EPCOS AG

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2013 bis zum 31.03.2014

EPCOS Geschäftsbericht 2014

Lagebericht und Konzernlagebericht Jahresabschluss 31. März 2014

der EPCOS AG, München

Dieser Geschäftsbericht enthält in Bezug auf die Geschäftsergebnisse, die finanzielle Situation, die Strategie und die Pläne von EPCOS Aussagen, die in die Zukunft gerichtet sind. Diese Aussagen sind durch Formulierungen wie »dürften«, »anstreben«, »beabsichtigen«, »davon ausgehen«, »erwarten«, »werden« oder vergleichbare Begriffe erkennbar. Solche vorausschauende Aussagen basieren auf einer Vielzahl von Annahmen, die sich als unrichtig erweisen können. Sie unterliegen außerdem einer Vielzahl äußerer Risikofaktoren, die EPCOS nur sehr bedingt beeinflussen kann. Das können zum Beispiel geringeres Wachstum in bedeutenden Märkten oder Veränderungen in Abnehmerbranchen, in Kundenbeziehungen, in der Durchführbarkeit von Kostensenkungen oder in allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Bedingungen sein. Eine Aktualisierung der in die Zukunft gerichteten Aussagen durch EPCOS ist weder geplant noch übernimmt das Unternehmen die Verpflichtung dazu.

ALLGEMEINES

Die EPCOS AG ist ein führender Hersteller elektronischer Bauelemente, Module und Systeme mit Sitz in München, Deutschland. Mit seinem breit gefächerten Portfolio bietet EPCOS ein umfassendes Produkt- und Leistungsangebot aus einer Hand. Das Unternehmen konzentriert sich auf schnell wachsende und technologisch anspruchsvolle Märkte auf den Gebieten der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Automobil-, Industrie- und der Konsum-Elektronik. EPCOS verfügt über Entwicklungs- und Fertigungsstandorte sowie Vertriebsbüros in Europa, Asien, Nord- und Südamerika.

Historie

EPCOS war aus dem 1989 von Siemens und Matsushita gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Siemens Matsushita Components entstanden und ging 1999 in Frankfurt und New York an die Börse. Der Handel an der New York Stock Exchange wurde 2007 eingestellt. Am 1. Oktober 2009 wurde EPCOS mit dem Bauelementegeschäft von TDK unter dem Dach der in Japan gegründeten TDK-EPC Corporation (kurz: TDK-EPC) zusammengeführt. Die Notierung von EPCOS an allen deutschen Börsenplätzen endete Anfang November 2009.

Die TDK-EPC Corporation und die TDK Germany GmbH halten seit März 2010 alle Aktien der EPCOS AG.

Geschäftsjahr und Berichterstattung

Der Berichtszeitraum der EPCOS AG erstreckt sich jeweils vom 1. April bis zum 31. März des darauf folgenden Kalenderjahres, das Geschäftsjahr 2014 umfasst also den Zeitraum vom 1. April 2013 bis 31. März 2014.

EPCOS hat seine Finanzberichterstattung nach Geschäftssegmenten an die des TDK Mutterkonzerns angepasst: Mit Wirkung vom 1. April 2013 wurde das Geschäftssegment "Kondensatoren und Induktivitäten" in die zwei neuen Segmente "Capacitors" und "Inductive Devices" aufgeteilt, die beiden bisherigen Geschäftssegmente "OFW-Komponenten" und "Keramische Bauelemente" wurden zu dem dritten Segment "Other Passive Components" zusammengefasst. Für das Geschäftsjahr 2013 wurden die Kennzahlen in dem folgenden Bericht vergleichbar dargestellt.

KONZERN

Umsatzsteigerung und erhebliche Verbesserung des Ergebnisses

in Mio. EUR 2014 2013
Umsatz 1.905 1.789
Operating Profit 60 -39
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag -6 -90
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 185 151
Abschreibungen 129 136

Die globale Konjunktur hat sich im Verlauf des Kalenderjahres 2013 auf insgesamt stabilem Niveau gut entwickelt, auch wenn sich das Wachstum dabei tendenziell etwas abgekühlt hat. Wachstumsstarke Industrieländer wie China entwickelten sich zwar weiterhin überdurchschnittlich positiv, erreichten aber nicht mehr die sehr hohen Zuwachsraten vergangener Jahre. Der Euroraum, wo Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Staatsschulden- und Vertrauenskrise merklich zurückgegangen sind, konnte sich finanzwirtschaftlich stabilisieren.

In diesem uneinheitlichen und weiterhin herausfordernden Umfeld war der Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen je nach Abnehmerbranche und Region unterschiedlich stark ausgeprägt. In Summe allerdings hat sich die weltweite Nachfrage nach EPCOS Produkten im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr belebt.

Ertragslage

Umsatz

EPCOS konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz um 6 Prozent auf 1,9 Milliarden EUR steigern. Alle drei Geschäftssegmente haben zu dieser Leistung beigetragen. Während der Zuwachs bei den Other Passive Components mit 10 Prozent am stärksten ausfiel, stieg der Umsatz mit Inductive Devices um 3 Prozent und mit Capacitors um 1 Prozent.

Nach Abnehmerbranchen betrachtet, erzielte EPCOS das stärkste Wachstum in Höhe von 14 Prozent im Geschäft mit Produkten für die Informations- und Kommunikationstechnik. Der Umsatz mit Bauelementen für die Automobil-Elektronik stieg um 13 Prozent, und auch das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren entwickelte sich mit einer Zuwachsrate von 7 Prozent positiv. Die Umsätze mit Produkten für die Industrie-Elektronik und die Konsum-Elektronik gingen dagegen um jeweils 6 Prozent zurück.

Ergebnis

Neben dem Umsatzwachstum wirkten sich Erfolge im Materialeinkauf sowie umfangreiche Rationalisierungen in der Fertigung positiv auf das Ergebnis aus. Diese Kostensenkungsmaßnahmen hatten zur Folge, dass sich die Umsatzkosten trotz gestiegenen Volumens nur geringfügig gegenüber Vorjahr erhöht haben. Belastet hat das Ergebnis hingegen der gegenüber Vorjahr etwas höhere Preisverfall, der sich im hohen zweistelligen Millionenbereich bewegte. Das Bruttoergebnis vom Umsatz konnte EPCOS im Berichtszeitraum insgesamt überproportional auf 338 Millionen Euro steigern (Vorjahr: 245 Mio. EUR).

Auch bei den Vertriebskosten wurden Einsparungen in diversen Kostenblöcken erzielt und somit die üblichen Verteuerungen bei den Personalkosten überkompensiert. Die Entlastung bei den Forschungs- und Entwicklungskosten resultiert im Wesentlichen aus der Übertragung einiger Modul-Geschäftsaktivitäten an den TDK Mutterkonzern1. Entsprechend konnte EPCOS im Geschäftsjahr 2014 den Operating Profit um rund 100 Millionen Euro auf plus 60 Millionen Euro verbessern (Vorjahr: minus 39 Mio. EUR).

Dank des deutlich verbesserten Operating Profit verringerte sich der Jahresfehlbetrag auf 6 Million Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 90 Mio. EUR).

1 siehe auch Lagebericht, Kapitel Forschung und Entwicklung

Investitionen

EPCOS hat im abgelaufenen Berichtsjahr 185 Millionen EUR in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Damit erhöhten sich die Investitionen im Jahresvergleich um 23 Prozent (Vorjahr: 151 Mio. EUR) und überstiegen den Wert der Abschreibungen. Dieser betrug 129 Millionen EUR (Vorjahr: 136 Mio. EUR).

Mit 181 Millionen EUR wendete EPCOS fast die gesamte Investitionssumme für Sachanlagen auf, vor allem für die Anschaffung von Fertigungseinrichtungen. Bei dem Restbetrag (rund 4 Mio. EUR) handelt es sich überwiegend um Aufwendungen für den Erwerb von Software und Patenten.

Nach Geschäftssegmenten betrachtet, entfiel der größte Investitionsanteil erneut auf den Ausbau der Fertigungskapazitäten bei Other Passive Components. Auf dem Gebiet sowohl der Capacitors als auch Inductive Devices lag der Schwerpunkt dagegen auf Maßnahmen zur Steigerung von Qualität und Produktivität, etwa dem weiteren Ausbau der Fertigungsautomatisierung. Dies senkt zum einen die Fehlerrate und -kosten einzelner Arbeitsschritte und beschleunigt zum anderen den gesamten Prozessablauf.

Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu stärken sowie zukünftiges Wachstum zu sichern.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der EPCOS Vorstand bewertet den Verlauf des Geschäftsjahres 2014 insgesamt positiv:

Das erreichte Umsatzwachstum in Höhe von 6 Prozent liegt im Rahmen der im Geschäftsbericht 2013 dargestellten Erwartung eines gegenüber Vorjahr merklich höheren Umsatzes. Dabei hatte EPCOS mit moderatem Wachstum eine Entwicklung der Weltkonjunktur unterstellt, die dann tendenziell aber eher rückläufig war. Das prognostizierte positive Ergebnis wurde operativ ebenfalls erzielt. Trotz der erheblichen Verbesserung dieser Kenngröße verblieb allerdings ein geringer Jahresfehlbetrag.

Der Markt für Oberflächenwellen-Komponenten (OFW-Komponenten) entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Um zusätzliche Geschäftschancen nutzen zu können, hat EPCOS den Umfang des ursprünglich geplanten Kapazitätsausbaus für das stark wachsende OFW-Geschäft vorausschauend nochmals erweitert. In der Folge überstiegen die Investitionen den Wert der Abschreibungen, womit das im Mai 2013 genannte Ziel - mit dem Investitionsvolumen unter dem Wert der Abschreibungen zu bleiben - nicht mehr zu erreichen war. Das Unternehmen erachtet die getätigten zusätzlichen Investitionen als gut angelegt für die Absicherung des künftigen Geschäftserfolgs mit OFW-Komponenten.

GESCHÄFTSSEGMENTE

Wachstum in allen Segmenten

Kennzahlen nach Geschäftssegmenten

Umsatz
in Mio. EUR
2014 2013
Capacitors 477 474
Inductive Devices 340 329
Other Passive Components 1.088 986
Gesamtumsatz 1.905 1.789
Umsatzanteile 2014 2013
Capacitors 25% 27%
Inductive Devices 18% 18%
Other Passive Components 57% 55%

Zusammenfassung

Die drei EPCOS Geschäftssegmente haben im Geschäftsjahr 2014 alle zu dem Umsatzanstieg beigetragen. Am stärksten konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Segment Other Passive Components steigern: um 10 Prozent auf 1.088 Millionen EUR (Vorjahr: 986 Mio. EUR). Bei Inductive Devices wurde ein Anstieg um 3 Prozent auf 340 Millionen EUR erzielt (Vorjahr: 329 Mio. EUR). Im Geschäft mit Capacitors belief sich der Zuwachs auf 1 Prozent, womit der Segmentumsatz 477 Millionen EUR betrug (Vorjahr: 474 Mio. EUR).

Die Aufteilung des EPCOS Konzernumsatzes nach Segmenten hat sich gegenüber Vorjahr nur geringfügig verschoben: Während der auf das Geschäft mit Capacitors entfallende Anteil um 2 Prozentpunkte auf 25 Prozent sank (Vorjahr: 27%), blieb der Anteil der Inductive Components mit 18 Prozent unverändert. Der Anteil des Geschäfts mit Other Passive Components wuchs entsprechend um 2 Prozentpunkte auf 57 Prozent (Vorjahr: 55%); dieses Segment hat damit nach wie vor den größten Beitrag zum Gesamtumsatz des Unternehmens geleistet.

Die Geschäftssegmente im Einzelnen

1. Capacitors

Im Segment Capacitors stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1 Prozent auf 477 Millionen EUR (Vorjahr: 474 Mio. EUR). Gefragt waren vor allem Produkte für die Automobil-Elektronik, aber auch das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren hat sich positiv entwickelt. Diese Entwicklung zeigte sich im Geschäft sowohl mit Aluminium-Elektrolyt- als auch Folien-Kondensatoren. In Summe ließ sich damit der rückläufige Umsatz mit Bauelementen und Lösungen für die Industrie-Elektronik mehr als ausgleichen. Gelitten hat dieses Geschäft zum Einen unter der schwachen Marktentwicklung rund um die regenerative Energieerzeugung; zum Anderen schlagen hier insbesondere die Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten zum verlustarmen Energietransport auf Basis der Hochspannungs-Gleichstromübertragung durch, für deren Systeme EPCOS Leistungskondensatoren Schlüsselbauelemente sind.

2. Inductive Devices

Der Umsatz mit Inductive Devices stieg im Berichtszeitraum um 3 Prozent auf 340 Millionen EUR (Vorjahr: 329 Mio. EUR). In diesem Segment waren ebenfalls vor allem Produkte für die Automobil-Elektronik gefragt; für diese Abnehmerbranche bietet das Unternehmen unter anderem Drosseln, die in Kraftfahrzeugen für den störungsfreien Datenaustausch zwischen einer Vielzahl elektronischer Steuergeräte benötigt werden. Ähnlich positiv entwickelte sich auch das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren. In Summe konnte damit der rückläufige Umsatz mit Produkten für die Industrie-Elektronik mehr als kompensiert werden.

Die Entwicklung in den einzelnen Produktgruppen ist dem Geschäftsverlauf bei den Kondensatoren grundsätzlich vergleichbar. Rückläufig war der Umsatz nur bei den Leistungs-EMV-Filtern; hier hinterließ der geringe Bedarf vor allem für Anwendungen in Windkraftanlagen deutliche Spuren.

In etwa stabil entwickelte sich im Berichtszeitraum der Umsatz mit induktiven Bauelementen für Anwendungen in der Konsum-Elektronik sowie der Informations- und Kommunikationstechnik.

3. Other Passive Components

Im Segment Other Passive Components führt EPCOS das Geschäft mit OFW-Komponenten, keramischen Bauelementen sowie Sensoren und Sensor-Systemen. Der Umsatz mit diesen Produkten stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10 Prozent auf 1.088 Millionen EUR (Vorjahr: 986 Mio. EUR).

OFW-Komponenten

Mit OFW-Komponenten bedient EPCOS im Wesentlichen den traditionell sehr hart umkämpften und schnelllebigen Mobilfunkmarkt. Volatilität und Dynamik dieses Marktes waren im Geschäftsjahr 2014 weiterhin hoch, insbesondere der Anteil hergestellter Smartphones gegenüber technisch einfacher ausgestatteten Mobiltelefonen ist weiter stark gewachsen. Damit einhergehend nutzen Hersteller von Mobilfunkgeräten in immer größerem Umfang hoch integrierte Module statt Lösungen, die aus Einzel-Bauelementen aufgebaut sind. Außerdem wandelt sich die Kundenstruktur tiefgreifend, nachdem asiatische Telefonhersteller massiv Marktanteile gewinnen2.

EPCOS beliefert den Mobilfunkmarkt hauptsächlich mit applikations- und kundenspezifischen Produkten. Dabei hat sich der Umsatz vor allem mit Mobiltelefonherstellern und den Zulieferern von Chipsets für Mobilfunkgeräte in Asien und der NAFTA-Region sehr gut entwickelt. EPCOS ist im Markt mit seinem OFW-Produktportfolio gut positioniert und konnte Anteile hinzugewinnen.

Das im Vergleich zum Mobilfunkgeschäft deutlich kleinere OFW-Geschäft mit Herstellern von Automobil-Elektronik und von Telekommunikations-Infrastruktur verlief ebenfalls gut.

2 siehe auch Lagebericht, Kapitel Abnehmerbranchen

Integrierte Hochfrequenzprodukte

Rund 44 Prozent des OFW-Umsatzes entfielen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Module, die überwiegend in Smartphones und Tablets und damit in Geräten eingesetzt werden, die besonders umfangreich mit technischen Leistungsmerkmalen und Komfortfunktionen ausgestattet sind. Für diese High-End-Anwendungen bietet EPCOS neben Einzelfiltern und Duplexern ein immer breiteres Angebot integrierter Hochfrequenzprodukte wie etwa keramische Frontend-Module.

Der Umsatz mit Modulen steuerte fast zwei Drittel zu dem Wachstum im Geschäft mit OFW-Komponenten bei.

Mobilfunk-Filter

Der OFW-Umsatz mit Mobilfunk-Filtern ist in Summe ebenfalls deutlich gestiegen. Im Geschäft mit Filtern für Mobiltelefone aller Art konnte EPCOS seinen Umsatz im Berichtszeitraum um rund 16 Prozent erhöhen. Dabei profitierte das Unternehmen von dem Hochlauf der Massenproduktion vor allem neuer Smartphone-Modelle, die im Vergleich zu einfacheren Mobiltelefonen pro Gerät deutlich mehr Hochfrequenz-Filterprodukte benötigen.

Keramische Bauelemente

Der Umsatz mit keramischen Bauelementen ist im abgelaufenen Berichtsjahr ebenfalls gewachsen; nahezu alle Produktgruppen haben dazu beigetragen.

Schutzbauelemente

Im Geschäft mit Schutzbauelementen konnte EPCOS seinen Umsatz in Summe weiter steigern, wobei das Geschäft mit den Herstellern von Automobil-Elektronik sowie mit Bauelemente-Distributoren den größten Beitrag zum Wachstum geleistet hat.

Schutzbauelemente machten unverändert den höchsten Anteil des Umsatzes mit keramischen Bauelementen aus. Zu dem EPCOS Portfolio gehören unter anderem Thermistoren sowie Scheiben- und Vielschichtvaristoren. Diese temperatur- oder spannungsabhängigen Widerstände kommen vor allem in der Automobil-, Industrie- und Konsum-Elektronik zum Einsatz und übernehmen dort entweder Schutz- oder Heizfunktionen. Zu den keramischen Schutzbauelementen zählen auch Ableiter, die insbesondere Telefonanlagen vor zu hohen Spannungen schützen, wie sie bei Blitzschlägen auftreten können.

Piezo-Aktuatoren

Der Umsatz mit Piezo-Aktuatoren bewegte sich im Geschäftsjahr 2014 auf nahezu gleich hohem Niveau wie im Vorjahr. Auf diese Produkte entfällt mit rund 60 Prozent nach wie vor der größte Umsatzanteil bei keramischen Bauelementen für die Automobil-Elektronik. Piezo-Aktuatoren sind Schlüsselbauelemente in Piezo-Kraftstoff-Einspritzsystemen, die in Diesel- und Benzinmotoren von Kraftfahrzeugen eine besonders effiziente und schadstoffarme Verbrennung ermöglichen und damit die Trends zu mehr Energieeffizienz und Umweltschutz bedienen.

Sensoren und Sensor-Systeme

Auf dem Gebiet der Sensoren und Sensor-Systeme konnte EPCOS den Umsatz erneut deutlich steigern, wobei hier ebenfalls der gute Geschäftsverlauf mit Produkten für die Automobil-Elektronik hervorzuheben ist. Aber auch der Umsatz mit Herstellern von Konsum-Elektronik ist gewachsen.

Zum EPCOS Sensoren-Angebot gehören unter anderem Temperatursensoren, die beispielsweise in Maschinen messen, ob sich Betriebsflüssigkeiten wie Öl und Kühlwasser zu sehr erhitzt haben. Oder Sensoren zur Druckmessung in rauen Umgebungen, etwa heißen Abgasen und Kraftstoffdämpfen. In Systemen, mit denen Leistung, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit von Verbrennungsmotoren merklich verbessert werden kann, sind Drucksensoren von EPCOS Schlüsselbauelemente.

ABNEHMERBRANCHEN

Informations- und Kommunikationstechnik sowie Automobil-Elektronik wachsen jeweils um mehr als 10 Prozent

Umsatz nach Abnehmerbranchen
in Mio. EUR
2014 2013 vergleichbar* 2013 berichtet
Informations- und Kommunikationstechnik 581 508 506
Automobil-Elektronik 449 397 397
Industrie-Elektronik 399 425 412
Distribution und Andere 338 312 345
Konsum-Elektronik 138 147 129
Gesamtumsatz 1.905 1.789 1.789
Umsatzanteile nach Abnehmerbranchen 2014 2013 vergleichbar* 2013 berichtet
Informations- und Kommunikationstechnik 30% 29% 28%
Automobil-Elektronik 24% 22% 22%
Industrie-Elektronik 21% 24% 23%
Distribution und Andere 18% 17% 20%
Konsum-Elektronik 7% 8% 7%

* Bislang wurden der Umsatz des Tochterunternehmens Becromal, einem Hersteller von Aluminiumfolien, und ein Teil der mit der Konzernmuttergesellschaft TDK Corporation getätigte Umsatz unter "Distribution und Andere" geführt. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 werden diese Umsätze soweit möglich den verschiedenen Abnehmerbranchen zugeordnet. Im Sinne einer besseren Vergleichbarkeit wird diese neue Zuordnung auch für das Geschäftsjahr 2013 in der Spalte "2013 vergleichbar" berücksichtigt.

Zusammenfassung

Der Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2014 wurde getragen von dem guten Geschäft mit Produkten und Lösungen für die Informations- und Kommunikationstechnik sowie die Automobil-Elektronik, und auch das Geschäft mit den Bauelemente-Distributoren hat sich positiv entwickelt. Damit konnte der rückläufige Umsatz im Geschäft mit Herstellern von Industrie- und von Konsum-Elektronik mehr als ausgeglichen werden. Unverändert sind es die Megatrends Umweltschutz, Energieeffizienz und Miniaturisierung, die das Geschäft mit elektronischen Bauelementen über alle Zielmärkte hinweg stark beeinflussen.

Die Abnehmerbranchen im Einzelnen

1. Informations- und Kommunikationstechnik

Mit Lösungen für die Informations- und Kommunikationstechnik hat EPCOS im abgelaufenen Geschäftsjahr 581 Millionen EUR umgesetzt (2013 vergleichbar: 508 Mio. EUR; 2013 berichtet: 506 Mio. EUR). Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert stieg der Umsatz um 14 Prozent und damit im Verhältnis zu den anderen Abnehmerbranchen am stärksten. Gemessen am Umsatzvolumen war die Informations- und Kommunikationstechnik zum Ende des Berichtszeitraums mit einem Anteil von 30 Prozent die größte EPCOS Abnehmerbranche (2013 vergleichbar: 29%).

Erstmals mehr Smartphones verkauft als einfache Mobiltelefone

Das Geschäft mit Herstellern von Informations- und Kommunikationstechnik wurde zu annähernd 90 Prozent vom Umsatz mit Bauelementen und Modulen für Mobilfunk-Anwendungen getragen. Auf diesem Gebiet konnte EPCOS ein Wachstum von nahezu 15 Prozent erzielen, wobei dieses Geschäft von weiterhin immer kürzeren Innovationszyklen charakterisiert ist. EPCOS kommt zugute, dass im Mobilfunkmarkt der Anteil an Smartphones weiter zugenommen hat: 2013, so Marktforscher, wurden erstmals mehr als eine Milliarde dieser umfangreich mit Leistungsmerkmalen und Komfortfunktionen ausgestatteten Mobiltelefone verkauft, was einer Steigerung um fast 40 Prozent gegenüber Vorjahr entspricht. Damit waren über die Hälfte aller verkauften Mobiltelefone Smartphones - Tendenz weiter steigend. Für EPCOS ist diese Entwicklung deshalb so erfreulich, weil Smartphones im Vergleich zu einfacheren Mobiltelefonen sehr viel mehr elektronische Bauelemente und Module benötigen.

Rund 45 Prozent des weltweiten Marktes für Smartphones entfiel 2013 auf die beiden führenden Hersteller, auf den Plätzen drei bis fünf folgten mit noch deutlichem Abstand drei asiatische Unternehmen. In dem Maße wie Telefonhersteller aus Fernost massiv ihre Marktanteile erhöhen, gewinnen sie auch in der Kundenstruktur von EPCOS zusehends an Gewicht.

Mobilfunkmarkt bleibt zukunftsträchtig

Der Gesamtmarkt für Mobiltelefone legte mit insgesamt gut 1,8 Milliarden verkauften Geräten immerhin um knapp 5 Prozent zu. Für EPCOS bleibt er ein zukunftsträchtiger Absatzmarkt, in dem insbesondere der steigende Bedarf an Smartphones zum weiteren Wachstum des Unternehmens beitragen wird. Zusätzlich wird die fortschreitende Integration von Funktionen und Diensten wie WLAN-Zugang und Bluetooth in klassische Mobiltelefone die Nachfrage nach immer mehr und immer stärker miniaturisierten elektronischen Hochfrequenz-Filterlösungen steigern.

Im Bereich der Mobilfunk-Infrastruktur ist das Wachstum unter anderem geprägt von der Einführung von Netzwerken der vierten Generation mit weiter erhöhten Bandbreiten und damit verbesserten Datenübertragungsmengen und -geschwindigkeiten.

Breite Produktpalette auch für die Festnetz-Telekommunikation

Für die klassische Festnetz-Telekommunikation bietet EPCOS ebenfalls ein breites Portfolio. Dazu gehören unter anderem Entstör- und Schutzbauelemente für Telekommunikationsanlagen sowie Produkte für den Einsatz in DSL-Modems für den schnellen Internet-Zugang.

2. Automobil-Elektronik

Der Umsatz von EPCOS mit Bauelementen und Lösungen für die Automobil-Elektronik ist im Geschäftsjahr 2014 um 13 Prozent auf 449 Mio. EUR gestiegen (2013 vergleichbar: 397 Mio. EUR; 2013 berichtet: 397 Mio. EUR). Der zugehörige Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 24 Prozent (2013 vergleichbar: 22%); damit entwickelte sich die Automobil-Elektronik zur zweitgrößten EPCOS Abnehmerbranche.

Konventionelle Kraftfahrzeugtechnik unverändert wichtigster Umsatzträger

EPCOS beliefert seine Kunden in der Automobil-Elektronik mit Produkten aus allen drei Geschäftssegmenten. Dabei sind viele dieser Produkte für Systeme und Geräte der Automobil-Elektronik unverzichtbar. Getrieben wird das von besonders anspruchsvollen Qualitätsstandards gekennzeichnete Geschäft vor allem von der Anforderung, dass Kraftfahrzeuge ihren Treibstoff immer effizienter nutzen und die Umwelt immer weniger belasten sollen sowie von den steigenden Ansprüchen bei Sicherheit und Komfort.

Wie in den Vorjahren waren es erneut die Piezo-Aktuatoren, auf die im EPCOS Geschäft mit der Automobil-Elektronik der größte Umsatzanteil entfiel. Kraftfahrzeughersteller setzen Piezo-Einspritzsysteme vor allem in Dieselmotoren ein, um das Einspritzen des Kraftstoffs exakter steuern und damit feiner dosieren zu können, was wiederum eine effizientere und schadstoffärmere Verbrennung ermöglicht. Zur Verbesserung der Energiebilanz von Autos tragen aber auch EPCOS Sensoren und Sensorsysteme bei. Diese messen unter anderem die Temperatur der angesaugten Luft sowie von Abgas, Öl und Kühlmittel; Steuergeräte werten diese Daten dann aus und nutzen sie zur Optimierung des Motorbetriebs. In Klimaanlagen ermöglichen die Temperatursensoren ebenfalls eine verbesserte Regelung. EPCOS Drucksensoren dagegen werden etwa in Abgasrückführungssystemen eingesetzt, mit denen sich die Emissionswerte von Verbrennungsmotoren spürbar weiter senken lassen.

Immer mehr Elektronik, immer härtere Anforderungen

Das moderne Kraftfahrzeug wird immer stärker von Fahrerassistenzsystemen und Multimedia-Infotainment geprägt; hinzu kommen Sicherheitssysteme wie Airbags, Antiblockier- und Stabilisierungssysteme. Entsprechend wachsen die Anforderungen an die Bordsysteme des Automobils, speziell im Hinblick auf Menge und Übertragungsgeschwindigkeit der dabei auszutauschenden Daten. Für dieses Anwendungsgebiet bietet EPCOS unter anderem eine breite Palette von Induktivitäten wie Übertrager und Drosseln, aber auch EMV-Filter, die für einwandfreie Signalübertragung und für Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) sorgen und damit für den störungsfreien Betrieb von Dutzenden elektronischer Steuersysteme.

Die Telematik gewinnt im Straßenverkehr ebenfalls an Bedeutung - und damit die Technologien, die Telekommunikation und Informatik miteinander verknüpfen und von den Bordsystemen der Fahrzeuge verarbeitet werden müssen. Dazu gehören satellitengestützte Navigation mit Systemen wie GPS, Galileo und Glonass genauso wie funkbasierte Verkehrsleit-, Notruf- und Mautsysteme sowie der Internet-Zugang über das Armaturenbrett. Für dieses wachsende Anwendungsfeld bietet EPCOS unter anderem eine ganze Reihe von Hochfrequenz-Filterprodukten.

Für viele Anwendungen in Kraftfahrzeugen müssen die eingesetzten elektronischen Bauelemente äußerst robust sein. Ein Beispiel dafür sind sehr vibrationsfeste EPCOS Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren. Zudem umfassen die meisten EPCOS Produktfamilien auch Typen für den Einsatz bei Betriebstemperaturen von bis zu 150 °C - und damit einer Hitze, wie sie in Motornähe entsteht.

Vorbereitet für den Zukunftsmarkt Elektromobilität

Neben dem wachsenden Elektronik-Anteil im Kraftfahrzeug, der guten Verankerung von EPCOS im Markt sowie den steigenden Ansprüchen an die konventionelle Kraftfahrzeugtechnik wird auch der Trend zu mehr Elektromobilität dem Unternehmen künftig neues Geschäftspotential bieten. Sowohl in Hybridfahrzeugen (Hybrid Electric Vehicles (HEV)) als auch in komplett elektrisch angetriebenen Fahrzeugen (Electric Vehicles (EV)) gibt es eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. EPCOS ist für den Zukunftsmarkt Elektromobilität vorbereitet und bietet dafür schon heute eine Palette von Folien- und Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren, induktiven Bauelementen sowie Temperatursensoren und keramischen Heizelementen.

3. Industrie-Elektronik

Der Umsatz von EPCOS mit Kunden aus der Industrie-Elektronik lag im Berichtszeitraum mit 399 Millionen EUR um 6 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert (2013 vergleichbar: 425 Mio. EUR; 2013 berichtet 412 Mio. EUR). Der Beitrag dieser Abnehmerbranche zum Konzernumsatz verringerte sich auf 21 Prozent (2013 vergleichbar: 24%).

Verhaltene Investitionstätigkeit bei Energieerzeugung und -verteilung hält an

Der Auf- und Ausbau der regenerativen Energie-Erzeugung waren auch im Geschäftsjahr 2014 weltweit von nur zögerlich getätigten sowie weiter verschobenen staatlichen Investitionen geprägt. EPCOS hat in diesem Markt gegenüber Vorjahr deutlich an Umsatz eingebüßt, und auch das Geschäft mit Produkten für die Energieverteilung verlief etwas schwächer.

Dessen ungeachtet bleiben Anwendungen rund um die regenerative Energie-Erzeugung mit Windkraft- und Photovoltaikanlagen von großer Relevanz für das Geschäft mit der Industrie-Elektronik. In den genannten Anlagen werden EPCOS Kondensatoren beispielsweise in Wechsel- und Umrichtern verbaut, die den gewonnenen Strom zur Einspeisung ins Netz umformen. Auch der Trend zu höherer Energieeffizienz bleibt ein bestimmender Faktor; in dieser Hinsicht ist der Transport der elektrischen Energie mit Hilfe der Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) von Bedeutung. Bei Windkraftanlagen, die fernab von Versorgungsnetzen etwa auf hoher See installiert werden, bietet die mit HGÜ-Systemen realisierte Netzanbindung einen entscheidenden Vorteil gegenüber konventionellen Wechselspannungs-Lösungen: Sie arbeitet sehr verlustarm. EPCOS liefert dafür große Leistungskondensatoren für Umrichter der Megawatt-Klasse, die an Übergabepunkten zwischen Offshore-Windparks und Versorgungsnetzen den übertragenen Gleichstrom in Wechselstrom wandeln; erst dieser kann dann in das Versorgungsnetz eingespeist werden.

Umfassendes Produktspektrum für Industrie-Anwendungen

Auf dem Gebiet der regenerativen Energie-Erzeugung spielen auch Schutzbauelemente eine Schlüsselrolle: Varistoren und Ableiter von EPCOS bewahren kapitalintensive Photovoltaik- und Windkraftanlagen zuverlässig vor Schäden durch Überspannungen, wie sie etwa durch Blitzeinschläge entstehen können. Den Überspannungsschutz in den Versorgungsnetzen übernehmen hoch belastbare Blockvaristoren, kleinere Varianten in Scheibenausführung schützen Stromversorgungen und Steuereinrichtungen.

Der Markt verlangt grundsätzlich nach Lösungen, mit denen sich der Energieverbrauch von Anlagen und Maschinen sowie die Energieverluste bei der Stromerzeugung und -übertragung senken lassen. Um Energie zu sparen, setzt die Industrie beispielsweise auf drehzahlvariable Antriebe. Dafür sind Frequenzumrichter erforderlich, in denen Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren von EPCOS zur Glättung der Spannung eingesetzt werden und damit entscheidende Funktionen übernehmen. Rund um den Globus werden Anstrengungen zur Kompensation elektrischer Blindleistung (BLK) in Stromnetzen unternommen mit dem Ziel, die Netze zu entlasten und bei den Energienutzern Stromverbrauch und Kosten zu senken. EPCOS bietet für BLK-Systeme viele Schlüsselkomponenten und kann außerdem Komplettlösungen liefern, in denen unter anderem Kondensatoren, Thyristor-Module und induktive Bauelemente des Unternehmens verwendet werden.

Fertigungsautomatisierung bleibt wichtiger Umsatztreiber

Die fortschreitende Automatisierung von Fertigungsanlagen in den klassischen Industrieländern bleibt ebenfalls eine wichtige Säule des EPCOS Geschäfts mit Herstellern von Industrie-Elektronik. Hinzu kommt die Modernisierung und Neuerrichtung von Fabrikanlagen in wachstumsstarken Ländern wie China, Indien, Brasilien und einigen ASEAN-Staaten, wo Produktionsabläufe zunehmend ebenfalls zu einem durchgängig automatisierten Prozess verkettet werden.

4. Konsum-Elektronik

Unter der Bezeichnung Konsum-Elektronik fasst EPCOS die Unterhaltungs- und die Haushaltselektronik als weitere Abnehmerbranche zusammen. Im Geschäftsjahr 2014 ging der Umsatz mit Herstellern von Konsum-Elektronik auf 138 Millionen EUR zurück (2013 vergleichbar: 147 Mio. EUR; 2013 berichtet: 129 Mio. EUR). Der entsprechende Beitrag zum Konzernumsatz verringerte sich auf 7 Prozent (2013 vergleichbar: 8%).

Fokus auf Haushaltselektronik

Der rückläufige Umsatz mit Produkten für die Konsum-Elektronik war vor allem darin begründet, dass sich EPCOS aus dem Geschäft mit OFW-Multimedia-Filtern zurückgezogen hat. Diese Produkte werden in Entertainment-Anwendungen wie Fernsehgeräten mit HDTV-Flachbildschirmen sowie DVD- und Blu-ray-Geräten zunehmend durch Halbleiter-Schaltungen ersetzt. Eine ganze Reihe von EPCOS Bauelementen und Modulen gehört aber auch weiterhin zu den Schlüsselbauelementen sowohl in diesen Geräten als auch in Internet-fähigen Spielekonsolen und MP3-Playern; dort sorgen sie insbesondere für Elektromagnetische Verträglichkeit und schützen Elektronik vor elektrostatischen Entladungen.

Gut 10 Prozent des EPCOS Umsatzes mit Produkten für die Konsum-Elektronik entfallen auf die Unterhaltungselektronik. Den weitaus größeren Umsatzanteil in Höhe von rund 90 Prozent erzielt das Unternehmen mit seinem breiten Produktspektrum für Haushaltsgeräte. Bauelemente von EPCOS werden etwa in Induktionsherden, Klimaanlagen und Kühlschränken vor allem für elektronische Regelungen und neue Technologiekonzepte verwendet, mit deren Hilfe sich der Energieverbrauch senken lässt. Auch in Haushaltsgeräten weist der Elektronikanteil weiter steigende Tendenz auf.

5. Distribution und Andere

Der Umsatz von EPCOS mit Bauelemente-Distributoren und Anderen hat sich im Berichtszeitraum auf 338 Millionen EUR erhöht. (2013 vergleichbar: 312 Mio. EUR; 2013 berichtet: 345 Mio. EUR). Der entsprechende Anteil am Konzernumsatz stieg auf 18 Prozent (2013 vergleichbar: 17%).

Netzwerk konsolidiert

Rund 90 Prozent des unter "Distribution und Andere" ausgewiesenen Umsatzes entfielen auf das Geschäft mit Bauelemente-Distributoren. EPCOS passt sich laufend den sich ändernden Marktgegebenheiten in der Distribution an und hat seine Aufstellung vor allem in Europa optimiert. Als Ergebnis steht ein konsolidiertes Netzwerk, das mit weniger Distributoren einen noch besseren Kundenservice sicherstellen kann. Distributoren tragen wesentlich dazu bei, dass Kunden zeitnah mit EPCOS Standardbauelementen und technologischer Expertise versorgt werden. Darüber hinaus gewinnen Distributoren zunehmend an Bedeutung bei der Versorgung des Marktes mit Mustern insbesondere neuer Produkte.

Distributionspartner als zusätzlicher wichtiger Vertriebskanal

EPCOS kann über seine Distributionspartner den Markt besser durchdringen, weil über diese Brücke Spezialisten in großen F&E-Abteilungen genauso erreicht werden wie kleinere Ingenieurbüros, zu denen der direkte Zugang nicht wirtschaftlich ist. Solche kleinen, flexiblen und gut vernetzten Labore sind bei großen Kunden immer häufiger in Entwicklungs- und Designprojekte eingebunden - und können dabei maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung haben, dass später auf Kundenseite in der Serienproduktion neuer Geräte und Systeme EPCOS Produkte eingesetzt werden.

Mit Hilfe der Distribution als zusätzlichem Vertriebskanal ist EPCOS außerdem in der Lage, seine eigene Vertriebsmannschaft noch zielgerichteter und wirkungsvoller einzusetzen und Vertriebskosten einzusparen. Kunden wiederum können ihren Einkauf von Standardbauelementen auf Distributoren konzentrieren und die Anzahl ihrer Lieferanten und Kosten senken.

Bei den restlichen 10 Prozent des unter "Distribution und Andere" ausgewiesenen Umsatzes handelt es sich um Geschäft, das sich keiner Abnehmerbranche eindeutig zuordnen ließ.

REGIONEN

Wachsender Umsatz in Asien und der NAFTA-Region, Umsatzrückgang in Europa

Umsatz nach Regionen
in Mio. EUR
2014 2013
EMEA (Europe, Middle East, Africa) 866 941
darin Deutschland 437 430
EMEA ohne Deutschland 429 511
Asien 817 655
darin Greater China 597 444
NAFTA 180 145
Andere 42 48
Gesamtumsatz 1.905 1.789
Umsatzanteile nach Regionen 2014 2013
EMEA (Europe, Middle East, Africa) 46% 53%
Deutschland 23% 24%
EMEA ohne Deutschland 23% 29%
Asien 43% 37%
Greater China 31% 25%
NAFTA 9% 8%
Andere 2% 2%

Im Rahmen der tendenziell leicht rückläufigen Entwicklung der Weltkonjunktur und der in China abgeschwächten Wachstumsdynamik konnte EPCOS im Geschäftsjahr 2014 seinen Umsatz sowohl in Asien als auch in der NAFTA-Region um rund ein Viertel steigern. In allen anderen Regionen - abgesehen von Deutschland - ging dagegen der Umsatz zurück. Dennoch blieb der EMEA-Wirtschaftsraum (Europa, Naher Osten, Afrika) mit 46 Prozent Umsatzanteil der größte regionale Absatzmarkt; knapp vor der Wachstumsregion Asien, auf die inzwischen ein annähernd gleich hoher Umsatzanteil entfällt.

Europa, Mittlerer Osten, Afrika (EMEA)

In Deutschland stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent. Grund dafür war das gute Geschäft mit Herstellern von Automobil-Elektronik sowie mit Bauelemente-Distributoren, womit sich der rückläufige Umsatz mit hier ansässigen Herstellern von Industrie-Elektronik kompensieren ließ. Trotz der in Summe positiven Umsatzentwicklung verringerte sich der Anteil Deutschlands am EPCOS Umsatz im Berichtszeitraum um 1 Prozentpunkt auf 23 Prozent (Vorjahr: 24%).

In den EMEA-Ländern ohne Deutschland ging der Umsatz im Vorjahresvergleich um 16 Prozent zurück, ihr Anteil am Konzernumsatz verkleinerte sich um 6 Prozentpunkte auf 23 Prozent (Vorjahr: 29%). Diese Entwicklung war vor allem von der geringeren Nachfrage europäischer Mobiltelefonhersteller verursacht.

Asien

Durch das im abgelaufenen Geschäftsjahr in Asien erzielte Umsatzwachstum von 25 Prozent stieg der Umsatzanteil Asiens am EPCOS Konzernumsatz um 6 Prozentpunkte auf 43 Prozent (Vorjahr: 37%). Bedingt wurde dieser starke Anstieg vor allem durch die wachsende Nachfrage nach EPCOS Produkten für die Informations- und Kommunikationstechnik.

In Greater China konnte EPCOS seinen Umsatz gegenüber Vorjahr sogar um 35 Prozent steigern. Entscheidend für diesen Erfolg war das erneut sehr gute Geschäft mit OFW-Produkten für Smartphones, in denen EPCOS unter anderem mit seinen Duplexern und Modulen sehr gut in der Region positioniert ist und weitere Marktanteile hinzugewinnen konnte. Damit hat EPCOS seine Position in dem regional größten Elektronikmarkt weiter gestärkt. Das Unternehmen ist dort seit vielen Jahren mit Entwicklungs- und Fertigungsstandorten sowie Vertriebsbüros verankert.

NAFTA

In der NAFTA-Region steigerte EPCOS seinen Umsatz im Berichtszeitraum um 24 Prozent, wodurch der Anteil am Konzernumsatz um einen Prozentpunkt auf 9 Prozent gewachsen ist (Vorjahr: 8%). Die positive Umsatzentwicklung wurde vor allem durch das gute Geschäft mit Herstellern von Mobilfunktechnik und -geräten bedingt, aber auch der Umsatz mit Produkten für die Automobil-Elektronik konnte deutlich gesteigert werden.

Obwohl der NAFTA-Umsatzanteil verhältnismäßig klein ist, bleibt diese Region für das EPCOS Geschäft von wesentlicher Bedeutung: Nach wie vor werden neue Geräte und Systeme häufig in Nordamerika entwickelt, weshalb dort von den Kunden auch festgelegt wird, welche elektronischen Bauelemente welcher Marke für die Herstellung ihrer neuen Anwendungen freigegeben sind. Ist EPCOS bei solchen Design-In-Entscheidungen erfolgreich, partizipiert das Unternehmen mit seinen Lösungen auch an der jeweiligen Serienfertigung, die dann häufig in Niedriglohnländern erfolgt.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

F&E-Aufwendungen weiter auf hohem Niveau

in Mio. EUR 2014 2013
Kosten für Forschung und Entwicklung 109 114

Die F&E-Aufwendungen von EPCOS beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 109 Millionen EUR (Vorjahr: 114 Mio. EUR). Der Anteil der F&E-Kosten am Konzernumsatz, der im Berichtszeitraum gestiegen ist, betrug 5,7 Prozent (Vorjahr: 6,3%).

Seit Beginn des Berichtsjahres werden einige der Modul-Geschäftsaktivitäten nicht mehr bei EPCOS, sondern im TDK Mutterkonzern geführt; dies gilt sowohl für Module, die auf Basis der SESUB-Technologie3 produziert werden, als auch für bestimmte Hochfrequenz-Module, die in der Informationstechnik Verwendung finden. Dadurch wurden bei EPCOS die F&E-Aufwendungen deutlich entlastet, die sonst über dem Wert des Vorjahres gelegen hätten.

Erfolgsfaktor Basisinnovation

Die Innovationsarbeit bei elektronischen Bauelementen ist häufig davon geprägt, auf Grundlage bewährter Technologien Produkte weiterzuentwickeln, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern und ihre technischen Eigenschaften in Übereinstimmung mit den Markt- und Kundenbedürfnissen zu optimieren. So hat EPCOS etwa sein Spektrum an robusten Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren um Typen mit höheren Nennspannungen bis 600 Volt erweitert. Die höheren Spannungen ermöglichen es Kunden, etwa in Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen und Umrichtern für Windkraftanlagen weniger Kondensatoren in Reihe zu schalten und so Kosten zu senken.

Weitaus seltener sind echte Basisinnovationen. Diese können das Unternehmen in die Lage versetzen, neue Chancen mit zukunftsträchtigem Geschäftspotenzial zu erschließen und in Anwendungsfelder vorzudringen, die den eigenen Produkten bislang verschlossen waren - so wie im Fall der neuen EPCOS Vielschichtvaristoren, die das Unternehmen 2014 im Markt eingeführt hat: Die innovativen, hauchdünnen Vielschichtvaristoren der CeraDiode® Familie (CeraDiodes) eröffnen EPCOS neue Anwendungsbereiche, weil sie sich sehr gut als Alternative zu Halbleiterlösungen für den Überspannungsschutz von elektronischen Schaltungen eignen, beispielsweise in mobilen Geräten wie Smartphones. CeraDiodes sind kleiner und kostengünstiger als die derzeit vielfach verbauten TVS-Dioden (Transient Voltage Suppressors) und zeichnen sich durch ein überlegenes thermisches Verhalten aus.

3 Semiconductor Embedded in Substrate

Gemeinsam stark - F&E-Erfolge mit TDK

Gestärkt wird die Innovationskraft von EPCOS durch die Zusammenarbeit mit TDK auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung: Die F&E-Abteilungen auf EPCOS Seite sind inzwischen gut in das entsprechende Netzwerk von TDK eingebunden, nutzen zunehmend die starke Technologie-Organisation des Mutterkonzerns und profitieren von den daraus resultierenden Synergien. Das sind gute Rahmenbedingungen für EPCOS, um gemeinsam mit TDK technologische Trends mitzubestimmen.

Umweltverträglichkeit - ein immer wichtigeres Differenzierungsmerkmal

Ein weiteres Qualitätsmerkmal der F&E-Arbeit ist der produktbezogene Umweltschutz, der als Differenzierungsmerkmal stetig an Bedeutung gewinnt und dessen Anforderungen bei EPCOS von Beginn der Entwicklungsarbeit an berücksichtigt werden. Auch im Geschäft mit elektronischen Bauelementen gilt es, hinsichtlich kritischer Inhaltsstoffe, wie etwa Blei und Halogene, gesetzliche Einschränkungen und Verbote einzuhalten sowie sich ändernde Anforderungen des Marktes frühzeitig zu erkennen. Daran arbeitet EPCOS kontinuierlich und hat 2014 als Ergebnis unter anderem neue Temperatursensoren für die Automobil- und Industrie-Elektronik vorgestellt, bei denen hoch bleihaltiges Lot vollständig ersetzt werden konnte und deren Ummantelungen nur noch halogenfreie Kunststoffe enthalten.

In Bezug auf eine der zahlreichen für das EPCOS Geschäft relevanten Umweltrichtlinien hat das Unternehmen damit sogar eine Vorreiterrolle übernommen - denn nachwievor besteht für diese Produktgruppe eine Ausnahmeregelung von der EU-Richtlinie RoHS4. Diese Vorschrift regelt die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten und damit auch Bauelementen, die in der EU in Verkehr gebracht werden.

Megatrends bleiben bestimmend

Die Megatrends Umweltschutz, Energieeffizienz und Miniaturisierung werden auch weiterhin die F&E-Arbeit von EPCOS prägen und damit das Wachstum des Unternehmens. Dabei gibt es auf Seite der zukunftsträchtigen Anwendungsfelder eine Vielzahl von Trendtechnologien wie die regenerative Energieerzeugung und die sehr verlustarme Hochspannungs-Gleichstromübertragung, mit der insbesondere Windkraft- und Solaranlagen über weite Strecken an das Stromnetz angebunden werden sollen. Hinzu kommen neue Anforderungen und Einsatzmöglichkeiten in der herkömmlichen als auch der von Elektromobilität geprägten Automobil-Elektronik, in der immer stärker zusammenwachsenden Welt aus mobiler Kommunikation, Multimedia, Informationstechnologie und Internet sowie in der automatisierten und zunehmend vernetzten industriellen Fertigungslandschaft.

4 ROHS: Restriction of (the use of certain) Hazardous Substances

PERSONAL

Sinkende Mitarbeiterzahl bei steigendem Umsatz

  2014 31.03.2014 Veränderung zum Vorjahr 2013 31.03.2013
Mitarbeiter Gesamt 24.391 -4% 25.471
Mitarbeiter nach Regionen Absolut Anteile
  2014 31.03.2014 2014 31.03.2014 2013 31.03.2013
Deutschland 1.984 8% 8%
Europa ohne Deutschland 3.854 16% 15%
China 10.103 41% 46%
Asien ohne China 6.550 27% 24%
Amerika 1.900 8% 7%

EPCOS beschäftigte im Geschäftsjahr 2014 zum Stichtag 31. März 2014 weltweit rund 24.400 Mitarbeiter (Geschäftsjahr 2013, Stichtag 31. März 2013: rund 25.500). Die Anzahl der Beschäftigten ist damit gegenüber Vorjahr um 4 Prozent zurückgegangen bei gleichzeitiger Umsatzsteigerung um 6 Prozent. Von dem Rückgang um rund 1.100 Mitarbeiter waren vor allem Standorte in Niedriglohnländern betroffen, wo die Anzahl um rund 1.000 verringert wurde; in Ländern mit hohen Arbeitskosten ging sie um rund 100 zurück.

Der Anteil der Beschäftigten in Niedriglohnländern hat sich kaum verändert und betrug für das Berichtsjahr 85 Prozent (Vorjahr: 86%).

Erfolge bei Rationalisierung und Automatisierung

Dass der Personalrückgang mit einer Steigerung des Produktionsvolumens einher ging ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die von EPCOS ergriffenen Rationalisierungsmaßnahmen Ergebnisse zeigen. Insbesondere an den Standorten in China konnten der Automatisierungsgrad in der Fertigung erhöht und bislang arbeitsintensive Abläufe gestrafft werden. Diese Maßnahmen sind für die Wettbewerbsfähigkeit von EPCOS von grundlegender Bedeutung - gerade unter Berücksichtigung der in China stark ansteigenden Arbeitskosten. Im Berichtszeitraum war das Unternehmen dort mit einer durchschnittlichen Lohnsteigerungsrate von rund 10 Prozent konfrontiert.

Mehr als zwei Drittel der Belegschaft in Asien

Aufgeteilt nach Regionen, waren Ende März 2014 mit annähernd 16.700 Menschen 68 Prozent der EPCOS Mitarbeiter in Asien tätig (Vorjahr: 70%), fast zwei Drittel davon in China. Damit beschäftigt das Unternehmen in dem größten regionalen Elektronikmarkt 41 Prozent seiner Belegschaft (Vorjahr: 46%), was im Jahresvergleich einer Verringerung um rund 1.550 entspricht.

Diese rückläufige Entwicklung ist neben der Rationalisierung insbesondere in der Mitarbeiterfluktuation begründet: Wie viele andere Unternehmen ist auch EPCOS in China immer wieder mit hohen Abgangsraten konfrontiert - vor allem im Zeitraum um das chinesische Neujahrsfest und bei Mitarbeitern, die in der Fertigung einfache manuelle Tätigkeiten erledigen. Die Abgänge mussten dank verbesserter Produktivität aber nur teilweise durch Neueinstellungen kompensiert werden.

Mit rund 1.150 Mitarbeitern ging im Berichtsjahr die Zahl der Festangestellten besonders stark in Hongqi zurück, dem weltweit größten EPCOS Standort in der Nähe Hongkongs. An seinen anderen chinesischen Standorten hat EPCOS die Anzahl seiner Mitarbeiter um weitere 400 verringert. Darin enthalten ist ein Abbau von rund 100 Arbeitsplätzen als Folge der Schließung des Gemeinschaftsunternehmens Baoke in Wuxi. An den übrigen asiatischen Standorten außerhalb Chinas dagegen hat das Unternehmen in Summe gut 300 Mitarbeiter aufgebaut. Dieser Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus der gesetzlich bedingten Festanstellung von rund 300 Mitarbeitern im Werk Batam, Indonesien, die bisher als Leihkräfte beschäftigt wurden.

Kaum Veränderung außerhalb Asiens

Im europäischen Ausland stieg der Mitarbeiteranteil leicht auf 16 Prozent (Vorjahr: 15%). Der Anteil der in Deutschland Beschäftigten blieb mit 8 Prozent unverändert, der Anteil Amerikas an der Mitarbeiteranzahl erhöhte sich auf 8 Prozent (Vorjahr: 7%).

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Bilanzstruktur
in Mio. EUR
2014 2013*
Eigenkapital 434 490
Fremdkapital 1.351 1.311
Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad 2014 2013
Eigenkapitalquote 24% 27%
Verschuldungsgrad 182% 159%
Netto-Cash-Flow
in Mio. EUR
2014 2013
Jahresfehlbetrag -6 -90
Abschreibungen 129 136
Veränderung Netto-Umlaufvermögen 4 -12
Veränderung Rückstellungen und sonstige Überleitungspositionen 37 6
Mittelzuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit, netto 164 40
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -185 -151
Einzahlungen aus Verkäufen/ Sonstige 43 0
Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit -142 -151
Netto-Cash-Flow 22 -111

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Konzernanhang 6.6)

Aktiva

Im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich die kurzfristigen Aktiva von EPCOS inklusive der liquiden Mittel auf 864 Millionen EUR (Vorjahr: 883 Mio. EUR). Die liquiden Mittel erhöhten sich auf 170 Millionen EUR (Vorjahr: 155 Mio. EUR). Der Vorratsbestand hat sich im Berichtszeitraum um 20 Millionen EUR auf 305 Millionen EUR verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen gegenüber Vorjahr um 13 Millionen EUR zurück.

Das Anlagevermögen und die sonstigen langfristigen Aktiva haben sich in Summe geringfügig auf 921 Millionen EUR erhöht (Vorjahr: 918 Mio. EUR). Das Sachanlagevermögen stieg um 36 Millionen EUR, während sich die immateriellen Vermögenswerte in Folge des Verkaufs der Aktivitäten im Bereich abstimmbare Hochfrequenzfilter (Tune ICs) um 26 Millionen EUR auf 44 Millionen EUR verringerten.

Insgesamt ergab sich somit zum Stichtag 31. März 2014 eine Bilanzsumme in Höhe von 1.785 Millionen EUR (Vorjahr: 1.801 Mio. EUR).

Passiva

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Finanzschulden 638 Millionen EUR (Vorjahr: 632 Mio. EUR); darin sind auch die Dividendenverbindlichkeiten an TDK in Höhe von 71 Millionen EUR enthalten.

Die Netto-Finanzschulden betrugen zum Bilanzstichtag 791 Millionen EUR. Darin enthalten sind Pensionsverpflichtungen, die sich gegenüber Vorjahr um 19 Millionen EUR auf 323 Millionen EUR erhöht haben. Ursache für diesen Anstieg war im Wesentlichen die versicherungsmathematisch notwendige Anpassung des Rechnungszinssatzes aufgrund des gesunkenen Marktzinsniveaus.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 27 Millionen EUR auf 176 Millionen EUR. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen und nicht finanziellen Schulden sowie die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stiegen um rund 37 Millionen EUR auf 182 Millionen EUR.

Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr auf 434 Millionen EUR verringert (Vorjahr: 490 Mio. EUR). Der Rückgang um 56 Millionen EUR resultierte im Wesentlichen aus dem Saldo der Währungsumrechnung, der sich auf 26 Millionen EUR belief. Eine weitere Verringerung des Eigenkapitals ergab sich durch die oben genannte versicherungsmathematische Anpassung der Pensionsverpflichtungen sowie durch den Jahresfehlbetrag. Die Eigenkapitalquote sank um 3 Prozentpunkte auf 24 Prozent (Vorjahr: 27 Prozent).

Der Verschuldungsgrad von EPCOS hat sich auf 182 Prozent erhöht (Vorjahr: 159%). Dies war bedingt durch den Rückgang des Eigenkapitals bei geringer Zunahme der Finanzschulden. Definiert ist der Verschuldungsgrad als das Verhältnis der Finanzschulden inklusive Pensions- und Dividendenverbindlichkeiten (961 Mio. EUR) abzüglich liquider Mittel (170 Mio. EUR) zum Eigenkapital (434 Mio. EUR). Ohne die Zinswirkung bei den Pensionsverpflichtungen sowie die negative Auswirkung der Währungsumrechnung auf das Eigenkapital wäre der Verschuldungsgrad auf Vorjahresniveau geblieben.

Neben den vorhandenen liquiden Mitteln stand EPCOS zum Bilanzstichtag eine Kreditlinie von TDK in Höhe von 450 Millionen EUR zur Verfügung, welche in vollem Umfang in Anspruch genommen wurde. Davon stehen 200 Millionen EUR als Festzinsdarlehen mit 5-jähriger Laufzeit zur Verfügung, um durch die langfristige Mittelbereitstellung die finanzielle Planungssicherheit zu gewährleisten. Darüber hinaus verfügte EPCOS zum 31. März 2014 über weitere Kreditlinien in Höhe von 124 Millionen EUR; davon waren zum Bilanzstichtag 74 Millionen EUR in Anspruch genommen.

Basierend auf der Finanzplanung für das kommende Geschäftsjahr 2015 geht EPCOS davon aus, dass der künftige Finanzierungsbedarf durch die unverändert fortgeführten Kreditlinien abgedeckt werden kann.

Netto-Cash-Flow

Vor allem aufgrund des deutlich gesenkten Jahresfehlbetrags konnte der Netto-Cash-Flow im Geschäftsjahr 2014 auf plus 22 Millionen EUR verbessert werden. Darüber hinaus hatte das Netto-Umlaufvermögen im Berichtszeitraum einen leicht positiven Einfluss. Innerhalb der sonstigen Überleitungspositionen wirkten vor allem die gestiegenen Rückstellungen sowie die Währungsumrechnung.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 142 Millionen EUR. Die Ausgaben für Investitionen in Anlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 185 Millionen EUR. Bei den Einzahlungen in Höhe von 43 Millionen EUR handelt es sich vor allem um Erlöse aus dem Verkauf der Geschäftsfelder Tune ICs sowie der Module auf SESUB-Technologie-Basis5. Letztere wurden konzernintern an die TDK Corporation übertragen.

5 SESUB: Semiconductor Embedded in Substrate

EPCOS AG

Bilanzkennzahlen EPCOS AG

    2014 Veränderung zum Vorjahr 2013
Gesamtvermögen in Mio. EUR   1.503 +1,9%   1.475
Eigenkapital in Mio. EUR   533 -4,3%   557
  Anteil am Gesamtvermögen 35%   --- 38%  
Anlagevermögen in Mio. EUR   725 +9,5%   662
  Anteil am Gesamtvermögen 48%   --- 45%  

Die EPCOS AG, München, ist am 2. September 1999 durch formwechselnde Umwandlung aus der Siemens Matsushita Components GmbH, München (S+M GmbH), entstanden. Diese Gesellschaft firmierte bis zum 17. August 1999 als Siemens Matsushita Components Verwaltungsgesellschaft mbH, München (SMV mbH). Die SMV mbH hatte zuvor, mit Wirkung zum 1. Juli 1999, durch Anwachsung die Aktivitäten der Siemens Matsushita Components GmbH & Co. KG, München (S+M KG), übernommen.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2014 waren in der EPCOS AG nahezu unverändert 1.752 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.764 Mitarbeiter).

Der Jahresabschluss der EPCOS AG zum 31. März 2014 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt - im Gegensatz zum Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt wurde, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Umsatz

Der Umsatz der EPCOS AG stieg im Berichtszeitraum um 6 Prozent auf 1.414 Millionen EUR (Vorjahr: 1.336 Mio. EUR). Hauptumsatzträger waren alle wesentlichen Tochtergesellschaften in Europa und ausgewählten Ländern.

Alle drei Geschäftssegmente haben im Berichtsjahr in unterschiedlichem Umfang zum Umsatzwachstum der EPCOS AG beigetragen: Bei den Other Passive Components stieg der Umsatz um 8 Prozent, womit dieses Segment mit einem Anteil von 63 Prozent das umsatzstärkste war (Vorjahr: 62%). Bei den Inductive Devices konnte der Segmentumsatz um 6 Prozent erhöht werden, dennoch blieb der Anteil am Gesamtumsatz der EPCOS AG mit 19 Prozent unverändert (Vorjahr: 19%). Im Segment Capacitors war der Umsatz leicht rückläufig und erreichte einen Anteil von 18 Prozent am AG-Umsatz (Vorjahr: 19%).

Bei der regionalen Aufteilung des AG-Umsatzes haben sich folgende Veränderungen ergeben: Der Anteil des in Deutschland getätigten Umsatzes verringerte sich auf 27 Prozent (Vorjahr: 29%). Der Umsatzbeitrag des europäischen Auslands sank deutlicher auf ebenfalls 27 Prozent (Vorjahr: 34%); verursacht war diese Entwicklung vor allem von der geringen Nachfrage europäischer Mobiltelefonhersteller. Der Umsatzanteil der übrigen Regionen hingegen stieg entsprechend auf 46 Prozent (Vorjahr: 37%).

Ergebnis

Die EPCOS AG konnte im Geschäftsjahr 2014 den Jahresfehlbetrag auf 24 Millionen EUR senken (Vorjahr Jahresfehlbetrag: 32 Mio. EUR). Darin wirkten vor allem die Verkäufe von Geschäftsfeldern und die infolge dessen geringeren Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Andererseits verringerten sich die Dividendenauszahlungen der ausländischen Tochtergesellschaften.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagevermögen in der EPCOS AG beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 93 Millionen EUR. Sie wurden überwiegend im Geschäftssegment Other Passive Components, und hier im Wesentlichen für die Erweiterung von Fertigungskapazitäten getätigt. Bei Capacitors und Inductive Devices hat das Unternehmen in nur sehr geringem Umfang investiert, da der Großteil der Produktion dieser beiden Segmente außerhalb der EPCOS AG erfolgt.

RISIKOBERICHT

Zuverlässiges Risikomanagement

EPCOS ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Diese Risiken zu begrenzen und gleichzeitig die sich bietenden Geschäftschancen wahrzunehmen, ist die dringendste Aufgabe des Unternehmens. Dementsprechend ist die Risikopolitik von EPCOS seiner Geschäftsstrategie angepasst. Innerhalb ihres Rahmens werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um unangemessene Risiken möglichst zu vermeiden.

Um Risiken zu erfassen und zu überwachen, bedient sich EPCOS einer Reihe festgelegter Verfahren. Diese sind in dem konzernübergreifenden Kontroll- und Risikomanagementsystem von EPCOS zusammengefasst, zu dem unter anderem ein regelmäßiges unternehmensweites Planungs- und Berichtswesen gehört - einschließlich eines jährlichen Berichts an Vorstand und Aufsichtsrat. EPCOS überprüft laufend die Zweckmäßigkeit und Effizienz seines Kontroll- und Risikomanagementsystems. Zusätzlich unterliegt das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der EPCOS AG der regelmäßigen Kontrolle durch den Abschlussprüfer. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein geprüftes, rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem gemäß den Anforderungen des J-SOX für Japan. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über Kontrollmechanismen in Anlehnung an den Sarbanes-Oxley-Act Section 404 (SOX).

Um Compliance-Risiken zu begrenzen, hat EPCOS die Funktion des Chief Compliance Officers eingerichtet, regionale Compliance-Beauftragte ernannt und ein Whistleblower-Meldesystem geschaffen. Über substantielle Vorkommnisse werden Vorstand, Aufsichtsratsvorsitzender und Prüfungsausschussvorsitzender zeitnah informiert.

Insgesamt wird das Kontrollumfeld des Unternehmens als effektiv eingestuft. EPCOS verfügt in allen wesentlichen Belangen über ein wirksames internes Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung.

Durch die in der Folge aufgeführten Risiken könnten das Geschäft, die Finanzausstattung und die Ergebnisse von EPCOS beeinträchtigt werden. Diese Risiken sind aber nicht die einzigen, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Zusätzliche Risiken, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt sind oder derzeit für immateriell gehalten werden, könnten das EPCOS Geschäft ebenfalls beeinflussen.

Teile der beschriebenen Risiken, insbesondere im Währungs- und Zinsbereich, sichert EPCOS mit derivativen Finanzinstrumenten ab. Die zur Finanzierung des weltweiten Geschäfts zur Verfügung stehenden Kredite sind in verschiedenen Währungen mit unterschiedlichen Laufzeiten vereinbart und unterliegen zum Teil einem Zinsänderungsrisiko. Um diese Risiken auf ein Minimum zu reduzieren, führt EPCOS regelmäßig Zinsrisikoanalysen in den für das Unternehmen relevanten Währungen durch. Alle derivativen Finanzinstrumente werden im Konzernabschluss, den IFRS-Vorschriften entsprechend, zu Marktwerten bilanziert. Im Abschluss der EPCOS AG werden diese Sicherungsgeschäfte imparitätisch bewertet, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Als Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten wählt EPCOS Banken erstklassiger Bonität, um Ausfallrisiken entgegenzuwirken. Darüber hinaus setzt das Unternehmen im Bedarfsfall derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Marktpreisschwankungen von Edelmetallen zu vermeiden.

Weitere Angaben zu den bestehenden Finanzinstrumenten einschließlich der abgeschlossenen Derivate sind im Konzernanhang unter 6.29 enthalten.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Volatilität und zyklisches Nachfrageverhalten kennzeichnen den Markt für elektronische Bauelemente, Module und Systeme. Die Nachfrage hängt in beträchtlichem Ausmaß von den Schwankungen der Weltkonjunktur ab. Diese entwickelte sich über das Geschäftsjahr 2014 hinweg gut auf insgesamt stabilem Niveau, wobei sich aber das Wachstum tendenziell etwas abgekühlt hat. Wachstumsstarke Industrieländer wie China steigerten ihre Wirtschaftsleistung zwar weiterhin überdurchschnittlich, erreichten aber nicht mehr die sehr hohen Zuwachsraten vergangener Jahre. Im Euroraum gingen die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Staatsschulden- und Vertrauenskrise merklich zurück, was im Berichtszeitraum zu einer finanzwirtschaftlichen Stabilisierung geführt hat. In diesem Umfeld war der Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen je nach Abnehmerbranche und Region unterschiedlich stark ausgeprägt; in Summe allerdings hatte sich die Nachfrage nach EPCOS Produkten gegenüber dem Vorjahr belebt.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Lageberichts (Mai 2014) sind renommierte Konjunkturforschungsinstitute hinsichtlich der globalen Wirtschaftsentwicklung in Summe zuversichtlich gestimmt. Sie erwarten für das laufende als auch nächste Kalenderjahr, dass das Wachstum der Weltwirtschaft weiter an Fahrt aufnimmt. Aber auch wenn vor allem das Risiko für eine positive Entwicklung des Euroraums inzwischen als geringer eingeschätzt wird, dürfte die Konjunkturerholung für Störungen anfällig sein, wie sie derzeit insbesondere von der Krise in der Ukraine ausgehen können. Nachdem diese Krise aufgrund bereits umgesetzter und weiter eventuell zu beschließender Sanktionen sowie einer allgemeinen politischen Verunsicherung und der globalen finanzwirtschaftlichen Verflechtungen weltweit ausstrahlt, beschränkt sich das Konjunkturrisiko nicht auf die Wirtschaftsentwicklung in Europa. Im Fall der stark wachsenden Schwellenländer wie China gehen Konjunkturforscher für den Jahresverlauf von weiter abgeschwächten Konjunkturdaten aus, so dass die sehr hohen Wachstumsraten vergangener Jahre auf Sicht nicht mehr erreicht werden können. Im Fall von China, wo EPCOS gut 40 Prozent seiner Belegschaft beschäftigt, ist in diesem Zusammenhang auch die weitere Steigerung der Arbeitskosten zu nennen, die aus der staatlich verordneten Erhöhung der Mindesteinkommen sowie einer erweiterten Sozialgesetzgebung resultiert.

Die Entwicklung auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten stellt für den Geschäftsverlauf von EPCOS einen weiteren wesentlichen Einflussfaktor dar. Obwohl die Rohstoffpreise im Berichtszeitraum überwiegend unterhalb des Vorjahresniveaus lagen, sind sie nach wie vor teils massiven Schwankungen unterworfen. Darüber hinaus könnte es bei einer weiteren Eskalation der Krise in der Ukraine zu einem starken Anstieg von Energie- und Rohstoffpreisen kommen. Außerdem ist ein wachsendes Risikopotential aus dem Umstand entstanden, dass an den Kapitalmärkten mit Rohstoffen zunehmend spekuliert wird.

Auch die weiterhin hohe Volatilität der Wechselkurse trägt zu einer allgemeinen Verunsicherung der Märkte bei.

Zusammengefasst belegen die beschriebenen Einflussfaktoren, dass das EPCOS Konjunkturumfeld von einer gewissen Unentschiedenheit geprägt ist, was Prognosen über künftige Verkaufspreise und Umsatzvolumina erschwert. Die EPCOS Kunden sind teilweise selbst in zyklischen Branchen tätig und ihr Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen schwankt in starker Abhängigkeit von der Entwicklung ihrer eigenen Märkte. Die Zyklen werden dabei zunehmend kürzer und ausgeprägter. Dies führt dazu, dass die zeitliche Abfolge und das Ausmaß von Nachfrageschwankungen zunehmend schlechter abschätzbar sind.

Die Zyklizität des Geschäfts kann bei EPCOS zu markanten Umsatzveränderungen und in Folge zu steigenden Stückkosten führen. Darüber hinaus können widrige Rahmenbedingungen die Planung von Produktionsstückzahlen und Materialverbrauch behindern. Gleiches gilt für die Vorhersage künftiger Lieferanforderungen von Kunden. Daher passt EPCOS seine Bestände regelmäßig aufgrund möglicher Verbrauchs- bzw. Reichweitenrisiken sowie technischer Risiken an. Das Risiko fallender Preise bezieht das Unternehmen in seine Bestandsbewertung und im Rahmen seiner Bilanzierungsrichtlinien laufend ein.

Risiken durch schnellen technologischen Wandel und steigende Kundenansprüche

Die Märkte, in denen EPCOS überwiegend aktiv ist, zeichnen sich durch hohes Innovationstempo und schnellen technologischen Wandel aus. Dabei werden die Produktzyklen immer kürzer: Neue Mobilfunkgeräte etwa lösen ihre Vorgänger bereits nahezu halbjährlich ab, bei Automobilen hat sich der Produktzyklus auf inzwischen drei bis fünf Jahre verkürzt. Daher steigt das Risiko, dass auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht rasch genug reagiert werden könnte und Marktanteile an den Wettbewerb verloren gehen könnten. Zur Begrenzung dieses Risikos investiert EPCOS einen im Wettbewerbsvergleich verhältnismäßig hohen Anteil seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Risiken für die Geschäftsentwicklung von EPCOS ergeben sich auch aus dem Umstand, dass Kunden im Rahmen der immer kürzeren Produkt- und Projektzyklen ihre Entscheidungen immer kurzfristiger treffen. Das gilt sowohl hinsichtlich der Festlegung, welche elektronischen Bauelemente in der Kundenlösung eingesetzt werden als auch wie viele davon. Von EPCOS wird dabei zunehmend gefordert, Fertigungseinrichtungen für kunden- und anwendungsspezifische Bauelemente und Module in ausreichender Menge vorzuhalten. Sollten sich dann aber bei den Kundenprojekten kurzfristig und nicht vorhersehbar Änderungen ergeben, lässt sich bei EPCOS die eigens dafür geschaffene Fertigungskapazität in der Regel nicht umgehend durch die Produktion anderer Produkte auslasten.

Für das Unternehmen EPCOS, das sich auf dem Gebiet hoch integrierter Module für Mobilfunkanwendungen als ein technologisch führender Anbieter positioniert hat, bietet der zunehmende Bedarf dieser immer komplexeren Module nicht nur Chancen, sondern auch Risikopotential. Dieses besteht zum einen darin, dass der eigene Wertschöpfungsanteil aufgrund zugekaufter Komponenten wie etwa Halbleitern in der Regel weiter abnimmt und damit der relative Beitrag zur Deckung der Fixkosten bei EPCOS. Zum anderen könnte eine fehlerhafte Komponente allein ausreichen, um das gesamte Modul unbrauchbar zu machen.

Risiken durch Wettbewerb

Die Industrie der elektronischen Bauelemente, Module und Systeme ist von einem starken Wettbewerb geprägt. In der Regel fallen die Preise von EPCOS Produkten im Laufe ihres Lebenszyklus. Diesbezüglich haben sich im Zuge der Globalisierung die Rahmenbedingungen gerade des Geschäfts mit elektronischen Bauelementen zusätzlich erschwert: Viele Konkurrenten aus Asien, insbesondere aus China, drängen mit niedrigen Preisen auf den Markt. Ein Bauelementehersteller wie EPCOS unterliegt der Notwendigkeit, neue wettbewerbsfähige Lösungen schnell zu entwickeln und zu vermarkten. Dabei besteht das Risiko, dass der Anlauf neuer Produkte unerwartet hohe Kosten verursacht und sich negativ auf die Ertragslage auswirkt. Außerdem belastet zur Zeit der relativ hohe Euro-Kurs die Wettbewerbsfähigkeit von Produkten mit größeren Wertschöpfungsanteilen aus dem Euro-Raum.

Diesen Herausforderungen begegnet EPCOS mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität seiner Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie mit dem Verlagern von Geschäftsprozessen in Niedriglohnländer. Ziel ist, die Kosten laufend zu verringern und gleichzeitig den Kunden den höchst möglichen Nutzen eigener Technologiekompetenz zu bieten. EPCOS investiert daher fortlaufend in die Entwicklung und Vermarktung seiner Technologien und Produkte.

Kreditrisiken

Den finanziellen Verlust, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, definiert EPCOS als Kreditrisiko. Kredit- bzw. Ausfallrisiken bestehen in erster Linie in Zusammenhang mit Forderungen aus operativen Lieferungen und Leistungen. Zur Verringerung dieses Risikos hat das Unternehmen für jeden Kunden ein maximales Volumen offener Forderungen festgelegt. Aufgrund dessen sowie aufgrund der breiten Kundenbasis erreicht diese Forderungshöhe bei einzelnen Kunden keine Größenordnung, die im Falle eines Zahlungsausfalls den Bestand von EPCOS gefährden könnte.

Die aktuelle Höhe der ausstehenden Forderungen wird im Rahmen des EPCOS Asset Managements fortlaufend überwacht und etwaige Überfälligkeiten werden durch ein zeitnahes Mahnwesen verfolgt. Ebenso prüft das Unternehmen die Kreditwürdigkeit seiner Kunden und holt dazu unter anderem Bankauskünfte ein. Um dem erhöhten Ausfallrisiko seit der Finanz- und Wirtschaftskrise Rechnung zu tragen, hat EPCOS seine Überwachungsmethoden verfeinert.

Das maximale Ausfallrisiko aus operativen Lieferungen und Leistungen entspricht in der Regel dem Buchwert. In der Vergangenheit musste EPCOS keine nennenswerten Forderungsausfälle verzeichnen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken stellen das Risiko dar, den eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Diese Verpflichtungen ergeben sich unter anderem aus Zins- und Tilgungsleistungen, aus Investitionen, Steuern und anderen Zahlungen aus dem operativen Geschäft.

Zum Bilanzstichtag am 31. März 2014 verfügte EPCOS über eine Kreditlinie des TDK Mutterkonzerns in Höhe von 450 Millionen EUR. Davon stehen 200 Millionen EUR als Festzinsdarlehen mit 5-jähriger Laufzeit zur Verfügung, um durch diese langfristige Mittelbereitstellung die finanzielle Planungssicherheit zu gewährleisten. Die Gesamtkreditlinie wird für das laufende Geschäftsjahr unverändert fortgeführt und könnte bei Bedarf trotz des außergewöhnlich hohen aktuellen Verschuldungsgrades kurzfristig aufgestockt werden. Außerdem geht EPCOS davon aus, dass die von verschiedenen Banken bilateral gewährten Kreditlinien ebenfalls im bisherigen Umfang auch für das aktuelle Geschäftsjahr bereitgestellt werden. Ergänzend zu diesen Instrumenten verfolgt das Unternehmen kontinuierlich die an den Finanzmärkten verfügbaren Finanzierungsalternativen einschließlich deren Kosten. Ein wesentliches Ziel dabei ist, die finanzielle Flexibilität des Unternehmens zu erhalten und unangemessene Refinanzierungskosten und -risiken zu begrenzen. EPCOS wird ein besonderes Augenmerk darauf legen, mit Hilfe eines restriktiven Asset Managements und eines nachhaltig positiven Cash Flows seinen hohen Verschuldungsgrad über die nächsten Jahre hinweg wieder auf ein Niveau von deutlich unter 100 Prozent zurückzuführen.

Grundlage des langfristigen EPCOS Liquiditätsmanagements ist eine rollierende 3-Jahresplanung, auf deren Basis die Finanzierungsstruktur für die zukünftigen Jahre festgelegt wird. Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement wird eine regelmäßige Liquiditätsvorschau sowie eine rollierende Abschätzung des Mittelzu- bzw. -abflusses aus betrieblicher Tätigkeit und Investitionstätigkeit erstellt. Dadurch kann EPCOS auf etwaige Veränderungen rechtzeitig reagieren, Refinanzierungsrisiken minimieren und kurzfristig überschüssige Mittel zinsoptimiert anlegen.

Die Zahlungsverpflichtungen aus den bilanzierten Verbindlichkeiten werden im Konzernanhang unter Punkt 6.29 dargestellt6.

6 Tabelle Fälligkeiten finanzieller Schulden

Zinsänderungsrisiken

Die Auswirkung einer Zinsänderung auf die Gewinn- und Verlustrechnung stuft EPCOS als insgesamt moderat ein. Zum Einen wurde das niedrige Zinsniveau für einen Teil des Finanzierungsvolumens (200 Mio. EUR) über ein 5-jähriges festverzinsliches Darlehen mit TDK gesichert, zum Anderen werden variabel verzinsliche Darlehen im Konzern in der Regel über Derivate abgesichert. Darüber hinaus schätzt EPCOS das mittelfristige Zinsänderungsrisiko an sich als gering ein. Deswegen wird der kurzfristige Finanzierungsanteil über 250 Millionen EUR über einen rollierenden 3-Monatszeitraum fixiert. Dieser Zeitraum lässt sich im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarung nach Ablauf der 3-Monatsfrist verlängern.

Zur Reduzierung der Zinsänderungsrisiken stellt die zentrale Finanzabteilung der EPCOS AG den Konzerngesellschaften finanzielle Mittel über interne Darlehen bzw. entsprechende Cashpooling-Systeme zur Verfügung, soweit dies aufgrund länderspezifischer Vorschriften möglich und sinnvoll ist. Umgekehrt führen die Konzerngesellschaften ihre überschüssige Liquidität an die zentrale Finanzabteilung ab, soweit dies lokale Vorschriften erlauben.

EPCOS erfasst und kontrolliert ausschließlich liquiditätswirksame Zinsänderungsrisiken. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Darlehen ergibt sich in Abhängigkeit des Zinsniveaus. Dieses Risiko wirkt sich bilanziell allerdings nicht aus, da Darlehensverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Zinszahlungen für die per 31. März 2014 variabel verzinsten Kredite würden bei einem Anstieg des Zinsniveaus um 100 Basispunkte um 3,2 Millionen EUR pro Jahr steigen.

Währungsrisiken

Die weltweite Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten von EPCOS bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichsten Währungen mit sich, wobei Euro (EUR), US-Dollar (USD), Japanischer Yen (JPY) und Singapur-Dollar (SGD) für das Unternehmen unverändert die größte Bedeutung haben. Da die Konzerngesellschaften einem Währungsrisiko ausgesetzt sind, ist die Absicherung von Wechselkursrisiken ein wesentlicher Bestandteil des EPCOS Risikomanagements. Hinzu kommt, dass sich - bedingt durch Schwankungen in anderen Währungen wie etwa Chinesischer Yuan (CNY), Indische Rupie (INR) oder Ungarischer Forint (HUF) - die Kostenposition von EPCOS verschlechtern und dadurch negative Auswirkungen auf das Ergebnis entstehen können. Aus diesem Kostenvorteil anderer Bauelementehersteller können sich zudem Auswirkungen auf das Marktpreisniveau ergeben.

EPCOS hat in den vergangenen Jahren sowohl Wertschöpfung als auch Einkaufsprozesse von Mitteleuropa in Regionen mit niedrigeren Arbeitskosten verlagert. Die Währungen in vielen dieser Länder sind mehr oder weniger stark an den US-Dollar gebunden. Mittlerweile erbringt EPCOS mehr als 40 Prozent seiner Wertschöpfung im erweiterten US-Dollar-Raum. Dadurch konnte das Unternehmen sein Netto-Währungsrisiko verringern.

Währungsrisiken ergeben sich außerdem aus Zahlungsströmen in den EPCOS Konzerngesellschaften, die nicht auf die jeweilige Bilanzwährung lauten - im Wesentlichen Euro, US-Dollar, Japanischer Yen und Singapur-Dollar. Zur Verringerung dieser Risiken wird darauf geachtet, möglichst viele Transaktionen - etwa Umsätze, Einkäufe und Finanzierungen - in der jeweiligen Bilanzwährung zu vereinbaren bzw. eine ausgeglichene Netto-Währungsposition zu schaffen. Verbleibende Währungsrisiken werden durch das zentrale EPCOS Währungsmanagement laufend erfasst. Die Netto-Währungsposition in den einzelnen Währungen sichert das Unternehmen mit Hilfe geeigneter Instrumente, insbesondere Devisentermingeschäften, in der Regel über einen Zeitraum von drei Monaten ab. Die abgeschlossenen Sicherungsinstrumente werden nicht gemäß Hedge-Accounting-Vorschriften bilanziert.

Zum 31. März 2014 bzw. 31. März 2013 war der EPCOS Konzern folgendem Währungsrisiko ausgesetzt:

Nettowährungsrisiko in Mio., zum 31. März 2014 bzw. 31. März 2013

  2014 2013 2013
  EUR USD JPY SGD EUR USD JPY SGD
Liquide Mittel und Finanzanlagen 33,7 18,3 868,7 8,8 21,1 22,6 457,6 9,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 81,5 376,4 959,9 0,1 47,4 395,8 416,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -64,5 -257,4 -4.148,6 -5,4 -47,9 -268,0 -5.668,0 -5,4
Fremdwährungsfinanzierungen -5,1 -92,1 0 -1,0 -7,1 -74,4 0 -0,0
Bilanzielles Währungsrisiko, Brutto 45,6 45,3 -2.320,0 2,5 13,5 76,0 -4.794,4 3,8
Geschätztes zukünftiges Nettorisiko 1,9 5,2 -1.566,0 -16,2 40,2 12,4 -934,7 -17,0
Bestehende Sicherungen -50,4 -98,5 3.792,5 2,2 -60,1 -129,7 5.569,3 2,3
Währungsrisiko, Netto -2,9 -48,0 -93,5 -11,5 -6,4 -41,3 -159,8 -10,9

Die in der folgenden Tabelle dargestellten Währungssensitivitäten und ihre Wirkung auf das Vorsteuerergebnis ergeben sich unter der Annahme, der Euro habe sich gegenüber dem US-Dollar, Japanischen Yen und Singapur-Dollar zum 31. März 2014 bzw. 31. März 2013 um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet. Ferner unterstellt diese Analyse, dass alle anderen Variablen - insbesondere Zinsen sowie andere als die genannten Währungspaare - unverändert bleiben.

Wechselkurs-Sensitivitäten

in Mio. EUR, zum 31. März 2014 bzw. 31. März 2013

  2014 2013
  USD JPY SGD USD JPY SGD
Ergebnis aus einer Aufwertung des EUR um 10% -1,5 -1,1 -0,8 -0,5 -0,6 -0,9
Ergebnis aus einer Abwertung des EUR um 10% 1,9 1,4 1,0 0,6 0,7 1,1

Beschaffungsrisiken

Um Lieferengpässe und Abhängigkeiten bei den wichtigsten Rohmaterialien möglichst zu vermeiden, verfügt EPCOS in der Regel über alternative Bezugsquellen. Darüber hinaus begrenzt EPCOS Risiken bei der Energieversorgung seiner Fertigungen durch entsprechende technische Vorsorgemaßnahmen und vertragliche Regelungen mit Lieferanten.

Innovationen und die Weiterentwicklung seiner Technologien und Prozesse tragen zudem wesentlich dazu bei, den Bedarf des Unternehmens an kostenintensiven sowie quantitativ und/oder regional beschränkt verfügbaren Rohmaterialien zu verringern. EPCOS legt grundsätzlich Wert darauf, bei Bedarf auf alternative, besser verfügbare Materialen sowie Versorgungswege ausweichen zu können.

Für einige seiner Produkte allerdings benötigt das Unternehmen Materialien, die in der geforderten Qualität nur von einer begrenzten Anzahl Lieferanten bereitgestellt werden können oder auf Rohmaterialien beruhen, die an der Börse gehandelt werden. Daher kann es vereinzelt zu Versorgungsengpässen oder von EPCOS nicht beeinflussbaren Preisschwankungen kommen. Silber-Palladium-Pasten für die Fertigung etwa von Piezo-Aktuatoren sowie Wafer aus Lithium-Niobat, Lithium-Tantalat oder Quarz für die Herstellung von OFW-Komponenten zählen zu solchen Materialien.

Produkthaftung und Garantieansprüche

EPCOS haftet für die Qualität seiner Produkte gegenüber Kunden und Endverbrauchern. Trotz der umfassenden, regelmäßig kontrollierten sowie fortlaufend weiterentwickelten Maßnahmen des Unternehmens zur Qualitätssicherung verbleibt ein geringes Restrisiko, dass einzelne seiner Produkte fehlerhaft sind. Solche Fehler könnten auch in den Anwendungen der Kunden zu Schäden führen. Fehlerhafte EPCOS Produkte könnten also zu Garantieansprüchen gegen das Unternehmen oder zu einer Haftung für Schäden führen, die durch solche fehlerhaften Produkte bei Kunden innerhalb der gesamten nachfolgenden Lieferkette entstanden sind.

Gegen diese Risiken sichert sich das Unternehmen mit Hilfe entsprechender Versicherungen ab. Sobald sich stichhaltige Anhaltspunkte für Haftungsfälle ergeben, bildet die Gesellschaft angemessene bilanzielle Vorsorgen.

Fehlerhafte Produkte könnten außerdem den Vermarktungserfolg und die Reputation von EPCOS beeinträchtigen.

Personalrisiken

Der Erfolg des Unternehmens hängt von dem Wissen und der Erfahrung sowie der Motivation, dem Leistungswillen und dem Einsatz seiner Mitarbeiter ab.

Die Weiterentwicklung einer Unternehmenskultur, in der unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln auf allen Ebenen und in allen Teilen der Organisation gefördert werden und zur Entfaltung kommen sollen, steht bei EPCOS im Mittelpunkt der Personalführung. Um sich im globalen Wettbewerb behaupten und gegen zunehmende Konkurrenz immer besser durchsetzen zu können, ist das Unternehmen darauf angewiesen, dass sich alle Mitarbeiter - und insbesondere die besten und talentiertesten darunter - umfassend einbringen und Spitzenleistungen erbringen.

EPCOS steigert die dazu notwendige Bereitschaft seiner Beschäftigten auch mit Hilfe leistungs- und erfolgsabhängiger Einkommenskomponenten und Entlohnungssysteme. Das Unternehmen ist sich dessen bewusst, dass Leistungsträger kurzfristig nur sehr schwer ersetzt werden können. Um aufstrebende Mitarbeiter möglichst langfristig zu binden und den Verlust von Kompetenz so gut es geht auszuschließen, zumindest aber schnell kompensieren zu können, betreibt EPCOS Nachwuchsförderung und Karriereplanung. Im Bedarfsfall werden hochqualifizierte und erfahrene Fachleute angeworben.

Informationstechnische Risiken

Zur Sicherung seines internen Datenverkehrs nutzt EPCOS weltweit ein umfassendes System von Datenleitungen und Netzwerken. Informationstechnische Risiken bestehen darin, dass Netzwerke ausfallen und Daten durch Bedien- und Programmfehler sowie externe Einflüsse - beispielsweise einen unerwünschten Zugriff - missbraucht, gestohlen, verfälscht oder zerstört werden könnten. Diesen Risiken begegnet EPCOS durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen, durch regelmäßige Datensicherungen sowie durch Nutzung von Backup-Systemen. Die zentralen Rechensysteme sind hochverfügbar ausgelegt, sodass ein Komplettausfall dieser Systeme unwahrscheinlich ist.

Die für die informationstechnische Sicherheit zuständigen Mitarbeiter kontrollieren diese Maßnahmen fortlaufend. Die Interne Revision überprüft sie zusätzlich routinemäßig bei ihren Standort-Untersuchungen.

Umweltrisiken

Aufgrund seines globalisierten Geschäfts unterliegt EPCOS länderspezifischen Umweltgesetzen und -vorschriften, unter anderem zu Luftemission, Grundwasserverschmutzung, Abwasserbehandlung, Abfallentsorgung, Gebrauch und Behandlung gefährlicher Substanzen sowie Bodenuntersuchung und -entgiftung. Daraus könnten sich für EPCOS Haftungsrisiken aus dem laufenden wie auch vergangenen Geschäftsbetrieb ergeben.

Zusätzliche künftige Umweltanforderungen könnten es erforderlich machen, die bestehenden hohen EPCOS Umweltstandards den neuen Verpflichtungen anzupassen.

Die Konsequenzen daraus könnten sich etwa in höheren Produktionskosten und in notwendigen Veränderungen der Produktionsprozesse auswirken.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Zu den größten Herausforderungen für das Risikomanagement von EPCOS zählen Risiken, die durch die Konjunktur und das wirtschaftliche Umfeld bedingt werden. Beschrieben sind diese Risiken hier unter den Zwischenüberschriften "Gesamtwirtschaftliche Risiken", "Risiken durch schnellen technologischen Wandel und steigende Kundenansprüche" sowie "Risiken durch Wettbewerb". Auch wenn sich die Einschätzung einzelner Risikomaße im Verlauf des abgelaufenen Berichtsjahres aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen und in Folge von Gegenmaßnahmen des Unternehmens verändert hat, ist das Gesamtrisiko für den EPCOS Geschäftserfolg im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert geblieben. Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Lageberichts (Mai 2014) hat das Unternehmen keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand von EPCOS gefährden könnten. Das Unternehmen ist überzeugt, dass sich die Herausforderungen, die sich aus den oben genannten Risiken ergeben, meistern lassen.

Chancen

Seit 1. Oktober 2009 ist der EPCOS Konzern mit dem Bauelementegeschäft von TDK organisatorisch unter dem Dach der in Japan gegründeten TDK-EPC Corporation (TDK-EPC) zusammengeführt. Dadurch ist ein weltweit führender Hersteller elektronischer Bauelemente, Module und Systeme entstanden, der sein breites Fundament in allen wichtigen Märkten weiter gefestigt hat. Der TDK Konzern profitiert davon, dass sich die Bauelementegeschäfte von TDK und EPCOS kaum überlappen, sondern sehr gut ergänzen. Dies gilt sowohl im Hinblick auf Technologien und Produkte als auch bezüglich Kunden und Absatzmärkten. Von Vorteil ist, dass TDK vor allem in der größten Wachstumsregion Asien sowie speziell in der Konsum-Elektronik und Informationstechnik etabliert ist. EPCOS dagegen verfügt besonders in Europa über eine starke Position in den Wachstumsmärkten der Automobil- und Industrie-Elektronik sowie weltweit - und dabei zunehmend insbesondere in Asien - auf dem Gebiet der Mobilfunkanwendungen7.

Unter dem Dach von TDK ergeben sich aus vorhandenen Synergiepotentialen zusätzliche Chancen für das EPCOS Geschäft: So sind beide Unternehmen etwa auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung sowie der Fertigung näher zusammengerückt. Vorhandenes Know-how lässt sich gemeinsam immer besser nutzen sowie Produktionsabläufe optimieren und aufeinander abstimmen.8 Weltweit sind die Vertriebsbüros von TDK und EPCOS jeweils unter einem Dach untergebracht. Das verbreiterte Produktportfolio stärkt die Präsenz bei Kunden vor Ort und schafft neue Geschäftsmöglichkeiten. Durch die schrittweise Umsetzung eines geschlossenen Vertriebsauftritts wird TDK-EPC zunehmend als integriertes Unternehmen wahrgenommen. Die fortschreitende Harmonisierung und Zusammenführung von Arbeitsprozessen, etwa zu einer informationstechnisch einheitlichen Auftragsabwicklung, ermöglicht die weitere Senkung von Ressourcenaufwand. Hinzu kommen Einsparerfolge, die unter anderem aus TDK-EPC weit geltenden Verträgen mit Logistikpartnern resultieren. Darüber hinaus bietet sich durch die Bündelung von Einkaufsvolumina sowie gemeinsame Verhandlungen mit Lieferanten die Möglichkeit zusätzliche Erfolge bei der Materialbeschaffung und aus dem Bezug von Dienstleistungen zu erreichen.

7 siehe auch Lagebericht, Kapitel Abnehmerbranchen
8 siehe auch Lagebericht, Kapitel Forschung und Entwicklung

Neben den allgemein gültigen Chancen unternehmerischer Tätigkeit ergeben sich für EPCOS weiterhin Chancen aus den anhaltenden Megatrends Umweltschutz, Energieeffizienz und Miniaturisierung, die sich - wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß - in allen EPCOS Abnehmerbranchen auswirken.

Eine dauerhafte Technologie- und Innovationsführerschaft bietet EPCOS die Chance, seine Positionen in den Abnehmerbranchen nachhaltig zu stärken und weiter auszubauen. Auch auf diesem Gebiet ergibt sich aus der intensiven Zusammenarbeit mit TDK die Chance, auf Grundlage einer verbreiterten und vertieften Technologiekompetenz wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln. Zusammen mit TDK sind eine ganze Reihe gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Arbeit und haben auch bereits zu guten Ergebnissen geführt. Überlegene Innovationskraft bei Technologien, Prozessen und Produkten ist ein entscheidender Erfolgsfaktor zur Absicherung und Steigerung künftigen Wachstums.

Zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb gehört auch die einwandfreie Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Insofern bietet die etwa im Rahmen der Null-Fehler-Qualitätsoffensive von EPCOS fortlaufend verbesserte Qualität die Chance, mit Hilfe marktführender Qualität die Marktpositionen des Unternehmens auf den immer qualitätssensibleren Märkten zu festigen und auszubauen.

AUSBLICK

Weitere Umsatz- und Ergebnissteigerung erwartet

Nachdem sich im Kalenderjahr 2013 die Weltkonjunktur trotz tendenziell etwas abgeschwächtem Wachstum insgesamt stabil entwickelt hatte, konnte sie den positiven Verlauf auch über das Frühjahr 2014 hinweg fortsetzen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts (Mai 2014) erwarten renommierte Konjunkturforschungsinstitute, dass das globale Wirtschaftswachstum sowohl im laufenden als auch nächsten Kalenderjahr an Fahrt aufnehmen wird, dabei allerdings deutliche regionale Unterschiede bestehen bleiben. Die Wachstumsdynamik soll insbesondere in den klassischen Industrieländern mehr Schwung entwickeln; neben den USA gelte das vor allem für den Euroraum. Im Fall stark wachsender Schwellenländer wie China hingegen gehen Konjunkturforscher davon aus, dass sich im Jahresverlauf Konjunkturdaten weiter abschwächen werden, so dass die hohen Wachstumsraten vergangener Jahre auf Sicht nicht mehr erreicht werden können.

Weltwirtschaft

Überwiegend zuversichtliche Konjunkturprognosen trotz Unsicherheitsfaktoren

Der Internationale Währungsfonds (IWF) etwa erwartet für das laufende Kalenderjahr eine Wachstumsrate von weltweit 3,6 Prozent (2013: 3,0%). Neuer Schwung komme vor allem von den klassischen Industrieländern mit einem Wachstum von insgesamt 2,2 Prozent (2013: 1,3%). Für den Euroraum wird mit einem Plus von 1,2 Prozent die Rückkehr in die Wachstumszone prognostiziert (2013: minus 0,5%), und dabei zähle Deutschland mit einem erwarteten Zuwachs in Höhe von 1,7 Prozent weiterhin zu den Ländern mit der solidesten Wirtschaftsentwicklung (2013: 0,5%). Die nach wie vor höchsten Wachstumsraten würden 2014 erneut in Schwellen- und Entwicklungsländern erzielt. Dort prognostiziert der IWF eine Steigerung der Wirtschaftsleistung um insgesamt 4,9 Prozent (2013: 4,7%). Allerdings ist das Bild für die einzelnen Schwellen- und stark wachsenden Entwicklungsländer uneinheitlich: Während etwa für Indien ein gegenüber Vorjahr stärkeres Wachstum in Höhe von 5,4 Prozent erwartet wird (2013: 4,4%), rechnet der IWF für China mit einer leichten Konjunkturabkühlung und einem Wachstum von 7,5 Prozent (2013: 7,7%).

In Bezug auf die globale Konjunkturentwicklung bleiben Unsicherheitsfaktoren bestehen. Auch wenn sich die Finanzmärkte im Euroraum weiter stabilisieren, dürfte die Erholung für Störungen anfällig sein. So könnte die Konjunkturerholung im Euroraum beispielsweise gebremst werden, weil gesellschaftspolitische Reformen nicht umfassend und konsequent genug angegangen, fortgesetzt oder diese sogar zurückgedreht werden. Zum Redaktionsschluss dieses Geschäftsberichts (Mai 2014) ist es insbesondere die Krise in der Ukraine, die die Risiken für die Wirtschaftsentwicklung nicht nur in Europa erhöht, weil sie über die mit ihr einhergehenden Sanktionen, der allgemeinen Verunsicherung sowie über finanzwirtschaftliche Verflechtungen negativ auf die gesamte Weltwirtschaft ausstrahlt. In Folge einer weiteren Eskalation dieser Krise könnte es darüber hinaus zu einem starken Anstieg von Energie- und Rohstoffpreisen kommen.

In den überdurchschnittlich stark wachsenden Schwellen- und Entwicklungsländern sind es zusätzlich Engpässe in der Infrastruktur und andere binnenwirtschaftliche Faktoren, die die Expansion dämpfen. Auf globaler Ebene verunsichert darüber hinaus die weiter anhaltende politische Unruhe im arabischen Raum - für die Weltkonjunktur stellt sie vor allem bezüglich der Versorgung mit Erdöl ein Risiko dar; steigende Rohstoffpreise, insbesondere von Erdöl, könnten das Wachstum begrenzen. Und auch die anhaltende politische Instabilität in anderen Krisenregionen birgt ein latentes Risiko für den Weltfrieden und damit die Weltwirtschaft.

EPCOS

Weiterhin starker Akzent auf Steigerung von Qualität und Produktivität

Im laufenden Geschäftsjahr 2015 (1. April 2014 bis 31. März 2015) wird sich EPCOS bei seiner Investitionstätigkeit - zum einen - auf den weiteren Kapazitätsausbau vor allem für das stark wachsende Geschäft mit OFW-Komponenten konzentrieren und - zum anderen - erneut auf Projekte zur Verbesserung der Qualität und Produktivität. Im Rahmen dessen wird das Unternehmen beispielsweise den Automatisierungsgrad seiner Fertigungsanlagen erhöhen, insbesondere in Ländern mit steigenden Arbeitskosten wie China. Entsprechende Maßnahmen senken nicht nur die Fehlerrate einzelner Arbeitsprozesse und verbessern damit die Produktqualität und -kostenbilanz, sondern sie beschleunigen auch den gesamten Fertigungsablauf und erhöhen die Produktivität.

EPCOS führt damit seine fortlaufenden Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung konsequent fort. Die kontinuierliche Verbesserung der Qualität von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen bleibt ein wesentliches Unternehmensziel.

Weiteres Umsatzwachstum und Ergebnissteigerung

Vor dem Hintergrund einer sich voraussichtlich weiter aufhellenden Weltkonjunktur geht EPCOS von einem in Summe weiter steigenden Bedarf an Bauelementen aus. Wie schon im Vorjahr dürfte sich dabei insbesondere im Geschäft mit Herstellern von Smartphones und anderen Mobilfunkgeräten ein erheblicher Umsatzzuwachs erzielen lassen. Unter Berücksichtigung der genannten Unwägbarkeiten geht das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr 2015 davon aus, dass es seinen Umsatz gegenüber Vorjahr erneut merklich erhöhen (Umsatz Geschäftsjahr 2014: 1,9 Mrd. EUR) und seinen Operating Profit spürbar steigern wird (Operating Profit Geschäftsjahr 2014: 60 Mio. EUR).

Nachtragsbericht

Nach dem Geschäftsjahr 2014 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des EPCOS Konzerns von besonderer Bedeutung sind.

Konzernabschluss Geschäftsjahr 2014

1. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die am 31. März endenden Geschäftsjahre

(in Tausend EUR)

  Anhang 2014 2013*
Umsatzerlöse      
aus Lieferungen und Leistungen an Dritte   1.841.898 1.715.494
aus Lieferungen und Leistungen an nahe stehende Unternehmen und Personen   62.781 73.382
Umsatzerlöse gesamt 6.4.5 1.904.679 1.788.876
Umsatzkosten   (1.566.225) (1.544.089)
Bruttoergebnis vom Umsatz   338.454 244.787
Vertriebskosten   (157.375) (160.032)
Forschungs- und Entwicklungskosten 6.4.6 (109.053) (113.511)
Allgemeine Verwaltungskosten   (11.625) (9.980)
Operating Profit   60.401 (38.736)
Sonstige Aufwendungen und Erträge einschließlich Wechselkursgewinne und -verluste 6.11 (9.553) (6.737)
Zinserträge 6.9 3.783 4.311
Zinsaufwendungen 6.9 (30.225) (30.187)
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen   197 928
Sonstiges Beteiligungsergebnis   515 351
Übrige finanzielle Erträge und Aufwendungen 6.10 2.727 (4.022)
Ergebnis vor Steuern   27.845 (74.092)
Steuern vom Einkommen und Ertrag 6.4.7, 6.27 (33.996) (15.403)
Ergebnis nach Steuern   (6.151) (89.495)
Zurechenbar zu      
Eigentümer des Mutterunternehmens EPCOS AG   (6.949) (90.412)
Nicht beherrschende Gesellschafter   798 917

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

2. Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die am 31. März endenden Geschäftsjahre

(in Tausend EUR)

  Anhang 2014 2013*
Ergebnis nach Steuern inklusive Anteile nicht beherrschender Gesellschafter   (6.151) (89.495)
Sonstiges Ergebnis, das in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird      
Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 6.28 (8.370) (9.412)
    (8.370) (9.412)
Sonstiges Ergebnis, das in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird      
Unterschied aus Währungsumrechnung 6.4.4 (25.283) 5.804
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 6.4.12 684 (117)
    (24.599) 5.687
Summe sonstiges Ergebnis nach Steuern   (32.969) (3.725)
Gesamtergebnis   (39.120) (93.220)
Zurechenbar zu      
Nicht beherrschende Gesellschafter   98 1.443
Eigentümern des Mutterunternehmens EPCOS AG   (39.218) (94.663)

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist die Entwicklung der im Konzerneigenkapital erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen dargestellt.

Dabei ergeben sich die folgenden ertragsteuerlichen Effekte auf das sonstige Ergebnis:

Ertragsteuerliche Effekte für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR)

  Anhang 2014 2013*
Sonstiges Ergebnis, das in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird      
Versicherungsmathematische Gewinne/ (Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 6.28 5.113 (428)
Sonstiges Ergebnis, das in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird      
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte   22 -

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

In den zum 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahren beinhaltet der Unterschied aus der Währungsumrechnung 0 Millionen EUR bzw. minus 0,2 Millionen EUR; dies entfällt auf assoziierte Unternehmen.

3. Konzern-Bilanz zum 31. März

(in Tausend EUR, außer Anzahl der Aktien)

AKTIVA

  Anhang 2014 2013*
Sachanlagen 6.4.8, 6.12 763.682 727.307
Immaterielle Vermögenswerte 6.4.9, 6.12 44.498 70.311
Anteile an assoziierten Unternehmen 6.4.2, 6.13 - 6.569
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 6.4.12, 6.29 28.691 27.757
Aktive latente Ertragsteuern 6.4.7, 6.27 62.786 66.608
Übrige langfristige Vermögenswerte   20.869 19.442
Langfristiges Vermögen gesamt   920.526 917.994
Vorräte 6.4.13, 6.14 304.720 324.673
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.15 324.610 338.035
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.4.14, 6.16 169.733 155.107
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 6.17 16.941 15.373
Ertragsteuerforderungen   2.778 4.195
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 6.18 45.679 45.727
Kurzfristiges Vermögen gesamt   864.461 883.110
Summe der Aktiva   1.784.987 1.801.104

Passiva

     
  Anhang 2014 2013*
Gezeichnetes Kapital - 66.682.270 Aktien genehmigt, 66.682.270 ausgegeben und ausstehend für 31.03.2014 und 31.03.2013 6.19 66.682 66.682
Kapitalrücklage 6.19 283.174 292.073
Gewinnrücklagen 6.19 144.330 151.279
Sonstige Eigenkapitalbestandteile 6.19 (69.673) (36.325)
Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital   424.513 473.709
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 6.19 9.654 16.171
Eigenkapital   434.167 489.880
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.28 309.374 291.662
Sonstige langfristige Rückstellungen 6.5.4, 6.21 14.517 15.958
Langfristige Finanzschulden 6.22 314.213 259.731
Sonstige langfristige finanzielle Schulden 6.23 2.981 1.168
Übrige langfristige Schulden 6.23 6.262 6.129
Passive latente Ertragsteuern 6.4.7, 6.27 8.413 7.158
Langfristige Schulden und Rückstellungen   655.760 581.806
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.28 13.680 11.979
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 6.5.4, 6.21 39.360 30.616
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   175.864 202.498
Kurzfristige Finanzschulden 6.22 323.756 371.855
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden 6.23 42.048 24.396
Übrige kurzfristige Schulden 6.23 89.144 78.845
Ertragsteuerschulden   11.208 9.229
Kurzfristige Schulden und Rückstellungen   695.060 729.418
Summe der Passiva   1.784.987 1.801.104

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

4. Konzern-Kapitalflussrechnung für die am 31. März endenden Geschäftsjahre

(in Tausend EUR)

  Anhang 2014 2013*
Mittelzu- bzw. -abflüsse aus betrieblicher Tätigkeit      
Periodenergebnis   (6.151) (89.495)
Abschreibungen auf Sachanlagen 6.12 115.455 127.137
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 6.12 13.420 8.666
(Gewinne)/ Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen, Geschäftseinheiten und assoziierten Unternehmen   (16.954) 301
Latente Ertragsteuern   8.047 (324)
Anteil am Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen   (197) (928)
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge   29.085 (6.864)
(Zunahme)/ Abnahme der Vorräte 6.14 (8.954) 28.945
(Zunahme)/ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen/Vermögenswerte 6.15 2.156 (38.807)
Zunahme/ (Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten   11.191 (3.017)
Zunahme der kurz- und langfristigen Rückstellungen 6.21 9.502 10.458
Zunahme der Pensionsverpflichtungen 6.28 4.371 4.404
Rückzahlung des/ (Einzahlung in) Contractual Trust Arrangement 6.28 3.109 (319)
Mittelzuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit, netto   164.080 40.157
Mittelzu- bzw. -abflüsse aus Investitionstätigkeit      
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 6.12 (185.072) (151.204)
Zunahme der Finanzanlagen   (846) (1.355)
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten   21.440 1.675
Einzahlung aus der Veräußerung von Anteilen an assoziierten Unternehmen   8.800 -
Einzahlung aus der Veräußerung von Geschäftseinheiten   13.200 -
Auszahlung aus dem Erwerb von Anteilen an verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen 6.4.3 - (71)
Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit, netto   (142.478) (150.955)
Mittelzu- bzw. -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit      
Nettozunahme der kurzfristigen Kredite   17.465 104.718
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten 6.22 1.811 6.018
Tilgung langfristiger Verbindlichkeiten   (2.007) (5.382)
Kapitalanteil aus Zahlungen für Finanzierungs-Leasing   (2.497) (1.131)
Ausschüttungen an nicht beherrschende Gesellschafter   (2.897) (548)
Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter   (12.700) -
Mittelzu-/-abflüsse aus Finanzierungstätigkeit, netto   (825) 103.675
Umrechnungseffekte auf Fremdwährungsbestände   (6.151) 3.021
Nettozunahme/ (-abnahme) des Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 6.16 14.626 (4.102)
Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zu Beginn des Geschäftsjahres 6.16 155.107 159.209
Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum Ende des Geschäftsjahres 6.16 169.733 155.107

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

  2014 2013
Ergänzende Informationen zu geleisteten und erhaltenen Zahlungen    
Erhaltene Zinsen 722 1.333
Gezahlte Zinsen (14.959) (13.862)
Erhaltene Dividenden von verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen 515 351
Netto-Zahlungsmittelabflüsse aus Ertragsteuern (21.915) (18.405)

5. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die am 31. März endenden Geschäftsjahre

(in Tausend EUR)

        Sonstige Eigenkapitalbestandteile
  Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn-
rücklagen
Währungs-
umrechnung
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Anpassung Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Stand zum 1. April 2012* 66.682 292.073 241.691 30.602 1.567 (64.243)
Ergebnis nach Steuern* - - (90.412) - - -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern* - - - 5.278 (117) (9.412)
Gesamtergebnis nach Steuern* - - (90.412) 5.278 (117) (9.412)
Dividendenausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter - - - - - -
Stand zum 31. März 2013* 66.682 292.073 151.279 35.880 1.450 (73.655)
Stand zum 1. April 2013 66.682 292.073 151.279 35.880 1.450 (73.655)
Ergebnis nach Steuern - - (6.949) - - -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - - (24.583) 684 (8.370)
Gesamtergebnis nach Steuern - - (6.949) (24.583) 684 (8.370)
Veräußerung von Wertpapieren der Kategorie "available-for-sale" (IAS 39) - - - - (1.079) -
Dividendenausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter - - - - - -
Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter - (8.899) - - - -
Stand zum 31. März 2014 66.682 283.174 144.330 11.297 1.055 (82.025)
       
  Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Gesamt
Stand zum 1. April 2012* 568.372 16.259 584.631
Ergebnis nach Steuern* (90.412) 917 (89.495)
Sonstiges Ergebnis nach Steuern* (4.251) 526 (3.725)
Gesamtergebnis nach Steuern* (94.663) 1.443 (93.220)
Dividendenausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter - (1.531) (1.531)
Stand zum 31. März 2013* 473.709 16.171 489.880
Stand zum 1. April 2013 473.709 16.171 489.880
Ergebnis nach Steuern (6.949) 798 (6.151)
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (32.269) (700) (32.969)
Gesamtergebnis nach Steuern (39.218) 98 (39.120)
Veräußerung von Wertpapieren der Kategorie "available-for-sale" (IAS 39) (1.079) - (1.079)
Dividendenausschüttung an nicht beherrschende Gesellschafter - (3.802) (3.802)
Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter (8.899) (2.813) (11.712)
Stand zum 31. März 2014 424.513 9.654 434.167

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

6. Erläuternde Anhangsangaben zum Konzernabschluss

6.1 Ergänzende Erläuterungen zum Konzernanhang gemäß § 315a HGB

6.1.1 Angaben gemäß § 313 Abs. 2 HGB

Beteiligungen zum 31. März 2014

Konsolidierte Tochtergesellschaften Kapitalanteil
in Prozent
Deutschland  
TDK-EPC AG & Co. KG, Berlin 100
Herrmann Beteiligungs GmbH, Berlin 100
Europa ohne Deutschland  
Becromal Iceland ehf, Akureyri/Island 100
Becromal S.p.A., Rozzano, Mailand/Italien 100
EPCOS Beteiligungs GmbH, Deutschlandsberg/Österreich 100
EPCOS Lagerbetriebs GmbH, Deutschlandsberg/Österreich 100
EPCOS OHG, Deutschlandsberg/Österreich 100
EPCOS Verwaltungsgesellschaft m.b.H., Deutschlandsberg/Österreich 100
EPCOS SAS, Pantin/Frankreich 100
EPCOS Nordic OY, Espoo/Finnland 100
EPCOS UK Ltd., Bracknell/Großbritannien 100
EPCOS Croatia d.o.o., Kutina/Kroatien 100
EPCOS Netherlands B.V., Nijmegen/Niederlande 100
EPCOS 2 Portugal LDA, Lissabon/Portugal 100
EPCOS Nordic AB, Kista/Schweden 100
EPCOS Electronic Components S.A., Malaga/Spanien 100
EPCOS s.r.o., Šumperk/Tschechien 100
EPCOS Elektronikai Alkatrész Kft., Szombathely/Ungarn 100
Asien  
EPCOS (Anhui) Feida Electronics Co., Ltd., Ningguo City/China 90
EPCOS (China) Investment Ltd., Shanghai/China 100
EPCOS (Shanghai), Ltd., Shanghai/China 100
EPCOS (Xiamen) Co., Ltd., Xiamen/China 60
EPCOS (Xiaogan) Co., Ltd., Xiaogan/China 76
EPCOS (Zhuhai) Co., Ltd., Zhuhai/China 100
EPCOS (Zhuhai FTZ) Co., Ltd., Zhuhai/China 100
EPCOS Limited, Hong Kong/China 100
EPCOS Technology (Wuxi) Co., Ltd., Wuxi/China 100
EPCOS India Private Ltd., Kalyani/Indien 100
PT. EPCOS Indonesia, Batam/Indonesien 100
EPCOS RDC SDN. BHD., Johor Bahru/Malaysia 100
EPCOS SDN. BHD., Johor Bahru/Malaysia 100
EPCOS PTE LTD, Singapur 100
Amerika  
EPCOS Inc., Iselin, New Jersey/USA 100
EPCOS CTI Inc., Palo Alto/USA 100
EPCOS do Brasil Ltda., Gravataí/Brasilien 100
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften Eigenkapital
in Tsd. EUR
Ergebnis
in Tsd. EUR
Kapitalanteil
in Prozent
Europa ohne Deutschland      
EPCOS Polska Sp.z.o.o., Warschau/Polen 105 86 100
EPCOS LLC, Moskau/Russland 232 105 100
EPCOS Schweiz Vertriebs GmbH, Baden/Schweiz 247 189 100
TDK-EPC Italy S.r.L., Mailand/Italien 210 182 100
Asien      
EPCOS Korea LLC, Seoul/Südkorea 1.096 287 100
EPCOS Taiwan Co. Ltd., Taipei/Taiwan 326 71 100

6.1.2 Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB

In den zum 31. März 2014 und 2013 endenden Geschäftsjahren beliefen sich die Personalaufwendungen im EPCOS Konzern auf 512,8 Millionen EUR bzw. 499,0 Millionen EUR.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2014 konzernweit durchschnittlich 24.749 (Vorjahr: 25.063) Mitarbeiter (Teilzeitmitarbeiter wurden anteilig gezählt) beschäftigt.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Anzahl im Geschäftsjahr 2014 2013
Deutschland 1.970 1.974
Ausland 22.779 23.089
Gesamt 24.749 25.063

6.1.3 Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Für Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Deutschland, für die Geschäftsjahre 2014 bzw. 2013 als Aufwand berechnete Honorare in Deutschland beliefen sich auf:

Art der Honorare 2014 2013
für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR)    
Abschlussprüfungen 629 687
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen - 7
Gesamt 629 694

6.1.4 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

TDK Corporation und verbundene Unternehmen

a) Die TDK Germany GmbH, Düsseldorf, Deutschland, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. Oktober 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 17. Oktober 2008 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent und 30 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 35,96 Prozent (das entspricht 23.890.050 Stimmrechten) betrug.

b) Die TDK-EPC Corporation, Tokio, Japan, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 5. Oktober 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG am 1. Oktober 2009 die Schwellenwerte von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent, 25 Prozent, 30 Prozent, 50 Prozent und 75 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 95,82 Prozent (63.897.064 Stimmrechte) betrug. Davon werden der TDK-EPC Corporation 30.244.901 Stimmrechte, entsprechend einem Stimmrechtsanteil von 45,36 Prozent, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Der TDK-EPC Corporation zugerechnete Stimmrechte werden dabei über die TDK Germany GmbH gehalten, die von der TDK-EPC Corporation kontrolliert wird, und deren Stimmrechtsanteil an der EPCOS AG 3 Prozent oder mehr beträgt.

Nach der Eintragung der Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre am 22. Oktober 2009 in das Handelsregister hält die TDK Corporation, Tokio, Japan, direkt und indirekt 100 Prozent der Aktien der EPCOS AG.

Zum 31. März 2014 werden die Stimmrechte an der EPCOS AG von der TDK-EPC Corporation, Tokio, Japan, zu 54,6 Prozent und von der TDK Germany GmbH, Düsseldorf, Deutschland, zu 45,4 Prozent gehalten.

6.1.5 Organe der Gesellschaft und deren Vergütung

6.1.5.1. Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014

Dr. Werner Faber Vorsitzender; ehemaliges Mitglied des Vorstands der EPCOS AG.
Takehiro Kamigama Representative Director, President & Chief Executive Officer and General Manager des Humidifier Countermeasures HQ of TDK Corporation, Japan; Director of Amperex Technology (HK) Limited; Director of Toppan TDK Label Co. Ltd., Japan.
Dr. Bodo Lüttge Stellvertreter des Vorsitzenden; Ehemaliges Mitglied des Vorstands der EPCOS AG; Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bei der Messer Group GmbH.
Seiji Osaka Senior Vice President und Corporate Officer der TDK Corporation, Japan; Senior Executive Vice President & Chief Operating Officer der TDK-EPC Corporation, Japan; Director der TDK Taiwan Corporation; Director der Amperex Technology (HK) Limited.
Noboru Saito Senior Vice President, Corporate Officer and General Manager der Electronic Components Sales & Marketing Group der TDK Corporation, Japan; Director und Executive Vice President der TDK Corporation of America.
Dominik Asam Executive Vice President und Mitglied des Vorstands der Infineon Technologies AG.
Gültekin Demirel Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der EPCOS AG; Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Betriebsstätte München der EPCOS AG.
Martin Heigl Gewerkschaftssekretär der IG Metall Verwaltungsstelle München.
Peter Hoffmann Stellvertreter des Vorsitzenden; Betriebsratsvorsitzender der Betriebsstätte Heidenheim der EPCOS AG.
Hans-Jörg Napravnik Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Heidenheim.
Joachim Niestroj Leitung Vertrieb Geschäftsentwicklung für Kommunikationsprodukte der EPCOS AG.
Claus Ryschawy Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der EPCOS AG; Vorsitzender des Betriebsrats der Betriebsstätte München der EPCOS AG; Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats des EPCOS Konzerns.

6.1.5.2. Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014

Joachim Zichlarz Sprecher, Kaufmännische Leitung (Finanzierung, Rechnungswesen), Personal, Informationstechnik und Logistik, Recht, Revision, Strategische Planung.
Dr. Norbert Hess Technologie und Qualität, Geschäftsbereiche Capacitors (Aluminum Electrolytic Capacitors (ALU), Film Capacitors (FILM)), Magnetics (MAG), Piezo and Protection Devices (PPD), Sensors (SEN).
Joachim Thiele Vertrieb und Corporate Communications.
Christian Block Geschäftsbereich Systems, Acoustics, Waves (SAW).

6.1.5.3. Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen im Berichtszeitraum insgesamt 300 Tausend EUR (Vorjahr: 300 Tausend EUR).

6.1.5.4. Vergütung des Vorstands

a. Gesamtbezüge

Die Gesamtbezüge aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 betrugen 1.930 Tausend EUR (Vorjahr: 1.067 Tausend EUR). Davon entfielen 1.081 Tausend EUR (Vorjahr: 1.067 Tausend EUR) auf erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile und 849 Tausend EUR (Vorjahr: 0 Tausend EUR) auf erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile.

Die Beträge sind dem Geschäftsjahr zugeordnet, für das die variable Vergütungskomponente gezahlt wurde. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt im Juni des nächsten Geschäftsjahres.

Aktienkursbasierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung wurden in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 nicht gewährt.

b. Ruhegehaltszusagen Jahresbetrag

Die Jahresbeträge der am 31. März 2014 an die Vorstandsmitglieder erteilten Ruhegehaltszusagen betrugen im Geschäftsjahr 2014 zusammen 228 Tausend EUR (Vorjahr: 201 Tausend EUR).

c. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen für die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2014 haben sich nach HGB um insgesamt rund 421 Tausend EUR verringert (Vorjahr: 8.473 Tausend EUR verringert). Die Veränderung der Pensionsrückstellungen im Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Ausscheiden von aktiven Vorständen (siehe auch Punkt d). Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung nach IFRS ("Defined Benefit Obligation" - DBO) der Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum 31. März 2014 2.194 Tausend EUR und zum 31. März 2013 1.790 Tausend EUR.

d. Ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen

An ausgeschiedene Vorstandsmitglieder hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014 Bezüge in Höhe von insgesamt 1.123 Tausend EUR (Vorjahr: 611 Tausend EUR) gezahlt. Darüber hinaus gehende Ansprüche wurden entweder von der Siemens AG erfüllt oder sind bereits abgewickelt. Die Rückstellungen für Pensionsansprüche dieses Personenkreises betrugen zum 31. März 2014 nach HGB insgesamt 8.943 Tausend EUR und zum 31. März 2013 10.160 Tausend EUR. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung nach IFRS ("Defined Benefit Obligation" - DBO) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen betrug zum 31. März 2014 11.785 Tausend EUR und zum 31. März 2013 12.685 Tausend EUR.

e. Sonstiges

Den Vorstandsmitgliedern wurden weder Vorschüsse oder Kredite gewährt, noch wurden für sie Haftungsverhältnisse eingegangen.

6.2 Beschreibung der Gesellschaft

Die EPCOS AG (die "Gesellschaft") ist ein führender Hersteller und Lieferant von elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen mit Sitz in München, Deutschland. Die Gesellschaft verfügt über Entwicklungs- und Fertigungsstandorte sowie Vertriebsbüros in Europa, Asien, Nord- und Südamerika. Elektronische Bauelemente, Module und Systeme werden in allen elektronischen Schaltungen verwendet. Das Produktangebot der Gesellschaft ist so gestaltet, dass der Bedarf ihrer wichtigsten Abnehmergruppen, wie der Telekommunikations-, der Automobil-, der Informations- sowie der elektronischen Verbrauchs- und Investitionsgüterindustrie gedeckt wird. Ihre Kunden sind Geräte-, Automobil- und Maschinenhersteller sowie andere Unternehmen, die für diese Hersteller Systeme produzieren, und Distributoren.

Zum 31. März 2014 hält die TDK Corporation, Tokio, Japan, als oberstes beherrschendes Unternehmen direkt und indirekt 100 Prozent der Aktien der EPCOS AG.

Das Geschäftsjahr läuft satzungsgemäß vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des nächsten Jahres.

Als Berichtswährung im Konzernanhang wird, soweit nicht anders angegeben, der Euro (EUR) verwendet. Rundungen sind, soweit erforderlich, nach kaufmännischen Grundsätzen durchgeführt.

6.3 Rechnungslegungsgrundsätze und Grundlagen der Darstellung

Der vorliegende Konzernabschluss für das zum 31. März 2014 endende Geschäftsjahr wurde im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der zusätzlichen Anforderungen des § 315a Abs. 1 HGB aufgestellt.

Der Lagebericht und Konzernlagebericht wurde in Übereinstimmung mit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard 20 (DRS 20) "Konzernlagebericht" und dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS 17) "Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder" erstellt.

Der Abschluss für das zum 31. März 2014 endende Geschäftsjahr wurde am 19. Mai 2014 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Die tatsächliche Veröffentlichung im Bundesanzeiger erfolgt nach Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat und Vorlage an die Hauptversammlung.

6.4 Übersicht wesentlicher Rechnungslegungs- und Bilanzierungsgrundsätze

6.4.1 Konsolidierung

Unternehmen, welche die Gesellschaft gemäß den geltenden Gesetzen in wirksamer Weise beherrscht, werden in Übereinstimmung mit IFRS konsolidiert. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.

Sofern erforderlich werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern angewandten Methoden anzugleichen.

Alle wesentlichen konzerninternen Salden und Transaktionen sowie alle wesentlichen aus konzerninternen Transaktionen entstandenen Zwischenergebnisse sind aus den konsolidierten Abschlüssen eliminiert worden.

6.4.2 Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen/Assoziierte Unternehmen

Unternehmen, welche die Gesellschaft nicht beherrscht, auf deren Geschäfts- und Finanzpolitik sie jedoch einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen), werden in den konsolidierten Jahresabschlüssen nach der sogenannten Equity-Methode bilanziert.

Assoziierte Unternehmen werden mit ihrem anteiligen Eigenkapital im Konzernabschluss bilanziert. Aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen resultierende Zwischenergebnisse wurden im Konzernabschluss eliminiert.

Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn EPCOS direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von 20 Prozent bis 50 Prozent zusteht.

Bei Vorliegen von Hinweisen für eine Wertminderung erfolgt eine Überprüfung des Wertansatzes und, falls erforderlich, die Vornahme einer Wertminderung. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, erfolgt eine erfolgswirksame Wertaufholung.

Wenn kein verlässlich bestimmbarer beizulegender Zeitwert und kein Marktpreis vorliegen, werden Beteiligungen zu Anschaffungskosten im Konzernabschluss angesetzt. Bei Vorliegen von Hinweisen auf eine Wertminderung wird ein entsprechender Werthaltigkeitstest durchgeführt und wenn nötig der Ansatz ergebniswirksam korrigiert.

6.4.3 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen im In- und Ausland einbezogen. Bei diesen Unternehmen übt die EPCOS AG direkt oder indirekt die Kontrolle aus. Zum 31. März 2014 und 2013 zählten neben der EPCOS AG die folgende Anzahl der Tochterunternehmen zum Konsolidierungskreis:

  31. März 2014 31. März 2013
Vollkonsolidiert    
Deutschland 2 2
Ausland 33 36
  35 38
At Equity - 1
  35 39

Für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen Abschlüsse zum 31. März 2014 bzw. 2013 zugrunde.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden weitere Anteile in Höhe von 40 Prozent an der Tochtergesellschaft Becromal Iceland ehf, Akureyri, Island, erworben. Damit hält die EPCOS AG 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft.

Des Weiteren wurden die Anteile an der Becromal Properties ehf, Reykjavik, Island, die als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurde, veräußert.

Die Gesellschaften Baoke Electronic (Wuxi) Co., Ltd, Wuxi, China, Becromal of America Inc., Clinton, Tennessee/USA und Material CTI LLC, Palo Alto/USA, wurden im Geschäftsjahr 2014 liquidiert.

6.4.4 Fremdwährungen

6.4.4.1 Transaktionen in Fremdwährungen

Einkäufe und Verkäufe in Fremdwährungen werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Tageskurs umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

6.4.4.2 Umrechnung von Jahresabschlüssen auf den Euro (EUR)

Die Berichtswährung des Unternehmens ist der EUR. Bilanzposten von Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der EUR ist, werden zum Stichtagskurs umgerechnet, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung am Tag des jeweiligen Geschäftsvorfalls. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Die für die Währungsumrechnung zugrundeliegenden wesentlichen Wechselkurse gegenüber einem EUR lauten für die zum 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahre wie folgt:

  Stichtagskurs Durchschnittskurs
  31. März 2014 31. März 2013 31. März 2014 31. März 2013
US Dollar (USD) 1,3788 1,2805 1,3397 1,2967
Japanischer Yen (JPY) 142,4200 120,8700 133,6978 120,9700
Singapur Dollar (SGD) 1,7366 1,5900 1,6872 1,6069
Chinesischer Renminbi/Yuan (CNY) 8,4607 8,0184 8,2501 8,1368

6.4.5 Ertragsrealisierung

Umsätze werden bilanziert, wenn sie realisiert oder realisierbar sind. Sie sind unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Zahlung zu berücksichtigen. Als Umsatz wird nur der Nettobetrag nach Abzug von Skonti, Kundenboni, Rabatten und Retouren erfasst. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs ertragswirksam erfasst. Die Ergebniswirkung erfolgt jeweils unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung.

6.4.6 Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden von den Entwicklungskosten abgegrenzt und als Forschungs- und Entwicklungsaufwand der jeweiligen Periode erfasst.

Entwicklungskosten werden, sofern sie die Ansatzvoraussetzungen des IAS 38 erfüllen, aktiviert. Diese aktivierten Kosten sind als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte in den Immateriellen Vermögenswerten enthalten. Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden in den Folgeperioden unter dem Posten Umsatzkosten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Können die aktivierten Entwicklungskosten einem Produktionsvorgang zugeordnet werden, wird der entsprechende Wertverzehr in die Herstellungskosten der betreffenden Produkte anteilig einbezogen.

Soweit die Voraussetzungen zur Aktivierung von Entwicklungskosten nicht gegeben sind, werden Entwicklungskosten in der jeweiligen Periode aufwandswirksam im Posten Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst.

6.4.7 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Laufende Steuern werden für die durch die Konzernunternehmen geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag im Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Ertragsteuern werden nach der Asset and Liability Method gemäß den Regeln des IAS 12 "Ertragsteuern" berechnet. Alle sich auf Steuern vom Einkommen und Ertrag, vom Kapital oder vom Vermögen beziehenden, im Laufe des Geschäftsjahres entstandenen Verbindlichkeiten oder Forderungen, sind in den Konzernabschlüssen gemäß den für die einzelnen Gesellschaften geltenden Steuergesetzen enthalten. Aktive und passive latente Steuern werden dann angesetzt, wenn künftige steuerliche Auswirkungen zu erwarten sind, die auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten bestehender Aktiva und Passiva und ihrer steuerlichen Bemessungsgrundlage einerseits und Verlustvorträgen und Steuerguthaben andererseits zurückzuführen sind. Aktive latente Steuern werden nur insoweit ausgewiesen, als es wahrscheinlich ist, dass diese in Zukunft durch die Umkehrung zu versteuernder temporärer Differenzen und durch ein positives zu versteuerndes Einkommen genutzt werden können.

Aktive und passive latente Steuern werden unter Verwendung der Steuersätze errechnet, die voraussichtlich in den Jahren gelten werden, in welchen sich diese temporären Differenzen umkehren oder ausgleichen. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf aktive und passive latente Steuern wird in der Periode berücksichtigt, in welcher das Gesetz, welches der Steueränderung zugrunde liegt, verabschiedet wurde.

6.4.8 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen aktivierungspflichtige Stilllegungskosten bzw. Kosten für den Rückbau sowie direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten. Gewährte und in Anspruch genommene Rabatte, Boni und Skonti werden vom Kaufpreis abgezogen.

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten enthalten auch die wesentlichen Aufwendungen für Verbesserungen, sofern dadurch die Nutzungsdauer verlängert oder die Kapazität erhöht wird. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden nach Anfall als Aufwand gebucht. Erweiterungsinvestitionen werden aktiviert, soweit sie den Wert der Sachanlagen erhöhen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand mindern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, wenn sie einzelnen Vermögenswerten zugeordnet werden können bzw. für diese Vermögenswerte gewährt worden sind.

Bei Anlageabgängen werden die zugehörigen historischen Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen ausgebucht und die Differenz zum Verkaufserlös als Gewinn oder Verlust in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen.

Im Allgemeinen wird die Nutzungsdauer von abschreibungsfähigen Sachanlagen wie folgt angesetzt:

Gebäude, Außenanlagen und Mietereinbauten 5 bis 50 Jahre
Maschinen und Technische Anlagen 5 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 5 Jahre

Soweit nicht andere Verfahren den tatsächlichen Nutzungsverlauf besser widerspiegeln, wenden die Gesellschaften des EPCOS Konzerns die lineare Abschreibungsmethode an.

6.4.9 Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme des Goodwill werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich über die entsprechende Nutzungsdauer nach der linearen Methode oder anhand der erwarteten Umsatzvolumina der zugehörigen Produkte berechnet, wenn diese den tatsächlichen Nutzungsverlauf besser widerspiegeln.

Die immateriellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen neben Goodwill, der als Differenz zwischen Kaufpreis und Zeitwert des Nettovermögens der erworbenen Unternehmen bzw. Unternehmensteile definiert wird, aus erworbenem Kundenstamm, Patenten und Lizenzen sowie selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten. Patente werden gemäß ihrer Patenturkunde bzw. wie der Kundenstamm über maximal zehn Jahre und Lizenzen laut Vertrag abgeschrieben.

Der Goodwill wird nach IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" nicht planmäßig abgeschrieben. Der den Geschäftseinheiten zugeordnete Goodwill wird zumindest jährlich, oder wenn Indikatoren auf eine Wertminderung hinweisen, auf seine Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls auf einen geminderten Wert abgeschrieben. Eine Wertminderung des Goodwill darf in späteren Perioden nicht rückgängig gemacht werden.

6.4.10 Wertminderung von langlebigen Anlagen

Die Gesellschaft prüft langlebige Anlagen einschließlich immaterieller Vermögenswerte auf Wertminderung, wann immer bestimmte Ereignisse oder Änderungen der Umstände darauf schließen lassen, dass der Buchwert einer Anlage nicht mehr realisierbar sein könnte.

In Übereinstimmung mit IAS 36 wird der Buchwert dieser Vermögenswerte mit deren erzielbarem Betrag, der dem höheren Betrag aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten entspricht, verglichen.

Im Allgemeinen wird der erzielbare Betrag einer Anlage entweder auf der Grundlage eines Gutachtens oder der diskontierten zukünftigen Netto-Mittelzuflüsse ermittelt. Im Rahmen der Schätzung der künftigen Netto-Mittelzuflüsse sind vom Management Annahmen zu treffen. Dem entsprechend können sich Abweichungen zwischen den tatsächlichen Werten und diesen Schätzwerten ergeben.

Überschreitet der Buchwert den korrespondierenden erzielbaren Betrag, so wird eine Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen Buchwert und erzielbarem Betrag vorgenommen. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, werden diese Vermögenswerte (außer Goodwill) zugeschrieben. Dabei darf diese Wertaufholung nicht den Buchwert der Sachanlage übersteigen, der bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre.

6.4.11 Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei Kauf oder Verkauf zum Handelstag, das heißt zu dem Tag, an dem eine Verpflichtung zum Kauf bzw. Verkauf eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit eingegangen wurde.

Finanzinstrumente beinhalten originäre und derivative Finanzinstrumente. Für die interne und externe Berichterstattung werden sie einzelnen Klassen und Kategorien zugeordnet. Die Bewertungs- und weiteren Bilanzierungsvorschriften der einzelnen Klassen und Kategorien weichen grundlegend voneinander ab. Sie werden wie folgt näher erläutert:

Originäre Finanzinstrumente der Aktivseite setzen sich im Wesentlichen aus Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Originäre Finanzinstrumente der Passivseite umfassen insbesondere Finanzschulden und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Wertpapiere sind im Wesentlichen als zur Veräußerung verfügbar (Kategorie: Available-for-Sale-Securities, AfS) klassifiziert. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser wird, sofern vorhanden, aus dem Markt- oder Börsenwert abgeleitet. Übersteigt der Zeitwert dieser Wertpapiere die Anschaffungskosten, wird die Differenz unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Liegt der Zeitwert voraussichtlich dauerhaft unter den Anschaffungskosten, wird die Differenz ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Aus Verträgen resultierende Forderungen wie beispielsweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gewährte Darlehen (Kategorie: Loans and Receivables, LaR) sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen angesetzt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit ihren Nominalwerten ausgewiesen. Bestände, die nicht auf den EUR lauten, werden mit dem Stichtagskurs bewertet. Finanzschulden sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Kategorie: Financial Liabilities at Amortized Cost, FLAC) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bilanziert.

IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" enthält unter anderem Rechnungslegungs- und Berichterstattungsvorschriften für derivative Finanzinstrumente einschließlich bestimmter, in anderen Kontrakten eingebetteter derivativer Finanzinstrumente und für bilanzielle Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting).

Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich von der Gesellschaft zur Vermeidung von Wechselkurs- und Zinsrisiken sowie von Risiken aus Marktpreisschwankungen von Edelmetallen verwendet. EPCOS hält grundsätzlich keine und gibt keine derivativen Finanzinstrumente für Handels- oder Spekulationszwecke aus. Zur Verringerung bestimmter, mit ihrer Geschäftstätigkeit inhärent verbundener Risiken, schließt die Gesellschaft auf der Grundlage der voraussichtlichen Risiken Devisen-, Zins- und Warentermingeschäfte ab.

Derivative Finanzinstrumente werden sowohl bei erstmaliger Bilanzierung als auch in den Folgeperioden zum Fair Value bewertet. Gewinne und Verluste aus Zeitwertschwankungen werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Wird ein derivatives Finanzinstrument nach IAS 39 als Sicherungsgeschäft in einem Cashflow Hedge eingesetzt, wird der effektive Teil der Fair-Value-Veränderung des Sicherungsinstruments erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Der ineffektive Anteil der Fair-Value-Veränderungen eines Sicherungsgeschäfts, für das ein Cashflow Hedge gebildet wurde, wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung wird in der Periode vorgenommen, in der das Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Entfällt das gesicherte Grundgeschäft, wird das Sicherungsergebnis sofort erfolgswirksam erfasst.

Zeitwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten mit fehlender Designation einer Sicherungsbeziehung werden ebenfalls bei Anfall in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gebucht (Kategorie: Financial Liabilities/ Assets Held for Trading, FLHfT/ FAHfT). Der Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten wird anhand von Markt- oder Börsenwerten ermittelt.

Bei einem Sicherungsgeschäft mit operativem Grundgeschäft wird das Ergebnis des Sicherungsgeschäfts sowie des Grundgeschäfts im operativen Ergebnis erfasst. Bei einem Sicherungsgeschäft mit finanziellem Grundgeschäft wird das Ergebnis des Sicherungsgeschäfts sowie des Grundgeschäfts im sonstigen finanziellen Ergebnis erfasst.

6.4.12 Wertpapiere

Die Gesellschaft klassifiziert ihre Wertpapiere im Wesentlichen als Available-for-Sale-Securities. Diese Wertpapiere werden am Bilanzstichtag zum Marktwert angesetzt, soweit vorhanden. Kumulierte unrealisierte Gewinne und Verluste sind erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Realisierte Gewinne oder Verluste und voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten zu designieren, hat die Gesellschaft keinen Gebrauch gemacht.

6.4.13 Vorräte

Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert angesetzt, wobei die Herstellungskosten vorwiegend nach der Methode der gewogenen Durchschnittswerte ermittelt werden. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten sowie anteilige Material- und Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen unter Annahme einer Normalauslastung.

6.4.14 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Für die Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung werden von der Gesellschaft alle hochliquiden Finanzinstrumente mit ursprünglichen Fälligkeiten von bis zu drei Monaten als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente angesetzt. Sie beinhalten sowohl Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben als auch kurzfristige Kapitalanlagen mit einer Laufzeit, die zum Zeitpunkt der Investition weniger als drei Monate betragen.

6.4.15 Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder gewährte Darlehen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit ihren beizulegenden Werten, die normalerweise den Anschaffungskosten entsprechen, bilanziert. Im Rahmen der Folgebewertung werden diese finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung potentieller Wertminderungen bilanziert.

Finanzielle Verbindlichkeiten wie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder erhaltene Darlehen sind bei ihrer erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bewertet, die dem Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. In der Folgezeit werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz ausgewiesen.

6.4.16 Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten vom Zeitpunkt der Anschaffung bzw. Herstellung bis zum Zeitpunkt des Beginns der Nutzung entstehen, werden aktiviert. Diese Aktivierung erhöht die Bemessungsgrundlage für die laufende nutzungsbedingte Abschreibung des qualifizierten Vermögenswertes entsprechend.

6.4.17 Leasing

Die bilanzielle Behandlung von Leasing-Transaktionen nach IAS 17 "Leasingverhältnisse" hängt davon ab, ob der jeweilige Geschäftsvorfall als Finanzierungs-Leasing (finance lease) oder als Operating-Leasing (operating lease) klassifiziert wird. Ein Leasingverhältnis wird dann als Finanzierungs-Leasing klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer übertragen werden. Im Rahmen von Finanzierungs-Leasing gemietete Vermögenswerte aktiviert die Gesellschaft im Konzernabschluss und weist eine korrespondierende Verpflichtung aus. Nutzt die Gesellschaft Vermögenswerte im Rahmen von Operating-Leasing Verträgen, werden die entsprechenden Leasing-Zahlungen linear über die Laufzeit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen resultierende Ergebnisse grenzt die Gesellschaft ab und vereinnahmt sie über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam (finance lease). Eine sofortige Vereinnahmung des Ergebnisses ist nicht zulässig. Führt die Sale-and-Leaseback-Transaktion zu einem Operating-Leasing, ist ein Gewinn oder Verlust bei Vorliegen gewisser Kriterien sofort zu vereinnahmen.

6.4.18 Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse während der Berichtsperioden verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten beinhaltet hochliquide Finanzmittel mit ursprünglichen Fälligkeiten von bis zu drei Monaten, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Die Ermittlung der Ein- und Auszahlungen im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der sogenannten indirekten Methode. Bei der Ermittlung der Kapitalflussrechnung werden Veränderungen der einzelnen Bilanzposten um zahlungsunwirksame Effekte wie Währungsumrechnung von Gesellschaften, die nicht in EUR berichten, oder Zu- bzw. Abgängen im Konsolidierungskreis korrigiert. Somit können Veränderungen mit den entsprechenden Bilanzunterschieden nicht in voller Höhe abgestimmt werden. Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind jedoch gesondert in der Kapitalflussrechnung gezeigt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigt die Mittelzu- bzw. -abflüsse, die aus Investitionen bzw. Desinvestitionen in bzw. aus Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten sowie Finanzanlagen resultieren. Bei der Finanzierungstätigkeit werden alle zahlungswirksamen Vorfälle erläutert, die entweder zwischen EPCOS und den Aktionären der Gesellschaft oder zwischen EPCOS und ihren Fremdkapitalgebern in den jeweiligen Berichtsperioden stattgefunden haben.

6.4.19 Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzernbilanz der EPCOS AG ist in Übereinstimmung mit IAS 1 aufgestellt. Hiernach sind die Vermögenswerte und Schulden getrennt in lang- und kurzfristig darzustellen. Dabei sind diejenigen Bilanzposten als kurzfristig ausgewiesen worden, die im Normalfall binnen zwölf Monaten realisiert oder erfüllt werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem sogenannten Umsatzkostenverfahren aufgestellt worden.

6.5 Schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze

In bestimmten Fällen wird die Anwendung schätz- und prämissensensitiver Bilanzierungsgrundsätze notwendig. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen aufgrund von Sachverhalten, die sich von Natur aus durch Ungewissheit auszeichnen und Veränderungen unterliegen können. Schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf verändern und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinflussen. Schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze können auch Annahmen umfassen, die von der Unternehmensleitung in derselben Berichtsperiode mit gleichermaßen vernünftigen Gründen anders hätten getroffen werden können. Die Unternehmensleitung weist darauf hin, dass zukünftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern.

6.5.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, der aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis beruhen. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Forderungen werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigung ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Ändert sich die Höhe eines geschätzten Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert. Wird eine ausgebuchte Forderung später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar gegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

6.5.2 Goodwill

EPCOS überprüft den Goodwill mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung und zusätzlich, wenn Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen. Die Gesellschaft verwendet Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) über die Restnutzungsdauer basieren. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf vom Management vorgenommenen Einschätzungen über die zukünftigen Entwicklungen. Zahlungsströme nach dem Planungszeitraum von fünf Jahren werden unter Beachtung von Wachstumsraten extrapoliert. Die zugrundeliegenden Annahmen, insbesondere die Wachstumsraten, der gewogene durchschnittliche Kapitalkostensatz (WACC) sowie der Steuersatz, haben eine wesentliche Auswirkung auf den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

6.5.3 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bilanzierung von leistungsorientierten Plänen (Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses) erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer". Zur Bestimmung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung und damit des Dienstzeitaufwands wird das Verfahren der laufenden Einmalprämien angewendet. Das Planvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet und für den Bilanzausweis vom Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung in Abzug gebracht.

Die Anwendung versicherungsmathematischer Methoden erfordert die Bestimmung wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen, u.a. den Zinssatz für die Abzinsung sowie das künftige Gehalts- und Leistungsniveau. Die verwendeten Abzinsungssätze werden grundsätzlich auf Basis der Marktrenditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen mit kongruenter Laufzeit bestimmt. Bei der Schätzung von künftigen Gehalts- und Rentensteigerungen werden u. a. Inflation und Erfahrungen der Vergangenheit berücksichtigt. Die Zinserträge aus dem Planvermögen werden durch Multiplikation des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens zum Bilanzstichtag mit dem festgelegten Abzinsungssatz für die Leistungsverpflichtung ermittelt.

Die tatsächliche Entwicklung kann von den zugrunde gelegten Parametern abweichen, was ebenso wie die Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen zu versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten führt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der Periode ihrer Entstehung direkt erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst.

Zusätzlich leistet die Gesellschaft Beiträge im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen zu staatlichen Plänen/Rentenversicherung. Da für diese Defined-Contribution-Pläne die Verpflichtung des Unternehmens im Gegensatz zu Defined-Benefit-Plänen ausschließlich in der Bereitstellung von Beiträgen besteht, ist die Bilanzierung einer Verbindlichkeit nicht erforderlich.

6.5.4 Rückstellungen

Die Ermittlung aller Rückstellungen, insbesondere für drohende Verluste aus Verkaufsverträgen, von Gewährleistungsrückstellungen und von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist naturgemäß mit Einschätzungen verbunden.

6.5.5 Vorräte

Die Schätzung von Marktdaten, also die Berücksichtigung von Preis-, Mengen- oder technischen Risiken, basiert auf statistischen Verfahren, historischen Erfahrungswerten und aktuellen Einschätzungen des Managements. Diese Risiken gehen in die Ermittlung von Wertberichtigungen ein. Später am Absatzmarkt erzielbare Preise können von den Schätzprämissen abweichen.

6.5.6 Unternehmenszusammenschlüsse

Bei einem Unternehmenszusammenschluss werden alle erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommene Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Unternehmenszusammenschlusses mit dem jeweiligen beizulegenden Wert angesetzt. Ein wesentliches Maß an Einschätzung ist mit der Festlegung des beizulegenden Wertes für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verbunden. EPCOS stützt sich dabei in Abhängigkeit von der Komplexität und der Art des Vermögenswertes auf Gutachten Dritter oder wendet anerkannte Bewertungsmodelle an. Das Ergebnis von Bewertungsmethoden hängt wesentlich von Cash-Flow Prognosen und anderen bewertungsrelevanten Annahmen wie Zinssatz ab. Die tatsächliche Entwicklung kann von diesen Annahmen abweichen.

6.5.7 Aktive latente Steuern

EPCOS schätzt zu jedem Bilanzstichtag ein, ob die künftige Realisierung von Steuervorteilen ausreichend wahrscheinlich ist für den Ansatz von aktiven latenten Steuern. Dies erfordert die Einschätzung und Berücksichtigung von künftigen steuerpflichtigen Erträgen über die kommenden fünf Jahre, Steuerplanungsstrategien und anderen positiven wie negativen Faktoren, wobei die tatsächliche Realisierung dieser Steuervorteile auch von künftigen steuerrechtlichen Regelungen abhängt.

6.6 Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften - umgesetzte Rechnungslegungsverlautbarungen

Im Dezember 2011 veröffentlichte das IASB eine weitere Neuerung des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben". Gemäß dieser Änderung muss ein Unternehmen Informationen zu Aufrechnungsrechten und damit verbundenen Vereinbarungen (z.B. Sicherungsvereinbarungen) offenlegen. Auf diese Weise würden Abschlussadressaten Informationen erhalten, mit deren Hilfe die Auswirkung der Verrechnungsverträge auf die Finanzlage von Unternehmen beurteilt werden können. Die neuen Angaben sind für alle bilanzierten Finanzinstrumente erforderlich, die im Rahmen von IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" saldiert wurden. Die Angaben gelten ebenso für angesetzte Finanzinstrumente, die einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen, unabhängig davon, ob sie gemäß IAS 32 saldiert werden. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden. Die Änderung hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Mai 2011 hat das IASB IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" veröffentlicht. Der Standard legt einheitliche Richtlinien für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fest. Nicht zum Regelungsbereich des Standards gehört dagegen die Frage, wann Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden müssen oder können. IFRS 13 gibt vielmehr Leitlinien, wie der beizulegende Zeitwert unter IFRS sachgerecht zu ermitteln ist, wenn dieser gefordert oder erlaubt ist. IFRS 13 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung von IFRS 13 hatte keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses". Die Änderungen führen zu einer geänderten Gruppierung der im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten. Dabei sind Bestandteile, für die künftig eine erfolgswirksame Umgliederung vorgesehen ist (sog. Recycling), gesondert von Bestandteilen, die im Eigenkapital verbleiben, darzustellen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, anzuwenden. Diese Änderung betrifft lediglich die Darstellung im Abschluss. Die überarbeitete Gesamtergebnisrechnung ist in Abschnitt 2 dargestellt.

Im Dezember 2010 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 12 "Ertragsteuern". Diese führen ebenfalls zu Änderungen im Anwendungsbereich des SIC-21 "Ertragsteuern - Realisierung von neubewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten". Die Änderung enthält eine teilweise Klarstellung zur Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40. Die Änderungen sind aufgrund des EU-Endorsements verpflichtend für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden. Die Anwendung des überarbeiteten IAS 12 hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft.

Im Juni 2011 hat das IASB zahlreiche Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht. Die vorgenommenen Änderungen reichen von grundlegenden Änderungen, beispielsweise betreffend Ermittlung von erwarteten Erträgen (Zinserträgen) aus dem Planvermögen und Aufhebung der Korridormethode, bis zu bloßen Klarstellungen und Umformulierungen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Die erstmalige Anwendung des geänderten Standards führte grundsätzlich in den Bereichen des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands und dessen Amortisation, bei der Verzinsung des Planvermögens und des "asset ceiling" zu Änderungen. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand zum 31. März 2013 in Höhe von 0,6 Millionen EUR wurde zum 1. April 2013 bei Übergang auf den geänderten IAS 19 erfolgsneutral aus dem Eigenkapital in die leistungsorientierte Verpflichtung gebucht. Ab dem Geschäftsjahr 2014 ist die bisherige Amortisation des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands nicht mehr in den Netto-Pensionsaufwendungen enthalten. Stattdessen enthält der Netto-Pensionsaufwand seit dem Geschäftsjahr 2014 die Verzinsung des asset ceiling. Im Berichtsjahr betrug diese 0,1 Millionen EUR. Darüber hinaus wurde für die Ermittlung der Zinserträge des Planvermögens der Abzinsungssatz für die Pensionsverpflichtungen angewendet; dies führte im laufenden Geschäftsjahr zu einem um 0,3 Millionen EUR niedrigeren Zinsertrag aus Planvermögen. Der geänderte Standard hatte zudem auch Auswirkungen auf die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen. Seit dem Geschäftsjahr 2014 wird die Rückstellung für Aufstockungszahlung ratierlich angesammelt. Zum 31. März 2013 führten die neuen Regelungen zu einer um 1,8 Millionen EUR niedrigeren Altersteilzeitrückstellung.

Auswirkungen aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und das Sonstige Ergebnis (Zunahme/ (Abnahme) des Periodenergebnisses/ Sonstigen Ergebnisses)

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013
Umsatzkosten 39 502
Bruttoergebnis vom Umsatz 39 502
Operating Profit 39 502
Zinsaufwendungen (340) (500)
Ergebnis vor Steuern (301) (500)
Steuern vom Einkommen und Ertrag 33 2
Ergebnis nach Steuern (268) 4
Zurechenbar zu    
Eigentümer des Mutterunternehmens EPCOS AG (268) 4
Nicht beherrschende Gesellschafter - -
Sonstiges Ergebnis, das in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird    
Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 307 498
  307 498
Summe sonstiges Ergebnis nach Steuern 307 498
Gesamtergebnis 39 502
Zurechenbar zu    
Nicht beherrschende Gesellschafter 39 502
Eigentümern des Mutterunternehmens EPCOS AG - -

Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital (Zunahme/ (Abnahme) des Eigenkapitals)

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013 2012
Gewinnrücklagen 937 1.205 1.201
Sonstige Eigenkapitalbestandteile: Anpassung Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 902 595 97
Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital 1.839 1.800 1.298
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter - - -
Eigenkapital 1.839 1.800 1.298

Auswirkungen auf die sonstigen Rückstellungen (Zunahme/ (Abnahme) der Rückstellungen)

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013
Sonstige kurzfristige Rückstellungen (1.839) (1.800)

Im Mai 2012 veröffentlichte das IASB im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projekts einen weiteren Sammelstandard "Improvements to IFRSs". Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Weitere geänderte oder neue Standards und Interpretationen, die erstmals ab diesem Geschäftsjahr anzuwenden sind, hatten keinen Einfluss auf den Konzernabschluss von EPCOS.

6.7 Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften - noch umzusetzende Rechnungslegungsverlautbarungen

Im November 2009 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 9 "Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung". IFRS 9 spiegelt die erste Phase des IASB-Projekts zum Ersatz von IAS 39 wider und behandelt die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nach IAS 39. Der Standard war erstmals für Geschäftsjahre bestimmt, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Mit der im Dezember 2011 veröffentlichten Änderung des IFRS 9 verschob sich der Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung zunächst auf den 1. Januar 2015. Auf angepasste Vorjahreszahlen bei Erstanwendung von IFRS 9 wird verzichtet. Die Erleichterung führt zu zusätzlichen Anhangangaben nach IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" im Übergangszeitpunkt. Diese sollen es den Investoren ermöglichen die Auswirkungen, die die Erstanwendung von IFRS 9 auf den Ansatz und die Bewertung von Finanzinstrumenten hat, zu beurteilen. Im November 2013 hat das IASB eine Ergänzung an IFRS 9 veröffentlicht, mit der er sein neues allgemeines Modell für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen in den Standard einfügt. Damit wurde eine weitere Phase im IASB-Projekt zur Ablösung von IAS 39 abgeschlossen. Mit der Ergänzung von IFRS 9 wird der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 gestrichen. Dieser wird erst dann festgelegt, wenn der Standard vollständig vorliegt, d.h. unter Einschluss des neuen Wertminderungsmodells und der begrenzten Änderungen in Bezug auf Klassifizierung und Bewertung. Der neue Standard wurde bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen (endorsed). Die Anwendung des IFRS 9 kann Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Konzernabschluss ändern. Wenn der endgültige Standard einschließlich aller Phasen veröffentlicht ist, wird der Konzern die Auswirkung in Verbindung mit den anderen Phasen quantifizieren.

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 10 "Konzernabschlüsse". IFRS 10 ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" zur Konzernrechnungslegung und beinhaltet Fragestellungen, die bislang in SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" geregelt wurden. IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmen einschließlich der Zweckgesellschaften Anwendung findet. Die mit IFRS 10 eingeführten Änderungen erfordern gegenüber der bisherigen Rechtslage erhebliche Ermessensausübungen des Managements bei der Beurteilung der Frage, über welche Unternehmen im Konzern Beherrschung ausgeübt wird und ob diese daher im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. Der Standard wurde im Dezember 2012 von der EU in Europäisches Recht übernommen und ist aufgrund des EU-Endorsements verpflichtend für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2014 anzuwenden. Aus der Anwendung des IFRS 10 werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft erwartet.

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen". IFRS 11 ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Mit IFRS 11 wird das bisherige Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen aufgehoben. Diese Unternehmen werden künftig allein ,at equity' in den Konzernabschluss einbezogen. Der Standard wurde im Dezember 2012 von der EU in Europäisches Recht übernommen und ist aufgrund des EU-Endorsements verpflichtend für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2014 anzuwenden. Die Anwendung des neuen Standards wird keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft haben.

Im Mai 2011 hat das IASB den Standard IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" veröffentlicht. Der Standard regelt einheitlich die Angabepflichten für den Bereich der Konzernrechnungslegung und konsolidiert die Angaben für Tochterunternehmen, die bislang in IAS 27 geregelt waren, die Angaben für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen, welche sich bislang in IAS 31 bzw. IAS 28 befanden, sowie für strukturierte Unternehmen. Des Weiteren werden neue Angabeerfordernisse formuliert. Der Standard wurde im Dezember von der EU in Europäisches Recht übernommen und ist aufgrund des EU-Endorsements verpflichtend für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2014 anzuwenden. Die Anwendung des neuen Standards wird keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft haben.

Im November 2013 hat das IASB Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht. Die Änderung regelt die Erfassung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zum Pensionsplan als Reduktion des Dienstzeitaufwands, sofern diese die in der Berichtsperiode erbrachte Leistung widerspiegeln. Die Änderungen sind rückwirkend für Berichtsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen, anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Änderungen sind bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Die Anwendung dieser Änderung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Mit der Verabschiedung von IFRS 10 und IFRS 12 beschränkt sich der Anwendungsbereich von IAS 27, der im Mai 2011 in "Einzelabschlüsse" umbenannt wurde, allein auf die Bilanzierung von Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen in separaten Einzelabschlüssen eines Unternehmens. Der Standard wurde im Dezember 2012 von der EU in Europäisches Recht übernommen und ist aufgrund des EU-Endorsements verpflichtend für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2014 anzuwenden. Der Konzern stellt einen solchen Einzelabschluss nicht auf.

Mit der Verabschiedung von IFRS 11 und IFRS 12 wurde IAS 28 in "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" im Mai 2011 umbenannt und der Regelungsbereich, der sich bislang auf die assoziierten Unternehmen beschränkte, auf die Anwendung der Equity-Methode auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet. Der Standard wurde im Dezember 2012 von der EU in Europäisches Recht übernommen und ist aufgrund des EU-Endorsements verpflichtend für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2014 anzuwenden. Die Änderungen werden keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft haben.

Im Dezember 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" veröffentlicht. Die Änderung stellt die Formulierung "hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf Verrechnung" klar. Des Weiteren präzisiert sie die Anwendung der Saldierungskriterien des IAS 32 auf Abwicklungssysteme (wie z.B. zentrale Clearingstellen), die einen Bruttoausgleich vornehmen, bei dem die einzelnen Geschäftsvorfalle nicht gleichzeitig stattfinden. Der überarbeitete Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU in Europäisches Recht übernommen (endorsed). Der geänderte Standard wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Im Mai 2013 hat das IASB Änderungen zu IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" veröffentlicht. Der geänderte Standard beseitigt die unbeabsichtigten Folgen von IFRS 13 für die Angabepflichten gemäß IAS 36. Darüber hinaus fordert die Änderung eine Angabe des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, für die unterjährig Wertminderungen oder Wertaufholungen erfasst wurden. Die Änderung ist rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 13 auch angewandt wird. Der geänderte Standard wurde im Dezember 2013 von der EU in Europäisches Recht übernommen. Der Standard kann in künftigen Perioden zu geänderten bzw. zusätzlichen Angabepflichten führen.

Im Juni 2013 hat das IASB Änderungen zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" veröffentlicht. Die Änderung ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die Fortführung der Sicherungsbilanzierung in Fällen, in denen als Sicherungsinstrument designierte Derivate aufgrund gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Bestimmungen auf eine zentrale Clearingstelle übertragen werden (Novation). Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Der geänderte Standard wurde im Dezember 2013 von der EU in Europäisches Recht übernommen. Die Anwendung des geänderten Standards wird keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft haben.

Im Dezember 2013 veröffentlichte das IASB im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projekts einen weiteren Sammelstandard "Improvements to IFRSs". Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen, anzuwenden. Die Änderungen sind bisher noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed). Die Änderungen werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Das IASB hat weitere Standards und Interpretationen veröffentlicht, die zwischenzeitlich von der EU in Europäisches Recht übernommen worden (endorsed) sind und auch solche, die noch nicht übernommen wurden. Diese haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von EPCOS.

6.8 Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen beliefen sich für die am 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahre auf:

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013
Umsatzerlöse    
TDK Konzern 51.473 54.963
Andere Gesellschaften 11.308 16.825
  62.781 71.788
Bezüge von Vorräten und Leistungen    
TDK Konzern (239.191) (154.998)
Andere Gesellschaften (1.531) (1.696)
  (240.722) (156.694)

Die Umsatzerlöse mit anderen nahe stehenden Unternehmen der Geschäftsjahre 2014 und 2013 entfallen auf die Anhui Feida Industry Stock Co., Ltd., Ningguo City, China.

Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt.

Die in den Konzernbilanzen ausgewiesenen sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. Finanzierungstätigkeit gegen bzw. gegenüber nahe stehenden Unternehmen beliefen sich zum 31. März 2014 bzw. 2013 auf:

Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber nahe stehenden Unternehmen

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013
TDK Konzern    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/sonstige Forderungen 12.641 10.450
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/sonstige Verbindlichkeiten (45.043) (63.679)
Verbindlichkeiten aus kurzfristiger Finanzierung (250.774) (320.619)
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (270.682) (200.000)
Assoziierte Unternehmen    
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing - (23.406)
Andere Gesellschaften    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/sonstige Forderungen 5.251 5.707
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/sonstige Verbindlichkeiten (131) (1.188)

Die Geschäfte mit nahe stehenden Personen beliefen sich für die am 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahre auf:

Geschäfte mit nahe stehenden Personen

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013
Umsatzerlöse    
Mitglieder des Aufsichtsrats - 1.594

Die Bezüge von solchen Unternehmen, die direkt oder indirekt Mitgliedern des Aufsichtsrats zuzurechnen sind, erfolgen dabei zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Die Transaktionen der Jahre 2014 und 2013 waren weder für die Gesellschaft noch für die Unternehmen, die Mitgliedern des Aufsichtsrats zuzurechnen sind, wesentlich.

Bezüglich der Angaben zu Vergütungen für Mitglieder des Managements bzw. Personen in Schlüsselpositionen verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht im Abschnitt 6.1.5.

6.9 Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die Zinserträge und Zinsaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

Zinserträge und Zinsaufwendungen

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013*
Zinserträge 3.783 4.311
Zinsaufwendungen (30.225) (30.187)

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

In dem zum 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahr ist kein Zinsergebnis enthalten, das auf zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Schulden entfällt.

6.10 Übrige finanzielle Erträge und Aufwendungen

Insbesondere Ergebnisse aus Sicherungsgeschäften, die nicht in direktem Zusammenhang mit der operativen Tätigkeit der Gesellschaft stehen, werden unter diesem Posten ausgewiesen.

6.11 Sonstige Aufwendungen und Erträge einschließlich Wechselkursgewinne und -verluste

Die sonstigen Aufwendungen der Geschäftsjahre 2014 bzw. 2013 betragen 28,1 Millionen EUR bzw. 18,1 Millionen EUR. Die sonstigen Erträge der entsprechenden Geschäftsjahre belaufen sich auf 26,4 Millionen EUR bzw. 10,8 Millionen EUR.

In den sonstigen Aufwendungen der Geschäftsjahre 2014 und 2013 sind im Wesentlichen Kosten für geplante Kapazitätsreduzierungen bei Konzerngesellschaften ausgewiesen.

Die sonstigen Erträge des Geschäftsjahr 2014 beinhalten Erträge aus der Veräußerung von Geschäftseinheiten von 16,8 Millionen EUR. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2014 ein Gewinn aus der Veräußerung des assoziierten Unternehmens Becromal Properties ehf, Reykjavik, Island, in Höhe von 2,5 Millionen EUR realisiert. Die sonstigen Erträge des Geschäftsjahres 2014 bzw. 2013 enthalten Forschungsprämien in Österreich in Höhe von 3,1 Millionen EUR bzw. 3,1 Millionen EUR.

Das Wechselkursergebnis beläuft sich für die Geschäftsjahre 2014 bzw. 2013 auf minus 7,8 Millionen EUR bzw. 0,6 Millionen EUR.

6.12 Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte

6.12.1 Anlagespiegel

Der Anlagespiegel zeigt die Entwicklung der Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerte sowie der Finanzanlagen:

Anschaffungs- und Herstellungskosten

zum 31. März (in Tausend EUR) 2012 Zugänge Umbuchungen Abgänge Währungsanpassung 2013
Goodwill 33.684 - - - 415 34.099
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 85.478 3.645 - (664) 620 89.079
Selbst erstellte immaterielle 25.112 3.050 - (1.550) - 26.612
Vermögenswerte            
Immaterielle Vermögenswerte 144.274 6.695 - (2.214) 1.035 149.790
Grundstücke 9.381 - - - (42) 9.339
Gebäude 182.886 16.349 4.452 (470) 922 204.139
Technische Anlagen, Maschinen und sonstige Anlagen 1.922.587 112.601 50.341 (62.202) 3.106 2.026.433
Anlagen im Bau 83.961 21.979 (54.793) (337) (221) 50.589
Sachanlagen 2.198.815 150.929 - (63.009) 3.765 2.290.500
Assoziierte Unternehmen 5.408 928 - - 233 6.569
Anteile an verbundenen Unternehmen 778 71 - - - 849
Sonstige Finanzanlagen 10.090 1.048 - (1.487) - 9.651
Finanzanlagen 16.276 2.047 - (1.487) 233 17.069

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen

zum 31. März (in Tausend EUR) 2012 Zugänge Abgänge Währungsanpassung 2013
Goodwill 14.906 - - - 14.906
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 53.638 7.040 (627) 12 60.063
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 4.434 1.626 (1.550) - 4.510
Immaterielle Vermögenswerte 72.978 8.666 (2.177) 12 79.479
Grundstücke 272 79 - - 351
Gebäude 57.257 6.629 (421) 26 63.491
Technische Anlagen, Maschinen und sonstige Anlagen 1.438.190 120.429 (60.649) 282 1.498.252
Anlagen im Bau 1.099 - - - 1.099
Sachanlagen 1.496.818 127.137 (61.070) 308 1.563.193
Assoziierte Unternehmen - - - - -
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
Sonstige Finanzanlagen - - - - -
Finanzanlagen - - - - -

Buchwert, netto

zum 31. März (in Tausend EUR) 2013 2012
Goodwill 19.193 18.778
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 29.016 31.840
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 22.102 20.678
Immaterielle Vermögenswerte 70.311 71.296
Grundstücke 8.988 9.109
Gebäude 140.648 125.629
Technische Anlagen, Maschinen und sonstige Anlagen 528.181 484.397
Anlagen im Bau 49.490 82.862
Sachanlagen 727.307 701.997
Assoziierte Unternehmen 6.569 5.408
Anteile an verbundenen Unternehmen 849 778
Sonstige Finanzanlagen 9.651 10.090
Finanzanlagen 17.069 16.276

Anschaffungs- und Herstellungskosten

zum 31. März (in Tausend EUR) 2013 Zugänge Umbuchungen Abgänge Währungsanpassung 2014
Goodwill 34.099 - - - (402) 33.697
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 89.079 8.777 471 (7.977) (904) 89.446
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 26.612 - (471) (17.104) - 9.037
Immaterielle Vermögenswerte 149.790 8.777 - (25.081) (1.306) 132.180
Grundstücke 9.339 - - (7) (217) 9.115
Gebäude 204.139 7.395 2.717 (1.459) (5.349) 207.443
Technische Anlagen, Maschinen und sonstige Anlagen 2.026.433 165.127 38.326 (79.096) (18.324) 2.132.466
Anlagen im Bau 50.589 6.076 (41.043) (969) (2.681) 11.972
Sachanlagen 2.290.500 178.598 - (81.531) (26.571) 2.360.996
Assoziierte Unternehmen 6.569 197 - (6.628) (138) -
Anteile an verbundenen Unternehmen 849 - - - - 849
Sonstige Finanzanlagen 9.651 3.116 - (1.512) - 11.255
Finanzanlagen 17.069 3.313 - (8.140) (138) 12.104

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen

zum 31. März (in Tausend EUR) 2013 Zugänge Abgänge Währungsanpassung 2014
Goodwill 14.906 3.943 - (10) 18.839
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 60.063 6.157 (5.108) (99) 61.013
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 4.510 3.320 - - 7.830
Immaterielle Vermögenswerte 79.479 13.420 (5.108) (109) 87.682
Grundstücke 351 30 - - 381
Gebäude 63.491 7.395 (1.459) (391) 69.036
Technische Anlagen, Maschinen und sonstige Anlagen 1.498.252 107.389 (74.246) (5.238) 1.526.157
Anlagen im Bau 1.099 641 - - 1.740
Sachanlagen 1.563.193 115.455 (75.705) (5.629) 1.597.314
Assoziierte Unternehmen - - - - -
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
Sonstige Finanzanlagen - - - - -
Finanzanlagen - - - - -

Buchwert, netto

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013
Goodwill 14.858 19.193
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 28.433 29.016
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 1.207 22.102
Immaterielle Vermögenswerte 44.498 70.311
Grundstücke 8.734 8.988
Gebäude 138.407 140.648
Technische Anlagen, Maschinen und sonstige Anlagen 606.309 528.181
Anlagen im Bau 10.232 49.490
Sachanlagen 763.682 727.307
Assoziierte Unternehmen - 6.569
Anteile an verbundenen Unternehmen 849 849
Sonstige Finanzanlagen 11.255 9.651
Finanzanlagen 12.104 17.069

Bei den unter den sonstigen Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapieren handelt es sich vorwiegend um Fondsanteile, die als Available-for-Sale-Securities gemäß IAS 39 definiert werden. Die Fondsanteile haben kein festgelegtes Laufzeitende.

Zum 31. März 2014 sind Sachanlagen in Höhe von 16,6 Millionen EUR als Sicherheiten verpfändet worden (31. März 2013: 17,2 Millionen EUR).

6.12.2 Sachanlagen

Abschreibungen auf Sachanlagen

Für die am 31. März 2014 und 2013 endenden Geschäftsjahre beliefen sich die Abschreibungen auf Sachanlagen auf 107,2 Millionen EUR und 125,1 Millionen EUR. Liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass die Buchwerte wertgemindert sein könnten, so wird ein Wertminderungstest durchgeführt. Maßgeblich ist der erzielbare Betrag, der dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert entspricht. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert des erwarteten Cashflows der jeweiligen Cash Generating Units, die bei EPCOS den Geschäftsbereichen entsprechen. Sofern der erzielbare Betrag niedriger als der Buchwert ist, wird eine Wertberichtigung der Sachanlage durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2014 bzw. 2013 sind unter den Abschreibungen Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 8,2 Millionen EUR bzw. 2,0 Millionen EUR enthalten, die auf geplante Kapazitätsreduzierungen bei Konzerngesellschaften entfallen. Die Wertminderungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige Aufwendungen und Erträge" erfasst und entfallen im Geschäftsjahr 2014 mit 7,3 Millionen EUR bzw. im Geschäftsjahr 2013 mit 2,0 Millionen EUR auf technische Anlagen, Maschinen und sonstige Anlagen. Im Geschäftsjahr 2014 wurden zudem Wertminderungen von 0,6 Millionen EUR auf Anlagen im Bau und 0,3 Millionen EUR auf Gebäude vorgenommen.

Wertaufholung auf Sachanlagen

Ergäbe sich für eine Sachanlage nach vorgenommener Wertminderung ein höherer erzielbarer Betrag, erfolgte eine Wertaufholung bis maximal auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne Wertminderung ergeben hätte. Für die am 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahre wurde keine Wertaufholung vorgenommen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Kumulierte Zuwendungen der öffentlichen Hand betragen in den zum 31. März 2014 und 2013 endenden Geschäftsjahren 4,2 Millionen EUR und 3,3 Millionen EUR. Sie mindern die historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, da sie einzelnen Vermögenswerten zugeordnet werden können bzw. für diese Vermögenswerte gewährt worden sind. Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen im Wesentlichen staatliche Investitionszuschüsse für technische Anlagen, Maschinen und andere Anlagen. Die Gewährung der Zuwendungen der öffentlichen Hand ist an weitere Kriterien, wie z.B. die Schaffung einer bestimmten Anzahl an Arbeitsplätzen, gebunden.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten vom Zeitpunkt der Anschaffung bzw. Herstellung bis zum Zeitpunkt der Nutzung entstehen, werden aktiviert. Diese Aktivierung erhöht die Bemessungsgrundlage für die laufende nutzungsbedingte Abschreibung des qualifizierten Vermögenswertes entsprechend. Bei spezifischer Fremdfinanzierung finden die spezifischen Fremdkapitalkosten Berücksichtigung. Bei nicht spezifischer Finanzierung wurde ein konzerneinheitlicher Fremdfinanzierungskostensatz von 2,34 Prozent (Vorjahr: 2,28 Prozent) zugrunde gelegt. In den zum 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahren wurden Fremdkapitalkosten in unwesentlicher Höhe aktiviert.

6.12.3 Goodwill

Nach den Regelungen des IAS 36 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich, oder wenn Indikatoren auf eine Wertminderung hinweisen, auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft.

Die Gesellschaft verwendet Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Die Cashflow-Prognosen und sonstige bewertungsrelevante Annahmen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf den besten vom Management vorgenommenen Einschätzungen über die zukünftigen Entwicklungen. Dieser Wertminderungstest erfolgt auf Ebene der Cash Generating Units, die den Geschäftsbereichen von EPCOS entsprechen. Die Basis des im vierten Quartal des Geschäftsjahres durchgeführten Wertminderungstests ist die Planung für den jeweiligen Geschäftsbereich. Die Abzinsung erfolgt zum gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz nach Steuern (WACC) von 8,4 bis 9,3 Prozent (Vorjahr: 8,12 Prozent) unter Zugrundelegung einer Wachstumsrate von 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent). Eine Wertminderung läge dann vor, wenn der erzielbare Betrag als der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert kleiner als der Buchwert des Geschäftsbereichs wäre.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von 3,9 Millionen EUR in Zusammenhang mit dem Verkauf der Tune-IC-Geschäftsaktivitäten erfasst. Die Wertminderungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige Aufwendungen und Erträge" erfasst.

Die Gesellschaft ist darüber hinaus im Rahmen des durchgeführten Wertminderungstests der Geschäfts- oder Firmenwerte zu dem Ergebnis gekommen, dass für den vorliegenden Abschluss die Erfassung eines weiteren Wertminderungsaufwands nicht notwendig war. Die Nutzungswerte aller Cash Generating Units übersteigen jeweils ihre Buchwerte. Auch nach Durchführung einer Sensitivitätsanalyse durch Verringerung der Wachstumsrate und Erhöhung des WACCs um jeweils 25 Basispunkte (Vorjahr: 25 Basispunkte) ergab sich kein Wertminderungsbedarf.

6.12.4 Sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte

In den Konzernabschlüssen zum 31. März 2014 und 2013 sind folgende Kategorien sonstiger erworbener immaterieller Vermögenswerte enthalten:

Sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte (endliche Lebensdauer)

zum 31. März (in Tausend EUR) 31. März 2014 31. März 2013
  Brutto Netto Brutto Netto
Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 66.792 15.493 65.600 14.015
Kundenstamm 4.777 - 4.777 558
Sonstige 17.877 12.940 18.702 14.443
Summe Immaterielle Vermögenswerte 89.446 28.433 89.079 29.016

Abschreibungen auf sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte

Die planmäßigen Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte (endliche Lebensdauer) für die am 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahre beliefen sich auf insgesamt 4,9 Millionen EUR bzw. 5,2 Millionen EUR und wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen mit einem Betrag von 3,9 Millionen EUR bzw. 3,9 Millionen EUR unter dem Posten Umsatzkosten und mit einem Betrag von 0,7 Millionen EUR bzw. 1,0 Millionen EUR unter dem Posten Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass die Buchwerte wertgemindert sein könnten, so wird ein Wertminderungstest durchgeführt. Maßgeblich ist der erzielbare Betrag, der dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert entspricht. Sofern der erzielbare Betrag niedriger als der Buchwert ist, wird eine Wertberichtigung durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2014 sind außerplanmäßige Wertminderungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,2 Millionen EUR enthalten (Vorjahr: 1,9 Millionen EUR), die auf geplante Kapazitätsreduzierungen bei Konzerngesellschaften entfallen. Die Wertminderungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige Aufwendungen und Erträge" erfasst.

Nach Ablauf der planmäßigen Nutzungsdauer werden Restwerte für diese immateriellen Vermögenswerte zudem nicht erwartet. Patente werden gemäß ihrer Patenturkunde bzw. wie der Kundenstamm über maximal zehn Jahre und Lizenzen laut Vertrag abgeschrieben. Veränderungen dieser Nutzungsdauern waren nicht vorzunehmen. Mit Ausnahme des Goodwills sind im Konzernabschluss keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer ausgewiesen.

6.12.5 Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

In den Konzernabschlüssen zum 31. März 2014 und 2013 sind folgende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte enthalten:

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (endliche Lebensdauer)

zum 31. März (in Tausend EUR) 31. März 2014 31. März 2013
  Brutto Netto Brutto Netto
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 9.037 1.207 26.612 22.102

Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

Für die am 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahre beliefen sich die planmäßigen Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte auf 1,2 Millionen EUR bzw. 1,6 Millionen EUR, die in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzkosten erfasst wurden.

EPCOS überprüft selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte mindestens einmal jährlich auf Hinweise auf mögliche Wertminderungen. Noch nicht nutzungsbereite selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mindestens einmal im Jahr auf eine Wertminderung überprüft, indem der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag verglichen wird. Dabei verwendet die Gesellschaft Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf den besten vom Management vorgenommenen Einschätzungen über die zukünftigen Entwicklungen. Diese Prämissen können einen erheblichen Einfluss haben. Dieser Wertminderungstest erfolgt auf Ebene der einzelnen Projekte, wobei zugehörige Sachanlagen mit einbezogen werden. Basis sind die künftigen korrespondierenden Zahlungsströme der diesen Projekten zurechenbaren Vermögenswerte. Der Zeitraum der künftigen Zahlungsströme wird durch die Lebensdauer der Vermögenswerte bestimmt. Eine Wertminderung läge dann vor, wenn der Nutzungswert kleiner als der Buchwert des Geschäftsbereichs wäre.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Wertminderungen von 2,2 Millionen EUR auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte erfasst, die auf die Veräußerung von Vermögenswerten der Tune-IC-Geschäftsaktivitäten entfallen. Die Wertminderungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige Aufwendungen und Erträge" erfasst. EPCOS ist zu dem Ergebnis gekommen, dass im Geschäftsjahr 2013 Wertminderungen nicht notwendig waren.

6.13 Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen wurden mit Wirkung zum 30. Juni 2013 vollständig veräußert (vgl. Abschnitt 6.4.3).

Die in den Konzernabschlüssen zum 31. März 2014 und 2013 einbezogenen assoziierten Unternehmen weisen folgende Kennzahlen aus (Angaben jeweils für 100 Prozent, nicht auf den Anteil des EPCOS Konzerns gerechnet):

Kennzahlen der assoziierten Unternehmen

(in Millionen EUR) 2014 2013
Vermögenswerte - 31,7
Schulden - 15,3
Umsatzerlöse 0,8* 3,2
Periodenergebnis 0,5* 2,3

* anteilige Werte bis 30. Juni 2013

6.14 Vorräte, netto

Vorräte, netto

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 99.374 114.585
Unfertige Erzeugnisse 63.792 57.264
Fertige Erzeugnisse 141.554 152.824
Vorräte gesamt, netto 304.720 324.673

Die Vorräte zum 31. März 2014 bzw. 2013 sind netto ausgewiesen unter Berücksichtigung der Wertberichtigungen in Höhe von 47,5 Millionen EUR bzw. 33,1 Millionen EUR. Zum 31. März 2014 und 2013 befinden sich von den oben ausgewiesenen Vorräten 48,0 Millionen EUR bzw. 42,8 Millionen EUR in Kundenkonsignationslagern.

In den Vorräten zum 31. März 2014 bzw. 2013 sind aufgrund von Preis-, Mengen- und Technikrisiken wertgeminderte Vorräte in Höhe von 116,2 Millionen EUR bzw. 119,2 Millionen EUR zu Nettoveräußerungswerten ausgewiesen.

Zum 31. März 2014 und 2013 sind keine Vorräte als Sicherheiten verpfändet worden.

Der Materialaufwand in den zum 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahren belief sich auf 754,0 Millionen EUR bzw. 727,8 Millionen EUR.

Folgende Entwicklung ergab sich bei den Wertminderungen für Vorräte für die am 31. März 2014 und 2013 abgeschlossenen Geschäftsjahre:

Wertminderung Vorräte

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013
Wertminderung, Beginn des Geschäftsjahres 33.096 34.478
Erhöhung Wertminderung 32.786 18.710
Verbrauch und sonstiges (16.900) (20.342)
Währungsanpassung (1.461) 250
Wertminderung, Ende des Geschäftsjahres 47.521 33.096

6.15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach Abzug von Wertberichtigungen für Ausfallrisiken von Forderungen ausgewiesen. Zum 31. März 2014 und 2013 sind keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Sicherheit an Dritte verpfändet worden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe kurzfristig.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen für die am 31. März 2014 und 2013 endenden Geschäftsjahre:

Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013
Wertberichtigung für Ausfallrisiken von Forderungen, Beginn des Geschäftsjahres 2.586 4.353
Veränderung, netto, zur Wertberichtigung 905 (1.252)
Verbrauch der Wertberichtigung durch Forderungsausbuchung (384) (522)
Währungsanpassung und sonstiges (38) 7
Wertberichtigung für Ausfallrisiken von Forderungen, Ende des Geschäftsjahres 3.069 2.586

Sämtliche zweifelhafte Forderungen wurden individuell wertberichtigt.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto, für die am 31. März 2014 und 2013 endenden Geschäftsjahre setzt sich wie folgt zusammen:

Altersstruktur Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013
Noch nicht fällig 297.083 312.227
Weniger als 30 Tage fällig 22.378 23.232
Seit 30 bis 90 Tage fällig 3.837 1.800
Mehr als 90 Tage fällig 1.312 776
Gesamt 324.610 338.035

In den zum 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahren wurden keine Forderungen verkauft.

6.16 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum 31. März 2014 in Höhe von 1,8 Millionen EUR und zum 31. März 2013 in nur unwesentlicher Höhe verfügungsbeschränkt.

6.17 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten zum 31. März 2014 bzw. 2013 Forderungen gegenüber Lieferanten in Höhe von 2,4 Millionen EUR bzw. 2,3 Millionen EUR sowie positive Marktwerte aus Derivaten in Höhe von 4,5 Millionen EUR bzw. 4,0 Millionen EUR. Zum 31. März 2014 bzw. 2013 sind des Weiteren Forderungen aus vertraglich vereinbarten Zuschüssen in Höhe von 1,1 Millionen EUR bzw. 1,2 Millionen EUR aktiviert.

6.18 Übrige kurzfristige Vermögenswerte

Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten zum 31. März 2014 bzw. 2013 im Wesentlichen Steuerforderungen (mit Ausnahme von Ertragsteuerforderungen) in Höhe von 28,0 Millionen EUR bzw. 32,2 Millionen EUR sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 3,0 Millionen EUR bzw. 4,0 Millionen EUR. Des Weiteren beinhalten die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte Forderungen gegenüber der öffentlichen Hand in Höhe von 6,3 Millionen EUR bzw. 2,5 Millionen EUR.

6.19 Eigenkapital

(1) Grundkapital

Die Gesellschaft verfügt zum 31. März 2014 über ein voll eingezahltes Grundkapital von 66.682.270 EUR, eingeteilt in 66.682.270 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1 EUR je Stück.

(2) Bedingtes Kapital

Die Gesellschaft verfügt zum 31. März 2014 bzw. 2013 über kein Bedingtes Kapital.

(3) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der EPCOS AG.

(4) Gewinnrücklage

Wesentlicher Bestandteil der Gewinnrücklagen sind die in vergangenen Geschäftsjahren erzielten und nicht ausgeschütteten Ergebnisse der EPCOS AG sowie Ergebnisse von Tochtergesellschaften, die während deren Konzernzugehörigkeit erwirtschaftet worden sind. Zusätzlich sind die Effekte aus der Umstellung von US-GAAP auf IFRS mit Stichtag zum 1. Oktober 2006 unter diesem Posten erfasst.

Gemäß Aktiengesetz ergibt sich grundsätzlich der an die Anteilseigner ausschüttungsfähige Betrag aus dem Bilanzgewinn der Gesellschaft gemäß dem Einzelabschluss nach dem Handelsgesetzbuch. Dieses Bilanzergebnis belief sich zum 31. März 2014 bzw. 2013 auf 0 EUR.

(5) Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Hält die EPCOS AG bei konsolidierten Tochtergesellschaften weniger als 100 Prozent der Anteile, so werden die entsprechenden Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in der Konzernbilanz unter Berücksichtigung auf sie entfallender Periodenergebnisse gesondert ausgewiesen.

(6) Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement der EPCOS AG dient der Strategie eines ertragsorientierten Wachstums, um den Unternehmenswert des EPCOS Konzerns zu erhöhen. Grundlage dazu ist eine ausgewogene Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die EPCOS AG unterliegt dabei keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Wesentliche Ziele des Kapitalmanagements sind dabei die Sicherstellung einer nachhaltigen Unternehmensfortführung, die Wiedergewinnung einer ausgewogenen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und damit die Rückkehr zu einer risikoadäquaten Verzinsung der durch die Aktionäre eingelegten Mittel. Die Steuerung des Kapitals wird sowohl über einen zweckgerichteten Einsatz von Fremdkapital als auch über eine angemessene Dividendenpolitik vollzogen.

Wesentliche Kennzahlen, nach denen die Gesellschaft die Steuerung und Zuteilung der Ressourcen im EPCOS Konzern regelt, sind das Operating Profit, das Ergebnis vor Steuern nach Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Profit before tax after invested capital interest - PbT after ICI) sowie der Verschuldungsgrad.

Der Verschuldungsgrad ist definiert als das Verhältnis der Finanzschulden inklusive Pensionsverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Eigenkapital.

Der Verschuldungsgrad ergibt sich zum 31. März 2014 bzw. 2013 wie folgt:

Verschuldungsgrad

zum 31. März (in Millionen EUR bzw. in Prozent) 2014 2013*
Kurzfristige Finanzschulden 324 372
Langfristige Finanzschulden 314 260
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 323 304
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (170) (155)
Eigenkapital 434 490
Verschuldungsgrad (in Prozent) 182 159

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Das Ergebnis vor Steuern nach Verzinsung des eingesetzten Kapitals ergibt sich in den Geschäftsjahren wie folgt:

Ergebnis vor Steuern nach Verzinsung des eingesetzten Kapitals

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Millionen EUR) 2014 2013*
Bruttoergebnis vom Umsatz 338 245
Vertriebskosten (157) (160)
Forschungs- und Entwicklungskosten (109) (114)
Allgemeine Verwaltungskosten (12) (10)
Operating Profit 60 (39)
Zinsen für Pensionen (11) (11)
Saldo sonstiger Erträge und Aufwendungen inklusive Wechselkurseffekt auf ausgewählte Bilanzpositionen (23) (6)
Kalkulatorische Zinsen auf eingesetztes Kapital (42) (36)
Ergebnis vor Steuern nach Verzinsung des eingesetzten Kapitals (16) (92)

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Das eingesetzte Kapital setzt sich zusammen aus dem Nettoumlaufvermögen, dem Sachanlagevermögen ohne Grundstücke und Gebäude sowie den immateriellen Vermögenswerten ohne Goodwill abzüglich der Pensionsverbindlichkeiten.

Kalkulatorische Zinsen auf eingesetztes Kapital

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Millionen EUR) 2014 2013
Durchschnittlich eingesetztes Kapital des Geschäftsjahres 714 719
Interner Zinsaufwand auf durchschnittlich eingesetztes Kapital (6% p.a.) 43 43
Interner Zinsertrag auf aufgelaufene Gewinnrücklagen (6% p.a.) (1) (7)
Saldierte kalkulatorische Zinsen auf durchschnittlich eingesetztes Kapital 42 36

6.20 Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden

Der Vorstand hat beschlossen, den zum 31. März 2014 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag der EPCOS AG durch Entnahme von 23,6 Millionen EUR aus den anderen Gewinnrücklagen, die nach Wirksamkeit des Beherrschungsvertrags mit der TDK Germany GmbH, Düsseldorf, entstanden sind, auszugleichen.

6.21 Sonstige Rückstellungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Sonstige Rückstellungen

(in Tausend EUR) 31. März 2013* Zuführungen Auf-/Abzinsung Verbrauch Auflösung Sonstiges/ Währungsanpassung 31. März 2014
Personalbezogene Rückstellungen 17.954 16.514 174 (12.780) (2.045) (92) 19.725
Drohende Verluste aus Verkaufsverträgen 5.956 4.029 - (852) (3.179) (223) 5.731
Gewährleistungsrückstellungen 9.467 6.873 - (813) (1.061) (913) 13.553
Rückbauverpflichtung 6.774 200 367 - (816) (4) 6.521
Übrige Rückstellungen 6.423 7.681 - (3.615) (1.924) (218) 8.347
Sonstige Rückstellungen, gesamt 46.574 35.297 541 (18.060) (9.025) (1.450) 53.877

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Die Fristigkeit der sonstigen Rückstellungen ergibt sich wie folgt:

Fristigkeit der sonstigen Rückstellungen

(in Tausend EUR) 31. März 2014 31. März 2013*
  Gesamt Fällig binnen eines Jahres Gesamt Fällig binnen eines Jahres
Personalbezogene Rückstellungen 19.725 12.534 17.954 10.099
Drohende Verluste aus Verkaufsverträgen 5.731 5.731 5.956 5.956
Gewährleistungsrückstellungen 13.553 13.553 9.467 9.467
Rückbauverpflichtung 6.521 - 6.774 -
Übrige Rückstellungen 8.347 7.542 6.423 5.094
Sonstige Rückstellungen, gesamt 53.877 39.360 46.574 30.616

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Die zum 31. März 2014 bzw. 2013 passivierten Personalrückstellungen beinhalten mit 5,7 Millionen EUR bzw. 9,1 Millionen EUR im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit und Abfindungen sowie mit 9,7 Millionen EUR bzw. 7,1 Millionen EUR Jubiläumsrückstellungen.

6.22 Lang- und kurzfristige Finanzschulden

6.22.1 Finanzierung

Die Gesellschaft verfügt am 31. März 2014 über eine Kreditlinie der TDK Europe S.A. mit Sitz in Luxemburg in Höhe von 450,0 Millionen EUR. Diese Linie war zum 31. März 2014 mit 450,0 Millionen EUR bzw. zum 31. März 2013 mit 450,0 Millionen EUR in Anspruch genommen.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft eine Reihe von weiteren Kreditlinien zum 31. März 2014 in Höhe von 124,4 Millionen EUR bzw. zum 31. März 2013 in Höhe von 105,2 Millionen EUR bei internationalen und nationalen Bankinstituten. Diese Kreditlinien wurden zum 31. März 2014 in Höhe von 74,1 Millionen EUR bzw. zum 31. März 2013 in Höhe von 58,1 Millionen EUR in Anspruch genommen.

6.22.2 Kurzfristige Finanzschulden

Die kurzfristigen Finanzschulden zum 31. März 2014 bzw. 31. März 2013 betrugen 323,7 Millionen EUR bzw. 371,9 Millionen EUR. In den zum 31. März 2014 bzw. zum 31. März 2013 ausgewiesenen kurzfristigen Finanzschulden sind Verbindlichkeiten gegenüber dem TDK Konzern in Höhe von 250,7 Millionen EUR bzw. 320,6 Millionen EUR enthalten. Weiterhin bestehen die sonstigen kurzfristigen Kredite aus teilweise besicherten Bankkrediten. Die kurzfristigen Finanzschulden betreffen verschiedene Betriebsmittelkredite von Banken und TDK zu einem gewogenen durchschnittlichen Zinssatz von 1,30 Prozent im Geschäftsjahr 2014 sowie 1,36 Prozent im Geschäftsjahr 2013.

6.22.3 Langfristige Finanzschulden

Die langfristigen Finanzschulden stellen sich wie folgt dar:

Langfristige Finanzschulden

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013
Langfristige Finanzverbindlichkeiten gesamt 328.350 262.742
Abzüglich kurzfristig fällige Beträge 14.137 3.011
Langfristige Finanzverbindlichkeiten ohne kurzfristig fällige Beträge 314.213 259.731

Details zu Währungen, Zinssätzen, Fälligkeiten und Darlehensgebern zeigt die folgende Tabelle:

Langfristige Finanzschulden inklusive kurzfristiger Anteile (Darlehen)

zum 31. März 2014 (Währungen in Millionen)    
Darlehenssumme EUR- Äquivalent Zinssatz (in %) Fälligkeit (Kalenderjahr) Darlehensgeber
EUR 8,8 8,8 -0,86 bis 2,00 2014 bis 2019 Österreichische Bankenkonsortium sowie staatliche Institutionen
EUR 9,1 9,1 6,0 2022 Gewerbepark Heidenheim GmbH
EUR 200,0 200,0 1,7 2017 TDK Europe S.A.
CNY 39,7 4,7 10,66 2022 China/Wuxi - Wuxi-Singapore Industrial Park Development Co., Ltd.
BRL 25,2 8,1 8,00 2014 Brasilien - BNDS/BRADESCO-ITAÚ-UNIBANCO
EUR 0,8 0,8 0,00 2018 bis 2023 Spanien - verschiedene Darlehen staatlicher Stellen
USD 30,1 21,9 14,29 2039 Island - Finanzierungs-Leasing mit Krossanes Eignir ehf
EUR 3,7 3,7 18,47 2039 Island - Finanzierungs-Leasing mit Norak ehf
EUR 0,5 0,5 0,887 2015 GEFA-Leasing GmbH

Langfristige Finanzschulden inklusive kurzfristiger Anteile (Darlehen)

zum 31. März 2013 (Währungen in Millionen)    
Darlehenssumme EUR- Äquivalent Zinssatz (in %) Fälligkeit (Kalenderjahr) Darlehensgeber
EUR 9,1 9,1 -0,93 bis 2,00 2013 bis 2018 Österreichisches Bankenkonsortium sowie staatliche Institutionen
EUR 9,8 9,8 6,0 2022 Gewerbepark Heidenheim
EUR 200,0 200,0 1,70 2017 TDK Europe S.A.
CNY 42,5 5,3 10,66 2022 China/Wuxi - Wuxi-Singapore Industrial Park Development Co., Ltd.
BRL 25,2 9,75 8,00 2013 bis 2014 Brasilien - BNDS/BRADESCO-ITAÚ-UNIBANCO
EUR 0,7 0,7 0,0 2018 bis 2023 Spanien - verschiedene Darlehen staatlicher Stellen
USD 30,0 23,4 14,29 2039 Island - Finanzierungs-Leasing mit Becromal Properties ehf
EUR 3,7 3,7 18,47 2039 Island - Finanzierungs-Leasing mit Norak ehf
EUR 0,6 0,6 0,887 2015 GEFA-Leasing GmbH

Die langfristigen Finanzschulden beinhalten im Berichtsjahr eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von 70,7 Millionen EUR gegenüber dem TDK Konzern (Vorjahr: 69,9 Millionen EUR kurzfristige Finanzverbindlichkeiten), die aus einer Dividendenzahlung für das zum 31. März 2011 endende Geschäftsjahr resultiert. Im Berichtsjahr wurde vertraglich vereinbart, die Fälligkeit vom 31. Januar 2014 um zwei weitere Jahre auf den 31. Januar 2016 zu verlängern. Die langfristigen Finanzschulden gegenüber Dritten beinhalten zum Bilanzstichtag unter anderem einen Betrag von 8,8 Millionen EUR (Vorjahr: 9,1 Millionen EUR), welcher die österreichische EPCOS OHG betrifft. Davon sind 8,8 Millionen EUR durch Bürgschaftsübernahme gesichert (Vorjahr: 9,1 Millionen EUR). Der gewogene Durchschnittszins aller österreichischen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten für die jeweils zum 31. März 2014 und 31. März 2013 ausgewiesenen Bankschulden betrug 1,16217 Prozent bzw. 0,9336 Prozent. Sie sind in halbjährlichen Raten fällig, die sich über einen Zeitraum bis zu vier Jahre erstrecken.

Nach Fälligkeiten geordnet, ergibt sich für die langfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. März 2014 bzw. 2013 folgendes Bild:

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

zum 31. März 2014 (in Tausend EUR) Geschäftsjahr der Fälligkeit  
2015 14.137
2016 74.511
2017 202.028
2018 3.539
2019 2.257
Danach 31.878

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

zum 31. März 2013 (in Tausend EUR) Geschäftsjahr der Fälligkeit  
2014 3.011
2015 15.629
2016 3.844
2017 202.046
2018 2.856
Danach 35.356

In den zum 31. März 2014 und 2013 endenden Geschäftsjahren traten keine Zahlungsstörungen oder sonstige Vertragsverletzungen bei den lang- und kurzfristigen Finanzschulden auf.

6.23 Sonstige kurz-/ langfristige finanzielle und übrige Schulden

Die übrigen kurz- und langfristigen Schulden entfallen im Wesentlichen mit 85,0 Millionen EUR (davon kurzfristig: 82,5 Millionen EUR) auf Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich (Vorjahr: 74,4 Millionen EUR, davon kurzfristig: 72,4 Millionen EUR). Die sonstigen kurz- und langfristigen finanziellen Schulden umfassen weiterhin negative Marktwerte aus Sicherungsgeschäften und ähnliche Schulden.

6.24 Restrukturierung

Permanenter Kostendruck aus internationalem Wettbewerb macht es für die Gesellschaft notwendig, Restrukturierungsmaßnahmen in Form von Kapazitätsanpassungen durchzuführen. Die im Geschäftsjahr 2014 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Österreich, Italien und Indien (Vorjahr: Deutschland, Italien und Österreich).

Im Geschäftsjahr 2014 sind insgesamt Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 5,3 Millionen EUR (Vorjahr: 10,4 Millionen EUR) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Davon entfallen 4,9 Millionen EUR auf personenbezogene Aufwendungen (Vorjahr: 10,3 Millionen EUR). Die Auszahlungen in den Geschäftsjahren 2014 bzw. 2013 beliefen sich auf 6,6 Millionen EUR bzw. 3,8 Millionen EUR.

Die Entwicklung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten für Personalrestrukturierungen stellt sich im Laufe der Geschäftsjahre 2014 und 2013 wie folgt dar:

Entwicklung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten für Restrukturierungen

(in Tausend EUR)  
Bestand zum 31. März 2012 1.373
Netto-Zuführung zu Rückstellungen/Erhöhung der Verbindlichkeiten 10.309
Veränderung Währungsumrechnung (67)
Verbrauch (3.831)
Bestand zum 31. März 2013 7.784
Netto-Zuführung zu Rückstellungen/Erhöhung der Verbindlichkeiten 4.873
Veränderung Währungsumrechnung (26)
Verbrauch (6.642)
Bestand zum 31. März 2014 5.989

6.25 Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. März 2014 bestanden Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Millionen EUR aus Rechtsstreitigkeiten (31. März 2013: 1,6 Millionen EUR).

Es bestehen generelle Risiken aus der allgemeinen Geschäftstätigkeit, die nachfolgend kurz erläutert werden:

Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften sind im Hinblick auf verschiedene Streitgegenstände und Angelegenheiten Partei in einigen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren. Nach Meinung des Vorstands, der sich dabei auf Aussagen der Rechtsberater der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stützt, werden diese Rechtsstreitigkeiten und Verfahren allerdings selbst für den Fall ihres negativen Ausgangs keine wesentlichen Auswirkungen auf die finanzielle Situation oder das Ergebnis der Gesellschaft haben.

Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften unterliegen in jedem für ihre Betriebstätigkeit relevanten Rechtssystem einer Vielzahl von Umweltschutzbestimmungen, die z.B. Emissionen, Abwasserentsorgung und Lagerung von gefährlichen Materialien und Abfällen regeln. Diese Vorschriften werden auch für die zukünftige Geschäftstätigkeit des Unternehmens eine bedeutende Rolle spielen. Bereits in der Vergangenheit wurden die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften vereinzelt für die Beseitigung von Boden- und Grundwasserverschmutzungen an ihren Standorten verantwortlich gemacht. Wesentlichen Aufwendungen, Straf- oder Bußgeldern im Zusammenhang damit sahen sich aber weder die Gesellschaft noch ihre Tochtergesellschaften ausgesetzt.

Unabhängig davon ist allerdings nicht auszuschließen, dass es in Zukunft Fälle geben könnte, in denen die Gesellschaft oder ihre Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Umweltschutzbestimmungen Auflagen zu erfüllen haben, in die Haftung genommen oder Straf- oder Bußgeldern unterliegen werden. Da einige der Betriebsstätten des Unternehmens sehr nahe an denen anderer Unternehmen liegen oder sogar gemeinsam genutzt werden, könnten sich vorgenannte Belastungen vereinzelt sogar aus Sachverhalten ergeben, die nicht von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften selbst verursacht wurden.

Ebenfalls ist nicht auszuschließen, dass zukünftige Novellierungen in Umweltgesetzgebungen die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften zu substantiellen finanziellen Aufwendungen zwingen, die erhebliche negative Auswirkungen auf die finanzielle Lage bzw. das Ergebnis der Gesellschaft haben könnten.

Zum 31. März 2014 bzw. 2013 besteht ein Bestellobligo in Höhe von 45,6 Millionen EUR bzw. 33,2 Millionen EUR für Sachanlagen. Weiterhin bestehen zum Bilanzstichtag langfristige, vertragliche Energieabnahmeverpflichtungen (bis 2029) in Höhe von 215,5 Millionen EUR (31. März 2013: 232,1 Millionen EUR).

6.26 Leasing

a) Operating-Leasing

Derzeit least die Gesellschaft diverse Einrichtungen für Fertigung, Geschäftsführung und Verwaltung sowie verschiedene Ausrüstungsgegenstände unter Operating-Leasing-Verträgen. Die Summe der zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen stellt sich wie folgt dar:

Zukünftige Mindestzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen

Zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013
Bis zu einem Jahr 15.185 16.048
Zwischen einem und fünf Jahre 30.584 40.181
Länger als fünf Jahre 1.754 4.451
Gesamt 47.523 60.680

In den zum 31. März 2014 bzw. 2013 endenden Geschäftsjahren sind Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von 17,4 Millionen EUR bzw. 20,8 Millionen EUR erfolgswirksam erfasst worden.

b) Finanzierungs-Leasing

EPCOS hat im September 2007 ein Finanzierungs-Leasing mit einer Laufzeit von ursprünglich 10 Jahren in Form einer Sale-and-Leaseback-Vereinbarung für Grundstück und Gebäude am Standort Heidenheim abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Laufzeit des Leasingvertrags auf 15 Jahre (bis 2022) verlängert. Das Leasing wird als Finanzierungs-Leasing bilanziell erfasst, dabei entspricht der Barwert der Leasingzahlung den Verbindlichkeiten aus dem Finanzierungs-Leasing. EPCOS hat weiterhin eine Option zur zweimaligen Verlängerung von jeweils fünf Jahren. Die monatliche Grundmiete wird jeweils zum 1. Januar 2014, zum 1. Oktober 2017 und zum 1. Oktober 2020 um 3 Prozent angepasst sowie bei Ausübung der Verlängerungsoption jeweils alle drei Jahre um 3 Prozent erhöht. Am 31. März 2014 bestanden wie im Vorjahr keine Untermietverhältnisse.

Die von EPCOS erstmals im Geschäftsjahr 2009 konsolidierte Gesellschaft Becromal Iceland ehf hat mit der Gesellschaft Becromal Properties ehf im Geschäftsjahr 2009 ein Finanzierungs-Leasing für eine Immobilie abgeschlossen. Das Leasing wurde als Finanzierungs-Leasing bilanziell erfasst, dabei entspricht der Barwert der Leasingzahlung den Verbindlichkeiten aus dem Finanzierungs-Leasing. EPCOS hat eine Option zur Verlängerung. Die monatliche Grundmiete beträgt ein Prozent der Herstellkosten. Ferner wurde von Becromal Iceland ehf ein weiteres Finanzierungs-Leasing über Geschäftsausstattung mit einer Laufzeit über fünfzehn Jahre abgeschlossen. Die Miete beträgt 1,2 Prozent der Herstellkosten. Dieser Vertrag wurde im Geschäftsjahr 2010 auf 20 Jahre mit einer Option zur Verlängerung um 10 Jahre angepasst. Die Bilanzierung dieser Verträge wurde im Geschäftsjahr 2010 auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 30 Jahren angepasst.

Im Geschäftsjahr 2013 wurde eine weitere Leasingvereinbarung mit einer Laufzeit von 10 Jahren für Grundstück und Gebäude am Standort Wuxi, China, abgeschlossen. Das Leasing wurde als Finanzierungs-Leasing bilanziell erfasst, dabei entspricht der Barwert der Leasingzahlung den Verbindlichkeiten aus dem Finanzierungs-Leasing. Am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses wird das Eigentum an den Vermögenswerten an EPCOS übertragen.

Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasing werden über den kürzeren der beiden Zeiträume, Vertragslaufzeit oder geschätzte Nutzungsdauer, abgeschrieben. Zugleich wird eine entsprechende Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode fortgeschrieben und getilgt wird.

Die Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Finanzierungs-Leasingverhältnissen sowie die entsprechenden Barwerte stellen sich wie folgt dar:

Zukünftige Mindestleasingzahlungen und Barwerte

Zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013
  Mindestleasingzahlungen Zins Barwerte Mindestleasingzahlungen Zins Barwerte
Bis zu einem Jahr 6.243 4.650 1.593 6.201 4.714 1.487
Zwischen einem und fünf Jahre 28.647 21.115 7.532 27.455 21.148 6.307
Länger als fünf Jahre 79.467 48.716 30.751 85.799 50.496 35.303
Gesamt 114.357 74.481 39.876 119.455 76.358 43.097

Zum 31. März 2014 bzw. 2013 sind Grundstücke und Gebäude in Höhe von 30,7 Millionen EUR bzw. 31,7 Millionen EUR sowie Technische Anlagen, Maschinen und sonstige Anlagen in Höhe von 3,6 Millionen EUR bzw. 3,7 Millionen EUR aus Finanzierungs-Leasing in der Konzernbilanz enthalten. Zudem sind zum 31. März 2014 Softwarelizenzen aus Finanzierungs-Leasing in Höhe von 0,3 Millionen EUR in der Konzernbilanz ausgewiesen (31. März 2013: 0,5 Millionen EUR).

6.27 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Das konsolidierte Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag verteilt sich nach steuerlichen Kriterien auf In- und Ausland wie folgt:

Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013*
Deutschland (77.906) (116.566)
Ausland 105.751 42.474
Gesamt 27.845 (74.092)

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Der Aufwand/ (Ertrag) für Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

Aufwand/ (Ertrag) für Steuern vom Einkommen und Ertrag

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013*
Laufende Steuern    
Deutschland 1.208 1.414
Ausland 24.741 14.313
Latente Steuern    
Deutschland 8.952 (184)
Ausland (905) (140)
Gesamt 33.996 15.403

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Die Abstimmung der Steuern vom Einkommen und Ertrag für die am 31. März 2014 und 2013 endenden Geschäftsjahre ergibt nachfolgendes Bild. Zugrunde gelegt wurde der deutsche Körperschaftsteuersatz zuzüglich des effektiven Gewerbeertragsteuersatzes, das heißt eine gesetzliche Gesamtsteuerbelastung von 31,7 Prozent für 2014 und 2013.

Ausgewiesener Steueraufwand/ (-ertrag)

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013*
Erwarteter Steueraufwand/ (-ertrag) 8.827 (23.487)
Steuersatzunterschiede Ausland (6.519) (4.300)
Veränderung in der Realisierbarkeit latenter Steueransprüche 27.066 34.423
Nichtabziehbare Betriebsausgaben 9.266 3.332
Steuerfreie Erträge (7.702) (2.509)
Ausländische Quellensteuer 742 1.359
Steueraufwand/ (-ertrag) aus vergangenen Jahren (18) (1.242)
Steuersatzänderung (2.499) 1.142
Steuereffekte aus Abweichungen der steuerlichen Bemessungsgrundlage 4.018 3.213
Veränderung der Outside Basis Difference 868 2.466
Sonstiges (53) 1.007
Ausgewiesener Steueraufwand 33.996 15.403

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Der Steuerertrag aus vergangenen Jahren beinhaltet im Vorjahr 1,2 Millionen EUR aus laufenden Steuern und im aktuellen Jahr einen Steueraufwand von 0,5 Millionen EUR.

Für 2014 und 2013 wird die Gesellschaft in Deutschland mit einem Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent belastet. Hierauf wird ein Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent erhoben. Die Gesamtbelastung mit Körperschaftsteuer beträgt somit für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 15,8 Prozent. Der effektive Gewerbeertragsteuersatz beträgt für 2014 und 2013 15,9 Prozent.

Die Gesellschaft wird kontinuierlich von Steuerbehörden in verschiedenen Ländern geprüft. Die Steuerrückstellungen decken nach Einschätzung der Gesellschaft mögliche Belastungen für alle noch offenen Jahre ausreichend ab.

Aktive und passive latente Steuern

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013
Vorräte 6.880 6.339
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.270 5.787
Verlustvorträge und vorgetragene Steuerguthaben 25.354 28.280
Rückstellungen 7.458 5.222
Pensionsverpflichtungen 25.012 40.222
Sonstige Verbindlichkeiten 11.725 9.141
Sonstige 4.626 6.042
Aktive latente Steuern 84.325 101.033
Wertberichtigungen auf Forderungen (898) (3.064)
Vorräte (231) (324)
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (13.687) (20.915)
Rückstellungen (9.329) (12.594)
Sonstige (5.807) (4.686)
Passive latente Steuern (29.952) (41.583)
Aktive latente Steuern (saldiert) 54.373 59.450

Der latente Steueraufwand auf temporäre Differenzen betrug im Geschäftsjahr 2014 5,1 Millionen EUR (Vorjahr: 3,2 Millionen EUR). Dem Eigenkapital wurden im Geschäftsjahr 2014 latente Steuern erfolgsneutral in Höhe von 5,1 Millionen EUR gutgeschrieben (Vorjahr: Belastung 0,4 Millionen EUR), die im Wesentlichen auf Pensionen entfallen.

Die Verlustvorträge stammen überwiegend aus den deutschen, österreichischen, spanischen und italienischen Gesellschaften.

Es wurden nur diejenigen aktiven Steuerlatenzen bilanziert, deren Realisierung durch die Umkehrung von zu versteuernden temporäreren Differenzen oder durch die Erzielung von ausreichend positivem steuerlichen Einkommen als gesichert erscheint und das Management von der Nutzbarkeit aufgrund von Ergebnis verbessernder Maßnahmen ausgeht. Diese Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Neuorganisation von Vertriebsstrukturen sowie den Verkauf von bestimmten Vermögenswerten.

Für folgende Sachverhalte wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt:

Nichtansatz latenter Steuern

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013*
Abzugsfähige temporäre Differenzen 85.818 64.587
Steuerliche Verlustvorträge und Steuerguthaben 126.034 128.638
Gesamt 211.852 193.225

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Davon entfällt auf den Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf Pensionsverpflichtungen zum 31. März 2014 66,1 Millionen EUR und zum 31. März 2013 46,8 Millionen EUR. Wertaufholungen auf steuerliche Verlustvorträge wurden zum 31. März 2014 in Höhe von 2,0 Millionen EUR geltend gemacht (Vorjahr: 0,6 Millionen EUR).

Die aktiven und passiven latenten Steuern sind in den konsolidierten Bilanzen zum 31. März 2014 und 2013 jeweils wie folgt ausgewiesen:

Latente Steuern in konsolidierten Bilanzen

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013
Aktive latente Steuern 62.786 66.608
Passive latente Steuern (8.413) (7.158)
Gesamt 54.373 59.450

Zum 31. März 2014 verfügte der Konzern über ertragsteuerliche Verlustvorträge/ Net Operating Losses ("NOL") in Höhe von 552,3 Millionen EUR, von denen 16,2 Millionen EUR bis zum Jahr 2019 verfallen. Die übrigen Verlustvorträge in Höhe von 536,1 Millionen EUR können über das Jahr 2020 hinaus vorgetragen werden oder sind unverfallbar. Diese Zahlen zeigen den Bruttobetrag der zur Verfügung stehenden körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge, gewerbesteuerliche Verlustvorträge können hiervon abweichen. Zusätzlich verfügen die spanische und die ungarische Tochtergesellschaft über Steuerguthaben in Höhe von 1,8 Millionen EUR, die ab 2015 verfallen. Von den steuerlichen Verlustvorträgen, auf die keine aktive latente Steuer angesetzt wurde, verfallen 38,4 Millionen EUR im Zeitraum bis 2023. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und Steuerguthaben wurden in einer Höhe von 126,0 Millionen EUR für das Geschäftsjahr 2014 nicht berücksichtigt.

Zum 31. März 2014 wurden auf die thesaurierten Gewinne von ausländischen Tochtergesellschaften latente Steuerrückstellungen in Höhe von 4,3 Millionen EUR und zum 31. März 2013 in Höhe von 3,4 Millionen EUR gebildet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden höhere Ausschüttungen von den Tochtergesellschaften geplant, welche einer zusätzlichen Quellensteuerbelastung unterliegen und somit zu einer höheren Rückstellung führten. Auf die nach derzeitiger Ausschüttungsplanung verbleibenden Gewinnrücklagen zum 31. März 2014 der ausländischen Tochtergesellschaften in Höhe von 227,0 Millionen EUR wurden keine latenten Steuerrückstellungen gebildet, weil geplant ist, diese Gewinne zeitlich unbegrenzt zu reinvestieren bzw. weil diese Ermittlung wegen Geringfügigkeit zu vernachlässigen ist. Die Schätzung von nicht ausgewiesenen passiven latenten Steuern auf nicht ausgeschüttete Gewinne ist nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich.

6.28 Pensionen

Die Gesellschaft gewährt Betriebsrenten hauptsächlich auf der Grundlage von mehreren leistungsorientierten Pensionsplänen. Der Bewertungsstichtag für die Pläne ist der 31. März. Die Gesellschaft gewährt gegenwärtig fast allen Mitarbeitern in Deutschland und vielen Beschäftigten im Ausland Pensionszusagen, die feste Leistungsansprüche umfassen und daher nach IFRS als Defined-Benefit-Pläne zu bilanzieren sind. Darüber hinaus gewährt das Unternehmen pensionsähnliche Zusagen, die vor allem aus Übergangszahlungen an inländische Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand sowie aus pensionsähnlichen Leistungen in Form von medizinischen Versicherungsleistungen in den USA und Brasilien bestehen.

Die Höhe der Versorgungszusagen bemisst sich im Einzelfall nach Lohn- bzw. Gehaltsniveau und/oder Position in der Unternehmenshierarchie sowie Betriebszugehörigkeit. Dabei können die konkreten Versorgungszusagen in Abhängigkeit von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes variieren.

In Deutschland gibt es darüber hinaus ein Programm zur eigenfinanzierten betrieblichen Altersvorsorge, das den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, einen Teil des Gehalts für eine Rentenzahlung inklusive aufgelaufener Zinsen zum Renteneintritt umzuwandeln. Die Verbindlichkeit für zukünftige Zahlungen ist versicherungsmathematisch bestimmt. Die Verbindlichkeit wird in Höhe des Maximums aus dem Marktwert der Fondsanteile und dem Barwert des garantierten Versicherungskapitals passiviert.

In das Treuhandvermögen des Contractual Trust Arrangement (CTA) wurden von der EPCOS AG im Geschäftsjahr 2008 14,3 Millionen EUR übertragen, zum 31. März 2014 beträgt der Bestand des Treuhandvermögens 10,7 Millionen EUR (31. März 2013: 13,9 Millionen EUR). Das Treuhandvermögen ist dem Zugriff der Konzerngesellschaft entzogen und darf ausschließlich für Ansprüche der Mitarbeiter bzw. Mitglieder des Vorstands im Insolvenzfall verwendet werden. Das jeweilige Treuhandvermögen deckt diejenigen Ansprüche ab, die nicht bereits durch den Pensionssicherungsverein abgedeckt sind und ist in seiner Höhe daher Schwankungen unterworfen. Das Treuhandvermögen des Contractual Trust Arrangement (CTA) wird nach den vom EPCOS Vermögenstreuhänder e.V. (bis 4. September 2009) bzw. EPCOS Mitarbeitertreuhänder e.V. (ab 4. September 2009) und der Konzerngesellschaft gemeinsam erstellten Anlagerichtlinien am Kapitalmarkt investiert.

Die Beiträge zu beitragsorientierten Pensionsplänen beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 5,0 Millionen EUR und im Geschäftsjahr 2013 auf 5,0 Millionen EUR. Die geschätzten Beiträge für das Geschäftsjahr 2015 belaufen sich auf rund 4,5 Millionen EUR. Da für diese Defined-Contribution-Pläne die Verpflichtung des Unternehmens im Gegensatz zu Defined-Benefit-Plänen ausschließlich in der Bereitstellung von Beiträgen besteht, ist die Bilanzierung einer Verbindlichkeit nicht erforderlich.

Zusätzlich leistete der Konzern im Geschäftsjahr 2014 und 2013 Beiträge im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen (staatliche Pläne/ Rentenversicherung) in Höhe von 40,1 Millionen EUR und 41,3 Millionen EUR.

Die Darstellungen erfolgen für alle leistungsorientierten Pläne zusammengefasst, soweit nicht anders erwähnt, da sich die Verpflichtung überwiegend aus dem Plan in Deutschland ergibt. In den folgenden Tabellen sind die konsolidierten Informationen in Bezug auf alle von der Gesellschaft unterhaltenen Pensionspläne für die angegebenen Stichtage zusammengefasst.

Die folgende Tabelle zeigt jeweils die Entwicklung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung ("Defined Benefit Obligation" - DBO) im Berichts- und Vorjahr:

Änderung der leistungsorientierten Verpflichtung

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013*
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) zu Beginn des Geschäftsjahres 355.077 334.396
Dienstzeitaufwand 7.422 8.713
Laufender Dienstzeitaufwand 9.141 8.713
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (1.780) -
Verlust aus Planabgeltung 61 -
Zinsaufwand 13.733 13.779
Versicherungsmathematische Verluste 11.654 10.888
Erfahrungsbedingte Anpassungen (545) (142)
Versicherungsmathematische Verluste aus Änderungen der biometrischen Annahmen 116 -
Versicherungsmathematische Verluste aus Änderungen der finanziellen Annahmen 12.083 11.030
Gezahlte Leistungen (13.007) (14.022)
Wechselkursänderungen (5.001) 1.323
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) zum Ende des Geschäftsjahres 369.878 355.077

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Die folgende Tabelle zeigt jeweils die Änderung des Planvermögens während des angegebenen Geschäftsjahres:

Änderung des Planvermögens

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013*
Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres 53.071 47.788
Zinserträge des Planvermögens 2.471 2.605
Versicherungsmathematische Gewinne/ (Verluste) (383) 661
Beiträge des Arbeitgebers (843) 2.841
Gezahlte Leistungen (1.486) (1.347)
Wechselkursänderungen (3.888) 523
Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Geschäftsjahres 48.942 53.071

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Die tatsächlichen Erträge des Planvermögens betrugen in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 2,1 Millionen EUR und 3,3 Millionen EUR. Die retrospektive Anwendung des geänderten IAS 19 führte im Vorjahr zu einem Zinsertrag aus Planvermögen in Höhe von 2,6 Millionen EUR, berechnet mit dem korrespondierenden Abzinsungssatz zur Ermittlung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung. Gemäß bisherigen IAS 19 hätte der erwartete Ertrag aus Planvermögen unter Berücksichtigung von historischen langfristigen Renditen, Markterwartungen und der Portfoliostruktur 2,9 Millionen EUR betragen.

Die Aufteilung des Planvermögens ist wie folgt:

Das deutsche Planvermögen in Höhe von 10,7 Millionen EUR wird ausschließlich in EUR-Anlagen im Geldmarkt mit Laufzeiten von jeweils längstens drei Monaten investiert, wobei das Rating der erworbenen Schuldtitel zu jeder Zeit bei mindestens A (S&P) bzw. A2 (Moody's) oder einem vergleichbaren Rating liegen muss.

Aufteilung des Planvermögens Ausland

zum 31. März (in Prozent) 2014 2013
Aktien 39,1 38,8
Schuldverschreibungen 53,3 56,3
Sonstige 7,6 4,9
Gesamt 100,0 100,0

Die Fondsmanager des Planvermögens versuchen mit Hilfe der Investitionsstrategie die Volatilität zu reduzieren. Die Anlage für den wesentlichen in den USA gehaltenen Teil des Planvermögens ist daher auf maximal 50 Prozent in Schuldverschreibungen begrenzt, die ein Minimum-Rating gemäß Standard & Poor's (S&P) oder Moody's von A oder besser zum Kaufzeitpunkt haben. Die voraussichtliche Einlage in das Planvermögen für 2015 beträgt 3,2 Millionen EUR.

Die Darstellung der Verpflichtung, des Vermögens und der Rückstellung ergibt folgendes Bild:

Verpflichtung, Vermögen und Rückstellung

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013*
1a. Fondsfinanzierte leistungsorientierte Verpflichtung 338.667 323.946
1b. Nicht fondsfinanzierte leistungsorientierte Verpflichtung 31.011 31.131
1a+b. Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) 369.878 355.077
2a. Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (48.942) (53.071)
2b. Kumulierter Effekt aus "asset ceiling" 2.118 1.020
2c. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - (269)
3. Nettopensionsverpflichtung (= DBO - Planvermögen+"asset ceiling") 323.054 302.757
  Der Bilanzbetrag ist in folgenden Bilanzpositionen enthalten:    
  Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (kurzfristig) 13.680 11.978
  Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (langfristig) 309.374 291.662
  Übrige langfristige Vermögenswerte - 883
4. Im sonstigen Ergebnis berücksichtigte Beträge Versicherungsmathematische Verluste 13.483 8,984

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen beträgt zum 31. März 2014 16,1 Jahre (31. März 2013: 16,1 Jahre).

In der folgenden Tabelle sind die Komponenten der Netto-Pensionsaufwendungen für die am 31. März 2014 und 2013 endenden Geschäftsjahre dargestellt:

Netto-Pensionsaufwendungen

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013*
Dienstzeitaufwand 7.422 8.713
Laufender Dienstzeitaufwand 9.141 8.713
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (1.780) -
Verlust aus Planabgeltung 61 -
Netto-Zinsaufwand/ (-ertrag) 11.341 11.392
Zinsaufwand 13.812 13.997
Zinserträge aus Planvermögen (2.471) (2.605)
Netto Pensionsaufwendungen der Periode 18.763 20.105

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

Im Zinsaufwand des aktuellen Berichtsjahres ist gemäß geänderten IAS 19 die Verzinsung des "asset ceiling" Brasilien in Höhe von 0,1 Millionen EUR enthalten (im Vorjahr: 0,2 Millionen EUR).

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden der Zinsaufwand und der Zinsertrag des Planvermögens innerhalb des Zinsergebnisses ausgewiesen. Alle übrigen Komponenten der Netto-Pensionsaufwendungen werden entsprechend der Zuordnung der anspruchsberechtigten Mitarbeitergruppen auf die Funktionskosten aufgeteilt.

In den USA führten im Berichtsjahr Änderungen beim Pensionsplan sowie beim Plan für Leistungen der medizinischen Versorgung zu einer Reduktion der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1,8 Millionen EUR. Der entstandene Ertrag wurde als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die versicherungsmathematischen Annahmen, die der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung (DBO) zugrunde gelegt wurden, sind je nach den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes, in denen die Pensionspläne gelten, unterschiedlich.

Im Folgenden sind die wesentlichen Prämissen für die Pensionspläne in Deutschland und den USA dargestellt:

Prämissen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung

zum 31. März (in Prozent) Deutschland 2014 Deutschland 2013 USA 2014 USA 2013
Abzinsungsfaktor 3,30 3,80 4,50 4,25
Anwartschaftsdynamik (Gehaltstrend) 2,75 2,75 3,00 3,00
Rentendynamik 1,75 2,00 - -

Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse zeigt auf, wie sich der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung (DBO) veränderte, wenn jeweils eine versicherungsmathematische Annahme (unter Beibehaltung der übrigen versicherungsmathematischen Annahmen) geändert würde. Mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden nicht berücksichtigt.

Sensitivitätsanalyse

Auswirkung zum 31. März 2014 (in Tausend EUR) Veränderung Deutschland (nur EPCOS AG) USA
Abzinsungsfaktor + 0,25 Prozent (11.496) (1.434)
  - 0,25 Prozent 13.126 1.601
Anwartschaftsdynamik (Gehaltstrend) + 0,25 Prozent 53 223
  - 0,25 Prozent (68) (231)
Rentendynamik + 0,25 Prozent 10.542 -
  - 0,25 Prozent (9.887) -

Für den EPCOS Konzern würde eine Erhöhung des Abzinsungssatzes von +0,25 Prozent zu einer Reduzierung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung in Höhe von 14,0 Millionen EUR führen, eine entsprechende Herabsetzung um -0,25 Prozent zu einer Erhöhung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung in Höhe von 15,9 Millionen EUR.

Für die medizinischen Pläne wurden in Brasilien im Bereich der medizinischen Versorgung 8,20 Prozent als Kostentrend (im Vorjahr: 8,00 Prozent) angesetzt, für den medizinischen Plan in den USA wurden 5,00 Prozent (im Vorjahr: 5,50 Prozent) zugrunde gelegt.

Nachfolgend sind die Auswirkungen dargestellt, die aus einer Erhöhung bzw. Verminderung der angenommenen Kostenentwicklung im medizinischen Bereich um einen Prozentpunkt resultieren würden:

Entwicklung der erwarteten medizinischen Versorgungskosten

Auswirkung zum 31. März 2014 (in Tausend EUR) angenommene Kostenentwicklung + 1 Prozent angenommene Kostenentwicklung - 1 Prozent
Effekt auf die laufenden Dienstzeit-/ Zinsaufwandskomponente der periodischen Nettokosten für medizinische Versorgung nach Beendigung des Arbeitszeitverhältnisses (50) (89)
Effekt auf die Verpflichtung hinsichtlich der Kosten für medizinische Versorgung nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 328 (279)

Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Sonstigen Ergebnis erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge:

Im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013*
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 73.655 64.243
Versicherungsmathematische Verluste 13.483 8.984
Ertragsteueraufwand/ (-ertrag) (5.113) 428
Stand zum Ende des Geschäftsjahres 82.025 73.655

* Angepasst um die Effekte aus der erstmaligen retrospektiven Anwendung des geänderten IAS 19 (Vgl. Abschnitt 6.6)

6.29 Angaben zu Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7

Die Buch- und Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente nach den Kategorien des IAS 39 stellen sich zum 31. März 2014 bzw. 2013 wie folgt dar:

Buch- und Zeitwerte nach Kategorien

in Tausend EUR Buchwert 31.03.2014 Fortgeführte AK Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
AKTIVA      
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte      
Finanzanlagen des Anlagevermögens (Wertpapiere) 9.068 - 9.068
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 1.289 - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 15.298 15.298 -
Beteiligungen 3.036 3.036* -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 324.610 324.610 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 169.733 169.733 -
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte      
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 4.465 - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 12.476 12.476 -
PASSIVA      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 175.864 175.864 -
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 598.093 598.093 -
Lease Verbindlichkeit 39.876 - -
Sonstige langfristige finanzielle Schulden 2.981 2.981 -
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden      
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 2.083 - -
Sonstige finanzielle Schulden 39.965 39.965 -
in Tausend EUR Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam IAS 17 Lease Zeitwert 31.03.2014 Bewertungskategorie
AKTIVA        
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte        
Finanzanlagen des Anlagevermögens (Wertpapiere) - - 9.068 AfS
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 1.289 - 1.289 FAHfT
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - - 15.298 LaR
Beteiligungen - - - AfS
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 324.610 LaR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - - 169.733 LaR
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte        
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 4.465 - 4.465 FAHfT
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - - 12.476 LaR
PASSIVA        
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - 175.864 FLAC
Lang- und kurzfristige Finanzschulden - - 602.320 FLAC
Lease Verbindlichkeit - 39.876 61.022 n.a
Sonstige langfristige finanzielle Schulden - - 2.981 FLAC
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden        
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 2.083 - 2.083 FLHfT
Sonstige finanzielle Schulden - - 39.965 FLAC

* Bei Beteiligungen kann wegen Fehlen eines aktiven Marktes kein Zeitwert ermittelt werden. Somit erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Eine Veräußerung dieser Finanzinstrumente ist nicht vorgesehen.

Buch- und Zeitwerte nach Kategorien

in Tausend EUR Buchwert 31.03.2013 Fortgeführte AK Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
AKTIVA      
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte      
Finanzanlagen des Anlagevermögens (Wertpapiere) 9.649 - 9.649
Sonstige Finanzanlagen des Anlagevermögens 2 2 -
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 1.733 - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 15.524 15.524 -
Beteiligungen 849 849* -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 338.035 338.035 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 155.107 155.107 -
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte      
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 3.953 - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10.257 10.257 -
PASSIVA      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 202.498 202.498 -
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 588.489 588.489 -
Lease Verbindlichkeit 43.097 - -
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 478 - -
Sonstige langfristige finanzielle Schulden 690 690 -
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden      
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 4.978 - -
Sonstige finanzielle Schulden 19.418 19.418 -
in Tausend EUR Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam IAS 17 Lease Zeitwert 31.03.2013 Bewertungskategorie
AKTIVA        
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte        
Finanzanlagen des Anlagevermögens (Wertpapiere) - - 9.649 AfS
Sonstige Finanzanlagen des Anlagevermögens - - 2 LaR
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 1.733 - 1.733 FAHfT
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - - 15.524 LaR
Beteiligungen - - - AfS
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 338.035 LaR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - - 155.107 LaR
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte        
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 3.953 - 3.953 FAHfT
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - - 10.257 LaR
PASSIVA        
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - 202.498 FLAC
Lang- und kurzfristige Finanzschulden - - 588.634 FLAC
Lease Verbindlichkeit - 43.097 63.665 n.a
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 478 - 478 FLHfT
Sonstige langfristige finanzielle Schulden - - 690 FLAC
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden        
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 4.978 - 4.978 FLHfT
Sonstige finanzielle Schulden - - 19.418 FLAC

* Bei Beteiligungen kann wegen Fehlen eines aktiven Marktes kein Zeitwert ermittelt werden. Somit erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Eine Veräußerung dieser Finanzinstrumente ist nicht vorgesehen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die nicht auf den EUR lauten, werden mit dem Tageskurs umgerechnet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind dem kurzfristigen Vermögen zugeordnet. Aufgrund der kurzen Restlaufzeiten wird angenommen, dass die ausgewiesenen Buchwerte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wird als beizulegender Zeitwert der Kurswert in einem aktiven Markt angesetzt.

Die Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten sind auf Basis von Marktwerten ermittelt worden. Dies erfolgt beispielsweise durch Abzinsung erwarteter zukünftiger Zahlungsströme auf Basis aktueller Marktzinsen und der Zinsstrukturkurve oder finanzmathematischer Modelle, in die Annahmen wie Volatilitäten oder aktuelle Kurse einfließen.

Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen aufgrund der kurzen Restlaufzeiten im Wesentlichen den Zeitwerten.

Die langfristigen finanziellen Schulden wie beispielsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Verwendung marktüblicher, fristgerechter Zinssätze ermittelt.

Der Zeitwert der nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten lang- und kurzfristigen Finanzschulden wird anhand der vertraglichen Zahlungsströme unter Anwendung aktueller Marktzinsen bewertet (Stufe 2).

Die Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39 stellen sich zum 31. März 2014 und 2013 wie folgt dar:

Buchwerte nach Bewertungskategorien

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013
Available-for-Sale assets (AfS) 12.104 10.498
Loans and Receivables (LaR) 522.117 518.925
Financial Assets Held For Trading (FAHfT) 5.754 5.686
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (816.903) (811.095)
Financial Liabilities Held For Trading (FLHfT) (2.083) (5.456)

Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing sind in obiger Tabelle nicht enthalten.

Die Zuordnung der zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden in die drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie ist folgender Tabelle zu entnehmen:

Fair-Value-Hierarchie

zum 31. März 2014 (in Tausend EUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
finanzielle Vermögenswerte, zum Zeitwert bilanziert:        
AfS Wertpapiere 9.068 - - 9.068
Derivative Instrumente - 5.754 - 5.754
finanzielle Schulden/Verbindlichkeiten, zum Zeitwert bilanziert:        
Derivative Instrumente - (2.083) - (2.083)

Fair-Value-Hierarchie

zum 31. März 2013 (in Tausend EUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
finanzielle Vermögenswerte, zum Zeitwert bilanziert:        
AfS Wertpapiere 9.649 - - 9.649
Derivative Instrumente - 5.686 - 5.686
finanzielle Schulden/Verbindlichkeiten, zum Zeitwert bilanziert:        
Derivative Instrumente - (5.456) - (5.456)

In Stufe 1 können die Zeitwerte durch öffentlich notierte Marktpreise auf aktiven Märkten bestimmt werden, während die Zeitwerte der Stufe 2 direkt oder indirekt auf Basis von beobachtbaren Marktdaten bestimmt werden. Für Vermögenswerte und Schulden der Stufe 3 stehen für die Ermittlung der Zeitwerte keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung.

Nettoergebnis nach Bewertungskategorien

für die am 31. März endenden Geschäftsjahre (in Tausend EUR) 2014 2013
Available-for-Sale (AfS) 1.195 64
Loans and Receivables (LaR) 1.842 (3.427)
Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (6.510) (85)
Financial Assets / Liabilities Held For Trading (FAHfT) / (FLHfT) 6.721 (2.349)

Die Nettogewinne bzw. -verluste resultierten insbesondere aus Währungseffekten, Veränderungen von Wertberichtigungen und Marktwertänderungen.

Im Geschäftsjahr 2014 bzw. 2013 wurden neben obigen Zahlen Nettogewinne in Höhe von 0,7 Millionen EUR bzw. Nettoverluste in Höhe von 0,1 Millionen EUR aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen direkt im Sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Nettogewinne in Höhe von 1,1 Millionen EUR (Vorjahr: 0 Millionen EUR) aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen aus dem Sonstigen Ergebnis entnommen und in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 bestehen keine Derivate mit Sicherungsbeziehungen.

Die Fälligkeiten der finanziellen Schulden ergeben sich zum 31. März 2014 bzw. 2013 wie folgt (Zinszahlungen aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten sind mit dem zum 31. März 2014 bzw. 2013 vorliegenden Konditionen errechnet worden):

Fälligkeiten finanzieller Schulden

für das am 31. März 2014 endende Geschäftsjahr (in Tausend EUR) Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit zwischen ein bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Finanzschulden 323.756 305.613 80.590 709.959
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 175.864 - - 175.864
Derivative Finanzinstrumente 2.083 - - 2.083
Sonstige finanzielle Schulden 39.965 2.936 45 42.946

Fälligkeiten finanzieller Schulden

für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr (in Tausend EUR) Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit zwischen ein bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Finanzschulden 371.855 249.133 95.978 716.966
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 202.498 - - 202.498
Derivative Finanzinstrumente 4.978 478 - 5.456
Sonstige finanzielle Schulden 19.418 485 205 20.108

Volumen und Fälligkeiten von Sicherungsgeschäften sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Sicherungsvolumen und Fälligkeiten

zum 31. März (in Tausend EUR) 2014 2013
  bis ein Jahr zwischen ein bis fünf Jahre Gesamt bis ein Jahr zwischen ein bis fünf Jahre Gesamt
Devisentermingeschäfte 307.271 - 307.271 367.091 - 367.091
Cross-Currency-Swaps und Zins-Swaps 10.879 12.864 23.743 8.638 25.335 33.973
Rohstoffterminkontrakte 4.554 - 4.554 - - -

6.30 Risikomanagement

Detaillierte Angaben zum Risikomanagement befinden sich im Konzernlagebericht.

6.31 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2014 sind für den Konzernabschluss des EPCOS Konzerns keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

München, den 19. Mai 2014

Zichlarz

Thiele

Dr. Hess

Block

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Zu dem Konzernabschluss und dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den von der EPCOS AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (,Lagebericht und Konzernlagebericht') für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

München, den 19. Mai 2014

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Barth, Wirtschaftsprüfer

Westermeier, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

im Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2012/2013 (T117) hieß es:

"...haben Vorstand und Bereiche die [...] angesprochenen Defizite analysiert und [...] eine Reihe von Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die sich bessernden Kennzahlen am Ende des Geschäftsjahres T117 sowie insbesondere die erfreuliche Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Monaten des laufenden Geschäftsjahres sind starke Indikatoren dafür, dass diese Gegenmaßnahmen "greifen". [...] Dies lässt die Erwartung zu, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2013/2014 (T118) endlich wieder seine Planziele erfüllen wird."

Zwar wurden auch im Geschäftsjahr T118 die gesetzten Budgetwerte nicht zur Gänze erreicht. Das Unternehmen konnte aber gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung um 6 Prozent ausweisen und insbesondere seine Ergebnisqualität erheblich verbessern: Nach einem Verlust von nahezu 40 Millionen EUR in T117 erzielte EPCOS in T118 einen operativen Gewinn von über 60 Millionen EUR. Das Unternehmen hat damit eine überzeugende Trendwende eingeleitet, die sich jedenfalls auch in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2014/2015 (T119) fortsetzt.

Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft, über deren Risikolage und Risikomanagement sowie über alle wesentlichen Vorhaben und Planungen mündlich und schriftlich informiert. Vorstand und Aufsichtsrat haben Abweichungen des Geschäftsverlaufs von Plänen und Zielvorgaben ausführlich diskutiert und beraten. Alle zustimmungsbedürftigen Angelegenheiten wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand vorgelegt. Daneben standen alle Mitglieder des Vorstands mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden sowohl in turnusmäßigen Sitzungen als auch laufend auf bilateraler Basis in Kontakt, um mit ihm wesentliche Pläne, anstehende Entscheidungen und wichtige Vorkommnisse zu besprechen. Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat die Führung der Geschäfte des Unternehmens sorgfältig überwacht und ist seinen Beratungsaufgaben nachgekommen.

Im Berichtszeitraum fanden fünf Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die wesentlichen Themen dieser Sitzungen waren unter anderem die Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2012/2013 (T117), die Verabschiedung von Budget und Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2013/2014 (T118), die Nachverfolgung der Ergebnisse diverser Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sowie die Verabschiedung einer Reihe von Grundsätzen für die Festlegung von Ruhegehältern und anderen Vertragsbedingungen von Vorstandsmitgliedern.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtszeitraum ebenfalls fünf Mal. Den Schwerpunkt der Arbeit des Ausschusses bildeten dabei wie immer die Prüfung der Quartalskennzahlen des Konzerns sowie die Vorbereitung der Verabschiedung der Jahresabschlüsse der EPCOS AG und des Konzerns durch den Aufsichtsrat. Außerdem überwachte der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und legte dessen Prüfungsschwerpunkte fest. Daneben standen die Vorbereitung des Zustimmungsbeschlusses des Aufsichtsrats zur Budget- und Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2013/2014 (T118), die Gestaltung der Prüfungspläne der internen Unternehmensrevision im Berichtszeitraum sowie Erörterungen zum Risikomanagement-System des Unternehmens auf den Agenden des Ausschusses.

Der Präsidialausschuss trat während des abgelaufenen Geschäftsjahres zwei Mal zusammen. In diesen Sitzungen wurden die Plenumsbeschlüsse über alle Angelegenheiten der Vorstandsvergütung, einschließlich der oben schon angesprochenen Grundsätze für die Festlegung von Ruhegehältern und anderen Vertragsbestimmungen, vorbereitet.

Der gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG gebildete Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.

Interessenskonflikte in der Person einzelner Mitglieder des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse sind nicht aufgetreten.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Laufe des Geschäftsjahres 2013/2014 (T118) gab es keine Umbesetzungen in Vorstand und Aufsichtsrat.

Jahresabschluss

Der für das Geschäftsjahr 2013/2014 zum 31. März 2014 aufgestellte Jahresabschluss der EPCOS AG sowie der entsprechende Konzernabschluss gleichen Stichtags wurden, ebenso wie der mit dem Lagebericht der EPCOS AG zusammengefasste Konzernlagebericht, von Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft. Ernst & Young hat allen vorgenannten Unterlagen den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und der Aufsichtsrat haben die Abschlüsse und den Lagebericht auch selbst geprüft. Ergänzend hat der Aufsichtsrat Ernst & Young beauftragt, die Wirksamkeit des EPCOS-internen Systems zur Kontrolle der Finanzberichterstattung des Unternehmens in Anlehnung an die Anforderungen des US-amerikanischen Sarbanes Oxley Act Section 404 (SOA 404) und an die entsprechenden Anforderungen des japanischen "J-SOX" zu auditieren. Die Prüfung hat ergeben, dass EPCOS diesbezüglich in allen wesentlichen Belangen über ein wirksames Kontrollsystem verfügt.

Die vorgenannten Abschlüsse einschließlich Lagebericht sowie die Berichte von Ernst & Young über deren Prüfung wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf übermittelt. Sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 8. Juli 2014 als auch in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom selben Tage wurden diese Unterlagen jeweils in Anwesenheit und unter Einbeziehung des Abschlussprüfers erörtert. Der Abschlussprüfer erstattete dabei über seine Abschlussprüfung und deren Ergebnisse Bericht und führte im Rahmen dessen auch aus, dass das Unternehmen den Feststellungen des Abschlussprüfers zufolge ein in allen wesentlichen Belangen funktionsfähiges Kontroll- bzw. Risikomanagementsystem eingerichtet habe. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat hatten gegen die ihnen vorgelegten Unterlagen keine Einwendungen und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeitern, den Betriebsräten und dem Vorstand für die geleistete Arbeit.

 

München, im Juli 2014

Dr. Werner Faber, Vorsitzender des Aufsichtsrats