![]() EPCOS AGMünchenKonzernabschluss zum 31. März 2012Geschäftsbericht 2012 Lagebericht und Konzernlagebericht Konzernabschluss Bestätigungsvermerk INHALTSVERZEICHNIS Lagebericht und Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Bestätigungsvermerk Lagebericht und Konzernlagebericht Jahresabschluss 31. März 2012der EPCOS AG, MünchenDieser Geschäftsbericht enthält in Bezug auf die Geschäftsergebnisse, die finanzielle Situation, die Strategie und die Pläne von EPCOS Aussagen, die in die Zukunft gerichtet sind. Diese Aussagen sind durch Formulierungen wie »dürften«, »anstreben«, »beabsichtigen«, »davon ausgehen«, »erwarten«, »werden« oder vergleichbare Begriffe erkennbar. Solche vorausschauende Aussagen basieren auf einer Vielzahl von Annahmen, die sich als unrichtig erweisen können. Sie unterliegen außerdem einer Vielzahl äußerer Risikofaktoren, die EPCOS nur sehr bedingt beeinflussen kann. Das können zum Beispiel geringeres Wachstum in bedeutenden Märkten oder Veränderungen in Abnehmerbranchen, in Kundenbeziehungen, in der Durchführbarkeit von Kostensenkungen oder in allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Bedingungen sein. Eine Aktualisierung der in die Zukunft gerichteten Aussagen durch EPCOS ist weder geplant noch übernimmt das Unternehmen die Verpflichtung dazu. Lagebericht und Konzernlagebericht der EPCOS AG, München Jahresabschluss 31. März 2012 ALLGEMEINESDie EPCOS AG ist ein führender Hersteller elektronischer Bauelemente, Module und Systeme mit Sitz in München, Deutschland. Mit seinem breit gefächerten Portfolio bietet EPCOS ein umfassendes Produkt- und Leistungsangebot aus einer Hand. Das Unternehmen konzentriert sich auf schnell wachsende und technologisch anspruchsvolle Märkte auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik, Automobil-, Industrie- und der Konsum-Elektronik. EPCOS verfügt über Entwicklungs- und Fertigungsstandorte sowie Vertriebsbüros in Europa, Asien, Nord- und Südamerika. Elektronische Bauelemente befinden sich in jedem elektrischen und elektronischen Gerät. In Mobiltelefonen, Notebooks und Fernsehgeräten etwa übernehmen sie genauso Schlüsselfunktionen wie in Kraftfahrzeugen, Waschmaschinen und Energiesparlampen, in industriellen Werkzeugmaschinen oder in Lokomotiven und Windkraftanlagen. EPCOS Produkte verarbeiten elektrische Signale, schützen elektronische Schaltungen und sichern deren störungsfreien Betrieb. In einem Auto beispielsweise können bis zu 10.000 elektronische Bauelemente verbaut sein. Historie EPCOS war aus dem 1989 von Siemens und Matsushita gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Siemens Matsushita Components entstanden und ging 1999 in Frankfurt und New York an die Börse. Der Handel an der New York Stock Exchange wurde 2007 eingestellt. Am 1. Oktober 2009 wurde EPCOS mit dem Bauelementegeschäft von TDK unter dem Dach der in Japan gegründeten TDK-EPC Corporation (kurz: TDK-EPC) zusammengeführt. Die Börsennotierung von EPCOS an allen deutschen Börsenplätzen endete Anfang November 2009. Die TDK-EPC Corporation und die TDK Germany GmbH halten seit März 2010 alle Aktien der EPCOS AG. Geschäftsjahr und Berichterstattung Der Berichtszeitraum der EPCOS AG erstreckt sich jeweils vom 1. April bis zum 31. März des darauf folgenden Kalenderjahres, das Geschäftsjahr 2012 umfasst also den Zeitraum vom 1. April 2011 bis 31. März 2012. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2011 nutzt EPCOS anstelle des EBIT die Kenngröße Operating Profit und hat damit seine Finanzberichterstattung an jene der TDK Corporation angepasst. Der Operating Profit ist definiert als das Bruttoergebnis vom Umsatz abzüglich der Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. KONZERNAbschwächende Konjunktur belastet Geschäftsentwicklung
Die globale Konjunktur hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2012 zusehends eingetrübt. Verantwortlich dafür waren in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraums vor allem die Staatsschuldenkrisen und Finanzmarktturbulenzen im Euroraum sowie in den USA. Die daraus erwachsenen Rezessionsängste führten weltweit zu einer deutlichen Abschwächung der Nachfrage. In der Folge ging der Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen über nahezu alle Abnehmerbranchen und Regionen hinweg zum Teil erheblich zurück. Umsatz Im Vergleich zu dem außerordentlich guten Geschäftsjahr 2011 verringerte sich im Berichtsjahr der EPCOS Umsatz insgesamt um 6 Prozent auf rund 1,8 Milliarden EUR (Vorjahr: 1,9 Mrd. EUR). Am stärksten zurück ging der Umsatz im Geschäft mit Produkten für die Informations- und Kommunikationstechnik, wo ein Minus von rund 20 Prozent verzeichnet wurde. Der Umsatz mit Bauelementen und Lösungen für die Konsum-Elektronik war um 16 Prozent rückläufig. Stabil entwickelte sich der Umsatz mit Produkten für die Industrie-Elektronik. Gleiches gilt für das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren sowie das Geschäft, das keiner der EPCOS Abnehmerbranchen eindeutig zugeordnet werden kann. Positiv entwickelte sich dagegen der Umsatz mit Produkten für die Automobil-Elektronik; der dabei erzielte Anstieg um 8 Prozent konnte den Umsatzrückgang bei anderen Geschäften allerdings nicht ausgleichen. Ergebnis EPCOS konnte im Geschäftsjahr 2012 ein positives operatives Ergebnis erzielen. Der Operating Profit belief sich auf plus 49 Millionen EUR (Vorjahr: 171 Mio. EUR). Wesentliche Gründe für den Rückgang gegenüber Vorjahr waren der geringere Umsatz, ein ungünstigerer Produktmix sowie der wieder stärkere Preisverfall. Der Jahresfehlbetrag belief sich auf 1 Million EUR (Vorjahr: 143 Mio. EUR Überschuss; darin hatte auch der Ertrag aus der Nutzungsüberlassung einer Softwarelösung an TDK in Höhe von knapp 20 Millionen EUR nach Abzug der Quellensteuer positiv gewirkt). Investitionen EPCOS hat im Berichtsjahr 221 Millionen EUR in Anlagevermögen investiert. Damit lagen die Investitionen um 12 Prozent über dem Vorjahreswert (197 Mio. EUR), und sie überstiegen den Wert der Abschreibungen, welcher im abgelaufenen Geschäftsjahr 134 Millionen EUR betrug (Vorjahr: 130 Mio. EUR). Trotz der im Verlauf des Berichtszeitraums sich abschwächenden Nachfrage war es für EPCOS notwendig, das hohe Investitionsvolumen aufrecht zu erhalten. Es war Voraussetzung dafür, die Qualität der Prozesse und Produkte weiter zu verbessern und somit die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken sowie zukünftiges Wachstum zu sichern. Investiert wurde vor allem in moderne Fertigungslinien für neue Produkte aber auch in solche für bestehende Produkte für Anwendungen mit absehbar überdurchschnittlichem Wachstumspotential. Darüber hinaus hat EPCOS bei bestehenden Produkten auch in Maßnahmen zur Steigerung des Automatisierungsgrades und zur weiteren Kostensenkung investiert. Der größte Investitionsanteil entfiel auf die Oberflächenwellen-Komponenten, gefolgt von Kondensatoren und Induktivitäten. Mit 213 Millionen EUR wurde fast die gesamte Investitionssumme für Sachanlagen aufgewendet. Dazu zählt der Kauf von Fertigungsanlagen genauso wie die Fertigstellung neuer Fabrikgebäude. Bei dem Restbetrag in Höhe von rund 8 Millionen EUR handelt es sich überwiegend um die Aktivierung von Entwicklungskosten. GESCHÄFTSSEGMENTEStarker Umsatz- und Ergebnisrückgang bei OFW-Komponenten Kennzahlen nach Geschäftssegmenten
Zusammenfassung In den drei EPCOS Geschäftssegmenten hat sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 uneinheitlich entwickelt: Während er bei den Kondensatoren und Induktivitäten um 4 Prozent auf 876 Millionen EUR gesteigert werden konnte (Vorjahr: 839 Mio. EUR), ging das Geschäft mit Oberflächenwellen-Komponenten (OFW-Komponenten) sowie mit Keramischen Bauelementen zurück: Im Segment Keramische Bauelemente sank der Umsatz — nach wachstumsstarkem Vorjahr — um 6 Prozent auf 421 Millionen EUR (Vorjahr: 447 Mio. EUR), der Umsatz mit Oberflächenwellen-Komponenten ging um 21 Prozent auf 490 Millionen EUR stark zurück (Vorjahr: 620 Mio. EUR). Entsprechend deutlich hat sich im Berichtszeitraum die Aufteilung des Umsatzes auf die Segmente verschoben: Der Umsatzanteil, der auf das Geschäft mit Kondensatoren und Induktivitäten entfällt, wuchs gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 5 Prozentpunkte auf 49 Prozent (Vorjahr: 44%); dieses Segment leistete damit erneut den größten Beitrag zum Gesamtumsatz des Unternehmens. Der Anteil des Geschäfts mit OFW-Komponenten sank dagegen um 6 Prozentpunkte auf 27 Prozent (Vorjahr: 33%). Der Umsatzanteil der Keramischen Bauelemente stieg um 1 Prozentpunkt auf 24 Prozent (Vorjahr: 23%). Mit einem Operating Profit bei den Kondensatoren und Induktivitäten in Höhe von 55 Millionen EUR (Vorjahr: 68 Mio. EUR) konnte dieses Segment erneut den größten Anteil zum Konzernergebnis beigetragen und dabei eine Operating-Profit-Marge von 6,3 Prozent erwirtschaften. Die beste Marge in Höhe von 8,8 Prozent erzielte, wie im Vorjahr, das Segment Keramische Bauelemente; der Operating Profit betrug hier plus 37 Millionen EUR (Vorjahr: plus 57 Mio. EUR). Bei den OFW-Komponenten sank der Operating Profit auf minus 43 Millionen EUR (Vorjahr: plus 46 Mio. EUR), was im Wesentlichen durch den hier stärksten Umsatzrückgang bedingt war. Die Geschäftssegmente im Einzelnen 1. Kondensatoren und Induktivitäten
Umsatz Das Geschäftssegment Kondensatoren und Induktivitäten konnte im Geschäftsjahr 2012 seinen Umsatz um 4 Prozent auf 876 Millionen EUR steigern (Vorjahr: 839 Mio. EUR). Grund für die positive Umsatzentwicklung war das gute Geschäft mit Kondensatoren, das Geschäft mit Induktivitäten verlief stabil. Kondensatoren Im Geschäft mit Kondensatoren war es erneut vor allem die Nachfrage aus der Industrie-Elektronik, die zu dem Umsatzwachstum beigetragen hat. Besonders gefragt waren Aluminium-Elektrolyt- und Folien-Kondensatoren für den Einsatz etwa in Systemen zur regenerativen Energieerzeugung und zur Energieübertragung sowie in Anwendungen zur Steigerung der Energieeffizienz. Außerdem sind bei den Kondensatoren die Umsätze mit Produkten für die Automobil-Elektronik gestiegen. Gut entwickelte sich auch das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren. Induktivitäten Die Umsatzentwicklung bei den Induktivitäten verlief insgesamt stabil. Vor allem Bauelemente für die Automobil-Elektronik wurden stark nachgefragt. Für diese Abnehmerbranche bietet EPCOS unter anderem Drosseln, die in Kraftfahrzeugen für den störungsfreien Datenaustausch zwischen einer Vielzahl elektronischer Steuergeräte benötigt werden. Die Nachfrage von Kunden aus der Industrie-Elektronik hingegen war — nach dem sehr guten Vorjahr — insgesamt rückläufig. Ebenfalls schwächer als im Vorjahr war der Bedarf an induktiven Bauelementen für Anwendungen in der Konsum-Elektronik sowie der Informations- und Kommunikationstechnik. Und auch das Geschäft mit den Bauelemente-Distributoren ging im Berichtszeitraum zurück. Ergebnis EPCOS konnte im Berichtszeitraum im Segment Kondensatoren und Induktivitäten einen Operating Profit in Höhe von 55 Millionen EUR verzeichnen (Vorjahr: 68 Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr haben sowohl gestiegene Rohmaterialpreise als auch Personalkostensteigerungen, speziell in China das Ergebnis überproportional belastet. 2. OFW-Komponenten
Der Umsatz mit OFW-Komponenten sank im Geschäftsjahr 2012 um 21 Prozent auf 490 Millionen EUR (Vorjahr: 620 Mio. EUR). Dies war vor allem in dem stark rückläufigen Umsatz mit Hochfrequenz-Filterprodukten für Mobiltelefone begründet. Im Segment OFW-Komponenten bedient EPCOS den sehr schnelllebigen Mobilfunkmarkt hauptsächlich mit applikations- und kundenspezifischen Produkten. Im Berichtsjahr kam es bei den Mobiltelefonherstellern zu deutlichen Verschiebungen der Marktanteile, wodurch der tatsächliche Bauelementebedarf eines großen Kunden erheblich niedriger ausfiel als von ihm vorhergesehen. Bei EPCOS führte dies vor allem im OFW-Segment zu Umsatzausfällen bei kundenspezifischen Filtern und Modulen. Die zugehörigen, kurzfristig frei gewordenen Fertigungsanlagen konnten auch nicht umgehend mit Aufträgen anderer Kunden ausgelastet werden. Integrierte Hochfrequenzprodukte Nahezu 40 Prozent des Segmentumsatzes entfielen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Module, die überwiegend in Smartphones eingesetzt werden, also in besonders umfangreich mit Leistungsmerkmalen und Komfortfunktionen ausgestatteten Mobiltelefonen. Nachdem im Berichtsjahr die Nachfrage aus diesem Anwendungsbereich deutlich hinter den Erwartungen blieb, geht EPCOS für das laufende Geschäftsjahr von einem anziehenden Modulgeschäft aus — inzwischen stehen neue, und hier insbesondere Smartphone-Projekte von Kunden kurz vor dem Hochlauf der Massenproduktion. Für diese High-End-Mobilfunkgeräte bietet EPCOS neben Einzelfiltern und Duplexern ein immer breiteres Portfolio integrierter Hochfrequenzprodukte wie etwa keramische Frontend-Module. Darüber hinaus umfasst die EPCOS Produktpalette auch Module für den ESD-/EMI-Schutz1 von Mobiltelefonen; Kunden können damit in der Entwicklung ihrer neuen Geräte teurere Halbleiterbauelemente ersetzen.
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ESD: Electrostatic Discharge; EMI: Electromagnetic Interference Multimedia- und Mobilfunk-Filter Der Umsatz mit Multimedia- und mit Mobilfunk-Filtern ist im Berichtsjahr in Summe ebenfalls deutlich gesunken. Während das Geschäft mit Multimedia-Filtern davon geprägt war, dass diese Produkte in Fernsehgeräten und Set-Top-Boxen immer stärker durch Halbleiterlösungen ersetzt werden, waren die Mobilfunk-Filter von dem genannten Nachfrageeinbruch bei OFW-Komponenten für Smartphones betroffen. Auch bei den Mobilfunk-Filtern geht EPCOS für das laufende Geschäftsjahr davon aus, dass die Nachfrage steigen wird und das Unternehmen davon profitieren kann, dass es bei High-End-Mobiltelefonen noch besser positioniert ist als in einfacheren Mobilfunkgeräten — im Vergleich zu letzteren beispielsweise benötigen Smartphones mehr OFW-Filter pro Gerät. Zudem bietet EPCOS für die höherwertigen Mobiltelefone eine Reihe weiterer Produkte, etwa die weltweit kleinsten digitalen MEMSMikrofone. Sie sind eine innovative Lösung für die Geräuschunterdrückung in Mobiltelefonen oder Headsets, die selbst bei Lärmkulissen ein klares Klangbild schafft. Ergebnis Im Segment OFW-Komponenten ging im Geschäftsjahr 2012 der Operating Profit auf minus 43 Millionen EUR erheblich zurück (Vorjahr: plus 46 Mio. EUR). Diese Entwicklung war im Wesentlichen durch den starken Preisverfall und den Umsatzrückgang bedingt, sowie durch gestiegene Kosten für die Entwicklung und den Anlauf neuer Produkte. 3. Keramische Bauelemente
Umsatz Im Geschäftssegment Keramische Bauelemente sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 — nach einem wachstumsstarken Vorjahr — um 6 Prozent auf 421 Millionen EUR (Vorjahr: 447 Mio. EUR). Lediglich im Geschäft mit Produkten für die Automobil-Elektronik konnte EPCOS erneut leichte Zuwächse erzielen. Schutzbauelemente Die Nachfrage nach Schutzbauelementen schwächte sich zwar ab, bewegte sich aber erneut auf hohem Niveau. Diese Produkte machten weiterhin den höchsten Anteil des Segmentumsatzes aus. Zu dem breiten EPCOS Portfolio gehören unter anderem Thermistoren sowie Scheiben- und Vielschichtvaristoren. Diese temperatur- und spannungsabhängigen Widerstände kommen vor allem in der Automobil-, Industrie- und Konsumelektronik zum Einsatz und übernehmen dort entweder Schutz- oder Heizfunktionen. Zu den keramischen Schutzbauelementen zählen auch Ableiter, die insbesondere Telefonanlagen vor zu hohen Spannungen schützen, wie sie bei Blitzschlägen auftreten können. Piezo-Aktuatoren Der im Vorjahr bereits hohe Bedarf an keramischen Bauelementen für die Automobil-Elektronik stieg im Berichtsjahr nochmals leicht an, wodurch auch der Umsatz mit Piezo-Aktuatoren weiter zunahm. Diese Produkte sind Schlüsselbauelemente in Piezo-Kraftstoff-Einspritzsystemen, die in Diesel- und Benzinmotoren von Kraftfahrzeugen eine besonders effiziente und schadstoffarme Verbrennung ermöglichen. Sensoren und Sensor-Systeme Auch bei den Sensoren und Sensor-Systemen waren Produkte für die Automobil-Elektronik etwas stärker gefragt als im Vorjahr. Das Geschäft mit Produkten für die Konsum-Elektronik verlief stabil. EPCOS bietet eine sehr umfangreiche Sensorenpalette an: Temperatursensoren etwa, die beispielsweise in Maschinen messen, ob sich Betriebsflüssigkeiten wie Öl und Kühlwasser zu sehr erhitzt haben. Oder hochpräzise Sensoren zur Druckmessung in rauen Umgebungen, etwa heißen Abgasen oder Kraftstoffdämpfen. In Systemen, mit denen die Leistung, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit von Verbrennungsmotoren merklich verbessert werden kann, sind Drucksensoren von EPCOS Schlüsselbauelemente. Ergebnis Im Segment Keramische Bauelemente verringerte sich der Operating Profit im Berichtszeitraum auf 37 Millionen EUR (Vorjahr: 57 Mio. EUR). Wesentliche Ursachen dafür waren der Umsatzrückgang, der Preisverfall sowie gestiegene Materialpreise, besonders bei Metallen. ABNEHMERBRANCHENAutomobil-Elektronik nimmt weiter Fahrt auf
Die global ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führten bei EPCOS im Geschäftsjahr 2012 zu einer uneinheitlichen Umsatzentwicklung innerhalb der einzelnen Abnehmerbranchen: Während der Umsatz mit Produkten und Lösungen für die Automobil-Elektronik gesteigert werden konnte, mussten im Geschäft mit Herstellern von Informations- und Kommunikationstechnik sowie von Konsum-Elektronik Umsatzrückgänge hingenommen werden. Diese konnten durch das vorgenannte Umsatzwachstum nicht ausgeglichen werden. In etwa stabil blieb der Umsatz mit Bauelementen und Lösungen für die Industrie-Elektronik. Gleiches gilt für das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren sowie für den Umsatz, der sich keiner der EPCOS Abnehmerbranchen eindeutig zuordnen lässt. Von dieser heterogenen Umsatzentwicklung abgesehen haben die Megatrends Umweltschutz, Energieeffizienz und Miniaturisierung über alle Zielmärkte hinweg unverändert immer größeren Einfluss auf das Geschäft mit elektronischen Bauelementen. Hinsichtlich der Anteile der Abnehmerbranchen am Konzernumsatz hat sich im Berichtsjahr die Umsatzstruktur von EPCOS teilweise deutlich verändert. Insgesamt betrachtet ist die Struktur ausgewogener als vor Jahresfrist, wobei die Konsum-Elektronik unverändert einen verhältnismäßig kleinen Umsatzanteil beiträgt. Das Unternehmen arbeitet weiter intensiv daran, innerhalb der Zielmärkte seine Positionen kontinuierlich zu verbessern. Industrie-Elektronik Der Umsatz von EPCOS mit Kunden aus der Industrie-Elektronik lag im Berichtszeitraum mit 442 Millionen EUR lediglich 1 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert (2011 vergleichbar: 448 Mio. EUR; 2011 berichtet: 470 Mio. EUR). Der Beitrag dieser Abnehmerbranche zum Konzernumsatz erhöhte sich auf 25 Prozent (2011 vergleichbar: 24%). Die Industrie-Elektronik war damit im abgelaufenen Geschäftsjahr die umsatzstärkste Abnehmerbranche. Anwendungsfeld Energie unverändert im Trend Im Geschäft mit Produkten für die Industrie-Elektronik sind Anwendungen zur regenerativen Energieerzeugung in Windkraft- und Photovoltaikanlagen von großer Bedeutung. In diesen Anlagen werden EPCOS Kondensatoren beispielsweise in Wechsel- und Umrichtern verbaut, die den gewonnenen Strom zur Einspeisung ins Netz umformen. Außerdem wird das EPCOS Geschäft mit der Industrie-Elektronik weiterhin stark von dem Trend zu höherer Energieeffizienz getrieben. Auch in dieser Hinsicht sorgt unter anderem die regenerative Energieerzeugung für Wachstumsimpulse — denn Betreiber von Windkraftanlagen, die fernab von den Versorgungsnetzen etwa auf hoher See installiert werden, setzen für die Netzanbindung zum Festland zunehmend Systeme zur Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) ein. Solche Systeme arbeiten im Gegensatz zu konventionellen Wechselspannungslösungen sehr verlustarm. EPCOS liefert dafür große Leistungskondensatoren für Umrichter der Megawatt-Klasse, die an Übergabepunkten zwischen Offshore-Windparks und Versorgungsnetzen den übertragenen Gleichstrom in Wechselstrom wandeln. Erst dieser kann dann in das Versorgungsnetz eingespeist werden. Bis zum Jahr 2020 wird für den weltweiten HGÜ-Markt eine rasante Entwicklung erwartet: von derzeit mehr als 100 Gigawatt installierter Übertragungsleistung auf dann 350 Gigawatt. Das damit verbundene attraktive Geschäftspotential für EPCOS ist — einerseits — darin begründet, dass vor allem im europäischen Heimmarkt zahlreiche Anbieter von HGÜ-Systemen ansässig sind und — andererseits — diese verlustarme Übertragungstechnologie auch in Asien, und dort vor allem in China zunehmend an Bedeutung gewinnt. Auf dem Gebiet der regenerativen Energieerzeugung spielen auch Schutzbauelemente eine Schlüsselrolle. Varistoren und Ableiter von EPCOS bewahren kostspielige Solar- und Windkraftanlagen zuverlässig vor Schäden durch Überspannungen, wie sie etwa durch Blitzeinschläge entstehen können. Den Überspannungsschutz in den Versorgungsnetzen übernehmen hoch belastbare Blockvaristoren. Kleinere Varianten in Scheibenausführung schützen Stromversorgungen und Steuereinrichtungen. Der Markt verlangt grundsätzlich nach Lösungen, mit denen sich der Energieverbrauch von Anlagen und Maschinen sowie die Energieverluste bei der Stromerzeugung und -übertragung senken lassen. Um Energie zu sparen, setzt die Industrie auf drehzahlvariable Antriebe. Dafür sind Frequenzumrichter erforderlich, in denen Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren von EPCOS zur Glättung der Spannung eingesetzt werden und damit Schlüsselfunktionen übernehmen. Rund um den Globus werden Anstrengungen zur Kompensation elektrischer Blindleistung (BLK) in Stromnetzen mit dem Ziel unternommen, die Netze zu entlasten und bei den Energienutzern Stromverbrauch und Kosten zu senken. Als Weltmarktführer bietet EPCOS alle Schlüsselkomponenten für BLK-Systeme und kann außerdem Komplettlösungen liefern, in denen unter anderem Kondensatoren, ThyristorModule und induktive Bauelemente des Unternehmens verwendet werden. In den klassischen Industrieländern ist die Automatisierung von Fertigungsanlagen eine wichtige Säule des EPCOS Geschäfts mit Produkten für die Industrie-Elektronik. Hinzu kommt die Modernisierung und Neuerrichtung von Fabrikanlagen in Ländern wie China, Indien, Brasilien und einigen ASEAN-Staaten. Hersteller von Beleuchtungstechnik benötigen elektronische Bauelemente zur Produktion von Energiespar- und LED-Lampen, die, nicht zuletzt durch gesetzliche Vorgaben bedingt, immer häufiger herkömmliche Glühlampen ersetzen. Informations- und Kommunikationstechnik Mit Produkten für die Informations- und Kommunikationstechnik hat EPCOS im Berichtsjahr 436 Millionen EUR umgesetzt (2011 vergleichbar: 548 Mio. EUR; 2011 berichtet: 548 Mio. EUR). Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert ging der Umsatz um rund 20 Prozent und damit im Verhältnis zu den anderen Abnehmerbranchen am stärksten zurück. Gemessen am Umsatz war die Informations- und Kommunikationstechnik zum Ende des Geschäftsjahres 2012 nur noch die zweitgrößte EPCOS Abnehmerbranche, ihr Anteil am Konzernumsatz verkleinerte sich auf 24 Prozent (2011 vergleichbar: 29%). Mobilfunklösungen weiterhin mit Abstand größter Umsatzträger Das rückläufige Geschäft mit der Abnehmerbranche Informations- und Kommunikationstechnik ist wesentlich in dem gesunkenen Umsatzvolumen mit Mobiltelefonherstellern begründet. Nahezu vier Fünftel des EPCOS Umsatzes mit der Informations- und Kommunikationstechnik entfielen auch im Geschäftsjahr 2012 auf Bauelemente und Module, die in Mobilfunkgeräten eingesetzt werden. Das Geschäft mit elektronischen Bauelementen für Anwendungen im Mobilfunk ist von zunehmend kürzeren Innovationszyklen charakterisiert und damit von sich sehr schnell ändernden bzw. immer anspruchsvolleren Kundenwünschen und technischen Anforderungen. Als Beleg dafür sei die Entwicklung neuer Mobilfunkgeräte genannt: Nahezu alle paar Monate kommen neue Modelle auf den Weltmarkt, von dem mehr als 65 Prozent auf die fünf führenden Mobiltelefonhersteller entfallen. In diesem dynamischen Markt haben sich im Geschäftsjahr 2012 die Marktanteile großer Mobilfunkhersteller teilweise deutlich verschoben. In Folge war der tatsächliche Bauelementebedarf eines Leitkunden von EPCOS erheblich niedriger als zunächst vorhergesehen. Bei EPCOS wurden dadurch kurzfristig Fertigungskapazitäten für kundenspezifische Produkte frei, die nicht umgehend durch Geschäft mit anderen Kunden ausgelastet werden konnten. Grundsätzlich aber bleibt der Mobilfunkmarkt für EPCOS eine wichtige und zukunftsträchtige Abnehmerbranche. Mobiltelefone sind inzwischen unverzichtbare Begleiter des Menschen im Privat- als auch im Berufsleben; sie haben sich überwiegend zu Multifunktionsgeräten gewandelt, die über das Telefonieren hinaus zunehmend mehr Anwendungsmöglichkeiten bieten, dabei aber gewohnt handlich klein und leicht bleiben sollen. Auch künftig werden für diese Kleinrechner also immer mehr und immer kleinere und stärker integrierte elektronische Bauelemente benötigt. Unter diesen Umständen profitiert EPCOS von seiner hervorragenden Weltmarktstellung bei Hochfrequenz-Filtern und Modulen und von seiner Technologiekompetenz und Innovationskraft, die das Unternehmen auf dem Gebiet der Hochfrequenz in Bezug auf Miniaturisierung und Integration zum Trendsetter gemacht hat. Zum weiteren Wachstum von EPCOS innerhalb des Mobilfunkmarktes wird insbesondere der steigende Bedarf an umfangreich mit Leistungsmerkmalen und Komfortfunktionen ausgestatteten Smartphone-Modellen beitragen. Zusätzlich wird die Integration von Diensten wie Bluetooth und Wireless LAN in Mobiltelefonen die Nachfrage nach Hochfrequenz-Filterlösungen steigern. Im Bereich der mobilen Infrastruktur ist das Wachstum unter anderem geprägt von der Einführung von Netzwerken der vierten Generation mit hohen Bandbreiten und damit enormen Datenübertragungsmengen und -geschwindigkeiten. Für die klassische Festnetz-Telekommunikation bietet EPCOS ebenfalls ein breites Portfolio. Dazu gehören unter anderem Entstör- und Schutzbauelemente für Telekommunikationsanlagen sowie Produkte für den Einsatz in DSL-Modems für den schnellen Internet-Zugang. Automobil-Elektronik Der Umsatz von EPCOS mit Bauelementen und Lösungen für die Automobil-Elektronik konnte im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 8 Prozent auf 388 Millionen EUR gesteigert werden (2011 vergleichbar: 360 Mio. EUR; 2011 berichtet: 360 Mio. EUR). Der zugehörige Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 22 Prozent (2011 vergleichbar: 19%). Damit bleibt die Automobil-Elektronik die drittgrößte EPCOS Abnehmerbranche und eine tragende Säule des Geschäfts. Wachsende Nachfrage durch steigende Ansprüche an konventionelle Kraftfahrzeugtechnik EPCOS beliefert seine Kunden in der Automobil-Elektronik mit Produkten aus allen drei Geschäftssegmenten, wobei der Großteil auf die Keramischen Bauelemente entfällt. Viele der Bauelemente und Lösungen sind für Systeme und Geräte der Automobil-Elektronik unverzichtbar. Getrieben wird das Geschäft vor allem von der Anforderung, dass Kraftfahrzeuge ihren Treibstoff immer effizienter nutzen und dabei die Umwelt immer weniger belasten sollen sowie von den steigenden Ansprüchen bei Sicherheit und Komfort. Im Berichtszeitraum waren es erneut die EPCOS Piezo-Aktuatoren, auf die im Geschäft mit Produkten für die Automobil-Elektronik der größte Umsatzanteil entfiel. Kraftfahrzeughersteller setzen Piezo-Einspritzsysteme vor allem in Dieselmotoren ein, um das Einspritzen des Kraftstoffs exakter steuern und damit feiner dosieren zu können, was wiederum eine effizientere und schadstoffärmere Verbrennung ermöglicht. Zur Verbesserung der Energiebilanz von Autos tragen auch EPCOS Sensoren und Sensorsysteme bei. Diese messen unter anderem die Temperatur der angesaugten Luft sowie von Abgas, Öl und Kühlmittel. Steuergeräte werten diese Daten aus und nutzen sie zur Optimierung des Motorbetriebs. In Kraftfahrzeug-Klimaanlagen ermöglichen EPCOS Temperatursensoren eine verbesserte Regelung. EPCOS Drucksensoren dagegen werden etwa in Abgasrückführungssystemen eingesetzt, mit denen die Emissionswerte von Verbrennungsmotoren spürbar weiter gesenkt werden können. Elektronische Systeme sorgen auch in Mittel- und Kleinwagen für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen: Airbags, Antiblockier- und Stabilisierungssysteme stellen sicher, dass Bremswege möglichst kurz und Autos in der Spur bleiben. Darüber hinaus werden Kraftfahrzeuge über alle Klassen hinweg mit immer mehr Informations-, Komfort- und Fahrerassistenzsystemen ausgerüstet, deren zunehmender Funktionsumfang einen steigenden Elektronikanteil mit sich bringt. Digitale Audiogeräte beispielsweise gehören immer häufiger jetzt auch in Mittelklasse- und Kleinwagen zur gängigen Ausstattung. Daneben gewinnt die Telematik im Straßenverkehr — und damit auch in den Bordsystemen der Fahrzeuge — an Bedeutung. Die Technologien, die Telekommunikation und Informatik miteinander verknüpfen, werden auch für Personen- und Lastkraftwagen immer vielfältiger. Dazu gehören satellitengestützte Navigation mit Systemen wie GPS, Galileo und Glonass ebenso wie mobilfunkbasierte Verkehrsleitsysteme und der Internetzugang im Fahrzeug sowie Notruf- und Mautsysteme. EPCOS bietet dafür unter anderem eine ganze Reihe von Hochfrequenz-Filterprodukten, die auf die besonders strengen Anforderungen der Automobilindustrie abgestimmt sind. Neben den steigenden Ansprüchen an die konventionelle Kraftfahrzeugtechnik hinsichtlich Energieeffizienz und Umweltschutz wird künftig auch die Trendtechnologie Elektromobilität dem Unternehmen EPCOS Geschäftspotentiale bieten. Sowohl in Hybridfahrzeugen (Hybrid Electric Vehicles (HEV)) als auch in komplett elektrisch angetriebenen Fahrzeugen (Electric Vehicles (EV)) gibt es eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. EPCOS ist für den wachsenden Markt der Elektromobilität gut gerüstet und bietet dafür schon heute ein Portfolio an Folien- und Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren, induktiven Bauelementen sowie Temperatursensoren und keramischen Heizelementen. Konsum-Elektronik Unter der Bezeichnung Konsum-Elektronik fasst EPCOS die Unterhaltungs- und die Haushaltselektronik als weitere Abnehmerbranche zusammen. Im Geschäft mit Herstellern von Konsum-Elektronik ist der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 16 Prozent auf 147 Millionen EUR gesunken (2011 vergleichbar: 175 Mio. EUR; 2011 berichtet: 186 Mio. EUR). Der entsprechende Beitrag zum Konzernumsatz verringerte sich auf 8 Prozent (2011 vergleichbar: 9%). Fokus auf Unterhaltung und Haushalt Der im Geschäftsjahr 2012 verzeichnete Umsatzrückgang im EPCOS Geschäft mit Produkten für die Konsum-Elektronik war weit überwiegend in der schwächeren Nachfrage nach Produkten für die Unterhaltungselektronik begründet. Nahezu 40 Prozent des Umsatzes mit der Konsum-Elektronik entfielen auf Anwendungen wie Fernsehgeräte mit HDTV-Flachbildschirmen und auf DVD- und Blu-ray-Geräte, in denen EPCOS Bauelemente und Module genauso Schlüsselbauelemente sind wie in Internet-fähigen Spielekonsolen und MP3-Playern. Dort filtern sie Hochfrequenzsignale, sorgen für Elektromagnetische Verträglichkeit und schützen Elektronik vor elektrostatischen Entladungen. Die anderen rund 60 Prozent des Umsatzes entfielen auf das breite Produktspektrum für Haushaltsgeräte. EPCOS Bauelemente werden hier vor allem für elektronische Regelungen und neue Technologiekonzepte verwendet, die es ermöglichen, den Energieverbrauch zu senken. Auch in Haushaltsgeräten ist der Elektronikanteil inzwischen hoch und weist weiter steigende Tendenz auf. Distribution und Andere Das Geschäft von EPCOS mit Bauelemente-Distributoren und Anderen hat sich im Berichtszeitraum gegenüber dem vergleichbar dargestellten Umsatz 2011 stabil entwickelt. Der Umsatz belief sich auf 374 Millionen EUR (2011 vergleichbar: 375 Mio. EUR; 2011 berichtet: 342 Mio. EUR). Der entsprechende Anteil am Konzernumsatz stieg auf 21 Prozent (2011 vergleichbar: 19%). Distributoren als wichtige Vertriebspartner bei Standardbauelementen Rund 80 Prozent des unter „Distribution und Andere" ausgewiesen Umsatzes entfielen im Berichtsjahr auf das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren. Sie sind für EPCOS wichtige Geschäftspartner, die wesentlich dazu beitragen, die Versorgung der Kunden mit Standardbauelementen sicherzustellen. Sie bieten den Kunden eine breite Dienstleistungspalette, womit sich die Verfügbarkeit vieler EPCOS Bauelemente verbessert. Mit Hilfe der Distribution als zusätzlichem Vertriebskanal kann das Unternehmen seine eigene Vertriebsmannschaft noch zielgerichteter und wirkungsvoller einsetzen und Vertriebskosten einsparen. Kunden wiederum können ihren Einkauf von Standardbauelementen auf Distributoren konzentrieren und die Anzahl ihrer Lieferanten und Kosten senken. Bei den restlichen 20 Prozent des unter „Distribution und Andere" ausgewiesenen Umsatzes handelt es sich um Geschäft, das sich keiner Abnehmerbranche eindeutig zuordnen ließ. Etwa die Hälfte davon machte der Umsatz aus, den EPCOS im Berichtsjahr mit seiner Konzernmuttergesellschaft TDK Corporation tätigte. REGIONEN
Umsatzrückgang in allen Regionen mit
Trotz der global schwächeren Konjunktur konnte EPCOS im Geschäftsjahr 2012 seinen Umsatz im Inland steigern. In allen anderen Regionen dagegen war die Umsatzentwicklung rückläufig. Die regionale Umsatzaufteilung hat sich dadurch gegenüber dem Vorjahr kaum verändert: Der größte Anteil entfiel weiterhin auf den EMEA-Wirtschaftsraum (Europa, Naher Osten, Afrika), der Anteil Asiens nahm um einen Prozentpunkt zu, der NAFTA-Umsatzanteil um einen Prozentpunkt ab. Europa, Mittlerer Osten, Afrika (EMEA) Der Anteil Deutschlands am EPCOS Umsatz vergrößerte sich im Berichtszeitraum auf 26 Prozent (Vorjahr: 24%). Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum konnte hier der Umsatz um 3 Prozent gesteigert werden. Diese positive Geschäftsentwicklung spiegelt vor allem den höheren Bedarf der im Inland ansässigen Hersteller von Automobil-Elektronik wider. Daneben profitierte EPCOS von der erhöhten Binnennachfrage im Geschäft mit Produkten für die Industrie-Elektronik. Gefragt waren insbesondere Produkte und Lösungen für Anwendungen auf dem Gebiet der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung2, mit der sich elektrische Energie auch über große Distanzen verlustarm zu den Verbrauchern transportieren lässt. Der Anteil der EMEA-Länder ohne Deutschland verringerte sich auf 35 Prozent (Vorjahr: 37%). Grund dafür war der hier um insgesamt 12 Prozent gesunkene Umsatz. Die Entwicklung war wesentlich von dem geringeren Bedarf an Produkten für die Informations- und Kommunikationstechnik geprägt. Dennoch tätigte EPCOS auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als die Hälfte seines Konzernumsatzes in Europa. Dort sind auf Kundenseite führende Hersteller aus der Kommunikationstechnik sowie aus der Industrie- und der Automobil-Elektronik verwurzelt.
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siehe auch Lagebericht, Kapitel Abnehmerbranchen Asien In Asien stieg im Verlauf des Geschäftsjahres 2012 der Umsatzanteil am Gesamtumsatz des Unternehmens auf 29 Prozent (Vorjahr: 28%), obwohl der in dieser Region erzielte Umsatz um 4 Prozent rückläufig war. Bedingt wurde der Umsatzrückgang vor allem durch die gesunkene Nachfrage nach EPCOS Produkten für die Konsum-Elektronik. Ungeachtet dessen bleibt China — und damit Asien — der mit Abstand größte regionale Elektronikmarkt. EPCOS ist in der Region seit vielen Jahren mit Entwicklungsund Fertigungsstandorten sowie Vertriebsbüros stark vertreten und erledigt in dieser Region auch Verwaltungsaufgaben. NAFTA In der NAFTA-Region ging der Umsatz im Berichtsjahr um 15 Prozent zurück, wodurch auch der Anteil am EPCOS Konzernumsatz um einen Prozentpunkt auf 7 Prozent sank (Vorjahr: 8%). Obwohl dieser Umsatzanteil verhältnismäßig klein ist, bleibt die NAFTA-Region für das EPCOS Geschäft von wesentlicher Bedeutung: Nach wie vor werden neue Geräte und Systeme häufig in Nordamerika entwickelt. Dabei legen die Kunden fest, welche elektronischen Bauelemente welcher Marke für die Herstellung ihrer neuen Anwendungen freigegeben sind. Ist EPCOS bei solchen Design-Ins erfolgreich, partizipiert das Unternehmen mit seinen Lösungen auch an der jeweiligen Serienfertigung, die dann häufig in asiatischen Niedriglohnländern erfolgt. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGErhöhte Aufwendungen für Innovation
112 Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) schaffen die Voraussetzungen für Innovation und kontinuierliche Verbesserung von Prozessen und Produkten. Damit bilden sie eine wichtige Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum und tragen zur Sicherung künftigen Geschäftserfolgs bei. Die Ergebnisse der Innovationsarbeit von EPCOS eröffnen sowohl Kunden als auch dem Unternehmen selbst Vorteile im Wettbewerb und können neue zukunftsträchtige Anwendungen und Märkte erschließen. Überlegene Innovationskraft ist also — neben einwandfreier Qualität und konkurrenzfähigen Kosten — ein entscheidender Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb. Fundiertes Wissen, umfassende Erfahrung und ausgeklügelte Prozesse sind zwingende Voraussetzungen dafür, die Anforderungen der Märkte nach innovativen Produkten erfüllen zu können. Dabei werden die Rahmenbedingungen von immer kürzeren Innovationszyklen geprägt, in denen immer mehr Endgeräte und Systeme auf den Markt gebracht werden. Innovationskraft gestärkt Das hohe Leistungsvermögen von EPCOS auf den Gebieten der Materialforschung, Prozesstechnologie sowie Produktentwicklung versetzt das Unternehmen in die Lage, sowohl Standardbauelemente als auch kundenspezifische Lösungen zu realisieren. Zusätzlich gestärkt wird seine Innovationskraft unter dem Dach von TDK-EPC durch die Zusammenarbeit zwischen TDK und EPCOS auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung und den daraus resultierenden Synergien. Im Geschäftsjahr 2012 beliefen sich die F&E–Aufwendungen von EPCOS auf 112 Millionen EUR. Sie lagen damit um mehr als 20 Prozent über dem Vorjahreswert (92 Mio. EUR), was unter anderem durch längerfristig angelegte Entwicklungsprojekte im Geschäftssegment Oberflächenwellen-Komponenten bedingt war. Der Anteil der F&E–Aufwendungen am EPCOS Umsatz, der im Berichtsjahr rückläufig war, stieg damit auf 6,3 Prozent (Vorjahr: 4,8%). Umweltschutz, Energieeffizienz und Miniaturisierung bleiben Innovationsschwerpunkte Die Forderungen nach ständig verbesserter Umweltverträglichkeit sowie höherer Energieeffizienz elektrischer Geräte und Systeme gewinnen unverändert an Bedeutung im Geschäft mit elektronischen Bauelementen. Der Trend, den Energieverbrauch und die -kosten sowie die Verluste bei der Energieerzeugung und -verteilung zu senken hält in den EPCOS Abnehmerbranchen genauso unvermindert an wie der Trend zu immer kleineren Bauelementen und stärker integrierten Modulen und Systemen. Anwendungsgebiete wie die Windenergietechnik und die Photovoltaik stellen deshalb weiterhin einen der Innovationsschwerpunkte des Unternehmens dar. Egal aus welcher der erneuerbaren Energiequellen Sonne oder Wind der Strom gewonnen wird — Produkte von EPCOS spielen eine entscheidende Rolle, wenn elektrischer Strom gewandelt, Anlagen vor Überspannungen geschützt, die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) sichergestellt oder die Energieeffizienz gesteigert werden muss: Um etwa die Verluste bei der Energieübertragung zu senken, werden rund um den Globus immer häufiger Hochspannungs-Gleichstrom-Systeme eingesetzt; für die dafür benötigten Umrichter der Megawatt-Klasse liefert EPCOS Leistungskondensatoren. Auf dem Gebiet der Elektromobilität ist das Unternehmen ebenfalls aktiv. Auch hier sind es vor allem die eigenen Folien-Kondensatoren, auf denen EPCOS Lösungen für Applikationen der Wandlung elektrischer Energie basieren und die im Antriebsstrang von Hybrid- und Elektrofahrzeugen eingesetzt werden. Dabei sind die EPCOS Power Capacitor Chips (PCCTM) Schlüsselbauelemente, die sich durch ihre hohe Lebensdauer und kompakte Bauweise auszeichnen. Das Ladesystem im Elektrofahrzeug dagegen entwickelt sich zu einem wichtigen Einsatzort für EPCOS Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren; ihre große Speicherkapazität und Belastbarkeit sind zur Pufferung von hohen Strömen beim Ladevorgang erforderlich. Die Miniaturisierung als weiterer Megatrend in der Elektronik wird unter anderem von der Forderung nach steigender Funktionsdichte in Elektrogeräten getrieben; diese sollen für immer mehr Aufgaben eingesetzt werden und gleichzeitig immer kompakter und leichter sein. So bieten etwa Smartphones schon heute Anwendungsmöglichkeiten, die über das Telefonieren weit hinausgehen. Und obwohl diese Computer immer mehr können, bleiben sie gewohnt handlich. Als Schnittstellen für den Datentransfer bieten sie Bluetooth, Wireless LAN und USB. Außerdem will der Nutzer mit seinem Smartphone überall problemlos telefonieren können, weshalb dasselbe Gerät also in mehreren Mobilfunkstandards funktionieren und damit Multimode- und Multiband-tauglich sein muss. Die Forderung nach immer mehr Leistungsmerkmalen in immer weniger Raum lässt sich aber nur erfüllen, wenn die eingesetzten elektronischen Bauelemente immer kleiner bzw. immer mehr Funktionen integriert werden. Neue Dimensionen der Miniaturisierung und Integration Insbesondere auf dem Gebiet der Hochfrequenz-Anwendungen gehört EPCOS zu den Trendsettern in der Miniaturisierung und stellt dabei Schlüsselbauelemente wie Filterprodukte und Module her. Dank neuer Gehäusetechnologien ist es EPCOS gelungen, etwa den Platzbedarf von SAW-Duplexern für Mobiltelefone seit 2004 um mehr als 80 Prozent zu verringern. Basis für viele Miniaturisierungserfolge des Unternehmens war die 2001 eingeführte und stetig weiterentwickelte CSSP®-Technologie (Chip-Sized SAW Packaging). Jetzt im Geschäftsjahr 2012 hat das Unternehmen eine neue Dimension der Miniaturisierung erreicht: Mit seiner DSSP®-Technologie (Die-Sized SAW Packaging) bietet EPCOS den höchsten derzeit auf dem Markt verfügbaren Miniaturisierungsgrad. Filter und Duplexer in DSSP-Technologie werden vorrangig für den Einsatz in Hochfrequenz-Modulen entwickelt, da bei diesen Produkten im Hinblick sowohl auf die Grundfläche als auch die Bauhöhe der größte Miniaturisierungsbedarf besteht. Die Hochfrequenz-Module bilden eines der zukunftsträchtigen Produktgebiete, auf denen die technologische Zusammenarbeit mit TDK und deren Synergien erste sichtbare Erfolge erzielt hat. Als Ergebnis ist ein Smartphone-Modul entstanden, das die von TDK entwickelte SESUB-Technologie (Silicon Embedding Substrate) mit der Anwendungskompetenz von EPCOS kombiniert und damit noch stärker integrierte, also noch kompaktere Mikrosysteme für Mobilfunkanwendungen ermöglicht. Neben ausgezeichneten technischen Eigenschaften profitieren die Kunden davon, dass diese innovativen Module bis zu 70 Prozent weniger Platz benötigen als herkömmliche Lösungen. PERSONAL
Mitarbeiteranzahl insgesamt verringert,
EPCOS beschäftigte im Geschäftsjahr 2012 zum Stichtag 31. März 2012 weltweit rund 23.600 Mitarbeiter (Geschäftsjahr 2011, Stichtag 31. März 2011: rund 26.300). Die Anzahl der Beschäftigten lag damit um 10 Prozent unter dem Vorjahreswert. 2011 hatte den Personalhöchststand seit Bestehen des Unternehmens markiert, was durch die im Nachgang zur Weltwirtschaftskrise stark gestiegene Nachfrage bedingt war. Nachdem im Verlauf des Berichtszeitraums der Bedarf an elektronischen Bauelementen auf breiter Front wieder sank, war es für EPCOS unumgänglich, im Zuge der Anpassung seiner Fertigungskapazitäten auch die Anzahl seiner Mitarbeiter zu verringern. Der Stellenabbau erfolgte vor allem in Niedriglohnländern. Absolut betrachtet, verringerte sich dort die Mitarbeiteranzahl um rund 2.600, während sie in Ländern mit hohen Arbeitskosten um rund 60 zurückging. Der Anteil der Beschäftigten in Niedriglohnländern hat sich dadurch aber kaum verändert und betrug für das Berichtsjahr 84 Prozent (Vorjahr: 85%). Von der Anpassung waren vor allem Mitarbeiter in der Fertigung betroffen. Die Anzahl der in Forschung und Entwicklung tätigen EPCOS Mitarbeiter dagegen hat sich im Zuge der verstärkten Innovationsarbeit weiter erhöht und betrug zum Ende März 2012 rund 1.030 (Vorjahr: rund 920). Zwei Drittel der Belegschaft in Asien 67 Prozent der Mitarbeiter waren zu diesem Zeitpunkt in Asien tätig (Vorjahr: 69%), mehr als drei Viertel davon in China: In dem weltweit größten regionalen Elektronikmarkt beschäftigt EPCOS damit 53 Prozent seiner Gesamtbelegschaft (Vorjahr: 55%). Im europäischen Ausland stieg der Mitarbeiteranteil um einen Prozentpunkt auf 18 Prozent, der Anteil der in Deutschland Beschäftigten erhöhte sich ebenfalls um einen Prozentpunkt auf 8 Prozent. Der Anteil Amerikas an der Mitarbeiteranzahl blieb mit 7 Prozent unverändert. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEBilanzkennzahlen beeinträchtigt
Aktiva Im Geschäftsjahr 2012 beliefen sich die kurzfristigen Aktiva von EPCOS inklusive der liquiden Mittel auf 867 Millionen EUR (Vorjahr: 870 Mio. EUR). Die liquiden Mittel blieben mit 159 Millionen EUR unverändert, da der negative Netto-Cash-Flow durch Kreditaufnahmen ausgeglichen werden konnte. Der Vorratsbestand hat sich um rund 43 Millionen EUR auf 349 Millionen EUR erhöht. Folgende Umstände bei EPCOS waren für diese Entwicklung ausschlaggebend: In Folge der Rekord-Nachfrage gegen Ende des Geschäftsjahres 2011 hatten sich damals die Vorräte stark verringert und die Lieferzeiten an Kunden erheblich verlängert. Um die Lieferzeiten verkürzen zu können, wurden Vorräte an Fertigprodukten aufgebaut. Außerdem hatte EPCOS während der Boom-Phase im Geschäftsjahr 2011 mit seinen Lieferanten vertraglich vereinbart, größere Materialmengen abzunehmen, um so einer drohenden Knappheit vorzubeugen. Diese zur Versorgungssicherung getroffenen Maßnahmen führten dann im Geschäftsjahr 2012 in Folge der Konjunkturabschwächung zu ansteigenden Materialbeständen. Die inzwischen umgesetzten Anpassungen zeigen bereits Wirkung und führten im letzten Quartal des Berichtsjahres zu einer Verringerung von 32 Millionen EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber Vorjahr deutlich um 51 Millionen EUR verringert; dies ist auf den im Berichtszeitraum rückläufigen Umsatz zurückzuführen. Das Anlagevermögen und die sonstigen langfristigen Aktiva erhöhten sich um 99 Millionen EUR auf 886 Millionen EUR, was im Wesentlichen durch den Anstieg des Sachanlagevermögens bedingt war. Insgesamt ergab sich somit zum Stichtag 31. März 2012 eine EPCOS Bilanzsumme von 1.753 Millionen EUR. Das entspricht einer Zunahme um 96 Millionen EUR gegenüber dem 31. März 2011. Passiva Auf der Passiv-Seite der EPCOS Bilanz stiegen im Geschäftsjahr 2012 die Finanzschulden um 162 Millionen EUR auf 519 Millionen EUR. Darin enthalten sind erstmalig Dividendenverbindlichkeiten an TDK in Höhe von 68 Millionen EUR. Die Netto-Finanzschulden betrugen zum Bilanzstichtag 649 Millionen EUR und enthielten Pensionsverbindlichkeiten, die sich gegenüber Vorjahr um 55 Millionen EUR auf 289 Millionen EUR erhöht haben. Ursache für den starken Anstieg der Pensionsverbindlichkeiten war im Wesentlichen die versicherungsmathematisch notwendige Anpassung des Rechnungszinssatzes aufgrund des deutlich gesunkenen Marktzinsniveaus (siehe Konzernanhang, Punkt 6.28). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen bedingt durch erhöhte Investitionen und aufgrund verbesserter Zahlungsziele um 15 Millionen EUR auf 219 Millionen EUR. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen und nicht finanziellen Schulden sowie die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sanken um rund 25 Millionen EUR auf 118 Millionen EUR. Das Eigenkapital verringerte sich von 692 Millionen EUR auf 583 Millionen EUR im Berichtsjahr. Der Rückgang um 109 Millionen EUR resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von Gewinnrücklagen (71 Mio. EUR) wegen Dividenden, die — aufgrund noch nicht erfolgter Zahlung — als Dividendenverbindlichkeiten ausgewiesen werden. Eine weitere Verringerung des Eigenkapitals ergab sich durch die versicherungsmathematische Anpassung der Pensionsverpflichtungen (Wirkung: 48 Mio. EUR). Der Saldo aus der Währungsumrechnung führte zu einer positiven Veränderung des Eigenkapitals um 17 Millionen EUR. Die Eigenkapitalquote sank um 9 Prozentpunkte auf 33 Prozent (Vorjahr: 42 Prozent). Der Verschuldungsgrad von EPCOS hat sich auf 111 Prozent (Vorjahr: 62 Prozent) erhöht. Dies war bedingt durch den Rückgang des Eigenkapitals und unveränderten liquiden Mitteln bei gleichzeitiger Zunahme der Finanzschulden. Definiert ist der Verschuldungsgrad als das Verhältnis der Finanzschulden inklusive Pensionsverbindlichkeiten (808 Mio. EUR) abzüglich liquider Mittel (159 Mio. EUR) zum Eigenkapital (583 Mio. EUR). Neben den vorhandenen liquiden Mitteln stand EPCOS zum Bilanzstichtag eine Kreditlinie von TDK in Höhe von 350 Millionen EUR zur Verfügung, welche in vollem Umfang in Anspruch genommen wurde. Den zukünftigen Finanzbedarf kann EPCOS aus Darlehen innerhalb des TDK Konzerns im Rahmen der für das Geschäftsjahr 2013 auf 450 Millionen EUR aufgestockten Kreditlinie decken. Darüber hinaus verfügte EPCOS zum 31. März 2012 über weitere Kreditlinien in Höhe von 118 Millionen EUR; davon waren zum Bilanzstichtag 48,6 Millionen EUR in Anspruch genommen. Netto-Cash-Flow Der Netto-Cash-Flow von EPCOS belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf minus 80 Millionen EUR. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit machte dabei 135 Millionen EUR aus, positiv wirkten darin die Abschreibungen in Höhe von 134 Millionen EUR. Die Erhöhung des Netto-Umlaufvermögens schlug mit 4 Millionen EUR negativ zu Buche. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 215 Millionen EUR. In diesem sind Ausgaben für Investitionen in Anlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 221 Millionen EUR enthalten. Der Mittelzufluss in Höhe von 6 Millionen EUR stammt vor allem aus der Veräußerung der Geschäftsaktivitäten bei optischen Komponenten der Tochtergesellschaft Crystal Technology Inc. in den USA. EPCOS AGRückgang bei Umsatz und Ergebnis Bilanzkennzahlen EPCOS AG
Die EPCOS AG, München, ist am 2. September 1999 durch formwechselnde Umwandlung aus der Siemens Matsushita Components GmbH, München (S+M GmbH), entstanden. Diese Gesellschaft firmierte bis zum 17. August 1999 als Siemens Matsushita Components Verwaltungsgesellschaft mbH, München (SMV mbH). Die SMV mbH hatte zuvor, mit Wirkung zum 1. Juli 1999, durch Anwachsung die Aktivitäten der Siemens Matsushita Components GmbH & Co. KG, München (S+M KG), übernommen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 waren in der EPCOS AG 1.763 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.666 Mitarbeiter). Der Jahresabschluss der EPCOS AG zum 31. März 2012 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt — im Gegensatz zum Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt wurde, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Umsatz Die Abschwächung der Weltwirtschaft hat sich im Berichtszeitraum auch auf die Umsatzentwicklung der EPCOS AG negativ ausgewirkt. Der Umsatz war um 4 Prozent rückläufig und belief sich auf 1.156 Millionen EUR. Der hohe Anteil des AG-Umsatzes am Konzernumsatz in Höhe von 1.787 Millionen EUR ist darin begründet, dass die Fakturierung der Umsätze aller wesentlichen Tochtergesellschaften für Europa und ausgewählte Länder über die EPCOS AG erfolgt. Die drei Geschäftssegmente haben in unterschiedlichem Ausmaß zum Umsatz der EPCOS AG beigetragen: Das Segment Kondensatoren und Induktivitäten konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz um 6 Prozent steigern und war damit erneut das umsatzstärkste Segment; sein Anteil am AG-Umsatz stieg auf 42 Prozent (Vorjahr: 38%). Bei den OFW-Komponenten verringerte sich der Umsatz um 13 Prozent, sein Anteil am Gesamtumsatz der EPCOS AG fiel auf 33 Prozent (Vorjahr: 36%). Im Segment Keramische Bauelemente verringerten sich der Umsatz um 7 Prozent und der Anteil am AG-Umsatz auf 25 Prozent (Vorjahr: 26%). Die regionale Aufteilung des AG-Umsatzes spiegelt die Marktanteilsverschiebung bei den Herstellern von Mobiltelefonen und Mobilfunk-Infrastrukturtechnik wider. Entsprechend ging der im europäischen Ausland erzielte Umsatzanteil auf 43 Prozent zurück (Vorjahr: 45%). Der Anteil des in Deutschland getätigten Umsatzes stieg dagegen auf 37 Prozent (Vorjahr: 36%) genauso leicht an wie der Umsatzbeitrag der übrigen Regionen, der 20 Prozent ausmachte (Vorjahr: 19%). Ergebnis In der EPCOS AG konnte im Geschäftsjahr 2012 ein Jahresüberschuss in Höhe von rund 4 Millionen EUR erzielt werden (Vorjahr: 59 Mio. EUR). Die Verschlechterung gegenüber Vorjahr war — neben dem Umsatzrückgang — unter anderem in der Abschreibung der kurzfristigen Finanzforderungen gegenüber der Tochtergesellschaft EPCOS Electronic Components S.A. in Malaga/Spanien in Höhe von 35 Millionen EUR begründet. Darüber hinaus führte insbesondere die mit dem TDK Mutterkonzern intensivierte Entwicklungsarbeit zu gestiegenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Höhe von 72 Millionen EUR (Vorjahr: 58 Mio. EUR). Dagegen wirkten im Jahresüberschuss die höheren Dividendenzahlungen ausländischer Tochtergesellschaften in Höhe von 87 Millionen EUR positiv (Vorjahr: 61 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen waren im Wesentlichen durch konzerninterne Leistungsverrechnungen und das operative Währungsergebnis beeinflusst. Investitionen Die Investitionen in Sachanlagevermögen in der EPCOS AG beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 50 Millionen EUR. Sie wurden überwiegend im Geschäftssegment OFW-Komponenten, und hier im Wesentlichen für die Erweiterung von Fertigungskapazitäten getätigt. In den beiden Segmenten Kondensatoren und Induktivitäten sowie Keramische Bauelemente wurde nur in sehr geringem Umfang investiert, da der Großteil der Produktion dieser Segmente bereits außerhalb der EPCOS AG erfolgt. RISIKOBERICHTZuverlässiges Risikomanagement EPCOS ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Diese Risiken zu begrenzen und gleichzeitig die sich bietenden Geschäftschancen wahrzunehmen, ist die dringendste Aufgabe des Unternehmens. Dementsprechend ist die Risikopolitik von EPCOS seiner Geschäftsstrategie angepasst. Innerhalb ihres Rahmens werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um unangemessene Risiken möglichst zu vermeiden. Durch die in der Folge aufgeführten Risiken könnten das Geschäft, die Finanzausstattung und die Ergebnisse von EPCOS beeinträchtigt werden. Diese Risiken sind aber nicht die einzigen, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Zusätzliche Risiken, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt sind oder derzeit für immateriell gehalten werden, könnten das EPCOS Geschäft ebenfalls beeinflussen. Teile der beschriebenen Risiken, insbesondere im Währungs- und Zinsbereich, sichert EPCOS mit derivativen Finanzinstrumenten ab. Die zur Finanzierung des weltweiten Geschäfts zur Verfügung stehenden Kredite sind in verschiedenen Währungen mit unterschiedlichen Laufzeiten vereinbart und unterliegen zum Teil einem Zinsänderungsrisiko. Um diese Risiken auf ein Minimum zu reduzieren, führt EPCOS regelmäßig Zinsrisikoanalysen in den für das Unternehmen relevanten Währungen durch. Alle derivativen Finanzinstrumente werden im Konzernabschluss, den IFRS-Vorschriften entsprechend, zu Marktwerten bilanziert. Als Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten wählt EPCOS Banken erstklassiger Bonität, um Ausfallrisiken entgegen zu wirken. Darüber hinaus setzt das Unternehmen im Bedarfsfall derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Marktpreisschwankungen von Edelmetallen zu vermeiden. Weitere Angaben zu den bestehenden Finanzinstrumenten einschließlich der abgeschlossenen Derivate sind im Konzernanhang unter 6.29 enthalten. Gesamtwirtschaftliche Risiken Volatilität und zyklisches Nachfrageverhalten kennzeichnen den Markt für elektronische Bauelemente, Module und Systeme. Die Nachfrage hängt in beträchtlichem Ausmaß von den Schwankungen der Weltwirtschaft ab. Das traf auch für das Geschäftsjahr 2012 zu, in dessen Verlauf die Konjunktur sich zusehends eingetrübt hatte. Verantwortlich dafür waren in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraums vor allem die Staatsschulden- und Finanzmarktkrisen im Euroraum sowie in den USA. Die daraus erwachsenen Rezessionsängste führten global zu einer deutlichen Abschwächung des Bedarfs an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen über nahezu alle Abnehmerbranchen und Regionen hinweg. Nach dieser Schwächephase sind zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Lageberichts (Mai 2012) renommierte Konjunkturforschungsinstitute vorsichtig optimistisch gestimmt. In Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft in 2012 sprechen sie davon, dass die akuten Risiken gegenüber dem vergangenen Herbst gesunken seien. Die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern, die sich im zweiten Halbjahr 2011 stark verschlechtert hatte, hat sich seit der Jahreswende in den meisten Regionen etwas aufgehellt. Gleichwohl bleibt der Ausblick für die internationale Konjunktur verhalten. Denn die europäische Schuldenkrise ist nach wie vor nicht gelöst und stellt ein großes Risiko dar. Außerdem hat sich in letzter Zeit das Tempo der wirtschaftlichen Expansion in China sowie in anderen Schwellenländern verlangsamt. Die Arbeitskosten in China, wo EPCOS über 50 Prozent seiner Belegschaft beschäftigt, zeigen steigende Tendenz. Diese Entwicklung ist durch die staatlich verordnete Erhöhung der Mindesteinkommen bedingt sowie durch eine verschärfte Sozialgesetzgebung. Die Entwicklung auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten ist für den Geschäftsverlauf von EPCOS ein weiterer wesentlicher Einflussfaktor. Im Berichtszeitraum wirkten sich die Bürgerkriege und politischen Turbulenzen in mehreren arabischen Ländern und die damit einhergehenden Risiken bezüglich der Weltmarktversorgung mit Erdöl und Erdgas in je nach Verfügbarkeit schwankenden und zum Teil deutlich steigenden Preisen aus. Die genannten gesellschafts- und finanzpolitischen Krisen haben im EPCOS Geschäftsjahr 2012 außerdem merklich zu einer hohen Volatilität der Wechselkurse und zu inflationären Risiken beigetragen und damit die allgemeine Verunsicherung der Märkte zusätzlich angeschürt. In ihrer Gesamtheit belegen die hier beschriebenen Einflussfaktoren, dass das konjunkturelle EPCOS Umfeld von einer gewissen Unsicherheit geprägt ist, was Prognosen über künftige Verkaufpreise und Umsatzvolumina erschwert. Die Kunden sind teilweise selbst in zyklischen Branchen tätig und ihr Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen schwankt in starker Abhängigkeit von der Entwicklung ihrer eigenen Märkte. Die Zyklen werden dabei zunehmend kürzer und ausgeprägter. Dies führt dazu, dass die zeitliche Abfolge und das Ausmaß von Nachfrageschwankungen zunehmend schlechter abschätzbar werden. Die Zyklizität des Geschäfts kann bei EPCOS zu markanten Umsatzveränderungen und in Folge zu steigenden Stückkosten führen. Darüber hinaus können widrige Rahmenbedingungen die Planung von Produktionsstückzahlen und Materialverbrauch behindern. Gleiches gilt für die Vorhersage künftiger Lieferanforderungen von Kunden. Daher passt EPCOS seine Bestände regelmäßig aufgrund möglicher Verbrauchs- bzw. Reichweitenrisiken sowie technischer Risiken an. Das Risiko fallender Preise bezieht das Unternehmen in seine Bestandsbewertung und im Rahmen seiner Bilanzierungsrichtlinien laufend ein. Risiken durch schnellen technologischen Wandel Die Märkte, in denen EPCOS überwiegend aktiv ist, zeichnen sich durch hohes Innovationstempo und schnellen technologischen Wandel aus. Daher besteht grundsätzlich das Risiko, dass auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht rasch genug reagiert werden könnte und Marktanteile an den Wettbewerb verloren gehen könnten. Zur Begrenzung dieses Risikos investiert EPCOS einen im Wettbewerbsvergleich verhältnismäßig hohen Anteil seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Risiken durch Wettbewerb Die Industrie der elektronischen Bauelemente, Module und Systeme ist von einem starken Wettbewerb geprägt. In der Regel fallen die Preise von EPCOS Produkten im Laufe ihres Lebenszyklus. Diesbezüglich haben sich im Zuge der Globalisierung die Rahmenbedingungen gerade des Geschäfts mit elektronischen Bauelementen zusätzlich erschwert: Viele Konkurrenten aus Asien, insbesondere aus China, drängen mit niedrigen Preisen auf den Markt. Ein Bauelementehersteller wie EPCOS unterliegt der Notwendigkeit, neue wettbewerbsfähige Lösungen schnell zu entwickeln und zu vermarkten. Dabei besteht das Risiko, dass der Anlauf neuer Produkte unerwartet hohe Kosten verursacht und die Ertragslage belastet. Diesen Herausforderungen begegnet EPCOS mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität seiner Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie mit dem Verlagern von Geschäftsprozessen in Niedriglohnländer. Ziel ist, die Kosten laufend zu verringern und gleichzeitig den Kunden den höchst möglichen Nutzen eigener Technologiekompetenz zu bieten. EPCOS investiert daher fortlaufend in die Entwicklung und Vermarktung seiner Technologien und Produkte. Kreditrisiken Den finanziellen Verlust, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, definiert EPCOS als Kreditrisiko. Kredit- bzw. Ausfallrisiken bestehen in erster Linie in Zusammenhang mit Forderungen aus operativen Lieferungen und Leistungen. Zur Verringerung dieses Risikos hat das Unternehmen für jeden Kunden ein maximales Volumen offener Forderungen festgelegt. Aufgrund dessen sowie aufgrund der breiten Kundenbasis erreicht diese Forderungshöhe bei einzelnen Kunden keine Größenordnung, die im Falle eines Zahlungsausfalls den Bestand von EPCOS gefährden könnte. Die aktuelle Höhe der ausstehenden Forderungen wird im Rahmen des EPCOS Asset Managements fortlaufend überwacht und etwaige Überfälligkeiten werden durch ein zeitnahes Mahnwesen verfolgt. Ebenso führt das Unternehmen Kreditwürdigkeitsprüfungen seiner Kunden durch, zu denen auch das Einholen von Bankauskünften zählt. Um dem erhöhten Ausfallrisiko seit der Finanz- und Wirtschaftskrise Rechnung zu tragen, hat EPCOS seine Überwachungsmethoden verfeinert. Das maximale Ausfallrisiko aus operativen Lieferungen und Leistungen entspricht in der Regel dem Buchwert. In der Vergangenheit musste EPCOS keine nennenswerten Forderungsausfälle verzeichnen. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken stellen das Risiko dar, den eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Diese Verpflichtungen ergeben sich unter anderem aus Zins- und Tilgungsleistungen, aus Investitionen, Steuern und anderen Zahlungen aus dem operativen Geschäft. Zum Bilanzstichtag am 31. März 2012 verfügte EPCOS über eine Kreditlinie des TDK Mutterkonzerns in Höhe von 350 Millionen EUR. Diese wurde für das laufende Geschäftsjahr 2013 auf 450 Millionen EUR erhöht und kann bei Bedarf jederzeit kurzfristig aufgestockt werden. Außerdem geht EPCOS davon aus, dass die von verschiedenen Banken gewährten Kredite im bisherigen Umfang über das aktuelle Geschäftsjahr bereitgestellt werden. Ergänzend zu diesen Instrumenten verfolgt das Unternehmen kontinuierlich die an den Finanzmärkten verfügbaren Finanzierungsalternativen einschließlich deren Kosten. Ein wesentliches Ziel dabei ist, die finanzielle Flexibilität des Unternehmens zu erhalten und unangemessene Refinanzierungskosten und -risiken zu begrenzen. EPCOS wird ein besonderes Augenmerk darauf legen, mit Hilfe eines restriktiven Asset Managements seinen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 stark angestiegenen Verschuldungsgrad über die nächsten Jahre hinweg wieder auf ein Niveau von deutlich unter 100 Prozent zurückzuführen. Grundlage des langfristigen EPCOS Liquiditätsmanagements ist eine rollierende 3-Jahresplanung, auf deren Basis die Finanzierungsstruktur für die zukünftigen Jahre festgelegt wird. Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement wird eine regelmäßige Liquiditätsvorschau sowie eine rollierende Abschätzung des Mittelzu- bzw. -abflusses aus betrieblicher Tätigkeit und Investitionstätigkeit erstellt. Dadurch kann EPCOS auf etwaige Veränderungen rechtzeitig reagieren, Refinanzierungsrisiken minimieren und kurzfristig überschüssige Mittel zinsoptimiert anlegen. Die Zahlungsverpflichtungen aus den bilanzierten Verbindlichkeiten werden im Konzernanhang unter Punkt 6.31 dargestellt3.
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Tabelle Fälligkeiten finanzieller Schulden Zinsänderungsrisiken EPCOS unterliegt in moderatem Umfang Zinsänderungsrisiken, da einerseits in einzelnen Darlehensverträgen wie auch in der von TDK bereit gestellten Finanzierung variable Zinssätze vereinbart sind, andererseits die Liquidität kurzfristig über einen rollierenden Zeitraum von maximal drei Monaten angelegt wird. Zum Umfang variabel verzinster Darlehen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang zu den Finanzschulden unter Punkt 6.22. Zur Reduzierung der Zinsänderungsrisiken stellt die zentrale Finanzabteilung der EPCOS AG den Konzerntochtergesellschaften finanzielle Mittel über interne Darlehen bzw. entsprechende Cashpooling-Systeme zur Verfügung, soweit dies aufgrund länderspezifischer Vorschriften möglich und sinnvoll ist. Umgekehrt führen die Konzerngesellschaften ihre überschüssige Liquidität an die zentrale Finanzabteilung ab, soweit dies lokale Vorschriften erlauben. EPCOS erfasst und kontrolliert ausschließlich liquiditätswirksame Zinsänderungsrisiken. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Darlehen ergibt sich in Abhängigkeit des Zinsniveaus. Dieses Risiko wirkt sich bilanziell allerdings nicht aus, da Darlehensverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Zinszahlungen für die per 31. März 2012 variabel verzinsten Kredite würden bei einem Anstieg des Zinsniveaus um 100 Basispunkte um 4,1 Mio. EUR pro Jahr steigen. Währungsrisiken Die weltweite Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten von EPCOS bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichsten Währungen mit sich, wobei Euro (EUR), US-Dollar (USD), Japanischer Yen (JPY) und Singapur-Dollar (SGD) für das Unternehmen unverändert die größte Bedeutung haben. Da die Konzerngesellschaften einem Währungsrisiko ausgesetzt sind, ist die Absicherung von Wechselkursrisiken ein wesentlicher Bestandteil des EPCOS Risikomanagements. Hinzu kommt, dass sich — bedingt durch Schwankungen in anderen Währungen wie etwa Chinesischer Yuan (CNY), Indische Rupie (INR) oder Ungarischer Forint (HUF) — die Kostenposition von EPCOS verschlechtern und dadurch negative Auswirkungen auf das Ergebnis entstehen können. Aus diesem Kostenvorteil anderer Bauelementehersteller können sich zudem Auswirkungen auf das Marktpreisniveau ergeben. EPCOS hat in den vergangenen Jahren sowohl Wertschöpfung als auch Einkaufsprozesse von Mitteleuropa in Regionen mit niedrigeren Arbeitskosten verlagert. Die Währungen in vielen dieser Länder sind mehr oder weniger stark an den US-Dollar gebunden. Mittlerweile erbringt EPCOS mehr als 40 Prozent seiner Wertschöpfung im erweiterten US-Dollar-Raum. Dadurch konnte das Unternehmen sein Netto-Währungsrisiko verringern. Währungsrisiken ergeben sich außerdem aus Zahlungsströmen in den EPCOS Konzerngesellschaften, die nicht auf die jeweilige Bilanzwährung lauten — im Wesentlichen Euro, US-Dollar, Japanischer Yen und Singapur-Dollar. Zur Verringerung dieser Risiken wird darauf geachtet, möglichst viele Transaktionen, wie Umsätze, Einkäufe und Finanzierungen, in der jeweiligen Bilanzwährung zu vereinbaren bzw. eine ausgeglichene Netto-Währungsposition zu schaffen. Verbleibende Währungsrisiken werden durch das zentrale EPCOS Währungsmanagement laufend erfasst. Die Netto-Währungsposition in den einzelnen Währungen sichert das Unternehmen mit Hilfe geeigneter Instrumente — insbesondere Devisentermingeschäften und Optionen - in der Regel über einen Zeitraum von drei Monaten ab. Zum 31. März 2012 bzw. 31. März 2011 war der Konzern folgendem Währungsrisiko ausgesetzt: Nettowährungsrisiko in Mio., zum 31. März 2012 bzw. 31. März 2011
Die in der folgenden Tabelle dargestellten Währungssensitivitäten und ihre Wirkung auf das Vorsteuerergebnis ergeben sich unter der Annahme, der Euro habe sich gegenüber dem US-Dollar, Japanischen Yen und Singapur-Dollar zum 31. März 2012 bzw. 31. März 2011 um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet. Ferner unterstellt diese Analyse, dass alle anderen Variablen - insbesondere Zinsen sowie andere als die genannten Währungspaare - unverändert bleiben. Wechselkurs-Sensitivitäten in Mio. EUR, zum 31. März 2012 bzw. 31. März 2011
Beschaffungsrisiken Um Lieferengpässe und Abhängigkeiten bei den wichtigsten Rohmaterialien möglichst zu vermeiden, verfügt EPCOS in der Regel über alternative Bezugsquellen. Innovationen und die Weiterentwicklung seiner Technologien und Prozesse tragen zudem wesentlich dazu bei, den Bedarf des Unternehmens an kostenintensiven sowie quantitativ und/oder regional beschränkt verfügbaren Rohmaterialien zu verringern. EPCOS legt grundsätzlich Wert darauf, bei Bedarf auf alternative, besser verfügbare Materialen sowie Versorgungswege ausweichen zu können. EPCOS benötigt für einige seiner Produkte allerdings Materialien, die in der geforderten Qualität nur von einer begrenzten Anzahl Lieferanten bereitgestellt werden können oder auf Rohmaterialien beruhen, die an der Börse gehandelt werden. Daher kann es vereinzelt zu Versorgungsengpässen oder von EPCOS nicht beeinflussbaren Preisschwankungen kommen. Silber-Palladium-Pasten für die Fertigung etwa von Piezo-Aktuatoren sowie Wafer aus Lithium-Niobat, Lithium-Tantalat oder Quarz für die Herstellung von OFW-Komponenten zählen zu solchen Materialien. Produkthaftung und Garantieansprüche EPCOS haftet für die Qualität seiner Produkte gegenüber Kunden und Endverbrauchern. Trotz der umfassenden, regelmäßig kontrollierten sowie fortlaufend weiterentwickelten Maßnahmen des Unternehmens zur Qualitätssicherung verbleibt ein geringes Restrisiko, dass einzelne seiner Produkte fehlerhaft sind. Solche Fehler könnten auch in den Anwendungen der Kunden zu Schäden führen — fehlerhafte EPCOS Produkte könnten also zu Garantieansprüchen gegen das Unternehmen oder zu einer Haftung für Schäden führen, die durch solche fehlerhaften Produkte bei Kunden innerhalb der gesamten nachfolgenden Lieferkette entstanden sind. Sobald sich stichhaltige Anhaltspunkte für solche Haftungsfälle ergeben, bildet die Gesellschaft angemessene bilanzielle Vorsorgen. Fehlerhafte Produkte könnten außerdem den Vermarktungserfolg und die Reputation von EPCOS beeinträchtigen. Personalrisiken Der Erfolg des Unternehmens hängt von dem Wissen und der Erfahrung sowie der Motivation, dem Leistungswillen und dem Einsatz seiner Mitarbeiter ab. Die Weiterentwicklung einer Unternehmenskultur, in der unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln auf allen Ebenen und in allen Teilen der Organisation gefördert werden und zur Entfaltung kommen sollen, steht bei EPCOS im Mittelpunkt der Personalführung. Um sich im globalen Wettbewerb behaupten und gegen zunehmende Konkurrenz immer besser durchsetzen zu können, ist EPCOS darauf angewiesen, dass sich alle Mitarbeiter — und insbesondere die besten und talentiertesten darunter — umfassend einbringen und Spitzenleistungen erbringen. EPCOS steigert die dazu notwendige Bereitschaft seiner Beschäftigten auch mit Hilfe leistungs- und erfolgsabhängiger Einkommenskomponenten und Entlohnungssysteme. Das Unternehmen ist sich dessen bewusst, dass Leistungsträger kurzfristig nur sehr schwer ersetzt werden können. Um aufstrebende Mitarbeiter möglichst langfristig zu binden und den Verlust von Kompetenz so gut es geht auszuschließen, zumindest aber schnell kompensieren zu können, betreibt EPCOS Nachwuchsförderung und Karriereplanung. Im Bedarfsfall werden hochqualifizierte und erfahrene Fachleute angeworben. Informationstechnische Risiken Zur Sicherung seines internen Datenverkehrs nutzt EPCOS weltweit ein umfassendes System von Datenleitungen und Netzwerken. Informationstechnische Risiken bestehen darin, dass Netzwerke ausfallen und Daten durch Bedien- und Programmfehler sowie externe Einflüsse — beispielsweise einen unerwünschten Zugriff — missbraucht, gestohlen, verfälscht oder zerstört werden könnten. Diesen Risiken begegnet EPCOS durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen, durch regelmäßige Datensicherungen sowie durch Nutzung von Backup-Systemen. Die zentralen Rechensysteme sind hochverfügbar ausgelegt, sodass ein Komplettausfall dieser Systeme unwahrscheinlich ist. Die für die informationstechnische Sicherheit zuständigen Mitarbeiter kontrollieren diese Maßnahmen fortlaufend. Umweltrisiken Aufgrund seines globalisierten Geschäfts unterliegt EPCOS länderspezifischen Umweltgesetzen und -vorschriften, unter anderem zu Luftemission, Grundwasserverschmutzung, Abwasserbehandlung, Abfallentsorgung, Gebrauch und Behandlung gefährlicher Substanzen sowie Bodenuntersuchung und -entgiftung. Daraus könnten sich für EPCOS Haftungsrisiken aus dem laufenden wie auch vergangenen Geschäftsbetrieb ergeben. Zusätzliche künftige Umweltanforderungen könnten es erforderlich machen, die bestehenden hohen EPCOS Umweltstandards den neuen Verpflichtungen anzupassen. Die Konsequenzen daraus könnten sich etwa in höheren Produktionskosten und in notwendigen Veränderungen der Produktionsprozesse auswirken. Chancen Die am 1. Oktober 2009 in Japan gegründete TDK-EPC Corporation (TDK-EPC) ist ein weltweit führender Hersteller elektronischer Bauelemente, Module und Systeme, der seine breit verankerte Stellung in allen wichtigen Märkten weiter festigen konnte. TDK-EPC profitiert davon, dass sich die Bauelementegeschäfte von TDK und EPCOS kaum überlappen, sondern sehr gut ergänzen. Dies gilt sowohl im Hinblick auf Technologien und Produkte als auch bezüglich Kunden und Absatzmärkte. Von Vorteil ist, dass TDK vor allem in der größten Wachstumsregion Asien sowie speziell in der Konsum-Elektronik und Informationstechnik etabliert ist. EPCOS dagegen verfügt besonders in Europa über eine starke Position in den Wachstumsmärkten der Automobil- und Industrie-Elektronik sowie weltweit auf dem Gebiet der Mobilfunkanwendungen4. Unter dem Dach von TDK-EPC ergeben sich aus den Synergiepotentialen zusätzliche Chancen für das EPCOS Geschäft: So rücken inzwischen die beiden Unternehmensteile von TDK-EPC etwa auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung sowie der Fertigung näher zusammen, um vorhandenes Know-how gemeinsam besser zu nutzen sowie Produktionsabläufe zu optimieren und aufeinander abzustimmen. Weltweit sind die Vertriebsbüros von TDK und EPCOS jeweils unter einem Dach untergebracht. Ein geschlossenes Auftreten der Vertriebsmannschaften sowie das verbreiterte Produktportfolio stärken die Präsenz bei Kunden vor Ort und schaffen neue Geschäftsmöglichkeiten. Hinzu kommen Einsparerfolge, die beispielsweise aus TDK-EPC weit geltenden Verträgen mit Logistikpartnern resultieren. Neben den allgemein gültigen Chancen unternehmerischer Tätigkeit ergeben sich für EPCOS weiterhin Chancen aus den anhaltenden Megatrends Umweltschutz, Energieeffizienz und Miniaturisierung, die sich — wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß — in allen EPCOS Abnehmerbranchen auswirken5. Eine dauerhafte Technologie- und Innovationsführerschaft bietet EPCOS die Chance, seine Positionen in den Abnehmerbranchen nachhaltig zu stärken und weiter auszubauen. Auch auf diesem Gebiet ergibt sich aus der intensiven Zusammenarbeit mit TDK die Chance, auf Grundlage einer verbreiterten und vertieften Technologiekompetenz wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln. Bei TDK-EPC sind eine ganze Reihe gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Arbeit und haben auch bereits zu guten Ergebnissen geführt6. Überlegene Innovationskraft bei Technologien, Prozessen und Produkten ist ein entscheidender Erfolgsfaktor zur Absicherung und Steigerung künftigen Wachstums. Zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb gehört auch die einwandfreie Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Insofern bietet die etwa im Rahmen der Null-Fehler-Qualitätsoffensive von EPCOS fortlaufend verbesserte Qualität die Chance, mit Hilfe marktführender Qualität die Marktpositionen des Unternehmens auf den immer qualitätssensibleren Märkten zu festigen und auszubauen.
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siehe auch Lagebericht, Kapitel Abnehmerbranchen AUSBLICKIm Laufe des Jahres Erholung des Geschäfts erwartet Seit der Jahreswende hat die Weltwirtschaft wieder etwas Fahrt aufgenommen, nachdem sie in der zweiten Hälfte 2011 an Schwung verloren hatte. Der Ausblick für die globale Konjunktur ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts (Mai 2012) allerdings verhalten. Das Expansionstempo der US-Wirtschaft bleibt im Vergleich zu früheren Aufschwüngen mäßig, im Fall von China und anderen Schwellenländern hat es sich verlangsamt. In Europa ist das Bild uneinheitlich: Das eher geringe Wachstum in Deutschland und einigen Nachbarländern wird die rückläufige Entwicklung im Mittelmeerraum 2012 voraussichtlich nicht ausgleichen können. Weltwirtschaft Positive Konjunkturprognosen, aber erhebliche Unsicherheitsfaktoren Konjunkturforschungsinstitute gehen jedoch davon aus, dass die Weltwirtschaft im laufenden Kalenderjahr in Summe erneut wachsen wird, verglichen mit 2011 allerdings weiter abgeschwächt und mit regional deutlichen Unterschieden. So erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2012 eine Wachstumsrate von weltweit 3,5 Prozent (2011: 3,9%). Getragen werde die positive Entwicklung hauptsächlich von Schwellen-und Entwicklungsländern, wo der IWF ein Wachstum von insgesamt 5,7 Prozent erwartet (2011: 6,2%). Dabei geht das Institut davon aus, dass das Wachstum in China mit 8,2 Prozent (2011: 9,2%) sowie in Indien mit 6,9 Prozent (2011: 7,2) robust bleibt. Für die klassischen Industrieländer dagegen prognostiziert der IWF ein gedämpftes Wachstum von insgesamt 1,4 Prozent (2011: 1,6%). Innerhalb Europas gehört Deutschland allerdings zu den Ländern, für die ein unterdurchschnittliches Wachstum erwartet wird: Der Zuwachs soll laut IWF bei 0,6 Prozent liegen (2011: 3,1%). Beim Ausblick auf die Konjunkturentwicklung dürfen bestehende Unsicherheitsfaktoren nicht übersehen werden: Insbesondere ist die europäische Schuldenkrise nach wie vor nicht gelöst und stellt ein deutliches Risiko für die Entwicklung der globalen Märkte dar. Daneben drohen in wirtschaftlich stark wachsenden Schwellen- und Entwicklungsländern weiterhin Inflationsdruck und die Gefahr einer Marktüberhitzung in Folge zu hoher Kapitalzuflüsse. Ebenfalls verunsichernd wirkt die anhaltende politische Unruhe im arabischen Raum — für die Weltkonjunktur stellt sie vor allem ein Risiko bezüglich der Versorgung mit Erdöl dar; steigende Rohstoffpreise, insbesondere von Erdöl, könnten das Wachstum begrenzen. EPCOS Angepasste Ressourcenplanung Durch seine im Berichtsjahr verhältnismäßig umfangreiche Investitionstätigkeit hat EPCOS gut für eine wieder anziehende Nachfrage und weitere Marktanteilsgewinne vorgesorgt. Dementsprechend konnte das Unternehmen seine Ressourcenplanung für das Geschäftsjahr 2013 (1. April 2012 bis 31. März 2013) zurückfahren und sein Investitionsvolumen gegenüber Vorjahr deutlich auf ein Niveau verringern, das unter dem Wert der Abschreibungen liegt. Investieren wird EPCOS vor allem in Produktionsanlagen. EPCOS wird seine Anstrengungen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung fortführen. Dabei bleibt die kontinuierliche Qualitätsverbesserung der Prozesse, Produkte und Dienstleistungen eine der wesentlichen Maßnahmen, um die Fehlerkosten im Unternehmen weiter zu senken. Auch in diesen Bereich wird erneut ein nennenswerter Teil der Investitionsausgaben fließen. Wenn sinnvoll und möglich, verlagert EPCOS Geschäftsprozesse in Niedriglohnländer, um insbesondere seine Personalkosten zu verringern. Die Steigerung der Produktivität ist auch künftig eines der wichtigsten Unternehmensziele. Rückkehr zu Umsatzwachstum, Verbesserung von Ertragslage und Netto-Cash-Flow In dem Szenario einer voraussichtlich gedämpften Wachstumsdynamik der Weltkonjunktur geht EPCOS von einem insgesamt moderat steigenden Bauelementebedarf aus. Dabei dürfte insbesondere das Geschäft mit Herstellern von Mobiltelefonen volatil bleiben. In Anbetracht der Unwägbarkeiten und unter Berücksichtigung maßgeblicher Risikofaktoren geht das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013 davon aus, dass es seinen Umsatz gegenüber Vorjahr steigern (Umsatz Vorjahr: 1,8 Mrd. EUR) sowie seine Ertragslage und seinen Netto-Cash-Flow verbessern wird. Sollte die Konjunkturerholung anhalten, kann davon ausgegangen werden, dass sich das Geschäft von EPCOS über das Geschäftsjahr 2013 hinaus weiter gut entwickeln wird. NachtragsberichtNach dem Geschäftsjahr 2012 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des EPCOS Konzerns von besonderer Bedeutung sind. 1. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die am 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahre(in Tausend EUR)
2. Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die am 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahre(in Tausend EUR)
In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist die Entwicklung der im Konzerneigenkapital erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen dargestellt. Dabei ergeben sich die folgenden ertragsteuerlichen Effekte auf das sonstige Ergebnis im EPCOS Konzern: Ertragsteuerliche Effekte für die am 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahre(in Tausend EUR)
In den zum 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahren beinhalten die Unterschiede aus der Währungsumrechnung jeweils minus 0,2 Millionen EUR, die auf assoziierte Unternehmen entfallen. 3. Konzern-Bilanz zum 31. März 2012 bzw. 2011(in Tausend EUR, außer Anzahl der Aktien)AKTIVA
4. Konzern-Kapitalflussrechnung für die am 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahre(in Tausend EUR)
5. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die am 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahre(in Tausend EUR)
Anhang6. Erläuternde Anhangsangaben zum Konzernabschluss6.1 Ergänzende Erläuterungen zum Konzernanhang gemäß § 315a HGB 6.1.1 Angaben gemäß § 313 Abs. 2 HGB Beteiligungen zum 31. März 2012 (Angaben gemäß IFRS inkl. Kaufpreisanpassungen)
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Nach Berücksichtigung Ergebnisabführungsvertrag gem. deutscher Bilanzierungsvorschriften
6.1.2 Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB In den zum 31. März 2012 und 2011 endenden Geschäftsjahren beliefen sich die Personalaufwendungen im EPCOS Konzern auf 476,4 Millionen EUR bzw. 458,2 Millionen EUR. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2012 konzernweit durchschnittlich 24.924 (Vorjahr: 25.052) Mitarbeiter (Teilzeitmitarbeiter wurden anteilig gezählt) beschäftigt:
6.1.3 Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Für Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Deutschland, für die Geschäftsjahre 2012 bzw. 2011 als Aufwand berechnete Honorare in Deutschland beliefen sich auf:
6.1.4 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG TDK Corporation und verbundene Unternehmen
Zum 31. März 2012 werden die Stimmrechte an der EPCOS AG von der TDK-EPC Corporation, Tokio/ Japan, zu 54,6 Prozent und von der TDK Germany GmbH, Düsseldorf/ Deutschland, zu 45,4 Prozent gehalten. 6.1.5 Organe der Gesellschaft und deren Vergütung 6.1.5.1. Mitglieder des Aufsichtsrats Stand 31. März 2012
6.1.5.2. Mitglieder des Vorstands Stand 31. März 2012
6.1.5.3. Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen im Berichtszeitraum insgesamt 323 Tausend EUR (Vorjahr: 322 Tausend EUR). 6.1.5.4. Vergütung des Vorstands a. Gesamtbezüge Die Gesamtbezüge aller vier (Vorjahr: drei) Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012 betrugen 1.286 Tausend EUR (Vorjahr: 2.888 Tausend EUR). Davon entfielen 1.042 Tausend EUR (Vorjahr: 914 Tausend EUR) auf erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile und 244 Tausend EUR (Vorjahr: 1.974 Tausend EUR) auf erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile. Die Beträge sind dem Geschäftsjahr zugeordnet, für das die variable Vergütungskomponente gezahlt wurde. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt im Juni des nächsten Geschäftsjahres. Aktienkursbasierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung wurden in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 nicht gewährt. b. Ruhegehaltszusagen Jahresbetrag Die Jahresbeträge der am 31. März 2012 an die vier (Vorjahr: drei) Vorstandsmitglieder erteilten Ruhegehaltszusagen betrugen im Geschäftsjahr 2012 zusammen 457 Tausend EUR (Vorjahr: 402 Tausend EUR). c. Pensionsrückstellungen Den Pensionsrückstellungen wurden für die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2012 nach HGB insgesamt rund 3.406 Tausend EUR (Vorjahr: 773 Tausend EUR) zugeführt. Die erhöhte Zuführung zu den Pensionsrückstellungen resultiert im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Dotierung für Rückstellungen und Ruhegehalt für den im Berichtsjahr freigestellten Vorstand. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung nach IFRS („Defined Benefit Obligation” — DBO) der Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum 31. März 2012 11.577 Tausend EUR und zum 31. März 2011 6.474 Tausend EUR. d. Ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen An ausgeschiedene Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2012 Bezüge in Höhe von insgesamt 176 Tausend EUR (Vorjahr: 337 Tausend EUR) gezahlt. Darüber hinaus gehende Ansprüche wurden entweder von der Siemens AG erfüllt oder sind bereits abgewickelt. Die Rückstellungen für Pensionsansprüche dieses Personenkreises betrugen zum 31. März 2012 nach HGB insgesamt 2.233 Tausend EUR und zum 31. März 2011 2.240 Tausend EUR). Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung nach IFRS („Defined Benefit Obligation” — DBO) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen betrug zum 31. März 2012 3.366 Tausend EUR und zum 31. März 2011 3.062 Tausend EUR. e. Sonstiges Den Vorstandsmitgliedern wurden weder Vorschüsse oder Kredite gewährt, noch wurden für sie Haftungsverhältnisse eingegangen. 6.2 Beschreibung der Gesellschaft Die EPCOS AG (die „Gesellschaft") ist ein führender Hersteller und Lieferant von elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen mit Sitz in München/ Deutschland. Die Gesellschaft verfügt über Forschungs- und Entwicklungszentren sowie Produktionsanlagen in Europa, Asien, Nord- und Südamerika sowie über ein weltweites Vertriebsnetz. Elektronische Bauelemente, Module und Systeme werden in allen elektronischen Schaltungen verwendet. Das Produktangebot der Gesellschaft ist so gestaltet, dass der Bedarf ihrer wichtigsten Abnehmergruppen, wie der Telekommunikations-, der Automobil-, der Informations- sowie der elektronischen Verbrauchs- und Investitionsgüterindustrie gedeckt wird. Ihre Kunden sind Geräte-, Automobil- und Maschinenhersteller sowie andere Unternehmen, die für diese Hersteller Systeme produzieren, und Distributoren. Zum 31. März 2012 hält die TDK Corporation, Tokio/ Japan, als oberstes beherrschendes Unternehmen indirekt 100 Prozent der Aktien der EPCOS AG. Das Geschäftsjahr läuft satzungsgemäß vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des nächsten Jahres. Als Berichtswährung im Konzernanhang wird, soweit nicht anders angegeben, der Euro (EUR) verwendet. Rundungen sind, soweit erforderlich, nach kaufmännischen Grundsätzen durchgeführt. 6.3 Rechnungslegungsgrundsätze und Grundlagen der Darstellung Der vorliegende Konzernabschluss für das zum 31. März 2012 endende Geschäftsjahr wurde im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der zusätzlichen Anforderungen des § 315a Abs. 1 HGB aufgestellt. Der Lagebericht und Konzernlagebericht wurde in Übereinstimmung mit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard 5 (DRS 5) „Risikoberichterstattung", Deutschen Rechnungslegungsstandard 15 (DRS 15) „Lageberichterstattung" und dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS 17) „Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder" erstellt. Der Abschluss für das zum 31. März 2012 endende Geschäftsjahr wurde am 18. Mai 2012 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. 6.4 Übersicht wesentlicher Rechnungslegungs- und Bilanzierungsgrundsätze 6.4.1 Konsolidierung Unternehmen, welche die Gesellschaft gemäß den geltenden Gesetzen in wirksamer Weise beherrscht, werden in Übereinstimmung mit IFRS konsolidiert. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Sofern erforderlich werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern angewandten Methoden anzugleichen. Alle wesentlichen konzerninternen Salden und Transaktionen sowie alle wesentlichen aus konzerninternen Transaktionen entstandenen Zwischenergebnisse sind aus den konsolidierten Abschlüssen eliminiert worden. 6.4.2 Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen/ Assoziierte Unternehmen Unternehmen, welche die Gesellschaft nicht beherrscht, auf deren Geschäfts- und Finanzpolitik sie jedoch einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen), werden in den konsolidierten Jahresabschlüssen nach der sogenannten Equity-Methode bilanziert. Assoziierte Unternehmen werden mit ihrem anteiligen Eigenkapital im Konzernabschluss bilanziert. Aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen resultierende Zwischenergebnisse wurden im Konzernabschluss eliminiert. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn EPCOS direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von 20 Prozent bis 50 Prozent zusteht. Bei Vorliegen von Hinweisen für eine Wertminderung erfolgt eine Überprüfung des Wertansatzes und, falls erforderlich, die Vornahme einer Wertminderung. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, erfolgt eine erfolgswirksame Wertaufholung. Wenn kein verlässlich bestimmbarer beizulegender Zeitwert oder ein Marktpreis vorliegt, werden Beteiligungen zu Anschaffungskosten im Konzernabschluss angesetzt. Bei Vorliegen von Hinweisen auf eine Wertminderung wird ein entsprechender Werthaltigkeitstest durchgeführt und wenn nötig der Ansatz ergebniswirksam korrigiert. 6.4.3 Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen im In- und Ausland einbezogen. Bei diesen Unternehmen übt die EPCOS AG direkt oder indirekt die Kontrolle aus. Zum 31. März 2012 und 2011 zählten neben der EPCOS AG die folgende Anzahl der Tochterunternehmen zum Konsolidierungskreis:
Mit Wirkung zum 1. April 2011 wurde die Aktiv Sensor GmbH auf die Ernst Herrmann Ingenieur AG & Co. Fabrikation elektrischer Kontaktelemente KG verschmolzen und in die TDK-EPC AG & Co. KG umfirmiert. Die Becromal Norway AS. wurde im Geschäftsjahr 2012 liquidiert. Im Geschäftsjahr 2012 wurden zudem weitere 30 Prozent der Anteile an der Tochtergesellschaft EPCOS (Anhui) Feida Electronics Co., Ltd. erworben. Der neue Kapitalanteil beträgt somit 90 Prozent. Für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen Abschlüsse zum 31. März 2012 bzw. 2011 zugrunde. 6.4.4 Fremdwährungen 6.4.4.1 Transaktionen in Fremdwährungen Einkäufe und Verkäufe in Fremdwährungen werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Tageskurs umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Bilanzstichtag in die Darstellungswährung umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. 6.4.4.2 Umrechnung von Jahresabschlüssen auf den Euro (EUR) Die Berichtswährung des Unternehmens ist der EUR. Bilanzposten von Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der EUR ist, werden zum Stichtagskurs umgerechnet, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung am Tag des jeweiligen Geschäftsvorfalls. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Die für die Währungsumrechnung zugrundeliegenden wesentlichen Wechselkurse gegenüber einem EUR lauten für die zum 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahre wie folgt:
6.4.5 Ertragsrealisierung Umsätze werden bilanziert, wenn sie realisiert oder realisierbar sind. Sie sind unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Zahlung zu berücksichtigen. Als Umsatz wird nur der Nettobetrag nach Abzug von Skonti, Kundenboni, Rabatten und Retouren erfasst. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs vereinnahmt. Die Ergebniswirkung erfolgt jeweils unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung. 6.4.6 Forschungs- und Entwicklungskosten Forschungskosten werden von den Entwicklungskosten abgegrenzt und als Forschungs- und Entwicklungsaufwand der jeweiligen Periode erfasst. Entwicklungskosten werden, sofern sie die Ansatzvoraussetzungen des IAS 38 erfüllen, aktiviert. Diese aktivierten Kosten sind als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte in den Immateriellen Vermögenswerten enthalten. Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden in den Folgeperioden unter dem Posten Umsatzkosten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Können die aktivierten Entwicklungskosten einem Produktionsvorgang zugeordnet werden, wird der entsprechende Wertverzehr in die Herstellungskosten der betreffenden Produkte anteilig einbezogen. Soweit die Voraussetzungen zur Aktivierung von Entwicklungskosten nicht gegeben sind, werden Entwicklungskosten in der jeweiligen Periode aufwandswirksam im Posten Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. 6.4.7 Steuern vom Einkommen und Ertrag Laufende Steuern werden für die durch die Konzernunternehmen geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag im Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Ertragsteuern werden nach der Asset and Liability Method gemäß den Regeln des IAS 12 „Ertragsteuern" berechnet. Alle sich auf Steuern vom Einkommen und Ertrag, vom Kapital oder vom Vermögen beziehenden, im Laufe des Geschäftsjahres entstandenen Verbindlichkeiten oder Forderungen, sind in den Konzernabschlüssen gemäß den für die einzelnen Gesellschaften geltenden Steuergesetzen enthalten. Aktive und passive latente Steuern werden dann angesetzt, wenn künftige steuerliche Auswirkungen zu erwarten sind, die auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten bestehender Aktiva und Passiva und ihrer steuerlichen Bemessungsgrundlage einerseits und Verlustvorträgen und Steuerguthaben andererseits zurückzuführen sind. Aktive latente Steuern werden nur insoweit ausgewiesen, als es wahrscheinlich ist, dass diese in Zukunft durch ein positives zu versteuerndes Einkommen genutzt werden können. Aktive und passive latente Steuern werden unter Verwendung der Steuersätze errechnet, die voraussichtlich in den Jahren gelten werden, in welchen sich diese temporären Differenzen umkehren oder ausgleichen. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf aktive und passive latente Steuern wird in der Periode berücksichtigt, in welcher das Gesetz, welches der Steueränderung zugrunde liegt, verabschiedet wurde. 6.4.8 Sachanlagen Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen aktivierungspflichtige Stilllegungskosten bzw. Kosten für den Rückbau sowie direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten. Gewährte und in Anspruch genommene Rabatte, Boni und Skonti werden vom Kaufpreis abgezogen. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten enthalten auch die wesentlichen Aufwendungen für Verbesserungen, sofern dadurch die Nutzungsdauer verlängert oder die Kapazität erhöht wird. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden nach Anfall als Aufwand gebucht. Erweiterungsinvestitionen werden aktiviert, soweit sie den Wert der Sachanlagen erhöhen. Zuwendungen der öffentlichen Hand mindern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, wenn sie einzelnen Vermögenswerten zugeordnet werden können bzw. für diese Vermögenswerte gewährt worden sind. Bei Anlageabgängen werden die zugehörigen historischen Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen ausgebucht und die Differenz zum Verkaufserlös als Gewinn oder Verlust in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen. Im Allgemeinen wird die Nutzungsdauer von abschreibungsfähigen Sachanlagen wie folgt angesetzt:
Soweit nicht andere Verfahren den tatsächlichen Nutzungsverlauf besser widerspiegeln, wenden die Gesellschaften des EPCOS Konzerns die lineare Abschreibungsmethode an. 6.4.9 Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme des Goodwill werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich über die entsprechende Nutzungsdauer nach der linearen Methode oder anhand der erwarteten Umsatzvolumina der zugehörigen Produkte berechnet, wenn diese den tatsächlichen Nutzungsverlauf besser widerspiegeln. Die immateriellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen neben Goodwill, der als Differenz zwischen Kaufpreis und Zeitwert des Nettovermögens der erworbenen Unternehmen bzw. Unternehmensteile definiert wird, aus erworbenem Kundenstamm, Patenten und Lizenzen sowie selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten. Patente werden gemäß ihrer Patenturkunde bzw. wie der Kundenstamm über maximal zehn Jahre und Lizenzen laut Vertrag abgeschrieben. Der Goodwill wird nach IAS 36 „Wertminderung von Vermögenswerten" nicht planmäßig abgeschrieben. Der den Geschäftseinheiten zugeordnete Goodwill wird zumindest jährlich, oder wenn Indikatoren auf eine Wertminderung hinweisen, auf seine Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls auf einen geminderten Wert abgeschrieben. Eine Wertminderung des Goodwill darf in späteren Perioden nicht rückgängig gemacht werden. 6.4.10 Wertminderung von langlebigen Anlagen Die Gesellschaft prüft langlebige Anlagen einschließlich immaterieller Vermögenswerte auf Wertminderung, wann immer bestimmte Ereignisse oder Änderungen der Umstände darauf schließen lassen, dass der Buchwert einer Anlage nicht mehr realisierbar sein könnte. In Übereinstimmung mit IAS 36 wird der Buchwert dieser Vermögenswerte mit deren erzielbarem Betrag, der dem höheren Betrag aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten entspricht, verglichen. Im Allgemeinen wird der erzielbare Betrag einer Anlage entweder auf der Grundlage eines Gutachtens oder der diskontierten zukünftigen Netto-Mittelzuflüsse ermittelt. Im Rahmen der Schätzung der künftigen Netto-Mittelzuflüsse sind vom Management Annahmen zu treffen. Dem entsprechend können sich Abweichungen zwischen den tatsächlichen Werten und diesen Schätzwerten ergeben. Überschreitet der Buchwert den korrespondierenden erzielbaren Betrag, so wird eine Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen Buchwert und erzielbarem Betrag vorgenommen. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, werden diese Vermögenswerte (außer Goodwill) zugeschrieben. Dabei darf diese Wertaufholung nicht den Buchwert der Sachanlage übersteigen, der bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre. 6.4.11 Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei Kauf oder Verkauf zum Handelstag, das heißt zu dem Tag, an dem eine Verpflichtung zum Kauf bzw. Verkauf eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit eingegangen wurde. Finanzinstrumente beinhalten originäre und derivative Finanzinstrumente. Für die interne und externe Berichterstattung werden sie einzelnen Klassen und Kategorien zugeordnet. Die Bewertungs- und weiteren Bilanzierungsvorschriften der einzelnen Klassen und Kategorien weichen grundlegend voneinander ab. Sie werden wie folgt näher erläutert: Originäre Finanzinstrumente der Aktiva setzen sich im Wesentlichen aus Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Originäre Finanzinstrumente der Passivseite umfassen insbesondere Finanzschulden und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wertpapiere sind im Wesentlichen als zur Veräußerung verfügbar (Kategorie: Availablefor-Sale-Securities, afs) klassifiziert. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser wird, sofern vorhanden, aus dem Markt- oder Börsenwert abgeleitet. Übersteigt der Zeitwert dieser Wertpapiere die Anschaffungskosten, wird die Differenz unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Liegt der Zeitwert voraussichtlich dauerhaft unter den Anschaffungskosten, wird die Differenz ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Aus Verträgen resultierende Forderungen wie beispielsweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gewährte Darlehen (Kategorie: Loans and Receivables, LaR) sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen angesetzt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit ihren Nominalwerten ausgewiesen. Bestände, die nicht auf den EUR lauten, werden mit dem Stichtagskurs bewertet. Finanzschulden sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Kategorie: Financial Liabilities at Amortized Cost, FLAC) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bilanziert. IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" enthält unter anderem Rechnungslegungs- und Berichterstattungsvorschriften für derivative Finanzinstrumente einschließlich bestimmter, in anderen Kontrakten eingebetteter derivativer Finanzinstrumente und für bilanzielle Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting). Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich von der Gesellschaft zur Vermeidung von Wechselkurs- und Zinsrisiken sowie von Risiken aus Marktpreisschwankungen von Edelmetallen verwendet. EPCOS hält grundsätzlich keine und gibt keine derivativen Finanzinstrumente für Handels- oder Spekulationszwecke aus. Zur Verringerung bestimmter, mit ihrer Geschäftstätigkeit inhärent verbundener Risiken, schließt die Gesellschaft auf der Grundlage der voraussichtlichen Risiken Devisen-, Zins- und Warentermingeschäfte ab. Derivative Finanzinstrumente werden sowohl bei erstmaliger Bilanzierung als auch in den Folgeperioden zum Fair Value bewertet. Gewinne und Verluste aus Zeitwertschwankungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Wird ein derivatives Finanzinstrument nach IAS 39 als Sicherungsgeschäft in einem Cashflow Hedge eingesetzt, wird der effektive Teil der Fair-Value-Veränderung des Sicherungsinstruments erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Der ineffektive Anteil der Fair-Value-Veränderungen eines Sicherungsgeschäfts, für das ein Cashflow Hedge gebildet wurde, wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung wird in der Periode vorgenommen, in der das Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Entfällt das gesicherte Grundgeschäft, wird das Sicherungsergebnis sofort erfolgswirksam erfasst. Zeitwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten mit fehlender Designation einer Sicherungsbeziehung werden ebenfalls bei Anfall in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gebucht (Kategorie: Financial Liabilities/ Assets Held for Trading, FLHfT/ FAHfT). Der Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten wird anhand von Markt- oder Börsenwerten ermittelt. Bei einem Sicherungsgeschäft mit operativem Grundgeschäft wird das Ergebnis des Sicherungsgeschäfts sowie des Grundgeschäfts im operativen Ergebnis erfasst. Bei einem Sicherungsgeschäft mit finanziellem Grundgeschäft wird das Ergebnis des Sicherungsgeschäfts sowie des Grundgeschäfts im sonstigen finanziellen Ergebnis erfasst. 6.4.12 Wertpapiere Die Gesellschaft klassifiziert ihre Wertpapiere im Wesentlichen als Available-for-Sale-Securities. Diese Wertpapiere werden am Bilanzstichtag zum Marktwert angesetzt. Kumulierte unrealisierte Gewinne und Verluste sind erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Realisierte Gewinne oder Verluste und voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten zu designieren, hat die Gesellschaft keinen Gebrauch gemacht. 6.4.13 Vorräte Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert angesetzt, wobei die Herstellungskosten vorwiegend nach der Methode der gewogenen Durchschnittswerte ermittelt werden. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten sowie anteilige Material- und Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen unter Annahme einer Normalauslastung. 6.4.14 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Für die Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung werden von der Gesellschaft alle hochliquiden Finanzinstrumente mit ursprünglichen Fälligkeiten von bis zu drei Monaten als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente angesetzt. Sie beinhalten sowohl Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben als auch kurzfristige Kapitalanlagen mit einer Laufzeit, die zum Zeitpunkt der Investition weniger als drei Monate betragen. 6.4.15 Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Vermögenswerte wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder gewährte Darlehen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit ihren beizulegenden Werten, die normalerweise den Anschaffungskosten entsprechen, bilanziert. Im Rahmen der Folgebewertung werden diese finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung potentieller Wertminderungen bilanziert. Finanzielle Verbindlichkeiten wie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder erhaltene Darlehen sind bei ihrer erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bewertet, die dem Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. In der Folgezeit werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz ausgewiesen. 6.4.16 Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten vom Zeitpunkt der Anschaffung bzw. Herstellung bis zum Zeitpunkt des Beginns der Nutzung entstehen, werden aktiviert. Diese Aktivierung erhöht die Bemessungsgrundlage für die laufende nutzungsbedingte Abschreibung des qualifizierten Vermögenswertes entsprechend. 6.4.17 Leasing Die bilanzielle Behandlung von Leasing-Transaktionen nach IAS 17 „Leasingverhältnisse" hängt davon ab, ob der jeweilige Geschäftsvorfall als Finanzierungs-Leasing (finance lease) oder als Operating-Leasing (operating lease) klassifiziert wird. Ein Leasingverhältnis wird dann als Finanzierungs-Leasing klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer übertragen werden. Im Rahmen von Finanzierungs-Leasing gemietete Vermögenswerte aktiviert die Gesellschaft im Konzernabschluss und weist eine korrespondierende Verpflichtung aus. Nutzt die Gesellschaft Vermögenswerte im Rahmen von Operating-Leasing Verträgen, werden die entsprechenden Leasingzahlungen linear über die Laufzeit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen resultierende Ergebnisse grenzt die Gesellschaft ab und vereinnahmt sie über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam (finance lease). Eine sofortige Vereinnahmung des Ergebnisses ist nicht zulässig. Führt die Sale-and-Leaseback-Transaktion zu einem Operating-Leasing, ist ein Gewinn oder Verlust bei Vorliegen gewisser Kriterien sofort zu vereinnahmen. 6.4.18 Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse während der Berichtsperioden verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten beinhaltet hochliquide Finanzmittel mit ursprünglichen Fälligkeiten von bis zu drei Monaten, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Die Ermittlung der Ein- und Auszahlungen im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der sogenannten indirekten Methode. Bei der Ermittlung der Kapitalflussrechnung werden Veränderungen der einzelnen Bilanzposten um zahlungsunwirksame Effekte wie Währungsumrechnung von Gesellschaften, die nicht in EUR berichten, oder Zu- bzw. Abgängen im Konsolidierungskreis korrigiert. Somit können Veränderungen mit den entsprechenden Bilanzunterschieden nicht in voller Höhe abgestimmt werden. Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind jedoch gesondert in der Kapitalflussrechnung gezeigt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigt die Mittelzu- bzw. -abflüsse, die aus Investitionen bzw. Desinvestitionen in bzw. aus Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten sowie Finanzanlagen resultieren. Bei der Finanzierungstätigkeit werden alle zahlungswirksamen Vorfälle erläutert, die entweder zwischen EPCOS und den Aktionären der Gesellschaft oder zwischen EPCOS und ihren Fremdkapitalgebern in den jeweiligen Berichtsperioden stattgefunden haben. 6.4.19 Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzernbilanz der EPCOS AG ist in Übereinstimmung mit IAS 1R aufgestellt. Hiernach sind die Vermögenswerte und Schulden getrennt in lang- und kurzfristig darzustellen. Dabei sind diejenigen Bilanzposten als kurzfristig ausgewiesen worden, die im Normalfall binnen zwölf Monaten realisiert oder erfüllt werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem sogenannten Umsatzkostenverfahren aufgestellt worden. 6.5 Schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze In bestimmten Fällen wird die Anwendung schätz- und prämissensensitiver Bilanzierungsgrundsätze notwendig. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen aufgrund von Sachverhalten, die sich von Natur aus durch Ungewissheit auszeichnen und Veränderungen unterliegen können. Schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf verändern und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinflussen. Schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze können auch Annahmen umfassen, die von der Unternehmensleitung in derselben Berichtsperiode mit gleichermaßen vernünftigen Gründen anders hätten getroffen werden können. Die Unternehmensleitung weist darauf hin, dass zukünftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern. 6.5.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, der aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis beruhen. 6.5.2 Goodwill EPCOS überprüft den Goodwill mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung. Die Gesellschaft verwendet Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) über die Restnutzungsdauer basieren. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf vom Management vorgenommenen Einschätzungen über die zukünftigen Entwicklungen. Zahlungsströme nach dem Planungszeitraum von fünf Jahren werden unter Beachtung von Wachstumsraten extrapoliert. Die zugrundeliegenden Annahmen, insbesondere die Wachstumsraten, der gewogene durchschnittliche Kapitalkostensatz (WACC) sowie der Steuersatz, haben eine wesentliche Auswirkung auf den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. 6.5.3 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bilanzierung von leistungsorientierten Plänen (Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses) erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer". Zur Bestimmung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung und damit des Dienstzeitaufwands wird das Verfahren der laufenden Einmalprämien angewendet. Das Planvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet und für den Bilanzausweis vom Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung in Abzug gebracht. Die Anwendung versicherungsmathematischer Methoden erfordert die Bestimmung wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen, u. a. den Zinssatz für die Abzinsung, das künftige Gehalts- und Leistungsniveau sowie die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen. Die verwendeten Abzinsungssätze werden grundsätzlich auf Basis der Marktrenditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen mit kongruenter Laufzeit bestimmt. Bei der Schätzung von künftigen Gehalts- und Rentensteigerungen werden u. a. Inflation und Erfahrungen der Vergangenheit berücksichtigt. Die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen werden unter Berücksichtigung von historischen langfristigen Renditen, Markterwartungen und der Portfoliostruktur bestimmt. Die tatsächliche Entwicklung kann von den zugrunde gelegten Parametern abweichen, was ebenso wie die Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen zu versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten führt. EPCOS hat sich für das Wahlrecht des IAS 19 entschieden, diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in der Periode ihrer Entstehung direkt erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis zu erfassen. Zusätzlich leistet die Gesellschaft Beiträge im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen zu staatlichen Plänen/ Rentenversicherung. Da für diese Defined-Contribution-Pläne die Verpflichtung des Unternehmens im Gegensatz zu Defined-Benefit-Plänen ausschließlich in der Bereitstellung von Beiträgen besteht, ist die Bilanzierung einer Verbindlichkeit nicht erforderlich. 6.5.4 Rückstellungen Die Ermittlung aller Rückstellungen, insbesondere für drohende Verluste aus Verkaufsverträgen, von Gewährleistungsrückstellungen und von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist naturgemäß mit Einschätzungen verbunden. 6.5.5 Vorräte Die Schätzung von Marktdaten, also die Berücksichtigung von Preis-, Mengen- oder technischen Risiken, basiert auf statistischen Verfahren, historischen Erfahrungswerten und aktuellen Einschätzungen des Managements. Diese Risiken gehen in die Ermittlung von Wertberichtigungen ein. Später am Absatzmarkt erzielbare Preise können von den Schätzprämissen abweichen. 6.5.6 Unternehmenszusammenschlüsse Bei einem Unternehmenszusammenschluss werden alle erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommene Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Unternehmenszusammenschlusses mit dem jeweiligen beizulegenden Wert angesetzt. Ein wesentliches Maß an Einschätzung ist mit der Festlegung des beizulegenden Wertes für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verbunden. EPCOS stützt sich dabei in Abhängigkeit von der Komplexität und der Art des Vermögenswertes auf Gutachten Dritter oder wendet anerkannte Bewertungsmodelle an. Das Ergebnis von Bewertungsmethoden hängt wesentlich von Cash-Flow Prognosen und anderen bewertungsrelevanten Annahmen wie Zinssatz ab. Die tatsächliche Entwicklung kann von diesen Annahmen abweichen. 6.5.7 Aktive latente Steuern EPCOS schätzt zu jedem Bilanzstichtag ein, ob die künftige Realisierung von Steuervorteilen ausreichend wahrscheinlich ist für den Ansatz von aktiven latenten Steuern. Dies erfordert die Einschätzung und Berücksichtigung von künftigen steuerbaren Erträgen über die kommenden fünf Jahre, Steuerplanungsstrategien und anderen positiven wie negativen Faktoren, wobei die tatsächliche Realisierung dieser Steuervorteile auch von künftigen steuerrechtlichen Regelungen abhängt. 6.6 Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften — umgesetzte Rechnungslegungsverlautbarungen Im November 2009 veröffentlichte das IASB den überarbeiteten Standard IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen". Der Standard gewährt eine Teilausnahme von den Angabepflichten für regierungsverbundene Unternehmen und verdeutlicht die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person. Die überarbeitete Version des IAS 24 ist für nach dem 1. Januar 2011 beginnende Geschäftsjahre zwingend anzuwenden. Die Anwendung des geänderten Standards hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft. Im November 2009 wurden Änderungen an IFRIC 14 „IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung" veröffentlicht. Die Änderungen an IFRIC 14 sind in den seltenen Fällen relevant, in denen ein Unternehmen Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegt und Beitragsvorauszahlungen leistet, um diese Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen. Die überarbeitete Fassung des IFRIC 14 ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2011 zwingend anzuwenden. Die Anwendung des überarbeiteten IFRIC 14 hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft. Im November 2009 wurde die Interpretation IFRIC 19 „Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente". IFRIC 19 erläutert die Anforderungen der IFRS, wenn ein Unternehmen teilweise oder vollständig eine finanzielle Verbindlichkeit durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt. IFRIC 19 ist mit Beginn des ersten nach dem 30. Juni 2010 beginnenden Geschäftsjahres verpflichtend anzuwenden. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft. Im Mai 2010 veröffentlichte das IASB im Rahmen des jährlichen „Improvement"-Projekts den dritten Sammelstandard „Improvements to IFRSS". Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung dieser Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft. 6.7 Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften — noch umzusetzende Rechnungslegungsverlautbarungen Im November 2009 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 9 „Finanzinstrumente". Dieser Standard regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und stellt die erste Phase des Projekts zur Ersetzung von IAS 39 dar. Im Oktober 2010 hat das IASB Ergänzungen zu IFRS 9 veröffentlicht. Die Ergänzungen beinhalten Regelungen für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie zur Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Im Dezember 2011 hat das IASB weitere Änderungen zu IFRS 9 veröffentlicht, die den verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 auf den 1. Januar 2015 (bislang 1. Januar 2013) verschiebt. Diese Änderung soll eine zeitgleiche Anwendung aller Vorschriften von IFRS 9 ermöglichen. Zusätzlich wird auf angepasste Vorjahreszahlen bei Erstanwendung von IFRS 9 verzichtet. Ursprünglich war diese Erleichterung nur bei vorzeitiger Anwendung von IFRS 9 vor dem 1. Januar 2012 möglich. Die Erleichterung führt zu zusätzlichen Anhangangaben nach IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben" im Übergangzeitpunkt. Diese sollen es den Investoren ermöglichen die Auswirkungen, die die Erstanwendung von IFRS 9 auf den Ansatz und die Bewertung von Finanzinstrumenten hat, zu beurteilen. Die Änderungen sind bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Die Anwendung des IFRS 9 kann Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Konzernabschluss ändern. Der Konzern untersucht derzeit die Auswirkungen des neuen Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 10 „Konzernabschlüsse". IFRS 10 ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 „Konzern- und Einzelabschlüsse" zur Konzernrechnungslegung und beinhaltet Fragestellungen, die bislang in SIC-12 „Konsolidierung — Zweckgesellschaften" geregelt wurden. IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmen einschließlich der Zweckgesellschaften Anwendung findet. Die mit IFRS 10 eingeführten Änderungen erfordern gegenüber der bisherigen Rechtslage erhebliche Ermessensausübung des Managements bei der Beurteilung der Frage, über welche Unternehmen im Konzern Beherrschung ausgeübt wird und ob diese daher im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. IFRS 10 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Der Standard ist bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Aus der Anwendung des IFRS 10 werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft erwartet. Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 11 „Gemeinschaftliche Vereinbarungen". IFRS 11 ersetzt IAS 31 „Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC-13 „Gemeinschaftlich geführte Unternehmen — Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Mit IFRS 11 wird das bisherige Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen aufgehoben. Diese Unternehmen werden künftig allein ,at equity' in den Konzernabschluss einbezogen. IFRS 11 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Der Standard ist bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Die Anwendung des neuen Standards wird keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft haben. Im Mai 2011 hat das IASB den Standard IFRS 12 „Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" veröffentlicht. Der Standard regelt einheitlich die Angabepflichten für den Bereich der Konzernrechnungslegung und konsolidiert die Angaben für Tochterunternehmen, die bislang in IAS 27 geregelt waren, die Angaben für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen, welche sich bislang in IAS 31 bzw. IAS 28 befanden, sowie für strukturierte Unternehmen. Des Weiteren werden neue Angabeerfordernisse formuliert. IFRS 12 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Der Standard ist bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Die Anwendung des neuen Standards wird keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft haben. Im Mai 2011 hat das IASB IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" veröffentlicht. Der Standard legt einheitliche Richtlinien für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fest. Nicht zum Regelungsbereich des Standards gehört dagegen die Frage, wann Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden müssen oder können. IFRS 13 gibt vielmehr Leitlinien, wie der beizulegende Zeitwert unter IFRS sachgerecht zu ermitteln ist, wenn dieser gefordert oder erlaubt ist. IFRS 13 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Der Standard ist bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Der Konzern untersucht derzeit die Auswirkungen des neuen Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 1 „Darstellung des Abschlusses". Die Änderungen führen zu einer geänderten Gruppierung der im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten. Dabei sind Bestandteile, für die künftig eine erfolgswirksame Umgliederung vorgesehen ist (sog. Recycling), gesondert von Bestandteilen, die im Eigenkapital verbleiben, darzustellen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, anzuwenden. Der geänderte Standard ist bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Diese Änderung betrifft lediglich die Darstellung im Abschluss. Im Dezember 2010 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 12 „Ertragsteuern". Diese führen ebenfalls zu Änderungen im Anwendungsbereich des SIC-21 „Ertragsteuern - Realisierung von neubewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten". Die Änderung enthält eine teilweise Klarstellung zur Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40. Die Änderung für nach dem 1. Januar 2012 beginnende Geschäftsjahre retrospektiv anzuwenden. Die Änderungen sind bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Die Anwendung des überarbeiteten IAS 12 wird keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft haben. Im Juni 2011 hat das IASB zahlreiche Änderungen zu IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht. Die vorgenommenen Änderungen reichen von grundlegenden Änderungen, bspw. betreffend Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und Aufhebung der Korridormethode, bis zu bloßen Klarstellungen und Umformulierungen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Der geänderte Standard ist bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Aus der Anwendung des geänderten Standards wird kein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft erwartet. Mit der Verabschiedung von IFRS 10 und IFRS 12 beschränkt sich der Anwendungsbereich von IAS 27, der im Mai 2011 in „Einzelabschlüsse" umbenannt wurde, allein auf die Bilanzierung von Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen in separaten Einzelabschlüssen eines Unternehmens. Die Änderung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Der Standard ist bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Der Konzern stellt einen solchen Einzelabschluss nicht auf. Mit der Verabschiedung von IFRS 11 und IFRS 12 wurde IAS 28 in „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" im Mai 2011 umbenannt und der Regelungsbereich, der sich bislang auf die assoziierten Unternehmen beschränkte, auf die Anwendung der Equity-Methode auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet. Die Änderung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Der Standard ist bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Die Änderungen werden keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft haben. Das IASB hat weitere Standards und Interpretationen veröffentlicht, die zwischenzeitlich von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed) sind und auch solche, die noch nicht übernommen wurden. Diese haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von EPCOS. 6.8 Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen Die Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen beliefen bzw. 2011 endenden Geschäftsjahre auf:
Die chinesische Tochtergesellschaft EPCOS (Anhui) Feida Electronics Co., Ltd. bezog von ihrem nicht beherrschenden Gesellschafter Anhui Feida Industry im Geschäftsjahr 2012 bzw. 2011 Material und Service-Leistungen in einem Gegenwert von 20,7 Millionen EUR bzw. 20,6 Millionen EUR. Geschäftsbeziehungen mit anderen nicht beherrschenden Gesellschaftern wurden in unwesentlicher Höhe durchgeführt. Die Umsatzerlöse mit anderen nahe stehenden Unternehmen der Geschäftsjahre 2012 und 2011 entfallen auf die Anhui Feida Industry. Bezüglich der im Vorjahr erfassten sonstigen Erträge mit der TDK Gruppe in Höhe von 22,0 Millionen EUR verweisen wir auf den Abschnitt 6.11. Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Die in den Konzernbilanzen ausgewiesenen sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. Finanzierungstätigkeit gegen bzw. gegenüber nahe stehenden Unternehmen beliefen sich zum 31. März 2012 bzw. 2011 auf:
Die Geschäfte mit nahe stehenden Personen beliefen sich für die am 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahre auf:
Die Bezüge von solchen Unternehmen, die direkt oder indirekt Mitgliedern des Aufsichtsrats zuzurechnen sind, erfolgen dabei zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Die Transaktionen der Jahre 2012 und 2011 waren weder für die Gesellschaft noch für die Unternehmen, die Mitgliedern des Aufsichtsrats zuzurechnen sind, wesentlich.
Bezüglich der Angaben zu Vergütungen für Mitglieder des Managements bzw. Personen in Schlüsselpositionen verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht im Abschnitt 6.1.5. 6.9 Zinserträge und Zinsaufwendungen Die Zinserträge und Zinsaufwendungen stellen sich wie folgt dar:
In dem zum 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahr ist kein Zinsergebnis enthalten, das auf zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Schulden entfällt. 6.10 Übrige finanzielle Erträge und Aufwendungen Insbesondere Ergebnisse aus Sicherungsgeschäften, die nicht in direktem Zusammenhang mit der operativen Tätigkeit der Gesellschaft stehen, werden unter diesem Posten ausgewiesen. 6.11 Sonstige Aufwendungen und Erträge einschließlich Wechselkursgewinne und -verluste Die sonstigen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2012 bzw. 2011 betragen 16,3 Millionen EUR bzw. 13,3 Millionen EUR. Die sonstigen Erträge der entsprechenden Geschäftsjahre belaufen sich auf 10,0 Millionen EUR bzw. 35,3 Millionen EUR. In den sonstigen Aufwendungen der Geschäftsjahre 2012 und 2011 sind im Wesentlichen Kosten für geplante Kapazitätsreduzierungen bei Konzerngesellschaften ausgewiesen. Die sonstigen Erträge des Vorjahres beinhalten 22,0 Millionen EUR aus der Nutzungsüberlassung einer Softwarelösung für die TDK Gruppe. Des Weiteren ist unter dem Posten sonstige Erträge des Vorjahres der Gewinn aus der Veräußerung der Crystal Technology LLC in Höhe von 2,4 Millionen EUR enthalten. Die sonstigen Erträge des Geschäftsjahres 2012 bzw. 2011 enthalten Forschungsprämien in Österreich in Höhe von 2,4 Millionen bzw. EUR 2,2 Millionen EUR. Das Wechselkursergebnis beläuft sich für das Geschäftsjahr 2012 bzw. 2011 auf 0,9 Millionen EUR bzw. minus 1,8 Millionen EUR. 6.12 Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte 6.12.1 Anlagespiegel Der Anlagespiegel zeigt die Entwicklung der Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerte sowie der Finanzanlagen:
Bei den unter den sonstigen Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapieren handelt es sich vorwiegend um Fondsanteile, die als Available-for-Sale-Securities gemäß IAS 39 definiert werden. Die Fondsanteile haben kein festgelegtes Laufzeitende. 6.12.2 Sachanlagen Abschreibungen auf Sachanlagen Für die am 31. März 2012 und 2011 endenden Geschäftsjahre beliefen sich die Abschreibungen auf Sachanlagen auf 127,5 Millionen EUR und 123,4 Millionen EUR. Liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass die Buchwerte wertgemindert sein könnten, so wird ein Wertminderungstest durchgeführt. Maßgeblich ist der erzielbare Betrag, der dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert entspricht. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert des erwarteten Cashflows der jeweiligen Cash Generating Units, die bei EPCOS den Geschäftsbereichen entsprechen. Sofern der erzielbare Betrag niedriger als der Buchwert ist, wird eine Wertberichtigung der Sachanlage durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2012 bzw. 2011 sind unter den Abschreibungen Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 5,4 Millionen EUR bzw. 2,2 Millionen EUR enthalten, die auf geplante Kapazitätsreduzierungen bei Konzerngesellschaften entfallen. Die Wertminderungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten „Sonstige Aufwendungen und Erträge" erfasst und entfallen mit 1,0 Millionen EUR bzw. 0,8 Millionen EUR auf Gebäude und mit 4,2 Millionen EUR bzw. 1,4 Millionen EUR auf technische Anlagen, Maschinen und sonstige Anlagen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden zudem Wertminderungen von 0,2 Millionen EUR auf Grundstücke vorgenommen. Wertaufholung auf Sachanlagen Ergäbe sich für eine Sachanlage nach vorgenommener Wertminderung ein höherer erzielbarer Betrag, erfolgte eine Wertaufholung bis maximal auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne Wertminderung ergeben hätte. Für das am 31. März 2012 endende Geschäftsjahr wurde eine Wertaufholung in Höhe von 0,6 Millionen EUR auf technische Anlagen, Maschinen und sonstige Anlagen vorgenommen. Für das am 31. März 2011 endende Geschäftsjahr wurde eine Wertaufholung in Höhe von 0,4 Millionen EUR auf eine technische Anlage vorgenommen. Zuwendungen der öffentlichen Hand Kumulierte Zuwendungen der öffentlichen Hand betragen in den zum 31. März 2012 und 2011 endenden Geschäftsjahren 12,5 Millionen EUR und 10,1 Millionen EUR. Sie mindern die historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, da sie einzelnen Vermögenswerten zugeordnet werden können bzw. für diese Vermögenswerte gewährt worden sind. Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen im Wesentlichen staatliche Investitionszuschüsse für technische Anlagen, Maschinen und andere Anlagen. Die Gewährung der Zuwendungen der öffentlichen Hand ist an weitere Kriterien, wie z.B. Schaffung einer bestimmten Anzahl an Arbeitsplätzen, gebunden. Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten vom Zeitpunkt der Anschaffung bzw. Herstellung bis zum Zeitpunkt der Nutzung entstehen, werden aktiviert. Diese Aktivierung erhöht die Bemessungsgrundlage für die laufende nutzungsbedingte Abschreibung des qualifizierten Vermögenswertes entsprechend. Bei spezifischer Fremdfinanzierung finden die spezifischen Fremdkapitalkosten Berücksichtigung. Bei nicht spezifischer Finanzierung wurde ein konzerneinheitlicher Fremdfinanzierungskostensatz von 2,74 Prozent (Vorjahr: 3,05 Prozent) zugrunde gelegt. In den zum 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahren wurden Fremdkapitalkosten in unwesentlicher Höhe aktiviert. 6.12.3 Goodwill Nach den Regelungen des IAS 36 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich, oder wenn Indikatoren auf eine Wertminderung hinweisen, auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Die Gesellschaft verwendet Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Die Cashflow-Prognosen und sonstige bewertungsrelevante Annahmen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf den besten vom Management vorgenommenen Einschätzungen über die zukünftigen Entwicklungen. Dieser Wertminderungstest erfolgt auf Ebene der Cash Generating Units, die den Geschäftsbereichen von EPCOS entsprechen. Die Basis des im vierten Quartal des Geschäftsjahres durchgeführten Wertminderungstests ist die Planung für den jeweiligen Geschäftsbereich. Die Abzinsung erfolgt zum gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz vor Steuern (WACC) von 10,61 Prozent (Vorjahr: 9,16 Prozent) unter Zugrundelegung einer Wachstumsrate von 2,0 Prozent (Vorjahr: 2,0 Prozent). Eine Wertminderung läge dann vor, wenn der erzielbare Betrag als der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert kleiner als der Buchwert des Geschäftsbereichs wäre. Die Gesellschaft ist im Rahmen des durchgeführten Wertminderungstests der Geschäfts- oder Firmenwerte zu dem Ergebnis gekommen, dass für den vorliegenden Abschluss die Erfassung eines Wertminderungsaufwands nicht notwendig war. Die Nutzungswerte aller Cash Generating Units übersteigen jeweils ihre Buchwerte. Auch nach Durchführung einer Sensitivitätsanalyse durch Verringerung der Wachstumsrate und Erhöhung des WACCS um jeweils 25 Basispunkte (Vorjahr: 25 Basispunkte) ergab sich kein Wertminderungsbedarf. Zum 31. März 2012 bzw. 2011 wurden die Firmenwerte wie folgt bilanziert:
6.12.4 Sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte In den Konzernabschlüssen zum 31. März 2012 und 2011 sind folgende Kategorien sonstiger erworbener immaterieller Vermögenswerte enthalten:
Abschreibungen auf sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte Die planmäßigen Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte (endliche Lebensdauer) für die am 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahre beliefen sich auf insgesamt 5,1 Millionen EUR bzw. 6,0 Millionen EUR und wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen mit einem Betrag von 4,2 Millionen EUR bzw. 4,8 Millionen EUR unter dem Posten Umsatzkosten und mit einem Betrag von 0,9 Millionen EUR bzw. 1,2 Millionen EUR unter dem Posten Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Nach Ablauf der planmäßigen Nutzungsdauer werden Restwerte für diese immateriellen Vermögenswerte zudem nicht erwartet. Patente werden gemäß ihrer Patenturkunde bzw. wie der Kundenstamm über maximal zehn Jahre und Lizenzen laut Vertrag abgeschrieben. Veränderungen dieser Nutzungsdauern waren nicht vorzunehmen. Mit Ausnahme des Goodwills sind im Konzernabschluss keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer ausgewiesen. 6.12.5 Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte In den Konzernabschlüssen zum 31. März 2012 und 2011 sind folgende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte enthalten:
Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Für die am 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahre beliefen sich die planmäßigen Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte auf 1,5 Millionen EUR bzw. 1,0 Millionen EUR, die in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzkosten erfasst wurden. Wertminderungen waren in den zum 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahren nicht erforderlich. EPCOS überprüft selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte mindestens einmal jährlich auf Hinweise auf mögliche Wertminderungen. Noch nicht nutzungsbereite selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mindestens einmal im Jahr auf eine Wertminderung überprüft, indem der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag verglichen wird. Dabei verwendet die Gesellschaft Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf den besten vom Management vorgenommenen Einschätzungen über die zukünftigen Entwicklungen. Diese Prämissen können einen erheblichen Einfluss haben. Dieser Impairmenttest erfolgt auf Ebene der einzelnen Projekte, wobei zugehörige Sachanlagen mit einbezogen werden. Basis sind die künftigen korrespondierenden Zahlungsströme der diesen Projekten zurechenbaren Vermögenswerte. Der Zeitraum der künftigen Zahlungsströme wird durch die Lebensdauer der Vermögenswerte bestimmt. Eine Wertminderung läge dann vor, wenn der Nutzungswert kleiner als der Buchwert des Geschäftsbereichs wäre. EPCOS ist zu dem Ergebnis gekommen, dass in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 Wertminderungen nicht notwendig waren. 6.13 Anteile an assoziierten Unternehmen Die in den Konzernabschlüssen zum 31. März 2012 und 2011 einbezogenen assoziierten Unternehmen weisen folgende Kennzahlen aus (Angaben jeweils für 100 Prozent, nicht auf den Anteil des EPCOS Konzerns gerechnet):
6.14 Vorräte, netto
Die Vorräte zum 31. März 2012 bzw. 2011 sind netto ausgewiesen unter Berücksichtigung der Wertberichtigung in Höhe von 34,5 Millionen EUR bzw. 28,9 Millionen EUR. Zum 31. März 2012 und 2011 befinden sich von oben ausgewiesenen Vorräten 39,8 Millionen EUR bzw. 39,5 Millionen EUR in Kundenkonsignationslagern. In den Vorräten zum 31. März 2012 bzw. 2011 sind aufgrund von Preis-, Mengen- und Technikrisiken wertgeminderte Vorräte in Höhe von 98,4 Millionen EUR bzw. 92,4 Millionen EUR zu Nettoveräußerungswerten ausgewiesen. Von den zum 31. März 2012 bzw. 2011 ausgewiesenen Vorräten sind 13,7 Millionen EUR bzw. 12,7 Millionen EUR als Sicherheit verpfändet worden. Der Materialaufwand in den zum 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahren belief sich auf 774,6 Millionen EUR bzw. 790,1 Millionen EUR. Folgende Entwicklung ergab sich bei den Wertminderungen für Vorräte für die am 31. März 2012 und 2011 abgeschlossenen Geschäftsjahre:
6.15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach Abzug von Wertberichtigungen für Ausfallrisiken von Forderungen ausgewiesen. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. März 2012 10,9 Millionen EUR (31. März 2011: 11,9 Millionen EUR) als Sicherheit an Dritte verpfändet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe kurzfristig. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen für die am 31. März 2012 und 2011 endenden Geschäftsjahre:
Im zum 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahr sind 4,4 Millionen EUR bzw. 3,6 Millionen EUR individuell wertberichtigt bilanziert worden. Im Vorjahr sind weitere 1,2 Millionen EUR pauschalierte Wertminderungsabschläge für Gruppen des Forderungsportfolios ausgewiesen, deren Bildung im Geschäftsjahr 2012 als nicht mehr notwendig eingeschätzt worden ist. Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto, für die am 31. März 2012 und 2011 endenden Geschäftsjahre setzt sich wie folgt zusammen:
In den zum 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahren wurden keine Forderungen verkauft. 6.16 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum 31. März 2012 bzw. 2011 in nur unwesentlicher Höhe verfügungsbeschränkt. 6.17 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten zum 31. März 2012 bzw. 2011 Forderungen gegenüber Lieferanten in Höhe von 3,2 Millionen EUR bzw. 2,9 Millionen EUR sowie positive Marktwerte aus Derivaten in Höhe von 2,6 Millionen EUR bzw. 4,1 Millionen EUR. Zum 31. März 2012 bzw. 2011 sind des Weiteren Forderungen aus vertraglich vereinbarten Zuschüssen in Höhe von 1,7 Millionen EUR bzw. 2,0 Millionen EUR aktiviert. 6.18 Übrige kurzfristige Vermögenswerte Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten zum 31. März 2012 bzw. 2011 im Wesentlichen Steuerforderungen (mit Ausnahme von Ertragsteuerforderungen) in Höhe von 31,4 Millionen EUR bzw. 26,4 Millionen EUR sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 3,8 Millionen EUR bzw. 4,7 Millionen EUR. Des Weiteren beinhalten die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte Forderungen gegenüber der öffentlichen Hand in Höhe von 9,6 Millionen EUR bzw. 5,6 Millionen EUR. 6.19 Eigenkapital (1) Grundkapital Die Gesellschaft verfügt zum 31. März 2012 über ein Grundkapital von 66.682.270 EUR, eingeteilt in 66.682.270 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1 EUR je Stück. (2) Bedingtes Kapital Die Gesellschaft verfügt zum 31. März 2012 über kein Bedingtes Kapital. Der Bestand des Bedingten Kapitals betrug im Vorjahr (31. März 2011) 1.946.000 EUR („Bedingtes Kapital 1999/1"). Das Bedingte Kapital 1999/1 war für die Bedienung von Aktienoptionen vorgesehen, die aufgrund des EPCOS Aktienoptionsplans 1999 gewährt wurden. Sämtliche Bezugsrechte, die im Rahmen des EPCOS Aktienoptionsplans 1999 ausgegeben wurden, wurden mittlerweile erfüllt, in Bar ausgeglichen oder sind durch Zeitablauf erloschen. Das Bedingte Kapital 1999/1 ist somit erloschen und die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend angepasst. Das Bedingte Kapital hat sich wie folgt entwickelt:
(3) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der EPCOS AG. Im Geschäftsjahr 2012 wurde für das zum 31. März 2011 endende Geschäftsjahr eine Dividendenzahlung von 71.451.000 EUR beschlossen. Die Auszahlung an die Eigentümer des Mutterunternehmens soll am 31. Januar 2014 erfolgen. Aufgrund der unverzinslichen Stundung der Zahlung wird die Verbindlichkeit zum Barwert bewertet (siehe auch Abschnitt 6.22.3). Der Effekt aus der Diskontierung in Höhe von 4.506 Tausend EUR wird als Einlage des Gesellschafters in die Kapitalrücklage behandelt. (4) Gewinnrücklage Wesentlicher Bestandteil der Gewinnrücklagen sind die in vergangenen Geschäftsjahren erzielten und nicht ausgeschütteten Ergebnisse der EPCOS AG sowie Ergebnisse von Tochtergesellschaften, die während deren Konzernzugehörigkeit erwirtschaftet worden sind. Zusätzlich sind die Effekte aus der Umstellung von US-GAAP auf IFRS mit Stichtag zum 1. Oktober 2006 unter diesem Posten erfasst. Gemäß Aktiengesetz ergibt sich grundsätzlich der an die Anteilseigner ausschüttungsfähige Betrag aus dem Bilanzgewinn der Gesellschaft gemäß dem Einzelabschluss nach dem Handelsgesetzbuch. Dieser Bilanzgewinn belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2012 auf 30.730.000 EUR und zum 31. März 2011 auf 100.324.000 EUR. Das deutsche Aktiengesetz definiert die Regeln, nach denen die Gesellschaft eigene Aktien erwerben darf. Für den Erwerb eigener Aktien zur Ausgabe an Mitarbeiter benötigt die Gesellschaft keine Ermächtigung oder Genehmigung durch die Hauptversammlung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 hat die Gesellschaft im Rahmen dessen weder Aktien erworben noch Aktien an die Mitarbeiter ausgegeben. (5) Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Hält die EPCOS AG bei konsolidierten Tochtergesellschaften weniger als 100 Prozent der Anteile, so werden die entsprechenden Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in der Konzernbilanz unter Berücksichtigung auf sie entfallender Periodenergebnisse gesondert ausgewiesen. (6) Kapitalmanagement Das Kapitalmanagement der EPCOS AG dient der Strategie eines ertragsorientierten Wachstums, um den Unternehmenswert des EPCOS Konzerns zu erhöhen. Grundlage dazu ist eine ausgewogene Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die EPCOS AG unterliegt dabei keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Wesentliche Ziele des Kapitalmanagements sind dabei die Sicherstellung einer nachhaltigen Unternehmensfortführung und eine risikoadäquate Verzinsung der durch die Aktionäre eingelegten Mittel. Die Steuerung des Kapitals wird sowohl über einen zweckgerichteten Einsatz von Fremdkapital als auch über eine angemessene Dividendenpolitik vollzogen. Wesentliche Kennzahlen, nach denen die Gesellschaft die Steuerung und Zuteilung der Ressourcen im EPCOS Konzern regelt, sind das Operative Ergebnis, das Ergebnis vor Steuern nach Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Profit before tax after invested capital interest — PbT after ICI) sowie der Verschuldungsgrad. Der Verschuldungsgrad ist definiert als das Verhältnis der Finanzschulden inklusive Pensionsverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Eigenkapital. Der Verschuldungsgrad ergibt sich zum 31. März 2012 bzw. 2011 wie folgt:
Das Ergebnis vor Steuern nach Verzinsung des eingesetzten Kapitals ergibt sich in den Geschäftsjahren wie folgt:
Das eingesetzte Kapital setzt sich zusammen aus dem Nettoumlaufvermögen, dem Sachanlagevermögen ohne Grundstücke und Gebäude sowie den immateriellen Vermögenswerten ohne Goodwill abzüglich der Pensionsverbindlichkeiten.
6.20 Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 31. März 2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 30.730.000 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Für das zum 31. März 2011 endende Geschäftsjahr wurde entsprechend des Beschlusses der Hauptversammlung vom 4. August 2011 eine Bardividende von 1,07 Euro je dividendenberechtigter Aktie ausgeschüttet. Dies entspricht einer gesamten Dividendenzahlung von 71.451.000 EUR, die am 31. Januar 2014 ausgezahlt wird. 6.21 Sonstige Rückstellungen Die in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Fristigkeit der sonstigen Rückstellungen ergibt sich wie folgt:
Die zum 31. März 2012 bzw. 2011 passivierten Personalrückstellungen beinhalten mit 2,7 Millionen EUR bzw. 2,2 Millionen EUR im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit und Abfindungen sowie mit 6,6 Millionen EUR bzw. 6,0 Millionen EUR Jubiläumsrückstellungen. 6.22 Lang- und kurzfristige Finanzschulden 6.22.1 Finanzierung Die Gesellschaft verfügt am 31. März 2012 über eine Kreditlinie der TDK Europe S.A. mit Sitz in Luxemburg in Höhe von 350,0 Millionen EUR. Diese Linie war zum 31. März 2012 mit 350,0 Millionen EUR bzw. zum 31. März 2011 mit 270,0 Millionen EUR in Anspruch genommen. Die Kreditlinie beträgt für den Zeitraum 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 450,0 Millionen EUR. Darüber hinaus hat die Gesellschaft eine Reihe von weiteren Kreditlinien zum 31. März 2012 in Höhe von 117,7 Millionen EUR bzw. zum 31. März 2011 in Höhe von 112,8 Millionen EUR bei internationalen und nationalen Bankinstituten. Diese Kreditlinien wurden zum 31. März 2012 in Höhe von 48,6 Millionen EUR bzw. zum 31. März 2011 in Höhe von 43,2 Millionen EUR in Anspruch genommen. 6.22.2 Kurzfristige Finanzschulden Die kurzfristigen Finanzschulden zum 31. März 2012 bzw. 31. März 2011 betrugen 408,2 Millionen EUR bzw. 318,3 Millionen EUR. In den zum 31. März 2012 bzw. zum 31. März 2011 ausgewiesenen kurzfristigen Finanzschulden sind Verbindlichkeiten gegenüber der TDK Gruppe in Höhe von 350,7 Millionen EUR bzw. 270,6 Millionen EUR enthalten. Weiterhin bestehen die sonstigen kurzfristigen Kredite aus teilweise besicherten Bankkrediten. Die sonstigen kurzfristigen Finanzschulden betreffen verschiedene Betriebsmittelkredite von Banken zu einem gewogenen durchschnittlichen Zinssatz von 2,17 Prozent im Geschäftsjahr 2012 sowie 1,72 Prozent im Geschäftsjahr 2011. 6.22.3 Langfristige Finanzschulden Die langfristigen Finanzschulden stellen sich wie folgt dar:
Die langfristigen Finanzschulden beinhalten im Berichtsjahr eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von 68.123 Tausend EUR gegenüber der TDK Gruppe, die aus einer am 31. Januar 2014 zu leistenden Dividendenzahlung für das zum 31. März 2011 endende Geschäftsjahr resultiert (siehe auch Abschnitt 6.19 (3)). Details zu Währungen, Zinssätzen, Fälligkeiten und Darlehensgebern zeigt die folgende Tabelle:
Die langfristigen Finanzschulden gegenüber Dritten beinhalten zum Bilanzstichtag unter anderem einen Betrag von 11,1 Millionen EUR, welcher die österreichische EPCOS OHG betrifft. Davon sind 11,1 Millionen EUR durch Bürgschaftsübernahme gesichert. Der gewogene Durchschnittszins aller österreichischen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten für die jeweils zum 31. März 2012 und 31. März 2011 ausgewiesenen Bankschulden betrug 1,2017 Prozent bzw. 1,0784 Prozent. Sie sind in halbjährlichen Raten fällig, die sich über einen Zeitraum bis zu vier Jahre erstrecken. Nach Fälligkeiten geordnet, ergibt sich für die langfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. März 2012 bzw. 2011 folgendes Bild:
In den zum 31. März 2012 und 2011 endenden Geschäftsjahren traten keine Zahlungsstörungen oder sonstige Vertragsverletzungen bei den lang- und kurzfristigen Finanzschulden auf. 6.23 Sonstige kurz-/ langfristige finanzielle und übrige Schulden Die übrigen kurz- und langfristigen Schulden entfallen im Wesentlichen mit 69,3 Millionen EUR (davon kurzfristig: 67,3 Millionen EUR) auf Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich (Vorjahr: 78,5 Millionen EUR, davon kurzfristig: 76,2 Millionen EUR). Die sonstigen kurz- und langfristigen finanziellen Schulden umfassen weiterhin negative Marktwerte aus Sicherungsgeschäften und ähnliche Schulden. 6.24 Restrukturierung Permanenter Kostendruck aus internationalem Wettbewerb macht es für die Gesellschaft notwendig, Restrukturierungsmaßnahmen in Form von Kapazitätsanpassungen durchzuführen. Die im Geschäftsjahr 2012 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf USA (Vorjahr: Norwegen und USA). Im Geschäftsjahr 2012 wurden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 4,4 Millionen EUR bzw. 3,3 Millionen EUR im Vorjahr ausgewiesen. Davon entfallen 1,4 Millionen EUR auf personenbezogene Aufwendungen (Vorjahr: 1,6 Millionen EUR) und 3,0 Millionen EUR auf Ablösung nicht kündbarer Verträge (Vorjahr: 1,7 Millionen EUR). Die Restrukturierungsaufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die Auszahlungen in den Geschäftsjahren 2012 bzw. 2011 beliefen sich auf 3,5 Millionen EUR bzw. 4,5 Millionen EUR. Die Entwicklung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten für Personalrestrukturierungen stellt sich im Laufe der Geschäftsjahre 2012 und 2011 wie folgt dar:
6.25 Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. März 2012 bzw. 2011 waren keine Eventualverbindlichkeiten vorhanden. Es bestehen generelle Risiken aus der allgemeinen Geschäftstätigkeit, die nachfolgend kurz erläutert werden: Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften sind im Hinblick auf verschiedene Streitgegenstände und Angelegenheiten Partei in einigen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren. Nach Meinung des Vorstands, der sich dabei auf Aussagen der Rechtsberater der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stützt, werden diese Rechtsstreitigkeiten und Verfahren allerdings selbst für den Fall ihres negativen Ausgangs keine wesentlichen Auswirkungen auf die finanzielle Situation oder das Ergebnis der Gesellschaft haben. Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften unterliegen in jedem für ihre Betriebstätigkeit relevanten Rechtssystem einer Vielzahl von Umweltschutzbestimmungen, die z.B. Emissionen, Abwasserentsorgung und Lagerung von gefährlichen Materialien und Abfällen regeln. Diese Vorschriften werden auch für die zukünftige Geschäftstätigkeit des Unternehmens eine bedeutende Rolle spielen. Bereits in der Vergangenheit wurden die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften vereinzelt für die Beseitigung von Boden- und Grundwasserverschmutzungen an ihren Standorten verantwortlich gemacht. Wesentlichen Aufwendungen, Straf- oder Bußgeldern im Zusammenhang damit sahen sich aber weder die Gesellschaft noch ihre Tochtergesellschaften ausgesetzt. Unabhängig davon ist allerdings nicht auszuschließen, dass es in Zukunft Fälle geben könnte, in denen die Gesellschaft oder ihre Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Umweltschutzbestimmungen Auflagen zu erfüllen haben, in die Haftung genommen oder Straf- oder Bußgeldern unterliegen werden. Da einige der Betriebsstätten des Unternehmens sehr nahe an denen anderer Unternehmen liegen oder sogar gemeinsam genutzt werden, könnten sich vorgenannte Belastungen vereinzelt sogar aus Sachverhalten ergeben, die nicht von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften selbst verursacht wurden. Ebenfalls ist nicht auszuschließen, dass zukünftige Novellierungen in Umweltgesetzgebungen die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften zu substantiellen finanziellen Aufwendungen zwingen, die erhebliche negative Auswirkungen auf die finanzielle Lage bzw. das Ergebnis der Gesellschaft haben könnten. Zum 31. März 2012 bzw. 2011 besteht ein Bestellobligo in Höhe von 36,8 Millionen EUR bzw. 54,0 Millionen EUR für Sachanlagen. 6.26 Leasing a) Operating-Leasing Derzeit least die Gesellschaft diverse Einrichtungen für Fertigung, Geschäftsführung und Verwaltung sowie verschiedene Ausrüstungsgegenstände unter Operating-Leasing-Verträgen. Die Summe der zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen stellt sich wie folgt dar:
In den zum 31. März 2012 bzw. 2011 endenden Geschäftsjahren sind Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von 18,1 Millionen EUR bzw. 18,9 Millionen EUR erfolgswirksam erfasst worden. b) Finanzierungs-Leasing EPCOS hat im September 2007 ein Finanzierungs-Leasing mit einer Laufzeit von ursprünglich 10 Jahren in Form einer Sale-and-Leaseback-Vereinbarung für Grundstück und Gebäude am Standort Heidenheim abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Laufzeit des Leasingvertrags auf 15 Jahre (bis 2022) verlängert. Das Leasing wird als Finanzierungs-Leasing bilanziell erfasst, dabei entspricht der Barwert der Leasingzahlung den Verbindlichkeiten aus dem Finanzierungs-Leasing. EPCOS hat weiterhin eine Option zur zweimaligen Verlängerung von jeweils fünf Jahren. Die monatliche Grundmiete wird jeweils zum 1. Januar 2014, zum 1. Oktober 2017 und zum 1. Oktober 2021 um 3 Prozent angepasst sowie bei Ausübung der Verlängerungsoption jeweils alle drei Jahre um 3 Prozent erhöht. Am 31. März 2012 bestanden wie im Vorjahr keine Untermietverhältnisse. Die von EPCOS erstmals im Geschäftsjahr 2009 konsolidierte Gesellschaft Becromal Iceland ehf hat mit der Gesellschaft Becromal Properties ehf im Geschäftsjahr 2009 ein Finanzierungs-Leasing für eine Immobilie abgeschlossen. Das Leasing wurde als Finanzierungs-Leasing bilanziell erfasst, dabei entspricht der Barwert der Leasingzahlung den Verbindlichkeiten aus dem Finanzierungs-Leasing. EPCOS hat eine Option zur Verlängerung. Die monatliche Grundmiete beträgt ein Prozent der Herstellkosten. Ferner wurde von Becromal Iceland ehf ein weiteres Finanzierungs-Leasing über Geschäftsausstattung mit einer Laufzeit über fünfzehn Jahre abgeschlossen. Die Miete beträgt 1,2 Prozent der Herstellkosten. Dieser Vertrag wurde im Geschäftsjahr 2010 auf 20 Jahre mit einer Option zur Verlängerung um 10 Jahre angepasst. Die Bilanzierung dieser Verträge wurde im Geschäftsjahr 2010 auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 30 Jahren angepasst. Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasing werden über den kürzeren der beiden Zeiträume, Vertragslaufzeit oder geschätzte Nutzungsdauer, abgeschrieben. Zugleich wird eine entsprechende Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode fortgeschrieben und getilgt wird. Die Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Finanzierungs-Leasingverhältnissen sowie die entsprechenden Barwerte stellen sich wie folgt dar:
Zum 31. März 2012 bzw. 2011 sind Grundstücke und Gebäude in Höhe von 27,9 Millionen EUR bzw. 24,7 Millionen EUR sowie Technische Anlagen, Maschinen und sonstige Anlagen in Höhe von 3,6 Millionen EUR bzw. 3,8 Millionen EUR aus Finanzierungs-Leasing in der Konzernbilanz enthalten. Im Vorjahr sind weiterhin Lizenzen aus Finanzierungs-Leasing in Höhe von 3,9 Millionen EUR ausgewiesen. 6.27 Steuern vom Einkommen und Ertrag Das konsolidierte Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag verteilt sich nach steuerlichen Kriterien auf In- und Ausland wie folgt:
Der Aufwand/(Ertrag) für Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
Die Abstimmung der Steuern vom Einkommen und Ertrag für die am 31. März 2012 und 2011 endenden Geschäftsjahre ergibt nachfolgendes Bild. Zugrunde gelegt wurde der deutsche Körperschaftsteuersatz zuzüglich des effektiven Gewerbeertragsteuersatzes, das heißt eine gesetzliche Gesamtsteuerbelastung von 31,7 Prozent für 2012 und 2011.
Für 2012 und 2011 wird die Gesellschaft in Deutschland mit einem Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent belastet. Hierauf wird ein Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent erhoben. Die Gesamtbelastung mit Körperschaftsteuer beträgt somit für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 15,8 Prozent. Der effektive Gewerbeertragsteuersatz beträgt für 2012 und 2011 15,9 Prozent. Die gesetzliche Gesamtsteuerbelastung beläuft sich somit für beide Geschäftsjahre auf 31,7 Prozent. Die Gesellschaft wird kontinuierlich von Steuerbehörden in verschiedenen Ländern geprüft. Die Steuerrückstellungen decken nach Einschätzung der Gesellschaft mögliche Belastungen für alle noch offenen Jahre ausreichend ab.
Der latente Steuerertrag auf temporäre Differenzen betrug im Geschäftsjahr 2012 4,2 Millionen EUR (Vorjahr: 11,2 Millionen EUR Steueraufwand). Dem Eigenkapital wurden im Geschäftsjahr 2012 latente Steuern erfolgsneutral in Höhe von 0,9 Millionen EUR belastet (Vorjahr: 0,4 Millionen EUR), die im Wesentlichen auf Pensionen entfallen. Die Verlustvorträge stammen überwiegend aus den deutschen, österreichischen, spanischen, französischen, brasilianischen, italienischen, isländischen und amerikanischen Gesellschaften. Es wurden nur diejenigen Verlustvorträge als aktive Steuerlatenzen bilanziert, deren Realisierung durch die Erzielung von ausreichend positivem steuerlichen Einkommen als gesichert erscheint und das Management von der Nutzbarkeit dieser Verlustvorträge aufgrund von Ergebnis verbessernder Maßnahmen ausgeht. Für folgende Sachverhalte wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt:
Davon entfällt auf den Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf Pensionsverpflichtungen zum 31. März 2012 41,1 Millionen EUR und zum 31. März 2011 24,0 Millionen EUR. Wertaufholungen auf steuerliche Verlustvorträge wurden zum 31. März 2012 in Höhe von 0,2 Millionen EUR geltend gemacht. Die aktiven und passiven latenten Steuern sind in den konsolidierten Bilanzen zum 31. März 2012 und 2011 jeweils wie folgt ausgewiesen:
Zum 31. März 2012 verfügte der Konzern über ertragsteuerliche Verlustvorträge („NOL") in Höhe von 434,5 Millionen EUR, von denen 3,4 Millionen EUR bis zum Jahr 2017 verfallen. Die übrigen Verlustvorträge in Höhe von 431,1 Millionen EUR können über das Jahr 2018 hinaus vorgetragen werden oder sind unverfallbar. Diese Zahlen zeigen den Bruttobetrag der zur Verfügung stehenden körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge, gewerbesteuerliche Verlustvorträge können hiervon abweichen. Zusätzlich verfügen die spanische, die amerikanische und die ungarische Tochtergesellschaft über Steuerguthaben in Höhe von 3,5 Millionen EUR, die ab 2013 verfallen. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und Steuerguthaben wurden in einer Höhe von 95,3 Millionen EUR für das Geschäftsjahr 2012 nicht berücksichtigt. Von den steuerlichen Verlustvorträgen, auf die keine aktive latente Steuer angesetzt wurde, verfallen 21,7 Millionen EUR im Zeitraum bis 2021. Zum 31. März 2012 wurden auf die thesaurierten Gewinne von ausländischen Tochtergesellschaften latente Steuerrückstellungen in Höhe von 0,9 Millionen EUR und zum 31. März 2011 in Höhe von 4,6 Millionen EUR gebildet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden niedrigere Ausschüttungen der Tochtergesellschaften geplant, welche zu einer Verminderung der Rückstellung geführt haben. Auf die nach derzeitiger Ausschüttungsplanung verbleibenden Gewinnrücklagen zum 31. März 2012 der ausländischen Tochtergesellschaften in Höhe von 254,7 Millionen EUR wurden keine latenten Steuerrückstellungen gebildet, weil geplant ist, diese Gewinne zeitlich unbegrenzt zu reinvestieren bzw. weil diese Ermittlung wegen Geringfügigkeit zu vernachlässigen ist. Die Schätzung von nicht ausgewiesenen passiven latenten Steuern auf nicht ausgeschüttete Gewinne ist nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich. 6.28 Pensionen Die Gesellschaft gewährt Betriebsrenten hauptsächlich auf der Grundlage von mehreren leistungsorientierten Pensionsplänen. Der Bewertungsstichtag für die Pläne ist der 31. März. Die Gesellschaft gewährt gegenwärtig fast allen Mitarbeitern in Deutschland und vielen Beschäftigten im Ausland Pensionszusagen, die feste Leistungsansprüche umfassen und daher nach IFRS als Defined-Benefit-Pläne zu bilanzieren sind. Darüber hinaus gewährt das Unternehmen pensionsähnliche Zusagen, die vor allem aus Übergangszahlungen an inländische Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand sowie aus pensionsähnlichen Leistungen in Form von medizinischen Versicherungsleistungen in den USA und Brasilien bestehen. Die Höhe der Versorgungszusagen bemisst sich im Einzelfall nach Lohn- bzw. Gehaltsniveau und/oder Position in der Unternehmenshierarchie sowie Betriebszugehörigkeit. Dabei können die konkreten Versorgungszusagen in Abhängigkeit von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes variieren. In Deutschland gibt es darüber hinaus ein Programm zur eigenfinanzierten betrieblichen Altersvorsorge, das den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, einen Teil des Gehalts für eine Rentenzahlung inklusive aufgelaufener Zinsen zum Renteneintritt umzuwandeln. Die Verbindlichkeit für zukünftige Zahlungen ist versicherungsmathematisch bestimmt. Die Verbindlichkeit wird in Höhe des Maximums aus dem Marktwert der Fondsanteile und dem Barwert des garantierten Versicherungskapitals passiviert. In das Treuhandvermögen des Contractual Trust Arrangement (CTA) wurden von der EPCOS AG im Geschäftsjahr 2008 14,3 Millionen EUR übertragen, zum 31. März 2012 beträgt der Bestand des Treuhandvermögens 13,5 Millionen EUR. Das Treuhandvermögen ist dem Zugriff der Konzerngesellschaft entzogen und darf ausschließlich für Ansprüche der Mitarbeiter bzw. Mitglieder des Vorstands im Insolvenzfall verwendet werden. Das jeweilige Treuhandvermögen deckt diejenigen Ansprüche ab, die nicht bereits durch den Pensionssicherungsverein abgedeckt sind und ist in seiner Höhe daher Schwankungen unterworfen. Das Treuhandvermögen des Contractual Trust Arrangement (CTA) wird nach den vom EPCOS Vermögenstreuhänder e.V. (bis 4. September 2009) bzw. EPCOS Mitarbeitertreuhänder e.V. (ab 4. September 2009) und der Konzerngesellschaft gemeinsam erstellten Anlagerichtlinien am Kapitalmarkt investiert. Die Beiträge zu beitragsorientierten Pensionsplänen beliefen sich Geschäftsjahr 2012 auf 3,9 Millionen EUR und im Geschäftsjahr 2011 auf 3,1 Millionen EUR. Die geschätzten Beiträge für das Geschäftsjahr 2013 belaufen sich auf rund 3,5 Millionen EUR. Da für diese Defined-Contribution-Pläne die Verpflichtung des Unternehmens im Gegensatz zu Defined-Benefit-Plänen ausschließlich in der Bereitstellung von Beiträgen besteht, ist die Bilanzierung einer Verbindlichkeit nicht erforderlich. Zusätzlich leistete der Konzern im Geschäftsjahr 2012 und 2011 Beiträge im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen (staatliche Pläne/Rentenversicherung) in Höhe von 40,1 Millionen EUR und 37,1 Millionen EUR. Die Darstellungen erfolgen für alle leistungsorientierten Pläne zusammengefasst, soweit nicht anders erwähnt, da sich die Verpflichtung überwiegend aus dem Plan in Deutschland ergibt. In den folgenden Tabellen sind die konsolidierten Informationen in Bezug auf alle von der Gesellschaft unterhaltenen Pensionspläne für die angegebenen Stichtage zusammengefasst. Die folgende Tabelle zeigt jeweils die Entwicklung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung („DBO") im Berichts- und Vorjahr:
Die Plankürzung im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 2,5 Millionen EUR resultiert aus dem Verkauf der Gesellschaft Crystal Technology, Inc., USA. Die folgende Tabelle zeigt jeweils die Änderung des Planvermögens während des angegebenen Geschäftsjahres:
Die tatsächlichen Erträge des Planvermögens betrugen in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 2,7 Millionen EUR und 4,1 Millionen EUR. Die Aufteilung des Planvermögens ist wie folgt: Das deutsche Planvermögen in Höhe von 13,5 Millionen EUR wird ausschließlich in EUR-Anlagen im Geldmarkt mit Laufzeiten von jeweils längstens drei Monaten investiert, wobei das Rating der erworbenen Schuldtitel zu jeder Zeit bei mindestens A (S&P) bzw. A2 (Moody's) oder einem vergleichbaren Rating liegen muss. Die erwartete Rendite ist an dem EURIBOR orientiert.
Die Fondsmanager des Planvermögens versuchen mit Hilfe der Investitionsstrategie die Volatilität zu reduzieren. Die Anlage für den wesentlichen in den USA gehaltenen Teil des Planvermögens ist daher auf maximal 50 Prozent in Schuldverschreibungen begrenzt, die ein Minimum-Rating gemäß Standard & Poor's (S&P) oder Moody's von A oder besser zum Kaufzeitpunkt haben. Die erwartete Rendite ist Marktzinssatz orientiert. Die voraussichtliche Einlage in das Planvermögen für 2013 beträgt 2,8 Millionen EUR. Die Darstellung der Verpflichtung, des Vermögens und der Rückstellung ergibt folgendes Bild:
In der folgenden Tabelle sind die Komponenten der Netto-Pensionsaufwendungen für die am 31. März 2012 und 2011 endenden Geschäftsjahre dargestellt:
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden der Zinsaufwand und die erwartete Rendite des Planvermögens innerhalb des Zinsergebnisses ausgewiesen. Alle übrigen Komponenten der Netto-Pensionsaufwendungen werden entsprechend der Zuordnung der anspruchsberechtigten Mitarbeitergruppen auf die Funktionskosten aufgeteilt. Die Abzinsungssätze und Gehaltssteigerungsraten, die bei der Berechnung der Anwartschaftsbarwerte („DBO") sowie der langfristigen Renditen für das Planvermögen zugrunde gelegt wurden, sind je nach den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes, in denen die Pensionspläne gelten, unterschiedlich. Die Annahmen, die bei der Berechnung der versicherungsmathematischen Werte für die wesentlichsten Pensionspläne zugrunde gelegt wurden, beliefen sich für den Abzinsungssatz auf 4,00 Prozent im Geschäftsjahr 2012 und 5,00 Prozent im Geschäftsjahr 2011. Die Gehaltssteigerungen wurden in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 mit 2,75 Prozent angesetzt. Die erwartete Rendite des Planvermögens für den gedeckten Pensionsplan in den USA betrug im Geschäftsjahr 2012 7,00 Prozent (Vorjahr: 7,00 Prozent). Bei der brasilianischen Tochtergesellschaft betrug die erwartete Rendite im Geschäftsjahr 2012 10,50 Prozent (Vorjahr: 10,50 Prozent). Für die medizinischen Pläne wurden in Brasilien im Bereich der medizinischen Versorgung 7,50 Prozent als Kostentrend (im Vorjahr: 7,50 Prozent) angesetzt, für den medizinischen Plan in den USA wurden 5,50 Prozent (im Vorjahr: 5,50 Prozent) zugrunde gelegt. Nachfolgend sind die Auswirkungen dargestellt, die aus einer Erhöhung bzw. Verminderung der angenommenen Kostenentwicklung im medizinischen Bereich um einen Prozentpunkt resultieren:
Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Sonstigen Ergebnis erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge:
Die erfahrungsbedingten Anpassungen, das heißt der Unterschied zwischen den früheren versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungen, bezogen auf die Verpflichtungen und Planvermögen zum 31. März 2012 und 31. März 2011, können folgender Tabelle entnommen werden:
6.29 Angaben zu Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7 Die Buch- und Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente nach den Kategorien des IAS 39 stellen sich zum 31. März 2012 bzw. 2011 wie folgt dar:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die nicht auf den EUR lauten, werden mit dem Tageskurs umgerechnet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind dem kurzfristigen Vermögen zugeordnet. Aufgrund der kurzen Restlaufzeiten wird angenommen, dass die ausgewiesenen Buchwerte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wird als beizulegender Zeitwert der Kurswert in einem aktiven Markt angesetzt. Die Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten sind auf Basis von Marktwerten ermittelt worden. Dies erfolgt beispielsweise durch Abzinsung erwarteter zukünftiger Zahlungsströme auf Basis aktueller Marktzinsen und der Zinsstrukturkurve oder finanzmathematischer Modelle, in die Annahmen wie Volatilitäten oder aktuelle Kurse einfließen. Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen aufgrund der kurzen Restlaufzeiten im Wesentlichen den Zeitwerten. Die langfristigen finanziellen Schulden wie beispielsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Verwendung marktüblicher, fristgerechter Zinssätze ermittelt. Die Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39 stellen sich zum 31. März 2012 und 2011 wie folgt dar:
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing sind in obiger Tabelle nicht enthalten. Die Zuordnung der zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden in die drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie ist folgender Tabelle zu entnehmen:
In Stufe 1 können die Zeitwerte durch öffentlich notierte Marktpreise auf aktiven Märkten bestimmt werden, während die Zeitwerte der Stufe 2 direkt oder indirekt auf Basis von beobachtbaren Marktdaten bestimmt werden. Für Vermögenswerte und Schulden der Stufe 3 stehen für die Ermittlung der Zeitwerte keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung.
Die Nettogewinne bzw. -verluste resultierten insbesondere aus Währungseffekten, Veränderungen von Wertberichtigungen und Marktwertänderungen. Im Geschäftsjahr 2012 bzw. 2011 wurden neben obigen Zahlen Nettoverluste in Höhe von 22 Tausend EUR bzw. Nettogewinne 301 Tausend EUR aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen direkt im Sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasst. In denselben Berichtsperioden wurden keine Nettogewinne/-verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen aus dem Sonstigen Ergebnis entnommen und in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 bestehen keine Derivate mit Sicherungsbeziehungen. Die Fälligkeiten der finanziellen Schulden ergeben sich zum 31. März 2012 bzw. 2011 wie folgt (Zinszahlungen aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten sind mit dem zum 31. März 2012 bzw. 2011 vorliegenden Konditionen errechnet worden):
Volumen und Fälligkeiten von Sicherungsgeschäften sind folgender Tabelle zu entnehmen:
6.30 Risikomanagement Detaillierte Angaben zum Risikomanagement befinden sich im Konzernlagebericht. 6.31 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2012 sind für den Konzernabschluss des EPCOS Konzerns keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.
München, den 18. Mai 2012
Zichlarz Dr. Faber Thiele Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersZu dem Konzernabschluss und dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: „Wir haben den von der EPCOS AG, München, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang — sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (,Lagebericht und Konzernlagebericht) für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, den 18. Mai 2012 Ernst & Young GmbH Broschulat, Wirtschaftsprüfer Müller, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre, die im letztjährigen Bericht des Aufsichtsrats geäußerte Erwartung einer insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung in 2011/2012 (T116) hat sich nicht erfüllt: Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde mit 1,787 Milliarden EUR nur ein um ca. 6 Prozent unter der Marke des Vorjahres liegender Umsatz erzielt. Das dabei erwirtschaftete operative Ergebnis lag bei lediglich 49 Millionen EUR (3 % vom Umsatz). Dieses enttäuschende Abschneiden resultiert aus einer Reihe von Gründen, hauptsächlich aber aus der weit unter den Prognosen gebliebenen Geschäftsentwicklung des Bereiches „Systems, Acoustics, Waves (SAW)". Mitursächlich hierfür war eine starke Ausrichtung der Geschäftsstrategie auf einen Hauptkunden, dessen erheblicher Rückgang an Marktanteilen bei SAW zu großen Umsatzeinbußen und letztlich empfindlichen Verlusten führte. Zwischenzeitlich ist es gelungen, Perspektiven zu erschließen, die dem Bereich auch anderweitig neue bedeutende Wachstumsmöglichkeiten eröffnen. Die Realisierung dieser Möglichkeiten ist mit hohen Investitionen sowie technischem und logistischem Aufwand verbunden. Es wird für das Unternehmen und vor allem den Bereich SAW die vordringlichste Aufgabe des laufenden Geschäftsjahres sein, diese Herausforderung zu meistern. Von SAW abgesehen weisen zwar alle Bereiche des Unternehmens zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres positive operative Ergebnisse aus, die aber — vor allem mit Blick auf wesentliche Konkurrenten — zum Teil deutlich unter den Erwartungen liegen. Auch hier gilt es, spürbare Verbesserungen zu erzielen. Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft, über deren Risikolage und Risikomanagement sowie über alle wesentlichen Vorhaben und Planungen mündlich und schriftlich informiert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von Plänen und Zielvorgaben wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich diskutiert und beraten. Alle Angelegenheiten, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden diesem vorgelegt. Daneben standen insbesondere der Vorsitzende bzw. Sprecher des Vorstands, aber auch dessen sonstige Mitglieder, mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden laufend in Kontakt, um mit ihm wesentliche Pläne, anstehende Entscheidungen und wichtige Vorkommnisse zu besprechen. Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat die Führung der Geschäfte des Unternehmens sorgfältig überwacht und ist seinen Beratungsaufgaben nachgekommen. Im Berichtszeitraum fanden fünf Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Schwerpunkte dieser Sitzungen bildeten unter anderem die Verabschiedung von Budget und Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2011/2012, die Erörterung der in Folge der eingangs angesprochenen Abweichungen von Geschäftsprognosen durchzuführenden Maßnahmen sowie die im Februar 2012 vorgenommenen Umbesetzungen im Vorstand, zu denen im nächsten Abschnitt noch detaillierter berichtet wird. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtszeitraum 5 Mal. Den Schwerpunkt der Arbeit des Ausschusses bildeten dabei wie immer die Prüfung der Quartalskennzahlen des Konzerns sowie die Vorbereitung der Verabschiedung der Jahresabschlüsse der EPCOS AG und des Konzerns durch den Aufsichtsrat. Außerdem überwachte der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und legte dessen Prüfungsschwerpunkte fest. Daneben standen die Vorbereitung des Zustimmungsbeschlusses des Aufsichtsrats zur Budget- und Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2011/2012 sowie die Gestaltung der Prüfungspläne der internen Unternehmensrevision im Berichtszeitraum auf den Agenden des Ausschusses. Der Präsidialausschuss trat während des abgelaufenen Geschäftsjahres zwei Mal zusammen. In diesen Sitzungen wurden die Plenumsbeschlüsse über die vorgenannten Umbesetzungen im Vorstand sowie über Angelegenheiten der Vorstandsvergütung vorbereitet. Der gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG gebildete Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden. Gleiches gilt für den nach den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex eingerichteten Nominierungsausschuss. Interessenskonflikte in der Person einzelner Mitglieder des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse sind nicht aufgetreten. Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand Im Laufe des Geschäftsjahres 2011/2012 fanden folgende Umbesetzungen in Aufsichtsrat und Vorstand statt: Herr Shiro Nomi schied mit Ende der am 4. August 2011 abgehaltenen Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat aus. Als sein Nachfolger wurde Herr Seiji Osaka von der Hauptversammlung gewählt. Mit Wirkung ab 1. Februar 2012 wurde Herr Gerhard Pegam von seinen Ämtern als Vorstandsvorsitzender, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor freigestellt. Mit Wirkung zum selben Tage ernannte der Aufsichtsrat Herrn Joachim Zichlarz zum Sprecher des Vorstands und wählte ihn zum neuen Arbeitsdirektor der EPCOS AG. Daneben bleibt Herr Zichlarz weiterhin der Finanzvorstand der Gesellschaft. Neu in den Vorstand bestellt wurde — ebenfalls mit Wirkung zum 1. Februar 2012 — Herr Joachim Thiele. Herr Thiele zeichnet innerhalb des Vorstands für das Ressort „Vertrieb" verantwortlich. In seiner ersten Sitzung im Geschäftsjahr 2012/2013 am 15. Mai 2012 stimmte der Aufsichtsrat der einvernehmlichen vorzeitigen Beendigung der Vorstandsbestellung von Herrn Dr. Werner Faber zum Ende Juni 2012 zu. Herr Dr. Faber wird in der anstehenden Hauptversammlung am 26. Juli 2012 für einen Sitz im Aufsichtsrat kandidieren. In seiner oben genannten Mai-Sitzung bestellte der Aufsichtsrat auch die Herren Dr. Norbert Hess und Christian Block mit Wirkung ab 1. Juni 2012 in den Vorstand. Herr Block wird mit dem Ausscheiden von Herrn Dr. Faber im Vorstand die Verantwortung für den Geschäftsbereich SAW übernehmen; Herr Dr. Hess wird ab diesem Zeitpunkt im Vorstand für alle anderen Geschäftsbereiche sowie für das Ressort „Technologie und Qualität" zuständig sein. JahresabschlussDer für das Geschäftsjahr 2011/2012 zum 31. März 2012 aufgestellte Jahresabschluss der EPCOS AG sowie der entsprechende Konzernabschluss gleichen Stichtags wurden, ebenso wie der mit dem Lagebericht der EPCOS AG zusammengefasste Konzernlagebericht, von Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft. Ernst & Young hat allen vorgenannten Unterlagen den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und der Aufsichtsrat haben die Abschlüsse und den Lagebericht auch selbst geprüft. Ergänzend hat der Aufsichtsrat Ernst & Young beauftragt, die Wirksamkeit des EPCOS internen Systems zur Kontrolle der Finanzberichterstattung des Unternehmens in Anlehnung an die Anforderungen des US-amerikanischen Sarbanes Oxley Act Section 404 (SOA 404) und an die entsprechenden Anforderungen des japanischen „J-SOX" zu auditieren. Die Prüfung hat ergeben, dass EPCOS diesbezüglich in allen wesentlichen Belangen über ein wirksames Kontrollsystem verfügt. Die vorgenannten Abschlüsse einschließlich Lagebericht sowie die Berichte von Ernst & Young über deren Prüfung und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns aus dem Geschäftsjahr 2011/2012 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf übermittelt. Sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 6. Juni 2012 als auch in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom selben Tage wurden diese Unterlagen jeweils in Anwesenheit und unter Einbeziehung des Abschlussprüfers erörtert. Der Abschlussprüfer erstattete dabei über seine Abschlussprüfung und deren Ergebnisse Bericht und führte im Rahmen dessen auch aus, dass das Unternehmen den Feststellungen des Abschlussprüfers zufolge ein in allen wesentlichen Belangen funktionsfähiges Kontroll- bzw. Risikomanagementsystem eingerichtet habe. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat hatten gegen die ihnen vorgelegten Unterlagen keine Einwendungen und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben auch den Vorschlag des Vorstands geprüft, den Bilanzgewinn in Höhe von 30.730.000,00 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag zu. Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeitern, den Betriebsräten und dem Vorstand für die geleistete Arbeit.
München, im Juni 2012
Klaus Ziegler, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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