielvorgaben haben wir mit dem Vorstand ausführlich diskutiert und beraten. Alle Angelegenheiten, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden diesem vorgelegt. Daneben standen insbesondere der Vorsitzende des Vorstands, aber auch die anderen Mitglieder des Gremiums laufend mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden in Kontakt, um mit ihm wesentliche Pläne, anstehende Entscheidungen und wichtige Vorkommnisse zu erörtern. Auf dieser Grundlage haben wir die Führung der Geschäfte des Unternehmens sorgfältig überwacht und sind unseren Beratungsaufgaben nachgekommen.

Im Berichtszeitraum fanden sieben Sitzungen des Aufsichtsrats statt. In diesen Sitzungen standen die Erörterung des durch die Wirtschaftskrise unter den Erwartungen gebliebenen Geschäftsverlaufes sowie die dadurch erforderlichen Anpassungsmaßnahmen im Vordergrund. Im Vorfeld der Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 beschäftigte sich das Gremium auch intensiv mit dem Squeeze Out-Verlangen der TDK Corporation und dem Beherrschungsvertrag zwischen der TDK Germany GmbH und der EPCOS AG sowie den im Zusammenhang damit angebotenen Abfindungen und Ausgleichszahlungen für die Aktionäre. Außerdem haben wir im Berichtszeitraum alle Themen, die uns zur Zustimmung vorgelegt wurden, darunter insbesondere die Budget- und Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2008/2009, eingehend mit dem Vorstand diskutiert.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtszeitraum sechs Mal. Wie immer befasste er sich dabei unter kontinuierlicher Hinzuziehung des Abschlussprüfers in erster Linie mit der Prüfung der Quartalsabschlüsse und des Halbjahreszwischenabschlusses des Konzerns sowie der Vorbereitung der Verabschiedung der Jahresabschlüsse der EPCOS AG und des Konzerns durch den Aufsichtsrat. Wichtige Themen der Ausschusssitzungen waren auch die Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und die Festlegung seiner Prüfungsschwerpunkte, die Vorbereitung des Zustimmungsbeschlusses des Aufsichtsrats zur Budget und Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2008/2009 sowie die Gestaltung der Prüfungspläne der internen Unternehmensrevision.

Der Präsidialausschuss trat während des abgelaufenen Geschäftsjahres zwei Mal zusammen. In den entsprechenden Sitzungen standen hauptsächlich Fragen zur Festlegung der Vorstandsvergütung sowie die Vorbereitung von Plenumsbeschlüssen über Vorstandsbestellungen auf der Tagesordnung.

Der gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG gebildete Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden. Gleiches gilt für den nach den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex eingerichteten Nominierungsausschuss.

Interessenskonflikte in der Person einzelner Mitglieder des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse sind nicht aufgetreten.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Wie bereits im letzten Bericht des Aufsichtsrats erwähnt, wurde Herr Joachim Zichlarz mit Wirkung ab 1. April 2009 in den Vorstand der EPCOS AG bestellt und ist seither für das Ressort „Finanzen" verantwortlich. Der bisherige Finanzvorstand, Herr Helmut König, schied mit Ende seiner Bestelldauer Ende März 2009 aus dem Vorstand der EPCOS AG aus. Der Aufsichtsrat dankt Herrn König für seinen Einsatz zum Wohle des Unternehmens.

Im Aufsichtsrat fanden im Geschäftsjahr 2008/2009 drei Umbesetzungen statt. Herr Andreas Strobel, einer der Repräsentanten der IG Metall im Aufsichtsrat, legte sein Mandat Ende Oktober 2008 nieder. Als sein Nachfolger wurde Herr Hans-Jörg Napravnik, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Heidenheim, mit Wirkung ab 27. November 2008 vom Amtsgericht München als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der EPCOS AG bestellt. Mitte Dezember 2008 legten die von der Hauptversammlung als Aktionärsvertreter gewählten Herren Dr. Wolf-Dieter Bopst und Joachim Reinhart ihre Ämter nieder. Nach Ausscheiden beider Herren wurden die Herren Takehiro Kamigama, President and Chief Executive Officer (CEO) der TDK Corporation, und Shiro Nomi, General Manager der Abteilung Unternehmensstrategie der TDK Corporation, zunächst vom Amtsgericht München in den Aufsichtsrat bestellt und dann in der Folge von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 auch in das Gremium gewählt. Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Bopst, posthum bei Herrn Reinhart, der noch im Dezember 2008 zu unserem großen Bedauern verstorben ist, und bei Herrn Strobel für die langjährige und konstruktive Zusammenarbeit sowie für ihr engagiertes Wirken im Sinne des Unternehmens.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der EPCOS AG zum 30. September 2009 und der Konzernabschluss gleichen Stichtags wurden, ebenso wie der mit dem Lagebericht der EPCOS AG zusammengefasste Konzernlagebericht, von Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Ernst & Young hat den vorgenannten Unterlagen den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und der Aufsichtsrat haben die Abschlüsse und den Lagebericht auch selbst geprüft. Ergänzend hat der Aufsichtsrat Ernst & Young beauftragt, die Wirksamkeit des EPCOS-internen Systems zur Kontrolle der Finanzberichterstattung des Unternehmens in Anlehnung an die Anforderungen des US-amerikanischen Sarbanes Oxley Act Section 404 (SOA 404) zu auditieren. Die Prüfung hat ergeben, dass EPCOS diesbezüglich in allen wesentlichen Belangen über ein wirksames Kontrollsystem verfügt.

Die vorgenannten Unterlagen sowie die Berichte von Ernst & Young über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf übermittelt. Sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 11. Dezember 2009 als auch in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom selben Tage wurden diese Unterlagen jeweils in Anwesenheit und unter Einbeziehung des Abschlussprüfers erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über seine Abschlussprüfung und deren wesentliche Ergebnisse und führte im Rahmen dessen auch aus, dass von ihm keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems festgestellt worden seien. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat hatten gegen die ihnen vorgelegten Unterlagen keine Einwendungen und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben auch den Vorschlag des Vorstands geprüft, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag zu.

Darüber hinaus hat der Vorstand seinen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt und zusammen mit dem hierzu vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsbericht dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat hierzu folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, oder Nachteile ausgeglichen worden sind,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.”

Der Abschlussprüfer hat auch an den Verhandlungen von Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat über den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner diesbezüglichen Prüfung berichtet. Die Überprüfungen des Berichts des Vorstands und des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers durch Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat gaben auch hier keinen Anlass zu Beanstandungen; Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat schließen sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers an. Gegen die Erklärung des Vorstands nach § 312 Abs. 3 AktG am Schluss des Berichts über die Beziehungen der EPCOS AG zu verbundenen Unternehmen erhebt der Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeitern, den Betriebsräten und dem Vorstand für die geleistete Arbeit.

 

München, im Januar 2010

Klaus Ziegler, Vorsitzender des Aufsichtsrats